Nr. 178. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 t., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Bost Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn a Dart, für das übrige Auslan 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Noresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. von neuem Wir der Aera Sonntag, den 2. August 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Politifche Ueberlicht. Berlin, den 1. Auguft. Die Minierer des Wahlrechts. unmündig; von einem Klassenbewußtsein konnte bei der ver- verzeihe den hier kaum anwendbaren Ausdruck Schönheitsfehlern Die Entehrung der Arbeiterklasse in hältnismäßig dünnen Bevölkerung des Landes, den schlechten dieser Mißgeburt gilt es, keine bloße Ausrottung von Auswüchsen. Verkehrsmitteln und der daraus sich ergebenden Isolierung Das ganze System ist ein großer Auswuchs, den es auszuroden gilt. Preußen. der Dörfer noch gar keine Rede sein. Der Knecht hatte weder Lust In diesem Sinne muß der bevorstehende Wahlkampf in Preußen Ueber die Nichtswürdigkeiten des preußischen Landtags- noch irgend welches Verständnis für das wählen, und wenn er von der Arbeiterklasse geführt werden, mit der ganzen Energie, deren Wahlsystems ist so vieles schon geschrieben worden, daß jedes weitere wählte, wählte er ohne jeden Zwang wie sein Bauer. Aber selbst fie fähig ist, muß fie darauf hinwirken, das Fortbestehen dieses Wahlsystems ist so vieles schon geschrieben worden, daß jedes weitere in den Städten sah es nicht viel anders aus. Von großer Industrie Schandgesetzes unmöglich zu machen. Der Stein ist ins Rollen geWort darüber fast überflüssig erscheint. Dennoch ist es notwendig, den wahren Charakter gewisser Seiten dieses Systems immer wieder war alles in allem noch wenig vorhanden; sie beschäftigte höchstens raten; je fräftiger der Stoß geführt wird, um so cher wird das dem öffentlichen Bewußtsein scharf einzuprägen. einige hunderttausend Arbeiter. Im übrigen herrschte das Hand- Produkt einer übermütigen Reaktion endlich von seinem verdienten werk vor, und zwar noch in ziemlich primitiver Gestalt, so daß wir Schicksal erreicht werden! Preußen, wie in Sachsen, in stehen in fast in allen Gewerben mehr Meister wie Arbeiter resp.„ Gefellen" der" Verbesserung" des Landtags- Wahlsystems. Die erste Probe von Verbesserung, welche die preußische Regierung in Form und rechneten darauf, selbst einmal Meister zu werden. Demgemäß finden. Und die übergroße Masse der Gesellen lebten beim Meister der Abänderung des Wahlreglements geliefert hat, beseitigt nur solche formale Ungeheuerlichkeiten, die das System sogar den von war auch bei ihnen das Klasseninteresse und Klassenbewußtsein außerordentlich schwach entwidelt. Was wir von Arbeiterbewegung im Jahre ihm begünstigten Reaktionsparteien unhandlich machen. Das schreiende politische Unrecht desselben wird durch sie in keiner Weise viel kleiner waren, als sie dem Uneingeweihten oder den Enthusiasten arbeit gegen das Reichs- Wahlrecht verhält sich heute die größere 1848 erblicken, find Dafen in einer großen Wüste, Dasen, die in Wirklichkeit Bu unfrer gestrigen Aufdeckung der großkapitalistischen Geheimgemildert. Es gilt aber, nun der Stein ins Rollen gekommen ist, der Bewegung erschienen. Ein Beispiel dafür liefert die Thatsache, Anzahl der reaktionären Presse noch schweigend. Dieser Preſſe iſt mit aller Wucht auf die Beseitigung der politischen Entrechtung zu daß in Berlin, welches doch 1848/49 schon mehr als 400 000 Ein- es recht unangenehm, daß wieder einmal ein Anschlag, der so recht bringen, die dieses Wahlsystem für die Volksmasse bedeutet. Die hervorstechendste Charaktereigenschaft des preußischen Wahl- wohner zählte und wo das politische Leben start pulsierte, das von nach ihren Wünschen, vorzeitig aufgedeckt wird und dadurch der systems ist seine spitbübische Unehrlichkeit, seine Heimtüde. Ihm der socialistischen Arbeiterverbrüderung ins Leben gerufene Arbeiter Wirkung von vornherein berluſtig geht. gegenüber sind die alten Census- Wahlsysteme, welche ganze Klassen der organ, die ,, Berbrüderung", nach den in diesem Blatt veröffentlichten Nur die„ Post" behandelt unter den Blättern dieser Richtung Bevölkerung völlig außer dem Wahlrecht stellten und damit für un Abrechnungen die ganze Zeit über niemals mehr als achtzig die Angelegenheit. Es versteht sich, daß das erste was ihr dabei einfällt, Bevölkerung völlig außer dem Wahlrecht stellten und damit für un- Abonnenten hatte! Die Masse der Arbeiter empfanden die Berufs- die übliche Entdeckung ist, daß der Vorwärts" wiederum von Dokumündig erklärten, so nerwerflich sie waren oder sind, noch Muster von Ehrlichkeit. Als die sächsische Reaktion im Winter 1895/96 durch Klassenscheidung von ihren Meistern. Sie nannten sich und fühlten erhalten habe. Das ist natürlich auch in diesem Fall nicht richtig. scheidung von Getverbe zu Gewerbe immer noch stärker als die menten Gebrauch mache, die er durch irgend einen Vertrauensbruch" Einführung des Preußen entlehnten Wahlsystems die Arbeiterklasse Sachsens politisch entrechtete, brachte sie es fertig, ihrem empörenden sich noch stark als„ Gesellen". Ein Klassisches Zeugnis dafür legen Im übrigen versucht die„ Post" sich möglichst leicht über diese Sache Gewaltstreich die verlogene Nedensart auf den Weg zu geben, daß das die, dem heutigen Arbeiter unfaßbaren Raufereien von Handwerks- hinwegzufezen. Was ist da weiter los? Eine Kleinigkeit! Die neue Wahlsystem den bisher vom Wahlrecht ausgeschlossenen Wermsten gesellen bestimmter Berufe mit solchen andrer Berufe ab, die sich noch" Post" meint: der Armen dieses Recht nunmehr zuerteile. In der That erhielten in den fünfziger Jahren auf Tanzböden in der Hasenheide in Berlin Es handelt sich um nichts weiter, als daß eine Anzahl von ca. 150 000 Personen jest das Wahlrecht, die es beim alten Dreimart abspielten. Sturz, nur erst eine kleine Minderheit der Lohnarbeiterdeutschen Bürgern, welche sich nicht dazu bequemen können, das Census nicht gehabt hatten. Nur war es für sie und die übrige durch das Dreiklassen- Wahlsystem nicht härter getroffen, als ihre schaft war zu focialer Bolljährigkeit gelangt. Die Masse wurde allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht für ein un antastbares Ideal zu halten, sich entschlossen haben, auf dem Wege Arbeiterschaft keine drei Heller wert. einer öffentlichen Agitation für ihre Anschauungen Propaganda zu Formell stellt das Dreillassen- Wahlsystem die drei Wählerklassen, Meister, die in ihrer großen Mehrheit in Bezug auf Lebensmachen. Sie wollen zu diesem Zwed zwei Abhandlungen in die es schafft, als Klassen einander gleich. So sehr die einzelnen bedingungen noch durchaus dem arbeitenden Volt angehörten. SoMillionen von Exemplaren im Bolle verbreiten." Wähler der ersten und zweiten Klasse gegenüber denen der britten large diese Klassengliederung bestand, fonnte es, wenn nicht beborrechtet sind, so erscheinen doch die Klaffen, als Ganzes socialiſtiſche, so doch bürgerlich- demokratische Mehrheiten in den lose, verlegende Sprache" des Giesebrechtschen Cirkulars und sagt: betrachtet, in der Wahlkraft einander gleichgestellt. Aber das ist eben Landtag bringen. Zwischen der zweiten und dritten Wählerklasse thatsächlich nur Schein. Je mehr die wirtschaftlich- sociale Entwid- bestand noch kein tiefgehender Unterschied im socialen Fühlen und Lung gesetzgeberische Maßnahmen nötig macht, die neue Einnahmequellen für den Staat erheischen, um so mehr werden sich Ganz anders heute, wo die Lohnarbeiterschaft in der Industrie die Klaffen des Eigentums, d. 5. die beiden ersten Wähler gewaltig an Zahl gewachsen ist und mit verschwindenden Ausnahmen flassen, in mehr oder weniger offener Konspiration gegen die fociale Volljährigkeit erlangt hat, d. h. außer durch den Arbeitsdritte Wählerklasse überall da zusammenfinden, wo in dieser bertrag, der Geldlohn für Leistung normiert, in nichts an den das Interesse der besiglosen Erwerbsklassen, d. h. der Kopf- und Prinzipal gebunden, außerhalb der Werkstatt völlig auf sich selbst Handarbeiter, entschieden zum Ausdruck tommt. Die Furcht vorgestellt ist. Heute, wo der erwachsene Lohnarbeiter in der Erhöhung der direkten Steuern, die Sonderinteressen des Eigentums Regel auch Familienvater ist, was beim Gesellen nur aus- Bolt der Steuerzahlenden liefert- die„ Tägi. Rundschau" dürfte namentlich des Bodenbefizes gegenüber dem Staat bei Entnahmsweise der Fall war, kehrt das Dreiklassen- Wahlsystem um schon deutlicher aussprechen, ob sie nur die ungefchickte Boltseignungsfragen und dergleichen wirken hier mit magnetischer Gewalt dieselbe Entwicklung, die den alten Mittelstand zerfetzt, oder ob die Verbesserung des Wahlrechts, von der sie spricht, eine mehr seine Spitze gegen ihn und feine Klasse, als beschimpfung in der Agitation der Giesebrecht- Gruppe mißbilligt auf den Zusammenschluß hin. Im Einzelfall, im Angesicht eines bestimmten Gefeßentwurfs unter anderm eine neue Mittelklasse von Besitzenden geschaffen wirkliche Verbesserung im Sinne der Durchführung des gleichen Rechts oder Steuervorschlages kommt es wohl vor, daß sich die Interessen hat, die sich nur in der Einkommenshöhe von der Klasse der ganz bedeuten soll. der Eigentumsklassen spalten und die einen oder andern von ihnen Steichen unterscheidet, sonst aber mit ihr alle wesentlichen Interessen Das Berliner Tageblatt" weist mit Recht auf die Rolle hin, sich mit der Arbeiterklasse im Widerstand gegen bestimmte Gruppen des gegen die Arbeiterklasse gemein hat, gleich ihr vor allem St echte die das" Cirkular die Regierung in diesen geheimbündlerischen Besizes zusammenfinden. Bei der Landtagswahl aber handelt es sich um des Besizes und der bevorzugten focialen Stellung Bettelungen spielen läßt: fünf Jahre unvoraussehbarer Gesetzgebung, und da wird das Arbeiter zu berteidigen sucht, und so die zweite Wählerklasse, in der sie Will man nicht annehmen, daß Herr Giesebrecht geflunkert hat, so müßte die Regierung selbst als die geheime element, soweit dies nicht schon bei der Wahl der Wahlmänner möglich immer mehr den Ton angiebt, zur geschworenen Schildträgerin der Urheberin dieser gleichheitsfeindlichen Bestrebungen angesehen war, bei der Wahl der Abgeordneten durch die ein für allemal gegebene ersten Wählerklaffe macht. werden. Sie würde dann ein doppeltes Spiel spielen, indem sie selbst schiebt, während sie vor der Deffentlichkeit als die Geschobene zu erscheinen sucht. Es wird ihr jedenfalls kaum etwas andres übrig bleiben, als jezt Herrn Giesebrecht so schnell und so deutlich wie möglich von sich abzuschütteln, wenn sie sich dem neuen Reichstage gegenüber nicht von vornherein in eine fchiefe Lage bringen will." -Streben. Angesichts dieser socialen Umwälzung ist das bißchen Vermunft, Zweibrittel- Mehrheit der beiden ersten Wählerklassen in der Regel das neben einem wust von Widerfinn einst im Dreiklassen- Wahlsystem ohne Gnade beiseite geschoben. Eine Ausnahme wäre nur da möglich, wo es im Bürgertum noch eine größere Anzahl wirklich demo- stecken mochte, vollständig ausgelöscht und es zu einem Klaffentratisch- liberal gesinnter Elemente gäbe, die den Willen und die gefeß geworden, das sich mit Notwendigkeit gegen eine bestimmte Kraft hätten, vom Anfang bis zum Schluß des Wahlaktes mit den lasse richtet: die Arbeiterklasse. Und da gerade die ArbeiterArbeitern zusammenzugehen. Ob solche Ausnahmen sich bei der flaffe heute die Trägerin und stärkste treibende Kraft des socialen Fortbevorstehenden Wahl in genügender Bahl finden werden, um schritts ist, ist das Dreiflassen- Wahlsystem num erst im vollen Sinne wenigstens in einigen Wahlkreisen einen Sieg der Arbeit und des des Wortes ein Reaktionsgefeß, das es so lange nur formell sonstigen werkthätigen Erwerbs gegenüber dem bevorrechtigten Klasse noch die vorwärtsstrebende Intelligenz der Nation den Ton war, als in der von ihm begünstigten zweiten WählerBesitz zu ermöglichen, bleibt abzuwarten. Nach Lage der Dinge, insbesondere in Angesicht der haarsträubenden ungerechtigkeiten der angab. Es ist ein Gesetz der ständigen Reaktion, der ständigen Wahlkreis Emmzeilung, würde dies immer nur in ganz vereinzelten Hemmung des socialen Fortschritts, ein Gesetz, das sein Fällen von Erfolg begleitet sein. An eine Vertretung der Arbeiter Unrecht von Jahr zu Jahr steigert, anstatt es zu mindern. Es ist Klasse im Landtage selbst nur im Verhältnis der Stärke, die die feinem innersten Wesen nach ein Ausnahmegesetz gegen die Klasseneinteilung der Wähler ihr formell zuerkennt, ist ganz und gar Arbeiterklasse, das seine ganze kulturfeindliche Wirkung nur deshalb nicht zu denken. Das Dreitlaffen- Wahlsystem be- nicht entfalten kann, weil neben und teilweise über ihm das Reichsdeutet nicht eine proportionelle Bertretung der brei laffen, in die es die Bevölkerung einteilt, sondern die Erdrüdung bezw. politische Erbroffe lung der Arbeiterklasse. tagswahlrecht steht, dessen wuchtiger Sprache sich selbst der reaktionäre andtag nicht ganz entziehen kann, das aber dem Privilegium und allen sonstigen tulturhemmenden Gewalten Hinterthüren über Hinter thüren darbietet, bermöge deren die Herrschenden sich zum Schaden der Damit stellt es sich in den schärfsten Widerspruch gegen die arbeitenden Klassen immer wieder neue Rechte sichern, neue Lösegelder focialen Anforderungen der Neuzeit, bedeutet es von Jahr erpressen können. Alle die sonstigen Ungeheuerlichkeiten des Dreiklassenzu Jahr mehr ein Gesetz der Realtion, ein Ausnahmegesetz gegen die Wahlsystems, die vielen Widersprüche, die es in der Praxis gegen Arbeiterklasse. In der That war es bei seiner Schaffung lange nicht sein eignes Brincip mit sich bringt, find, so sehr sie zu scharfer Bein dem Maße reaktionär, als es dies heute ist. Von der siegenden leuchtung herausforden, doch noch unbedeutend gegenüber der einen großen Ungeheuerlichkeit, daß ea Realtion am Tage nach einer niedergeschlagenen Revolution gegen die social mündig ge Gesetz und Recht gewaltsam eingeführt, hatte es bei seiner Schaffung wordene Arbeiterklasse wieder politisch entmündigt; daß es den immer noch einen Schimmer von socialer Rechtfertigung. Bergegen Unmündigkeit des alten Handwerts Gefellen, dessen modernen Industrie Arbeiter zurückdrängt in die politische wärtige man sich die Klassengliederung in Preußen im Jahre 1849. fociale Bedürfnisse so durchaus andre, geringere waren, und ebenso Nahezu drei Viertel der Bevölkerung lebten auf dem Lande"), wo ben immer mehr dem Industrie- Arbeiter fich focial uähernden Landder Arbeiter, der Gutsknecht social noch vollständig unmündig war. Wie der Knecht wirtschaftlich durchaus unselbständig war, wie er zum Hofe des Bauern als ein quafi Familienmitglied gehörte und nicht viel anders als der Bauer lebte, so war er auch geistig durchaus *) Noch nach dem Census von 1861 lebten in Preußen 12 800 000 Menschen auf dem Lande und nur 5600 000 Menschen in den Städten, von denen die meisten noch start unter dem Einfluß des nlatten Landes standen. ..... arbeiter politisch auf den Standpunkt des feudalen Gesindes herabdrückt. Es ist ein Gesetz der politischen Degradierung der Arbeiter, der socialen Entwürdigung. Als ein solches, als nicht nur ihren Interessen feindlich fondern auch als eine ihnen zugefügte Schmach, als ein sie entehrendes Ausnahmegesetz ist das Dreiklassen- Wahlsystem von der Arbeiterklasse mit der größten Energie zu bekämpfen. Kein bloßes Herumturieren an ihm, teine bloße Beseitigung von etlichen- man Die Tägliche Rundschau" wendet sich gegen die so zucht" Zu den Sakramenten gehört das geltende Reichstags- Wahlrecht ja wohl nich und auch der Vorwärts" wird kaum zu bestreiten wagen, daß ihm mancherlei Fehler und Schlacken anhaften. An sich wäre also gar nichts dagegen einzuwenden, wenn man das Wahlrecht einmal abzuändern und zu verbessern suchen würde. Nur daß man sich dabei sicher nicht auf die Anregungen von Leuten stüßen wird, die den traurigen Mut haben, unsre handarbeitenden Brüder, die gleich uns des Königs Rock trugen und das Waterland zu verteidigen haben werden, gemeines Bolt" zu schelten." Wie es auch mit des Königs Rock sich verhalten mag, den bas Die„ Berliner Zeitung" sagt: " Die im geheimen betriebene Verschwörung zum Umsturz des Reichstags- Wahlrechts ist jetzt in ihrer ganzen Schönheit enthüllt... Hervorzuheben ist die Behauptung: man sei bon fompetenter Seite informiert, daß die verbündeten Regierungen ben willkommenen Anstoß zu der unvermeidlich gewordenen Revision des Reichstags- Wahlrechts nüzen wollen" und daß sie nur noch auf die nötige Vorbearbeitung der öffentlichen Meinung warten. Ueber diesen Punkt wird jedenfalls sofort nach Einberufung des Reichstages volle Klarheit geschaffen werden." Die Berliner„ Bolts- Zeitung" führt aus: " Die Herren Wahlrechts- Reformer und Ungleichheits- Apostel, beren langgehegte Herzenswünsche hier wieder einmal zum Ausdruc kommen, haben zu ihrem Sprecher einen recht ungeschickten Mann erforen. Der Hinweis auf das Wort des Reichskanzlers von der stärkeren Macht des Monarchismus" findet eine be= sonders anmutige Illustration durch den inzwischen erfolgten Wahlausfall in dem monarchischen Sachsen, und die Behauptung, daß die Jdee von einer Aenderung des gleichen Wahlrechts in der demokratischen Presse Berbreitung und gu ftimmung gefunden habe, ist soweit die" Bolts- Beitung" in Frage fommt, eine aus der Luft gegriffene plumpe unwahrheit, die die Kampfesweise dieser Wahlrechts- Attentäter aufs beste kennzeichnet. Wir erwarten, daß diese Anschuldigung bei der übrigen demokratischen Preffe im weitesten Sinne dieselbe scharfe Zurüc weisung findet, wie es unsrerseits geschehen ist. Unter den Inspiratoren des Herrn Dr. Giesebrecht befindet fich ein Parlamentarier, der freifonfervative Landtags- Abgeordnete eherbusch, bei dem derartige Bläne nicht weiter verwunderlich sind, aber wir fragen: Bertritt Herr Weherbusch allein die kompetente Seite", die Herrn Dr. Giese brecht von der Absicht der verbündeten Regierungen in Kenntnis gesetzt hat, oder reichen die Gewährsmänner dieses Herrn höher Hinauf"? Die Regierung hat, obwohl der Reichskanzler in Norderney der Erholung pflegt, die Pflicht, eine runde und nette Erklärung abzugeben, ob sie mit diesen Plänen in Verbindung steht oder nicht." " " Der deutsch- russische Handelsvertrag. Die jest übliche Art der Pensionierung belastet doch den Staats sprechen und verneinen, weil das Centrum in fast allen gesetz- 1 Das Russische Handels- Telegraphen- Bureau meldete gestern: geberischen Fragen so Ungenügendes und so Verfehltes vertrat, daß fäckel zuweilen in geradezu erstaunlichem Maße. So haben wir Die Sigungen der Kommission zur Revision des deutsch- russischen es Pflicht war, Widerstand zu leisten. " Vertretung der Minderheiten. 0 Der Zweck der Fleischbeschau. z. B. noch lebende Generale, die im Jahre 1873 in den Ruhestand Handelsvertrages beginnen in Petersburg am 3. August d. J." Und getreten find, also seit 30 Jahren Pensionen beziehen. Das ergiebt zur Ergänzung fügte heute die„ Nordd. Allg. 8tg." an ihrer Spige hinzu: für einen Menschen einen Betrag, wofür etwa 30 Arbeiter zehn ,, Die für die einleitenden Verhandlungen zur Revision des Jahre lang angestrengt thätig sein müssen. Und häufig sind diese Ein rechtes Loblied stimmt die Arbeitsmarkt- Korrespondenz" Herren noch sehr wenig invalide. Dem Schreiber dieser Zeilen ist Handelsvertrages mit Rußland bestimmten deutschen Kommissare an auf die günstigen Erfahrungen, die bei den Verhältnis persönlich ein Fall bekannt, daß ein pensionierter Admiral noch die begeben sich heute nach St. Petersburg." wahlen zu den Gewerbegerichten gemacht seien. Es wird Kraft und den Mut in sich fühlte, eine junge Dame zu heiraten, Also endlich ist man so weit, wenigstens mit den ein- da mitgeteilt: deren Vater er sehr wohl hätte sein können. leitenden Verhandlungen", d. h. mit der Vorkonferenz" Der Verband deutscher Gewerbegerichte hat es sich zur Aufgabe Warum überhaupt werden höhere Beamte so früh pensioniert, zu den Vertragsverhandlungen beginnen zu können. Schon vor dem gemacht, für seine diesjährige Verbandsversammlung das gesamte während Arbeiter erst mit 70 Jahren Anspruch auf Rente haben, letzten Att der widerrechtlichen Durchpeitschung des Zolltarifs Deutschland bereits sechs Verhältniswahlen stattgefunden: im früheren Verdienste annähernd entspricht; müssen diese nicht ebenso einschlägige Erfahrungsmaterial zu sammeln. Danach haben in und warum erhalten nicht auch diese ein Ruhegehalt, das ihrem im Reichstage wußten schutzölneriſche Blätter zu versichern, November und Dezember vorigen Jahres in Mannheim, München gut ihre Kräfte in den Dienst der Allgemeinheit stellen wie jene, daß über die wichtigsten Fragen des zukünftigen deutsch- russischen und Schwäb.