1-8344+ 4 Nr. 210. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Bellage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnenzent: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Auslans& Mark pro Monat Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Aoresse: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Majestätsbeleidigungs- Razzia. Mittwoch, den 9. September 1903. Die Staatsanwaltsstreifen nach Majestätsbeleidigungen sind in Wahrheit Agitationstouren für die Republit, in der das Menschenrecht des freien Denkens und Urteilens vor keiner mystischen Zwangsgewalt verstummen muß. Politische Ueberlicht. Die kurz hinter einander folgenden Verhaftungen unfres Redakteurs Leid und der drei Leipziger Kollegen wegen Majestätsbeleidigung legte sofort die Vermutung nahe, daß das Symptome der gleichen Erkrankung seien. Alle diese Verhaftungen waren gänz Berlin, den 8. September. lich unbegründet. Weder lag Fluchtverdacht noch das behauptete Delift vor. Im Fall Leid hat das Kammergericht nun allerdings Das militärische Zwangsverfahren das Verfahren mit beneidenswerter Deutlichkeit korrigiert. Es hat gegen unfren Mitarbeiter Rehbein wird fast von der ganzen Presse die Haftentlassung, nicht nur den Fluchtverdacht verneint, sondern es sondern weil selbst der verbohrteste Reaktionär einsehen muß, eine verurteilt. Nicht aus Abneigung gegen das militärische System, hat auch ausdrücklich betont, daß die konfiscierten Kaiserinsel- Notizen wie schneidige Waffe wider sich selbst uns diesmal die Militärbehörde nicht derart gehalten seien, daß dringender Verdacht der Majestäts- in die Hand gebrüdt hat. beleidigung behauptet werden könne. Die drei sächsischen Genossen dagegen sind immer noch inhaftiert. As vierter wurde sogar der Metteur, also ein technischer Arbeiter, der Muldenthaler Bolts- Beitung" eingesperrt. Und alles das wegen einer ganz gleichgültigen Notiz von ein paar Zeilen, die wie unser Leipziger Partei- Drgan jetzt feststellt aus der offiziösen Wiener Polizeikorrespondenz stammt; also selbst dürre Polizeiberichte enthalten jetzt schon die Bacillen der Majestätsbeleidigung. Alles das war höchst auffällig; dahinter mußte irgend etwas steden. Nun erfährt die Frankfurter, Boltsstimme" die Lösung des Rätsels. Vom Justizminister sei an sämtliche Staatsanwalte eine Verfügung ergangen, in der dazu aufgefordert wird, die socialdemokratische Parteipreffe genauer als das bisher der Fall war, zu studieren und mit rücksichtsloser Schärfe jeden Fall zu verfolgen, der nur einigermaßen Aussicht bietet, gegen das betreffende Blatt einen Majestätsbeleidigungs Prozeß anzustrengen. Alle in den socialdemokratischen Tageszeitungen und Zeitschriften enthaltenen Artikel, welche sich mit der Person des Kaisers oder den einzelnen Landesherren befassen, sollen einer eingehenden Prüfung nach der Richtung hin unterzogen werden, ob aus denselben eine Beleidigungsabsicht der Form, dem Juhalte oder den begleitenden Umständen nach zu erkennen ist. Bejahenden Falles soll dann, selbst wenn es sich nur um versteckte Angriffe gegen die Person des Monarchen handelt, die Anklage wegen Majestätsbeleidigung erhoben, insbesondere auch, ohne auf eine Prüfung von Fall zu Fall einzugehen, ob Fluchtverdacht begründet ist, die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten bei dem zuständigen Richter beantragt werden. Nach diesem Rezept ist allerdings in den letzten Fällen gehandelt worden. Man hat Majestätsbeleidigungen entdeckt, wo feine Spur davon zu finden war. Man hat die Frevler dann sofort ohne jede Begründung- principiell in Untersuchungshaft genommen. Da es sich um einen preußischen und einen sächsischen Fall handelt, muß die Verfügung von einer Reichsstelle ausgegangen sein. Mit jener Verordnung, sofern sie wirklich ergangen ist, werden die Staatsanwalte angewiesen, Majestätsbeleidigungen zu ent deden. Man mutet ihnen zu, zwischen den Zeilen, hinter jedem Wort den Dolus, den dolus eventualis, den dolus eventualissimus des Majestätsverbrechens zu wittern. Wie gewisse Leute überall feguelle Zweideutigkeit erschnüffeln, so werden die ernsten Hüter des Gesetzes dazu veranlaßt, selbst im Unmöglichen noch die Handhabe für einen fleinen Majestätsfrevel zu finden. Allerdings sollen fie nur die socialdemokratische Presse abgrafen, die doch wahrhaftig gerade wegen ihrer republikanischen Gesinnung in weit geringerem Maße sich mit der Majestät beschäftigt als die bürgerliche. Majestätsbeleidigungs- Prozesse find seit jeher der Gradmesser politischen und moralischen Verfalls. Man sollte denken, daß da die Verteidiger der herrschenden Zustände allen Anlaß hätten, die Zahl der Majestätsbeleidigungs- Prozesse auf eine möglichst geringe Bahr zu beschränken. Es ist eine krankhafte Verirrung der monarchischen Gesinnung, daß sie alles daran feßt, um eine möglichst große Zahl Jeder der von Verlegungen der Majestät fonstatieren zu können. artige Prozeß wird zu einer Anklage gegen die Monarchie, und jede Berurteilung macht ein paar Tausend neue Republikaner. Der Erlaß Die Nationalliberale Korrespondenz" schreibt: Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. verabfolgt worden sind, können weder eingeklagt, noch in sonstiger Weise geltend gemacht werden. Wer vorsätzlich ohne die vorschriftsmäßige Genehmigung zum Betriebe der Gastwirtschaft, der Schankwirtschaft oder des Kleinhandels mit Branntwein oder Spirituosen diese unternommen oder fortgesetzt hat, wird mit Strafen von 50 bis 1000 m. oder mit Haft oder Gefängnis bis zu drei Monaten bestraft. Der Verlust der Konzession zum Betriebe der Gastwirtschaft usw. kann auch eintreten, wenn der Vertreter ohne Vorwissen von der Uebertretung des Stellvertreters bei der unter den Verhältnissen möglichen eignen Beaufsichtigung des Betriebes oder bei Auswahl oder der Beaufsichtigung der Vertretung es an der er= forderlichen Sorgfalt hat fehlen lassen. Das Centrum und die politische Lage in Bayern. Die große Tuntenhausener Herbstparade des bayrischen Centrums, die am Montag abgehalten wurde, brachte diesmal als Hauptredner " Man kann sich des bedauerlichen Eindrucks nicht erwehren, den Kammerpräsidenten Dr. v. Drterer. Ueber die Vorgänge, daß grade in letzter Zeit trop des Anwachsens der Socialdemokratie die sich im letzten Jahre in den Gefilden der bayrischen Politik von behördlicher Seite Maßnahmen getroffen werden, die zum ereigneten, führte Herr v. Orterer aus: Die vom Centrum seit einigen mindesten als nicht geschickt zu bezeichnen sind und lediglich der Monaten angeschlagene schärfere Tonart werde bei seinen Wählern allsocialdemokratischen Agitation stets neues Agitationsmaterial zu- gemein gebilligt. Die Entlassung des Grafen Crailsheim habe in führen. Ein solcher Mißgriff liegt, wenn sich die Darstellung des diesen Kreisen freudige Ueberraschung verursacht; sie sei aber nicht " Vort." bestätigen sollte, zweifellos in der Verhaftung des focial etwa allein auf den im Januar d. I. abgehaltenen bayrischen demokratischen Berichterstatters Rehbein vor. Dieser Fall von Centrumstag zurückzuführen. Ueber die Ursachen des Sturzes des " Zeugniszivang" erscheint ganz unglaublich! Die Redaktion des Premierministers habe er folgendes gehört: 1. Der Rat, das Dank" Vorwärts" hatte, wie man ihr wohl allgemein zugestehen wird, telegramm unmittelbar vor dem Delegiertentag( des bahrischen ausnahmsweise ganz korrekt gehandelt, indem sie sich zuerst an Centrums) zu veröffentlichen, war doch eine zu starke Kraftprobe die kompetente militärische Stelle wandte; ein solches Verfahren eines einzelnen Staatsmannes gegen die Mehrheit der Volksvertretung. ist den Socialdemokraten von der Reichstagstribüne herab sogar 2. Das Verlangen, daß nur auf diesem Wege und durch diese Quelle empfohlen worden! Der Einwand des Obersten immer unter Informationen über die Stimmung des Volkes an die höchste der Voraussetzung, die Darstellung des Vorwärts" deckt Stelle gelangen dürfen, war nicht im Sinne der andren Ministersich mit den Thatsachen er könne die Untersuchung nicht kollegen. 3. Der offiziöse Preßschuß, daß die bayrische Regierung führen, weil er den Namen des beschwerdeführenden Soldaten mobil gemacht wurde gegen die Hetzer der Partei, war doch ein zu nicht fenne, erscheint doch recht hinfällig. Gänzlich verfehlt ist aber fühnes Wagnis, weil nicht gedeckt durch die Autorität der andren das Zeugnisztvangsverfahren gegen den pp. Rehbein. Wir hoffen, Minister. daß die Mitglieder unsrer Reichstags- Fraktion diesem Zeugnis3tvang energisch zu 2eibe gehen!" " Ueber die Stellung des Centrums zur Regierung fagte Drterer, es sei bisher manches geschehen, was nicht übel gefallen habe, und Die National Zeitung" meint: man hoffe, daß noch mehr geschehe, was noch besser gefallen werde. Mit dieser Zeugniszwangshaft wird Man wolle fich abwartend verhalten. Die Probe auf die ganze in einer einzigen Handlung eine kaum glaubliche Summe von Ungeschicklichkeiten und Situation werde die Vorlage für die Aenderung des Unbegreiflichkeiten verbunden. Wird schon das Zeugniszwangs- ah Igeseges sein. Dabei werde sich gleich zeigen, wie die verfahren gegen die Presse an sich allgemein mit Recht entschieden Dinge stehen und danach werde sich dann das ganze weitere Vorgemißbilligt, so stellt der vorliegende Einzelfall einen klassischen Höhe gehen des Centrums zu richten haben. Der Redner erinnert daran, daß punkt in der Geschichte dieser Verfahren dar, der kaum noch zu über- im liberalen Lager, wo man von dem neuen Wahlgesetz eine Schädigung bieten sein wird. Der Vorwärts" als Märtyrer seiner Loyalität- es fürchtete, das Bestreben sich zeigt, den Entwurf zu Fall zu bringen. ist nicht zu glauben, daß diese Absurdität zur Wirklichkeit gemacht Er machte ferner Andeutungen, daß die Regierung heimlich diese sein soll! Wie weit der Vorwärts" wirklich einmal loyal ver- Bestrebungen unterſtüße, und erklärte dann, wenn das Gesetz infolgefahren wollte, wie weit es sich etwa nur um einen wohl weit dessen zu Fall kommen sollte, so werde das Centrum mindestens über sein eignes Erwarten geglückten Versuch handelte, die Militär- verlangen, daß gewisse Härten", die das jetzige Wahlgefez enthält, behörde und den Staatsanwalt aufs Glatteis zu locken, läßt sich nicht beurteilen. Für die Zukunft aber bietet dieser Fall ihm eine Waffe, die um so gefährlicher ist, als ohnehin in der letzten Zeit die Klagen über Soldatenmißhandlungen wieder außerordentlich zugenommen haben und der öffentlichen Erörterung nur zu viel unerquidliches Material bieten." " auf andrem Wege beseitigt werden. Damit ist offenbar eine Neueinteilung der Wahlkreise auf administrativem Wege gemeint, wozit ist ihm viel wichtiger als die Einführung des direkten Wahldas Centrum die Regierung zwingen will. Eine solche Aenderung rechtes, denn seit Jahren wird von den Ultramontanen lebhaft darüber geklagt, daß die jetzige Wahlkreis- Geometrie in ganz raffiniert geschickter Weise den Liberalen ungehörige Vorteile Nach Schema& rechtfertigt sich allerdings formell die Er- ficherte denn auch, er werde einem neuen Wahlgesetz nur zustimmen, zuschanze. Abg. Steininger, der nach Drterer noch sprach, vers zwingung des Zeugnisses. Die öffentliche Meinung wird es aber wenn dabei das flache Land nicht benachteiligt werde. nicht für angemessen halten können, daß man es gegen Die Kölnische Zeitung" urteilt: Vom Reiche verlangte Herr Steininger größere Vorsicht bei der einen Mann anvendet, der sich allem Anschein nach in gutem Fortführung der socialpolitischen Gesetzgebung sowie die AusGlauben mit einer Mitteilung an die Behörde gewandt und behnung der Invaliden- und Altersversicherung auf den Bauern- und dabei das zu verschiedenen Malen vom Kriegsministerium Mittelstand. Nennung dringend empfohlene Verfahren beobachtet hat. Wenn die Ueber die Gehaltsaufbesserung der Beamten und Bediensteten, bes Namens im allgemeinen schon Gründen der Diskretion verweigert werden mußte, so trifft sprachen sich die beiden Redner sehr vorsichtig aus. Sie versicherten, aus eine Frage, die im Vordergrunde des öffentlichen Interesses steht, das besonders in diesem Falle ein, da es dem Soldaten man sei sich darin einig, daß hier etwas geschehen müsse, sicherlich nicht zum Vorteile gereicht hätte, wenn es bekannt ge- sobald es die Finanzen erlauben. Nun ist es aber worden wäre, daß er sich mit seiner Beschwerde an ein focial- öffentliches Geheimnis, daß in dem neuen Etat, der dem Landtag demokratisches Blatt gewandt hat. Nachdem wir erst vor wenigen demnächst vorgelegt wird, nur mit Mühe und Not ein Ausgleich Tagen aufs energischste gegen das moralisch verwerfliche einer zwischen Einnahmen und Ausgaben herzustellen war, so daß die Zwangshaft gegen Hebatteure unfre Stimme erhoben haben, hoffen Bediensteten voraussichtlich wieder mit Bertröstungen für die Zuwir, daß durch diesen krassen Fall die Angelegenheit zur Krise und funft abgespeist werden. zu einer endgültigen Entscheidung im Sinne des moralischen Rechtes geführt werden wird." Inzwischen befindet sich Genosse Nehbein immer noch in der Tortur". * Deutfches Reich. Alles in allem haben die auf dem diesjährigen Tuntenhausener Tag gehaltenen Reden gezeigt, daß das Centrum sich sehr als die herrschende, ausschlaggebende Partei fühlte, die gewillt ist, der Regierung die Bedingungen zu diktieren. Ob das Centrum aber auch Sie Macht hat, seine Bedingungen wirklich durchzusehen, wird sich ja sehr bald zeigen. Der Zusammenschluß der Nationalpolen war bekanntlich schon während der Reichstagswahl geplant worden unter dem Namen Centralwahlkomitee". In einem Entwurf zu den Statuten, den ein polnisches Blatt veröffentlicht, wird bestimmt: " So wird der Monarchismus von zwei Seiten moralisch zerrüttet, einmal durch den Byzantinismus, der die schwerste Form der Majestätsbeleidigung darstellt, weil man nur dem schmeichelt, was Bekämpfung des Alkohols durch Polizeimaßregeln. man im Grunde verachtet, und zweitens durch die Justiz, welche Gemäß den Beschlüssen des preußischen Landtags vom Juni die Aufgabe übernommen hat, zu zeigen, daß in Deutschland eigentlich jedes Wort, das gedacht, gesprochen oder gedruckt Anträgen des Abg. v. Douglas wurde zwischen der Kommission und Wort, das gedacht, gesprochen oder gebrudt 1902 zu den auf die Bekämpfung des Alkoholismus gerichteten Das Polnische Wahlkomitee für das Deutsche Reich" ist die wird, eine Majestätsbeleidigung enthalten könne. den preußischen Ministerien sowie Vertretern des Reichs- Justiz- höchste Wahlbehörde für alle Polen, welche die einzelnen im Bereich an die Staatsanwalte verrät unbewußt: daß die ganze öffentliche amtes und des Reichsamtes des Innern Vorschläge auf Abänderung des Deutschen Reiches bestehenden polnischen Wahlbehörden anerkennen. Meinung im Grunde eine große Majestätsbeleidigung sei. Und der Gewerbe- Ordnung vereinbart, die nunmehr seitens der preußi- Der Sig des Komitees ist Bosen. Die Mitglieder desselben werden als Mittel gegen diefe Stimmung wird das Gefängnis angewandt. fchen Regierung in Form einer Novelle zur Gewerbe- Ordnung der gewählt seitens 1. des Wahlkomitees für das Großherzogtum Posen, Wo nur irgend eine Aussicht ist, jemand einzusperren, der wird beim Reichsverwaltung vorgelegt wurden. Die in Mainz erscheinende 2. des Wahlkomitees für Westpreußen und Ermland, 3. des VorKragen genommen, und ob er fluchtverdächtig ist oder nicht, einst" Deutsche Weinzeitung" ist in der Lage, den seither von der Re- standes des polnischen Vereins in Schlesien, 4. des Wahlkomitees für weilen in Haft genommen. Das bedeutet die Einführung des gierung noch nicht veröffentlichten Entwurf der Bestimmungen mit Berlin und Umgegend, 5. des Wahlkomitees für Westfalen und Rheinadministrativen Verfahrens auf einem Umiveg. Jeder, Begründung zu publizieren, der eine Reihe wichtiger und inter- land. Zur Thätigkeit des Centralfomitees gehört 1. die Beſtimmung der etwas schreibt, was irgendwo unangenehm auffällt, wird erst einmal effanter Bestimmungen, 3. B. die obligatorische Bedürfnisfrage für der Wahlkreise, in denen Bolen als Kandidaten aufgestellt werden Wirtschaften, fakultative Vorschriften zur Förderung alkoholfreier sollen, vor jeder Reichs- und Landtagswahl; 2. das Schließen von auf ein paar Wochen hinter Schloß und Niegel gesetzt. Hernach ist's Getränke, Ausschluß weiblicher Bedienung, Verbot des Borgs, härtere Kompromissen mit andern Parteien. gleichgültig, ob sich die Anklage aufrecht erhalten läßt oder nicht; die Strafbestimmungen, eventuell Verlust der Konzession, enthält. Im Strafe hat er weg. Die Untersuchungshaft und die Behauptung einzelnen wird unter anderm bestimmt: Die Landesregierungen sind der Majestätsbeleidigung wird zum Mittel, ohne Urteil zu ver- befugt, zu bestimmen, daß den Schankwirten durch die KonzessionsWas die sächsischen Bergarbeiter schon vor einiger Zeit befürchtet urteilen; das ist im Grunde Kabinettsjustiz, das ist Straf behörden auferlegt werden kann, bestimmte falte Speisen und bestimmte nichtgeistige Getränke zur Verabfolgung an die Gäste bereit haben, ist nun thatsächlich festgestellt: in den westsächsischen Kohlenabsolutismus. au halten. Ferner sind die Landesregierungen befugt, zu bestimmen, rebieren find Wurmtrante. Auf dem Zwickauer Tiefbauschachte ist daß die Erlaubn zum Betriebe der Schantwirtschaft unter Be- folgende Bekanntmachung angeschlagen: dingungen erteilt werden kann, welche die Annahme weiblichen Der vom 22. Juli bis 14. August 1902 auf dem VertrauensArbeits- und Hilfspersonals beschränkt oder aufhebt. Die Schant- fchacht beschäftigt gewesene Lehrhäuer Franz Emil Dietel aus Stenn, wirte dürfen den Gästen Getränke, von Notfällen abgesehen, zum welcher vorher vom 1. Juni 1900 bis 30. April 1902 auf den rheinischGenuß auf der Stelle auf Borg nicht verabreichen. Die Forde westfälischen Gruben gearbeitet hatte, ist jetzt ärztlich für wurmrungen für Getränke, welche den vorstehenden Vorschriften zuwider behaftet befunden worden. Wer aber glaubt wirklich, daß man das Ansehen des Monarchismus durch das Massenaufgebot der Staatsanwalte erhöhen fönne? In Wirklichkeit verrät das Verfahren nur blinde Furcht vor der Kritik und damit das bange Eingeständnis, daß die Institution, die man schützen will, innerlich so morsch sei, daß man selbst gegen Worte und Gedanken Kanonen auffahren lassen müsse. Die Wurmkrankheit in Sachsen. F831475 bestraft werden. " Die Werksverwaltung. Aus diesem Grunde wird die Mannschaft nochmals zur gewissenhaftesten Befolgung der aushängenden Regeln zur Verhütung einer Ansteckung mit dem Bedeuten aufgefordert, daß Zuwiderhandlungen nach Bunft 2 der aushängenden Regeln mit sofortiger Entlassung Nach den Zwickauer Neuesten Nachrichten" sollen in der letzten Zeit 12 Mann aus dem Lugau- Delsniger und Zwickauer Revier als wurmfrank im Kreis- Krankenstift zu Zwickau behandelt, die meisten aber bereits wieder entlassen worden sein. Es soll sich im ganzen um etwa 75 wurmfranke Arbeiter handeln, die sämtlich zuvor in Westfalen beschäftigt waren. Wie das Blatt weiter meldet, erhalten die Erkrankten während der Dauer ihrer Krankheit den vollen Schichtlohn ausgezahlt. Serbien. allerlei sonstige Bedenken geltend gemacht werden. Dem Die Verhaftung von Offizieren, welche die Proklamation gegen gegenüber möchten wir doch die Freisinnige" samt der Centrums die Verschwörer unterzeichnet oder sich die Feindschaft der Königs- Korrespondenz darauf aufmerksam machen, daß bei den Abmörder zugezogen haben, wird trotz der offiziellen Beruhigungsver- geordnetenwahlen ganz dieselbe Bestimmung existiert, daß aber abend der Rittmeister Lontkiewitsch und der Hauptmann Ljuboschitsch kommissar diese Wahlhandlung oft bis mitter sicherungen der Regierung eifrigst fortgesetzt. So wurden vorgestern ohne Widerspruch der Parteien der Regierungsverhaftet und ferner erfolgte gestern auf Grund der Aussagen des nacht fortsegen ließ. Sollte es ihnen nicht erinnerlich verhafteten Hauptmanns Lazarewitsch, wonach der pensionierte fein, fo fönnen fie bei R. Siegfried,„ Ein Mahnwort General Magdalenitsch zur Durchführung der letzten Offiziersver- zur Statistik der preußischen Landtagswahlen von 1898"( Berlin, schwörung Geld hergegeben hätte, die Verhaftung des letzteren. Türkei. Wrede 1899) nachlesen: Infolge dieses äußerst schleppenden Verfahrens hat die Wahl der Abgeordneten ohne jede Unterbrechung in Breslau am 6. November 1888 fogar von 9 Uhr morgens bis 5 Uhr nachts gedauert... Jn Bromberg- Stadt und Land, Wirsiz An ist sehr häufig bis nach Mitternacht gewählt worden beiden Orten waren freisinnige Wahlmänner mit Erfolg thätig!! Auch mit dem Gerede von politischer Nachtschwärmerei kann gemacht werden, würde in Bulgarien ein Bürgerkrieg ausbrechen, Herr Richter nicht die reaktionäre Maßregel beschönigen, gegen den wie ihn die Geschichte bisher noch nicht verzeichnet hat. Europa würde Wunsch der breiten Masse die Wahlstunde auf den Vormittag festdann durch Thaten aufgeschreckt werden, wie sie selbst in der blutigen zusetzen, eine Maßregel, die in Berlin um so reaktionärer ist, als Geschichte des Ostens nicht ihresgleichen hätten. Wie er weiter mit- 1898 die Wahlstunde für Berlin verständigerweise auf 5 Uhr nachteilt, wird in Sofia zuversichtlich erwartet, daß Rußland und Destreich mittags angesetzt war. nach der bevorstehenden Zusammenkunft des Zaren mit dem Kaiser Eine vereinigte nationale Partei", bestehend aus den KonFranz Joseph Vorschläge zur Wiederherstellung geordneter Zustände fervativen," Nationalliberalen und Freisinnigen, hat sich in Lingen machen werden. ( Hannover) gebildet. Sie will als gemeinsamen Kandidaten den Amtsrichter Tholen in Lingen aufstellen. Die Wirren in Macedonien. Der Sofiaer