Nr. 122. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6662. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Cebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Maum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. gernsprech- Anschluß: Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Vom wilden Land. Bismard nannte einmal, als er gerade start in der bekannten Heh- und Kaltwasserstrahl- Laune war, Frankreich ein wildes Land". Und wir geißelten damals den pommerschen Krautjunker nach Verdienst. Frankreich steht in vielen Dingen auf einer höheren Kulturstufe als Deutschland, und wenn Jemand, dessen Jdeal russische Zustände sind und der sich mit seiner Blut- und Eisenpolitik auf das Kulturniveau afrikanischer Menschenfresser gestellt hat, tas Vaterland der großen Revolution ein wildes Land nennen will, so ist das eine groteske Unverschämtheit, die nur ein mitleidiges Lächeln erregen kann und an den Pranger gestellt werden muß. In diesem Frankreich der Revolution herrscht aber jetzt ohne alle und jegliche Beschränkung die Bourgeoisie, und diese, fich republikanisch nennende Bourgeoisie ist in ihrer blödsinnigen Angst vor dem Sozialismus ebenso reaktionär, ebenso feig und ebenso brutal geworden, wie unsere, vor Bismarck friechende und in Kaiser- und Königstreue er sterbende deutsche Bourgeoisie. Wie unsere deutsche Bourgeoisie fich die letzten 25 Jahre lang die größte Mühe gegeben hat, aus Deutschland ein Kleinfibirien zu machen, so ist die französische Bourgeoisie auf's Eifrigste beslissen, das Bismarck'sche Schimpfwort von dem" wilden Lande" zu rechtfertigen. Wer das Nachfolgende liest, wird den Titel dieses Artikels wahr finden. Wir sprachen gestern, in unserer politischen Uebersicht, von der niederträchtigen Deutschenhag, die im Schatten des anarchistischen" Wauwaus von der französischen Bourgeoisrepublik veranstaltet worden ist. Heute wollen wir nun einige der gestern erwähnten Briefe von ausgewiesenen deutschen Arbeitern veröffentlichen. Aus Mülhausen im Elsaß wird uns geschrieben: Der Redaktion des Vorwärts" unterbreiten Endesunter zeichnete, frühere Mitglieder des Fachvereins der Tischler und Wähler des vierten Berliner Reichstags- Wahlkreises, ihre Er lebnisse in Algier und Frankreich. Unsere Erlebnisse beweisen, daß die französische Regierung gegenüber Arbeitern die größte Polizeiwillkür ausübt, die eines Kulturlandes und noch dazu einer Republit, die auf ihre Fahne: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichfeit geschrieben hat, unwürdig ist. Unter diesem Aushängeschild steckt die größte Barbarei, die an russische Zustände erinnert, und ein neuer Beweis dafür ist, daß nur die Arbeiter und der Sozialismus die wahre Brüderlichkeit bringen können. Als wir von Lausanne in der Schweiz, wo wir zuletzt geschafft hatten, über Lyon, Marseille nach Algier reisten, um uns dort Arbeit zu suchen und auch die Arbeitsverhältnisse, wie überhaupt Land und Leute kennen zu lernen, waren wir der Meinung, daß die Welt auch für uns Arbeiter da sei, und nicht blos für die Bourgeois. Wir hatten uns aber sehr getäuscht. Durch die Vermittelung von Kollegen fanden wir bei einem französischen Meister Arbeit. Im Allgemeinen wurden wir von den französischen Arbeitern auf das Freundlichste und Sympathischste aufgenommen; sie waren uns in jeder Weise behilflich ein Beweis, daß nur unter den Bourgeois der chauFeuilleton. Nachbrud verboten.] Am Webstuhl der Zeit. [ 122 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. „ Herr Mensch ist der einzige vernünftige Mensch," erflärte das Mädchen zum Schluffe, aber ich kann doch nicht allein mit ihm spielen?" " Das ist allerdings wahr und ein schwerer Kummer," pflichtete Frant bei, aber der Noth ift glücklicherweise ab zuhelfen; hier zum Beispiel meine Braut wird gleich mit eintreten.. Es wird sich für mich doch nicht mehr schicken," entgegnete Fanny bedenklich. " Nicht schicken für ein achtzehnjähriges Mädchen? Das möchte ich wirklich sehen." „ Aber ich bin doch nun Braut." Donnerstag, den 26. Mai 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. fchriebenen Ertrawagen in 24 ftündiger Fahrt an die Grenze gebracht Alt Münsterohl nun und dort vom französischen Kommissar den deutschen Gendarmen übergeben, mit den Worten: Dies sind Anarchisten!"- als wollte er sagen: Dies sind Verbrecher, bringt sie wieder ins Gefängniß, was jedoch nicht geschah. Wir hatten aber feine Papiere, da man uns alle geraubt, sogar Werthpapiere, wie die Depotscheine unserer guten Sachen, und Lotterieloose und Briefschaften und Mitgliedsbücher und Karten von unseren Fachvereinen und sozialdemokratischen Vereinen in Deutschland und der Schweiz. Diese unsere Angaben und daß wir uns ganz schuldlos in Alger verhalten, können wir durch viele Zeugen beweisen. Ich lege noch meinen Bescheinigungszettel von Alger bei und bitte, mir diesen wieder zurücksenden zu wollen. Mit sozialdemokratischem Gruß Ernst Reißner, Schreiner, Paul Reiger, Schreiner, Mülhausen i. E., Drei Königsstr. 31. per Adresse Herrn Speisewirth Gerber. vinistische Haß besteht. Nachdem wir nun 8 Tage bei unserm Meister gearbeitet hatten, wurden wir Sonntag, den 17. April, Morgens 5 Uhr, plöglich aus unserer Wohnung Rue de Baudin 6 Mustapha, von 5 wohlbewaffneten Gendarmen aus dem Bett verhaftet und sämmtliche Papiere wurden mit Beschlag belegt; jeder Winkel durchstöbert, ob nicht Bomben oder Dynamit irgendwo versteckt seisogar Jnsektenpulver wurde beschlagnahmt. Man führte uns nun mit unserm Meister und noch einem französischen Kollegen, die auch arretirt wurden, mitsammt einem Haufen Papieren nach dem Stadthaus. Von dort wurden wir zwei gefesselt nach dem Gefängniß gebracht, mitten durch die Stadt und zu Fuß so daß die Leute uns nachschauten, als wären wir Raubmörder. Unseren Meister und den anderen Kollegen ließ man frei. In dem Gefängniß sperrte man uns mit Verbrechern aus allen Nationen zusammen die meisten waren Italiener, dann Spanier, Araber und Kabylen; Ietztere wurden von den Gefangenwärtern ganz unmenschlich be handelt. Da konnte man sehen, wie von den Europäern zivilifirt wird. Untersuchungsgefangene waren schon sechs bis acht Monate in Untersuchung, ohne vor den Richter gekommen zu sein. Wir Der im Brief erwähnte Bescheinigungszettel betitelt waren natürlich empört über unsere ganz unmotivirte Gefangennahme; wir wußten nicht warum, denn daß es wegen Bolitit sei, fich: Certificat de Notification d'Arrêté d'Expulsion fonnten wir uns nicht denken, da wir erst vier Wochen in Ausweisungszertifikat oder: Behändigungsschein des AusAlgier waren und uns bis dato an Nichts betheiligen konnten. weisungsbefehls. Es ist im Gefängniß( Maison d'Arêt Unsere Wohnung hatten wir polizeilich und beim deutschen d'Alger) ausgestellt und enthält am Schluß die Drohung, Ronful angemeldet, hatten gute Papiere in deutsch und falls der Ausgewiesene sich wieder in Frankreich betreten französisch, standen in Arbeit und hatten Geld. Wir laffe, werde er auf Grund des Gesetzes vom 3. Dezember schrieben nun aus dem Gefängniß in unserer Verzweiflung 1849 bestraft. um Beistand an die deutsche Gesandschaft nach Paris, an den Konsul, an mehrere Bekannte, auch an Ihre Redaktion*), aber wir erhielten feine Hilfe, noch Antwort, wahrscheinlich war alles verbrannt. Man drohte uns noch in Retten und in den Reller zu werfen. Nach neuntägiger Haft wurde uns eröffnet, daß wir als ganz gefährliche Menschen auf Grund des Gesetzes von 1849 zwangsweise aus Algier und Frankreich ausgewiesen und nach Deutschland ausgeliefert werden würden, und zwar auf Befehl des Gouverneurs von Algier. Wir wurden nun geschlossen in den Rielraum eines Schiffes gebracht; auch nicht ein Stückchen von unserem Werkzeug oder unserer Wasche ließ man uns mitnehmen, und Alles ist wahrscheinlich jezt für uns verloren. Was wir während der Seefahrt ausgehalten, kann man nicht beschreiben, zusammengeschlossen im vordersten Raum des Schiffes, wo die Schwankungen am größten sind, nur leichte Kleidungsstücke an und seekrank mußten wir auf dem blanken Fußboden Tag und Nacht zu bringen. Halb todt tamen wir in Marseille an, wo man uns in einem Hofraum mit etwa 200 Menschen acht Tage lang gefangen hielt. Dann kam der Transport in einem Zellenwagen auf der Eisenbahn, die Zelle 1,75 Meter hoch, 57 Zentimeter breit, 67 Zentimeter tief, darin ein Brett zum Sigen, eine Thür mit drei Schlössern, ein kleines Fenster mit drei breiten Eisenplatten davor, so klein, daß man taum die Nase durchstecken konnte, und das Fenster nicht nach Außen gehend, fondern nach Innen. Das sind die neuen Schubwagen desConstans. In diesem finsteren Raum mußten wir 36 Stunden, an den Füßen noch schwere Eisenketten, zubringen bis Dijon. Dort tamen wir wieder vier Tage ins Gefängniß, und ich, Ernst Reißner, hatte das Glück, in der Zelle des kurz vorher hingerichteten Haubmörders zu wohnen bei einer elenden Nahrung. Endlich wurden wir in einem der schon beDer zweite Brief. ist ebenfalls aus Mülhausen datirt und lautet: *) Der Brief ist nicht angekommen. R. d. V. so „ Die Fräulein Zahler sind lustig und teshalb bei allen alten Betschwestern, Grillenfängerinnen, häßlichen und alten Jungfern schlimm verschrieen. Aber kein Mensch kann ihnen etwas Böses nachsagen, und darum hat's keinen Anstand." Ohne Weiteres ging er darauf zu den Mädchen und brachte seine Einladung in seiner Weise mit dem glück lichsten Erfolge an. Herr Mensch eilte davon, um Reifen und Stäbe herbeizuholen, und bald war die glückliche Olga inmitten einer Gesellschaft, wie sie sich's gewünscht; denn erst gab Selene den Zuredungen ihres Bräutigams Folge, und ihr Beispiel riß die Uebrigen nach. Auf das Reifenschlagen folgte Ballspiel, auf dieses Kämmerchen vermiethen". Olga's Entzücken war nicht zu beschreiben. Nicht aus persönlichem Interesse, sondern im Interesse der gesammten Menschheit richte ich dieses Schreiben an Sie und hoffe, daß Sie einige Zeilen in Betreff dieser Angelegenheit in Ihrem Blatte veröffentlichen werden. Was meine Ausweisung aus Dijon und aus ganz Frankreich anbelangt, werden Sie das Nähere in dem beigelegten Leitartikel der Elfaß- Lothringischen Bolts- Zeitung" finden. Ich muß noch erwähnen, daß meine Behandlung im Gefängniß sowie der Transport unmenschlich, im vollsten Sinne des Wortes barbarisch war. Während der Arbeit wurde ich verhaftet und mit den schmutzigen Arbeitskleidern und nicht ge waschen mußte ich 51/2 Tage im Gefängniß zubringen. Hierauf wurde ich und meine drei Leidensgenossen in Ketten ge legt und nach dem Bahnhofe transportirt, wo uns der Zellen wagen erwartete. Die Einrichtung dieses Wagens gehört in das Zeitalter der Barbarei. Die Käfige find 1,75 m hoch, 57 cm breit und 67 cm tief, ich hatte zufällig ein Metermaaß bei mir und habe genau gemessen. Ferner ein Thürchen, versehen mit einer Klappe und 3 Eisenstäben, ein Brett zum sigen, drei Schlösser und dunkel, Nachts Alles geschlossen man tonnte fast ersticken, die Füße waren in Ketten gelegt. An der Grenze angekommen, wurden wir direkt der deutschen Polizei überliefert und als gefährliche Menschen und " Anarchisten" bezeichnet. Wir wurden sofort unter Polizeiaufsicht gestellt und stehen jetzt noch darunter. Ich muß noch ausdrücklich hervorheben die freundliche und solidarische Aufnahme, die mir während meines in einjährigen Aufenthaltes Frankreich überall ent gegengebracht wurde. Die Freundlichkeit, die ich fand, ist bewundernswürdig. Ich befand mich direkt im Herzen Frankreichs, in Dijon von 70/71 gut bekannt. Der Haß ,, Und das Prinzip der Gewalt wird einem humaneren weichen?" Weichen müssen, gnädige Frau, denn dann werden die fittlichen Ueberzeugungen des Volkes zur Geltung kommen. Namentlich dürfte es dann vorbei sein mit den abscheulichen Menschenschlächtereien, die den Mördern das schlimmste Beispiel und eine gewisse Entschuldigung geben. Du sollst nicht tödten," ist ja das klar und bestimmt ausgesprochene Gebot aller Religionen, welches keine Ausnahme duldet; und unsere Staaten, deren Ordnung doch größtentheils auf diesem Gebote mit beruht, überbieten sich in Berbesserung ihrer Mordwaffen und Ausbildung der Schlagfertigkeit ihrer Heere." Glauben Sie wirklich, daß einmal die Idee eines ewig währenden Friedens bei dieser wandelbaren MenschIch habe mich heute in Ihrer Genossenschaft umgesehen", heit zur Herrschaft kommen wird?" bemerkte inzwischen Freifrau von Sokolow zu dem Schrift-" Bei den zivilisirten Menschen und Völkern zunächst steller, und kann sagen, daß ich wunderbare Empfindungen ganz unbedingt, und ich glaube, diese Jbee beherrscht schon davon mitgenommen. Ich bin überzeugt, daß durch dieses den größeren Theil, nur daß dieser der organisirten StaatsZusammenwirken der Menschen, von denen Jeder das Wohl gewalt gegenüber noch zu ohnmächtig ist und sich hier und der Gesammtheit schaffen hilft und wo das Wohl der Ge- da noch aufheben läßt, was ja sehr begreiflich, wenn man sammtheit jeder Zeit das Wohl des Einzelnen bedingt, die unsere Literatur, unsere Journalistit, unsere Schlachtenbilder u. s. w. ansieht, die den Mordspatriotismus in der " So? Und da denkſt Du wohl, Du mußt schon wie sozialen Krankheiten aufhören müssen." gedankenlosesten Weise verherrlichen. Ich wundere mich eine Alte mit dem Strickstrumpfe dasigen und Dich lang- Diesen Eindruck nimmt Jeder mit, gnädige Frau, der nicht, daß es noch Leute giebt, welche behaupten, daß weilen? Singe und springe, Kind, so lange Du jung bist, mit offenem Herzen und vorurtheilsfreiem Geiste unsere Ge- Kriege so lange sein werden, sein werden, als Menschen sind, und sei froh, daß es Dir noch gut aufsteht. Wenn's fehlen nossenschaften ansieht. Die Leute werden auf diese Weise denn solcher Leute, die von der Entwickelungsfähigkeit folite, so spiele ich selber mit, obwohl ich mich noch in moralisch gehoben, wie es die größte Bildung nicht ermöglicht, der Menschheit keinen Begriff haben und das Gediesem Jahre in die Kammer wählen lassen will. Doch und ich bin überzeugt, daß dieser sozialen Umgestaltung die wesene zum Gesetz der Zukunft machen, giebt es und da sehe ich gleich die Fräulein Zahler, die werde ich an Aufgabe zufällt, unsere altersschwachen Staaten, welche sich nur wird es immer geben. Und heute haben sie noch das große durch immer größere Heere künstlich erhalten zu können Wort! Aber so gut der Landesfrieden, trotz aller Zerklüfwähnen, zu verjüngen; eine Aufgabe, die sie ohne Zweifel tungen der Reiche in kleine souveräne Gebiete, durchgesetzt erfüllen wird." wurde und den unzähligen Fehden ein Ende machte, so gut werben." Hier wurden zwar einige Einwendungen wegen des Rufes der Mädchen erhoben, aber Frank erklärte: bei den unaufgeklärten Franzosen ist noch groß das muß ich ziehen, und daß diese Summe wahrscheinlich verloren ist.