- Gmünd; in diesem Jahre in zwei ferneren württem- Sie in der Regel schon ein größeres Privatvermögen befizen, das sie Handelsvertrages bereits zwischen beiden Regierungen auf diploma- bergischen Städten( Ravensburg und Göppingen), sowie( als einziger auch im Alter jeder pekuniären Sorge enthebt? tischem Wege ein Einverständnis erzielt sei. Und diese Mitteilung norddeutschen Stadt) Liegniz. Und diese Mitteilung norddeutschen Stadt) Liegniz. Aus drei Orten wird das Bevorhat, obgleich sie durch die Angriffe der russisch- offiziösen Presse stehen von Verhältniswahlen gemeldet: Frankfurt a. M., Freiund die Veröffentlichung des neuen russischen Bolltarifs im burg i. Br., Gelsenkirchen. Ferner ist die Einführung durch OrtsNach dem Fleischbeschau- Gesetze, das am 1. April d. J. in Kraft Februar Lügen gestraft wurde, sich bis in die letzten Wahlen statuts erfolgt in Bocholt, Glauchau( Amtshauptmannschaft), hinein erhalten. Die jetzige Ankündigung der„ Nordd. Allgemeinen Hagen i. W. und Potsdam. In einer Reihe andrer Städte ist die getreten ist, muß alles Fleisch beim Eingang ins Bollinland amtlich untersucht werden, so daß die Gefahr der Einführung gesundheitsBeitung" und des russischen Telegraphenbureaus" zeigt, daß es sich Einführung in Aussicht genommen. bei dieser Mitteilung um nichts als eine Erfindung zur Beschwichti- Gewerbegerichte über die praktischen Erfahrungen mit der Ver- wärtigen Stande der Erkenntnis und der Untersuchungsmethoden Unter den Ergebnissen der Umfrage, die der Verband deutscher Schädlichen Fleiſches ausgeschlossen ist, soweit dies nach dem gegengung der Wähler gehandelt hat. Erst jetzt ist man auf beiden Seiten hältniswahl veranstaltet hat, ist das Bemerkenswerteste jedenfalls die möglich ist. Daneben aber beſteht noch die kaiserliche Verordnung allmählig so weit, daß man glaubt, mit den„ einleitenden" Ver- übereinstimmende Auskunft, daß in den bis jetzt vorgenommenen eingeführt werden darf, wenn der Nachweis beigebracht wird, daß es bom 3. September 1891, wonach amerikanisches Schweinefleisch nur handlungen anfangen zu können. sechs Verhältniswahlen von den befürchteten praktischen in Amerika mikroskopisch untersucht worden ist. Händler und zum Teil Und glückliche Auspicien für die Hochschutzöllner sind es gerade Schwierigteiten teine eingetreten ist. Ueberall hat auch Behörden, die des Glaubens sind, daß die Fleischbeschau lediglich nicht, unter denen die Beratungen beginnen. Industrielle wie Agrarier sich das Wahlgeschäft glatt und einfach vollzogen, und die im Interesse der Konsumenten eingeführt worden sei, meinten nun, haben zuversichtlich darauf gerechnet, daß die Verhandlungen in Verteilung der Size nach dem Verhältnis von Mehrheit und diese Verordnung sei durch, das Fleischbeschau- Gesez überflüssig geim Intereſſe der Konsumenten eingeführt worden sei, meinten nun, Berlin unter ihren Augen stattfinden sollten, wo sich nicht nur die Minderheit auf die verschiedenen Parteien ist auch nicht in einem worden. Durch nachstehenden Bescheid des Reichskanzlers, den die Beratungen leichter kontrollieren, sondern auch die Vertragshändler Falle auf Schwierigkeiten gestoßen. Ebenso waren die Wahl" Kölnische Zeitung" veröffentlichen kann, werden sie eines besseren leichter beeinflussen lassen; und nun haben doch die Russen Nirgends hat die Mehrheit Beschwerde darüber erhoben, daß ihr nur berechtigten mit der neuen Entscheidungsart zufrieden. durchgesetzt, daß in Petersburg verhandelt wird und zwar unter die Mehrzahl der Size zufalle und nicht, wie früher, alle Size." Leitung des Herrn Timirjasoff, des bisherigen Agenten des Wie sollte die Mehrheit auch Beschwerde führen, da sie doch russischen Finanzministeriums in Berlin, der sich schon nicht in der Lage wäre, selbst wenn sie es wollte, das Drtsstatut bei den legten Vertragsverhandlungen als einer der ge- umzustoßen. Es ist auch ganz natürlich, daß die Mehrheit in den wandtesten Unterhändler bewiesen hat. Das ist recht bitter einzelnen Orten sich nicht beschwert fühlt. Die Un und erklärt, daß die„ Deutsche Tageszeitung" bekümmert flagt: " = 4 belehrt. „ Auf die geft. Anfrage erwidere ich ergebenst, daß, solange die faiserliche Verordnung, betreffend die Einfuhr von Schweinen, Schweinefleisch und Würsten amerikanischen Ursprungs bom 3. September 1891 nicht außer Kraft gesetzt worden ist, Schweinefleisch der bezeichneten Herkunft nur eingeführt werden darf, wenn es von der vorgeschriebenen Bescheinigung über die in Amerika ausgeführte amtliche Untersuchung begleitet ist. Durch das am 1. April 1903 in Kraft tretende Gesetz, betreffend die Schlachtvieh- und Fleischbeschau vom 3. Juni 1900 wird an diesem Rechtszustande nichts geändert." Man kann dem Reichskanzler nicht bestreiten, daß er das formelle Recht auf seiner Seite hat; allein, warnm veranlaßt er denn nicht die Aufhebung der jetzt überflüssigen Verordnung vom 3. September 1891? Hält er die amtliche deutsche Fleischbeschau an den Grenzen für so mangelhaft, daß er die amerikanische daneben gerechtigkeit, welche gern vertuscht wird und über welche Die Verhandlungen über den neuen deutsch- russischen Handels- allerdings Klage geführt wird, liegt ja nicht in der Einführung der Die Verhandlungen über den neuen deutsch- russischen Handels- Verhältniswahl, sondern in der Einführung nur auf dem Wege bertrag sollen, wie offiziös gemeldet wird, diesmal in St. Peters- des Drtsstatuts, durch das Belieben der Gemeindebehörden. burg geführt werden. Das wird den Russen schon passen. Bei den Berliner Verhandlungen im Jahre 1893 waren die deutschen Ver- Erfolge" des neuen Wahlsystems zu melden weiß: Es ist ganz interessant, was die„ Arb.- Norr." weiter über die treter durchaus ungenügend informiert, und daß besonders auch zu wenig und nicht ausreichend unterrichtete Experten aus den württembergischen Städten. " Wie das System wirkt, zeigt sich am deutlichsten in den drei damaligen Interessentenkreisen In Schwäb.- Gmünd und Göppingen damals herangezogen waren, war die Arbeiterseite bisher rein focialdemodas ist seiner Zeit gerade aus den Kreisen der deutschen kratisch zusammengesezt; während jetzt daneben eine Minders nicht entbehren mag? Als es sich im preußischen Landtage darum Industrie heraus unter Beweis gestellt und sehr lebhaft beklagt heitsvertretung der evangelischen und katholi- handelte, in den städtischen Schlachthöfen eine Nachprüfung des in worden. Die landwirtschaftlichen Interessentenkreise aber hatte manchen Arbeitervereine usw. stattfindet. Es bildet dies ein damals bekanntlich überhaupt nicht mit der Einforderung gutacht- Gegenstück zu den Zufallsentscheidungen der Mehrheitswahlen, die möglichen, da wurde die ländliche Fleischbeschau für völlig ausreichend Deutschland von den Landtierärzten untersuchten Fleiſches zu er einiger Zeit in Passau dahin führten, var aber sowohl seitens der Industrie wie seitens baß von der Arbeitgeber(!) Seite die Socialdemokraten mit erklärt und die Nachprüfung in den städtischen Schlachthöfen als eine oer Landwirtschaft die Forderung dringend erhoben 11 gegen 9 Stimmen alle Bläge besezten, während sie bei den Art Verbrechen am Volkswohlstande betrachtet. Die amerikanische and seitens der Regierung ja auch in Aussicht gestellt Arbeiterwahlen mit 68 Stimmen gegen 72 der katholischen Arbeiter Fleischbeschau wurde dagegen von den Agrariern stets als ungenügend Experten zu den Verhandlungen erfolgen werde. Durch diese München ist jetzt die Arbeiterseite gemischt aus den Gewerk- nötig sein? vorden, daß eine umfassendere Heranziehung sachkundiger aus allen Sigen verdrängt wurden. Sowohl in Mannheim wie in bezeichnet. Weshalb soll sie jest neben der deutschen noch immer Rechnung macht nun die Verlegung der Verhandlungen einiger: fchaften und den christlichen Gewerkvereinen, an maßen einen Strich. Vielen Experten, die sich für Berlin gewiß deren Stelle in Liegniß die Hirsch- Dunderschen Gewert- Civil- und Militärbehörden empfangenen Herrn Korneeius Vander Kornelius I. von Amerika. Ueber den in Danzig feierlich von hätten zur Verfügung stellen können, wird ein langdauernder bereine es zu einer Vertretung gebracht haben." Aufenthalt in St. Petersburg aus geschäftlichen Gründen unmöglich bilt schreibt der Hannoversche Courier: Vanderbilt ist ein junger sein. Auch sind die( selbst bei bester Besetzung des Expertenrates) un- neue Wahlart Nicht- Socialdemokraten an socialdemokratischer Stelle Verdienst, als daß er einen Teil der Einkünfte aus den von Es sind also nur solche Fälle anzuführen, in denen durch die Mann von etwa 27 Jahren, ohne jedes andre öffentliche umgänglichen vielfachen mündlichen Rückfragen und die Fühlung gelangt sind. Wir hätten natürlich nicht das geringste gegen das seinem Vater ererbten, in die Hunderte gehenden Millionen alljährlich nahme mit den heimischen Interessentenkreisen von St. Petersburg proportionale Recht der Hirsch Dunderschen und der christlichen ausgiebt. Er ist auch nicht einmal der geistige Leiter aus naturgemäß viel schwerer zu bewerkstelligen, als im Falle der Gewerkvereine, wenn nur gleiches Recht auch den Gewerkschafts- des großen Vanderbiltschen Eisenbahnsystems, denn das besorgt sein Verhandlungen in Berlin. So werden sich also bei der Tagung der verbänden der modernen Arbeiterbewegung zu teil würde. Davon erfahrener Dheim. Aber fein Vater, welcher wieder von seinem Unterhändler in Petersburg die russische Regierung und die russischen verlautet aber nichts. Interessenten von vornherein in einer vorteilhafteren Position Vater den größten Teil der Vanderbiltschen Millionen geerbt hatte, Es zeigt sich, wie richtig die socialdemokratische Fraktion des hinterließ ihm als dem ältesten Sohn den Hauptteil seines Riesenbefinden. Reichstages verfuhr, als sie gegen die Einführung dieses vermögens. Diese schließliche Erbeinfegung geschah noch dazu sehr Verhältnis- Wahlsystems stimmte. Wir forderten obligatorische widerwillig, denn Kornelius Vanderbilt sen. ist in bitterem Groll Einführung bei allen Gewerbegerichtswahlen, so daß alle Minder- über Kornelius Vanderbilt jun. aus dem Leben gegangen. Er starb heiten zum Recht gelangen tönnten. Die Gerechtigkeit der Reichstags- an den Folgen eines Schlaganfalles, den er aus Alteration über mehrheit richtete aber, durch Ueberlassung der Einführung des neuen einen Auftritt mit diesem seinen Sohne erlitt, weil dieser eine dem Systems an die Gemeinden, die Sache so ein, daß Gerechtigkeit nur water höchst unsympathische Che mit einer an Jahren älteren dort geschaffen wird, wo es gegen die moderne Arbeiterbewegung Dame eingehen wollte. Der Großvater des jungen Mannes, geht. Unter dem Schein der Gerechtigkeit die höchste ün- William H. Banderbilt, ist der Präger des in der amerikanischen Deutsches Reich. Keine Regierungspartei will das Centrum sein; wenigstens die„ Kölnische Voltszeitung" wehrt sich lebendig gegen die socialdemokratische Behauptung, daß ihre Partei stets mehr Regierungspartei geworden sei. Sie schreibt: gerechtigteit! Benfionierte Offiziere im Staats- und Kommunaldienst. Unter dieser Ueberschrift machte vor ein paar Tagen folgende Rotiz die Runde durch die Berliner Zeitungen: Presse den Banderbiltschen Bildern als Wappenspruch beigedruckten Ausspruchs ,, The public be damned"( das Publikum mag zur Hölle gehen), den er that, als man ihn darauf aufmerksam machte, daß öffentliche Berkehrsinstitute auch Pflichten gegenüber dem Publikum haben. Und dem jungen Erben dieser Traditionen wird in Danzig von Spigen der Behörden ein offizieller Empfang bereitet! " Das Centrum ist in zahlreichen wichtigen Fragen nicht mit der Regierung gegangen. So hat es die Militärfragen feineswegs so erledigt, wie die Regierung es wollte, und die sogenannte Reichs- Finanzreform hat es abgewiesen, die Zuchthausborlage abgelehnt. Andrerseits hat sich die Regierung gegen Eine bemerkenswerte Anordnung des preußischen Kriegsüber wichtigen Anträgen und Vorschlägen des Eentrums ab- ministers wird gegenwärtig durchgeführt. Von den zuständigen BeUeber den Empfang der amerikanischen Geldmajestät, von lehnend verhalten, nicht nur firchenpolitischen, sondern auch hörden werden zur Zeit Ermittelungen darüber angestellt, welche und dem wir schon kurz berichteten, schreiben Danziger Blätter: politischen und socialpolitischen. Das Centrum ist also nicht wie viele pensionierte Offiziere im Reichs-, Staats- und Kommunal-„ Nachdem die Yacht im hiesigen Hafen eingetroffen war, beRegierungspartei gewesen. dienst thätig sind und welches Diensteinkommen dieselben beziehen. gaben sich die Herren Regierungsrat Dr. Korn als Vertreter der ReAber es kann und darf auch nicht Regierungspartei werden, Diese Erhebungen erstrecken sich gleichzeitig auf die Frage, ob und in- gierung, Sommerzienrat Stoddart als Bertreter der Stadt sondern muß eine selbständige Boltspartei mit wieweit die Militärpension der unmittelbaren Staatsbeamten ein- Danzig und amerikanischer Konsul Claasen auf dem Regierungsdampfer eignem Programm und eignen Zielen bleiben. Ja, das sollte der behalten oder gekürzt wird." Danzig" nach Neufahrwasser, um den Milliardär zu be Socialdemokratie gefallen, wenn das Centrum sich schlechterdings Auf Grund dieser Maßnahmen könnte ein in weiten Kreisen als grüßen und ihn nach Danzig abzuholen, wo die Herren um der Regierung zur Verfügung stellte! Dann wäre es mit seiner unberechtigt anerkannter Zustand aufgehoben werden, der darin be- 10 Uhr 20 Min. am Grünenthor anlangten. Herr Vanderbilt trug Stärke und seiner Bedeutung bald aus und vorbei und die steht, daß Militärpersonen nach ihrer Pensionierung ein andres die blaue ſeemännische Sportsuniform, weiße Seglermüze Socialdemokratie hätte gewonnenes Spiel. Aber das Centrum Dienstverhältnis eingehen und desaus ein Einkommen haben, das und weiße Schuhe, ebenso hatte Herr Regierungsrat Dr. Korn die wird ihr diesen Gefallen sicher nicht thun. Es erinnert sich zu vielfach allein schon bedeutend höhe ist als dasjenige eines aktiven Sportsuniform angelegt. Man begab sich zunächst nach dem gut der Geschichte des Nationalliberalismus und weiß zu genau, Offiziers in derselben Rangstufe, aber trotzdem die gesetzliche Pension Artushof und der Danziger Diele, welche etwa 1 Stunde lang daß es bald abwirtschaften würde, wenn es auf seine volle Un- ausgezahlt bekommen. Ein solches Verhältnis widerspricht ent- besichtigt wurden. Dann ging es nach dem Rathaus, wo abhängigkeit zu Gunsten der Regierung verzichtete. Weniger denn schieden dem Sinne der Pension, welche eigentlich doch nur dem Herr Vanderbilt den Sizungssaal der Stadtverordneten, sowie das je fann heute eine große Partei sich der Regierung unbedingt zur nicht mehr diensttauglichen Offizier gewährt wird, um Empfangs- und das Arbeitszimmer des ersten Bürgermeisters in Verfügung stellen; fie fönnte sich leicht plötzlichen Wendungen in ihn vor materieller Not zu sichern. Augenschein nahm. Gegen 11 Uhr traf hier Herr General v. Mackenfen der Politik gegenübersehen, welche ihr die angenehme Position Wenn aber die Offiziere a. D. in andren staatlichen oder ein, der Herrn Vanderbilt im Auftrage des Kaisers in Danzig bezwischen zwei Stühlen anwiesen. Gemeindediensten einen anständig dotierten Posten gefunden haben, grüßte. Ebenso machte hier auch Herr v. Graß- Klanin einen Besuch. Wir wollen damit in feiner Weise einer Politit des bloßen so sollte füglich während der Zeit dieses Dienstverhältnisses die Nach beendeter Magistratssigung begrüßte dann Herr erster BürgerWiderspruches und der Verneinung" das Wort reden, wie die Pension nicht gezahlt oder doch so weit gekürzt werden, daß das je- meister Ehlers den amerikanischen Gaft und führte ihn durch den Socialdemokratie im großen und ganzen sie bisher betrieben hat, weilige Einkommen und die militärische Bension nicht mehr ausmacht, roten und den kleinen Sizungssaal des Magistrats." aus der sie aber mehr und mehr wird herausmüssen, in dem als das Gehalt beträgt, welches sie als aktive Offiziere beziehen Maße, wie ihre parlamentarische Bedeutung wächst. Das Centrum würden. Es dürfen ja auch bei Mitgliedern verschiedener Kranken- in Schlesien waren fünf Maurer, die beim letzten Streik am BahnDie Eventualgefahr des Koalitionsrechtes. In Hirschberg wird, wie bisher, die Regierung unterstügen, wo es un tassen die Bezüge den normalen Arbeitslohn nicht übersteigen. beschadet seiner Grundsäße dieses thun tann, aber es wird auch Bei der jezigen Praxis muß entschieden der Wunsch, in guten hof Posten gestanden hatten, polizeilich weggewiesen worden und da nicht verlernen zu widerstehen, wo sein Programm dieses Jahren pensioniert zu werden, geweckt und großgezogen werden, fie der Aufforderung nicht gleich nachgekommen waren, wurden sie mit verlangt. Wollte es anders handeln, so würde es damit sich selbst denn es giebt zweifelsohne auch im Offiziercorps Leute, die pekuniäre Geldstrafen von 3 bis 5 Mark belegt. Die Strafen stützten sich auf und seine starke Stellung im Volfe untergraben." Vorteile zu schäßen wissen. Daß aber die Steuern des Voltes, aus eine Streis- Polizeiverordnung vom Jahre 1901, die den mit Strafe Es ist zuzugeben, daß die Richtung der Köln. Volksztg." ihrer denen auch die Offizierspensionen bestritten werden, nicht an falscher bedroht, der auf Straßen und Pläßen der Weisungen der PolizeiPartei, da sie in den Regierungssumpf abglitt, einige Bremsen an- Stelle ausgegeben werden, während bei andern Angelegenheiten sehr beamten in Beziehung auf die Erhaltung der Ruhe und Ordnung zulegen versuchte; das Abgleiten selbst aber ist nicht zu bestreiten. oft keine Mittel zur Linderung wirklicher Not vorhanden sind, kann nicht unweigerlich Folge leistet. Gewiß, so unflug wie die Nationalliberalen betreibt das Centrum der Steuerzahler mit Recht verlangen. Auf den Widerspruch der Bestraften mußte fich das Schöffenden Abfall von alten Vorsägen nicht, aber in entscheidenden Fragen Ueberdies ist noch zu berücksichtigen, daß durch die Besetzung gericht mit der Angelegenheit beschäftigen und dieses verurteilte die ist der Abfall geschehen und nicht abzuleugnen. Wenn die„ Köln. befferer Poften mit pensionierten Offizieren diejenigen Anwärter, Leute zu je 3 M. Strafe. Die als Zeugen aufgetretenen PolizeiBoltsztg." rühmt, ihre Partei habe die Militärfragen keineswegs so welche auf Grund ihrer fachmännischen Ausbildung ein wohlbegrün- beamten fagten aus, die Maurer hätten sich nicht läftig geerledigt, wie die Regierung es wollte", so klingt das schon recht detes Anrecht auf diese Stellen haben, zurückgesetzt werden, und daß zeigt; sie seien nur weggewiesen worden, weil es von vorn fleinlaut und thatsächlich hat das Centrum nur geringfügige endlich durch die Offiziere auch in die betreffenden Civilstellen die herein angeordnet worden war. und der Regierung selbst minderwichtige und gleichgültige militärischen Gepflogenheiten, nicht gerade zum Vorteil der unteren Streitpostenstehen sei allerdings an sich nicht strafbar. Aber das Das Gericht begründete die Verurteilung so, daß es erklärte, Forderungen abgelehnt. In dem Wichtigen hat das Centrum Beamten, weiter verpflanzt werden. eine völlige Schwenkung vollzogen. Bis 1893 war das Es würde übrigens auch am Plaze sein, auf diesem Wege weiter stehe auch gar nicht in Frage, es handele sich