Nr. 36. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Rückberufung der Jesuiten. Donnerstag, den 12. Februar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. ist. Schrittweise zieht sich die Regierung zurück und giebt Was die übrigen Parteien betrifft, so ist einzig und ein Ergebniß des Kulturkampfes nach dem andern auf. allein die Stellung der Sozialdemokraten eine klare und Erst vor wenigen Wochen mußte Herr von Goßler die be- durchaus widerspruchslose, weil sie sich einfach als Kondingungslose Rückerstattung der Sperrgelder im preußischen sequenz ebenso ihrer Grundsätze wie ihrer Taktik ergiebt. Künstlich strebt man eine Volksbewegung zu schaffen Landtage befürworten und damit die Niederlage des Die anderen Parteien werden vielleicht bei einer parladadurch, daß die Frage der Rückberufung der Jesuiten preußischen Staates und den Sieg der katholischen Kirche mentarischen Verhandlung geschlossen stimmen, aber heute zur Tagesfrage gemacht werden soll. Von nationalliberaler und der ultramontanen Partei vor aller Welt zugestehen. find sie uneins in ihren eigenen Reihen. Konservative, wie von ultramontaner Seite sucht man Petitionsstürme Kein ruhiger Politiker wird Windthorst und den von ihm Freisinnige und Antisemiten sind theils für, theils zu organisiren. Die einen sollen beweisen, daß es der geführten Abgeordneten verübeln können, daß sie die für gegen die Rückberufung der Jesuiten und so wie wir Wunsch des deutschen Volkes ist, daß den Jesuiten die sie so günstige politische Lage voll und ganz ausnüßen, ja Namen aller Parteien mit Ausnahme sozialdemokratischer Grenzen des Deutschen Reiches verſchloſſen bleiben, die man wird bei Beachtung der Lehre der Geschichte, daß und ultramontaner auf den Petitionen gegen die Rückanderen erklären pathetisch, die Gerechtigkeit, das Prinzip die Machtfragen in der Politik das ausschlaggebende berufung der Jesuiten finden, so finden sich auch Namen der freien Meinungsäußerung und nicht zum mindeſten Moment sind, nicht einmal läugnen dürfen, daß aller Parteien mit Ausnahme sozialdemokratischer auf den die Nothwendigkeit, dem Siegeszuge der Sozialdemokratie die jezige Politik des Zentrums feine andere Petitionen für Rückberufung der Jesuiten. Einhalt zu thun, gebieten die Rückberufung des Ordens sein kann. Wir betonen dies deshalb so energisch, Die Sozialdemokraten aber sind sich klar darüber, daß der Jesuiten. weil wir die Meinung hegen, daß das Eintreten das Ausnahmegesetz gegen die Jesuiten aufgehoben werden Theilnahmslos steht der weitaus größte Theil des für die Rückberufung der Orden Herrn Windthorst soll, dieser Standpunkt ist der der ganzen Partei, obgleich deutschen Volkes diesen Bestrebungen gegenüber, ge- nicht so lieb ist, als er es vorzugeben bemüht ist. Herrn wir noch nirgends in unseren Reihen Sympathien irgend ringschäzig lächelnd hört man die Tiraden der Windthorst wäre es sicherlich lieber, könnte er Agitations- einer Art für den Orden der Jesuiten entdecken konnten. Nationalliberalen an, welche die Schlagworte des material aus der Zeit des Kulturkampfes auf schlechtere Aber eben so wenig als Sympathie für die Jesuiten wird Liberalismus wieder hervorholen, Niemand glaubt ihnen, Zeiten, die ja auch für seine Partei kommen werden, man Furcht vor den Jesuiten bei uns antreffen. Es liegt daß es ihnen mit ihren Befürchtungen Ernst sei, Jeder aufsparen. Dies gestatten ihm aber seine früheren Ver- auch dafür nicht die allermindeste Veranlassung vor. Wir mann hat das Bewußtsein, daß diese Aktion gegen die sprechungen und seine Machtstellung in den deutschen Par- werden mit diesen Gegnern ebenso leicht fertig, wie mit Jesuiten von ihnen nur in die Hand genommen wurde, lamenten nicht. So sieht er, daß eine„ Errungenschaft" anderen mächtigeren und zahlreicheren. Uns kann es nur um dieser erzkapitalistischen Partei endlich wieder etwas des Kulturkampfes nach der anderen in die historische ein verächtliches Lächeln abringen, wenn die Rückmehr volksthümliches Relief zu verschaffen. Doch ver- Rumpelkammer wandert und er zuletzt ohne das werth- berufung der Jesuiten als einzige und sicherste Medizin gebens ist all der Liebe Müh'! Das deutsche Volt kennt volle Agitationsmaterial, das er so trefflich zu verwerthen gegen uns, die wir ja doch eine Krankheit im deutschen die Entwicklung des Nationalliberalismus doch viel zu verstand, die Wahlkämpfe der nächsten Jahre führen muß. Volkskörper bedeuten sollen, empfohlen wird. Wenn wir genau, um bei dieser geistig und politisch bankerotten Herrn Windthorst halten wir für einen viel zu flugen feine tüchtigeren Gegner hätten, könnten wir wahrlich fast Partei anderes zu vermuthen, als die rücksichtslose Ver- Politiker, als daß er an die unverrückbare Festigkeit des die Hände in den Schooß legen, dies bewiesen die Reden tretung großkapitalistischer Interessen. Handeln die Ver- Thurms des Zentrums glauben könnte. Er, der diesen der Jesuitenpatres auf dem im vorigen Jahre in Brüssel treter der Schlotbarone, pardon, der nationalliberalen Thurm als Baumeister aufführen half, weiß besser als abgehaltenen internationalen Sozialkongreß der Katholiken, Partei einmal scheinbar anders, dann geschieht es nach irgend Jemand sonst, daß Fürst Bismarck mit seiner wo die Herren das längst widerlegte, krause manchesterliche der den Jesuiten zugeschriebenen Parole: der Zweck Kulturkampf- Politik die Fundamente dieses Thurmes gelegt Beug als geistige Waffen zur Bekämpfung der Sozialheiligt die Mittel. Dann gilt es einfach die wahren Ziele hat, und weniger geschulte Baumeister wie Herr Windt- demokratie empfahlen. dieser volksfeindlichen Partei zu verhüllen! horst wissen, daß ohne Fundamente die stolzesten Bauten Wir sehen in der Rückkehr der Jesuiten keine Gefahr Ignatius von Loyola. Was die Zentrumspartei anlangt, so ist ihr Standpunkt durch Sturm und Wetter dem Untergange überantwortet für die geistige Entwicklung, für die freie Forschung, für in der Jesuitenfrage natürlich ein dem nationalliberalen direkt werden, deshalb wäre es der Zentrumspartei mehr als die Befreiung aus religiösen Irrthümern, der nicht durch entgegengesetter. Sie fordert die uneingeschränkte Aufhebung lieb, wenn einige Restchen des Kulturkampfes erhalten Aufklärung der Massen und Hebung der Volksbildung erdes die Jesuiten betreffenden Ausnahmegesetzes, in erster Linie blieben. Aber dies kann nicht zugestanden werden, folgreich und leicht entgegengetreten werden könnte. die Aufhebung der Grenzsperre gegen den Orden des ohne die Wählermassen Kopfschen zu machen. Dies ist das Ebenso unberechtigt als die vorgebliche Furcht der UltraDilemma, aus dem sich selbst ein Windthorst nicht heraus- montanen vor den Kindereien der Freimaurer, ebenso Die Führer des Zentrums sind sich über die Macht- helfen kann. übertrieben ist die blasse Furcht mancher Liberalen vor den stellung ihrer Partei im deutschen und preußischen ParDamit haben wir die Stellung der beiden an der Jesuiten. lamente vollſtändig klar, sie wissen genau, daß die Reichs- Jesuitenfrage meistbetheiligten Parteien dargelegt. Kurz Das Material, das zur Bekämpfung der Jesuiten regierung ebenso wie die preußische auf ihre Unterstützung zusammengefaßt ist dieselbe: Die Nationalliberalen find von liberaler Seite angeführt wird, erscheint uns recht vollständig angewiesen ist, daß die Regierung die Wieder- gegen die Rückkehr der Jesuiten, obgleich ihnen die Frage werthlos. Aus der Geschichte des Jesuitenordens, aus verbelebung des so gefürchteten Bundes Windthorst- Richter gleichgiltig ist; die Ultramontanen sind für die Rückgangenen Jahrhunderten werden alle möglichen Schandwie das gebrannte Kind das Feuer fürchtet und deshalb von berufung der Jesuiten, obgleich ihnen die Sache gar nicht thaten der Jesuiten hervorgesucht. Wir lassen dahingestellt, Bugeständniß zu Zugeständniß an die Partei Roms gezwungen eilig ist. Feuilleton. Για ud verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. XVII. 36 heute abends ein bischen gemüthiich zu machen, mein Mädchen", sagte sie. Jezt gab Mama alle ihre Kunden auf, mit Ausnahme der Assessorin. Sie behielt sie aus Freundschaft. Sie fand es wohl auch höchst unterhaltend, mit dem Wagen abgeholt zu werden; stehen sie jetzt bei Larsen am Fenster? flüsterte sie gern, während sie wegführ. Fanny wurde nicht reicher als bisher. Allein sie gestattete sich, ein Klavier zu miethen. ob sie wahr sind oder nicht, jedenfalls sind es Und dann machten die Beiden Spaziergänge. Er plauderte; sie hörte zu. Er erzählte vom Studentenverein und vom Gesellschaftsleben, vom Hörsaal und vom Krankenhaus; er schwaite von seinem Schneider und seinen Kostümen und befragte sie um Rath hinsichtlich seiner Manschetten und Kragen. Sie erfuhr alle seine Zukunftspläne. Er erzählte, in welchem Styl er seine Zimmer einrichten, in welcher Fabrit er seinen Flügel kaufen wollte, welche Maler auf seinen Wänden vertreten sein sollten; er beschrieb seine fünftigen Visitkarten und erklärte, wie er es anstellen würde, um feine Patienten zu bekommen. Er war gottAnzug oder einen neuen Hut bekommen, so war er geradezu Der alte Houen sagte niemals ein Wort; Fanny war Es war ein altes viereckiges Hackbrett, das sie für anEs war ein altes viereckiges Hackbrett, das sie für anüberzeugt, daß er unzufrieden sei. Sie that allerdings ihr derthalb Kronen monatlich bekam. Eine ganze Menge leichter ihrem Posten, selbst wenn sie frank war, leistete mehr, lag. So saß denn Fanny und klimperte und spielte, so oft köstlich. Er drehte sich vor Fanny rund herum und fragte, Bestes. Versäumte niemals einen Augenblick, war auf Musikstücke lich ihr Frau Kahrs, die nun übrigens im Bett gefegnet kindisch, der große Junge. Hatte er einen neuen als sie verpflichtet war, bediente mit einer Lebhaftigkeit, sie eine freie Stunde hatte. Es war nicht viel Ton im ob er nicht hübsch sei; sagen Sie aufsichtich. Fiäulein, welche die Kunden verlockte, mehr zu kaufen, als Kasten. Allein der Klang war schön. Es war etwas Zartes, finden Sie diesen Hut hübsch?"- Er wurde ungeheuer fie Luft hatten, log sich in die Gunst des Chefs Nachdenkliches darin, etwas Sanftes, Träumerisches, Harfenhinein, so daß sie darüber selbst erstaunt war, -ähnliches; es sang vom Frieden alter Stuben, von den Er- vergnügt, wenn sie ihn einen Gecken nannte.„ Wiffen Sie, aber nein; niemals ein Wort. Er war unzufrieden. innerungen alter Frauen. Da konnte es denn geschehen, was Sie find, Aas?"" Nein." Sie sind ein Ged!" Er lächelte, pfiff leise vor sich hin, machte sich stramm; Jungfer Stange mußte geschickter gewesen sein. Sie wagte daß an einem Sonntag Vormittag Aas zu Fanny herauf,, wissen Sie aber, was Sie sind?"„ Nein!" von einer Lohnerhöhung nichts verlauten zu lassen; man fam; er sang und sie begleitete. Und sie vergaß die Müh" Hübsch!" mußte Gott danken, wenn ihr nicht gekündigt wurde. Welch' sal der Welt. Sie war das junge Mädchen in der Gallerie; Durch schlau ausgesonnene Fragen veranlaßte sie ihn, ein hoffnungslos unbrauchbares Wesen sie war; wenn sie des Auges schimmernder Feuchtblick sagte es, sie baute ihre volle Kraft aufbot, taugte sie nicht einmal zum Leinwand- flimmernde Traumschönheitsreiche; das Summen des alten zu erklären, was sie nicht verstand; er wurde ihr Lehrer. Klaviers ward zu Musit, zu Tonwogen, auf welchen sein Den ganzen Sommer und Herbst trieben sie sich mit einEines Tages jedoch sagte der Cbef ihr ein Wort, daß Sängerschiff segelte. Alles wandelte sich in Glück und ander herum und konnten schließlich mitsammen von Allem so gut war wie tausend Worte; er erhöhte ihren Lohn. Klarheit. Die Töne lebten und redeten; sie konnte Lachen reben. Aber gewiffe Dinge gab es doch, über die sie keinen Sie sollte von nun an vierzig Kronen monatlich haben. über den Troll")- Humor der norwegischen Fjellmelodien ordentlichen Bescheid erhielt. Fanny lief hein und erzählte es lachend und weinend und wurde sentimental bei der weichen Trauer slavischer und zugleich der ganze Elleberg sei ihr vom Herzen gefallen, magyarischer Weisen. Sie begann vor sich ordentlich Achtung zu triegen. Mama ging aus und holte eine Flasche Bockbier.*) Die Trolle( Trolde) sind die riesenhaften Wald- und Berggeiſter der nordischen Sage, gutmüthig und gefährlich zugleich. verkaufen. sagte sie. " Bei Thorseng las sie jeden Sonntag Aftenposten"( die Abendpost); eine ganze Menge Sachen begriff sie nicht. Es schien, als lebten wir in einer großen Gefahr; Alles, was gut und heilig, war von Untergang bedroht; ein paar abscheuliche Gesellen im Storthing wollten Revolution machen; ungeschickt gewählte Waffen. Wir haben heute von Meppen an Bosheiten" des Erhofpredigers nicht genicht mit den Jesuiten aus der Zeit des dreißig fehlt hat, zu Ende war, zog Herr Stöcker, der sein Redejährigen Krieges und auch nicht mit denen des vorigen bedürfniß auf dem Gebiete der afrikanischen Missionen beJahrhunderts zu rechnen, sondern mit denen der friedigt hatte, seinen Antrag zurück. Handelte es sich bisher um die Missionen in Afrika, so Gegenwart. Anderes Material scheint den Liberalen nicht kam nun der Schnaps an die Reihe; Herr Stöcker be= bequem zu sein, sonst würden sie nicht auf die antragte, der Bundesrath solle die Schnapseinfuhr in Afrika lächerliche und für für sie höchst gefährliche Methode verbieten. uns einem Wort oder einer Zeile entnommen werden, weshalb es bekanntlich so außerordentlich schwer hielt, Arbeitskräfte zu gewinnen, welche diese Divinationsgabe besaßen. Mit vollem Rechte hält sich daher der Nachfolger an diese geäußerten Gedanken, welche die Stelle eigener Ausarbeitungen vertreten mußten, und es ist kaum ein anderes Mittel ersichtlich, durch welches Herr v. Caprivi das Verhältniß seiner zu den früheren Anschauungen thatsächlich klarlegen könnte, als dadurch, daß er die leitend gewesenen Ideen Bismarcks so, wie er sie vorgefunden hat, verwendet. der Bekämpfung der Jefuiten mit historischen Warum der Brave nicht einen direkteren Weg wählt Reminiscenzen verfallen. Gefährlich ist diese Methode und in seiner Fraktion den Beschluß herbeiführt, keinen Vielleicht stammt diese Notiz auch nicht aus dem Reichsdeshalb, weil sie zu den unangenehmsten Konsequenzen Schnaps mehr zu brennen, dann nämlich verbietet sich die kanzleramt und ist aus den eigenen Redaktionsfingern geführen muß. Man könnte ja nach derselben Methode Einfuhr von selbst, ift ganz klar; wahr fogen? Das würde die alten Offiziösen sehr beruhigen, denn hat Herr Stöcker in dieser Beziehung bei den schlechten Geschäften der offiziösen Presse würde 3. B. die heutige Monarchie als unberechtigte Institution scheinlich hinstellen, indem man auf die Dragonaden der französischen kein rechtes Vertrauen zu seinen agrarischen, schnapsbrennen- die Konkurrenz des„ Berl. Tageblatt" tödtlich wirken, zumal den Freunden; wir auch nicht; wenn Herr Stöcker aber den im Lügen und Erfinden diesem Blatte nicht leicht ein KonKönige, auf die Soldatenverkäufe deutscher Fürsten, auf Schnapsteufel" wirklich nicht in den schwarzen Erdtheil furrent nachkommt. hineinlassen will, dann muß er den konservativ agrarischen Gesetzgebern ein Privatissimum über die Volksvergiftung durch Fusel halten, und dafür sorgen, daß er für seine Predigten nicht nur Zuhörer findet, sondern daß seine Rathschläge auch befolgt werden. die Zeiten der Gegenreformation in Deutschland, auf Macchiavelli und vieles Aehnliche Hinweist. Dies nur so nebenbei, um die Kopflosigkeit des liberalen Kampfes gegen die Jesuiten zu kennzeichnen. 0 Der Reichstag hatte heut keine Neigung, den Stöcker'schen Spuren zu folgen, und erledigte den Antrag durch Uebergang zur Tagesordnung. Die Einzigen, welche das Stöder iche Kind nicht schon ungeboren abschlachteten, waren die Sozialdemokraten. Armer Stöcker! Stöcker'sche Die„ Bossische Ztg." schreibt: „ Das Grubenunglück auf der Zeche Hibernia wird von der sozialdemokratischen Presse des Ruhrgebiets zu heftigen Angriffen gegen das Unternehmerthum, die niedrigen Löhne 2c. ausgebeutet." Darin soll jedenfalls ein versteckter Angriff gegen unsere Agitation stecken, der aber recht Mißlungen ist, da das Blatt dann fortfährt: Bemerkenswerth ist indessen, daß selbst das Organ der Grubenbesizer, die Rhein. Westf. 3tg.", aus Anlaß des Unglückes den Grubenverwaltungen folgende Ermahnung zu Theil werden läßt: Es wäre allerdings erwünscht, daß die Gruben möglichst vorsichtig in der Auswahl der an gefährlichen Punkten zu be schäftigenden Arbeiter verführen, namentlich aber auch, daß dieselben es an zuverlässigem Aufsichtspersonal nicht fehlen ließen, wie es hin und wieder vorkommen soll. Um aber die Wahrheit ans Licht zu bringen, wäre es ebenso sehr erwünscht, daß die Ergebnisse der amtlichen Untersuchung über bedeutendere Grubenunfälle möglichst bald in authentischer Darstellung veröffentlicht würden, damit allen unverständigen und gehässigen Mittheilungen über solche Unfälle alsbald die Spitze abgebrochen würde." Endlich vergesse man Eines nicht: sind die Jesuiten wirklich eine so unübertreffliche Waffe in dem Kampfe der katholischen Kirche gegen den Geist der modernen Zeit, dann darf man doch die katholische Kirche nicht so unterschätzen, daß man ihr zumuthet, fie laffe diesen Kampf weiter nur von Männern führen, die formell den Namen der Jesuiten tragen. Versperrt man heute Die zweite Lesung des sogenannten Arbeiterden Jesuiten die Thore des Reiches, so werden morgen schutz- Gesetzes wird morgen im Plenum der Reichstags von der katholischen Kirche andere, die nicht Jesuiten beginnen. Ueber den Stand der Frage sind unsere Leser heißen-es auch nicht sind, den gleichen Kampf mit den genau unterrichtet. Während die Regierungsvorlage in der gleichen Waffen führen. Kommission war, brachten wir regelmäßige Berichte der Hat daher der Kampf gegen die Jesuiten einen Sinn, Verhandlungen, die von den übrigen Blättern meist in dann müßte man nicht den Orden der Jesuiten, sondern durchaus einseitiger Weise wiedergegeben wurden. Unsere Vertreter im Reichstag haben eine Reihe von den Geist und die Taktik bekämpfen, welche man als Verbesserungsanträgen gestellt, und werden nichts unversucht spezifisch jesuitische zu bezeichnen gewohnt ist; davor werden lassen, um aus dem Gesetzesentwurfe die Bestimmungen zu sich aber sämmtliche bürgerliche Parteien wohlweislich entfernen, welche den Interessen der Arbeiter zuwiderlaufen hüten, denn sie würden sich dabei tief ins eigene Fleisch und, deren Verbleiben im Gesetz dasselbe für uns unanWenn ein so verbohrtes Rapitalistenblatt, wie das schneiden, weil in allen bürgerlichen Parteien jesuitischer nehmbar machen würde. Geist, jesuitische Taktik, jesuitische Polemik zu finden ist. Da es sich hier für alle Parteien um die einschneidendsten Organ der reichsten und verstocktesten Grubenbarone so Nicht um einen geistigen Kampf handelt es sich bei der Interessenfragen handelt, und da die kapitalistischen Parteien schreiben muß, dann wäre es doch ärgste Pflichtvergessenheit Bekämpfung der Jesuiten, sondern um eine klug berechnete mit aller Macht für die ihr ökonomisches Uebergewicht unsererseits, wenn wir nicht mit aller Schärfe die gemeinTäuschung des Volkes. fichernden Bestimmungen eintreten werden, so müssen wir auf schädlichen Verhältnisse im Grubengebiete kennzeichnen und Abhilfe verlangen würden. Wir sind gewiß, daß alle Glieder unserer Partei sehr lebhafte und sehr lange Debatten gefaßt sein.gleicher Meinung sind, daß sie sich von den Tiraden der Das Deutsche Reich will auf allen Gebieten Die Kanzeln zu Predigten gegen die Sozialdemo Jesuitenfresser nicht bethören lassen und füht bis ans groß sein, auch im Geldpumpen. In Gemeinschaft mit fratie zu gebrauchen, hat der Bischof von Passau den Herz der Entwicklung der Frage zusehen werden, dabei der preußischen Regierung, die von der Reichsregierung Pfarrern seiner Diözese verboten. Dies geschah im wohlaber unverrückbar an dem Grundsage unserer Partei: nicht zu trennen ist, wird es dieser Tage eine neue Anleihe verstandenen Interesse der Kirche selbst, nicht zur Schonung Aufhebung aller Ausnahmegesebe, festhalten von 450 Millionen machen. Und damit es dem Publikum, der Sozialdemokraten, sondern zum Schuße der Kirche vor werden, möge diese Aufhebung unseren Freunden oder welches zu viel Geld hat, recht leicht gemacht wird, sein Geld den Sozialdemokraten. Tritt die Kirche als solche in den Los zu werden, so hat man an 70 Orten des Königreichs politischen Kampf, so muß sie sich gefallen lassen, angegriffen Feinden zu Gute tommen. Preußen und der übrigen Bundesstaaten in letzteren zu werden. Daß dies der Kirche nichts nügt, daß sie da natürlich nur für den auf das Reich entfallenden Antheilim Rampfe gegen die Sozialdemokratie den Kürzeren ziehen fogenannte Emissionsstellen" eingerichtet, in welche die muß, hat der Bischof von Passau eingesehen. Absolute Leute ihr Geld zu bringen haben. Nach dem Fiasko der Neutralität im politischen Kampfe muß im Interesse der Politische Meberlicht. legten Reichsanleihe hofft man jetzt auf eine ähnliche Ueber: Kirche von ihren einfichtigen Vertretern gefordert werden; die meisten Vertreter der Kirche fühlen sich aber Berlin, den 11. Februar. zeichnung, wie neulich in Frankreich. als Glieder der herrschenden Klasse und benutzen die Kirche Aus dem Reichstage. Heute war wieder Afrika- Herr v. Captivi hat sein Versprechen, ohne offiziöfe als Waffe gegen uns, sind aber dann empört, wenn einzelne debatte im Reichstage. Herr Stöcker verlangte, daß in den Breffe auskommen zu wollen, nicht lange gehalten. Die Sozialdemokraten dann die Angriffe pariren und zum Kolonien die Jagdgebiete für die katholischen und evangelischen Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hat lehthin ihrem früheren Schaden der Kirche erwidern. Einseitige Neutralität giebt Missionen getrennt werden sollen, und beklagt sich darüber, Herrn und Meister die Antwort seines Nachfolgers über es aber da nicht. Wer nicht gehauen werden will, der hüte daß die katholischen Missionare bereits die Negerkinder be- bringen müssen. Die„ Nordd. Allgem. 8tg." scheint aber sich, andere zu schlagen. Nimmt die Kirche aller Konfeffionen arbeiten, während sich die evangelischen Sendboten mit den Herrn v. Caprivi nicht zu genügen. Er braucht mehr nicht den vernünftigen Standpunkt des Bischofs von Passau erwachsenen Schwarzen abquälen müssen, um ihnen die Offiziöse und will auch weniger abgebrauchte verwenden, jo in dieser Frage ein, so ist es der Schaden der Kirche. Uns Segnungen europäischer Kultur beizubringen. 3. B. das Berliner Tageblatt", dessen heutige Abendausgabe tann dies gleichgiltig sein, denn die Thatsachen beweisen, daß die andere und beliebtere Methode der Klerisei, uns in In der Polemit der Hamburger Nachrichten" gegen den der Kirche, wo eine Störung durch Gegner ausgeschlossen Reichskanzler v. Caprivi wird dem lehteren besonders auch ist, zu bekämpfen, uns alles eher als schadet. daraus ein Vorwurf gemacht, daß er vertrauliche Die Münchener Neuesten Nachrichten" suchen Erfolge Marginalverfügungen oder Bemerkungen" des Fürsten Bismarck, welche nicht für die Offentlichkeit bestimmt seien, der internationalen Arbeiterschutz Konferenz des thetorisch verwendet habe. Nichts aber ist unberechtigter, als vorigen Jahres nachzuweisen und finden nur einen einzigen, ein solcher Vorwurf. Denn thatsächlich bestehen fast die ge- der in der Berathung des französischen Arbeiterschutzfammten Anordnungen Bismarcks in den letzten Jahren nur Gesetzes vorliegen soll. Aber auch damit ist es nichts, denn aus mit Bleistift in Riefenlettern auf die einzelnen Piecen hin- das jetzt von der französischen Kammer durchberathene geworfenen Bemerkungen, was jeder bestätigen wird, der je Aften zu bearbeiten gehabt hat, mit denen auch der Fürst Bismard Arbeiterschutz- Gesetz lag schon der vorigen Kammer vor und befaßt war. Alle anderen Auslassungen waren von Aus fonnte von derselben wegen des Sessionsschlusses nicht zu nabinen abgesehen dann nur die Ausarbeitungen der Räthe; Ende berathen werden, ist also schon Jahr und Tag vor die Intentionen des Kanzlers mußten von denselben nur aus der Einladung Deutschlands zur internationalen ArbeiterschutzMissionen in Afrika find auch das Spezialgebiet des Herrn Windthorst und so spazierte denn, nachdem Stöcker den Nutzen getrennter Arbeit in Afrika gepredigt hatte, die fleine Exzellenz auf die Tribüne, um im Namen der Geistesfreiheit gegen die Einhegung der Missionsgebiete zu protestiren. Ob den Afrikanern auf dem Wege katholischen oder evangelischen Einflusses die Zivilisation des Pulvers und des Schnapses gereicht wird, das will Windthorst im geistigen Wettbewerb beider Konfessionen entschieden sehen und in dem Rennen um die Negergunst sollen keine Barrièren aufgerichtet werden. Der Reichstag war augenscheinlich afrikamüde; nachdem das Rededuett, bei welchem es nach Ansicht der Perle " folgende Notiz enthält: " # wenn sie Aas um dergleichen fragte, antwortete er nur mit schöne Jahr... Füa so etwas müssen wia doch eine zum Teufel hinein... adieu! Adieu Fräulein!" Gott, wie Wizen. Was ein Venstremand sei?