Nr. 201. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Auslans& Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahre. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 20 fg. „ Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Noresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Partei der Autorität. Die Rede, die der bayrische Centrumsführer Schädler am Dienstag in der zweiten öffentlichen Generalversammlung des Kölner Ratholitentages gehalten hat, war der Höhepunkt der Klerikalen Jubelfeier. Sie war es nicht nur nach Maßgabe der entfesselten Begeisterung, die gewaltig war und das luftig leichte Dach der FestHalle davonzutragen drohte; sie war es auch dem Inhalte nach, weil in ihr das wirken und das Wollen des Klerikalismus, des Bundes von Centrum und Kirche, ausgedrückt war. -Sonnabend, den 29. August 1903. und fünftighin die Bestrebungen dahin zu richten, die höheren Principien der katholischen Kirche nach allen Seiten ins Leben einzuführen." Die fünfziger Jahre waren für die Klerikalen die Zeit, von der sie heute noch rühmen, daß damals für sie eine Lust zu leben war. Es war die Zeit der schwärzesten Reaktion, der schmachvollsten Niederlage des politischen und geistigen Lebens. Aber gerade darum preisen die Kleritalen diese Zeit hoch, halten sie die Gelegenheit für günstig, die höheren Principien der katholischen Kirche nach allen Seiten ins Leben einzuführen". Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Das Verhalten des Landgerichts wirkt um so aufregender, wenn man an gewisse Fälle der legten Zeit denkt, in denen schwer belastete Angeklagte auf freien Fuß gesezt worden sind. An die Herren Schulz und Romeid haben wir schon erinnert. Noch kraffer aber liegt der Fall Nardenfötter. Dieser gemeingefährliche Kurpfuscher wurde, obwohl bereits so gut wie überführt, gegen Stellung einer Kaution entlassen, so daß der Herr ins Ausland verduften konnte. Das Landgericht hält die vom Genossen Leid angebotene Kaution für keine Sicherheit, weil sie vom Vorwärts" gestellt werden würde. Ja, muß man denn, wie Nardenkötter, das Geld für die Kaution durch gemeingefährlichen Betrug zusammengestohlen haben, damit die Kaution bei den Gerichten Gewicht findet? Wenige Wochen sind erst verflossen seit unfrem Wahlfieg vom 16. Juni. Und schon wieder häuft sich bergehoch neues Anklagematerial gegen das herrschende System. Wir marschieren an die vierte Million, und wenn die Dinge so weiter gehen, darüber hinaus1. Wir wissen aus der Geschichte und wissen es nach einem einzigen Blick um uns herum, was das heißt, was aus einem Lande wird, Herr Schädler suchte in einem geschichtlichen Rückblick dessen Leben nach allen Seiten mit den höheren Principien der darzuthun, daß das katholische Volt als der wahre Hort katholischen Kirche" begnadet wird; wir wissen deshalb, daß wir und Schutz der Autorität zu gelten habe, der firch allen Grund haben, unser Volk vor diesen„ Segnungen" zu belichen Autorität, wie fich das von selber versteht, und wahren. Nicht als ob die Kirche eine geringere Freiheit haben sollte worauf es der geistliche Herr besonders angelegt hatte auch der als sonst eine Organisation, nicht als ob das Recht der religiösen staatlichen Autorität. Das sei 1848, als die Throne wantten, das Meinung weniger frei sein sollte als das einer andren Uebersei in den Nöten und Fährnissen der folgenden Zeit erwiesen worden, zeugung. Aber wir haben allen Grund, den Versuchen, die Kirche und es werde sich erweisen für die Zukunft. Der Liberalismus zum mitbestimmenden Faktor am Staatsleben, zum Leiter oder auch aufs bestimmteste, daß die sächsische Regierung daran festhält, dem Die jetzt offiziös bedienten„ Dresdner Nachrichten" versichern zähle nicht mehr, er befinde sich in Liquidation; aber breit und nur Mitleiter der Schule, zum Richter in Kunst und Wissenschaft zu aufs bestimmteste, daß die sächsische Regierung daran festhält, dem Daß diese Vormächtig trete eine andre Partei auf, die nichts weniger beanspruche machen was alles die Klerifalen erstreben, auf das ent- nächsten Landtage eine Reformborlage zu machen. als die Herrschaft über das gesamte wirtschaftliche und politische schiedenste entgegenzutreten. Denn diese Versuche, die Stillstand lage an dem Dreiklassen- Wahlrecht festhalten wird, erscheint immer Leben; eine Bartei, die unter dem Motto: ni dieu ni maître und Rückschritt auf allen Gebieten des Lebens bezwecken, richten sich gewisser. Dazu sollen aber offenbar noch weitere Erschwerungen weder Gott noch Herr ihren ganzen Haß gegen die Religion in erster Linie gegen die aufstrebende Arbeiterschaft, die Kulturträger kommen. Dem„ Reichsboten" wird dazu geschrieben: die bestehende Gesellschaftsordnung bekunde. Gegenüber der neuen Zeit. einem solchen Feinde gelte es einzustehen für die firchliche wie staatliche Autorität, und das werde das katholische Volt thun, selbst auf die Gefahr hin, allein zu stehen. Um aber wirksam die Autorität zu verteidigen, bedürfe es der Freiheit der Kirche und des gleichen Rechtes für alle. Das katholische Volt fordere sein ganzes Recht; feine Angehörigen feien es müde, als Stieffinder beiseite zu stehen, sie wollten anerkannt sein als gleichberechtigte Söhne des Vaterlandes. Es ist das Verdienst der Klerikalen Jubelfeier in Köln, auf diese Pflicht, die gegenwärtig dringender und heiliger als je ist, hingewiesen zu haben. Vor allen Dingen ist der Kölner Katholikentag lehrreich für die Socialdemokratie, weil erstens das Bürgertum im Kampfe gegen den Klerikalismus erlahmt ist, und sodann, weil eingestandenermaßen der Ansturm der Klerikalen, den sie einen Kampf für die Autorität nennen, nur noch der Socialdemokratie gilt, deren Sache somit die Sache des Fortschritts, der Freiheit, der Kultur ist. Das heißt aus der Feiersprache der Katholikentage in die Wir wissen, daß dieser Kampf gegen die klerikale Reaktion, so sehr politische Geschäftssprache übersetzt: mehr noch als bisher will das wir seines für uns fiegreichen Ausganges gewiß sind, nicht leicht Centrum im Bunde mit der Kirche dem Kampf gegen die Social- sein wird. Der Kölner Katholikentag hat uns wieder einmal gedemokratie oder, was dasselbe ist: dem Kampf gegen Freiheit und lehrt, in welchem Maße und mit welchen Mitteln der saubere Fortschritt dienen, wenn ihm der verlangte Lohn gewährt wird. Bund von Kirche und Centrum die Massen zu leiten Kirchliche Freiheit, die an sich berechtigt ist, die aber in fleritalem weiß. Und insbesondere wird dieser Kampf nicht leicht Sinne mehr bedeutet als das Wort besagt: Unterordnung des staat- sein im Westen, wo die Intelligenz des Centrums, lichen Lebens unter die Kirche, vor allen Dingen Auslieferung feine wirksame Organisation, der Bolfsverein für das der Schule an die Klerisei. Gleiches Recht für alle, oder wie es katholische Deutschland sigt. Von den 300 000 Mitgliedern dieses sonst heißt: Parität", d. h. Zulassung der Katholifen zur Staats- Vereins fommen 180 000, das sind drei Fünftel, auf Rheinland und Krippe, Aufteilung der Staatsstellen unter gleicher Berücksichtigung Westfalen, und man kann sagen, daß vier Fünftel deffen, was der ber Ultramontanen. Boltsverein leistet, sich auf die beiden genannten Provinzen erstreckt. unsre Genossen im Westen werden das Aeußerste aufbieten müssen, um in dem vom Centrum mit verdoppelten Kräften aufgenommenen Kampfe das Gewonnene zu erhalten und Weiteres hinzuzugewinnen. Hierzu die nötige Organisation zu schaffen, sie auf festere und erweiterte Grundlage zu stellen und mit verstärkten Kräften auszustatten, das muß ihre nächste Sorge sein. " Gebt uns Barität und wir stützen die Autorität, an deren Erhaltung wir als Nuznießer dann ja ebenso interessiert sind wie ihr andern! Und gebt uns die Schule, gebt uns die Jugend, damit wir dem Arbeiter das Rückgrat beizeiten brechen und die Socialdemofratie an ihm nichts verwerten kann das ist der langen Reden auf dem Katholikentage furzer Sinn, und darum ist der Höhepunkt der Jubelfeier in Köln die temperamentvolle Rede des bayrischen Prälaten Schädler, der dem Sehnen des Klerikalismus den beredtesten Ausdrud zu geben wußte, der wegen seiner Kundgebung unter dem Beifallsorkan einer zehntausendköpfigen Menge von zwei Kardinälen, von der übrigen hohen Geistlichkeit und den gesamten Führern des katholischen Voltes beglüdwünscht wurde. Politifche Ueberlicht. tvo Die Wahlrechtskrise in Sachsen. „ Die Reform geht nach den Mitteilungen sehr unterrichteter Männer darauf hinaus, das Dreiflassen- Wahlsystem beizubehalten mit geheimer und direkter Stimmabgabe, doch soll wahrscheinlich jede Klasse ihre Abgeordneten direkt wählen. Das würde der Socialdemokratie ohne weiteres den dritten Teil aller Mandate einbringen, und da auch die zweite Klasse überall in Sachsen nicht ganz sicher ist, wenigstens jegt nicht, so könnte ein derartig reformiertes Wahlsystem doch einmal eine socialdemokratische Majorität im Landtage ergeben; jedenfalls aber sichert es eine so starte socialdemokratische Minorität, daß die Gefahr einer Lahmlegung der parlamentarischen Arbeiten durch die Socialdemokraten fortgesetzt bestehen würde. Deshalb will das Reformprojekt der fächsischen Regierung nicht alle Abgeordneten zur Zweiten Kammer aus allgemeinen Wahlen hervorgehen lassen, sondern es scheint die Absicht zu bestehen, eine bestimmte Anzahl von Abgeordneten durch die landwirtschaftlichen Kreisvereine sowie die Handels- und Ges werbekammern wählen zu lassen." Die Konservativen werden selbst darin noch eine Gefahr für ihre Herrschaft erblicken. Sie wollen überhaupt feine Reform, wie es auch komme. In dieser Gewaltpolitik werden sie auch von dem durchgefallenen Dertel unterstützt. Seine Deutsche Tageszeitung" beschäftigt sich mit unsren gestrigen Auslassungen über die Situation in Sachsen und zu unsren Bemerkungen über die im Volke herrschende Stimmung sagt sie: " Glaubt die Socialdemokratie wirklich, durch solche Dellamationen das fächsische Volk(!) und die sächsische Regierung einschüchtern zu können? Einen andern Zweck als den der Einschüchterung fann sie ja nicht verfolgen. Die Regierung mag an diesem Beispiele ersehen, was sie von einer Versöhnungspolitik zu erwarten hat." Das sächsische Bolt steht in seiner Mehrheit auf der Seite der Socialdemokratie und wird sich allerdings von den Konservativen weder einschüchtern noch einschläfern lassen. Es wird sein Recht mit aller ihm zu Gebote stehenden Energie fordern und darum tämpfen.4 Deutfches Reich. Reichsregierung und Wahlrecht. Noch immer hat sich weder die preußische noch die Reichsregierung zu der Behauptung Giesebrechts geäußert, daß fie gelegentlich der Diätenfrage eine Aenderung des Reichstags- Wahlrechts durchsetzen wollen. Jetzt wird nun dem„ Berl. Tagebl." aus SachsenWeimar geschrieben: Ein Mitglied der weimarischen Staatsregierung hatte kürzlich in Berlin eine Rücksprache mit den höheren Reichsbeamten, bei der auch diese Frage gestreift wurde. Dabei erklärte der letztere so wenigstens wird versichert ettva das Nachstehende: Die Bewilligung von Diäten an die Reichstags- Abgeordneten in der Höhe der den Mitgliedern des preußischen Landtages gezahlt werdenden Entschädigung sei vorgesehen, aber nur beim Zustandekommen einer Wahlgesetz- Novelle, welche die notorischen Ungerechtigkeiten des jezigen Systems wenigstens in der Hauptsache beseitige und der Intelligenz, dem Besike und der per. sönlichen Integrität die gebührende Präponderanz gegenüber den entgegengesetten Eigenschaften verschaffe. Mit dieser Revision" fönne nicht länger gezögert werden, da jedes weitere Hinausschieben die Wahrscheinlichkeit des Zustandekommens vermindere. Man dürfe erwarten, daß die Mehrheit des neuen Reichstages den geplanten, auch vom Kaiser gebilligten Abänderungsvorschlägen mäßigen Census, sociale Vorbedingungen 2c. ohne Annahme des Pluralsystems zustimmen werde, da ja die liberalen wie die konservas tiven Parteien gleich gefährdet seien, von der Socialdemokratie er drückt zu werden." Berlin, den 28. August. Der Haftentlassungs- Antrag abgelehnt. Was Schädler fagte, war nichts Neues. Seit Mainz ist es schon Dem Rechtsanwalt unfres Genossen Leid ist am Freitag endlich oft, vielleicht auch schon besser, aber niemals entschiedener, fieges- der Bescheid zugegangen, daß der Antrag auf Haftentlassung unter gewisser und beifälliger ausgesprochen worden. Herr Schädler wies Sautionsstellung abgelehnt worden ist. Begründet wird der mit besonderem Nachdruck auf die Zeit von 1848 hin, wo die Throne völlig unverständliche Beschluß der Landgerichtskammer durch krachten und das katholische Volt in der Unruhe und dem Abfall der Fluchtverdacht. Aber für diesen Fluchtverdacht werden keine beBeit sich als zuverlässige Stüße der Autorität erwies. Eine Revo- sonderen Gründe angegeben außer der üblichen Formel von der zu lution hat's ja auch in unsren Tagen gegeben, allerdings weit erwartenden hohen Strafe. friedlicherer Art als jene von 1848: die Reichstagswahl vom Das ist nicht der Sinn der strafprozessualen Vorschrift, daß Juni dieses Jahres mit ihren drei Millionen socialdemokratischer die Thatsachen, die einen Beschuldigten der Flucht verdächtig machen, Stimmen. Wehtlagend hatte wenige Stunden vorher an derselben aktenkundig gemacht werden müssen, daß einfach eine nichtsStelle Herr Trimborn auf das rote Dreimillionen- Heer hin- fagende Formel angewandt wird, die auf niemanden so gewiesen, und beschwörend führte Herr Schädler jetzt das Bild schlecht paßt wie auf einen Redakteur des„ Vorwärts". Erstens von der breit und mächtig einherschreitenden Partei vor, die alles ist es nicht einmal richtig, daß eine hohe Strafe zu erwarten ist. zu verschlingen und zu verderben drohe. Das Centrum strebt nach Sofern in Preußen, was doch anzunehmen ist, noch nach juristischen, dem Ruhme, den Friedrich Wilhelm IV. nach 1848 feinen fatholischen nicht nach politischen Gründen geurteilt werden sollte, so kann es Unterthanen dafür erteilte, daß sie ihm in schweren Zeiten die Treue gegen Genossen Leid überhaupt zu feinem Verfahren kommen. Denn bewahrt und Männer der Ordnung ins Parlament geschickt hatten. auch unter Buhilfenahme eines dolus eventualissimus fann feine Mit aufdringlicher Beflissenheit ergingen sich die Redner des Kölner Majestätsbeleidigung konstruiert werden. Dann aber ist die ThatKatholikentages in Beteuerungen der Ergebenheit zu Kaiser sache, daß Genosse Leid Redakteur des Vorwärts" ist, gerade ein Wilhelm II., fie ließen nicht ab in Versicherungen der Treue und aktenkundiger Beweis, daß er nicht fluchtverdächtig ist. Ausdrücken der Hoffnung, daß er der Kirche die Freiheit geben und Genosse Leid ist nicht geflohen, als in der Krupp- Affaire alle das Sehnen seinen treuen katholischen Unterthanen erfüllen möge. Welt heulte, der Frevler müsse zur Magimalstrafe verurteilt werden, Die Meritalen wittern Morgenluft! als die" Post" sogar entdeckte, das von ihm begangene Verbrechen Es war auf einem andren Katholikentage in Köln, nämlich im sei nicht Beleidigung, sondern Totschlag( Zuchthaus nicht unter fünf Jahre 1858, da wies der damalige Präsident August Reichens- Jahren). Genosse Leid ist nicht geflohen, als nach der Veröffentlichung perger in der ersten öffentlichen Versammlung hin auf„ jene Zeit, des Tirpitz- Erlasses gegen ihn das Verfahren wegen Hehlerei als alles nach Freiheit und Zügellosigkeit schrie und rannte. Da angestrengt worden war, und das ist doch ein gemeines, entehrendes traten zusammen ernst und besonnen auch die deutschen Katholiken Verbrechen, das mit Gefängnis, und unter Umständen mit und forderten, gegenüber dem anarchischen Treiben der Wühler und Buchthaus bis zu fünf Jahren bestraft werden kann. Wenn damals Das bisherige Reichstagswahlrecht hat allerdings notorische Stürmer, im treuen Anschluß an den Episkopat festen Sinnes nicht Leid nicht geflohen ist, wie sollte er jetzt auf den Gedanken kommen, ungerechtigkeiten", nämlich die Einteilung der Wahlkreise, die ein die Anarchie, sondern die echte, die männliche Freiheit für alle, auch es zu thun, da es sich doch nur nach dem Urteil des Regierungs- Pluralsystem ärgster Art darstellt. Auch ein Census besteht schon für sich, für die Kirche." Er erinnerte daran, daß, als alles bebte blattes um eine„ lächerliche Hundstagsgeschichte" handelt, die zwar und zwar ein sehr hoher: auch der Bettler bezahlt indirekte Steuern. Dann will man und wankte, als manche Throne brachen und tausendjährige Reiche wahr ist, aber schlechterdings keine Spur der im Ermittelungs- Diese" Ungerechtigkeit" ist also bereits beseitigt. mit Trümmern bedeckten, die Kirche aufrecht stand, das Kreuz verfahren willkürlich behaupteten Vergehen enthält. hoch erhob und dem Drachen der Revolution aufs Haupt feste". Zudem wird man alles, was man zu erfahren wünscht und mehr Und weiter wies Reichensperger hin auf den Beschluß des Linzer in dem Prozeß hören, den die Staatsanwaltschaft hoffentlich für Katholikentages( 1856):" Da der Kampf für die Freiheit der Kirche Herrn v. Trotha führen wird. Unter diesen Umständen müssen Gründe teils durch die Gesetzgebung geordnet, teils vom Episkopat in die für die Haftbelassung Leids vorliegen, die mit dem Paragraphen der Hand genommen sei, die kirchlichpolitischen Fragen fallen zu lassen Strafprozeß- Ordnung nicht formuliert werden können. Das B. T." fügt hinzu, daß auch ihm schon ähnliche Vorschläge zu Ohren gekommen sind. die Intelligenz privilegieren. D. h. doch wohl die politische Intelligenz; denn es fann jemand ein Stockgelehrter der Affyriologie oder des Althochdeutschen sein und als Politiker ein Stockefel. Also will man ein Examen über politische Intelligenz einführen? Wir fürchten, der Reichstag wird dann aus 397 Socialdemokraten bes stehen. Dann will man die persönliche Integrität zur Die Intelligenz dieses Projektenmachers ist, wie man sieht, so gering, daß er auf Grund seines eignen Vorschlags vom Wahlrecht ausgeschlossen werden müßte, zumal die Bindung an einen direkten Census ohne Einführung direkter Reichssteuern unmöglich ist. Immer hin: Es brodelt im reaktionären Herenteffel. Das Proletariat hat alle Ursache, wachsam zu sein.