Nr. 206. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das leuR übrige Auslan 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts 3 Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 fg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Aoresse: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Freitag, den 4. September 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Fülle wichtigster Voltsinteressen dem Machtbereiche des Reichstages und Versammlungsrechtes, die Rechtlosigkeit der Frauen und der Eine Waffenkammer für die Landtags- entzogen, den Landesparlamenten, so dem gefährlichsten aller, den Polen, das Bestreben, ein kleines preußisches Socialiſtengeſetz durch beiden Häusern des preußischen Landtages, vorbehalten ſind. weitere Verböserung des Vereinsgesetzes zu schaffen, werden in wahlen. Aus Süddeutschland wird uns geschrieben: Bismarck hat das so merkwürdige von allen Partikularisten in Bahern und Schwaben, in Mecklenburg und anderwärts zur Beschönigung ihrer Eigenbrödlerei vertvertete Wort geprägt vom preußischen Partikularismus, dem gefährlichsten aller. In den Worte ist viel Wahres, wenn auch viel mit Absicht falsch Gedeutetes. Früher sprach man von Preußen- Deutschland, von dem in preußischem Sinne regierten Deutschen Reiche. Die Uebermacht Preußens im Reiche, die Regierung des Reiches durch die in Preußen maßgebenden Klassen, Cliquen und Majoritäten wird nicht gemildert durch die Berufung eines mecklenburgischen LandgerichtsDirektors oder eines bayrischen Staatsrats in ein Reichsamt. Gefunderer Geist kann in die Reichsverwaltung nur gelangen, wenn in Preußen die Alleinherrschaft des Junkertums gebrochen wird, wenn selbst eine Koalition des Centrums mit den Konservativen uur die Minderheit des preußischen Abgeordnetenhauses bildet. Der Hebel für die gründliche Bekämpfung des preußischen Partitularismus muß in Preußen felbft angelegt werden. Mit dem lebhaftesten Interesse, mit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgt man deshalb heute außerhalb Preußens die Bemühungen unsrer Genossen, selbst das elendeste aller Wahlsysteme zur Waffe werden zu lassen gegen die Uebermacht des Junkertums in Preußen, gegen die preußische Reaktion im Deutschen Reiche. In Mittel- wie in Süddeutschland fühlt man es, daß eine Erschütterung der Junkermacht in Preußen freie Bahn schaffen würde für eine wahrhaft fortschrittliche Politik nicht bloß im Reiche, sondern auch in den Einzelstaaten. Preußens Macht äußerst sich nicht bloß in der Reichspolitik, soweit sie durch die Reichsverfassung umgrenzt ist, der Einfluß geht weiter auch in das Gebiet der der Landesgesetzgebung vorbehaltenen Verwaltung. Jm Bundesrat wird so manches festgestellt, was nicht Gegenstand der Reichsgesetzgebung ist, aber zu einer reaktionären Vereinheitlichung der Landesgesetzgebungen und Verwaltungsmaßnahmen führt, im Schul-, Kirchen-, Verkehrs-, Steuerwesen und auf andren Gebieten des Partikularrechtes wie der Ausführung der Reichsgesetzgebung. Ueberall ist der oft unselige Einfluß Preußens zu verspüren, ein Einfluß, der auf das Rad des Fortschrittes wie ein Hemmschuh wirkt. Der spätere Historiker, der die Protokolle des Bundesrates studieren wird, dürfte diese Wirksamkeit der Staaten bertretung attenmäßig feststellen, der aufmerksame Politiker muß aber schon heute zu diesen Schlüssen gelangen, wenn er gewisse Gleichmäßigkeiten der Landesgesetzgebung und Verwaltung beobachtet, wenn er manche Wendungen der Minister in den Landesparlamenten genau prüft. Daß der Bundesrat trok der bloß 17 preußischen Stimmen in 99 von 100 Fällen beschließt, was von Preußen gewünscht wird, weiß jedermann. Aus all diesen Gründen erscheint heute vielen die bevorstehende Wahl des preußischen Abgeordnetenhauses als fast gleichwertig mit den Wahlen zum deutschen Reichstage. Während man aber bisher die preußischen Wahlbewegungen mit orientalischem Fatalismus betrachtete, weil man das Resultat, den Sieg des Junkertums, voraussah, weil man auf einen Umschwung nicht rechnete, so ist diesmal eine lebhafte Anteilnahme an der preußischen Wahlbewegung gesichert. Dies dankt Preußen dem Eingreifen unsrer Parteigenossen. Man weiß wohl, daß die Schwierigkeiten für die Socialdemokratie sehr groß find, aber man tennt und schätzt den Opfermut, die Disciplin und den Eifer der preußischen Parteigenossenschaft, man hofft, daß der gewaltige Erfolg vom 16. Juni seinen Wiederschein finden wird an den Tagen der preußischen Wahlmänner- und Abgeordnetenwahlen, man hofft, daß selbst eine kleine socialdemokratische Fraktion im Abgeordnetenhause den Gang der preußischen Politik, ihre Wirkung auf die Reichspolitik beeinflussen wird. Für viele unsrer Parteigenossen wird das Studium dieses Buches wirken wie die Beschreibung einer Reise in unbekanntes Land. Niemand wird es bedauern, wenn er sich in die Lektüre dieses Buches vertieft, er wird überall lernen, von Seite zu Seite neue Anregung erhalten, sein politisches Interesse wird sich steigern, feine Ausbildung als Parteigenosse wird vervollkommnet werden. Wie wenig wissen unsre Parteigenossen über die geschichtliche Entwicklung, welche unfren heutigen Zuständen vorangegangen ist. Hier liegt ungweifelhaft eine wichtige Aufgabe, die Lücken unsrer ParteiTitteratur auszufüllen. Ein bedeutungsvoller Schritt dazu geschieht auch in dem Handbuche, das uns die Geschichte Preußens von der Zeit des Absolutismus ab bis in unsre Tage beleuchtet, wobei stets Rücksicht genommen wird auf den zwar nicht immer offen zu Tage liegenden, aber stets als Ursache wirkenden wirtschaftlichen Untergrund politischen Geschehens. Es wird deutlich gezeigt, wie die preußische Geschichte sich anders abgespielt hat, als wir es in unfren Schulbüchern lernten, als wie es von Festrednern am Sedansoder am Bismardstage vorgetragen wird. Die Geschichte der Rechtsbrüche wird enthüllt, das nicht nur politische, sondern auch historische Unrecht des preußischen Wahlrechtes vielen erst offenbart. n einem besonderen Abschnitte wird die Wirkung des Wahlrechtes auf die bürgerlichen Parteien dargestellt und hierauf gezeigt, wie verschieden die Socialdemokratie Stellung genommen hat zu der Frage der Landtagswahlen. Dieses Kapitel schließt mit den von allen preußischen Parteigenossen zu beherzigenden Worten: " Der„ bierte Stand" hatte satt, die Herrschaft im größten deutschen Bundesstaate noch länger den Parteien zu überlassen, die im Reiche längst abgewirtschaftet haben, den Parteien, über die das Volk am 16. Juni 1903 sein Verdammungsurteil gesprochen hat. Zum erstenmal beteiligt sich die Socialdemokratie ernsthaft an den Landtagswahlen, und sie wird, kraft des siegreichen Gedankens, den sie verficht, auf diesem Gebiete Erfolge erzielen, mögen ihre Feinde ihr noch so viele Hindernisse in den Weg legen." Wir sind überzeugt, daß für jeden Parteigenoffen das preußische Handbuch unsrer Partei zum schärfsten Ansporn werden wird, nach Kräften mitzuwirken an einer Niederlage des Junkertums in den bevorstehenden Tagen der Entscheidung. einem besonderen Kapitel geschildert. Der Einfluß des Staates auf die Gemeinde, auf den plutokratischen Charakter des Gemeindes Wahlrechtes, die Eingriffe in die Selbstverwaltung werden ers örtert in einem„ Staat und Gemeinde" überschriebenen Kapitel. Eine hervorragende Leistung des Herausgebers war es, daß er die Fülle des Materials über die Heldenthaten der preußischen Polizei, der politischen Polizei, der niederen Polizei- Organe, der Gefangenens Transporteure, der Theatercenfur auf wenige Seiten zusammens drängen konnte. Auch die preußische Justiz, über die man bekanntlich Bände schreiben kann, ohne ihr volksfremdes Wirken zu erschöpfen, ist in einem furzen, aber wirkungsvollen Kapitel bengalisch bes leuchtet. Von der Volksschule in Trakehnen bis zu den Handlangerdiensten Eine der wichtigsten Aufgaben des Staates ist das Schulwesen. der Universitäten an die russischen Polizeibehörden ist dieses Kapitel preußischer Verwaltung, aber nicht deutscher Stultur erörtert. In weiteren Abschnitten wird gezeigt, wie wenig wahr das Wort des Kaisers geworden ist, wir leben im Zeitalter des Verkehrs"; die Abhängigkeit unfrer Verkehrsinteressen von den Wünschen des Juntertums wird sowohl bei der Erörterung der Personentarife, wie bei der Besprechung der Kanalvorlage in dem Kapitel„ Verkehrspolitit" gezeigt. preußische Politit von Anfang bis zu Ende als eine Politik der Man braucht wahrlich nicht allzu boshaft zu sein, um die Liebesgaben für die Junker darzustellen. Trotzdem war es vollauf berechtigt, ein besonderes Kapitel den speciellen Liebesgaben für die Junker zu widmen. Dieses Kapitel wird ergänzt durch weitere über die Agrargeseze und über die Landarbeiter. Hieran schließen sich Darlegungen über die ebenso unselige wie für das deutsche Volk unfruchtbare Politik gegen die Polen und gegen die Dänen. Eine Reihe weiterer Kapitel können wir nicht einzeln besprechen, wir ers wähnen nur, daß das Buch zum Schluß neben guten Registern einen Anhang über die Bedeutung und die Art der Wahlen enthält. Mag auch der Kritiker einzelne Abschnitte des Buches ausführ licher dargestellt wünschen, mag ihm auch manches in demselben fehlen, so darf er sich auch der Erwägung nicht verschließen, daß ein zu großer Umfang die Lektüre nicht gefördert, das Studium nicht angeregt hätte. So wie das Buch ist, kann es bis zur Ausschreibung der Wahl von allen aktiv thätigen Parteigenossen genau studiert werden und auf dem Wege der Presse und der Versammlungen zum Gemeingut aller gemacht werden, die ein Interesse haben, daß auch Vertreter des werkthätigen Volkes ihre Stimme erheben können, wo bisher die Junker fast unumschränkt geherrscht haben. schaftlicher Weise der erste preußische Landtags- Wahlkampf unsrer Wir können stolz sein, daß in so ernster, fachlicher, ja wissens Partei begonnen wird. Möge dies ein gutes Zeichen sein, möge dies die Anregung sein, daß alle Sträfte angespannt werden, damit der preußische Wahltag ein schwarzer Tag im Kalender der preußischen Reaktion werde. Politische Uebersicht. Berlin, den 3. September. Der Barteitag der Freisinnigen Volkspartei für Berlin erachte es für die Pflicht der Berliner Parteigenossen, alle Seraft daran zu sehen, die neun Landtags Mandate bonBerlin für die Partei auch diesmal wiederum zu behaupten. Zu diesem Zweck ist für die Urwahlen alsbald in allen Bezirken und Abteilungen die Wahl zuverlässiger Wahlmänner vorzubereiten und überhaupt auf eine wesentlich stärkere Wahlbeteiligung der Parteigenossen als bisher, namentlich auch in der dritten Wählerklasse, hinzuwirken. Wer von den Parteigenossen das Kapitel über den preußischen Landtag als Schrittmacher der Reaktion im Reiche liest, wem da in Erinnerung gerufen werden die Angriffe auf das ReichstagsWahlrecht, die Gefährdung des Koalitionsrechtes, der unausgesetzte Stampf gegen die Freizügigkeit, das Bestreben, die reaktionären Maßnahmen, die im Reichstage nicht zu verwirklichen sind, im Landtage auszuführen, der wird überzeugt sein, daß er nicht nur eine Pflicht als preußischer Wähler, sondern auch als Reichsbürger erfüllt, wenn er die herrschende Ordnung in Preußen wirksam untergräbt durch Vorbereitung socialdemokratischer Siege in den für uns aussichts vollen Wahlkreisen. Jeder preußische Wähler wird aus dem Kapitel über die Gutsbezirke als Herd der Reaktion lernen, daß noch viel mittelalterlicher Schutt, viele Reste des feudalen Systems zu Gunsten des Junkertums, zum Schaden der ländlichen Bevölkerung erhalten geblieben sind. Wie sehr das Klassenparlament im Interesse seiner Wähler, der Besitzenden und vor allem der Grundbesitzenden und Die Landtagswahlen in Berlin. insbesondere des höchsten" Adels gewirkt hat, lehrt das ausführliche Kapitel über das Finanzwesen. Wie das bißchen Arbeiterliche Kapitel über das Finanzwesen. Ein Parteitag der Freisinnigen Volkspartei hat am Mittwoch schuß, das in der auf dem allgemeinen Wahlrecht beruhenden Reichs- hier stattgefunden. Eugen Richter hielt einen Vortrag, dem eine allgesetzgebung zu stande kam, im preußischen Landtage bekämpft, ver- gemeine Diskussion gefolgt sein soll. Ueber den Inhalt dieser Verhöhnt und verspottet wurde, wird in dem Kapitel über Arbeiterschutz handlungen, die natürlich geheim gehalten worden sind, wird kein und Arbeitertruß, dann in dem über die Gewerbe- Inspektion er- Wort mitgeteilt. Einstimmig nahm man, wie berichtet wird, folgende örtert. Die falsche Mittelstandspolitik, die Vertretung der Haus- Resolution an: befizer- Interessen zur Hemmung des Fortschrittes in der Wohnungsreform werden in besonderen Kapiteln erörtert. Mit Recht ist Deshalb verfolgt man die Wahlvorbereitungen unsrer preußi- einer der umfangreichsten Abschnitte des Handbuches„ Der Staat als schen Genossen mit der größten Aufmerksamkeit, man erörtert an Arbeitgeber" überschrieben. Niemand nimmt sich im preußischen vielen Orten die Mysterien des preußischen Wahlrechtes, man Landtage ernstlich der Interessen derjenigen großen Zahl von Arkümmert sich um Einzelheiten der preußischen Politik und Ver- beitern an, die direkt für den Staat thätig sind und denen der waltung. Wir glauben uns deshalb nicht zu täuschen, wenn wir„ Water Staat" nicht nur gegen geringen Lohn lange, schwere und annehmen, daß das eben erschienene Handbuch für socialdemo- verantwortungsvolle Arbeit aufbürdet, denen er auch das Koalitionskratische Landtagswähler*) auch außerhalb Preußens aufmerksame recht widerrechtlich vorenthält, das reichsgefeßlich allen Arbeitern Leser finden wird. Daß es in Preußen eifrig studiert werden soll, garantierte Mittel zur Verbesserung ihrer Lebenslage. Niemand so nichtssagend wie irgend möglich und wird auch nicht dadurch bedarf keiner besonderen Mahnung. Unfre Parteigenossen wissen es wartet sehnlicher auf den Einzug von Socialdemokraten in das zu irgend einer Kundgebung oder einem Programm, daß oder sollten es wenigstens wissen, daß in keinem Bundesstaate so preußische Abgeordnetenhaus, als der preußische Staatsarbeiter, der die Woffische Zeitung" gleicherweise wie die Freisinnige" durch sehr die Aufklärung über die Landesangelegenheiten vernachlässigt wohl weiß, daß ihm dann erst ein Anwalt wird gegen feine Be- Sperrdruck die Worte unterstreichen, bie man oben wurde, wie gerade in Preußen. Der lange Zeit unbestrittene brüder, der wohl weiß, daß im bayrischen, württembergischen, gekennzeichnet sieht. Welche Partei wollte wohl nicht alle Kraft fo Standpunkt, daß sich durch die Macht der Socialdemokratie an dem, badischen, hessischen Landtage und bis zur Wahlentrechtung auch im baran segen, ihren bisherigen Besitzstand an Mandaten zu erhalten. was in Preußen geschieht, nichts ändern lasse, hatte in der Presse und bei unsren agitatorischen Kräften dazu geführt, daß man die Sächsischen Landtage die Staatsarbeiter stets ihre Interessen vertreten Aber die Freisinnigen wissen sehr wohl, daß gerade in Berlin unsre und bei unsren agitatorischen Kräften dazu geführt, daß man die Beschäftigung mit den preußischen Angelegenheiten nur zu lange und sahen von den socialdemokratischen Abgeordneten. In dem Augen- Teilnahme an der Wahl eine ganz erhebliche Veränderung in ihrer Beschäftigung mit den preußischen Angelegenheiten nur zu lange und blide, wo Socialdemokraten in den Landtag einziehen, da weiß der Machtstellung verursachen wird; sie wissen auch zu gründlich vernachlässigte, man litt unter der preußischen Gesetz- Gefängnisauffeher, der Polizeidiener, der Gerichtsvollzieher, der ihnen unsre Hilfe, wo sie deren bedürfen, nicht ohne Gegenleistung gebung und Verwaltung, man versuchte, gar zu arge Auswüchse Eisenbahnschaffner, der Forstangestellte und wie die Hunderte von gewähren werden. Diese Gegenleistung besteht in der Ueberlassung von von der Tribüne des Reichstages und in den Spalten unsrer Berufen alle heißen, die in Uniform als Arbeiter wirken, wer der Mandaten und nirgends sind die Freisinnigen leichter in der Lage, Beitungen zu besprechen, man unterließ es aber, sich gründlich mit Vertreter ihrer Interessen ist. Und schon die eine Thatsache, daß uns Mandate zu überlassen, wie in Berlin. den preußischen Angelegenheiten zu befassen, unsren Agitatoren Socialdemokraten einem Landpartament angehören, veranlaßt die Einwand nicht zutrifft, daß freisinnige Wahlmänner sich aus Rück Wenn irgendwo der fehlte auch ein Leitfaden, um sich in dem Wirrsal preußischer Politit Centralstellen, den Wünschen des ihm unterstellten Personals mehr ficht auf ihre Existenz oder ihre gesellschaftliche Stellung scheuen zurechtzufinden. Das ist nun, wir hoffen nicht zu spät, besser ge- entgegenzukommen, sie nicht hochmütig abzulehnen; es entsteht der müßten, für Socialdemokraten zu stimmen, so ist das in Berlin. worden durch die Herausgabe des umfangreichen Handbuches für die Wunsch, zu verhindern, daß die Socialdemokraten Anwalte derer Hier giebt es also keinerlei Ausreden. Daß die Freifinnigen für die Aussocialdemokratischen Wähler zum preußischen Landtage. werden, die im„ königlichen Dienste" stehen. Wenn man auch das wahl zuverlässiger Wahlmänner sorgen wollen, ist sehr erfreulich und es ist Eine nicht geringe Anzahl unsrer Parteigenossen wird erst offene Bekenntnis derer, denen der Staat ein harter Unternehmer die notwendigste Fürsorge für die Schwierigkeiten der Hauptwahl. Wir aus dieser neuesten Batterie unfres Agitationspartes ersehen, welch' ist, bei den Wahlen erschwert hat, so wird es doch die Aufgabe meinen aber, die Freifinnigen hätten sich auch noch mit Beschlüssen ") Der preußische Landtag, Handbuch für socialdemokratische unsrer Agitatoren sein, den Inhalt des Kapitels" Der Staat als oder Verabredungen vorsehen sollen für den Fall, daß sie hier fir Landtagswähler. Im Auftrage des Parteivorstandes und unter Arbeitgeber" den Staatsarbeitern zu verdolmetschen. So manches die Erhaltung ihrer Mandate auf unsre Wahlmänner angewiesen Mitwirkung einer Anzahl von Parteigenoffen herausgegeben von Flugblatt, so manche Versammlungsrede kann aus diesem Kapitel find. Möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, daß sie den Fall erörtert Paul Hirsch. Berlin 1908. Verlag des Vorwärts". 360 S. 80. herausgearbeitet werden. Die Chikanen des preußischen Vereins- haben; daß sie kein Wort darüber in die Deffentlichkeit dringen lassen, " Das ist angesichts der Situation bei den diesmaligen Wahlen daß wir Ratholizismus und Socialdemokratie. Aus dem Rheinlande schreibt man uns: läßt in Verbindung mit den vielfachen Aeußerungen der freisinnigen Das Prinzengefängnis in Hannover hat jetzt ein Disciplinar Bresse immerhin der Vermutung Raum, daß sie wirklich noch an Wunder verfahren. Es soll ermittelt werden, wem der prinzliche Mörder glauben. Nämlich an das Wunder, daß wir ihnen, um die Wahl eines In einer ganzen Reihe von Centrumsblättern findet sich eine Arenberg die heiteren Stunden verdankt, die er dort verleben durfte. offenen Reaktionärs zu verhindern, unsre Stimmen geben werden, Schimpfepistel, die sich gegen den Artikel des„ Vorwärts" wendet, Zwei Hilfsaufseher sollen bereits aus dem Dienste entlassen sein, ohne daß sie uns zu Mandaten verhelfen. Das werden wir aber worin der gelegentlich des Kölner Katholikentages veranstaltete gegen drei Aufseher soll das Disciplinarverfahren eingeleitet sein. nicht thun. Wenn es also die Freisinnigen vermieden haben wie ihn die Bonner„ Reichszeitung" bringt, u. a.: Arbeiterumzug kritisch besprochen war. Es heißt in dem Artikel, Ob es möglich sein wird, durch Verurteilung einiger Aufseher ein System zu entlasten, das den Prinzen felbst im Mörder noch sollten, sich auf diese Möglichkeit einzurichten, so werden sie es noch thun müssen. So viele Lungenkraft haben die roten Agitatoren gerade unter fieht, den ehrenhaftesten Menschen aber als Verbrecher behandelt, Sie mögen ja vielleicht noch die der rheinischen Arbeiterschaft seit Jahren aufgewendet und ungezählte wenn sein„ Berbrechen" darin besteht, daß er eine„ ordnungsfeindSummen es sich kosten lassen, um die christlichen Arbeiter für den liche" Handlung begangen hat, scheint ſehr zweifelhaft. Umsturz zu gewinnen und immer wieder mußten sie die ent- Monarchenfreiheit. Der König Eduard von England, der in mutigende Erfahrung machen, daß der Erfolg zu ihren Bemühungen Wien zu Besuch ist, hat sich im dortigen Burgtheater die Aufführung im umgekehrten Verhältnis stand. Muß ihnen nun, nach der jahre der„ Roten Robe" bestellt, weil das Stück in seinem Königreiche Tangen rastlosen und unfruchtbaren Arbeit, dieses gewaltige öffent verboten ist. Armer König. liche Bekenntnis vieler Tausende Arbeiter zum Christentum nicht wie ein Hohn auf ihre Bestrebungen vorkommen? Kein Wunder daher, daß helle Verzweiflung sich ihrer bemächtigt angesichts der bölligen Aussichtslosigkeit, in diesen Kreiſen jemals etwas für ihre Biele zu erreichen." leise Hoffnung hegen, daß es uns nicht gelingen wird, in Berlin eine ausschlaggebende Stellung bei den Urwahlen zu erringen, und es scheint, als ob sie ihren Einfluß auf den Magistrat in dieser Richtung benutzen wollen zur Verhinderung der Festsetzung einer für die Arbeiter günstigen Wahlzeit. Sie beschlossen nämlich noch: am Ausland. Oestreich- Ungarn. Ein militärischer Exceß. Seit die Kriegsminister der beiden " Der Parteitag erachtet eine Festießung des Beginnes der Urwahlen auf 5 Uhr nachmittags für uns ausführbar, weil bei der voraussichtlich diesmal stärkeren Wahlbeteiligung in der dritten Klasse und bei der Möglichkeit zahlreicher Stichwahlen in dieser Klaffe für die zweite und erste Wählerabteilung der Wahlakt alsdann erst kurz vor Mitternacht Wir haben nichts dagegen, wenn die Centrumspresse sich selbst beginnen, vielleicht am Wahltage gar nicht mehr stattfinden könnte." betrügen will. Wir sind mit den Erfolgen in den katholischen Reichshälften, um den Widerstand des ungarischen AbgeordnetenWenn die Freisinnigen auch erreichen sollten, daß die Wahl schon Gegenden, und besonders mit denen bei der eben erwähnten hauses gegen die Heeresverstärkung zu brechen, die Zurüdbehaltung auf eine frühere Stunde angesetzt wird, so werden die Berliner 16. Juni hat gezeigt, daß es auch unaufhaltsam vorwärts geht. haben, sind verschiedentlich bei ungarischen Truppenteilen Aeußerungen auf eine frühere Stunde angeſetzt wird, so werden die Berliner„ rheinischen Arbeiterschaft", durchaus zufrieden. Die Wash in der ausgedienten Mannschaften bis zum Jahresschluß angeordnet Arbeiter doch zur rechten Zeit auf dem Posten sein und alles daran wie man in den Centrumskreisen denkt, die ein zutreffendes Urteil darüber der Mißstimmung vorgekommen Ihnen folgte am Donnerstag eine weit fezen, daß sie in die lage kommen, den Freifinnigen Bedingungen haben können, das hat der Centrumsführer Trimborn gelegentlich des ernstere Demonstration in Triest. Ein Haufen Soldaten, die demnächst vorzuschreiben, und das werden auch unsre Parteigenossen außerhalb Katholikentages gezeigt. Abg. Trimborn sagte:„ Es ist durch die letzte hätten entlassen werden müssen, zogen unter Absingung des Liedes der Arbeit durch die Straßen, von Zeit zu Zeit Protestrufe gegen Berlins thun, und da unsre Maßnahmen für ganz Preußen ein- Wahl festgestellt, daß auch der katholische Arbeiterstand der Arbeit durch die Straßen, von Zeit zu Zeit Protestrufe gegen heitlich durch unser Central- Wahlkomitee getroffen werden, so wird nicht mehr gegen die socialdemokratische Verführung gefeit iſt." In sich um sie eine zahlreiche Menge, die mit ihnen sympathisierte. Erst die Verfügung des Kriegsministeriums ausstoßend. Bald sammelte den Freisinnigen Berlins wohl auf keinen Fall die Stellungnahme den durchweg katholischen Regierungsbezirken Köln, Koblenz. Aachen zu unserm Verlangen auf Abtretung von Mandaten erspart bleiben. und Trier stieg die socialdemokratische Stimmenzahl seit 1898 von als auf erfolgte Meldung starke Patrouillen eines andren Regiments Dann werden die Freifinnigen ihr Schicksal in der Hand haben. 31 360 auf 55 240, was eine Zunahme von 76 Prozent heranrückten, flüchteten die Demonstrierenden. der damaligen Stimmen bedeutet. Den katholischen WahlWir werden sie mit kühler Ruhe durchfallen lassen, wenn sie es Frankreich. freisen Köln- Land und Mülheim Wipperfürth Gummersbach nicht anders haben wollen. Der Abgeordnete Jaurès nimmt jegt in der„ Petite République" fehlt nicht viel an der Verdoppelung. Köln- Land ebenfalls das Wort zur sogenannten Vicepräsidenten- Frage. Wie stieg von 6980 in 1898 auf 13 428 bei der jetzigen Wahl; bei seiner politischen Stellung selbstverständlich ist, hält er den Milheim- Wipperfürth stieg von 4341 socialdemokratische Stimmen * Deutfches Reich. Raiser und Stadtverwaltung. 