Nr. 119. Grscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Juhrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Naum 40 Pfg., für Bereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eern Tyred- Anschluß: Amt I, Mr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das elendelte aller Wahlsysteme $ Sonntag, den 22. Mai 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. des Einflusses, ber dem liberalen Bürgerthum in Stadt und Land thatsächlich zutommt, gehört auch die Vorenthaltung einer gerechten Eintheilung der Wahlkreise. Die Forderung ist nach dieser Richtung vollkommen legitimirt und erwiesen." Damit gab der große Volksmann seinem Reforms Humbug das richtige Schild. Der Einfluß des liberalen Bürgerthums" wenn der nur gesichert wird, dann kann man sich anstößige Redewendungen gegen das ganze System schon verkneifen. ersten Abtheilungen von den Höchstbesteuerten bilden läßt, und zwar lediglich mit Rücksicht auf die Steuersumme, die sie in der glücklichen Lage find, zu zahlen, ohne Rücksicht aber auf die geringe Zahl der Personen, welche ist bekanntlich das preußische Dreiklassen Wahlsystem, und für die ersten Abtheilungen verhältnißmäßig in Betracht wenn Minister Herrfurth in der vorgestrigen Debatte des tommen gegenüber der Masse der weniger Vermögenden in der preußischen Abgeordnetenhauses diese autoritative" Be- dritten Abtheilung, die mit ihrem einen Drittel von Wahlzeichnung, die bekanntlich von Bismarck stammt, der den männern natürlich nie gegen die zwei Drittel Wahlmänner der Rummel fennen mußte, nicht gelten lassen wollte, so wurde Reichen durchdringen können. Es ist nun bezeichnend für den damit nur bewiesen, daß der sogenannte„ neue Kurs" bürgerlichen Spießbürger und Kalkulator Richter erstens, daß bereits vielfach unter Bismarck heruntergekommen ist. Was er sich trotz der drohenden Bedrängniß seiner Hinter Es tann ruhig gesagt werden, daß alle anderen veranlaßte nun aber Regierung und Abgeordnetenhaus, sich männer, der städtischen Bourgeoisie, nur zu einer elenden Bourgeoisparteien im Abgeordnetenhause immer noch eine in dem Vollgefühl der ungestörten Besitzerfreude überhaupt Anfrage" über die Absichten" der Regierung aufschwingen relativ anständigere und ehrlichere Haltung einnahmen, als zu dem traurigen System zu äußern, auf Grund dessen konnte, und zweitens, daß er gegenüber seinem verrotteten die freifinnige unter ihrem großen Eugen. Der national bas„ Regieren und Gesezemachen" in Preußen besorgt und unmoralischen Wahlsystem im besten Falle denkt, liberale Sobrecht machte gar kein Hehl daraus, daß er mit an eine Abänderung mit Rücksicht auf die neuen Steuer- der ursprünglichen Absicht" der oftroyirten Wahlverordnung wird? " " D In seiner Eigenschaft als enfant terrible, als Schreckens- gesetze." In der Begründung seiner" Anfrage" leistete sich voll und ganz übereinstimme; er verschmähte heuchlerische Find und Plaudertasche der Bourgeoisie, das heißt der ja der edle Held des liberalen Bürgerthums" i zu Anfang Liebeserklärungen an das Reichstags- Wahlrecht und städtischen Bourgeoisie, hatte Eugen Richter beim preußischen bie billige Phrase, daß er und seine Freunde auf dem machte seinen regelrechten Bückling vor den bes Abgeordnetenhaus mit seinen Freunden den Antrag gestellt, Boden des Reichstags- Wahlrechtes ständen". Mit dieser rechtigten Interessen" der Agrarier. Der Führer die Regierung„ um Auskunft zu ersuchen" darüber, ob sie platonischen Versicherung hatte er aber bereits seinem libes des Zentrums ſtellte fich ebenfalls klipp und beabsichtige", in der nächsten Session Gesezentwürfe vortalen Gewissen Rechnung getragen. Reines der anmuthigen klar auf den Boden des Dreillaffen Wahlsystems!" zulegen 1. über Abänderung des Wahlrechts mit Rücksicht Worte bürgerlicher Entrüstung und empörten Rechts- Wenn sein Fraktionsgenosse Dr. Lieber auch einen rollenauf die neue Steuergesetzgebung", 2. über eine Neu- gefühls, die ihm sonst so reichlich zu Gebote stehen, mehr widrigen Seitensprung machte und im Gegensatz zu Huene eintheilung der Wahlkreise in Anbetracht der seit 1860 ver- für die ganze Ungeheuerlichkeit, die im Dreiklassen- Wahlsystem die Anpassung an das Reichstags- Wahlrecht proklamirte, änderten Bevölkerungsverhältnisse. Und diese spießbürgerlich- steckt. Nach der platonischen Versicherung konnte vielmehr indem er Eugen Richter ganz richtig sagte, daß er durch muthige Anfrage" war hervorgegangen aus der Angst, die der Fackeltanz in Wadenstrümpfen um die bessere" Ge- seine lahme Haltung die gründliche Lösung nur verzögere, städtische Bourgeoisie könne etwa bei den nächsten preußischen staltung des schmählichsten Benfuswahlrechtes beginnen, so schadet das der reaktionären Haltung des Zentrums nicht; Wahlen von 1893 zu kurz kommen in der Macht das es überhaupt giebt, und der Fackeltanz wurde mit diese Partei hat schon andere Widersprüche als diesen zur vertheilung gegenüber der feudalen Bourgeoisie. Auf grobknochigen Beinen so fein wie ein Eiertanz ausgeführt. höheren Ehre der Dunkelmännerei miteinander versöhnt". Grundlage des alten preußischen Steuersystems konnten Wie es möglich ist, auf Grundlage des Dreiklassen- Wahl- Für die Konservativen gelang es dem von Kardorff, den ja städtische wie feudale Bourgeoisie den Staat mit fystems Korrektur zu schaffen, vermögen wir nicht zu sagen gröbsten Ausdruck für jede Renderung an der Dreitlaffengleicher Unverfrorenheit über's Ohr hauen und ihr Antheil und ist auch nicht unsere Aufgabe." So sehr verließ den Wahl zu finden: sie kann jedes Mal nur ein Attentat an der Parlamentsvertretung regulirte sich denn auch ziem- Führer des Fortschritts Rückschritts seine übliche Ent- auf die Spitze der Monarchie" sein, die ja dann ebenfalls lich gleichmäßig danach, wenn man davon abfieht, daß der rüstung über alles Freiheitswidrige, so elend fab sein gewählt" werden müßte, und inmitten so vieler geistreicher Landrath die Bauern noch etwas besser kommandiren konnte, Protest gegen das Wahlsystem aus, das Bismard als das Argumente konnte sich die Regierung durch den Mund des als der Fabrikant und Geldaristokrat in der Stadt die von elendeste" bezeichnet hatte und wir wissen, warum. Ministers Herrfurth auf den bequemsten Machtstandpunkt ihm abhängigen Existenzen. Durch die vorjährige Steuer- Da der Freifinn im Abgeordnetenhause sich selbst die Kraft stellen, den es nur giebt: das Dreiklassen- Wahlsystem ist reform dagegen sind die ganz Reichen ein wenig mehr nicht mehr zutraut, an der feudalen Wahlungeheuerlichkeit geltendes Recht" für Preußen, folglich bleibt es solches, herangezogen worden durch die elenden vier Prozent, bis Etwas zu ändern, so sucht er einfach mit in der großen und die königliche Staatsregierung ist nicht gewillt, an zu denen man nur zu gehen wagte, sowie durch die an und Kufe zu fressen; ein Happen bleibt vielleicht doch noch diesen verfassungsmäßigen Grundsägen rütteln zu lassen." für sich sehr schwächliche Selbsteinschätzung, die aber doch für ihn übrig. Wenn also die„ Abänderung" des Wahl- Bunttum. das " " Schmuhmachen" ein wenig erschwert. ein wenig erschwert. Und da rechts mit Rücksicht auf die neue Steuer" Steuer" nicht Möge es der Königlichen Staatsregierung gut be in großen Gegenden Preußens die ganz Reichen geht, dann wollen wir uns als Gesammtbourgeoisie, die kommen! diesen aufrichtigen Wunsch wagte auch der noch immer nicht durch die Finanzwelt und industrielle doch schließlich gleiche Interessen gegenüber den Arbeitern Liberalfte der Liberalen im preußischen AbgeordnetenEmporkömmlinge, wie es Eugen Richter als Vertreter der hat, bei der Regelung der Wahlkreise brüderlich theilen hause dem Minister nicht mit auf den Weg zu geben; " bürgerlichen Intelligenz" wünschen muß, repräsentirt wer- so schloß der große Eugen. Und indem er sehnsüchtige der große Eugen zog vielmehr feine" Anfrage", ja, den, sondern durch die steinreichen Ableger der junkerlichen Blicke nach den Nationalliberalen warf, endigte er in dant sogar seine Anfrage" höflich zurück, nachdem er die Klauen Feudalaristokratie, so wäre es wohl möglich, daß die Steuer- barer Erinnerung an einen Liebesdienst, den ihm die des reaktionären Löwen gesehen hatte, und erklärte- wer reform den junkerlichen Einfluß in Preußen zum großen Leader der Nationalliberalen im Reichstag geleistet, unter lacht da?- Ich habe für den Anfang auch nichts Aerger der Geldbourgeoisie noch etwas verstärkte. So Anderem mit folgenden Worten: anderes erwartet, und es hat nun diese Anfrage ihren Etwas ist eben möglich auf Grund des durch bloße Verordnung im Jahre 1849 dem Wolfe aufgenöthigten weck erfüllt. In dieser Form ist der Antrag daher erledigt und ich kann ihn ebenso gut zurückziehen, wie ich es preußischen Dreitlassen Wahlsystems, das die Wähler bemit einem früheren Antrage gethan habe." So endigte der fanntlich in drei Abtheilungen scheidet und die beiden Sturm im Glase Wasser, dessen Zweck wohl lediglich geFeuilleton. Madbrud verboten.) Am Webstuhl der Zeit. [ 119 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Herr v. Bennigsen hat neulich im Reichstage das Wort ausgesprochen, daß das liberale Bürgerthum nicht die Geltung besitzt, die ihm nach seiner Stellung zukommt. Das ist voll ständig richtig, und zu dieser Vorenthaltung gefeiert, und den Leuten war es recht, denn sie gegen alles Uebereinkommen sich an die Gerichte des Staates bekamen trotzdem ihren Tagelohn, den sie mit Muße wandten. Das Handelsgericht, dem die Sache zunächst wieder verzehren konnten. Dafür jauchzten sie dem vorlag, weigerte sich allerdings, ohne Weiteres in der geneuen Ministerpräsidenten zu, wenn er fich, wie ge- wünschten Weise vorzugehen und verwies die Leute auf wöhnlich, Mittags durch die Straßen fahren ließ, nannten einen Vergleich, aber die Burückgewiesenen appellirten bis ihn den Volkskönig", und Raffmaus verfehlte nicht, sich in an das Justizministerium. Dr. Benjamin fand die Ander Sonne seiner neuen Popularität zu wärmen. Aller- sprüche der Leute für gerecht und wies das Handelsgericht dings protestirte Dr. Lutz mit jedem Tage entschiedener an, gerechtfertigte Ansprüche zu berücksichtigen. Die Genossengegen diese enorme und nußlose Verschwendung, durch welche schaft protestirte entschieden dagegen und weigerte sich der Rechnur die Arbeiter demoralisirt würden; die liberalen Fabri- nungsablage, welche in diesem Falle ganz entschieden ſtatutenDie erste größere That des neuen Ministeriums bestand kanten murrten mit jedem Tage Lauter, denn die Arbeiter widrig sei, erbot sich aber, um diese unangenehme Sache Losdenn auch in einem Gesetze über Errichtung von Volks- liefen ihnen aus den Werkstätten, weil sie vom Staate mehr zu werden, zu einer Abfindungssumme, welche mehr als werkstätten, in welchen zu einem bestimmten Lohnsate alle Lohn bei weniger Arbeit erhielten, doch Raffmaus tröstete reichlich genannt werden konnte. Nichts destoweniger be beschäftigungslosen Arbeiter Beschäftigung finden sollten, damit, daß es sich nur um eine Uebergangszeit handele, harrten die Ausgeschlossenen, angetrieben von den heimlichen und die liberale Kammermehrheit nahm in ihrem ersten während welcher die Herrschaft der Liberalen befestigt Anstiftern der ganzen Intrigue, auf ihrem Verlangen und Siegesrausche dieses Gesetz trotz aller Warnungen und werden müßte. erwirften endlich einen Beschluß, demzufolge eines Tages Proteste der Konservativen und aller verständigen Volks- In dieser Zeit tam auch die von Raffmaus angelegte die Siegel in der Druckerei, im Konsumverein und in der wirthschaftslehrer an. Große Summen wurden ausgesetzt, und den Parteigenossen angedeutete Intrigue zum Ausbruch. Volksbank angelegt wurden. und die gedankenlosen Arbeiter strömten in Massen unter Eine Anzahl von Buchdruckern und Schriftsegern, welche Ein Schrei der Entrüstung hallte durch die Reihen der das provisorisch errichtete Staatsdach. Das Volksblatt" vor Kurzem mit einem kleinen Kapital fich bei der Ge- Genoffen bei diesem unerhörten Verfahren, und Hanke und brachte eine vernichtende Kritik gegen dieses auf Sand genossenschafts- Druckerei zum Eintritt gemeldet hatten und Barth eilten bis zum Minister, um Abhilfe gegen solch' baute Unternehmen, das" Voltsblatt" wurde polizeilich fon- arglos aufgenommen worden waren, fingen plöglich an ungerechtes, schadenbringendes Verfahren zu suchen. Aber fiszirt, und die Staatsarbeiter" jauchzten auch dieser Maß- Schwierigkeiten zu erheben, verletzten die Reglements nach Dr. Benjamin, welcher eben erst durch sein besonderes Verregel ihren Beifall zu. Belieben, kehrten sich nicht an Verwarnungen und Strafen, fügen die Sachen soweit gebracht hatte, erklärte nun des Freilich fehlte es an hinreichender Beschäftigung. Un verwarfen Schiedsgerichte und selbst Gutachten der General- achselzuckend, er tönne nicht in den Gang nüße, zwecklose Arbeiten wurden unternommen, Gräben zu- versammlung, so daß endlich zu ihrer Ausschließung ge- Rechtsverfahrens eingreifen, man solle ruhig das geschüttet und neugezogen, Hügel abgetragen und anderswo schritten werden mußte. Das schien es, was sie herbei- Ende des Prozesses abwarten. Umsonst stellte man aufgeführt, ganze Straßen niedergerissen und Arbeiter zuführen beabsichtigt hatten, denn nun erhoben sie Anspruch ihm vor, daß das Eigenthum oder vielmehr die wohnungen gebaut, deren Herstellung das doppelte und auf Theilung des Vermögens, sowohl der Buchdruckerei, fauren Ersparnisse von Hunderten von Arbeitern in Frage dreifache Geld kostete von dem, was sie Privatunternehmern als des Konsumvereins und sogar der Boltsbant. gestellt würden, daß außerdem das Verlangen der Auswürden gekostet haben; und dabei fehlte es immer noch an Natürlich wurden diese unbilligen und gänzlich un- geschloffenen nach dem Wortlaut der Statuten, die sie selbst ausreichender Arbeit, denn die Menge der Zuströmenden gerechtfertigten Forderungen von der Genossenschaft unterschrieben hätten, ein durchaus ungerechtfertigtes sei. wuchs unaufhörlich. Ganze und halbe Tage wurden energisch zurückgewiesen, worauf die Ausgeschlossenen Dr. Benjamin zuckte abermals mit den Achseln und er wesen sein kann, dem arbeitenden Volke zur Auffrischung seines Gedächtnisses wieder einmal zu zeigen, daß die bürgerlichen Parteien, von Richter bis Kardorff, auf seine freien Menschenrechte pfeifen, wenn nur ihr Vortheil gewahrt wird, der eine laut, der andere leise. Das ist die Moral der neuesten Debatte über das„ elendeste aller Wahl fysteme". Politische Iteberlicht. Berlin, den 21. Mai. Daß Sollte? Ja, wenn es Einem Ernst wäre! Es ist dem| Den Panflavismus kennt er entweder nicht, oder er sagt bewußt Freifinn des Herrn Richter aber nicht Ernst, und darum die Unwahrheit. Der Panflavismus ist ebenso das Wert agitivt Herr Richter für Nebenfragen und läßt die Haupt- der russischen Regierung, wie der Antisemitismus in Deutſch frage unberührt oder führt höchstens um sie den be- land das Werk der Bismarck'schen Regierung war. kannten„ Eiertanz" auf mit der Herrn Richter eigenen der Mann, von dem der russische Diplomat 1878 sagte: Grazie. " Sie sind russischer als wir Russen", das„ Drängen nach ben Meerengen" für etwas Harmloses hält, ist übrigens Fortschrittlicher Serven fultus und fortschritt nicht zum Verwundern und steht an politischer Weisheit liche Schlauheit. Die" Bossische Zeitung" bringt heute mit auf gleicher Höhe mit dem berühmten Bischen Her der Ueberschrift Bismarck" einen Leitartikel, welcher zu zogewina". charakteristisch ist, als daß wir ihn unerwähnt laffen tönnten. Er enthält nämlich eine echt byzantinische Ber Ist Niemand da, der dem Herrscher sagt, wie herrlichung des Fürsten Bismard, die doppelt widerlich das Volk denkt, fühlt und spricht?", so fragt Herr Otto wirkt, weil mit dem speichelleckerischen Heroen" kultus sich Arendt in seiner freitonservativen Deutschen Wochenschrift" Freifinniger Freifiun. In unserem heutigen Leit- die unehrliche, dummpfiffige Absicht verbindet, den Erkanzler bei Erörterung der dem Soldaten Lück gewordenen kaiserartikel haben wir uns des Näheren mit der jämmerlichen gegen die jetzigen Machthaber auszuspielen, um diese gegen lichen Auszeichnungen. Eine eigenthümliche Vorstellung Rolle beschäftigt, welche der Deutschfreifinn in der jüngsten die fortschrittlichen Wadelstrümpfler gefügig zu machen. Wir spukt in dem Kopfe des Herrn Arendt. Er scheint Wahlreform- Komödie gespielt hat. Hier haben wir es blos wollen bem gegenüber bloß feststellen, daß in diesem„ Heroen" anzunehmen, daß Jemand gebraucht werde, der dem mit dem Organ des Herrn Eugen Richter zu thun, der das tultus fich das undemokratische Wesen der Fortschrittspartei so Herrscher zu sagen habe, womit dieser unbekannt sei. Liegt Rempeln und Rüpeln nun einmal nicht lassen tann. recht deutlich enthüllt. Undemokratisch und chauvinistisch, nicht eine andere Annahme viel näher? Vielleicht denkt, ( Naturam expellas furca 2c."). In der heutigen Nummer ließ die Fortschrittspartei sich in den Sechziger Jahren von fühlt und spricht das Volk nach der Ansicht des Herrschers feines Moniteurs hat er die Stirn, uns vorzuwerfen, wir der nationalen Politik" Bismard's födern, und nachdem sie falsch und dieser fühlt sich berufen, dieses Denken, hätten die Berichte über die Verhandlungen des seine glorreiche" auswärtige Politik verschluckt hatte, Fühlen und Sprechen zu forrigiren! Sollte das Alles Abgeordnetenhauses( über