Nr. 120. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 m., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingetr. in der Boft- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Johrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprech- Anschluß: Amt 1, v. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Behandlung politischer Gefangener. Dienstag, den 24. Mai 1892. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. -w mußten wir bereits berichten, daß der Redakteur der Thür. worden, um sich dort wegen Lappalien zu verantworten, Tribüne", welcher zur Zeit eine furze Strafe megen Preß- welche die Gerichte mit geringfügigen Geldstrafen für gevergehens in Erfurt verbüßt, zu einem neuen Gerichtstermin, fühnt erachten. Trozdem nun diese. in welchem er schließlich zu einer Geldstrafe von 20 Mart wir wollen uns recht vorsichtig Es war in der Muster- Strafanstalt Plößensee, wo im verurtheilt worden ist mit Ketten geschlossen vorausdrücken wenig rücksichtsvolle Behandlung von unserem Jahre 1878 gegen Gefangene, deren Verbrechen darin be- geführt wurde. Auf die Beschwerde unseres Genossen vor Parteiorgan in Erfurt an die Deffentlichkeit gebracht und stand, Gozialdemokraten zu sein und als solche durch Neden Gericht über diese unwürdige Behandlung erklärte der die gesammte Arbeiterpresse sich dem Proteste gegen die unoder Zeitungsartikel gegen einen der Kautschuckparagraphen Staatsanwalt, in der letzten Zeit seien Fluchtversuche würdige Behandlung angeschlossen hat, so und das ist des Reichs- Strafgesetzbuches verstoßen zu haben, aus dem einzelner Gefangener vorgekommen und deshalb sei die Vor- das charakteristische- schweigt doch fast die gesammte bürgerMunde des Leiters der Anstalt die denkwürdigen Worte fichtsmaßregel jetzt angeordnet. Daß zwischen einem Ge- liche Preffe diesen Fall todt. Es handelt sich eben nur um fielen:„ Sie sind schlimmer als wie Eigenthumsverbrecher." wohnheitsdieb und einem Preßsünder, dessen ganzes Ver- einen sozialdemokratischen Redakteur, und da können Diese Worte haben seinerzeit viel Aufsehen gemacht, gehen vielleicht in einem unvorsichtig gewählten Wort liegt, sich Bolizei- und Gefängnißbeamte erlauben, was ihnen gut im Reichstag wurde scharfer Tadel darüber von den ein kleiner Unterschied ist, dafür scheint der Erfurter Staats- dünkt, teine bürgerliche Feder wird sich dagegen rühren. Rednern verschiedener Parteien ausgesprochen, und selbst die anwalt kein Verständniß zu haben. Regierungsvertreter wagten die Aeußerung nicht zu vertheidigen, aber in der Praxis wird auch heute noch nach ihr gehandelt. Hat irgend ein Hochstapler, vornehmer Falschspieler oder Börsenschwindler es so toll getrieben, daß Polizei und Justiz von seiner Thätigkeit Notiz nehmen müssen, so erleben wir es regelmäßig, daß die mit der Sistirung solcher Gauner beauftragten Polizeiorgare mit ausgesuchter Höflichkeit ihrem Auftrage nachkommen. Daß der Polizeibeamte in Zivil getleidet ist, versteht sich von selber, in verbindlichster Form naht er sich dem Gesuchten, ladet denselben höflich ein mit zukommen und Droschke erster Klasse geht es dann nach dem Alexanderplatz oder nach Moabit. Je raffinirter der Spit bube ist, der festgenommen werden muß, und in je feineren Birkeln er seine Schelmenstreiche ausgeführt hat, auf defto rücksichtsvollere Behandlung kann er bei seiner Festnahme rechnen. Das geht unter Umständen so weit, daß selbst streng konservative und gouvernementale Organe, für welche in der Regel nur der Grundsay gilt was die Obrigkeit thut, ist wohlgethan, ihre Gloffen machen über die zu weit gehende Höflichkeit, mit der man bei der Verhaftung von eleganten Hochstaplern und ähnlichem Gelichter verfährt. Aus dem Gerichtssaal zurück wurde indeß Redakteur Hülle ungefesselt geführt. Am legten Dienstag hatte derselbe nun einen ne uen Termin, und zwar wieder wegen einer Lappalie, eines sogenannten groben Unfugs halber, begangen durch eine Warnung in der Presse vor einem Geschäfte, das seine Arbeiter schlecht behandelte, und zu dieser Berhandlung wurde Hülle wieder gefesselt vorgeführt. Der Abgeordnete Bamberger spielte seiner Zeit den Entrüst eten, als der Abgeordnete Geyer die Vermuthung aussprach, daß der Fall Boshard ein liberaler Redakteur, der in Gotha ins Zuchthaus gesteckt wurde die frei finnige Interpellation veranlaßt habe. Bamberger behauptete von sich, seinen Partei genossen und der Presse seiner Partei, daß sie immer auf das Lebhafteste mit diesen Klagen sympathisire, unbekümmert, von welcher Seite sie ausgingen. Bon Bamberger selber wollen wir diese Behauptung gelten Daß bei unserem Genoffen die Gefahr vorläge, daß er lassen, so viel Humanitätsgefühl hat sich der Achtundvierziger fich den zwei oder drei Wochen Haft durch die Flucht ent- Freischärler wohl noch bewahrt; der freisinnigen Presse ziehen würde, ist einfach ausgeschlossen. Seine Feffelung fann aber das Zeugniß nicht ausgestellt werden, daß sie ist also eine durch nichts gerechtfertigte Härte, welche nichts stets und immer in der von dem Abgeordneten für Alzey anderes bewirkt, als daß ein Ehrenmann in den Augen behaupteten Weise ihre Pflicht erfülle. uneingeweihter geschändet und verächtlich gemacht wird. Ja, als der Fall Boshard auf der Tagesordnung stand, Daß in der Sache Methode liegt, ergiebt sich aus der da schäumte die freisinnige Entrüftung über, der zahl Wiederholung der nicht gerechtfertigten Fesselung. Von lofen Fälle Mißhandlung sozialdemokratischer einem Mißgriff irgend eines untergeordneten Beamten kann Redakteure wird aber kaum Erwähnung gethan, geschweige also teine Rede sein. daß dieselben die gebührende Kritik fänden. von Die Fälle, daß man politische resp. Preßsünder, besonders Wenn aber die freifinnige Presse schon so ihre Pflicht wenn es Sozialdemokraten sind, gefesselt durch die Straßen vernachlässigt, was Wunder, daß dann die Presse der schleppt, sind ja auch nicht vereinzelt. Vor wenigen Monaten übrigen Parteien die Fälle von Mißhandlung politischer erst wurden gleiche Maßnahmen gegen Redakteure von Gefangener entweder ganz todtschweigt, oder gar noch Arbeiterblättern aus Elberfeld, Gelsenkirchen und Frank- ihre volle Zustimmung ausspricht. Derselben Rücksichtnahme wie seitens der Polizei, er- furt a. D. gemeldet. Vor zwei Jahren aber hat ein gleicher Das Mittel des Todtschweigens sehen wir z. B. von freut sich der vornehme Verbrecher in der Regel vor Gericht landalöser Fall, verübt an dem jezigen Reichstags- Abgeord- der Mehrzahl der bürgerlichen Organe in dem Falle Beus und vor allem in der Presse. Welches Aufhebens machte neten Bruhns, zu einer Interpellation des Abgeordneten geübt. Hier wo sich schließlich sogar das Reichsgericht genicht seinerzeit eine ganze Anzahl, theilweise sogar viel Ludwig Bamberger im Reichstag geführt, worin dieser nöthigt fah, die Behandlung des Angeklagten als Unter gelesener Zeitungen, von der Thatsache, daß der wegen Abgeordnete aufrug: ob und wann der Entwurf eines Ge- suchungsgefangenen zu moniren und das Urtheil um seiner versuchten Gattenmordes angeklagten und schließlich auch setzes, betreffend den Vollzug der Freiheitsstrafen, dem juristischen Monströsität willen aufzuheben, da geht verurtheilten Frau Dr. Prager nicht gestattet wurde, in teichstag vorgelegt werden wird? die Mehrzahl der bürgerlichen Blätter mit einer " eleganter Toilette auf der Auflagebaut zu erscheinen, und In der Debatte über diese Interpellation bezeichnete knappen Erwähnung des reichsgerichtlichen Entscheides daß sie genöthigt war, im einfachen Wollenkleide vor die Bamberger die üble Praxis", mit der in Deutschland über die Sache hinweg, oder sie unterschlägt einfach das Geschworenen hinzutreten! Welche herbe Kritik traf nicht die politischen Gefangenen behandelt werden, für ein Reichsgerichts- Urtheil ihren Lesern. Wie dies charakteristischer den Vorsitzenden des Gerichtshofes, Landgerichtsdirektor Stück förperlicher Büchtigung", und speziell erklärte Weise von der„ Magdeburger Zeitung" geschah, dem Blatte, Brausewetter, weil er gelegentlich seines Resumees in der er, zu seiner Interpellation veranlaßt worden zu seiner Interpellation veranlaßt worden zu das als Moniteur für die Magdeburger Bourgeoisie und selben Verhandlung gegen die Frau Prager, die Katze beim sein durch die unwürdige Behandlung des damaligen Beamtenwelt fungirt, von welch' letterer ja das famose Namen nannte und für das Lotterleben gewisser vornehmer tedakteurs Bruhns in Bremen. Urtheil gegen Peus ausging. Kreise die von der Vertheidigung geltend gemachte Entschulbigung nicht annehmen wollte. Damit vergleiche man nun Vorgänge aus den letzten Tagen gegenüber politischen Gefangenen. Die vorvorige Woche Feuilleton. Nachbruc verboten.] [ 120 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Geziert mit dem großen Ordensstern, den er fich für feine wiederholt vor den Augen des Monarchen aufgetafelten Verdienste hatte verleihen lassen, erschien er gravitätisch in den Gesellschaften und schlürfte mit gnädigem Lächeln Alles ein, was man dem Eitlen entgegen zu bringen für nüglich fand. Was nun dem jezigen Vertreter Bremens im Reichs- Wenn heute bei uns die politischen Gefangenen eine tag damals widerfuhr, das ist innerhalb der letzten 14 Tage Behandlung erdulden müssen, wie sie sonst in keinem ges wiederholt dem Nedakteur Hülle in Erfurt begegnet. Wie bildeten Staate mehr vorkommt; wenn es noch möglich ist, Bruhns ift Hülle gefesselt dem Gerichte vorgeführt daß Redakteure, deren ganzes Verbrechen vielleicht darin zwar bürgerliche, aber junge, schöne und reiche Dame mit der Ehre seiner Hand beglückte. Und so überzeugt war er von der Willkommenheit seiner Anträge, daß er nur im Zweifel lag, ob er Fräulein Findeisen oder Fräulein Howald damit beehren sollte: die Erstere war reicher, die Lehtere ihm zu sagender, und so warf er sich denn eines Tages in seine Minister- Uniform und fuhr in seiner Equipage bei Fräulein Howald vor. sicht entgegenstrahlte, ließ ihn die hier benöthigte ruhevolle Selbstzufriedenheit wiederfinden: „ Geehrtes Fräulein," begann er demnach mit einer gewissen Feierlichkeit, mein Besuch wird Sie einigermaßen überrascht haben; indessen haben Sie zu oft Gelegenheit gehabt, die Größe meiner Verehrung für Sie zu bemerken, als daß Sie daran zweifeln konnten, ich würde die erste freie Biertelstunde, welche mir die leidigen RegierungsHelene befand sich gerade in Gesellschaft von Frau geschäfte lassen, zu einem Besuche bei Ihnen verwenden." v. Sokolow nebst deren Tochter, als ihr ganz außerordentlich Sie sind in der That sehr freundlich, Exzellenz, daß unerwartet der Besuch seiner Excellenz des Herrn Minister Sie meiner auch in Ihrer gegenwärtigen hohen Stellung präsidenten angemeldet wurde. Ihr nächster Gedanke war und bei Ihren vielen wichtigen Sorgen nicht ganz vers das Testament, und in weiterer Entfernung tauchte die Ver- geffen." muthung an eine Vermittelung mit Lange auf, eine Ver- Sie haben Recht, verehrtes Fräulein, wenn Sie von muthung, die sie aber alsbald wieder verwarf. meinen vielen Sorgen sprechen. Wenn man so gewisser maßen den ganzen Staat auf seinen Schultern fühlt, dann hört die eigentliche Freude des Lebens auf." " Ich kann mir das lebhaft vorstellen." " Und diese Stellung ist für mich um so beschwerlicher, als ich, wie Sie wissen, zur Stunde noch die ergänzende Sorgfalt einer Hausfrau entbehre." Helene beurlaubte sich bei den Damen und ging nach dem Empfangszimmer, in welchem der Ministerpräsident Er selbst scheute die Roften nicht, häufige Soireen zu ihrer harrte. geben, zu denen er die Aristokratie des Landes heranzuziehen bemüht war. Das ganze Erscheinen des Gastes tam ihr im höchsten Hierin freilich machte er traurige Erfahrungen; der Grade auffällig vor; es lag eine gewisse selbstbewußte unabhängige Adel hielt sich vollständig zurück, die höheren Würde und zu gleicher Zeit eine gewisse Liebenswürdige In der That, Herr Doktor, Exzellenz wollte ich sagen, Beamten vermieden es soviel wie möglich, als Schleppen- Freundlichkeit in seinem Wesen, deren eigentlichen Charakter es fällt allgemein auf, daß Sie sich zur Stunde noch nicht träger seines Glanzes zu dienen, und nur Solche, die etwas und Endzweck sie nicht zu fassen vermochte. Sie lud den zu einer für Sie gewiß sehr ersprießlichen Verbindung haben von ihm erlangen wollten, erreichten ihren Zweck vollständig, Besucher ein, auf einem Divan Blatz zu nehmen, in welchem herbeilaffen können." Ich glaube gern, daß dies vielfach aufgefallen sein mag, wenn sie durch ihr Erscheinen seiner Eitelkeit Genüge freilich die ohnehin nicht große und etwas beleibte Gestalt leisteten, und sie erreichten es um so leichter, als ja Alles eine unliebſame Verkleinerung erfuhr, zumal der hohen aber ich fann wirklich sagen, daß ich bis jetzt noch keine auf Kosten des Staates ging. schlanken Gestalt des Mädchens gegenüber, welches auf einem Beit gefunden, um eine passende Wahl zu treffen. Wenn man ein hohes Ziel vor Augen hat, wie es bei mir immer höheren Sessel Plaz nahm. gewesen, dann fehlt es Einem an der nöthigen Ruhe und Sammlung zu diesem wichtigen Lebensschritt, und außer dem beherrscht Einen ein gewisses Gefühl der Eitelkeit, die Frucht seiner Anstrengungen dem geliebten Wesen zu Füßen Eine Zeit lang hatte sich Raffmaus mit dem Gedanken getragen, eine Gemahlin in den Reihen der Aristokratie zu juchen; allein die ersten schüchternen Versuche waren von so wenig ermuthigendem Erfolge begleitet gewesen, daß er am Ende beschloß, die Aristokratie zu strafen, indem er eine Raffmaus fühlte, daß er, von der Dame überragt, keine imponirende Rolle spielte; dieser Umstand stimmte ihn unbehaglich, und nur ein Blick in den Spiegel, in welchem der glänzende Stern auf seiner Brust ihm eine gewisse Zuver " besteht, die amtliche Handlung irgend eines Nachtwächters| hypnotisirt, dem Moloch in den Rachen rennen. An diesem| Tausenden sinnreicher Mordvorrichtungen mörderischster Art, nicht mit dem gebührenden Respekt besprochen zu haben, Spiel ist der Moloch jetzt wieder. Er muß, er muß nicht, welche der moderne Militarismus erfunden hat und in Sträflingskleider gesteckt, mit Gefängnißkost gefüttert, in er muß mehr Menschenfleisch haben. Er muß er muß mit denen verglichen die afrikanischen Instrumente ihrer Korrespondenz und Lektüre beschränkt und schließ nicht- er muß so verkündigt er abwechselnd sinnbethörend zur Bethätigung des praktischen Christenthums" das lich sogar mit Ketten gefesselt durch die Stadt trans- durch seine Organe. Gestern mußte er nicht. Heute muß barbarischste Kinderspiel find hiervon und von ähnlichen portirt werden, so trägt daran nicht zum geringer. Die" Post" sagt es uns. Gegenüber ben auch zum Großthaten der„ hellen" Humanität und Zivilisation, deren ften die Feigheit und der vollständige Mangel an Molochspiel gehörenden- Ableugnungen der letzten Tage, wir uns rühmen, soll jeht nicht gesprochen sein. Wir wollen Solidaritätsgefühl von Seiten der bürgerlichen Presse schreibt sie: blos zwei glänzende Kultur- Juwelen herausgreifen, die die Schuld. Seit 1874 wiederholen sich im Reichs- Wir können alle von uns im vorigen Monat gegebenen uns in den heutigen Zeitungen begegnen. Lesen wir da in tag periodisch die Klagen über Mißhandlungen politischer Mitheilungen betreffend die in Ausarbeitung befindliche Militär, einem amerikanischen Blatt: Gefangener in den deutschen Gefängnissen. Redner aller vorlage aufrecht erhalten. Wir haben Grund anzunehmen Barteien mit Ausnahme der Konservativen- haben den daß die Behandlung der Sache bereits bei der Feststellung der Gegenstand zur Sprache gebracht und mindestens ein Einzelheiten des Planes und den weiteren unumgänglich damit Duhend von Beschlüssen existirt, in denen den Regierungen verbundenen Konsequenzen angelangt ist. Die Vermehrung wird nur taktische Einheiten der Fußtruppen umfassen, diese empfohlen wird, auf dem Gebiete des Strafvollzugs Wandel aber im umfangreichsten Maßstabe entsprechend zu schaffen. den vom Herrn Reichskanzler in der Reichstagssitzung vom 27. November v. J. gemachten Andeutungen über die Ausnuhung der steigenden Bevölkerungsziffer des Reiches zur Stärtung der Wehrkraft. In diesem Sinne unterbleibt auch jede Aufstellung höherer Stäbe, insbesondere ist von einer Bildung neuer Armeekorps feine Rede; dies würde ohnehin dem Grundcharakter unserer Heeresverfassung widersprechen. Der ganz allmälige Uebergang zur zweijährigen Dienstzeit mit Ausschluß der berittenen Waffen steht in Aussicht, jedoch ist nicht ausgeschlossen, daß für Leute mangelhafter Führung oder ungenügenden Ausbildungsgrades das Retentionsrecht für ein brittes Jahr aufrecht erhalten wird. In lokaler Hinsicht werden sich die Folgen