60 = bont 2007, auf 7871. Und auch Köln- Stadt, eben der Drt des Umzugs der Standpunkt Bernsteins und Vollmars für den allein richtigen und meint, daß mit dem Fortschritt der socialistischen Bewegung katholischen Arbeiter, sah trotz der für die Socialdemokratie un- in Deutschland die Auffassung dieser beiden Politiker immer In Metz ist wiederholt der Typhus ausgebrochen. Die Ursache bevölkerung wird durch die eigenartigen Kölner Wohnungsverhältnisse Wenn auch, führt er aus, die Frage in Dresden sicher noch günstigen Entwicklung der Bevölkerungsverhältnisse( die Arbeiter mehr die des ganzen socialistischen Proletariats werden würde. davon wird in der schlechten Beschaffenheit des Trinkwassers gesucht. immer mehr in die zu Köln- Land gehörenden Vororte gedrängt) in negativem Sinne gelöst werde, so würde sie doch immer wiederObwohl dieser Zustand seit Jahren bekannt ist, hat die Stadt ein Wachstum der socialdemokratischen Stimmen von 9008 auf 13 291, fehren. Wenn die Partei im Reichstage einmal die Majorität haben verwaltung nichts gethan, um den Gefahren vorzubeugen. Nun hat also um 4283 Stinumten. Die übrigen Wahlkreise der genannten das erneute Auftreten des Typhus eine Aktion gezeitigt, die nicht Regierungsbezirke find fast durchweg ländliche und induſtriell und System der Monarchie radikal( revolutionairement) zu beseitigen, und würde, sei sie vor das Dilemma gestellt: Entweder das ganze gewöhnlich ist. Der Kaiser hat an den Statthalter von Elsaß- Loth- wirtschaftlich zurückgeblieben. Aber auch in allen diesen ist die oder aber die Form der Institution des Kaisertums bestehen ringen, v. Hohenlohe- Langenberg, folgendes Telegramm gerichtet: Socialdemokratie gewachsen und hat sich meist verdoppelt und ver- zu lassen und ihre Macht so zu beschränken, daß sie die Wiederum, wie in den letzten Jahren, ist in Mez, vorläufig Aachen- Stadt von 2536 auf 3300, Aachen- Land von 1335 auf 2381, dreifacht. Bonn- Rheinbach stieg gegen 1898 von 479 auf 1610, politische und sociale Entwickelung der Demokratie nicht in der Civilbevölkerung, eine Typhusepidemie ausgebrochen, Düren- Jülich mehr hindern könne. Weiter erinnert Jaurès an die von 657 auf 1308, Schleiden Malmedy welche die Garnison ernstlich gefährden kann. Sie hat ihren Urmaßvolle Rede des Genossen Bebel im Reichstage auf die Goar auf 284, Koblenz St. bon 777 auf sprung in der schlecht verwahrten„ Bouillon- Quelle" und ihrer in Neuwied von 218 auf 558, Weglar- Altenkirchen von 2507 Bebel die Monarchie als eine durchaus unnötige Institution be Breslauer und Essener Ansprachen des Kaisers. In dieser Rede habe unerhörtem Zustand befindlichen Leitung. Diese Sachlage ist auf 3106, Mayen Ahrweiler von 197 auf 725, Trier von lediglich Schuld der Stadtverwaltung Wet, welche absolut nicht zu 284 auf 803, Saarbrüden von 710 auf 1875 Stimmen. Der letzte zeichnet und frei und offen deren Beseitigung angekündigt.„ Aber energischem Handeln bezüglich ihrer Wasserversorgung sich ent- der fünf rheinischen Regierungsbezirke, Düsseldorf, hat zum Teil meine, daß Bebel dabei eine politische Entwickelung im Auge hatte, so fährt Jaurès fort ich glaube mich nicht zu irren wenn ich schließen kann. Laut Meldung der Kommission, welche im Vorjahr start protestantische Wahlkreise. In den katholischen Kreisen sind wir durch welche der Inhalt der Monarchie( Constitution imperiale) ge die sanitären Verhältnisse in Metz und Umgegend untersuchte darunter Excellenz v. Leuthold und Koch auch dort, zum Teil ganz gewaltig gewachsen. In Düsseldorf ändert, lange bevor die Form selbst gebrochen wird." sind die Zustände bon 10712 auf 20 375, Effen Stadt von 5400 auf 22 773, geradezu himmelschreiend und empörend; trotz allen Drängens Mülheim- Duisburg von 7794 auf 23 284, Strefeld von 4144 auf 7298, und Protestierens des Generalkommandos des 16. Armeecorps, M.- Gladbach von 2071 auf 3673, Neuß- Grevenbroich von 884 welches andauernd auf die schwere Gefahr für das Militär hinauf 1590, Kempen von 1240 auf 2379, Mörs- Rees von 214 auf gewiesen und das Wasser als unbrauchbar bezeichnete, hat die 1496, Aleve- Geldern von 291 auf 494. In der gesamten Rhein Stadt nichts Ernstes gethan! Das ist nun nicht länger angängig Jm Kriegsfalle würden diese Zustände eine Katastrophe unvermeidlich zur Folge haben. Ich ersuche Ew. Durchlaucht, um gehend mit den allerschärfsten Mitteln den Zuständen ein Ende zu machen und die Stadt zu ihrer Pflicht zu zwingen. F England. probing stieg die socialdemokratische Stimmenzahl von 111 956 auf 205 035. Wenn angesichts aller dieser Zahlen die Centrumspresse von„ entmutigenden Erfahrungen" und infolgedessen heller Verzweiflung" unsrer rheinischen Parteigenossen reden kann, so ist das Specialbergnügen, das sie sich mit sehr geringen geistigen Unkosten traten am 31. August auf. Wilhelm I. R." auf diese Gebiete verwenden, daß wir auch dort bald eine maßverschafft hat. Es wird lediglich von der Arbeit abhängen, die wir gebende Stellung erringen. Der Vorgang gehört als ein Ruhmesblatt in die Geschichte des deutschen Bürgertums, das sich nicht beklagen darf, wenn es so behandelt wird, wie es verdient. Vedauerlich ist nur, daß andre erst wieder gut zu machen haben werden, was das Bürgertum durch fociale Verständnislosigkeit und Unfähigkeit wie durch politischen Schwachmut verschuldet. Ultramontane Sorgen. der„ Daily Expreß" aus Dowlais in Süd- Wales. Eine größere Antisemitische Ruheftörungen melder der„ Daily Graphic" und Anzahl Juden, meistens polnischer und rumänischer Herkunft, ist in den dortigen Schieferbrüchen beschäftigt. Die irischen und auch die englischen Arbeiter sind damit sehr unzufrieden und weigern sich vielfach, mit den Juden zusammen zu arbeiten. Die ersten Anzeichen einer ernsten Lage, die sich inzwischen bedrohlich gestaltet hat, An diesem Tage wurden zwei Man begreift die Sorge des Kaisers um die Gesundheit der wurde eine Abteilung von 20 jüdischen Arbeitern an derselben Stelle jüdische Arbeiter auf der Landstraße angegriffen. Am nächsten Tage Soldaten, man kann es auch der Stadtverwaltung gönnen, daß sie belästigt. Sie leisteten entschlossenen Widerstand, bis sich eine in solcher Form an ihre Pflichten gemahnt wird, trotzdem ist es doch feindlich gesinnte Voltsmenge ansammelte, vor der sie fliehen mußten. ein Vorgang, der seine Erklärung nur in Zuständen findet, die mit Beichtvater Bülow. In den Kreisen der deutschen Historiker Mehrere von ihnen wurden bei diesem Zusammenstoß verlegt, den staatsrechtlichen Verhältnissen nicht in Einklang stehen. da; wird erzählt, so berichtet die Deutsch- evangelische Korrespondenz", darunter einer ernstlich. Später sammelte sich eine große Menschens Der Statthalter telegraphierte nach Empfang des kaiserlichen und auf dem Historikertage in Heidelberg sei es von Mund zu Mund menge vor der Einfahrt in die Schieferbrüche an, um dort das Er Telegramms sofort an die städtische Behörde, daß, wenn nicht gegangen, der bisherige Leiter des Preußischen Historischen Instituts scheinen der jüdischen Arbeiter abzuwarten. Die Häuser der lekteren schleunigst Abhilfe geschaffen würde, die Sanierungsarbeiten von der in Rom, Prof. v. Schulte, habe in der vatikanischen Bibliothek wurden mit Steinen bombardiert. schleunigst Abhilfe geschaffen würde, die Sanierungsarbeiten von der sämtliche Akten zum Ablaßstreit von 1517 zur Veröffent- aus Furcht vor der aufgeregten Menge in den Straßen nicht zur 300 von ihnen kamen gestern Landesverwaltung auf Kosten der Stadt in Angriff genommen lichung vorgelegt erhalten. Es sei aber in ihm der Gelehrte mit Arbeit. Eine starte Polizeimacht gab ihnen dann Geleit und blieb werden würden. Am 30. Auguſt ging dem Statthalter vom Bürger- dem Ultramontanen in Konflikt geraten und so habe er betreffs der während des ganzen Tages im Dienst. meister in Metz die Meldung zu, daß mit den Sanierungsarbeiten Veröffentlichung beim Reichstanzler angefragt und den bereits begonnen sei. bezeichnenden Bescheid erhalten:" Ignorieren". Die evangelisch geNorwegen. finnten Kreise klagen darüber, daß durch solche Unterdrückung der Der erste socialdemokratische Storthings- Abgeordnete, Kandidat historischen Wahrheit der Katholizismus geschont würde und wichtige J. Berge, ist, wie uns geschrieben wird, Redakteur der von dem Beweisstücke, die für die Berechtigung der Reformation sprechen, unter socialdemokratischen Verein in Narvik herausgegebenen Zeitung Verschluß blieben. " Fremover"( Bortvärts"). Er ist Katholik und hat theologische Jm Grunde genommen ist es nichts Neues, daß die Unter- Studien in dem französischen Kloster La Salette bei drückung und Verlengnung der historischen Wahrheit mit zum Geschäft Grenoble sowie am katholischen Priesterseminar in Trondhjem der Staatserhaltung gehört. Der vorliegende Fall würde mur, feine gemacht und war in Norwegen einige Zeit als Lehrer Richtigkeit vorausgesezt, beweisen, daß sich die Abneigung der und Katechat an einer katholischen Kirche thätig. Von In Ingolstadt fand am 31. August und 1. September der preußischen Regierung gegen die Veröffentlichung von Dokumenten bürgerlichen Blättern wird die Meinung verbreitet, Berge stehe bereits ins Krankhafte gesteigert hat. in einem Gegensatz zu den„ Kristiania- Socialisten". Demgegenüber Verbandstag der süddeutschen katholischen Arbeitervereine statt, wobei es auch zu einer bemerkenswerten Debatte über das Verhältnis der Auf dem deutschen Städtetage trat der Oberbürgermeister weist Socialdemokraten" darauf hin, daß Berge das Programm der katholischen Arbeitervereine zur Gewerkschaftsbewegung kam. Aus von Dresden, Beutler, dem Oberbürgermeister Adickes entgegen in Norwegischen Arbeiterpartei durchaus anerkennt, daß der Verein, der den Bemerkungen, die einzelne geistliche Herren dazu machten, ist zu der Annahme, dieser habe die Erfüllung aller Forderungen der ihn als Kandidaten aufgestellt hat, der Partei angehört und daß im entnehmen, daß man in ultramontanen Streisen lebhafte Be- Socialdemokraten hinsichtlich der socialen Aufgaben der Städte ver- übrigen auch die Haltung des" Fremover" beweist, daß er im vollsten fürchtungen für die Zukunft der chriftlichen Gewerkschaften hegt. Man langt. Darin verkennt ja der Dresdener den Frankfurter Oberbürger- Sinne des Wortes Socialdemokrat ist. Uebrigens bleibt es nicht bei dem einen socialistischen Ab. traut nämlich den christlichen Gewerkschaftsführern nicht meister oder ihm sind die Forderungen der Socialdemokraten an die mehr! Msgr. Widmann- München rollte die Frage auf, was geschehen ſocialpolitische Thätigkeit der Städte nicht bekannt. Herr Beutler geordneten; auch noch in zwei andren Kreisen sind die WahlmännerWahlen günstig für die Socialdemokratie ausgefallen. So meldet solle, wenn die christlichen Gewerkschaften einmal Leute auf den führte aus: Schild höben, die weniger christlich dächten, als die jetzigen Führer. Ich kann den Ausführungen des Herrn Vorredners nicht voll- Wolffs Bureau: Kristiania, 3. September. Die Wahlmänner- Wahlen in Man müsse deshalb dafür sorgen, daß die katholischen Arbeiter- ständig beipflichten. Ich halte dafür, die städtischen Verwaltungen Tromsoe Amt ergaben einen Sieg für die Socialdemokraten, welche bereine tüchtige Gewerkschaftsführer heranbilden und dann müsse haben bei Lösung ihrer socialen Aufgaben nicht bloß die Lohnman abwarten, wie die Gewerkschaften die Probe bestehen, eventuell arbeiter, sondern alle Berufsstände, zum mindesten ebenso dadurch im Storthing drei Siße von der Linkenpartei erobern. Kristiania, 3. September. Nach den bisherigen Wahlwerde man dann katholische Gewerkschaften gründen. Auch Abg. den gewerblichen Mittelstand zu berücksichtigen. Dr. Pichler meinte, es sei nötig, daß die Präsides der katholischen werker, der Beamte, das Ladenfräulein usw. erheischen ebenso männer- Wahlen gilt es als wahrscheinlich, daß die Rechtenpartei Arbeitervereine die Ratgeber der Gewerkschaften bleiben, dann sei die der socialen Fürsorge, wie der Lohnarbeiter. Ich bin auch der und die gemäßigte Linke im Storthing die Mehrheit mit 59 bis 60 Gefahr nicht so groß, daß die Führer abschwenken! Ueberzeugung, daß, wenn selbst alle Forderungen der Socialdemo- von insgesamt 117 Stimmen haben werden. Die christlichen Gewerkschaften werden zu ihren Führern doch traten betreffs der socialen Aufgaben der Stadtverwaltungen erfüllt jedenfalls ihre intelligentesten Mitglieder wählen, und es ist unter werden, dies die sociale Unzufriedenheit nicht aus der Welt schaffen Herrn Wittes„ Beförderung". Von manchen Blättern wird noch solchen Umständen sehr bezeichnend, wenn die geistlichen Herren gar würde. Die Arbeitslosen- Versicherung und der Arbeitsnachweis ge- immer bestritten, daß Herrn Wittes Ernennung zum Präsidenten des so große Angst haben, daß gerade die Klügsten aus ihrer Herde auf hören nicht zu den socialen Aufgaben der Städte. Dagegen ist der Ministerkomitees eine Kaltstellung des einst in Rußland fast all,, Abwege" geraten fönnten. Die Herren wissen eben sehr genau, daß Voltsbildung vollste Aufmerksamkeit zuzuwenden. Ganz besonders mächtigen Finanzministers bedeutet. Der Londoner„ Daily Telegraph" Reute, die die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge zu ist der Fach- und Fortbildungsschul- Unterricht zu fördern, und da- will sogar wissen, Witte habe selbst seine Verlegung beantragt, beurteilen verstehen, auch das Wesen der ultramontanen Arbeiter mit die deutsche Familie wieder zu Ehren gelange, find für die weil er die schwere Verantwortung für sein Amt nicht länger politit richtig erkennen und dann sehr bald„ abschwenken". Mädchen Haushaltungsschulen zu errichten. Ganz besonders muß Diese Erwägungen geben noch einem andren Geistlichen Anlaß auf die Erhaltung des gewerblichen Mittelstandes durch Verbesserung tragen möchte". Demgegenüber führt eine an die" Vossische zu einer Warnung. Der Benefiziat Popp aus Kronach erklärte, des Submissionswesens, Stärkung der Innungen, insbesondere Beitung" gerichtete Zuschrift aus, daß dem bisherigen Finanzminister in seiner neuen Eigenschaft durchaus teine Initiative zusteht. Seine auf dem Lande müsse man mit christlichen Gewerkschaften sehr vor- aber von durch Gründung Darlehns, Unterstützungskassen neuen Amtspflichten beschränken sich auf die Führung des Vorsizes sichtig vorgehen. Wenn hier christliche Arbeiter fämen und immer und so weiter Bedacht genommen werden. Es müssen außerdem im Miniſterkomitee und auf den Vortrag beim Zaren über besonders von Streits sprächen, so werde dadurch ebenso die Unzufriedenheit genährt, Lesehallen allerorten errichtet und dem Wohnungswesen volle Aufwie durch die Socialdemokratie. Und der Korreferent Präses Dr. Reg- merksamkeit zugewendet werden. Auch das kommunale Wahlrecht wichtige Angelegenheiten. Das Ministerkomitee ist zuständig 1. für Angelegenheiten, die ein Zusammenwirken von mehreren Ministerien bach endlich warnte die christlichen Gewerkschaften, fie möchten sich muß eine gerechtere Gestaltung erhalten. Dadurch wird es möglich erfordern, 2. für Angelegenheiten, die die Zuständigkeit der einzelnen bei Streiks doch nicht immer ohne weiteres von den Social- sein, den wirtschaftlich Schwachen zu helfen und einen Ausgleich der Minister überschreiten, 3. für Maßnahmen, für welche der Ressortminister demokraten mitziehen lassen; es sei ihre Pflicht, selbst zu überlegen socialen Gegensäge zu schaffen. eine alleinige Verantwortung nicht übernehmen will und 4. für eine Herr Beutler, der stürmischen Beifall erntete, hat übrigens und nicht nachzuspringen, wenn kein Grund dazu vorliege. Der Verbandstag nahm dann einstimmig eine Resolution an, darin recht, daß die Erfüllung der Forderungen, die wir an die Reihe von gesetzlich genau umschriebener Staatsangelegenheiten außers ordentlicher Natur( so z. B. Voltsverpflegung). Mit Ausnahme der An die den Vereinen empfiehlt, ihre Mitglieder über die Gewerkschafts- Gemeinden stellen, uns noch nicht zufrieden stellen würde. Beschlossen wurde: den Vorstand des Deutschen Städtetages automatisch zugehen, werden alle andren Fragen von bewegung aufzuklären und sie zum Beitritt zur gewerkschaftlichen gelegenheiten dieser letzteren Stategorie, die dem Ministerkomitee sozusagen Organisation zu veranlassen. Jedoch könne man nur den auf dem durch Zuwahl zu vermehren und diesen zu beauftragen, dahin zu den Ressortministern selbst und nur auf deren Boden der christlichen Gewerkschaften stehenden Organisationen Sym- wirken, daß der Deutsche Städtetag eine ständige Einrichtung werde. Beranlassung dem Ministertomitee vorgelegt. Der Vorstand wird beauftragt, ein ständiges Bureau zu errichten, Eine weitere Resolution fordert die Diözesan- bezw. Bezirks- das die Vorarbeiten für den nächsten Deutschen Städtetag über- Der Einfluß des Präsidenten ist im Miniſterkomitee formell gering. und so lange die Grundbestimmungen des Gesetzes über die Zuverbände auf, Mittel zur Gründung von Arbeiterfekretariaten, Volks- nimmt. Dieser soll innerhalb der nächsten drei Jahre zuſammen- ständigkeit des Ministerkomitees unverändert bleiben, ist wohl nicht bureaus c. zu schaffen. In der Debatte wird lebhaft geklagt, daß treten. zu erwarten, daß die Stellung des Herrn Witte sich viel anders das socialdemokratische" Arbeiterfekretariat in München durch seine Den Kronenorden 2. Klasse hat der medlenburgische Agrarier gestalten wird, als die feines Vorgängers. Dazu kommt, daß die erfolgreiche Thätigkeit den katholischen Arbeitervereinen viel Ab- Rettich erhalten, der sich als Vorsitzender der Zolltarif- Kommission Umstände, unter denen seine Ernennung zum Präsidenten des bruch thue. besonders ausgezeichnet hat. Ministerkomitees erfolgt ist, feineswegs auf eine Stärkung. feines pathien widmen. Der HandRußland. Einfluffes hinweisen. Er ist nicht einmal für seine zehnjährige Dienstleistung irgendwie ausgezeichnet worden. Aus Induftrie und Handel. Besonders trifft dies zu auf die Bundesrats- Verordnung, welche an die Gesetzgebung enthalten, ste decken sich mit denen. die Arbeitszeit der Kellner und Köche regelt. Wiederholt ist hier auf der Kellner und müffen äußerst bescheidene genannt Thatsächlich bestätigt denn auch Wittes eigner Erlaß, den er bei das Ungenügende dieser„ Reform" hingewiesen worden; was an ihr werden. Sache der Vertreter der Socialdemokratie im Reichstage seinem Scheiden an die Beamten des Finanzministeriums gerichtet aber vor allem auszusehen ist, das ist der Umstand, daß sie nur wird es sein, den berechtigten Forderungen dieser ausgebeuteten hat, daß er nur gezwungen seinen bisherigen Posten verläßt. Es Geltung hat für den kleineren Teil der Angestellten, während sie die Proletarier schichte zur Anerkennung zu verhelfen. findet sich in dem Schreiben kein einziges Wörtchen von einem frei- große Masse der ungelernten Arbeiter im Gastwirtsgewerbe vollwilligen Verzicht, einer Ueberbürdung oder dergl., dagegen heißt es fommen umberücksichtigt läßt. Die Verordnung vom 23. Januar mit einer trotz aller Zurückhaltung unverkennbaren inneren Empörung 1902, die mit dem 1. April desselben Jahres in Kraft des Verfassers über die ihm widerfahrene Behandlung:" Durch trat, bringt dem gelernten Personal( Kellnern, Köchen, allerhöchsten Erlaß vom 16. August ist mir befohlen worden, Buffetiers) den sechzehn stündigen Arbeitstag und in jeder Vorsitzender des Ministerkomitees zu sein. Indem zweiten bezw. in jeder dritten Woche eine 24stündige Ruhezeit. Man Die Bank von England hat ihren Diskont von 3 auf 4 Proz. ich das Finanzministerium verlasse, dessen Leiter ich nach dem sollte meinen, diese„ Segnungen" des Gesetzes hätten auch die Hilfs- erhöht, eine für die jetzige Geschäftszeit etwas ungewöhnliche MaßWillen des in Gott ruhenden Kaisers Alerander III. und des jezt arbeiter( Hausdiener, Portiers, Kutscher, Zimmer-, Küchenmädchen 2c.) nahme. Da der Diskont erst am 18. Juni auf 3 Proz. ermäßigt glücklich regierenden Kaisers elf Jahre hindurch gewesen bin, fann wohl vertragen können, ohne daß der hohe Bundesrat erst bis worden ist, hat dieser Saß, der für England keineswegs als beich nicht umhin, dessen zu gedenken, daß diese ganze lange Periode auf das allergenaueste deren Arbeitsbedingungen statistisch sonders niedrig gelten kann, nur ungefähr 21 Monate bestanden. für das Finanzreffort eine Zeit schwerer und ununterbrochener erfaßt hatte. Die Erhebungen der K. f. A. über die Arbeits- Welche Motive die Bank zur Erhöhung des Diskonts um ein volles Arbeit gewesen ist." verhältnisse des gelernten Personals hatten doch ohnehin Prozent bestimmt haben, wird nicht gemeldet; man dürfte aber Bulgarien. den vollen Nachweis erbracht, daß hier in den Stätten der Erholung kaum fehl gehen, wenn man die Rücksichtnahme auf die Lage in den Eine Schiffsexplosion. In der Bucht von Mesembrija, unweit und der Freude eine Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft be- Vereinigten Staaten als den Hauptbeweggrund annimmt. von Burgas, an der bulgarischen Küste, ist Konstantinopeler trieben wird, die kaum noch zu überbieten ist. Daß das HilfsVerband der rheinisch- westfälischen Cementfabriken. In der gestern meldungen zufolge vorgestern das der ungarischen Levante- Schiff personal etwa besser gestellt sein könnte als das gelernte, ist bei dem in Dortmund stattgehabten Versaminlung der Vertreter der rheinischfahrts- Gesellschaft gehörende Dampfschiff„ Baskapu“ teilweise durch Ineinandergreifen des Betriebes natürlich ausgeschlossen. Jedoch es westfälischen Cementfabriken, die, wie bereits berichtet, resultatlos eine Explosion zerstört worden, wobei" nach neueren Meldungen blieb dabei: die Einbeziehung des Hilfspersonals unter die Be- verlief, erklärten von 14 Fabriken zehn ihre Zustimmung zu dem 29 Personen ums Leben gekommen sind. Zuerst ſtimmungen der Bundesrats- Verordnung wurde abgelehnt mit der Vertragsentwurfe. Zwei Fabriken, nämlich das Portland- Cementwerk wurde eine Kesselerplosion angenommen, doch gewinnt es mehr Begründung, daß deren Lage nicht Gegenstand der amtlichen Unter- Münster- Lengerich und die Portland- Cementfabrik Büren hatten sich und mehr den Anschein, daß die Explosion durch Sprengstoffe fuchungen gewesen sei. von der Versammlung fern gehalten. Die Wickingschen Portland herbeigeführt ist und die bulgarischen Komitees dabei ihre Hand im Was die Regierung versäumt, hat nun der Verband Cement- und Wasserfallwerte sowie die Gewerkschaft Elsa machten Spiele haben, da die Kommandobrücke völlig abgesprengt ist, was deutscher Hotel diener" nachzuholen versucht, indem er eine ihren Beitritt zu dem Verbände von weiteren einschneidenden Absonst ganz unerklärlich wäre. Da das Schiff vorgestern in Konstan- Enquete über die Lage der Hilfspersonen im Gastwirtsgewerbe veränderungen des Vertragsentwurfs abhängig, worüber eine Einigung tinopel fällig war, wird vermutet, daß die Explosion am vorgestrigen anstaltete. Das Resultat dieser Erhebungen liegt jezt in einer nicht erzielt werden konnte. Nach der Gründung des NordwestFesttage im dortigen Hafen erfolgen sollte, was durch die verspätete Mitteln von Privatpersonen hergestellte Enquete, so ist auch sächlich die beiden zuletzt genannten Werke, welche diesem Verbande fleinen Broschüre vor. Wie jede andre mit den ungenügenden mitteldeutschen Portland- Cementſynditats waren es gleichfalls hauptAbfahrt des Schiffes von Varna vereitelt wurde. diese, wie die Verfasser übrigens selbst sagen, mit manchen Mängeln einen beharrlichen Widerstand entgegenseßten und die auch an den und Unzulänglichkeiten behaftet; alle zweifelhaften und ungenauen späteren Vereinigungsbestrebungen in der Cementbranche keinen Angaben sind aber ausgeschieden worden und so ist das Resultat rechten Gefallen finden konnten. immerhin als typisch für die ganze hier in Betracht kommende Arbeiterkategorie anzusehen. Amerika. " " Reform des amerikanischen Banksystems. In dem Nationalverein geſtalte. dem gegenwärtigen amerikanischen System entsprechenden Abänderungen anzunehmen. Redner sagte weiter, die Nationalbanken gäben zur Zeit Noten aus, die einer Gebühr von 10 Proz. jährlich unterworfen seien. Er gebe den Nat, den Nationalbanken unter Bu Stimmung des Kontrolleurs des laufenden Geldes zu gestatten, Noten auszugeben bis zu 50 Proz. der von den Nationalbanken durch Hinterlegung von Staatsbonds gedeckten Summe, die einer Gebühr bon 6 Proz. unterworfen seien. Diese Gebühr solle jedoch aufgehoben werden können nach freiem Ermessen des Kontrolleurs, oder wenn auf seine Anweisung der gleiche Betrag in geseglich eingeführtem Gelde in einer Zahlstelle des Unterschazamtes hinterlegt werde. Der Hauptvorteil bestehe in dem sicheren Schuhe gegen ein plötzliches Wachsen des Zinsfußes und ebenso gegen ein gefährliches Fallen desselben. Diefe Elasticität sei aber für die Wohlfahrt der Vereinigten Staaten nicht unbedingt notwendig. Seiner Ansicht nach seien die Banken jetzt besser in der Lage, die in jedem Jahre sich wiederholenden Geldforderungen in der Erntezeit zu bes friedigen, als vor zwölf Monaten. Regelmäßige Verbindungen seien erforderlich, um Amerika seinen Anteil an dem Handel in Südamerika, Südafrika und auf den Inseln südlich vom Aequator zu sichern, und zu diesem Zwecke müsse eine Beihilfe gewährt werden. Er befürs worte einen Gesetzentwurf, der den amerikanischen Schiffen, die zwischen den amerikanischen Häfen und den Ländern, in denen der amerikanische Handel sich noch nicht entwickelt habe, verkehrten, besondere Vorteile biete. Der Kampf um den New Yorker Bürgermeisterposten. In New York beginnen die Parteien sich für den Wahlkampf um das am 3. November freiwerdende Amt des Mayors von New York vorzubereiten. Die Parteiberatungen zur Aufstellung der Kandidaten Die Erhebungen erstreckten sich auf 68 Drte beziehentlich auf der Kaufleute hielt der Sekretär des Schazamtes, Shaw, eine Rede, Die in welcher er ausführte, das amerikanische Finanzsystem müsse find für die nächsten vierzehn Tage angesetzt. Die Wahl wird sich 522 Betriebe mit insgesamt 1391 beschäftigten Personen. vervollkommnet werden, daß man es elastischer diesmal, einer Laffan- Meldung zufolge, besonders interessant gestalten, Frage nach der Arbeitszeit beantworteten 1201 Hoteldiener. dadurch Er rate, das deutsche System mit einigen da es sich um ein Urteil darüber handelt, was die Reformverwaltung Von diesen hatten nur 43 das Glück", nicht länger denn 14 bis des gegenwärtigen Mayors Seth Low in den zwei Jahren ihrer Thätig- 15 Stunden pro Tag beschäftigt zu sein; bis zu 16 Stunden arteit geleistet hat. Als demokratischen Kandidaten wird Tammany Hall, beiteten insgesamt nur 15,90 Prozent der Befragten, der ganze Rest die Organisation der New Yorker demokratischen Partei, wahrschein- hat eine Arbeitszeit von über 16 Stunden, für diesen hätte die lich das Kongreßmitglied Mac Clellan aufstellen, während die Re- Kellnerverordnung mit ihrer 16stündigen Marimalarbeitszeit schon publikaner für die Wiederwahl Seth Lows eintreten dürften. Die eine erhebliche Verbesserung bedeutet. 