Nr. 179. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis bränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn a art, für das übrige Ausland 2 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Insecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Parteigenossen! Laut Beschluß des letzten Parteitages findet der diesjährige in Dresden statt. Auf Grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der Partei- Organisation beruft die Parteileitung den diesjährigen Parteitag auf Sonntag, den 13. September, abends 7 Uhr, nach Dresden in das Lokal Trianon, Schüßenplag, ein. Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Sonntag, den 13. September, abends 7 Uhr: Vorversammlung. Konstituierung des Parteitages. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl der Mandatsprüfungs- Kommission. Montag, den 14. September, und die folgenden Tage: 1.1 Geschäftsbericht des Vorstandes. Berichterstatter: W. Pfannkuch und A. Gerisch. 2. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: H. Meister. 3. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: A. Stadthagen. 4. Maifeier. Berichterstatter: R. Fischer. 5. Der internationale Kongreß in Amsterdam 1904. Berichterstatter: P. Singer. 6. Anträge zum Programm und Organisation. 7. Sonstige Anträge. 8. Wahl des Vorstandes und der Kontrolleure. Parteigenossen! Der Parteivorstand richtet an Euch die Aufforderung, die Vorbereitungen für den Parteitag- also die Wahl von Delegierten wie die Stellung von Anträgen rechtzeitig zu bewirken. Die Anträge müssen spätestens den 31. August in den Händen des Vorstandes, Adresse: J. Auer, Berlin SW. 47, Kreuzberg str. 30 sein, wenn sie entsprechend den Bestimmungen des§ 8 Absatz II der Partei- Drganisation im Vorwärts" veröffentlicht werden und in die gedruckte Vorlage Aufnahme finden sollen. Anträge von einzelnen Parteigenossen bedürfen der Gegenzeichnung der Bertrauensperson oder des Vorstandes der örtlichen bezw. Kreisorganisation, falls sie zur Veröffentlichung und Beratung gelangen sollen. Dienstag, den 4. August 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. " Gewählt: Konf. mit sinnigen Vereinigung angehört, während der Wahlkampagne aber 6. Rottbus.- 1200. à la Richter die Socialdemokratie zum Siege verleumdete, ver- Ausschlag: Freis. Voltsp. 8674. öffentlichte fürzlich einen Artikel, wie man sie vor zwanzig Jahren 2911 Majorität. Soc. Hauptw. 9 146, Sticht. 10 691. schrieb: Mit der staatlichen Socialreform sei man auf die schiefe Kons. 10 324, 13 602. Ebene gekommen, mit ihr habe man den Socialismus principiell 3040. anerkannt. Herr Eugen Richter atmete auf, als er diese schöne BeGewählt: Konf. mit 5550 trachtung seiner Freifinnigen Zeitung" einverleiben konnte. Endlich ein wahrer Herzenston! Das ist ja die Tragikomit der Eugen Nichter, daß sie sich längst nicht mehr zu dem bekennen dürfen, was sie denken, 7. Kalau- Luckau. Ausschlag: Freis. Voltsp. 5089. Majorität. " Soc. Hauptw. 9 162, Sticht. 10 689 12 208, Kons. 16 239 1200. Ausschlag: Freis. Vereinigung 3989.[ Gewählt: Kons. mit 8087 zum reinen Manchestertum. War 8. Nedermünde- Usedom. man doch bereits so weit in der socialpolitischen, das heißt socialistischen" Heuchelei versunken, daß Eugen Richter in den Majorität. Soc. Hauptw. 5543, Sticht. 6828 Konf. 6777, " 9860. Socialdemokratie gegen die Socialreform vorwurfsvoll übernehmen 9. Schweidnitz- Striegan. 1600. " Socialistenspiegel" die klerikale Wahllüge von der Gegnerschaft der mußte. In dem Artikel der„ Weser- Zeitung" brach die freisinnige Ausschlag: Freis. Voltsp. 5341. Gewählt: Kons. mit 1656 MaNatur durch und Eugen Richter gedachte gerührt der schönen Jugend- jorität. zeit, wo man noch mit dem freien Spiel der Kräfte den geliebten Soc. Hauptw. 8784, Stichtv. 10 758 Kapitalismus verteidigen konnte. Das Manchestertum war die Kons. 10 345, 12 414. 700. theoretische Grundlage des Freisinns; indem er Schritt für Schritt 10. Lüben- Bunzlau. fein eigenstes Princip verleugnen mußte, wurde er theoretisch überflüssig, wie er in der Folge auch praktisch entbehrlich wurde. 11. " " Eugen Richter freilich wollte niemals begreifen, daß seine Partei im Grunde längst gestorben ist. Er vergnügte sich vielmehr seit dreißig Jahren damit, nachzuweisen, daß die Taktik der Socialdemokratie an allem Unheil schuld sei, und daß seine Taktik das Alheilmittel sei. 1878 veröffentlichte Eugen Richter über„ Die Socialdemokraten, was sie wollen und wie sie wirken." 12. Die Hauptstellen dieser Broschüre sind fast wörtlich in seine späteren Socialistentötereien, von den Irrlehren" und Zukunftsbildern" bis zu den ABC- Büchern" und dem" Socialistenspiegel" übergegangen. 18. Eugen Richter hat, wie er in der Sparsamkeit die Waffe gegen die Schäden des Kapitalismus feiert, auch auf dem Gebiet der geistigen 1271 Majorität. Produktion die Sparsamkeit zum höchsten Princip seiner schriftstellerischen Thätigkeit gemacht. Mit dem gleichen halben Dutzend Argumenten fristet er seit einem Menschenalter den Kampf gegen 14. Merseburg- 2500. " " " # " Ausschlag: Freis. Voltsp. 5233. Gewählt: Kons. mit 3090 Maj. Soc. Hauptw. 5279, Stichw. 7010. 5791, Kons. 10 100. Jerichow.- 2800. Ausschlag: Freis. Volksp. 6480. Gewählt: Bismard mit 4923 Majorität! Soc. Haupttv. 8 140, Stichtv. 9 742. Konf. 10 430, 14 665. Liebenwerda- Torgau.-2271. Ausschlag: Freis. Voltsp. 4960. Gewählt: Kons. mit 2737 Maj. Soc. Hauptwv. 5027, Sticht. 7 359. Kons. 7298, 10 196. Delitzsch- Bitterfeld+1000. Ausschlag: Freis. Vereinigung 5375. Gewählt: Konf. mit Soc. Haupttv. 10 482, Sticht. 12 100. Konf. 9 479, 18 371. Ausschlag: Freis. Voltsp. 6641. Gewählt: Kons. mit 5102 Majorität. Soc. Hauptw. 8168, Sticht. 10 039. Konf. 10 647, 15 141. I. Mecklenburg 560. Ausschlag: Freis. Wolfsp. 4267. Gewählt: Kons.( Rettich!) mit Soc. Haupttv. 6361, Stichtv. 7337. Konf. 6918, 8975. " " die Socialdemokratie. 1878 machte Eugen Nichter die falsche Taktik der Socialdemokratie dafür verantwortlich, daß die Fortschrittspartei im Kampf gegen Bismard unterlegen war. Und weil die Social- 15. demokratie, Streits systematisch vom Zaune gebrochen", war sie auch schuld an der Verschärfung des Krachs nach der Gründerzeit 1638 Majorität. ( 1871-1874). Das Geschwäß von der Stärkung der Reaktion durch die Socialdemokratie kehrt seitdem bei allen Wahlen wieder, und ebenso ist die falsche Taktik der„ Socialdemokratie" schuld an sämtlichen 16. VI. Mecklenburg.-680. Handlungen der Reaktion, lezthin z. B. am„ Antrag Kardorff". Ausschlag: Freis. Volksp. 3058. Gewählt: Konf. mit 2208 recht- war hat die falsche Taktik der Socialdemokratie bis zu der Höhe Majorität. Soc. Hauptv. 6451, Sticht. 6847. einer Drei Millionen- Partei geführt und die unentwegt richtige Konf. 7136, 9055. Tattit der Freisinnigen Volkspartei schließlich den Erfolg gehabt, 17. Mecklenburg- Strelit. 1130. daß bürgerliche Wizblätter Eugen Richter und seinen Freund Hermes Ausschlag: Freis. Vereinigung 4658. Gewählt: Konf. mit als die legten beiden Azteken des Freisinns tonterfeien aber 2544 Majorität. das erschüttert die Ueberzeugung des genialen Parteitaktikers nicht im mindesten. Die Parteigenossen, die zum Parteitag kommen, werden ersucht, von ihrer Delegation dem Vorstande und dem Lokalkomitee zeitig Mitteilung zu machen, damit ihnen die Vorlagen und eventuell weitere Mitteilungen zugesandt werden können. Die Adresse des Lokalkomitees lautet: Karl Sindermann, Dresden A., Zwingerstr. 22. Mandatsformulare sind durch das Parteibureau J. Auer, Berlin SW. 47,& reuzbergstr. 30 zu beziehen. " Soc. Hauptt. 9 191, Sticht. 11 333. Antis. 10 637, 15 478. Heilbronn.+1840. " Soc. Hauptwv. 6366, Stichw. 7920. Kons. 7496, 10 464. Inzwischen aber ist von Jahr zu Jahr die Volkspartei in 18. Bautzen.-1446. aufsteigendem Maße eine Zutreiberin der äußersten Realtion geworden, mit 4145 Majorität. Ausschlag: Freis. Volksp. 1967, Centrum 1742. Gewählt: Antis. beren Stärkung doch die Schuld der Socialdemokratie sein soll. Die politische Verwahrlosung durch eine perverse Führung hat schließlich dahin gewirkt, daß die Freifinnige Volkspartei eigentlich nur noch den Zwed hat, dem Juntertum und dem Klerifalismus gegenüber der Social demokratie zu Hilfe zu eilen. Bei den letzten Wahlen haben sich sogar die Nationalliberalen hier und da zuverlässiger gezeigt als die Freisinnigen. Einzelnen Nationalliberalen war die antiklerikale Ueberzeugung doch ernst genug, um sie zu veranlassen, für die Socialdemokratie zu stimmen, um gegen das Centrum anzukämpfen. Die Genossen, die Anträge einreichen, werden darauf merksam gemacht, daß etwaige den Anträgen beigegebene Motive weder im„ Vorwärts", noch in der den Delegierten zugehenden Vorlage Aufnahme finden können. Es steht den Genossen das Recht zu, ihre Anträge selbst oder durch befreundete Genossen auf dem Parteitag mündlich zu begründen. Ein Abdruck der Motive verbietet sich aber aus räumlichen Gründen und um Wiederholungen zu vermeiden. Berlin, 25. Juli 1903. Mit socialdemokratischem Gruß! Der Parteivorstand. Alle die schönen Redensarten von der liberalen Sammlung und liberalen Renaissance verschwinden vor den dürren Zahlen der Wahlstatistit, die zeigen, daß diese Volkspartei", trop aller Gemeinsamkonnte, an die Reaktion verkauft hat. Die freisinnigen Auslieferungen an die feiten auf politischem Gebiete, die Socialdemokratie überall, wo sie Junker. Die nachfolgende Tabelle verdient als ein Denkmal frei finniger Schande Beachtung. Die Ziffern und die Zeichen+ undIn der„ liberalen" Bresse häuften sich seit den Wahlen die Be- hinter den Kreisen bedeuten, daß die Socialdemokratie in der trachtungen über die Bildung einer großen" liberalen Partei, über Hauptwahl dem Stichwahlgegner um die angegebene Ziffer überdie Wiedergeburt des zusammengebrochenen Freisinns. Bumeist legen(+), oder aber hinter ihm zurückstehend(-) gewesen ist. waren diese Betrachtungen gespidt mit Angriffen gegen Eugen vom Freifinn an Konservative, Antisemiten und Band der Landwirte Richter, den Totengräber des Freisinns. ausgelieferte Wahlkreise. 3100. Ausschlag: Freis. Voltsp. 5121. Gewählt: Kons. mit 4327 Majorität. Soc. Hauptt. 6775, Stichw. 8897. Kons. 9949, 13 210. " Es ist natürlich falsch, alle Schuld auf einen Mann zu laden. Die Schuld trägt der ganze Freifinn, der, wenn er je besser gewesen 1. Ruppin- Templin wäre, längst für eine Erneuerung der liberalen Politik gesorgt haben könnte. Wohl aber trifft es zu, daß das philiströse Unverständnis für die zeitbeherrschende Frage der Arbeiterbewegung und zugleich damit die Neigung, lieber die Reaktion als die Arbeiterklasse zu 2. Ober- Barnim+ 373. stärken, in Eugen Richter den typischen Vertreter gefunden haben. Herr Eugen Richter ist der Ausdruck des turzsichtig kapitalistischen Liberalismus, wie ihn die krüppelhafte Entwicklung des deutschen Bürgertums mit sich brachte, und Herr Eugen Richter wiederum hat den Liberalismus inumer tiefer in die Sadgaffe der Reaktion geführt. Herr Eugen Richter läßt sich durch das Sommergerede einiger liberaler Majorität. Blätter nicht beirren. Da er immer noch, dank konservativ- klerikalliberal- socialdemokratischer Wahlhilfe an der Spige eines Häufleins Majorität. W 9450. . Gewählt: Konf. mit 505 Ausschlag: Freis. Boltsp. 2904. Gewählt: Kons. mit 1107 Soc. Hauptt. 7202, Stichw. 8357. Kons. 6829, 3. Potsdam+2000. Ausschlag: Freis. Boltsp. 5289. Soc. Hauptw. 15 711, Stichw. 18 095. Kons. 13 746, 18 600. 250. von Getreuen trabt und der Starte fich ja am mächtigsten allein 4. Bauch- Belzig. fühlt, so treibt er seine Lebensarbeit im alten Stile munter weiter. Er schlachtet in der Freifinnigen Zeitung" die Rebellen dugendweise 1679 Majorität. ein, citiert die Lobsprüche des kleinsten freisinnigen Winkelblattes, das aus der Richterschen Gartüche in der Zimmerstraße gespeist wird, und 5. Landsberg- Soldin. beweist, wie seine Tattit allein richtig sei. Außerdem ist ihm neulich " 19. Ausschlag: Deutsche Volfspartei 5566, Centr. 3809, Natl. 2067. Gewählt: Bündler mit 1580 Majorität. Soc. Hauptw. 7816, Stichw. 12 460. Bund 14 040. 6476, 20. 21. " " Bom Freifinn an Nationalliberale ausgelieferte Wahlkreise. Schleswig.+160. Ausschlag: Freis. Voltsp. 5447. Gewählt: Natl. mit 1626 Maj. Soc. Hauptw. 5754, Stichw. 7933. 5595, Natl. 18. Hannöverscher Kreis. 9559. 500. Ausschlag: Freis. Voltsp. 3524, Welfe 2138, Konf. 1779. Gewählt: Natl. mit 5054 Majorität. Soc. Hauptw. 5964, Sticht. 7178. 22. Hanau.+5668. Natl. 6466, 12 232. Ausschlag: Centrum 4814. Freis. Voltsp. 1865. Antis. 517. Gewählt: Natl. mit 1321 Majorität. " 23. of.+3227. Soc. Hauptw. 15 470, Stichw. 16 548. Natl. 9762, 17 867. " Ausschlag: Freis. Boltsp. 3780. Gewählt: Natl. mit 810 Majorität. Soc. Hauptwv. 10 687, Stichw. 12 295. Natl. 7 573, 24. Gannstatt.-1441. 12 605. Ausschlag: Deutsche Voltspartei 2259. Centr. 608. Gewählt: Natl. mit 3366 Majorität. Soc. Hauptw. 11 538, Stichtv. 13 491. Natl. 13 001, 16 857. 25. Koburg.+350. " " Ausschlag: Frs. Voltsp. 8120. Gewählt: Natl. mit 447 Majorität. Soc. Hauptw. 3972, Sticht. 5553. Natl. 5906. " 3778, " * * Es sind somit 25 Wahlkreise an die Zollparteien von den Freisinnigen aller drei Nichtungen ausgeliefert worden; die Freifinnige Gewählt: Kons. mit Vereinigung ist in vier Kreisen an diesem trüben Handel beteiligt, die Süddeutsche Volkspartei in zwei, Heilbronn und Cannstatt. In Heilbronn hat zwar der größere Teil der Demokraten für uns gestimmt, aber es ging doch eine genügende Anzahl zum 13 727. Ausschlag: Freis. Voltsp. 3803. Soc. Haupttv. 11 070, Stichw. 13 048. 13 320, Konf. Ausschlag: Freis. Vereinigung 4744. Gewählt: Konf. mit Gegner über, um unsren Erfolg zu verhindern. Soc. Hauptw. 6 985, Sticht. 8122. Konj. 11 442, ein großes Glück widerfahren. Bum erstenmal seit langer Zeit 6434 Majorität. konnte er endlich wieder einmal einen unverfälschten manchesterlichen Erguß abdrucken. Die Bremer Weserzeitung", die zwar der Frei4400. 14 556. Zu diesen 25 Wahlkreisen kommen noch einige, in denen sich zwar auch ein erheblicher Teil der Freisinnigen zu den Parteien des Brotwuchers und der Reaktion schlug, wo aber doch der zum social demokratischen Erfolg hinreichende Teil der Wähler diese Politik nicht mitmachte. Hierher gehören außer einigen andren Kreisen: Wurzcn-Oschatz-s-236. Ausschlag: greif. Volksp. 2590. Gewählt: Soc. mit 189 Majorität. Soc. Hauptw. 10 060, Stichw. 11 697. Kons.„ 9 824,. 11 508. Borna-Pegau.+1600. Ausschlag: greis. Vereinigung 3162. Gewählt Soc. mit 2010 Majorität. Soc. Hauptw. 10 403, Stichw. 12 698. Kons.„ � 8 804,„ 10 678. Wie verhielten sich demgegenüber die Socialdemo- k r a t e n? Es ist uns gewiß nicht leicht geworden, für den greisinn in der Stichwahl einzutreten. Und es wäre begreiflich genug ge- Wesen, wenn wir uns diesmal entschlossen hätten, diese kleine aber ohnmächtige Partei wegen ihrer verräterischen Haltung ihrem Schick- sal zu überlassen. Gleichwohl überwanden wir uns und traten überall g e s ch l o s s e n für den greisinn ein. Die drei freisinnigen Parteien, welche 25 Kreise an die Zollparteien auslieferten, verdanken 15 Mandate der Socialdemokratie, und zwar die greisinnige Volkspartei 7, die greisinnige Ver- cinigung 4, die Deutsche Volkspartei 4. Es sind das die Mandate in Grimmen- Greifswald, Grünberg- greystadt. Sagan-Sprottau (gewählt: Miiller-Sagan!), Glogau, Löwenberg(gewählt:-Kopsch!), Schweinitz- Wittenberg. Mülhausen- Langensalza. Tondern-Husum, Calw-Nagold. grcudenstadt-Horb, Balingen-Rottweil, Bingen-Alzeh, Meiningen, Waldeck, Stratzburg-Land. Es ist dabei besonders zu beachten, daß das Centrum, daS die Richtersche Taktik besonders umbuhlt, durchweg bei Stichwahlen zwischen Konservativen und greisinnigen den Zollbrüdern bcisprang, wie auch die Nationalliberalen(Memmgen!) lieber einen Antisemiten tvie den greisinnigen unterstützten, gerner ist zu bemerken, daß noch in Iveitcrcn vier Kreisen(nämlich in Rothenburg, Kolberg-Köslin, Norden-Emden, Crailsheim-Mergentheim) die Socialdemokratie ge- schlössen für den greisinn eintrat, ohne aber den Sieg herbeiführen zu können. Es ist begreiflich, daß diese Thatsachew der Socialdemokratie die Lust verleiden, solcher freisinnigen Bourgeoisie weiterhin das Dasein zu fristen. Ohne Zweifel wächst in der Arbeiterklasse die Meinung, daß ihr die Existenz einer liberalen Partei gleichgültig werden muß, die in den entscheidenden Momenten, selbst wenn nur gragen des bürgerlich-libcralen Programms entschieden werden, fast völlig ver- sagt und der Reaktion den Steigbügel hält. Nun stehen die preußischen Landtagswahlen bevor. Da können unsre Erfahrungen bei der Reichstagswahl nicht ohne Einfluß bleiben. Herr Eugen Richter betreibt bereits wieder seine geniale Mandatstaktik, er rechnet, wie er durch Hilfe von allen Seiten, von der Socialdemokratie, von den Nationalliberalen, vom Centrum„leidlich abschneiden" könne. Er betreibt diese Taktik der Unentschlossenheit und bangen Anlehnung an die„Mittelparteien", obschon er ihr das Zusammenschmelzen seiner Reichstags-Mandate ver- dankt und indem er wiederum die selbstlose Hilfe der Socialdemokratie für selbstverständlich erachtet. Diese Spekulation auf die Selbstlosigkeit der Socialdemokratie ist aber verfehlt. So sehr die socialdemokratische Beteiligung an den preußischen Wahlen in erster Linie die Erweckung des Volksinteresses an der wichtigen Landesgesetzgebung und den Protest gegen die Ungerechtigkeiten des Wahlsystems bezweckt, so hält unsre Partei doch mit gutem gug daran fest, daß ihr, der weitaus größten Partei Preußens, eine Vertretung im Abgeordnetenhause gebührt. Der bekannte Beschlutz unsrer preußischen Landeskonferenz bleibt in voller Kraft, wenn auch die Aenderung des Wahlreglements eine andre, seinem Sinn gemäße Ausführung erfordert. Wenn der greisinn bereit ist, ähnlich wie bei der Reichstagswahl, der Reaktion die Landtags-Wahlkreise zu über- liefern, so muß er sich darauf gefaßt machen, daß er selbst, soweit er