| Germanen) Maximinus, der über sechs Pferde hinwegsprang augestehen. Wenn man aber der Sprache ein wenig mächtig So schützt die Bourgeoisie das Eigenthum Anderer. und einen Dchsen mit einer Hand niederwarf. ist, so daß man sich verständlich machen kann, find auch diese Die Thatsachen sprechen für sich selbst. Wie wir gestern bald bekehrt. Ich rathe jedem Deutschen, bevor er nach Frant fagten: Der Anarchistenschreck ist zum Vorwand einer so finden wir, daß er in die Kategorie der sogenannten Wenn wir den Heldenkulkus kritisch- historisch betrachten, reich geht, die Sprache ein wenig zu studiren und, wenn er in dem Lande unseres sogenannten Erbfeindes ist, sich der Arbeiter- Deutschenheze gemacht worden. Die deutschen Arbeiter in Rückfälle" gehört, nämlich der Rückfälle in den Zustand bewegung anzuschließen und man wird finden, daß man ge- Frankreich sind vogelfrei so vogelfrei wie mitunter in der Thierheit. Was die modernen Heroworshipper ver achtet und angesehen ist bei den Franzosen. Die meisten Deutschland selbst. Die Reich, sregierung denkt nicht daran, für langen: der Stärkste soll Herrscher sein, das haben die Deutschen, die nach Frankreich gehen, tönnen aber fein oui diese Cives Germani- deutschen Reichsbürger deutschen Reichsbürger einzutreten. Thiere allzeit im Kampf um das Dasein" verwirklicht. und fein non, und es ist selbstverständlich, daß man sich nicht Es sind ja Arbeiter, und die französische Bourgeois- Regie- Der Stärkste ist Herrscher bei ihnen der stärkste Hirsch, glücklich fühlt in einem Lande, wo man mit den Leuten nicht rung weiß, daß die deutsche Regierung ihr deshalb der stärkste Büffel, der stärkste Ochse. Dem Kraftmenschen verfehren kann. Und gewöhnlich schimpfen solche Nichtswisser feine Ungelegenheiten nachher, wenn sie wieder heraus sind, über die Franzosen: uns darum Ungelegenheiten bereiten wird. Wir wenden des Heroworshippers entspricht der Kraftochse der Rinder Mit welcher Energie haben die Arbeiterblätter Dijon's Partei Wir werden alles uns zugängliche Material den sozialistischen der Menschheit und noch hinter sie, so entdeckt er jedenfalls, unsere Freunde in Frankreich. heerde. Und richtet Herr Harden seine Blicke in die Urzeit für mich genommen! Sie thaten ihre Pflicht. Ich bekam vorige Woche mehrere Ausschnitte von diesen Zeitungen zu- Abgeordneten in Paris zuschicken und ersuchen die deutschen daß sein Kraftmensch einen Urururgroßvater hatte, nämlich geschickt, die ich sofort an Genoffen Paul Lafargue schickte. Ich Arbeiter, welche ähnlich mißhandelt worden sind, wie die den kraft affen. schilderte ihm zugleich unsere Erlebnisse; hoffentlich wird er drei Genossen, deren Briefe wir veröffentlicht haben, direkt Etwas in der Kammer vorbringen. an Paul Lafargue, Chambre des Deputés, Paris, zu schreiben. Sie thaten ihre Pflicht. Ich bekam J. Kreuzfeld, Töpfergeselle, Seilergraben 9, bei Madame Pfeiffer, Mülhausen i. E. Der Artikel der„ Elsaß- Lothringischen Volkszeitung", auf welchen in dem Schreiben Kreutzfeld's Bezug genommen wird, trägt die Ueberschrift: Bur Charakteristik der Bourgeoisrepublik" und besagt u. A.: " leichtert worden. # an Von den Vertretern des Frankreich der Bourgeoisie appelliren wir, im Namen der internationalen Sozialdemokratie, an die Vertreter des Frankreich der Arbeiter von dem kapitalistischen an das sozia listische Frankreich. Politische Leberlicht. " Berlin, den 25. Mai. Der verhängnißvolle Zug. In einem Leitartikel des Reichsboten" über die belgische Verfassungsrevision heißt es: 群 Als Lord Derby im Jahre 1867 mit Disraeli, dem Drängen der Reform- Meetings nachgebend, das HaushälterStimmrecht als ersten Schritt zum allgemeinen Wahlrecht eingeführt hatte, rief er aus:" Der Sprung in's Dunkle ist ge than." Auch Belgien hat jetzt diese Einlenkung in ungewisse Bahnen vollzogen und ist damit jenem verhängnißvollen Zuge gefolgt, der die Gesellschaften unserer Epoche zu den wirklich demo= tratischen Regierungsformen zieht. Als zu diesem fast unwiderstehlichen Antriebe sich noch die entschiedene Stellungnahme des Königs und des Premierministers gefellte, da wurde der zähe Widerstand der Bourgeoisie gebrochen, die in ihrer Charte vom 7. Februar 1831 und in dem zensirten Wahlkörper von 130 000 Köpfen die feste Burg von Bildung und Besiz gesehen hatte. Drei Mal wurde der Volkssturm des Revisionsverlangens abgeschlagen: 1871, 1888 und 1887. Dann wurde die Bewegung weiter getragen durch die radikale Partei, an deren Spize Janson stand, die endlich auch ideal angelegte doktrinäre Liberale zu sich herüberzog. Ernster und heftiger traten die Arbeiter und Sozialdemokraten mit der Forderung des allgemeinen Stimmrechts hervor u. s. w." Alfo die Gesellschaften unserer Epoche" tönnen dem Als in Frankreich kürzlich die Massenverhaftungen und Ausweisungen angeblicher Anarchisten vorgenommen wurden, da war es sofort offensichtlich, und wir haben es auch angedeutet, daß unter diefen gewaltsamen Maßnahmen einer Regierung die beiläufig die Worte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" auf ihre Fahne geschrieben hat!- eine Menge Unschuldiger zu leiden haben würde. Man wollte durch die über ganz Frankreich ausgedehnten Verhaftungsakte der Arbeiterbevölkerung einen lähmenden Schreck einjagen, um dadurch sowohl auf die Kundgebung des 1. Mai als auf die an diesem Lage stattfindenden Gemeinderaths Wahlen Berkommenheit, wenn die herrschenden Klassen und Kliquen Kraftmenschen. In Zeitaltern der Versumpfung und einen gewissen Einfluß auszuüben zu Gunsten der herrschenden Klasse und und Regierung; nebenbei wollten zur Einsicht gelangen, daß es abwärts geht mit ihrer HerrDie neuen Herren Minister wohl auch beweisen, daß lichkeit, dann taucht regelmäßig der Glaube an Wunderfie an Energie" gegen die Umfturzparteien" dem berühmten menschen auf, die vielleicht Rettung bringen. Dieser Glaube bezw. berüchtigten Conftans nichts nachgäben. Den Muth zu an politische Wundermänner entspricht dem Glauben undiefen Gewaltatten schöpfte die republikanische" Regierung heilbar Kranker an Wunderdoktoren und Wundermedizinen. aus der hochgradigen Erregung und Furcht des gesammten Der Wundermensch heißt Messias, Held( heros), Sätular- verhängnißvollen Zug" nicht widerstehen, der sie zu den Spießerthums wegen der bekannten Bariser, Attentate". Man mensch, Kraftmensch. Das Bewußtsein der eigenen Ohn- wirklich demokratischen Regierungsformen zieht". mag über die Letteren denken wie man will, man mag fogar macht wird zum Evangelium der Allmacht einer ausso weit gehen, die ganzen keineswegs unverdächtigen DynamitSehr vernünftig. Aber warum sich denn so erschrecklich geschichten als Polizeimache zu erklären, jedenfalls haben sie erwählten Persönlichkeit. Der Engländer Carlyle hat den sträuben? Es hat doch keinen Sinn. Drastisch gezeigt, daß der Reaktion durch die sogenannte Glauben an die Wunder- und Kraftmenschen in ein System Propaganda der That der größte Gefallen erwiesen wird. gebracht, das er heroworship Heldenkultus- neunt. 3nr Feuerbestattung. Die Petitions Rom Niemals hätte eine Regierung der Republik zu den vor- Jedes übermüthige Individuum, das sein Ich über die an- mission des preußischen Abgeordnetenhauses gekommenen Gewaltatten zu schreiten gewagt, wenn nicht die deren Menschen setzt und ihnen, sei es infolge von günstiger ist mit 11 gegen 5 Stimmen über die von 14 000 Personen Bevölkerung des Landes durch die Attentate im reaktionären Veranlagung oder günstiger äußerer Umstände, seinen unterzeichnete Petition zur Tagesordnung übergegangen, Sinne beeinflußt gewesen wäre. So aber ist dem Ministerium Willen und sein Joch aufzwingt, große Thaten" verübt, welche das Abgeordnetenhaus ersuchte, seinen Einfluß dahin Loubet die Verantwortung vor der Kammer außerordentlich er: D. h. gewaltsam Gutes oder Böses" schafft, und bei jeder geltend zu machen, daß womöglich in ganz Deutschland, Von der Gewiffenlosigkeit, Rohheit und Brutalität, mit Gelegenheit seine Faust in die Wagschale wirft ist vorzugsweise aber in Preußen, die Feuerbestattung welcher die Agenten der französischen Bourgeoisregierung( bei ein„ Held", ein Heros, und muß als folcher fakultativ eingeführt werde. Petenten sind, wie die Voss. diesen Verhaftungen und Ausweisungen verfuhren, fönnen wir verehrt werden. Obgleich kein bestimmtes Kriterium 3tg." meldet, bereit, zur Beseitigung kriminalistischer Bedenken ein sprechendes Beispiel geben. Gegen Ende voriger Woche des Heldenthums vorhanden ist, so scheint doch der jede gesetzliche Vorsichtsmaßregel, wie Feststellung der Todes fanden sich in unserer Redaktion vier von diesen angeblichen Menschenmord die ausschlaggebende Hauptleistung zu ursache durch von einem Arzt vorzunehmende Obduktion vor Anarchisten ein, die direkt von der französischen Grenze famen, sein, und je mehr Menschen der Held" ins Jenseits be- der Verbrennung zu akzeptiren. Sie empfehlen aber die über die sie als„ gefährliche Anarchisten" gebracht worden förbert, desto heldischer", desto„ kraftmenschlicher" ist er. fakultative Feuerbestattung aus sanitären, hygienischen und waren. Alle vier bekennen fich thatsächlich keineswegs zu Mur anarchistischen Grundfäßen; noch viel weniger konnten sie mit ur dürfen es bei Leibe nicht zu wenig fein. Schinder- ökonomischen Gründen. Religiöse Bedenken können die einem Schein von Recht als gefährlich" betrachtet werden. hannes zählt noch nicht zu den Helden, denn er hat blos Betenten nicht anerkennen, da die Verwesung der Leiche Drei von ihnen hatten in Deutschland beziv. in der Schweiz brei Menschen umgebracht. Wo aber die Grenze zwischen auch nichts anderes als eine langsame Berbrennung bedeute an der sozialdemokratischen Bewegung Antheil genommen; Verbrechen und Held" liegt, ob bei 10, 100, 1000, 10 000, und Geiftliche beider christlicher Konfessionen lettwillig die der Eine hatte dies auch in Frankreich gethan, während die oder gar 100 000 abgeschlachteten Menschen, das hat Carlyle Verbrennung ihrer Leichen auordnen. Der Kommissar aus übrigen Beiden wegen Der Kürze ihres Aufenthalts im nicht genau angegeben. Seine meisten Helden, die Napoleon, dem Ministerium des Innern wies darauf hin, daß ein französischen Gebiet noch nicht einmal Zeit und Gelegenheit Friedrich der Große u. s. w., haben die 100 000 über Verbot der Leichenverbrennung nicht bestehe, daß aber auch Dazu gefunden hatten. Es erging ihnen wie der Mehrzahl aller Berhafteten: sie mußten abgefaßt, eingeferkert und überschritten. Die Kraftmenschen- Theoretiker von heute sind be- ein Bedürfniß zu einer gesetzlichen Regelung der fakul die Grenze geschoben werden, damit bas Ministerium Loubet scheidener; sie finden zwar auch in einem Bismarck ihr tativen Leichenverbrennung in Preußen nicht anerkannt werden an einer möglichst großen Bahl von Opfern feinen staats- Ideal verwirklicht, der ja in seinen drei Kriegen nicht tönne. Ein Vertreter des Ministeriums der Medizinal retterischen Eifer beweisen fonnte. Die der französischen weniger Menschen vom Leben zum Tod befördert haben Angelegenheiten äußerte vom medizinischen StandNationalität angehörenden Berhafteten mußten ja bekanntlich wird, als Carlyle's Jdeal- Helden, allein wenn die Noth an punkt aus ernste Bedenken, obschon er größtentheils wieder freigelassen werden, da keine gesetzliche den Mann geht, nehmen sie auch mit Ravachol vorlieb. mußte, daß ein gut eingerichteter Ofen ohne Belästigung Handhabe zum Einschreiten gegen sie zu entdecken war; mit den Unsere deutschen Kraftmenschen- Theoretiker sind eben zu seiner Umgebung die Leichen verbrenne. Die Einrichtung Ausländern machte man fürzeren Prozeß: man schob sie einfach fälligerweise kleiner gerathen, als der Schotte Carlyle, der solcher Defen sei jedoch eine sehr kostspielige Sache und über die Grenze. Kein Hahn frähte nach ihnen, das vollbrachte selbst so ein Stück von einem" Kraftmensch" war, nur daß würde sich daher nur auf wenige Orte beschränken, was die Unrecht blieb vertuscht und das Ministerium Loubet hatte sich es ihm zum Glück nicht vergönnt war, seine Theorien in Ueberführung mancher Todten, welche an ansteckenden ,, energisch" gezeigt." die Praxis umzusehen. Krautheiten gestorben sind, zu solchen Krematorien zur Folge In dem Artikel werden noch Mittheilungen gemacht, Das Kraftmenschenthum Theorie und Praxis- ift haben würde, was nicht unbedenklich sei. Die Behauptung die jedoch auch in den zwei von uns abgedruckten Briefen beiläufig durchaus nicht modernen Datums. Im ver- der Petenten, daß Kirchhöfe zur Verbreitung von Infektionszu finden sind. faulenden Römerreich bestand eine sehr lebhafte Kraft- frankheiten beitrügen, sei hinfällig. Es sei kein Fall feft Ergänzend haben wir noch hinzuzufügen, daß einem anbetung- ein Vitellius, der ein ganzes Kalb auf einen gestellt worden, wo dies thatsächlich geschehen sei. Ein der ausgewiesenen Arbeiter nicht einmal Beit gelaffen wurde, Siz verspeiste, wurde ob dieser Kraftleistung zum Kaiser eigentlich hygienisches Interesse, die Feuerbestattung eins den ausstehenden Lohn, im Betrage von 200 Frants, einzu- gemacht, und dieselbe Ehre wiederfuhr dem Thrazier( oder zuführen, könne er daher nicht anerkennen. Wolle man sie wird auch ein dauernder Völkerfrieden seine segenbringende Dieser Abend," rief inzwischen Frank seinem Freunde niedergelassen. Auch diese warteten auf die Rückkehr eines Aera finden, in der man auf unsere friegerischen Zeiten, ins Öhr, wird für unseren Freund Raffmaus einige Ueber- mit tausenderlei Aufträgen belasteten Kellners, der meistens wie auf einen letzten Durchgangspunkt von Barbarei zu raschungen bringen. Um neun Uhr ist Maskerade angeordnet, auf Nimmerwiedersehen verschwand. So großartig auch schönerem Menschenthum zurückblidt. So lange der Einzelne der Herr Minister wird davon Gebrauch machen, wir werden in der Unterdrückung und Aussaugung des Anderen sein mit ihm unter Masken spielen." Glück suchte, mußten es auch die Völker oder die sie beherrschenden Regenten thun; diese Periode naht aber ihrem Abschlusse. Fragen Sie die Völker, die werden Ihnen sagen, lich ist." daß sie in friedlichem Streben nebeneinander zu leben Die arme Dlga war ganz in Verzweiflung, sie hatte wünschen, sich durch ihre Thätigkeit fördernd und erHunger und Durst und konnte nicht einmal bis zu einer gänzend; und wenn dieser Wunsch, wie er muß, zum Gesetz" Ich rathe Ihnen, nicht mehr Besorgnisse um mich zu Sodabude durchdringen. Sie fühlte sich außerordentlich er geworden, dann werden alle Nationalitäten in der großen haben, als ich selbst für mich habe, sonst werden Sie Ihr müdet und hätte sich am liebsten auf dem Rasen nieder Völkerfamilie ihren Play, ihr Recht und ihr Glück finden." Lebtag damit nicht fertig." " Das ist recht schön von Ihnen, Herr Doktor", rief schaft, Bläge suchend, von einem Orte zum andern vergeblich Und dann wird auch Polen frei werden." gelaffen, was sie jedoch nicht wagen konnte, da ihre Gesell " Dann wird auch Polen seine Freiheit finden, die es Fanny, die in diesem Augenblick hinzutrat, daß Sie meinen irrte. Wenn man auch einmal einen leeren Stuhl antraf, unter dem gegenwärtigen politischen System der Ver- Bräutigam ein wenig unter Ihre Obhut nehmen; der ent- so wurde er doch wegen Unzulänglichkeit verschmäht, gewaltigung, Bentralisation, d. h. Beraubung der Theile zu feßliche Mensch ist gar nicht zu bändigen, er macht mir zumal die Herren viel zu sehr in Gespräche Gunsten eines gemeinschaftlichen und häufig gemeinschädlichen viele unruhige Nächte." Machtzentrums, nie erlangen kann. Die politische Einheit" So einen fröhlichen Tag habe ich noch in meinem zerstreuten Sessel zu denken. Zweimal hatten fie oder Zentralisation ist nichts als das ergänzende Moment ganzen Leben nicht gesehen," rief hinzutretend die vor bereits einen Klappfeifel annektirt und ein Weilchen mit unserer Bourgeois- Deconomie. Wie hier im industriellen freudiger Erregung glühende Olga. Sie kam fast außer herumgeschleppt, dabei in Gedanken dem treulofen. Philo Leben Tausende elend leben und verfümmern, um einen Athem von ihren Spielen und ließ sich von dem Philosophen sophen grollend, der sie diese Last schleppen ließ, die sie nach Fabrikanten reich zu machen, so müssen in zentralisirten die schützende Mantille umhängen. Ach, liebe Mama, laß einer Weile wieder unmuthig wegwarf. Staaten die Provinzen ihr Glück und ihre Judividualität uns in Deutschland bleiben! Mich schauert's jetzt ordent- Da auf einmal klangen aus einer Allee die Töne eines einem Zentralfite zum Opfer bringen, und dieser Bentral- lich, wenn ich an Rußland zurückdenke." Hornquartetts, bei deren Gewahrwerden Frank alsbald fitz ist weiter nichts als das Komptoir des politischen Die Gesellschaft ging zum Saale zurück, um ein ein- ausrief: Fabrikanten. Darum arbeiten instinktmäßig unsere liberalen faches Mahl einzunehmen, und konnte dort unter der Das sind die Klänge, mit denen unser Philosoph in Bourgeois an dieser Einheit im Verein mit einigen Kurz- schmausenden und Champagner trinkenden Menge kaum Hasselbach, gesegneten Angebenkens, einzog; und ich will fichtigen oder bestochenen Boltsmännern." einen verlorenen Tisch, geschweige denn Stühle finden. Olga meinen Kopf darauf verwetten oder fünfundzwanzig Thaler, " Doch mit Mäßigung, will ich hoffen?" " Mit der Mäßigung, welche der Demokratie mögSie gehen manchmal zu toll ins Zeug, Herr Frank; ich habe immer viel Besorgnisse Thretwegen." anerkennen die Einrichtungen getroffen, so viel auch vorbereitet worden, so überstieg doch die Theilnahme an dem Feste die Erwartungen dermaßen, daß in der Stunde, in der sich die meisten Bedürfnisse einstellten, den meisten Anforderungen nicht entsprochen konnte. vertieft waren um ein an Sammeln dieser Ich freue mich, Herr Doktor, daß mein Stiefsohn in war darüber sehr unmuthig, denn sie hatte großen Hunger daß er uns mit dieser Musik sucht." eine Gesellschaft von so klarschauenden und energischen und war auch sehr müde. Sie warf ihrem dienenden Kavalier Frank hatte einen wunderbaren Spürsinn; denn Männern gekommen, und werde ich sein Streben in dieser einen vorwurfsvollen Blick zu, den dieser sich so zu Herzen nahm, als die Gesellschaft, seinem Beispiele folgend, in Richtung auf jede Weise unterstützen. Ich selbst gedenke daß er plötzlich verschwand. Im Saale war es brückend jene Allee einbog, tam ihr in der That, gravitätisch meinen Aufenthalt hier auf einige Jahre zu erstrecken, um heiß geworden, so daß man es stehend, allem Gedränge hinter der Musik einherschreitend, der Philosoph entgegen. den weiteren Verlauf dieser mich höchlichst