- Ein Beustre mand Aat von Eakläaung haben, nicht? Nein, ich, ich halte leichtsinnig er war! Aber- Schlingel müssen gleichfalls leben!" sei ein ruinirter Mensch, der eine Anstellung in der Staats- mich an Lochmann); wia bjauchen den Seagott in dea Das war im Grunde schön. Möchte wissen, ob Aas revision) suche. Republik?- Jepublik wolle sagen, daß Medizin. Nun abea muß ich Ihnen etwas eazählen, was nicht ein wenig auf Kosten seines guten Freundes gelogen der Dichta Bjöanson statt Ostaa II. Könich werden sollte. gestan im Speisesaal passiate. Ich muß Ihnen nämlich hatte? Volkshochschule? eine Einrichtung, wo die Bauern sagen, daß alle schjecklich eastaunt jind, was füa ein hübsches Einmal tam fie in Gespräch mit ihm; da merkte sie, bursche gelehrt würden, in Versen zu sprechen und von Mädchen ich awischt habe..." Hu, er war eigentlich daß er dennoch ein schlimmer Geselle war. Sonnenschein und von Anlehen bei der Hypothekenbank zu fürchterlich leichtsinnig. leben. Wollte sie Genaueres erfahren, sagte er: Ach, Sie sagte, daß sie nicht heirathen wolle; er nahm es Ab und zu traf sie ihn mit diesem Gabriel, und ernst und wurde böse. Wie sie doch mit dergleichen kommen Heagott, nein; laffen Sie uns gebildete Menschen sein mun, da sie das Schreckliche vernommen hatte, beobachtete mochte, da sie es ja gar nicht meinte? Na, das wäre und nicht von Politit jeden. Politik, sehen Sie, das sie ihn. Es war doch sonderbar, daß ein Freidenker nicht übel, wenn ihr der Drang dazu fehlte!- Es gab paßt füa die Bauean dea Wahlliste und füa Mitglieda berartig aussehen konnte, fand sie. Natürlich war ein bischen nichts so Arges, wie ein junges Mädchen, welches kein bes A'beitervaeins von Kjistiania; das ist Nichts füa uns, Unheimliches an ihm, man sah ihm an, daß er keinen Bedürfniß fühlte zu heirathen; und überdies, man sollte die wia Besseaes gewöhnt sind." Weiter konnte man nicht Frieden in der Seele hatte; im Uebrigen schaute er aber auf jeden Fall heirathen; es war geschmacklos, ledig zu aus wie andere Leute, ja er war fast schön. Die braunen bleiben! Alas ließ sich auf ernste Dinge nicht ein, und that Augen hatten einen guten Ausdruck; das Antlig war ernst er es doch, so wurde auch das Ernste luftig. Es ging und fein; der seidenweiche, kohlschwarze Bart stand hübsch auf so ein Gerede nicht hätte antworten sollen. Sie sind ja selbst ledig," sagte sie, obschon sie eigentlich Ginmal erzählte er ganz gemüth zu seiner tiefen Bläffe. Er ging nett gekleidet und machte fommen. Ja allerdings; bis dato hatte es sich einfach nicht ausdas oft faft zu weit. lich, daß sein Freund Gabriel Freidenker sei... Jesus! in jeder Hinsicht den Eindruck der Bildung. Der Bergenfer Was sagen Sie da," unterbrach sie ihn;" nein, Sie dürfen Dialekt flang prächtig in seinem Mund, singend, weich, führen lassen; und dann hatte die Sache natürlich ihre Bes so etwas nicht sagen!" Seagott, wenn es wahr ist!" manchesmal findlich. Das einzige Unangenehme an ihm denklichkeit. Ein Wesen, mit dem man ein ganzes Leben Wahr? Und mit solch einem Menschen gehen Sie war, daß er fluchte; allein das thaten ja Biele, ohne Frei- hindurch umgehen sollte, fand man nicht so auf einmal... um?" Ja, warum nicht?- Das ist doch nicht meine benfer zu sein. Eines Tages fagte er etwas, was sie nahezu Berliebt? Ja, so dächten die Frauenzimmer eben; wenn Sache, dente ich? Nein, aber das muß doch schreck- in ihn verliebt machte. Es war ein Sonntagsmorgen; fie man nur verliebt ist, so ist Alles in Ordnung aber... In der lich unheimlich sein!"" Ja, mia scheint es dumm von begegneten ihm außerhalb Grand; da stand er und sprach Wirklichkeit war das aber das Wenigste! Die Hauptfache ihm," sagte Aas; benn Sie begjeifen doch, an unse'en mit einem kleinen, schäbigen Menschen, der ihn gerade in war, daß man einander verstand; also mußte man un Heagott müssen wia glauben,... finden Sie nicht diesem Augenblick verließ. Na, guten Tag Gabriel", sagte gefähr auf gleicher Bildungsstufe stehen und im Ganzen und Meine Kamjaden behaupten, das sei nua Affettation von Aas, kennst Du diesen Rittersmann auch?" mia; aber ich vasichae Sie, daß ich mia nicht voastellen kennst Du ibn?" Der liebe Gott weiß es; er ist der waren da alle möglichen Kleinigkeiten; ich zum Beispiel, Nein, Großen die gleichen geistigen Neigungen haben; überdies fann, wie wia uns behelfen sollten, wenn wia Gott nicht ärgfte Echlingel und Schuldenmacher in Kristiania," ich könnte nie mit einer Dame verheirathet sein, die nicht hätten. Sehen Sie zum Beispiel: Da liegt ein Mann, Ah Teufel", sprach Gram,„ und ich, der ich ihm zwei den Sinn besäße, sich hübsch zu kleideu! Denken Sie bea ganz kaput ist. Wia tönnten einen Kopf vawetten, Kronen gab f daß ee den Moagen nicht alebt. Er fällt hin und liegt Du natürlich Dir" selbst ausgeliehen?"" Nein, im An „ Stockfisch; und diese zwei Kronen hast sich nur!" eine Weile; da plötzlich kommt wieda Leben in ihn, ea fang des Monats borge ich mir kein Geld aus. Donner- derselbe nicht; sie fand Gabriel abscheulich.„ Sie sind ein Fanny sah auf ihren Anzug herab; fehr hübsch war wetter, wie dumm! Ich hätte die zwei Kronen heute eigent recht anspruchsvoller Herr," sagte sie. lich gebraucht! Na", tröstete er sich, der Schlingel brauchte sie wohl auch; Schlingel müssen ja gleichfalls leben, wiad fisch und gesund wie ein Fisch und lebt noch manches Die Staatsrevision( Staatsrechnungshof) ist eine vom Storthing gewählte Kommission, der die Prüfung der budgetmäßig zu verrechnenden Ausgaben obliegt. Die Wahl erfolgt für 4 Jahre; jeder Staatsrevisor hat 3000 Kronen Gehalt. " Lochmann, Profeffor der Medizin an der Universität von Kristiania; bekannt als rühriger Vertheidiger der Orthodoxie. ( Fortsetzung folgt.) Konferenz im Entwurfe fertig gestellt gewesen. Es hilft| auf die Thatsache aufmerksam, daß neun Zehntel der mals einen Lumpen nenne, werde er ihm ein paar tüchtige Ohrkein Bemühen, die völlige Resultatlosigkeit der Arbeiterschutz- heutigen Arbeiter vor dieser Voraussicht nicht erschrecken feigen verabreichen. Hierin ist nun eine Beläftigung und BeKonferenz abzuschwächen. würden. Und damit hat es freilich sehr recht; wahr drohung gefunden worden. Es ist übrigens auf richterliche Enthaftig, diese neun Zehntel würden alle zehn Finger darnach scheidung angetragen worden. Die Hoffnungen, daß die Zwistigkeiten innerhalb der irischen Partei durch den zeitweisen Rücktritt Parnell's geschlichtet werden können, haben sich demnach nicht erfüllt. Die Bwiftigkeiten in der irischen Partei werden die Position der konservativen Partei stärken und ihr vielleicht günstige Erfolge bei den Neuwahlen verschaffen. 17 Das Organ Parnell's, Freeman's Journal", meldet, lecken, folche Schußbefohlene" zu werden. Für sie ist also die Unser neuer Bürgermeister Ebeling versucht jetzt, uns SozialMc. Carthy habe von Parnell eine briefliche Mittheilung Darstellung des" Standard" kein abschreckendes Bild des Sozia- demokraten den Garaus zu machen. Jedes Sammeln ist uns verdes Inhalts erhalten, daß letzterer gegenwärtig jede Hoff- lismus, und das übrige( vorläufige) Behntel, welches sich freilich in boten resp. von der Genehmigung abhängig gemacht worden und nung auf einen Ausgleich zwischen den beiden Gruppen der einer solchen Stellung durchaus nicht gefallen würde, weiß besser diese giebt es nicht, selbst nicht bei Versammlungen. Bescheid, wie das Single- Tay- Organ. Wahrscheinlich ist dasselbe Selbst während des Sozialistengesetzes hatten wir es in dieser nationalistischen Partei aufgegeben habe. auf den Gedanken gekommen, durch die Betrachtung dessen, wie Beziehung besser. Da hat sich um derartige Sachen Niemand die amerikanische Nation mit ihren jetzigen„ Schutzbefohlenen", gekümmert. Deffentliche Versammlungen giebt es auch nicht den betrogenen und gehetzten Rothhäuten umspringt! Was nun mehr, dieselben werden meist kurz vor der Eröffnung verboten. wieder das Organ der Knights betrifft, so werden wir in Dem Gefauer Wahlverein ist von der Amtshauptmannschaft demselben bei anderer Gelegenheit den Sozialismus mit derselben Glauchau untersagt worden, bei seinem Stiftungsfest NichtmitOberflächlichkeit wie im" Standard" bekämpft sehen. glieder zuzulassen. Der Verein mußte deshalb seine MitgliederBellamy wird binnen Kurzem in Boston ein eigenes listen einreichen. Nächstens wird man wohl eine Verordnung erOrgan herausgeben, New Nation" betitelt. Bekanntlich hat er laffen, daß auch die Photographien der Mitglieder einzureichen am ersten Nationalisten- Organ, dem ebenfalls in Boston erschei- sind. Ueberhaupt handhabt man die Bestimmungen des Vereinsnenden, Nationalist" sehr wenig mitgewirkt. Unter der gefeges über Mitgliederlisten, Anmeldung und Abmeldung sehr Ueberschrift: 3ur Nachahmung empfohlen", brachte strenge. Ja wir Sachsen sind helle. türzlich die hiesige Staats- Zeitung" die Mittheilung über Verurtheilung eines Arbeiter Komitees in Berlin, welche wegen„ Erpressung" erfolgt war, indem dasselbe dem betreffenden Fabrikanten die Forderung einer Lohnerhöhung vorlegte und im Nichtbewilligungsfalle mit einem Streit drohte. So was ist hier nur von einer deutschen Prozen- Zeitung zu erwarten! Kürzlich ist hier einer unserer Ausgewiesenen" gestorben, Hermann Burrow, der bis an seinen Tod ein thätiger Genoffe Briefe aus Amerika. Mufiter- Union protestirt hatte. New York, 23. Januar. " " " 1 " " 1 Korrespondenzen und Parteinachrichten. Versammlungen. Die in Europa angeregte Idee, eine neue Art Inter nationale" zu schaffen, welche als wichtigsten Zweck den haben soll, die Einführung fremder Arbeitskräfte in ein Land unter Der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält niedrigen Bedingungen, als dort gebräuchlich sind, zu verniffe der Töpfer Berline und Umgegend hielt am 28. Jan. hindern, wird hier sehr wahrscheinlich allseitigen Anklang finden. eine Generalversammlung ab. Kollege Stegemann erstattete Be= Wenigstens muß man dies annehmen, wenn man nicht war. richt für die Rechtsschutz Rommission und nach kurzer Debatte voraussehen will, daß die amerikanischen Arbeiter klaren über denselben wurde zur Neuwahl derselben geschritten; gewählt Thatsachen gegenüber taub und blind sind. Ein Gesez, wurden folgende Herren: G. Hoffmann, Pirow und Scholz. Den welches obiges Resultat haben soll Verbot der EinKassenbericht erstattete Herr Franz Köppen; hiernach gestaltete führung von Arbeitern unter Kontrakt ist freilich fich die Einnahme folgendermaßen: Bestand vom 3. Quartal v. J. auf das stete Drängen der organisirten Arbeiter hin geschaffen 211,69 M.; an Beiträgen 773,30 M.; Eintrittsgeld 80,70 M.; worden; aber abgesehen davon, daß dasselbe selbst bei gewiffenzurückerhaltenen Vorschuß vom Rechtsanwalt 100 M.; Lohntarife hafter Durchführung nicht genügen würde, um den Zweck- Verund Statistik 2,20 M.; Ueberschuß vom Stiftungsfest 146 M.; hinderung der Einführung von„ Scabs" zwecks Lohndrückung zu erreichen, so muß es nach den gemachten Erfahrungen jedem die Hamburg, 10. Februar. Die Lage der Ausgesperrten oder Summa 1102,20 M. Berausgabt wurde an Wanderunterstützung klar sein, daß man mit jenem Gesetz lediglich ein Spiel freibt. Streifenden hat sich hier am Playe bis jetzt, im Großen und und Schlafmarken 250,60 M.; Entschädigung an die Arbeitsvermittler 19,50 M.; für Rechtsschutz 61,35 M.; zur Vervollständigung Hier und da einmal werden zwar einige Gremplare von unter Ganzen wenig verändert. Kontrakt eingeführten Arbeitern zurückspedirt, um wenigstens daran Für das ftreifende Heizpersonal der großen überseelschen der Bibliothet 27,55 M.; an Krantenunterstützung 60 M.; sonstige zu erinnern, daß das Gesetz da ist und die zur Ausführung des Dampferlinien ist insofern eine kleine Erleichterung eingetreten, Unterstützung( für Gemaßregelte und dergl.) 147 M.; an Streitfelben eingesetzten Beamten für ihre fetten Gehälter auch etwas als dem Beispiel der großen„ Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt unterstüßung( Straßburg i. U. und Rothenburg i. S.) 200 M.; leisten. Wie wäre es aber möglich gewesen, daß z. B. die tausende Aktiengesellschaft" folgend, auch die Rhederei der Petroleum- für Säulenanschläge, Druckfachen und dergl. 70,90 M.; SchreibTankdampfer sich mit ihren Heizern und Trimmern zum alten utensilien, Porto und sonstige Auslagen 42,11 M.; Entschädigung und aber tausende Galizier nach den pennsylvanischen Kohlen- Monatslohn geeinigt hat. Wenn hierauf hin jedoch von der ar- an den Kassirer 10 M.; zurückgezahlte Beiträge( an einen Kollegen, distrikten geliefert werden konnten um es den Rohlenbaronen zu ermöglichen, die Sungerlöhne ihrer Arbeiter aufrecht zu er beiterfeindlichen Presse in verschiedenen Hafenstädten bekannt der eine längere Badereise nach Plößensee unternehmen mußte) erhalten wenn die Beamten ihre Schuldigkeit gethan hätten? gemacht wurde, daß damit der Streit der Heizer 1,50 m. Summa 890,51 M., bleibt Bestand 563,57 M. Dem und Trimmer in Hamburg beendet fei, Uebrigens haben auch die Arbeiter selbst an diesem Spiel so muß der theilgenommen; ich erinnere nur an den Seitens der hiesigen der Verbreitung diefer unwahr dritten Punkt der Tagesordnung wurden nur zwei Neuwahlen entgegen getreten werden. nöthig und zwar für Rixdorf und den Norden, indem die übrigen Zentral Labor Union( auf Anregung der Organisation der Köche) heit warnend erhobenen Protest gegen die Zulaffung des Kochs, den sich einer Auch die Notiz, welche verschiedene, auch Arbeiterblätter brachten, erklärten, ihr Amt weiter verwalten zu wollen. Weiter wurde der Banderbilt's gegen ein Jahresgehalt von 10000 Doll. aus Paris daß eine gemeinschaftliche Sigung einer Kommission der Rheder beschlossen, auf sämmtlichen Zahlstellen nur Sonnabends zu verschrieben. Derartige Kindereien sind noch mehrere vorgekommen, und der Lohnkommission der Heizermannschaften stattgefunden tafsiren und den Kollegen empfohlen, die Quittungsbücher Sonndoch scheint man endlich das Lächerliche dieser Anwendung des Ge- habe, hat sich leider nicht bewahrheitet. Von einem Entgegen- abends mit zur Arbeitsstelle zu bringen, wo alsdann ein Kollege setzes eingesehen zu haben; wenigstens ist lange nichts mehr der kommen seitens der Schiffseigner oder ihrer Vertreter gegenüber für sämmtliche die Beiträge quittiren lassen kann und Montags Zum legten Punkt artiges vorgekommen. Der letzte Fall war wohl derjenige bezüg- den Arbeitern, ist bis zur Stunde, außer bei oben genannten zwei die Bücher nach dem Bau zurückbringt. lich der Strauß'schen Kapelle, gegen deren Zulassung eine hiesige Linien, nichts zu verspüren. Da jedoch die Schifffahrt sich jetzt der Tagesordnung wurde ein vom Vorstand eingebrachter Anwieder regt, nachdem der Eisgang auf der Elbe nicht mehr ge- trag angenommen, den Kassirern bei jeder Abrechnung 50 Pf. Es ist auch bekannt, daß viele Arbeiter besonders ein- fährlich erscheint, werden die Rhedereien nicht umhin tönnen, sich und Fahrgelder zu gewähren. Hierauf wurde vom Vorsitzenden die Feier des 1. Mai angeregt, und es sprachen sich die Kollegen Herr Wörmann mit ihrem Arbeitspersonal zu einigen. geborene, aber auch längere Zeit im Lande befindliche jenes freilich hat einstweilen, vor einigen Tagen wieder einmal Hagen und Erbe dahin aus, daß wenigstens von den BauhandGesez dahin auffaßten, daß dasselbe der Einwanderung überhaupt einen Riegel vorschieben sollte, bamit kein auf einem feiner Dampfer einen Trupp Neger hier eingebracht, wertern die Feier an dem Tage stattfinden sollte, auf den der Zuzug von Kräften in ihrem refp. Gewerbezweige statt die auf einem, wahrscheinlich vom Reich subventionirten 1. Mai fällt, da sich durch den langanhaltenden Frost die Arbeit finde, dessen, ohne Berücksichtigung beffen, ob nicht genügend Dampfer als Heizmannschaft verwendet werden sollen. Da wir zum Frühjahr so häuft, daß an größere Maßregelungen wohl folcher Kräfte vorhanden sind. Diese Spezies verschwindet wohl oder übel die Herren Afrikaner zum Theil nun als unsere schwerlich zu denken ist. An eine einheitliche, sich auf einen Fleck aber nach und nach, und die Arbeiter- Organisationen sind zu deutschen Landsleute und Brüder ansehen müssen, so kann man tonzentrirende Feier sei am Sonntag nach dem 1. Mai der zählen, in welchen diefer beschränkt egoistische Geist noch herrscht, es den armen Negern allein um ihrer schwarzen Haut willen großen Maffe wegen in Berlin nicht zu denken. Dem wideroder, besser ausgedrückt, maßgebend ist. ja auch eigentlich nicht verwehren, Beschäftigung auf deutschen Sprachen die Kollegen Thieme, Chemnitz und Fettkenhauer, und es wurde schließlich ein vom Kollegen Pirom gestellter Antrag Eine praktische Organisation der Arbeiter aller zivilisirten Schiffen anzunehmen, Länder zu jenem Zwecke, welche Organisation auch die geeigneten benutzen würde, den deutschen Arbeitern, noch dazu auf angenommen, dahingehend, daß der Vorstand hierzu selbständig Maßnahmen zu treffen hat, um die Ausführung der in den ein- mit unserm Gelde unterstützten Dampferlinien, das bischen Stellung nehmen sollte, sobald ihm bekannt werde, welche zelnen Ländern geschaffenen diesbezüglichen Gefeße zu überwachen, Brot zu kürzen. Herr Wörmann ist nun zwar zu feiner Stellung der Parteivorstand zur diesjährigen Maifeier einnehme. würde auch für hier ganz andere Erfolge haben, als die jetzigen aber auch wenn er es wäre, würde er mit der an ihm bekannten feine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Kollege Schwark, Erleichterung nicht mehr Mitglied des deutschen Reichstages, Der Fachverein der Metallschleifer hielt am 26. Januar zersplitterten Anstrengungen nach dieser Richtung. Nur muß ebenfalls besonders für hier dafür gesorgt werden, daß die edlen Bescheidenheit wie schon früher die Antwort geben, daß er Sache in gute Hände kommt. Der verfluchte" Boodle" läßt Einen die Neger nur anheuert, um die deutschen Arbeiter, welchen die erstattete den Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes, derdiefelbe ihre in Allem ein Haar finden! Arbeit in dem heißen Klima zu schwer würde, zu schonen. Die selbe legte den Mitgliedern ans Herz, noch immer so weiter zu Während Powderly auf der New Yorker Staatskonvention zum Theil rohe Behandlung, welche dem Heizpersonal, besonders agitiren für den Verein, dann müsse, falls teine Aenderung in der der Arbeitsritter das offenherzige Geständniß gemacht, daß die den Koblenziehern, häufig von ihren Vorgesetzten zu Theil wird, Organisationsfrage eintritt, im nächsten halben Jahre ein noch machte noch Arbeitsritter 3 lange" unter den Daumen der Politiker gehalten ist bekannt. Wurden doch vor nicht langer Zeit in Bremen einige auf diejenigen Kollegen aufmerksam, welche immer den Mund so worden feien, zu voll nehmen, überzeugte Arbeiter zu sein, sich jedoch herzlich Knights im Prinzip die selbständige politische Aktion auf die Fahne sie einen Trimmer derart mißhandelt hatten, daß derselbe wenig um ihre Organisation tümunern. Sodann erstattet geschrieben wurde, haben jetzt dieselben„ Ritter" bei der New- aus Verzweiflung über Bord sprang und ertrant. Yorker„ Workingmen Legislative Assembly"- auf der Delegaten Dierbarer Ofisiere, welche doch darum wissen mußten, blieben freilich der Staffirer, Kollege Niemetscheck, den Kassenbericht." Derselbe diverser Arbeiter- Organisationen des Staates zeitweilig Bewunderbarer Weise ganz außer Anklage; deshalb ist es auch bergab eine Einnahme von 169,09 M., dem eine Ausgabe von ragungen aber vorzuschlagende Gesetze abhaltenden An- quemer, Neger an Bord zu haben welche gegen Fußtritte und 149,90 m. gegenüberstand. Die Gesaminteinnahme betrug bisber un 923,74 M.; Gesammtausgabe 894,55 M.; mithin bleibt ein Beein gemeinsames Lobby" Romitee für die Schläge nicht so empfindlich sind und auch im Punkte des Ehr stand von 19,19 M. Bei der Ausgabe find 744,65 M. für die New Yorker Legislatur zu ernennen. Diese Komitee's, gefühles eine dickere Haut haben, als der Weiße. Springt dann wire in den Robbie's( Borzimmern) der gefeßgebenden aber wirklich einmal ein Nigger über Bord, so wird doch nicht ausgesperrten Schleifer im vorigen Jahre verwandt worden. Die Revisoren erklärten, Bücher und Beläge in Ordnung gefunden Körper herumzulungern haben, s ben einen oder andern Abge: so viel Aufhebens davon gemacht, als wenn es ein Deutscher gewesen zu haben, worauf der Kaffirer entlastet wurde. Sodann erstattete ordneten für irgend ein von den betr. Arbeiter- Organisationen wäre. gewünschtes Gesetz zu bearbeiten, sind der schlimmste Auswuchs in einen 25prozentigen Lohnabzug fügenden Heizpersonal auszuüben, Stellen gemeldet worden sind, die aber nicht besetzt werden Wahrscheinlich um einen Druck auf das sich nicht gutwillig bemerkte, daß sowohl vor Weihnachten wie jetzt nach Weihnachten der Schwanz resp. Pressionspolitik und eine der Hauptbrutstätten war zwischen den nordamerikanischen Linien Bremen und Hamburg konnten, des„ Boodles". In der einen der großen gewerkschaftlichen Zentral- ein, wie es scheint nicht ernst gemeinter Konkurrenstampf in die Kollegen ben Organisationen bes Landes, Der Federation of Labor, wurde welche gefaßt ward M 4 wenn man sie nur nicht dazu Die plöglich, Da Neuwahl wurde aus - obwohl ein Beschluß bezüglich selbständiger Politit noch nicht Szene gesetzt worden. Der Bremer Lloyd setzte den Ueberfahrts 1. Vorsitzender Kollege Schwark, als 2. Vorsitzender Kollege Karl Präsident und eine Anzahl der Delegaten aus der alten Schule" während der hiesigen Lohndifferenzen, auf 90 anstatt 100 Mt.. Janke, 1. Schriftführer Rollege Lorenz, 2. Schriftführer Kollege dafür. eintraten. Es scheint aber hier ein einmal zur Gewohnheit gewordener auf 80 M. Da aber diese Spiegelfechtereien auf die streitenden und Niering; zu Revisoren die Kollegen Jungmann, Jarschel Unsinn gäher festgehalten zu werden, wie irgend sonstwo. Eine recht drastische Illustration des Werthes dieser von den Gesellschaft ihren Schnelldampfer, Augusta Viktoria" zu der bekannten Beifall aufgenommenen Vortrag über Bourgeoisie und Sozialkonservativen einiger wurde vor Kurzem aus Kansas City, Missouri, von dem Mittelmeer rechtzeitig zu expediren und auch mit zuverlässiger fich bort sechs der als Kandidaten für die Stadtrathswahlen turrenz- Streitagt zwischen Hamburg und Bremen begraben. Der Godann theilt Kollege Knüppel mit, wie gut die Schleifer in Dresden dortigen Arbeiterblatt„ Midland Mechanic" gemeldet. Es hatten Mannschaft auszuriſten gezwungen war, so wurde die Kon- Engerer Debatte Rechtschuß in einer Anklage vom 1. Mai hergewährt, organisirt sind; bis auf einige Ausnahmen sind fämmtliche aufgestellten Bürger schriftlich verpflichtet, alle ihre Energie Fahrpreis wurde für die armen Zwischendecks- Passagiere von Schleifer Dresdens im Fachverein; derselbe ersucht die Berliner Hamburg, Bremen oder Stettin nach Baltimore resp. New- York durchzusehen. Nachdem diese sect 3 Leute mittelst Unterstügung wieder auf 100 M. gefeßt und in den Armen liegen sich beide." Innungs- und Unterstützungsvereins- Mumpih fallen zu lassen. zu Ende. dem Lobby- Unfug ein Ende gemacht, obwohl der preis nach Baltimore für Zwischendeckspassagiere Die Samb. Amerit. Gesellschaft antwortete mit einer Reduktion Samann und als Beisitzende die Kollegen Scheidhauer, Schöpke Schiffsmänner feinerlei Eindruck machten und die Hamburger Die Aussperrung der Zigarren ma cher und-Sortirer der Arbeiter gewählt waren, fümmerten sie sich nicht nur nicht im Geringsten um jene Vorschrift, sondern stimmten schließlich sogar befindet sich, abgesehen von einigen wenigen Abtrünnigen, die mit für die Aufhebung derselben! Genanntes Blatt bemerkt bei dieser Gelegenheit, daß die Erlösung des arbeitenden Bolles nur durch jedoch nicht in Betracht kommen, noch im selben Stadium. Bis Gin= feine Befreiung aus den Fesseln des Kapitals erfolgen fönne. jest zeigen die Fabrikanten keine Neigung zum lenten. Da jedoch für die Arbeiter die schwerfte Winter 0 seit überstanden ist, bald nun demokratie. Unter" Verschiedenem" wurde Kollege R. Roth nach Denn durch derartige Spielerei werden die Berliner Schleifer ihre age nie verbessern. Er übergab dem Verein dann noch 1,40 m. als Ueberschuß vom Geburtstage. Zu Ehren des verstorbenen Vorkämpfers für die Sozialdemokratie, Genossen Rittinghausen, erhoben sich die Anwesenden von den Blähen. Wenn das Blatt auf diesem Standpunkte beharrt und von dems die Bauthätigkeit wie- In einer gut besuchten Versammlung des Allgemeinen Arfelben aus den ferneren Inhalt bestimmt, so wäre das wieder ein ber in vollem Betriebe sein wird, auch speziell in Hamburg der beiterinnenvereins sämmtlicher Berufszweige Berlins, Filiale Beweis, daß unsere Sache marschirt. Man thut aber gut, bet Schiffsverkehr beginnt und damit die Beschäftigungs- und Er- Moabit, die am 4. b. M. in Lokale des Herrn Jiges tagte, sprach solchen Gelegenheiten abzuwarten, ob man es da nicht lediglich d. werbslosigkeit für weite Kreise endet, so werden sich mit Hilfe der Herr Hildebrand über das Alters- und Invalidenversorgungsmit einem fliegenden Worte" zu thun hat, das vielleicht den Gewerke ganz Deutschlands wohl die Mittel finden, um die Gesez. Redner schilderte, wie das vielgerühmte Gesetz für den nächsten Tag schon wieder vergessen ist. Das Organ der Glas- Hamburg- Altonaer Tabakarbeiter, welche sich in Ginigkeit, Aus- Arbeiter fast völlig nuplos fei. An der Diskussion betheiligten bläfer- Organisation, das„ National Glaß Budget", welches gebauer und Ertragen von Entbehrung so musterhaft betragen, in sich die Herren Fahr, Schulze, Seifert, Schulz, Wengler, Matencie legentlich der Vorgänge auf der Konvention der F. o. 2. für die und Frau Scherzer im Sinne des Referenten. Nach dem SchlußSozialisten und den Sozialismus eintrat, brachte bald darauf einen ihrem gerechten Stampfe auch fernerhin zu unterstützen. Bemerkenswerth ist noch, daß sich die ausübenden Organe wort desselben sprachen zu Berschiedenem Herr Schulze, Fran Artikel aus einem fapitalistischen Blatte über( fr) Partnership, der Polizei in Hamburg, im Gegensaße zum vorigen Jahre bei Scherzer und Frau Löpki. Letztere tritisirte den großen Fleischohne sich veranlaßt zu sehen, die sozialistische Kritik an diese ben Everführern und Maurern, bis jetzt gegenüber den Tabak brühtessel auf dem neuen Viehhof. Frage zu legen oder auch nur einige bescheidene Einwürfe gegen arbeitern durchaus nicht agreffio verhalten. Eine Generalversammlung des Vereins der Klempner die angeblich von jenem System für die Arbeiter zu erhoffenden Vortheile zu machen. Man sieht daran also, daß bei den betr. Berlins und Umgegend tagte am Mittwoch, den 4. Februar. Leuten der Sozialismus einstweilen noch nur sehr oberflächlich Meerane. Genosse Morgener hat von der hiesigen Nachdem der Vorsigende die Tagesordnung bekannt gemacht, ent Polizeibehörde 3 Tage Gefängniß wegen Belästigung spann sich darüber eine lebhafte Debatte; es wurde der 4. Punkt Darauf verlas der Rendant Dieselbe Erscheinung haben wir beim Organ des Ordens der einer Person zudiftirt bekommen. Es wurde nämlich in einer der Tagesordnung gestrichen. 