auf socialdemokratische Hilfe angewiesen ist, aus dem Landtage ver- schwindet._ poUtifcbc Ocberficht. Berlin, den 3. August. Die Wühler gegen das Wahlrecht. Es ist festzustellen, daß keiner der Unterzeichner des Giesebrecht- schen Cirkulars den Versuch macht, sich von der Schuld, deren er be- klagt ist, zu lösen. Die sämtlichen Komnierzienräte und Groß- fabrikanten sowie der freikonservative Abgeordnete Weyerbusch sitzen fest auf der Ueberführung, daß sie ihren Einfluß und ihre Geld- mittel aufgewendet haben, um in nächster Zeit einen großen publizistischen Vorstoß gegen das gleiche Wahlrecht zu unternehmen, dessen Ziel sein sollte, die Aenderung des Wahlrechts bis zu Beginn des nächsten Reichstages zur innerpolitischen Hauptfrage anwachsen zu lassen. Wenn jetzt eine Anzahl bürgerlicher Blätter unsre Dar- stellung des Vorgehens jener erklärten Wahlrechtsfeinde als übertrieben ausgeben will, so sind wir vielmehr über- zeugt, daß es politisch recht bedeutungsvoll war, in die Vorbereitungen der Wahlrechtswühler hineinzuleuchten. Man braucht die Bemühungen der Giesebrecht-Herrschaftcn, wie wir sofort sagten, nicht zu überschätzen, jedenfalls ist es gut, daß sie gründlich auf- gedeckt werden konnten. Besonders die„Germania" ist am Werk, der Angelegenheit die Bedeutung abzusprechen, und sie bringt die ansehnliche Leistung zu stände, aus diesem Anlaß sich nicht gegen die Wahlrechts-Gegner, sondern gegen— die Socialdemokratie in schimpfender Entrüstung zu ergehen. Die„Germania" spielt sich seit einiger Zeit uns gegenüber als Lehr- meisterin der politischen Sittsamkeit auf, aber sie selbst betreibt die frechste Polemik; sie beginnt ihren Artikel über unsre Veröffent- lichung sogleich mit der liebenswürdigen Zumutung, es seien Akten- stücke veröffentlicht,„bezüglich deren Erwerbung der„Vor- wärts" nicht gerade über die Gewissenhaftigkeit des Stehlers und des Hehlers sich erheben kann". Ohne irgend welchen Beweis und gegen die Wahrheit erhebt die anständige„Germania" die niedrigsten Beschuldigungen. Weiter erdreistet sich die„Germania" zu dem Ausruf„Der reine Schwindel!", weil wir mitgeteilt haben, daß außer dem Abg. Weyerbusch noch andre Abgeordnete hinter dem Unternehmen stehen. Zu einer solchen, von jeder sachlichen Kritik absehenden, rüden Polemik muß man schon die politische Wohlanständigkeitsschule der„Germania" abgeleistet haben I Die„Germania" meint sodann: Was ist denn großes daran? Man wisse doch längst, daß einzelne Leute in der konservativen und nationalliberalen Partei das Reichstags-Wahlrecht ändern wollen; daD seien aber doch nicht die Parteien als solche. Die„Germania" scheint bereits wieder vergessen zu haben, daß erst kurz vor der Wahl der im Austrage der konservativen Parteileitung heraus- gegebene„Ratgeber für die Konservativen im Deutschen Reiche" in aller Deutlichkeit und Heftigkeit sich gegen die Gleichheit und die geheime Stimmabgabe im ReichstagS-Wahlrecht aus- sprach. Es ist aber überhaupt eigenartig, daß die „Germania" die vorliegenden Thatsachen abzuschwächen ver- sucht, indem sie sich gegen Behauptungen wendet, die wir gar vicht gemacht haben. In derselben Richtung liegt der weitere Versuch des Centrunisblattes, die Neigungen der Wahlrechtsfeinde zu be- schönigen durch cynisch erfundene Anschuldigungen gegen die Social- demokratie, die. durch ihre„mit Lug und Trug, mit Haß und Hetze" betriebene Agitation die Schuld tragen an der Abkehr vom bisherigen Wahlrecht. Die von uns aufgedeckten Beswebungen der Wahlrechtsfeinde sind für die„Germania" harmlos, sie entdeckt dafür eine wirkliche Verschwörung:„Die wirkliche Verschwörung gegen das bestehende Reichstags-Wahlrecht geht von der Socialdemokratie aus". So arbeitet die Centruinspresse mit beweislos ausgestoßenen Schmähungen und leistet eiftig Vorschub den Wahlrechtsfeinden, mit denen sie doch vorgiebt keine Gemeinschaft haben zu wollen. Uebrigens möge die'„Germania" einsehen, was der„Reichs- böte" und die„Rheinisch-Westfälische Zeitung" zu dem Giesebrecht- Cirkular schreiben. Beide Blätter erklären sich offen für jene Be- strebungen.—_ Industrie-Möller. Der preußische Handelsininister Möller nahm an einer Feier der Hannoverschen Maschinenbau- Aktiengesellschaft in Linden bei Hannover teil. Es wurde die Fertigstellung der 4000. Lokomotive und des 5000. Dampfkessels gefeiert. Herr Möller hielt eine An- spräche, in der er, gemäß der induswiellen Umgebung, in der er sich befand, sein industrielles Herz fand. Er erinnerte, wie der deutsche Maschinenbau allmählich zur.Ebenbürtigkeit mit dem englischen heran- wuchs, und er führte dann nach dem„Hann. Cour." aus: „Unsre ganze weitere Entwicklung dreht sich darum, daß wir immer an der Spitze bleiben und uns von niemand überflügeln lassen, daß wir die beste Arbeit zu möglichst billigem Preise herstellen, damit wir allen andren Nationen überlegen sind. Wenn wir auf dem Wege fortschreiten, wenn nicht bei uns ähnliche Dinge, wie sie sich in England breit gemacht haben, dahin Platz greisen, daß man nieinte, Arbeitsersparnisse durch Maschinen wären ein Schaden für die Arbeiter, nur dann werden wir wirklich an der Spitze bleiben können. Durch Ersparnis von Arbeit werden manche Hände allerdings nicht mehr gebraucht, aber nur, um mit unfern Händen mehr fertigzustellen und denselben Händen einen sehr viel höheren Lohn zahlen zu können, als er früher möglich war. So, meine Herren, hängt all Ihr Wohl und Wehe davon ab, daß die glückliche Entwicklung, die wir in den letzten Jahrzehnten genossen haben, auch weiterhin ihren Fortgang nehmen möge." Weiter betonte der Minister, daß es wünschenswert sei, das Aus- land zum Absatz unsrer Industrie offenzuhalten. Das sind die Wünsche des Handelsministers. Aber die Schutzzollpolitik, die er selbst mikbetrieben, versagt die Aussicht auf Erfüllung. Herr Möller fordert, daß die deutsche Industrie beste Arbeit zu möglichst billigen Preisen liefere, um an der Spitze der Weltkonkurrenz zu bleiben. Aber derselbe Herr Möller verschlechtert durch Verteuerung der Lebenshaltung der Arbeiterklasse die industrielle Arbeitsleistung Deutschlands und zwingt die Industrie durch Verteuerung der Arbeitskraft und der Rohmaterialien zu höheren Preisen für ihre Waren! Herr Möller wünscht auch Offen- Haltung des Absatzes in das Ausland. Aber er hat einen Zolltarif mitbetricben, der die Absperrung der Grenzen und die Einengung des deutschen Jndustrieabsatzes vorbereitet! Ein kurioser Förderer einer„glücklichen Entwicklung" I— Wie man Minister wechselt. Im Juni 1900 starb Großherzog Peter von Oldenburg, es folgte ihm Friedrich August. Bei seinem Regierungsantritt bot ihm das Ministerium Jansen seine Demission an. Das war nur Form- fache, aber zwei Monate später wurde urplötzlich das Ministerium ent- lassen und ein neues Ministerium Willich wurde berufen. Jetzt ver» öffentlicht ein oldenburgischcö Blatt Aktenstücke, die die Ursachen der plötzlichen Entlassung zeigen und zugleich ein interessantes Dokument für das Verhältnis eines Fürsten zu seinen Ministern bilden. Die Enthüllungen bestehen in einem Telegrammwechsel folgenden Wortlautes. Zunächst ein Telegramm des Großherzogs: „Habe unbegreiflicherweise bis heute noch keinerlei Bericht weder über Lemwerder noch Kabelländereien-Vergrößerung erhalten. Wünsche eiligste Behandlung der Fragen. Friedrich A u g u st." Darauf erfolgte noch an demselben Tage nachstehende Antwort des Staatsministers Jansen. Die dazu von der Hand des Groß- Herzogs gemachten Randbemerkungen sind in Klammern beigefügt: „ Ün t ert h äni g ste s Promemoria. Die in dem heutigen Telegramm Ew. Königl. Hoheit berührten Angelegen- heilen gehören zum Geschäftskreise des Finanzdepartemcnts. Der verantwortliche Ressortminister ist aber abwesend. Sind die beregten Anträge so dringlich, daß die Entscheidung keinen Aufschub gestattet, so wird eine Verfrühung der Rückkehr des Ministers Heumann ins Auge gefaßt lvcrden müssen.(Rand- bemerkung des Großherzogs:„Kaufmännische und Handelssachen sind immer dringlich, wenn es sich um Neuanlagen handelt.") Ich halte sie in dem Maße dringlich nicht, weil beide Angelegenheiten voraussichtlich nicht ohne Mitwirkung des Land- tags erledigt werden können(Randbemerkung:„Dann sind ste doch erst recht dringlich.") und diese auch aus allgemeinen Gründen nicht so rasch herbeigeführt werden kann, daß nicht für die In- struktion der zu fassenden Entschließungen ausreichende Zeit bliebe.(Randbemerkung:„Warum nicht?") Dazukommt, daß auch wohl das gegenwärtige, in allernächster Zeit zurücktretende Ministerium über an den Landtag zu bringende Anträge nicht mehr wird beschließen können, da dadurch dem demnächstigen, dem Landtage gegenüber verantwortlichen Ministerium in unzulässiger Weise vorgegriffen werden würde. (Randbemerkung:„Ganz richtig I") Die Sache ist nicht langsam behandelt ivorden(Randbemerkung:„Hätte aber noch schneller bewerkstelligt werden können!") und eine Verzögerung, deren Vorwurf in der Fassung deS allerhöchsten Telegramms von heute mittag zum Ausdruck zu kommen scheint, hat in dem Nordenhamcr Falle so wenig wie in der Lemwerder Sache stattgefunden.(Randbemerkung:„Darüber können die Auffassungen verschieden sein.") Jansen." Es folgt von der Hand des Großherzogs eine längere hier nicht interessierende Ausführung über die Wichtigkeit der beiden fraglichen Angelegenheiten. Der Schlußsatz lautet: „Da aber das jetzige Ministerium seine Demission mir zur Ver- fügung stellte zu von mir zu bestimmendem Termine, so scheint mir die unumstößliche Folge davon zu sein, daß nunmehr im Interesse des Landes der Wechsel einzutreten hat." Es giebt gar lebhafte Temperamente unter den deutschen Fürsten.—._ Wiederum ungeheuerliche Soldatcnmißhandlungen? AuS Metz wird der„Franks. Ztg." vom 30. Juli berichtet: Vor einiger Zeit lief eine kurze Notiz durch die reichsländischen Blätter: Der Musketier Kruse vom 17. Jnfanterie-Regiment in Mörchingen hat sich durch einen Schuß entleibt. Ursache: wahr- scheinlich Schwermut. Also die berühmte Vcrlegenheitsdiagnose, auf welche die Akten gewöhnlich geschlossen werden. Das wäre vielleicht auch hier geschehen. Aber kurze Zeit nach dem Selbstmord erhielt der zuständige Hauptmann der 4. Conipagnie des genannten Regiments einen anonymen Brief, in dem der Unteroffizier Dunkel beschuldigt wurde, die verzweifelte That durch die Behandlungsweise, die er dem Kruse angedeihen ließ, verursacht zu haben. Der Gerichts- Herr der 33. Division beauftragte nunmehr das Kriegsgericht mit der Untersuchung des Falles, und das Ergebnis war eine doppelte Anklage; erstens gegen den Unteroffizier Fritz Dunkel, 27 Jahre alt, aus Ostpreußen, wegen Mißhandlung von Untergebenen in Ver- Hindling mit schweren Beleidigungen, unvorschriftsmäßigeni Gebrauch der Waffe, Mißbrauch der Dienstgewalt w., in zusammen nicht weniger als 576 Fällen, die alle in der Zeit vom Dezember vorigen Jahres bis Juli diesen Jahres lagen. Im Zusammenhang hiermit, aber in gesonderter Verhandlung wurde gegen den Lieutenant Stahl aus Kiel von derselben Compagnie Anklage aus Z 147 des Militärstrafgesetzbuchs- Nichterstattung einer ihm obliegenden dienst- lichen Meldung— erhoben. Zur ersten Verhandlung erschienen 52 Zeugen, zur Verhandlung gegen den Lieutenant nur drei Musketiere und der Angeklagte Dunkel (letzterer als Entlastungszeuge, blieb aber unvereidigt). Dunkel. der zwar schon sechsmal vorbestraft ist, darunter einmal, weil er einen Soldaten durch einen andern„abwaschen" ließ, brachte von seinen ftüheren Vorgesetzten in Ostpreußen dennoch ein geradezu brillantes Zeugnis über seine hervorragenden militärischen Talente mit zur Kapitulation beim 16. Armeecorps. Er mutzte auch hier das ganze Vertrauen seiner Vorgesetzten dauernd und un- eingeschränkt genossen haben und wenig oder gar nicht beauffichtigt worden sein; denn sonst konnte er doch unmöglich seine gewohnhcits- mäßigen Brutalitäten begehen. Die Beweiserhebungen mit den Zeugen ergab folgendes: Dunkel erhielt die Rekrutenausbildung anvertraut— unter Aufsicht des Lieutenants Stahl— und hatte nun tagtäglich sämtliche Rekruten, von denen viele als Polen der deutsche» Sprache noch gar nicht mächtigwaren, einfach malträtiert, d. h. mit Ausnahme des Rekruten, der die Ehre hatte, sich Herrn Dunkels„Putzer" nennen zu dürfen. Nur durch langes Zureden sind manche der Zeugen zu bewegen, offene Aussagen zu machen. Aus Furcht vor dem eigenartigen„Stellvertreter Gottes auf Erden" haben sie alles schweigend ertragen, ohne je Meldung zu erstatten, und auch Kruse hatte es vorgezogen, sich schweigend aus der schönsten aller militärischen Welten zu drücken. Deshalb kommen die gegen ihn begangenen Thaten nur unvollkommen ans Licht. Ohrfeigen über Ohrfeigen war die gelindeste, aber sehr reichliche Tageskost. Daneben wurden erwiesen: Stöße und Fuß- tritte gegen Gesäß und Unterleib, Hiebe mit flacher Klinge und mit der Scheide, wozu die Betreffenden sich über den Schemel legen oder„Rumpf vorwärts beugt" machen mußten. Nach absolviertem Straftapport schickte Dunkel den Kruse einst mehr als 20mal hintereinander mit feldmarschmäßiger Ausrüstung die Kasernentreppen hinauf und hinunter. Musketier Liedecke bekam mindestens 60 Ohrfeigen und wurde ebenso oft gestoßen, getreten und gekniffen. Einst riß ihm Dunkel ein kleines Loch an der Schuhsohle so weit auf, daß er fünf Kieselsteine hineinstecken konnte, und so mutzte er 125 Meter weit marschieren. In der Jnstruktionsstunde bestrafte Dnnkel die»Schwachen" damit, daß sie den Schemel verkehrt auf den Boden legen und sich auf den spitzen Schemel- fuß setzen mußten. Einer mußte auf Befehl mehrere Male mit dem Kopf gegen das Spind rennen. Einem andern schlug Dunkel die Zähne blutig, und als der Mann das Blut ausspie, schrie ihn Dunkel an:„Was. das Schwein spuckt auch noch!" Ein andrer wieder mußte ölige Gewchrläufe zwischen die Lippen nehmen und das Flöteblasen markieren. War aber Dunkel mit der ganzen Mann- schaft unzuftieden, hieß es Marsch, Marsch, unter die Betten kriechen. So gehen die Zeugenaussagen stundenlang fort. Dunkels Erfindergeist war unerschöpflich in Nieder- tretung jeglicher Spur von menschlicher Würde bei den unglücklichen Rekruten. Bor Gericht leugnete er frischweg alles ab und beantragte vor allem, daß sein brillantes Führungszeugnis aus Ostpreußen verlesen würde. Wohl gab er endlich zu, hin und wieder eimnal einen „leicht angefaßt" zu haben. Aber alles andre sind„steche Lügen", für welchen Ausdruck er sich eine Zurechtweisung vom Verhandlungsführenden zuzieht. Sind auch für viele der Anklage- punkte bündige Beweise nicht mehr zu erbringen, so gewinnt doch das Gericht die Ueberzeugung, daß er sich in mindestens 366 Fällen schuldig gemacht hat, und er wird deswegen zur Degradation und zu 2Vz Jahren Gefängnis verurteilt. Nun kam Lieutenant Stahl an die Reihe. Er hatte beim Rekrutenexerzieren im Dezember bemerkt, daß ein Musketier die Säbelkoppel nicht ganz richtig umgeschnallt hatte, und zeigte das dem Unteroffizier Dunkel. Er wendet sich darauf hinweg, und Dunkel giebt nun dem Bemängelten ein paar kräftige Ohrfeigen. Wie zwei Zeugen bestätigen, muß der Lieutenant die Mißhandlung bemerkt haben; denn er drehte sich sofort um und rief:„Unter- offizier Dunkel, ich will so etwas nicht wieder sehen." Der Lieute- nant behauptet vor Gericht, von der Mißhandlung nichts bemerkt zu haben, weshalb er auch keine Meldung machen konnte. Der angeblich Mißhandelte sei auch fast„unzurechnungsfähig", auf seine Aussage)ei nichts zu geben. Trotz dieser eigenartigen Zeugenkritik. bei der ihm sein Verteidiger, ein Hauptmann, gleichmäßig sekundiert, wird Stahl im Sinne des§ 147 zu einer Woche Stuben- arrest verurteilt. Er ist übrigens schon im Januar einmal wegen Mißhandlung eines Soldaten zu acht Tagen Stubenarrest verurteilt worden. Mit einer Revision der Sudmissionsbedingungen für staatliche Arbeiten beschäftigt sich die preußische Regierung. Sie hat einen neuen Entwurf zu„Allgemeinen Bestimmungen betreffend die Vergebung von Staatsbauten, Leistungen und Lieferungen" aus- gearbeitet und den Unternehmer-Vereinigungen zur Begutachtung vorgelegt. Aus einem daraufhin von der Berliner Handelskammer erstatteten Gutachten, das in der Presse besprochen wird, erfährt man etwas über den Inhalt dieses Entwurfs. Für Arbeiter interessant ist daran wesentlich das, waS nicht drin steht: nämlich Vorschriften über Arbeitszeit und Arbeitslohn der Arbeiter. Wenigstens gedenkt das Gutachten der Berliner Handelskammer keiner solchen Vorschrift. Die Schleuderkonkurrenz soll allerdings wie schon in den bisherigen Bestimmungen ausgeschlossen werden durch die Vorschrift, daß solche Angebote unberücksichtigt bleiben sollen. die eine in offenbaren: Mißverhältnis zu der Leistung oder Lieferung stehende Preisforderung enthalten, so daß nach dem ge- forderten Preise an und für sich eine tüchtige Ausführung nicht er» wartet werden kann. Dazu gehört aber auch, daß die ver- gebende Verwaltung sich der ordentlichen Bezahlung der Arbeiter bei einer Höchstgrenze der Arbeitszeit versichert. Das garantiert ihr erst eine ordentliche Ausführung der Arbeiten. Schließlich hat eine Staatsregierung aber auch socialpolitische Aufgaben und gerade als großer Auftraggeber kann sie diese praktisch bethätigen und deshalb müßte sie auch in den Submisstonsbedingungen neben Arbeitslohn und Arbeitszeit die Beobachtung aller gesetzlichen Arbeiterschutz- Vorschriften den Unternehmern zur strengsten Pflicht machen. Wenn die Regierung, wie es sich gehörte, neben den Unternehmer- Vereinigungen auch die Arbeitergewerkschasten zur Begutachtung der neuen Submissionsvorschriften herangezogen hätte, dann hätten ihr die Arbeiter das selber gesagt. Und so gut wie bei Streifig- leiten zwischen der aufttaggebenden Behörde und dem Unternehmer ein Schiedsgericht eingesetzt wird, so müßten auch, sobald die Ar- beiterverhältnisse in diesem Streit eine Rolle spielen, die