nur darum, ob die Centrum in der Opposition gegen den rapide rapide wachsenden zu gehen und die Pensionen der im Privatdienst gegen festes Gehalt Polizei berechtigt war, die Angeklagten wegzuweisen. Militarismus. Seitdem wurde es Bewilliger und Förderer des angestellten Offiziere entsprechend zu berringern, zumal dieselben die Streitposten könnten die eventuell ankommenden ArbeitsDie Polizei konnte annehmen, daß die Möglichkeit vorlag, Militarismus und dann des Marinismus, obschon auf beiden Gebieten gerade auf diesem Gebiete den auf Erwerb angewiesenen Privat- follegen durch eine erregte Unterredung zum Mitstreiken veranlassen noch ganz außerordentlich viel höhere Anforderungen gestellt wurden beamten häufig recht unangenehme und unlautere Konkurrenz machen. als zuvor. Das Centrum hat insbesondere die fabelhafte Flotten- Ferner würde es auch nicht mehr als billig sein, den übrigen und dadurch wäre dann die Ruhe und Bequemlichkeit des Publikums und Weltpolitik des letzten Jahrfünfts ermöglicht. Anstatt a Is pensionierten Staatsbeamten ebenso wie den Offizieren a. D. die möglicherweise gestört worden. Die Angeklagten mußten auch hristliche Partei seine große Stellung zur Minderung der Pension zu kürzen, so lange sie aus privaten Anstellungsverhältnissen dem öffentlichen Recht zurückſtehen. der Anordnung Folge geben, denn ihr Individualrecht muß hinter Kriegsrüstungen aufzuwenden, wurde es Militär- und Regierungs- ein festes Einkommen haben. partei. An diesen Feststellungen der moralischen Centrumsverderbnis feiten auf möglicherweise zulässige Annahmen von möglichen MisseDiese Eventualrechtsprechung eröffnet eine ganze Reihe Möglichtann die Köln. Volksztg." nicht deuteln. thaten gegen die selbstverständlichsten Rechte der Arbeiter. Die„ Köln. Volksztg." spricht aber auch von einer Politik„ des bloßen Widerspruchs und der Verneinung" wie sie die Socialdemofratie übe. Run, die Socialdemokratie mußte nur deshalb wider Am einfachsten dürfte diese ganze Frage zu lösen sein, wenn man Offiziere und Beamte erst dann mit staatlicher Pension bedächte, wenn sie dienstunfähig sind, nicht aber, sobald sie nicht weiter avancieren können, was oft schon in den besten Mannesjahren der Fall ist. Centrum und Schule. Daß das Centrum wenig von der Schule hält, ist bekannt. Es war stets bestrebt die Leistungen der Schule herabzusetzen. Der verstorbene Peter Reichensperger hat ja wiederholt in der unverblümtesten Weise zum Ausdruck gebracht, daß sogar vaterländische Geschichte, Geographie, Naturkunde und Zeichnen als Lehrgegenstände in den Volksschulen überflüssiger Lurus seien, denn junge Leute, denen solches gelehrt würde, hielten sich für zu gebildet, um Ackerknecht oder Fabrikarbeiter zu werden. Das Ziel des Centrums in Schulfragen war stets, und ist es auch heute noch, die Kinder mit Religion anzufüllen und dann allenfalls ihnen noch etwas Lesen und Schreiben mit auf den Weg zu geben. Der Gedanke, die Volksschule auf ein noch niedrigeres Niveau und wieder unter die Fuchtel der Geistlichkeit zu bringen, wird augenblicklich in einem Teil der rheinischen Centrumspresse besprochen. Es wird auf eine Kabinettsorder vom 14. Mai 1825 hingewiesen, welche bestimmt, daß der regelmäßige Schulbesuch so lange fortzusehen sei, bis das Kind die einem vernünftigen Menschen seines Standes notwendigen Kenntnisse erworben hat. Die Entscheidung, ob dieses Ziel erreicht ist, sollte dem Seelsorger als Ortsschulaufseher zustehen. Diese Kabinettsorder habe für den größten Teil der Rheinprovinz Gültigkeit, würde aber, seit die Geistlichen nicht mehr die alleinige Aufsicht über die Schule führten, gar nicht beachtet. Die Regierungen hätten vielmehr Anordnungen erlassen, welche grundsätzlich die EntTassung des Kindes aus der Volksschule an die Vollendung 14. Lebensjahres knüpfen. Diese Verordnungen wider sprechen der Kabinettsorder und die Kinder 1 bis 11 Jahr zu lange zum Schulbesuch angehalten, den Eltern zum Schaden. Es müsse im Abgeordnetenhause darauf hingewirkt werden, daß die Ortsschulaufseher ihrer Verpflichtung nachkommen, auf Antrag sich darüber auszusprechen, ob ein Kind die notwendigen Kenntnisse erworben hat, und bei Bejahung dieser Frage die Entlaffung dieses Kindes aus der Schule auszusprechen. Selbstverständlich wird dabei verlangt, daß die Geistlichkeit wieder die volle Aufsicht über die Schule erhält. des " " 4 Genosse Diet Stuttgart teilt uns brieflich mit, daß er selbst angeordnet habe, die Erklärung Bebels an der Spige der betreffenden Nummer der„ Neuen Zeit" zu bringen; weiterer Tert konnte aus typographischen Gründen nicht auf die erste Seite gelangen. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. " " Aus Induftrie und Handel. ftechungsversuch gab. Hierauf wurde der bisherige Gouverneur von Fiume Graf Ladislaus Szapary vernommen, welcher erklärte, daß er der Urheber der ganzen Angelegenheit sei und nur im Interesse der Beendigung des ex lex- Bustandes" gehandelt habe. Zugleich bitte er das Abgeordnetenhaus, wegen seines, die Würde des Hauses verlegenden Vorgehens um Verzeihung und erkläre feierlich auf Ehrenwort, daß der Ministerpräsident Graf KhuenFreigesprochen wurde am Mittwoch von dem Görlizer Hedervary von der ganzen Angelegenheit nicht die geringste Kenntnis Schöffengericht der verantwortliche Redakteur der Görlitzer Voltsbeseffen habe. zeitung", Genosse Radlof, der den Konfektionär A. S. Becker Troß dieser Versicherung, daß Graf Khuen an dem Be- durch Abdruck eines Gewerbegerichts- Berichts beleidigt haben sollte. stechungsversuch nicht beteiligt sei, befestigt sich selbst in liberalen Die Beleidigung sollte in den Worten tarifbrüchig" und" sein Kreisen die Meinung, daß die Stellung des Grafen Khuen- Hedervary sauberes Handwerk" enthalten sein. Die Beweisaufnahme ergab unhaltbar sei. aber, daß Herr Becker den Tarif gebrochen hatte und daß die GeInteressant ist, daß, wie unser Bruderblatt„ Nepszava" werbegerichts- Beisiger den Eindruck hatten, daß Becker die Notlage in Budapest berichtet, schon zu einer Zeit, als Graf Khuen noch eines Schneiders ausnußen wollte, um unter Tarif bezahlte Arbeit designierter Ministerpräsident war, Graf Ladislaus Szapary mit zu erhalten. In der Verhandlung wurde Becker zum Angeklagten. Er der socialdemokratischen Partei unterhandelt hat eine nette Summe Kosten zu tragen. hat, um sie für den Grafen Khuen günstig zu stimmen, der kein Gegner der Socialisten sei. Graf Szapary habe dabei bemerkt, daß Graf Shuen hiervon wisse und sie auffordert, ihre Wünsche in ein Memorandum zu fassen und dasselbe dem Grafen huen zu übergeben. Die Partei habe jedoch Aufsichtsrats- Sigung vorgelegte Abschluß für 1902/03 weist einen Hörder Bergwerks- und Hüttenverein. Der in der gestrigen jede Verhandlung mit dem Grafen Khuen energisch zurüd Bruttogewinn von 4 108 156 m. gegen 2048 013 M. im Vorjahre M. würden gewiesen. auf, wovon 2 600 118 m. gegen 2 048 013 M. i. V. zu Abschreibungen Frankreich. verwendet werden. Der Generalversammlung der Aktionäre wird Sittenwächter haben im Pariser Korrektionsgericht ein Tendenzurteil nach Deckung der vertragsmäßigen Tantiemen eine Dividende von 4 Proz. Heinze- Moraliften. Paris, den 31. Juli.( Eig. Ber.) Klerikale vorgeschlagen werden, nach Dotierung des gesetzlichen Reservefonds und erwirkt, das sich gegen den aus der Kirche ausgetretenen ehemaligen auf die Prioritätsaftien A zu verteilen und den Reſt mit 332 750 M. Abbé Charbonnel, den Leiter der antiklerikalen Blätter, Action" auf neue Rechnung vorzutragen. Die Generalversammlung soll und Raison", richtet. Das Wochenblatt„ Raison" veröffentlicht Montag, den 12. Oktober d. J., vormittags 11 Uhr, in Köln statteine auszugsweise Uebersetzung der lateinischen Diaconales", finden. eines Handbuches für die Beichtväter", das in den Noch mehr Klassenwahlrecht in Sachsen. Das neue Drtsstatut geistlichen Seminaren zur Ausbildung der fünftigen Priester dient. Betriebseinstellung einer Sprengstofffabrit. Die Sprengstofffabrik der Stadt Mylau in Sachsen ist vom Bezirksausschusse der Amts- Das Blatt mußte sich auf Auszüge beschränken, nachdem der Ver- Wahn, welche seit mehr als 20 Jahren besteht, wird nach der hauptmannschaft Blauen als Aufsichtsinstanz dem Stadtgemeinderate leger die vollständige Uebersetzung des frommen Werkes verhindert..- 3tg." demnächst ihren Betrieb einstellen, da wegen des Verzurückgegeben worden mit der Weisung, auf alle Fälle das hatte. Das Handbuch ist eben, milde ausgedrückt, zu„ anzüglich". bots des Gebrauchs von Dynamit in den Steinkohlengruben RheinDreitlassen- Wahlrecht einzuführen. meister Jurk, der das bei Einbringung seiner Vorlagefdem Gemeinde- faffers in geschlechtlichen Dingen.... Der Bürger- Es zeugt von einer raffiniert perversen Phantasie feines Ver- lands und Westfalens und dadurch, daß das Ausfuhrgeschäft nach Dem antiklerikalen Blatt Transvaal immer noch nicht in Gang kommt, der Fabrik genügende rate schon andeutete, hat demnach eine ganz richtige Witterung einen Preßprozeß zu machen, war unthunlich oder gefähr- Beschäftigung fehlt. gehabt. lich. Man griff daher zum Gesetz bon 1898, welches Bom Stahltruft. Der„ M. 3." wird aus New York gemeldet: Man sagt, die Sachsen seien helle; auf die gegenwärtigen Macht die Verbreitung unzüchtiger Schriften bestraft und das Recht zur haber in Sachsen trifft das aber sicher nicht zu, sonst würden sie sich Verfolgung den„ belästigten" Privaten zugesteht. Es haben sich wohl hüten, die Erbitterung des Volkes über das jetzt schon be- fünf Familienväter in einem Provinznest auffinden lassen, die gegen stehende Unrecht durch Vermehrung dieses Unrechts noch zu steigern. Die Zusendung eines Auszugs aus der„ Raison" Klage anstrengten. Kriegerverein und Freie Hilfskaffe. Die Gefahren für die Vor Gericht wurde bewiesen, daß die Initiative zur Klage von der Kriegervereine mehren sich; diese angeblich unpolitischen Vereine ge- Liga gegen die Ausschweisungen auf der Straße" ausging, die von raten bekanntlich nicht nur in Gefahr. durch Mitglieder, die außerhalb ihrer Absicht das flerifale Blatt Univers" verständigt hatte. des Vereins als Socialdemokraten auftreten, sondern auch schon, wenn Charbonnel wurde zu 500 Fr. Buße und zu je 100 Fr. ihre Mitglieder oder gar nur deren Frauen einem Konsumverein Schadenersatz" an die fünf Familienväter verurteilt. Das Gericht angehören. Der Kriegerverein in Mügeln( Streis Schweinit) hat also das Beichtväter- Handbuch für eine unzüchtige Schrift erklärt. fühlt sich jetzt aber gar schon beunruhigt, weil einige seiner Mit- Den Schaden hat Charbonnel, den Spott aber haben die klerikalen glieder einer Freien Hilfskaffe angehören. In dem genannten Orte Heinze- Moralisten. unterhält die Lichterfelder Kranten und Sterbe= tasse, eingeschriebene Hilfstasse Nr. 54, seit Jahren eine Verwaltungsstelle. Kürzlich wurden drei Mitglieder dieser Kaffe, die auch dem Kriegerverein in Mügeln angehören, vom Vorsitzenden des Kriegervereins, dem Förster Thiele, aufgefordert, entweder aus der Freien Hilfskasse oder aus dem Kriegerverein auszutreten. Beides vertrage sich nicht mit einander und auch der Landrat wünsche die Trennung. Die drei mochten sich jedoch nicht vorschreiben lassen, welcher Krankenkasse sie angehören sollen; einer trat sofort aus dem Kriegerverein aus, die beiden andern erklärten, sie würden es darauf ankommen lassen, würden aber im Falle des Ausschlusses ihre Beiträge zurückfordern. Ihnen wurde zur Antwort, daß man lieber den Verein auflösen und einen neuen gründen würde, als es auf den Beschluß des Vereins ankommen zu lassen. Der Vorsitzende der Krankenkasse, dem es darum zu thun war, Aufklärung darüber zu erlangen, inwiefern die Mitgliedschaft bei seiner Kaffe einem Krieger gefährlich sein könne, setzte sich mit dem Vorstand des Kriegervereins in Verbindung, er erhielt aber nur zur Antwort, daß die Freie Hilfskaffe Tendenzen verfolge, die sich mit den Sagungen des Kriegervereins nicht decken". Worin diese Tendenzen der Krankenkasse bestehen sollen, sprach der Kriegervereinsvorsitzende nicht aus. Auch über die Mitwirkung des Landrats gab In Mügeln erzählt man sich aber, die er keine weitere Auskunft. Mitglieder der Freien Hilfskasse hätten socialdemokratisch gewählt ( woher man das wohl weiß?) und daran sei die Kasse schuld. Uns scheint, daß dies mit der Krankenkasse rein gar nichts zu thun hat und daß dem Kriegerverein nicht gedient ist, wenn er seine Mitglieder zum Austritt aus der Krankenkasse zwingt. Er hat weiter nichts davon, als daß er zeigt, wie politisch im Grunde die Kriegervereine sind und das sollten sich die zur Lehre dienen lassen, die zwar aus alter Gewohnheit Mitglieder von Kriegervereinen sind, mit seinen politischen Tendenzen aber nicht einverstanden sind. " " Dem Pariser Prozeß werden noch weitere Prozesse derselben Art gegen Charbonnel folgen. Es ist eine systematische Nache- Aktion der Klerikalen gegen den Er- Abbé, der aus der Schule plaudert. England. „ Der amerikanische Stahltrust beschloß, in thätigen Wettbewerb mit Deutschland und England an den Märkten des Auslandes zu treten, wofür ein Fonds von 50 Millionen Dollar verfügbar sei; der Umstand, daß die heimische Produktion den Verbrauch übersteigt, verursache diesen Schritt." Daß der Stahltruft sich bald gezwungen sehen wird, mehr Wert auf den Erport 3n legen, mag schon richtig sein; aber die Geschichte vom 50 Millionen- Fonds ist ein Märchen. Die neue kanadische Ueberlandbahn von Moncton( Neu- Braunschweig) am Atlantischen Ocean nach Port Simpson am Stillen Ocean, deren Bau nach dem Vertrag zwischen der kanadischen Regierung und der Grand Trunk Pacific Bahn gesichert ist, wird 3300 englische Meilen lang sein. Die Strecke von Moncton nach Winnipeg wird von der Regierung aus öffentlichen Geldern gebaut und der Grand TrunkGesellschaft auf 50 Jahre verpachtet, davon auf 7 Jahre gebührenfrei, jedoch hat die Gesellschaft die Betriebsausgaben zu decken. Während Die entstehende Arbeiterpartei. London, 30. Juli.( Eig. Ber.) der nächsten drei Jahre erhält die Regierung den Reingewinn. Für Der Erfolg des Arbeiterkandidaten Mr. Henderson ist ein Sieg des die übrigen 40 Jahre zahlt die Gesellschaft der Regierung 3 Broz. Gedankens der unabhängigen Arbeiterbewegung. Er reiht sich den Zinsen auf das Baukapital. Auf dieser Strecke wird der Bau Siegen an, die in den legten zwölf Monaten in Clitheron und Woolwich von der Regierung überwacht. Die Linie von Winnipeg nach dem errungen worden sind. Es ist also kein Zweifel mehr, daß eine politische Stillen Ocean dürfte die Gesellschaft jedoch selbst bauen, und zwar Arbeiterpartei im Entstehen begriffen ist. Die im nächsten Frühjahr innerhalb sieben Jahren. Die Regierung garantiert hierfür die Bauvorzunehmenden Hauptwahlen dürften diese Thatsache in noch deut- tosten bis zu 13 000 Dollar für die englische Meile durch die Prärie licherem Maße zum Ausdruck bringen. Schon die Zusammenstellung und bis zu 30 000 Dollar für die Meile durch Gebirge mit 75 Proz. Die der in letzter Zeit errungenen Arbeiterfiege: Shacklelon, Crooks und Garantie dauert für Kapital und Zinsen 50 Jahre. Die Gesellschaft hat Henderson zeigt, daß die Ansicht der Liberalen, in Barnard 7Jahre lang für die Gebirgsstrecke keinerlei Gebühren zu zahlen, während Castle hätte nicht Freihandel gesiegt, richtig der nächsten drei Jahre den Ueberschuß der Einnahmen über die sich vorläufig noch nichts sagen. iſt. Ueber die Zukunft der entstehenden Arbeiterpartei läßt Betriebsausgaben und während der verbleibenden 40 Jahre 3 Proz. Zinsen jährlich. Zur Sicherstellung ihrer Garantie erhält die Res sich vorläufig noch nichts sagen. erste Hypothek. gierung für die Strecke von Winnipeg nach dem Stillen Ocean die bekannt. nur der Gewerkschaftliches. Teile zu verdanken sind, hat sich bis jetzt zum Socialismus nicht Das Komitee für Arbeitervertretung, dem diese Siege zum guten Dennoch wirkt es im socialistischen Sinne, indem es das Proletariat zum politischen Klassenbewußtsein erzieht. Die entstehende Arbeiterpartei ist socialistisch, ohne sich um socialistische Lehren zu fümmern. Oder deutlicher: die wirtschaftliche und politische Entwicklung Englands ist derart gediehen, daß eine selbständige Arbeiterpartei nicht anders als socialistisch handeln kann. Die Hauptsache Zur Lohnbewegung der Fliesenleger berichtete der Vorstand in für die englische Arbeiterpartei ist unabhängigkeit von den kapita- der Freitagsversammlung, daß der Verband der Fliesengeschäfte es listischen Parteien. Bleibt die Partei unabhängig, so muß sie un- abgelehnt hat, mit den Arbeitern über die neuen Tarifforderungen zu verhandeln. Die Einheitlichkeit des Vorgehens gegen die fehlbar im Sinne der Socialdemokratie wirken. Aften. Berlin und Umgegend. die Tarif erst am 1. Februar 1904 abläuft, daß sie aber keine Streit arbeit fertigstellen würden. Ebenfalls war in der Versammlung eine Deputation der dem Centralverband der Maurer angehörigen Kollegen anwesend, in deren Namen Panser die Erklärung abgab, daß fie die am Mittwoch im„ Vorwärts" veröffentlichten Forderungen der lokalorganisierten Fliesenleger für vollberechtigt anerkennen und dieselben mit zur Durchführung bringen wollen. Nachdem sie die Beschlüsse der Versammlung erfahren, würden sie in Kürze in einer Zum Streit in der Kürschnerbranche. In dem Bericht über die Dies scheinen auch die Liberalen zu fühlen. Denn Genosse Unternehmer wird zwar dadurch erschwert, daß die FliesenKeir Hardie, der den Unabhängigkeitsgedanken mit aller Energie leger in drei Gruppen gespalten sind, nämlich: den Verein verficht, wird jetzt in niederträchtiger Weise von liberalen Blättern der Mofait- Fliesenleger( Bertrauensmänner- Centralisation), angegriffen. Ferner meldet heute die, Daily News", daß der Trade Freie Vereinigung( Unabhängiger Lokalverein) und die dem CentralUnions- Kongreß, der in etwa fünf Wochen in Leicester verband der Maurer angeschloffenen Berufsangehörigen. Dennoch Zur preußischen Landtagswahl. Genosse Arons ersucht uns um stattfindet, darüber zu entscheiden haben dürfte, ob die Unabhängig hat die erstere Gruppe, als die zahlreichste sich durch folgenden Beröffentlichung dieses Hinweises: keit der Arbeiterpartei gut sei oder nicht. Selbstredend arbeiten die Beschluß für den Eintritt in eine partielle Lohnbewegung erklärt: Bereits im Januar 1902 brachte der Vorwärts" einen aus- liberalen Blätter und die radikalen Abgeordneten gegen die Un- Es- bleibt der Erwägung der Kollegen überlassen, in denjenigen Beführlichen Artikel, in dem dargelegt wurde, welche Aenderungen des abhängigkeit. Diese Elemente sind es, die die entstehende Arbeiter trieben, wo die Mehrheit der Beschäftigten sich einig sind, die Wahlverfahrens zum preußischen Abgeordnetenhause vorgenommen partei zu erdrücken suchen, und sie werden gewiß ihre Forderungen am Sonnabend geltend zu machen und falls diese nicht werden könnten. Ich erinnere gern daran, weil damit das Gerede Leute in Leicester haben, um gegen die Unabhängigkeit zu wirken. bewilligt werden, am Montag, den 3. August die Arbeit der bürgerlichen Blätter hinfällig wird, die Socialdemokraten Dann kommt die Bollvereins- Agitation, die, wie Chamberlain gestern nicht wieder aufzunehmen. Gleichzeitig wurde der Vorstand hätten ihre Pläne entworfen, ohne an die Möglichkeit im Unterhause erklärte, zu einem großen politisch- ökonomischen beauftragt, event. das Einigungsamt des Gewerbegerichts- anzurufen.von Reglementsänderungen zu denken. E&% wurde im be- Kampfe werden" und ohne Zweifel viel Verwirrung anrichten wird. Einige Bertreter der Freien Vereinigung teilten im Auftrage ihrer Kollegen sonderen darauf hingewiesen, daß auf dem Wege des So geht die junge Arbeiterpartei jezt ihrer ersten Strise ent- mit, daß sie sich an der Lohnbewegung zwar nicht attiv beteiligen Reglements, also ohne Mitwirkung des Landtages, die gegen. Das nächste Halbjahr kann für die englische Arbeiter- können, weil der ihrerseits mit den Unternehmern abgeschlossene Urwahlen vollkommen ähnlich den Stadtverordneten- Wahlen gestaltet bewegung