Nr. 191. Abonnements- Bedingungen: ・ Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,50 M., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn z Mart, für das übrige Auslan& Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Pada al 20. Jahrg. argod is balansintaksid stat Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- unt Festtagen bis 8hr vormittags geöffnet Telegramm- Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. 130 Dienstag, den 18. August 1903. nicht mehr als Gewerkschaftsbeamte, sondern als KommissionsDie Verurteilung einer Trades- Union. mitglieder handelten. Sie wollten nämlich die Verbandskasse nicht London, 12. August. gefährden. Der erste Termin des hier besprochenen füdwalisischen Bergarbeiter Der Appellgerichtshof beschäftigte sich gestern mit einem der Prozesses fand am 22. Juli 1902 in London statt, wobei Richter zahlreichen und wichtigen Gewerkschaftsprozesse, die zu den Kenn- Bigham beiden Barteien erklärte, es wäre aus focialen Gründen zeichen des zeitgenössischen Englands gehören. Es handelt sich um besser, wenn sich Unternehmer und Arbeiter mit einander vertrügen eine Klage auf 100 000 Pfund Sterling( zwei Millionen Mark) und Konflikte und Prozesse vermieden. Er wies dann zwei Wochen Schadensersatz gegen den Verband und die Führer der füd später die Klage ab, indem er annahm, ein Kontraktbruch sei nur walisischen Bergleute, die im Jahre 1900 und 1901 fünf dann flagbar, wenn die Kontraktbrüchigen mit bösem Willen und in Ruhetage angeordnet hatten. Das Urteil der ersten Instanz, ab- der Absicht, die andre Partei zu schädigen, gehandelt haben. Dieser gegeben vom Richter Bigham am 7. August 1902, fiel wie seiner böse Wille sei in diesem Prozesse nicht vorhanden. Die Bergleute Beit im Vorwärts" ausführlich berichtet wurde zu Gunsten der streiften nicht gegen die Bergbefizer, sondern gegen die außerhalb Bergleute aus. Die Kläger legten Berufung ein, die jetzt, nach des Kontrakts stehenden Zwischenhändler. Noch mehr: bis zu einem genau einem Jahre, zur Verhandlung gelangt ist und mit der Um- getvissen Punkte sei die Hochhaltung der Kohlenpreise auch im Interstoßzung des Urteils der ersten Instanz geendet hat. Die verurteilten effe der Bergbesizer gelegen. Bergleute werden nun höchstwahrscheinlich an das Haus der Lords als die höchste Instanz appellieren. " fönnen. un Dies wurde ihnen Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. sich ihren Bedarf ant Gütern durch Duhende Angebote von privater Seite überreichlich decken kann. Die Ankäufe von der Landbank erscheinen um so auffallender, als die Güter vorher der Ansiedelungskommission zu viel niedrigeren Preisen, als fie sie jetzt erworben, vergeblich zum Ankauf offeriert worden find. Auch die kürzlich von der Landbank angekauften Güterkomplere, Herrschaft Schmiegel mit 4006 Heftar und Herrschaft Patoslaw mit 1430 Hektar, hat die Ansiedelungsfommission verspeist, sodaß es in Summa 10 000 Hektar find, mit welchen sie die Landbank entlastet hat. Durch solch forcierte Ankäufe haben die Güterpreise in unsrer Provinz eine nie geahnte Höhe erreicht, zum nicht geringen Schaden der Ansiedler, welche unter der Laft der schweren Verzinsung so teuer angetaufter Ländereien unmöglich vorwärts kommen können. Außerdem wird es durch die künstlich in die Höhe geschraubten Güterpreise dem Privatkapital einfach zur Unmöglichkeit gemacht, in der Provinz Bosen noch Besiz ankaufen zu können. Der Zuzug von Landwirten aus Westfalen und Das Urteil erregte damals großes Aufsehen, denn es war ein Sachsen hat seit Bestehen der Ansiedelungskommission boII. socialpolitisches Urteil eines weitsichtigen Richters. Bigham selbst ständig aufgehört, weil die Preise für Grund und Boden Dem Prozesse liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: fühlte dies, denn er fügte hinzu:„ Sollte mein Urteil von der durch die forcierten Räufe der Ansiedelungskommission viel zu hoch Die Kläger sind 74 Aktiengesellschaften, die etwa 200 Bergwerke höheren Instanz umgestoßen werden, so würde es meine Pflicht sein, hinaufgetrieben worden sind, als daß auf eine Rentabilität zu in Südwales besigen und 100 000 Arbeiter beschäftigen. Die An- an die Feststellung des Schadensersatzes heranzutreten." rechnen wäre. geklagten sind der Verband der südwalisischen Vergleute, deren Leiter Die 74 Bergwerkbefizer Gesellschaften waren nicht so socialDer 250 Millionen- Fonds wird nachgerade zum schlimmsten und Beamte. Die Anklage richtet sich also sowohl gegen die Gesamt politisch gefimt. Sie fümmern sich wenig um den guten oder Storruptions- Fonds, bei dem das„ ideale" Germanisieren gar keine gewerkschaft wie gegen deren Beamte, um im Fall der Zuerkennung bösen Willen der Verbandsleiter; sie betrachten die An- Rolle, dagegen recht materielle Finanzoperationen eine um so größere eines Schadenersages die Gewerkschaftskasse in Anspruch nehmen zu ordnung der Ruhetage als einen frechen Eingriff in die Rolle spielen. Läßt sich etwas ungeheuerlicheres denken als dies Eigentumsrechte der Attiengesellschaften. Für sie ist die Frage: Verfahren, daß die staatliche Ansiedelungskommission den direkten In den letzten 25 Jahren wurden die Löhne in Südwales auf Saben Arbeiter ein Recht, willkürlich in den Arbeitsprozeß ein- Ankauf von Gütern zu niedrigeren Preisen erst ablehnt, um sie dann Grund einer gleitenden Skala reguliert, d. h. dem Steigen und zugreifen oder nicht? Die Kläger wandten sich deshalb an den von einer privaten Bank zu stark erhöhten Säßen zu übernehmen? Fallen der Kohlenpreise entsprach ein Steigen und Fallen der Appellgerichtshof um ein gesegliches Urteil. Die„ Landbank" ist eine Aktiengesellschaft mit einem GrundArbeitslöhne. Im allgemeinen darf man sagen, daß Unternehmer gestern von der Mehrheit der Appellrichter gegeben. Sie entschieden, fapital von zehn Millionen Mark. Der Vorstand besteht aus den und Arbeiter sich gemeinschaftlich bemühten, einen Preisfall zu daß ein Kontrattbruch vorliege, für den die Gesamtgewerkschaft ver- Herren Staatsanwalt a. D. Wehner, Hof- Kammerrat a. D. Paschke, verhindern. Demgegenüber haben die Kohlenhändler und Zwischen- antwortlich sei. Sie erklärten:„ Es ist kein Zweifel, daß ein mit Regierungs- Assessor a. D. Lueder, Kaufmann Alfred Binder, Landpersonen, die vom südwalifischen Kohlenerport leben, startes Interesse daran, den Kohlenpreis in Südwales herabzudrücken, das Gesetz verstößt, Vertragsrechte ohne zwingenden Grund zu ver- befizer Hugo Sholto Graf v. Douglas- preußischer Abgeordneter! ein Bewußtsein ausgeführter Vertragsbruch flagbar ist, und daß es gegen wirt Auhagen. Im Aufsichtsrat fizen u. a. Vorf. Geb. Kommerzien rat A. v. Hansemann at A. v. Hansemann der Hakatist!- Ritterguts- und Bergwerks um billig zu kaufen und teuer zu verkaufen. In den neunziger legen. Es wird von den Angeklagten zugegeben, daß der VerJahren fam es einigemal zu Konferenzen zwischen Bergwerksbesitzern band den Bertrag gebrochen hat. Es wird nicht bestritten, daß er Präsident a. D. v. Tiedemann Major a. D. H. v. Tiedemann, Generalfonful Schwabach, Regierungsund Bergkeuten, um Mittel und Wege zu finden, den Spekulationen der mit Bewußtsein gehandelt hat. der Hakatist, Landtags- und Ferner ist sicher, daß durch die Zwischenhändler entgegenzuwirken, allein diese Konferenzen führten Niederlegung Reichstags- Abgeordneter! der Arbeit den Unternehmern ein Schaden zu feinem Resultat, da die Unternehmer sich über die zu ergreifenden zugefügt wurde. Die Angeklagten ſagen dem gegenüber, fie verkauft. Im Bestand blieben Ende 1902 noch Güter im BuchBis zum Ende des Jahres 1902 hat die Bank ca. 73 610 Hektar Maßregeln nicht einigen konnten. hätten nicht die Absicht gehabt, die Unternehmer zu Bu jener Zeit waren die südwalisischen Bergleute nicht organi fchädigen, sondern einzig und allein den Kohlenpreis aufrecht zu Wir sehen also als Interessenten der Bank dieselben Leute, bie wert von 10 832 896 M. Ihre Dividende war zumeist 7 Broz. siert, da sie sich auf das automatische Arbeiten der gleitenden Stala halten. Wir nehmen diese Erklärung als wahr an, aber wir sehen verließen. Die Leute wurden schlecht behandelt, die Arbeitszeit war barin keinen Grund, den Vertragsbruch zu rechtfertigen. Wir sind lang und auch in der Festsetzung der Löhne fühlten sich die Arbeiter deshalb der Ansicht, daß die Berufung erfolgreich sein muß." benachteiligt. Am 1. April 1898 tam es dort zu einem allgemeinen Die Klage ist also gerechtfertigt und wird an die erste Instanz Ausstand, der bis zum 31. August dauerte und mit einem zur Feststellung des Schadensersages zurückgewiesen. Wie oben erMißerfolge der Arbeiter endete.. Erst dieser Schlag führte wähnt, verlangen die Bergbefizer einen Schadensersatz von zivei zur Gründung einer starken Bergarbeiterorganisation und zu ihrem millionen Marl. Die Kosten dürften auf beiden Seiten mindestens Anschluß an den allgemeinen Verband der Berglente Groß- 400 000 m. betragen. Die Bergleute werden sich nun an das Oberbritanniens. Nach Wiederaufnahme der Arbeit wurden zwischen den haus wenden. Unternehmern und Bergleuten neue Verträge mit dreißigtägiger Die Kläger verlangten auch den Erlaß eines richterlichen BeKündigungsfrist abgeschlossen, ebenso wurde in 43 Bergwerken eine fehls gegen die Anordnung von Ruhetagen. Diesem Verlangen aus Kapitalisten und Arbeitern bestehende Kommission eingesetzt, um gaben die Richter nicht nach. Sie erklärten, daß ein solches Verdie gleitende Stala von Zeit zu Zeit zu regulieren. Der Verband langen nicht gestellt werden könnte, wenn der Verband wieder zur der Bergleute nahm einen raschen Aufschwung; im Jahre 1900 um- Anordnung von Ruhetagen greifen sollte. faßte er fast alle in den südwalisischen Kohlengruben beschäftigten Arbeiter und hatte ein Bermögen von 100 000 Pfund Sterling. Politifche Ueberlicht. Berlin, den 17. Auguft. an der Spitze der„ Germanisations"-Bewegung stehen und im Landtag fene 250 Millionen bewilligen halfen, mit denen jetzt die Bank vor den Folgen einer mißglüdten Spekulation gerettet werden soll. Die Hakatisten erscheinen hier also als Grundstückspekulanten größten Stils, die den Staat selbst als Agenten für ihre Intereffen ausbeuten. Die Hakatistenbank kauft Land auf, läßt den Wert des angekauften Bodens durch die starke Nachfrage der mit einer halben dann zu erhöhten Preisen ihren Besitz auf. Milliarde arbeitenden Staatskommission steigern und hängt dieser die solche Bolitik treibt und solchen Machinationen ihre Hand leiht, Verantwortlich für diese skandalöse Wirtschaft ist die Regierung, verantwortlich aber ist vor allem der Dreiklaffen- Landtag, welcher die Mittel für diese private Bereicherungs- Wirtschaft auf Kosten der Steuerzahler bewilligte. Deutfches Reich. Die Kaiserinsel. Im felben Jahre sahen die Leiter des Verbandes, daß die Kohlenerporteure mehr denn je bemüht waren, den Kohlenpreis herabzudrücken. Da diese Spekulationen eine Herabsetzung der Löhne Staatliche Liebesgaben für Banken. zur Folge haben mußten, so beschloß die Verbandsleitung, die ProDer nahezu auf eine halbe Milliarde angeschwollene Germani- Die großen Herren bei Hofe, die mit so viel Ernst und Sorge duktion einzuschränken. Zu diesem Zwecke wurde ein Ruhetag( stop fationsfonds, mit dem man die Provinz Posen zwar nicht vor der zum Schuße der Monarchie die Verwandelung der Havelinsel Bichelsday) angeordnet. Am 9. November 1900 wurde im füdwalifischen Wassersnot aber vor der polnischen Ueberflutung retten will, dient werder in ein faiserliches Schloßgut planen, werden nicht wenig in Kohlengebiete gefeiert. Die Bergwerksbefizer protestierten in einer längst dazu, verkrachten deutschen Grundbesizern aufzuhelfen, ihrem Selbstbewußtsein verletzt sein, wenn sie die Bemerkungen Sigung der Gleitenden Stala- Kommiffion gegen die willkürliche An- indem man ihnen ihre notleidenden Güter zu unsinnigen Preisen lesen, die unsre Mitteilungen vom Sonntag über die Kaiserinsel in ordnung von Ruhetagen; sie gaben jedoch zu, daß die Führer des abnimmt. Neuerdings ist man sogar dazu übergegangen, durch der bürgerlichen Presse hervorgerufen haben. Verbandes im guten Glauben gehandelt und nicht die Absicht gehabt Aufwendung unsinniger, aus allgemeinen Steuermitteln gewonnener Das alleweil seriöse"" Berliner Tageblatt" findet, daß unfre hätten, die Unternehmer zu schädigen. Zwölf Monate später im Summen es den reichsten deutschen Magnaten zu ermöglichen, ihren Notiz merkwürdige, um nicht zu sagen ungeheuerliche Einzelheiten" Dftober und November 1901 ordneten die Verbandsführer aberLandbesitz in den Ostmarken los zu werden. Und schließlich hat man enthalte; es vermutet, daß der Vorwärts" auf einen sehr schlechten mals einige Ruhetage an. Aber diese Anordnung wurde von ihnen nicht als Beamte der Gewerkschaft, sondern als Mitglieder der auch den äußersten Schritt nicht gescheut und verwendet den Scherz hineingefallen" sei und fügt schalkhaft hinzu: 250 Millionen- Fonds dazu, den Aktionären einer LandspekulationsGleitenden- Stala- Kommission erlassen. Die Bergwerksbesitzer reichten Bant die Dividenden zu erhöhen. Es handelt sich um die bereits darauf die Regreßklage ein, um Schadensersatz zu erhalten für den Bank die Dividenden zu erhöhen. Es handelt sich um die bereits darauf die Regreßklage ein, um Schadensersatz zu erhalten für den auf ungesetzliche und böswillige Weise herbeigeführten Vertrags- erwähnten Ankäufe der Ansiedelungskommission von der 2andbruch". Es ist hier beachtenswert, daß die Arbeiterführer im Jahre 1900 als Vertreter der Gewerkschaft, aber im Jahre 1901 als Vertreter der Sommission gehandelt haben. Ferner ist zu beachten, daß die Bergwerksbefizer im Jahre 1900 mur protestierten, während sie im Jahre 1901 klagten. Woher dieser Unterschied? Dieser Unterschied ist die Folge des Taff- Vale- Entscheids vom 22. Juli 1901. In der Zeit vor dem Taff- Bale- Entscheid wurden wegen Vertragsbruchs nur einzelne Arbeiter bestraft; bis zum Jahre 1875 mit Gefängnis und von da ab bis 1901 mit Geld. Die Beseitigung der Gefängnisstrafen und die Einführung von Civilprozessen war die Folge der Trades- Unions- Gefeße von 1871 bis 1876. Da aber die einzelnen Arbeiter arm sind und Prozesse in England sehr kostspielig sind, so lohnte es sich für die Kapitalisten nicht, kontraftbrüchige Arbeiter zur Verantwortlichkeit zu ziehen. Mit dem 22. Juli 1901 änderte sich die Lage zu Gunsten der Unter nehmer. Der an jenem merkwürdigen Tage gefällte Entscheid giebt den Unternehmern die Möglichkeit, die Kassen der Gewerkschaften in Anspruch zu nehmen. Daraus erklärt sich erstens die Thatsache, daß die Unternehmer im Jahre 1900 sich mit einem Protest begnügten, aber ein Jahr später die Schadensersatzllage einreichten, ebenso daß die Führer der Bergleute im Jahre 1901 bant. Gegenüber Ableugnungsversuchen stellen jetzt die Bos. Neuesten Nachrichten" feft: Die Ansiedelungskommission hat im letzten Halbjahr von der Landbank folgende Güter getauft: 1. Die Rittergüter Morasto und Glinno, Kreis Posten- Dft, mit 2. Die Rittergüter ita und Bobuseivo, Kreis Obornit, mit 3. Rittergut Mochel, Kreis Bromberg, mit. 4. Rittergut Joachims hof, Kreis Gnesen, mit. 4 " Für Kaisergeschichten im Sinne des Tiberius ist wirklich im Deutschen Reiche gar kein Raum und ebensowenig irgendwelches Verständnis vorhanden. Warum macht der Vorwärts" nicht einige genauere Andeutungen über die Hoffreise, in denen solche finsteren tiberianischen Pläne geschmiedet werden?" Wenn der Tag gekommen sein wird, da die Kaiserinsel Form und Gestalt gewinnt, wird sich sicher das„ Berliner Tageblatt" für fie überschwenglich begeistern und wir werden dann das Blatt an die Stunde verwegenen Leichtfinns erinnern, da es über„ finstere 1714 ha tiberianische Pläne" zu höhnen wagte. Das Berliner Tageblatt" freilich wird dann seinen Artikel über die Kaiserinsel mit dem Saze 1477 ha einleiten: Wie wir schon vor längerer Zeit mitteilen konnten-" 1027 ha Auffällig aber ist's und zeugt von geschäftlicher Unklugheit, daß 888 ha ein Blatt, das sich so viel auf seine hervorragenden Informationen Alle diese Güter hat die Landbank vor drei Jahren zu horrenden Preisen angetauft und konnte sie trog An- 3 gute thut und eigne diplomatische Rechercheure unterhält, jezt preisungen in vielen Beitungen und Aufgebot eines Heeres bon offen bekennt, daß es gar nichts weiß und über keinerlei InforAgenten nicht los werden. Die Landbank ist eine Aftiengesellschaft, mationsquellen verfügt. Sonst müßte es ihm doch leicht geworden welche das Bestreben haben muß, ihren Aktionären fette