Arbeiter zu einem solchen Schiedsgericht herangezogen werden. Fordert doch die Berliner Handelskammer die Einfügung der Streikklausel in die allgemeinen Bestimmungen. Sie thilt das allerdings in folgender Einschränkung: „Wenn wir den Antrag stellen, daß die Staatsverwaltung bei Durchführung der VerdingungSverträge auf die Notlage, in die Lieferanten durch Ausstände gebracht werden können. Rücksicht nehme, so müssen wir dabei betonen, daß wir selbstverständlich| siegte, ist der„ Natlib. Korresp." zufolge Wahlprotest erhoben worden, diese Forderung nur in dem Umfange vertreten, in welchem sie weil festgestellt wurde, daß u. a. über 100 Leute zu Unrecht wählten, durch Recht und Billigkeit begründet erscheint. Wir nehmen das da sie entweder das wahlfähige Alter nicht besaßen oder ArmenEntgegenkommen der Staatsverwaltung für die Lieferanten nur so unterstützung erhielten. weit in Anspruch, als diese ohne Verschulden in den Ausstand hineingezogen worden sind." einer Eine Urteilskorrektur. die " " " Frankreich. in denen Es dauerte ge= in Antiklerikale Kundgebung. Vor dem Denkmale Etienne Dolets veranstalteten heute Freidenker- Vereine eine Kundgebung. Sie vers sammelten sich vor dem Stadthause und zogen, die Internationale singend, nach dem Maubert- Blaze. Auf dem ganzen Wege hatten Zur Präsidiums- Angelegenheit. Gerade wenn man solche Einschränkung macht, ist es erst recht Genosse Bernstein veröffentlicht in der Breslauer Bolts- sich zahlreiche Zuschauer angesammelt, doch ereignete fich kein Zwischenfall. An die Kundgebung vor dem Standbild Dolets nötig, die Arbeiter zur Entscheidung mit heranzuziehen, auf welcher wacht" eine längere Erwiderung gegen Bebels Erklärung und schlossen sich zwei öffentliche Versammlungen an, Seite Recht und Billigkeit zu finden sind. Für Leute, die immer sonstige Angriffe, die ihm infolge der Aufwerfung der Präsidiums- socialistische Redner die Trennung von Staat und Kirche forderten. von socialem Frieden reden, bietet sich hier eine Gelegenheit, dem frage widerfahren sind. In der Sache selbst bringt Bernstein nichts Nach Schluß der Versammlungen fam es zu einigen Stockschlägereien socialen Frieden in zahlreichen Fällen den Weg zu ebnen, indem sie wesentlich Neues zu seinen früheren Ausführungen in den Soc. zwischen Freidenkern und ihren Gegnern, jedoch zu keiner ernsteren für eine Berücksichtigung der beteiligten Arbeiter bei Vergebung staat- Monatsh."; wir können von der Wiedergabe dieser Darlegungen Ruheſtörung. licher Arbeiten eintreten. umsomehr absehen, da sie sich mit den Volimarschen Ausführungen, die wir ausführlicher mitteilten, im Grunde decken. Im übrigen Bordeaux statt. Als Redner traten die Abgg. Dejeante, Constans Eine große socialistische Versammlung fand am Sonnabend in Preffe und Sternberg- Geld! Die Welt am Montag" teilt einen weiteren Fall mit, in dem Leute der Feder durch höchst trübe Be- twendet sich Bernstein gegen die von Bebel in der„ Neuen Zeit" auf und Jules Guesde auf. Letterer entwarf ein Bild des revolutinären ziehungen sich Geld verschafft haben. Der Verfasser der hervorgerufen hätten. Es sei richtig, daß ein paar liberale Blätter den Gegner er heftige Vorwürfe steller Klub, eine jetzt in der Potsdamer Straße, früher in der aber diese Blätter vertreten nur einen fleinen und meistens den am Mitteilung schreibt:" Wie ich erfahre, hat f. 3t. der Schrift- feine Ausführungen in ihrer Weise auszuschlachten versucht haben, gegen diejenigen Socialisten, welche sich kompromittiert hätten, indem sie einen Ministerposten oder einen Vice= Mauerstraße im Regschen Hauſe domizilierte Vereinigung, bei der wenigsten bösartigen Teil unsrer Gegner; die Organe der erbitterten präsidensiz übernahmen. Dieser letztere Teil der Rede wurde Vermögensverwaltung des Bankiers August Sternberg gegen Gegner, wie die„ Kreuzztg.".„ Post“ und„ Germania" bis zur„ Freis. mit lauten Kundgebungen begleitet. Zahlreiche Anwesende brachten Wechselunterlage ein Darlehen in Höhe von 5000 Mart aufgenommen. Es würde nicht ohne Interesse sein, 3tg." Eugen Richters hätten nichts weniger als Jubelhymnen an- Hochrufe auf Jaurès und Millerand, welche mit dieser Anspielung wenn der Vorstand dieser Vereinigung Auskunft darüber geben wollte, sei unverständlich. Da Bebel sich wohl selbst sage, daß zu dieser raume Zeit, ehe die Ruhe- wieder hergestellt werden konnte. gestimmt, sondern ihrem Aerger Ausdruck gegeben. Der Zorn Bebels gemeint waren, aus, andre wieder ouf Guesde. ob diese Summe bereits zurückerstattet worden ist, und warum man Erregung kein Anlaß vorlag, so verzichte er darauf, das Thema vom Bei der gestrigen Nachwahl zur Deputiertenkammer fich in der durch schlimmste Mißwirtschaft herbeigeführten Verlegenheit Buhlen um die Gunst der Gegner" zu erörtern; der Vorwurf treffe Vincennes wurde der Nationalist Hémard mit 6728 Stimmen ge= gerade an die Sternbergsche Vermögensverwaltung gewandt hat." ihn ganz und gar nicht. wählt; der Republikaner Deloncle erhielt 6541 Stimmen. England. Unfre Parteipresse hat nach Vollmars Rede nochmals Stellung Im Dezember vorigen Jahres wurde unser Genosse Däumig zu der Angelegenheit genommen. Die weitaus größte Zahl der Handelsverträge und Zollverein. in Halle, Redakteur des„ Volksblattes", wegen Beleidigung zu der Blätter lehnt entschieden ab, eine Präsidentenstelle gegen die BereitLondon, 1. Aug.( Eig. Bericht.) Die Brüsseler Zuckerkonvention, außerordentlich harten Strafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt. willigkeit höfifcher Besuche zu erwerben. Auch von den bayrischen deren Annahme durch das britische Parlament jetzt zweifellos ist, und der Durch Vermittelung eines Gewährsmannes, der als zuverlässig be- Blättern erklärt sich das Nürnberger und das Augsburger Blatt englisch- persische Handelsvertrag, der um die Mitte des verflossenen fannt war, war ihm die Nachricht zugegangen, daß der Arbeiter dagegen. Dabei wird die ablehnende Haltung verschiedenartig be- Monats in London veröffentlicht wurde, haben dies mit einander gemein, Bilking mit Geldsumme durchgebrannt wäre, gründet; ein Teil der Blätter ist in jedem Fall gegen Fürsten- daß sie durch Nachkorrekturen den Gedanken des britischen Zollvereins besuche, ein andrer Teil hält unter den gegenwärtigen Umständen eingeschaltet erhielten. Bekanntlich machte die englische Regierung bei zu einem Jubiläumsgeschenk für einen Werkführer in der und gegenüber einem Monarchen, der wie Wilhelm II. unsre Partei Ueberreichung der Vertragsratifitation folgenden Vorbehalt:„ GroßFabrit gesammelt worden war. Die Nachricht erwies sich als bös- auf das allerheftigste angegriffen, solche Besuche für ausgeschlossen. britannien erklärt es für unumgänglich notwendig, zu konstatieren, willige Erfindung zweier Kollegen des Pilzing. Däumig that alles, Auch unser vortreffliches Wiener Bruderorgan, die Arbeiter daß die Regierung in keinem Falle einer Verpflichtung zustimmen was in seinen Kräften stand, die verlegte Ehre des Angegriffenen Beitung", behandelt diese Frage der deutschen Socialdemokratie. wird, Prämienzuder mit Strafzöllen zu belegen, wiederherzustellen; insbesondere widerrief er die beleidigende Mit- Sie beurteilt sie völlig in derselben Auffassung, die der„ Vorwärts" der aus den freien britischen Kolonien nach Engteilung sofort in aller Form in seinem Blatte. Trotzdem dieser dazu eingenommen hat. Ihr Standpunkt ist schon durch das Wort land eingeführt werden sollte." Dieser Vorbehalt sett beSachverhalt vor Gericht unzweifelhaft Klargestellt wurde, erkannte gekennzeichnet:" Recht viel überflüssigen Lärm macht ein wenig reits den Gedanken eines britischen Zollvereins voraus. Nach der bedeutsamer Specialfall, der gegenwärtig die deutschen Genossen und Opposition zu urteilen, welche die zweite Lesung der Konventionsvorlage noch weit mehr ihre Gegner beschäftigt." Die„ Arb.- 3tg." schließt diese Woche im Unterhause gefunden hat, wäre es für die Regierung noch ihre Betrachtung also: viel schwieriger gewesen, die Zustimmung des Unterhauses zu erhalten, Die Tagesordnung des Dresdener Parteitages enthält bisher wenn der Zollvereins- Vorbehalt von den Vertragsmächten abgelehnt ausschließlich die Erledigung der laufenden geschäftlichen und worden wäre. organisatorischen Dinge. Aber schon Bebel hat es angekündigt Ebenso enthält der kürzlich abgeschlossene Handelsvertrag mit und der Vorwärts" hat die Anregung in aller Form gegeben, Berfien folgenden Artikel: Britische Unterthanen und britische Eindaß man in Dresden darüber sprechen muß, was für die Bar- fuhr nach Persien, ebenso wie persische Unterthanen und persische tei aus ihrem Siege folgt. Dabei aber wird die Prä- Einfuhr nach dem britischen Reich sollen unter allen Bedingungen sidentenfrage gewiß nicht die erste Rolle spielen, die Meistbegünstigung genießen. Hat jedoch eine britische Kolonie die vor viel wichtigeren Fragen zurücktreten dürfte. Zum einen besonderen Zolltarif, der der persischen Einfuhr die MeistBeispiel ist es ungleich wichtiger, zu erörtern, wie die so start ge- begünstigung nicht gewährt, so hat sie auch kein Recht, die Meist Wie man sieht, paßt dieser wordene Fraktion das Recht und die Möglichkeit der parlamenta- begünstigung von Persien zu fordern." rischen Initiative zu Gunsten eines Fortschrittes, vor allem auf all ganz auf das Verhältnis zwischen Kanada und Deutschland. dem Gebiete des Arbeiterschutzes, geltend machen kann. Jedenfalls Diese Annahme dürfte um so wahrscheinlicher sein, als ein Belgier dürfen wir hoffen, daß die deutsche Socialdemokratie die neue als Vertreter Persiens den Vertrag mit England abgeschlossen hat. Macht auszuüben wiffen wird, ohne der alten Grundrichtung ihres und fistalischer Unabhängigkeit der Kolonien die Aufmerksamkeit Der erste, der auf diesen Widerspruch zwischen britischem Zollverein Handelns untreu zu werden." Tenkte, war der Redakteur des„ Economist"( 18. Juli), dann sprach Als Erpresser gebrandmarkt wurde abermals ein ehrlicher Arbeiter von einem Dresdener Gericht, weil er in berechtigter Ausübung des Campbell Bannerman darüber in der Sitzung des Unterhauses Koalitionsrechtes gehandelt hat. Nach dem Bericht der Sächsischen vom 23. Juli, worauf Lord Cranborne, der Unterstaatssekretär Arbeiterzeitung" hatte der Geschäftsführer der Dresdener Filiale des des Aeußern erklärte, er habe sich mit der persischen ReVerbandes der Handels- und Transportarbeiter, Robst, mit dem standal zu. Nach den Aussagen verschiedener Journalisten und zwischen den Kolonien und dem Mutterlande keine Verlegung des Die ungarische Bestechungsaffaire spißt sich zu einem Riesen- gierung darüber dahin verständigt, verständigt, daß ein Vorzugstarij Petroleumhändler Wünschek wegen eines Ausstandes der Kutscher Parlamentarier vor der eingesetzten Untersuchungskommission ist Vertrages bedeutet. Am 24. Juli wurde aber der Verkauf der berhandelt. Die Kutscher hatten die Arbeit niedergelegt und faum noch zweifelhaft, daß der Ministerpräsident Khuen- Hedervary Kopien des Vertrags von Ehre u. Spottiswood( Regierungsdruckerei) Robst wollte die Differenzen beizulegen versuchen. Dabei soll er nach dem Zeugnis Wünschets und seines Geschäftsreisenden nicht nur um die Bestechungsversuche gewußt, sondern sie selbst ver- eingestellt, um eine forrigierte Ausgabe herstellen zu können. anlaßt hat. Besonders belastend für ihn waren am Sonnabend die gefagt haben: Wenn Sie die Forderungen der Kutscher nicht er- Aussagen des Abgeordneten Polonyi und des Abgeordneten und moderne Engländer denkt seine Politik nicht konsequent durch, wie er Diese Vorgänge sind für England äußerst charakteristisch. Der füllen, werde ich Sie durch die Zeitung bekannt machen. Sie werden Chefredakteurs Bessi. Polonyi erklärte: ja sehen, wer dann noch Petroleum bei Ihnen kauft." Robst be= überhaupt me systematisch denkt. So lange er es mit alten, wohlhauptet, gesagt zu haben:" Wenn Sie die Forderungen der Kutscher nicht so flar ins Auge. Ist aber ein Gedante erst im Werden begriffen, eingebürgerten Gedanken zu thun hat, springt seine Inkonsequenz nicht erfüllen, sehe ich mich gezwungen, diese Angelegenheit in der so machen sich Nachkorrekturen nötig. Diese Verbesserungen, die doch Zeitung zu veröffentlichen." Der Beuge Wünschet sowie dessen GeEingeständnisse von begangenen Irrtümern find, werden von Engländern schäftsreisender erklären aber, die Aeußerung sei in ersterem Sinne wohl vorgenommen, wenn es sich um greifbare Intereffen der gefallen, doch müssen sie zugeben, daß Robst zunächst in höflicher herrschenden Klasse handelt. Wie aber, wenn es sich um einen Ge Weise seine Sache vertreten habe. Man sei erst nachher etwas banten handelt, dessen Verwirklichung den herrschenden Klaffen un lebhafter geworden. Besonders Herr Wünschef sei günstig ist? In einem solchen Fall ist weder auf Anerkennung noch etwas erregt gewesen. fchen Gedanken, dessen Schicksal in England unsren Lesern bekanut auf Verbesserung zu rechnen. Und damit meinen wir den socialistidas Gericht, indem es über den Antrag des Staatsanwalts noch hinausging, auf die unerhörte Strafe von einem Jahr Gefängnis. Das Urteil rief begreifliches Aufsehen und berechtigte Kritik in der Presse hervor und jetzt hat es auch seine Kritik an Gerichtsstelle gefunden. Wir konnten schon vor einiger Zeit melden, daß Genosse Däumig die Wiederaufnahme des Verfahrens erreicht hatte. Am Montag verhandelte das Landgericht erneut in der Sache. Wie uns ein Privat- Telegramm meldet, wurde das erste Urteil aufgehoben und Däumig zu 300 M. Geldstrafe verurteilt. Das ist zwar immer noch eine reichliche Sühne, wenn man sich vergegenwärtigt, wie oft z. B. völlig unschuldige Leute von Polizeibeamten in rüdsichtslosester Weise als Verbrecher behandelt werden, ohne daß den Beamten etwas Besonderes geschieht, aber es ist gegenüber dem ersten Urteil immerhin eine erfreuliche Korrektur. " " Ausland. Deftreich- Ungarn. Türkei. mit, daß mich ein Herr dringend zu sprechen wünsche. Ich erfuhr, Als ich heute vormittags wegging, teilte mir mein Bureauchef daß das ein Herr Stolle sei. Da ich in dieser Angelegenheit mit niemand unter vier Augen verkehre, beauftragte ich den Bureauchef, im Nebenzimmer zu lauschen. Der Herr stellte sich als ein gewiffer Rudolf Stolle, Handelsagent, Kerepeserstraße Nr. 65 wohnend, vor und erzählte folgenden Sachverhalt: In der Bestechungsangetegenheit war Deat der Compagnon des Dienes. Der ganze BeDas Dresdener Landgericht verurteilte Robst wegen Erpressung ganzen Plan dem Ministerpräsidenten in seiner Wohnung mitgeteilt. stechungsplan wurde von Deat entworfen. Beide haben darauf den zu 8 Tagen Gefängnis. In der Urteilsbegründung wird gesagt, daß Dort erhielten sie fein positives Versprechen, wurden aber auch nicht sein dürfte. zwar das Vorgehen des Angeklagten an sich berechtigt gewesen sei. abgewiesen. Einige Tage später erschien ein Herr bei ihnen und Da aber wünscher auf die Bemühungen des Angeklagten, die fagte ihnen, fie möchten nicht mehr zum Grafen Shuen gehen, sonDifferenzen beizulegen, damit geantwortet habe, daß er nichts mehr dern zum Grafen Szapary. Als Dienes flüchten mußte, habe er Botschafter Oestreich- Ungarns und Rußlands besagen, daß eine Zur Lage in Macedonien. Mitteilungen der Pforte an die mit der ganzen Sache zu thun haben wolle er habe ausdrücklich zu Robst gesagt:„ Nehmen Sie Ihre Kutscher ruhig mit; ich beim Parlamentsgebäude von einem Herrn, der jedoch nicht Szapary Bande das Dorf Capari bei Monastir überfallen und 10 Bewohner ermordet habe, weil diese bei dem Bandenkampf am 14. Juni den tomme andre" so sei damit die Mission des Angeklagten erfüllt war, das Geld zur Flucht erhalten, und zwar 100 000 kronen. gewesen und er hätte sich ruhig entfernen müssen. Statt bessen habe des„ Budapesti Naplo". Er meldet zwei Bestechungsfälle an. Vor hätten die bulgarische Bevölkerung im Wilajet Monaftir aufNoch gravierender sind die Aussagen Vessis, des Chefredakteurs türkischen Truppen Hilfe geleistet hätten. Einige Bandenführer er noch länger verweilt und habe weiter versucht, durch die Drohung zwei Wochen sei ein gewisser Ludwig Hartenstein aus Munkacs bei gefordert, sie solle die Steuern verweigern, Massenbeschwerden über mit der Zeitung Wünschek umzustimmen. Hierin sei der Thatbestand ihm erschienen, der ihm von einem Abgeordneten als vertrauens bie türkischen Truppen borbringen und deren Zurüdziehung bers der versuchten Erpressung zu erblicken. Dieſe ſeit einigen Jahren beliebte Rechtsprechung mag einem würdig empfohlen worden sei. Hartenstein erzählte ihm folgendes: langen. Der Wali von Monastir unternehme demnächst eine Reife, Zustande der Sklaverei angepaßt sein, den Grundsäßen des freien derer Herr, der zur unmittelbaren Umgebung des Ministerpräsidenten Inspekteurs Hilmi Bascha sei erfolgreich gewesen; er befinde fich Der Obergespan des Bereger Komitats, Viktor Habara, und ein an- um die Bevölkerung zu beruhigen. Die Reise des GeneralArbeitsvertrages und des Koalitionsrechts widerspricht sie aber in gehört, hatten ihn gefragt, wie man den„ Budapesti Naplo" beein- zur Zeit in Kotschana. Aus seinen Berichten gehe hervor, daß jeder Hinsicht. Sie ist unter der Herrschaft des Koalitionsrechtes fluffen könne, wenn nicht anders, so werde man Attien des Blattes Auf Grund der Berichte des östreichisch- ungarischen und des russischen materiell ganz erfolglos, denn mag die Aeußerung Robfts schließlich bis zum Betrage von 100 000 Gulden faufen. Hartenstein er- Stonfuls eine strenge Untersuchung geführt werde. Viele Anklagen gelautet haben wie sie will, so wird er das nächste mal keine solche zählte mir, die beiden Herren hätten ihm gesagt, der Ministerpräsi- feien jedoch durch Jrreführung beider Konsuln erhoben worden oder ähnliche Aeußerung thun, das Verhalten des Unternehmers bent sei sehr unangenehm berührt durch die Haltung des Blattes. oder hätten sich als übertrieben erwiesen. Ausschreitungen größeren aber