der in Aussicht stehenden Maßnahmen über das ganze Reich er strecken." Alle diese Beschlüsse und Wünsche sind bisher ignorirt worden, und die Behandlung der politischen Gefangenen ist heute in einer Reihe deutscher Länder sogar schlechter geworden, als dies vor Jahren der Fall war. Speziell trifft dies von Preußen zu. Der Grund dafür ist in der feigen Jämmerlichkeit zu suchen, mit der sich unsere sogenannt maßgebende Presse dieser Frage gegenüber benimmt. In dem Bewußtsein, jeweils der herrschenden Richtung blind ergeben zu sein, braucht diese Presse mit der Möglichkeit, die Strafs bestimmungen der Preßgesetzgebung am eigenen Leibe zu erfahren, nicht zu rechnen, und daß es sich hier um eine allgemeine Frage der Humanität und vor Allem auch um eine Frage der Machtstellung der verschiedenen Faktoren Das ist etwas dunkel, und doch sehr klar für Jeden, in unserem politischen Leben handelt- das läßt die Organe der seine Pappenheimer fennt. Ein gewaltiger Aberlaß ist unserer durch Besitz und Bildung maßgebenden Kreise" dem deutschen Bolte zugedacht und wenn es nicht rechtzeitig falt. Berfällt aber einer dieser Gentlemen selbst einmal Sicherheitsmaßregeln trifft, wird er ihm auch applizirt. den Maschen des Gesetzes, dann hilft ein de- und wehmüthiges Gnadengefuch meist aus der Patsche. Wir vermögen nichts weiter zu thun, als bei jedem einzelnen Anlasse gegen diese halbbarbarischen Bustände, welche uns beinahe auf die gleiche Stufe mit Rußland stellen, zu protestiren. Im Uebrigen aber fürchten wir, daß für uns noch lange das Wort gelten wird, bas Professor Holzendorff aus Anlaß einer brutalen Mißhandlung schrieb, die einem deutschen Redakteur im Gefängniß zu Theil geworden war: Die heidnische Republit in Rom behandelte gemeine Verbrecher mit größerer Milde und Rücksicht nahme, als es bezüglich politisch Berurtheilter vom christlichen Gesetzgeber des 19. Jahrhunderts geschieht." Politische Nebersicht. Hinrichtung durch Elektrizität. New- York, 18. Mai. Am 18. Mai hat im Aburngefängniß zu New- York wiederum eine elektrische Hinrichtung stattgefunden. Die Opes ration wurde an dem Mörder seiner Frau Tice, und zwar diesmal mit dem besten Erfolg ausgeführt. Die Stärke des angewendeten Stromes betrug 1700 Volts. Zuerst wurde der Verbrecher dem Strom 15 Sekunden lang ausgesetzt. Als man den Strom danach auf 3 Sekunden unterbrach, fiel der Körper aus feiner ausgestreckten Stellung zurück. Während dieser 3 Sefunden war nicht die geringste Bewegung der Lippen oder der Finger bemerkbar. Auf ein Signal des Arztes wurde der Strom nun wiederum auf 15 Sekunden geschlossen und der Rörper ftreckte fich abermals aus. In den darauf folgenden 5 Sefunden Unterbrechung sant er wieder zusammen und kein auch noch so schwaches Geräusch verrieth Leben. Hierauf wurde der Strom noch zweimal auf 10 Sekunden geschlossen mit einer Unterbrechung von 5 Gefunden, so daß der Hin gerichtete im Ganzen 1 Minute und 3 Gefunden auf dem Stuhle verblieb. Zwei Aerzte untersuchten alsdann die Arterien am Handgelenk und am Hals und erklärten, es sei tein Pulsschlag vorhanden, der Mann sei todt. Als das Ge ficht von seiner Hülle befreit wurde, zeigte es denselben Aus bruck, wie bei Lebzeiten. Der Tod soll im ersten Augenblick des Kontakts eingetreten sein." Welcher Triumph der Wissenschaft! Und der chrift lichen" Humanität! Wir Kulturfeinde", die wir vermeint hatten, die Wissenschaft solle dem Leben dienen, da ihr wirklicher, echt zivilisatorischer Bwed doch ist, das Lebens licht auszublasen! " Die Agitation gegen die geplante neue Militärvorlage tann nicht zu früh begonnen werden; und sie hat damit zu beginnen, daß die Waffen überall auf die drohende Gefahr Massen aufmerksam gemacht werden. Wenn wir warten, bis die Zweites Kulturjuwel. Zufällig in der Schweiz ges Vorlage eingebracht ist, dann ist es zu spät. Und Sache der Wähler ist es, sich rechtzeitig ihrer funden, kommt aber in allen christlichen Ländern sehr oft Bertreter im Reichstage zu vergewissern, und erforder- vor: ein Verbrecher zum Tode verurtheilt und zu lebens. lichenfalls den nöthigen und möglichen Druck auf sie aus- länglichem Buchthaus begnadigt. Zu lebenslänglichem Zuchtzuüben. haus begnadigt! Dar arme Teufel Eicheler heißt erNatürlich, wo der Moloch das Mark des Volkes auf dem die Gesellschaft" teine Erziehung gab, den sie wild auf zehrt, da bleibt nichts übrig für Werke des Friedens und wachsen ließ, und der in seiner Wildheit einen Menfchen tobt der Kultur. In einem Brief an den Vorstand des Vereins schlug, d. h. etwas that, was die moderne Kulturmenschheit im zur Beförderung des Gewerbefleißes in Berlin, hat Herr Großen nicht blos thut, sondern als vornehmste, ruhm von Caprivi sich sehr kühl über den Plan einer Berpollste Kulturthat preifter soll deshalb, weil die Gefell liner Weltausstellung ausgesprochen. Zur Weltschaft ihn wild aufwachsen ließ, sein ganzes Leben lang ausstellung müßte das Reich ja Geld geben und jeder im Buchthaus fizen. Wird der Begnadigte roh wie er Groschen, der nicht den Militarismus in den Rachen ge- fein mag nicht den gefangenen Afrikaner beneiben, bem worfen wird, hat in unserem Militärstaat, der im Zeichen sein Menschenbruder rasch den Schädel einschlägt, um ihn des Lück und Lucius steht, seinen Beruf verfehlt. dann aufzuessen? Wenn man mir diese Fesseln nicht abnimmt" hat Chauvinistischer Unfng. In Nancy soll nächsten der gefangene Raubmörder e tel an das Reichsgericht We Berlin, den 23. Mai. Monat ein Turnfest der französischen Stubenten geschrieben dann richte man mich sofort hin! Nur Abgeordnetenhaus. In der heutigen Sigung, die Turnvereine abgehalten werden. Wie bei all solchen nicht diese verlängerte Qual!" Und der arme Teufel in der ſonſt Nichts des Interessanten bot, wurde der Gefeßentwurf Gelegenheiten sind die Ankündigungen und Einladungen in Schweiz und wie viele andere arme Teufel sind verurtheilt betr. die Geheimhaltung der Ergebnisse der Beranlagung schwülstigem Stil abgefaßt, und es fehlt auch nicht an-nein begnadigt ihr ganzes Leben in dieser Dual zu zur Staatseinkommensteuer verworfen. Mit den Kon patriotischen Phrasen, die harmlos genug find, aber auf zubringen! Wie sagt der Kanadier Seume's:„ Wir Wilde fervativen und dem Zentrum ftimmte ein Theil der Freis etliche deutsche Zeitungen, z. B. die Kölnische Zeitung", find doch bessere Menschen." finnigen gegen das Gesez, welches nun für diese Session gewirkt haben wie ein rothes Tuch auf gewisse Lebewesen. beseitigt ist. Den deutschen Chauvinisten bleiben die französischen selbst- Erst Berekelung dann Beredelung. Vor einigen verständlich die Antwort nicht schuldig und nun find Jahren machten die Herren Agrarier, die feine auderen Ge Das Molochspiel. Wenn der Moloch Hunger hatwir glücklich so weit, daß von deutschen Radaublättern schon danken haben, als ihre Profite auf Roften des Publikums nein, wenn er nach einer verstärkten Ration Menschenfleisch von„ neuen Berwicklungen zwischen Deutschland und Frank zu erhöhen, den berühmten Versuch mit der himmelblauen giert denn Hunger hat er immer, der Nimmersatt dann pflegt er erft mit den Menschen zu spielen, wie die reich" gefaselt wird. Ja, aber was geht uns denn an, was Kunstbutter". Damit die Butterpreise nach Belieben empor State mit der Maus, welche sie verschlingen will. Er beutet Reich denn so schwach, baß es vor ein paar Bier- und furrentin der Butter, die sog. Kunstbutter alias bas die französischen Turner in Nancy thun? Ist das Deutsche geschraubt werden könnten, sollte die gefährliche Ron so ganz nebenher, scherzhaft an, er habe Appetit. Und Weinreben zu zittern hat? Ober will man Stim. Wargarine, dem Volke verekelt werden. Der Streich mißwenn dann das arme Menschenvolk erschrickt und Miene macht, ihm zu entrinnen, wie weiland Ulyffes mit seinen ung machen für die neue Militärvorlang, und die Herren Agrarier hatten nun ihre Tattit zu lage? ändern. Rasch resolvirt, fauften sie selbst die billige„ Kunst Gefährten in der Höhle des grimmigen Polyphent, bann butter" auf, vermischten sie mit ihrer theuren Naturbutter thut er anf einmal unschuldig, es sei nur ein Scherz geChristliche Humanität. In unserer legten Nummer und verkauften die Mischung als Naturbutter zum hohen wesen und er denke nicht an neue Menschenhekatomben. hatten wir von christlichem Kannibalismus zu melden Naturbutterpreis. Das Geschäft rentirt so gut, daß, wie Sind die zu Schlachtopfern Ausersehenen wieder etwas wie im dunklen Erdtheil die protestantischen Reger die jüngst bei einem Butterverfälschungs- Prozeß heraustam, tirre geworden und kann der Moloch sich nicht so ganz ohne katholischen aufspeisen und umgekehrt. Im hellen" Erd- fegt ein Drittel aller Butter verfälscht ist, und Weiteres seine Mahlzeit herausgreifen, so wiederholt er ge- theil, ber alten und neuen Welt, ist das Auffressen vor zwar durch Gutsbesitzer. Noble Gesellschaft! legentlich, daß er doch eine größere Portion Menschenfleisch christlicher Liebe", außer in figürlichen Sinne, awar brauche, er wolle indeß möglichst bescheiden sein, und so nicht mehr Mode, allein im Uebrigen erreicht man voll- Requiescat! Er ruhe in Frieden! Nämlich der geht das Spiel weiter, bis die ausersehenen Opfer von den ständig die Höhe der afrikanischen Kultur; und wenn Nationalverein. Ju Eisenach wurde vorgestern widersprechenden Botschaften so wire geworden sind, daß man die Mitmenschen nicht aufspeist, so tödtet und an seinem Geburtstage eine Gedenktafel angebracht, ent ihnen ein Mühlvad im Kopf herumwirbelt und sie, wie quält man desto wissenschaftlicher. Von den haltend die Worte:" In diesem Hause wurde am Legen zu können. Sie werden dies Gefühl wohl zu würdigen wissen?" Ich fann es mir zum Wenigsten recht lebhaft vorstellen. Und da irre ich wohl auch nicht, wenn ich annehme, daß Sie bereits seit längerer Zeit ein solches Wesen im Auge behalten haben?" Das ist nun allerdings ter Fall, wie Sie sehr richtig gemuthmaßt haben, und ich gche meinerseits wohl nicht fehl, wenn ich annehme, daß Sie bereits eine leife Ahnung von dem Gegenstande meiner Wahl haben?" " Ich muß gestehen, Exzellenz, daß ich, was dergleichen Erscheinungen im gesellschaftlichen Leben anbelangt, sehr flüchtig bin in meinen Beobachtungen. Die meisten Verhältnisse entgehen mir in ihren Anfängen, und ich werde fast regelmäßig überrascht, wenn sie mir als definitiv abgefchloffen angekündigt werden." " Und ist dies denn auch dann der Fall, wenn Sie selbst der Gegenstand der Aufmerksamkeit Anderer find?" Sie werden begreiflich finden, daß ein solcher Naturfehler sich überall geltend macht." Dann bilden Sie allerdings eine seltene und liebenswürdige Ausnahme von Ihren Schwestern, aber Sie machen es dann auch Ihren Berehrern sehr schwer, Ihnen ihre Verehrung bemerklich zu machen." nußen suchte, in dem es mir vergönnt war, Ihre liebenswürdige Gesellschaft zu genießen?" " Sie schmeicheln mir in einer Weise, Exzellenz, die mich faft zwingt, Sie zu bitten, mich nicht weiter in Verlegenheit zu bringen." Es ist feine Schmeichelei, Fräulein, sondern ein unumwundenes Geständniß, und der Beweis liegt wohl nicht zum geringen Theile in meinem gegenwärtigen Besuch." " In der That, ich muß Ihnen für diese Auszeichnung meinen ganz besonderen Dank sagen." Thun Sie das nicht, denn ich folge nicht blos einem Gebote der Höflichkeit, sondern einem Drange meines Herzens." " Sie, Exzellenz?" Einen Augenblick, Exzellenz", rief aber hier Helene erschreckt,„ ich sehe mich vor allen Dingen genöthigt, Ihnen eine Frage vorzulegen." " Eine Frage?" rief Staffmaus, der sich inzwischen ers hoben hatte und jetzt von Neuent erwartungsvoll seinen Sig einnahm. Sie haben das Recht dazu, und mir er wächst die Pflicht, Ihnen zu antworten." Ich habe Ihnen früher gestanden, daß ich sehr achtlos in Bezug auf das bin, was in meiner Nähe vorgeht, aber mir scheint, daß dieser Fehler uns Beiden gemeinschaftlich ist." Wie sollte das hier geschehen sein?" fragte Raffmaus höchlichst verwundert, da er sich einer ziemlichen Beobachtungs gabe bewußt war. " " Ja, Fräulein, schon seit langer Zeit habe ich mir ge- Haben Sie denn nie gehört und bei Ihrer Anwesens sagt, daß der Besitz eines so geistreichen und liebenswürdigen heit in den vielen Gesellschaften, die wir Beide zu besuchen Wesens, wie Sie der Himmel hat werden lassen, das Glück pflegten, nie selbst bemerkt, daß, Herr Dr. Lange mir seine frönen würde, mit welchem meine Anstrengungen gesegnet besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden pflegt und daß die worden sind. Nicht eher auch, als bis ich diese gegen selbe von mir nicht ungern gesehen wurde?" wärtige hohe Stellung erreicht, glaubte ich mich würdig genug Es ist mir dies allerdings keine neue Erfahrung, inerachten zu dürfen, um ein solch hohes Gut zu begehren. deffen habe ich diesem Verhältniß keine besondere Bedeutung Nun aber ist der Augenblick gekommen, in welchem ich zumeffen zu sollen geglaubt. Dergleichen Bekanntschaften Alles, was ich errungen, Ihnen zu Füßen legen und sum pflegen geistreiche und strebsame Damen häufig zu unters Ihre schöne Hand werben darf." halten, ohne daß man ein Recht hätte, darin etwas Anderes " Ich meine, unsere Verehrer müssen uns so verehren, Helene saß sprachlos ba, ein solcher Antrag tam ihr zu zu, erblicken, als den Wunsch, sich mit Hilfe geeigneter daß sie sich auch an diese Schwäche gewöhnen und mit ihr überraschend von einem Manne, der nie einen ernstlichen Persönlichkeiten weiter fortzubilden. abrechnen." Bersuch gemacht hatte, eine gewisse Seelenharmonie zwischen Und darin, Exzellenz, haben Sie sich sehr getäuscht; es " Das kann allerdings mit vollem Rechte verlangt sich und ihr herzustellen, der sich bis dahin mit Galanterien mag Modedamen geben, die in solchen Verhältniffen nichts Aber bei dieser Schwäche, wie Sie allzu streng begnügt, die fich als eine läftige Bugabe zu unserem gesell- weiter als eine geistige Erbauung in müßigen Stunden gegen fich es zu benennen belieben, haben Sie doch wohl schaftlichen Verkehr betrachtet und demgentäß aufgenommen fuchen; ich meinerseits könnte einen solchen Ideenaustausch nicht übersehen, daß Sie selbst seit langer Zeit ein Gegen hatte. nicht wirklich genießen, ohne an dem Manne, mit dem mit stand glühender Verehrung gewesen sind?" Raffmaus bemerkte ihre Verlegenheit und beeilte sich dies möglich, ein tieferes intereffe zu nehmen, und danach, Exzellenz, können Sie mein Verhältniß zu dem Herrn Je begreife vollständig, daß Ihnen, Ihrer ganzen Weise Dr. Lange bemeffen." gemäß, ein solcher Antrag überraschend kommen muß und daß Sie einer Bedenkzeit zur Sammlung Ihrer Gedanken unmöglich so weit führen, um Sie von einer ernstlicheren Ein solches Verhältniß, bestes Fräulein, kann aber doch bedürfen. Fern sei es von mir, bei einem so wichtigen Verbindung abzuhalten?" Schritte Ihr Herz überrumpeln zu wollen. Ich ziehe mich Und so sollten Sie in der That, gnädiges Fräulein, zurück und erbitte mir nur die Erlaubniß, zu einer anderen nicht bemerkt haben, wie ich selbst jeden Augenblick zu bezeit Ihre gefällige Entscheidung einholen zu dürfen." werden. Jch, Excellenz? Wie sollte das zugegangen sein? Jch zu sagen: muß gestehen, daß ich bis jetzt von etwas Derartigem auch nicht die geringste Ahnung besessen habe." Ein hoher Beweis Ihrer Bescheidenheit." " Nein, in der That, Sie sehen mich in die größte Verwunderung." ( Fortfehung folgt.) " 14. Auguft 1859 der Nationalverein begründet." Leider d. h. der Nichtbetheiligung an den politischen Kämpfen, oder für die Vorlage zu ftimmen. Denn aus der Gesammtsteuerhat man vergessen hinzuzusehen, wann er gestorben ist. Wir noch deutlicher: des politischen Nichtsthuns( von den An- Summe tann sich jeder sehr leicht die Einzelheiten herauswiffen es nicht; und unsere Leser vermuthlich auch nicht. archisten"" Propaganda der That" genannt) vollends das rechnen. Wir möchten sogar wetten, daß die meisten von ihnen gar Genick gebrochen. Ueberall regt es sich. Ein Beweis für weil wir es nicht für nöthig halten, das Schlußergebnis der Abg. Nickert( dfr.): Wir werden gegen die Vorlage stimmen, nicht wissen, was der Nationalverein ist oder war. Nun die herrschende Stimmung ist u. A. die Thatsache, daß die Beranlagung zu verheimlichen. Es hat sich kein Mißstand daraus diefer Verein war eine Sammlung von Leuten, die sich für Sozialisten von Lyon, deren Wochenorgan, die" Action", ergeben, daß die Steuerlisten sogar gedruckt und öffentlich verdie Edelsten der Nation" Verzeihung, für die besten durch Chikanen, Prozesse und Geldstrafen zu Grunde ge- breitet wurden.