interesfirenden ausgesetzt und ohne alle Erfrischungen, die gar nicht zu er- Diesmal bildete er aber nicht, wie damals, das Ende der Bestrebungen zu beobachten. obern waren, nicht länger aushalten fonnte. Man wandte Prozession, sondern hinter ihm tam noch ein ganzer Zug " Dieser Entschluß wird sowohl Ihnen eine Quelle sich nach dem Garten zurück, der sich inzwischen, da das von Dienstmännern, welche auf Tragbahren eine Tafel, reicher Erfahrungen und wohlthuender Gefühle, als uns männliche Publikum nach des Tages Lasten und Pflichten sowie einige Sophas trugen, die nuu sofort in einer Laube, eine ermuthigende Erscheinung sein, denn wir hungern und zuströmte, immer mehr füllte. Auf den Wiesen hatten sich welche man ihrer Tische und Stühle beraubt hatte, aufbürsten nach Gleichgesinnten und Mitstrebenden." bunte Gruppen entweder auf Klappstühlen oder im Grase gestellt wurden. nur. zugeben, so müsse eine gerichtliche Obduktion vor der Ver- Privatleute der Strafvollstreckung beiwohnen durften, freilich| Besseres vorgeschlagen haben. Thatsache ist, daß die Fren, wke brennung gefordert werden, welche auf alle mög gegen ein Entgelt von fünfzig Ropeken. Die Unter wir schon wiederholt darlegten, von den englischen Liberalen lichen Vergiftungsarten Rücksicht zu nehmen habe nehmer dieses Schauspiels, in diesem Falle faiserlich- russische ebenso wenig zu erwarten haben, wie von den englischen und die also auf die größten Schwierigkeiten stoßen Beamte, sollen tein schlechtes Geschäft gemacht haben... Konservativen, und daß eine vernünftige und gerechte Lösung würde. Ein bloßer Leichenbefuud, auch durch Griechisches. Vor dem Sieg des Trikupis fängt der irischen Frage erst möglich ist, wenn die Arbeiter, die einen Sachverständigen, reiche nicht aus, um Verbrecher es dem Könige von Griechenland an zu grauen. Der Mann über nationale Borurtheile erhaben sind, das Regiment in vor Vergiftungen zurückzuschrecken. Der Kommiffar des hat zu sehr gefiegt und verdunkelt jetzt den Thron. Etwas die Hände bekommen. Und nach diesem Ziele hin wird bei Kultusministeriums erklärte, daß, wenn die Be- weniger wäre besser gewesen. Und nun kommt auch die den bevorstehenden Neuwahlen hoffentlich ein tüchtiger Schritt erdigung auch nicht als Dogma der chriftlichen Kirche gelte, böse Erinnerung an die vorletzte Wahl die vom vorwärts gethan. die Beerdigung der Leichen doch der christlichen Gitte ent- 14. Oftober 1890, bei welcher ein ebenso glänzender Sieg spreche. Der Vertreter des Justizministers hatte herauskam, mit dem einzigen Unterschied, daß der Sieger Der Streit in Durham. Die Arbeiter erklärten sich Bedenken vom Standpunkt der Strafrechtspflege entgegen- damals Delyannis hieß. Delyannis wurde durch jenen bereit, in eine Lohnreduktion von 10 pCt. zu willigen, bie zuhalten und führte eine Menge von Fällen auf, in denen Sieg so übermüthig, daß der König sich seiner vermittelst Grubenbesitzer aber bestehen auf 13 pCt. Die Arbeiter eine Ermordung durch Vergiftung oder Ertränkung erst eines Staatsstreichs entlebigen mußte, der beinahe den haben sich darauf hin entschlossen, weiter zu streiken. Jetzt durch nachträgliche Sektion der Leichen festgestellt worden Thron gekostet hätte. Und heute heißt der zu glänzende tann es für Niemand mehr einem Zweifel unterliegen, daß ist. Alle diese Fälle würden unentdeckt geblieben sein, Sieger Trikupis. Wie, wenn dieser die Wege des die Grubenbefizer die Fortdaner des Streits wollen, und wenn die betreffenden Leichen verbrannt worden wären. Delyannis ginge? Dann müßte der König fich wieder auf ihn auch von Anfang an gewollt haben. Eine Vergiftung sei nur durch einen Chemiker zu konstatiren; Delyannis stützen. Und so weiter, bis teine Stühe mehr da mit der bloßen Sektion der Leichen könne also nicht genügend ist. Das nennt man griechische Monarchie. vorgebeugt werden. " 1 Zur italienischen Krisis. Giolitti entwickelte heute in der Kammer sein Programm, wie der Telegraph meldet, das Programm ist aber fein Programm, sondern nur der Ausdruck der Programmlosigkeit. Friede- ErsparnisseMilitarismus. Kurz, die alte Leier. Und es geht hübsch weiter vorwärts auf dem Wege zum Bankrott. Kupferring in Sicht. Nach einer Mittheilung der Saale- Beitung" beabsichtigt die Gewerkschaft des Mans felder Kupferbergbaues" natürlich lauter gute Bourgeois fich einen Schutzoll zu erwirken, und sie hat sich des halb an den Handelsminister v. Berlepsch gewandt, der auch eine recht freundliche Haltung" angenommen haben soll. Unseren Taschen droht also eine neue Gefahr. Ein Berdiente Strafe. Graf Mun, der Führer der Kupferzoll heißt, daß das deutsche Volk den Besitzern der chriftlichsozialen Partei in Frankreich der in anständiges deutschen Kupferwerke, die sehr theuere Waare liefern, einen Französisch übersetzte Stöcker hat, unter Bezugnahme auf höheren als den Weltmarktpreis zahlen soll. Ein Kupfer- das bekannte päpstliche Rundschreiben, seinen Uebertritt zur ring, der sich durch den Staat einen Monopolpreis sichern Republik erklärt. Die arme Republik! Geschieht ihr läßt, ist um fein Haar breit weniger verwerflich, als ein Kupferring, der dieses Ziel mit privaten Mitteln zu erreichen sucht. Das Publikum wird von dem Einen wie von dem Anderen ausgeplündert. Soziale Uebersicht. Jn Sachen des Boykotts von Geschäften erließ die Dresden- Neustädter Amtshauptmannschaft in Nr. 57 der Pieschener Elbthal- Morgen- Zeitung" folgende Bekanntmachung: Wer in Bukunft es unternimmt, den Gewerbebetrieb eines Anderen das durch zu stören oder zu beeinträchtigen, daß er öffentlich vor einer Menschenmenge oder durch Verbreitung von Schriften oder Durch öffentlichen Anschlag oder auf sonstige Weise öffentlich dazu auffordert, in einem bestimmten Gewerbebetrieb teine Maaren anzukaufen oder zu bestellen, beziehentlich in einem bestimmten Geschäftslokale nicht zu verkehren, wird, insoweit nicht eine Bestrafung Kolonie vorbereitet, die in Südamerika Utopistereien. In Paris wird eine sog. sozialistische mit 1 Absatz 1 und 2 Nummer 2 der Berordnung vom nach§ 366 Nr. 10 des Reichs- Strafgesetzbuches in Verbindung -am Barana 9. Juli 1872 den Berkehr auf öffentlichen Wegen betreffend oder angelegt werden soll. Es versteht sich von selbst, daß die nach§ 360 Nr. 11 des Reichs- Strafgesetzbuches einzutreten hat, Sozialisten, die sich diese alte Spielerei leisten wollen, mit Geldstrafe bis zu Hundert Mark oder mit Haft bis zu 14 utopistische Seftirer find, mit denen unsere französischen Tagen bestraft." Die Ursache des Erlasses dieser BekanntGenossen nicht das Mindeste zu thun haben. machung war wahrscheinlich eine an vielen Blähen anschablonirte Aufforderung, welche lautet: Arbeiter, meidet den Gasthof zu recht. Nicht bestätigt hat der Oberpräsident der Provinz Ostpreußen, Graf zu Stolberg- Wernigerode, die Wahl des Landschaftsrathes Maul in Sprindt zum Kreisdeputirten. Die Freifinnige Zeitung" sucht die Ursache darin, daß der Spanisches. 8orilla, der Führer der spanischen Pieschen!" Diese Bekanntmachung kennzeichnet den Geist der Gewählte der freifinnigen Partei angehört. Diese Nicht- Bourgeoisrepublikaner, hat ein Manifest erlassen, in welchem fächsischen Behörden. Dagegen, daß Unternehmer mißliebige bestätigung Maul's, meint das Blatt, hat eine politische er ausspricht, der Moment zum Losschlagen sei für die Spanier Arbeiter auf die schwarze Liste ſehen, ferner Wirthe ihre Lokale Ledeutung weit über Insterburg und Ostpreußen hinaus. gekommen die neu zu gründende iberische Republik müſſe entgegen dem neutralen Charakter des Gastwirthschaftsbetriebes Wir stehen hierbei vor der Frage, ob der gegenwärtige fich mit der französischen Schwefterrepublik verbünden. Es gegen alles dies hat man Berbote noch nicht erlassen. Und so den Arbeitern zur Abhaltung von Versammlungen verweigern, Minister des Innern es für angemessen erachtet, freisinnige fragt sich nun, ob die Spanier" dem Rufe Borilla's folgen lange auch schon die Antisemiten die jüdischen Geschäftsleute in Männer lediglich aus parteipolitischen Gründen von der werden. Wie der Name iberische Republik" anzu- Bausch und Bogen boykotten, man hat noch nicht gehört, daß Kreisverwaltung grundsätzlich auszuschließen." Das ist deuten scheint, wird auch auf einen Aufstand in Portugal die sächsischen Behörden dagegen durch Verbote Stellung gegewiß nicht zu billigen, aber in einem Staate, gerechnet. Wenn völliger Bankrott einen Staat für die nommen hätten. welcher sozialdemokratischen Arbeitern selbst die Beschäftigung Revolution reif macht, dann sind Spanien und Portugal in seinen Betrieben versagt und über Lokalitäten, wo allerdings reif, überreif. Eine Gewerkschafts Kontrollkommission ist auch in Sozialdemokraten verkehren, den Militärbontott verhängt, Flensburg errichtet worden. In der ersten Versammlung in einem solchen Staate der Boykottirung einer Partei noch England. Die beiden Wahlreden Lord Salis derselben waren vertreten Former, Maurer, Schneider, Schuheine allgemeine Bedeutung" zu unterstellen, das kann nur bury's, die anarchistische, in der er die protestantischen macher, Böttcher, Schiffszimmerer, Bäcker, Tischler, Maler, eine Partei fertig bringen, welche, wie die freisinnige, im Frländer zum bewaffneten Widerstand gegen die katho- arbeiterinnen, Barbiere, Schmiede, Werftarbeiter, Metallarbeiter, unbezähmbaren Drange nach Schnallenschuhen und Estarpins lischen Mitbürger auffordert, und die schutzöllnerische Nebe, Klempner, Kupferschmiede, Zabalarbeiter, insgesammt waren selbst den äßendsten Spott der ganzen politischen Welt nicht durch die er dem Wahlkampf ein greifbares Rampfobjekt 34 Bertrauensleute anwesend; nicht vertreten waren die Glasmehr fürchtet. gab, haben seiner Partei große Berlegenheiten bereitet. arbeiter, Bimmerer und Hafenarbeiter. Die Kommission wird Es herrscht Ordnung in Warschan. Bir theilten ben Liberalen nach Kräften verwerthet wird, gab die erstere trolle führen. Während die zweite Rede außerhalb des Parlaments von auch über den pünktlichen Besuch ihrer Sigungen strenge Konvorgestern ein Telegramm mit, welches von barbarischen schon gestern zu einem Redegefecht im Unterhaus den Anlaß. Berurtheilungen aus Anlaß der Lodger Vorgänge sprach. Gladstone griff, bei der Berathung eines der irischen ihren Verbandstag ab. Berhandlungspunkte sind unter Anderem: Die Schweizer Glaser halten am 5. Juni in St. Gallen Weiter hat der Telegraph Nichts gemeldet. Es sind offen Reformgefeße"( der lokalen Berwaltungsbill), den Premier Die Bedeutung des Streits für die gewerkschaftliche Organisation, bar unfagbare Greuel verübt worden, über welche die minister an allerdings sehr schwach, und beschuldigte ihn, Regelung der Reise- Unterstützung für Nichtverbands- Mitglieder russische Polizei einen Schleier zu breiten sucht. Gurko, der Stadttommandant von Warschau, ist ebenso groß als zur Gesegesverlegung aufgereizt zu haben. Die Antwort und Uebernahme der Reise- Unterstützungskasse durch den Zentraldes Ministers BalfourBüttel, wie flein als General die verkörperte Bruta figt im Oberhaus, und kann im Unterhaus nicht Bentral- Krankenkasse, Berufsstatistik. Lord Salisbury Salisbury selbst vorstand, Gründung einer Arbeitslosen- Rasse, Gründung einer lität, ja Bestialität. Einem Privatbrief aus Warschau ent- fit im Oberhaus, und kann im Unterhaus reden beschränkte sich auf ziemlich ungeschickte nehmen wir Folgendes: Entschuldigungen der Premierminister habe nicht Ein internationaler Glasarbeiter- Kongrek findet vom gewaltig aufgebauschten Lodzer Unruhen waren die Ber- feit, daß es zur Gewaltthat fommen könne, in's Auge ge- halber in öffentlichen Versammlungen, teinesfalls von VereinsSchlimmer als die von fenfationslüsternen Rorrespondenten zur Gewaltthat aufgefordert, sondern blos die Wahrscheinlich- 5. bis 8. Juli in London statt. Die deutschen Glaser haben ihre Delegirten der entgegenstehenden gesetzlichen Bestimmungen fügungen der mostowitischen Ruheftifter". Drei Tage lang faßt-eine Bertheidigungstaktik, die uns von verschiedenen stockte Handel und Verkehr, die Läden und öffentlichen Lotale deutschen Hochverraths- Prozessen her sehr wohl im Gedächtnißwegen zu wählen. bruch der Dunkelheit auf der Straße zeigte, wurde flugs feftift. Die Liberalen fühlten sich nicht start genug, die Ge Bechenwirthschaft. Die„ Zeitung deutscher Bergleute" genommen und im Verein mit den aufs Gerathewohl auf- legenheit weiter auszunuzen, und schließlich wurde die druckt folgenden Brief ab: gegriffenen Arbeitern ohne Berhör, ohne Untersuchung ab irische Verwaltungsbill nachdem die Debatte vier Tage Stocum, den 10. Mai 1892. geurtheilt, d. h. nach gutrussischer Sitte mit 25, 50, ja noch lang gedauert hatte endgiltig mit 339 gegen 247 Stimmen Theile Dir hierdurch freundlichst mit, daß ich für nächsten mehr Knutenhieben bestraft. Diese Exekutionen währten mehrere Sonntag zu einer Bersammlung meinen Saal nicht hergeben Tage, das Wehtlagen der unglücklichen Opfer wurde in den werden könnte, der Wink dazu ist mir schon gegeben. tann, indem ich auf der Zeche leicht stillschweigend gemaßregelt umliegenden Gaffen gehört. Mit bestem Gruß All dies wäre im„ heiligen Rußland" nichts Ungewöhnliches, was aber dem Ganzen die Krone auffeßte, war, daß angenommen. Die Maßregel selbst entspricht zwar nicht den Wünschen ber Homeruler, die Herren Liberalen haben jedoch kein Recht, der Regierung Vorwürfe zu machen, sintemalen sie selbst nichts Aug. Specht." " Ich wollte schon gar nichts mehr von Ihnen wissen," angebrannt, jetzt Pfeffer und Salz und ein gut Stück Butter Sie mir aber nur, wo Sie das Alles so schnell aufgetrieben meinte Olga inmitten der freudigen Ueberraschung, welche darauf. Noch einmal umgewendet: Hier ist Ihr Beefsteat." haben?" diese Hilfeleistung erregte, aber ich bereue diesen Entschluß Olga lachte so lange, daß das Beefsteat bereits hin- Sehr einfach; ich sah ein, daß hier Nichts zu bekommen jetzt von ganzem Herzen und werde Ihnen noch dankbarer reichend abgekühlt war, um es foften zu können. Und Olga sei und ging, nachdem ich einen zufällig daherkommenden werden, wenn Sie uns auch Etwas zu effen und zu trinken versuchte es, hatte aber noch kaum nach dem ersten miß- Dienstmann nach anderen Kollegen ausgeschickt, in das bebringen, denn ich hungere und dürfte wie noch nie in trauisch geprüften Bissen den zweiten verschlungen, als sie nachbarte Hotel, allwo ich meine Bestellungen machte; dann meinem Leben!" zum Möbelfabrikanten, dem ich einige Ladenhüter und jenen Leim zu sieden pflegte, ablaufte; holte beim nächsten Fleischer Feldofen, mit dem er sein Magazin zu erwärmen und seinen ausrief: meinem Namenstage schenken könntest. Jezt weiß ich es." Mama, Du fragtest mich gestern, was Du mir zu „ Ich habe schon daran gedacht," erwiderte der Philosoph, indem er einem Dienstmann winfte, welcher alsbald eine schneeweiße Leinwand entfaltete und fie auf der Tafel ausbreitete. Ein Anderer beeilte sich, Tassen und Teller, Meffer, Gabeln und Löffel, sammt Salz und Pfeffergefäßen zu aufzulegen, und vor die Gesellschaft wurde ein kleiner Kochosen gesetzt, in dessen eisernem Kessel eine kräftige Bouillon brodelte. Es dauerte mir zu lange, bis die Bouillon tochte, und da habe ich sie gleich unterwegs kochen lassen. Schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe, sagt man, und da wird unter gleichen Umständen wohl eine mangelhafte Hilfe eine gute werden," bemerkte er und begann mit einer Schöpffelle die Bouillon in die Tassen zu bringen, über welches Gebahren die Gesellschaft in ein fröhliches Lachen ausbrach. Die Bastetchen sind etwas altbacken," fuhr unser Philosoph fort zu bemerken, aber immer beffer altbacken, als gar nicht gebacken. Und nun, meine Herrschaften, langen Sie herzhaft zu. Nur nicht zu herzhaft, denn es tommt noch mehr." Ein ordentliches Beefsteak wäre mir bei meinem Sunger lieber gewesen, als Ihre Bouillon mit den altbackenen Bafteten," erklärte Olga. Wirklich?" rief der Philosoph entzückt, nun sehen Sie nur, was Sie für ein Glückskind find. An keinen Besseren konnten Sie sich mit diesem Wunsche wenden, als an mich. Sehen Sie, man mag meinen Werth so hoch oder so niedrig anschlagen wie man will, aber in der ganzen Welt werden Sie feinen Menschen wiederfinden, der ein Beefsteat herzustellen versteht wie ich. Sehen Sie, ein prächtiges Stud Fleisch habe ich hier, da ist der Ziegel auf der Flamme; rechts ein wenig angebrannt, links ein wenig " Nun, Olga, was ist es?" Schenke mir, bitte, einen Menschen, der solche Beefsteaks braten versteht." Und Alle lachten, wie sie lange nicht gelacht zu haben sich erinnern konnten, der Philosoph nicht am wenigsten. Die Dienstmänner hatten sich theilweise entfernt, einige