von großer Bedeutung werden. werden könnten, so daß wenigstens für die Urwahlen fein Mangel an geeigneten Lokalen einträte und namentlich der Verlust eines Arbeitstages vermieden würde. Nachdem die Regierung selbst diese Rußlands Vorschläge betreffs der Mandschurei. Der Pariser Schritte versäumt hat, ist es umsomehr Pflicht aller Wähler, die mit" Figaro" will erfahren haben, der russische Kriegsminister dem„ elendesten aller Wahlsysteme" aufräumen wollen, dazu beizutragen, Kuropatkin und seine Mitarbeiter hätten auf Grund der in Port daß die Schattenseiten dieses Systems bei den nächsten Wahlen mit Arthur stattgehabten Beratungen folgende Vorschläge gemacht: aller Schärfe hervortreten. Hierzu ist zunächst bei den Urwahlen Rußland sei bereit, die russischen Truppen aus der Mandschurei eine möglichst vollzählige Beteiligung aller Urwähler nötig. Nun zurückzuziehen, mit Ausnahme der von der Eisenbahn berührten Verbandsversammlung dazu Stellung nehmen. trösten sich namentlich die Konservativen immer wieder damit, daß Zone. China dürfe hierauf Ausländern den Aufenthalt in allen die öffentliche Stimmabgabe es vielen Urwählern unmöglich macht, beliebigen Orten gestatten, mit Ausnahme der an der Eisenbahn Einigungsverhandlungen mit der Kürschner- Innung und dem Verein zur Wahl zu gehen. Das trifft aber nicht ganz zu. Gewiß wird es gelegenen, für die sich Rußland das Zustimmungsrecht vorbehalte. der Belzwaren- Fabrikanten vor dem Gewerbegericht wurde seitens vielen Wählern durch ihre wirtschaftliche Abhängigkeit unmöglich ge- Was Korea angehe, sei Rußland bereit, sich jedes Intereſſes an der bürgerlichen Presse die Sache so dargestellt, als sei der Streik macht, ihre politische Gesinnung offen zum Ausdruck zu bringen. Solchen diesem Lande zu enthalten, vorausgesetzt, daß Japan das Gleiche überhaupt beendet. Das trifft aber durchaus nicht zu: denn Wählern, die gleichwohl gegen das heutige Wahlsystem protestieren thue. Diese Vorschläge würden sowohl von Japan als den Verwollen, ist zu empfehlen, bei den Urwahlen sich selbst oder einem einigten Staaten als befriedigend angesehen. Dagegen stehe Eng- jetzt handelt es sich für die Kürschner darum, ihre Forderungen in beliebigen Nachbarn ihre Stimme zu geben. Das wird umsoweniger land ihnen wenig günstig gegenüber. der Hausindustrie in der der Mützenbranche fast noch sämtlich, einen Schluß auf ihre Parteistellung zulassen, als je nachdem auch Dagegen meldet die Kölnische Zeitung" aus Petersburg: fowie bei einem großen Teil in der Pelzbranche zur AnFreifinnige, Centrumsmänner, Antisemiten 2c. sich scheuen müssen, Die russischen Behörden sollen, wie verlautet, in Peking mitgeteilt erkennung zu bringen. Demzufolge steht den Kürschnern noch ein ihre Gesinnung offen darzuthun; wir erinnern an die Gefilde haben, daß Rußland vorläufig Ausländern den Aufenthalt in der schwieriger Kampf bevor, weil sie mit ca. 150 Werkstätten, die in Ditelbiens, wo die Konservativen, und an die großen Industrie- Mandschurei verbiete. Nach Verlauf von sechs Jahren, wenn Ruß- schwer es ist, die Leute in der Hausindustrie für die Bewegung zu gebiete Rheinland- Westfalens, wo die nationalliberalen Machthaber land die Ruhe und Ordnung in der Mandschurei hergestellt habe, gewinnen, weiß ein jeder. Die Kürschner appellieren an die Arjeden politisch anders Gesinnten am liebsten in Acht und Bann thun. solle das Land den Ausländern für den freien Handel geöffnet beiterschaft Berlins, ihnen in diesem Kampfe ihre moralische Ueberdies tommen folche zersplitterten Stimmen naturgemäß werden. wenigstens vereinzelt stets vor, so daß es auch dadurch erschwert ist, Unterstügung zu leihen, dadurch, daß sie Frauen und Mädchen, Aus Persien laufen noch immer beunruhigende Nachrichten die zu Hause und die Böcke von den Schafen zu sondern. Der Umstand, daß dieser ein, nach welchen die Lage infolge der Hezereien der mohammedaniin der Werkstatt bei Hausindustriellen Rat auch von möglichst vielen Wählern andrer Parteien, soweit sie schen Geistlichkeit überaus kritisch sei. In Schiras ist ein Stamm den 5. August im Alten Schüßenhaus stattfindet, aufmerksam machen. beschäftigt sind, auf die Versammlung, die am Mittwoch, durch die öffentliche Stimmabgabe beschwert sind, befolgt werden aufständisch. Aus Ispahan sind 3200 Babisten ausgewiesen worden. Auch bitten sie die Genossen dringend, namentlich die Arbeiterinnen foll, veranlaßt mich, diese Zeilen bereits heut zu veröffentlichen, auf die weil man fürchtete, die erregte Menge tönne sie niedermeßeln. In darauf aufmerksam zu machen, daß am Sonnabend, den 8. August, Gefahr hin, daß das Staatsministerium sich vor den Wahlen noch Jesd find 120 Babisten getötet; zwei von ihnen wurden vor die bei den Hausindustriellen der Müßenbranche, wo die Forderung nicht mit einem neuen Reglement versucht. Sollte das beabsichtigt sein, Mündung eines Geschüßes gebunden und in die Luft geblasen. durch Unterschrift anerkannt wird, die Arbeit niederzulegen ist. so empfehlen wir den Herren das Studium des oben erwähnten Artikels vom Januar 1902. Der Vorstand des Verbandes der Kürschner Berlins und Umgegend. Anfragen sind zu richten an F. Grandel, Heidenfeldstr. 2. Lohnbewegung der Mörtelkutscher in Charlottenburg. Vor einigen Tagen hatten die Mörtelfutscher und Arbeiter an die Firmen Ber einigte Berliner Mörtelwerke, Julius Baer und Globig durch den Verband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter einige Wünsche über. Verbesserung des Lohnes, Verkürzung der Arbeitszeit und sonstige Abänderungen einiger Mißstände gesandt, mit dem Bemerken, doch umgehend obengenanntem Verband einen Bescheid Ausland. Oestreich- Ungarn. Partei- Nachrichten. " 1 Genosse Bebel erklärt in einer Mitteilung an die Schwäb. Tagwacht", daß er bei Einsendung seiner Erklärung gegen Bernstein an die Neue Zeit" teinen Wunsch geäußert habe, an welche Stelle dieselbe kommen solle. Es ist also, wie wir sofort annahmen, die auffällige Form, in der die Erklärung erschienen ist, nicht durch Bebel Die Bestechungsaffaire Dienes- Papp. Die zur Aufklärung der Bestechungsangelegenheit eingesetzte parlamentarische Untersuchungstommission hielt heute abend eine Sibung ab, in welcher zunächst der Abgeordnete Papp die bereits bekannte Darlegung über den Bea gewünscht worden. S " zugehen zu laffen. Diesem Wunsche kamen die Unternehmer nicht nach, I der Verhältniswahl mit Vertretung der Minderheiten Wahlen voll-| Abgelehnt wurde ein Antrag, die Kasse auch auf die verwandten Bes berhandelten aber teilweise mit ihren Kutschern selber. Der Herr zogen haben, über die praktischen Erfahrungen eine Umfrage ge- rufe auszudehnen. Ein Antrag des Vorstandes, wonach die Alterss Direttor Bernett von den Vereinigten Berliner Mörtelwerken ließ halten, deren Ergebnisse( aus Mannheim, München, Schw.- Gmünd, grenze für den Beitritt auf 45 Jahre( bisher 50 Jahre) festgesetzt seine Leute auf dem Dache eines Schuppens antreten, ein Podium Liegni u. a. D.) teilweise bereits unsern Lesern bekannt wird, wurde angenommen, doch können bis dahin die Eintretenden wurde aufgebaut, auf welchem der Herr Direktor wohl geworden sind. Endlich wird zur Gesetzgebung über jeder Klasse beitreten. Als Beitrittsgebühr wurden bis zum ein ausführliches Referat Referat halten wollte und alles war den Arbeitsvertrag seit dem letzten Verbandstag" ein 40. Lebensjahre 50 Pf. festgesetzt, darüber hinaus beträgt sie 3 M. gespannt, was tommen sollte. Der Herr Direktor er Verzeichnis von 62 Gefeßen und Verordnungen abgedruckt. Außer schien; in dürren kurzen Worten erklärte er, es gebe von jetzt ab den genannten Punkten stehen auf der Tagesordnung der Verbands- tragsleistung und Unterstützungssummen". In namentlicher Ab= Eine ausgedehnte Debatte entspann sich über den Punkt:" Bei27 M. im Sommer und 24 M. im Winter Wochenlohn und gegen versammlung noch kleinere Gegenstände, über die gedruckte Berichte stimmung wurde der Beitrag in jeder Klasse um 10 Pf. erhöht, es die Verbandszugehörigkeit hätte er nichts einzuwenden. Mögen die nicht gegeben sind.( Praktische Erfahrungen über den Sühneversuch; wurde jedoch noch eine niedrigere Klasse geschaffen, so daß die Stasse in Arbeiter im Verbande glücklich werden. Damit verschwand der Herr Verhältnis der Gewerbegerichte zu den Elbzollgerichten; Lehrlings Bukunft aus vier Klassen( bisher drei) besteht. Obwohl künftig die, Direktor wieder, gar nicht erst abwartend, ob die Arbeiter streitigkeiten; Streikpostenstehen; Zuständigkeit für Gärtner usw.) Kosten für Arzt und Medikamente auf 26 Wochen, anstatt wie bisher damit einverstanden waren oder nicht. Kopfschüttelnd gingen die Arbeiter und Kutscher wieder auf 13 Wochen gewährt werden müssen, wurde das Krankengeld um auseinander, denn auf die eigentlichen Kernpunkte war der Herr Direktor nicht 15 Pf. täglich in jeder Klasse erhöht und die Unterstüßungsdauer auf eingegangen und auf einen mündlichen Bescheid von seiten der ein ganzes Jahr festgesetzt. Direktion fonnten die Arbeiter auch nichts geben. Die Leistungen der Kasse sind in Zukunft folgende: In den ersten 26 Wochen( einschl. Arzt und Medikamente): 1. Klasse bei 40 Pf. Beitrag 9,10 Srantengeld pro Woche Von seiten der andern Firmen war der Bescheid eingegangen, daß die Firma Baer sich mit ihren Leuten geeinigt habe und die Angelegenheit als erledigt zu betrachten sei. den beiden nur mit meinen Leuten und bon 2. " # 3. 4. 45 50 " " " " " # 55 10,85 12,60 14,35 " " n " " 1. Klasse 7,35 M. 8,40" 2. " 3. 4. SP " 9,45 10,50" " " Nachdem die Generalversammlung der Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler in Würzburg die Umwandlung in eine Zuschußkasse beschlossen, trat sie in die Beratung der Statuten ein. Sämtliche Finanz- Baragraphen wurden zur Diskussion gestellt. Nachdem durch dieselbe die Situation genügend geklärt war, wurden gegen Mittag die betreffenden Paragraphen einer inzwischen gewählten Die Firma Globig hatte sich überhaupt nicht geäußert und Finanzkommission von 7 Personen zur Beratung überwiesen. es wurden nun 2 Kollegen des Verbandes beauftragt bei den Firmen Während dieser Beratungen wurden alle vorliegenden allgemeinen vorstellig zu werden. Bei den„ Vereinigten Mörtelwerken" wurde Anträge erledigt. Die Finanzkommission empfahl zur Annahme in den zweiten 26 Wochen beträgt das wöchentliche Krankengeld: Vertretern rundweg Herrn Bernett folgende Vorschläge: 1. Beitritts- Altersgrenze 40 Jahre; 2. Beitrittserklärt: Ich unterhandle nicht mit dem Verband, sondern geld für die erste Klasse 0,50 M., für die zweite Klasse 1 M., für Der Wochenbeitrag habe mich mit diesen die dritte 1,50 m. und für die vierte 2 M. geeinigt." Von einer Einigung fann unter den geschilderten Um- foll betragen für die erste Klasse 30 Pf., für die zweite Klasse 40 Pf., ständen keine Rede sein und sieht der Verband sich gezwungen, dem für die dritte Klasse 50 Pf. und für die vierte Klasse 60 Pf. Herrn Direktor dies plaufiebel zu machen. Recht originell wurden An Krankengeld soll gezahlt werden das 25 fache des Beitrages, die beiden Vertreter bei der Firma Globig abgefertigt. Auf die d. h. in der ersten Klasse pro Woche 7,50 M., in der zweiten Klasse bescheidene Frage nach dem Inhaber der Firma erschien der Sohn, 10 M., in der dritten Klasse 12,50 M. und in der vierten Klasse 15 M. welcher, nachdem er erfuhr, daß er mit Bertretern des Verbandes für neue Mitglieder 6 Wochen festgestellt. Als Sterbegeld wurde das Als Wartezeit für Berechtigung zum Bezug des Krankengeldes wurde zu thun habe, in eine schwer zu schildernde Erregung geriet. 180 fache des Beitrages bestimmt. Dasselbe beträgt nach einjähriger Ausdrücke wie:" faule Bagage" habt keine Lust zu arbeiten", Mitgliedschaft für die 1. Klasse 54,00 M., für die 2. Klasse 72,00 W., Heker",„ Aufwiegler", macht, daß Ihr vom Hofe für die 3. Klasse 90,00 m., und für die 4. Klasse 108,00 m. Im runter fommt"," unsre Leute sind viel 3 ersten Jahre der Mitgliedschaft soll die Hälfte obiger Säge gezahlt ehrlich, die sind vollständig zufrieden", Sie wollen sich nur einen diden Bauch werden. Sämtliche Anträge wurden angenommen. " " u von den Groschen der Arbeiter anfressen", wurden den beiden Vertretern entgegen geschleudert. Dabei fuchtelte der Herr Stammhalter des Herrn Globig, der nur mit Hemd und Hose bekleidet war, mit ein Paar Hosenträgern in der Luft herum. Nun, die Kutscher und Arbeiter der Firmen Globig und Vereinigte Mörtelwerke werden ja aus allem diesen die richtigen Schlüsse ziehen. Sie bitten sämtliche Bauarbeiter, doch darauf scharf achten zu wollen, daß jeder Mörteltutscher im Besige einer Kontrollfarte von seiten des Verbandes ist. Deutsches Reich. Aussperrung der Arbeiter des Baugewerbes in Hannover. Wie uns telegraphisch gemeldet wurde, ist die Aussperrung fiegreich für die Arbeiter beendet. Es steht mithin den in Berlin arbeitenden Hannoverschen Arbeitern nichts im Wege zurückzureisen. Achtung! Bergolder! Der Zuzug nach Leipzig ist wegen bei der Firma B. Groß dort ausgebrochenen Streits streng fern zuhalten. Der Vorstand. Der Bericht des Vorstandes konstatiert, daß auch in diesem Berichtsjahre eine Ausdehnung des Geschäftsbetriebes zu verzeichnen ist. Die Mitgliederzahl ist von 24 470 auf 29 102 und die Zahl der Verwaltungsstellen von 255 auf 260 gestiegen. Der Sonntag ist bei der Bezahlung des Krankengeldes mit ein gerechnet. Die Beitragspflicht bleibt auch während der Krankheit bestehen. Die entgegen lautenden Anträge wurden abgelehnt. legung des 45. Lebensjahres ist fortan nicht mehr gestattet; Mitglieder, Der freiwillige Uebertritt in eine höhere Klasse nach Zurückdie vorher in eine höhere Klasse übertreten wollen, müssen ein vom Vertrauensarzt ausgestelltes Gesundheitsattest vorlegen. fehr der Stasse wieder beitreten, ohne daß die Bestimmungen über die Mitglieder, die ins Ausland verziehen, können nach ihrer RückAltersgrenze in Betracht gezogen werden, doch haben sie ein Gesundheitszeugnis beizubringen. Gerichts- Zeitung. Der Krankenunterstützungs- Bund der Schneider ( eingeschriebene Hilfskaffe mit dem Sibe in Braunschweig) hält gegen wärtig in Nürnberg seine Generalversammlung ab. Anwesend find der Borjizende Peplies, der Kassierer Fischer, beide in Braunschweig, bom Ausschuß: Schmidt- Frankfurt a. M. und 51 Delegierte. Am Als ein echter Hausagrarier zeigte sich der Ingenieur Felig Sonntag fand zu Ehren der Delegierten in den Rosenau- Anlagen Staroda zu Schmargendorf, welcher gestern unter der Anklage der ein Gartenfest statt, am Montag eröffnete Vorsitzender Peplies die versuchten Nötigung vor der ersten Ferien- Straffammer des LandGeneralversammlung mit einer Ansprache an die Delegierten, die gerichts II stand. Die Beweisaufnahme ergab folgenden Sach darauf von Spörl- Nürnberg Namens der Nürnberger Stollegen be- verhalt: Am 1. April 1902 bezog das Kaufmann Soldansche grüßt wurden. Nach Erledigung der üblichen Formalien wurde in Ehepaar im Hause des Angeklagten eine Barterre- Wohnung. die Tagesordnung eingetreten. Vorstandschaft und Ausschuß er Nach einigen Monaten ertranfte Soldan plößlich so schwer, statteten ihre Berichte. daß er nach der Charité überführt werden mußte. Dasselbe Schicksal betraf bald darauf den erwachsenen Sohn. Frau S. stand nun ohne Geldmittel und ihres Ernährers beraubt da. Sie trat an den Hauswirt mit der Bitte heran, derselbe möge sie vom Vertrage entbinden, da sie schwerlich in der Lage sein würde, die Miete fernerhin zu bes und das erste Quartal 1903. Das Gesamtvermögen der Hauptkasse Erfüllung des Vertrages. Frau S. bemühte fich nun durch Anfertigung Der Kassenbericht erstreckt sich auf die Jahre 1900, 1901, 1902 zahlen. Der Angeklagte verhielt sich schroff ablehnend und bestand auf betrug am 20. Juli 1903 456 813,86 M. Der der Generalversamm von Handarbeiten außer ihrem Unterhalte noch die Miete zu Aus Tiflis meldet das" Wolfffche Telegraphenbureau": Seitung in Hannover vorgelegte Vermögensausweis der Hauptkasse ver- verdienen. Es gelang ihr nicht, fie blieb mit der Miete im Rüd zeichnet ein Vermögen von 453 503,87. Das Vermögen der stande. An einem Junitage fehrte Frau S. von einem Ausgange einigen Tagen find die Handlungsdiener, die Fleischer sowie die Hauptkasse hat sich sonach innerhalb der Berichtsperiode nur um zurück. Es gelang ihr nicht, die Korridorthür zu öffnen. Es zeigte Setzer der Grusinischen Verlagsanstalt in den Ausstand getreten und 8 309,99 m. vermehrt. Der gesetzlich vorgeschriebene Reservefonds soll sich, daß das Schlüsselloch verstopft war. Erst nach längeren Bes haben auch die Seßer der übrigen Firmen zur Niederlegung der ein Fünftel der letzten durchschnittlichen Jahresausgabe im Rechnungs- mühungen gelang es ihr, das hindernis zu beseitigen. Staum hatte Arbeit veranlaßt. Drei Tage lang erschien keine Zeitung, außer in jahre betragen. Die fortwährend steigenden Jahresausgaben machen sie ihre Stube betreten, als der Angeklagte hineingestürzt fam Kattas. Gestern wurde wieder gearbeitet. Am 27. find auch die daher unbedingt eine Erhöhung des Reservefonds erforderlich. Diese und ihr mit barschen Worten die Schlüffel abforderte. Ms Frau Führer und Kondukteure der Straßenbahn in den Ausstand getreten, Verpflichtung und die Notwendigkeit der Erhöhung der Mindest S. sich weigerte, entriß er ihr mit Gewalt die Schlüssel, stieß sie doch ist der unterbrochene Verkehr durch Soldaten wieder hergestellt leistung auf 26 Wochen erfordern es, daß auf eine Erhöhung der Ein- auf den Korridor hinaus und verschloß die Wohnung. Frau S. worden. Auch die Eisenbahnarbeiter haben die Arbeit niedergelegt. nahmen Bedacht genommen wird. mußte für die Nacht bei Bekannten Obdach suchen. Am folgenden Der Bahnverkehr ist jedoch nicht gestört. Der Bahnhof ist militärisch Nach dem Bericht der Mandatsprüfungs- Kommission sind außer Tage unterrichtete sie ihren Ehemann, welcher sich auf dem Wege besetzt. Die Kellner, die ebenfalls in den Ausstand getreten waren, den schon genannten Vorstands- und Ausschußmitgliedern 50 Dele der Genesung befand, von dem Vorgefallenen. Dieser verschaffte haben nach einer Einigung mit den Brotherren die Arbeit wieder gierte anwesend. Nach beendeter Debatte über die Vorstands und sich auf einfache Weise Zugang zu seiner Wohnung. Im Beisein aufgenommen. Während der ganzen Zeit haben nur geringe Bu- Ausschußberichte wurde der Antrag der Rechnungsprüfungs- eines Polizeibeamten drückte er eine Scheibe ein und stieg durchs sammenstöße stattgefunden; die Stadt trägt das gewöhnliche Stommission, dem Vorstand Decharge zu erteilen, einstimmig ange Fenster hinein. Gepräge. nommen, ebenso wurde die Thätigkeit des Ausschusses gut geheißen. Hierauf wurde in die Beratung der gestellten Anträge eingetreten. Die Generaldiskussion drehte sich fast ausschließlich um eine Resolution Schulz- Berlin und um einen Antrag Gerner- Mannheim. Ein Ausland. Sociales. wanderndes Archiv hat nach der Arbeitsmarkt- Die Resolution Schulz lautet: Korrespondenz" der Verband deutscher" Gewerbe- In Erwägung des Umstandes, daß es im Interesse der vergerichte eingerichtet. Sein im Jahre 1900 begründetes Archiv, ficherungspflichtigen Personen liegt, und in weiterer Erwägung, daß bas dazu bestimmt ist, über Verfassung, Rechtsprechung und sonstige die Gesetzgebung selbst auf eine einheitliche Organisation im Kranten Thätigkeit der deutschen Gewerbegerichte das gesamte einschlägige faffenwesen hinwirkt, beschließt die 12. Generalversammlung des Material in sich zu vereinigen, litt wie alle ähnlichen Samm- Krankenunterstüßungs- Bundes der Schneider: Der Vorstand wird lungen an dem Uebelstande, daß es im wesentlichen nur den beauftragt, sich mit dem Vorstand des Verbandes der Schneider und am Orte Ansässigen zu gute kam, oder denen, die im stande und ge- Schneiderinnen ins Benehmen zu sehen, damit sich beide Instanzen willt waren, zu seiner Benutzung eine Reise zu unternehmen. Zwar mit der Frage mehr und mehr vertraut machen, wie Vorkehrungen war die zur Zeit in Charlottenburg- Berlin befindliche Verwaltung zu treffen sind, um im Falle der notwendigen Auflösung der Stasse bemüht, durch ausführliche Beantwortung einlaufender Anfragen diese als Unterstützungseinrichtung dem Verbande anzuschließen." Der Antrag Gerner hat folgenden Wortlaut: diesem Uebelstande nach Möglichkeit entgegenzuarbeiten. Doch soll in Zukunft versucht werden, auch die Bestände des Archivs selbst Auswärtigen zugänglich zu machen. Ein Anfang ist damit ge= macht worden, daß die Statuten der Gewerbegerichte, die gegenwärtig infolge der Novelle von 1901 einer Umarbeitung unterliegen, in ihrer neuen Fassung von vornherein in zwei Eremplaren gesammelt wurden. Die zweite Sammlung ist als ein WanderArchiv gedacht. Die Statuten sind nach alphabetischer Folge der Ortsnamen in einer Anzahl von Sammelbänden vereinigt, die nach einem patentierten Verfahren in der Art hergestellt sind, daß die Einschiebung neuer Statuten ohne Mühe bewerkstelligt werden kann, und daß die Bände gleichwohl fest und vor Verlusten geschützt sind. Für die ganze Sammlung wird ein Kasten hergestellt, der ohne weiteres zur Versendung geeignet ist, bei der Ankunft aber als Leicht zu öffnender Schrank auf jeden Schreibtisch gestellt werden fann. " Anschluß des Krantenunterstützungs- Bundes der Schneider an den Unterzeichnete stellen den Antrag, daß den Mitgliedschaften der Verband zur Beratung, event. Beschlußfassung unterbreitet wird, ehe die Generalversammlung einen Beschluß faßt, welcher den Vorstand berpflichtet, Mittel und Wege zu finden, den Anschluß in dieser Beziehung zu ermöglichen." Der Staatsanwalt führte aus, es liege flar auf der Hand, daß der Angeklagte sich einer Nötigung schuldig gemacht habe, denn ihm stand keineswegs das Recht zu, die Zeugin S. mit Gewalt an der Benutzung ihrer Wohnung zu verhindern. Der Fall liege feineswegs leicht und nur die bisherige unbescholtenheit des Angeklagten rette ihn vor einer Freiheitsstrafe. Der Staatsanwalt beantragte eine Geldstrafe von 400 M. Der Gerichtshof erkannte auf 100 2. Geldstrafe. Verfammlungen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. In der Branchenversammlung der Bürsten- und Pinselmacher vom 27. Juli hielt Kollege Klingner einen Vortrag über:" Warum die Beitragserhöhung." Unter Berschiedenem beschäftigte sich die Versammlung mit der Werkstatt des stand hingestellt, daß jezt die Unfallverletzten in Accord arbeiten Vereins für Unfallverleyte". Es wurde als ein besonderer Mißmüßten und nebenbei noch drei gelernte Bürstenmacher beschäftigt werden, an deren Stelle wieder Unfallverlegte arbeiten könnten, der Zweck der Wohlfahrtseinrichtung sei also verfehlt. Die Kommiffion joll an maßgebender Stelle Rüdsprache nehmen. Arbeiter Samariterkolonne. Morgen, Montagabend 9 Uhr, in der Filiale Brunnenstr. 