Nr. 193. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Numuner 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 art, für das übrige Auslanb& Mark pro Monat. Erfcheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebithr Beträgt für die fechsgespaltene Stolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jebes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate füt die nächste Numuner müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormitttags geöffnet. Telegramm Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. " Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Verschwörung gegen das Wahlrecht. ,, Wauwau! " 0 " Donnerstag, den 20. August 1903. " ant des liberalen Kapitalbürgertums in so schamloser Weise seine eignen Pläne verhehlt, beweist, wie ernsthaft die Agitation dort aufgefaßt wird; un gleichgültiger Dinge willen prostituiert man doch nicht auf diese jämmerliche Art den Dienst der Feder. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. m. * publizistisch führt. Die Namen Baare, Gruson, Blohm, Ritter( der Gewaltige der Hendel- Donnersmardschen Werke, frühere preußische Abgeordnete und Reichstagskandidat) ertönen ja überall, wo es einen Schlag gegen das Proletariat gilt. Auch weitere Abgeordnete neben dem schon bekannten Weyerbusch finden sich in dieser unvollständigen Liste der freikonservative Landtagsabgeordnete Vorster und der neue liberale Reichstagsvertreter von Soran, Bahn, der bei der letzten Wahl unsern Genoffen Klees verdrängt hat. schwätz über die„ Enthüllung", ablenkendes Gerede über die Motive 37. Kommerzienrat Wilh. Boeddinghaus, Präsident der Handelsder Enthüllung und versteckt eingestreut harmlose Bekenntnisse zu fammer Elberfeld, 100 M. 38. Kommerzienrat Georg v. Cölln, Präs den Anschauungen, die man ironisiert; die Hersteller solcher Artikel fident der Handelskammer Hannover, 100 M. 39. Serm. Blohm, in fühlen sich in ihrer feigen Verlogenheit aber doch nicht ganz wohl Firma Blohm u. Voß, Großreeder, Hamburg, 100. 40. Williger, und so mustern sie das Schwindelgewebe mit etlichen Wahrheits- Stattowi, 100 M. 41. Gebr. Bartels, Gütersloh, 50 M. 42. P. Acer mann, Rittergutsbesitzer, Salisch bei Glogau, 30 M. 43. Jul. Zwei Wochen find ins Land gegangen, seitdem wir die Giese- ranten. Schniewind, Elberfeld, 100 m. 44. Rechtsantvalt Dr. jur. Paul Brechtsche Interne gegen das Reichstags- Wahlrecht enthüllt haben. Die Dame vom Rhein wird aber neuerdings vom Unglück ver- Wesenfeld, Barmen, 30 M. 45. Architekt Th. Stahl, Barmen, 30 M. Seit zwei Wochen ist die Giesebrechtsche Behauptung unwidersprochen folgt. Sie treibt ihr Handwerk allzu leichtsinnig und darum kann 46. Kommerzienrat Heuser, Duisburg, 50 m. 47. Dr. phil. Franz geblieben, daß die verbündeten Regierungen den willkommenen Anlaß man es ihr legen. Vor uns liegt eine lange vertrauliche Liste von Schönfeld, Düffeldorf, 50 M. 48. Karl Fomagen, Düsseldorf, 100 m. der Diätenfrage zu einer Revision des Reichstags Wahlrechts be- Geldbeiträgen für die Giesebrechtsche Wahlrechts- Verschwörung. An der 49. Emil Weherbusch, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Elberfeld, nußen wollten. Zwei Wochen ist es her, seitdem die Kölnische Spitze dieser Liste Verzeichnis der Beiträge zum Propaganda- 50 M. 50. G. Lühimann, Hamburg, 100 M. 51. M. A. Molineus, Zeitung", die Dame vom Rhein, die in innigsten Beziehungen nicht Fonds für den Ausbau des allgemeinen Wahlrechts nach den Prin Grevenbroic), 100 m. 58. Julius Schniewind, Elberfeld, 100 M. Barmen, 50 M. 52. Direktor Karl Jakob Langn, Kommerzienrat, nur mit den Industriebaronen von gebildetem Besitz, sondern auch cipien unfrer geltenden Staats- und Wirtschaftsordnung behufs 54. E. Henkels, Langenfeld bei Barmen, 50 M. 55. Kommerzienrat Grevenbroich, 100 M. 53. Julius Schniewind, Elberfeld, 100 m. mit allen Reichsämtern und Ministerien lebt, ihren Stilisten der Weiter- und Durchführung der Propaganda. Eingegangen bei Herrn Georg Howaldt, Kiel, 100 m. 56. Dr. Hermann Gruson, Magdeburg, Gesinnungslosigkeit beauftragte, den folgenden Artikel erschienen Dr. A. Giesebrecht, Landgut Marhofen bei Deggendorf( Bayern)" 50 M. 57. A. Tiefhaus, Elberfeld, 50 m. 58. Karl Lehnkering, in der Abendausgabe vom 4. August 1903 zu schreiben: liest man: Duisburg, 50 M. 59. Dr. Robert Hasenclever, Aachen, 50 M. " Bon der Redaktion der„ Kölnischen Zeitung" M. 150" 61. Baue 60. Sommerzienrat Aug. Roeren, Duisburg, 50 m. Die Redaktion der Kölnischen Zeitung" meint zwar unternehmer Jos. Kiefer, Duisburg, 50 M. 62. Stommerzienrat Wilh. Der Vorwärts" und die Socialdemokratie haben einen guten Budschwerdt, Magdeburg, 100 M. 63. Nud. Bahn, Sorau N.-L. Fund gethan oder vielmehr eine gute Beute jetzt erst entdeckt, 4. August 1903, daß die Aenderung des Wahlrechts eine so Reichstags- Abgeordneter!), 100 m. 64. Leopold Peill, Düren, 100 M. denn der Vorgang, der die socialdemokratische Partei in so freudige schwere Erschütterung unsres politischen Lebens bedeuten würde, daß 65, Adolf Boeddinghaus, Elberfeld, 50 M. 66. Fabritbefizer Hermann Erregung versetzt, liegt schon in der Zeit vor den Wahlen und man verständigerweise gar nicht daran denken könne, sie selbst aber Schellecker, Krefeld, 50 M. 67. Kommerzienrat A. N. Blund, Neuwar damals schon im wesentlichen bekannt. Es handelt sich ist so begeistert für den Umsturz des Wahlrechts, daß sie sich die münster, 100 M. 68. Bergwerks- und Hüttenbefizer Rudolf Haas in nämlich darum, daß ein Dr. A. Giesebre cht ein Rundschreiben erlassen hat, in dem er diejenigen Gründe ausführt, die nach ihm geheime Propaganda gegen das Reichstags- Wahlrecht sogar bare Sinn( Hessen- Nassau), 50 M. 69. Dr. Harold Teuge, Schloß Holte in W., 50 M. 70. E. Rolffs, Siegfeld bei Siegburg, 50 M. gegen das Bestehen des Reichstags- Wahlrechts fprechen. Herr 150 W. kosten läßt. Giesebrecht hielt damals den Augenblick für geeignet, in eine Aber weiter: Die Kölnische Zeitung" spricht spottend von 71. Kommerzienrat Oskar Hoffmann, Altwasser i. Schl., 50 m. scharfe Agitation gegen das Reichstags- Wahlrecht einzutreten, eine m" Dr. A. Giesebrecht und dem Herrn". Diese der 72. Fabrikbefizer Franz Clouet, Stöln- Rippes, 100 m. 73. Moris zu welchem Zweck zunächst durch Massenverbreitung der Kölnischen Zeitung" aber so gänzlich unbekannte Größe ist der Kölnischen Zeitung" aber so gänzlich unbekannte Größe ist Mit- Hafenclever, Remscheid- Ehringhausen, 50 M. Giesebrechtschen Aufsätze gesorgt werden sollte. Der Herr arbeiter derselben„ Kölnischen Zeitung", und zwar ein höchst einfluß- Unter den 73 Mitgliedern dieser Wahlrechts- Kamorra findet sich berief sich dabei auf die Billigung und Unterstützung einer reicher. In einem Briefe an seine Geldgeber schreibt Giesebrecht so ziemlich alles, was in der deutschen Großzindustrie und in der Reihe von Großindustriellen, deren Namen zum Teil wörtlich: Scharfmacherei Namen hat oder doch hatte; denn einige der Herren, geschäftlich einen guten Klang haben, die aber in ihrer Gesamtheit Die Bewegung- gegen das Wahlrecht fand lebhafte denen es die Mühsal ihrer Arbeiter gestattet, 50, 100 und 300 M. kaum den Anspruch erheben dürften, eine politische Macht darzuAufnahme in allen bürgerlichen Parteien und als ich zur ersten zur Beseitigung ihres einzigen politischen Rechtes zu spenden, stellen. Diese Bestrebungen waren, wie gesagt, schon vor den Wahlen bekannt, aber erst jetzt ist es dem Vorwärts" eingefallen, Publikation in der Tagespresse überging, stellte sich mir dafür die sind inzwischen verstorben. Diese Millionäre wenden übrigens, wie fie in maßloser Weise aufzubauschen und den Parteigenossen mit Kölnische Zeitung" sofort unter Preisgabe ihres damaligen Stand- man sieht, nicht übermäßig große Opfer auf, um die Grundrechte des lauten Tamtamschlägen das Schreckbild einer großen Ver- punktes zur Verfügung". deutschen Volkes zu stürzen. Fast alle gehören der nationalliberalen schwörung der nichtsocialdemokratischen Parteien vorzuführen und Entweder hat also Herr Dr. Giesebrecht zur Erzielung von und freikonservativen Partei an. Die vornehmsten Besitzer und fie zu einer Verteidigung auf die Schanzen zu rufen. Der Geldbeiträgen betrügerische Vorspiegelungen gemacht, indem er sich Leiter von großindustriellen Werken und Vereinigungen, Kommerziens Vorwärts", der manchmal die Reigung hat, in Form und Stil auf die„ Kölnische Zeitung" berief, oder aber die„ Kölnische Btg." räte, Vorsitzende von Handelskammern, Großreeder, Rittergutsbesitzer Ser Sensationsromane zu arbeiten, deckt dem schaudernden Publikum hat mit ihrem Wauwau- Artikel eine der nichtsnutzigften wenden sich vertrauensvoll an Giesebrecht, der in der Kölnischen diese äußerst grüßliche Berschwörung auf und stellt sich allen Ernstes Schwindeleien verübt, indem sie den Dr. Giesebrecht verleugnete und Beitung" und in Broschüren den Kampf gegen das Wahlrecht so an, als ob er das Reichstags- Wahlrecht bedroht glaube. Mißverhältnis zwischen Ursache und Wirkung ist in diesem die ganze Angelegenheit als harmlose Privatvergnügungen verFalle so groß, daß man schlechterdings an eine Aufrichtigkeit spottete. Als gerade der Umstand, daß das offiziöse führende Organ des Vorwärts" nicht glauben kann, sondern annehmen muß, daß die Entrüstung der Berliner Leiter der Socialdemokratie auf ganz andre und zwar taktische Gründe zurückzuführen ist. Wir behaupten nicht, daß es in der Socialdemokratie kriselt, wohl aber ist es allbekannt, daß sich in ihr zum Mißvergnügen der Berliner Leitung verschiedene Strömungen bemerkbar machen, die für den nächsten Parteitag in mehr als einem Punkte ein AuseinanderAber die Kölnische Zeitung" hat nicht nur sich selbst fallen der Meinungen voraussehen lassen. Da wäre es denn in in ihrem dunklen Treiben schützen wollen, sondern auch die Industrieder That ein glückliches Ereignis, wenn plöslich die bürgerlichen herren, die sich zur Untergrabung des Wahlrechts um den Dr. GieseAlles dies ist nun feineswegs überraschend. Die Arbeiterschaft Parteien, die ja nichts andres als eine reaktionäre Masse bilden brecht zusammengeschart haben. Den zwanzig Namen hervorragender weiß längst, daß die ganze kapitalistische Sippe nur darauf wartet, das sollen, sich zur Bekämpfung eines Rechtes zusammenthun sollten, Industrieller, die wir in unsrer ersten Beröffentlichung genannt zum Bewußtsein seiner Kraft und seiner Erlösung gelangte Proletariat deffen Aufrechterhaltung allen Socialdemokraten mehr als alles andre haben, sprach das Unternehmerorgan plötzlich die Bedeutung politisch und wirtschaftlich zu erwürgen. Immerhin ist es ganz am Herzen liegt. Gegenüber einem solchen Vorstoß der bürgerlichen Parteien würden alle Meinungsverschiedenheiten innerhalb politischer Macht ab und degradierte sie zu reinen Geschäftsleuten. interessant, zu erfahren, was Herr Giesebrecht in seinen vertrauten der Socialdemokratic sofort in nichts zerfallen, und Bebel und Wir wollen der„ Kölnischen Zeitung" Gelegenheit geben, die politische Briefen, mit denen er die Kassenscheine zusammenbettelt, aus dem Singer würden als Verteidiger dieses Boltsrechts auf die einhellige Entmündigung an einer weiteren großen Zahl von Vertretern der Gemütsleben der großkapitalistischen Sippschaft erzählt. und begeisterte Zustimmung aller Genossen rechnen können. Das Industrie und des Kapitals zu vollziehen. Nachstehend veröffentlichen ruft sich auf den„ Bund der Industriellen", auf die Handelskammern. wäre sehr schön, so schön, daß man um des guten Zweckes halber wir eine Liste von Beiträgen für den Giesebrechtschen Wahlrechts- Da erzählt er, daß an der Wiege seiner Agitation in erster Linie schon einen fleinen Schwindel ins Werk setzen und versuchen kann, umsturz. Die Liste beginnt, wie schon erwähnt, mit der milden der nationalliberale Abgeordnete Prof. v. Marquardsen und leichtgläubigen Genossen Sand in die Augen zu streuen und sie Gabe der Redaktion der„ Köln. Zeitung" und führt dann folgende der Kommerzienrat Reichsrat v. Haßler- Augsburg( derselbe, der zu hypnotisieren, daß sie nichts andres mehr sehen, als das angeblich Namen auf: zur 12 000 Mart Spende für Posadowsky beistenerte), leider inbedrohte Wahlrecht. Um das zu erreichen, kann man wohl aus einer Mücke einen Elefanten machen. Wir haben früher schon mehr als 1. Geh. Kommerzienrat Jul. van der Zypen, Vorsitzender des zwischen mit dem Tode abgegangen, gestanden hätten. Alle bürgereinmal Gelegenheit gehabt, unsre Meinung über das allgemeine Wahl- Vereins Rheinischer Industrieller, Deutz- Köln, 300 M. 2. Ritterguts- lichen Parteien, verfichert Giesebrecht wiederholt und man darf's recht darzulegen; es ist eine menschliche Einrichtung, der als solcher befizer Dr. 2. Schulz auf Wulfow bei Frankfurt a. d. Oder 50 M. ihm glauben, seien im Grunde Gegner des gleichen Wahlrechts: Fehler und Schwächen beiwohnen und deren Verbesserungsfähigkeit 3. Kommerzienrat Direktor C. Schweichel, Dessauer Wollengarn Selbst in dem freisinnigen Lager verhehlt man sich nicht mehr, eigentlich nur derjenige leugnen fann, der sich auf den Standpunkt Spinnerei, Deffau, 50 M. 4. Konsul Peter Jos. Stollwerd, daß die Socialdemokratie ihre Parteien mehr und mehr zerreiben 5. Fabrikbefizer Friedr. Dierig, wird". Aber des starren Dogmenglaubens stellt. D6 man mun aber für diesen Kommerzienrat, Köln, 100 m. wir zitiren wörtlich-: Bahlmodus schwärmt oder nicht, der praktische Politiker wird sich Stommerzienrat, Oberlangenbielau bei Reichenbach i. Schl., 100 W. darüber klar sein müssen, daß die Aenderung des Wahl- 6. Kommerzienrat Methner, Landeshut i. Schl., 50 m. 7. Kommerzien rechts eine so schwere Erschütterung unfres politischen Lebens rat Theod. v. Guilleaume, stellvertr. Vorsitzender der Handelskammer bedeuten würde, daß man verständigerweise gar nicht daran Mülheim a. Rhein, 100 M. 8. Geheimrat Jul. Hante, Präsident der denken kann. Wenn heute das Deutsche Reich zu gründen wäre, Rublow, Präsident der Handelskammer Halle a. S., 100. Handelskammer Bonn, Eitorf, 100 m. 9. Generaldirektor Julius so würde man sich vielleicht sehr überlegen, es m. berantworten könne, das allgemeine Wahlrecht in seine Verfaffung 10. Geheimrat C. Lueg, Vorsitzender des Vereins Deutscher Eiseneinzufügen; nachdem das aber einmal geschehen ist, kann man hütten, Oberhausen, 100 9. 11. Graf v. Seidlik- Sandrezki auf unter Berücksichtigung aller Verhältnisse nicht daran denken, es Langenbielau bei Reichenbach i. Schl., 300 M. 12. Generaldirektor wieder abzuschaffen. Wenigstens ist bisher nichts geschehen, was E. Kirdorf, Gelsenkirchener Bergwerks- A.- G. Rhein- Elbe bei Gelseneine solche Notwendigkeit in zwingender Weise ergäbe. Wie gesagt, firchen, 100 M. 13. Kommerzienrat Mag Guilleaume, Köln, 100 m. wir verstehen es schon, wenn der Vorwärts" jetzt den Mund ganz 15. Fabritbesizer Emil Schoett, Kommerzienrat, Rheydt, 100 m. 14. Fabrik- und Rittergutsbesizer Arnold Schöller, Düren, 100 M. gewaltig vollnimmt. Aber wir glauben nicht, daß es ihm gelingen wird, an den Ernst einer Gefahr glauben zu machen, die nicht vor- 16. Kommerzienrat F. Baare, Generaldirektor des Bochumer Vereins handen ist. Soweit wir die bisherigen Aeußerungen der Preffe für Bergbau und Gußstahlfabrikation, Bochum, 100 m. übersehen fonnten, wird die Angelegenheit durchweg recht fühl be- merzienrat Dr. Fleischmann, Iserlohn, 100 m. 18. Süttenbirektor handelt und in parlamentarischen Streisen wird man sich auch nicht Hubert Claus, Thale a. H.- Berlin, 50 M. 19. Generaldirektion der anders zu ihr stellen, so daß die Genossen auf dem nächsten Herren Villeroye u. Boch, Mettlach a. Saar, 200 M. 20. Fabritbefizer Parteitage alle Muße haben werden, sich auch über andres zu Friedr. Karcher, Beckingen a. Saar, 50 M. 21. Kommerzienrat Louis 22. Fabritbesiger Karl unterhalten, als über Herrn Dr. A. Giesebrecht. Im übrigen: Rannengießer, Mülheim a. Ruhr, 100 m. wenn die Socialdemokratie es als ihr Recht betrachtet, unsere Steinmüller, Gummersbach, 50 M. 23. Joh. Wülfing u. Sohn, 24. Rudolf Hardt, Lennep, 50 M. 25. Herm. staatlichen Einrichtungen in ihren wichtigsten Grundlagen um- ennep, 200 m. zuändern, warum sollen dann Herr Giesebrecht und seine Freunde Schröder, Lennep, 50 M. 26. Hernt. Harrisburg, Remscheidnicht auch befugt sein, ihrer Abneigung gegen eine Bestimmung Ehringhausen 50 M. 28. Rommerzienrat Franz Dietel, Vorsitzender hringhausen, 50 M. 27. Theodor Hasenclever, Remscheidhaus- Staat, den wir bisher noch nicht haben, könnte fordern, des Verbandes deutscher Wolltämmerer und Kammgarnspinner, die„ leitenden Kreise" und die Regierung entschlossen, das Wahlrecht der Reichsverfassung Ausdruck zu verleihen? Nur ein Zucht Zuchtbes baß alle Bürger auf den Glauben dek Ünübertrefflichkeit irgend Coßmannsdorf i. Sachsen, 300 M. 20. Generaldirektor star Caro, eines Wahlsystems eingeschworen würden und jede abweichende Gleiwiz, 50 M. 30. Egmont Tielsch, Neu- Altwasser, 50 M. 31. Som Meinung zu unterdrücken hätten." merzienrat Jul. Ribbert, Hünenpforte bei Hohenlimburg, 2009. 32. Afaendenberg, Schweidnik, 50 M. 33. Kommerzienrat Jul. Vorster, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Köln, 100 m. 34. Kom Man kennt die Methode, mit der die Preßföldner der herrschenden merzienrat Heinrich Albert, chemische Werke Biebrich a. Rhein, 500 m. Klasse alle unangenehmen vorzeitigen Aufdeckungen ihrer geheimen 35. Justizrat Dr. Ritter, Waldenburg, 200 m.( früher preußischer Gedanken und Pläne zu verschütten suchen: wirres spottendes Ge- Abgeordneter). 