Nr. 118. Grscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Boft- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Johrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sern( preh- Anschluß: 3mt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Krieg im Frieden. Sonnabend, den 21. Mai 1892. 2 Mann der 1. Schwadron der Garde du Corps, 1 Mann( Unteroffizier) dem 2. Garde- Ulanen- Regiment, 1 Sergeant dem Rürassier- Regiment, 1 Sergeant der 5. Kompagnie des 4. Garde- Regiments zu Fuß, Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. So geschehen im Jahre des Heils 1892 in einem der belebtesten Stadttheile Berlins. " Ein anderes Bild. Aus Magdeburg berichtet die dortige Volksstimme" in ihrer Nr. 116 vom 19. Mai über mißhandlung von Straßenpassanten durch brei Unteroffiziere: leiten, eine Anzeige gegen ihn, den Lieutenant, zurück- und um das Verlassen des Lokals ersucht hatte, wurde zuziehen, dieser Standalaffäre ist am Donnerstag Abend von diesen mit Fäusten und Säbelscheiden geschlagen und eine zwischen die Stühle geworfen. Einer von den Garde du der Reichshauptstadt Berlin Als der Vorwärts" seiner Zeit den Erlaß des sächsischen inmitten Herzogs Georg veröffentlicht hatte, in welchem der Schleier, nicht minder skandalöse und charakteristische Szene gefolgt. Rorps wollte ihm mit dem blanken Säbel zu Leibe, wurde der über den Mysterien des Kasernenlebens ruhte, amtlich Dieselbe wird uns von einem Augenzeugen folgendermaßen aber daran von den Soldaten verhindert. Der geschlagene Sergeant flüchtete. Ein Schuhmann, der das zweifelhaft zerrissen und die Brutalität, die auf dem Boden des Mili- geschildert: tarismus muchert, in ihrer ganzen Scheußlichkeit offen dar In der an der Ecke der Kommandanten und Alte angenehme Geschäft, die tolle Soldateska zur Ruhe zu gelegt wurde, ging ein Sturm der Entrüstung durch das Jakobstraße gelegenen Afrikanischen Konzerthalle traten am bringen, vollziehen wollte, mußte unverrichteter Sache Endlich verließen die Soldaten das ganze deutsche Bolt. Der Reichstag nahm Stellung zu Abend des erwähnten Tages gegen 29 Uhr 10-13 Sol wieder fortgehen. den Mißhandlungen der Soldaten durch ihre Vorgesetzten daten, und zwar Sergeanten und Unteroffiziere, ein, welche 2otal, aus welchem das Publikum zum größten Theil sich während der skandalösen Affäre entfernt hatte, und die Regierung versprach, Alles zu thun was möglich, um folgenden Truppentheilen angehörten: brutaler Behandlung der Soldaten vorzubeugen. Wir haben um sich nicht die Köpfe zerschlagen lassen zu müssen. Wie uns niemals der Erwartung hingegeben, daß die Regierung uns nachträglich von anderer Seite mitgetheilt wird, hat des Militärstaates, genannt" Deutsches Reich", es in der tags darauf eine Anzahl der betheiligt gewesenen Soldaten Macht habe, ihr Versprechen mit dem gewünschten Erfolg in dem genannten Restaurant um, gut Wetter" vorgesprochen einzulösen. Das Gehorchen um jeden Preis ist dem ge mit dem Erbieten, 60 M. für den dem Wirth verursachten meinen" Soldaten zu einer Pflicht gemacht, deren leisefte 2 Sergeanten dem Infanterie- Regiment„ Elisabeth", Schaden zu zahlen, ferner haben sie der Kellnerin, welche Verlegung die schwersten Strafen nach sich zieht, und dieses 1 Sergeant dem Infanterie- Regiment„ Raiser Alexander". die Ohrfeige empfangen, Schmerzensgeld versprochen. Gehorchen um jeden Preis ist der Grundpfeiler des Ge- Ferner befanden sich darunter Soldaten des in Berlin garuibäudes des Militarismus. Dem entsprechend, und noch sonirenden Infanterie- Regiments Kaiser Franz". dazu bei dem Instanzenzuge des Beschwerderechts, wonach Die Soldaten, die anscheinend angeheitert waren, kamen, fich der mißhandelte Soldat erst an die nächsten Vorgesetzten ohne sich an das Spiel der Musiker zu fehren, mit großem zu wenden hat, haben die roh angelegten Elemente unter Geräusch in das Lokal, marschirten in lauter Unterhaltung der militärischen Hierarchie es eben in der Hand, einen Soldaten und die Säbel nachschleifend, hier und da beim Vorübergehen zu mißhandeln und zu chifaniren oder nicht; und andererseits Stühle umreißend, durch die Räumlichkeiten, setzten sich nieder, fann die Regierung, ohne das Gebäude des Militarismus zu erzogen zum Theil, ohne von dem harmlosen Publikum dazu schüttern, ohne aus dem Heer des Klassenstaats ein wirk- irgendwie provozirt zu sein, die Säbel blank und fuchtelten liches Volt in Waffen" entstehen zu sehen, keine Maß- mit denselben in der Luft herum. Eine Kellnerin, welche nahmen treffen, welche durch Aufhebung des unbedingten sie um Ruhe ersuchte, erhielt von einem Sergeanten eine Gehorsams des gemeinen Soldaten dem Borgesetzten gegen- Ohrfeige. Das entrüstete Publikum, dem durch das Geüber diesen vor Brutalität oder Chikanen des letzteren eine bahren der Soldaten der Genuß des Konzerts ganz und gar sozusagen organische Schuhwehr schaffen würden. Ganz gestört war, verhielt sich gleichwohl ruhig; einige natürlich ist es nun, wenn die Brutalität, deren Ent- Gäfte baten jedoch, und zwar in höflichem Tone, wickelung in den Kasernen eben nicht zu verhindern ist, die Soldaten um Ruhe. Man hatte keinen Erfolg, ebensofeitens ihrer Träger nicht nur dem untergeordneten Militär, wenig die Wirthin. Letztere wurde vielmehr von einem der sondern auch gegenüber dem Zivilisten sich gelegentlich be- Unholde mit der Säbelscheide über die Schulter geschlagen. merklich macht. In einem Staatswesen, das auf den Ein Stammgast, welcher die Soldaten gleichfalls in durchMilitarismus gegründet ist und in ihm seine Hauptstärke aus höflicher Weise ersuchte, sich ruhig zu verhalten, wurde fieht, spielt nicht das Zivil, sondern das Militär die erste Rolle. Es ist in Deutschland demnach nicht der Bürger, der Zivilist, sondern der Soldat der Herr, und wenn dem nach der Soldat sich über das Zivil hoch erhaben dünkt und demselben gegenüber sich gelegentlich Manieren erlaubt, die dem Selbstbewußtsein des Zivils, aus dessen Arbeit, aus davon Gebrauch zu machen; sie würden das Lotal in Grund dessen Steuern doch das Militär überhaupt nur erhalten wird, und Boden schlagen zc. Der mit dem Erstechen bedrohte heiten militärischer Vorgesetzter Sühne finden, wenn sie zur aufs Empfindlichste zuwiderlaufen, so ist das lediglich die Kon- Stammgaft flüchtete hierauf aus dem betreffenden Zimmer, Kenntniß der zuständigen Gerichte kommen und vor den sequenz des Militarismus, für dessen Bedürfnisse das einige Soldaten eilten ihm nach furz darauf fiel felben eine Aburtheilung stattfindet. Wir wählen als bürgerliche Parlament gleichwohl nicht müde wird, fort- ein Schuß. Wie wir hören, hat der Stammgast, Beispiel und zur Ergänzung der bezüglichen früheren Mel laufend Unsummen von Millionen zu bewilligen. um sich der ihn mit blanker Waffe verfolgenden Sol- dung eine Verhandlung vor einem bayerischen Militärabgewiesen. Er kehrte mit der gleichen Bitte wieder und nun stürzten einige Soldaten mit gezogenen Säbeln und mit Rufen auf ihn zu, wie etwa: sie würden Jeden, der ihnen in den Weg träte, niederschlagen; Blut müßten sie sehen sie hätten die Waffen nicht zum Vergnügen, sondern um „ Ein Augenzeuge sendet uns folgende Mittheilung: Am Montag Abend gegen 10 Uhr wurden zwei harmlos von der Arbeit heimkehrende Arbeiter von drei Unteroffizieren mit den Seitengewehren angegriffen. Der eine, Tischler Hertel, Schrote straße 3a, erhielt dabei derartige Verlegungen am Arm und am Ropf, daß er von zwei Personen ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Die Aufforderung eines dortigen Bewohners, doch auf die vorgeschrittene Zeit Rücksicht zu nehmen und sich ruhiger zu verhalten, wurde durch Schimpfreden beantwortet. Ein anderer Mann mußte sich vor den Soldaten in ein Gehöft flüchten. Die Nachricht ist uns noch von anderer, bei dem Vorfall direkt betheiligter Seite bestätigt worden; ferner von dem Schwerverletzten selbst, den ein Genosse aufsuchte, welcher uns darüber mittheilt: Beide Arme und Hände sowie der Kopfsind vollständig verbunden, ebenso sind auf Brust und Rücken Verbände angelegt. Hertel( oder Härtel) theilte mir mit, daß es zirka dreißig Wunden, ohne die mit Blut, unterlaufenen Stellen find. Seinen Rock habe ich in den Händen gehabt; er ist vollständig mit Blut getränkt." Und nun noch ein Zeugniß über die Art, wie RohMitunter wird die Rolle, welche das Zivil dem daten zu erwehren, auf dieselben einen blinden Schuß gericht, bekanntlich die einzigen in Deutschland, für welche Militär gegenüber im Deutschen Reiche spielt, dem ersteren aus dem Revolver abgegeben, worauf er aus dem die Deffentlichkeit des Verfahrens eingeführt ist. in ganz besonders verletzender Weise fühlbar gemacht. Lokal flüchtete. Der mittlerweile eingetroffene Wirth Die Verhandlung fand vor dem Militär- BezirksDer neuesten Affäre in Mainz, wo der Lieutenant ersuchte nun die Soldaten um die Bezahlung ihrer Zeche. gericht in Würzburg statt. Fortgesetzte Soldatenmißhand v. Lucius es wagen konnte, einen städtischen Beamten durch Unter neuer Unruhe ging das vor sich. Selbst einer lung seitens eines Offiziers( es handelt sich um 56 Fälle) Bedrohung mit der Waffe zu der Pflichtwidrigkeit zu ver- der Soldaten, ein Sergeant, der seine Kameraden um Ruhe bildete den Gegenstand der Verhandlung. Angeklagt war Feuilleton. Nachbruc verboten.] ( 118 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Haus, in welchem die Arbeiter der Buchdruckerei und Buch- Gegenständen beigegeben war, und mit dem Vers binderei kameradschaftlich neben einander schafften; er kaufte fertiger unterhielt er sich des Langen und Breiten. Mit das nebenliegende Haus, um dort den Siz für die Volks- dieser Volksbank muß eine permanente Industrie- Ausstellung bank aufzuschlagen, und auch das nächstfolgende, in welches verbunden werden," pflegte er zu sagen, und bald sah man Wießner mit seiner Schmiede und der jüngste Habicht mit ihn in allen Werkstätten herumlaufen, wo geschickte und einer Schlosserwerkstatt zu ebener Erde Platz nahmen. Das fleißige Handwerker mit schweren Nahrungssorgen, fehlenErdgeschoß der Volksbank ließ er zur Hälfte für eine Tischler- dem Absatz und unzureichendem Kapital zu kämpfen hatten. werkstatt einrichten und zur Hälfte zu einem Maschinensaal, Und als er nun hörte, daß die Druckerei wegen unzu dessen überschüssige Kräfte sowohl der Druckerei links als der länglicher Beschäftigung in ziemliche Verlegenheit gerathen benachbarten Tischlerwerkstatt und der Schlosserei und war, ließ er sich die Konzession zu einer Buchhandlung für Schmiede rechts bereitwilligst dargeboten wurden. In der einen armen, aber intelligenten Buchhändler ausstellen und ersten Etage des Mittelgebäudes war das Komptoir der nützliche Bücher drucken, deren Verfasser vergeblich auf einen Volksbank, die Nebenräume, welche nur durch Säulenreihen verständigen und unternehmenden Verleger gewartet hatten. vom Hauptraume getrennt erschienen, waren für die Auf- Schließlich meinte er, die Sache sei doch interessanter, als stellung der fertigen und noch nicht verkauften Produkte er sie sich gedacht habe, und er wolle sich mit der Zeit bestimmt. Auch die Räumlichkeiten der zweiten Etage dem Geschäfte ganz widmen, sobald seine Mittel es ihm Siebentes Rapitel. waren bereits zum Lager eingerichtet, und es führten zu erlauben würden. Die Pioniere der Zukunft. Eine solche Hilfe wurde von den Genossen in ihrer Wunderbar waren die Anstrengungen zu nennen, welche diesem Behufe eiserne Wendeltreppen aus der ersten Etage inzwischen die Genossen in den verschiedenen Zweigen ihrer hinauf. Die zur Zeit noch verfügbaren Räume dienten in- ganzen Bedeutung gewürdigt, und in der That konnte es pielgestaltigen Unternehmungen gemacht, um ihrem Be- zwischen, gleich den noch höher gelegenen Zimmern, zur fein beruhigenderes Gefühl für die emsig strebenden Arbeiter geben, als die Gewißheit, einen sicheren Absatz für freiungswerke eine immer größere Ausdehnung zu geben, Wohnung der Genossen. Raffmaus schien sehr verstimmt; er schrieb das Alles einer elenden Intrigue der Konservativen zu und verabs schiedete sich sehr ärgerlich von seinen politischen Freunden. Er war an die Kehrseite der Medaille etwas zu lebhaft erinnert worden! um Luft zu schaffen für die bedrückte Brust der Arbeit, wie Herr Menseh war insofern seinen Gewohnheiten treu ihre Arbeit zu finden. Das Rohmaterial wurde mit einer Barth das ganze Streben bezeichnete. geblieben, als er es abgelehnt hatte, eine bestimmte Stellung viel freudigeren Zuversicht in die Hand genommen, es Und freilich hatte das Glück oder die Macht ihrer Jdee mit Verantwortlichkeit zu übernehmen. Er wollte die Frei- lachte dem Arbeiter ordentlich gewinnversprechend in die ihnen kaum gehoffte Hilfe gebracht. An die Spitze der heit behalten, fortzugehen oder nichts zu thun, wenn es ihm Augen. schnell in ihrer Nützlichkeit begriffenen und als praktisch an- beliebte; er hatte deshalb einen Kommis an seine Stelle Inzwischen waren auch Jwan und Findeisen in den erfannten Boltsbank war der Philosoph Mensch getreten. gesetzt, den er, obwohl er selbst keinen Gehalt bezog, aus Verband getreten. Der gute, man kann sagen: der beste mit jener Ruhe und Ueberlegenheit, die dem Vielerfahrenen seiner Tasche bezahlte; aber man sah ihn selten auswärts, Wille ließ sie alsbald die ergänzende Thätigkeit finden. Sie bei all seinen Handlungen zur Seite stand, hatte er im Ver- das Geschäft interessirte ihn so, daß er immer wieder nach warfen fich trotz aller mangelnden Geschäftskenntnisse nach ein mit dem Kaufmann Mandel das Geschäft im Großen" turzen Ausflügen zurückkehrte, und dann war er die Seele Berathung mit den sachverständigen, Genossen auf Era angelegt. Um allen hemmenden oder störenden Zufällig des Geschäfts. Jedes Paar Stiefeln, jeden Rock prüfte er richtung eines Lagers von Rohstoffen. Leder, Tuche, Leins teiten von vornherein die Spize abzubrechen, kaufte er das trotz des Abschätzungszettels, welcher den abgelieferten wand, Dele, Papier, Bau- und Nutzhölzer u. s. w. wurden an Hinsichtlich der Zulassung von Frauen zum Studium sind, wie wir erfahren, sämmtliche Fakultäten, nicht blos die medis zinische, um Abgabe von Gutachten ersucht worden. In Be Roh- Lin hat die theologische Fakultät dem Vernehmen nach sich bahin ausgesprochen, daß für sie die Frage teine prattische Bedeutung habe, im Uebrigen aber soll die Fakultät fich ab lehnend entschieden haben. Aehnlich dürfte der Beschluß der juristischen Fakultät lauten. Die medizinische Fakultät befaßt fich erst in ihrer nächsten Sizung mit der Frauenfrage. Als Sofpitanten haben schon mehrfach Damen die Vorlesungen der Universität besucht. So hört jetzt wieder mit Erlaubniß des Rektors eine Dame das Kolleg des Mathematikers Profeffors Schu- Ards. der Sefondelieutenant des t. 8. Infanterie- Regiments in Beitung" nicht beantwortet. Oder weiß die„ Norddeutsche" übersetzt würde das etwa heißen: der Staatsminister Meh, Friedrich Vogel, Sohn eines Generalmajors, ge- etwa: wozu das Herrenhaus eigentlich dient? Wir wissen die Vorsteher aller gelehrten Anstalten und Hochschulen oürtig in Ansbach. Vogel, der von seinem Kompagniechef es nicht. Wenigstens kennen wir kein Wozu"( oder Hammer- Universitäten heißt es auf Deutsch eine Anfrage, was mit Ausbildung der Rekruten betraut war, trattirte die- stein'sches Woßu), das sich öffentlich bekennen ließ. Denn sie davon dächten, wenn hinfüro auch Mädchen und Frauen felben mit Dhrfeigen. In einem Falle war eine Dhrfeige daß es der Zweck einer Volksvertretung sei, eine Volks- zum Lernen zugelassen würden. Ob Staat, Gesellschaft und derart, daß dem Soldaten der Kopf an das Bisir seines vertretung zu verhindern, das kann man doch nicht Sittlichkeit das aushalten könnten. Jezt lesen wir bezüglich Gewehres gestoßen wurde, wodurch eine blutende Verlegung aussprechen. des Schicksals dieser Anfrage in einem Blatt des Himm verursacht wurde. Auf Beschwerde des Mißhandelten wurde Untersuchung eingeleitet, welche 56 Fälle von Weißhandlungen pflichtigen Bayerns wurden 1890 nicht weniger als 28.024 Rückgang der Volkskraft. Von den 54 339 Militär- lischen Reiches, was folgt: ergab. In der Verhandlung wollten 37 der Soldaten durch für untauglich gefunden. Die kränkliche Jugend war demdie Mißhandlung Schmerzgefühl nicht verspürt haben, wo- nach schon zahlreicher als die normalgewachsene und gesunde. gegen 19 dieses bestimmt behaupteten. Die Mißhandelten und die Degenerirung( Entartung) macht täglich weitere befragt, warum sie sich nicht beschwert hätten, gaben an, Fortschritte. Die farge Ernährung, schlechte Wohnung, fie hätten sich's nicht getraut und geglaubt, bei den Rekruten frühe und übermäßige Arbeit, fummervolles Dasein, Dunftdürfe das sein. Der Angeklagte war geständig, wollte aber im räume in Schule und Fabriken- alle diese Umstände Diensteifer und in Erregung gehandelt haben. Während wirken zusammen, das bei der Geburt noch gesunde Kind der Staatsanwalt die Anklage unter dem Ausdruck des Be-. dauerns aufrecht erhielt, bat der Vertheidiger, Hauptmann nicht enden, als die Lebenslage des Volkes nicht eine andere schwächlich zu machen. Und diese Entwickelung wird solange von Scanzoni, die Geschworenen, bei Bejahung der Schuldfrage den Zusatz zu machen, jedoch ohne Schmerzgefühl geworden ist. Schon jetzt ergiebt die Aushebung, daß die Bahl der brauchbaren ländlichen