8. D. 2.; dasselbe hat erst fürzlich wieder eine Lanze für den hiesigen Fabrit kurz vor Weihnachten für die ausgesperrten Wirter in den Kaffenbericht. Einnahme vom 4. Quartal 529,30 Mart, Sozialismus eingelegt, indem es einen Artikel des" Standard" Chemnitz gesammelt; ein Arbeiter derfelben denunzirte das, in Ausgabe 515,87 m., bleibt 18,48 M. Dazu 597,83 m. vom ( des früheren Organs von Henry George) bearbeitete, in dem er eine Sammelliste übergab. D. stellte nun beim Nach- 3. Quartal, bleibt ein Kassenbestand von 611,32 M. Es wurden welchem die Behauptung aufgestellt war, daß in der sozialistischen hausegehen den Denunzianten zur Rede, wobei ihm von dem im vorigen Jahre 1435,95 M. an andere Gewerkschaften gezahlt. Geſellſchaft die Arbeiter zu Schußbefohlenen der Allgemeinheit" felben gefagt wurde: ja Ihr Lumpen wollt das Geld nur in Die Revisoren erklärten, Bücher und Beläge in musterhafter herabgewürdigt würden. Das Organ der Knights machte Eure Taschen stecken. Genosse M. erwiderte, wenn er ihn noch- Ordnung vorgefunden zu haben und dem Rendanten wurde Decharge haftet. ertheilt. Jm 2. Punkt der Tagesordnung gaben die Roll. Rirsch, I waren in Sachen der Feier des 1. Mai eingelaufen:„ Die| Gesammteinnahme des gangen Jahres stellt sich auf 789 m. Schießer und Richter Bericht der Kommissionen. Bei der Vorstands heute bei Feuerstein tagende öffentliche Versammlung der Bild- 40 Pf., die Ausgabe auf 608 M. 82 Pf.; bleibt ein Kassenbestand wahl wurde folgender Antrag von der Generalversammlung angenom- hauer beschließt, die Mai Demonstration zu Gunsten des acht von 180 m. 58 Pf. Auf Antrag des Genossen Mielenz wurde - M. men:" Stelle den Antrag, den Vorstand für die Zeit, die noch stündigen Arbeitstages auf den ersten Sonntag im Mai zu verlegen. Der Gesammtvorstand mit Ausnahme des ersten Vorsitzenden und bis zur eventuellen Auflösung des Vereins der Klempner Berlins Nach einer kurzen Diskussion wurde dieser Antrag mit allen gegen des ersten Schriftführers, der eine zweimonatliche Gefängnißstrafe und Umgegend bleibt, bestehen zu lassen." Der Vorstand wurde eine Stimme angenommen. Der folgende Antrag, daß die Kom- zu verbüßen hat, in seinen Aemtern bestätigt. Nachdem die beauftragt, nach Gründung des neuen Vereins eine außerordentliche mission von nächster Woche ab ermächtigt ist, einen laufenden Beitrag beiden Wahlen, die erforderlich waren, vorgenommen worden, seht Generalversammlung einzuberufen und zu dieser Frage Stellung zu von 10 Bf. von jedem arbeitenden Kollegen zu erheben, wird ebenfalls sich der Vorstand jezt aus folgenden Genossen zusammen: nehmen. Darauf wurde zur Wahl der Kommissionen geschritten. mit Majorität angenommen. Kollege Winkler erstattete Bericht 1. Borsigender Else, 2. Vorsigender Schulze, 1. Schriftführer Dosch, In die Bibliotheks- Kommission wurden die Kollegen Lange, über die lehte Versammlung der Berliner Streit- Kontrollkommission. 1. Kassirer Schäfer, 2. Kassirer Heinrich Schulze. Sodann wurde G. Förster, Fanny und Kamenz gewählt. Kollege Kirsch wurde In der Kellnerfrage kam es zu einer lebhaften Debatte. Die Gründung einer Bibliothek beschlossen und als Bibliothekar als Arbeitsvermittler und Kollege Danzmann als dessen Stell- Im Ganzen ist aber die Versammlung mit der Haltung ihrer August Backe und zu seinem Stellvertreter Brosig gewählt. Außervertreter gewählt. Die Rechtsschutz- Kommission wurde aufgelöst Delegirten einverstanden. Nach einer Erfahwahl der Lohn- dem wurden noch als Hilfskaffirer für Glienicke Paul Meze und Das erste und die Klagesachen dem Vorstand überwiesen. Nachdem noch kommission für 2 ausgeschiedene Mitglieder, schließt die Ver- als Revisor Jakob Schneider aus Rudow gewählt. mehrere Vereinsangelegenheiten verhandelt waren, wurde die Versammlung. Stiftungsfest soll gefeiert werden und es wurde dazu ein Komitee sammlung geschlossen. Johannisthal, 3. Februar. Am Sonntag, den 1. Februar, gewählt, bestehend aus den Genoffen Schneider, Grünberg, Schulze. Eine zahlreich besuchte öffentliche Bildhauer- Ver- tagte im Lokale des Herrn Senſtleben eine Versammlung des Backe, Brosig und Ernst Schulze. fammlung fand am 3. d. M. bei Feuerstein unter dem Vorsitz Arbeitervereins für Johannisthal und Umgebung. Der Kassirer des Kollegen Dumanski statt.- Zwei Anträge der Kommission Schäfer erstattete den Kassenbericht vom letzten Quartal. Die Theater. Donnerstag, den 12. Februar. Opernhaus. Mignon. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Lessing- Theater. Ein Volksfeind. Berliner Theater. Rean. Deutsches Theater. Die Kinder der Erzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Meißner Porzellan. Hierauf: Fledermaus. Wallner Theater. Miß Helvett. Residenz- Theater. Der selige Zoupinel. Viktoria Theater. Die fieben Raben. Bellealliance- Theater. Schelm Cupido. Vorher: Pension Schöller. Oftend- Theater. Vervehmt. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Thomas- Theater. Der Registrator auf Reisen. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Donnerstag, den 11. Februar, Abends 71/2 Uhr: Unserm Genossen Hermann Bosert zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch. 453b Seine Genossen und Freunde aus der Junkerstraße. Unseren Freunden und Genossen, dem dicken Tuba- Paul und dem Berliner Arbeiter- Bildungsverein. Donnerstag, den 12. Februar, Abends 8 Uhr: Große Versammlung in Bötzow's Brauerei, Prenzlauer Allee. Tages- Ordnung: 115 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Herrn W. Schmidt über: Rolonialgeschichte und deutsche Kolonialpolitif." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Grosse Vorstellung mit vorzüglich gewähltem Programm. breiten Kohlen- August, zu ihrem Besonders hervorzuheben: Damen- heutigen Wiegenfeste ein dreimal Hurdlerace, geritten von 12 Damen. Donnerndes Hoch, daß die Tuba platzt Auftreten des Jockey Reiters Mr. und die Kohlen purzeln. Treff bein Loyal. Entree des Clown Tanti. Rüraffier mit dem Weißbier. Die ganze Tandem mit 4 Schulpferden, geritten Rapelle: B. G. St. E. K. G. K. von Herrn Ernst Schumann. Reit. F. K. Na, wir wollen feyn, wit Achtung! Buchbinder und verw. Berufsgenossen. Achtung! 457b Im Westen. = fünftlerin Miß Taylor. Das Schul- tommt. pferd Troubadour, geritten von Frl. Karl Schindler zu seinem heuWilma. Mr. Achilles, Saltomortal- Reiter. Aportirpferd Said, tigen Geburtstage ein donnerndes Hoch. vorgeführt von Herrn May. Die 165 L fliegenden Hüte, Clowns Gebrüder Permané. Zum Schluß der Vorstellung: Einer aus S.0. Kaufmann's Variété. Große Spe Circus unter Wasser. bie Blut- und Leberwurſt zappelt und zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenBorstellung. Dem Ladebruder M. N., Manteuffelstraße, ein dreifaches Hoch zu seinem heutigen Wiegenfefte, daß WE die Speckseiten vom Gerüst fallen Lademann& Comp. Werkstatt- Kontroll- Kommission des Eine ländl. Hochzeit. mögen, senden Sensationelle Wasserpantomime. Spezialität: 4 Wassernymphen. Morgen: Gr. Vorstellung mit neuem Programm. Eine ländliche Hochzeit. ,, Aegintha" Englischer Garten. Gr.Vogel- Ausstellung Direttion: C. Andress, Alexander straße 27c. Margarethe Steinow, Siederfängerin. Paul Jülich, Gesangshumorist. Mr. Goswin, Musit. Neger- Clown. Frl. Bonné, Roftüm- Soubrette. Gebr. Corradini, Tanz- Duettisten. Mons. Bernard, Schnellzeichner. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 51/2 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. 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Februar, Vormittags 10% Uhr: Große öffentliche Versammlung 1 aller Arbeitslosen obiger Branchen im Restaurant Gründel, Dresdenerstrasse 116. Tages- Ordnung: Vortrag des Stadtverordneten Klein. Diskussion und Verschiedenes. Das Erscheinen aller arbeitslosen Kollegen ist erforderlich. 24b Sandlungsgehilfen und Gehilfinnen! Donnerstag, den 12. Februar, Abends 81/2 Uhr: Große öffentliche Versammlung aller kaufmännischen Angestellten bei Joël, Andreas- Strasse Nr. 21. Tages Ordnung: 94b 1. Was können die kaufmännischen Angestellten für die Besserung ihrer Lage thun? Referent: Albert Auerbach. 2. Diskussion. 3. Fachorgan. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung der Haus- und Geschäftsdiener Berlins am Freitag, den 13. Februar, Abends 8½ Uhr. Tages Drdnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zur Gründung einer Freien Vereinigung. Referenten: Kollegen O. Wiemer. 0. Lambrecht. 2. Diskussion. 3. Event. Wahl eines provisorischen Vorstandes. 4. Vers Zur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Der Einberufer. schiedenes. 171 bevor man anderweitig kaufteine illustrirte DerfflingerWer Nähmaschine aufen will, verlange Preisliste C. Mahnkopf, Berlin W., Strasse 23. eine von Diese seit 24 Jahren bestehende Firma ist die vortheilhafteste Bezugsquelle in Nähmaschinen, wie dies fortwährend von Tausenden von Kunden anerkannt wird. Berlin S. A. Schulz Berlin S. 34 Wafferthor- Straße 34. 160L Möbel- und Bolsterwaaren- Fabrit. Gediegene Arbeit. Zeitgemässe Preise. Coulante Zahlungsbedingungen. 452b Die Beleidigung, welche ich gegen In erster Auflage erschien ein strammer im Osten( Mitgl. d. Arb. Sängerb.), wünscht noch Mitgl. Namentlich aus Frau Knappe, Boeckhstr. 45, gethan, Sozialdemokrat. 0. Hallasch nebst Frau. indifferenten Vereinen Ausgeschiedene ist in Uebereitung geschehen. Ich nehme sind besonders angenehm. Uebungs- die Worte zurück und erkläre diefelbe stunde Donnerstags von 9-11 Uhr bei für eine ehrliche Frau. 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April zu Dr. Hoesch, homöopath. Arzt verm Friedenstr. 55, Eckhaus. 195 Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 333 J Linke, Neue Hochstraße Nr. 25, Berlin. 456b Freundl. Schlafft. Alte Jakobftr. 89, of 3 Tr. bei Hoffmann. Hierzu zwei Beilages. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 36. Darlamentsberichte. Dentscher Neichstag. Donnerstag, den 12. Februar 1891. 8. Jahrg. Schranten, wie sie der Abg. Stöcker aufrichten will; wer recht hat, wird auch recht behalten.( Beifall im Zentrum.) Die Diskussion wird geschlossen. der Gründung und Ausstattung von Missionsstationen vor. Das Interesse des Deutschen Reiches erfordert, daß Alles gethan wird, um den Missionen den Kampf mit gleichen Waffen und Abg. Stöcker: Weder Herr Geh. Rath Kayser noch Herr mit gleichen Mitteln zu gewährleisten. Da muß ich nun immer 63. Sigung vom 11. Februar, 1 Uhr. wieder beklagen, daß in ganz ungerechtfertigter Weise von Herrn Windthorft haben das, was ich gegen Wißmann gesagt habe, Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von von Wißmann die evangelischen hinter die katholischen Missionen widerlegt oder auch nur gestreift. Ich bin aber bereit, meinen Malzahn, Aschenborn. zurückgesetzt worden sind. Wenn auch Herr von Wißmann nach- Antrag nach den Erklärungen des Ersteren zurückzunehmen. Ich Ein Schreiben des Reichskanzlers, in welchem von dem An- her in der" Post" seine Aeußerungen berichtigt hat, ist noch bin durchaus ein Anhänger der Freiheit, die Herr trage der Staatsanwaltschaft in Hamburg auf Ertheilung der Er- immer Vieles zurückgeblieben, was wir mit gutem Grunde als Windthorst predigt; er soll aber diesen Grundsatz der mächtigung zur strafrechtlichen Verfolgung des Abg. Metzner wegen falsch, als auf mangelhafter Kenntniß beruhend abweisen absoluten Geistesfreiheit an der Stelle zur Geltung bringen, wo Beleidigung des Reichstags Mittheilung gemacht wird, geht an müffen. Man hat uns vorgeworfen, daß wir nach dem Spruche es am nöthigsten ist, in Rom, wo einstweilen noch der Syllabus ora et labora( bete und arbeite) verführen, daß für uns das diesem Grundsatz entgegensteht.( Zustimmung rechts; Unruhe im die Geschäftsordnungs- Kommission. Auf Vorschlag des Präsidenten wird die Wiederholung der Arbeiten erst das Zweite sei, während die katholischen Missionen Zentrum.) Abg. Windthorst erklärt persönlich, daß es ihm im Rahmen Abstimmung über den Antrag Menzner, betreffend die Tabaksteuer, das labora( arbeite) voranstellten; ich glaube, fein echter Katholik bei welchem sich gestern die Beschlußunfähigkei des Hauses ergab, darf sich eine solche Rangirung gefallen lassen. Durch gekaufte einer persönlichen Bemerkung nicht möglich sei, auf alle die angesichts der zu Beginn der Sigung sehr schwach besetzten Bänke Slavenkinder wird in diesem Gebiete eine Missionsstation zuerst kleinen Bosheiten der Schlußrede des Herrn Abg. Stöcker zu bevölkert, während man eine größere Einwirkung auf die er- antworten( Heiterkeit); es werde sich aber Gelegenheit dazu einstweilen ausgefeht. Der Rest des Etats der Zölle, Verbrauchssteuern und Aversen wachsenen Neger sich versagt, weil man weiß, daß mit diesen finden. Abg. Stöcker: Da der Präfident das Wort Bosheit nicht ( Zuckersteuer, Branntweinsteuer, Salzsteuer, Brausteuer) und der doch nicht viel zu machen ist. Mit dem bloßen Arbeiten sei Etat der Reichs- Stempelabgaben werden ohne Debatte nach dem auch nichts erreicht; man gelange wohl dazu, schöne Plantagen gerügt hat, muß ich doch dagegen protestiren. Ich habe nichts anzulegen; aber fann das einen vollen Ersatz bieten für die Unter- von Bosheiten gesagt; ich habe Thatsachen angeführt, die vielAntrage der Budgetkommission unverändert bewilligt. Ueber einige am Montag angenommene handschriftliche Anweisung in der Lehre und im Glauben? Gewiß wird die Arbeit, leicht dem Abg. Windthorst unangenehm sein können, weiter träge betr. die Abstellung weiterer Erhebungen in Wahlprüfungs- welche die katholischen Stationen pflegen, auch ihre wohlthäige nichts. Wenn der Bericht über diese Verhandlung draußen beAngelegenheiten muß geschäftsordnungsmäßig in der nächsten Wirkung üben, aber die schottischen und englischen evangelischen kannt werden wird, wird es doch sonderbar berühren, mich als Sigung nochmalige Abstimmung stattfinden. Auch diese Abstim- Missionsgesellschaften haben in dieser Beziehung gleichfalls Vertreter der Bosheit und Herrn Windthorst als den Verfehr erfreuliche Ergebnisse aufzuweisen; ja, einige dieser Gesell- treter des Standpunktes der füßen Liebe hingestellt zu wissen. mungen werden einstweilen zurückgestellt. Ueber die Petitionen des Vorstandes des Bezirksvereine der schaften find wesentlich Erwerbsgesellschaften. Für( Heiterkeit.) Hamburger Voradt zu Berlin und des Wahlvereins der de scheinen Reichskommissar war es nicht angängig, Urtheile in so freifinnigen( Fortschritts-) Partei im 6. Berliner Reichstags- Wahl- einseitiger und unbegründeter Weise abzugeben. Meinen Antrag freife, betr. das Wahlgesetz, wird ohne Debatte zur Tages- habe ich im vorigen Jahre dahin empfohlen, daß man die Interessensphären theilte. Nachdem einige Missionsgesellschaften ordnung übergegangen. Die Petition des Vereins Berliner Agenten, welche das Rechts- fich dagegen ausgesprochen haben, beschränke ich mich auf den verhältniß der kaufmännischen Agenten namentlich gegenüber den Wunsch, daß man nicht Miffionen anderer Konfeffionen zulaffe, Auftraggebern durch Zusatzparagraphen zum Handelsgesetzbuch wo sich eine Mission schon festgesetzt hat, wo sie sich ausbreiten, normirt wissen wollen, wird ohne Diskussion dem Reichskanzler zur Blüthe gelangen kann. Ich bin in dieser Beziehung nicht als Material zu der dereinstigen Revision des Handelsgesetzbuches ohne Besorgniß für Dar- es- Salaam; ich verweise außerdem auf die blutigen Vorgänge in Uganda, welche aus religiösen Abg. Scipio berichtet namens der Petitionstommission über 3 wiftigteiten hervorgingen. verschiedene Eingaben betreffend den Zolltarif. überwiesen. u. schlossen. Der Autrag wird darauf vom Antragsteller zurückgezogen. Es folgt die Berathung des zweiten Antrags Stöcker: die verbündeten Regierungen zu ersuchen, in erneute Erwägung zu nehmen, ob und wie dem Handel mit Spirituosen in den deutschen Kolonien durch Verbot oder Beschränkung entgegenzu treten sei. Antragsteller Abg. Stöcker: Der Antrag ist bereits einmal vom Reichstage fast einstimmig angenommen worden. Die Wirkung dieses Beschlusses ist aber nicht derartig gewesen, daß wirkfame Abhilfe veranlaßt worden ist. Die Zunahme des Branntweintonfums in Kamerun und Togo ist durch) authentische Berichte der dortigen Missionare außer Zweifel gestellt; in demBundeskommissar Geh. Rath Kayfer: Während früher nur selben Maße haben die erschreckenden Wirkungen dieses Konsums Ueber die Petiton, betreffend den Zoll auf Holzstoff, Pappe von einer Abneigung der katholischen Missionsgesellschaften, an zugenommen. Die deutsche Handelswelt macht sich nach diesen u. s. w. wird Uebergang zur Tagesordnung ohne Debatte be- die Abgrenzung von Interessensphären einzugehen, Mittheilung Beugnissen eines bösen Stückes Kulturarbeit an den Gingeborenen zugenommen. Die deutsche Handelswelt macht sich nach diesen gemacht werden konnte, hat heute der Antragsteller selbst schon schuldig, indem sie die Einfuhr der Spirituosen nicht einschränkt, Der Antrag der Kommission, auch über die Petitionen, welche zugegeben, daß auch auf evangelischer Seite eine solche Abneigung sondern im Gegentheil auszudehnen trachtet. Es kommt dazu, den Zoll auf kupferne Walzen zur Kattundruckerei betreffen, zur besteht. Gewiß ist eine koloniale Thätigkeit ohne die Mitwirkung daß unser Togogebiet der Schauplatz des stärksten Schmuggels Tagesordnung überzugehen, wird vom Abg. Hultzsch empfohlen; der Missionsgesellschaften gar nicht denkbar; aber ihre Mitwirkung des billigen deutschen Branntweins nach den englischen Kolonien es sei jezt noch nicht an der Zeit, eine allgemeine Revision des wird auch von der Regierung in jeder Weise gefördert und unter: ist, wo der Branntwein eine fiebenfach höhere Steuer zu Tarifs ins Auge zu fassen, und außerdem ständen sich die Wünsche stützt. Es hat sich daraus ein sehr freundliches Verhältniß tragen hat. Dieser Umstand sollte allein schon die verder Interessenten, welche den Zoll beseitigen und derer, welche zwischen den Gesellschaften und der Kolonialverwaltung heraus- bündeten Regierungen veranlassen, mit größerer Energie ihn aufrecht erhalten wollen, schroff gegenüber. gebildet. Jm Großen und Ganzen ist uns auch bisher eine VerDas Haus beschließt nach dem Antrage der Kommission. ständigung zwischen beiden Konfessionen gelungen; in dem einen zu erwägen, ob solche Verhältnisse dem deutschen Namen wirklich zur Ehre gereichen. Bedauerlicher Weise hat gerade Abg. Goldschmidt referirt Namens der Petitionskommiſſion Falle, wo der Reichskommissar eine evangelische Gesellschaft Deutschland neben anderen Mächten widersprochen, als die über die derselben überwiesenen Eingaben, welche eine anderweite nicht wieder zuließ, nachdem die katholischen Benediktiner zu Frage des Verbots der Einfuhr von Branntwein international Normirung des Bolles auf fertige Bautischler- Arbeiten u. s. w. be- gelassen worden waren, hat der Kommissar ganz eigen wurde. Ohne ein Radikalmittel werden wir von diesen Schattentreffen. Die Kommission empfiehlt auch hier Uebergang zur mächtig gehandelt, während im Uebrigen die Wirren feiten unserer kolonialen Thätigkeit nicht loskommen. Dem ImTagesordnung, weil der Zeitpunkt des Ablaufs wichtiger Han- des Aufstandes die Sache erklären und entschuldigen. dela Berträge immer näher rücke, und es somit nicht angemessen Im Intereſſe der ſegensreichen Thätigkeit der Missions: port von Branntwein, der überall in der christlichen Welt Nergerniß erregt, muß einmal gründlich auf den Leib gerückt werden. erscheine, in solchem Stadium an eine Aenderung des bestehenden gesellschaften und der zweckmäßigen Führung der Geschäfte Auch alle englischen Kolonialbeamten verurtheilen den SchnapsTarifs heranzutreten. Der Kolonialverwaltung ist dringend zu wünschen, daß der Das Gleiche wird von der Kommiſſion bezüglich der Reichstag feine Beschlüsse faffe, die störend in das Ver- genuß gerade so, wie die angeführten Stimmen aus den MissionsPetitionen wegen Aenderung des Zolles auf Perlmutterknöpfe hältniß, wie es sich nun einmal gestaltet hat, eingreifen gesellschaften. und der Petition des deutschen Fleischerverbandes wegen fönnten. Aenderung des Zolles auf Häute, Felle und fertiges Leder beantragt. Der Antrag der Kommission wird von den Abgg. Hulksch und Fund unterstützt. Das Haus beschließt den Anträgen der Rommission gemäß. Geh. Rath Kayser: Ein Beschluß des Bundesraths ist über den Antrag Stöcker im Jahre 1889 nicht herbeigeführt worden. Abg. Dr. Windthorst: Ich verlange für beide Bekenntnisse In den Verhandlungen im Reichstage war der Wunsch interdort gleiche Freiheit in der Aktion und gleichen Rechtsschuß. nationaler Vereinbarung ausgesprochen. Auf diesem Wege find Ich wünsche jeder Konfession und jeder ihrer Missionen gleiche wir vorgegangen, und das endliche Zustandekommen der GeneralErfolge; die Berücksichtigung der Wünsche des Antrags aber akte der Brüsseler Konferenz ist vorzugsweise den großen Es wird nunmehr die Abstimmung über den Antrag Menzer würde die Aktionsfreiheit gerade erschweren. Ich freue mich, daß Bemühungen Deutschlands zu verdanken. Gegenüber diesem würde es doch nicht auf Vorlegung eines Gesetzes, durch welches die bestehende neulich der Reichskanzler so klar und bestimmt aussprach, daß großen Verdienste der Regierung darauf ankommen, ob in Nebenpunkten Tabaksteuer von 45 auf 24 Mark ermäßigt wird, vor die Grundsätze der Kongo- Atte auch in den deutschen Schuh- wesentlich England hat auch die Branntgenommen. Dieselbe ergiebt die Annahme des Antrags mit be- gebieten zur Geltung kommen sollen wegen der freien Deutschland differirte. trächtlicher Mehrheit. Dagegen wird der in der Montagssigung Religions ausübungen; ich freue mich ebenso sehr weineinfuhr nicht ganz verboten haben wollen, es wollte nur angenommene Antrag Auer auf Ausdehnung der bezüglich der der heutigen anerkennenden Erklärung des Kommissars über die einen höheren Zollsatz. Wir haben dem widersprochen, um nicht Wahl des Abg. Porsch von der Kommission vorgeschlagenen Er- Wirksamkeit der Missionsgesellschaften und ihre Bedeutung das Ganze fcheitern zu lassen. In Brüssel ist eine bestimmte Früher wurde 3one festgestellt, die für den Branntweinverkehr von Bedeutung hebungen heute abgelehnt. für die Gewinnung unserer Kolonien. Alles mit Gewalt sein wird. Einmal darf er dort, wo er noch nicht eingeführt ist, das Es folgt die Berathung des Antrages Stöcker: nicht anerkannt, man Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, Maßregeln machen und setzte seine ganze Hoffnung auf materielle Erfolge. auch ferner nicht eingeführt werden; dort, wo er eingeführt ist, zu treffen, durch welche bei Festhaltung des Grundsages Diese erfreuliche Umkehr müssen wir deshalb doppelt begrüßen. hat man sich über einen bestimmten Sas geeinigt, der in den Der Parität das gleichzeitige Wirken von Missionaren Nur auf dem Wege der Freiheit, der wahren Freiheit tönnen ersten drei Jahren 15 Centimes beträgt, in ferneren drei Jahren verschiedener Konfessionen in demselben Bezirke der deutschen die großen Fragen gelöst werden, die uns beschäftigen; die Frei- bis auf 25 Centimes erhöht werden kann. In Ditafrita Schuhgebiete möglichst verhütet wird. heit allein verbürgt die Lösung in ersprießlichem Sinne. Sehen Einfuhr von Branntwein an die Erlaubniß der Kommandantnr Antragsteller Abg. Stöcker: Evangelische und katholische Sie nach Amerika, wo fein Schulzwang, fein firchgeknüpft, nur Wein, Bier und Wermuth dürfen öffentlich Miffionen gehen mit großem Gifer und großer Beharrlichkeit mit lich er 3wang herrscht. Weg mit derartigen verkauft werden. In Neu- Guinea und auf den