Korrespondent des Die Manöver- Unfälle, die vor und während der Kaiserparade" Daily Telegraph", der, wie er sagt, in engen Beziehungen zu den bei Erfurt vorgekommen sind, werden wohl kaum sämtlich der macedonischen Aufständischen steht, erklärt, falls die Mächte nicht einDeffentlichkeit bekannt werden. Soweit bisher in die Deffentlichkeit greifen oder innerhalb zwei bis drei Wochen annehmbare Vorschläge gedrungen, wurden bei Mönchholzhausen vom Artillerie- Regiment Nr. 55 zwei Artilleristen durch ein umfallendes Geschütz verletzt, wovon einer gestorben ist. Vom Artillerie- Regiment Nr. 3 wurden einem Kanonier die Beine von einem Geschütz abgefahren. Am Tage vor der Parade wurde beim leben des Parademarsches auf dem Grerzierplatz in Erfurt ein Infanterist vom Hizschlag getroffen und ſtarb auf der Stelle. Am Tage der Parade wurden infolge der großen Size mehrere Soldaten und auch Zuschauer ohnmächtig, welchen sofort ärztliche Hilfe zu teil wurde und dadurch wurden wohl schwerere Folgen vermieden. In Gispersleben bei Erfurt beging ein Soldat an einem fünfjährigen Mädchen ein Sittlichkeitsverbrechen. Von seinen eignen Kameraden wurde dem Verbrecher eine gehörige Tracht Brügel zu teil und dann erfolgte seine Verhaftung. Zur Aufnahme einer strafbaren Berichtigung ist der frühere verantworliche Redakteur der Fränkischen Tagespost" in Nürnberg, Genosse West meyer, vom dortigen Schöffengericht verurteilt worden. Konstantinopel, 8. September. Am 6. d. M. haben in Beirut Mohamedaner in großer Zahl ohne bisher bekannten Anlaß Angriffe auf das Christenviertel Mezraa gemacht, zehn Christen, darunter ein Amerikaner, getötet und zehn schwer verwundet. In der Stadt herrscht Panik. Afien. Ebenso haben sich die Nationalliberalen, Freisinnigen rechter und Freisinniger linker Hand in Mühlhausen- angensalza unter dem Namen„ Vereinigte liberale Parteien" zu einer dauernden Vereinigung zusammengeschlossen. Dieses Kartell bestand schon für die letzte Reichstagswahl. Rußland in der Mandschurei. Nach einer Meldung der„ Times" Die Freifinnige Vereinigung beruft nach Berlin für den 10. und aus Peking von gestern hat der russische Gesandte an das chinesische 11. Oktober eine Generalversammlung des Wahlvereins der Liberalen, Auswärtige Amt eine Mitteilung gerichtet, in welcher er erklärt, um, wie wir in der„ Volksztg." lesen,„ die organisatorischen Konsequenzen, daß Niutschwang und die Provinz Mukden am die sich aus dem Anschluß der Nationalsocialen an die Freifinnige 8. Oktober geräumt werden sollen, und die Zustimmung Vereinigung ergeben, zu ziehen. Außerdem wird auf diesem Parteidazu ausspricht, daß Mukden und Tatungkau für den Handel mit tage zur Erörterung kommen, welche grundsägliche Haltung zu der dem Auslande geöffnet werden. Frage der Zusammenwirkung mit der Socialdemokratie bei den preußischen Landtagswahlen eingenommen werden soll." Afrika. In einem Artikel der Tagespost" war berichtet worden, daß der Magistrat der Stadt Scheinfeld auf Betreiben eines Geistlicheneiner Frau in deren Abwesenheit vom Hause ihre drei Kinder habe wegnehmen und in eine Zwangserziehungs- Anstalt schaffen lassen. Der Pfarrer und der Bürgermeister sandten hierauf eine Berichtigung, deren AufRussisch- japanische Eifersüchteleien in Korea. Aus Tokio erfahren Der Provinzial- Parteitag für Schleswig- Holstein beschloß einnahme verweigert wurde, weil sie sich nicht auf thatsächliche Angaben die, Times", daß die koreanische Regierung bemüht sei, die Schließung beschränkte und schwere Beleidigungen gegen die betreffende Frau von Phengyang für den auswärtigen Handel zur Bedingung für stimmig: enthielt, indem behauptet wurde, daß sie einen scham- und die Deffnung von Wiju zu machen. Japan sei aber dagegen, da Für die bevorstehende Landtagswahl spricht der Parteitag zuittenlosen Lebenswandel führe, Ehebruch verübt 200 Japaner in Phengyang ansässig seien. Man schreibe dieses nächst die Erwartung aus: daß jeder, auch der schwächste Wahlkreis habe und der Gewerbsunzucht ergeben sei, auch solle Verhalten Koreas russischen Ratschlägen zu; das sei aber nicht zu- der Provinz das Aeußerste thun wird, um eine möglichst große Zahl fie gedroht haben, daß sie die Kinder eher vergiften werde, treffend, denn Korea habe schon lange den Wunsch an den Tag ge- von Wahlmännern zu erzielen. Bei Stichwahlen in der Urwahl sind als daß sie dieselben in die Anstalt schaffen lasse. Um legt, alle Fremden aus Phengyang zu entfernen, damit dort ein im Sinne der Berliner Resolution da, wo der Socialdemokrat auseine strafbare Handlung zu begehen, wurde die Aufnahme faiserlicher Palast gebaut werden könne. fiel, die Urwählerstimmen auf die in der Stichwahl stehenden däni oieser Berichtigung abgelehnt. Das Gericht stellte sich jedoch schen oder freisinnigen Wahlmannskandidaten zu lenken. Die Wahlauf einen andren Standpunkt und fam zu einer treise haben jedoch das Recht, in einzelnen Fällen Ausnahmen in Ver- Der Kampf bei El- Mungar. Neuere Nachrichten aus Ain- Sefra dieser Haltung der socialdemokratischen Urwähler vorzuschreiben. urteilung, indem es aussprach, daß, wenn auch die erwähnten Vorbestätigen, daß der gestern gemeldete Kampf überaus heftig gewesen würfe beleidigender Natur seien, die Einsender doch zweifellos geist; er fand am 2. d. Mts. statt und dauerte von 8 Uhr vor- Parteivorstandes in Berlin, bei den Abgeordnetenwahlen im Sinne Der Parteitag beschließt, vorbehaltlich der Zustimmung des deckt seien durch den§ 193 des Straf- Gesetzbuchs. Die nachträgliche mittags bis 4 Uhr nachmittags. mittags bis 4 Uhr nachmittags. Die Eskorte, welche den Zug der Berliner Resolution den Freifinnigen gegenüber eine einheitliche Aufnahme der Berichtigung wurde angeordnet und der Redakteur zu begleitete, bestand aus einer Abteilung der Fremdenlegion und Tattit für die ganze Provinz. Ihr Hauptpunkt ist die Forderung aus einer kleinen Abteilung Spahis, wurde befehligt von der Wahlunterstüßung eines socialdemokratischen AbgeordnetenDas Urteil ist ganz unverständlich, weil der Redakteur durch das Breßgefeß nur zur Aufnahme solcher Berichtigungen gehalten ist, dem Hauptmann Vauchez und den Lieutenants Danois und kandidaten in dem Landtags- Wahlkreis, in dem die Socialdemokratie Selchausen und wurde durch eine die keinen strafbaren Inhalt haben. Die Berufungsinstanz muß das geborener heftig angegriffen. Die Offiziere und Unteroffiziere wurden dafür die Unterstützung der freisinnigen Abgeordnetenkandidaten starke Abteilung Ein- nach geschehener Urwahl am günstigsten steht, und als Gegenleistung Urteil aufheben. der Reihe nach kampfunfähig gemacht. Ein Furier leistete indessen der Wahlhilfe gewährenden freisinnigen Gruppe auf der ganzen Ausland. Widerstand bis aufs äußerste, ohne sich zurückzuziehen, bis man ihm Linie. Vorbehalten bleibt jedoch bei einem etwaigen Wortbruch noch zu Hilfe kam. Es steht fest, daß von 120 Franzosen 37 getötet für die letzte Minute ein ungültigmachen der socialdemokratischen und 47 verwundet wurden. Die Toten wurden auf dem Der Dänenpartei gegenüber ist der Parteitag für eine UnterSchlachtfelde begraben. Hauptmann Bauchez erlag seinen Ber- Wahlmannsstimmen und damit die Beseitigung des Freisinns. legungen am nächsten Tage. Zu den Schwerverwundeten gehören stützung der dänischen Abgeordnetenkandidaten. Ferner wird ein Lieutenant Selchausen und ein Kavallerie- Unteroffizier. etwaiges gemeinsames Vorgehen von Dänen und Socialdemokraten D'Connor ist von Dran aus nach dem äußersten Süden aufgebrochen. auf Grund von gegenseitig garantierten Mindestforderungen jeder der beiden Parteien den andern Parteien gegenüber in einer bekreises oder einer Gruppe von Wahlkreisen außerhalb des vorstehend stimmten Gruppe von Wahlkreisen für zulässig erklärt. Festgelegten ist unzulässig." 20 M. Geldstrafe verurteilt. Norwegen. Streit- Spitel. Amerika. General Eine Abmachung der Socialdemokratie eines einzelnen WahlDer Wahlausfall. Kristiania, 6. September.( Eig. Ber.) Der biesjährige Wahlkampf findet morgen seinen Abschluß mit der Wahl in der Stadt Larvik. Von dieser Stadt wird es abhängen, ob oie Linke die absolute Majorität im kommenden Storthing erhält. Die Situation ist kritisch. Nach dem Resultat der gewählten Wahlmänner zu urteilen, wird das Endergebnis der Parteien sich so ge= stalten, daß die Konservativen und Moderaten 58 Pläge erhalten, bei früheren Gelegenheiten aufgestellte Behauptung, daß die bei New- York, 29. Auguft.( Eig. Ver.) Die schon die Liberalen 53( wovon 2 Socialradikale) und 5 Socialdemo fraten. Die morgen stattfindende Wahl wird also den Ausschlag geben; Minen- und Straßenbahnarbeiter- Streits vorgekommenen verda unsre Partei eine stramme Organisation in Larvik hat, find die brecherischen Handlungen nicht von den Streifenden verübt, sondern Der socialdemokratische Verein für den Kreis Essen beschloß in Aussichten die besten. Die liberale Regierungspartei hat 22 Pläge von den Unternehmern resp. deren Beamten angestiftet worden sind, Vorige Woche fand feiner am Sonntag abgehaltenen Versammlung bezüglich der Bes an die Konservativen und Moderaten verloren, an die Socialdemo- hat wieder einmal eine Bestätigung erhalten. nämlich in Richmond, Virginien, ein Prozeß gegen vier der am teiligung an den Landtagswahlen die Einsegung einer Kommission fraten 5; gevonnen hat sie von den Konservativen 3. Die Socialdemokraten haben in Kristiania eine Stimmenzunahme dortigen Straßenbahnarbeiter- Streit beteiligt gewesenen Arbeiter von acht Vereinsmitgliedern und vier Vorstandsmitgliedern, welche oon 66 Pro 3., Konservative+ 10 Proz., Liberale- 37. Auf wegen Zerstörung von Straßenbahnwaggons statt, und dabei stellte mit den Parteigenossen des Wahlkreises Duisburg- Mülheim- Oberdem Lande ist die Zunahme für unsre Partei eine noch viel be- sich heraus, daß nicht diese, sondern zwei von der Straßenbahn- hausen sofort in Beratung treten sollen über die Art der Bes deutendere, 100 Proz. und mehr. Geradezu gewaltig ist der socia- gesellschaft engagierte Detektives die That berübt hatten, so daß die Ge- teiligung an den Landtagswahlen. Die Versammlung war sich darin listische Wahlerfolg im Nordland; Trömsö Amt entsendet drei Social- schworenen, ohne sich von ihren Sitzen zu erheben, auf nichtschuldig einig, daß eine Beteiligung erfolgen müsse auf Grund des Mainzer erkannten. Die beiden Kerle haben sich, als sie merkten, wie die Parteitagsbeschlusses, welcher für alle Parteigenossen die Beteiligung Die Wahlen, die unter dem Geschrei der Reaktion:" Auf zur Sache verlaufen würde, aus dem Staube gemacht. Der Streit, Sammlung gegen die Socialdemokraten!" stattfanden, bedeuten eine welcher über zwei Monate gedauert und die Beordernng von zwei schmählicheNiederlage schmähliche Niederlage der regierenden Barteien, dagegen einen glänzenden Milizregimentern veranlaßt hat, bei deren Attacken ein Arbeiter erSieg unsrer Partei. Die Liberalen eilen ihrem Ende entgegen und schossen wurde, ist dieser Tage aufgegeben worden. fönnen unmöglich in ihren Todeskrämpfen die neue Regierungsperiode müssen sich anderswo nach Beschäftigung umsehen, da ihre Plätze überleben. Die konservative Partei ist aber kaum im stande, die mittlerweile durch von auswärts bezogene Leute besetzt wurden. Das Regierung zu übernehmen. Unfren Parteigenoffen fällt eine be- ist zugleich ein Beleg für die angeblich noch immer hier herrschende deutende Rolle zu, da sie bei Abstimmungen den Ausschlag geben. Prosperität". Aber wie verlautet, soll bereits ein Kuhhandel zwischen Liberalen und Konservativen abgeschlossen sein zur Bildung eines Koalitionsministeriums! demokraten. Nicht ohne Bedeutung ist es für den Ausfall der Wahl gewesen, daß an der Spike der Sammelpartei kein andrer als der große B. B. ( Björnstjerne Björnson) marschierte. Thalaufwärts und abwärts reiste er und stellte sich selbst mitten in den Wahlkampf zu Gunsten der Reaktion. Kristiania, 7. September. Bei den heutigen letzten Wahlmännerwahlen eroberte die Partei der Rechten die Stadt Laurvit. Die regierungsfreundliche Linke verlor dadurch die Mehrheit des neuen Storthings, welches nach dem Ergebnis sämtlicher Wahlmänner wahlen 59 Rechte und gemäßigte Linke gegen 58 regierungsfreund liche Linke und Socialdemokraten zählen wird. Zweifelhaft ist noch der Wahlausgang in den Aemtern Nedenäes und Söndre Trondhjem. Italien. " 400 Streifende fordert. Der socialdemokratische Wahlverein in Bunzlau sollte nach Meldungen bürgerlicher Blätter Wahlenthaltung beschlossen haben. Wie nun der„ Breslauer Volkswacht" gemeldet wird, ist ein derartiger Beschluß noch nicht gefaßt worden. Man will vielmehr eine Löwenberg und gemeinsame Beschlußfassung herbeiführen. gemeinsame Konferenz der Parteigenossen der Kreise Bunzlau und = Partei- Nachrichten. Wahlbeteiligung beschlossen auch die Genossen des Wahlkreises Der große Theddy( Präsident Theodore Roosevelt), der im Reden Lauban Görlig. Es wurden die Genossen Antrick- Berlin, geradezu monarchisches Talent entwickelt, hat wieder mal einen Speech Albert Schöbel Görlitz und August Härtel Langenöls als vom Stapel gelassen. In einer Ansprache, die er, wie der Telegraph Kandidaten aufgestellt. Eine Konferenz für den Neichtags- Wahlberichtet, in der Ausstellung zu Syracuse hielt, wandte sich Präsident freis Dortmund hörde beschloß gleichfalls energische Beteiligung Roosevelt insbesondere an die arbeitenden Klassen und erinnerte fie an der Landtagswahl. daran, daß, wenn die Geschäfte stocken und das Kapital feinen Gewinn aus seinen Anlagen zieht, das Volk am schwersten leide. Der Lohn der Arbeiter sei nur reichlich, wenn die übrigen Teile der Gesamtheit reichliches Einkommen haben. Die Arbeiter könnten am besten zur allgemeinen Wahlfahrt beitragen, wenn sie gefunden Verstand und die Bereitwilligkeit zeigten, andren Gerechtigkeit widerAuf der Parteifonferenz für Berlin und die Provinz Branden fahren zu lassen. Weiterhin kam Roosevelt auf die Währungs- burg richtete der Genoffe Stadthagen leidenschaftliche Angriffe gegen Gesetzgebung zu sprechen und bemerkte, unter den gegenwärtigen die Redaktion des„ Vorwärts" und die Mehrheit der Delegierten Verhältnissen seien keine radikalen Schritte zu empfehlen. Was aber auch geschehe, so dürfe man keinesfalls daran zweifeln, daß jedes unterschrieb die Aeußerungen Stadthagens durch Annahme seiner umlaufende Papiergeld in vollgültiger Münze eingelöst werde. Syracuse( New York), 7. September.( Meldung des„ Reuterschen Der Zarenbesuch und die italienischen Socialisten. Die italienischen Socialdemokraten beabsichtigen, wie schon früher mitgeteilt, bei der Bureaus".) Die Polizei verhaftete am Nachmittag in feiner WohAnwesenheit des Baren gegen diesen, als den Vertreter des auto- nung einen vor 12 Jahren aus Deutschland eingewanderten Mann kratischen Regiments, zu demonstrieren. Die„ Socialistische Union" Namens John Miller, welcher von einer Frau beschuldigt wurde, die von Rom hat in ihrer legten Sizung Beschlüsse darüber gefaßt, wie dieser Drohung ausgestoßen zu haben, daß er den Präsidenten Roosevelt Protest in Scene gesetzt werden soll, und erläßt einen Aufruf an die bei dem ihm zu Ehren veranstalteten Umzuge der Arbeiter erschießen Parteigenossen des Landes, sich diesem anzuschließen. Danach werden wolle. Willer wurde eine Stunde, bevor der Präsident auf dem Platz alle klassenbewußten Arbeiten, Bauern usw., überhaupt das ganze ankam, von wo er die Parade der Briefträger abnehmen wollte, verVolt aufgefordert, am Tage der Ankunft des Zaren die Arbeit ruhen haftet. Bei dieser Parade sollte angeblich der Schuß fallen. zu lassen; sodann sich an einer bestimmten Stunde zu versammeln und der Gemeindeverwaltung einen Protest zu unterbreiten, der an die Regierung weiter zu befördern ist und in welchem der Regierung der Vorwurf gemacht wird, daß sie mit der Einladung Landtagswahl. Der Wahltermin. und den offiziellen Empfang des absolutistischen Herrschers Ein Erlaß des Ministers des Innern vom 5. d. Mts. ordnet sich gegen die Traditionen des italienischen Volkes, gegen dessen Streben nach Freiheit und Fortschritt vergehe. Ferner wird das an, daß die Vorbereitungen zu den Neuwahlen des Hauses der AbDie Abgrenzung der Bolt aufgefordert, überall, wo der Zar vorüberkommt, demonstrativ geordneten unverzüglich einzuleiten sind. zu pfeifen. Urwahlbezirke wie die Aufstellung und Anlegung der Urwähler- und Die Gedenkfeier für den Deputierten und Philosophen Bobio, Abteilungslisten soll überall so frühzeitig vorgenommen werden, daß die am Sonntag auf dem Capitol stattfinden sollte, hat die Behörde die Wahl der Wahlmänner in der zweiten Woche des Monats Noverboten. Die Regierung befürchtet, daß gelegentlich der Demonstra- vember stattfinden kann. tion, die von seiten der radikalen Parteien geplant war, auch Kundgebungen gegen den Zarenbesuch erfolgen könnten. Das Militär, welches bei Tivoli manövrierte, ist zurückberufen worden. Resolution. Erklärung. Wäre der Redaktion Gelegenheit gegeben worden, an der Parteikonferenz teilzunehmen, so hätte sie den Versuch machen können, die Delegierten zu überzeugen, daß die Darstellung des Referenten in allen wesentlichen Punkten falsch war. Wäre es wahr, was Genosse Stadthagen behauptet hat, daß die Redaktion des„ Vorwärts" den Genossen Beber gewissermaßen als revisionistische Camorra gewaltsam gehindert hätte, im Vorwärts" zu Worte zu kommen, so wäre in der That kein Wort der Entrüstung und der Brandmarkung zu stark gewesen. eine In Wahrheit aber handelt es sich um einen ganz alltäglichen redaktionellen Vorgang. Die Redaktion war auf Grund ihrer Informationen zu der Ueberzeugung gelangt, daß die beiden Erflärungen Bebels zum Teil auf irrigen thatsächlichen Voraussetzungen beruhten. Sie handelte deshalb nur pflichtgemäß, wenn sie hinsichtlich der ersten Erklärung Bebels um Aenderungen ersuchte, Ablehnung ist also gar nicht in Frage gekommen und hinsichtlich der zweiten ihn zum Verzicht auf die Aufnahme zu veranlassen bemüht war. Der in dieser Angelegenheit gepflogene rein private und vertrauliche Briefwechsel brachte allerdings auch die individuelle Meinung eines Redakteurs zum Ausdruck, daß dieses endlose Fortspinnen von persönlichen Erklärungen gerade keine erquickliche Duvertüre zu dem Dresdener Parteitag sei, entscheidend Die Freifinnige Zeitung" besteht jetzt nicht mehr darauf, aber war für das Verhalten der Redaktion lediglich einzelne irrige Der Prozeß gegen den„ Avanti". Die Sonnabend- Ausgabe des daß ein gesetzliches Hindernis zur Ausdehnung der Wahl Mutmaßungen Bebels, die zu weiteren Auseinandersetzungen hätten Avanti" wurde wegen eines Artikels, der die bekannte Marine- handlung über Mitternacht bestehe. Sie druckt eine Notiz führen können. Angelegenheit behandelt, konfisziert. Als eine Folge des Prozesses der Korrespondenz für Centrumsblätter" Von einer Unterdrückung der Meinungsfreiheit kann natürlich gegen den„ Avanti" ist die Demiffion des Unterstaatssetretärs verwiesen wird, daß nach dem bürgerlichen Necht Rechtsgeschäfte der Marine di Reynaudi zu betrachten, der, wie es heißt, die zum gesetzlichen Termin begonnen wurden, bis zur Erledigung keine Rede sein, sonst hätte der„ Vorwärts" schon tausendmal die mit dem Marineminister Morin in der Behandlung der Marine- fortgesetzt werden dürfen. Dagegen nimmt sie auch erfreut davon Meinungsfreiheit so ziemlich aller schreibenden Parteigenossen unterAngelegenheit nicht übereinstimmt. Notiz, daß gegen eine solche" politische Nachtschwärmerei" drückt, nämlich jedesmal dann, wenn er irgend eine Einsendung ab Die Wahlstunde. ab, worin darauf F834476 lehnte. In der Vicepräsidenten- Frage war die Redaktion des wie noch kein Parteifreund vom andern öffentlich mißhandelt worden| Entlastung des Landeskomitees endete. Angenommen wurde u. c. " Vorwärts" von Anfang an der Meinung, daß es sich nicht ver- ist. Und doch hat Genosse Bernstein nichts gethan, als öffent- ein Antrag, von nun ab auf einen von Berlin aus geleisteten Lohnte, aus dieser Bagatelle eine Aktion zu machen. In diesem ich in der Partei anzuregen, was die ihn jezt monatlichen Agitationszuschuß zu verzichten. Ueber die Reichstags. Sinne nahmen wir am 1. Juli kurz Stellung gegen die von icheltenden Revisionisten ohne jede Ausnahme in wahlen und den Dresdener Parteitag referierte Genosse Cramer Bernstein angeregte" Frage". Bernstein fandte eine Antwort auf der Graftion thun wollten und in der Hoffnung Darmstadt. Er bekannte sich zu dem Standpunkte des Genossen auf die Nichtöffentlichkeit der Fraktions- Ver- Bernstein:„ Wir müßten praktisch arbeiten". In der sehr lebhaften unfren Angriff. Wir lehnten sie ab. Bernstein that, was sein Recht handlungen durchzudrücken gedachten. Diskussion sprachen fast alle Redner gegen Cramer, in sehr scharfer war, er führte Beschwerde bei der Preßkommission. Und diese gab Bernstein war allerdings insofern ihr enfant terrible, als er Weise Dr. Michels und Scheidemann. Die vom Referenten Cramer uns, wenn wir nicht irren einstimmig, recht. Es ist uns nicht be- durch seine öffentliche Anregung der Vicepräsidenten- Frage seinen Ge- vorgeschlagene Resolution wurde abgelehnt, eine von Scheide kannt geworden, daß Bernstein aus diesem Grunde über Unter- finnungsgenossen wider seine Absicht den Plan durchkreuzte und ihnen mann eingebrachte, die die Hofgängerei ablehnt, gegen nur wenige drückung der Meinungsfreiheit geklagt hätte, obwohl es sich in seinem die Suppe versalzte. Daher der Zorn und das Geschimpfe über die Stimmen angenommen. Unter lebhaftem Beifall hatte Scheidemann Fall um eine sachliche Diskussion und nicht um rein persönlichen unglücklichen Kampfgenossen und darum auf einmal die einstimmige die Wendung Cramers:" Wir müßten praktisch