den Richter'schen Jammer- Antrag) mußte fie natürlich auch seine innere Politik, die von jener gelten, was das Volk denkt und fühlt und was es, wo " gefälscht". Die Wahrheit ist: Wir haben unseren regel- unzertrennlich war, mit in den Kauf nehmen. Schon von es keinen Staatsanwalt zu fürchten hat, spricht, wie manche mäßigen Rammerbericht, den Oldenberg'schen, welchen ein jeher verspotteten wir die Zweiseelen- Theorie", die Einrichtung des heutigen Staats müßte da fallen, und wo großer Theil der hiesigen Blätter hält, ohne alle und Bismarck in der inneren Politit" als schwarzen Teufel be- bliebe da vor allem die Partei des Herrn Arendt? jede Aenderung, Weglassung oder hinzufämpfte, in der äußeren als lilienweißen Engel beweih- Uebrigens hindert ja Niemand Herrn Otto Arendt, fügung zum Abbruck gebracht. Es ist das eine räucherte. dem Herrscher die Wahrheit zu sagen. Oder graut ihm Objektivität, für die Herr Nichter allerdings kein Verständniß In dem betreffenden Artikel der Bossischen Beitung" vor dem Allerhöchsten Born, den das Wort Jacoby's hat bringt sein Blatt doch notorisch von allen Berliner ist auch von den schon besprochenen Artikeln der„ Con- hervorrief:„ Es ist das Unglück der Könige, daß fie die Blättern die parteiischsten, entſtelltesten Berichte Berichte, temporary Review" die Rede, und der aus dem Bismarc'schen Wahrheit nicht hören wollen"? die sehr häufig mit Recht als Fälschungen" be Lager stammende Artikel William" wird überschwänglich die kleinliche Parteiſucht so weit, daß er in seinen parlamentarischen Situationsbildern tüchtige Leistungen von Gegnern systematisch todtschweigt. Num, Niemand kann aus seiner Haut heraus, und wenn wir Herrn Eugen Richter auf die Finger klopfen, so geschieht es sicherlich nicht in erzieherischer Absicht. zeichnet werden können; und treibt Herr Nichter selbst doch gelobt. Wir können in Bezug auf diese journalistische Ein Skandal. Wir meldeten dieser Tage, der Leistung der Fronde nur unser Urtheil wiederholen. Wer nationalliberale Reichstags- Abgeordnete North wolle sein da von glänzendem Stil redet, der hat den Artikel ent- wir aus der Straßburger Post", die Nachricht sei unrichtig. Mandat für Straßburg- Land niederlegen. Heute erfahren weder nicht gelesen, oder er kann kein Englisch. Gleichzeitig aber bringt bie Germania" folgende Kor respondenz: Aus dem preußischen Landtag. Die Kommission zur Vorberathung des Gesehentwurfs, betreffend die Besetzung Er schimpft ferner in bekannter Rohrspaßen Manier der Subaltern- und Unterbeamtenstellen in über unsere Bemerkung, daß er um das allgemeine Wahl der Verwaltung der Rommunalverbände mit Militärrecht einen Eiertanz aufgeführt und sich von dem Zentrum anwärtern, hat am Schlusse der zweiten Lesung am den Wind aus den Segeln habe nehmen lassen. Ist das Freitag Nachmittag der Resolution zugestimmt, die aber nicht wahr? Wenn Herr Richter ein wirklicher Freund Staatsregierung aufzufordern, daß den auf Lebenszeit andes allgemeinen Wahlrechts wäre, würde er seinen gestellten Beamten im Kommunaldienste bei ihrer PensioAntrag gar nicht gestellt haben. Wer das nirung die Militärdienstzeit angerechnet und der auf diese elendeste der Wahlsysteme beseitigen will, flidt es nicht erst Weise entstehende Pensionsmehrbetrag nicht von den Ge noch zurecht. An einer Baracke, die man niederreißen will, meinden, sondern aus Reichs- bezw. Staatsmitteln getragen nimmt man keine Reparaturen vor. Daß Herr Richter werde. nebenher, der Form halber, eine zeremoniöse Berbeugung vor dem allgemeinen direkten Wahlrecht gemacht hat, will Geniales Blech. Ueber den Panslavismus schreibt gar Nichts besagen oder vielmehr es beweist nur, wenn der Chefredakteur der Hamburger Nachrichten": es überhaupt Etwas beweist, daß es Herrn Richter nicht ernft mit dem allgemeinen direkten Wahlrecht war- sonst hätte er dasselbe in den Vordergrund gestellt, statt es blos nebenher zu erwähnen. Die" Frankfurter Beitung" reibt ihm das auch unter die Nase; sie schreibt: Herr Richter erklärte sich in kurzen Worten für Landtagswahlen auf Grund des im Reiche geltenden Wahlrechts. Die Kritit, die er dem Klassen- Wahlsystem widmete, wäre vielleicht wirksamer gewesen, wenn er die Frage der veränderten Eintheilung der Wahlkreise bei Seite gelaffen hätte. Daß er auf fie gerade das Hauptgewicht legte, that seinen Aus: führungen Eintrag, denn diese Frage tann zur Zeit nur unter der Vorausseßung, daß das Klassen Wahlsystem erhalten bleibt, gestellt und erörtert werden; mit der Forderung der Be feitigung jenes Systems fällt sie fort, denn ein anderes System muß eine andere Eintheilung der Wahlbezirke zur Folge haben. Der Mantel folgt dem Herzog; wozu also an dem Mantel zerren, wo es gilt, den Herzog zum Fall zu bringen? Der Führer der freifinnigen Partei hat ja auch selbst zugegeben, eine Aenderung der Wahlkreis- Eintheilung sei nicht möglich ohne Benderung des Wahlrechts: ergiebt sich nicht daraus der Schluß, daß man alle Kräfte auf ben einen Punkt der Reform des Wahlrechts richten sollte?" Lateinischer Vers. Naturam expellas furca tamen usque recurret- und wenn man auf die wahre Natur( eines Rüpels) noch so arg losorischt, fie tommt doch immer wieder zum Borschein. Wir halten den Banflavismus für eine Phantasmagorie, der das Streben nach dem Besiz von Konstantinopel in Nebel hüllt, und die orthodoxe Kirche mehr für das treibende Element als das Slaventhum. Für die deutsche Politik bedeutet unserer Ansicht nach der Panslavismus das Drängen nach den Meerengen und weiter nichts. Die damit verbundene antideutsche Stimmung hat nicht das Biel, die Popen in Ostpreußen einzuführen, sondern sie wird in der russischen Presse hauptsächlich gepflegt durch die Einflüsse, welche Polen, Franzosen, Nihilisten und Sozialdemokraten auf dieselbe üben. Die Glemente, von denen diese Einflüsse auf die russische Presse ausgehen, haben ein startes Interesse daran, daß der Friede zwischen Rußland und Deutschland niemals sicher erscheine und daß der Krieg zwischen beiden Ländern nach Möglichkeit gefördert werde. Nur aus dem Kriege können Verhältnisse hervorgehen, unter denen die polnischen, die französischen, die nihilistischen und die republikanischen Tendenzen zur Blüthe gedeihen. Für den vorwiegenden Einfluß in der russischen Hespresse gegen Deutschland halten wir den polnischen. Der Bole ist gewandter als der Russe und in der Regel gebildeter; seine Meisterschaft in tonspiratorischem Bu sammenhalten ist in Europa bekannt, und wenn man die pol nischen Einflüsse in der russischen Presse beseitigen könnte, so glauben wir, daß die Deutschfeindlichkeit der legteren erheblich abgeschwächt erscheinen würde." Die ganze Bornirtheit des preußischen Junkers, der noch in der Barenverehrung der Vierziger Jahre steckt! Bäterchen" und der Barismus- das ist der Friede. Die bösen" Polen, Franzosen, Nihilisten und Sozialdemokraten" treiben zum Krieg. Im Jahre 1848 waren die Polen, Juden und Franzofen die Schreckgespenster des Junkers Bismard man sieht, er ist ihnen ziemlich treu geblieben. • " " pro Straßburg i. Els., 19. Mai. Liberale Blätter mel deten dieser Tage, daß der nationalliberale elfäffische Ab geordnete North aus Gesundheitsrücksichten" sein Reichstags Mandat niedergelegt habe. Ueber diese Gesundheitsrückfichten" verbreitet nun näheres Licht ein Bericht der biefigen Neuesten Nachrichten" fiber eine sehr stürmische Generalversammlung der, Aktiengesellschaft für Boden und Koms munalfredit in Elsaß- Lothringen", zu ber der Aufsichtsrath eben diesem Bankdirektor North und seinem finanziellen Mitdirektor Blum( Jude aus der Pfalz) den Rath gegeben hatte, nicht zu erscheinen, damit man fich ,, freier" über fie und über ihr 600 000- Mart- Konto diversi ( für Verschiedenes) ohne genauen Nachweis der Berwendung unterhalten fönne. Dabei führte der Präsident aus, daß die Wahl der beiden Direktoren teine glüdliche gewesen sei. North tenne wohl die Landesgesetze, aber die sonstigen Kennt nisse zur Leitung einer großen Bant besige er nicht. Schlimmer aber sei man noch mit der Anstellung des Direktors für den finanziellen Theil weggekommen, besonders da dieser auch viel wichtiger als jener fei.... Was die Direktoren nämlich Niemandem zeigen wollten, bas stellten sie einfach auf dieses blinde Konto. Sie wollten damit nicht eigentlich Bes trug ausüben, sondern sie waren ihren Aufgaben nicht ge wachsen. Dabei waren sie von ihrem eigenen Reichthum und von beffen richtiger Verwendung so überzeugt, daß fie in teiner ihrer Handlungen als Direttoren ein Unrecht erblickten u. f. w. Mit einem Wort, sie waren durch ihr schnell erlangtes Ansehen ganz verblendet. Es ist uns ftreitig eine traffe Geschichte, und sehr beschämend, daß die Direktoren in dieser Weise gehandelt haben. Es ist darum vom Aufsichtsrath auch turzer Prozeß gemacht worden. Die beiden Direktoren, sowie der Subdirektor, haben ihre Aemter niederlegen müssen, und sie haben für das Manto mit ihrem ganzen Vermögen einstehen müssen. Ihre Aemter werden durch die drei Herren des Aufsichtsraths Klein, Schaller und Eiffen provisorisch verwaltet." Justizrath Huber richtete bann noch an den Aufsichtsrath weitere An fragen, die meist zurückgewiesen wurden, namentlich der Bor wurf, daß ein Mitglied des Aufsichtsrathes, als bie Aftien in Basel plöglich fielen auf Lancirungen hin, Die nur durch Indiskretion ihren Weg nach außen hätten finden können, burch ein Straßburger Bank haus schnell seine Attien verkauft habe. Ferner stellte Aftionar Balentin die Frage, ob es wahr sei, daß Abtheilungsvorstände einen Theil der Gehälter( 1) der ihnen unterstellten( 1) Beamten für sich behalten hätteu? Ch. Giffen antwortete hierauf, daß ber Aufsichtsrath biefe Angelegenheit bis jest nicht babe prüfen tönnen, babie hierfür nöthigen Bücher und Belege am ber tlärte, der Rechtsgang müßte, absehend von allen möglichen schwinden. Zwei aber, welche bei der Auszahlung sich als das„ Volksblatt" wurde fleißig tonfiszirt, Kaufmann Roll Folgen, seinen regelmäßigen Berlauf nehmen, und was die bie Lehten zurückgehalten hatten, traten, als die Anderen mann auf freien Fuß gesetzt und„ in Mangel mehreren Verdachts Statuten beträfe, auf die sie sich beriefen, so wüßte er hinausgegangen waren, zu den beiden Vermittlern vor und freigesprochen, dagegen die Preßprozesse gegen das Organ nicht, ob solche beständen oder nicht, jedenfalls feien sie erklärten, daß sie sich nach den gehörten Vermahnungen und Demokratie, sowie die Berfolgung Frant's undLange's wegen un von der Regierung nicht bestätigt, hätten daher einen Vorstellungen nicht dazu hergeben könnten, ihre Kameraden erlaubten Sprechens am Grabe mit äußerster Energie beg durchaus privaten Charakter, dessen Verbindlichkeit für die zu berauben, und gestanden unter großer Reue, daß trieben. Auch die Nichtigkeitsbeschwerde des Staatsanwalts Kläger sich aber erst aus dem Prozesse ergeben tönnte. fie mit den Uebrigen, von Wehrhahn und Dr. Raff wegen Freisprechung der drei Redner in jener berühmt ge Somit blieb die Sache beim Alten, und die äußersten An- maus ausdrücklich mit Geld versehen, in die Genossenschaft wordenen Boltsversammlung fand willige Beachtung, und strengungen mußten gemacht werden, um wenigstens die geschickt worden seien, um diese Störungen hervorzurufen. Frant, Barth und Lange hatten neue ermüdende Verhöre Werkstätten zur Fortsegung der Arbeit offen zu erhalten. Streit nahm hierüber ein Protokoll auf, welches er die zu bestehen. Nicht minder entschieden wurde gegen Ueber den Konsumverein aber ward ein Sequester gesetzt, Beiden unterschreiben ließ, und sagte ihnen hierauf Ronservativen eingeschritten, deren Organe natürlich in eine der veranlaßte, daß nur noch zu den üblichen Marktpreisen seine und Dr. Lange's Vermittelung zu, daß sie als Neu- entschiedene Opposition gegen die neue Regierung traten und gegen baare Zahlung verkauft werden durfte. müthige wieder in die Genossenschaft aufgenommen würden. Ja, das Hauptblatt dieser Bartei wurde binnen vier Wochen bie Sehr philosophisch nahm der Philosoph Mensch die Während aller dieser Verzögerung ging es mit den drei Mal verurtheilt und darauf unterdrückt, ein Fall, der Versiegelung der Volksbank auf; er bezog sofort eine Etage Staatswertstätten auch immer mehr und mehr zu Ende. selbst unter dem konservativen Ministerium in den letzten der früheren Geschäftsetage gegenüber, richtete dorten eine Wegen des allzu großen Zuströmens von Arbeitern, welche zehn Jahren nicht vorgekommen. Ein solches Vorgehen neue Boltsbant auf eigene Kosten und Gefahr ein, was immer größere Summen in Anspruch nahmen, mußte man mußte das„ Boltsblatt" warnen; bas legte freifinnige er durch riesengroße Platate an allen Straßenecen alle neuen Ankömmlinge zurückweisen, was viel böses Blut Organ stand am Rande des Abgrundes, und feine bekannt machte, rechnete sich jeden Abend auf Heller machte, zumal als man an vielen Orten der Proving anfing, Eigenthümer und Leiter beriethen, ob unter folchen und Pfennig aus, was er durch die Versiegelung der erst diese Werkstätten zu schließen und dadurch ein Zusammen- Umständen nicht eine vorsichtigere Opposition geboten begründeten Bank an Schaben erlitten, und reichte an jedem fließen von Arbeitermaffen in der Hauptstadt veranlaßte. sei, damit nicht auch diese Leuchte dem Bolle vers Morgen um den ausgerechneten Betrag eine Schadenflage Um den drohenden Sturm zu beschwichtigen, nahm man lösche. gegen das Handelsgericht ein. wieder Alle auf, welche sich meldeten, setzte aber den Lohn Die verwundbarste Stelle des neuen Ministerpräsidenten Schließlich, um dem Geschäfte nicht schwere Nachtheile um ein Bedeutendes herab, um dadurch die Leute ab- war und blieb aber die Arbeiterfrage, die Arbeiterbewegung. zu bereiten, ließen Advokat Streit und Dr. Lange die Un- zuschrecken. Keine Maßregel konnte verkehrter sein, als Er hatte die Geister aufgerufen, und er konnte sie nicht zufriedenen kommen und redeten ihnen scharf in's Gewissen, diese; denn hatte man früher wenigstens eine fernige Schaar wieder loswerden. Lange, Barth, Hanke, Frank, Wießner indem sie ihnen den ganzen unheilbaren Schaden vor von Arbeitern gehabt, auf die man unter allen Umständen und selbst der Advokat Streit warfen sich mit Macht auf Augen stellten, den sie ihren Mitarbeitern durch ein solches feft zählen konnte, so machte man durch diese Maßregel, diese wunde Stelle. Keine Gelegenheit war günstiger, un Verfahren zufügten, und boten ihnen außer ihren Geschäfts- beren Willkür nur durch die große Verlegenheit entschuldigt den bethörten Sinn der Arbeiter wieder auf die richtige antheilen noch je eine Summe von hundert Thalern zur Ab- wurde, in die man sich selbst begeben, alle Arbeiter zu Un- Bahn zu lenken, und so verblendet waren nur wenige findung an. zufriedenen. Klagen über gröbliche Täuschungen, Murren daß sie nicht den praktischen Beweisen glaubten, welche sie Darauf gingen die Leute endlich ein, nahmen das und selbst laute Drohungen waren bald in diesen Kreisen täglich vor Augen hatten. Regelmäßige und bei den ob Geld und verschwanden kurz darauf aus der Stadt. an der Tagesordnung. waltenden Umständen sehr zahlreiche Arbeiter Ver Aber dieses Geld brachte ihnen keinen Segen. Der Minister Raffmans befestigte aber in der Zwischen- sammlungen, in welchen die alten bewährten Führer Ueberall wo sie hintamen, waren ihre Namen und zeit seine Stellung. Ju alle einflußreichen Stellen der bald genug ihren früheren Einfluß zurückgewannen, Thaten schon bekannt geworden, überall wo sie in Arbeit Justiz, der Polizei und Regierung, ja selbst der Armee dienten treten wollten, legten die ehrlichen Arbeiter die Setzerhaken schob er liberale Männer und drängte die fonservativen lichen Bedürfnisse zur immer flareren Erkenntniß der wirt richtigen Wege hin und erklärten, mit solchen Stameraden nicht arbeiten zu Glemente in weniger einflußreiche Pläge zurück. Natürlich Besserung unleidlich gewordener Zustände. Endlich einige wollen. Allenthalben zurückgestoßen, mußten sie endlich über wurde auch die„ Landeszeitung" liberal, deren Leitung sich die verzweifelnden Arbeiter zu einer Adresse an die den Ozean, um dort so gut wie möglich spurlos zu ver- unter Ernennung zum Hofrath dem Dr. Beißer zufiel; Regierung, in welcher folgende Säge aufgestellt wurden: und der B zur Abend deS 27. April durchs Fenster nach der Brandgasse hinaus in die Wohnung des betreffenden Abtheilungsbeamten geschafft worden, aber bis jetzt noch nicht zurückgeliefert seien(!). Vertreter ver Straßburger Regierung, der die Bank beauf- sschtigende Regierungslommissar Ministerialrath Jakob und der Regicrungsselrelär Beutmann wohnten der Veneralversamm- lung bei. Jetzt weiß man also, weshalb Herr North sein Reichstags- Mandat niedergelegt hat. Ueber die Verhältnisse der„Aktien» gesellschaft für Boden- und Kommunalkredit in Elsaß-Lolh- ringen", deren Aktien in der letzten Zeit so stark fielen, gingen schon längst ungünstige Gerüchte um, die im Land» Ausregung hervorriefen, von der jetzt beseitigten Direktion aber sehr„vows oben herab" als grundlos bezeichnet wurden. Nun ist die „Bescheerung" in ihrer ganzen Häßlichkeit auf einmal au den Tag gekommen. Nachdem die.Gesundheit" des Herrn North in dieser Weise beleuchtet worden ist—„Diagnose" nennen es die Aerzte—, dürfte er seinem Entschluß, das Mandat nicht niederzulegen, doch vielleicht untreu werden. Jedenfalls .wollen wir den Partei- und sonstigen Genossen deS Herrn Baare im Auge behalten.