blieben zur Dienstleistung zurück. Als aber die Boullion mit Muße getrunken war, stand auch schon das ganze Mahl vollständig da, und nun legte der Philosoph in jede Tasse einen Louisd'or und bemerkte zu den Dienstmännern: eine frischgeschlachtete Lende, die mir der Koch im Hotel zurecht klopfen und schneiden mußte, und so war diese Angelegenheit am Schnellsten und Leichtesten besorgt." Sagen Sie mir doch einmal, Herr Mensch, was find Sie denn Ihres Beichens?" " Ich bin ein Philosoph." Ein Philosoph? Was ist denn das nun eigentlich?" Kopf über die Weltordnung, über Menschenbestimmung und " Ja, das ist schwer zu sagen. Wir zerbrechen uns den Menschenwerth, Unsterblichkeit, Seelenleben, Denkgesetze, gleich getauft, nehme sich Jeder von Ihnen eine Tasse mit Busammenhang der Wissenschaften sammt dem, was sonst " Ich habe in Rücksicht auf etwaige Schäden die Tassen über Wesen des Schönen in der Kunst, Geist der Geschichte, nach Hause und schenke sie seiner Frau, Geliebten oder dazu gehört und nicht dazu gehört, und wissen schließlich Schwester, Mutter oder Tante, es soll mir ganz egal sein. von allen diesen Dingen so viel als Andere, die sich nicht Und nun sputet Euch und verfahrt rückhaltslos mit Euren den Kopf hierüber zerbrochen haben." weiteren Vorräthen." Es muß das wohl ganz interessant sein?" " Und während nun einige talte Fleischspeisen der" Die Sache selbst ja, ganz selbstverständlich aber die hungrigen Gesellschaft aufgetischt wurden, zu denen sich Art und Weise, in der wir die Resultate dieses KopfWeingläser mit gelbem. oder rothem Inhalt gefellten, zerbrechens unseren Mitmenschen mittheilen, erscheint sehr schmorten auf dem kleinen Ofen Beefsteaks von Lende und bunkel, darum auch sehr langweilig, und ich möchte Ihnen bie neuen Kartoffeln des Jahres. nicht rathen, fich allzutief mit einem Philosophen einzu" Wenig mit Liebe," erklärte der Philosoph, ein lassen." hungriger Magen fann Alles vertragen." Er hatte sich einen Sessel neben das Sopha gerückt, auf welchem Olga Platz genommen, und fragte, nachdem das Hornquartett den Vortrag des russischen Volksliedes Schöne Minka, ich muß scheiden" beenbet: " Haben Sie mir denn nun Ihr Mißtrauen in aller Stille abgebeten?" " Ich hatte mir schon vorgenommen, Sie zu verab schieden, aber ich sehe, daß ich Ihnen Unrecht gethan. Sagen Aber dann würde ich doch an Ihrer Stelle das ganze Beug bei Seite lassen und an dessen Stelle Beefsteaks braten, da Sie dies so außerordentlich gut verstehen? " Das thu' ich auch, oder habe es vielmehr schon lange gethan." ( Fortsetzung folgt.) Für den Inhalt der Inserate überNeue Welt. Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. Himmelfahrtstag: nimmt die Redaktion dem Publikum Bon 4 b Concert u. Spezialitäten- Vorstellung. 4. gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 26. Mai. Opernhaus. Die Zauberflöte. Freitag: Carmen. Schauspielhaus. Fauft. Freitag: Das Buch Hiob. Die Philofophin. Meister Andrea. Berliner Theater. Dorf und Stadt. Freitag: Der Hüttenbefizer. Deutsches Theater. Das Urbild des Tartüffe. Freitag: College Crempton. Leffing- Theater. Die Großstadtluft Freitag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Firma Rondinot. Freitag: Dieselbe Borstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Die Ulanen. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Freitag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Der Günftling. Freitag: Dieselbe Borstellung. Nachm. ab: Gürtel- Ringkampf der amerik. Athleten Milton. Geschw. de Pontelli. Alb. Kalbhenn, Kunstradfahrer. Miss Harry, Verwandlungs- Künstlerin. Achtung! I Berliner Reichstags- Wahlkreis ( Osten). 392/3 Diejenigen Genossen, welche noch nicht mit den Billets vom 1. Mai 225b abgerechnet haben, werden ersucht, umgehend dies zu thun, widrigenfalls fie Das Komiter. Monstre- Brillant- Feuerwerk der Runftfeuerwerter veröffentlicht werden. Leichnitz& Bau. Bal- champêtre. Puppentheater. Volksbelustigungen. Entree 25 Pfg. Billets im Vorverkauf 20 Pfg. Th. Keller's Hofjäger, Fachverein der Tischler. Hasenhaide, Sonnabend, den 28. Mai, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 79. Versammlung. Ecke. Bergmann- StraßenHente, Donnerstag( Himmelfahrtstag), den 26. Mai 1892: Grosses Garten- Konzert. Sm großen Gaale: Ball. Eröffnung des Marionetten- Theaters: Große Vorstellung. Volksbelustigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf.( im Vorverkauf 10 PL.) A. Frölich. Schloss Zum Sternecker. Weissensee. I. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Türk über Hervorbringung und Vertheilung der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 412/19 Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. gr. Land- Wasserfeuerwerk Zentralverband deutscher Maurer Abgebrannt von den Kunstfeuerwerkern u. Pyrotechnikern Herrn Paul Zeidler und Ad. Bock in 3 Abtheilungen: 1. Abth.: Land- Feuerwerk; 2. Abth.: Wasser- Feuerwerk; 3. Abth.: Kriegs- Feuerwerk. Fontaine Lumineuse. Illumination. 1. Kroll's Theater. Die Maccabäer. Concert Dragoner- Reg. Ball. Volksbelustigungen. Freitag: Martha. Oftend- Theater. von Berlin. Die Rellnerinnen Freitag: Dieselbe Borstellung. Feenpalaft. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg) Donnerstag, den 26. Mai: Grosse 2472 L ACTIEN- BRAUERE Anfang des Concerts 4 Uhr. Entree 50 Pf., vorher 40 Pf. Bom 5.- 21. Juni, vor dem Schloß u. im Trianon: FRIEDRICHSHAIN AktienDresdener Vogelwiese. Rud. Sternecker. Unserm Artistenbruder Herrn Franz Schatte zu seinem heutigen WiegenBrauerei feste ein donnerndes Hoch! Friedrichshain am Rönigsthor. Heute, Donnerstag: Grosses InstrumentalKonzert W. Böhme. Anfang 42 Uhr. Eintritt 30 ff. Eröffnungs- Vorstellung. Rinber frei. Brogramm unentgeltlich. 1. Hermann und Dorothea, Posse 2296 Zahlstelle I Berlin( Putzer). Sonntag, den 29. Mai, Vorm. Il Uhr, Dresdenerstrasse 96 1 Versammlung Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Entgegennahme von Anträgen zum nächsten Verbandstag. 3. Berschiedenes und Fragekasten. 482/1 Der Bevollmächtigte. Hüte Arbeiter Kontrollmarken mit aus der Genossenschafts- Hutfabrik Cravatten Artiſtenverein„ Einigkeit".Kragen u. Manchetten Unserem tapferen Genossen Albert Knapp 239b Handschuhe empfiehlt in zu seinem heutigen Wiegenfeste ein brei 2461L maliges Hoch, daß die halben Tonnen in seiner Kneipe' rum tanzen und ben Strohhüte Sonnen- und RegenShirme, Spazierstöde reicher Auswahl Keller- Denunzianten die Knochen wackeln G. Gottmann, Große Frankfurterstr. 130 Dein alter Stamm, die immer pumpen. Bekanntmachung. E. Demain, 2477 L 5, Bismarckstraße 5. am Dftend. Theater. Adlershof, In der am 21. Mai ds. Js. Statt: Freunden und Genossen empfehle mein Lager von Cigarren u. Tabaken etc. gehabten Sigung des Waaren- Verkaufsmit Gesang in 1 Akt von D. Gtablissement ,, Oftbahn- Park" Gtablissement ,, Oftbahn- Park Bereins ist beschlossen worden, die Kalisch und E. Weirauch. 71 Rüdersdorferstraße 71 2. Zwölf Mädchen in Uniform, Vaudeville- Burleske in 1 Akt von Donnerstag, den 26. Mai 1892: L. Angely. 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Die Uebergabe der Zentral- Arbeitsbörse an die Pariser Arbeitersyndikate, die fich bis heute schon auf 230 vermehrt haben, ist nun endlich erfolgt. Am 22. Mai Nachmittags wurde dieselbe Dom Präsidenten des Pariser Stadtraths, Herrn Santon, den vertretenen Pariser Syndikaten übergeben. Die Theilnahme an dieser Feier war eine großartige. Etwa 3000 Einladungen waren dazu ergangen; ein jedes Syndikat hatte für seine Mitglieder mindestens 10 Karten empfangen; die übrigen Karten waren an die Vertreter der Presse vertheilt worden. Das Bureau des Etadtraths hatte seinerseits an Abgeordnete und Senatoren Einladungen ergehen lassen. Trotz der Größe des Eaales, in welchem die Feier stattfand, war Alles bis auf den letzten Platz besetzt. Auf der Tribüne hatten eine Anzahl Abgeordnete und der Senator Goblet Plaz genommen. Der Pariser Stadtrath war durch viele seiner Mitglieder vertreten. An Delegirten aus der Provinz waren auch eine Anzahl erschienen, ebenso war auch der holländische Genosse Domela Nieuwenhuis anwesend. Der Beginn der Feier war auf 2 Uhr festgesetzt worden, indessen begann Herr Santon seine Ansprache erst um 234 Uhr. Er sagte: Meine Damen, meine Herren! Den 3. Februar 1887 fagte Ihnen der damalige Präsident des Stadtrathes, Herr Mesureur, gelegentlich der Einweihung der Filiale der Rue Jean- Jaques- Rousseau:" Das, was wir heute einweihen, das ist das Prinzip selbst der Arbeitsbörse." Länder anknüpfen werden, dazu beitragen wird, eines Tages den Weltfrieden herbeizuführen. Bürger, Delegirte der Arbeiterkorporationen! Die Arbeitsbörse, mit den ausschließlichen Mitteln der Stadt Paris errichtet, ist und muß eine wesentlich kommunale Institution bleiben. Rann denn aber ernstlich von einer„ taftenweisen Leitung" meinwesen, wo alle Beamte vom Volte gewählt werden? Ist zu befürchten, daß in der sozialistischen Gesellschaft, wo es feine Beschränkung des Vereinigungsrechtes, der Rede- und Druckfreiheit giebt, wo unentgeltlich durch vom Volk gewählte Richter nach vom Volte beschlossenen Gesetzen Recht gesprochen Die Uebereinstimmung, welche gegenwärtig zwischen Ihnen wird, der Arbeiter„ kein Mittel und keinen Schuh" finden würde, und den Gewählten der Pariser Bevölkerung besteht, wird sich wenn er seinen Güterantheil zu gering oder die Arbeit für sich fortfehen, und der Stadtrath wird Sie mit der ganzen Mithilfe ungeeignet" findet? Man mag noch so abergläubisch sein, an unterstützen. solche Märchen kann man nicht glauben! Aber das BeamtenIndem wir uns die Einen und die Andern, ein Jeder in heer im sozialistischen Staat"? Nun! Es wird in der soziaseiner Sphäre, der Verbesserung unseres aktuellen sozialen Bu- listisch organisirten Gesellschaft nicht mehr, sondern viel weniger standes widmen, werden wir gemeinsam an der Ausarbeitung der Beamte geben als in der heutigen. Demokratie und zum Nutzen der Republik arbeiten." Abgesehen von einigen Unterbrechungen im Anfange, wurde die Rede lebhaft begrüßt. Im Namen der Exekutivkommission verlas das älteste Mitglied derselben, der Bürger Gilles, die Antwortsrede, deren Uebersetzung wir ebenfalls folgen lassen: An den Herrn Präsidenten des Stadtrathes, " An die Herren Stadträthe von Paris. Meine Herren! Man zähle nur die vielen Tausende von Staatsbeamten, Offizieren, Kommunalbeamten, Beamte des Privat- Versicherungswesens, Lehrer, Professoren, Geistliche, Polizisten, Fabritbeamte, Werkmeister, Aufseher u. f. w. zusammen und man wird finden, daß in der heutigen Gesellschaft auf 10-12, Dienende" mindestens immer ein Vorgesetter" tommt. Schlimmer fann es in einem sozialistischen Gemeinwesen in keinem Fall werden. Die selbstthätige Gütervertheilung" äußert sich in der jetzigen Gesellschaft in der vollständigen Enteignung der großen VoltsIm Namen der Verwaltungskommission der Arbeitsbörse masse durch etliche Tausend Kapitalmagnaten, die Regelung der und im Namen der Pariser Arbeitersyndikate danken wir Ihnen Produktion" in den immer intensiver auftretenden, in immer fürzeren für die Uebergabe dieser Zentralbörse, deren Eröffnung seit so Zwischenräumen wiederkehrenden Geschäftskrisen; Erscheinungen, langer Zeit von den Pariser Arbeitern erwartet wurde. die bei Ausschluß des Privateigenthums an Arbeitsmitteln und Indem wir Besitz von dem Monument ergreifen, welches planmäßig geregelter Produktion nicht mehr zu Tage treten würunserer Wachsamkeit anvertraut ist, sind wir uns der Ver- den. Aufgabe der Gesellschaft, Zweck der Kulturbestrebungen antwortung wohl bewußt, welche wir auf uns nehmen, indessen der Menschen sollte es doch sein, Einrichtungen zu treffen, Es gehörten fünf Jahre dazu, bis daß diese Auffassung zur haben wir die fefte Ueberzeugung, daß wir uns auf der Höhe die das größtmögliche Wohlergehen Aller sichern. Die jeßigen Wirklichkeit wurde; indessen ist die Zeit teine verlorene gewesen, der Aufgabe, die uns zufällt, zeigen werden, denn wir werden Bustände auf ihren Werth zu prüfen, deren Mängel hervorzuda die gemachte Erfahrung es erlaubt hat, die Regeln fest- fortwährend nur das Ziel haben, uns einzig von den Gedanken heben, müßten sich demnach Alle zur Aufgabe machen, die es zustellen, nach welchen die Zentralbörse und ihre Filialen zu der moralischen und materiellen Verbesserung der Arbeiter leiten ehrlich mit der Gesellschaft meinen, die nicht ihre Privatinteressen funktioniren haben. Der Stadtrath hat nach reiflicher Prüfung erkannt, daß den zu lassen, und wir zählen auf die Unterstützung des Stadtrathes. über die Interessen der Gesammtheit stellen. Sie fennen, wie wir, meine Herren, die so bemerkenswerthen Statt dessen verschließt man die Augen gegen die entsetzlichen Syndikaten( Gewerkschaften) und korporativen Gruppen, unter großen Fortschritte, welche wir seit der Gröffnung der Filiale A Zustände in der Gegenwart und übt Kritik an dem zukünftigen der Verantwortung ihrer Delegirten, die Leitung und die Regelung gemacht haben, die erst seit 1887 datirt. Nun, dieser Fortschritt Gesellschaftsbau, von dem vorläufig Nichts vorhanden ist, als der Arbeiten, welche die neue Institution mit sich bringt, zu über- wird ein immer stärkerer, denn wenn der Stadtrath 1887 die das Material. Das ist die Taktik aller Gegner des Sozialismus lassen sei. Filiale 40 Syndikaten oder korporativen Gruppen übergeben auch Spencer's." fonnte, so sind es jetzt 230 organisirte Syndikate und korporative Gruppen, die mehr als 200 000 Arbeiter repräsentiren, welchen den Stadtrath im Jahre 1892 diese Zentral- Arbeitsbörse übergiebt. Sie selbst, Sie haben sich für die Führung vorbereitet, die Ihnen anvertraut werden wird, und Sie haben auch die Klugheit besessen, mit gewissen Rivalitäten zwischen den Schulen zu endigen, die sich in der Verwaltung der Börse nicht verewigen konnten, ohne deren Existenz zu gefährden. Hierauf geht der Redner zur technischen Herstellung der Arbeitsbörse über und drückt dem Architekten des Monumentes feine größte Anerkennung aus. Redner ergeht sich hierauf auch in interessanten Ausführungen über die innere Einrichtung des Gebäudes. Fortfahrend erwähnt er, daß mit den Arbeiten der Börse unter dem Ministerium Floquet begonnen wurde, welcher der Sache der Arbeiter treu geblieben sei( lebhafte Proteste im ganzen Saale) und daß zu dieser Zeit die Stadt Paris ermächtigt worden war, in ihren Lieferungskontrakten die durch den Stadtrath angenommenen Arbeitsbedingungen vorzuschreiben, d. h. den neunstündigen Arbeitstag, einen Ruhetag per Woche, ein Lohnminimum und die Beseitigung der Zwischenunternehmer ( Ausbeutung des Arbeiters durch den Arbeiter). Unter diesen Bedingungen sind die großen Arbeiten vergeben worden, alle anderen Arbeiten wurden in Regie oder von ArbeiterAssoziationen ausgeführt. Bei dieser Gelegenheit erkennt der Redner das Gute dieser Arbeitsbedingungen an, von denen man doch so viel Schlechtes gesagt hatte, daß sie sehr verderblich für die städtischen Finanzen feien; um so mehr sei er erfreut zu konstatiren, daß das Gegentheil der Fall sei. Sonst würde so häufig über die bewilligten Kredite hinausgegangen, während das bei diesem großen Bau nicht der Fall sei; im Gegentheile, der Kredit wird nicht einmal ganz in Anspruch genommen werden. " * Polizeiliches, Gerichtliches. # P M Es ist geradezu schändlich, schreibt man der Budapester Arbeiterpreffe" aus Rosenberg, was sich im In Gegenwart dieses Resultates, welches sich in der Zukunft Rechtsstaate" Ungarn die Organe der Ordnung und nur noch steigern kann, wird der Pariser Stadtrath das in uns Sicherheit" ungestraft zu Schulden kommen lassen dürfen. Im gesetzte Vertrauen nicht zu bereuen haben und sind wir der Juli 1891 drang der Gendarmerie Postenführer Noe mit Ueberzeugung, daß derselbe den Pariser Arbeitern gegenüber, noch drei Kumpanen in Lipto Sat. Miflos zur Nachtzeit deren Arbeit den Reichthum der Stadt ausmacht, nicht mit den in die Wohnungen der Arbeiter Engelbert Zimmermann nothwendigen Mitteln geizen wird, um denselben in ihrem und Karl Richter, die verschlossenen Thüren aufbrechend. sozialen Emanzipationskampf behilflich zu sein. Bemerkt sei, daß Noe nicht in Dienst war. Den Arbeiter ZimmerSie wissen wie wir, meine Herren, daß einer der Haupt- mann mißhandelte die mit Säbel und Knütteln bewaffnete Bande, sächlichsten Zwecke, welche wir verfolgen, die unentgeltliche Unter- Noe würgte ihn und erst auf das anhaltende Jammergeſchrei von bringung aller Arbeiter ist; Sie wissen, daß wir diese infamen Zimmermann's Frau und Kindern ließ der Unhold endlich Stellenvermittelungs- Agenturen beseitigen wollen, welche die den Mann los; hierauf begaben sich