36. Hermann Bersch, München- Gladbach, 50 M. ob man 17. Kom " D * Er be Die Parlamentarier sind zur Reserve gezwungen, bis fich die wirklichen und unterdrückten Ansichten überall Ausdruck und Recht verschaffen. Vor Jahresfrist etwa schrieb mir Freiherr v. Heyl( der Reichstags- Abgeordnete!!) vom linken nationalliberalen Flügel, der Meinungsumschwung auf liberaler Seite sei ein außerordentlicher, und selbst der alte Freifinnige v. Stauffenberg bekannte, daß das gleiche Wahlrecht niemals der Freiheit und dem menschlichen Fortschritt dienen kann. Es ist ja auch offenes Geheimnis, daß gerade die Freifinnigen dieses Wahlrecht, unter dem ihre Parteien von der Socialdemokratie noch völlig zerrieben werden, los sein möchten, wenn ihnen nur die öffentliche Meinung zu Hilfe käme." Und vom Gentrum schreibt in einem seiner Briefe Giesebrecht: Beim Centrum wird der Tod Dr. Liebers insofern von Einfluß sein, als die konservativen Elemente den demokratischen nicht wieder die Vorherrschaft überlassen wollen..., ., während der flaffende Gegensatz in der Wahlrechtsfrage zum Austrag tommen muß; weder der hohe Adel, noch die Gruppe der Gelehrten wollen hierbei das große Opfer der Ueberzeugung und des Intellekts dem Partei- Interesse bringen." Vor allem aber das betont Giesebrecht unablässig find zu ändern. In dem von uns vor zwei Wochen veröffentlichten Cirkular bedient sich Giesebrecht noch allgemeiner Wendungen, in feinen Briefen aber giebt er bestimmte Angaben. Er erwähnt vertrauliche Berichte aus Berlin und München" und erklärt, daß, was er in einem Artikel der„ Westdeutschen Rundschau" über die Ansichten und Absichten des Bundesrats bezüglich des Diätenantrages" dargestellt habe, volle Bestätigung gefunden habe: heit ein Ende zu bereiten." " Die erwähnten Berichte lassen... ferner feinen Zweifel, Freifinnige Vereinigung im Princip zu. Herr Naumann entwvidelte| Disciplinarbergehen verhüten können und somit die Strafen, die auf baß von den verbündeten Regierungen die preußische die gegebene seine bereits bekannten Ansichten über die Gründe, weshalb seine fie folgen, welche Strafen oft dazu beitragen, reizbare Charaktere Daneben sprach er sich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Sachlage( Diätenforderung) als Anstoß zur endgültigen Wahlreform Partei zu Grunde gehen mußte. über diejenigen seiner Parteifreunde aus, die jetzt nicht mit ihm Das Ministerium wiederholt darum den Militärbehörden die auszunützen entschlossen ist, um unsrer inneren politischen Zerrissen zur Freisinnigen Vereinigung gehen wollen. Daß ein Teil meiner in dieser Angelegenheit schon im vorigen Jahre gegebenen An Nach dieser Wiesebrechtschen Behauptung giebt es für die er,„ die Fusion nicht mitmacht und zur Socialdemokratie geht, Vorgesetzten den Soldaten gegenüber mit Wohlwollen vorgehen, Nach dieser Giesebrechtschen Behauptung giebt es für die Parteifreunde, darunter der Parteisekretär Maurenbrecher", so sagte weisungen und fordert dringend auf, darüber zu wachen, daß die preußische Regierung kein Entrinnen mehr. Entweder erklärt sie den berüble ich ihnen nicht. Mögen sie dort bernsteinisch ohne Schwäche, aber auch ohne übertriebene Strenge und ohne Mann für einen frechen Betrüger oder aber sie bekennt sich schuldig, mitthun. Wir andern machen den Schritt nicht mit, denn jede je jene väterlichen Gefühle und Umgangsformen zu verlieren, zu an der Spitze der Verschwörung gegen das Reichstags- Wahlrecht große nationale Welle würde uns doch wieder aus der Socialdemo- denen der Vorgesetzte im Verkehr mit dem Untergebenen verpflichtet ist. zu stehen. Daß Preußen der Hort aller Reaktion ist, daß von hier fratie fortschwemmen." aus stets Gefahr für eine freie und friedliche Entwicklung unsrer Zustände droht, wissen wir freilich ohnehin. Zu den preußischen Landtagswahlen kommt die Mitteilung Giesebrechts gerade recht. Es gilt nicht nur den Kampf gegen das infame Dreiklassensystem, sondern auch den Schutz des Reichstags- Wahlrechts! Politische Ueberlicht. Tarifermäßigungen und der Berlin, den 19. August. nahme des Kanals erkläre die Dortmunder Kaiserrede, und die Wollte Herr Naumann damit diesen seinen Freunden eine besondere Empfehlung auf den Weg geben? 1800 Soldatenmißhandlungen. Vor allem ist auch das Naturell und der Charakter der Soldaten zu achten und auch ihre Familienverhältnisse; die Kenntnis dieser Umstände ist nötig, um gelegentlich den Untergebenen helfen oder raten zu können und ihnen gegenüber jene Rücksicht zu üben, die durch besondere Verhältnisse geboten sein Vor allem find es schwächliche und anormale Individuen, die zum Selbstmord neigen, und es ist deshalb strenge Pflicht, fich dieser besonders anzunehmen und ihren persönlichen Umständen besonders Rechnung zu tragen. in Erwägung zu ziehen, wodurch die Handelsbeziehungen mit dem Reiche ausgedehnt und gestärkt und der Handel mit dem Auslande erleichtert würde." Eine furiose Meldung. Was heißt Ausdehnung der Handelsvertragsrechte", und welcher Art ist die Handelspolitit,„ die auf gegenseitigem Nutzen der in Betracht kommenden Reichsteile ge gründet" ist? Rußland. Am 21. Juli d. J. hat sich der Soldat Hill vom 4. Garderegiment zu Fuß im Keller der Kaserne mit einer Platzpatrone er schoffen. Der Selbstmord wurde in Zusammenhang gebracht mit Das Ministerium empfiehlt den Militärbehörden, den Offizieren Mißhandlungen, die Hill durch den Unteroffizier Otto Breitenɓa ch erlitten hatte. Dieser wurde darauf verhaftet und die Unter- und Unteroffizieren dringend, dem Gegenstande dieses Cirkulars ihr Aus der Geschichte der Kanalvorlage giebt der Abg. Dr. D. Arendt Striegsgericht und die Auflage legt ihm 1500 Fälle leichter und suchung gegen ihn eröffnet. Am 14. August stand er vor dem Interesse und ihren Eifer zuzuwenden. gez. Der Minister Ottolenghi. im„ Tag" einige persönliche Erinnerungen zum besten, die dadurch 300 Fälle schwerer Soldatenmißhandlungen zur Last. England. interessant sind, daß sie zeigen, mit welchen Mitteln und nach Daß der Soldat Hill von Breitenbach fortgesetzt mißhandelt Ueber den fünften Kongreß britischer Handelskammern, der dieser welchen Grundsäßen Politik gemacht und Kulturaufgaben betrieben werden. Arendt erzählt, daß Herr v. Miquel die Kanalidee worden ist, wurde durch Zeugen angegeben und vom Gerichtshofe Tage in Montreal abgehalten wurde, berichtet das„ Reutersche gehabt hätte und daß sie ihm dazu gedient habe, den Landtag als erwiesen angenommen. Am 21. Juli hat Hill wieder früh vor Bureau":" Ein Kongreß der Handelskammern des Reiches nahm Beschlußanträge an, die sich aussprechen für eine Ausdehnung der zur Zeit der Eisenbahnüberschüsse von der Forderung der dem Ausrücken Schläge bekommen; dann hat ihm Breitenbach auf| Handelsvertragsrechte, Reorganisation des Konsulardienstes mit Gehaltserhöhungen abzuhalten. dem Hofe nochmals gedroht, er würde eine Portion" bekommen, Rücksicht auf eine Förderung des Handels des Reiches und eine Er hätte sich nur über die Stimmung der Parteien im wenn er von der Uebung zurückkäme. Unmittelbar nach der Rück- Verbilligung des Portos periodischer Zeitschriften zwischen GroßAbgeordnetenhause getäuscht. Seine Rechnung auf An- fehr von der llebung ist dann Hill in den Keller gegangen und hat britannien und den Kolonien. Der Kongreß beriet ferner einen Beschlußantrag, der sich für die Annahme einer Handelspolitik ausschließliche Ablehnung des Kanals habe seinen Sturz herbeigeführt. sich erschossen. Zu den Hauptkünsten der Miquelschen Kleinpolitik geEin Zeuge gab an, daß er in mindestens 235 Fällen von dem spricht, die auf gegenseitigem Nußen der in Betracht kommenden hörten die intimen Unterhaltungen, die er abends nach dem Diner Angeklagten geschlagen worden sei, sowohl mit der Hand, als mit Teile des Reiches gegründet sei. Ferner solle die Reichsregierung unter bier Augen mit einzelnen Abgeordneten oder sonstigen den verschiedensten Instrumenten. Dieser Zeuge hat während seiner eine besondere Sommission ernennen aus Vertretern Großbritanniens, politischen Persönlichkeiten abzuhalten pflegte. Bei diesen Unter- Ausbildungszeit den Versuch gemacht, sich aus dem Fenster zu haltungen sprach er zuweilen mit verblüffender Offenheit über stürzen, war aber von Kameraden noch rechtzeitig erfaßt worden. Bersonen und über öffentliche Fragen. Nicht selten erzählte er aus Einen Mann hat der Schinder wegen einer Kleinigkeit so lange dem reichen Schaze seiner Lebenserinnerungen auf den Kopf geschlagen, bis er besinnungslos zwischen die Betten Es war um die Weihnachtszeit 1898, also unmittelbar fiel und von seinen Kameraden aufgehoben werden mußte. Unter vor Einbringung der Kanalvorlage, der Kanalvorlage, als Miquel bei einem solchen abendlichen Besuch sagte:„ Die Kanalvorlage wird an den zahlreichen Zengen war kein Mann, der nicht mindestens 30 bis genommen, kein Abgeordnetenhaus kann die Verantwortung 40 mal geschlagen worden war. Der Gerichtshof erklärte sich außer tragen, diese Vorlage abzulehnen"( die Aeußerung blieb mir stande, die einzelnen Fälle zahlenmäßig festzustellen, und nahm wörtlich im Gedächtnis). Ich entgegnete, daß ich umgekehrt sicher schließlich eine fortgesette Mißhandlung und 13 Fälle annehme, daß der Mittellandkanal nicht die Mehrheit findet: des Mißbrauchs der Dienstgewalt an. ,, Sie kennen die Vorlage und ihre Begründung noch nicht," Der Vertreter der Anklage beantragte 5 Jahre Gefängnis und Lieblingsidee, daß die Staatseisenbahn, auf deren Ueber- Degradation; das Urteil lautete auf 3 Jahre 6 Monate Gefängnis schüsse die preußischen Finanzen ruhen, an der Grenze ihrer Rentabilität angelangt sei. Jede weitere Hebung des Verkehrs Uns scheint, die militärischen Behörden hätten die Verpflichtung, führte durch das Anwachsen des mit steigenden Gehalten aus eine eingehende Untersuchung darüber anzustellen, wie folche fort gerüsteten Beamtenheeres zur Abnahme der Ueberschüsse. Deshalb gesetzten Brutalitäten möglich waren, ohne entdeckt zu werden. sei der Kanal im Interesse der Eisenbahnen und der muß festgestellt werden, ob die nächsten Vorgesetzten des Soldaten Finanzen ebenso notwendig wie im Interesse der Volkswirtschaft. Schinders ihre Aufsichtspflicht erfüllt haben. Es erscheint fast unZuerst und vor allem täuschte man sich über die Haltung des denkbar, wie ein roher Kerl eine ganze Korporalschaft in solcher Centrums. Man hatte Dr. Lieber und durch ihn Graf Strachwiz ge- Weise dauernd mißhandeln konnte, ohne daß seine Vorgesetzten etwas wonnen und glaubte, damit das Centrum und die Schlesier zu haben. Allein das Centrum ist in wirtschaftlichen Fragen viel schwerer unter einen Hut zu bringen als sonst. Wer wie ich die Stimmung im Centrum kannte, der konnte nicht zweifelhaft sein, daß für den Mittelland- Kanal niemals die gesamte Centrumsfraktion zu gewinnen war. Sowohl unter den westlichen wie unter den östlichen Centrumsabgeordneten waren und find unbedingte Gegner des Mittelland- Kanals, die für keinen Preis die Gegner schaft aufgeben werden. Allerdings standen ihnen Kanalfreunde und also gewinnbare Parteigenossen zur Seite, aber die unbedingten Centrumsgegner im Bunde mit der fast geantwortete Miquel und entwickelte nun namentlich Unentschiedene schlossenen Rechten bildeten eine erhebliche Mehrheit. " Zum Schluß fetzt Herr Arendt noch auseinander, daß auch Herr b. Zedlig, der Leitartikler der" Post", niemals zu den entschiedenen Gegnern des Kanals gehört habe, bespricht dann die Haltung der Kanalfreunde und zuletzt thut er den ganzen Kanal so ab: Miquel allein konnte den Mittellandkanal durchsetzen, mit ihm fiel der Kanal, er ist heut nicht einmal mehr als Konflikterreger denkbar, kein Abgeordnetenhaus wird die Verantwortung tragen, den Mittellandkanal zu bewilligen." und Degradation. merkten. Es Zum Ausstand in Kiew. Der Generalgouverneur der Provinzen Kiew, Podolien und Wolhynien, General Dragomirow, veröffentlicht in der Zeitung„ Kiewlianin", um den angeblich gefälschten Berichten" entgegenzutreten, die über die Streifunruhen in Kiew verbreitet werden, eine lange offizielle Darstellung der dortigen Streifbewegung. Nach dieser Schilderung brach der Streit der Eisenbahn- Arbeiter ganz unerwartet aus infolge der Aufreizung durch Agitatoren. Diese Agitatoren sollen auch alle Aussöhnungsversuche vereitelt haben, so daß man die Werkstätten schließen mußte. Die Leute gingen darauf dazu über, Züge aufzuhalten und das Militär, das aufgeboten wurde, um sie auseinanderzutreiben, mit Steinen zu bewerfen. Dadurch wurde das Militär genötigt, bon der Waffe Gebrauch zu machen. Die Streifenden veranlaßten außerdem Arbeiter andrer Fabriken, die Trambahukutscher und Kondukteure, Sezer aus verschiedenen Druckereien, Tabakarbeiter, Bäcker und eine Menge andrer Leute zur Arbeitseinstellung. Diese Arbeiter sollen Zu den Landtagswahlen in Baden wird der Frankfurter 8tg." zum Teil durch Drohungen zum Streit gezwungen worden sein. berichtet, daß die Demokraten in Mannheim von den kartellierten Nationalliberalen und Freifinnigen zwar zum Eintritt in das Kartell Polizei bei Unterdrückung des Tumultes auf dem Quai Podola Nach einer andren Mitteilung in demselben Blatte hatte die aufgefordert worden seien, daß sie sich jedoch noch nicht entschieden zwölf Verwundete, während die Zahl der verwundeten Soldaten sich sammlung unthunlich sei. Darüber, wie sich die Demokraten schließblieb das Volk nüchtern, weil man flugerweise sofort das Schließen hätten, da zur Zeit wegen Abwesenheit vieler Mitglieder eine Ver- auf zehn belief. Von den Streikenden fielen zwei Mann. Zum Glück lich entscheiden werden, geht die Frankfurter Zeitung" mit der tief- der Branntweinläden angeordnet hatte. General Dragomirow warnt finnigen Bemerkung hinweg, daß ihnen alle Zeit ihre politischen wiederholt das Publikum davor, an Ansammlungen auf der Straße Grundsäge als Leitstern dienen würden. teilzunehmen oder auch nur als Zuschauer stehen zu bleiben, da es Wegen Wahlfälschung wurde am Mittwoch der Arbeiter Julius sonst im Falle von Unruhen Gefahr liefe, von den Truppen unsanft warstedt in Braunschweig zu drei Monaten Gebehandelt zu werden. Der General macht ferner bekannt, daß fängnis verurteilt. Er hatte bei der Reichstagswahl auf einen ieder Arretierte, selbst wenn er sich nicht an den falschen Namen gewählt. Der Staatsanwalt hatte nur fünf Tage Unruhen beteiligt haben sollte, eine Strafe von beantragt. drei Monaten Gefängnis oder 500 Rubel zu ge wärtigen habe. The Graphic", eine englische illustrierte Beitung, in einer ihrer Die Schrecken des Krieges. Unter dieser Ueberschrift bringt legten Nummern eine Zeichnung ihres Berichterstatters, der von diesem die folgende Erklärung mitgegeben worden ist: Ueber die„ Schuld der Obstruktion" beim Zolltarif hat sich in der Frantf. 8tg." eine raumfüllende Sommerdebatte zwischen dem Als die fliegende Kolonne zuerst Damort erreichte, war die füddeutschen Volksparteiler Conrad Haußmann und dem Berliner Beschaffung des Waffers für eine so große Streitmacht, ungefähr Korrespondenten des Blattes angesponnen. Der Berliner Demokrat 1200 Mann und 1000 Tiere, sehr schwierig. Die Tagesration war hatte anfangs sich gegen das Richtersche Märchen von der einigenden pro Mann eine halbe Gallone( etwas über zwei Liter) und pro Tier Obstruktion" gewandt und zugegeben, daß Richter sich von wahl- eine Gallone. Seitdem sind die Brunnen ausgegraben und gereinigt tattischen Beweggründen hatte leiten lassen. Der Schwabe hatte worden, so daß sie bedeutend mehr Wasser liefern. widersprochen und die Richtersche Legendensammlung wiederholt. Einige Frauen und Kinder, die von der Armee des Mullah ausIm Laufe der Debatte hatte der Korrespondent schließlich vor dem gesetzt waren, tamen zu den Brunnen und baten um Wasser, aber Parteichef einige Verbeugungen gemacht und eingestimmt in die Sage fie fonnten nichts erhalten. Ich sah sie unter dem Schatten eines von der Schuld" der Socialdemokratic. Busches sizen und mit verlangenden Augen nach dem Wasser stieren, das nach dem Lager geschafft wurde. Sie verschwanden dann im Gebüsch, wo sie sicher umgekommen sein werden." " der Herr Conrad Haußmann hat sich offenbar zu wenig um den Bollkampf bekümmert, so daß ihm die entscheidenden Thatsachen unbekannt geblieben sind und er leicht auf den Richterschen Leim ging. Sonst hätte er tissen müssen, daß der Antrag Kardorff bereits in den Anfängen der Kommissionsberatungen aufgetaucht war, und daß ebenso die volksparteiliche Verrätertaktik schon in der Kommission begonnen hatte und zwar, in jähem Umschwung, mit dem Augenblid, als die Richtersche Hoffnung zu Schanden wurde, und eine Handvoll Menschen läßt man daneben verdursten. damit werde und daß der Reichstag geschlossen werde Tarif in der Versenkung verschwinden würde. Eugen Richter wollte den Tarif aus dem Wahlkampf entfernen, der seine Freundschaft mit dem Centrum stören mußte; er brauchte die inhaltlose, unverbindliche, von allen bürgerlichen Parteien unterschriebene Zukunftsparole:" Für Handelsverträge" statt der bestimmten Stellung nahme zu einem vorliegenden Tarif. Diese Parole, die sich in Nichts von der des Centrums unterschied, hat er denn auch thatfächlich im Wahlkampfe benutzt. Und darum griff er die Obstruktion aus dem Hinterhalt an. Wo sie sicher umgekommen sein werden! Was liegt an so ein paar armen, elenden Heiden, Frauen und Kindern, die da unter Qualen verdursten, angesichts der Quellen ihres eignen Landes. Vier Liter Wasser pro Tier, das sind 4000 Liter, dazu die 2400 Liter für die Mannschaften zusammen rund 6500 Liter Im übrigen waren die Zollparteien von Anfang an darüber einig, daß sie den Tarif unter allen Umständen haben wollten. Nur ob man das äußerste an Gewalt wagen dürfe, darüber schwankte man. Herr Nichter erlöste sie von den Skrupeln; er ermutigte sie zu dem Umsturz. Ausland. Oestreich- Ungarn. Türkei. Ein Erlaß des bulgarischen Revolutionskomitees. Die Wiener Blätter veröffentlichen in einem Privattelegramm einen Brief Sarafows aus Sofia an die Direktion der orientalischen Bahnen, worin der Generalstab des Revolutionskomitees von Macedonien und Adrianopel die Direktion verständigt, daß der Aufstand zur Befreiung der christlichen Bevölkerung Macedoniens und Adrianopels „ Da von der türkischen Herrschaft neuerdings beschlossen wurde. wir," heißt es in dem Briefe, hierbei notwendig gegen die Eisenbahnen werden Attentate verüben müssen, bitten wir die Direktion, aus Menschlichkeitsgründen keine Reisenden auf den orientalischen Bahnen aufzunehmen, damit keine unnützen Opfer zu beklagen find". Türkische Truppenzusammenziehungen in Macedonien. Im dritten Korpsbereich Saloniki beträgt die Gesamtstärke der konzentrierten Infanterie, Kavallerie, Artillerie und Specialtvaffen ca. 170 000 Mann, wodurch man bei geschickter Führung auch einer ausgedehnten Bewegung gewachsen wäre. Kämpse mit den Aufständischen. Nach türkischen Berichten aus Monastir vom 15. d. Mts. versuchte eine 200 Mann starke Bande eine türkische Ortschaft im Bezirke Sorrowitsch in Brand zu stecken. Die türkischen Truppen verfolgten die Bande, der es jedoch gelang, 30 entkommen. Im Orte Bofcaza( Bezirk Lorina) kam es zu Zusammenstößen zwischen Truppen und einer Bande, die ein Dorf durch Dynamitbomben fast vollständig in Brand gesteckt hatte, von den türkischen Truppen aber unter beträchtlichen Verlusten in die Flucht geschlagen wurde. Der Nationalitätenhader zwischen Kroaten und Magyaren hat zu neuen Tumulten geführt. In Zaprefitsch kam es zu einem blutigen Handgemenge zwischen der Gendarmerie und der Volksmenge, welche Am Engpasse von Seleneko, einer Bahnstation zwischen Uestüb die auf dem Bahnhofsgebäude gehißte ungarische Fahne gewaltsam und Köprülü hat infolge eines Bandenangriffes auf die Bahnwache entfernt hatte. Dabei wurden zwei Bauern erschossen sowie sieben ein größerer Kampf stattgefunden. Die Verluste sollen auf beiden Personen schwer und zwanzig leicht verletzt. Seiten erheblich sein. Bisher wurden ein toter und drei verwundete Soldaten nach Uestüb gebracht. Die Telegraphen- Verbindungen von Seleneko nach lestüb und Köprülü sind gestört. Die Soldaten des Militärzuges, gegen den sich der kürzlich gemeldete Anschlag bei Seleneto richtete, haben die Bahnarbeiter, denen sie die Schuld an der Explosion der Dynamitpatronen beimaßen, überfallen und vier derselben getötet und einen verwundet. Jm Streife Agostos im Wilajet Saloniti sind vier türkische und griechische Dörfer von Banden gebrandschatt und geplündert worden. Ferner wurde in einem Orte des Kreises Kruschewo eine einige Agram, 18. August. Aus Anlaß der Vorfälle in Zaprefitsch kam es heute abend hier zu Kundgebungen. Kavallerie säuberte die Straßen, worauf Ruhe eintrat. Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Italien. Amerika. Wehrsteuer zu Gunsten pensionierter Offiziere. Die„ Kölnische Selbstmorde in der italienischen Armee. Rom, den 16. August. Zeitung" veröffentlicht unter zustimmenden Bemerkungen eine zu( Gig. Ver.) Die zunehmende Häufigkeit der Selbstmorde im italienischrift, in der ein neues Gesetz zur besseren Versorgung verabschiedeter schen Heere hat den Kriegsminister Ottolenghi veranlaßt, den Offiziere gefordert wird; die daraus entstehenden Kosten sollen durch Militärbehörden in einem geheimen Rundschreiben besondere In- hundert Mann starte Komitee- Bande umzingelt und teils vernichtet, eine Wehrsteuer aufgebracht werden. Außerdem wird aber verlangt, struktionen zu geben, um dem Umfichgreifen solcher Verzweiflungs teils gefangen. Die Gefangenen wurden nach Monastir gebracht. daß für diejenigen Offiziere, die vorzeitig und bei voller geistiger thaten Einhalt zu gebieten. Der Avanti" vom 15. August druckt und förperlicher Arbeitskraft das Heer zu verlassen genötigt sind", eine Art Civilversorgung nach der Art der für Unteroffiziere be- das Rundschreiben ab. Dies der Wortlaut des Schreibens: Rom, den 31. Juli 1903. Zur Charakteristit amerikanischer Gewerkschaftszustände. Ne tv stehenden geschaffen wird. Bezugnehmend auf das Cirkular vom 28. Juli 1902, Nr. 1476, 9orf, 8. August.( Eig. Ber.) Wenn die letzte wirtschaftliche An übermäßiger Bescheidenheit leiden diese Wünsche nicht. Es wäre doch gerade zu skandalös, wenn Offiziere, die den Dienst sieht sich das Kriegsministerium genötigt, die Aufmerksamkeit der Prosperitätsperiode wesentlich zur Ausbreitung des amerikanischen quittieren müssen, obwohl sie noch völlig dienstfähig sind, auf Kosten Militärbehörden auf die Häufigkeit der Selbstmorde im Heere zu Gewerkschaftswesens beigetragen hat, so hat sic andrerseits jedoch auch die Korruption unter den Gewerkschaftsführern mächtig gedienstuntauglicher Arbeiter Pensionen für ein standesgemäßes Leben lenken. Allerdings wirken dieselben Ursachen, die in allen Gesellschafts- fördert. Zu den vielen Unterschlagungen gewerkschaftlicher Gelder, erhielten und obendrein noch ein Vorzugsrecht auf Anstellungen im Civildienste. Es liegt ja gar fein sachlicher Grund vor, Offiziere flaffen eine Steigerung der Selbstmorde bewirken, auch im Heere. Die hier in legter Zeit bekannt geworden sind, fommt jetzt ein ,, neuer Fall", der zugleich ein recht interessantes Streifaus dem Dienste zu entlassen, die sich noch der vollen geistigen und Da aber hier diese unglückliche Neigung zum Selbstmord noch auf die engen Beziehungen zivischen manchen Ges törperlichen Arbeitskraft erfreuen. Eine Wehrsteuer wird an sich begünstigt werden kann durch die Veränderung der Lebensgewohn- licht niemals unsre Billigung finden; zu den hier genannten Zwecken aber heiten und der Umgebung, sowie durch die Trennung von der werkschaftsleitern und den großen Unternehmern ihrer Branche wirft. erst recht nicht.-Familie, ist es notwendig, daß alle, Offiziere und Unteroffiziere, Gegen Ende vorigen Jahres war der Schatzmeister der hiesigen denen die Leitung der Soldaten obliegt, mit besondrer Sorgfalt Steinhauer- Union", Murphy, verschwunden, und zwar unter MitBon der nationalsocialen Liquidation. Pfarrer Naumann ist darüber wachen, die Stimmung der Soldaten gut zu erhalten, nahme beträchtlicher Uniongelder, die von den Mitgliedern auf Man hörte dann nichts unermüdlich thätig, seinen Parteigenossen zu beweisen, daß sie sich inden sie sich um sie bekümmern, ihre Bedürfnisse kennen lernen, für 10 000-25 000 Dollar beziffert wurden. begraben lassen müssen. Am Dienstag war er auch in Dresden und ihre Gesundheit Sorge tragen. Der Vorgesetzte, der sich auf diese mehr über die Sache, bis vor 12 Monaten Murphy wieder hier bor dortige Nationalsociale Verein stimmte dem Anschluß an die Art die Liebe seiner Untergebenen zu gewinnen weiß, wird auch die auftauchte und in der Union erschien. Natürlich erregte dies großes " Streits besorgten. Wie die Gerichtsverhandlung ergab, eines allgemeinen Streits im Borough Brooklyn locker ge= boraus war. Aufsehen, das sich noch steigerte, als er nach seiner Verhaftung( die| Lokomobilen durch Wegfall des Kühlwasserbehälters wesentlich zu nehmung des Anwalts du Buit als teine Ungesetzlichkeit hinzustellen. auf einen Verhaftsbefehl hin erfolgte, der seiner Zeit nach Meldung vereinfachen, findet sie zunehmende Verwendung in der Landwirt- Er wendet sich im Anschluß daran energisch gegen die Versuche der der Unterschlagung an die Staatsanwaltschaft ausgestellt worden schaft. Recht befriedigend sind auch die Betriebe beschäftigt, die Angeklagten, diesem Prozeß ein politisches Gepräge geben zu wollen, war) erklärte, man könne ihm gar nichts anhaben, da er nicht Maschinen für das Tertilgewerbe anfertigen. Dagegen fließen aus und verliest eine Anzahl Briefe des Justizministers Vallé an den wegen Diebstahls angeklagt merden könne, weil er Miteigentümer dem Cementgewerbe, aus der Ziegelei, selbst aus dem Bergbau recht Bankier Cattaui, aus denen hervorgehen soll, daß die Verbindung des Uniongeldes gewesen sei und sich doch nicht selbst be- wenig erhebliche Aufträge dem Maschinengewerbe zu. Mit am un zwischen diesen beiden durchaus eine rein geschäftliche gewesen. stehlen könnte! Es herrschte selbstverständlich grenzenloses günstigsten geht es den Werkzeugmaschinen- Fabriken. Der Bedarf Nach einer kurzen Unterbrechung kehrt der öffentliche Ankläger Erstaunen über diese Naivetät"; aber die Stellungnahme des Ver- vill sich immer noch nicht heben. zu dem Crawford- Schwindel zurück und bemerkt, daß trotz aller teidigers Murphys eines früheren Staatsanwalts klärte die Der größte Rheinhafen. Sache auf, wenn auch in etwas andrer Weise. Der Verteidiger Duisburg bringt einen triumphierenden Artikel„ Duisburg der größte Die Rhein- und Ruhr- Zeitung" in Enthüllungen Thereſens, die etwa noch kommen könnten, niemand die Thatsache aus der Welt schaffen könne, daß man unter dem anmachte nämlich vor Gericht geltend, daß es sich um eine Summe Perfonen habe reden, handle, sie der Union gar nicht gehöre, sondern Murphy und andren Rheinhafen", in dem darauf verwiesen wird, daß Duisburg im genommenen Namen Crawford fünfzehn Jahre lang die handeln und prozessieren lassen, Personen seitens der Unternehmervereinigung und einzelner Unter- Jahre 1902 erstmals die Verkehrsziffern Ruhrorts überflügelt hat überhaupt nicht existiert haben. Alle Einwände Theresens nehmer für„ geleistete Dienste" ausbezahlt worden sei, die darin be- und damit an die erste Stelle unter den Rheinhäfen und auch unter überhaupt nicht existiert haben. ſtanden, daß jene Gewerkschaftsleiter die Beendigung von 10 Jahren mehr als verdoppelt und die Zahl von 6 621 698 Tonnen Parahres haben nicht davon überzeugen können, daß die Humbert allen Binnenhäfen Europas gerückt" ist. Duisburg hat seinen Verkehr in und selbst die Zeugenaussagen des Notars Dumont und der handelte es sich thatsächlich um 10000 Dollar, die für Beendigung erreicht, 300 000 Tonnen mehr als Ruhrort, das ihm ſonſt ſtetsaber hätten die Zeugen sich durch entweder geborgte oder aber, was Hafenerweiterungen und Bahnanlagen werden als wahrscheinlicher sei, gefälschte Papiere täuschen lassen und diese macht" worden waren. Zuerst war von Murphy und Konsorten Ursachen der Zunahme genannt. Fast 60 Proz. der Tonnenzahl falschen Rententitel wären dann vor der Abreise der Humberts nach fallen auf die Kohlen- und Coaksabfuhr. stundenlongem Handeln" auf 10 000 Dollar herabgesetzt Rhein, tros neuerlicher Zunahme immer noch verhältnismäßig gering. Frédéric Humberts an dem ganzen Schwindelgebäude zu sprechen. Der direkte Ueberfee- Berkehr ist in Duisburg, wie überhaupt am Madrid dem Vernichtungsfeuer zum Opfer gefallen. Schließlich kommt der Staatsanwalt noch auf die Beteiligung Trotzdem verurteilte schließlich das Gericht den ungetreuen Für Duisburg betrug der Rheinsee- Verkehr 59 339 Tonnen( für Er hebt hervor, daß die Verhandlung klar und deutlich erwiesen Köln 94 806, für Ruhrort 26 880). Schazmeister", der so fein mit den Unternehmern zu mogeln verhabe, daß Frédéric nicht von Therese geleitet, sondern mit seinem stand, zu 5/2 Jahren Gefängnis. Es kamen nämlich bei den Ver- Die Einwanderung in die Vereinigten Staaten von Amerika. juristischen Scharfblick weit eher jene geleitet habe. Er hält es handlungen noch allerlei andre Betrügereien zu Tage. Aus den Interessante Mitteilungen über die Einwanderung in die Vereinigten durchaus nicht für ausgeschlossen, daß Frédéric selbst seinen eignen Büchern der Union wurde festgestellt, daß Murphy außerdem 15 000 Staaten bringt die Monatsschrift Review of Reviews" in ihrer Vater, den Justizminister, durch gefälschte Schriftstücke beDollar nicht verrechnet hatte, von denen 14 000 Dollar aus Julinummer. Das Jahr 1882 war, wie der„ Hambg. Korrespondent" trogen habe. Beiträgen der Mitglieder zum Krankenkassenfonds bestanden und diesem Artikel entnimmt, bis heute das Rekord- Jahr für die Ein- Präsident Bonnet hat unterdessen schon wiederholt nach der 1000 Dollar aus einem Posten, den die Union seiner Zeit für wanderung mit der Zahl 788 992. Das Jahr 1903 wird aber diese Uhr gesehen. Endlich sieht das Herr Blondel und bricht gegen die streikenden Anthracit- Kohlenarbeiter angewiesen hatte, und der Ziffer um mindestens 100 000 übersteigen. 6 Uhr seine Rede ab, um morgen über die Beteiligung der einzelnen auch als Ausgabe gebucht, aber nicht abgeschickt worden war. Familienmitglieder weiter zu sprechen. Murphy hatte dieses Geld für sich gebraucht. Dagegen haben von den 10 000 Dollar, die er für die Beendigung des Brooklyner Streits erhielt, die übrigen Beamten der Union, wie er nach der Urteilsberkündigung im Gerichtssaal erklärte, ihren Teil abbekommen. eine Summe von 50 000 Dollar gefordert worden, die aber nach tvurde. Landtagswahlbewegung. " Die meisten Einwanderer kommen jezt nicht, wie früher, aus dem Norden Europas, nämlich aus Deutschland, England und Skandinavien, sondern aus Italien, Destreich- Ungarn und Rußland. Die gegenwärtige Einwanderung ist die größte Völkerwanderung, die die Welt, seit die Goten und Franken in die römischen Länder vordrangen, gesehen hat. Paris, 19. August.( W. T. B.) Generalanwalt Blondel führt weiter aus, Romain und Emilie Daurignac hätten in Bayonne für die Crawfords in Prokura gezeichnet und damit eine Fälschung begangen. Blondel geht dann die verschiedenen Kategorien Was die Nationalität der Einwandernden betrifft, so stehen die der Personen durch, die den Humberts Geld geliehen Italiener an der Spitze der Liste mit 180 535 152 915 aus haben, und bemerkt, diese hätten keine Klage erhoben, weil sie sich Süditalien, die übrigen aus Norditalien. Es folgen Polen mit nicht als Düpierte zu erkennen geben wollten. Redner geht dann zu Bann finden die Landtagswahlen statt? Eine Berliner Kor- 69 620, russische Juden mit 57 688, Skandinavier mit 55 780 und der Riesengaunerei über, welche die Angeklagten mit der Rente respondenz wil erfahren haben, daß die Urwahlen am 9. November Deutsche mit 51 686, was der allgemeinen Annahme, daß die Ein- Viagère vollführt hätten, und behandelt die Rolle, welche die eins und die Abgeordnetenwahlen am 16. November vorgenommen werden wanderung von Deutschen beinahe aufgehört habe, widerspricht. zelnen Angeklagten dabei gespielt hätten, und die sie daher treffende sollen. Wenn das richtig wäre, dann wären noch etwa neun Wochen Die Einwanderung aus Deutschland selbst ist allerdings auf ein Verantwortlichkeit. Romain habe sich persönlich daran beteiligt, bis zum Tage der Urwahlen. Es ist leider keine Frist vorgeschrieben, Neuntel ihrer Höhe von 1882 zurückgegangen; allein Deutschland ist während die Teilnahme seines Bruders weniger direkt gewesen sei, wic lange vorher die Wahlen auszuschreiben find und nicht das einzige Land, in dem Deutsche wohnen. Destreich sendet indessen sei auch dessen Verantwortlichkeit sicher. wir Lange bor den Wahlen die Listen ausgelegt den Vereinigten Staaten beinahe zweimal so viele Deutsche wie Blondel weist sodann auf die Hauptrollen hin, die Therese merden müssen. Es ist nur bestimmt daß die Listen Deutschland selbst, und eine große Anzahl kommt aus der Schweiz und Frédérie Humbert gespielt haben. Dieser habe den drei Tage lang zur Einsicht ausgelegt werden müssen. und aus Rußland. Ferner zeigt die Einwandererliste 36 931 Slo- Grund zu einer ungeheueren Betrügerei gelegt. Therese habe Cine gewisse Frist zwischen der Auslegung der Urwähler- vaten, 30 233 Kroaten und Slavonen, 29 001 Frländer, 23 610 mit allen Mitteln sehr reich zu werden gesucht. Beide listen und dem Tage der Urwahl ergiebt sich nur praktisch dadurch, Magyaren, 14 942 Engländer, 14 455 Japaner und 13 868 Finnen. begannen zusammen mit Romain und Emile Daurignac ein daß nach Abschluß der Urwählerliste erst die Abteilungslisten gebildet Bon englisch sprechenden Einwanderern kamen ungefähr 75000, davon Räuberunternehmen. Blondel faßt dann das Vergehen der Humberts werden können und dann diese wieder drei Tage lang jede in ihrem 46 036 aus Großbritannien, die andern aus Kanada. vom moralischen, socialen und materiellen Standpunkt zusammen. Bezirk ausliegen müssen. Jedenfalls ist trotzdem damit zu rechnen, Der der öffentlichen Moral zugefügte Schaden bestehe in der Ver daß zwischen der Wahlausschreibung und dem Wahltermin ein sehr höhnung der Justiz durch 17 Jahre lange Prozeßführung zu Gunsten furzer Zeitraum liegen wird und es ist auch nicht sehr wahrscheinlich, einer gar nicht existierenden Partei. Die Geschworenen würden ihre daß die Wahlen wesentlich später wie Anfang November sein werden; sociale Aufgabe mit Verständnis und Festigkeit erfüllen. Sie im Jahre 1898 waren die Urwahlen am 27. Oftober und die würden den Angeklagten zeigen, daß das Pariser Gericht Abgeordnetenwahlen am 3. November. Für alle Fälle müssen die sich durch ihre Winkelzüge nicht habe täuschen lassen, und Parteigenossen damit rechnen, daß ihnen nicht mehr viel Zeit zu den der Gerechtigkeit, die so lange mißachtet gewesen seien, den Sieg sichern. durch die Verurteilung der Wahrheit Dem Generalanwalt wird am Schluß seiner Rede von den Zuschauern Beifall gespendet. Dann wird die Sigung unterbrochen. Bei Wiederaufnahme derselben ergreift Labori das Wort. Vorbereitungen zur Verfügung steht und daß besonders die wichtige Crbeit der Liſtendurchsicht in ganz kurzer Zeit gethan werden muß. Das Gentrum und die Landtagswahlen. Dieser Tage schrieb Me„ Kölnische Bolts- Zeitung", das führende Blatt des Centrums am Rhein, es wäre verfehlt, wollte das Centrum bei den Landtagswahlen unter allen Umständen gegen die Socialdemokraten auf treten. Die„ Germania" dagegen, das führende Berliner Centrums: blatt, meint, es streife an Aberwiß, daß bürgerliche Parteien bei der Landtagswahl mit uns zusammengehen sollen. Das Centrum wird das natürlich unter sich auszumachen haben. Wir haben es noch nicht aufgefordert, bei den Landtagswahlen mit uns zusammenzugehen. Partei- Nachrichten. Zum Bericht des Parteivorstandes wird von Rostock aus darauf aufmerksam gemacht, daß die Nostoder Streifposten- Verordnung inzwischen auch in aller Form zurückgezogen worden ist. Die Kreistonferenz für Friedeberg- Arnswalde, die am 16. d. M. In Bordamm abgehalten wurde, wählte zum Kreisvertrauensmann den Genossen Büch in Woldenberg. Der Prozeß Humbert. Achter Berhandlungstag. Paris, 18. Auguft. vernehmung, und zwar auf besonderen Wunsch der Angeklagten, Eingeleitet wird die Verhandlung durch eine kurze Zeugen trotzdem Bankier Bernard, dessen Bruder sich infolge des Zusammenbruchs das Leben genommen hat, ungünstig für Therese aussagt. Diese wollte von dem Bankier, in dessen Bank die Humberts Wert papiere deponiert hatten, die Bestätigung haben, daß sich in seinem Depot auch die Rententitel von 3 und 4 Frank, deren Fälschung die Humberts beschuldigt werden, befunden haben. Bernard giebt trotz der lebhaften Proteste Theresens und auch Frédéric Humberts an, daß sich in den Büchern der Bank auch nicht die Spur einer Notiz über diese Nententitel finde. Dann beginnt Generalprokurator Blondel sein Plaidoyer. Blondel spricht ruhig und ohne Aufregung. Er ist ein bejahrter jovialer Herr mit weißem Backenbart. Und eine gewisse Gutmütigkeit spricht sich auch in der ganzen Zusammenstellung seines Plaidoyers aus. Er begründet die Anklage ohne jede lleberschwänglich feit mit gleichmäßiger Stimme. Selbstverständlich sind die Angeklagten schuldig und in seinen Augen Schwindler und Betrüger, er erzählt dies den Geschworenen aber in einer so liebenswürdigen und freundlichen Form, daß selbst Therese ihn lächelnd zuhört, als fäße sie in der Loge bei einem Lustspiel und nicht vor den Geschworenen. Der Verteidiger Labori erklärt in seinem Plaidoyer, Therese Humbert habe ihm das Geheimnis betreffend das Vorhandensein der Crawfords und der Millionen anvertraut, habe ihm aber verboten, es vor der Stunde, welche sie wählen werde, zu enthüllen. Labori erinnert an das Vertrauen, welches Behörden und Beamte in die Humberts gesetzt hätten, und sagt, die von Therese Humbert gegebene Darstellung der Sache sei weniger unwahrscheinlich, als man glaube, unter der Voraussetzung, daß die Crawfords einen den Rechtsfrage, wobei er anführt, daß eine Fälschung im juristischen Patrioten verhaßten Namen tragen. Labori bespricht sodann die Sinne nicht vorliege. Die