arbeiten" mit dem Streit gehandelt hat. Mit jenem Beschluß der Breßkommission war Versicherung im revisionistischen Lager von der so herzlich un- Einwurf abgethan: Wer hindert uns denn am praktischen Arbeiten? bedeutenden und nebensächlichen Präsidentenfrage". Die Trauben die Bernsteinerei, das unausgesetzte Aufwerfen neuer Fragen", die von den in Betracht kommenden Instanzen die Meinung festgelegt, sind eben sauer. Und vor Tische las man's anders. die Masse der Genossen talt lassen bis ans Herz hinan. daß die Diskussion über die Vicepräsidenten Frage nach Möglichkeit eingedämmt würde. Demgemäß ist die Redaktion verfahren. Es ist der erste Grundsatz der Demokratie, nach sachlichen Erwägungen ohne Ansehen der Person Entscheidungen zu fällen. Ein Redakteur des„ Vorwärts", der nicht nur ein socialistisches, sondern auch ein demokratisches Blatt ist, konnte also in seinen nach bestem Wissen und Gewissen und nach den Grundsägen, welche für die Redaktion stets gegenüber Buschriften gelten, gefaßten Entschlüssen keinen Augenblick der Person des Einsenders einen entscheidenden Einfluß auf seinen Entschluß einräumen. Es ist zu hoffen, daß nicht auch dieses stolzeste und fruchtbarste demokratische Princip der Revision verfallen wird. Küßnacht- Zürich, den 29. August 1903. A. Bebel. Nachschrift: Jm Begriff, die vorstehende Zuschrift zur Post zu geben, wird mir aus Berlin mitgeteilt: Heine habe unter großer Entrüstung der Versammlung im dritten Wahlkreis geäußert:„ Bebel fizt in Küßnacht und schläft und weiß von nichts, um dann plötzlich zu erwachen und loszuschlagen." Der Genosse, welcher mir diese Witteilung macht, wohnte der Heineschen Versammlung bei. Der Bericht des„ Vorwärts" über die Heinesche Versammlung enthält diese Aeußerung Heines nicht. Ueber die. Hessische Presse referierte Genosse Scheidemann, der sich für den Ausbau der„ Mitteldeutschen Sonntags- Zeitung" zu einem Landesorgan aussprach. Nach eingehender Diskussion fand die nachfolgende Resolution mit großer Mehrheit Annahme: Die Landeskonferenz macht es den Parteigenossen zur dringenden Pflicht, für die Verbreitung unsrer hessischen Parteipresse zu wirken. In der Erwägung, daß die Propagierung des Socialismus be fonders auf dem Lande intensiver betrieben werden muß als bisher, und im Hinblick auf die planmäßige Verbreitung der gegnerischen Presse hält die Landeskonferenz die Verbreitung eines wöchentlich Hat Heine die ihm unterstellte Aeußerung gemacht, so erwidere erscheinenden Landesorgans für dringend geboten. ich ihm, daß, wenn er in den zwei Monaten, seitdem ich hier size, Die hessische Landeskonferenz beauftragt das Landeskomitee, auch nur annähernd so gearbeitet hat, wie ich gearbeitet habe, er sofort in Unterhandlungen mit den Gießener Genossen zu treten fich für einen sehr fleißigen Mann halten darf. Ich gehe nicht zwecks Umgestaltung der Mitteldeutschen Sonntags- Zeitung" zu hierher, um auf der Bärenhaut zu liegen, sondern um neben der einem Landesorgan mit dem Drudkort Offenbach. mir so notwendigen Erholung Arbeiten auszuführen, für die ich in Berlin nicht die nötige Ruhe finden würde. Küßnacht, den 30. August 1903. * A. Bebel. Von weiteren Aeußerungen über die Angelegenheit sehen wir borläufig ab, da sie in nächster Zeit an andrem Ort zum Austrag tommen wird. Bis dahin mag wohl auch Genosse Stadthagen für seine Entdeckung Beweise sammeln, daß das Verhalten der Redaktion ein Ausfluß des Revisionismus sei. Bis zu dem Sonntag, an dem er diese seine Entdeckung der Deffentlichkeit preisgab, Da in Dresden nun auch diese Angelegenheit zur Sprache hat er genau gewußt, daß die Redakteure, die in erster Linie kommen wird, vertagen wir bis dahin eine eingehende MotiGelegenheit hatten, sich zu der von Bernstein zubeugen, geben wir furz die ausschlaggebenden Gründe die Verantwortung für den Zwischenfall tragen, so oft fie vierung unsrer Entscheidung. Nur um einer Legendenbildung vorund seinen Freunden aufgeworfenen Frage zu für unser Verhalten an. äußern, sie auf das entschiedenste bekämpft haben. Kurt Eisner. Heinrich Wetter. Wilhelm Schröder. Entgegnung. " Die Landeskonferenz anerkennt die von dem Genossen Scheidemann in seinem Referat über die hessische Parteipreffe angeführten Gründe für den Ausbau und die Druckverlegung der Mitteldeutschen Sonntags- Zeitung" als durchschlagend an und erwartet von den Genossen des Wahlkreises Gießen, daß sie die gemachten Vorschläge, deren Verwirklichung im Interesse der gesamten Landespartei und zunächst auf die hessische Partei- Organisation beziehen, nennen wir besonders auch der oberhessischen Kreiſe liegen, acceptieren. Von den weiterhin zur Annahme gelangten Anträgen, die sich den folgenden: " Die erste Erklärung wird nur verständlich dadurch, daß Genosse Die Landeskonferenz der Socialdemokraten Hessens fordert ane Bebel annahm, hinter der Fürstenwalder Entgegnung stecke ein be- läßlich der unter so grausigen Umständen erfolgten Hinrichtung stimmter Parteigenosse. Da uns nun in zwingender Form mit des Mörders Detrois in Mainz energisch die Abschaffung der Todes Bur Informierung unsrer Leser scheint es uns notwendig, die geteilt war, daß die Voraussetzung Bebels falsch sei, war es unsre strafe. Die Konferenz erwartet, daß die socialdemokratische Reichstagsbeiden Erklärungen Bebels nunmehr abzudrucken: einfache Pflicht, davon Bebel in Kenntnis zu setzen und ihm eine Fraktion beim Zusammentritt des Reichstages als Initiativantrag Begründung vollständig ignoriert. Aenderung der Erklärung anheim zu stellen. Bebel hat bisher diese die Abschaffung der Todesstrafe" einbringt. Des weiteren protestierte die Landeskonferenz gegen die in Berlin und Leipzig erfolgte Verhaftung der Parteiredakteure wegen angeb Die zweite Erklärung erschien uns bedenklich wegen der Nachlicher Majestätsbeleidigung. Der Parteitag sandte den Inhaftierten schrift, vor allem aber wegen der Wendung über die Marburger Grüße brüderlicher Solidarität. Stichwahl Angelegenheit. Diese hätte die mitbetroffene Redaktion zu einer Entgegnung gezwungen, die wir vermeiden wollten. In Dresden wird auch darüber volle Klarheit geschaffen werden. Die Erklärung der Fürstenwalder Genossen im Vorwärts" vom 26. August über meine Entgegnung auf ihre Resolution und deren Motivierung im Vorwärts" vom 23. August läßt mich trotz des gereizten Tones, in dem sie gehalten ist, sehr falt. Ich habe keinen Grund, bon meinen Ausführungen auch nur ein Wort zurückzunehmen, und halte mich viel zu gut unterrichtet, um nicht zu wissen, wohin jene Resolution und ihre Begründung zielte und wie sie zu stande kant. Ich habe auch nicht verlangt, daß die Fürstenwalder Genossen fich jetzt schon auf Grund meiner Entgegnung zu einer anderen Ansicht bekennen sollten, sondern ich habe sie gebeten, meine Artikel in der„ Neuen Zeit" fich anzusehen und zu studieren, vielleicht daß sie dann sich zu meiner Ansicht befehrten. Db ich Kassandrarufe erschallen lasse oder nicht, ist Sache meiner eignen Entschließung. Es ist allerdings gewissen Leuten sehr unangenehm, zu finden, daß sie mit der Haupt- und Staatsaktion, die fie aus der Wuines Vicepräsidenten aus der Mitte der Fraktion machen wollten, sich in die Nesseln gesetzt hatten, und so mußte alles wieder aufgehoben werden, um diese Frage nunmehr als möglichst unbedeutend erscheinen zu lassen, sei es selbst unter Preisgabe desjenigen aus dem eignen Lager, der zuerst diese Frage an geregt hatte. Es iſt nur eine von den Finten, die angewandt werden, die Sache so darzustellen, als hätte ich die Frage der Vicepräsidentenwahl zur Haupt- und Staatsaktion machen wollen, während es gerade die andre Seite war, die sie auf die Tagesordnung brachte und zur Haupt- und Staatsaktion zu machen gedachte, bis sie entdeckte, daß sie sich in der Lage jener betrübten Lohgerber befand, denen die Felle fortgeschwommen sind. Diesen Vertuschungsversuchen trete ich entgegen und verlange, daß endlich Farbe befannt wird. Zum Ueberfluß habe ich durch die Ueberschrift, die ich für meine Artikel in der„ Neuen Beit" ankündigte: Ein Nachwort zur Vicepräsidentenwahl und Verwandtem, für jeden sichtbar angekündigt, daß ich die Vicepräsidentenfrage nur als Symptom einer Erscheinung auffasse, über die endlich auf dem Parteitag Klarheit geschaffen werden muß. Die beiden Artikel werden in einer Summer Ser„ Neuen Zeit", und zwar derjenigen, die am 7. September ausgegeben wird, erscheinen, auch wird den Delegierten zum Parteitag in Dresden ein Separatabzug zugestellt werden. Auch ich bin der Meinung und hier stimme ich wieder einmal mit den Fürstenwalder Genossen überein, daß die possibilistischen Bäume nicht in den Himmel wachsen, die Fürstenwalder Genossen ahnen aber offenbar nicht, wen sie mit dieser Bemerkung treffen. Diese Bemerkung zeigt mir aber, daß sie auch zu denen gehören, die glauben zu schieben, aber geschoben werden. Ich schließe, wie ich meine erste Entgegnung schloß: Das Auch eine Buschrift! A. Bebel. Weitere in Dresden! Die andre Erklärung lautet: Die Zuschrift des Genossen Heine im gestrigen Vorwärts" über den letzten Parteiversammlungsbericht im 3. Wahlkreis, wie Vorkommnisse in den Berliner Parteiversammlungen am 25. b. M., = Der internationale socialistische Rongreß von 1904. Das internationale socialistische Bureau zu Brüssel veröffentlicht einen Aufruf, in welchem die Partei- Organisationen aller Länder zur Beteiligung an dem nächstjährigen internationalen Kongreß, der vom 14.- 20. August in Amsterdam stattfindet, aufgefordert werden. Die Landesparteien werden ersucht, auf ihren nächsten Kongressen und Parteitagen zu dem internationalen Kongreß Stellung zu nehmen. Das internationale Bureau so heißt es weiter habe in seiner letzten Sigung vom 20. Juli den Wunsch geäußert, daß die Fragen, die schon durch vorhergehende Kongresse entschieden worden find, und solche, die zu specielle Gebiete behandeln, von den Verhandlungen ausgeschlossen werden. Aus Induftrie und Handel. Bergarbeiterlöhne. Nach der vom Reichs- Anzeiger" veröffent lichten Lohnstatistik betrugen die verdienten reinen Löhne( d. h. nach Abzug aller Arbeitskosten sowie der Knappschafts- und Invalidenbersicherungs- Beiträge): Art und Bezirk des Bergbaues • Die Tagesordnung ist wie folgt festgesetzt: 1. Bericht des a) Steinkohlenbergbau Sekretariats. 2. Bericht der Nationalitäten. 3. Allgemeine Grund- in Oberschlesien fäße der socialistischen Politik. 4. Der Generalstreit. 5. Gewerk in Niederschlesien. schaften und Politit. 6. Die Trusts und die Arbeitslosigkeit. im Oberbergamtsbezirk Dort7. Internationale Schiedsgerichte. 8. Einwanderung und Ausmund: wanderung. a) Nördliche Rebiere. b) Südliche Reviere. Summe D.-B.-A. Dortmund ( a, b und Revier Hamm) bei Saarbrüden( Staatswerke) Die Tagesordnung ist eine provisorische und die Parteigruppen haben das Recht, die Aufstellung weiterer Punkte zu beantragen. Diese Anträge sollen zusammen mit eingehenden Berichten über diese Frage und dem Entwurf einer Resolution bis zum 1. Dezember d. I. dem internationalen Sekretariat eingereicht werden. Ferner werden bei Aachen. die socialistischen Parteien und die Centralleitungen der Gewerkschaften ersucht, dem Sekretariat bis zum 31. Dezember d. J. einen Thätigkeitsbericht seit dem legten Kongreß im Oberbergamtsbezirk Halle. von 1900 einzusenden. Die Adresse des Sekretariats ist: Nue eyvaert 63 in Brüssel. b) Braunkohlenbergbau c) Salzbergbau Schließlich erinnert der Aufruf an die Resolutionen von London im Oberbergamtsbezirk Halle. ( 1896), ergänzt durch die der Konferenz von Brüssel( 1899) und be- d) Erzbergbau ftätigt durch den Pariser Kongreß( 1900), durch welche die Zulassungs- in Mansfeld( Supferschiefer). bedingungen zu den internationalen Kongressen festgelegt sind. im Oberharz In den ersten Tagen des kommenden Jahres sollen die weiteren, in Siegen- Nassau. den Erfolg des Kongresses sichernden Beschlüsse des Sekretariats und sonstiger rechtsreinischer der holländischen Genossen sowie die definitive Tagesordnung bekannt linksrheinischer gegeben werden. " Auf 1 Arbeiter und Auf 1 Arbeiter 1 Schicht im entfielen im II. I. JahresViertel- Viertelmittel jahr jahr 1902 1903 1903 M. M. M. II. I. Viertel- Viertel. jahr jahr 1903 1903 M. M. 2,95 2,97 2,97 2,71 2,70 2,73 197 196 201. 203 3,90 3,67 3,65 279 3,88 3,89 293 290 3,65 279 3,84 3,81 3,82 289 287 3,58 3,57 3,57 256 260 3,75 3,78 3,71 277 282 2,97 2,89 2,94 220 218 3,56 3,55 3,58 252 260 210 171 201 2,91 2,76 2,84 215 2,25 2,30 2,27 164 2,93 2,84 2,84 203 2,77 2,73 2,70 195 192 2,39 2,40 2,39 168 169 Bei den Löhnen im Oberharz( Erzbergbau) kommt zu den Ueber die Parteikonferenz für die Provinz Brandenburg wurde Schichtlöhnen eine Brotfornzulage hinzu, die für das erste Biertelam Montag im socialdemokratischen Wahlverein in Branden- jahr 1903 9 Pf., für das zweite Quartal 8 Pf. Betrug. burg a. H. Bericht erstattet. Bei dieser Gelegenheit erfuhr wie Wie die obige Tabelle zeigt, sind die Schichtlöhne im Steinkohlendie Brandenburger Zeitung" berichtet das Verhalten des Ge- bergbau Oberschlesiens seit dem vorigen Jahr noch weiter zurücknoffen Stadthagen eine herbe Kritik. Die Punkte 5 und 6 der gegangen, während sie sich im Oberbergamtsbezirk Dortmund im d. Stadthagenschen Resolution durften, ganz besonders nach der allgemeinen auf dem Stand des Vorjahres hielten. Am meisten bortrefflichen Rede des Genossen Gerisch, von der Provinzial- find vom Rüdgang die unterirdisch beschäftigten eigentlichen Bergnötigen mich ebenfalls zu einer Auslassung. Die Provinzialfonferenz arbeiter betroffen, während die über Tage beschäftigten erwachsenen Genosse Heine sagt: Ihn habe nicht die Vicepräsidentenfrage, tonferenz nicht angenommen werden. fondern die Maßlosigkeit und Unrichtigkeit der Angriffe gegen den habe damit insofern das demokratische Recht verwirrt, als Arbeiter in Oberschlesien nach der Statistit eine ganz geringe LohnGenossen Bernstein bewogen das Wort zu ergreifen, und zwar im sie Beschuldigte nicht gehört und außerdem durch ihre Berurteilung aufbesserung( von 2,63 auf 2,64 m. pro Schicht) zu verzeichnen haben. Interesse der durch solche Polemik trotz aller formellen Verwahrungen dieser Beschuldigten einer unter ihr stehenden Instanz, welche zunächst thatsächlich gefährdeten Freiheit der Ueberzeugung und des Worts. zum Sprechen berufen war, der Berliner Preßfommission borEr habe dabei weniger auf mich verwiesen, dessen falsche Auffassung gegriffen und dieser Urteil bereits eine Gebundenheit auferlegt hat. er aus meiner Entfernung von Berlin und der Unmöglichkeit einer Dies war auch die ungeteilte Ansicht der Wahlvereins Verpersönlichen Aussprache entschuldigt habe, als vielmehr das Treiben sammlung." gewisser Parteiblätter dafür verantwortlich gemacht. Der Genoffe Heine irrt sich gründlich in der Annahme, daß, weil ich fern von Madrid weile", ich falschen Auffassungen und un genügenden Informationen über das, was in Madrid und Nebenorten geschieht, ausgesetzt sei. Prämienzucker- Berzollung. Nach einer an die Zoll- und Steuer behörde ergangenen Mitteilung hat die durch Art. 7 des Brüsseler Vertrags über die Behandlung des Zuckers vom 5. März 1902 eins gesetzte Kommission die Zölle, die nach Art. 4 des Vertrags bei der Zu derselben Angelegenheit schreibt die„ Märkische Volfsstimme": Einfuhr von Zucker aus Brämien gewährenden Ländern seitens der Leider hat es Stadthagen gefallen, die Brandenburgische Provinzial- Vertragsstaaten zu erheben sind, folgendermaßen festgesezt: für je fonferenz in Berlin mit diesem Bebel- Vorwärts"-Konflitt zu über- 100 Kilogramm Rohzucker bei der Einfuhr aus Dänemark 1,40 m., aus Rumänien je 100 Kilorumpeln; es ist uns unbegreiflich, wie der Vorsitzende dieses zulaffen raffinierter Buder 2,80 m., 18 Mart, fonnte. Vielleicht nicht einer der Delegierten hatte die„ Erklärungen" ge- gramm Rodzucker 14,20 Mark, raffinierter Buder Wenn er aber glaubt, aus einer Anzahl scharfer und miß- lesen, sicher hatte keiner die ganze Sache gegenwärtig und klar vor Augen. aus Spanien für 100 kilogramm Zucker aller Art 21,60 m., für 100 Kilogramm raffinierten Zucker, Sandis billigender Aeußerungen gegen Bernstein und die Revisionisten, Da überfällt Stadthagen die Unvorbereiteten und flickt, selbst un- aus Japan Für prämiierten Zucker aus Ländern, für die die Aeußerungen, deren auch ich mich bediente, abermals wieder schließen vorbereitet, in ganz ungehöriger Weise die Streitfache in fein Referat 2,09 Mark. zu müssen, daß trotz aller formellen Verwahrungen thatsächlich die über die Reichstagswahlen in der Provinz Brandenburg hinein. Kommission den Betrag der Prämie bis zum 1. September 1903 Freiheit der Ueberzeugung und des Wortes gefährdet sei, so ist das Das sind üble Gepflogenheiten, unter denen die Parteiverhältnisse noch nicht festgestellt hat, sollen bis zur endgültigen Festsetzung die nicht nur wieder eine ganz willkürliche Annahme, ich antworte ihm leiden müssen. Wir erwarten, daß wenn der Parteitag in Dresden in den Vereinigten Staaten von Amerika bestehenden Ausgleichszölle auch: Wer selbst im Glashause sitt, soll nicht mit schon mit diesem unerquicklichen Streit behelligt werden muß, er dann Anwendung finden, nämlich bei der Einfuhr aus Argentinien für Steinen werfen! doch in entschiedener Weise gegen die durchaus ungehörige Form der 1000 Kilogramm Zucker aller Art( mit Ausnahme des ohne Ver Jedenfalls zeigt die hochfahrende Art, mit welcher der Genosse Polemit sich wendet, die seit einiger Zeit in den Parteidiskussionen gütung der Inlandssteuer ausgeführten Zuckers) 16,50 M. aus RußHeine in seiner Erklärung im„ Borwärts" vom 13. August die Mar- eingerissen ist und von der der Stadthagensche Ueberfall eine Probe land für je 100 Kilogramm Zucker von wenigstens 99 Grad 6,51 M., von wenigstens 88 Grad 5,75 M. und von weniger als burger Genossen wegen ihres Verhaltens in der Wahlfrage in ihrem giebt." 88 Grad 4,95 M. Wahlkreise abfanzelte, wie er mit seinen Gegnern umspringen würde, wenn er die Macht dazu besäße; wobei noch hervorzuheben ist, daß Einfluß des Baumwollcorners auf die amerikanische Textildie Marburger Genossen materiell und formell im Rechte waren, Vertreten waren auf der Landes- Konferenz, die am Sonntag in Industrie. Infolge Preissteigerung der Baumwolle ist, wie uns aus denn sie hielten sich strikte an die, irre ich nicht, auch vom Genossen Steinhart im Taunus stattfand, 101 Drte durch 120 Delegierte. Das New York geschrieben wird, im Centrum der amerikanischen BaumHeine angenommene Wahlresolution des Münchener Parteitages. Landeskomitee war vollzählig vertreten. woll- Industrie, den Neu- England- Staaten, eine bedeutende Stockung Wessen sich aber seitens des Genossen Heine seine Gegner auch sonst Genosse Ulrich erstattete den Geschäftsbericht, besprach die eingetreten. Die Zahl der bisher durch die Schließung von Fabriken noch von ihm zu versehen haben könnten, dafür brauche ich nur an Reichstags- und Landtagswahlen in Hessen, erläuterte den Verlauf betroffenen Arbeiter wird auf rund 100 000 geschäßt, während Lübeck zu erinnern. derselben und schilderte die Arbeiten, die das Landeskomitee zu die übrigen zum größten Teil beschränkte Arbeitszeit haben. auch die„ American Woolen Im übrigen hat es mich ungemein interessiert zu lesen, wie leisten hatte. Gen. Orb erstattete den Kassenbericht. Die Landes- Ueberraschender" weise hat aber dieselben Parteigenossen, die jahrelang über die revisionistische einnahmen belaufen sich im letzten Jahre auf 14 504,20 M., die Aus- Co." eine große Anzahl ihrer 35 Fabriken geschlossen( wovon Thätigkeit des Genossen Bernstein entzückt waren und sich sogar eine gaben auf 14 786,80 m. einschließlich eines Zuschusses bon ca. 20 000 Arbeiter betroffen wurden), obwohl von einem„ Corner" Beit lang mit Stolz Bernsteinianer" nennen ließen und selbst 8150, M. für die Reichstagswahlen aus der Parteihauptkasse. in Wolle nichts verlautet hat. Eingeweihte behaupten aber, daß der die Corner in Baumwolle seine Rolle dabei spiele, denn es sei„ nicht nannten, jetzt plötzlich ihren Parteifreund Bernstein zum An die Berichte knüpfte sich eine lebhafte Diskussion, Sündenbock machen und ihn in einer Weise öffentlich mißhandeln, schließlich mit der einstimmigen Annahme des Antrages auf alles Wolle", was in den angeblich reinen Wollstoffen enthalten ist. Landes- Parteitag für das Großherzogtum Hessen. " " 7 Bor allem kommt in Betracht, daß die große Maffe der Bevölkerung| bestehen bleiben. Der Referent sprach sich unter Hinweis auf die einten Kräften gegen Bersonen und Sachen Gewaltthätigkeiten be heute mur eine Bekleidung erschwingen kann, welche aus Wolle" be- ungünstige Konjunktur für Annahme der vorgeschlagenen Verein- gangen, b) Beamten, welche zur Vollstreckung von Befehlen und Ansteht, die lediglich durch eine solide Unterlage von Baumwolle barungen aus. Nach einer sehr regen Debatte, in der der Unwille ordnungen der Verwaltungsbehörden berufen sind, in der rechtmäßigen existenzfähig gemacht ist: den„ Shoddy". über den geringen Erfolg der Bewegung lebhaft zum Ausdruck Ausübung des Amtes, den zur Unterstützung der Beamten zu kam, wurde gegen mehrere Stimmen folgende Resolution an- gezogenen Feuerwehrleuten und den Mannschaften der bewaffneten genommen: Macht in Ausübung des Dienstes durch Gewalt und Bedrohung mit Der Ackerbau- Sekretär hat sich in sehr bitterer Weise über jene Baumwoll Spekulanten ausgelassen, worauf diese aber geltend machten, daß sie ein ebenso reelles Gefchäft" gemacht hätten, wie feiner Zeit die Spekulanten, welche die" Corner" in Weizen und Mais infcenierten, gegen welche der Sekretär keinerlei abfällige Bemertungen zu machen hatte. Was übrigens wirklich überraschend" bei der Sache ist, das ist der Umstand, daß die BaumwollFabriken in den Südstaaten bisher durch die Preissteigerung nicht im geringsten beeinflußt wurden, denn dort ist noch keine einzige Fabrit geschlossen und ebenso wenig die Produktion eingeschränkt worden. Es muß also da etwas Besonderes zu Grunde liegen, was erst später seine Aufklärung finden dürfte. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Lohnbewegung der Metalldrücker. " " Die Versammlung bedauert auf das lebhafteste, daß die Prin- Gewalt Widerstand geleistet und dieselben thätlich angegriffen hat, zipale die so geringen Forderungen der Arbeiter und Arbeiterinnen teilgenommen zu haben." Einzelne jugendliche Angeklagte sollen nicht anerkannt haben. Nur durch die ungünstige Konjunktur ver- Gewaltthätigkeiten selbst begangen haben. Die übrigen sind wegen anlaßt, erklären die Versammelten den Abmachungen zuzustimmen. Auflaufs und Nichtbeachtung der Versammlungsauflösung angeklagt. Die Anwesenden verpflichten sich, für den Ausbau des Verbandes Erster Angeklagter Kuzma( jugendlich) soll Gewaltthätigkeiten thätig zu sein und nicht eher zu ruhen, bis der letzte Kollege und gegen Personen begangen, Sachen zerstört, Beamten Widerstand gedie letzte Kollegin der Organisation angehören. Um den hiesigen leistet und sie thätlich angegriffen haben. Brinzipalen den Hinweis auf die auswärtige Konkurrenz zu nehmen, Suzma erklärt: Ich war nicht in der Versammlung, auch ersuchen die Anwesenden den Verbandsvorstand, dafür zu sorgen, nicht in der Menge draußen. Vorsitzender: Haben Sie nicht mit daß überall dort, wo Kontobuch- Fabriken bestehen, starte Bahlstellen der Menge gegen die Feuerwehr Steine geworfen? Nein! unsres Verbandes geschaffen werden. Nur dann wird es möglich Nachher stand ich in der Nähe des Hüttenteichs, als die Sprize sein, unsre Forderungen voll und ganz zur Geltung zu bringen." schon im Wasser war. Julius Gojny hat einen Stein gegen In das Schiedsgericht wurden August Wagner, Ottomar das Hüttengasthaus geworfen. Die Aufforderung zum Aus Müller und Kusch, als Stellvertreter Heinisch gewählt. einandergehen habe ich nicht gehört. Vorher war ich zwei Stunden bei Bekannten. Ich habe Gojny auf der Sprize fahren Zur Tarifbewegung der Marmor- Steinmetzen. In der Versamm- sehen. Vorsitzender: Sie sind hinter der Menge nach dem HüttenGestern teilten wir mit, daß die Metalldrüder ihre Forderungen lung am Montag im Englischen Garten, die zahlreich besucht war, teiche Hergezogen. Kuzma: Nein, erst als die Menge vorbei war. einzureichen beschlossen haben. In der von 700-800 Personen be- sollte die Kommission endgültigen Bericht über die Verhandlungen Ich bestreite, Steine geworfen zu haben. Vorsitzender: Sie sollen fuchten Versammlung, welche am Montagabend diesen Beschluß mit den Arbeitgebern erstatten. Seitens der Kommission wurde mit den Worten: für den Hut werde ich mich rächen" einen Stein faßte, begründete Cohen die Forderungen. Er betonte die Not- jedoch erklärt, daß die Zeit zu kurz bemessen war, Verhandlungen gegen die Sprite, Steine gegen die Feuerwehrleute geworfen und Kuzma: Nein, gesagt wendigkeit für die Drücker, nach fiebenjähriger Pause wieder einmal anzuknüpfen, überdies feien aber eine Anzahl Vertreter der maß- die Abprozsprize mitumgeworfen haben. an die Verbesserung ihrer Lage zu denken und teilte dann, indem gebenden Firmen Berlins anwesend, um mit den Versammelten zu habe ich es, es war aber nicht wahr, mein Begleiter sollte denken, daß ich ich geworfen habe. Ich war ohne Hut von zu er fritische Bemerkungen daran knüpfte, das Resultat der legthin verhandeln. Vorsitzender: Sie Haben fich Zu den Minimallohnforderungen der Steinmetzen 65 und Hause fortgegangen. unter den Metallbrüdern veranstalteten statistischen Erhebungen mit. Kurzma: Nein! Erst Von 429 Beteiligten gehören 365 einer Organisation an, davon 359 70 Pf. Stundenlohn sprach als erster Redner Herr Direktor erkundigt, warum die Sprizen famen? dem Deutschen Metallarbeiter- Verbande. Mehr als neun Stunden Hergenhan( Aktiengesellschaft für deutsche Steinindustrie). Er betonte, am nächsten Tage an der Kirche habe ich Hoch Korfanth" schreien pro Tag arbeiteten 108 Drücker in 15 Betrieben, darunter daß seine Firma wohl den geforderten Tarifvertragen" könne, würde er gehört. Vorsitzender: Haben Sie gemerkt, daß an die Kirche Steine 86 fogar noch zehn Stunden, andre 934, 92, 94 Stunden. doch bereits mit Ausnahme von drei„ alten Leuten" durchweg be- geworfen wurden? Kuzma: Nein. Auf Befragen sagt Kuzma: Neun Stunden arbeiteten 299 in 44 Betrieben, 81 Stunden 11 in zahlt. Tropdem vertrete er den Standpunkt, daß der Tarif eine Julius Gojny( Angeklagter im bevorstehenden Schwurgerichtsprozeß) 3 Betrieben, 8 Stunden 11 in einem Betriebe. Daraus ergebe sich, Revision erfahren müsse, und zwar in Form einer Klassifizierung der sagte, man solle( polnisch) auf die die Polizei gehen.( Uebersetzt wird gegen die Polizei). Widerspruch des Rechtsanwalts Herrnstadt. meint Redner, die dringende Notwendigkeit, den Neunstundentag als Arbeiter. Die Diskussion war eine äußerst rege. Normal- Arbeitszeit zu fordern, denn fast ein Viertel der bei der Die Ausführungen des Vorredners gaben den Arbeitern Ge- Kuzma: Am Hüttenamt habe ich die Scheiben von Steinwürfen Statistit beteiligten Kollegen arbeiteten noch mehr als 9 Stunden. Tegenheit, erst recht mit Nachdruck ihre berechtigten Forderungen zu flirren hören. Nachher ging ich, weil ich vor dem Schießen der Die Stundenlöhne schwanken zwischen 35 Pf. und 70 Pf. Am meisten bertreten. Wenn auch zugegeben wurde, daß in seinem Betriebe der Beamten Angst hatte. Ich sah von weitem Revolver. Vorsitzender; wird ein Stundenlohn von 50 Pf. gezahlt, nämlich an 165 Kollegen Tarif gezahlt werde, so sei die Zumutung eines klassifizierten Tarifs Sie waren lange Zeit anwesend; geben Sie doch zu, daß Sie Steine in 37 Betrieben. 521 und 53 Pf. erhalten 13 in 6 Betrieben, ein Etwas, auf das niemand eingehe, und dies schon in Berüd- geworfen haben! Kuzma: Nein! Der Staatsanwalt beantragt die Ladung des Untersuchungs55 Pf. 51 in 19 Betrieben, 56 f., 571/2 bis 59 Pf. fichtigung, daß bereits vor zehn Jahren dieselben Löhne gezahlt erhielten 6 in 6 Betrieben, 60 f. 20 60 f. 20 in 13 Betrieben, wurden. Ebenso energisch verteidigten die Arbeitgeber ihren Stand- richters, da Kuzma bisher alles geleugnet habe. Nach längerer 61-65 Pf. 12 in acht Betrieben und 70 Pf. 2 in zwei Betrieben. punkt. Ein Redner führte aus, daß am selben Tage ein Waggon mit Debatte zwischen Staatsanwalt und Verteidigung, ob Kuzma von Fast alle Drücker verrichten neben der Stundenlohnarbeit auch Accord- 25 jungen Italienern als Arbeitswillige im Auftrage der Arbeitgeber weitem Revolver sehen konnte, beantragen die Rechtsanwälte, die arbeit, nur in Lohn arbeiten nur 39 in 18 Betrieben. Unter hier in recht bedauernswertem Zugestande angekommen und bisher wichtigsten Fragen polnisch zu wiederholen; man habe den Eindruck, Berücksichtigung der Accordarbeit wurden an Stunden- Verdiensten trop vieler Versprechungen noch gänzlich mittellos feien. Ueber die daß Kuzma verschiedene Fragen nicht richtig verstanden habe; festgestellt bei 86 Kollegen weniger als 50 Pf., bei 141 weniger als Arbeitswilligkeit der jungen Kräfte" feien aber die Unter- er stotterte oft und gab unklare Antworten. Nach ziemlich zu60 Pf., bei 280 Kollegen 55 Pf. und mehr, bei 225 mehr als 55 Pf. nehmer sehr enttäuscht worden, als sie erfuhren, sie seien auch gespizter Diskussion hierüber zwischen dem Vorsitzenden und den bis zu 85 Pf. Cohen bemerkte, es ergebe sich hieraus, daß der organisiert und somit dürften die hohen Kosten den Unter- Verteidigern behält sich das Gericht den Beschluß vor. Es lag nun, nachdem eine Der 16jährige Grubenarbeiter Nowoll, wie Kuzma in UnterNormalverdienst 55 Pf. und darüber betrage und es sehr be- nehmern feinen Erfolg bringen. scheiden wäre, wenn man als Mindest verdienst 60 Pf. fordere. Ginigung nicht angängig erschien, nachstehende Resolution zur Ab- suchungshaft, sagt aus: Ich stand vor Ludwig; bei Beginn der Sprißenthätigkeit ging ich nach Hause. Meine Wohnungsthür war Auf Grund dieses Resultats seien die Agitationskommission der ſtimmung vor: Drücker Berlins und ihre Vertrauensleute dazu gekommen, den Ver-„ Die am 7. September zahlreich versammelten Steinmeßen verschlossen. Rowol wird beschuldigt, ein Stück Sprißenschlauch sich sammelten folgende Forderungen vorzuschlagen: halten an ihren gerechten Forderungen fest, da sie, um allem Kampf angeeignet zu haben und mit der Menge zum Hüttenteich gezogen ein Ende zu machen, in der Freitagsversammlung( 4. September zu sein. Kowoll erklärt: Ich ging eben hinter den Leuten her. Vorsitzender: Aber Sie gingen mit der Menge in der Richtung des 1908) ihre Forderung schon erniedrigten." Vor der Abstimmung verdolmetscht Temporino den an- Hüttenteiches. Kowoll: Ja. Der achtzehnjährige Füller Scherfinsky( in Haft) hat am wesenden 25 augereisten Jtalienern den Inhalt der Resolution, und gleich einem Manne erklären alle, daß sie sich mit ihren Tage nach den Krawallen einem Kollegen erzählt, er habe sich am deutschen Kollegen solidarisch ertlären! Sierauf Landfriedensbruch beteiligt und einen Schlauch zerschnitten. Er nahm die Versammlung, mit Ausnahme der Arbeitgeber, die Reso- erklärt, er wollte mur renommieren und glaubte nicht, daß sein lution einstimmig an. Selbst eine Pause von 15 Minuten, die Kollege den Quatsch weiter erzählen würde. Er belastet gleichfalls von beiden Parteien zu Auseinandersetzungen unter sich aus den Gojny. genugt wurde, änderte an den Ansichten der Arbeitgeber nichts, so daß die Versammlung beschloß, den Unternehmern noch 24 Stunden Bedenkzeit zu geben, sich zu erklären, ob sie die Forderungen der Arbeiter anerkennen oder nicht. Diese Antwort werden die Arbeiter heute abend in einer Versammlung im„ Englischen Garten" entgegennehmen; bei eventuell abschlägigem Bescheide behält sich die Drganifation die ihr beliebigen Schritte vor. 1. Die tägliche Arbeitszeit beträgt neun Stunden. Ueber stunden dürfen nur im äußersten Notfalle gemacht werden und find dann mit 25 Broz. Aufschlag zum Lohn zu bezahlen. So lange noch die Möglichkeit besteht, neue Leute einzustellen, dürfen Ueberstunden überhaupt nicht gemacht werden. 2. Der Mindest berbienst beträgt pro Stunde 60 Pf. Dieser muß, gleichviel ob im Lohn oder im Accord gearbeitet wird, unter allen Umständen erreicht werden. 3. An Werkzeugen muß geliefert werden: Holzröhren, Holzmeißel, Stichstahl, Ümlezange, Delstein und bei der Bearbeitung von Eisenblech das gesamte hierzu nötige Werkzeug. 4. Sollte Arbeitsmangel eintreten, so muß, bebor Entlassungen vorgenommen werden, eine Verkürzung der Arbeitszeit bis zu sechs Stunden pro Tag eintreten. 5. Sonnabends muß spätestens mit Beendigung der Arbeitszeit die Lohnzahlung beginnen. Geschieht dies nicht, so ist die Wartezeit im Lohn zu zahlen. 6. Die Reinigung der Bänke hat innerhalb der Arbeitszeit zu geschehen. 7. Wo beffere Lohn- und Arbeitsbedingungen, als in diesem Vertrage festgelegt sind, bestehen, darf eine Verschlechterung nicht eintreten. 8. Die Forderungen treten mit dem Tage der Bewilligung in Kraft und gelten zunächst bis zum 1. September 1905. 9. Sollte der Vertrag nicht vier Wochen vor diesem Termin gefündigt werden, läuft er immer um ein Jahr weiter. 10. Maßregelungen infolge Durchführung dieser Forderungen find unzulässig. Nach einer recht lebhaften Debatte und einem begeisternden Schlußwort Cohens beschloß die Versammlung einstimmig, den bor stehenden Vertragsentwurf in jedem Betriebe, to Drücker beschäftigt find, dem Unternehmer am 8. September zur unterschrift lichen Anerkennung zu unterbreiten. Wo die Unterschrift bis zum 12. September abends nicht gegeben ist, darf die Arbeit am Montag, den 14. September, nicht ivieder aufgenommen werden. Die Tarifbewegung der Contobucharbeiter. Achtung! Lackierer. Wegen Maßregelung eines Kollegen legten sämtliche Lackierer der Firma U. Deinhardt, Lothringerstraße 97-98, Werkstatt Danzigerstr. 62a, die Arbeit nieder und ist die Sperre über dieselbe verhängt worden. Die Ortsverwaltung.( Filiale II, Lackierer.) Achtung! Vergolder. In der Goldleisten- Fabrit von Blaissem in Köln a./Rh. haben sämtliche Grundierer wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Da wahrscheinlich die Vergolder an dem Streit teilnehmen werden, ist Zuzug von allen Kategorien streng fernzuhalten. 28 ir richten deshalb an die Kollegen die Bitte, die Sammellisten weiter cirkulieren zu laffen. Der Hauptborstand des Verbandes der Vergolder. Die Lohnbewegung der Gürtler. Eine außerordentlich zahlreich besuchte allgemeine Gürtlerversammlung beschloß gestern abend, daß heute früh in allen Betrieben, wo Gürtler beschäftigt sind, Bie von der Lohnkommission und den Vertrauensleuten in Vorschlag gebrachten Forderungen vorgelegt werden sollen. In allen Betrieben, wo die Fordernngen bis zum 14. September nicht unterschriftlich bewilligt find, foll am 15. September die Arbeit nicht wieder aufgenommen werden. Es wird unter andern verlangt: die neunstündige Arbeitszeit, 25 Prozent Aufschlag für Ueberstunden und ein Mindest verdienst von 50 Pf. pro Stunde. Näherer Bericht folgt. Ausland. In einer zahlreich besuchten Versammlung der Contobucharbeiter und Arbeiterinnen, die am Montag im Gewerkschaftshause tagte, berichtete A. Wagner über die Verhandlungen mit den Brinzipalen. Nachdem die Tariffommission am 1. Juli der Vereinigung der Geschäftsbuch- Fabrikanten die Forderungen der Dem englischen Gewerkschaftskongres wurde am ersten BerArbeiter übermittelt hatte, wurde in verschiedenen Sigungen mit den handlungstage( Dienstag) eine Resolution vorgelegt, in der alle Bertretern der Prinzipale darüber beraten. Die Verhandlungen ge- Arbeitervereinigungen bringend aufgefordert werden, stalteten sich sehr schwierig, da die Prinzipale, statt die geringen Chamberlains Finanzpolitik, die als schädlich und gefährlich begegen Der 17jährige Fabritarbeiter Depta( in Haft) soll ein Fenster des Hüttengasthauses zerschlagen haben. Er erklärt, er sei in Laurahütte ganz fremd, sei nur zu Besuch gewesen und habe nur die Scherben eines eingeschlagenen Fensters entfernt. Der 15 jährige Werkarbeiter Stattnid soll im Hüttengasthaus und Hüttenamt mehrere Scheiben zerschlagen haben. Er bestreitet die Steinwürfe trotz entschiedenster Vorhaltungen. Der 16jährige Arbeiter Kowollit soll mit Kuzma die Abprogsprige umgeworfen haben. Er bestreitet jede Schuld. Der 14jährige Hüttenarbeiter Viola( inhaftiert) hat in der Bors untersuchung bereits zugegeben, den Baun der Pfarrei eingerissen und Scheiben im Hütten- Gasthaus eingeworfen zu haben. Das gesteht er zu. Weitere Beschuldigungen bestreitet er. Im übrigen belastet er ebenfalls den Gojny und be hauptet, der Arbeiter Phabian habe ihn zum Scheibeneinschlagen aufgefordert. Der nächste Angeklagte ist der am 21. Juni 1891 geborene Schüler Chudek. Rechtsanwalt Steinig beantragt Berlesung der Geburtsurkunde, was geschieht. Darauf beantragt der Verteidiger Einstellung des Verfahrens wegen Strafunmündigkeit. Der Antrag wird nach längerer Beratung verworfen. Der Junge giebt ängstlich zu, zu einen Freunde gesagt zu haben:" Jezt werde ich auch einen Stein werfen, fage es feinem." Bestreitet aber, wirklich geworfen au haben. Gegen 4 Uhr wird die Verhandlung auf morgen vertagt. Kommunales. Berlin. Die socialdemokratische Fraktion hat bei der Stadt. verordneten- Versammlung folgenden Antrag eingebracht: Die Versammlung ersucht den Magistrat um Auskunft, ob und welche rechtliche Vorschriften bestehen, wonach der Polizeipräsident von Berlin in der Lage ist, den Leitern städtischer Schulen Anweisung über den Ausfall des Unterrichts zu erteilen. Forderungen anzuerkennen, fich bemühten, Berschlechterungen der zeichnet wird, Stellung zu nehmen. Es kam barüber zu einer lebe Letzte Nachrichten und Depefchen. Der Wahlkrawall in Laurahütte. Achtung, Parteigenossen! Parteigenossen, die gewillt sind mit Dresden zu fahren, wollen davon dem Genossen Friz, Prinzen Straße 31, bis Donnerstagabend Mitteilung machen, zwecks Besorgung von Rückfahrtkarten zu ermäßigten Preisen. Die Billets sind am Sonntagmorgen auf dem Anhalter Bahnhof in Empfang zu nehmen. J. A.: St. Friz. Beitung" aus Guttstadt gemeldet wird, sind gestern bei einer Braunsberg, 8. September.( W. T. B.) Wie der„ Ermländischen militärischen Uebung bei Alt- Wartenburg zahlreiche Hisſchläge vor Beitung" aus Guttstadt gemeldet wird, sind gestern bei einer gekommen. Es sollen zwei Mann tot und mehrere frant ins Hospital gebracht worden sein. Arbeitsbedingungen durchzusetzen, wobei ihnen die auswärtige haften Erörterung, in der eine Verschiedenheit der Ansichten zu Tage Konkurrenz, namentlich die der Fabrikanten in Brieg in Schlesien frat insofern, als ein Teil der Redner Chamberlain und seine Politit und in Hannover, zum Vorwand diente. In der Sizung, die bor berurteilte, während der andre Teil sich nachdrücklich dagegen ausacht Tagen stattfand, kam es endlich in den meisten Punkten zu sprach, daß die Arbeiterschaft sich hartnädig der vorgeschlagenen den Delegierten zum Parteitage am Sonntagmorgen 845 Uhr nach einer Einigung. Der Hauptsache nach wurden folgende Ber Untersuchung widersetze und die Delegierten warnte, die Erörterungen stimmungen vereinbart. Der Minimallohn für männliche durch persönliche Feindschaft gegen Chamberlain beeinflussen zu lassen. die Chamberlains Politit Arbeiter wird von 44 auf 46 Pf. erhöht, der für Ausgelernte im Schließlich wurde ver ersten Jahr nach der Lehrzeit von 40 auf 41 Pf. Bu einer urteilende Resolution unter lautem Beifall gegen Erhöhung des Minimallohns der Specialarbeiter, der 48 Pf. be- zwei Stimmen angenommen. trägt, waren die Prinzipale nicht zu bewegen. Der Minimallohn Die Eisenbahnarbeiter in Madrid find infolge Entlassung für Arbeiterinnen nach einjähriger Thätigkeit im Beruf wird von mehrerer Kameraden in den Ausstand getreten. Die Zahl der Aus 24 auf 26 Bf. erhöht, der für Specialarbeiterinnen bleibt wie bisher ständigen erreicht 3000. Polizei und Gendarmerie bewachen die 37 Bf. pro Stunde. Statt der bisher geltenden Prozentzuschläge ständigen erreicht 3000. Polizei und Gendarmerie bewachen die für Ueberstunden werden feste Säße von 15 Pf., Sonntags 22 Pf. Bahnhöfe und die Kais. für Arbeiter, und 10 Pf., Sonntags 15 Pf. für Arbeiterinnen einBochum, 7. September.( W. T. B.) Der Vorstand des„ Allgeführt. Die gesetzlichen Feiertage werden den Lohnarbeitern und Arbeiterinnen bezahlt, sofern sie mindestens schon vier Wochen im gemeinen Snappschaftsvereins" beschloß heute, beschloß heute, den früheren Geschäft thätig sind. Dem§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs wurde auf Antrag des socialdemokratischen Knappschafts- Weltesten gefaßten insoweit Rechnung getragen, daß Arbeitern, die einer militärischen Beschluß, den Krankenkassen für die Behandlung Wurmkranker nicht Pflicht genügen, für die sie keine Entschädigung erhalten, eine Lohn Die Verhandlung begann um 9 Uhr im Schwurgerichtssaal. Es mehr 50 Pf. Sonderbeitrag für Tag und Arbeiter zu bewilligen, entschädigung bis zu drei Stunden gewährt wird. Die Arbeitgever find nur wenige Einlaßkarten ausgegeben. Die Presse ist stark ver- aufzuheben. Die Krankenkassen erhalten somit, wie früher, für jeden und Arbeitnehmer erkennen den für die Branche errichteten treten. Vorsigender ist Direktor Bösler, die Anklage vertritt Staats- Wurmkranken 2,50 M. Ferner wurde beschlossen, daß der Beschluß paritätischen Arbeitsnachweis und verflichten sich, nach anwalt Fipper. Der berichterstattende Landrichter ist ein ehemaliges vom 15. August, wonach auch für die drei Karenztage das KrantenMöglichkeit nur diesen Nachweis zu benutzen. Zur Erledigung von hervorragendes Mitglied des Beuthener Dstmarkenvereins, Berfaffer geld gezahlt werden soll, teine rüdwirkende Straft hat. Belgrad, 8. September.( W. T. B.) Die Meldung, General Streitigkeiten und Beschwerden wird ein Tarif- Schiedsgericht fast aller harten Urteile gegen Socialdemokraten in den letzten eingesetzt, das aus drei Arbeitgebern und drei Arbeitnehmern und Jahren. Den ganzen Saal füllen ausschließlich der Geschworenenbank Magdalenitsch sei gestern nachts verhaftet und heute morgen wieder freieinem unparteiischen Vorsitzenden besteht. Der Tarif gilt auf drei Angeklagte, darunter viele Kinder und zwei weißhaarige Greise; gelassen worden, ist unrichtig. Gestern wurde in Belgrad nur der RittJahre und soll am 1. Oftober 1903 in Straft treten. Hinsichtlich zahlreiche Familienväter, meistens gar nicht oder geringfügig vor- meister Lontkiewitsch verhaftet. Lonttiewitsch war Ordonnanzoffizier des Accordtarifs erklärten sich die Arbeitgeber bereit, in Be- bestraft, ruhige, trockene, teils blasse Bergarbeitergestalten bliden König Alexanders. General Magdalenitsch veröffentlicht eine Erratungen einzutreten, die, wie sie hoffen, im Laufe des nächsten ruhig und zuversichtlich in den Saal. Der Zuschauerraum wimmelt flärung, welche besagt, er verurteile zwar entschieden die an der Jahres beendet werden können. Voraussetzung ist, daß auch in den von Spigeln. Der Eröffnungsbeschluß hält die Angeflagten 1 bis 40 Verschwörung gegen den früheren König beteiligten Offiziere, er sehe Konturrenzstädten ähnliche Beratungen gepflogen werden. Bis zur für hinreichend verdächtig an der öffentlichen Zusammenrottung fich aber, da er fein attiver General sei, nicht veranlaßt, in der Einführung des neuen Accordtarifs sollen die bisherigen Accordsäge einer Menschenmenge", welche durch dieselbe Handlung: a) mit ver- Angelegenheit Stellung zu nehmen. an Ratto win, 8. September 1903. ( Privatdepeschen des„ Vorwärts".) erantwort.Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Inseratentei I verar artlich: Th.Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Br. 210. 20. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zum Parteitage. " Mittwoch, 9. September 1903. glänzend zu Boden schlug, fagte ich mir: jetzt fannst du nichts sizes ausgeschlossen war? Waren gerade diese Jahre nicht seine Besseres thun, als dein volles Einverständnis mit Mehrings Artikel Glanzzeit? in der nächsten Nummer der„ Neuen Zeit" in Form einer kurzen und Sein Abstieg im Ansehen sank in dem Maße, wie es loyaler scharfen Erklärung auszusprechen. Damit ersparst du dir einen Artikel wurde und damit auch die erste Stelle im Präsidium erstieg. und kürzest diese zur Unzeit und am denkbar verkehrtesten Orte Oder was büßte die konservative Partei an Macht und Ansehen hervorgerufene Diskussion ab. So kam meine formell und materiell ein, als 1895 aus Anlaß des bekannten Konfliktes mit der Mehrheit so viel angefochtene Erklärung zu stande. des Reichstages wegen der von dieser verweigerten Gratulation zu Nach einem Kapitel über die Reichsverfassung folgt: Bismards achtzigstem Geburtstag Herr von Levezow sein Amt als erster Präsident niederlegte? Unter der Ueberschrift: Ein Nachwort zur Vice präsidenten Frage und Verwandtem" veröffentlicht Genosse Bebel in der soeben ausgegebenen Nr. 49 der„ Neuen Zeit" seinen bereits angekündigten Artikel. Zur Orientierung der Parteigenossen, die nicht in der Lage sind, die„ Neue Zeit" zu lesen, geben wir aus dem sehr langen Artikel die hauptsächlichsten Darlegungen hier Der Byzantinismus im Deutschen Reiche. Seine Wirkungen und wieder. Bebel leitet seinen Artikel mit einer Erörterung darüber ein, weshalb er seine Erklärung in Nr. 41 der„ Neuen Zeit" gegen Bernstein veröffentlichte. Darin führt er aus: " Als die Begeisterung über den Ausfall der Wahlen am 16. Juni die ganze Partei erfaßt zu haben schien und die bürgerlichen Parteien tonfterniert über diefen großartigen Sieg sich nicht zu fassen wußten, ging es plötzlich wie eine Erlösung durch ihre Reihen. Es erschien die Nr. 7 der„ Socialiſtiſchen Monatshefte" mit zwei Artikeln, die der bürgerlichen Bresse die Handhabe boten, wieder zu Atem zu kommen und die hinter ihr stehenden Parteien zu trösten. Kurz gesagt, der Revisionismus war wieder einmal zu rechter Zeit auf der Bühne erschienen, dessen Erfolg unsre Gegner so sehnlich herbeiwünschen. " Folgen. Die Höfifchen Beziehungen und Verpflichtungen haben seit dem Jahre 1871 im Deutschen Reiche zwischen Kaiser und Reichstag einen Charakter angenommen, daß die Mehrheit des Reichstags, die diese Beziehungen mit Absicht angeknüpft und systematisch weiter ausgebaut hat, von den Präsidenten des Reichstags verlangen muß, die mit ihrer Stellung verbundenen Konsequenzen voll und ganz zu bat, von erfüllen. Das Wort Männerfstolz vor Königsthronen ist auch bei der Mehrheit im Reichstag längst zur Mythe geworden. Oder was gewann die Freifinnige Volkspartei an Macht und Ansehen, als einer der ihrigen, der Abgeordnete Reinh. Schmidt, als Südenbüßer an die Stelle des zweiten Vicepräsidenten, des nationalliberalen Bürklin trat, der aus den gleichen Gründen wie von Levetzow sein Amt niederlegte? demokratischen Partei, daß die Mehrheit des Reichstages ihr 1898 Dder was schadete es der Macht und dem Ansehen der social die zweite Vicepräsidentenstelle verweigerte? Wir hätten mit diesem Vicepräsidenten bei der letzten Wahl auch nicht eine Stimme mehr gewonnen.... Hofgangpartei, wenn sie die Sache so darstellt, als handle es sich nur Es ist ferner eine falsche und oberflächliche Darstellung unsrer um eine Audienz- die übrigens allerunterthänigst nachgesucht werden Die Staatsform mehr Nebensache für die Socialdemokratie. Es fällt mir nicht ein, die Staatsform zu überschäzen. Aber sie muß Der eine dieser Artikel, der nach meiner Meinung in der Partei- eine Partei wie die unsre sollte würdigerweise ohne weiteres eher spiel die englische, die ich mancher Republik vorziehe, zum Beispiel bei dem Kaiser nach erfolgter Wahl der Präsidenten. Freilich, ist sehr wesentlich. Es giebt allerdings Monarchien, wie zum Beis preffe nicht genügend gewürdigt wurde, war der des Genossen auf die Präsidentenstelle verzichten, als sich den vorgezeichneten Be- den südamerikanischen. Aber auch zwischen den Monarchien ist ein geHeine:" Der 16. Jumi", und der andre war der des Genossen dingungen auch nur einmal zu fügen. Aber es folgen aus dem waltiger Unterschied. Eine starke Monarchie bedeutet ein schwaches Bernstein: Was folgt aus dem Ergebnis der Reichstagswahlen?" ersten Schritte notwendig andre. Genau wie jene Audienz bei dem Barlament. Und wenn das Königtum durch Heer und Flotte und Diese beiden Artikel behandeln mit einer offensichtlichen Kühle Kaiser Sitte geworden ist, wurde es Sitte, daß am Schlusse jeder Beamtenhierarchie usw. schon start ist und durch die herrschenden das Ergebnis des 16. Juni, obgleich sie unmittelbar unter dem Ein- Session der Reichstag mit einem Hoch auf den Kaiser auseinander- Klassen noch besonders gestützt wird, dann ist es für die Demokratie druck desselben geschrieben wurden. Der Genosse Heine spricht zwar geht. Hat man also A gesagt, muß man sagen. Kann der social- eine in seinem Aufsaße von dem 16. Juni als„ dem großen Tage", damit demokratische Vicepräsident, falls zufällig in jener Schlußsitzung der in Preußen die Monarchie par excellence, die es in der ganzen ganz besondere Gefahr! Daher ist die Monarchie ist aber auch seine Begeisterung erschöpft; er geht dann sofort dazu erste Präsident zu präsidieren verhindert ist, jenes Hoch auszubringen Welt nicht zum zweitenmal giebt. Und der jeweilige preußische über, festzustellen, daß es jetzt nach der Niederlage des Liberalismus verweigern? Und was sind die Folgen, wenn er es verweigert? Monarch, der zugleich deutscher Kaiser ist, ist auch der systematische die Aufgabe der socialdemokratischen Partei sei, die liberalen Die ganze Vicepräsidenten- Herrlichkeit flöge in Parteien nicht einfach abzusehen, sondern zu ersetzen, indem sie es denn sofort würde seitens der Mehrheit ein Sturm der Entrüstung Er ist es auch, an dem das Dreiklassen- Wahlsystem mit all seinen die Luft, Stärker des Junkertums, in dem er seine vornehmste Stüße sieht. übernimmt, die Idee der staatsbürgerlichen und geistigen Freiheit gegen ihn losbrechen und ein fulminantes Mißtrauensvotum, das Ungleichheiten in Staat und Kommune für die Arbeiterklasse seinen nicht aufzulösen, sondern zu erfüllen. Unter diesem Zeichen," so ihn von seinem Sige herunterfegte, wäre die Folge fährt er fort, hat die Socialdemokratie einen erheblichen Teil ihres Grund- und Eckstein findet, der alles billigt, was bisher die Social diesmaligen Stimmenzuwachses errungen. Vollmar und Genossen sagen: Der Gang zu Hofe sei weniger demokratie in Preußen rechtlos gemacht und geschädigt hat. Und Die socialdemokratische schlimm als den Verfassungseid zu leisten. Auch das ist falsch. Der zum Danke dafür sollen wir zum preußischen Monarchen als deutschem Partei wird es als ihre stolze Pflicht betrachten, sich diese ihr zu Treueid ist in der Verfassung der meisten Einzelstaaten vorgeschrieben. Kaiser zu Hofe gehen und den Kotau machen! gefallene Führung im öffentlichen Leben der Parteien zu erhalten." Die Frage entsteht also: Schwören wir ihn, um überhaupt in die Und anknüpfend an das, was er hier als das eigentliche Facit Burg der Volksvertreter gelangen zu können, oder bleiben wir, was des Wahlkampfes und als Programm" für die Thätigkeit der unsre Gegner wünschen, indem wir den Treueid verweigern, draußen. Partei im neuen Reichstag hinstellt, fagt er:" Das fann fie, wenn Stehen wichtige Interesse des Proletariats in Frage, die ich ohne fie in sich einig und doch frei ist. Die Gegner haben vor den diesen Treueid nicht wahrnehmen kann, so schwöre ich ihn. Stände in Wahlen große Hoffnungen auf die inneren Differenzen in der der Reichsverfassung, daß die Parteien nach ihrer Stärke die PräsidentenSocialdemokratie gefeßt, ermutigt durch gerade noch in der letzten stellen im Reichstag besetzen müssen und diese Präsidenten gewisse vollkommenere Socialreform, für die dann unsre Macht ganz Zeit hervortretende Bevormundungsversuche und unerfreuliche Verpflichtungen auch dem Kaiser gegenüber zu erfüllen hätten, Bolemiten, die sich zum Teile gegen im Wahlkampf stehende dann hätten wir keine Wahl. Aber dann trifft nicht uns der Vor- Militärsystem, eine dem Parlament verantwortliche Regierung, furz Genossen richteten." Etwas unvermittelt fährt Heine fort: Es gewurf, die wir diese Vorschriften erfüllen müssen, wollen wir überhört zu den schönsten Erscheinungen dieses großen Kampfes, daß haupt parlamentarisch thätig sein, sondern diejenigen, die sie machten alle Unterschiede der Personen und Richtungen dem Feinde gegen und damit einen Gewissenszwang ausübten. Außerdem besäßen wir über verschwunden sind und daß Genoffen, die manchen Strauß alsdann die Möglichkeit, durch Anträge die Beseitigung dieser leeren miteinander ausgefochten haben, sich ohne Bedenken wechsel- Formeln zu verlangen und sie gebührend zu geißeln. Ich habe nicht seitige Hilfe geleistet haben. So stehen wir nach außen ge- nur als sächsischer Landtags- Abgeordneter den Treueid falten Blutes Unfre Gegner konnten sich nichts Besseres wünschen als eine schlossen da." geschworen, sondern ich mußte ihn auch schwören, als ich, um mein Debatte, wie sie über die Präsidentenfrage in der Partei gepflogen Geschäft betreiben und eine Familie. gründen zu können, Bürger von wurde, sie hat ihre Hoffnung auf Erweiterung der MeinungsLeipzig werden mußte. Ich sehe noch heute das eigentümliche verschiedenheiten in der Partei nur gestärkt und sie hat wieder Lächeln, das um den Mund des liberalen Oberbürgermeisters Koch einmal uns das wenig erbauliche Schauspiel geboten, daß ein Teil spielte, als er mir den Treueid abnahm. Ich lächelte wieder und der gegnerischen Presse sich mit Gönnermiene derjenigen annimmt, fchwur. die ich als die Hofgangpartei bezeichnete, und sich in unsre Angelegen heiten mischt. " " Aber dieses brüderliche Busammenwirken ist nur möglich, wenn tein unbrüderlicher Zwang die Freude an unsrer Sache stört. Einig feit heißt nicht Einheit. Eine Partei, deren Anhänger rund drei Millionen zählen, darf nicht engherzig sein, muß die Freiheit der Grundfäße anerkennen und sich neuen Aufgaben gegenüber fähig erweisen, ihre Praxis fortzubilden. Wodurch wir so große Erfolge errungen haben, das müssen wir uns bewahren: Einigkeit im Handeln, Freiheit im Denken." " 1 und am Seniorenkonvent bekämpft und mun thue man ohne WiderMan habe ja auch anfangs die Beteiligung an den Kommissionen treter unsrer Hofgangpartei. rede und ohne Schaden für die Partei mit, rufen weiter die VerI P noch so blau, so befäßen wir höchst wahrscheinlich das allgemeine, Wäre dagegen Breußen- Deutschland eine Republik und wäre fie gleiche, direkte und geheime Wahlrecht für alle Vertretungskörper; Diätenzahlung an die Abgeordneten, eine gerechtere Einteilung der Wahlkreise, womöglich das Proportional- Wahlsystem, ein viel freieres Vereins- und Versammlungsrecht, eine größere Preßfreiheit, eine anders in die Wagschale fiele wie jetzt, ein demokratischer gestaltetes es wäre eine Reihe unsrer nächsten Programmforderungen erfüllt, um die wir jetzt noch lange und voraussichtlich sehr schwere Kämpfe zu bestehen und große Opfer zu bringen haben!... Die Gegner und der Streit in der Partei über die Vicepräsidentenfrage. " " Damit tomme ich auf einen Bunkt, der endlich zu einer rückhalt Dieser Artikel machte auf mich keinen erhebenden Eindruck. losen Auseinandersetzung zwischen uns auffordert. Die Revidierungen, die seit nunmehr vollen sechs Jahren sich Weder das schale Programm", das er enthielt, noch die dunkeln, Auch das sind falsche Schlüsse. in unabsehbarer Reihenfolge an allem was die Partei war und ist für die Partei keineswegs schmeichelhaften Andeutungen und die nichts weniger als flaren Forderungen, die in den Schlußfäßen ent- gelehnt worden. Man war streitig, wie weit man in die Kommission einen Zustand der Gereiztheit und der Erbitterung erzeugt haben, Die Beteiligung an den Kommissionen ist nie principiell ab- thut oder nicht thut, wiederholen und allmählich in der Partei halten sind. Denn was heißt es, zu fordern: die Freiheit der Grundfäge anzuerkennen", was doch wohl besagt, jeder in der Partei solle Ordnung beraten wurde, wählte mich der Reichstag in die be- haben finden in einem großen Teile der bürgerlichen Presse ein gehen solle. at 1869 im Norddeutschen Reichstag die Gewerbe- von der unsre Reviſioniſten, so scheint mir, feine rechte Borstellung nach seiner Façon politisch selig werden. Dann wird wieder von der treffende Kommission. Die Vorgänge bei der damaligen Beratung lebhaftes Echo. Wie der Schakal nach dem Aas geht, so spürt fie Einigkeit im Handeln geredet, was doch ohne Gemeinsamkeit der der Gewerbe- Ordnungsvorlage waren es hauptsächlich, die Liebknecht dem Bersegungsprozeß" nach, der nach ihrer Ansicht in der Partei Grundsätze und Grundanschauungen und ohne eine eine geschlossene veranlaßten, seine Nede, die später als Broschüre unter dem Titel vorhanden ist und schließlich zu einem von ihr erhofften Erfolg Einheit in der Partei unmöglich ist. Oder sind wir Anarchisten? erschien: erschien:„ Die Die politische Stellung der Auch haben wir den Liberalismus nicht einfach zu ersetzen, sondern gegen das" Parlamenteln" zu halten. Er hat bekanntlich später Personen aus unsren Reihen, die bei diesen Revisionen ohne Socialdemokratie", führen müsse. Es ist so weit gekommen, daß sich um die ihn auch fünftig zu übertreffen, wie wir ihn schon bisher stets über selbst diesen Standpunkt fallen lassen. 1874/75 war Motteler ebenim Vordergrund stehen, troffen haben, durch Festigkeit, Entschiedenheit und Konsequenz in falls Mitglied einer Gewerbe- Drdnungs- Kommission. Die Frage Stohorte von Lobhudlern gefunden hat, die sofort in einen im bürgerlichen Lager eint allen Rechts- und Freiheitsfragen. Das hat uns bisher schon vom wurde nachher erst wieder aktuell Anfang der achtziger Jahre. In wahren Storybantenlärm ausbricht, sobald eine dieser PerLiberalismus unterschieden, auch da, wo es fich um rein bürgerlich die Kommission für die Krankenversicherungsgesetz Vorlage wählte fonen den Mund aufthut oder die Feder angesetzt hat, um einen liberale Forderungen handelt, und das muß uns fünftig noch schärfer man uns nicht, wir hätten nicht die Kopfzahl einer Frattion, schützte neuen Irrtum der Partei nachzuweisen oder eine neue Taktik in von ihm unterscheiden. Widerspruch über Widerspruch, Dunkelheit man vor. 1884/85 traten Dieß und ich in die Kommission für die dieser oder jener Frage der Partei zu empfehlen. Nach diesen Lobüber Dunkelheit, und das bei einem logisch denkenden Kopf wie Dampferfubventions- Vorlage ein. Ob man sich auch an der Budget- hudlern sind unsre Revisionisten weitsichtige Staatsmänner"," echte Heine. fommission, angesichts unfrer ablehnenden Haltung gegenüber dem Realpolitiker"," einfichtige Männer mit gereiftem Verstand und weitem So, sagte ich mir, faßt also Heine das Wahlergebnis auf und Etat, beteiligen solle, darüber entstanden Meinungsverschiedenheiten. Blicke" usw. Kurz, man erteilt Lobeserhebungen, die für die aus das sind die Forderungen, die er zu stellen hat. Gegen die Beteiligung am Seniorentonvent wurde geltend ge- gegnerischem Munde Gelobten hart an Beleidigung streifen. Mir Der ungünstige Eindruck dieses an erster Stelle stehenden Artikels macht, daß derselbe keine von der Geschäftsordnung vorgeschriebene scheint aber, daß mancher unter diesen das Blamable eines solchen in Nr. 7 der„ Socialistischen Monatshefte" wurde durch den Artikel Einrichtung sei, daß eine Institution wie diese die Rechte des Reichs- Vorganges nicht begreift und die plumpen Schmeicheleien wie Bernsteins noch verstärkt. Zwar bemerkt Bernstein eingangs des- tages beschränke usw. Die Differenz entstand, weil man sich über Honigseim einschlürft. Wir andren dagegen find Principienreiter selben, die diesmalige Reichstagswahl habe in bezug auf Mehrung die Rolle dieser Körperschaft nicht völlig flar war. der Stimmen und Eroberung von Mandaten einen Erfolg gebracht, wissen wir, daß der Seniorentonvent feine beschließende Körperschaft gleichen mehr. Heute oder Principienwächter, Unentwegte, einsichtslose Fanatiker und der twie ihn kaum der größte Optimist in der Partei erwartet habe, ist, dem Reichstage keine Vorschriften machen kann, daß er nichts ist Ich habe längst den Eindruck, daß die von den Gegnern einaber damit ist auch sein Urteil über diesen großartigsten Sieg, den als eine Zusammenkunft von Vertrauensmännern der Fraktionen, die zelnen unsrer Parteigenossen entgegengebrachten Geschmacklofigkeiten je die Partei errungen hat, erschöpft. Auch er geht alsdann sofort der Präsident nach freiem Ermessen berust, um sich über die bei der großen Mehrheit der Parteigenossen soweit diese durch dazu über, aus dieser zahlenmäßigen Feststellung zu folgern, daß Stimmungen und Meinungen im Reichstage in geschäftlichen Fragen die Parteipresse Kenntnis davon erhält, was meist sehr unvollkommen munmehr die Partei nichts Besseres zu thun habe als, toste zu informieren. Der Präsident handelt nach Anhörung der Senioren geschieht mit Unmut angesehen werden und Kopfschütteln hervores was es wolle, die erste Vicepräsidentenstelle im Reichstag wie er für angemessen erachtet. Beschlüsse werden nicht gefaßt, und rufen. Aber diesen Gefühlen muß endlich einmal Ausdruck gegeben zu besetzen, wobei er nicht nur die Bedenken gegen die auch die Fraktionen sind an die fundgethanenen Ansichten ihrer werden. höfifche Huldigung, welche die Gegner von uns fordern, durch Vertrauensleute im Seniorentonvent nicht gebunden. Das sind Es begreift sich, daß die Gegner alle Vorgänge in einer Partei allerlei Sophistereien, als welche ich seine Gründe ansehe, zu wider aber alles Dinge, die fich innerhalb des Reichstages behufs der Legen trachtet, sondern sich auch zur weiteren Begründung seiner zweckmäßigsten Erledigung der Geschäfte abspielen und mit hösischen Forderung zu der bisher nicht gehörten Darlegung verfteigt: daß Repräsentationspflichten gar nichts gemein haben.... alle Bedenken gegen die Vicepräsidentschaft seitens der Partei um so weniger in Betracht kommen tönnten, als die deutsche ReichsDie angebliche Machterweiterung der Partei. verfassung mit all ihren Mängeln von allen Verfassungen in Deutsch- Bollmar sagt weiter: er sehe die Sache als eine Frage der land gerade diejenige ist, die in Bezug auf Entstehung und Sagungen Machterweiterung der Partei an und sei der Meinung, daß diese uns den republikanischen Grundsägen am nächsten tommt. Sie ist nicht das Recht und die Pflicht auferlegt, uns an der Führung der Gedie Legitimierung irgendwelchen erblichen Rechtes einer Dynastie an schäfte zu beteiligen und die damit verbundene Verantwortung zu das deutsche Volt, sie giebt einem Erbmonarchen nicht das übernehmen. wie der unsren genau verfolgen und auszuschlachten trachten. Um so schlimmer, daß ihnen in ihren albernen Hoffnungen und thörichten Schlußfolgerungen von seiten derjenigen, die immer wieder den Stoff zu solchen Borgängen liefern, nicht energisch gesagt wird, daß sie sich trollen möchten und daß man für ihr Herandrängen, ihre ungebetenen Ratschläge und ihre niedrigen Schmeicheleien nur Achsel zucken und Geringschäzung habe. Aber daß das nicht geschieht, hat eine guten Gründe. " 1 " " Zu welchen Raisonnements man sich im gegnerischen Lager aus Anlaß der Vicepräsidentendebatte in der Partei wieder verstiegen Recht, das deutsche Bolt als sein Bolt zu bezeichnen, fie Ueber das Recht unsrer Fraktion auf einen Bicepräsidenten hat, mag eine Auslassung des Philosophen des Unbewußten, Eduard tennt teinen Kaiser von Deutschland, auch keinen Kaiser der Deutschen, unter Erfüllung der Verpflichtungen, die Verfassung und Geschäfts- von Hartmann, zeigen, die ich in der Sächsischen Arbeiterzeitung" fie überträgt nur auf Grund von Bestimmungen, die eine ordnungsordnung vorschreiben, besteht teine Meinungsverschiedenheit unter abgedruckt finde. Darin heißt es: gemäß gewählte Vertretung der Nation feiner Zeit mitbeschlossen hat, uns. Diese entsteht erst über die Frage: ob auch höfische gewisse Funktionen und mit ihnen die Würde eines deutschen Kaisers Repräsentationen erfüllt werden sollen. Darauf habe ich schon immer mehr zu einer Vertretung des vierten Standes, das heißt ,, Die Gruppe der Socialistischeu Monatshefte" entwickelt fich an den jeweiligen Träger der preußischen Krone. Wie es auch mit geantwortet. dem Rechte der Dynastie beschaffen sein mag, als deutscher Kaiser der qualifizierten Arbeiter, während die Gruppe der Neuen Zeit" Daß die Besetzung der Präsidentenstellen aber auch ein Macht zur Vertretung des fünften Standes, der unqualifizierten Arbeiter, ist ihr Vertreter verfassungsmäßig in nicht viel andrer Lage als der zuwachs für diejenigen Parteien bedeute, die die Präsidenten stellen, des eigentlichen Proletariats, wird.