Nr. 203. wall w Abonnements- Bedingungen: bonnements- Breis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 m, monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in der Post- Zeitungs. Breisliste für 1903 unter Nr. 8203, Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn a art, für das übrige Ausland 2 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg indi Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Naum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Noreffe: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Neuer Zuckerwucher. # 3 Dienstag, den 1. September 1903. und " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Politifche Ueberlicht. Berlin, den 31. Auguft. Freifinn und Landtagswahlen. also an 224 Mill. Mart, um die der deutsche Zucker uns berteuert wurde. Seit 1876 find für Prämienzuschüsse 1200 millionen Mart den deutschen Zudertonsumenten abHeute, am 1. September, tritt die Brüffeler Konvention in Kraft, genommen worden! Vom heutigen 1. September ab ist nun der fene internationale Bereinbarung zur Beseitigung der Zuckerprämien. Schußzoll von 40 M. bedeutend erniedrigt worden; er darf laut Bisher bestand zwischen den zuckerproduzierenden Staaten ein immer Brüsseler Konvention nicht mehr um 20 m. höher als die InlandIn Berliner Blättern findet sich eine Notiz, die„ Unstimmig unlauterer gewordener Wettbewerb um den Weltmarkt. Zuerst war steuer fein, sondern nur um 6 Frank= 4,80 22., fo daß er, teiten" in der Behandlung der Landtagswahl- Taktit seitens der es Deutschland gewesen, das durch Gewährung von Ausfuhrprämien da die Inlandsteuer 14 M. erfordert, mun 18,80 pt. beträgt. Diese Socialdemokratie bemängelt. So soll Genosse Arons in Köln den auf Staatstoften die Buderproduzenten in die Lage brachte, ihr Pro- 4,80 m. werden als Surtage( Ueberzoll) bezeichnet. Nationalliberalen bedingungslose Unterstügung gegenüber dem Bei den Beratungen der Brüsseler Konvention im Reichstage Centrum versprochen haben, während man von den Freisinnigen für butt billiger auf dem Weltmarkt als im Erzeugungs- j hieß es, eine solch niedrige Surtare mache jedes Kartell unmöglich. den Fall der Unterstügung ein Mandat für die Socialdemokratie lande abzusetzen. Destreich, Frankreich, Rußland ahmten Von unsrer Seite wurde dies bestritten und vorgeschlagen, die Sur- verlange; demgegenüber stellen wir fest, daß Genosse Arons auch in dieses Beispiel nach und die Folge davon war: eine wilde Konkurrenz auf dem Weltmarkt. Anfänglich ließen tage noch niedriger zu sehen. Die Zuderinduſtriellen dagegen er- Köln erklärt hat, eine eventuelle Abmachung nach der Urwahl könne flärten, mit 4,80 M. sei die deutsche Zuckerindustrie wehrlos der sich dies die Vereinigten Staaten von Amerika und England, nach konkurrenz des Auslandes preisgegeben, das uns mit indischem wirklich liberaler Kandidat aufgestellt und zweitens neben diesem die Wahl denen sich hauptsächlich der kontinental europäische Export wandte, Konkurrenz des Auslandes preisgegeben, das uns mit indischem auch in Köln nur stattfinden, wenn erstens seitens der Liberalen ein sehr gern gefallen; erhielten sie doch dadurch den Zuder billiger als Rohrzuder überfluten würde. Deindeſtens 15 M. Surtare feien eines Socialdemokraten ins Auge gefaßt würde. Ferner wird es als ein später war man mit 8 m. Surtage zufrieden die Länder, in denen er produziert wurde, und zwar nicht nur billiger nötig Widerspruch gegen die Parteiparole dargestellt, wenn in Hanau um den Betrag der in jenen Erzeugungsgebieten erhobenen Inland- jest? Jest stellt sich heraus, daß die 4,80 M. Surtage so hoch find, von der Forderung an die liberalen Wahlmannskandidaten abgesehen stener, sondern auch noch billiger um den Betrag der Ausfuhr- daß dabei noch ein Kartellprofit bon mindestens wird, sie sollten erklären, gegebenenfalls auch für einen Social prämie. So kam es, daß in England der deutsche Zucker etwa um 8 Mart herausspringt! In diesen Tagen hat sich denn auch, da bemokraten stimmen zu tönnen; wenn ein diesbezüglicher Antrag in 11 Pfennig pro Pfund weniger toftete als in Deutschland. Die mit Ablauf des alten Steuergesetzes das bisherige Zuderkartell fich Hanau überhaupt gestellt wurde, wurde er mit Recht abgelehnt, da Folge davon war nicht allein, daß die Bevölkerung Englands sich auflösen mußte, ein neues Buderkartell gebildet, oder die Forderung nur dort zu stellen ist, wo mehrere Abgeordnete einen größeren Zuckerkonsum angewöhnte, sondern daß sich dort richtiger gesagt: 3 wei Kartelle, die sich vorläufig noch untereinander im gleichen Wahlkreise zu wählen sind, was in Hanau nicht zutrifft. auch mit Hilfe des deutschen Zuckers eine Weltindustrie in Frucht befehden. Innerhalb der Zuckerindurie hat sich nämlich schon seit Die„ Boff. 8tg." schreibt:„ Cine Partei, die im Befig ist, tritt fonserven, Marmeladen und Säften entwickelte, die in Deutschland Jahrzehnten eine Teilung der Arbeit und somit auch ein Gegenfass ihre Mandate nicht ohne Not an eine andre Partei ab, und inwieweit tapitalistischer Interessen herausgebildet. Neben den 395 Buder eine solche Not vorhanden ist, läßt sich heute noch nicht erkennen." faft gar nicht zur Entfaltung gelangte. Trotz dieser Vorteile machte aber England in den letzten Jahren fabriken, welche Rüben verarbeiten, giebt es gegenwärtig noch Das soll gegen uns gerichtet sein, entspricht aber völlig unsrer doch Front gegen die Zuderprämien, weil durch diese die Interessen 46 3uderraffinerien, die den von den ersteren gelieferten Anschauung. Wir wiederholen stets und stets, was schon in der Indiens empfindlich geschädigt wurden. Dort wird seit uralten nicht tonfumfähigen Rohzu der reinigen. Die Raffinerien find Berliner Resolution vom 27. April 1908 ausgesprochen ist, daß AbZeiten der ursprüngliche Zudererzeuger angebaut, das Zuderrohr, die fapitalfräftigeren, meist großen Banken oder Gruppen von Groß machungen über das Verhalten unsrer Wahlmänner bei der Abdem erft zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts der europäische kapitalisten gehörig; die Rohzuckerfabriken dagegen stehen meist im geordnetenwahl erst nach dem Bekanntwerden des Urwahl. wir den Das einzige, was Konkurrent erwuchs: die Buderrübe. Schippel hat in seinem von finanziellen Zusammenhang mit den Landwirten, die ihnen die Rüben ergebnisses stattfinden sollen. Barteien, die auf unsre eventuelle Unterstützung in Wahl uns hier bereits ausführlich gewürdigten Buche*) diesen Stampf liefern. Zwischen Rohzuckerfabriken und Raffinerien tobt jegt der zwischen Zuckerrohr und Zuckerrübe ausführlich geschildert, der sich Streit, wer den Profit bei der Surtage einstecken soll. Wahrschein treisen mit mehr als einem Abgeordnetenmandat rechnen, immer weit über den Nahmen eines technisch- industriellen Wettstreits hinaus lich werden sie sich in die Beute teilen auf jeden Fall jedoch muß wieder, und zwar notwendigerweise schon jetzt zurufen, ist, daß sie zu einem finanzpolitischen, ja kulturgeschichtlichen auswuchs. Die das Publikum zahlen. Bei all folchen Streitereien zwischen seinen Ausbeutern hat aber bei Aufstellung ihrer Wahlmannskandidaten darauf achten, daß diese Bei all solchen Streitereien zwischen feinen Ausbeutern hat aber unabhängig genug sind, um gegebenenfalls auch für einen SocialBuckerrübe blieb Siegerin; während die Nohrzuckerproduktion fich nur wenig ausbreitete imb technisch wie landwirtschaftlich faft das Publikum wenigstens das eine Vergnügen, daß es erfährt, um demokraten stimmen zu lönnen. Solche liberale Wahlmannss primitiv betrieben wurde, entfaltete sich die Rübenzucker- Industrie wie viel es geprellt wird. So auch hier! Am vergangenen tandidaten werden auch von unsrer Seite bei Stichwahlen in der riesenhaft. Freilich stets mit Hilfe von Staatszuschüssen, die ihr in Montag hielten die Robzuckerfabriken eine Versammlung ab, in der Urwahl unterstützt werden, wenn der socialdemokratische Kandidat Form von diretten und indirekten Prämien auf Kosten der Steuer fie beschlossen, daß die Käufer also die Raffinerien für jeden ausgefallen ist. Die Behauptung, die die Bossische Zeitung" Doppelcentner Rohzuder 3,60 M. an das deutsche Buckersyndikat in einstweilen wagt, daß die socialdemokratischen Wahl zahler zugeschanzt wurden. Die deutsche Bevölkerung hat gar gewaltige Opfer zu Gunsten Berlin zu zahlen haben. Dieser Kartellprofit soll dazu dienen, um männer für alle drei freifinnigen Kandidaten( in Breslau) werden, wenn ihre Stimmen nötig find und dieser Industrie bringen müffen. Die Prämien verursachten eine eine Ausfuhr prämie von 4 M. pro Doppelcentner für raffi- ftimmen folche Steigerung der Ausfuhr, daß sie im Jahre 1888 an neunzig nierten Zucker zu gewähren, der Ueberschuß der Einnahmen aber soll ihnen keines der brei Mandate eingeräumt wird, ganz wie 1898", beweist, daß die Bossische Zeitung" keine Ahnung von der Stimmung Brozent der Steuereinnahmen verschlangen. Das Reich, das den unter die Rohzuckerfabriken verteilt werden. Zuder zu einer Finanzquelle für den Militarismus brauchte, er Staatsprämien auf indirektem Wege zur Geltung! Hier kämen also die durch die Brüsseler Konvention verbotenen in den weiten Kreisen der socialdemokratischen Wähler hat. Sollte dieser aus einer Mischung von Naivetät und Unverschämtheit geborene mäßigte damals die Ausfuhrprämie, aber erst Graf Caprivi schlug Staatsprämien auf indirektem Wege zur Geltung! Die Raffinerien wollen jedoch von dieser Teilung des Profits Gedanke die Freisinnigen veranlassen, die Vorkehrungen zu vers bor, sie ganz zu beseitigen, und setzte deren allmähliche Abschaffung durch. The diese aber noch eintrat, war er selber- unter gütiger zwischen ihnen und den Rohzuckerfabriken nichts wissen und ver- fäumen, die für die Wahl eines Socialdemokraten und zweier FreiMitwirkung der Zuckerindustriellen und Zuderagrarier- abgeschafft; langen den ganzen Profit für sich. In der soeben erschienenen sinnigen in Breslau unumgänglich nötig sind, so wird sie die während Hohenlohe auf dem Reichskanzlerstuhle saß, wurden die" Deutschen Buderindustrie", dem Centralblatt der Roh- volle Berantwortung treffen, wenn drei konservative Vertreter Brämien wieder erhöht und als eine dauernde Staatseinrichtung erzuckerindustrie, wird den Raffinerien dafür gründlich der Text ge für Breslau in das Abgeordnetenhaus einziehen. Sie sind gewarnt! flärt, bis jetzt furz vor den Wahlen endlich durch den Druck des lesen und ihnen vorgerechnet, wie dreist sie sich bereichern wollen. Die Die Erinnerungen an frühere Aussprüche, die die„ Bossische Zeitung" Rechnung lautet folgendermaßen: Rohzuder Preis 17 M., Steuer zum besten giebt, haben durch die traurige Haltung des Freifinns wie das dem deutschen Volte im Verlauf seiner Leidensgeschichte 14 M., zuſammen 81 M. Das neue Raffineriekartell läßt sich zahlen während der letzten Jahre sowohl in den Barlamenten wie nament schon oft paffiert ist, daß ihm das Ausland helfen muß, seine 41,90 m. pro Doppelcentner, folglich bleibt eine Spanne von lich bei den Reichstags- Stichwahlen von 1903 ihre Zugkraft ver einheimischen Vampyre loszuwerden. Nachdem Amerita bereits seit 10,90 m. Rechnet man als durchschnittliche Raffinierungskosten Toren. Wir verraten fein Geheimnis, wenn wir erklären, daß die einigen Jahren Zuschlagszölle auf den deutschen Zuder erhoben und einschließlich Fabrikationsnutzen 6 M., so ergiebt sich ein starte II Bertreter eines Busammengehens mit dem Freifinn nach den Urwahlen infolge jener Saltung des Freisinns innerhalb der Social so die Prämien wirkungslos gemacht hatte, drohte England basselbe gewinn von 4,90 m. pro Doppelcentner. Der Zollschutz beträgt vom 1. September ab 4,80 m. Die demokratie ohnedies einen schweren Stand haben. Es sind nicht zu thunes will Indien und andren seiner Kolonien die Möglichkeit schaffen, ihren Zuderrohranbau beizubehalten, ja noch zu erweitern. Raffinerie- Bereinigung", schreibt ärgerlich die„ Deutsche Zucker- die schlechtesten Parteigenossen, die in der Erbitterung nichts sehnDie deutschen Konsumenten können diesem Ringkampfe der industrie"," will also nicht bloß den vollen Zollschutz im Preise auslicher wünschen als eine völlige Niederlage der Freifinnigen VollsYapitalistischen Interessen bergnügt zusehen, denn für sie kommt auf nußen, sondern geht sogar noch darüber hinaus!" Das partei selbst zu Gunsten der Realtion! jeden Fall ein Vorteil heraus. Freilich so groß, als er von der die Raffinerien mit 90 Pf. pro Doppelcentner Raffinade abspeisen, die" Freisinnige Beitung" uns zu belehren fucht, daß wir Rohauder Kartell will aber 8,60 M. für sich behalten und Um so unsinniger sind die Drohungen, mit denen namentlich Regierung bei Beratung der Brüsseler Konvention im Reichstage das wäre, meint die„ Deutsche Zuckerindustrie", reichlich genug, denn den Freifinnigen unter allen Umständen kommen" müßten. Die gepriesen wurde, ist er nicht geworden und die socialdemokratische die Spanne von 6 M. zwischen Rohzucker und Raffinade sei eine Freifinnige Zeitung" erinnert in ihrer Sonntagsnummer an das Stritit, die damals im Reichstage wie in unsrer Presse dagegen sehr auskömmliche, da in ihr für die Raffinerien noch ein Ertra- fleine Socialistengeset", das preußische Vereinsgesetz von 1897, opponierte, hat wieder einmal recht behalten. Damals fiel die Vorlage mit 209 gegen 205 Stimmen. Das nennt deutsche Zucker billiger, weil die einheimische Zuckerstener vom gewinn liege. Den deutschen Zucerkonsumenten fann es gleichgültig sein, wer Eugen Richters Organ eine„ lehrreiche Erinnerung": 1. September d. J. ab um 6 M. pro Doppelcentner ermäßigt wird; sie beträgt jetzt nur noch 14 M. anstatt der bisherigen 20 m. Nebenbei den Kartellprofit einstedt; ihnen kann nur daran liegen, daß dem bemerkt in der Kommission des Reichstages war sie auf 12 M. er- Kartell jede Eristenzbedingung entzogen wird. Demgemäß wird es mäßigt worden, als plötzlich bei der Lesung im Plenum die Frei- angebracht sein, im Reichstage zu beantragen, die Surtage ganz finnige Volkspartei beantragte, die Steuer auf 14 M. zu er- u beseitigen, damit die Auswucherung der deutschen Zucerhöhen- mit der Motivierung, es müsse sonst, um den Ausfall der konsumenten durch die Zuckerkartelle endlich einmal ein Ende nimmt. Infolge der Brüffeller Konvention wird vom heutigen Tage ab Reichseinnahmen zu decken, die Bier- und Tabaksteuer erhöht werden Und warum soll die Erinnerung lehrreich sein? Weil sie die - was trotz dieser durch den Freifinn veranlaßten Erhöhung der ber Buder billiger sein als früher. Das Raffineriekartell hat be schlossen, den Preis um 15 Mart pro Doppelcentner herabzufezen, Socialdemokratie veranlassen soll, nicht die Liberalen zwischen zwei Budersteuer jetzt doch eintreten wird! Eine weitere Ermäßigung des deutschen Zuderpreises sollte aber also um 7% Pfennig pro Pfund. Es ist sogar anzunehmen, daß Feuer zu bringen", sondern sich damit begnügt, die Freifinnigen zu auch durch die Erniedrigung des Schutzolles eintreten, der bisher der Preis im Laufe der Zeit noch niedriger werden wird, da die unterstützen, ohne eigne Ansprüche zu machen. Auch derlei 40 m. pro Doppelcentner betrug, also 20 m. höher als die Inland- Kontingentierung der Zuckerfabriken und damit die Künstliche Ein- lehrreiche Erinnerungen machen nicht den geringsten Eindruck steuer war. Diese Spannung von 20 M. zwischen Inlandsteuer und schränkung der Produktion und künstliche Hochhaltung der Preise auf uns. Liberalen, die sich nicht scheuen, statt einem Socialdemokraten einem Konservativen zum Siege zu verhelfen, ist auch zuzutrauen, Schutzzoll hatten die deutschen Zuderindustriellen benützt, um mit Hilfe eines Kartells den Inlandpreis noch zu steigern. jener Surtage von 4,80 M. ausgewuchert. Aber trotzdem wird das deutsche Volt noch immer wieder infolge daß fie für ein realtionäres Bereinsgesetz eintreten. Dann aber ist Da der jährliche die ganze Spekulation der Freifinnigen Zeitung" schon deshalb ihnen doch jede ausländische Konkurrenz ants dem Wege geräumt, wenn sie ihren Kartellprofit nicht höher als bis zur Zuckerverbrauch im Deutschen Reiche 6 Millionen Doppelcentner falsch, weil ja inzwischen das Centrum genau so realtionär ge= 634 Wege geräumt, wenn sie ihren Kartellprofit nicht höher als bis zur beträgt, müssen die deutschen Zuckerkonsumenten dem Zuckerkartell an worden ist wie die Konservativen. Es heißt nicht die Reaktion Schutzzollhöhe feftfetzten. So mußte denn das deutsche Volt im Jahre 1901/02 für seinen 82 Millionen Mart jährlich mehr zahlen, als ohne jene Surtage bekämpfen, indem die Konservativen allein angegriffen, die Buder bezahlen: 144%, Mill. Mark Inlandsteuer, von der zu zahlen wäre. Das ist gegenüber den 80 Millionen Mark Kartell Ultramontanen aber unterstützt werden. Wer bürgt dafür, daß 40% Mill. Mart in die Tasche der Zuckerfabrikanten als Ausfuhr- ucherzoll und den 40 Millionen Mark Ausfuhrprämien, die bis jetzt nicht auch das Centrum bereit ist, ein antisocialdemokratisches Und steht in Preußen allein prämie floffen, und an 80 will. Mart starte II profit, zusammen jährlich zu zahlen waren, gewiß ein Gewinn, aber diese 32 Millionen Vereinsgesetz zu bewilligen? Startellprofit, Mark bleiben trotzdem ein Wucherzins, der beseitigt werden muß. das Vereinsgesetz auf dem Spiel? Ein christliches" Volts schul- Gesetz ist nicht.inder gefährlich, für das Kon fervative und Centrum geschlossen stimmen würden. Weil die Reaktion" im Landtag eben weit über die Konservativen Auslandes das deutsche Volt von jener Last befreit wird War Wohl wird der *) Schippel, Mag: Buderproduktion und Buderprämien bis zur Brüsseler Konvention 1902. Eine wirtschaftsgeschichtliche und handelspolitische Darstellung. Stuttgart, J. H. W. Diey, 1908. wegfällt. für " „ Was damals der Reaktion mißlang, kann demnächst nochmals versucht werden. Die Stimmung dafür ist bei den konservativen Barteien vollauf vorhanden." Das Blatt sieht diese Gefahr voraus, wenn bei den Neuwahlen das Abgeordnetenhaus die konservativen Parteien eine auch nur geringe Verstärkung erfahren." N hinauSreicht, schon deshalb ist die ängsttgende Zahlenspielerei der .Freisinnigen Zeiwng" vollständig verfehlt. An dem preußischen Landtag ist nichts mehr zu verderben, auch nicht durch das völlige Verschwinden der paar Freisinnigen. Will also der Freisinn die Reaktion bekämpfen, so werdeir wir ihm in konservativ vertretenen Wahlkreisen bereitwilligst zu neuen Eroberungen zu helfen versuchen. Wir verlangen aber auch, daß uns das Recht wird, daß wir bean- spruchen können. Wird uns das Recht geweigert, so wird allerdings der Freisinn zwischen zwei Feuer gelangen und darin umkomme». Es hängt allein von ihm ab, oh er dieses Schicksal sich zuzieht.— Das Ende der Nationalsocialen. Mit großer Mehrheit haben die Vertreter der bisherigen national- socialen Partei in Göttingcn� den Beschluß gefaßt, die Partei auf- zulösen, und sie haben damit wohl den verständigstcn'Schritt gethan seit dem Bestehen ihrer Partei. Die Partei war eine Unmöglichkeit; ihr fehlte die wesentlichste Grundlage einer dauerhaften politischen Partei: das einheitliche wirtschaftliche Interesse der Mitglieder. Wohl giebt es in Deutschland auch Parteien, deren Mit- glieder sehr verschiedene wirtschaftliche Interessen haben, wie vor allen Dingen die Centrumspartei. Die geistige Macht, die hier die widerstrebendsten wirtschaftlichen Elemente zusammenhält, die Kirche, ist aber am Ende auch wirtschaftlichen Ursprungs, sie hat eine historisch erworbene Macht über die Gemüter und wirkt damit und durch ihre Größe den wirtschaftlichen Interessen entgegen. Auf die Dauer vermag aber auch sie diese auseinanderstrebenden Elemente nicht zusammenzuhalten und die Thatsache, daß das Centrum gegen- wärtig auf dem Gipfel seiner Macht steht und herrschende Partei geworden ist, kann nicht darüber täuschen, daß es immer offener die Interessen der Besitzenden vertreten, also immer offener eine Partei mit bestimmten wirtschaftlichen Zielen werden muß und in demselben Maße diejenigen Schichten, die dabei ihre Rechnung nicht finden, vor allen Dingen die Arbeiter, sich von dieser Partei abwenden werden. Die National socialen hatten nichts, was über den Mangel des gemeinsamen Wirt schaftlichcn Interesses hinwegtäuschen konnte, keine große alte geistige Macht, die für lange Zeit als selbständiger Faktor eigne Wirkungen ausüben konnte weit über die Grenzen der socialen Schichtung hinaus. Dabei hat die Centrumspartei überdies niemals den Anspruch erhoben, ein den Interessen der Besitzenden entgegengesetztes wirtschaftliches Ziel zu verfolgen. Die Nationalsocialen aber wollten eine Art Socialismus, der niemals als konsequenter Socialismus aufgetreten ist und dem Kapitalismus nicht die Haut ritzte; sie wollten die Demokratie und den Monarchismus zugleich, sie wirkten politisch für Forderungen, die im Interesse der Besitzenden liegen, und schließlich bildeten sie sich ein, für Arbeiterinteressen wirken zu können, indem sie der politischen Organisation der Arbeiterklasse entgegentraten. Diesem konfusen Durcheinander von Plänen und Absichten, die nicht den Namen eines politischen Programms verdienen, entsprach die Zusammensetzung der Partei, die auf der letzten Tagung der- selben ganz besonders deutlich zu Tage getreten ist. Wir sind allerdings der Meinung, daß das Bestehen einer liberalen Partei außerhalb der Socialdcmokratie für die freiheitliche Ent- Wicklung unsrer politischen Zustände sehr ersprießlich wäre; aber das kann nur eine Partei sein, die wirtschaftlich von den Interessen des Bürgertums im Gegensatz zu dem Junkertum zusammengehalten wird. Eine solche Partei kann in politischen Gegenwartsftagen mit der organisierten Arbeiterklasse nach gleicher Richtung wirken. Ob trotzdem in Deutschland das Bürgertum noch zu solcher wirk- samen Parteibildung fähig ist, gehört nicht hierher. Zwischen Bourgeoisie und Arbeiterklasse, bald nach der einen, bald nach der andern Seite wirken zu wollen, ist unmöglich. Naumann giebt sich dem Glauben hin, in der Freisinnigen Ver- einigung im Geiste seiner bisherigen Partei weiterwirken und die Freisinnigen gewissermaßen social beeinflussen zu können. Es ist möglich, vielleicht wahrscheinlich, daß auch in dieser Partei sich all- mählich ein stärkerer socialpolitischer Geist geltend macht, wenn aber, dann nur in dem Sinne, daß Arbeiterschutz und Koalitionsrecht größeres Verständnis bei ihr finden, Dinge aso, die sich mit kapita- listischen Interessen nicht nur sehr Wohl vertragen, sondern dem wohlverstandenen kapitalistischen Interesse sogar sehr förderlich wären. Das ist aber kein Socialismus und ob das Naumann will oder nicht tvill: socialistisch wird er die Freisinnige Partei niemals machen. Abe» wenn er und seine zu den Freisinnigen über- getretenen Freunde eine Stärkung des bürgerlichen Liberalismus erreichen können und wenn sie erreichen können, daß er in der Er- süllung socialpolitischer Forderungen der Arbeiter eine Förderung seiner eignen Jntereffen erblickt, dann haben die ehemaligen Nationalsocialen nach dem Tode ihrer Partei mehr und nützlicher gewirkt, wie zu deren Lebzeiten. Einige der bisherigen Nationalsocialen haben erklärt, daß sie zur Socialdemokratie übertreten werden. Wir heißen jeden willkommen. der zu uns kommt mit dem offenen Bekenntnis, inr Sinne des socialdemokratischen Programms im Rahmen unsrer Partei in Reih und Glied mit der Arbeiterklasse für die Arbeiterklasse wirken zu wollen; socialistisch: gegen die Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital, für Beseitigung des Kapitalismus; demokratisch: für das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht des mündigen Volkes. Was die Socialdemokratie will, ist bekannt; wer das mit ihr will, der ist unser. Wir können nie zu viele sein.