— Einkommens- Selbsteinschätzung. Der zweiten h e s s i s ch e n K a m m e r ist ein Antrag des Abgeordneten Möllinger zugegangen, welcher die Selbsteinschätzung bei Einkommen über 2600 M. verlangt. Es wäre, meint dazu das sozialdemokratische.Offenbacher Abendblatt", sehr er- wünscht, wenn der Antrag Gesetz würde, denn gerade in den höheren Einkommensstufen ist in Preußen durch die Selbsteinschätzung eine Mogelei an den Tag gekommen, die unS hoffen läßt, auch für Hessen«in paar Milliönchcn mehr an Steuern aus den Kreisen zu erhalten, sobald die Selbst- einschätzung mit schwerer Bestrafung für die Mogler ein- geführt ist. Dieses Mehrerträgniß könnte zur Entlastung der Angehörigen der unteren Steuerstufen dienen, für welche eine Erleichterung der Lasten sehr angebracht wäre.— Nur immer gemüthlich. Der österreichische Finanzminister ist ein witziger Mann— das hat er durch seine Baluta-Komödie bewiesen, an der wir uns vorgestern erlustirten. Mit ihr hat er aber seinen Witz nicht erschöpft. Heut hören wir, daß er in der Budgetkommission auf die Frage nach der Wiederaufnahme der Baarzahlungen die salomonisch« Antwort gab:.Die Baarzahlungen werden aufgenommen, sobald die Verhältnisse es gestatten." Wohl- gemerkt die Baarzahlungen— in G o l d. Bis dahin wird weder in Silber noch in Gold gezahlt. Aber.sobald die Verhältnisse es gestatten", empfangen die Papierinhaber wenigstens Gold— das ist gewiß ein Trost, denn jedenfalls hat doch Derjenige, der in Gold nicht bezahlt wird, etwas vor Dem voraus, der blos um Silber geprellt wird.— Wozu ma« den Ravachol braucht. Ganz umsonst soll der Biedermann mit semen Kollegen doch nicht ge- arbeitet haben, und da den französischen Reaktionären die Maiernte verunglückt ist, so soll wemgstenS eine kleine Nachernte gehalten werden. Daß«S aus die Preßfrei beit abgesehen war, hatten die Leutchen schon längst verrathen, und sogar einer der Minister selbst hatte das Gcheimniß in einem Interview ausgeplaudert. Jetzt ist nun die Katze anS dem Sack: ein Gesetzentwurf, der es mit Strafe belegt(denn Strafe, Strafe, Strafe— das ist die ganze Weisheit dieser Reaktionäre), wenn 1. zum Diebstahl, Mord, Plünderung, Brandstiftung oder irgend einem Verbrechen gegen die Sicherheit des Staats unmittelbar aufgefordert wird(virvotowent provoquö) — Strafe: 3 Monat bis 2 Jahre Gefängniß ,und 100—3000 Franks Geldbuße; und 2. der Versuch gemacht wird, Soldaten zu Wasser und 5u Land von ihren Pflichten abzulenken(äotouruor äo leurs evoirs) Strafe wie oben. Tie weiteren Bestimmungen dieses sauberen Gesetz- «ntwurfs, der wahrscheinlich in deutscher Uebersetzung unserm Reichstag zugehen wird— in solchen Dingen sind die Re- gierungen sehr international—, haben zum Zweck die Be- schlagnahme von Druckschriften und die Verhaftung der Verfasser noch leichter zu machen, als es jetzt schon der Fall ist. Es versteht sich, daß die demokratisch« Presse mit großer Energie gegen diesen Gesetzentwurf zu Feld« zieht. Aufforderungen zu Verbrechen sind auch nach dem allgemeinen Strafgesetzbuch« strafbar, und 1. Jeder Mensch im Staate hat daS Anrecht auf ein menschenwürdiges Dasein innerhalb des Staates. 2. Es ist die Pflicht deS Staates, den schwerbedrängten und gedrückten Arbeitern zu Hilfe zu kommen. 3. Staatswerkstätten unter der Leitung von Staat?- beamteten können weder den Arbeitern, noch dem Staate zum Heile gereichen, da der Staat in seiner gegenwärtigen Verfassung nicht als Industrieller austreten kann. 4. StaatSkredit für steiwillig zusammentretende, sich selbst regierende und vom Staate nur kaufmännisch kon- trollirte Arbeitergenossenschaften, die einen ewigen Vertrag eingehen, deren Arbeitskraft deshalb nie aussterben kann und die somit kreditfähig sind, ist der einzige Weg, um der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, der Wurzel aller Leiden deS Arbeiterstandes, ein Ende zu machen. Die Adresse wurde, mit den Unterschristen von Zehn- tausend Arbeitern versehen, an das Gesanimtministerium ab- gegeben und veranlaßte eine lebhafte Diskussion, in welcher endlich Dr. Lutz entschieden erklärte, daß er bei fernerer Aufrechterhaltung der Staatswerkstätten seine Entlassung ein- reichen müßte. Keiner der Minister verrieth jetzt mehr sonderliche Lust, dieser kostspieligen Einrichtung das Wort zu reden, und so erging denn der einhellig gefaßte Be- schluß: .Nachdem es sich herausgestellt, daß der Versuch, die Lage der arbeitenden Klassen durch Staatshilfe, insbesondere durch die versuchsweise inS Leben gerufenen„Volkswerkstätten", zu verbessern, zu einem gedeihlichen Resultate nicht gestihrt hat, dieser Weg von den Aroeitern selbst als ein ihre Interessen nicht fördernder anerkannt worden ist, werden die Volkswerkstätten geschlossen und die Lösung der so äußerst wichtigen Arbeiterfrage in erneute ernste Be- rathung gezogen. Was die in der Petition ausgesprochene Ansicht über die Zweckmäßigkeit von freien Arbeitergenossen- schasten betrifft, so entbehren Letzlere zu sehr alles prak- tischen Bodens und aller Aussicht auf gedeihliche Ausfüh- rung. als daß der Staat ihnen Kredit oder Unterstützung auf Kosten anderer Staatsangehöriger gewähren dürfte. Es sind als» die strebenden Element« unter den Arbeitern nur Haß gegen die Preßfreiheit, nicht Rücksichten auf das sogenannte öffentliche Wohl oder die Sicherheit des Staats, hat diesen skandalösen Gesetzentwurf diktirt. Jedenfalls wird derselbe zu heftigen Debatten in der Kammer Anlaß geben, und es wäre nicht unmöglich, daß er dem ohnehin sehr schwachen Ministerium den Hals bräche. Es hat ohnehin viel auf dem Kerbholz; und die Dynamitkomödie, verbunden mit diesem Nachspiel eines Preßknebel-Gcsetzes, bietet der Opposition Angriffswaffen, die einer stärkeren Regierung gefährlich werden könnten. Bei dieser Gelegenheit sei kuriositätshalber erwähnt, daß der„Hannöver'sche Kourier", das Organ des ver- kannten„Staatsmannes" Bennigsen gegen(den„Vor- wärtS" die Anklage erhebt, er habe, indem er Ravachol und Kompagnie als Lockspitzel hingestellt, den Anarchisten einen Dienst leisten wollen, und dadurch die Jdeengemeinschaft des Sozialismus und Anarchismus wieder einmal bekundet. O heilige Einfalt! Wenn wir sagen: der Anarchismus sei Polizeimache— soweit er nicht reaktionärer Dusel oder hohleS Maulheldenthum sei— so soll das eine Reklame für den Anarchismus sein! Meint etwa der Spiritus reotor des„Hannöver'schen KourierS", wir machten Reklame für die Polizei?— Der belgische„General- Streik". Auf dem letzten Parteikongreß der belgischen Sozialisten wurde, wie unseren Lesern bekannt, der schon früher gefaßte Beschluß erneuert, daß im Fall der Verwerfung des allgemeinen Stimmrechts alle Gewerke in Belgien ausstehen sollten, um einen Druck auf die Kammer auszuüben. Aus der Debatte ging aber hervor, daß ein großer Theil der Delegirten einen all- gemeinen Streit unter den gegenwärtigen Verhältnissen für unausführbar, und daß auch die siegreiche Mehrheit einen Generalstreik für«in mindestens sehr schwieriges Unternehmen hielt, daS nur im äußersten Fall ver- sucht werden dürfe. Verschiedene belgische Gewerk- schaften wandten sich infolge jenes Beschlusses an die Gewerkschaften des Auslandes mit der Frage, ob und inwieweit die Belgier eventuell aus Hilfe rechnen könnten. Und mittlerweile sind die Antworten eingegangen — sie lauten fast ausnahmslos abmahnend trotz aller Sym« pathie. Zum Glück hat die Lage in Belgien sich inzwischen so gestaltet, daß der.äußerste Fall" wohl kaum eintreten dürfte. Die Kammer hat die Remsion beschlossen, und wenn auch noch keine Majorität für da? allgemeine Wahlrecht sicher ist, so sind die Massen doch im Fluß, und bei kräf« tiger Agitation kann mit Bestimmtheck darauf gerechnet werden, daß die Kammermajorität nachgiebt. ES gilt jetzt nur: nicht nachlassen! Sondern im Gegentheil immer kräftiger und kräftiger vorstoßen! An einen allgemeinen Streik ist in absehbarer Zeit um so weniger zu denken, als auch in Belgien die Geschäfte er- bärmlich gehen und viele Industrielle, namentlich auch Grubenbesitzer— ebenso wie in England— gar nicht ab- geneigt wären, den Betrieb auf einig« Zeit ganz einzustellen. Mit einer Maßregel, die dem, gegen welchen sie gerichtet sein soll, nicht unangenehm,«her willkommen ist, läßt fich aber selbstverständlich kein Druck ausüben.— Christlicher Kannibalismus. In Uganda, irgendwo hinten in Asrika— und zwar in der englischen„Macht- sphäre"— sind die zum Ehristenthum bekehrten Eingeborenen m Streit gerathen, und da sie wahrscheinlich gehört haben, wie ihre Lehrer aus Europa sich bei hundert Gelegenheiten um des christlichen Glaubens willen die Hälse gebrochen und die Gurgeln abgeschnitten haben, thun sie als gelehrige Schüler das Gleiche, nur mit der Verbesserung, daß sie, um das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden, nachdem sie sich die Hälse gebrochen, zur Krönung des frommen Werks einander aufessen. Ob die Protestanten leichter zu verdauen sind, oder die Katholiken, darüber liegt noch keine Statistik vor.— Varkeinaölrvickiken. Aus der sozialdemokratische« Presse. Zur Frage der Schaffung eine« interuatiouale« Pro- fromm» der Sozialdemokratie meint da».BoltSdlatt für eltow-Beeskow": „Es wäre freilich Nicht wünschenswerth, wenn an unserem Programm« schon jetzt wieder etwas geändert würde Indessen bis auf Weiteres auf den fruchtbareren Weg der Selbsthilfe zu verweisen." Mit diesem Beschluß glaubte das Ministerium die lästige Arbeiterfrage einstweilen beseitigt zu haben. Es war eine vergebliche Hoffnung. Zwanzigtausend Arbeiter, in den unruhigen Zeiten ohne alle oder genügende Be- schäftigung, standen täglich aus mit den düstersten Sorgen wegen ihrer dringendsten Bedürfnisse; die StaatSwerkstätten hatten einen Augenblick wie ein Hoffnungsstern in der Nacht der Verzweiflung geleuchtet; der war verblichen, untergegangen, und mit dem letzten Rest von Muth und Hoffnung wandten sie sich an diejenigen Männer, die feit vielen Monaten bereits ihre ganze Zeit und Kraft der schwersten, dringendsten Frage unseres Jahrhunderts zu- gewendet hatten und trotz allen Wechsel fällen dem mühe- vollsten, aber edelsten Streben treu gebtieben waren. Achtes Kapitel. Auf Irrwegen. Nur wenig Menschen bewahren bei Erreichung hoher Ziele, namentlich da, wo das Glück das Meiste lhun mußte, die kalte Fassung und den sicheren Ueberblick, der früher ihr Streben kennzeichnete. Nur da, wo eine durch- aus ernste und sittliche Ueberzeugung das Handeln des Aufstrebenden beherrscht, wo der persönliche Ehrgeiz keine oder nur eine Nebenrolle gespielt, hält die den Mann be herrschende Idee lein Wirken in diesem selben Ernste, auch nach Erreichung deS hcißerstrebten Zieles, fest, und dann zählt die Geschichte einen neuen Namen zu ven leuchtenden Vorbildern eines AristideS, eine? Eimon, eines PausantaS und eines Washington. Anders ein Dr. RassmauS, der nur die Herrschast seiner Partei und dadurch seine eigene Größe im Auge gehabt. Er wäre ein Konservativer gewesen, wenn er unter dieser Partei eine glänzende Karriere zu machen Aussicht gehabt hätte. Und wenn er nicht hätte hoffen dürfen, daß in einer versumpften Zeit, wie die unsrige, die Bourgeoisie, die sogenannte liberale, zur Herrschaft gelangen könnte, würde er sich den radikaleren Demokraten angeschlossen haben. wird man doch auf die Dauer nicht umhin können, unsereiN Programme eine etwas mehr epigrammatische Fassung zu geben, die besser für die Einwirkung auf die Massen berechne: ist, als das philosophische Kabinetsstückchen, das in Erfurt hergestellt wurde. Es ist wohl kaum zu bestreiten, daß unser Programm aus der Volksagitation fast ganz verschwunden ist seit der Erfurter Fassnng. Wenigstens an dessen ersten Theil hören wir selten einen Redner anknüpfen. Er bietet nicht die nöthigen Haken für den weniger wissenschaftlich vorbereiteten Agilationsredner. um die Fäden seines Vortrages daran anzuhängen. Da war das alte Programm sicherlich viel praktischer. Ueber lang oder kurz'wird man doch die Cache ändern müssen und die beste Gelegenheit würde freilich der Entwurf eines internationalen Programms bieten, der weniger vielleicht theoretisch schön, aber praktisch verwendbarer sein könnte. Da» Volk verlangt nun einmal nicht nach wissenschafllich untadelhaften Formen, die übrigen» unser Programm auch nicht ganz besitzt, sondern kernige Lehrsätze, die sich leicht behalten und weitersprechen lassen, und dem Bedürsntß wird man Rechnung tragen müssen." S O I« Sache« der Auflösung der freien HtlfSkasse«, welch« der Chemnitzer Sozialdemokratisch« Verein in einer Resolution empfohlen, schreibt daS„Volksblatt für Teltow-Beeskow": „Diese Resolution stellt iich auf einen grundsätzlichen Stand« punkt, ohne die technische Frage nach der Möglichkeit de? Fort- bestandes der Kasse unter dem neuen Gesetze in nähere Erwägung zu nehmen. Wir können diesem grundsätzlichen Vorgehen nicht gerade entgegentreten. Die freien Hilfskassen sind in ihrer Be- deutung für die Arbeiterbewegung überschätzt worden, von uns und unseren Gegnern. Wir können zwar annehmen, daß einige wemge jetzt bestehende Kassen unter den neuen Verhältnissen gut fortbestehen würden, daß aus anderen sich größere Filialen ausson- dern ließen, die durchaus lebensfähig und für die Arbeil« vortheil- hast sein würde«—(z. B. die FUtale Berlin der Krankenkasse der Maum tc.)— ab« im Allgemeinen würde bei dem Sauipf mit den neuen Bestimmungen für die Arbeiterbewegung»tcht»viel Vortheilhastes herauskommen... Die Folge würde sein, daß wir einen Verzweiflungskamps vieler solcher Kassen um ihr Dasein erleben würden, die ällmälig absterben, ja manchmal mit einem sehr unliebsamen Krach zur Auflösung kommen würde«. Streit, Zwietracht, gegenseitig« An- schuldigungen, Muthlostgkeit, kurz Schädigungen der Ardeiter« bewegung würden nicht ausbleiben. Da würde die Chemnitz« vtesolutto««in« gründlich« Hilf« schaffen. Die Frage wäre bei jeder Kasse jetzt s« zu stelle», dich«nr da» praktische Ziel in» Aug« gefaßt wird: „Kanu die Kasse den Arbeiter» Mehre» und Bessere» leiste» alA btc 3n)anß§fai"je Ist diese Frage nicht ganz stch« mit„Ja"»« beantworte� dann lös« man die Kasse auf. Die Zuschußkass« leistet in moralisch« Beziehung da»« selbe, wa» man von den steten Hilfskassen erwarten kann. Es bleibt also nur die rein materielle Frage zur Entscheidung übrig. DaS vereinfacht die Sache kehr... Urb« einen Kamm wird sich ad« auch hi« nicht M«S scheeren lassen." Zur Frag« de» Boykott»««öffenllicht dt, Boykott- kommissio» d« BreSlauer Arbeit« eine Erklärung, in welcher es bezüglich der Saalverweigerung heißt: .Da» Borschützen d« Behörde fetten» der Eastwirthe lasse man nicht gelten, evenwell verlange man unt« Zeuge» näher« Angaben über die vermeintlichen Beeinflussungen d« Polizei- Organe. Wir wisse» ja, daß hi« und da oft ein Beamt« uns gegenüber Manches unterlassen könnte. Wir wissen ab« auch, daß der Hinweis auf die Behörde oft als Auired« Seitens der Herren Gastwirthe gebraucht wird. Geschehen aber Uedergriff» von Polizeibeamten, so soll man auch nicht untalasfen, st« a» die Oeffenttichkeit zu ziehen. Nur dadurch könne» wir un» dm nothwendigen Respekt verschaffen." Die„sozialwirthschaftliche Partei" Oesterreich», welche „jedem geistig und physisch Schaffenden" noch vor Kurzem ein glänzendes Dasein verhieß, scheint stch b«eitS in ihre Element« auslösen zu wollen. EineS dies« Elemente NamenS Wammerl sendet der Wien«„Arbeiter-Zeitung" folgend« Erklärung:„Nach- dem das Etutut zur Gründung eines öst«reichischen Assoziations- Sparverbandes nach dem witthschafllichen Programm nicht be- willigt wurde und jede Aenderung de» Statuts den beabsichtigten Zweck nicht mehr«reichrn kann, fo erkläre ich hier öffenllich meinen Austritt au» d« Redaltion.Di« Freie Arbett", well ich al» Sozialist stets nur für dt« Jnteressm d« G-sammtheit ein- trete» werde. Näherer Komment« überflüssig. MU sozialem Gruß Franz Wammerl." Unser Wien« Bruderorgan meint dazu:.Wir wollm nicht prophezeien, ab« wenn die allgemein» Sezession der diversen .Oppositionen' so fortschreitet wie dish«, dann wird wohl bald «in Asyl für obdachlos«.OpposisionSsährer" v»d solch«, die«» werden«olle«,«richtet werden müssen." Al» er demnach endlich die steile Höhe erklommen hatte und sich am Ziele seines ehrgeizigen Strebens sah, war eS kein anderes Gefühl, als das befriedigter Eitelkeit, mit dem et herabsah auf daS, was seiner Meinung nach unter ihm lag. An einer Unzahl von Schmarotzern und Schmeichlern, Stelleniägern und Glücksrittern hat es zu keiner Zeit und unter keiner Regierung gefehlt, aber nie war ihnen eine Herrschaft günstiger, al» die unter dem neuen Minister« präside-cken. Jemandem, der ihm so recht zu schmeichel« ver- stand, konnte er schlechterdings Nichts abschlagen, selbst wenn es galt, für ihn ein« neue Stelle zu schaffe», die nur dazu diente, das Heer der Beamteten zu vermehren. Sein Schooßkind war die Polizei, der er als Miuisicc des Innern im Besonderen vorstand. Ihre Thättgkeit hielt ihn in Kenntniß von Allem was vorging, mit ihrer Hilfe beaufsichtigte er alle feindlichen Parteien und deren Führer, konnte er allen Anfängen zu einer bedenklichen Opposition rechtzeitig begegnen. Als Führer der liberalen Partei hatte er energisch gegen die Ueberzahl von Polizeiern und vielfach nicht ohne Wirkung gesprochen, den geheimen Fonds für polizeiliche Zwecke hatte er als unsittlich bekämpft; jetzt ließ er, um die Beamteten der Polizei an seine Herr- schast zu fesseln, zwei Polizeiräthe zu Regierungs- räthen bei der Polizei und drei Assessoren zu Polizei- räthen avauciren, überzog die ganze Stadt mit einem Netz von Polizeidistrikten und vermehrte die Zahl der so- genannten geheimen Polizeier und Polizeispione um das Doppelte. Er hatte früher, wie wir gesehen, ganz besonders dafür gewirkt, daß den Städten das Recht auf eigen« Polizeiverwaltung zurückgegeben würde, jetzt, da er die Macht besaß, diesen Proprammpunkt durchzusetzen, hätte er den als ärgsten Feind angesehen, der für seiae früheren Ideen in die Schranken getreten wäre. Aber die bloße Macht genügte ihm nicht; er wollte sich auch im Glänze derselben im gesellschaftlichen Leben sonnen. Man sah ihn jetzt überall bei offiziellen und nicht offiziellen Festlichkeiten, zu denen anstandshalber die Minister eingeladen wurden, welche Einladungen die früheren Minister mit nicht mehr als einer höflichen Danksagung und Entschuldigung bei Seite geschoben hatte«.