( Widerspruch des Abg. Graf.) Männer" ausgaben, und sich die Aufgabe stellten, Deutsch- richtet wurde, den jubelnden Gegnern durch Gründung eines Land zu theilen und die größere Hälfte unter die preußische täglichen Blattes de Peuple" den Mund gestopft Spike zu stellen. Das preußische Geld fehlte ihnen haben. Bravo! Auch in Paris wird wahrscheinlich bemnicht eine Beitlang spielten sie die Radikalen, dann als nächst ein sozialistisches Tageblatt erscheinen. Bismard kam und seine Blut- und Eisentheorie entwickelte, thaten sie erst etwas schen, stiegen aber bald in den Bott, nahmen preußisches Geld erst recht, bereiteten Rurheffen ( Dettler u. Co.), Hannover( Bennigsen u. Co.), Nassau ( Braun u. Co.), Sachsen( Biedermann u. Co.) für die Annexion vor, die nur bei Sachsen mißglückte, und empfingen schließlich zum Lohn die allerschönsten Fußtritte. Wenn und wo der Nationalverein gestorben und begraben ist wie schon gesagt, das wissen wir nicht. Wir wissen nicht einmal, wann sein würdiger Sohn der National liberalismus bas Beitliche gesegnet hat. Wir wissen blos, daß er wo möglich noch tödter ift als sein Vater, der Nationalverein. Und Beiden rufen wir nach: Mögen fie in Frieden ruhn. Das einzige Gute, was sie gethan, ist, daß fie starben.Pfui! Die Nationalliberale Korrespondenz" meldet, daß der jüngst aus Berlin ausgewiesene russische SpigelJournalist nach Dresden übergefiedelt sei, und fordert die fächsischen Behörden durch einen Wink mit dem Zaunpfahl auf, ihn auch aus Sachsen auszuweisen. Wie tief doch das deutsche Bürgerthum gesunken ist. Sätte es nur einen Funken von Charakter und Ehrgefühl, so könnte seine Presse ihm solche Infamien nicht bieten. Minister Herrfurth: Die absolute Geheimhaltung der Ergebnisse der Einfommensteuer ist allerdings in dem Gefeße überbaupt nicht vorgesehen. Aber es liegt allerdings ein nereffe Dor, zu verhüten, daß nicht diese Ergebnisse fo iuris publici gemacht werden können, daß sie von Jedem eingesehen werden Die neue Arbeitsbörse in Paris, welche gestern fönnen. Ein solcher Mißbrauch soll hintertrieben werden. eingeweiht wurde, ist ein ftattliches Gebäude, das seinem Abg. v. Eynern( ntl.): Alle Parteien waren bei dem Ein Bwed vollständig entspricht. Es war schon vor einem Jahre fommensteuer- Gesetze der Meinung, daß die möglichste Geheimvollendet, allein die Regierung trug in ihrer Mengstlichkeit für die Deffentlichkeit eingetreten wird, so ist das ein Wechsel haltung der Veranlagung herbeigeführt werden solle. Wenn jetzt fräftigen Drucks von außen, um das Ministerium zur Ver- fchriften des Gesetzes müßten ausgeführt werden, wie dies Bedenken, es den Arbeitern zu übergeben. Es bedurfte eines bes Standpunktes, den ich nicht mitmachen kann. Die Vornunft zu bringen. Für Verwaltung der Arbeiterbörse, in bezüglich der Entschädigung der Standesherren geschehen fei. der sämmtliche Gewerkschaften ihre Bureaus haben, giebt Redner verweist auf eine Veröffentlichung der Steuerliste, die in die Stadt Paris jährlich 50 000 Frants, für die Aufsicht Bocholt stattgefunden habe, ohne daß fie bestraft werden könne. und Bewachung des Gebäudes, Reparaturen, Heizung, Be- Dadurch fei der Personalkredit vieler Personen geschädigt. Desleuchtung u. f. w. noch außerdem 118 000 Franks. Für balb hätten auch die Handelskammern sich für die Sicherung des das geftrige Einweihungsfest, das glänzend aussiel, hatte die Geheimnisses ausgesprochen. Abg. Sperlich( 3.): Ich wollte für die Vorlage stimmen Stadt Paris 10 000 Franks ausgesetzt. dieses wilde unter den Boraussetzungen, daß bezüglich der Wahlen zum AbFrankreich! In Deutschland bekommen die Gewerkschaften geordnetenhaus Alles beim Alten bleibt. Aber in den Motiven nicht nur nichts von den Behörden, sondern sie wären noch ist schon angedeutet worden, daß die Regierung bas Wahlfroh, wenn ihnen in Gestalt von Prozeßtoften, Geldstrafen reglement und für das Abgeordnetenhaus die Vorschriften dieses u. f. w. nur so viel abgenommen würde, als die Pariser Gesetzes ausdehnen wird. Deshalb kann ich nicht mehr für das Gewerkschaften von den Behörden empfangen. Gesetz stimmen. Ab. v. Tschoppe( t.) hält die Vorlage für eine Ausführung Das Gesammtresultat der französischen Gemeinde des Einkommensteuergesetzes, spricht fich aber gegen die von der wahlen. Aus allen 87 Departements liegt jetzt das Wahl- Rommission zum§ 1 vorgeschlagenen Aenderung aus. Vielleicht ergebniß vor. Bisher waren von den 36 143 Gemeinde- würde es auch zweckmäßig sein, wenn die„ Einsichtnahme" dahin räthen 20 772 ganz oder vorwiegend republikanisch, 15 277 verstanden würde, daß der betreffende Beamte dem Benfiten seine tonfervativ und 94 schwankend. Jetzt stehen die Ziffern so: felben giebt, denn sonst würde die GEinsichtnahme auf bem Lande Veranlagung vorliest und ihm auf diese Weise Kenntniß von der Sozialdemokratische Exzeffe in der Fort 23 524 Gemeinden mit republikanischer, 12 409 mit fonfer- vielleicht garnicht durchzuführen sein. bildungsschule denunzirt die Freifinnige vativer, 215 mit unbestimmter Majorität. Die Republikaner Minister Herrfurth: Die Einsichtnahme erfolgt nur in sehr Beitung". Die Exzesse" sollen darin bestanden haben, daß gewannen also 2752 Gemeinden und verfügen somit über wenigen Fällen und meist nicht zur Einsichtnahme der eigenen einige Schüler der Fortbildungsschule in Brandenburg die zwei Dritttheile der Gemeinwesen Frankreichs. Die sozia- Einschätzung, sondern meist aus Neugierde nach der fremden Arbeitermarseillaise fangen. In Gießen ist Anfangs liftischen Gemeinderäthe find in diesem Verzeichniß unter Einschäßung. In Zukunft wird eine Einsichtnahme in sehr viel dieses Jahres eine ganze Räuberbande, bestehend aus den republikanischen mit inbegriffen. geringerem Maße erfolgen und wenn sie erfolgt, wird der Schülern des Gymnasiums und der Realschule jämmtlich Benfit sich mit der mündlichen Auskunft in 99 von 100 Fällen den besten Bevölkerungsklassen" angehörig Englisches. Die legte Rede des Premierministers, in begnügen. entdeckt worden. Und, was die Bürschchen verübt, war so schlimm, bei vielen seiner bisherigen Anhänger geschadet. Sie war weiteren Zufäge der Kommission, wonach die Behörden nicht der er verblümt für die Schutzzoll- Politit eintrat, hat ihm Abg. Langerhans( dfr.) erklärt sich ebenfalls gegen den Gefeßentwurf, weil er ihn für durchaus unwirksam halte. Die daß verschiedene zu längeren Gefängnißstrafen verurtheilt werden mußten. Nun gehören die Eltern der meisten dieser Hauptorgane, der„ Herald", bas einflußreichste der konferanlagung nur amtlich Gebrauch machen dürfen und wonach die jedenfalls ein taktischer Fehler, und die zwei konservativen aber die einzelnen Beamten von ihrer Kenntniß der Ver spizbübischen Schüler, wie uns bekannt ist, der Fortschritts- vativen Tagesblätter, und die Saturday Review", das Steuerzettel ben Steuerpflichtigen persönlich übergeben oder verpartei an. Wie würde es dem Rüpel der Freifinnigen einflußreichste der konservativen" Wochenblätter, ertheilen schloffen mitgetheilt werden sollen, feien bedenklich. Namentlich Beitung gefallen haben, wenn wir unserem Bericht über dem sonst so schlauen Herrn kräftige Rüffel. fragliche Wäre würde die ambulante Steuererhebung, welche durchaus noth Grzesse die Ueberschrift gegeben hätten: Fort- die liberale Partei nicht in so jämmerlicher Verfassung, wendig fei, beeinträchtigt werden. schrittliche Räuber in der Schule? so hätte sie jetzt eine ganz gute Chance. Lord Salisbury Die Grenzboten" über Eugen Richter, den wird sicherlich den ersten besten Anlaß benüßen, um sich Sozialistentödter. In einem„ Unser Standpunkt in den mit möglichster Wahrung des Scheins aus der Batsche zu fozialen Kämpfen der Gegenwart" betitelten Artikel der Grenzboten" vom 12. Mai 1892 findet sich folgende Stelle: Was aber die volkswirthschaftlichen Frrthümer der Sozial demokratie betrifft, so ist deren sogenannte Widerlegung in der bürgerlichen Bresse weiter Nichts als ein gemeingefährlicher grober Unfug. Gewiß machen sich die Sozialdemo fraten außer den psychologischen Frrthümern auch mancher ökonomisch enschuldig, wie wir gelegentlich hervorgehoben, aber fie verstehen wenigstens das Einmaleins der Volksivirthschaft, bas Herrn Eugen Richter ein Buch mit fieben Siegeln zu sein scheint. Wir wundern uns darüber nicht besonders, denn Eugen Richter ist ein großer Finanzkünstler, und die Finanzkunft ist von Alters her die geschworene Feindin der Volkswirthschaft, deren Dienerin zu sein, wie sie es follte, belgische Expedition im sogenannten Kongoftaat hat Borsiges des Geistlichen in der Gemeindevertretung vorbereitet Wie die Kultur nach Afrika getragen wird. Eine zugehen. Rultusminister Bosse erklärt, daß die Vorlage wegen bes fie gewöhnlich verschmäht. Eugen Richter's Jr nach den neuesten Berichten eine arabische Elfenbein fei. Man habe aber, um nicht eine Verlängerung der Session lehren find lebiglich feine eigenen und Karawane überfallen, das Elfenbein gestohlen und die herbeizuführen, den Entwurf zurückgestellt bis zur nächsten nicht die der Sozialdemokratie." jämmtlichen Mitglieder der Karawane niedergemehelt. Dies Seffion. ziehen. Es herrscht Ordnung in Warschau. Wir erhalten folgendes Telegramm: Beamten zur Geheimhaltung verpflichtet seien, wenn die Behörde Minister Herrfurth hält es für richtig, daß die einzelnen dazu verpflichtet sei, und verweist auf die Kommissions- Berhandlungen, in welchem gerade darauf hingewiesen sei, daß die ambulante Steuererhebung aufrecht erhalten werden könne. fache Folge des Einkommensteuer- Gesezes fei. Abg. Sanfen erklärt sich für die Borlage, welche eine ein. Nachdem nochmals die Abgg. Rickert und Sperlich sich gegen die Vorlage ausgesprochen, wird§ 1 abgelehnt. Für denselben stimmen nur einige Nationalliberale und Freis fonfervative. Auch die übrigen Paragraphen werden abgelehnt. Es folgt die Berathung von Petitionen. Warschau, 23. Mai. 98 von den Theilnehmern an den jüngsten Unruhen in Lods find abgeurtheilt worden. Etwa die Hälfte wurde nach Sibirien verbannt, die andere Hälfte in der Zitadelle von Warschau internirt. Die Untersuchung dauert fort, die Zahl der Untersuchungsrichter ist von drei auf sieben erhöht worden. Die Petitionskommiffion beantragt, über die Petition der Die„ Unruhen" in Bodz waren durch die russischen Be- Pfarrer des Dekanats Obergondershausen, soweit sie die Ueberhörden veranlaßt. Und nun dieses bestialische Wüthen gegen tragung des Vorsizes im Kirchenvorstande auf den Pfarrer, die Verblendeten, die auf den Leim gingen. Echt russisch! fowie die Abschaffung der Kirchengemeinde- Bertretung durch Erlaß eines desfallsigen Gefehes verlangt, sur Tagesordnung über bereits vorgelegt fatholischen Hierarchie. Solche Gründe würden hoffentlich für die Regierung nicht maßgebend sein. Er spuckt in die Suppe. Da der treue Bafall" die sei geschehen, erklärte der Führer der Expedition, ein Herr Abg. Biefenbach( 3.) bedauert, baß der in der Thron Reichsfuppe nicht mehr fochen darf, sucht er sie ben ge- foll also wohl eingeschärft werden, daß die europäischen ist. v. Kerkhoven: um ein Exempel zu statuiren." Den Arabern rede angekündigte Gefeßentwurf nicht E3 habe sich barüber eine eine große Unzufriedenheit wo immer er kann, eifrigst hinein. Und sogar auch in die Bivilisatoren das Monopol des Raubens und der Menschen habe man den Gesezentwurf verdächtigt als eine Stärkung der Suppe älteren Datums, die er einft mit höchsteigener Sand fchlächterei haben? Zubereitet, als er noch in dem warmen Dachsbau saß. Bum Beispiel jetzt in die Dreibundsuppe. Er hat sie eingebrodt, er hat die unerträgliche Rüftung geschaffen, unter der Italien schließlich zusammengebrochen ist, und nun, während fein Nachfolger und Hinterlassenschafts- Regulator die arme Italia zu trösten und aufzumuntern sucht, flüstert er ihr ins Ohr, es sei Unrecht, fie so schwer zu belasten; der Caprivi fei ein harter Exekutor. Und so hat der treue Basall es denn fertig gebracht, daß er, der Vater des Dreibunds, von den Feinden des Dreibunds in Italien gegen die deutsche Reichsregierung ausgespielt wird. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Minister Boffe: Der Gefeßentwurf als solcher ist in der Thronrede nicht angekündigt, aber der betreffende Paffus ift vielleicht auf ihn zu beziehen. Prinzipielle Bedenten gegen die Vorlage bestehen bei der Regierung nicht, trotzdem auch firchentreue Satholifen und sogar einige Geistliche sich dagegen aus. gesprochen haben.( Buruf im Zentrum: Namen nennen!) Nur die Rücksicht auf die Auseinandersetzung, die im Hause über die Borlage stattfinden würde, hat die Regierung veranlaßt, jest mit Der Vorlage zu warten. 67. Sigung vom 23. Mai. 11 Uhr. Am Ministertische: von Schelling, herrfurth von Berlepsch, Miquel, Bosse. Abg. Graf- Elberfeld: Die Vorlage hat nicht bei der ReNachdem eine Reihe von Petitionen als zur Berathung im gierung Widerspruch gefunden, sondern bisher immer nur in sich selbst ins Geficht schlägt, fich als boshaften Buben vor die Kosten für die infolge des Reichsgefeßes vom 20. April 1892 figes in der Gemeindevertretung die Frage der Vermögensver Plenum ungeeignet bezeichnet worden ist, kommt die Vorlage bete. Diesem Hause. Bedenklich sei es, daß mit der Frage des Voraller Welt präsentirt, das ist ihm Wurst" hat er doch bei der Führung des Handelsregisters vorkommenden Geschäfte waltung verknüpft werde. den Caprivi geärgert und Andere. zur ersten Berathung. Daß er Giolitti's Plan. Das neue italienische Ministerium hat noch immer fein Programm veröffentlicht. Aber es behauptet einen Blan" zu haben. Nun, als im Herbst 1870 der französische General Trochu nach der Bertrümmerung der Armee Napoleon's die Bertheidigung von Paris übernahm, versicherte er auch, einen Plan zu haben. Von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat 3 Monat warteten die Pariser, wartete die Welt auf den Plan Trochu's, -Paris ist gefallen, aber den Plan Trochu's tennt heute noch Niemand. Der Plan Giolitti's scheint uns eine bedenkliche Aehnlichkeit zu haben mit dem " Plan Trochu's." Abg. Nintelen( Zentrum): Nach den Erklärungen des Die Verweisung an eine Rommiffion wird abgelehnt und die Regierungskommissars in der Kommission und des Ministers in Borlage sofort in der zweiten Lefung mit einem redaktionellen der heutigen Sigung werden wir eine Aenderung des RommiffionsAntrag des Abg. Böditer angenommen, welcher die zur An antrages nicht vorschlagen. wendung kommenden Gesetzesvorschriften in dem Gefeßentwurf Der Antrag der Kommission wird angenommen. felbst zitiren will. Boltsschullehrer in Laurahütte beschweren sich Feststellung eines Nachtrage zum Staatshaushaltsetat für hütte 1885 nur 9644 Einwohner zählte und die Alterszulagen Es folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfes betr. die darüber, daß sie die Alterszulagen nicht erhalten, trotzdem Laura1892-98( 286 500 m. als erste State der Gesammtkosten von nur in Ortschaften über 10 000 Ginwohner nicht mehr gezahlt 1 700 000. zur Herstellung einer Wafferleitung für den west werden. lichen Theil des oberschlesischen Industriegebiets). Die Unterrichtetommiffion beantragt, die Petitionen insAbg. Letocha( 3) empfiehlt die Annahme der Vorlage, gesammt der Stöniglichen Staatsregierung zu überweisen, als der da der Fistus verpflichtet fet, den an Waffernoth leidenden ober- intrag gestellt wird, daß die staatlichen Alterszulagen an Boltsa schlesischen Bezitten zur Hilfe zu kommen. schullehrer auch in den Städten über 10 000 Einwohner gezahlt Abg. Graf Limburg- Stirnm( tons.) hält es doch nicht für werden. ausgemacht, daß der Fiskus allein der Verpflichtete sei. Abg. Seyffardt( ntl.): Es entsteht für die Gemeinden und Ein billiges Vertrauensvotum hat die französische Minister von Berlepsch bestreitet das ebenfalls; für die für die Lehrer ein großer Nachtheil daraus, daß beim Ana Regierung fich für ihr Vorgehen gegen die Anarchisten Königs- und Luisengrube sei der Fistus verpflichtet, nicht aber wachsen von Gemeinden um wenige hundert Köpfe, die ( Waffenverhaftungen und Massenausweisungen) geholt. Die für den übrigen Bergwerksbezirk, namentlich nicht für Zabrze u. f. w. Alterszulagen wegfallen. Diefe mechanische Scheidung in Die Vorlage wird darauf der Budgetkommiffion überwiesen. Orten über und unter 10 000 Einwohner müsse endlich beseitigt Sache wurde von dem Abgeordneten Lavy( dem früher Es folgt die zweite Berathung des Gefehentwurfes betreffend werden. pofsibilistischen" Sozialisten) in der Kammer zur Sprache die Geheimhaltung der Ergebnisse der Veran gebracht. Herr Loubet spielte sich als Netter des Vater- la gung der Staats Ginkommensteuer. Landes auf, und die Kammer billigte mit 471 gegen Nach§ 1 soll das Recht zur Einsichtnahme in die Steuer30 Stimmen das Handeln der Regierung. Es war auf lifte nur auf die eigene Veranlagung beschränkt sein. Die Ko teiner Seite Luft vorhanden, in eine ernsthafte Debatte ein miffion hat hinzugefügt, daß man auch von der Veranlagung zutreten. Man schämt sich allgemein der Ravacholiade. Derjenigen Personen Kenntniß nehmen könne, welche dazu schrift Goffentlich wird bei Besprechung der neuen Preiknebel- Alte liche Bollmacht ertheilt haben. das Versäumte nachgeholt. Abg. von Plettenberg tritt für den Antrag der Rom miffion ein. Geheimrath Chappuis erklärt, daß die Regierung für die Gewährung von Alterszulagen in Ortschaften über 10000 Ginwohner feine Fonds habe; sie werde aber darauf Bedacht nehmen, aus anderen Fonds für die Lehrer in solchen Ortschaften Der Antrag der Rommission wird angenommen. Schluß 24 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 11 Uhr( leinere Vorlagen, Wahlprüfungen, Petitionen). zu sorgen. Abg. von Buck( fons.): Die Geheimhaltung der Ginzelheiten der Veranlagung halten auch wir für nothwendig, aber die Die sozialistische Bewegung in Frankreich. Wie feit vor. Geheimnißkrämerei bei der Aufstellung der Wahlliften Schlußergebnisse geheim zu halten, dafür liegt keine Nothwendig. sich das voraussehen ließ, haben die großartigen Erfolge muß Mißtrauen hervorrufen. der Sozialisten bei den letzten Gemeindewahlen auf die Maffe Abg. Graf- Elberfeld( ntl.): Das Einkommensteuer- Gesetz der französischen Arbeiter einen sehr günstigen Eindruck schreibt die Geheimhaltung der Steuerveranlagung vor, deshalb gemacht, und der unglücklichen Bolitik der Enthaltung", hat die Regierung das Gesetz vorgelegt und deshalb bitte ich, Für den Inhalt der Inserate über. Sozialdemokratischer Wahlverein nimmt die Redaktion dem Publikum für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Der gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 24. Mai. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Maria Stuart. Dienstag, den 24. Mai, Abends 81% Uhr, im Lokale ,, Königshof", Bülowstraße Nr. 37: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragen. Um zahlreichen Besuch bittet Große öffentliche 460/10 Der Vorstand. Töpfer Berlins und Umgegend Deffentliche Versammlung am Dienstag, den 24. Mai, Abends 7 Uhr, in Joel's Salon, Andreasstr. 21. Zages Ordnung: Vortrag des Kollegen P. Hennig aus Breslau Organisation". über: Der Wichtigkeit der Tages- Ordnung entsprechend, bittet um zahlreiches Erscheinen der Kollegen C. Thieme. Säulen- Anschlag findet nicht statt. 411/12 Berlin Theater. De Gütten sozialdemokratische Versammlung Große öffentliche Versammlung befizer. Deutsches Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Residenz- Theater. Firma Rondinot. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Bellealliance- Theater. Der Günftling. Kroll's Theater. Latme. Oftend- Theater. von Berlin. für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis' Mittwoch, den 25. Mai, Abends präzise 8%, Uhr, im Saale ,, Altes Schühenhaus", Linienstraße 5. Tages- Ordnung: 1. ,, Die Sozialdemokratie und der Deutschfreisinn" mit besonderer Rücksicht auf die Stichwahlen. Referent: Genosse Dr. Lütgenau. 2. Distussion. 3. Berichterstattung der Delegirten über die Parteifonferenz für die Provinz Brandenburg. 4. Vierteljahresbericht der Vertrauensleute. Parteigenoffen, erscheint zahlreich in dieser Versammlung, dieselbe wird pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann. Die Kellnerinnen 882/17 Feenpalast. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Achtung! Zimmerleute. Achtung! Große öffentliche Versammlung American- Cheater. Spezialitäten der Zimmerlente Berlins und Umgegend Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spe zialitäten- Vorstellung. Berl. Sommer- Theater am Mittwoch, den 25. Mai, Abends 82 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstrasse 77/79. Tagesordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten J. Auer. 2. Distusfion. 3. Gewerkschaftliches. Um pünktlichen und zahlreichen Besuch bittet Die Lohnkommission. ( Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg). 458/4 Donnerstag, den 26. Mai: Eröffnungs- Vorstellung. Achtung! 1. Hermann und Dorothea, Posse mit Gesang in 1 Akt von D. Kalisch und A. Weirauch. Studateure. Achtung! Große öffentliche Versammlung 2. Zwölf Mädchen in Uniform, Vau- aller Stuckateure Berlins und Umgegend deville- Burleske in 1 Akt von L. Angely. 3. Der Kohlenprinz, OriginalPossen- Pantomime mit Ballet in 8 Bildern von Rich. Anger. Vor der Vorstellung u. in den Pausen Doppel- Konzert. Anfang: des Konzerts 61/2, der Vorstellung 71/2 Uhr. Castan's Panoptikum. Grosse Ausstellung. Zahlreiche Novitäten. am Mittwoch, den 25. Mai, Abends 7, hr, Tagesordnung: zu Gunsten der Arbeiter- Bildungs- Schule am Dienstag, den 24. Mai 1892, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Knebel, Badstrasse 58. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Wilhelm Liebknecht über ben Thermidor ( Robespierre's Stura). 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. 459/14 1 Der Einberufer. 5. Gumpel, Barnimftr. 42. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Sonntag, d. 29. Mat, Vorm. 10 Uhr, Brauerei Friedrichshain( Kips): 106/14 Uebungsstunde. Mitzubringen find: Arbeiter- Waterlandslied und Bundeshymne. Bundes- Mitgliedskarte legitimirt. Um zahlreiches, pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Freie Vereinigung der Kauflente. Heute, Dienstag, den 24. Mai, Abends 8½ Uhr: Außerordentliche General- Versammlung in Feuerstein's Gartensaal, Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Wie ist die sozialistische Agitation in die Reihen der Handlungsgehilfen Deutschlands zu tragen. 2. Ergänzungswahlen zum Vorstand. 3. Borbesprechung zur Statutenänderung. 4. Bibliothek. 5. Ber fchiedenes. 177/18 Am Donnerstag, den 26. d. Mts.( Himmelfahrtstag): im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobftraher. 482. Große Landpartie nach dem Grunewald. 1. Wie stellen wir uns zu den Lohnabzügen der Firma Dammrich & Co.? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Pflicht eines jeden Kollegen ist Die Vertrauensleute. 478/2 Böttcher Berlins! Große öffentliche Versammlung mit Frauen am Mittwoch, den 25. Mai, Abends 8 Uhr, in ,, Heise's Salon", Lichtenberger Strasse No. 21. Tages Ordnung: Magneta Galatea. werbegerichte und Fabrikordnung." Gäste sind willkommen. Schreckenskammer. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. PassagePanopticum. Täglich 135/12 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Franz Tukaner über:" GeUm zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Am Donnerstag, den 26. Mai cr., Vormittags 11 Uhr: Deffentliche Versammlung fämmtl. Steinsetzer Berlins und Umgeg. im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße Nr. 33. Tagesordnung: Theater- des Bertrauensmannes. 5. Verschiedenes. 183b 1. Bortrag über den Achtstundentag, seine Bedeutung im Allgemeinen und für das Steinfeger- Gewerbe im Besonderen. Referent A. Knoll. 2. Distuffion. 3. Bericht des Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. 4. Bericht Die arbeitslosen Kollegen werden besonders ersucht, in dieser Vorstellungen. Versammlung zu erscheinen; dieselben sind von der Tellersammlung befreit; Der Vertrauensmann. Auch im Sommer. auch besteht kein Bierzwang. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater *** und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfg. 2289L Hellmuth Peters. Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Beschließende Versammlung am Mittwoch, den 25. Mai, Abends 8, Uhr, im Lonisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37. Tages Ordnung: Station Grunewald. Von dort Fußpartie über Teufelssee, Saubucht, Dachs Abfahrt Morgens präzise Uhr vom Bahnhof Alexanderplas nach berge nach Schlachtenfee. Treffpunkt für Nachzügler Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr in der Neuen Fischerhütte, später Alte Fischerhütte. Um zahlreiche Betheiligung von Mitgliedern und Gästen wird gebeten. Der Vorstand. Achtung! Orts- Krankenkaffen. Freie Arztwahl. Die Borstände der Orts- Krantentaffen werden ersucht, wenn sich die felben in ihren resp. Rassen noch nicht mit der freien Arztwahl beschäftigt haben, sich an die unterzeichnete Rommission zu wenden behufs Erlangung von Material über den Erfolg der eingeführten freien Kritwahl bei der Orts- Krankenkaffe der Maschinenbauer. Ebenso werden die Kommissionen, welche zur Borberathung über die Einführung der freien Arztwahl in ihren Rassen gewählt worden sind, sowie auch diejenigen Delegirten und Mitglieder, deren Kassenvorstände sich weigern, in die Besprechung der freien Arztwahl einzutreten, ersucht, zur Beschaffung von Material, sich ebenfalls an die unterzeichnete Kommission zu wenden. Die Neuner- Kommission. 18 J. A.: Rudolf Assmann, Berlin N., Huffitenstraße 83, Hof 3 Tr. Fachv. d. Tischler. Am Mittwoch, den 25. Mai, Abends pünktlich 81/2 Uhr: Vorstandssitzung Unserm Pfropfenbruder Wilhelm Neumann zu seinem heutigen Wiegen fefte ein dreimal donnerndes Hoch! Der Pfropfenverein Wedding". Wilhelm, wie Du och bist. 199b Unserm Genossen und Pfeifenbruder, bem Restaurateur Emil Hoffmann, Triftstr. 1( im Norden), mit en warmet in Norbert's Reſtaur., Beuthstr. 21/22. Sera, au ſeinem 88. Wiegenfefte ein Die Pfeifenbrüder der ,, Eisernen Pfeife". Den Mitgliedern zur Nachricht, daß dreifach donnerndes Hoch! der Arbeitsnachweis Sonntags gefchloffen bleibt. Die Ausgabe der Bücher erfolgt dafür Freitags, Abends bis 1/29 Uhr. Ferner findet am Himmelfahrtstage eine Herren- Partie 188b Allen Verwandten und Freunden die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Restaurateur Hermann Neubauer 1. Bericht der Kommissionen. 2. Neuwahl der Bibliothek, sowie Neuwahl der Rechtschutz- Rommission. Neuwahl der Kommiffion zur Ueberwachung am Sonnabend, den 21. Mai, Abends des Arbeitsnachweises und der Herberge. Bestätigung der vorgeschlagenen nach dymökwit statt. Bis Grünau mit entschlafen ist. 10 Uhr, nach furzem Krantenlager fanft Beisitzer zum Vorstande sowie zur Fachkommission, eventi. Wahl von Beisitzern der Bahn. Abfahrtszeit: Schlesischer findet am Mittwoch, den 25. Mai, Die Beerdigung zur letzteren. 3. Beschlußfassung über das Sommerfest, event. Wahl eines Ver- Bahnhof 6 Uhr 21 min., Görlizer Nachm. 5 Uhr, von der Halle des gnügungskomitees. 4. Anträge, darunter Antrag einer öffentlichen Klempner Bahnhof 6 Uhr 35 Min. Treffpunkt Neuen Louisenstädtischen Kirchhofes versammlung auf Zurückerstattung der Bibliothek des früheren Fachvereins im Grünauer Voltsgarten, bort wird( Hermannstraße) aus statt. der Klempner, ferner zurückgestellte Anträge, Arbeitsnachweis und Reisegefchent bis 1/29 Uhr auf Nachzügler gewartet. betreffend. 479/2 Sodann zu Fuß nach Schmöckwig, Restaurant Seglerschlößchen". Um rege Betheiligung ersucht 412/18 Der Vorstand. Mitgliedstarte legitimirt. Der Vorstand. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch Friedrichshagen: Gasthof ,, Zur goldenen Krone", fowie 6 Billards, 3 Regel bahnen und 2 Säle. F. Sodtke. Station Stolpe. Friedrichstr. 134, Ecke der Seestraße. Juhaber: C. Conrad. Großer Garten, Tanzsaal, 191b Regelbahnen, Raffeeküche, Weißbier. Ausspannung für 50 Pferde. Echt Stonsdorfer Bitter- Liqueur Liter 1,20, 10 Liter 10 M. In gber- Liqueur, magenstärkend, Liter 1,10, 1,60, 2,00 m. Tokayer, med. süßer Ungarwein, Literfl. 2,10 m. Restaurant ,, Fichtenhain". Cognac fine Champagne,% Literf. 3,50, 4,50, 5,50, 7,50, 12 M. Empfehle den Berliner Vereinen, Gesellschaften und sonstigen Ausflüglern mein idyllisch im Walde gelegenes Restaurant. 2 neu renovirte Säle mit Pianino, Theater- Bühne, großer Schattiger Garten mit 2 Kegelbahnen, 3/4 Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, iter 1,20 m. Eugen Neumann& Co., 6a Belle- Alliance- Platz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81.[ 591M Möbel- und Ausstattungs- Magazin Hallen, Kaffeeküche, Turn Geräth- von J. Adler, Oranienstraße 47. Auch Theilzahlung gestattet.[ 2259 schaften, Kinder- Spielplätze 2c. Anerkannt gute Speisen und GeEmpfehle allen Bekannten meine 2335L tränke. Große massive Ausspannung. Buchhandlung und eigene Buchbinder ei. 2456L Hochachtungsvoll M. Jrsing. Mein Liefere sämmtliche Schriften frei ins Haus. Spandau. Leseklub Hasenclever", Am Donnerstag, den 26. Mai: Berlin, den 23. Mai 1892. 201b Bertha Neubauer, geb. Lehmann. Allen Freunden und Bekannten aur Nachricht, daß unser Kollege Heinrich Nerger am Sonnabend, den 21. Mai, gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donners tag( Himmelfahrt), Nachm. 4 Uhr, vom Fußpartie n. Seegefeld. Städtischen Krankenhauſe am Friedrichs. Treffpunkt: Falkenhagener Thor. Abmarsch Vormittags 9 Uhr. Rege Betheiligung ist erwünscht. Der Vorstand. 193b Telegramm- Adresse: Waffengötz, Berlin. H. Götz& Co., Waffenfabrikanten. Berlin, Friedrichstr. 208. Revolver 5 bis 75 M.( Specialität). Teschins( grösst. Sortim.) Gewehrform. M. 6,50 bis M. 50.Luftgewehre( schönes Geschenk) für Bolzen u. Kugeln 8 bis 35 M. Jagdcarabin. Schrot u.Kug. v.14 M. an Centralfeuer- Doppelflinten Ia im Schuss M. 34,- bis M. 250,-. 3jähr. Garantie. Umtausch gestattet. Nachnahme oder Vorausbezahlung. III. Preisbücher gratis u. franco. Fernsprecher Amt I, 4154. R. 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Nr. 120. 2000 Stüc 0,50 M. bis zu 3000 1,00 . " " 5000 1,50 " " " " 10 000 und darüber 2,50 "" " " zu bezahlen. Mit fozialdemokratischem Gruß Berlin, 23. Mai 1892. Der Partei orstand. Parteinachrichten. Dienstag, den 24. Mai 1892. Studentisches. Wir erhalten folgende Zuschrift: Geehrter Herr Redakteur! Geftatten Sie einem höheren Semester, mit einigen Worten auf einen Artikel der letzten Freitagnummer( 117) Ihres Blattes zu antworten. 9. Jahrg. An die Vertrauensmänner. tehenden St. Johannes- Evangelift- Gemeinde zu den auf 200,000 Gafthof Bur frummen Linde" wurde dann wieder Rast gemacht Troh der Bekanntgabe des Preises der Maifestzeichen in dem Mark veranschlagten Baukosten für eine Kirche diefer Gemeinde und eine große Anzahl Arbeiterlieder zum Vortrag gebracht. M. feiner Zeit zur Versendung gelangten Birkular und obwohl seit einen Beitrag von 110,000. zu leisten. In der hiergegen er- Hier stellten sich auch zwei Genoffen von dort vor und dem wiederholt der Preis bekannt gegeben wurde, so komunen hobenen Klage hat das königl. Kammergericht die Stadt Berlin unter deren Führung ging's nun nach Hohen- Neuendorf, immer noch Anfragen nach der Höhe deffelben. Wir machen abgewiesen. In dem Erkenntniß ist anerkannt worden, daß die Sier wurde der Rest der Flugblätter vertheilt und dann im beshalb wiederholt bekannt, daß pro Stück 5 Pf. toftet, gleich- eir Streitfall unterliegt nunmehr der Entscheidung des einige Genoffen aufgemacht, um dem Befizer des zweiten Lokals Visitations- und Konsistorial- Ordnung von 1578 nicht aufgehoben Restaurant Jwers längere Raft gemacht. Inzwischen hatten sich giltig wie viel oder wie wenig der einzelne Ort bezogen hat. Was das Porto betrifft, so sind bei einer Bestellung Reichsgerichts. Inzwischen hat, wie bereits mitgetheilt worden in Hohen- Neuendorf, Neumann, einen Besuch abzustatten und ist, der Ausschuß der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, den Bersuch zu machen, ob nicht auch dieses Lotal- mit schönem M. der letzteren zu empfehlen, den erbetenen Zuschuß von 50,000 m. neuem Saal zu Bersammlungen und Festlichkeiten für unsere zur Erbauung einer Kirche innerhalb der St. Martusgemeinde dortigen Genoffen zu haben sei. Anfänglich war der Besitzer abzulehnen. bereit, eine dahingehende schriftliche Erklärung abzugeben, als aber das Gros nachkam, um die Sache perfekt zu machen, hatte der Besitzer allerhand Ausflüchte, erklärte aber schließlich, uns schriftlich seine Antwort mitzutheilen, nachdem er sich die Sache gehörig überlegt haben werde; daß er von den Gendarmen nicht leben fann, mußte er selbst zugeben. Nun weihten die Sänger noch den schönen Saal durch AbDaß der Ausschuß, dessen Sagungen den Studirenden vom singung mehrerer Arbeiterlieder ein und dann ging's per Bahn Rektor zur Annahme" vorgelegt worden waren, nicht zu Stande nach Hermsdorf zurück, wo in Gemeinschaft mit dortigen Genossen gekommen ist, darf letter Hand nicht darauf zurückgeführt noch einige Lieder zum Vortrag gebracht wurden. Als sich dann werden, daß die hiesigen Kouleurstudenten katexochen den endlich Abends die Sängerschaar auf dem Bahnhof Gesundbrunnen Aufforderung. Der Handelsmann Albert Berghöfer, Vorschlag des Rettors abgelehnt haben. Die Anzahl der trennte, geschah dies mit dem frohen Bewußtsein, einen genußfrüher Magdeburg, Hartstr. 