— Finanzminister Witte muß seinen bisherigen Posten verlassen. Durch ein kaiserliches Reskript von gestern wird er zum Präsidenten des Mnisterkomitees ernannt und ihm gleichzeitig zur unverzögerten und erfolgreichen Beendigung der russisch-deutschen Handelsvertrags- Verhandlungen und um seine nahe Bekanntschaft mit allen Bedürfnissen des Handels und der Industrie Rußlands auch fernerhin zu benutzen, die weitere Führung der im Finanzministerium stattfindenden Verhandlungen mit Deutschland übertragen. An Wittes Stelle wird der Verweser der Staatsbank, Geheimrat Pleske, zum Finanzmimster ernannt. Es bedarf näherer Nachrichten, um die Bedeutung dieses Wechsels zu erkennen. An sich bedeutet die Ernennung Wittes zum Präsidenten des Ministerkomitees eine Beförderung, andrerseits aber ist diese Stellung mehr eine repräsentative und dekorative als einflußreiche — eine Art Ehrenamt ohne eigentliche Macht, wenigstens war sie das bisher unter dem Wirklichen Geheimrat Duruolvo, der bekanntlich kürzlich in Deutschland während einer Eisenbahnfahrt gestorben ist. Jedenfalls hat sie politisch nicht entfernt die Bedeutung, die gerade das Finanzministerium in Rußland erlangt hat. Es scheint demnach, als sei eS beabsichtigt, Herrn Witte kaltzustellen, ihn aber durch Ein- räumung einer sogenannten Ehrenstellung zu entschädigen, vielleicht weil man glaubt, ihn doch noch nicht ganz entfernen zu können, bleibt ihm doch nach dem kaiserlichen Reskript vorläufig auch noch die Leitung der Handelsvertrags-Verhandlungeu mit Deutschland über- lassen. Allerdings ist möglich, daß auch nach seiner Enfernung aus dem Amt Herr Witte noch einen starken Einfluß auf das Finanz- Ministerium behält, denn der neue Finanzminister gilt als Vertrauter Wittes und ist von diesem erst zum Abteilungsvorsteher im Finanz- Ministerium, dann zum Verwalter der russischen Staatsbank gemacht worden.— veutfcbes Reich. Zur Kaiseriusel- Angelegenheit meldet eine Korrespondenz: Der Hofmarschall des Kronprinzen, Kammerherr Major v. Trotha, gegen welchen der„Vorwärts" den Vorwurf er- hoben hatte, daß er lvissentlich die Unwahrheit gesagt habe. arbeitet gegenwärtig an einem umfangreichen Schriftsatz, der seinen bei der Staatsanwaltschaft gegen den„Vorwärts" gestellten Straf- antrag(Delikt: öffentliche Beleidigung) erläutern soll. Herr v. Trotha hatte sich schon am Dienstag von Oels ans vorzeitig nach Potsdam zurückbegeben, um die erforderlichen Schritte gegen den„Vorwärts" zu unternehmen. Ein umfangreicher Schriftsatz? Merkwürdig, wenn der Mann nur zu beschwören braucht: Ich weiß von gar nichts. Auch der„Schriftsatz" brauchte dann bloß aus diesen fünf Worten zu bestehen.—_ Zur sächsischen Wahlreform. Der Landesausschuß des nattonalliberalen Vereins für das Königreich Sachsen hielt in Döbeln eine Sitzung ab, um die Vor- schlüge für eine Reform des Landtags-Wahlrechts vorzubereiten. welche der für den 13. September einberufenen Generalversammlung der nattonalliberalen Partei Sachsens vorgelegt werden sollen. Zur Feststellung der Fassung dieser Vorschläge, über welche eine voll- ständige Einigung erzielt wurde, wurde ein Unterausschuß gewählt, der in den nächsten Tagen in Leipzig zusammentreten wird. In den Vorschlägen wird u. a. gefordert: Die Beseitigung der indirekten Wahl und die Aufhebung der Scheidung zwischen städttschen und ländlichen Wahlkreisen; ferner soll eine andre Art der Zusammen- setzuna der Ersten Kammer angestrebt werden, welche sich den Ver- hältni'ssen des Landes besser anpaßt. Das offizielle Organ der Hausagrarier, die„Dresdner Bürger- zeituug", schreibt in einem Artikel zu den Landtagswahlen: Der Besitz feit gegen die Armut, seine Erhalttmg schließt die Verarmung aus. Wer die Socialdemokratte mit Erfolg bekämpfen will, niuß sich bemühen, die Not und die Armut zu verringern, muß alles thun, um dem Besitzenden seinen Besitz zu erhalten, zu schützen und zu mehren. Darin suchen die Hausbesitzer- Vereinigungen ihre Aufgabe und darum sind gerade sie die geschworenen Feinde der Socialdemokratte. giebt noch keine andren Organisationen der Besitzenden gegenüber der Organisation der Besitzlosen. Darum bilden die Vereinigungen des städtischen Grundbesitzes den Kristalli- sationspunkt, um den sich alles, was sich zu den Besitzenden bekennt, ansetzen kann, um den sich alle scharen können, die den Schutz des Eigentums zu den obersten Pflichten der bestehenden Staatswesen rechnen. Nur dieser Gedanke allein war es, der uns in unsren'Ausführungen zur Wahlrechtsfrage geleitet hat. Deshalb gingen unsere Vorschläge auch nicht auf Schaffung einer„Haus besitzer-Partei", sondern auf Bildung eines Landtages aus Ver tretern aller besitzenden Klassen, denn nur diese haben nach * unsrer Meinung ein Anrecht auf Teilnahme an der Staatsverwaltung. Diese naive Unverschämtheit verdient Bewunderung. Als Sttmnmugsbild ist die Auslassung deshalb beachtlich, weil die Hausagrarier in den Gemeindeverwaltungen kraft Gesetzes die Mehrheit haben.—_ Eine Weltuntergangöpredigt hält in seinem zerknirschten Durch fall Herr O e r t e l von der„Deutschen Tageszeitung" Die Arbeiter seien socialdemokratisch. Steht das niedere Beamten- tum fest? Oertel klagt, es ließe sich heute schon fast mathematisch beivcisen,„daß viele niederen Beamten socialdemokrattsch gewählt haben müssen": „Und wie steht's mit dem Heere? Wie lange wird es unbedingt und überall zuverlässig sein? Daß viele Militär- vereinler nicht nur socialdemokratisch gewählt, sondern auch agitiert haben, ist bekannt. Weiß man denn nichts von der Er- ziehung, deren sich die jungen Leute erfreuen, ehe sie ins Heer eintteten? Je intensiver diese socialdemokratische Erziehungsarbeit wirkt, um so schwerer wird es, durch die soldatische Schulung ihre Wirkung ganz zu beseitigen. Wer soll denn nun das Gegengewicht bilden? Etwa die neuer- dings hochmögenden Herren vom großkapitalistischen Besitze und von der liberalen Bildung?" Nein, auch da ist kein Verlaß. Den einzigen kraftvollen Damm bildet der M i t t e l st a n d, worunter Herr Oertel die Landwirte von mindestens 1000 Hektar versteht: „Wohin geht die Fahrt? Die Frage birgt eine tiefernste �Verantwortung, nicht nur ftir daS Volk, sondern ganz besonders ftir die, die berufen sind, Führer und Psadweiser des Volkes zu sein. Wir sind überzeugt, daß die Schwere der Verantwortling auch in den maßgebenden Kreisen vollkommen empfunden wird. da wir erst kürzlich zu unsrer Freude vernommen haben, wie stark und ernst das Verantwortlichkeitsgefiihl ist, das den Träger der Kaiserkrone durchdringt. Die Tagespflichten, die ein Monarch zu erfüllen hat, sind gewiß schwer. Ungleich schwerer aber und ernster ist die Pflicht, die in der Frage liegt: Wohin geht die Fahrt?" Herr Oertel verschweigt, wohin die Fahrt gehen soll: Zum 7'/z M a r k- Z o l l!— Die Einberufung des bayrische« Landtages ist in den nächsten Tagen zu erwarten und zwar dürste die erste Sitzung am 2S. September stattfinden, da die Vorlage des Budgets verfassungs- mäßig vor dem 1. Oktober zu erfolgen hat.— Ein gründliches FiaSko haben die bayrischen Ultramontanen in ihrem Kampfe gegen den großen Bayrischen Lehrervereiu erlitten. Durch die Gründung einer Konkurrenz-Organisation. des Katholischen Lehrervereins, suchte man ihm Mtglieder abspenstig zu machen. Ferner wurde durch�das im letzten Landtag geschaffene Schuldotattons- gesetz ein Kapital von 2 Millionen Mark zur Gründung einer Pensions- und Relikten-Unterstützungs-Zuschußkaffe für das Lehrer- personal bereitgestellt, die dem vorzüglich ftmdierten Waisenstist des Bayrischen Lehrervereins Konkurrenz'inachen und gewissermaßen als Sprengpulver wirken soll. Aber alle diese und andre Versuche haben nicht den beabsichttgten Zweck erreicht. Vor wenigen Tagen hielt der KatholischeLehrerverein in Regensburg seine 4. Generalversmnmlung ab und bei dieser Gelegenheit erfährt man, daß der Verein circa 3300 Mitglieder zählt. Davon sind aber über 3000 Ehrenmitglieder (Geistliche und ältere Damen) und nur 201 wirkliche Lehrer. Wegen dieses wahrhaft kläglichen Resultats einer jahrelangen, intensiven Agitation wird nun geklagt, daß unter der bayrischen Lehrerschaft ein Versumpfungsbacillus herrsche und daß eine„thörichte Scheu" vor klerikaler Bevormundung bestehe!— Eine scheußliche Soldatenmißhandlung wird in der„Leipziger Volkszeitung" durch Aktenstücke aufgedeckt. Sie veröffentlicht diesen Brief: Düsseldorf. 3. 8. 03. An daß 2te Battalion deS 98. Jnf.-Rgt. in Metz. Sehr geehrter Herr Battalionskommandeur, Unterzeichneter, bittet um Antwort, über daß befinden des Musketiers Steps. Abel 4. Komp. 98. Rgt. z. Zeit inr Garnison-Lazareth, erkrankt, laut Nachricht der Lazareth-Verwaltung an störung des Nervensistems, um güttge Mit- theilung bittent zeichnet Hochachwngsvoll Julius Abel, retour Marke liegt bei. Düsseldorf. Franklinstraße Nr. 39. Nach verschiedenen unzulänglichen Antworten lief endlich folgende Benachrichtigung ein: Metzer Jnfant.-Reg. Nr. 98 In. 67. geb. Herrn Julius Abel Düsseldorf teilt das Regiment in Verfolg des Schreibens vom 10. d. Mts. folgendes mit: Es ist richttg, daß Ihr Bruder durch den Lieutenant Schilling des diess. Regiments dadurch körperlich mißhandelt worden ist, baß er während des Unterrichts in das Gesicht gestoßen wurde. Das entsprechende Verfahren gegen den genannten Offizier ist eingeleitet worden. Die Untersuchung wird durch da» Gericht der kgl.'33. Division in Metz geführt. Ihr Bruder wurde nach dem Unfall am 16. Juli d. I. wegen Gehirnerschütterung in das Lazarett aufgenommen und nach etwa zehn Tagen als geheilt entlassen. Am 31. Juli d. I.-nutzte er wegen geistiger Berwirrcheit wieder in das Lazarett aufgenommen werden. Dort hat er angegeben, daß er am 30. Juli während des(unleserlich.„Eskaladierens"??? D.B.) einen Tritt auf den Kopf bekommen hätte. Näheres ist hierüber noch nicht ermittelt worden. Nach dein ärztlichen Gutachten ist es zur Zeit noch nicht möglich, anzugeben, ob Ihr Bruder dauernden Schaden an seiner Gesundheit erlitten hat. Erst die weitere Lazarettbehandlung kann darüber Auf« schluß geben. Ihr Bruder befindet sich im Lazarett II Metz-Monttgny. Rochlitz. Der Musketier Abel ist als vollkommen gesunder Mensch in daS Regiment eingetreten. Was wird dem Herrn Lieutenant passieren? Vier Wochen Stubenarrest oder Festungshast?— Gegen die Soldatenmißhandlungen. Genoffe Rudolf Ärafft schreibt uns: Berliner Genossen wollen auf dem Parteitag den Antrag stellen, daß der Parteivorstand mit der Sammlung von Gerichtsbeschlüssen betteffs Soldatenmißhaudlungen und mit der Herausgabe einer darauf fußenden Agitationsbroschüre beaustragt werde. Ich bemerke, daß ich an einer solchen Broschüre bereits arbeite. Und zwar wird sie zu Beginn nächsten Jahres im Verlage der„Münchener Post"(Birk u. Comp.) zu billigem Preise erscheinen. Sie wird sich nicht>mr gegen die Soldatenmißhandlungen wenden, sondern auch gegen das herrschende Militärsystem, gegen das Militär- Strafgesetzbuch, gegen die bürgerlichen Parteien, die den Mißhand« lungen mit einer nur schlecht maskierten Gleichgülttgkeit gegenüber« stehen, wobei vor allen- die Konservativen und das Centtum schlecht wegkommen werden, und sie wird sich auch mit dem„Beschwerderecht" und der lange nicht energisch genug bettiebenen Bekämpfung der Soldatenquälereien durch die militärischen Behörden und die Offiziere befassen.'� Am Schlüsse werde ich noch eine Sammlung der im Jahre 1903 bekannt gewordenen Gerichtsurteile betteffs Soldatenmißhand« lungen geben. Uebrigens werden auch andre Urteile in der Broschüre eine Rolle spielen.— Hueland. Zur Lage auf der Balkanhalbinsel. Die Wirren in Macedonien nehmen einen immer gefährlicheren Charakter an. Die bulgarisch-macedonischcn Banden sind in letzter Zeit auch in das Wilajet Adrianopel vorgedrungen und haben dort an der Küste eine Reihe von Mohammedanern und Griechen be- wohnten Ortschaften zerstört; ein Erfolg des Erscheinens der russischen Flotte vor Jniada. DaS macedonische RevoluttonSkomitee verkündete nämlich, als das Geschwader dort vor Anker ging, sofort. die russische Flottendemonsstatton sei zu Gunsten der macedonischen Revoluttonäre unternommen und bedeute nichts anders als den Anfang eines Einschreitens der russischen Macht zur Befteiung der macedonischen' Bevölkerung von- türkische-- Joch. Zu dieser Ausbreiwng der aufftändischen Bewegung kommt hinzu, daß deren Leitung in den letzten Wochen immer mehr von der inner-macedonischen, volksparteilichen Richtu-ig, die ein selbständiges Macedonien erstrebt, an die meist aus Bulgaren bestehende bürgerlich« militaristische Richtung übergegangen ist, die Macedonien Bulgarien an« gliedern möchte, einesteils als Ausbeutungsobjekt für die bulgarische Bourgeoisie, andrerseits zur Verstärkung des liberal-konservattven Einflusses in Bulgarien. Das zunehmende Uebergewicht dieser Richtung hat aber auch zugleich die Eifersucht der Serben und Griechen geweckt, denen es schon recht ist, wenn der Türkei Schwierig« leiten bereitet werde--, die aber eine Einverleibung Macedoniens in Bulgarien als eine Beeinttächttgung ihrer Interessen oder, wie sie vorgeben, der Interessen ihrer in Macedonien lebenden Landsleute betrachten. Seit einiger Zett läßt sich denn auch in der griechischen Presse eine scharfe Wendung gegen das Treiben der bnlgarischen Re« volutionskomitees erkennen. Die Blätter erklären, die Pforte sei un» fähig, die griechisch-orthodoxe Bevölkerung Macedoniens und Ru- meliens gegen die Gewaltthaten der bulgarischen Aufftändischen zu schützen. Die jetzige Halttmg der Athener Regierung liefere daher die macedonischen Griechen geradezu der Wut und der Mordlust der Bulgaren aus. Und die gleiche Verstimmung gegen die Bulgaren herrscht in Serbien. Am Sonutagvormittag fand in Belgrad eine von ungefähr 8000 Personen besuchte Versammlung statt, wobei mehrere Reden von Serben ans Altserbien und Montenegrinern gehalten und eine Resolutton angenommen wurde, in der die Versammlung erklärt, Serbien wünsche auch fernerhin keine Verwicklung im europäischen Orient heraufzubeschwören, es könne aber gegenüber der für die Slaven gefahrdrohenden Lage in Macedonien und Alt» erbien nicht gleichgülttg bleiben. Es halte dafür, daß die Her« tellung der Ordnui-g in Macedonien am besten erreichbar sei, wenn mit derselben, unter Wahrung der Souveränetät des Sultans, die interessierten Balkanstaaten bettaut würden, von denen jedem nach erzieltem Einvernehmen seine Rolle in dieser Angelegenheit zugewiesen würde. Mit dem Austrage, für die Verwirklichung der Resolutton Sorge zu tragen. wurde ein besonderer Ausschuß bettaut. Ei-- Konflikt erscheint unter diesen Umständen fast unvermeidlich und thatsächlich verstärkt denn auch nicht nur die türkische Regierung unablässig ihre Truppenmacht in den aufftändischen Gebieten, sondern auch von Serbien und Bulgarien werden insgeheim Rüstungen betrieben. Konstantinopel, 30. August.(Meldung deS Wiener k. k. Tele- graphen-Korrespondenz-Bureaus.) Das Ausnahmegericht in Monastir hat zwei Bulgaren zum Tode venirteilt. Aus Türken und Grieche» gebildete Kommissionen sind von Monastir ins Innere des Landes abgegangen, um die irregeleitete Bevölkerung zur Rückkehr in ihre Heimatsdörfer zu bewegen. Zur Rache für das Treiben der Komitees haben türkische Truppen mehrere Dörfer in den Bezirken Resna, Presta und Ochrida zerstört. Die Komiteebanden zerstören dagegen hauptsächlich türkische Meierhöfe.— Die Pforte hat ver- ttauliche Mtteilungen erhalte--, ivonach bei der jüngsten Verteilung der bulgarischen Truppen die Grenzgebiete insgeheim durch fünf Infanterie- und drei Kavallerie« Regimenter verstärkt worden seien.— Konstantinopel, 30. August.(Meldung des Wiener l I. Tele- graphen-Korrespendenz-Bureaus). Die Pforte erklärt, der ameri- konische Konsul in Beirut sei weder ermordet noch Gegenstand eines Anschlages gewesen. Als der Konsul am 23. August abends im Wage-- zurückkehrte, habe ein Teilnehmer an einer Hochzeitsfeier in der Nähe des Konsulats, dem Landesbrauche gemäß, einen Schuß in die Luft abgegeben. Der Konsul glaubte, daß der Schuß gegen ihn gerichtet sei und dieser Vorfall gab den Anlaß zu den falschen Gerüchten. Wien, 29. August. Die„Reue Freie Presse" meldet aus Belgrad: Bei Kumanovo wurden Aufftändische von türkischen Truppen g«. chlagen. Sie hinterließen mehrere Tote und viele Verwundete. Türkische Soldaten zerstörten die Dörfer Moljina und Soput. wo aufftändische Bandenführer Unterkunft gefunden hatten.— Schweiz. Die Boltsabstimmung im Kanton Zürich über das die Verwaltung der Stadt Zürich betreffende Gesez, von dem wir in der letzten Sonnabend- Nummer berichteten, hat am Sonntag stattgefunden und mit einer gründlichen Niederlage der reaktionären Parteien geendet. Wie uns telegraphisch gemeldet wird, wurden mur 17 838 Stimmen für das Gesetz abgegeben, 33 021 Stimmen gegen das Gesetz. Frankreich. Jahre Verbannung transportiert. Am Bahnhof hatten sich zahlreiche Ermannen sich die wirklich liberalen Elemente hier noch einmal Genossen eingefunden. Bom 21. April ab fizt auch Roman zu kräftigem Eingriff, so dürften sie statt der beiden bisherigen Marczenski aus Radom. Size deren sechs erringen, während die vier übrigen der SocialDie Behandlung der Gefangenen ist schlecht. Man verkürzt demokratie zufielen. jetzt die Zeit des Spazierganges, verbietet die Sprechstunden mit Verwandten und erlaubt nicht einmal, Anträge u. dergl. an die Behörden zu schreiben. Nach der Maidemonstration, welche die„ Bolitischen" im Radomer Gefängnis veranstaltet haben, will man ihnen deshalb einen neuen Prozeß aufhalsen. Jaurès über Elsaß- Lothringen. Der Abgeordnete hat sich in Das Gefängnis von Petritau ist so überfüllt, daß unsre der Depêche" von Toulouse über die„ elsaß- lothringische Frage" Genossen mit Dieben zusammen ſizen müssen. In Zellen, die für geäußert. Ein Mitarbeiter dieses Blattes hatte gesagt, es sei„ eine 8 Personen bestimmt sind fißen 16 und 20. Die Behandlung ist falsche und kurzsichtige Weisheit", die Annexion Elsaß- Lothringens schlecht, insbesondere der jüdischen Genossen. durch Deutschland als vollendete Thatsache hinzunehmen. Die Zufunft bringe oft den Besiegten manche unvorhergesehene Genugthuung, so erhalte jetzt Irland durch die neue Landbill eine Genugthuung für die von Cromwell verübten Landberaubungen. Darauf antwortete Jaurès nach dem Bericht des Hamb. Korresp.": " dehnen.... " " uns Landtagswahl. Mandate in der der Berliner für Verhandlungen zwischen den Parteien vor der Urwahl seien völlig überflüssig. Unfre Stellungnahme sei durch den Mainzer Parteitagsbeschluß( 1900) und die Resolution der Berliner Konferenz ( 1903) festgelegt. Die Liberalen wüßten genau, wie wir vorgehen iverden und können sich danach richten. Versagen sie aber auch gänzlich, so daß eventuell ein greifbarer Erfolg überhaupt nicht errungen wird, so dürfte hiermit das Ende der freisinnigen Partei auch für die Reichstagswahlen gekommen sein; die bisher freisinnig wählenden Sereise würden die Lehre aus einem derartigen feigen Verhalten ziehen. Der Socialdemokratie also sei die intensive Arbeit bei den Landtagss wahlen auf alle Fälle von Rußen; unfrer Agitation würden ganz neue Gebiete erschlossen, sie werde aufs wirksamste vertieft werden. A = Göttingen, den 29. August 1903. = Die Situation in Ostpreußen wird gekennzeichnet durch die Ver- Ueberdies würde die durch das Wahlsystem erzwungene Durch Die Beschwerden Elsaß- Lothringens sind nicht die gleichen wie Der Referent, Genosse Gottschalt, wies darauf hin, daß wir uns nach Aufsuchung von Wahlmannskandidaten- der Partei bei allen handlungen des ostpreußischen Provinzial- Parteitags in Königsberg. arbeitung der Wahlkreise nach kleinsten Bezirken namentlich bei die Irlands. Das Völkerrecht gestattet heute nicht mehr jene weiten den Beschlüssen der Parteitage und zuletzt noch der preußischen fünftigen Wahlen zum Reichstag wie namentlich auch zu den Beraubungen, die Cromwell an Irland verübte, und die Annexion Landeskonferenz überall dort an der Wahl zu beteiligen haben, wo Gemeindevertretungen in hohem Maße zu