(Fortsetzung folgt.) Für den Juhalt der Inserate über. Todes- Anzeige. Neue Welt. Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser treuer Freund und Kollege Heute, Sonntag: 186b nimmt die Redaktion dem Publikum on 4 b Concert u. Spezialitäten- Vorstellung. gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 22. Mai. Opernhaus. Lohengrin. Montag: Cavalleria rusticana ( Bauern Ehre.) Die Entführung aus dem Serail. Schauspielhaus. Der Kaufmann von Venedig. Montag: Die Prüfung. Post festum. Herrn Kaudel's Garidnenpredigten. Berliner Theater. Rean. Montag: Nora. Lessing- Theater. Ein Doppelselbstmord. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Firma Rondinot. Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Leyte Soirée Stuart Cumberland und Phyllis Bentley. Thomas- Theater. Die Ulanen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernn- Theater. Fräulein Feldwebel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Der Günst ling. Montag: Dieselbe Vorstellung. Krall's Theater. Die Zauberflöte. Ostend- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nachm. ab: der Silberdrücker Julius Schmidt Auftreten von Künstlern allerersten Ranges. am 20. d. Mts. seinem schweren Leiden erlegen ist. Die Beerdigung findet Puppen- Theater. Volksbelustigungen aller Art. 3 Rutschbahnen. am Montag, den 23. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes aus statt. Im grossen Bal- champêtre: Cavalier- Ball. Um zahlreiche Betheiligung bei derselben bittet Großes Brillant- Feuerwerk der Pyrotechniker Herren Der Vorstand des Verbandes deutscher Gold- und Silberarbeiter Entree 25 Pfg. Im Vorverkauf 20 Pfg. Th. Keller's Hofjäger, 67/13 & Hasenhaide, Bergmann- StraßenEde. Heute, Sonntag, den 22. Mai 1892: Grosses Militär- Konzert Jm großen Saale von der Regim.- Rapelle des 3. Garde- Regim. zu Fuß unter Ball. Leitung des Königl. Musikdirigenten Herrn C. Arnold. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pi.( im Vorverkauf 10 Pf. A. Frölich. Avis! Am Himmelfahrtstage: Grosses Extra- Konzert. Zum Schloss Sternecker. Weissensee. Heute, Sonntag, den 22. Mai 1892: Fallschirm- Absturz der Bertha CarellFallschirm- Grossmann. Dame mit ihrem neuerbauten amerikanischen Fallschirm. Concert. Ball. Volksbelustigungen. Anfang des Concerts 4 Uhr. Auffahrt 61/2 Uhr. Entree 30 Pf., vorher 25 Pf. Donnerstag ( Himmelfahrtstag): Großes Land- und Waffer- Feuerwerk. vor dem Schloß u. im Trianon- park: Gr. Dresdener Vogelwiese. 2446L Vom 5.- 20. Mai, Treptow Kaffeeküche täglich geöffnet. Rud. Sternecker. Restaurant Karpfenteich. Jeden Sonntag: Tanz. An den Wochentagen für Vereine, [ 7562] Kümpel's Restaurant zum ,, Park- Schloss" Feenpalast. Spezialitäten- Borstellung. Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété, SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Treptow. Grösster Garten. 10 Begelbahnen. ParkTanz. Sonntag: Frei- Konzert. Otto. Jeden Sonntag: Tany. Jeden 2301 L u. verw. Berufsgenossen( Bahlstelle Berlin), 183/11 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. im Dienstag, den 24. Mai, Abends 81% Uhr, Lokale ,, Königshof", Bülowstraße Nr. 37: Versammlung. Tages- Ordnung: 460/10 Der Vorstand. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragen. Um zahlreichen Besuch bittet Bekanntmachung. Gauverein Berliner Bildhauer. Die Mitglieder werden dringend ersucht, da ein Antrag, den U.-V. d. B. D. aufzulösen, dem Hauptvorstand zugegangen, unverzüglich zur Urabstimmung( laut§ 42 des Statuts) zu schreiten. Die Stimmzettel find in der Stellenvermittelung, Annenstraße 16, sowie bei den Kollegen Stötzer, Laufiger Platz 17 und Noack, Gisenbahnstraße 13, 3 Tr., zu unterzeichnen resp. abzuholen und spätestens bis zum 24. Mai( Vereinsabend) zurückzuliefern. Den Gegnern dieses Antrages dies zur besonderen Beachtung. Der Vorstand. 374/20 Außerord. Mitglieder- Versammlung der Central- Krankenkasse am Dienstag, den 24. Mai, Abends präzise 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Kessner, Annenßrake 16. Tagesordnung: 1. Wahl der Delegirten zur außerordentlichen General- Bersammlung nach Mainz. 2. Anträge zu derselben. Da diese Versammlung bis 10 Uhr beendet sein muß, weil nach Schluß derselben noch eine Gauvereins- Bersammlung stattfindet, werden die J. A.: Der Verwalter. Treptow. strasse. Kaffeeküche, Kegelbahnen. Mitglieder hiermit gebeten, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Berl. Sommer- Theater Bade's Volksgarten. ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). SO Mittwoch, den 25. Mai 1892: Eröffnungs- Vorstellung. 1. Hermann und Dorothea, Posse Vorzügliches Weiß- u. BairischBier. 2302L An der Verbindungsbahn. Treptow. Köpnicker Landstrasse. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. mit Gesang in 1 Akt von D. ff. Lagerbier 0,42it. 15 Pf. Münchener 0,4 2it. 20 Pf. 6 Kegelbahnen. W. Jacob. Kalisch und A. Weirauch. Zornow's Restaurant, Heue ens- lee 2. Zwölf Mädchen in Uniform, Vau- Treptow. B. Zoegelbahnen, Kaffeeküche, Tanz- Salon. A deville- Burleske in 1 Akt von L. Angely. 8. Der Kohlenprinz, OriginalPossen- Pantomime mit Ballet in 8 Bildern von Rich. Anger. Vor der Vorstellung u. in den Pausen Doppel- Konzert. Anfang: des Konzerts 61/2, der Vorstellung 71/2 Uhr. Castan's Panoptikum. ACTIE N- BRAUERED EDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Rönigsthor. peute, Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert W. Böhme. Anfang 42 Uhr. Grosse Ausstellung. Gintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. Zahlreiche Novitäten. Etablissement ,, Ostbahn- Park" Magneta Galatea. 71 Rüdersdorferstraße 71 Schreckenskammer. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Passage[ 2412L Konzert- Part ,, Vittoria" mit Frankfurter Allee 72. Größtes und schönstes Etablissement im Dsten Berlins, prächtig schattigem Garten und großen Sälen.[ 24432 Jeden Sonntag Konzert, Vorstellung und Ball. Entree im Vorverkauf 10 Pf. Wochentags Frei- Konzert. Kaffeeküche täglich von 2 Uhr. Weiß- Bier! Bairisch Bier 0,4 Liter 15 Pf. 0 Sonntag, den 22. Mai 1892: Restaurant ,, Zukunftsstaat", Großes Garten- Konzert und Spezialitäten Vorstellung. Artist. Leiter Gust. Grop. The Sisters Pontcherri, Thurmfeil Künstler auf dem 200 Fuß langen Telegraphentabel. Auftreten von Spe 2444L 460/1 Achtung! Wagenbauer. Grosse öffentliche Mitglieder- Versammlung der Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer Berlins und Umgegend am Mittwoch, den 25. Mai 1892, Abends 8 Uhr, bri Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Bortrag über die fernere Gestaltung der freien Hilfskaffen. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Diskussion. 2. Wie stellen fich die Mitglieder zu den Entschädigungs- Ansprüchen des Zentral- Bergnügungs Romitees vom Maskenball. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Beauftragte: J. Rühl, Breslauerstr. 7. Das Gäste willkommen. NB. Die Mitglieder des Zentral- Bergnügungs- Komitees sind schriftlich zu dieser Versammlung eingeladen. 871/8 Graveure n. Ciseleure! Deffentliche Versammlung am Montag, 23. Mai, Abends 9 Uhr, bei Bachmann, Dresdenerstraße Nr. 45. 6979 Kaftanien- Allee 35. 2169L Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu dem geplanten Rongreß. Vereinszimmer, 80-40 Perf. faffend, 2. Verschiedenes. Wegen der sehr wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen eine, auch zur Zahlstelle, zu vergeben mit Piano, noch einige Abende an Ver- aller Kollegen nöthig. Empfehle mein 109b Entree 20 Pf. Anfang 4 uhr. Weiß- u. Bairisch- Biez- Lokal, Herm. Jmbs. Panopticum.ialitäten allerersten Ranges. Mann mit Steinkopf und Pigmy Märkischer Hof, Admiral- Straße Nr. 18 c. Jeden Sonntag und Mittwoch im großen Spiegel- Saal: Großer Ball. v. Stanley- Zwergvolk. Anfang Sonntags 4 Uhr, Mittwochs 10-1 5-9 Uhr. 8 Uhr. Ende 2 Uhr. Herren, die Sonntags am Tanz theilnehmen, zahlen nur fowie Vereinszimmer zu 30 Personen. W. Grube, Mariendorferir. 10. Der Parteigenossen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be such. Vereinszimmer als Zahlstelle für 40 Personen. Edmund Renter, 21818 Swinemünderftr. 45. Genossen empfehle mein Lokal, immer mit Piano, sowie 2 Regel bahnen stehen zur Verfügung.[ 2767b G. Leichnik, Rönigsbergerstr. 24. Vereinszimmer mit sep. Eingang ( bis 40 Personen), auch als Bahlstelle Moabiter Gesellschaftshaus, 50 Bf. im Abonnement. Empfehle meinen große und kleine Bereins Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Entree 80 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. Saal zu Sommernachts- Bällen, Hoch zeiten u. Versammlungen. Am Himmelfahrtstage großer Ball. 3 Vereinszimmer mit Piano auch Sonntags zur Verfügung. 2352L Allen Genossen und Bekannten empfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Angenehmer Aufenthalt für Proletarier. W. Thierbach, Friedrichsgracht Nr. 16, an der Roß- Brücke. 776 Oeffentliche Versammlung Töpfer Berlins und Umgegend am Dienstag, den 24. Mai, Abends 7 Uhr, in Joel's Salon, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: Vortrag des Kollegen P. Hennig aus Breslau über: ,, Organisation". Der Wichtigkeit der Tages- Ordnung entsprechend, bittet um zahlreiches C. Thieme. Erscheinen der Kollegen Säulen- Anschlag findet nicht statt. 411/12 Große öffentliche Versammlung zu vergeben. R. Jacob, Boedoftr. 5. zu Gunsten der Arbeiter Bildungs- Schule 188b Mein Saal und Garten ist im Juni und Juli an mehreren Sonnabenden und Sonntagen für Vereine frei. R. Schröder, Manteuffel- Straße 9. Charlottenburg. Allen Freunden und Genossen zur Bairisch Bierlofal von Genossen Im Garten am See:[ 2434L 2oß, Krummeftr. 19, in Vertretung Seeschlößchen Reinidendorf. Nachricht, daß ich das Weißt und Großes Juftrumental- Konzert. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch Im Saal: Tanzkränzchen. sowie 6 Billards, 3 Regel3wei verd. Regelbahnen. Kaffeeküche. bahnen und 2 Sale. Es ladet ergebenst ein Böttcher. F. Sodtke. Restaurant z. Gemüthl. Sachsen Alte Jakobftraße Frühstück u. Stamm- Abendbrot, Mittagstisch. Bereinszimmer frei. A. Richter, früher Krauts. Den Genossen theile hierdurch mit, daß ich in Magaziuftr. übernommen habe, und bitte um geneigten Zuspruch. 24512 Hermann Wernicke, Tischler a. D. Bestes Weißbier am Dienstag, den 24. Mai 1892, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Knebel, Badstrasse 58. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Wilhelm Liebknecht über den Thermidor ( Robespierre's Sturz). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 459/14 Arbeiter- Bildungs- Schule. Der Einberufer. H. Gumpel, Barnimstr. 42. Alle Diejenigen, welche noch Billets vom 1. Mai von der Kom Am Montag, den 23. Mai, Abends mission des 5. Wahlkreises in 8 Uhr, wird in dem Lokale Rosen- Händen haben, werden ersucht, bis thalerstraße 38 im oberen Saale Herr zum Montag Abend abzurechnen, Dr. Pinn über:„ Die Religionen des Alterthums", sprechen, als Fortfegung widrigenfalls fich die Kommiffion einer Reihe von Vorträgen über Die veranlaßt sieht, die Namen Der haben, öffentlich bekannt zu machen. magazine. 15, in parlottenburg, ohne Walerzufa, wichtigſten Epochen aus der Geſchichte". ienigen, welche nicht abgerechn Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal 16 große oder 32 fleine für 3 Mart Gäste zahlen 10 gun ber liefert Emil Böhl, 459/13 eröffnet habe und bitte hiermit um geneigten Zuspruch. Achtungsvoll 24502 19872 Frankfurter Allee 74. Paul Wolter. Fernsprech- Anschluß Amt VII b. 1511 Pf. Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. 468/7 Die Kommission. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 119. Parteinachrichten. Sonntag, den 22. Mai 1892. " 9. Jahrg. An einer wunderbaren Begriffsstütigkeit leidet doch Spediteurs in Berlin W. hatten bemerkt, daß in den großen die, Norddeutsche Allgemeine Beitung" in sozial Möbeltransportwagen öfters herumlungernde obdachslose Eine wahre Räubergeschichte über unsere Parteileitung demokratischen Angelegenheiten. Wir brachten neulich eine War Strolche" nächtigten. Dieser Tage gelang es den Kutschern, vier und speziell den Abgeordneten Bebel erzählt das Organ der nung vor dem Ruffen Bobuchoff, welcher die Parteigenossen solcher Nachtvögel" im tiefsten Schlaf zu überraschen. Das war brandschaßt, und fügten derselben die Bemerkung hinzu, daß den braven Kutschern eine hohe Freude. Sie warsen die Thür " Unabhängigen" in feiner letzten Nummer und die Bourgeois dieser Mann nicht der einzige sei, der sich auf Grund angeb- ins Schloß, spannten Pferde vor den Wagen und fuhren im Zeitungen nehmen davon selbstverständlich mit Behagen Notiz licher Parteigenossenschaft Unterstüßungen zu verschaffen suche. Triumph nach der Niederlage ihres Chefs". Hier vor verDanach sollen die Partei- Häuptlinge" die Verfolgungen und Der Norddeutschen Algemeinen Zeitung" genügt das, um fammeltem Kriegsvolk sollte den Gefangenen eine gehörige Maßregelungen der" unabhängigen Sozialisten" sogar bis über diese Warnung Tracht Prügel ausgetheilt werden, so war es beschlossen. Deutschlands Grenzen hinaus fortseßen, damit der anders sich die Behauptung leiſten zu können, denfende Freiheitskämpfer, der vor den Schergen flüchten mußte, gestatte einen tiefen Blick in die Interna der sozialdemokratischen Doch die schlauen Kutscher hatten nicht mit der Findigkeit Herrlichkeit." Da hört denn doch Alles auf. Wenn die sozial- der Berliner Jungens" gerechnet. Das Nest war leer. im Exil hilflos und verlassen sei, daß er verkomme und zu demokratische Partei die Arbeiter warnt, den schnorrenden Während des Transportes hatten diese sich durch Herausreißen Grunde gehe." Uls Beweis für diese alberne Behauptung wird ein angeb- bas teine fozialdemokratischen, sondern vielmehr In- große Deffnung verschafft, um Giner nach dem Anderen aus der licher Brief Bebels in den Bourgeoisblättern wird von einem terna ber Bourgeoisie, aus deren Reihen diese Betrüger Maufefalle zu entschlüpfen. Daß keiner dabei überfahren Birtular an die Parteisekretäre der sozialdemokratischen Parteien regelmäßig stammen. Derselben Bourgeoisie, für deren Geschäfts- wurde, ist als ein Wunder zu betrachten. im Auslande geflunkert an den holländischen Sozialdemokraten an den holländischen Sozialdemokraten 3. Chrift. Corneliffen angeführt. Da Bebel s. 3. sich auf Reisen interessen sich die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" prostituirt. befindet, so können wir nicht genau feststellen, was in seinem Briefe stand. Wir glauben aber aus dem Schreiben, das Cornelissen an die" Unabhängigen" gerichtet hat und das diese in ihrem Organ unter gewaltigem Tam- Tam zum Abdruck bringen, schließen zu fönnen, um was es sich im Bebel'schen Briese handelte. Das Schreiben des Cornelissen lautet: Tokales. So ift's wörtlich zu lesen. Jns Deutsche übertragen heißt das also: Vier arme obdachlose Menschen brachten eine Nacht in einem Möbel- Transportwagen zu. Wir wollen es den bürgerlichen Blättern überlassen zu ergründen, ob ein solches Nachtquartier zu den Annehmlichkeiten des Lebens gehört oder nicht. Die Kutscher waren brutal genug, eine hohe Freude" zu als empfinden, fie die entdeckten. Sie Schlafenden beraubten dieselben ihrer Ruhe Ruhe und sperrten sie im Parteigenossen! Bon Seiten des Parteivorstandes( in einem Der Militäregzek in der Afrikanischen Konzerthalle, Wagen ein, und nun wurde nach ber Niederlage Briefe von Bebel) werden wir ersucht, die deutschen Emigranten der in unferem gestrigen Leitartikel" Krieg im Frieden" in Verdes allverehrten Chefs gefahren. Dieser sollte Zeuge ihrer nicht zu unterstützen, falls sie nicht ein Empfehlungsschreiben bindung mit ähnlichen Vorkommnissen mitgetheilt wurde, erfährt edelmüthigen Handlung sein. Denn diese Menschen wollten zeigen fönnen, worin sie für Unterstützung anbefohlen werden. in einer Anzahl Abendblätter eine Bestätigung. Kreuz- Zeitung" die verhungerten, ausgefrorenen, obdachslosen Proletarier vor einer Es ist uns aber deutlich, daß diejenigen unserer Genossen, und Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hüllen sich noch in möglichst großen Zuschauermenge durchprügeln! welche der Partei der Unabhängigen angehören, niemals ein Schweigen. Die Bosnische Zeitung" schildert den Vorgang in Ist es nicht himmelschreiend, eine solche Rohheit begehen zu solches Schreiben des Parteivorstandes erhalten