Marschall? Hedda Gabler wollte nur und Eilert Paares vorgeschoffen hat. Hedda befißt, wie sie von sich selbst tödte. Aber Heddas Gatte hat das Manuskript gefunden und sagt, nur das eine Talent: sich zu langweilen. Die Langeweile ihr einstweilen in Verwahrung gegeben. Warum er es nicht ift ihre Gefährtin auf der Hochzeitsreise gewesen und sie gähnt sogleich dem Eigenthümer wieder zugestellt hat, weiß der Dichter nennt Henrik Ibsen sein Schauspiel, das am Dienstag zum ihr nun daheim fürchterlich entgegen. Nicht minder fürchterlich uns nicht überzeugend klar zu machen und das ist ein schwerersten Male im Lessing Theater aufgeführt wurde. Der ist ihr die Vorstellung, daß sie Kinder haben könnte. Der Vor- wiegender Fehler, da auf diesem Umstande der unglückliche des Schauspiels beruht, den der Dichter Dichter war anwesend und nahm nach jedem Arte für diese neueste schlag des Gerichtsraths Brack, die Lebensweise zu Dreien in Ausgang feinem wahrhaft tragischen gemacht hat, Frauenstudie den Dank des vollen Hauses entgegen, nachdem der einem Koupee fortzusehen, findet daher bei ihr ein geneigtes Ge- darum Beifall mit einiger Anstrengung in Fluß gebracht worden war. hör. Da taucht jedoch ein früherer Anbeter von ihr auf, der weil er sonst sein sittliches Richteramt an Hedda nicht hätte Den Familiennamen der Heldin sucht man in dem Personen ihr nicht gleichgiltig gewefen. Gilert Löwberg, der ebenfalls vollziehen können. Wenn Hedda aus Eifersucht das Verhältniß verzeichniß vergebens, hier heißt sie Frau Hedda Tesman, in Kulturgeschichte macht, ein dem Trunke verfallenes Genie, das der Frau Elvsted zu Eilert zu zerreißen trachtet, so ist und der Dichter, der sich mit den Jahren mehr und mehr ins eine Frau Elv ft ed gebessert hat und mit deren Unterstützung doch schwer zu verstehen, daß sie kein besseres Mittel weiß, als Ausflügeln verliert, hat wohl schon dadurch andeuten wollen, als Hilfsarbeiterin er nicht nur bereits ein Aufsehen machendes Eilert wieder der Trunksucht zu überantworten; es erscheint daß Hedda nicht recht in den bürgerlichen Kreis paßt, in den Wert veröffentlicht, sondern auch ein zweites, eine Kultur- ebenso plump wie gemein und es ist eine starke Zumuthung, daß sie durch ihre Ehe mit dem Privatdozenten der Kulturgeschichte, geschichte der Zukunft, geschrieben hat. Diese Kultur edda es wirklich als einen Beweis von Männlichkeit betrachte, Jörgen Tesman, gerathen ist. Es ist dieses nur eine Ver- geschichte der Zukunft ist im Geiste Ibsen's, das muß man daß Gilert sein der Nebenbuhlerin gegebenes Versprechen bricht, Schreitet es schon über das muthung, denn bei Ibsen ist man stets mehr oder weniger auf als bezeichnend für alle diese Dichter aus der Bourgeoisie feft sich des Trinkens zu enthalten. Bermuthungen angewiesen, besonders aber da, wo es sich um die halten, das Symbol der Erlösung ihrer Klasse aus der imoralischen Maß des Erregungsbedürfnisses hinaus, daß sie Eilert betrunken Selbstseelischen Beweggründe seiner Charaktere handelt. Hedda Versumpfung. Und festhalten muß man ferner, daß das sittliche sehen will, was soll man erst dazu sagen, daß sie ihn zum Gabler ist davon nicht frei und ebenso müssen wir manche Bewußtsein der Bourgeoisie sich dadurch vollkommen gerettet sieht mord treibt? Denn als 2öwberg nach jener häßlichen Nacht Wenn das zu ihr kommt, verschweigt sie ihm den Besitz des verloren Unwahrscheinlichkeit mit in den Rauf nehmen. Sie ist das und dieser Abfindung stürmisch Beifall klatscht. anatomische Präparat eines Charakters, wie solche die vor moralische Bewußtsein dieser neuen Menschen nur so start wäre, gegangenen Manuskripts. Sie lechzt in diefer feigen Zeit nehmen und müßigen Gesellschaftskreise züchten, gleichsam zum daß es sie selbst aus dem Sumpf rettete! Das ist aber auch bei nach einem Beweise echten Mannesmuthes Beweise dafür, daß sie zum Wohle der Gesammtheit ausgemerzt Eilert 25wberg nicht der Fall. Kaum tritt die Versuchung soll ihn durch seinen Selbstmord liefern. Und dergleichen auswerden müssen. Diese Ausmerzung vollzieht Hedda Gabler in Geitalt eines falten Bunsches an ihn heran, so unterliegt er getüftelte Motive bewundern die Verehrer Jbsens als höchste an sich selbst durch einen Pistolenschuß. Neu ist dieser Charakter ihr. Seine Bersucherin ist freilich seine ehemalige Liebe, die noch Lebenswahrheit! Eilert Löwberg stirbt wirklich, aber nicht durch in feinen Grundzügen nicht, seit den dreißiger Jahren spuken die immer schöne Hedda. Der Gatte derfelben muß ihn einladen, Weiber, die von dem Teufel des unerfättlichen Erregungsbedürf nachdem sie von ihrer Pensionsfreundin Elv sted, die ihrem feine eigene Hand, wie Hedda glaubt. Wenn es ein Hauptnisses besessen sind, durch die gesammte Literatur. Ibsen über- alten Ehemann durchgebrannt ist, deren Liebe zu Gilert er erforderniß des Dramas ist, daß in ihm für den Zuschauer alles bietet alle seine Vorgänger auf diesem Gebiete aber darin, daß fahren hat. Und jetzt beginnt edda mit diesem ein entsetz- klar und durchfichtig sein muß wie Glas, so stoßen wir auch hier er seine Hedda Gabler auch des leisesten sittlichen Gefühls liches Spiel. Sie nöthigt ihn, seiner Entjagung des Alkohols wieder auf eine jener Trübungen, die in den Werken Ibsens so Nach den Mittheilungen, die Gerichtsrath entkleidet, daß er den menschlichen Charakter zu einem Prinzip durch ein Paar Gläser Punsch untreu zu werden und überredet häufig vorkommen. verdampft und dadurch unwahr wird. Hedda ist die mittellos ihn, mit ihrem Gatten an einem Trinkgelage, das der Gerichts- Brack über das Ende des Unglücklichen macht, ist er nochmals zurückgebliebene Tochter des Generals Gabler, welche sich ent- rath Brad veranstaltet, Theil zu nehmen. Nun der Tiger zu der Sängerin gegangen, vielleicht um einen letzten Versuch zu fchließt, als ihre Jugendblüthe zu welken beginnt, unter ihren einmal Blut geleckt hat, betrinkt er sich, verliert unterwegs seine machen, sein Manuskript wieder zu erlangen. Darüber scheint es zahlreichen Verehrern den unbedeutenden, aber äußerst gutmüthigen Kulturgeschichte der Zukunft aus der Tasche und endet bei einer zwischen ihnen zum Streit gekommen zu sein, ob dabei die Jörgen Tesman zu heirathen, weil er der Einzige ist, der sogenannten Sängerin, mit der er früher ein Verhältniß gehabt Pistole von selbst losgegangen, oder die Dirne ihm die Wasse thr eine Aussicht wenigstens auf eine Versorgung bietet. Denn hat, und die er jetzt beschuldigt, das inzwischen von ihm ver- entrungen und ihn niedergeschossen habe, bleibt ungewiß. Auch noch ist er erſt Privatdozent, hat auf der Hochzeitsreise den mißte Manuskript gestohlen zu haben. Es entsteht ein furcht hat er die tödtliche Wunde nicht in der Schläfe oder in der Doktor gemacht, und die poffnung, daheim eine Professur barer Skandal, in den sich die Polizei einmischt. Löwberg Brust, sondern im Unterleibe. merlangen. Wir hegen indessen den Argwohn, daß auf ihre fühlt sich durch den Rückfall in ſein Laſter tief gedemüthigt und beraubt Hedda aller ihrer verrückten Einbildungen von MannesMichl ſeine grenzenloſe Gutmüthigkeit und Bücherwurm- Blindheit vollends vernichtet durch den Verlust seines Wianuskripts. Es muth und dergleichen schönen Dingen. Aber nicht genug. Die nicht ohne Einfluß war, wie in schon ihr Freund, der Gerichts- lohnt ihm nicht länger zu leben und Hedd a drückt ihm eine Polizei hat sich auch jest wieder hineingemischt und Brad rath Bradf, bereitwillig die Mittel zur Einrichtung des jungen Pistole ihres verstorbenen Vaters in die Hand, damit er sich selbst eröffnet Hedda, daß sie die Pistole als Eigenthum des Ein solch unschönes" Ende Abg. Stöcker dem Kommissar, daß sich thatsächlich nicht das Geringfte in den ärgerlichen Zuständen des west- und füdwest afrikanischen Distrikts geändert hat und bittet, seinen Antrag nicht durch Uebergang zur Tagesordnung zu beseitigen. Geh. Rath Kayser verweist darauf, daß eine erhebliche Befchränkung oder gar Aufhebung des Branntweinhandels eine plözliche Handelssperre hervorzurufen geeignet sei. Gemäß dem Antrage Windthorst geht das Haus über den Antrag Stöder zur motivirten Tagesordnung über. Gegen den Antrag Windthorst stimmen die beiden Parteien der Rechten und die Sozialdemokraten. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß 334 Uhr. Nachfie Sigung: Donnerstag 1 Uhr. nungsnovelle.) Abgeordnetenhaus. 30. Sigung vom 11. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Miquel und Kommissarien. des Entwurfs eines Einkommensteuer- Gesezes. T Inseln ist der Verkauf von Spirituosen an die Ein besteuern wollen. Bezüglich der Aktiengesellschaften würde es| Aktionäre find die Gläubiger der Aktiengesellschaften, welche von geborenen überhaupt untersagt. In Westafrita sind die Niemand verstehen, wenn sie steuerfrei bleiben sollten; es ist diesen die Dividenden zu fordern haben. Wenn man dieses Zustände noch nicht so wie wir sie wünschen, aber in Kamerun allerdings dabei eine gewisse Doppelbesteuerung nicht zu ver- Verhältniß zu Grunde legt, dann müßten die Aktiengesellübersteigt der Zoll doch den Normalfat, und dasselbe ist in Tongo meiden. schaften nur von den Nücklagen zum Reservefonds, von den der Fall. Wir fönnen feinen höheren Zoll auflegen, ohne be Abg. Simon Waldenburg( natl.) beantragt, die Vor- Schuldentilgungen und den Verbesserungen des Unternehmers besondere Fürsorge gegen den Schmuggel zu treffen. Was gegen schriften über die Besteuerung von Aktiengesellschaften u. f. w. steuert werden, aber nicht von den Dividenden. Daß der Besitzer Togo englischerfeits gefagt wird, können wir mit Bezug auf überhaupt zu streichen. Während sonst das Gesetz ganz gut ge eines großen Aktienkapitals nach dem Antrage des Herrn von Kamerun übrigens vollständig zurückgeben. In Kamerun sind wir arbeitet sei, sei diese Bestimmung durchaus undurchführbar, und Achenbach steuerfrei wird, ist nicht richtig; die Steuer für ihn auch deswegen nicht frei, weil wir mit der benachbarten fran- wenn dieselbe im Gesetze bleibe oder nicht durch Aenderungen wird ja bei der Aktiengesellschaft erhoben. Wenn Herr v. Huene zöfifchen Kolonie einen Zollvertrag abgeschlossen haben. In Süd- wesentlich abgeschwächt würde, würde er möglicherweise geneigt ausführte, daß die Doppelsteuer verschwinden würde, indem der westafrika find jetzt auch sehr beschränkende Bestimmungen durch sein, gegen das ganze Gesetz zu stimmen. Denn dadurch würde Kurs der Attien heruntergeht wegen der neuen Belastung der Geden Kommissar eingeführt worden. Hiernach wird der Reichstag eine Doppelbesteuerung eingeführt, die viel Unzufriedenheit hervor sellschaft, so zeigt dies die Ungerechtigkeit der Doppelbesteuerung, überzeugt sein, daß wir uns fortgesetzt bemühen, Alles zu thun, was rufen würde. In anderen Staaten, welche eine der neuen Ein- weil die jetzigen Besizer der Aktien dadurch einen Kapitalverlust den schädlichen Einflüssen vorbeugen kann, die aus dem Brannt- tommensteuer ähnliche Steuer haben, besteht keine Besteuerung erleiden. Redner empfiehlt dann seinen besonderen Antrag, bei weinimport entstehen. Es wird aber von beiden Seiten der Aktiengesellschaften, oder wo eine solche besteht, besteht keine Kommanditgesellschaften den Antheil der Einnahmen, welcher dem unendlich übertrieben. So ist nichts bewiesen worden von Gewerbesteuer oder es wird die Einnahme aus Dividenden bei persönlich haftenden Gesellschafter zufällt, von der Aktiensteuer der im„ Missionsfreund" im vorigen Sommer enthaltenen Be- dem Privateinkommen nicht besteuert. Besonders aber würde frei zu lassen; sonst würde eine große ungerechtigkeit entstehen. hauptung, daß Kinder fast leblos vom Schnapsgenuß in die unter der Besteuerung der Aktiengesellschaften die Gründung von Selbst wenn der Antrag Schmieding, oder Achenbach nicht an= Missionsanstalten getragen werden mußten. Die ernstlichen Be- Attiengesellschaften für Familiengründungen gehindert werden. genommen würde, könnte dieser Antrag angenommen werden, zumühungen der Regierung auf diesem Gebiete laffen natürlich Bei großen Aktiengesellschaften, namentlich bei Bergwerksgesell- mal er ohne jede Unerquicklichkeit durchgeführt werden kann. einen durchgreifenden Erfolg erst allmälich erhoffen. Eine Statistit schaften fann es dahin kommen, daß das Einkommen dreifach Finanzminister Miquel: Daß in der Besteuerung der über den Ursprung des nach Afrika eingeführten Branntweins und vierfach versteuert wird, ehe es an die eigentlichen Nutz- Aktiengesellschaften und der anderen juristischen Personen eine würde sehr mühevoll, aber auch sehr ungenau sein, sie würde gar nießer kommt. Die Zusammenfassung des Kapitals in der Form Doppelbesteuerung liege, fann ich nicht zugeben, wie ich dies schon feine ficheren Rückschlüsse erlauren. von Aktiengesellschaften ist nothwendig, wenn Deutschland fon- früher ausgeführt habe. Die Aktiengesellschaften, die KommanditAbg. Windthorst: Ich theile die Anschauung des Antrag- turrenzfähig bleiben soll auf dem Weltmarkte. Wirthschaftlich ist und Bergwerks- Gesellschaften und Genossenschaften sind juristische stellers auf diesem Gebiete vollständig, meine aber doch, wir haben es bedenklich, hier irgendwie hindernd in den Weg zu treten. Personen neben den physischen Personen. Man sagt, das Eigenfeinen Anlaß, nach den heutigen Mittheilungen des Bundes- Man sagt nun freilich, das ausländische Kapital, welches in un- thum der Aktiengesellschaften ist Eigenthum der Aktionäre. Herr tommiffars den Antrag so bald zu erneuern. Ich würde vor- seren Attiengesellschaften angelegt ist, könne nur durch Besteue- Simon hat ein für mich günstiges Beispiel gewählt: er wünscht schlagen, mit Rücksicht auf die heute abgegebenen Erklärungen des rung der Aktiengesellschaften selbst getroffen werden. Aber das ausländisches Kapital bei uns angelegt zu sehen. Der ausländische Rommi jars über den Antrag zur Tagesordnung überzugehen. ist nicht richtig. Das ausländische Kapital könnte sonst in Aktionär ist steuerfrei von seinem Einkommen aus der AktienEine weitere Diskussion findet nicht statt. Deutschland nur bei den Staatsanleihen Verwendung finden. gesellschaft und die Aktiengesellschaft ist jetzt auch steuerfrei. Im Schlußwort erwidert Viel besser ist es aber, daß es in den Aktiengesellschaften ver- Wenn ein großes Gut von einer Aktiengesellschaft übernominen wendet wird und dadurch unsere Erwerbsthätigkeit fördert. Die wird und die Aktionäre wohnen im Auslande, so verliert der Regierung hat andere Gesetzgebungen nachgeahmt, so zum Bei preußische Staat seine Steuereinnahme. Das ist die bespiel das fächsische Einkommensteuer- Gesey. Sie hat jede fista- dentliche Seite der jetzigen Steuerfreiheit der Aktiengesellschaften. lische Maßregel genau topirt; aber alle die Vorschriften, welche Kaum ein Gesetz wird so viel Milderungen aufweisen, wie für den Steuerzahler in den betreffenden auswärtigen unsere Vorlage. Die Befreiung der Einfonimen unter 900 M., Gefehen enthalten sind, hat sie übersehen. Wenu fremde die Degression der Steuersätze, die Berücksichtigung der indivi Muster nachgeahmt werden sollen, dann müßte dies auch in duellen Verhältnisse u. s. w. kennen die anderen Gesetze nicht; Bezug auf diesen Punkt geschehen. Mindestens sollte man die ebensowenig die Vermeidung der zwangsweisen Deklaration des Privatbahn- Gesellschaften von der Besteuerung freilaffen. Einkommens der Arbeiter seitens der Arbeitgeber. Wenn der Abg. v. Hammerstein( f.): Bei einem großen Gesetze kann Abzug von 3 v. H. des Aktienkapitals den Aktiengesellschaften man nicht alle Einzelheiten berücksichtigen, wenn man dabei nicht gestattet wird, so ist das kein Streben nach Fiskalität, sondern Die andern deutdie großen Gesichtspunkte aus den Augen verlieren soll. Der eine billige Berücksichtigung der Verhältnisse. Vergleich mit anderen Ländern treffe nicht zu; jedes Steuersystem schen Einzelstaaten sind schließlich zu der Besteuerung der Aftien( Gewerbeord- müsse ein historisch gewachsenes sein, es fönne nicht ein System gesellschaften gekommen, ohne daß Abzüge gestattet worden find. von einem Staate ohne weiteres auf einen anderen übertragen Wir leben mit den übrigen deutschen Staaten in einer wirthschaftwerden. Die Doppelbesteuerung des Grundbesizes fann man mit lichen Gemeinschaft und es hat ein gewisses Interesse, die Proder Doppelbesteuerung der Einnahmen aus Aktiengesellschaften duktionsbedingungen in Deutschland gleichartig zu gestalten. Die nicht vergleichen. Wenn Sie den Grundbesitzern die Abschreibung Anträge, welche eine Abrechnung der Steuer bei den Aftiender Schulden gestatten und 31/2 v. H. der Kapitalsteuer freilassen, Inhabern zulassen wollen, stehen auf dem Boden, daß eine dann wird kein Grundbesizer mehr über den Druck der Grund- Doppelbesteuerung vorliegt. Wer diese Doppelbesteuerung nicht Steuer flagen. Einziger Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Lesung 9,91 v.$. Dividenden ergeben nur dadurch, daß sie eben in der des steuerfreien Ertrages der Aktiengesellschaften von 3 auf 31/2 Die Aktiengesellschaften haben durchschnittlich annimmt, fann diesen Anträgen nicht zustimmen. Die Erhöhung Zur Debatte werden zunächst gestellt aus§ I die Num- Form der steuerfreien Aftiengesellschaften arbeiten können; ein v. H. halte ich nur für nothwendig, wenn das Haus die von der Wirth Kommission vorgeschlagene Erhöhung des Steuerfazes auf mern 1, 2, 3, welche angenommen werden; danach sind steuer- Einzelner hätte einen solchen Gewinn nicht erzielt. pflichtig 1. alle preußischen Staatsangehörigen, mit Ausschaftlich und sozial ist aber die Form der Aktiengesellschaft 4 v. H. für die Einkommen über 100 000 M. annimmt Die Genahme Derjenigen, welche, ohne in Preußen einen Wohnsitz zu nicht unbedenklich. Wo Streits ausbrechen, da sieht man überall, nossenschafter werden ebenso behandelt werden müssen, wie die haben, sich in einem anderen Bundesstaate oder in einem deutschen daß der einzelne Unternehmer leichter mit seinen Arbeitern fertig Aktiengesellschaften; es sind nur verschiedene Formen für die ZuWenn man durch die SteuerSchutzgebiete aushalten, oder welche neben einem Wohnfiß in wird, als die Aktiengesellschaft. Für große Unternehmer ist die ſammenfassung des Kapitals. Preußen in einem anderen Bundesstaate oder in einem Schutz- Form der Aktiengesellschaft nicht zu entbehren, aber die Tendenz verhältnisse nicht in die Produktion eingreifen soll, so darf man gebiete ihren dienstlichen Wohnsiz haben; 2. die Angehörigen geht dahin, auch für fleine Unternehmungen Aktiengesellschaften die Genossenschaft nicht anders behandeln als die Aktiengesellanderer Bundesstaaten, welche in Preußen wohnen und 3. Die au gründen, wie das stetige Herabgehen des durchschnittlichen schaften. Von der Steuer wird die Thätigkeit der Genossenjenigen Ausländer, welche in Preußen sich des Erwerbes wegen Grundkapitals ergiebt. Das ist bedenklich, weil dadurch die schaft nicht beeinflußt. Die Konsumvereine werden durch die werden; tleinen Leute verleitet werden, kleinen Aktiengesellschaften sich zu Steuer ebenfalls nicht bedrückt länger als ein Jahr aufhalten. jeder Konsums verein hat es ja in der Hand, jeden Verdienst durch Nr. 4 des§ 1 betrifft die Besteuerung der Aktiengesell- zuwenden, bei denen sie nachher ihr Kapital verlieren. schaften und der Konsumvereine; letztere werden besteuert, wenn Abg. Brömel( dfr.): Wenn eine Steuergesetzgebung historisch Herabsehung der Preise zu vermindern. Aber wir müssen großen der Geschäftsbetrieb über den Kreis seiner Mitglieder hinaus: wachsen soll, dann darf von einer Besteuerung der Aftiengesell Kreisen des Volkes das Gefühl nehmen, daß der Staat die geht; Ronsumvereine, welche einen offenen Laden haben, unter- schaften feine Rede sein, denn die preußische Gesetzgebung fennt Genossenschaften, ihre Konkurrenten, privilegirte. Konsumvereine, liegen jedenfalls der Einkommensteuer. diese Besteuerung gar nicht. Daß die Aktiengesellschaften irgend- die einen offenen Laden haben, werden jetzt schon zur GewerbeIn Verbindung hiermit wird berathen die Vorschrift über welche Vorrechte oder Vortheile haben, ist nicht richtig; neben den großen steuer herangezogen; es liegt darin ein gewisses Kriterium dafür, die Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens der Aktiengesell- Attienbanken bestehen große Kapitalisten, welche ebenso gute Ge- daß wirklich ein Gewerbebetrieb vorliegt. Es ist die Doppel Die schaften(§ 9 III der Regierungsvorlage bezw.§ 16 der Kom schäfte machen. Es ist ein Unsinn, dem Aftienfapital eine größere besteuerung des Grund und Bodens angeführt worden. iniffionsbeschlüsse), wonach als Einkommen gelten die Ueberschüsse, Kraft zuzuschreiben, als dem Einzelfapital. Auch in der Be- Grund- und Gebäudesteuer und die Gewerbesteuer werden be welche an die Mitglieder vertheilt werden unter Hinzurechnung gründung der Regierungsvorlage findet sich eine, ich will fagen, mängelt nicht wegen der Doppelbesteuerung, sondern wegen der der zur Tilgung von Schulden oder Kapital, zur Verbesserung theoretische Abneigung gegen die Aktiengesellschaften. Diese Form Bruttobesteuerung, welche die Reform beseitigen soll. Von einer oder Geschäftserweiterung, fowie zur Bildung des Reservefonds des Betriebes mag ja manche Fehler haben; aber wenn man wirklichen Analogie kann keine Rede sein. Daß die Kurse der Aktien verivendeten Beträge, jedoch nach Abzug von 3/2 v. H. des diese Fehler beseitigen will, so kann dies nicht durch die Steuer- heruntergehen wegen der Besteuerung der Aktiengesellschaften, weiß Attienkapitale. Gesetzgebung geschehen, sondern nur dadurch, daß man die For- ich nicht, aber ich glaube, nach einer kleinen Reihe von Jahren men der gesellschaftlichen Unternehmungen verbessert, wie dies der wird man das Gefühl der Ungerechtigkeit der Doppelbesteuerung, Abg. Hammacher mehrfach angeregt hat. Das Beste ist, die Divi- von dem jetzt so viel gesprochen ist, nicht mehr haben. Die Frei denden bei den Aktiengesellschaften steuerfrei zu lassen und sie bei laffung der Aktiengesellschaften wird große Kreise des Boltes in denjenigen zu besteuern, bei welchen sie überhaupt wirklich eine ihrem Gerechtigkeitsgefühl verlegen; die Besteuerung wird auch Einnahme bilden. Die eigentlichen Dividenden muß wan bei den gewisse Kreise verletzen; da entscheidet das Interesse des Staates. Aktionären treffen, höchstens könnte man die Rücklagen zum Re-( Buruf Richter's: Fiskalität im äußersten Maße!) Ja, Fiskalität! fervefonds bei den Aktiengesellschaften selbst besteuern. Redner Früher wollte man jedes Eindringen in die Verhältnisse des Einwendet sich dann gegen die Besteuerung der Konsumvereine; es zelnen vermeiden, jetzt will man im Interesse der Gerechtigkeit läßt sich gar nicht feststellen, ob Konsumvereine an Nichtmitglieder eindringen in die Verhältnisse, um das Mehreinkommen an Einverfaujen oder nicht. Die Mitglieder können für gute Freunde kommensteuer zur Erleichterung zu verwenden. Das Mehr von den und Bekannte Waaren beim Konsumverein kaufen. Auch Klubs Aktiengesellschaften fließt den Kommunen zur Erleichterung zu. und Kasinogesellschaften kaufen Surusartifel gemeinsam ein, zum Der Staat hat von dieser Mehreinnahme überhaupt keinen VorHerrn Richter's Unterbrechung, daß der Fiskus etwas Beispiel Wien, und geben ihn an ihre Mitglieder ab, ohne dabei theil. Der Vorschlag zu kontrolliren, ob nicht vielleicht auch Nichtmitglieder einen davon hätte, trifft also durchaus nicht zu. Vortheil davon haben. Die Gegner der Konsumvereine sind zum der Regierung ist ein vermittelnder bezüglich der Aktiengrößten Theil auch Gegner des Zwischenhandels, den die Konsum- gesellschaften; ich halte diesen immer noch für das Beste. vereine gerade verdrängen wollen. Die Gegner der Genoffen-( Beifall.) schaften wollen nur für sich einen Vortheil herausschlagen und Generals Gabler erkannt habe und Hedda vor Gericht es er- vergeffen dabei, daß diese Genossenschaften die beste Form der flären werde müssen, wie Löwberg zu der Waffe gekommen Vereinigung für die kleinen Handwerker u. s. w. sind, die man sei. Dieser Gedanke ist für Hedda fürchterlich und sie giebt am allerwenigsten durch Steuern behelligen follte. Brack zu verstehen, der die Sache vertuschen will, daß Eilert Abg. Plek( Zentr.) beantragt, alle Konsumvereine zu bedas Pistol nicht gestohlen habe. Damit giebt sie sich aber in die steuern. Gewalt Brad's, der längst auf ihren Besitz lüftern ist, und da Abg. v. Huene( Zentr.): Ich bin ein entschiedener Freund fie teine Befriedigung ihres Aufregungsbedürfnisses vom Leben mehr der Genossenschaften, aber wir haben die Verpflichtung gegenüber sich die Einnahmen an der Quelle besser besteuern, und zu erwarten hat, so erschießt sie sich selbst mit der zweiten Pistole den außerhalb der Genossenschaften stehenden selbständigen Hand- bei der Besteuerung der Aktiengesellschaften ihres Vaters. Es ist also wieder eine Krankheitsgeschichte, die werkern, den Genossenschaften feine Vorrechte zu geben. Sie die ausländischen Aktionäre getroffen; deshalb habe ich Jbsen in diesem Schauspiel erzählt, und wenn die Bourgeoisie Sollen ihre Einkommensteuer bezahlen wie jeder Handwerker und meinen Antrag gestellt, der fast wörtlich dem Weider moralischen Verkommenheit und Geisteskrankheit ihrer Gewerbetreibende. Für die Besteuerung der Aktiengesellschaften marischen und Hessischen Gesetz entnommen ist, und sich eigenen Klaffe Beifall klatscht, so können wir ja damit zufrieden bietet der Kommissionsbericht das hinreichende Material zur dort bereits bewährt hat. fein. Sie gräbt sich eben ihr eigenes Grab. Uebrigens war der Beurtheilung. Die Herren, welche die Steuerfreiheit der Aktien- Abg. Graf Limburg Stirum( f.): Ich stimme vollständig Beifall ein mehr oder weniger erzwungener. Der zu einer gesellschaften befürworten, würden, wenn man die Einnahmen mit dem Finanzminister überein, daß die Aktiengesellschaften Tendenz abgekühlte Charakter Heddas, so vorzüglich ihn Frau der großen Aktiengesellschaften vorführt, für ihre Anträge wenig nicht von der Steuer frei bleiben dürfen. Wir werden gegen alle Anna Haverland darstellte, wie auch die unbedeutende Entgegenkommen finden. Der Antrag Achenbach geht von einem Abänderungsanträge stimmen. Fran Elv sted, in deren Hülle Fräulein Lilli Betri sich ganz richtigen Grundsaße aus, aber er enthält doch noch eine Abg. Krause( natl.): Wem thut die Steuer weh, die der nicht recht behaglich zu fühlen schien, vermochten das Publikum Doppelbesteuerung; denn es sollen nur diejenigen von der Steuer Aftiengesellschaft auferlegt wird? Der Attiengesellschaft nicht, nicht sehr zu erwärmen, auch wirkt Ibsens französische Manier, befreit werden, bezw. dieselbe zurückerhalten, welche den Besitz sondern den Aktionären, denen ihre Dividende durch die Steuer austatt der Handlung nur deren Erzählung zu geben, recht der Aktien für die Dauer eines ganzen Jahres vor der Veran- gekürzt wird. Der einzige Grund, der durchschlagend ist, ist die ermüdend. Diese Ermüdung macht sich besonders in der Ein- lagung nachweisen. Und wie soll der Nachweis gebracht werden, Heranziehung der ausländischen Aktionäre. Aber einmal brauchen wir leitung und in der ersten Hälfte des vierten Attes geltend. Kann daß dem oder jenem Aktionär die Steuer zurückerstattet werden die ausländischen Kapitalisten und zweitens wird durch die Maßman die Charakterzeichnungen Ibsens aus den vornehmen kann. Eine Doppelbesteuerung wird auf die Dauer nicht bestehen regel das einheimische Kapital doppelt betroffen, um das ausGesellschaftstreifen nicht als gelungen bezeichnen, so verdienen die aus bleiben. Denn die Belanung der Aktiengesellschaft wird bald im ländische einmal zu treffen. Wenn bei der Deklaration das Einfleinbürgerlichen Kreisen, wie die des Privatdozenten Jörgen Kurs der Aktien hervortreten, und wer dann noch Attien tauft, fommen auch aus Dividenden von Aktiengesellschaften angegeben Tesman und dessen Tante, Fräulein Juliane Tesman, weiß, welche Lasten der betreffenden Gesellschaft obliegen.