statten kommen. hat das individuelle Eigentum nicht vergewaltigt. Was Elsaß es uns möglich ist, mit eignen Wahlmännern in den Wahlkampf zu Lothringen aber fordern soll, das ist ein System Freiheiten und von Bürgschaften, das die Folgen der Gewalt vinz mehrere Streise in Betracht. Wenn wir den Wahlkreis Königsvon ziehen. Von diesem Gesichtspunkt ausgehend, kommen in der ProDer letzte nationalsociale Parteitag. und der Eroberung aufhebt oder neutralisiert. Es kann bereits jetzt berg, in dem die Beteiligung selbstverständlich und von den Gedrei Dinge verlangen, die nicht auf eine Gebietsveränderung Europas noffen des Kreises auch bereits beschlossen ist, ausschließen, kommen abzielen, die aber sein Leben erleichtern, sein Recht gut machen für die Beteiligung noch die Kreise Memel- Heidekrug und Tilsit- Vereins beziehungsweise über die Verschmelzung des Vereins mit der Zu dem Parteitage, der über die Auflösung des Nationalsocialen können. Es kann verlangen, nicht mehr ein Reichsland" zu sein, Niederung in Betracht. In diesen Kreisen tann unsre Beteiligung Freifinnigen Bereinigung Beschluß fassen soll, sind über 200 Delegierte das direkt vom Kaiser verwaltet wird, und kann Anspruch darauf für das Endresultat von Einfluß sein. Aber auch in Kreisen, wo erschienen. Die einzelnen Wahlkreise haben vielfach von dem Recht, erheben, auf Grund des politischen Gemeinrechtes Deutschlands die Konservativen so fest sizen, daß an ein Erschüttern ihrer Position fünf Vertreter zu entfenden, Gebrauch gemacht, obwohl die Reisekosten einen autonomen Staat wie Bayern und Sachsen zu bilden und durch unsre Beteiligung nicht zu denken ist, müssen wir uns aus von den Delegierten aus eigner Tasche getragen werden müssen. Um seine Vertreter im Bundesrate zu haben. Es fann zweitens agitatorischen Gründen in den Orten beteiligen, wo wir eigne Wahl- sechs Uhr abends eröffnete der Vorsitzende des nationalsocialen daran arbeiten, die furchtbare Hypothese zu beseitigen, die die männer aufstellen können. Eroberung veranlaßt hat, die Idee eines deutsch- französischen Krieges, in dem die Söhne des Elsaß genötigt wären, die zu wählen haben, dürfte es durch unsre Beteiligung möglich scheidungsvollen Angelegenheit versammelt. Wir wollen beraten, was In den Kreisen Memel und Tilsit, die je zwei Abgeordnete Ansprache. Er sagte etwa: Wir sind hier in einer ernsten, entVereins, Friedrich Naumann, den Parteitag mit einer kurzen Waffen gegen Frankreich zu ergreifen. Wenn es in Europa sein, Männer giebt, die ein Interesse daran haben, die Politik der Schieds- es in Memel- Heydekrug, die Konservativen, die bei den Konservativen die abzujagen. Gelingt wir in Zukunft politisch thun wollen. Es ist möglich, daß sich die gerichte, des Friedens, der gleichzeitigen Abrüstung zur Geltung zu letzten Wahl den 150 vereinigten freisinnigen und littauischen Wahl- her gearbeitet haben, und in der wir bis zu unsrer Tage Ende unserm Form ändert, aber bleiben muß die Grundgesinnung, in der wir bisbringen, die Staaten West- und Mittel- Europas zu einer friedlichen männern noch 205 konservative Wahlmänner gegenüber stellen Wolfe dienen wollen. Der Dienst an unserm Volke ist und bleibt unsre Föderation zu einigen, ſo find es gerade die Elsaß- Lothringer, die fonnten, um etwa 2 Dußend Wahlmänner zu schwächen, dann kann Aufgabe, der Dienst am Volte, in dem jeder Einzelne sein Schicksal im Falle eines Krieges bis ins Herz zertreten würden. Endlich es dahin kommen, daß wir den Ausschlag geben. Die Littauer, die lebt, wenn es auch noch so flein ist, und in dem jeder Einzelne tönnen und sollen sie verlangen, daß in ihren Schulen und 1898 über 45 Wahlmänner verfügten, find im Kreise stärker ge- sich politisch bethätigen muß, und das als Ganzes für die Erringung Universitäten der französischen Kultur ein weiter und freier worden, haben ihre Organisation ausgebaut. Unterstüßen wir sie der politischen Rechte eintreten muß. Wir fassen aber unser Volt Platz gelassen werde, weil das Genie zweier großer Rationen in den Stichwahlen bei den Urwahlen, dann dürften sie den auch als Einheit unter den andern Völkern auf, und unfre Blicke seine doppelte Flamme dort vereinigt. Wenn Elsaß- Lothringen Konservativen noch eine wesentliche Zahl von Wahlmännern ent- müssen sich deshalb auch auf die Spike richten, die unser Volk als sich durch all seine Gewählten in Deutschland zum Vertreter reißen. Auch wir werden sicher in diesem Kreise eine ganze Anzahl nationale Einheit repräsentiert. Wir beginnen deshalb auch unsre und Apostel jener großen Idee macht, wenn es systematisch Wahlmänner durchbringen. Beteiligen sich die Freifinnigen eben- heutige Tagung aus Wünschen für unser Volk und unser Vaterland. im Namen des Rechtes der Völker wie des der Individuen alle falls ernstlich, was anzunehmen ist, Barteien, Demokraten, Liberale der äußersten Linken, Socialisten, dahin kommen, daß es in unsrer Hand liegt, den Ausschlag gegen Staisers und unsres deutschen Volfes zu gedenken. Kaiser Wilhelm dann dürfte es sicher Ich bitte Sie, sich von den Plähen zu erheben, und unfres deutschen unterstüßt, die für Deutschland ein Regime der Freiheit und des die Konservativen zu geben. Aehnlich liegt es im Tilsiter Kreise. lebe hoch.( Die Delegierten stimmen dreimal in das Hoch ein.) Friedens verlangen, so wird es in Deutschland und Europa eine sehr auch dort kann es durch unsre Beteiligung dahin kommen, daß wir große, viel weitere und ruhmreichere Rolle spielen als die, die Irland gegen den Konservativen den Ausschlag geben. Wir hätten es also( Schleswig), Dr. Ruprecht Göttingen und Dr. Rehm Zu Präsidenten werden gewählt Pohlmann- Hohenaspe gespielt hat. Nicht durch einen unthätigen Protest, der dem Schmollen in der Hand den Konservativen hier vier Mandate zu entreißen und München, zu Schriftführern Dr. Maurenbrecher Berlin und gleicht, sondern durch eine thätige und mit der sie Littauern den Freisinnigen und in ganzen politischen und socialen Bewegung der spielen. Es fragt sich nun, ob wir die Hände zu Dr. Kaz München. großen modernen Demokratien verknüpfte Rüd- baten auch eins beanspruchen sollen. Zu weitgehend wäre bespricht kurz den Reichstagswahlkampf und weist die Verdächtigung von diesen bier ManDr. Maurenbrecher giebt hierauf den Geschäftsbericht, er forderung wird Elsaß- Lothringen seine Persön diese Forderung sicher nicht. Doch dürfte es nicht praktisch sein diese zurück, daß in den Wahlfonds Gelder aus unreinen Quellen geflossen lichkeit bekunden, seine Ueberlieferung fortsetzen und auf Forderung aufzustellen. Was wir aber fordern müssen, das ist, daß seien. Was an Geld gegeben worden sei Mitteleuropa die Wirkung der französischen Revolution aus die Freifinnigen für unser Eintreten in Memel und Tilsit für fie, Tausendmarkscheine darunter gewefen und es seien mehrere fei ausnahmslos aus BeEine tief gebende Arbeit vollzieht sich in Deutschland. Drei in Königsberg von den drei Mandaten eines beſtimmt zusichern geisterung für die nationalsociale Sache oder ihrer Führer gegeben Millionen socialistischer Stimmen haben das Kaiserreich nicht er- geständnis nicht entschließen, dann haben wir keine Veranlassung, für denkt in warmen Worten der großen Aufopferung, die sich in der Können sich die Freisinnigen zu diesem geringen Zu worden, besonders aus den Kreifen der Hochschullehrer. Redner geschüttert, aber die Notwendigkeit einer neuen Orientierung erwiesen: fie auch nur einen Finger zu rühren. Eine liberale Partei, die so Die einer Politik der Demokratie und der Verfassungsbürgschaften, wenig Liberalismus bekundet, verdient aus dem politischen Leben Partei gezeigt habe, und die nicht zu überbieten sei. Der heutige einer Politik socialer Reform, einer Politik des Friedens und ausgeschaltet zu werden. Parteitag sei der besuchteste. Während im Vorjahre in Hannover stufenweiser Abrüstung. Schon begreifen in jenem Sachsen, dem kürzlich das allgemeine Wahlrecht entrissen worden war, furzer Diskussion einstimmig angenommen: Folgende, vom Referenten vorgeschlagene Resolution wird nach nur 175 Delegierte anwesend waren, seien bis gestern schon 209 angemeldet gewesen. die Regierenden selbst, erschreckt durch den socialistischen Protest des Zu dem Thema:" Die Zukunft unfres Vereins", „ Der ostpreußische Provinzial- Parteitag fordert die organisierten nimmt zunächst Naumann, von stürmischem Beifall begrüßt, das Wort. Landes, daß man dem sächsischen Proletariat die Pforten des Land- Parteigenossen der Provinz Ditpreußen auf, gemäß den Be- Zur Begründung des Antrags der Mehrheit des Vorstandes, den tages wird öffnen müssen. Schon begreifen in Preußen die Hell- schlüssen des Mainzer Parteitages( 1900) und blidendsten unter den Liberalen, daß sie sich mit den Socialisten Konferenz bom 27. April 1903 Hauptverein aufzulösen, und in den Wahlverein der Liberalen ein= verbinden müssen, um der reaktionären Herrschaft im Landtage ein die Landtagswahlen einzutreten, überall in Wort und Schrift die zutreten, giebt Naumann zunächst einen kurzen geschichtlichen RückEnde zu machen. Das Reich wird gezwungen sein, mit feiner entrechteten Voltsmassen zur Bekämpfung des geltenden volks- wir von der Anschauung aus, daß man aufhören müsse, die socialdemo= blick. Als wir im Jahre 1896 in Erfurt zusammentraten, gingen wachsenden Minderheit zu zählen, die bald eine Mehrheit sein kann. feindlichen Wahlrechts aufzurufen und, soweit dies möglich ist, fratische Bewegung unter dem Gesichtspunkt der absoluten Gefahr zu Möge Elsaß- Lothringen, gerade im Intereſſe ſeiner Freiheit und sich an den Landtagswahlen unter Aufstellung eigner betrachten. Der Nationalsociale Verein stellte es sich zur Aufgabe, seiner Würde, sich dieser Bewegung anschließen, jene wichtigen 28a hI männer zu beteiligen. Der Provinzialparteitag erwartet die Erkenntnis zu verbreiten, daß die Arbeiterbewegung eine politische Forderungen geltend machen, die ohne neuen Krieg und ohne insbesondere eine solche Beteiligung von den Genossen der Wahleuropäische Umwälzung von der deutschen Demokratie verwirklicht freise Memel Heydekrug und Tilsit- Niederung. Er betraut mit der Kraft darstellt, deren Entwicklung Fluch oder Segen für die vaterOberleitung der Wahlangelegenheiten in der Provinz das Königsländische Entwicklung bringen kann. In diesem Sinne haben wir Zur Frage der Konkordatskündigung. Auf eine Anfrage des berger Wahlkomitee, welches im Einvernehmen mit den örtlichen 7 Jahre politisch gearbeitet. Und diese Arbeit ist keine vergebliche geEclair" erklärten die Bischöfe von Grenoble, Evreux. Chalons, Partei- Organisationen zu arbeiten und die Verhandlungen mit dem wesen. Wir haben in die Kreise des gebildeten Bürgertums das Albi, Limoges und Angoulême, die Katholiken dürften nichts dazu Central- Wahlkomitee( Parteivorstand) zu führen hat." Verständnis für die Arbeiterbewegung hereingetragen, und wir sind thun, die Kündigung des Konkordats zu beschleunigen, unter der eine politische Einheit geworden. Was uns aber gefehlt hat, das ist Staat und Kirche in gleicher Weise leiden würden. Die Bischöfe von die Arbeiterschaft. Es ist uns nicht gelungen, neben die internationale Chalons und Angulème fügten hinzu, je weniger von der Kündigung Socialdemokratie eine nationale Konkurrenzpartei zu sehen. Darüber gesprochen würde, desto besser werde es sein. Der Erzbischof von Genosse Arons ein zusammenfassendes Bild über die Parteiverhält täuschen. Nicht darin liegt die Krife, daß wir in allen In einer sehr gut besuchten Versammlung in Solingen gab darf uns auch eine in einem Wahlkreis erlangte Zufallsmajorität nicht bis auf Lyon lehnte es ab, seine Meinung zu äußern. nisse in den Reichstags- Wahlkreisen Elberfeld- Barmen, Solingen, einen Wahlkreisen durchgefallen find, sondern in der Thatsache, Die Untersuchungskommission, welche der Pariser Munizipalrat Remscheid- Lennep- Mettmann, Hagen- Schmelm und Altona- Iserlohn, daß in allen Wahlkreisen, in denen wir gearbeitet haben, das Wachs= mit dem Auftrag eingesetzt hat, Mittel und Wege ausfindig zu machen, denen die Landtags- Wahlkreise Elberfeld- Barmen mit 2, Solingen- tum der Socialdemokratie über unsre Ziffern ebenso wie über diedie Sicherheit der„ Metropolitain" zu erhöhen, hat ihre Arbeiten beendet. Remscheid- Lennep mit 3, Mettmann mit 1, Hagen- Schwelm und jenigen der andren Parteien hinweggeflutet ist. Unser National= Nach den Vorschlägen der Kommission follen in Zukunft die Motor- Altena- Iserlohn mit je 2 Abgeordneten entsprechen. Bei den focialer Verein hat sich nicht als parteibildend erwiesen. Unser Kleinwagen, die bisher an den beiden Enden des Zuges liefen und die Reichstags- Wahlen 1903 holten die Socialdemokraten Glber- betrieb hat sich dem Großbetrieb der Socialdemokratie gegenüber durch Kabel verbunden waren, beide am Anfang des Zuges laufen. feld- Barmen und Solingen in der Hauptwahl, Lennep- Mettmann als zu schwach erwiesen. Bricht Feuer aus, so muß die sofortige Isolierung des Motorwagens in der Stichwahl gegen die Freisinnigen( unser Genoffe Meist hatte Der Mißerfolg unsrer Arbeit ist aber kein zufälliger. Gewiß durch mechanische Einrichtung möglich sein. Auf der ganzen Linie in der Hauptwahl 21 802 Stimmen gegenüber 12 494 freisinnigen). find Fehler vorgekommen, die hätten vermieden werden können. Aber follen Bosten ausgestellt werden; ferner wird verlangt, daß die Be- In Hagen- Schwelm und Altena- Iserlohn siegten die Freifinnigen in die wahren Gründe liegen tiefer: amten eines Buges sich mündlich verständlich machen können. Die der Stichwahl über unsre Kandidaten, die in der Hauptwahl auch Der Nationalsociale Verein gleicht trotz aller seiner Vorzüge Leitung zur Beleuchtung der Bahnhöfe und des Tunnels ist von der hier weitaus die meisten Stimmen erhalten hatten. Von den einer Maschine mit zu fleiner Heizfläche. Wir haben Qualitäten beder Stromzuführung zu trennen. Die Motorwagen sind durch Be- Landtags- Wahlkreisen ist nur Hagen- Schwelm im Besitz der Frei- feffen, aber was uns gemangelt hat, das ist die Quantität. Man Kleidung mit unverbrennbaren Stoffen feuersicher zu machen. Eine finnigen; doch ist dieser Wahlkreis durchaus kein sicherer Besiz, von hat mir Mangel an 3ähigkeit vorgeworfen. Es ist aber die flare Reihe andrer Bestimmungen beziehen sich auf die Möglichkeit einer 1893-1898 war er in nationalliberalen Händen. Da wir in Hagen- Erkenntnis der Thatsachen, die mich den schmerzhaften Entschluß der schnelleren Räumung der Bahnhöfe. Es wird erwartet, daß der Schwelm bei den diesmaligen Landtagswahlen ziemlich sicher Auflösung faffen ließ. Ich fühle mich nicht mehr im stande, Ihnen Stadtrat den Vorschlägen der Kommission zustimmt und daß die Ve- den Ausschlag geben werden, dürfte der Richtersche Sitz weitere 5 Jahre zu sagen: Wir sind die Partei des nationalen stimmungen dann baldigst in Kraft treten. gesichert sein, wenn es zu einer Verständigung Socialismus. Wir könnten also höchstens den Schein der Weiterzwischen Freisinn und Socialdemokratie in diesen führung der Partei aufrecht zu erhalten versuchen. Die Folge wäre, Kreisen fommt. In Elberfeld- Barmen und Solingen haben daß unfre Entwicklung weitere 5 Jahre mit Müdigkeit und WiederAus den Gefängnissen in Russisch- Polen. Am 4. Juli saßen in der die Freifinnigen bei der Reichstagswahl 1903 überhaupt teine aufraffung sich fortseßen würde, um alsdann den gleichen Tag zu Warschauer Citadelle( im X. Pavillon): Aron Bajer, Franz Kandidaten aufgestellt. In Mettmann überließen sie 1898 bei den erleben, wie der heutige, nur mit dem Unterschied, daß wir heute Borkowski( frank im Lazarett), Ignaz Bratmann, Karl Buhajsti, Landtagswahlen den Nationalliberalen ohne weiteres das Feld; und noch nicht geknickt und in unsrer Idee gebrochen sind. Heute sind wir Hirsch Burgin, Joseph Ciszewski, Ferdinand Cykerman( nach Angabe selbst in Altena- ferlohn, das zu ihren sichersten" Reichstags- Wahl- ungebrochene Menschen, die einer Klippe gegenüberstehen, und die des Warschauer Partei- Organs Robotnik" ein preußischer Spizel), treifen gehörte, stellten sie es bei den Landtagswahlen 1898 ihren fich nun einen andern Weg suchen, dabei aber selbst dieselben bleiben. Andreas Goldman, Michael Jljinski, Sergiej Janow, Helene Wählern frei, ob sie sich beteiligen wollten. Die Folge ist, daß,( Beifall.) Wir retten unsre Ideen, indem wir das Gefäß zerbrechen, Kiriakow, Sophie Kiriakow, Dymitr Korszunow, Joseph Korzeniecki, abgesehen von den beiden Landtagsfißen in Hagen- Schwelm, die in welchem wir dieselben bisher getragen haben. Waclaw Kowalczyk, Andreas Malinowski, Mieczyslaw Niklewicz, acht übrigen durch sieben Nationalliberale und einen Frei- Jedenfalls müssen die Vereine damit rechnen, daß die Führung Jan Rossol, Estera Rystin, Stefanie Sawicka, Franz Suszynski, tonservativen besetzt sind. wie der hier herrschende nicht in den Händen der bisherigen Leitung bleibt. Maurenbrecher Afanasij Szalimor, Rielman Schreibergerg, Chaim Szyngierow, Nationalliberalismus aussieht, ergiebt sich am besten daraus, und der zur Zeit im Zeugniszwangsverfahen inhaftierte Hildebrandt Maximilian Unszlicht, Mieczyslaw Wieczlinski, Joseph Wolniakowski, daß die Elberfelder Nationalliberalen" beschlossen haben, auch gehen zur Socialdemokratie. Naumann charakterisiert bei Nennung Peter Wozniat, Nicolai Zynkin. bei den kommenden Landtagswahlen neben ihrem Kandidaten des Letteren unter lebhaftem Beifalls des Parteitages das Vorgehen Im Gefängnis von Radom find nachstehende aus Petrifau v. Knapp wieder für den freitonservativen Weherbusch einzutreten, des Gerichts. überführte Genossen interniert. In der Sache Dombrowa: denselben Weyerbusch, der durch die Giesebrecht- Listen als einer der Nach dieser Abschweifung fährt Naumann fort: Ich denke nicht Roman Domanet, verhaftet 27. April 1901 in Dombrowa; Boleslav schlimmsten Reaktionäre entlarbt ist. Unter diesen Umständen daran, irgend ein unfreundliches Wort an diesen, Uebergang zur Jagodzinski, verhaftet 19. Nov. 1901 in Sosnowiß; Bygmunt Lewansti, erscheint es nicht ausgeschlossen, daß die Freifinnigen, unterstützt von Socialdemokratie zu knüpfen. Jeder muß nach eigenem Ermessen berhaftet 14. Mai 1901 in Dombrowa; Joseph Wiredi, verhaftet solchen Elementen aus den Reihen der Nationalliberalen, die den Geist seinen Weg gehen. Dieser Uebertritt zur Socialdemokratie ist aber 2. Mai 1902 in Petersburg( aus der Armee feine Papiere find ihrer dortigen Führer durchschaut haben, Erfolge erzielen könnten, wenn fein Weg, den der Verein als solcher gehen kann. Es ist dies nach an den Kriegsminister gesandt worden); Anton Orlowsti, verhaftet fie fich aus der oben geschilderten Unthätigkeit noch einmal herauszureißen feiner ganzen Zusammenfeßung unmöglich, mit Rücksicht auf den 14. November 1901 in Charkow; Jan Dfinsti, verhaftet am vermögen. Die Stellungnahme der socialdemokratischen Wahlmänner principiellen Gegenfaz der Socialdemokratie zum deutschen Reichss 27. April 1901 auf dem Bergiverk Piasti. Außerdem die Ver- werde ja laut Konferenzbeschluß für ganz Preußen erst nach der gedanten. Mit Freude und Genugthuung haben wir alles hervor räter: Witold Borowiecki und Anton Torbus, verhaftet am Urwahl geregelt werden. Immerhin könne vermutungsweise ge- gehoben, was Heine, Auer, Vollmar gesagt haben; aber das hindert 27. April 1901 im Dombrowaer Bergrevier. Beteiligt find äußert werden, daß man von socialdemokratischer Seite gegen Ueber- uns nicht, zu erkennen, daß die Socialdemokratie als Ganzes dem 168 Personen. laffung je eines Sizes in den vier Wahlkreisen mit mehr als einem deutschen Staat, den wir so machtvoll wie möglich wollen, ablehnend In der Sache von Lodz: Adolf Lewandowski und Stanislaw Abgeordneten die übrigen Sitze einschließlich des einzelnen in Mett- gegenübersteht. Wenn die Socialdemokratie zu ihrem volkstümlichen Piatkowski, verhaftet am 6. Dezember 1901, ersterer in Lodz, mann den Freifinnigen zuwenden würde, vorausgesetzt, daß in Programm auch den Gedanken des Deutschtums übernommen hätte, letzterer in Warschau. Für Religionsvergehen verbüßen Valentin allen fünf Kreisen die Socialdemokratie ausschlaggebend wird. Von dann wären unsre Bedenken vorüber. Wir haben aber als Stons Kucia aus Czentſtochau und Joseph Ribycki aus Dombrowa eine vier- socialdemokratischer Seite wird hierbei nichts versäumt werden, Sache turrenz- Partei den Entwicklungsprozeß innerhalb der Social monatliche Strafe. der Freifinnigen dürfte es sein, alle Kräfte zusammenzuraffen demokratie nicht soweit fördern können, wie wir es gehofft hatten. In der Sache von Radom saßen Bron. Pawlowicz und und in den Kampf einzutreten, ohne erst auf eine Berliner Parole Der Prozeß geht zu langsam, als daß wir sagen könnten: Wir Idam Potocki am 5. Mai wurden sie nach Archangelst auf vier zu warten, die bekanntlich gerade hier 1898 zu spät eintraf warten bis die Socialdemokratie die Flotte bewilligt und dann treten werden können." Rußland. " Wahlagitation. Und wir ihr bei. Das sann keiner, der als Politiker sich innerhalb eines kurzen Menschenlebens bethätigen will. Eine Reihe von Freunden sagt: Wenn nun der Berein alS solcher nicht zur Socialdemokratie gehen will, warum geht Dr. Rau- mann nicht zu ihr über? Darauf tann ich nur mit der Gegenfrage antworten:„Wissen Sie denn, ob die Socialdemokratie mich würde haben wollen?" Ein Mensch, der wie ich. in der Mitte der Jahre steht, ist ein beschriebenes Blatt. Was sollen aber die Arbeiter in nnsrer Parte! thun? Es sind das meist solche, die von der Socialdemokratie zu uns gekommen sind und mit Bewußtsein aus historischen, christlichen Gesichtspunkten nicht socialdemokratisch sind. Da möchte ich darauf hinweisen, daß mir eine Reihe organisierter Arbeiter gesagt haben, sie wählten den Anschluß an die Freisinnige Vereinigung, nicht weil sie in dieser den Inbegriff ihrer Wünsche sähen, sonder» aus der Notwendigkeit der gegenwärtigen politischen Lage heraus. Zu absoluter Resignation