Rekruten viel größer ist verursacht zu haben", welchem Antrag entsprechend als die der städtischen. Letztere find den ersteren zwar an Die Namen sind uns unbekannt. auch das Verdikt der Geschworenen ausfiel Intelligenz und Gewandtheit überlegen, werden aber von wohl liegen? Wo mag dieses China Vogel erhielt 4 Monate Festungshaft. Das Mainzer, Berliner, Magdeburger und Würzburger der Regel übertroffen, was allerdings einzig auf Rechnung den ländlichen Rekruten an Körperkraft und Ausdauer in Vorkommniß beweist, daß die rohen Elemente unter den der besseren Luft zu sehen ist. Denn die Ernährung, über- blatt der Frankfurter Zeitung" vom 23. April 1892, Ein Edelfter der Nation. Im zweiten Morgens chargirten Soldaten, gegen welche der Erlaß des Herzogs Georg haupt die wirthschaftliche Lage ist auf dem Lande nicht nur 4. Seite Nr. 114, stand folgendes Inserat: sich richtet, keineswegs schüchterner geworden sind. Irgend zu nicht günstiger, sondern im Gegentheil weit ungünstiger als erwarten, daß selbst sehr strenge Bestrafung der Uebelthäter in den Städten. Die Menschen sind aber auf dem Lande oie Wiederholung ähnlicher Vorkommnisse verhindern werde, mehr im Freien, und so erbärmlich sie leben und nament halten wir aus den bereits oben erwähnten Gründen für lich auch wohnen, so verhindert die gute Luft doch, daß die Täuschung. Derartige Standalaffären werden wiederkehren Verkümmerung und Verkrüppelung der Arbeiterklasse so in demselben Maße, als der Reichstag den Militarismus hätschelt. Für unsere Partei aber sind diese Vorkommnisse vom größten agitatorischen Nutzen, denn sie zeigen unzweideutig die Bernünftigkeit der Parole: dem Militaris mu 3 leinen Mann und keinen Groschen zu bewilligen. Reinen Mann und keinen Groschen diesem System, das werde auch endlich die Parole des ganzen deutschen Volkes! Politische Uebersicht. rasch vor sich geht, wie in den Städten. Eine wohlverdiente Abfuhr läßt die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in ihrer heutigen Abendnummer dem heuchlerischen Führer der Deutschfreifinnigen bezüglich der Rede zu Theil werden, die derselbe in Sachen der Abände rung des Wahlrechts und der Wahlkreise zum preußischen Landtage gestern hielt: " Welch riesiger Zopf! Aber Be- Roh- Lin Grafen Stand. Schu- Ards? Ein tinderlofer 65jähriger Graf aus alt berühmtem Geschlecht, beabsichtigt einen reichen, feingebildeten Herrn, ledig oder verheirathet, unter foulantesten Bedingungen durch Adoption nobilitiren zu lassen. Bedingung ist weiter, daß betr. Herr ein in jeder Beziehung rentables preisw. Gut, wo genauer Beschreib ( sic!) vorliegt, eigenthümlich erwirbt. Zu näherer Auskunft ist gerne bereit Wilh. Merten, Immobilien- und Kom missionsbureau, Frankfurt a. M., Beil 69, Telephon 1477, und Wiesbaden, Wilhelmstr. 42 a. Edelſten" haben. Wenn aber nächstens ein steinreicher Wir möchten einen genauen Beschreib" des fraglichen Herr Rickert sprach davon, die Klasseninteressen- Wirth- Graf aus altberühmtem Geschlecht" am Gesellschaftshimmel schaft sei schon etwas gelockert, wenn aber Herr Richter für und daß das Meteor schon mehr eine Stinkbombe ist. als Meteor aufsteigt, dann wissen wir, woran wir sind, Berlin 63 Size im Abgeordnetenhause reklamirte, so scheint und daß das Meteor schon mehr eine Stinkbombe ist. er die gedachte Klasseninteressen- Wirthschaft eher befestigen, als lockern zu wollen." Von einer heiteren Familie. Der pater familias Vater der Familie erflärt, er wolle sich nicht mit Das offiziöse Blatt traf damit den Nagel auf dem versöhnen, der ihn aus seinem warmen, wohl den Kopf. Dem Führer des Freisinns kann nichts eingerichteten und vorzüglich verproviantirten Dachsbau ges Berlin, den 20. Mai. weniger einfallen, als die Klasseninteressen Wirthschaft worsen- die Trauben seien viel, viel zu sauer. Der Kleift Rezzow. Der Führer der konservativen abzuschaffen. Im Gegentheil, wenn sich die Junker- und älteste der Söhne läßt mit dem nämlichen fauren Trauben Partei in Preußen ist heute auf seinem Gute in Pommern Pfaffen- Klassenherrschaft im Verein mit der Herrschaft der humor von sich schreiben, er wolle nicht unter Leuten dienen, gestorben. Er war nicht blos der Führer der konservativen nationalliberalen Grand- Seigneurs der Industrie und die weniger von Politik verſtünden, als sein ehrsamer Vater, Barteier war lange der einzige Konservative, der einzige des Handels doch immer noch leidlich erträglicher der so lange im glücklichen Besitz des Dachsbaues gewesen echte und unverfälschte Konservative, der mit den modernen äußerer Formen befleißigt, so würde, wenn die und alle Schlupfwinkel desselben kenne. Und von dem Talmi- Konservativen nichts gemein hatte, als den Namen. Richter'sche Klasseninteressen- Herrschaft zum Siege gelangte, zweiten der Mustersöhne wird hiesigen Blättern aus KurIm Jahre 1814 geboren, ragte der alte Kleist- Rezow" wie eine Aera der ruppigsten Behandlung aller dieser Herrschaft hessen geschrieben: ein Stück Vergangenheit in die Gegenwart hinein. Er feindlichen Parteien und Personen eintreten, wie sie in der haßte alle neuen Ideen mit dem grimmigen Haß des alten Geschichte Deutschlands noch nicht dagewesen. Das BrokenJunters er schwärmte für die Mission und die Herrlich- thum würde eine Höhe der Dreiftigkeit erklimmen, die sich feit des Feudalismus; und wenn er im Reichstag, wohin jetzt nur nach dem knotigen Ton des Richter'schen Moniteurs, ihn, den Legitimisten und starren Revolutionsfeind, das der Freisinnigen Beitung", mit genügender Richtigkeit revolutionäre allgemeine Wahlrecht getragen hatte, gegen tagiren läßt. Der Stil ist hier nicht blos der Mann, sondern bürgerliches und demokratisches Teufelswesen mit ein- das System. " Vor einigen Jahren, als Graf Wilhelm Bismard noch Landrath in Hanau war, erregte es allgemein höchstes Grstaunen, daß von ihm resp. dem verflossenen Kreissekretär Baabe die alte Hanauer Schulordnung vom Jahre 1853 wieder ausgegraben und gegen einzelne Schulmänner in Ans wendung gebracht wurde. Wie ein pädagogisches Blatt schreibt, werden die Lehrer auch jetzt noch auf diese„ Schulordnung" verpflichtet, und zwar auch auf den Paragraphen, der den Wirthshausbesuch, das Kartenspiel und die Jagd verbietet. Man versteht nicht, warum man diese Bestimmungen nicht einfach streicht, da es glücklicherweise feinem Zweifel unterliegt, daß ihnen die gefeßliche Kraft fehlt, denn auch im ehemaligen Kurhessen haben die Lehrer die Rechte und Pflichten ber Staatsdiener". Es enthält aber weder das Disziplinargefes noch das Schulaufsichtsgesetz eine Bestimmung, daß den Lehrern beispielsweise der Besuch eines anständigen Wirthshauses unters fagt wäre. Der Versuch, obiger Schulordnung den Schein des Rechts zu geben, muß also in den betheiligten Kreifen Unwillen oder doch einiges Kopfschütteln erregen. gelegter Lanze Losstürmte, dann dachte man unwillkürlich Ein verkrachtes„ Anarchisten"-Attentat. Dem„ Pos. an den edlen Ritter von der Mancha, der wirklich ein Tageblatt" zufolge hat die gerichtliche Untersuchung über Edler war, und an sich und an sein Ideal glaubte. Und das Attentat auf den Dekan von Boninski in Rosgeglaubt hat der alte Kleist- Retzow so felsenfest, wie Don cielec zur Evidenz ergeben, daß auch nicht eine Quixote geglaubt hat; und darum hat ihn auch Jeder Spur zu der Annahme berechtigt, als seien die geachtet. Sein Jdeal war dem unseren in jedem Punkte Räuber von einer anarchistischen Zentralleitung feindlich und entgegengesetzt, aber es war sein deal, er geschickt worden. Ein geheimer Revisor, der in den Wochen hat ihm gelebt und er war ein Mann. Kleift- Regow nach dem Attentat die in Posen mündenden Bahnstrecken hat in seiner Partei feine Nachfolger wie den Göttern lediglich zu dem Zwecke bereifte, um auf Anarchisten zu und Königen, so ist auch den Konservativen unsere Zeit fahnden, hat gleichfalls nichts Berdächtiges entdecken können. nicht günstig. Kleist- Regow war der letzte Konservative, und Die tapferen Maulhelden, welche es für„ revolutionär" nachdem er gegangen, giebt es teine konservative Partei hielten, das Attentat von einer anarchistischen Organiſation daß mehr. Die tonservative Partei ist todt, es giebt nur noch ausgehen zu laſſen- wie weiland ber Hanswurst Most er für seine Vor einiger Zeit wurde übrigens ein Abenteuer des che Hof- und Geschäftskonservative. nach der Erstechung Rumpf's Lieste aus reiner Renommage hielt auch nicht nach der von ihm selbst festgesetzten Wozu dient eigentlich das Herrenhaus? Diese in einiger Verlegenheit sein. Nicht einmal von der Polizei für sich reklamirte( und ans Messer lieferte!)-werden nun Polizeistunde. Frage warf vorgestern die„ Freifinnige Zeitung" auf. Die und Glaatsanwaltschaft werden sie mehr ernst genommen. in Stettin nito di ech Militaria. Der Festjubel während des Kaiserbefuches Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meint zimperlich, das wird fei ein Scherz". Das mag ja ein Scherz der Nord- Wo liegt China? Im Lande des Zopfes erließ die Mittheilung über einen Vorfall, dessen bisherige Ver deutschen" sein, aber damit ist die Frage der Freifinnigen neulich der Mandarin aller Mandarine ins Deutsche tuschung ein recht interessantes Licht darauf wirft, nas bei paffenden Gelegenheiten billig aufgekauft und gegen eine gesundeten. Sehr bald sah man übrigens ein, daß man mit Aufgabe werden mußte. So war und blieb der Konsuit billige Bergütung sowohl an die Genossen, wie an andere einem eigenen Krankenzimmer, wenn nicht billiger, so doch verein das verwickeltste Geschäft, weil die Mannigfaltigtet Geschäftsleute, die ihren Nugen darin fanden, abgegeben; besser wegtäme, als mit dem öffentlichen Krankenhause, und der Verkaufsgegenstände und das ewige Schwanken b und als man gelegentlich mit dem waderen Reinisch aus Mütter, Schwestern und Töchter der Genossen erwiesen sich Breise feſte Säge und eine leichte Uebersicht erschwertent Bleichungen, der bereits der Generallieferant von allen länd- als sorgsamer, denn die barmherzigen Schwestern, oder als pier einen möglichst festen Tarif und Gleichförmigkeit bet Ja, während noch so die Weiterbildung der industriellen damit auch diese Einrichtung die gewünschte Erleichterung Preise zu ermöglichen, war Mandel's unablässigstes Bestreben, lichen Produkten für den Konsumverein geworden war und die bezahlten berufsmäßigen Krankenwärterinnen. nun schon ziemlich alle Produkte seines Ortes nach der Stadt zu liefern hatte, näher bekannt wurde, segte man ihn in den Stand, seine Mühle zugleich zu einer Holz- Schneidemühle zu erweitern. dachte man daran, Einrichtungen zu treffen, durch welche würde. auch die Kinder der Arbeiter in gemeinschaftliche Obhut Es war für die Theilnehmer eine Freude, zu sehen, und Erziehung genommen werden könnten, damit sie früh- nach einer anderen Richtung hinaus: In derselben Zeit liefen Frant's eifrige Bemühungen wie das Alles ineinandergriff. Viele von den Genoffen bes zeitig für ihren fünftigen genossenschaftlichen Beruf heranfamen wochenlang gar kein Geld mehr zu sehen; die Kredit- gebildet würden. „ Das Leben soll nicht blos Arbeit, es soll auch Vergnügen fein", war fein Losungswort. Demzufolge veranlaßte er, gezahlt wurden, verschafften ihnen ihre meisten Lebens- fahrungen, die er in der letzten Volksversammlung gemacht; ordentlichen Volksgarten umgewandelt wurde. Lange mochte noch so niedergeschlagen sein von den Er- daß der geräumige Garten des einen Gasthofes zu einem. bebürfnisse billiger, als wenn sie dieselben anderswo für sobald er wieder in diese streiſe trat, lebten alle ſeine sport einen Wiertel befelben, ſtellte man Zurngeräthe auetters In und baares Geld einkaufen wollten, und es that Vielen ordent- nungen und Ideale von Neuem auf. Es war aber auch richtete eine Arena für Wett- und Ringkämpfe, Kletter lich leid, wenn sie Leuten, die nicht zur Genossenschaft ge- mit bloßen Augen zu sehen, wie alle Theilnehmer im Be- stangen und Schwingegerüste ein, an den Seiten wurden Und wie eine Familie lebten sie denn auch. Ihre ge- wieder roth, verschüchterte und niedergedrückte Seelen ge- Bolzenbüchsen und Ringelwerfen; ein Orchester nahm den als wenn sie es ihrer Familie entzögen. sellschaftlichen Vergnügungen nahmen in derselben Zeit wannen von Neuem Spannkraft: einen ungeahnten Aufschwung. Die Welt da draußen schien ihnen freudenleer, fehlte doch alle Freudigkeit, alle GemeinschaftUnd im freudigen Bewegen Wurden alle Kräfte kund." Mittelpunkt ein und zweckmäßig angelegte Gebüsche theilten den Raum in kleinere Abtheilungen, während in einiger Entfernung von dem Orchester offene Lauben sich kreisförmig In den genossenschaftlichen Gastlokalen fand man jeder Schwierigkeiten und Verdrießlichkeiten vor sich, während einige Billiards Gelegenheit zu gesunden und unterhaltenden tausende von Sorgen, welche soust die auf ihre eigene Kraft Geheimniß aber lag darin, daß jede besondere Arbeits- den Arbeitern alle diese Genüsse für ein billiges Entgelt Kreisen zum großen Theile nur noch aus der Er- Arbeitsplan gründlich eingesehen hatte, sich selbst regierte winnsüchtigen innerung her. Genossenschaft erklärt hatte, daß ein Mitglied in Kranken- gerichte in allen Streitigkeiten und MeinungsverschiedenWirth Alle an Einrichtungen und ihre Augelegenheiten für sich ordnete und regelte. wurde alle von der Genossenschaft selbst beschafft und für beit verlor seine größten Schrecken. Sobald der Arzt der der Abschätzung und Vertheilung feststand, die Schieds- standhaltung der Geräthe und Einrichtungen nöthig erschien. Selbst das für Viele so furchtbare Gespenst der Krank- Nachdem einmal die Bücher richtig angelegt, das System die Benutzung nur so viel genommen, als für die gute In die Hand genommen, und der Kranke hatte weder während Argwohn Veranlassung gebenden Gerichtshof bildeten, Kleines Dilettantenorchester zu begründen; er widmete fich pflege zu nehmen sei, wurde diese von der Genossenschaft in heiten einen immer neu zusammengesetzten, zu keinem falischen Kräfte unter den Genossen susammen, um ein Ja, Frank ging noch weiter, er suchte sich die musi die Richtigkeit mit Fleiß der weiteren Ausbildung des Gesangvereins, welchen Abzug von seinem Verdienste zu befürchten. Schon dieses der Ausrechnung und Zusammenstellung zu prüfen, ging in seinen kühnen Entwürfen bis zur Herstellung einer der Zeit seiner Krankheit um etwas zu sorgen, noch später irgend hatte beruhigende Gefühl allein bewirkte, daß die Kranken schneller was der General Kontrolleur nur die ihm unter solchen Umständen eine leichte kleinen Bühne auf dem großen Tanzfeale und suchte in olles innerhalb der Kasernenmauern möglich ist, ohne daß jilc bürgerliche Welt davon eine Ahnung hat. Wir geben die Tarstellung des Vorganges nach dem„Berliner Tage- blatt", welches schreibt:» �»« Stettin, 19. Mai. Die Erstechung eine? Soldaten durch «ne Patrouille ist ein Ereigniß in unserem Orte, welches man, um nicht in die festliche Stimmung während der Anwesenheit des Kaiserpaares einen Mißton g e l a n g e n z u l a s s e n, bis jetzt verschwiegen hat. Dasselbe bat sich kurz nach der Ankunft der Majestäten am Freitag, den 13. d. M., hier zugetragen. Die Mannschaften der hier garinsonirenden Pioniere und Grenadiere— wenigstens ein Theil derselben— sind von jeher etwas eifersüchtig auf ein- anoer gewesen, was schon vielfach zu Schlägereien zwischen ihnen geführt hat. die von Anfang d. M. an mehrmals aus- gesührt sind. Diese Eifersüchtelei ist während der Kaisertage bei einer Anzahl der Mannschaften über die Stellung der Ehrenwachen u. s. w. während der Anwesenheit der Majestäten angefacht worden. Kurzum, es ist Thatsache. daß eine Anzahl Pioniere vor die Kaserne der Grenadiere gerückt sind, um die Letzteren anzugreifen. Dabei sollen sie mit Mauersteinen u. s. w. das Thor der Kaserne zu sprengen ver- sucht haben, so daß die Wache endlich eine Patrouille mit auf- gestecktem Bajonett gegen die Angreifer ausgesandt hat. Die Patrouille hat die letzteren zurückgedrängt und dabei gegen die Widerstandleistenden von ihren Bajonetten Gebrauch gemacht. Hierbei ist ein Pionier erstochen und ein anderer schwer ver- wundet worden. Es ist kriegsgerichtliche Untersuchung an- geordnet und vorläufig befohlen, daß bis Abends 9 Uhr alle Mannschaften in den Kasernen versammelt sein müssen. Es wird behauptet, daß der Erstochene an dem thätlichen Wider- stände nicht betheiligt gewesen sein soll, doch läßt sich noch nicht vcnrtheilen, ob sich dies wirklich so verhält. Von Interesse wäre die Beantwortung der Frage, ob, um die„festliche Stimmung" nicht zu stören, auch die An- gehörigen des Erstochenen, dessen Eltern:c., von dem Un- glücksfalle nicht unterrichtet wurden, so daß die Beerdigung des Pioniers stattfand, ohne daß erster« von dem Tode des- selben Kenutniß hatten?