trotzdem rechtmäßigerweise der Deffentlichkeit unterbreiten und Der Ministerpräsident habe sogar die Absicht geäußert, mich persön- Maßstabes seien nicht vorgekommen, sondern nur vereinzelte Fälle. der Erfolg ist der gleiche als wenn er es ihm vorher angekündigt lich au besuchen. Hartenstein meinte, es genüge, wenn wir die An- Der General- Inspekteur sei bemüht, durch Ermahnungen die Gehätte, es ist höchstens insofern ein Unterschied, als bei der vorherigen griffe mäßigen. Er stellte mir 3000 Abonnenten und den Ankauf müter zu beruhigen und habe auch viele örtliche Streitigkeiten Ankündigung der Unternehmer die Möglichkeit hat, sich noch zu befinnen von Aftien im Betrage von 100 000 Gulden in Aussicht. und der öffentlichen Bekanntmachung seines Verhaltens zu entgehen. zwischen Mohammedanern und Christen geordnet. Der juristische Nonsens liegt in der Konstruktion der Rechtswidrigkeit erhielt ich einen anonymen Brief, worin mir mitgeteilt wird, daß Den andren Fall schilderte Vessi folgendermaßen: Am 30. Juli einer Lohnforderung. Würde man wohl einen Unternehmer wegen man alle gegen mich bestehenden Forderungen auftaufe, angeblich Expreffung verurteilen, der beispielsweise die Arbeiter unter der An- im Auftrage des Grafen Johann Zichh. Ich erfuhr dann, daß der Chinesische Majestätsbeleidiger. brohung, fie auf eine schwarze Liste zu setzen, zu leberstunden oder Advokat Dr. Mag David gegen mich die Erekution auf einen fälligen ein interessanter Majestätsbeleidigungsprozeß ab. Sechs chinesische London, 1. August. In Shanghai spielt sich gegenwärtig zum Billigerarbeiten zwingt? Bei den Arbeitern wird durch solche Rechtsprechung das Geführ Wechsel verlangt habe. Dieser teilte mir mit, ein Mann Namens Schriftsteller, die zur Reformbewegung gehören und die öffentliche ab. nur immer stärker, daß wir zweierlei Recht haben, daß unser Straf Konstantin Ballo sei zu ihm gekommen, der ihn ersuchte, eine fällige Meinung aufrütteln wollen, haben vor einiger Zeit Pamphlete verForderung gegen mich anzukaufen, da er den politischen Kapitalisten aber das freundliche Gesicht zeigt. Afien. kaiserliche Hof in Peking, der sich trop alles Unheils der letzten Jahre noch immer für unfehlbar hält, fühlte fich beleidigt und ließ die Majestätsbeleidiger verhaften. In Shanghai sind aber die Vertreter Pamphletisten, die China europäisieren wollen, stellten sich unter den der europäischen Mächte die eigentlichen Regenten. Die chinesischen Schutz des Auslandes, von dem sie ein mildes Urteil erwarteten. Ihr Prozeß wurde sodann vor einem gemischten aus Europäern, Japanern und Chinesen bestehenden- Gerichtshof verhandelt und zwei der Angeklagten wurden für schuldig befunden. Eine gewisse Bestätigung erhalten diese Aussagen dadurch, daß Bur Jllustration des preußischen Kommunal- Wahlrechts, der Graf Khuen- Hedervarh, nachdem er noch fürzlich im Barlament er Kapitalmacht beim Dreiklassen- Wahlrecht, liefern die Veränderungen, flärt hatte, vor der Untersuchungskommission aussagen zu wollen, die der Tod Krupps und eines andern Kapitalmagnaten in Essen jezt sein Wort zurücknimmt und sich weigert, vor der Kommission zu in der zahlenmäßigen Gliederung der drei Wählerklassen herbei- erscheinen. Troß aller Zähigkeit, mit der sich an sein Amt klammert, führen, wiederum ein höchst erbauliches Beispiel, das in seiner wird ihm deshalb schließlich doch nichts übrig bleiben, als zu demissioGegensäglichkeit faum Vorgänger haben dürfte. Nach bisherigen Be- nieren. rechnungen werden sich nämlich folgende Veränderungen ergeben: Protest der Budapester Socialisten gegen die Bestechungs- Verwährend in der eigentlichen Stadt Essen in der ersten Wählerklasse bisher fuche Graf Khnens. Die Socialisten hielten gestern in Beſt einen ganze fünf Mann wählten, werden in ihr bei der nächsten Wahl 500 Protestumzug und eine Versammlung ab, in welcher wegen der Be- Angeklagten zu einem Einverständnis gelangt, daß auch die Strafe Wie aus Shanghai berichtet wird, waren die Richter mit den wählen, in der zweiten Wählerklasse wählten bisher 552, demnächst stechungsangelegenheit Parlament und Regierung scharf angegriffen nach europäischen Auffassungen verbüßt werden soll. Nach chinesischen dafür nicht weniger als 6000; für das Steigen der ersten und wurden. In der Versammlung wurde der Beschluß gefaßt, namens Gesezen wären alle sechs Pamphletisten hingerichtet worden. Nun zweiten. Abteilung sinkt natürlich die dritte Wählerklasse und zwar der socialistischen Parteileitung vor der parlamentarischen Unter- verlangt der kaiserl. Hof die Auslieferung der zwei Schuldigen. von 18 204 Köpfen auf circa 12 000. Es ist durch diese Verschiebung fuchungskommission die Angabe zu machen, daß an den Unterhand- Geben die auswärtigen Vertreter nach, so ist kein Zweifel, daß die nicht ausgeschloffen, daß die Stadtverordneten- Versammlung Essens lungen zwischen dem Grafen Szaparh und den Führern der Socia Verurteilten hingerichtet werden. Das Leben der beiden chinesischen ein wesentlich andres Gesicht wie bisher bekommt, wo in ihr fast listen auch der Stellvertreter des Gouverneurs, Ministerialrat Gaal Patrioten hängt also ganz vom Willen des Auslandes ab. Die Vernur eute sagen, die von Krupp unterhalten wurden; weit wert von Hatvan teilgenommen habe. boll aber ist, wie hier wieder gezeigt wird, daß der Tod auch nur treter Rußlands, Deutschlands und Frankreichs sind bereit, der Budapest, 3. August. ein oder zweier Kapitalmagnaten dank des elendeſten Kommission beschloß, die Grafen Alexander Teleki und Michael japanische Vertreter die Auslieferung verweigern, bis sie von Die parlamentarische Untersuchungs- Kaiserin- Witwe zu Willen zu sein, während der britische und aller, Wahlsysteme ganze Machtverhältnisse geradezu revolutionieren Karolhi, sowie den Journalisten Maday, den Sekretär Szaparys und ihren Regierungen Instruktionen erhalten. Hoffentlich erweisen sich mehrere socialistische Führer zu vernehmen. Redakteur Arthur die Regierungen Englands und Japans als Beschüßer der MeinungsNationalliberaler Wahlproteft. Im Wahlkreise Ottweiler Singer erklärte, daß er niemals mit jemand im Nationalfasino freiheit. Daß Deutschland sich Rußland zum Schutze einer durch St. Wendel Meisenheim, wo der Centrumskandidat nur über die Bestechung konferiert habe, er sei fest überzeugt, daß der und durch verfaulten Dynastie angeschlossen hat, ist nicht ver mit 38 Stimmen Mehrheit über den nationalliberalen Kandidaten Ministerpräsident Graf Khuen der ganzen Sache fernstehe, wunderlich, aber wie kommt das republikanische Frankreich dazu, fann ztvei mutige Männer den Henkern überliefern zu wollen? Aus Freundschaft für Rußland? New York, 3. Auguft.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Hier ist ein von der chinesischen Reformpartei an die fremden Mächte gerichteter Appell eingegangen, chinesische Journalisten, welche fich an einem Aufstand beteiligt haben, nicht an die chinesischen Behörden zur Hinrichtung auszuliefern. Nichtverlängerung des Verbots der Einfuhr von Kriegsmaterial in China. Bekanntlich hat die chinesische Regierung auf Verlangen der Mächte durch ein auch in das Pekinger Schlußprotokoll( Art. V) aufgenommenes kaiserlich chinesisches Edift vom 25. August 1901 die Einfuhr von Waffen und Kriegsmaterial nach China zunächst auf die Dauer von zwei Jahren verboten. Wie die„ Nordd. Allgem. Beitung" in ihrer letzten Nummer mitteilt, ist über die Frage der eventuellen Verlängerung dieses Verbotes unter den Vertretern der Mächte in Beting teine Uebereinstimmung zu erzielen gewesen. Vielmehr sollen sich mehrere Vertreter gegen eine Verlängerung ausgesprochen haben. Da die chinesische Regierung die Aufhebung des Verbotes erstrebt und sie zur Verlängerung des Verbots gemäß Art. V des Schlußprotokolls nur auf Verlangen der Signatarmächte verpflichtet ist, so ist es als wahrscheinlich anzusehen, daß das Verbot nach Ablauf der zweijährigen Frist infolge Nichterneuerung stillschweigend außer Straft tritt. Afrika. Für In der Freitagsversammlung wurde infolge dieses Schreibens| mit den Bauarbeitern in einem engeren Startellvertrag stehen, haben der Borstand beauftragt, daß Einigungsamt des Gewerbegerichts noch keinen Sympathiestreit beantragt und deshalb werden die Bauanzurufen. Die leitenden Motive waren folgende: Nach§ 153 arbeiter erst losschlagen, wenn der Maurerstreik gewonnen ist. Erst der Gewerbe- Ordnung wird mit Strafe bedroht, wer durch An- dann hält der Gauvorstand den Zeitpunkt für gekommen, auf der wendung förperlichen Zwanges, durch Drohungen usw. auf die ganzen Linie die Arbeit einzustellen. Gefordert werden foll: 1. Ein dieses Mittel erlangte Willenserklärung ist auf Grund des Bürger- Stein- und Kalkträger pro Stunde 45 Pf. 3. Vom 1. April 1904 Willensfreiheit des einzelnen einen Druck ausübt. Eine durch Mindestlohn für jeden Bau- und Erdarbeiter von 35 Pf. lichen Gesetzbuches,§ 134, ungültig, denn es handelt sich um ein ab 9% stündige Arbeitszeit und eine abermalige Lohnerhöhung von Rechtsgeschäft, das gegen ein gesetzliches Verbot verstößt. Nun ist 3 Pf. pro Stunde. Man beschwerte sich in der Versammlung daraber damals, als der in dem Antwortschreiben oben angedeutet: über, daß die Unternehmer vorschriftswidrig auf einzelnen Bauten Vertrag mit der Freien Vereinigung zu stande tam, der Vertrags- riesige Steinhaufen auf die Gerüste häufen ließen, sodaß eine schwere schluß dadurch wesentlich gefördert worden, daß die Arbeitnehmer Lebensgefahr für Arbeiter und Passanten vorläge. Die darauf aufim Fliesengewerbe den neuen Vertrag unterschreiben mußten, merksam gemachten Schuhleute hätten wahrscheinlich nichts Weiteres wollten sie bei der damals herrschenden ungünstigen Konjunktur veranlaßt, denn die Gefahr drohe noch. Auch könne man die Benicht auf der Straße liegen. Der Begriff einer Drohung bezw. merkung machen, daß jest während der Sommerferien SchulNötigung ist erfüllt durch die Androhung eines wirtschaftlichen iungens als Arbeitswillige herangezogen würden! Auf einem Nachteils, wie er aus der Entlassung aus der Beschäftigung ent- Bau reguliere gar ein 12jähriger Knabe die Maschine, welche Steine stehen fann. Damals hieß es aber, entweder unterschreiben oder und Kalt nach oben befördert. die Arbeit verlassen. Wer also nicht unterschrieb, lag auf der Die Zimmerer, von welchen nunmehr 155 ausgesperrt Straße. Daß zur Erfüllung der Begriffsmerkmale einer Drohung sind, während 135 vor der Hand noch weiter arbeiten, werden in die Ausübung eines moralischen Drudes ausreicht, hat das Reichs- ihrer nächsten Versammlung wahrscheinlich die Aussperrung und gericht in einem Urteil vom 25. April 1902 ausgesprochen. Auch den Vertrauensbruch der Unternehmer gleichfalls mit Forderungen daß aus solchen Willenserklärungen St e dh te nicht abgeleitet beantworten. werden können. Die Fliesenleger halten sich deshalb zu ihrem Vor- Von den Dachdeckern sind jekt 106 ausgesperrt, während gehen gegen den auf so eigentümliche Weise zu stande gekommenen 3 weiterarbeiten. Tarif für berechtigt. Kämpfe an der marokkanisch- algerischen Grenze. Nach einer Meldung des Postens von Beni- Abbes haben marokkanische Beraber Der Streit der Fliesenleger. In einer öffentlichen, von der eine Abteilung der in Tuat liegenden Compagnie angegriffen. Sie Lokalorganisation einberufenen Bersammlung der Fliesenleger wurde erbeuteten 50 Kamele und töteten 18 Mann der eingeborenen gestern abend beschlossen, daß überall, wo heute der Minimal Mannschaft, aber Hauptmann Regnault verlegte den Räubern den lohn von 80 Pf. nicht bewillgt wird, die Arbeit eingestellt Weg in dem Augenblicke, als sie über die Grenze zurückwollten werden soll. Vorläufig ausgenommen find hiervon die der Gauleiter Beder Hannover, zugegen. Ersterer fonstatierte, und nahm ihnen die Stamele wieder ab. Die Marokkaner ergriffen Firmen Villeroy u. Boch und Nosenfeld u. Co. Bei den Firmen, die Flucht unter Zurüdlassung zahlreicher Toter und Vertvundeter; die geſtern bereits bewilligt haben, wird die Arbeit heute wieder auf französischer Seite wurden einige Eingeborene verwundet. aufgenommen, jedoch soll nachträglich schriftliche Anerkennung der Forderung verlangt werden. Achtung, Former! Der Streit bei Schöning dauert für Handformer unverändert fort. Desgleichen für alle Metallarbeiter in den Minkinwerken. Deutscher Metallarbeiter Verband. Ortsverwaltung Berlin. Partei- Nachrichten. Noch einen Glückwunsch zur Reichstagswahl erhalten wir von fern her über den Ocean. Der Vorstand des Allgemeinen Arbeitervereins zu Sao Paulo ruft den deutschen Genossen aus Anlaß des Wahlsieges ein begeistertes Bravo zu. Unfre Genoffen in Sao Paulo fehen in dem Wahlresultat die Quittung für den brotberteuernden Zolltarif und eine Antwort auf die Hege gegen die Socialdemokratie. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. -Der Konflikt in der Buchdruckerei von Rudolf Mosse ist durch Spruch des Tarif- Schiedsgerichts beigelegt. Das Schiedsgericht hat sich in seinem Spruch auf den Standpunkt der Sezer gestellt. Deutfches Reich. Außerdem sind noch 8 Steinseher ausgesperrt, die teilweise in andern Geschäften untergebracht wurden. Die streifenden Tischler stehen jetzt nach der achtzehnten Woche noch ebenso geschlossen da, wie zu Beginn des Ausstandes. In einer am Sonnabendabend von ihnen abgehaltenen Versammlung waren der zweite Verbandsvorsitzende, Leipart- Stuttgart, sotvie daß die lange Dauer des hiesigen Streits auf den Einfluß Berliner Scharfmacher auf die Kasseler Arbeitgeber zurückzuführen sei. Der Obermeister der Berliner Tischlerinnung, Nahart, reist zu Scharfmacherzivecken in der Provinz herum, obwohl es näher läge, die Schmuskonkurrenz in den eignen Reihen zu bekämpfen. Staffel joll Diese nun den Erfolg des Arbeitgeber- Schutzverbandes erweisen. Thatsache verleiht dem Kasseler Tischlerstreit seine principielle Bedeutung. Daß jener Schutzverband allein nicht mit den Arbeitern fertig werden könne, beweist, daß er die Bauvereinigung zu Hilfe rufen mußte. Man werde sich aber hoffentlich auch auf jener Seite schon jetzt der Einsicht nicht verschließen können, daß ein Kampf mit der Arbeiterschaft bis aufs Messer auch für sie verhängnisvoll wirken muß. Man spricht davon, daß die hiesigen Tischlermeister mit der Absicht zu ihrem Verbandstage nach Frankfurt a. M. gereist sind, demselben Die Aussperrung in Hannover ist, wie wir schon telegraphisch den Antrag zu unterbreiten, alle Mitglieder des Holzarbeitermitteilten, am Sonnabend nach achtwöchentlicher Dauer beendet durch Verbandes in ganz Deutschland auszusperren! Der weitere Verlauf einen von beiden Seiten angenommenen Vergleich. Bekanntlich be- der Dinge könne natürlich nur der sein, daß es sich bei dem Kasseler Wegen Beleidigung der Reichs- Boftverwaltung durch einen Artikel über die neuen Lißen der Briefträger sollte sich ant Sonn- mühte sich zu Anfang der Aussperrung der Regierungspräsident und Ausstande nur noch um wenige Wochen, vielleicht nur noch Tage Becker Hannover konstatiert, daß die letzten Ver später der Stadtdirektor um die Beilegung des Kampfes, ohne aber handele! abend der Genosse Leinert als verantwortlicher Redakteur des den gewünschten Erfolg erzielen zu können. Das Arbeitgebertum sammlungen seitens der Unternehmer offensichtlich in Rücksicht auf Hannoverschen Volkswille" vor der Straffammer in Hannover war berrannt, fein Vermittelungsvorschlag fand bei den Scharf- ihren Frankfurter Verbandstag verschleppt wurden. Sie wollen erst verantworten. Im Verlaufe der Verhandlung stellte sich nun machern Gnade. Ebensowenig hatten die Arbeiter Ursache, die wissen, wie sich ihre Kollegen zu der beantragten Aussperrung aller Heraus, daß der Strafantrag unzureichend sei, weil die Vorschläge anzunehmen, wußten sie ja nur zu gut, daß organisierten Tischlergesellen Deutschlands stellen werden. Es fragt Reichs- Postverwaltung die Oberpoftdirektion in Hannover nicht der Arbeitgeber Verband alles ablehnen würde.. So fam sich aber doch, ob der Arbeitgeber- Schußverband durch einen solchen zur Stellung desselben beauftragt, sondern einen Strafantrag der Kampf feit Mitte Mitte voriger Woche auf einem toten Beschluß seine Ohnmacht öffentlich dokumentieren wolle. nur genehmigt hatte. Der Staatsanwalt beantragte er Punkte an. Da geschah aber etwas unerwartetes. Der Arbeitgeber- nächsten Donnerstag werden die Verhandlungen vor dem Gewerbetagung der Verhandlung, damit er den Strafantrag Verband beseitigte seine bisherige Leitung teilweise, er warf die gericht als Ginigungsamt fortgesetzt und ihr befriedigender Abbervollständigen könne, während vom Verteidiger des größten Scharfmacher hinaus und es gelangte die verschluß liegt im Bereiche der Möglichkeit. Werden sich die Staffeler Genossen Leinert Einstellung des Verfahrens beantragt wurde. föhnlichere Richtung ans Ruder, die sofort die Verbindung mit den Tischlermeister jedoch zu befriedigenden Zugeständnissen an ihre Die Beratung des Gerichts über diese Anträge war nur von ganz Führern der Arbeiter aufnahm und selbst Vorschläge machte, um den Arbeiter nicht herbeilaffen, so ist das Ende des Streiks allerdings kurzer Dauer, und der Präsident verkündete, daß das Gericht den Kampf sobald wie irgend möglich zu beenden. Eine ganze Anzahl noch nicht abzusehen. Man möge aber auf der andern Seite bedenken, borliegenden Strafantrag nicht für ausreichend erachte. Die Sigungen haben in der vorigen Woche stattgefunden und in allen daß der Holzarbeiterverband auch keine Aussperrungen fürchtet und Strafantragsfrist fei noch nicht abgelaufen und das Gericht habe Sigungen erklärten die Arbeitgeber, daß sie Frieden haben wollten, daher nicht das Gefühl, sondern die kühle Erwägung walten lasse. Bertagung der Verhandlung beschlossen, um der Staatsanwalt jedoch folle eine Form gefunden werden, die Sieger und Besiegte- Die Stimmung der Versammlung war eine äußerst tampfesfchaft Gelegenheit zu geben, einen ausreichenden Strafantrag beizu- ausschließe. Die Arbeitgeber hatten sowohl gegenüber dem Re- mutige. bringen! gierungspräsidenten wie dem Stadtdirektor bestimmt erklärt, eine Mögen die deutschen Bauarbeiter nach wie vor den Zuzug nach Ein solches Verfahren entspricht entschieden nicht dem Sinne des Berkürzung der Arbeitszeit nicht bewilligen zu Staffel streng fernhalten. Gesetzes. Das Verfahren ist bei unzureichendem Strafantrag ein tönnen es sei eine socialdemokratische Forderung. Die letzten zustellen. Es ist nicht Sache des Staatsanwaltes, in solchen Fällen, Ginigungsvorschläge des Stadtdirektors enthielten auch nur die BeiAn dem Streik bei der Firma Groß in Leipzig find alle dort wo ihm durch Gesetz das Eingreifen ohne Antrag unmöglich gemacht behaltung der jetzigen 10 stündigen Arbeitszeit und mit aller Ent- beschäftigten Branchen beteiligt. Es streiken sowohl Arbeiter wie ift, zur Herbeiführung solcher Anträge eine umfangreiche Animier- schiedenheit veriveigerten die Arbeitgeber die Zusage, daß nach Arbeiterinnen, im ganzen 193 Personen. Die Stimmung unter den thätigkeit zu entfalten. Es ist Sache der angeblich beleidigten Be- Ablauf der gedachten dreijährigen Bertragsperiode Streikenden ist eine vorzügliche. Buzug ist fernzuhalten von Verhörde, für ihre Anträge die richtige Form zu finden. die 91stündige Arbeitszeit eingeführt werden solle. Merkwürdiger- goldern, Tischlern( Rahmenschneidern), Steindruckern, Glasern, Buchweiſe famen drei Tage später die Arbeitgeber selbst zu den bindern, Polierern, Badern, Hilfsarbeitern und Arbeiterinnen. Arbeitern mit der Erklärung, daß sie in die Verkürzung der Arbeitszeit einwilligten! Nach langen Verhandlungen einigte man sich dahin: Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Am Husland. Die Streitbewegung in Spanien hat rasch einen unerwartet Die Arbeit wird am Montag unter den bisherigen Bedingungen großen Umfang angenommen. In Barcelona hat der allgemeine ( 10 stündige Arbeitszeit, 50 Pf. Stundenlohn für Maurer und Ausstand begonnen; es sind umfassende Maßnahmen getroffen Die Glafer haben nach den Mitteilungen, welche am Sonntag Bimmerer, 34-40 Pf. für Bauarbeiter) wieder aufgenommen. Vom worden. In Alcala, Brovinz Cadiz, stürmten die Arbeiter das Rat im Gewerkschaftshaus über ihre Tarifbewegung gemacht wurden, 1. September ab bis zum 30. April 1905 beträgt der Lohn 52 bezw. haus sowie Privatgebäude; zwischen ihnen und der Gendarmerie den Tarif bei 35 Firmen mit 254 Kollegen bewilligt erhalten. 