Divi- fein, durch eine Anfrage bei den hohen Hofämtern die denden herauszuwirtschaften; die Bewirtschaftung der obigen Richtigkeit unsrer Mitteilungen bestätigt zu erhalten, deren AbenRiesenkomplere mit zwei Mißernten während der Besitzeit hat teuerlichkeit doch nicht uns, sondern denen zur Laft fällt, die solche toloffale Summen verschlungen, bis die Ansiedelungskommiffion bereits schwarz auf weiß verdichtete Pläne hegen. ohne zwingende Gründe als Retterin erschien und ihr diesen Uebrigens ist ja das Projekt zwar sehr merkwürdig, aber doch bei Ballast zu hohen Preisen abkanfte. Die 250 Millionen, welche der Ansiedelungskommission bisher weitem nicht so merkwürdig, wie vieles, was längst zur Thatsache, betvilligt worden, find nicht dazu hergegeben, um Aktiengesellia zur Gewohnheit geworden ist, wenn man's auch vordem nicht für schaften von ihren Röten zu befreien. Es fann nicht scharf genug möglich halten wollte. " gegen ein solches Wirtschaften mit dem Gelde der Steuerzahler Die Tägliche Rundschau" findet die Geschichte„ selbst protestiert werden, insbesondre weil die Ansiedelungskommission für die heißesten Hundstage zu phantasievoll" und spottet über das " " Luftschloß des Vorwärts"":" Wenn wir gestern den 1. April gehabt hätten, würden wir die Tatarengeschichte begreiflich finden." Auch die " " Zur Bekämpfung der Wurmkrankheit. In Bochum hielten am Sonntag die Knappschaftsältesten des Berliner Neuesten Nachrichten" sprechen erst Ruhrreviers eine Versammlung ab, in der sie Stellung nahmen zu von einer hübschen Hundstagsgeschichte" und dann von solchem den Maßregeln gegen die Wurmkrankheit. Es wurden nach einUnsinn". All das trifft natürlich nicht uns, sondern die hohen gehender Besprechung folgende drei Resolutionen einstimmig anProjektemacher. Diese nationalen, patriotischen und monarchistischen genommen: Blätter untergraben also die heiligsten Autoritäten, wenn sie derart die tiefen Eingebungen von Herren, welche die allernächste Umgebung des Thrones bilden, verächtlich höhnen. Die I. Die Behörde " England. während ein Teil gegen die Auflösungsverfügung Widerspruch erhob und dem Vertreter der Staatsgewalt zu beweisen suchte, daß die Flugs schriften von Fremden verbreitet worden seien, mit denen die Arbeiter wohl auch selbst fertig geworden wären." Recht glaubhaft erscheint die freundlich wartende, väterliche Haltung der Polizei und der Kosalen nicht, und noch weniger vermögen wir zu glauben, daß die Arbeiter wutentbrannt Nachdem die Vertreter der Werksbefizer im Knappschafts- Bor- über die beiden Verbreiter der politischen Flugblätter hergefallen stande und im Wurmausschusse es abgelehnt haben, durchgängig die find. Kosten der laut Bergpolizeiverordnung vom 1. August 1903 vorEtwas läuten hören hat anscheinend übrigens„ Die Post", die geschriebenen Untersuchung der Belegschaften seitens der Werksbefizer mit harmloser Miene schreibt, wenn an dieser Geschichte etwas wahr zu decken, ist uns Aeltesten dieser Weg zur Entlastung der KnappDie englischen Universitäten und der Zollverein. 2ondon, den Mehrere Professoren der politischen sein sollte, dürfte es höchstens der Plan sein, in Bichelswerder ein schaftsmitglieder versperrt. Da die Bergbehörde die be- 15. August.( Eig. Ber.) kaiserliches Schloß zu bauen, was ja auch gar nicht so absurd wäre treffende Verordnung erließ ohne Beschränkung auf die kranken Dekonomie veröffentlichen heute ein Manifest gegen die Zollpläne bei den häufigen Besuchen, die der Kaiser in seinem bekannten Arbeiter, kann gefeßlich und statutarisch auch die Knappschaftskasse Mr. Chamberlains. Sie erklären: die Pflege Eines der Hauptziele des Kolonialsekretärs Interesse für unser Heer dem Döberitzer Truppenübungsplate abzuschreibt sogar vor, daß nur die behördlich ermächtigten Aerzte zur freundschaftlicher Gefühle zwischen dem Vereinigten Königreich und statten pflegt". Attestausstellung befugt seien. Die Verordnung charakterisiert sich den andren Teilen des Reiches wird auch von uns aufs eifrigste „ Die Post“ versucht bereits die offizielle Begründung demgemäß als eine rein sanitätspolizeiliche Maßregel, deren Durch gewünscht; wir würden keinen Zollplan nur deshalb abweisen, weil wiederzugeben, mit der man die Kaiserinsel dereinst rechtfertigen führimg der Behörde obliegt, demzufolge ihr auch die er gewisse materielle Opfer verlangt. Allein die jetzt vorgeschlagenen wird. Aber solche offizielle Begründung kommt zu spät. Die von Kostendeckung zufällt. die Mittel werden von uns für ungeeignet gehalten, das erstrebte Ziel den Urhebern des Planes wirklich verfolgten Zwecke haben wir Regierung auf, es nicht mit sanitätspolizeilichen Maßnahmen zu erreichen; erstens, weil sie wahrscheinlich ein ungeheures und durch finanzielle Hilfe dauerndes Opfer in sich schließen, nicht nur an materiellen, sondern am Sonntag mitgeteilt. Inzwischen wird man sich bemühen müssen, bewenden zu lassen, sondern auch der betreffenden Aerzte, Errichtung besonderer auch an höheren Gütern; zweitens, weil die vorgeschlagenen die offizielle Begründung weniger naiv zu gestalten, als es der Besoldung nach unsrer Ansicht eher geeignet sind, das ges Ziel zu bereiteln " Post" im ersten Hieb gelungen ist. Seit wann baut man überall Seuchen- Kontrollstationen usw.) die Seuchenansrottung zu unterals zu fördern. ſtützen. Diese Hilfsaktion muß schleunigst geschehen, da die Er- wünschte dort Schlösser, wo ein Monarch ein paar Mal im Jahre vorüber- regung unter den Arbeitern über ihre absolut ungerechtfertigte Be- glauben, daß ein System von Vorzugstarifen uns höchstwahrkommt, und noch dazu gleich Familien schlösser! lastung ernste Konflikte befürchten läßt. Je schneller und gründlicher scheinlich zum vollen Schußzzollsystem zurückführen wird, das hier zu Gunsten der ohnehin schwer getroffenen Arbeiter eingegriffen aber der Handelsblüte Englands höchst schädlich wäre. Die Gründe wird, um so bessere Folgen sind zu erzielen." hierfür sind zum Teil dieselben, die zum Freihandel führten, und sie sind seitdem um so stichhaltiger geworden, als wir mehr denn je auf Es gehört nicht zur Kompetenz der Aeltesten, Lohnforderungen die Einfuhr großer Quantitäten von Nahrungs- und Rohstoffen anzu stellen; im Interesse unsrer schwer geschädigten wurmtranfen gewiesen sind. Das lebel des Schutzzollsystems wäre höchstwahrSprengelmitglieder vertreten wir aber die Ansicht, die Werksbefizer scheinlich ein dauerndes, da dieses System, einmal eingeführt, nur Dann sind follten allgemein den Eingaben der beiden Bergarbeiter- Verbände, mit ungeheuren Schwierigkeiten zu beseitigen ist. die Lohnentschädigung für die Wurmtranken beanspruchen, zustimmen. moralische Uebel zu befürchten: Verlust der Reinheit der Politik; Die große Linke". Mit großem Behagen giebt die Frei- Hierdurch wäre einem förperlichen Verfall der Erkrankten und der Schacher um Vorteile durch die Protektion; ungerechte Verteilung des finnige Beitung" Eugen Richters einen Artikel der Bremer Verarmung ihrer Familien vorgebeugt. Gleichzeitig dient Nationalreichtums. Weser- Zeitung" wieder, die sich zwar zur freisinnigen Ver- eine solche Maßnahme auch zur Beschwichtigung Unfre Ueberzeugungen über diese Frage find gewissen populären einigung rechnet, aber als Drgan des durchgefallenen Frese schon leugbar ſehr erregten Belegschaften. Indem wir diese Ansichten entgegengesetzt, über die wir folgende Bemerkungen den Wahlkampf ganz à la Richter führte. Die„ Weferzeitung" er- unfre Entschließung dem„ Bergbaulichen Verein" und der Regierung machen: flärt den Abg. Barth geradezu für verrückt, indem sie schonend" zur Kenntnis bringen, hoffen wir im Interesse des Friedens meint, Dr. Barth scheine in seiner Sprache wie in seinen Handlungen auf eine arbeiterfreundliche Erledigung des Differenzpunktes." seit den unglücklichen Tarifverhandlungen überreizt zu sein. Ein solcher Seelenzustand sei der großen Aufgabe, die Gemüter andrer zu leiten, nicht förderlich." Zum Parteitage. Der heutigen Nummer liegt bei der Bericht des Parteivorstandes an den Parteitag; der parlamentarische Bericht der Reichstagsfraktion wird folgen. Die Berichte sind so gedruckt, daß der Leser sie zu einer Broschüre zusammenlegen kann. Bum Oberpräsidenten der Provinz Schlesien ist der Oberpräsident bon Hessen- Nassau, Graf v. 3ed liz- Trühschler, der ehemalige Kultusminister des christlichen" Volksschulgesetzes, ernannt worden. " stancher werden." II. III. der 1111= d m Die Forderungen der Aeltesten wurden unterstützt durch eine Anzahl Bergarbeiterversammlungen, die gleichzeitig am Sonntag in verschiedenen Teilen des Bergbezirks stattfanden. Mittel Wir 3. Die Hauptlast der Kornzölle wird auf den englischen Konsumenten fallen, obwohl es nicht ausgeschlossen ist, daß auch der ausländische Produzent einen ganz geringen Teil derselben tragen wird. 4. Eine Verzollung der Einfuhr bedeutet in der Regel eine Erhöhung der Preise der betreffenden Artikel. 5. Es scheint unmöglich zu sein, einen Zolltarif zu entwerfen, der gleichzeitig die Getreidebaufläche der Kolonien( ausdehnen und den Ackerbau Englands ermutigen könnte, ohne die britischen Konsumenten zu schädigen. 1. Es ist nicht wahr, daß eine Zunahme der Einfuhr eine Abnahme der Arbeitsgelegenheit im Einfuhrlande bedeutet. Eine derartige Behauptung wird allgemein von denjenigen verworfen, die Die heutige allgemeine Aeltestenversammlung ersucht den über diese Frage nachgedacht haben; ebenso wird sie durch die ErKnappschaftsvorstand, er möge im Einverständnis mit der Berg- fahrung widerlegt. behörde eine Verfügung erlassen, daß nur wirklich wurmkranke Berg- 2. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß eine Besteuerung der leute zu den Abtreibungsturen herangezogen werden dürfen, weil Nahrungsmittel eine gleichwertige oder mehr als gleichwertigebis heute noch kein genügendes Mittel gefunden ist, die Krank Lohnerhöhung zur Folge haben werde. Man darf vielmehr anheit definitiv zu beseitigen, und weil nach Ansicht der ärztlichen nehmen, daß ein Kornzoll herabdrückend auf die Lebenshaltung der Autoritäten befundet wird, daß Wurmträger nicht immer wurmfrank Arbeiter wirken wird.onl Wieder ein mishandelnder Offizier. Der Oberlieutenant Zum Schluß wurde noch ein Antrag angenommen, in welchem b. Trotha vom Feld- Artillerie- Regiment Nr. 59 in Lissa war verlangt wird, daß die Reichsregierung die Kosten übernehme, welche der Mißhandlung von Untergebenen in neun Fällen angeklagt und der Knappschaftskaffe durch die Maßnahmen der Bergbehörde entstanden vom Kriegsgericht der 10. Division in acht Fällen für schuldig be- beziehungsweise noch entstehen werden. funden und zu 14 Tagen Stubenarre st verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte sowie der Gerichtsherr Berufung beim Ober- Kriegsgericht in Posen eingelegt. Der Angeklagte war im Vorstande des Offizierskafino und soll dem Rafino- Unteroffizier, Sergeanten Gleinig, durch Beschuldigungen so Der Verband deutscher Kriegsveteranen beschloß am Sonnabend werden könnte, ist nicht richtig, denn sie berücksichtigt nicht die 6. Die Annahme, daß das Publikum auf andre Weise entschädigt zugesetzt haben, daß dieser sich veranlaßt fah, sich von seiner Truppe zu auf seiner Generalversammlung in Hamburg, an den Reichstag schädlichen Folgen der staatlichen Einmischung in den Güterverkehr entfernen. An seinen Compagniechef fandte der Unteroffizier einen Betitionen zu richten um Milderung der Bestimmungen über die und in den Gang der Industrie; ebenso berücksichtigt sie nicht die langen Brief, in welchem er dem Lieutenant v. Trotha die Schuld an Gewährung von Staatsbeihilfen sowie um weitergewährung der Thatsache, daß der Vorzugstarif foloniales Getreide zollfrei, ausfeiner Entfernung zuschiebt. In diesem Briefe teilte der Unter- Beihilfen an die Witwen der Empfänger für einige Monate nach ländisches verzollt offizier u. a. auch mit, daß der Lieutenant mehrere Untergebene des Empfängers Tode. Außerdem wünschten sie die Zählung der treide bringen wird, während die Konsumenten einen Preisaufschlag - dem Fiskus nur die Zölle vom fremden Gemißhandelt hat. Es stellte sich heraus, daß Mißhandlungen in neun sowohl auf britisches wie ausländisches Getreide zu zahlen haben Fällen stattgefunden hatten. Der Kanonier Fritsch war Bursche beim Kriegsveteranen bei Gelegenheit der nächsten Volkszählung. Angeflagten. Derselbe will wegen der geringsten Sache ge= Druckfehler- Berichtigung. In der Notiz der Sonntagsnummer werden." ohrfeigt beziehungsweise mit der Faust in mindestens vier Der Kronrat" muß es in der 6. Zeile von unten Preßgesindes" Fällen gegen den Kopf geschlagen worden sein. Der Kanonier( nicht„ Preßgesindels") heißen. Trisch will ebenfalls in vier oder fünf Fällen u. a. mit einer Bürste derb geschlagen worden sein. Oberlieutenant v. Trotha will sich keiner Mißhandlung bewußt sein und bestreitet sämtliche Fälle. Auch versucht der Angeklagte, beiden Burschen die Glaubwürdigkeit abzusprechen und macht dem Gerichtshof der Vorinstanz den Vorwurf, daß die beiden Zeugen, entgegen seinem Antrage, vereidet worden sind. Der Angeklagte ist schon viermal wegen ähnlicher Delikte bestraft. Das Urteil lautete abermals auf 14 Tage Stubenarrest. Wo bleibt da die angebliche Entrüstung in der Armee über die Mißhandlungen? Ausland. Der Arbeiterausstand in Odessa. " Das Manifest ist unterschrieben von den Universitätslehrern Bastable( Dublin), Bowley( London), Cannan( London), Edgeworth ( Oxford), Gommer( Liverpool), Marshall( Cambridge), Nichelson( Edinburg), Pigou( London), Smart( Glasgow), Smith( London). Dagegen fehlen die Namen der Wirtschaftshistoriker und Professoren Cunningham, Ashley und Hewins. Spanien. Türkei. Es ist fast eine Unmöglichkeit, über die südrussische Streitbewegung halbwegs zuverlässige Mitteilungen zu erlangen. Die Amnestie. Wie die Frankfurter Zeitung" aus Madrid meldet, russischen Zeitungen dürfen über die Vorgänge in den Streifgebieten wird im dortigen Amtsblatt ein Dekret veröffentlicht, nach welchem nur das mitteilen, was der Regierung paßt, die großen deutschen, allen wegen Streitvergehen und Aufruhrs Verurteilten, ausge englischen, östreichischen Zeitungen haben fast sämtlich nur eigne nommen die wegen Mord, Totschlag, Raub und Brandstiftung VerKorrespondenten in Petersburg oder allenfalls noch in Moskau, urteilten, Amnestie gewährt wird und die schwebenden gleichartigen Warschau, Riga 2c., nicht aber in den südrussischen Ausstandsgebieten, Prozesse niedergeschlagen werden. und was an privaten Mitteilungen aus jenen Revieren kommt, beZum Kampfe ums sächsische Landtags Wahlrecht. Der Frei- schränkt sich meist auf die Wiedergabe einzelner Beobachtungen finnige Boltsverein und der Deutschfreisinnige Verein in Dresden und enthält so viele Widersprüche, daß sich daraus ein einiger des Konfuls Rostkowsky und gegen die übrigen der indirekten Beihilfe Das Urteil des türkischen Militärgerichts gegen den Mörder haben gemeinschaftlich folgende Resolution einstimmig beschlossen: Der Freifinnige Voltsverein und der Deutschfreisinnige Verein maßen richtiger Ueberblick über die Motive, die Ausdehnung und beziv. Pflichtverletzung angeklagten Militärpersonen ist außerordenterflären fich gegen jedes Klassen, Stände und Berufs Wahlrecht, den Charakter der Bewegung nicht gewinnen läßt. Vor einigen lich hart ausgefallen. Der Verweser des russischen Konsulats in wie es die evangelischen Arbeitervereine, Herr Stadtrat Wolf- Leipzig Tagen veröffentlichte die„ Petersb. Wied.", das hyperloyale Drgan Monastir, der an der Gerichtsverhandlung als Anfläger teilnahm, und andre in Vorschlag bringen. 2. Sie erklären sich in erster Linie des Fürsten Uchtomski, eine kurze zusammenfassende Darstellung des hat seiner Regierung darüber folgenden telegraphischen Bescheid zufür Einführung des Reichstags- Wahlrechts für die Landtagswahlen Ausstandes in Odessa, die jedoch, wie in Anbetracht des Charakters gesandt: unter proportioneller Verteilung der Mandate auf die tonfurrierenden dieses Blattes faum erwähnt zu werden braucht, mit Vorsicht auf Konsul nicht die militärischen Ehren erwies, machte ihm der Konsul Das Gericht hat folgendes festgestellt: Als der Wachtposten dem Parteien, 3. in zweiter Linie für Rückkehr zum früheren Landgenommen werden muß. tags Wahlrecht unter Aufhebung der Drittelmajorität und zuerst ein Zeichen, verließ dann seinen Wagen und fragte ihn nach proportioneller Verteilung der Mandate nach den für die einzelnen Juli"( also Mitte Juli neuen Stils). Zuerst legten die Dock- Halim nicht geschossen und ihn in keiner Weise beleidigt hat. Halim " Der Ausstand", heißt es in diesem Bericht, begann Anfang seinem Namen. Es ist unzweifelhaft erwiesen, daß Rostkowsky auf Parteien maßgebenden Stimmenzahlen. 