( Buruf werden soll, dann braucht man die Aktiengesellschaften selbst nicht die Hedda gegenüber die aufopferndste Menschenliebe vertritt, alles lints: Ganz wie bei der Grundsteuer!) Der Vergleich mit der heranzuziehen. Durch die Besteuerung verleitet man übrigens Lob und wurden auch von Herrn Gugen Stägemann und Grundsteuer ist nicht zutreffend. Die Grundsteuer ist eine dazu, das Grundkapital der Gesellschaft möglichst niedrig zu Frau Louise von Pöllnih zur vollen Befriedigung durch- Bruttostener, die Einkommensteuer ist eine Nettofteuer. Deswegen nehmen, und dafür Gelder durch Obligationen aufzubringen. gef hrt. Das verbummelte Genie Eilert Löwberg ist vor bitte ich, bei den Kommissionsbeschlüssen stehen zu bleiben. Eine solche unwirthschaftliche Entwickelung sollte man nicht bezüglich gezeichnet und war ein Meisterstück der Darstellung, von Abg. von Czarlinski( Pole) hat Bedenken gegen die Be- günſtigen. Herrn Adolf Klein. Wie alle heutigen Dichter der herrschen- steuerung der Genossenschaften. Darauf wird um 3½ Uhr die weitere Debatte auf den Klasse ist auch Ibsen nur negativ, nur zerfetzend und kann Donnerstag 11 Uhr vertagt. nicht anders sein; denn es fehlt der Welt, die der Spiegel seiner Dichtungen zurückwirft, die schöpferische, Neues erzeugende Idee. Der Quell derselben drängt eben in anderen Regionen zu Tage. Die Bourgeoisie kann höchstens von einer Kulturgeschichte der Zukunft träumen, welche der böse Zufall nicht einmal zum Druck gelangen läßt. Die Kulturgeschichte der Zukunft zu einer Wirt lichkeit zu machen, ist die Aufgabe der Sozialdemokratie. Der Abg. Brömel( dfr.) beantragt die Streichung von Nr. 4 bezw. die Vorschrift, wonach Konsumvereine mit einem offenen Laden der Bestimmung unterliegen sollen, zu streichen, während Abg. Menuer( 3.) beantragt, Konsumvereine, die einen offenen Laden, Magazin oder Lager haben, zu besteuern. Für diesen Antrag tritt Abg. Fuchs( 3.) ein, welcher ausführt, daß die Konsumvereine oft großen Geschäftsumfang haben und die Geschäftsleute erheblich schädigen durch ihre Konkurrenz. Abg. Schmieding( natl.) beantragt, von den Einnahmen der Aktiengesellschaften nicht 31/2 v. H. des Kapitals in Abzug zu bringen, sondern den Aktionären zu gestatten, bei Berechnung ihres persönlichen Einkommens den Betrag der Dividenden in Abrechnung zu bringen. Abg. v. Zedlitz( frt.): Er werde mit seinen Freunden gegen alle Anträge ftimunen, welche die Konsumvereine noch weiter R. Sch. Abg. Schmieding( natl.): Die Aktiengesellschaften haben fein eigenes Einkommen, sie sind durch Gesetz verpflichtet, ihren Attionären die Einnahmen zuzuführen. Wenn die Einnahme bei der Aktiengesellschaft und bei den Aktienbesitzern besteuert wird, so wird nicht nur die Einnahme aus Dividenden doppelt be steuert, sondern dazu tritt auch noch die Kommunalsteuer, für welche die Staatssteuer dee Grundlage bildet. Allerdings lassen = werden auch Abg. Ennecterns( natl.) erklärt sich für die Besteuerung der Konfumvereine mit offenem Laden, weil zwar nicht nothwendig sei, daß diese über den Kreis ihrer Mitglieder hinaus In der Wahlprüfungs- Kommission wurde gehen, weil aber bei ihnen die Gefahr am ersten nahe liegt, daß in der gestrigen Sigung die Wahl des Abgeordneten Stößel( Effen) sie teine genügende Kontrolle über den Verlauf ausüben tönnen. für giltig erklärt. Ueber die Wahl des Abgeordneten Günther, Die Aktiengesellschaft ist gebildet von einzelnen Personen, um zu( 8. Merseburg), gegen welche ein sehr umfänglicher Protest des erwerben, nicht für sich selbst, sondern für die Aktionäre. Des sozialdemokratischen Wahlfomitee's vorliegt, wurde die Ent halb ist es ungerecht, die Ginnahmen erst bei der Aktiengesell- fcheidung vorläufig vertagt, da eine Nachprüfung der für schaft und nachher bei den Aktionären zu versteuern. Die ngiltig erklärten Slimmzettel nöthig ist. Tokales. in der Dämmerstunde des Sonntags in der im Parterre J angebracht, um prattisch erprobt zu werden. Obwohl auch der des Hauses Nummer 129 belegenen Buchhandlung verübt. Trapp'sche Apparat bereits zur Patentirung angemeldet ist, verDie Einbrecher haben zuerst versucht, eine direkt in wendete Trapp doch jeden freien Moment, um seinen Apparat Zur Dütenkleberei. Unser neulicher Artikel hat mehrere das Komtoir führende Doppelthür zu öffnen, und sind in allen Funktionen zu beobachten. So auch am Montag, NachZuſchriften an uns veranlaßt, von denen wir den hauptsäch dann, als dieser Versuch mißlang, durch die mit Nachschlüsseln mittags zwischen 4 und 5 Uhr. Ganz vertieft in das Läuten lichsten Inhalt mittheilen wollen. 3/4 fämmtlicher Dütenkleber sind durch Mißgunst der Ver- geöffnete Korridorthür in die Buchhandlung eingedrungen und feines Apparates, vergaß er, die zahlreich angebrachten Warnunhältnisse stellungslos gewordene Kaufleute. A13 Kommis und von hier nach Deffnung einer zweiten Thür in das Komtoir gegen vor dem Fahrstuhl zu beobachten, Er beugte sich über die tommen, wo fie aus dem erbrochenen Schreibtisch ca. 400. in Gisenstange, welche den Eingang zum Fahrstuhlschachte absperrt Lehrling schon hinter dem Ladentisch mit Düten kleben beschäftigt, Geld und Briefmarken entwendet haben. Sie haben dann noch und bemerkte nicht, daß der Fahrstuhl herabgelassen wurde. Die betreiben diefelben aus Noth die Kleberei gefchäftsmäßig. Nach das nach dem Hose zu belegene Schlafzimmer des Besizers durch eine Kante des Fahrstuhls drückte ihm sofort den Halswirbel dem diese Leute durch Ausdauer und möglichste Einschränkung ihrer Bedürfnisse eine bescheidene Existenz gefunden zu haben sucht, von hier aber nichts mitgenommen. Wie frech die Diebe durch. Ein anderer Brauer kam zwar hinzu und ließ den Fahrglaubten, versuchten sie durch größten Fleiß es später zu einem auch hier vorgegangen sind, beweist der Umstand, daß sie bei stuhl wieder hoch gehen, Trapp war aber bereits eine Leiche. höheren Verdienst zu bringen. Wenn man bedenkt, daß es früher Licht gearbeitet haben, ohne die Jalousien herunter zu lassen. Ein Verschulden seitens der Betriebsleiter liegt absolut nicht vor; für einen Zentner( 4-5000 Stück) 5 M. Lohn gab und heute Nach Ansicht eines Schlossers sind die Einbrecher Fachleute ge- die besten Schutzvorrichtungen und alle nur denkbaren Warnungen pro Zentner( 8-9000 Stück) der Preis auf 2-2,50 m. wesen. Zurückgelassen haben sie eine Streichholzschachtel von sind angebracht; das Unglück ist lediglich auf den Eiser des reduzirt ist, jo läßt sich das Resultat furs zufammenfassen: einer sonst hier selten vertretenen Firma, die aber zufällig gerade jungen Mannes, seine Erfindung zu prüfen, zurückzuführen. so kurz für die gleiche Arbeitsleistung wird nur noch ein Viertel in der Gegend ein Depot besitzt. Dieser Umstand dürfte unter Hierdurch den Genossen von Friedrichshagen zur des früheren Lohnes bezahlt. Was das Papiergeschäft in der Anderem dafür sprechen, daß die Diebe nicht weit zu suchen sind. Straußbergerstraße betrifft, so ist dasselbe längst von den Arbeitern Der dritte Einbruch erfolgte am selben Nachmittag im Hause Kenntniß, daß die von dem Fußgendarmen Korn am 17. v. M. gemieden worden, da der betreffende Inhaber, ein gelernter Nr. 124. Geschädigt ist hier der Zivilingenieur H. Hambruch, in der Volksversammlung im Eisfeller beschlagnahmten Gelder Schloffer, stets die niedrigsten Preise gezahlt hat, und seine welcher im ersten Stock des Hauses ein technisches Bureau besitzt. in der Höhe von 21 M. 35 Pf. auf unsere Beschwerde hin von Frau jedem Arbeiter, und sei er noch so alt, Stets Auch hier sind die Spizbuben mit Nachschlüsseln eingedrungen, der Behörde zurückerstattet worden sind. mit Ihr und Euch titulirte. Vor gar nicht langer Zeit, als eine fie haben dann mehrere Pulte erbrochen, jedoch nur wenige Mart Polizeibericht. Am 10. d. Mts. Morgens wurde an der Arbeiterin über den geringen Preis redete, bemerkte die Dame: gefunden. Die beiden Geldschränke sind unberührt geblieben, Ede der Spandauer- und Kaiser- Wilhelmstraße ein Mann von " Nicht allein, daß man dem Arbeiter Arbeit giebt, wofür er einem wahrscheinlich sind die Diebe verscheucht worden. einem Postwagen überfahren und dabei so bedeutend verletzt, daß doch dankbar sein müßte, muß man auch noch für denselben etwas zur Krankenkaffe bezahlen". Nach hiesigen Blättern hat der wegen seiner„ Menschen- er nach dem St. Hedwigs- Krankenhause gebracht werden mußte. Vormittags versuchte ein Mann in seiner Wohnung, in der Zu verwundern bei der ganzen Sache ist nur das Eine, daß falle" berüchtigte Bobbe, welcher wegen mehrerer Verbrechen Falckensteinstraße, anscheinend in einem Anfalle von Säuferwahndie Strafanstalt Barnimstraße beinahe 200 pet. billiger arbeitet zu einer zehnjährigen Zuchthausstrafe verurtheilt ist und diese finn, sich mittelst eines Tischmessers die Pulsader an der linken als die Strafanstalt Perlebergerstraße. Daß die Preise in der zur Zeit in Sonnenburg verbüßt, dort in der Nacht zum Montag Hand zu öffnen, so daß seine Ueberführung nach dem KrankenDütenfabrikation so herunter sind, daß bei einer Arbeitszeit von wieder seine besondere Borliebe für unterirdische Gänge offen- fähriger Knabe vor dem Grundstück Bremerstr. 1-10 augenscheineinen Ausbruch versuch gemacht. Bei demselben hat derselbe hause am Urban erforderlich wurde. Mittags wurde ein elf13-14 Stunden der Arbeiter im Durchschnitt nur 10-12 M. pr. Woche 13-14 Stunden der Arbeiter im Durchschnitt nur 10-12 M. pr. Woche bart. Bobbe war in einer im Erdgeschoß gelegenen folirzelle fich schwer frank aufgefunden und nach dem Krankenhauſe in verdient, erklärt sich hauptsächlich dadurch, daß wir unter den Arbeitern noch sehr viele haben, die freifinnigen Arbeitervereinen untergebracht. In dieser Zelle war früher einmal die Diele aus: Moabit gebracht. Nachmittags gerieth vor dem Haufe Urbanangehören und für die gegenwärtige Arbeiterbewegung kein Ver- gebessert worden; das neu eingefegte Stück war aber wohl nur straße 176 ein vierjähriger Knabe unter einen Schlächterwagen lose angenagelt, so daß es mit geringer Mühe emporgehoben ständniß haben. der Koppenstraße befindliche Kleberei nur schulpflichtige Kinder Eine weitere Erklärung findet sich darin, daß z. B. eine in beschäftigt, die pro 1000 Stück 12-13 Pf. Lohn erhalten. Diese Rinder arbeiteten mitunter bis Abends spät, ja sogar in die Nacht hinein, wie die gerichtliche Verhandlung ergab, welche eine Verurtheilung des Arbeitgebers zur Folge hatte. werden konnte. Dies war dem Bobbe bald klar geworden. Er und wurde am Arm und Fuß bedeutend verletzt. Beit stürzte ein vierjähriger Knabe aus dem Fenster der im Gerichts- Beitung. Zu derselben nahm in der Nacht dieses Stück der Diele auf, arbeitete fich vierten Stock des Hauses Stromstr. 34 belegenen Wohnung feiner durch das darunter liegende Gewölbe, welches zu einem Lager- Mutter auf den Hof hinab und erlitt dabei außer einem Bruch feller führte, glücklich hindurch und befand sich nunmehr in einem des Oberarmes einen so schweren Schädelbruch, daß er auf dem Kellerraum, von wo aus er bei genügender Zeit vielleicht hätte Wege nach dem Krankenhause verstarb.- Abends fiel ein Mann entweichen können. Freilich galt es, noch verschiedene Hindernisse in der Schankwirthschaft Veteranensir. 28 durch eine nicht ordzu beseitigen. In erster Linie war ein leichteres Fundament nungsmäßig verwahrte Fallthür in den Keller hinab und brach Von Herrn Nichter's Verlegenheit wiederum eine Probe: burchzubrechen, sodann ein 4 Meter langer unterirdischer Gang den rechten Oberschenkel. Er wurde nach dem Lazarus- KrankenHerr Richter findet das Anerkenntniß, daß die Sozialdemokratie bis zur Ringmauer zu schaffen und zuletzt noch das Fundament hause gebracht. Im Laufe des Tages und in der darauf den Untergang des Kleinbetriebes beschleunigt wünscht, um so der Ringmauer zu durchbrechen. Bobbe hatte sich an diese Arbeit folgenden Nacht fanden fünf Brände statt. merkwürdiger, als die Sozialdemokratie ja nicht wisse und auch herangewagt. Aber er hatte wohl die Hindernisse unterschätzt absolut nicht wissen will, was im sozialen Zukunftsstaat an die und seine Kräfte überschäßt. 3war war es ihm gelungen, das Stelle des Kleinbetriebes gesezt wird". Der Mann muß seine erste Fundament zu zerstören und bereits einen Meter weit unter Leser für noch unwiffender halten, als er selbst ist; sonst tönnte der Erde vorzubringen. Aber da ist er wohl erschöpft zusammener nicht eine solche Behauptung aufstellen, von der ihm jeder gebrochen. Jedenfalls fand man den Ausreißer am Montag etwas Beleſene sagen kann, daß das Gegentheil davon wahr ist. Morgen in feine Schlafdecke gehüllt unten im Kellerraum zuFerner nennt Herr Richter die Vorstellung", daß eine Verkürzung fammengetauert in einer Ecke sitzen. ,, Was Rachsucht und Bosheit in Verbindung mit FeigDer Arbeitszeit eine Erhöhung der Löhne herbeiführen werde, naiv". Wir hatten ja vorausgesagt, daß er auch in diesem Vom Größenwahn befallen wurde plötzlich der in der heit zu leisten vermögen, das hat die Angeklagte bewiesen." Mit diesen Worten leitete der Vorsitzende des Schöffengerichts Bunkte widersprechen würde. Denn wir wußten, daß Herrn Melchiorfir. 18 wohnende Dr. Bölkel, approbirter Apotheker, Be-( 94. Abthlg.) gestern die Urtheilsverkündigung gegen die SteinsehRichter nicht blos die sozialökonomischen Theorien( Borstellungen" siger einer Mineralwasseranſtalt, stellvertretender Vorsteher des( 94. Abthlg.) gestern die Urtheilsverkündigung gegen die Steinsehnennt er fie), sondern auch die Thatsachen unbekannt sind. Diese städtischen Fleischbeschau- Amtes und Vorsitzender des Berliner meisters Ehefrau Wilhelmine Schulz ein, welche sich wegen wiederholter Beleidigung auf der Anklagebank befand. Durch zeigen, daß hohe Löhne und kurze Arbeitszeit, sowie niedrige Schiedsmannsvereins. Von einer Sigung des letzteren, die er stundenlange Beweisaufnahme war Folgendes festgestellt worden: zeigen, daß hohe Löhne und kurze Arbeitszeit, sowie niedrige mit gewohnter Umsicht geleitet hatte, heimgekehrt, fing der bis Im Jahre 1888 hatte der in der Badstraße wohnhafte SteinsetzLöhne und lange Arbeitszeit regelmäßig Hand in Hand gehen. dahin anscheinend kerngesunde, in der Blüthe der Jahre stehende meister Schneider den Ehemann der Angeklagten, der damals in Die Koch'sche Lymphe hat jetzt einen offiziellen Namen Mann auf einmal tonfuses Zeug zu reden an. erhalten. Die von Dr. Libbertz versandten Holzkästchen, welche nicht überleben, daß er nicht zum Nachfolger von Simson beim der Provinz beschäftigt war, als Werkmeister angenommen. Das Verhältniß währte nur drei Monate, die Parteien schieden in die Original- Lymphe enthalten, tragen nämlich alle seit Kurzem Reichsgericht ernannt worden sei; er sei mehr praktischer Jurist Verhältniß währte nur drei Monate, die Parteien schieden in die Inschrift: Tuberkulin". Die anderen Heilmitteln analoge und qualifizire fich eher für die Leitung des Reichsgerichts als ben Steinfegmeister Schneider in der unglaublichsten Weise unfrieden. Von diesem Zeitpunkte an hat die Angeklagte Unfrieden. Von diesem Zeitpunkte an hat die Angeklagte Wortbildung bedeutet also nach dem pharmazeutischen Sprach- Herr von Dehlschläger. Bald stellten sich Tobsuchtsanfälle ein, verfolgt. Sie richtete anonyme Briefe an Die Staatsgebrauch, daß wir es mit einer Substanz zu thun haben, die aus die nach und nach einem dumpfen Hinbrüten wichen. Durch und Ober- Staatsanwaltschaft, an das Polizeipräsidium und Tuberkein oder Tuberkelbazillen auf chemischem Wege hergestellt freiwillige Ueberbirdung mit Arbeiten der verschiedensten Art an den Justizminister. In In allen diesen, bisweilen sehr ift, was mit der von Koch jüngst erfolgten Veröffentlichung der scheint Herr Dr. Bölkel den Grund zu seiner geistigen Um langen Schriftstücken beschuldigte sie Schneider der schwersten Busammensetzung seiner Lymphe übereinstinunt. Eine frühere nachtung selbst gelegt zu haben. hatte auch Straftaten und verlangte seine sofortige Verhaftung. Derselbe Namensnennung des Mittels durch Koch würde demnach sofort den Ausschank von Mineralwassern in den Sommermonaten fei ein äußerst gemeingefährlicher Mensch und ein Gauner und auf der Charakter der Flüssigkeit ein Licht geworsen haben. im Belle- Alliancegarten. Die Kurgäste desselben wollen schon Hoffentlich verschwindet jegt die von Prof. Rosenthal in Breslau feit längerer Zeit in dem aufgeregten Wesen des Mannes Betrüger der schlimmsten Art. Als die Angeklagte feinen Erfolg von diesen Schriftstücken sah, versuchte fie, ihren Feind kreditlos gegebene unverständliche Bezeichnung Kochin, um dem wahrschein- Anzeichen einer herausziehenden Geistesstörung wahrgenommen zu machen. Sie richtete an alle Lieferanten Briefe ohne Unterlich von Roch selbst gebildeten Tuberkulin" Platz zu machen. haben. schrift, in denen sie Schneider als einen Mann hinstellte, der 11 Dr. Völkel Er könne das Die so sehnlichst gewünschte und höchst nothwendige Hinsichtlich der Verhaftung des Hoflieferanten Eduard demnächst Konkurs machen würde, der die ihm anvertraute RomVerbindung des Nordens mit dem Süden, des Weddings Thiele und seines Genossen„ Dr." Moriz Reiter sind Gerüchte missionswaare verschleudere und mit betrügerischen Absichten ummit dem Kreuzberge, durch eine Pierdebahn ist, äußerem Ver- ausgestreut, die mit den Thatsachen in Widerspruch stehen. So gehe. Die Gläubiger Schneiders nahmen Veranlassung, auf diese nehmen nach, in eine erfreuliche Nähe gerückt. Augenblicklich ist verbreitet, daß in derselben Angelegenheit noch andere Ver- Verdächtigungen hin Ermittelungen anzustellen. Bereitwilligst gesollen Verhandlungen zwischen den betr. Hauseigenthümern und haftungen erfolgt seien, darunter vier von Beamten, welche bei stattete Schneider ihnen Einblicke in seine Geschäftsbücher und der Großen Berliner Perdebahn- Gesellschaft schweben behufs den Schiebungen" ihre Hand im Spiel gehabt hätten. Davon seinen Lagerraum, die Lieferanten fanden alles in Ordnung und Verlängerung der Kanonierstraße von der Behrenstraße bis ist jedoch keine Silbe wahr. Außer Thiele und Reiter sind es stellte sich das völlig Haltlose der Verdächtigungen heraus. zur Straße Unter den Linden. Die neue Linie würde weitere Personen nicht festgenommen. Morig Reiter, früher in Dies Treiben der Angeklagten hat fast 2 Jahre gedauert, bis es " in an die Geleise in der Friedrichstraße oberhalb der Friedenau, zuletzt in Friedrichsberg wohnhaft, ist am schwersten dem so hinterrücks Angegriffenen gelang, seiner verborgenen Feindin Beidendammer Brücke anschließen, diese überschreiten, das Reichs- belastet. Es giebt in Berlin wohl faum ein größeres Geschäft, auf die Spur zu kommen. Die Angeklagte, die sich mit großer taga fer und die Neustädtische Kirchstraße durchlaufen, die dem er nicht seine vielversprechenden" Prospette" zugesandt hätte. Gewandtheit vertheidigte und augenscheinlich eine gute Erziehung Straße Unter den Linden überschreiten die senaste er Drucjachen und" Rellamen anfertigen and genoſſen hatte, behauptete noch im Zermine, daß alle ing Kanonier- und Mauerstraße bei der Zimmerstraße wieder in die verbreiten, Schriftstücken aufgestellten Behauptungen auf Wahrheit beruhten. und um sich besser einzuführen, bediente er besonderer Listen, denen er alle in Berlin Die Beweisaufnahme ließ fie in fast allen Puntten im Stiche. sollen, soweit sie nicht bis zu dem alten Haltepunkte in der wohnenden Doctores phil adelphiae namhaft machte. Der Staatsanwalt schilderte das Treiben der Angeklagten als Behrenstraße geführt werden, von der Charlottenstraße aus die Mit Vorliebe berief er sich auf hohe Verbindungen und ein gemeingefährliches, welches eine besonders strenge Strafe verFranzösischestraße bis zur Kanonierstraße durchlaufen. Welche Beziehungen zu prinzlichen Hofhaltungen, zu Hofmarschällen diene, der von ihrer Rachsucht Verfolgte hätte sehr leicht ruinirt Seinen Klienten lockte er, ab- werden können. Er beantragte eine Gefängnißstrafe von andertaußerordentliche Wichtigkeit eine Verbindung des Nordens mit und ähnlichen Beamten. dem Süden durch eine Pferdebahn hat, ist oft genug betont gesehen von den Vorschüssen, die er sich zahlen ließ, dadurch halb Jahren. Die Angeklagte erklärte, daß eine Gefängnißstrafe worden; ihre Bedeutung würde aber durch die bezeichnete Linie Geld ab, daß er erklärte, er müsse noch verschiedene Personen einem Todesurtheile gleichkomme, sie bat um eine geringe Geldnoch wachsen, da dieselbe den Bahnhof Friedrichstraße unmittelbar kaufen", bevor er zum Ziele komme, und um Indiskretionen zu strafe. Der Gerichtshof erkannte auf neun Monate Ge= berühren und an einer großen Anzahl Hotels und öffentlicher vermeiden, ließ er sich allerhand Verpflichtungen unterschreiben, fängniß und sprach auch dem Beleidigten die Befugniß zu, und privater Institute mehr oder minder uahe vorüberfahren deren Wortlaut Jedem die Zunge band. Der Gesuche um" Prä- das Urtheil auf Kosten der Angeklagten im„ Lotal- Anzeiger" zu ditatifirung", die er stellte, waren Legion. Ob und wieweit veröffentlichen. Reiter mit den Hofhaltungen wirklich verkehrt hat, wird die Die Geschäftspraktiken des Schriftstellers und Buchwürde. " in " wenn man Ein Brand Ruppinerstr. 38, zu welchem die Feuerwehr umfangreiche Untersuchung Klarstellen. Uns wird versichert, daß händlers v. Schlieben( Julius Weinberg's Verlag), welche zur am Montag Abend furz nach 6 Uhr alarmirt wurde, vernichtete er von gewiffen fleinen Höfen nachweislich Hoflieferanten einen geringen Borrath Stroh, welches in einem Wirthschafts- präditate verschafft hat und daß thatsächlich Personen in Berlin Beit die Grundlage zahlreicher Zivilprozesse bilden, gelangten feller lagerte. Hierauf folgte furz vor 8 Uhr eine Alarmirung ihm ihre Titel verdanken! Nach gewissen Miniaturhauptstädten gestern vor der Straffammer Vla wieder einmal zur gerichtlichen nach Kottbuserstr. 