die Kerle zur Wohnung Arbeiter ausbeuten und prellen, und deren Bestand und Bei- Karl Richter's, erbrachen die Thüre, umringten den Ueberbehaltung eine Schande ist für die französische Demokratie. Die raschten Die raschten, dem sie nun das Hemd vom Leibe rissen und bis heute erzielten Resultate erlauben uns zu hoffen, daß diese ihn mißhandelten. Sodann gingen fie ins Nebenzimmer unwürdigen polizeilichen Agenturen in einer sehr nahen Zeit be- wo vier bei Richter wohnende Arbeiter schliefen, prügelten die feitigt sein werden. Sie sehen daraus, meine Herren, welchen Antheil die Institution der Arbeitsbörse an der Befreiung der Arbeiter hat. Indeffen genügt es nicht, die Börse nur zu gründen, es ist auch nothwendig, ihr die Mittel zu geben, damit sie leben könne, und es wird sich nach den Hilfsmitteln richten, welche Sie zu unserer Verfügung stellen werden, ob sie eine nüßliche oder mangelhafte Institution werden wird; dieses Resultat wird erst dann erreicht werden, wenn den ständigen Sekretären der Syndikate, welche die Arbeitsvermittelung für ihre Mitglieder beforgen, spezielle Kredite bewilligt werden. der felben wie wüthend, wobei einer von ihnen, Namens Vinzenz Winkler derart zugerichtet wurde, daß er achtundzwanzig Wochen hindurch arbeitsunfähig war und unter ärztlicher Behandlung stand. Winkler mußte infolge der erlittenen Mißhandlungen dreimal operirt werden, ist erst seit Mitte März d. J. wieder im Stande, tagsüber einige Stunden zu arbeiten und ist für zeitlebens zum Krüppel geworden. Aus welchem Grunde die Strolche ihre Heldenthat" auss führten, ist bis heute nicht bekannt. Die drei Mitschuldigen des Gebarmen Noe heißen: Peter Sokol, Ladisl. Sokol und Karl Karger. Am andern Tage tam der Noe zu Richter, um sich zu entschuldigen; er erhielt aur Antwort, daß die Anzeige gegen „ Es ist dieses ein Beispiel, welches veröffentlicht zu werden In den Streitigteiten zwischen den Arbeitern und ihn erstattet werde, worauf noch 3 Gendarmen tamen, ververdient." Redner fährt dann fort: Heute beginnt Ihre Rolle. dem Unternehmerthum wird die Arbeitsbörse zum Besten der mutblich, um Richter einzuschüchtern. Derselbe machte Ihnen wird es obliegen, die regelmäßige Funktionirung der Interessen eines Jeden zu entscheiden haben. indeß beim Stuhlrichter die Strafanzeige. Der Stuhlrichter Zentral- Arbeitsbörse und ihrer jezigen Filiale zu sichern, es so Die Verwaltung wird auch eine genaue und begründete jedoch suchte einen Ausgleich herbeizuführen! Sodann ruhte die einzurichten, daß die neue Institution den Arbeitern diejenigen Statistit vom torporativen und Arbeiterstandpunkte zu liefern ganze Angelegenheit, bis die Mißhandelten der StaatsanwaltVortheile verschafft, welche sie das Recht haben zu erhoffen. haben, außerdem haben wir die Absicht eine Bibliothek schaft in Rosenberg einen schriftlichen Strafantrag einreichten. Wir werden glücklich sein, Ihren Bemühungen zu folgen, wenn zu gründen, die aus Arbeiten zusammengesett ist, welche Sozial- Trotz aller dieser frechen Gewaltthätigkeiten war wir Kenntniß von den halbjährlichen Berichten nehmen werden, die Dekonomie und die Technik behandeln, in welchen die Arbeiter Gendarmerie- Postenführer Noe noch längere Zeit hier Sie uns über die allgemeine Lage der Börse zukommen lassen ihre Rechte und Pflichten kennen lernen werden. stationirt und blieb unbehelligt, bis er endlich eines werden. Sie sehen aus dieser Aufführung, daß die Mittel, welche die Tages verschwand. Am 5. April sollte vor dem hiesigen StrafDas zu erreichende Biel ist ein hohes. Mein früherer Stadtvertretung zu unserer Verfügung stellen wird, eine nüßliche gerichte die Verhandlung stattfinden; der Hauptschuldige ist indeß. Kollege, Herr Mesureur, ließ Ihnen dieses gelegentlich der Ein- Verwendung finden werden; denn wenn wir bedenken, daß die wie erwähnt, entflohen, und die Verhandlung wurde wegen Nichtweihung der Filiale der Rue Jean- Jaques- Rousseau durchblicken. Regierung der höheren Arbeits- Rommission eine Summe von erscheinen von Zeugen vertagt. Und während solche Organe über Er sagte damals: Wir haben nicht nur im Auge, der Aus- 58 000 Franken zur Verfügung gestellt hat, um eine Statistit im die Sicherheit und Ordnung wachen", während ein Stuhl beutung von Taufenden von Arbeitern durch die Stellen Sinne der Regierung zu machen, so sind unsere Mittel viel richter im Interesse eines solchen Missethäters einen Ausgleich" vermittlungs- Bureaus ein Ende zu machen, obgleich dies schon geringer, um eine viel größere und gewiß viel nüglichere Arbeit proponirt, streiten die sogenannten„ Boltsvertreter" im Parlament allein genügt hätte unser Wert zu rechtfertigen. Wir haben zu verrichten. über die schwarzgelben Säbelquasten der Gendarmen! Aber weiter hingezielt. Alle sozialen Kräfte find organisirt; der Sie sehen alfo, meine Herren, daß die Arbeitsbörse keine dafür findet sich kein Abgeordneter, um die an dem uniformirten Kredit hat seine Märkte in der ganzen Welt, der Handel seine unnüße Juftitution sein wird, denn diefelbe wird viel zur Ent- Einbrecher geübte Nachsicht vor der Dessentlichkeit zu brandmarken Börsen, seine Kammern, seine Tribunale; die Arbeit, ursprüng- wickelung und zur Befreiung der Arbeiter beitragen. und energisch Abhilfe zu fordern. Die Opfer der Bestialität liche Quelle alles Reichthums, hat taum, in Form von Syndikaten, Bevor wir schließen, halten wir uns für verpflichtet, zu er waren ja" nur" Arbeiter. Ja, wenn e? Mitglieder der besitzeneinen Anfang von gefeßlicher Gristenz erobert; wir geben ihr die klären, daß alle einig darüber sind und die schöne Konstruktion den Klasse gewesen wären! Fähigkeit, diese Existenz zu bekräftigen, indem dieselbe in allen und die ausgezeichnete Einrichtung dieser Arbeitsbörse anzuBerufen wirkliche gewerkschaftliche Vereinigungen und Verbände erkennen, welche so gut den Bedürfnissen der Arbeiter entspricht tonstituirt und zwar ohne Unterschied der sozialistischen Schulen und wir halten uns verpflichtet, dem eminenten Architekten, Herrn oder der Meinungen." Bouvard, wie auch seinen Mitarbeitern, hier Allen unseren Dank auszudrücken." " Dieses Programm ist das unsrige geblieben; ich erlaube mir zu hoffen, daß es stets das Ihrige sein wird. Um es zu rcalisiren, werden Sie im Anfange einige Schwierigkeiten zu überwinden haben, da sich die Jutereffen- Gruppirungen erst mit der Zeit vollziehen; und zu diesem Zwecke hat der Stadtrath eine bedeutende Subvention zu Ihrer Verfügung gestellt, um so der gewerkschaftlichen Bewegung einen allgemeinen Anstoß zu geben. ( Schluß folgt.) Parteinachrichten. Ans der sozialdemokratischen Presse. In einer Polemik gegen den englischen Schriftsteller Herbert Spencer, welcher vor dem sozialistischen Zwangsstaat" mit den üblichen Argumenten warnt, sagt die Fränkische Tagespost": " " Lokales. " Die Arbeitslosigkeit in Berlin hat trotz des Eintritts der wärmeren Jahreszeit nur um ein Weniges abgenommen. Die Baulust ist eine viel geringere wie in früheren Jahren und des. halb sind eine große Menge von Bauhandwerkern ohne Verdienst. Es ist auch kaum anzunehmen, daß sich diese Verhältnisse bessern, je mehr wir uns dem Sommer nähern. Der Abgang Berliner Arbeiter nach der Provinz ist ein nur mäßiger, die Löhne sind dort derart heruntergedrückt, daß die ganze verfl. Bedürfnißlosigkeit des ländlichen Arbeiters dazu gehört, um davon seine Existenz fristen zu können. In Berlin bietet sich zudem noch eher Arbeitsgelegenheit und deshalb bleiben die Arbeitslosen lieber Der Stadtrath wird Ihnen seine Mithilfe nicht versagen, feien Sie überzeugt davon, sagen Sie sich aber auch zur gleichen Beit, daß Sie sich vor Allem hüten müssen, was Sie zum Funktionarismus( bureaukratischen Beamtenthum) führen kann. einer der Wunden unseres sozialen Zustandes. Die Arbeitergruppen werden erst an dem Tage wirklich konstituirt sein, wo fie mit ihren eigenen Mitteln funttioniren fönnen, ohne daß ihr Wohl von mehr oder weniger reichlichen Subventionen abhängt, Wenn alle schlimmen Prophezeiungen der Zukunftsmusiker hier und schlagen sich durch, so gut es eben gehen will, die ihnen bewilligt werden fönnen. eintreffen würden, die große Masse des Volkes fönnte in der als daß sie sich in der Provinz für einen Hungerlohn die Seele Dieser Tag wird kommen und ich habe die feste Hoffnung, sozialistischen Gesellschaft nicht abhängiger sein, als in der aus dem Leibe arbeiteten. Wenn freilich in Berlin eine Arbeitsdaß die französischen Arbeitertorporationen in ihrem Ganzen den tapitalistischen Welt und hätte immer noch den Vortheil, daß bei gelegenheit sich zeigt, dann ist das Angebot geradezu enorm. mächtigen ausländischen Korporationen, die ihre Stärke nur sich Heranziehung aller Produktionsfähigen, systematisch durchgeführtem Man lese nur folgende Notiz: selbst verdanken, ebenbürtig sein werden. Großbetrieb und allgemeiner Benütung der vollkommenſten tech- Im Belagerungszustande befand sich am Freitag Hierauf dankt der Präsident den zahlreichen Anwesenden, den nischen Hilfsmittel, sowie vernunftgemäßer Organisation des Vormittag das Haus Schloßplatz 7. In einem hiesigen Blatte Delegirten von Paris und den Provinzen für ihr Erscheinen, im Stoffwechsel des sozialen Körpers die Bedürfnisse der Gesellschaft hatte ein dort wohnender Damenkonfektionär angezeigt, daß ArbeitBesonderen erwähnt er die Anwesenheit des Abgeordneten sicher in der Hälfte der jetzt nothwendigen Arbeitszeit befriedigt fuchende( Männer, Frauen und Kinder) zur Anfertigung und zum Mesureur. Ebenso dankt er auch der großen Anzahl von Ver- werden könnten. Eine weit bessere Lebenshaltung, ein höherer Vertrieb eines Massenartikels gesucht würden, und war das tretern der Presse für ihr Anwesenheit, durch welche die Nach- Antheil an allen Genußmitteln, ein ungleich größeres Wohl- Haus von der Straße bis zum Boden dicht be= Mehr als durch alle Kundgebungen konnte man hier richt von der heutigen Feier in der ganzen Welt verbreitet würde. behagen bei ungleich fürzerer und förperlich weniger anstrengender la gert. Er schließt, an die Delegirten der Börse sich wendend: Dieses Arbeit ist das Mindeste, was bei sozialistischer Organisation der die herrschende Arbeitslosigkeit beleuchtet finden. tommunale Gebäude ist von heute ab das Ihrige. Arbeit dem Wolfe in Aussicht steht. Wäre die sozialistische Daß die Anfertigung und der Vertrieb eines Massenartikels" Im Namen der Stadt Paris übergebe ich Ihnen diese Gesellschaft wirklich jene Zwangsinstitution, wie sie die nicht geeignet sein kann, Reichthümer zu sammeln, liegt auf der Sentral- Arbeitsbörse mit dem Bertrauen, daß sie in Ihren Mammonspriester schildern, sie hätte troydem noch tausend Vor- Hand, und trotzdem war das Haus von der Straße bis zum Boden dicht belagert". Denselben Erfolg wird jedes Inserat erHänden ein Werkzeug der sozialen Beruhigung sein wird, welches, züge vor der modernen Gesellschaft. zielen, gleich viel ob es Arbeitsuchende für Maffen- oder andere schule in der Eberswalderstraße fragte eines Tages während nach der dortigen Zeichenhalle geschafft, woselbst der Selbstmörder Artikel begehrt. Daß unter solchen Umständen der Herbst und des Klaffenunterrichts seine Böglinge, welche ihrer Väter den eingefargt und begraben wurde. Nunmehr ist gegen den MarWinter wieder traurige Zeiten bringen muß, liegt auf der Hand. Berliner Zotal- Anzeiger" lesen und ließ die be- quardt eine Denunziation eingelaufen, wonach dieser die Leiche Es wird dann kaum mehr möglich sein, einen" Nothstand" ab- treffenden Kinder aufstehen. Ach, es waren ihrer nur wenige! bei der Einfargung bis auf das Hemb ausgeplündert und die zuleugnen, selbst wenn man der deutsch- freisinnigste der deutsch- Als er nun das Kind des gedachten Genossen, welches sitzen ge- Kleidungsstücke, wie Zeugen gesehen haben wollen, in einem freifinnigen Stadtverordneten- Majorität ist. Dann beginnt für glieben war, fragte, welche Zeitung sein Bater lese, und zur Bündel davongetragen habe. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft die städtischen Kollegien wieder eine schlimme Zeit. Auf der Antwort erhielt:" Den Vorwärts"!", da hatte der Herr wurde die Leiche erhumirt und es stellte sich in der That heraus, einen Seite die noch vermehrte Masse des Proletariats, auf der Lehrer nur Worte" der Mißbilligung, die geeignet waren, das daß die Kleidungsstücke fehlten und die Leiche nackt im Sarge andern das Knierutschen vor dem Begasbrunnen, helfe sich, Sind in seinen Gefühlen zu verletzen. Mit Recht war die Ber- lag. Da M. schon seit längerer Zeit die Einfargung unbekannter fammlung über eine solche Einmischung in die privaten Ver- Todter besorgt, so ist der Berdacht rege geworden, daß der AnSchule und Haus und Familie in dem Herzen von Kindern ent- infolge deffen noch mehrere Exhumirungen von solchen Leichen hältnisse, über eine solche Erzeugung von Zwiespalt zwischen geschuldigte die Leichenräuberei gewerbsmäßig betreibt und werden rüftet, und wenn schließlich auch davon Abstand genommen nöthig sein. M. selbst behauptet, daß der betreffende Todte erst wurde, beschwerdeführend gegen den Herrn Lehrer vorzugehen, so im Grabe beraubt worden sei. verdient ein derartiger Uebergriff doch mindestens öffentlich gerügt zu werden. wer fann! " " Polizeibericht. Am 24. d. Mi3. Nachmittags wurde ein Almofenempfänger in seiner Wohnung in der Naunynstraße erWeltausstellung. Zur Gewinnung des Entwurfs eines hängt vorgefunden. Auf dem Bahnhof Alexanderplaß fiel eine allgemeinen Lageplanes für eine in Berlin zu veranstaltende Welt- Frau von der zum Bahnsteig führenden Treppe und erlitt eine ausstellung schreibt, wie das Zentr.- Bl. d. Bauv." mittheilt, der schwere Verletzung am Knie.-In einer Schankwirthschaft in Architektenverein in Berlin unter seinen Mitgliedern eine Preis- der Elsasserstraße brachte sich ein Handlungsgehilfe mittels Rebewerbung aus. Für die geplante Weltausstellung soll ein paffen- volvers einen Schuß in die Schläfe bei und mußte nach der des Gelände in thunlichster Nähe der Stadt empfohlen und seine Charitee gebracht werden.- In der Nacht vom 25. b. Mts. verBrauchbarkeit durch den Entwurf eines allgemeinen Lageplanes fuchte eine unbekannte, etwa 25jährige Frauensperson auf dem fowie durch Darlegung der vorhandenen und weiter anzulegenden Luifenplatz sich mittels Aether zu vergiften. Sie wurde bewußtlos Berkehrsmittel nachgewiesen werden. Für den Umfang des Ge- nach der Charitee gebracht. ländes und für die Größe der Ausstellungs- Baulichkeiten werden bestimmte Forderungen nicht gestellt. Es bleibt vielmehr den Bewerbern überlassen, nach Maßgabe der bei den bisherigen Weltausstellungen gemachten Erfahrungen das Bedürfniß für eine Berliner Weltausstellung zu erwägen und in einer Denkschrift näher zu begründen. Zur Preisvertheilung, welche durch die beiden Beurtheilungsausschüsse des Vereins in Gemeinschaft erfolgt, stehen 500 M. zur Verfügung. Die Entwürfe sind bis Montag, 5. September d. J., Nachmittags 2 Uhr, an den Architektenverein einzureichen. Gerichts- Beitung. Dem Volfe die Kunft zugänglich zu machen, hätte die Bourgeoisie, wenn man ihren großfprecherischen Versicherungen glauben wollte, fich von jeher mit Eifer bemüht, aber wenn man das Verhältniß, in welchem fie felber zur Kunst steht, näher betrachtet, dann muß man billig daran zweifeln, ob sie überhaupt zu dieser Mission berechtigt und befähigt ist. Im Umgange mit der Bourgeoisie hat die Kunst ihre jungfräuliche Reinheit längst eingebüßt und ist zu einer feilen Dirne geworden, die sich, allen Schamgefühles bar, prostituirt. An dieser Kunst" hat die Bourgeoisie ihr Behagen, und die Bourgeoispresse nicht der feilen Dirne vertraulich zu und giebt mehr oder weniger deutlich zu verstehen, daß diefe gar keine so üble Freundin für das Volt abgeben würde. Zwei Proben mögen das Gefagte beleuchten. Im Oftend theater", das vorwiegend vom Kleinbürger besucht wird, hat man eine Boffe:" Die Kellnerinnen von Berlin" auf die Bretter gebracht, die die bitterernste Kellnerinnenfrage vom fomischen Standpunkte aus behandelt. Der Berliner Börsen- Courier" nennt das Stück eine„ Anhäufung von rohen Späßen und täppischer Albernheit", welche ungeheure Massen horrenden Blödsinns" enthalte, und bricht in scheinheilige Klagen darüber aus, daß das dicht gefüllte Haus das Stück mit Jubel aufgenommen habe, und daß das Ostend Theater" mit Vorliebe derartige Stücke bringe. Gerade dadurch verrohe der Geschmack und die Sitten liches Geständniß nicht immer zu deffen Ueberführung genügt, Daß ein von einem Angeklagten abgelegtes außergericht des Publikums, welche seine Kunstgenüsse hter beziehe. Als ob nicht der B. B.