werden. Deshalb derselben Weise, wie wir es gethan. Nachdem die Herren Unter- tönnen? Wehrlose Personen, die Niemand geschadet haben, die ist es unsere Frage, was wir Ihres Erachtens- solchen offiziere ihr Verwüstungswert vollbracht und die übrigen Gäste nur als bedauernswerthe Opfer unserer wirthschaftlichen Zustände deutschen Genossen gegenüber zu thun haben, welche sich an uns vertrieben hatten, waren sie Alleinherrscher in dem Lokal. Den nicht einmal in der Lage sind, unter Dach und Fach zu schlafen, wenden mit der Behauptung, daß sie der Partei der Jungen" weiteren Vorgang schildert die" Bossische" in folgender Weise: die sollten von ihren lieben Mitmenschen, die vielleicht acht Lage sympathisch seien. Ihre Antwort werden wir, so nöthig, eben-" Der Wirth war abwesend, die übrigen Gäste waren ver- später ebenso obdachslos sein können, durchgeprügelt werden! Pfui falls veröffentlichen. trieben, und die Frau des Wirths und ihre Kellnerinnen voll- und abermals pfui! Die in dem Möbelwagen Gefangenen fommen hilflos. Ein Schuhmann, der sich infolge des Tumults ahnten ihr Loos wohl schon und unternahmen, von eingefunden hatte, war auch außer Stande, Ordnung und Ruhe Todesangst getrieben, den Versuch, den Knütteln ihrer Beiniger wieder herzustellen. Als Bezahlung verlangt wurde, berichtigten zu entrinnen. Der Versuch gelang. Indem sie Bretter zwei von den Tumultuanten ihre Beche, der dritte die Aus- aus dem Boden des Wagens nahmen, brachten sie eine Deffnung fagen darüber, ob es ein Garde du Korps oder ein fertig, und ließen sich durch dieselbe auf das Pflaster fallen. Daß Der holländische Briefschreiber und die ,, Unabhängigen" unter Garde- Ulan war, lauten widersprechend versetzte der dieses Unternehmen große Gefahren in sich schloß, war wohl ftellen also Bebel und der deutschen Parteileitung auf eigene Kellnerin mit einem gemeinen Schimpfwort eine fräftige jedem Einzelnen klar, die Todesangst ließ sie aber die Gefahren Faust eine böswillige Absicht und letztere schimpfen dann lustig hrfeige und fügte hinzu:" Da hast Du Dein Trint- vergessen. Die Bourgeois- Blätter wollen es sogar als ein Wunder" darauf los, als wenn jene die Handlung wirklich auch begangen geld." Jeht geriethen die Herren in Uniform auch untereinander betrachten, daß keiner von den schweren Rädern des Möbeltranshätten. Das ist eine Kampfesart, welche eben so gemein ist, als ich in die Haare, und während einige von den Kavalleristen portwagens überfahren worden ist. Bezeichnend für das wirklich fie feitens der" Unabhängigen" bisher stets geübt wurde. einem Infanteriften zusetzten, beluftigten sich die Kameradeu gute Herz der Besigenden ist es, daß sie derartige trübfelige Wor An der ganzen Geschichte ist nun folgendes Thatsächliche. damit, auf die Kellnerinnen mit der blanten tommnisse als heitere Begebenheit" des Morgens beim Frühstück Bon Seiten der holländischen Parteileitung famen ein paar Mal Klinge loszuschlagen und loszustechen. Darauf in ihrer Beitung lesen, ohne daß der Bericht in ihnen mehr erfura hinter einander Mittheilungen an die deutsche Parteileitung, tam der Wirth nach Hause, und es gelang ihm nicht ohne regt, als ein Gefühl behaglicher Sattheit. wonach Personen, welche angeblich aus Deutschland irgend Schwierigkeit, die Ruheftörer endlich zum Verlassen des Lokals Wie man sieht, behauptet der Briefschreiber nicht, daß Bebel verlangt hat, man folle die Jungen" nicht unterstüßen, sondern er, der Briefschreiber, giebt der Bebel'schen Zuschrist nur diese Deutung, indem er meint," Unabhängige" würden niemals ein Empfehlungsschreiben des Parteivorstandes erhalten. welcher politischer Vergehen wegen hätten flüchtig gehen müssen, zu veranlassen. Der Besitzer der Afrikanischen Konzerthalle" Die Schwitzer" Londons haben auch in Berlin ihre Abe dort um Unterstüßung vorsprachen, diese auch erhielten, welche beklagt nicht nur den Verlust, der ihm durch die Sachbeschädigung leger. Die lekteren treten etwas weniger an die Deffentlichkeit, Beträge dann von unserer Parteileitung zurückerbeten wurden. in dem Lokal zugefügt worden; er ist auch durch diese Ausschrei- sie sind auch nicht ganz so smart, aber ihre Gefährlichkeit für Unter diesen„ Emigranten" befanden sich nun ein paar notorische tungen nach anderer Richtung hin geschädigt worden. Es sind die Arbeiter ist aller Orten dieselbe. Wir finden diese Spezies Schwindler, welche mit der deutschen Sozialdemokratie, wie über- ihm seit Donnerstag eine Menge Stammgäste fortgeblieben, und an von Zwischenmeistern auch in den ausgepowerten Weberdistrikten haupt mit der fozialdemokratischen Bewegung so viel zu thun dem ereignißreichen Abend hat er, da der Glandal die ganze als" Fattore" wieder, auch hier macht sich ihre Gefährlichkeit hatten, wie Stöcker mit der chriftlichen Nächstenliebe. Nachbarschaft in Aufregung verfekt hat, faum genug eingenommen, geltend. Der" Faltor" des Eulengebirges, der fächsischen Lausitz, Um diesen Beutelschneidereien in Zukunft einen Riegel vor um seine Musiker bezahlen zu fönnen, während er sonst ein gutes des Voigtlandes, des Erzgebirges hält sich seine mit Webern zuschieben, wurde im Parteivorstand beschlossen, den holländischen Geschäft zu machen pflegt. Gestern haben die Ruhestörer vom besetzten Stühle, Stick- oder Klöppelmaschinen. Auf den um die den Genossen mitzutheilen, daß, wenn dort Personen Unterstügung Donnerstag Abend Versuche gemacht, den Wirth zu bewegen, faufmännischen Vertrieb leitende Stadt gelegenen Dörfern spielt der unter Berufung auf die deutsche sozialistische Partei beanspruchen, feine Anzeige von dem Vorfall zu erstatten. Sie waren sehr" Faktor" die Rolle eines Pascha- Halsabschneiders. Keiner der Weber diese nicht zu gewähren sei, sofern die betreffenden Gesuchssteller nicht fleinmüthig geworden und haben es an Versprechungen, Schaden kommt in direkten Verkehr mit dem Fabrikanten, diesen vermittelt" einen Ausweis bei sich führen, der jeden Zweifel ausschließt. ersatz zu leisten, nicht fehlen lassen. Auch der geohrfeigten eben der die Weber ausbeutende Faktor. Diese Vermittelung kommt o aber dieser Ausweis fehlt, gab unfere Parteileitung den Rath, Kellnerin ist Schmerzensgeld angeboten worden. Auch ein Herr, natürlich dem Weber theuer zu stehen, er muß vorlieb nehmen erst bei ihr anzufragen, ehe größere Summen gegeben würden. der sich für einen Intendanturrath ausgab, hat Vermittelungs- mit den Brosamen, so aus des Faktors Tasche fallen. Dieses Vorgehen der Parteileitung ist ebenso forrett wie versuche angestellt und den Wirth zu veranlassen gesucht, das GeDie Zwischenmeister in Berlin spielen die gleiche Rolle, felbstverständlich. Abgesehen davon, daß wehl auch die Mehrzahl schehene zu vergessen und von weiteren Schriften Abstand zu allerdings nicht so frei und offen, wie dies in den Weberdistrikten der„ Unabhängigen" nicht wünschen kann, daß Parteigelder an nehmen, weil die betheiligten Unteroffiziere, welche die Zahlmeister geschieht. Die Arbeiter Berlins machen energisch Front gegen Schwindler gegeben werden, so versteht es sich doch am Rand, laufbahn einzuschlagen gebenken, durch eine Klage um ihre Aussichten das Schwitzsystem, und das macht die Schwizer so kleinlaut, daß daß, wenn die deutsche Parteikasse für derartige Unter- auf ein gutes Fortkommen gebracht werden würden. Der Wirth fie sich große Bescheidenheit angewöhnt haben. In einer dieser fügungen aufkommen foll, der Parteivorstand auch wissen scheint auch geneigt gewesen zu sein, die Sache auf sich beruhen Tage abgehaltenen Versammlung der Mäntelnäherinnen, Bügler wurde diesen Zwischenmeistern berart die muß, an wen diese Gelder gegeben worden sind. zu lassen, wird aber wohl nicht verhindern können, daß sie von und Stepper Nur um Unterſtüßungen, deren Ersatz event. die deutsche der Militärbehörde einer eingehenden Untersuchung unterzogen Wahrheit gesagt, daß ihre Bescheidenheit natürlich wird. Es Parteitaffe übernehmen sollte, hat es sich aber bei jener Rorre werden wird." wurde den Zwischenmeistern der Borwurf gemacht, daß sie sich spondenz gehandelt. Wie viel und an wen die holländischen Es ist sehr brav von dem Herrn Intendanturrath, sich dafür aus allen Ständen rekrutirten, die im Leben Schiffbruch Genoffen Unterstützung gablen wollen, ist ihre Sache und so sehr zu bemühen, daß die ritterlichen Herren der Armee er gelitten hätten. Dieser Vorwurf allein, dessen Berechtigung ficher geht uns deutsche Sozialdemokraten natürlich nichts an. balten bleiben und in ihrem guten Fortkommen nicht gehemmt lich sehr anzuzweifeln ist, würde den Leuten großen Schaden Der Gipfelpunkt der Albernheit aber ist es, wenn das werden. Die Helden der Afrikanischen Konzerthalle werden dereinst wohl nicht zufügen. Es wurde aber weiter hervorgehoben, daß Organ die Korrespondenz unserer Parteileitung gegen Flüchtlinge fratischen Umstürzler. Worläufig erproben sie ihren Wuth an beitern ernähren laffen. Dieser Vorwurf ist gerechtfertigt. der ersteren gerichtet. Daran hat die Parteileitung bei ihrer wehrlosen Kellnerinnen. Korrespondenz um so weniger denten tönnen, als zur Beit, thut, als habe " wo dieselbe geführt wurde, von den Unabhängigen" noch Von einem mißglückten Pennbruder- Fang" wissen nicht durch ihr Verhalten erwiesen war," daß sie beim ersten hiesige freisinnige"" Blätter zu erzählen. Sie bezeichnen das als Schreckschuß wie Schafleder ausreißen werden. eine beitere Begebenheit". Hören wir also, was die Heiterkeit" dieser Menschenfreunde hervorgerufen hat: Die Rutscher eines Ueberall die Beiden". Aus dem Polnischen von Janto. " sprangen, da war es einen Augenblick, daß sich die Ruhe in meine Seele sentte Ich blickte liebevoll in den glänzenden Lichtschein, der das Bäumchen umgab, und bald überfam mich ein wonniges, schwärmerisches Gefühl. doch ptzlich verbreiterte und vertiefte sich der Lichtkreis, und bot mir den Anblick der langen, schier endlosen Hauptstraße •.. Solcher Bindeglieder" zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedarf es nicht. Wenn sich die Schmaroßer eingenistet haben, dann hilft allerdings nur ein energisches Vorgehen. Daß die Berliner Arbeiter ein solches eingefchlagen haben, ist um so an erkennenswerther, als devon ein heilsamer Einfluß auf die Arbeiterbevölkerung der Provinz mit Sicherheit zu erwarten ist. ihn herumspringenden Kinder, und ihre Mutter, die mit thränen feuchtem Blick zu mir hinüberschaute. Am nächsten Tage gab es einen Augenblick, wo ich vom tollen Wirbel übermüthiger Sinneslust mich fortreißen ließ. Ueber dem spiegelglatten Parquett sah ich farbige, seidene Frauenkleider dabingleiten; sie flatterten und rauschten beim Rhytmus eines schnellen Walzers. Die Atmosphäre des Saales war warm, erfüllt vom berauschenden Duft von Rosen und Narzissen, die im Haar der Tänzerinnen dahinwelften. Wirklich, es ist kaum zu glauben! Soviel Gestalten waren am Weihnachtstage, dem lebhaftesten Tage des Jahres, der feinem andern der gewöhnlichen Tage ähnlich ist, vor meinen Augen vorbeigezogen, und von dem ganzen Schwarm emporgerichteter Und ich sah die auf beiden Seiten wallenden Menschenund zusammengetrümmter, fröhlicher und melancholischer, ernster schwärme in lebhafter festlicher Stimmung. Ueberall herrschte Meine Sinne wurden von dem süßen Gift berauscht, und in und komischer Figuren sind mir nur die Beiden" im Gedächtniß Heiterkeit und Frohsinn. Die Thüren der Konditoreien, Weingeblieben. handlungen und Spielwaarenläden öffneten und schlossen sich ihrem Uebermuth fingen sie an, dem Geist, ihrem Herrscher, eitle Wer da herauskam, und doch verführerische Dinge zuzuraunen. Beide Feiertage hindurch folgten sie mir überall, wohin ich jeden Augenblick mit luftigem Klirren. meine Schritte lenkte. war mit einem Haufen von Packeten beladen, womit er eiligst Und so hätte ihn wohl, weiß Gott, wie weit gebracht, wenn Ich konnte ihre läftige Erinnerung nicht los werden, weder nach Hause ging, wie ein Eichhörnchen, das mit einem Vorrath nicht ein feidenes, hoch aufflatterndes Kleid, das mit seiner lebim Salon des hohen Würdenträgers, wo Fluthen blendenden von Nüssen dem Neste zuspringt. Alle waren festlich geschmückt, haften Kardinalfarbe auffiel, mich plöglich an ein anderes, nicht Sichtes fich in Silber und Krystall wiederspiegelten, noch in eines wohl aussehend, zufrieden mit sich und der Welt. Unternehmers" Gaftzimmer, welches von Kinderlärm und dem Klingen gefüllter Gläser ertönte, noch auch in der festlich ge Sie gingen dahin, gepeitscht vom rauhen Dezembersturm, gestoßen vom brutalen Haufen der Vorübergehenden, von den hauft die winzige Literatenhand vor Freude beinahe zerquetscht Handlungsbienern in den Straßentoth hinabgedrängt, elend, hätte. Und da erblickte ich die Beiden. fröstelnd, verachtet und gleichgiltig... Das Bild der beiden fremden Wesen tauchte hinter den Er hielt sie am Arm, fie vor dem Fall bewahrend, blaß, Personen und Gegenständen, auf denen ich einen Blick etwas als ob ihr alles Blut aus dem Gesicht entflohen wäre. Gie verursachte mir Unbehagen und Unruhe. rothe Flecken wies, spielte ein stumpfes, geistleeres, idiotisches Lächeln... So gingen sie und meine Gedanken, mit unwiderstehlicher Gewalt gepact, gingen ihnen nach..... Seele harmonisch stimmen, und die Töne der verschieden Ich hoffte, daß die stille Poesie des Weihnachtsabends meine Ich zählte darauf wie auf feidenes, aber ebenso lebhaftes gefärbtes Kleid erinnert hätte. Es war das kleid, welches jene Frau, die von ihrem blassen Genossen geführt, oder vielmehr aufrecht gehalten wurde, trug. Auch dies Kleid flatterte auf, aber nicht im wirbelnden Tanze, sondern von frostigen Hauch des Dezemberwindes, der die Frau frech verhöhnte und ihre zerrissenen, ausgetretenen Schuhe aufbeckte, welche die nackten Zehen vor dem Anstoßen an den Steinen der Straße nicht beschützen konnten. Wie jene Frau zu dem grellrothen, luftig herausfordernden leide tam, begreife ich nicht. Jedenfalls bildete es auffallenden Gegensatz mit ihrem Glend, mit dem kalten Dezembertage und der Leichenblässe ihres Begleiters. Es war wie der Strauß frischer Kamelien auf einer Todtenbahre, wie ein Bild der Wollust in einer Grabkapelle, wie der Klang eines Becherliedes -Sie müffen zugeben tönte es mir in diesem Augenblick in einem Hause, wo der Tod Auskehr gehalten... daß ein kindliches Lachen im Stande ist, sogar Es war ein phantastisches, lustiges Kleid, passend für eine eine Thräne der Rührung aus den Augen zu leichtlebige Weltdame oder Halbweltdame, zu irgend einem tollen und selbst einen Manfred mit dem Leben zu verföhnen.... Sommerausflug, mit Champagnergelage und aufdringlichen BerAlford vereinigen würde. einen Bundesgenossen, der mich in der Noth nicht ver- an die Ohren und das Chaos in meiner Seele fiegreich zu überwinden. Aber dieses unabweisbare Paar zerstörte mir den poetischen Reiz des Abends! Strahlte, als ob eine Schaar Johanniswürmchen sich darauf niederAls das Chriftbäumchen von tausend Kleinen Lichtern er gelaffen hätte; als golbiger, wie die Lichter, die Augen der Gewiß Woher eine solche Kleidung bei dieser Frau? Woher? ich errathe es warum aber ehrern. gab ich leise zur Antwort bekommen fie" dieses Lachen nicht zu hören, heute nicht und niemals! Was für„ fie"? Ich tam zur Besinnung-und meinen ernüchterten Augen zeigten sich wiederum die Lichter des Chriftbäumchens, die um Die Halbweltdame hatte einmal bei guter Laune eine Ans wandlung von Gutherzigkeit. Da fiel ihr Blick auf die arme Aufwartefrau, welche jeden Morgen hintam, um von dem ge mit Die Gesellschaft Urania", wurde im Mai 1888 mit einem Seitens des hiesigen Polizeipräsidii werden gegenwärtig| gewerbsmäßigen Schwindler Handelt. Insbesondere wurden ges Kapital von nur 200 000 m., das allmälig auf eine halbe wieder Erhebungen über die Zunahme des Wagenverkehrs ins- fälschte Telegramme und noch eine solche Postanweisung vor Million erhöht wurde, von Privaten auf Anregung insbesondere besondere frequentirter Straßenzüge angestellt und hat sich dabei gefunden, die jedenfalls auch Betrugszwecken bienen sollte. Die des Direktors der Sternwarte, Profeffor Dr. Förster, in der Ab- jezt herausgestellt, daß vor allem die Königstraße dringend einer Schriftstücke waren an hochstehende Angehörige der Marine ge ficht gegründet, die Naturerscheinungen, die Erklärung derselben Ableitungsstraße für den Fuhrverkehr bedarf. Der letztere beträgt richtet, auf den Umschlägen hatte sich der Absender als Graf und die Freude an den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung nämlich in dem Gesammtzuge der Königstraße innerhalb Ludwig v. Denneberg in Hohen- Schwanau bezeichnet. Er ist weiteren Kreifen zugänglich zu machen. Der Absicht der Gründer 24 Stunden durchschnittlich 20 500 agen, von denen 20 bis 24 Jahre alt, hat eine soldatische Haltung, einen kleinen entsprach es, daß die Aktien unverzinnslich bleiben, höchstens aber etwa 16 000 Wagen in der Zeit von 10 Uhr Vormittags bis schwarzen Schnurrbart und Narben an der linken Wange und 5 pCt. abwerfen sollten, einem Handel mit den Aktien wurde da- 7 Uhr Abends in dieser Straße tursiren. am Halse, die von Schußwunden herrühren sollen. durch vorgebeugt, daß dieselben auf den Inhaber lauten. Der jetzt erschienene Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1891/92 beweist Der Eierhändler Glaß in der Schinkestr. 