-Arbeiter verbeten! Eine Korrespondenz meldet: den berBorbedingung machen. Das würde bedeuten, daß alle die Ab-| herr Berufung eingelegt, und zwar letzterer, tveil auf eine zu ge-| Kaiser nach Absolvierung des Besuches des Königs von England und geordneten ausgeschlossen werden, die so korrupt sind, daß sie für ringe Strafe und nicht auf Ehrenstrafen erkannt worden ist. Henning der Manöver wieder nach Budapest kommen wird. Der Eindruck ist ihre eigne Tasche Politik treiben. Also fort mit der Kardorff- Rotte! ist 35 Jahre alt. Er ist der Sohn des verstorbenen Berliner Eisen- nicht abzuweisen, daß man in Wien den Ungarn vordemonstrieren nachdem Und endlich will man den Besitz privilegieren. Ungerecht ist's bahn- Direktors Henning. Seit 1900 ist er Batteriechef. Die Vor- will, man habe es mit der Lösung der Krise nicht eilig freilich, daß der befizlose Proletarier nur eben so viel politisches gänge in seiner Batterie sind noch allgemein bekannt. Ein Rekrut die Frist für die Affentierungen nun doch abgelaufen ist und man mit Holm ist von den älteren Mannschaften und Vorgesetzten dem fatalen Ergebnis rechnet, heuer am 1. Oktober, dem militärischen Recht hat wie der Besitzende, der sich schon durch seine materielle arg mißhandelt worden, so daß er schließlich irrfinnig wurde Einrüdungstag, überhaupt keine neuen Rekruten zu bekommen. Aus Macht mehr wie sein Recht erkämpfen kann. Aber wir sind weit und noch Heute schtver frant ist. Auch Rekrut den Verhandlungen in der Hofburg ist als Schlußresultat herausdavon entfernt, deshalb den Besitzenden die politischen Rechte zu Brader ist von dem Futtermeister Kühl schwer mißhandelt, gekommen, daß man sich auf den Kern der nationalen Forderungen nehmen. in den Unterleib getreten und geschlagen worden, so daß er eine der Ungarn, auf die ungarische Kommandofprache, nicht Darmentzündung davontrug und ebenfalls noch heute leidend ist. einlassen mag, dagegen kleinere und nebensächlichere Wünsche zu ers Holm war schließlich fahnenflüchtig geworden, wurde aber von seinem füllen bereit ist. Die Frage ist mun, ob die Unabhängigkeitspartei Vater zur Truppe zurückgebracht und sollte auf Anzeige des Haupt- ihre Hauptforderung fallen lassen wird und ob sich von den führenden manns Henning wegen Desertion angeklagt werden. Das Verfahren Politikern einer entschließen wird, das sehr zweifelhafte Experimen gegen ihn, in dessen Verlauf dann alle die Scheußlichkeiten an das der Versöhnung der Obstruktion zu machen. Groß wäre die AusLicht kamen, mußte schließlich eingestellt werden, weil Holm irrsinnig wahl der ministerfähigen Leute heute nicht; es tämen eigentlich wurde und in die Schleswiger Landesivrenanstalt übergeführt werden nur zwei unverbrauchte in Betracht: Graf Apponyi, der mußte. Nach den Bekundungen des dortigen Frrenarztes Dr. Rieger Präsident des Abgeordnetenhauses, und Dr. Wederle, der hat Holm bei und lange Zeit nach seiner Einlieferung absolut keine ehemalige Ministerpräsident, der der Krone die Zustimmung Bewußtseinsäußerungen von sich gegeben. Man hat ihn an und zu abtrotte. firchenpolitischen Gesetzen Sie sind beliebt An die Manöver- Schlachtenbummler richtet sich eine Mahnung, ausziehen müssen. Er reagierte selbst nicht auf Nadelstiche. Später aber beide bei Hofe sehr wenig und persönliche welche in friegsministeriellem Auftrage durch die hat er dann das Gefühl gehabt, als werde er mit Peitschen und Feuer- Vorurteile haben sich auch in Ungarn allezeit als gewichtiger erGeneralkommandos erlassen wird. Es heißt darin u. a., hafen bearbeitet. Der Sachverständige hält es für sehr wohl möglich, wiesen denn die politischen Notwendigkeiten. Die mutwillige Entdaß Truppenübungen nicht abgehalten werden tömten, wenn die daß die fortgesetzten Mißhandlungen diese Geistesstörung hervorlassung Szells, die wirklich nur durch eine ganz persönliche Vers Zuschauer sich in dichten Scharen zwischen die einzelnen, verstrent gerufen haben, besonders weil Holm dabei eine schwere, in Eiterung ftimmung zu erklären ist, hat die alte Erfahrung neu bekräftigt. manöverierenden Truppen drängen. Das Publikum wird daran er übergegangene Wunde am Kopfe davongetragen habe.. Unter solchen Umständen ist vorläufig das wahrscheinlichste, daß man innert, daß die Militärbehörde jede Verantwortung ablehnt für Die Mißhandlungen, die der Rekrut hat erdulden müssen, sind es mit einem Provisorium, mit der Präsidentschaft irgend eines als Bewerber um diese zweifelhafte Ehre wird beförperliche Beschädigungen von Civilpersonen, die aus einem un- in der That entsetzlich gewesen. Eine ganze Anzahl Verurteilungen Subalternen befugten Zwischendrängen durch Geschütz- oder Gewehrfeuer find deshalb schon erfolgt. Futtermeister Kühl, der auch den harrlich Herr Lang, der jetzige Handelsminister, genannt oder durch Anreiten oder Anlaufen beim Vorgeher ent- Rekruten Bracker, der deswegen als Juvalide von der Truppe suchen wird. Hoffentlich führt der Bersuch zu einer zweiten Blamage stehen. Das Betreten der Bivouacs ohne Erlaubnis- entlassen werden mußte, mißhandelt hat, ist zu 1/2 Jahren Gefängnis der einfichtslosen Großmacht. farten, die von Um die Lücke" auszufüllen, die durch den Entgang frischer Bivouacskommandanten auszugeben sind, und Degradation, Unteroffizier Schleicher zu 2 Tagen gelindem ist, so wird weiter ausgeführt, streng verboten. Jeder Arrest, Wachtmeister Harder zu 1 Tage Arrest, zwei Stanoniere zu Refruten im Gefüge des Militarismus entsteht, hat sich die KriegsZuschauer, der unberechtigter Weise Flurschaden verursacht, ist fest je 3 Wochen Gefängnis und drei weitere Kanoniere zu je 1 Jahre verwaltung zu einer ebenso zwecklosen wie gehässigen Maßregel Sie will nämlich die Drittjährigen, die Manns zustellen, um ihn zur Rechenschaft ziehen zu können. Die von den Gefängnis verurteili worden. Zwölf Kanoniere find freigesprochen entschlossen. Truppen zur Unterstützung der Feldgendarmen kommandierten worden, weil keine gemeinschaftliche, sondern nur einfache Körper- schaft des dritten Jahrganges, die Ende September ihre dreijährige Mannschaften, kenntlich an einem Ringtragen aus weißem Metall, berlegung vorlag und deswegen kein Strafantrag gestellt war. Haupt- Dienstzeit vollendet, länger dienen lassen- bis 31. Dezember, fo haben dieselben Rechte wie die Feldgendarmen und haben die mann Henning soll nicht nur um diese Mißhandlungen gewußt, sondern daß die drei Dienstjahre um drei Monate verlängert werden würden. Befugnis, Civilpersonen vorläufig festzunehmen, welche den An- diefelben geradezu veranlaßt haben. Auch hat er eine Anzeige des Das Wehrgesetz gestattet nämlich, daß die Dienstzeit ohne Rücksicht ordnungen der Patrouillen sich widersetzen oder sich thätlich an Rekruten Bracker gegen den Futtermeister Kühl unterdrückt. Er ist auf das Datum der Einrückung bis Ende des Jahres ausgedehnt die Patrouillen bergreifen oder beleidigen. Schließlich werden die deshalb angeklagt wegen: 1. Verabsäumung der Beaufsichtigung wird. Die Maßregel, die so tief in das Erwerbsleben von militärtechnisch Fabrikbesitzer gebeten, daß sie au den Manövertagen dem Personal Untergebener; 2. Anstiftung zur Mißhandlung Untergebener; 3. Miß- hunderttausend Menschen eingreift, hat auch möglichst nicht freigeben, um unliebfamen Zwischenfällen im Juter brauch der Dienstgewalt und 4. Unterdrüdung einer Beschwerde. nicht den geringsten Sinn, denn der Zweck des Militarismus Festgestellt ist durch die vielen früheren und auch durch die erst will doch sein: esse der Arbeiterschaft selbst vorzubeugen. Soldaten Soldaten ausbilden, nicht mit Welchen Zweck soll es also haben, die UnDie Militärbehörden machen sich endlich einmal um die Erziehung instanzliche Verhandlung gegen Henning, daß Holm von den alten zu paradieren. Leuten" derartig mit Fahrerpeitschen, Sattelgurten, Feuerhaken usw. möglichkeit, der Arbeiter im socialdemokratischen Sinne verdient. Denn auch wir mißhandelt worden ist, daß der Körper über und über mit blut wollen, daß Soldaten zu bilden, damit wettmachen zu man ausgediente und ausgebildete Soldaten find der Meinung, daß aufgeklärte Arbeiter bei solchen Schau- unterlaufenen Striemen bedeckt und sein Unterzeug mit Blut getränft weiter im Joche läßt? Es scheint, daß die Maßregel vorstellungen nichts zu suchen haben. Warum nun freilich gerade war. Ein Schlag mit einem Feuerhaten fügte ihm die oben schon nehmlich den Zweck hat, die ungarischen Obstruktionisten in erster Linie Arbeiter den Militärbehörden unerwünscht erwähnte Kopfwunde zu. Nach dem Urteil des Kriegsgerichts hat mürbe zu machen; vielleicht will man damit auch der Bewilligung find, bleibt rätselhaft. Denn sonst provoziert man der Angeklagte den Holm beim Appell vor die Front treten, ihn dort der Rekruten durch den§ 14 in Destreich die Wege ebnen. Es geradezu das das Zusammenströmen bon Manöver Publikum. niederknien, die Arme emporheben und unter Anrufung des tönnen nämlich die Rekruten in Destreich auf Grund des so voreilig beSo werden für die Kaisermanöver bei Erfurt ja Tribünen errichtet, himmlischen Vaters" Besserung geloben lassen. Vor versammelter fchloffenen Gesetzes eigentlich nicht eingereiht werden, weil dem Mannschaft hat der Angeklagte auch mehrfach gesagt:„ Der Schweine- Gefeße eine Klausel beigefügt ist, daß die Einreihung immer damit die Gaffer es bequem haben. Auch daß die Kinder Ferien hund muß mit Fahrerpeitschen erzogen werden und dahin geschlagen nur in dem Ausmaße erfolgen darf, als sie in Ungarn bewilligt friegen, wird die Zahl der Schlachtenbummler vermehren. Man werden, wo die Pißjöhren Schläge friegen". wird; sonach hemmt die Nichtbewilligung der Rekrutenaushebung in wünscht also offenbar nur Kinder und wohlhabende Leute als Ungarn die Einreihung in Destreich. Beliebt wird die odiose MaßPublikum für die schwitzenden und rackernden Proletarier im bunten regel weder den Militarismus noch den Dualismus machen; die Rod! zurückbehaltenen" werden gute Agitatoren sein gegen die volksfeindlichen Mächte. Schweiz. neute Der Angeklagte erklärt: er habe nicht gewußt, daß die Rekruten mißhandelt worden seien. Das habe er erst erfahren, als Holm fahnenflüchtig und von seinem Vater wieder zurückgebracht worden sei. Er habe die Leute nicht aufgefordert, Holm zu schlagen. Kaiserbesuch und Wohl der arbeitenden Klassen. Zum Kaiser Er habe ganz allgemeine Redensarten gebraucht und müsse von befuch am 6. September bereitet sich auch Halle vor. Die Stadt den Leuten falsch verstanden worden sein. Holm sei ein schlechter berordneten bewilligten zur Ausschmückung und dergleichen Soldat gewesen, der sich, obwohl er ihm den Urlaub abgeschlagen Züricher antisocialistische Wahlkreis- Geometrie. Zürich, 50 000 m. und außerdem dem Centralverein zum Wohle der habe, sich von seinem Vertreter Urlaub erschlichen hatte. Es sei 25. Auguſt.( Eig. Ber.) Die Stimmberechtigten des Kantons arbeitenden Klassen eine Beihilfe von 12 M. Für die Sicherheit richtig, daß Holm vor der Front habe Besserung geloben müssen, Zürich haben am nächsten Sonntag über drei Gefeßes des Kaisers wird in umfassendster Weise gesorgt. Es ist verboten aber die Anrufung des himmlischen Vaters" habe er ihm nicht be- vorlagen abzustimmen, wovon für weitere Kreise nur dieworden, den Kaiser mit Bettelbriefen zu belästigen". Bitt fohlen. Daß er die Beschwerde des Rekruten Bracker gegen Kühl jenige betreffend die Verwaltung der Stadt Zürich steller sollen der Polizei übergeben werden. Zur Unterstützung der unterdrückt hat, entschuldigt der Angeklagte damit, daß er geglaubt Interesse besitzt. Das heutige Groß- Zürich, wie es genannt Halleschen Sicherheitspolizei werden neben Kriminalpolizei und habe es handle sich nur um einen leichten Schlag.( Es war ein wird, ist im Jahre 1891 durch die Vereinigung von einem Dugend Militär noch 181 Fußgendarmen und 34 berittene Gendarmen Fußtritt in den Unterleib, der eine schwere Darmentzündung zur Vorortgemeinden mit der alten Stadt Zürich geschaffen worden und in der Stadt zusammengezogen. Auch Anarchistenbewachung gehört folge hatte.) dler zählte damals 94 124 Einwohner. Von den neugeschaffenen fünf zum Programm. Vor acht Jahren hat sich in Halle einmal ein Bei der Vernehmung der Zeugen tam es mehrfach zu reisen waren Außersihl( das Arbeiterquartier) mit 24 488 und Anarchistenklub gebildet; er besteht heute längst nicht mehr, aber die Kollisionen des Angeflagten mit dem Verhandlungsleiter. Der An- Fluntern mit 24 515 Einwohnern die größten. Im Laufe der harmlosen ehemaligen Klubmitglieder werden sorgfältig beobachtet. geklagte fragte einige Zeugen Unteroffiziere- selbst und direkt, Beit entwickelten selbst und direkt, Beit entwickelten sich beide Kreise in bedeutendem Maße, Die Halleschen Behörden lesen offenbar keine gutgesinnten worauf diese ein stereotypes Zu Befehl!" antworteten. Das ver- namentlich aber Außersihl, das bei der Volkszählung vom 1. DeZeitungen, sonst wären ihnen sicher nicht die jüngst aus Anlaß der anlaßte den Verhandlungsleiter zu der Bemerkung: Bu Befehl ist zember 1900 58 901 Einwohner zählte, in einem Jahrzehnt also seine Staiferinfelaffaire erfolgten Mitteilungen entgangen, daß der Kaiser hier gar nichts, im übrigen steht das Fragerecht mir zu." Bevölkerung mehr als verdoppelte. Aber es vollzog sich in diesen in Berlin sehr oft in der forglofesten Weise spazieren gehe, so daß Es sei ganz ungehörig, fagte er zu dem Angeklagten, daß zehn Jahren in dem Arbeiterfreise Außerfihl noch etwas andres, er jeder an ihn herantreten fönne. derselbe feine Autorität als Vorgesetzter dazu gebrauche, die entschlüpfte immer mehr dem politischen Einfluß der bürgerlichen Der Wahlkrawall in Laurahütte kommt demnächst zur Verhand- Bengen durch Fragestellung zu beeinflussen. Wenn das so Barteien und wurde zu einer politischen Domäne der Socialwerde er den Angeklagten während der demokratie. lung. Gegen 66 Angeklagte ist Termin zur Hauptverhandlung vor weitergehe, Dabei ist Außersihl mit seinen 27 Vertretern im Eine Beugenvernehmung abführen lassen. der Straffammer auf den 8. September und gegen acht Angeklagte Beugen- Mannschaften- erklärten: fie feien vom Angeklagten der größte Wahlkreis der Stadt Zürich für die Wahl der städtischen ganze Reihe von Kantonsrat der größte Wahlkreis des Kantons und natürlich auch aufgefordert worden, den Holm„ mit Fahrerpeitschen" zu er- Behörden. ziehen". Ueber diese Gestaltung der Dinge waren die bürgerlichen Während die ganze übrige Verhandlung öffentlich war, wurde Parteien, namentlich ihre in Außersihl bei den Wahlen auf der die Deffentlichkeit während der Erörterung der persönlichen und Strede gebliebenen Führer, aufs höchste empört und so reifte Familienverhältnisse des Angeklagten ausgeschlossen. Höchst unglück der Plan der Berreißung des Kreises Außersihl in mehrere Kreise, liche Eheverhältnisse sollen den Angeklagten zu einem sehr nervösen um die dortige Macht der socialdemokratischen Partei zu brechen. Der Redakteur der Oberhessischen 8tg.". Frhr. v. Wangenheim, Menschen gemacht haben. Da sich aber die bürgerlichen Parteien in der Schweiz auf die hatte in einem Artikel geschrieben, der Assistent an der landDas Ürteil des Gerichts lautete, wie uns ein Privattelegramm Heuchelei so gut verstehen wie ihre Genossen im Ausland, so wurde wirtschaftlichen Versuchsstation, Dr. Gössel, benutze seine amt- meldete, auf vier Monate Festung. Während also der Gerichtsherr die ganze Prozedur Verwaltungsreform" genannt und lichen Dienstreifen zur Agitation für den Kandidaten der National hier die Verhängung von Ehrenstrafen für angebracht erachtete, ging die Gründe dafür als verwaltungstechnische" bezeichnet. focialen Herrn von Gerlach, indem er für denselben Stimmzettel das Ober- Kriegsgericht noch erheblich unter das erste Urteil hinverteile. Jedenfalls vertrage sich dies nicht mit dessen amtlicher unter. Stellung, umſomehr, als die Gelder, die er beziehe, aus vor dem Schwurgericht auf den 28. September anberaumt. Gemeindebulle und Reichstagswahl. Mit welchen Mitteln für konservative Wahlen gewirkt wird, ent hüllte eine Gerichtsverhandlung vor dem Schöffengericht in Mar burg am Donnerstag. Es wird uns darüber berichtet: V " Unter der Mitwirkung der im Kantonsrat fizzenden, ebenso bornierten wie reaktionären Dorfmatadoren fonnten die Reaktionäre der Stadt Zürich ihre Pläne glatt durchführen. landwirtschaftlichen Kreisen aufgebracht würden. Dr. Gössel Soldatenmißhandlung. Der Unteroffizier Speer von dem Feld- Nach dem jetzt vorliegenden Gefeß wird Außersihl in drei Kreise hatte hierauf Beleidigungsklage gegen Herrn v. Wangen artillerie Regiment Nr. 23 war durch das Kriegsgericht der zerrissen, so daß der eigentliche Kreis Außerfihl, in dem wir nach heim angestrengt. In der heutigen Verhandlung stellte sich der 15. Division wegen vorsäglicher körperlicher Mißhandlung des wie vor die Mehrheit haben, nur noch 29 310 Einwohner hat. EntSachverhalt wie folgt dar: Dr. Gössel war am Tage nach der Kanoniers Wichelhaus zu drei Wochen Mittelarrest verurteilt worden. sprechend dieser Reduktion erfolgt natürlich auch die Verminderung Hauptwahl in Begleitung seines Freundes, des Kandidaten Knieling, Er hatte dem Soldaten befohlen, zwei Trensen zu puzen; als er der Zahl der Vertreter Außersihls in den Behörden. In einem der neunach Wangershausen zur photographischen Aufnahme landwirtschaft- andern Morgens sah, daß der Befehl nicht ausgeführt war, trat geschaffenen Kreise werden dagegen die Bürgerlichen die Mehrheit licher Versuchsfelder gefahren. Während er sich damit beschäftigte, er den Soldaten mit dem Knie derart gegen den trat ein Landmann zu ihnen, mit dem fich Knieling über die Unterleib, daß eine schmerzhafte Entzündung ent- haben, vielleicht sogar in beiden. Sie werden also den Zweck der " Verwaltungsreform" erreichen. Der Landmann bekannte sich als stand, die den Soldaten mehrere Wochen dienstunfähig wie lange, denn bei der starken Bevölkerungsvermehrung in Freilich fragt es sich, auf Reichstagswahl unterhielt. Wähler des Herrn von Pappenheim, denn sie( die Land- machte. Trotz der unglaublich gelinden Strafe legte der Soldaten diesem Stadtquartier, wobei es sich in der Hauptsache um Teute) müßten konservativ wählen weil es der Landrat so schinder Berufung bei dem Ober- Kriegsgericht ein. Dieses verwarf Arbeiter handelt, kann leicht in wenigen Jahren die Socialwünsche und weil man nicht der Unterstützung aus Staats- in seiner gestern in Koblenz abgehaltenen Sigung die Berufung. demokratie in allen drei Kreisen die Mehrheit haben. Um aber mitteln verluftig gehen wolle, falls die Gemeinde in die Lage Ein abschlägig beschiedenes Gnadengesuch. In dem Spieler- über die eigentlichen parteipolitischen Motive der Verwaltungsfomme, einen Bullen anschaffen zu müssen. Kandidat Knieling suchte prozeß gegen Prochnow und Genossen hatten die Berichterstatter der reform" hinwegzutäuschen, wurde auch noch der von den Bürger hierauf den Landmann zu bereden, in der Stichwahl seiner Ueberzeugung Ausdruck zu geben und für Herrn v. Gerlach zu stimmen." Dresdner Nachrichten"," Dresdner Neuesten Nachrichten" und des lichen beherrschte Kreis V( Fluntern, Hottingen 2c.) in zwei neue Dresdner Anzeigers" Teile der Anklageschrift veröffentlicht. Des- Kreise zerrissen. Er erbat sich deshalb von Dr. Göffel einen Gerlachschen Stimmhalb wurde gegen sie, wie gegen die verantwortlichen Redakteure Das Attentat auf die Außersihler Socialdemokratie wird bezettel, der dem Wunsche nachkam, da er Stimmzettel jämt Dr. Lier, Dr. Lehndorf und Mäder Anklage erhoben. Ein seitens schönigt durch die Bestimmung, daß zur Bestellung des Großen figer Parteien bei sich führte. Diesen Zettel gab Anieling ber Angeklagten eiligst eingereichtes Gnadengesuch ist dieser Tage Stadtrates die Proportionalwahl die Proportionalwahl eingeführt werden kann. dem Landmann. Das Gericht konnte hierin keine Agitation in dem abschlägig beschieden worden. Das Gerichtsverfahren soll Klarheit Aber der Kantonsrat mit seiner reaktionären Mehrheit hat von der„ Oberhessischen Zeitung" behaupteten Sinne erblicken und über die Durchstechereien schaffen. sich die Genehmigung oder Verwerfung des Wahlverfahrens berurteilte den Freiherrn v. Wangenheim zu 50 M. Geldstrafe. Für Verbreitung eines Kopfblattes des national polnischen Vorbehalt dieser Genehmigung verrät die Absicht, den Proporz zu vorbehalten, ohne dafür einen vernünftigen Grund anzugeben. Der An den Trierer Schulstreit erinnert die folgende Meldung wurde ein Arbeiter aus Lublinig vom Kriegsgericht in Oppeln zu bloßes Deforum. Górnoslyzat" aus Kattowiz am Tage der Kontrollversammlung bereiten. Die bezügliche Bestimmung im Geseze ist also nur ein aus Trier: Eine außerordentliche Stadtrats- Sitzung beschäftigte sich mit bier Wochen strengen Arrests verurteilt. Dem Blatt wurden revoluDer Verurteilte legte gegen das der Errichtung einer katholischen Uebungsschule am Seminar der tionäre Tendenzen zugesprochen! paritätischen Töchterschule. Der von der Regierung vorliegende Urteil Berufung ein. Vertragsentwurf wurde jedoch als unklar zurüdgewiesen. Man Ausland. beschloß, die von der Regierung beantragte Art des Religionsunterrichts der Entscheidung des Bischofs anheimzustellen. Der„ Gieg" des Grafen Billow über den Bischof Storun bestand bekanntlich darin, daß die Wünsche der Klerikalen erfüllt wurden. Es scheint aber, daß das Entgegenkommen der Regierung noch nicht ausreicht. " Die ungarische Ministerkrise. Frankreich. Der Pariser Gemeinderat und die Untergrundbahn. Die„ Libre Parole" fündigt an, daß der Pariser Gemeinderat zu einer außer ordentlichen Sigung einberufen werden soll, um zu beschließen, daß der Betrieb der Pariser Stadtbahn bis zur Durchführung der für die Sicherheit des Publikums wichtigsten Maßnahmen wenigstens teilweise eingestellt werden solle. Italien. Aus Wien wird uns vom 27. August geschrieben: Seit einer Woche befindet sich Kaiser Franz Joseph in seiner ungarischen Hauptstadt und hält in der Hofburg eine Enquete über die Lage" ab. Aber wie bei Enqueten gewöhnlich nichts herauskommt, so scheint Unruhen unter den italienischen Landarbeitern. Aus verschiedenen auch diese Vernehmung aller berufenen und umberufenen Politiker Teilen Italiens werden agrarische Unruhen gemeldet. In Arrospila Die Rekrutenmißhandlungen bei der Rendsburger Artillerie. kein Resultat zeitigen zu wollen. Seit dem 30. Juli ist das Ab- drangen 300 Landbewohner in das Besitztum des Prinzen Bhiggi Vor dem Ober- Kriegsgericht in Altona wird seit Mittwoch gegen geordnetenhaus vertagt, am 8. August hat die Regierung Khuen und demonstrierten vor dem Gemeindehause, so daß eine Compagnie den Hauptmann Henning, Batteriechef der 1. Batterie des ihre Demission gegeben, die von der Krone angenommen worden Soldaten aufgeboten werden mußte, welche die Ruhe wieder her45. Felbartillerie- Regiments in Rendsburg, verhandelt. Der An- ist; aber der Monarch wird Budapest Sonnabend verlassen, ohne stellte. Aehnliche Kundgebungen fanden auf dem Gute des Prinzen geklagte ist vom Kriegsgericht zu fieben Monaten Festung ver- irgend jemand mit der Kabinettsbildung betraut zu haben. Dieser Torlonio bei Angillare statt, das 400 Landleute anzugreifen verurteilt worden. Dagegen haben sowohl Henning wie der Gerichts- Zustand soll mindestens bis 13. September währen wo der suchten. Durch Kavallerie- Aufgebot wurde die Ruhe wieder her gestellt. Auch in Castelnuoro tam es zu Erhebungen. 