Fortsetzung des Plaidoyers wird auf morgen vertagt und die Sigung geschlossen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. einen Eine Empörung des Elends. Die bekannte Lotterie firma Mit der Bicepräsidentenfrage beschäftigten sich die Aug&= Herr Blondel macht zunächst zur Einleitung seiner Rede den D. Levin, Neustrelit, unterhält unter der Firma Drenthahn burger Parteigenossen anläßlich der Besprechung der Auf Geschworenen fein Kompliment. Dann erörtert er den rechtlichen in der Dircksenstraße eine Schreibstube, in der einige dreißig Personen. gaben des Parteitages. Sowohl der Referent Rollwagen wie die Standpunkt, daß die Humberts zwar eigentlich wegen ihrer beschäftigt find. Schon im März dieses Jahres gelang es diesen übrigen Redner traten den Ansichten Bernsteins ganz entschieden Gaunereien vor die Strafkammer gehört hätten, daß man sie aber Angestellten, mit der Unterstügung des Centralverbandes der entgegen. Dem Parteitagsdelegierten wurde aufgegeben, auf dem wegen der Fälschungen bekanntlich ist dies der schwächste Punkt Handlungsgehilfen und Gehilfinnen eine kleine Lohnerhöhung der ganzen Anklage vor die Geschworenen habe stellen müssen. Parteitage den Standpunkt der Versammlung zu vertreten. so nennt sie der öffentliche Ankläger ganz vereinbarten Lohnsaz beizubehalten. zu erringen. Die Firma verpflichtete sich vertraglich, den neu In einer Fürther Parteiversammlung vertrat Ge- enn Therese Jetzt hat die Firma noff Segik unter allgemeiner Zustimmung den bisher von unsrer familiär sich freue, vor den Geschworenen erscheinen zu können, unter Vertragsbruch den Lohn wieder auf den alten Partei eingenommenen Standpunkt, daß wir unser Recht auf einen so freue sich die seit mehr denn 20 Jahren an der Nase herum- Satz herabgedrückt, unter dem die Cain im Präsidium geltend machen, wenn damit nicht höfifche Ber geführte Göttin Justitia noch mehr, daß sie endlich die Ge- Durchschnittslohn von 10 Mart pro Woche verdienen. pflichtungen verbunden sind, die sich die bürgerlichen Parteien selbst legenheit habe, den Humberts ihren wohlverdienten Lohn zu teil nach erfolglosen Verhandlungen haben nim die Anaufgebürdet haben. Den Ansichten Bernsteins und Bollmars trat Genosse Segin Der öffentliche Ankläger schildert zunächst das Benehmen der Die Notlage der streikenden Angestellten wird am treffendsten gestellten am Mittwochmittag die Arbeit niedergelegt. Humberts während des jetzigen Prozesses. Er wirft ihnen Lügen charakterisiert durch das unter der Maske des Wohlwollens gemachte entgegen. haftigkeit vor und schildert die Familiengeschichte der Humberts. Anerbieten des Herrn Drenthahn, seinen Angestellten von jetzt an Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Er spricht von einer bis daher unbekannten fälschung, die Therese bereits als 18jähriges Mädchen zum Nachteil Bureau- Arbeit auf einen Tagesverdienst von 3 M. fommen könnten. Geburtsschein Hausarbeit mitgeben zu wollen, damit sie einschließlich der ihrer Schwester ausgeführt haben soll. Schon damals habe sich in Therese die Individualität einer Verbrecherin gezeigt und langsam Es wird dringend ersucht, jeden Zuzug fernzuhalten. sei aus der Fälschung um einen kleinen Gewinn jener Riesenschwindel 11 werden zu lassen. Die Majestätsbeleidigung, welche, wie gestern mitgeteilt wurde, Genosse Nitsche von der Sächsischen Arbeiterzeitung" mit drei Monaten Gefängnis büßen muß, soll durch eine Lokalnoti dr genannten Zeitung begangen sein, worin in einer polemischen Sendung gegen einige bürgerliche Blätter, die sich in tiefsinnigen gereift. Betrachtungen darüber ergangen hatten, was König Georg über den Ausfall der Reichstagswahlen denke, dem Sinne nach bemerkt worden war, Einzelheiten des dem sächsischen Volke könne es gleichgültig sein, was der König Herr Blondel geht dann zu der chronologischen Aufzählung der Crawford- Schwindels über die Wahl dente. Der Fall ist noch deshalb besonders interessant, über. Und hier ist es der Herr Generalprokurator, der, nachdem er weil die Strafverfolgung gegen Nitzsche erst eingeleitet worden ist, nachdem das konservative, Vaterland" den Staatsanwalt auf noch einmal feine Ueberzeugung von dem Nichtvorhandensein der die Notiz aufmerksam gemacht und Verwunderung darüber geheuchelt Millionen und der Crawfords ausgesprochen hat, nun selbst gewisse hatte, daß man solche Sache durchgehen ließe. Aus Induftrie und Dandel. " Zum Streit der Marmorarbeiter. In Ausführung des Beschlusses der letzten Streifversammlung hat nunmehr auch der größte Teil der bislang noch arbeitenden Kollegen die Arbeit niedergelegt; der Ausstand ist damit allgemein geworden. Mit den wenigen Personen, die sich den Ausständigen nicht angeschlossen haben, dürfte kaum ein mittlerer Betrieb aufrecht zu erhalten sein. Auf Antrag der Streikenden hat das Einigungsamt erneut einen Versuch zur Beilegung der Differenzen gemacht, indem es an die alte, zu gleichen Enthüllungen macht, wenn auch nur darüber, wie die Humberts Teilen aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern bestehende Tarif nach Ansicht der Staatsanwaltschaft auf den Namen Crawford ge= kommission eine Einladung zwecks Verhandlungen ergehen kommen sind. Romain Daurignac soll der Erfinder des Namens ließ. Auch bei diesem Streit zeigt die Polizei wieder Crawford sein. Er habe im schönen Santa Fó in Argentinien einen Schul- ihre bekannte Rücksichtslosigkeit. Als nämlich am Dienstag ein meister Crawford fennen und schäzen gelernt und von diesem Schul- Arbeiter vor dem Betriebe der Deutschen Steinindustrie" StreifDie Geschäftslage in der Maschinenfabrikation zeigt kein einheit meister habe er den Namen entlehnt. Therese lächelt dazu; der posten stand, wurde er von einem Schußmann kurzerhand sistiert. liches Gepräge. Es ist bei der Vielgestaltigkeit dieses Gewerbes inzwischen gerade von seinen Träumen oder gar einem kleinen Nach- Auf seine Einwendungen, daß das Streitpostenstehen doch erlaubt schwer zu sagen, ob die teilweise erhebliche erhebliche Besserung in mittagsschläfchen erwachte Romain aber lacht so herzlich, daß er sei, erwiderte ihm der dienstthuende Lieutenant des 74. Polizeieinigen die Verschlechterung in andren Branchen aufwiegt. Zu den starkes Nasenbluten bekommt. Man bringt ihm Wasser und der reviers in der Stephanstraße: es sei von„ Oben" her an= fleine Zwischenfall ist vergessen. geordnet, das Streitposten stehen nicht zu dulden, Zweigen des Gewerbes, die sich einer wesentlichen Besserung erfreuen, gehört die Fabrikation von landwirtschaftlichen Maschinen. Weiter spricht der Staatsanwalt von den gefälschten Renten- infolgedessen werde auch dementsprechend vers Hier ist infolge der günstigeren Erwerbsverhältnisse in der Land- liteln, mit deren Hilfe es Therese gelungen sei, sich unbegrenzte fahren. Aus dieser längst vermuteten Anordnung von„ Oben" Ueber die Thatsache, daß wirtschaft einerseits und ein Ge- erklärt sich naturgemäß auch das ganze Verhalten der unteren zu verschaffen. des zum Teil noch immer berichtshof mehr als 17 Jahre einen Prozeß verschleppen Polizei- Organe bei allen Streits. stehenden Leutemangels andrerseits die Anschaffung bon konnte, ohne daß er sich um die Identität der sich beklagenden Maschinen in Zunahme begriffen. Namentlich find MähAchtung, Bauhandwerker! Die Marmor- und Granitarbeiter Parteien fümmerte, gleitet Herr Blondel möglichst schnell stehen seit Montag, den 17. d. M., im Generalstreik. Wir ersuchen und Ernte- Maschinen begehrt. Die Dampffessel- Fabrikation liegt noch immer danieder. Aufträge laufen nur spärlich ein. Sehr der französischen Prozeßordnung zu konstatieren. Um einem Einwurf beitenden Steinmeßen und Schleifer auf ihre Pflicht aufmerksam zu hinweg. Doch kann auch er hier nicht umhin, einen schweren Fehler deshalb in der Hauptsache die Maurer und Einsetzer, die noch arempfindlich wird die Branche durch die immer mehr zunehmende der Verteidigung, daß die Fälschung bereits verjährt sei, eventuell machen, da bis jetzt noch keine ArbeitsberechtigungsAnwendung der Hochofen- Gasmotore in Hüttenbetrieben geschädigt. vorzubeugen, erklärt Herr Blondel, daß schon in dem ungeheuren tarten ausgegeben sind. Die vorhandenen Dampfkessel werden in solchen Anlagen entlastet, Haushaltungsverbrauch der Humberts in den Jahren 1899 bis 1902 und Neuanlagen werden selten gemacht. Was der Dampfteffelbau ein Betrug und eine Vorspiegelung falscher Thatsachen gelegen habe. zum Teil verliert, gewinnt die Fabrikation von Gasmotoren. Hier find die Aufträge durchaus genügend, um die Arbeitskräfte normal Ueber die Flucht der Humberts zu beschäftigen. Für Sauggasanlagen besteht sogar stetig steigende Nach nach Madrid holt er alle mur irgend verdächtigen Momente frage. Der Lokomobilenbau hat noch wenig Aufträge aus der Industrie; herbei und fucht nachzuweisen, daß die Humberts that soweit er beschäftigt ist, sind ihm Bestellungen aus der Landwirtschaft sächlich in Madrid sich vor vor den Verfolgungen der Bolizei zugeflossen. Ganz besonders hebt sich der Absatz in Spiritus- verstecken wollten. Auch sucht er gleichzeitig die bereits geschilderte, Lokomobilen. Seitdem es gelungen ist, die Konstruktion dieser bei der Roruntersuchung festgestellte Unregelmäßigkeit bei der VerKredite Das Streiffomitee. An die organisierten Bauhandwerker und Arbeiter. Seit dem 3. August fämpfen die Fliesenleger Berlins um die Durch führung eines Mindestlohnes von 80 Pf. und um die Anerkennung ihrer auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden Organisation. Die Lohnforderung wäre längst durchgeführt, wenn wir nicht mit einer Sonderorganisation, der Freien Vereinigung", zu rechnen hätten, die sich unsrem Kampfe nicht anschließen will, " weil fie fich auf einen Vertrag beruft, den sie seiner Zeit gegen den Protest der allein maßgebenden Organisation mit den Unternehmern angeschlossen hat. Wir ersuchen die organisierten Bauhandwerker Für Kartonarbeiter ist die Sperre über die Firma M. Beck, Adalbertstraße, aufgehoben. Die Drtsverwaltung der Zahlstelle Berlin des Deutschen Buchbinder- Verbandes. Der Streit der Weberinnen und Spinner in der Rummels der Direktion, welche der die formulierten Forderungen überbringenden Kommission die Einstellung der neun Entlassenen, vermeintlichen Rädelsführer", für den kommenden Montag zusagte, wie auch die Untersuchung der Mißstände. Die neun Personen wurden jedoch schon am vorigen Donnerstag eingestellt. Sind auch die vielen Mißstände durchaus nicht mit einem Schlage beseitigt, so bürgt wohl der Ernst und die Entschlossenheit sämtlicher Arbeiterinnen und Arbeiter dafür, daß sie ihre Forderungen erreichen werden. Sind doch in drei Versammlungen über 200 Personen dem Verbande als Mitglieder beigetreten. Deutfches Reich. verteilt werden. Verfammlungen. Der Nixdorf. Der Socialdemokratische Wahlverein hielt am 12. b. M. im Deutschen Wirtshause seine Mitgliederversammlung ab. Reichstags Sechster Wahlkreis. Am Dienstag fand in den Arminiushallen Abgeordneter Frizz Zubeil referierte über:" Die Socialdemokratie von Berlin und Umgegend, darauf zu achten, daß jeder Fliesenleger in der Bremerstraße eine Bersammlung des Sotialdemokratischen nach den Reichstagswahlen". Im Laufe feines Vortrages äußerte im Befiz einer gelben mit dem Stempel der Organisation ver- Wahlvereins statt, in der Dr. Laufenberg einen lehrreichen Vor- sich der Redner über die Präsidentenfrage. Ob es von Bernſtein sehenen Arbeitsberechtigungskarte ist. Wer solche Karte nicht hat, trag über: Die deutsche Urzeit" hielt. Der Vortrag erregte geschickt oder ungeschickt war, diese Frage aufzuwerfen, laffe er der ist als Arbeitswilliger zu betrachten. Anfragen find zu richten großes Interesse bei den Anwesenden.- Sodann ermahnte der dahingestellt. Aber Bernstein sowohl wie Vollmar hätten wiffen an die Lohnkommission der Fliesenleger bei Patt, Bertrauensmann Karl Fischer die Parteigenossen, mit Rücksicht müssen, daß diese Präsidentenfrage die Bedeutung nicht hat noch Dragonerstr. 15. Fernsprecher Amt III, 5028. auf die bevorstehenden Stadtverordneten und Landtagswahlen uns haben kann, welche diese Beiden ihr zumessen. Die Geschäfts Buchbinder, Galanterie Arbeiter! Der Streit unsrer Kollegen ermüdlich agitatorisch zu wirken, um die Säumigen aufzurütteln, ordnung kenne nur einen Präsidenten. Wenn nun gesagt bei der Firma Grosz, Leipzig, ist noch nicht beendet, demzufolge und sich an den Arbeiten für die Partei eifrig zu beteiligen. Ferner werde, daß, wenn bei der Bolldebatte wir im Besitz des jedwede Arbeit für genannte Firma zu verweigern ist. gab der Vorsitzende Freithaler bekannt, daß über acht Tage die uns zustehenden zweiten Vicepräsidenten gewesen wären, derselbe Ceitens der Firma wird versucht, die Arbeiten hier in Berlin anfertigen Generalversammlung des Wahlvereins stattfindet, die sich mit den in entscheidender Weise hätte eingreifen können, so dürfe doch nicht zu lassen. Also Vorsicht! Anträgen zum Barteitag und zur Provinzialfonferenz sowie mit der vergessen werden, daß sich die beiden Vicepräsidenten Graf zu Stol Desgleichen ist die Sperre über die Firma Sailer, Dessau, Delegiertenwahl befassen wird. Außerdem wird im Laufe dieses berg- Wernigerode sowie Büsing von vornherein als Brotwuchernoch nicht aufgehoben; die Stollegen aus der Musterkarten Monats ein Extra- Bahlabend stattfinden, der zur Information der freunde entpuppt hätten, daher konnte Graf v. Ballestrem mit gutem Branche wolle auf etwa hier zu vergebende Arbeit aufpassen und Mitglieder über die Landtagswahlen dienen soll. Da die Wähler Gewissen einem der beiden den Präsidentensiz übergeben. Anders uns sofort Mitteilung machen. listen nur drei Tage ausliegen, müssen möglichst frühzeitig Vor- würde es wohl gewesen sein, wenn z. B. Genosse Singer zweiter Mit Sicherheit könnte man wohl anbereitungen getroffen werden, um eine genaue Kontrolle der Listen Vicepräsident gewesen wäre. möglich machen. Kautskys Schrift Die Vernichtung der nehmen, daß wenn in diesem Falle der erste Vicepräsident nicht anSocialdemokratie" soll gratis an die Mitglieder des Wahlvereins wesend gewesen wäre, Graf v. Ballestrem wohl schwerlich seinen Sitz verlassen haben würde. Was den Gang zu Hofe anbelange, so müsse man sich doch vor Augen führen, in welchem Aufzuge sich in einer außerordentlichen Generalversammlung am Dienstag die tieren, könne man doch wohl nicht sagen. Dann weiter: Wenn fich Der Metallarbeiter- Verband( Verwaltungsstelle Berlin) erledigte die Präsidenten vorstellen, daß dieselben die Volksvertretung repräsen bereits mehrfach verschobene Diskussion über die Verhandlungen und Vollmar davon so viel verspreche, daß dem Kaiser bei dieser GeBeschlüsse des diesjährigen Verbandstages. Schröter bemerkte, legenheit einmal so recht die Wahrheit gesagt werden könne, so es sei eine undemokratische Ungleichheit, wenn bei den Unterſtügungen könne man im Gegenteil annehmen, daß der focialdemokratische Vicedie verheirateten Kollegen den unverheirateten gegenüber durch präsident überhaupt nicht beachtet werde. Etwas Beschämenderes höhere Sätze bevorzugt würden, da doch beide die gleichen Beiträge fönnte man sich für einen Socialdemokraten nicht denken, als wenn entrichten. Ihm erwiderte Cohen, diese Ungleichheit lasse sich auf ein Vicepräsident in solchem Falle nicht beachtet würde. Sollte, absehbare Zeit hinaus aus Gründen der Menschlichkeit nicht ver- was ja nicht anzunehmen sei, die Fraktion für ein solches zu Hofe meiden, weil ein Unverheirateter mit feſtgeſetzten geringeren Unter- gehen entscheiden, so sei sie des berechtigten Spottes der Gegner stügungsbeträgen unzweifelhaft besser auskomme wie ein Familien- gehen entscheiden, so sei fie des berechtigten Spottes der Gegner vater mit den höheren. Fick weiler bemängelt unter anderm von der" Post" bis zu Eugen Richter sicher. Wenn Vollmar weiter sage, einmal müßten wir uns doch dazu bequemen, so sei doch die die angenommene Mairesolution und besonders die Stellung Sache eine andre, wenn wir erst über die Majorität verfügen. Er nahme der Verbandsbeamten Cohen und Pawlowitsch hoffe, daß die Frage auf dem Parteitage, welcher ja glücklicherweise Die Maureraussperrung in Düsseldorf ist bis jetzt noch nicht so zu derselben. Die Maifeier sei etwas Ideales; durch die noch dazwischen liege, zur Entscheidung komme. Durch lebhaften Beiausgedehnt, wie es nach den ersten Nachrichten schien. Nach den Fest- Resolution sei sie aber ihres idealen Charakters entfleidet stellungen der Lohnkommission sind bei 19 Unternehmern rund worden und es frage sich sehr, ob die Metallarbeiter in Zukunft noch Genossen Zubeil, daß sie mit seinen Ausführungen einverstanden sei. fall am Schluß seiner Ausführungen bezeugte die Versammlung dem 150 Maurer ausgesperrt. Die Lohnkommission verhandelt mit den Maidemonstrationen in dem bisherigen Umfange zu ftande bringen Hierauf gab Ostermann den Bericht der Parteispedition für die Unternehmern wegen der eingereichten Forderungen. Bei 8 Unter- werden, zum mindesten würden diese durch den Beschluß des Ver- Monate März, April und Mai; für Juni berichtete Genosse Heinrich. nehmern wurde am Montag unterhandelt, wovon 5 die Forderungen bandstages start beeinträchtigt. Jedenfalls entspreche die Resolution An Ueberschuß wurden in dieser Zeit erzielt 397,68 m. der Arbeiter bewilligten. Bis Montagabend waren ausgesperrt resp. nicht der allgemeinen Stellung einer so starken Gewerkschaft, wie es Abonnentenstand hat sich in dieser Berichtszeit von 3104 auf 3608 standen im Streit 225 Maurer und wohl ebensoviel Bau- und Erd- der Metallarbeiter- Verband sei. Cohen vertritt in seiner Antwort erhöht; gegenwärtig beläuft sich die Zahl auf ca. 3800. Die anfangs arbeiter und dürften sich die Zahlen in den nächsten Tagen bedeutend den auf dem Verbandstage von ihm eingenommenen Standpunkt. gehegte Befürchtung, daß der Abonnentenstand nach beendeter erhöhen. Wer den 1. Mai feiert und dadurch gemaßregelt wird, der müsse Reichstagswahl zurückgehen werde, ist erfreulicherweise nicht einZum Streit bei Lanz in Mannheim wird uns berichtet: Eine auch vom Verbande genügend unterstützt werden; sei dies jedoch getreten. Dem Genossen Ostermann wurde hierauf für seine gesamte von mindestens 2000 Streifenden besuchte Versammlung nahm am nicht möglich, dann möge man lieber auf die ganze Feier verzichten, Thätigkeit Decharge erteilt. Für die Kassengeschäfte erteilte ihm die Dienstag den ersten Situationsbericht des Streiffomitees entgegen. Denn die Maifeier sei ohnehin nicht das geworden, was man sich Versammlung ebenfalls Decharge für März, April und Mai; für Wiesenthal ist der Danach gingen heute früh von insgesamt 2495 Arbeitern der Fabrik anfänglich davon versprochen habe. einschließlich der Lehrlinge, Meister, Tagelöhner, Bureauangestellten ze. Meinung, auf Grund der Nesolution sei eine Maifeier nach zwei Juni wurde dieselbe noch zurückgestellt. Zum Schluß erfolgte noch die Aufnahme von 80 neuen Mitgliedern. 