bietet unsre Lage aber gar keinen Anlaß. Es wäre jammerschade, wenn alles, was sich bei uns an thatktäftigen Menschen und an thatkräftiger Jugend zusammengefunden hat, jetzt auseinanderliefe. Deshalb empfehle ich Ihnen mit der Mehrheit des Vorstandes den Anschluß an die Freisinnige Vereinigung, den sogenannten Wahl- verein der Liberalen. Die„Zeit" geht ein, Herr Weinhausen tritt zur„Nation" über, die„Hilfe" aber besteht weiter, ebenso der Buch- Verlag der„Hilfe". Wir hoffen, durch unsren Anschluß die Position des entschiedenen Liberalismus zu fördern, und wir halten die freisinnige Vereinigung für die Stelle, an der wir nach Maßgabe unsrer Äräfte der Volks- und Arbeiterbewegung dienen können. Wir wollen mithelfen, daß außerhalb der Socialdemokratie noch eine Gruppe bleibt, die namentlich unsre Bildungswelt davor be- wahrt, in Indolenz oder Reaktion zu verfallen. Es muß zwischen der Socialdemokratie und ihren Gegnern noch eine freiheitliche bürgerliche Gruppe erhalten bleiben, die dem Bürgertum immer wieder predigt, daß die Freiheit etwas Schöneres ist als der Zwang. Wir müssen unS durchzureiten suchen für bessere Zeiten. Viel Lorbeeren sind in einer solchen Pufferpartei nicht zu holen, aber wir müssen hier einen historischen Dienst verrichten. Die nächste Periode gehört weder der Socialdemokratie noch dem bürgerlichen Liberalismus, sondern der Regierung und dem Centnim. Wer sich dessen bewußt ist, dem können Unterschiede in dem Maße der socialen Anforderungen an einzelne Partei-Organisationen nicht so wichtig erscheinen. In allen großen politischen Fragen hat die Freisinnig! Vereinigung das gethan, was wir auch gethan haben würden. Wir hätten uns zur Flottenvorlage, zum Zuchthausgesetz und zum Zoll tarif ebenso Verhalten. Manche sociale Einzelabstimmung hat uns nicht genügt. Wir werden, wie es Rösicke auch gethan hat, social- politisch für uns stimmen. Man hat die Freisinnige Bereinigung eine Partei des Kapitalismus genannt. Die Hauptmasse des Kapitalismus liegt aber wo anders, bei den Syndikaten und Kartellen, und dcunit hat die Freisinnige Vereinigung nichts zu thun. Es sind Welt- anschauungLunterschiede vorhanden, aber sie machen ein praktisches politisches Zusammengehen nicht unmöglich. Nach der formellen Seite wollen wir Ihnen folgenden Vor- schlag unterbreiten:„Der Parteitag beschließt, die bisherige Organi- sation der Partei wird aufgehoben. Der Fortbestand der Orts- und Landcsorganisationen hängt von deren eigner Entschließung ab." Wenn dieser Antrag angenommen ist, macht der Parteitag als solcher eine Pause mid es wird in einzelnen Gruppen beraten, wo man Anschluß suchen will. Nach dieser Beratung kann dann noch ein gemeinsamer Abschluß unsrer Arbeit erfolgen. Nun zum Schluß: Alles, waS hier vorgeschlagen wird, ist im gewissem Sinne ein Wagnis. Die Fortsetzung unsrer Organisation wäre aber ein noch größeres Wagnis. Der von uns vorgeschlagene Weg ist der noch am wenigsten dunkle und schwierige. Er bedeutet das, was wir heute thun können, das, was heute möglich ist. �Stürmischer, lang- anhaltender Beifall.) Als Korreferent empfiehlt Redakteur W e n ck- Marburg, in der bisherigen Weise weiterzuarbeiten, eventuell den Einzelvereinen zu überlassen, wo sie Anschluß suchen wollen. Der zweite Verhandlungstag ist der Diskussion der vorliegenden Anträge gewidmet. Pfarrer Erwin Grotz-Esch, Bez. Wiesbaden, weist darauf hin, daß der Parteitag sich in einer Zwangslage befinde, weil ihn Naumann vor ein tsit accompü gestellt habe. Er könne Naumann den Vorwurf nicht ersparen, daß er nicht demokratisch gehandelt habe. Der Vertretertag sei mojorisiert worden, Naumann habe ihm alles vorweggenommen. Hätte heute der Vertretertag zu bestimmen, die Entscheidung wäre aUders ausgefallen. Wenn ich mich als Raifs- eisen-Mann der. Freisinnigen Vereinigung anschlösse, meine Bauern würden mich steinigen. Ich kann den Anschluß an die Freisinnige Vereinigung nicht mitmachen.(Beifall.) Professor Dr. S o h m- Leipzig wird mit stürmischem Beifall begrüßt. Er bittet die einzelnen Gruppen, folgenden Borschlag in der Pause zu diskutieren und anzimehmen: Diejenigen Gruppen, welche den Anschluß an den Liberalen Wahlverein zu vollziehen wünschen, richten an den Vorsitzenden des„Liberalen Wahlvereins". Herrn Direktor K. Schräder, Berlin, das nachstehende Schreiben: „Delegierte des Nationalsocialen Parteitags teilen Ihnen mit. daß sie den Anschluß nationalsocialcr Orts- und Landesvereine sowie von Einzelmitgliedern an den Wahlverein der Liberalen be- fürloorten und für ihn thätig sein wollen. Wir sind der Anschauung. daß uns nach Aufgabe der eignen Organisation die politische Weiter- arbeit innerhalb des von Ihnen geleiteten Wahlvereins möglich sein wird und werden uns bemühen, innerhalb desselben mit aller Kraft für politische Freiheit und Fortentwicklung des socialen Gedankens zu wirken. Wir wissen uns mit Ihnen einig in dem Wunsche nach freiheitlicher Weiterentwicklung und socialem Fortschritt und er- warten, daß unser Entschluß den Anschluß andrer liberaler Organi- sationen im Lande an den Wahlverein der Liberalen fördern wird." Dr. Maurenbrecher- Berlin, von Beifall und Zischen empfangen, verliest zunächst eine Erklärung des Redakteurs Hilde- brandt. die er in der letzten Stunde seiner Freiheit aufgesetzt hat und ungefähr folgenden Inhalt hat: Das Bemühen, einerseits den Kapitalismus zu verstehen, und andrerseits die Beobachtung der in der Socialdemokratie vorhandenen Strömungen, welche dahin gehen, die Theorien des socialistischen Marxismus von sich zu werfen, haben innerhalb der Nationalsocialen Partei dazu geführt, die Leitsätze des proletarischen Socialismus als erledigt oder abgethan anzusehen. Die Anerkennung des Satzes:„Das Endziel ist nichts, die Bewegung ist alles", halte ich für verhängnisvoll, weil sie die Vertretung eines konsequenten proletarischen Gedankens unmöglich macht. Der an- gekündigte Verzicht Naumanns und Gerlachs, ihr Arbeitsfeld inner- halb der Arbeiterschaft zu suchen, zeigt deutlich, wohin die Er- iveichung theoretischer Grundgedanken führen muß. Für einen zweiten verhängnisvollen Fehler halte ich es, daß das Verhältnis zwischen Demokratie und Monarchie nicht betrachtet worden ist als ein im Kampf geborenes Zwangskompromitz. sondern gewisser- maßen zum politischen Ideal erhoben worden ist. Hier liegt für die Massenorganisation eine psychologische Unmöglichkeit vor. da für das Volk der Kaiser doch immer der für die Richtung der Politik Verantwortliche ist. Der dritte Fehler liegt darin, daß das Partei- Programm keine Garantim für eine demokratische Heeresversassung verlangt hat. So ist die faktische Entwicklung eine der ursprüng- lichen Absicht entgegengesetzte gewesen. Es giebt also für den demokratisch gesinnten Socialisten keinen andren Weg, als den- jenigen zur Socialdemokratie. Für seine Person führt Dr. Maurenbrecher aus: Die Gründer der Nationalsocialen Partei waren Socialisten. Wir wollten eine socialistische Konkurrenzpartei bilden, eine andre Nuance des Socialismus vertreten, etwa das Millerandsche Vorbild nach Deutsch- land verpflanzen. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß unsre An- häiigerschaft andrer Meinung gewesen ist. In den Versammlungen bekamen wir nur Beifall, wenn wir die Socialdemokratie bekämpften. Ich kann es heute gestehen, wir mußten im Wahlkampf oft unsre innersten Herzensgefühle verschweigen, weil die Masse unsrer An- Hanger nicht socialistisch fühlt.(Widerspruch.)' Das ist meine Er fahrung. Sehen sie doch nur die Stichwahlen an! Das ist die Probe aufs Exempel gewesen. Jede Nummer der„Hilfe" und der„Zeit" predigt, der Feind steht links, nicht rechts. Für den nationalen Socialisnnis fehlen die Garantien, die nur durch gänzliche Umwälzung unsrer heutigen Zustände geschaffen werden können. Die Erfahrung hat gelehrt, daß das Mißtrauen der Arbeiter gegen die Monarchie gerechtfertigt ist. Es ist mir klar ge worden, daß wir theoretisch ebenso antimonarchisch sind, wie es praktisch die Socialdemokratie ist.(Widerspruch.) Eine Massen- bewegung kann nur demokratische Grundtendeuzen haben, d. h. Tendenzen, die auf Beseitigung oder Abringung der monarchischen Gewalt gerichtet sind. Das Buch Naumanns„Demokratie und Kaiser- tum" leidet an einer Unklarheit in diesem Punkte. Ich habe ein- gesehen, der nationale Grundgedanke kann keiir Gegenstand praktischer Politik sein, aus innerer Ueverzeugung zieh« ich die Konsequenz, zur Socialdemokratie überzugehen. Unsre Arbeit, die Zukunft unsres Vereins ist zu Ende. Sie werden eS verstehen, daß Hildebrandt und ich. und manche Einzelne, die nicht gleich in die Oeffentlichkeit treten können, zur Socialdemokratie gehen. Für unS. die wir wirklich die Socialdemokratie ablösen wollten, giebt es keinen andern Weg. Wir müssen in der Socialdemokratie unsre politische Vertretung sehen, das heißt noch nicht, daß jeder von uns ein socialdemokratischer Agitator wird. Viele können ihre» Uebertritt nicht offen erklären. Wir lehnen es deshalb ab, uns als Gruppe zu konstituieren, wir gehen als Ein- zelne. Noch eins: Wir denken nicht daran, unS die Schelle„Bern- stcinisch" von Anfang an um de» Hals zu legen. Wir kommen zu neuen Männern, in neue Verhältnisse. Wir müssen uns erst ein- leben, alles andre wäre Thorheit. Mich trennt manches von Bernstein, womit ich nicht sagen will, daß ich KautSky und Rosa Luxemburg nun mit Haut und Haaren verschlingen will.(Große Heiterkeit.) Ich bitte also auch Naumann, nicht mehr zu sagen, ich wolle den Bcrnsteinschen Flügel stärken. Ich möchte mich noch besonders an die- jcnigen wenden, die den Gedanken des Socialismus nicht aufgeben wollen. Lassen Sie sich von diesem Gedanken nicht abdrängen, von dein Mitarbeiten, dem Mitleben mit der Arbeiterschaft.(Beifall und Zischen.) Dr. Stein- Frankfurt a. M. spricht für Erhaltung der Partei, G e r l a ch stimmt mit Naumann überein, Haupt- Berlin protestiert gegen das Unrecht, den nationalsocialen Arbeitern den Eintritt in die Partei des Großkapitals zuzumuten. Während die Mehrzahl der Redner sich im Sinne Naumanns äußert, erklärt Lenz- Mannheim, er könne als Arbeiter die Fusion nicht gut- heißem CS sei heute so viel von Bürgertum und BildungSschicht ge« redet worden, daß er fast glauben möchte, es sei den Nationalsocialen nicht ernst mit dem Socialismus. Die Arbeiter hätten jetzt gar nichts mehr zu sagen, sie seien vom Vorstand vergewaltigt worden. Dr. Maurenbrecher habe völlig recht. Nationalsocial und monarchistisch seien durchaus nicht untrennbar. Die Monarchie sei nicht die beste Staatsform, man könne auch Nationalismus in einer Republik be- thätigen. Für die Arbeiter gäbe es nur den Weg, den Dr. Mauren- brecher gezeigt habe, den Weg zur Socialdemokratie. Die Mehrzahl der Vertreter beschlossen dann in Gruppensitzungen. dem Vorschlage Naumanns zuzustimmen. Für die Minderheit giebt Erwin Groß nach Wiedereröffnung der Hauptversammlung eine Er- klärung ab. in der den Einzelvereinen die Aufrechterhaltnng ihrer Selbständigkeit und der gegenseitige Zusammenschluß empfohlen wird. Maurenbrecher nimmt Abschied von den bisherigen Partei- genossen. Er verspricht, daß auch nach dem Uebertritt zur Social- demokratie die Worte Vaterlandsliebe und Patriotismus auS seinem Vokabularium nicht verschwinden würden. Gerade die Vaterlandsliebe treibe ihn zur Arbeiterpartei. Wie Fichte und Ernst Moritz Arndt aus Patriotismus Republikaner wurden, so auch er. Wenn er über- Haupt zum Reden kommen sollte, werde er mich in der Socialdemo kratie von Patriotismus reden; diesen Grundsatz seines Charakters werde er nicht verleugnen, sondern lieber gar nicht reden.(Lebhafter Beifall.) Naumann schließt hierauf den Parteitag mit einer kurzen Ansprache, in der er der Befriedigung darüber Ausdruck giebt. daß auch diejenigen, die jetzt andre Wege gehen wie er, beim Auseinander gehen die gemeinsame Grundanschauung hervorgehoben haben, von der alle ausgegangen sind. Er dankt allen Mitarbeitern und er« klärt, daß er das sociale Mitlcben und Mitvcrstehen herübernehme in die Zukunft. Er schließt mit einem Hoch auf das Vaterland und seine nafionalsociale Zukunft. Die Kreiskonferenz des erste» weimarischen Wahlkreises beschloß. gegen die Revisionsbestrebungen einzelner Parteigenossen zu pro- testieren, insbesondere gegen die Begründung, wie die Genossen Bern- stein und v. Vollmar in Bezug auf die Vicepräsidcntensrage Stellung genommen haben. Die Wahlkreisabrcchnung ergab, daß der Wahl- kämpf 6367 M. gekostet hat.— Für den Halleschen Bezirk wurde am Sonntag eine Konferenz von Vertretern aus 23 Ortschaften abgehalten. Es wurde eine festere Organisation mit den Vertretern der Landorte vereinbart.— Für de» Wahlkreis Offenbach-Dieburg fand am Sonntag ein« Kreiskonferenz statt. Im Vordergrunde der Verhandlungen stand der Ausgang der letzten Reichstagswahl. Ein Antrag, der straffe Centralorganisation des ganzen Kreises verlangt, wurde angenommen. AuS dem Bericht der Preßkonimissio» ging hervor, daß sich das „Offenbacher Abendblatt", welches am t. Juli d. I. in Parteibesitz überging, in erfreulicher Entwickelung befindet.— lieber den Parteitag in Dresden sprach Genosse Ulrich, der sich gegen den Vorschlag Bernsteins aussprach, eventuell auch zu Hofe zu gehen, um einen Platz im RcichStagSpräsidium zu erlangen. Eine Kreiskonferenz für Bochum-Gelsenkirchcn nahm eine Resolu- tion an, worin ausgedrückt wird, daß wir Anspruch auf die Besetzung eines Vicepräsidentenpostens erheben, höfische Pflichten jedoch ab- lehnen. Di« Bremer Parteigenossen beantragen beim Parteitag: 1. Parteigenossen dürfen als Redakteure und Mitarbeiter an nicht- locialdemokratischen Blättern nur dann thätig sein, wenn es sich um wissenschaftliche, fachtechnische oder belle- tristische Journal« handelt, die den Kampf gegen die Socialdemokratie vermeiden. 3. Die Vertretung der Wahlkreise auf dem Parteitage soll sich in Zukunft nach der Zahl der bei der vorausgegangenen Reichstagswahl abgegebenen socialdemokratischen Stimmen richten. 3. Den socialdemokratischen Vereinen wird empfohlen, Sammelstelle» einzurichten für alle auf die Reichstag?- Wahlen bezüglichen parteigenössischen und gegnerischen Flugblätter, Zeitungsartikel usw. 4. Die ReichStagSftaktion möge einen Gesetz- cntwurf zur Einführung des Achtstundentages einbringen und mit aller Energie für dessen Realisierung sorgen. 6. Die Maifeier ist in der bisherigen Form beizubehalten. Der foeialdeinokratische W«hlverein für Stettin unterbreitet dem Parteitage folgende Anträge: 1. Unsre Fraktion nimmt das Recht, einen Vicepräsidentenposten zu besetzen, für sich in Anspruch, jedoch ohne andre als geschästsordnungsmäßige Pflichten zu übernehmen. 2. ES ist mit der Ehre eines Parteigenossen nicht vereinbar, an bürgerlichen Blättern mitzuarbeiten. die gehässige Artikel gegen die Socialdemokratie aufnehmen. 3. Ter Parteivorstand wird um eine Borlag« ersucht, welche die Berttetung der Reichstaas-Fraktion ans dem Parteitage neu regelt. 4. Die Fraktion wird ersucht, im Reichstage einen Gesetzentwurs«inzubringen, der das Koalitionsrecht gegen ge- richtliche und polizeiliche Eingriffs sichert. partei-JSaebriebten. Am Grabe Ferdinand Lassalles in Breslau fanden sich Sonntag vormittag Tausende von Parteigenossen ein. Die Demonstration des Wahljahres übertraf die aller vergangenen Jahre. Auch aus den Krmrzlvidmungcn sprach noch die Freude über den Sieg in der Juni- schlacht. Circa 36 große Kränze mit mächtigen roten Schleifen zierten das Erbbegräbnis der Familie Lassalle. Eine neue Erscheinung waren eine Anzahl Blumenspenden ans den Dörfern der Umgegend von Breslau. Außerordentlich zahlreich war das Anfqebot von Schutz- lcnten in Civil und Uniform, zu Fuß und zu Pferde. Auch die Arbeiter aus den Kaiserdeputierten-Fabriken legten Kränze nieder.— Der Parteitag für Ostpreußen wurde am Sonntag in Königsberg abgehalten. Ueber die Reichstagswahlen und die poli- tische Lage sprach Genosse H a a s e. Er sagte u. a.: Mit dem Ausfall der Wahl in Ostpreußen könnten wir durchaus nicht zu- frieden sein, wir hatten mehr erwartet. Es habe sich gezeigt, daß wir nicht weiter so große Sprünge machen können, wie 1893. Wir seien der brutalen Gewalt, mit der die konscrvattven Junker gegen uns kämpften, nicht im gewünschten Maße gewachsen gewesen. Zwei Kreise, Memel und Tilsit, hätten uns zufallen können, wenn sie nicht in der Stichwahl durch die Freisinnigen, getreu ihrer bisherigen Taktik. den Konservattven ausgeliefert worden wären. Daß Königsberg nicht im ersten Wahlgange gewonnen, sei durch die leidige Siegeszuversicht der Königsberger. sowie durch den Umstand, daß dieselben durch die intensive Landagitatton sehr in Anspruch genommen wurden, ver- schuldet. Für die Zukunft werde man seine Lehre daraus zu ziehen haben. Hierauf folgte die Besprechung der preußischen LandtagStvahlen. woriiber wir cm andrer Stelle berichten. Es folgten dann Referate über die Agitation und Organisation in der Provinz. In der sehr regen Diskussion wurde hervorgehoben. daß die Aenderung des Rcichstags-Wahlreglements eher als eine Verschlechterung, denn als eine Verbesserung gewirkt habe. Die Besitzer hätten nach der Wahl gewußt, wie jeder einzelne ihrer Arbeiter gewählt habe, und seien mit Maßregelungen und Chikanen gegen die socialdemokratischen Wähler in der rücksichtslosesten Weise vorgegangen. Es wurde daher auch einem Antrage, der der Fraktion aufgiebt, im Reichstage dafür einzutreten, daß bei späteren Wahlen einheitlich vorgeschriebene, verschlossene Wahlurnen zur Verwendung gelangen müßten, von dem Parteitage zugestimmt. Zum Provinzial- Vertrauensmann wurde wieder Genosse Linde gewählt.—- Eine außerordentliche Landeskonferenz im Großherzogtum Sachsen fand am 30. August in Weimar statt. Zur Annahme gelangte ein am 1. Oktober d. I. in Kraft tretendes Statut für die Landcsorganisation. In Bezug auf die im November stattfindenden Landtagswahlen wurde nach eingehender Debatte beschlossen, in 14 Wahlkreisen s e l b st ä n d i g in den Wahlkampf einzutreten, auch wenn dieselben— was bei vier Kreisen der Fall ist— vom Freisinn vertreten sind.— Ferner wurde beschlossen, den im nächsten Jahre in Amsterdam stattfindenden internationalen Kon- gieß durch den Abgeordneten Baudert zu beschicken. Die Leitung der Landesorganisation bleibt in Apolda.— ür Srund> Jahre stücke Sociales. Di« Zwangsversteigerungen land- und forstwirtschaftlicher Grund» flücke in Preuße» 1901. Im preußischen Staate wurden an Haupt» ächlich zu land- und forstwirtschaftlichen Zwecken dienenden Grund« stücken, deren Besitzer Land- und Forstwirtschaft als Hauptberuf betrieben, abgesehen von den Fällen der Auseinandersetzung und Erb« teilung, zwangsweise versteigert An 100 d» der versteigerten Fläch« waren beteiligt: Betriebe von... ha 2 5 20 50 bis bis bi« bis 5 20 2,0 8,9 2.4 9.7 2.0 8.5 2.2 8.3 1.8 7.7 2,4 11.5 3.2 14.7 2.3 10.9 2.» 11.4 2,5 10.8 Im allgemeinen tritt hiernach im Zeiträume 1802 flachtet mehrfacher Schwankungen eine erhebliche Abnahme der Ge amtzahl und-fläche der versteigerten landwirtschaftlichen Grundstücke hervor. Insbesondere im Berichtsjahre ist gegen 1900 ihre Zahl um 6.3 und ihre Fläche nm 2,9 Proz. zurückgegangen, womit erstere seit Beginn der Erhebung(1886) den Tiefftand erreicht hat, während hinter letzterer nur die Versteigerungsfläche der Jahre 1898 und 1899 zurückbleibt. Was die einzelnen Größenklassen anlangt, so war 1901 wie in den ftüheren Jahren diejenige von 200 Hektar und darüber den: Flächenumfange nach an den Zwangsversteigerungen weitau» am meisten beteiligt, und zwar mit 19 727 Hektar gegen 19 628 im Lorjahre. Immerhin zeigt sich hier bei Vergleichung der Ziffern seit 1897 mit denen der vorangegangenen Jahre eine bedeutende Besserung, welche eine nicht unwesentliche Steigerung des Anteiles der übrigen Gruppen von fünf und mehr Hektar an der versteigerten Gesamtfläche zur Folge gehabt hat. Am ungünstigsten gestaltete sich ün Jahre 1901 das Verhältnis bei der Größenklasse von 100 bis 200 Hektar, von welcher insgesamt 5833 Hettar gegen 4999 im Vorjahre zwangsweise versteigert wurden, wogegen bei derjemgen von 50—100 Hektar die Versteigerungsfläche von 6131 Hettar in, Jahre 1900 auf 4879 im Berichtsjahre sank. St. K. 1892 1893 1894 1895 1896 1897 1898 1899 1900 1901 2299 1998 1566 1834 1517 1691 1411 1210 1238 1207 mit einer Fläche von ha 89 268 69 327 60 287 67 269 64107 47 782 82 727 37 757 42 455 41217 unter 2 0,6 0,7 0,6 0,7 0,6 0,8 1,1 0,7 0,6 0,5 bi« 50 11.0 9,6 10,8 10,7 10,8 14,4 19,2 14.1 13,3 12,3 100 8,4 9,0 8,3 9,9 9,2 13,1 16,1 16,2 14,4 11,8 100 bi« 200 9,1 9,6 11,7 10,7 6,0 14,6 14,0 12,1 11,8 14.2 -1901 900 und mehr 69.9 69.0 63.0 67.6 64.5 43,3 »1.2 44,7 40,2 47.9 un- Letzte JVadmcbtcn und Depefcheii. Köln, 31. August. Die.Köln. VolkS-Ztg." meldet aus Saar- louis: In vergangener Nacht wurde hier ein Unteroffizier des 30. Jnfanterie-RegimentS von einem Wacht- Posten erschossen. Braunschweig, 31. August.(B. H.) In dem benachbarten Schöningen hat eine Wndhose ungeheueren Schaden angerichtet. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, viele Bäume entwurzelt. Brannschweig, 31. August.(B. H.) Am Typhus sind amt- licher Bekanntmachung zufolge in der letzten Woche wiederum drei Kinder verstorben. Bis jetzt rst es noch nicht gelungen, den Infektionsherd festzustellen. Cadix, 31. August.(B. H.) Der östreichische Kreuzer S p e r l a" ist in der Nähe des hiesigen Hafens gesunken. Ein Dampfer der Transatlantischen Gesellschaft rettete elf Mann der Besatzung. Brüssel, 31. August.(», H.) Der socialistische Abgeordnete Hubin in Huy wird am nächsten Dienstag seine Gefängnisstrafe an- treten, zu welcher er wegen Beteiligung an den Aprilunruhen vorigen Jahres verurteilt worden ist. Die Socialisten planen auS diesem Anlaß große Kundgebungen. Koustantinopel, 31. August.