15 unternahm Mord und Selbstmordversuch. Eine grauenvolle Blutthat, klar, daß diese uneigennüßige Gründung ihren Zweck glänzend am Donnerstag mit seinem Hausdiener auf einem Geschäftswagen die um so entsetzlicher ist, als ein Mord durch einen Buhälter vor erreicht hat. Nicht weniger als 116 268 Besucher haben in diesem den Besuch feiner Rundschaft. Als dabei schon über Hundert zuliegen scheint, hat sich gestern( Sonnabend) Mittag gegen Jahre die Anstalt besichtigt, 746 wissenschaftliche Vorträge haben Mark einfaffirt waren, benuste der Hausdiener, dessen Personalien 41 Uhr in einer der sogenannten Raltscheunengaffen abgespielt. stattgefunden, das wissenschaftliche Theater" weist 34 zugkräftige noch zweifelhaft zu sein scheinen, eine kurze Abwesenheit seines Wir erfahren über den Vorfall, der in der Königstadt sich schnell Repertoirstücke auf. Wiewohl aus den erzielten Einnahmen nicht Herrn und verschwand mit dem ihm zum Tragen in einem Beutel perbreitete und viele Hundert von Personen nach der Stelle, wo unbeträchtliche Summen für Anschaffung von neuen Instrumenten, überlassenen Gelde. der Mord verübt wurde führte, Folgendes: Sonnabend Mittag Vergrößerung des Wirkungskreises u. f. w verwendet sind, ist furz nach 122 Uhr gingen ein Mann und eine Frau die Linienes der Gesellschaft, die im vergangenen Jahre an einem Spiritisten, die im 6. Bogen des Prälaten am Alexanderplatz im Alleganderstraße, einer Seitengaffe der Linienstraße entlang. Der Prozeß Töpfer" beschäftigte Freitag Abend unfere straße von der Prenzlauerstraße tommend bis zur Kleinen Defizit von über 12 000 Mart litt, gelungen, das Defizit nicht nur zu beseitigen, sondern noch einen fleinen Geisterglaubens und von Neugierigen überfüllt und Hunderte einem hellgrauen Anzug bekleidet und trug Hausschuhe, Verein" Psyche" tagten. Der Saal war von Anhängern des Der Mann mochte etwa 36 Jahr zählen, Ueberschuß zu erzielen. Allerdings verzichten die Aktionäre auf mußten unverrichteter Sache wieder umkehren, da bei Beginn des bie Frau zählte etwa 26 Jahre, trug ein hellblaues Kleid Zinsen. Der Erfolg dieser nicht von fapitalistischer Profitwuth Vortrages, den der Vorsitzende der„ Psyche" Herr Dr. Spazier und eine große weiße Schürze. Beide gestikulirten heftig, der getragenen populär- wissenschaftlichen Stätte legt ein beredtes Beugniß für den Bildungsdrang der Massen ab. Gleichzeitig hielt, kein Plätzchen mehr zu haben war. Die Zeitungen hätten, Mann sprach eindringlich auf seine Begleiterin ein, die sich beweist der Erfolg des Unternehmens, was die Stadt Berlin führte der Redner aus, nur sehr mangelhafte Auszüge über schließlich losriß und die Kleine Alexanderstraße hinunter ging. und andere Städte auf ähnlichen gemeinnüßigen Gebieten leisten genaues Bild geben tönnen, umſomehr als der Gerichtshof von wartete hier den Mann; beide wechselten einige Worte und dann ben Gang der Gerichtsverhandlung bringen und ein recht un- Bor dem Hause Nr. 27 dieser Straße blieb fie ftehen und er Könnten, wenn sie Gelber für derartige Bildungsanstalten der vorgefaßten Meinung ausgegangen, daß Alles Schwindel sei; hieb der rohe Patron mit der geballten Fauft der vor ihr Stehens verwenden würden, die sie heute für Brunnengeschenke, Schüßenradau, Schmückung von Feststraßen bei Besuch auswärtiger Gäste vor einigen Jahren in Dresden gemacht und in der sie selbst ihre Be- Regenschirm, glitt dabei aus und stürzte zu Boden. Eine Fluth hierzu trug vor Allem die eidliche Aussage bei, die Frau Töpfer den ins Gesicht; die Angegriffene vertheidigte sich mit dem Das Erkennen der Hausnummern und Straßen- nehmenden Richter und zwar in allerneuester Zeit zugestanden worden, den Worten: Was, Du willst mich denunziren?" auf der trügereien zugegeben. Nun ist aber auch von dem damals den Eid ab- von Schimpfworten folgte nun; plöglich niete der Mann mit namen bei Nacht. Wer ist nicht schon bei Abend oder Nacht daß er von seiner vorgesetzten Behörde beauftragt worden, mit in große Verlegenheit gekommen, weil er die Hausnummern und allen gesetzlichen Mitteln gegen die Töpfer vorzugehen; der setzte die Waffe an vor ihm Liegenden nieder, zog einen Revolver hervor, Straßennamen nicht zu erkennen vermochte? Mancherlei Bor- Richter hat eingeräumt, daß er der T. mit sofortiger Berhaftung und feuerte zwei Mal hinter einander. Die Unglüdliche den Hals der laut Schreienden schläge sind gemacht worden, um Abhilfe zu bewirken, fie haben gedroht, wenn sie die Wahrheit nicht eingestehe und so habe das sprang nun empor und eilte noch bis an den im Hause fich aber fämmtlich als unpraktisch erwiesen. Was die Hausnummern Medium aus Angst schließlich die Aussagen in der angedeuteten Alexanderstr. 27a befindlichen Bofamentierladen, wo sie wenige betrifft, so läßt sich unseres Erachtens der Uebelstand in ebenso ein- Weise gemacht. Redner polemifirte dann gegen die Beugen Minuten darauf in den Armen eines jungen Mädchens, das facher wie wirksamer Weise dadurch beseitigen, daß jedem Hausbesitzer Frankfurter und Dr. Cohn und greift den Bertheidiger der An- hinzugesprungen, um die Sinkende aufzuhalten, verstarb. Der aufgegeben wird, die Hausnummer an der Hausthür und zwar geklagten scharf an, der der Sache des Mediums sehr geschadet mörder richtete nunmehr die Waffe auf sich; er versuchte sich in neben dem Schloß, und wo ein Garten vor dem Haus ist, in gleicher habe! Es gäbe ja Betrügereien im Spiritismus und fast alle ben Mund zu schießen, der Schuß zerschmetterte aber nur den Weise an der Gartenthür anzubringen. : und dergleichen verwendet. war man sie zu suchen hat und wird, da die Zahl für das Auge er- Minister und hohe Polizeibeamte hätten Gizungen der Spiritisten dann brach der Berwundete zusammen. Bald aber raffte er sich reichbar ist, stets in der Lage sein, die Nummern lesen zu können beigewohnt, ohne daß sie im Stande waren, die Dinge zu er wieder auf und troch zu dem wenige Schritte von ihm entfernt und sich zu orientiren. Die Straßennamen aber sollten an den flären. Interessant waren die Ausführungen Dr. Spazier's, liegenden Revolver, ergriff denselben und feuerte einen dritten Straßenecken auf die Laternenscheiben geschrieben werden. Dort worin er das Fehlen von Sachverständigen vor Gericht be- Schuß auf sich ab, der die Stirn durchbohrte. An der Abließen sich auch die Straßennummern von Ecke zu Ecke mit einem mängelte. Das Gutachten eines Polizeilieutenants sei das einzige gabe eines vierten Geschosses wurde der Selbstmörder durch den die Richtung angebenden Pfeil anbringen. gewesen, was in dieser Richtung geboten wurde, aber dieser Be- in dieser Straße Nr. 5 wohnenden Schuhmacher Bogel ge Neber einen Eingriff in das Koalitionsrecht der Ar amte sei selbst Medium(??). In der Suche auf weitere hindert, der den Verwundeten mit Hilfe anderer Männer beiter wird uns geschrieben:" In der am 7.1 April bei Joel Medien tam Dr. Spazier dann auf Edison, dessen Ruhm erheb in den Flur des Hauses Nr. 27a schaffte. Auf Anordnung ber stattgehabten öffentlichen Brauerversammlung wurde von derfelben liche Ginbuße erleiden dürfte, wenn wir hören, daß nach Spazier fofort hinzugerufenen Bolizei wurde der Mörder, der bald darauf eine Kommission gewählt, die event. vorkommende Differenzen alle Erfindungen des berühmten Amerikaners durch Geistertund- bie Besinnung verlor, nach der Charitee mittels Krantenwagen zwifchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch wegen der gefeßlich gebungen hervorgerufen feien. Eine Art Rütlifaene beendete den überführt. vorgeschriebenen Arbeitsordnung schlichten sollte. In diefer Rom Bortrag des Redners, indem die anwesenden Spiritisten einander Ueber die Personalien des Baares fonnten wir miffion war auch unter Anderen der Brauergeselle Steiner gelobten, tapfer weiter zu fämpfen für die Geisterwelt und die Folgendes ermitteln. Die Ermordete ist die 26jährige Prostituirte gewählt worden. Als nun am Dienstag, den 10. b. Mts., vierte Dimension! In der Diskussion wurde beschlossen, Material Anna Wagener, deren Wohnung unbekannt ist, die aber ihre Steiner vom Arbeitsnachweis der Berliner Brauergesellen nach für die Berufsinstanz zu sammeln und den Gerichtshof zu er der Brauerei Jul. Bözow( Hoflieferant) in Arbeit gehen sollte, suchen, skeptische Sachverständige", darunter den bekannten Anti- Serrenbesuche in der Andreasstraße bei einer Wittwe Kinnlein wurde derfelbe auch vom dortigen Braumeister Herrn Gerner fpiritisten Nervenarzt Dr. Moll, mit der Töpfer Séancen abhalten empfing; die W. ist noch nicht lange in Berlin, ist vielmehr mit angenommen. Nachdem sich derselbe jedoch jedenfalls beim zu lassen, deren Ergebnisse dann dem Gericht vorgelegt werden Schlafstelle wohnhaft, vor kurzer Zeit aus England zurückgekehrt; ihrem Buhälter, dem vorerwähnten Schmidt, Annenstraße 17/18 in Brauführer näher informirt hatte, wurde Steiner wieder follten. Die Versammlung, in welcher Herr Dr. Egbert Müller, Sch. ist im Besitz eines Erbtheils von 1800 M. gewesen, das er mit dem Worten: Derartige Leute, die einer Kommission der Hauptapoſtel der Spiritisten, nicht sprach, schloß nach längerer mit der. gemeinsam in ben letzten 14 Tagen durchgebracht hat. zur Schlichtung von Lohndifferenzen und Einführung Diskussion um 11 Uhr Nachts. Als das Geld nun zu Ende war, hat das Mädchen ihren Be einer gleichmäßigen Arbeitsordnung angehören, tann und werde ich nicht einstellen, da sie nur Stänterei machen", die Kriminalpolizei Nachforschungen angestellt. Die Maurers- Athleten- Gustav" ihre Gunst zuwenden wollen. Das scheint den Wegen des Verschwindens eines Kindes werden durch schützer verlassen und einem andern Buhälter, dem schwarzen nach dem Urbeitsnachweis zurückgesandt. Es ist also in Wirklich frau Gertrud Tornow, welche von ihrem Manne getrennt lebt, Sch. berartig gekränkt zu haben, daß er vorgestern schon zu anderen feit so weit gekommen, daß tüchtige Arbeiter, die ihre Meinung wurde am 16. November v. J. in der Charitee entbunden und Dirnen die Aeußerung gethan haben soll, er werde die 2. ers frei vertreten, in einzelnen Betrieben feine Anstellung erlangen am 18. desselben Monats wieder entlaffen. Das Kind ist seit schießen! tönnen, oder sie müffen der ihnen vorgeschriebenen Denkungsweise bem verschwunden. Die Tornow giebt an, fie habe sich unter entsprechend handeln, also Automat sein. Bange Minuten der Todesangst haben Freitag Mittag Gltern, bei denen sie wohnte und benen sie ihren Bustand allen Umständen des Kindes entledigen müssen, da sie zu ihren gegen 2 Uhr brei Personen durchmachen müssen. In der Mün heimlicht habe, das Kind nicht hätte mitnehmen dürfen. Auf bem Wege von der Charitee sei fie von einer unbekannten Frau raste unaushaltsam die Dragonerstraße entlang; auf dem Wage straße war das vor einen dem Schlächtermeister R., Münzftr. 17 angesprochen worden, welche ihr das Kind abgenommen habe, beren Namen fie aber nicht wisse. Diese Angaben flingen un befanden sich Herr K., deffen Schwiegertochter' und deren sechsun wahrscheinlich, und die Tornow ist wegen Verdachts des die mordes verhaftet worden. Gollte denn hierfür keine Abhilfe zu schaffen sein? Wohl in feinem anderen Gewerbezweige als in der Brauerei find derartige Uebergriffe in das freie Koalitionsrecht der Arbeiter energisch zu rügen." Ein Juferat der ,, Köln. 3tg." in Nr. 411 vom 21. Mai lautet:" Hübscher( dieses Wort ist als Kopf des Inserats sehr groß gedruckt) junger Mann wünscht disting. Herrn a. Reifen zu begleiten. Offerten 2c." Kommentar ist überflüssig. Die„ Köln. 8tg." ist eben ein Bourgeoisieblatt erster Güte. un noch mit der größten Mühe auf ihren Sigen zu halten, da der Vor einem Schwindler, welcher durch gefälschte Poft Augenblick umzufallen drohte. Mehrere Männer warfen fich dem Wagen nach rechts und links geschleudert wurde und jeden anweisungen sich in den Besitz von Geld zu sehen sucht, wird Pferde entgegen und versuchten dasselbe aufzuhalten, jedoch ohne Zur Aufhebung der Hundesperre! Wenngleich die Zeit durch die Bosverwaltung gewarnt. 2m 8. b. W. hat bei dem Grfolg, sie wurden bei Seite geschleudert und so fchienen bie der Hundesperre mit dem vorgestrigen Tage für Berlin abgelaufen Bostamt in G. ein Bauer eine über 3000 m. lautende Post- Wageninfassen, die unaufhörlich um Hilfe riefen, verloren. An ist, so besteht dieselbe für einzelne Theile der Millionenstadt doch anweisung vorgezeigt und hierauf die Auszahlung des Betrages der Ede der Schendelgaffe endlich raste das Thier auf den noch immer. Bekanntlich ist das polizeiliche Verbot auch auf die verlangt. Die Aushändigung des Geldes wurde verweigert, va Bürgersteig und nun schien ein Unfall unvermeidlich, wenn sich Vororte ausgedehnt und läuft der Termin desselben dort erst am der Aufgabeftempel fehlte außerdem giebt es ja solche An- nicht im letzten Augenblick der Kaufmann Leo Steinberg, 27. Mai ab, eine Bestimmung, durch welche besonders die Beweisungen gar nicht; der Bauer gab auf Befragen, Dragonerstr. 46 wohnhaft, dem Thiere entgegengeworfen und wohner des Weichbildes von Berlin getroffen werden. Am wie er zu der Postanweisung gekommen fei, an, an den Bügeln fassend, fich eine Strecke mit fortschleifen hätte Nollendorffplay, in der Kurfürstenstraße, am Kurfürsten Damm, daß er fie in einem benachbarten Dorfe DON einem laffen. Durch die muthige That des Retters tam das Thier zu am Rottbuser Damm, der Frankfurter Allee haben Berliner, jungen Manne zur Einziehung des Geldes empfangen habe. Fall und der Wagen wurde auf den Fahrdamm zurückgeworfen. deren Sunde gestern frei auf das dicht angrenzende Bororts Diese Angabe hat sich auch als richtig erwiesen, doch ifi Wit leichten Berlegungen konnten die brei Insassen das Gefähr terrain hinüberliefen, zu ihrem Schmera mit ansehen müffen, wie der junge Mann, welcher sich in der Gegend als Dottor be- verlassen. die Thiere von den betreffenden Beamten des Nachbargebietes zeichnet hatte, entkommen. Er hat aber verschiedene Schrifts fortgefangen wurden. tüde zurüdgelaſſen, aus denen hervorgeht, daß es sich um einen für Ein Unglücksfall trug sich Donnerstag früh in der Fabrit bohnten Fußboden die welken Blumen und Zigarrenstummel weg- Alle Diejenigen, welche das ganze Jahr hindurch zerstreut gelebt zu. Der Chef derselben, Herr Prillwig, hatte sich wahrscheinlich zufegen, und aus der Porzellanschüssel das Wasser, welches durch hatten, Jeder in seinem engen Wirkungstreise, den ihm das 2003 anlage begeben und muß dort wohl mit dem Kopf der Tran ben vom Gesicht abgewaschenen Gärbstoff rosafarben aussah, aus beschieden, mit der täglichen Arbeit beschäftigt, alle mußten sie miſſion of naye gekommen sein, jo baß er von derselben erfast zugießen. Ihr Glend dauerte sie. Da nahm sie dann aus dem an jenem Gedenktage sich zusammenschaaren, und sich der großen, und am Kopf mehrfach schwer, jedoch nicht lebensgefährlich Drit Spind jenes Kleid, das Flecken von Krebssuppe hatte und noch erhebenden Kraft bewußt werden, die eine jede Vereinigung legt wurde. voll war vom Duft eines beim Knall von Champagnerpfropfen uns giebt. und bei Mückengefumm an einem herrlichen Juni Abend auf Söre, mein Lieber! sprach zu mir der Weltefte aus grünem Rafen eingenommenen Soupers. Und sie warf es ihrer dem Kreise, indem er feinen filberweißen Bart glättete, Dienerin hin mit den Worten: es foll sich die Familie nicht artreuen, denn nur mit vereinten Kräften" fann man etwas in der Welt schaffen Möge sich auch die Gesellschaft nicht zerstreuen! daß ich seine Worte billige. -Nehmen Sie sich das, liebe Frau, zu Weihnachten. Hunde und Elende fristen immer so ihr Leben von dem Kehricht der Verschwender wenn auch diese Art Leben ihnen nie zum Nutzen gereicht.. -He, Dichter! Hier heran, zum Trinken, zum Toast! Der Verunglückte wurde von in seiner Fabrit schafft, wo er alsbald in ärztliche Pflege genommen wurde. thätigen Arbeitern aufgefunden und nach seiner Wohnung ge Polizeibericht. Am 20. d. M. Morgens wurde ein Arbeiter vor dem Grundstück Kreuzbergstr. 16/20 mit schweren Verlegungen am Kopfe, die ihm nach seiner Angabe von seinem Sohne bei Ich tüßte die furchenbefäete Hand des Greises, zum Beichen, gebracht worden waren, aufgefunden und nach dem Krantenhaufe am Urban gebracht. Vormittags sprang im Thiergarten eine Ich fomme.. aber vergeßt auch fie nicht, bitte... lehnend und die Augen halb schließend, gleich wie geblendet von dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. -Einst wird dann sprach er weiter, das Haupt zurück Frauensperson in den Neuen See, wurde jedoch noch lebend aus Laßt die trüben Nefte der nicht geleerten Flaschen, die Knochen einer lichtvollen Erscheinung einst wird dann an dem ge- dem Haufe Invalidenstraße 18 gerieth ein dreijähriges Mädchen reste der Fleischspeisen, die Krümel vertrodneten Gebäcks und die meinsamen Tische unsere ganze Familie Plah nehmen, und die unter die Räder einer Droschte und erlitt anscheinend innere Ueberbleibsel verleideter Süßigkeiten durch die Dienerschaft den Beiden hinausbringen. Was für Beiden? weiße Oblate, der Brüderlichkeit Symbol, mit einander theilen... Niemand wird da fehlen Verlegungen. Bor Nachmittags Im Luisenstädtischen Kanal, gegenüber dem Der Landmann und der Gelehrte,| Hause Luifen- Ufer 13, wurde die Leiche eines unbefannten, etwa der Kaufmann und der Krieger, der Handwerker und der Stern- vier Monate alten Rindes angeschwemmt. fundige, fie werden einander die Hände reichen und träftig ein- wurde ein dreijähriger Knabe vor stimmen in den Ruf, wie er feit alters her bräuchlich:" Hoch Allee 21 von einer Droschke überfahren und alle Stände!" schenkel bedeutend verlegt. Und wird an diesem - Den Beiden, welche auf dem Bürgersteig der Hauptstraße gehen, längs der glänzenden Geschäfte mit den kostbaren Auslagen, gepeitscht vom rauben Dezembersturme, gestoßen vom rohen Haufen der Vorübergehen den, hinabgedrängt in den Straßenkoth, elend, niedergedrückt, verachtet und gleichgiltig... -Er improvifirt! unser Dichter improviſirt! Und es erflangen die Gläser, wie Tausende von Krystall- erwachend. glöcklein, berauschende Wohlgerüche umwogten mich, es erglänzten .. bebend ein Platz sein für die Beiden? am Unterdem Hause Brüdens Der Anstreicher Kurzhals stürzte flüsterte ich, innerlich von einem an der Vorderseite des Hauses Admiralstraße 18 an Für welche Beiden, mein Lieber?