4, wohnhaft, wird gebeten, fofort Mitglieder aller farbentragenden Verbindungen ist im Ver- reichen Zag verlebt und zur Aufklärung der Landbevölkerung feine jezige Adresse an die Expedition der„ Boltsstimme" Magde hältniß zu der an hiesiger Universität überhaupt Studieren- etwas beigetragen zu haben. Die ganze Fahrt fand in schönster burg mittheilen zu wollen, wenn irgend möglich per Draht. den eine so minimale, daß fie bei Fragen, welche das Harmonie ihren Abschluß, nicht ein Miston, ja nicht einmal ein Berghöfer soll in der Meineidssache gegen Schoch, Leidenroth akademische Leben berühren, für sich allein nur in sehr be- Gendarm störte dieselbe. und Wille, in welcher Termin zum 27. B.. ansteht, als Zeuge schränktem Maße sich Geltung verschaffen kann. Die Annahme vernommen werden. Genossen, denen die Adresse des 2c. Berg- oder Ablehnung der von der Universitätsbehörde vorgelegten Die Arbeiter- Bildungsschule, Süd- und Südosts höfer bekannt ist, werden ebenfalls ersucht, unverzüglich Ausschußsaßungen ist aber eine von jenen studentischen Angelegen Beşirt, unternahm am legten Sonntag einen Ausflug nach Nachricht nach hier gelangen zu lassen. heiten, bei denen, wie sich ein früherer Rektor ausließ, der Johannisthal. Im Laufe des Nachmittags fanden fich trotz des Magdeburg, 23. Mai 1892. Wingolfit mit dem Korpsstudenten, die Mitglieder des Vereins gerade nicht günstigen Wetters in Senftleben's Boltsgarten dort deutscher Studenten mit den Anhängern der Freien Wissenschaft selbst mehrere hundert Personen ein, die sich auf das Angenehmste lichen Vereinigung zusammengehen. Es galt hier, einem Gin unterhielten. Der Musikverein Hoffnung" tonzertirte im griff in die vielgerühmte, leider argbeschnittene akademische Frei- Garten, im fleinen Saale wurde getanzt und wer sich vor dem heit vorzubeugen, und dabei standen alle angesehenen Korporationen etwas naffen Erdboden nicht scheute, zog in den Wald, um sich Mann für Mann zu einander, und um sie herum krystallisirten an dort arraugirten Spielen zu betheiligen. Abends, nach Be die Bekannten aus der Finfenschaft, so daß die Sagungen, endigung eines von der Musik angeführten Rundganges der Fest selbst wenn sie einen weniger ungeschickten Wahlmodus in fich theilnehmer durch den Garten, hielten die Genoffen Leicht Maßregelung. Wie die Schlef. 8tg." in Nr. 331 vom begriffen, von vornherein als todtgeboren betrachtet werden( Schultommiffions- Mitglied) und Dr. Pinn Ansprachen, in 13. Mai berichtet, entließ das königliche Proviantamt zu Thorn mußten. Die Studentenschaft ist dem Rektor dankbar für das denen sie die Bedeutung des geistiges Fortschritts der Arbeiter fürzlich mehrere, zum Theil seit langer Zeit von ihm beschäftigte Interesse, das er ihrem langgehegten Wunsche auf einen Ausschuß für die Erkämpfung der materiellen Biele derfelben darlegten und Arbeiter, weil sich dieselben an der sozialdemokratischen Propa- entgegengebracht hat; fie mußte die Satzungen aber ablehnen, Diejenigen, welche noch nicht Mitglied der Schule sind, aufganda in hervorragender Weise betheiligt hatten. Die weil die in der Studentenschaft herrschen Gesinnungsrichtungen forderten, sich derselben anzuschließen. Sie schloffen mit einem Sympathie, welche die sozialdemokratische Partei auch unter den durch den auf Grund der vorgelegten Satzungen gewählten Aus- Hoch auf die Bildungsschule, in das ihre Zuhörer begeistert einin Staatsbetrieben beschäftigten Arbeitern und Beamten findet, schuß nur einseitig, nicht allgemein befriedigend zum Ausdruck ge- fiimmten, ihre Ausführungen. Das Fest verlief in bester wird man trog aller Maßregelungen nicht ausmerzen. Harmonie und wird voraussichtlich jeder Theilnehmer befriedigt den Heimweg angetreten haben. Der Vertrauensmann: C. Lantau, Schmiedehofſtraße. Glänzender Sieg. Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Raiserslautern fiegten die sozialdemokratischen Kandidaten mit über 500 Stimmen Majorität. tommen wären." " Wir wissen den Standpunkt des Briefschreibers wohl zu An der Maifeier in der Schweiz betheiligten sich, wie würdigen, bezweifeln aber, daß es noch eine akademische Freiheit das für die Feier eingesetzte Zentralfomitee im„ Grütlianer" mit gebe, die im Vereine mit Korpsstudenten und Konsorten zu ver- 28 Maurer legten gestern( Montag) beim Maurermeister theilt, 44 Orte mit 36 962 Personen. So viele unterzeichneten theidigen sei. Paul Ferdinand, Köpenickerstr. 8b, die Arbeit nieder. Herr die Petition, welche in Sachen der Pariser Kongreßbeschlüsse an Ferdinand stellte die höchsten Ansprüche an die Arbeiter; so ver den Bundesrath gesandt wird. Außerdem ist die Maifeier noch werden neuerdings vielfach bei Arbeiterfestlichkeiten vorgetragen. Mann 750-800 Steine in Fugenarbeit zu verarbeiten feien. ,, Sozialistische" Konplets- schreibt uns ein Graveur-langte er bei einem städtischen Schulbau, daß pro Tag und in Orten begangen worden, aus welchen das Zentralfomitee in Orten begangen worden, aus welchen das Zentralfomitee Go treffend sich allerdings nur in Wig und Humor gewisse gefell Mancherlei Beschwerden häuften sich auch sonst noch; so wurden Spezielle Berichte nicht empfing. schaftliche und politische Zustände geißeln laffen, so haben doch in der Bußtagswoche den Arbeitern zwei Extrafeiertage auf In New York ist durch den Parteigenoffen Brinkmann eine Arbeiter hierbei andere Anforderungen zu ftellen, als die bürger- gezwungen, und wenn Jemand sich im Namen der Arbeiter be Sammlung für die Kinder Reimer's angeregt worden; hoffentlichen Klassen. Während lettere lediglich sich amüsiren, ihr Wohl- flagte, wurde ihm der Abschied gegeben. Unter diesen Umständen lich wird dieselbe guten Erfolg haben und der Ertrag ben deut- behagen und ihre Verdauung damit befördern wollen und ge- fühlten fich die Arbeiter veranlaßt, wenigftens eine geringe Erschen Genossen, welche die Sorge für die Kinder übernommen, Interesse haben, deren Beseitigung also feineswegs wünschen, spruchen. Als eine Deputation von zwei Mann bei dem Meister rade an der Griftenz der gegeißelten Zustände oft ihr besonderes höhung des Lohnes, der 50 Pf. pro Stunde betrug, zu beans die Aufgabe wesentlich erleichtern. • Todtenlifte der Partet. Verstorben sind in Baut helm Grebe, in Elgersweier der Bigarrenmacher Oswald, in Leipzig G. Ehrlich und Hofang; letzterer war Gemeinderathsmitglied in Stötterih. Tokales. Der ehemalige Verein Berliner Droschkenunternehmer( Inselstr. 13), welcher schon seit dem Jahre 1884 außer Thätigkeit getreten ist, macht noch immer von sich reden und ge staltet sich immer mehr zum Ausgangspuntte eines wahren Rattenkönigs von Prozessen. Der ehemalige Bereinsvorstand hat nämlich eine Schuldenlaft von 5353 M. hinterlassen, die bis auf Einzelheiten mitzutheilen, da diese uns zu wenig beglaubigt er erstens um die Sprechwerkzeuge des betreffenden Sängers, herr Daus stand, mit aus einer Livreelieferung und einer " wollen die Arbeiter jede Gelegenheit zur Propaganda für die Ber- dieserhalb vorstellig wurde und ihm auseinandersette, wie schwer il- wirklichung der sozialistischen Prinzipien benutzt sehen und die es bei den hohen Lebensmittelpreisen werde, mit dem Lohn auseo Rarrikaturen des Gesellschaftstörpers wieder auf ein natürliches zukommen, unterbrach fie Herr Ferdinand mit den Worten: Der bürgerliche Wiz ist Selbstzwed, dem Ebenmaß zurückführen. Es ist ihnen hiermit sehr ernst. Erzählen Sie das Ihrer Milchfrau, und gehen Sie hin, wo es Selbstziveck, dem Proletarier mehr Lohn giebt." Hierauf legten sämmtliche 28 Maurer, die soll der Mit, er angebracht erscheint, Mittel zum bei Herrn Ferdinand in Arbeit standen, die Arbeit nieder. Zweck sein. Er muß deshalb eigenartig und scharf sich abheben von dem Ersteren. Wenn nun Jemand den Arbeitern feine Rouplets zum Besten giebt, so ist es sehr leicht, den ur tomischen Bendir" dabei zu topiren und durch einige Effett haschereien den Zuhörern für den Augenblick die Lachmusteln Die Kreuz- Zeitung" erwähnt jeht des Berichts hiesiger unwillkürlich in Bewegung zu sehen. Heim dich oder ich freß Blätter, unter denen sie den" Borwärts" und die Voffische dich" heißt es da in dichterischer Beziehung und das, was GinBeitung meint, über die wüften Ausschreitungen angetrunkener fender jüngst bei der Festlichkeit einer Gewerkschaft gehört hat, das Jahr 1879 zurückzuführen sind. Die ehemaligen Bereins Unteroffiziere in den„ Afrikanischen Konzerthallen" und will ihn waren reine Gewaltleistungen dieser Art. Pseudo- sozialistische, mitglieder bis zum Jahre 1879 follen nunmehr zur Deckung der möglichst übertrieben erscheinen lassen. Sie hüllt sich in ihre ellenlange Verse, gesungen nach der Melodie eines x- beliebigen auf Vereinskosten gemachten Schulden herangezogen werden, dessen Unschuld und bemerkt nur:„ Wir sind nicht in der Lage, die Gassenhauers, auf jeden Ton beinahe ein halbes Dutzend Silben, fie fich entschieden weigern. Die Schulden des Vereins find entRichtigkeit der Thatsache zu prüfen, versagen es uns auch, alle so daß die Zuhörer stets in doppelter Besorgniß schwebten, standen aus einem durch den Vorstand, an deffen Spiße der Fuhreiner Fouragefirma abgeschlossenen fcheinen. Die Untersuchung wird wohl Klarheit schaffen." Die zweitens um ihre Trommelfelle, darin bestand der gebotene Lieferungsvertrage, Einfalt der Kreuz- Beitung" ist geradezu rührend. Wie sollte Genuß". Man denke sich einen Wagen Pflastersteine aber Miethsschuld. Die Frage ist nun, ob der Vorstand berechtigt auch gerade fie in der Lage sein, die Richtigkeit dieser Vorkomm- feine Wiener auf einem sehr holprigen Pflaster fahrend, und war, derartige Verträge, durch welche der Verein so hoch nisse zu prüfen? Solche Vorkommnisse sind ihr zu unbekannt und man hat ungefähr dasselbe ästhetische Gefühl. Ferner ein sozialistisches belastet wurde, auf Rechnung desselben abzuschließen? ebenso wenig glaubhaft, wie ihr überhaupt alle Gemeinheiten Ermunterungslied nach der Melodie die Holzauktion" heiliger Zur Besprechung dieser Angelegenheiten waren die ehemaligen und Buchthausstreiche, bie vom Edelsten der Nation" ausgehen, Bimbam! ist das ein Genuß, zumal mit einem schrillen Pfiff gespickt. Bereinsmitglieder am 20. b. M. wieder zusammenberufen unbekannt bleiben. Den feudalen Gestank sind ihre Riechorgane Dabei erzeugt das Bewußtsein, etwas" Großes" au leiften, ein worden. Herr Rechtsanwalt 2. Friedmann, der Beistand eben gewohnt, ihre Nase wird nur degoutirt, wenn sie Plebs Mienenspiel des Vortragenden, in welchem die höchste Be- der schon mehrfach verklagten Fuhrleute, verneinte dieses Recht friedigung und der sich selbst gespendete Beifall sich komisch genug des Vorstandes. Die Versammlung resolvirte dahin: 1. Es ist ausprägt. Weitere Kunst" tritit an solcher zweifelhaften Bolts- unwahr, daß der Vorstand des obigen Vereins von der im Jahre Des Deutschen Reiches Glanz und Herrlichkeit offen- poesie" zu üben ist überflüssig. Wenn die Genossen stets dafür 1878 vor Errichtung eines Fouragegeschäfts durch den Vorstand bart fich in dem Schreiben des Reichstanzlers von Caprivi an Sorge tragen, daß keine solche Hanswurstereien als Humor und stattgefundenen Generalversammlung die Ermächtigung zur Erden Vorstand des Vereins zur Beförderung des Gewerbefleißes Satire, namentlich als politische" ihnen vorgetändelt werden, richtung eines solchen für den Berein erhalten hat. Es ist viel in Berlin.( Siehe politische Uebersicht.) Dem mächtigen Kanzler die keine andere Wirkung andere Wirkung hinterlassen fönnen, als den mehr wahr, daß dem Vorstande ausdrücklich untersagt wurde, bes mächtigsten" Reiches fällt die Möglichkeit einer Welt- fozialistischen Ideenkreis abzuschmacken und zu verwässern. auf Kosten des Vereins ein Fouragegeschäft zu errichten, und daß ausstellung in Berlin schwer auf's Herz. Nur zwei Bedenken Phrasen bleiben Phrasen ob gesprochen, ob gesungen, einerlei! hierüber ordnungs- und statutengemäß Beschluß gefaßt worden ist. hebt er in seinem Schreiben hervor, aber hinter ihnen stecken und mit„ Musike" werden sie nicht geistreicher. Wer von oben 2. Es ist den Mitgliedern ferner nicht bekannt, daß dieser Benoch verschiedene andere. Aber jene allein find schon bezeichnend herab die Aufmerksamkeit des Volkes in Anspruch nimmt und schluß in einer im Jahre 1879 stattgehabten Generalversammlung genug. Einmal ist die Befürchtung vorhanden, daß in den Nichts als billige Nedensarten vorbringt, dem rufen wir„ Schluß" aufgehoben worden ist." Die Versammlung wählte ferner eine Staatssedel gegriffen werden müßte und das wäre doch ein Ein- zu, auch wenn er die schönste Bose eingenommen. Kommission, bestehend aus den Fuhrherren Kuinig, Raufgriff in die ersten und heiligsten Ansprüche des Militarismus mann, Gresser und Schulz, und wurde dieselbe bevollmächtigt, die Rechte der anwesenden Mitglieder infoweit zu vers treten, als von dem Vorstande des früheren Vereins Berliner Droschten Unternehmer eine Rechnungslegung zu fordern und Alles zu thun, was nöthig ist. Sämmtliche Anwesende verpflich= teten fich auf Ehrenwort, zu den event entstehenden Unkosten pro rata beizusteuern. wittert. " auf denselben, die dadurch geschmälert werden könnten. Dann Vom Vorstand des Vereins Freie Volfsbühne" geht aber ist das Bedenken vorhanden, daß die deutsche Industie sich uns die Bitte um Veröffentlichung folgenden Aufrufs zu: Die blamiren fönnte. Die bloße Schneidigkeit" allein thut Freie Boltsbühne veranstaltet im Auguft dieses Jahres zur Feier es da nicht. Und überdies fönnte die Weltausstellung ihres zweijährigen Bestehens ein Waldfest, als dessen Hauptstück Gelegenheit geben, den herbeiströmenden fremden Nationen ein kleines Festspiel aufgeführt werden soll. Der Verein ladet die Wunden und Beulen an unferem gesellschaftlichen Dichter, die ihm Freund find, ein, eine geeignete Dichtung zu und staatlichen Körper recht deutlich vor Augen zu führen. verfassen und setzt zu diesem Zweck einen Ehrenpreis von 100 m. Welch ein Aufsehen würde es in der ganzen zivilifirten Welt er- aus, wobei jedoch das Eigenthum des Werkes dem Dichter verregen, wenn die Kugel irgend eines Militärpostens seine durch bleibt. Das Festspiel soll höchstens eine halbe Stunde spielen schlagende Wirkung gleichzeitig an den Angehörigen von fünf und sich für eine improvifirte Bühne im Freien eignen; alles Nationen erprobte, oder wenn in einem Ausstellungsrestaurant, Uebrige bleibt dem Dichter überlassen. Die Stücke müssen das von Fremden gefüllt ist, die Unteroffiziers- Vorstellungen aus anonym, mit einem Sinnspruch versehen und mit einem verdem Afrikanischen Konzertlofal wiederholt würden? Nur ein schlossenen Kouvert, das denselben Sinnspruch als Aufschrift trägt Schauspiel tann das Deutsche Reich den Fremden zeigen, den und den Namen des Autors enthält, bis spätestens 15. Juli an Militarismus im schneidigsten Drill; im Uebrigen aber hat es Bruno Wille in Friedrichshagen eingesandt werden. mehr denn zu irgend einer Zeit jeden Vergleich zu scheuen. Das klingt uns deutlich aus dem Schreiben des Herrn v. Caprivi heraus. Dem Direktor der Zukunft", Herrn Stent, ist es am Schon am Freitag Abend fand Sonnabend schlimm ergangen. eine Wahlversammlung für den Bezirk Friedrichsberg statt, bei welcher der Oppositionskandidat gewählt wurde; daraufhin brachte der Vorsitzende schriftliche Wahlstimmen zum Verlesen, welche zu Gunsten der Vorstandskandidaten lauteten; drei der Anwesenden, welche ebenfalls schriftlich Abstimmung geleistet, zogen diese sofort zurück mit der Motivirung, daß sie bei Abgabe der Unterschrift nicht gewußt hätten, um was es sich Eine Agitationstour unternahm am Sonntag, den 22. d. M., handele. Dieser Vorgang hatte bei den Berliner Mitgliedern der Arbeiter- Gesangverein Vorwärts II." Morgens um erklärliche Aufregung hervorgerufen, und als am Sonnabend 6 Uhr ging's per Bahn nach Hermsdorf. Nachdem hier im Mittag die Wahl der Abgeordneten für den Nordbezirk Berlins Die Visitations- und Konsistorial- Ordnung vom Jahre Restaurant Schulze ein kräftiger Jmbiß genommen und die Flug- im Restaurant Johannisstraße 20 stattfand, wurden dem 1578, nach welcher auch die politische Gemeinde für den blätter das Volksblatt für Teltow- Beeskow 2c. unter die nuwesenden Direktor Herrn Steut Steut unglaubliche Injurien Fall des Unvermögens der Kirchentasse subsidiarisch zu den Sangesbrüder vertheilt waren, ging's mit frohem Sang per pedes öffentlich gefagt. Bei der darauffolgenden Wahl wurden für den Kirchenbautosten herangezogen werden kann, unterliegt apostolorum nach Stolpe. Rechts und links eilten die Plänkler Oppositionskandidaten 45, für den Kandidaten des Vorstandes bezüglich ihrer Recht@ giltigkeit zur Zeit der Prüfung voraus, um jedes Haus mit unserem Flugblatt zu belegen. 