-E." derartigen Stücken, wenn sie sich auf den wenn das Geständniß vor dem Richter widerrufen wird, bewies von der Bourgeoisie besuchten Bühnen an das Lampenlicht Betreffe der Schwitzer" erhalten wir folgende Bufschrift: eine Verhandlung, welche kürzlich vor dem Schöffengericht statt. wagten, durch lobende Besprechungen stets mit zu den be: In der Sonntagnummer des„ Borwärts" befindet sich in einer fand. Der Kaufmann Pasch hatte am 1. Juni vorigen Jahres schämendsten Erfolgen verholfen hätte. Im Oftend- Theater" hat Notiz, welche das Zwischenmeister- System beleuchtet, folgender die Verwaltung einer Filiale eines Delikatessengeschäfts in Ahlman weiter nichts gethan, als den horrenden Blödsinn" aus Saz:" Es wurde den Zwischenmeistern der Vorwurf gemacht, wurde die Saison und damit auch die Filiale geschlossen. Bei beck für den Kaufmann Herker übernommen. Am 14. September dem Großbürgerlichen ins Kleinbürgerliche übersetzt. Aber selbst daß sie sich aus allen Ständen rekrutirten, die im Leben Schiff der Abrechnung machte Herker die Zahlung des für die ganze in dieser vergröberten Form erfreut sich die" Anhäufung von bruch gelitten hätten. Dieser Vorwurf allein, dessen Berechtigung Beit rückständigen Gehaltes von der Bedingung abhängig, daß rohen Späßen und täppischer Albernheit" immer noch des troß sicherlich sehr anzuzweifeln ist u. f. w." aller Entrüstung doch unverkennbaren Wohlwollens des Gestatten Sie mir hierauf folgendes Thatsächliche. In der zunächst die dem Pasch gehörigen Sachen einer UnterGin herbeigerufener WachtB. B.-C." Das Ohrfeigenblatt hängt nämlich seiner abfälligen betreffenden Bersammlung der Mantelnäherinnen, Bügler und fuchung unterworfen wurden. Besprechung noch mit faunischem Lächeln den Saz an: Da die Stepper habe ich eine derartige Behauptung aufgestellt und führe meister fand unter den Sachen baares Geld in Höhe von Direktion noch einen Posten Bademäntel lagern hatte, so läßt Folgendes als Beweis an: In der Liezmannstraße wohnt ein 130 M. Dem Basch wurde der Diebstahl auf den Kopf zugefagt 187 Mart und zwei Postscheine über nach Berlin gesandte sie übrigens in einem Bilde eine Anzahl junger, hübsch ehemaliger Hausknecht, der jetzt Schwitzer ist; in der Wrangel- und nachdem er längere Zeit geleugnet, geftand er unter Thränen 130 M. Dem Basch wurde der Diebstahl auf den Kopf zugefagt gewachsener Mädchen in fnappen Bade Anzügen auf- straße betreibt ein Bigarrenhändler dasselbe Geschäft; ferner marfchiren." Um dieser knappen Bade- Anzüge willen so wohnt in derselben Straße ein ehemaliger„ Sattlermeister", der zu, daß er in mindestens 50 Fällen Beträge von 50 Pfg. bis hat man das gefchickt angebrachte übrigens" zu deuten- ver- jest Schwizmeister in der Mäntelfonfektion ist. Dieser war 1 M. aus der Kaffe entwendet und zu Geschenken im Berkehr warm. dient das Stück immerhin, daß es angesehen wird. Eine Ver- querst Sattler, wurde dann Zwischenmeister in der Mäntel mit Damen verbraucht habe. Die bei Basch gefundenen 187. rohung des Geschmackes und der guten Sitten ist von dem Auf- konfektion, darauf Droschkentutscher und hat sich jetzt wieder dem behielt Herker an fich. Der Angeklagte Basch leugnete im Termine marsch der jungen, hübschgewachsenen Mädchen nicht zu be- Schwitzsystem zugewandt; jedenfalls ein Beweis, daß es ein ein- mit aller Entschiedenheit, irgendwelche Beruntreuungen begangen zu fürchten, da bas„ Ostend- Theater" diese Ausstattungszugabe aus trägliches Geschäft ist. In der Wallnertheater- Straße wohnt ein haben, der Wachtmeister muffe feine Auslaffungen falsch aufgefaßt haben. Der Beamte bekundete dagegen, daß ein Frrthum dem in Börsentreifen so beliebten Adolf- Ernst- Theater" entlehnt ehemaliger Klempner, welcher jetzt dasselbe Geschäft führt, in hat. Dem Urtheil des B. B.-G." schließt sich die Extreme der Behrenstraße hat sich ein ehemaliger Raufmann als feinerseits über den Inhalt des Geständnisses völlig aus berühren sich die antisemitische Staatsbürger- Zeitung" an. Bwischenmeister niedergelassen und betreibt das Geschäft mußte auf Befragen des Bertheidigers, Rechtsanwalt Dr. Haase, geschlossen sei. Der Hauptbelastungszeuge, Kaufmann Herter, Durch ihre Besprechung des Etückes, in der sie ebenfalls ihr mit feiner Frau zusammen; besgleichen wohnt am Wohlwollen vergeblich hinter geheucheltem Tabel zu verbergen Kaiser Franz- Grenadierplatz ein ehemaliger Schlächtermeister, der sugeben, daß er die Strafanzeige erst erstattet habe, nachdem ihm sucht," animirt" fie ziemlich deutlich zum Besuch. Auch sie fon- feiner Beit einen großartigen Laden in der Kommandantenstraße die Ziviltlage des Angeklagten auf Rückzahlung der ein statirt mit behaglichem Schmunzeln, daß das Stück ein artiges hatte; jekt ist er ebenfalls Zwischenmeister in der Mäntel behaltenen 187 Mart zugestellt worden war, und daß er, wenn Ballet furzgeschürzter Nymphen", eine Schaar à la Niniche fonfettion und lebt von der Ausbeutung seiner Arbeiterinnen. eine solche Zivilflage nicht gekommen wäre, den Angeklagten auch badender Kellnerinnen" u. s. w. enthält. Diese Fälle laffen sich noch beliebig vermehren. Das sind Alles nicht zur Anzeige gebracht haben würde. Dagegen würde er wohl Die Einzigen, auf die dieses traurige Machwert seine An- größtentheils Griftenzen, die, wie ich schon sagte, im Leben Schiff die 187 Mark für sich behalten haben, obwohl der von dem Anziehungskraft ausüben dürfte, sind wohl die Stammgäfte der bruch gelitten haben und sich dann als Zwischenmeister, ohne geflagten eingestandene Betrag der Beruntreuungen fich nur auf 50 Mart belaufe. Außerdem wurde noch ein Entlastungs Kellnerinnenfneipen, zu denen gerade die Leser des Berliner selbst zu arbeiten, von den Arbeitern ernähren lassen. Börsen Courier und der Staatsbürger- Zeitung" in holder Einbeweis dahin geführt, daß der Angeklagte bereits vor Antritt tracht ihr beträchtlich Kontingent stellen. Für diese Kreise ist Südost- Schule veranstalten heute an Stelle des Unterrichts eine daß dagegen der Zeuge Herter seine laufenden Verpflichtungen Arbeiter- Bildungsschule. Die Kommissionen der Süd- und feiner Stellung ein Vermögen von über 300 Mart besessen habe, folche Runft" gut genug. Das Volt wünscht damit verschont Südost- Schule zu bleiben, denn es hat andere, bessere Begriffe von Kunst. Partie nach Johannisthal( Restaurant Senftleben). Die aus- während der ganzen Zeit nicht erfüllt habe und sich beim Prägegebenen, noch nicht foupirten Billets zu der am vorigen Sonn- fentiren von Wechseln und Rechnungen mehrfach verleugnen Die Wohnungsverhältnisse für Arbeiter auf dem tag unternommenen Partie, welche durch das ungünstige Wetter ließ. Der Staatsanwalt fah feinen Grund ein, weshalb der Lande find bei größeren Arbeitsunternehmen meist unzureichend beeinträchtigt wurde, haben Giltigkeit. Weiter sind Billets in Angeklagte sich wider besseres Wiffen zu einem Geständnisse vor und den Verhältnissen nicht entsprechend. Um das zu erkennen, den Schulen und bei den Kommissionsmitgliedern zu haben. Die dem Wachtmeister herbeigelaffen haben sollte, er hielt dies für ist es gar nicht nöthig, sich besonders weit von der Reichs- Abfahrt findet Mittags 1 Uhr 35 Minuten statt. ausreichend, um daraus auf die Schuld des Angeklagten hauptstadt zu entfernen. Denn innerhalb eines Umkreises von zu schließen und beantragte gegen denselben eine Gefängnißstrafe zwei Meilen außerhalb Berlins zeigt sich die Richtigkeit dieser maiwetter nicht zufrieden waren, seiso schreibt man der Geständniß nicht ausreiche, um den Angeklagten zu verurtheilen. Maifrost. Für alle Die, welche mit dem diesjährigen von 50 Tagen. Der Wertheidiger führte aus, daß das angebliche Behauptung in einer nur zu deutlichen Weise. Es ist ja jene. N."- zum Trost eine merkwürdige Begebenheit" aus dem Wenn angenommen werde, daß der Wachtmeister sich nicht irre, mai metter nicht zufrieden waren, sei denkwürdige Sigung der Stadtverordneten- Bersammlung bekannt, welche einen vorhandenen Nothstand in Berlin nicht erkennen Jahre 1705 mitgetheilt, welche Hilmar Curas, Königl. Preuß. so könne der Angeklagte sich wohl in so großer Erregung be wollte und die Klagen über vorhandenen Arbeitsmangel damit Geheimer Secretarius und des Kön. Joachimtahlischen Gymnasii funden haben, daß er nicht wußte, was er fagte. Das Zeugniß abweisen zu können glaubte, daß sie durch hervorragende Wort- Collega", in seiner 1722 erschienenen Einleitung zur Universal- des Herter tönne nicht maßgebend sein, da derselbe durch dies führer erklären ließ, wer arbeiten wolle, finde Gelegenheit dazu Historie" verzeichnet hat. Derselbe schreibt:„ Es fiel im Monath Strafverfahren eine gute Gelegenheit gefunden hätte, von seiner auf den neu in Angriff genommenen Rieselfeld- Anlagen". May( 25. und 26. Mai 1705) in Meißen, Pommern, Branden Verpflichtung zur Herausgabe der 187 m. befreit zu werden. Der Diese befinden sich in der Umgegend von Großbeeren, burg ein so ungewöhnlicher starker und tiefer Schnee, daß Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an und sprach den und es werden daselbst eine große Anzahl von solchen Arbeitern alle Bäume, weil sie schon breit Laub hatten, davon zerbrachen. Angeklagten frei. beschäftigt, die zu der in Frage kommenden Thätigkeit geeignet sind. Die schönen inden auf der Dorotheenstadt in " -" " Versuchen sich Andere dabei, so werden sie nach einigen Stunden Berlin waren so zerbrochen, daß man daselbst nicht geben welche gestern vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I tonnte." " Einen nuerwarteten Ausgang nahm eine Verhandlung, wieder entlaffen. Die Arbeiten sind von der Stadt Berlin an In Charlottenburg stehen nach polizeilichen Ermittelungen wegen Betrugs in zwei Fällen zu verantworten. Zu den Kunden stattfand. Der Pferdehändler Emil Hirschfeld hatte sich einige Unternehmer vergeben, die die Arbeiten in Großbeeren, Kleinbeeren, resp. Sputendorf- Schenkendorf ausführen lassen. Für zur Beit 1700 Wohnungen leer, 420 große, 534 mittlere und 816 des Angeklagten gehörte u. A. der erst 21jährige Privatier" das Gros der Arbeiter auf diesen Arbeitsstätten sind keine geeig- kleine Wohnungen. Es ist in unserer Nachbarstadt also gerade Pauli, welcher in den Stallungen des Angeklagten" sein Pferd neten Wohnräume vorhanden, da Schlafstellen von den Bewohnern wie hier in Berlin, wo ebenfalls außergewöhnlich viel leere unterhalten ließ. Im März v. J. gerieth Pauli in Gelovers der hierbei in Betracht kommenden Dörfer nur vereinzelt vermiethet Wohnungen vorhanden sind. Und hier wie dort wollen gleich- legenheit und ging den Angeklagten um ein Darlehn von 1000 M. werden und die vorhandenen Gasthöfe bezüglich geeigneter Schlaf- wohl die Wohnungsmiethen noch immer nicht billiger werden. stellen bei Weitem nicht ausreichen, selbst nicht mit Hilfe der Zehnan. Hirschfeld war nicht abgeneigt, der Bitte s vermögenden pfennig- Schlafstellen auf den Heuböden". Um nun die Arbeiter Die Einwohnerzahl in Rigdorf hat zur Zeit die Ziffer jungen Mannes zu willfahren, nach der Anklage soll er demselben wenigstens unterbringen zu können, haben die Unternehmer den Päch- 40 000 überschritten. Die Gemeinde- Einkommensteuer ist für dieses aber vorgestellt haben, daß dessen Pferd, welches im Hirschfeldtern der bei den Arbeitsstätten befindlichen Schank- und Speise- Wirth Jahr auf 180 pet. der Staatssteuer festgesetzt; bisher wurden schen Stalle stand, eine genügende Sicherheit nicht biete, Pauli möge fich noch ein zweites Pferd anschaffen, wozu schaften die Berechtigung ertheilt, Arbeiter- Schlafräume mit ihren 200 pt. erhoben. er ihm gern behilflich sein wolle. Pauli kaufte dann gegen Restaurations- Unternehmungen zu verbinden. Dadurch sind die Wechsel von dem Angeklagten ein Pferd für 1400 M. Hierbei soll Hirschfeld den Räufer um etwa 400 m. übervortheilt haben. Die von dem Angeklagten abgegebene Versicherung, daß das Pferd sieben Jahre alt fei, soll nach den Gutachten der Sach Diesen Arbeitsstätten mit„ Arbeiterwohnungen" überhaupt dem 32. Berhandlungstage, wurde die Beweisaufnahme ge- gewesen sein. Nach wenigen Wochen soll der Angeklagte bie Der Prozek Polfe geht endlich zu Ende. Am Mittwoch, verständigen eine unwahre sein, das Pferd soll neun Jahre alt nicht da, obgleich die Arbeiten eine Reihe von Jahren in Anspruch schloffen. Für Freitag steht das Plaidoyer des Staatsanwalts unerfahrenheit des jungen Mannes wiederum in unerlaubter nehmen- gebotenen Schlafstellen" bestehen, wie versichert wird, in und der Beginn des plaidoyers des Rechtsanwalts Dr. Fried- Weise für sich ausgebeutet haben. Er erzählte dem Pauli, nebeneinander auf den Fußböden gelegten Strohsäcken, zu denen daß der Pferdehändler Keller einen prächtigen Fuchswallach zum jeder Schlafbursche" für die Nacht eine wollene Decke zum Be- mann bevor. Das Thier eigne fich zur Spekulation, er, der Arbeiter hundertweise genöthigt, ihre freie Beit zur Erholung" Der Ausweisungsbefehl der ferbischen Regierung gegen bei diesen Schant- und Speise wirthschafts- den Belgrader Berichterstatter der Vossischen Zeitung" ist außer Unternehmern zu verbringen, denn die ihnen von diesen in Kraft gefeßt. großen, hierzu errichteten Holzbuden andere Gelasse sind auf " Das Decken erhält. Bon dem Begriff Wohnen" ist also bei den Polizeilich beschlagnahmt wurde gestern, Mittwoch, früh Berkauf habe. Arbeitern der städtischen Rieselfeldanlagen, bis auf die ver- die Ahlwardt'sche Broschüre Heft I." Judenflinten", und zwar auf Angeflagte, stehe mit vielen sächsischen Offizieren in Verbindung hältnißmäßig geringe Bahl derer, die in Großbeeren, Kleinbeeren, Grund eines auf den Seiten 14 und 15 enthaltenen Abschnittes, und würde dem Pauli gern behilflich sein, das Pferd mit Nugen Sputendorf, Schenkendorf oder Ahrendsdorf bei Privatleuten oder welcher den Titel trägt: Wie der Staat betrogen wurde". Der wieder zu verkaufen. Pauli ließ sich überreden, er kaufte das in Gasthöfen wohnen können, feine Spur vorhanden. Beim Ver- Nachtrag zu der Broschüre, Heft 11, ist von den polizeilichen Pferd für 1200 M. Er soll dabei übervortheilt worden sein, und miethen von Schlafstellen in den Vororten fahndet die Polizei Maßnahmen nicht berührt worden. die Anklage nimmt an, daß Hirschfeld den Verkauf nur ver mittelte, um von Keller die Provision einziehen zu können. Vor eifrig nach polizeiwidrigen Schlafstellen, und das ist ihre Pflicht. Ob wohl die Schlafstellen der Arbeiter auf den Riefelfeldanlagen Selbstmord. Am Dienstag Nachmittag betrat ein junger allen Dingen sollte seine Angabe, daß er den Wiederverkauf leicht und die auf den Heuböden in den Gasthöfen der erwähnten Dörfer Mann die Mendel'schen Konzertfäle, Elsasserstr. 32, und ließ den vermitteln könne, eine falsche Vorspiegelung sein. Der Angeklagte beiden Fällen. als dauernde Wohnstätten" den polizeilichen Anforderungen Kellnerinnen fleißig einschänken. Dabei verlangte er von einer bestritt entschieden seine Schuld in entsprechen? Sicherlich nicht! Aber im vorigen Jahre Kellnerin einen Ruß; als dieser ihm verweigert wurde, entfernte Reller'sche Pferd habe eine eigene Geschichte und scheine bei Keller habe fonnten ja die Unternehmer sogar bei dem Torfftich und bei er sich mit den Worten:„ Na, Sie werden ja die Folgen sehen", jedem Besitzwechsel im Werthe zu steigen. Anlegung und Ausgrabung des neuen Sees im Grunewald die und schoß sich eine Kugel in den Kopf. Man brachte ihn in die das Pferd zunächst von Schleicher für 800 M. getauft. dazu benutzten Arbeiter in Grdhöhlen, welche bei der Arbeitsstätte Küche, wo er bat, einen Arzt zu rufen; er habe sich übereilt und Dann habe der Angeklagte es für 500 m. erworben, errichtet waren, wohnen" laffen, ohne ein Einschreiten der Be- entstamme einer begüterten Berliner Familie, zwei seiner Brüder um es nach einiger Zeit wieder für 700 M. an den hörde hervorzurufen. hätten sich gleichfalls erschossen. Hierbei nannte er sich Hermann Vorbesitzer Keller zurückzuverkaufen. Gr, der Angeklagte, halte Vollert, wollte Kaufmann sein und in der Rheinsbergerstraße bei den Preis von 1200 m., den Pauli gezahlt, nicht für zu hoch. Daß die Schule gegen die Sozialdemokratie in's Feld feiner Mutter wohnen. Gin Arzt sorgte für einen Nothverband, Nach der umfangreichen Beweisaufnahme hielt der Staat geführt wird, ist eine albekannte Thatsache und es hätte nicht bann wurde der Schwerverlegte nach der Charitee gebracht. anwalt den Nachweis, daß der Angeklagte in rechtswidriger Ab erst der Einbringung des verflossenen Volksschulgefeß- Entwurfes Seine Angaben über Herkommen und Wohnung haben sich nicht sicht gehandelt, nicht für erbracht, er beantragte die Freisprechung bedurft, um diese Thatsache offiziell zu dokumentiren und der bestätigt, ebensowenig ist es bisher gelungen, den richtigen Namen und diesem Antrage schloß sich der Vertheidiger, Rechtsanwalt felben einen legalen Anstrich zu verleihen. In welcher Weise und Wohnung zu ermitteln. Dr. Friedmann, an. Der Gerichtshof hatte aus der umfang reichen Beweisaufnahme eine andere Ueberzeugung gewonnen. wurde in der letzten Versammlung des sozialdemokratischen Wahl- Wegen Leichenberaubung ist vor einigen Tagen der Er hielt für erwiesen, daß der Angeklagte zu falschen Bor vereins des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises ein drastisches Arbeiter Marquardt in Köpenick verhaftet worden. M. hat im spiegelungen gegriffen und sich deshalb eines Betruges schuldig Beispiel angeführt. Ein Parteigenoffe machte darüber folgende Auftrag der dortigen Behörde vor einigen Wochen die Seiche gemacht habe. Das Urtheil lautete auf sechs Monate Ge Mittheilungen: Der Lehrer Päsold der 117. Gemeindes eines tm Bezirk der Oberförsterei Köpenick aufgefundenen Mannes fängniß. imanche Lehrer dieser Aufgabe gerecht zu werden trachten, dafür AV Soziale Ltebersicht. An die Weber Deutschlands! waren beim Bureau eingelaufen, die sich theils für lokale Orga- 1 Weisheit für sich zu behalten. Die Versammlung beauftragte nisation, theils für Zentralisation aussprachen. Zu einer Ab- hierauf das Bureau, eine zweite Versammlung zu berufen, zu stimmung über eine dieser Resolutionen fam es jedoch nicht, da der Herr Werner und ein Korreferent geladen werden sollen. Den Beschluß der Potsdam- Nowawesser Genossen in allen Ehren die Versammlung sich schließlich schon allzusehr gelichtet hatte. was aber eine Diskussion mit Werner für einen Zweck haben Dftschule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( unterer); Ostbei Grube, Mariendorferftr. 10. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, eften, bei F. Kizing, Bülowstr. 52. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. UebungsKaiser'scher tunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kubimen. Nord, Brunnenfraße 38, bei Gnadt. Vorwärts 1, S.D. Adalbertstraße 21, bei Roll. Buchbinder: Männerchor Berlins, Alte Jakobstraße 68, bei A. Stichter. Rummei's cher Gesangverein, Landsbergerstraße 31, bei Musehold. Gemüthlichteit Maiglöckchen, Hochfir. 32a, bei Bilte. Fris, Köpnickersir. 127a, bei Rüfter. Gollegia, ( Buyer), Seydelstr. 30. in Banton, Mühlenstr. 24, bet Stöhr. eichenbergerstr. 16, bet Bähold. Johanni, Rüdersdorferstr. 45. Gesellschaftshaus Oftend.- Palme, in Velten, bei Schröder.- Blaue Schleife, Borwärts 6,( Gem. Chor), Nieders Sänger Freiheit, Naunynstr. 48, Schönweide, bei Siebenbaum. bei Fröhlich. Morgenroth 4, köpnid bei Wiedemann in Adlershof. Wahrheit, An der Zwölf- Apofteltirche 7b, bet Framte. fcher Gefangverein, Sichtenbergerstr. 21, bet Heise. Wilhelmshavenerstr. 28, bet Brosch. Karthaus„ Moabit", Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. aule zuschriften find zu senden an War Gent, Berlin, Belforterstraße 26, 1. Freitag: Grüne, Zanne bei Teßner, Martusstraße 8. Berein Borussia bei Feldhahn, Weidenweg 12( lebungsstunde).-TambourTambourverein Berein Ruf bet Sperling, Infelstr. 1( Uebungsstunde). Wirbel bet Mühle, Gartenstr. 52( Uebungsstunde). TambourGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangverein Union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Wedding, Abends 8 Uhr, bei König, Gerichtsstraße 35. Männerchor PrivatTheaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Puttbuferstr. 35. Waldesrauschen, Abend 9 Uhr, bei eigt, Martgrafenfir. 87. e ufitveretu Lush, Freitag Abend 9 Uhr, Restaurant Nebelin, Langetraße 108.- Buchbinder Männerchor, Abends 9 Uhr, Restaurant Richter, te Jakobir. 68. Berliner Turngen offenschaft. Die erfte Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10 Uhr in der Turnhalle des Beffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der TurnBergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, balle des effing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Bergnügungsverein Beilchen, Abend ex uhr, bet Brauns, im Restaurant. Drantenstr. 183 p. Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, bet Ritter, Mauerstr. 86. Unterhaltungsflub Schiller. jeden Freitag abend s úhr im Restaurant Holzbächer, Dreifeftr. 3. Am 4. Mai stellten die Weber der Lohnweberei Blankenborn in Aachen die Arbeit ein. Vor furzer Zeit wurden die Der VII. deutsche Töpferkongreß segte gestern( Mittwoch) soll, ist uns unerfindlich. Glauben die dortigen Genossen etwa, Löhne reduzirt und jetzt versuchte es die Firma abermals, die an seinem dritten Verhandlungstage die Berathung über die der gewohnheitsmäßige Parteiverleumder werde sich ändern, felben noch weiter herunterzudrücken. Wir bemerken hierbei, daß Organisationsfrage fort. Die Debatten nahmen wiederum den wenn ihm zu den hundert Malen noch einmal die Verachtung Die genannte Firma pro 1000 Schuß 2 Pf. mehr erhält als größten Theil des Tages in Anspruch. Um 4 Uhr Nachmittags aller ehrenhaften Elemente in der Arbeiterbewegung durch Verandere Lohnwebereien, aber an Arbeitslohn 6 M. weniger erhielten die beiden Referenten Hennig- Breslau und Pyö- fammlungsbeschluß ausgedrückt wird? bezahlt und ein Weber bei einer Arbeitszeit von Morgens Dresden das Schlußwort. Nachdem schritt der Kongreß zur Ab6 Uhr bis Abends 7 Uhr faum 2 M. verdienen kann. Da stimmung. Vorher wurde das Ergebniß der Fragebogen bekannt Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends 8-10% Uhr: Südwir nun auf die uns gestellten Bedingungen nicht eingehen gegeben. Danach sind auf dem Kongres vertreten, 79 Städte. Sute, Sagelsbergerftr. 43: Unterricht in Buchführung( doppelte); Südtonnten, so traten wir Mann für Mann in den Ausstand ein in diesen find ansässig 9337 Kollegen, von diesen organisirt: Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Gefchichte((( mittlere); Nordund sind fest entschlossen, bis zum Aeußersten auszuharren. Die in der bisherigen lokalen Organisation 4640, in Hirsch- Duncker'schen Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Deutsch( unterer); Phyſiologic. bis jetzt geführten Unterhandlungen mit der Firma waren ohne Vereinen 91, in Innungen 180 Kollegen. Die Bahl der Lehrlinge In alle ehrfächer tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Erfolg. Kollegen! Wir treten nun mit der Bitte an Euch heran, beträgt 1829. Bezüglich der Abstimmung über die Organisations- Laufe des vor Allem den Zuzug fernzuhalten und appelliren an Euer frage beschloß der Kongreß namentliche Abstimmung nach der Solidaritätsgefühl, uns wenn möglich materiell zu unterstützen. Bahl der Delegirten. Eine Resolution für den Zentralverband Geldsendungen nimmt entgegen Joseph Deben, Alexander- fiel mit 24 gegen 31 Stimmen. Für den Zentralverband stimmten firaße 109. Rathenow, Neuenhagen, Jakobey- Berlin, Brandenburg, Nürnberg, Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Lauf, Fürth, Leipzig, Gotha, Rostock, Schwerin, Hamburg, Eine nette Arbeitsordnung! Nach der Arbeitsordnung Chemnitz, Dresden, Kellinghusen, Harburg, Kiel, Lübeck, München: der Stickerei von Hoffmann u. Fröhlich in Plauen i. 2. wird Braunschweig, Mannheim. Der Generalausschuß beantragte: das Plandern der Arbeiter oder das Treiben von„ Unfug" berufung bleibt dem Generalausschuß überlassen." Der Antrag Der nächste Kongreß findet nach zwei Jahren statt. Die Einauf Treppen und Gängen mit Geldstrafen bis zum vollen Betrage des durchschnittlichen Tages Arbeitsverdienstes bestraft. wurde abgelehnt, worauf man beschloß, daß der nächste Kongreß So berichtet das„ Vogtländische Volksblatt" in Nr. 60 vom 21. Mai. nach einjähriger Frist abzuhalten ist. Ferner beantragte der Generalausschuß, den in der Schweiz stattfindenden internationalen Diefe Ungeheuerlichkeit läßt sich von findigen Leuten auch noch gefeylich( nach§ 134b der Gewerbe- Ordnung), rechtfertigen"; ein Be- Arbeiterkongreß durch einen Delegirten zu beschicken. Dieser Antrag wurde mit großer Majorität abgelehnt. weis mehr, wie gut es die kapitalistische Mehrheit des Reichstags verDie Hamburger standen hat, den beabsichtigt gewesenen Arbeiterschutz in einen Unter- Delegirten erklärten, wohl an den ferneren Berathungen, aber Die weichmerschutz umzuwandeln. Mag sich jeder Arbeiter namentlich nicht an den Abstimmungen Theil nehmen zu wollen. tie Arbeitsordnungen ins Gedächtniß zurückrufen, wenn es wieder teren Vorlagen des Generalausschusses wurden einer Kommission Reichstags- Abgeordnete zu wählen gilt. Wie die Arbeiterschaft zur Vorberathung überwiesen. Nachdem vertagte sich der Kongreß wählt, so wird sie regiert. Wer einem Kandidaten der Kon- bis Donnerstag. fervativen, Nationalliberalen, Deutsch Freisinnigen, Volks = Für die Arbeiter Bildungsschule fand am 24. Mai in parteiler, des Zentrums und der Antisemiten seine Stimme giebt, Knebel's Saal in der Badstraße eine zahlreich besuchte öffentliche darf sich nicht wundern, wenn die Gesetze zu Gunsten des Boltsversammlung statt, vor welcher Reichstags- Abgeordneter Kapitalismus und zum Schaden der Arbeiter ausfallen. Der Ariebknecht über das Thema„ Der 9. Thermidor" sprach. beiter, welcher seine Interessen gefeßlich gewahrt wissen will, Redner gab, nachdem er darauf hingewiesen, wie die französische lann nur sozialdemokratisch wählen. Revolution über ihre äußeren Feinde, mit denen der landesverrätherische König Ludwig XVI. fonfpirirt hatte, und über ihre inneren, dynastischen Gegner triumphirte, ein anschauliches Bild von den Parteikämpfen, die sich nach diesen Siegen in Frankreich entspannen. entwickelte die Programme der verschiedenen Parteien, ging dabei bes Näheren auf Wesen und Verbreitung der Anschauungen Voltaire's und Rouffeau's ein, welche die damalige Zeit beherrschten, schilderte dann den in dieser Zeit allmächtigen Robespierre als einen von Natur nur mittelmäßig beanlagten Dottrinär, dem die Herrschaft, welche er thatsächlich ausübte, allein infolge der überaus starken Energie seines Willens zugefallen sei, und führte aus, wie dieser Fanatiker sich seiner ein flußreicheren politischen Gegner entledigte, Die Rebattion ftellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür indem er in furzen Zwischenräumen die Girondisten, die Dan- abzugeben ist, dent Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Diese Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem toniften und die Hebertiſten auf das Schaffot brachte. Inhalt deffelben identifizirt zu werden. drei Aderlässe", besonders bie beiden letzteren, die Robespierre Zur Berichtigung in der Falz'schen Mordauch die Sympathie der großen Maffe des vierten Standes raubten, charakterisirte der Vortragende als Schwächungen affäre! Von vielen Berliner Tagesblättern wurde die Nachder Revolution. Nach denselben habe Robespierre nur scheinbar richt verbreitet, daß der Ehemann Falt ein arbeitsscheuer Die Einwirkung der Arbeitslosigkeit auf die Kranken- fich auf dem Höhepunkt seiner Macht befunden; trat ihm zunächst Mensch sei, infolge dessen seine Familie bittere Noth litt. Dem faffen wird im Geschäftsbericht der Dresdener Orts öffentlich Nien and mehr entgegen, so merkte er doch nur zu balb müssen wir, seine nächsten Kollegen, mit aller Entschiedenheit Krantentaffe pro 1891 recht vernünftig erklärt. Der Bericht selbst, daß im Geheimen gegen ihn gekämpft wurde, und das entgegen treten. Falz hat bis zu feinem letzten Augenblick gefagt:" Die übermäßige Erkrankungsgiffer läßt sich nur auf die raubte ihm schließlich den Muth. Nur auf nachhaltiges Drängen arbeitet. Wenn er wirklich im Monat März einige Wochen ungünstige wirthschaftliche Lage zurückführen. Mit dem Rückgange feiner Freunde ließ er sich bestimmen, noch einmal feine Forde- arbeitslos war, was, wer die Verhältnisse im Buchdruckerleben einer Gewerbebranche, z. B. mit der Einstellung der Bauthätigkeit rungen für die nächste Zeit vor dem Konvent zu vertreten. Es fennt, teine Seltenheit ist, so kann ihm hieraus unmöglich der im Winter, mehrt sich die Zahl der Patienten regelmäßig und war am 8. Thermidor( 26. Juli 1793); noch einmal erzielte er Vorwurf eines Bummlers gemacht werden. Wir wissen, daß läßt erst wieder nach, wenn der Frühling ins Land zieht. Ebenso einen Erfolg, aber schon am nächsten Tage ließ man ihn nicht als mit großer Liebe an seinem Kinde gehangen hat. Im verhält es sich mit den sogenannten Saisonarbeiten. Es ist nun mehr ausreden, sondern beschloß seine Verhaftung. Doch er entfam, übrigen hat Falh einen Brief hinterlassen, in dem er den zweifellos, daß die oft ganz ungenügende Ernährung und die Umstände waren ihm so günstig, daß er sich durch einen Charakter seiner Ehefrau in fein besonders gutes Licht stellt. J. A.: Paul Gottschau, Badstr. 47/48. der Frauen die Entwickelung von Krankheiten unterstützt oder Staatsstreich hätte retten tönnen. Er befann sich aber lange und mindestens ihre Beseitigung hemmt und daß mancher Saison- zögerte, es zu thun. So gewannen denn seine Gegner Zeit, arbeiter, obwohl er trant ist und der ärztlichen Behand- ihren Anhang zu organisiren und ihren Beschluß zu verwirklichen. lung bringend bedarf, doch fortarbeitet, weil sein Verdienst Die start besuchte Versammlung sollte dem Vortrage großen höher ist als das Krankengeld, und zwar fortarbeitet, bis die Beifall. Nachdem Liebknecht darauf für den nächsten Winter Saifon überhaupt zu Ende ist und er Beit hat, fich zu furiren". eine Reihe von Vorträgen über die französische Revolution in Schnell fertig find sonst die Krankassen- Borstände mit der Be- Aussicht gestellt hatte, forderte der Vorsitzende die Anwesenden hauptung, daß die Erhöhung der Krankenziffer während einer auf, die Arbeiter- Bildungsschule durch Erwerbung der MitgliedPeriode schlechten Geschäftsgangs in der Hauptsache der Simu- schaft bei derselben zu unterstützen, und mit einem Hoch auf das Gedeihen dieser Anstalt trennten sich die Parteigenossen. Tation zuzuschreiben sei. Auch nicht übel ist die Arbeitsordnung der Portland 3ement Fabrif, Stern", Töpfer, Grawit u. Co. in Finkenwalde." Nach diesem menschenfreundlichen Schlotjunter- Gesez fann wie der„ Stettiner Boltsbote"( Nr. 61, 22. Mai) mittheilt, sofort entlassen" werden: Wer geistige Getränke in die Fabrit schmuggelt oder für sich schmuggeln läßt; wer in den Fabrikräumen und Höfen Tabak raucht; wer seinen Vorgesetzten widersetzlichen Mitarbeitern gegenüber nicht in allen Fällen beisteht; wer ohne Genehmigung in den zu der Fabrik gehörigen Räumen Zusammenfünfte und Versammlungen veranstaltet oder Geldsammlungen vornimmt und wer seine Zugehörigkeit zu einer Partei, deren Ziel der gewaltsame Umsturz der sozialen Ordnung ist, in Aergerniß erregender Weise äußert oder in gleicher Weise Andere zum Beitrilt zu dieser Partei verleitet oder zu verleiten sucht. Also schon der Versuch ist strafbar. Warum nicht schon der Gedanke? Er Turnverein Gesundbrunnen Sprecisaal. Dermischtes. Soldatenegzeffe. Die, Colmarer 3eitung" meldet unterm 17. Mai: " Gegern Abend gegen 1012 Uhr überfielen einige Oberjäger Zur planmäßigen" Produktion der bürgerlichen Der sozialdemokratische Klub der im Buchdruck vom 14. Jäger- Bataillon in der Schädelgasse einen ruhig vorbeiGesellschaft. Die Einwohnerzahl der Stadt Chemnis ist im gewerbe beschäftigten Arbeiter beschloß in seiner gehenden älteren Herrn und schlugen denselben derart, daß er 1. Quartal d. J. um 1472 zurückgegangen, während in dem letzten Versammlung die regelmäßigen Sizungen bis auf Weiteres wohl für einige Beit das Bett hüten muß. Das giebt für unsere gleichen Zeitraume des Vorjahres ein Zuwachs von 2409 Röpfen nur alle vier Wochen abzuhalten. Die nächste Sigung findet friedliebende Stadt zu denken!" Aus Straßburg berichtet bie Elsaß Lothring. zu verzeichnen war. Infolge der Wirkungen der Mac Kinley- bemnach am 14. Juni cr., Abends 8½ Uhr, im Restaurant Bolts- Beitung":" Am Donnerstag, den 12. b. M., Es sei hierbei bemerkt, daß Bill und einer jahrelang betriebenen Ueberproduktion haben die Preußer, Seydelstr. 