493 zur Arbeit, darunter kaum 50 gelernte Arbeiter. Die Lage Jahren mur möglich, wenn bis dahin in den Betrieben genügend vollLichtenberg. Der Socialdemokratische Wahlberein nahm in fann demnach als günstig bezeichnet werden, da von einer Aufrecht- berechtigte Mitglieder vorhanden sind, andernfalls sei die Maifeier erhaltung des Betriebes teine Rede mehr ist. Auf Antrag des für die Metallarbeiter so gut wie begraben. Er für seine Person feiner Generalversammlung Stellung zum Parteitage in Dresden. Reichstags- Abgeordneten Drees bach beschlossen die Versammelten werde sich bedanken, unter solchen Umständen noch eine Maifeftrede Genosse Dr. Friedeberg Berlin sprach über die Aufgaben des einstimmig, um auch das letzte Mittel zur friedlichen Beilegung des in den Vormittagsversammlungen zu halten. Leugnen lasse sich Parteitages. Der Redner besprach die bisherigen Erfolge der Partei, Stampfes nicht unversucht zu lassen, die Fabritinspektion in allerdings nicht, daß sich bei den Gewerkschaften im allgemeinen eine er erkannte dieselben an, kam dann aber zu der Schlußfolgerung, Karlsruhe um ihre Vermittelung zu bitten. Die Stimmung der gewisse Stühle, um nicht zu sagen Abneigung, gegen die Maifeier immer daß der breiten Masse der revolutionäre Geist verloren gegangen zu Versammlung war die denkbar beste. Am Montag wurde eine deutlicher bemerkbar mache, wenn dies auch nicht allemal offen aus- sein scheine. Als Beweis für die Richtigkeit seiner Ansicht wies der Massenverbreitung von Flugschriften vorgenommen, in denen gesprochen werde. Schuld daran seien aber lediglich jene, von denen Redner auf den sächsischen Wahlrechtsraub hin und die Gelassenheit, die Bevölkerung über Ursachen und Hergang des Ausstandes auf- feiner Zeit die Maifeier ins Leben gerufen wurde, denn jene Kreise mit der die Bevölkerung diese Entrechtung aufgenommen habe. Bu geklärt wird. Unter den bürgerlichen Preßorganen thut sich besonders hätten wohl die Feier beschlossen, doch die Kosten für die Maß- befürchten sei, daß, wenn die Giesebrechterei erst feste Gestalt andasjenige des Centrums durch gehässige Bekämpfung der regelungen zu zahlen überlassen sie den Gewerkschaften. Handtte nehme, auch der Raub des Reichstags- Wahlrechts mit derselben Ruhe Der Parlamentarismus entziehe der Streifenden und ihrer Führer hervor. erinnert an die Maurer und Zimmerer, die jedes Jahr unter hingenommen werden würde. größeren Mai- Aussperrungen zu leiden haben, troßdem aber Bewegung die besten Lehrkräfte, diese würden durch die Ausübung Die Crimmitschauer Textilfabrikanten haben der Arbeiterschaft mit stets wachsender Begeisterung den 1. Mai feiern. Wohl habe ihrer Mandate festgelegt und der Agitation entzogen. Die Fraktion einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts gemacht, find aber sich die Feier nicht in dem Maße ausgewachsen, wie das im im Reichstage hätte gelegentlich der Zolldebatte anstatt der stundendarin so wenig den berechtigten Forderungen der Arbeiter entgegen Jahre 1890 allgemein erwartet wurde. Doch wenn es eintreten langen Reden nach den Rechtsbrüchen den Reichstag verlassen und zum gekommen, daß diefe in einer am Sonntagnachmittag abgehaltenen sollte, daß durch den Verbandstags- Beschluß der ideale Gedanke, Volte herabsteigen" sollen. Ein solches Verhalten würde revolutio Bersammlung beschlossen, darauf nicht einzugehen. Die Arbeiter der in der Maifeier liege, bei den Mitgliedern erschüttert werde oder nierender gewirkt haben. In der Maifeier eine revolutionierende weisen mit Entschiedenheit das Anfinnen der Fabrikanten, be- gar eine Abschaffung der Feier in der Metallindustrie zur Folge Idee erblickend, sei auch hier die Lattik eine falsche und werde der dingunglos die Sündigungen zurückzunehmen, zurück, da sie darin hätte, so sei das einfach eine Schande für den Metallarbeiter- Verband. Parteitag zu Beschlüssen einer wirksameren Durchführung kommen den Verfuch erblickten, die Verhandlungen hinauszuschieben und so Damit war die Diskussion über diesen Punkt beendet, Beschlüsse müssen. Als Mittel im Kampfe gegen die Gesellschaft empfiehlt der die Arbeiter um den Erfolg ihrer Bewegung zu prellen. Die Ver- wurden nicht gefaßt. Sache des Parteitages müßte Zur Annahme gelangte sodann eine Redner die Idee des Generalstreifs. fammlung beauftragte aber den Vorstand des Textilarbeiter Resolution Buse, vom Hauptvorstand in Stuttgart eine Berichtigung es fein, die Idee zu propagieren und als Stampfmittel aufzunehmen. Verbandes, um ihren guten Willen zur friedlichen Beilegung der der Bekanntmachung in Nr. 31 der„ Metallarbeiter- Zeitung" dahin- Redner wendet sich dann weiter gegen den fich immer mehr hervorDifferenzen zu zeigen, das Gewerbegericht als Einigungsamt an- gehend zu fordern, daß die Verwaltungsstelle Berlin in keiner Weise drängenden Opportunismus, um dann von dem Parteitag zu verzurufen. Sem Bezirksleiter im 3. Bezirk unterstellt sei. Bekannt gegeben langen, daß den Opportunisten jeder Gestalt ein Salt zugerufen wurde noch, daß Fiedler und Blumenthal in der vorigen wird und schließt mit dem Verlangen an die Anwesenden, wieder revolutionär denken, fühlen und handeln zu lernen. Außer Bersammlung als Revisoren gewählt sind. ordentlich starker Beifall folgte dem Vortrage. Die Ges Die Militärschneider befaßten sich in ihrer Versammlung am nossen Gröppler, Grauer, Brauer, Backhus, Liepe und Liesegang Montag mit der Frage: Welche Lehre ziehen wir aus unserm letzten beteiligten sich neben dem Referenten an der zeitweilig außer Streit? Ritter machte in seinem Referat die Mitteilung, daß ordentlich lebhaft geführten Debatte. Brauer will die Maifeiersich nach dem Streik nun auch hier in Berlin eine Arbeitgeber- Frage mehr als bisher auf dem Parteitage erörtert wissen und glaubt Organisation dieser Branche gebildet habe unter dem Namen Ver- aussprechen zu sollen, daß die Maifeier ihren eigentlichen Charakter einigung der Berliner Uniformschneider Geschäfte". Ein Teil der durch die die wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigenden ParteiArbeitgeber hat sich der Vereinigung allerdings noch nicht an- tagsbeschlüsse verloren habe. Backhus tritt im Sinne des Referenten Die Gesundheitsverhältnisse der Gasanstaltsarbeiter. Nach geschlossen, dennoch dürfte letztere bald einen bestimmenden Einfluß für den Generalstreit ein und wendet sich gegen das UnterſtügungsJebles Angaben in der Zeitschrift für Gewerbehygiene" find die auf die ganzen Branchenverhältnisse erlangen. Wenn es nun auch wesen in den Gewerkschaften, das nur Kassenmenschen aber nicht Sterblichkeit und die Erkrankungen der Gasanstaltsarbeiter größer ein günstiges Licht auf die Bedeutung einer Gewerkschaft werfe, daß fampfbereite, tlassenbewußte Parteigenossen erziehe. Auch dieser als die normalen. Auch nach der deutschen Reichsstatistik kommt die durch deren Auftreten die Arbeitgeber zur Koalition veranlaßt Redner hätte die Fraktion lieber den Reichstag verlassen sehen. Die größte Zahl der Krankentage bei den Arbeitern der chemischen würden, so sei doch niemals außer acht zu lassen, welchen ungleich übrigen Redner treten dem Referenten zum Teil recht scharf entgegen, Farbenfabriken und der Gasanstalten vor, nämlich 8,8 Tage pro stärkeren Widerstand ein in sich vereinigtes Arbeitgebertum der aber fie forderten auch auf, daß auf der Kreistonferenz nur DeleArbeiter und Jahr. Abgesehen von häufigen rheumatischen Leiden, Arbeiterschaft zu leisten vermag, als unorganisierte Arbeit- gierte zum Parteitag gewählt werden, die gegen die revisionistische die durch den beständigen Temperaturivechsel hervorgerufen werden, geber. Den besten Betveis dafür liefere gegenwärtig der Richtung Front machen und von der Fraktion fordern sollen, daß die hält Jehle die stete Einatmung der mit verschiedenen Gasarten er Nordwestdeutsche Arbeitgeber Verband", der fich in letzter Frage des Achtstundentages, des Arbeiterschutzes, des Koalitionsrechtes füllten Luft für das schädlichste Moment, indem diese zunächst ver- Beit auch die Uniformschneider- Geschäfte von Wilhelmshaven an- in den Vordergrund der Thätigkeit gestellt werde und daß die ungeheuerderblich auf die Verdauungsorgane wirit und Herabgeschlossen haben. Als Mitglieder dieses Verbandes haben sie den lichen Klassenurteile, wie solche aus verschiedenen Anlässen gefällt der Ernährung fetzung und Verminderung der Wider- durch den letzten erfolgreichen Schneiderstreik daselbst abgeschlossenen worden sind, einer allgemeinen und ihrer Bedeutung angepaßten Bestandskraft Organismus bewirkt. Auch Erkrankungen Lohntarif schon jetzt wieder gekündigt und gleichzeitig ca. 80 Mann sprechung zugeführt werden. Weiter wird von den Delegierten verder Atmungsorgane sind bei den Gasanstaltsarbeitern nicht selten. entlassen. Die dadurch unvollendet bleibende Arbeit lassen sie nun langt, daß sie Stellung nehmen gegen die Parteischriftsteller, die in Ein ganz besonders schädlicher Umstand ist der, daß fast überall der auswärts von ihren Verbandskollegen anfertigen, und dabei kommt der Preise die gleichgültigsten Dinge zu Haupt- und Staatsaktionen Ofenarbeiter eine zwölfftündige Arbeitsschicht zu leisten hat, während ihnen wieder das System der Heimarbeit sehr zu statten. Auch nach aufbauschen, wie Bernstein in der Präsidentenfrage und Göhre in der er die Arbeitsstätte nicht verlassen kann. Da auch nur in seltenen Berlin ist derartige Arbeit( Marinehosen) vergeben worden und zwar der Frage des Verhältnisses der Socialdemokratie zur Monarchie, Fällen Reserve- Arbeiter herangezogen werden, so muß der Ofen ist es wie immer die Firma Fabisch in der Spandauerstraße, die und zu denen, die ihre Geisteserzeugnisse in den bürgerlichen Blättern arbeiter außerdem alle 14 Tage beim Wechsel der Tag folche Arbeiten übernimmt. Dabei hat diese Firma nicht einmal ablagern. Zu Delegierten für die Kreiskonferenz wurden gewählt: und Nachtschicht sogar eine 24stündige Arbeitsschicht leisten. Diese eine Werkstatt, sondern läßt die Arbeiten von Heimarbeitern aus Degenhard, Wachs, Linke, Kaul, Liesegang, Backhus und Schulz. Dtte Tangen Arbeitsschichten find naturgemäß sehr anstrengend. führen, denen bekanntlich nicht beizukommen ist. Redner führt des Liesegang stellt den Antrag, der Vertrauensmann folle die KreisTrotzdem haben nur wenige größere Gasanstalten ihren weiteren an, jetzt sei auch zum guten Teil das Nätsel gelöst, daß die tonferenz in Zukunft an einem Sonntag einberufen. Der Antrag Dfenarbeitern durch Bildung von drei Arbeiterkolonnen eine tägliche Berliner Arbeitgeber beim legten Streit mit ihren fälligen Lieferungen so- wurde angenommen. Eine Anzahl Mitglieder müssen wegen BeiArbeitsschicht von nur acht Stunden ermöglicht, es außerdem erreicht, lange zurüdhalten konnten. Herr Hofstätten, der Vorsitzende der neuen tragsresten ausgeschlossen werden. Bekannt gegeben wurde, daß am daß die 24stündigen Wechselschichten am Sonntag fortfallen, wie es Arbeitgeber- Bereinigung und Mitglied der Handelskammer, habe Sonnabend, den 29., abends, ein Herbstvergnügen bei Höflich stattin Trier üblich ist. Dadurch, daß dort die Ofenarbeiter in drei während des Streits wiederholt Audienzen bei dem fürzlich ge- findet und endlich wurde beschlossen, die Bezirksführer und VorKolonnen geteilt find, von denen zwei in zwölfftündiger Tag und gangenen Striegsminister v. Goßler gehabt und wahrscheinlich habe standsmitglieder pro Vorstandssigung mit 30 Pf. zu entschädigen. Nachtschicht die eigentliche Dfenarbeit, die dritte aber in zwölfftündiger dieser den Aufschub der Lieferungen alsdann gestattet. Soviel erTagschicht die Hofarbeit( Abladen, Coatsverkauf 2c.) verrichtet, erhält jeder scheine jedenfalls sicher: Ohne höhere Einflüsse" wäre es den ArArbeiter, da Sonntags die Hofarbeit fortfällt, an zwei Sonntagen hinter beitgebern nicht möglich gewesen, die längst fälligen Lieferungen einander 24 Stunden Ruhe und am dritten zwar nur eine zwölf- monatelang hinauszuschieben. Was nun das neue Tarifverhältnis stündige Ruhe, aber feine 24 stündige Schicht mehr. Da die Gas- anbelange, so feien nennenswerte Differenzen deswegen noch nicht anstalten meist städtische Betriebe find und den städtischen Kaffen in Erscheinung getreten; immerhin ermahnte der Redner zur Vorsicht meist einen ansehnlichen Gewinn abwerfen, so sollten die städtischen bei Auszahlung der bewußten Prozente und richtete an die AnBehörden auf die Befferung der gesundheitlichen Verhältnisse der wesenden den Äppell, nicht nur ebenso, sondern doppelt so fest zu Gasanstalts- Arbeiter durch Einführung fürzerer Schichten bedacht sammenzuhalten wie die Arbeitgeber, damit die Organisation bei den sein, auch wenn für die Kommune der Gewinn dadurch etwas ge- früher oder später doch wieder notwendig werdenden Bohnkämpfen auch genügend gerüstet dastehe. In der Diskussion wurde den Ausschmälert wird. führungen des Steferenten allgemein beigepflichtet. Die Fliesenleger in Hannover- Linden haben am Montag die Arbeit niedergelegt. In dem ganzen Berufe find nur 25 Arbeiter beschäftigt, von denen 24 in den Ausstand eingetreten sind. Die gestellten Forderungen lauten dahin, daß vom 15. August ab bis zum 1. April 1904 55 Pf. und von da ab 60 Pf. Stundenlohn bezahlt werden soll. des Sociales. eine = = Letzte Nachrichten und Depefchen. Köln, 19. Auguft.( B. H.) Ein schwerer Betriebsunfall fall ereignete fich heute vormittag in der Chemischen Düngerfabrik von Robert Schleicher in Köln- Ehrenfeld. Dort explodierte auf bisher unaufgeklärte Weise ein Entfettungsapparat, wodurch zwei arbeiter getötet und zwei schwer verbrannt wurden. Paris, 19. Auguft.( W. T. B.) Der Deputierte Pressensé hat dem Minister des Aeußern Delcaſsé brieflich mitgeteilt, daß er an ihn eine Interpellation über die Ereignisse in Macedonien richten werde, wenn die Kammer wieder zusammenCentralverband der Brauerei Arbeiter. Die Sektion II( Silfs- getreten sei. Aus der frauenbewegung. arbeiter) hielt am 16. August ihre Quartalsversammlung ab. Nach London, 19. August."( B. S.) Auf der hiesigen UntergrundRigdorf. Eine gutbesuchte Versammlung des Vereins ge- einem durch starken Beifall ausgezeichneten Referat des Genossenbahn geriet gestern ein Wagen dadurch in Brand, daß mehrere werblich thätiger Frauen und Mädchen Rirdorfs und Umgegend Bartels erfolgte Bekanntgabe der Abrechnung und Vorstands- Eisenstangen, welche sich losgelöst hatten, mit der Stromschiene in tagte am Dienstag bei Weniger in Brig. Dem interessanten Vortrag bericht vom II. Quartal. Die Einnahme für die Centralfaffe betrug Berührung famen und dadurch rotglühend wurden. Die Passagiere des Schriftstellers Davidsohn über„ Heinrich Heine und die 4498,80 M., die Ausgabe 1336,00 M.; zur Hauptkasse wurden verließen in panifartigem Schrecken den Wagen; das Feuer wurde Frauen" wurde reicher Beifall gespendet. An der Diskussion be 3162,80 M. gefandt. Die Mitgliederzahl, welche am 1. April d. J. jedoch bald gelöscht. Seit der Katastrophe in Paris sind die Einteiligte sich Frau Jeeze. In der Versammlung wurden 12 neue 1071 betrug, erhöhte sich im II. Quartal auf 1310. Wochenbeiträge nahmen der hiesigen Untergrundbahn in einer Woche um mehr als wurden 18 844 bezahlt. 1000 Pfund Sterling gesunken. Mitglieder aufgenommen. Berantwortl.Nedakteur: Carl Leid in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 193. 20. Jahrgang. Lokales. W A Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. getretene weitere Geburtenverminderung diesmal für den Geburtenüberschuß voll ins Gewicht. Der Geburtenüberschuß der = Donnerstag, 20. August 1903. Aus den Nachbarorten. bom Der der Monate Januar bis Juni hatte im vorigen Jahre 8937 be- Eine Probebeleuchtung mit Lucas- Licht ist vom Rirdorfer Magistrat tragen; diesmal aber war er nur 8400, also um 6 Proz. niedriger. genehmigt worden. Vorläufig sollen vier Lucas- Lampen, zwei in der Die städtische Hafen- und Speicher- Anlage am„ Stralauer Anger" Die Berliner Zu- und Wegzugsverhältnisse haben sich im ersten Kaiser Friedrichstraße und je eine am Hermann- und am Reuterplat ift mun endlich gesichert. Finanzminister v. Rhein baben hat sich Halbjahr 1903 fo gestaltet, daß gegenüber demselben Zeitraum des in Rigdorf aufgestellt werden. damit einverstanden erklärt, daß der Stadtgemeinde die für den vorigen Jahres bei den Zuzügen eine beträchtliche Ver Hafen benötigte Wasserfläche von fünf Meter Breite, von der mehrung, bei den Wegzügen eine geringfügige Ver- Bahnhofsanlagen wird der Bahnhof Stralau- Rummelsburg nach Vier Rummelsburg. Eine der merkwürdigsten und verwickeltsten normalen Uferlinie ab gerechnet, zu dem üblichen Preise von minderung eingetreten ist. Während aus den Monaten Januar seiner Einziehung in den Stadtbahnverkehr am 1. Oktober werden. 