6 Stimmen abgegeben. Als aber Herr St. daraufhin erklärte der Gerichte. Auf Grund jener alten Stonsistorialordnung war Jedem Feldarbeiter, jedem Begegnenden wurde das Blatt in die daß für den letzteren Kandidaten noch 657 Stimmen schristlich durch polizeiliches Refolut vom 3. September 1890 der Stadt Hand gedrückt und oft fanden die Sänger verständnißvolles Ent- vorhanden seien und zum Beweis dafür der Wahlvorsteher Herr gemeinde aufgegeben worden, der unter fiskalischem Patronat| gegenkommen, oft wurden sie herzlich begrüßt. In Stolpe, im Reißig einen Bettel hochhob, auf dem stand; 657 Stimmen fü " M Elsner" den Vorstandskandidaten, da entstand ein furcht- fuchte Schäfer deffen Taschen. Ihre Beute betrug nur 2 Mart 147 Pf., eine Gesammt- Ausgabe von 12 685 M. 91 Pf. Organisirt barer Tumult; trotz des Protestes der Anwesenden wollte Direktor 30 Pf. Der Beraubte wagte nicht, Lärm zu schlagen, er er- find ca. 5000 Kollegen. Der General Ausschuß wurde für ſeine Steut die Wahl des Elsner für giltig erklären, indem er und statiete erst am folgenden Morgen Anzeige bei der zweijährige Thätigkeit vom Kongresse entlastet. Der zweite seine Anhänger sich immer wieder auf die 657 schriftlichen Polizei. Die Beiden der That Verdächtigen räumten Buntt der Tagesordnung betraf die Organisation. Es galt zu Stimmen beriefen und als der Borstand gar ein entgegengesetztes vor der Polizei wie vor dem Untersuchungsrichter ein. entscheiden über die fünftige Organisationsform, ob lose Zentrali Protokoll aufnahm, als die Versammlung es verlangte, da drangen Schäfer zog überraschender Weise in der Hauptver fation mit Bertrauensmännersystem oder Zentralverband. Zum die withenden Mitglieder nach dem Vorstandstisch, fuchten handlung sein Geständniß zurück. Bei der Polizei fei er zu Referenten für die lose Zentralisation wurde Hennig- Breslau Steut die Geschäftsbücher zu entreißen, zogen den Direktor cinem Bekenntniß gereizt" worden und vor dem Untersuchungs- bestimmt. Für den Zentralverband soll ebenfalls ein Referent über den Tisch und schlugen auf Herrn Steuk unbarm- richter habe er eingeräumt, damit die Sache schneller zur Ver- bestellt werden. Die Berhandlungen wurden hierauf bis Dienstag herzig ein, so daß schließlich Tisch und Stühle an Boden handlung lomme. Schäfer verrieth sich im Laufe der Berhand vertagt. fielen und die Biergläser zertrümmerten. Nur mit Mühe lung aber selbst. Als der Mitangeklagte Sommer auf seinem tonnte sich St. feinen Beinigeen entziehen und hilferufend auf Geständniß behavrte, äußerte Schäfer: Wie tann er sowat sagen, General Bersammlung der Sentral Kranten und die Straße hinaus flüchten. Aehnlich ging es am Sonnabend er is ja jarnich mit uf'n Boden jewesen." Und ein zweites Mal Sterbekaffe der Töpfer und verwandten Berufsgenoffen Abend 6 Uhr bei der Abgeordnetenwahl des Südbezirks im meinte er:„ Er tann von nischt wissen, denn er war total be- trat am weiten Tag ihrer Verhandlungen in die Berathung Restaurant Bringenftr. 105 su. Zwar hatte sich der geprügelte trunken." des von der Kommission vorgelegten neuen Statuts ein. G Direktor einen Kriminalbenmten zum persönlichen Schuh mit Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage unter Ausschluß wurde beschlossen, Dresden als Sih der Rasse und ebenso deren gebracht, doch mußte der Bchtere auf Wunsch der Versammlung von mildernden Umständen, worauf Schäfer mit brei, Sommer Namen beizubehalten. Die Kaffe ist jetzt in drei Klaffen ein den Saal verlassen. Als nun hier die Wahl genau wie im mit zwei Jahren Zuchthaus und den üblichen Nebengetheilt, und zwar beträgt ber Beitrag in der ersten Klaffe Norbbezirk erledigt wurde, kam es abermals zu Tumulten. Man strafen belegt wurde. 35 Pf., in der 2. Klasse 25 Pf., in der 3. Klaffe 15 Pf., fuchte wieder mit Stöcken und Schirmen auf den Zentral- Borhierfür wird Unterfthung gezahlt in der 1. Klaffe pro Tag stand einzuhanen und nur der Vermittelung einzelner Be fonnener gelang es, St. vor weiteren Sieben zu schützen. Die Aufregung im Vereine ist eine ungeheure, aber was nügte, so lange den Mitgliedern die Kourage fehlt, aus dem Verein auszutreten? Der Direktor Stent bleibt, und wenn noch so viele Mitglieder schimpfen. Nach einer polizeilichen Verordnung aus dem Jahre 2,33 M., Woche 14,00 M.; in der 2. Klaffe pro Tag 1,66 M., 1879 dürfen schulpflichtige Kinder nicht in offentlichen Lotalen Woche 10 M., Klaffe 3 pro Tag 1 M., Woche 6 M. Das gegen Entgelt an musikalischen oder anderen Aufführungen Theil Sterbegeld für die 1. Klasse 70 M., für die 2. Klasse 50 M. nehmen. Der Gesanglehrer 2. besitzt einen 13jährigen Sohn, den und für die 3. Klaffe 30 M. Krantenunterstützung wird auf die er bei seinen abendlichen Musikvorträgen in den Restaurationen Dauer von 36 Wochen gewährt. In der Nachmittagssigung ver als Geigenspieler auftreten läßt. 2. erhielt wegen eines handelte man über weitere Punkte des Statuts( Form des Zentralfolchen Falles ein Strafmandat über eine Mart, weigerte vorstandes und des Ausschusses). Eine Frauen Sterbefaffe zu Bum Morde in der Kl. Aleganderstraße. Der Mörder, fich aber entschieden, die Strafe zu zahlen und be- gründen, lehnte man ab. welcher nunmehr endgiltig als ein Arbeiter" Gädice retognoszirt antragte richterliche Entscheidung. Trotzdem ihn das Schöffen Am dritten Verhandlungstage wurde die Statutenberathung worden, ist Sonnabend Abend gegen 9 Uhr an den Folgen feiner gericht verurtheilte, beharvte L. auf seiner Weigerung, die er auch fortgefekt. Eine Kommiffion, welche ein Wahlreglement schaffen Verlegungen in der Charitee gestorben. G. ist wahrscheinlich vor der Berufungsinstanz damit begründete, daß nicht mit gleichem follte, hatte ihre Arbeiten beendet, und es berichtete nun Namens obbachloß gewefen oder hat sich hier polizeilich unangemeldet auf Maße gemeffen werde. Wenn in der Philharmonie ein zehn- derselben P. Gruner- Dresden, worauf Folgendes beschlossen gehalten, denn alle bisherigen Bemühungen der Polizei, die jähriger Pianist auftrete, so finde fich fein Anfläger, und vom wurde: Nach Einberufung der ordentlichen Generalversammlung, Wohnung des Mörders ausfindig zu machen, find erfolglos ge- gefeßlichen Standpunkte aus sei dies ganz daffelbe. Auch Rubin- bei welcher vom Zentralvorstand für jeden Wahlbezirk ein blieben. Das erfchoffene Mädchen heißt auch nicht, wie anfänglich stein sei schon als Kind öffentlich und gegen Entgelt aufgetreten. Wahlleiter zu ernennen ist, find binnen 14 Tagen in allen Ber der Polizei gemeldet wurde, Wagner, Wegener oder Werner, son- Der Staatsanwalt erwiderte ihm, daß jede derartige Ueber- waltungsstellen Bersammlungen abzuhalten, in welchen die Vordern dürfte mit einer gewiffen Anna Fehling identisch sein, welche tretung auch bestraft werden würde, wenn sie zur Anzeige ge- schläge der Mitglieder zu Kandidaten entgegen genommen werden. früher in der Linienstraße gewohnt und sich zuleht in der lange. Als die Berufung des Angeklagten verworfen wurde, Die Vorschläge sind dem Wahlleiter unverzüglich bekannt zu geben, Sel. Alexanderstraße unangemeldet aufgehalten haben foll; entfernte er fich topfschüttelnd mit dem Bemerken, daß ihm dies welcher fie allen Verwaltungsstellen des Wahlbezirks mittheilt, wie die F. Kolleginnen gegenüber erzählt hat, ist unbegreiflich sei. fie als Dienstmädchen nach Berlin gefommen und will das Gewerbe noch nicht lange betrieben habeu. Die Veranlaffung zu dem Morde ist wohl darin zu suchen, daß die F., welche den Gädicke zum Beschützer hatte, diefem untren geworden und ihre Gunst dem schwarzen Athleten- Gustav", cinem fogenannten„ Artiften" Barsch zugewendet hat; mit diesem ist sie noch am Sonnabend Bormittag zufammen gewesen, hat fich von ihm in der Linienstraße getrennt und gleich darauf den G. getroffen. Beide find von Beugen vor 1/21 Uhr an der Ecke der Linien- und Prenzlauerstraße gesehen worden, wo sie sich schon mit einander gantten. Wahrscheinlich hat die. von einem Ber gehen des zuhälters gewußt und diefem mit Berrath gedroht, wenn er sie nicht in Ruhe lasse, worauf sich dann der Vorgang, wie von uns geschildert, abspielte. Die Mitglieder der Ortskrantenkaffen machen wir auf das heutige Inserat der Neuner- Kommission, betreffend die Einführung der freien Arztwahl bei den Ortstrantentassen, wegen der großen Bedeutung, welche diese Angelegenheit für die Mitglieder besitzt, ganz besonders aufmertjam. Die Herren Erust Wendland, Swinemünderstr. 143, und Boziale Ilebersicht. Dammrich u. Co., Berlin, Beffelstraße 17, haben wegen Achtung, Stuckateure! Die Stuckateure der Firma Sohndifferenzen( Nichtanerkennung des Tarifs) die Arbeit nieder gelegt. Bor Zuzug wird gewarnt. bevor bie Abgeordnetenwahl stattfindet. Darauf wurde zur Eintheilung der Wahlbezirke geschritten und hier nach F. Fräßdorf zum Vorsitzenden, P. Gruner zum Hauptfaffirer Dresden wiedergewählt. Zum Sitz der Ausschusses bes stimmte man Berlin. Die nächste Generalversammlung findet in Meißen statt. Dann wurde nach einer begeisternden Ansprache des Vorsitzenden Fräßdorf die Generalversammlung geschlossen. beure und Biseleure hörte am 16. Mai einen beifällig aufEine Versammlung der Freien Vereinigung der Gra genommenen Vortrag des Genossen Reßler über:„ Die hellenische Sämmtliche Arbeiterblätter werden deswegen um Abdruck Kunst als Grundform der späteren Stilarten." Hieran schloß sich gebeten, weil die genannte Firma durch Annoncen in allen eine Diskussion, in welcher man auch die Ausführung des letzten Beitungen der Welt" Ersatz für die Ausständigen zu suchen Maifest- Beichens scharf tabelte. Der Borstand wurde beauftragt eine diesbezügliche Refolution an den Parteivorstand aus gedenkt. zuarbeiten und in der nächsten Sigung. dem Verein vorzulegen. Bum Schluß machte der Borsitzende auf die am Montag, ben 80. Mai, in Seefeld's Salon, Grenadierstr. 33, stattfindende Wanderversammlung aufmerksam. Die Vertrauensleute: H. Meter, Kommandantenstr. 22, L. Kleinert, Culmstr. 3. Aufruf an alle im Handelsgewerbe beschäftigten Arbeiter, Sandlungsgehilfen, Hansdiener, Backer, Markthelfer und Bernfögenoffen. Kollegen! Am in der Fachverein der in Buchbindereien, der Leber und Papierindustrie beschäftigten Arbeiter. Hermann Wendland, Reinickendorferstr. 64, ersuchen uns Zeitung„ Die Ginigkeit" ist der Vertrauensmann mit mehreren über Optimismus und Pessimismus. Mißbilligung rief o Im Anschluß an den Aufruf vom 13. Februar 1892 in der 16. Mai hielt Genoffe Dolinsti einen interessanten Vortrag mitzutheilen, daß sie mit dem Wendland in Firma Krause u. Beten in Berbindung getreten und hat das Resultat der offent: Bersammlung das Verhalten des Verbandsvorsitzenden hervor Wendland, Brunnenstraße, deren Geschäftshandhabung der Gegenstand der in Nr. 118 des Borwärts" berichteten Gerichts- lichen Versammlung der Hans und Geschäftsdiener vom 9. Mai bezüglich der redaktionellen Empfehlung eines Inferates in der Buchbinder- Zeitung", das den Arbeitsnachweis der Firma verhandlung war, weder identisch seien noch in irgend welcher 1892 vorgelegt, in welcher folgende Resolution einstimmig an- D. Th. Winkler in Leipzig betrifft. 5. geschäftlicher Beziehung stehen. genommen wurde: wird: behufs Einführung eines Vertrauensmänner- Systems, 2. zu diesem Zwecke eine Konferenz einzuberufen, welche spätestens im September d. J. stattgufinden hat, 3. Dafür Gorge zu tragen, daß überall, wo noch keine Organifationen der Hausdiener und Berufsgenoffen bestehen, folche ins Leben gerufen werden." Kollegen! Die heutige öffentliche Versammlung der Hausdiener Berlins Polizeibericht. Am 21. d. M. Vormittags fiel dem bei erklärt, für eine Zentralorganisation in ihrem Beruf nicht ein- und Verkäufer theilte am 16. Mai der Vorsigende Schäfer In der Freien Vereinigung der Zeitungs- Spediteure den Umbauarbeiten im Königlichen Schloffe beschäftigten Arbeiter treten zu können, da die Hausdiener und Berufsgenossen in den mit, daß der in voriger Versammlung gefaßte Beschluß, bei den Bandow vom 3. Stock des Baugerüftes aus ein Stück Ziegelstein weitaus meisten Städten Deutschlands überhaupt nicht organifirt Beitungsverlegern dahin zu wirken, daß das Wort„ pränumerando" auf den Kopf, wodurch er so schwer verletzt wurde, daß er nach find. Auf Grund dessen beschließt die Versammlung, die Lokal- auf den Zeitungen und Quittungen fett gedruckt wird, schon Beitungsverlegern dahin zu wirken, daß das Wort„ pränumerando" dem Katholischen Krankenhause gebracht werden mußte, woselbst organisation vorläufig beizubehalten, ferner eine Agitations- einigen Erfolg gehabt hat, indem das Wort„ pränumerando" er nach einigen Stunden verstarb. Mittags wurde eine Frau tommiffion von fünf Mitgliedern zu wählen, welche beauftragt feit einigen Tagen am Kopfe der„ Berliner Zeitung" gedruckt an der Ecke der Hollmann- und Alten Jakobstraße durch einen 1. mit den Kollegen Deutschlands in Verbindung zu treten Gefüllung jenes Wunsches bereitwillig zugesagt. Ueber die Frage teht. Auch der Verlag des Intelligenz- Blatt" hat schriftlich die Windstoß zur Erde geworfen und erlitt einen Bruch des Oberschenkels, so daß sie nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. wie man sich gegen faule Rundschaft schüße, entspann fich eine lebhafte Diskussion, welche mit der einstimmigen Annahme de Vor dem Hause Brunnenstraße 118 verunglückte ein beim Niederlegen eines Leitergerüftes beschäftigter Arbeiter dadurch, daß er auf das an dem Gerüst befindliche einem Rechtsanwalt in Verbindung zu treten, um die Reſte, welche Antrags Förede endete, den Vorstand zu ermächtigen, mit Schuhdach trat und mit demselben durchbrach. Er fiel aus einer nach einmaliger Aufforderung nicht bezahlt werden, zwangsweise Höhe von etwa drei Metern auf den Bürgersteig hinab und erlitt eine bedeutende Berletzung am Unterschenkel und eine Vereinzutreiben. Der Antrag des Borstandes, in der Zentralstelle stauchung des Beines. Er wurde nach dem Lazarus- Krankenhause Im Anschluß an diese Resolution richtet unterzeichnete Rom- bann wurde beschlossen, daß diesjährige Stiftungsfest ebenso wie ein Beschwerdebuch auszulegen, sand ebenfalls Annahme. So gebracht. Als Nachmittags der obdachlose, unter Bolizei- Auf- mission an alle Berufsgenossen Deutschlands die Forderung, im vergangenen Jahre in den Arminhallen durch Bortrag und ficht stehende Gädecke mit der unverehelichten, unter fittenpolizei- überall, wo irgend möglich, öffentliche Versammlungen einzu- Kränzchen zu feiern. Zur Aufnahme meldete sich Herr Ahlers, licher Aufsicht stehenden Fehling die Kleine Alexanderstraße ent- berufen, die Organisationsfrage zu besprechen und Delegirte zur Rastanien- Allee 13/14. lang ging, geriethen Beide in Wortwechsel, infolge dessen Gädecke Beschichung der Berliner Konferenz zu wählen. plöglich einen Revolver hervorzog und mehrere Schüsse auf die Da die Konferenz im Septentber stattfindet, stellt die Rom Der öffentlichen Versammlung der Korbmacher der Fehling abgab. Lettere brach, tödtlich getroffen, zusammen und mission folgende Tagesordnung zu derfelben fest: verstarb bald darauf. Hierauf feuerte er zwei Schüsse gegen sich Grünbranche, welche für den 22. Mai nach dem Lotale von 1. Welche Organisationsform ist für uns über ganz Deutsch- Keller, Koppenstr. 35, einberufen worden war, wurde die polizei. felbft ab und brachte sich schwere Verlegungen am Kopfe bei. Gr wurde nach der Gharitee gebracht. In der Nacht zum 22.. d. M. wurde in der Chorinerstraße ein Schuhmacher, aus einer Kopfwunde blutend, vom Wächter aufgefunden. Der Verletzte Kollegen! 3 ist nicht nöthig, bei bem gegenwärtigen gab an, mit drei ihm von Person bekannten jungen Leuten in schlechten Geschäftsgange Euch unfere schlechten Lebens- und ArbeitsGtreit gerathen und von einem derselben mit einem Meffer ge- verhältnisse schildern zu müssen. Die Kapitalisten treten immer stochen worden zu sein. Er wurde nach der Sanitätswache mehr zusammen, um den gerechten Forderungen der Arbeiter Vor dem Hause entgegentreten zu können. Es ist jetzt unsere Aufgabe, uns ebenund demnächst nach der Charitee gebracht. Rurfürstenstraße 24 wurde ein Arbeiter, mit einer ein Arbeiter, mit einer be- falls zusammenzuschaaren, um den Ausbeutungssystemen der deutenden Wunde am Kopfe besinnungslos auf dem Bürgersteige Unternehmer gegenübertreten zu können. liegend, aufgefunden, zunächst nach der Sanitätswache und von Es liegt nun in Eurer Macht, durch rege Agitation und dort nach der Charitee gebracht. Am 22. d. M. sprang ein Ar- durch Heranschaffung von materiellen Mitteln bahin zu arbeiten, beiter nahe der Treptower Brücke in den Fluthgraben, wurde jedoch daß unser Kampf auch von Erfolg gekrönt ſei. noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach dem Krankenhause Darum auf, Kollegen, theiligt Guch rege an der Konferenz, Bethanien gebracht. Vor dem Hause Müllerstr. 