900 mit Sensen bewaffnete Bauern drangen in die Wohnung des Prinzen Piombino und andrer Großgrundbesizer. Auch hier wurde Militär requiriert. Der Grund der Erhebung liegt in der Weigerung der Großgrundbefizer, einen Teil ihres Besigtums an die Gemeinden abzutreten. Niederlande. = Arbeitern oder kleinen Beamten abgegeben worden war, sondern genommen hätten und besonders ein Fischer ihm erklärt hätte: Es aus den höheren" Kreisen stammen mußte. Dasselbe muß auch sei eine Schweinerei, den socialdemokratischen Umtrieben müßte in andren Bezirken der Fall gewesen sein, wenn es sich dort auch mal Einhalt geboten werden; es wäre das beste, es würde mit nicht so klar nachweisen läßt." Schrot da mang geschossen. Genosse Hoppe wünschte den Namen So wenden sich die Wähler, die noch liberal denken, von den des Fischers zu wissen, der aber nicht ermittelt werden konnte. Schildknappen der Reaktion ab. Die Kieler Freifinnigen fürchten Der Amtsrichter erklärte, das thue auch nichts zu Sache, es stehe den politischen Tod nicht; dagegen scheinen sie den törperlichen fest, daß der Zeuge Schöppfer selbst ergernis daran genommen hätte. Nachträgliches zum Abwehrstreik. Amsterdam, 27. August. Tod als Folge unsrer Teilnahme an der Landtagswahl zu fürchten. Der Amtsanwalt beantragte, da das Kammergericht schon 1898 ent( Eig. Ber.) Endlich ist der Bericht der Untersuchungskommission er- Unser Genosse Adler hatte kürzlich in einer Versammlung in Stiel schieben hätte, daß das Flugblattverteilen eine öffentlich bemerkbare schienen, die auf Vorschlag von Domela Nieuwenhuis eingesetzt gesagt, der Freiſinn müsse durch Prügel erzogen werden, und wenn Arbeit sei, und der Angeklagte wegen gleichen Vergehens im wurde, um das Verhalten der socialdemokratischen Mitglieder des er daran sterbe, so schade das nicht. Darauf antworten die Kieler Jahre 1901 mit 15 M. vorbestraft sei, eine Geldstrafe von 20 M. Abwehr- Komitees, der Genossen Vliegen und Oudegest, während Freisinnigen, mit Totschlägern könne man natürlich oder 4 Tage Haft. Genosse Hoppe wies in seiner Verteidigung des Generalstreits in März April dieses Jahres zu prüfen. Die ein politisches Bündnis schließen. Es schadet darauf hin, daß die neuesten Kammergerichtsentscheidungen zu seinen Gunsten ausgefallen seien und beantragte seine Freisprechung. Das Kommission bestand aus 11 Gewerkschaftlern, von denen vier Mitwirklich nichts, wenn dieser Freifinn verschwindet. In einer Landtagswähler- Versammlung in Solingen, in Gericht entschied nach dem Antrage des Amtsanwalts. Es soll Beglieder der socialdemokratischen Arbeiterpartei, die übrigen teils Anarchisten sind, teils unter deren Einfluß stehen. Troß dieser für der Genosse Arons sprach, wurde darauf hingewiesen, daß wir rufung eingelegt werden. die beiden des Verrats geziehenen Genossen feineswegs günstigen Schmidt- Elberfeld vertreten, ausschlaggebend dafür sein werden, ob uns ein Privattelegramm aus Breslau meldet, die dortige möglicherweise im Wahlkreise Hagen, den Eugen Richter und - Ein für die gesamte Presse wichtiges Urteil fällte gestern, wie Zusammensetzung der Kommission hat lettere nichts zu entdecken vermocht, das die von Domela Nieuwenhuis erhobene Verrats- die beiden Freisinnsführer wiedergewählt werden. Die Freisinnige uns ein Privattelegramm aus Breslau meldet, die dortige beſchuldigung irgendwie rechtfertigt. Die Kommission erklärt selbst: Beitung" sagt zwar, Herr Eugen Richter habe gar keine Angst, 1898 Strafkammer. Letztere hatte am 28. Mai den Redakteur der„ VoltsVon Verrat seitens der S. D. A. P.( Parteivorstand, Redaktion von hätten die Freisimmigen 418 Wahlmänner von 634 gehabt. Das wacht". den Genossen Ludwig Radlof, wegen Beschimpfung der fatholischen Kirche zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. In dem Het Volt" oder der Agitatoren) ist uns in keiner Hinsicht etwas be- wird aber eben durch unsre Beteiligung anders werden. Bericht der Zeitung über diese öffentlich stattgefundene Verhandlung fannt geworden." waren die inkriminierten Stellen wiedergegeben worden; es wurde deshalb nochmals Anklage wegen Beschimpfung der katholischen Kirche gegen Genossen Radlof erhoben. In der gestrigen VerBesser als durch diesen Bericht konnte nicht erwiesen werden, daß die Anklagen von Domela Nieuwenhuis und seiner Gefolgschaft nichts als Ausflüsse eines verblendeten Parteihasses sind. Türkei. " Partei- Nachrichten. " " Der preußische Landtag, Handbuch für socialdemo- handlung beantragte denn auch der Staatsanwalt wiederum zwei kratische Landtagswähler, Preis gebunden 4 M., Porto Monate Gefängnis. Der Gerichtshof erkannte jedoch auf FreiDie Ermordung des amerikanischen Bicekonsuls in Beirut. Die 20 Pf., ist soeben im Parteiverlage, der Buchhandlung Vorwärts, sprechung, weil man nicht annehmen könne, daß der Angeklagte durch Wiedergabe der inkriminierten Stellen nochmals die Absicht hatte, die bereits in der gestrigen Nummer unter„ Letzte Nachrichten und erschienen. Depeschen" gemeldete Erschießung des amerikanischen Vicekonsuls in Im Auftrage des Parteivorstandes, der zugleich das Central- fatholische Religion zu beschimpfen. - Keine Polizeibeleidigung sondern Wahrheit. Den Grund Beirut, Magelsson, hat die amerikanische Regierung zu sofortiger Wahlkomitee für die preußischen Landtagswahlen ist, hat der VerAbsendung mehrerer Kriegsschiffe nach dem Thatorte veranlaßt. Das faffer, Genosse Paul Hirsch, in Gemeinschaft mit einer Anzahl von einer Auflage gegen den verantwortlichen Redacteur der Erfurter Marinedepartement fabelte nach kurzer Konferenz, wie„ Daily Telegraph" Barteigenossen das reichhaltige Material, welches die Verhandlungen Tribüne", Genoffen Hennig, bildete eine Lokalnotiz vom Mai meldet, an Admiral Cotton, das europäische Geschwader der Vereinigten des Landtags bieten, zusammengetragen und vom socialdemokratischen dieses Jahres. In dieser wurde mitgeteilt, daß ein Sanitätsoffizier Staaten solle sich zur sofortigen Abfahrt nach Beirut fertig halten. Standpunkt aus kritisch beleuchtet. Das Buch enthält zugleich eine eine junge Dame auf der Straße thätlich belästigte und Das Geschwader umfaßt das Flaggschiff" Brooklyn", den Kreuzer lehrreiche Geschichte der Entstehung der preußischen Verfassung und durch einige Straßen verfolgte. Ein Beamter, den die Dame um „ San Francisco" und das Kanonenboot Machias". Die beiden legt die Ursachen dar für den Niedergang des Liberalismus in Schutz bat, fertigte dieselbe mit einigen nichtssagenden Redensarten Deutschland. Es bildet gewissermaßen eine Ergänzung zu Schippels ab. Durch letzteren Satz fühlte sich der Beamte beleidigt und der ersten Schiffe liegen zur Zeit vor Nizza, das legtere vor Genua. " Socialdemokratisches Reichstags- Handbuch". Die übersichtliche An- Herr Staatsanwalt nahm sich seiner an. In der Verhandlung Sie sollen Beirut binnen sechs Tagen erreichen können. Im Staatsdepartement wird erklärt, daß diese Gelegenheit ordnung des umfangreichen Stoffes und ein erschöpfendes Sach- wurde der Beweis in allen Einzelheiten erbracht und der Angeklagte Der Staatsanwalt hatte 300 M. Geldstrafe wahrscheinlich benutzt werden wird, um die Erfüllung türkischer register erleichtern das schnelle Nachschlagen, wie es bei einem für freigesprochen. Versprechungen bezüglich der Rechte amerikanischer die Agitation bestimmten Buche erforderlich ist. Aus dem reich- beantragt. Lehrten usw. durchzusetzen. Der Gesandte Leishmann wurde fürz- haltigen Inhalt führen wir folgende Kapitel an: Ein halbes JahrAus Industrie und Handel. lich angewiesen, auf eine baldige Erledigung dieser Angelegenheiten hundert preußischer Reaktion. Vom Agrarstaat zum Induſtriezu drängen. Mitgeteilt wird, daß die Union für die Ermordung staat. Die preußischen Grundrechte. Der preußische Landtag Eine Steigerung der Bichpreise stellte kürzlich die Arbeitsmarktdes Vicekonsuls Magelsson dieselbe Genugthuung verlangen wird, als Schrittmacher der Reaktion. Arbeiterschutz und Arbeitertrug. wie sie Rußland wegen der Ermordung des Konsuls Rostowsky Unterbeamten und der Arbeiter in der Eisenbahnverwaltung. in die Höhe gegangen. Es notierten Schweine pro 50 Kilogramm - Mittelstandspolitik. Die Wohnungsfrage. Die Lage der Korrespondenz fest. Seitdem sind die Preise für Schweine abermals gefordert hat. Lage der Bergarbeiter. Preußische Bolizeiwirtschaft. Land- Lebendgewicht in straßenproletarier. Die Justiz im Dienste der herrschenden Klassen. Die preußische Volksschule. Liebesgaben für die Junker.- Berlin Landarbeiter. Preußischer Fremdenhaß. Ge= Washington, 28. Auguft. Wenige Stunden vor dem Eintreffen der Kabeldepesche des amerikanischen Gesandten Leishmann in Konstantinopel benachrichtigte ein Telegramm der Missionsverwaltung in Boston das Staatsdepartement, daß der Versuch gemacht worden sei, die der amerikanischen Fremdenmission gehörigen Gebäude des Euphrat- College in Charput( Wilajet Diarbekir) in Brand zu stecken. Ausbreitung des Aufstandes im Wilajet Adrianopel. Nachrichten aus Adrianopel zufolge wurden in das Bewegungsgebiet weitere fünf Bataillone und drei Gebirgsbatterien gesendet. Auch die Truppen an der bulgarischen Grenze wurden verstärkt. Weitere Verstärkungen werden folgen, sobald mobilisierte Truppen eintreffen. Nach Tscherkestöi, einer Bahnstation an der Grenze des Wilajets Adrianopel und des Sandschats Tichataldicha, in deren Umgebung eine Komiteebande aufgetaucht ist und Greuelthaten verüben soll, ist von Adrianopel ein Bataillon abgegangen. Das mohammedanische Dorf bei Adrianopel, welches in Brand gesteckt wurde, heißt Hadschi Italischen(?) und liegt 35 Kilometer nordöstlich von Adrianopel. Die Komiteebande, angeblich 300 Mann start, verbrannte von 340 Häusern 310 und tötete mehrere Einwohner. Zahlreiche Bewohner aus der Umgebung von Kirkilisse sollen sich zu den Komiteebanden geflüchtet haben. Das Gerücht, daß cine Komiteebande sich noch unvollendeter feldmäßiger Befestigungswerke bemächtigt habe und Kirkilisse bedrohen soll, ist falsch. Wien, 28. Auguft. Die„ Neue Freie Presse" meldet aus Belgrad: Stampa" zufolge wurde bei einem Zusammenstoß in der Nähe des Dorfes Kervan Kej in Macedonien ein Turm, in den sich 250 Baschibozukts geflüchtet hatten, von Aufständischen mittels Dynamits in die Luft gesprengt. -Für jeden politisch denkenden Arbeiter, für jeden gewerkschaftlich oder politisch thätigen Agitator wird das Buch ein notwendiges Hilfsmittel sein. Jeder Arbeiterverein, jede Gewerkschaftsbibliothek sollte sich das Buch anschaffen. Zum Parteitage. Breslau Chemnit Magdeburg Hamburg. Dortmund Stuttgart München. Anfang Juli Anfang August Mitte Auguft • 43-50 M. 40-46 47-54 38-51 40-48 47-52 45-56 48-60 50-56 m. 50-56 M. " " " " 1 " " 42-53 51-58 40-55 43-54 50-56 46-60 47-62 " 47-56 53-60 " " " 42-56 " " 45-55 " " " 53-58 50-62 " " " 52-66 " " " Die Parteiversammlung des 13. sächsischen Wahlkreises Daß diese besorgniserregende Breissteigerung auch auf die unterbreitet dem Parteitage folgende Anträge: Detailpreise einwirkt, geht schon jetzt aus vereinzelten BekanntDie Versammlung spricht sich mit Entschiedenheit gegen die von machungen von Schlächtern hervor, die eine Preissteigerung ans Bernstein, Vollmar und andern vertretenen Ansichten in Bezug auf fündigen. Die Verteuerung des Fleisches sist um so nachteiliger für die Vicepräsidenten- Frage im Reichstage aus. Die Versammlung die Bevölkerung, als die Preissteigerung vom vorigen Jahre noch wendet sich vor allem dagegen, daß solche Fragen von der Fraktion immer in den Detailpreisen nachwirkt. Kommt es jetzt zu einer entschieden werden sollen, sie hält vielmehr den Parteitag als die nochmaligen Erhöhung der Fleischpreise, so dürfte der regelmäßige einzig richtige Instanz, derartige Fragen zu klären. Im weiteren Fleischverbrauch in breiten Schichten der Arbeiterbevölkerung ganz erwartet die Versammlung, daß der Parteitag gegen die immer unmöglich werden. Sicherlich trägt zu der Verteuerung von deutlicher auftretenden Bernsteinereien in der Partei ein ent- Schlachtvieh und Fleisch in hohem Maße die Vieh- und Fleischsperre scheidendes Wort spricht." In Anbetracht der Entwicklung der Partei hat jeder Wahlkreis bei, durch die wir von der ausländischen Zufuhr mehr oder weniger in Bulunft nicht mehr als zwei Delegierte nach dem Parteitag zu entsenden. Die Reichstags Fraktion hat sich künftig nur durch eine entsprechende Zahl ihrer Mitglieder auf dem Parteitag vertreten zu lassen." " = abgeschnitten sind. " Rußlands Eisen- und Kohlenproduktion im Jahre 1902. Ueber die Lage der russischen Eiſenindustrie und ihre Erzeugung im letzten Jahre wird der Frankfurter Zeitung" aus Petersburg berichtet: Der Socialdemokratische Verein für Magde- Aus den nunmehr vorliegenden Jahresübersichten des Komitees der südrussischen Hüttenindustriellen geht hervor, daß die Erzeugung an burg und Umgegend nahm nachstehende Resolution an: Der Verein erwartet vom Parteitag, daß er die socialdemo- Roheisen in 1902 nur noch 156,5 Min. Pud gegen 172,8 Mill. in fratische Reichstagsfraktion beauftragt, den Bosten eines ersten Vice- 1901 imd 177,5 Mill. in 1900 betragen hat. Der Rückgang entfällt Das Dynamitattentat gegen den Konventionalzug. Wie aus präsidenten zu fordern. Wie aus präsidenten zu fordern. Der für dieses Amt von der Fraktion hauptsächlich auf den südrussischen Montanbezirt, wo nur 84,2 gegen Konstantinopel gemeldet wird, wurde der Anschlag auf den Kon- Vorgeschlagene hat im Falle seiner Wahl alle nach der Verfassung 91,9 bezw. 92,6 Mill. Pud gewonnen wurden, und auf den ventional- Zug verübt, als der Zug in Kuleli- Burgas hielt. Aus- und Geschäftsordnung damit verbundenen Pflichten zu erfüllen, Ural, der eine Produktion von 44,6 gegen 49,0 beziv. 50,2 Millionen geführt wurde das Attentat durch eine eingeschmuggelte, mit einem indes sind die von den bürgerlichen Parteien der Social- Pud aufweist. Geringer ist der Rüdgang in Polen( 17,2 gegen 19,8 Uhrwert versehene Höllenmaschine, die im letzten Waggon explodierte. Demokratie angesonnenen Bedingungen höfifchen Ceremoniells zu beztv. 18,2 Millionen Pud). Drei Wagen wurden durch die Explosion zertrümmert und 6 Personen verwerfen." getötet, 18 Personen verwundet. Unter den 6 getöteten Personen befinden sich der Küchenchef und zwei türkische Frauen. Unter den einzelnen südrussischen Hüttenwerken verzeichnet die New Russia Company den weitaus größten Ausfall. Einzelne Werke, wie insbesondere die Société belgo- russe, haben ihre Produktion noch vergrößern können, und dieses Werk steht mit 12,7 Millionen Bud in 1902 auch an erster Stelle. Ferner wurde ein Antrag angenommen, der die Pflege der Jugendlitteratur von Partei wegen wünscht, sowie ein Antrag, Eine frivole Haltung zu dem Anschlag nimmt das bulgarisch welcher besagt, daß seitens der Partei die Maifeier nicht ein macedonische Komitee ein. Es beschuldigt nach einer Meldung aus geschränkt werden soll. Sofia in einem dort verbreiteten Extrablatt die Verwaltung der Die Parteigen offen in Mainz stellten sich in der Die Herstellung von Schmiedeeisen und Stahl, die in 1901 Orientbahnen, daß sie selbst das Leben der Passagiere aufs Spiel vicepräsidenten- Frage auf den Standpunkt, daß die Er- noch ganz ansehnlich gestiegen war, ergiebt jest ebenfalls einen setze, da sie fie vom Komitee rechtzeitig gewarnt worden sei, ledigung derselben der Fraktion zu überlassen sei. Hinsichtlich Rückgang und beträgt 117,5 Millionen Bud gegen 129,2 Millionen Baffagiere vorläufig zu befördern. Die Aufständischen, so heißt es, der Maifeier wird gewünscht, daß keine Aenderung in der bis- in 1901 und 121,7 Millionen in 1900. Auch in diesen Artikeln führen einen Kampf auf Leben und Tod und betrachten die Zerstörung herigen Art der Feier eintrete. ist der Ausfall am größten in Südrußland und am geringsten der Eisenbahnen als einen Aft dringendster Notwehr. Europa müſſe Die Genossen des Landkreises Straßburg nahmen in Polen. endlich den christlichen Gebieten der Türkei zu einer menschenwürdigen Stellung gegen die Besetzung des Vicepräsidenten- Postens und gegen Was endlich den Steinkohlenbergbau betrifft, so wird das ErExistenz verhelfen. die Uebernahme von Bedingungen, die nicht in der Verfassung oder gebnis von 1902 mit 946,5 Millionen Pud gegen 993,2 Millionen in der Geschäftsordnung des Reichstages begründet sind, und be- in 1901 und 981,3 Millionen in 1900 ausgewiesen. Hiervon entschlossen, dem Parteitage folgenden Antrag vorzulegen:„ Der fallen 642,1( 694,4) Millionen Pud auf Südrußland, 258,2( 252,6) Parteitag wolle beschließen, die Fraktion zu beauftragen, bei Beginn Millionen Pud auf Polen, 33,2( 30,3) auf den Ural und der Rest der nächsten Legislaturperiode einen Antrag auf Einführung des auf das fog. Moskauer Becken. In dem erheblichen Rückgang, der gesetzlichen Zehnstundentages einzubringen und mit aller Kraft auf biernach in allen Zweigen der Kohlen- und Eisenindustrie eingetreten ist, kommen die Wirkungen der jahrelangen Krisis deutlich zum die Erlangung dieses vorläufig erreichbaren Zieles hinzuwirken." Landtagswahl. Die Selbstmordtaktik der Freisinnigen. Die freifinnige„ Breslauer Zeitung" schrieb vor einigen Tagen: Will die Socialdemokratie mit der Theorie des Kampfes nach einer Front, mit der Theorie des Kampfes gegen den Liberalismus und für die Reaktion ihre Geschäfte machen, so wird weder Dr. Barth noch ein andrer sie daran hindern können. Die Frage würde dann nur sein, in welchem Umfange und wie lange die socialdemokratische Arbeiterschaft sich thatsächlich in der Rolle als Schildknappe der Reaktion wohlfühlen kann." " werde. Die Parteigenossen des Wahlkreises Frank- Ausdruck; sie enthalten aber andrerseits auch die Grundursache für furt a. D.- Lebus machten die bekannte Fürstenwalder Re- die im laufenden Jahre bereits wieder eingetretene Besserung auf solution zu der ihren und reichen dem Parteitage außerdem folgende diesen Gebieten." Anträge ein: Transvaalbahn. Die Bedingungen für den Ankauf der Aktien Der Parteitag wolle beschließen: In der nächsten und Obligationen der Niederländisch- Südafrikanischen Bahn durch Legislaturperiode dem Reichstag einen Antrag vorzulegen, der die die englische Regierung werden, wie folgt, bekannt gegeben: Vom Diese Verlegenheitsphrase wird gut illustriert durch eine Zu- Ausdehnung des allgemeinen, gleichen, direkten Wahlrechts auf die 1. Dezember d. J. ab werden für jede 6 prozentige Aktie über schrift, die die hiesige" Volls- Zeitung" aus Stiel erhält. Es wird Frauen fordert. 2. Bei dem internationalen Bureau zu Brüssel, das 1000 Fl. 135 Bfd. Sterl. oder mit Zinsen 145 Pfd. Sterl. 16 Schilling darin die socialistenfürchtige Haltung der führenden Kreise des den Internationalen Socialistenkongreß zu Amsterdam für das 8 Pence gezahlt werden, für jede 4 prozentige Aftie über 1000 Ft. Kieler Freisinns( Vereinigung) und namentlich ihres Organs, der Jahr 1904 vorbereitet, zu beantragen, daß die Frage der Er- 112 Pfd. Sterl. 