8, woselbst in einer Küche der hölzerne Rauch im Reich unternahm er oftmals Reisen. Dabei lag er mit Erörterung. Es handelte sich um eine Privattlage des Herrn fang von einer unvorsichtig plazirten brennenden Lampe zur Ent- anderen„ Agenten", welche ihm Konkurrenz machten, in dauernder. Schlieben gegen den Kaufmann Julius Strube in Braunzündung gebracht war. Am Dienstag Nachmittag tam gleich nach Fehde." Dem Amtgericht I. und II. war er als gewohnheits- schweig. Zur Weihnachtszeit wurden die Geschäftsinhaber aller Branchen durch Zirkulare des Julius Weinberg'schen Verlages 1 Uhr in einem Keller des Hauses Barnimstraße 12 Feuer aus, mäßiger Klagegast bekannt, überschwemmt, in welchen unter dem Lockruf Großes Weihnachtsdurch welches etwas Brennholz vorzeitig seine Bestimmung erfüllte. Gin um 3 Uhr Nachmittags gemeldetes Feuer Durch fahrlässige Behandlung einer geringfügigen Hand- geschäft" sehr marktschreierischer Weise klar gelegt Spittelmarkt 3 unmittelbar neben der dortigen Feuerwache verlegung hat sich ein junger fräftiger Mann, ein Tapezierer wurde, welche toloffalen Vortheile erwüchsen, ein Inserat für die von Julius Weinberg's Verlag hatte seine Stätte auf dem Dachboden des kleinen einer schon Namens Georg K. aus der Badstraße, für Zeitlebens zum bestellen weit zurück liegenden Bauperiode angehörenden Hauses, über Krüppel gemacht. R. brachte sich vor einigen Tagen bei Aus- herausgegebene Beitungsbeilage Weihnachtsmarkt" welchen es auch nicht hinaus gelangte. Zwei Schlauchleitungen, übung seines Metiers eine unerhebliche Rißwunde am Daumen würde. Es wurde ausgeführt, daß diese Beilage mehr als 200 von denen die eine über die Treppe, die andere von dem höheren der rechten Hand bei, arbeitete aber, ohne die Wunde zu reinigen Beitungen beigelegt würde, in mehr als 1100 Lefezirkeln, in 400 Dache der Feuerwache vorgenommen wurden, brachten die und zu verbinden, ruhig weiter. Am nächsten Tage stellten sich Hotels, 300 Bahnhofs- Restaurationen ausliege 2c. 2c. Dem gegenFlammen so schnell zur Niederlage, daß dieselben nicht einmal in Hand und Arm bis zur Schulter hinauf heftige Schmerzen, über war für etwaige Inserate in geschidt verklausulirter Weise Beit fanden, das Dach zu durchbrechen. Nach 11/ 2- stündigem verbunden mit starken Anschwellungen, ein, und S. sah sich ein Preis angegeben, welcher auf den ersten Blick äußerst gering Aufenthalt konnten die letzten Löschzüge schon wieder in die Wachschließlich genöthigt, den Rath eines Arztes einzuholen. Dieser erschien, in Wahrheit aber sehr theuer war, denn wenn man mit bereitschaft zurückkehren. fonstatirte Blutvergiftung und rieth schleunige Ueberführung nach gründlicher Aufmerksamkeit las, so ergab sich aus den Verklausueinem Krankenhause an. Dort wurde ihm der Arm am gestrigen lirungen, daß der berechnete Preis in der Anzahl der Eine Einbrecherbande hat sich in den letzten Tagen den Nachmittage abgenommen. St. befindet sich noch immer in Beitungen einen unbequemen Multiplikator erhielt. Zahlsüdlichen Theil der Wilhelmstraße zu ihren Thaten ausersehen. Lebensgefahr. reiche Geschäftsleute sind durch den Wortlaut dieses ProDie Einbrüche verrathen eine unglaubliche Frechheit. Ihr erstes fpeftes bereits irre geführt worden und es schweben Debut gab die Bande in dem belebten Haufe der Brüdergemeinde In der Malzfabrik der Schultheiß'schen Brauerei hat zahlreiche Zivilprozesse deswegen. Zu den Irregeleiteten gehört Nr. 136 am vorigen Sonnabend am hellen lichten Tage. In der schon wieder ein hoffnungsvolles Menschenleben ein graufiges auch der Kaufmann Julius Strube in Braunschweig, welcher 5. Nachmittagsstunde war eine Frau im Hausflur mit Fegen be- Ende gefunden. Am Montag Nachmittag verunglückte der ein fleines Inserat aufgegeben hatte und höchlichst erstaunt war, schäftigt, als aus dem Keller ein junger Mann mit einem Korb 30jährige Brauer Johann Trapp dergestalt am Fahrstuhl, daß daß er statt der ungefähr von ihm berechneten Kostensumme von voll Wein heraustrat und mit dem Gruß„ Gefegnete Mahlzeit" der Tod auf der Stelle eintrat. Merkwürdigerweise überraschte 30 m. einen Betrag von 2000 M. zahlen sollte. Er hielt es desunbehelligt das Haus verließ. Erst später stellte es sich heraus, der Tod den Mann inmitten seiner Bemühungen, neue Schuh- halb für geboten, die Geschäftswelt vor der Geschäftspraxis des daß im Weinkeller des Predigers E. ein Einbruch verübt war. vorrichtungen zum Besten seiner Berufsgenossen zu schaffen. Der Herrn v. Schlieben zu warnen und er that dies in Form eines Die Einbrecher in welcher er die Geschäftsleute in derselben Brauerei beschäftigte Mälzer Wagner hatte vor gedruckten Formulars, man nimmt an, daß es deren mehrere sind haben mehrere Schlösser sprengen müssen. Das dabei entstandene einiger Zeit einen neuen Glockenapparat erfunden, welcher jede aufforderte, sich die Prospekte von Weinberg's Verlag genau Geräusch war auch gehört, aber nicht weiter beachtet worden. Bewegung des Fahrstuhles anzeigen und begleiten sollte. An anzusehen, wenn sie sich vor Schaden bewahren wollten. Im Weinkeller hatten die Spizbuben sich an den Vorräthen geregt durch diesen Vorgang, war auch Trapp der Sache näher In dem Prospekte, welcher u. A. auch die Worte tüchtig gestärkt. Den Ausgang haben fie gewaltsam gewinnen getreten und hatte einen ähnlichen Apparat fonstruirt, der die Kniffe"," sauberer Verlag" u. dergl. anwandte, waren auch müssen, da während ihrer Thätigkeit durch Zufall die offen ge- Wagner'sche Erfindung in Bezug auf Brauchbarkeit und Zuver- 37 Firmen aufgeführt, welche die Opfer jenes Prospektes, Lassene Kellerthür zugeschlagen war. Der zweite Einbruch wurde lässigkeit noch überbieten sollte. Beide Apparate sind in der Fabri theilweise mit Summen von 1000 m. und darüber, geworden • " Die Freie Vereinigung der aufleute veranstaltet am Freitag, ben 20. Februar, eine große Feier in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75, zur Erinnerung an den Wahlfieg der deutschen Sozialdemokratie. Die Feier besteht aus einem Konzert unter Mitwirkung des Kaiser'schen Männerchors mit nachfolgendem Tanz. Prolog Zum 20. Februar", verfaßt von Manfred Wittig. Festrede, Ansprachen, Borträge 2c. Billets a 50 Pf. sind zu haben bei den Herren Wilhelm Günzel, Mariannenstra. 30, Emil Ambach, Adalbertstraße 78, sowie jeden Montag Abend bei Preußer, Seydelstr. 30 im Bereinssimmer. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufsklassen, Verwaltungsstelle Berlin 1. Versammlung am Sonnabend, den 14. Februar, Abends 8 Uhr, Blumenstraße 78 bei Wollschläger. Tagesordnung: Anträge. Mittheilungen. Geschäftliches. Achtung, Vergolder! Große öffentliche Versammlung der Vergolder, Bergolderinnen und Berufsgenossen am Donnerstag, den 12. Februar, Abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. General- Versammlung der Puber Berlins und Umgegend am Freitag, den 13. Febritar, Abends 7½ Uhr, Inselstr. 10 bei Scheffer. Fachverein der Metallarbeiter in Gas-, Waffer- und Dampfarmaturen am Sonnabend, den 14. Februar, Abends 8½ Uhr, MitgliederBersammlung bei Zemter, Münzstr. 11. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Beus über Nordau's tonventionelle Lügen der Kulturmenschheit. Verein Berliner Gastwirthsgehilfen. Freitag, den 13. Februar, Nachmittags 4 Uhr, Vereins- Versammlung im Verkehrslotal, Annenstr. 14. Gäste willkommen. Um zahlreiches Grscheinen wird ersucht. Vergnügungsverein Vulkania". Am Sonnabend, den 14. Februar, findet in Meißner's Salon, Gartenstraße Nr. 162, ein Wiener Maskenball des Theater- und Vergnügungsvereins„ Vulfania" statt. Alle Freunde und Gönner sind eingeladen. 15. Februar, Vormittags Punkt 11 Uhr, Mitglieder- Versammlung in Scheffer's Freie Vereinigung der Bau- Arbeiter Berlins. Am Sonntag, den Salon, Inselstraße 10. Tagesordnung: Abrechnung vom 4. Quartal 1890. Mitglieder. Gäste, die durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt. 3. Belleallianceplay 6 bei Silscher, 4. Zionstirchplatz 11 bei Hohn, Lese- und Distutirklub Wach Auf" Wahrheit, Marfusstr. 31. Natur" Abends 8% Uhr, " feien. Auf die von Herrn v. Schlieben darauf hin angestrengte| Frau Behrendt aber ließ sich nicht mehr einschüchtern, sondern Beleidigungsklage erkannte das Schöffengericht auf Freisprechung. verlangte gerichtliche Klage. Die vier Helden begaben sich nach In dem Urtheil wurde, unter scharfer Verurtheilung der qu. Ge- dieser Amtshandlung" nach dem Kruge zurück. Hier schrieb schäftspraxis, gesagt, daß in dem Prospekt offenbar mit voller Reißberg an Frau Behrendt einen„ Strafbefehl über sechs Mart, Absicht die Worte so gewählt worden seien, daß eine Täuschung zahlbar innerhalb vierundzwanzig Stunden, dann werde er die des Publikums leicht möglich war. Thatsächlich sei für das Sache als abgethan betrachten, anderenfalls gerichtliche Anzeige Bublifum die angebotene Art des Inserirens die denkbar über Widerseßlichkeit erfolgen würde". Krebs und Kannengießer theuerste und wenig Erfolg versprechende und der Angeklagte feßten neben derjenigen des Reißberg ihre Unterschrift unter habe deshalb in seinem warnenden Zirkular nicht zu viel gefagt. das Schriftstück. Frau Behrendt brachte den Zettel Auch das Berufungsgericht hatte keinen Augenblick einen Zweifel einfach zum Amtsvorsteher, welcher die Sache der Staatsanwalt darüber, daß die verklausulirte Art des Prospektes dem Irrthum schaft übergab. Der Dorfdiener Reißberg will" durch das aufThür und Thor öffnete. Da aber ein ganz aufmerksamer Leser geregte Wesen des p. Schröder ganz berauscht worden sein"; der den wirklichen Sachverhalt herausfinden konnte, so hielt der Schöffe Krebs( Krebs und Kannengießer wurden als Zeugen ver Gerichtshof den Angeklagten nicht für berechtigt, direkt von Benommen) entschuldigt sich mit Gesetzesunkenntniß: er habe sich trug, Kniffen und dergl. zu reden und erkannte deshalb auf ganz auf den Gemeindediener Reißberg verlassen, welcher be 30 Mart Geidbuße. hauptet hätte, er sei der Mann, welcher ohne weiteres Haus suchungen vornehmen tönne. Für seinen amtlichen Beistand habe Die Abrechnungen aus dem großen Zimmererstreike des ihm Reißberg 3 M. Amtsunkosten" in Aussicht gestellt. KannenJahres 1889 haben eine Privatflage gezeitigt, welche vor dem gießer will start betrunken gewesen sein und habe geglaubt, den Schöffengericht des hiesigen Amtsgerichts I verhandelt wurde. Anordnungen der Behörde" Folge leisten zu müssen. Schließ Die finanziellen Angelegenheiten des Streikes lagen in der Hand lich stellte sich noch heraus, daß Schröder, nachdem er sich mit des Zimmermanns Jäkel, dessen Geschäftsführung bei einem feiner Frau wieder vertragen, ihr gestanden, er habe von dem Theile auf einen gewissen Widerstand stieß. Derselbe spitzte sich Gelde, welches er für das verkaufte Schwein erhalten, dem Reißzu, als es zur General- Abrechnung vor der Deffentlichkeit kam. berg zwanzig Mark in Verwahrung gegeben. Als Frau Einer der Widersacher des Kaffenführers, der Zimmerer Leh- Schröder das Geld zurückforderte, gab ihr R. nur siebzehn 2. Bereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes u. Fragefkasten. Aufnahme neuer mann häufte in öffentlicher Versammlung verschiedene An- Mark; drei Mark behielt er als" Diäten" für die Haus- um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird ersucht. schuldigungen zu einem energischen Angriff gegen Jätel und fuchung. Der Staatsanwalt beleuchtete in voller Schärfe diesen Fachverein der Tischler. Die Zahlstellen befinden sich in den folgenden wurde deshalb zum Superrevisor der Kaſſe beſtellt. In dieser Eigen- unerhörten Fall ländlicher Polizeiverwaltung", deren Organe 2otalen: 1. Friedrichsbergerſtr. 25 bet Schmidt, 2. Staltgerstr. 107 bet kunst, schaft glaubte er bei genauer Durchficht der Abrechnungen über dem sich nicht gescheut hätten, als kumpane eines Trunkenbolds, der b. Schleiermacher- und Gneisenaustraßen- Ede bet Scheuer, 6. Steinmetzfir. 57 Streit Wahrnehmungen zu machen, welche den Verdacht, daß es schließlich, als bereits alles für Schnaps verkauft war, noch die bei Zindow, 7. Dresdenerstraße 116, 8. Lübecker- und Thurmstraßen- Ede bet bei der Kaffenführung nicht ganz reinlich und zweifellos zuge- Kleider seines bejammernswerthen Weibes veräußern wollte, um Jahnte, 9. Langestraße 70 bei Heindorf, 10. Rigdorf, Bergstr. 7, bet Duschet, gangen war, vollauf bestätigten. Speziell glaubte der Super- feiner Leidenschaft fröhnen zu können, diesem in solcher Weise see: Bölter- und Charlottenstraßen- Ede bei klebs, 14 Belforterstraße und Ede 11. Fennstr. 4a bei Krüger, 12. Görliger- und Sorauerstraßen- Ecke, 13. Weißenrevisor feststellen zu können, daß in einem ganz bestimmten Falle Vorschub zu leisten und, statt die bedrängte Frau zu schüßen, zu Brenzlauer Allee, 15. Gesundbrunnen, Grünthalerstraße 66 bet Breuß. Der eine Abrechnung dierekt gefälscht und diese Fälschung dadurch einem schweren Hausfriedensbruch und versuchter grober Er- Arbeitsnachweis befindet sich Wallstraße 7-8 und ist von 7 Uhr Morgens bis verschleiert worden war, daß diese Abrechnung an eine ganz pressung die Hand zu bieten. Reißberg wurde zu 6 Monaten Die Arbeitsvermittlung geschieht unentgeltlich. 7 Uhr Abends, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12-3 Uhr, geöffnet. falsche Stelle unter den Belegen gerückt worden war. In öffent Gefängniß verurtheilt; wegen der einbehaltenen drei Mark wird licher Zimmererversammlung beschuldigte er deshalb den Jätel ein neuer Strafantrag gestellt und gegen Krebs und Kannengießer s uhr, Naunynstr. 86 bet Bubeil. Gäste haben Zutritt. Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends Verein Volts des Betruges und der Fälschung und beantragte, denselben aller die Untersuchung wegen Hausfriedensbruch und Erpressung ein- bildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, im Reſtaurant Nürn feiner Aemter für verlustig zu erklären. Jätel antwortete geleitet werden. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Wogan ver- berg, Schönhauser Allee Nr. 28. hierauf mit der Anstrengung der Privatklage. In der Zwischenzeit zichtete nach den geschilderten Enthüllungen auf eine Bertheidi- hallen 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterstr. 99, Frankfurter Bier beschäftigte sich auch die Staatsanwaltschaft mit der ganzen An- gung des Angeklagten, welchen er außerdem aufforderte, weil er Kaiserfir. 4, bei Hoffmann.„ Auftlärung", Abends 8½ühr, in Heindorfs gelegenheit: dieselbe gelangte aber nach sorgfältiger Prüfung der ihm als Anwalt die Wahrheit vorenthalten, ihn in Zukunft mit Restaurant, angestr. 70. Gäste willkommen." Heine" in Rigdorf, Ecke Verhältnisse und der zahlreichen Abrechnungen zu einer Einstellung Bertheidigungsanträgen zu verschonen. des Verfahrens gegen Jätel, da es nicht erwiesen werden konnte, daß Jäkel aus den zweifellos nachweisbaren Unrichtigkeiten in der Buchführung irgend welchen persönlichen Vortheil erzielt hat. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder." Seeger'scher Es blieb die Möglichkeit offen, daß dieselben nur die Folge Gesangverein", Blumenstraße 46 bei Wendt. Uebungsstunde von 9 bis früherer nachlässiger Buchführung waren. Zu diesem Ergebniß Linien11 Uhr. Gesangverein Ginigtett"( Hutmacher), straße 73 bei Roth. Gesangverein Edelweiß" fam auch das Schöffengericht nach nochmaliger äußerst umfangreicher Melchiorstraße 15 bet Stehmann. Gefangverein Echo 2", Alte Schönhauserstraße Prüfung der Buchführung und aller Rechnungsbeläge, wobei die beiden Der sozialdemokratische Wahlverein des 6. Berliner Nr. 42 bei Reimann. Gefangverein Frühlingsluft", FlottwellVertreter der Parteien, R.-A. Wreschner und Heine thatkräftigst Reichstags- Wahlkreises hielt am Dienstag, den 10. Februar, straße 5 bet Bartels. Männerchor ,, St. Urban", Annenstraße 9 bei mitwirkten. Trotz der nicht wegzuleugnenden Unregelmäßigkeiten eine öffentliche Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stand Bro Männergesangverein Bora r", Admiralstr. 38 bet Bülow. Gefangverein, Kornblum e", Blumenstr. 54 bei Wuttte. Gesangverein in der Abrechnung und trotz des Schutzes des§ 193 St.-G.-B. zuerst der Vortrag des Genossen Baginski: Rußland und die and in hand", Staligerfir. 142 bet Greifer. Gesangverein ,, Dorf= verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten Lehmann zu Nihilisten. Der Referent schilderte die verkommenen Verhältnisse glöcklein" Deutsch- Willmersdorf, Berlinerstr. 40 bet Pietsch. Gefang 20 Mark Geldbuße, weil es denselben nicht für berechtigt des ungeheuren Zarenreichs, welches in seiner wirthschaftlichen verein des„ Tischlerverbandes" in Stegliz, Restaurant Hildebrand. Gesangvereinbarmonie", Tempelhof, Restaurant Wesenberg. Gesang hielt, den Kläger einen Betrüger und Fälscher zu nennen. Entwickelung weit hinter den übrigen Staaten Europas zurück verein Weiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und Holländerſtraßengeblieben ist. Das Haupthinderniß für eine bessere Entwickelung Gate bei Garo. Arbeiter- Gesangverein ,, Morgenroth", Rummelsburg, Freundschaft" Abends Gesangverein Eine dreiste Unschicklichkeit gegen eine Dame hat sich der bestand und besteht auch heute noch in dem Absolutismus der Göthestraße a bei sonrath. 9 Uhr, bei Oswald Berliner, Brunnenjir. 114. Gesangverein Bregel Kaufmann Gustav Lobsenzer zu Schulden kommen lassen, russischen Herrscher, die alles nach ihrem, von den Großen des schluß" in Sahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. Mufit und welcher deshalb gestern unter der Anklage der thätlichen Landes freilich beeinflußten Willen leiten, deren Wille Gesetz ist. Gefangverein irmitas", Adalbertstr. 8 bet Schneider. Gesangverein Gefangverein Beleidigung vor der vierten Straſkammer hiesigen Land- zur Durchführung ihres Willens greifen die russischen Herrscher Kreuzberger arm onsterfrage bei Albrecht, oppe. Adlershof Bismarckstraße gerichts 1 stand. Der Angeklagte ist in einem Waarengeschäft in sehr häufig zu Mitteln, die selten sittlich, am wenigsten human Donnerstag. Stat= Der Reichenbergerstraße angestellt und hatte eines Tages eine find. Diese Thatsache hat den Nihilismus- die Nihilisten selbst Dame zu bedienen, welche unter den Schäßen des Waarenlagers nennen sich Radikale hervorgerufen, und der Nihilismus erMusterung hielt, um ihrer Kauflust eine bestimmte Richtung zu strebt die Bildung des Volkes und die Gleichberechtigung Aller. geben. Der Angeklagte pries der Käuferin nun Waaren an, die Der Nihilismus ist besser als sein Ruf, das geht aus zahlreichen Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, Abends 8 Uhr, in in einem hinteren Raum des Ladens lagerten, und als er dort Broklamationen hervor, in welchen der Bar aufgefordert wird, ben zuisenstadtbe the bet förtja, aufd Geselliger Club Blauvetlchen", 9 Uhr Förtsch, Stallschreiberstr. 60- Pfropfenverein mit der Dame allein war, umarmte er sie plötzlich und betaftete von seinem gefehlosen Vorgehen Abstand zu nehmen, Recht und" webbing", Abends 8 Uhr bet A. Engel, Müller- und Antonftraßen- Gac. sie in so frecher Weise, daß die Dame nur durch laute Hilferufe Gesetz einzuführen, dann werde auch das Erekutivkomitee der Nihilisten Vergnügungsverein Caprice", Abends 9 Uhr, Sigung mit Damen im Bergnügungsverein eit sich aus den Armen des Angeklagten befreien konnte. Der Ge- auseinander gehen. Im großen Ganzen deutet nun die Entwicke- Marienbabait. 35-36, Caalit Sti richtshof verurtheilte den letzteren zu drei Monaten Gefängniß. lung des Nihilismus darauf hin, daß er sich allmälig zu einem en", ½ Uhr, Sigung mit Damen bet Bülow, Admiralftraße 38. Gäfte vidHumoristischer Klub Adonis", bet Heid, koppenBerein Wenn der Straße Nr. 75. Nach der Sigung Zanz. Gaste willfommen. ausgesprochenen Sozialismus herausbilden wird. Schüler der Abends Die Vergnügungsvereine, die in Berlin in so unendlich 98. Gemeindeschule, 9 Uhr, russische Kapitalismus, der zur Zeit noch im Werden begriffen ehemaliger im Gesellschaftshause„ Ostend", Rüdersdorferstr. 45. Privattheater großer Zahl ihr Wesen treiben, haben schon manchen jungen ist, einmal jene ungeheuren Dimensionen angenommen hat, Gesellschaft offnung", Abends 8% Uhr, im Klubhaus, Ohmgaffe 2: Menschen zu unerlaubten Handlungen verleitet, schon so manches die er der Wahrscheinlichkeit zufolge annehmen wird und muß, Gäste willkommen, Verein ehemaliger Schüler der 23. GemeindeOpfer gefordert. Die Mitgliedschaft resp. die Vergnügen eines dann wird sich auch der Nihilismus mit der schon bestehenden schule. Sigung, abends on her fer per 22. Geme Verein ehemaliger Schüler Gemeindeschule bei Rudervereins erfordern Ausgaben, die ein Handlungslehrling Sozialdemokratie verschmelzen und mit derselben vereint eine Schröder, Stegligerstr. 18, Gäste wiltommen.- Tambourverein, Jungferntrans", nicht leisten kann; sie fördern aber auch durch ihre sogenannte gründliche Umgestaltung des heutigen Gesellschaftswesens erstreben. Weidenweg 12. „ Geselligkeit" den Leichtsinn bis zu einem Grade, wo derselbe Stach diesem mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag trat Rauchklub„ Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Krautsfür den jungen Menschen gefährlich wird. Das mußte der Hand- eine Pause von 15 Minuten ein, damit den Genossen Gelegenheit Dorferfir. 8. firaße 48. Rauchflub ernspige", Abends 8% ühr bei A. Böhl, RüdersRauchtlub Collegia", bends 9 Uhr, bet Lehmann, geboten wurde, sich im Wahlverein aufnehmen zu lassen. Im Eisenbahnstr. 7. Sumoristische Pfeifenbrüder", Abends 9 Uhr, Rauchflub„ Vorwärts", den gebotenen Vergnügungen der bezeichneten weiteren Verlauf der Verhandlung wurde eine Resolution an- in ölig's Salon, eu, Greslauerstr. 27. Art wurde größer als feine Ausgaben gestatteten und so griff er zunächst die fleine Kaffe seines Prinzipals genommen, durch welche sich die Genossen verpflichten, für den Abends 9 Uhr, bei Tempel, Breslauerstr. 27. Kaffe feines Prinzipals Vorwärts", die„ Berliner Volts- Tribune" und die Arbeiter lungslehrling Otto Klöpte auch an sich erfahren. Die Luft an Versammlungen. " 1 die ihm dieser zur Besireitung der Porto- Auslagen anvertraut Bibliothek" zu agitiren. Sodann schloß der Vorsitzende die hatte, an, in der Hoffnung, das Geld ehe der Verlust entdeckt Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale wurde, wieder hineinlegen zu föunen. Dies gelang ihm nicht; statt aber seinen Prinzipal offen den Fehltritt zu gestehen, greift Sozialdemokratie. Knesebeck und Hermannstraße, Restaurant Beyler. Gäste willkommen. " Neue Zeit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bei Toltsdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. " " Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. ttub üd wärts", Abends 8½ 1hr, im Restaurant Boderke, Ballisadentraße 47. Glifabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnaftum. Lübeck'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, tommen. Depeschen. Gäste willer eine größere Summe an, um den ersten Schaden gut zu Graveure. Am 2. Februar fand eine öffentliche Versamm machen. Als auch hier Gefahr der Entdeckung droht, erbricht er lung der Graveure, Biseleure und Berufsgenossen unter dem New- York, 11. Febr.( Telegr. des" Herold".) Im ganzen Abends, als das ganze Personal das Geschäft verlassen hat, ein Vorsitz des Kollegen Uhrbach statt. Es sprach daselbst vor sehr südwestlichen Kohlengebiet Bennsylvaniens ist ein Streit ausPult und deckt mit den Raub das Defizit, welche durch die Unter- zahlreich erschienenen Damen und Herren Kollege Guttmann über gebrochen. 15 000 Arbeiter feiern. Die Kohlenöfen mußten inschlagung entstanden ist. Als auch hier sich der Verdacht auf ihn Bellamy's Rückblick aus dem Jahre 2000". Der Referent befolge deffen ausgeblasen werden. Die Grubenbefizer erklärten lentt, flieht er nach Desterreich, kommt jedoch bald, prach in seinem vortrefflich durchdachten Vortrage die inter- Die geforderte Lohnerhöhung für unmöglich; im Gegentheil er von Gewissensbissen getrieben zurück, stellt sich den Behörden und effantesten Punkte des Buches unter dem lebhaftesten Beifall der fordere der schlechte Geschäftsgang eine Zohnherabsetzung um 10 pet. legt im gestrigen Termin ein reuiges Geständniß ab. Der Ge- Kollegen. Unter„ Verschiedenem" wünscht Kollege Blümecke, daß man befürchtet großes Elend in der Bevölkerung. richtshof der zweiten Straftammer des Landgerichts 1 verurtheilt derartige Versammlungen im Interesse der Damen in Zwischenihn wegen einfachen Diebstahls, Unterschlagung und schweren räumen öfters des Sonntags Nachmittag stattfinden mögen, was Diebstahls zu einer Gesammtstrafe von 3 Monaten Gefängniß. auch in nächster Zeit ausgeführt wird. Alsdann schloß der VorSeine bisherige Unbescholtenheit, seine Jugend und sein reuiges figende die Versammlung mit dem Wunsche, daß bei nächster Geständniß werden als Milderungsgründe angesehen. Gelegenheit die Damen wieder so zahlreich erscheinen mögen. Briefkaffen der Redaktion. ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) Hamburg, 11. Febr. In einer Versammlung der Bigarren arbeiter wurde nach längerer Debatte über die Frage der Fortführung des Ausstandes beschlossen, es solle einem Jeden anheimgestellt bleiben, den Revers des Vereins der Zigarrenfabrikanten Graf Kleist vom Lok, welcher in Plößensee die ihm zu- Hohen Schönhansen. Am 7. d. M. fand im Restaurant vom Jahre 1890 zu unterschreiben. Gleichzeitig wurde bediktirte Gefängnißstrafe verbüßt, ist gestern vorläufig aus der Schloß Hohen Schönhausen eine außerordentliche Mitglieder schloffen, die seit längerem geplante Produktiv- Genossenschaft Haft entlassen worden und zwar auf Grund eines nochmaligen versammlung statt. Herr Kreutz hielt einen Vortrag über das der Bigarrenarbeiter und Sortirer sofort ins Leben treten zu Gutachtens des Gerichts Physitus Medizinalraths Dr. Long, Vereinsgesetz. Die Versammlung beschloß, die Wahl der Revi- laffen. welcher mit Rücksicht auf den Gesundheitszustand des Gefangenen foren vorzunehmen, und als gewählt gingen die Genossen Paris, 11. Februar. Der Oberste Rath der Arbeiterpartei eine Entlassung aus der Haft für dringend geboten erachtete. C. Wengler, Höpfner und A. Kanniga hervor. Hierauf ersuchte hat einen Aufruf an alle Arbeiter Frankreichs erlassen, wodurch Letztere hat nur den Charakter einer einstweiligen Beurlaubung bis September. Eine Raution brauchte nicht gestellt zu werden. Genoffe Lange, Mitglied der Niederbarnimer Lokalkommission, den dieselben zu einer öffentlichen Rundgebung am 1. Mai aufgefordert Vorsitzenden, die über die Lokalkommission gethanen Aeußerungen werden. In dem Aufruf heißt es, der gesetzliche Arbeitstag von Nicht in Rußland, sondern in Westpreußen, dessen Land- zurückzunehmen. Infolge der sich hieraus entspinnenden Dis- 8 Stunden, um welchen es sich zunächst bei der Kundgebung bevölkerung fürzlich bereits von dem Lobe der Kreuz- Zeitung" fussion legte Kreutz den Vorsitz nieder. Folgende Resolution wurde handele, sei nur der erste Schritt zur gänzlichen Befreiung der betroffen wurde, hat sich der nachstehende, von der„ Danziger angenommen: Die Mitgliederversammlung des Arbeiter- Bildungs- Arbeit und der Arbeiter. Beitung" berichtete Fall unerhörter rustikaler Polizeiwillkür zuge- vereins für Hohen- Schönhausen, Wilhelmsberg und Umgegend ist tragen: In dem Bauerndorfe Peterfau, Kreis Rosenberg, hatte sich bewußt, daß die Lokalkommission, um nicht parteiisch zu er sich der Arbeiter Schröder so dem Trunke ergeben, daß er, um scheinen, die Notiz, daß der Gastwirth Jänicke( Paradies) seinen fich den Genuß des Branntweins verschaffen zu können, sogar Saal zu Versammlungen hergiebt, im Vorwärts" bringen mußte. seinen Pelz, die Ziege und ein Schwein verkaufte. Seine Ehe- Da derselbe aber nicht bewiesen, daß sich seine Gesinnung geändert, frau brachte ihre Kleider zu einer Nachbarin, der Frau Behrendt, so werden die Genossen von Hohen- Schönhausen, Wilhelmsberg weil sie befürchtete, ihr Mann könnte dieselben ebenfalls ver- und Umgegend nach wie vor auf seinen Saal verzichten und nur taufen. Diese Furcht war nur zu begründet, denn eines Tages bei arbeiterfreundlichen Wirthen verkehren. erschien Schröder mit dem Dorfdiener Reißberg, welcher sein Brustschild angelegt hatte, bei der Frau Behrendt, um eine Haussuchung nach den angeblich gestohlenen Kleidern abzuhalten. Frau Behrendt war resolut genug, die Vorzeigung eines schriftlichen Auftrages zu fordern. Reißberg aber holte den Dorfgeschworenen, Besizer Krebs, sowie den Tischler Kannengießer herbei, und nun wurde die Wohnung der Frau Behrendt über eine Stunde lang von unten bis oben durch fucht; doch weigerte sich die Frau entschieden, das Kleiderspind zu öffnen, bis ihr gedroht wurde, dann würde man dasselbe mit der Art öffnen. Die geängstigte Frau suchte einen anderen Schlüssel hervor, aber selbst diese Weiberlist war vergeblich. Der Zechbruder des Schröder, Tischler Kannengießer, öffnete das Spind mit einem Dietrich und die Kleider waren gefunden. Jetzt zeigte Reißberg seine volle Autorität, indem er der Frau Behrendt, welche gesagt hatte, sie habe die Kleider nicht, zurief:" Für die Lüge nehme ich Ihnen sofort in sechs Mart Ordnungsstrafe!" s uhr. Zentralkranken- und Sterbekasse der Tischler n. t. w., Dertliche Verwaltungsstelle Berlin B. Am Donnerstag, den 12. Februar, Abends uhr, witglieder- Bersammlung im Saale„ Dresdener Garten", Dresdener ftraße 46. Große öffentl. Bersammlung am Freitag, den 18. Februar, Abends& Uhr, Maler und verwandter Berufsgenossen Berlins und Umgegend. in Deschel's Salon, Sebastianstr. 39. Buchdrucker. Donnerstag, den 12. Februar, Abends 8 1hr, allgemeine Buchdrucker- Bersammlung im großen Saale der Brauerei Friedrichshain am Königsthor. Achtung. Berliner Streik- Kontrollkommission. Freitag, den 13. Februar, bends 8% Uhr, Deffentliche Versammlung der Delegirten zur Berliner Streit- Kontrolltommission bei Deigmüller, Alte Jakobftr. 48a. Serliner Naturheilverein 2. Donnerstag, den 12. Februar, Abends Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefich Antwort wird nicht ertheilt. F. K. Genosse Liebknecht war, nebst anderen Mitgliedern seiner Familie in den Räumen der Philharmonie; und gedenkt, dieselben in privater Eigenschaft noch öfters zu besuchen. Ginen öffentlichen Vortrag wird er aber in der Philharmonie nicht halten, so lange die Lokalsperre besteht, obgleich sie seiner privates Handeln läßt er sich von Niemandem vorschreiben- in Ansicht nach in diesem Fall durchaus ungerechtfertigt ist. Sein feinem öffentlichen Handeln untersteht er der Parteidisziplin und fügt sich der Majorität, auch wenn er deren Gründe mißbilligen mag. F. K. Es handelt sich hier nicht um eine Absicht der Redaktion. Aus rein technischen Gründen muß ein Bericht zuweilen 8 Uhr, Bersammlung in den Königstädtischen Vierhallen, Große Frankfurter um einige Tage zurückgestellt werden. Zu näherer mündlicher mpftrantheitenordnung: Vortrag des Herrn Dr. Stahn über Impfen und Auskunft sind wir in unserer Abend- Sprechstunde bereit. Gäste stets willkommen. Sozialdemokratischer gese- und Diskutirklub Aufklärung". ordentliche General Bersammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljahresbericht: Berichterstattung des Genossen M. Pauels. 2. Vorlesung. 3. Berſchiedenes. Gäste willkommen. Im Klublokal von Otto Heindorf, Langestr. 70. Abends Verantwortlicher Redakteur: Curt Vaake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 36. Arbeiterbewegung. Donnerstag, den 12. Februar 1891. ledigt werden sollten, über weitere Versammlungen der Delegirten Beschluß fassen. feit unter uns herzustellen! Auf, Bauhandwerker Berlins, zum Delegirtentage, um Ginig Mit solidarischem Gruß und Handschlag Garl Thieme, Vertrauensmann der Töpfer Berlins, Berlin N., Ruppinerstr. 3. 8. Jahrg. in den vierziger Jahren Weitling, der nach Art der großen fran zösischen Utopisten sich ein System schuf, von dem er glaubte, daß Aus Silschede schreibt man unter dem 7. d. M.: Die soeben sich danach die Gesellschaft einrichten werden lasse. Damals bestanden in Deutschland verschiedene Setten, welche sich mit derhierorts abgehaltene, sehr zahlreich besuchte Bergarbeiter- Bersamm lung beschloß: Es wird acht Tage weiter gefeiert. Von Interesse artigen Projekten, welche nicht zu verwirklichen waren, abgaben. waren die Forderungen, welche zur Abstimmung gebracht wurden Da erschien im Jahre 1848 das kommunistische Maniund einstimmige Annahme fanden. Die Forderungen lauten: fest, verfaßt von Mary und Engels. Hierdurch war eine Schrift Minimallohn für Hauer 4 M., Reparaturhauer 3,50 M., für entstanden, in welcher die ganzen Grundlagen des wissenschaftSuittung über eingegangene Gelder bei der Generalfommission lichen Sozialismus niedergelegt waren. Dieses Programm stand Bremser, Schlepper und Pferdetreiber 2,50 M. und für Tag der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 28. Januar bis vollständig auf der Höhe der Zeit; es fanden sich auch bald in arbeiter 2,70 m., außerdem achtstündige Schichtdauer ein- 4. Februar. 3. Harms, Düsseldorf Mart 9,80. Dr. F., Dresden verschiedenen Provinzen Anhänger desselben, hauptsächlich in schließlich Ein- und Ausfahrt. Diese Beschlüsse follen 10,- 2. Ellerich, B.- Baden 1,40.... e, Altona 2,50. Ber: Rheinland. Hier hat ja auch Mary persönlich gewirkt, er gab in dem Grubenvorstande unterbreitet werden. Man gab sich einigung der Maurerarbeitsleute, Altona 50,-. Allgemeiner Köln eine zeillang mit mehreren Freunden aufammen die Neue der Hoffnung hin, daß dieselben Annahme finden würden. deutscher Sattlerverein, Filiale Hamburg 31,80. K. Sch., durch Rheinische Zeitung" heraus. Durch den Kommunisten- Prozeß Nachdem man noch gegen die Unterstellung in der Presse, Bandau, Hamburg 3- Schneider und Schneiderinnen wurden die Männer, welche sich um Mary geschaart hatten, ausder Streit fei von außen hereingetragen worden," protestirt Berband, Filiale Hamburg 200,-. C. S. Strehlen einandergesprengt; einige wurden ins Ausland getrieben, andere hatte, wurde die Versammlung geschlossen. Ueber die Ursachen M. N., Uetersen 2, Gesammelt von Arbeitern, Wien 11,46. fielen ab, von denen einige dann zu hohen Stellungen dieses Ausstandes berichtet man: Die Gährung unter den Von Hutmachern, Altona 20,-. M. Segis, Fürth, Vertrauenstament. Ju den fünfziger und sechziger Jahren Arbeitern ist nicht ganz neu und hervorgerufen durch Lohn- mann der Metallarbeiter 100,-. Ertrag d. Achtstunden- Kringels, nahm hier in Deutschland die Fortschrittspartei einen differenzen und das Verhalten einiger Zechenbeamten. Die Tischl.- Kongreß, Hannover 26,-. Fachverein d. Färber, Ofter großen Aufschwung; unter ihren Anhängern befand sich ein Unzufriedenheit verdichtete sich schließlich in einem um die Mitte wiec 20,- Arbeiterverein in Delmenhorst 8,35. Bigarrenarb. großer Theil Arbeiter. Die Partei versuchte, sich mit der Arbeiterdes Monats Januar abgefaßten Schriftstück der Belegschaft an Bahnsen, Nyborg 5,88. Verein d. Modelleure u. Gips- Bildhauer, frage zu beschäftigen. Es waren die Schulze- Deliz'schen Vorden Grubenvorstand, in welchem die bekannten Forderungen Bremen 22,15. Nichels Eandsteinbrucharb., Welschufe- Dresden 6,50. fchläge, welche sie in den Kreis ihrer Betrachtungen zog und für durch drei Delegirte der Belegschaft, unverheirathete Leute, der M. Dasbach, Hanau 5,10. Schreiner Offenbachs 80,-. Jan?, die Arbeiter empfahl. Aber es gab damals schon Arbeiter, welche Zechenverwaltung unterbreitet wurden und zwar mit dem Prinzenstr. 94, Berlin 2,-. Expedition d.„ Volksst.", Franki. einsahen, daß ihnen hiermit nicht geholfen werden könne, Ersuchen, bis zum 31. Januar fundzugeben, ob die Forde a. M. 100,-. Gerber, Wandsbeck 50,-. Buchdr. u. Schrift sie gar nicht die Mittel befäßen, um diese Vorschläge praktisch rungen gewährt würden oder nicht. Der Grubenvorstand trat darauf am 21. Januar zur Sigung zusammen und gießer, Offenbach 10,-. Ueberschuß vom Stiftungsfest der durchführen zu können. Es fanden dann auch Anfangs trat darauf am 21. Januar zur Sigung zusammen und Bentral-.-. der Sattler, Dresden 58,40. Vom Wahlkreis der sechziger Jahre verschiedene Kongreſſe ſtatt, welche zeigte fich geneigt, billigen Wünschen( nicht Forderungen) Sachfen- Altenburg 50,- Solidarität", Uslar 5,45. Glafer: bezweckten, andere Mittel zur Lösung der Arbeiterfrage zu der Bergleute Rechnung zu tragen und nach Möglichkeit entgesellenschaf, Gera Reus 10,-. Tischlerverband, Filiale suchen. Auf einem in Leipzig stattgefundenen Kongres wurde gegenzukommen, fab fich aber nicht veranlaßt, den Bergleuten Delmenho 4,-. Kontrolitommission, Bremen 150,- ein Ausschuß gebildet, um nach derartigen Mitteln zu forschen. in formeller Weise( schriftlich) zu antworten. Zu den ersten Metallarb., Bornheim- Frankfurt a. M. 10,-. Bruchsägern Unter anderem wandte sich dieser Ausschuß auch an Lassalle, um Forderungen traten dann später noch andere, darunter beispiele: 2,50, Tapezierer 6,60, Drechsler 10,-, Klempner 1,50, Werft feine Meinung zu hören. Er gehörte der radikalen Partei an weise auch die Entfernung des zeitigen Betriebsführers. Um arbeiter 10,05: ab Porto durch Reusch, Riel 30,45. Verein nicht und war als ein Mann mit großem Wissen und mit großen 1. Februar fand darauf eine Bergarbeiter Versammlung stait, an gewerbl. Arbeiter, Höchst a. M. 20,-. Ueberschuß v. Vergnügen Freiheitsdrang bekannt geworden. Wenige Wochen nach der welcher der Verbandsagent Güninghaus Theil nahm. Montag 5. Wahlv. Merseburg 5,-. Leseklub Karl Mary", Berlin 30,05. Anfrage der Leipziger Delegirten trat Saffalle mit ſeinem Morgen 2. Februar trat die Belegschaft zur Schicht auf der Zeche Tischler, Charlottenburg 68,-. Werkstelle Müller u. Koch 4,40, Arb. Antwortschreiben aus Licht. Lassalle wies nach, daß die an, verließ aber, als eine zusagende Antwort auf die gestellten wagner und Dümbeil 1,10, Amerik. Auktion 0,65, ein Nord- freisinnigen Vorschläge dem Arbeiter nichts nügten, und Forderungen nicht erfolgte, größtentheils den Zechenplay, über häufer 10,-; Ruffow 7,- von einem verst. Esel 2,- ab Porto ligte sich sich hierbei hauptsächlich auf das fogenannte 200 Mann. Nur einige wenige fuhren an, über Tage blieben etwa 70 durch Wilschte, Berlin, 24,95. Kfm. durch Bérard 10, Bereherne Lohngefey, welches er von den Vertretern der bürgerlichen in Arbeit. Diefelben Vorgänge wiederholten sich bei der Mittags- einigung der Drechsler, Fil. Barmbed 50,-. Verb. deutscher Dekonomie übernommen. Hier war angenommen worden, daß, fchicht, wodurch die Zahl der Streifenden auf 400 wuchs.( Die Müllergesellen, Fil. Lübec, 5,-. Gesammelt in der öffentl. Verwenn der Lohn steigt, eine Vermehrung des Volkes auf Grund ganze Belegschaft zählt 450 Mann.) Es wurden nun Ausgleichs- fammlung am 28. Januar, Bremerhaven, 15,50. Unterft.- Verein der befferen Lebensweise eintrete, welche Bermehrung von Arbeitsverfuche angestellt und das Resultat derselben in der am 6. Fe- der Kupferschmiede, Fil. Bamburg, 50,- Fachverein d. Textil- fräften den Lohn wieder herunterdrücke, was wieder schlechte Grbruar stattgefundenen Sigung des Grubenvorstandes in Berathung arbeiter, Großenhain, 5, Sterblichkeit, Verminderung der John gezogen. Ein Einverständniß wurde aber hier, namentlich mit 100,-. Von neun Lumpen aus Gimsbüttel 10. Spar- drückenden Konkurrenten mit sich bringe. Man fann Rücksicht auf die inzwischen erweiterten Ansprüche, nicht erzielt. ffub goldu. Bienenforb", Cimsbüttel 23,27. Verband der nachweisen, daß die bürgerlichen Dekonomen, was diese Es stehen nunmehr beide Parteien, die Arbeiter wie die Bechen- Gold and Silberarbeiter 50,-. Fachverein der Former, Har Folgerung betrifft, im Irrthum waren. Sonst hatte verwaltung, auf dem Standpunkt des Abwartens. Die Forde burg 25,--. Von der Börse zur Uebermittelung an die Zabal aber Lassalle bie damaligen Verhältnisse richtig be rungen der Arbeiter wurden in der legten Versammlung auf den arbeiter 5000,-. M. Segiz, Fürth, Vertrauensmanu der Metall- griffen; die Bewegung trat jest aus ihrem bisherigen engen Minimaliohn und die achtstündige Schichtdauer( einschließlich Einarbeiter 40,-. Bremer Bürgerzeitung 390, Generalfommission, tahmen heraus. Wenn auch jene Schrift, mit kritischer Lupe und Ausfahrt) beschränkt. Braunschweig 200,-. Aufgem. Arbeit f. Th. Lange, Hutmacher, betrachtet, hier und da Mängel aufweist, so hatte sie doch vor And Barmen theilt man über die Ursache der Arbeits- Offenburg 8. Gehilfen von Hermann's Buchdr., Berlin 50,- allem prattischen Werth, fouit hätte sie nicht diese Bewegung einstellung der Bandwirker in den Gummiband- Fabriken von Thoren, Amerit. Sutversteigerung, Neuland, d. Härtel, Harburg 5,50. wo durch die neue Bewegung dem aufstrebenden, durch die freis einstellung der Bandwirker in den Gummiband- Fabriken von Thoren, Senfelder Sängerfahrt" holde Frühlingszeit", Berlin 12, hervorrufen fönnen. Nichts ist nun erklärlicher, als wie, daß jest, Reichert it. Co. mit, daß die genannte Firma einen neuen Modus in Bezug auf die Ausmessung der von der Arbeitern fertig- Sentral- Verein der Hand- und Fabritarbeiterinnen, Filiale Har finnige Partei vertretenem Bürgerthum ein großer Theil der energestellten Waaren einzuführen beabsichtige. burg 18,85. Generalkommission der Gewerkschaften, Halle 30,- gischsten Mitkämpfer entzogen wurde, eben von dieser Partei allen Gummiband- Wirtereien Gebrauch, das fertiggestellte Band G. Boitman, Gelsenkirchen 10,- Gesangverein Sage", Hamassalle vorgeworfen wurde, er fei von den Reaktionären, mit aleich nach Verlassen des Webstuhles zu vermessen; die Firma burg 3,50. D. G., Hamburg 10, D. Boll, Gerber, Often a. d. welchen sie sich im Rampfe befanden, bestochen worden. Mis die Die 3,- Gr. Borsteler Peberfabrik 22,50. Drechsler Hamburg 28, Thoren, Reichert u. Co. aber beabsichtigt, das Band erst nach Ueberschuß der Herbergaeinweihung der Gerber, Altona 12,85. großen Aufschwung nahm, wurde in London die Internationale" nene Bewegung im Jahre 1864 im deutschen Arbeiterverein einen mehrtägiger Lagerung in einem trodenen Raum auszumessen. Diefe Renderung würde einer Einbuße von 8-4 m. an Lohn Verband der Vergolder, Filiale Altona 18,- Job. Petealies, gegründet. Sie machte die torrekten Grundsähe des Manifeftes zu für die Arbeiter gleichbedeutend sein, da das Gummiband durch Schuhmacher, Hamb. 2, A. M. Hamburg 7,- W. Müller, ihrem Programm und suchte überall Anhänger auf Grund dieses Prodas Trockenen mehrere Meter, 20-24 pet, susammenschrumpfen Heinrichswalde 70. Bigarren und Tabalarbeiter Verband, gramms an sich zu ziehen, was ihr auch in Deutschland gelang. Unter foll. Die Arbeiter fräuben sich erklärlicherweise gegen diese Schweiz 18,40. S. Ohlerich, Eckernförde 20,- Fachverein der den Lassalleanern waren damals vielerlei Streitigkeiten ausTertilarbeiter, Lambrecht Pfal; 40,-. Ueberschuß Menderung und haben, da cine Eingabe an die Firma, es bei von gebrochen, so im Arbeiterverein durch Stellung von Abänderungsder alten Praxis zu lassen, feinen Erfolg hatte, die Arbeit zwei öffentlichen Versammlungen des Leseflubs" Freidenker", anträgen zum Statut- man wollte dem Präsidenten seine sehr Berlin 19,95. Bon Arbeitern Potsdams 9,40, Verein große Macht etwas beschneiden. Alle diese Streitigkeiten( der niedergelegt. zur Wahrung der Intereffen der Berliner Knopfarbeiter ebner geht näher darauf ein) führten mit dazu, daß in Eisenach In Leipzig erklärte sich am Sonntag eine Versammlung der 30,-. Friebel, Beine 10, Glaſergefellen, Berlin, 3. Nate eine neue Partei zu Stande fam. Zu den Leuten, welche bisher Arbeiter Mitglieder des Arbeitervereins gewesen und nun auf dem Bergolder nach Anhörung eines Vortrages fiber den Werth der 25, Leipziger Gewerkschaften durch V. 300,-Rummelsburg Berlin 20,05. Gisenacher Rongreß die neue Partei gründen halfen, gehörten „ Morgenroth" Zentralisation und der Lokalorganisation im Prinzip für die Gesangverein Bentralisation, beschloß jedoch mit Rücksicht auf das fächsische W. Zöllner, Quedlinburg 5,20. Ungenannt, Quedlinburg 2, u. 2. unser unvergeßlicher Geib und Bracke. Wenn man die Vereinsgesetz sich vorläufig mit der Lokalorganisation zu begnügen Gewerkschaften Herfords 35,-. Stiftungsfest des U.-V. d. T., Organe der beiden Parteien, den„ Voltsstaat" und den„ Soziallohn der Vergolder soll nach dem im vorigen Jahre vereinbarten mission zur Sammlung von Unterstützungs- Geldern, Branden- Gegenfaß gebe, wie den zwischen diesen beiden Parteien. Sie " Hasemann's Töchter" Riel 4,04. Lohntarif nicht unter 21 M. betragen, wird aber, wie mitgetheilt burg 300, G. Neu- befämpften sich gegenseitig, wie wohl faum zwei Parteien sich je Von den Zigarrenarb., betämpft haben. Wenn es aher darauf ankam, die Biele beider wurde, von verschiedenen Arbeitgebern nicht mehr in diefer Höhe mann, Bigarrenarb., Strehla 7,59. bezahlt. Die Berfammlung beschloß endlich noch, die streitenden Galzungen 10,-. Vertrauensm. Becker, Linden- Hannover 70, flargulegen, so fand man, daß es die gleichen waren, Bergolder in Berlin zu unterstützen. Arbeiter- Bildungsverein, Seit 20,- Bon Drechslern, Schnei- man fand, daß sich der ganze, heftige Streit blos um dern, Malern und Klempnern Harburgs 128,40. Kommiffion d. die Form der Organisation drehte. Trotz des Streites Zabalarb., Berlin d. Motes 130,-. Lese- u. Diskutirklub wuchsen beide Parteien mächtig heran, die neuen Kräfte Wahrheit", Berlin 10,-. Amerif. Auktion bei Stramm, durch aus den Reihen derer heranziehend, die dem BürgerDelcourt, Berlin 2,70. Bon den Parteigenossen, Halberstadt thum nachliefen. Als die Wahl im Jahre 1874 stattgefunden, 52,- Schubert, Der Nürnberg 50,-. Verband Ver- fonnten beide Parteien zusammen 350 000 Stimmen zählen, welche Es ist nämlich in Boziale Ueberlicht. ラ = An die Anschläger, Asphaltirer, Bau- Arbeiteleute, Brunnenmacher, Zellerf. d. Eimsbütteler Fortbildungsverein 10, Bertrauens revolutionären Parteien gab den Anlaß zur staatlichen Altion An alle Bauhandwerker und Ban Arbeiter Berlins! golder, Goldleisten. Arbeiter 1. f. 1., Filiale Hamburg 46,45. fich auf ihre Kandidaten vereinigt hatten. Dieses Anwachsen der Bautischler, Zementarbeiter und Gießer, Dachdecker, Einfeher, mann d. Maurer in Görlig 100,- Fachverein d. Steinmetze, gegen sie; Tessendorf fand Mittel, um ihre Vereine, ez zu Gas- und Wafferrohrleger, Glaser, Selenipner, Maler, Maurer, Hamburg 50,- Bigarrenarb., Bieberich 12, Süden und lösung verfallen zu lassen. Der Stein des Anstoßes war mit Barquetbodenleger, Buser, Schloffer, Schmiede, Schornsteinfeger, Norden, Dresden 25,- Arbeiter- Gejangy." Nord". Berlin 40,- einem Mal aus der Welt geschafft; man fonnte auf bet Präund Telephonarbeiter, Töpfer, Zimmerer und Ziegler, und alle Karlsruhe 19,-. Schneider- und Schneiderinnenverband, Karls- sidenten, von der anderen nicht mehr auf die födeWahlverein Mühlhausen u. f. w., durch ralistische Vereinigung der Bigarrenarbeiter, Mühlhausen 9,25. kam zur Einsicht, daß der Gegensah nicht prinzipieller Natur ge Eisenacher schimpfen. Man folgenden Aufruf! Die heutige Beit macht einen engeren eustergerling 24,35. Zusammenschluß aller d'er Arbeiter nothwendig, die durch gleiche Maler, Mühlhausen 1,90. Von Mitgliedern des Arbeitervereins wesen, sondern nur in der Form der verschiedenen Organisation Verhältnisse mit gleicher Noth bedrickt werden. Die besonderen Delmenhorst 15,45.. 11. Errleben 3,- Von den Arbeitern bestanden habe. Man kann sagen, daß bas urtheil, welches die zu vergleichen sind, verlangen außerdem noch ganz besonders, daß die hiesigen Arbeiter sich unter einander verständigen und Dereinigen. Die Bauhandwerker Berlins sind eine der wichtigen Körper schaften in der Arbeiterbewegung, und haben viele gemeinsame Intereffen. " A. Dammann, Kassirer, Hamburg, Fürstenplatz 2, 1. Etage. In der Quittung vom 19. bis 27. Januar muß es heißen: Sparklub Friede" 50,-. Drechsler, Hamburg 16,-. Versammlungen. Reichstags- Wahlkreis Organisationen vernichtete, der erste Anstoß zur Bereinigung, welche dann 1875 in Gotha stattfand, war. Sehen wir zu, wie nun das Programm, auf welches hin man sich einigte, entstand. Ein Preisausschreiben fonnte man nicht veranstalten, die ersten Verhandlungen fanden in der Art statt, daß man sich bei Geib oder bei Bracke zusammenfand und dort die Frage diskutirte. Endlich einigte man sich dahin, daß sich eine Kommission, aus 18 Personen bestehend, mit der Ausarbeitung des Programms beschäftigen sollte. Der Entwurf, welcher das Resultat der Arbeit dieser Kommission war, war es, den Mary unter seine wissenschaftliche Lupe nahm und woran er selbstverständlich etwas auszusehen hatte; waren doch die Leute, die ihn ausgearbeitet, keine großen wissenschaftlichen Spintisirer. Der Entwurf wurde dem Gothaer Kongres vorgelegt und da ging es wie immer bei solchen Sachen, jeder hatte etwas daran auszusetzen. Ueber Da aber nun wohl bald ein allgemeiner gewertschaft: licher Kongres berufen werden wird, ist es nöthig, daß auf diefem die Berliner Bauhandwerfer als ein Ganzes auftreten, um fachgemäß ihre Intereffen zu wahren, damit diese Der sozialdemokratische Wahlverein für den 5. Berliner nicht, wie schon häufig, mißachtet und verletzt werden, woraus dann Uneinigkeit und Spaltungen entstehen. bielt am 9. Februar eine sehr gut besuchte Versammlung ab. Der Auch das Vorgehen der Bau- Unternehmer und Reichstags- Abgeordnete Molkenbuhr hielt einen Meister der Baugewerke, die vor einigen Tagen einen Vortrag über„ Unser Programm". Er führte aus: gemeinsamen Berein gegründet haben, der sich sehr leicht, Wir sehen, daß, nachdem der Brief von Karl Marx, in die endgiltige Annahme bestimmte die Majorität. Man kann wie alle Unternehmervereine, gegen die Arbeiter richten kann und welchem dieser an dem Entwurf des nur mit kleinen Abände- sagen, daß von allen Anwesenden niemand mit allen Bea wird, mahnt uns, mit einander Fühlung zu nehmen. rungen angenommenen Programms Kritik übt, veröffentlicht itimmungen, wie sie angenommen wurden, einverstanden war, Ich labe also alle Bauhandwerker Berlins und der nächsten wurde, in der gegnerischen Preffe Hoffnungen laut wurden, daß jeder gegen diefe oder jene Bestimmung ſtimmte.- Das haben Bororte zu einer Delegirtentonferenz auf Sonntag, in unserer Partei ein großer Riß bestehe, es zu großen Streitig wir ja nun gesehen, daß sich Marx geirrt, als er damals an ben 15. Februar 2. 3. Bormittags 10 Uhr, im feiten fommen werde und sie den Nugen daraus ziehen könnten. nahm, durch dies Programm würde die Partei der Demoralisation Lokale von Joh. Gnadt, Brunnenstr. 