4. In jedem Falle fordern sie arbeiter die Arbeit nieder, ihnen folgten die Matrofen und schoß sofort einige Male auf den Konful. Als dieser am Boden lag, gleiches, geheimes und direktes Wahlrecht. 5. Sofern man nicht auf dann Fabritarbeiter und zu trat Halim hinzu, schoß nochmals, dicht an den Kopf des Konsuls anEinführung der Proportionalwahlen kommen sollte, ist der Städte- Mechaniker auf den Dampfern, Stadtbahn- Angestellten. Bezeichnend für all diese legend, und versetzte ihm einen Kolbenschlag gegen die Schläfe. Halim bevölkerung eine stärkere Vertretung als bisher in der Zweiten legt die Stadtbahn- Angestellten. Ausstände tvar, daß die Arbeitswilligen gewaltsam alt Kammer zuzubilligen. 6. Den Vorberatungen zur Alenderung des war wegen Ermordung angeklagt. der Arbeit verhindert wurden. Die Behörden traten Der andere Wachhabende Abbas, der zugegen war, war angeLandtags- Wahlrechts sind auch Vertreter aller in Sachsen fon- den Ausständigen nicht entgegen. Der Erfolg war, daß flagt, dem Konsul keinen Schuh erwiesen zu haben; die beiden übrigen furrierenden Parteien zuzuziehen. Ein ähnlicher Beschluß ist fürzlich auch von den Freisinnigen biele tausend Arbeiter eine Aufbesserung ihrer Arbeitsbedingungen Wachthabenden Seinel und Assina waren bei der That nicht zuder Lausitz in Bauzen gefaßt worden. Die Beschlüsse sind ganz schön, durchsetzten. Die Arbeiten wurden daher wieder aufgenommen. gegen, doch wurde Seinel, welcher sich bemühte, seine Kameraden zu der Lausitz in Bauzen gefaßt worden. Die Beschlüsse sind ganz schön, Dieser Erfolg der Arbeiter bewirkte aber, daß auch die Arbeiter entschuldigen, dem Gerichte wegen falschen Zeugnisses übergeben. wenn man den Mut hat, die Konsequenzen daraus zu ziehen. Für sich allein bedeuten die Freijinnigen in Sachsen nämlich gar die Arbeit niederlegten. Am 16./29. Juli zogen etiva 5000 bis auf einen wichtigen Posten rohe Albanesen gestellt hatte, die auf den großen Zuckerraffinerien, Lederfabriken und Dampfmühlen Der Vorsißende der Gendarmerie war angeklagt, weil nichts. " nicht einmal türkisch sprachen. Die Unterlieutenants Ismael Hahki und Salisch Kadri wurden beschuldigt, während der Fahrt nach dem russischen Konsulat mit dem Lehrer Misirko nach dem Morde in rohen Ausdrücken das Andenken des Verstorbenen verunglimpft zu haben. Ferner war der Lampenpußer Teifit wegen falschen Zeugnisses angeklagt, welcher vor Gericht den Aussagen anderer Zeugen izidersprach und behauptete, daß der Konsul den Wachthabenden ge= schlagen und auf ihn geschossen habe. 6000 Dockarbeiter vom Hafen nach der Stadt. Vor der Redaktion des„ Odeßki Listok" machten sie Halt und verlangten, Ueber die Pläne der sächsischen Regierung will die Dresdner daß die Setzer die Arbeit niederlegten. Auf die Nachricht, daß Zeitung" andeutungsweise erfahren haben, daß beabsichtigt sei, das die Dodarbeiter nach der Stadt gekommen feien, wurden selbstDreitlassen- Wahlrecht zu erhalten, jede Klasse solle aber verständlich alle Geschäfte und Läden geschlossen. Die Stadt war ihre Abgeordneten allein wählen. Der Gedanke erscheint nicht so gleichsam von Menschen verlassen. Bald überzeugte sich die Stadtganz unwahrscheinlich, zumal er ein Vorbild in den Gemeindewahlen bevölkerung jedoch, daß ihre Befürchtungen grundlos waren, da wie auch in den Landtagswahlgefeßen einiger Bundesstaaten findet. Die Arbeitertrupps sich höchst friedfertig benahmen. Die Arbeiter Die Erfüllung der berechtigten Forderungen des Volkes würde er massen auf den Straßen wuchsen immer mehr an. Tausende und Das Militärgericht verurteilte Halim und aber keineswegs bedeuten und die Agitation für ein allgemeines Abertausende von Arbeitern bewegten sich so geräuschlos, daß man Abbas zum Tode, Seinel zu 15 Jahren, Tewfitzu gleiches Wahlrecht würde daher keinen Augenblick aufhören. hätte denken können, die Ordnung sei gar nicht gestört. 5 Jahren 3wangsarbeit, die Offiziere Ismail Die konservative Landtagsfraktion hat den Beschluß gefaßt, den Infolge des Ausstandes blieb die Stadt mit ihren 500 000 Ein- und Salisch Kadri zur Ausstoßung aus dem Heere. wohnten ohne Brot und Fleiſch. Am 16.( 29.) wurde auf der uma freigesprung Ilteit wurde, nachWahlrechtsbeirat der Regierung nicht zu beschicken. Die„ Dresdner Nachrichten", das bisherige Leibblatt Mehnerts, Buderraffinerie der Alexandergesellschaft eine Versammlung ver- dem ich es unterschrieben hatte, den Angeklagten in meiner Gegendes Führers der Konservativen, schreiben in ihrer Sonntagsnummer anstaltet, die etwa von 5000 bis 6000 Arbeitern besucht war. Es wart vorgelesen. Hilmi Pascha erklärte hierauf, er habe den Befehl wieder prächtig gegen sich selber, indem sie eine Reform des Land- war dabei der Gehilfe des Polizeiministers von Odessa, Tichebonoff, aus Konstantinopel erhalten, das Urteil sofort auszuführen. Die tagswahlrechts fordern. Der plutokratische Charakter des Wahlrechts, mit 100 Rosaken anwesend. Die Redner sprachen zu den Arbeitern Verbrecher wurden gehengt. Die Relegation der Offifagen sie, sei so start zu Tage getreten, daß die erste Klasse der von einem Baum herab, Sie verbreiteten sich über die ziere wird heute abend stattfinden. Der Gendarmeriechef des Wähler hundertmal mehr Rechte hat wie die dritte Klasse. Nachdem Beziehungen der Arbeiter zu den Arbeitgebern. Um 7 Uhr Wilajets, der Chef des Gendarmeriebataillons in Monastir und der die Mehrheit des Volkes sich gegen die Dreiklassenwahl erklärt habe, abends erklärte der Gechilfe des Polizeimeisters, daß es schon spät Kapitän der Compagnie, in welcher Halim diente, wurde des Dienites sei die Reform unabweisbar. Wenn die" Dresdner Zeitung" richtig werde und die Arbeiter auseinander gehen müßten. Die Ver- enthoben und dem Gerichte übergeben. gehört hat, dann wäre es aber feineswegs die Absicht der Regierung, sammlung ging daraufhin ruhig und widerspruchlos auseinander. den plutokratischen Charakter des Wahlrechts zu beseitigen. Tann Die folgende Versammlung wurde auf 10 Uhr früh des nächsten Neue Dynamitattentate. Die Leiter des bulgarisch- mazedonischen müßten die Dresdner Nachrichten" bald wieder einschwenken und Tages anberaumt. Um diese Stunde stellten sich auf demselben Aufstandes versuchen erneut, durch Dynamitanschläge auf Eisenbahnen das Dreiklassensystem ebenso als befreiende That rühmen, wie 1896. Plage etwa 30 000 Arbeiter ein, um ihre Forderungen an die die Pforte einzuschüchtern und die fremden Mächte zum Eingreifen Sie könnten dann auch Herrn Mehnert wieder dienen, der jetzt schon Arbeitgeber zu formulieren. Zur Mittagszeit warf jemand eine in die mazedonischen Wirren zu veranlassen. Aus Konstantinopel den Versuch zur Gründung eines neuen eignen Blattes gemacht hatte. Anzahl Flugschriften in die Menge. Die Arbeiter überfielen wird darüber gemeldet: Personen, der die ihren That Er hat damit allerdings zunächst Bech gehabt, da der Industrieritter, zwei ber= Ein Militärzug wurde zwischen Seleneko und Koprili auf der der ihm das Stück weißes Papier liefern sollte, inzwischen berbächtig schienen, und prügelten sie durch. Die Polizei Linie Uestüb- Saloniti gestern Nacht durch Explodieren einer auf unglückt ist. Mit diesem wird sich Herr Mehnert bestimmt nicht mehr erklärte nun, daß die Versammlung aufgelöst sei. Die Mehrzahl den Schienen liegenden Dynamitpatrone leicht beschädigt; ein Soldat einlassen; ungeschickte Industrieritter sind nicht sein Fall. der Arbeiter verließ infolgedessen sofort den Versammlungsort, wurde getötet, mehrere verwundet. Bei Koprili wurden auf der " 1 Toten und 3 Verwundeten. Der Kreisbertrauensmann. Hus Induftrie und Handel. Vardar- Eisenbahnbrücke zwei Sack Dynamit an die Schienen ge- stehende Landtagswahl. Referent: Mar Riefel. 8. Die Breffe. I waren im Lanzschen Betrieb die Feuerschmiede, ca. 120 Mann, bunden vorgefunden. 4. Die Provinzialfonferenz und der Parteitag. Wahl der Delegierten. in den Ausstand getreten, um den geradezu horrenden LohnPetersburg, 17. August. Nach einer Drahtmeldung der„ No- 5. Berschiedenes. 6. Wahl des Kreisvertrauensmannes und der abzügen entgegenzutreten, die sie sich im Laufe der vorherwoje Wremja" aus Sevastopol besteht das dort gestern eingelaufene Bezirksvertrauenspersonen. Jeder Ort hat das Recht, bis zu drei gegangenen Monate hatten gefallen lassen müssen. Das Bestreben Geschwader aus den vier Panzerschiffen Jekaterina"," Tri Swiati- Delegierte zu senden. der Schmiede ging mun dahin, für die minder geübten Leute einen telja"," Rostislav" und" Dojenazat- Apostolop", ferner vier Torpedojägern und sechs Minenbooten. Abends sollte das Geschwader Wahlkampfes eine stetige Zunahme an Abonnenten erfahren. Streit traten, lehnte Herr Lanz die Verhandlungen mit ihnen ab, Die Leipziger Volkszeitung" hat auch nach der Beendigung des Minimallohn garantiert zu erhalten, eine Forderung, welche die Firma rundweg ablehnte. Als die Schmiede daraufhin in den zum Abgang nach den türkischen Gewässern bereit sein. Gegenwärtig beträgt deren Zahl mehr als 32 500. indem er sie für kontraktbrüchig erklärte. Erst sollten die Streifenden Zur Lage im Aufstandsgebiet. In einem Bandenkampf, der die Arbeit bedingungslos wieder aufnehmen, dann dann werde am 11. August bei Gümendsche, Kreis Jenidsche- Vardar, Wilajet er mit ihnen verhandeln. Die Folge dieses herrischen Bescheides Saloniki, stattfand, sollen die Insurgenten zahlreiche Dynamitbomben war, daß eine weitere Gruppe von Arbeitern in Stärke von etwa geworfen haben, derer Detonation bis zu der 15 Kilometer ent60 Mann, ebenfalls Schmiede, sich dem Ausstand ihrer Kollegen anfernten Bahnstation vernommen wurde. Die Nachrichten über den Neues Kartell der Zuderraffinerien. Die gestern hier statt schloß, um durch Lahmlegung der ganzen Schmiede- Abteilung Herrn Ausbruch einer größeren Bandenbewegung im Wilajet Adrianopel habte Generalversammlung der Raffinerien hat, da das Zuckerkartell Lanz zum Nachgeben zu zwingen. Die Firma verweigerte hartnäckig find unrichtig; im Gegenteil herrscht dort gegenwärtig verhältnis- in seiner jetzigen Form durch Inkrafttreten der Brüsseler Konvention jedes Unterhandeln mit dem Streiffomitee. In einer am 30. Juli mäßig Ruhe. am 31. August aufgelöst wird, den Beschluß gefaßt, ein neues Startell stattgehabten Versammlung der Lanzschen Gesamt arbeiterschaft Nach Angaben von türkischer Seite haben in der Umgegend von zu errichten, welches sich auf eine Verkaufsvereinigung der Raffinerien wurde einstimmig beschlossen, sich mit den Forderungen der Streikenden Perlepe blutige Bandenkämpfe stattgefunden, in welchen die Verluste beschränken soll. einverstanden zu erklären und die Anfertigung von Streit. der Banden angeblich über 100 Mann betragen haben. Im Kreise Florina wurden von Komiteebanden 4 Mühlen und an zahlreichen Rheinisch- westfälischer Eisenmarkt. Der Bericht der Fachzeitung arbeit zu verweigern. Dem letteren Vorgehen schlossen sich Orten die Getreideernten verbrannt. Im ganzen Sandschat wurden" Industrie" über die Lage auf dem westfälischen Roh- und Walz- alsbald auch die Schmiedegesellen derjenigen Kleinmeister zahlreiche Türken gehörige Meierhöfe niedergebrannt. Feldwächter eisenmarkt bestätigt, daß bereits die Abflauung des amerikanischen in der Stadt an, die Lanzsche Streifarbeit zur Ausführung überund Gendarmen, darunter auch ein christlicher, ermordet, Vichherden, Eisen- und Stahlmarktes auf den deutschen Absatz zurückzuwirken nommen hatten. Um aber der Firma ihr Entgegenkommen zu beweisen, erklärten sich die Schmiede am 2. August bereit, die Nahrungsmittel geraubt, Telegraphenlienien an verschiedenen Orten beginnt. " Im allgemeinen herrscht auf dem Markte," heißt es in diesem Arbeit am 5. wieder aufzunehmen, wenn zwei von zerstört; zwiſchen manchen Orten ist die Verbindung nur durch den Bericht, eine abwartende Haltung vor, die sich gründet auf die ihnen zu bestimmende Kollegen sofort mit der Direktion zur Revision Bahntelegraphen möglich. der Accordsäge zusammentreten fönnten. Eine Mitteilung der Pforte an die österreichisch- ungarische und rückgängige Bewegung in Amerika und die Unsicher= die russische Botschaft besagt, daß eine Komiteebande im mohamedani- heit über den Fortbestand mehrerer Syndikate. Auf dem rheinisch- Resultate erzielt würden; außerdem sollten sämtliche Ausschen Dorfe Zive, Kreis Kastoria, von 94 Häusern 89 verbrannt westfälischen Roheisenmarkte beginnt es allgemach ruhiger zu werden. ständige wieder eingestellt werden. Herr Lanz lehnte diese hat. Eine aus Kastoria eintreffende Truppenabteilung brachte der Die Hochöfen haben zwar bisher noch guten Absatz auf Grund der Bedingungen rundweg a b. Um auch das letzte Mittel zur gütlichen Bande schwere Verluste bei. Die Truppen hatten einen Verlust von vorhandenen Abschlüsse für drittes Quartal, sie zehren also vom Ginigung nicht unversucht zu lassen, wendeten sich die Streifenden an das Gewerbegericht als Einigungsamt, er ,, alten Fett", aber mit der Erneuerung der Verkäufe m will es noch nicht vorangehen. Man hält zurück, vielleicht hielten aber alsbald den Bescheid, daß Herr Lanz auf die anauch, weil die Verlängerung des Düsseldorfer Shaditats noch immer gebotene Vermittelung, weil ganz aussichtslos", ber= nicht endgültig beschlossen ist. Warum sich dieselbe so lange berichte. Eine auf diesen neuen Beweis kapitalistischen Unternehmerschleppt, nachdem der Siegener Verband längst gesichert ist, versteht hochmuts hin einberufene weitere Versammlung der noch weiter man nicht recht. Ist etwa doch noch ein Haar in der Butter? In Arbeitenden beschloß, jede Streifarbeit zu verweigern und, falls Gießereiroheisen wird fortwährend hinzugekauft, aber in Buddel- dieserhalb Arbeiter gemaßregelt werden sollten, sich mit ihnen und Stahleisen sind Abschlüsse für das letzte Jahresviertel nicht viel folidarisch zu erklären und die Fabrik zu verlassen. gethätigt. Auch die Geschäfte für das Ausland wer Weitere Fabrikversammlungen drängten auf sofortigen Gesamtausstand, Sen abgewidelt, ohne daß die Aufträge erneuert den Leitern der Organisationen gelang es jedoch, das äußerste vorerst würden, und so wird der Verkehr auf dem Roh noch abzuwenden. So wurde bereits am 12. August die Solieisenmarkte immer ruhiger. Mit einer Stockung der daritätserklärung mit etwaigen Gemaßregelten mit 939 gegen Stimmen erneuert. Nun forderte die Firma durch Ausfuhr wird man demnächst rechnen müssen und dieser Ausfall im 40 auf, jeder für sich einzeln Absatz muß notwendig zu einer Einschränkung der Erzeugung Fabrikanschlag die Arbeiter wie er sich zu diesem Beschluß stelle; wer führen. In den Preisen ist eine Aenderung nicht eingetreten. Von zu erklären, einer Erhöhung wird einstweilen auch keine Rede sein können, die feine Streitarbeit verrichten wolle, solle dem Meister Kündigung einreichen, wer letzteres aber unterlasse, könne sich nach überhaupt in die Marktlage schlecht hineinpaßte. § 123 der Gewerbe- Ordnung als entlassen betrachten. Zugleich machte Herr Lanz die Namen derjenigen streitenden Schmiede nam-, haft, die nicht mehr eingestellt würden; es befinden sich. darunter Leute, die 14, 15, ja 16 Jahre in ununterbrochener schwerer. Arbeit in dem Betrieb die Millionen des Herrn Geh. Kommerzienrats mit erwerben halfen. Auf diese herzlosen Maßnahmen konnten die Arbeiter natürlich nur mit dem Gesamtausstand antworten. Nachdem am Freitag zunächst die Gießer und Former, die Fabrik verlassen hatten, wurden die Arbeiter vom Lokomobilbau, Cylinderbau, die Detailschlosser und die Holzarbeiter nochmals vorstellig, um für ihre Kollegen bessere Bedingungen zu erreichen. Alles umsonst: das Fabrikherrentum beharrte auf seinem PaschastandDer Schiffahrtstrust ist, wie die„ New Yorker Tribune" erfährt, punft, worauf am Sonnabend sämtliche noch weiterarbeitenden entschlossen, den Konkurrenzkrieg gegen die Cunard- Linie schärfer Sollegen, einige 150-200 Tagelöhner 2c., meist alte Leute, ausals bisher zu führen und den Wettbewerb auch über den atlantischen genommen, die Fabrik verließen, die nunmehr völlig stillsteht. Verkehr hinaus auszudehnen. Zur Erreichung dieses Zieles wird die Von der Gutherzigkeit" des Millionärs Heinrich Lanz legt, Nichts wäre unter diesen Umständen verkehrter, als wenn das White- Star- Linie im Herbst den Mittelmeerdienst der Dominion- der Umstand Zeugnis ab, daß bereits am 6. d. M. auf Antrag seiner, Centrum jetzt seine Aufgabe mit der Bekämpfung der Social- Linie übernehmen. Für diese Fahrten, die von Boston ausgehen, Firma durch den berüchtigten Verband der Metallindustriellen eine demokratie" für erschöpft halten sollte. Man liest neuerdings oft find vorläufig die„ Arabic" und andre Dampfer der White- Star- schwarze Lifte der Streifenden versandt worden ist. Der Geh. Herr, - auch in Centrumsblättern im Kampfe gegen den Umsturz" Linie eingestellt worden. Die Cunard- Linie ist entschlossen, ihre Sommerzienrat begnügt sich also nicht damit, mittels der ihm zu müßten alle staatserhaltenden Parteien" sich zusammenschließen Stellung im Mittelmeerverkehr nach Kräften zu behaupten. Nach Gebote stehenden eigenen wirtschaftlichen Macht seine Arbeitsund um die Regierung sich scharen. Eine solche parole iſt der„ Tribune" äußerte ein Beamter des Schiffahrtstrustes, der Kampf sklaven zur Naison zu bringen", er will sie durch die Unmöglichkeit, mißverständlich nach verschiedenen Richtungen. Zunächst ist werde mit den schärfsten Mitteln geführt werden. Konstantinopel, 16. August.