784 oder 65,28 Prozent republikanische Partei- Organisation arbeitet zwar vorläufig noch hatten täglich 16-18 Stunden, 228 oder 18,28 Proz. sogar gegen die Wiederaufstellung Lows, im letzten Augenblid wird sie 18-20 Stunden zu arbeiten. jedoch voraussichtlich nachgeben und seine Kandidatur unterstützen. Die Frage, ob dazwischen Ruhepausen eintreten, findet von Als dritten Kandidaten empfiehlt sich der frühere Polizeichef von 1001 Personen ausreichende Beantwortung; nur für 102 von diesen New York Devery, der als„ Unabhängiger" in den Wahlkampf werden solche als vorhanden angegeben. Was übrigens solche zieht. Zwischenpausen im Gastivirtsgewerbe für die Angestellten wert sind, ist aus den Erhebungen der K. f. A. ersichtlich; es handelt sich bei diesen um einen Zustand dauernder Arbeitsbereitschaft". Man sollte nun annehmen, daß diese während des ganzen Tages so viel Geplagten wenigstens die paar Nachtstunden einer ungestörten Zur Vicepräsidenten- Frage. Unser Partei- Organ in Bremen Ruhe sich hingeben könnten. Weit gefehlt! Fast die Hälfte, nämschreibt: In der letzten Versammlung des Socialdemokratischen lich 589, hatten weiterhin noch Nacht wachen zu verrichten, und Vereins, die sich mit dem Parteitage befaßte, wurde eine Resolution zwar jeden siebenten Tag 66 Personen, jeden vierten Donath, die sich gegen die Beteiligung an der Vicepräsidentschaft Tag 29, jeden dritten Tag 119, jeden zweiten Tag 244 und jeden bei Uebernahme höfischer Verpflichtungen und gegen Bernstein Tag 131 Personen. Nur in 241 Fällen tritt dann am nächsten wandte, abgelehnt. Hiesige und auswärtige bürgerliche Blätter Tag eine bestimmte Ruhezeit als Ersatz für die Nachtruhe ein, die ziehen daraus teils direkt, teils indirekt irrige Schlüsse über die für die Mehrzahl aber nur 2-4 Stunden beträgt. Stellung der hiesigen Socialdemokratie zu den beregten Fragen. Ruhetage giebt es für die Hoteldiener ebensowenig; es Es sei deshalb festgestellt, daß die Majorität die Resolution aus werden nach vorher einzuholender Erlaubnis nur sogenannte formellen Gründen ablehnte. In der Sache selbst herrschte in der Ausgehetage" gestattet, die durchschnittlich 7-9 Stunden umBersammlung völlige Uebereinstimmung mit dem Referenten, Reichs- faffen. Den Lurus solcher Ausgehtage fönnen sich nur zwei in tags- Abgeordneten Schmalfeldt, der sich scharf gegen die Beteiligung jeder Woche, die Mehrzahl nur jede zweite, viele auch nur alle drei am Präsidium im Sinne Bernsteins und gegen die zwecklose Auf- und vier Wochen leisten, während 329 dieser Vergünstigung gar nicht werfung von Streitfragen durch Bernstein und andre ausgesprochen oder doch nicht regelmäßig teilhaftig werden. hatte. Es wurde ausgeführt, daß die Annahme einer Resolution angesichts der völligen Uebereinstimmung der Ansichten nicht not wendig sei." Partei- Nachrichten. Der Socialdemokratische Verein für Wilhelm 3 burg und Umgegend giebt dem Wunsche Ausdruck, daß die Partei nach wie vor festhält an der bisherigen Tattit und ihren proletarisch- revolutionären Grundsäßen; sie bedauert die durch die unzeitgemäße Aufrollung der Vicepräsidentenfrage verursachte Zeitund Kraftvergeudung und hofft, daß nach den unnüßen Streitereien die Partei ihren großen Erfolgen entsprechend fruchtbare praktische Arbeit leisten wird. Von der Fraktion des Reichstages erwartet sie, daß sie Anspruch erhebt auf den ihr zustehenden Vicepräsidentensiz, alle Verpflichtungen zu höfischen Förmlichkeiten aber ganz entschieden zurückweist". " " Die Unsicherheit des amerikanischen Wirtschaftslebens wird auf das augenfälligste durch die Bankrottstatistik der letzten Zeit illustriert, die eben bekannt wird. Danach hat die Zahl der im Juli unerfüllt gebliebenen Verbindlichkeiten eine Höhe erreicht, wie Für das weibliche Hilfspersonal, das nur in fehr geringem sie während der letzten zehn Jahre in feinem Juli erreicht worden ist. Umfange an der Beantwortung beteiligt ist, bestehen fast die gletchen Die Summe der hierbei in Frage kommenden Passiven schnellte Verhältnisse. Auch hier sind Arbeitszeiten bis zu 17 Stunden die auf 16 751 245 Dollar empor gegen nur 6 932 851 Dollar Der Socialdemokratische Verein Offenbach Regel, solche von mehr Stunden nichts Seltenes. Sogar Nacht im Juli 1902. Die Anzahl der Bankrotte be= nahm folgende Resolution an:" Der Verein erwartet vom Parteitag, wachen mußten 63 von den 169 in Betracht kommenden Personen lief sich in diesem Juli auf 915 gegen 825 im daß er die socialdemokratische Reichstags- Fraktion beauftragt, den verrichten. gleichen Monate des Vorjahres. Von der Gesamtzahl Posten eines ersten Vicepräsidenten zu fordern. Der für dieses Amt Um das Bild dieses modernen Stlabentums boll- der Fallimente famen auf Fabrikunternehmungen von der Fraktion Vorgeschlagene hat im Falle seiner Wahl alle nach ständig zu machen, müssen wir noch kurz die Wohnungs- und 253 mit 6 378 761 Dollar Passiven gegen 191 mit nur 2568 855 der Verfassung und Geschäftsordnung damit verbundenen Pflichten Lohnverhältnisse betrachten. Dollar im Juli 1902. Auf Handelsunternehmungen zu erfüllen, indes die von den bürgerlichen Parteien der Social- Die meisten der Befragten, nämlich 1182 hatten, Kost und entfielen 619( 1902: 578) mit 3 571 503 Dollar( 2 806 868) Verdemokratie angesonnenen Bedingungen höfifchen Ceremoniells zu Logis" im Hause des Unternehmers. Die Beschaffenheit der bindlichkeiten, auf Makler und Transportgeschäfte verwerfen." Wohnräume erklärten 728 Personen für gut und aus 43( 56) mit 6 800 981 Dollar( 1 557 128) Passiven. Der Zahl nach reichend", 454 Personen für schlecht und ungesund". ist ja die Zunahme der Bankrotte nicht allzu groß, aber desto Man darf aber dem aber dem Verfasser wohl zustimmen, wenn größer war die Zunahme in der Summa der Verbindlichkeiten, die er fagt, daß die als gut und ausreichend bezeichneten hinter dieser Zahl der Bankrotte standen; gerade dieser Umstand Räume zweifellos in vielen Fällen auch nicht den bescheidensten An- aber beweist die hohe Spannung des ganzen amerikanischen Wirtforderungen eines nicht verwöhnten Durchschnittsmenschen entschaftslebens, die ganz anormal emporgeschnellte Spekulationswut sprechen, denn die elenden Arbeitsverhältnisse haben die Masse der der letzten Zeit und vor allem die Unsicherheit, der selbst große und Hoteldiener in ihren Ansprüchen an Bequemlichkeit usw. weit herab- größte Sapitalsmassen heute auf dem amerikanischen Markte ausgedrückt. So wurde z. B. von den als ausreichend bezeichneten gesetzt sind. Und daß die Erscheinungen sich nicht bloß auf einzelne Räumen bei den näheren Angaben vermerkt, daß sie im Keller liegen, weige des amerikanischen Wirtschaftslebens erstrecken, geht daraus Platz genug vorhanden sei, aber das Licht fehle. hervor, daß sich die enorme Steigerung der Bankrotte auf alle Von den als schlecht bezeichneten Räumen wurden u. a. folgende, Geschäftszweige fast ganz gleichmäßig verteilt; nur in der Textilständig wiederkehrende Schilderungen gegeben: industrie gab es verhältnismäßig wenig Bankrotte, auch waren niedrige Dachkammer in traurigen Zuständen; Belle unter dem Hotel- lufte weist dagegen die Eisen industrie einschließlich der Feuchter Keller mit miserabler Pritsche, Strohsack und Decke; hierbei die Passiven verhältnismäßig gering; besonders starke Veraufgang; feuchte Keller; Steller ohne Fenster, ohne Licht, viel Ungeziefer; Maschinen- und Werkzeugindustrie auf. Kammer, in der man sich nicht aufrichten kann, ohne Licht; Kabuje neben Klosett und Schweinestall; in kleiner Kammer zwei Mann in einem Bett; Raum zwischen Aschen- und Abortgrube; dunkler Bodenraum; unter der Treppe und dunkel: Kleines, mit einem kleinen Fenster versehenes Zimmer, in dem 6 Mann schlafen; im Erdgeschoß, wird von der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufunheizbar, mit Cement ausgelegter Fußboden, zugleich werden hier alle Stiefel geputzt; Schlafstelle im Hausflur; in einer Kellerwohnung für 5 Mann zwei Betten; in einer kleinen Stube, die 1,80 Meter hoch ist, schlafen 4 Mann; 5 Mann in einer Kellerstube, die naß und dumpfig ist und als Pußraum benutzt wird; 10 Mann in einem Reinigungszimmer; stinkig, weil oberhalb der Abortgrube; neben dem Abort, Stiefel und Kleider der Gäste werden darin gereinigt; nasser Winkel unter der Treppe. Gegen die Verlegung der Maifeier auf den ersten Sonntag im Mai sprach sich durch Annahme einer Resolution eine Partei versammlung des sechsteusächsischen Wahlkreises aus. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Die Heiligkeit des Sonntags sollen einige Dortmunder Parteigenossen während der Reichstags- Wahlbewegung durch Verteilung von Flugblättern verletzt haben. Die Polizei hatte die Flugblattverteiler mit Strafmandaten bedacht, die auch vom Schöffengericht bestätigt wurden. Die Berufungskammer sprach die Angeklagten jedoch frei, und zwar, weil das Gericht annahm, die sonntägliche Verteilung von Flugblättern sei kein Verstoß gegen die äußere Heilighaltung des Sonntags, namentlich nicht, weil die Verteilung nicht wirtschaftlichen, sondern lediglich parteipolitischen Ziveden diene, es fehle das Kriterium der Arbeit, infolgedessen konnte auch von einer strafbaren Handlung nicht die Rede sein. Das Wohnungselend leute usw. in ihrer diesjährigen Wohnungs- Enquete, die in Heftform erschienen ist, in seiner ganzen Nacktheit ans Tageslicht ges bracht. Das Material ist, wie der Bearbeiter Albert Kohn sagt, aus den fortlaufend das ganze Jahr hindurch eingelaufenen Bes richten der Krankenkontrolleure gewonnen, und ergiebt sich aus 11 167 Ermittelungen. Mehrere Tabellen zeigen zunächst Bodenfläche und Höhenmaße der Aufenthaltsräume der Erkrankten an. Bei dieser Bearbeitung ist die von den meisten Baugenossenschaften als Mindestmaß anerkannte Bodenfläche von 12,18 Quadratmeter für Zimmer und Kammern zu Grunde gelegt; doch waren nach dem Bericht 9,63 Proz. männliche und 9,28 Proz. weibliche kontrollierten Kranken auf eine geringere Bodenfläche angewiesen. Nach Wagner sollen Zimmer, die auch zum Schlafen benutzt werden, nicht unter 20-25 Quadratmeter groß sein. Selbst 20 Quadratmeter als Forderung aufgestellt, würden die Wohnräume von 3875 oder 63,82 Proz. männlichen und 3335 oder 65,44 Proz. weiblichen kontrollierten Erkrankten nicht genügen. Mißstände im Lehrlingswesen waren es, welche die Mann= So sehen also die Stätten. aus, in denen abgehegte, ständig heimer" Boltsstimme" an der Hand eines bestimmten Falles zur übermüdete Leute nach einer aufreibenden Arbeit von 16, 18 und Sprache brachte. Der Lehrherr, ein Buchbindermeister, fühlte fich 20 Stunden Ruhe finden sollen. Selbst der gesundeste Körper tann durch den Artikel beleidigt und flagte gegen den Redakteur. Durch auf die Dauer diesen Einflüssen keinen Widerstand entgegensetzen, die Aussagen von 24 Zeugen wurde festgestellt, daß der Lehrling Krankheit und Siechtum nehmen ihn ein. während der Mittagspause in der Werkstatt thätig war, daß er Die Annahme, daß diese hart arbeitenden Leute wenigstens eine abends bis 10 Uhr noch Bücher heftete, morgens vor Beginn der entsprechende Bezahlung erhielten, wäre verfehlt; im Gegenteil: die Werkstattarbeit zum Trottoirkehren, Brötchenholen, Kandelausleeren, miserablen Lohnverhältnisse vervollständigen das Bild. Fensterputzen, abends zum Stiefelwichsen, Entkleiden der Kinder, ge- Von den 845 Personen, welche die Frage nach dem Lohn wissermaßen also als„ Mädchen für alles" verwendet wurde, und beantworteten, erhielten 540 überhaupt keinen Lohn, die daß es öfters schwere Hiebe absetzte. Obwohl hierdurch die An- andren in ihrer Mehrzahl erhalten monatlich 3, 5, 10, gaben des Artikels im wesentlichen als wahr erwiesen wurden, er- 20, 25 und 30 M. Von diesen Löhnen werden aber wieder Abzüge kannte das Gericht doch auf eine Geldstrafe von 30 M., weil der gemacht nicht blos für Kranken- und andre Kaffen, sondern auch für Artikel nach Annahme des Gerichts einige Uebertreibungen ent- Geschäftsunkosten des Unternehmens, so u. a. für Hilfskräfte( zweite hält. Da werden wohl die in der Hauptsache wahren Thatsachen und dritte Hausdiener), Puzzer, Laufburschen, Nachtportiers usw. in einigen Nebenpunkten nicht ganz gestimmt haben, und der Re- Auch diejenigen, die lediglich auf Trinkgelder angewiesen sind, dakteur muß nun dafür büßen, daß er nicht in allen Einzelheiten müssen vielfach zu den Geschäftsunkosten beitragen. genau unterrichtet war. Diese glänzenden Stellungen sind meist nur durch gewerbsmäßige Stellenvermittler erhältlich und diese verlangen für ihre Die Lage des gaftwirtschaftlichen Hilfspersonals." Bemühungen" Honorare bis zu 72 M. Das sind im wesentlichen die Ergebnisse der Enquete. Man Oft schon ist auf den schneckenartigen Gang hingewiesen worden, komme nicht etwa mit dem Einwand, daß es sich hier um eine durch burch den unsre vielgerühmte Socialreform sich auszeichnet, auf das socialdemokratische Hehe" beeinflußte Sache handle, der„ Verband Lange Zaubern und Erwägen, ehe wieder ein kleines Schrittchen der Hotelldiener" ist an die" socialdemokratische Generalfomnach vorwärts gethan wird. Jahrelange Erhebungen und Unter- mission" nicht angeschlossen. Kein nur einigermaßen, social suchungen gegen die wir im Grunde natürlich nichts einzuwenden empfindender Mensch wird leugnen können, daß die Gesetzgebung Mietspreis veranlaßt den Proletarier, sich trotz der dadurch enthaben- finden ihren Abschluß in fleinen, ungenügenden Maß hier regelnd und bessernd einzugreifen hat. In der Broschüre stehenden Unbequemlichkeiten und Mühen in solchen Räumen eine nahmen. Ueberall Flick- und Stückarbeit, nirgends ein Zug ins Große. sind die von den Hoteldienern formulierten Forderungen zuquartieren. Für die Höhe der Wohnräume ist bei der Enquete das von der Berliner Baupolizei- Ordnung bestimmte Maß von 2,80 Meter berücksichtigt worden. In Wohnungen, die diese Mindestforderung nicht bieten, wurden 2039 oder 33,58 Proz. männliche und 1678 oder 32,92 Proz. weibliche Kranke vorgefunden. Diese Zahlen erscheinen noch schwärzer, wenn wir die Anzahl der Personen betrachten, die mit andren Kranken und Gesunden diese unzulänglichen Wohnräume teilen. Dabei spielt das Schlafstellenunwesen eine große Rolle. Eine ganze Reihe der Patienten hatte nur unter 6 und mehrfach noch unter 3 Rubikmeter Luftraum zur Verfügung. Nußbaum fordert 20 bis 30 Kubikmeter für jeden Erwachsenen und 10 bis 15 Rubikmeter für jedes Kind. Auch nicht annähernd ist hier das as Erforderliche vorhanden. Doch weiter! In Keller= wohnungen und Dachwohnungen haufte ein großer Teil der Kranken. Sehr richtig wird dazu bemerkt: Damit ist abermals bewiesen, daß die Wohnungsfrage eine Lohnfrage ist; lediglich der etwas geringere „ Es waren 9476 oder 3ö,7f) Pxgz, männliche und 2035 oder LS.Q3 Pxgz. weibliche erkrnnkke A.itgliedsr auf eine Stube und Küche nngewtesrn und 1141 oder 18,70 Proz, männliche und 736 oder 11.41 Proz. weibliche Kranke hausten nur in einer Stube, loährend 105 oder 1,73 Proz. männliche und L4 oder 1,85 Prozent weibliche Patienten sich auf eine Küche(I) beschränken muhten. Von den besuchten 11 167 Kranken hatten demnach nur 621 oder 10.23 Proz. mannliche und 587 oder 11,51 Proz. weibliche einen Raum zur alleinigen Verfügung, so dah ein großer Teil ocrzenigen, die in einer Küche oder Stube gefunden wurden, diese noch mit einer oder mehreren Personen zu teilen haben. Nach diesen Zahlen müssen mir zu der Ueberzeugung gelangen, daß ein großer Teil Arbeiterwohnungen schon für Einzelne unge- nügend, für eine größere Anzahl von Personen, und noch dazu kranken, aber direkt gefahrvoll sind und für einen dauernden Aufenthalt un- möglich länger verwendet werden können. Zu berücksichtigen ist dabei weiter, daß die Luft in diesen beschränkten Wohnräumen noch vom Dunst der verschiedensten Arbeitsmaterialicn, vom Staub und Schmutz der Abfälle aller Art in der Hausindustrie verseucht wird. Der dauernde Aufenthalt wird nur durch die Gewohnheit möglich und rächt sich dann am Körper, besonders an der Lunge durch Krankheit und Siechtum. Der Bericht bringt uns ferne» folgendes Entsetzliche zur Kennt- nis: In Rilumen ohne Hcizgelegenhcit wurden angefunden von den in Familie lebenden Patienten: 143 oder 2,86 Proz. Männer und 128 oder 2.74 Proz. Frauen; von den in Schlafstelle und möbliert wohnenden 105 oder 0.72 Proz. Männer und 26 oder 5.05 Proz. Frauen. Der Bericht fügt hinzu:..... Was will solchen Verhält- nissen gegenüber alle ärztliche Knust verfangen? Die preußische Re- gierung schreibt für Hafträume sowie Einzelschlafzellen eine Normal- temperatur von 13 Grad Celsius, für Krankenzimmer 22 Grad Celsius vor, daran können wir ermessen, wie gesundheits- schädlich der Aufenthalt für Kranke in kalten Räumen ist. wir finden aber auch eine Erklärung dafür, daß so viele Patienten sich mehr, wie ihrem Zustande angemessen ist, in Kneipen aufhalten, schließlich ist es menschlich begreiflich, daß der Aufenthalt dort dem- jenigen in kalten, ungemütlichen Höhlen vorgezogen wird." Aber nicht nur in kalten, auch in finstern Höhlen müssen arme kranke Menschen Hansen. Es wurden 55 oder 0,90 Proz. Männer und 44 oder 0,86 Proz. Frauen in gänzlich dunklen Räumen an- getroffen, ohne Fenster, ohne Licht, ohne Sonnenstrahl I Was wollen alle Forschungen der Hygieniker, was wollen alle Polizei- und Bau- ordnungen sagen den schrecklichen Thatsachcn gegenüber, daß es mitten in Berlin noch Menschen, kranke Menschen gicbt, die dazu verdammt sind, in lichtlosen Räumen dahinzusiechen. Professor Dr. Rubner sagt:„Lichtmangcl bedeutet allemal auch Reinlichkeitsmangel; dem Lichte kommt aber bekanntlich noch gegenüber allen uns bekannten Infektionserregern die besondere Kraft zu, diese letzteren in ihren verderblichen Eigenschaften abzuschwächen und sie zu vernichten. Auch der Tubcrkelbacillus widersteht dem Licht nur kurze Zeit. Wo das Licht hinkommt, unterstützt es den Menschen in sehr erheblicher Weise in seinen Reinlichkeitsbestrebungen, und der Drang nach Sonnenlicht ist ein bedeutungsvoller instinktiver Trieb zur Bekämpfung der Krankheit". Es fanden sich auch Kranke in feuchten Räume» an. Ja es heißt oftmals in den Bemerkungen der Kontrolleure:„Der Putz ist von den Wänden abgebröckelt I Dielen sind am Durchbrechen I Tie Wände sind schwarz von Schmutz! Schwaben, Wanzen und Mäuse sind die Mitbewohner der Kranken! Die Familie schläft auf faulen Strohsäcken I Es wachsen Pilze an den Wänden! Das Wasser läuft an den Wänden herab! Die Tapete hängt in Fetzen herab!" So und weiter ließe sich dieses traurige Bild ausmalen. Eine große Misere ist der Mangel an Klosetts und die geringe Reinlichkeit derselben. Es teilen nach dem Bericht 70,64 Proz. Männer und 72,33 Proz. Frauen ein Klosett mit 10 Personen, 3,18 Proz. Männer und 3,08 Proz. Frauen noch mit 20— 25 Personen, 0,91 Proz. Männer und 0,73 Proz. Frauen mit 40 Personen und mehr! Ueberall Unsauberkeit, überall Ansteckungsgefahren! So stellt der Bericht fest, daß der höchste Prozentsatz der Erkrankungen bei Frauen in den Jahren von 20— 25, bei Männern von 25— 30 vorhanden ist. Von großem Interesse ist die weitere Frage: Hat der Patient ein Bett zur alleinigen Berfügnng? Unter den besuchten 11 167 Patienten fanden sich 957 oder 15,76 Prozent Männer und 1038 oder 20,36 Proz. Frauen, zusammen 1995 Personen, bei welchen die Frage mit nein beantwortet werden mußte; lungenkrank waren hiervon 193 oder 20,16 Proz. Männer und 193 oder 18,58 Proz. Frauen, also von allen kontrollierten Lungen- kranken waren 13,03 Proz. Männer und 24,19 Proz. Frauen ge- nötigt, das Lager mit einer anderen Person zu teilen! Welche Fülle von Not und Elend zeigen diese Zahlen! Bedenken wir dabei, daß Gesunde und Kranke— vielfach Lungenkranke, bei welchen die von ihnen ausgehende Ansteckungsgefahr so verheerend wirkt— alte und junge, zusammengepfercht sind in Räumen, wie sie im Vor- angegangenen geschildert sind, zu eng, zu niedrig, feucht und finster. so können wir dem Wunsche beipflichten, der im Vorwort der Enquete zum Ausdruck kommt: „... Mit der Feststellung der Wohnverhältnisse beabsichtigen wir nicht eine staatliche bezw. kommunale WohnungS-Jnspektion zu ersetzen, sondern im Gegenteil deren dringende Notwendigkeit durch unsre Vorarbeit zu beweisen. Wir glauben dieses Ziel um so eher zu erreichen, je schneller die Zahl derjenigen Krankenkassen anwächst. welche sich nnsrcm Vorgehen anschließen." Aber noch eines kommt in Betracht und das ist vor allem: Aufbesserung der Wirt- schaftlichen Verhältnisse! Mit diesem Mittel werden einzig und allein alle Schäden mit der Wurzel ausgemerzt. Die Beseitigung von Not und Elend ist das Allheilmittel für jede Krankheit(Tuberkulose im besonderen), auch für Trunksucht und andre sociale Mißstände. So lange die ökonomischen Verhält- nisse sich nicht bessern, andre werden, nützen alle Wohlthätigkeits- cinrichtungen, Heilstätten usw. nichts. Die Rückkehr der Geheilten in die alte Umgebung, die durch die Not hervorgerufene Verlvahrlosung macht den geringen Nutzen wieder zu nichte, den solche Einrichtungen schaffen. Daß diese Enqueten daS unverkennbar zeigen und dadurch die Notwendigkeit einer Aenderung unsrer socialen Verhältnisse ein- dringlich gepredigt wird, ist das bedeutsamste an ihnen. <3ewerksd?aft!id?es. Berlin und Umgegend. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Ain 2. September hielten die Musikin st rumenten-Arbeiter eine gut besuchte Ver- trauensmänner-Versammlung ab. Die Werkstatt-Kontrollkommission berichtete über die augenblicklich schwebenden Differenzen in der- schiedenen größeren Betrieben. Dieselben seien meist dadurch hervorgerufen worden, daß die Unternehmer Verschlechterimgen der Arbeitsbedingungen vornehmen wollten. Es sei dies Vorgehen der Unternehmer ein ziemlich dreistes, wenn man in Betracht ziehe, daß die Konjunktur in diesem Jahre schon ziemlich gut in der Klavierbranche eingesetzt habe und daß wir auf einen ziemlich flotten Geschäftsgang im Herbst und Winter zu rechnen haben. Die Vertrauensleute sprachen ihre Meinung dahin aus, es sei wohl jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo die Klavierarbeiter endlich wieder die Offensive ergreifen könnten. Die Reduktionen an den Accordpreisen, die bei den meisten Firmen in den letzten Jahren vorgenommen worden sind, müßten in diesem Herbst wieder weit gemacht werden. Damit auch die Kommission in diesem Sinne wirksam thätig sein und ein einheitliches Vorgehen vorbereiten kann, wurde beschlossen, daß alle Vertrauensleute die Accord- t a r i f e für die einzelnen Specialbranchen und-Arbeiten ihrer Fabrik innerhalb acht Tagen an den Branchenvertreter A. Sickseld, Muskaueritraße 3, einzusenden haben. In der Diskussion über den Streik bei der F i r m a N i e b e r u. Co., Alexanderstr. 