154: Bortrag über Ertrinken, Erstiden, verschiedene Formen der Bewußtlosigkeit. Nachher: Braktische Uebungen. Neue Mitglieder tönnen noch eintreten. Gäste willkommen. Heute nachmittag: Ausflug nach dem Grunewold. Treffpunkt 8 1hr in Gichtamp: Werkstattkantine. Angliederung an den Verband gesichert. Die Bestrebungen auf Letzte Nachrichten und Depeschen. Frankfurt a. M., 1. Aug.( B. H.) Aus Madrid wird gemeldet: Den offiziellen Nachrichten der Gouverneure zufolge wird berichtet, daß überall der Versuch gemacht werde, den General. streif au berwirklichen. Der Minister des Innern versichert, die Lage in Barcelona, Cornuna, Andalusien, besonders in Cordova und Jerez sei sehr bedenklich, so daß blutige Ereignisse befürchtet werden. In Barcelona übernehmen die Truppen den Dienst der Trambahn und in den Bäckereien, falls der Streit größere Dimensionen erreicht. Zu diesen beiden Anträgen wurde in der Diskussion manches Für und Wider vorgebracht. Die Befürworter der Resolution Schulz brachten allerlei beachtenswerte Gründe vor. Angesichts der Thatsache, daß durch die Unsicherheit in der Krankenversicherungs- Gefeßgebung das Bestehen der freien Hilfskaffen jederzeit in Frage gestellt sein kann, daß das neue Krankenversicherungs- Geseh nur ein Notbehelf ist und man nicht weiß, wie ein event. neues Gesetz beschaffen ist, wäre es von Vorteil, wenn jetzt schon festgelegt würde, was in Zukunft zu machen sei. Die Eristenz der Krankenkasse wäre bei der Der Verband deutscher Gewerbegerichte hat den Verhand- gliederung seien um so berechtigter, als doch schon von Anfang an Gelungen seines Verbandstages, der diesmal aus Anlaß der werkschaft und Krankenkasse eins waren und sich nur wegen der VerDeutschen Städte- Ausstellung in Dresden am 11. und 12. Sep- folgungen, die die Gewerkschaften in den siebziger Jahren zu erdulden tember stattfindet, durch gedruckte Berichte vorgearbeitet, die der hatten, trennten. Die Gewerkschaftsbewegung würde bedeutend geneuesten Nummer des Verbandsorgans" Das Gewerbegericht" in winnen, die Fluktuation unter den Mitgliedern würde keine so große Gestalt einer außerordentlichen Verbandtags- Beilage" beigegeben mehr sein und es würde Einheitlichkeit geschaffen. Zudem hätten die find. Die Berichte gestatten zum Teil bereits einen Einblick in die eingeschriebenen Hilfskaffen mit dem Fortschritt der Beit und mit den Richtung, die die Verhandlungen mutmaßlich einschlagen werden. Wandlungen im wirtschaftlichen Leben fast gar nicht Schritt gehalten. Zu dem Punkte aufmannsgerichte" wird nicht nur der Eine Statistik über die Krankheiten der Mitglieder und die Ursachen bereits bekannte Wortlaut des dem Bundesrate vorgelegten Gesetz- dieser Krankheiten werde gar nicht vorgenommen. Die Buchdrucker entwurfes, sondern auch die Begründung dazu in vollem Umfange organisation wurde von den Rednern wiederholt als Beispiel ange= Braunschweig, 1. August.( W. Z. B.) Wie amtlich bekannt gegeben, die bisher nur in einzelnen Bruchstücken befannt war. 30gen. Allerdings ist keiner der Redner für sofortigen Vollzug, doch gemacht wird, sind von etwa 400 Kindern, die während der Ferien Die Begründung legt den damaligen Standpunkt der Reichs- können und sollen bereits Verhandlungen angebahnt werden. Die in einem benachbarten Gehölz unter Führung von Lehrern Waldregierung dar, der den Anschluß dieser Gerichte an die Gewerbe- Gegner der Resolution Schulz waren zwar teilweise mit der Tendenz spiele ausführten, in den letzten Tagen 67 Kinder unter gerichte vorschlug. Daß die letzteren im allgemeinen an dieser derselben einverstanden, wollten jedoch die Frage ihren Mitgliedern typhösen Erscheinungen schwer ertrantt; ebenso ist Lösung der Frage festhalten, auch nachdem sich der Standpunkt der vorgelegt und in den Mitgliedschaften diskutiert haben. Zum Teil ein Lehrer erkrankt. Die Ursache der Infektion ist noch nicht festRegierungen mehr dem Anschluß an die Amtsgerichte zugewandt hielten sie die Ausführung eines solchen Planes noch für verfrüht. gestellt. zu haben scheint, geht aus den beigegebenen" gutachtlichen Aeuße Besonders ablehnend verhielten sich die Delegierten von Frank- Brühl( Rheinproving), 1. Auguft.( B. S.) Durch den Einsturz rungen deutscher Gewerbegerichte" hervor. Ferner hat die Archive furt a. M., dann der Vorstand und Spörl- Nürnberg. Warme Be- einer Mauer eines Neubaues wurden 8 Arbeiter lebensverwaltung des Verbandes aus den beiden Nachbarländern, in fürworter waren die Berliner Delegierten und die von Stettin, Ham- gefährlich verlegt. denen bereits eine Rechtsprechung der Gewerbegerichte in Sachen burg, Miel, Göttingen und Stassel. Die Abstimmung war eine nament der Handlungsgehilfen besteht, aus Destreich und der Schweiz, Guts liche. Dieselbe ergab für die Resolution Schulz 25 Ja und 25 Nein, achten gesammelt, die sich übereinstimmend dahin aussprachen, daß die Resolution ist dadurch nach der Geschäftsordnung abgelehnt. Der die befürchteten Unzuträglichkeiten nicht eingetreten sind. Die Antrag Gerner wurde dann, ebenfalls in namentlicher Abstimmung praktischen Schwierigkeiten, die sich durch Trennung von Handlungs- einstimmig angenommen. Jusbrud, 1. Auguft.( B. H.) Die Billerthalbahn ist an und Gewerbegehilfen ergeben, behandelt ein Vorbericht von Dr. Die Gefahr ist vorüber; der In der Mittwochsizung wurde die Beratung der zahlreichen An- vier Stellen unterbrochen. Baum, während der Schlußbeitrag dieses Abschnittes der statistischen träge zum Statut vorgenommen. Alle Anträge, die sich auf Schaden ist bedeutend. Eine Mühle ist weggeschwemmt Seite der Frage gerecht zu werden versucht und die aus der Berufs- die Beitragserhöhung und Erhöhung des Krankengeldes beziehen, worden. statistit nicht unmittelbar zu entnehmende Zahl der Handlungs- wurden einer Kommission überwiesen. Pittsburg, 1. Aug.( W.T.B.) Infolge eines unbedeutenden gehilfen im Deutschen Reiche rechnerisch feststellt. Zu dem Buntte Nach Ablehnung des Antrages auf Umwandlung der Kasse in Streites mit den Arbeitnehmern beschloß der BauunterBerhältnis wa ht" hat ebenfalls die Archivverwaltung des eine Zuschußkaffe mußte das Statut behufs Anpassung an das neue nehmer Verband die Ausschließung von etwa 25 000 Verbandes bei sämtlichen Gewerbegerichten, die bereits auf Grund Krankenkassen- Gesetz einer gründlichen Aenderung unterzogen werden. Arbeitern. München- Gladbach, 1. August.( B. H.) Der Gerichtsschreiber Freitag, der mit der Frau eines feiner Stollegen geflüchtet war und wegen Sittlichkeitsverbrechen steckbrieflich verfolgt wird, wurde in Basel wegen Bechprellerei verhaftet. Berantwortl. Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltvugebras Nr. 178. 20. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 2. Auguft 1903. Die neue Schule, die am 1. August 1878 mit nur einer Klasse stein aufheben wollte, dabei aber mit den Händen abglitt und hintenBerliner Partei- Angelegenbeiten. eröffnet wurde, nahm einen raschen Aufschwung und mußte über auf die 1,50 Meter tiefer gelegene Müftung fiel. Hier schlug schon im Oktober 1878 eine zweite Klasse bekommen. Im April 1879 er mit dem Kopf auf einen der untenliegenden Steine, so daß er Achtung! Den Parteigenossen und Genoffinnen zur Nachricht, wurde sie dann in eine städtische Blindenschule mit drei Klassen mit einer größeren Schädelverletzung nach der Unfallstation und daß die Berliner Versammlungen zur Wahl von Delegierten umgewandelt. Oftern 1882 erhielt die Anstalt Räume im Hause der bauernden Schaden davontragen wird, ließ sich bisher noch nicht Klaſſen ſpäter nach seiner Wohnung geschafft wurde. 06 er einen zum Parteitag und zur Provinzial- Konferenz am 4. Gemeindeschule, Alte Jakobstr. 112, das dem Waisenhause gegen- feststellen. Dienstag, den 25. August, abends 8 Uhr, stattfinden. Wir bitten die über lag und im Frühjahr 1908 abgebrochen worden ist. Ostern 1888 Gewerkschaften, Vereine usw., bei Abmachungen von Versammlungen wurde, wieder auf Anregung des Herrn W. Lehmann, für die Glasergeselle Otto Zimmermann aus der Bücklerstr. 29, der im Seinen Verlegungen erlegen ist heute morgen der 38 Jahre alte und Besprechungen dies zu berücksichtigen. fonfirmierten Böglinge sowie für erwachsene Blinde eine Fort Suppelfaal des Kaiser Friedrich- Museums vom Gerüst stürzte und Die Vertrauensleute. bildungsschule eingerichtet, mit der später eine Beschäftis besinnungslos in ein Krankenhaus gebracht wurde. Als seine Frau Der Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis gungs- Anstalt verbunden wurde. Die Blindenſchule hat jetzt heute morgen zum Besuch kam, konnte sie nur noch zur Leiche ihres ( Often) hält am Dienstag, den 4. August, abends 8 Uhr, Große fünf Klaſſen, die in diesem Sommerhalbjahr von 62 Kindern besucht Mannes geführt werden. 8½ werden. An der Fortbildungsschule und der Beschäftigungsanstalt Frankfurterstr. 117( Königsbank) eine Versammlung ab. TagesOrdnung: Vortrag des Genossen Dr. Curt Freudenberg über: beteiligen fich rund 150 Erwachsene. Die Beschäftigungsanstalt giebt wurde gestern mittag an der Buttligbrücke die Leiche des 28 Jahre Unfall oder Selbstmord? Aus dem Landwehrkanal gelandet " Das Wahljahr 1903". ihnen Gelegenheit, durch Stuhl- und Korbflechten, Bürstenbinden, alten Broschtenfutschers Paul Börschel aus der Dsnabrückerstraße weibliche Handarbeiten, Druck von Blindenschriften ihren Lebens- Nr. 27, der bei einem Fuhrherrn in der Kolonnenstraße zu Schöneunterhalt zu erwerben. berg beschäftigt war und unter seinen Berufsgenossen, Sänger- Paul" Mit der Blindenanstalt, die im Oftober 1902 mit allen ihren genannt wurde. Börschel wurde seit Dienstagabend vermißt. An Abteilungen nach dem ehemaligen Gemeindeschulhause Dranien- fenem Tage hatte er nicht gefahren, sondern mit mehreren Jubiläum feiern. Er blickt auf eine 25jährige Thätigkeit an der An- mit dem Bemerken, daß straße 26 übergesiedelt ist, darf auch ihr Direktor Stull ein andren Kutschern eine Bierreise gemacht. trennte er sich in Charlottenburg von seinen seinen Begleitern ftalt zurüd. " Um 7 Uhr abends er nach der Burgsdorfstraße in Berlin zu seiner Toni gehen wolle, mit der er seit acht Jahren ein dem Mädchen nicht mehr gewesen ist. Aus dem Verhältnis ist ein Liebesverhältnis unterhielt. Die Ermittelungen ergaben, daß er bei jetzt vier Jahre altes Kind hervorgegangen, für das Börschel nur sehr mangelhaft sorgte. Ob ihn nun die Schwierigkeiten, in die er dadurch geriet, in den Tod getrieben haben, oder ob er in der Rigdorf und Umgegend. Am Dienstag, den 4. August, abends 8 Uhr, findet im Lokale von Fehling( Inhaber Hermann Reichardt) zu Mariendorf, Chausseestr. 16, die Vereinsversammlung des Wahlvereins statt, in der Reichstags- Abgeordneter Fri Zubeil einen Vortrag halten wird über: legten Reichstagswahlen?" Um rege Beteiligung wird gebeten. Auch Was lehren uns die findet in dieser Versammlung die Aufnahme neuer Mitglieder statt. Wilmersdorf. Am Mittwoch, den 5. d. Mts., findet in Wittes Boltsgarten, Berlinerstr. 40, die Generalversammlung Sociale Fürsorge für städtische Arbeiter. Aus den Kreisen der des socialdemokratischen Wahlvereins mit folgender städtischen Kanalisationsarbeiter schreibt man uns: Der Arbeiter Tagesordnung statt: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abrechnung vom Wichmann, welcher 18 Jahre bei der Kanalisation der Stadt dritten Quartal und von der Reichstagswahl. Die Parteigenossen Berlin beschäftigt war und stets seine berufliche Schuldigkeit erfüllt werden ersucht, zu dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen. hatte, wurde am 1. April d. J. entlaffen, weil ein bei ihm vor- Trunkenheit verunglückt ist, wird sich wohl niemals feststellen lassen. Lichtenberg. Der socialdemokratische Wahlverein handenes Bruchleiden nicht mehr zuließ, so schwere törperliche Arbeit hält am Montag, den 3. August, abends 8 Uhr, in den bekannten zu verrichten. Derselbe gab sich die größte Mühe, anderwärts Arbeit Im Betrieb verunglückt ist vorgestern nachmittag in einer Buch12 Bezirkslokalen seinen Zahlabend ab. Die Mitglieder werden zu bekommen, doch überall wurde derselbe zurückgewiesen mit druckerei in der Nitterstraße der Fabrikarbeiter Nadow. Er wurde, dringend ersucht, die noch ausstehenden Billets usw. abzurechnen. dem Bemerken, wenn er von dem Berliner Magistrat nach während er an einer Presse arbeitete, plöglich von einem OhnmachtsNeue Mitglieder werden aufgenommen. 18jähriger Thätigkeit entlassen werde, weil er verbraucht sei, anfall ergriffen, stürzte um und fiel auf den Treibriemen zwischen Achtung, Karlshorst! Allen Parteigenossen zur Nachricht, daß tönne man einem Privatbetrieb nicht zumuten, einen solchen Arbeiter diesen und die Maschine. Obwohl durch Arbeitskollegen das GeMontag, den 3. d. M., abends 8 Uhr, bei Märker, Prinz Adalbert- einzustellen. Run wandte er sich an seine Vorgesezten und bat um triebe sofort zum Stehen gebracht wurde, hatte R. doch außer einem Straße 23, der 3 ahlabend des Socialdemokratischen leichtere Beschäftigung. Doch da tam er schön an. Woher jene Armbruch so schwere Kopfquetschungen erlitten, daß er von der Wahlvereins stattfindet, wozu auch alle„ Vorwärts"-Lefer ein- leichtere Arbeit nehmen? Endlich kam man auf den grandiosen Ge- Unfallstation in der Alexandrinenstraße aus, wo ihm die erſte geladen werden. Da das Resultat der Reichstagswahl am Ort ein danten, den treugedienten Arbeiter der Parkverwaltung zu über- Hilfe zu teil wurde, nach dem Krankenhaus Am Urban gebracht für die Socialdemokratie sehr günstiges war, so wird reger Besuch weisen, bei welcher ja nach Ansicht der Herren Vorgesetzten die werden mußte. Arbeit eine sehr leichte ist: von früh bis spät in der heißen Polizeilich als vermißt gemeldet wurden im Monat Juli dreizehn Johannisthal. Die nächste Mitgliederversammlung Sonnenglut oder im strömenden Regen für einen Hungerlohn der Personen, von denen sich fieben wieder bei ihren Angehörigen eindes socialdemokratischen Wahlvereins findet am ganzen Sache die Krone auffeßt, ist, daß man dem Manne, der gefunden; fie hatten Selbstmord verübt. Noch nicht festgestellt ist reichen Stadt Berlin Dienste zu leisten. Was aber der gefunden haben. Vier der Verschwundenen wurden als Leichen aufDienstag, den 4. d. Mts., abends 8 Uhr, bei ille statt. bisher einen Tagelohn von 4 M. erzielte, nunmehr, da er abgenust der Verbleib von zwei Personen. Von dem Portier B., der feit Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Otto Brille über das ist, zumutet, für einen Tagelohn von 2,75 M. feine Thätigkeit Mai d. J. vermißt wird, wird angenommen, daß er FamilienThema:" Die erste socialdemokratische Flugschrift in Deutschland." weiter zu verrichten. Vielleicht giebt man sich auch der nicht un- verhältnisse halber sich entfernte und nach Amerila gereist ist. 2. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich möglichen Hoffnung hin, daß dieser Mann bei den in der Parkzu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Durch einen Sturz aus dem Fenster ist der 43 Jahre alte Eichwalde. Die Mitglieder- Versammlung des Reihe kommt und somit aller Verpflichtungen überhoben ist, dem Arbeiter Martin Haltow aus der Stromstraße 25 um das Leben Wahlvereins findet heute, Sonntagnachmittag 11 Uhr in Mann die durch Gemeindebeschluß garantierte Bension zu zahlen. gekommen. Haltom lebte von seiner Frau, die er oft mißhandelt Beuthen bei Witwe Barnad statt. Tagesordnung: 1. Vor- Man weiß wirklich nicht, was man zu einer solchen Engherzigkeit hatte, seit drei Jahren getrennt und wohnte in Schlafstelle. Vor trag über:" Nach der Reichstagswahl". Referent Reichstags- Ab- sagen soll. Fühlt man denn wirklich nicht das geradezu Inhumane und einigen Tagen tam er abends um 11 Uhr betrunken nach Hause. geordneter A. Störst en Berlin. 