40 Pf. Vom 1. Mai 1905 an wird die 91% stündige Arbeitszeit wurden Schüsse gewechselt; nähere Mitteilungen liegen nicht vor. In den 35 Firmen, die den Tarif anerkennen, find 219 Kollegen organisiert. eingeführt und ein Lohn von 55 Pf. für Maurer und Zimmerer und Auch in Murcia, Cadiz, Ronda( Provinz Malaga) und Alcoh Von 8 Werkstellen ist keine Nachricht eingetroffen.- Es ist be- ein solcher von 43 Pf. für Bauarbeiter bezahlt. Der Vertrag wird( Provinz Alicante) find die Arbeiter in den allgemeinen Ausstand schlossen worden, daß die Firmen, welche nicht bewilligt haben, als abgeschlossen bis zum 1. April 1907. getreten. In Murcia und Barcelona haben auch die Buchdrucker gesperrt zu betrachten sind. Die zu den neuen Bedingungen Arbeiten- Die Maurer, Zimmerer und Bauarbeiter nahmen in ihren am beschlossen, fich dem Streit anzuschließen und für die Zeitungen nicht wurde beschloffen, den ledigen Streifenden 12 M. und den ver- ganz wenige Stimmen an und am Sonnabendmittag hat der sein dürfte. den haben wöchentlich 1 M. an den Streitfonds abzuführen. Weiter Freitagabend abgehaltenen Versammlungen die Vorschläge gegen zu arbeiten, sodaß demnächst der Nachrichtendienst recht beschränkt heirateteu 15 M. wöchentlich zur Unterstützung zu gewähren. Die Arbeitgeber- Verband mit 182 gegen 25 Stimmen das Kompromiß Streiffommiffion hat ihren Sitz bei Stramm, Ritterstr. 123. auch seinerseits anerkannt. Um 6 Uhr nachmittags wurden auf dem Baugewerbenamt die Friedenspräliminarien unterzeichnet. Sociales. borstandes zugegangen. Eine Anzahl Arbeitgeber hatte in ihrem geschickt eingeleitet war, zu beenden. Seine Vermittelungsvorschläge zeigt sich überall dort, die billige 52, 0 Das ganz Zur Lohnbewegung der Feilenarbeiter. In der gut besuchten Branchenversammlung am Sonntag teilte die Lohnkommission mit, muß noch erwähnt werden, daß der Regierungspräsident v. PhilippsAls besondere Erscheinung in diesem Riesenkampfe in Hannover daß die Innung den neuen Tarif als absolut un annehmbar born feiner Zeit als Beamter im Ministerium die Zuchthaus- Ausschluß der Frau von der Fabritarbeit, in der Praxis find Kinder in der Fabrit. In der Theorie fordern die Ultramontanen erklärt und die Forderungen der Arbeiter somit abgelehnt hat. Auch Borlage ausgearbeitet hat und hier die erste Gelegenheit er- es aber gerade ultramontane Arbeitgeber, welche die größte dem Einigungsamt ist eine ähnliche Erklärung des Innungs- griff, den Kampf durch seine Vermittelung, die allerdings nicht sehr Vorliebe für Frauenarbeit bethätigen. Werkstätten durch Anschlag bekannt gegeben, daß, wer nicht mehr zu erlebten aber denselben Erfolg als fein für die Arbeiter bestimmtes Unternehmer fungieren, 3. B. in der Aachener Textilindustrie, wo hauptsächlich Ultramontane als den alten Bedingungen arbeiten wolle, sich als entlassen betrachten Erstlingswert. Beide erfuhren glatte Ablehnung. Immerhin ist es weiter im Bezirk M.- Gladbach, Tönne. Ja, in der Feitenfabrik von Richard Beresford, charakteristisch, daß der Regierungspräsident mit den Führern der besonders in Oberschlesien in der Domäne der Centrumsgrafen. Hier Bocholt usw. und Gartenstraße find am Sonnabend bereits fämtliche Arbeiter unterhandelte und sogar vorhatte, selbst in die Versammlung werden, was sonst in Deutschland nicht üblich ist, Frauen auf Gruben Arbeiter entlassen worden, darunter einer, der seit dem 17. Februar der Ausgesperrten hineinzugehen und um Annahme der Vorschläge und in den Hüttenwerken beschäftigt und mit Anbruch der Kriſe 1874, also feit 29 Jahren, dort beschäftigt war. An diesem So ändern sich die Zeiten. Beispiel zeigt sich wieder einmal recht draftisch, zu welch rigorosen zu ersuchen. Maßnahmen die Arbeitgeber greifen, wenn die Arbeiter auf eine halbwegs vernünftige Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen Bauarbeiter Aussperrung und Tischlerstreit in Kaffel. dringen. Die Versammlung erteilte den Innungsmeistern resp. Fabrikanten denn auch sofort die entsprechende Antwort durch einDie Situation hat sich im Laufe der vorigen Woche außerordentstimmige Annahme folgender Resolution: Die Heilenarbeiter von lich geklärt: bis auf die Dachdecker haben nunmehr alle Gewerkschaften Berlin und Umgegend nehmen Kenntnis von dem schroff ablehnenden der Bauarbeiter Stellung genommen zu dem Gewaltaft des UnterStandpunkt, den die Arbeitgeber den Forderungen der Arbeitnehmernehmertums. Die Maler und Anstreicher haben eingesehen, daß sie gegenüber eingenommen haben, und verpflichten sich daher, am Montag, den 3. August, einmütig die Arbeit mit dem Stehenlassen von etwa 50 organisierten Kollegen einen tatniederzulegen. tischen Fehler begangen haben. Die Arbeitenden sollen nunmehr alle Die Arbeitseinstellung ist inzwischen erfolgt. aufhören, da sie sonst die dringenste Arbeit fertig machen. Es arbeiGestern sind die Feilenarbeiter mit Ausnahme teten vorige Woche noch 120 Maler und Anstreicher, während 342 In Thatsache hat man die Einrichtung geschaffen, weil dadurch einer Werkstatt geschlossen in den Streit eingefchieben, wenn die Organisierten, die noch arbeiten, aufgehört haben. unverheirateten Kolleginnen, in die Fabrit hineinkommen. ausgesperrt waren. Diese Biffer wird sich nunmehr etwas ver- möglich ist, daß junge Mütter, die noch billiger arbeiten, als ihre Von den Bau- und Erdarbeitern sind auf 112 Arbeits- Jedenfalls darf man erwarten, daß der Gewerbe- Inspektor fich Zur Bewegung der Fliesenleger wird uns noch mitgeteilt: Das pläßen nunmehr 281 Bauarbeiter ausgesperrt, davon 191 Ver- um die Angelegenheit bekümmert und dafür sorgt, daß die geradezu von den Arbeitgebern an die Arbeiter gerichtete Antwortschreiben heiratete, 300 arbeiten weiter, davon 200 Nichtorganisierte. Vor der mörderische Einrichtung aufgehoben wird. Erst werden die Kinder Tautet wörtlich: Aussperrung waren 516 an Hochbauten beschäftigt. Die Situation im Mutterleibe vergiftet, sind sie zur Welt gebracht, schleppt man fie in dieser Branche wird durch die hohe Zahl der Unorganisierten direkt hinein in die Fabrit- Deutschland marschiert an der Spize Ihre an unsre Mitglieder unter dem 28. Juli gesandten wesentlich beeinflußt. Ein im Frühjahr verlorener Streit wirft gleich der Socialreform!.... Rundschreiben find uns von denselben zur Erledigung übergeben falls erbitternd auf die Gemüter zurück. Man ist sich darüber klar, worden und haben wir Ihnen darauf folgendes zu erwidern: daß der Unternehmerschlag durch einen Gegenhieb quittiert werden treten. P. P. Wir haben Anfang Februar 1902 einen am 1. Januar 1902 wurden männliche Arbeitskräfte freigesetzt, dafür Frauen eingestellt. Noch besser wird es jetzt in der Centrumsdomäne M.- Gladbach. Dort hat ein Fabrikant in der Fabrit eine sogenannte Kinderkrippe eingerichtet. Die Frauen nehmen die Säuglinge mit zur Fabrik, dort werden dieselben der Obhut einer sechzigjährigen Matrone anvertraut und wenn die Arbeiterinnen einen Augenblick Zeit abknapsen können, eilen sie zur Krippe, legen die Kinder ant die mit schmutzigen Kleidern bedeckte Brust, un den hunger der Kleinen zu stillen. Daß das gesundheitlich sehr vorteilhaft, wird taum ein Arzt bestätigen, zu der Muttermilch genießen die Kinder auch den Fabrikstaub. Vielleicht wird man die Kinderkrippe aber als Wohlfahrtseinrichtung ausrufen. Cer müſſe. Der Gauvorsteher des Bau- und Erdarbeiter- Verbandes, Letzte Nachrichten und Depefcen. in Kraft getretenen, vor dem Gewerbegericht bestätigten Arbeits- re ch Halle, hatte die größte Mühe, seine tampfeslustigen Kollegen vertrag mit den Fliesenlegern Berlins und Umgegend ab- bor unbedachten Schritten zurückzuhalten. Er warnte eindringlich Arad, 3. Auguft.( W. T. B.) Sämtliche Schrifty geschlossen, derselbe war gültig bis zum 1. Februar 1903, und davor, solche Forderungen einzureichen, die man nicht durchdrücken sind in den Ausst and getreten. Sie fordern Herabminderi der da er nicht gekündigt worden ist, erreicht er nunmehr sein Ende föune. Die 1200 Maurer haben alle bis auf 20 aus den Bauten Arbeitszeit und Erhöhung der Löhne. am 1. Februar 1904. Bis dahin halten wir uns an diesen herausgeholt. Die unorganisierten Bauarbeiter können daher nicht Vertrag gebunden und bedauern daher, in Verhandlungen über beschäftigt werden und lernen nun am eignen Leibe eindringlichst, Kapstadt, 3. August.( W. T. B.) Der Premierminister Sir vorher zu treffende Abänderungen irgend welcher Art nicht zu welch großen Wert eine schützende Organisation für den Arbeiter Gordon Sprigg teilte im Parlament heute mit, daß der neue gez. J. V. Zernice. in solchen Zeitläufen hat. Die Maurer, die ebenso wie die Zimmerer 3olltarif mit dem 15. August in Kraft tritt. treten et Berantwortl.Redakteur: Julius Kalisti in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 179. 20. Jahrgang. KeW des.AmSlts" Kttlm MMM Dieustag, 4. August 1903. Em Industrie und Handel Rheinisch-Westfälisches Kohlcnsyndikat. Wie im vorletzten Wochen- bericht dargelegt wurde, hat das Kohlensyndikat in seine Statuten und in den neuen Vertragsentwurf einen Passus hineingenommen, der es dazu berechtigt, Kohlenbergwerke, sowie noch nicht auf- geschlossene Kqhlcnfeldcr zu erwerben. Solche Erwerbungen sind, wie die„Voss. Ztg." berichtet, schon seit einiger Zeit im Gange, und zwar tritt dabei innner deutlicher hervor, dasi das Syndikat direkte Verhandlungen mit den Outsiders zu umgehen trachtet, diese An- gelcgenheiten vielmehr durch dieVcrtreter der großen syndizierten Zechen besorgen läßt. Wie der Kommerzienrat Milser sHarpener Bergbau-Akt.- Ges.) sich durch den Besitz von 250 Anteilen einen ausschlaggebenden Einfluß auf die Zukunft der Bohraesellschaft Anneliese gesichert hat, so hat er diesen auch kürzlich bei der außerhalb des Syndikats stehenden Bergwerks-Gescllschast Westfalen ausgeübt. In der letzten Generalversammlung gab nämlich Müser die Erklärung ab, daß er gegen den Verkauf des Bergwerkseigentums sowie gegen die Ver äutzerung von Teilen desselben und gegen die Inbetriebsetzung des Bergwerks fei. Es steht ferner fest, daß auch andre Mitglieder des Syndikats unter der Hand umfanareiche Käufe in den Anteilen noch außenstehender Gesellschaften vollzogen haben, um so bei einer etwaigen Veräußerung an das Kohlensyndikat der Möglichkeit einer Ueberteuerung vorzubeugen. Haniburg-Amerrka-Lime. Wie aus London gemeldet wird, hat Generaldirektor Ballin die fünf ältesten Dampfer der Hamburg« Amerika-Linie„Allemanma",„Rhenania",„Polynesia",„Polaria" und„Athos" an eine Reederei in Glasgow verkauft und von den fünf Dampfern der englischen Gulf-Linie die vier neuesten und größten Schiffe erworben, die vor einigen Jahren mit großen Kühl- anlagen versehen wurden und jetzt zum Transport von Fleisch und frischen Früchten von Südamerika verwandt werden. Leipziger Bank. Die Gläubigerversammlung der Leipziger Bank ermächtigte einstimmig den Konkursverwalter, die Konkursmasse gegen folgende Gegenleistung an das Leipziger Bankhaus Erttel, Freyberg u. Co. unter Garantie der Nationalbank für Deutschland in Berlin zu verwerten. Die Käuferin gewährt als Kaufpreis insgesamt 67 Prozent für die festgestellten, nicht bevorrechtigten und im Prozeß befangenen Forderungen unter Uebernahme der noch laufenden Masseschulden. Die Fcsisetzung des Vertrages bleibt der Konkursverwaltung und dem Gläubigerausschuß überlassen. llrber die Anbaufläche der vier Haupt>Getreidc-Arten und der Kartoffeln bringt das neue Statistische Jahrbuch für das Deutsche Reich eine übersichtliche internationale Zusammen- stellung. Die Vergleiche beziehen sich fast durchweg auf das Jahr 1900, nur für Dänemark ist 1901, für Italien 1896 und für Bulgarien und Spanien das Jahr 1899 eingestellt. Für diese Zeit stellte sich die Anbaufläche von Weizen in den Vereinigten Staaten von Amerika mit 17 106 600 Hektar am höchsten, dann folgte Rußland mit 16 706 800 Hektar: in großen Abständen hierauf die andren Länder: Frankreich mit 6 864100 Hektar. Italien mit 4 693 000, Spanien mit 8 663 400, Ungarn mit 3 882 200, dann erst Deutschland mit 2 061 200 Hektar Anbaufläche. Etwas über 1 Million Hektar erreichen dann noch Rumänien gnd O e st r e i ch. Beim Roggen überragt Rußland, wie bekannt, alle andren Kulturländer bei weitem; es steht auch in der Anbaufläche bei weitem an der Spitze. Sie betrug im Erhebungsjahre 1900 nicht weniger als 28 694 100 Hektar, in weitem Abstand folgt dann an zweiter Stelle Deutschland mit 6 981 600 Hektar, darauf O estreich mit 1701700 Hektar Anbaufläche, dann kommt Frank r.e ich mit 1 419 800, Ungarn mit 1 064 500 Hektar; alle andren Länder bleiben weit unter 1 Million Hektar. So hat G r o ß« Jbritannien und Irland, das für Weizen noch eine Anbau- fläche von über 8/4 Millionen Hektar aufweist, an Anbaufläche für Roggen nur 26 800 Hektar. Die Vereinigten Staaten weifen für Roggen auch mir 640000 Hektar Anbaufläche auf. Bezüglich G e r st e steht Rußland gleichfalls bei weitem an der Spitze, es hatte dafür eine Anbaufläche von 7 666 700 Hektar aufzuweisen. In großen: Abstände folgen Deutschland mit 1706 600, Spanien mit 1403 300, O estreich mit 1234 100, Amerika(Vereinigte Staaten) mit 1 171 200 und Ungarn mit 1030 600 Hektar. Dann kommt Großbritannien und Irland mit 379 000 und schließlich wieder in großem'Abstände die übrigen Länder. Beim H a s e r kommen sich Rußland und die Vereinigten Staaten ziemlich nahe, doch geht Rußland noch immer mit 16 186 700 Hektar gegenüber Amerika(Vereinigte Staaten) mit nur 11 073 700 voran. Wieder folgt nach diesen Ländern ein großer Abstand: dann kommt Deutschland mit 4 104 900 und Frank- reich mit 3 941 400 Hektar, darauf O e st r e i ch mit 1 899 200, Großbritannien und Irland mit 1677 700, Ungam mit 1 000 300 und das kleine Schweden mit doch 824 800 Hektar Anbaufläche Hafer. Für die Kartoffeln streiten sich Rußland und Deutschland um die erste Stelle: Rußland bleibt aber mit 3 602 000 Hektar gegenüber Deutschland mit 3 241 800 Hektar noch immer an erster Stelle. Dmin folgen Frankreich mit 1 609 900 Hektar, O e st r e i ch mit 1 163 400, die Vereinigten Staaten von Amerika mit 1 056 600, Ungarn mit 513 800, G r o ß- britanmien und Irland mit 496 600 Hektar. Italien, H-»l l a md, Schweden, Belgien haben noch über 100 000 Hektar Anbaufläche, die übrigen Länder blechen auch darunter zürück. Herr W. Christians, Chefredakteur des„Deutschen Oekonomist" Und zugleich vor 1901 AufsichtSrat der Mecklenburg-Strelitzschen Hypothekenbank, der bekannten Tochtergesellschaft der Pommernbank, erläßt an der Spitze seines Blattes eure Erklärung, in der er der Welt verkündet, daß nur„Mangel an Interesse" an den gesellschaft- lichen Zwecken des Berliner Presse-Klubs ihn verhindert habe, diesem beizutreten. In der Erklärung heißt eS sehr selbstbewußt: „Von befreundeter Seite ist mir mitgeteilt worden, man(wer?) 'habe sich"dafür interessiert, ob ich Mitglied des im Pommernbank- Prozeß genannten„Berliner Presse-Klub" sei. Obgleich dies nun niemand etwas angeht, will ich doch— da ich einmal in der Oeffentlichleit stehe— allen, die sich dafür interessieren, hierdurch mitteilen, daß ich dem„Berliner Presse-Klub" weder angehöre noch jemals angehört habe, daß ich dessen angeblich schön eingerichtete Klubräume nie gesehen und von den Beziehungen desfewen zu Herrn Romeick und der Pommernbank erst durch die Gerichtsverhandlung erfahren habe. Um Mßdenttmgen vorzubeugen, erkläre ich ferner, daß ich die Mitglieder des„Berliner Prefse-Klub", soweit sie mir bekannt sind, für Ehrenmänner halte und daß nur Mangel an Jnteresie an dessen gesellschaftlichen Zwecken mich vom Beitritt abgehalten hat." Berlimr partei-Hn�clegenbcitcn. Weißensee. Eine außerordentliche Gcneral-Ver- sammkung des socialdemokrattschen Wahlvercius findet heute abend Uhr im„VereinShauS'. Charlottenburger st r. 150, statt. Tagesordnung: Wahl von Delegierten zur Kreiskonferenz, Vortrag. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Steglitz. Die Versanmrlnng des Wahlvereins findet am Mitt» woch, den 5. August, abends 8x/a Uhr, im Restaurant„Gambrinus" (Schellhase), Ahornstr. 16», statt. Tagesordnung:„Die Landtags- Wahlen." Referent; Genosse Redakteur Bürger. Socialdcmokratischer Wahlverein für Nowawes-Ncuendorf. Mitt- woch, 5. August, abends'/.ß Uhr, bei Hiemke, Wallstr.: Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Abrechnung von der NciäiötagS- wähl. 3. Vortrag:„Die Socialdemokratie nach den Reichstags- wählen." Referent: Genosse Kotzke-Berlin. 4. Der diesjährige Partei- tag. 5. Sommcrfcst. 6. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und ersucht um zahlreichen Besuch Der Vorstand. lokales.' In der städtischen Gasanstalt Gitschinerstraße haben die Arbeiter wiederholt bei der Direktion vorstellig werden müssen, um die Be- seittgung verschiedener Mißstände herbeizuführen. Und es muß an- erkannt werden, daß geäußerte Wünsche in Bezug auf hygienische Verbesserungen Berücksichtigung gefunden haben. Trotz alledem bleibt noch viel zu thun übrig. So Ilagen die Arbeiter jetzt Haupt- sächlich über die mangelhafte Beleuchtung, die im Betriebe herrscht. Neben den dadurch zu befürchtenden Augenkrankheiten wird auch die Unfallgefahr bedeutend erhöht und sollte eS Aufgabe der Betriebsleitung sein, nicht mehr zw zögern und für eine vermehrte Beleuchtung Sorge zu tragen. Auch der Zustand der Klosetts und der Wasserleitung bedarf dringend der Aenderung. Während das Waschwasser eine rötliche Färbung besitzt, erscheint das T r i n k w a s s e r mit weißen Flocken vermischt, das dazu angethan ist, neben seiner Unappetitlichkeit gesundheits- schädlich zu wirken. Der Wunsch der dort beschäftigten Arbeiter gebt dahin, daß diese Mißstände, deren Vorhandensein in einem städtischen Betriebe nicht gerade angenehm wirkt, so rasch als möglich beseitigt werden. Bei dieser Gelegenheit sprechen die städttschen Arbeiter noch einmal ihr Bedauern darüber aus, daß man bisher in keinem Betriebe der Stadt dazu übergegangen ist. die vorhandenen Arbeiterausschüsie von Seiten der Leitung einmal darüber zu be- ftagen, ob sie bezüglich ihres Arbeitsverhältnisses irgend welche Wünsche haben. Obgleich in dem Reglement für diese Ausschüsse festgelegt ist. daß„über sonstige, aus das Wohl der Arbeiter bezügliche Fragen auf Verlangen des Direktors gutachtliche Aeußerungen abzugeben sind, hat man es bis jetzt verabsäumt, sich in dieser Form mit den Arbeitern zu verständigen und es lieber darauf ankommen lassen, durch den Druck der Oeffentlichkeit die zwingende Notwendigkeit der Arbeiterforderungen anzuerkennen. Ja, als selbst aus der Mitte der bestehenden Arbeiterausschüsse heraus eine engere Kommission gebildet wurde, die eine Aussprache mit der Direktton herbeiführen sollte, winde dieselbe mit der Motivierung ab gelehnt, daß Antrage der Arbeiterschaft, welche allgemeine Arbeiter angelegenheiten betreffen, durch Vermittelung der Ausschüsse und nach den Vorschriften deS Reglements zur Erörterung zu bringen seien. St. Bureaukrattsmus, was zeittgst du für Blüten l Der Ausschuß wendet sich an den Bettiebsdirigcnten und Vorsitzenden des Ausschusses um Erfüllung dieses oder jenes Punktes. Derselbe er- kennt die Berechtigung der Forderung an, ist aber nicht im stände, diese selbst zu bewilligen und verweist die Ausschußmitglieder an die Direktton. Die Direktton lehnt es ab, mit den berufenen Verttetern der Arbeiter über die gestellten Anträge in Verhandlung zu treten und zwingt dieselben dadurch, auf dem Wege des Petitionierens die Erfüllung der Forderung zu erkämpfen. So gestaltet man den Ausschuß zu einer rein dekorativen Institution und wenn die Arbeiter dies durchschauen und in Versammlungen bekunden, dann kommt man im Brustton verletzter Arbeiterfteundlichkeit und schimpft auf die unzufrieoenen Elemente. Vielleicht veranlaßt der Berliner Magisttat verschiedene Betriebe direktoren einmal zum Studium von Arbeiterausschuß-Reglements von Privatbettiebeu— allerdings nicht der schlechten— tun dann zu finden, daß die Socialpolitik der Stadt Berlin noch sehr entwicklungsfähig ist. Eine„gemütliche" Rrntrnquetsche hat die Sektion I der Nordöstlichen Baugewerks-BerufSgenossenschaft in dem Hause Grohbeerensiraße 28 ck errichtet. Mit seinem wissen schaftlichen Namen heißt das Ding„Unfall-Klinik" und dient dem Zweck, arme Unfallrentner dort ärztlich zu beobachten und zu be handeln, um den Grad ihrer Arbeitsunfähigkeit festzustellen, eventuell deren Erwerbsfähigkeit möglichjt wieder zu erhöhen. Die Leitung dieses Jnstttuts liegt in den Händen eines Herrn Dr. R oemert, dem für ge- wöhnlich ein Assistenzarzt zur Seite steht. Gegenwärtig sind in der Klinik 13 Pattcilten anwesciid, für etwa 20 Mann ist Raum Vorhemden. So nützlich das Institut nun auch— für die Berufsgenossenschaft sein mag, so wenig gefällt es den Verletzten daselbst. Anscheinend be- kümmern sich die Aerzte nur in ungenügendem Maße um die Leute. So z. B. beklagen sich diese darüber, daß sie nur ganz selteii unter- sucht werden. Leute, die schon bis zu 18 Wochen dort zubringen, wollen nur 1-�2 mal einer gründlichen ärztlichen Untersuchung unter- zogen worden sein. Krankenjournale sind ihnen nicht bekannt. Lebhaste Beschwerde wird auch über mangelnde Reinlichkeit geführt. So giebt es nur alle 3 bis 10 Wochen reine Bett' wasche; seit drei Wochen hat sich niemand mehr baden können; die Zimmer sind voller Wanzen. Die Hausordnung besagt zwar, daß es Anstaltskleider geben soll, doch tragen sämtliche Patienten ihre eigne Kleidung, ohne daß sie dafür eine Vergüttgung erhalten. Sämtliche Insassen der Klinik sind nun der Meinung, daß, wenn man sich doch nicht genügend um sie kümmert, man sie dann ebenso gut hätte zu Hause lassen können. An ihrem körperlichen Zustande kann so wie so meistens nichts mehr gebessert werden, des- halb empfinden sie die berufsgenossenschaftlich angeordnete Jnter- nienxng in der Klinik auch nur als eine völlig unnöttge Maßregel, die lediglich erfolgt, um ihnen, wenn irgend angängig, die kärgliche Unfallrente zu kürzen. Die Liste der stimmfähigen Bürger Berlins, die vom 16. bis 30. Juli d. I. im Wahlbureau öffentlich ausgelegt worden war, ist von 17 080 Personen eingesehen worden. Die Liste der ersten Abteilung sahen 21 Personen, die der zweiten Abteilung 166 Personen und d,e der dritten Abteilung 13 400 Personen ein. Hierzu kamen noch 3664, deren Namen nicht in der Wählerliste verzeichnet waren. Von diesen haben 300 Personen Einspruch gegen die Nichteintragmrg in die Liste erhoben. Eine öffentliche Schreibstube für Stellenlose ist in Charlottenburg, Krummestr. 89, unter Beihilfe der Stadt, welche 2000 M. dafür bewilligt hat, ins Leben gerufen worden. Die Fürsorge für Arbeits- lose liegt ja in der RcichShauptstadt und ihrer Unigebung noch außerordentlich ün Argen, weder sind von den Kommunen irgend welche Schritte unternommen, eine Versicherung gegen Arbeitslosig- keit herbeizuführen, noch versucht man ernsthaft, den Arbeitslosen Arbeitsgelegenheit zu verschaffen. Es ist daher nur mit Genug- thuung zu begrüßen, daß ivemgstenS für eine Kategorie Arbeitsloser — es kommen hier in erster Linie stellenlose Kauflente, Schreiber sowie andre Personen, die zu harter Handarbeit unfähig sind, in Betracht— eine notdürftige Hilfe geschaffen werden soll. Die Einrichtung einer Schreibstube, die nicht darauf ausgeht, Gewinne für den Unternehmer zu erzielen, ist um so angebrachter, als in den bestehenden Schreibstuben bekanntlich eine ganz außer- ordentliche Ausbeutung der Arbeitenden die Regel bildet; die öffentliche Schreibstube braucht hierauf begreiflicherweise nicht zu sehe». Dem Komitee für die Schreibstube gehören Stadtverordnete aller Parteien, sowie Frau Stadttat Weber und Frau Stadttat Dr. Jasttow an. Protektlouswcseu bei der Besetzung kommunaler Arztstellcu. Der „Berliner Aerzte-Korrespondenz" schreibt ein Arzt: «Der College— r regt sich in der vorletzten Nummer dieser Zeitung über die Protektion bei der Besetzung von Schularzt- Stellen auf. Für den Kenner der Verhältnisse hat die Sache absolut nichts mehr Aufregendes. Ein solcher weiß,, daß die Schul- und besonders die Armenarztstellen weiter nicht!; sind, als ganz fette lebenslängliche Renten für die Söhne, Bettern und Neffen der liberalen Stadtväter. Jeder Kollege könnte Wohl zu diesem Thema einen lehrreichen Beitrag liefern, ich amh. Vor einigen Jahren kam von außerhalb ein Kollege voll- kommen fremd nach Berlin, um auch einem tiefgefühlten Vedürfliis abzuhelfen und siehe dal in kurzer Zeit hätte c.-r eine gute Praxis. Unkundige Leute schrieben dieses natürlich seiner außer- ordentlichen Tüchtigkeit zu. Die Eingeweihten aber wußten die wahre Sachlage, welche, wie so oft, die Dinge in ein ganz andres Licht setzen. Der Oiikel des Kollegen war zufällig— Stadtverordneter und— bald hatte der Kollege eine Armenarztstelle mit 1200 M. weg; sein Bruder war zufällig der Besitzer emer großen Fabrik, trat mit seinem Bettieb eigens aus der betr. Onts-Krankenkasse aus und stellte ihn natürlich als alleinigen Arzt bei der neu ge- gründeten Betriebs-Kranlenkasse an." Was sagen die„liberalen Stadtväter" zu diesen Vorwürfen, die Pen sie in einem Blatte erhoben werden, das ihn er politisch jeden- s näher steht, als uns? Die neue Orthographie auf dem Standesamt. Die Ein« führung der neuen Rechtschreibung auf den Standesämtern betrifft eine neue Verfügung des Ministers des Innern. Die Standes- beamtcn haben demnach im Text der von ihnen aufgenommenen Urkunden die Vornamen solcher Personen, welche als Anzeigende bei Geburts- oder Sterbefällen, als Eheschließende, Eheschließungs- zeugen oder behufs Aufnahme einer sonstigen Urkunde vor ihnen erscheinen, grundsätzlich und ohne Rücksicht auf eine etwaige ab- weichende Schreibart in vorgelegten älteren Urkunden oder eine abweichende Unterschrift der Beteiligten selbst in der von dem köuig- lichen Staatsministerium beschlossenen neuen Rechtschreibung ein- zutragen und zugleich in den zahlreichen Fällen, in denen den Be- teiligten die Schreibart ihres Vornamens gleichgültig ist, auf diese dahin einzuwirken, daß sie sich bei Abgabe ihrer Unterschrift der nämlichen Schreibweise bedienen. Desgleichen ist bei Ein- tragungen in das Geburtsregister die neue Schreibweise anzuwenden. falls nicht der zur Erteilung der Vornamen an das Kind Be- rechtigte eine andre Schreibart ausdrücklich vevlangt. Den Unternehmern noch wenig bekannt ist die Bestimmung des § 629 des Bürgerlichen Gesetzbuches, welche besagt: „Nach der Kündigung eines dauernden Dienstverhältnisses hat der Dienstberechtigte(Unternehmer) dem Verpflichteten(Arbeiter) ans Verlangen angemessene Zeit zum Aufsuchen eines andren Dienst- Verhältnisses zu gewähren." Aber auch viele Arbeiter übersehen, daß der Urlaub nur„auf Verlangen" zu gewähren ist. Sie bleiben daher öfter ohne das Verlangen nach Urlaub gestellt zu haben, von der Arbeit weg und riskieren dadurch eine Entlassung wegen unbefugten Verlajsens der Arbeit. Eine eigne KnabenhandarbeitS-Werkstättc ist in diesem Sommer- Halbjahr in dem neuen großen Genossenschastshause eingerichtet worden, das der Berliner Beamten-WohnnngSverein an der Wichertsttaße nahe dem Ringbahnhof„Schönhauser Allee" sich hat erbauen lassei«. Der hiesige Hauptverein für Knabenhandarveit, der seit einer Reihe von Jahren in jeden, Halbjahr öffentliche Unterrichtskurse veranstaltet und an verschiedenen Stellen der Stadt in Schulgebäuden seine Werkstätten besitzt, giebt in der Werkstätte des Beamten-Wohnungsvereins den schulpflichtigen Jungen der Hausbewohner einen besonderen Kursus in leichter Holzarbeit. Der vom Hauptvercii« mit der Leitung des Kursus betraute KnabenhandarbeitS-Lehrer hat für dieses Unternehmen eincii eignen Lehrgang aufgestellt, der den hier gegebenen besonderen Verhältnissen angepaßt ist. Die Kosten des Kursus werden vom Hauptverein für Knabenhandarbeit getragen, so daß der Unterricht unentgeltlich er- teilt werden kann. Die Kosten, die aus der Einrichtung der Werk- statte, aus der Beschaffung der Werkzeuge usw. erwachsen sind, hat der Beamten-Wohnungsvcrein übernommen. Es hmidelt sich hier um einen Bersuch, den der Leiter des Berliner Hanptvereins für Knabenhandarbeit als aussichtsvoll ansieht, und von dem er wünscht, daß man ihn in andren Häusern ähnlicher Art nachahme. Folgen eines Insektenstiches. Der bei seinen Verwandten zu Besuch hier weilende Kaufmann Berthold Müller war vor einigen Tagen im Garten eines kleinen Laubengrundstllcks mit der Ernte von Beeren beschäftigt. Dabei wurde er von einer großen, grünlich schillernden Fliege in die Hand gestochen. Anfangs achtete M. nicht weiter auf oie winzig kleine Wunde und als sich eine kleine Ge- schwulst zeigte, legte er essigsaure Thonerde auf. Die Hand wurde aber immer dicker und blaurot, so daß M. zu einem Arzt ging. Dieser erkannte alßbald die vorliegende große Gefahr ,md ließ M. nach einer Klinik überfiihrcn, wo ihm die Hand abgenommen wurde. Dieser Fall lehrt wieder, wie große Vorsicht nöttg ist, weim ein Insektenstich ansängt, böSarttg zu verlaufen. Rechtzsittge ärzt- liche Behandlung wird fast immer die schlimmen Folgen abwehren können. Elf Messerstiche erhielt in der Nacht zum Sonntag der 22; Jahre alte„Arbeiter" Willy Gritzmann auS der Soldinerstr. 92, ein ge« fürchteter Raufbold. Gegen 1 Uhr hörten Leute, die sich emf dem Heimwege befanden, von der Ecke der Soldiner- und Freieuwalder- straße her Hilferufe und fanden dort Gritzmann in ein» großen Blutlache liegen, während ein Mädchen und drei junge Burschen davonliefen und entkamen. Mit diesen hatte der Verwundete augenscheinlich eine Prügelei gehabt. Ein Schutzmann, der gerufen wurde, brachte Gritzmann nach der Unfallstatton in der Badstraße und von dort mit einem Lückschen Wagen nach der Eharitü. Starke Blutspuren bezeichneten am Sonntagmorgen noch den Weg durch die Freienwalder-, Christiania- und Grüiithalerstraße nach der Suition. Die Aerzte stellten elf Messerstiche in die Unterarme und die Hände fest. Da auch Adern und Sehnen durchschlagen sind, so liegt der Verletzte sehr schwer danieder, noch schwerer als vor drei Jahren einmal, wo er 17 Messerstiche erhielt. D,e Thäter sind noch nicht ermittelt. Wie vor drei Jahren, so weigert sich der Gestochene auch jetzt wieder, sie anzugeben, obwohl er sie genau kennt. Gritzmann war vor zwei Jahren nach der Silvesterfeier der Rädelsführer bei dem mehrfach erwähnten Sturm auf die Polizeiwache des 9. Reviers und erhielt dafür eine längere Gefängnissttafe. Ob er diesmal mit dem Leben davonkommen tvird. ist sehr fraglich. Entführt? Die 16 Jahre alte Verkäuferin Gertrud Kampinann, die Tochter eines Dachdeckers aus der Mulackstr. 14, die in einem Jupongefchäft in der Leipziaersttahe angestellt war, lernte im März diese« JahreS in einer Konditorei, die sie mit einer Mitangestellten besuchte, einen 29 Jahre alten Jngenier Dr. P. aus der Kronen« straße kennen. Als die Eltern von diesen Beziehungen bor 6 Wochen durch andre Mädchen erfuhren, untersagten sie ihrer Tochter jeden weiteren Verkehr mit dem Manne. Während ihrer Geschäftsferien aber mußten sie sie drei Tage einsperren, um sie zu Hause zu behalten. Am Mittwoch voriger Woche verließ das Mädchen nach Tisch wie gewöhnlich gegen 2 Uhr die elterliche Wohnung und sollte um S'/a Uhr im Geschäft sein, kam aber dort nicht an und ließ seitdem nichts mehr von sich hören. Die besorgten Eltern fragten wiederholt in der Kronensttaße an, erhielten aber von den Wirts- leuten des Ingenieurs nur die Antwort, der Herr sei verreist. Die Vermißte ist eme auffallend hübsche Blondine. Zu eine« Znsammenstoß zwischen einem Möbelwagen und Kremser kam eS gestern vormittag auf dem nach Pichelswerder führenden Wege im Grunewald. Der mit provisorischen Sitzbänken versehene Möbelwagen, der in langsamem Schritt die Straße entlang uhr, war von einer Ausflügler-Gesellschast besetzt. Der Kremser, welcher ebenfalls Ausflügler nach dem Grunewald brachte, versuchte to geb. 1,60 M. Leipzig und 2Bien 1903 Litteratur. an dem Transportwagen vorbeizufahren, doch hatte der Kutscher des auch die Italiener aus mehreren Kolonnen zusammenfeßen, fo ist es| Gerichten( Landgericht Oppeln) u. a.: Die Festschrift des Gewerbegerichts Recht des Arbeitsvertrages. Personenwagens die Entfernung nicht richtig geschäßt. Er fuhr schon am Sonnabend zu einer Schlägerei zwischen 2 Arbeitern und Berlin. Von Privatdozent Dr. Jastrow. seitlich gegen den Möbelwagen an und zwar mit solcher Gewalt, einem Schachtmeister gekommen. 