10 Schilling oder mit Zinsen 121 Pfd. Sterl. Stieler Zeitung", gewürdigt an den thatsächlichen Verhältnissen, oberung des Frauen- Wahlrechts auf seine Tagesordnung gefest 10 Schilling 6 Bence. Der Rückkauf der Obligationen wird vom 6. November ab erfolgen. Für jede 4 prozentige Obligation über So hat der Kieler Freifinn es schon seit Jahren getrieben Parteipresse. Die„ Görlizer Volkszeitung", welche bisher im 1000 l. werden 1124 Fl. gezahlt werden. Für jedes Stüd, das und dadurch die Sache, die er zu vertreten vorgiebt, auf das Verlage der Breslauer Volkswacht" erschien, wird am 1. Oktober ur Zahlung eingereicht wird, ist der Nachweis erforderlich, daß es empfindlichste geschädigt. Seine Haltung in der Gemeindewahl von den Görlizer Genossen in eignen Verlag übernommen und in sich am 9. Oktober 1899 in Privathänden befunden hat. Für Stücke, frage, feine Stellungnahme zu den Aufsehen erregenden Mißgriffen der Druckerei der„ Sächsischen Arbeiterzeitung" in Dresden her- welche im Besitze der Transvaalregierung oder von Direktoren und frage, jeine Stellungnahme zu den Aufsehen erregenden Mißgriffen der Kieler königlichen Polizei, wobei die„ Kieler Zeitung" auf ſeiten des Polizeipräsidenten v. Buttkamer stand( freilich nur bis gestellt. Die„ Schlesische Volkswacht" und die„ Posener Volkszeitung", Beamten der Niederländisch- Südafrikanischen Bahn waren, wird keine zu seiner Versegung nach Stettin), und manches andre haben viele beide Stopfblätter der Breslauer Volkswacht", werden miteinander Bahlung erfolgen. bisher freifinnige Wähler, auch aus den gebildeten Klassen, der berschmolzen. In die Redaktion des„ Volksblatt" in Saalfeld tritt am 1. September Genosse 3 orn aus Altenburg an Stelle des ausSocialdemokratie zugeführt. So sind bei der letzten Reichtagswahl tretenden Genossen Zietsch, ter die Redaktion der„ Ameise", des im 30. Kieler Bezirk für den Freisinn nur 57, für die Rechtsparteien 96, das Centrum 3, für die Socialdemokratie aber 121, Organs des Porzellanarbeiter- Verbandes, übernimmt. worauf es heißt: " also fast 44 Proz. aller Stimmen abgegeben; und dies in dem bornehmsten Bezirk der Stadt. Er setzt sich, abgesehen von der Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Tarifbewegung der Konditoren. Eine öffentliche KonditorenNachtlänge von der Reichstagswahl. Unser Parteigenosse versammlung, die ziemlich gut besucht war, fand am Donnerstag in nur sechs fleine Häuser zählenden Kasernenstraße, zusammen aus Fritz Hoppe aus Niydorf hatte am Sonntag, den 26. April, mittags den Germaniasälen statt. Der Referent Weidler schilderte die den allervornehmsten Villenstraßen: Düfternbrookeriveg, Schwanen gegen 121 Uhr, zu Neubrüd Flugblätter zur Reichstagswahl verteilt Lohn- und Arbeitsverhältnisse des Berufes, die soviel zu wünschen weg, Klaus Grothplatz, Bescherallee. In dem ganzen Bezirk und dadurch, wie die Anllage behauptet, öffentlich bemerkbare Arbeit übrig lassen, daß eine tarifliche Regelung unbedingt notwendig er dürften kaum 20 Arbeiter, Handwerker, fleine Beamten wohnen; auch verrichtet, die geeignet war, die äußere Heilighaltung des Sonntags zu scheint. Nach einer Anfang dieses Jahres aufgenommenen Statistit das wahlberechtigte Dienstpersonal wird nicht mehr Köpfe zählen beeinträchtigen. Im ersten Termin sagten drei Zeugen zu Gunsten Hoppes ist der Durchschnittslohn der Konditoren in den Fabriken 21 M.; und doch 121, fast die Hälfte der abgegebenen Stimmen social- aus, jedoch mußte die Sache vertagt werden, weil der Kronzeuge, Ober- bedenkt man jedoch, daß viele Gehilfen mit einer längeren Zeit der demokratisch! Dieses Resultat, das auf den Wahlvorstand, der sich förster und zugleich Amtsvorsteher Schöppfer nach Neuhaldensleben Arbeitslosigkeit zu rechnen haben, so beträgt der Wochenverdienst die Wähler genau angesehen hatte, höchst verblüffend wirkte, er bei Magdeburg versezt war. Derselbe wurde auf Gerichtsbeschluß durchschnittlich kaum 18 M. In den Badgeschäften sind die regte in der Stadt das größte Aufsehen. Es war klar, daß hier kommissarisch vernommen. Schöppfer sagte unter seinem Ende aus, Verhältnisse nicht besser, ja noch schlechter. Hier herrscht noch das der größte Teil der socialdemokratischen Stimmen nicht von daß sehr viele Kirchenbesucher an dem Flugblattverteilen Anstoß Kost- und Logissystem. In sehr vielen Fällen ist das Essen un werden soll. Sociales. zureichend und schlecht, befinden sich die Schlafstellen in einem elenden| erkennung des vom Personal frei gewählten Arbeiterausschusses;[ freier Solidarität zu überlassen. Bei dem heutigen System herrsche Zustand, und dementsprechend ist auch häufig die Behandlung, die der Ausarbeitung neuer Accordpreise; Aufschlagbezahlung für Ueber- thatsächlich vielfach Ebbe im Garantiefonds der Geschäftskommission. Gehilfe von seinem Meister oder dessen Stellvertreter zu erdulden hat. ftunden ab 1. Oftober 1903; Feiertagsbezahlung für Steindrucker; Ein drastisches Beispiel dafür liege darin, daß die GeschäftsDie Monatslöhne stehen in den Badgeschäften auf 35, 40, 45-60 m. jämtliche Streikende werden wieder eingestellt; Maßregelungen finden fommission nicht in der Lage sei, ein seit drei Jahren stehendes Der Centralverband der Konditoren hat bekanntlich einen Lohntarif nicht statt; neue Arbeiter werden nicht früher eingestellt, bevor sämt- Guthaben von ca. 8000 M. an die Maurer wieder zurückzahlen zu ausgearbeitet, der recht bescheidene Forderungen enthält. Dieser liche Streifende untergebracht sind. können. Den bereits bekannt gewordenen Ansichten, die leistungsTarif wurde den Arbeitgebern zur Kenntnisnahme übersandt und unfähigen Gewerkschaften in Zukunft sich selbst zu überlassen, tönne ihnen dabei die Frage vorgelegt, ob sie geneigt wären, auf eine er aus demokratischen Gefühlen heraus allerdings nicht beipflichten. tarifliche Festlegung der Lohn- und Arbeitsbedingungen einzugehen. Immerhin müsse mit der heutigen Wurstelei gründlich gebrochen werden. An die Inhaber der Backgeschäfte wurden außerdem die Fragen ge= Was das Publikationsorgan, die„ Einigkeit" anbelange, so stehe fie stellt: ob sie auf besondere Bezahlung für Ueberzeitarbeit eingehen Reichsversicherung für Apotheker. Die Hauptversammlung des in politischer Hinsicht wohl auf der Höhe der Zeit, dagegen lasse ihre wollten, ob sie an Stelle des Monatslohnes Wochenlohn einführen, deutschen Apothekervereins, die am Mittwoch in München stattfand, principielle Haltung in großen gewerkschaftlichen Fragen manches zu und ob sie das Koft- und Logissystem abschaffen möchten. Von fordert in einer einstimmig angenommenen Resolution, zwangsweise wünschen übrig. So z. B. habe sie bezüglich der Frage des General900 Arbeitgebern haben es bis jetzt nur 50 der Mühe wert ge- reichsgesetzliche Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenen- Versicherung streiks und des Abſchluſſes von Tarifverträgen eine mehrfach widerhalten, auf diese in sehr höflicher Form gestellten Fragen zu antworten. für Apotheker einzuführen. Es ist aus dem Beschlusse nicht zu ersprechende Haltung eingenommen, was verwirrend wirke. Am 24. September wird eine große Versammlung in der Berliner sehen, ob er nur die Angestellten oder die selbständigen Apotheker als führt hierauf lebhafte Beschwerde über ungleiche Behandlung Ressource stattfinden, wo über die weiteren Maßnahmen beraten meint. Soweit die Apothekenbefizer in Frage kommen, würden wir der Lokalisten und Centralisten seitens der socialdemokratischen Partei; An den Vortrag schloß sich eine sehr rege Diskussion, ja die Versicherung nicht gerade für die dringendste Aufgabe der er ist der Meinung, die ersteren würden offensichtlich zurückgesetzt. an der auch einige Mitglieder der Hirsch- Dunckerschen Organisation Reichsgefeggebung halten. Viel dringender, wenn einmal Apotheker- Bur Annahme gelangte hierauf folgende Resolution: 1. Bezüglich teilnahmen und erklärten, daß auch ihr Verein energisch für Durchfragen erörtert werden sollen, erscheint uns die Befreiung des der Einigungsbestrebungen des Parteivorstandes steht die Verführung der Forderungen sorgen wolle. Die Versammlung nahm Bublikums, namentlich aber der Krankenkassen, von der Ausbeutung ſammlung auf dem Standpunkt der sogenannten Einigungsfolgende Resolution an: durch die Apotheker. resolution, die in Nr. 21 der Einigkeit" veröffentlicht ist. Die heutige öffentliche Versammlung der Konditoren und ber2. Zur Regelung von Streiks nimmt die Versammlung den Standwandten Berufsgenossen ist mit dem Referat des Kollegen Weidler Der Berzicht auf zu gewährende Ruhezeit. Die seltsame Rechts- punkt ein, den die Delegierten der Maurer auf dem fünften Kongreß einverstanden, erkennt an, daß unsre Berufsverhältnisse miserable auslegung des Breslauer Oberlandesgerichts, die, wenn sie allgemein eingenommen haben die freie Solidarität.- Ebenfalls an sind und sieht in dem vorliegenden Lohntarif das beste Mittel, unsre würde, die ganze Arbeiterschutzgesetzgebung in dem Punkte der genommen wurde folgender Antrag: Den Delegierten anheim zu Lage menschenwürdiger zu gestalten. Sie erkennt ferner an, daß Arbeitszeitbeschränkung in Frage stellen könnte, scheint einen hiesigen stellen, auf dem Kongreß dahin zu wirken, daß die„ Einigkeit" in eine feste Organisation das einzige Mittel ist, diese minimalen Forde- Inhaber einer offenen Verkaufsstelle veranlaßt haben, principiellen Fragen eine bestimmtere Haltung einnimmt. rungen zu verwirklichen und berpflichtet sich, erkennend, daß der auch hier die Probe auf das Exempel zu machen. Er Delegierte zum Kongres wurden gewählt Mette und Herforth. Centralverband der Konditoren die fortgeschrittenste Organisation ist, bereinbarte" mit seinem Personal, daß es nach Geschäftsschluß Beide sind auch als Delegierte zur Maurer- Konferenz bestimmt dieser Mann für Mann beizutreten." am Sonnabend noch im Geschäft thätig sein sollte. Natürlich mußte worden, außerdem noch Heller und Domsch und als Ersatzdas Personal einverstanden sein. Vom Schöffengericht, vor das der mann Schale. Ein Antrag zur Konferenz, dem Vorsitzenden und Fall fam, wurde er jedoch zu 10 M. Geldstrafe verurteilt, da dieses Kassierer des Vereins auch gleichzeitig dieselben Aemter in der mit Recht die Vorschriften der Gewerbe- Ordnung und die auf Grund Fünferkommission und damit die Leitung der ganzen Centralisation derselben erlassenen Vorschriften zum Schutze der Arbeiter als zu übertragen, fand nach lebhafter Debatte die Zustimmung der zwingendes Recht bezeichnete. Bersammlung. Nach dem von Kater gegebenen Ausschußbericht wurden drei Mitglieder ausgeschlossen. Deutfches Reich. Die Ausständigen in Crimmitschau werden, wie wir schon mit tellten, in ihrer Bewegungsfreiheit, in der Ausübung des Koalitionsrechtes start beeinträchtigt durch das ungerechtfertigte Verbot des Streitpostenstehens, sowie durch polizeiliche Sistierungen und sonstige Willkürakte. wurde Der Fall zeigt, daß die Entscheidung des schlesischen OberLandesgerichts nicht bloß die zum Schuße der Kellner erlassenen Borschriften, sondern alle Schußvorschriften berührt und geradezu aufhebt, die sich des Wortlautes der Kellnerschutz- Verordnung bedienen. = Als Mit dem vier Monaten Ge= Hierüber geben die Ausständigen der Crimmitschauer Einwohner eine Mitgliederversammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstraße, ab. Der Verband der Tapezierer( Filiale Berlin) hielt am Mittwoch schaft Kenntnis durch ein Flugblatt, in dem gesagt wird: Die Polizei fährt fort, in unglaublicher Weise vorzugehen gegen Zunächst wurden D. Bönide, Hedmann, B. Schmidt, das Streitpostenstehen der Arbeiter. Die Ausübung einer, wiederholt ud und Mien in den Verbandsausschuß gewählt. In das KuraBei der württembergischen Gewerbe- Inspektion werden drei torium für den durch Urteil des Reichsgerichts als an sich erlaubt bezeichneten paritätischen Arbeitsnachweis wurden Handlung wird den Crimmitschauer Arbeitern einfach unmöglich männliche und eine weibliche Hilfskraft neu angestellt. Höhere Vor- wieder Wels und 2uck delegiert und als Ersaßmänner gemacht. Die Streitposten stehenden Arbeiter werden in Massen bildung wird nicht gefordert, sondern nur eine gute Schulbildung irt und Bölte beſtimmt. Hierauf erfolgte die BerichtMagdeburg. bom Verbandstage in notiert. Ja noch mehr. Gestern wurde ein Arbeiter zur Polizei- und längere Beschäftigung in gewerblichen Betrieben. Man will also erstattung Verhalten der Delegierten der Filiale Berlin und den wache gebracht. Dort wurde er mehrere Stunden festgehalten. anscheinend Arbeiter zur Gewerbe- Juspektion heranziehen. Dann wurde er polizeilich nach dem Amtsgericht transportiert Zur Frage der Arzneitagen nahm der Deutsche Apothekerverein Beschlüssen des Verbandstages erklärte fich die Versammlung einber und in eine Gefängniszelle gebracht. Wie ein gemeiner Verbrecher auf seiner Münchener Hauptversammlung folgende Resolution an: standen. Als zweiter Delegierter zur Gewerkschaftskommission wurde mußte er feine Tasche entleeren. Wie jeder andre wurde er ge- Der Deutsche Apothekerverein ist im Princip für die Ein- Moẞtopf gewählt. Von der Wahl eines Gauvorsitzenden wurde fragt: Sind sie reine? Seine Körpergröße wurde festgestellt und ihm führung einer Reichs- Arzneitage unter folgenden Abstand genommen und dem Gauvorstand das Recht, sich zu erdie Verhaltsmaßregeln für Gefangene vorgelesen. Nach einigen Voraussetzungen: 1. Die Tare muß in dem Ergebnis ihrer Anfäße gänzen, gegeben. Zum Schluß der Versammlung wurde noch mitStunden Festhalten im Gefängnis und nach erfolgtem Verhör mindestens die Höhe der derzeitigen Durchschnittspreise der ver- geteilt, daß der frühere Beamte der Organisation, Leo Schmidt, er freigelassen. Das müssen die Unterschlagung zu Crimmitschauer schiedenen deutschen Arzneitaren einhalten, da eine Verbilligung der wegen. Arbeiter in ihrem Kampfe um bessere Lebensbedingungen Arzneien einen großen Teil der Apotheker ihrer Existenzfähigkeit fängnis verurteilt worden ist. Der Staatsanwalt hatte über fich ergehen lassen. Wir fragen: Hätte nicht ein ein berauben würde. 2. Bei ihrer Ausarbeitung sind Vertreter des sechs Monate Gefängnis beantragt. faches Feststellen des Namens auf der Polizeiwache genügt? Apothekerstandes aller derjenigen Bundesstaaten zuzuziehen, welche Die organisierten Fleischergesellen hielten am 26. Auguft ihre Jeder vernünftige Mensch wird antworten: Ja. Wir übergeben dies eine eigne Arzneitare befizen. 3. Die Reichs- Arzneitare erfährt Mitgliederversammlung bei Pfeffer, Rosenthalerstr. 57, ab. Hensel der Deffentlichkeit und überlassen der Einwohnerschaft, hierüber ihr eine zeitgemäße Vereinfachung der Berechnungsweise. 4. Daß die referierte über Gesellen- Organisation und der Urteil zu fällen. Die Arbeiterschaft wird daraus lernen, um forage eines Rezepturrabattes nur dann durch diese Deutsche Fleischermeister- Werband. Nach einem gefester zusammenzustehen, um ihrer gerechten Sache zum Siege zn Tage zu behandeln ist, wenn damit Hand in Hand eine reichs- fchichtlichen Rückblick auf die früheren Gesellen- Drganisationen fagte berhelfen. gesetzliche Regelung sowohl der Gewerbe der Redner bezüglich der jetzigen Verhältnisse: Der Deutsche Die Hamburger Straßenbahner haben sich an das Gewerbegericht Ordnung, als auch der Krantentaffen Geseb Fleischermeister- Verband wisse wohl, welche Macht die Gesellen in gewandt und es um Vermittelung ersucht. Das Gewerbegericht hält gebung in der Richtung erfolgt, daß ein solcher Rabatt sowohl einer guten Organisation hätten, deshalb bewillige er den Gefellen fich aber für diesen Konflikt nicht zuständig und lehnt die Vermittelung nach oben als auch nach unten begrenzt wird und nur für bestimmte überhaupt nichts, denn sonst würden die Unorganisierten sofort wissen, ab. Nunmehr hat sich Polizeidirektor Dr. Roscher erboten, Verhand- Verhältnisse Gültigkeit erhält. wo ihnen der Schuh drückt. Ungeachtet dessen werden die Gesellen von lungen anzubahnen. Ob die Straßenbahndirektion auf VerhandAus der Praxis ber Unfallversicherung. Ueber einen Prozeß ihrem Stampfe nicht nachlassen, sondern werden trotz des heftigen Die statistischen Er lungen mit dem Polizeidirektor eingeht, ist noch nicht bekannt. Von vor dem Gewerbegericht Gera berichtet die" Reußische Tribüne": Gegentampfes dem Siege entgegen gehen. der Bereitwilligkeit des Polizei direttors zu Vermittelungen sticht Der Brauer i. flagt gegen die Attienbrauerei Pforten wegen hebungen im Fleischergetverbe liefern das beste Beweismaterial über es sonderbar ab, daß die Polizei behörde den Straßenbahnern Lohnforderung. Kläger bezieht für einen Unfall monatlich 7 m. die großen Mißstände, welche abgeschafft werden müssen. Die Dis Unter Gewerkschaftliches und die Bewegung dadurch erschwert, daß fie deren Nachtverfammlungen Rente. Beklagte, bei der der Kläger gegen Wochenlohn arbeitet, huffion war eine überaus lebhafte. aus Gründen, die mit dem hamburgischen Vereinsgesetz nicht im türzte an jedem ersten Zahltag im Monat dem Kläger den Lohn Verbandsangelegenheiten wurden mehrere Beschwerden vorgebracht. Einklang stehen, verbietet. In der Nacht vom Sonnabend zum um den Betrag der Rente seit April dieses Jahres. Der Direktor Zunächst, daß der Vorwärts" den Bericht der letzten öffentDerselbe sei bon Sonntag soll der über das weitere Stadium der Bewegung ent- der Brauerei erklärt heute, er wisse, daß dies gesetzlich nicht erlaubt lichen Versammlung nicht gebracht habe. scheidende Entschluß gefaßt werden. sei, aber es sei auch anderswo mode, wie ihm von der Berufsgenossen- Interesse für jedermann gewesen. Erstens habe der überwachende schaft mitgeteilt worden sei, warum nicht auch hier? Er verlangt Beamte über seine Instruktion hinausgehen wollen, indem er den eine Entscheidung über diesen Fall. Das Gericht verurteilt die Be- Leiter der Versammlung dazu bewegen wollte, die anwesenden flagte, an den Kläger 35 M. zurückzuzahlen. Es sei gefeßlich nicht Damen zu separieren und ihnen das Beifall. zu untersagen, wogegen selbstverständlich zulässig, daß der Unternehmer den Arbeitern den Lohn um den klatschen protestiert wurde, und zweitens sei bezüglich der statistischen Betrag der Rente fürzen fönne. Ein Beispiel für dieses verständnisvolle Handinhandarbeiten Erhebungen nachstehende Resolution angenommen worden: " Die Versammlung erhebt entschieden Einspruch gegen den Ausvon Berufsgenossenschaften und Unternehmern haben wir erst in unsrer Nr. 199 mitgeteilt von der oberbayrischen Lokalbahn- Berufs- fall der statistischen Erhebungen, da erwiesen ist, daß die vielen Begenossenschaft und der Lokalbahn- Attiengesellschaft. Dort war ein einflussungen der Meister auf die Gesellen verschiedentlich zu Verletzter vor die Alternative gestellt worden, entweder die Rente unwahrheiten führten. Der Centralverband möge deshalb im Reiche ruhen" zu lassen oder sich Lohnkürzung gefallen zu lassen. Nach eigne Fragebogen herausgeben, die nur von Gesellen ausgefüllt den Erklärungen des Geraer Brauereidirektors scheint System in werden, um der Regierung wahrheitsgetreues Material in die Hand diesem Verfahren zu liegen. Vielleicht veranlassen diese Mitteilungen zu geben, damit dieselbe mit Hilfe der Gesellen- Organisation Remebur in unsrem Gewerbe schaffe. Das Material soll dazu die Aufdeckung ähnlicher Fälle. dienen, bei dem neuen Reichstag nunmehr auf Erreichung des achtstündigen Arbeitstages zu petitionieren." Aus den Kruppschen Betrieben. Die Tendenz bei der neuen Attiengesellschaft der Firma F. A. Krupp ist: Kürzung der Löhne! In allen Betrieben, so berichtet die" Dortmunder Arbeiterzeitung", werden die Accordpreise sowohl wie die Löhne beschnitten. Gelernte Arbeiter, wie Schlosser, Dreher usw., erzielen mit wenigen Ausnahmen nur noch Höchstlöhne von 36 M. bis höchstens 40 m. pro zweiwöchentliche Lohnzahlungsperiode, die Löhne sinken bis zu 26 M. herab und noch tiefer. Früher wurde den Arbeitern, wenn Kommissionen nicht vorhanden, der Schichtlohn von 2,80 m. bis 3,30 m. garantiert für Arbeiten im Betriebe, das fällt jetzt fort. Die Lohngarantie verschwindet immer mehr; wenn Arbeit nicht vorhanden, werden die Taglöhne nicht mehr in Berechnung gestellt. Es ist schon Teine Seltenheit mehr, daß die Accordpreise dermaßen gedrückt werden, daß der Lohn nicht verdient werden kann. In solchen Fällen hat man die Aushilfe erfunden, daß den Accordanten Lehrlinge beigegeben werden, um damit die billige Herstellung zu ermöglichen. Das Strafsystem wird auch in ganz neue Bahnen geleitet; während früher die Strafgelder alle in die Invalidentasse respektive Pensionskasse der Fabrik flossen, werden jezt schon Stundenstrafen verhängt, das heißt, für irgend welche Verfehlungen bei der Arbeit werden Stunden in Abzug gebracht, die Strafe verfällt also der Betriebskasse, nicht der Pensionskasse. Der Anteil am Raube. Ueber den Streit bei Lanz in Mannheim hat ein hervorragender Führer der dortigen Scharfmacher, FabritDirektor Bolze, eine Auslaffung in einer bürgerlichen Zeitung veröffentlicht, die natürlich den Streit als ungerechtfertigt erklärt und den Fabrikanten Lanz auffordert, nicht nachzugeben. Interessant ist Schentst Du den Finger, so verlangt man die Hand", so gilt es leider gegenüber dem verhetten Gros ber heutigen Arbeiterschaft, und wenn heute die Schmiede befriedigt sind, so werden bald die übrigen Betriebe der Lanzschen Fabrik nacheinander tommen und ihren Anteil am Raube verlangen." folgende Stelle aus dem Scharfmacherartikel: " Einbehalten von Werkzeug. " ( Wir können uns nicht erinnern, den Bericht erhalten zu haben. Möglich, daß er verloren gegangen ist. Andernfalls hätten wir ihn gewiß veröffentlicht. Red. d.