80, ftatt. Bataillon Soldaten vom Regiment Nr. 138 müssen, wodurch zahlreiche Arbeitskräfte überflüffig" geworden nicht berührt werden. Dieselben werden wie bisher nach Bedarf älterer Mann, hatte es wahrscheinlich sehr eilig und meisten Fabrikanten eine Produktionseinschränkung eintreten laffen außerordentliche Versammlungen durch diesen Beschluß 30g ein mit Musik durch die Meisengaffe. Ein hiesiger Megger, find. Auch das Bauhandwerk liegt sehr danieder. Während im einberufen fonnte deshalb nicht abwarten, bis das Bataillon vorüber war; Jahre 1891 etwa 240 Neubauten ausgeführt wurden, find bis In Rummelsburg fand am Sonntag eine öffentliche Ber- er lief awischen zwei Rompagnien, welche mit einem Abftande jest nur 60 angemeldet. Die mangelnde Nachfrage nach Arbeits traften hat natürlich auch eine starke Herabdrückung der Löhne fammlung bes Arbeitervereins für Rummelsburg und Umgegend von zwei Metern von einander marfchirten, hindurch. Der Herr zur Folge gehabt. Trotz alledem ist die jetzige Wirthschafts. statt, in welcher Genosse Roland einen Vortrag über den Lieutenant mußte seinem Pferde zum Ausweichen einen kleinen Dem Redner wurde für seine höchft Ruck geben; darüber erbost, versetzte er dem Mann einen Ordnung" so vortrefflich, daß die Sozialdemokraten, welche Weltuntergang hielt. diefe Behauptung für Schwindel erklären, von den herrschenden interessanten Ausführungen reicher Beifall zu Theil. Hierauf gab muchtigen Hieb über die Schulter. Ohne aufzusehen lief der der Vorsitzende Rosenkranz der Versammlung Kenntniß von Mann weiter in ein Haus. Wie leicht hätte der Hieb den Kopf Klaffen auf's Gehäffigfte drangfalirt werden. einem Schreiben, in welchem ihm vom Amtsvorsteher Herrn des Mannes treffen können!" In Krotoschin ist es zu blutigen Rämpfen zwischen Soldaß Gegenwartsbilder and der bürgerlichen Gesellschaft Schlicht nach der Versammlungsanmeldung mitgetheilt wurde, baten und Arbeitern aus der Vorstadt Pläne gekommen. Wahr" Generalversammlungen halten vom 12. bis 14. Juni in Hamburg ab der Verband der Hafenarbeiter Deutschlands und der Verband der Werftarbeiter Deutschlands. der öffentliche Gottesdienst im des 19. Jahrhunderts. Die Elberfelder Freie Presse" bringt bezirke( Rummelsburg- Borhagen) an jedem Sonn- und scheinlich wollten Erstere Rache üben für erlittene Unbill. Wie in Nr. 116 folgende Notizen aus Elberfeld: ( Straffammer.) Die Sigung begann mit Verhand: Feiertage von 10-12 Uhr Vormittags und 2-3 Uhr Nach dem B. T." berichtet wird, drangen am Abend des 14. Mai die Iung einer Anflage wegen Beleidigung des Kaisers. Die Deffent ittags stattfinden und während dieser Zeit Versammlungen zc. Soldaten in verschiedene Häuser der Vorstadt und durchsuchten lichkeit wurde ausgeschloffen, sogar die Vertreter der Presse nicht abgehalten werden dürften( die Versammlung war zu 11/2 Uhr diefe. Aus einem Fleischerladen wurde das Militär mit Hilfe mußten den Saal verlassen. Nach längerer Verhandlung wurde angemeldet). Es bleibe daher dem Adressaten anheimgestellt, die der Polizei entfernt. Aus einem anderen Hause wurde ein alter der Angeklagte, der hier wohnende Schreiner Johann B., den qu. Versammlung so einzurichten, daß die Gottesdienfistunden Mann durch das zertrümmerte Fenster gezogen, mit Säbeln fein eigenes 16jähriges Mädchen denunzirt haben soll, nicht berührt würden, und alsdann sei eine erneute Anmeldung geschlagen, bis aufs Hemd ausgezogen und erst auf inständiges Eine Menge Soldaten wegen Unglaubwürdigkeit des legteren freigesprochen. Dann einzureichen. Auf die zweite Anmeldung, in welcher der Beginn Bitten seiner Frau freigelassen. mußte abermals die Deffentlichkeit ausgeschloffen werden. Ein der Versammlung auf 12 Uhr angefeßt war, erfolgte die Be- brangen in ein Schantlotal; sie glaubten, in diesem Hause Bis 10 Uhr verhielten sich die 14jähriges Mädchen, deffen Bruder schon in einer scheinigung mit der besonderen Hinzufügung, daß die Versammlung feien Arbeiter versteckt. Besserungsan st a It untergebracht ist, die Auguste M. von nur bis 2 Uhr tagen dürfe. Es entspann sich hierüber eine lebhafte De Soldaten ziemlich ruhig. Da fiel ein angetrunkener Soldat rückOhligs, hatte sich unfittlicher Handlungen und der Theilnahme batte, in welcher alle Redner bis auf einen sich dahin aussprachen, fo lings auf die Diele und schlug mit dem Kopfe hart auf. Ein am Diebstahl schuldig gemacht und wurde einer Besserungsanstalt lange zu tagen, bis die Tagesordnung erledigt sei. Ein dem- Knabe machte die Soldaten auf den verunglückten Kameraden entsprechender Antrag wurde gegen 1 Stimme angenommen, I aufmerksam. Die Blutlache, welche diesem aus einer Kopfwunde überwiesen." ferner beschloß man, gegen die Beschränkung Beschwerde zu geflossen, brachte die Soldaten auf die Wermuthung, der Verlegte führen. Nachdem noch die für den Himmelfahrtstag geplante fei von Zivilisten mit Messern gestochen worden. Der anwesende Agitationspartie besprochen worden, war es 6-8 Minuten über Sergeant befahl sofort, das Haus zu durchsuchen. Die Soldaten 2 Uhr geworden, und da der Vorsitzende die Versammlung nicht donnerten an die Thüren, brangen in eine Stube und mißschloß, erklärte der überwachende Beamte, daß er den Auftrag handelten einen Greis. Eine zweite Thür wurde so lange mit habe, die Versammlung um 2 Uhr aufzulösen, was denn blanter Waffe bearbeitet, bis die Thürfüllung herausfiel. Durch auch geschah. Eine, von den in der Versammlung anwesenden die entstandene Deffnung drangen die Wüthenden in die Stube, Rigdorfer Genoffen abgegebene Mittheilung, daß am ersten Pfingst- zertrümmerten, was ihnen in die Hände fiel, und bearbeiteten feiertag, Nachmittags 4 Uhr, in der Gräflich Reischach'schen mit ihren Waffen die Bewohner des Stübchens, eine alte WaschBrauerei zu Stralau eine öffentliche Versammlung für Männer frau und ihre drei Söhne. Alle vier trugen Verlegungen davon. und Frauen der Freien Gemeinde von Rigdorf stattfindet, wozu Aus Spandau berichtet der Anzeiger für das Jedermann eingeladen wird, konnte infolge der Auflösung nicht avelland" unterm 23. Mai: Durch eine blutige Schlägerei, Im Anschluß an den VII. deutschen Töpfer Kongres mehr bekannt gemacht werden, und geschieht es hiermit. Den bei welcher ein Unteroffizier des 4. Garde Regiments 8. F. die fand am 24. d. Mts. hierselbst eine öffentliche Töpfer Genossen von Nixdorf wird empfohlen, Platate zu der Versamm Hauptrolle spielte, wurden gestern Abend die Bewohner der Adamversammlung statt, die zahlreich besucht war und welcher lung anfertigen zu lassen, und dieselben einzusenden an Alfred straße und der Pichelsdorfer Straße in nicht geringe Aufregung verseßt. In der Adamstraße war zwischen zwei Zivilisten ein auch die Kongreßbelegirten fast ausnahmslos beiwohnten. Zur Rosenkranz, Rummelsburg bei Berlin, Lessingstr. 7 a II. Streit entstanden; ein Unteroffizier, dessen Bruder einer der Tagesordnung stand die Organisationsfrage, über welche Eine Volksversammlung für Now a we3 und Umgegend, Streitenden war, nahm für denselben Partei und schleuderte Hennig- Breslau referirte. Derfelbe hatte auch auf dem Rongreß das Referat über diese Frage und vertrat wie dort auch in der Wilhelm Werner seine abgedroschene Baute über die deffen Gegner zu Boden. Durch den Tumult die jetzt ihrerhier den Standpunkt der lokalen Organisation und des Ber: sozialdemokratische Partei wieder einmal zum Besten geben noch andere Personen hinzu gekommen, gegen den Unteroffizier vorgingen. Es entstand trauensmännersystems. Die jeweiligen Delegirten, welche auf wollte, fand am 22. d. M. statt. Den zahlreich erschienenen Ar- feits dem Boden der Zentralverbände stehen, vertraten wie auf dem beitern wurden aber die Schimpfereien bald langweilig und nun ein allgemeines Handgemenge, in dessen Verlauf der UnterKongreffe auch hier diese ihre Meinungen und zogen sich die gaben sie ihrer Abneigung gegen das Gewäsch in so vernehmlicher offizier blant zog. Derselbe schlug nun mit seiner Waffe blindDebatten bis Mitternacht in die Länge. Mehrere Refolutionen Weise Ausdruck, daß Herr Werner es vorzog, den Rest seiner lings um sich; obwohl sich inzwischen eine zahlreiche Menge an Versammlungen. " waren B gesammelt hatte, vermochte es doch Anfangs Niemand, ihm mit| Intriguen der Silberbarone, sondern um weittragende soziale tuanten wurden gerichtlich verurtheilt, da fie auf den Straßen dh Erfolg entgegen zu treten. Eine Anzahl von Personen erhielt Fragen handele. Die Regierung müsse aufs Allerentschiedenste Wagen anhielten und umwarfen. Verlegungen. Erst nach geraumer Zeit wurde der Unteroffizier auf der Festsetzung der Relation bestehen. Bezüglich der Silber von fräftigen Händen gepackt und zu Boden geworfen; hierbei münzen der Kronenwährung deute das Gesetz an daß ist ihm das Seitengewehr entrissen worden. Der Unteroffizier, außer den daselbst genannten noch andere schwere Silberkronender selbst aus mehreren Wunden blutete, wurde schließlich von münzen in Aussicht genommen seien. Wenn auch nicht der einem Soldaten und einem Zivilisten fortgebracht. Die Unter- mindeste Grund vorhanden sei, friegerische Zeiten zu befürchten, Briefkaffen der Redaktion. suchung über diesen Vorfall ist heute Morgen eingeleitet worden. so müsse der Minister doch darauf hinweisen, daß im KriegsAus Mainz wird uns geschrieben: In der letzten Zeit ist falle die Frage der Werthsteigerung des Goldes bedeutungslos des Wizes Würze. O. Melduer. Senden Sie uns einen Probebericht. Kürze es vorgekommen, daß bei verschiedenen Forts Nachts sich Per- wäre, denn das Aufgebot nicht nur an kriegerischen, sondern fonen herumgetrieben haben, die aber beim geringsten Geräusch auch an finanziellen Mitteln werde H. Osang. Sie find gar nicht angegriffen worden, weshalb ein so großes sein, Ihre Buschrift gegenstandslos. davonliefen. Infolge dessen haben die Mannschaften der daß derzeit gar kein Staat existire, welcher sich ein genaueres Brückenzoll Wette. hiesigen Garnison neue Verhaltungsmaßregeln im Gebrauch der Bild davon machen könne, wie sich seine finanziellen Verhältnisse Schillingsbrücke aufgehoben wurde, können Sie am besten bei der Wann der Brückenzoll an der Schußwaffen als Wachtposten vor den Forts und Pulvermagazinen im Kriegsfalle gestalten würden. Der Rede des Ministers folgte städtischen Steuerbehörde erfahren; wir wissen es auch nicht erhalten. Sobald fich nämlich eine verdächtige Personlichkeit lebhafter Beifall. Vasaty erklärte, die Stabilisirung des Goldes während der Nachtzeit in der Nähe eines Pulvermagazins oder führe noch nicht zu einem stabilen Geldwesen. Das Gold eines Forts auf verbotenem militärischem Terrain blicken läßt, werde sich auch nicht im Lande erhalten laffen, eben vom Assistenten an und die höheren Eisenbahnbeamten Degen Zwei Wettende Nr. 101. Seit wann die Postbeamten hat der Posten anzurufen und deren Verhaftung vorzunehmen. sowenig wie in Italien, welches seinen Verpflichtungen tragen? Da Sie so viele Zeit haben, sich um so unnüße Fragen Sollte sich die Persönlichkeit aber nicht den Anordnungen des gegen den Dreibund nicht nachkommen tönne. Der Postens fügen, dann hat der Posten die Verpflichtung, auf fünfzig Dreibund werde nicht von langer Dauer sein. Gladstone's Stern der amtlichen Postblätter durch. Sie werden dann wohl die betr. zu bekümmern, so blättern Sie gefälligst die letzten 50 Jahrgänge Schritte Entfernung von der Schußwaffe Gebrauch zu sei im Aufsteigen begriffen, dann werde sich Italien mit Eng- Verordnungen finden. machen. Wenn die Pulvermagazine in Gefahr sind, so mag land verbünden. Beweis hierfür sei die Ernennung Martini's man die Posten genügend verstärken. Es fehlt ja nicht an Sol zum Minister, welcher einige Tage vor feiner Ernennung nicht erhalten, beim Abschluß des Miethsvertrages nicht vorA. K. 88. Wenn Sie den Fall, daß Sie die Konzession daten, und diese sind durch Säbel oder Bajonett gegenüber An- eine irredentistische Rede gehalten habe. E3 scheine, griffen hinreichend bewehrt. Die Schießerei ist absolut über als ob Desterreich- Ungarn nichts Giligeres zu thun habe, gesehen haben, sind Sie an den Vertrag gebunden. genau. " flüffig. Daß es im Frieden in die Macht eines beliebigen Sol- als unter die deutsche Oberherrlichkeit zu kommen. Auswanderer 93. Wenden Sie sich um Auskunft an die Daten, der gerade auf Posten steht, gegeben sein soll, einem Dreibund enthalte die gefährlichsten Drohungen gegenüber den Bolten& Co. in Hamburg. Der Hamburg- Amerikanische Dampfschiffahrts- Gesellschaft von August Menschen das Lebenslicht auszulöschen, ist ein Zustand, der zum Slavenländern. Der Abgeordnete Jaworski beantragte darauf, die Himmel schreit. Vorlagen einem 48- gliedrigen, aus dem ganzen Hause zu wählenden über den sogenannten Verein Zukunft zu berücksichtigen. S. W. 30. Wir sind nicht in der Lage, die Beschwerden Loyalste Speichelleckeret. Aus Wien berichtet die Spezialausschusse zu überweisen. Plener beantragte, den Budget- Mer unsere Jahr und Zag oft genug wiederholten Mahnungen " Franti. 3tg." unterm 22. Mai: Gestern speiste der Kaiser in ausschuß zu diesem Zwecke um 12 aus allen Parteien ge- nicht beachtet hat, mag sich den Schaden selbst zuschreiben. der Musikausstellung. Nach Beendigung des Mahles ging der wählte Mitglieder zu verstärken, da der Budgetausschuß sich Kaiser, eine Bigarre rauchend, zum Panorama. Und jetzt über- mit der Frage bereits beschäftigt habe. Der Antrag Jaworski faule Köppe" giebt, ist ja bedauerlich, aber man fann doch H. P., Töpfer. Daß es unter den Arbeitern noch manche laffen wir das Wort dem Jl. W. Extrabl.":" Auf dem Wege wurde darauf angenommen. Bianchini richtete sodann an das nicht jeden Einzelnen in diesem Blatte einen Denkzettel geben. zum Panorama in der Nähe der bayerischen Bierhalle warf der Gesammtministerium eine Interpellation, in welcher er anfragt, Raiser die Zigarre weg und es entstand nun unter den folgenden ob die Regierung von der traurigen politischen und wirthschaft Deutschland. H. G., London. Die gerichtliche Freigebung gilt für ganz Personen eine Balgerei um den Stumpf. Ein junger Bursche lichen Lage Dalmatiens Kenntniß habe und ob sie gewillt sei, ging aus dem Kampfe fiegreich hervor und trug die„ Kaiser- eine außerordentliche Spezialkommission zur Prüfung der Lage Erfurter Kongreß Berlin bestimmt. Wann er stattfindet, sollen W. B. Als Drt des nächsten Sozialistenkongreffes hat der zigarre" triumphirend in der Hand. Eine Menge Leute fam Dalmatiens einzusehen. herbei und besichtigte die Zigarre. Einige wollten dem Burschen fanntmachung Seitens des Parteivorstandes erfolgt. Sie mit allen anderen Parteigenoffen erfahren, sobald die Be Geld für die Zigarre geben, aber der Eroberer war nicht zu bewegen, die Zigarre zu verkaufen." Depeschen. London, 25. Mai. Das Unterhaus nahm mit 295 gegen 88 Stimmen die zweite Lesung der von Stansfeld beantragten Bill, betreffend eine Modifikation des Gesetzes über die Berechtigung zur Theilnahme an den Wahlen zum Parlamente an. Nach Der Bill sollen die Wähler nach dreimonatlichem Aufenthalte in einem Wahlkreise in diesem stimmberechtigt sein. einziehung nicht auf. Wird Ihre Reklamation berücksichtigt, D. W. Die Reklamation hält die exekutivische Steuer dann erhalten Sie den zu viel gezahlten Steuerbetrag zurück oder er wird Ihnen auf das nächste Bierteljahr angerechnet. W. G., Dresdenerstraße. Der anonyme Briefsteller, dem die Zustellung des Flugblattes des dritten Berliner Reichstags Wahlkreises in solche Wuth versetzte, scheint selbst zu fühlen, was für ein erbärmliches Subjekt er ist; sonst würde er seine Schimpfereien nicht anonym betreiben. ( Depeschen des Bureau Herold.) Bochum, 25. Mai. Der Beleidigungsprozeß Baare gegen ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Lunemann und die„ Westfälische Volkszeitung" in der Savona Wien, 25. Mai. Abgeordnetenhaus. In der heute fort Angelegenheit ist auf Sonnabend vertagt, weil als Verfasser gesetzten Debatte über die Valutavorlagen erklärte sich der Abg. der betreffenden Artikel der Redakteur Fusangel genannt wurde. R. 2. 40. 1. Die Klage ist, da der verursachte Schaden Sueß als Gegner der Goldwährung und schlug vor, nicht früher Wien, 25. Mai. Die feit 140 Jahren bestehende Mode- wohl weniger als 300 M. beträgt, beim Amtsgericht des Ortes, Beschlüsse zu fassen, als bis das nothwendige Gold herbeigefchafft waaren- Firma Reiff u. Mayer ist in Zahlungsstodungen gerathen; an dem der Fuhrmann wohnt, einzureichen. 2. Erfolg hat die sei. Man solle ferner die Regierung bevollmächtigen, Gold anzu- die Passiva betragen 150 000 Gulden. felbe nur, wenn Sie nachweisen, daß der Zusammenstoß durch faufen, die Silberprägung binden, sowie die Stelation gegenwärtig New Orleans, 25. Mai. Der Rutscherstreit hat einen Schuld des Beklagten entstanden ist. Sie können ja den Postillon nicht festsetzen. Der Finanzminister führte darauf aus, ein arnsten Charakter angenommen. weiteres Abwarten könnte die größten Gefahren herbeiführen. Haufen lärmend durch die Straßen. Etwa 150 Bürger haben den trotz der Reparatur noch verbleibenden Minderwerth der Die Ausständigen zogen in als Beugen benennen. 3. Sie können die Reparaturkosten, sowie Die Schwierigkeit liege in Amerika, wo es sich nicht nur um sich für den freiwilligen Konstablerdienst gemeldet. 50 Tumul- Möbel ersetzt verlangen. 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