21 Mann, die sofort entlassen Die lippeschen Ziegelmeiſter. Von Gewerberichter Lasche. Neukamp, Gewerbe- Ordnung. Derselbe, Kinderschuhgesek. Verbands daß drei der Passagiere von dem angefahrenen offenen Wagen herab- wurden, nahmen die Hilfe des italienischen Konsuls in Anspruch; es angelegenheiten. Beitrittserklärungen. Eingänge. stürzten. Zwei derselben erlitten ziemlich erhebliche Verlegungen bewahrheitet sich auch hier wieder, je mehr der Arbeiter sich duckt, Dazu eine Verbandstags- Beilage, bearbeitet in der Archivverwaltung am Kopf, während der dritte mit leichten Kontufionen davonfam. desto mehr wird er getreten. Die imposante Versammlung folgte des Verbandes. Auf der Treppe zur Revierwache Gift genommen hat der 26 Jahre ihrer Entrüftung, oftmals durch zwischenrufe Luft. den Ausführungen Koesters in gespannter Aufmerksamkeit und machte Dr. Conrad Duden. Rechtschreibung der Buchdruckereien deutscher In einer Sprache. In Leinwand geb. 1,60 M. Leipzig und Wien 1903. Biblioalte Fräser Heinrich Schneider aus Bomst, der sich ohne Wohnung und Arbeit hier aufhielt. Schneider besuchte einen ihm bekannten geharnischten Resolution protestierte dann die Versammlung ein- graphisches Institut. Krankenversicherungs Gesek in der Fassung vom 25. Mai 1903 Arbeiter in der Admiralstraße und stahl ihm aus einem Kasten, den stimmig gegen die Gemeindevertretung, sie erwartet von ihr als dem er erbrach, 21 Mark. Der Bestohlene traf den Dieb später in der eigentlichen Arbeitgeber Abhilfe, mehr Berücksichtigung hiesiger nebst Hilfskaffen- Geſetz und Invalidenversicherungs- Gesek. Preis 1,50 M. München 1903. C. H. Becksche Verlagsbuchhandlung. Manteuffelstraße und ließ ihn festnehmen. Vor der Thür der Revier Arbeiter und Zahlung ortsüblicher Löhne. Kinderschutz Gesetz. Reichsgesetz vom 30. März 1903 betr. Kinder wache zog der Verhaftete auf der Treppe plöglich ein Fläschchen aus arbeit in gewerblichen Betrieben erläutert von Dr. jur. Gust. Rohmer. Preis 1,20 m. München 1903. C. H. Beck. der Tasche und trant daraus, bevor man es ihm aus der Hand schlagen konnte. Ein Arzt stellte fest, daß er Salzsäure genommen er als Polizeigefangener nach der Charité gebracht. 1612 Die Leiche eines unbekannten, etwa 40 Jahre alten Mannes, 1,65 Centimeter groß, welcher das linke Bein fehlt, mit Holzbein, ist gestern bormittag in Steglitz aufgefunden worden. Was alles gestohlen wird! Am gestrigen Vormittag wurde die Tarameter Drofchte Nr. 7105 während einiger unbewachter Augen blicke gestohlen.d Gentralverband der Töpfer. Die Filiale Berlin hielt am Freitag Verfammlungen. T Dr. Warner. Arbeitsnachweisämter in Nordamerika. Preis 2,50 M. Leipzig 1903. Verlag von Jäh u. Schunke. Dr. N. B. Sociale Gefeßgebung und ärztliche Praris. Seiten. 1, Berlag: Curt Oberländer, Leipzig, Kohlgartenſtr. 31. 1 doppelBriefkaften der Redaktion. schäftigt werden sollen, ist am 1. Auguft in Charlottenburg, Krummeftr. 89, errichtet worden. Sehen Sie die betr. Notiz im lokalen Teil der heutigen Klosterlaufit. Eine Schreibstube für Adressen, in der Arbeitslose beNummer. Beschwerde an Ihr Postamt. Dan du style fest solis St. Krl. 4. Die Zeitung wird regelmäßig gesandt, senden Sie eine Adulescens. Bermochten wir nicht zu beantworten. W. 2. 73. hatte, und gab ein Gegenmittel. Dann wurde der Festgenommene im Gewerkschaftshause ihre Generalversammlung ab. Die Abag Chelicher Zwift hat die 28 Jahre alte Frau des Eisenbahn- rechnung vom II. Quartal war den Mitgliedern gedruckt zugestellt Telegraphisten Drewant Marie geb. Briese aus der Claudiusstraße 9 in den Tod getrieben. Die Frau war eifersüchtig, beklagte sich bei worden. Für die Verbandskaffe betrugen die Einnahmen 11 876,56 den Hausgenoffinnen, daß sie zu wenig Wirtschaftsgeld bekomme, An die Hauptkasse wurden in bar 6650 M. abgeliefert. Die AusMark, die Ausgaben 11 284,08 m.; der Ueberschuß ist also 592,48. und glaubte, daß ihr Mann einer Nebenbuhlerin Zuwendungen mache. Die häuslichen Auseinandersetzungen wurden so arg, daß gaben für Streit- und Gemaßregeltenunterstützung beliefen sich auf die Großeltern das einzige Kind, ein sechsjähriges Töchterchen zu kaffe hatte 6808,09 m. Einnahmen und 823,35 M. Ausgaben, also 1102,50 m., die für Krantenunterstützung auf 535,40 M. Die Lokalfich nahmen. Gestern gab es wieder Streit. Als Dretant heute einen Ueberschuß von 5984,74 m. Das Gesamtvermögen der Filiale morgen um 6 Uhr aufwachte, fanden er und seine Schwester, die bei betrug am Quartalsschlusse 39 606,37 M. Die Filiale hatte am ihm wohnt, seine Frau an der Thürklinke hängen. Auf ihre Hilfe- Ende des Quartals 2046 Mitglieder, dem vorigen Quartal gegenüber Rat, wie Sie selbst einsehen werden, nicht möglich. – M. K. Benden Sie rufe schnitt eine Nachbarin Frau D. ab, sie war aber bereits tot. eine Zunahme von 52. Dem Kassierer Hermann John wurde sich an die Poliklinik für Haustiere an der Tierarzneischule. Behandlung ik unentgeltlich. einstimmig Decharge erteilt. Sodann gab der zweite Vorsitzende Juriftifcher Teil. bekannt, daß der erste Vorsitzende Neumann wegen Differenzen Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends im sechsten Wahlkreise vorläufig von seinem Posten zurückgetreten von 7 bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. 2. 2. 17. 1. und 2. Mit vollendetem 21. Lebensjahre. 3. Auf die ist und ersuchte die Generalversammlung, von einer Neuwahl Abstand zu nehmen bis die Angelegenheit geregelt ist. Dementsprechend Frage, wie tann ich meine Ersparnisse sicher und mit hohen Zinsen anlegen, wurde beschlossen. Darauf wurde in die Diskussion über hat einmal jemand geantwortet: Wollen Sie gut effen, so faufen Sie die Beschlüsse der Meißener Generalversammlung fich Papiere mit hohem Binsfuß, wollen Sie gut schlafen, so kaufen Sie Vermißt wird seit ungefähr 14 Tagen die 85 Jahre alte eingetreten. Hermann John, der hierzu das einleitende Referat hielt, sich sichere Papiere, z. B. Reichsanleihe, preußische Konsols und dergleichen. Arbeiterwitwe Jockisch, die von Angehörigen unterhalten wurde und wies besonders auf die von der Meißener Generalversammlung be- Bapiere, die gutes Essen und gutes Schlafen verbürgen, giebt es nicht. Dieselbe Antwort tönnen auch wir Ihnen mur erteilen. A. Krüger. in der Weinstr. 27 bei der Plätterin Fräulein Markgraf wohnte. schlossene Arbeitslosen- Unterſtügung hin, über deren Einführung in Shre Frage ist ohne Angabe, wann und wo der Erblasser verstorben ist, Die Greifin suchte bei schönem Wetter jeden Tag den Friedrichshain letter Instanz eine am 15. und 16. Auguft vorzunehmende Ur- nicht zu beantworten. Ergänzen Sie die Anfrage nach diesen Richtungen hin. auf. Von einem solchen Ausgang kehrte sie am Freitag vor 8 Tagen abstimmung entscheiden wird. Gerne, so führte der Redner u. a. M. W. 1. Ja. 2. Nein. N. 95. Dazu find Sie nicht ver nicht zurück. In einem Krankenhause ist sie nicht ermittelt. Biel- aus, hätte man eine höhere Unterstützung als die von 6 M. per pflichtet. Legen Sie Beschwerde ein. Unfall Georg. 1. Nein. 2. Wenr leicht ist sie plötzlich geistesschwach geworden und hat jemand sie auf- Woche festgesetzt, doch schien das vorlänfig nicht durchführbar. Aus die Folgen Ihres Unfalls auf länger als 13 Wochen sich erftreden, haben genommen, ohne sie zu kennen. dem Lokalfond könne die Unterstützung für Berlin auf 10-12 M. Sie Anspruch auf Rente. Die Höhe der Rente richtet sich nach dem Grade der verminderten Erwerbsfähigkeit. erhöht werden. Der Redner verwies ferner auf die Erhöhung der C. 2. 20. Verjährung liegt nicht Ein weißes Tischtuch ist bei dem Weißenseer Sommerfest am Strantenunterstützung um 25 Pf. pro Tag sowie auf die Beschlüsse treffenden ist zu raten, sich an den Vormundschaftsrichter zu wenden. bor. Die Klage hat aber feine große Aussicht auf Erfolg. Der Bes 25. Juli gefunden worden. Zu erfragen bei Beise, König- der Meißener Generalversammlung bezüglich der Reise- Unterſtügung. chauffee 11. -H. Sch. 73, S. 1. Nein. J. S. 100. Ihre Geburtsurkunden : igned spou Nach einer recht lebhaften Debatte, in der sich die meisten Redner und die Militärpapiere des Bräutigams nehmen Sie zum Standesamt mit. Verloren. Am Sonnabend verlor der Metallarbeiter Paul im Sinne der in Meißen gefaßten Beschlüsse aussprachen, erklärte F. K. 1. und 2. Ja. G. S. Sie fönnen die Darlehnstlage, da es Antrid, Hochmeisterstr. 11, sein Portemonnai mit dem Wochenlohn sich die Generalversammlung mit der Haltung der Berliner Delegierten sich um eine Summe unter 300 Mark handelt, selbst beim Amtsgericht an stellen oder durch einen Anwalt anstellen lassen. O. 2. Die Beschlage bon 33 M., etlichen Kupfernieten und sogenannten Buchinen" als einverstanden. nahme ist zulässig, Gegenmittel hingegen unmöglich. Anders läge die Sache, Inhalt und zwar auf dem Nordring zwischen Schlesischem Bahnhof und Prenzlauer Allee. Da nun am gestrigen Tage die Miete zu bezahlen war, ist Berlierer in die größte Verlegenheit geraten. 5 " 3 81 -heißen der Interessenverein der Kistenmacher nahm in einer am 27. Juli wenn für die Frau von einem andern die Versicherungsgelder gezahlt wären. im Gewerkschaftshaus abgehaltenen Generalversammlung die AbBritannia 100. Nach vollendetem 42. Lebensjahr fann der Betreffende rechnung vom 2. Quartal entgegen. Dieselbe belief sich auf eine Deutschland ohne Folgen fürchten zu müssen besuchen. B. A. 40. 1., 2: Apollo- Theater. Die Liebesinsel", welche bereits zum 87. Male Einnahme von 591,71 M., der eine Ausgabe von 478,26 M. gegen Luthers Schriften, die wir aber unmöglich zweds genauerer Beantwortung Nein. 3. Uns nicht bekannt. 4. Eine ähnliche Aeußerung findet sich in in Scene ging, wirft noch immer als Zugftüd, so daß die Direktion übersteht, der Generalbestand beträgt 1109,28 m. Dem Kajfierer durchlesen können. 5. N. 84. Ja. Wittstoch 12. Die Gebühr für auf ein volles Haus blicken konnte. Auch die neuen Specialitäten wurde einstimmig Decharge erteilt. Abschriften richtet sich beim Gericht nach der Anzahl der Seiten. – 000 H dürften sich als Magnet erweisen. Brothers Kaufmann In die Lohntommission wurden Schwanherz, Dufte, Dietz, Bule 1. Bunächst läuft mit diesem Jahre die Verjährungsfrist gegen Sie ab. hatten für ihre wirklich hervorragenden akrobatischen Leistungen den und Friz Schulz gewählt.lojag sid sedit Außerdem fehlte die rechtswidrige Absicht und endlich ist die Möglichkeit ihnen gezollten Applaus redlich verdient. Bei den Abolus", Die Zahlstelle Charlottenburg des Deutschen Holzarbeiterverbandes werden. Shrer Baterschaft doch nicht ausgeschlossen. 2. Nein. Es müßte geflagt K. 41. Sie haben das Recht zur Ausbildung von Lehrlingen. Xylophon Birtuosen, hatte das Publikum Gelegenheit, zu beob- hielt am 20. Juli im Voltshaus" ihre Generalversammlung ab. Die näheren Vorschriften über Meister-, Gesellen- Prüfung usw. werden dem achten, welche Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit dazu gehört, das Gewerbegerichtsbeisitzer Kollege Benfched gab zuerst einen Bericht nächst dargelegt werden. M. M. 50. 1. Ja. 2. Rein.-B. B. Ja. Xylophon so meisterhaft zu handhaben, wie die fich producierenden über die Thätigkeit des Gewerbegerichts im vergangenen Jahre und 11. Leider steht Ihnen ein Recht auf Heilbehandlung durch die staunenswerter Genauigkeit die Jahreszahlen von Geldstücken, den feit desselben, und erläuterte des weiteren die Anbringung einer Urteil über den Einzelfall, in dem Bestrafung erfolgt ist, ab. beiden Damen und Herren. Der gedankenlesende Hund, welcher mit hielt alsdann einen Vortrag über die Konstituierung und Zuständig- Invalidenversicherung nicht zu.- 2. Sch. Zwischen 15 und 40 M. S. B. Das ist zulässig; es hängt die Konzessionsverweigerung von dem Inhalt einer Cigarrentasche 2c. angab, wurde allgemein bewundert. Klage bei demselben. Hierauf verlas der Kassierer Hasse die Ab- Arbeitgeber muß auf Berlangen des Arbeiters diesem die Invalidenkarte H. J. Der Den größten Erfolg des Abends hatte jedoch unstreitig der Hunde- rechnung vom 2. Quartal dieses Jahres. Danach betrug die Ein- aushändigen. Es ist üblich, daß der Arbeitgeber die Starte während der dresseur mit seinem von dressierten Forterriers, Pudeln 2c. aufnahme der Verbandstasse inkl. Guthaben bei der Hauptkasse vom Dauer des Arbeitsverhältnisses aufbewahrt. A. P. 21, C. R. 129. geführten Stücke: Ein ungetreues Weib", welches den Zuschauern vorigen Quartal 1092,52 m., die Ausgabe inkl. Gingefandt 982,59 M. Wenden Sie sich an den Magistrat. Biel Glück. 1. Sie sind nicht zur eine Lachsalve nach der andern entlockte. Den Schluß bildeten einige Mithin bleibt ein weiteres Guthaben von 75,54 M., die Lokalkaffe Bahlung verpflichtet. 2. Nein. 3. und 4. Durch 2. erledigt. 5. Nein. recht intereſſante Stinematographen- Vorführungen. dusdami ergab eine Ginnahme influſive Beſtand vom vorigen Quartal von 2. M. 1. Nein.- W. E. Soest. Soweit ersichtlich, würde eine Straf nodot tip 1789,75 W. Dem stand eine Ausgabe gegenüber von 821,97 M., Gewerbegericht in Charlottenburg. Sie können Ihrer Frau schriftliche Bollanzeige wegen Betruges Erfolg haben. G. N. 70. Zuständig ist das Jodi Aus den Nachbarorten. bleibt also ein Bestand fürs nächste Quartal von 480,45 M. Da macht sims erteilen. Die Klage ist gegen den Entmündigten, ber bei der Abrechnung nur der Revisor Pfefferkorn zugegen war, dieser trefen durch seinen Pfleger, zu richten. E. H. 45. Nein. Charlottenburg. Die Liste der stimmfähigen Bürger wird in aber umständehalber nicht in der Versammlung anwesend sein- Herberg. Ein Ehemann kann dem von seiner Frau vor seiner Ehe der Zeit vom 1. bis 15. August berichtigt. Einwendungen können in fonnte, so wurde der Kassierer nicht entlastet, sondern dies einer außerehelich geborenen, nicht von ihm erzeugten Kinde mit Einwilligung der Zeit vom 15. bis 30. August, während welcher Tage die Liste nächsten Versammlung vorbehalten. Der Antrag des Kollegen seiner Frau und des Vormundes seinen Namen beilegen. Das zu thun ausliegt, erhoben werden. Es empfiehlt sich jedoch, schon jetzt Einsicht Schmidt, den bei der Abrechnung nicht anwesend gewesenen Revisoren liegt im Interesse des Kindes. Um diese Namens beilegung zu erreichen, schreibt der Ehemann etwa: Meine Frau hat vor der Ehe ein in die Liste zu nehmen, und eventuelle Berichtigungen zu beantragen, eine Rüge zu erteilen, wurde angenommen. nicht von mir erzeugtes Kind( Namen) geboren. Ich erteile hierdurch dem was an jedem Wochentag auf dem Statistischen Amt während der Dienſtſtunden von 8 bis 3 Uhr geschehen kann. Es können dann Kaufmännische Kranken- und Sterbekasse von 1885( E.. 71), Sind meiner Ehefrau meinen Namen, so daß es fortan. alle Ansprüche schnell geprüft und die Richtigstellungen noch vor der SO. 16, Neanderstr. 4. Dienstag, den 4. August 1903, abends 9 Uhr, im foll." Hierunter sett der Ehemann seinen Ort, Datum und Namen und Restaurant Frädrich, Alte Jakobstr. 89: Sigung. läßt den Namen von einem Notar oder von einem Amtsgericht beglaubigen. Offenlegung der Liste betvirkt werden. Dadurch werden spätere Deutscher Arbeiter- Abstinentenbund, Ortsgruppe Berlin. Mitt Unter dieje Urkunde läßt er seine Frau und den Vormund des Kindes Weiterungen sowohl dem Publikum wie den Beamten erspart. woch, den 5. August, 8 Uhr: Versammlung im Englischen Hof, Neue schreiben: Mit der Erteilung des Namens. an mein Kind beBankow. Bekanntlich haben unsre Genossen in der Pankower Roßftr. 3. Bortrag des Herrn Direktor M. Paulh über Feuerbestattung." ziehentlich mein Mündel bin ich einverstanden." Hierunter jetzt die Frau Diskussion. Gruppenangelegenheiten. Gäste willkommen. und der Vormund ihre Namen, lassen auch diese Unterschriften notariell Gemeindevertretung, unterstützt durch zivei bürgerliche Vertreter, Eine öffentliche Boltsversammlung findet am Mittwoch, den oder gerichtlich beglaubigen. Alsdann beantragt der Ehemann unter Uebergegen den Verkauf des Gemeindegrundstücks in der Breitenstr. 55. August, abends 8%, Uhr, im Königshof, Bülowstr. 37, statt. Herr reichung dieser Urkunde bei dem Standesbeamten, in dessen Register die zu Pankow beim Regierungspräsidenten und bei dem Kreisausschuß Conrad wird über das Thema sprechen:„ Dienstbotenelend, eine sociale Geburt des Kindes eingetragen ist, auf Grund dieser Urfunde den Namen des Kindes umzuschreiben". Ob die Ehefrau eheliche Kinder Protest eingelegt. Der Kreisausschuß hat den Brotest in der Gefahr." iszex of aid hat oder nicht, ist für die Beilegung des Namens in dieser Art unerheblich. Sizning vom 29. Juli verworfen, und zwar unter folgender de Die Erklärungen können auch, statt notariell oder gerichtlich beglaubigt a Motivierung: Der Kreisausschuß hat in seiner gestrigen onlod und Eingegangene Druckfchriften. werden, zu Protokoll de 3 Standesbeamten abgegeben werden, in deffen Sigung die Genehmigung zum Verlauf des Grundstüdese Breitestr. 5 erteilt. Maßgebend für diesen Beschluß war, daß auch 44. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das Register die Geburt des Kindes eingetragen ist. 191 von derjenigen Gemeindevertretern, welche die Erhaltung des Grund- wir hervor: Die Krise des Dualismus in Destreich. Bon Frik Auſterliz. stückes im Bestze der Gemeinde wünschten, teine kommunale Auf- Die Lage des englischen Gewerkschaftsrechtes. Von M. Beer. Der Zug gabe bezeichnet werden konnte, für welche gerade dieses Grundstück nach der Stadt. Von Jules Destrée( Charleroi). Litterarische Rundzu reservieren war. Nach Prüfung aller Verhältnisse ist auch dem schau: Bulletin des Internationalen Arbeitsamtes. Erster Band. Von W. Giuseppe Pescetti, I Socialisti in Difesa dell' Arte. Bon Robert Stationen Kreisausschuß ein solcher Verwendungszweck nicht bekannt geworden. Es erscheint bei dieser Sachlage durchaus zulässig, den Erlös aus Michels. dem für die Gemeindeverwaltung entbehrlich gewordenen Grund- handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchstück zum Ankauf eines für die künftige er Duartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten ist die Swinemde. 755 14 Haparanda 742 SW größerung des Verwaltungsgebäudes in Frage Neue Beit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post Hamburg 755 23 13 Petersburg 749 S kommenden Grundstückes zu verwenden, um so mur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft kostet 25 Pf. 4 bededt 15 Cort 759 NN 3bededt 15 mehr, als die Gemeinde Pankow für den auch der Aufsichtsbehörde Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. 