— Italienisches. Der Minister des Aeußern im neuen italienischen Ministerium hat an die Vertreter der aus- wältigen Mächte in Rom ein Rundschreiben gerichtet, also lautend: „Der König hat mir in dem soeben uiiter dem Vorsitze des Herr» Giolitti gebildeten Kabinet das Ressort der auswärtigen Angelegenheiten anvertraut. Indem ich durch mein Amt be- rufen bin, mit Eurer Exzellenz Beziehungen des Zusammenwirkens und des gegenseitigen Einvernehmens zu unterhalten, möchte ich dies durch die Bekundung meines lebhaften und aufrichtigen Wunsches einleiten, die Bande der Freundschaft, die Italien glücklicherweise mit dem Lande verknüpfen, dessen offizieller Vertreter Eure Exzellenz bei uns ist, im gemeinsamen Interesse immer enger geschlossen zu sehen. Mit dem Ber- trauen, daß meine Empfindung bei Eurer Exzellenz volle und herzliche Gegenseitigkeit finden werde, ergreife ich die Gelegen- heit, Ihnen den Ausdruck meiner besonderen Hochachtung zu übermitteln." Das Rundschreiben ist allen Botschaftern und Gesandten gleichlautend zugegangen, dem französischen so gut, wie dem deutschen, beweist also, wenn es nicht blas eine leere Förm- lichkeit ist, daß die italienische Regierung mit aller Welt in Frieden lebt und leben will. Wozu dann aber der Dreibund? Und das niinirende Militärbudget? Das sind Fragen, die Herr Giolitti am 25. d. Mts. zu beantworten haben wird. An diesem Tage treten nämlich die Kammern in Rom wieder zusammen—. Ter Schmeichel-Artikel der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" hat in Italien nicht die beabsichtigte Wirkung gehabt. Der„Osservatore Romano" meint, wie heute telegraphirt wird: „Die„Norddeutsche Allgemeine" habe gut reden von der Größe Italiens und von Deutschlands Interesse daran, daß die Vorbedingung dieser Größe, nämlich das Kriegsbudget, ungeschmälert bleibe. Deutschland thäte fürwahr besser, ein paar Millionen herüberzusenden, um Italien die Lasten dieses herrlichen Dreibundes, welcher das Land in wirthschaftlicher, polittscher und religiöser Hinsicht ruinire, abzunehmen." Ja woher sollen wir die Millionen nehmen? Wir müssen selbst pumpin. Und auch um den Kredit steht's schon schlecht.— Zur Lage in England. Bei aufstrebenden, überhaupt bei lebenskräftigen Parteien ist es ziemlich gleichgiltig, wer an der Spitze steht. Sie besitzen in sich genügende Kraft, um Siege zu erfechten und Niederlagen wieder gut zu Rücksicht auf die Tage des Winters schon jetzt geeignete Persönlichkeiten, mit denen er einen theatralischen Feldzug unternehmen könnte, wÄs freilich wunderbare Ahnungen von von künstigen Freuden und Genüssen erweckte. Tag und Nacht fand Frank's bewegliche Seele keine Ruhe; er legte sick) mit Ideen und Entwürfen ins Bett und stand mit ihnen auf, seine Fürsorge erstreckte sich bis auf die Kinder, denn diese, meinte er, bildeten erst das Holz, aus ivelchem musterhafte Genossen gebildet werden könnten. Am liebsten hätte er gleich eine Genossenschafts- Schule gegründet, und dies zwar in Verbindung mit Hand- Merkerschulen, in welchen die Knaben spielend für ihren künstigen Beruf ausgebildet werden könnten. Mit solch' einer Schule machte er vorlänsig einen kleinen Anfang. . Es dauerte nicht lange, so trat auch der„Frauenbund" Mit diesen Bestrebungen in Verbindung und wendete seme Sorgfalt den Mädchen der Genossen zu. Eine Schule für meibliche Arbeiten war ohne große Schwierigkeiten her- ßkstellt, und nun verwendete man die größeren Mädchen auch abtheilungsweise in den Genossenschasts- Küchen, kehrte ihnen die unentbehrlichsten Hilfswissenschaften >°weit, daß sie im Verkälts verivendet werden konnten, Man sorgte für ihre körperliche Ausbildung durch Turn- und Tanzunterricht und konnte sich bald mit Zuver- 'Mit sagen, daß ans diesen Anstalten eine bessere Generatlon hervorgehen würde, als man sie in den vergangenen Zeiten � welche so viele geistige, körperliche und moralische Krüppel {Mkstehm und vergehen ließen— zum Entsetzen der Mensch- h°lk aus den Arbeiterhütten hervorgehen sah. So durste immer mehr und mehr die Hoffnung Platz F-ossen, daß aus diesem kleinen Gemeinwesen nach und nach Je festen Fornien zu einer Verjüngung und Wiedergeburt J} Lanzen menschlichen Gesellschaft würden gewonnen werden [Mnen. Das Publikum nahm, so weit es nicht vom bösen AKllen beherrscht war, theilnehmend Kenntniß von diesen Mc-bungen. Man kaufte auch gern, was aus diesen Wt klätten hervorging, weil nichts Schlechtes oder Mangel- rr.'il3,»um Verkauf gebracht werden durfte, sondern "ßchtslos zurückgewiesen wurde. machen. Bei schwachen, absterbenden Parteien— ebenso wie bei einer unzulänglichen Armee— kommt aber sehr viel auf die Führerschaft an. Das merken jetzt die Libe- ralen in England. Mag man von Lord Salisbury, dem englischen Premierminister und Führer der Konservativen, denken was man will, er ist ein Mann und weiß was er will. Und von dem jetzigen Führer der Liberalen, Herrn G l a d st o n e, läßt sich weder das eine noch das andere sagen. Er ist ein gebrechlicher Greis, von der„wunder- baren Jugend", die ihm bis vor Kurzem angedichtet ward, kann auch der gläubigste Anbeter nichts mehr entdecken, und alle Versuche seiner Freunde, ihn zur Aufstellung eines klaren Wahlprogramms zu bestimmen, sind erfolglos ge- wesen. Er hat keins. In den Parlamentsdebatten ist Gladstone neuerdings nur selten hervorgetreten, und jedes Auftreten war ein Beweis unaufhaltsamen Ver- falls. Bei seinen 81 oder gar 82 Jahren ist das allerdings etwas sehr natürliches, für die Liberalen ist es jedoch darum nicht weniger ein Nachtheil. Die Partei braucht einen neuen Führer. Und wer soll es werden? An Talenten fehlt es zwar nicht, aber kein hervorragender Geist ist unter ihnen, und keiner, dem sich die übrigen so fügen würden, wie sie sich Gladstone gefügt haben. Wenn dieser noch dem Namen nach die Führerschaft behält, so geschieht es blos, weil kein Nachfolger da ist. Wenn wir bedenken, welcher Schlag der Verlust Windthorst's für das deutsche Zentrum war, können wir ungefähr ermessen, was der demnächst zu erwartende Verlust Gladstone's für die eng- lischen Liberalen ist. Und diese haben als Partei lange nicht mehr die innere Kraft wie unser Zentrum.— Aus Brasilien. Ein Genosse in Sao Paulo schreibt uns unterm 24. April: Wir stehen unmittelbar vor dem Festtage des Proletariats, dem 1. Mai. Trotzdem derselbe auf den Sonntag fällt, ist noch wenig zur würdigen Feier dieses Tages gethan worden. Das hat meines ErachtenS hauptsächlich drei Gründe: erstens die all- gemeine gedrückte politisch« und ökonomische Lag« im Lande, zweitens die Desorganisation der hiesigen Arbeiterschaft, und drittens die miß st immenden Kabelnachrichten von Europa her. Sie können sich kaum vorstellen, was diese Kabelagenten nach Amerika hinüber für Bären schicken, haushohe Lügen, mehr als mit Händen zu greifen. Aber trotzdem bleibt immer etwas hängen, es bringt die Maiseier bei den schüchternen Elementen in ein gewisses anarchistisches Licht. Allerdings ver- fangen diese kapitalistischen Schreckmittel nur ein Mal; aber bis nächstes Jahr werden die Kabelhelden schon wieder ein anderes in Bereitschaft haben. In Sao Paulo und Rio Janeiro haben die deutschen Arbeiter Ausflüge für den 1. Mai angekündet. Die brasilianische Arbeiterpartei wird wieder eine internationale Ver- sammlung mit Reden in verschiedenen Sprachen am 1. Mai ab- halten. Einige enthusiastische Italiener dringen mit Gewalt darauf, die Versammlung solle nachher durch die Stadt ziehen und vor dem Regierungspalaste eine Manifestation veranstalten, um Maßnahmen gegen die gegenwärtige Theucrung zu fordern. Die gegenwärtige politische Lage in Brasilien und besonders in Sao Paulo ist ganz und gar nicht dazu angethan, solche Aus- züge zu veranstalten. Einerseits fehlen den Arbeitern noch die großen Masten, die allein solche Manifestationen imposant und wirkungsvoll machen. Andrerseits stehen die Anführer der brasilianischen Arbeiterorganisation hier meistens in der Oppositionspartei, und es wäre für die Regierung und ihre Polizei-Agenten ein„gefundenes Fressen", bei dieser Gelegenheit etwas Kraftiges zu unternehmen und einen guten Fang zu machen. Die letzte Maifeier in Buenos Ayres hat bewiesen, wie erfolg- und zwecklos hier zu Lande diese— stets von anarchistischer Seite geforderten— Straßenmanifestationen sind. Tie immer verwickelter sich gestaltenden politischen Verhält- nisse und der dadurch ganz heruntergedrückte Kurs beginnen ihre Wirkungen auf die Arbeiterverhältnisse auszuüben. Die Wohnungs- und Lebensmittelpreise gehen enorm in die Höhe, die Löhne bleiben stabil, theilweise nimmt das Arbeitsangebot ab. Die Auswanderung hat bereits ihren Anfang genommen. Werden die Verhältnisse in Argentinien nur ein wenig besser, so werden wir das Schauspiel einer massenhaften Rückwände- rung haben. Zur Rückkehr nach Europa entschließt sich der ein- gewanderte Arbeiter sehr schwer, wenn er nichts mitnehmen kann. Ersparnisse aber sind letzt ganz unmöglich für den gewöhnlichen Arbeiter. Die Zustände in Brasilien und dem angrenzenden Argentinien müssen nach allen Berichten geradezu trostlose sein. Was unser Korrespondent über die verlogenen Kabel- Telegramme sagt, ist nur zu richtig. Nach den Berliner Februarkrawallen hatten wir schon Gelegenheit, uns mit diesen Lügenfabriken und Lügenfabrikanten zu beschäftigen. Wir appellirten auch— im persönlichen Verkehr mit dem Aber leider sollte man mitten in dem Freudentaumel, dem man sich über alle die zahlreichen Errungenschaften hinzugeben berechtigt fühlte, bald gewahr werden, daß man sich nicht auf einer einsamen Insel, sondern inmitten ernes hochzivilisirten Staates befand, der sich das Recht vor- behält, zu Allem, was seine Angehörigen unternehmen. Ja und Rem zu sagen, und dieses Ja und Nein nicht nach den Bedürfnissen seiner Schutzbefohlenen, sonder» nach den Neigungen und Interessen der herrschenden Klassen oder nach der größeren und geringeren Fassungs- gäbe seiiler Beamteten einrichtet und abgiebt. Der seit einiger Zeit in Freiheit thätige Advokat Streit ver- wandte alle feine Zeit auf Eingaben und Denkschriften über das Genossenschaftswesen, um Korporationsrechte für die einzelnen Assoziationen und Konzession für die Volksbank nnd verschiedene Vergnügungs-Etablissemeuts zu erlangen. Alle diese Dinge paßten nicht in die bisher maßgebend ge- wesene Schablone und erregten deshalb in den burcau- kratischen Kreisen tausenderlei Bedenken, an welche die praktischen Leute, welche frisch an's Werk gegangen, gar nicht gedacht hatten. Mit Roth und Mühe brachte man es dahin, daß die Volksbank„bis auf Widerruf" in Thätig- keit treten durfte. Dagegen wurde es ihr streng unter- sagt, anders denn mit baarem Geld« nach Außen zu verkehren, auch sollte sie jeder Zeit den Betrag ihrer Noten für den inneren Verkehr in baarem Geld« vorräthig halten, obwohl das bei der ganzen Einrichtung gar nicht nöthig war, da die Noten nur die Stelle von bereits vor- handelten lind immer in Umlauf befindlichen Werthen ein- nahmen. Was die Ertheilung von Korporationsrechten für die Assoziationen betras, so vertröstete man aus ein dein- nächst bei den Kammern einzubringendes Gesetz über Genossenschaftswesen und schob die Sache damit ms Unend- liche hinaus.. Mitten in alle Vorbereitungen und Aussuhrnngen fiec „un der Sturz des konservativen Ministerinms, und die mit den Verhältnissen näher vertrauten Genossen ahnten, daß ihre Angelegenheiten unter einer liberalen Bourgeoisregierung keinen gedeihlichen Fortschritt nehmen würden. (Fortsetzung folgt.) Vertreter einer der größten anierikanischen Zeitungen- an das Ehrgefühl der Zeitungsbesitzer, und konnten für die Verlogenheit der jetzigen Kabeltelegramm- Agenten die bündigsten Beweise bringen; es hat aber nichts genutzt. Besagte Agenten lügen nach ivie vor. Und die Bour- geoiszeitungen wollen belogen sein. Oder richtiger: sie lassen sich Lügen telegraphiren, in vollem Bewußtsein, daß es Lügen sind, und verbreiten diese Lügen, wissend, daß es Lügen. Das ist die Moral des Kapitalismus.— pattfeinadifidjfcn; Fortschritte unserer Sache. Nachdem in Schwetzingen in Baden kürzlich eine sozialdemokratische Volksversammlung ab- gehalten worden war, die so guten Erfolg hatte, daß die Gegner darob ganz aus dem Häuschen geriethen, ist am vorigen Sonntag im Nachbarorte Ottersheim auf dem Grundstück eines Genossen gleichfalls eine sozialdemokratische Versammlung abgehalten worden, zu welcher sich über 1S0 Personen eingefunden hatten. Man errichtete dann einen Wahlverein, dem sofort 40 Personen als Mitglieder beitraten.— Di« Augsburger Sozialdemo- traten vertheilten am Sonntag in einer Anzahl Dörfern Partei- schriften. Die Bauer» nahmen dieselben, wie die Augsburger „Volkszeitung" schreibt, mit wahrer Gier in Empfang. Durch diese Ausflüge hat die Agitationskommifston wieder mit mehreren Orten Fühlung bekommen, was schon lange der Wunsch der Landleute war. »» Eine merkwürdige Bekanntmachung hat der Landrath Jungö in Itzehoe erlassen. Dieselbe lautet: „In neuerer Zeit sind die Bewohner der Dorsschaften und einzelner Höfe des Kreises dadurch belästigt worden, daß ihnen gegen ihren Willen von unbekannten Personen am Abend oder in der Nacht Drucksachen in das Haus getragen oder durch offen- iehende Fenster in die Zimmer geworfen wurden, deren Inhalt geeignet ist und darauf abzielt, das religiöse Gefühl, die Ehrfurcht vor Sr. Majestät dem Kaiser und König und die Achtung der Familiengliever und Hausgenossen vor dem Familienoberhaupt U untergraben. Zum Schutz gegen solche Vorkommnisse inache ch darauf aufmerksam, daß die HS 19 und 41 des preußischen Preßgesetzes vom 12. Mai 18S1, wie in mehrfachen höchst- richterlichen Entscheidungen anerkannt ist, noch zu Recht be- tehen. Das Königliche Kammergericht ist in den Enlscheidungen rusdrücklich von dem Grundsatze ausgegangen, daß unver- chlossene Hausflure und dergleichen Räume zu den össentlichen Orten im Sinne des§ 10 des preußischen Preßgesetzes zu rechnen md. Da die Vertheiler der gemeingefährlichen Druckschriften die Oeffentlichkeit scheuen und ihre Thätigkeit vorzugsweise bei Nacht und auf Schleichwegen ausüben, ist den uniformirten Beamten die Verfolgung der Kontravenienten erschwert. Diejenigen Ein- wohner des Kreises, welche bemüht sind, ihre Familienangehörigen und ihr Gesinde vor schlechter Lektüre zu bewahren, werden daher gut thun, nicht nur den Druckschristen- Vertheilern gegenüber energisch ihr Hausrecht zu wahren, sondern wo möglich die Per- önlichkeit derselben festzustellen und den Sachverhalt dem Amts- Vorsteher ihres Bezirks anzuzeigen." Diese Bekanntmachung macht lediglich den Eindruck, alS ob die holsteinschen Bauern, die bekanntlich zu den intelligentesten Landbewohnern Deutschlands mit gehören und deshalb ihr Haus- recht auch ohne den Landrath sehr gut abzuschätzen verstehen, den sozialdemokratischen Schriften mehr Sympathien entgegenbringen, als dem Herrn Landrath, seinen Bemühungen nach zu urtheilen, lieb sein dürste. »« S Bon der Kronzeugin Wind, deren Aussagen in den Düsseldorfer- und Elderfelder Geheimbunds-Prozessen— sozio- listengesetzlichen Andenkens— eine so hervorragende Rolle spielten und deren beeidete Angaben so manchen braven Ar- beiter auf Monate und Jahre in's Gefängniß brachten, berichtet jetzt unser Elberfelder Parteiorgan folgende erbauliche Geschichte aus Düsseldorf.„Frau W., die sich bereits in Hast befindet, hat einer Bekannten, die ihr einen Korb mit dem Bemerken über- geben, daß derselbe werthvolle Gegenstände enthalte, aus eben diesem Korb ein Sparkassenbuch mit 1200 M. entwendet. S00 M. erhob die W., welche bei der Haussuchung auch noch in dem Aschenkasten vorgesunden wurden. Die W. verbrannte das Buch und gab dann an, es sei ihr gestohlen worden. Auch eine andere Freundin hat begründeten Verdacht, daß ihr die Wind 400 M. gestohlen habe, von welchem Gelde sie annahm, ihr(der Freundin) Mann habe es durchgebracht." Der durch und durch verlumpte Charakter der W. war zur Zeit, als sie„Kronzeugin" spielte, längst bekannt und es wurden darüber in den Gerichtsverhandlungen ein« Reihe der gravirend- sten Thatsachen festgestellt. Aber der Staatsanwaltschaft erschien die Zeugin immer noch glaubwürdig, obwohl sie gegen die a»- geklagten Sozialdemokraten aussagte und beschwor, was man von ihr haben wollte. Mit der Wind befindet sich jetzt der zweite Hauptzeuge von den famosen rheinischen Geheimbundsprozessen wegen gemeiner Verbrechen hinter Schloß und Riegel. Eine sozialdemokratische Parteikonferenz für den zweiten württembergischen Reichstags- Wahlkreis tritt am 12. Juni in Cannstatt im Gasthof zum Hirsch zusammen. Die Tagesordnung derselben lautet: 1. Berichterstattung der Delegirten über die örtlichen Verhältnisse. 2. Aus welche Art und Weis« kann die Agitation in unserem Wahlkreise am wirksamsten betrieben»ver- den? eventuell Wahl eines Agitationskomitees. 