-fragte der Greis, steig herab und erlitt außer einer Verlegung am Kopf anscheinend innere Berlegungen, so daß er nach dem Krankenhause am Urban marmorweiße Büsten schöner grauen, und ber Ginnender be-Für die Beiden, die zum heutigen Feste vom Schicksal gebracht werden mußte. Auf dem Neubau der Kindermanns gann, wie ein toller Schwarm ausgelaffener Robolde, meinem menschliche Berachtung, bie an ihnen herabfloß, wie die Bluth an Aufmauern der Frontmauer in Folge eines Febltritt erlitt felfigem Gestade; für die Beiden, die wie Maulwürfe an das 6 Meter hoch auf das dort angebrachte Schutzdach herab und erlitt reizenden Einflüsterungen der Sinne mußten verstummen, die Beiden, die in den Prunksaal hineingeführt, gleich wieder führung nach dem Krankenhause am Urban erforderlich machten. und die Dunkel, und wie Schlangen an den Schlamm gewohnt sind; für anscheinend schwere innere Verlegungen, welche feine Uebers Am 21. 6. Mts. Morgens wurde eine Frau in ihrer Wohnung Geifte eitle, aber verführerische Dinge zuzuraunen.: Doch schon war die Seifenblase zerronmen und Ich war nüchtern geworden. Dann war ich noch einmal, auch ihr Herzen teine Liebe verstehen; für die Beiden, die gleich in der Putbuserstraße erhängt vorgefunden. nur für einen furzen Augenblick, von der erhebenden Harmonie Felsblöcken unempfindlich geworden, durch fortwährende Bedrängdes hohen Festtages befangen am Familientisch, um den inniffe und die verthiert sind durch unaufhörliches Glend; dichter Schaar alle Diejenigen sich eingefunden hatten, die von für die Beiden, die durch's Leben gehen, vom rauhen DezemberVerwandtschaftsbanden zu einem Kreise vereinigt wurden. Sturm gepeitscht, gestoßen von brutalen Haufen der VorüberEs herrschte in diesem Kreise eine herzliche Stimmung. reisenden, in den Straßenkoth hinabgedrängt, hungernd, frierend, Die Bäter unarmten ihre Söhne, die Großpäter segneten zerlumpt und gleichgiltig. ihre Entel; die Frauen schmiegten sich an ihre Männer, Gerichts- Beifung Der Greis starrte mich mit gläsernen Augen an, und fand gegen den Maschinisten Friedrich Wilhelm Blodsdorf, welcher Das Schwurgericht des Landgerichts verhandelte gestern einer großen Anzahl schwerer Urkundenfälschungen und Betrüge stolz auf ihre pausbäckige, lächelnde Nachkommenschaft blickend. auf meine Worte teine Antwort... B " Alle läßt sich eben tein Staat machen. Von der Zensurbehörde wurde der Direktion des Deutschen reien beschuldigt war. Der Angeklagte betrieb einen eigenartigen in der Schloßbrauerei zu feiern, wozu Saal und Garten zur Urtheile ausgesprochen habe, der Kopf gehöre nicht zu den edlen Schwindel als Spezialität. Er hat denselben auch in Hamburg Berfügung stehn, und ein Komitee von zehn Personen hierzu Körpertheile. An diese richterliche Weisheit wird man unin so umfangreicher Weise zur Anwendung gebracht, daß er dafür gewählt. willkürlich mnert durch den Wahrspruch der Militärgefchworenen jezt eine fünfjährige Zuchthausstrafe verbüßt. Die jetzt gegen am Milit& Bezirksgericht München. Dort waren 3 Kanoniere ihn zur Aburtheilung gelangenden Strafthaten sind vor seiner Eine Versammlung der Drechsler und Berufsgenossen wegen Körperverlegung angeklagt, verübt an Kameraden. Die Ueberfiedelung nach Hamburg in Berlin begangen. Im Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin) hörte am 16. Mai einen Verhandlung ergab, daß der Kanonier Caller feinen Thoma Jahre 1887 lebte der Angeklagte hier mit einer un Vortrag des Herrn Dr. B. Wolff über das Thema Wie mit einem eichenen Stuhlfuß derart auf den Kopf schlug, daß perehelichten Sommerfeldt, die inzwischen verschollen ist, zu schüßen wir uns vor Lungenkrankheit?" und spendete dem er 10 Tage franklag; der Kanonier Weinberger trat auf Saller's fammen. Er etablirte hier ein Fälschungsgeschäft im Großen. felben lebhaften Beifall. Dann wurde beschlossen, beim Tode Seite und schlug dem Kanonier Herrle einen Literkrug an den Zunächst schrieb er einen Erlaubnißschein aus wonach eines Mitgliedes demselben einen Kranz nebst Widmung im Rosten- Kopf, daß er 5 Tage frant war, während der Kanonier irgend ein Landmann aus irgend einem Dorfe seiner Tochter, betrage bis zehn Mark zu spenden. Im Weiteren unterzog Schubert mit einem steinernen Halbliterkrug nach Saller warf, die entweder Anna Schulze oder Marie Meier hieß, gestattete, Kollege Doft die in der Fachzeitung vom 11. April in dem ihn in's Gesicht traf und eine Verlegung verursachte. in Berlin einen Dienst anzunehmen. Ebenso fälschte der Un- Versammlungsbericht beigefügte Anmerkung der Redaktion einer Drei reden sich auf Nothwehr aus. Die Geschworenen ver geklagte die beglaubigende Unterschrift des Schulzen. Dann Kritit, erklärend, da bereits in der öffentlichen Versammlung am neinten die Schuldfrage bezüglich des Schubert und wurde dieser freis füllte er die An- und Abmeldescheine in übereinstimmender Weise 11. Januar, wo Kollege Legien sprach, die Abstimmung zu gesprochen; bei Saller und Weinberger bejahten sie unter Annahme mit dem vorerwähnten Schriftstück aus. In Begleitung der Gunsten der Zentralorganisation aussiel, solle man dergleichen mildernder Umstände die Schuldfragen, jedoch mit dem Zusage, Sommerfeld, welche den Eindruck zu machen wußte, als sei sie Unterschiebungen nicht mehr machen, daß wir durch Annahme der daß mit dem Stuhlfuß und Litertrug, die nicht soeben vom Lande gefommen, fuchte Blocksdorf eine Herrschaft betreffenden Resolution der Lokalorganisation der Stockarbeiter gefährliche Werkzeuge feien, schwere Vers auf, welche ein Mädchen annehmen wollte. Er stellte Borschub geleistet hätten. Bur Maifeier erhielten acht arbeitslose legungen nicht zugefügt werden können. Mangels fich als Gesindevermiether vor, bot seine Begleiterin Rollegen Freibillets nebst 50 Pfennig baar. Bezüglich des Rechts- eines Strafantrages hätten nun Beide freigesprochen werden an und empfahl sie auf's Wärmfte. Die Herrschaft nahm schußes wurde bekannt gemacht, daß Klage wegen Lohnforderung müssen, wenn nicht das Militär- Strafgesetzbuch eine disziplinare das Mädchen an und gab demselben wie üblich einen Thaler eines Kollegen gegen den betreffenden Fabrikanten erhoben ist. Uebertretung der Mißhandlung von Kameraden" enthielt. Hier als Miethsgeld. Hiermit war der Zweck des Schwindlerpaares Kollege Dost ersuchte noch, die Lohnstatistik im deutschen wegen erhielten nun Beide je 21 Tage Mittelarrest. Nach erreicht, das Mädchen zog nie zu und wenn der angegebene Drechslergewerbe zu kaufen, da dieselbe für alle im Drechsler- folchen Leistungen der Militärgerichtsbarkeit ist es begreiflich, Heimathsort wirklich existirte, so stellte sich heraus, daß fä.amt- gewerbe Beschäftigten von vielem Interesse ist. warum man sich in Preußen so sehr vor der Deffentlichkeit des liche Papiere, welche bei der Herrschaft hinterlegt waren, gefälscht waren. Diesen Schwindel hatte Blocksdorf hier in vielen Die Arbeiter Bildungsschule" hatte am 16. Mai eine Gerichtsverfahrens scheut. Mit der militärischen Gerechtigkeit Fällen ausgeführt und war dann nach Hamburg gegangen, um Bersammlung im großen Gaale Rosenthalerstr. 88, in welcher das Geschäft fortzusegen. Die Geschworenen hatten über 40 Fragen Herr Dr. Pinn( Lehrer der Schule) den ersten einleitenden Bolkstheaters" in 23 i en betannt gegeben, daß die zwei Stellen zu beantworten. Staatsanwalt Dr. Benedig beantragte gegen Bytlusvortrag über:" Die Hauptepochen der Geschichte" hielt. in dem Schauspiel„ Satisfattion" von Roberts: Last mich in den Angeklagten eine Zusatzstrafe von vier Jahren Zuchthaus. Referent führte in demselben u. A. aus, welchen Nugen der Ruhe mit der Soldaterei, es giebt auch andere Menschen!" und: Das Urtheil lautete auf brei Jahre Zuchthaus zufäßlich, materialistische Geschichtsunterricht gewährt. Nachdem er ver- Mit Erlaubniß der hohen Obrigkeit tann ich mich jest nieder1800 M. Geldstrafe event. noch 120 Tage Buchthaus und die üb- ständlich gemacht hatte, daß die Geschichte sich stets als beste schießen lassen" gestrichen wurden und nicht gesprochen werden lichen Nebenstrafen. Lehrerin für die Zukunft erwiesen habe, schied er dieselbe in dürfen. Beide Stellen gaben bei der Erstaufführung Anlaß zu ideologische und materialistische Geschichte und bezeichnete die Rundgebungen der Zuhörerschaft. Wegen Bierplantscherei war der Restaurateur Rab, legtere, welche auch in der Arbeiter- Bildungsschule gelehrt wird, Adel verpflichtet". Der in 2 angenbielau erscheinende Bächter der Restauration auf dem Görlitzer Bahnhofe, vom als die richtige und dem um Besserung seines Looses kämpfenden Proletarier" schreibt:" Die hiesige ablige Gutsherschaft, im Schoffengerichte zu einer Geldstrafe von 150 M. verurtheilt Arbeiter allein förderliche. Montag, den 23. d. M., findet im Besitz des Herrn von Seidlik, hat es abgelehnt, sich an der worden. Auf Grund der Belastungszeugen hielt der Gerichtshof gleichen Lokal der zweite Zyklusvortrag statt; Thema desselben Feuerlöschpflicht der Gemeinde zu betheiligen, feitens der Ge für erwiesen, daß der Angeklagte Weißbier mit solchem Bairisch- ift Die Religion des Alterthums". Das Entree beträgt 10 Pf. meinde wird gegen diesen ablehnenden Bescheid Beschwerde bier vermischt hatte, welches zuerst nach dem Anftiche eines jeden Mitglieder haben bei Vorzeigung des Mitgliedsbuches freien Einerhoben werden. Wir wollen uns nicht damit aufhalten, Fasses hinausläuft und nicht verfauft werden kann, weil es trübe tritt. Neue Mitglieder werden an der Kaffe aufgenommen. zu untersuchen, ob diese Ablehnung gesetzlich begründet zu sein pflegt. Ferner sollte der Angefagte einmal 40 Flaschen Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am ist, beschränken uns vielmehr, darauf hinzuweisen, daß Weißbier, welches fauer geworden und theilweise schon mit einer Montag, den 23. Mai, Abends 8 Uhr, im Saale der Kronenbrauerei Ates schwerlich der Mangel an Pferden und Bedienungs Schimmeldecke bedeckt war, einer halben Tonne Jungbier zugesetzt Moabit 47/48. Bortrag des Herrn Σ. Wegner über die Stellung der Frauen mannschaften gewesen sein kann, der diese Ablehnung herbeihaben, um das Gemisch abzuziehen und zu verwerthen. Der Gerichts- in der heutigen Industrie und deren Folgen. Achtung, Schuhmacher! Bersammlung des Vereins zur Wahrung der geführt hat, es muß vielmehr angenommen werden, daß der Wille chemiker Dr. Bischoff hatte diefe Manipulationen als Bergehen Interessen der Schuhmacher am Montag, den 28. Mat, bet Feuerstein, Alte bazu fehlt. Die Gemeinde würde, falls die gutsherrliche Abgegen das Nahrungsmittelgesetz bezeichnet, denn im ersteren Falle Jatobfiraße 75. gefeßlich berechtigt Oeffentliche Versammlung der Graveure und Ziseleure Montag, lehnung ift, dann seien zwei verschiedene Biersorten gemengt und im zweiten alle ben 23. Mat, Dresdenerstraße Nr. 45. ebenfalls nicht Stellungnahme zu dem geplanten nöthig haben, Löschhilfe auf den Besitzungen der Gutssei verdorbenes Bier zur Verwerthung gelangt. Im gestrigen Kongreß. Termine vor der Berufungsinstanz gelang es dem Angeklagten, Arbeiterverein für Köpenick und Umgegend. Mittwoch, den herrschaft zu leisten. Da aber diese Befizungen an mehreren Stellen in denkbar nächster Nähe der Wohnstätten von die Glaubwürdigkeit der Belaftungszeugen es waren, wie in 25. Mat, Fortsetzung der General- Bersammlung vom Dienstag. Schneider- und Schneiderinnenverband. Morgen, Montag, Abends Gemeindemitgliedern liegen, muß die Gemeinde im Falle eines den meisten derartigen Fällen, entlassene Hausdiener- dermaßen s uhr, Rosenthalerfir. 38, tm Sokal der Freireltgtöfen Gemeinde, Bortrag Brandes im Gutsbezirk wohl oder übel zum eigenen Schuge die zu erschüttern, daß der Gerichtshof unter Aufhebung des erften bes Genoffen Guftav Reßler. Urtheils auf Freisprechung erkannte. Nach der Urtheils- Jentral- Branken- und Sterbekaffe der Birchler und anderer gewerb: 2öfchhilfe aufbieten. licher Arbetter.(. H. Nr. 3, Hamburg.) Dertliche Berwaltung Berlin Gestorben. Man schreibt uns aus Paris, 18. Mai: verkündigung erscholl aus dem Zuhörerraum ein mehrstimmiges und 6. Montag, den 23. Mat, abends Uhr, Mitglieder- Bersammlung Alexis Bouvier, der Verfasser unzähliger populärer Romane, Bravo!", eine Beifallsbezeugung, die der Vorsitzende in energischer im 2ofal Südon, Waldemarfir. 76. Genoffenschaftsbäderst für Berlin und umgegend.( E. S. mit be- ist heute Morgen hier geftorben. Er ist im Jahre 1886 in Meife rügte. schränkter Haftpflicht.) Außerordentliche Generalversammlung Montag, den Paris geboren und war ursprünglich ein einfacher Hand30. Mat, Abends& Uhr, Brauerei Bögow, Vor dem Prenzlauer Thor. Er werker. Erst schrieb er Chansonetten und Operetten und dann weiternng ber Bäckerei. Ausgabe der Statuten. Die Mitgliedskarte refp. ber eine lange Reihe von Romanen, von denen La Grande Iza" Antheilschein legitimirt. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Armin- und La belle Grelée" einen außerordentlichen Erfolg hatten hallen, Kommandantenstr. 20: Unterricht in der Nationalötonomie. Montag und dem Verfasser viel Geld eintrugen. Nichtsdestoweniger lebte Abends 8-10% Uhr: Süd- Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Der aus Deutsch( oberer): Süd- Oschule, Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Bouvier in den legten Jahren im größten Glend. Rechnen; Ost- Schule, Martusstr. 81: Unterricht in Buchführung; Norb dem Feldzuge von 1870/71 bekannte General Laveaucoupet ist gute Müllerstraße 179a: Unterricht in Buchführung. In allen Lehr gestorben. fächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Budapest. Das Leichenbegräbniß des Generals Klapla hat Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Sonntage. Mar am 20. Mai Bormittage unter großem Pompe stattgefunden. Die Kayfer, Nachmittags 3 Uhr, Schneetoppe, Noftiaftr. 29. Familie des Verstorbenen und eine ungeheure Menschenmenge Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von 2-4 uhr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein folgten. ber Glas arbeiter zu Stralau„ Borwärts 7" Rummelsburg, bet BorgBorwärts 8, Friedrichsberg, Berlinerstr. 10, bei Momber. Soziale Lteberlicht. Kein Bedürfniß foll nach der Ansicht des Bernburger Gemeinderaths für die Errichtung eines Gewerbegerichts vorliegen; auch würden die Kosten für dasselbe„ bei dem voraussichtlich geringen Umfange seiner Wirksamkeit unverhältnismäßig hoch werden". Die Arbeiter Bernburgs find jedoch anderer Meinung und werden eventuell auf dem Beschwerdewege ihren Willen durchzusehen suchen. Bezüglich der Beachtung deffen, was Arbeiterblätter über ungebuhrliche Behandlung der Arbeiter veröffentlichen, ist das Ackerbau- Ministerium Desterreichs zu loben. Neulich theilten wir schon mit, daß dasselbe an seine Unterbehörden diesbezügliche Weisung hat ergehen lassen. Dasselbe läßt es aber nicht dabei bewenden, sondern hilft den Unterbehörden auch in einzelnen Fällen auf die Sprünge. Bezüglich der in Nr. 19 der Wiener Arbeiter Beitung" zum Abdrucke gebrachten Beschwerde der Bergarbeiter im Duyer Kohlenrevier Wilhelmschacht" wurde laut Erlaß des Ackerbau- Ministeriums, gezeichnet v. Falkenhayn 3. Nr. 8468 vom 14. Mai 1892 die Prager Berghauptmannschaft zur strengsten Untersuchung der in dieser Beschwerde angeführten Misstände" und" sofortigen Berichterstattung" aufgefordert. Eine Nr. 19 der Arbeiter- Zeitung" mit rothangestrichener Stelle lag den bezüglichen Akten bei. Zu wünschen wäre es, daß auch in Deutschland die Minifterien den Stimmen der Presse so prompt Gehör schenken würden. Das wäre eine Schneidigkeit", gegen welche tein Arbeiter und feine Zeitung Etwas einzuwenden haben würde. " Versammlungen. Eine öffentliche Versammlung der Dachdecker Berlins und Umgegend verhandelte am 15. Mai über die Sperre der Firma Janice( Telephon). Der Referent Wilhelm Na of wit theilte mit, daß die hierbei in Frage kommenden Dachdecker arbeiten per Submission vergeben würden und unterzog das Verfahren der genannten Firma den Arbeitern gegenüber einer scharfen Kritit. Nach lebhafter Distuffion beschloß die Ver fammlung einstimmig, über die Firma Janice endgiltig die Sperre zu verhängen und dieselbe so lange aufrecht zu halten, bis die Firma die verlangten 50 Pf. Stundenlohn zahlt und die ausgesperrten Kollegen ohne Scheerereien wieder eingestellt hat. Der Lohnkommission wurde dann für den gegebenen Bericht auf Antrag Mehrleins ein Vertrauensvotum ertheilt und derselben die Kontrolle weiter übertragen. Die Frage der Unterstügung der Ausgesperrten fand, da hinreichende Mittel vorhanden sind und jeder Kollege fich verpflichtete, wöchentlich 1 M. zu zahlen, Beschlossen wurde eine allgemein befriedigende Erledigung. ferner, daß jeder von der Firma Janice Streitende verpflichtet ift, jeden Tag um 10 Uhr früh bei der Lohnfommission bez. bei Schlüter, Kleine Markusstr. 