( Was einfach albern ist au Bräfident einer Republik, und auf Grund dieser Eigenschaft allein ist eine Neuheit. werden ihm die Besuche des Reichstags- Präsidenten zu teil." Der glauben. A. B.) Roch hält die Rücksicht auf die Einheit der Partei Die Präsidenten haben die Leitung der Geschäfte des die erstere Gruppe ab, ihre legten Konsequenzen zu ziehen, aber auf Schluß feines Artikels gipfelt in einer historischen Darlegung über Hauses nach den darüber vorhandenen Bestimmungen zu handhaben jedem neuen Parteitag zeigt sie sich stärker, und mit jedem Alten, das Wesen des englischen und des deutschen Liberalismus, dessen und sie sollen dieses ohne Ansehen der Partei und der Person thun. ber stirbt, und jedem Jungen, der in den Reichstag einzieht, wächst Niederlage eine der unerfreulichsten Erscheinungen in diesem Wahl- Das find die Grenzen ihrer Macht und ihrer Pflicht. Um dieses ihre Macht. kampfe fei", und dem Bernstein die Wege zeigt, die er einschlagen möglichst unparteiisch thun zu können, ist es usus, wenigstens für Richtung in ihr das Ülebergewicht hat, ist an eine Abschwächung der Solange die Partei zusammenhält und die ältere müßte, um zu einer ähnlichen Stellung, wie sie der englische Libe- den ersten Präsidenten, daß er während seiner Amtsdauer zwar nicht Agitation nicht zu denken, sobald dagegen die neuere Richtung ralismus befigt, zu gelangen. Diese Abhandlung macht auf den aus der Partei, zu der er gehört, austritt, aber quasi nur passives die Herrschaft über die Partei erlangt oder sich von der Lefer den Eindrud, als fühle Bernstein den Beruf, einer er Netter Mitglied derselben ist. Auch für die Vicepräsidenten erwächst aus älteren trennt, steht ihrer Regierungsfähigkeit taum noch etwas im dieses Liberalismus vom Untergang zu sein, und ich fragte mich: ihrer Stellung eine gewisse Zurückhaltung, aber Macht zu Gunsten Wege. Die Vertretung der gelernten Arbeiter kann unmöglich die ob dieses die Aufgabe eines Socialdemokraten sei, speciell nach einem der Partei, zu der sie gehören, erwächst daraus in keiner Weise. Diftatur des Proletariats, das heißt der ungelernten Arbeiter, als solchen Wahlsieg. Suchten fie diese zu Gunsten ihrer Partei zu erlangen, so miß- Biel festhalten, sondern muß die Interessen ihrer Auftraggeber als Nach dem Genuß dieser beiden Artikel lief mir, wie man zu brauchten sie ihr Amt. sagen pflegt, die Laus über die Leber. Und da ich gleichzeitig mit Glied des großen Wirtschaftsorganismus behandeln." Und nun möchte ich Vollmar fragen: Was hat das Centrum jener Nummer der Socialistischen Monatshefte" die Nr. 40 der an Macht und Ansehen eingebüßt, daß es während der ersten zehn in den letzten Wochen erschienen. Ich drucke den Hartmannschen Es sind viele ähnliche Raisonnements in der gegnerischen Presse Neuen Beit" erhielt, in der Genosse Mehring in seinem Artikel: Jahre seines Bestandes, im Reichstage durch die nationalliberal- Erguß ab, nicht weil ich ihn für richtig halte, sondern weil er in " Bon Extra- und andrer Wurst" die Ausführungen Bernsteins fonservative Koalition von der Besetzung eines Bräsidenten- gewissen Gedankengängen mit Gedanken übereinstimmt, die in den " " Tetzten Jahren in beiden Parteilagern, wenn auch nur im engeren Kreise laut geworden sind. Namentlich ist es der Tod der sogenannten Alten, dem von manchen mit Hoffnung, von andren mit Befürchtungen entgegensehen wird. " wenn wir von der bisherigen Richtschnur unsres Handelns uns unter| für die Arbeiterausschüsse sollen für alle Abteilungen und Berke keinen Umständen abdrängen lassen. gleichlautend sein und durch Aushang auf allen Werken zur Das Resultat des letzten Wahlkampfes ist kein solches, das zum Kenntnis der Arbeiter gebracht werden. Ferner wurde noch be Bremsen auffordert. Im Gegenteil. Und so wird, nachdem wieder schlossen, die Beleuchtung an verschiedenen Kreuzungspunkten, auf Ob bei den vielfachen Fäden, die aus dem Lager unsrer Re- einmal die Erörterung dieser Vice- Präsidentenfrage, die sehr mehreren Plägen und in zahlreichen Straßen zu verstärken. bisionisten ins bürgerliche Lager führen, Herr v. Hartmann die wider meinen Willen in der geschehenen Form aufgerollt wurde, Glocken in unsern Reihen läuten hörte oder ob er aus eigner die Gegensätze in der Partei zu scharfem Ausdruck brachte, Der Magiftrat beabsichtigt in der Frankfurter Allee 140/41 eine Intuition und auf Grund seines Studiums der revisionistischen der Parteitag, das Parteikonzit", durch eine klipp und klare Ab- behaltlich der Zustimmung der Stadtverordneten- Versammlung, dieses Gemeinde- Doppelschule zu errichten, und hat zu diesem Zweck, vorLitteratur zu solchen Schlüssen kommt, weiß ich nicht. Zweifellos ſtimmung unfren Feinden zeigen, daß die Hoffnungen, die 5531 Quadratmeter große Grundstück zum Preise von 271 000 Mark ist, daß unsre Gegner in unsern Revisionisten etwas dem National- sie auch an diese Erörterungen wieder knüpften, gründlich ins Wasser erworben. Schulneubauten werden in der dortigen Gegend zur Zeit liberalismus sehr Verwandtes sehen und schließen, daß denselben gefallen find. Durch dieſe Abstimmung muß aber auch ausgesprochen in der Samariterſtraße, Hausburgstraße, Litauerstraße und Eckertzerfeßenden Einfluß, den dieser auf den deutschen Liberalismus ge- werden, daß die Partei diejenigen entschieden zurückweist, die immer in der Samariterſtraße, Hausburgstraße, Litauerstraße und Ederthabt hat, die Revisionisten auf die socialdemokratische Parteibewegung wieder, weil sie den principiellen Boden mehr und mehr unter den straße aufgeführt, die 144 Klassen Unterkunft gewähren sollen. Auf ausübten. Ich kann ihnen leider nicht unrecht geben. Füßen zu verlieren drohen, sich zu gewagten Experimenten oder der dem Gelände der Aktiengesellschaft Neu- Bellevue( frühere Borsigsche Partei unwürdigen Schritten herbeilassen. Fabrik) in Moabit, das aufgeschlossen und bebaut wird, sollen ein Eine Anzahl Genossen wünscht, der Parteitag übergebe die Ent- Gymnasium und eine Gemeinde- Doppelschule errichtet werden. Der scheidung über die Vicepräsidenten- Angelegenheit der Fraktion. Davon Magistrat ersucht die Stadtverordneten- Versammlung, dem Erwerb fann und darf nach dem Gange, den diese Erörterung durch Freund und von 9104 Quadratmeter zum Preise von 546 240 Mark zuzustimmen. Feind seit vielen Wochen in der Deffentlichkeit genommen hat, keine Rede In der gestrigen Situng der städtischen Deputation für die fein. Ich weiß, auch in der Fraktion unterliegen die Revisionisten. Aber Jrrenpflege unter dem Vorsitz des Stadtrats Straßmann, wurde eine nunmehr ist nur noch der Parteitag der Ort, an dem die Frage vor Kommission mit der Ausarbeitung eines Bauprojekts für die der Partei und der Deffentlichkeit entschieden werden muß. Die vierte städtische Jrrenanstalt beauftragt. Die dritte städtische FrrenPartei verlangt eine klare Entscheidung; sie will nicht, daß diese Entscheidung auf Monate hinaus verschoben wird, um in den vier anstalt wird 3. 3t. in Buch an der Stettiner Eisenbahn errichtet. Die Wänden eines Fraktionszimmers erledigt zu werden.... Fertigstellung dieser großen Anstalt wird im nächstem Jahre erwartet. Sie wird den Namen: III. städtische Jrrenanstalt Buch„ Ost" ers halten. Die geplante neue Anstalt soll ebenfalls in Buch, westlich die Bezeichnung„ Buch- West" bekommen. Beide Anstalten sollen mit dem Liberalismus noch bis in die letzten Tage ges Sein Stiftungsfest feiert der Wahlverein für den ersten Berliner gleich groß werden, d. h. für mehr Insassen Raum haben, als die macht, nichts zu ändern. Sehr natürlich. Indem man die Reichstags- Wahlkreis nächsten Sonnabend in Dräsels Festsälen, beiden älteren Anstalten in Dalldorf und Herzberge, die erst neuerGegensätze abzuschwächen sucht, nähert sich der Liberalismus Neue Friedrichstr. 35. Auf rege Beteiligung der Parteigenossen darf dings durch Neubauten vergrößert worden sind, aber angesichts der nicht uns, sondern wir nähern uns ihm. Daraus folgt weiter das wohl gerechnet werden. Billets sind nur vorher bei den Vorstands- Zunahme der Geisteskrankheit nicht mehr genügend Platz gewähren. Bestreben, jeder kleinen Konzession, die wir auf parlamentarischem Gebiete dem Gegner abtrogen, zuzustimmen, was schon so häufig mitgliedern, den Kassierern C. Bittner, Feilnerstr. 11; F. Linde, Die Vorarbeiten für die vierte Irrenanstalt sollen beschleunigt werden. Heftige Auseinandersetzungen in der Fraktion hervorgerufen hat Sieberstr. 17, zu haben. Außerdem beschäftigte sich die Deputation noch mit internen Ver ind was notwendig wieder unsre Gegner dazu bringen muß, daß, hältnissen der älteren Frrenanstalten. je bescheidener wir werden, sie um so weniger uns entgegenkommen. Andrerseits müssen diese Konzessionen bei der Masse als möglichst große Errungenschaften dargestellt werden, weil sonst die Massen an uns irre würden. So folgt ein falscher Schritt aus dem Daß wenigstens ein Teil unsrer Revisionisten darauf hinarbeitet, ben Gegensatz zwischen bürgerlicher Gesellschaft und klassenbewußtem Proletariat mehr und mehr abzuschwächen, ist für mich außer Zweifel. Seit der Rede Vollmars im Juni 1891 in München, in der er offen und für alle Welt sichtbar seine Mauserung vom ehemaligen Hyperradikalen zu einem Hyperopportunisten dokumentierte -eine Mauserung, die verschiedene ehemalige Hyperradikale in der Partei seitdem auch machten treten diese Strebungen immer lebHafter hervor. Eine Reihe Debatten, die wir über diese Strebungen seitdem auf den verschiedenen Parteitagen gehabt und die uns, wie zum Beispiel in der Budgetbewilligungsfrage, zur Annahme bestimmter Anträge zwangen, bestätigen dieses. An diesem Streben, die Gegenfäße zwischen bürgerlicher Gesellschaft und Socialdemofleinern, vermochten bisher alle bösen Erfahrungen, die wir " tratie zu mildern, die Reibungsflächen zwischen ihnen zu ver- Berliner Partei- Angelegenbeiten. der Eisenbahn gebaut werden und zum Unterſchiede von Buch- Dft andern. Charlottenburg. Die Mitglieder des Wahlvereins werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Mitglieder- Versammlung diesmal des Parteitages wegen schon in der laufenden Woche und zwar am Mittwoch stattfindet. Genosse Paul Hirsch spricht über die nächsten praktischen Aufgaben der Partei- Arbeit( Agitation für die Stadtverordneten- und Landtagswahlen). Der Vorstand. Die Vicepräsidenten- Frage ist nicht nur ein Ring in dieser Kette, fie ist ein Stück in derselben. Ich habe nachgewiesen und andre mit mir, wie aus dem ersten Gange zu Hofe weitere Schritte not- ahlvereins statt. Siehe Inserat. wendig folgen und wir schließlich in eine Position geraten müssen, in der es ganz unmöglich ist, die bisherige Taktik der Partei noch aufrechtzuerhalten. Das Leugnen unsrer Revisionisten darf uns nicht irre machen, fie legen sich immer aufs Leugnen, sobald man klare Auskunft von ihnen verlangt, wohin die Reise geht. Unfre Gegner wissen aber ganz genau, wohin diese revisionistische Taktik mit tödlicher Sicherheit führen muß, daher der Jubel und das Interesse, mit dem sie jeden Versuch unsrer Stevisionisten, einen Keil in die alte Taktik zu treiben, begrüßen und soweit es an ihnen liegt, bestrebt sind, die bestehenden Gegensäge in der Partei zu erweitern. Das hat Herr Naumann in Dresden mit allzuviel Offenherzigfeit zugestanden. Ich würde mich sogar nicht wundern, wenn unsre Gegner eines Tages einen Teil ihrer Intellektuellen in die Partei tommandierten, um die Krise in der Partei zu beschleunigen. Von dem Zersetzungsprozeß in der Socialdemokratie, den man burch verkehrte Maßregeln nicht unterbrechen dürfe, spricht zum Beispiel auch der nationalliberale Reichstags- Abgeordnete Dr. Böttcher einer unsrer intimsten Feinde in einer Erklärung an die Liga der Scharfmacher mit der Kaltblütigkeit eines Arztes, der einem Kranken die Diagnose stellt. Herr Böttcher ist, wie bemerkt, Nationalliberaler und insofern Sachverständiger. Hoffnungen und Befürchtungen. fich entwickelte. Es wird ihr also auch nichts schaden, wenn einmal Rigdorf. Heute abend findet bei Thiel die Versammlung des Groß- Lichterfelde. Die Mitgliederversammlung des socialdemokratischen Wahlvereins findet Mittwochabend 82 Uhr bei Richter, Chausseestr. 104 statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genoffen Dr. Br. Borchardt über die verflossenen Reichstagswahlen. Ferner wird der Bericht von der Generalversammlung des Centralvereins gegeben. Der Vorstand. werden. Lokales. Wieder einmal die Berliner Schulnot. Berlin 60 142 m. verausgabt worden. Der Fonds für diese Zwecke Für Kunstzwecke sind im vergangenen Etatsjahre von der Stadt beträgt 407 437 M. und werden ihm jährlich 100 000 m. zugeführt, worüber dann die Kunstdeputation selbständig zu verfügen hat. Für Wolfsbibliotheken und Lesehallen wurden 145 637 m. verbraucht, darunter 77 742 M. für Bücher 2c. Für das Märkische ProvinzialMuseum sind im letzten Etatsjahre 23 263 M. angewiesen worden, Institute erhielten an Beiträgen 276 039 M. für verschiedene gemeinnüßige Zwede 25 257 W. Vereine und Repräsentation der Stadt beliefen sich auf nur 5583 M. Für kirchDie Kosten der liche Zwecke wurden 536 M. verausgabt. D der Kosten welche ohne Kabelverbindung hergestellt werden soll, wird demnächst Die Aufstellung der Normaluhr auf dem Lützowplazze, der ersten, erfolgen, sobald die Verhandlungen, welche der Magistrat mit dem Direktor der Sternwarte, Geh. Reg.- Rat Prof. Dr. Förster wegen der inneren Einrichtung der Uhr führt, zum Abschluß gelangt sein werden. An den Kabelleitungen der älteren sechs Normaluhren, die von der königlichen Sternwarte aus reguliert werden, haben sich bisher zuweilen Störungen ergeben. Was die beschlossene VerIn freisinnigen Kreisen behauptet man zwar, eine Schulnot gebe mehrung der öffentlichen Uhren anbetrifft, so steht die Errichtung es in Berlin nicht mehr. Man darf sich auch mit einem Schein von einer Anzahl Uhren noch in diesem Jahre bevor. Es werden Recht darauf berufen, daß in den Gemeindeschulen Berlins der viel Kandelaber- Uhren sein, zu dem das Modell bereits fertiggestellt ist. beklagte Uebelstand der fliegenden Klassen sich seit einigen Jahren Aus der Bäckerinnung. Einen Strafantrag wegen Beleidigung gemildert hat. Es wird dabei.aber verschwiegen, daß in demselben hat der Jnnungsvorstand der Berliner Bäderinnung„ Germania" Zeitraum ein andrer Uebelstand, die Unterbringung von Gemeinde- gegen die verantwortlichen Redakteure der beiden Bäckergesellen schulen in gemieteten Wohnhäusern, immer schlimmer geworden ist. Organe, der Deutschen Bäckerinnung" in Hamburg und des„ Bäcker" Besonders im letzten Jahre ist die Vermehrung der Mietsschulen in Berlin gestellt. Beide Blätter hatten Enthüllungen" über an so bedeutend gewesen, wie nie zuvor. Von den Gemeindeschulen gebliche Vorgänge in der Innung, sowie über die Ursache des Rücktritts des Altmeisters Pärsch von seinen Aemtern gebracht, in denen Es wird gut sein, die Sachen uns auch von diesem Standpunkt wurden im Sommer 1902 im ganzen 4382 Klassenzimmer benutzt, fie B. unverblümt der Unterschlagung von Verbandsgeldern, sowie den In aus anzusehen. Ein fluger Mann sieht den Dingen gerade ins davon befanden sich 4026 in stadtischen Schulhäusern und 356 in nungsvorstand eines unkorrekten Verhaltens in dieser Sache beschuldigtent. Gesicht und läßt sich weder verblüffen noch überraschen. gemieteten Räumen. Im Somnier 1903 dagegen sind 4556 KlassenVor allem höre man endlich einmal in unsren Reihen mit zimmer in Benußung, wovon sich 4094 in städtischen Schulhäusern Generalkonsul hatte den Italiener Antonio Sidoli auf Grund eines Das Versprechen des italienischen Generalfonfuls. Der italienische dem Komödienspiel auf, immer wieder von Einigkeit und und 462 in gemieteten Räumen befinden. Die benutzten Klassen- Attestes des Professors Sileg der St. Maria Victoria Heilanstalt Einheit in der Partei zu reden und nach jedem Parteitag diese Melodie aufs neue anzustimmen, wo von Einigkeit und Einheit keine zimmer haben sich im Laufe des letzten Jahres um überhaupt 174 Berlin zur Aufnahme, und Verpflegung überwiesen und sich zur Rede mehr ist siehe auch das Citat oben aus Heines Artikel in vermehrt, davon die eignen Klassenzimmer der Stadt nur um 68, aber Uebernahme der Kosten für den Fall bereit erklärt, daß diese von den„ Manatsheften" und unsre Revisionisten systematisch daran die gemieteten um 106. Greller als durch diese Zahlen kann der Heimatbehörde nicht zu erlangen seien. Die Ermittelungen arbeiten, die Gegensätze in der Partei zu erweitern und die Partei das Ueberhandnehmen des Mietsschul- Unwesens kaum beleuchtet haben die Mittellosigkeit des Sidoli ergeben. Die Heilanstalt hat auf die schiefe Ebene zu drängen. sich wegen Begleichung der Kosten auf Veranlassung des königlich Es steht übrigens mit diesen Mietsschulen in einer Hinsicht italienischen Generalkonsulats an das Auswärtige Amt des Deutschen Was die Hoffnungen oder Befürchtungen auf den Tod der Alten genau so wie mit den fliegenden Klassen. In manchen Stadtteilen Reiches gewendet, das die Sache dem Polizeipräsidium überwies. Die Armendirektion hat die Begleichung der Kosten abgelehnt, betrifft, so werden weder die Hoffnungen der einen noch die Befürch- kennt man sie gar nicht, in andern aber häufen sie sich um so mehr. weil der Generalkonsul sich zur Uebernahme tungen der andren in Erfüllung gehen. Sind Mary, Engels, Am zahlreichsten sind jetzt die Mietsschulen vor dem Frank- bereit erklärt hat und ein Armenpflegefall nicht vorläge. Lassalle, Liebknecht und andre gestorben, von denen man glaubte, furter Thor. Sie sind hier so dicht gesät, daß sie in diesem Nachdem der Generalkonsul dann die Zahlung mit der daß ihr Tod der Partei großen Schaden verursache, so wissen Stadtteil fast die Regel bilden. Auf dem verhältnismäßig fleinem Erklärung abgelehnt hatte, daß er in amtlicher Eigenschaft gehandelt wir, daß die Partei trotzdem zu unsrer vollen Zufriedenheit Gebiet zu beiden Seiten der Frankfurter Allee befinden sich von habe und eine persönliche Verpflichtung für ihn nicht bestehe usw., die andren Alten der Natur ihren Tribut zollen, denen die Jungen überhaupt 27 Berliner Mietsschulen allein acht Mietsschulen mit beschloß der Magistrat bei der Ablehnung der Erstattung zu be folgen, von denen der eine und der andre noch diesem und jenem 140 Klassen, und im April nächsten Jahres soll dazu eine neunte harren. Der Polizeipräsident hat darauf mitgeteilt, daß Sidoli nach Alten vorangehen dürfte. mit noch 25 Klassen kommen. Das sind doch geradezu standalöse Kosten auf diplomatischem Wege ergebnislos verlaufen sei. Gleich der Heimat zurückbefördert und die Einziehung der entstandenen Entscheidend ist, daß die Masse der Parteigenossen die Augen Zustände. aufhält, daß sie nie vergißt, daß, wieviel Personen immer aus Wir haben wiederholt gezeigt, daß in den neu entstehenden zeitig trat der Polizeipräsident auf Veranlassung des Ministers des Innern bon an Hammerstein nochmals bürgerlichen Kreisen der Partei sich anschließen, die Partei Stadtteilen viel zu spät an die Errichtung eigner Schulhäuser direktion mit der Frage heran, об nicht unter diesen eine proletarische Klassenpartei ist. Das Wachstum der Partei gedacht wird. Die städtische Verwaltung hinkt der baulichen Ent- Umständen die die ausnahmsweise Uebernahme der Kosten auf übt zweifellos auf gewisse dem Proletariat fernſtehende widelung gewöhnlich um drei, vier Jahre nach. Daher dann der dem Armenfonds erfolgen tönne. Die Armen Direktion Streise eine große Anziehungskraft aus, und in je höherem Maße, je größer die Partei wird. Diese Elemente glauben chronische Mangel an Schulhäusern, den man früher mehr durch hat dem Magistrat die Angelegenheit in der Socialdemokratie zut finden, was ihnen in den fliegende Klassen, heute aber mehr durch Mietsschulen zu verdecken der dann vorbehaltlich der Genehmigung durch die StadtverordnetenVersammlung beschlossen hat, aus Billigkeitsrücksichten die Kosten bürgerlichen Parteien nicht erhältlich ist. Ich begrüße mit Genug- sucht. In dem oben erwähnten Stadtteil vor dem Frankfurter Thor ber Heilanſtalt aus Armenfonds zu übernehmen, gleichzeitig aber thuung jeden, der aus einer dem Proletariat fernstehenden Klaffe zu sind vier neue Doppel- Schulhäuser geplant, und für ein fünftes, das dem Polizeipräsidenten mitzuteilen, daß eine Rechtspflicht zur Kostenuns kommt, vorausgesetzt, daß er sich in Charakter und Wesen der in Aussicht genommen ist, soll jezt ein Grundstück angekauft werden. übernahme nicht bestehe, weil die Aufnahme und Verpflegung ohne Partei zu finden weiß, ihre Grundanschauungen und Ziele billigt Gebaut wird aber erst an einem einzigen dieser fünf Schulhäuser. Mitwirkung und ohne Wissen der Armendirektion stattgefunden habe. und ehrlich mit uns gemeinsam kämpfen will. Aber viele von Dieses eine kann nicht vor Herbst 1904 gebrauchsfertig werden, und Nunmehr wird sich die Stadtverordneten- Versammlung mit der Sache diesen Elementen kommen noch stark belastet mit den Eierschalen wahrscheinlich wird sich die Fertigstellung sogar bis zum Frühjahr noch beschäftigen. bürgerlicher Vorurteile und Anschauungen in die Partei. Selbst 1905 verzögern. Wann das fünfte der neuen Schulhäuser seine Der Goldschmiedemeister Herr Paul Dulinski, Jerusalemerstr. 69, diejenigen unter ihnen, welche den Klassenkampf- Standpunkt der Partei theoretisch tapiert haben, fallen häufig in der Praris in Pforten öffnen wird, das kann heute noch niemand wissen; wir teilt uns zu der am 5. September gebrachten Nachricht über das bürgerliche Auffassungsweisen und Kampfmethoden zurüd. Und so schätzen aber: im Jahre 1907. Wie mögen sich bis dahin die Verschwinden eines kostbaren Perlenschmudes mit, daß er mit der tommt es schließlich dazu, daß diese Elemente zu einer Partei in Schulverhältnisse des Frankfurter Thor- Viertels gestaltet haben! Hehlerei- Affaire nicht das geringste zu thun habe; ihm sei der der Partei werden. Gleich und gleich gefellt sich gern. DemIn der Stadtverordneten- Versammlung sind die Folge- Er- gestohlene Schmuck niemals zum Kauf angeboten worden. Somit sei gegenüber muß immer und immer wieder mit aller Schärfe betont scheinungen des Schulemmangels, die fliegenden Klassen wie die auch kein Strafverfahren wegen Hehlerei gegen ihn eingeleitet worden. des prole Ein sehr gefährlicher Speicherbrand tam am Dienstagabend im tarischen Klaſſentanıpfes mit entsprechenden Zielen ist, das bie Mietsschulen, von socialdemokratischer Seite oft genug erörtert Scheunenviertel, Amalienſtr. 