3. Beschaffung der Mittel zur thatkräftigen Entfaltung der Agitation. *» Todtenliste. Aus Posen erfahren wir, daß der Partei- genösse Wittkowski, einer der Mitangeklagten im Geheim- bundsprozeß von 13öS, am Donnerstag früh verstorben ist. Der Genannte war der Sache des Proletariats getreu bis in den Tod, sein Andenken wird nicht nur in den Reihen seiner engeren polnischen Freunde, sondern auch in deutsche» Parteikreisen in Ehren gehalten werden. »» Polizeiliches» Gerichtliche? rc. — Aus Karlsruhe berichtet die„Frankfurter Zeitung", daß unser Parteigenosse Andreas Kalnbach, der wegen Majestätsbeleidigung zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, nach vierwöchiger Hast zufolge der Amnestie ent- lassen worden sei. — In Sachen der„Begnadigung" KalnbachZ's sandte der Vorstand der Landesorganisation unserer badischen Parteigenossen der„Franks. Ztg." eine Zuschrift, in welcher es heißt:„Restaurateur A. Kalnbach von Karlsruhe wurde Ende 1891 wegen Fürstenbeleidigung zu einer dreimonatlichen Ge- fängnisj straf« vom Landgericht Karlsruhe verurtheilt, die er im hiesigen Amtsgejüngniß verbüßen sollte. Zugleich hatte der Gerichtshof im selbigen Termin beschlossen, das Ministerium zu bestimme», der Umstände des Falles wegen nur einen Theil der Strafe zu vollziehen. Diesem Beschluß des Gerichts genügte das Ministerium, nachdem Kalnbach seit Monats- frist im Gesänaniffe war. Der Erlaß des Großherzogs kommt erst in zweiter Reihe in Betracht." — Gegen Bürgerliche werden jetzt in Teutschland Majestäts- beleidigungs- Prozesse niedergeschlagen, gegen Sozialdemokraten natürlich nicht. Der seiner Zeit verantwortliche Redakteur der „Sächsischen Arbeiter-Zeitnng", Frauz D e r g« l. hat wegen eines solchen Vergehens vom Dresdener Landgericht 5 Monats Gefängniß zudiktirt erhalten. Sozialdemokratischer Wahlverein Für den Inhalt der Inserate über des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. nimmt die Redaktion dem Publikum Am Dienstag, den 24. Mai, Abends 8%, Uhr, gegenüber keinerlei Verantwortung. im Lokale des Viktoria- Park", Frankfurter Allee 72/73: Theater. Sonnabend, den 21. Mai. Opernhaus. Cavalleria rusticana. ( Bauern Ehre.) Der Waffen schmied. Der HüttenSchauspielhaus. Der Sturm. Berliner Theater. besizer. Leffing- Theater. Ein Doppelfelbftmord. Residenz- Theater. Firma Rondinot. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Das Sonntagskind. Wallner- Theater. Soiréen Stuart Cumberland und Phyllis Bentley. Thomas- Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Bellealliance- Theater. Der Günftling. Kroll's Theater. La Traviata. Ostend- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Fernpalat. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spe zialitäten- Vorstellung. Castan's Panoptikum. Derlammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Theodor Mehner über:„ Die Stellung der Sozialdemokratie zur Religion und zum Eide." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Sonntag, den 22. Mai, früh 8 Uhr, bei Böhl, Frankfurter Allee 74, ftatt und Die Bertheilung der Flugblätter zu dieser Versammlung findet am werden die Mitglieder ersucht, pünktlich zu erscheinen. 387/16 Achtung! Maurer. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins. Umgegend u. am Sonntag, den 22. Mai 1892, Vormittags 10 Uhr, Bim Lokale des Herrn Joël, Andreasstraße 21. Tagesordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten von der am 15. und 16. Mai in Braunschweig stattgefundenen Konferenz. Berichterstatter Blaurock u. Wilke. 2. Diskussion. 3. Klarstellung des in Nr. 17 des„ Grundstein" enthaltenen, mit dem Namen Wilhelm Kerstan, Berlin, gedeckten Eingesandt.( NB. Wilhelm Kerstan, Berlin, Lübbenerstr. 4, ist zu dieser Versammlung per eingeschriebenen Brief eingeladen.) 4. Die heutige Lohnbewegung. 428/3 Der Vertrauensmann: F. Wagner. Achtung! Maurer! Achtung! Sonntag, den 22. Mai, Vorm. 10 Uhr, im Lokale ,, Süd- Ost", Waldemarstraße Nr. 75: Versammlung der Zahlstelle II des Zentral- Verbandes. Zages Ordnung: 1. Wissenschaftlicher Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Distusfion. 3. Gewerkschaftliches. Ale Maurer find dazu eingeladen. 382/2 Die örtliche Verwaltung. Grosse öffentliche Grosse Ausstellung. Bersammlung für Männer u. Frauen Zahlreiche Novitäten. Magneta Galatea. Schreckenskammer. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. 114b Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Passagein Arbeiter- Bildungsschule. Süd- und Süd- Ost- Bezirk. Sonntag, den 22. Mai 1892 Große Landpartie nach Johannisthal, Restaurant Senftleben, unter Mitwirkung des Musikvereins ,, Freundschaft". Für Beluftigungen aller Art ist gesorgt. Abfahrt Mittags 1 Uhr 35 Min. Görlizer Bahn. Theilnehmer Karten à 10 Pf. find in den Schulen, sowie bei den Kommissionsmitgliedern zu haben. Kasse findet nicht statt. Es laden freundlichst ein Die Schulkommissionen. 459/12 Freie Volksbühne. Für die II. Abtheilung ( grüne Karten) wird morgen Sonntag, Nachmittags 2 Uhr, im Bellealliance- Theater Die Sklavin, Das Ausloosen der Plätze dauert von 1 hr bis 10 Minuten nach 2 Uhr. Schauspiel in 4 Aften von Ludwig Fulda, aufgeführt. während der Bausen unentgeltlich geöffnet. Den Mitgliedern ist der herrliche Garten vor der Vorstellung und Bu dieser Abtheilung werden in den Zahlstellen noch einige neue Mitglieder aufgenommen. Dieselbe Vorstellung findet für die III. Abtheilung( braune Karten) am Sonntag, den 29. Mat, Nachm. 2 Uhr statt. 108b Der Vorstand. ATHCHEr Control der Arbeiter Can Marke Control deutscher ECER YOU Mutmacher Sion in Berlin Commission Die Marke ift gram cuf weißem Bapter gebrudt Solidarität! Urbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marke unter dem Schweißleber tra gen, bieten Garantie, daß den Berfertigern gerechter Lohn wurde! Rauft nur Hüte mit dieser Marke! Männer u. Frauen In folgenden Geschäften sind Hüte mit am Sonntag, den 22. Mai, Nachm. 5 Uhr, Knebel's Salon", Bad- Strasse 58. Zages- Ordnung: Kontrollmarken zu haben: 1. Vortrag des Genossen Kunkel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. H. Aertsens, Prinzenftr. 28. Achtung! Der Einberufer. Achtung! Kistenmacher. Panopticum. Große öffentliche Versammlung Mann am Montag, den 23. Mai, Abends 82 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Zages- Ordnung: mit Steinkopf brechnung des Bertrauensmannes, eventuell Neuwahl deffelben u. Berschiebenes. 1. Berichterstattung des Delegirten der Streit- Kontrollkommision und und Pigmy Der Einberufer. NB. Die Kollegen, die noch Marken der Streit- Kontrollkommission in Händen, bitte zu dieser Versammlung abzurechnen. W. Huchthausen, Oppelnerstr. 18. v. Stanley- Zwergvolk. 473/6 10-1 5-9 Uhr. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. | C. Polvoigt, Frobenstr. 28. W. Alschäfsky, Gr. Frankfurterftr. 44. C. Pimpel, Landsbergerstr. 103, 0. Arnold, Dresdnerstr. 116. J. Basch, Grüner Weg 57. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. A. Becker, Reinickendorferstr. 14a. 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Schönhauser Allee 29, Alb. Binn, Landsbergerstr. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11. Dresdenerstr. 123, H. Diederich, Oranienſtr. 9. Mariannenstr. 43, O. Dittlof, Pantstr. 24a. E. Dtitmer, Ackerstr. 68b. G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. Böhme, Potsdamerstr. 104. W. Rother, Arndtstr. 31, vis- à- vis der Schenckendorffftraße. E. Rieck, Babstr. 64. C. Schulz, Swinemünderstr. 145. 0. Schulze, Ruppinerstr. 27. A. Schlegel, Brunnenstr. 33. Carl Stark, Neue Königstr. 73. H. J. Stoboy, Dranienstr. 170. F. Sporreuter, Poststr. 16. W. Sy, Brunnenstr. 139. C. A. Vierow, Alte Schönhauserstraße, Ecke Münzstraße. Carl Wolter, Münzstr. 8. Paul Drenske Nachflg., Oranienftr. 172. A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerftr. 4. F. Dachdecker Berlins und Umgegend. 2. Frande, Müllerſtr. 183. Große öffentliche Versammlung A. Fuchs, Manteuffelftr. 35/36, Staligerstr. 39. Th. Gerlach, Linienstr. 39. am Sonntag, den 22. b. M., Vormittags 10 hr bei Feuerstein, A. Glaab, Neue Hochstraße 45. Alte Jakobftr. 75. Tages Ordnung: 1. Bericht der Lohnkommission über den Stand der Sperre bei der Entree 30 Pfg. Firma Janice. 2. Diskussion. 3. Beschlußfaffung über Bildung eines General fonds Berliner Dachdecker. 4. Verschiedenes. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. Großer Frühstücks- n. Mittagstisch fowie 6 Billards, 3 Kegel bahnen und 2 Sale. F. Sodtke. Welt- Restaurant Dresdenerstr. 97. Heute und folgende Tage: Auftreten der 1. bayr. Jodler, Konzertfänger und Schuhplattler- Gesellschaft 358/7 Pflicht eines jeden Kollegen ist es, zu erscheinen. Die Lohukommission. J. A.: H. Pollwig, Schwedterstr. 52. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Branchen- Versammlung der Rohrleger und Gehilfen am Sonntag, den 22. Mai, Vormittags 10% hr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. S Tagesordnung: " 1. Bortrag über: Gewerbe- Ordnung", unter spezieller Berücksichtigung der Arbeits- Ordnungen in unserer Branche. Referent: Genoffe Siegerist. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beisitzers zum Vorstand. 4. Wahl von zwei Fachkommissions- Mitgliedern. 5. Verschiedenes. Gust. Gross, Frankfurter Allee 167, R. Haase, Rastanien- Allee 36. Ph. Haase, Reinickendorferstr. 64. P. B. Hansen, Münchebergerstr. 26. Pr. Haupt, Große Frankfurterstr. 145. W. Hildebrandt, Schönhauser Allee 4. J. Joggers, Schwedterstraße 243, 0. Jörs, Banfftr. 5a. A. Kehr, Röpnickerstr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108, G. Köpke, Prinzenstr. 60. Potsdamerstr. 126a. Kriegshammer, Belleallianceftr. 91. G. Knaake, Andreasstr. 24. P. Kunz, Brinzen- Allee 87. Ph. Krull, Rheinsbergerstr. 50. 0. Liskow, Dranienſtr. 47a. Pranz Köppen, Müllerstr. 14a, Arnold Lange, Brunnenstr. 136/137. H. Meissner, Neue Hochstr. 43. A. Nauen, Wrangelstr. 99. E. Nauen, Oppelnerstr. 45. Am Montag, den 23. Mai, Abends 81/2 Uhr, im Lokale von Röllig, Ch. Otto, Chauffeeftr. 22. Neue Friedrichstr. 44. Branchen- Versammlung der Former, Rud. Wegener, Stromftr. 59. W. Zapel, Staligerstr. 131( neben Frifter u. Roßmann). A. Zechelius, Eisenbahnstr. 10. C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. E. Bergmann, Markgrafenstr. 100. Renz, Oranienftr. 6. " Grüner Weg 82. A. Graffert, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 1. W. Benecke, Botsdam, Jägerstr. 36. C. Böttcher, Friedrichshagen. Bosselmann, Charlottenburg, Scharrenstr. 11a. 0 T. Koschel, Charlottenburg, Sophie Charlottenstr. 27. E. Radloff, Charlottenburg, Berlinerstraße 5. P. Julow, Pantow, Breitestr. 24. G. Schaudt, Neu- Weißensee, Langhansstr. 71. C. Schmidt, Rö penid, Riegerstr. 41 A. Klinge, Röpenid, Grünftr. 38. C. Wanke, Sigdorf, Bergstr. 13 a. C. Sarsch, Rigdorf, Berliner ftraße 48. P. Parey, eißensee. Wir bitten die Genossen namentlich die von uns veröffentlichten Geschäfte zu berücksichtigen. Aber auch hier immer nach der Marke zu Gießer, Stürzer, Kernmacher und der in Gießereien fragen und fich zu überzeugen, daß dieselbe im Hut lebt. Jedes Ginkleben beschäftigten Hilfsarbeiter. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Zadek über: Gesundheitspflege". 2. DisM. Jacob Damhofer. tuffion. 3. Vorschlag eines Beisigers zum Vorstande, sowie von Beisitzern Erste Abtheilung der Koschat'schen zur Fachkommission. 4. Vorlage und Diskussion des von der Fachkommission Sänger, unter Protektion des t. t. ausgearbeiteten Fragebogens. 5. Aufnahme neuer Mitglieder. Rammersängers und Komponisten Hrn. Thomas Koschat. Anfg. Wochentags 71/2 Uhr, Entr. 15 Pf # Montag, den 23. Mai, Abends 8%, Uhr, im Lokale von Meissner, Gartenstraße Nr. 162: Sonntags 6 Uhr, Entree 30 Branchen- Versammlung der Feilenhauer. Wo speisen Sie? Tagesordnung: 1. Bortrag über den Niedergang der handwerksmäßigen Betriebe. Referent: Herr Wegner. 2. Diskussion. 3. Borlegung des von der FachIn der alt. pommer- tommission entworfenen Fragebogens. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Vorschen Küche, Dra nienftr 181, Hof pt. chlag eines Beisitzers im Vorstande, sowie eines Beisizers zur Fachkommission. Der Vorstand. bei lein! Frühst. 30 Pf., Mittagstisch mit Bier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis 50 Pf, nach Auswahl. 18962 C. Kramer's Restaurant Rixdorf, Herrmannstraße 140, neben den Kirchhöfen, früher Hasenhaide. Empf. fich allen Kirchhofsbesuch. 479/1 Raeke's Bierhaus und Garten, Langestraße 65. E der Marke beim Kaufen ist Betrug. 454/2 Die Arbeiter Kontroll- Kommission Deutscher Hutmacher. J. A.: C. Kempe, Weinstraße Nr. 12. Genossen! Führe nur Hüte mit der echten Arbeiter- Kontrollmarke, welche von der Kommission herausgegeben ist, daher nicht theilweise, sondern mein ganzes Lager damit versehen ist. Schugmarte Nr. 1590. Woll, Filz, Stroh- und Cylinderhüte von 3 Mark bis zu den feinsten. Schirme und Spazierstücke. 126, Köpenickerstr. Adolph Kehr, Jede Uhr 2142L Köpenickerstr. 126. zu repariren und reinigen foftet bei uns unter Garantie des Guts gebens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), kleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, 14- Rarat Gold v. 24 M. an. Gold und Silber in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen. E. Rothert& Stolz, 2 Allen Genossen, Freunden und Bekannten empfehle mein vollständig renovirtes Restaurant. Große Vereinszimmer jeden Abend frei. Gute Speisen von 14 M. an. do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, und Getränke. Bis 1 Uhr Nachts geöffnet. 2417L] Gustav Tempel, Langestraße 65. J. Semmel, praft. Zahn- Arzt, 2245L Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Oranienstr. 55, Moritzplatz. Spr. 9-1, 3-5. In der Poliklinik Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. für Unbemittelte 8-9 m., 1-3, 5--6 Nachm.( künstl. Zähne 2 Mark) Uhrmacher. Empfehle allen Bekannten meine 1. Geschäft: Andreasstr. 62. Chausseestr. 74. Chausseestr. 38 2335L 3. " Buchhandlung und eigene Buchbinderei. Liefere sämmtliche Schriften frei ins Haus. R. Kohlhardt, Mariannenstraße 34. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW', Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 118. Parteinachrichten. Sonnabend, den 21. Mai 1892. 9. Jahrg. " Das ist der Dank der deutschfreisinnigen Mehrheit des rothen Arbeiter Bildungsschule. Am Sonntag, den 22. Mai, Hauses. Wenn den deutschfreisinnigen Handlungsgehilfen dann veranstalten die Schulkommissionen der Süd- und Südost- Schule Aus Heffen schreibt man uns: In Hessen besteht bekannt noch nicht die Augen aufgehen, dann sind sie mit ewiger Blind- einen gemeinschaftlichen Ausflug, unter gefl. Mitwirkung des lich eine Fortbildungsschule, deren Besuch für die Schüler der heit geschlagen. Musikvereins Freundschaft", nach Johannisthal( Restaurant Boltsschule nach der Entlassung aus der letzteren drei Jahre Die Einrichtung der Abfertigungsschalter auf den Senftleben). Abfahrt Mittags 1 Uhr 30 Min. Mitglieder und lang obligatorisch ist. Daß dies den Ultramontanen ein Stein hiesigen größeren Bostämtern leidet an mancherlei unzuträglich- Freunde der Schule find willkommen. am Wege, zeigen dieselben bei jeder passenden Gelegenheit. So feiten für das Publikum. Während einzelne dieser Abfertigungs- den 22. Mai, wegen Erkrankung des Herrn Dr. Schönlant aus. Der Unterricht für National- Dekonomie fällt am Sonntag, stellte in der letzten Stadtverordneten- Sigung der ultramontane stellen nur wenig besetzt sind, bleiben andere den ganzen Tag Stadtverordnete Metzler den Antrag, die Fortbildungsschule ihres hindurch belagert. Die Leute, welche eine Postanweisung oder Lokale Rosenthalerstraße 38 der zweite Zyklus Vortrag: Die Am Montag, den 23. Mai, Abends 8 Uhr, findet in dem obligatorischen Charakters zu entfleiden, indem er beschönigend einen einzuschreibenden Brief aufgeben wollen, bilden in langer wichtigsten Epochen der Geschichte" behandelnd statt. Herr Dr. hinzufügte, er stelle den Antrag nur, um der Schule zu richtigem Reihe Chaine und müssen Biertelstunden lang und länger warten, Binn spricht über:„ Die Religionen des Alterthums." Gedeihen" zu verhelfen. Die Liebe Müh' war aber umsonst, der bis sie an die Reihe kommen; der expedirende Beamte arbeitet, Antrag fand feine Gegenliebe. Am liebsten würden die Ultras so schnell er eben fann, hält aber im Uebrigen sein Schiebefenster Bersammlung zu Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule bei Knebel Dienstag, den 24. Mai, Abends 8 Uhr: Große öffentliche montanen überhaupt den ganzen Schulzwang oder noch geschlossen, und das hat für ihn den Vortheil, daß er die Bemer-( Gesundbrunnen), Badstraße. Vortrag des Reichstags- Abgeord lieber die ganze Schule beseitigen, denn je größer die fungen der ungeduldigen Menge nicht zu hören braucht. Während neten W. Liebknecht über den Thermidor"( Robespierre's Unwissenheit, desto kräftiger wächst ihr Weizen.