10, zu erscheinen und sich durch den Entlassungsschein zu legitimiren. Die Versammlung endete mit einem Hoch auf die Dachdecker Berlins und Umgegend. " 1 Semefters, eintreten. mann.9 Uhr: Uebungsftunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norddeutsche Charlottenburg, yra 2, Charlotten " bergerstr. ai bei Baghold. burg, Charlottenburger- Ufer ab bet Benzin. Sängerhain, Reichenstieg also wieder in das Gewölbe, sprengte den Sarg mit dem Sotosblume, letne sturstraße 10 bei Ranzow.-2iebesfreiheit II, Straußberg, im Restaurant Strüger. Frobe Goffnung( der Zimmerer Berlin West), Kulmitraße 86 bei Raumann. Myrthenblatter, Belforterstraße 15, bet Schneider. Felsenburg, Roppenftr. 43c.- Brüderschaft( Hausbtener), Fischerfraße 41. Navachol soll über die ihm zur Laft gelegte Schändung des Grabes der Frau v. Rochetaillée ein unifassendes Geständniß Arbeiter- Sängerbund Serline und gegend. Montag, Abenbe abgelegt haben. Das Geständniß ist ein schäzbarer Beitrag zur lette, Saunynitr. 86 bet Bubeil. Steber luft, Fichteftr. 29 bei Charakteristik dieses Polizei- Anarchisten. Seine Erzählung lautet krösche. Senefelder, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. Bieber: nach einem Bericht des Petit Journal" aus St. Etienne: Es war tafel der ja ler und verwandten Berufsgenossen Annenstr. 14 bet Gren- 1112 Uhr Nachts, als ich über die Kirchhofmauer fletterte. Nachdem berg. Moabiter Siebert a fel, Wilhelmshavenerfir. 25 bet Brosch. Harmonie 2 Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Tonblüthe, ich die Thür des Grabgewölbes aufgebrochen, hob ich mit einem Görligerstr. 68 bet Toltsdorf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bei Miebel. Brecheisen den schweren Grabstein ab, der mit so schrecklichem Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte Schönhauser Gepolter auf die Steinfliesen fiel, daß es mir schien, als müsse Morgenroth 2, Straße Nr. 43 bet Reimann. Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80. Sängergruß, Friedrichshagen man es weithin hören. Erschreckt ging ich wieder hinaus und bet Blant. Froh' Hoffnung der Bimmerer Berlin West. pähte umher, ob Jemand käme, aber Niemand zeigte sich. Ich Gleichheit, Pappel- lee 8-4 bet rufe. Eisen und zerriß die Bleihülle. Die Laterne, die ich mitgenommen hatte, fiel zu Boden und das Licht erlosch. So war plöglich dichte Finsterniß um mich her. Ich nahm deshalb die Grabfränze, warf trockenes Baub darauf und zündete es ait. Dann riß ich vollends den Bleideckel vom Sarge. Die Seiche war vollkommen verwest, ein schrecklicher Geruch ftrömte mir entgegen. Obwohl ich von dem Qualm halb erstiat und mir von dem Moderduft übel war, beugte ich mich doch über die Leiche, durchwühlte die Haare, hob die Arme und bes fühlte die Finger, an denen ich Ringe zu finden hoffte. Sch taftete überall in dem Sarge umber, fand aber nichts. Ich hatte umsonst gearbeitet. Ich floh, und das einzige, was ich mitnahm, war jener Todesgeruch, der sich nur schwer von meinen Kleidern und Händen entfernen ließ."- Der verrückteste Anarchist wird fich vor diesem Schuft betreuzigen. Fenersbrünste. Der Dom in Roermond( Holland) In Lyon wurden steht infolge Bligschlags in Brand. mehrere Gebäude des Wagendepots der Pferdebahn vernichtet; 360 Pferde find gerettet. Die 7000 Einwohner zählende Stadt Biala im russisch- polnischen Gouvernement Siedlec ist fast gänglich eingeäfchert worden. Das Feuer war an den vier Ecken der Stadt angelegt. 15 Menschen sind verbrannt. ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an Mar Gent, Berlin N, Belforterftr. 26, 1 Tr.) Bund der gelelligen Arbeitervereine Berline und Umgegend GeSonntag: Theaterverein Boruffia bet Odert, Beughofftraße 8. felliger Berein Neue Welt bet Strohschänt, Ryteftr. 48. Theater und Bergnügungsverein Eimenborn in dem Oranienfalon, Drantenniraße 170 Tambourverein auf bet Sperling, Infelftr. 1( Sigung nach dem 1. und 15). Turnverein ihte, von- br in Schölzet's Seeschlößchen ( Bungriger Boin), in Sichtenberg. Rauchflub Blaue Quaste, Mücke, Wöhlerfir. 2. ( alle 14 Tage). Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Montag: Theaterverein Proletariat bet Röhn, Naunynftr. 33. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- TheaterGesellschaft Walhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Sautenbach, Cuvrystraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden Theater und BergnügungsSonntag 4 Uhr bet Foge, Röpeniderstr. 191. verein artefin, heute Nachmittag 5 Uhr bei Bade, Beughofstr. 8. Vergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet Krüger. 14 Tage Bersammlung LinienBergnügungsverein Germania, alle ftraße 150. -Tambour- und Bergnügungsverein Gut Seit, alle 14 Tage bet Wendt, Schleiermacherstr. 2. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein Siebellife, Rigbort, Abenbs% 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner ftraße 120.- Bergnügungsverein Freundestreue, jeben Montag bei öring, Admiralftr. 18c.- Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag bet Abraham, Straßburgerstr. 6. Bithertlub Freiheitstränge, jeden Montag Abend bet E. Frante, Apoiteltirche 7 b. Bfetfentlub Felfen fest, Abends 9 Uhr, Graudenzerstraße 15, Restaurant Rauchklub Brüderlich fett, Abends 9-11 Uhr bet illi Schmidt Bernauerstr. Dreißig. Berner. 14.- Rauchlub Beiße Bolte, Abends von 8-11 Uhr, Vermischtes. Schiffeuntergang. Das englische Schiff Edward" fließ auf der Fahrt von Bremen nach Belfast bei bichtem Nebel im Kanal mit dem Dampfer Phönician" von der Allanlinie zu sammen. Der Edward" sant sofort. Die Besagung, der Kapitän ausgenommen, ist in Havre gelandet. Missouri hat zu fallen begonnen. In St. Louis und den be Das Hochwasser in den Thälern des Mississippi und des nachbarten Gegenden allein wird der angerichtete Schaden auf Sioux betroffen belaufen sich auf 2 Millionen Dollars. 11 Millionen Dollars geschätzt. Die Verluste, welche die Stadt Das Lynchen von Negern scheint jezt in Amerika an der Tagesordnung zu sein. In Little Rock, der Hauptstadt von Artansas, stürmten am 15. Mai etwa 1000 Personen das Zuchthaus. Nachdem die Thore mit Hämmern eingeschlagen waren, ergriff die Menge einen 22 Jahre alten Mulatten, welcher sich an einem fünfjährigen Mädchen vergangen hatte, und erhängte ihn an einem Telegraphenpfahl mitten in der Stadt. Nach amerikanischer Lyncherweise bildete endlich die Leiche das Ziel Aus Childersburgh in Alabama wird für die Revolver. Mainzerisches. In Mainz betraf am 19. Mai nach Im Arbeiter Bildungsverein für Schöneberg und einer Mittheilung der Frankfurter 8tg." ber am Mombacher Umgegend sprach am 16. Mai Genosse Behrendt aus thor stehende Oftroiaufseher einen Wachtmeister der Husaren daBerlin über die Taktik der Sozialdemokratie, u. A. die An- bei, wie derselbe ein Laufbrünnchen mit dem Säbel bearbeitete folgender Fall mitgetheilt: Die Röchin eines daselbst wohnenden wesenden davor warnend, sich auf den Boden der sogenannten und die Ausflußröhre bereits abgeschlagen hatte. Der städtische Mr. Bryant, eine Negerin, batte sich mit ihren beiden Brüdern " Unabhängigen" oder gar auf den Boden der Anarchisten zu be Beamte verwies dem Malefitanten in zweierlei Tuch feine Un- und ihrem ebenfalls schwarzen Geliebten aur Beraubung ihres geben, welche beide Parteibildungen nur die Intereffen der Ar- gebühr und durfte dafür Schimpfereien einstecken. Unter An- Herrn verschworen. Nachts drang der eine Neger während beiter schädigten. Ein" Unabhängiger", der seine Leute in der derem sagte der Herr Wachtmeister: Das wäre ihm auch eine der Abwesenheit des Hausherrn in das Zimmer ein, wo bei diesen üblichen unmanierlichen Weise zu vertheidigen suchte, städtische Verwaltung! Die Hessen lebten von den Preußen und Mrs. Bryant mit ihren beiden Kindern schlief, schlug sie erst mit einem Stock auf den Kopf und versuchte sie dann wurde vom Genossen Antrid nach Gebühr zurecht gewiesen, bergl. mehr. worauf eine Resolution zur Annahme gelangte, in welcher der In Bochum wurde am 18. Mai unter großem Andrang des zu erwürgen. Schließlich erfaßte ihn jedoch Furcht und er floh, Berein sich mit den Ausführungen des Referenten über die Taktik Publikums die ermordete Lina Munscheidt beerdigt. ehe er seinen Zweck erreicht hatte. Die drei Neger wurden bald der sozialdemokratischen Partei vollständig einverstanden erklärte Das von ihr hinterlassene Vermögen wird auf eine halbe Million darauf festgenommen und in das Childersburgher Gefängniß ge= Am anderen Morgen stürmte ein Boltshaufe das Geund feine feste Ueberzeugung ausdrückte, daß die Verwirklichung Mart geschäzt; Erben sind ein Bruder und eine Schwester der steckt. unferer Biele feineswegs gefördert wird durch rohe Gewalt oder Getödteten, die in sehr dürftigen Verhältnissen leben. Als der fängniß, schleppte die Neger auf die Coofabrücke und hängte sie fonftige fulturwidrige Eingriffe in den Entwickelungsgang der Grmordung der Munscheidt verdächtig, ist der Ronfumverwalter dort auf. Nachdem man die Leichen noch gehörig mit Revolverfugeln durchlöchert hatte, wurden sie in den Fluß geworfen. Menschheit, sondern nur durch unablässige Bildung und Auf- der Zeche Dannenbaum" verhaftet worden. " Elärung der Boltsmassen erreicht werden tann. Beschlossen wurde Bayerische Rechtsprechung. Bon einem bayerischen Land- Von einer etwas abweichenden Art von Lynchjustiz wird aus bann, das Stiftungsfest des Bereins am Sonntag, den 19. Juni, richter alter Ordnung erzählt man sich, daß er in einem seiner Norton im Staate Birginia berichtet. Dort wurde Fra Mullins Antwort wird nicht ertheilt. am vorigen Sonnabend aus einem Hinterhalt erschossen. Seine| haftungen von Anarchisten. Ministerpräsident Loubet er- p Frau und sein Kind, fowie sein Schwager und der Kutscher nebst widerte, die Verhaftungen seien dazu bestimmt gewesen, Briefkaffen der Redaktion. beiden Pferden wurden ebenfalls niedergemacht. Mullins hatte die Urheber der vorgekommenen anarchistischen Attentate Bet Anfragen bitten wir die Abonnements Quittung beizufügen. Briefi seit vielen Jahren ein zügelloses Leben geführt und man hatte ausfindig zu machen. Die Regierung habe das Recht, bereits früher versucht, ihn zu tödten. Seine Mörder sind bisher Fremde, unentdeckt geblieben. welche die öffentliche Ordnung stören, C. M. 107. Die Antwort in der gestrigen Nummer ist auszus weisen. Sie werde auch fernerhin Individuen ausweisen, welche durch Druckfehler entstellt. Es muß heißen: Der Revers ist daEuropäische Kulturmission" in Afrika. Dem Matin" Verbrechen gegen das gemeine Recht begehen. Déroulède sprach durch, daß er nicht geftempelt ist, nicht rechtsungiltig. Ferner wird über London gemeldet, daß eine belgische Expedition am fich höchst mißbilligend über die anarchistischen Attentate aus, muß es heißen, daß Sie die Stempelung innerhab 14 Tagen Kongo mit einer aus 1800 Arabern bestehenden Elfenbein- in denen er eine fremde Hand sehen wollte. farawane zusammengestoßen sei. Die Araber seien, bis auf einen, nahm schließlich mit 471 gegen 30 Stimmen eine Tagesordnung war, in 64 Tagen. Die Kammer nachholen tönnen, nicht wie in der gestrigen Nummer gedrückt fämmtlich niedergemacht, und das Elfenbein ihnen abgenommen an, in welcher die Erklärung und die Haltung der Regierung 13. Januar bis 25. Januar fann noch eingeklagt werden. Zwei wettende Genoffen. Die Lohnforderung vom gebilligt werden. worden. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Paris, Sonnabend, 21. Mai. Der Kriegsminister Freycinet hat dem Ministerrath eine Vorlage unterbreitet, nach welcher die Dauer des Dienstes in der Reserve der aktiven Armee von sieben auf zehn Jahre erhöht, die Dauer des Dienstes in der Territorialarmee aber um drei Jahre verringert wird, während! bezüglich der Uebungszeiten teine Aenderung eintreten soll. Die Maßregel bezweckt, die gemischten Regimenter, welche gegenwärtig aus einem Bataillon der aktiven Armee und zwei Bataillonen der Territorialarmee zusammengesetzt sind, fünftighin aus Soldaten der aktiven Armee und der Reserve der aktiven Armee zu formiren. Durch einen anderen gleichfalls im heutigen Ministerrathe vorgelegten Gefeßentwurf beabsichtigt der Minister, eine Verjüngung der höheren Offizierschargen herbeizuführen, indem er für die Offiziere der Landarmee den Abgangstermin mit voller Pension schon nach 25, nicht, wie bisher, erst nach dreißig Jahren eintreten lassen will. Insgesamint würden höchstens 200 Offiziere jährlich von dieser Maßregel Vortheil ziehen. Die Gesammtkosten, welche die volle Anwendung dieser Maßregel ergäbe, würden noch nicht zwei Millionen betragen. Paris, 21. Mai. Deputirtenkammer. Der Deputirte der Arbeiterpartei Lavy richtete eine Interpellation an die Regierung über die vor dem 1. Mai d. J. vorgenommenen VerRom, 21. Mai. In dem heutigen Ministerrathe wurde die Ernennung der folgenden Unterstaats- Sekretäre beschlossen: Für das Innere Rosano( Bentrum), für das Schazzamt Fagiuoli ( Bentrum), für Ackerbau di San- Giuliano( linkes Zentrum), für die Finanzen Lanzara( Linke), für die Justiz Nocito( Linte), für öffentliche Arbeiten Sani( Linke). In den Ministerien des Krieges und der Marine wurden die bisherigen Unter Staatssekretäre bestätigt. ( Depeschen des Bureau Herold.) Bayreuth, 21. Mai. Die vom 21. Juli bis 21. Auguft stattfindenden Festspiele werden von Levy München, MottelKarlsruhe, Richter: Wien, Strauß- Weimar geleitet werden. Aniese wird den Chor einstudiren und Fuchs- München die Regie übernehmen. Die Gesammtproben beginnen am 19. Juni. Galdacono fand eine Explosion statt, bei welcher 9 Menschen Madrid, 21. Mai. In der Dynamit- Fabrit des Städtchens ums Leben tamen. Newcastle, 21. Mai. In der heute Nachmittag abgehaltenen Bersammlung der Kohlengrubenbefizer und der Vertreter der Bergleute wurde feine Einigung erzielt. Die Kohlengrubenbesitzer bestehen auf der vollen Lohnherabfeßung von 181/2 pet. 隊 Achtung! Verlagsbuchhandlung des ,, Vorwärts" Möbelpolirer! Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. In unserem Verlage erschien soeben:] Krankenversicherungs- Gesetz vom 15. Juni 1883. In der Fassung der Novelle vom 10. April 1892. Die regelmäßige Verbandsversammlung fällt für den Monat Mai aus. Nächste Versammlung Montag, 20. Juni. Der Vorstand. 233/4 Verein Berliner Hausdiener. Dienstag, den 24. Mai, Abends 9 Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20: Mitgliederversammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Riesenfeld über Naturheilverfahren u. Naturärzte. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten Mit erläuternden Anmerkungen, einem Anhange, enthaltend Die Krankenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen und Fragekasten. Betrieben beschäftigten Personen, das Gesetz über die ein- 144b] geschriebenen Hilfskaffen, und alphabetischem Sachregister. 285 Seiten Taschenformat elegant fartonnirt. Preis 1,20 Mark. Die Brauchbarkeit und Nüglichkeit unseres KrankenversicherungsGefeßes" wird dadurch erhöht, daß es sich hier um teine Tertausgabe handelt, daß vielmehr jeder Paragraph in gemeinverständlicher Weise kommentirt ist. Zu Wiederverkäufer erhalten Rabatt. 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Wenn der Betreffende weiterhin in ähnlicher Weise auftaucht, werden wir ihm aufs Dach steigen. H. Sch. Ihre Sonntagsplauderei" hat Ihnen gewiß schon beim Schreiben Freude gemacht, ebenso wie uns beim Lesen. Einzelnes ist sogar recht wißig, doch ist das Ganze nicht reif, um in dieser Form Verwendung zu finden. n W. Z., Büschingstraße. Sie schicken eine Berichtigung" einer Mittheilung in Nr. 109 vom 10. Mai dieses Blattes und scheinen diefelbe gar nicht gelesen zu haben. Sie wollen etwas berichtigen, was gar nicht barin steht, weder direkt noch indirekt oder auch nur andeutungsweise. F. M. Sie erhalten am besten Auskunft von dem Vorftand der Bäckerei- Genossenschaft. K. P. 1. Die Unterstüßung der zu Friedensübungen ein berufenen Mannschaften tann nicht als Armen- Unterstützung angerechnet werden. 2. Der Umstand, daß der Verkäufer blos Sonntags seinen Lebensunterhalt verdienen kann, bewirkt keine Ausnahme von den Bestimmungen für das betreffende Gewerbe hinsichtlich der Sonntagsruhe. Zivilberufsmufifer. Ein Bericht über ein Konzert, das am Sonntag stattgefunden, kommt am Sonnabend doch etwas zu spät in die Redaktion. Abonnent? Ihre das Verhältniß der Eheleute betreffenden Anfragen lassen sich in Kürze nicht schriftlich beantworten. Zu mündlicher Auskunft sind wir bereit. Hirsch'sche Schneider- Akademie, Berlin C., Rothes Schloss No. 2. Größte, älteste, besuchteste und einzig preisgekrönte Fachlehranstalt der Welt. Gegründet 1859. Nach dem weltberühmten, vers besserten Hirsch'schen DreieckSystem beginnen an jedem 1. und 15. im Monat unter Leitung hervorragender Fachleute neue Tages- und Abendkurse in allen Abtheilungen der Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei. Die langjährigen Erfahrungen bestrenommirtester Lehrkräfte bürgen bei der leicht faßlichen Unter richtsmethode des Hirsch'schen Dreieck- Systems für die gewissenhafteste und gründlichste Ausbildung zu Konfektionären, Bu schneidern und Direttricen. 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