40 M. pro Quadratmeter übereignet und in dem fünftigen Hafen bis Juni des vorigen Jahres 107 207 Personen als zugezogen und 6 oder, wenn man will, 10 verschiedene Bahnsteige werden da in eine zollfreie Niederlage( für Transit- Güter) eingerichtet 99 888 als weggezogen gemeldet worden waren, ergaben die zwei Stockwerken angeordnet. Sie sind alle selbstverständlich durch werde. Damit ist das Hafenprojekt, welches in städtischen Kreisen Meldungen für dieselben sechs Monate dieses Jahres 116 418 zu- Treppen verbunden. Die schon bestehenden Bahnsteige erhalten schon seit Jahren ventiliert wird, im Princip genehmigt. Der neue gezogene Personen und 99 720 weggezogene. Wenn wegen der Un- gleichzeitig neue Bezeichnungen. So wird der zunächst Berlin Hafen wird sich am rechten Spree Ufer, gegenüber dem Schlesischen vollständigkeit der Meldungen die der Meldungen die gemeldeten wegzüge um liegende Bahnsteig für den Nord- und Südring Stralau- RummelsBusch, von der Oberbaum Brüde bis zur Ningbahn Ueber den üblichen Zuschlag erhöht werden, der sich für die erste Hälfte burg- Stadtbahn- Bahnsteig genannt werden. Er besteht bekanntlich eigent führung in einer Länge bon ca. 1350 Meter Hinziehen des vorigen bezw des laufenden Jahres auf 17 214 bez. 17 189 be- lich aus drei verschiedenen Bahnsteigen, auf welche die vier Geleise und mit dem Ringbahnhof Stralau Rummelsburg durch rechnet, dann kommt in beiden Jahren für den Zeitraum Januar der dortigen Gabelung des Nord- und Südrings fich verteilen. bier je 800 bis 900 Meter lange Lade- und Anschlußgeleise verbunden bis Juni ein Ueberschuß nicht an 8uzügen, sondern wohl zu davon der Bahnsteig Stralau werden. Es können so täglich bis 200 Eisenbahnwagen bes oder an 8 egzügen heraus, auch noch im Jahre 1903, obwohl dieses Rummelsburg- Ringbahn, die Haltestelle für die Vollringzüge. entladen werden. Für den Transport auf der Landstraße liegt die Jahr in seiner ersten Hälfte die oben ersichtliche bedeutende Zunahme Zwischen den Hauptbahnsteig und den Ringbahnsteig tommt in der Stralauer Allee sehr bequem, welche sich in geringer Ent- der Zuzüge gehabt hat. Die Wandlung der Zu- und Wegzugs- Tiefe der neue Bahnsteig der neue Bahnsteig für den Stadtbahnverkehr fernung parallel zur Längsrichtung des Hafens hinzieht; sie soll verhältnisse, die gegen das vorige Jahr eingetreten ist, kommt aber Schlesischen Bahnhof nach Raulsdorf zu liegen. Er liegt unmittelbar burch verschiedene Zufahrtstraßen mit den Ladeplätzen berbunden deutlich genug darin zum Ausdruck, daß der Wegzugsüberschuß des hinter den Stationsgebäuden. Der Bahnsteig erhält die Bezeichnung werden. Im Hafen werden gleichzeitig über 50 Kähne von 55 Meter ersten Halbjahres, der das vorige Mal noch 9845 gewesen war, dies- Stadtbahn- Bahnsteig. Er ist bereits fertiggestellt. Unberührt von diesen Länge und 7 Meter Breite vor Anter liegen und ihre Ladung löschen mal nur noch 441 beträgt. beztv. einnehmen können, zu welchem Behufe zahlreiche Laufträhne Aenderungen bleibt der bisherige Vorort- Bahnsteig StralauIn der gestrigen Situng des Plenums der städtischen Bau- Rummelsburg. Er liegt südlich von dem künftigen Stadtbahn- Bahnsteig. und sonstige Hilfsmittel der modernen Technik zur Verfügung stehen deputation unter dem Vorsiz des Bürgermeisters Dr. Reide wurde Wohl zu unterscheiden von diesem Konglomerat von Bahnhöfen oder sollen. An Gebäuden wird der neue Hafen vor allem ein mächtiges dem Antrage auf Herstellung von Schmuckanlagen auf dem Treff Bahnsteigen ist die fünftige neue Station Rummelsburg- Ost für Lagerhaus zu vier Stockwerken erhalten, ausreichend für punkt der Schönhauser Allee, Danzigerstraße, Kastanien Allee und die Züge nach Lichtenberg und Kaulsdorf und zum Verkehr mit der etwa 50 000 Tonnen Getreide, Mehl und dergleichen, ferner Eberswalderstraße zugestimmt. In der anschließenden Sitzung der Viehstation Rummelsburg. In dem Fahrplan der Eisenbahn wird bier große Lagerschuppen für Kaufmannsgüter Art, ferner für zollpflichtige Güter, die erwähnte zollfreie wegen Aufstellung von Normaluhren vor den Filialen dieser Zeitung Rummelsburg- Hauptbahnsteig für Nord- und Südring ſowie aller Baudeputation II wurde der Antrag einer hiesigen Zeitung( A.") es also vier verschiedene Stralau- Rummelsburg geben: StralauNiederlage, woselbst die Transitgüter unter Steuerverschluß aus principiellen Gründen abgelehnt. Ferner beschäftigte sich die Grünau, Stralau- Rummelsburg- Stadtbahn- Bahnsteig für Lichten Lagern können, endlich ein Zollabfertigungs- und Steueramt Deputation noch mit der Festsetzung neuer Baufluchtlinien berg und Staulsdorf, Stralau- Rummelsburg- Vorortbahnsteig und und die nötigen wäge- und Diensträume für das Hafenpersonal. für die Neue Friedrichstraße von der König- bis zur Schickler endlich Nummelsburg- Ost für Lichtenberg und Kaulsdorf. Die Kosten der großartigen Anlage sind auf nahezu acht mit straße, Millionen Mart veranschlagt worden, für den Erwerb der Straße aus Anlaß der Vergrößerung des Nordbahnhofes an der Verlegung der verlängerten Schwedter Die Berpestung des Tegeler Sees durch die Abwässer der nötigen Wasser- und Bodenflächen sind allein 1 Millionen Mart Bernauerstraße. Der Fistus will für das erforderliche Straßenterrain Reinickendorfer Kanalisation ist von einer Untersuchungskommission zu zahlen. Ein Teil des Grund und Bodens gehört bereits der eine gleich große Fläche des dortigen Ererzierplatzes an der einsamen der Regierung jest festgestellt worden. Es hat sich herausStadtgemeinde Berlin. Die verhältnismäßig schnelle und günstige Bappel abtreten. Weiter beschäftigte sich die Deputation mit der Festsegung gestellt, daß die Abwässer in einem sehr schlecht geklärten Zustande Entscheidung des Finanzministers ist in erster Linie auf die that von Baufluchtlinien auf dem Gelände zwischen der Gleim, in den See laufen und einen üblen Geruch verbreiten. fräftige Unterstützung der Berliner Handelskammer und Schwebter-, Eberswalderstraße und Straße 24, mit der Regulierung Gemeinde ist aufgegeben worden, Maßnahmen zur Abstellung des der Weltesten der Kaufmannschaft zurückzuführen; beide des nördlichen Teiles der Müllerstraße zivischen Kamerun, Togo-, vorhandenen Uebelstandes zu treffen. Es find denn auch schon Körperschaften haben übereinstimmend ihr Gutachten dahin ab Lüderigstraße und den westlich belegenen Straßen 20a, 21a, 22a, 27, gegeben, daß die Anlage eines Hafens am Stralauer Anger" 29 usw., sowie mit dem Erwerb verschiedener Grundstücke zur Durch Berhandlungen wegen Anschluß der Reinickendorfer an die Pankower einem dringenden, nicht mehr abweisbaren Bedürfnisse entspreche, legung von Straßen in Moabit, im Norden 2c. und dem Verkauf Kanalisation eingeleitet worden. Der Berliner Magistrat da die die völlig ungenügende Leistungsfähigkeit der Lösch, mehrerer Parzellen im Osten. hatte schon vor zwei Jahren, als die Reinickendorfer Kanalisation Lades, Umschlags- und Speicher- Einrichtungen an den Berliner Wasserstraßen den auffälligen Stillstand in der Entwicklung des Verkehrs Das Zusammendrängen der großstädtischen Bevölkerung in fleinen gebaut und Berlin teilweise aus dem Tegeler See noch das Trink auf den so sorgfältig ausgebauten Flußläufen und Kanälen der Wohnungen zeigt eine Aufstellung des Statistischen Amtes von wasser entnahm, gegen die Führung der Abwässer in den See EinReichshauptstadt verschuldet habe. Thatsächlich hat sich der Berliner Charlottenburg. Danach wohnt z. B. in Nirdorf mehr als die spruch erhoben und auf die Gefahr einer Verseuchung hingewiesen, Wasserverkehr in den letzten Jahren um nur 3,7 Prozent ge- Hälfte der Bevölkerung in Wohnungen mit nur einem heizbaren jedoch ohne Erfolg. Der Einspruch Berlins wurde von allen Behoben, während im Eisenbahnverkehr eine Steigerung von Bimmer. Von 1000 Einwohnern wohnen in Rigdorf 581 in der hörden, zuletzt vom Minister des Innern, abgewiesen und der 45 Prozent zu verzeichnen war! Durch den kostspieligen Bahn- artigen Wohnungen. Etwas günstiger sind die Verhältnisse in Boy- Stadt eine Beschleunigung der Tiefbrunnen- Bauten empfohlen. Jetzt transport verteuern sich natürlich die hier gebrauchten Nahrungs- hagen- Nummelsburg, wo 400 bis 500 vom Tausend der Bevölkerung ist nun die Voraussage der Berliner Fachleute, daß der See verund Genußmittel, das Bau- und Brennmaterial, die Rohstoffe für in einzimmerigen Wohnungen leben. 300 bis 400 bom Tausend pestet wird, doch eingetroffen, und Reinickendorf wird mit großen die Industrie 2c. Die städtischen Gaswerte allein würden, beträgt der Anteil in Treptow, Pankow und Nieder- Schön- Geldkosten seine Abwässer anderwärts hinleiten müssen. so rechnet die Handelskammer es aus, jährlich 400000 Mart hauſen. Durchweg günstiger sind die westlichen Vororte an Transporttosten ersparen, wenn die für dieselben aus gestellt. Die Anteile betragen in Charlottenburg z. B. 251 Schmargendorf. Mit einer gewissen Spannung konnte man der Oberschlesien eingeführten Kohlen nicht per Achse, sondern per Kahn vom Tausend, in Schöneberg 290, in Wilmersdorf 195, in Gemeindevertreter- Sigung am 17. Auguft entgegensehen, stand doch befördert werden könnten. Im übrigen dürfte sich die Hafenanlage Friedenau 149, in Schmargendorf 311 und, am günstigsten, in die Rechnungslegung vom Rathausbau auf der Tagesordnung. Absehr gut verzinsen, was im Interesse des städtischen Steuersäckels Grunewald 94. Für Groß- Berlin stellt sich der Anteil auf 411 vom weichend von der Tagesordnung berlas der Gemeindevorsteher aber nur erwünscht sein kann. Taufend. Die Verhältnisse in Berlin selbst entsprechen etwa dem nur das ganz überflüssigerweise eingeforderte fachmännische Gut Durchschnitt von Borhagen- Rummelsburg, da in Berlin 430 vom achten über den Bau. Der ursprünglich mit 185000 Mart Zu der Angelegenheit des Gärtners Ernst Schulze, Blumen- Tausend in einzimmerigen Wohnungen leben. Doch ist seit dem veranschlagte Bau kostet numnehr rund 394 000 Mart und straße 45( nicht 85, wie in unsrer Mittwoch- Nummer infolge eines Jahre 1895 der Anteil dieser kleinsten Wohnungen zurückgegangen. mit seiner Einrichtung ca. 414 000 Mart. Für eine Gemeinde von Druckfehlers stand), hat sich inzwischen das Polizeipräsidium Durch die ungenügende Herstellung kleiner Wohnungen sind jedoch 3000 Einwohnern gewiß keine Kleinigkeit. Bei Aufwendung solcher geäußert. Zunächst wird die Stadtgegend mitgeteilt, in der Herr immer noch viele Familien gezwungen, zur Erschwingung des Miets- Beträge ist es aber für die Arbeiterschaft intereffant, daß nach dem Schulze am 25. Juli wegen Bettelns" verhaftet worden ist: es zinses sich eine Einnahme durch Vermieten zu schaffen und unter Bericht bei diesem kommunalen Bau die Tagelohnarbeiten nach war das 98. Polizeirebier( Bureau: Große Frankfurterstraße). Umständen eine größere Wohnung zu nehmen, als ihren wirtschaft Möglichkeit eingeschränkt wurden. Gegen Lagelohn wurde fast Daß die Polizei den Vermißten nicht rechtzeitig zu erlichen Verhältnissen entsprechen würde. mur gearbeitet, wenn sich die Accordlöhne höher stellten, oder bei mitteln vermochte, wird daraus erklärt, daß Sch. bei seiner Berhaftung Angaben über seine Person gemacht habe, Ein schreckliches Unglück hat gestern vormittag in der Metall- den auffallend häufig borgekommenen umfangreichen Abände die teils lückenhaft, teils falsch waren. Nur der Familien waren- Fabrit von Schäffer u. Walder Att.- Ges., Lindenstr. 17, den ungen, bei denen ein Accord nicht möglich war. Die Schädlichfeit und Gefährlichkeit der Accordarbeit im Baugewerbe ist name Schulze sowie das Geburtsjahr 1830 und der Geburtsmonat Tod eines Menschen herbeigeführt. Der in der Fabrik schon seit bekannt. Unfre Gemeinde fennt aber feine Dezember haben gestimmt. Den Eindruck eines Geistestranten soll Jahren beschäftigte, als durchaus zuverlässig bekannte 35 Jahre alte hinreichend der alte Mann weder auf dem Polizeibureau noch nachher auf dem Maschinist Schulz hatte sich gestern morgen gegen 1/28 Uhr aus dem focialen Pflichten gegenüber den Arbeitern und giebt durch ihren Amtsgericht gemacht haben; erst am 11. August sei in der münd oberen Maschinensaal nach dem im Erdgeschoß belegenen Betriebs Accordbau den Unternehmern ein schlechtes Beispiel. Die hiesigen lichen Verhandlung seine Unzurechnungsfähigkeit zu Tage getreten. faal begeben, um einen Treibriemen anzulegen und gleichzeitig die Arbeiter müssen bei fünftigen Gemeindewahlen die Konsequenzen Das Polizeipräsidium versichert, Schulze sei, als er freigelassen und Wellen zu revidieren. Er wurde zunächst im oberen Saale nicht ziehen. Ohne ein Wort des Tadels bewilligten die Gemeinde zwecks Unterbringung im Obdach dem Präsidium zugeführt worden vermißt. Als Schulz nach einer halben Stunde, zum Beginn der bertreter vorbehaltlich der Prüfung durch die Rechnungskommission war, trotz der erneuten eingehenden polizeilichen Befragung bei Frühstückszeit, noch nicht zurückgekehrt war, ging ein Stollege hinunter die Ueberschreitungen in Höhe von 187 295 M. Der Kampf gegen Beim Betreten den Straßenhandel macht sich auch hier bemerkbar. Die ansässigen feinen unzutreffenden Angaben verblieben. Hier wollen nach dem Betriebssaal, um Schulz zu rufen. wir, die Darstellung des Polizeipräsidiums ergänzend, ein- des Raumes bot sich ihm ein schrecklicher Anblick. Der Gesuchte war Händler ersuchten die Gemeindevertretung um Verbot oder Gin schalten, daß bereits auf dem Entlassungsschein, den Sch. von vom Treibriemen erfaßt worden und wurde um die Welle herumschränkung der Hochflut" des Straßenhandels. Herr Jung und ber Stabtvogtei erhielt, wenigstens der richtige Vorname und geschleudert. Erst nachdem die Waschinen ausgeschaltet waren, ber Geiverbefreiheit und wurde dementsprechend beschlossen. Der der Gemeindeborsteher erklärten sich gegen eine derartige Beschänkung 8uname sowie der richtige Beruf angegeben war. Hat die konnte der Körper des Sch. aus seiner Lage befreit werden. erneut forschende Polizei, als sie den Namen„ Gärtner Ernst Schulze" Unglückliche war bereits verstorben. Abgesehen von zahlreichen Bau der Turnhalle verzögert sich infolge formaler Vers töße des Gemeindevorstehers bei der Submission. und bas Jahr 1830" Tas, nicht gewußt, daß ein im Jahre 1830 Berstümmelungen am Körper war dem Maschiniſten das Rückgrat hiesige Handwerker haben mitgeteilt, daß fie die Gültigkeit der Einige geborener Gärtner Ernst Schulze seit 26. Juli als vermißt gemeldet gebrochen und so fein augenblicklicher Tod herbeigeführt worden. Beschlüsse anfechten werden, weil der Unternehmer, dem der Bau Bar und von seinen berzweifelten Angehörigen noch immer ge- Die Leiche des Verstorbenen, der Frau und zwei Kinder hinterläßt, übertragen wurde, feine Offerte erst einige Tage nach Ablauf der sucht wurde? Gewiß, die Schulze sind in Berlin zahlreich wurde nach dem Schauhause gebracht. Der wie Sand am Meer; aber die im Jahre 1830 geborenen In den Tod getrieben hat den 40 Jahre alten Hausbiener Gärtner Ernst Schulze werden hier doch wohl nicht allzu dicht gesät Friedrich Bruckman aus der Hausburgstr. 2 ein schweres Leiden. sein. Es bleibt also immer noch die Frage offen, warum es die Der Mann hatte seit einem halben Jahre die Wassersucht. Als Bolizei nicht fertig gebracht hat, Schulze wenigstens bei gestern nachmittag seine Frau für ein Schneidergeschäft liefern geder erneuten Befragung als den Vermißten zu erkennen und ihm gangen war, schickte er seine 6 Jahre alte Tochter Frieda zum Spielen den Transport nach dem Obdach sowie seine Jrrfahrt nach dem Tier- nach dem Hofe, verriegelte die Thür, schlug einen Nagel in die Wand garten zu ersparen. und erhängte sich. Zu der andren Frage, wann, wo und wie Herr Schulze die Verlegungen erlitten hat, sagt das Polizeipräsidium, bis zu Kindesmord? Die Leiche eines neugeborenen Mädchens wurde feiner Entfernung aus dem Obdach habe er feine Verletzungen gestern nachmittag von einem Schiffer auf dem der Stadt Berlin gehabt und auf der Polizeiwache im Tiergarten feien außer einer gehörigen Holzplaz in der Urbanstr. 170/171 gefunden und der geringen Abschürfung an der Nase Verlegungen nicht bemerkt Polizei des 47. Reviers übergeben. Ob ein Kindesmord vorliegt, worden. Danach scheint man bei der Polizei anzunehmen, daß bedarf noch näherer Untersuchung. Herr Sch. auf seiner Jrrfahrt vom Obbach nach dem Tiergarten, sei Erhebliche Beruntreuungen sind wieder bei einer hiesigen Bant es durch Verunglückung, sei es burch Ueberfall, die geringe Ab- vorgekommen. Zwei junge Angestellte verstanden es, nach und nach schürfung an der Nase" erlitten habe. Wir haben schon gestern mit bis zu über 40 000 M. zu unterschlagen und die Veruntreuungen bis jetzt geteilt, daß Sch. noch andre Verlegungen aufweist, die der ihn be zu verheimlichen. Nach Aufdeckung der Unterschleife wurden sie verhandelnde Arzt bestätigen wird, und wir wiederholen, daß diese nicht haftet und dem Untersuchungsrichter zugeführt. Etwa die Hälfte des den Eindruck machten, als habe Sch. fie erst am 11. Auguſt erlitten. Geldes, das sie beiseite geschafft hatten, wurde noch in ihrem Sier thut noch Aufklärung dringend not, und fie wird hoffentlich Besitz gefunden und der geschädigten Bank wieder zugestellt. Die nicht ausbleiben. Es ist wegen dieser Verlegung ein„ Verfahren andre Hälfte hatten sie bereits in leichtsinniger Gesellschaft durch wider Unbekannt" eingeleitet und es haben auch bereits Ver- gebracht. nehmungen stattgefunden. Submissionsfrist eingereicht habe. Es soll nunmehr eine neue unbeschränkte Submission ausgeschrieben werden, da der betreffende Unternehmer jegt auch den Auftrag zurückgewiesen hat. Jufolge des Durchstichs des Teltowkanals vom Griebnitzsee nach der Havel hat sich der Wasserspiegel des Sees derartig gesenkt, daß umfangreiche Ausbaggerungen notwendig sind, um ihn für die Schifffahrt nutzbar zu machen. Der von dem Kreis Teltow zur Personenbeförderung auf dem Griebnissee und Havel angetaufte größere Dampfer, welcher bisher drei Jahre lang in Magdeburg stationiert war, und Fahrten auf der Elbe unternahm, muß deshalb, wegen seines Tiefganges, ganz besonders vorsichtig auf dem Griebnissee fahren. Eine weitere Folge des niedrigen Wasserstandes ist die vollständige Versumpfung des durch Klein- Glienicke am Fuße des Böttcherberges und beim Schloß des Prinzen Friedrich Leopold entlang führenden Grabens, welcher die frühere Berbindung zwischen Griebnissee und Havel bildete. Es bestand ursprünglich die Absicht, diesen Graben zuzuschütten, wie dies nach Fertigstellung des TeltowKanals mit dem alten Lauf der Telte- Bede bei Kohlhasenbrid ge schehen wird, aber man ist davon abgekommen, einerseits weil es an genügendem Erdreich zum Zuschütten des Grabens mangelt, andrerseits, weil die Gemeinde Klein- Glienicke und Prinz Friedrich Leopold Ansprüche wegen Aufrechterhaltung dieser Wasserstraße geltend machen. Der Klein- Glienicker Graben soll deshalb Feuerbericht. Heute früh um 2 Uhr brannten in Lindenstr. 106 demnächst gründlich vertieft und darum an beiden Enden durch Die Verminderung der Geburten in Berlin, die im vorigen in einem Droguengeschäfte Regale und Droguen. Um 4 Uhr mußte Spundwände von der Havel resp. dem Griebnigsee abgeschlossen Jahre so beträchtlich gewesen war, daß die Jahressumme der Neu- auf dem Güterbahnhof an der Görlizerstraße ein Feuer gelöscht werden. Die Kosten werden von den verschiedenen Interessenten gebornen um rund 1100 hinter ber vom borvorigen Jahre zurück- werden, das durch Selbstentzündung von Kohlen entstanden war. getragen. Nach Fertigstellung des vom Griebnissee nach dem Wennblieb, hat in dem laufenden Jahre bisher in derselben Stärke Auf dem Güterbahnhof der Ostbahn, Brombergerstraße, stand nachts fee führenden Pring Friedrich Leopold Kanals hofft man übrigens fortgedauert. Aus dem ersten Halbjahr 1903 find nur 25 158 um 1 1hr ein mit Breßtohlen beladener Waggon in Flammen. auf vermehrten Wasserzufluß. Geburten( einschließlich 879 Totgeburten) gemeldet worden, während Vorher hatte die Feuerwehr in der Landsbergerstr. 