- Die Schlacht der ganzen Zeit sind brei andere Schalter völlig leer: Jemaneten und Mahlsteuer, welche in Preußen schon seit geraumer Zeit der eine Behnpfennig- Marke zum Frantiren eines Briefes Sturz). Nach dem Vortrag Diskussion. abgeschafft ist, besteht in Hessen unter der Bezeichnung braucht, tritt an einen der leeren Schalter; er wird Ottroi" fort. Das Oktroi erstreckt sich indessen auch auf unbarmherzig an dasjenige Abfertigungsfenster gewiesen, vor Sonntag, den 15. d. M., unter großer Betheiligung der Genossen Briz. Vom schönsten Wetter begünstigt, fand am letzten die Brennmaterialien, auf Wein, Bier 2c., furzum auf tem die lange Reihe wartet, obwohl der Beamte an dem und Genossinnen nicht nur von Briz, sondern auch von Rixdorf, alle Ronfumartikel. Schon seit Jahren wird in Mainz der leeren Schalter völlig unbeschäftigt ist. Erfolgt die Dienstablösung Tempelhof, Berlin u. s. w. die Nachfeier des 1. Mai in Versuch gemacht, bei der jährlichen Berathung des städtischen cines Beamten, so wird der betreffende Schalter ganz gefchloffen, Gebr. Walter's Rosen- See- Terrasse statt. Zwei große TriumphBudgets diese die Minderbemittelten zu Gunsten der Befigent en bis der neu antretende Beamte Kasse und Bücher geprüft und bogen mit den lorbeerbekränzten Porträts unserer großen Vorschwer belastende Kopffteuer abzuschaffen; die im Stadthause übernommen hat, das pflegt gewöhnlich zur Mittagzeit zu ge- fämpfer und mehrere sinnreiche Inschriften enthaltende Embleme dominirenden Parteien, die Nationalliberalen und Ultramontanen, fchehen, wo die Hausdiener der benachbarten Geschäfte ihre Post- zierten die beiden Eingänge des hübsch dekorirten und mit find hier, wo sich ihre Geldsacksinteressen vereinigen, so einig fachen abliefern. Eine andere Einrichtung, die besonders läftig Lampions illuminirten Gartens; vor der Bühne war die Büfte wie noch nie und stimmen den Abschaffungsantrag regelmäßig bei der Packetbeförderung empfunden wird, besteht darin, daß bei unseres Ferdinand Lassalle, von großen Topfgewächsen So auch in der Stadtverordneten- Sigung am 16. Mai, Aufgabe von Padeten die Feststellung des Gewichtes und die umgeben, aufgestellt. Wohl über 2500 Personen gaben sich dem in welcher mit 25 gegen 12 Stimmen die Abschaffung der Portoberechnung an einer anderen Abfertigungsstelle stattfindet, Genuß der Musik und der Vorträge mehrerer Gesangvereine hin. läftigen Ronsumsteuer abgelehnt worden ist. Die Arbeiter können als die Abgabe der Begleitadresse und die Entrichtung des Portos; Vor allem aber legte das Fest Zeugniß ab von dem Geist der ja bezahlen, denten die Herren. Trotzdem ist zu konstatiren, daß es entsteht für die Leute, welche namentlich in den Abendstunden Brüderlichkeit, der unter unseren Genossen waltet. die Gegner des Ottrois jich mehren, da im Vorjahre nur 7 für Badete aufgeben, die Nothwendigkeit, sich wegen eines einzelnen die Abschaffung gestimmt hatten. Gelingt es, bei den in diesem Packets zweimal ins Gedränge begeben zu müssen. Sollte es denn Herbste stattfindenden Stadtverordneten- Wahlen zu siegen, dann nicht möglich sein, diesen Uebelständen, über welche gleichmäßig fällt die Steuer sicher. Und das liegt in der Hand der Arbeiter bei allen größeren Bostämtern geflagt wird, durch eine Aenderung von Mainz. der bestehenden Einrichtungen abzuhelfen? Bolizeiliches, Gerichtliches. -In Magdeburg wurden die Nummern 161-164 des vorigen Jahrgangs der„ Boltsstimme" nachträglich mit Beschlag belegt, wahrscheinlich wegen des darin veröffentlichten Büchner'schen Darmas " Danton's Tod“. Tokales: dem Das vorgestrige Gewitter hat in den westlichen Vororten Die schützenden Glasscheiben des Schmuckkastens einer hiesigen Firma von Unter den Linden"( Alexander Schulz) hat man bei der Urania- Säule am Leipziger Play vorgestern, den 17. Mai, versucht, mit einem spigen Instrument zu Die Intelligenz" eines Theiles des gebildeten Bei der Stärke aber und Härte der Glasplatten mißglückte der zertrümmern, um die darin ausliegenden Similisteine zu stehlen. Bürgerthums" trat wieder einmal flar zu Tage gelegentlich Versuch, die oberste Spiegelscheibe ist bloß geplakt und der Thäter der Gerichtsverhandlung gegen das" Medium" Valeska Töpfer, bis an die zweite Scheibe nicht einmal herangekommen. Die das wegen Betrugs zu einer empfindlichen Gefängnißstraße ver- Bolizei depeschirte den Fall sofort an die Betriebsstelle der Säulenurtheilt wurde. Unter den Entlastungszeugen befand sich auch ein„ Dr. phil.", der sich allen Ernstes als Anhänger des Spiri- gesellschaft, die die Platte alsbald auswechselte. Seitens des fgl. tismus befannte. Er läßt sich von den Medien Geister zitiren, angewiesen, die Säulen sorgsam zu bewachen und jeden Menschen, Polizeipräsidiums sind sämmtliche Schußleute und Nachtwächter tritt mit Geistern in Korrespondenz und erklärt vor Gericht ganz welcher sich an denselben irgendwie zu schaffen macht, sofort nach naiv, er halte diefe Art des Verkehrs der Verstorbenen nicht seiner Legitimation zu fragen. Die Beamten und Arbeiter der Gesellfür Schwindel!" An der Vernehmung dieses Zeugen hatte allerdings das schaft sind sämmtlich mit Legitimationskarten ausgerüstet und werden auch thatsächlich regelmäßig von der Schußmannschaft revidirt. Die Kirchenbauerei in und um Berlin schreitet mit Riefen Gericht genug, weitere Mitglieder des Spiritistenvereins" Psyche" Ferner ist der Schutzmannschaft dienstlich befohlen, alle Beschädi schritten vorwärts. Am 22. Oktober soll die Erlöserkirche in hatten nicht nöthig, ihre werthvollen Bekundungen zu deponiren. Rummelsburg, im Herbst 1894 die Gnadenkirche im Invaliden- Der Angeklagten ist eine harte Strafe( 2 Jahre Gefängniß) sungen und Schäden der Säulen sofort telegraphisch an die Bepart eingeweiht werden. In und um Berlin wird jet an 24 zudiktirt worden. Wir treten in eine Kritik des Urtheils triebsstellen der Urania- Uhrengesellschaft, Stadtbahnhof Börse, zu neuen Kirchen gebaut, für welche die Summe von 15 Millionen nicht ein, können aber doch die Bemerkung nicht unter der Gesammtheit in so hervorragender Weise nüßlichen Uhrenunter- melden. Der beste Schutz aber für die dem Gemeinwohl und Mark ausgegeben. drücken, daß die„ Medien" durch die Ansichten( eines wissen15 Millionen Mart, das ist eine Summe, mit der sich schaftlich gebildeten Mannes", wie es doch jener Herr" Dottor und Wetterfäulen ist die Aufmerksamkeit jedes Vorübergehenden, die Mitbeaufsichtigung durch das gesammte fchon rechnen läßt. Ob es im Interesse der Allgemeinheit liegt, unbedingt sein will, geradezu herausgefordert werden, dem Publikum. folche Beträge für Kirchenbauten anzulegen, soll hier nicht näher Publikum so viel Geld abzuknöpfen, als ihnen nur immer mögerörtert werden. Die Thatsache aber, daß viele gemeinnützige lid) iſt. Unternehmungen an chronischem Geldmangel leiden, muß hervor Und dabei steht dieser Herr Doktor" durchaus nicht ver durch Hagelschlag und orfanartigen Sturm nicht unerheblichen gehoben werden. Wir nennen da den sylverein für Obdach- einzelt da. Die Spiritistengemeinde ist zahlreicher, als man Schaden angerichtet: namentlich hat die junge Saat unter dem loſe, die Ferienkolonien, der Zentralverein für Arbeitsnachweis zc. glaubt, sie zählt zu ihren Mitgliedern Professoren, Regierungs- Sagel, der strichweise in der Größe von Haselnüssen fiel, geDie Vorstände dieser Vereine müssen mit einem bescheidenen Gtat affefforen und Journalisten, von denen sich nicht eben behaupten litten, ebenso hat der am Nachmittag tobende Sturm einen rechnen, sie müssen froh sein, wenn ihnen der Oberpräsident eine läßt, daß sie aus Dummheit" an solchen Mumpit glauben großen Theil der Obsternte vernichtet, und in den Forsten zwischen Rollette gestattet und was leisten sie nicht! Was ist denn heut fönnten. Als der dumme Junge von Refau seine Bauern- Steubabelsberg und Potsdam find große Tannen durch den nothwendiger, bas Asyl für Obdachlose oder neue Kirchen? Ji toffel an der Nase herumführte, fand sich bald" ge Orkan entwurzelt worden. In Dorf Böhne unweit Rathenow ersteren müssen während der Wintermonate jeden Abend Hunderte bildeter Besuch aus Berlin bei ihm ein, der den zündete der Blitz in einem Koffäthengrundstück, dessen Gebäude Zauber wissenschaftlich" untersuchte und bon Menschen zurückgewiesen werden. Der Vorstand giebt sich faulen zu ein Raub der Flammen geworden sind. Der Rasen des Grune alle nur mögliche Mühe, Gelder aufzutreiben, um Erweiterungsdie Resultat gelangte, daß Schinkenknochen fichwalds war gestern gegen 7 Uhr Abends in eine blendend weiße bauten vornehmen zu können. Es dauert aber regelmäßig eine zu wahren Heilswerkzeugen in der Hand des Jünglings Walter Fläche verwandelt; erst war Hagel, dann Schnee gefallen, der ganze Reihe von Jahren, ehe man auch nur einen neuen Schlaf- verwandelten. Der Bauernjunge lachte den sonderbaren Groß bei der empfindlich fühlen Witterung wohl zwei Stunden hinfaal einweihen kann. Da finden wir auch nicht Beiträge von städter einfach aus, der Lettere glaubt aber noch heute steif und durch liegen blieb. 300 000 m. von den wohlhabenden Gemeinden Berling" und fest an wandelnde Bratpfannen und durch die Luft sausende 500 000 m. von anderen Wohlthätern", deshalb geht es so Schinkenknochen. Obdachlos! Die rauhe Maiwitterung bedingt, daß viele langfam vorwärts. Wenn sich solche hirnverbrannte Ansichten noch an's Tages der bedauernswerthen Menschen, welche ohne Obdach in der Uns fann im Großen und Ganzen das Bestreben der be- lichtwagen können, dann ist es mit der Intelligenz des Großstadt umherirren müssen, auch jezt noch nicht ihre ideale fitzenden Klassen, vor dem Zunächſtliegenden die Augen zu ver- 19. Jahrhunderts" freilich nicht weit her. Freilich wo der Nachtruhe bei„ Mutter Grün" genießen können. Es ist traurig schließen und in der Sorge um das Scelenheil der Staat selbst den Wunderglauben nährt, da öffnet er auch die genug, daß für viele Menschen eine schöne warme Sommernacht Armen und Elenden in erster Linie aufzugehen, nur Empfängniß für außerkirchliche Wunder, und viele Pfaffen nur deshalb zu einem Jdeal wird, weil sie dann unter freiem recht sein. Das hungernde Proletariat lernt dann um so eher pflegen selbst die spiritistischen Lehren, weil sie in ihnen die Be- Himmel nächtigen können. Die Kälte der letzten Nächte hat ihre fennen, was es mit der so in den Vordergrund gedrängten„ prat tätigung der tirchlichen Wunder erblicken. Glücklicherweise hat Hoffnung arg getäuscht: fie müssen von Neuem ihre Winter tischen Sozialreform" eigentlich auf sich hat. Dieselbe bleibt ein das Proletariat den Glauben an die letzteren mehr und mehr quartiere aussuchen, in denen inzwischen manche ihnen noch un= Schönes, aber auch ein leeres Wort. Das Bürgerthum steht vor abgestreift und die modernen Wunder des Spiritismus und der bekannte Veränderungen vorgenommen worden sind. Diese einer unausbleiblichen wirthschaftlichen Krisis. Abwenden läßt Tischklopferei überläßt es den erleuchteten Geistern der Bourgeoisie Winterquartiere befinden sich in Neubauten, Ställen, Remisen 2c. und werden von satten Bourgeois für so erbärmlich gehalten, sich dieselbe nicht mehr, fie läßt sich höchstens noch hinausschieben und des hohen Adels. eine furze Spanne Zeit. Der Bourgeoisie ist aber das Ver- Der Steinseher Carl Arlt in Berlin, zugleich Mitglied daß sie für ihre Hunde als noch zu schlecht gelten. Aber für den ständniß für die wirklichen Bedürfnisse des vierten Standes schon der Streit- Kontrollkommission, befand sich am 10. Mat im Lofale Proletarier sind sie noch eben gut genug, weshalb ist er ein Proletarier.... fo abhanden gekommen, daß dieselbe nicht einmal das Hinaus des Birthes Schwertner in der Görligerstraße, woselbst der schieben mehr fertig bekommt. Grade von ihr, die doch längst Handelsmann Bartsch Weberwaaren vertrieb. Arlt, der eine Die Veränderungen in den Winterquartieren hat ein Obdachs. den Stirchenglauben eingebüßt hat, kann man bei ihrer För Sammelliste der streikenden Weber in Rigdorf bei sich führte, Lofer beinahe mit seinem Leben bezahlen müssen. Der Polizeis bericht meldet nämlich: derung der Kirchenbauten sagen, daß sie dem Proletarier Steine legte diese tem Handelsmann vor und ersuchte ihn, da statt Brot bietet. Am 17. d. M. Morgens stürzte ein obdachloser Rutscher ein gutes Geschäft gemacht habe, auch auf dem Grundstück Köpnickerstraße 48/49 vom Heuboden, etwas für die nothleidenden Weber zu geben. Hier wo er genächtigt hatte, in den darunter befindlichen Stali Die deutsch- freifinnige Handlungsgehilfenschaft befindet auf erhielt er die Antwort: fich in heller Verzweiflung. Der deutsch- freisinnige Magistrat und auf erhielt er die Antwort:" Für die Leute habe ich hinab und erlitt außer einer Verlegung am Kopfe so schwere überhaupt nichts übrig." Arlt äußerte hierauf, dann das deutsch- freisinnige Stadtverordneten- Kollegium wollen näm wäre es bedauerlich, daß er überhaupt solche Artikel führe, die lich von ihren handlungsbefliffenen Parteigenossen rein gar nichts von der armen Weber Schweiß hergestellt seien. Es entstand mehr wissen. Die Letteren sind nämlich von dem ganz und gar hierauf ein längerer Wortwechsel. Arlt desselben überdrüffig, nicht deutsch freisinnigen Wunsche nach einer angemessenen verließ das Lokal und ging in das Mente'sche Nachbarlokal, in Sonntagsruhe beseelt, die städtischen Behörden wollen aber diese welches sich Schwertner schon vorher begeben hatte. Bald darauf Sonntagsruhe nicht gewähren, weil ihnen das Interesse der erschien dort auch der Handelsmann, und ließ vier Rums bringen, Prinzipale mehr an ihrem Busen liegt, als das der Angestellten. forderte auch Arlt auf, sich mit ihm zu vertragen und mitzu: Schon einmal sind die Handlungsgehilfen mit einer Betition ab- trinken. Arlt wies dieses zurück mit den Worten:„ Ich muß gefallen, aber trotzdem ist ihr Vertrauen zu der Arbeiterfreund- darauf verzichten; angenehmer wäre es mir gewesen, wenn Sie lichkeit der Stadtverordneten deutsch- freisinnig- nationalliberal- den Groschen, den Sie für Rum ausgeben, auf die Liste ge- Schankwirth in der Rosenthaler Borstadt, bei dem polizeiliche Einer, dem die Galle übergegangen ist. Von einem freitonservativer Richtung noch nicht geschwunden. zeichnet hätten. Dann hätte ich selbst noch ein paar Seidel Strafmandate fast zum täglichen Brot gehören und dessen Lokal Die Handlungsgehilfen wollen noch eine Petitionsattaque gegeben." Der Handelsmann ging dann heraus und fam turze die Firma" Zum Unbesiegbaren" führt, erzählt die„ Bolts- 3tg.", ristiren. In ihrer legten Versammlung haben sie beschlossen, Beit darauf mit einem Schuhmann zurück, der Arlt nach der daß er in seiner Gaststube einen Bettel angeheftet hat, der in noch einmal nach dem rothen Hause zu rutschen und die schon Bolizeirevierwache führte. Der Handelsmann hatte den Arlt Lapidarschrift die Worte trägt: Für Polizeibeamte toftet bei einmal abgelehnte Petition nochmals dem hochgeehrten Kollegium wegen Erpressung denunzirt. devotest zu unterbreiten. Zur erwähnten Versammlung hatten sich| mir die große Weiße 1 M., Kleine Weiße 50 Pf. und ein Kümmel die deutsch- freisinnigen Arrangeure zwei gar sehr ins Gewicht Die militärische Schneidigkeit" trefbt tmmer fonder- 30 Pf., weil mir die Galle übergegangen ist". Jedenfalls werden barere Blüthen. So lefen wir in der gestrigen Abendninmmer die Polizeibeamten sein Lotal nicht zum Stammlokal machen. einen Rabbinatskandidaten. Vermissen wir noch einen katho- der„ Freifinnigen Zeitung" folgendes erbauliche Geschichtchen: " Zu einem peinlichen Auftritt kam es Freitag Mittag in der Nach Unterschlagung amtlicher Gelder, die ihm anvers Jünglinge sprachen sich ganz im Sinne der deutsch- freisinnigen Botsdamerstraße. Zwei Hunde, von denen der eine von einem Domänen Rentmeister Koch erschossen. Er feuerte von einem traut waren, hat sich am Mittwoch, der hier women Handlungsgehilfen aus, nach welchem Engros-, Bank, Fabrik- Offizier, der andere von einem Herrn in Zivil geführt wurde, sich in seiner Wohnung aus einem Revolver eine Kugel in den 1. w. Geschäfte am Sonntag ganz geschloffen fein müssen, den geriethen dort feindlich aneinander; sie waren schon von den Kopf und wurde unverzüglich in das städtische Krankenhaus am sein soll, die um 10 Uhr Vormittags beendet sein muß. Detailgeschäften aber nur eine dreistündige Arbeitszeit gestattet beiden Parteien getrennt, als nach der„ Kreuz- Zeitung“ Der Urban gebracht, wo er aber feiner lebensgefährlichen Verwundung Offizier dem gegnerischen Hunde noch einen Hieb mit seiner bereits erlegen sein soll. Wenn die Petition zum zweiten Mal im Nathhaus umgeht, Säbelscheide gab. Dies verbat sich der Herr in Zivil, wehrte doch er Bethanien gebracht werden mußte. innere Verlegungen, daß er nach dem Krankenhause Kreislauf nochmals von Neuem beginnen: Entlassung, arbeitslos, Sollte sich eine Heilung ermöglichen lassen, dann kann der bem Heuboden. Ewig dem Verhungern nahe, reduzirte Kleidung, ,, vagabondirend", im Sommer bei Mutter Grün, im Winter auf immer auf der Flucht vor dem Blaurock, fein Kind, tein Regel. Das Leben eines Proletariers fin de siècle! harden die deutschfreisinnigen Mannesherzen wieder einige Prozent mit seinem Regenschirm den Schlag ab und traf auch den Stopf Warnung vor Schwindelanktion. Schon vielfach ist vor höher schlagen. 28as thun? G3 mit den Brinzipalen verderben des Offiziers; der Offizier zog darauf seinen Säbel und hieb den Schein oder Schwindelauktionen im„ Borwärts" gewarnt oder die Gehilfen nochmals abfallen lassen? Das Letztere ist mehrfach auf Kopf und Schulter seines Gegners ein, bis der worden, aber immer giebt es noch Arbeiter, welche hineinfallen. oh weniger ristant, es lohnt besser, die Freundschaft der ein- lettere ersuchte, von ihm abzulassen; er nannte dabei seinen Eine solche Auktion von fogenannten goldenen Uhren, flußreicheren Prinzipale zu behalten. Ergo:. die der Namen Rang. Ein Schußmann Retten, Ohrringen und anderen Sachen wird jest seit 2 Tagen Gehilfen wandert zum zweiten Mal in den magistratlichen stellte die Personalien fest. Nach dem Berliner Tageblatt" am Mühlendamm an der Boststraße betrieben. Fünf Berſonen Papierforb, wo er am tiefften ist. " war der Herr in Zivil ein Major a. D."