2. Vereinsangelegenheiten und Rückständige eines solchen Gebarens. Soll die Stadt Berlin für ihre Bald darauf lag er, nur mit dem Hemde bekleidet, bewußtlos auf Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Um pünktliches Arbeiter, die durch schwere Körperliche Arbeit Schaden an ihrem dem Hofe. Durch den Sturz aus dem Fenster seines im ersten Stock Erscheinen wird ersucht. Körper erlitten, zu sorgen nicht moralisch verpflichtet sein? Und soll gelegenen Zimmers hatte er sich am Kopf, am Rücken und an den es nicht möglich sein, für einen solchen Mann unter Fortbezug seines Beinen schwere Verlegungen zugezogen. Diesen ist er jetzt im bisherigen Lohnes„ leichtere Arbeit" in dem Betriebe, wo er bisher Strankenhaus erlegen. Ob Selbstmord oder ein Unfall vorliegt, ließ war, zu schaffen? sich nicht feststellen. erwartet. Lokales. Jubiläum der städtischen Blindenschule. Die Berliner städtische Blindenschule besteht jetzt ein Vierteljahrhundert. Am 1. August 1878 unter den bescheidensten Verhältnissen eröffnet, hat sie sich nach und nach zu einer angesehenen Anstalt entwickelt. wollte feine Auf Bumpstation I in der Reichenbergerstraße scheint es gang Bolizeilich beschlagnahmt wurde die Leiche der 22 Jahre alten und gäbe zu sein, daß ein Mann von der Kolonne immer auf der Wirtschafterin Therese Grunz aus der Demminerstraße Nr. 4, die Station zu thun hat; da sind allerhand leichte Arbeiten zu ver- vor vier Wochen einen Knaben zur Welt gebracht hatte. Als fie richten, dem Herrn Oberauffeher sein Land zu bearbeiten, Mohrrüben vorgestern nachmittag vom Arzte, den sie zum erstenmal aufgesucht ausjäten, Bohnen behäufeln, Salat umpflanzen usw. Aber auch die Frau hatte, zurückfehrte, brach sie in ihrer Wohnung plötzlich zusammen Oberaufseherin hat immer Beschäftigung; da giebt es allerhand und starb in den Armen ihres Bräutigams, mit dem sie binnen Scharwerk zu machen, Garten- Utensilien zu reparieren, Schuhwände kurzem die Ehe eingehen wollte. Tische und Stühle anzufertigen usw. Ob dies alles auf Kosten der zu bauen, um von neugierigen Blicken nicht belästigt zu werden, An einem Bienenstich gestorben ist der 26jährige Arbeiter Albert Berwaltung resp. auf Conto der Steuerzahler geschieht, entzieht sich Wuttke. Er war auf einem Ausfluge nach der Schönholzer Heide der Beurteilung. Da der Arbeiter Wichmann Landarbeit und auch von einer Biene gestochen und kratzte so lange an der Wunde herum etwas von der Tischlerei versteht, so wäre es von der Kanalisations- bis sie blutete. Nun beging Wuttle den großen Fehler, mit einem verwaltung nur richtig, denselben hierbei wieder zu beschäftigen. Stück buntfarbigen, wohl auch nicht mehr sauberen Kattunzeug die Wunde zu verbinden, was eine Blutvergiftung zur Folge hatte. Gestern wurde er der föniglichen Klinik zugeführt, wo er, obgleich der Arm sofort amputiert wurde, verstarb. " Hus den Nachbarorten. Bis 1878 bestand für die Berliner Blinden nur die königliche Blindenanstalt. Als diese im Jahre 1877 ihr Heim nach Steglitz hinausberlegt hatte, war die Frage entstanden, ob es sich nicht empfehle, für Berlin eine zweite Anstalt zu errichten. Wie uns aus Anlaß des Jubiläums mitgeteilt wird, ist es besonders der erblindete Herr W. Lehmann, der sich damals um das Zustandekommen der neuen Anstalt wesentliche Verdienste erworben hat. Herr Aus der neuen Rohrpostordnung für den Rohrpostbezirk Lehmann machte Feststellungen über die Mangelhaftigkeit der Unter Berlin, die mit dem heutigen Tage in Straft getreten ist, sind richts- Verhältnisse der in Berlin ermittelten blinden Kinder. Diese folgende Bestimmungen wichtig: Das Meistgewicht für RohrpostArbeit wurde dem Magistrat übergeben, aber den darauf gestützten briefe beträgt 20 Gramm. Rohrpoſtbriefe dürfen 12,5 Centimeter Sonntag, dem ersten im neuen Monat, beträgt der Eintrittspreis 25 Pfennig- Sonntag im Zoologischen Garten! Am heutigen Borschlag, eine städtische Blindenschule zu schaffen, lehnte die in der Länge und 8 Centimeter in der Breite nicht überschreiten. Sonntag, dem ersten im neuen Monat, beträgt der Eintrittspreis Schuldeputation ab. Die Gründe der Ablehnung entsprachen ganz festgesetzten Ausnahmen zulässig. In der Aufschrift der Rohrpost- nachmittags findet im Garten großes Promenaden- Konzert ſtaft, Aufflebungen auf der Rückseite der Postkarten sind nur mit den zum Garten nur 25 Pf. für Erwachsene wie für Kinder. Ab 4 Uhr dem Geiste des Freisinns. Die städtische Verwaltung fendungen ist die Wohnung des Empfängers genau zu bezeichnen. noch auf die Dreffurvorstellungen hingewiesen, welche auf dem welches von givei Militärtapellen ausgeführt wird. Besonders sei zwei neuen Einrichtungen dieser Art Von der Rohrpostbeförderung werden ausgeschlossen: Sendungen, Terrain der„ Arena" beim Elefantenhause von 4-5 und von 6-7 schaffen, die aus dem Stadtfädel dauernd erhalten welche Gelbstücke oder fenftige steife oder zerbrechliche Gegenstände hr nachmittags stattfinden und bei welchen 6 Löwen, 1 Leopard, Loauernberg werden müßten. enthalten, mit Siegellack verschlossen find oder in die zur Be- 1 Syäne und 1 Bär in der sogenannten Raubtier- SpielEs erging nun der Blindenschule ebenso, wie es auch ver- förderung dienenden Büchsen nicht eingelegt werden können, ohne Syäne und 1 Bär in der sogenannten schiedenen andren Einrichtungen der Stadt Berlin ergangen ist. Was Schaden zu nehmen, oder welche bei der Verpackung und Be- chule" unter Leitung ihres Erziehers und Lehrers, Herrn Havedie Kommune verweigerte, wurde von privater förderung Schwierigkeiten bereiten; unfrantierte Sendungen; un mann, wunderbare Proben tierischer Intelligenz ablegen werden. Seite ausgeführt. Als Herr 2. den ablehnenden Beschluß Rohrpost befördert werden sollen; Wert, Einschreibe- und Nach Begegnungen über 50 Kilometer und eine Stunde mit Motorführung zureichend frantierte Sendungen, die nur streckenweise mit der Jm Sportpark Friedenau, wo heute zwei äußerst interessante der Schuldeputation erfuhr und daraufhin den Vorschlag machte, esnahmesendungen; Briefe mit Zustellungsurkunden. Durch die Brief- stattfinden, an der neun Dauerfahrer beteiligt sind, beginnen die mit einer privaten Blindenschule zu versuchen, fand er sofort taften aufgelieferte Sendungen, die als Nohrpostsendungen be- Rennen nachmittags 4 Uhr. Ein sehr scharfer Kampf dürfte fich den Beifall der maßgebenden kommunalen Persönlichkeiten, des zeichnet, jedoch nach vorstehenden Bestimmungen von der Rohrpost- zwischen dem Holländer Piet Diedentmann und unfrem Berliner Schulrats Bertram und des Stadtverordneten- Vorstehers Straß- beförderung ausgeschlossen sind, werden, soweit es nach den Vor- Meisterfahrer Alfred Görnemann entspinnen, die beide mit Käfer die mann. Schon nach ein paar Tagen überbrachte 2. den Ertrag einer schriften der Postordnung angängig ist und soweit die Bestimmungen Matadore des Tages find. im Berliner Verein für Feuerbestattung veranstalteten Kollekte, der als sonst nicht entgegenstehen, wie durch Eilboten zu bestellende Sen Beitrag zu den Kosten der Schule dienen sollte. Im roten Hause fing bungen behandelt. Rohrpostsendungen sind bei den mit Rohrpost- 29 man jetzt doch wohl an, sich zu schämen. Herr Straßmann riet von betrieb ausgestatteten Post- und Telegraphenanstalten mittels der weiteren Rolletten ab, und sein Bruder Dr. med. Straßmann, in den Schaltervorräumen befindlichen besonderen Briefkasten oder Rigdorf. In der Schlaftrunkenheit verunglückt ist in der der in der Schuldeputation saß, gab dann 1500 M. her, mit denen Einwürfe für Rohrpostsendungen und, wenn solche Einwürfe nicht heutigen Nacht der Berlinerstr. 97 wohnhafte 50 Jahre alte Kreisder in der Schuldeputation saß, gab dann 1500 M. her, mit denen vorhanden sind, an der Annahmestelle aufzuliefern. Die Ein- fägenfchneider Adolf Müller. Gegen 2 Uhr nachts stand M. auf, um zunächst für die Zeit vom Sommer 1878 bis März 1879 die Soften lieferung bei den Rohrpost- Betriebsstellen muß während der ein Bedürfnis zu verrichten, da er aber noch halb im Schlafe war, gedeckt werden sollten. Der Magistrat that großmütig" ein übriges, Schalterdienststunden geschehen. Die Schalterdienststunden für den öffnete er statt einer Thür ein Fenster und stürzte aus dem dritten indem er Schulräume und Schulutensilien unentgeltlich zur Verfügung Rohrpostverkehr beginnen in der Zeit vom 1. April bis 30. Sep- Stockwert auf den Hof hinab. Hier wurde er schwerverletzt auf stellte, und so kam endlich die Berliner Blindenschule tember um 7 Uhr morgens, in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. März gefunden und nach der Unfallstation XII geschafft. Nachdem er hier als eine zunächst private Anstalt zu stande. um 8 Uhr morgens und dauern während des ganzen Jahres bis verbunden worden, erfolgte seine Ueberführung nach dem KrankenWas die Organisation der Blindenschule angeht, so hatte 10 Uhr abends. Eine Beschränkung der Dienststunden an den hause am Urban. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Aus man sich entschlossen, eine Anstalt ohne Internat zu Sonn- und Feiertagen tritt nicht ein. Die in den Schalter Lebensüberdruß machte der Arbeiter Robert Beder, Bergstr. 78 schaffen, also keine Erziehungsanstalt, in der die blinden Kinder vorräumen der Post- und Telegraphenanstalten mit Rohrpostbetrieb wohnhaft, nachts ein Ende. Gestern morgen fand ihn seine Ehefrau wohnen, sondern eine bloße Schule, der sie täglich zugeführt werden. befindlichen Briefkasten für Rohrpostsendungen werden bei Eintritt tot am Thürpfosten hängen. Natürlich fonnte in einer Stadt wie Berlin die Führung in der welche nach Schluß der Schalterdienstſtunden zur Aufgabe gelangen, Kenntnis, daß unsre bisherige Zeitungsausträgerin, Frau Lind, zum der Schlußzeit eines jeden Rohrpoftzuges geleert. Rohrpostsendungen, Grünau. Den Vorwärts" Abonnenten am Drt zur Regel nicht von den Angehörigen übernommen werden, die ja meist werden, sofern sie den Bestimmungen der Postordnung entsprechen, 1. August gekündigt hat. Ihre Nachfolgerin ist Frau Nieschan. Da der unbemittelten Bevölkerung angehören und durch ihre Erwerbs- nach Maßgabe dieser wie durch Eilboten zu bestellende Sendungen das Austragen des„ Vorwärts" bei uns am Brte durch rapides thätigkeit in Anspruch genommen find. Sie sollte daher den hier in behandelt. Steigen der Abonnenten ziemlich umfangreich ist, muß sich die neue Koftpflege gegebenen, im 15. Lebensjahr stehenden Kommunal- Unfall und ärztliche Hilfe. Am Dienstagabend 1/9 Uhr wurde Austrägerin in ihre Aufgabe erst einarbeiten. Sollten mun durch Waisenmädchen übertragen werden, die über die ganze Stadt in der Prenzlauerstraße der Bierkutscher Koch von einem Wagen der Unkenntnis Fehler zum Nachteil unsrer Leser unterlaufen, so bittet zerstreut wohnen, aber sämtlich an jedem Vormittag die für sie im elektrischen Bahn, den er während der Fahrt besteigen wollte, der Spediteur, nicht gleich mit Abbestellen zu drohen, sondern etwaige städtischen Waisenhause Alte Jakobstr. 33 bestehende Fortbildungs- herabgeschleudert, wobei er sich anscheinend eine Gehirnerschütterung Beschwerden an H. Steinid, Jägerstr. 18, richten zu wollen. schule zu besuchen haben. Die Mädchen sollten täglich die ihnen zuzog. Er wurde von einem Kollegen per Droschte nach seiner in zunächst wohnenden Nowawes. Die am 29. Juli abgehaltene Sigung der Gemeinde abholen und sie mit nach Moabit belegenen Wohnung, Zwingliftr. 11, gebracht. Ein in der vertretung nahm Kenntnis von einem Schreiben der Direktion der Gozkowskystr. 9 wohnender Arzt Namens Bottmann erklärte dem selber untergebracht wurde. Der Versuch ist gelungen und hat sich station angelegten Notverbandes noch heftig blutete, auf Veranlassung Gewitterregens in verschiedenen Häusern der Mittelstraße dadurch der Blindenschule nehmen, die zu diesem Zweck im Waisenhause Kollegen gegenüber, der ihn, da Stoch trop eines ihm auf der Unfall- Gasanstalt, in welchem dieselbe ihr Bedauern ausdrückt über den Wasserschaden, welcher vor vierzehn Tagen infolge eines heftigen dauernd bewährt; aber auch er war ursprünglich nur ein von der der Frau des Verletzten holen wollte, frog wiederholten Bittens Rot eingegebener Gedanke. Ein Jnternat wäre teurer burch die Thüre, daß er bereits schlafe". Erst ein zweiter Arzt entstanden ist, daß nach Reparaturen an der Röhrenleitung die gewesen als ein Externat und hätte ohne die Stadt wohl überhaupt verband den Verletzten, der inzwischen nach dem Moabiter Kranken- Straße nicht sofort wieder in ordnungsmäßigen Zustand versetzt nicht durchgeführt werden können. Die pädagogische Begründung, die hause überführt worden ist. worden ist; die Direktion erklärt, in zukünftigen Fällen das Pflaster fofort wieder in Ordnung bringen lassen zu wollen. Die Vertretung man der Sache gab, war wenn sie sich auch später als richtig Bauunfall. Bei dem Ofenbau auf den Berliner Gaswerken in beschließt hierzu, an die Gasanstalt das Ersuchen zu richten, dererwiefen hat von der städtischen Verwaltung damals nur als Tegel verunglückte am Donnerstag der Maurer Roggentin aus artige Pflasterarbeiten von dem Steinfegmeister ausführen zu lassen, Dekoration gedacht. Borsigwalde dadurch, daß er einen ca. 40 Kilo schweren Chamott- I welcher die Straße für Rechnung der Gemeinde zuerst gepflastert Blinden hat, da derselbe eine dreijährige Garantie übernommen habe.| Boden, wo fie in eene Stammer schlief, berstach mir hinter| Bekanntgabe der Einzelheiten der bisherigen Erhebungen als nicht Ginem lange empfundenen Uebelstand soll jetzt abgeholfen werden, eene Badewanne und wollte Justen, wenn sie fam, eene definitive im Interesse der Untersuchung gelegen erachtet, weshalb deren indem die Chaussee von Nowawes nach Klein- Glienicke abends durch Erklärung und eenen Kuß abneetigen. Mein Unjlüd wollte et, det öffentliche Bekanntgabe zur Zeit unterbleiben muß. Die richter8 Laternen beleuchtet werden soll. Die Gasanstalt hat sich bereit die Wielandten irade an den Abend die Badewanne brauchte und liche Untersuchung wird volles Licht in die Angelegenheit bringen. erklärt, die Röhren auf ihre Kosten legen zu lassen, nachdem sie vor mir entdeckte. Et jab eenes Mordstrach, ich wurde verhauen, eenen Hoffentlich! ben Gerichts- Zeitung. " Vermischtes. zwei Jahren einen solchen Antrag abgelehnt hat. Die Mittel für Schußmann überjejeben und hinterher noch wejen Diebstahl an- Abenteuer eines Kriminalkommissars. In einem Düsseldorfer die Beleuchtung wurden von der Vertretung bewilligt. Der jetlagt." Blatt lesen wir: Punkt betreffend die allgemeine Entwässerung unsrer Gemeinde Die nun aufgerufene Zengin Wielandt schildert in drastischer An einem der letzten Sonntage morgens gegen 7 Uhr drang zeitigte eine ausgedehnte Diskussion. Wie wir bereits mit- Weise, welchen Schreck sie damals gehabt habe. Sie schließt: deine Civilperson die nachher als identisch mit dem Kommissar teilten, hat die Regierung Auskunft über den Stand der denke, id foll in Ohnmacht fallen, wie aus die umgestülpte Bade- Melles festgestellt wurde in dem Hause Flingerstraße 65 in Angelegenheit verlangt. Alseitig war man der Meinung, daß wanne een Mensch springt, der immer Pst! Pst!" macht und mich der zweiten Etage in das Schlafzimmer eines 23jährigen Mädchens endlich mit der Kanalisation Ernst gemacht werden müsse. Bezüglich mit die Hand zuwinkt. Mit zwee Säge war ich die Treppe runter ein. Mit den Worten:„ Ja, das ist ja nett" faßte die Person Posten des Rothe- Degenerschen Projektes wurde vom Vorsitzenden mit- und alarmierte mit meine Hilferufe die Hausbewohner." an dem Bette, entledigte sich ihres Hutes und begann sich zu entkleiden geteilt, daß sich durch die Klärschlammbergasung täglich 2200 Kilo- Die Zeugin Dienstmädchen Auguste Gadow giebt zu, daß während dessen vor Schreden die Frauensperson das Zimmer wattstunden elektrischer Energie gewinnen lassen sollen. Bei einem Bauer mit ihr habe gehen" wollen. Sie habe sich anfangs etwas verlassen hatte. Nach Verlauf einiger Zeit begab sich das Mädchen Selbstverbrauch der Klärstation von 250 Kilowattstunden blieben für spröde gezeigt und hält für möglich, daß er sich ihretwegen auf dem wieder hinauf zu ihrem Zimmer, allwo der Kommissarius sich es so privaten Gebrauch 1950 Kilowattstunden übrig, was, Boden versteckt habe. Bei dieser Sachlage kann der Gerichtshof weit bequem gemacht hatte, daß er unbekleidet die Türe öffnete und bie Kilowattstunde mit 10 Pfennig berechnet, eine jähr nicht zu einem Schuldigspruch gegen den bisher unbeschuldigten An- das erschrockene Mädchen mit den Worten empfing:„ Hierherein, liche Einnahme von 70 000 Mark ergeben würde. Rechnet geklagten kommen. Das Urteil lautet daher auf Freisprechung. solche Frechheit mir läßt mich das Weib hier stehen, als ob ich man für Chemikalien ust. 30 000 Mart, so ergäbe dies für" Justeken", sagt der Angeklagte, for die ausjestandene Angst ein dummer Junge wär!" Das Mädchen entwich und der die Gemeinde einen Jahresgewinn von 40 000 m. Die Vertretung müssen Sie mir entschädigen!" Kommissarius- Adam legte sich ins Bett, später entfernte er sich. beschloß, über dieses System erst noch nähere Informationen einIm Laufe des Tages kam der Kommissar nochmals wieder und bat zuholen und beauftragte zu diesem Zweck den Amtsvorsteher und um Schweigen. Schöffen Langer, die Anlage in der Dresdener Städte- Ausstellung Soweit der Thatbestand. Wir wollen gerne zugeben, daß und in Ober- Schöneweide, wo derartige Stationen in Betrieb sind, Herr Melles alkoholschwanger an jenem Morgen gewesen ist, das zu besichtigen. Menschliche Hyänen. In Würzburg ist man systematischen Leichen kommt ja schon häufiger vor, allein unerklärlich bleibt es uns bei schändungen und-Beraubungen auf der Spur. Die Sache bildet allem Hin- und Herdenken, wie ein Mann der öffentlichen Oromig allgemeines Stadtgespräch. Schon Jahre lang soll diese unheimliche fich so weit vergessen konnte, daß er in ein fremdes Haus eindringt nächtliche Arbeit auf dem Friedhofe getrieben worden sein. Kaum und dort Schauspiele aufführt, die weniger ästhetisch, desto mehr Der verkannte Dieb. Der Händler Gottlieb Bauer ist des Beerdigte Leichen wurden von den Friedhofsarbeitern unter An- strafbar erscheinen. Was würde die Polizeiverwaltung sagen, wenn versuchten Diebstahls angeklagt. Er ist eines Abends auf einem führung ihres Vorgesetzten, des ersten Leichenwärters Keh, ein Bürger folche Auftritte machte? berschlossenen Wäscheboden angetroffen worden, zu dem er sich wieder aus dem Grabe herausgeholt, um sie aus den Fünfzig Personen bei einem Brückeneinsturz ertrunken. In der mittels eines Nachschlüffels Zugang verschafft hatte. Die Anklage wertvollen Metallfärgen herauszunehmen, Die Anklage wertvollen Metallfärgen herauszunehmen, damit letztere ver- amerikanischen Stadt Portland( Oregon) ereignete sich, wie dem nimmt an, daß Bauer es auf die auf dem Boden aufgehängte fauft werden konnten. In dem Alteisen- Händler Kastanien-" Tag" ein Kabeltelegramm meldet, eine entsegliche Katastrophe. Auf Wäsche abgesehen hatte. Der Angeklagte bestreitet dies ganz baum in der Schweinfurterstraße wurde ein guter Abeiner Brücke, die über den Williamettefluß führt, stand eine große entschieden. Borsitzender:„ Nun, Angeklagter, wollen Sie nicht nehmer gefunden. Die Leichen haben die Gesellen dann einfach Menschenmenge, welche einem Schwimmer ohne Arme zusah, der lieber Ihr Leugnen aufgeben und durch ein offenes Geständnis an so eingefcharrt oder sie zu andren in alte Holzfärge hineingestopft. unten im Strom seine Künste zeigte. Plöglich brach ein Bogen der die Milde des Gerichtshofes appellieren?" Angeflagter:" Herr Derartige grauenhafte Fälle konstatierte die bisherige Untersuchung Brüde zusammen. Mehrere hundert Zuschauer stürzten 30 Fuß tief Präsident, et fällt mich schwer, eenen so netten, ollen Herrn wat eine größere Anzahl. Die am Freitag stattfindende Magistratssigung in das Wasser hinab, und 50 Personen fanden den Tod in den abzuschlagen. Aber ich kann Sie den Jefallen beim besten Willen wird hoffentlich noch mehr Licht in die Sache bringen. nich thun, denn ich bin unschuldig." Vors.: Sie erweisen nicht Der Würzburger Stadtmagistrat erläßt in der Leichenschändungsmir, sondern sich selbst einen Gefallen mit einem Geständnis, denn angelegenheit folgende Erklärung: Durch ein beim Stadtmagistrat Socialdemokratischer Agitations- Verein für den Reichstags. die Indicien gegen Sie sind schwer. Sie geben doch zu, von der eingelaufenes, mit echter Unterschrift versehenes Schreiben wurde Wahlkreis Stralsund- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 2. Auguſt, vorBeugin, Frau Wielandt, auf dem Boden angetroffen worden der erste Leichenwärter Keh verdächtigt, sich im November 1901 mittags 10 Uhr, bei Ramlow, Schönhauser Allee 135: Versammlung. zu sein?" Jawoll, det gebe ick zu." Angeklagter: gelegentlich der Beisezung einer dritten Leiche in ein bereits mit Zahlreiches Erscheinen notwendig. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vorf.:„ Der Boden war verschlossen. Sie verschafften sich Eingang zwei Leichen belegtes Familiengrab der Leichenschändung schuldig Gäfte willkommen. mit einem Nachschlüssel. Zu welchem Zweckt?"