( Meldung des Wiener St. S. Telegr.Korr.- Bureaus.) Von den 189 Infanteriebataillonen des dritten Korpsbereich Saloniki, der die Wilajets Saloniti, Monastir, Uestüb, Skutari und Janina umfaßt, ist beinahe der dritte Teil im Wilajet Monastir zusammengezogen worden. Landtagswahlbewegung. Klerifales Liebeswerben. " Dem rheinischen Centrumsblatt, der Kölnischen Volts Zeitung", wird schwül bei dem Gedanken, daß bei den preußischen Landtagswahlen fortan die Socialdemokratie vielfach den Ausschlag geben wird, und es versucht die klerikale Partei bei uns in empfehlende Erinnerung zu bringen. Zu diesem Zwecke erklärt es plötzlich durchaus im Gegensatz zu der sonstigen Haltung der Centrumspresse daß die Socialdemokratie nicht unter allen Umständen der Feind sei: Man muß mit der Möglichkeit rechnen, daß bei den bevorftehenden Landtagswahlen mehr noch als bei den Reichstagswahlen ein Bündnis der verschiedensten Parteien gegen das Centrum zu stande komme. Namentlich wächst unverkennbar die Neigung in liberalen Kreisen, auch in jogen. gemäßigt liberalen Kreisen, mit der Socialdemokratie zu paktieren, um dem Centrum Abbruch zu thun. Die Socialdemokratie wird die„ aus Haß der Städte" gebotene direkte und indirekte Förderung sich gefallen lassen beziv. schmunzelnd einheimsen, ohne damit irgendwie auf die Vertretung ihrer eignen Anschauungen und die Förderung ihrer eignen Ziele zu verzichten. Die Socialdemokratie weiß, was sie will; den Anspruch auf das Epitheton zielbewußt" kann wenigstens den noch maßgebenden Führern niemand versagent. " " Auf dem Walzeisenmarkte ist der Verkehr noch befriedigend, aber die Händler beobachten durchweg Zurückhaltung und sind an größere Abschlüsse nicht heranzubringen. Wir wollen unsre alten Geschäfte erst ganz abwickeln und zusehen, wie die Dinge sich weiter entwickeln!" ist fast die regelmäßige Antwort, wenn ihnen neue Angebote gemacht werden. Dadurch wird die Notwendigkeit, zu kaufen, später wohl vielfach zugleich hervortreten und den Eindruck eines gesteigerten Bedarfs erwecken. Die Lager sind durchweg sehr zufammengeschmolzen und der Handel würde heute zweifellos große Posten kaufen und unterbringen können, wenn von irgend einer Seite ein kräftiger Antrieb käme. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Zum Streit der Marmorarbeiter. " " die überhaupt noch irgendwo Arbeit zu finden, für ihre Renitenz" mit völligem Ruin bestrafen. im Auge zu behalten, daß innerhalb der Socialdemokratie derjenig Teil naturgemäß, das heißt bei der wachsenden Bahl ihrer parlamentarischen Mandate immer stärker werden muß, Zur Maureraussperrung in Düsseldorf wird uns geschrieben: welcher nicht Revolution, sondern Evolution will, oder richtiger Nachdem am Sonnabend die Aussperrung ihren Anfang genommen wollen kann. Eine allgemeine und vorbehaltliche Frontstellung hatte, fand am Abend desselben Tages eine äußerst start besuchte gegen die Socialdemokratie schlechthin, eine Bekämpfung in Bausch Maurerversammlung statt, in welcher nach einem begeistert auf und Bogen würde leicht zu einer Abweisung auch berechtigter In der gestrigen Versammlung der Ausständigen teilte die genommenen Referat des Verbandsvorsitzenden Bömelburg. einBestrebungen führen. Und was sind staatserhaltende" Parteien? Lassen diejenigen Parteien, an welche dabei Lohnkommission mit, daß sie gleich nach Ausbruch des Streiks bei mütig beschlossen wurde, den aufgedrungenen Lohnkampf nun fofort mit Rücksicht auf die Socialdemokratie und im Gegen- den Arbeitgebern schriftlich um erneute Verhandlungen nachgesucht aufzunehmen. In eine ganz neue Situation von den Unternehmern faz gegen die Socialdemokratie gedacht ist, sich alle unter- habe. Die Antwort der Marmorindustriellen lautete schroff ab- gedrängt, formulierten die Maurer nun ihre Forderungen auf vorab einander als solche gelten? Haben alle bezüglich der lehnend. In dem diesbezüglichen, von 15 Firmen unterzeichneten 52 Pf. Stundenlohn und ab April 1904 auf 55 Pf. Mit diesen anzuwendenden Mittel die gleichen Anschauungen, oder denken nicht Schreiben heißt es, es sei einstimmig beschlossen worden, mit der Forderungen wird nun unverzüglich vorgegangen werden. Dovt, wo vielmehr die einen vorzugsweise an religiös- firchliche Einwirkung Lohntommiffion der Streitenden nicht in Verhandlungen ein- die Kollegen ausgesperrt sind, wird gleich am Montag mit dem und socialreformerische Thätigkeit, während den andren nach zutreten, sondern es jedem Arbeitgeber freizustellen, auf Grund des Streit geantwortet werden und dort, wo die andern Unternehmer wie vor die Gewaltpolitit des Scharfmachertums vorschiebt? zur Zeit bestehenden( also des gekündigten und noch nicht abgelaufenen) jetzt nicht nachgeben wollen, wird gleichfalls mit dem fofortigen Steht endlich fest, daß die Regierung gewilt ist, die Führung Tarifes mit seinen eignen" Arbeitern zu verhandeln. Ferner wollen Streit versucht werden, die Forderungen der Centralisierten durch= zudrücken. Schon haben sich die Bau- und Erdarbeiter in dem fraglichen Kampfe wider die Socialdemokratie an der die Herren auf keinen Fall auf die Forderung, nur in Stundenlohn mit dem Vorgehen der centralisierten Maurer solidarisch erklärt und Spitze der„ staatserhaltenden" Parteien zu übernehmen? Wenn zu arbeiten, eingehen, vielmehr soll die Accordarbeit wie bisher die Zimmerer nehmen ebenfalls entschiedene Stellung zu dem man von der lex Heinze- Attion absieht, die parlamentarisch nicht bestehen bleiben, und als Minimalſtundenlohn sollen die bisher im immer geschickt instradiert war, so muß man doch sagen, daß die Tarife festgesetzten Lohnfäße gelten.- Demgegenüber beschloß die Die Bremerhavener Baumwollspediteure setzen die angekündigte Regierung den Kampf gegen die socialdemokratische Obstruktion Streifversammlung: Verhandlungen zwischen einzelnen Arbeitgebern der Reichstagsmehrheit allein überlassen hat und daß sie noch keine und Arbeitnehmern sind abzuweisen, weil auf Grund der bis- Vergewaltigung des Koalitionsrechts der Arbeiter in die That um. Miene macht, die einzig wirksame Waffe für etwaige fünftige herigen Erfahrungen dadurch ein Einheitstarif nicht zu stande kommen zu den bereits mitgeteilten Maßregelungen organisierter Arbeiter sind wiederum neue hinzugekommen. Bei der Firma P. H. Ulrichs, Obstruktionstämpfe, Diäten bezw. Anwesenheitsgelder für die fann, sondern eine Anzahl verschiedenartiger Werkstatttarife geschaffen die durch Maßregelung des Kassierers vom Verband der Handels-, Reichstags- Abgeordneten, zu gewähren." werden, für deren Innehaltung in Zeiten mäßigen Geschäftsganges Dieser Versuch der reaktionärsten Regierungspartei, die im feinerlei Gewähr gegeben ist. Vielmehr sind alle Verhandlungen Transport- und Verkehrsarbeiter den ersten Schreckschuß abgefeuert Reichstage nicht und noch weniger im Landtage sich irgendwie mehr nur mit der Lohnkommission zu führen. Die durch das hat, sind noch sechs andre Arbeiter entlassen, die alle jahrelang, von den Konservativen unterscheidet, sich den längst zerfetzten alten Verhalten der Arbeitgeber bedingten neuen Tarifforderungen werden einer sogar 15 Jahre, bei der Firma thätig waren. Rücksichtslos Mantel einer demokratischen Oppositionspartei umzuhängen, entbehrt hochgehalten; fie lauten: Sämtliche Arbeiten werden in Lohn wurden die Arbeiter hinausgeworfen, weil sie nicht aus dem Vernicht eines pikanten Reizes. Die holden Lockungen aber find ver- ausgeführt; die Arbeitszeit beträgt 81% Stunden; der Lohn für bande austreten wollen. Der Vertreter der Firma Anton Günther gebens. Seit langer Zeit, insbesondere feit der Stardorfferei, sind Steinmetzen beträgt auf Platz 70 Pf., auf Bau 75 Pf., für Schleifer untersagt den bei ihm beschäftigten Arbeitern nicht nur die Bu 55 und 60 Pf., für Hilfsarbeiter 45 Pf. pro Stunde. Sonntagsarbeit Besuch von Versammlungen, in denen die Arbeiter diese Angelegen gehörigkeit zur Organisation, sondern er verbietet ihnen auch den alle Verstellungsversuche des Centrums vergebens. wird mit 75 Proz., Nachtarbeit von 10 bis 7 Uhr mit 50 Proz: heit beraten wollen. Solche schamlosen Vergewaltigungen der Aufschlag vergütet; Ueberstunden sind für Steinmeßen mit 15 und Arbeiter durch die Unternehmer fönnen straflos begangen werden. für Schleifer mit 10 Pf. Zuschlag zu bezahlen. Außerdem wird ge- Wehe aber dem Arbeiter, der einen Streitbrecher nicht mit der fordert: Anerkennung der Organisation, Festlegung des Tarifs Partei- Nachrichten. Bur Tagesordnung des Parteitags. In einer am 13. August abgehaltenen öffentlichen Versammlung des Socialdemokratischen Wahl bereins in Fürstenwalde Kampfe. bor dem Gewerbegericht, auch dürfen keinerlei Maßregelungen gebührenden Hochachtung behandelt. vorgenommen werden. Um den Forderungen noch mehr Nachdruck Von der Crimmitschauer Lohnbewegung. Die Fabrikanten scheinen zu geben und gleichzeitig zu verhindern, daß in einzelnen Werkstätten zu der Einsicht zu kommen, daß die Kündigung aller Arbeiter und nach einem Referat Streitarbeit angefertigt werde, beschloß die Versammlung ferner: Arbeiterinnen, ganz gleich, ob dieselben organisiert sind oder des Genossen Heinrich Braun über den bevorstehenden Sämtliche Steinarbeiter, die gegenwärtig noch nicht, gerade kein Geniestreich war. Die Arbeiter ließen sich Barteitag und feine Aufgaben folgende Resolution alt= genommen:" Die am 13. Auguſt im Schloßkeller in Fürstenwalde auf Marmor arbeiten, haben unbedingt die nicht einschüchtern, denken gar nicht daran, auf ihre Forderungen zu Arbeit mit niederzulegen, auch diejenigen, deren berzichten und sie ließen sich auch nicht zur sofortigen Arbeitsan der Spree tagende öffentliche Versammlung des Socialdemo- Arbeitgeber die Forderungen bereits bewilligt niederlegung provozieren. Jetzt werden in den Fabriken den Arkratischen Wahlvereins erklärt sich mit den Ausführungen des Refe haben. Sodann wurde die Lohnkommission beauftragt, nunmehr beitern die Kündigungsscheine wieder abverlangt. Die Arbeiter renten, Reichstags- Abgeordneten Heinrich Braun einverstanden. Die unverzüglich das Einigungsamt anzurufen. Der Aus- werden die Kündigung aber nur dann rückgängig machen, wenn Versammlung spricht den Wunsch aus, daß die provisorische Tages zählung zufolge streifen bis jezt 312 Arbeiter in 28 Betrieben. ihre Forderungen anerkannt werden.- In den benachbarten Orten ordnung des Parteitages durch ein jetzt schon vom Parteivorstand für den guten Geist unter den Streifenden zengt es, daß sich aus von Crimmitschau beginnen sich die Textilarbeiter ebenfalls auf den festzusetzendes Referat über die Reichstagswahlen und ihren Reihen nur vier Arbeitswillige gefunden haben, Kampf einzurichten, der wahrscheinlich nicht ausschließlich auf die sich aus ihnen für die Partei ergebenden Auf obwohl die Unternehmer mittels Annoncen in bürgerlichen Blättern Crimmitschau beschränkt bleiben dürfte. gaben ergänzt, dieses in den Mittelpunkt der Verhandlungen gerückt Arbeiter suchen, denen sie denselben Lohn bieten, wie ihn die werde und zur Uebernahme des Referats und Korreferats die Genossen Streikenden jetzt fordern. Es wird dringend ersucht, den Zuzug von Bebel und Vollmar bewogen werden mögen. ing Marmorarbeitern nach Berlin fernzuhalten. Wenn auch die bisherige Tagesordnung Raum zur Erörterung der Reichstagswahlen bietet, so ist es doch für die Fruchtbarkeit der Debatte nötig, daß sie nach großen, wohlgeordneten Gesichtspunkten Achtung, Sattler aller Branchen! Die in der Teppichnäherei von und in gründlicher Weise vor sich gehe, nicht aber lediglich in funter- Gebr. Leonhardt, Alte Jakobstraße 64a, beschäftigten Kollegen haben Zuzug ist aufs bunten Behminutenreden sich verzettele. Insbesondere wäre es wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. bedauerlich, wenn verhältnismäßig ganz untergeordnete Fragen, wie die strengste fernzuhalten. der Vicepräsidentschaft, übermäßigen Raum gegenüber unvergleichlich Die Ortsverwaltung Berlin des deutschen Sattlerverbandes. wichtigeren einnehmen würden. Die Versammlung empfiehlt deshalb Deutfches Reich. ihren Vorschlag dem Parteivorstand und den genannten Genossen zur Berücksichtigung." Der Streit bei Lanz in Mannheim. Aus Mannheimt wird uns vom 16. August geschrieben: Das Ruppin- Templiner Wahlkreis. Unfre diesjährige Kreiskonferenz große, wohl 2500 Arbeiter beschäftigende Etablissement für Maschinen-, findet Sonntag, den 30. August, vormittags 10 Uhr, bei Herrn Start Lokomobilbau und landwirtschaftliche Maschinen von Heinrich Lanz Franke in Gransee statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Kreis- steht seit gestern still, nachdem vormittags sämtliche bis auf etwa vertrauensmannes und der Bezirksvertrauenspersonen. 2. Die bevor- 200 ungelernte Arbeiter die Arbeit niedergelegt haben. Am 17. Juli Der Centralverein der Formstecher Deutschlands hielt am 12. und 13. d. M. in Harburg seine dritte Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Schubart eröffnete dieselbe und begrüßte den Ver treter der Generalfommission Döblin Berlin. Der Ausschuß war vertreten durch Riedel- Leipzig. Nach Konstituierung der Versammlung sowie der Kommissionen erstattete der Vorsitzende den Geschäftsbericht für die letzten zwei Jahre. Aus demselben geht hervor, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse des Gewerbes eine Besserung noch lange nicht erwarten lassen, und daß es der Einigkeit und des Opferfinns aller Kollegen bedarf, um in Zukunft nicht auf ein tieferes Niveau hinabgedrückt zu werden. Der Bericht des Kassierers besagt, daß mehr denn 3000 Mark an Arbeitslosenunterſtüßung gezahlt sind, es war auch die Inanspruchnahme der Reise-, sowie der Aus dem Bericht des Arbeitsa Umzugsunterstützung eine enorme. nachweises ging hervor, daß 580 Stellen nachgewiesen wurden. Als erfreulicher Fortschritt wurde erwähnt, daß mehr und mehr die Prinzipalität den Nachweis in Anspruch nimmt. Als einer der wichtigsten Punkte ist die Stellungnahme des Ver- Imerkt worden, daß er Kassenüberschüsse, die sich am Abend beim werkschaftshause eine kombinierte Bersammlung stattfindet, in ber eins zur Hausindustrie zu bezeichnen. Zur Bekämpfung dieses Grund- Rechnungsabschluß herausstellten, einfach mit nach Hause nahm, selben wird Kollege Nöffel referieren über:„ Die nächsten Aufgaben übels soll möglichst bald die Anbahnung einer Tarifgemein- obwohl die Dienstvorschrift dahin lautete, daß größere lleberschüsse unserer Centralorganisation." schaft erfolgen. Zum Ausbau des Unterstüßungswesens ist zu be- beim Stationsvorsteher zu deponieren feien, fleinere Ueberschüsse merken, daß die Einführung der Krankenunterstützung be- aber in Papier eingewickelt mit der Aufſchrift Blus" Letzte Nachrichten und Depefchen. abs Entgleift. schlossen wurde. Dieselbe tritt nebst den erhöhten Beiträgen bereits von dem und dem Tage in der Schalterfasse gesondert zu am 1. Oftober in Kraft. Hierauf wurde in die Statutenberatung halten seien. Am 4. August v. J. bemerkte die Ablösung Die Zabrzer Wahlkrawalle vor Gericht. eingetreten. Bum Punit Presse empfahl der Referent dringend eine Schalterdame daß, als sie aus dem Hauptspinde ein neues die Beibehaltung der Zeitschrift der Graveure und Bündel Fahrkarten herausnehmen wollte, das erste Hundert des sechsten Vor der hiesigen Straffammer wurde heute gegen 14 des Aufruhrs Gleiwit, den 17. Auguft.