- Tableau! bilden das Versonal der Schwindelauktion. Einer bietet aus auktionen warnen. Im Laufe des Tages fanden drei kleine Brände statt. Gerichts- Beifung. und die anderen sind die Treiber, welche mitbieten, um das Bu- ler stieß den Angreifer von sich und rannte, verfolgt von den betreffenden Eingabe hatte der Angeklagte Stöhr sich beschwert, blikum heranzulocken. Gehen diese Herren, daß keiner aus dem beiden Mördern, nur mit dem Hemde bekleidet, auf die Straße daß der Amt3richter Graf v. Bismarck seine Frau, die brusitrant Publikum mitbietet, so ersteht Einer oder der Andere der Mit- hinaus; B. alarmirte sofort den Polizeisergeanten des Drtes, bei fei und nach strenger Anweisung ihres Arztes vor jeder Aufregung spieler den zur Auktion fommenden Gegenstand, bezahlen pro bem er den Rest der Nacht verbrachte. Am anderen Morgen wurde geschützt werden solle, in einer Prozeßfache gegen ihn, den Anforma und gehen fort. Nach einer Weile fann man beobachten, der Inspektor H. verhaftet und es stellte sich heraus, daß derselbe sich geklagten, als Zeugin im Juli v. J. bei ihrer Vernehmung im wie der Betreffende welcher vorher den Gegenstand, der in ein außer dem Mordversuch auch noch einen Diebstahl hatte zu Hauptverhandlungs- Termine derartig angeschrien und schroff be Etui eingepackt war, wieder zurückbringt. Auch so geschah es Schulden tommen lassen. Aus der Kleidung des Klempner- handelt habe, daß dieselbe gleich darauf infolge der dadurch her Donnerstag Nachmittag, als ein älterer Arbeiter sich von den meisters war nämlich eine Brieftasche mit 1500 m. verschwunden vorgerufenen Aufregung Blut gespien habe und nach dem Bade Treibern zum Mitbieten anlocken ließ. Endlich hatte derselbe und von dieser Summe wurden 500 M. in dem Rock des Sozius orte Lippspringe habe gebracht werden müssen. Er, der An eine goldene Uhr für 15 M. erstanden. Der Arbeiter ging zu gefunden, welch letzterer im Laufe des Tages nach dem Amts- geklagte, habe vorher noch um Schonung seiner Frau und Ver einem Uhrmacher und wie groß war sein Schreck, als ihm der gericht in Alt- Landsberg eingeliefert wurde. Frau B. spielte nehmung derselben in ihrer Wohnung gebeten. Dies sei jedoch Uhrmacher erklärte, daß es keine goldene, sondern eine werthlose anfänglich die wilde Frau und stellte sich geistesgestört; auch sie abgelehnt worden. Nach ihrer Rückkehr aus dem Bade sei seine tombackne Uhr war. Der Arbeiter hat nun die Sache der Polizei wurde am Donnerstag verhaftet. übergeben. Jedenfalls ist derfelbe wieder etwas flüger geworden. Verbrechen ist wohl der, daß die B. mit dem Hausfreunde ein vernommen und dabei ebenso rücksichtslos, wie das erste Mal be Der Grund zu diesem Frau dann in einem weiteren Termine am 25. September v. J. Wir fönnen nur immer wieder die Arbeiter vor solchen Schwindel- strafbares Verhältniß unterhielt, und da der Gatte mehrere Male handelt worden. Zum Schlusse war in der Eingabe noch gesagt, in letzter Zeit vor Beugen scherzend geäußert, er wolle sich eines die ganze Art und Weise des Benehmens des Amtsrichters dem Auf sehr traurige Familienverhältnisse deutet ein Sache Mittwoch Termin anstand, so hatte das Paar beabsichtigt, durch das Ansehen des Gerichts leide. Der Angeklagte Stöhr ges geringfügigen Prozesses wegen das Leben nehmen, auch in dieser Publikum gegenüber sei ein so rohes und ungebührliches, daß da Säulenanschlag hin, durch welchen der pensionirte Prokurist den B. zu erdrosseln und dann die That zum Selbstmord zu stand zu, diese Eingabe unterzeichnet und abgesandt zu haben. Der einer hiesigen Bant, Herr Fris Sonntag, feine beiden stempeln. Töchter von 7 und 8 Jahren, welche versteckt gehalten werAngeklagte Berendes räumte seinerseits ein, die Eingabe geschrieben den, sucht. Wie der Lokal- Anzeiger" mittheilt, war Herr Sonn Die Kriminalpolizei hat drei gewerbsmäßige Romptoir Stöhr betreffend, enthalte, nach den Angaben des Stöhr, den zu haben und zwar zunächst soweit sie Thatsachen, die Frau des tag mit einer Stieftochter des verstorbenen bekannten Abgeordneten diebe verhaftet, die in der Nacht zum 19. d. M. in das Komptoir Schlußsatz habe er aber aus eigenem Antriebe noch hinzugefügt. Dunder verheirathet; die oben bezeichneten Kinder sind aus dieser des Kaufmanns S. in der Huffitenstraße gedrungen waren. Sie Der Lettere erklärt, daß im dortigen Amtsbezirke allgemein Ehe hervorgegangen. Vor zwei Jahren wurde die Ehe rechts- haben sich Zutritt zu dem Komptoir dadurch verschafft, daß sie Klage geführt würde über die schroffe Art und Weise, wie der fräftig geschieden, feinem der beiden Theile wurde eine über ein Fenster eindrückten. Darauf haben sie die Bulte erbrochen Amtsrichter die Leute in den Terminen behandle und führte eine wiegende Schuld zuerkannt, die Kinder wurden dem Vater zu- und vergeblich versucht, mit einem Beil den eisernen Geldschrank Reihe von Umständen und Thatsachen an, die seinen Schlußsaz gesprochen. Aber die Mutter will sich ihre Kinder nicht entreißen zu öffnen. In den Bulten haben sie eine sehr geringe Beute rechtfertigen sollen. Unter andern führt derselbe an: Das Wort laffen und respektirt auch, nachdem sie den Instanzenweg er- gemacht, 60 Pfennige und eine alte Damentasche ist Alles, was Donnerwetter" werde oft gebraucht, auch das Wort„ Ochse schöpft hat, die am 27. April d. J. ergangene Entscheidung des sie vorgefunden haben. Dieselben Diebe haben in der Nacht vom habe er schon gehört, und wenn die zu vernehmenden Leute an Rammergerichts nicht, nach welcher dem Vater endgiltig das Er- 13. zum 14. d. M. einen Einbruch in ein Komptoir in der fie gerichtete Fragen nicht gleich so beantworteten wie er es ziehungsrecht übergeben wird. Nun entwickelt sich ein höchft Schwedterstraße verübt und dort eine Summe Geldes gestohlen. wünscht, so würden sie angeschrien mit den Worten: Halten Sie unerquicklicher Streit um den Besitz der Kleinen; dieselben sollen in aller Form mittelst des Gerichtsvollziehers für den Vater ge Polizeibericht. Am 19. d. Mts. Mittags stürzte ein an das Maul!" Der Zeuge Aftuar Sparfeld bestätigte die Angaben pfändet werden, aber wie der Bote des Gesetzes auch sucht und Epilepsie leidender 15jähriger Knabe aus einem Fenster der des Angeklagten und führte noch mehr Vorkommnisse an, die als unjahndet, die Kinder sind verschwunden und die Mutter verweigert im dritten Stock des Hauses Liegnigerstraße 6 belegenen Woh gehörig gelten könnten. So habe u. a. eine frante Frau die hartnäckig jede Auskunft über ihren Verbleib. Herr Sonntag nung seiner Mutter auf den Bürgersteig hinab und erlitt einen Aufnahme eines Testaments verlangt. Die Frau habe bei Anhat nun eine Entscheidung des Königlichen Amtsgerichts I vom Armbruch. 6. Mai d. J. in Händen, nach welcher auch die Polizei an- bracht. Nachmittags brachte der Schriftsetzer Falz seiner von habe es sich auch um Borlegung von Sparkaffen Büchern ges Er wurde nach dem Krankenhause Bethanien ge- Betten eingepackt, gesessen. Bei der Aufnahme des Testaments gewiesen ist, ihm die Kinder im Betretungsfalle zuzuführen. ihm getrennt lebenden Frau auf der Treppe des Hauses PotsEin Sittenbild aus dem Bourgeoisstaat. Ein großer darauf, sich selbst zu tödten. Beide wurden, schwer verlegt, nach babe aber den Mann angeschrien und hinausgewiesen. As nach damerstraße 53 mittelst Revolvers drei Schüsse bei und versuchte handelt und der Ehemann der Kranken habe behilflich sein und die Bücher aus einer Kommode holen wollen. Der Amtsrichter Menschenauflauf entstand Donnerstag Wiittag Pantstr. 3a, wo dem Elisabeth- Krankenhause gebracht. Im Nordhafen, nahe felbst eine etwa 40jährige Frau, die gut gekleidet war, zusammen- der Kieler Brücke, wurde die Leiche eines neugeborenen Rindes einiger Zeit ein erwachsener Sohn das Zimmer betreten habe, gebrochen war. Nachdem die Dame nach längerem Bemühen angeschwemmt. sei er ebenfalls in schroffer Weise hinausgewiesen worden. wieder ins Leben zurückgerufen worden, bat dieselbe um etwas Der Bürgermeister Knitter als Beuge sprach seine Ansicht Essen, da sie fast verhungert war. Die Bedauernswerthe theilte dahin aus, daß das, was in der Eingabe gesagt ist, sich weinend mit, daß ihr Mann, der ein Rentier im Nordosten der wohl rechtfertigen lasse. Er fungire als Amtsanwalt, Stadt fei, fie in den letzten Wochen derartig geschlagen habe, daß aber er fei felber schon zwei Mal so in Erregung über die fie es am letzten Montag nicht mehr ausgehalten und nach eine: Art und Weise der Behandlung der Leute gerathen, daß er aufs furchtbaren Szene davongelaufen sei. Sie habe in der Hast ver gesprungen sei und zum Fenster hinausgesehen habe. Die Leute geffen, sich Geld einzustecken und da sie sich nicht mehr zurückwurden angeschrien und ängstlich gemacht und dabei sei es dem getraut habe, fo hätte sie hungern müssen, weil sie Niemanden Amtsrichter gleich, ob er einen alten Mann von 80 Jahren oder habe anbetteln wolle. Die unglückliche Fran, die die Nächte hin- Zum Kapitel der Schundmöbel- Fabrikation lieferte eine einen jungen Menschen von 16 Jahren vor sich habe. durch durch die Straßen der Stadt umbergeirrt ist, ohne zu Verhandlung, welche gestern vor der 126. Abtheilung des habe er selber schon Beschwerde erheben wollen, aber dann doch schlafen, wurde, da sie die Angabe ihres Namens und denjenigen Schöffengerichts zur Verhandlung gelangte, einen bemerkens davon abgesehen. Nechtsanwalt Preußler äußert sich in ähnlicher ihres Gatten verweigerte, nach der Polizeiwache überführt. werthen Beitrag. Die Tapeziere Gottlieb Krause und Heinrich Weise und bemerkt, daß Zeugen oder sonstige Personen durch Mord und Selbstmord.( Bon einem Augenzeugen.) Unter befanden sich wegen Betrugs auf der Anflagebant. Im vorigen wirrt werden könnten, daß dadurch der objektive Sachverhalt bie Wendland, welche gemeinsam ein Möbelgeschäft betreiben, das Anschreien und Zwischenreden bei ihren Aussagen leicht vers dem Grollen des Donners hat sich vorgestern Nachmittag in der Herbst wollte der Gergeant Gl. in den Ehestand Treten. Er Wahrheit entsprechend schwer zu ermitteln sei, auch sonst dr. fünften Stunde auf einem Treppenflur des Hauses Potsdamer wandte sich an das Möbelgeschäft von Busch u. Riepte, welches Leute leicht in Gefahr kommen könnten, sich meineidig zu mache straße 53 ein schauerliches Ghedrama abgespielt, das mit dem ihm sämmtliche Möbel liefern sollte. Die Inhaber diefer sina Beuge Landwirth Schulz bekundet, er habe nach dem Tode einen Lobe der Betheiligten enden dürfte. In dem genannten Hause laffen nur Tischlerarbeiten anfertigen und beauftragten beshalb Arbeiterfrau als Pfleger für deren Kinder bestellt werden solle wohnt in der zweiten Stage der in der„ Kreuz- Zeiturg" be- die Angeklagten, welche von ihnen wieder Schränke be- und den Amtsrichter gebeten, davon entbunden zu werden, weil schäftigte Buchdrucker Falz. Dieser besitzt einen Neffen gleichen zogen, mit der Lieferung einer Namens und Standes, welcher bereits zweimal verheirathet war der Bestellung verlangte Busch ausdrücklich bestes Material felber drei taubstumme Kinder befize. Der leztere habe ihm eile Plüschgarnitur. Bei er schon drei Bormundschaften für andere Familien habe und und jetzt von der zweiten Frau geschieden werden sollte. Falk und junior war am vorgestrigen Vormittag zu diesem Zweck mit seiner haaren. Der Preis wurde auf 250 m. vereinbart. eine Polsterung von Werg, Indiafafer und Roß- gegen geschrieen: Halten Sie das Maul!" Nach einer Weile Ehefrau auf dem Ehescheidungs- Gericht in der Jüdenstraße ge- geflagten lieferten die Garnitur, welche von der Firma Busch gefangen habe mit den Worten:„ Herr Graf" Die An- babe er noch einmal sprechen wollen. Doch als er nur ans wesen und war nach Beendigung des Verfahrens darüber u. Riepte dem Beſteller mit einem Aufschlag von 42 M., also fofort nach der Klingel gegriffen und geäußert, er werde inf zur Kenntniß gelangt, gelangt, daß M. Frau sich Nachmittags zu feinem Onkel in der Potsdamer bald die Entdeckung, daß es arg betrogen worden war. Ob Mart Strafe verurtheilt wegen ungebührlichen Betragens. Die feine nunmehr geschiedene mit 292 m. angerechnet wurde. Das junge Ghepaar machte fofort einsperren lassen. Nachträglich habe ihn derselbe zu fünf traße begeben wollte, um diesem über den Verlauf des Termins gleich die Garnitur, sehr geschont worden war, war sie vier Strafe habe er auch zahlen müssen. Der Zeuge Apothee au berichten. Dies brachte den Fals furchtbar auf. Er brachte Wochen nach geschehener Lieferung nicht mehr zu gebrauchen. Röes, der öfter als Schöffe fungirte, giebt an, daß der bie sich in den Besitz eines Revolvers und verfolgte seine Frau, die, Bei der Benugung wirbelten bie Staubwolken burch den Ueberzug richter häufig/ 4-3/ 4 Stunde später gekommen fei, als te als sie dies bemerkte, verschiedene Umwege machte und schließlich in die Söhe, die Polsterung fant in sich zusammen. Der Gergeant Terminftunde angeftanden habe und daß, wenn der Richter hen auch ihren Verfolger aus den Augen verlor. Als fie aber am Gl. hielt sich an die Firma Busch u. Riepte und diese ver. Reise vorgehabt, die letzten Sachen so furzab behandelt when Nachmittag das Haus in der Potsdamerstraße betrat und die langte von den Angeklagten Schadenersas. Dieſelben wollten feien, daß man sagen könne, fie feien übers nie gebrochen sweite Treppe hinaufgestiegen war, fab sie plöglich bei dem Auf- fich auf nichts einlassen. Sie behaupteten, daß die Cache to Außerdem wurde noch ein Fall zur Sprache gebracht, wo ein leuchten eines Blizes ihren Mann in einer Ede des Treppen- hergestellt ſeien, wie verabredet worden. Nun blieb der Firma Landmann als Vormund zu einem Termin vorgeladen wubt flures stehen, der mit wuthverzerrtem Antlig auf fie gutrat. Bor Busch u. Stieple nichts anderes übrig, als die Reparaturkosten Vormittag 10 Uhr daß Mann Angst vermochte die Aermste nicht zu sprechen. Der Unmensch für eigene Rechnung zu tragen. Der Tapeziermeister Pätsch über- warten mußte. ergriff fie und wollte sich nun mit ihr zum Fenster hinaus nahm die Arbeit und berechnete dafür 221 M. Derselbe be Es wurde dann ermittelt, daß inzwischen Der Amtsrichter in stürzen. Es war ein furchtbares Ringen um Leben und Tod. fundete im Termine, daß er erstaunt und empört gewesen sei, See seiner Gondel auf dem dortigen Einzelne Angfischreie, welche die gequälte Frau auszustoßen als er die von den Nur wurde auf im Stande war, wurden vom Stollen des Donners bettent, Die Geſtelle der Möbel, jetlagten gelieferte arbeit gefehe. Die und die die Vernehmung weiterer Zeugen verzichtet so daß lein Hausbewohner auf das entfegliche Drama Bolsterung bestand allerdings als era cajero of ertaunte dem Antrage gemäß und legte bie Roften, and aufmerksam wurde. Die Todesangst gab der Frau indeſſen über- haaren, Die letteren. Das theuerste material, jeien aber bie den Angeklagten entstandenen Kosten für die Bertheidigung menschliche Kräfte. Es gelang ihr, den wüthenden Mann von nur fich zu stoßen und die wenigen zu der Wohnung des älteren Falt mußten gesucht werden. führenden Stufen empor zu springen, wo sie haftis flopite, suunterſt eine in vereinzelten Exemplaren vorhanden gewesen und der Staatskaffe auf. Zur Begründung des Urtheils wurde vom wurde aber nicht gleich vernommen und in- und guoberft Schicht Werg, darauf eine Schicht Faser namentlich die in demselben enthaltenen Worte: roh und uns Ein ordentlicher Tapezirer lege Vorsitzenden u. a. hervorgehoben, wenngleich der Schlußsah und zwischen war auch ihr Verfolger wieder an ihrer Seite. Er spotte jeder Beschreibung. Das Polstermaterial sei nicht, wie es Gerichtshof doch angenommen, daß den Angeklagten eine Absicht Die Lüderlichkeit der Arbeit gebührlich" als beleidigend erachtet werden müßten, so habe der aus allernächſter Babe zwei Schue el bien Revolver umbenah Sebeben de weten, fei, mit einem von felben in Wahrnehmung berechtigter Intereſſen befunden und find fich einer fie im rechten Oberarm traf, der andere in den Unterleib darüber gespannt worden. Eine solche Garnitur tönne man mit ihrer Beschwerde auch an die richtige Stelle gewendet. Boiten:„ éo, jest baſt Du genug!" ließ er die bewußtlos Ge- ſehen, in der Regel fei fie mit 150 M. ausgezeichnet. Das Gute den ging und eine nach den häufig den worbene zu Boden fallen und wandte fich feiner auf die De- achten des zweiten Sachverständigen, des Obermeisters Streß den 18. mai die werhandlungent flattgefundenen 3u1 18 Ber Vor dem Landgericht zu Braunschweig begannen Mittwoch tonation erschreckt aus der Korridorthüre der Falt'schen Woh von der Berliner Tapezirer Jnnung nung stürzenden Tante zu, lautete noch un= welche entsetzt sich über die günstiger. Man bezeichne die aus ihren Wunden schrecklich blutende junge Frau beugte. Mit lieferte Arbeit als Schippenarbeit", weil das Polstermaterial fonen, darunter blos 2 Mitglieder der Partei. von den Angeklagten ge erhobenem Revolver und unter der Drohung fie gleichfalls er unr hinaufgestreut scheine. Ein so gearbeitetes Sopha " war. umbergefahren Seitens des 3weimal da habe dieser Staatsanwalts Die Angeklagten rottungen der Arbeitslosen. Angeklagt find 18 Per schießen zu wollen, brang er auf die ältere Frau ein, welche er- sei eigentlich nur ein Müllkasten. Es sei sehr traurig, daß eine die im Odeon abgehaltene Arbeitslosenversammlung vom Polizeis find befchuldigt, daß sie am Nachmittage des 23. Januar, nachdem geauch andere Hausbewohner auf das schreckliche Geschehniß auftaufen wolle, fei mertfam geworden und ein paar beherzte Männer machten sich an Angeklagten selbst Schuld daran Bei dem Preis, den die gangen find, und Einzelne von ihnen burch fautes Rufen und dreimalige Aufforderung sich zu entfernen, nicht auseinander die Festnahme des Gattenmörders. schloß, um ein Entkommen des Revolverhelden zu verhüten, sofort ein gutes und sorgfältig gearbeitetes Fabrifat liefern können. Der Hauswirth