-Angefl.:" Aus gemacht zu haben. Die hierauf gepflogenen Erhebungen haben Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 2. August, vormittags 8 Uhr, Vors. Was heißt das? Wollen Sie sich einen Witz er- fchweren Verdacht bezüglich der Richtigkeit dieser Anzeige sowie in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Bersammlung. " Freireligiöse Vorlesung". Um 10%, Uhr vormittags ebendaselbst: Bor Angell.:" Fm jeringsten jar nich. Ich war zu dafür ergeben, daß auch schon früher bei Nachbelegungen in bereits frag des Herrn Prof. Dr. Albert Gehrke:„ Die Befreiung der Wissenjener Zeit verliebt wie een Kater, bloß mit den Unterschied, belegten Gräbern ähnliche Verfehlungen durch diesen Leichen- schaft" Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. det ick nich uff det Dach, sondern unter det Dach fletterte. wärter, sowie andre schon längere Zeit aus dem Dienste Hilfskaffe der Graveure, Ciseleure und verwandten Berufsgenossen Juste, die blonde Maid von den zwei Treppen wohnhaften geschiedene Personen begangen wurden. Da der Stadt- Berlins tagt jeden 1. Montag im Monat im Restaurant Elze, Luisen- Ufer 1, Koofmich Fischer habe ick jeliebt mit ecute Ilut, jejen magistrat die rücksichtslose Aufdeckung aller derartigen Mißstände abends 8-10 Uhr. Vorf.:„ Lassen für notwendig erachtet, hat derselbe die gesamten gepflogenen 2. August, abends 6 Uhr, in Bendts Klubhaus, Königsgraben 14a. LandsVerein der Wittstocker( Prigniter). Sizung am Sonntag, den die een Spanier nich uffkommen fann..." Gie endlich diese Abschweisungen und sprechen Sie ernsthaft zur Erhebungen der föniglichen Staatsanwaltschaft zur weiteren leute willkommen. Sache!" Angefl.:" Thu id ia, Herr Präsident, is mein vollster Verfolgung der Sache abgegeben und den ersten Leichenwächter vom Ernst. Jd habe for Justen feurich jeschwärmt! Sie ließ sich det Dienste suspendiert. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde Wetter Prognose für Sonntag, den 2. August 1903. voch jefallen, verhielt sich aber so platonisch, det ick janz aus det Leichenwärter Keh, sowie die früheren Totengräber- Gehilfen Ziemlich trübe und fühl mit leichten Regenfällen und frischen westlichen europäische Fleichjewicht jeriet. Nich mal eenen Kuß hat se mich Ponnader und Herrlein verhaftet, letztere Beide jedoch wieder aus Binden, später langsam aufklarend. jeschenkt. mir Deshalb bejab ick eenes Abends Berliner Wetter bureau. uff den der Haft entlassen. Seitens der kgl. Staatsanwaltschaft wird eine Liebe!" lauben?" Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 2. August. Anfang 7, Uhr: Neues Operntheater. Die Geisha, oder Eine japanische Theehausgeschichte. Montag: Der Kellermeister. Westen. 100 000 Thaler. Montag: Alt- Heidelberg. Leffing. Die Sleinbürger Montag: Die Ehre. Deutsches. Monna Vanna. Nachm. 22 Uhr: Die Weber. Montag: Rosenmontag. Anfang 8 Uhr: Berliner. Die Hugenotten. Nachm. 3 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: Fedora. Kleines. Nachtasyl. Montag: Dieselbe Borstellung. Thalia. Das Alter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance. Bayerwald- Theater: Bruder Martin. Specialitäten. Carl Weik. Der Fehltritt einer Frau. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Der Fehltritt einer Frau. Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Reichshallen. Stettiner Sänger. Paffage Theater. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Von der Zugspite zum Wakmann. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Zäglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Fluten. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. OOLOGISCHER Urania. CARTEN Z Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstr. 165. !! Menschliches Doppelwesen: die zusammen gewachsenen Schwestern 20 Jahre alt, spielen Violine! Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 203. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzende Balletts. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Kleines Theater, Apollo- Theater. Unter den Linden 44. Nachtasyl. Anfang 8 Uhr. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Nachmittags 3 Uhr. Parkett 60 Pf.: Maria Stuart. Abends 8 Uhr: Der Fehltritt einer Frau. Morgen: Der Fehltritt einer Fran. Im Garten: Neues August Programm. Anfang 4 Uhr. Belle- Alliance- Theater. Jm herrlichen Sommergarten: Bon 4 Uhr ab: Konzert. Bon 8 Uhr ab: Specialitäten. Ad Ad lebt und schwebt. Größte Sensation und das neue August- Programm. Entree 50 Pf. Entree 50 Pf. Bei ungünstiger Witterung finden die Specialitäten im Theater statt. Täglich: Die Liebes- Insel fenfationellen Briefmarken- Ballett. mit dem Ein ungetrenes Weib. Mimodrama in 2 Atten, gespielt von Merians dressierten Hunden. The Avolos- Brothers Kaufmann. Messters Kosmograph. Neue Bilder- Serie. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Aleranderstr. Tägl. Jm herrl. Garten: Tägl. Grossart. Programm. Tom Bryasly, Silhouetten. Gerra- Sano, Gesang u. Transformation. Anny Raaly, deutsch- franz. Soubr. Eduard Reetz, Humorist. Henriette Donneux, VortragsSoubrette. Bonnet- Trio, Melange- Att. Rud. Schaup, Charakterkom. 2c. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Anfang 8 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Heute am ersten Sonntag im Monat 25 Pf. pro Entree Person. Ab 4 Uhr nachmittags: Militär- Boppelkonzert. In der Arena: Raubtier Spielschule. 6 Löwen, 1 Leopard, 1 Hyäne, 1 Bär. Vorstellungen: Wochentags 6-7 Uhr, Sonnt. 4-5, 6-7 Uhr. Eintritt: Sperrsitz 1 M., Stehplatz 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Die eine weint, die andre lacht. Vorher: Eine Stunde Kaiser von Oestreich. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Während und nach der Vorstellung: BALL. Passage- Theater. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Anfang d. Abendvorstellung 8 Uhr. Die Tritons, die besten Taucher der Welt, 5 Minuten unter Wasser ohne zu atmen. Tilly Verdier, Soubrette. Kapitain Martens, Kunstschütze. Ganz Berlin zerbricht sich schon den siebenten Monat den Kopf über AGA! 14 neue erstklassige Nummern. Reichshallen Von nun an wieder täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: 17182* Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Kinderfeste. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Schloss Weissensee. ,, Zum Sternecker", Jnhaber: C. Koch. Täglich: Grosse Theater- Specialitäten- Vorstellung. Riefenprogramm, 40 Nummern. 3m Bal champêtre: Grosser BALL. Illumination der Fontaine lumineuse. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfreudenfest mit Gratis- Verlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Monstre- Elite- Feuerwerk u. Doppelkonzert. Jeden Sonntag: Grosses DOPPEL- KONZERT. Kaffeeküche. Boltsbelustigungen aller Art. Sportpark Friedenau. Sonntag, den 2. August, nachmittags 4 Uhr: 50 Klmtr.- und Stunden- Rennen mit Motorführung. Es starten neun Dauerfahrer, 14/7 Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Sonntag, den 2. Auguft cr.: Friede auf Erden. Lebensbild mit Gesang und Tanz in 3 Aften von H. Schulz. Arthur Dèlbost, einbeinig. Handakrob. Mary Ellys, moderne Tyrolienne. Richard Wagner, Liedersänger. The 3 Amaranths, Afrobaten- Tänzer. Rivas und Diras, Antipodenakt auf lebendem Piedestal. Gauert mit seinen dressierten Hunden. Karl Groth, Groteskkomiker. Ballett- Gesellschaft ,, Saltarello". Mary Förster, Solotänzerin. Ada Rivas mit ihrem Wunderglobus. Da Anfang 4 Uhr. Montag, den 3. August cr.: Benefiz für Richard Wagner. Einmalige Aufführung von Der Postillon von Müncheberg. Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Konzert. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag nach der Soiree: Tanzkränzchen. Für die Wintersaison sind noch einige Sonnabende frei zu Festlichkeiten. Prater- Cheater Kaftanien- Allce 7-9. Direktion: M. Kalbo. Täglich: Johanniszauber. Operetten- Burleske in. 4 Bildern von W. Geride. Konzert und Ball. 1. a. Deta Waldau. Bravour- Soubr. Original Eugen Milardo, Tanzhumorist. New! The Berlings, New! die singende Luftfee. Johnke Compagnie. Transformations- Red Bantomime. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., num. Platz 50 Pf. Freitag, den 7. August: Benefiz für den Regisseur Arthur Seelen. Zur Aufführung gelangt: Alt- Heidelberg du Feine. Specialitäten- Theater Diez' Spe Landsberger Allee 76-77 ( Ringbahn- Station). Ob schön! Ob Regen! Täglich das vollständig konkurrenzlose Riesen- August- Programm! H. Stahnke. Mst. Deamando und Miss Anni. The Delsons. Loro- Quartett. Gebr. Bellong. Fritz Brand. Dustes Bioscop usw. Sonnab., Sonntag, Montag: Tanz. Anf. Wochent. 5 Uhr, Sonnt. 4 Uhr. Die Expedition. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Orchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Schweizer- Garten am Königsthor, am Friedrichshain. Täglich: Theater unb Artisten- Vorstellung, Ball und Volksbelustigungen. Abends 10 Uhr: Berliner Sportmädel. Posse m. Ges. in 2 Bildern v. Geride. Lebende Bilder. Bioscop. Neueste Aufnahme. Jeden Mittwoch: Kinderfest. Dienstag, den 4. August: Benefiz für Herrn Schaup: Ne feine Nummer. Fröbels Allerlei- Theater früher Puhlmann. Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Große Gala- Vorstellung des gesamten, neu engagierten August- Spielplaus Neu! Das Bild des Vaters Driginal- Volksstüd v. Anton Anno. Dazu: Hedwig Döring. Alexander Carret. X Hugo Schulz. The Afterods. X Tom Bell. Duskomatograph usw. usw. Jm Saale: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Morgen: Sommerfest der Post- Unterbeamten. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferst. 71. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater und SpecialitätenVorstellung. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 9. August 1903: 12. Sänger- Fest in Friedrichshagen Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche. Aus- Kegelbahn. Saal für Vereine und Versammlungen. 20012* spannung. Hohlweins Unverfälscht. Deutscher Honig! Bienenhonig, best. Qualit. vers. die 10 Pfunddose zu 7,00 M., 5 Pfd. Nordloh, Bahnhof E. Reil, guftich, Oldenbg. 4,30 M. franco. Garant. Rudnahme Von 36 Mk. an Anzug nach Maß; neueste reinw. Stoffe, feinst. Buth., 2 Anpr. Für tadellosen Sitz goldene Medaille Ludwig Regler- Schlösschen. Engel, Prenzlatteriſt. 23. Alexanderpl Treptow, Köpenicker Landstr. 27. Großer schattiger Garten Jeden Sonntag: Müggelschloss" und„ Strandschloss" mit angrenzendem Wald. Frei- Konzert. Grosser Ball. 200 Gesangvereine. Massengesänge. 3 Musikkapellen. Sänger- Festzug. Sinzel- Gesänge. Brillant- Feuerwerk. Gesangsleitung: Bundesdirigent Herr R. 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Auguft 1903. es nur vom Richter geschickt angewendet, d. h. interpretiert werde. diesem Falle in der günstigen Situation, auf die Kündigung Eine Neuprüfung des betreffenden Gesetzes sei daher abfonnötig. pfeifen zu können; seine Mittel erlauben ihm das. Doch Was z. B. die Zagationen anbelangen, so sei ganz zwees, daß auch bestfituierte Verleger kommen manchmal in die Lage, nicht der Spekulationswert eines Grundstücks, sondern nur der Wert, zeitwveilig Kredit in Anspruch nehmen zu müssen, besonders wenn sie zu dem dieses iederzeit, auch in Krisenperioden, verkauft werden sich einen prächtigen neuen Zeitungspalast bauen lassen; und zudem Das Treiben in Wallstreet.- Rüdwirkungen der amerikanischen Kursstürze könne, bei der Abschäzung in Betracht gezogen werden dürfe. verdirbt man es nicht gerne mit einflußreichen vielvermögenden auf die amerikanische Industrie.- Nachträgliches zum Pommernbankprozeß. Dabei wird gefliffentlich verschwiegen, daß im Gesez nirgends Streifen.- Kurz und gut, bald darauf hieß es plöglich, bestimmt ist, wie und nach welchen Grundsägen der betreffende Handelsredakteur müsse gehen. Nochmals der rumänische tagiert werden soll. Das Hypothekengesetz bestimmt nur, was vorgefallen war entzieht sich unsrer Kenntnis. Ob dem be Die rumänischen Lobeshymne der Staats- baß der Tagwert nicht den Verkaufswert übertreffenden Redakteur gewisse Direktiven erteilt worden waren, die bürger- Beitung". steigen darf, ohne näher anzugeben, was unter diesem Ver- diefer, einer derer, die als unbestechlich gelten, abgelehnt hat, oder Während man noch vor kurzem in manchen Finanzblättern lesen taufswert zu verstehen ist( der Unterschied von Preis und Wert was sich sonst zugetragen hat, weiß man nicht. Dann hieß es konnte, daß durch die allgemeine Reduktion der Kurse, die seit scheint seinen Ausarbeitern überhaupt nicht flar geworden zu sein), wieder, der betreffende Redakteur bleibe nun doch auf seinem Posten. Monaten die amerikanischen Bahn- und Industrieterte erlitten haben, und ebenso wenig enthalten die landesgefeßlichen Verordnungen Das nur eines der Beispiele. Ein auires liefert die Haltung fich die Lage des amerikanischen Effektenmarktes entschieden befestigt etwas Genaueres über die Tarierungsgrundsätze, so daß im Grunde der Börsenpresse gegenüber der rumänischen Finanzlage und dem habe, traten plötzlich Ende voriger Woche neue und heftigere Er- alles dem Ermessen der Taratoren überlassen bleibt. Kein Wunder, Rentenauslosungs- Schwindet. Schon in einem früheren schütterungen auf als bisher, die sich, unterbrochen von kurzen daß, wie erst wieder der Pommernbank- Prozeß gezeigt hat, der eine Wochenbericht( ,, Vorwärts" vom 27. Februar 1903) habe ich auf die Erholungspausen, auch in dieser Woche fortsetzten, gleich nach- beeidigte Tagator und gerichtliche Sachverständige das für Unsinn er interessante Thatsache hingewiesen, daß im Januar und Februar folgenden Erdstößen nach einem ersten vulkanischen Ausbruch. Diesen flärt, was der andre für das allein Richtige hält. dieses Jahres, nachdem noch kurz vorher aus dem Verlage des„ BerErschütterungen werden in nächster Zeit noch andre folgen, schwächere Man kann sich, wenn man diese Preßäußerungen liest, nicht den liner Börsen- Couriers" das schärfste anonyme Pamphlet gegen die und schärfere; denn es handelt sich lediglich um folgerichtige Eindruck erwehren, daß wenn sie auch nicht direkt von Hypotheken- rumänischen Finanzen hervorgegangen war, plößlich das ehrenwerte Explosionen des überhitzten Geld- und Effektenmarktes. Die bank- Direttoren verfaßt, so doch aus diesen Kreisen inspiriert sind, Blatt, als die Diskonto- Gesellschaft und Bleichröder die neue Abstoßzung der Trust- und Bahnwerte durch das außenstehende da sie allzu getreu deren Auffassung widerspiegeln. Diese Kreise 185 Millionen Lei- Anleihe auflegten, mit vollen Segeln in ein Publikum hat in letzter Zeit stetig zugenommen und ist durch Rück haben ein Interesse daran, nicht nur jede Verengerung der großen andres Fahrwasser steuerte und die rumänische Finanzlage in den flüsse amerikanischer Effekten von den europäischen Märkten sowie Maschen des Hypothekenbank- Gesezes zu verhindern, sondern auch prächtigsten Farben malte. die Zurückziehung fremder Darlehen noch gesteigert worden. Um die späteren Tarreduktionen der Bankkommissionen bei den Sanierungen Dann kam die Enthüllung des rumänischen Rentenschwindels noch größere Kursstürze zu verhüten, haben sich die Trust- und als allein den üblichen Taggrundsägen entsprechend hinzustellen und und in seinem Gefolge der Prozeß Liebling. Zuerst allgemeine Ents Eisenbahnmagnaten zu sogenannten Interventionskäufen, d. h. zum zugleich die Praktiken der Herren Kommerzienräte Schultz und Romeick rüstung über das Sturdzasche Ministerium; aber nicht lange. Schon Auftaufen der auf dem Markt gelangenden Stücke verstehen müssen. als feltene Ausnahmen erscheinen zu lassen, die der geschäftlichen im Mai wurde mir von einer Seite, die sich bisher als gut unterAber wie weit ihre Mittel auch reichten und so willig ihnen auch zu Moral" aller übrigen Hypothekenbanken des Deutschen Reiches, von richtet gezeigt hatte, aus Bukarest berichtet, im Kabinett würden die nächst die Banken gegen Verpfändung der Effekten Kredit gewährten, den Kleinsten bis zu den größten, schnurstracks widerstreiten, und zwar deutschen Notizen über den Rentenschivindel noch unangenehmer die Last ist allzu groß geworden; die Mittel reichen nicht mehr und ist dieses Interesse um so größer, als ein großer Teil des Pfand- empfunden als von der Diskonto- Gesellschaft, und es sei an diese so sehen sich die Finanzmagnaten zur Abstoßung getrieben trotz der briefe kaufenden Publikums nach den üblen Erfahrungen, die es in als Gegenforderung für die Begünstigung ihrer Bestrebungen, Erkenntnis, daß diese unvermeidlich weitere Kursstürze im Gefolge den legten Jahren mit den Hof- Hypothekenbanken gemacht hat, doch rumänische Petroleumfelder zu erwerben, das Anfinnen gestellt haben wird. etwas stubig geworden ist. Mancher hat doch allmählich einsehen worden, alles Mögliche aufzubieten, die Erörterung des RentenSelbst von Beurteilern, die sich über diese Situation flar sind, gelernt, daß die behauptete„ Goldsicherheit" der Pfandbriefe solcher Auslosungs- Schwindels in der deutschen Presse zu unterdrücken. Und werden jedoch vielfach deren wirtschaftliche Folgen, speciell auf Hypothekenbanken, die vorwiegend in den Großstädten Grundstücke merkwürdig, nicht nur die Bemühungen der Diskonto- Gesellschaft um industriellem Gebiet, nur gering veranschlagt einmal, weil durch beleihen, längst nicht mehr im früheren Maße besteht. die„ Hebung" der rumänischen Betroleum- Jndrustrie hatten einen Burückziehung des Publikums von den Trustwerten die Kurs- Selbst wenn der Pommernbank- Prozeß schließlich wie das Horn- entschiedenen Erfolg, auch die Notizen über den Rentenschwindel schwankungen der Trustwerte gewissermaßen zu internen Angelegen berger Schießen auslaufen sollte, kann man jedoch kaum von einer verschwanden, obgleich die gerichtlichen Aussagen an der Mitschuld heiten der Gründungskoterien geworden sind und zweitens, weil Erfolglosigkeit der sich über drei Monate hinziehenden Verhandlungen des Sturdzaschen Kabinetts feine Ziveifel ließen, aus dem größten die Ernte voraussichtlich neue reiche Mittel in das Land strömen sprechen; er hat etwas hinterlassen, was in socialer Hinsicht wichtiger Teil des kapitalistischen Blätterwaldes. Und wieder einige Wochen, Tassen wird. Beide Gründe haben nur eine beschränkte ist, als eine Verurteilung der Schultz und Romeid: einen intereffanten dann folgten, zumeist in der konservativen Presse, allerlei kuriose, Gültigkeit. Daß die jetzigen Kursstürze weniger das große Beitrag zum Kapitel Finanz und Presse". Sagt das Romeidsche die Vorgänge zum Teil direkt auf den Stopf stellende Beschönigungen Publikum als bestimmte Finanz- und Gründerkreise treffen, ist richtig; Sekretbuch dem, der die engen Beziehungen zwischen der Finanz und der Rentenauslofungs- Praktiken und schließlich neulich der schöne aber deshalb werden die Trustmagnaten dadurch nicht weniger der kapitalistischen Presse zu beobachten Gelegenheit hatte, auch Artikel der Staatsbürger- Zeitung" gegen das„ Berliner zur Einschränkung der Anlage neuer industrieller Unternehmungen nichts Neues, so ist doch immerhin nüßlich, wenn dem großen Tageblatt", der in einer so herrlichen, gefühlvollen Lobeshymne auf und des Eisenbahnbaues gezwungen. Und wenn auch die Getreide- Publikum und besonders dem Kleinbürgertum, in deffen Köpfen sich die rumänische Finanzlage und die legte glänzende Sonversion unter verschiffungen neue Kapitalien ins Land bringen werden, so wird meist die Welt so ganz anders wiederspiegelt, als sie in Wirklichkeit Beteiligung Bleichröders und der vorsichtigen Herren Lippdoch zunächst die Einbringung der Ernten, ihre Bearbeitung, Ver- ist, ad oculos demonstriert wird, wie es nun die vielgerühmte mann u. Rosenthal in Amsterdam endet. So heißt es z. B. sendung und Verschiffung bedeutende neue Ausgaben erfordern, d. h. geschäftliche Moral der nach Besitz und Bildung" maßgebenden Die Kreditanspannung verschärfen. Außerdem aber bleibt fraglich, Finanzgrößen und so mancher Faiseure der anständigen",„ vornehmen" wieviel schließlich von den für die Getreideverschiffungen eingehenden Bresse bestellt ist. Geldmitteln den Trust- und Bahnkönigen zuströmen wird. Ein Teil Die Korruption selbst wird durch solche Aufdeckungen allerdings wird ihnen ja zweifellos aus den Banken zufließen, aber daß das kaum verringert; sie haben nur den Erfolg, daß man künftig vorInteresse des großen Publikums für ihre Attien und Bonds in sichtiger verfährt und die Stipendien auf Umwegen den gekauften nächster Zeit wieder steigen sollte, erscheint als recht zweifelhaft. Meinungsparfumeuren