( Privat- Depesche des Vorwärts.") Eiseleure", da dieselbe, in jeder Hinsicht politisch wie getvert Tausends fehlte, nämlich die Nummern 5001-5100. Es handelte sich schaftlich auf der Höhe der Zeit stehend, unser bestes Agitationsmittel um Fahrkarten von Charlottenburg nach Wannsee zum Preise von beschuldigte Angeklagte verhandelt. Der Aufruhr soll begangen sein sei. Durch einstimmige Annahme erklärte man sich hiermit einver- je 30 Pfennig. Der Fehlbetrag betrug demgemäß rund 30 M. Das am 25. Juni dem Stichwahltage in Zabrze. Der Staatss standen. Die Wahl des Vorsitzenden fiel einstimmig auf Schubart ganze Bureau wurde durchsucht, aber die fehlenden Karten fanden anwalt hatte die Anklage wegen Aufruhrs fallen lassen und so Berlin, die des Ausschusses auf Riedel Leipzig.gr sich nicht. Als nach einigen Tagen der Stationsvorsteher von dem wurden 13 Angeklagte freigesprochen, während einer wegen Auflaufs Fehlen der hundert Karten benachrichtigt wurde, ordnete derselbe sofort 8 Wochen Gefängnis erhielt. Der Prozeß endete mit einem völligen Recherchen auf den weitergelegenen Stationen an. Als der An- Fiasko der Zabrzer Polizei! Sociales. geklagte davon hörte, verriet er sich selbst, indem er über das Beginnen lachte, festzustellen, an welchem Tage die und die Nummern Beim Versagen des Arbeitsvertrages tritt der übliche Preis" in Kraft. verkauft worden seien, er würde sich hüten, auch nur einen Pfennig Stallupönen, 17. August.( W. T. B.) Die„ Ostdeutschen Auf einem Bau des Unternehmers Bennewitz war zur Be- zu ersetzen. Von den fehlenden hundert Karten wurden nun that Grenzboten" melden: Infolge vorzeitiger Umlage einer Weiche entförderung der Steine in die Etagen ein Fahrstuhl aufgestellt. Nach fächlich auf den weiteren Stationen zahlreiche Nummern gefunden, gleiste gestern abend auf dem Bahnhof Groß- Rominten der um der Arbeitsordnung B.s sollten die Steinträger für das Abtragen die an dem Tage verkauft worden waren, an welchem der An- 10 Uhr hier fällige Goldaper Personenzug. Menschen sind nicht verder Steine in der ersten Etage 3 M. bekommen. Der Steinträger geflagte Dienst am Schalter gethan hatte, obwohl ihm unglückt, dagegen ist der Materialschaden bedeutend. Da die Maschine N. verlangte jedoch im Klagewege 4,50 W. pro Tausend in der ur Karten aus dem 5. Tausend zum Verkauf über mit den entgleisten Wagen die Strecke sperrte und von Goldap keine ersten Etage getragener Steine, indem er insgesamt 16,30 m. wiesen waren. Der Angeklagte, der für die vollen Hundert Hilfe gebracht werden konnte, mußten die Reisenden bis zum Einverlangte. Er behauptete, nachträglich sei der Satz von 3 M. auf Starten im Betrage von 30 m. verantwortlich gemacht wurde, gab an, treffen eines Ersatzzuges aus Insterburg, der erst in später Nacht auf 4,50 W. erhöht worden, weil teilweise mit Mullen hätte getragen er wisse nicht, wie die außer der Reihe liegenden Karten in seinen der Unfallstelle eintraf, in Groß- Rominten liegen bleiben. Gegen werden müssen und die Stollegen die Arbeit für den Fahrstuhlpreis" Berkaufsschalter gekommen seien. Den Ueberschuß habe er allerdings 2%, Uhr nachts konnten die Bassagiere ihre Reise fortsetzen. Die Schuld nicht hätten machen wollen. Der Beklagte gab die Erhöhung des mit nach Hause genommen, weil der Stationsvorsteher dies an dem Unfall trägt ein Hilfsweichensteller. Preises an sich zu, meinte aber, sie sei erst von der zweiten Etage angeordnet habe. Das legtere wurde durch die Vernehmung des ab bewilligt worden. Eine Nachbewilligung für die erste Etage sei Stationsvorstehers widerlegt. Der Staatsanwalt hielt es für ein nicht erfolgt. Für die erste Etage komme deshalb nur der Ver- besonders schweres Verbrechen, sich in der Weise an fremdem Gute tragspreis von 3 M. in Betracht. Zwickau, 17. August.( W. T. B.) Von den beim gestrigen Eisenzu bereichern, für welches schließlich andre bescheiden besoldete Be- bahnunglück schwer Verletzten, die in die nächstgelegenen Krankenhäuſer amte mit ihrem Gehalte aufkommen müssen, und beantragte ein Jahr nach Kirchberg und Bärenwalde gebracht wurden, ist im Laufe des drei Monate Gefängnis und zwei Jahre Ehrverlust. Das Urteil heutigen vormittags einer gestorben. Der Generaldirektor der lautete auf fe chs Monate Gefängnis. sächsischen Bahnen erschien in Begleitung des Baurats Mehr von der Zwickauer Eisenbahn Betriebsdirektion und des Staatsanwalts Klueber aus Zwickau heute vormittag an der Unfallſtätte zur Feststellung des Thatbestandes. Die Kammer 3 des Berliner Gewerbegerichts unter dem Vorsiz des Gewerberichters Dr. Schalhorn verurteilte jedoch den Beklagten nach dem Klageantrage und führte begründend aus: Die Arbeitsordnung des Beklagten sähe nur solche Preise vor, die beim Transport durch den Fahrstuhl gezahlt werden sollten. Nun seien aber unstreitig die Steine in Mullen transportiert worden, die Arbeits- d ordnung( der Vertrag) versage also gegenüber der thatsächlichen Arbeitsausführung. Das Gericht müsse schon deshalb dem Kläger für das Tragen auch in der ersten Etage einen höheren Lohn zu billigen, und zwar den für das Tragen in Mullen üblichen. Da sei denn nach Annahme des Gerichts der allgemeine Tarif maßgebend, und danach seien 4,50 M. pro Tausend Steine in der ersten Etage zu zahlen. Die Central Kranken- und Sterbekasse der Maler hielt am 14. und 15. August im Berliner Gewerkschaftshause eine außerordents liche Generalversammlung ab. Jm Vordergrunde der Beratung standen die Anträge auf Auflösung der Kasse. Die Antragsteller begründeten die Anträge damit, daß man den Mitgliedern die fortgefeßt steigende Belastung nicht mehr zumuten fönne; sie wiesen außerdem auf die Unsicherheit in der Gesetzgebung und darauf hin, daß der Schwerpunkt für die Beteiligung an den Körperschaften der Socialgesetzgebung in den Ortstassen liege. In der Abstimmung fiel der Antrag mit 20 gegen 16 Stimmen. Dasselbe widerfuhr dem Antrage auf Umwandlung in eine Zuschuß taffe. Eine ebenfalls sehr lebhafte Debatte zeitigte die Festlegung der Beitragssäge und Unterstütungsleistung. Nach wiederholt resultatlos verlaufenen Abstimmungen vereinigten folgende Unterstügungsfäße auf sich die Majorität: 1. Klaffe täglich 2 M., pro Woche 12 M., I. II. Klaffe täglich 1,09 W., pro Woche 6,54 M. Da fein Antrag auf Erhöhung die Billigung findet, bleibt es bei der bisherigen Beitragsleistung: I. Klasse wöchentlich 55 Pf., II. Klasse wöchentlich 30 93f. Abgelehnt wurde der Antrag Berlin N.: Wiedereinführung der ärztlichen Untersuchung. Einer Erhöhung der Karenzzeit für Neueintretende von 26 auf 52 Wochen bei Bezug von 39 Wochen Krankenunterstügung stimmte die Versammlung zu. Angenommen wurde ein Antrag auf Uebernahme der Kosten, welche durch leberweisung von Rekonvalescenten an die Wald- Erholungsstätten erwachsen. Einstimmig hießen die Delegierten die von Klotz gestellte Refolution gut, worin der Vorstand aufgefordert wird, durch geeignete Maßnahmen die Mitglieder aufzuklären über den Umfang der Berufsfrankheiten und über deren Verhütung. Verfammlungen. Zum neuesten Eisenbahn- Unglüd. Raubmord in Hamburg. Hamburg, 17. August.( W. T. B.) Der Lotteriekollekteur Lebh wurde heute in seiner Wohnung ermordet aufgefunden; es liegt Maubmord vor. Nach Ansicht des Arztes muß der Mord bereits vor bis 6 Tagen geschehen sein. Die Polizeibehörde setzte auf die Ergreifung des Thäters eine Belohnung von 500 M. Humbert- Prozeß. Paris, 17. Auguft.( W. T. B.) Heute mittag wurde die Zeugenvernehmung wieder aufgenommen. Der Kontursverwalter der Rente Biagère, Bacher, sagt aus, daß alle Rentengläubiger dieser Gesellschaft bezahlt werden würden. Therese Humbert erklärt, daß sie selbst fie bezahlt hätte, wenn man sie hätte gewähren lassen. Vacher bestreitet diese Behauptung; er fügt hinzu, daß keine ordnungsmäßige Buchführung bestanden habe. Büchers revisor Jché sagt aus, daß das Kapital der Rente Viagère nicht eingezahlt worden sei. Die Buchungen seien fingiert gewesen. Darauf werden mehrere Gläubiger der Rente Viagère vernommen. Sie erflären, ihre Zinsen regelmäßig erhalten zu haben. Erster Wahlkreis. In einer zahlreich besuchten WahlvereinsVersammlung, die am Freitag bei Dräsel in der Neuen Friedrichstraße tagte, hielt Dr. Friedeberg einen Vortrag über die Frage: leber welche Machtmittel verfügt das Proletariat zur Niederwerfung der Klassenherrfchaft?" Einleitend führte der Redner aus, daß zu den Macht mitteln, wodurch wir den Dingen den Weg weisen können, den wir wollen, sowohl die Umwelt als auch die Innenwelt des Proletariats gehört, die beide beständig mit einander in Wechselwirkung stehen. Je nach der Verschiedenheit der äußeren Verhältnisse und der psychischen Eigenart der Völker ist die Tattit des Proletariats der verschiedenen Länder verschieden. Der Redner untersuchte dann die Taftit des deutschen Proletariats und fam hierbei zu dem Schluß, daß, obwohl die Gewerkschaften und die parlamentarische Tätigkeit große Vorteile gebracht, und auch die Genossenschaften Nußen gestiftet haben, diese Machtmittel doch nicht geeignet sind, die Klassenherrschaft zu stürzen, noch den Klassencharakter der Gesellschaft zu ändern. Besonders wandte sich der Redner gegen die Auffassung, daß dieses Ziel durch den Parlamentarismus zu erreichen sei, und verlas hierbei ein Citat aus der Schrift Liebknechts aus dem Jahre 1869, die schon seiner Zeit bei der Bewegung der Jungen" gegen die in der Partei herrschende Bouffat, ein Angestellter der Humberts, sagt aus, daß Romain Auffassung vom Werte der parlamentarischen Betätigung des Prole- und Frédéric 1% Stunden lang Papiere verbrannt hätten. Polizeia tariats ins Feld geführt wurde. Der Redner empfahl schließlich die fommiffar France schildert die angestellten Ermittelungen, die Flucht Propagierung des Generalstreiks, als ein Mittel, die Klassenherrschaft der Humberts und ihre Berhaftung in Madrid. Therese Humbert niederzuwerfen. Die revolutionäre Energie, auf die der Parla erklärt, fie habe sich am 8. Mai 1902 in Bordeaux aufgehalten, um mentarismus lähmend einwirke, müsse wieder mehr geweckt werden, jemand zu sprechen und wegen ihrer Wertpapiere nach Paris zu teleund namentlich auch der 1. Mai als eine revolutionäre Institution graphieren, denn diese seien niemals aus Paris fortgeschafft ges des Proletariats mehr herausgearbeitet werden. An den Vortrag, der wesen.( Unruhe.) Dieser jemand sei aber nach Madrid gereist ges starken Beifall hervorrief, schloß sich eine lebhafte Debatte. Im wefen, und so sei auch sie, ohne weiter zu überlegen, dorthin gea Sinne des Referenten sprachen E. Serause und Rudolf Lange, fahren. Sie würde Paris nicht verlassen haben, wenn sie nicht gedie sich als freie Socialisten oder Anarchisten bekannten. Gegen die glaubt hätte, dorthin sofort wieder zurückkehren zu können, denn sie Auffassung des Referenten sprach zunächst Rabenstein, der die habe nichts zu fürchten und sei auch keine Abenteuerin, wie die vom Refernten sehr gering bewertete Macht der Gewerkschaften unter Blätter behaupteten. In Madrid habe eine gewisse Persönlichkeit, Hinweis auf die Erfolge, die der Maurerverband in diesem Jahre welche den Auftrag erteilen sollte, die Wertpapiere Parayre und einem start organisierten Unternehmertum gegenüber errungen hat, Frédéric zuzustellen, troß ihrer Bitten dies abgelehnt, weil dieser hervorhob; dann auf den Wert der Genossenschaftsbewegung aufmerk- Betreffende selbst alle Schulden der Humberts billig antaufen wollte. sam machte und im allgemeinen die Organisation des Proletariats Wenn, erklärt Therese Humbert, die Crawfords nicht hierher als den maßgebenden Faktor für die Umgestaltung der Verhältnisse fommen und die Wahrheit sagen, wenn sie die Wertpapiere, die mir bezeichnete. Ferner wandte sich Salisti gegen die Ausführungen gehören, nicht herbringen, dann will ich alles sagen, sobald der des Referenten. Der Redner erblickte gerade in der vom Referenten Staatsanwalt gesprochen hat. Frau Humbert bemerkte dann noch, betonten Schwäche der Gewerkschaften einen Beweis dafür, daß ein daß fie in Madrid geblieben sei, ohne sich zu verstecken. Sie sei nur Generalstreit zur Niederwerfung der Klaffenherrschaft auf abseh deshalb nicht nach Paris zurückgekehrt, weil man dort jedermann bare Zeit undurchführbar ist. Auer habe recht, wenn er diese verhafte. Sie sei in Madrid wiederholt zwei Leuten begegnet, die Generalstreikidee als einen Generalblödsinn bezeichne. Doch müsse ihr seit ihrer Abreise aus Paris gefolgt feien und sei auch mehrmals die Masse mehr als bisher mit der Idee des Socialismus erfüllt und mit Herrn Patenôtre zusammengetroffen, der sie begrüßt habe. Die mit Begeisterung für seine Ziele durchdrungen werden. Die Dis- Regierung habe stets gewußt, wo sie mit ihrer Familie war. Frédéric tuffion wurde dann wegen der vorgerückten Zeit vertagt und damit Humbert bestätigt diese Aussagen. auch ein Antrag des Referenten, den bevorstehenden Parteitag zu Romain Daurignac erflärt, der spanische Advokat, der die ersuchen, auf die Tagesordnung des folgenden Parteitags die Frage Humberts zur Anzeige brachte, habe dies rar gethan, um die ausdes Generalstreits zu setzen. Das Ableben der verstorbenen Mit gesetzte Prämie zu bekommen; ohne ihn wären sie niemals verhaftet glieder Jahns und Eggers ehrte die Versammlung wie üblich. worden. Auf Antrag der Verteidiger wird sodann der Unterfuchungsrichter Leydet vernommen, der jedoch unter Hinweis auf das Der Verband aller in der Stickereibranche beschäftigten Personen Amtsgeheimnis trop des Widerspruchs Laboris die Aussage vers hielt am 12. Auguft in den Arminhallen eine Versammlung ab. weigert. Nach einer kurzen Unterbrechung der Sizung erscheint der Fräulein J. Altmann hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen Polizeipräfett Lépine als Zeuge. Er sagt aus, er könne fich nicht Bortrag über„ Unsterblichkeit". Nachdem der Vorsitzende über die erinnern, daß Therese Humbert in sein Bureau gekommen sei, um Lohnforderungen bei Cohn, Dirksenstraße und Gontkowski, Pallisaden- ihn zu bitten, er möge ihr Haus in der Avenue de la Grande Armée, erledigt sind, wurde in einer längeren Debatte das Verhalten einiger fei, da Therese Humbert die Absicht gehabt habe, eine große Zeitung straße mitgeteilt hatte, daß beide Forderungen zu unfren Gunsten wo ihr Vermögen aufbewahrt gewesen sei, überwachen lassen. Er Stollegen gelegentlich des Streits bei Gontkowski und speciell bei zu gründen, zu ihr gegangen, um ihr einen seiner Freunde als Chef= Cohn scharf kritisiert und gemißbilligt. Berliner Partei- Angelegenheiten. betonten Zweiter Wahlkreis. Am Mittwoch, den 19. d. Mis., abends 8 Uhr, spricht der Reichstags- Abgeordnete Fris Zubeil im socialdemokratischen Wahlverein für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis über:" Die Socialdemokratie nach den Reichstagswahlen" im Hofjäger- Palast, Hasenheide 52/53. Schöneberg. Heute, Dienstagabend, findet bei Ob st, Meininger ftraße 8, die Versammlung des Wahlbereins statt. Auf der Tagesordnung steht: Vortrag des Genossen May Grunwald: " Die nächsten Aufgaben der Socialdemokratie"; Anträge zur Provinzial- Konferenz und zum Parteitag. Socialdemokratischer Wahlverein Zehlendorf. Dienstag, den 18. August 1903, abends 8 Uhr, bei Giese, Teltowerstr. 28: Ver fammlung. Tagesordnung: Die bevorstehenden Landtagswahlen." Referent: Dr. B. Borchardt. Diskussion. Der Vorstand. Johannisthal und Rudow. Die nächste Mitgliederversammlung des socialdemokratischen Wahlvereins von Johannisthal und Rudow findet am Dienstag, den 18. D. M., abends 81%, Uhr, im Lofal von Rau, Parkstr. 12-13, statt. Tagesordnung: 1. Rückblicke auf die Reichstagswahl. 2. Vereinsangelegenheiten. Gerichts- Zeitung. rebatteur zu empfehlen. Weiterhin werden einige von der Verteidigung vorgeladene Zeugen vernommen. 