(Meldmig de, Wiener Tele- graphen-Korrespondenz-Bureaus.) Mit dem heuttgen Tage wurde der Verkehr mit dem Orient-Exprcßzuge auf der Strecke Konstantinopel—Sofia und mit den: Konventionalzuge auf der Strecke Konstanttnopel— Adrianopel eingestellt. Dieser Zug wird durch einen andern ersetzt, der um 6 Uhr früh hier abgeht. Es ist damit bewirkt, daß der Berkehr dieses Zuges auf der Sttecke Konstantinopel— Mustapha Pascha bei Tage erfolgt. Be rantwortl. Redakteur- Julius Kalis« w verlin. Inseratenteil verantwortlich:«b. Glocke in Berliu. Druck u. Verlag: Vorwärts vuchdmckerei u. VerlagZanstallPauI Singer Sc Co.. Berlin 3 V. Hierzu S Beilage»«.UnterhaltnngSblatt Nr. 203. 20. IahWvg. 1. Srilaof Ks Jotniärtf Inlinci MksdlM Mevstag, 1. September IM. Die Generalversammlung des Central-Mahlvereins für den Kreis Teltom-Ketskow-Storkow-Eharlottenburg fand am 30. August in Köpenick statt. Anwesend waren 73 Delegierte aus 32 Orten sowie 10 Funktionäre des Kreises. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete der Bericht des Mit- gliedes der Agitationskommission, Gen. O b st. Ein eingehenderer Bericht der Agitationskommission wird auf der Provinzialkonferenz erstattet werden; hervorzuheben ist, daß sich das Bedürfnis nach einer festeren Organiiation nach dem Muster des Kreises Teltow- Beeskow auch in andren Kreisen der Provinz herausstellt. Ein Antrag Charlottenburg, der„Märkische Landbote" solle in Zukunft keine geschäftlichen Annoncen mehr aufnehmen, wurde abgelehnt, angenommen wurde dagegen der Antrag Grunwald, nur„einwandfreie Annoncen" aufzunehmen.— Auf Antrag Z u b e i l erklärte sich die Generalversammlung einstimmig gegen die in der Volksversammlung vom' 20. August angenommene Resolution Ihrer(„Vorwärts" Nr. 195 vom 22. August).— Zu Delegierten für die Provinzial-Konferenz wurden K ö st e r- Zehlendorf und G ü h n e- Köpenick gewählt, als Ersatz- mann B ö s k e- Rixdorf. Zum nächsten Punkt der Tagesordnung referierte Z u b e i l über die Reichstagswahlen und den bevorstehenden Parteitag. Lebhaft wandte er sich gegen die akademischen Parteigenossen, der»n Zeit stets zu kostbar sei, wenn es gelte, sich an praktischen Arbeiten zu beteiligen, die aber den Parteigenossen sehr kostbare Zeit durch das Anregen sehr überflüssiger Diskussionen wegnehmen, wie jetzt wieder die Bicepräfidentenftage; hierbei sei Bernstein seiner Ueberzeugung nach nicht allein vorgegangen, sondern er sei der Geschobene. Es sei bedauerlich, dast vielfach die proletarischen Wähler ihre Vertreter gar nicht kennen, da diese nur während der Wahl- zeit in den Kreis kommen und sich dann fünf Jahre nicht uin den Kreis kümmern; nur so sei es erklärlich, daß so mancher Revisionist, der kaum„Genosse" geworden sei, gewählt werde. Weiter wandte sich der Redner dagegen, daß Parteigenossen bürgerliche Blätter der schlimmsten Art wie die„Zukunft" benutzen, um gegen die Partei zu schreiben. Dann ging Redner zu dem positiven Teil der Aufgaben über, die in verstärktem Maße an die durch das Ver- trauen der Wähler vergrößerte Fraktion herantreten und enchfahl, folgende Resolution dem Parteitage zu unterbreiten: „Der Wahlsieg vom 16. Juni verpflichtet die Socialdemokratie zu gesteigerten und vertieften Anstrengungen, um positiven Einfluß auf das Geschick der deutschen Politik zu gewinnen. Nicht nur in der Kritik der herrschenden Klassen und ihrer Politik, nicht nur in der Abwehr der volksfeindlichen Angriffe der Reaktion, auch nicht in der bloßen Verbesserung von Regierungsvorlagen und anregenden Anträgen erschöpft sich unsre Aufgabe. Die socialdemo- kratische Reichstags-Fraktion ist durch das Ver trauen der Wähler zur berufenen Gesetzgeberin des deutschen Volkes geworden. Je mehr die bureau- kratische Regierung für die Interessen der herrschenden Klassen in un- fruchtbarer Flickarbeit oder dreisten und sinnlosen Augriffen wider die im Proletariat sich vollziehende notwendige geschichtliche EntWickelung versteinert, um so größer ist die Pflicht der socialdemokratischcn Reichstagsftaktion. die unermeßliche Schöpferkraft des demokratischen und socialistischen Prineips für d,e aktuelle Gesetzgebung fruchtbar zu machen. Eine solche Thätigkeit erzielt dreierlei: Sie bewirkt nützliche und bedeutsame Reformen, sie deckt die geistige Ann- feligkeit und gehässige Beschränttheit der Sachwalter der kapitalistischen Klassen und ihrer regierenden Agenten auf, sie zeigt endlich die Grenze und die Schranke. wo innerhalb der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung entscheidende Verbesserungen unmöglich werden, und wirkt dadurch auf' klärend über und für das socialdemokratische Programm. Bis zu dieser Grenze und Schranke, von der wir noch weit entfernt sind, zu gehen und alles Mögliche wirklich zu machen, ist unfre Aufgabe ,n der Tagespolitik.— Z u diesem Zwecke und zugleich im Interesse der Stärkung des P a r l a m e n t a r i s- mus selb st wird die socialdemokratische Fraktion beauftragt, in Gestalt von ausgearbeiteten Gesetzentwürfen die wichtigsten Fragen der gegenwärtigen Situation in Angriff zu nehmen. Den emzelnen Gesetzentwürfen sind umfassende Be- gründungen und Denkschriften � beizugeben, und es ist zu veranlaffeu, daß auch diese Begründungen, dem Brauch andrer Parlamente gemäß, in die amtlichen Drucksachen des Reichstages aufgenommen werden; zugleich sollen Reichstags-Drucksachen zu möglichst billigem Preise jedermann zu- gänglich gemacht werden, etwa nach dem Vorgange des„Reichs Arbeitsblattes". Von den Gegenständen, die in erster Linie durch solche positiven, eingehend begründeten socialdemokratischen Gesetz entwürfe zu bearbeiten wären, sind zu nennen: Rcichs-Finanzreform, Arbelterschutz, KoalitionSschutz-Gesetz, systematische Militärreform. Ministerverautwortlichkeit, Reichs-Schulgesetz und Revision des Strafrechts." Gegen diese Resolution wandte B o r ch a r d t ein. sie sei von einer Uebcrschätzung des parlamentarischen Arbeitens diktiert und weise den Mitgliedern der Fraktion Aufgaben zu, durch die sie der Agitation im Lande übermäßig entzogen würden. Die Resolution wurde fast einstimmig angenommen. An der weiteren Diskussion, die sich wesentlich um die Frage der Vicepräsiden tschaft und des Mitarbeitens an bürgerlichen Blättern drehte, beteiligten sich die Genossen Kuickel, Hoffrnann-Nowawes, Köster-Zehlendorf, Konrad» Rixdorf. Böske- Rixdorf, Borchardt-Charlottenburg. Alberty- Charlottenburg, Grunwald-Friedenau. Bezüglich der ersten Frage teilte kein Redner den Standpunkt Bernsteins, ivohl aber hoben mehrere(Borchardt, Konrad, Alberty) hervor, daß die Art und Weise, in welcher die Frage von der Parteipresse behandelt und Bernstein angegriffen worden sei. durchaus nicht am Platze war; besonders bedauerlich sei, daß ein Mitglied des Parteivorstandes Hieralis den An- laß genommen habe, zu erklären, es sei an der Zeit, sich zu trennen; denn darauf laufe Bebels Erklärung in Nr. 196 des„Vorwärts" hinaus. Dem gegenüber betonte namentlich Grunwald, daß man in der That auf den vergangenen Parteitagen Komödie gespielt habe, in- sofern Beschlüsse gefaßt seien, um die thatsächlich vorhandenen Gegen- sätze zu verkleistern. Unter Ablehnung einer von Borchardt beanftagten Resolution, die das Bedauern über Bebels Erklärung, die eine sachliche Aus- spräche zu erschweren geeignet sei. zum Ausdruck brachte, wurde die nachstehende von Grunwald eingebrachte Resolution gegen eine Stimme angenommen. Die Generalversammlung erklärt zur sogenannten Bicepräsidentenfrage, daß die Fraktion selbstverständlich gemäß ihrem Stärkeverhältnis die Vertretung im Präsidium des Reichstages zu fordern hat. daß sie aber ebenso selbstverständlich diese Vertretung abzulehnen hat, wenn damit sogenannte höfische, außerhalb Verfassung und Geschäftsordnung des Reichstages liegende Verpflichtungen für ihren Vertreter verbunden werden. Die Generalversammlung erklärt zugleich ihr ausdrückliches und schärfftes Mißfallen darüber, wie diese Frage von einigen Parteigenossen dazu benutzt worden ist, die alten und siegreichen prolerarisch-revolutionären Grundsätze und taktischen Maßnahmen der Partei erneut zu unterwühlen. In Sachen der Mitarbeiterschast an bürgerlichen Blättern be- antragte Borchardt eine Resolution dahingehend, daß diese Frage sich allgemein überhaupt nicht regeln lasse. Sflif Antrag Eberhardts schloß sich aber die Versammlung der Meinungsäußerung des Partei- Vorstandes vom 2. März an. Weiter gelangte zur Annahme ein Antrag Charlotten- bürg, den Preis für den Arbeiter-Notizkalender von 0,60 M. auf 0,60 M. herabzusetzen, ebenso ein Antrag Schmargendorf- N o w a w e s, zu erwägen, ob nicht die„Neue Welt" auf besseres Papier gedruckt werden könnte, damit die Illustrationen besser aus- geführt erscheinen, sowie auch größere Sorgfalt auf die Ausführung und Motive der März- und Mai-Zeitung zu verwenden; abgelehnt dagegen wurde ein Antrag Schmargendorf, daß die„Neue Welt" auch nationalökonomische Aufsätze bringen solle. Femer wurde beschlossen, der Parteitag möge die Fraktion beauftragen, dahin zu wirken, daß die Reichstagswahlen künftig Sonntags stattfinden, und der Parteivorstand soll beauftragt werden, einen Entwurf zur Neuregelung der Vertretung der Fraktion auf den Parteitagen vorzulegen. Ein Antrag Schöneverg, den Parteitag zwischen Weihnachten und Neujahr stattfinden zu lassen, wurde abgelehnt, ebenso ein An trag Schöneberg auf Verbilligung des„Vorwärts" mit 35 gegen 31 Sttmmen. Ein Anttag Wollermann auf Ausarbeitung eines um- fassenden Fragebogens, um eine Uebersicht über die Parteithätigkeit an den einzelnen Orten zu gewinnen, sowie ein Antrag Schmargendorf auf beschleunigte Verteilung des Agitations- Materials an die Vereine wurden dem Centralvorstand überwiesen. Ein Antrag Baumschulenweg, zum Parteitage nur zwei Delegierte zu entsenden, wurde abgelehnt; zu Delegierten für den Parteitag wurden P i e l e ck e- Johannisthal, Meiling- Schöneberg und Hofsmann- Nowawes gewD�t. Die Angelegenheit Meier, der gegen seinen vom Centtal- vorstand bestättgten Ausschluß»muS dem Wahlverein Wilmersdorf Berufung eingelegt hat, wurde einer Kommission von acht Mitgliedern zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. Bis zu endgülttger Entscheidung ist Meier, wie ausdrücklich betont wurde, als Partei' genösse zu betrachten._ Die Krtiskonftren; für Ulederbarmm tagte am Sonnabend, den 29. August, zu Rumnielsburg im Restaurant Bellevue. Zunächst wählte mau in das Landtags- Wahlkomitee die Genossen Taubmann, Freiwaldt und Stadthagen. Den Bericht und die Abrechnung von der RcichstagSwahl gab dann der Kreis- Vcrttauensmann Freiwaldt. Er konnte feststellen, daß der Kreis Mederbarnim eine Hochburg der Socialdemokratie ge- worden sei, die der Partei nicht mehr entrissen werden könne. Aus der Abrechnung ist hervorzuheben: Das Ccntral-Wahlkomitee nahm aus Listensammlungen im ganzen Kreise 3340,40 M. ein und gab 2800,16 M. aus, so daß 540,24 M. verblieben. Die einzelnen Bezirke des Kreises gaben außerdem noch für Wahlzwecke insgesamt 4452,68 M. aus, die durch Tellersammlungen sowie Zuwendungen einzelner Personen ,»id Vereine aufgebracht wurden. Die Wahl kostete also dem Kreise insgesamt 7252,68 M.— Die Stimmen' zahl hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt.— Die Konferenz erteilte einstimmig dem Central-Wahlkomitee Decharge. Zur Provinzialkonferenz nahm Taubmann als Mitglied der AgitattonSkommission das Wort. Er gab einen kurzen Ueberblick über die Tagesordnung des Provinzialtages und wandte sich energisch gegen den von Fraukfurt-Lebns gestellten Antrag, daß die Mitglieder der Agitattonskommission nicht mehr von den Genossen Berlins und der Umgegend allein gewählt werden sollen, fondern unter Mit- Wirkung der verschiedenen Provinzkreise. Das sei ein Ding der Unmöglichkeit; auch wäre zu berücksichtigen, daß die Kommission ihre Mittel aus Berlin und der Umgebung beziehe. Ganz ungerecht' fertigt sei der Vorwurf, die Kommission sei schuld daran, daß die Stimmenzahl nicht noch mehr in der Provinz gewachsen sei. Die bisherige Art der Zusammensetzung der Kommission müsse bei- behalten bleiben.•— Röske will nicht die Geldfrage betonen, meint aber, der Vorschlag von Frankfurt-Lebus scheitere schon an der Schwierigkeit, eme Agitationskommission zusammenzubringen, deren Mitglieder über die ganze Provinz zerstreut seien.— Diesen Ausführungen widersprach niemand, so daß sie als Meinung der Konferenz gelten. Diese delegierte zum Provinzialtag die Genossen Röske, Oelking und E i ch l e r. Den Parteitag in Dresden betraf der nächste Punkt der Tages Ordnung. Der Vorsitzende Freiwaldt erklärt einleitend, der Parteitag, dessen Tagesordnung im allgemeinen eine rein geschästs mäßige«ei. müsse nach den bekannten Vorgängen unzweifelhaft zur Vicepräsidentenfrage Stellung nehmen. Es müsie endlich einmal den Possibilisten eine gründliche Antwort auf ihr Gebahren gegeben werden. Seit einer Reihe von Jahren suchten eine Anzahl Genossen unsre Takttk in andre Bahnen zu bringen, sie immer mehr nach rechts zu lenken. Dagegen habe man sich zu wenden. Auch mit der Frage der Mitarbeit an bürgerlichen Blättern müsse man sich beschäftigen, sowie mit der Maifeier-Frage, welche von Jahr zu Jahr, er möchte sagen, versumpfe.— Grauer: Nicht nur gegen die Possibilisten von rechts, sondern auch gegen die von mehr links müsse man sich wenden. Redner nimmt Bezug auf die bekannte» Ausführungen des Genossen Dr. Friedeberg, der sich über das Verlorengehen des revolutionären Wesens und des Opfermutes in der Partei beklage und Thesen aufstelle(Geueralstteiks- Frage), die im Nahmen der socialdemottattschen Bewegung nicht denkbar sein könnten. Wenn man angesichts des Sieges vom 16. Juni und der gezeigten Opferftendigkeit behaupte, die Partei fei auf dem besten Wege, zu versimpeln, so sei das doch gehörig übers Ziel hinausgeschossen. Dadurch könne man nur Verwirrung m unsren Reihen hervorrufen.— Schumann hebt hervor, daß man im Auslande mit dem General- streik Erfahrungen gemacht habe, die nicht zur Nacheiferung anregen könnten.— Schulz betrachtet Friedeberg als eine vereinzelte Er- scheinung, so daß von dieser Seite nichts zu befürchten Iväre.— Huhn hat das Empfinden, daß Friedeberg etwas mißverstanden sei. Beim Fortschreiten unsrer Bewegung kämen eben Parteigenossen zu der Frage: Wenn uns nun das Wahlrecht genommen wird, was dann? Friede- berg habe wohl auch nicht den Generalstreik propagieren wollen; er sage nur:„Was gedenkt Ihr zu thun. wenn man uns unsre Rechte nimmt? Welche Mittel giebt es da? Beschäfttgt Euch mit dieser Frage."— Grauer bleibt dabei, daß Friedeberg zweifelsohne auf dem Standpunkt stehe, daß es Sache der Socialdemottatte sei, sich mit der Idee des Generalstteiks zu befteunden. Redner wolle sich nur gegen alle Auswüchse wenden, gleich- viel ob sie von rechrs oder von links kämen. Der General- streik müsse innner— die Veranlassung sei gleichgültig— einen Rückschlag für die ganze Bewegung bringen.— P i n s e l e r ist der Meinung, daß die Akademiker zu viel hervorttäten; die Arbeiter könnten durch die Vicepräsidentenfrage gar nicht so sehr aufgeregt werden.— Schumann: Es wäre an der Zeit, die Akademiker, die aus dem bürgerlichen Lager zu unS kämen, zunächst einmal als gemeine Soldaten einzustellen und sie von der Pieke an dienen zu lassen. Dann würde manches unterbleiben. Wenn von einer eventuellen Wahlcntrechtung gesprochen werde, so sei Redner doch der Meinung, daß wir geradezu Esel wären, jetzt schon zu sagen, was wir dann thun wollten.— Grauer: Einen künstlichen Gegensatz zwischen Akademikern und andren Ge- nassen sollte man nicht schaffen. Gefährlich sei nur. daß eine Reihe gebildeter Genossen Dinge auf die Tagesordnung brächten, die gar nicht akut seien, von denen die große Masse gar nichts hören wolle. Genosse Lernstein habe genau gewußt, daß die von ihm aufgerollte Frage eine Frage der Takttk sei, die in den Kreisen diskuttert werden müsse, die darüber zu entscheiden hätten. Auch bei Göhre müffe man rügen, daß er nach seinem Siege gleich die Frage aufrolle, ob und in welchen, Sinne man sich mit der Monarchle abfinden könnte.— Nun zur S ch r i ftste l l e r fr a g e. Wenn die Schriftsteller be- haupteten, daß innerhalb des Rahmens der Partei nicht genug Platz sei für die Verwertung ihrer Arbeitskraft, so wüßten das die meisten Genossen, und dagegen sei wenig zu sagen. Aber was zu rügen wäre, das sei, daß diese Schrift- steller ihre Meinung über Varteiftagen in bürgersichen Blättern ab- lagerten, Ivo die Parteigenossen sie nicht verfolgen könnten. Von den Schriftstellern sei zu verlangen: Wollt ihr Parteifragen er- örtern, dann thut es bei den maßgebenden Instanzen oder in den Organen, die uns zur Verfügung stehen, lind die ständig an bürger- lichen Blätten, thätigen Genossen— Redner verweist auf G. Bern« hard und dessen Reden zu der Frage— könne man nicht durch ein Verttauensamt in eine hervorragende Stelle setzen, weil die Agitation gegen die bürgerliche Presse dadurch erschwert würde. Von einer Degradatton könne nicht die Rede sein.— Sonnenbura warnt ebenfalls vor Schaffung eines künstlichen Gegensatzes zwischen dem Geistesproletariat und dem Proletariat der schwieligen Faust. Die gegen Bernstein seit Wochen entfachte Erregung könne er nicht teilen. Man sage, Bernstein hätte die Angelegenheit einfach der Fraktton überlassen sollen. Ja, wer wähle denn die? Hätten nicht die Parteigenossen des Deutschen Reiches mitzubestimmen bei Entscheidung solcher Fragen? Es wäre nicht demokratisch, nur den 81 Gewählten ein Bestimmungsrecht darüber zu lassen. Es wäre einfach Bernsteins gutes Recht, wenn er die Frage des Vicepräsidenten öffentlich aufwarf. Es werde Bernstein vorgeworfen, der Lehre anzuhängen, das Möglächst-Mbglichste zu erreichen. Ja, was sei denn unier ganzer Parlamentarismus? Er sei nicht Selbstzweck, sei possibilisttsch, bezwecke das Möglichst- Mögliche zu erreichen, selbstverständlich mit der Verwirklichung des Socialismns als Endziel. Auch seien wir nicht Dogmatittr, sondern eine Partei des Fortschritts. Alles müsse der Kritik unterzogen, jede Frage müsse diskutiert werden können, sobald aber der Feind uns gegenüberstehe, in dem Augenblick schlagen wir ihn. Der einzige Fehler bei Bernstein sei, daß er den Parlamentarismus überschätze. Selbstverständlich könnten und würden wir den Vicepräsidenteusitz verlangen, auf einen Besuch im kaiserlichen Schloß könnten wir als Republikaner uns aber nicht einlassen. Das Mißttanen sei eine Tugend, die wir uns allerdings bewahren sollten; indessen sei es nicht am Platze, sich gleich aufzuregen, wenn ein Genosse mal abweichende Anschauungen zum besten gebe oder Anregungen bringe.— Schuhmacher erflärt sich gegen das viele Gerede von PossibilisinuS und versimpelnden Bestrebungen. Wir hätten schon manchmal unsre Takttk geändert. Gelviß hätten bestimmte Instanzen darüber zu entscheiden, aber die große Masse habe mitzusprechen. Die so- genannten Revisionisten hätten doch übrigens auch immer das Gute lür die Partei im Auge, man müsse ihnen nicht gleich immer die Parteigenossenschast aberkennen wollen.— Dem Genossen Bernhard, der Handels redatteur bei einem Blatte sei, könne er es gar nicht verdenken, wenn er nicht schon deshalb ein Parteigenosse zweiter Güte sein wolle.— Ueber den Zustrom von Akademikern freue er sich, aber den Parteigenossen mache er den Vorwurf, daß sie einen Unterschied machteir zwischen ihnen und den Arbeitern. Warum greife man immer zu den Akademikern zuerst und nicht zu den tüchtigen Genossen aus Arbeitertteisen.— Schumann konstatiert, daß er nicht habe sagen wollen, daß sich die Akademiker keine Verdienste ums Proletariat erwürben. Man sollte aber vor der Vergebung von Aemtern sie sich erst näher ansehen.— Berget findet am gefährlichsten die Strömung in der Partei, die die Vicepräsidenten- Frage zunächst der Fraktion überweise, denn diese Strömung führe zur Knebelung der Gedankenfreiheit. Was gegen die Akademiker gesagt sei, müsse zurückgewiesen werden.— Schulz: Die Vicepräsidenten- Stelle sei zu fordern. so lange man sich dadurch nichts vergebe. Ueber die Akademiker in unsren Reihen freue er sich, aber sie sollten sich auch immer erst die Sporen verdienen. Was das schriftstellerische Arbeiten an bürgerlichen Blättern betreffe, so gebe es m der Partei eine ganze Menge Posten, wo Schriftsteller eine bescheidene Existenz finden könnten. Dort könnten jene Akadennker hineingehen und ar- betten.— Kubich: Wir haben keine Ursache, Bernstein das Recht zu nehmen, zur großen Masse zu sprechen. Die Vicepräsidentenfrage selbst werde sich schon dadurch erledigen, daß man der Partei den Posten gar nicht einräumen werde. Bezüglich der Schriftsteller meint Redner, man müsse sich dagegen wehren, daß bürger- liche Blätter durch Arttkel bekannter Socialisten interessant gemacht würden.— John findet bei Grauer und andren eine ge- wisse Aengstlichkeit gegenüber Rechts und Links, die nicht am Platze sei. So schlimm lägen die Dinge nicht. In vielen Punkten müsse er Sonnenburg unterstützen. Die Schriftsteller dürsten nicht zu Genossen zweiter Klasse degradiert werden, so lange sie nichts gegen unS in bürgerlichen Blättern thäten.—Röske erblickt keine Gefahr darin, wenn ein Handelsredatteur der„Morgenpost" in der Partei eine Rolle spiele.—Schüler rügt, daß die Akademiker verherrlicht würden, sobald sie m unsren Versammlungen aufträten.