2 an der Linienſtraße zum Ausbruch. Partei zwar die Befreiung der ganzen Menschheit aus Not, Glend, worden. Bei einer dieser Gelegenheiten, es war im Herbst 1895, Als Brandinspektor Behniß mit mehreren Zügen an der Brandstelle Ausbeutung und Unterdrückung erstrebt, daß aber dieses Ziel allein erwiderte ein freisinuiger Stadtverordneter, ein Führer der„ Neuen erschien, stand Kopf an Kopf eine große Menschenmenge in der sehr auf dem Boden des Klassenkampfes und der Eroberung der politischen Linken", es trete eben manchmal in verschiedenen Gegenden der schmalen Straße. Die Polizei war der Menge gegenüber vollständig Macht durch das klaffenbewußte Proletariat, dessen Scharen durch Stadt eine unerwartete Frequenz ein.„ Wir könnten ja nach und ohnmächtig. Die Feuerivehr, die sich in der verqualmten Straße den Gang der kapitalistischen Gesellschaftsordnung immer gewaltiger nach wissen," sagte er, woher das kommt; wenn politische Wahlen nicht bewegen konnte, gelangte überall behindert an der Brandstelle an. anschwellen, erreicht werden kann. oder Kommunalwahlen stattfinden, dann wird an der Stelle, wo ge- Es brannte ein langer, zweistöckiger Produktenspeicher der Firma Die Partei ist nicht nur gewaltig gewachsen, fie hat auch an wählt werden soll, immer ein ungeheurer Schulenbedarf vorhanden S. Rosenbaum( Inhaber S. Falkenstein). Mehr aus Versehen, denn geistiger Straft und Intelligenz, an Einsicht und Erkenntnis in das sein". Das war dasselbe Wahlmärchen, das im Jahre 1903 von aus Abficht richtete ein Rohrführer sein Strahlrohr gegen die Wesen von Staat und Gesellschaft, insbesondere in ihren proletarischen Schichten, zugenommen, und diese klassenbewußten Wassen werden neuem aufgetischt wurde. Nur daß es damals nicht zur Verkleinerung drängende Menge. Im Nu ergriff nun der Janhagel unter großem feine Führer bulden, die sich ihnen nicht mit Leib und Seele ergeben. socialdemokratischer Wahlerfolge, sondern zur Beschönigung frei- kleinen Straße durch eine Postenfette ab. Jegt konnte die Wehr Geschrei die Flucht. Die Polizei sperrte dann die Zugänge der Darauf beruht unsre Hoffnung. sinnigen Schulschlendrians benutzt wurde. ungehindert löschen und es gelang mit drei Schlauchleitungen den Brand, der an den dort aufgespeicherten mit 25 000 m. versicherten Rumpen reiche Nahrung gefunden hatte, innerhalb einer Stunde zu löschen und auf das Erdgeschoß zu beschränken. werden, daß die Socialdemokratie daß " elektrische die Armen nochmals vorgelegt, Die Führer haben das Vorrecht, an der Spike der Partei zu marschieren und alle Hiebe unsrer Gegner, die der Partei zugedacht In der gestrigen Sitzung der städtischen Gasdeputation unter find, in erster Linie zu parieren; sie haben der Vollstrecker des dem Vorsiz des Stadtrats Kolle legte der Stadtelektriker Dr. KallWillens und das Werkzeug für die Verwirklichung der Aspirationen mann die Pläne für die elektrische Beleuchtung des Plages Drei Sammellisten für die Agitation unter den proletarischen und der Hoffnungen des Proletariats zu sein. Würden aber die Führer vor dem Brandenburger Thor vor. Die Beleuchtung soll durch Frauen sind in einem Portemonnaie Freitag am Cirkus Busch veroder einzelne derselben anfangen zu glauben, die Masse als Piedestal zwei künstlerisch ausgestaltete Kandelaber bewirkt werden. benutzen zu können, um ihrem Ehrgeiz oder ihrer Eitelkeit zu frönen, Die gesamte Loren gegangen. Die Listen tragen die Nummern 00 417, 00 598, des Tiergartens soBeleuchtung und daß die Masse der Parteigenossen es sich als eine Ehre wie des Humboldthaines soll in Zukunft mit einer fo- 00 595. Der Finder wird gebeten, den Fund bei Frau Bauschke, einer fo Rostockerstr. 43 abzugeben. anrechnen müßte, daß sie sich herbeiließen, der Partei beizutreten, genannten" Fernschalter Einrichtung" durch die Berliner um eine Ehrenstelle zu übernehmen, so wären sie nicht die rechten Elektricitätswerte erfolgen und der Große Stern" eine bessere Die Eingemeindung des Tempelhofer Teiles der Hasenheide in Männer und man müßte ihnen den Weg zeigen. Mehr als je zuvor Beleuchtung bei der Umgestaltung dieses Plates erhalten. Die das Rirdorfer Stadtgebiet ist jetzt bis auf Genehmigung des Landhat der 16. Juni, der die Ernte eines großartig geführten Klaffen- Deputation beschäftigte sich außerdem mit der Festsetzung einer neuen tages, an der jedoch nicht zu zweifeln ist, gesichert. Der Vorort tampfes war, gezeigt, daß wir mit den glänzendsten Aussichten in Rohustala für Rohrlegerpoliere des städtischen Röhrensystems, die Tempelhof erhält dafür von Rirdorf die sogenannten„ Kogenmarken", Sie Zukunft gehen. Aber zu unsrem Ziele fönnen wir nur kommen, diesen vom 1. Oktober ab zu teil werden soll. Die Bestimmungen ein ungefähr gleich großes Gebiet. # Aus Die Die Dokumente des Socialismus" erscheinen monatlich einmal und Ein tragisches Mißgeschid ereilte am geftrigen Nachmittag den| Festsetzung der Wahlzeit auf 5 Uhr nachmittags aus. Gemüsehändler Bernhard Schulz, Hornstr. 21. Auf einer Geschäfts- Petition wird dem Gemeindevorsteher zur Berücksichtigung überwiesen. sind durch alle Buchhandlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise Als er den Wagen zur einer kurzen Raft anhalten wollte, fiel in Festsetzung des Beginnes der Wahlen überlassen ist, die Festsetzung Nr. 2206 eingetragen, jedoch ist bei der Post nur Quartal- Abonnement tour hatte er seinen 7jährigen Sohn in seinem Wagen mitgenommen. Da nach dem Wahlregiement den Gemeinde- Verwaltungsbehörden die von 2,25 m. pro Quartal zu beziehen. Das einzelne Heft kostet 75 Pf. In der Zeitungspreisliste der Postanstalten sind die" Dokumente" unter diesem Angenblick der Knabe vom Wagen herunter und die Räder aber zu einer für die Wahlbeteiligung günstigen Stunde" zu er- zulässig. gingen ihm über beide Schultern und Füße. Ein sofort herbei- folgen hat, so steht unsren Wünschen kein gesetzlicher Grund entVon der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen geeilter Arzt stellte schwere innere Verlegungen fest und ordnete die gegen, diese sind dem Gesetz völlig angepaßt. Es ist nach den Er-( Stuttgart, Diek' Berlag), ist uns soeben die Nr. 19 des 13. Jahrganges fofortige Ueberführung des schwer verletzten Knaben nach dem klärungen des Gemeindevorstehers anzunehmen, daß diese Wahl zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Krankenhause am Urban an. unfrem Antrage entsprechend angesetzt wird. Bei den Neuwahlen Die Aufgabe des Parteitags zu Dresden. Preisfechter für die Verkürzung Frauen im kommunalen Armenrat. Von m. Volkstümliche Wagner- Woche". Die Ankündigungen des Wagner- zur Steuereinschätzungs- Kommission wurde auch Genosse Brilfe der Arbeitszeit. Feuilleton: Mumu, das Hündchen des Taubstummen. Festkomitees, aus denen hervorgeht, daß man für 2-300 M. Wagner gewählt. Es ist das hier der erste Fall, daß ein Parteigenosse der Bewegung. Der Entwurf einer Erzählung von J. S. Turgenjew. Aus dem Russischen übersezt von Notizenteil: Der Kampf der Textilarbeiter in der Zeit vom 30. September 5. Oktober huldigen darf, hat, da zur kommunalen Arbeit herangezogen wird. das Volk- das Wort im besten Sinne neuen Geschäftsordnung wurde mit zahlreichen Abänderungsanträgen 2. A. Hauff.( Fortſekung.) von dessen Veranstal- des Herrn Jung einer Kommission zur Vorberatung überwiesen. in Crimmitschau. Gewerkschaftliche Arbeiterinnenorganisation. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer tungen durch die hohen Eintrittspreise ausgeschlossen, höchstens nur Von dem Anerbieten des elektrischen Werkes vom Teltower Kanal, 10 Bf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste die Rolle des Baungastes spielen kann, den Verein zur Förde auf Verabfolgung elektrischer Kraft, wurde Abstand genommen, da nr. 1903 unter Nr. 3189) beträgt der Abonnementspreis viertelfährlich ohne rung der Kunst veranlaßt, fünf Richard WagnerAbende abzuhalten. Diese werden in allen Stadtteilen Berlins zur Zeit kein Bedürfnis vorhanden ist. Der Schöffe Professor Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pt. Bohm kritisierte aus Anlaß eines kürzlich ausgebrochenen um Ende September bezw. Anfang Oktober stattfinden und in einem Brandes die mangelhafte Organisation des polizeilichen Sicherheitshistorischen Konzert die Entwicklung der Musik bis zu Richard Wagner dienstes. Die Feuerwehr habe ohne Absperrung der Straße arbeiten und außerdem je ein Kirchenkonzert, einen Meistersinger- Abend, einen Parsifal- Abend und einen Triston- Abend bringen. Ein großer Teil der müssen. Hierdurch seien neugierige Kinder gefährdet gewesen. Es sei beunruhigend, wenn bei Gefahr von den drei Polizeibeamten Karten soll vollständig kostenlos, der übrige gegen einen minimalen nicht einer im Drt anwesend sei. Der Amtsvorsteher bestreitet, daß Nr. 12. September 1908. Berl. C. A. Schwetschte u. Sohn, Berlin. Eintrittspreis von 1/ 2-1 m. abgegeben werden. Die entsprechenden bei den vorhandenen Kräften eine andre Organisierung des Räumlichkeiten sind bereits von den verschiedenen Stadtverwaltungen Sicherheitsdienstes und eine ständige Wache möglich sei. Die Verdem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt und hervorragende antwortung treffe diejenigen, welche die Vermehrung der Polizei Künstler, unter ihnen mehrere in Bayreuth wirkende, gewonnen worden. Nähere Auskunft erteilt das Bureau Brüderstr. 1( Verlag abgelehnt haben. Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, MaßBloch) in der Zeit zwischen 4-6 Uhr nachmittags, in Charlotten regeln vorzuschlagen, um in Notfällen für ausreichende polizeiliche Sicherheit eingerichtet zu sein. burg das Konservatorium des Westens, Savignyplazz 7. An beiden Drten werden auch Vorbestellungen für die gesamte Wagner- Woche" ( alle 5 Abende) zu 3 M. auf reservierten Plägen bis zum 15. September entgegengenommen. Der gesamte Reinertrag der Veranstaltungen fließt dem Bayreuthfonds zum Ankauf von Billeten für den unentgeltlichen Besuch einer Parsifal- Vorstellung zu. Gerichts- Zeitung. Der Wahre Jacob" hat soeben die 19. Nummer seines 20. Jahr. gewidmet, der durch ein schwungvolles Leitgedicht aus Clara Müllers Feder ganges erscheinen lassen. Dieselbe ist dem Parteitag in Dresden begrüßt wird. Der Preis der zwölf Seiten starken Nummer ist 10 Pf. v. Hoensbroech, Deutschland", Monatsschr. f. d. gesamte Kultur. Vermischtes. In dem schwarzburg- fondershausenschen Dorfe Bennewit bei Gehren brach gestern nachmittag Feuer aus, das bei dem herrschenden Sturm so schnell um sich griff, daß im Verlaufe einer Stunde dreißig Wohnhäuser in Flammen standen. Bei den Löscharbeiten fehlte es an Wasser. Bis 8 Uhr abends, wo das Feuer auf seinen Herd beschränkt war, waren 44 Wohnhäuser und ebenso viele Nebengebäude völlig niedergebrannt. Menschen sind nicht ums Leben gekommen. Etwa 60 Familien find obdachlos geworden. " Eine üble Gepflogenheit beim Verzapfen des Bieres hatte dem Büffetier Paul Schneider eine Anklage wegen Bergehens gegen das Nahrungsmittel- Gesez zugezogen. Die Anzeige war von einem Das Kasino- Theater in der Lothringerstraße 37 ist nun ebenfalls entlassenen Hausdiener erstattet worden, der sich weniger an dem Anin die Wintersaison eingetreten und hat seine Pforten mit einem geklagten als an dem Gastwirt P., hatte rächen wollen. Das Schöffengericht Unfälle bei der Manöverflotte. Das zweite Geschwader, beProgramm eröffnet, das dem Geschmack der Besucher in jeder Hins hatte dem Belastungszeugen Glauben geschenkt und den Angeklagten zu stehend aus den Panzern Baden"," Württemberg"," Beowulf", ficht zu entsprechen scheint. Es ist eine Verleumdung Berlins, wenn 100 m. Geldstrafe verurteilt. Außerdem war erkannt worden, Heimdal", ist auf seinem Marsch von Norwegen nach Kiel Montag gefagt wird, daß sein Theaterpublikum ganz und gar auf daß das Urteil durch eine hiesige vielgelesene Zeitung ver- Stuxhaven angelaufen. Wie der„ Tägl. Rundschau" berichtet wird, Raffinement und sensationelle Absurditäten versessen sei. In öffentlicht werden sollte. Besonders durch diese lettere harte Maß- landete es in Kurhaven zwei durch Sturzsee schwer verletzte den Kunststätten des Westens mag immerhin eine neue regel fühlte sich der Angeklagte so hart betroffen, daß er die Be- Matrosen; zwei andre Matrosen sind Sonnabendabend 7 Uhr bei Richtung die andre jagen; hier im Norden bleibt man stabil und will etwas fürs Herz und Gemüt haben. So wird dann rufungsinstanz in Anspruch nahm. Im gestrigen Termine wieder- Stavanger von einer Sturzsee über Bord gespült worden und erholte der entlassene Hausdiener seine frühere Aussage. In dem trunken. Sie heißen Sartori und Lauth. Das erste Geschwader mit bei einem Besuch des Kasino- Theaters die alte Zeit wieder lebendig, Schankbetriebe, in welchem der Angeklagte beschäftigt war, herrschte den übrigen Schiffen der Manöverflotte ist in der Nacht auf Sonntag wo harmlose Leute nach des Tages Last und Mühen ihre wohl der Gebrauch, daß das Bier direkt aus dem Faß verschenkt wurde, vor der Kieler Föhrde angekommen und am Sonntag in den Kieler abgewogene Portion Moralreflexionen von der Bühne herab dargereicht haben wollten, wo man rechtschaffen verlangte, daß er und welches auf den Schanktisch aufgelegt wurde. Der Angeklagte habe Hafen eingelaufen. fie sich am Schluß des Stückes kriegen und wo ein Drama, das mit stets die ersten Gläser in eine unter dem Fasse stehende Schüssel Briefkaften der Redaktion. einem Mißklang des Liebeslebens schließt, nach Gebühr sittlicher Ent- laufen lassen und ebenso das letzte aus dem Fasse, weil dieses häufig Bechstückchen enthielt. Ferner floß das beim unvorsichtigen Einschänken rüstung verfallen wäre. In dem Schwank" Ihr Gottlieb" fällt überfließende Bier in dieselbe Schüssel. Diese Mischung hat nach der Verfasser heißt: Herr. Ein Genosse. Sie hätten ruhig Ihren Namen verraten können. H. B. 25. Aber, aber. Nein. der Vorhang über eine prachtvolle Verlobung und in der Berliner E. H. Wenden Sie sich an die Redaktion Schlesw.- Holst. Volksztg.", Posse, Tolle Kadetten", die zwei Afte lang ist, werden unter Angabe des Zeugen in der Weise Verwendung gefunden, daß der E. S. 1. Nicht gestattet. 2. Ja, trotzdem sollten Sie angeklagte einen Teil davon in die Gläser goß und diese dann mit Kiel, Bergſtr. II. der begeisterten Zustimmung des Publikums sogar drei Bündnisse frischem Bier auffüllte. Das Schöffengericht hielt dies Verfahren einen Arzt entscheiden lassen. Blücherstraße E. S. Frauenverein. fürs Leben perfekt. So ein alter reichgewordener Vater will mit für durchaus unzulässig, zumal angenommen werden müsse, daß das Frau Ida Salomonsohn, Borsitzende; Charlottenburg, Hardenbergstr. 18. seinen Töchtern hoch hinaus; aber diese lieben, wie alle beim Einschänken überfließende Bier mit der Hand des Angeklagten D. D., Kurzestraße. 1. Er ist Gast, nicht Mitglied. 2. Bezieht sich jungen Berlinerinnen, die bescheidene Einfachheit und führen in Berührung kommen mußte. Diese Annahme wurde von dem An- auf die freisinnige„ Boffische Zeitung". Das betreffende Beiwort ist heute veraltet und sinnlos. A. T. 33. Erkundigen Sie sich im Wöchnerinnen ihre gleichgesinnten Bräutigämmer in allen Ehren heim, nachdurch eine geistvoll ausgedachte Mystifikation geklagten entschieden bestritten, konnte vor der Berufungsinstanz auch heim, Am Urban 22/23. dem der Alte 2. N. Harem bedeutet„ Unzugängliches", nicht aufrecht erhalten werden. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Frauengemach; Haremlit im Gegensatz zum Selamlik, der Abteilung der ordentlich blamiert worden ist und er beschämt den Hochmutsteufel Leopold Meyer, suchte den Nachweis zu liefern, daß das geschilderte Männerräume im Hauſe. 2. 000. Chemische Reinigung. zum Teufel gejagt hat. Eine ansprechende Musik von John Kaa, Verfahren etwas unappetitliches nicht an sich habe, früher, bevor Spindlersches Geschäft. die besonders mit einem hübschen Außwalzer brilliert, trägt wefent- die Bierapparate eingeführt waren, auch in allen Schankbetrieben lich zum Erfolg des Stückes bei. Das Künstlerpersonal ist durchweg das alte geblieben; das Spiel der Herren Berg und Wendt sowie angewendet wurde. Jedenfalls sei die vom Vorderrichter erkannte Strafe zu hoch und er bitte um Herabsetzung derselben. Der der Damen Ernst und Hinzer kann sich in Ehren sehen lassen. In Gerichtshof fonnte das Verfahren des Angeklagten feineswegs billigen, dem eingelegten Specialitätenteil zeichnen sich die Instrumentaltünstlerin Vincenza sowie die Excentrics Barret aus: öffentlichung des Urteils Abstand. ermäßigte das Strafmaß aber auf 20 M. und nahm von der Verebenso findet der Komiker Wehler reichen Beifall. " Juriftifcher Teil. Ein M. 42. Nein. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. M. Samson. Der§ 8 st wörtlich auszulegen: nur toer 6 Monate lang in der Gemeinde wohnt, ist wahlberechtigt. Ist er verzogen, so steht ihm das Wahlrecht nicht zu. W. E. Nein. C. 2. 51. Das hängt von der Art der Schulden und den besonderen Umständen ab.-B. W. 34. Die Angel gehört nicht zu den ständigen Fischereigerätschaften. Kommen Sie um unentgeltliche Desinfektion beim Bezirksvorsteher ein. Um diese Frage drehte sich eine Verhandlung, welche gestern vor Armenunterstüßung ist die Gewährung unentgeltlicher Desinfektion nicht. Hus den Nachbarorten. dem Schöffengericht am Amtsgericht II stattfand. Für die Zeit vom A. B. Rechtlich erzwingbare Verpflichtungen haben Sie nicht. H. Sch. Wird Charlottenburg. Donnerstag, den 10. September, abends 10. April bis zum 9. Juni besteht eine beschränkte Schonzeit für Die Unfallrente geht durch Heirat feineswegs verloren. 81 Uhr, findet im großen Saal des Voltshauses der erste volts- Fische, d. h. es darf nur von Montag früh 6 Uhr bis Donnerstag die Adoption gerichtsseitig genehmigt, so geht die Erziehung den Großeltern tümliche Kunstabend statt. Dr. Alberth hält einen Vortrag über früh 6 Uhr gefischt werden. Gegen diese Verordnung sollte der und früheren Vormund nichts an. Ob der Großvater zur Zeit in die Die Kunst im Volke"( Kunst und Proletariat.) Die daran sich an- Kapellmeister Karl Böhl aus Nummelsburg insofern verstoßen Religionsfrage hineinzureden hat, hängt davon ab, ob das Kind ehelich und schließenden künstlerischen Vorträge( Pianoforte, Violine, Gesang haben, als er am Donnerstag, den 4. Juni, abends gegen 7 Uhr, welcher Religion sein Vater und seine Mutter angehören. Rummelsburger See geangelt haben sollte. Er und Recitation) werden von namhaften Künstlern ausgeführt. Der auf dem Rummelsburger ein polizeiliches hatte dafür Stafmandat erhalten, Wetter Prognose für Mittwoch, den 9. September 1903. Eintrittspreis einschließlich Programm und Garderobe beträgt 50 Pf. welches er Einspruch erhob. Vor Gericht bestritt er, geangelt teine erheblichen Niederschläge. gegen Ein wenig wärmer, vielfach wollig bei mäßigen westlichen Winden; Berliner Wetterbureau. Die Verhaftung des Wechselfälschers, Bankiers Otto Seiler aus zu haben. Er sei mit einem Boote über den See gefahren, was Rathenow, der sich auf Grund eines ihm von einem Verwandten erlaubt sei. Er habe allerdings eine Angel mitgeführt und zeitausgestellten ärztlichen Attestes in einer Privat- Irrenanstalt befand, weilig ausgeworfen, es sei aber eine ganz neue Angel gewesen, die aber dabei Gelegenheit fand, sich in Berlin nach Herzensluft zu zum Gebrauch noch nicht vorbereitet war. Er habe weder ein Blei vergnügen, ist jetzt von der Staatsanwaltschaft angeordnet worden. noch einen Köder daran gehabt und die Angel nur ausgeworfen, um zu sehen, wie dieselbe falle. Hoffentlich faßt man ihn. Diese Angabe wurde auch durch andre Beugen bestätigt. Trotzdem beantragte der Staatsanwalt die Bestätigung des Strafmandates, weil die Angel zu den ständigen Fischereigerätschaften gehöre. Der Gerichtshof war entgegengesetzter Ansicht und sprach den Angeklagten frei. Der Angeklagte könne nicht bestraft werden, weil der§ 2 der Oberpräsidialverordnung vom 18. März 1880 besagt, daß die ständigen Fischereigerätschaften Albert Lorenz. während der Schonzeit aus dem Wasser entfernt werden müssen, daß aber die Angel nicht zu den ständigen Fischereigerätschaften gehört. Die Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung hatte sich in der ersten Sizung nach den Ferien gleich wieder mit dem Krankenhausbau zu befassen, dessen langsames Fortschreiten vom Stadtverordneten Richter bemängelt wurde. Es handelt sich diesmal um bie Preisausschreiben der Hochbau- Deputation für eine Heizungs anlage im Krankenhause. Da der Kostenanschlag für das Verwaltungsgebäude und die darin vorgesehene Heizungsanlage von den Körperschaften bereits bewilligt ist, wurde der Vergebung der einzelnen Gebäude und Pavillons nach den Vorschlägen zugestimmt. Das merkwürdige Liebesverhältnis, welches sich zwischen einer Zwei Firmen sollen Preise von 1200 beztv. 