„ Vorw.".) Der selbständige Uhrmacher Gruber wollte dem Gehilfen A. bei Lösung des Arbeitsverhältnisses einen Teil seiner Werkzeuge einbehalten, weil A. ihm 8 M. schuldete. A. ließ das Werkzeug In die Kommission, welche die Betriebe der Fleischereien des unter Protest im Geschäft und verlangte dann durch Klage beim Berliner Konsumvereins sowie des Rabatt- Sparvereins Süd- Ost" Berliner Gewerbegericht die Herausgabe des gesamten Werkzeuges, zu überwachen hat, wurde noch Reslinte gewählt; somit besteht dieeventuell eine Entschädigung. Bezüglich des Werkzeuges fam es felbe aus fünf Personen. Eine Arbeitsordnung soll demnächst für zu einem Vergleich. Auf dringendes Anraten des Gerichtshofes diese Betriebe ausgearbeitet werden, und wird die Kommission verpflichtete sich Beklagter, das Werkzeug unverzüglich heraus- darüber Bericht erstatten, wie sich die Vorstände beider Parteien zugeben. Die Stammer V des Gerichts vertrat den Standpuntt, betreffs Annahme und Einführung derselben stellen. daß der Arbeitgeber bom Werkzeug des Arbeiters auch nicht ein Adlershof. Der hiesige Wahlverein hielt am 20. b. M. eine gut Stück einbehalten dürfe, und wenn ihm der Arbeiter noch fobiel besuchte Mitgliederversammlung ab, in welcher Reichstags- Abgeordneter schulde. Nur wenn der Arbeitgeber Aufwendungen auf die Werkseuge mache, fie z. B. puzen laffe, um sie vor dem Verrosten zu Fris 8ubeil einen Vortrag hielt über die preußischen Landtags3wahlen. bewahren, und wenn der Arbeiter das Entgelt hierfür verweigere, wahlen. Redner schloß seinen beifällig aufgenommenen Vortrag mit dann könnte der Arbeitgeber die betreffenden Gegenstände zurüd- der festen Zuversicht, daß die Genossen auch bei dieser Wahl, tro der geschilderten Umständlichkeiten und den ihnen hierdurch erbehalten. wachsenden Opfern an Zeit und Geld, ihre volle Schuldigkeit thun werden, um in dieses Wahlsystem Bresche zu legen. Nachdem eine furze Diskussion stattgefunden hatte, gab Löwenthal den Kassenbericht für das dritte Quartal, welches mit einer Einnahme Schindhelm, Bollmann und Lawin und an Stelle Kühns, welcher und Ausgabe von 587 M. abschließt. Dem Kaffierer wurde Decharge erteilt. Als Delegierte zur Streis- Generalversammlung wurden Verfammlungen. Wenn der Herr Fabrikdirektor schon der ganz zutreffenden Meinung ist, der Unternehmerprofit fei ein Raub an dem, was den Ar beitern gebührt, dann giebt es keinen Grund, den Arbeitern die Rückgabe dieses Raubes zu verweigern, von dem sie ja in ihrer Be- treises( Nr. 199 bes Bortvärts") geht uns folgende RichtigZu dem Bericht über die Parteiversammlung des dritten Wahlscheidenheit nur einen ganz kleinen Teil haben wollen. stellung zu: Letzte Nachrichten und Depefchen. Ein abgewehrter Gewaltstreich. Wie bekannt, wurden in der Nach dem Vorwärts" habe ich gesagt:„ Heines Standpunkt fein Amt niedergelegt hat, Hackbart zum Hilfskaffierer gewählt. Mit Borzellanfabrit von Sonntag u. Söhne in Tettau( Oberfranten) fet es, mit diplomatischem Geschid zu versuchen, möglichst viel zu Erledigung einiger interner Angelegenheiten und dem Hinweis, daß ca. 400 Borzellanarbeiter ausgesperrt, weil sie sich mit den Malern erreichen."- Ich habe aber gesagt, daß seine immer vom diplo- jezt das Schmauſerſche Lokal mit allen zulässigen Mitteln gesperrt solidarisch erklärten, denen die Unternehmer eine Lohnverkürzung matischen Vorgehen spreche, selbst aber mit verblüffender Offenheit werden soll, erreichte die Versammlung ihr Ende. aufzwingen wollten. Diese Gelegenheit sollte zugleich dazu benutzt alles ausspreche, was er auf dem Herzen habe und daß ihm somit werden, die Organisation am Drte zu vernichten, indem dekretiert zum Diplomaten alles fehle. Benno Maaß. wurde, daß nur diejenigen Arbeiter auf Wiedereinstellung zu rechnen hätten, die aus dem Verbande austreten würden. Das einmütige treue Der Berein zur Wahrung der Jntereffen der Maurer nahm am Festhalten der Arbeiter an ihrer Drganisation hat nun die Unter- Mittwoch Stellung zum sechsten Kongreß der Freien Vereinigung München, 28. August.( W. T. B.) Gegenüber weitergehenden nehmer zum Nachgeben gezwungen. Sie haben nach fast dreimonatigem deutscher Gewerkschaften und der sich daran anschließenden Konferenz Meldungen von typhösen Maffenerkrankungen auf Rampfe die Organisation anerkannt und am 26. Auguft ihre Betriebe der in der Vertrauensmänner- Centralisation organisierten Maurer dem Truppenübungsplaße Hammelburg teilt die„ Korrespondenz wieder geöffnet. Deutschlands. In der Generaldiskussion bemerkte Gehl, der Verein teile betreffs der Einigungsverhandlungen wohl im wefent Hoffmann" mit: Am 23. d. M. erkrankten vom 2. Bataillon Achtung, Holzarbeiter! In der Möbelfabrik des Herrn lichen den Standpunkt aller übrigen Lokalorganisationen, nämlich des gegenwärtig auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg W. Schade in Sagan( Schlesien) find Lohndifferenzen aus- den, daß ohne genügende Konzeffionen seitens der Centralverbände befindlichen 4. Infanterie- Regiments plötzlich nach dem Mittagessen aus- ben, 150 Mann an heftigem Erbrechen. Sämtliche Leute befanden sich gebrochen. Zuzug ist strengstens fernzuhalten. die Angelegenheit taum ein praktisches Ergebnis zeitigen werde. nach sechs Stunden wieder wohl und find zur Zeit im Dienst. Die Der Gauvorstand. Zu großen Unzuträglichkeiten habe auch das auf dem Der Streit bei Gross in Leipzig, der auch die Berliner Arbeiter fünften Kongreß modifizierte Unterstützungswesen bei Streits Ursache dieser Massenerkrankung wird in dem Genusse von Kartoffeldaß sich nunmehr auch falat bermutet. ( Bergolder usw.) in letter Beit lebhaft intereffiert und zur Stellung geführt und es sei erfreulich, nahme veranlaßt hat, ist nunmehr unter nachstehenden Bedingungen andre Gewerkschaften zu der Anschauumg bekennen, die bereits früher Belgrad, 28. August.( B. S.) Die Angestellten ber beendet: Neunstündige Arbeitszeit ab 1. Januar 1904; pünktliche von den Maurern vertreten, dann aber niedergestimmt wurde, näm- Erambahn find abermals in den Streit getreten, so daß Lohnzahlung Sonnabends vor Beendigung der Arbeitszeit; An- lich die Aufbringung der Streifgelder für andre Gewerkschaften der der Straßenbahnberkehr eingestellt werden muß. Berantwortl. Nedakteur: Julius Kalisti in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen. Nr. 20t 20. IahrMg. L Stilajf!>» Jomitte" ßttlinft WksblM Sonnabend, 29. Anguß 1903« Der Kongreß der britischen Handels- kammern. London, 24. August. Der fünfte Jahreskongreh der Hmidclskanimern des britischen Reiches tagte jüngst in Montreal(Kanada). Es waren über 200 Delegierte anwesend, die 76 englische, 71 kanadische, 1ö australische und 7 asiatische Handelskammern vertraten. Obwohl der Name des britischen Kolonialsekretärs während der Beratungen des Kongresses nicht genannt wurde, so schwebte doch Chamberlains Geist über ihnen, denn es handelte sich um die Auffindung von Mitteln und Wegen zum Zusammenschluh des britischen Reiches. Die Beratungen zeigten die ungeheuren Schwierigkeiten, die einem Interessenausgleich zwischen dem Mutterlande und den Kolonien entgegenstehen. Sie haben das zollpolitische Problem des Reiches nicht gelöst, sondern klarer gefaßt. Die angenommenen Beschlüsse sind deshalb wenig geeignet, den poli- tischen Parteiungcn— denn von Parteien kann man nicht mehr reden— eine feste Direktive zu geben. Nur so viel läßt sich sagen, daß der Gedanke der Reichseinheit langsam fortschreitet und daß dessen treibende Kraft— soweit sie sich in Personen verkörpert— bei den kolonialen Politikern zu suchen ist, während die Freihändler von Lancashire(Textilindustrie) und London(Hochfinanz und Reeder) die hemmenden Momente darstellen. Eine gute Zusammenfassung der Kongrehergebnisse findet sich in der Rede Lord Brasseys, des Vorsitzenden des Kongresses, die er beim Abschiedsbankett gehalten hat. Lord Brassey sagte:.. Der Kongreß' zeigte uns, daß wir(Engländer) keine weitere Vorzugsbehandlung von Kanada zu erwarten haben.... Es ist klar, daß auch die kleinste Acnderung der Zollpolitik, unter der wir ein halbes Jahrhundert ge- lebt haben und unter der Englands Handel so mächtig aufgeblüht ist, nicht leichten Herzens unternommen werden kann. Das ReichSproblem lautet: Ist es möglich, gewisse Zölle aufzulegen und bereits bestehende Zölle herabzusetzen, so daß der Etat nicht geschädigt, die Kosten der Lebenshaltung nicht erhöht und die kolonialen Interessen gefördert werden könnten? Die Frage ist voller Schwierigkeiten und ich kann die Entscheidung nicht vorweg- nehmen, zu der die Parteien gelangen werden." Das zollpolitische Problem des britischen Reiches ist in jenen Worten klar gestellt und man darf es als höchst wahrscheinlich an- nehmen, daß Lord Brassey mit Chamberlains Gedanken vertraut ist. Es handelt stch thatsächlich um eine Verzollung der Stapelartikel, auf deren Ausfuhr die Kolonien angewiesen sind, und um eine kompen- sierende Herabsetzung der Finanzzölle(Tchec, Tabak. Bier), so daß tie Unterhaltskostcn der Arbeiter im Durchschnitt nicht höher kommen als jetzt, der Etat nicht außer Gleichgewicht gebracht und den koloniaffti Interessen gedient wird. Ter Kongreß hat sich über diese Frage NUr in allgemeinen Zügen ausgesprochen, indem er einstimmig folgende Resolution annahm:„Der Kongreß ist der Ansicht, daß die Bande des britischen Reiches wesentlich gestärkt und die verschiedenen Teile Seiner Majestät Herrschaft in großem Maße konsolidiert werden könnten, wenn eine Handelspolitik angebahnt wird, die auf dem Grundsatz gegenseitigen Nüvens aufgebaut ist, wobei jeder Bestandteil des Reiches wesentliche HandclSvorteile als Folge der nationalen Zu- sammengehörigkeit empfangen soll und wobei die zollpoli- tischen und industriellen Bedürfnisse der Be- ftandteile des Reiches berücksichtigt werden sollen; der Kongreß fordert die Regierung auf, eine Special- kommission zu ernennen, die aus Vertretern Großbritanniens, der Kolonien und Indiens zusammengesetzt sein soll, um zu untersuchen, wie auf diese Weise die Handelsbeziehungen zwischen den ver- schiedenen Teilen des Reiches, innerhalb des Reiches und mit fremden Ländern gesteigert und gestärkt werden könnten." Diese Resolution ist die wichtigste aller auf dem Kongreß aus-' gesprochenen Wünsche. Sie verstößt ohne Zweifel gegen die Grund- sätze des Freihandels. Man beachte, daß die Kolonien Handelsvorteile verlangen auf Grund ihrer nationalen Zusammengehörigkeit, und daß die Handelsbeziehungen mit Rücksicht auf die Konsolidierung des britischen Reiches reguliert werden sollen. Das imperiale Ziel wird dem Warenverkehr übergeordnet. Kein Wunder, daß die Resolution zu langen und lebhaften Debatten sowohl in der Kommission wie im Kongreß den Anlaß gab. Die hier gesperten Stellen sind die Resultate von Kompromissen: die crstere Stelle an die Freihändler, die letztere an die Zollvereinler. Immerhin scheint cS leichter zu sein, das britische Reich mit Hilfe einer Zollpolitik als mit konstitutionellen Mitteln zusammenzufassen. Denn Sir Wilfrid Laurier hat beim genannten Abschiedsbankett ent- schieden erklärt, daß Kanada auch auf den kleinsten Teil seiner poli- tischen Unabhängigkeit nicht verzichten wird. Dies ist eine Mahnung an die liberalen Imperialisten wie den Herzog von Devonshire. Lord Rosebery usw., die keinen zollpolitischen, wohl aber einen konstitu- tionellen Zusammenschluß des Reiches wünschen. Von den übrigen zur Annahme gelangten Beschlüssen sind be- achtenswert:„1. Der Kongreß ist der Ansicht, daß sich Großbritannien bei Vertragsabschlüssen mit fremden Mächten die Freiheit vorbehalten soll, mit den Kolonien solche Abmachungen zu treffen, wie es ihm nötig scheint." Das heißt, daß das britische Reich anderen Mächten gegenüber als Einheit zu betrachten sei.„2. Großbritannien soll die Meistbegünstigung für seine Kolonien von allen Mächten verlangen, die ihm(Großbritannien) die Meistbegünstigung gewähren und die von den Kolonien nicht mit Differentialzöllen belegt werden."„g. Ver- billigung des Zeitungs- und Schriftenportos innerhalb des britischen Reiches, um den Gedankenaustausch zu erl»ichtern."„4. Die Naturalisationsgesctze Großbritanniens und der Kolonien sind so zu vereinheitlichen, daß ein Bürger irgend eines Teiles des britischen Reiches überall im Reiche das Bürgerrecht genießen soll."„S. Beseitigung der Beschränkungen, die angeblich aus Veterinären Gründen die Einfuhr lebendiger Tiere ans idmiada nach Großbritannien hemmen.".6. Neufundland soll sich Kanada anschließen, denn es ist von imperialer Wichtigkeit, daß die atlantische Küste dauernd gesichert wird." Diese Resolution ist bis zu gewissem Grade gegen die Vereinigten Staaten gerichtet, die im letzten Jahre einen Handelsvertrag mit Neu- fundland abgeschlossen und Annäherungsversuche gemacht haben.— Berliner partei-Hncplegenbeiten. Charlotteuburg. Achtung i Parteigenossen. Die Wählerlisten zur Stadtverordnetenwahl liegen nur bis zum Sonntag, den 30. August, zur Einsichtnahme im Statistischen Amt, Rosinenstr. 12. aus und zwar nicht, wie allgemein bekannt gegeben. Sonntags von S— 1. sondern nur von S— 12 Uhr. Die Genossen werden dringend ersucht, stch von ihrer Einwägung in die Wählerliste zu überzeugen, da sie sonst ihres Wahlrechtes verlustig gehen können. Der Vorstand des Wahlvereins. Lichtenberg. Heute. Sonnabend, veranstalten die Parteigenossen ein Herbstfest in Höflich».Schwarzem Adler". Frankfurter Chaussee Nr. 120, bestehend aus Konzert, Mitwirkung der Theatergesellschaft „Strzelewicz", lebendes Bild und Tanz. Anfang des GartenkonzcrtS nachmittag« 5 Uhr. Um zahlreiche Beteiligung bittet Das Komitee. Mühlendeck. Wahlverein. Bezirk Pankow. Am Sonntag, den 30. b. Mts., nachmittags 4'/« Uhr ist die regelmäßige Mitglieder- Versammlung in Gerlachs Gasthof.Zur Sonne". Auf der TagcS- ordnung steht u. a. ein Bortrag deö Genossen Schütte- Berlin über:«Das S o c i a l i st e n g e s e tz". Zahlreicher Besuch wird er- wartet. Alt-Glic»icke. Heute abend ö'/z Uhr hält der Wahlverein bei Saß seine Mitglieder- Versammlung ab. Tagesordnung: 1. Vor- trag des Genossen Bartels über:«Socialdemokratie und Wahlen". 2. Wahl der Delegierten zur Generalversammlung. 3. Verschiedenes. WaidmannSlnst und Umgegend. Laut Beschluß der Mitglieder- Versammlung des Wahlvereins macht dieser am Sonntag einen Ausflug nach Stolpe zu Bergemann und zwar mit Familie. Wir ersuchen die Parteigenossen, sich daran zahlreich zu beteiligen. Ab- fahrt vom Bahnhof Waidmannslust 3 Uhr 8 Min. Lohaled« Zur Beninglückung deS FeucrwchrmanueS Dorband. Die Untersuchung, die wegen der gemeldeten und wieder- holt von uns besprochenen Verungliickung des Feuerwehrmannes Dorband sowie wegen gewisser wichtiger Begleitumstände geführt worden ist, scheint doch manches Interessante zu Tage gefördert zu haben. Unsre Leser mögen darüber urteilen nach dem unten folgenden Brief, der jetzt— 17 Tage nach der ersten kurzen Meldung, 12 Tage nach unsrer ersten ausführlichen Besprechung— uns vom Polizeipräsidium als Antwort übersandt worden ist. Die Zuschrift korrigiert in der von uns gegebenen Darstellung einige Punkte, die mit dem Kern der Sache wenig zu thun haben, schweigt aber über ein paar andre Punkte, die sehr ivesentlich sind, und ver- breitet sich mit Eifer und Gründlichkeit über Dinge, die w i r weder behauptet noch bestritten haben. Wir würden annehmen, daß die Darstellung drS Polizeipräsidiums als Entschuldigung beabsichtigt sei, wenn nicht das Polizeipräsidium selber von einer„Berichtigung" spräche. Dem Ersuchen um Aufnahme ist übrigen? kein Hinweis auf das Preßgesctz hinzugefügt— aus dem einfachen Grunde, weil das Polizeipräsidium sehr wohl weiß, daß es mchrereS mit„berichtigt", was nach dem Wortlaut unsrer Veröffentlichungen gar nicht zu.be- richtigen" war. Hier ist die Zuschrift: „Der Inhalt des in Nr. 188(Beiblatt) deS„Vorwärts" vom 14. d. Mts. über„die Verungliickung deS FeuermanneS Dorband" veröffentlichten ArttkelS entspricht nach den angestellten Ermittelungen nicht den Thatsachen. Der Feuermann Dorband ist aus einer Höhe von etwa drei Meter zur Erde gestürzt und hat dabei eine Beschä« digung des einen Fersenbeines und des einen Schienbeines erlitten. Er ist nicht bis zum Abend des nächsten Tages ohne ärztliche Hilfe geblieben. Der Oberstabsarzt Dr. Leu hal ihn vielmehr am Tage des Unfalls zweimal und sodann am nächsten Tage gesehen und untersucht. Die Aufforderung des Arztes an den Verletzten, sich zu erheben und aufrecht zu stehen, war zun, Zwecke der Unter- suchung notwendig, weil die Verletzungen mit Rücksicht auf ihre Lage zunächst von außen nicht erkennbar waren. Dorband hat der Auf- forderuug Folge geleistet; er ist nicht sofort wieder zusammen- gesunken, sondern hat bis zu der nach wenigen Augenblicken er- folgten Aufforderung, sich wieder niederzulegen, aufrecht gestanden. Die Verbringung deS Verletzren nach seiner elterlichen Wohnung ist angeordnet worden, weil, bevor über die Notwendigkeit einer Krankenhaus- Behandlung entschieden werden konnte, weitere Krankheitserscheinungen abgewartet werden mußten und der Oberstabsarzt nach seiner Kenntnis der Verhältnisse im Hause deS ihm persönlich bekannten Vaters überzeugt war, daß Dorband dort die erforderliche Pflege finden werde. Die lieber- führung in die Charitö ist dann erfolgt, weil eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen notwendig war. Eine Vorschrift, wonach ein Feuer- wehrmann sich nicht von einem Privatarzt behandeln lassen darf, sondern auf den Feuerwehrarzt zu warten hat. besteht nicht. Die Mannschaften der Feuerwehr sind in dringenden Fällen befugt, privat- ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Oberfeuermann, dem Mangel der erforderlichen Sorgfalt bei den, Manöver, bei dem sich der Unfall ereignet hat, zur Last fällt, ist dafür bestraft worden. Seine Ver- setzung auf eine andre Wache hat nicht stattgefunden, �ch ersuche crgebenst auch mit Rücksicht auf den Artikel des„Vorwärts" vom 23. d. M., Nr. 106, 1. Bl..„Zwei Stockwerke oder zwei Meter", um Aufnahme vorstehender Berichttgung." Diese Zuschrift bedarf fast in jedem Satz einer Ergänzung. Daß das Polizeipräsidium den, Artikel aus Nr. 183 nicht einmal seine richtige Ueberschrift läßt, soll außer Bettacht bleiben; es kommt so genau nicht darauf an. Wir regen uns auch nicht darüber auf, daß schlankweg behauptet wird,„der Inhalt entspreche nicht de» Thatsachen". obwohl die Zuschrift hinterher nur einen Teil des Inhalts be- mangelt. Solche kleinen Unachtsamkeiten, die dem„Vorwärts" unter Umständen schwere Sttafen einbringen würden, sind dem Polizeipräsidium erlaubt. Zu der in Nr. 196 erwähnten Untersuchung, ob D.