Heinrich die besten Buthaten verarbeiten, aber fe hätten immerhin dafür Schreien:" Haut ihn" den Polizeibeamten thätigen Widerstand entgegengefeht haben. Zur Berhandlung sind 26 Zeugen, die Hausthür ab. Als Falt nun sah, daß eine Flucht unmöglich Die Angeklagten stellten dagegen eine Rechnung auf, wonach darunter 5 Polizeibeamte geladen. Die Angeklagten bestreiten fei, rief er aus: Lebendig follt ihr mich nicht haben", und darauf ihnen die Garnitur einen Selbstkostenpreis von 177 Mark versämmtlich ihre Schuld. schoß er sich zwei Kugeln in die linke Brust. Noch lebend wurden ursacht hatte. Einer der Zeugen, Arbeiter Barkefeld, wurde, nachdem er Die Sachverständigen gaben die Möglichkeit zu, der Selbstmörder und fein unglückliches Opfer in das Elisabeth- wenn auch alle einzelnen Posten recht hoch gegriffen seien. Seine Aussage gemacht hatte, wegen Verdachts der Theilnahme frankenhaus überführt. Falß ist bereits verschieden. Ob seine Ferner behaupteten die Angeklagten, daß die ihnen von an den Krawallen zur Haft gebracht. Frau mit dem Leben noch davonkommt ist fraglich. der Firma Busch u. Riepte gelieferten Spinde sich der 9 Monate, Sage3-4 Monate, Beder 6 Monate, Bohlmann Der Staatsanwalt beantragte gegen Lochte 7 Monate, Mannes von ihnen gelieferten Garnitur würdig zur Seite stellen tönnten. Sie hätten die ihnen auferlegten Bedingungen erfüllt, 6 Monate, Buntin 2 Monate, jeden der übrigen 1 Monet benn wie groß die Menge Roßbare feite, welche uter Wilhelm Müller und Lüttichau Freisprechung. Das Urtheil wendung gelangen sollte, fei nicht ausgemacht worden. lautete: Lochte 3 Monate( ab 14 Tage Untersuchungshaft), Der Staatsanwalt hielt einen Betrug für vorliegend, bei der Mannes 9 Monate( ab 2 Monate Untersuchungshaft), Bohlmann In Nüdersdorf wohnt der Klempnermeister Braune, der mit der Schädigung, welcher das Bublitum badurch ausgefekt sei, bes Frivolität, mit der die Angeklagten vorgegangen seien und bei 6 Monate( ab 14 Tage Untersuchungshaft), Becker 6 Monate einem früheren Gutsinspektor Holh assoziirt ist; die Frau des B. antragte er eine Gefängnißstrafe von je einem Monat. Der 6 Wochen( ab 14 Tage Untersuchungshaft), Herm. Müller ist etwa 30 Jahr alt, ungleich jünger wie der Ehemann. Am Bertheidiger, Rechtsanwalt Höld, pläbirte aus juristischen Gründen 5 Wochen( ab 10 Tage Untersuchungshaft), H. Plüm frei, be Montag Abend legte sich der Klempnermeister, der über Unwohl auf Freisprechung, da zu den Stennzeichen des Betruges der Umfein flagte, zeitig zu Bett, wachte indessen schon gegen 11 Uhr stand gehöre, daß eine falsche Vorspiegelung gemacht worden fei Töpper Nachts auf, weil er merkte, daß Jemand ihn zu erdrosseln ver- und dies sei den Angeklagten nicht nachgewiesen. Der Gerichts- wien frei, Guft. Schellhase frei, Karl Ausmeier 5 Wochen( ab 5 Wochen( ab 10 Tage Untersuchungshaft), R. Buntin 2 Monate fuchte. B. hatte aber noch so viel Kraft sich aufzurichten und hof erkannte aus diesem Grunde auf Freisprechung. fah seinen Sozius vor dem Bett stehen, der den vergeblichen Ver Mordverfuch in Rüdersdorf. Wie uns aus diesem Borort mitgetheilt wird, ist in der Nacht vom Montag gum Dienstag ein Mordverfuch an einem dortigen Bürger, begangen von der Ehefrau desselben und dem Hausfreunde der Gatten ausgeführt worden. 10 Tage Untersuchungshaft), Lüttichau frei, such machte, eine um den Hals des Schlaftrunkenen gelegte Ueber einen interessanten Beleidigungsprozeß berichtet Schlinge zuzuziehen, während die Ehefrau B. mit dem Licht in der die Neumärk. 3tg." Vor der Straffammer des Landgerichts zu Hand am Kopfende Kopfende des Bettes stand und leuchtete. Landsberg a. M. standen am 13. d. Mts. als Angeklagte der In der Todesangft faßte B. nach der Schnur und es gelang ihm Landwirth Stöhr aus Neuenburg, der Gutsbesitzer und Amtsnoch im letzten Augenblick, die Schlinge zu zerreißen; gleichzeitig vorsteher Berendes aus Tempelhof, und zwar wurde Stöhr besprang der Unglückliche aus dem Bett heraus und nun stürzte schuldigt, am 26. Oftober v. J. an den Landgerichts- Präsidenten sich der Kompagnon auf ihn, ergriff ihn an der Kehle und ver- eine Eingabe gesandt zu haben, in welcher beleidigende Ausdrücke fuchte ihn zn würgen, während die verbrecherische Frau dem in Bezug auf den Umtsrichter Grafen v. Bismard zu Soldin Mai Bon Mitgliedern der Malerorganisation werden wir Morbbuber unausgesetzt zurief, doch das alte A.. falt zu machen. enthalten waren, Berendes sollte dabei dem Stöhr durch Rath in Mundt's Zotal, Stöpniderſtr. 100, eine start besuchte Berfamm Die Todesangst verlieh dem Bedrohten übermenschliche Gewalt, und That bei dieser Eingabe Beihilfe geleistet haben. In der lung der Maler, Lackirer und Anstreicher stattfand, welche nach Versammlungen. bergerstr. 24.- Siebertrans in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Bredlow. Teltow in Teltow, Schwarzer Adler.- Emeralda, Königs einem auf die Bedeutung des Tages bezüglichen Referate fich| Knebel, Badftraße 58( Gesundbrunnen). Phönir, Bülowftraße 65 bet für den Anschluß an die Organisation, die Erringung des Acht stundentags und für die Solidarität aller Arbeiter aussprach. Eine die vorstehenden Forderungen enthaltende Resolution fand einstimmige Annahme. Arbeiter Bildungsschule. Am 15. Mai fand eine Versammlung der Oftschule bei Joël, Andreasstr. 21, statt, in welcher Herr Dr. Borchardt über die Bildung der Arbeiter" sprach, bezüglich der bestehenden Schulverhältnisse erklärend, daß es bei der jezigen Lehrweise dem größten Theil des Volkes unmöglich fei, wahres Wissen und wirkliche Bildung fich anzueignen. Als die Haupterfordernisse einer guten Bildung bezeichnete er die Nationalökonomie, die materialistische Geschichte und die Natur wissenschaft. Die Versammlung folgte den Ausführungen mit regem Interesse und spendete dem Redner zum Schluß reichen Beifall. Die freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins ehrte in ihrer Mitgliederversammlung am 15. Mai das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Theodor Sprenger in der üblichen Weise und stimmte dann dem Vorschlage zu, das diesjährige Stiftungsfest am 23. Juli im Lokal der Brauerei von Böhow abzuhalten. Das Arrangement ist dem Festkomitee überlaffen. Dann beschloß man, die Kollegen Ernst Gutsch und Voßwinkel bei Androhung event. weiterer Maßregeln aufzufordern, ihren Verpflichtungen gegen den Verein nachzukommen. Die Liquidation des Rechtsanwalts in der Klage des Kollegen Paul Schröder wider den Bauunternehmer Wuttke betrug 29,45 M.; dieselbe muß vom Verein beglichen werden. Im Weiteren wurden die Zahl stellen Zentrum, Westen und Süd- Westen aufgehoben und nur die Bahlstellen Dst, Südost und Norden beibehalten. Die Mittheilung des Bauhandwerkers", daß der Unternehmer des hiesigen Dombaues, Herr Schneider, seine Arbeiter mit nur 25 Pf. pro Stunde bezahlt, gab Anlaß zu einer Diskussion, in welcher diese Entlohnung gemißbilligt wurde. Die nächste regelmäßige mit gliederversammlung findet am 12. Juni statt. Es wird um recht regen Befuch gebeten. - 2ibertee, Wrangelstr. 84 bei Ulrich. Literarisches. Berliner Volks. Tribüne, Sozialpolitisches Wochenblatt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Vierteljahr 1 M. 50 Pf., monatlich 50 Pf. Die Nummer vom Sonnabend: Vergnügungsverein Luftt ge 13 bet Blöß, Dresdenerstr. 28. Tambourverein Deutsche Eiche bet Saberg, Fürbringerstr. 7.- Rauchflub 21. Mai hat folgenden Inhalt: Aus der Woche. LandstraßenDornröschen bet frech, Schulstraße Nr. 104. Bergnügungsverein Die Männer der Kommune VII. Zur proletariat II. Grüne Steife bet Sperling, Inselstraße 1. Privattheater- Gesellschaft Barzantria, bet Grothe Kaftanten- Allee 75. Gefelliger Berein Gut Krankenkassenfrage. Von der Bewegung. Gewerkschaft Heil bet Lehmann, Fruchtftr. 69. Tambourverein Borufifta bei Feld: liches 2c. Novelle. Verschiedenes Gedicht. Ein russi fahn, Weidenweg 12( Sigung nach dem 1. und 15. im Monat). Bergnügungsscher Revolutionär über die letzten Dynamit- Affären II. Aus verein selgoland bei Miegels, Stralauerftr. 57( alle 14 Tage).- Rauchflub Anita bei Räßte, Weberfir. 15. Zum Berichte der österreichischen GewerbeTheaterverein Iphigenta", und über Rußland. " Deutsches Wirthshaus", Bergstr. 120( Rigdorf). Inspektoren. Vom Schlachtfelde. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul idel'scher Musitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, C. F. W. Siegel's Mufifalienhandlung( R. Linnemann), Ede Forsterftraße. von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Fretenwalderstr. 39. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Leipzig, Dörrienstraße 13, sandte uns die Gesangsnoten zu dem Liede Heinrich Pfeil's:„ Ein Sohn des Voltes will ich Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat beisein und bleiben". Dieselben sind wegen ihres deutlichen Leichnis, Königsbergerstr. 24.- Privattheatergesellschaft Schnee glöckchen", Druckes zu empfehlen. Der Preis der Stimme beträgt 15 Pf. Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. vergnügungsverein Bustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Vergnügungsveretn Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. Lautenbach, Cuvryfir. 3. Bergnügungsverein Lustige Becher Abends % uhr Mendelssohnftr. 9. ftraße 108 bet Radte. Gefelligkeitsverein Balltfaden Eiche, Abends 9 Uhr, PallisadenDanst Forening Freia( Dänischer Berein Freia), Lindenstraße 106 bet Poppe. Verein ehemaliger Schüler er 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant url, Koppen Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant firaße 58. Boite, Kolbergerstr. 23. Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Stattlub Revolution, abends Reichenbergerstr. 73, bet Fauffmann. Rauchflub Dornröschen, Abends 9 Uhr, Schulfiraße 104 beim Restaurateur Krech. Vermischtes. M ,.Die Wiedergeburt der Völker." Monatshefte herausgegeben von Dr. med. H. Damm in Wiesbaden. Verleger Bruer u. Co., Berlin- Hamburg. Vierteljährlich 1,50 M. Einzelnummer 50 Pf. Nr. 4 des ersten Jahrgangs enthält: Die Bu funft der jetzt lebenden Kulturvölker. Stehen unsere großen Zeitschriften auf der Höhe der Zeit? Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Köln, 20. Mai. Der R. V.- 3tg." zufolge stimmte die Mehrheit der Durhamer Bergleute für Fortsetzung des Ausstandes. Viele Exportaufträge für Koaks, die sonst Durham zufielen, gingen nach Deutschland. Begnadigung. Der Großherzog von Hessen hat anläßlich seines Regierungsantritts, den ihm vom Ministerium Köln, 20. Mai. In der Zuckerfabrik von Rath und Bredt unterbreiteten Vorschlägen entsprechend, 179 zu Freiheitsstrafen ist durch eine Feuersbrunft ein Schaden von 110-120 000 m. verurtheilten Personen die Strafe ganz oder theilweise erlassen. angerichtet worden. Von Versicherungsgesellschaften sind betheiligt Erschoffen hat sich in Blankenstein bei Witten der Unter die Magdeburger, die Colonia, die Schlesische, der Deutsche Die Sozialdemokraten der Kreise Torgan, Lieben- offizier Schmit der in Soest garnisonirenden Artillerie- Phönig, die Preußische Nationale, die Thüringer, die Gladbacher werda, Wittenberg und Schweinig, die hier in Berlin Abtheilung. Er befand sich der„ Rheinisch- Westfälischen Beitung" Gesellschaft. Wien, 20. Mai. Wegen des Verbrechens der öffentlichen wohnen, waren am 19. b. M. zu einer öffentlichen Versammlung aufolge friegsgerichtlicher Untersuchung wegen Mißhandlung Gewaltthätigkeit wurde gegen die Beamten des Gerichts von entboten worden, um sich über die Gründung eines Agitations: von untergebenen und Verleitung zum Meineid. vereins an Stelle der bisherigen Agitationskommission schlüssig Eine feltene Trauung wurde in ferlohn vollzogen. Stanislau( Galizien), mehrere dortige Advokaten und einen zu machen. Greffe befürwortete die Gründung eines solchen, Vor dem Standesbeamten erschienen der im dortigen Gefängnisse angesehenen Spediteur die gerichtliche Untersuchung eingeleitet. Wien, 20. Mai. Nach polnischen Blättern sind zahlreiche, um so mehr, als die Genoffen in Torgau in ähnlicher Weise vor- wegen Verdachtes des Hochverraths und der Majestätsbeleidigung gehen und zunächst einen Arbeiter- Bildungsverein für Torgau untergebrachte Buchdruckergehilfe F. Dobberstein und die Tochter in den Fabriken von Lodz und Sosnowice beschäftigte Arbeiter, und Umgegend gegründet haben. Die Torgauer Genossen be- des ebenfalls in Untersuchungshaft befindlichen Anarchisten Winner. welche deutsche Staatsbürger sind, aus Rußland ausgewiesen dürften der fräftigsten Unterstüßung seitens der Berliner Genossen. Nachmittags fand die kirchliche Trauung im Betfaale des Ge- worden. Brüssel, 20. Mai. In der Rammer beantragte der Referent Besonders handele es sich darum, in den Kreisen Schweidnitz und fängnisses statt. Liebenwerda festen Fuß zu fassen, woselbst noch sehr viel zu thun 20 Wohnhäuser und die zugehörigen Wirthschaftsgebäude nieder Senatsvotum. Feuersbrunft. Im Dorfe Babienten bei Thorn sind für die Revisionsanträge die Annahme derselben gemäß dem sei. Sollte die Gründung eines Vereins nicht beliebt werden, so Brüssel, 20. Mai. Auf dem Schießplatz von Brasschaet in möge man die bestehende Agitationskommission verstärken. gebrannt. Im Dorfe Soczien bei Lyck wurden acht Gebäude einIn New York ist das Gebäude des deutschen der Nähe von Antwerpen versuchten Bauern, die aus einem dort Minkwih hegte Bedenken gegen eine neue Vereinsgründung, geäschert. da die einzelnen Parteigenossen durch ihre anderweitigen Bereins- Gesangvereins Zöllner Männerchor" an der Ecke des Broadway liegenden staatlichen Gehöft ermittirt worden waren, lekteres in der angehörigkeiten schon zu sehr in Anspruch genommen seien. Er und der Willoughby Avenue in Brooklin völlig niedergebrannt. Nacht zu überrumpeln. Hierbei entspann sich ein Kampf mit dem war für die Beibehaltung des Vertrauensmannssystems. Nitschke 3wei Personen tamen in den Flammen um, und mehrere Andere Militärposten, welcher feuerte und einen Bauern tödtete. hob hervor, daß die Vereinsgründung bereits in voriger Ber- retteten nur mit Inapper Noth ihr Leben. Der Verluft wird auf fammlung befchloffen worden sei, doch wurde ihm das als Frr. 150 000 Doll. geschäßt. Jm Parterre befand sich das Postamt S. thum nachgewiesen. Ueber die Frage der Vereinsgründung fand Mit Ausnahme der in einem feuersicheren Schrank aufbewahrten sodann eine längere Aussprache statt. Greffe betonte noch be- eingeschriebenen Briefe wurden sämmtliche Postfachen ein Raub fonders als Zweck des zu gründenden Vereins, die Landsleute, die der Flammen. in Berlin arbeiten und des Sonnabends nach Hause fahren, heranzuziehen und für die Partei zu gewinnen. Lohse regte feinerseits die Gründung eines Lese, Diskutir- und AgitationsKlubs" an und stellte einen diesbezüglichen Antrag. Die Verfammlung beschloß endlich einstimmig die Gründung eines Agitationsvereins und wählte eine Kommission von 7 Mitgliedern, welche ein entsprechendes Statut auszuarbeiten und dasselbe einer späteren Versammlung vorzulegen hat. Der Kommission gehören an die Genossen Krosche, Zander, Gresse, Grosse, Lohse, Henze und Boy. Während der Entgegennahme von Beitrittserklärungen zum Verein, deren 25 erfolgten, wurden die heimathlichen Verhältnisse besprochen, und mit einem gemeinsamen Hoch auf die Sozialdemokratie trennte man sich. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. 29), Filiale Rirborf. Sonnabend, den 21. Mat, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Filice, Kirchhoffir. 26. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Aufstellung Don Delegirten. 3. Abrechnung vom Stiftungsfeft. 4. Berschiedenes. Allgemeine Kranken- und Sterbekalle der Metallarbeiter( E. 6. 29 und 89, Samburg), Filiale Berlin 5. Bersammlung Sonnabend, den 21. Mai, Abends 9 Uhr, bei Reimann, Alte Schönhauserstr. 42. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29 und 89), Filiale Berlin 1. Sonnabend, den 21. Mai, Abends 8 Uhr, Lichterfelberftr. 8 bet Winter, Bersammlung. Aufstellung der Kandidaten zur Generalversammlung. wüchse". Briefkaffen der Redaktion. Blattes vadte eine ostpreußische Arbeiterfrau auf der PedelhoffEine Rabenmutter. Nach der Meldung eines Lübecker C. M. 107. 1. Der Revers ist dadurch, daß er nicht geBlattes packte eine ostpreußische Arbeiterfrau auf der Pedelhofffchen Siegelei in Reece ihre acht Monate alten Zwillinge in tempelt ist, rechtsungiltig. Im Prozesse brauchen Sie das Von Nachbarn, die das Feuer Original des Schuldscheins nicht beizufügen. 2. Wenn Sie den Bettzeug und zündete dieses an. noch rechtzeitig bemerkten, wurden die Kinder gerettet, indessen Schuldschein vorzeigen, so können Sie ebenfalls bestraft werden. soll das eine den erlittenen Brandwunden bereits erlegen sein. Sie können aber die Stempelung innerhalb 64 Tagen nach der Die entmenschte Mutter wurde ins Gerichtsgefängniß nach Rein- geschehenen Beffion noch nachholen lassen. Nur müssen Sie in diesem Falle darauf gefaßt sein, daß der Distributeur den Schuldfeld i.. gebracht und hat ihre That bereits eingestanden. Audauernder Schneefall wird aus Drontheim( Schweden) schein einstweilen einbehält und der Steuerbehörde einreicht. gemeldet. Die ganze Umgegend ist mit Schnee bedeckt. Nachts 3. Der Stempel beträgt, wenn es sich um einen Schuldschein handelt, 1/12 pt. von der Darlehnssumme, also je 50 Pf.; die herrscht strenge Kälte. Strafe beträgt das Vierfache des hinterzogenen Stempels, außerdem ist der Stempelbetrag nachzuzahlen. Arbeiterrifiko. Vier bei einer Keffelerplosion in der Zuckers raffinerie in der Helsingörsgabe verbrühte Arbeiter sind ihren schweren Verwundungen erlegen. Schiffsbrand auf See. Nach einem Telegramm, welches Hamburger Vertretern von Schiffs- Versicherungsgesellschaften zugegangen, ist das norwegische Schiff" Ravnen" auf der Fahrt von Buenos- Ayres nach Falmouth auf offener See auf gebrannt. Kochstr. 