120 zu thun, wo Bei Ausübung seines Berufes ertrunken ist vorgestern auf dem aus dem ersten Halbjahr 1902 noch 25 695 Geburten( einschließlich in einem Keller Besen, Regale, Rohr u. a. brannten. Ein Küchen. Müggelsee bei den weißen Bergen der Heizer C. Holländer aus 947 Totgeburten) zur Meldung gekommen waren. Die sechs Monate brand beschäftigte die Wehr in der Granseerstr. 1. Ferner wurde Januar bis Juni des laufenden Jahres haben hiernach gegenüber die Feuerwehr nach der Wöhlertstr. 7 und andren Stellen gerufen. Adlershof. H. war auf einem Bagger beschäftigt. Die Baggerdenselben sechs Monaten des Vorjahres eine weitere Berminderung maschine wurde von einem Schleppdampfer stromaufwärts geschleppt. der Geburten um 587( b. 5. um 2 Proz.) gebracht. Da die Bahl enthaltenen Notiz teilt uns Herr Mag Gröger, Kreisbauinspetter a. D. in den andern hinübersteigen, hierbei berlor er das Gleichgewicht Der geistestrante Fahrgeldpreller. Zu dieser in gestriger Nummer H. wollte während der Fahrt von einem der angehängten Prähme der Sterbefälle bei Einschluß der Totgeburten nicht gleichfalls ab Schöneberg, Ebersstr. 81 wohnhaft, mit, daß sich der Kutscher geirrt und stürzte in die Fluten. Sofort angestellte Rettungsversuche genommen hat, sondern in der ersten Hälfte dieses Jahres mit haben müsse. Er sei an dem Tage, an welchem der Kutscher um blieben ohne Erfolg, auch konnte die Leiche bei dem hohen Seegang 16 758( einschl. die 879 Totgeburten) zufällig genau ebenso groß ge- Fahrgeld geprellt worden set, nicht in Berlin gewesen. nicht geborgen werden. wesen ist, wie sie mit 16 758( einschl. die 947 Totgeburten) in der ersten Hälfte des vorigen Jahres gewesen war, so fällt die ein Gerichts- Zeitung. Beamten zu wurde erst nach acht Tagen gesund geschrieben, und nicht wie|( 17 männliche, 44 weibliche) mit 212 Niederlaffungen männlicher Drden es im Versammlungsbericht heißt, den nächsten Tag. Den( 4250 Drdensbrüder) und 2661 Niederlassungen weiblicher Orden( mit Ein Eisenbahn- Unfall, der in der Nähe des Bahnhofes Lichten- der Vorstand nicht ersucht, sich zur Nachuntersuchung zu be- Mieter des Hauses als der Ruhstallinhaber, so können Sie vom Wirt unter Beamten, von dessen Untersuchung gesprochen wird, 32 831 Ordensschwestern) gezählt.- M.. 100. Verjährt im Jahre 1905. hatte Sorgenfrei. 1. Ja. 2. Nein. Alpermann. Waren Sie eher berg- Friedrichsfelde( alte Ostbahn) stattfand, unterlag gestern der richterlichen Prüfung vor dem Forum der zweiten Ferienſtrafkammer geben, es ist derselbe, welcher vor fünf Jahren mit derselben Friststellung Beseitigung des Geräusches verlangen und dementsprechend des Berliner Landgerichts II. Wegen Transportgefährdung und Krankheit eingetreten ist, an deren Folgen er jetzt noch leidet. Und flagen. Waren Sie später eingezogen, so wäre eine Klage nuklos. fahrlässiger Körperverletzung mußte sich der Weichensteller fürzlich erst im Kaffenlokal, glaubte sich der Vorstand im Interesse beantworten. Besuchen Sie mit dem Vertrag die juristische Sprechstunde, da er wiederholt von schweren Krampfanfällen betroffen wird, A. R. 7. 1. Ohne Einsicht in den Mietsvertrag ist Ihre Frage nicht zu I. Klasse Gottfried Korn aus Berlin verantworten. Eine vom„ aller" verpflichtet, den betreffenden Beamten von einem Nervenarzt so erhalten Sie am ehesten Antwort. 2. Ihre rentenbezugsberechtigte alten Ostbahnhof abgelassene Probelokomotive kollidierte mit dem von Lichtenberg abgelassenen Ueberführungszuge Nr. 8422 A bei der untersuchen zu lassen. Die Untersuchung fand nicht im Kaffenlokal, Schwiegermutter kann so viel ihr möglich ist zu verdienen suchen. Die Rente behält sie. Vergaser. Können Sie die Vereinbarung beweisen, Durchfahrt durch Rummelsburg. Die freifahrende Lokomotive fuhr sondern in einem Extrazimmer statt. Die Beantwortung des fo dringen Sie mit einer Klage auf vollen Schadensersatz durch. auf demselben Geleiſe dem Zuge in vollem Tempo entgegen. Der Uebrigen überlassen wir Herrn Dr. Munter selbst. Ein Armuts- A. B. 580. Verlangen Sie Ihr Kind zurück und ergreifen Sie gerichtliche Zusammenstoß erfolgte mit solcher Bucht, daß in dem am Bahn- zeugnis stellt sich nicht der Vorſtand aus durch die Nachrevifion. Schritte, wenn Ihre Schwiegereltern es Ihnen froß ausdrücklichen VerAltmann. Nehmen Sie beim Amtsdamm stehenden Armenhause einige Zimmerdecken einstürzten. Ein fällt uns gar nicht ein, die Sachen, die wir revidiert langens vorenthalten sollten. Teil des Zuges 8422A murde erheblich beschädigt und sprang aus haben, nachrevidieren zu Tassen. Im eignen Interesse gericht Einsicht in die Auseinandersehungsakte und flagen Sie auf unsrer glauben wir wenn handeln, wir Bahlung des Ihnen danach zustehenden den Schienen, die Tender wurden eingedrückt und die Loko9. 3. Leider nicht. 3. 40. Soweit ersichtlich gar nicht. 777. J. An die Polizeibehörde. motiven arg beschädigt, so daß ein bedeutender Materialschaden entstand auf Thatsachen, die eine außerordentliche Revision nötig machten, Militärpaß ist beizufügen. Streitende J. F. Berlin gehört nicht zum Aber auch Menschenleben waren in hohem Grade gefährdet worden nicht weiter eingehen; daß es nicht die Thätigkeit des Vorstandes Regierungsbezirk Botsdam, sondern bildet einen eignen Verwaltungsbezirk. bei dem Zusammenstoß. Als Opfer desselben mußten vom Fahr- ist, die uns dazu zwang, sind wir jederzeit bereit zu beweisen. Fr. 1000. Eine bestimmte Form ist nicht vorgeschrieben. Ob solch Bedauerlich ist es, daß die Beamten, als organisierte und aus Antrag genehmigt werden kann, hängt vom Inhalt des Statuts ab. personal alsbald drei verlegte Beamte, der Zugführer Höhne von der Arbeiterschaft hervorgegangene Beamten, noch auf einem so tiefen C. 2. Ihr Onkel müßte sich an die Schulbehörde wenden. Die Nichtder Probemaschine, der Heizer Radtke und der Heizer Ascher Niveau stehen, daß sie glauben, dem Vorstand nicht die nötige entlassung entspricht dem Gesez. E. 2. Wenn eine ausgeklagte zum Rummelsburger Gemeinde- Krankenhaus gebracht werden. Die R. G. 58. 1. Sie Verletzten erschienen gestern vor der Straffammer völlig geheilt als Achtung entgegenbringen zu brauchen, weil er zum Teil aus Frauen Forderung vorliegt: in Höhe von 20 M. jährlich. müffen die Sachen aufbewahren und können nur auf Zahlung gegen RüdZeugen. Dem Angeklagten ward zum Vorwurf gemacht, daß er besteht. M. K. 20. Wenden am Signalapparat beschäftigt, der Probe- Lokomotive das Signal würden wir dem Verband empfehlen, in dieser Hinsicht erzieherischer Sie schlagen damit ihren eignen Principien ins Gesicht, und gabe der Sachen klagen. 2. Das ist möglich. Sie sich an Ihr Bezirkskommando. A. R. 1000. Sie sind im Unrecht. Geleise frei" nach vorheriger Anmeldung gegeben und dadurch auf seine Mitglieder einzuwirken; daß sie ihre eignen Mitgliedern fahrlässigerweise den Eisenbahntransport gefährdet habe. Korn gab Marktpreise von Berlin am 18. Auguft 1903 dies zwar nicht zu, jedoch räumte er ein, daß ihm ein Irrtum unter- erſt lehrten, die Bestimmungen, die sie sich selbst geschaffen, nach Ermittelungen des kgl. Polizeipräsidiums. Laufen sei, als er sowohl der Probe- Lokomotive wie dem Zuge auch innezuhalten. Wie die Herren glauben, Herr im eignen Hause 8422 das Freifahrt- Signal gab. Die Beweisaufnahme ergab aller Borstandssigung wurde etwas beschlossen, da meinte der Rendant, Die Beweisaufnahme ergab aller- 3 fein, zeigt recht drastisch der Ausspruch des Rendanten. In einer dings, daß auch von andrer Seite nicht ganz korrekt verfahren sei. das ließe sich machen und werde ich es den Beamten morgen jagen; Dies aber wäre nach der Ansicht des Gerichtshofes kein Straf- wenn sie es aber dann nicht machen, was soll ich dann thun??? ausschließungsgrund. Das Urteil lautete auf 300 Mark Geld= Möge die Deffentlichkeit darüber urteilen, wem ein Armutsstrafe eventl. 30 Tage Gefängnis. Zeugnis auszustellen sei. hatte einen Monat Gefängnis beantragt. Der Vorstand der Orts Krankenkasse der Schneider und Schneiderinnen 2c. zu Berlin. Frau Emma Reimann, Vorsitzende. Verfammlungen. Der Staatsanwalt J. A.: Frau Elisabeth Röside, Schriftführerin. " 3. Nach eingehender Untersuchung des Patienten und vor Abfassung des Gutachtens machte ich ihn darauf aufmerksam, daß der oben genannte§ 300 mich verhindert, ohne seine ausdrückliche Zuftimmung an den Vorstand zu berichten. Diese ausdrückliche Erlaubnis erhielt ich von dem Patienten. 4. Da ich für die Deffentlichkeit nicht von den Pflichten des § 300 entbunden bin, will ich nur bemerken, daß mein motiviertes Gutachten die völlige Schuldlosigkeit des Beamten für etwaige Verfehlungen erwies und streng sachliche Vorschläge für eine dem Störperzustande des Patienten angemessene Beschäftigung enthielt. Weizen, gut * Roggen, gut gering ammelfleisch Butter Eier Karpfen D.- Ctr. mittel " Kartoffeln, neue D.- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg 8,00 5,00 1,80 1,20 do. Bauch " " 1,40 1,00 13,25 13,24 Schweinefleisch 1,60 1,20 " " mittel " 13,23 13,22 Kalbfleisch " 1,80 1,20 gering " 13,21 13,20 1,80 1,20 " ** Gerste, gut 14,40 13,70 2,60 2,00 " mittel 13,60 13,00 60 Stüd 4,00 2,60 " " gering " 12,90 12,30 1 kg 2,40 1,40 Hafer, gut 16,60 15,40 Aale " " 2,80 1,40 mittel " " 15,30 14,10 Bander " 3,00 1,20 gering 14,00 12,80 Hechte " " 2,40 1,20 " 4,32 4,00 Barsche " 1,80 # 80 " 6,70 4,60 Schleie 40,00 25,00 Bleie 3,00 1,40 1,20 70 " " 50,00 25,00 Strebse per Schod 18,00 3,00 " R 60,00 20,00 Richtstroh * ab Bahn. ** flamm und Geruch. Witterungsübersicht vom 19. August 1903, morgens 8 Uhr. Barometerstand mm Swinemde. 747 S Windrichtung Windstärke Wetter 3Regen 4 bedeckt Temp. n. C. 5° C.= 4° R. 14 19 Socialdemokrat. Wahlverein d. 6.Berl. Reichstagswahlkreis Nachruf. Am 13. d. Mts. verstarb unser Mitglied, der Schmied Albert Mews Buttmannstr. 13. Ehre seinem Andenken! Der Vorstand. 248/17 Stukkateure! Unser langjähriges Mitglied, der Kollege J. Lesser verstarb am Dienstag, den 18. d. im 51. Lebensjahre an der Proletarierkrankheit. Stationen Barometer Windrichtung Windstärke Haparanda 756 D 757 23 Wetter 2bedeat Temp. n. C. 5° C. 4° R. 14 1 bedeckt 13 1 halb bd. 17 Berliner Wetterbureau. Statt jeder besonderen Meldung: Kaethe Bernstein- Schattner Dr. med. Benno Chajes Verlobte. Berlin W., Hohenstaufenstr. 31, im August 1903. Zu Hause: Sonntag, den 23. Auguft. Für die bei der Beerdigung meiner lieben Frau, Mutter, Groß- und Schwiegermutter bewiesene herzliche Teilnahme und liebevolle Kranzspende 23742 sagen herzlichen Dank E. Hoffmann nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die reichen Blumens spenden bei der Beerdigung unsres lieben, guten Mannes und Baters, des Schankwirts In Erwiderung auf den Versammlungsbericht der Verwaltungs- Der Vorwärts"( Nr. 190) enthält einen Bericht über eine Ber- Heu beamten sieht sich der Vorstand der Orts- Krankenkasse der bandsversammlung der Verwaltungsbeamten der Krankenkassen vom Erbsen Schneider und Schneiderinnen genötigt, folgendes anzu- 10. August, die sich unter anderm mit einer angeblich vertrauens- Speisebohnen führen:„ Leider bleibt durch das unkorrekte Arbeiten der Beamten ärztlichen Untersuchung eines Beamten der Schneidertasse durch meine Linjen dem Vorstande weiter nichts übrig, als sich mit den Beamten an- Person befaßte. Die Versammlung nahm zum Schluß einstimmig gelegentlich zu beschäftigen. Und glaubt der Vorstand auch dieses eine Resolution an, wonach sie meine Handlungweise mit der im Interesse der Stassenmitglieder zu thun. Daß in dem Bericht die Standesehre nicht vereinbar und eines Arztes unwürdig" bezeichnete. Thatsachen auf den Kopf gestellt werden, beweist folgendes: Mit Dieses Urteil" ist entgegen allem Brauch und den einfachsten Forde den zwei Beamkten verhält es sich so, daß der eine Beamte rungen der Gerechtigkeit gefaßt und veröffentlicht worden, ohne daß überhaupt erst neun Jahre an der Kasse ist und zwar nicht im ich jemals vorher gehört wurde. Ich stelle daher folgendes fest: Bureau, wie es im Bericht heißt, sondern im Außendienst 1. Es ist nicht wahr, daß ich Vertrauensarzt der Orts- Kranken- Stationen als Krankenkontrolleur beschäftigt ist, und nur weil er angab, fasse der Schneider oder sonst einer Stasse bin. Ich bin vom Vornach seiner langen Krankheit, was er sich auch durch stande der Orts- Krankenkasse der Schneider in meiner Eigenschaft ein ärztliches Attest bescheinigen ließ, den Außendienst nicht als Privatarzt ersucht worden, in einem bestimmten Falle ein mehr versehen zu können, beschäftigte der Vorstand ihn im Bureau. nervenärztliches Gutachten über einen Angestellten der Krankenkasse Hamburg 751 2323 3 heiter 13 Petersburg 751 DSD Für den andren Beamten erklärte der Rendant keine Verantwortung abzugeben, dessen gegen früher auffällig veränderte Leistungs- Berlin 750 S 15 Cort übernehmen zu können, wenn derselbe, der die ganzen fünf Jahre fähigkeit in dem Vorstand die Vermutung hervorgerufen hatte, daß Frankj.a.m. 754 3bedeckt 13 Aberdeen im Bureau thätig war, weiter mit schriftlichen Arbeiten beschäftigt eine Krankheit und kein Verschulden des Beamten vorliegt. Es München 757 S23 1 Regen 14 Paris 756 SW 2wollig 14 755 2wolfig würde. Wohl infolge einer vorgeschrittenen Nervenkrankheit hatte wurde mir mitgeteilt, daß der Dienst des betreffenden Beamten je Bien der Beamte so unkorrekt gearbeitet, daß das Conto unbrauchbar ge- nach seinem jetzigen Körperzustand erleichtert werden sollte. Wetter: Prognose für Donnerstag, den 20. August 1903. worden war, und ein Beamter monatelang zu thun hatte, wieder 2. Wie in ähnlichem Fall jeder andren Privatperson gegenüber Etwas wärmer, vorwiegend heiter und trocken mit mäßigen Weft Ordnung hineinzubringen. Darauf sah sich der Vorstand genötigt, erklärte ich mich zu der Begutachtung bereit unter der Bedingung, winden. diesen Beamten im Außendienst zu beschäftigen. Leider waren die daß der betreffende Beamte einverstanden mit meiner Untersuchung vorbezeichneten Beamten auch für diese Posten nicht brauchbar. Und ist und mich ausdrücklich von der durch§ 300 des Strafgesetzbuches wollte der Vorstand, um die Herren nicht zu kündigen, da der eine gegebenen Verpflichtung zur Innehaltung des Berufsgeheimnisses schon 78 Jahre ist, und uns, zu unserm größten Bedauern nicht das gegenüber dem Vorstand der Kasse entbindet. Auf Wunsch der Recht zusteht, unfren Beamten die Wohlthat einer Pension zu teil Borsigenden der Kasse erschien ich Tags darauf um 2 Uhr werden zu lassen, den Herren den Ausweg zu bahnen, daß sie ihre in den Räumen der Krankenkasse, also zu einer Zeit, wo feine Kaffengeringen Kräfte der Kasse für weniger hohes Gehalt zur Verfügung mitglieder mehr anwesend sein dürfen. In einem separaten Zimmer tellen. Die Herren baten sich eine von ihnen festgesetzte eröffnete Frau Reimann, die Vorsitzende der Kasse, dem Beamten Bedenkzeit aus, hielten es aber nach Ablauf derselben den Zwed meines Erscheinens, worauf ich dem betreffenden Herrn nicht für nötig, dem Vorstand eine Antwort zugehen zu lassen. in aller Ruhe auseinandersetzte, daß, selbst wenn er verpflichtet sein Nunmehr glaubte der Vorstand verpflichtet zu sein, von den sollte, sich auf Wunsch des Vorstandes von einem beliebigen Arzt betreffenden Beamten auch die entsprechende Arbeitsleistung zu ver- untersuchen zu lassen, ich ihn nur mit seiner ausdrücklichen Erlangen. Man soll uns nicht mit dem Einwurf kommen, die Beamten laubnis untersuche, indem ich dabei meine völlige Unabhängigkeit hätten ihre Kräfte der Kasse geopfert; der eine Beamte ist vor neun von der Verwaltung der Kasse betonte. Jahren als 68 jähriger Schneidergeselle in die Kaffe eingetreten und wird wohl jeder zugeben, daß der betreffende Beamte da nicht mehr in der Fülle seiner Kraft stand; während der andre Beamte infolge einer vor fünf Jahren, also bevor er bei uns eintrat, erfolgten Erfrantung jezt noch krank ist. Was das Protokoll über die herrschende Zugluft betrifft, so war es nur die Antwort auf das brüste Betragen der Beamten und hatte der Vorstand nachweislich sofort Abhilfe geschaffen. Wenn die Beamten aber der Vorsitzenden gegenüber erklären: wenn Sie das auch noch zehnmal im Auftrage des Vorstandes anordnen, so thun wir es doch nicht und werden den Vorstand regreßpflichtig machen für den Schaden, den wir an unferer Gesundheit nehmen. Und das, ehe der Vorstand noch darum angegangen war, die herrschenden Uebelstände zu beseitigen. So ist die im Vorstand herrschende Entrüstung über das Betragen der Beamten wohl begreiflich. Was die dem Rendanten auferlegten Kosten über die Aufbesserung einer durch einen angebrachten und wieder entfernten Riegel beschädigten Thür betrifft, illustriert dieser Vorfall so recht das Bestreben der Beamten, gesundheitsmäßige Zustände herbeizuführen. Den Raum, der für die Beamten zum Frühstücken, für den Arzt und die Vorstandsmitglieder zeitweise zum arbeiten und für die im Kaffenlokal etwa unpäßlich werdenden Kassenmitglieder zum Aufenthalt dienen soll, benützten die Beamten zum Austreten, weil es ihnen zu unbequem war, den zu diesem Zweck dienenden Drt aufzusuchen, und ließ der Rendant deshalb auf Kaffen foften innen einen Niegel anbringen, da es vorgekommen ist, W. F. 666. In Preußen wurden durch das am 3. Juni 1875 in Straft daß unvermutet Damen das Zimmer betraten. Mag die Deffentlich getretene Gesez vom 31. Mai 1875 alle Orden und ordensähnlichen Konkeit darüber urteilen, ob der Vorstand recht daran that, dem Nen- gregationen von dem preußischen Gebiet ausgeschlossen. Ausgenommen danten diese Kosten aufzuerlegen und den Beamten zu verbieten, waren Niederlassungen solcher Orden usw., die sich ausschließlich der Krankendieses Zimmer ferner zu dem vorgenannten Zweck zu benutzen. Pflege widmen. Die Ausnahmen wurden durch Gesez vom 14. Juli 1880 Erstaunt ist der Vorstand, daß die Beamten die einem Beamten er- auf solche Orden usw. erstreckt, die der Pflege und Unterweisung von Blinden, Tauben, Stummen, Idioten und gefallener weiblicher Personen teilte Rüge erwähnen. Nicht weil es ein Vorstandsmitglied, nein und noch nicht schulpflichtiger Kinder hingeben. Durch Gesetz vom 29. April 2. Verschiedenes. weil es ein Kaffenmitglied war, welches 10 Minuten nach 1 Uhr 1887( in straft getreten am 14. Mai 1887) wurden wieder zugelassen: dieEinlaß begehrte und auf den Bescheid des Beamten, die jenigen Orden usw., welche sich der Aushilfe in der Seelsorge, der Uebung 4/ 20* Kasse sei geschlossen, nicht gleich ging und darauf von dem der chriftlichen Nächstenliebe, dem Unterricht und der Erziehung der weibBeamten bor die Brust gestoßen wurde, so daß das lichen Zugend in höheren Mädchenſchulen widmen und„ deren Mitglieder ein Kassenmitglied, welches zufälligerweise Vorstandsmitglied war, beschauliches Leben führen". Gefeße, welche Klöster als solche erhielt auf die Gegensatz zu Drden ausdrücklich verbieten, hat die preußische Gesezdie Treppe zurüdtaumelte, Rüge. gebung nicht. Der Unterschied zwischen Klöstern und Orden ist auch Erstaunlich ist es ja, daß der Beamte behauptet, die für viele Fälle außerordentlich bestritten. Männer Klöster in Dame, die schon circa zwei Jahre im Vorstand ist, nicht zu Breußen giebt es eine ganze Anzahl. Es rechnen auch nach Antennen. Schon lange ist der Vorstand ungehalten darüber, schauung der katholischen Kirche folgende Ordensniederlassungen dahin: daß die Beamten im Gegensatz zu den Arbeitgebern, welche mit der Alegianer( Schwarze Brüder) in Aachen, Haus Cannen bei Münster, Cregrößten Höflichkeit behandelt werden, den Kassenmitgliedern gegen- feld, Köln, M.