— Nachdem Grauer und Sonnenburg noch einmal ihren Standpunkt vertreten hatten, bemerkte Freiwaldt: Wenn die bürgerlichen Parteien bei Vergebung der Vicepräsidentenstelle fordern sollten, daß wir den Kotau machen vor einer Stelle, die uns so scharf als möglich bekämpft, dann werde die Fraktion das einstimmig ablehnen, und auch der Parteitag werde es thun müssen. Und wenn Bernstein immer wieder solche Fragen aufrolle, dann müsse gesagt werden: Bis hierher und nicht weiter! Immer vorm Parteitag gebe es was Neues. Wenn nicht Bernstein, dann sei eS Heine oder ei» andrer. Bernhard möge Handelsartikel für die bürgerliche Presse schreiben, so viel er wolle, nicht aber kritische Artikel über die Socialdemokratie für die„Zukunft", die von Arbeitern nicht gelesen werde. Folgender Antrag, gegen den niemand stimmte, soll dem Parteitag unterbreitet werden: „Die Versammelten erklären sich entschieden gegen die Be- strebungen einzelner Parteigenossen, welche dahin gehen, die Partei von ihrer bewährten Kampfesweise abzubringen und durch Kon- zessionen an die bürgerlichen Parteien anscheinende Erfolge zu er- ringen, die sich sicher als Scheinerfolge erweisen werden. Die Kreis« kvnferenz spricht weiter die Erwarttmg aus, daß der Parteitag ent- schieden Stellung nehmen werde gegen diejenigen Parteigenossen, die es mit ihrer Parteigenossenschaft vereinbar halten, ihre Geistes- erzeugnisse in bürgerlichen Blättern niederzulegen, die der Konttolle der Partei nicht unterstehen beziehungsweise von den Parteigenossen nicht verfolgt werden können. Die Konferenz erwartet, daß un- zweifelhaft ausgesprochen wird, daß solche Genossen für Vertrauens« ftellungen innerhalb der Partei nicht in Frage kommen können." Nach einer Diskussion über die würdigste Art der Maifeier wurde beschlossen, denr Parteitag folgenden Antrag zu unterbreiten: „Die Maifeier soll mehr als bisher in den Vordergrund gerückt werden. Die Feier hat am 1. Mai zu erfolgen." Anträge auf Verbilligung des„Vorwärts" und auf Wegfall der Extranummer am Mittag des 2. Mai wurden abgelehnt. Als Delegierte zum Parteitage wurden die Genossen S ch u« mann- Weißensee, Freiwaldt- Pankow und Welk- Lichtenberg gewählt. Unter.Freisangelegenheiten" kam die Beteiligung der Frauen an der Parteiarbeit sowie ihr Recht, Delegierte zu wählen, zur Sprache. Das Kreisstatut macht die Teilnahme der Frauen an Kreis- konferenzen sowie an den Wahlen zu solchen u. a. abhängig von der dauernden Unterstützung der Partei durch Geldmittel. Anläßlich eines bestimmten Falles haben nun die Parteigenossen den Begriff der dauernden Unterstützung der Partei dahin ausgelegt, daß voll- berechttgte Genossin nur ist, wer eine Parteikarte hat und ständig darauf zahlt.— Die beteiligten Genossinnen vertreten dagegen den Standpunkt, fie seien vollberechttgt, weil sie den bestehenden Frauen« vereinen angehören, dem Frauen-Wahlverein während seines Be« stehens angehörten und dadurch sowie durch Beteiligung an Samm« lungen die Partei unterstützt hätten.— Freiwaldt sprach hierüber. vertrat den Standpunkt der Genossen und protestierte gegen die in '■rauenversammlungen vorgenommene Wahl der Frau Jung zum iarteitag und der Frau Llebermann zur Provinzialkonferenz, weil beim Zustandekommen der Versammlungen und Wahlen nicht die erwähnten und andre Bestimmungen des Organisationsstatuts des Streifes, das fich an das der Partei anlehne, beachtet worden seien.[ Frau Jung selbst habe sich erst einen Tag vor ihrer Wahl durch Entnahme einer Karte als Parteimitglied im Kreise organisiert. Die als Gäste anwesenden Genossinnen, Frauen Jung, Verfammlungen. D. Ja. Juriftifcher Teil. beim Tode Vorhandene ohne Rücksicht wann es erworben wurde. 9. Rein. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends 10. Der Führer" genügt. 11. Ja: Auf Grund der Vermittelung. bon 7 bis 92 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. 12. Nein: Sie können auf Herabsehung auf das Angemeffene flagen. wäre die E. S. S. 1. Körperliche Fehler. 2. Ja. 3. Fragen Sie auf dem Für Beschwerden Nürnberger Polizeibehörde zuständig. P. 38. Der Wirt hat ein gesetzliches Zurüdbehaltungsrecht. Ber Liebermann, Wichmann u. a., stellten ihre oben schon Bezirkskommando an. F. Soweit ohne Einsicht in den Vertrag ereinbaren Sie mit ihm, welche Sachen Sie entfernen können. Geht er stizzierte Auffassung der Freiwaldts und andrer auch dazu sprechender sichtlich, ist er in vollem Umfange für die Stontrahenten rechtsverbindlich. Genossen entgegen und betonten, daß sie längst Karten entnommen latow 1. Eine Klage wäre erfolgreich. Denunziant. Als Zeuge ja. hierauf nicht ein, so machen Sie Ihr Recht zur Mitnahme der unentbehr. Ein Zeuge, der sicher gehen will, wegen seiner unerheblichen Borstrafen lichen Sachen im Wege der Widerklage geltend. Duffel. Ihre Schwester haben würden, wenn jemals darauf Wert gelegt worden wäre. nicht befragt zu werden, ersucht vor dem Termin das Gericht, nach den soll sich mit einer Beschwerde an das Vormundschaftsgericht wenden. Gegen drei Stimmen beschloß die Konferenz, das Bureau zu be- Strafen, die er angiebt, nicht befragt zu werden. A. M. 76. Für C. 18. Möblierte Zimmermieter" haben bis am 15. zum Erften, auftragen, Protest einzulegen gegen das Zustandekommen der sechs Wochen hat der Bauer voll aufzukommen. 2. 1000. Den Stief- nicht umgekehrt zu kündigen. In derselben Weise ist ihnen zu kündigen. Frauenmandate. tindern stehen gegen die Stiefmutter Erbansprüche nicht zu. A. B. 23, 3. E. Sie haben das Recht, sich an das Vormundschaftsgericht zu wenden. F. S. 25. Nein. Dann schloß die Konferenz mit einem Hoch auf die Partei. - A. W. 500. Ihrer Frau steht ein H. D. 36. Leider liegt in dem von Ihnen Vor- Für die Schulden haften Sie nicht. Franz Bohm, B. K. 22. Ja. getragenen kein Grund zur Ehescheidung. Sie können nur durch Güte und solcher Anspruch nicht zu. Wahl Nachsicht suchen, Ihre Frau zu bessern. S. A. 1880. Nicht der Arbeit- 1903. Sie sind nicht wahlberechtigt. H. N. 101. Ohne Einsicht in geber, sondern der Verunglückte muß den Anspruch auf Rente innerhalb den Bertrag sind auf diesen bezügliche Fragen nicht zu beantworten. zwei Jahren geltend machen, weil sonst Verjährung eintritt. Bezüglich des Sprechen Sie mit dem Vertrag in der juristischen Sprechstunde vor. sechs Jahre zurückliegenden Unfalls ist Verjährung eingetreten. P. 2. 1. Berufung wäre aussichtslos. 2. Leider giebt es solche Anstalten aufgehoben. Nur bei Subhastationen steht dem Ersteher ein Recht auf vor- 5. Anbringen lassen und gegen den Thäter auf Unterlassung der BefitFahne 53. 1. Nein. 2. Ja. 3. Nur den Thäter. 4. Ja. A. G. Durch Verkauf eines Grundstücs wird der Miethsvertrag nicht nicht. zeitige Sündigung zu. Heinrich Senf. Benden Sie Verjährung ein störung klagen. M. D. 18. Sie müßten auf Rückgabe oder Zahlung Klagen. und verlangen die etwa bereits beigetriebenen Steuern zurüd. V. R. 73. Beim Auszuge. J. G. Schroda. Soweit ersichtlich, haben Sie lediglich Marktpreise von Berlin am 29. August 1903 ein Privathaus erbauen lassen. Trifft diese Annahme zu, so sind sie nicht nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. unfallversicherungspflichtig und müßten beim Reichs- Versicherungsamt Be-* Weizen, gut D.- Ctr.| 16,20 16,18 Startoffeln, neue D.- Ctr. 5. S. 150. Goldberg: die Namen der Rechtsanwalte schwerde einlegen. 16,16 16,14 fennen wir nicht. gering N. B., Nixdorf. Nein. Ein Kaufvertrag über ein 16,12 16,10 Grundstüd ist nur dann giltig, wenn er gerichtlich oder notariell abge-* Roggen, gut 13,25 13,23 schlossen ist. M. K. 27. 1. Die Rechte sind nicht gesetzlich festgelegt. 13,21 13,10 2. Nein. K. S. Die Klage kann ihren gerichtlichen Gang gehen. 13,17 13,15 Sie müßten sich nach Empfang derselben gegen dieselbe verteidigen. Ihr Nichterscheinen por dem Schiedsmann ist einflußlos. Stendal H. D. Zu einer Aenderung des Kirchenbuchs durch Ausstreichung Ihres Namens als Bathe ist der Pfarrer nicht berechtigt, auch wenn Sie ihre Taufgebühren für Ihre Minder nicht gezahlt haben. Legen Sie Beschwerde bei der Regierung ein und beantragen Sie bei der StaatsFünf Genoffen. Die Beschädigung der Marmorfiguren in der Sieges- anwaltschaft Bestrafung wegen Fälschung einer öffentlichen Urkunde. Allee wurde am 22. Oftober 1899 verübt. Ueber die Thäter ist bis jekt R. S. Soweit ohne mündliche Rüdsprache ersichtlich, ist die Klage aus- Heu nichts bekannt geworden. F. G. H. Solche Gießerei können wir leider fichtslos. Erbsen M. N. F. 1. Ja. 2. Vor einer eventuellen zweiten Heirat nicht nachweisen. Nicht als Hühnerfutter. Trotzdem gesund und schmackhaft oder bei Volljährigkeit der Kinder sofort. 3. Jawohl ein wechselseitiges Speisebohnen in andrer Gestalt, z. Beispiel als Maismehl, Mondamin 2c. Wettende. Testament. 4. Nein. 5. Nach dem Gesamtvermögen. 6. Ja: das Pflichtteil Linsen Ja. 2. 50. Fragen Sie an bei Eugen Simanowski, N. Hochstr. 46.| beträgt die Hälfte der gesetzlichen Portion. 7. und 8. Die Erben erben das Der Interessen- Verein der Kistenmacher beschäftigte sich in einer um 24. d. M. abgehaltenen Versammlung mit dem sechsten Kongreß der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften. Juckel, welcher referierte, hob besonders hervor, daß für uns hauptsächlich der Punkt betr. die Einigungsverhandlungen in Betracht käme. Würde jedoch feine Einigung erzielt, so müßten wir dem Beschluß unsrer General bersammlung nachkommen und die Urabstimmung über den Anschluß an den Holzarbeiter- Verband vornehmen lassen. Nach einer kurzen Debatte wurde Juckel als Delegierter gewählt. Der Obmann der Lohnkommission teilte mit, daß die Kollegen einer größeren Werkstelle, ohne in den Streit zu treten, eine kleine Lohnaufbesserung errungen haben. Briefkaften der Redaktion. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 1. September. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Goldfische. Neues Operntheater. tadett. Der SeeWesten. Alt- Heidelberg. Deutsches. Kollege Crampton. Leffing. Geschwister Lemke. Neues. Belleas und Melisande. Thalia. Der Hochtourist. Anfang 8 Uhr: Liederspielhaus( Kroll.) Lieder spiele und Idyllen. Bision nach dem Balle. Schiller O.( Wallner- Theater.) Was ihr wollt. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) 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Puhlmanns Vaudeville-Theater, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Konzert-, Theater- u. SpecialitätenVorstellung Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Böhme, Böck mann, Blättner, Schrader u. Eberino jr.) Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferst. 71. Hermann Imbs. Täglich: m.völlig neuem KünstlerpersonalGr. Konzert, Theater finden noch Mittwochs, Sonntags 1. Montagsftatt. Im Prachtsaale: Gr. Ball. Die Kaffeeküche ist geöffnet von 2 bis 6 Uhr. Anfang 5 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Mittwoch, den 16.d.: Letzte Borstellg. Mittwochs: Elite- Tag. Sonntags: Gala- Vorstellung. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Heute geschloffen. Sonnabend, den 5. September cr.: Eröffnung der Wintersaison. Das forsthaus von Charlotte Birch- Pfeiffer. und SpecialitätenVorstellung. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Meranderftr. Täglich: Franz Sobanski und das vollständig neue Artistenpersonal. Außerdem: Die weiße Dame. Mittw., Sonnab., Sonntag: Tanz. Anf. 28 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Kopfläuset Brut ver Unschädlich. Erfolg überraschend. In Drogerien 50 Pfg sofort d „ Puffi“ Central- Verband der Maurer Deutschlands. Zahlstelle Charlottenburg, Dienstag, den 1. September, abends 8%, Uhr, im kleinen Saale des„ Volkshauses", Rosinenstraße 3: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Beifizer zum Gewerbegericht. 2. Regelung der Gehalts frage der Verbands- Angestellten. 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Der wichtigen Tages- Ordnung wegen wird das Erscheinen sämtlicher Kollegen erwartet. 144/2 Mit tollegialem Gruß Die örtliche Verwaltung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Orchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaiser- Saal: Tanz. Vereine! Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Deutscher Holzarbeiter- Verband. Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 2. September, abends 8½ Uhr: Zwei Mitglieder- Versammlungen 132 bei Wernau, Schwedterstr. 23/24. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Fritz Kater:" Ziele und Bedeutung der Socialdemokratie." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Märkischer Hof, Admiralstr. 18c: 1. Vortrag des Genossen Jonni Hinrichsen:" Die Geschichte der Säle mit Bühne zu Festlich englischen Chartistenbewegung." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. keiten u. Versammlungen. Habe 131/1 noch Sonnabende und Sonntage zu vergeben. 24322* Neues Klubhaus, Kommandantenstrasse 72. 5½ Pfund Brot 50 Pf. Der Vorstand. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 2. September 1903, abends 8% Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen. > bei Herrn Raabe, Wedding und Gesundbrunnen: Rolbergerstraße 23. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission und der Vertrauensmänner. 2. Verbands- und Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Wohnung des Obmannes Albert Manske ist Neue Hochstraße 35. ste ift 9 Verband der Möbelpolierer. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: Morgen abend 8 Uhr, Engel- Ufer 15: Wernau, 23/24. Tagesordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Verbands- Angelegenheiten. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Backware Versammlung fämtl. Vertrauensmänner. Osten u. Nordosten: bei Mann, Straußbergerſtr. 3. 6 Stück für 10 Pf. Albrechts Bäckereien:* Wrangelstraße 9, Krautstraße 19, Falckensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. Markthalle Püdlerstr., Stand 222/23. Markthalle Andreasstr., Stand 16/18. Künſtl. Zähne, tadellose Ausführung von 3 M. an, Plomben von 2 M. an Max Guckel, Lausitzer Platz 2. Borzeiger dieses erhält: 4 M. Er mäßigung bei Auftrag von 20,00 M., unter 20 M. 2 M. 20512* US Teilzahlung gestattet. Charlottenburg. Tages Ordnung: = Tagesordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Werkstatt- Angelegen 1. Bericht der Kommission über die Differenzen in den Werkstellen. Heiten. 3. Verbands- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch nebst Karte kein Eintritt. 2. Bericht der Vertrauensmänner. 3. Verschiedenes. Nach dem Beſchluß der letzten Bersammlung müssen die tollegen Südosten: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95. pünktlich erscheinen, widrigenfalls die Karte nicht abgestempelt wird. 147/4 Der Vorstand. Kranken- und Sterbekaffe der Tabakarbeiter Berlins. ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 88)( früherer Medizinalverein). Freitag, den 4. September 1903, abends 82 Uhr, bei Feind, Weinstraße Nr. 11: Tagesordnung: 1. Werkstatt- Angelegenheit. 2. Verschiedenes. Süden: bei Doberstein, Wafferthorstr. 68. Tagesordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Verschiedenes. Oeffentliche Mitgliederversammlung. Süd- Westen und Westen: in Habels Branerei, Zages Ordnung: Vorlegung des seitens des Ministeriums genehmigten neuen Statuts. Aufnahme von neuen Mitgliedern sowie Bekanntgebung hierauf bezüglicher Maßnahmen. Laut Borstandsbeschluß tritt das neue Statut mit dem 1. September cr. in Kraft und wird die Altersgrenze bis inkl. 30. September cr. aufgehoben. Zu dieser öffentlichen Versammlung haben die Tabatarbeiter Berlins und der näheren Umgebung Zutritt. 187/10 Der Vorstand. J. A.: Karl Butry, Stralsunderstr. 41. F. Kunstmann Arbeitervertreter- Verein Berlin. Wallstr. 1. Uhrmacher und Goldarbeiter. Grosses Lager, billige. Preise.-Reparaturen schnell, billigst.* Gardinen- Reste Ausverkauf 500 bis 1000 Reste spottbillig um zu räumen. Grüner Weg 80, parterre Eingang Bruno Güther. v. Flur. Verfallene Pfänder! Goldsachen wie Brillanten jeder Art, gold. u. filb. Damen: wie Herren ühren, Stetten, Ringe, sauber u. schön, Donnerstag, den 3. September, abends 8, Uhr, im Gewerkschafts: hause, Engel- Ufer Nr. 15: Versammlung. Tages Ordnung: 19 1. Das rigorose Vorgehen der Berufsgenossenschaften auf Grund des § 88 des Unfallversicherungs- Gesetzes und die Stellung des Reichs- Verficherungsamts dazu. Referent: Sollege A. Dähne. 2. Beschlußfassung über die Einführung des„ Correspondenzblattes" und der„ KrankenkassenBeitung". 3. Verschiebenes.- Gäfte willkommen. 55/10 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: F. Pieschel, Gartenstr. 51. Partei- Speditionen: Berlin zweiter Wahlkreis: Hermann Werner, Mittenwalder Rari Bergmannstr. 5-7. Am Freitag, den 25. August, abends 8 Uhr, entschlief sanft, nach langem schweren Leiden mein innigstgeliebter Mann, der Puher August Imm im 58. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an Die trauernde Wittwe: Pauline Imm geb. Wollenberg. Die Beerdigung findet am Dienstag, 1. September, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Fehrbellinerstr. 88, nach dem Zionsfirchhof, Nieder- Schönhausen, aus statt. 24712 Todes- Anzeige. Am 29. August verstarb unser langjähriger Kollege Wilhelm Kroetzsch 12553 am im 58. Lebensjahr. Die Beerdigung findet Dienstag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des AndreasKirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. Die Kollegen der Pianino- Fabrik Dobrowolski& Barsch. Segelklub Fraternitas, Berlin. Am Sonntag, den 30. August, wurde uns unser langjähriges Mitglied und zweiter Borſgender, Kaufmann Tagesordnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Bericht der Arthur Jänsch Vertrauensleute. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 1910 19107 Moabit: bei Jocksch, Turmstr. 84. Tagesordnung: 1. Verbands- und Werkstatt- Angelegenheiten. 2. Ver= schiedenes. Bezirk Friedrichsberg und Friedrichsfelde: im Lokale des Herrn Lutterbüse, Friedrich Karlstraße Nr. 11. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- Angelegenheiten. 3. Werkstatt- Angelegenheiten und Verschiedenes. Modell- und Fabrik- Tischler bei Dieke, Ackerstraße 123. ( Rirdorf) Bergstr. 82, bei der Ausübung unfres Sports durch den Tod entrissen. Er war uns allen ein lieber und pflichtgetreuer Genoffe.on Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung wird zur Zeit bekannt gemacht. 12725 15 Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau Frieda Plank, jage ich allen Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattsachen und Verwandten und Bekannten sowie Berschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Musikinstrumenten- Arbeiter im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal V. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Werkstattdelegierten. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. jede Werkstatt vertreten ist. den Kollegen der Firma Blankenhorn und den Geschäftsdamen der Firma Jakobi meinen herzlichsten Dank. Der trauende Gatte: Franz Plant. 24692 Kranz- und Blumenbinderei In Anbetracht der verschiedensten Differenzen ist es notwendig, daß von H. Rodewald, Drechsler. Alexandrinenstrasse 1a. Kränze mit Widmungsschleifen, Arrangements zu Festlichkeiten, Bouquets, Topfge wächse jeder Art 2c. preiswert. straße 30, b. part. 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Charlottenburg: Gustav Scharnberg. beschäftigten Drechsler haben einen Delegierten zu entsenden. Jede Werkstatt muß vertreten sein; auch die in Tischlereien usw. werden fein u. preiswert geliefert. Sesenheimerstr. 1, Ede Goethestraße, vorn I Deutsch- Wilmersdorf: B. Nickel, Uhlandstr. 108, part. FriedrichsbergFriedrichsfelde- Wilhelmsberg Hohenschönhausen: Otto Seitel, O. 112, Kronprinzenstraße 50, I.- Grünau: Hermann Steinid, Jägerstr. 16. Rixdorf: M. Heinrich, Schöneberg: Wilhelm Brinz Handjerhstraße 7, im Laden. billig, günst. Zahlung, nur b. Bauer Catholy, Buchhorsterstraße, 5 Min. ab Schule. 52 Std. bis jetzt ver. Näh. Schulz, Rigdorf, Lenauffr. 12/13. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, sowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigne Werkstatt. Lieferant f. Orts- u.Hilfs- Krankenkassen. Berlin C., 20062* 30. Linien- Straße 30. NB. Alle Bruchbänder mit elastis schen Belotten, angenehm und weich am Körper. 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Dienstag, 1. September 1903. ohne die Teilnahme von Minderjährigen an politischen Ver Die preußischen Landtagswahlen". Wir erwarten zahlreiches ErEa scheinen. Lokales. Die Stadtverordneten- Versammlung denn bisher war die Direktion nie, aber auch nie zu dem aller- in Köpenick. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen wird geringsten Zugeständnis zu haben. Der Außenhandel der deutschen Eiſenindustrie. Nach dem neuesten polizeiliche Maßnahmen gezeitigt, deren Notwendigkeit oder Berech September findet Mittwochabend 8%, Uhr im Restaurant Schellhaſe, Der Ausstand in Crimmitschau hat, wie bekannt, schon mancherlei Steglik. Die Versammlung des Wahlvereins für den Monat Heft der Nachweise über den auswärtigen Handel des deutschen tigung außer den betreffenden Behörden niemandem einleuchtet. Ahornstraße 15a, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag." Die bevor Bollgebietes betrug die deutsche Ausfuhr an Eisen und Eisenfabrikaten in den ersten 7 Monaten dieses Jahres 2119 110 Tonnen zur Rechtfertigung der polizeilichen Eingriffe in die Bewegungs- stehende Landtagswahl." Referent Dr. Bruno Borchardt. 2. Bericht gegen 1791 179 Tonnen in der gleichen Zeit des Vorjahres und freiheit der Arbeiter werden die sonderbarsten Begründungen an der Delegierten von der Generalversammlung des Central- Wahl1 191 034 Tonnen in den ersten 7 Monaten 1901. Von dieser Aus- geführt, und den gesetzlichen Vorschriften Auslegungen gegeben, mit vereins. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste find fuhr entfielen nicht weniger als 726 977 Tonnen oder 34,3 Proz. borbene Rechtsgefühl sich abfinden kann. denen weder der gesunde Menschenverstand, noch das unver- gern gesehen. Der Vorstand. auf Roheisen, Halbzeug und Altmaterial, während in den ent- nur ein Beispiel anzuführen, fürzlich dem überwachenden Beamten, abend 8 Uhr im Lokal Hasselwerder" stattfindende Volts Ver So gefiel es, um sprechenden Zeitabschnitten der beiden Vorjahre der Anteil dieser aus einer Textilarbeiter- Versammlung die Minderjährigen auszusammlung aufmerksam. Nieder- Schöneweide. Wir machen die Arbeiterschaft auf die heute Roh- und Halbstoffe an unsrer Eisenausfuhr nur 18,3 bezw. weisen. 