20. Nein, die Wittwe hat keinen Anspruch auf iveitere laufende Pension: nur das Sterbequartal wird noch voll ausgezahlt. Sprenger. Gegenüber dem schriftlichen Miethskontrakt, in welchem Sie die gute Beschaffenheit der Wohnräume anerkannt haben, hat die nur mündliche Abrede, der Wirth solle tapeziren lassen 2c., teine Rechtsgiltigkeit. Sie sind daher auch nicht berechtigt, auszuziehen, sofern die Wohnung nicht etwa als solche völlig unbenutzbar ist. Große Unglücks Katastrophe. London. Im Unterhause verlas der Parlamentssekretär des Kolonialamts, Baron Worms, eine heute eingelaufene Drathmeldung des GonE. B. Sch. Der Wirth kann die Arztkosten nur von den verneurs von Mauritius, die besagt, daß auf der Insel am 29. April einer der stärksten Wirbelstürme wüthete, dessen man Ehefrauen ersetzt verlangen und nur diese verklagen. Ergeht das sich erinnert. Ein Drittel der Stadt Port Louis wurde zerstört. Urtheil, so dürfen auf Grund desselben nur die den Frauen geDas Royal College, 24 Kirchen und Kapellen und viele Zucker- hörigen Sachen gepfändet werden, die Ehemänner können event. fabriken wurden völlig in Trümmer gelegt. Ueber 600 Todte Interventionsansprüche geltend machen, wenn ihre eigenen Sachen Die zum eigenen Gebrauche der Frauen werden in Port Louis selbst, über 300 Todte auf dem Lande gepfändet werden. gezählt. Man spricht von über 1000 Verwundeten allein in dienenden Kleidungs- und Wäschestücke können aber, soweit sie Bort Louis. Die Hälfte der Ernte ist vernichtet. Tausende von nicht unentbehrlich sind, gepfändet werden. Ist der gegen die Menschen find obdachlos geworden. Der Staatssekretär ersuchte Ehefrauen erhobenen Klage eine Aufforderung nicht voraus den Lordmayor von London, einen Unterstügungsfonds zu gegangen, so mögen die Frauen im Termin den Anspruch sofort anerkennen, aber gegen Kostenlast protestiren, weil sie zur Erfammeln. hebung der Klage feine Veranlassung gegeben haben. Kranken- und Begräbniskasse des Vereins fämmtlicher Berufsklaffen( Verwaltungsstelle 4). Gonnabend, den 21. Mat, Abends 9 Uhr, Flottwellstr. 5 bei Bartelt. Monatsversammlung des Verbandes der Porzellanmaler und verwandten Berufegenoffen Deutschlands( Bahlstelle Berlin) am 21. Mat, Abends 9 Uhr, in den Lotalitäten von Roll, Adalbertfir. 21. Militärschneider. Bersammlung am Sonnabend, den 21. Mat, Abends 8% Uhr, bet Norbert, Beuthstr. 21, 1 Tr. Glafer. Große öffentliche Agitationsversammlung heute Abend 8% Uhr bet Gratweil, Kommandantenstr. 77-79. Verein Bildung und Geselligheit Berlin. Sonnabend, ben 21. Mat, Abends Uhr, findet die Bereinsverfammlung nicht statt. Nächste Sigung Gonnabend, ben 28. Mat, bei Leitmann, Brunnenstr. 9. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Rechtsanwalt Eisbach:" Die Börse und thre AusDas Hochwaffer des Missouri und Mississippi dauert fort, X. Y., Hagen. Wenn Sie in Ihrem Klub politische Privat- Theater- und Vergnügungsverein„ effing 2". Sonnabend, Genel Mat, Abends 9 Uhr, in Lehmann's Reſtaurant, Alexandrinenstraße 36, auch aus verschiedenen anderen Staaten werden UeberschwemmGeneralfizung. Macher: Fidelitas und Tanz. ungen gemeldet. Die Flüsse führen weggeschwemmte Häuser, Fragen erörtern, muß derselbe bei der Polizei angezeigt und bet Tempel, Langeftr. 65. Tambourverein Bleib- Treu". Uebungsstunde 9 Uhr, nachdem Sigung Gebälte und andere Trümmer mit sich. In Sioux City und Statut und Mitglieder- Verzeichniß eingereicht werden. H. R., Beußelftr. 17. Wir halten uns nicht für berechtigt, Freireligiöse Gemeinde zu Berlin, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den den benachbarten Orten wurden etwa 8000 Personen durch das Wasser aus den Häusern vertrieben, die Zahl der uns in solche Geschäftsverhältnisse dieses wie jedes anderen Privat22. Mai, Bormittags 10 Uhr. Herr Henning: Der Apostel Baulus". Wenden Sie sich doch an den AufEthische Gesellschaft. Sonntag, den 22. Mat, Abends 7% Uhr, Kom- ums Leben Gekommenen wird auf 100 geschätzt. In Omaha unternehmens einzumischen. Mandantenstraße 30, Arminhallen, Bortrag des Herrn H. Bogtherr. Dienstag.( Nebraska) befanden sich viele Personen in den Häusern und sichtsrath. den 24. Mai, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, KommandantenZwei Streitende. Der Kaiser hat als König von Preußen firaße 77-79: Außerordentliche und sehr wichtige Generalversammlung. Trümmern, welche an der großen Union- Pacific- Eisenbahnbrücke Mitgliedstarte legitimirt. Friedrichsberg und Umgegend. Versammlung des Allgemeinen zerschellten; es gelang aber, diefelben zu retten. Einer Depesche in Preußen das unbeschränkte Begnadigungsrecht, ebenso Arbeiterinnenvereine Sonntag, den 22. Mat, Nachmittags Uhr, in aus Chicago zufolge ist der durch die Ueberschwemmungen ver- wie es der Fürst von Reuß- Greiz innerhalb feines Landes hat. Pankow und Charlottenburg. Wir haben beide Schreiben Schneider's Gesellschaftshaus, Prostauerstraße. Tagesordnung: Bortrag des ursachte Verlust an Menschenleben und Eigenthum in den WestDer Verein der gandolente aus Königsberg i. d. Neum. veranstaltet staaten erheblich größer als bei allen früheren derartigen Kata- der hiesigen 2ofaltommission überwiesen, und bitten die In den Staaten Jowa, Illinois, Nebraska und Genossen, dorthin alle die Lokalfrage betreffenden Schreiben zu am Sonntag, den 22. Mat, früh 6 Uhr, eine Herrenpartie nach Fretenwalde ftrophen. und Umgegend. Der Berein versammelt fich um 5% Uhr am Stettiner Bahnhof, Missouri find ausgedehnte Gebiete mit Wasser bedeckt. Der Eisen- richten. Es ist dieses der Einheitlichkeit wegen nothwendig. Abfahrt daselbst Punkt 6 Uhr. veranlaßt. Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. bahnverkehr und der Handel sind gestört, der Schaden wird auf Von der Lokalkommission wird dann das Weitere im„ Borwärts" Sonntag, den 22. Wlat, Vormittags 10% Uhr, Schönleinstraße: Bereins viele Millionen Dollars geschätzt. . M. Wenn Sie in die Ortskrankenkasse eintreten und Auf der Anarchistensuche. London. Der Chef der französischen Polizei und der Polizei- Inspektor Gaillarde sind in diese statutarisch Eintrittsgeld verlangt, so müssen Sie es zahlen, London eingetroffen, um den Anarchisten Mathieu auszuspüren. wenn Sie auch vorher einer freien Hilfetasse angehört haben. R. F. Diese Frage erörtern Sie im Wahlverein resp. in Durch ein Erdbeben sind drei Dörfer in der Nähe von Eriwan bei Odessa durch ein Erdbeben zerstört worden; 27 Per- dem betreffenden Klub. sonen sollen dabei um das Leben gekommen sein. Herrn Dr. Pinn über Stirche und Humanität". Bersammlung. greie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfearbeiter für Riedorf und Umgegend. Bersammlung Sonntag, den 22. Mat, Vormittags 10% Uhr, im Lofale des Herrn Weiß, Prinz Handfernftr. 7. Vergnügungsverein„ Lustige Jugend". Sonntag, den 22. Mai, Abend 9 Uhr, Sigung im Restaurant Weit, Köpniderftr. 68. Zanz und Fidelitas. Gäste willkommen. Sprechsaal. Inhalt desselben identifizirt zu werden. Verein deutscher Schuhmacher.( Filiale Berlin.) Montag, den 23. Mai, Abends 8% Uhr, Bersammlung. Tagesordnung: Siehe Inseratentheil der Sonntagsnummer. Barbiere, Friseure und Perrückenmacher Berlins und Umgegend. Bersammlung Montag, den 28. Mat, Abends 10 Uhr, bet Hensel, InvalidenStraße 1. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. SüdSchule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Dentsch( unt.); Süd- Ost Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Buchführung; Oft- Schule, abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Warfusftr. 31: Unterricht in Deutsch( unt.); Nordschule, Müllerstraße Intereffes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Nr. 179a: Unterricht in Deutsch( unt.). In alle Lehrfächer tönnen noch Echüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. Zum Streit der Weber in Rigdorf. Diejenigen Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris.„ Cafe de la Nouvelle Bofte", Gate von Rue Montmatre und Rue Etienne Marcel, Gin Genossen, welche im Besitz von Sammellisten der streikenden gang Rue Etienne Marcel. Jeben Sonnabend öffentliche Bersammlung; Weber sind, werden hiermit ersucht, dieselben bis Sonnabend, den reiche Bibliothet, Zeitungen, deutscher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, Nath und Be- 21. Mai, bei Gastwirth Hente, Blumenstraße, oder bis Sonntag Vormittag bei Karl Kellner, Rixdorf, Ziethenstr. 66, Hof 4 Tr., lehrung. abzuliefern, wo auch neue Listen in Empfang genommen werden können. Zu den Vertretern der Streit- Kontrollkommission werden wir wieder im Laufe des Sonntag Vormittags unsere Einsammler schicken. Verband aller in der Zertilbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschland 3. Alle Abänderungen, welche den Arbeiter- Sängerbund oder den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffen, find nur an die Vorstände derfelben zu richten. Alle Zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu richten an Mar Genz, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Nirdorf, Hermann- und Knesebeckstr.- Ede bei Beyerle. Lyrania, Landsbergerfiraße 31 bet Mufehold. Ganges Echo, Naunynstraße 86, bet Bubeil. Glück zu, bei Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Zolltühn. 0 Filiale Rigdorf. J. A.: Carl Riegel. Mitglied des Vereins ,, Fraternité" zu Brüffel. Der Umfang des Aequators beträgt 40 070 368 Meter, der Durch messer des Acquators( die große Are der Erde) 12 754 794 Meter, die kleine Achse, oder die eigentliche Erdachse, welche die beider Pole verbindet 12 712 158 Meter. Berichtigung. Jm„ Sprechfaal" der vorigen Nummer Gasplätterei betreffend, ist am Schlusse( 2. Beilage, 2. Seite 3. Spalte, Zeile 7, 8 und 9 v. u.) zu lesen: Das Gutachter anderer Sachverständigen einzuholen dürfte für's Erste sick empfehlen", anstatt sich nicht empfehlen". Briefkaffen der Expedition. Wir ersuchen um gefl. Mittheilung der Adresse des Bov standes des Vereins der Gasanstalts- Arbeiter, hier. E. Sch., Altwaldenburg. Bitte, laffen Sie uns eine Kart mit Stempel versehen zugehen, woraus wir Ihre Eiger schaft als Vertrauensmann erkennen. Korbmacher 101. Das von Ihnen aufgegebene Infero foftet 3 M. III. Wahlkreis. Sentral- Kranken- u. Sterbelaffe Achtung, Parteigenossen! Alle diejenigen Genossen, welche bei der Verbreitung eines Flugblattes, die der Tischler n. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin C. Sonntag, den 22. Mai 1892, Vormittags 1012 Uhr: Unserm Freunde und Genossen, dem Brot Restaurateur Otto Siegeler zu feinem heutigen Geburtstag ein vom Gesundbrunnen tommendes, nach Schöneberg dahin rollendes, in der 2436L Golzstraße einschlagendes, dreifaches Lebehoch, daß die ganze Budike wackelt und Otto voller Freude alle Gläser morgen, Sonntag früh Mitgliederversammlung voll gappelt. Mertſte niſcht? vor fich gehen soll, thätig sein wollen, werden ersucht, um 8 Uhr im Restaurant des Genossen Gründel, Dresbenerstraße 116, sich einzufinden. Der Vorstand des Wahlvereins. im Etablissement ,, Königshof", Bülowstraße 37. Zages Ordnung: 1. Berathung über das Weiterbestehen der Kaffe. 2. Anträge zur GeneralVersammlung. 3. Verschiedenes. Es Deff. Korbmacher- Versammlung ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, der Grün- Branche für Berlin und Umgegend am Sonntag, den 22. Mai 1892, Borm. 10 Uhr, im Lokale von Keller, Roppenstr. 35. Tages- Ordnung: 1. Die jetzigen Lohnverhältnisse der Grün- Branche. 2. Wie stellen sich die Rollegen gegenüber den Wertstellen, wo nicht der tarifmäßige Lohn gezahlt wird? 3. Berschiedenes. J. A.: Der Einberufer. Allgem. Kranken- u. Sterbekaffe der Metallarbeiter in der Versammlung zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Bu zahlreichem und pünktlichem Besuch ladet ein 308/14 Die Ortsverwaltung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Vormittags 10 Uhr, im grossen Saal Rosenthaler- Straße 38, Quergebäude 1 Treppe, nahe dem Hacke'schen Markt: 976] Die Hucker. Unferm Schwager Heschte zu seinem Wiegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch. Emil, nun laß Feschte gießen! 996] R. E. F. B. Zum Erbbegräbniss Urban- Strasse No. 51, ladet alle Freunde und Genossen ein Pfister- Karl. J. Vertr. 21092 Empfehle nach wie vor mein wergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. Empfehle mein 109b ( E.§. 29 u. 89), Filiale Berlin 1. Vortrag d. Hrn. L. Henning: Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal, Versammlung Sonnabend, den 21. Mat, Abends 8 Uhr, Lichterfelderstr. 8 bei Winter. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Aufstellung der ,, Der Apostel Paulus." Gäste sehr willkommen. 89/4 Vereinigung der Drechsler fowie Vereinszimmer zu 30 Personen. W. Grube, Mariendorferstr. 10. Restaurant zum Proletarier, Grenzstraße 4. Morgen, Sonntag: Enthüllung der Koloffal- Göttin der Freiheit. Kandidaten zur Generalversammlung und Berufsgen. Deutschlands Zimmer für Bereine, auch zur Zahl3. Verschiedenes. 73b Der Bevollmächtigte. ( Ortsverwaltung Berlin). Sonntag, den 22. Mai: stelle an Genossen zu vergeben. Um zahlreichen Besuch bittet H. Tauschel. Ruderverein ,, Vorwärts", Berlin. Herren- Partie 112] Erste Sigung am Montag, den 23. Mai 1892, Abends 1/29 Uhr, im nach Johannisthal. Treffpunkt Kommandantengarten, Kommandanten Morgens 7 Uhr bei Köhn, Jeff H. Stramm's Restaur. Straße 10. Tagesordnung: Naunyn107b straße 83. Für Nachzügler Senfileben, Johannisthal. Um zahlreiche BetheiBerathung der Statuten. Aufnahme ligung ersucht neuer Mitglieder. Verschiedenes. Gäste 104b willkommen. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der provis. Vorstand. Allgemeiner Braner- Verband. Gauverein der Provinz Brandenburg. Sonnabend, den 21. Mai 1892, Abds. 8 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75 ( unterer Saal): Ronats- Berfammlung. Tages- Ordnung: 105b 1. Weiterer Bericht über die Arbeitsordnung. 2. Besprechung über Anträge zum Delegirtentag. 3. Innere Vereinsangelegenheiten u. Wahl v. Vertrauensmännern. 4. Diskussion. 5. Frage faften. Um recht zahlreichen Besuch Der Vorstand. bittet Generalversammlung der Orts- Krankenkasse für das Lapezirer- Gewerbe zu Berlin am Mittwoch, den 25. Mai 1892, Abends 82 Uhr, in ben Arminhallen, RommandantenStraße 20. Zages- Ordnung: 1. Rechnungs- Bericht. 2. Beschlußfaffung über die Abnahme der JahresAbrechnung 1891 und Ertheilung der Decharge. 3. Antrag auf Erhöhung der Beiträge. 4. Bekanntmachung der Beschlüsse des Vorstandes. 5. Verschiedenes. 60b J. A.: M. Oest, 1. Vorsitzender, Kleine Alexanderstr. 6. Verein gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins und Umgeg. Am Sonntag, den 22. Mai 1892, Vorm. 101/2 Uhr, Mitgliederversammlung ACTIVEREIN von DER 25 MAURER Monals P Der Vorstand. Marken z. quittiren von Partei123 Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und Arbeitsnachweis der Vereine der Glafer und Klempner, sowie Verkehrslokal und Herberge der Goldarbeiter, Korbmacher, Tischler, Schneider und Bildhauer. Gleichzeitig empfehle meinen reichhaltigen Frühstück-, Mittag- und aus der Genossenschafts- Bäckerel, fowte vorzugtage Kaffee's, Butter, fämmtliche Kolonialwaaren und Mühlenfabrikate empfiehlt in bekannter Güte das Mitglied Schwedterstraße 20, Gegr. 1876. MACHT EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHES A. Fiebach, Ecke Chorinerstraße. Hüte STARK- LIN GESCH ERFURT 0000000000000000000000 mit Kontrollmarken aus der Genossenschafts- Hutfbr. zu 3, 3,50, 4, 5, 6 M. Cylinder eigener Fabrikation zu 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 u. 12 M., empfiehlt OranienPaul Drenske Nachf., str. 172. 00000 Schuhe u. Stiefel mit Kontrollmarke aus der Deutschen SchuhSCHUHFABRIK Fabrik" in Erfurt find an folgenden Stellen zu haben: Chr. Geyer, Oranienstr. 202. C. Nitschke, Rastanien- Allee 86. G. Zerbe, Ritterstr. 114, nahe der Fürstenstr. A. Anders, Gerichtstr. 82. H. Bath, Waldstr. 37( Moabit). G. Kördel, Forsterstr. 7. T. Janke, Langestr. 90. A. Heufelder, Hermann- Platz 3. A. Seeger, Butbuserstr. 41. W. Papke, Manteuffelstr. 31. J. Schülke, Bücklerstr. 14. 2254 L Fr. Runge, Flemmingstr. 16( Moabit). Hutfabrik Wilhelm Böhm. 1. Geschäft: Beiträgen een. Ausschaut von vorzüglichem Blücherstr. 11, empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, Shkendik- Leipzig. Preisliste gratis und franko. Die Kohtabat- Handlung AUGUST HEYNE, Berlin N.O., Kaiserstrasse 38, empfiehlt alle Sorten ZigarrenTabake, en gros& en detall zu den billigsten Preisen. 587 M. Panknin. Berlin SO. 91, Adalbertstr. 91, Ecke Dranienstr. Putz- und Modewaaren. Trauerhüte in[ 2242L großer Auswahl. W. Koerner& Co., Cunersdorf Vertreter: G. Ross, Stonsdorfer allein echt von SO., Manteuffelstr. 84. 351L Breifen. Weiß- u. Bairisch- Bier. [ 23552 Treptow. Restaurant M. Bender 3 Min. hint. Paradies- Garten. 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