188a fiel Nach denn es gilt zu beweisen, daß wir voll und ganz auf dem Boden mittags ein elfjähriger Knabe beim Spielen und brach den Ober- der modernen Arbeiterbewegung stehen. fchentel. Abends stürzte ein Steindrucker am Straußbergerplatz beim Besteigen eines in der Fahrt befindlichen PferdeEisenbahnwagens zur Erde, gerieth unter die Räder und erlitt eine so bedeutende Verlegung am Unterschenkel, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich gemacht. wurde. Gin pensionirter Zugführer wurde in seiner Wohnung land die beste? 2. Regelung der Agitation. 3. Stellungnahme zur Preffe. Die Agitationstommission. J. A.: H. Pinzer, Berlin, Kurfürstenstr. 6. Briefe und Zufchriften sind an obige Adresse zu senden. liche Genehmigung zur Abhaltung versagt, weil das betreffende Lokal angeblich ben polizeilichen Anforderungen in Bezug auf Abhaltung öffentlicher Versammlungen nicht entspricht. Verein Vorwärts". Dienstag, den 24. Mat, Abends, in Hoffmann's Gauvercin Berliner Bildhauer. Heute Annenftr. 16. Geschäftliches. ( Borher Strantenfaffen- Bersammlung. Stehe Inferat vom Sonntag.) abend sur, im Restaurant Norbert( früher May), Beuthstr. 21, Borstands. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Beute Gizung. Verein Berliner Hausdiener. Heute Abend 9 Uhr in den Armin allent, Kommandantenir. 20, Mitgliederversammlung. Bortrag des Herrn Dr. Riesenfeld über Naturheilverfahren und Naturärzte. Tabakarbeiter und Arbeiterinnen. Seute Abend s uhr in de Brauerei von Julius Böhow, Bor dem Prenzlauer Thor, größe öffentliche Sozialdemokratischer lub der im Buchdruckgewerbe befchäftigten Versammlung. fammlung im Restaurant Preußer, Seydelftr. 30. Politische Rundschau Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( mittlerer); Südost- Schule, Arbeiter- Bildungsschale. Dienstag Abend 8%-10% Uhr: Sübfchule, Schule, Marfusftr. 31: Unterricht in der Physiologie; Nord- Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( mittlerer), Mathematit; Dt: Müllerstr. 179a: Unterricht in der Geschichte( mittlerer). In allen Lehrfächern Tag und Stunde dieser Konferenz wird noch näher bekannt tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, Alle Arbeiterblätter Deutschlands werden ersucht, diesem Aufruf in der Calvinstraße erhängt vorgefunden. Am 21. b. M. die weiteste Verbreitung angedeihen zu lassen. fanden brei lleinere Brände statt. Gerichts- Beifung. Goldschnittmacher und Prekvergolder werden vor Arbeitsantritt bei der Firma G. Geheniaux in Huy( Frankreich) gewarnt, welche ein zweites Geschäft in Lille besigt. Versammlungen. eintreten. bet 3. Wintler, anteuffelftr. 60.Sele- und Diskutirklube. Dienstag. Johannes müller, Wienerstr. 31. Straße bei Tripte. Webde, the Lefe: und Diskutirflub Spinoza, Reichenberger Agitationsverein Saffalle, bei Drüge Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends straße 5 bei Bartels.- Olympia, Alte Jakobstr. 68 bei Richter.- Schild Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. Sarmonia, Flottwell horn, Usedomstr. 33 bei Miete. Fidelitas, Bergstr.68 bei Steller.- II egro, Wrangelfir. 141, bet Schmidt. Saeger.- Berliner Buchdruder, Alte Salobjir. 83 bei 2Bienece. Bruderhers, Straußbergerstr. 3 bet Birt. bergerstraße 3 bei Birt. Alpenglode, Grüner Weg 29, bei hn'scher Humor, Strauß Umverzagt 2, Dloabit, Kronen- Brauerei. Soffnung 2, Deutsch Gräs. 28 albtapelle 1, Berliner Bodbrauerei. Nowawes Wallstraße bet Gärtner. fraße 6 bei D. Klein. Arbeiter Matbund, Gängertette, Schönlein Winter. Freiheit 2, Adlershof, bet Albrecht. Kreuzberg, Lichterfelberstraße 7-8 bei Gorgenlos, Alte Linde, Borwärts4, Rathenow, bei 17 Bendt. bei Borwärts 2. Das Schwurgericht des Landgerichts verhandelte gestern eine Anklage wegen gemeinschaftlichen Raubes gegen den Arbeiter Karl Schäfer und den Möbelpolirer Alfred Sommer. Am Abende des 17. Oktober vor. Js. trafen die Der VII. deutsche Töpfer Kongres trat am 23. d. M. Angeklagten in einem Schantlokale einen fremden Mann, den hier in Berlin zusammen. Derselbe ist durch 58 Delegirte be- Mariannenstraße 31-32 bei Doberstein. Weber Pohl, welcher erzählte, daß er soeben von außerhalb ein- fchickt. Der erste Punkt der Tagesordnung lautete: Rechen Restaurant ,, Walhalla". Ginigteit 2, Landsbergerstraße 31 getroffen fei und nun nicht wisse, wo er über Nacht bleiben schaftsbericht des General- Ausschusses und bei usehold. Röslinerstraße Gefangverein der Böttcher Steineide, Südenstraße 55 fönne. Sofort verständigten sich die Angeklagten über einen Plan, der Vertrauensmänner." Derfelbe lag dem Rongrefe Trieschmann. Zitania, Röpenickerstraße 191 bet Boge. den sie auch zur Ausführung brachten. Sie erboten sich, den gedruckt vor und konstatict eine Förderung und Befestigung der Borwärts 8 Marwig, bet Wilhelm Nölte. Bohl während während der Nacht in einem unverfchloffenen Organisation. In 136 Orten Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmen. bestehen Organisationen. Silaria, Blumenstraße 46 bei Went, Bodenraume unterzubringen in dem Hause, in welchem Referenten waren Raulich- Halle a. E., Hennig- Breslau Sanger- Chor ber Töpfer, Neue Friedrichstr. 44, bet Roll. Fretes Sieb 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bei Feder. fie eine gemeinsame Schlafstelle inne hatten. Pohl und Plorin Halle a. S. Die Abrechnung, umfassend die Zeit iederhall, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund. nahm das Anerbieten mit Freuden an. Es wurde ihm vom 22. Juni 1890 bis intl. 30. Juni 1891, ergab eine Gesammtlich, Naunynstr. 44. Gneisenaustraße 88 bei färger. Sängerfreiheit, 9 Uhr, bei Fröh ein nothdürftiges Lager aus Stroh hergestellt, als Ginnahme von 20 532 M. 70 P., eine Gefamint- Ausgabe von Decke benutte er seinen Rock. In der Nacht gegen ein Uhr 20 320 M. 82 Pf., einen Bestand von 211 M. 88 Pf., die Ab- Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Amgegend, überfielen die Angeklagten den Schlafenden, während Sommer rechnung, umfassend das dritte und vierte Quartal 1891 und das alle e bei denfelben am Balfe packte und auf seiner Brust tuiete, durch- 1 erste Quartal 1892, ergab eine Gesammt- Einnahme von 13 615 M. Ockert, Benghofstraße 8. Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Dienstag: Theaterverein Atasie Theaterverein Blumeniese bei Ringe, 8ufriedenheit, Echo 3. Zehlendorf, Anglersrub" Alsenstraße bet Ehmte. 1 Dresbenerfir, 105. Zambourverein Dentide Eiche bet ieberschuh, Fürbringerfir. 7.( Uebungsstunde). Gefelliger Berein Mehr ich bei Nachts auf der Straße ein Studirender Streit mit Soldaten, Knaben" auf jenes Verbrechen schließen ließ. Nobler Strolch. In München betam am 21. Mai| deffen dunkler Ausbruck schwere Körperliche Beschädigung eine Babel, Frankfurter Allee 90- Zambour- Berein Boruffia bet geldhahn, Weibenweg 12( Uebungsstunde). Tambourverein Ruf bet Sperling, feuerte einen Revolverschuß ab, der nicht traf, und entfloh. Inselstr. I( Uebungsstunde).-Zambourverein Wirbel, bet Müller, Darauf schoß er noch viermal auf die ihn verfolgenden Soldaten Gartenstr. 52( Uebungsstunde). Rauchtlub Graue Bolte bei Ratte, und Zivilisten und verlegte einen Zivilisten schwer. Krautstr. 48, Stattlub Kreuz- Solo bet Mühle, Krautstr. 2.- PrivatTheatergesellschaft Luftfpiel bei Soffmann, Drantenftr. 180. Studirende wurde verhaftet. Gefang-, Turn- und gesellige Vereins. Dienstag. Gefangverein Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Reßner, Annenstraße 16. Mufitverein Nord 8-11 Uhr, Wriczenerstr. 6, bei Genble. 8-10 Uhr in der Zurnhalle des Beffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Der Ueberall der Sozialdemokrat. In einer der ältesten mecklenburgischen Korporationen, der Gr.- Siemzer sogenannten „ Schweine- Gilde", welche 700 Mitglieder zählt, ist es nach dem Lüb. Anz." in der legten Generalversammlung infolge sozialGroße Spizbuben. Der Verwaltungsrath der eidgenössischen demokratischer Bestrebungen" fo stürmisch zugegangen, daß die Bank ist in Bern zu einer breitägigen Sigung zusammengetreten. heilige Hermandad zu Hilfe gerufen werden mußte. Man scheint Der Direktor des Komptoirs zu St. Gallen, Schent, der am begründete Ursache zur Unzufriedenheit mit der Verwaltung zu Sonnabend wegen Fälschung der Bücher verhaftet worden ist, haben, denn die„ Ruheſtörer versuchten dem Vorsitzenden die hatte in Verbindung mit einem Banthause in Herisau( Appenzell) Geschäftsbücher mit Gewalt zu entreißen". Selbstverständlich fich mit Sturzenegger in London eingelassen und dort einen Poften ist der Verein ,, bestrebt, sich von solchen( sozialdemokratischen) on 3 Millionen Frants tontrahirt. 2 Millionen find sicher ver- Glementen zu reinigen". loren, eine Million hofft man wieder einzubringen. Im Ganzen hat die Bank 10 Millionen Franks Aktienkapital verloren. " Ein Heilmittel gegen die Epilepsie will ẞ a fteur ents deckt haben; es soll in seinem Mittel gegen die Sundswuth be stehen. Der an einem zehnjährigen Kinde gemachte Versuch sei feien, würden jedoch über das Mittel teine Mittheilungen gebis jetzt erfolgreich gewesen; bevor weitere Versuche angestellt Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Berliner Zurngenoffenfchaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Theater- Berein Dibellos Abends uhr, bei Zägers, Gartenstr. 13-14. - Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, KöpnickerStraße 158 bet Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, Buttbuferstr. 35, bet Schulz. Bergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bet Schönnagel, Barnimftr. 47. Bergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Festfälen, Müllerstr. 7. Gefelliger Berein Brüderfchaft, im Restaurant Die Germania" erklärt, daß der vom Kreisgericht Feld: Deutscher Reichsadler, Beuffelftr. 9.- Bergnügungsverein Saturnalia, firch in Vorarlberg steckbrieflich verfolgte Jesuit Wilhelm Beel heute Abend 9 thr, Raupachstr. 6. Orientalischer Rauchflub par- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, mann aus Wesel, früherer Präfekt der Erziehungsanstalt Reichenbergerjir. 24, bei Schröder. Rauchtlub Eldorado, Abends 8 Uhr, Stella matutina", deswegen gesucht werde, weil er einen 3ögin Restaurant B. Schulze, Ostbahnhof 7. Böckhstr. 51.- Rauchflub Bruberbund. Abends 9 Uhr, Laufiberstr. 50, Rauchflub Dammerwolte, fing durch einen Diener habe mit der Ruthe schlagen lassen. Da macht werden. bei Grande. Rauchtlub Beitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant er dabei ohne Wissen seiner Anstaltsvorgefekten verfahren, sei er zum Beitgeist, Bernauerftr. 72. Rauch! lub Ambalema, abendur, von seinem Posten entfernt worden. Unser Irrthum, es habe Reichenbergerstr. 73a, bei Faustmann. Rauchflub Portorico, Abends Unzucht vorgelegen, erklärt sich aus der Fassung des Steckbriefs, Tambou roerein Rothe Nette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, Bei Thiele, Brandenburgftr. 650. 7. Ziehung der 4. Klasse 186. Königl. Brenz. Lotterie. 9 Uhr, Manteuffelstr. 112, bet Bohl. Touristentlub Wanderluft, Abends 9 Uhr, bet Biebrat, Franfediftraße und Schönhauser Allee Ede. Sprecisaal. Die Rebaftion stellt die Benußung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Lefeklub Karl Marg. In Ergänzung des Berichts über bie letzte Versammlung des Leseklubs Karl Marr" theile ich Ihnen ergebenst mit, daß im Vereinslokal( bei Grube, Mariendorferstraße 10) jeden Freitag über nationalökonomische Themata diskutirt wird. Es werden dort nicht etwa Fragen gestellt, die außer Zusammenhang mit dem Vereinszweck stehen, sondern das Bestreben der Klubmitglieder geht dahin, sich planmäßig in die Lehre unseres Altmeisters Marg einführen zu lassen. Da das Mary'sche Wert Das Kapital" zum großen Theile dem Verständnisse des Arbeiters Schwierigkeiten entgegenfest und außerbem durch ausgedehnte Detailmalerei über Unterrichtszwecke hinausgeht, so dient der Auszug aus dem Mary'schen Original, Kautsky's Buch, uns als Nichtschnur. Wir nehmen Kapitel für Kapitel durch, wiederholen stets das schon in früheren Sigungen Grörterte und versuchen so nach besten Kräften, in die Wissenschaft des Sozialismus einzubringen. Gäste sind stets willtommen, Ergebenft Joh. Pähold, Schriftführer. Literarisches. Durch die Expedition unserer Zeitung ist zu beziehen: Protokoll des ersten Kongresses der deutschen Gewerk schaften". Die Schrift umfaßt 78 Druckseiten in Broschürenform, nebst einem Anhang, enthaltend die Adressen der Zentralvereins- Borstände der deutschen Gewerkschaften und die Adreffen der Redaktionen der deutschen Gewerkschaftsblätter, und Loftet nur 20 Pfg. Wenn auch in der Tagespresse eingehend über die Verhandlungen des Rongresses berichtet worden ist, so wird doch Jeder, der sich für die Gewerkschaftsbewegung intereffirt, nochmals dem hier in übersichtlicher Form aufammengestellten Gang der Verhandlungen des Rongresses mit Interesse folgen. Da die Gewerk schaftsbewegung in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt, so hat der Bericht über die Verhandlungen des ersten deutschen Gewerkschaftstongresses für Jeden, der die Entwicklung Der Arbeiterbewegung verfolgen will, einen dauernden Werth. Vermischtes. Zu den Mainzer Soldatengeschichten schreibt der Braunfchweiger Boltsfreund"; Wären wir Stadtrath in Mains, wir würden auf städtische Kosten die Beamten der Stadt mit Revolvern ausrüften und ebenso die Feuerwehr und was etwa sonst vers fügbar wäre. Dann würden wir die Bürger darauf aufmerksam machen, daß und in welcher Weise ihnen das Recht der Nothwehr gegen die Soldateska zusteht, und ihnen mittheilen, daß die Beamten und Wehrleute angewiesen seien, jedem Bürger, der von einem Soldaten oder Offizier angegriffen wird, nöthigenfalls mit der Waffe beizustehen. Wir glauben, einer derartigen Stellung gegenüber würde wohl das Gouvernement soldatischen Rohheiten ein jähes Ende bereiten müssen. Und wie föftlich wäre nicht die Annahme, als ob etwa das Militär zum Schuße der Bürger da fei, ad absurdum geführt, wenn sich eine Stadt in solch sprechender Weise in Vertheidigungszustand sehen würde, um die Bürger gegen das Militär zu schüßen! leber den Helden der Mainzer Säbelaffaire, den Sufarenlieutenant von Lucius schreibt der Neueste Anzeiger" in Maing: In einer Wirthschaft, in der Nähe der Husarenfaferne, saßen an dem fraglichen Nachmittag der Lieutenant von Lucius und noch mehrere andere Gäste; der Lieutenant schimpfte über die Hessen, prahlte mit feinem Gelde und warf Geld in der Wirthsstube umher, so daß ihn ein anwesender Wachtmeister beruhigen mußte. Als nun awei der Leute, der Handelsmann J. Becker von Breßenheim und der Binsenfabrikant Hanselmann aus Flinthen, aus der Wirthsstube sich entfernen wollten, postirte fich der Lieutenant an der Wirthsthüre und stellte an die beiden Biviliften allen Ernftes das Verlangen, daß sie über sein hoch gehaltenes Bein springen sollten! Als die beiden gegen diese Zumuthung protestirten, schrie der Herr Lieutenant, daß fie einen preußischen Difizier kennen lernen müßten und daß er sie nicht eher herauslaffe, bis sie vorschriftsmäßig gegrüßt hätten, sonst mache er von seiner Waffe Gebrauch! Wirklich zog er auch feinen Säbel und Herr Becker, ein Mann von 60 Jahren, machte gute Miene zum bösen Spiel, grüßte militärisch" und durfte pafsiren. Herr Hanselmann, der nur den Hut zog und„ Adien, Herr Leutnant", sagte, wurde von diesem am Arm gepackt, in die Stube zurückgedrängt und bedroht, wenn er nicht militärisch grüße. Der immer noch anwesende Wachtmeister intervenirte nun wiederum und nun erst fonnte der Geängstigte paffiren. Raum war er aber auf der Straße, als der Leutnant ihm nachgerannt tam und von ihn schriftlich haben wollte, daß er von diesem Vorfall keine Anzeige mache. Dabei wurde Herr Hanselmann nochmals in die Wirthschaft ge drängt, von dem Wirthe und dem Wachtmeister aber nachher wieder auf die Straße geleitet. Letzterer bat, Herr Hanselmann möge doch die Sache auf sich auf sich beruhen Laffen was dieser unter der Bedingung zusagte, daß der Beutnant am andern Tage schriftlich Abbitte leiste. Da aber dieses nicht erfolgte, hat Herr Hanselmann bei ber Staatsanwaltschaft Anzeige erhoben." Das„ Mainzer Journal" berichtet noch:" Es fand eine Sigung des Militärgerichts statt, in welcher die Bernehmung einer Anzahl Zeugen des Borfalles zwischen dem Husarenlieutenant von Lucius und dem Felbschützen Kirchner vorgenommen wurde; der Viehtreiber Moppich befand fich ebenfalls unter den Zeugen. Siehung vom 23. Mai 1892, Vormittags. Nur bie Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthefe beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 104 349 681 82 931 1171 347 66 80 84 519 30 63 729 836 951 2109 217 666 765 69 809 72 916 57 84 3160[ 1500] 