- Gladbach, Neuß, Augustiner in Germershausen( Hannover), über gerade nicht von ausgesuchter Höflichkeit sind. Im übrigen ist noch von keinem Beamten die Unterschreibung einer Rüge verlangt dorf, Elberfeld, Eſſen a. d. Ruhr, Frankenstein( Schlesien), Frankfurt a. M., Fulda, Hadamar, Höchst, Koblenz, Köln, Main- Lindenhof, Meudt, Montabaur, worden und konnte daher das Unterschreiben auch von keinem Beamten Neustadt D.- Schi, Paderborn, Pilchowik, Saffig, Steinau a. D., Trier, verweigert werden. Um die Kündigung des Beamten aufzuklären, Wiesbaden, Benediktiner in Beuron, Franziskaner in Aachen, sei gesagt, daß der Vorstand beschloß, den Sommerurlaub jelbst zu Annaberg, Apollinarisberg bei Remagen, Bornhofen, Breslau, Buchholz, 2. Anträge und Wahl der Delegierten zur Provinzial- Konferenz. 3. Die regeln, und die Beamten, die Kinder haben, während der Schulferien Dingelstadt, Dorsten, Dortmund, Düsseldorf, Ghrenstein, Frauenberg, legten Reichstagswahlen. Referent: Abg. Fr. Zubeil. 4. Anträge zum zu berücksichtigen. Dem Beamten, der in Friedrichshagen wohnt, Hardenberg Neviges Kreuzberg bei Bonn, Linz a. Rh., Mariens Neustadt in Schlesien, Parteitag. 5. Wahl der Delegierten zum Parteitag. 6. Kreisangelegenheiten. der Urlaub vom Juli in den September berlegt. thal bei Hamm, M.- Gladbach, Nach§ 11 des Statuts hat jeder Wahlverein das Recht, bis zu drei Am Sonnabend wurde ihm das das mitgeteilt, am Montag Ottbergen( Hannover), Paderborn, Nietberg, St. Josephushaus bei Waldmeldete er sich arbeitsunfähig. Eine schwere Erkrankung konnte breitbach, Warendorf, Werl, Wiedenbrüd, Franziskaner- Mino Delegierte zu der General- Versammlung zu entsenden. Anträge bitten wir, bis zum Donnerstag, den 27. Auguft, in die Hände riten in Oggersheim( Rheinpfalz), Kapuziner in Aachen, nach Ansicht des Vorstandes nicht vorliegen, da der Beamte einen Crefeld, Ehrenbreitstein, Münster, Niedern, Werne, Trappisten in des Vorsitzenden, Genossen A. Schnell, Charlottenburg, Rosinenstr. 3, Arzt in Berlin aufsuchte, trotzdem ihm in Friedrichshagen Aerzte Marienwald bei Heimbach- Aachen, Maria- Been bei Menselen, Domini, gelangen zu lassen. zur Verfügung standen. Anfang der dritten Woche machte der taner in Berlin und Düsseldorf, Kart äuser in Hoie, Pallottiner Vorstand von§ 4 Gebrauch und forderte den Beamten auf, sich in Ehrenbreitstein, Schulbrüder von der Gesellschaft Maria in Mainz, 250/ 16* wurde die er Auf Grund dieser thatsächlichen Vorgänge überlasse ich es zunächst den Lefern dieses Blattes, besonders aber den vielen ehrenhaften Personen aus den Kassenvorständen und den Kaffenverwaltungen, die aus meiner vieljährigen ehrenamtlichen Thätigkeit mich kennen, über das Verfahren von Leuten zu urteilen, die es wagen, mir die Berufsehre abzusprechen. Berlin C., Kaiser Wilhelmstr. 21, den 18. August 1908. Dr. D. Munter. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. im Die Beerdigung findet am Freitag, den 21. d. M., nachmittags 1/23 Uhr, von der Leichenhalle des Jüdischen Friedhofes in Weißensee aus statt. Die Kollegen werden ersucht, fich zahlreich zu beteiligen. Filiale Berlin des Central- Verb. der Stukkateure 175/12 Die Ortsverwaltung. Karl Ruppin sagen wir allen lieben Beteiligten unsern herzlichsten Dank. 4325 Pankow, Berlinerstr. 112. Ottilie Ruppin nebst Tochter. ,, Englischer Hof" 99 Neue Rossstr. 3. 4235 Säle für Hochzeiten und Vereins. Festlichkeiten. Vereinszimmer. Arbeiter- Bildungs- Schule Berlin, Donnerstag, den 20. August 1903, abends 19 Uhr, im Gewerkschaftshause( Saal 8), Engel- Uljer 15: Fortsetzung der General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über die Resolution Stoboy. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden entgegengenommen. Der Vorstand. Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Central- Wahlverein für Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Sonntag, den 30. August, mittags 12 Uhr: Barmherzige Brader in Boquiais( Calefen), Breslin, Düffel General- Versammlung Münster zum heiligen Joseph in Frankenstein, das Kloster zur heiligen Anna in in Köpenid, Seidels Gesellschaftshaus, Grünauerstr. 31. Tages- Ordnung: Referent: E. Obst- Schöneberg. = 1. Die Provinzial Stonferenz. Der Borstand des Central- Wahlvereins. J. A.: Wilh. Eberhardt. Parkettleger. Werkstellen- Sigung Achtung! einer Nachuntersuchung zu unterziehen. Als Antwort kam ein Brief§ 15 nu ben beningen firmieren Achtung! mit der Mitteilung des Beamten, voraussichtlich" werde er diese sich selbst folgende als I öfter: Das Kloster zu den heiligen Engeln in Woche gesund geschrieben werden, und glaube er, eine Nachunter- Bogutschüß, das Kloſter zur heiligsten Dreifaltigkeit in Breslau, das Klofter suchung sei nicht nötig. Wenn wir seine Arbeitsunfähigkeit bezweifeln Bilchowitz, das Kloster zu St. Maria in Steinau, das Kloster St. Josephus der Firma Kuhnert& Kühne heute Donnerstag, den 20. Auguft, sollten, mögen wir uns an seinen behandelnden Arzt wenden. Er haus bei Waldbreitbach, das Kloster vom Orden des heiligen Franzistus in abends 6 Uhr, im Restaurant Pallas, Geisbergstraße 19. tam also dem berechtigten Ersuchen des Vorstandes nicht nach und Öggersheim. Im Deutschen Reich wurden Ende 1899 61 Orden Die Kommiffion. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 20. Auguft. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Der Wildschüz. Schauspielhaus. Die Journalisten. Neues Operntheater. Die Geisha. Westen. Alt- Heidelberg. Leffing. Der blinde Passagier. Deutsches. Nora. Neues. Pelleas und Melisande. Anfang 8 Uhr: Liederspielhaus( Kroll.) LiederUrania. Bernhard Rose- Theater. Achtung! Genossinnen und Genossen! Achtung! Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstr. 165. spiele und Zbyllen. Viſion nach!! Menschliches dem Balle. Berliner. Fra Diavolo. Thalia. Der Veilchenfresser. Kleines. Nachtasyl. Trianon- Theater. Die Notbrüde. Carl Weik. Frau. Der Fehltritt einer Luisen. Geier- Wally. Belle- Alliance. Specialitäten. Apollo. Die Liebesinsel. Speciali täten. Winter- Garten. Specialitäten- Borstellung. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Reichshallen. Stettiner Sänger. Paffage Theater. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Von der Zugspitze zum Wahmann. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Doppelwesen: die zusammengewachsenen Schwestern 20 Jahre alt, spielen Violine! Gesundbrunnen, Badstraße 58. Berliner Sünder. Bosse mit Gesang in zwei Aften von 2. Ely. Musik von Wicher. Lora", bas neue Weltwunder. A. Delbost, einbeiniger Handakrobat. Hermann Stahnke, Salonathlet. Volks- Versammlung Fred u. Bertha Larose, Steifbrastequil. am Donnerstag, 20. Auguft, abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20. Karl Groth, Groteskkomiker. Richard Wagner, Konzertfänger. Ballett- Gesellschaft ,, Saltarello". Anfang 4 Uhr. Diez' Specialitaten- Theater Allee 76-77 ( Ringbahn- Station). Ob schön! Ob Regen! Täglich das vollständig konkurrenzlose Riesen- August- Programm! La Ludia. Les Mero. Clown Dolly. Hedy Brumien. The Delsons. Loro- Quartett. Fritz Brand. Dustes Bioscop usw. Sonnab., Sonntag, Montag: Tanz. Anf. Wochent. 5 Uhr, Sonnt. 4 Uhr. DOLOCISCHER Prater- Cheater CARTEN Täglich ab 5 Uhr nachmittags: Doppelkonzert.p Entree 1 M., ab 6 Uhr 50 Pf. Kinder unter 10 J. die Hälfte. In der Arena: Residenz- Theater Raubtier- Spielschule. Direktion S. Lautenburg. Sonnabend, 22. August, abends 72 Uhr: Bum 49. Male: Luftige Ehemänner. Schwank von A. Mars und A. Barré. Vorher: Zum Einsiedler. Sonntag u. folg. Lage: Dief. Borft. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Nachtasyl. Anfang 8 Uhr. 6 Löwen, 1 Leopard, 1 Hyäne, 1 Bär. Vorstellungen: Wochentags 4-5, 6-7 Uhr, Sonnt. 12-1, 4-5 u. 6-7 Uhr. Eintritt: Sperrsitz 1 M., Stehplatz 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Kastanien- Allee 7/9. Direkt.: M. Kalbo. Tagi: Alt- Heidelberg du Feine. Liederspiel in 3 Aften von D. Richter. Konzert und Ball. 11. a. Deta Waldau. Bravour- Soubr. Original Eugen Milardo, Tanzhumorist. New! The Berlings, Neu! die singende Lufffee. Johnke Compagnie. Transformations Red Pantomime. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., num. Plaz 50 Pf. 8 11 765 Grosses Passage- Panoptikum. Passage- Panoptikum. Eröffnungs- Programm: Vorletzte Woche. Der Riese Machnow, der größte Mensch, der je gelebt. Ncu! Die drei Schwestern aus Liliput, die drei kleinsten Schwestern der Welt. Ohne Extra- Entree. Luisen- Theater, Deutsch- Amerikanisches Der Hüttenbefiber. Mittwoch: Benefiz für Stefanie Stauffen. Zum 1. Male: Königin Luise. Hierauf: Das Versprechen hinter'm Herd. Donnerstag: Die Geierwally. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Die Grille. Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Die Nothrücke. Anfang 8 Uhr. Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Zum 221. Male: Neuestes! Allerneuestes! Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzende Balletts. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Pum Die Liebes- Insel fenfationenen Briefmarken- Ballett. 106. Male: mit dem Ein ungetreues Weib. Mimodrama in 2 Aften, gespielt von Merians dressierten Hunden. Merian nur bis 31. August. Avolos. Broth. Kaufmann. Kosmograph. Passage- Theater Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Das Moto- Mädchen. Mensch oder Maschine? Das neue Rätsel für Berlin! Die Tritons, die besten Taucher der Welt. Walter Steiner, Humorist. Ganz Berlin zerbricht sich schon den siebenten Monat den Kopf über Aga. 14 erstklassige Nummern. Belle- Alliance- Theater. Jm herrlichen Sommergarten, Anf. Wochent. 6 Uhr, Sonntags 4 Uhr: Grosses Konzert. Anf. der Specialitäten Vorst. 7 Uhr. Bei ungünstigem Wetter im Theater. Ad- Ad lebt und schwebt, erregt das größte Erstaunen. Das neue August- Programm. Entree 50 Pf. Ende 11 Uhr. Theater ( früher Buntes Theater) 67 Köpenickerstrasse 68. Sonnabend, 29. August, 18 Uhr: Premiere Gastspiel Adolf Philipp: „ Weber'n grossen Teich" Heitere Bilder aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner in 5 Abteilungen von Adolf Philipp. Der Vorverkauf beginnt am Freitag, den 21. d. Mts. an der Theatertaffe und bei A. Wertheim. Schriftl. Vormerkungen nimmt die Theater- Kanzlei schon jetzt entgegen. 3866 Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Pelleas and Melisande. Anfang 7, Uhr. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Der fehltritt einer Frau. Berl. Sittenbild in 5 Att. v. H. Werner. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dies. Vorstell. Sonntagnachmittag 3 Uhr: pas Geheimnis des roten Hauses. Im Garten: Specialitäten. Unf. 5 Uhr. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Drei Tage aus dem Leben eines Spielers. Vorher: Zu Befehl, Herr Lieutenant! Kaffeeküche von 3 Uhr ab geöffnet. Bei schlechtem Wetter: Vorstellung im Saale. Fröbels Allerlei- Theater fr. Puhlmann. Schönh. Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Heute sowie täglich: Der riesengroße August- Spielplan. Neu! Nen! Der Stummelbaron. Boffe mit Gesang in zwei Atten von D. Richter. Das Neueste vom Neuen. Jm Saale: Grosser Ball. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Donnerstag, den 27. August Eduard Wendt- Benefiz. Florence u. Lillian, musik. Nummer. Anne Dancrey, Pariser Soubrette. Die drei Macagnos, Scenen im Café. Florence Moore, amerik. Sängerin. Mlle. Marguerite, Löwen- Dresseuse. Das Motogirl, die lebende Puppe. Lionel Strongfort, Kraftproduktion Alexia, Bravourtänzerin. Die Ten Ichi Truppe, japan. Zauberk. Hickey u. Nelson, amerik. Excentrics. Paul Ceste, Bariton von der Gr. Oper in Paris. Die Jahrmarktsprinzess, Ballett- Div. Biograph, Bilder des Papstes. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Orchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Anosmin + Fußwasser Ist das wirksamft. Mittel geg. Fußschweiß, macht denselben vollständig geruchlos, ohne die Schweißbildung zu unterdrücken, erhält eine normale Transpiration, er frischt die Fußbaut u. stärkt die Füße. Rann niemals schädlich wirken, ist viel mehr v. großem Vorteil f. die Gesundheit. FI. 1.50, Anosmin- Streupulver geg. Sand u. Achselschweiß, feuchte Hände, Dose 1.Otto Reichel, Berlin 310 Eisenbahnftr. 4. Tages- Ordnung: 1. Der Dresdener Parteitag. Referentin: Genossin Bader. 2. Die Brandenburger Konferenz. Referentin: Genossin Ihrer. 3. Eventuell: Wahl von Delegiertinnen zu denselben. 1/6 Die früheren Mitglieder des aufgelösten Frauen- Wahlvereins sind hierzu besonders Die Vertrauenspersonen. eingeladen. Tieue freie Volksbühne. Achtung, Mitglieder! Die ordentlichen Bereins- Borstellungen des neuen Spieljahres finden im Neuen Theater statt und zwar für die I. Abteilung jeden ersten, für die II. Abteilung jeden zweiten, für die III. Abteilung jeden dritten und für die IV. Abteilung jeden vierten Sonntag im Monat. 150/18 Für September gelangt: Nachtafyl, Drama von Maxim Gorki, in der Besetzung des Neuen Theaters zur Aufführung. leber alle weiteren Veranstaltungen berichtet die jedem Mitgliede gratis per Post zugestellte, zur vierten Abteilung werden, soweit noch plak monatlich erscheinende Vereinsschrift ,, Die Kunst dem Volke". Neue Mitglieder vorhanden ist, in allen Zahlſtellen aufgenommen. Das Einschreibegeld beträgt 1 Mart, der monatliche Vorstellungsbeitrag 80 Pfennige. Zahlstellen: Norden: H. Neft, Veteranenstr. 6. Snapp, Grünthalerstr. 5. Petrich, Prenzlauer Allee 215. R. Kanapke, Brunnenstr. 122. Karl Kleinau, Gerichtstr. 4. Nordost: Schrolle, Landwehrstr. 6. Westen: D. Gradhan dt, Potsdamerstr. 26. Nordwest: Beder, Gozkowskyftr. 9. Südwest: Pech, Möckernstr. 120. Südost: Dit: Centrum: Rigdorf: Süden: Landgraf, Neuenburgerstr. 15. Martienzen, Bellealliancestr. 7/8. Bobsien, Kommandantenstr. 62. Köhn, Naunynſtr. 83. Kaufhold, Wrangelstr. 52 III. Strangfeld, Brizerstr. 24 a. Zabert, Markusstr. 14, Eingang Grüner Weg. Hirsch, Matternstr. 3, Stfl. III. Gorn, Frankfurter Allee 119. Gruber, Fruchtstr. 55. Glaser, Weinmeisterstr. 18. C. Heinrich, Münchenerstr. 10. Schöneberg: Arendt, Cheruskerstr. 2. Friedenau: Danz, Kirchstr. 15, Stfl. III. Charlottenbg.: Schroeter, Wilmersdorferst. 108. Schäfer, Schillerstr. 102. Opern- Vorstellungen: Sonnabend, den 22. August, abends 8 Uhr, im Berliner Theater: „ Der Troubadour", Romantische Oper von Verdi. Heinrich Bötel in der Titelrolle. Montag, den 24. August, abends 8 Uhr: „ Der Postillon von Lonjumeau", Komische Oper von Adam. H. Bötel in der Titelrolle. Karten für Mitglieder a 1,25 M., für Gäste à 1,50 M. find in obigen Zahlstellen zu haben ( nur Logen, Parkett und I. Rang- Plätze). Der Vorstand. J. A.: Heinr. Neft, Stassierer, Veteranenstraße 6. Reichshallen Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Böhme, Böckmann, Blättner, Schrader u. Eberino jr.) Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Bilanz- Fertigstellung, zweckmäßige Einrichtung, zeit weise Fortführung der Geschäfts- Bücher, BücherRevisionen durch Wilhelm M tinch in Naumburg a. S ,, ' beeidigter Bücherrevisor. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: 17182* Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfeft. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Schloss Weissensee. ,, Zum Sternecker", Inhaber: C. Koch. Täglich: Grosse Theater- Specialitäten- Vorstellung. Riesenprogramm, 40 Nummern. Jm Bal champêtre: Grosser BALL. Illumination der Fontaine lumineuse. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfreudenfest mit Gratis- Verlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Monstre- Elite- Feuerwerk u. Doppelkonzert. Jeden Sonntag: Grosses DOPPEL- KONZERT. Kaffeeküche. Volksbelustigungen aller Art. Hasenheide Neue Welt. Arnold Scholz. 108/114. Donnerstag, den 20. August 1903: Riesen- Feuerwerk Aut allgemeinen Wunsch: Der Brand und die Beschiessung von Heidelberg. Militär- Konzert. Specialitäten- Vorstellung. Die Fahrt im Todesring mit Tandem und Motor. Entree 50 Pf. Anfang 5 Uhr. Billets im Vorverkauf 40 Pf. Inhaber von Passepartouts zahlen 25 Pf. pro Person nach. Freie Volksbühne. Achtung, Mitglieder! Die Veranstaltungen des Vereins beginnen am 30. August( 1. und 2. Abteilung) im Metropol Theater. Die Aufführung für die erste Serie Klein Klein Eyolf& von Henrik Ibsen, in Scene gesetzt vom Ober- Regisseur Fritz Witte- Wild. Die zweite Serie im Lessing- Theater beginnt Sonntag, den 13. September, mit Nathan der Weise Dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen von Gotthold Ephraim Lessing. Die Vorstellungen beginnen nachmittags 2%, Uhr. Die Mitgliedskarten müssen spätestens bis zum 20. August von den Zahlstellen abgeholt werden. Neue Mitglieder zur 15. und 16. Abteilung können sich, soweit noch Platz vorhanden, in den Zahlstellen anmelden. 229/ 10* Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Schweizer- Garten Königstadt- Kasino. am Königsthor, am Friedrichshain. Täglich: Theater und Artisten- Vorstellung, Ball. Volksbelustigungen. Abends 10 Uhr: Der selige Zwiebelmann. Bosse mit Gesang in zwei Bildern bon Gericke. Bioscop. Lebende Bilder. Neueste Aufnahmen. Jeden Mittwoch: Kinderfest. Sanssouci. Täglich im Garten: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Konzert. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag nach der Soiree: Tanzkränzchen. Für die Wintersaison sind noch einige Sonnabende frei zu Festlichkeiten. Armin- Hallen" Kommandantenstraße 20, Holzmarktstr. 72, Ede Alexanderstr. Neues großart. 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