15,9 Proz. betrug. Die Ausfuhr an Eisenfertigerzeugnissen Allerdings untersagt ja das sächsische Vereinsgesetz Genosse Adolf Adler spricht über Burechnung der Maschinen stellt sich für die Berichtsperiode auf 1392 133 Tonnen gegen 1303 182 Tonnen bezw. 1 001 279 Tonnen fammlungen. Hier handelte es sich aber um eine gewert in den beiden Vorjahren, sie hat demnach eine Zunahme von verhandelt wurde, schaftliche Versammlung, in der nur über den Streif 6,8 Proz. gegenüber dem Vorjahre und von 39 Proz. gegenüber Minderjähriger beteiligt sind. Nach dem Gesetz war die Ausan dem natürlich auch eine große Zahl dem Jahre 1901 aufzuweisen. Die gesamte Eiseneinfuhr während weisung der Minderjährigen aus dieser Versammlung zweifellos der sieben Monate betrug 1903 161 183 Tonnen, 1902 162 964 Tonnen und 1901 276 627 Tonnen. Die Roheisen- Einfuhr aus Eng- ungerechtfertigt. Im Vertrauen darauf beschwerte sich der Einberufer wird im September, nach einer Ferienpause von zwei Monaten, ihre land, die 1901 noch 172 000 Tonnen ausmachte, ist seither auf ein den Bescheid, der Beamte bei der Diese erteilte ihm aber Arbeiten wieder aufnehmen. Diesmal find die Ferien um eine Woche Drittel zurückgegangen. Beamte sei sich darüber flar gewesen, verlängert worden; die erste Sigung wird. erst am 10. September daß die minderjährigen Textilarbeiter das Recht hatten, an stattfinden. Bom Siegerländer Eisenmarkt. Im Siegener Industriebezirk ist, dieser Versammlung teilzunehmen, aber er habe fie a ut 3 wie im Monatsbericht der Stöln. 8tg." ausgeführt wird, in der ficherheitspolizeilichen Gründen ausgewiesen. Es ist der ,, Deutsche Städtetag", der diese Hinausschiebung notGeschäftslage eine in die Augen springende Aenderung gegen die hätte vielleicht in der Versammlung zu erregten Scenen tommen wendig gemacht hat. In den Tagen des 1.- 3. September sind ein des Vormonats nicht eingetreten. Doch arbeiten die Hochofenwerte tönnen, und bei diesen hätten die Minderjährigen, die ja leicht zu paar hundert Vertreter deutscher Städte in Dresden beisammen, durchschnittlich, da die Gießereiroheisen- Aufträge nach Amerita meist Ausschreitungen geneigt seien, die Sicherheit gefährden können. Es um sich darüber zu unterhalten, welches die socialen Auferledigt sind und keine neuen Abschlüsse mehr vorliegen, mit einer ist zwar nicht einzusehen, weshalb gerade die Minderjährigen der gaben einer modernen Stadtgemeinde find, und wie viel in Einschränkung von 20 Proz. der eingeschäzten Hervorbringung. Ohne Sicherheit besonders gefährlich sein sollen, auch sind die Voraussetzungen dieser Richtung bisher bisher geleistet worden ist. An größere Ausfuhr ist es den Siegerländer Hütten vorläufig noch nicht für die Annahme, daß die Versammlung einen erregten Charakter hätte Worten wird es da sicherlich nicht fehlen. Die Gemeindevertretungen möglich, die Hochöfen in vollem Betriebe zu halten, da die großen annehmen können, durchaus unbegründet, aber das macht nichts, die der deutschen Städte sind ja erfüllt von socialem Geiste" Werke Rheinlands und Westfalens die Roheisen- Erzeugung für den Polizei hat ihren Willen, die Minderjährigen sind verurteilt, draußen möchte das bezweifeln! Ein redender Beweis dafür ist doch die eignen Bedarf in der Hochkonjunktur so sehr gesteigert haben. zu bleiben, wenn ihre und ihrer Mitarbeiter eigenste Interessen beHamburgische Elektricitätswerke. raten werden. Und das geschieht, obwohl das an polizeilichen Hand- Deutsche Städte- Ausstellung", die in diesem Sommer in der 1902/3 bemerkt zu der beabsichtigten Stapitalserhöhung, daß dieselbe jähriger Personen aus sicherheitspolizeilichen Gründen Der Geschäftsbericht für haben überreiche fächsische Vereinsgesetz die Ausweisung minder- fächsischen Landeshauptstadt abgehalten wird. für Arbeiten erforderlich geworden ist, die infolge einer Vergrößerung nicht tennt. Diese Städte- Ausstellung dürfte das Hauptstück der Städtetag. des Betriebes sich ergaben. Weiterhin ist dem Bericht zu ent Verhandlungen bilden. Sie soll von den Teilnehmern des Städte nehmen, daß der Betrieb der Werke und die Weiterentwicklung der Aussperrung bis jetzt auf 76 Betriebe erstreckt, denen sich am vom 3. September besprochen und gewürdigt werden. Mit Stolz Ueber die Lage des Ausstandes ist mitzuteilen, daß sich die tages am 2. September gemeinsam besucht und dann in der Sizung Unternehmung einen befriedigenden Verlauf genommen hat. Die Zahl der Abnehmer stieg von 5654 im Monat Juni 1902 auf 6957 7300 Personen ausgesperrt sind. Zur Unterstützung derselben find Doch über all den Zeichnungen, Modellen, Labellen usw., die da zu tommenden Sonnabend noch einige anschließen werden, so daß dann wird dabei festgestellt werden, wie man's so herrlich weit gebracht. im Juni 1903, der Anschlußwert der Glühlampen, Bogenlampen, wöchentlich 70000 M. erforderlich. Der Opferfinn sowohl der auswärtigen Motoren usw. bei den Abnehmern erhöhte sich von 316 860 auf 399 469. Textilarbeiter als auch andrer Gewerkschaften bethätigt sich in gewohnter sehen sind, wird dieser und jener der deutschen Stadtväter nicht ver Die Gesamtlänge der verlegten Kabel ist von 1 672 619 Meter auf Weise an der Aufbringung der Gelder. 1801 403 Meter angewachsen. Die Einnahmen aus der Stromabgabe arbeiter zahlen während der Dauer des Kampfes den doppelten beteiligten 128 deutschen Groß- und Mittelstädte hinter der glänzenden Die Leipziger Textil- gessen können, daß sich bei so mancher der an der Ausstellung find von 368 408 m. auf 482 053 M. gestiegen. Die Betriebsausgaben haben eine Steigerung von 55 023 M. erfahren und auf Wochenbeitrag. Außenseite das graue Elend verbirgt, und daß so manche Kommune Sinjenconto mußten 79 657 M. mehr verausgabt werden infolge hat beschlossen, den Erimmitschauer Ausgesperrten für gebaut hat. Der Vorstand des Deutschen Bergarbeiter- Verbandes in der Dresdener Ausstellung ein Polemtinsches Dorf" auf des für die Erweiterungen der Anlagen nötigen, durch temporäre die ersten vier Wochen 1000 Mart pro Woche Unterstügung zukommen Anleihe bei der Kommerz und Disconto- Bank in Hamburg gedeckten zu lassen. Er behält sich vor, bei längerer Dauer des Ausstandes Mehrbedarfs an Mitteln. Als ein weiterer größerer Ausgabeposten noch weitere Hilfe zu leisten. mußte eine um 308 375 M. gegen das Vorjahr höhere Abschreibung " großen wer Betracht ziehen will, recht stattlich vertreten. Trotzdem wird sich kein Berlin ist, wenn man die Menge der Ausstellungsobjekte in schärfer zusehender Beschauer darüber täuschen lassen, daß die Reichsin Höhe von 1 041 391 M. in Ansatz gebracht werden. Der Streit der Dresdener Ofenseher tann als beendet angesehen hauptstadt auf wichtigen Gebieten der Kommunalverwaltung noch Die Gesamteinnahmen betrugen 5168 514 m. gegen 4 522,737 werden. Zwischen den beiderseitigen Vertretern ist folgende Ver- hinter vielen deutschen Städten recht weit zurückgeblieben ist. Mart im Vorjahre. Als Aus dem Reingewinn von 1277 222. einbarung zu stande gekommen: 1. Die Gehilfen nehmen die ( 1 219 248) soll eine Dividende von 7 Proz. verteilt und 43 684 m. Arbeit spätestens am 31. August wieder auf. 2. Der von den bor mehreren Jahren in Dresden der erste Gedanke dieser Ausstellung ( 4818) vorgetragen werden. Die Debitoren stehen mit 437 687 M. Arbeitgebern ins Leben gerufene Arbeitsnachweis wird derart auftauchte und von dort aus vorläufige Anfragen an die deutschen ( 362 522) zu Buch, die Kreditoren mit 223 619 M.( 238 707), die umgestaltet, daß die Führung der Verwaltung durch einen vom Städte ergingen, war man in Berlin zunächst gar nicht dafür beSchuld an den Hamburgischen Staat mit 900 199 M.( 944 508). Arbeitgeberverein gewählten Beamten sowie von 8 Arbeitgebern geistert. Man wußte hier, daß Berlin mit dem, was es bisher ge New Yorker Beleuchtungstrust. Alle Verkehrs- und Beleuchtungs- werden sechs vom Centralverbande und zwei vom Lokalverbande ge- greifbarere Gestalt annahm, verstand es sich von selbst, daß die und 8 Arbeitnehmern als Kontrolleuren geschieht. Von letzteren leistet, keinen großen Staat machen kann. Ms aber nachher der Plan unternehmen der Stadt New York sind in einer großen finanziellen wählt. Den Vorsitz über den Arbeitsnachweis führt ein vom Vor- Reichshauptstadt sich nicht ausschloß. As Helfer in der Not erwies Konsolidation zusammengefaßt worden. William C. Whitney hat stande des Arbeitgebervereins berufenes Mitglied. zusammen mit den leitenden Persönlichkeiten der Standard Dil Kostendeckung bleibt eine besondere Vereinbarung vorbehalten. Die Berlin in neuerer Zeit noch am ehesten sehen lassen kann. Berlin Betreffs der sich dann besonders die Banverwaltung, mit der sich ja die Kommune Company die Kontrolle der Metropolitan Securities Company er- Vertreter der Arbeitgeber erklären, daß sie in Bezug auf diese Frage hat auf der Ausstellung noch mehr als andre Städte zu dem worben, welcher die Straßenbahnen in New York gehören. Dieselbe zu jedem Entgegenkommen bereit seien. Die Vertreter beider Finanzgruppe erwarb ferner andre Interessen, welche sie in den Parteien versprechen, die getroffenen Vereinbarungen nach Kräften in Mittel gegriffen, aus manchen Verwaltungsgebieten faſt nur Stand setzen, alle Straßen- und Beleuchtungs- Unternehmen New ihren Versammlungen zu befürworten. Es wird weiter vereinbart, zu zeigen, welche Bauten für die betreffende Verwaltung errichtet Yorks zu vereinigen. daß der Lohntarif erst Ende September 1904 für 1. Januar 1905 worden sind. Nur vereinzelt wird der Ausstellungsbesucher darüber gekündigt werden darf, ferner, daß auf eine weitere prozentuale Lohn- belehrt, was hinter den schönen Façaden vorgeht. Wie es um erhöhung, als in Puntt 4 zugestanden war, für 1904 verzichtet wird. den inneren Betrieb des Schulivesens, des Gesundheitswesens, der Ferner wird vereinbart, daß eine neue Lohnkommission 14 Tage Armen- und Waisenpflege bestellt ist, das braucht ja niemand zu nach Aufnahme der Arbeit behufs Festsetzung der Löhne für die neuen Zeichnungsöfen zusammentreten solle. Weiter wird vereinbart, wissen. daß eine Entlassung der während der Streifzeit von den Arbeit gebern angestellten Arbeiter nicht gefordert wird. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Parkettleger. Um dem Vorhaben einzelner indifferenter Kollegen, die organisierten Kollegen zur Uneinigteit zu veranlassen, indem sie die Arbeitgeber darauf hinweisen, daß in den meisten Firmen der vereinbarte Tarif von 1900 nicht bezahlt wird, entgegenIn der Waggonfabrit für Eisenbahn- und Militärbedarf, Attien zutreten, erklärt hiermit die Kommission, daß in allen den Firmen, gesellschaft Weimar, haben die Tischler wegen Lohndifferenzen wo Differenzen bestanden haben, dieselben durch schriftliche Erklärung die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten! seitens des Arbeitgebers oder durch mündliche Verhandlung beigelegt worden sind. Ausgeschlossen hiervon sind die Firmen Mittag und Fromm, wo nur Indifferente beschäftigt sind. Die Kommission. Maler! Die Differenzen bei der Firma Kusterko sind nach gepflogener Verhandlung zu Gunsten der Kollegen beigelegt und des halb die Sperre wieder aufgehoben worden. Die Ortsverwaltung der Vereinigung der Maler. Die Firma Stier in Ober- Schöne weide ersucht uns um die Berichtigung einer Angabe, die über fie in einer Glaserversammlung, von der wir einen Bericht im Vorwärts" vom 8. August brachten, enthalten ist. Es sei nicht wahr, daß die Firma an junge Glasergehilfen einen Wochenlohn von 11 M. gezahlt habe, fie habe vielmehr den tarifmäßigen Mindestlohn von 15 M. innegehalten. Es sei auch nicht wahr, daß wie behauptet-avei Gehilfen in einem Bett schlafen mußten. Jeder habe vielmehr sein besonderes Bett. Deutfches Reich. Ber.) Husland. Berlins aus Dresden zurückgekehrt sind, werden sie mit frischen Wenn der deutsche Städtetag geschlossen ist und die Vertreter harren. Wahrscheinlich wird der Berliner Freifinn die wichtigste dieser Kräften an die Aufgaben herangehen, die ihrer im kommenden Winter Aufgaben darin erblicken, daß die Erfüllung der auf dem Städte tage so schwungvoll geschilderten socialen Pflichten der Kommunen in Berlin für die nächste Zeit noch mehr eingeschränkt werde. Die Gewerkschaften und Politik. London, 27. August.( Eig. finanzielle Verlegenheit, in der sich Berlin gegenwärtig befindet, wird Der diesjährige britische Gewerkschaftstongreß tritt am hierzu einen erwünschten Vorwand abgeben, und man darf in dieser 7. September in Leicester zusammen. Ungefähr 450 Delegierte Hinsicht auf den Entwurf des Stadthaushalts- Etats für das nächste find bereits angemeldet. Von den zahlreichen zur Verhandlung eingesandten Anträgen sind besonders diejenigen bemerkenswert, Jahr gespannt sein. Die Socialdemokratie wird den kommunal die sich mit Arbeiterpolitik und Arbeiterrecht beschäftigen. Die reaktionären Gelüsten des Freisinns noch energischer als bisher ent wertschaftsvertreter machen große Anstrengungen, das Komitee für Stadtverordnetenwahlen dafür gesorgt, daß die socialdemokratische liberalen Führer und die mit ihnen in Verbindung stehenden Ge- gegentreten. Hoffentlich wird bei den im November stattfindenden parlamentarische und unabhängige Arbeitervertretung zu schädigen. Frattion mit einer ansehnlichen Verstärkung in das neue Jahr ein Sie wollen es allen socialistischen Einflüssen entziehen, um die ent- treten kann. stehende politische Arbeiterbewegung wieder ins bürgerliche Lager zurückzuführen. Dann kommt das Arbeiterrecht in Betracht. Wie bekannt, wurde im Mai dieses Jahres eine königliche Kommission Einrichtung Berliner Mietshäuser den an sich erklärlichen Zwed habe, Die Hintertreppe. Der gewöhnliche Sterbliche meint, daß diese eingefeßt, die die Lage des Gewerkschaftsrechts untersuchen soll. zum Transport von Kohlen, Möbelstücken und sonstigen Gegenständen In der Kommission fit fein einziger Arbeiter zu dienen, durch welche die mit Teppichen und Läufern belegte bertreter. Die Socialisten haben deshalb eine Agitation ins Bordertreppe am Ende beschädigt oder über Gebühr beschmutzt Leben gerufen, deren Ziel es ist, den Gewerkschaftsführern klar zu werden könne. Die Krakehlsucht diverser Hausbefizer hat es Die Hamburger Straßenbahner haben in ihren legten, ungemein machen, daß sie es ablehnen müßten, vor einer Kommission zu er aber vermocht, auf der Hintertreppe den alten Standesstaat wieder start besuchten Versammlungen, in denen der Centralvorsitzende des scheinen, die in ihrer Mehrheit gegen das Gewerkschaftswesen ein einzufchmuggeln, der in der Deffentlichkeit wenigstens dem Buch Transportarbeiter- Verbandes, Schumann Berlin, und der Leiter genommen ist. Diese Agitation war von überraschendem Erfolge. staben des Gesetzes nach vor 50 Jahren zum alten Eisen geworfen Hamburger Ortsverwaltung des Verbandes, Himpel, Die Trades- Unions verlangen jest fast einstimmig, daß einige an- ist. Die wunderliche Frage, ob ein Gerichtsbote, der einem referierten, beschloffen: zwar an ihren Forderungen festzuhalten, aber, erkannte Gewerkschaftsvertreter in die Kommiffion zu ernennen Affeffor täglich Gerichtsakten in seine Wohnung zu besorgen um zu einer gütlichen Einigung nochmals die Hand zu bieten, aus sind. Schließlich wird sich der Kongreß auch mit den Zollplänen hat, dazu die I ur für Herrschaften" bestimmte ihrer Mitte eine Kommission zu wählen, die bei der Direktion Mr. Chamberlains beschäftigen, Bordertreppe nicht benutzen darf, sondern die Hintertreppen des be borstellig werden sollte. Die Kommission wurde sofort am Sonnabendmorgen gewählt. Es wurden von jedem Bahnhof zwei Mann dänische Arbeitgeber- und Meisterbereinigung" hat dem Verband Seite wie folgt erörtert: Der Gerichtsbote ist öffentlicher Beamter Aussperrungsdrohung in der dänischen Eisenindustrie. Die treffenden Hauses benutzen muß, wird infolge eines auf diesem Gebiete entstandenen Konflikts im Grundeigentum" von rechtsverständiger delegiert, die fofort zur Direktion gingen. Diese teilte ihnen mit, ber dänischen Gewerkschaften mitgeteilt, daß die Arbeitgeber der Seite wie folgt erörtert: Der Gerichtsbote ist öffentlicher Beamter daß sie zu Verhandlungen geneigt sei, wenn der Transportarbeiterund betritt als solcher das Haus, wenn er dem Sohne eines dort Verband absolut aus der Bewegung ausscheide und diese überhaupt Eisenindustrie beschlossen haben, eine allgemeine Aus ein Ende nehme. Einige der Wünsche" der Angestellten zu erfüllen maschinenarbeiter vorzunehmen und hierzu die Genehmigung teine Möglichkeit, ihn für die Art seiner Amtsausübung bestimmte fperrung aller organisierten Schmiede und wohnenden Mieters Aften bringt. An der Ausübung dieser Amtsbefugnisse darf der Bote nicht gehindert werden. Es besteht auch die Direktion schon jest bereit. Dieselben wären schon erfüllt, wenn der Transportarbeiter- Verband fich nicht in die der Arbeitgeber- und Meistervereinigung wird sich am 3. September Borschriften zu machen, insbesondere ihn für den Attentransport der Arbeitgeber nachgesucht haben. Der geschäftsführende Ausschuß Angelegenheit hineingemischt hätte. Die Lohnforderung fei damit befassen und dem Verband der Gewerkschaften dann nähere los das Recht, für Domestiken, Geschäftsboten und Gewerbe auf die Hintertreppe zu verweisen. Der Hauswirt hat zweifel. maßlos und könne nie bewilligt werden. Gine Drohung mit dem Streit betrachte die Direktion als einen beschlusses gilt den Eiſenindustriellen der Umstand, daß in Horsens Wohnungen in Gestalt einer Hintertreppe zu schaffen, dagegen steht Mitteilung zustellen. Als Veranlassung dieses Aussperrung treibende geringerer Art einen besonderen Zugang zu den pressungsversuch( 1), für den ihr die weitestgehende 18 Unterstügung der Behörden( 1) zugesichert sei. Gegen den Maschinenarbeiter ihre Stellungen aufgegeben haben, ohne daß Schaden, der der Gesellschaft selbst durch einen langen Streit ent- fie dadurch einen Streit veranlaßten. stehen könnte, sei sie gedeckt durch die 300 000 M. Kautionen, die sic der sei " & r= von den Angeſtellten in Händen hätte. Die bisher Gemaßregelten follten wieder eingestellt werden, wenn dieselben darum bäten und die Bewegung ein Ende nähme. Berliner Partei- Angelegenheiten. ihm dieses Recht gegenüber Personen außerhalb dieses Kreises nicht zu. Die ganz analoge Frage, ob der Briefträger die Hinters treppe zu benußen hat, ist gerichtsseitig in dem Sinne, daß ihm die Vorder treppe zusteht, entschieden worden. Auch im Verhältnis zu dem Mieter steht dem Hauswirt kein Anspruch darauf zu, daß Die Straßenbahner werden dieser Tage über diese Vorschläge aufmerksam gemacht, daß die regelmäßigen Bezirkssigungen nicht Schöneberg. Die Mitglieder des Wahlvereins werden darauf dieser für die ausschließliche Benutzung der Hintertreppe durch Gerichtsboten sorgt. An sich kann der Mieter verlangen, Behörden auch in diesem wirtschaftlichen Kampfe von Beginn an fich diesen Sigungen wird die Arons sche Broschüre über die Landtags- stehen. Soll ein bestimmter Streis der letzteren von dem einen Bu beschließen, die übrigens einmal erkennen lassen, daß die Hamburger heute, sondern am Dienstag, den 8. September, stattfinden. In daß ihm sämtliche Zugänge zu seiner Wohnung zur Benutzung fe wieder schlank auf die Seite des Unternehmertums stellen werden, wahlen gratis an die Mitglieder verabfolgt. die eigene Person und die feiner Hausgenossen und Besucher frei und weiter zeigen, daß die Thatsache, daß binnen wenigen Wochen gang ausgeschlossen und auf den andren beschränkt werden, so muß etta 1300 Straßenbahner dem Transportarbeiter- Verband bei- Wilmersdorf. Mittwochabend 9 Uhr findet bei Witte, Berliner diese Einschränkung ter Mieterrechte ausdrücklich entweder gegetreten und in demselben eine energische Vertretung ihrer Intereffen straße 41, die Versammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins nerell durch den Vertrag( Hausordnung) oder für den besonderen gefunden haben, nicht spurlos an der Direktion vorübergegangen ist, statt. Tagesordnung: Berichterstattung von der Kreistonferenzl gall vereinbart werden. Liegt dies nicht vor, so ist die einseitige Bestimmung der Vordertreppe als nur für Herrschaften passierbar" für den Mieter unverbindlich. Ein schwerer Bau- Unfall hat sich gestern vormittag 11 Uhr auf dem Neubau in der Schönhauser Allee 108 ereignet. Dort ist der berheiratete Steinträger S. aus Weißensee so unglücklich von der Rüstung abgestürzt, daß er eine schwere Verlegung des Rüdgrates erlitt. Der Verunglückte wurde zunächst nach der Unfallstation und dann ins Krankenhaus gebracht. beiden Kinder erhielt, wie die Angeklagte durch das Schaufenster be obachtete, Geld zurück. Als die beiden Kinder die Straße wieder betraten, wandte die Angeklagte sich an das ältere mit der Bitte, Im Pommernbank- Prozeß hat der Staatsanwalt die ihm durch sich in einem Nachbarhause nach der Adresse einer bestimmten Person den Beschluß der siebenten Straffammer zugewiesene neue Arbeit zu erkundigen. Das Kind fand sich dazu bereit und gab einstweilen aufgenommen. Die Straffammer hielt zu einer Urteilsfällung befeiner kleineren Schwester das Fleisch und das zurückerhaltene Geld. kanntlich zunächst eine Ergänzung des Anklagematerials dahin notNun war die Angeklagte mit dem jüngsten Kind allein. Sie forderte Ein Opfer des Schauerromans Königin Draga" ist die acht es auf, ihr das Geld zum Aufbewahren zu geben. Als die Kleine wendig, daß dem Gerichtshofe greifbare Daten unterbreitet würden, zehnjährige Johanna Garz aus Pofen geworden, welche beim Kauf sich weigerte, öffnete die Angeklagte ihr mit Gewalt die Hand und auf Grund deren zu erkennen sei, nach welchen Principien und mann St. in Pankow bedienstet ist. Das junge Mädchen hatte sich entriß ihr das Geld. Es waren 1 M. 35 Pf. Durch das Geschrei Gesichtspunkten die Banken- und die staatliche Revisions- Kommission fürzlich auf dem Jahrmarkt einen Roman in wöchentlichen Lieferungen der Beraubten wurden Vorübergehende auf den Vorgang aufs den Wert jedes einzelnen der in Frage stehenden Grundstücke Königin Draga" oder Der Königsmord in Belgrad" gekauft. merksam und bewirkten die Festnahme der Angeklagten. festgestellt haben. Jezt ist an jedes einzelne Mitglied der Revisions- Diese Lektüre fesselte sie so sehr, daß sie auch einen Teil ihrer Der Gerichtshof billigte ihr, da sie sich in größter Notlage beKommission die Aufforderung ergangen, alle auf die Abschätzungen Nachtruhe dem Studium des Romans opferte und im Bette liegend funden, mildernde Umstände zu und verurteilte sie zu drei Monaten bezüglichen, in ihren Händen befindlichen Notizen, Berechnungen 2c. weiterlas. Von der Arbeit des Tages ermüdet, ſchlief sie jedoch bald Gefängnis, wovon ein Monat durch die erlittene Untersuchungshaft der Staatsanwaltschaft einzureichen. Der Gerichtshof hat sich seiner sie ein brennendes Licht, das auf einem Tischchen stand, um. Die über der Lektüre ein. Durch eine unwillkürliche Armbewegung stieß für verbüßt erachtet wurde. Zeit vorbehalten, auf Grund des ergänzten Materials selbst Sach- Kerze fiel auf das Bett und setzte dieses in Flammen. Obwohl auf verständige zu ernennen, um auf diese Weise zu einem abschließenden die Hilferufe des Mädchens alsbald Hausleute herbei eilten und das Urteil über den Wert der Grundstücke, der das punctum saliens Feuer unterdrückten, hatte die Unglückliche inzwischen bereits schwere der ganzen Anklage bildet, zu kommen. Brandwunden erlitten. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht und schwebt noch immer in Lebensgefahr. Das„ Kleine Journal" ist, wie wir berichtet haben, von Herrn Dr. Leipziger an Herrn war nun nicht recht erustizrat Kleinholz verkauft worden. Es Die holde Weiblichkeit. " Vermischtes. Die haben, wie jetzt verlautet, ihren prägnanten Ausdruck gefunden in unterstellt waren, und einigen Hydranten Wasser geben und und dritte Gruppe, ungefähr 20 bezw. 12 Personen, trafen trog dem Ruf nach der Polizei, die um Schutz gegen die Belästigungen Dampffprißen die Stallungen räumen. Hierbei erhielt der Von Ein Verwandlungskünstler. Unter der Anklage des Betruges, Diebstahls und der Urkundenfälschung stand gestern der Arbeiter Willibald Taeste bor der fiebenten Ferien- Straffammer des Landgerichts I. An einem Juni tage bettelte der Angeklagte im Hause Alte Schönhauserstraße 64. Drei unvorsichtige Radfahrer sind am Sonntag durch eigne Als er vor der Thür des im vierten Stock wohnenden Kellners was ein Rechtsanwalt, der bisher Schuld schwer zu Schaden gekommen. So wurde der Brauer Ernst B., Hafelau stand, sah er im Briefkasten einen Brief steden, der mit nach journalistischen Lorbeeren kein sonderliches Verlangen trug, mit Ebertyſtraße wohnhaft, mit einem Wagen der Linie 62 in der einer Ecke aus dem Spalt hervorragte. Der Angeklagte zog ihn einem Blatte beginnen sollte, um dessen finanzielle Ertragsfähigkeit Greifswalderstraße farambolierend, bewußtlos nach dem Kranken- heraus, öffnete ihn und nahm von dem Inhalt Kenntnis. hause Friedrichshain geschafft. Ein zweiter derartiger Unfall trug Steuerbehörde zeigte Haselau an, daß sein Gesuch um Erlaß der es nach den Aufdeckungen im Pommernbank- Prozeß ebenso bedenklich sich in der Hardenbergstraße in Charlottenburg zu. Ein Kaufmann R. Sieuern genehmigt sei, der bereits gezahlte Betrag von 6 M. 80 Pf. stand wie um seine journalistische Reputation. Was mun gleich ver- rannte mit seinem Rade gegen den Vorderperron der Linie P und werde ihm per Postanweisung zugehen. Sofort reifte in dem AnEr flingelte mutet wurde, hat sich inzwischen bestätigt; Herr Justizrat Kleinholz kam unter den Schußrahmen zu liegen. Mit schweren Kopf- geklagten der Plan zu einem verschmitzien Betruge. denkt gar nicht daran, das zweifelhafte Wertobjekt in eignen Besiz berlegungen wurde er nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht. an der Haselauschen Wohnung. Die Ehefrau H. öffnete ihm. " Was?" rief die Frau zu nehmen, sondern ist nur die Mittelsperson für einen Schließlich geriet der Maurer Heinrich Bock, mit seinem Vehikel Taeste stellte sich als Steuerbeamter vor. Herrn, dem es auf eine handvoll Tausendmarkscheine allerdings nicht stürzend, unter die Räder eines die Oranienstraße passierenden aus, auf seinen Stelzfuß zeigend, ein Beamter mit einem Bein?" antommt. Herr Kommerzienrat Leichner ist nämlich der eigent- Er wurde nach der Unfallstation nach der Alexandrinenstraße ge- die Steuerbehörde um Erlaß der Steuer gerichtet habe. Er sei bes Omnibusses, welche über beide Beine des Radfahrers hinweggingen." Jawohl," erwiderte der Angeklagte, das kommt bei der Steuerbehörde vor." Er hielt der Frau sodann vor, daß sie ein Gesuch an liche Käufer des Blattes. Wie in der Angelegenheit des Wagner- fchafft, woselbst ein doppelter Unterschenkelbruch fonstatiert wurde. Die Steuerbehörde um Erlaß der Steuer gerichtet habe. Wagner- schafft, Denkmals, so giebt der Fettpuderfabrikant sich auch dem kleinen B. wurde nach dem städtischen Krankenhaus Charlottenburg gebracht. auftragt, ihr mitzuteilen, daß ihr Gesuch genehmigt sei, er solle die Journal" gegenüber als ein Mann von vollendeter Selbstlosigkeit. Tezte Steuerquittung holen, worauf er ihr die 6 M. 80 Pf. bringen Denn heißt es nicht feurige Kohlen auf das Haupt seines Feindes Kleineren Bränden noch zwei größere in der Köpniderstr. 154 und aus. Brände. Vorgestern hatte die Feuerwehr außer zahlreichen würde. Die Frau glaubte ihm jezt und händigte ihm das Papier Als Taeste die Thür hinter sich zugemacht hatte, schöpfte streuen, wenn man dessen hämische Angriffe damit erwidert, daß Prenzlauer Allee 88 hinter dem städtischen Siechenhause an der Frau H. doch Verdacht, sie folgte unbemerkt dem Besucher.. Dieser man ihn aus finanzieller Bedrängnis rettet, ihn aller Nöte ledig Ringbahn zu löschen. Zwischen 8 und 9 Uhr abends wurde die begab sich nach dem Steuerbureau in der Artilleriestraße. Hier vermacht? Wie uns berichtet wird, soll die Selbstlosigkeit des Herrn Feuerwehr dreimal nach der bekannten Accumulatorenfabrik und suchte er, den Betrag abzuheben, es wurde ihm aber der Bescheid, Leichner so weit gegangen sein, daß er persönlich sich Herrn den Elektricitätswerken von W. A. Boese u. Co., Attiengesellschaft, daß das Geld bereits der Post übergeben sei. Auf der Post sagte Dr. Leipziger gar nicht zu erkennen gegeben hat; er begnügte Köpnickerstr. 154 gerufen, wo durch eine Explosion im ersten Stod man ihm, daß der Geldbriefträger schon unterwegs sei. Taeste sich eben ganz im Stillen mit der Genugthuung, den Geguer durch des zweiten Quergebäudes Feuer ausgekommen war. Dort be- fing dann den Geldbriefträger in der Alten Schönhauserstraße ab, eine grandiose Güte zu unsäglicher Zerknirschung verdammt zu sehen. findet sich der sogenannte Laderaum für die Batterien 2c. stellte sich als Hafelau vor und bat um Aushändigung des Geldes. Zu diesen werden auch Celluloidplatten benutzt, Wer aber nunmehr auch zum Leiter des„ Kleinen Journals" ausfo- 3um Unglück für den Angeklagten war Hafelau dem Beamten pergenannte Celluloidkisten. Kurz nach 8 Uhr, während im Erd- sönlich bekannt. Es kam zwischen ihnen zu einer erregten Auserkoren wird, der Brave wird nach solcher Bekundung echten Wohl- geschoß die Maschinen schon arbeiteten, erfolgte die Explosion. einandersetzung, während der auch Frau Haselau hinzukam, die den thätigkeitsstrebens gar nicht anders können, als den Ruhm des Herrn Fenster mit Glasscheiben und Rahmen wurden zertrümmert, Flammen Angeklagten nicht aus den Augen verloren hatte. Taeste wurde ents Kommerzienrats in alle vier Winde zu verkünden. schlugen aus dem Raume und Qualm füllte den Hofraum an. Durch larbt und zur Haft gebracht. Eine Quittung mit dem Namen Noch ein Fluchtverdächtiger. Am Mittwoch findet vor der ersten die Explosion erschreckt liefen die Hausbewohner auf die Straße und Haselau hatte der Angeklagte bereits gefälscht. Außer diesen Strafs Strafkammer des Landgerichts I ein kleiner Anarchist en alarmierten die Feuerwehr, die mit neun Zügen unter Leitung des thaten hatte der Angeklagte noch einen Diebstahl begangen. Der Prozeß statt, in welchem der Redakteur der Zeitschrift„ Neues Brandinspektors Reinhardt erschien und sofort über die Treppen und Gerichtshof verurteilte ihn zu neun Monaten Gefängnis und einam Hause über Hafenleitern in die brennenden Räume eindrang. jährigem Ehrverlust. Leben" Grunwald und der Ciseleur Imhof aus Mannheim Wüst sah es dort aus. Der angrenzende Seitenflügel war geangeklagt sind. Beide haben sich wegen Aufreizung zu Gewalt- fährdet. Mit zwei Rohren von Dampfspritzen konnten innerhalb thätigkeiten, begangen durch einen in„ Neues Leben" veröffentlichten einer halben Stunde die Flammen gelöscht werden. Um Artikel zu verantworten, während Grunwald auf Grund eines zweiten 9 Uhr rückte die Feuerwehr bereits wieder ab. Personen Artikels Gotteslästerung, sowie Beschimpfung der christlichen waren nicht verletzt. Der Materialschaden ist durch Versicherung Auf dem Monte Rosa verschollen. Aus Bozen wird den und jüdischen Religion zur Last gelegt wird. Das letztere Delikt gedeckt. Die Ursache der Explosion ist nicht ermittelt. Noch während wird u. a. in Auslassungen gegen Moses und Luther gefunden. Die Feuerwehr dort mit den Aufräumungsarbeiten zu thun hatte, M. N. N." geschrieben: Der Klub Alpino Italiano" und der wurde„ Mittelfeuer" auf der Prenzlauer- Allee 68 gemeldet. Dort Touring- Klub" veranstalteten dieser Tage einen Ausflug in das Beide Angeklagte werden vom Rechtsanwalt Victor Fränkt ver- stand die Marmorschleiferei von Gohlke, Schuppen mit Kiſten der Schiatal, woran fich etwa 100 meiſtens radfahrende Perſonen beteidigt. Grunwald befindet sich seit dem 6. Juli in Untersuchungshaft. Firmen Nieder und Seidel, sowie F. Metzner in hellen Flammen. teiligten. In Alagna beschloß ein Teil der Ausflügler, die AlpenDer Antrag seines Verteidigers, ihn aus der Haft zu entlassen, ist Diese hatten Schuppen, Pferdeställe, Lagerräume usw. erfaßt und flub- Mitglieder, den Monte Rosa zu besteigen. Während die Mehr abgelehnt worden. bei Ankunft der ersten Löschzüge schon eine große Ausdehnung zahl in Gruppen mit je einigen erfahrenen Führern aufbrach, dem Brandinspektor Rohnstock, Die Leiden Berliner Hof- Schauspieler erlangt. zehn Löschzüge wollten Dr. Jakob Cafati, Notar, und Anton Faccetti, Prokurist, ließ mit 1B und 4C Schläuchen von ohne Führer gehen und für sich eine eigne Partie bilden. Die erste Arbeiter nächtlichen Unwetters und dichten Nebels vollzählig in der Gnifetti von seiten des Publikums angegangen wurde; und zwar ist es das Ewig- Weibliche, das die Ursache dazu gegeben hat. Beim Verlassen G. Reinecke leichte Brandwunden im Gesicht und an den Händen, hütte auf der Campanna Gnifetti( 3640 Meter) ein. des Theaters werden die Mimen derart von jungen Damen die ihm von Samaritern der Feuerwehr verbunden wurden. Ein der zweiten Partie aber wurde seit ihrem Aufbruch nichts der Führer der bedrängt, daß ihnen endlich die Sache zu dumm wurde, und daß Pferd erstickte, die übrigen konnten in Sicherheit gebracht werden. mehr gesehen noch gehört. Ingenieur Riva, sie allen Ernstes die Polizei zu Hilfe gerufen haben. Ein Die Stallungen, Schuppen und Lagerräume find niedergebrannt. ersten Partie, zeigte sich sehr besorgt, als die dritte Partie daß sie von der zweiten nichts wisse andres Bild: Die Vorliebe ehrbarer Damen für das zweierlei Sie waren zum Teil Eigentum der Bartelsschen Erben. Die Ent- eintraf und meldete, Tuch" ist in Meißen während der viertägigen Einquartierung stehung des Feuers ist nicht ermittelt. Um Mitternacht war der und daß sie selbst nur unter großen Anstrengungen ihren Marsch yon Manövertruppen in so aufdringlicher Weise hervorgetreten, Brand gelöscht, Ferner hatte die Wehr noch in der Veteranenftr. 8, durch das Nebelmeer habe bewerkstelligen können. Riva sandte daß sich das dortige Amtsblatt" Rathenowerstr. 20, Beuthstr. 18/21, Landsberger Allee 135, Oranien- fofort einen Bergführer nach dem Colle d'Olen zurück, um von zu folgender zarter Ermahnung veranlaßt sieht:" Daß sich die Mädchen und Frauen Straße 186, Anhalter Güterbahnhof, In den Belten 23, Zorging- dort aus Nachforschungen veranstalten zu lassen. Mit Rücksicht darauf, daß die zwei Vermißten ausgezeichnete Kenner der Monte sehr für das Militär interessieren, kann wohl nicht schaden, straße 22, Neuen Jakobstraße 2c. zu thun. Rosa- Gruppe waren, neigten sich viele in der Gnifettihütte Annur müßte dieses Interesse nicht in unpassende Budringwesende der Meinung zu, die zwei könnten direkt zur Margherita lichte it ausarten. Gerade gestern konnte man bei dem Marsche hütte( 4561 Meter) aufgestiegen sein. Man beschloß daher, nach dem lebungsgelände mehrfach junge Mädchen bemerken, deren Hus den Nachbarorten. gemeinsam diese Hütte aufzusuchen, und gegen Mittag waren die Betragen viel an Zugendhaftigteit zu wünschen übrig ließ. Bootsunglück auf der Oberspree. Trotz des herrschenden heftigen Teilnehmer der ersten und dritten Partie dort versammelt. Von Sie drängten sogar zwischen die Kolonnen hinein und mußten fich dann von Offizieren beschämende Verweise gefallen laffen. Bindes war Sonntagmittag der 26jährige Reisende Arthur Jänsch den Gesuchten zeigte sich auch hier keine Spur. von der Firma Wehner u. Mäcker, Neue Friedrichstr. 44, der als Mischabelhörnern tobte ein schwerer Schneesturm herüber, und Wo bleibt da der Anstand und die gute Sitte? unverheirateter Mann bei seinen Eltern in der Bergstr. 82 zu Rig- lange Nebelschleier wallten um die Gipfel des Monte Rosa. Um Für Tabalarbeiter. Uns wird geschrieben: Vom Ministerium dorf wohnte, mit seinem Segelboot" Freibeuter" in Begleitung eines 2 Uhr nachmittags ordnete Ingenieur Riva, der sich als ein sehr ist das Statut des früheren Medizinal- Vereins als volle Krankenkasse Freundes auf die Oberspree hinausgefahren, um dem Segelsport ob- geschickter und todesmutiger Alpinist erwies, den gemeinsamen Aufnach den Bestimmungen des neuen Gesetzes vom 25. Mai 1908 unter zuliegen. Jänsch, ein langjähriger enragierter Wassersportsman, bruch nach dem Colle d'Ölen an. Es war feine Kleinigkeit, so viele dem 17. August genehmigt worden und somit tritt es laut Vorstands- fürchtete das aufgeregte Element nicht, zumal der Freibeuter" ein Menschen im schrecklichen Unwetter über die eisgepanzerten Hänge beschluß am 1. September in Kraft mit der Maßgabe, daß für großes vorzügliches Boot war. In der Nähe Grünaus warf eine plötzlich des Monte Rosa hinabzuführen. Ingenieur Riva hielt immer die Nichtmitglieder die Altersgrenze bis zum 30. September cr. auf- einfegende Böe das Boot jedoch um, beide Infassen fieleu ins Wasser Spize und übertraf die einheimischen Bergführer an unermüdlichkeit gehoben ist. Nähere Mitteilungen über die Aufnahme derselben 2c. und vermochten sich an das getenterte Boot anzuklammern. Da der und Findigkeit. Nach Ueberwindung großer Schwierigkeiten und Gewerden in der öffentlichen Versammlung gegeben werden. Ort, Unfall nicht sogleich von andern auf dem Wasser befindlichen Booten fahren gelang es, die ganze Gesellschaft noch an demselben Lage, Beit und Tagesordnung derselben siehe Inserat der heutigen Nummer. bemerkt worden war, beschloß Jänsch, ein vorzüglicher Schwimmer, allerdings in furchtbar abgehegtem Zustande, zum Colle hinabzuJ. A. Karl Butry. um den Freund zu retten, nach einem andern Boote oder an Land bringen. Ueber die Richtung, welche die zwei Verschollenen einStraßen- Unfälle im Monat August. Die Zahl der im Monat zu schwimmen und Hilfe herbeizuholen. Kaum hatte er sich aber geschlagen hatten, wußte auch hier niemand etwas Bestimmtes ausAuguft im Straßenverkehr Berlins verunglückten Personen ist gegen eine fleine Strecke von dem gekenterten Boote entfernt, als er vor zusagen. Am nächsten morgen, 26. August, gingen nach allen Richdie Vormonate unbedeutend zurückgegangen. Es fanden 55 Unfälle den Augen des Freundes in den aufgewühlten Wellen versant und tungen Rettungsexpeditionen ab, doch hat, soviel bis jetzt bekannt ist, mit schwerem Ausgang gegen 58 im Monat Juli statt. Die Zahl nicht wieder zum Vorschein kam. Wahrscheinlich hat ein Herzschlag keine derselben die Vermißten angetroffen. Sternwarte ist, wie der hiesigen der tödlichen Unfälle verminderte sich von 11 auf 9. Von den neun seinem Leben ein Ende gemacht. Von andern Booten aus sah man Ein Diebstahl auf der tödlich Berunglückten gerieten 3 Personen unter die Räder von Ge- endlich den Freibeuter" fielwärts treiben und brachte dem bereits Kriminalpolizei vorgestern, Sonntag, telegraphisch mitgeteilt wurde, In der Zeit von Sonnabendmittag bis schäftswagen, 5 wurden durch Lastwagen getötet, während 1 Person völlig erschöpften Begleiter des Jänsch im letzten Augenblick Rettung: in Eger verübt worben. Die Leiche des Ertrunkenen, des einzigen Sohnes seiner Eltern, ist gesternt vormittag 10 Uhr wurden aus fünf Sternseh- Apparaten im Stadtbahnverkehr ihr Leben einbüßte. Von den 46 schwerverletzten Berfonen famen 8 durch Ueberfahren von Gefchäftswagen, bis jetzt noch nicht gefunden worden. etiva fünfzehn Linsen herausgeschraubt und entwendet. Der Sach19 durch Lastwagen, 5 durch Omnibusse, 3 durch Droschten, 2 durch Der Wechselfälscher und betrügerische Bankerotteur Bankier Seiler wert der Zinsen beträgt 3000 Stronen, der Verlust ist aber insofern Radfahrer und 1 Person durch Automobil zu Schaden. In dem Be- aus Rathenow befindet sich, wie kürzlich berichtet, auf Grund eines weit größer, als die Linsen aus der Zeit vor dem 18. Jahrhundert triebe der Großen Berliner Straßenbahn waren im Monat August ihm von einem Verwandten ausgestellten ärztlichen Attestes, wegen stammen und unerseßlich sind. Der Diebstahl kann nur von einem 6 schwere Unfälle zu verzeichnen, während der Verkehr der westlichen angeblicher Geisteskrankheit in einer Privat- Frrenanstalt. Dazu teilt Fachmann ausgeführt worden sein. Da die Linsen nur in Städten Vorortbahn 4 derartige Unfälle aufzuweisen hatte. Unter den ver- nun die„ Brandenburger Zeitung" mit, daß über den wirklichen mit großen optischen Anstalten verwertet werden können, so sind die unglückten Personen befinden sich 5 Kinder, 17 Frauen und 38 Männer. Aufenthalt Seilers starte Zweifel bestehen, die um so berechtigter er- Behörden aller Großstädte unverzüglich durch den Draht benachrichtigt Ein Selbstverschulden konnte nach den bisherigen Feststellungen in scheinen, als Seiler erst am letzten Montag von einem angesehenen worden. 18 Fällen fonstatiert werden. Rathenower Einwohner beobachtet wurde, wie er sich in einem feinen Die Herbstparade, die am Montag stattfinden sollte, ist diesmal einrestaurant in der ungebundensten Weise amüsierte. Es würde berregnet und hat noch in dem Augenblick abgesagt werden in der That dem Treiben des gewiffenlosen Bankerotteurs die Krone müssen, wo die Truppen bereits sämtlich auf dem Tempelhofer Felde auffeßen, wenn er als Geiftestranter Gelegenheit fände, luftig und versammelt waren. Die Gaffer find auf diese Weise um einen in Freuden zu leben, während hunderte von fleinen Leuten, nament Teil ihres Vergnügens gebracht worden, aber wenigstens der Aus- lich viele Landleute des Havellandes, durch ihn ruiniert wurden. und Einmarsch der Truppen ist ihnen nicht entgangen. Wolffs Telegraphen- Bureau" teilt noch in später Abendstunde mit, daß die Deutscher Arbeiter Abstinenten- Bund, Drtsgruppe Berlin. Mittwoch, Parade nun am Dienstag vormittag um 9 Uhr abgehalten den 2. September, abends 8%, Uhr, im„ Englischen Hof", Neue Roßstr. 3: werden wird. Da werden also die Patrioten Berlins doch noch auf Versammlung. Tagesordnung: Gruppen- Angelegenheiten. ihre Rechnung kommen. Die Schulen, die niederen wie die höheren, hatten am Montag schon nach der ersten Stunde ihre Arbeit eingestellt, damit auch die Jugend sich an dem Anblick unfres herrlichen Kriegsheeres weiden konnte. " Wir sind ge ioda Gerichts- Zeitung. spannt darauf, ob man ihnen nun auch noch den Dienstag frei- Straßenraub aus Hunger. Wegen Straßenraubes hatte geben wird. 4 Von den Eisenbahn Unfälle. Wie aus Niederlahnstein gemeldet wird, fiel von einem Wagen des Güterzüges Nr. 8778 gestern nachmittag ein über 20 000 kilogramm schwerer Eisenblod herab. Die folgenden sieben Wagen entgleisten. Das Berggeleis Köln- Frantfurt ist gesperrt. Berlegungen von Personen sind nicht vorgekommen, doch ist der Sachschaden erheblich. Sonntag fand in Rußland zwischen den Stationen Diſjetschenka und Ljublinska der Nikolaibahn ein Zusammenstoß eines Petersburger Personenzuges mit acht leeren Wagen eines Güterzüges statt. Der Maschinist wurde getötet und der Gehilfe verwundet; auch sieben Fahrgäste erlitten leichte Verlegungen. Jn Udine sind am Sonnabendnachmittag die Opfer des Eisenbahn- Unglüds auf Kosten der Stadt beerdigt worden. Der Feier wohnten die Civil- und Militärbehörden und eine große Menschenmenge bei. Die Geschäfte waren geschlossen. sich gestern die siebzehnjährige Dienstmagd Martha Liebusch Im Straßengetriebe verunglückte der 29 Jahre alte taubstumme vor der dritten Straffammer des Landgerichts I zu ver Arbeiter Paul Clemens aus Jüterbog, der hierher kam um Ver- antworten. Im Juli war die Angeklagte schon seit Wetter: Prognose für Dienstag, den 1. September 1903. wandte zu besuchen. In der Nähe des Anhalter Bahnhofes geriet längerer Zeit stellungs- und infolgedessen mittellos. Sie bemerkte Zunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe mit Regenfällen und leb er unter eine Droschke, deren Räder ihm über den Unterleib gingen. eines Tages, daß zwei kleine Mädchen im Alter von 7 und 11 Jahren haften westlichen Winden, später auftlavend, aber kühler. Das ältere der Berliner Wetterbureau. in einem Schlächterladen einen Einkauf machten. Der Verunglückte mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. Berantwortlicher Redakteur: Julius Kalisti in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.