2Regen 15 Aberdeen " Süddeutscher Postillon". Die Nummer 16 ist erschienen mit padenden im Interesse der Gemeinde erwünschten Erwerb von Grundstücken 4wolfig 18 Paris 760 S2 3 Regen 15 760 NAS 1heiter 18 innerhalb der letzten Jahre erhebliche Aufwendungen gemacht hat. Bildern: Wenn sich zwei Spizbuben streiten, kommt die Wahrheit zu Tage. Der neue Rübezahl. Briefe aus Sachsen. Der besorgte LandesDer Kreisausschuß wird Bestimmung dahin treffen, daß der Erlös Wetter Prognose für Dienstag, den 4. August 1903. Auf dem Sterbebette. Straßen- Biemlich fühl, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe und regnerisch bei des verkauften Grundstückes nicht zu den laufenden Ausgaben der bater. Der vergletscherte Reichstag. bild. Serenissimus. Dentsprüche. Juſtiz. Bom Conclave. Die lebhaften westlichen Winden. Gemeinde, sondern zur Deckung der durch den Erwerb andrer neue Seeschlange. Tapetenmuster für das Arbeitszimmer des FinanzGrundstücke entstandenen oder entstehenden Kosten Verwendung ministers. Das rote Königreich. Aus dem Leben Schmocks des Unv. Tresckow. Da der Ge- bestechlichen. findet. Der Königliche Landrat. Unschuld. Aus Sachsen.Der gemüt Der Skorpion. Gloffen. Aus einer zukünftigen Chronit. Nante. meindevorsteher Gottschalt der Kreisausschuß- Sizung beigewohnt liche Sachse, Aus einer Ein grün- weißes Märchen. Diese Nummer ist hat, so wird derselbe interpelliert werden, um der Gemeinde- Was in der Welt vorgeht. vertretung Aufklärung zu geben über einzelne Punkte dieses ab- für 10 Pf. bei allen Buchhandlungen und Zeitungsträgern so vom Verlag von M. Ernst in München zu haben. Lehnenden Bescheides.S0 " 5 in 1000 200 8 tim Witterungsübersicht vom 3. August 1903, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm richtung Wind Windstärke Berlin 757 2828 Franks.a.M. 757 G München 762 S Wien Better 3 wollig 3wollig Temp. n. T. 5° C.= 4° R. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Juliane Dahlke an der Proletarierkrankheit berstorben ist. Die Beerdigung findet heute Dienstag, den 4. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Charité nach dem Friedhof in Friedrichsfelde statt. Der trauernde Gatte 22582 August Dahlke. Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralftelle für Arbeits. Vor allem ist es auffällig, daß die in Frage kommenden Ver- markt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow, Berlin, Verlag von G. Reimer). waltungsbehörden erst Verfügungen rlassen, tein Gemeinde- Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" erscheinende Eigentum zu verkaufen, um bei der ersten sich bietenden Gelegenheit Beitschrift enthält in Nr. 21 des 6. Jahrganges unter anderm: Arbeitsdie eigne Verfügung zu ignorieren, oder nimmt man den ablehnenden markt- Berichterstattung in den Vereinigten Staaten. Von H. Fehlinger. Lebensbilder zweier GewerbeStandpunkt ein, weil die Beschwerdeführer Socialdemokraten sind? Allgemeines: Internationaler Arbeitsmarkt. Inspektoren. Situationsberichte aus den einzelnen Gewerben: Bergbau Zehlendorf. Zu einem imposanten Protest gestaltete sich die Beschäftigungsgrad in Schlesien, im Ruhrrevier und Sachsen. Steigende öffentliche Gewerkschaftsversammlung vom Sonnabend gegen die unzufriedenheit der Arbeiter); Tertilgewerbe( Preissteigerung in Baumwolle. hiefige Gemeindevertretung, von der niemand erschienen war. Nach Beschäftigungsgrad in den Hauptbranchen. Lage des Arbeitsmarktes in Statistisches Monatsmaterial: Internationale Streit einem Vortrag über Bauarbeiterschutz sprach Gen. Koester über die fächsischen Bezirken). statistik. Börsenkurse. Martenerlös der Landes- Versicherungsanstalten. Zustände am Bahnhofsbau. Er kritisierte scharf, daß unter den Haushaltskosten. Konsum: Lebensmittelpreise im Juli. Mitteilungen Augen der Gemeindevertretung sowie anderer Behörden, nichts in aus deutschen Arbeitsnachweis- Verbänden: a) Amtliche Bekanntmachung. hygienischer Beziehung gethan wurde, z. B. feien erst jetzt Aborte ge- Verband deutscher Arbeitsnachweise. Beitrittserklärung. b) Sonstige Männergesangverein Namenlos. baut wurden, obwohl schon an die 6 Wochen flott gearbeitet wird. Mitteilungen. Rhein- Mainverband. Beteiligung an der Reichsstatistik. Die Jtaliener müssen unter freiem Himmel ihre Mahlzeiten einnehmen, Verband Bayrischer Arbeitsnachweise. Ländliche Vermittelung. bei Regenwetter können sie nirgends untertreten, die ersten drei Nächte der Arbeitsnachweise im Regierungsbezirk Liegnik. Viertes Geschäftsjahr. haben 70 Mann thatsächlich unter freiem Himmel geschlafen. Die Arbeits- Verbindungsdienst zwischen den Arbeitsnachweisen Elsaß- Lothringens. „ Das Gewerbegericht", Monatsschrift des Verbandes Deutscher Gezeit beträgt 11 Stunden und für die Stunde werden nur 30 Pf. gezahlt, werbegerichte. Herausgeber: Dr. Jastrow( Privatdocent, Stadtrat), den 6 Mann aus Zehlendorf zahlt man 33 Pf. Von den 30 Pf. Charlottenburg- Berlin, Dr. Flesch( Stadtrat), Frankfurt a. M.( Berlag von sollen vorerst nur 25 Pf. ausgezahlt, das übrige soll für die Fahrt Georg Reimer in Berlin). Die Zeitschrift enthält in Nr. 11 des 8. Jahrhierher und Werkzeug in Abzug gebracht werden; die rüdständigen gangs außer der Rechtsprechung in deutschen Gewerbe- und Berufsgerichten Staliener wissen überhaupt nicht genau, was sie bekommen. Da fich( Blanen i. V., München, Dresden, Hamburg, Potsdam), andren deutschen Verband Nachruf. Allen Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Sangesbruder 546 Max Wolf am 30. Juli gestorben ist. Sein Andenken werden wir in Ehren halten. Der Vorstand. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter 2bededt Temp. n. C. 50 E.= 4° N. 10 1 wollig 15 Berliner Wetterbureau. Allen Verwandten, Kellegen und Bekannten sowie dem Comptoir- Personal für die rege Teilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau Luise Meissner fage ich hiermit herzlichen Dank. 635 A. Meissner nebst Kindern. Charlottenburg. F. Kunstmann * Wallstr. 1. Uhrmacher und Goldarbeiter. Grosses Lager, billige Preise.-Reparaturen schnell, billigst.* Herren- Moden elegante Ausführung geringe Teilzahlung J. Kurzberg, Neue Königstr. 47 direkt am Alexanderplatz. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Die Expedition. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 4. August. Anfang 7 Uhr.g Neues Operntheater. Die Fledermaus. Westen. Alt- Heidelberg. Leffing. Der Heerohme. Deutsches. Monna Banna. tus Anfang 8 Uhr: Berliner. Der Troubadour. Kleines. Nachtasyl. Thalia. Das Alter. Belle- Alliance. Specialitäten. Carl Weik. Der Fehltritt einer Frau. Apollo. Die Liebesinsel. Speciali täten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Reichshallen. Stettiner Sänger. Vaffage- Theater. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Hot Von der Bugspige zum Wazzmann. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Belle- Alliance- Theater. Im herrlichen Sommergarten: Anf. Wochent. 6 Uhr, Sonntags 4 Uhr: Grosses Konzert. Anf. der Specialitäten Borst. 8 Uhr. Bei ungünstiger Witterung im Theater. Ad- Ad lebt und schwebt, erregt das af größte Erstaunen. W Das neue August- Programm. Entree 50 Bf. Entree 50 Pf. 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Donnerstag, den 6. August 1903: Benefiz Tony Ferrand. Prater- Cheater Kastanien- Allee 7-9. Direktion: M. Kalbo. Taglia: Johanniszauber. Operetten- Burleske in 4 Bildern von W. Geride. Konzert und Ball. 11. a. Deta Waldau. Bravour- Soubr. Original Eugen Milardo, Tanzhumorist. Neu! The Berlings, Neu! die fingende Luftfee. Johnke Compagnie. Transformations- Red Bantomime. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., num. Play 50 Pf.st Freitag, den 7. August: Benefiz für den Regisseur Arthur Seelen. Bur Aufführung gelangt: Alt- Heidelberg du Feine. Fröbels Allerlei Theater früher Puhlmann. Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Heute sowie täglich: Große Gala- Vorstellung des gesamten, neu engagierten riesengroßen Auguft- Spielplans Neu! Das Bild des Vaters Driginal- Boltsstück v. Anton Anno. Dazu: Hedwig Döring. Alexander Carret. X Hugo Schulz. Afhrods- Trio. X Tom Bell. Duskomatograph usw. Im Saale: Grosser Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Dicz' Specialitäten- Theater 76-77 gre( Ringbahn- Station). Ob schön! Ob Regen! Täglich das vollständig konkurrenzlose Riesen- August- Programm! H. Stahnke. Mst. Deamando und Miss Anni. The Delsons. Loro- Quartett. Gebr. Bellong. Fritz Brand. Dustes Bioscop usw. Sonnab., Sonntag, Montag: Tanz. Anf. Wochent. 5 Uhr, Sonnt. 4 Uhr. Bernhard Rose- Theater 00 Gesundbrunnen, Badstraße 58. Dienstag, den 4. Auguſt cr.: Verbotene Wege. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Schloss Weissensee. N jah ,, Zum Sternecker", Inhaber: C. Koch. Täglich: Grosse Theater- Specialitäten- Vorstellung. Riefenprogramm, 40 Nummern. 3m Bal champêtre: Grosser BALL. Illumination der Fontaine lumineuse. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfreudenfest mit Gratis- Verlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Monstre- Elite- Feuerwerk u. Doppelkonzert. Jeden Sonntag: Grosses DOPPEL- KONZERT. 10 dan Raffeeküche. Volksbeluftigungen aller Art. Reichshallen Täglig: 200 2098 Stettiner Stettiner Sänger. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Sanssouci. Bdsäglich im Garten: stri Hoffmanns thou 22022* ortièren Port Specialität!( ca. 200 Genre) Einzelne Garnituren spottbill. ca. 600 Illustr. Lehrbüchern 8 der Methode Millionen von Gaspey- Otto- Sauer zur Erlernung modern. Sprachen sind in allen Ländern verbreitet. BEBE Beste Methode f.Schulen u.z.Selbstunterricht( hierfür Sch! fisse!). Yon deutschen Ausgaben sind erschienen: arabisch, chines., dan., engl., franz., italien., neugriech., niederl., po'n., portugies., russ., schwed., span., türk., ancar. Preise$.60-10 Mk. Prospekte auch über t. Ausgaben f. Araber, Armenier, Engländer, Franzosen, Italiener, Niederländer, Polen, Portugiesen, Rumänen, Russon, Spanier auf Verl. gratis. Bei Einführ. i. 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Eduard Reetz, Humorist. Henriette Donneux, VortragsSoubrette. Bonnet- Trio, Melange Att. Rud. Schaup, Charakterkom. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Anfang 8 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Dr. Simmel, Str. 41. Dr. Simmel, of Specialarzt für[ 13/ 19* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Gonntags 10-12. 2-4. Boltsstück mit Gesang in 2 Aften von Hans Müller. Delbost, einbeiniger Handakrobat. Karl Groth, Grotestfomiter. The 3 Amaranths, afrob. Tänzerinnen Gauert mit seinen dressierten Hunden.g Rivas und Dixas, Antipodenaft auf lebendem Piedestal. Mary Ellys, moderne Tyrolienne. Richard Wagner, Konzertjänger. Ballett- Gesellschaft ,, Saltarello". Marie Förster, Solotänzerin. Anfang 4 Uhr. I Mittwoch, den 5. August: Friede auf Erden. Schweizer- Garten am Königsthor, am Friedrichshain. Täglich: Theater Artisten- Vorstellung, Ball: und Volksbelustigungen. Abends 10 uhe: Berliner Sportmädel. Boffe m. Gef. in 2 Bildern v. Geride. Lebende Bilder. Bioscop. Neueste Aufnahme Jeden Mittwoch: Kinderfest. Dienstag, den 4. August: Benefiz für Herrn Schaup: Ne feine Nummer. Dr. Schünemann Specialarzt für Haut, Harn- und Frauenleiden, Seydelstr. 9. 212-3, 6-28, Sonnt. 9-11. MA Dr. C. Bischoff. 21082* Special Geschäft für Uhren gel3 Hinge W Tagesordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Werkstatt- Angelegen heiten. 3. Verbands- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. G Sudosten: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstatt- Angelegenheit. 3. Verschiedenes. Süden: bei Doberstein, Wasserthorstr. 68. Tagesordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Verschiedenes. dield no in Bergmannstr. 5-7. Tagesordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. Vertrauensleute. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 2. Bericht der 5 Pf. Moabit: bei Jocksch, Turmftr. 84. 1 neue uhr- geber a. 75 Süd- Westen und Westen: Habels Brauerel, 1 neue Uhr- Kapsel 1 neues Uhr- Glas 1 neuer Uhr- Ring 1 neuer Uhr- Beiger. 1 neuer Uhr- Schlüffel Pf. 15 Pf. .. 10 Bf. 10 f. 10 Pf. 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Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal V: Vertrauensmänner- Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Differenzen in verschiedenen Betrieben unfrer Jede Fabrik muß vertreten fein. Branche. 2. Bericht der Kommission. 3. Berbands Angelegenheiten und Berschiedenes. Bezirk Friedrichsberg und Friedrichsfelde im Lokale des Herrn Lutterbüse, Friedrich Karlstraße Nr. 11. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Berbands Angelegen heiten. 3. Werkstatt- Angelegenheiten und Verschiedenes. Mittwoch, den 5. Auguft, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: Vertrauensmänner- Versammlung Arbeiter aller Branchen: Drechsler, Tischler, der in Treppengeländer- Fabriken beschäftigten Stellmacher usw. Tagesordnung: 1. Bericht der Vertrauensmänner. 2. Diskussion. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Der Obmann. Die Vertrauensmänner- Versammlung der Drechsler für alle Bezirke fällt in diesem Monat aus. Stock- und Celluloid- Arbeiter. Vertrauensmänner- Versammlung bei Bareitz, Brückenstraße 7. Keddigs Reederei, ereine, Fabriken zc. billigſt, auch noch Sonntags. Mittwoch, den 5. August, abends Punkt 8, Uhr, bei Kynits, 16, 018 251 Große Frankfurterstraße 133: H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Branchen- Versammlung der Kammmacher Chalis Tabakfabrik. 2004L* Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer in Cigarren, Cigaretten, Da Rauch-, Kan- und Schnupftabaken. Amt 7. 1851. und aller in der Celluloid- Haarschmuck- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Leopold. 2. Diskussion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. 85/13 Kollegen! Der fehr wichtigen Tagesordnung wegen ist das Erscheinen aller dringend notwendig. Die Kommission. *** Socialdemokratischer Wahlvereinig Tapezierer! 100 für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis Dienstag, den 4. Auguft, abends 8 Uhr, in der„ Reſſource", ( Osten). Dienstag, den 4. August, abends 8 Uhr, Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung. Tages- Ordnung: me Kommandantenstr. 57: Oeffentliche Versammlung Außerordentliche General- Versammlung der Delegierten der Speck, mager, a Pfd. 70, bei 5% f. 65 Pf. " fetter, 70, 5, 65 Delitasekschinken, ohne Knochen, a Pfd. 95 Pf. Rollschinken. Landschinken Orts- Krankenkasse zwiebelleberwurft für das aller Tapezierer Berlins und Umgegend. Barbiergewerbe Tagesordnung: 1. Die letten Vorgänge in unserm Beruf und welche Lehren ziehen wir 2. Diskussion. Kollegen! 20108* a Pfd. 115 Pf. 95 55 85 90 65 90 Heine Leberwurft Vomm. Landleberw. Thär. Rotwurst Fleischwurst Salami u. Schlackw., weiche, 95 Weitf. Schlackwurst a Pfd. 125 Thür. Lindenstr. 10. 1. Bortrag des Genossen Dr. Curt Freudenberg über: Das Wahl- daraus? Der Wichtigkeit der Tagesordnung tegen ist es notwendig, abends 10 Uhr, Bomm. Landrotwurst, fahr 1903.4 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht 243/15 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein daß Ihr Mann für Mann in der Versammlung erscheint. p. 19693 Der Einberufer. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Versammlung am Dienstag, den 4. Auguft, abends 8, Uhr 14 01 in Naabes Salon, Kolbergerstr. 23. alones and Tages- Ordnung: 11. Bortrag des Genossen G. Bartels über Heinrich Heine und seine Dichtungen", mit Recitationen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste auch Damen- willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet 248/4 Der Vorstand. Gleichzeitig den Mitgliedern zur Kenntnis, daß am Dienstag, den 25. August, eine außerordentliche Generalversammlung stattfindet. D. D. Youreuif opt Kürschner. Mittwoch, den 5. August, abends 8%, Uhr, im alten Schützenhause, lid Linienstraße Nr. 5: Große öffentliche Versammlung des Verbandes der Kürschner Berlins u. Umgegend. Tagesordnung: 1. Weshalb muß der Neunstundentag ganz besonders In der Hausindustrie eingeführt werden? Referent: Kollege A. Regge. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 102/ 16* Wir ersuchen die Arbeiterschaft, ganz besonders die Arbeiterinnen, die in der Pelz- und Müßenbranche bei Hausindustriellen beschäftigt sind, auf diese Bersammlung hinzuweisen. Der Vorstand. Arbeitervertreter- Verein Berlin. Am Donnerstag, den 6. August, abends 8%, Uhr: xil General- Versammlung Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Binimer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. in der Rosenthalerstraße Nr. 57, .im Restaurant, Hof p. L Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die freie E. 145 Klähn, Oranienstr. 154. Arztwahl. 2. Statutenänderung zur Auf Nobelle des R. V. G. bon 1903. 3. Abänderung der§§ 18-28( meibliche Mitglieder). 4. Geschäftliches. ..: V. Kitschmann, Borsigender. Der Verstand. 275/18 Mittwoch, den 5. Auguft, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Drts- Krankenkasse Engel- Ufer 15, Saal 1: Versammlung der Strumpfwirker. 15982 Auf Verfügung des Ober- Präsidenwird vom 3. d. J. ab sämtlicher Metalldrücker Berlins u. Umg. ten im 3, August 6. V. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Cohen über: Tarifverträge und ihre Bedeutung. 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten. allerbequemste Art Teilzaklung!!! ( wöchentlich 1 Mart) Herren-, Damen- ut. Wecker: Uhren, Regulateure, Broschen, Ringe, Ketten. Juhre& König, Warschauerstr. 72. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, burchschnittlichen Tagelohnes nur Marianurn- Straße 2. 1. Das Sterbegeld auf den zwanzigfachen Betrag herabgesetzt. des Kollegen! In Anbetracht des von den Drückern Berlins schon längst geäußerten Wunsches, für unsre Branche geregelte Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu schaffen, ist es Pflicht jedes Kollegen, zur Versammlung zu kommen. Mittwoch, den 5. August 1903, abends 82 Uhr: Konferenz der Vertrauensleute des Ostens erhalten die freizahlenden Mitglieder bei Kienitz, Große Frankfurterstr. 133. Zahlreichen Besuch erwartet ( 1091) C Rating 119/18 Die Ortsverwaltung. Fordern Sie Dänischen Anker- Kautabak feinste Marke, 5 u. 10 Pf. Schleifen u. Rollen. 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