„zwei Stockwerke oder zwei Meter" herabgestürzt sei. wird unter völliger Beiseitelassung der«tockwerksftage jetzt ganz neu mitgeteilt, daß er„drei Meter" tief gefallen sei. Das rechtfertigt allerdings eine Berichttgung, aber sie trifft weniger uns als den Brandinspektor Rohnstock. Die Zuschrift bestreitet nicht, daß Herr Rohnstock„zwei Meter" angenommen hat— auch nicht, daß die darüber beftagten Mannschaften nur vereinzelt der Ansicht des Herrn Brandmeisters bei- getteten sind. Für D.s Verletzungen wird ver harmlosere Ausdruck „Beschädigungen" gebraucht. Der Zusatz„leicht" fehlt; daß sie, wie wir meldeten,„bedenklich" seien, wird nicht bestritten. Behauptet wird, D. sei„nicht bis zum Abend deS nächsten Tages ohne ärzt- liche Hilfe geblieben". Dr. Leu habe ihn am Unfalltage zweinial und dann„am nächsten Tage" gesehen und untersucht. Wer unsre Nr. 168 sorgfältig gelesen hat. muß wissen, daß auch wir gesagt haben, D. sei nach dem Unfall durch Dr. Leu vorläufig untersucht worden. Neu ist. daß das an demselben Tage„zweimal" geschehen ist. In welchem Zeitabstand, Herr Polizeipräsident? Etwas mehr Genauigkeit erbitten wir auch für den Ausdruck„am nächsten Tage". Zu welcher Stunde erschien Dr. L. in der Wohnmig des Verunglückten? Daß er am Abend des nächsten TageS gekommen sei, wird in der Znschrist nicht gesagt, aber auch nicht bestritten. Ob es notwendig war, Dorband nach dem Unfall zum Zweck der Untersuchung noch einmal sich erheben und anstecht stehen zu lassen, haben wir nicht erörtert; das mögen Dr. L/s ärztliche Kollegen thun. Wir haben nur die That- fache mitgeteilt und die wird nicht besttitten, sondern bestätigt. Dorband ist nicht zusammengesunken, sondern ist nach wenigen Augenblicken aufgefordert worden, sich niederzulegen. Hier beugen wir uns vor der Genauigkeit des Polizeipräsidium«— desselben Polizeipräsidiums, das die Angabt der Stunde, zu der der Arzt„am nächsten Tage" bei Dorband eintraf, unterläßt. lieber die Verhältnisse der Familie haben wir kein Wort gesagt; wir kennen sie nicht. Zur Diskussion steht ja auch nicht die Familie D., sondern der Oberstabsarzt Dr. Leu. Daß er den Kranken, wenn er den Unfall nicht gleich für ernst hielt, erst nach Hanse bringen ließ, dos war fteilich durchaus konsequent. Bezüglich unsrer An- nähme, daß Dr. L. am Abend des nächsten Tages den Zustand für bedenklich gehalten und deshalb Krankenhauspflege angeordnet habe, geht aus dem polizeipräsidialen Schreiben nicht deutlich hervor, ob sie unzutreffend ist. Das Schreiben nennt für die Uebersührung ins Krankenhaus nur den Grund. daß eine Röntgenstrahlen- Untersuchung als nötig angesehen wurde. Hoffentlich schickt uns nun nicht»och Dr. L. eine.Berichtigung" der von uns veröffentlichten Zuschrift. Nebenbei gesagt: seit der Untersuchung mit Röntgenstrahlen liegt D. nun schon drei Wochen in der Charitö. Ein Feuerwehrmann, fährt das Polizeipräsidium fort, darf auch einen Privatarzt holen— in„dringenden" Fällen. Hier fehlt der Znsatz. daß der Privatarzt vom Feuerwehr- mann bezahlt werden muß, wenn der Fall hinterher sich als nicht „dringend" herausstellt. Bei D- dürften die Angehörigen diese Möglichkeit als vorliegend angesehen haben, weil Dr. S. nur Umschlage mit„essigsaurer Thoncrde" verordnet hatte. Was endlich den Oberfeuermann angeht, so ist er zwar bestraft worden, aber nicht mit Versetzung. Gegenüber diesem Trumpf, der als letzter ausgespielt wird, müssen wir uns als besiegt bekennen. So wird— dank der Gründlichkeit, die das Polizeipräsidium hier in Nebendingen bekundet— der Beweis geführt, daß der „Vorwärts" schlecht informiert war. Gewisse Blätter werden nun in der Lage sein, ihren Lesern zu erzählen, daß die vom„Vorwärts" über die Verunglückung des Feuerwehrmannes D. gemachten Mit- teilungen„nicht den Thatsachen entsprechen" I Sie werden hinzu- fügen, daß alles Schwindel ist, daß dem D. eigentlich gar nichts passiert ist, und so weiter. Ja, ja, der„Vorwärts"! Da steht man's wieder einmall-»_ Behörde und Warenhansbrände. Die amtliche.Berliner Kor« respondenz" schreibt: Der Brand des Goldbergschen Warenhauses in Budapest, bei welchem eine große Anzahl von Menschen um- gekommen oder verletzt worden ist, giebt Veranlassung, darauf hin- zuweisen, daß für Preußen im Jahre 1901 Bestimmungen für Gebäude. welche ganz oder teilweise zur Aufbewahrung einer größeren Menge brennbarer Stoffe bestimmt sind(Warenhäuser, Geschäfts- Häuser tc.) erlassen worden sind. Die Anwendung dieser Vorschriften ist den Polizeibehörden sowohl bei Neubauten wie bereits bestehenden Warenhäusern gegenüber zur Pflicht gemacht. Die ergangenen Be« stimmungen sind derart, daß bei ordnungsmäßiger Handhabung nach menschlicher Berechnung Unfälle, wie der oben erwähnte, � sich kaum ereignen können. Gleichwohl bildet die Frage der Zuläng- lichkeit der Normen einen Gegenstand der dauernden Aufmerksamkeit der Centralinstanz. Auf Grund der vorliegenden Gutachten der Provinzialbehörden wird in eine erneute Prüfimg der Vorschriften vom Jahre 1901 eingetreten tverden, wobei auch die bei dem Brande in Budapest gemachten Erfahrungen Beachtung finden sollen. Karl Spindler-Stiftnng. Der verstorbene Geh. Kommerzienrat Karl Spindler-Berlin hat in seinen letzten Willen eine größere Summe für Schenkungen eingestellt, von der die Testamentsvoll- strecker 60 000 M. der Stadt Berlin überweisen wollen. Hierzu wollen Frau Geh. Rat Karl Spindler und die Söhne Dr. Wilhelm, Ernst und Erich Spindler 40 000 M. hinzufügen, so daß 100 000 M. für eine Karl Spindler-Stiftnng der Stadt überwiesen werden sollen. Die Zinsen oder Erttägnisse dieser Stiftung sollen dem Kaiser und Kaiserin Friedrich-Kinderkrankenhause zufließen. Der Magistrat hat beschlossen, diese Zuwendung vorbehaltlich der Zustimmung der Stadt« verordneten-Versammlung anzunehmen. Der Stadtvcrordncten-Bersammlung ist ein interessanter Bericht über den GcschästSbettieb der städtische» Sparkasse ffir das Vierteljahr April— Juni d. I. zugegangen. Donach sind im Berichtsvierteljahr 8 116 733 M. für Wechsel verausgabt. Von den Sparern eingezahlt wurden im April 1903 rund 5 492 009 M., im Mai 4 358 000 M. und im Juni 4 255 000 M. An diese zurückgezahlt: im April 5 259 500 M. im Mai 4 426 500 M. und im Juni 4 311 300 M. Die Mehreinnahme bettug demnach nur 107 636 M. Das Gesamt- guthaben der Einleger erhöhte sich dadurch auf 280 854 524 M., die sich auf 740 590 Sparkassenbücher verteilen, so daß im Durchschnitt auf jedes Buch 379 M. entfallen oder auf den Kopf der Be- völkerung 141 Mark. Im Berichtsjahr vereinnahmt wurden: für verkaufte Wertpapiere: 109 580 M„ für zurückgezahlte Hypotheken 3 069 100 M,. an Zinsen: 1 976 733 M. Der Barbestand deö Jnter« essen- und Reservefonds betrug Ende Juni 1903: 29 205 965 M,, wozu noch 4194 M, als Bestand des Depositencontos kommen. Ende Juni waren vorhanden: 3116 733 M. an Wechseln, 16 349 142 M. bar, 9 806 662 M. an Vorschüssen, hierzu kamen: 208 552 485 M. an Wertpapieren. 65 746 545 M. an Hypotheken, 1 567 009 M. an Dokumenten, 331 166 M. an Darlehnen sowie 2 371295 M. der Grundstücköwerte und 74 659 M, als Wert der noch ausstehenden 740 590 Stück Sparkassenbücher, macht zusammen 278 642 550 M. oder unter Hinzurechnung des Bestandes eine Summe von 307 915 088 M. als Gesamtvermögen der Sparkasse. Zur Unterstützung würdiger und bedürftiger Lchrcriunrn Berlins ist ein Stipendium, bestehend in einer lebenslänglichen Rente von jährlich 600 M.. die am 29. Juni alljährlich zur Auszahlung gelangt, aus der Thiermann- Waldenburgschen Stiftung zu vergeben. Zum Genüsse dieses Stipendiums sind berechtigt würdige und bedürftige, unverheiratete oder verwitwete Lehrerinnen evangelisch- christlicher Religion, die mindestens zehn Jahre in Berlin im Schulfache thätig waren oder noch thätig sind, da« 49. Lebensjahr zurückgelegt und sich über ihre bisherige tadellose Führung ausweisen können. Bewerberinnen haben ihre Gesuche bis zum 1. Oktober d. I. an das Kuratorium der Thiermann-Waldenburgschen Stiftung im Berliner Rathause ein» zusenden. Den Gesuchen ist ein Taufzeugnis, das Lehrerinnen- Prüfungszeugnis und ein Zeugnis der vorgesetzten Schulbehörde über die zehnjährige Wirksamkeit der Bewerberin im Schulfache in Berlin beizufügen, Geflickte Sttaßcnbahnschienen. Eine neue Art Geleise aus- zuwechseln, bringt die Große Berliner Straßenbahn versuchsweise zur Anwendung, Durch den elektrischen Betrieb werden die Geleise besonders an den Verbindungsstellen stark abgenutzt. Es müssen infolgedessen häufig Auswechselungen der Schienen erfolgen, eine Arbeit, die vielfach zu Störungen im Straßenverkehr führt. Durch die Anwendung des neuen sogenannten Melaunschen Verfahrens wird dieser Uebelstand beseitigt und das unangenehme Ausreißen des Sttaßen- Pflasters auf größere Strecken vermieden. Die Geleise werden an den Ver- bindungsstellen bloßgelegt und dann Nuttels einer Bohrmaschine, die mit elektrischer Kraft betrieben wird, angebohrt, dann werden die Schienen an den Bohrstellen durchschnitten, glatt gefeilt und ein gleiches Stück Geleise wie das abgeschnittene wird eingesetzt. Der „Flicken" wird an den Verbindungsstellen mit Schrauben mit den alten Geleisestückcn verbunden, und das Pflaster, das nur auf einer Sttecke von 60 Centimeter aufgerissen war, kann wieder geschlossen werden. Solche geflickten Schienen liegen bereits an verichiedenen Stellen, so in der Friedrichstraße; sie haben sich vorzüglich bewährt. Gegenwärtig werden solche Arbeiten an der Charlottenburger Chaussee ausgeführt. Liebliche Zustände in einer Silberwarcnfabrik kamen kürzlich aus Anlaß einer Klage vor dem hiesigen Gewerbcgericht zur Sprache. So wurde nämlich erwiesen, daß bei dem Fabrikanten B. in der Oranienstraße der größte Wechsel an Arbeitern stattfindet, den die Berliner Silberwarenindustrie kennt. Laut Krankenkassen-Stattstik waren in dem Betriebe oni 1. Januar 1902 14 Personen beschäftigt. Im Laufe des Jahres traten ei» 42, in Summa 56 Personen, und davon ttaten aus 46, so daß am Jahresschluß nur 10 Personen ver« blieben. Bis zum 31. Juli 1903 traten dann wieder 24 ein und 25 aus. in Beschäftigung blieben ani 1. August somit nur 9 Mann. Diese Zahlen sprechen für sich. Unter den Arbeitern wird diese Werkstatt deshalb auch allgemein als Taubenschlag bezeichnet. Ein grelles Schlaglicht auf die liebenswürdigen Allüren dieses Fabrikanten m seiner Eigenschaft als Lehrherr wirft außerdem die Thatsache, daß die Ortskrankenkasse der Goldschmiede vor einiger Zeit für fünf Lehrlinge die Auszahlung von Krankeiumterstützung verweigerte, weil sie annahm, daß deren Krankheit eine Folge der.väterlichen" Züchtigungen sei, die ihnen von Herrn B. zu teil geworden waren. Mehr Krankenhäuser. Die Notwendigkeit dieser schon unzählige Mole wiederholten Forderung beweist sich erneut durch folgenden Borfall. Der Rcstaurateur R. in Lichtenberg war geisteskrank ge- worden und litt infolgedessen zeitweilig an Tobsuchtsanfällen, so daß die Familienangehörigen um den Kranken wie auch um ihre eigne Sicherheit besorgt wurden. Sie konsultierten den praktischen Arzt Dr. B. in Friedrichsfelde und dieser stellte ein Attest aus, daß die Aufnahme deS Kranken in einer Heilanstalt dringend not« wendig sei. Auf Grund dessen versuchten die Verwandten am Montag die Aufnahme des Erkrankten in der C h a r i t ö zu be« wirken. Sie wurden jedoch wegen Platzmangels abgewiesen. Nun wandten sie sich andren Tages an die Irrenanstalt Herz« berge. Doch auch hier wurde ihnen der wenig tröstliche Bescheid, feinen schlechten Eindruck auf mich machte, bot ich ihm meine Kaffe mußten sie nur froh sein, an und lieh ihm 35 M., wofür er, fast gegen meinen Willen, einen Kranken in einer daß alles überfüllt ribalt zu Schöneberg unter- goldenen Ring mit Opal zum Pfand ließ, den er für 40 M. Wert rische Bestimmungen festgelegt worden, die der Genehmigung durch der in der denkbar ausgiebigsten Weise vor jeder Berührung mit den Fahrstuhlunglück in der königlichen Porzellanmanufaktur. Schwer teilung der aus Anlaß des starken Pfingstverkehrs bewilligten Ende dieser Aktion war zu verbessern. Vater eines fleinen Kindes. oder mehreren Karten verstreute 9 erIn zivei Nachträgen, die am 29. September d. J. beztv. 1. Januar 1904 in Kraft treten sollen, sind außerdem noch verschiedene statutas bringen zu können. Daß diese Jrrfahrten mit einem Schwerkranken ausgab, welcher aber nach Urteil eines Sachverständigen bloß 10 bis die Aufsichtsbehörde( Magistrat) unterliegen. Um Ersparnisse zu von einer Anstalt zur andern teine Annehmlichkeit für dessen Familien- 12 M. Wert hat. Am Abend wollte er bei Ueberbringung des erzielen zur Ergänzung des Reservefonds und zur Bestreitung der angehörige waren, dürfte jedenfalls einleuchten. Einleuchten müßte Wagens den Ring einlösen. Beim Nachschlagen im Adreßbuch fand sich alljährlich erhöhenden Ausgaben für Honorar, Arzneikosten usw., aber auch endlich maßgebenden Orts, daß dem immer fühlbarer ich dann, daß die angegebene Wohnung Pankow, Breitestr. 25 I, sowie durch den Ausfall der 26wöchigen Krankengeldzahlung, ist werdenden Mangel an öffentlichen Krankenhäusern so schnell wie überhaupt nicht eriſtiert und in Nr. 25 sich das Rathaus befindet. Um z. B. die Wiedereinführung der drei Karenztage, der Fortfall des ei irgend angängig abgeholfen werden muß. derartige Gaunereien möglichst zu bekämpfen, lasse ich eine Beschreibung Krankengeldes für den Sonntag und eine Erhöhung der Beiträge um Ein kleines Kesseltreiben gegen Streifende inscenierten kürzlich der Berfon folgen. angeblicher Name: Wilhelm Sound fleinen folojien worden. Es tommt als Neuerung noch in Betracht, baß Schulz, Bankow, 6 pro Breitestr. 25 I, magere, untersette Statur, blondes Haar schlossen zwei Gendarmen und ein Polizist in Lichtenberg. Dort befinden sich blonden Schnurrbart, an der linken Gesichts- und Halsseite hat er fortan auch die Handlungsgehilfen und Lehrlinge der Ortskaffe angegenwärtig die Tischler der Firma Pohl u. Sohn im Ausstand Schnittnarben. Bekleidet war er mit einem grauen Anzug, schwarzem gehören sollen. Der Aufenthalt in einer Erholungsstätte neben dem wegen Nichtanerkennung des Tarifs. Nun macht die Firma die größten Anstrengungen, Arbeitswillige zu erhalten, wobei sie von Hut, Nickelkette mit schwarzer Stahluhr. Bezug des vollen Krankengeldes und der Vergütung des Mittagessens dem Jnnungsnachweis in der Alexanderstraße fräftig unterstützt Das Kleine Journal" ist von Herrn Dr. Leon Leipziger verkauft wird ebenfalls von der Kasse gewährt. wird. Es haben sich denn auch einige dieser nützlichen Elemente" worden. Als beauftragter Käufer fungierte Justizrat Kleinholz. Johannisthal. Die ungleichmäßige Berücksichtigung bei der Verangefunden, und diese werden nun von den dortigen Polizeiorganen Streifenden geschützt". So wurden jüngst nach Beendigung der Arbeits- zu Schaden gekommen ist gestern morgen 8 Uhr im Betriebe der Hundertmarkspende wird von den Unterbeamten der Station Niederzeit die lieben Arbeitswilligen auf einen Break geladen und unter föniglichen Porzellanmanufaktur zu Charlottenburg der Rohrleger während die Assistenten, Weichensteller und Fahrkarten- Verkäuferinnen Schöneweide- Johannisthal mit recht gemischten Gefühlen besprochen. zeit die lieben Arbeitswilligen auf einen Break geladen und unter Ferd. Hennig. Obgleich er ungeprüft ist, wurde ihm doch von einem Beträge von 60 bis herab zu 20 M. erhalten haben, sind die Fahrpolizeilicher Bedeckung nach dem Bahnhof Rummelsburg gefahren. Beamten der Auftrag zu teil, einen Fahrstuhl zu schwieren. Bei farten- Schaffner leer ausgegangen, obwohl die Thätigkeit dieser Beträge von 60 bis herab zu 20 D. erhalten haben, sind die FahrAls dort aber Streitposten entdeckt wurden, mochte wohl befürchtet dieser Arbeit geriet Hennig in den Fahrstuhlschacht und erlitt so er- Beamten bei einem Verkehr von 30 000 Personen an einem Feierwerden, daß diese die Arbeitswilligen in der Bahn zur Einstellung hebliche Verlegungen, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. der Arbeit überreden könnten, deshalb machte der Break„ kurz Die Arbeiter im Betriebe wundern sich, daß es möglich war, dem tage ohne Zweifel mit zu den anstrengendsten gerechnet werden muß. Kehrt" und brachte seine sorgsam gehütete Ladung nach dem Ring- schwer verunglückten Mann, der jetzt im Krankenhause danieder liegt, als Maßstab die vermehrte Leistung des Einzelnen und nicht seine Bahnhof an der Frankfurter- Allee. Tagtäglich kommt es nun in eine so gefährliche Arbeit zu übertragen; sie fordern, daß die Ansonstige Entlohnung angelegt wird, denn dabei kann es nur zu der Friedrich Karlstraße zu größeren Ansammlungen Neugieriger, sonstige Entlohnung angelegt wird, denn dabei kann es nur zu die lediglich durch das Verhalten der Polizei und Gendarmerie her gelegenheit eingehend untersucht werde. Hennig ist verheiratet und leicht passieren, daß die besser Entlohnten für geringere oder gar vorgerufen werden. Würden die Beamten nicht in so schroffer Weise feine Extraleistungen eine höhere Gratifikation erhalten als die begegen die Streitposten vorgehen, dann würde kaum ein Mensch etwas Wegen Sittlichkeitsvergehens an einem fünfjährigen Kinde ist der sonders in Anspruch genommenen, die zufällig einer geringeren Gevon dem Streik merken, umsoweniger, als durch die Posten der geringe in der Christinenstraße wohnhafte Kaufmann E. gestern verhaftet haltsklasse angehören. Besser noch wäre es, die Bezüge der Beamten Verkehr in jener Straße auch nicht im mindesten behindert wird. worden. Der unverheiratete Mann lockte die kleine Tochter einer im allgemeinen aufzubessern und ihre Arbeitszeit derart einzurichten, Am Mittwoch gab es nun wieder einen großen Auflauf. Zwei Friseurin aus der Zehdenickerstraße zu sich und verging sich an dem daß sie Ausnahmeleistungen ohne besonderes Entgelt und ohne Streifposten hatten sich nämlich in das Boekersche Schanklokal be- Rinde in abscheulicher Weise. Das Geschäft des Attentäters wurde Ueberanstrengung zu leisten vermögen. geben, was von dem bekannten Sekretär des Rahardschen Innungs- polizeilich geschlossen und er selbst in Untersuchungshaft gebracht. Rigdorf. Wie wir berichteten, wurde Montagabend auf einem nachweises, einem Herrn Meinecke bemerkt worden war. Unter Eine Zusammenkunft der Arbeiter- Sport- und Turnvereine Plaz an der Thomasstraße der 14jährige Gemeindeschüler Paul dessen Führung stürmte alsbald die oben angegebene bewaffnete Berlins und Umgegend ist für den 6. September d. J., vormittags errmann erschossen aufgefunden. Zunächst glaubte man an als gelte es, die schwersten Verbrecher dingfest zu machen. Und das plant. Uns wird darüber berichtet: Einer ernsten Besprechung über jedoch nur um einen Unglücksfall zu handeln. Der Knabe hatte sich eine einfache Namensfeststellung. So das erste Allgemeine Arbeiter- Sportfest und über das eventuell zu schon vor einiger Zeit den Revolver heimlich verschafft, um damit geht man gegen ehrenhafte Arbeiter vor, die nichts andres begehen, arrangierende zweite, sowie einer Beratung über engeren Zu- wilde Kaninchen zu schießen. Beim Spielen mit der geladenen als auf gesetzlich zulässigem Wege ihre Lohn- und Arbeitsverhältnisse sammenschluß aller Sportgattungen 2c. soll ein geselliges Beisammen- Waffe scheint sie sich entladen zu haben, wobei dem fein folgen. Obwohl die größere Anzahl der Arbeiter- Sport- und Knaben die Kugel ins Herz brang und ihn tötete. Die Forderungen der Berliner Vororte an Berlin werden von Woche Turnvereine mit dem Gedanken des Zusammenschlusses unter sich Die Staatsanwaltschaft hat gestern die Leiche zur Beerdigung freizu Woche größer. Für jede Rohrverlegung oder sonstige Benutzung behufs größerer Propaganda für Arbeiter- Sport und Turnen sym- gegeben. Eine Mietsgeld- Schwindlerin wurde in der einer Straße werden von der Stadt bedeutende Entschädigungen pathisieren, so ist es doch erwünscht, daß sich alle existierenden Berson der unverehelichten Marie Aleg von der hiesigen Kriminal verlangt, so daß gewöhnlich erst der Klageteg beschritten Arbeiter- Sport- und Turnvereine diesem Gedanken zuwenden mögen. polizei in Haft genommen. Die A. vermietete sich unter falschem werden muß. Nachdem die neue Gasanstalt in Anfragen beantwortet A. Jänsch, Nixdorf, Bergstr. 82. Namen als Dienstmädchen, nahm das Mietsgeld in Empfang, trat Tegel ihrer Vollendung entgegengeht, entgegengeht, will der Magistrat einen Gasrohrstrang nach dorthin legen. Zu diesem Der amtliche Pharus- Plan zu den Bau- Ordnungen für Berlin und aber den Dienst nicht an. Auch eine Anzahl Diebstähle hat das unbeen feine Umgebung ist soeben im Bharus- Verlage Berlin W. geratene Mädchen auf dem Kerbholz. Zwed muß er auch einen Teil der Scharnweber- schienen. Der Plan ist amtlich für dienstliche Zwecke des Ministeriums Lichtenberg. Unfre Gemeinde wird nim auch mit elektrischer ſtraße zu Reinickendorf benutzen. Hiergegen hat nun dieser Vorort der öffentlichen Arbeiten in der Plankammer des letzteren selbst paft versorgt werden. Während bisher nur der Ortsteil, der den fofort Einspruch erhoben und stellt sehr bedeutende Forderungen an den bearbeitet und umfaßt nicht nur das Gebiet der neuen Baupolizei- finheren Rittergutsbezirk umfaßt, mit elektrischer Leitung durch die Magistrat. Dem Magistrat ist es aber gelungen, einen Beschluß des Ordnung für die Vororte von Berlin vom 21. April 1903, sondern Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft aus deren Werken an der OberKammergerichts herbeizuführen, nach welchem ihm gegen eine das Gesamtgebiet aller in Geltung befindlichen Baupolizei- spree versorgt wurde, beabsichtigt diese Gesellschaft die Legung eines Hinterlegung von 100 000 Mart gestattet wird, die Rohre zu legen. Ordnungen für Berlin und seine Umgebung. Der Plan enthält weiteren Kabels, um dann auch einen größeren Ortsteil mitversorgen Reinidendorf hat hiergegen nun auch Einspruch erhoben. Es steht auf einer einzigen Karte alles bisher nur auf zwei zu fönnen. Eine Kommission der Gemeindevertretung schlägt nuns demnächst mündlicher Termin vor dem Kammergericht an. Material, was für Bau- mehr aber vor, feinen Privatvertrag einzugehen, sondern ein Elek Bon einem Pferde erschlagen wurde der 17 Jahre alte Sohn behörden, Bauunternehmer, Baumeister, Grundstücsinteressenten 2c. tricitätswert auf eigne Rechnung zu erbauen und den ganzen Ort Paul des Fuhrherrn Ullrich aus der Nykestraße 7. Der junge Mann, in baupolizeilicher Hinsicht von Bedeutung ist. Er reicht in eigner Regie mit elektrischer Kraft und Licht zu versorgen. Die der im Geschäft feines Vaters half, fettete im Stall einen vier-( nördlich) von Oranienburg- Klosterfelde bis( südlich) Königswuster- Rentabilitätsberechnungen und Kostenanschläge legen dar, daß die jährigen Fuchs an und brachte dann noch die Streu in Ordnung. hausen- Dahlwitz- Ahrensdorf, von( östlich) Nüdersdorf- Kegel- Spreen- Gemeinde dabei durchaus nicht schlecht abschneidet. So wird denn Während er hiermit beschäftigt war, schlug das Pferd aus und traf hagen bis( westlich) Potsdam- Stegliß- Crampniß und umfaßt ins das Dorf Lichtenberg neben einem Wasserwerk und einer Gasanstalt ihn gegen den Unterleib. Der Verunglückte wurde nach dem Augusta- besondere auch alle 144 in der neuen Bauordnung genannten Ort- auch ein Elettricitätswerk betreiben. Hospital gebracht und starb dort an den Folgen seiner inneren Ver- schaften. Die Bauklassen usw. sind durch 17 Farben unterschieden. legungen. Seine Mutter ist nach dem Tode ihres Lieblingssohnes Der Plan ist zum Preise von 7 M. gefalzt, auf Leinwand gezogen schwer erkrankt. im Kallikodeckel für 10 W., auf Leinwand aufhängefertig für 11 2. Wegen einer Kessel- Explosion, bei der ein Arbeiter seinen Tod durch jede Buch- und Papierhandlung zu beziehen, sowie vom gefunden hat, wurde in der Nacht zu gestern die Feuerwehr nach Pharus- Verlag, Berlin W. 9, Stönigin Auguſtaſtr. 