22, wurde mitgeteilt, daß der Unternehmer an alle Pianofabrikanten Verlins ein Cirkular verschickt, in welchem er unter genauer Angabe der Personalien sämtlicher Streikenden Verantworü.Nedalleur: JnlinS Kalisti in Berlin. Inseratenteil verantwortlich; auffordert, letztere, wenn sie um Arbeit anfragen, nicht einzustellen. Die Vertrauensleute waren einstimmig der Meinung, daß der Kampf gegen die Firma Nieder u. Co., die mit derartigen schwarzen L i st e n operiert, nicht scharf genug geführt werden kann. Der Be- trieb bleibt nach wie vor g e s p e r r t. Es wurde dann noch be- schlössen, in den nächsten Wochen eine öffentliche Versamm- lu n g einzuberufen. Achtung, Schuhmacher! Die in voriger Nummer des„Vor- tvärts" bekannt gegebenen Differenzen in der Schuhwarenfabrik des Herrn Cohn, Alexcmderstraße 31, sind beigelegt worden. Die in Aus- ficht genommene Entlassung eines organisierten Kollegen ist zurück- genommen. Zwei weitere bereits entlassene organisierte Arbeiter hatten von vornherein auf eine Wiedereinstellung verzichtet. Da die Arbeiter in dieser Fabrik diese Differenzen darauf zurücklefteten, daß Herr Cohn die organisatorischen Bestrebungen der Ar- beiter illusorisch machen will, hat Herr Cohn einem Vertreter der Organisation gegenüber die Erklärung abgegeben, daß er Entlassungen wegen Zugehörigkeit zur Organisation nicht vornehme, auch dann nicht, wenn die Arbeiter Vertrauensstellungen einnehmen. Auf Grund dieser Erklärung wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Die Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Deutkches Reich. Zum Kampfe der Textilarbeiter in Crimmitschau. Die Ver- mittelungsversuche, welche der Bürgermeister auf Anregung von Geschäftsleuten machte, sind ergebnislos gewesen. Die Fabrikanten lehnten es ab, befriedigende Zu- geständnisse zu machen. Die Arbeiter— hauptsächlich kommt es ans die Weber und Andreher an— sind entschlossen, den Kampf zu einem für sie ehrenvollen Ende zu führen. Die Bekundungen der Solidarität mehren sich. Die Textilarbeiter in Chemnitz haben beschlossen, während des Kampfes in Crimmitschau eine Ertrasteuer zu erheben.— Kürzlich wurde in bürgerlichen Blättern mitgeteilt, der Arbeitgeber-Verband beabsichtige, auch in Chemnitz die Textil- arbeiter auszusperren. Diese Meldimg wird jetzt als unwahr be- zeichnet. Eine solche Maßregel, heißt es, werde nicht beabsichtigt. � Nachdem kürzlich eine Deputation der Ausgesperrten beim Minister v. Metzsch war, um ihm Vorstellmigen zu machen über das mit dem Koalitionsrecht nicht in Einklang stehende Vorgehen der Polizei gegen die Streikposten und der Minister den Arbeitern natürlich darin beistimmen mußte, daß das Streikposten- stehen an sich weder verboten noch strafbar ist, hatten die Streik- Posten in Crimmitschau thatsächlich einige Tage Ruhe. Neuerdings aber setzt die Polizei ihr früheres Verhalten fort, wie es heißt, auf ausdrückliche Anweisung der Kreishauptmannschaft, die anscheinend den Vorstellungen der Unternehmer, welche sich durch die Streikposten belästigt fühlen, Gehör schenkte. Bürgerliche Blätter wissen bereits Andentungen vom Mißerfolg des Crimmitschauer Ausstandcs zu machen. Die in Berlin er- scheinende„Tägliche Rundschau" übernimmt eine Veröffentlichung des„Crimmitschauer Tageblatts", worin behauptet wird, die meisten Textilarbeiter seien gegen ihren Willen in die Lohnbewegung ein- getreten, sie seien heute bereits von tiefem Unwillen erfüllt, weil die Streikunterstützung zu gering und auch nicht pünktlich gezahlt worden sei.— Wenn auch die Veröffentlichung des „Crimmitschauer Tageblatts" angeblich von einem Weber stammt, so wird sie dadurch noch nicht glaubwürdiger. Es handelt sich dabei nur um ein recht durchsichtiges Manöver, wodurch Mutlosigkeit in die Reihen der Kämpfenden getragen werden soll, die nach den uns be- kaimten Nachrichten durchaus einig sind in dem Gedanken, ihre ge- rechte Forderung, den Zehnstundentag, trotz des heftigen Wider- standes der Unternehmer zu erringen. Wenn behauptet wird, ein großer Teil der Textilarbeiter sei gegen seinen Willen in die Lohn- bewegung eingetreten, so stimmt das schon deshalb nicht, weil es sich gar nicht um eine Lohn bewegung handelt, sondern um eine Bewegung zur Verkürzung der übermäßig langen Arbeitszeit. Wenn mit der angeführten Bemerkung aber gesagt sein soll, daß die Arbeiter gegen ihren Willen die Arbeit niedergelegt haben, so ist das allerdings richtig, wenn auch in einem andren Sinne, wie das unter- nehmerfreundliche Blatt glauben machen will. Bekanntlich haben die Crimmitschauer Textilarbeiter— mit wenigen Ausnahmen— nicht freiwillig die Arbeit eingestellt, sondern sie sind von den Fabrikanten ausgesperrt worden, sobald diese merkten, daß es den Arbeitern mit der Forderung des Zehnstundentages ernst ist. Daß nun die Arbeiter nicht zu Kreuze kriechen und sich mit der gebotenen Verkürzung der täglichen Arbeitszeit um 10 oder 15 Minuten zufrieden geben, ist selbstverständlich. Zu annehmbaren Zugestand- nissen find die Fabrikanten aber nicht bereit. Was die behauptete unpünktliche Auszahlung der Streikgelder betrifft, so besagen die uns vorliegenden Nachrichten, daß am Montag die Auszahlung statt- fand und keinerlei Anlaß zur Unzufriedenheit gab. Ter Porzellanarbeitcrausstand in Tettau dauert fort. Die in Nummer 201 des„Vorwärts" enthaltene Mitteilung unsres jwrre- spondenten, wonach der Kampf beendet sein soll, trifft nicht zu. Am 25. August stand die Angelegenheit so, daß alle Beteiligten annahmen. der Friede sei besiegelt, und auf Grund dieser Annahme wurde die Nachricht von der Beendigung des Kampfes verbreitet. Die Fabrikanten haben aber durch ihr Verhalten das, was alle Welt als selbstverständlich annahm, als Irrtum erwiesen. Die neueste Nummer der„Ameise", des Organs der Porzellanarbeiter, schlecht über diese Angelegenheit: „Die unrichtige Meldung ist darauf zurückzuführen, daß am 25. August durch Vermittlung des Assistenten der Gelverbeinspektion zu Bayreuth, Schubert, Vereinbarungen getroffen wurden, nach welchen der Friede gesichert schien. Die Grundlage für die Verständigung bildete die Anerkennung des Koalitionsrechtes und die Wiederein- stellung aller noch am Ort vorhandenen Ausgesperrten, welch letztere in Rücksicht auf die durch die Aussperrung herbeigeführten Betriebs- Verhältnisse nur nach und nach erfolgen sollte. Andere Fragen waren von geringerer Bedeutung. Eine Kommission, welche bei der Fabrik- leitung um Ausfertigung des Verzeichnisses der zunächst Einzu- stellenden ersucht hatte, war schon protzig abgewiesen und in den nächsten Tagen bestritt Direktor Birkner, nachdem er eine schriftliche Formulierung der Abmachungen verlangt und erhalten hatte, wie sie von dem Vertreter der Gewerbeinspcttion den Ausgesperrten als seinerseits mit der Direktion getroffene Vereinbarungen übermittelt worden waren, zum großen Teil von diesen Vereinbarungen weder dem Sinne noch dem Wortlaut nach überhaupt etwas zu wissen! Damit war der Friedenspakt zerrissen. Dem Gewerbc-Aufsichtsbeamten muffen wir es zunächst über- lassen, wie er sich mit der Behauptung des Direktors abfindet. Wir aber kämpfen weiter um unser Koalitionsrecht. Wir können in Ruhe warten, bis die Fabrikleitnng anderen Sinnes wird. Wir haben ja Zeit. Frischen Mut auch!" Die Maurer in Frankfurt a. M. befinden sich in einer Lohn- bewegung, die sie mittels Bausperren durchzuführen suchen. Ein größerer Teil der Maurer hat die geforderten Bedingungen bereits erlangt. Mehrere Bauten sind gesperrt. Der Unternehmerverband verlangt, daß die über eines seiner Mitglieder verhängte Sperre auf- gehoben werde, anderen Falles droht er mit„weiteren Beschlüssen". Der Verband der Maurer erklärt dagegen, daß er die Sperre auf- heben werde, wenn eine Verständigung, wozu er bereit sei, vorausgehe. Sociales. Kautisnsnnwesen. Bonbon-Lehmann hatte wieder einmal eine seiner berühmten Kantionsstreitigkeiten vor dem Berliner Gewerbe- gericht, wo er bekanntlich(siehe Nr. 131 des„Vorwärts") Stamm- rast ist. Der Herr Konfitnrenfabrikant Ivar diesmal nicht elber vor der Kammer 6 erschienen,_ sondern hatte einen Konditorgchilfen als Vertreter gesandt. Kläger war der Kutscher Stapel, welcher 300 M. Kaution und den Lohn ftir die vier Tage 'einer Beschäftigung bei der Firma mit 11,60 M. forderte. Der Beklagte bestritt jede Verpflichtung, weil Kläger ohne Jnnehaltung TH.Glocke in Berlin, Druck u. Verlag: Vorwärts Bnchdruckerei«. BcrlagSanstab der einmonatlichen KimdigungSfrist die Stellung aufgegeben Hab«. und berief sich auf den folgenden vom Kläger unterschriebenen Ver« trag:„Der Kutscher St. zahlt 300 M. Kaution in bar ein. D i e Summe dient als Entschädigung, wenn Kutscher Sp. Kassenmanko hat, oder(wörtlich!) fährt Fuhrwerk respektive Pferde tot, ebenfalls wenn er die monatliche Kündi- gung nicht innehält, auch wenn ihm nachgewiesen wird, daß er mein Geschäft geschädigt hat."— Der Vorsitzende Dr. N e u m a n n hielt dem Kläger vor, wie er nur einen solchen Vertrag unterschreiben könne. Ein vernünftiger Mensch unterschreibe so etwas nicht.— Der Kläger behauptete, der Beklagte sei mit dem vorzeitigen Verlassen der Stellung ein- verstanden gewesen und habe sich auch seine Adresse notiert, um ihm die Kaution zugehen zu lassen. Er habe aber nichts erhalten.— Eine Zeugin und ein Zeuge bestätigten das durch ihre Allssage. Der Zeuge, vormals in einer kaufmännischen Stellung beim Beklagten, hat diesen beim ordentlichen Gericht ebenfalls wegen der von ihm gestellten Kaution in Höhe von 500 Mark verklagt. Alls eine Frage des Vorsitzenden sprach Zeuge die Vermutung aus, daß Lehmann zur Verweigerung der Kaution wohl durch finanzielle Schwierig- keilen veranlaßt worden sei.— Der Beklagte wurde ver- urteilt, die 300 M. Kaution und die 1,60 M. Lohn dem Kläger zu zahlen. Zur Begründung führte Gewerberichter Dr. N e u m a n n aus: Nach den Zeugenaussagen sei anzunehmen, daß Lehmann mit der Aufgabe der Stellung vor dem Ablauf der Kündigungsftist einverstanden gewesen sei. Es fehle somit an einem Grunde zur Anwendung des Vertrages, selbst wenn die Bestimmung, daß die Kaution bei Nichtimiehaltlmg der Kündigungsfrist verfallen solle, rechtlich zulässig wäre. Kaution und Lohn müßten also gezahlt werden. Ein internationaler Kongreß für Bolkshygiene tagt gegenwärtig in Brüssel. Er verhandelte am Donnerstag über die Wurmkrankheit der Grubenarbeiter und nahm einen Beschlußantrag an, daß sich die Grubenarbeiter angesichts der Gefahr dieser Krankheit einer ärzt- lichen Untersuchung zu unterziehen haben und daß evenwell die Anzeigepflicht eingeführt wird. Die durch die Untersuchung ent- stehenden Kosten hätten die Gemeinden zu tragen, wie dies auch in England der Fall sei. Die Slbteilnng für Bakteriologie erörterte das Serumverfahren. In einer andern Wteilung wurde die gesetzliche Regelung des Verkaufs von Milch und die polizeiliche Kontrolle hierbei besprochen. Außerdem wurde noch über die Hygiene an Bord der Schiffe und die Mittel zur Verhütung der Malaria verhandelt._ Gerichts-Zeitung» DaS Bereinsgesetz gegen die Arbeiter. Aus Halle a. S. wird UNS berichtet: Viel Kopfzerbrechen verursacht den Gerichten eine am 31. Ottober v. I. stattgehabte Zusammenkunft der Mitglieder des hiesigen Gewerkschaftskartells. Das hiesige Landgericht ver- urteilte dieserhalb vor längerer Zeit vier Parteigenossen zu je 15 M. Geldstrafe, weil sie gegen§ 6 des Vereinsgesctzes gesündigt und bei Eintritt der Polizeistunde nach der Auffordernng durch den überwachenden Beamten nicht„sofort" den Versammlungssaal ver- lassen haben sollten. Das Kammergericht wies die Sache zur noch- maligen Prüfung an das Hallesche Landgericht zurück, da nicht genügend festgestellt sei, ob jene Zusammenkunft eine Sitzung oder eine Versammlung gewesen ist. Zweifellos sei eine Versammlung eine an Zahl nicht zu geringe äußerlich vereinigte Menschenmenge; aber es komme nicht allein die Zahl der Versammelten, sondern auch die Art der Versammlung in Betracht. Obwohl der Staats- anwalt die Freisprechung sämtlicher Angeklagten beantragte, beschloß das Gericht, ein Statut des Kartells einzufordern und vertagte die Sache. Unwahre Angaben in Zeitungsanzeigen lagen der Anklage wegen unlauteren Wettbewerbes zu Grunde, welche gestern vor der zweiten Fericnstrafkammer des Landgerichts I gegen den Tapezierer Friedrich Bornemann verhandelt wurde. Im Oktober vorigen Jahres machte der Angeklagte durch mehrere in kurzen Zwischenräumen veröffentlichte Anzeigen bekannt, daß er„Abreise halber" oder „Wegen zurückgegangener Heirat" eine neue Wohnungseinrichtung zu außerordentlich billigen Preisen zu verkaufen habe. Der Obermeister der Tischlcrinmmg. Rahach, nahm an. daß hier der bekannte Schwindel zum Absätze von Schund- möbeln vorliege. Er stellte namens des JnnungsvorstandeS Straf- antrag wegen unlauteren Wettbewerbes. Der Angeklagte bestritt seine Schuld. Er habe thatsächlich die Absicht gehabt, nach Frank- furt a. M. zu reisen. Von seiner Ehefrau lebe er seit fast zwei Jahren getrennt und seit dieser Zeit habe er keine eigne Wohnung gehabt. Im vorigen Herbst hätten sie sich wieder vertragen und seien übereingekommen, wieder zusammenzuziehen. Da sie dann vermieten wollten, habe er Möbel für vier Zimmer an- geschafft. Kurz vor dem beabsichtigten Zusammenziehen sei seine Frau aber wieder andren Sinnes geworden und habe die Scheidungsklage gegen ihn angestrengt. Nun habe er sich der Möbel wieder entäußern müsien. Wenn er auf Grund dieier Thal- fachen annonciert hatte:„Wegen zurückgegangener Heirat", so sei er in dieser Beziehung doch nicht erheblich von der Wahrheit ab- gewichen. Obgleich die Angaben der Ehefrau sich im wesentlichen mit denen des Angeklagten deckten, so schenkte der Staatsanwalt denselben doch keinen Glauben, sondern nahm an, daß es sich um einen wohl- vorbereiteten Plan handele. Er beantragte gegen den Angeklagten eine Geldstrafe von 100 Mark. Der Gerichtshof erkannte nach diesem Anttage. Obermeister Rahach, welcher unentschuldigt vom Termin fortgeblieben, wurde in eine Geldstrafe von 20 Mark genommen. Reichstagsnachwahl-Ergebms. Dessau, 3. September. Bei der heute stattgefundenen Reichstags- Nachwahl erhielten Stimmen: K ä p p l e r(Soc.) 12 541 Schräder(Frs. Vg.) 10 380 Schirmer(B. d. L.) 2 712 Stichwahl zwischen Käppler und Schräder sicher.' Wir haben den Kreis noch nie besessen und sind 1903 zum erstenmal in die Stichwahl gekommen. Bei den allgemeinen Wahlen hatten wir 12 168 gegen 17 120 gegnerische Stimmen._ Letzte Nachrichten und Depelchen. Trieft, 8. September.(B. H.) Eine Schar Soldaten vom 97. Infanterie-Regiment veranstaltete gestern eine Demonstration gegen die Zurückbehaltnng der Urlauber. Die Soldaten sangen das Lied der Arbeit und riefen:„Wir wollen nach dem 30. September nicht weiter dienen!" Trotzdem eine Volksmasse ftir die Soldaten Partei ergriff, gelang es einer Militärpatrouille, 8 Demonstranten zu verhaften. Eine strenge Untersuchung ist eingeleitet. Nizza, 3. September.(W. T. B.) Fünfhundert Hafenarbeiter haben die Arbeit niedergelegt; sie verlangen eine Lohnerhöhung. Zehn im Hafen liegende Dampfer können nicht löschen. London, 3. September.(B. H.) Nach dem weiter veröffcnt- lichten Bericht der amtlichen Untersuchungskommission über den Transvaalkrieg betragen die gesamten Kosten des Feldzugcs 222 974 000 Pfd. Stcrl. Euglischerseits waren 380 577 Mann Truppen mobilisiert, während auf feiten der Bocren nur 89 375 Mann im Felde standen. Die englischen Verluste betrugen im ganzen 97 478 Mann, von denen 8590 im Feuer fielen, während 13 352 an Krankheiten verstarben. 7ö 536 Mann waren krank oder verwundet. Paul Singers Co., Berlin 3 V. Hierzu 2 Beilagei,„.ttnterhaltungsblatt Nr. 206. 20. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Anträge zum socialdemokratischen Parteitag am 13. September und folgende Tage zu Dresden im Trianon", Schüßenplatz. Tagesordnung. 1. Parteigenoffen in Hannover, Berlin I, II, III und IV, Chemniz, Wunsiedel. Frankfurt a. D., Mannheim, Wahlkreis Greifswald- Grimmen, Nürnberg: Auf die Tagesordnung zu sehen:„ Die Ergebnisse der diesjährigen Reichstagswahlen. Als Referenten die Genossen Bebel und v. Vollmar zu bestimmen." des Parteitages zu setzen: Die deutsche Rechtsprechung im Civil- und 2. Parteigenossen in Elberfeld: Auf die Tagesordnung Militär Strafrecht. 3. Parteigenossen in Essen: Der Parteitag möge über die Einführung eines allgemeinen Reichs- Berggesetzes beraten und die Frage des Achtstundentages als besonderen Punkt auf die Tagesordnung setzen. Freitag, 4. September 1903. § 2. Zur Partei kann nicht gehören, wer sich eines groben Ver- 38. Parteigenossen in Düsseldorf: Jn Städten, wo es an stoßes gegen die Grundsäße des Parteiprogramms oder wer sich gängig ist, Kurse zu errichten, um begabte Parteigenossen als Nefeeiner ehrlosen Handlung schuldig gemacht hat. renten auszubilden. Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet ein 39. Parteigenossen in Chemnik: Der Parteivorstand möge Schiedsgericht, das der Parteivorstand beruft. Die Hälfte der Bei- erivägen, ivie am besten und schnellsten eine Schule ins Leben gesizer wird von denjenigen bezeichnet, welche den Ausschluß bean- rufen werden kann, in der Parteigenossen zu Referenten und Retragen, die andre Hälfte von dem durch diesen Antrag Betroffenen. dakteuren herangebildet werden. Den Vorsitzenden bezeichnet der Parteivorstand. Agitation. In Orten oder Wahlkreisen, in denen die Geschäfte der Partei durch eine Vereinsorganisation geführt werden, ist der Ausschluß eines 40. Parteigenoffen in Düsseldorf: Der Parteitag möge Mitgliedes aus der betreffenden Organisation dem Ausschluß aus der beschließen, eine durchgreifende Aufklärungsarbeit über das Wissens Gesamtpartei gleich zu achten. Der Ausschluß aus einer solchen werte ist unverzüglich einzuleiten. Dieselbe ist von einer eventuell Organisation darf daher nur im Wege des vorstehend festgesetzten zu diesem Zweck zu schaffenden Centralstelle planmäßig zu organiSchiedsgerichtlichen Verfahrens erfolgen. binnen sechs Wochen die Berufung an die Kontrollkommission und Gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts steht den Beteiligten stellt wird, auf schiedsgerichtliche Berhandlung, oder unterläßt er es, gegen deren Entscheidung an den nächsten Parteitag zu. Berzichtet ein Parteigenosse, gegen den ein Ausschlußantrag geinnerhalb einer vom Parteivorstand zu bestimmenden Frist Schiedsrichter zu ernennen, so gilt er ohne weiteres als ausgeschlossen. Bartei verliert der frühere Parteigenoffe jedes Recht, das er etiva Mit dem Tode, dem Austritt oder der Ausschließung aus der tommiffion oder gegen einzelne Parteigenossen aus seiner Parteigegen die Partei, gegen den Parteivorstand, gegen die Kontrollmitgliedschaft erworben hat. 4. Die Genoffinnen von Frankfurt a. D., Altona, Berlin, Dresden IV., V. und VI. Kreis, Elberfeld, Eßlingen, Eichlingshofen, Glauchau, Görlig, Blantenese a. E, Halberstadt, Iserlohn, Köln Organisation folgende Fassung zu geben: Ueber die fernere Bu19. Parteigenoffen in Hamburg III:§ 2 Abs. 2 der Parteia. Rh., Königsberg, Klein- Auheim, Leipzig, Dhr gehörigkeit zur Partei entscheiden die Partei- Organisationen der eindrufi. Th., Oberreichenbach i. V., Augsburg, amzelnen Orte; bei Einzelmitglieder der Parteivorstand. Gegen die burg, Naumburg, Kreis Nieder- Barnim, Magde= burg, Mühlhausen im Entscheidung steht den Betroffenen die Berufung an die Kontrolleure Elsaß, Quedlinburg, und in letzter Instanz an den Parteitag zu." Reichenbach i. V., Stralsund, Kreis Teltow 20. Parteigenossen in Berlin III: Der Parteivorstand wird Beestow Charlottenburg, Worms, Wittenberge beauftragt, dem nächsten Parteitage einen Entwurf vorzulegen, der und Oberursel beantragen: Bu Punkt 5 der Tagesordnung. Der Parteitag erklärt: Bei den die Vertretung der Fraktion und der Kontrolleure auf dem Parteitage Rämpfen, welche das Proletariat für die Eroberung des allgemeinen 21. Parteigenossen im Wahlkreise Teltow Beeskow= gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts in Staat und Gemeinde Storkow Charlottenburg, führt, muß das Frauen- Wahlrecht gefordert, in der Agitation grund- Stettin: Der Parteivorstand wird beauftragt, dem nächsten Berlin I, II, IV, VI, fäglich festgehalten und mit allem Nachdruck vertreten werden. Fraktion auf dem Parteitage neu regelt. Barteitage einen Entwurf vorzulegen, welcher die Vertretung der 5. Parteigenoffen in Frankfurt a. M.: Während der Tagung des Parteitages eine Konferenz der preußischen Delegierten zu veranlassen, welche einen Meinungsaustausch über die bevorstehenden Landtagswahlen vermitteln soll. " 6. Parteigenossen in Gera: Als besonderen Punkt auf die Tagesordnung zu fezen: Die Revisionsbestrebungen der Parteitaktik innerhalb der socialdemokratischen Partei Deutschlands." Vorftandsbericht. Taktik. 7. Der Parteivorstand unterbreitet dem Parteitag folgenden Vorschlag zur Entscheidung: 1. Rann es mit den Interessen der Partei für vereinbar erachtet werden, daß Parteigenossen als Redakteure und Mitarbeiter an bürgerlichen Preßunternehmungen thätig sind, in denen an der socialdemokratischen Partei gehässige oder hämische Kritik geübt wird? Antiport: Nein! 2. Kann ein Parteigenoffe Redakteur oder Mitarbeiter eines bürgerlichen Blattes sein, auf welches obige Voraussetzung nicht zutrifft? Diese Frage ist zu bejahen, soweit Stellungen in Betracht kommen, in denen der Parteigenosse nicht genötigt wird, gegen die socialdemokratische Partei zu schreiben oder gegen diefelbe gerichtete Angriffe aufzunehmen. Im Interesse der Partei fowohl wie im Interesse der in folchen Stellungen befindlichen Parteigenoffen liegt es jedoch, daß den letzteren teine Vertrauensstellungen übertragen werden, weil solche sie früher oder später in Konflikt mit sich und der Partei bringen müssen. 8. Parteigenossen Berlin II: Die Frage der Mitarbeit von Barteigenoffen an nicht socialdemokratischen resp. nicht von Socialdemokraten herausgegebenen Breßorganen ist durch die Kundgebung des Parteivorstandes nicht erschöpfend geregelt. Db Redakteure oder Mitarbeiter an solchen Blättern Parteigenossen werden oder bleiben fönnen und inwietveit fie in der Arbeiterbewegung Vertrauensposten bekleiden können, darüber haben die Organisationen je nach der Lage des einzelnen vorliegenden Falles zu entscheiden. 9. Parteigenossen im XII fächsischen Wahlkreise und Genoffe Paul Scholz und 194 Genossen des II. Berliner Wahlkreises schließen sich der Meinungsäußerung des Parteivorstandes vom 2. März 1903 im Borwärts" betreffend die Mitarbeiterschaft parteigenössischer Schriftsteller an bürgerlichen Blättern voll und ganz an und erwarten vom Parteitage in Dresden, daß derselbe die Meinung des Parteivorstandes zu der seinigen macht. " neu regelt. hat sich auf dem Parteitage durch Delegierte vertreten zu laffen. 22. Parteigenossen in Chemnis: Die Reichstags- Fraktion Fraktion hat sich fünftig nur durch eine entsprechende Zahl ihrer 23. Parteigenossen in Leipzig- Land: Die ReichstagsMitglieder auf dem Parteitage vertreten zu laffen. 24. Parteigenossen des IV. sächsischen Wahlkreises: § 9 Abjat 2 unsres Organisationsstatuts:„ Die Mitglieder der Reichstags- Fraktion" zu streichen und dafür zu setzen:" Der Vorstand der Reichstags- Fraktion". 25. Parteigenoffen des I und II. württembergischen Wahlkreises: Den§ 9 unsres Parteistatuts dahin abzuändern, daß zur Teilnahme am Barteitag( 3iffer 2 des§ 9) nicht sämtliche Reichstagsabgeordnete, sondern nur eine Abordnung der Reichstagsfraktion berechtigt ist. Die Zahl der dazu zu entfendenden Genossen foll der Parteitag festſegen. fieren und auszuführen. lastung des Parteivorstandes ist eine Agitationskommission zu bilden, 41. Die Parteigenossen in Fürth beantragen: Zur Entdie mit den Provinzial- und Landesvorständen der Partei stete Fühlung zu unterhalten hat. Aufgabe der Kommission ist die Organisation einer systematiunsrer Forderungen an die bürgerliche Gesellschaft. vorstandes gewählt und ihrem Vorsitzenden Siz und Stimme im Diese Kommission soll von den Genossen am Size des ParteiParteivorstand eingeräumt werden. fchen Agitation in Wort und Schrift, mit besonderer Berücksichtigung 42. Parteigenossen in Ibing: Die Partei möge unter den Proletariern, die alljährlich zur Armee eingezogen werden, vor dem Socialismus machen. Insbesondere sind die fünftigen Soldaten Eintritt in dieselbe in geeigneter Weise Propaganda für den über ihre Pflicht gegenüber dem sogenannten inneren Feinde" aufzuklären. Preffe. " schließen: Dem Centralorgan bezüglich seiner Haltung den lokalen 43. Parteigenossen in Marburg: Der Parteitag wolle HeOrganisationen gegenüber in taftischen Fragen bestimmte, nicht über die kritischen Aufgaben hinausgehende Grenzen anzuweisen. 