38, ein, Es ist hier aber, wie sehr oft, der Wunsch der Vater des Ge- entgegengeführt; unsere Siege, welche wir unter diesem Programm Ich ersuche alle zum Bauhandwerke zu zahlenden Arbeiter bankens. Bon denen, welche die Kritik von Mary gelesen, mag erfochten, haben diesen Irrthum Mary' als solchen bewiesen. Das je nach ihren Branchen zu diesem Delegirtentage der der oder jener eigenthümlich durch dieselbe berührt worden fein. Sozialistengefez hat das Weitere gethan, die beiden früheren Parteie Berliner Bauhandwerter je nach der Größe des Ge- Werfen wir einen Blick auf die Zeit vor der Gothaer Ver- so zu verschmelzen, daß sich die Gegner die Köpfe daran einrennen verbes einen bis höchstens brei Telegirte in öffent- einigung. Diejenigen, welche nach derselben in die Bewegung tönnen. Viele gegnerischen Blätter gaben vor, unsere Partei geistig zu lichen Berfammlungen schleunigst ohne Betheiligung der eingetreten, werden daraus ersehen, daß diese oder jene Bebekämpfen. Sie haben vielfach unser Programm betrittelt, aber Fachpereine, Berbände oder Zahlstellen der Verbände zu wählen. Stimmung im Programm so aufgenommen werden mußte, die eigentlichen Schwächen deffelben, welche Mary so scharf Der Delegírtentag wird eine Tagesordnung und feine obwohl fie, theoretisch betrachtet, den Verhältnissen nicht ent- tritijirt hat, haben sie nicht gefunden und so ist ihnen die marr! Geschäftsordnung selbst seitsegen; auch wenn die Ange- sprach. Schon in der Mitte dieses Jahrhunderts hatte der sche Kritik sehr willkommen. Ich glaube, daß, wenn man die Legenheiten am 15. Februar in der einen Versammlung nicht er: Sozialismus in Deutschland Vertreter. So war es hauptsächlich Programme gegnerischer Parteien unter solch wissenschaftlicher " Lupe betrachten würde, überhaupt nichts von ihnen übrig bliebe.[ huldige. Als dritter Punkt falle der übergroße Zuzug nach[ au tönnen, wie man es wolle.( Beifall.) Zur Diskussion sprach Schon auf dem 76er Kongres wurden Anträge zur Abänderung des Berlin ins Gewicht, den abzuwehren eine große Organisation Herr Löhr. Derselbe wies darauf hin, daß es im SchriftgießerProgramms gestellt, ebenso in St.Gallen und im vorigen Jahre in Halle und Agitation erfordere. Von außerhalb, wohin der Schwer- Gewerbe leicht sein werde, den Stücklohn abzuschaffen, da die An uns wird es sein, zu versuchen, ob wir nicht ein Brogramm punkt der Arbeiterbewegung bisher hinverlegt worden sei, sei in meisten Kollegen in größeren Fabriken arbeiten. In Zukunft schaffen können, das allen Anforderungen entspricht. Das Pro- dieser Beziehung so gut wie gar nichts geschehen. Alle diese werde es auch das Bestreben der Kollegen sein müssen, den Zeitgramm soll zuerst die Eigenschaft haben, präzise das auszudrücken, Fragen, wie auch sonstige andere, folle die Konferenz der Bau- lohn einzuführen. Hauptsächlich in Berlin dürfte dies nicht was wir wollen, möglichst kurz gefaßt und für jedermann ver- handwerker berathen, da alle Bauhandwerker an denselben ein schwer sein, da hier 95 pet. der Fachgenossen organisirt sind. ständlich zu sein und das macht die meisten Schwierigkeiten. gleiches Interesse haben. Auf die innere Organisation der ein- Folgende Resolution wurde angenommen: Die Versammlung erWenn Mary in seiner Kritik des ersten Passus des Programms zelnen Gewerkschaften werde die Konferenz feinerlei Einfluß aus- klärt sich voll und ganz mit den Ausführungen des sagt, die Arbeit ist nicht die Quelle alles Reichthums, so üben, sondern lediglich prinzielle und speziell Berliner Interessen- Referenten einverstanden, ist im Prinzip für die Be hat er vollkommen recht; die Natur liefert Gebrauchs- fragen erörtern. Redner empfahl, die Konferenz durch Delegirte seitigung der Stückentlohnung und erklärt, mit aller Energie werthe ebenfalls, fie ist Mitbedingung des Reichthums. zu beschicken, Nach kurzer zustimmender Diskussion stimmte die zunächst für die Verkürzung der Arbeitszeit einzutreten." Der Wollten wir jedoch die Definition unserer Grundsäge Versammlung einstimmig folgender, von Lehmann beantragten zweite Punkt der Tagesordnung: Wahl eines Erfagmannes zum in der Weise geben, wie sie Mary in seinem Briefe giebt, so Resolution zu: Schiedsgericht" wurde vertagt, da die Versammlung erst den Bewürde das Programm mindestens 12 Seiten lang. Die national- Die heute, den 10. Februar 1891 in Knebel's Salon richt der nicht anwesenden Mitglieder des Schiedsgerichts über ökonomischen Ausführungen haben wir ja in feinen Schriften; tagende Versammlung der Zimmerleute erklärt mit den die bisherige Thätigkeit desselben hören wollte. Von allen Seiten wer die liest, der weiß, was mit den fürzen Säten des Pro- Ausführungen des Referenten sich voll und ganz ein wurde die Thätigkeit des Schiedsgerichts mit Anführung von gramms gemeint ist. Bei dem Sage, welcher sich mit den Ar- verstanden und beschließt in Anbetracht, daß durch die Beispielen als zwecklos für die Arbeiter hingestellt. Unter Berbeitsmitteln als Monopol der Kapitalisten und mit der Forde Konferenz der Bauhandwerker, welche am 15. Februar schiedenem" entspann sich eine lebhafte Debatte über Vorkomm rung ihrer Vergesellschaftung besaßt, wird eingewandt, dieses Jahres in Berlin tagen wird, nur etwas nisse in den Fabriken von Reinhold und Graumann. Die Redaß der Grund und Boden vergessen sei. Dem ist nicht Gutes für die Bauhandwerker geschaffen werden kann, die Kon- gelung der Angelegenheit Reinhold es handelt sich da um das so, da Grund und Boden unter den Begriff Arbeitsmittel ferenz durch zwei Delegirte zu beschicken, und beauftragt die ge- Lehrlingsunwesen wurde dem Vereinsvorstand überlassen. fallen. Im großen und ganzen ist der Grundgedanke des Pro- wählten Delegirten, die Interessen der Berliner Zimmerer wahr Bei Graumann handelt es sich um eine Tarifverlegung. Ein gramms, daß die Befreiung des Proletariats nur durch die Ver- zunehmen und über die auf der Konferenz gefaßten Beschlüsse in Beschluß in dieser Angelegenheit wurde nicht gefaßt; von allen gesellschaftung der Produktionsmittel vollzogen wird. Um dahin einer von den gewählten Delegirten einzuberufenden Versammlung, Rednern wurde aber betout, daß man, sollte in nächster Zeit, zu kommen, muß man arbeiten, praktisch sich bethätigen. Die welche nach der Konferenz stattzufinden hat, Bericht zu erstatten, wie es den Anschein hat, seitens der Fabrikanten ein Sturm auf Bartei steht auf realem Boden; sie muß sich mit fleinlichen um dann eventuell bindende Beschlüsse zu fassen." den Tarif vorgenommen werden, energisch dagegen auftreten Dingen abplacfen, über welche der Theoretiker sich mit Hierauf fand die Delegirtenwahl statt und fiel die Wahl auf würde. Nachdem noch beschlossen worden, daß die vom letzten Leichtigkeit hinwegsehen fann. Bei Betrachtung aller die Kameraden Lehmann und Schöning. Streit noch rückständigen Gelder bis zum 1. April zurückgezahlt Schwächen unseres Programms muß man in Betracht Unter Verschiedenem machte Lehmann Mittheilung über sein müssen, widrigenfalls die Namen der Schuldner veröffentlicht ziehen, daß es ein Kompromiß- Programm ist, daß seine den Verlauf der Verhandlung in der Privatklagesache Fädel würden, wurde die Versammlung geschloffen. Fassung darum nicht streng wissenschaftlich wurde. Ich bin nun tontra Lehmann. Letzterer ist verurtheilt worden zu der Meinung, daß man bei der Umformung des Programms 20 Mart Geldbuße und Tragung sämmtlicher Kosten, und zwar Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher an Holz. unsere Ziele in demselben möglichst forrekt niederlegt; die wegen eines Ausdruckes, den er gebraucht haben soll und bearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter tagte am fleineren Forderungen an die heutige Gesellschaft aber in Gestalt der Behauptung, daß die dem p. Jäckel gerichtlich nachgewiesene 1. Februar 1891 unter dem Vorsitz des Kollegen Rühl. Herr von Resolutionen formulire. Letztere Forderungen können in unrichtigkeit der Bücher( bekanntlich war seitens der Staats- Meguer hielt einen Vortrag über:" Die Nothwendigkeit und der ganz kurzer Zeit schon veraltet sein und so muß die Möglichkeit anwaltschaft das Verfahren gegen Jäckel eingestellt worden) eine Werth der Organisation und wie gestalten wir diese?" der von bleiben, diefelben auf jedem Parteitag den Verhältnissen entsprechend wissentliche" gewesen sei, D. h. daß das fehlende Geld von der Versammlung mit großem Beifall aufgenommen wurde. An ändern beziehungsweise fallen lassen zu können, ohne das Jäckel zu seinem Vortheile verwendet worden sei, bezw. der Be- der Diskussion betheiligten fich die Herren Stein, Lips, Koboldt, eigentliche Programm ändern zu brauchen. Wie dem nun sei, weis hierfür nicht erbracht werden konnte. Diese Angelegenheit Teller und Rühl. Folgende Resolution wurde einstimmig an das müssen wir immer wieder betonen: Unsere Forderungen im fand eine längere Erörterung. In Anbetracht deffen beauftragte genommen: Programm formulirt, stellen keinen Katechismus dar, an dem die Versaminlung die Kameraden Wils und Krüger, Sammel- Die Versammlung erkennt nach den Ausführungen des unverändert festgehalten werden muß, der unser Ein und Alles listen zirkuliren zu lassen zur Aufbringung der Lehmann er Referenten die unbedingte Nothwendigkeit einer Orgas ausmacht. Im Gegentheil liegt darin unsere Stärke, daß sich wachsenen Gerichtstoften, die durch die erhobenen Zeugengebühren niſation an, und verpflichtet sich, dahinwirken zu wollen, Jeder bestrebt, in die Nationalökonomie einzudringen, die wirth- nicht unwesentlich vermehrt worden sind. Die Versammlung schloß daß sich sämmtliche Kollegen dem Verband anschließen. schaftlichen Bewegungsgefeße der kapitalistischen Gesellschaft kennen nach Erledigung nebensächlicher Angelegenheiten mit verschiedenen Ferner appellirt die Versammlung an das Solidaritätszu lernen. Es muß uns eine Hauptsache sein, unsere Forderungen Mittheilungen. gefühl der besser fituirten Kollegen, daß sie in erster Linie verwissenschaftlich begründen zu können. Die streng wissenschaftpflichtet sind, sich der Organisation anzuschließen, damit endlich lichen Schriften müssen popularisirt werden, damit sie jeder verSteindrucker und Lithographen. die Arbeitsverhältnisse in der Branche besser werden." Darauf stehen lernt, und das können wir sagen, darin hat die Sozial- Am Freitag, den 6. Februar, fand eine öffentliche Versamm- erstattete Kollege Rühl Bericht über die Neutonstituirung der demokratie Großes geleistet. Keine andere Partei hat es versucht, lung der Steindrucker, Lithographen und verwandten Berufs- Berliner Streif- Kontrollkommission. Unter Verschiedenem wurde ökonomisches Denken in die Köpfe der Arbeiter hineinzubringen; genossen statt, bei welcher Kollege Friedewald über die Arbeits- folgende Resolution eingebracht und einstimmig angenommen. im Gegentheil wird von ihren Vertretern gesagt: Go ist's, dem einstellung von 8 Druckern und den zugehörigen 18 Hilfsarbeitern öffentliche Versammlung beschließt, die Brotvers folgt; er muß Euer Führer sein!" Sie suchen jedes selbständige bei der Firma Destreich und Hartmann referirte. Die Ungelegen- theurer Barlament nicht als Volksvertreter an= Denten illusorisch zu machen. Wir hingegen fönnen uns heit verhält sich folgendermaßen: zuerkennen!" Eine weitere Resolution wurde ebenfalls ein rühmen, schlichte Arbeiter dahin gebracht zu haben, Schon häufig hatte Herr Hartmann, in dessen Fabrik die stimmig angenommen: Nationalökonomie zu studiren, so daß sie manchen fogenannten größten Formate des Weltmarktes angefertigt werden, die Be- Die heutige Versammlung protestirt gegen die Aeußerungen Wissenschaftler in freier Diskussion warfen. Und das ist's, was merfung fallen lassen, die Fertigstellung von 8-9 Druck in der des Stadto. Frenzel, welcher die Noth als nicht vorhanden beauch Sie thun müssen sich dem Studium der Nationalökonomie Minute genüge nicht, die Arbeiter müßten in dieser Zeit unbedingt trachtet, und welcher behauptet, daß die eingereichten Petitionen hingeben. Karl Mary und auch Lassalle waren es, welche mit mehr Abzüge herstellen. Um es fertig zu bringen, hatte er von nichts weiter als ein sozialdemokratischer Koup ſeien; ferner spricht den Utopien früherer Sozialisten brachen. Sie haben nach- Sonntag nach Montag an der Transmission eine neue Scheibe die Versammlung ihre Entrüstung aus über die Ausführungen gewiesen, daß alle Formen der Knechtschaft aus der Trennung angebracht, worauf die Maschine eine derartig schnelle Gangart des Herrn Oberbürgermeisters v. Forckenbeck, der ebenfalls in der Produktionsmittel vom Produzenten hervorgegangen sind, daß annahm, daß die Arbeiter durchschnittlich 121/2 Druck in der feiner Kurzsichtigkeit feinen Nothstand sieht, und sie betrachtet es sich die Gesellschaft auf Grund bestimmter wirthschaftlicher Geseze Minute machen mußten. Die Kollegen waren sehr erstaunt, als als unerhört, daß Männer an der Spize von Berlin stehen, die entwickelt und sie haben dann die Forderung der Vergesellschaf- am Montag der Stein in einem so rasenden Tempo lief, und das entfehliche Glend dadurch aus der Welt zu schaffen suchen, tung aller Produktionsmittel aufgestellt, aber auf nähere Details fahen sofort ein, daß es unmöglich sei, unter solchen Umständen daß sie dasselbe ganz einfach wegleugnen." hat man sich nicht eingelassen. Wenn die Zeit herannaht, welche mit genügender Sicherheit für ihre Gliedmaßen zu arbeiten. Um Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Ver eine Aktion seitens des Proletariats erheischt, so wird man wissen, sich aber den Vorwurf zu ersparen, man habe es nicht einmal sammlung geschlossen. was man zu thun hat; wie man dies oder jenes einrichten muß. versucht, bei der neuen Gangart zu arbeiten, blieben sie den ganzen An uns kann es nicht liegen, ihnen, den dann lebenden Menschen Montag und Dienstag Vormittag hindurch in Arbeit, stellten dies vorschreiben zu wollen. muß es aber am Dienstag während der Frühstückspause dem Chef in Unsere Aufgabe muß sein, inner von Neuem 31 fritisiren immer Anwesenheit des Oberdruckers vor, sie fönnten unter den obDon neuem 311 forschen, immer mehr in Die öko- waltenden Umständen absolut nicht mehr arbeiten. Der Herr nomischen Verhältnisse einzubringen, uns Don alten Chef( Hartmann) kehrte ihnen den Rücken zu und sagte: Wer Ansichten nicht dabei beschränken zu lassen dann werden wir nicht mehr arbeiten will, fann zum Sonnabend kündigen!" In eine unbejiegbare Partei sein! Wie wir mit dem alten, vielleicht folge deffen befchloffen die Kollegen und mit ihnen solidarisch mangelhaften Programm fortgeschritten sind, werden wir es ferner die Hilfsarbeiter, die Arbeit sofort niederzulegen; es liege dann thun; wir werden uns ein Programm schaffen, welches der Kritik nicht von ihrer Seite ein Kontraktbruch vor, sondern von Seiten nicht solche Blößen giebt, und mit diesem neuen Programm der Firma, die die Maschinen ohne weiteres geändert hätte. noch größeren Siegen schreiten, Nach der Arbeitseinstellung hat man mit der Fabrikanten ( Stürmischer vereinigung verhandelt, ohne zu einem Resultate gekommen wie wir sie bisher erfochten haben. Beifall.) Die sich nun entspinnende Diskussion zu sein. nur verden wir Serselben " Die " im " Auch durch Rigdorf. Eine Versammlung Arbeitslojer, von mehreen hundert Personen fast nur Männern besucht, fand am Donnerstag Nachmittag im Saale des Variété- Theater unter Voriz des Genossen Steinmar statt. Genosse Schweizer hielt einen Vortrag über die heutige bürgerliche Gesells eit". Referent beleuchtete zunächst die Mittel, mit denen schaft und deren Stellung zur Arbeitslosig unsere Bourgeoisie die herrschende Arbeitslosigkeit und deren Folgen zu beseitigen oder doch zu lindern sucht. Er wies darauf hin, daß die Arbeitshäuser, anstatt die Arbeitslosigkeit zu vermeiden, diefelbe nur noch vermehren und die Löhne herabdrücken. Wenn die Bourgeoisie behaupte, die Noth unter den Arbeitern habe ihren Hauptgrund in der Trunksucht, und durch gestaltete sich zu einer äußerst interessanten, da sich an Nachdem die Kollegen Jastrau und Sillier in gleichem Sinne runtjutgeseye und dergleichen helfen will, so sei das - wohlthätigkeits- Veranstaltungen, über welche dann ein Bodenbesitz Reformer, Herr Borchardt, gesprochen und hervorgehoben hatten, die versuchsweise Einfüh ein Zeichen völliger Verständnißlosigkeit.- Durch öffentliche sowie ein Freisinniger, Herr Baumast, betheiligten. Gerung der neuen Scheibe würde im Falle eines für die Fabrikanten die bürgerliche Bedientenpresse in selbstzufriedener, behaglicher sprachen außerdem noch die Genossen Auerbach, Moltengünstigen Ergebnisses unzweifelhaft in allen Fabriten vorge Breite spaltenlange Berichte bringe, suche man wohl die Armen buhr und Goldberg, sowie ein Herr Byring. Die nommen und so durch die vermehrte Produktion eine faktische Diskussion zog sich bis gegen 124 Uhr hin. Nach dem Schluß- Lohnreduktion herbeigeführt werden, betonte Kollege Tiemer über ihre augenblickliche Lage hinwegzutäuschen. wort des Genossen Molten buhr wurden noch einige Fragen( einer der Streifenden), die Kollegen feien 19, 18, 15 Jahre hin- olksküchen und dergleichen Einrichtungen werde nichts geerledigt und dann die Versammlung mit einem Hoch auf die durch bei Hartmann gewesen und stellten die Arbeit nicht aus holfen. Andere ermahnen die Arbeiter, sich mehr der Kirche internationale Sozialdemokratie geschlossen. Am 7. März Uebermuth ein. Mehrere Kollegen wiesen darauf hin, daß schwarze zuzuwenden. Das sind billige Moralpredigten, die sich leicht vom findet in Bözow's Brauerei das Stiftungsfest des Vereins statt Listen" mit den Namen der Streifenden zirkulirten, und forderten auf, warmen Ofen, vom gedesten Tische aus an die frierenden und hungernden Arbeiter richte... tedner bespricht sodann die Beund die Genossen werden zu reger Betheiligung aufgefordert. gegebenen Falles ein solches Schriftstück einzureichen, damit man gegen die Firma Destreich u. Hartmann wegen Schädigung der Arhandlung der Resolutionen der Arbeitslosen in der Berliner Zimmerleute. Stadtverordneten- Versammlung, beiter vorgehen könne. Folgende Resolution wurde einstimmig deren Auffassung über die Arbeitslosigkeit die der ganzen Da infolge erfolgter polizeilicher Auflösung die Sonntags- angenommen: versammlung resultatlos verlaufen war, fand am Dienstag, den" In Erwägung, daß die gesteigerten Anforderungen an die freisinnigen Partei sei, denn von keinem der freisinnigen 10. ds. Mts. Abends abermals eine gleichfalls vom Kameraden Steindrucker 2c. schon lange das Maß des Natürlichen über- Blätter sei ein Protest dagegen erfolgt. Er weist ferner auf den Wils einberufene öffentliche Zimmerer Versamm- schritten haben, spricht die heutige öffentliche Versammlung der Kontraft gegenüber den sonst immer so verschrieenen Fran Tung behufs Erledigung der vorigen Tagesordnung statt. Die Steindrucker, Lithographen und verwandter Berufsgenossen den 30 sen hin, die doch den ernsten Willen gezeigt haben, der Noth Was die Bourgeoisie Versammlung tagte unter Leitung desselben Bureaus, wie am Kollegen bei Destreich it. Hartmann für ihr mannhaftes Be- abzuhelfen. an Asylen für ObdachSonntag. Bur Tagesordnung stand zunächst die Konferenz nehmen gegenüber den zu hoch gespannten Anforderungen der be- lose, an Voltstüchen, an Kinderbescheerungen und dergl.ge der Bauhandwerker Berlins am 15. d. M., worüber treffenden Firma ihre Anerkennung aus. Sie bedauert aufs Tieffte, daß leistet habe, das werde überreichlich aufgewogen durch die VorRegierungs- Baumeister Keßler referirte. Anschließend an seinen mit der Firma feine Einigung zu erzielen war, und erklärt die theile, die sich die besigenden Klassen auf Kosten der arbeitenden Sonntagsvortrag, in dem er die Umstände geschildert, welche auf fofortige Niederlegung der Arbeit im Interesse der Branche für Bevölkerung durch die indirekte Besteuerung verschafft haben. die Lage der Bauhandwerker schädlich einwirken, fam Redner forrekt. Sie nimmt den Fehdehandschuh auf und verspricht unter Die bürgerliche Gesellschaft stelle sich entweder auf den Standauf die ausgeschriebene Konferenz zu sprechen. Alle Bau- ihrem heiligen Mannesworte die streifenden Kollegen moralisch auf bessere Zeiten hin. Oft fügen dann die Vertreter der Bourpunkt, jeden Nothstand zu läugnen, oder sie weist die Arbeiter handwerker hätten unter den geschilderten Verhältnissen gleich und materiell zu unterstützen. Erschwerend falle ins Gewicht die Weitläufig- Es wurde eine Kommission von 6 Mitgliedern gewählt, geoisie namentlich die Presse zu der Noth dann auch noch feit Berlins, die Schwierigkeit der Schaffung eines Arbeits- welche die Sache in die Hand nehmen und die Unterstützungs den Hohn hinzu. Demgegenüber fordere die Sozial. nachweises und der Umstand, daß der Schwerpunkt der Arbeiter- frage regeln soll. Da sich die Histsarbeiter mit den Druckern demokratie zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit zunächst eine bewegung nach außerhalb Berlins verlegt sei, ohne auf die eigenartigen solidarisch erklärt haben, wurde beschlossen, diese ebenfalls nach erkürzung der Arbeitszeit, bis das Endziel, die Berliner Verhältnisse Rücksicht zu nehmen. Die belannte Petition Sträften zu unterstützen. Hierauf erreichte die Versammlung mit geführt sei.- Der Rejerent schloß mit der Aufforderung, Bergesellschaftung der Prduktionsweise durchder Maurer gab dem Vortragenden Veranlassung, die Verhält einem Hoch auf die Sozialdemokratie ihr Ende. nisse in Paris, wo die Arbeitsverhältnisse auf städtischen Bauten zu leiden. # " an den Anwesenden, sich den Organisationen auzuschließen im Interesse der Arbeiter geregelt sind, in eingehender Weise zu Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung der Schriftgießer und kräftig für die Sache der Sozialdemokratie zu agitiren. schildern. Dort dürfen die Unternehmer nur 10 pet. auswärtige fand am 5. Februar unter dem Vorsitz des Herrn 2öhr statt. Schlusses der Versammlung hier in Rigdorf nach den letzten VorArbeiter auf Kommunalbauten beschäftigen, die übrigen müſſen Als erster Punkt stand auf der Tagesordnung ein Vortrag des Pariser Arbeiter, welche städtische Steuern zahlen, von denen die Herrn Peus über„ Zeit und Stücklohn". Der Referent wies in tommnissen in's Auge zu faffen sei, wurde über die beiden folgenstädtischen Bauten bezahlt werden, sein, außerdem ist eine neun- feinem Vortrage nach, daß der Arbeiter innerhalb der kapitalistischen den vom Genossen Brumme eingebrachten Resolutionen stündige Arbeitszeit festgesetzt und ein geregelter Lohnfay. So Gesellschaft immer nur soviel für seine Thätigkeit erhalte, als abgestimmt und sie wurden einstimmig angenommen: 1. Die herrschen gedeihliche Verhältnisse und von Streits ist in den er durchschnittlich zur Reproduktion seiner Arbeitskraft, sowie erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einver heutige Versammlung der arbeitslosen Arbeiter und Arbeiterinnen letzten Jahren nicht die Rede gewesen. Eine willkürliche Herab- unter Umständen zur Erhaltung seiner Familie brauche. Der segung der Löhne ist dort nicht möglich. In London sind die Ver- Preis, den er in Gestalt des Lohnes für seine Arbeit erhalte, sei standen und erkennt in der heutigen kapitalistischen Prohältnisse in ähnlicher Weise geregelt. Derartige Einrichtungen seien immer blos ein Theil der von ihm geschaffenen Werthe. Den uktionsweise die Urheberin allen Glende der heutigen auch in Berlin dringend geboten. Als sich die Maurer mit ihrer Ueberschuß, den sogenannten Mehrwerth, beansprucht der Unter- Beit und verspricht, mit allen Mitteln dahin zu wirken, daß die Betition an die hiesige Stadtverwaltung wandten, wurde diesen nehmer für sich. Redner weist nun nach, dies war der Kern heutige kapitalistische Produktionsweise in die sozialistische umge hauptsächlich auch entgegengehalten, daß sie allein solche Wünsche des Vortrags- daß Beit- und Stücklohn nur andere Formen 2. Die heutige Versammlung erklärt, daß die hegten, indessen die übrigen Bauhandwerker augenscheinlich davon des Lohnes sind und nicht, wie oft angenommen wird, der Umgestaltung der Produktionsweise nur durch Anschluß an die gar nichts wissen wollten. Dies habe wohl mit den Anstoß ge- Stücklohn mehr Vortheile dem Arbeiter biete, wie der Zeitlohn. Die Anwesenden versprechen, sich denselben anzuschließen." Arbeiter Organisationen erreicht werden kann, und geben, einen engeren Zusammenschluß der gesammten Berliner Redner zeigt an Beispielen, daß gerade umgekehrt der Stücklohn Es knüpfte sich daran dann noch eine längere Debatte, an der Bauhandwerker anzustreben. Außerdem sei der Umstand in Be- sehr viel Nachtheile für die einzelnen Arbeiter im Be tracht zu ziehen, daß die Berliner Arbeiter, gegenüber denen in fonderen und für das Gros derselben und deren Bewegung sich verschiedene Rirdorfer und Berliner Genossen, sowie Genoſſe der Proving, in eine eigenthümliche Lage gerathen seien, die nicht für eine Bessergestaltung der Lage der Arbeiter im Allgemeinen Zunkwig- Friedenau betheiligten, die sämmtlich im Sinne des immer zum Vortheile der Berliner auf den verschiedenen Kongressen im Gefolge habe. Da nun der Affordlohn nicht so mir nichts Referenten sprachen. zu Tage getreten sei und zwar infolge der politischen Strömung, dir nichts zu beseitigen sein werde, müßten sich die Arbeiter in die in den Berliner Gewerkschaften herrsche, während man Ringen zusammenschließen, um gleich denen der Unternehmer den in der Provinz mehr einer rein gewerkschaftlichen Bewegung Preis der Waare: ihrer Waare der Arbeitskraft so bestimmen wandelt wird." L δι b I t D e fi 32 m D It 12 11 δ b C 9 Б 9 b d e Verantwort: her Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.