zuführt. Nur äußerlich werden dem„ naiven Die Charakterisierung der Zwecke, welche die Leiter des Vorurteil" der Masse einige Konzeffionen gemacht, oft auch nur rheinisch- westfälischen Kohlensyndikats mit ihren Statuten- und Ver- halb und halb. So ist z. B. der geniale" Herr Julius tragsänderungen verfolgen, hat in voriger Woche verhindert, daß in Salomon troß seiner Eigenschaft eines ehemaligen Stipendiaten den Wochenbericht einige fleine Gloffen zu den Pommernbank des Pommernbank- Geheimfonds thatsächlich noch immer spiritus Prozeßverhandlungen Aufnahme gefunden haben, die ich mir rector des liberal- patriotischen Börsen- Couriers", wenn auch jetzt zurückgelegt hatte. Sie jetzt, nachdem inzwischen die Diskussion Herr Alfred Schüße als verantwortlicher Leiter des Handelsüber den seltsamen Ausgang der Verhandlungen fast teils zeichnet. geschlossen ist, noch zum Abdruck zu bringen, erscheint ziemlich Uebrigens ist der Weg der Bestechung der Börsenredakteure ja zwecklos vielleicht wird fich später, wenn die Wieder- nicht der einzige, auf welchem die Hochfinanz die Meinungsmache aufnahme der Verhandlungen stattfindet, dafür Verwendung finden. betreibt. Durch reichliche Zuwendung von Annoncen, durch das Ist doch keineswegs ausgeschloffen, daß das Nachspiel zu dem drei Bufließenlaffen finanzieller Mitteilungen, oft auf anscheinend ganz monatigen Moabiter Rührstück noch allerlei Ueberraschungen bringt; unverdächtigen Wegen, durch Auftaufen der Attien großer Zeitungsdenn nicht nur das Sekretbuch birgt noch manches Geheimnis, auch unternehmungen, Eindringen in deren Aufsichtsräte, Beeinflussung die für die finanziellen Heilfünstler so vorteilhafte Sanie- der Hauptaktionäre, durch gesellschaftlichen Verkehr mit den Verlegern, rungsfur blieb in verhüllendem Dämmerlicht. Nähere Mit- nötigenfalls auch durch einen energifchen Druck auf deren Geldbeutel teilungen über die dabei befolgte Entfettungsmethode könnten kaum wird häufig der beabsichtigte Effett noch weit sicherer und gründlicher schaden, wenn sie auch einzelnen der mitwirkenden Heilbeflissenen erreicht, als durch Bestechung der Handelsredakteure. Ein Fall, der unangenehm sein mögen. neulich schon in der Zukunft" angedeutet wurde, der sich aber nach unfren Informationen noch weit gravierender darstellt, liefert dazu eine treffliche Illustration. " zum Schluß: Allerdings ist es zeitweilig gelungen, die rumänische Rente durch diese internationalen Ränke in Mißkredit zu bringen. Der fleine Sapitalist wird kopfscheu gemacht und knöpft die Taschen zu, und auch große seriöse Banken sehen von dem Geschäft ab, weil ihre Rundschaft von außen unnüz beunruhigt wird. Nichtsdestoweniger ist eine sichere Steigerung wahrnehmbar, und trotz " Berliner Tageblatt" ging die neueste Konvertierung mit Hilfe erster Häuser in Berlin, Amsterdam, Paris, Brüssel glänzend von statten. Dabei mußte das„ Tageblatt" den Schmerz erleben, daß auch jüdische Bankiers wie Bleichröder in Berlin und Lippmann u. Rosenthal in Amsterdam„ dabei" waren. Rumänien hat einen harten Kampf aus zufechten. Es befindet sich auf dem Wege der bollen Sanierung; sein Budget ist durchaus geordnet. Seine Staatseinrichtungen übertreffen an Ordnung und Zuverlässigkeit die andrer umTiegender Reiche um ein Bedeutendes. Hoffentlich zieht Rumänien daraus die allein richtige, moderne Folgerung. Es genügt nicht, mit Ueberschüssen im Budget zu prunten; auch nicht bei gegebener Gelegenheit durch ministerielle Reden Angriffe zu widerlegen, Zweifel zu beseitigen und auf den gesunden Zustand des Landes hinzuweisen. Hier muß mit Tinte und Druckerschwärze" gegen" Tinte und Druckerschwärze" gefeuert werden, in Abwehr und Angriff, daran hat Rumänien zu viel gespart. Drei bis vier gewandte Federn in den Hauptstädten Europas reichen aus, um den Verleumdungen an der Quelle nachzugehen und dem Staate im Auslande Vertrauen und Achtung zu sichern." Bielleicht ist die eigentümliche Wendung, welche die Erörterung des gerichtlichen Vertagungsbeschlusses in einem Teil der kapitaListischen Presse genommen hat, von dem nachträglichen Magen- Eine hiesige renommierte Bantfirma, die als durchaus„ fein" drücken, das sich bei der Aussicht auf nochmalige Verhandlungen im gilt, hat danach einen hiesigen bekannten und oft genannten Sanierungsconcern eingestellt hat, nicht ganz unbeeinflußt. Mert Beitungsverleger, in dessen Verlag eine der größten Berliner Die Behauptung, daß Rumänien allzu sehr mit Ausgaben für würdig ist jedenfalls, daß nur einige wenige Blätter, wie z. B. die liberalen Beitungen erscheint, sein Konto mit der Begründung ge- Tinte und Druderschwärze" gespart hat, ist danach unrichtig, die " Frankfurter Zeitung", halb und halb zugeben, nicht nur das gericht fündigt, daß fie fich genötigt sehe, mit ihm ihre ge- Thatsachen lehren das Gegenteil. liche Verfahren, sondern vor allem auch das Gefeß habe vor den schäftliche Verbindung abzubrechen, da die An man den Vorwurf fann allerdings den Agenten Sturdzas und feiner FinanzPraktiken der Schulz und Romeid versagt. Mit einem gewissen auf griffe feines leitenden Handelsredakteurs gegen freunde nicht ersparen, daß sie bei der Auswahl der Blätter, die sie fälligen Uebereifer wird vielmehr unter Aufzählung der schädlichen die russischen Finanzen geeignet feien, die zur Vertretung ihrer Interessen ertoren, etwas ungeschickt verfahren Folgen der Schulz- und Romeidschen Praktiken und beren angeblicher russischen Anleihen zu schädigen, deren sind. Die Lobgefänge find allzu überschwänglich; man merkt deutlich Unvereinbarkeit mit der sonstigen geschäftlichen Moral barzuthun ge- Emission in Deutschland die Banffirma be- die Absicht; und die beabsichtigte Wirkung schlägt in ihr Gegens fucht, daß das jezige Hypothekenbank- Gesetz völlig ausreiche, wenn teiligt ist. Der betreffende Verleger befand sich in teil um. Turn- Verein ,, Fichte" Berlin ( Mitglied des Arbeiter Turnerbundes). Hasenheide 108/114. ,, Neue Welt" Hasenheide 108/114. Sonnabend, den 8. August 1903: Grosses Sommerfest zur Feier des 13. Stiftungsfestes. Grosses Konzert. Specialitäten ersten Ranges. Sängerschaft des Vereins.- Turnerische Aufführungen.- Kinderbelustigungen aller Art ( Marionetten- Theater, Luftballon- Aufstieg). Kinder- Fackelzug bei bengalischer Beleuchtung. ●●● Jedes Kind erhält 2 Bons gratis, gültig für eine Stocklaterne, Karussell, Schaukel oder Rutschbahn. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Von 6 Uhr an in allen Sälen: GROSSER BALL. Anfang 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung findet das gesamte Programm in den neu erbauten Festsälen statt. Billet 25 Pfennig. 288/ 18* an Wilhelmsruh a. d. Nordbahn Sonntag, den 2., und Montag, den 3. Auguft: Tat. Allen Parteigenossen und ehemaligen Kollegen zur Nachricht, daß ich Weidenweg Nr. 64 ein 29115 Weiß- u. Bayrisch- Bierlokal Grosses Erntefest Um 4%, Uhr: Festumzug. Näheres siehe Anschlagsäulen. Sonntag, 16. August: BAUMSCHULENWEG. Ernte- Fest Alle Büge halten. Ab Alexanderplatz 10 Pf. 22512* eröffnet habe. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt und bitte ich um regen Zuspruch. 29866 Hochachtungsvoll Emil Viecenz. Wiener Café- Hans Wwe. Schonert's Restaurant ,, Neu- Seeland" Sn. Fritz Heinisch. Bertr. Fritz Mayer. Stralan. Sonntag, den 2. August 1903: Um 4 Uhr: Grosses Kinderfest. Grosser Kinder- Festzug. Konzert und Specialitäten- Vorstellung. Ganz neues Programm: Mstr. Darton, Drahtseilalt in feiner höchsten Vollendung. Mrs. Claire, internationale Verwandlungstänzerin. Lola u. Paula, Driginal- Duo. Golensko and Wiedemann, Luft- u. Parterre- Att. Kinderbelustigung, Marionetten- Theater. Jed. Mittwoch: Hamburger Sänger. Hasselwerder a. d. Oberspree Jeden Sonntag: Grosses Garten- Konzert u. Ball. Kaffeeküche, Kegelbahn, Volksbelustigungen. Grosse Ausspannung. Bereinen und Gesellschaften steht mein Lokal jederzeit unter den günstigsten Bedingungen zur Verfügung. Um gütigen Zuspruch bittet Gustav Hempel. 21802* Restaurant Neuer Krug ( Bahnstation Neu- Rahnsdorf) Wilhelmshagen zwischen Müggel- und Dämeriz See, herrlich am Wasser gelegen, ist das romantischte Lotal an der Oberspree. Halte mein Lokal( bis 2000 Personen fassend) für Vereine und Fabriken bestens empfohlen. 10542* Fr. Domning, AmKottbuserThor, Dresdenerstr.128. Staffee 10 u. 15 Pf., Thee, Chokolade 2c. 50 Zeitungen liegen aus. 2 Billards stehen zur Verfügung. 99 Armin- Hallen find noch große und Kleine Festsäle Kommandantenstraße 20, mit und ohne Theaterbühne an Sonnabenden und Sonntagen im Monat September, Oktober, November, Dezember, Januar, Februar und März frei. 22172* Achtung! Säle Gesellschaften für Vereine und " Englischer Garten", Alexanderstraße 27 c. 22182 Schmargendorf. Restaurant Sanssouci. Inh.: A. Ruschinski. Angenehmer Familienaufenthalt. Herrliche Lage am Wald. Großer schatt. Garten, Kaffeeküche, Tanzfaal, Kegelbahn 2c. Bequeme Fahrverb. m.Stadt- u.Elektr.Bahn. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis ( Osten). Dienstag, den 4. August, abends 8 Uhr, Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Dr. Curt Freudenberg über:" Das Wahl: 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. jahr 1903." Um zahlreichen Besuch ersucht 243/15 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Dienstag, den 4. August, abends 8 Uhr in Raabes Salon, Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen G. Bartels über Heinrich Heine und seine Dichtungen", mit Recitationen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste auch Damen 248/4 willkommen. Zahlreichen Bejuch erwartet Der Vorstand. Berliner Konsumverein. Central- Verwaltung: Krautstr. 7. Abteilung I, Luisenstadt. Michaelfirchplay 4. Abteilung II, Often. Krautstraße 7. Borndorferstraße 59. Liebigstraße 7. Eintrittsgeld 20 Pf. Verkaufsstellen: Abteilung III, Moabit. Rostockerstraße 20. Havelbergerstraße 6. Emdenerstraße 45. Abteilung IV, Nummelsburg. Türrschmidtstraße 6. Abteilung V, Lichtenberg. Frankfurter Chaussee 48/49. Mainzerstraße 4. Abteilung VI, Stralau. Stralauer Allee 20 a. Geschäftsanteil 10 Mark. Abteilung V, Lichtenberg. Montag, den 10. August 1903, abends 82 Uhr, bei Herrn Höflich, Frankfurter Chaussee( Glashalle): Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. In eigner Sache. 2. Vorbesprechung zur Delegierten- Ersatzwahl. 3. Verschiedenes. Zahlreichem Besuch seitens der Mitglieder wird entgegengesehen. Gäste sind willkommen. Die Abteilungsleitung. [ 2201L* Teppich Specialhaus Deuticher Metallarbeiter- Verband. Emil Lefèvre Verwaltungsstelle Berlin. Fernsprecher: Amt VII, 353. Gleichzeitig den Mitgliedern zur Kenntnis, daß am Dienstag, den Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. 25. August, eine außerordentliche Generalversammlung stattfindet. D. D. Socialdemokratischer Wahlverein Sonntag, den 2. August 1903, vormittags 9 Uhr: Berlin Oranienstr.158. S., Erweitert bis Prinzessinnenstr. für Weissensee und Umgegend. Versammlung aller Feilenarbeiter Hochste Leistungsfähigkeit Dienstag, den 4. August 1903, abends 8, Uhr: Ausserordentl. General- Versammlung im Vereinshaus", Charlottenburgerstr. 150. Tages- Ordnung: 1. Wahl von Delegierten zur Kreiskonferenz. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimiert. [ 223/4] Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule Berlin. 4/ 19* Dienstag, den 4. August 1903, abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshanse( Saal 8), Engel- Ufer 15: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, des Lehrerkollegiums und der Revisoren. 2. Anträge. 3. Schulangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden entgegengenommen. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Parketthodenleger. Dienstag, den 4. August 1903, abends 8 1hr: Branchen- Versammlung von Berlin und Umgegend im Lokale Gesellschaftshaus Wedding, Müllerstr. 7. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung über den Stand unsrer Lohnbewegung und welche Schritte unternehmen wir zur Durchführung unsres Tarifs. 2. Diskussion. Das Erscheinen aller Kollegen erfordert die wichtige Tagesordnung, da es gilt, Anordnungen zu treffen über die Führung unsres Streits. Die Arbeitgeber der Feilenbranche sind hiermit zu dieser Versammlung eingeladen. 119/ 16* Die Ortsverwaltung. Montag, den 3. August 1903, abends 81, Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: General- Versammlung der Verwaltungsstelle Berlin. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht vom zweiten Quartal und Bericht der Revisoren. 2. Neuwahl des ersten Kassierers, des zweiten Bevollmächtigten, des zweiten Kassierers, eines Revisors und eines Beisigers. 3. Diskussion über den Bericht von der General- Bersammlung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! 119/12 Kürschner. Mittwoch, den 5. Auguſt, abends 8%, Uhr, im alten Schütenhause, Linienstraße Nr. 5: Die Ortsverwaltung. der Orts- Krankenkasse Stadt Schöneberg. Große öffentliche Versammlung 7%, Uhr, findet im„ Wilhelmshof" erhaltung". 2. Die jetzige Geschäftskonjunktur. 3. Verschiedenes. 85/12 des Verbandes der Kürschner Berlins u. Umgegend. bier, Eberstr. 80, eine im Gewerkschaftshause( Saal 5), Engel- Ufer 15. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Robert Fendel über Pflichten der SelbstAuch Nichtorganisierte haben Zutrift. Die Kommiffion. Centralverband der Maurer Montag, 3. Auguft, abends 81/2 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal 8: aller im Verbande Versammlung organisierten Zages Ordnung: Der Stand der Lohnbewegung. Guten Besuch erwartet Tagesordnung: 1. Weshalb muß der Achtſtundentag gang Am 12. August 1903, abends Ausserordentliche in der Hausinduſtrie eingeführt werden? Referent: Stollege 2. Regge General- Versammlung 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. 102/ 16* statt. Wir ersuchen die Arbeiterschaft, ganz besonders die Arbeiterinnen, die in der Pelz- und Müzenbranche bei Hausindustriellen beschäftigt sind, auf diese Bersammlung hinzuweisen. Der Vorstand. Tages- Ordnung: 1. Wahl eines Borstandsmitgliedes ( Arbeitnehmer). 2. Besprechung der Aerztefrage. 3. Statutenänderungen. Fliesenleger. Atung! Lackierer! Adtung! Genehmigung des Bertrages mit Der Zweigvereins- Vorstand. 143,9 Dienstag, den 4. Auguft, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 3: Central- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin.- Sektion Putzer. Mittwoch, den 5. August, abends 7 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße 20: Versammlung anzustellenden 275/6 5. Verschiedenes. Schöneberg, den 31. Juli 1903. Der Vorstand. A. Wöller, Vorsitzender. Ch. Franke, Schriftführer. durch seine und den Extra Riesen- Lager Riesen- Umsatz! billig! Zurückgesetzte Teppiche. Exemplare! PrachtM. 3,75, 6, 10, 20-100 etc. Gardinen, Portièren, Möbelstoffe, Steppdecken etc. Pracht- Katalog mit 600 Abbildungen etwa in künstlerischer Ausstattung auf Wunsch gratis u. franco. UNVERGLEICHLICH füllkräftig und haltbar sind GUSTAVLUSTIG echt chinesische MANDARINMONOPOLDAUNEN gefesl. geschüst bas Bfb. M. 2.85. 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Central- Verband der Steinarbeiter Deutschlands. Marmorarbeiter. Mitglieder- Versammlung am Dienstag, den 4. August, abends 8 Uhr im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. Zages- Ordnung: 1. Bericht der Tarif- Kommission. 2. Abrechnung von der Dampferpartie. 3. Verschiedenes. 179/1 Pflicht eines jeden Kollegen ist es, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Musikinstrumenten- Arbeiter Fachverein. Montag, 3. August, abends 81%, 1hr, bei Graumann, Naunynftr. 27: Werkstatt- Delegierten- Versammlung. Tages- Ordnung: Montag, den 10. August, abends 8, Uhr: Ausserordentliche Generalversammlung im großen Saale des Gewerkschaftshauses. Zages Drdnung: Wie stellen sich die Kollegen zum Anschluß an den Deutschen Holzarbeiter- Verband? Wir bitten die Kollegen, sich bis dahin eingehend mit der TagesOrdnung zu beschäftigen und für regen Besuch der Versammlung zu agitieren. Der Vorstand. Liter von 50 Pf. an, garantiert reines Getreideprodukt. ff. Liqueure.[ 19692* Martin Berndt, Ritter- u.Prinzenst.- Ece. direkt am Alexanderplatz. August Würger Empfehle weisse Herrenhemden, Arbeitshemden, 0. Königsberger Strasse 5/6. Garantie für saubere Arbeit und Haltbarkeit. Maccohemden, Schweiss- Strümpfe etc. etc. Ferner: Blusen, Kinder- Kleider von 80 Pfennig an. Lieferant des Spar- Vereins„ Osten". 2189L Bau- und Spar- Verein 76/4 der in Gemeindebetrieben befchäftigten Arbeiter und Angeftellten. E. 6. m. b. H. Bilanz am 31. Dezember 1902. Oeffentliche Volks- Versammlung am Montag, den 10. August, abends 8%, 1hr, in Dräsels Festsälen, Neue Friedrich- Straße 35. Tages Ordnung: 1. Alkohol und Gehirn- Krankheiten. Referent Genoffe Dr. Otto Juliusburger. 2. Alkohol und Arbeiterbewegung. Referent Genosse Simon Katzenstein. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Aktiva. An Inventar- Conto Inventar- Abschreibung 10% Debitoren Bankguthaben 0 288/19 " Kassa- Conto. " Berlust- Conto Summa Der Einberufer. Achtung! Fliesenleger. 1. Der Streit bei Nieber u. Go. 2. Bereins- und Werkstatt- Angelegenheiten. Achtung! Zur Beachtung! Jede Werkstatt muß vertreten sein. Wo der Delegierte verhindert oder wo keiner vorhanden ist, hat ein Mitglied die selbstverständliche Pflicht, die Vertretung zu übernehmen. Sonnabend, den 12. September, in,.Sanssouci", Kottbuser- Strasse 4a: 21. Stiftungs- fest des fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins und Umgegend. Borstellung von Hoffmanns Norddeutschen Sängern". Mitwirkung des Sängerkreises der Musikinstrumenten Arbeiter". Dirigent: Herr Richard Lange. " Nach der Vorstellung: Großer Ball. Billet 30 Pf. Anfang 8%, Uhr. Billets sind in den Verkehrslokalen, bei Grundmann, Naunynstr. 78, bei Schwarzer, Frankfurter Allee 99, und in Nixdorf bei Krusemark, Jägerstraße 67, sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. 142/3 Der Vorstand. Achtung! Oeffentliche Verfammlung der Fliesenleger Berlins und Umgegend am Montag, den 3. August d. J., abends 8, Uhr, im„ Englischen Garten", Alexanderstr. 27c. Tages- Ordnung: 1. Der Stand unsrer Lohnbewegung. 2. Diskussion. NB. Den Kollegen zur Nachricht, daß Arbeitsniederlegungen event. Bewilligung der Forderung am Montag im Laufe des Tages der Kommission im Lokale Patt, Dragonerstr. 15, sofort mitgeteilt werden. Der Einberufer: Wilh. Schultz. Jnth. Alexander Zöls, Köpnickerstr. 137, a. d. Adalbertstr. Fürstenhof, 2209L* Elegante Festsäle ( ca. 300 Pers. fassend) zu Kränzchen, Versammlungen etc. an Sonnabenden und Sonntagen noch zu vergeben. Debet. An Gerichts- u. Stem" pelfoften- Conto Bureaukost. Conto Porto- Conto Remunerations Conto Drucksachen und M. Pf. M. Pf.!! 230 23 || M. Pf. Paffiva. Per Geschäfts- AnteilConto 1772 79 207 " " 4575 35 1670 78 509 83 Creditoren Conto " 260 50 Spargelder- Conto 4928 67 Res- Fonds- Conto 6962 96 Gewinn: und Verlust- Conto. Summa 6962 96 M. Pf. M. Pf. M. Pf. Credit. Per Zinsen- Conto Berlust- Conto. 58 65 509 83 3 38 53 10 7 73 102 25 Inseraten- Conto. 48 10 Sonstige Untoften 138 25 352 81 gelder- Conto Zinsen und SparAbschreibung und Inventar Summa Mitgliederzahl. 192 67 23 568 48 Summa 568 48 218 Genoffen 36 " 182 Genoffen 2. 184 Genoffen 38000 Mt. Am 31. Dezember 1901 31. Dezember 1902 ausgeschieden Im Laufe 1902 eingetreten. Mitgliederbestand Die Haftsumme der Mitglieder betrug am Schlusse des Geschäftsjahres Der vorjährige Berlust von 1470,90 Mr., welcher durch Anschaffung der Drucksachen, des Inventars 2c. entstand, ist vom Geschäftsanteil- Conto abgeschrieben worden. Der Vorstand. Bruno Poersch. H. Schubert. 128/4 Der Aufsichtsrat. G. Hermann. H. Paul. Frik Senf. Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise Leipzigerstr. 132/135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr. 27/29. Oranienstr. 52/55 Montag, Dienstag, Mittwoch wwwwwwwAoniel Damen- Wäsche Taghemden Achselschluss, mit Spitze Taghemden Achselschluss, mit Hand1.60 Mk. 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