3. sich in den Händen von sieben Befizern, dem Rittergutsbesizer der Linienstraße 152 gerufen, wo in der Spritfabrik von Orgelfonzert. Montag, den 31. August, abends 714 Uhr werden v. Treskow und sechs Bauerngutsbesitzern. Zur Zeit hat der Ort J. G. Wiefenack an der Ecke der Artilleriestraße ein sogenannter in der Marienkirche Musikdirektor Dtto Dienel, Fräulein ca. 12 000 Einwohner. Sollte es im nächsten Jahre zur Einführung Spiritusfilter explodiert und Feuer ausgekommen war. Ueber das Marie Lindow, Hofopernsänger Albin Günther, Violinist Georg, der so dringend notwendigen Kanalisation tommen, so dürfte infolge Unglück wird uns berichtet: An der Ecke der Artillerie- und Linien- Herr Paul Bronsch und Herr Behrends Kompositionen von Bach, der dann einsetzenden Bauthätigkeit eine Verdoppelung der Einstraße unweit des Dranienburger Thores befindet sich die Sprit- Händel, Graun, Mendelssohn, Becker, Guilmant u. a. bei freiem wohnerzahl in wenigen Jahren zu erwarten sein. fabrik der Firma J. G. Wiesenad in einem massiven zweistödigen Eintritt aufführen. Pankow. In den letzten Wochen haben sich die Fälle, in welchen neuen Quergebäude, das nach Osten zu mit dem Kessel- Theater. Im Schiller- Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Schlachtvieh, namentlich Schweine, von seiten der Fleischhaufe ant einen Bauplaz von geringer Tiefe Tiefe grenzt, auf dem ein Kohlenlagerplatz des Händlers August Böhme Theater) geht am Sonntag, den 30. d. M., das dramatische Märchen beschauer beschlagnahmt und nur für die Freibant tauglich be Der Talisman" von Ludwig Fulda zur Eröffnung der funden wurden, derartig vermehrt, daß die weitere Deffentlichkeit fich schon seit Jahren nicht zur Zierde der Straße befindet. neuen Spielzeit in folgender Besetzung in Scene: König Astolf: fich lebhaft über die Abkochung und den Berkauf des minderwertigen In dem Kesselhause befand sich in der Nacht der Wächter A. Preyser Rudolf Lettinger, Berengar: Albert Steinrück, Diomed: Mar Reimer, Fleisches unterhält und diese Unterhaltungen nicht schmeichelhaft für allein. Nach 1 Uhr als die Explosion erfolgte, stürzte Preyfer auf Banfilio: Albert Hübener, Ferrante: Reinhold Köstlin, Maddalena: die Ortsbehörden ausfallen. Am Donnerstag voriger Woche wurden den Hof und blieb dort im Hausflur des Hauses Artillerieſtr. 3 Betty Ullerichs, Niocola: Gustav Ridelt, Stefans: Karl Dapper, Hof- fünf Schweine bei dem Schlächtermeister H. in der Breitenstraße liegen. Die Feuerwehr aus der Linienstraße fand ihn dort mit foch: Otto Rembe, Omar: Friedrich Strüger, Habakuk: Mar Kirschner, beanstandet, und da der Tierarzt nicht gleich tam, erst am Sonnabend schweren Verletzungen, sowie unfähig sich zu rühren und Aussagen Rita: Dora Wolfframm. Die Regie führt Edmund Heined. Die Regie führt Edmund Heined. gefocht und in Pankow zum Verkauf ausgeboten. Da die ca. sieben zu machen. Er wurde sofort nach dem in der Linienstraße befindlichen Im Thalia Theater beginnt die heutige Eröffnungs- Vor- Centner Fleisch in Pankow mir sehr wenige Käufer fanden, so wurde jüdischen Krankenhause gebracht, wo er gestern früh um 5 Uhr von stellung unter der Direktion ren und Schönfeld um das übrige jezt vier Tage alte Fleisch nach dem Sonntagsmarkt in feinen Leiden erlöst wurde. Da man nicht wußte, ob noch Menschen- 7%, Uhr. Die zum erstenmal in Scene gehende Novität Der der Prinzen- Allee in Berlin gefahren, um dort verkauft zu Leben in Gefahr waren, ließ der leitende Offizier trotz der och tourist" geht mit allen ersten Sträften der Bühne in Scene: werden; da sich auch dort nur wenige Käufer fanden, Explosionsgefahr die angrenzenden unversehrt gebliebenen Stomptoir- Thielscher, Helmerding, Paulmüller, Winkler, Weinschenk und Formes, soll es zuletzt verschenkt worden sein. Ob trotzdem noch räumen ze. durchsuchen und mit vier Schlauchleitungen kräftig Wasser wozu noch Mar Hofpauer und Victor Bausewein treten, und die Fleisch übrig geblieben war, konnten wir nicht ermitteln. geben. Um 2 Uhr war die größte Gefahr beseitigt und konnten Damen Manci, Dora, Berry und Wehling. Die musikalische Da teine öffentliche Einrichtung zur Abkochung des Fleisches vorDie Berherungen übersehen werden. Das massive Kesselhaus war Im Palast Theater, Burg- handen ist, so tocht man es einfach bei dem Schlächter ab, bei wie wegrasiert, der kleine Anbau auf dem Kohlenlagerplay Artillerie- lustration ist von Max Schmidt. firaße 4 unter den Trümmern begraben, gegenüber, Artillerie- Straße 22, beginnt die Wintersaison unter Leitung des Herrn Richard welchem es beanstandet wird. In dem von uns oben erwähnten Fall lehnte Schlächtermeister H. in der Breitenstraße es entrüstet ab, straße 33, in dem Sargmagazin von Albert Kriegler sämtliche seine Räume und Kessel dazu herzugeben. Die sieben Centner Fleisch Schaufenster zertrümmert. In den Nachbarhäusern und den Häusern wurden nunmehr auf einen Wagen geladen, zum Schlächtermeister M. der Linienstraße waren eine Menge Fensterscheiben, besonders in der Berlinerstraße gefahren, dort abgekocht und so zu dem bereits in ersten Stod gesprungen. Auf der Straße und den Höfen Lagen überall Glasscherben und geschilderten Verkauf gebracht. Da Gemeindevorsteher und Gemeinde Stücke bon herab- Aus Spandau schreibt man uns: Bereits im Frühjahr d. 3. vertretung nichts dagegen thun, so müßte doch die Ortspolizei, an gefallenem Buzz. Die Feuerwehr und Polizei sperrten ersuchte die socialdemokratische Stadtverordneten- Fraktion den die Brandstelle ab. Der Andrang des Publikums war ununter- Magistrat in Rücksicht auf die im Herbst bevorstehenden Landtags- deren Spitze der Amtsvorsteher steht, die Angelegenheit regeln, da brochen groß; der Verkehr in der Artilleriestraße mußte teilweise ab- wahlen um möglichst zeitige Bekanntgabe der Urwahlbezirke. Es aber Amtsvorsteher und Gemeindevorsteher ein und dieselbe Person gelenkt werden. Der Fabrikschornstein ist fast unversehrt geblieben. wurde uns auch größte Beschleunigung zugesagt, jedoch bis heute find find, so werden wohl andre Instanzen da Remedur schaffen müssen. Gestern früh war der 12. Löschzug aus der Straße an der Zwölf- die Urwahlbezirke noch immer nicht bekannt gegeben. Es scheint, apostel- Kirche an der Unfallstätte thätig. Die Kessel- und Maschinen- als ob dem Magistrat herzlich wenig daran liegt, daß die teile wurden mit vieler Mühe durch die Mannschaften mit starken Landtagswahl sich in Spandau so schlecht und recht, wie es das Tauen über den Kohlenplay hinweg auf die Straße geschafft, um elendefte Wahlsystem" eben zuläßt, abwidelt. Na, und den Arweiteres Unheil durch Einstürzen zu verhüten. Ueber die Ursache ist beitern soll es alsdann auch gleichgültig sein, wenn das Schnecken- Schuhmacher Karl Fliegner aus Friedrichsfelde vor der zweiten Als ein fauberer Diener der Kirche entpuppte sich gestern der nichts ermittelt. Der einzige, der Auskunft geben könnte, ist tempo des Magistrats das Nichtzustandekommen der Wahl verschulden Ferien- Straflammer ant Landgericht II. Der Angeklagte betreibt nicht mehr. sollte. Die wichtigsten Aufräumumgsarbeiten hielten die Feuerwehr bis Auch in Bezug auf die Aufstellung der Urwählerlisten läßt sich ein erlerntes Gewerbe nur nebenbei, in der Hauptsache ist er Kirchendiener. Diefes Amt war für ihn durchaus kein in die Nachmittagsstunden hinein an der Unglücksstelle fest. Es galt unser Magistrat recht viel Zeit. Erst in den nächsten Tagen sollen vor allen Dingen die großen hupfernen Behälter, die mit vielen die Hauslisten herausgegeben werden! Die Nachbarstadt Potsdam Hindernis, an einem zehnjährigen Mädchen unzüchtige Handlungen Tausend Liter Spiritus angefüllt waren, aus dem ersten Stockwert hat damit schon ber etwa vier Wochen begonnen. Nur immer vorzunehmen. Solcher Fälle wurden ihm fünf zur Laſt gelegt. Wie fich aus dem öffentlich verkündeten Urteil die Verhandlung fand herabzuholen. Da die Trimmer einzustürzen drohten, war größte langsam voran" denkt der Magistrat. natürlich unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt ergab, hat sich Borsicht nötig. Es gelang unter vieler Mühe, den Spiritus abSchöneberg. Die Zahl der berechtigten Wähler zu den dies der eine der zur Anklage stehenden Fälle sogar in der Kirche zuzufangen und dann die Behälter und Röhren herabzuholen. Der jährigen Stadtverordnetenwahlen beträgt nach Aus- getragen. Das Urteil lautete auf zwei Jahre Gefängnis und fünf stehen gebliebene Schornstein hatte sich anscheinend mit seinem weis der zur Zeit ausliegenden Liften 18 861( 17 171 im Vorjahre). Jahre Ehrverlust. Daß nicht auf Zuchthaus, sondern nur auf Geoberen Ende etwas zur Seite geneigt, weshalb der zuständige Bau- Der 1. Abteilung gehören hiervon an 554( 483), der 2. Abteilung fängnis erkannt wurde, motivierte der Vorsitzende damit, daß nach rat bom Polizeipräsidium die Niederlegung des 30 Meter hohen 2901( 2501) und der 3. Abteilung 15 206( 14 187). Da die 1. Ab- Ansicht des Gerichtshofes das Mädchen körperlich keinen Schaden ers Schornsteins anregte. Die Feuerwehr untersuchte ihn mit Hilfe der teilung die Zahl von 500 Stimmberechtigten überschritten hat, so litten habe. mechanischen Leiter, fonnte aber glücklicherweise keine Risse an ihm kann dieselbe nach§ 14 der Städte- Ordnung in mehrere Bezirke feststellen, so daß eine Einsturzgefahr nicht zu befürchten ist. geteilt werden. An der Zunahme der gesamten Wähler um 1690 " -Winkler am Sonnabend, 5. September. Hus den Nachbarorten. = " 0 Friedrichsfelde. Nach der neuesten Zusammenstellung hat unser Ort einen Flächeninhat an bebauten und unbebauten Grundstücken einschließlich der Kolonie Karlshorst von rund 1683 Hektar Morgen. Annähernd die Hälfte des Grund und Bodens befindet Gerichts- Zeitung. = 6732 Vermischtes. Bon den Opfern des Budapester Warenhausbrandes. so schreibt man uns aus Budapest, 28. August am VorSente Ein alter Gaunertrid. Der Korbwarenhändler Herr Schulz in partizipiert fonach die 1. Abteilung mit 71, die 2. Abteilung mit der Brunnenstraße 95 schreibt uns: Ein Gauner ersten Ranges im 2. und 3., ist die Wählerzahl zurückgegangen. Mit 1077 Wählern 400 und die 3. Abteilung mit 1013. In zwei Bezirken der letzteren, stattete Mittwoch meinem Geschäft einen Besuch ab, um angeblich( im Vorjahre 978) ist der 10. Bezirk der fleinste, während der fand einen Kinderwagen zu laufen. Der Kauf war sehr schnell ab- 9. Bezirk mit 2004( 1679) am meisten Wähler aufweist. mittag die erste gemeinsame Bestattung von sechs Opfern geschlossen und mein Buchhalter präsentierte dem Herrn die quittierte 1. Abteilung gehören diejenigen, welche einen Steuerbetrag von neuen Friedhofes statt. Zu Tausenden hatten sich teilnahmsvolle Zur der furchtbaren Brandkatastrophe auf dem jüdischen Gottesader des Rechnung von 67 M. Der Stäufer griff in die Tasche, fand jedoch mindestens 850,73 M. zahlen; die 2. Abteilung beginnt mit dem Zuschauer eingefunden, die den traurigen Zug von der Leichenhalle zu feinem gut gespielten Erstaunen sein Portemonnaie nicht mehr Steuerbetrage von 850,11 m., während die 3. Abteilung mit einem bes Rochus- Hospitals, in der die schmudlosen, einfachen schwarzen vor und begann nun zu flagen, daß er wieder nach seiner Wohnung solchen von 148,80 m. anfängt. in Bankow zurückkehren müsse. Auf mein Anerbieten, daß ich ihm Särge standen, durch die Népsinhéz- ut zu der letzten den Wagen abends mit quittierter Rechnung zuschicken würde, Die hiesige Ortskrankenkasse, die zur Zeit 13 500 Ruhestäfte der Toten geleiteten. war ein erschütternder er an, daß ihm dadurch doch nicht geholfen wäre, Mitglieder zählt, hat in ihrer Organisation durch das neue Kranken- Anblick, diese nach Tausenden zählende schwarzgekleidete a er noch mehrere Einkäufe erledigen müsse. Da der Herr versicherungs- Gesez verschiedene einschneidende Aenderungen erfahren. Schar gegenüber der schaurig verwüsteten Brandstätte, an der gab Schöneberg. Es " ab buchhandlung. fchwarze Trümmerhaufen allein noch von dem großen, schönen 11 Uhr abends ein. Die Rettungsarbeiten begannen sofort. Tot] Lichtenberg, Karl. Schriftlicher Nebenerwerb. 86 Seitent. Drud Gebäude Zeugnis ablegen, das hier gestanden. Ein scharfer sind ein Hauptmann des 14. Regiments, 15 Soldaten, sowie der und Verlag Jul. Bagel, Mühlheim a. Rhr. brenzlicher Geruch beherrscht die ganze Gegend und von weitem Maschinist und der Heizer des Zuges. Ferner wurden 60 Ver- Gesekeskunde. Preis 2 M. Berlin 1903. Albert Goldschmidt, BerlagsBruno Volger. Die schriftlichen Arbeiten. Preis 2 M.- Allgemeine schon melden sich die Vorboten der furchtbaren Katastrophe. Vor wundete aus den Trümmern hervorgezogen, unter ihnen befindet dem Hause ist allerdings heute schon notdürftig aufgeräumt, die sich der Oberst Bona. Ein zweiter Hilfszug tam um 2 Uhr Jul. S. Weft.( Geleitwort von Bertha v. Suttner). Offener Brief halb angebrannten verkohlten Warenballen sind beiseite ge- nachts an. Der Messagero" veröffentlicht in einer Ertra- an Seine Majestät Bar Nicolaus von Rußland. Die neue Kultur und die schafft und eine dicke Sandschicht ist gestreut, um möglichst alle Ausgabe folgende Einzelheiten: Der Zusammenstoß fand Warenzölle. Preis 40 Pf. Berlin 1903. Franz Siemenroth, DennewitzSpuren zu verwischen. Dafür ist aber im Innren des Hauses, wo Donnerstagabend zehn Uhr zwischen den Zügen 2465 ftraße 2. die Aufräumungsarbeiten besonders nach dem erneuten Brand in und 2468 statt. Bug 2465 kam von Udine und war völlig der heutigen Nacht, der im dritten Stockwerk ausgebrochen mit Soldaten besetzt. Bei Beano sah der Lokomotivführer in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Versammlung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 30. August, vormittags 88 Uhr, war und die Feuerwehr stundenlang bis zum Morgen erneut den andren Zug mit Volldampf entgegenkommen und gab sofort" Freireligiöse Borlesung". beschäftigte, vollends unmöglich geworden sind, das Bild der Gegendampf. Der Zusammenstoß fonnte jedoch nicht mehr ver- frag des Herrn Walded Manasse:„ Maria von Magdalena". Gäste, Damen Um 10% Uhr vormittags ebendaselbst: Bor Verwüstung ein um so grauenhafteres. Alles, was überhaupt an hindert werden und war furchtbar. Die Wagen beider Züge stürzten und Herren, sehr willkommen. Holzteilen in dem ganzen Hause war, ist völlig ausgebrannt, die übereinander und wurden zertrümmert. Die Dunkelheit machte den Eisengerippe find verbogen und durch die furchtbaren Gluten zu un- Vorgang noch schrecklicher, steigerte die Verwirrung und verBriefkaften der Redaktion. förmigen Klumpen zusammengeschmolzen. Auf dem Hofe, wo Waren- zögerte die Hilfeleistung. Erst nach zehn Minuten gingen Seffmann 200. Das östreichisch- ungarische Konsulat befindet sich in dem ladungen hoch aufgestapelt waren und von wo aus nach dem Urteil Meldungen nach Codroipo und Pasian Schiavonesco einem Berliner Privatier gehörenden Hause Schöneberger Ufer 40; das tompetenter Sachverständiger die Flammen ihre ungeheuere Ver- mit der Bitte um Hilfeleistung. In Erwartung des Hilfs- Gebäude der Botschaft Kronprinzen- Ufer 14 gehört der östreichisch- ungarischen breitung in alle Räumlichkeiten des Hauses erlangten, liegen meter- zuges versuchte man die Verwundeten aus den Trümmern zu Regierung. hohe Schutthaufen, über welche das zerfetzte Dach in Stücken befreien, was wegen der Dunkelheit mit großen Schwierigkeiten herniederhängt. Ein trauriges Bild der Verwüstung, wie verbunden war. das ganze Haus, so weit man bis jetzt vordringen kann, es bietet. Leider ist die Gewißheit vorhanden, daß noch immer mehrere Leichen unter den Trümmern liegen, denn es werden zum mindesten neun Personen als vermißt bezeichnet, vier Angestellte des Warenhauses, deren Leichen wahrscheinlich mit denen von der Feuerwehr in den Kellerräumen bemerkten, aber noch nicht geborgenen identisch sein werden, ein älterer Herr und dessen Schwester, die im vierten Stock gemeinsam wohnten, das Dienst mädchen derselben, ein Herr, der aus New York zum Besuche bei Verwandten weilte, und schließlich Dr. Raez, Assistenzarzt der dritten Stockwerk des Hauses gelegen geweſenen orthopädischen Heilanſtalt. Für die um ihre Stellung gekommenen Angestellten des Warenhauses ist angeblich gesorgt worden. Die sofort unter fie verteilten eingegangenen zahlreichen Geldspenden haben sie vor der ersten Not geschützt und dann haben sich auch ihrer die andern Budapester Geschäftshäuser an genommen und sie in ihre Geschäfte übernommen, so daß heute schon mur ein ganz geringer Bruchteil der so plöglich brotlos Gewordenen ohne eine neue Stellung ist. Die Aufräumungsarbeiten auf der Brandstätte, die ständig von einer großen Feuerwache beobachtet wird, dürften sich bis weit in die nächste Woche hinein erstrecken. im Nach Eintreffen der Hilfszüge wurden die Rettungsarbeiten erfolgreich fortgefeßt. Bis heute mittag sind 15 Tote und 60 Verwundete geborgen. Die letteren, von denen 12 lebensgefährlich verlegt sind, wurden nach Udine gebracht. Man glaubt, daß das Unglück dadurch veranlaßt wurde, daß der Militärzug 2465 mit Verspätung von Udine abging, und um diese Verspätung einzuholen, mit großer Geschwindigkeit fuhr und so mit dem Güterzug 2468 zusammentraf, der, von der andren Seite kommend, die Strecke für frei hielt. Marktpreise von Berlin am 27. August 1903 nach Ermittelungen des kgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Ctr. 16,20 16,16 Startoffeln, neue D.- Ctr. 16,12 16,08 Rindfleisch, Keule 1 kg 16,04 16,00 do. Bauch 13,25 13,22 Schweinefleisch" Kalbfleisch Hammelfleisch Butter * Roggen, gut + Gerite, gut 7,00 5,00 " mittel gering 1,80 1,20 " " 1,40 1,00 1,60 1,20 " mittel " 13,19 13,16 " 1,80 1,20 gering " " 13,13 13,10 14,50 13,70 1,80 1,20 2,60 2,00 mittel 18,60 12,80 " gering " 12,70 12,00 Eier Starpfen 60 Stüd 4,00 2,60 " 16,60 15,40 Nale 1 kg 2,40 1,400 mittel " 15,30 14,10 Bander 3,00 1,20 gering 14,00 12,90 Hechte " 2,40 1,40 " 4,16 3,82 Barsche " 1,80 80 " 6,70 4,70 Schleie " 3,00 1,40 " 40,00 25,00 Bleie 1,40 80 50,00 25,00 " Krebse per Shock 18,00 3,00 " 60,00 20,00 + Hafer, gut " Explosion an Bord eines Lloyd- Dampfers. Nach einem Telegramm aus Ter- Schelling ereignete sich an Bord des Dampfers Neckar", welcher gestern von Bremerhaven abging, ein schwerer Richtstroh unglücksfall, indem das Hauptdampfrohr der Backbordmaschine eu plötzlich barst, wobei der dritte und vierte Maschinist und fünf Heizer Erbsen berbrüht wurden, während zwei andre Heizer leichtere Verletzungen Speisebohnen erlitten. Der Dampfer wird mit reduzierter Fahrt zur Reparatur Linsen nach der Weser zurückkehren. * ab Bahn. † frei Wagen und ab Bahn. Witterungsübersicht vom 28. August 1903, morgens 8 1hr. BarometerWind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 50. 4° R. Stationen Barometer Touristen- Absturz. Am Karst Aguezza in der Berninagruppe find gestern zwei Engländer mit einem ihrer Führer nach der italienischen Seite abgestürzt. Gleichzeitig stürzte der zweite Führer auf der Schweizer Seite ab. Er wurde schwer verlegt, konnte aber trotzdem die Nachricht von dem Unglücksfall nach Pontresina bringen. Stationen Eisenbahn- Katastrophe in Italien. Ein Eisenbahn- Unglück, bei dem an 20 Personen getötet und 60 zum Teil lebensgefährlich verIn Algier sind zahlreiche Leichenschändungen auf den Friedwundet worden sind, hat sich am Donnerstag in der Gegend von höfen entdeckt worden. Viele Leichen wurden aus den Gräbern geUdine ereignet. Ein Telegramm aus dieser Stadt meldet: In scharrt, ihres Schmuckes beraubt und aufs notdürftigste wieder ein- Swinemde. 