95 391 556 613 715[ 1500] 19 32 58 937[ 3000] 4071 160 248 64 612 59 79 812[ 300] 15 63 97 5022 40 73[ 3000] 135 46 308 66 408 38 654 63 84 738 807 28 44 67 96 908 45 92 6293 329 402 516 46 13001 657 99 713 35 58 830( 300) 7232 372 92 468 521[ 1500] 37 631 748 904 47 80 S045 90 164 84[ 1500] 205 319 408 29 70 502 66 654 82 97 878 958 9072[ 10000] 139 76 279 307 77 88 456 896 967 10108 67 234 313 406 18 527 44 69 698 845 49 996 11172 259 [ 1500] 365 96 484 580 87 606 711 39 72 834 62 98 983 12030 60 90 96 113 305 60 413 851[ 300] 97 940 13113[ 30001 95 230 39 350 407 664 717 57 847 78 904 35 14039 92 188 209 349 485 527 615 36 65 1500] 15120 45 85 217 24 26 311 62 90 491[ 3000] 97 874 960 16023 13001 86 180 209 13 20 74 396 468 858 926 17015 240 57 74 311 447 509 19 649 720 86 879 90 9 15001 951 18019 111 214 38 316 21 411 30 35 615 728 19020 99[ 300] 177 288 419 69 632 770 804 20060 75 351 529 640 751 864 21184 214 348 54 400 695 711 28 806 52 929 37 87[ 3000] 22117 1500] 290 307 412 130001 49( 3000) 564 74 834 76 941 23027( 300) 247 360 405 46 616 49 88 821 977 24116 98 346 422 29 528 49 53 58 61 629 829 67 947 115001 25180 287 94 429 524 678 710 15001 899 961 90 26088 108 90 211 34 93 667 837 [ 1500] 81 985 27064 111 43 65 223 73 343 435 53 596 711 42 83 845 81 935 28038 264 332 78 605 823[ 3000] 955 29026 124 79 87 98 247 443 50 81 517 665 68 74 772[ 15001 926 63 30008 14 15 53 60 233 94[ 300] 315 99 435 563 632 874 941 81000 11 177 214 24 87 408 534 801 32076 100 61 390 92 488 651 88 747 924 85 33374 93 422 37 84 580 728 42 1500] 64 897 34004 112 16 86 309 79 440 712 35017 233[ 500] 309 18 486 632 36031 105 62 87 533[ 1500] 642[ 300] 72 853[ 500] 925 87043 316 33 610 744 87 813 937 38190 225 440[ 300] 739 806 96 39165 209 569 71 735 40117 28 51 207[ 500] 388 419 20[ 500] 505 64 601 31 700 16 841 41007 165[ 300] 284[ 3000] 359 764 89 977 42055 275 79 336 453 76 611 76 783 903 43417 528 97 44015[ 300] 347 60 469 529 45083 86 247 55 446 863 935 42 46065 170 282[ 15001 348 424 502 3 76 804 46 70 922 27 85 47037 80 236 383 461 605 63 708 923 66 48012 44( 3000) 51 161 205 70 311 77 530[ 1500] 610 51 59 771 901 3 49029 73 88 129 288 746[ 1500] 79 970 79 50001 108 295 560[ 300] 610 813 989 51072 78 80 85 175 324 60 424 86 539 659 797 924 25 81 52078 157 273 376 474 501 97 614 38 41 42 714 40 976[ 1500] 53010 88 157 409 532 637 825 36[ 500] 90 913 71 54070 149 98 439 561 90 709 42 952 88 55196 97 625 59 73 921 56308 37 402 46 519 89 812 96 977 99 57070 117 39 82 88 209 18 334[ 1500] 443 582 605 28 845( 300) 74[ 5001 983[ 800] 58049[ 300] 83 163 266 358 401 21 15001 30 758 855 58 903[ 1500] 59054 112 222 448 609 93 742 92 924 60190 91 205[ 1500] 12 13 84 359 408 24 34 90 514 27[ 300] 47 617 60 782 978 98 61105 495 522 76 639 46 714 63 817 62108 130001 247 393 404 13 63 546 635 800 24 95 973( 30001 63151 212 30 92 311 440 651 842 935 64091 93 235 56 576 644 885 949[ 800] 55 65330 35 516 73 613 26 707[ 500] 31 98 851 84 98 919 71 60046 88 103 30 589 658 976 67005 13 83 260 83 309 400 664 762 874 8037 128 270 347 1300] 72 88 464 99 506 621 59 794 818 907 47 69106 [ 500] 237 56 340 73 83 596 745 76 Explosion. In Glasgow explodirte in der Fabrik von Higginbotham u. Ko. ein Dampftessel, welcher zum Bleichen gedient hatte. Drei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. 360 74 99 429 94 569 93 731 852 968 92145 298 303 10 438 578 742 48 875 93100 87 390 497 99 592 95 618 44 743 871 73 94117 281 339 421 63 632 786 875 935 92 95024 102[ 1500] 29 30 204[ 300] 39 [ 3000] 60 338[ 500] 581 796 806 17 90254 82 337 70 625 57[ 300] 7082 1500] 91 703 13 907 31[ 3000] 65 70 97039 76[ 300] 214 28 421 87 543 730 840 983 98003 149 53 473 520 600 774 848 82 942 47 99231 363 84 558 813 100032 33 80 109 41 59 67 481 720 23 47 57 823 963 87 101053 82 165 225 347 80 98 407 590 759 82) 93 102162 265 394 97 687 822 48 84 103139[ 3000] 203 74 460[ 3000] 509 89 616 76 81 980 104210 85 316 53 438 91 604 64 734 811 943 105042 48 87 173 286 321 658 80 106135 65[ 30001 207[ 3000] 402 85 92 597( 3000) 641 55 731 57 813 73 107120 21 318 541 624 955 108013 36 80 87 232 34 46 61 375 81[ 500] 757 70 821 913 14 83[ 300] 109087 93 260 73 467 83 509 29[ 1500] 36 629[ 500] 45[ 3000] 56 821 135 48[ 3000] 218 77 387[ 3000] 411[ 300] 661 93 905 112168[ 300) 93 110033 114 217 19 81 416[ 300] 39 573[ 1500] 772 937 111033 52 223 81 325 618 40 711 12 859 990 113049 64 224 78 398 467 580 617 69 839 114137 348 65 97 1500] 623 57 90 97 708 93 115120 37 200 44[ 1500] 74 348 61 645 749 946 47 77 110054 58 153 267 301 69 448 588 660 97 839 929 66 117208 77 347 409 19 90 505 17 89 842 85 941 118059 158 71 73[ 150] 281 332 505 829 119036 112[ 300] 204 20 390 511 98 668 805 122109 315 434[ 300] 75[ 300] 834 990 123202 322 604 27 841 120013 333 505 75 702 836 938 121006 90 416 97 527 93 667 716 97 903 91 124041 334 404 845 795 911 125042 266 433 55 3000) 517 49 608 89 96 703 12 873 90 951 126006 14 32 49 80 229[ 500] 74 305 32 419 70 507 60 930 50 88[ 500] 127030 34 87 129 203 384 527 43 82 610 701 36 72 74 128088 139 87 329 496[ 3000] 539 61[ 500] 833 73 129147 249 422 28[ 3000] 525 649 780 89 972 130091 393 460 569[ 300] 672 702 28 902[ 500] 82 131057 207 31 367 430 65 603 43 884 908 132109 40[ 300] 51 69 84 281 371[ 1500] 414 36 509 640 54 778 87 867 903 8 76 133014 134 267 584 622( 500) 96 782 915 42 74 131008 40 73 105 42[ 3001 70 13001 75 344 405 613 81 786[ 300] 90 923 26 52 135089 171 300 29 403 20 55[ 3000] 91 529 639 79 136005 209 1500] 331 76 460 559 703 94 911 12 51 137146 510 608 870 953 73 138178 286 335 444 48 534[ 3000] 661 705 832 60[ 3000] 72 89 139001 342 92 411 64 536 63 87 704 846 94 963 140038 79 115 43 308 460 651 825 41 970 95 141028 56 307 464 549 57 73 810 932 142014 147[ 1500] 98( 500] 203[ 3000] 79 323 91 589 676 717 817 998 143007 55 102 332 83 590 707 97 926 144004 55[ 1500] 134 207 411,16 59 94 539 75 691 709 867 904 92 145072. [ 1500] 91 109 423 517 852 938 73 140396 528 632[ 500] 724 910 19 147148 222 55 363 503 25 26 39 687 952 148091 163 251 466 705 823 71 149199 251 360 508 31 855 947 [ 1500] 113 57 65 439 683 790 979 150056 249 419 51 59[ 500] 68 86 88 617 69 82 708 26 151088 153012 219 72 90 562 670 788 865 152179 379[ 500] 583 645 827 [ 300) 85 713 922 49 69 155056 78[ 1500) 98 223[ 300] 97 306 9 80 472 154210 300 44 575 613 33 51 72 91 507 646 156015 23 78 1300] 172 210 412 51 67[ 500] 719 844 928 157060 61 248 331 41 465 616 60 92 849 97 158001 102 235 54 55 99 355 403 15001 513 661 750 99 939 150031 51 215 62 356 417 53 628 761 68 841 901 54 16016) 202 45 81 381 640 95 161015[ 500] 185 475 649 162137 283 330 41 61 541 658 812[ 1500] 902 16: 3013 68 159 368[ 300] 411 37 51 529 692 959 91 164045[ 1500] 188 257 66 69 338 626 749 985 16500 210 81 97 425 28 49 52 592 605 973 166150 56 232 60 367 403 25 43 619 28 75 76 87 905 35[ 1500] 167045 87 130 13001 436 511[ 300] 168107 511 602 32 746 58 843 109140 75 90 247 683 735 846 60 70107 236 38 1500] 66 99 798 803 955 71040 469 540 73 879 96 170021 35 107 31 295 421[ 1500] 71 567 632 42 839 963 171116 946 52[ 300] 79 72015 50 83 99 215 352 489 93( 500) 506 659 755 814 21 213 404( 500) 9 531 81 636 52 816 18 49 172010 37 300 27 28 401 62 73 986 73002 126 44 217[ 1500] 374 584 603 714 44 836 74124[ 300] 6 90 525 636 880 950 173025 75 106 69 79 239 67 366 592 663 30 260 88 429 39 85 596 617[ 1500] 752 99 855[ 300] 74 954 75588 94 786 862[ 1500] 966 174272 84 96 519[ 500] 26 644 757 879 908 23 638 729 811 63 916 27[ 3000] 76187 96 379 536 658[ 3000] 82[ 3000) 29 175136 200 318 508 97 720 877 926 176022( 500] 47 268 461 657 98 723 969 84 77099 233[ 3000] 81 309 25 78 87 479 686 961 78033 973 77 177112 61 295 362 525 632 93 770 85 838 178023 87 378 82 545 706 65 79095 130 285[ 1500] 481 657 88 855 90 450 56 544 74 830 84 943 86 97 179368[ 300] 516 80306 68 520 55 82[ 300] 731 864 85 81012 128 71[ 3000] 375 428 87 97 574[ 300] 791 916 67 82000 49 140 70 252 62 665 823 974 83025 40 74 283 347 58 96 438 627 726 45 923 84295 544 621 74 773 866 966 85031 44 65 242 55 334 48 565[ 3000] 78 783 871 85 87 94 998 86069 137[ 3000] 210 73 90 331 515 609 36 64 722( 300) 56 857 937 87230 34 371 81 516 73 674 705 67 937 88032 179 360 680 91 746 91 810 92 98 951 70 89070 87 94 173 210 423 34 58 95 749 845 957 90019 26 378 84 495 97 590 660 752 92 802 13 996 91058 203 13 180060 71 173[ 1500] 363 453 665 743 851 79 995 181092 160 64 360 475 674 809 911 75 182026 111 83 305 35 37 56 467 81 606 767 830 956 82[ 3000] 183012 44 105 10 28 97 210 526 42 631 46 72[ 300] 757 90 813 184689 737 890 99 947 185078 102 60 258 78[ 300] 318 68 75 447 55 674 791 866 83 186128[ 1500] 89 308 412 524 44 629 54 95 703( 15001 56 926 187193 243 520 26 631 50 55 86[ 300] 93 731 69 872[ 1500] 951 65 188053 80 221 361 511 55 678 91 766 857 89 92 189000 100 177 741 803 33 75 911 25 81 7. Biehung der 4. Klasse 186. Königl. Preuß. Lotterie. 1980 94050 151 79 230( 3000] 361 71 79 735 853 95( 500) 95007 8 126 Biebung vom 23. Mai 1892, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenben Nummer: in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 213 41 310 424[ 500] 507 690 729 92 900 1012 55 104 239 315 27 543 64 605[ 30001 68 725 53 54 95 824 904 64 2154 240 67 380 696 733 45 822 32 42 927( 1500) 92 3034 62 64 127 31 75 226 343 488 509 61 635 58 745 814 43 48 909 4009[ 500] 37 343 72 463 91 538 68 708 84 5057 106 15001 13 53 287 593 775 885 94 920 50 13001 65 6037 275 520[ 300] 600 54 70 85 736 54$ 5 877 88 942 88 98 7032 278 362 470 [ 300] 524 609 745 61 984 8126 76 217 88 96 302 621 61 750 13001 805 9120 31 63[ 300] 300 61 401 15 628 33[ 1500] 65 736 10188 334[ 3000] 415 67 612 30 781 905 11279 335 612 790 857 67 75 935 66 12043 70[ 10000] 236 87 316 434( 3001 781 839 92 951 80 13000 61 132 285 406 21 27 620 32 46 52 623 25 752 851 14024 181 337 51 535 82 874 905 29 71 15029( 500) 42 186 349 67 77 478 11500) 87 537 66 623 16019 34 47 105 240 334 469 504 620 27 52 747 941 67 17259 463 782 950 18037 139 299 755 809 20 65 994 19017 79 98 265 70 97 368 691 743 72 872 20113 17( 30001 220 355 409 618 868 21419[ 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807 89 88219 24 488[ 300].95 97 [ 500] 627 72 765 848 928 89068 266 96 409 540 52 633 950 90515 72 639 783 812[ 30 000] 26 40 91133 238 54 75 506 67 783 874 999 92033 210 87 435 517 84 662 776 866 93255 91 370 606 34 180126 66[ 3000] 238 77 304 489 506 21 85 703 865 903 24 181043 131 260 404 7 527 637 97[ 15001 713 830 69( 3000] 908 24 182134 243 56 381 85 428 532 641 65 83 823 951[ 3000] 183333 49 430 568 623 13001 938[ 3000] 184262 358 500 2 688 805 23 929 185125 87 94 390 487 533 701 68 823 186046 177[ 800] 205 13001 81 313 409 612 716 130001 814 36 187022 168 20162 368 503 99 802 961 84 89 188125 81 271 381 550 96 813 70 935 45 189073 146( 500] 235 321 36 28 412 15 90 610[ 500) 39 739 78 946 Bir werben In Bern farb gestern der Rechtsgelehrte Professor| Wien, 28. Mai. Hier kurfirenden angeblich verläßlichen| Pofitio läßt fich das jedoch nicht behaupten. Rönig, Mitglied des internationalen Inftituts für Völferrecht. Nachrichten zufolge macht die Wiederbesetzung des ungarischen das Inserat der Schneiderorganisation zur Untersuchung zustellen. Großes Unglück. Fünfzehn 3öglinge des Frauenflofters Handelsministeriums Schwierigkeit, weil sich herausstelle, das un- R. T., Bieleuzig. Wie Sie gesehen haben werden, ist des Wurmsbach bei Rapperswyl wollten gestern früh über den garische Staatsbahn- Budget sei mit einer Schuldenlaft von Grafen inzwischen unter„ Gerichtsverhandlungen" erwähnt wor Züricher See fahren. Durch ein Leck im Boden des Fahrzeuges 20 Millionen Gulden belastet, für welche eine budgetmäßige den. Besten Dank! drang das Wasser ein und in der Nähe des alten Dossenhorns Vorsorge bisher nicht getroffen sei. fant das Fahrzeug plöglich. Nur mit Mühe konnten acht Mädchen gerettet werden. Unter den Ertrunkenen befinden sich Paulina Vollmer aus Waldsee in Württemberg und Philippine Huber aus Erzingen in Baden. Der Frauenmörder Deeming ist in Melbourne am Sonntag früh 10 Uhr hingerichtet worden. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Dortmund, 23. Mai. Die hiesigen Bergleute beschlossen, auf eigene Kosten auf allen Zechen Kontrolleure zur Ueberwachung des Wagennullens anzustellen. Paris, 23. Mai. Bei der geftrigen Wahlhandlung in Gravezon fam es zu Ruheftörungen. Die Monarchisten machten den Versuch, die Wahlurne zu entfernen. Hierüber entstand ein solcher Tumult, daß das Militär einschreiten mußte. Mehrere Personen wurden verwundet. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Stockholm, 23. Mai. Der Reichstag ist heute ohne Thron rede geschlossen worden. Briefkaffen der Redaktion. Urach. Aus dem Inserat tann man allerdings herauslesen, daß der Inferent die Ausbeutung der Arbeiter beabsichtigt. Oskar Pölzig, Gitschinerstraße. Wird mit Dank ent gegengenommen und nach Befinden verwerthet. Heinrich Ortland, New- York. Das Wesentliche über den Berlauf der Maifeier ist bereits gebracht worden. Besten Dant. Verein Lucretia. Rann nur als bezahltes Inserat aufgenommen werden. W. Eggert, Bernauerstraße. Die Aufforderung hatte auf Sie feinen Bezug. Briefkaffen der Expedition. Otto Josef, Wien. Lassalle's Reden und Schriften( frühere Ausgabe 3 Bände, brochirt und gebunden) sind bei uns vor räthig. Bon der neuen Ausgabe ist der I. Band komplett. R 24 Verkäufer. T Telephon Amt 1. 7641. Zum Prophet" Elektrische Beleuchtung. Welthaus in fertigen Herren- und Knaben- Garderoben; 1. Etage größtes derartiges Etablissement in Deutschland. Dönhoffplatz 1. 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" " " " " " 40, 45, 28 " " " " " 30 Westen, einzelne " " " " " " " " " " 48, 32 Schwarze Tuchwesten " " " " " " " " " " " Schwarze Anzüge... Abtheilung Schwarze Anzüge.... sonstiger Detail- Preis M. 48, bei uns von M. 32 54, 60, . 38 Weiße Westen " " " " " 45 Hochelegante Westen " " " " " Abtheilung VII. Sonstiger Detail- Preis M. 6,-, bei uns von M. 2 " " " " " 7,50, 6,-, " " " " " " " 15,-" " " " R324 an. an. " " " " " " 55, 65, " " " " 38 50 Hosen in Tud Buckskin . Abtheilung IV. sonstiger Detail- Preis M. " " " " " " " 6, bei uns von M. 21/2 an. " " " „ Kammgarn " " Satin " " Nouveauté " " 8, " " " " " " " " 10, " " 4 512 " 12, ry " " " " " " 18, 26, 10 " " 13 " 9 29, 14 Haute Nouveauté Hofen und Westen in jeder Preislage in den großartigsten Mustern und Stoffen. Abtheilung V. Sommer- Paletots.... sonstiger Detail- Preis M. 20, bei uns von M. Haute Nouveauté- Anzüge, wie solche nur Spezial- Geschäfte führen. b) Burschen- Anzüge, in 3wirn, sonst. Detailpr. M. 9, " " " " an. " . . " " " 89 " 36, 20 " " " " " "" " u. Futter, hochelegante", Ulster in hellen Stoffen . carrirten 19 . hochfeinen . m. seid. Aufschlägen " 40, 28 " 48, 32 " " 54, 38 36, 20 " " " " " " " " 40, 50, 24 Abtheilung VIII. a) Knaben- Anzüge, in Zwirn, sonst. Detailpreis M. 4,-, bei uns von M. 2 " " " " " " " " " " Buckskin, Cheviot, Satin, Diagonal, Nouveauté " " " " " 5,-, 5,50, 6, " " 21/2" 3 " " " " " 32 4 " " " " 10, 5 ****** an. " Buckskin, " Cheviot, " 10, bei uns von M. 5 9/2" an. 51/2 53/4 24 " Satin, 12, 6 " Diagonal, hochfeine, 13, 18, c) Jünglings- Anzüge, in Zwirn, 15, " Buckskin, 18, " Cheviot, 19, " Diagonal, 20, " " " Rammgarn hochelegante, " 24, 30, 71/2 8 11 18 " " " " " 32 " " " " Knaben- Paletots mit und ohne Pellerine von 3 Mark an. F Für das Verleihen von Fracks, sowie ganzer Schwarzer Anzüge haben wir eine besondere Abtheilung eingerichtet. Bei den von uns notirten Preisen ist jede Uebervortheilung ausgeschlossen, und bemerken wir ausdrücklich, daß unsere Waaren nur von freien Schneidern und nicht in Buchthäusern, nach neuestem Schnitt aus nur gediegenen Stoffen angefertigt find und jeden Vergleich mit A nach Maass gefertigten Kleidern aushalten können, und ersuchen wir Jedermann, unser Niesen- Etablissement in Augenschein zu nehmen und sich durch Einkauf persönlich davon zu überzeugen. " Zum Prophet", Welthaus fertiger Herren- und Knaben- Garderoben, I. Etage, am Dönhoffplatz, L. Etage, Ecke Leipziger und Kommandantenstraße. Für das auswärtige Publikum ist ein eigenes Versandbureau eingerichtet, und wolle man bei Bestellungen, um unliebsame Verzögerungen zu vermeiden, unferer Adresse bie Aufschrift ,, Versandburzan" beifügen. Sendungen nach auswärts können bei dem Umfange unferer Etablissements nur gegen Nachnahme oder Vorhereinsendung des Betrages ausgeführt werden, und wird nicht Konvenirendes anstandslos umgetauscht. 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Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Schwedterstr. 20, Ecke Chorinerstraße.