44. Parteigenossen in Schöneberg: Der Parteitag möge verbilligen. Mittel und Wege finden, den Vorwärts" und die Parteilitteratur zu 45. Parteigenossen in Frankfurt a. M.: Verhandlungen zu bersuchen, durch welche die bestehenden Monats-, Halbmonats- und Wochenschriften unsrer Partei( Neue Zeit"," Socialistische Monatshefte",„ Kommunale Praxis" und das angekündigte Braunsche WochenStrömungen und Bestrebungen unsrer Partei zu möglichst billigem blatt) vereinigt und zu einer großen, vielseitigen Revue über alle Preise ausgebaut werden. Neue Welt, März- und Mai- Zeitung. 46. Parteigenossen in Teltow Beestow 2c.: Bu erwägen, ob bezüglich der Illustrationen der„ Neuen Welt" nicht eine Aenderung dahingehend getroffen werden kann, daß dieselben beffer ausgeführt refp. die Neue Welt" auf besserem Papier gedruckt wird. Ebenso ist mehr Sorgfalt auf die Ausführung sowie die Motive der März- und Mai- Zeitung zu verwenden, 47. Parteigenossen in Schmargendorf: Die„ Neue Welt" und die Unterhaltungs- Beilage des Vorwärts" sind mit in den Dienst der theoretischen Ausbildung der Massen zu stellen. in den genannten Blättern find außer neuen Auffäzen nationalökonomischen Inhalts auch ältere Parteischriften, die dauernden Wert haben, abzudrücken. Jugend- Litteratur. 26. Parteigenofie Windhoff und drei Genossen in Düssel. dorf: Dem zweiten Absatz des§ 2des Organisationsstatuts folgendes hinzuzufügen: " Letterer ist verpflichtet, das Schiedsgericht innerhalb vier Wochen nach Eingang des Antrages einzuberufen." 27. Parteigenossen im XI. hannoverschen Wahl- 48. Parteigenosse Langemach in Frankfurt a. M.: Ersatz treise: Die Vertretung auf dem Parteitage nach dem Verhältnis für die eingegangene Zeitschrift Hütte" zu schaffen oder ihr Wiederder abgegebenen socialdemokratischen Reichstags- Wahlstimmen zu erscheinen möglich zu machen. regeln. Reichstagsmitglieder, welche ohne Delegiertenmandat auf 49. Parteigenossen in Magdeburg: Der Parteivorstand dem Parteitage erscheinen, sollen nur beratende Stimme haben, auch möge mehr als bisher die Herausgabe der Jugend- Litteratu sollen die Kosten für diese Abgeordneten von ihren Wahlkreisen ge- pflegen. tragen werden. Die Vertretung der Reichstags- Fraktion auf dem Barteitage soll dem Fraktionsvorstand obliegen. Arbeiter- Notizkalender. 50. Parteigenossen von Teltow Charlottenburg: Der Preis des Arbeiter Notizkalenders ist von 60 Pf. auf 50 Pf. Annoncen. 28. Barteigenossen in Berlin III: Die Vertretungsfrage auf dem Parteitage in der Weise zu regeln, die zum Proportional- herabzusegen. Wahlsystem führt und zwar etwa so, daß Wahlkreise, welche bei der vorherigen Reichstagswahl bis zu 5000 socialdemokratische Stimmen brachten, einen Delegierten, von 5-20 000 zwei und über 20 000 drei Delegierte entfenden können. 29. Parteigenossen in Bremen: Der Parteitag beauftragt den Parteivorstand, dem nächsten Parteitag zu berichten, ob sich eine Alenderung des§ 9 des Organisationsstatuts unter Berücksichtigung folgender Vorschläge empfiehlt: empfiehlt: Die Vertretung der Wahlkreise auf den Parteitagen soll sich in Zukunft nach der Zahl der bei der vorhergehenden Reichstagswahl 10. Parteigenoffen in Hamburg II halten es für not- Streise, welche aufgebracht haben: bis zu 10 000 Stimmen 1, bis zu aufgebrachten socialdemokratischen Stimmen richten, und zwar sollen wendig, daß die Frage der Mitarbeit von Socialdemokraten an 25 000 Stimmen 2 und über 25 000 Stimmen 3 Delegierte entpolitischen Preßorganen der Bourgeoisie vom Parteitag einer eingehenden Besprechung unterzogen wird und erwarten, daß durch ſenden können; jedoch mit der Einschränkung, daß Wahlkreise mit Parteitagsbeschluß eine Norm geschaffen wird, welche Vorfälle, wie weniger als 1500 Stimmen ihr Mandat dem Delegierten eines fie in diesem Frühjahr zu lebhaften Debatten Anlaß gaben, für die andern Kreiſes zu übertragen haben. Bukunft verhindert. 11. Barteigenoffen in Hamm( Hamburg III): Den Partei11. Barteigenoffen in Hamm( Hamburg III): Den Parteigenossen ist die litterarische und journalistische Mitarbeit an bürgerlichen Breßorganen ohne die Genehmigung des Parteivorstandes nicht gestattet. jeder Art dürfen in Barteiblättern nicht veröffentlicht werden. 51. Parteigenoffen in Rothenburg o. T.: Lotterieanzeigen 52. Parteigenossen in Breslau: Die Parteipresse ist gebei den betreffenden Organisationen einzuziehen. halten, vor der Annoncierung von Arbeitergesuchen Erkundigungen Broschüren und Flugblätter. 53. Barteigenossen des XVIII. sächsischen Wahlkreises: Sämtliche im Parteiverlage( Borwärts- Buchhandlung) erscheinende Broschüren- Litteratur ist in einheitlichem Formate herzustellen. in Parteibuchhandlungen erscheinenden Broschüren sollen mehr den 54. Parteigenossen von Bielefeld Wiedenbrück: Die volkstümlichen Preisen angepakt werden. Dies Flugblatt ist zur geeigneten Zeit den Parteivereinen oder örtlichen Vertrauenspersonen zur Verbreitung zu empfehlen und zum möglichst billigen Preis abzugeben. 56. Parteigenossen in Berlin I und IV: Der Parteivorstand wird beauftragt, eine zur Massenverbreitung geeignete Broschüre herauszugeben, welche das heutige Militärsystem und die damit verbundenen Mißhandlungen behandelt. 55. Parteigenossen in Bremen: In Anbetracht der, besonders in den letzten Jahren vorgekommenen unerhörten GeDie Delegationskosten zu den Parteitagen werden von der fimmungsriechereien in den Militärvereinen und in Anbetracht der damit Organisationen der zur selbständigen Delegation berechtigten Wahl- derselben, wird der Parteivorstand beauftragt, alljährlich ein FlugBarteikasse getragen; doch sind zu deren Deckung die Partei verbundenen Gingriffe in die politischen Rechte der Mitglieder freise verpflichtet, einen noch näher festzusetzenden Prozentsatz ihrer blatt herauszugeben, in welchem die Reservisten nach Absolvierung Jahreseinnahme- als besondern Beitrag an die Parteikasse ihrer Dienstzeit unter Bezugnahme besonders krasser Fälle hinabzuführen. 12. Parteigenossen des elften hannoverschen Wahlgewiesen werden auf die eventuellen materiellen sowie politisch Treises: Der Parteitag möge entschieden Stellung nehmen gegen Die Bahl der Delegierten eines Wahlkreises zum Barteitag darf Bereinen verbunden sind. 30. Parteigenossen in Leipzig- Land und Chemnitz: freiheitlichen Schädigungen, welche mit dem Beitritt zu genannten diejenigen Genossen, welche als Mitarbeiter an gegnerischen politischen und sogenannten unparteiischen Zeitungen das Ansehen nicht zwei überschreiten. der Partei schädigen und fortgefeßt der Propaganda unsrer Ideen 31. Parteigenossen in Marburg: Gründung eines Fonds und der Verbreitung unsrer Parteizeitungen schwere Hindernisse in zur Bestreitung der Reisekosten der Delegierten zum Barteitag. den Weg legen. 32. Parteigenossen in Koburg: Auf Antrag des Kreis13. Barteigenossen in Essen: Parteigenoffen ist es untersagt, Vertrauensmannes bezw. des Vorstandes der Kreisorganisation ist Parteipolemiken in bürgerlichen Blättern und Zeitschriften zu führen. der Parteivorstand verpflichtet, für einen Delegierten zum allgemeinen 14. Barteigenoffen Berlin IV: Es ist Stellung zu nehmen Parteitage die Reisekosten( 3. Wagenklasse hin und zurück) aus der gegen diejenigen Genossen, welche als Mitarbeiter an gegnerischen Parteikasse zu bewilligen. Die Diäten des einen sowie Diäten und politischen und sogenannten unparteiischen Zeitungen das Ansehen der Reisekosten für die weiteren Delegierten werden auch ferner von den Partei schädigen und fortgesetzt der Propaganda unsrer Ideen und Wahlkreisen getragen. der Verbreitung unsrer Parteizeitungen schwere Hindernisse in den 33. Parteigenoffen in Brakel bei Dortmund: Der Weg legen. Parteivorstand wird auf zwei Jahre gewählt. Nach zwei Jahren 15. Barteigenoffen in Stettin halten es mit der Ehre eines scheidet die Hälfte des Vorstandes aus, an deren Stelle werden Parteigenoffen nicht vereinbar, wenn er an bürgerlichen Blättern andre gewählt. Die Ausgeschiedenen können in den ersten zwei als Schriftsteller mitarbeitet, die in ihren Spalten gehässige Artikel Jahren nicht als Vorstandsmitglieder wiedergewählt werden. gegen die Socialdemokratie aufnehmen; wissenschaftliche oder hoch- 34. Barteigenossen in Düsseldorf: Es ist eine einheitliche wissenschaftliche Abhandlungen für Zeitschriften zu liefern, dagegen ist dem Parteivorstand sowie mit den Parteigenossen unter sich er- Wahlkreises: Den Parteivorstand zu beauftragen, die wichtigsten Partei- Organisation zu schaffen, welche eine bessere Fühlung mit 16. Parteigenoffen in Bremen: Parteigenoffen dürfen als möglicht. Redakteure und Mitarbeiter an nichtsocialdemokratischen Zeitungen 35. Parteigenoffe Erbe in Hamburg: Jedes Mitglied der und Zeitschriften nur dann thätig sein, wenn es sich um wissenschaft- Partei zahlt einen jährlichen Beitrag von 3 M. Eventuell für Stadtliche, fachtechnische oder belletristische Journale handelt, die den Kampf gebiete diesen Beitrag, für Landgebiete 1 M. Zur Zegitimation find gegen die Socialdemokratie vermeiden. einheitliche Mitgliedskarten herzustellen. nichts einzutvenden. 57. Barteigenossen des fünften nassauischen Wahl. Freifes: Eine Agitationsbroschüre mit dem jedesjährigen Bericht der Reichstags- Fraktion, Erläuterungen zu unsrem Parteiprogramm und Auslegung der Gründe, weshalb unsre Reichstags- Abgeordneten gegen die einzelnen Arbeiter- Versicherungen gestimmt haben, speciell für die noch wenig aufgeklärten ländlichen Kreise herauszugeben und entweder zum Selbstkostenpreise an die Kreis Wahlvereine und Komitees zur Gratisverteilung abzugeben, oder die Herstellungskosten ganz aus der Centraltasse zu bestreiten. 58. Parteigenossen des dritten braunschweigischen Reden über den Bahn- und Post- Etat in Broschürenform herauszugeben und an die betreffenden Beamten zu verteilen. 59. Parteigenosse Erbe in Hamburg: Einen fleinen Kommentar herauszugeben, enthaltend Brogramm, OrganisationsStatut der Partei, alle Namen, Adressen der Parteiblätter, Gewerk 17. Parteigenoffen in Jüterbog, Luckenwalde, Bauch- 36. Parteigenoffen in Köln a. h., Salt und Münchenschaftsblätter, Arbeitersekretariate, Gewerkschaftshäuser, Einrichtung x. Belzig: In Anbetracht, daß die bürgerliche Opposition in den Gladbach halten es für notwendig, daß für die Bezirke, wo die und Einiges über Genossenschaften. Dieser Kommentar ist jedem Streifen, in denen sie bei den Stichwahlen zum Reichstag zwischen Agitation mit besonderen Schwierigkeiten verbunden ist namentlich Mitglied, ebenso Neueintretenden gratis auszuhändigen. der Socialdemokratie und der Reaktion die Entscheidung in der Hand gilt das für die Centrumsgegenden, besoldete Parteisekretäre anhatte, letzterer die Mandate in die Hände spielt, beschließt der gestellt werden; da, wo die Parteigenossen das nicht aus eignen Barteitag, fünftig bei Stichwahlen zwischen zwei bürgerlichen Kräften können, hat der Parteivorstand die nötige Unterstügung zu Mandatsbewerbern für die Parteigenossen strengste Stimmen- leisten. enthaltung. Organisation. Maifeier. 60. Parteigenoffen in Friedberg Bübingen: Der Parteitag möge beschließen: Der Parteivorstand wird beauftragt, jedes Jahr am 1. Mai ein Flugblatt herauszugeben, in dem in für die Masse verständlicher Form die Forderungen der Arbeiter beleuchtet werden, damit dasselbe in großen Massen verbreitet und gemacht werden kann. 37. Barteigenoffen in Siegen: Den Parteivorstand zu beauftragen, in solchen Streifen, in denen die Bewegung noch keinen festen Fuß fassen konnte, einem angestellten Kolporteur für Partei18. Der Parteiborstand: Dem§ 2 des Organisations- litteratur durch event. Unterstützung ein gewisses Einkommen zu damit mehr als bisher für unsre Maiforderungen Propaganda statuts folgende Fassung zu geben: sichern. 62. Parteigenossen in Magdeburg: Die Maifeier von Bartei wegen nicht etwa einzuschränken, sondern die Agitation für dieselbe intensiver als je zu betreiben. 63. Parteigenossen in Düsseldorf: Auf dem Parteitage für vollständige Arbeitsruhe am 1. Mai einzutreten. 64. Parteigenossen in Breslau: Der Parteitag möge der Maifeier- Resolution folgenden Wortlaut geben: " In Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der internationalen Arbeiterkongreffe zu Paris 1889, Brüssel 1891, Zürich 1893, London 1896 und Paris 1900 macht es der Parteitag den Arbeitern und Arbeiterorganisationen zur Pflicht, am 1. Mai für die Klassenforderungen des Proletariats, insbesondere aber für einen aus reichenden Arbeiterschuß und für Verkürzung der Arbeitszeit, durch Veranstaltung von Versammlungen am Abend des 1. Mai zu demonstrieren." = = 61. Parteigenossen in Bremen, im vierten und im missionen einzusetzen, welchen die Aufgabe zufällt, das dazu erforder- halb der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung entscheidende Ber fünften sächsischen Wahlkreise: Der Parteitag möge fich liche Material zu sichten und zu verarbeiten. besserungen unmöglich werden, und wirkt dadurch aufklärend für die Beibehaltung der Maifeier in ihrem bisherigen Charakter 85. Die Parteigenossinnen in Berlin IV., V., VI., Dresden, über und für das socialdemokratische Programm. Bis zu dieser entscheiden. Elberfeld, Eßlingen, Eichlingshofen, Glauchau, Grenze und Schranke, von der wir noch weit entfernt sind, zu Görlig, Blantenese a. E., Halberstadt, Iserlohn, gehen und alles mögliche wirklich zu machen, ist unsre Aufgabe in Köln a. h., Königsberg, Klein- Auheim, Leipzig, der Tagespolitik. Zu diesem Zwecke und zugleich im Interesse der Ohrdruf i. Th., Oberreichenbach i. V., Augsburg, Stärkung des Parlamentarismus selbst wird die socialdemokratische Raumburg, Kreis Nieder Barnim, Magdeburg, Fraktion beauftragt, in Gestalt von ausgearbeiteten Gefeßentwürfen Mülhausen i. Els., Quedlinburg, Reichenbach i. B., die wichtigsten Fragen der gegenwärtigen Situation in Angriff zu Stralsund, Kreis Teltow Beestow Charlotten- nehmen. Den einzelnen Gesezentwürfen sind umfassende Bes burg, Worms, Wittenberge und Oberursel: gründungen und Denkschriften beizugeben, und es ist zu veranlassen, Die Reichstags- Fraktion möge energisch eintreten für: daß auch diese Begründungen, dem Brauch andrer Parlamente 1. Einführung des gesetzlichen Achtstundentages für alle er- gemäß, in in die amtlichen Drucksachen des Reichstages aufwachsenen Arbeiterinnen, der durch eine stufenweise Herabsetzung der genommen werden; zugleich sollen Reichstags- Drucksachen zu täglichen Arbeitszeit auf zehn beziehungsweise neun Stunden für möglichst billigem Preise jedermann zugänglich gemacht werden, eine kurze, gesetzlich bestimmte Uebergangszeit vorbereitet werden etwa nach dem Vorgange des Reichs- Arbeitsblattes". Von kann; den Gegenständen, die in erster Linie durch solche positiven, für die jugendlichen Arbeiterinnen die Herabsehung der täg- eingehend begründeten socialdemokratischen Gesezentwürfe zu be lichen Maximalarbeitszeit auf vier beziehungsweise sechs Stunden, arbeiten wären, sind zu nennen: Reichs- Finanzreform, Arbeiterschutz, Erhöhung der Altersgrenze auf achtzehn Jahre und Einführung Koalitionsschuß- Gesez, systematische Militärreform, Minister- Beranteines obligatorischen Fortbildungs- Unterrichts, in dessen Schulplan wortlichkeit, Reichs- Schulgesetz und Revision des Strafrechts. Haushaltungsunterricht, Gesundheitslehre und Säuglingspflege ein- 101. Parteigenossen in München- Gladbach erklären sich zubeziehen sind; einstimmig für das Festhalten an unfren Principien und für die Beis behaltung der bisherigen Taktik. 65. Parteigenoffen in München- Gladbach: Die Maifeier auf den ersten Sonntag im Mai zu verlegen. Programm. 66. Parteigenosse Welter in Wiesbaden: I. Dem Punkte 6 des Parteiprogramms folgende Fassung zu geben: 6. Erklärung der Religion zur Privatsache. Daraus sich ergebende. Forderungen: und Freigabe des Sonnabendnachmittag. für alle Arbeiterinnen die Abschaffung der Ueberstundenarbeit 2. Absolutes Verbot der Nachtarbeit für Frauen. 3. Verbot der Verwendung von Frauen bei allen Beschäftigungsa) Trennung zwischen Staat und den heutigen Kirchen; arten, welche dem weiblichen Organismus besonders schädlich sind. Gesetzliche Förderung der Einführung solcher Vorrichtungen in b) Abschaffung aller Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln zu Fabriken und Werkstätten, die die Gesundheit der darin Beschäftigten kirchlichen und religiösen Zwecken; c) Entfernung des tonfessionellen Religionsunterrichts aus der schützen. Ersatz gesundheitsschädlicher, im Arbeitsprozeß zur VerSchule; wendung gelangender Materialien durch gesundheitlich indifferente. d) Ersatz desselben durch einen Moralunterricht ohne meta- industrie entsprechend der Resolution des vierten Gewerkschafts4. Ausdehnung der gesetzlichen Schutzbestimmungen auf die Hausphysische Voraussetzungen, einen umfassenden naturwissenschaftLichen Unterricht, einen wissenschaftlichen Unterricht in der tongresses zu Stuttgart. Religionsgeschichte; e) Verbot der Erteilung jeglichen Glaubensunterrichtes an Kinder unter 16 Jahren; f) Bekämpfung aller religiösen Wahnvorstellungen durch Aufklärung ihrer Anhänger; Glauben man nicht mehr teilt. g) Austritt aus konfessionellen Religionsgemeinschaften, deren II. Der Parteitag beschließt, als notwendige Folge dieser Forderungen nachstehende Ergänzung des Organisationsstatuts vorzunehmen: " Nur solche Personen, die keiner fonfessionellen Religionsgemeinschaft angehören, dürfen Parteiämter bekleiden und von der Partei als Kandidaten für Kommunal-, Land- und Reichstagswahlen aufgestellt werden." 5. Anstellung weiblicher Fabrifinspektoren. 6. Aktives und passives Wahlrecht der Arbeiterinnen zu den Gewerbegerichten. 7. Sicherung völliger Koalitionsfreiheit für die Arbeiterinnen. 8. Verbot der Beschäftigung von Frauen acht Wochen nach der Niederkunft, wenn das Kind lebt, sechs Wochen nach der Niederfunft bei Tot- und Fehlgeburten oder im Fall des Ablebens des Kindes. Arbeit, sobald im weiteren Verlauf der Schwangerschaft durch den Recht der Schwangeren auf kündigungslose Einstellung der normalen Schwangerschaftszustand bedingte Anzeichen sich geltend machen, welche die Arbeit erschweren. Beseitigung der Ausnahmebewilligungen, welche auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses die Wiederaufnahme der Arbeit vor Ablauf der festgesetzten Schutzfrist gestatten. seitens der Krankenkassen durch: Ausgestaltung der Schwangeren- und Wöchnerinnenfürsorge 102. Parteigenossen Berlin V erklären sich mit der bisherigen Taktik der Partei einverstanden. Sie erblickt in dem Ausfall der Reichstagswahlen eine gewaltige Kundgebung und Aufforderung, den Kampf gegen die Reaktion in allen ihren Schattierungen weiter zu führen ohne jede Stonzession an bürgerliche Anschauungen und Staatsmännereien und erwartet angesichts der sich immer mehr vers schärfenden Klassengegensätze auf wirtschaftlichem und politischem Gebiete eine scharfe und energische Vertretung der Klassenforderungen des Proletariats. 103. Parteigenossen in Berlin I erklären, daß für die Partei feinerlei Grund vorliegt, zur Zeit in irgend einer Form oder bei irgend einer Frage von ihren alten proletarisch revolutionären Grundsäßen und taktischen Maßnahmen abzugehen. Die Parteiversammlung erwartet vom Dresdener Parteitag, daß er dieser Anschauung in nicht mißzuverstehender Weise unzweideutig Ausdruck giebt. 104. Parteigenossen in Berlin IV sehen in der Art, wie Genoffe Bernstein die Vicepräsidenten- Frage in der Deffentlichkeit behandelt hat, bevor er seine Meinung in der Fraktion, deren Mit schadet als nützt, und erwartet, daß Genosse Bernstein sich künftig glied er ist, vertreten hat, eine Taktlosigkeit, welche der Partei mehr bei Wahrung aller Meinungsfreiheit mehr dem Interesse der Partei als dem Sensationsbedürfnis anpaßt. Die Versammlung spricht ihre Mißbilligung in schärfster Form allen den Genossen aus, welche in dieser Sache sich zu Mitschuldigen Ed. Bernsteins gemacht haben. 67. Parteigenosse Boischnig in Frankfurt a. D.: Der Parteitag möge selbst, oder möge versuchen, durch von ihm 105. Parteigenossen in Berlin VI: Der focialdemokratische Wahlverein des sechsten Berliner Kreises steht auf dem Standpunkt, ausgehende Weisungen in der Agrar-, speciell aber Grund- und Bodenfrage ein flares, einheitliches Bild und Ziel zu schaffen. Bubilligung eines Pflegegeldes an Schwangere und Wöchnerinnen daß unsre Reichstags- Fraktion das parlamentarische Recht für sich in für die Dauer der Schutzfrist in der vollen Höhe des durchschnitt- Anspruch nimmt, die erste Vicepräsidentenstelle zu besetzen, es aber 68. Parteigenosse Reinte, Barmstedt: Dem Programm folgenden Schlußfazz anzufügen:" Verwendung der auf Grund der lichen Tagesverdienstes. Obligatorische Ausdehnung der betreffenden ablehnt, dafür die Bedingung zu erfüllen, zu Hofe zu gehen. Der sechste Kreis ist der Ueberzeugung, daß die Anregung der ganzen Arbeiterverficherungs- Gesetzgebung angesammelten Reservefonds im Bestimmungen auf die Frauen der Staffenmitglieder. Die Möglichkeit für die Durchführung dieser Bestimmungen ist Frage aus einer maßlosen Ueberschätzung des Parlamentarismus Interesse der Arbeiterschaft in erster Linie zum Erwerb von Grundeigentum in möglichst zusammenhängenden Flächen; wenn zu schaffen durch Vereinheitlichung der Krankenversicherung, Bu- entstanden ist, daß die Frage wohl für bürgerliche Kreise ein so notwendig, unter Anwendung des Enteignungsrechtes. Bewirt- sammenschluß der Kassen zu kapitalkräftigen Verbänden, weit großes Interesse haben könnte, nicht aber für die socialdemokratische schaftung dieser Ländereien für Rechnung der Versicherungs- gehendes Selbstverwaltungsrecht der Versicherten und Zuschüsse vom Partei. Im übrigen erwartet der sechste Kreis, daß die Genossen endlich aufhören, sich in allerlei Phantastereien zu ergehen, und daß anstalten, jedoch in arbeiterfreundlichem Sinne". Errichtung von Entbindungsanstalten, Schwangeren und sie mehr den notwendigen praktischen Aufgaben der Partei ihre AufWöchnerinnenheimen, Beschäftigungsanstalten für stillende Mütter, merksamkeit zuwenden. Organisation der Wöchnerinnenhauspflege durch die Gemeinde. 86. Parteigenossen in Essen: Die socialdemokratische Reichstags- Fraktion wird beauftragt, im Reichstag bei Beratung der Materie Erbschaftssteuer auf erweiterte Besteuerung zu bringen. Parlamentarifches. 69. Parteigenossen in Marburg: Das Verhalten der Reichstags- Fraktion zur Regierung hat überall und jederzeit den republikanisch- demokratischen Principien unsrer Partei zu entsprechen. 70. Parteigenossen in Stettin: Die Fraktion hat thunlichst bald dem Reichstage einen Gesezentwurf zu unterbreiten, wonach das Koalitionsrecht so ausgebaut wird, daß es von Gerichten und der Polizei nicht mehr angetastet werden kann. 71. Parteigenossen in Elberfeld: Die Fraktion wird beauftragt, in der kommenden Seffion des deutschen Reichstages unverzüglich die Anträge auf Beseitigung des MajestätsbeleidigungsParagraphen und die Schaffung eines ausreichenden Ministerberantwortlichkeits- Gesetzes zu wiederholen. 72. Parteigenossen in Berlin I: Die Reichstags- Fraktion wird mit der Einleitung einer planmäßigen Propaganda gegen den Militarismus durch Einbringung eines Gesezentwurfs beauftragt, unter besonderer Betonung folgender Forderungen: a) Abschaffung der Militärjustiz und des Militär- Strafrechts. b) Anerkennung des Rechts auf Notwehr gegen Mißhandlungen. c) Allgemeine einjährige Dienstzeit. 73. Parteigenossen im zweiten württembergischen Wahlkreise: Die Reichstags- Fraktion möge in möglichster Bälde im Reichstag für die Vereinheitlichung des deutschen Eisenbahnwesens durch Schaffung einer Reichs- Betriebsgemeinschaft, und für eine Verbilligung der Personentarife eintreten. M 74. Parteigenossen in Teltow Charlottenburg: Die Fraktion zu beauftragen, dahin zu wirken, daß die Reichstagswahlen fünftighin Sonntags stattfinden. 75. Parteigenossen in Kassel: Die socialdemokratische Fraktion oes Reichstages wird ersucht, nach Thunlichkeit dafür Sorge zu tragen, daß die Mandatsprüfungen der Abgeordneten wo nicht vor Eintritt in die meritorischen Verhandlungen, so doch wenigstens nach Beendigung des ersten Jahres nach dem Zusammentritt erledigt werden. 76. Parteigenossen in Jüterbog: Die Fraktion soll einen Antrag einbringen, wonach denjenigen Abgeordneten, deren Wahl Jon der Wahlprüfungs- Kommission beanstandet wird, bis zur endgültigen Entscheidung Sik und Stimme im Reichstage aberkannt wird. 77. Parteigenoffen in Elbing, Hildesheim und elften hannoverschen Wahlkreise: Die socialdemokratische Fraktion hat dahin zu wirken, daß die Regierungen bei fünftigen Wahlen eine einheitliche Form über die Beschaffenheit der Wahlurnen anordnen. 