760 SS 4 bededt 15 Haparanda 749 der vergangenen Nacht stießen zwischen den Stationen Pasian gegraben. Der Verdacht lenkt sich gegen Leute, welche Bestandteile Hamburg 760 BSW 4bebedt Schiavonesco und Codroipo ein Militärtransportzug und ein Güterzug von Metallfärgen verkauften. Gegen das Friedhofs- Aufsichtspersonal Berlin Frankf.a.M. 765 SW zusammen. Dabei wurden 9 Personen getötet, darunter ein Haupt- ist die Untersuchung eingeleitet worden..001 Eingegangene Druckfchriften. 763 SW ROMünchen 769 S mann. Die Gesamtzahl der Verwundeten soll 80 betragen. 45 Verwundete wurden nach Udine geschafft. Hilfe war alsbald zur Stelle. Ein weiteres Telegramm besagt: Der erste Hilfszug traf Gerold, Otto. Die lekten Tage König Ludwigs II. Preis 1,50 M. an der Stelle, an welcher sich das Eisenbahnunglück ereignete, um Zürich 1903. Cäsar Schmidt. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 29. August. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Cavalleria rusticana. ( Bauernehre.) Die Abreise. Ver gißmeinnicht. Schauspielhaus. Der Revisor. Neues Operntheater. Der liebe Schat. Weften. Alt- Heidelberg. Leffing. Geschwister Lemke. Deutsches. Monna Banna. Neues. Doppelselbstmord. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) Was ihr wollt. Liederspielhaus( Kroll.) Lieder spiele und Idyllen. Vision nach dem Balle. Berliner. Der Barbier von Sevilla. Residenz. Lustige Ehemänner. Borher: Zum Einsiedler. Thalia. Der Hochtourist. Kleines. Nachtashl Trianon. Die Notbrücke. Deutsch Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Carl Wein. Der Fehltritt einer Frau. Belle Alliance. Specialitäten. Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Winter- Garten. Specialitäten- Vorstellung. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Reichshallen. Stettiner Sänger. Baffage- Theater. Specialitäten. Urania. Zaubenstraße 48/49. Bon der Zugspitze zum Wakmann. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Doppelselbstmord. Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 7%, Uhr. Wien Wind 15 Petersburg 758 S 3Regen 16 Cork 3bedeckt 14 Aberdeen richtung Windstärke Better Temp. n. C. 5° C.= 4° R. 12 224 4 bedeckt 12 1heiter 1Regen 14 762 S 4 heiter 15 Paris 767 S 1 wolfen 14 767 Still wolfenl 14 Wetter Prognose für Sonnabend, den 29. August 1903. Etwas fühler, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit Regenschauern und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Von der Zugspitze Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabend, den 29. August,] abends 8 Uhr: Wieder- Eröffnung. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntag, den 30. August, abends 8 Uhr: Wieder- Eröffnung. Die Expedition. Deutsch- Amerikanisches Die Specialitäten- Theater Theater früher Buntes Theater 67 Köpenickerstr. 68. zum Watzmann. Sum erstenmal WB. Gente. Sum erstenmal: Der Talisman Sonnabend, 29.August, 7/ 2Uhr: Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstr. 165. !! Menschliches Doppelwesen: die zusammengewachsenen Schwestern 20 Jahre alt, spielen Violine! JOOLOGISCHER Z CARTEN Täglich ab 5 Uhr nachmittags: Doppelkonzert. Gastspiel der Regimentskapelle des Brandenburger Grenadier- Regiments No. 8 aus Frankfurt a. O. Dirigent: W. Lebede. Entree 1 M., ab 6 Uhr 50 Pf. In der Arena: Raubtier- Spielschule. Vorstellungen: 4-5 u. 6-7 Uhr. Eintritt: Sperrsitz 1 M., Stehplatz 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Wiederauftreten Kleines Theater, Emil Thomas a. G. Unter den Linden 44. Bender. Frid- Frid. Zum 230. Male: I Nachtasyl. Neuestes! Anfang 8 Uhr. Residenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Anfang 7 Uhr. Lustspiel in 5 Aften v. Shakespeare. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Sonntagabend 8 Uhr: Was ihr wollt. Montagabend 8 Uhr: Was ihr wollt. Dramatisches Märchen in 4 Aufzügen von Ludwig Fulda. Montagabend 8 Uhr: Der Talisman. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. 1 Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: 17182* Grosses Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest.- Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Kinderfeste. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 hochelegante Regelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Familien- Kränzchen. Schloss Weissensee. ,, Zum Sternecker", SJnhaber: C. Koch. Täglich: Grosse Theater- Specialitäten- Vorstellung. Riesenprogramm, 40 Nummern. Im Bal champêtre: Grosser BALL. Illumination der Fontaine lumineuse. Jeden Mittwoch: Grosses Kinderfreudenfest mit Gratis- Verlosung. Jeden Donnerstag: Grosses Monstre- Elite- Feuerwerk u. Doppelkonzert. Jeden Sonntag: Grosses DOPPEL- KONZERT. Kaffeeküche. Volksbeluftigungen aller Art. Trianon- Theater. Passage- Theater Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Die Notbrücke. Anfang 8 Uhr. Luisen- Theater. Direktion: Ludwig Rosenfeld. Das neue Gebot. Anfang 8 Uhr. Morgen, nachmittags 3 Uhr, zu fleinen Preisen: Der Raub der Sabinerinnen. 8 Uhr: Das neue Gebot. Montag: Das neue Gebot. Dienstag: Das neue Gebot. Mittwoch zum erstenmal: 100 000 Thaler. Donnerstag: 100 000 Thaler. Anf. Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Das Moto- Mädchen. Mensch oder Maschine? Das neue Rätsel für Berlin! Walter Steiner, Humorist. Ganz Berlin zerbricht sich schon den siebenten Monat den Kopf über Aga. 14 erstklassige Nummern. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Berliner Sünder. Posse mit Ges. in 2 Atten von 2., Elh. Premiere. Gastspiel Adolf Philipp. Ueber'n grossen Teich. Heitere Bilder m. Ges. a. d. Leben der Deutsch- Amerikaner in 5 Abteilungen b. Adolf Philipp. Billets( ohne Vorverkaufsgebühr) sind an der Theaterkasse, bei A. Wertheim fowie im Invalidendant zu haben. Von Montag, den 31. August: Anfang 8 Uhr. Fröbels Allerlei- Theater ( Ringbahn- Station). Ob schön! Ob Regen! K Täglich das vollständig konkurrenzlose Riesen- August- Programm! La Ludia. Les Alero. Clown Dolly mit seinen Eseln, Hunden u. Affen. Hedy Brumien. The Delsons. Loro- Quartett. Fritz Brand. Dustes Bioscop usw. Sonnab., Sonntag, Montag: Tanz. Anf. Wochent. 5 Uhr, Sonnt. 4 Uhr. früher Palast- Theater Feen- Palast. Burgstr. 22. Sonnabend, den 5. September 1903: Grosse Eröffnungs- Vorstellung. Neunte Saison. Nur Novitäten. Geniesset das Leben. Drig.- Lebensbild mit Gesang u. Tanz in 2 Akten von W. Geride. Musik von A. Sommerfeld: Mit neuen Kostümen u. Dekorationen. fr. Puhlmann. Schöng. Allee 148.2 durchweg neue Specialitätenteile. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Grosses Sommerfest des Dienervereins d. 5. N. Israel. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag: Große Gala- Vorstellung. Die vorzüglichen Kunstkräfte. Nur wenige Tage: Die Reise nach dem Monde. Jm Saale: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Montag, den 31. August: Ab: schieds- Vorstellung des AugustSpielplans. Ab Mittwoch, den 2. September, finden diese Vorstellungen nur noch Sonntags, Montags und Mittwochs statt. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Nur einmalige Wiederholung: Das Haus der Irrungen. Nach der Vorstellung: Familienball. Ehren- und Vorzugskarten zum Allerneuestes! Reichs hallen Auftreten sämtlicher Specialitäten. lestenmal gültig. Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzende Balletts. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Luftige Ehemänner. Carl Weiss- Theater. Schwant in 3 Atten von Mars- Barré. Borher: Zum Einsiedler. Schwant in 1 Att von B. Jacobsohn. Morgen und folgende Tage: Die felbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Nora. ( Marie Reisenhofer.) Große Frankfurter Straße 132. Der Fehltritt einer Frau. Berl. Sittenbild in 5 Att. v. H. Berner. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dies. Borstell. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Therese Humbert. Im Garten: Specialitäten. Anf. 5 Uhr. Stettiner Sänger ( Mensel, Pietro, Britton, Steidl, Böhme, Bödmann, Blättner, Schrader u. Eberino jr.) Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Montag, den 31. August: Benefiz für das Schauspiel- Personal. Dienstag, den 1. Septbr.: Robert und Bertram. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ecke Alexanderstr. Neues großart. Programm. Clown Fredoff m. s. dress. Schulschwein. Fred u. Alphons, akrob. Potpourri. Mittw., Sonnab., Sonntag: Tanz. Anf. 8 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Etablissement Buggenhagen I am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Drchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Anfang 8 Uhr. Borher Konzert. Entree 50 Bf. Apollo- Theater. Zum 115. Male: Die Liebes- Insel mit dem fenfationellen Post- Ballett. Nur noch bis 31. August. Ein ungetreues Weib. Mimodrama in 2 Aften, gespielt von Merians dressierten Hunden. Neu! Miss Mildred de Grey. Neu! Amerikanische Sensations Tänzerin. Prater- Cheater Kastanien- Allee 7/9. Direkt.: M. Kalbo. agti: Alt- Heidelberg du Feine. Liederspiel in 3 Aften von D. Richter. Konzert und Ball. 1. a. Meta Waldau. Bravour- Soubr. Original Eugen Milardo, Tanzhumorist. New! The Berlings, New! die singenden Luftfeen. Johnke Compagnie. Transformations- Red Bantomime, Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Bi., num. Platz 50.Pf. Ostbahn- Park. Am Kustrinerplatz. Rüdersdorferst. 71. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater und SpecialitätenVorstellung. WINE BARTEN Grosses Eröffnungs- Programm: Florence u. Lillian, musik. Nummer. Anne Dancrey, Pariser Soubrette. Die drei Preis- Liste von Carl Stier Fabrik für Herren- und Knaben- Garderoben Berlin SO., Oranienstrasse 166. Potsdam, Nauenerstrasse 23. Florence Moore, amerik. Sängerin Zur Einsegnung: MHe. Marguerite, Löwen- Dresseuse. Das Motogirl, die lebende Puppe. Lionel Strongfort, Kraftproduktion Alexia, Bravourtänzerin. Die Ten Ichi Truppe, japan. Zauberk. Hickey u. Nelson, amerik. Excentrics. Paul Ceste, Bariton von der Gr. Oper in Paris. 12-19 Mk. 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Nach langen schweren Leiden verschied am 26. d. Mts. mein lieber Mann, unser Vater und Schwager, der Tischler Johann Thiering im 42. Lebensjahre. Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme an Ida Thiering und Sohn Familie Hermann Schnieber. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 30. August, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Urban- Krankenhauses aus nach dem Freireligiösen Begräbnis1157b plak, Pappel- Allee, statt. Verband der Möbelpolierer. Socialdemokrat. Wahlverein Heute abend 81/2 Uhr in Weißensee, König- Chauffee 55: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Die Differenz bei der Firma Hahn& Metzkow und der Beschluß des Vorstandes. 3. Berschiedenes. 147/2 Die Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen, speciell diejenigen, welche noch bei Hahn u. Megkom beschäftigt sind. findet am Das 20 jährige Stiftungs- Fest 3. Oktober in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29, statt. Einlaßkarten sind heute abend in den Zahlstellen und jeden Montagabend 7-8 Uhr Blumenstr. 38 zu haben. Dafelbft Entgegennahme von Beiträgen und Auszahlung sämt licher Unterstübungen. Der Vorstand. Zwiebusch f. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. ( Südost.) Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Tischler Johann Thiering Admiralstr. 33 am 26. August verstorben ist. Die Beerdigung findet morgen, Sonntagnachmittag um 3, Uhr, vom Krankenhause Urban aus nach dem Freireligiösen Begräbnisplatz, Bappel- Allee, statt. Um rege Beteiligung ersucht 243/18 Der Vorstand. A Berliner Schweiz Gosener Berge. Central- Kranken- u.Starbekasse Morgen, Sonntag: Grosses Bockbier- Fest. Nen: Schweizer Bock", Neu: d. Tischler u. and. gew. Arbeiter Abfahrt von Jannowitbrücke( Schultheiß- Garten, Reederei Nobiling) mit Mufit vormittags 9 Uhr und nachmittags 2 Uhr. Hin und zurüd 75 Pf., Kinder 50 Pf., einfache Tour 50 Pf. Bei eintretender Dunkelheit Höhenfeuer- Mpenglühen. Es ladet ergebenst ein 1165b Hermann Gärtner, Inhaber und Begründer. Berlin H.( E. H. 3 Hamburg). Am 26. August verstarb nach schweren Leiden im Alter von 41 Jahren unser Mitglied und früherer Schriftführer Vereinszimmer, 100 Berfonen Montag u. Dienstag frei. Montag u. Dienstag frei. Johannes Thiering. Orauienftr. 190. Inh.: Max Kürsten. Amt IV 553 Oranienftr. 190. Telephon: Vereins- Lokal Sid- 6st, Waldemarstrasse 75, Saal für Vereine und Gesellschaften mit Theaterbühne. Tunnel f. Versamml. geeignet u. Kegelbahn. Inh.: W. Gleve. Wöllsteins Lustgarten, Adlershof. Sta 17232* Schönfter und ältester Naturgarten des Südostens, Die 10. Abänderung des Statuts 2-300jährige Linden( 5000 Personen fassend) Sommerbühne, drei ( Ueberweisung der Mitglieder in Er- Segelbahnen, Kaffeeküche 2c., prachtvolle Sale mit schöner Theaterbühne, Vereinszimmer 2c. holungsstätten) ist genehmigt und wird vom 29. Auguft 1903 ab den Jeden Sonntag Konzert, Specialitätenvorstellung und Mitgliedern eingehändigt. Der Vorstand. 275/17 Konsumverein f.Schöneberg u. Umg. in Liquidation. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Auf Grund des§ 82 des Genoffenschafts- Gefeßes fordern wir alle diejenigen, welche Ansprüche an obenRingkampf. Im Saal grosser Ball bei stark besetztem Orchester. Feuersteins Festsäle, Alte Jakobstr. 75. A. I. 867. Empfehle meine großen und kleinen Säle sowie genannte Genossenschaft zu stellen Bereinsräume, 100-300 Personen faffend. haben, auf, solche in der Berkaufs ſtelle Gothenstraße 1 unverzügli geltend zu machen. 128/12 Die Liquidatoren: Hermann Meiling. Otto Reiche. Otto Kuhlmey. Ausstellung des Vereins der Aquarien- u. Terrarienfreunde zu Berlin in Wendts Klubhaus, Am Königsgraben 14a. Geöffnet von 9-9 Uhr. Schluß d. Ausstellung: 31. August. Josef Fischer Josef * Oftbahnhof, Brombergerstr. 19/21 berlauft die Kohlen am billigsten ab 24082* Köpenick. Wilhelmsgarten L. Scheer feinem Lagerplay. Bon 10 Ctr. an Rudower- u. Berliner Strassen- Ecke. 1 Ctr. 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Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Ferdinand Reschke am 23. d. M. im Alter von 43 Jahren plöblich verstorben ist. Der Vorstand. Neue Berliner Genossenschafts- Bäckerei. Eingetr. G. m. b. H. N. Bernauerstrasse 47c. Sonnabend, 12. September 1903: Ausserordentliche General- Versammlung bet Jung, Graunstr. 41. Tages Ordnung: 1. Beschlußfassung über Errichtung einer Centrale, 2. Anträge. 51 Kommandantenstrasse 51, Portou.Liste 30 Pf. extra. Erfuer- Neu- Buchhorst. Baustellen, nahe Schule, Wald, See, th, 15 M., Anzahl., über 50 Baust. bis jetzt bert. September Preiserhöhung. Schulz, Rirdorf, Lenaustr. 12/13. Beginn des Räumungs- Verkaufs hente Sonnabend- Nachmittag 5 Uhr. Verantwortlicher Redacteur: Julius Kaliski in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 28082* Porzellan-, Glas-, 8maille und Holzwaaren staunend billig. 3. Verschiedenes. 128/11 Der Vorstand. Robert Engel. Karl Metzold. Nr. 201. 20. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus der Frauenbewegung. Arbeitszeit, sowie der Arbeitspausen, Sonnabend, 29. Auguft 1903. Um nun die Arbeitsordnung, der Arbeiter und Arbeiterinnen berücksichtigt sind, und ferner möge sie darüber nachdenken, ob sie unterstehen, richtig nachprüfen zu können, müssen diese zunächst wissen, sich nicht noch mancher Bestimmung des Arbeitgebers unterwerfen daß die angesetzte Arbeitszeit keine willkürliche sein darf, sondern muß, die nicht in der Arbeitsordnung aufzufinden ist. Es ist dann daß sie sich in den Grenzen halten muß, die durch die Bestimmungen zu erivägen, ob eine Arbeitsordnung den gesetzlichen Forde der Gewerbe- Ordnung§ 137 gesichert sind. Weiter, daß die gesetzliche rungen gerecht wird, oder nicht genügt, oder ob sie Was müssen die Arbeiterinnen über Arbeitsordnungen wiffen? Kündigungsfrist eine vierzehntägige ist und daß, wenn durch gegen unrichtige Angabe oder Weglassung einzelner üblicher BeDie Bestimmungen dieses Gesetzes sind, wie alle Arbeiterschutz- seitige Vereinbarung- was durch Bekanntgabe und Annahme der ſtimmungen nicht ungefeßlich wird. Pflicht der Gewerbe- Juspektion Gesetze, dazu erlassen, das Recht der Arbeitgeber zu begrenzen. Arbeitsordnung, die ein Vertragsverhältnis vereinfacht, geschehen ist ist es, auch die Arbeitsordnungen zu prüfen; vor allem aber sich Darum ist es notwendig, daß alle diejenigen, welche es betrifft, auch dieselbe ausgeschlossen ist, andre Vereinbarungen für beide Teile auch bei den Arbeiterinnen zu erfundigen, ob die Bestimmungen wissen, was in einer Arbeitsordnung zu stehen hat, was nicht drin gleiche ſein müssende Geldstrafen dürfen die Hälfte des durchschnitt- der Arbeitsordnung vermerkt durchgeführt werden und ob nicht noch andre üblich sind, die nicht in stehen darf resp. was bei Bekanntgabe als ungesetzlich verworfen Zu verhängende stehen, durch welche aber den werden kann. Was muß zunächst in einer Arbeitsordnung enthalten lichen Tagesarbeitsverdienstes nicht übersteigen und müssen, ohne Arbeiterinnen dann häufig trotz der schönsten Arbeitsordnungen große sein? Nach dem Gesetz müssen Arbeitsordnungen Bestimmungen Verzug" bekannt gegeben werden, also nicht erst bei der Lohn- materielle Nachteile entstehen. enthalten: über Anfang rbeito quen, bereen täglichen zahlung. Ferner ist laut§ 134 Abs. 2 den Unternehmern untersagt, und Art der für den Fall der rechtswidrigen Auflösung des Arbeitsvertrages Eine öffentliche Frauen- Versammlung, die am Donnerstag in Abrechnung und Lohnzahlung; über etwaige Abweichnungen durch den Arbeiter die Verwirtung des rückständigen Lohnes über Rigdorf tagte, diente hauptsächlich dem Zwecke, eine Delegierte von den gesetzlichen Kündigungsfristen, über die Gründe des den Betrag des durchschnittlichen Wochenlohnes hinaus auszubedingen. John hielt ein einleitendes Referat über die Frage:" Haben die für die Brandenburger Provinzialfonferenz zu wählen. Genosse Austritts oder der Entlassung ohne Kündigung, über Art, Höhe und Auch über die Verwendung der verwirkten Löhne müssen ArbeitsFestsetzung der etwa vorgesehenen Strafen, über deren Einziehung ordnungen Vorschriften enthalten. Alle Strafgelder müssen zum Besten Frauen ein Interesse an der Politik?" In der Diskussion sprach und Verwendung, endlich über Verwendung verwirkter Lohnbeträge der Arbeiter der Fabrik verwendet werden. Aus den Bestimmungen welche die socialistischen Frauen an den Parteitag gestellt haben. die Genossin Jeeze, die des Näheren die Anträge erläuterte, In die Arbeitsordnung können noch weitere Vorschriften über die über Arbeitsordnungen geht hervor, daß Lohnabzüge aller Art durch die Als Delegierte auf die Provinzialkonferenz wurde die Genossin Betriebsordnung und das Verhalten der Arbeiter und Arbeiterinnen Arbeitsordnung bekannt gegeben sein müssen. Werden also Lohn- Thiel- Tempelhof gewählt. im Betriebe eingestellt werden mit Zustimmung eines ständigen abzüge für Ausfall der Arbeit, die ohne eignes Verschulden hiel- Tempelhof gewählt. Arbeiterausschusses auch solche über das Verhalten der Arbeiter bei der Arbeiterin entstand, gemacht, oder wird der mit Wochen- Neu- Weißensee. Am 24. Auguft hielt der Verein der Frauen Benutzung von Wohlfahrts- Einrichtungen des Betriebes und über l'ohn angestellten Arbeiterin Lohn für gefeßliche Feiertage in Abzug und Mädchen der Arbeiterklasse eine öffentliche Versammlung im das Verhalten der minderjährigen Arbeiter außerhalb des Betriebes. gebracht. so muß dies zunächst in der Arbeitsordnung bekannt ge- Lokal Bur Flora" ab, in welcher Herr Georg Davidsohn über Die Arbeitsordnung ist jedem Arbeiter und jeder Arbeiterin bei inacht sein. Danach möge jede Arbeiterin die Arbeits-„ Die Frau in der modernen Dichtung" sprach. Durch reges Inter Eintritt auszuhändigen und außerdem im Betriebe für jeden Arbeiter ordnung, der sie untersteht und zu der sie vor Annahme esse und reichen Beifall dankte die Versammlung dem Redner für chtbar auszuhängen. das Recht hat, sich zu äußern nachprüfen, ob alle die Punkte den interessanten Vortrag. Soeben ist erschienen: Jlluftrierter M Teue Welt- Kalender 1904AM. nod .- nod Is] für das Jahr 1904. Achtundzwanzigfter Jahrgang. Preis 40 Pfg. Od. Bei Einzelbezug bitten wir um Einsendung des Betrages nebst 10 Pfennig für Porto in deutschen Briefmarken. Inhalt: Kalendarium.. Nückblick. utschen Briefmar Postwesen. Statistische Schnikel. Messen und Märkte. Im Kreislauf des Jahres. In der Zwickmühle. Erzählung von Robert Schweichel( mit Illustrationen). Feuerberge und Erderschütterungen. Von Dew. Köhler( mit Juustrationen). Gestügelzucht im Kleinen. Bon C. Grottewig. Sprüche. Margreth. Gedicht von Ernst Preczang. Die Bahnsteigsperre. 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