11. a. fagt Duret, der Liquidator der Girardschen Bant, aus, daß er sich mit den Humberts auf eine Summe von 4 Millionen Frank verglichen habe. Therese Humbert erklärt be= züglich der Angelegenheit mit Girard, daß sie die Spielschulden eines Politikers bezahlt habe, der nicht aufhöre, sie in seiner Zeitung anzugreifen. Centralverband der Handels, Transport- und Berkehrsarbeiter. Die Verwaltung I hielt am 13. d. M. in den Arnimhallen ihre ordentliche Generalversammlung ffür das zweite Quartal ab. Der Kassierer Steinicke erstattete den Kassenbericht. Es betrug der örtliche Sassenbestand am 1. April 6806,23 M. Die Einnahmen betrugen Nach 21jähriger Untersuchungshaft wird sich der frühere Ge- 23 658,88 M. Die Ausgaben beliefen sich auf 22 023,09 M., dem heim- Ralfulator und expedierende Sekretär im Ministerium des nach verblieb der örtlichen Staffe ein Ueberschuß von 1635,74 M., fo Innern, Robert Meder, vor dem Schwurgericht des Land- daß am 1. Juli ein Ortsfond von 8441,97 M. vorhanden war. gerichts I zu verantworten haben. Der Angeflagte ist der wieder- Es ist hervorzuheben, daß die Verwaltungsstelle im abgelaufenen Holten schweren Urkundenfälschung beschuldigt. Er soll eine Menge Quartal einen sehr erfreulichen Aufschwung genommen hat. Für Gehalts- Borschußquittungen mit dem Namen seines früheren Chefs, örtliche Stranfen und Beerdigungsbeihilfe wurden im Quartal aus Konstantinopel: In dem Gefechte bei Berlepe wurden 200 Indes Ministers von Rheinbaben, gefälscht und sich dadurch etwa 7000 3226,90 M. ausgegeben. An die Hauptkasse wurden 12 460,70. Mark angeeignet haben. Vor etwa zwei Jahren stand bereits in abgeliefert. Im Laufe des Quartals traten dem Verbande 1301 dieser Sache Termin an, der aber der Vertagung verfiel, weil der neue Mitglieder bei. Gegenüber dem zweiten Quartal 1902 find Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Sch tvindt, Zweifel an der Zu- in diesem Jahre im gleichen Quartal über 18 000 Wochenbeiträge rechnungsfähigkeit des Angeklagten erhob. Er wurde auf seinen mehr gezahlt worden. In der Diskussion wurde das Ergebnis des Geifteszustand untersucht und der ihn behandelnde Arzt begutachtete Staffenberichts als ein sehr zufriedenstellendes bezeichnet, und hierauf auch, daß Meder für seine Strafthaten nicht verantwortlich gemacht dem Kassierer Decharge erteilt. werden könne. Jetzt wurde seitens der Staatsanwaltschaft das edizinalfollegium der Proving Brandenburg in Anspruch genommen, dessen Gutachten dahin ging, daß Meder, wenn auch ein so genannter Quartalsäufer", so doch völlig zurechnungsfähig fei. Darauf erwirkte der Verteidiger ein Obergutachten von der wissenschaftlichen Deputation für Medizinalangelegenheiten, und dieses Lautete ebenfalls dahin, daß Weber gesund sei. Die Sache wird somit endlich zum Abschluß gelangen. Zu den Wirren auf dem Balkan. Frankfurt a. M., 17. August.( B..) Die Frankf. 8tg." meldet furgenten getötet und 80 gefangen genommen. In der Nähe von Monaftir befinden sich 300 Aufständische in einer bulgarischen Kirche. Dieselben wurden von den türkischen Truppen eingeschlossen. Der Sultan verbot die Beschießung christlicher Kirchen und veranlaßte den Erperten, die flüchtigen Bulgaren zum Verlassen der Kirche aufzufordern. Ein entschliches Blutbad veranstalteten die Insurgenten in tschobina, tvo fie 800 Mohammedaner, darunter Frauen und Kinder, töteten. Brennende Schwefelgruben. Unwetter. Der Bericht vom Arbeitsnachweis wurde von Utheß gegeben. Arbeitslos waren am Schlusse des ersten Quartals noch 57 Stollegen. Im Laufe des zweiten Quartals meldeten sich neu 481 Stollegen, zufammen 538 Stellenloſe. Gemeldet wurden 581 Stellen für feft und 184 Stellen zur Aushülfe. Besetzt wurden 238 Stellen für feſt Balermo, 17. August.( B. B.) Die Schwefelgruben von Caltaniund 163 Stellen zur Aushilfe. Befekte Stellen nach Branchen: fetta stehen in Brand. 30 Arbeiter sind durch die ausströmenden Hausdiener, Pader, Radfahrer und Fahrstuhl führer 214, Kutscher Gase verunglückt. 15 find tot, die übrigen befinden sich in Lebens. aller Branchen 34, Speditions- und Lagerarbeiter 118, Mineral gefahr. wafferarbeiter 10, Lauf- und Arbeitsburschen 25, zusammen 401 Ein sehr bedenklicher Fahrkarten- Schwindel wurde dem Weichen besetzte Stellen. Am Schlusse des Quartals blieben noch arbeitslos steller Wilhelm Büttner aus Berlin zur Last gelegt, der heute 62 Kollegen. Nach kurzer Diskussion über den Bericht und nach Er- im Kanal. Die See geht sehr hoch und alle Postdampfer kommen London, 17. Auguft.( B. 5.) Eint furchtbarer Sturm witet vor der zweiten Ferien- Straffammer am Landgericht II ftand. ledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten richtete der Bevoll mit großer Berspätung Büttner hatte es bis zum Weichensteller II. Klasse gebracht und wurde für die Zeit vom 15. Juni bis zum 15. August v. J. an den mächtigte Werner noch einige beherzigende Worte an die Anwesenden. Aus Schottland werden Ueberschwemmungen infolge des Bahnhof Charlottenburg kommandiert, um feinen Vorbereitungs- Der Textilarbeiterverband, Filiale Berlin I, hielt am 15.b. M. anhaltenden Regens gemeldet. Der Schaden auf den Feldern dienst für den Weichenfteller L. Selaffe zu absolvieren. Dabei wurde bei Mertowsti feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. ist ungeheuer, die Ernte vernichtet. Die Manöver des 1. ArmeeI. er auch aushilfsweise als Fahrkarten- Verläufer beschäftigt. Es ist Dr. Wollheim hielt einen lehrreichen Vortrag. Unter Verschiedenes corps, die heute beginnen sollten, tönnen infolge des schlechten Wetters mun in der betreffenden Zeit von weiblichen Schalterbeamten be- teilt der Vorsitzende mit, daß Mittwoch, den 9. September, im Ge- nicht abgehalten werden. Berantwortl.Redakteur: Carl Zeid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Sierzn 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. an. Nr. 191. 20. Jahrgang. Lokales. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 18. Auguft 1903. Eine Körner in die Schulter und ins Gesicht bekommen und mußten sich Unter einer Eisenbahnbrücke erhängt hat sich ein unbekannter zu dem nächsten Heilgehilfen begeben. Dem unvorsichtigen Schüßen Mann in der Nähe des Ließensees. Er hatte wohl schon vierzehn wäre es beinahe sehr schlimm ergangen. Die Frauen, die sich mit Tage gehangen, bis man ihn fand. Der Mann ist etwa 35 bis Die aus Anlaß des Pariser Untergrundbahn- Unglücks vom Ver- im Festzug befanden, ergriffen die buntgeschmückten Geräte, wie 40 Jahre alt und scheint Arbeiter gewesen zu sein. Er trug ein tehrsminister Herrn Budde angeordnete Nachprüfung der Anlagen Harken und dergleichen, und schlugen unbarmherzig auf ihn ein. dunkelgraues Sommerjackett, eine dunkle Tuchhose, ein rotblau geund Einrichtungen unsrer Hoch- und Untergrundbahn ist durch eine Zu seinem Glück rissen ihn zwei kräftige Männer aus der wütenden streiftes Barchendhemd und schwarze Strümpfe. Konferenz von Vertretern der Aufsichtsbehörden eingeleitet worden, Menge heraus und sperrten ihn zu seiner Sicherheit in einer Laube Bermißt wird seit dem 5. August der Schlosser Paul Erfurth. welche am gestrigen Montag nachmittag im großen Sigungssaale ein. Das Sommerfest wurde nach der unliebſamen Störung ab- geboren am 10. August 1879 zu Berlin. Derselbe wohnte zuletzt bei des Potsdamer Bahnhofs- Gebäudes unter Vorsiz des Geh. Reg.- Rats gebrochen. Behrendt, stellvertretenden Präsidenten der königlichen Eisenbahnder Mutter, Witive Clara Erfurth, Prenzlauer Allee 27. Der VerDirektion Berlin, stattfand. An derselben nahmen die Regierungs- bekannter, der Papiere auf den Namen des Schlächtermeisters Robert Augen und einen Anflug von Schnurrbart. Sein Gesicht ist einIn einem Hotel erschossen hat sich gestern vormittag ein Un- mißte ist 24 Jahre alt, 1,72 Meter groß, hat blondes Haar, blaue und Bauräte Ganzer und Falke, der Polizeipräsident Dr. Lampe aus Hornhausen bei Oschersleben bei sich führte, aus noch gefallen, die Gestalt ist vorn übergebeugt, die Füße fett er nach bon Borries, Regierungsrat Dr. Haafelau, Verwaltungs- unbekannter Veranlassung. Decernent der Verkehrspolizei, Hauptmann Vogel, der Kommissar Der Selbstmörder kehrte in der Nacht einwärts. Er war bei seinem Fortgang bekleidet mit grauem Waschfür das öffentliche Fuhrwesen, zwei Feuerwehr- Offiziere 2c. teil. Von zum Sonntag noch spät in der Dorotheenstadt ein, nannte sich Kauf- anzug, Nowawesstoff, halben Schnürschuhen, schwarzem steifen Hut. Nachrichten der bauausführenden Firma Siemens u. Halste waren Direktor mann Leßmann aus Hildesheim und erzählte, daß er sich auf der Auf dem linken Oberarm hat er eine Tätowierung. Schwieger und Regierungs- Baumeister Lerche, von der Hoch- Durchreise von Hamburg nach Königsberg befinde und einige Tage über den Verbleib des Verschwundenen nimmt die Mutter entgegen. in Berlin bleiben wolle. bahn- Gesellschaft Direktor Pavel, die Ingenieure Schulz und Für den nächsten Tag hinterließ er feine Fenerbericht. Am Sonntag mußte die Feuerwehr wieder an Burchard u. a. erschienen. Es traf sich gut, daß unter den Er- Bestimmung, als er sich auf sein Zimmer begab. Daher fümmerte mehreren Stellen in Aftion treten. In der Steinmetzstraße 45 man sich auch nicht besonders um ihn. Als aber in der dritten das Stadtbahn noch nicht gefahren und mit deren Einrichtungen nicht Einlaß fand, öffnete man die Stube und fand den Gast tot in seinem Warschauerstraße 15 brannten in einer Küche Tische u. a. und in der vertraut sind. Die letzteren, sowie Hergang und Ursache der Brand- Bett liegen, die rechte Hand hielt krampfhaft den noch mit fünf Griebenotstraße 2, Wittstockerstraße 25, Brückenstraße 9 und andren Wohnungsbrände wurden aus der katastrophe im Tunnel zwischen Couronnes und Ménilmontant scharfen Patronen geladenen Revolver, aus dem er sich eine Kugel Orten gemeldet. Balken und Fußböden u. a. standen in der Borsigs bildeten denn auch zunächst den Hauptgegenstand der VerHandlungen. der Hand von Plänen und Zeichnungen Revierpolizei beschlagnahmt. in die rechte Schläfe geschossen hatte. Die Leiche wurde von der An straße 14 in Flammen. Weitere Feuermeldungen gingen aus der vergegenwärtigte man fich die Pariser Tunnelanlagen mit Nach dem Rheinsbergerstraße 8, Waßmannstraße 39 usw. ein. ihren einseitigen Zugängen, ihren Couloirs und Passerelles Bei lebendigem Leibe verbrannt ist am Sonntagnachmittag die Kronprinzenufer wurde die Wehr gerufen, um ein Pferd, das dort ( Uebergänge über die Bahnstrecke) und ihren nach den Bahnsteigen 19 Jahre alte Frieda Görlich, die im Thaterschen Hause bei Karlshof in die Spree gesprungen war, aus dem Wasser zu holen, was schließhinabführenden Treppen. Die große Tiefenlage und die Länge des am Spandauer Schiffahrtskanal diente. Das Mädchen brannte sich lich gelang. Pariser Nordrings( ca. 11 Kilometer) in Verbindung mit diesen ver- die Haare und benutzte zum Wärmen der Schere einen Spirituszwickten Ausgangsöffnungen erschweren die Ventilation ungemein; brenner. Obwohl gerade in der letzten Woche alle Zeitungen über Hus den Nachbarorten. in der Tunnelstrecke unsrer Hochbahn, Nollendorf- Platz- Knie, die zwei schwere Unfälle berichteten, die durch Nachgießen bei brennender faum drei Kilometer lang ist, herrscht eine ganz andre Luft als in Flamme entstanden, beging es doch wieder dieselbe Unvorsichtigkeit. Die bei dem Eisenbahn- Zusammenstoß bei Groß- Lichterfelde den Schächten der Métropolitain und jeder Zug bringt neue Be- Die Folge war diesmal noch schlimmer. Die leichte Kleidung fing schwerverletzten fünf Personen befinden sich sämtlich außer Lebenswegung in den Tunnel, der an den Stationen gute nach der Explosion bald in ihrem ganzen Umfange Feuer. Während gefahr. Zwei derselben, welche nur starke Beinquetschungen davon Abzüge findet. Eine Berqualmung in dem Maße, in dem Maße, wie sie ein andres Mädchen auf den Hof eilte, um Wasser zu holen, lief getragen haben, dürften bereits in den nächsten Tagen aus dem in Paris so verhängnisvoll wurde, erscheine daher hier aus- die Unglückliche die Treppe hinunter und fachte so die Flammen noch Krankenhause entlassen werden. Auch bei den Uebrigen sind geschlossen, auch wenn unser Wagenmaterial weniger feuerficher mehr an. Bevor sie ins Freie gebracht war, brach sie aber schon Komplikationen der Verletzungen nicht vorhanden, so daß die wäre, als es thatsächlich ist(?). Dazu kommt, daß ein etwa vor- zusammen und starb bald nach entsetzlichen Leiden. Die halb- Heilungsprozesse einen normalen Verlauf nehmen werden. kommender Wagenbrand innerhalb der Stationen durch die dort verkohlte Leiche wurde nach dem Schauhause in Charlottenburg ge- Bezüglich der Ursache des Unfalles ist festgestellt, daß die borhandenen Hydranten schnellstens gelöscht werden kann, und daß bracht. без Luftdruck Bremse Münchener Schnell. die Züge von der Strecke her wegen der kurzen Entfernungen in spätestens zwei Minuten die Station erreichen können. Des weiteren Aus Furcht vor dem Zuchthause hat ein Unhold seinem Leben 3uges nicht ordentlich funktioniert hat. ein Ende gemacht. Der 47 Jahre alte Handelsmann Wilhelm zur Sprache: Die elektrischen Lampen erloschen und das bedrohte fiebenjährigen Mädchen und wurde dafür zu drei Jahren Zuchthaus bremse rechtzeitig in Thätigkeit gesetzt hat und so den Zug noch gelangte die ungenügende Beleuchtungsanlage des Métropolitain" Menzel beging vor fünf Jahren ein schweres Verbrechen an einem andre Frage ist jedoch die, ob der Lokomotivführer die MaschinenPublikum konnte in dem stockfinsteren Tumel den Ausgang nicht verurteilt. Nachdem er im April vorigen Jahres die Strafe verbüßt hätte zum Stehen bringen können. Allem Anschein nach hat es der finden. Hierbei muß bemerkt werden, daß die Abfertigung der hatte, ließ sich seine Frau von ihm scheiden. Nun zog Menzel zu Lokomotivführer verabsäumt, dieses Mittel sofort in Anwendung zu Züge auf der Bariser Stadtbahn eine viel raschere iſt einem Arbeiterehepaar D. in der Aderstraße, das seine Wergangenheit bringen und zweifellos hat er auch zu spät Gegendampf gegeben als auf unsrer Hochbahn. Auf den Treppen, in den nicht kannte. Die Leute haben ein achtjähriges Töchterchen. Dieses und so den Unfall mit herbeigeführt. Zu bemerken ist noch, daß Couloirs, wo die ein und ausgehenden Passagiere auf- erkrankte vor acht Tagen und erzählte dem Ärzte, den die Mutter zu das Maschinenpersonal beider Züge, welches bei dem Unfall einanderstoßen, herrscht ein wildes Haften, auf den Bahnsteigen Rate zog, nach langem Zögern, was Menzel mit ihm vorgenommen völlig unbeschädigt davonkam, nicht, wie vielfach angenommen wurde, ein lebensgefährliches Gedränge, eine Luft und Sitze, daß man es hatte. In der größten Aufregung und Empörung nach Hause zurück vorher abgesprungen ist, sondern bis zum letzten Augenblick an ruhigen Verkehrsstunden schon fast nicht aushalten kann. Demgegenüber haben unsre Hochbahnhöfe durchweg direkte, bequeme Ein- gefehrt, ergriff Frau B. einen Besenstiel, prügelte das Scheujal auf seinen Posten aus hielt. und Ausgänge nach beiben Richtungen hin, die abends gut beleuchtet Menzel, ein Heuchler, der sich bei seinem Haufierhandel mit Briefwindelweich und wollte dann zur Polizei gehen. Unterdessen lief Das Ende eines Proletarierdaseins. Im Nixdorfer Stichkanal werden und zwar, was die Hauptsache ist, durch besonders, bogen stets lahm gestellt hatte, um das Mitleid der Kunden zu ertränkt hat sich am Sonnabend der Arbeiter Schonert, der erst aus d. h. unabhängig von der Starkstrom- Quelle, gespeiste Lichtkabel. erregen, davon und kam nicht wieder zurück. Vorgestern fand man Westfalen nach Berlin zugereist war. Sch., der seit längerer Zeit Gegenüber der in der Preſse vorgeschlagenen Anordnung von ihn im Blögensee als Leiche wieder. Um dem Buchthause zu ent- arbeitslos ist, war in der Hoffnung, hier Beschäftigung zu erlangen, Exhaustoren, welche in dem Tunnel einen derartigen Luftzug er= nach der Reichshauptstadt gekommen, doch waren alle seine Be zeugen, daß Rauch und Qualm schnellstens entfernt werden, ist darauf gehen, hatte er sich im Spandauer Schiffahrtskanal ertränkt. hinzuweisen, daß ein so heftiger Luftzug in den meisten Gefahr- In Tobsucht verfiel in der Nacht zum Sonntag der 39 Jahre mühungen, sich einen Eriverb zu verschaffen, vergeblich. Ohne fällen geradezu schädlich wirken würde, indem ein fleiner, un- alte Artist Alexander Beisar aus der Elsasserstr. 