78. Parteigenossen in Elbing: Die Wahlurnen müssen verschließbar sein. Die Stimmen werden nach Beendigung des Wahlattes nicht gezählt, sondern die verschlossene Urne wird an den Wahlkommissar eingesandt, der dann das Ergebnis des ganzen Kreises feststellt. Staat. 87. Parteigenossen in Bromberg: Die Fraktion wird erfucht, den jüngsten Bromberger Landfriedensbruch- Prozeß mit seinem Harten Urteil, sobald sich eine Gelegenheit bietet, im Reichstage zur Sprache zu bringen. 88. Parteigenoffe Erbe in Hamburg: Zur Bekämpfung der Lungenkrankheiten bringt die socialdemokratische Partei im Reichstage nachstehenden Antrag ein: = 106. Parteigenossen in Leipzig Stadt: Die heutige Ver sammlung des Wahlvereins des 12. Reichstags- Wahlkreises( LeipzigStadt) erwartet, daß der Parteitag zu Dresden in der aufgeworfenen Vicepräsidentenfrage die Entscheidung trifft und unterbreitet zu dem 3wecke dem Parteitag folgenden Antrag: Der Parteitag protestiert gegen die Zulassung irgend welcher Beteiligung von Parteibertretern an monarchischen Huldigungen; er mißbilligt entschieden die seit Jahren wiederholt zu Tage getretenen revisionistischen Bestrebungen einzelner Genossen und bestimmter Richtungen in taktischen und parteigrundsäßlichen Fragen; der Parteitag lehnt es bestimmt ab, den Klassenkampfcharakter unsrer Partei aus Gründen vermeintlicher politischer Vorteile jemals verwischen zu lassen. O Da die Seeluft erwiesenermaßen von Salz geschwängert ist und dadurch desinfizierender auf die Lunge wirkt als Landluft, auch eine Kur in einem Seebade eine schnellere Besserung, auch nach Genesung 107. Barteigenossen in Leipzig Land: Die Parteis größere Widerstandskraft verleiht, stellt die Reichsregierung die versammlung des 13. fächsischen Reichstags- Wahlkreises spricht sich entsprechenden Mittel bereit zur Errichtung von Heilstätten auf den mit Entschiedenheit gegen die von Bernstein, Bollmar und andern Inseln der Nord- und Ostsee, sowie zum Bau von Krankenschiffen. vertretenen Ansichten in Bezug auf die Vicepräsidentenfrage im 89. Parteigenossen im neunten badischen Wahlkreise, Reichstage aus. Die Versammlung wendet sich vor allem dagegen, Berlin II, III, Magdeburg, III, Magdeburg, Wurzen, Stettin, daß solche Fragen von der Fraktion entschieden werden sollen, sie Hannover, Düsseldorf, XVII. fächsischen Wahl- hält vielmehr den Parteitag als die einzig richtige Instanz, der freise, Stuttgart: Die Fraktion hat den Anspruch auf den artige Fragen zu klären. Im weiteren erwartet die Versammlung, Sig im Präsidium des Reichstages zu erheben, jedoch nur ohne jede daß der Parteitag gegen die immer deutlicher auftretenden BernUebernahme fonventioneller Pflichten. steinereien in der Partei ein entscheidendes Wort spricht. 108. M 90. Parteigenossen in Mannheim: Es hat unsre Fraktion Parteigenossen im im vierten hannöverfchen ihren Anspruch auf die Besetzung des Vicepräsidiums im Reichstage Wahlkreise: Der Parteitag erwartet von der socialdemounter allen Umständen aufrechtzuerhalten. Sie fezt in das Taft- kratischen Reichstags- Fraktion, daß diese getreu der bisherigen gefühl und Selbstbewußtsein des eventuell Gewählten das Vertrauen, Gepflogenheit Anspruch erhebt auf eine ihrer Stärte entsprechende daß er bei Ausübung der ihm auferlegten Pflichten die Würde der Vertretung im Reichstagspräsidium. Er hegt zur Fraktion aber auch Volksvertretung und die Machtstellung seiner Partei zu wahren weiß. das Vertrauen, daß diese an der seitherigen Taktik festhält, indem sie 91. Parteigenoffen in Köln- Stadt wünschen, daß der es mit Entschiedenheit zurückweist, Verpflichtungen zu übernehmen, Fraktion die Lösung der Vicepräsidenten- Frage überlassen bleibt. die weder von der Verfassung noch von der Geschäftsordnung des Dhne die freie Meinungsäußerung Sie haben zu den gewählten Vertretern der Socialdemokratie das Reichstags gefordert werden. Vertrauen, daß sie die Frage in einer das Interesse und die Ehre innerhalb der Partei antasten zu wollen, bedauert aber dennoch der der Partei wahrenden Weise entscheiden werden. Parteitag die Art und Weise, wie der Genosse Reichstags Abgeordnete Eduard Bernstein Stellung zu der obigen Angelegenheit genommen hat. Parteitag. 92. Parteigenossen in Schöneberg: Die fünftigen Partei109. Parteigenossen für Neuß j. 2.: Der Parteitag für tage zwischen Weihnachten und Neujahr abzuhalten. Reuß i. 2. hält es für das parlamentarische Recht unsrer Reichstags93. Parteigenoffen in Stettin und Greifswald- Fraktion, entsprechend ihrer Stärke einen Sitz im Präsidium des Grimmen: Den Parteitag 1904 in Stettin abzuhalten. Reichstags zu beanspruchen; er weist es aber ganz entschieden zurück, 94. Parteigenossen in Mannheim und Heidelberg: daß dabei andre als durch die Geschäftsordnung des Reichstags vorDen Barteitag 1904 in Mannheim abzuhalten. geschriebene Bedingungen erfüllt werden. 95. Parteigenoffen in Darmstadt und der Landeskonferenz in Arheiligen: Den Parteitag 1904 in Darmstadt abzuhalten. 96. Parteigenossen in Braunschweig: Den Parteitag 1904 in Magdeburg abzuhalten. 97. Parteigenossen in Bremen: Den Parteitag 1904 in Bremen abzuhalten. 98. Parteigenossen in Essen: Den Parteitag 1904 in Essen abzuhalten. 99. Parteigenofsen in Berlin V: Den Parteitag 1904 in Berlin abzuhalten. Refolutionen. Der Parteitag erblickt in dem Vorschlage Bernsteins über die Besetzung der Vicepräsidenten- Stelle eine Aenderung unsrer bisherigen altbewährten Taktik und erwartet vom Parteitag, den immer wieder auftretenden Tendenzen auf Aenderungen derselben gegenüber ein entschieden abweisendes Wort. Der Parteitag mißbilligt ferner auf das schärfste die Art und Weise des Vorgehens des Genossen Bernstein in der Vicepräsidenten- Frage. 110. Parteigenossen des Kreises Frantfut a. D. 2ebus: Die Streistonferenz spricht den Wunsch aus, daß die vollkommene Einheit und Uebereinstimmung der Parteigenossen, die im Wahltampf zu Tage getreten ist, auch in den Verhandlungen und Bes schlüssen des Parteitages zur Geltung kommen möge, und daß in erster Linie die wichtigen, für die Interessen des Proletariats bedeutsamen Forderungen erörtert werden, nicht aber die im Verhältnis dazu ganz unbedeutende Frage der Vicepräsidentschaft u. dergl. einen großen Teil der kostbaren Zeit des Parteitages in Anspruch nehmen möge. 79. Barteigenoffen in Flensburg: Einen Antrag zu stellen, der den Behörden die Pflicht auferlegt, jedem Abgeordneten eines Wahlkreiseseinerlei, welche politische Parteirichtung derselbe auch vertritt zweds Berichterstattung seiner parlamentarischen Thätigkeit paffende Versammlungslokale zur Verfügung zu stellen. 80. Parteigenossen in Elberfeld: Bei den kommenden 100. Parteigenoffen in Teltow Charlottenburg: Der Novellen zur socialen Versicherungs Gefeßgebung ist energisch dafür Wahlsieg vom 16. Juni verpflichtet die Socialdemokratie zu geeinzutreten, daß alle im Interesse der Versicherten geschaffenen Ver- steigerten und vertieften Anstrengungen, um positiven Einfluß auf besserungen rückwirkende Kraft erhalten. das Geschick der deutschen Politik zu gewinnen. Nicht nur in der 81. Parteigenossen in Essen: Es ist für eine wirksame Be- Kritit der Herrschenden Klassen und ihrer Politit, nicht nur in der fämpfung der Wurmkrankheit durch gesetzliche Maßnahmen im Reichs- Abwehr der voltsfeindlichen Angriffe der Reaktion, auch nicht in der 111. Parteigenoffen im zweiten sächsischen Wah! tage einzutreten. bloßen Verbesserung von Regierungsvorlagen und anregenden An- freise: In Erwägung, daß die Kampfesweise unsrer Gegner in 82. Parteigenossen im Wahlkreise Straßburg- Land: trägen erschöpft sich unsre Aufgabe. Die socialdemokratische Reichstags- den Landgemeinden eine schroffe wird, in fernerer Erwägung, daß Bei Beginn der nächsten Legislaturperiode einen Antrag auf Ein- fraktion ist durch das Vertrauen der Wähler zur berufenen Gesetz unsre Gegner in der großen Mehrzahl über Besitztum, als Häuser, führung des gesetzlichen Behnstundentages zu stellen und mit aller geberin des deutschen Volkes geworden. Je mehr die bureau- Wirtschafts- oder Bauerngüter, verfügen und unsre Genossen, welche Kraft auf die Erlangung dieses vorläufig erreichbaren Zieles hin- fratische Regierung für die Interessen der herrschenden Klassen in un- sich an der Agitation öffentlich beteiligen oder als Vertrauens zuwirken. fruchtbarer Flickarbeit oder dreisten und sinnlosen Angriffen wider die männer usw. die Partei vertreten, sehr schwer schädigen, indem die 83. Parteigenoffen in Bremen, Elberfeld und Brom- im Proletariat sich vollziehende notwendige geschichtliche Entwicklung Herren Hausbesizer ihren Mietsbewohnern einfach fündigen, dieselben berg: Es sei die Agitation für den Achtstundentag in Zukunft versteinert, um so größer ist die Pflicht der socialdemokratischen dann aber sehr schwer eine neue Wohnung im Drte bekommen energischer als bisher zu gestalten; es ist erforderlich, daß die Reichstags- Fraktion, die unermeßliche Schöpferkraft des demo- fönnen, beantragen wir, daß die Partei bestrebt sein muß, überall, Reichstags- Fraktion in Bälde mit einem die Einführung des gesetz- kratischen und socialistischen Princips für die aktuelle Gesetzgebung wo sich solche Mißstände zeigen, Häuser zu erwerben event. Bauernlichen achtstündigen Normalarbeitstages bezweckenden Gesezentwurf fruchtbar zu machen. Eine solche Thätigkeit erzielt dreierlei: Sie güter in eigne Regie zu nehmen. hervortritt und im Reichstage mit aller Energie für dessen Realisierung bewirkt nüßliche und bedeutsame Reformen, sie deckt die geistige 112. Parteigenossen in Bremen: Der Parteitag empfiehlt Sorge trägt. Armseligkeit und gehässige Beschränktheit der Sachwalter der den socialdemokratischen Vereinen, bezw. den einzelnen Wahlkreisen, 84. Parteigenossen in asset: Die Reichstags Fraktion ist tapitalistischen Klassen und ihrer regierenden Agenten auf, Sammelstellen zur Aufbewahrung und Sichtung aller auf die verpflichtet, für die verschiedenen Fächer der Socialgesetzgebung Kom- l sie zeigt endlich die Grenze und die Schranke, inner- Reichstagswahlen bezüglichen parteigenössischen wie gegnerischen 0 wo Der Die Kommission soll ebenfalls den Rechtsschutz in Parteifachen für das gesamte Reich in die Hand nehmen, um in der so sehr verschieden gearteten Rechtsprechung eine größere Gleichmäßigkeit zu erzielen. Resolution B. Da die Parteipreffe zu sehr eventuellen Schwankungen der Papierpreise unterworfen ist, erhält der Vorstand die Direktive, entweder felbst oder mit Hilfe von Genossenschaften in rückständigen Wahl selbst oder mit Hilfe von Genossenschaften in rückständigen Wahlfreisen, vornehmlich in Domänen des Centrums, eigne Papierfabriken zu errichten, um dadurch der Parteipreſſe teilweise zweckmäßigeres Papier zu liefern und mehr Unabhängigkeit zu verschaffen. Im weiteren um zu zeigen, daß ein Teil der Forderungen des Programms für die Arbeiter schon heute durchzuführen ist und den einen oder für die Arbeiter schon heute durchzuführen ist und den einen oder andren Wahlkreis sicherer zu stellen. 114. Achtundsechzig Barteigenossen in Flensburg: In Erwägung der Thatsachen, daß neben den socialen Quellen des Alkoholismus auch die Trinkfitten( Geburtsfeiern, Einstand usw.) und die mangelhafte Aufklärung der Massen über die schädlichen Wirkungen der geistigen Getränke als Ursachen desselben anzusehen sind, empfiehlt der Parteitag der Parteipreffe und den Parteigenossen das Studium der Alkoholfrage. Der Parteitag geht dabei von der Erwägung aus, daß das für geistige Getränke verausgabte Geld besser in Lektüre zur Aufklärung und Bildung angelegt wird, sowie auch, daß jede schon heute mögliche Zurückdämmung des Alkoholismus eine Stärkung der Kampffähigkeit des Proletariats in sich schließt. " 1 bekannt ist. " Flugblätter, wichtigen Zeitungsauslaffungen, sowie von sonstigen kurz vor dem Beamten auch dorthin begeben. Letzterer und der Zeiten der Krise in vielen Orten Verbesserungen durchgesezt und auf für den Wahlkreis wichtigen Aften und Veröffentlichungen ein- hinzugekommene Nachtwächter begaben sich auf wenige Minuten ins der ganzen Linie die Erfolge der Organisation gegen Verschlechtes zurichten. Haus, um den etwa dort wohnenden Geschäftsverwalter zu benachrungen schüßen können. Nach den Lohnbewegungen dieses Jahres Der Parteivorstand wird ersucht, nötigenfalls den Wahlkreisen richtigen, während der Angeklagte auf der Straße blieb. Es ergab( 1903) fei auch ein Stillstand der Bewegung nicht zu befürchten. eine Anleitung zur Einrichtung derartiger Archive zu geben. sich aber, daß der Gesuchte nicht im Hause wohnte. Sodann stellte Von 23 000 Mitgliedern seien nach den dem Centralvorstand zuge= 113. Parteigenosse Erb in Hamburg: Resolution A. der Schußmann fest, daß in der Zeit zwischen seinem ersten Erscheinen am gangenen Meldungen 16 043 in 156 Orten in Bewegung gewesen. Barteitag wählt zwecks Ausarbeitung von Gesezentwürfen eine Thatorte und seiner Rückkehr aus dem Hause jemand durch das in Zu Gunsten der Kameraden seien erledigt worden allgemeine Streits Kommission von zehn Personen. der Schaufensterscheibe entstandene Loch gegriffen und aus dem in 32 Orten mit 2054 Mitgliedern, partielle Streits in 21 Orten Die Kommission macht zu geeigneter Zeit bekannt, über welche Schaufenster drei bis vier Kisten mit Cigarren entwendet haben mit 4379 Mitgliedern, Aussperrungen in 14 Orten mit 2494 MitMaterie ein Gesezentwurf in Arbeit genommen wird. Alle Partei- müsse. Der Verdacht, den Diebstahl begangen zu haben, wurde nun gliedern, Verhandlungen in 41 Orten mit 5442 Mitgliedern. Die genossen übermitteln in der Sache alles Material( praktisch, wissen- durch zwei Dämchen", die dem Cigarrengeschäft gegenüber wohnten Hauptkasse allein habe dieses Jahr 124 829 M. an Streifunterschaftlich, Wünsche 2c.) der Kommission, selbige ſichtet und unter- und just in jener Nacht auf die Straße hinaus gesehen haben wollen, stützungen ausgegeben. Redner verweist auf die gewaltigen Wider-. breitet den daraus hervorgegangenen Entwurf der Fraktion zur auf den Angeklagten gelenkt. Während dieser den Schauplak verstände, die sich jetzt immer mehr der Gewerkschaftsbewegung besonders Beratung. Nach dieser Beratung wird der Entwurf im Reichstag lassen hatte, um den Geschäftsinhaber, dessen Wohnung ihm eingefallen in Form von Unternehmerverbänden entgegenstellten und auf die bes zum Antrag erhoben, um dadurch die Regierung zu veranlassen, die war, zu benachrichtigen, erschien eine dieser Dämchen" bei dem kannten Erfahrungen, die die Zimmerer in Dresden, Bremen, Bromnotwendigen Aufgaben der Zeit in Angriff zu nehmen. zurückgebliebenen Schutzmann und behauptete, daß der Mann, mit berg usw. gesammelt haben. Auch damit sei man fertig geworden Als nächstliegende notwendige Arbeiten bringe ich in Vorschlag: dem der Beamte gesprochen, die Kisten mit Cigarren gestohlen und werde weiter damit fertig werden, wenn die Kameraden die Umarbeitung des Kranken-, Unfall-, Alters- und Invalidengefeßes habe. Der Mann sei schon vor der ersten Rückkehr des Schuh- Organisation nicht nur erhielten, sondern auch alles thäten, sie auszu einem sich ergänzenden Gesetz mit Einbeziehung einer Arbeitslosen- mannes in eiligem Laufe auf der Bildfläche erschienen, habe mit zudehnen und zu festigen. Dann werde die Zimmererbewegung auch Versicherung und vollständiger einheitlicher Verwaltung. Einheitliche einem Griff durch das Loch in der Scheibe eine Kiste entwendet, im vollen Maße teilnehmen an der Befreiung der Arbeiterklasse aus reichsgesetzliche Regelung des Volksschul-, Bau- und Wohnungs-, diese in das Haus Anklamerstr. 15 getragen, sei dann eiligst zurück- den Fesseln des Kapitals.( Großer Beifall.) Es entspann sich eine Straf- und Gefängniswesens, der Gefängnisarbeit 2c. gekehrt und habe die kurze Zeit, in welcher sich die Beamten in das lebhafte Debatte, in der wiederholt die Bedeutung der Organisation Haus, in welchem sich das Cigarrengeschäft befand, begaben, dazu betont, von anderer Seite aber bedauert wurde, daß dieses Jahr in benutzt, um auf gleiche Weise noch zwei Kiſten zu entwenden und Berlin nicht die Forderung des Stundenlohns von 70 Pf. gestellt schleunigst in das offen stehende Haus Anflamerstr. 15 zu tragen. worden sei. Nach dem Schlußwort des Referenten, wandte sich der Der Beamte hielt dies für absolut ausgeschlossen, da der Vorsitzende Witt energisch dagegen, daß einzelne Kolonnen die Arbeit Angeklagte im Bezirk als ein durchaus ehrenhafter, mit Ehren- niederlegten, ohne die Leitung der Organisation in Kenntnis zu deshalb damit, in die offen stehende Thür des Hauses Nr. 15 ein zu machen. Die Kameraden müßten es ablehnen, Ueberstunden zu zeichen geschmückter Mann Er begnügte sich sezen. Von allen Differenzen sei dem Vorstand sofort Mitteilung zutreten und den Flur mit Streichhölzern abzuleuchten, wobei er machen. Bedauerlicherweise seien 15 Zimmerer der Firma Holznichts fand. Am nächsten Tage verbreitete fich infolge der positiven mann u. Co. ohne weiteres beim Bau an der Monumentenbrücke Behauptungen der beiden Mädchen das Gerücht, daß der Angeklagte darauf eingegangen, statt 9 Stunden 11 Stunden zu arbeiten. Nach einen Diebstahl begangen habe. Das Gerücht verdichtete sich so, daß kurzer Debatte hierüber schloß die Versammlung mit einem Hoch ein Kriminalbeamter sich veranlaßt sah, gegen 11 Uhr vormittags auf den Verband. Herrn Meier einen Besuch abzustatten. Dieser war unter den Nachwehen der nächtlichen Zecherei foeben erst aufgestanden und gerade Centralverband der Stukkateure. Die Filiale Berlin hielt am damit beschäftigt, seinen äußeren Menschen in die gehörige 31. Auguſt eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab, in Form zu bringen. Als ihm der Beamte den gegen ihn erhobenen welcher die im Fachblatt bereits veröffentlichten Anträge zum Verdacht mitteilte, protestierte er lebhaft und erklärte sofort, daß er Verbandstage durchberaten und nach einigen geringfügigen Aendebei seiner Heimkehr auf der dunklen Treppe beinahe über einen dort rungen angenommen wurden. Ueber die Arbeitslosen- Unterſtüßung liegenden Gegenstand gestolpert sei und alsdann festgestellt habe, in unserm Berufe referierte Rösner, welcher an der Hand unsrer daß es drei Cigarrenkisten waren, die er einstweilen mit in seine Arbeitslosen- Statistik zahlenmäßig nachwies, daß bei einem entWohnung genommen habe, in der Absicht, sie ant nächsten Tage auf sprechenden Beitrag, 0,90-1,00 m. pro Woche, und einer Karenzder Polizei abzugeben. Da den gegenüber die beiden Mädchen zeit von mindestens einem Jahr die Einführung der Arbeitslosen mit Bestimmtheit dabei verblieben, gesehen zu haben, daß der Unterstützung wohl möglich sei. Redner konnte selbstverständlich Angeklagte zweimal den Griff in das Schaufenster gethan und die nur nach den Berliner Verhältnissen urteilen; es ist Sache der Stiffen eiligst in sein Haus geschafft habe, jo erfolgte seine gerichtliche übrigen Filialen, fich gleichfalls hierzu zu äußern. Um diese Frage Verurteilung. Auch im gestrigen Termin blieben die beiden Zeuginnen endgültig zu regeln, soll dem Verbandstage ein Antrag unterbreitet entwegt bei ihrer Behauptung. Ihre Darstellung wich aber in werden, in welchem er ersucht wird, sich darüber schlüssig zu werden, verschiedenen Punkten von den übereinstimmenden Aussagen der ob die Arbeitslosen- Unterstützung durchgeführt werden kann oder Beamten ab, die durchweg die Möglichkeit, daß der Angeklagte den nicht. Unter Verschiedenem wurde bekannt gegeben, daß der UnterDiebstahl begangen haben könne, verneinten. Sie bestätigten nehmer Schulz- Reinickendorf einen Werkstattkollegen veranlassen sämtlich, daß der Angeklagte start angetrunken gewesen sei und wollte, neun Stunden zu arbeiten. Die dort arbeitenden Kollegen absolut nicht in der Eile sich habe fortbewegen können, die dazu vom Bau wurden ersucht, für den betreffenden Kollegen mit eins gehört hätte, um in der ganz kurzen, in Frage kommenden Zeit von zutreten. Vorher jedoch wird seitens des Vorstandes mit dem wenigen Minuten den Diebstahl auszuführen, die Kisten in das Herrn Rücksprache genommen werden, um die Sache, wenn möglich, Haus Nr. 15 zu tragen und wieder an den Thatort zurückzukehren. gütlich beizulegen. Ferner tam in der gestrigen Verhandlung zur Sprache, daß der Angeklagte wiederholt der Polizei in ihrem Kampfe gegen Der Verband der Kürschner Berlins hielt am Mittwoch eine Mitliederliche Dirnen und Zuhälter dortiger Gegend helfend zur gliederversammlung ab, die sich zunächst mit der Frage: Wie Eine Diebstahlsgeschichte, bei welcher ein unbescholtener, gut Seite gestanden und sich dadurch den Haß jener Streise zugezogen tegeln wir unsern Arbeits nachweisbefate. habe. Der Staatsanwalt hielt auch nach dieser neuen Ver- Hierzu wurde vom Vorstand der Vorschlag gemacht, einen besoldeten fituierter und in verschiedenen Ehrenämtern stehender Mann standhaft um seine Ehre gefämpft hat, beschäftigte gestern die 5. Ferien- handlung den Angeklagten für den Thäter, da er über die ganz Arbeitsvermittler oder Geschäftsführer der Organisation anzustellen, Straffammer des Landgerichts I in vierter Instanz. Am 9. Juni 1902 sicheren Bekundungen der beiden Belastungszeuginnen nicht hinweg der neben der Leitung des Arbeitsnachweises vor allem auch die Aufhatte das Schöffengericht den in der Anklamerstr. 15 wohnenden fam, und beantragte wiederum 3 Tage Gefängnis. Der gabe haben soll, dafür zu sorgen, daß die durch die Lohnbewegung Brivatier Meier wegen Diebstahls zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt. Gerichtshof erkannte jedoch diesmal auf Freisprechung. Er errungenen Vorteile überall zur Geltung gebracht und im vollsten Die hiergegen eingelegte Berufung wurde verworfen, auch die hielt in subjektiver Beziehung den Angeklagten nicht für einen Revision beim Kammergericht hatte keinen Erfolg. Dagegen führten Mann, bei dem man sich der That versehen kann und die Bedie vom Angeklagten vorgenommenen Schritte zur Wiederaufnahme lastungszeuginnen doch nicht für so glaubhaft, um auf ihre, von des Verfahrens schließlich zum Ziel: durch Beschluß des Kammergerichts anderen Zeugen bestrittenen Bekundungen hin einen unbescholtenen wurde die Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet und so Mann zu berurteilen. fam die Angelegenheit gestern nochmals vor die Straffammer. Der Thatbestand ist folgender: Am Abend des 3. April v. J. Hatte der Angeklagte mit mehreren andern Herren seinen Regelabend gehabt, gleichzeitig einen Geburtstag gefeiert und dabei so viel ge= trunken, daß er nach übereinstimmendem Urteil verschiedener Perfonen äußerst schwer" war und sich nur sehr langsam und schwankenden Schrittes auf den Heimweg begeben konnte. Auf der Straße sprach er einen ihm bekannten Schußmann an, während er aber mit diesem plauderte, trat ein andrer Schutzmann hinzu, der erzählte, daß soeben an einem nahe belegenen Gigarren geschäft die große Schaufensterscheibe von unbekannter Hand zertrümmert worden und ein großes Loch entstanden sei. Der Schußmann war inzwischen durch einen von der Linienstraße her ertönenden Standal auf furze Zeit abgelenkt ivorden, begab sich nun aber, nachdem er mit seinem Kollegen einige Worte gewechselt, wieder nach dem Cigarrengeschäft die Filiale eines größeren Geschäfts- zurüd. Der Angeklagte hatte sich ganz den letzten Jahren besonders erstarkte Verband habe selbst in den 115. Parteigenoffen in Geesthacht( III. Hamburg): Werden dem Reichstag, Landtagen, kommunalen Verwaltungen usw. von den Gewerkschaften Petitionen, Anträge 2c. unterbreitet, die für die Gewerkschaften förderlich sind und nicht mit den Grundsägen der Partei tollidieren, so sind die von der Partei in diese Körperschaften entsandten Parteigenossen verpflichtet, diese Petitionen, Anträge usw. zu vertreten. Gerichts- Zeitung. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 4. September. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Die Hugenotten. Schauspielhaus. Gyges und sein Ring. Neues Operntheater. Die Geisha oder: Eine japanische Theehausgeschichte. Westen. Geschlossen. Lessing. Der blinde Passagier. Deutsches. Monna Banna. Berliner. Savonarola. Residenz. Lustige Ehemänner. Bor her: Zum Einsiedler. Nenes. Eine Frau ohne Bedeutung. Thalia. Der Hochtourist. Deutsch Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Anfang 8 Uhr: Verfammlungen. Der Zimmerer- Verband hielt am 2. September im Neuen Konzerthause( Alexanderplatz) eine zahlreich besuchte außerordentliche Mitgliederversammlung aller Bezirks- Zahlstellen Berlins und der Umgegend ab, wo Bringmann- Hamburg über:„ Die diesjährigen Lohnkämpfe in unserm Beruf und der Centralverband der Redner entrollte ein interZimmerer Deutschlands" referierte. essantes Bild von der Zimmererbewegung seit dem Jahre 1868, und wies an der Hand der mitgeteilten Zahlen nach, daß die seit jener Beit erzielten ganz erheblichen Verbesserungen in der Lage der Bimmerer wesentlich ein Erfolg der Organisation seien. Der in Maße ausgenügt werden. Ferner soll der Geschäftsführer agitatorisch für den Verband thätig sein und außerdem bei Werkstubendifferenzen die Interessen der Kollegen wahrnehmen. Die Mitglieder werden dann dafür zu sorgen haben, daß die Arbeitsvermittlung nur durch diesen Arbeitsnachweis, der selbstverständlich am Tage geöffnet sein wird, erfolgt. Der Vorschlag purde allgemein gebilligt und von der Versammlung einstimmig angenommen. Als Geschäftsführer wurde einstimmig Negge gewählt. Hierauf wurden die Wahlen zu der in dem vor dem Ginigungsamt des Gewerbegerichts ge= schlossenen Vertrag vorgesehenen Schlichtungskommission vorgenommen und hierzu Grandel, Schäfer und Regge ge= Als Delewählt, als Ersaßmänner Raschka, Bienek und Jägers. gierter zum Stongreß der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften wurde Grandel gewählt. -Sodann wurde von Regge an einem gegen den Verband der Kürschner Berlins gerichteten Artikel des Internationalen Organs der Kürschner scharfe Stritit geübt und auf seinen Vorschlag eine Resolution, welche gegen den Artikel protestiert, einstimmig angenommen. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Bassage Theater. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Bon der Zugspike zum Wak Stern mann. Jnvalidenstraße 57/62. warte. Täglich geöffnet von bis 11 Uhr. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Der Talisman. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Freitagabend 8 Uhr: Was ihr wollt. Von der Zugspitze Dramatisches Märchen in 4 Aufzügen Lustspiel in 5 Akten v. W. Shakespeare. .zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. Nachtasyl. CASTANS Panoptikum Anfang 8 Uhr. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Zum erstenmal: Eine Frau ohne Bedeutung. Anfang 7, Uhr. Liederspielhaus( Kroll.) Lieber Deutsch- Amerikanisch. Theater, spiele und Jdyllen. Vision nach dem Balle. Schiller O.( Wallner- Theater.) Der Talisman. fr.Buntes Theater, Söpniderst.67/ 68 Anfang 8 Uhr. Der Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädt.) Sensationserfolg Was ihr wollt. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Die Liebesschaukel. Carl Weik. Frau. Der Fehltritt einer Luisen. Fauft. I. Teil. Belle- Alliance. Specialitäten. bestätigt durch die gesamte Berliner Presse. Gastspiel Adolf Philipp Apollo. Die Liebesinjel. Speciali Ueber'n grossen Teich. täten. Winter- Garten. Specialitäten- Borstellung. Metropol. Neueftes! Aerneuestes! Der Billet- Vorverk.( ohne Gebühr) findet tägl. a. d. Theaterkaffe, Inva lidendant u. bei A. Wertheim statt. Friedrichstr. 165. !! Menschliches Doppelwesen: die zusammengewachsenen Schwestern 20 Jahre alt, spielen Violine! Residenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Anfang 72 Uhr. Luftige Ehemänner. Schwant in 3 Atten von Mars- Barré. Vorher: Zum Einsiedler. want in 1 Aft von B. Jacobsohn. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Seine Kammerzofe. von Ludwig Fulda. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Talisman. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Heimat. Sonntagabend 8 Uhr: Der Talisman. Sonnabendabend 8 Uhr: Was ihr wollt. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Sonntagabend 8 Uhr: Im weissen Rössl. Trianon- Theater. Apollo- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Freitag: Die Liebesschankel. Sonnabend: Die Notbrücke. Casino- Theater. Lothringerstraße 37. Anfang 8, Sonntags 72 Uhr. Sonnabend, 5. Sept.: Premiere. Zum 121. Male: Die Liebes- Insel mit dem Briefmarken- Ballett. sensationellen Vollständig neues Specialitäten- Progr. Jean Clermont's Cirkus Barnum und Bailey. Schwed. Damen Sextett ,, Pöttinger". Miss Mildred de Grey Die Expedition. Z OOLOGISCHER CARTEN Täglich ab 5 Uhr nachmittags: Doppelkonzert. Entree 1 M., ab 6 Uhr 50 Pf. Kinder unter 10 J. die Hälfte.. In der Arena: Raubtier- Spielschule. 6 Löwen, 1 Leopard, 1 Hyäne, 1 Bär. Vorstellungen: Wochentags 4-5, 6-7 Uhr, Sonnt. 12-1, 4-5 u. 6-7 Uhr. Eintritt: Sperrsitz 1 M., Stehplatz 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Tolle Kadetten. amerikanische Sensations Tänzerin. 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Hochachtungsvoll 2468* Emil Nitschke. Sonnab., Sonntag, Montag: Tanz. Anf. Wochent. 5 Uhr, Sonnt. 4 Uhr. Sanssouci. Täglich Garten od. Saal: Hoffmanns Norddeutsche Sänger Dienstag, 8. September: Benefiz. Besonders gewähltes neues Programm. Reichshallen Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Böhme, Böckmann, Platiner, Schrader u. Eberino jr.) Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Jeden Tag: Konzert des berühmten Drchesters des Signor Vincenzo Ferrara. Donnerstag, Sonnabend, Sonntag im Kaifer- Saal: Tanz. Ostbahn- Park. II. Wahlkreis. Sonntag, den 6. d. M., Berliner Bocckbrauerei, Tempelhoferberg: Grosses Volksfest Da Voran II Prod. u. Eink.- Genossenschaft f. Radf. ( Mitgl. d. A.-R.-B.) Socialdemokrat. Wahlverein Sonntag, den 6. September, 1. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. nach Wendisch Buchholz. Start: 5%, Uhr, Schlesische Brücke. Am selbigen Tage nach Königs Wusterhausen, „ Altes Schützenhaus", zum Gründungsfest des A.- R. V. BruderD arrangiert von den Parteigenoffen des II. Berliner Wahlkreifes. shaft". Start: 10 Uhr, Schlesische Grosses Konzert ausgeführt v. d. Berliner Sinfonie- Orchester. Stapellmstr. Herr Maxim. Fischer. Gesangsaufführungen der Gesangvereine Kreuzberger Harmonie"," Freiheit West"," Gerechtigkeit West" und" Froh Hoffnung" ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes.) 210/15 Grosser Ball. Pappen Theater. Kinder- Fackelzug. Anfang 4 Uhr. Eintritt: Vorverkauf a 20 Pf., an der Kasse 30 Pf. Recht zahlreiche Beteiligung erwarten Die Vertrauensleute. Freie Volksbühne. Sonntag, 6. Septbr.: 3./4. Abteilung Metropol Theater: Klein Eyolf Sonntag, 13. Septbr.: 1. Abteilung Lessing- Theater: Nathan der Weise - Anfang 2, Uhr. Die Monatsschrift Heft 1 der Freien Volksbühne liegt in den Zahlstellen aus. 229/13 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. www Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin und Umgegend.) Sonntag, den 6. September d. J., vormittags 10 Uhr: Bezirks- Verfammlungen Bezirk Often im Ost- Stasino, Frank| Bezirk Wedding im Wedding- Kasino, furter Allee 106. Schulstr. 29. Vorstadt, Swinemünd. Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42. Schönhauser Vorstadt bei Ramlow, SchönhauserAllee135. Bezirk Nieder: Schöneweide bei Franz, Grünauerstr. 5. Bezirk Bezirk Süd Oft bei Graumann, Bezirk Rosenthaler Naunynstr. 27. Bezirk Süd- West b. Richter, WillibaldAlegisstraße, Ede Friesenstraße. Bezirk Nord- West Moabit, KronenBrauerei, Alt- Moabit. Bezirk Nord- Ost bei Lorenz, Wins- Bezirk Alt Glienicke bei Saß, straße 56. Grünauerstr. 19, nachm. 4 Uhr. Gruppen- Verfammlungen: Brücke. Beide Abteilungen treffen 2, Uhr nachmittags in Königs Wusterhausen zusammen und beteiligen sich am Korsofahren. 128/17 = Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Bestellungen auf Möbel und Fahrräder, W. K. C., mit Doppelglockenlager 1903, 145, M., sowie Doppelglodenlager mit Kapselgetriebe ( D. R. P. Nr. 100 596), das Beste der Gegenwart, 146, M., werden in den Geschäftsstellen: Hein, Goßlerstr. 16; Schütze, Reichenbergerstr. 96; Seraphin, Rummelsburg, Kantstr. 16 und Steglitz, Herderstr. 6, I entgegengenommen. Anzahlung 58,- M., monatliche Abzahlung 10,- M. Mitglieder werden aufgenommen. Monatl. Beitrag 15 Pf. Achtung! 24762* Handwerkern, Arbeitern empfehle noch zu alten billigen Preisen trotz enormer WollgarnPreissteigerung meine ( Südost.) Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unser Genosse, der Möbelpolierer Max Gärtner wohnhaft Stalizerstr. 67, Stadtbezirk 106, geftorben ist. ant Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, 6. September, nachm. um 3 Uhr, vom Krankenhauſe am Urban aus nach dem EmmausKirchhof statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. 243/19 Todes- Anzeige. Am 1. September verstarb plößlich der Cigarrenmacher Hermann Rödiger Oderbergerstr. 21. Beerdigung: 4. September bormittags vom Trauerhause.[ 25232 Central- Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Am 1. September verstarb unfer Mitglied, der Kollege Kammgarn- Sweater Jul. Bebraneck. Plattiert Kammgarn a 3,25 u. 3,50. Reinwoll. Kammgarn a 4,80 u. 5,30. Doppelstarke do. a 5,80 u. 6,30. Theodor Fricke 1. Geschäft: Oranienstr. 174. 2. Geschäft: Oranienstr. 198. Freunden eines wirklich guten und sehr wohlbekömmlichen Traubenweines empfehle ich meinen garantiert unverfälschten 1901er Rotwein. Ders. lostet im Faß von ca. 30 Ltr. an 58 Pfg. p. Liter und in Kisten von 12 Fl. an 60 Pfg. p. Fl. v. ca. 3/4 Ltr. einschliessl. Glas. Als Probe versende ich 2 verschiedene Fl. per Post. Preisliste frei. Bahlreiche Anerkennungen. Carl Th. Oehmen, Coblenz a. Rh. 816. Weinbergsbes. u. Weinhandlung. Gruppe der Fahrstuhl- Arbeiter bei Gruppe der Angino Arbeiter bei Dr. Schünemann D. 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Achtung! Achtung! Gewerkschaften und Vereine. Sensations- Programm Tanzlehrerverein„ ,, Solidarität" ( gegründet empfiehlt sich hierdurch bei vorkommenden Festlichkeiten. Bestellungen find Florence u. Lillian, musik. Nummer. zu richten nach dem Vereinslokal, Gewerkschafshaus, EngelKastanien- Allee 7/9. Dirett.: M. Kalbo. Anne Dancrey, Pariser Soubrette. Ufer 15, am Büffet. Tagung: Jeden Freitag abends 9 Uhr. Taglia: Alt- Heidelberg du Feine. Die drei Macagnos, Scenen im Café. 200/5 Liederspiel in 3 Atten von D. Richter. Konzert und Ball. 11. a.: Paula Grigatti, Kostüm- Soubr. Original Eugen Milardo, Tanzhumorist. The Berlings, bie fingenden Luftfeen. New! New! Cabarets Miniatur Wunder- Hündchen. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., num. Plaz 50 Pf. Florence Moore, amerik. Sängerin. Mile. Marguerite, Löwen- Dresseuse. Das Motogirl, die lebende Puppe. Lionel Strongfort, Kraftproduktion. Bravourtänzerin. Alexia, Die Ten Jchi Truppe, japan. Zauberk. Hickey u. Nelson, amerik. Excentrics. Paul Ceste, Bariton von der Gr. Oper in Paris. Die Jahrmarktsprinzess, Ballett- Div. Biograph, Bilder des Papstes. Fabrik von Hugo Carl Hagenbruchi.Mühlhausen in Thüringen. Der Vorstand. Müblbäufer Kautabak bon Hugo Carl Hagenbruch, Mühlhausen i. Th. nur echt, wenn die Röllchen den beigedruckten Bettel enthalten, worauf gefäll. genau zu achten bitten. Vertreter für Berlin und Umgegend: 25242* August Kleinert, Berlin SW., Großbeerenstraße 39. Fabrik von Hugo Carl Hagenbruchi.Mühlhausen in Thüringen. Tischlerverein zu Berlin. Richard Fiebigs Testsäle ( E. H. 89.) Sonnabend, 5. September, abends 81%, Uhr, Melchiorftr. 15: Versammlung. Zages Drdnung: Vortrag. Vereinsangelegenheiten. Unterftügungsgesuche. Ausgabe der Billets zum 32. Stiftungsfest in„ Sanssouci" am 3. Oftober. 199/7 Billets zur Urania- Vorstellung am Sonntag, den 6. September find noch zu 60 und 40 Pf. bei allen Borstandsmitgliedern und in der Versammlung zu haben. Regen Besuch erwartet Der Vorstand. Verein der Bananschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, 6. Septbr., vorm. 11 Uhr, im Gewerkschaftshause, Saal I: Versammlung. Tages Drdnung: 33/12 1000 Mit1. Diskussion über den Anschluß an einen Centralverband. 2. Vereinsangelegenheit. Beiträge werden nur von 9%-10%, Uhr angenommen. gliedsbuch legitimiert. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. Ackerstr. 617 nahe der Elsasserstr. Empfehle meine elegant eingerichteten Säle u. Vereinszimmer von 20-1000 Personen zu allen Festlichkeiten: Hochzeiten, Bersammlungen 2c. zu den coulantesten Bedingungen. Sonnabende noch frei. Elgne Werkstätten! 25282 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabendnachmittag 4 Uhr auf dem Gethsemane- Kirchhof in Nieder- Schönhausen statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet 196/10 Der Vorstand. Verband der Schneider und Schneiderinnen u. v. B. Deutschl. ( Filiale Berlin.) Todes- Anzeige. Am 2. d. Mts. verstarb unser Mitglied Frau Anna Schumacher Landsberger' Plak 4 im 49. Lebensjahre. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4 Uhr von der Leichen halle des Friedhofes der Auferstehungs- Gemeinde aus statt. Die Ortsverwaltung. 163/6 Arbeiter- Radfahrerverein „ Berlin", Künitl. Zähne, Patientuft tadellose Ausführung von 3 M. an, Plomben von 2 M. an Max Guckel, Lausitzer Platz 2. Sonntag früh 7, Uhr nach Marienlust. Rege Bes teiligung erbeten, da allgemeiner Kommers stattfindet. Mittags 2 Uhr nach Johannisthal( Senftleben). Beide Start: Schlesische Brücke. 13/8 NB. Sonnabend, den 19. Septbr.: Feier des 10. Stiftungsfestes im Vorzeiger dieses erhält: 4 m. Er- Friedrichshain. Billets bei K. Kressmäßigung bei Auftrag von 20,00 M., mann, Gartenstr. 39, v. III.( Siehe Sonntags- Annonce.) Teilzahlung gestattet. unter 20 M. 2 M. Vereine! 20512* Säle mit Bühne zu Festlich feiten u. Versammlungen. Habe noch Sonnabende und Sonntage zu vergeben. Neues Klubhaus, Kommandantenstrasse 72. 24322* Kopfläusenebst Brut verUnschädlich. Erfolg überraschend. 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Wunsch der Warkthallenstand- Inhaber, daß die Standgelder ermäßigt sein, die auf der Unfallſtelle ausgefüllt und nach Streichung der In Grünau hält der Wahlverein Sonnabendabend 9 Uhr in der Grünen Ede, Köpniderstraße 88, seine Versammlung ab. Dr. Alberti spricht über die Landtagswahlen. Waidmannsluft. Sonnabendabend 1/9 Uhr: Mitglieder- Verfammlung des Wahlvereins bei Radke, früher A. Kuhn, in Waidmannsluft. Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Gäste baben Zutritt. " Lokales. Eine Erinnerung. " Mit diesen Ausführungen foll natürlich von uns nichts gegen den Verzeichnis wird zweckmäßig auf Depeschenformulare zu seßen werden, gesagt werden. Der 200 000 Mart- Ueberschuß stellt nur ein nicht in Frage kommenden Adressen auch bei kleineren Unfällen Tausendstel des Warenwertes, aber ein Zehntel des sich auf rund benutzt werden können. Durch allgemeine Verfügung ist ferner zu 2 Millionen Mart belaufenden Standgeldes dar. Es bedeutet wenig regeln, wie zu verfahren ist, wenn bei größeren Unfällen eine Unterstützung des Vorstandes der Betriebsinspektion auf der Unfallstelle für das kaufende Bublifum, aber viel für die Standinhaber. Diefer erforderlich wird. Im übrigen sind die tgl. Eisenbahndirektionen durch Ueberschuß ist bestimmungsgemäß nicht dem allgemeinen Stadtfädel den Minister angewiesen worden, die in§ 17( 4) der Dienstvorschrift zuzuführen, sondern dem Erneuerungs- und Ergänzungsfonds der für das Meldeverfahren vorgesehene Prüfung des Nachrichtendienstes Markthallen zu überweisen. Wären die Standgelder wenigstens um mit besonderer Sorgfalt auszuüben. 5 Proz. niedriger, so hätte sich im Etatsjahr 1902/03 der Ueberschuß immer noch auf 100 000 m. gestellt. Auch das wäre schon ein recht ansehnlicher und vollkommen ausreichender Zutwachs für den Fonds, wobei wir allerdings voraussehen, daß die freisinnige Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung nicht wieder, wie bei der Festsetzung des Stadthaushalts- Etats für 1903, der Fonds um ein paar Millionen erleichtert und diese hinten herum doch dem allgemeinen Stadtfädel zuführt, um die Finanzlage der Stadt noch einmal zu verdeden. Der„ Vorwärts" hat seit einer langen Reihe von Jahren immer wieder darauf hingewiesen, daß die Markthallen- Standgelder zu hoch sind. Namentlich die kleinen Händler haben um der hohen Standgelder willen in großer Zahl den Markthallen den Rücken fchren und sich dem Straßenhandel zuwenden müssen. Der Bau der Millionen- Brücke", wie der Berliner die neue Brücke im Zuge der Swinemünder und Bellermannstraße über den Bahnhof Gesundbrunnen hinweg getauft hat, ist schon so weit vorgeschritten, daß man sich ein Bild von diesem Riesenbau machen kann. Die Brücke wird vollständig aus Eisen errichtet. Die Spannweite des mittleren Bogens von Pfeiler zu Pfeiler beträgt nicht weniger als 110 Meter. Wegen der Höhe und der Dimensionen der Brüde mit ihren Aufbauten an den Zugängen zu einem Wahrzeichen Brücke, die schon aus großer Ferne wirken, dürfte diese monumentale von Berlin werden. Drei Diebe und Hehler hat die Kriminalpolizei in den Handlungsgehilfen Otto Weide und Jakob Levysohn und dem Hausdiener Paul Strichling festgenommen. Levyjohn war in verschiedenen Konfektionsgeschäften angestellt und stahl überall, was er bekommen fonnte. Strichling suchte solche Geschäfte, die Restaurationssachen fuhren, oder Unser Kollege Leid sibt immer noch in Untersuchungshaft, trodem auch nicht der geringste Grund zu erkennen ist, diese schädigende Maßregel über einen Redakteur zu verhängen, und selbst unsre schärfsten politischen Gegner in der Presse die Verhaftung unzweideutig verurteilen. Ist auch, wenn man von den Tagen des Socialistengesetzes abficht, in der Geschichte der Partei und der deutschen Justiz kein Fall vorhanden, der diesen übertrifft, so ruft das neueste Wirken der deutschen Gerechtigkeit doch die Erinnerung an ein ähnliches Ereignis wach, das heute vor acht Jahren einsette. Der| Die Stadtverordnetenwahlen, die im November vorzunehmen auch die Restaurationen selbst heim. Weide, in dessen Wohnung im Kaiser hatte am Sedantage die der deutschen Arbeiterschaft under- find, erfüllen den Berliner Freifinn mit Sorge. Ein vertrauliches" Often der Stadt alles untergebracht wurde, versuchte die Beute zu geßliche Rede gehalten, in der er die Socialdemokratie als eine Rundschreiben, das von einem aus Freisinnigen bestehenden Komitee verschärfen. Für die Artikel, die Strichling brachte, half ihm dabei Rotte von Menschen bezeichnete, die nicht wert seien, den Namen eines verschickt wird, weist darauf hin, daß eine sehr erhebliche Anzahl auch Levysohn. Als Strichling mit einem Satz neuer Billardbälle Deutschen zu tragen, und in der er den Offizieren des Gardecorps liberaler Kandidaten im Wahlkampf stehen werden. Es werde auch in den Taschen eine Gastwirtschaft verlassen wollte, fiel er dem Wirt auf, in Aussicht stellte, daß sie der hochverräterischen Schar wehren sollten. in diesem Falle nur mit äußerster Anstrengung sich ermöglichen wurde festgehalten und der Polizei übergeben. Während des Verhörs fand Diese Rede gab dem Staatsanwalt das Signal, unsern Verantwort- lassen, die Wahl einerseits gegen die Socialdemokratie, andrer- man einen Bettel bei ihm, den ihm Levyjohn mit einem Paket zusammen lichen früh morgens aus dem Bette heraus verhaften zu lassen und feits gegen die Antisemiten und Konservativen siegreich für Weide gegeben, den er aber abzugeben vergessen hatte. So erfuhr den Vorwärts" zu beschlagnahmen. Damit war der Sedanturs durchzuführen". Gegen die Socialdemokratie habe man sich die Kriminalpolizei von Weide und schritt sofort zu einer Hausin der 3. Abteilung, gegen die eingeleitet. antisemitisch konservative suchung, sobald sie seine Wohnung ermittelt hatte. Während die Bes Ginige Tage darauf wurde der Redakteur des Teltower Stoalition in der 2. und 1. Abteilung zu wehren. Nur wenn der amten noch suchten, flingelte es. Einem der Beamten, der statt Volksblattes in Untersuchungshaft abgeführt und am 25. September Freifinn beizeiten in die Wahlagitation eintrete, tönne zuversicht- Weides öffnete, stellte sich Levysohn vor und fragte nach dem erfolgte die Verhaftung eines dritten Kollegen. Inzwischen hatte auch ich erhofft werden, daß eine wesentliche Aenderung der Parteiverhält Wohnungsinhaber. Er wurde freundlichst eingeladen, näher zu in der Provinz ein allgemeines Steffeltreiben eingesetzt, und an zahl- niffe innerhalb der Berliner Stadtverordneten- Versammlung verhindert treten, und als Ditter im Bunde gleich mit festgenommen. Die reichen Orten wurden Majestätsbeleidigungs- Prozesse gegen die wird". Wohnung Weides enthielt außer einer Menge Pfandscheine noch ein Parteipreffe eingeleitet und ihre Redakteure unter dem Vorgeben, Die„ Buversicht" steht natürlich nur auf dem Papier. In Wirt- ganzes Lager von Diebeswaren aller Art, u. a. vier Satz Billarddaß fie fluchtverdächtig seien, in Untersuchungshaft abgeführt. Durch lichkeit wird den Führern des Berliner Freisinns sehr bange ums bälle, Ueberzieher, Damenkonfektionssachen, Stöcke und Schirme mit eine Operation, die auch in der bürgerlichen Presse auf lebhaften Soffnung ist noch, daß es ihnen wenigstens in der 2. und 1. Ab- nahmt und nach dem Polizeipräsidium gebracht. Herz, wenn sie an die Stadtverordnetenwahlen denken. Ihre einzige silbernen Elfenbeinkrücken usw. Das ganze Lager wurde beschlagWiderspruch stieß, gelang es der Staatsanwaltschaft, die gegen den teilung gelingen werde, sich der konservativ- antisemitischen„ BürgerVorwärts" eingeleiteten Prozesse vor Brausewetter zu partei" zu erwehren, die hier die Erfolge erringen zu können glaubt, eigner Art, über die wie folgt berichtet wird. Mit einem Selbstmord im Tiergarten endet eine Liebestragödie Der 24 Jahre alte bringen, und damit stand die Verurteilung bombenfest. In der Ber- die ihr in der 3. Abteilung versagt geblieben sind. In der Mechaniker Arthur Krappig, der Sohn einer Feilenhauerswitwe aus handlung am 29. Oftober 1895, in der es sich hauptsächlich um unsre 3. Abteilung ist das Schicksal des Freisinns aller Schattierungen der Grenzstr. 13, arbeitete feit vier Jahren bei Mig u. Genest in Stellung zum Sedanfest und um die von uns an den Pranger ge- ebenso besiegelt, wie das der Bürgerpartei". Auch der Freisinn der Bülowstraße und lernte dort eine junge Frau Elisabeth Maaß stellte Sammelsinschrift der Gedächtniskirche drehte, stellte Brause- wird in absehbarer Zeit aus dieser Abteilung vollständig verdrängt geb. Tiedemann aus der Galvaniſtr. 5 zu Charlottenburg kennen, wetter die Fiftion auf, daß das Sedanfest von Kaiser Wilhelm II. die ebenfalls bei Mig u. Genest arbeitet und erzählt, daß angeordnet worden sei und daher eine absprechende Beurteilung vorbereitungen zu beginnen, wird auch von der socialdemokratischen See sei. Die Mahnung der Freisinnigen, beizeiten mit den Wahl- ihr Mann seit seit einem halben Jahre als Decoffizier auf dieses Festes sich gegen die Person des Kaisers selbst kehre, und daß wählerschaft befolgt werden. Noch vor der Agitation durch Flugblatt- verhältnis. Aus der Bekanntschaft entspann sich ein Liebesund Als Frau Krappig davon hörte, warnte aus gleichem Anlaß wegen der Gedächtniskirche eine Verurteilung Verteilung und Wählerversammlung muß die Kleinarbeit einsetzen, mahnte fie ihren Sohn eindringlich, die Beziehungen zu der rfolgen müsse, weil der Kaiser zu deren Besten den Ertrag aus dem Ber- die Agitation von Person zu Person, deren Wert und Erfolg nicht verheirateten Frau aufzugeben, da sie zu nichts Gutem führen Kauf des von ihm komponierten„ Sanges an Aegir" bestimmt habe. unterschätzt werden darf. fönnten und er sich auch noch strafbar mache. Der junge Mann Bei der Unverleßlichkeit des Kaisers, so lautete das Urteil weiter aber ließ sich nicht belehren. Nach wiederholten Auseinandersetzungen unter dem Kopfschütteln der gesamten unabhängigen Presse, dürfe fam er abends immer später nach Hause. Als er gestern morgen überhaupt niemand etwas gegen seine Person sagen. Mit der Rotte wegging, zeigte er seiner Mutter einen Revolver und erklärte ihr, von Menschen aber, der hochverräterischen Schar, gegen die die möge sie sich vom Arbeitgeber abholen. Frau Krappig nahm die daß er sich erschießen werde. 