73, der vor sechs jegliche Existenzmittel mochte er seiner in der Heimat zurüdbedeutender Brand dadurch erst recht zur gefährlichen Flamme an- Jahren nach Berlin fam und hier auf verschiedenen Specialitäten gebliebenen Familie von seinen vergeblichen Bemühungen feine gefacht werden kann. Ueber diese allgemeinen Erörterungen der bühnen, besonders in Sommerlokalen, unter dem Namen The Nachricht zu geben, und jedenfalls in einem Anfall von Verzweiflung Pariser Brandkatastrophe mit ihren Nuzanwendungen für Berlin tam Franzkow als Luftgymnastiker auftrat. Beifar stürzte vor vier sprang er in die Fluten des Stichkanals. Es gelang zwar Hinzuman in der 2½ stündigen Konferenz nicht hinaus; es ist jedoch nicht Jahren vom Trapez, brach sich ein Bein und konnte seitdem nicht kommenden, den Sch. noch lebend aus dem Wasser zu ziehen, doch gerade beruhigend zu erfahren, daß die Vertreter der Aufsichts- mehr auftreten. Eine Singspielsängerin Fanny Pincus, verstarb er wenige Stunden später in dem Kreis- Krankenhause Briz, behörden der Meinung find, daß an der Berliner Anlage recht wenig nannt Lilly Rosetti, mit der er zusammen wohnte, ernährte ihn. wohin der Arbeiter gebracht worden war. zu verbessern sei. Die Anlage zweier von verschiedenen Da diese aber in Berlin keine Stellung mehr fand, so ging fie am Centralen gespeister Lichtleitungen, von denen jede allein zur Be- 1. d. M. Bremen. Hatte Beijar aus Aerger über seine Lage schon leuchtung ausreichen müßte, ist wohl das wenigste, was man ver- früher getrunken, so wurde es nun damit noch schlimmer. Schließlich langen darf. berfiel er in Verfolgungswahn und in der Nacht zum Sonntag in Endlich! Nach eineinhalb Monaten Sperrung ist die Rosen- obsucht. Berufsgenossen, die neben ihm wohnen, überwältigten ihn brachten ihn in ein Krankenhaus. thalerstraße zwischen Rosenthaler Thor und Weinmeisterstraße endlich Steglits. Am Freitag sprang der Geheime Kanzleirat Bles wieder für den Verkehr freigegeben worden. Infolgedessen fonnte Durch einen Sturz aus dem Fenster hat sich der 36 Jahre alte aus Groß- Lichterfelde von einem in voller Fahrt befindlichen Wagen gestern eine ganze Reihe von Straßenbahnlinien von der über- Droschkentutscher Karl Zickerick aus der Ruppinerstr. 13 das Leben der Linie Groß- Lichterfelde- Steglitz kurz vor der Endstation am lasteten Alten Schönhauserstraße abgeleitet werden. Die Straßenbahn- genommen. Der Mann verunglückte vor zehn Jahren als Arbeiter hiesigen Bahnhof ab, stürzte und zog sich dadurch einen Beinbruch linien 3, 11, 30, 31, 35, 36, 37 und 41 verkehren jetzt wieder vom in einer Fabrit, hatte seitdem in den Fingern der linken Hand immer zu. Nachdem ein hiesiger Arzt die erste Hilfe geleistet, wurde der Rosenthaler Thor aus durch die Rosenthaler- und Weinmeisterstraße. noch Schmerzen und verdiente in der lezten Zeit nur wenig. Seit Berunglückte per Droschte nach seiner Wohnung gebracht. Der Umpflasterungsarbeiten in der Rosenthalerstraße zwischen der vier Wochen liegt seine Frau an einem langwierigen Leiden im Sonnabendvormittag waren in der Schloßstraße mehrere Männer Neuen Schönhauserstraße und dem Hackeschen Markt wegen müssen Lazarus- Krankenhause. In der Einsamkeit überkam ihn nun schließ- mit dem Abladen von Möbeln beschäftigt, bei der berüchtigten die Straßenbahnlinien 33, 38, 39 und 40 bis auf weiteres noch vom lich die Berzweiflung, so daß er sich aus dem Fenster feiner im Seitenlage der Straßenbahngeleise stets eine gefahrvolle Arbeit. Möbeltischler Rosenthaler Thor aus durch die Lothringer, Alte und Neue Schön- dritten Stock gelegenen Wohnung auf den Hof hinabstürzte. Mit Als der Heinrich Härtel aus Berlin hauserstraße fahren. zerschmetterten Gliedmaßen nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht, mit einem größeren Möbelstück die Schienen überschritt, wurde er von einem elektrischen Wagen gefaßt und eine Fünf brave Angehörige unsrer Feuerwehr, der Oberfeuermann erlag er dort seinen Verletzungen. Gräfe, die Feuermänner Kleintte, Krause, Müller und Wohlfeil vom In der Narkose gestorben ist der 46 Jahre alte Arbeiter Albert Strecke mitgeschleift, trotzdem der Wagenführer mit aller Kraft achten Löschzuge in der Reichenbergerstraße haben am Montagnach- Wlewes aus der Butimannstr. 13. Der Mann verunglückte vor sieben bremste. Mit anscheinend schweren inneren Verletzungen wurde der mittag bei einem Dachstuhlbrande in der Lübbenerstraße 25 Brand- Jahren in einer Fabrik, indem er sich an einem Balken einen Unglückliche in bewußtlosem Zustande per Strantenwagen nach dem Kreiskrankenhause in Groß- Lichterfelde gebracht. Wie Augenzeugen wunden erlitten, so daß sie sofort mit Mannschaftswagen vom verrosteten Nagel in das linke Bein stieß. Die Wunde wollte trop versichern, hat sich H. den Unfall selbst zuzuscheiben, da er das Brandmeister Baumann in städtische Krankenanstalten geschafft ärztlicher Behandlung nicht heilen, sondern brach immer von neuem werden mußten. Ueber das Feuer wird berichtet: Um 5 Uhr stand wieder auf. Seit acht Tagen lag Mewes wieder im Krankenhause. wiederholte Warnungssignal des Wagenführers nicht beachtete. in der Lübbenerstraße 25 der Dachstuhl des dreistöckigen Quer- Hier beschlossen nun die Aerzte eine Operation, in einer Lebens- Immerhin ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß das Klingeln gebäudes auf dem Hofe in Flammen. Die Feuerwehr, von mehreren gefährlichen Blutvergiftung vorzubeugen. Obwohl alle Vorsichts- überhört wurde und H. eines der Opfer unsrer Prachtstraße" ge= Seiten dringend alarmiert, war schnell mit fünf Zügen zur Stelle. maßregeln angewendet wurden, starb der Mann, während man ihn worden ist, auf deren geniale" Anlage sich geivisse Leute so viel Der achte Bug nahm sofort von Dampfspritze einen Schlauch mit Chloroform betäubte. Seine Leiche wurde zur gerichtsärztlichen bor, der an Ende gegabelt wurde, und ging fräftig gegen den Deffmung beschlagnahmt. Drei Ruderboote tenterten am Sonntag auf dem Müggelfee. Brandherd, der in den Bodenkammern lag, vor., Als nach dem Trotz des böigen, teilweise sogar stürmischen Südwestwindes, der Treppenflur ein Fenster geöffnet wurde. schlug eine große Am Spirituskocher schwer verbrannt hat sich am Sonnabendabend Wellen aufwarf, in denen zeitweise selbst die Passagierdampfer Stichflamme zurück und traf die dort vor den Flammen die 18 Jahre alte Emma Kirchhoff, die in der Schumannstr. 11 bei stampften und schlingerten, wagten sich mehrfach Ruderboote über liegenden Männer. Den Feuermännern Müller und Kleinike dem Töpfermeister Hoch dient. Ale fie bei brennender Flamme aus den See. Zwei Boote des Ruderklubs„ Widing" und eins vom wurden Geficht und Hände verbrennt, die übrigen drei der Flasche nachgoß, geriet der Inhalt der Flasche in Brand und Märkischen Ruderverein" tenterten refp. schlugen voll. Die Besollen nicht so schwer verletzt sein. Kameraden nahmen ergoß sich ihr über das Gesicht und die Arme, die so schwer ver- fazungen, im ganzen 17 Personen, konnten jedoch durch hinzueilende fich sofort der Verletzten an. Man trug sie heraus und brachte brannten, daß die Haut in Fezzen herunterhing. Die Verunglückte Dampfer und Boote gerettet werden. Es ist ein Unverstand ohneBrandmeister Baumann sich persönlich in ärztliche Obhut. Der Brand, mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. gleichen, bei einem Wetter, wie es am Sonntag herrschte, mit einem der eine ziemliche Ausdehnung erlangt hat, wurde binnen einer Aus der Spree gelandet wurde die Leiche der 25 Jahre alten offenen Boote die Müggel pafsieren zu wollen. Die verständigeren Stunde gelöscht. Die Entstehung des Brandes, der eine große Kellnerin Bertha Nowitzki aus der Linienstr. 125, die in der Nacht Nuderer nahmen denn auch davon Abstand und legten mit ihren Menschenmenge auf die Beine gebracht hatte, konnte nicht ermittelt zum Donnerstag ins Waffer sprang. Nach dem Ergebnis der Er- Booten im Rahnsdorfer und Friedrichshagener Gemünde an, bis werden. Der Schaden ist bedeutend und trifft mehrere Mieter, die mittelungen hatte das aus Danzig gebürtige Mädchen, das bis besseres Better eintrat, statt die Ueberfahrt über den aufgewühlten zum Teil nicht versichert sind. Außerdem hatte gestern die Feuer- Februar dieses Jahres bei der Mutter in der Schlegelstr. 5 wohnte See erzwingen zu wollen. wehr noch mehrere kleinere Brände zu löschen, darunter Wohnungs- und dann wegen eines Zerwürfnisses mit zwei Brüdern auszog, brände in verschiedenen Stadtteilen, veranlaßt durch unvorsichtigkeit ein Verhältnis mit einem Herrn Unter den Linden. Mit diesem Deutscher Arbeiter Abstinenten Bund.( Ortsgruppe Berlin.) beim Umgehen mit Licht, Spiritus, Petroleum und Gas. geriet es nachts am Reichstagsufer in Streit und stürzte sich vor Mittwoch, den 19. August, 812 Uhr, Mitgliederversammlung im Englischen Durch einen verunglückten Freudenschuß erlitt gestern nachmittag seinen Augen über das Geländer hinweg in die Spree. Hof, Neue Roßstr. 3. Tagesordnung: Gruppenanoclegenheiten. das Erntefest in der Laubenkolonie an der Gleimstraße eine Infolge des Umbaues der Adalbertbrücke müssen die Adalbertarge Störung. Um 5 Uhr setzte sich der Erntezug in Bewegung, fünf Musiker an der Spize. Wohl zweihundert festlich traße, das Engel- und Bethanien- Ufer bis zu vierzig Centimeter an Die der notwendigen Aufgeschmückte Kinder und Erwachsene nahmen daran teil. Hinter der der Zufahrtsstelle erhöht werden. Mufik gingen der Schmied Lange aus der Stralsunderstr. 2 mit schüttung entgegenstehenden Schwierigkeiten, die durch die etwaige feiner 12 Jahre alten Tochter Else, ihnen folgten der Tischler Schädigung der Eckhäuser entstehen konnten, find bereits beseitigt, Bord aus der Ruppinerstraße und der Arbeiter Bein mit ihren nach der festgelegten Aufschüttungslinie bewohnbare Kellerräume nicht unbenutzbar gemacht werden. 12 und 18 Jahre alten Töchtern Martha und Margarethe. Neben nicht unbenutzbar gemacht werden. da ge= Auf einem Ausflug vom Tode überrascht wurde am Sonntagabend die 53 Jahre alte Witwe Bertha Sorge geb. Nether aus der Langestraße Nr. 64. In einer Gartenwirtschaft in Stralau plöglich ertrantt, starb sie nach kurzer Zeit auf der Unfallstation in der Warschauerstraße, vermutlich infolge eines Herzschlages. einbilden. Vermischtes. Eisenbahn- Unfälle und kein Ende. Am Aus 8 widau wird vom Sonntag gemeldet, daß gegen 91 Uhr abends zwischen Nothenkirchen und Obercrinig der Personendem Zuge her ging ein 58jähriger Arbeiter Hermann Schröder. Mit 70 M. durchgebrannt ist der 37 Jahre alte Wächter August zug Carlsfeld- Wilfan entgleist ist. Nach amtlicher Angabe wurden Dieſem fiel es ein, während die Musik den Torganer Marsch spielte, Böhlte aus der Lothringerstr. 9, der bei der Wirtschaftsgenossenschaft bei dem Unfall drei Personen getötet und etwa 20 schwer und ebenso aus seinem Tesching einmal einen Freudenschuß abzufenern. Kaum der Haus- und Grundbefizer- Vereine in der Burgstraße seit April viele leicht verfekt. Von den Toten wurden refognosciert: Berghatte es geknallt, da verstummte die Musit mitten im Marsche. vorigen Jahres angestellt war. Böhlte hatte nicht nur bestiminte arbeiter örnig( 36 Jahre), Bergarbeiter Ernst 23enze! Einer der Bläser schrie laut auf und die genannten drei Mädchen Häuser zu bewachen, sondern auch Miete einzuziehen. stimmten ein. Von der Schrotladung, die die Waffe enthalten, hatte 15. d. M. sollte er 600 M. eintassieren, er hatte aber nur 70 2.,( 33 Jahre), Bergarbeiterfran Pampel( 25 Jahre), sämtlich aus der Musiker einen Teil in die Schulter bekommen, Else Lange war während er die andren Quittungen zu Hause liegen ließ. Seit Planitz bei Zwickau. Die Namen der Schwerverlegten sind, soweit am Gesicht und an einem Auge so erheblich verlegt, daß sie die Freitag ist er verschwunden. Es wird vermutet, daß er das Gelb bisher festgestellt: Erust Schiet, Bäckermeister Gott und Frau, Rettungswache in der Kastanien- Allee und heute die Augentlinit auf- in schlechter Gesellschaft vertrunken hat. Seine Frau lebt mit zwei Friedrich Hehold, Steiger Paul Berger und Braut, Bäckersuchen mußte, Martha Bord und Margarethe Pein hatten einige fleinen Kindern in dürftigen Verhältnissen. meister Müller und Frau, Hermann Neibert und Frau, ebenfalls Bis zum fämtlich aus Planit. Das Unglüd ereignete fich an einer Kurve hinter bald unter einem starken Knall zusammen. Menschen sind nicht ver-| gehörenden Offiziere gestern in Jlfenburg veranstalteten, wurde beim der Station Rothenkirchen auf freier Strecke. Die Lokomotive stürzte legt; der Verkehr ist nicht nennenswert gestört. den zwei Meter hohen Damm hinab und blieb auf einem Haferfelde liegen. Der Zug bildet einen großen Trümmerhaufen. Die Verunglückten find sämtlich Mitglieder eines Gesangvereins, welcher, etta 70 Mann start, von einem Ausfluge nach dem Kuhberge heimkehrte. Nachdem sich der Zug etwa 5 Minuten in Bewegung befand, erfolgte die Katastrophe. Aus den Trümmern des entgleisten Zuges bernahm man alsbald Aechzen und Stöhnen sowie laute Hilferufe. Infolge der herrschenden Dunkelheit gingen die Rettungsarbeiten nur sehr langsam vorwärts. Ein weiterer Eisenbahnunfall ereignete fich in der Nähe von Regensburg. Dort entgleiste der Tender des Schnellzuges Hof- München bei der Einfahrt auf die Donaubrücke, wo der Zug, da sich auf der Brücke ein Geleise in Reparatur befindet, das Geleise wechseln mußte. Infolge Versagens der Lokomotivbremse fuhr der Zug über die Brücke weiter und beschädigte das Geleise und den Holzbeschlag der Brücke. Der Heizer fletterte von der Lokomotive aus in einen Personenwagen und zog die Notbremse, worauf der Zug zum Stehen gebracht wurde, als er bereits halb über die Brücke war. Um 18 Uhr war der Tender wieder eingehoben und der Zug wurde nach Regensburg gebracht. Auf der Brücke sind die eisernen Deckplatten zwischen den Schienen völlig verbogen; das Geleise von der Brücke nach der Station Walhallastraße hin ist auf 300 Meter zerstört. Die Reisenden langten mit dreistündiger Verspätung in München an. Abbrennen eines Feueriverkes durch Explosion aus der Zuschauermenge ein Mann getötet; ein junges Mädchen erlitt lebensgefähr liche Verwundungen und mehrere andre Personen wurden leichter verletzt. Weizen, gut Dampferzufammenstoß. Gestern früh fand auf der Oder unter halb Stettin, im sogenannten Papenwasser, ein Zusammenstoß der beiden Personendampfer" Sedan" und" Ueckermünde" statt, von denen der erstere auf der Fahrt von Swinemünde nach Stettin, der lettere auf der Fahrt von Stettin nach Ueckermünde begriffen war. Der Zusammenstoß wurde durch ein Mißverſtändnis verursacht und rief große Verwirrung unter den Passagieren der beiden Dampfer* Roggen, gut hervor, hatte aber keinen nennenswerten Schaden zur Folge. Personen find nicht verunglückt. Marktpreise von Berlin am 15. August 1903 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. Hammelfleisch D.- Ctr. Kartoffeln, neue D.- Etr. 8,00 5,00 mittel gering Rindfleisch, Keule 1 kg 1,80 1,20 D do. Bauch 1,40 1,00 " 13 13,10 Schweinefleisch 1,60 1,20 " " " mittel gering Kalbfleisch " 1,80 1,20 " 1,80 1,20 " " ** Berste, gut 14,40 13,70 Butter 2,60 2,00 " mittel 13,60 13,00 Eier 60 Stüd 4,00 2,50 " gering " 12,90 12,30 16,60 15,40 Aale Karpfen 1 kg 2,40 2,00 2,80 1,40 " mittel gering 15,30 14,10 Bander 3,00 1,20 " " 14,00 12,80 Hechte 2,40 1,20 " 4,16 3,82 Barsche " 1,80 80 " " 6,80 4,80 Schleie " 2,60 1,20 " 40,00 25,00 Bleie 1,40 70 " " 50,00 25,00 Strebse 60,00 20,00 per Schock 18,00 3,00 Auf See verschellen. Zwei deutsche Studenten, Zobel und Hasstenäg, welche am 29. Juli von Arendal( Norwegen) in einem Hafer, gut fleinen Segelboot nach Stagen absegelten, sind dort nicht angekommen." Die Eltern der Studenten sezten durch das deutsche Konsulat Belohnungen für Nachrichten über den Verbleib ihrer Richtstroh Söhne aus. Torpedoboots- Unfall. In der Nacht vom 14. auf den 15. lief das Torpedoboot„ G 112" beim Nachtangriff in der Nähe von Helgoland gegen das Linienschiff„ Kaiser Friedrich III." Der Obermatrose Julius Stohr aus Stuttgart erlitt Quetschungen und ist seinen Verlegungen am Sonntagmorgen erlegen; sonst ist niemand von der Besatzung verlegt. Das Torpedoboot wird in Wilhelmshaven außer Dienst gestellt werden. In Stuttgart geriet am Sonntagnachmittag um 4 Uhr auf dem Hauptbahnhof die Maschinenhalle in Brand und ist ganz ausgebrannt. Das Fahrmaterial fonnte gerettet werden. Das Ein böses Feuerwerk. Aus Halberstadt wird gemeldet: Feuer ist vermutlich unter dem Dach ausgebrochen. Letzteres brach Auf einer Festlichkeit, welche die dem hiesigen Bezirkskommando anFür den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 18. August. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Die Entführung aus dem Serail. Schauspielhaus. Romeo und Julia. Neues Operntheater. Der Kellermeister. Westen. Alt- Heidelberg. Leffing. Johannisfeuer. Deutsches. Rosenmontag. Neues. Belleas und Melisande. Anfang 8 Uhr: Liederspielhaus( Kroll.) Liederspiele und Jdyllen. Bision nach dem Balle. Berliner. Heinrich Bötel: Der Postillon von Lonjumeau. Thalia. Der Regimentsschwerenöter. Kleines. Nachtasyl. Trianon- Theater. Die Notbrüde. Carl Weiß. Therese Humbert. Belle- Alliance. Specialitäten. Apollo. Die Liebesinsel. Speciali täten. Urania. Max Kliem's Sommer- Theater Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstr. 165. !! Menschliches Doppelwesen: die zusammengewachsenen Schwestern 20 Jahre alt, spielen Violine! Binter- Garten. Specialitäten- Bor Passage- Theater. stellung. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Von der Zugspige zum Watmann. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Pelleas and Melisande. Anfang 7 Uhr. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Anfang d. Abendvorstellung 8 Uhr. Das Moto- Mädchen. Mensch oder Maschine? Das neue Rätsel für Berlin! Die Tritons, die besten Taucher der Welt, 5 Min. unter Wasser ohne z. atmen. Walter Steiner, Humorist. Ganz Berlin zerbricht sich schon den siebenten Monat den Kopf über Aga. Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Bum 100. Male: Nachtasyl. Die Notbrücke. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Luisen- Theater. Metropol- Theater. Der Hüttenbesiker. Mittwoch: Benefiz für Stefanie Stauffen. Zum 1 Male: Königin Luise. Hierauf: Das Versprechen hinter'm Herd. Donnerstag: Die Geierwally. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Die Grille. Belle- Alliance- Theater. Jm herrlichen Sommergarten, Anf. Wochent. 6 Uhr, Sonntags 4 Uhr: Grosses Konzert. Anf. der Specialitäten Borst. 7 Uhr. Bei ungünstigem Wetter im Theater. Ad- Ad lebt und schwebt, erregt das größte Erstaunen. Das neue August- Programm. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 219. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzende Balletts. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. DeutschAmerikanisches Theater ( früher Buntes Theater) 67 Köpenickerstrasse 68. Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: 17182* Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Höchelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Schloss Weissensee. ,, Zum Sternecker", Inhaber: C. Koch. Täglich: Grosse Theater- Specialitäten- Vorstellung. Riesenprogramm, 40 Nummern. Jm Bal champêtre: Grosser BALL. Illumination der Fontaine lumineuse. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfreudenfest mit Gratis- Verlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Monstro- Elite- Feuerwerk u. Doppelkonzert. Jeden Sonntag: Grosses DOPPEL- KONZERT. Kaffeeküche. Volksbelustigungen aller Art. WOOLCCISCHER Apollo- Theater. CARTEN Z Zum 104. Male: Die Liebes- Insel Täglich ab 5 Uhr nachmittags: mit bemen Briefmarken- Ballett. Doppelkonzert. sensationellen Ein ungetreues Weib. Mimodrama in 2 Aften, gespielt von Merians dressierten Hunden. Merian nur bis 31. August. Avolos. Broth. Kaufmann. Kosmograph. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Der Fehltritt einer Frau. Berl. Sittenbild in 5 Att. v. H. Berner. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dies. Vorstell. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Das Geheimnis des roten Hauses. Im Garten: Specialitäten. Anf. 5 Uhr. Entree 1 M., ab 6 Uhr 50 Pf. Kinder unter 10 J. die Hälfte. In der Arena: Raubtier- Spielschule. 6 Löwen, 1 Leopard, 1 Hyäne, 1 Bär. Vorstellungen: Wochentags 4-5, 6-7 Uhr, Sonnt. 12-1, 4-5 u. 6-7 Uhr. Eintritt: Sperrsitz 1 M., Stehplatz 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. W. Noacks Theater Prater- Cheater Direktion: Robert Dill. Kastanien- Allee 7/9. Direkt.: M. Kalbo. Taglia: Alt- Heidelberg du Feine. Brunnenstrasse 16. Licderspiel in 3 Aften von D. Richter. Drei Tage Konzert und Ball. 1. a. Deta Waldau. Bravour- Soubr. aus dem Leben eines Spielers. Original Eugen Milardo, Tanzhumoriſt, Vorher: Zu Befchl, Herr Lieutenant! Staffeeküche von 3 Uhr ab geöffnet. Bei schlechtem Wetter: Vorstellung im Saale. New! New! The Berlings, die singende Luftfee. Johnke Compagnie. Transformations- Red Pantomime. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., num. Platz 50 Pf. Fröbels Allerlei Theater Diez' Specialitäten. Thy- 77 fr. Puhlmann. Schönh. Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Heute sowie täglich: Der riesengroße August- Spielplan. Neu! Neu! Der Stummelbaron. Bosse mit Gesang in zwei Aften von D. Richter. Specialitäten Vorstellung. Jm Saale: Grosser Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Donnerstag, den 27. August: Entree 50 Pf. Ende 11 15. Sonnabend, 29. August, 28 Uhr: Benefiz für Eduard Wendt. Residenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Wieder- Eröffnung: Sonnabend, 22. August. Bum 49. Male: Luftige Ehemänner. Schwant von A. Mars und A. Barré. Borher: Zum Einsiedler. Premiere Gastspiel Adolf Philipp: Schweizer- Garten am Königsthor, am Friedrichshain. Landsbergor ( Ringbahn- Station). Ob schön! Ob Regen! Täglich das vollständig konkurrenzlose Riesen- August- Programm! La Ludia. Les Mero. Clown Dolly. Hedy Brumien. The Delsons. Loro- Quartett. Fritz Brand. Dustes Bioscop usw. Sonnab., Sonntag, Montag: Tanz. Anf. Wochent. 5 Uhr, Sonnt. 4 Uhr. 11 WINTER! EL CARTEN 8 765 Grosses Täglich: Theater und Artisten- Vorstellung, Eröffnungs- Programm: " Ball. Volksbelustigungen. Florence u. Lillian, musik. Nummer. „, leber'n grossen Teich" Abends 10 Uhr: Der felige Zwiebelmann. Heitere Bilder aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner in 5 Abteilungen Posse mit Gesang in zwei Bildern bon Adolf Philipp. von Gerice. Bernhard Rose- Theater. Der Borverkauf beginnt am Freitag, Gesundbrunnen, Badstraße 58. Berliner Sünder. Bosse mit Gesang in zwei Aften von 2. Ely. Musik von Wicher.. ,, Lora", das neue Weltwunder. A. Delbost, einbeiniger Handakrobat. Hermann Stahnke, Salonathlet. Fred u. Bertha Larose, Steifdrahtequil. Karl Groth, Groteskkomiker. Richard Wagner, Konzertfänger. Ballett- Gesellschaft ,, Saltarello". Anfang 4 Uhr. Anne Dancrey, Pariser Soubrette. Die drei Macagnos, Scenen im Café. Florence Moore, amerik. Sängerin. Mile. Marguerite, Löwen- Dresseuse. Das Motogirl, die lebende Puppe. Lionel Strongfort, Kraftproduktion Bravourtänzerin. Alexia, Die Ten Ichi Truppe, japan. Zauberk. Hickey u. Nelson, amerik. Excentrics. Paul Cesto, Bariton von der Gr. Oper in Paris. 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Berliner Reichstags- Wahlreis Volks- Versammlung ( Süd- Ost). Dienstag, den 18. August, abends 8½½ Uhr, im Lokale des Herrn Graumann, Naunynstr. 27: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Kasenstein über: ,, Die Aufgaben des Parteitages". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 243/16 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein am Donnerstag, 20. Auguft, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Der Dresdener Parteitag. Referentin: Genossin Bader. 2. Die Brandenburger Konferenz. Referentin: Genossin Ihrer. 3. Eventuell: Wahl von Delegiertinnen zu denselben. 1/6 Die früheren Mitglieder des aufgelösten Frauen- Wahlvereins sind hierzu besonders Die Vertrauenspersonen. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. eingeladen. Dienstag, den 18. August, abends 8 Uhr, in den Arminius- Hallen, Bremerstraße 70: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Laufenberg über:„ Die deutsche Urzeit." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 248/16 Gäste auch Damen haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter Verband. Verwaltungsstelle Berlin. 4. Berl. Reichstagswahlkreises ( Osten, Stadtbezirk 178). Todes- Anzeige. Am Freitag, den 14. d. M., starb unser langjähriges Mitglied, der Schankwirt 243/17 Karl Ruppin. am Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Dienstag, den 18. August, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle auf dem Neuen Kirchhof in Bankow, Kommunikations Weg, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Central- Kranken- und SterheBureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt VII, 353. kasse der deutsch. Wagenhauer. Dienstag, den 18. August 1903, abends 8% Uhr: Ausserordentliche Centralverband der Maurer General- Versammlung Zweigverein Berlin.- Bezirk Süd- 6sten. Mittwoch, den 19. d. M., abends 82 Uhr, bei Krüger, Naunynstraße 6: Mitglieder- Versammlung der Verbandskollegen von Süd- Ost. der Verwaltungsstelle Berlin bei Buggenhagen, am Moritzplatz. Tages- Ordnung: Diskussion über den Bericht vom Verbandstag. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Bericht aus der Vereinssitung. Mittwoch, den 19. August 1903, abends 8% Uhr, im Gewerkschaftshaus( Saal I): 243/16 Der Vorstand. 3. Verschiedenes. Um zalreichen Besuch bittet Konferenz der Vertrauensleute des Südens. Verband der Graveure u. Ciseleure. Mittwoch, den 19. Auguft 1903, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshaus( Saal III): Ortsverwaltung Berlin. Dienstag, den 18. Auguft, abends 8, Uhr, in Frankes Festfäle, 74/2 Sebastianstr. 39: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Versammlung der Elektromonteure. Tages Drdnung: 1. Vortrag des Koll. Behrend über:" Die Gewerbegerichte". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 1. Vortrag des Genossen J. Kaliski. 2. Geschäftliches. 3. Verschiedenes. Mittwoch, den 19. August, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- lfer 15( Saal 7): Gäste willkommen. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Versammlung Achtung! Portefeuiller. aller auf Sierdrud- Apparate u. Gaftwirtsartikel beſchäft., Klempner Berlins u. Umgeg. Tages Drdnung: 1 Mittwoch, 19. August, abends 9 Uhr, im Lolal von Graumann, bedingungen zu fordern? Referent: Stollege Diesner. 2. Diskussion. 1. Sind wir in der Lage, in unserm Beruf bessere und einheitliche Lohn- und ArbeitsNaunynstr. 27: Ausserordentliche Generalversammlung. Tages- Ordnung: Mittwoch, den 19. August, abends 82 Uhr, im Lokale von Wilke, Brunnenstraße 188: Verfammlung der Chirurgischen Branche. 1. Bericht des Ortskassierers vom II. Quartal. 2. Die Anstellung eines Beamten. 3. Wahl einer Lohnkommission 2c. 4. Anträge der Drts- 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. berwaltung. 5. Verschiedenes. De Zum Sommerfest am 22. d. M. sind noch Karten a 25 Pf. 120/11 in allen Zahlstellen und in dieser Versammlung zu haben. Dhne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. 109/9 Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Gen. Davidsohn über:" Heinrich Heine und die Frauen“. Die Kollegen von Dewitt& Herz, L.& H. Löwenstein und Zettner find ganz besonders eingeladen. Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Centralverband der Maurer Buchbinder u. verw. Berufsgenossen! Zahlstelle Charlottenburg. Dienstag, den 18. August 1903, abends 8%, Uhr, im großen Saale des Volkshauses, Rofinenstraße Nr. 3: Außerordentl. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: stände auf den Bauten und wie können diefelben beseitigt werden?" 2. DisMorgen, Mittwoch, den 19. August, abends 8 Uhr, in L. Kellers großem Saal, Koppenstr. 29: Grosse öffentl. Versammlung Ortsverwaltung Berlin 6. Nachruf! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Arbeiter Gustav Saretzki am 15. August nach langem Leiden verstorben ist. 253/2 Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Arbeiter Albert Mews am am 13. d. M. gestorben ist. 120/12 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 18. Auguſt cr., nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen PaulsKirchhofes in Plößensee aus, statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Nach kurzen Leiden entschlief sanft meine liebe Frau, Mufter, Groß- und Schwiegermutter Klara Hoffmann Wendt. geb. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. d. Mts., nachm. 5 Uhr, von der Halle des Heil. Kreuz- Kirchhofes aus statt. 3875 Um stille Teilnahme bitten Die Hinterbliebenen Ernst Hoffmann nebst Kindern. Für die Ehrungen zu meinem 25jährigen Arbeitsjubiläum bei der Schultheiß- Brauerei( Abteilung D) sage drr Direktion sowie sämtlichen Arbeit nehmern meinen besten Dank. 3856 Richard Kanafolski. Danksagung. Für die bei der Beerdigung meines Teilnahme und liebevollen Kranz1. Bortrag des Kollegen W. Fritzsch über:„ Die heutigen is aller in Buchbindereien, Buchdruckereien, Kontobuch-,& tuis-, Ledergalanterie- geliebten Mannes bewiesene herzliche kuſſion. 3. Abrechnung vom zweiten Duartal 1903. 4. Gewerkschaftliches waren-, Album-, Luxuspapier- u. Kartonfabriken beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Spenden fagen herzlichsten Dank 143/18 und Verschiedenes. Werte Kollegen! Die wichtige Tagesordnung macht das Erscheinen jedes Kollegen zur Ehrenpflicht und wird recht reger Besuch erwartet. Mit kollegialem Gruß: Die örtliche Verwaltung. Fachverein der Tischler Mittwoch, 19. August, abends 8 Uhr, im Fürstenhof, Köpnickerstr. 137: Tages- Ordnung: 1. Die Tarifbewegung und die Antwort der Prinzipale. Referent Rollege Albert Bergmann. 2. Verschiedenes. 24/19 Wir richten an die gesamte Kollegenschaft Berlins die dringende Aufforderung, vollzählig in dieser überaus wichtigen Versammlung zu erscheinen. Die Tariffommission. Die Branchen- Vertrauenspersonen. Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Möbel- u. Polsterwaren- Fabrik Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zum sechsten Kongreß der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften. Referent: Kollege Hürtler. 2. Stellungnahme zur Konferenz der lokalorganisierten Tischler Deutschlands. Referent: Kollege Posselt. empfiehlt 3. Berschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Rixdorf! 186/9 Der Vorstand. A. Schulz, Reichenberger Strasse 5 Einrichtungen in Nußbaum und Mahagoni von 240 bis 5000 Mark zu äußerst billigen Preisen. gewissenhafte Bedienung. Streng reelle und Conlanteste Bedingungen. Vorläufige Anzeige! Einladung zur 23242* Wwe. Lemke u. C. Pagel. Danksagung. Allen Freunden, Bekannten und Bezirksgenossen, welche meiner unvergeßlichen lieben Frau und guten Mutter unsrer Kinder die letzte Ehre erwiesen und für die vielen Kranzspenden sage ich hiermit meinen aufrichtigen Dant. Die im Schmerz. Hinterbliebenen Hermann Jahn nebst Kindern, Friedenstr. 100. 3726 Danksagung. Meinen Kollegen, Parteigenoffen, welche meiner unvergeßlichen, so früh dahingeschiedenen Frau die letzte Ehre erwiesen haben, sage ich meinen tief3776 Ausserordl. General- Versammlung gefühlten Dant. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Victoria- Säle in Rirdorf. Oris- Kränkentajie Zahlstelle Rixdorf. Mittwoch, den 19. d. M., abends 81/2 Uhr, im Lokal des Herrn Thiel, Bergstr. 151/152: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Ingenieurs Genossen Grempe. 2. Diskussion. 3. Ver bands- Angelegenheiten und Verschiedenes. 86/4 Der wichtigen Tages- Ordnung wegen ersucht um zahlreiches Erscheinen Die Ortsverwaltung. Socialdemokrat. Wablverein Hierdurch mache ich die ergebene Anzeige, daß ich die Victoria- Säle in werde. Ich halte meine Lokalitäten Hermann Borngräber, Rheinsbergerstr. 40. Rigdorf übernommen habe und das Geschäft Anfang nächſter Woche eröffnen der Tabakfabrikarbeiter Kranz- und Blumenbinderei 2 große Säle und 2 Vereinszimmer zu Berlin am 31. Auguft 1903, abends Herrn A. Feindt, Beinstraße 11. zu Versammlungen und Festlichkeiten unter coulantesten Bedingungen 8 Uhr pünktlich, im Lokal des bestens empfohlen. Zum Ausschank gelangt das rühmlicht bekannte Schultheiss- Bier. Hochachtungsvoll Max Eisermann, Tages Ordnung: von Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumen1. Statutenänderung infolge In Arrangements, Bouquets, Guirlanden 23322* frafttretens des Gesetzes vom 25./5. usw. werden sein u. preiswert geliefert. 776/12 1903 am 1./1. 1904. 2. Vorstandswahl. Berlin, den 15. August 1903. f. d. 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Rixdorf, Hermann- Strasse 49. Gebhardt, Magistratssekretär. Mittwoch, den 19. August 1903, abends 8½ Uhr: Versammlung im ,, Hofjäger- Palast", Hasenheide 52/53. Tages- Ordnung: „ Die Socialdemokratie nach den Reichstagswahlen". Referent: Reichstags- Abgeordneter u. Stadtverordneter Fritz Zubeil. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet C R 236/9 Der Vorstand. Fordern Sie Dänischen Anker- Kautabak feinste Marke, 5 u. 10 Pf. Schleifen u. Rollen. Echt nur, wenn in jedem Stück d. Anker- Zettel liegt. Amt 7, 3861. Niederlage: Carl Röcker, Grüner Wegs. Hauptniederlage: Nordhäuser Kautabake, Rauchtabake. Schnupftabake Fürstenhof, 2209L* Elegante Juh. Amandus Zöls, Köpnickerstr. 137, a. d. Adalbertstr. Festsäle( ca. 300 Pers. fassend) zu Kränzchen, Versammlungen etc. an Sonnabenden und Sonntagen noch zu vergeben. Am 2. und 3. September zu gewinnen in der Schloss Burg Geld- Lotterie 200 000 Mark bar Geld Kranz- und Blumenbinderei bon H. Rodewald, Dr. Schünemann Kränze mit Widmungsschleifen, Alexandrinenstrasse 1a. 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Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchbruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nestauration, gutes Baugeschäft, unter sehr guten Bedingungen sofort zu verkaufen, eventuell Teilzahlung. Winkler, Werftstraße 13, II.