44 M. Lohn, die er noch bekomme, Garden kämpfen sollten, habe der Kaiser in seiner Sedanrede keines Drohung nicht ernst, aber sie war dennoch so gemeint. Der junge wegs die Socialdemokratie im ganzen gemeint, sondern die Mann arbeitete gestern noch in der Fabrik, ging aber abends nach Redakteure des Vorwärts"! dem Tiergarten und erschoß sich. Gestern morgen fand man seine Leiche mit einer tödlichen Wunde in der rechten Schläfe. " Auf diese Weise kam die Verurteilung zu stande, in der gegen Die drei Angeklagten nicht weniger als 27 Monate Gefängnis ausge= sprochen wurden. werden. Die städtische Schulverwaltung beabsichtigt, um der Habgier der Hausbesitzer zu entgehen, anstatt der Mietsschulen Döckersche Baracken anzuschaffen. Zunächst soll im Viehhofviertel, in der Nähe der Thorner Straße eine Schule mit 16 Klassen errichtet werden. Die Schuldeputation dürfte sich in ihrer nächsten Sitzung mit dem Projekt befassen. Die Kosten werden annähernd 160 000. betragen, was in Anbetracht, daß die Baracken abgebrochen und anderwärts wieder aufgebaut werden können, keineswegs teuer erscheint. Zur Warnung teilt die Landes- Versicherungsanstalt Berlin mit, Es war dies eine der letzten von Braufetvetter begangenen daß im ersten Halbjahr 1903 vom Vorstande 876 Strafbescheide Staatsrettereien. In dem einen Jahre 1895 hatte er nicht weniger wegen nicht rechtzeitiger oder unterbliebener Verwendung von Marken- Zeitung des Brandinspektors Julius wurde die Gefahr, die durch als 51 Monate Gefängnis gegen die Socialdemokraten verkündet. beiträgen gegen Arbeitgeber erlassen worden sind. Mit welcher Befähigung zum Richteramt dies geschah, das ergiebt sich aus seiner eignen Aeußerung, daß ihm ganz rot vor den Augen werde und er jegliche Selbstbeherrschung verliere, wenn er einen Socialdemokraten vor sich habe, der von einem jüdischen Advokaten vertheidigt werde. Am Weihnachtsabend 1895 wurde der unglückliche Mann in eine Nervenheilanstalt gebracht. Am 10. Januar des Am 10. Januar des folgenden Jahres machte er einen Selbstmordversuch. Zum Reichsgründungsfest erhielt er den Roten Adlerorden IV. Klasse. Am selben Tage, dem 18. Januar, starb er im unheilbaren Wahnsinn. Leider ging der Justizminister auf die im Reichstage von unsren Parteigenossen gegebene Anregung nicht ein, ein Wiederaufnahme verfahren in denjenigen Strafprozessen zu bewirken, in denen der augenscheinlich seit langem geistesgestörte Mann abgeurteilt hatte. " Bildung in der Centrumspresse. " Wegen der drohenden Gefahr einer Gasexplosion wurde die Feuerwehr gestern Nacht nach der Friedrichstr. 131b gerufen. Unter Ausströmen von Gas im Keller entstanden war, beseitigt. Ein Mann, der Brandwunden im Gesicht und an beiden Händen erlitten hatte, wurde verbunden und dann nach der königlichen Klinik gebracht. In dem Fabrikhof Urbanstr. 116 brannten Kisten und andres, und in der Memelerstr. 61 war Spiritus in einem Keller in Brand geraten. Außerdem gingen noch Feuermeldungen aus der Wilhelmstr. 13 und andren Orten ein. den In Nr. 204 unsres Blattes druckten wir aus der Köln. VolksBeitung" eine Notiz ab, die sich mit den Verhandlungen beschäftigte, welche wegen des Besizes der angeblichen Gebeine der heiligen drei Könige zwischen Mailand und Köln im Gange gewesen sind, und knüpften daran einige fachliche Bemerkungen über das Verhältnis Billige Einkäufe machte ein Reisender Julius Langner, bis er zwischen Naturwissenschaft und Reliquienglaube. Es ist für den in gestern in der Jerusalemerstraße erwischt wurde. Hier erschien er Centrumskreisen üblichen Umgangston tennzeichnend, wie die hiesige bei einem Juwelier, um Brosche und Ring zu kaufen. Nichts paẞte „ Märkische Volls- Zeitung" durch diese kurze Betrachtung außer Rand ihm. Bald wollte er neue Muster sehen, bald an alten etwas geund Band gerät. Das ganze Geschimpfe des Organs für Centrumsbildung ändert wiffen. Während so die Besprechungen hin und her gingen wiederzugeben würde zu weit führen, und wir begnügen uns daher und eine Stange mit Waren nach der andern vorgelegt wurde, mit den einleitenden Worten, die unsre Leser vollauf befriedigen nahm der Kunde mit großer Behendigkeit von einer einzigen Stange. werden. Die Entgegnung des Blattes hebt an:" Die schmutzige, fünf wertvolle Ninge herunter und ließ fie in seiner Tasche verstinkende socialdemokratische Thranfunzel schwinden. Das war aber zu viel auf einmal. Fünf Ringe als Zu Ende des vorigen Jahres hielt der Augustinus- Verein für mußte der Geschäftsmann vermissen und er, Langner, Die Unschuld der Nahrungsmittelwucherer. er Kopf zusagte, daß die katholische Preffe eine Sigung ab, in der Justizrat Dr. Julius auf ste genommen habe, Haltet den Dieb!" schrie schon mancher Spizbube, der sich ertappia che m, der geistige Leiter der Kölnischen Volkszeitung", fich wie räumte er es auch ein und gab sie wieder heraus. Seiner Bitte, sah, und nun die Aufmerksamkeit der Verfolger von sich ablenten folgt äußerte: Steine Presse stehe so niedrig da und in keiner ihn nicht anzuzeigen, entsprach der Verkäufer nicht. Das war gut, sah, und nun die Aufmerksamkeit der Verfolger von sich ablenken werde so gehässig gekämpft wie in der Mehrheit der Centrums- denn die Kriminalpolizei fand in der Schlafstelle des Festgenommenen wucherer, weil sie wissen, daß dieses alte Mittelchen bei den Dummen presse, die da, wo die Gründe versagen, zur persönlichen Be- in der Koppenstraße ein regelrechtes Geschäftsbuch, aus dem hervors noch immer verfängt. schimpfung und Verdächtigung greife. In der persönlichen Be- geht, daß Langner diefe Art Diebstahl schon seit zwei Jahren beden Dummen verfängt. schimpfung der Gegner werde die katholische Bresse von einer trieb. Er hatte jedes gestohlene Stück und auch den Erlös für die Zivei einander geistesverwandte Blätter Berlins, die agrarische andern Presse übertroffen. Beute im einzelnen genau gebucht. Ohne Zweifel aber wissen " Deutsche Tageszeitung" und die antisemitische Staatsbürger- Darüber sind an die zehn Monate verflossen. Die wohl- manche Juweliere noch gar nicht, daß sie von diesem Kunden bes Zeitung", nehmen den jetzt für das Etatsjahr 1902/03 vorliegenden meinenden Worte eines gebildeten Centrumsmannes haben, wie das stohlen worden sind, denn sonst hätten sie ihren Verlust wohl schon der Jahresabschluß der Berliner Markthallen zum Anlaß, ihren gläubigen Beispiel aus der Märk. Volts- 3tg." zeigt, bisher leider nicht viel Kriminalpolizei angezeigt. Diese Unkenntnis erleichterte dent Diebe Lefern vorzurechnen, in welchem Umfange die Stadt Berlin in ihren gefruchtet. Deutlicher aber als der in jeder Hinsicht fachkundige auch den Absatz. Herr Bachem fann man faum reden. Am Ende mag auch dieser Markthallen Nahrungsmittelvertenerung treibe. Nach einer Notiz. Herr zu der refignierenden Einsicht gekommen fein, daß an Blättern Sonntag im Sportpart Friedenau den Inhaber des Stunden- WeltRadrennen. Der Friedenauer Goldpokal, welcher am nächsten die der Magistratsberichterstatter den Zeitungen mitteilt, ergiebt der vom Schlage der Märk. Volts- 3tg." Kamm und Seife nuklos ver- refords, den gefürchteten Franzosen Dangla, mit unfrem MeisterJahresabschluß einen Mehrüberschuß von rund 110 000 m. gegen fchwendet sind. Sint ut sunt, aut non sint. fahrer Thaddäus Robl, dem diesjährigen Weltmeister Piet den Etatsentwurf, der nur einen lleberschuß von 91 000 M. vorgeDidentmann und Käser und Görnemann in einem sehen hatte". Das wäre, wenn der Berichterstatter das Wort„ Mehr2 Stunden- Rennen zusammenführt, hatte schon in den letzten Tagen überschuß" richtig angewandt hat, allerdings ein Ueberschuß von im zahlreiche Sportfreunde in Friedenau versammelt, die dem Training ganzen 200 000 m. der Fahrer beiwohnten. Robl scheint sich diesmal besonders sorge Die Verteidiger des agrarischen Nahrungsmittelwuchers heben fältig vorzubereiten, um dem Franzosen, der ihm bekanntlich seinen nun hervor, daß die in den Markthallen verkauften Lebensmittel um Weltrekord entrissen hat, erfolgreich entgegenzutreten. Der Münchener so viel verteuert worden seien. Sie hüten sich aber, davon zu sprechen, arbeitet regelmäßig abends nach 6 Uhr über 10 bis 15 Kilometer welche Umsätze in den Markthallen gemacht werden. Die Höhe dieser mit einer Schnelligkeit von 75 Kilometer pro Stunde und hat die Umsätze läßt sich freilich nur schäßen. Die gesamten Vorräte aller fefte Hoffnung, auch diesmal, wie so oft gegen die stärkste ausländische Stonkurrenz, gegen Dangla Sieger zu bleiben. Der Franzose Berliner Markthallen sind mit rund 2 Millionen Mark gegen Feuerhat übrigens ausgezeichnete Motor- Niederräder zur Führung, die von schaden versichert. Die meisten Waren werden ja täglich erneuert; Eisenbahn und Preffe. Die amtliche Berl. Korr." schreibt: Bei fo tüchtigen Leuten, wie Reimers( dem alten Chaaffeur von Eltes und aber selbst wenn man annehmen wollte, daß durchschnittlich nur den in lester Beit vorgekommenen Eisenbahnunfällen find lebhafte Michael) und Danglard gesteuert werden. Auf jeden Fall ist die ziveimal in der Woche eine vollständige Erneuerung des Waren- und berechtigte slagen der Preſſe über verspätete und ungenügende Begegnung Nobl- Dangla am Sonntag die Sensation des Tages. bestandes erfolgt, so fämen für das Jahr noch über 100 Erneuerungen große Wert, der darauf gelegt werden muß, daß Umfang und Folgen amtliche Benachrichtigung der Zeitungsredaktionen laut geworden. Der Im Apollo- Theater sind die kinematographischen Vorführungen, heraus. Hiernach hätten die in den Markthallen im Laufe eines größerer Unfälle so bald als möglich öffentlich bekannt und insbesondere die seit Jahren einen Teil des Programms ausmachen, neuerdings ganzen Jahres verkauften Waren einen Gesamtwert von 200 Millionen auch die Namen der Verunglückten, sobald sie sicher angegeben werden auf überraschende Weise vervollkommnet worden. Der Firma Mart, mithin würden die Selbstkosten der Waren durch den 200 000 können, durch die Bresse verbreitet werden, hat dem Minister der öffentlichen Meßter ist es endlich gelungen, eine Vereinigung von Kosmograph Mart- Ueberschuß gerade um ein Tausendstel erhöht, d. h. eine Ware Arbeiten Veranlaffung gegeben, auf die genaue Befolgung der Be- und Grammophon zu schaffen, deren Eigenart darin besteht, daß beide im Wert von 10 M. würde um 1 Pf. verteuert. Auf dieses eine ſtimmungen des§ 17 der Dienſtvorschrift für das Meldeverfahren Apparate, trotzdem sie vollständig getrennt aufgestellt werden, der eine Tausendstel, diesen einen Pfennig bei 10 M., weisen diefelben Leute bei Unfällen hinzuweisen. Um dem Vorstande der Betriebsinspektion hinter dem Publikum, der andre auf der Bühne, durch synchron hin, die es ganz in der Ordnung finden, daß durch die Getreide- die Aufstellung der Depeschen zu erleichtern und dafür zu sorgen, daß laufende Motore derart in Uebereinstimmung gebracht sind, daß jeder alle in Frage kommenden größeren Zeitungen und Lotalblätter die amt Laut mit der entsprechenden Bewegung absolut übereinstimmt. Es zölle jedes Pfund Brot um 3 Pf. verteuert wird. Zu wie kläglichen lichen Nachrichten erhalten, ist für jede Betriebsinspektion ein Ber- werden fünf Nummern gezeigt, unter denen eine komische GerichtsAusflüchten greifen doch diese Lebensmittelwucherer, um nur die zeichnis der Telegrammadressen aller Stellen anzufertigen, die bei verhandlung, die von Mitgliedern des Apollo- Theaters dargestellt Schande von sich abzuwälzen! größeren Unfällen telegraphisch zu benachrichtigen sind. Dieses ist, besonders die Lachlust reizt. Aus dem übrigen Teil des ProDas patriotische Feuer. Der Tag von Sedan hat auch in diesem Jahre der Feuerwehr viel Arbeit gebracht. Trotzdem sie gestern nicht ein einziges Mal aus Anlaß des Brandes von Anschlagfäulen alarmiert wurde, hatte fie fast umunterbrochen zu thun. In den letzten Jahren war das Anzünden der Anschlagsäulen zu einem Sport der Jugend geworden. Um dem Unfug zu steuern hatten die Unternehmer auf Veranlassung der Behörde sämtliche Säulen vom alten Papier entfleiden lassen, so daß es sich nicht mehr verlohnte, die berbliebenen Plakate anzuzünden. " Bon 2. A. Groß. gramms nennen wir die Menagerie- Parodie, die Herr Jean Cler- wendet. Er beschuldigt zahlreiche Gefängnisbeamte des Holzdiebstahls| schul- Kommission. 2. Der Wert der Stenographie. Streifbrecher" und" Bolksversammlung". Von Dr. Rudoh mont mit feinen Pferden, Hunden, Kazen, Schweinen und einem und giebt an, daß er von ihnen zur Verrichtung von Privatarbeiten Gedichte: Broda. Ernstes und Heiteres: Boshafte Gedanken eines Jugend. Pony vorführt. Der drollige Verkehr mit seinen Tieren zeigt die verwendet worden sei. Die eingeleitete Untersuchung hat die Richtig lichen" 2c. 2c. Aus den Vereinen 2c. Jahresabonnement 1,20 Str. Dressurkunst von einer neuen Seite und unterhält den Zuschauer feit seiner Aussagen ergeben. Mehrere Beamte haben sich aus ge-( Auch in Briefmarken.) Probe- Eremplare gratis! mehr noch als die Künste der Vierfüßler. Vorzüglich sind ferner die stohlenem Holz durch die Gefangenen Möbel aller Art herstellen Becker, Dr. Mar. Der argentinische Weizen im Weltmatte. Eine schwedischen Sängerinnen Pöttinger und der Jongleur Montrel mit lassen. Gegen acht Beamte schwebt zur Zeit das Disciplinar- volts- und weltwirtschaftliche Studie. Preis 6 M. Verlag Guav Fischer. seinem komischen Gehilfen. Die Barfußtänze der Amerikanerin verfahren, ein älterer verheirateter Beamter wurde sofort entlassen. Jena Mehrere der Beamten find auch in die Affaire des Prinzen Prosper ca 1903. spali de Grey und die„ Liebesinsel" bilden ebenfalls einen unterhaltenden Teil des Programms. Aus den Nachbarorten. In Charlottenburg ist, wie uns von parteigenössischer Seite mit geteilt wird, am 24. August ein Arbeiter- Turnverein gegründet worden, der jetzt bereits 40 Mitglieder zählt. Hoffentlich schließen sich weitere Turner aus Arbeiterkreisen dem Verein an. Beitritts erflärungen nehmen entgegen: Emil Müller, Restaurant Volkshaus, Rosinenstr. 3, und Ferd. Pasche, Potsdamerstr. 44. Briefkaften der Redaktion. Arenberg verwickelt. Auch in dieser Sache wird binnen kurzer Zeit ein Disciplinarverfahren gegen die als schuldig ermittelten Beamten eingeleitet werden. Fast täglich werden Beamte wie Gefangene, die Zürich. Die Anforderungen sind nicht in allen deutschen Bundes im Verdacht stehen, an der Affaire beteiligt zu sein, vernommen. staaten dieselben. Programme verschickt auf Wunsch jede Anstalt. A. P., Therese Wolff- Stiftung. Nähere Auskunft bei der dem schwebt gegen drei etatsmäßige Gefängnisaufseher das Verfahren. können Sie im Krankenhaus Friedrichshain erfahren. Zwei Hilfsauffeher wurden sofort aus dem Dienst entlassen, außer- Waldemarstraße. Stiftungsdeputation, Bureau im Rathaus. Nr. 32. Das Erforderliche S. O. 1. Die Es ist nicht ausgeschlossen, daß auch noch andre Gefängnisbeamte Mehrheit der Stimmer für einen Kandidaten entscheidet. Nähere Ausin die Untersuchung hineingezogen werden. funft mündlich. 2. 1200 M. 3. 1200 9. 4. 22 Pf. auf den Tag. A. B. Senden Sie Quittung ein und wiederholen Sie dabei Ihre Schwere Eisenbahn- Unfälle werden aus Hamburg gemeldet. Fragen recht kurz. Mittwochmorgen gegen 21, Uhr wurde der Hilfsweichensteller Rabe Adressen fehlen uns. Dortmund. Arbeitsverhältnisse nicht günstig. R. M. Berliner Hausbesizer- Zeitung", Lüne von einer Rangiermaschine zu Boden geworfen und überfahren. burgerstr. 30. A. W. Steglib. 1. 30 000 M. Gehalt. 2. Gehalt schon Aus Schöneberg wird uns geschrieben: Herr Dr. Mauren- Dem Verunglückten, der an der Unfallstelle mit dienstlichen Ver- vor Jahren in der Hohenlohefchen Kanzlerschaft auf 100 000 M. erhöht. brecher, der seiner Zeit im 10. Bezirk von der Mieterpartei als richtungen beschäftigt war, sind beide Beine abgefahren worden. Stadtverordneter gewählt wurde und dessen Mandat zum 1. Januar Noch lebend wurde der Bedauernswerte nach dem Krankenhause Juriftifcher Teil. 1904 der Auslosung unterliegt, hat an den Stadtverordneten- Vor- gebracht, wo er kurz nach seiner Einlieferung seinen entsetzlichen von 7 bis 9 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends steher Müller das nachfolgende Schreiben gerichtet: Sehr geehrter Verletzungen erlag. Noch folgenschwerer verlief ein ähnlicher Herr Vorsteher! Ich erlaube mir hierdurch Ihnen mitzuteilen, daß Unfall, der sich morgens nach 7 Uhr ereignete. Zu dieser Zeit genommen und der Kunde holt die Wäsche nicht ab, so wird die Wäsche R. 112. Haben Sie Wäsche zum Reinigen und dergleichen an ich mit dem heutigen Tage mein Amt als Stadtverordneter niederlege. waren auf der Eisenbahnbrücke, die über den Oberhafenkanal führt, auch nicht durch Zeitablauf Ihr Eigentum. Sie können lediglich auf BeIch beabsichtige, in den nächsten Tagen meinen Anschluß an eine Anzahl Streckenarbeiter damit beschäftigt, den Bahnkörper zu zahlung flagen und hernach wegen der Wäsche pfänden lassen. Saner. die socialdemokratische Partei zu vollziehen. Da ich nun als Gegner reinigen. Eben waren die Leute auf dem für die von Hamburg Falls die Statuten der Hilfskasse nichts Gegenteiliges enthalten, ist sie zur dieser Partei seiner Zeit gewählt worden bin, glaube ich es meinen kommenden Züge bestimmten Geleise thätig, als ein Signal das Bahlung verpflichtet. H. St. 9. Wenn vierteljährliche Miete gezahlt damaligen Wählern schuldig zu sein, mein Mandat wieder in ihre Nahen eines Zuges von dieser Seite ankündigte. Als der Vor- wird, so steht beiden Teilen mangels entgegenstehender schriftlicher oder Hände zurückzulegen. Ich nehme an, daß die Stadtverordneten- arbeiter seinen Leuten die Weisung gab, das Geleise zu ver- mündlicher Vereinbarung die Kündigung innerhalb der ersten drei Tage des Quartals zum Quartalsschluß zu. Versammlung diesen Grund der Mandatsniederlegung als eine lassen, traten diese auf das Geleise für die von Harburg einlaufenden der Uebernahme des Grundstücks fällig geworden. 2. Das ist möglich: es A. H. V. 1. Die 150 M. sind mit gültige Entschuldigung im Sinne des§ 74, 7 St.-D. betrachten wird. Züge. In diesem Augenblick passierte auch schon ein von Harburg hängt vom Inhalt des Briefes ab. G. F. 10. 1. und 2. Nach zuAndernfalls bin ich natürlich bereit, mein Amt als Stadtverordneter kommender Zug die Brücke. Nicht alle Arbeiter fanden Zeit genug, treffender Ansicht nein. 3. und 4. Ja. A. U. 1. Sie sind Preuße. auch unter diesen veränderten Umständen fortzuführen. Hochachtungs- sich in Sicherheit zu bringen. Die Arbeiter Risser und Zesch wurden 2. Warten Sie die Auslegung der Listen ab: die Zeit der Auslegung ist voll Dr. Maurenbrecher." überfahren und tödlich verlegt, Risser, dem der Kopf gespalten wurde, entscheidend. B. 30. Voraussichtlich wird der Wirt zum Schadensersat und Besch, dem beide Beine abgefahren wurden, transportierte man berurteilt; mit Sicherheit läßt sich aber ein Erfolg der beabsichtigten Klage 2. G. 1000. Es war im November 1871. alsbald ins St. Georgen- Krankenhaus, wo sie trotz ihres schrecklichen nicht voraussagen. N. 500. Das Gericht kann in der Verwirklichung Ihrer Absicht eine Bustandes noch lebend eingeliefert werden konnten. strafbare Beleidigung erblicken. A. R. 34. 1. Tischler. 2. Ja. Gestern vormittag gegen 9 Uhr entgleisten auf der erst mittags.. 88. Benden Sie sich um Auskunft an das Auswärtige Amt. dem Verkehr übergebenen Strecke Heimbach- Blenz von dem Personen- H. D., Neuenhagen. 1 und 2. Ja. N. 999. Dafür giebt es keine zug 784 die Maschine und fünf Wagen. Personen sind nicht verletzt. Bestimmungen. B. 87. Ihr Vater, der Altersrente erhält, ist auf Der Verkehr wird durch Umsteigen aufrechterhalten. Der Material- feinen Antrag von der weiteren Klebepflicht zu befreien. Zurückerstattet schaden ist bedeutend. werden keine Beiträge. 2. 35. Die Geschäftsordnung des Reichstages wird von Legislaturperiode zu Legislaturperiode durch den Reichstag fest. gesetzt. Schranken findet sie lediglich in den Vorschriften der Verfassung. Seit 20 Jahren erfolgte feine ausdrückliche, sondern eine stillschweigende Bestätigung der früheren Geschäftsordnung. Vor einem Monat ist Ents stehung, Tragweite usw. der Geschäftsordnung von uns ausführlich dargelegt. 5. D. 100. Wenn Sie zugegeben haben, daß Sie spielen, so wäre Berufung nublos. P. H. 1. Ja. 2. Nein. 3. Soweit ohne mündliche C. R. 100. Wenn Alimente aus Rücksprache ersichtlich in vier Jahren. geflagt sind, so wäre die Nachforderung nublos. los. St. Bamberg. Solche P. B., Baumschulenweg. Nein. Entscheidung giebt es nicht. M. M. 6. Die Kündigungsfrist für Verkäufer beträgt mangels 4,50 2,60 andrer Vereinbarungen sechs Wochen zum Duartalserften. Ihnen steht alſo M. O. S. 30. Die das Gehalt für August und September zu. Minderjährigkeit hört mit Zurücklegung des 21. Lebensjahres auf. Volljährige bedürfen elterlicher, vormundschaftlicher und dergleichen Genehmigung zur Heirat nicht. A. H. 100. Der Bater muß weiter zahlen. Witterungsübersicht vom 3. September 1903, morgens 8 Uhr. Nowawes. Bei der am Montag stattgefundenen Ersatzwahl von Delegierten zur Generalversammlung der Orts- Krankenkasse fiegte die Liste des Gewerkschaftskartel Is mit 202 Stimmen über diejenige der Hirsch- Dunderschen, auf welche nur 77 Stimmen entfielen. Marktpreise von Berlin am 2. September 1903 nach Ermittelungen des kgl. Polizeipräsidiums. * Weizen, gut D.- Ctr. 16,20 16,16 Kartoffeln, neue D.- Ctr. 16,12 16,08 Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Roggen, gut " Waidmannsluft. Von einem größeren Feuer wurde gestern das Grundstück des Molkereibesizers Qualis heimgesucht. Das Feuer, das nach der einen Version durch spielende Kinder, nach der andren durch Selbstentzündung von Stroh in einem kleinen Schuppen im Garten entstanden war, sprang schließlich auf eine parallel mit dem Borderhause stehende massive Scheune über, deren Dach und Gebält vollständig zerstört wurde. Auch von dem aus Heu und Stroh bestehenden Inhalt derselben konnte nur wenig gerettet werden. Die in den Ställen untergebrachten Kühe und Schweine waren vorher in Sicherheit gebracht worden. Die Löschungsarbeiten, an denen sich auch die Wehren von Dalldorf, Reinickendorf, Tegel, Hermsdorf und Rosenthal beteiligten und die durch Wassermangel und die herrschende Hize sehr erschwert wurden, nahmen mehrere Stunden in Anspruch. Der Materialschaden ist angeblich durch Versicherung nicht gedeckt.+ Hafer, gut Eine Aufsehen erregende Verhaftung ist in Lichtenberg erfolgt. Der Kaufmann Adolf B., Hagenstraße 3, eine im Orte bekannte Richtstroh Persönlichkeit, ist unter dem Berdachte des Sittlichkeitsverbrechens Heu verhaftet worden. Er wird beschuldigt, verschiedentlich minder- Erbsen jährige Mädchen in die Laube eines Gartens unter dem Vorwande, fie zu photographieren, gelockt zu haben. In mehreren Fällen soll er sich dann in unerhörter Weise an den Kindern vergangen haben. Vermischtes. Gefängnisgeschichten. Große Unregelmäßigkeiten wurden, wie man dem„ Berl. Tagebl." aus Hannover meldet, im dortigen Gerichtsgefängnis vor einigen Tagen entdeckt. Der Tischler Block, der seiner Zeit beim Gefängnisdirektor einen Einbruchsdiebstahl ausführte und deshalb zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, hat jetzt verschiedene Aussagen gemacht. Danach wurde er während der Strafverbüßung als Tischler zu besseren Arbeiten verJedes Wort: Pfennig. 7,00 5,00 1,80 1,20 mittel gering " " " 16,04 16,00 13,10 13,08 " " mittel 13,06 13,04 " " " gering Gerste, gut " 13,02 13,00 1,40 1,00 1,60 1,20 1,80 1,20 1,80 1,20 14,50 13,70 2,60 2,00 " mittel " 13,60 12,80 gering " 12,70 11,90 Eier Starpfen 60 Stüd 1 kg 16,40 15,20 15,10 14,00 Aale Bander gering " 13,90 12,80 Hechte " " " 4,32 6,80 4,70 Schleie 1,80 80 " " 3,00 1,40 40,00 25,00 Bleie 1,40 80 50,00 25,00 Krebse 60,00 20,00 per Sajod 18,00 3,00 mittel Speisebohnen Linsen * ab Bahn. † frei Wagen und ab. Bahn. " 3,82 Barsche Eingegangene Druckfchriften. 2,40 1,40 2,60 1,40 3,00 1,00 2,40 1,20 Stationen Barometer stand mm Swinemde. 765 München Wien Wind richtung Windstärke Better SSD 5 heiter 763 GD 765 SD 768 S Der Jugendliche Arbeiter"( Redaktion: Wien, XIII., 3öchbauer- Hamburg ftraße 2). Von dieser Zeitschrift ist soeben die September- Nummer erschienen. Berlin Aus dem Inhalt heben wir hervor: Flugblatt: Heraus mit der Gewerbe- Frankf.a.M. 764 S Lehrlingsbewegung: Der Kampf der Gewerbeschulschul- Reform! Sommission gegen die Lehrlingsbewegung und ihr erster Sieg.- Lehrlingsschutz: Gewerbeschulen oder Fachschulen Von J. Meth. Weltgeschichte: Der große dautsche Bauernfrieg. Bon Lehrer L. Höfer. Im Haushalte der Natur. Von J. Kurth( München). Ferdinand Freiligrath.( Mit Porträt.) Allerlei: 1. An die Gewerbe- Niederschläge. Temp. n. E. 5° C. 4° R. 16 Stationen Barometer ſtand mm richtung Wind Windstärke Haparanda 770 ND Better Temp. n. C. 5° C. 4° 9. 6235 1 wolfig 1beiter 19 Petersburg 770 WSW 17 Cort 2 halb bd. 1 bedeckt 12 760 S 2 heiter 13 1 heiter 21 Aberdeen 2 wolfenl/ 18 Paris 768 M 2 bedeckt 17 3wolfen! 16 768 SD Wetter: Prognose für Freitag, den 4. September 1903. Naturkunde: Etwas fühler bei mäßigen südwestlichen Winden und anfänglich au Biographien: nehmender, später wieder abnehmender Bewölkung; keine erheblichen Berliner Wetterbureau. 5 Kleine Anzeigen. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Gardinenhaus Große Frankfurter Straße 9, parterre. + 37* Hochvornehme Herrenanzüge, Sommerpaletots, Beinkleider aus feinsten Maßstoffen herrührend, verfauft billig Deutsches Versandhaus, 12586* Jägerstraße 63, 1 Treppe. Auch die Sonntagsanzüge find am besten und billigsten bei Schlesinger, Turmstraße 85. 1742* 52/8 13464 Halbrenner, moderner, eleganter Bauart, sehr leicht laufend, mit jämt lichem Zubehör, sofort ganz billig ver käuflich. Große Frankfurterstraße 14 im Keller. +52 Möbel zu verkaufen Chausseestraße 118 beim Portier. 1333b Bauparzellen Bahnhof Grünau, Falkenbergseite, hinter Villa Sahl". Borzügliche Lage. Billig, Quadratrute 25, mit Hochwald 30 Mark. Schneller Verkauf. 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