800 M. überwiesen und eir Entwurf von der Firma Kelling für den Preis von 600 M. an- gebildeten Dame, der bereits in reiferen Jahren befindlichen Buchgekauft werden. Mit dem Bau der Anlage selbst geht es mir sehr halterin Gertrud von Lühmann, und dem Hausdiener Gausche entlangsam von statten und daher wird die Kalamität in der Unter- wickelt hatte, sollte gestern vor der dritten Ferien- Strafkammer des anhalten. Landgerichts I zur Erörterung gelangen. Fräulein von Lühmann Lange bringung unsrer Drtstranten Sodann rief der Antrag der Arbeitnehmer- Beisiger des hiesigen Ge- wurde aus der Untersuchungshaft vorgeführt, um sich wegen Betverbegerichts um Entfendung zweier Delegierter zum drohung ihres früheren Geliebten mittels eines Revolvers zu verDie Geschichte erregte damals Aufsehen. Gausche Verbandstage deutscher Gewerbegerichte in Dresden antworten. leider noch eine lebhafte Debatte hervor. Den ablehnenden Standpunkt des war des Verhältnisses überdrüssig geworden, die Angeklagte Magistrats begründete Stadtrat Sehl, Vorsitzender des Gewerbe- hatte ihn gestellt und ihn an sein angeblich erteiltes Heiratsgemahnt. Gausche foll fich in verlegender gerichts, in einer Weise, die bei der großen Mehrheit der Versamma versprechen lung glücklicherweise kein Verständnis fand. Nach der Logit des Art schroff und ablehnend verhalten und die Angeklagte darauf auf Magistratsvertreters müßten, so äußerte sich Stadtv. Dr. b. Gordon, ihn geschossen haben, ohne zu treffen. Medizinalrat Dr. Mittenzweig kein Städtetag und andre ähnliche Veranstaltungen beschickt werden, hatte begutachtet, daß die hysterische Angeklagte, wenn auch nicht da der größte Teil des Gehörten nicht richtig verfolgt werden geisteskrant, so doch geistig minderwertig sei. Mit diesem Gutachten fönne. Stadtv. Küter( Soc.) wies darauf hin, daß es sich für die war die Angeklagte nicht einverstanden. Sie behauptete, im Vollbesitz Teilnehmer in erster Reihe um die wirkliche Gesezeskenntnis ihrer Geisteskräfte zu sein, ihre Familie strebe mur danach, ihre Sie habe sich deshalb auf diesem Gebiete und um den Austausch von Erfahrungen handle, Unzurechnungsfähigkeit beweisen zu können. deren die Beifizer zur Objektivität ihrer Rechtsprechung bedürfen. auf den Professor Dr. Klemperer, der sie seit ihrer Kindheit kenne, Schöneberg könne doch unmöglich hinter den Beschlüssen der großen berufen. Da der Professor sich noch im Urlaub befindet, mußte die Nachbarorte zurückbleiben. Mit dem Antrage Küter um Entfendung Sache vertagt werden. auch eines Vorsitzenden wurde dann der Petition mit großer Mehrheit stattgegeben. Mit der Mandatsniederlegung des Stadt verordneten Maurenbrecher erklärte sich die Versammlung, wie vorauszusehen, einverstanden. Sonach wird für diesen( 10.) Bezirk 49. Heft des 21. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben in nächster Zeit eine Neuwahl stattzufinden haben. Bei der vor wir hervor: Bürgerliche Agonien. Ein Nachwort zur VicepräsidentenEingang in die Sigung erfolgten Auslosung von vier Stadt- frage und Verwandtem. Von A. Bebel. Zum Parteitag. Von K. Kautsky. verordneten wurden neben unserm Genossen Obst die Stadt- Der internationale Socialistenkongreß zu Amsterdam und das Frauenverordneten Jaster und v. Glasenapp( II. Abteilung) und Wahlrecht. Bon Therese Schlesinger- Edſtein. Litterarische Rundschau: Kaufmann( I. Abteilung) ausgelost. Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. Von Menitophilos. G. Hardegg, Gewerbe- Inspektor, Aus der deutschen Gewerkschaftsbewegung. Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchhandlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten ist die Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft foftet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Eingegangene Druckschriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das Baurat Socialdemokrat. Wahlverein des 4. Berl. Reichstagswahlkreises ( Osten). Todes- Anzeige. Am Montag, den 7. d. M., verstarb nach langen, schweren Leiden unser Genosse, der Gastwirt am Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. d. M., nachmittags 4%, Uhr, von der ReichenHalle des Markus- Andreas- Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. 244/2 Verein socialdemokratischer Gast- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Am 7. September verstarb unser Vereinskollege Albert Lorenz nach längeren Leiden. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. September, nachm. 4%, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Markus- Kirchhofs in Wilhelmsberg Hohen: Schönhausen aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: Emil Kerfin. 69/7 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unsres guten Vaters, des Instrumentenmachers Franz Hartung, sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, ins besondere den Kollegen der Firmen G. Klingmann u. Co. und Albert Gast u. Co. unsern herzlichsten Dant. 1468b A. Hartung nebft Kindern. Preise Todes- Anzeige. Allen Verwandten und Freunden die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann Eduard Neumann am 6. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 9. d. M., um 3 1hr vom Rummelsburger Krankenhause aus statt. Die trauernde Witwe und Kinder, Socialdemokratisch. Wahlverein für den Bezirk Rummelshurg. Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 6. Septbr., nachmittags 3 Uhr, verstarb unser langjähriges Mitglied, der Schuhmacherineister 8/6 Eduard Neumann ( Schillerstr. 4) im 37. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwochnachmittag 5 Uhr, von der Halle des hiesigen Krankenhauses aus statt. Bahlreiche Beteiligung der Mitglieder erwartet Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Lottchen im Alter von 3 Jahren 9 Monaten an Herzlähmung plötzlich ges storben ist. 14725 Die Beerdigung findet Mittwochnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle in Friedrichsfelde aus statt. Die trauernden Eltern Anna und Friedrich John. Danksagung. Der Schmargendorfer Gemeindevertretung lag in ihrer Sizung am 7. d. M. eine Petition des socialdemokratischen Wahlvereins betreffend die Lantagswahlen vor. In dieser wurde die Gemeinde vertretung ersucht, an den Gemeindevorsteher das Ersuchen zu richten, den Zeitpunkt des Beginns der Wahlmänner- Wahlen auf 5 Uhr nach mittags festzusehen, sowie die Urwähler- und Abteilungslisten außer in den gewöhnlichen Dienststunden auch in den späten Nachmittagsstunden auszulegen und ferner die Urwahl- Bezirkseinteilung baldmöglichst vornehmen und zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Der Gemeindevorsteher erklärt, vollſtändig für Erfüllung der Wünsche zu franzöſiſchen Reformſocialismus. Raſſalles Eingaben an den Boliget Zahn- Klinik, bettebige Teil- jowie dem Socialdem. Wahlberein sein, wenn das Gesetz die Erfüllung derselben, vornehmlich hin- präsidenten v. Hinckeldey und den Prinzen von Preußen. 1855 und 1858. sichtlich des Beginns der Wahlzeit, zuläßt. Herr Jung Das Programm der socialdemokratischen Partei Ungarns. Gin Wahl- Olga Jacobson, strasse 145. Von den„ Dokumenten des Socialismus", herausgegeben von Ed. Bernstein,( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das 9. Heft des III. Bandes erschienen. Aus dem heben Millerand über den Polizeibefürwortet die Petition und spricht sich für die zulässige manifest Proudhons aus dem Jahre 1848.( Schluß.) Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die überaus reich. lichen Kranzspenden bei dem Begräb. nisse meines geliebten Mannes fagen und zahlung. Rigdorf unfren tiefgefühlten Dant. Wwe. Klingbeil nebst Kindern. Invaliden25772 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 9. September. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Samson und Dalila. Schauspielhaus. Der Revisor. Neues Operntheater. Derẞigeuner baron. Westen. Geschlossen. Reffing. Der blinde Passagier. Deutsches. Monna Banna. Berliner. 100 000 Thaler. Residenz. Lustige Chemänner. Vorher: Zum Einsiedler. Urania. Taubenstrasse 48/49. Abends 8 Uhr: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Der Talisman. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Im weissen Rössl. Von der Zugspitze Dramatisches Märchen in 4 Auszügen Lustspiel in 3 Aufzügen von Oskar zum Watzmann. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Panoptikum Friedrichstr. 165. Neues. Eine Frau ohne Bedeutung.!! Menschliches Thalia. Der Hochtourist. Deutsch Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Anfang 8 Uhr: Liederspielhaus( Kroll.) Liederspiele und Idyllen. Bision nach dem Balle. Schiller O.( Wallner- Theater.) Der Talisman. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Jm weißen Rößl. Kleines. Nachtashl Trianon. Die Notbrücke. Carl Weiß. Amor in Wichs. Luifen. Der Pfarrer von Kirchfeld. Belle- Alliance. Specialitäten. Apollo. Die Liebesinsel. Speciali täten. Winter- Garten. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Baffage- Theater. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Bon der Zugspitze zum Wakmann. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Doppelwesen: die zusammengewachsenen Schwestern 20 Jahre alt, spielen Violine! Z von Ludwig Fulda. Blumenthal und Gustav Kadelburg. Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Was ihr wollt. Freitagabend 8 Uhr: Was ihr wollt. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. In durchweg neuer Ausstattung: Zum erstenmal: Der Bibliothekar. Freitagabend 8 Uhr: Der Bibliothekar. Cirkus Schumann Amor in Wichs. Seute, Mittwoch, den 9. September, Gr. Ausstattungs- Gesangs- Burleske abends 72 Uhr: in 4 Aften und 7 Bildern von Git Ausserordentl. grosse Vorstellung. Ritterfeldt. Musik von Ab. Wicher. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorst. Im Garten: Neue Specialit. Anf. 5 Uhr. Auftreten des weltberühmten Löwenbändigers Herrn Julius Seeth mit seinen Bernhard Rose- Theater 25 männlichen Löwen. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Mittwoch, den 9. September cr.: Robert und Bertram. COLOCISCHER Boffe mit Gesang u. Lanz in 4 AufCARTEN Täglich ab 5 Uhr nachmittags: Gr. Militär- Konzert. Entree 1 M., ab 6 Uhr 50 Pf. Kinder unter 10 J. die Hälfte. In der Arena: Raubtier- Spielschule. 6 Löwen, 1 Leopard, 1 Hyäne, 1 Bär. Vorstellungen: Wochentags 4-5, 6-7 Uhr, Sonnt. 12-1, 4-5 u. 6-7 Uhr. Eintritt: Sperrsitz 1 M., Kinder Stehplatz 50 Pf. unter 10 Jahren die Hälfte. Eine Frau ohne Bedeutung. Casino- Theater. Anfang 7, Uhr. Donnerstag: Doppelfelbstmord. Lothringerstraße 37. Anfang 8, Sonntags 7, Uhr. Großer Sensations- Erfolg! Kleines Theater. Tolle Kadetten, Unter den Linden 44. Borher das glänz. Eröffnungsprogr. Sonntagnachm. 4 Uhr: Badekuren etc. Nachtasyl. Anfang 8 Uhr. Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Mittwoch: Die Notbrücke. Luisen- Theater. Anfang 8 Uhr. Der Pfarrer von Kirchfeld. Donnerstag: 100 000 Thaler. Freitag zum erstenmal: Mönch und Soldat. Sonnabend: 100 000 Thaler. Sonntagnachmittag: Faust. Passage- Theater Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Man muss sie wiedergesehen haben die LONA in ihrer Ori- Im Boudoir. ginal- Scene zügen von Raeder. Schmidt- Hawkins, Humorist. Elsa Jocosa, Softüm- Soubrette. Hermann Stahnke, Salon- Athlet. Max Alexander, Bauchredner. Anfang 4 Uhr. Diese Borstellungen finden bis 15. September cr. täglich statt. Frithling, Sommer, Herbst, Winter. Großes Ballet- Divertissement in pompösen Kostümen. Blumen fönigin. Solo, getanzt von Mad. Hodgini. Die großartig springenden 3 Barsois- Hunde, vorgeführt von Mr. Booru. Direktor Alb. Schumanns Prater- Cheaterete Kastanien- Allee 7/9. Direkt.: M. Kalbo. Original- Dreſſuren. 11: Alt- Heidelberg du Feine. Fröbels Allerlei- Theater Liederspiel in 3 Aften von D. Richter. Konzert und Ball. 1. a.: Paula Grigatti, Kostüm- Soubr. fr. Puhlmanns Vaudeville- Theater, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Original Eugen Milardo, Zanzhumorist. Konzert-, Theater- u. 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Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin S!! Nr. 210. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwod, 9. September 1903. Verfammlungen. Die Agitationskommission des Fachvereins der Musikinstrumenten bei den Kastenmachern verhindert worden. Gegenwärtig stehen die Schlächtergesellen. Heute abend 9 Uhr findet in Feuersteins Festsälen, Arbeiter bei der Firma Nieber, die sich im besonderen durch Lohn- te Jakobstr. 75, eine öffentliche Versammlung statt. Gewerkschaftssekretär drückerei auszeichnet, im Ausstande. Es wurden dort Löhne von Beims aus Magdeburg wie 15, 18 bis 21 M. gezahlt. Solche Ginigkeit der Arbeiter efchiedener Altgesellen", pricht über:„ Ein Beispiel über die Thätigkeit ver * Roggen, gut + Gerste, gut Kartoffeln, neue D.- Ctr. Kalbfleisch Hammelfleisch 7,00 5,00 mittel " 16,06 16,04 Rindfleisch, Keule 1 kg 1,80 1,20 " gering 16,02 16,00 do. Bauch " " 1,50 1,10 12,90 " Schweinefleisch " 1,60 1,20 mittel " " 1,80 1,20 gering 1,80 1,20 " " 14,50 13,70 Butter 2,60 2,00 " mittel 13,60 12,80 Eier 60 Stüd 4,50 2,60 " gering " " 12,70 11,90 Karpfen 16,00 15,00 Aale 1 kg 2,40 1,40 " 2,60 1,60 mittel " 14,90 13,90 Bander " 3,00 1,00 gering 13,80 12,80 Hechte " " 2,40 1,20 " 4,40 3,82 Barsche " 1,80 80 6,80 4,60 " " 3,00 1,40 40,00 25,00 Bleie 1,40 80 " " 50,00 25,00 Krebse per Schod 18,00 3,00 " 60,00 20,00 Arbeiter hatte zu Montag in den Andreas- Festsälen" eine öffent diesem Ausstand ist seit langem nicht zu verzeichnen gewesen. So liche Versammlung aller in der Pianoforte- Industrie beschäftigten lange der mißliebige Werkführer dort beschäftigt ist, wird nach wie Marktpreise von Berlin am 7. September 1903 Arbeiter und Arbeiterinnen einberufen, die sich eines recht be- vor die Sperre weiter bestehen. Redner kam nach einer kritischen nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. sonders guten Besuches erfreute. Kleinlein referierte über die Würdigung der Schäden der Hausarbeit zu dem Schluß, daß es an* Weizen, gut D.- Ctr.| 16,10| 16,08 Organisationsbestrebungen und die bisherigen Lohntämpfe in dem der Zeit sei, sich aufzuraffen, die Organisation zu stärken und dann Berufe. Wie Redner ausführte, so sei es in Anbetracht der gefchloffen dem Unternehmertum entgegenzutreten. Die Diskussion, großen erfolgreichen Kämpfe andrer Organisationen nötig, die dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgte, war eine dem einmal nachzudenken, wie es mit den Organisations- Referenten zustimmende. Zum Schluß wurde eine im Sinne des bestrebungen der Pianoforte- Arbeiter stehe. Diesem könne entgegen- Referats gehaltene Resolution angenommen. geführt werden, daß noch vieles in dieser Beziehung bei dieser ArIn Zernsdorf, wo vor wenigen Wochen ein bereits 40 Mitbeiterkategorie im Argen liege. Die meisten Arbeiter denken über glieder zählender Wahlverein begründet wurde, fand Sonntag ihre traurige wirtschaftliche Lage nicht genügend nach, trotzdem tag- nachmittag trotz der tropischen Hiße eine äußerst start besuchte Voltstäglich mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit in der rücksichts- versammlung statt, die erste, welche sich mit dem Thema der bevorLosesten Weise von seiten der Herren Fabrikanten verfahren wird. stehenden Landtagswahlen befaßt hat. Dr. Alberty, Charlottenburg, Mit der Einführung der Frauenarbeit und der Maschinen- beleuchtete in anderthalbstündigem Referat die traurige Rückständig Seu Richtstroh technik in den letzten Jahren fei der Beruf auch be feit der preußischen Verhältnisse, besonders die Widerfinnigkeit des Erbsen Allen diesen unliebſamen Zuständen tönne Dreiklassen- Wahlrechts, und forderte zu intensiver Agitation für die Land- Speisebohnen sonders gefährdet. nur durch eine starte wirtschaftliche Organisation abgeholfen tags- wahlen auf. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion. Linsen werden. Der Referent giebt des weiteren eine Uebersicht über die hauptsächlich in diesem Jahre in der Branche stattgefundenen| Deutschlands, Bezirk Berlin. Centralverband der Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen* ab Bahn. Mittwochabend 9 Uhr: Sigung in den Differenzen und Lohnkämpfe. Bei der Firma Schneider u. Menzel Arminhallen", Kommandantenftr. 20. Tagesordnung: Wahl eines Verbandsist durch das zeitige Eingreifen der Organisation die Lohndrückerei beamten. Deutscher Metallarbeiter- Verbandtankenkasse Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353. Donnerstag, den 10. September 1903, abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung der Mechaniker im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15, Saal I. Zages Ordnung: der Vergolder und Berufsgenossen. Donnerstag, den 17. September, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause( Saal 5), Engel- Ufer Nr. 15: Ausserordentliche General- Versammlung Arbeitnehmer. Tagesordnung: 1. Welche Machtmittel stehen dem Proletariat zur Verfügung der Vertreter der Arbeitgeber und zur Niederwerfung der Klassenherrschaft. Referent: Dr. Friedeberg. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Kollegen! Erscheint Mann für Mann in dieser Versammlung. Donnerstag, den 10. September 1903, abends 8, Uhr: Konferenz der Vertrauenslente in Rixdorf bei Preil, Rosenstraße 24. Bahlreichen Besuch erwartet 121/6 1. Abänderung des Statuts nach Maßgabe der neuen Strankengeset Novelle vom 25. Mai 1903. 2. Diskussion und eventuelle Abänderungen der§§ 13 und 32 des Statuts. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlvereinb Rixdorf. 276/5 J. Aßmann, Schriftführer. NB. Wein, Cognac, Malz und Irrigatoren werden im Kaffenlokal abgegeben. Mittwoch, 9. Septbr., abends 81, Uhr, im Lokale des Hrn. H. Thiel, aga Bergstraße 151-152: Arnold Scholz. Chausseestr. 103a. Mitglieder- Versammlung. Germania- Prachtsäle. Zages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung von der Kreis- GeneralBersammlung. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes, Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. 235/4 NB. In dieser Bersammlung findet die Verteilung der Broschüre Die preußischen Landtagswahlen", von Dr. 2. Arons, statt. 99 Der Vorstand. Volkswille" Beste deutsche 2 Pf.- Cigarette. Heller türk. Tabak! Leichte Mischung! Hochfeines Aroma! Feinste Handarbeit! Cigarettenfabrik„ Alexandria" Dresden. Vertreter: Hugo Sprödowsky, Berlin N., Brunnenstr. 159. Schüßenhaus in Köpenick. Am 16. September wird in Köpenid an Gerichtsstelle 10 Uhr vormittags bas„ Schützenhaus" zwangsweise versteigert. Dasselbe ist über 1500 Ruten groß, hat alten Garten mit Schatten, großen Saal, und eignet sich vorzüglich als Bersammlungs- Lokal im Sommer wie int Winter. 14375 Da ein geeignetes Lofal in Köpenid in der Damm Vorstadt sich nicht befindet, wäre der Erwerb von Parteigenossen erwünscht. Außer dem Lokal gehen 3000 m. Miete jährlich ein. 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M. Schulmeister, Schneidermeister. Dresdenerstr. 4 am Kottbuser Thor. 2352L* Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. 1. Ziehung 3. Klaffe 209. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 8. September 1903, vormittags. Nur die Gewinne über 144 Wt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 99 112 404[ 1000] 98 539 84 603 13 47 49 86 887 943 1032 122 250 542 92 630 93 768 99 825 70 2170[ 300] 201 69 70 488 89 545 916 3037 143 344 647 731 43[ 300] 948[ 300] 4091 755 873 85 922 49 5025[ 300] 102 30 56 62[ 300] 85 89 205 50 51 393 548 82 740 851[ 300] 990 6044 82 172 205 92[ 500] 93 531 72 683 747[ 300] $ 14 15[ 300] 50 7135 61 98 214 567 767 927 92 8100 44[ 300] 87 549 61 654 96 831 912 9010[ 500] 62 239 60[ 300] 325 415 27 94 653 849 10094 206 7[ 300] 32 383 96 659 742 79 98 11015 76 132 339 73 453 91[ 1000] 664 95 12014 157 471 13043 136 213 19 345 624 876 984 96 14251 78 394[ 300] 649[ 300] 52 60 15027 30 167 282 370 427 64 583 876 16249 561 706 17107 499 508 70[ 300] 799 928 18405 530 653 19290 373 419 608 17 29 76 97 703 956 59 21203[ 300] 22009 10 86 23043 101 55 20015 131 580 670 725 900 5 35 323 488 501 21 668 713 17 62 824 55 987 117 55 208 467 71 597 627 51 70 803 7 385 493 524 31 649 700[ 300] 78 85 958 24040 55 243 458 522 25032 57 141[ 1000] 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Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Jungbiergeschäft fofort billig seränderungshalber verkäuflich. Zu erfragen Kaiser Friedrichstraße 37, im Seifengeschäft. + 133* Gardinenhaus Große Frankfurterstraße 9, parterre. +37 Herrenanzüge und Paletots, ertra gute und chice Maßarbeit, Modellachen sehr preiswert. Julius Lindens baum, Große Frankfurterstraße 141, Ede Fruchtstraße. Borjährige elegante Herrenhosen aus feinsten Stoffen 9 bis 12 Mart. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21, II. 301 490 582 660 732 67[ 3001] 850 76 974 204021 44 58 97 238 362 509 69 649 205127 36 84 647 818 1400] 906 206001 108 57 576 816 47 75 952 207002 613 718[ 300] 75 899 208161 302 71 78 558 627 836 98 963 209136 317[ 1000] 25[ 300] 68 70 442 96[ 400] 706 80 803 50 972 79 210009 15 24 80 189[ 300] 256 306 7 20 444 824 32.66 211001 20 57[ 300] 115 206 57 13001 346 507 631 714 71 989 212590 787 969 213244 360 94[ 300] 478[ 300] 594 769 914[ 300] 214134 451 94 527 52 59 840 84 215111 66 279 640 701 24 75 842 46 63 940 [ 400] 50[ 400] 56 216194 410 11 73 604 37 96 816 70 951[ 400] 217061 103 13 89 290 305 38[ 300] 436 587 775 880 218324 54 95 615 826 900 1 10 20 29 75 219299 383 406 71 83 524 777 862 220011 248 305 19 501 84 692 706 864 85 953 56 222029 68 70 141 221106 338 603 10 710 929 86 278 359 429 859 223033 86 104 296 439 78 91 656 701 808 56 Im Mewinnrabe verbfiehen: 1 Gewinn zu 60 000 Wart, 1 8 40 00 t., 1 zu 15 000 m., 2 zu 10000 Dit, 3 a 5000 9 zu 000 wt., 14 zu 1000 D 42 3 500 W, 73 8 400.. 209- 300 Z. . bon 10 Mark 1 Biehung 3. Klasse 209. Kgl. Preuß. Lotterie. Bie ung vom 8. September 1903, nachmittags. Nur die Gewinne über 144 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 259 60 376 543 98 622 703 31[ 1000] 833 948 60 1089 104 9 215 16 98 457 734 910 2039 174 261 509 613 57 855[ 300] 3092 202 640 770 913 44 4192 229 97 356 541 713 14 49 951 98 5311 469 576 739 907 6113 276 459 78 99 519 21 46 71 640 709 7141 346 533 622 37 704 8004 91 578 655 714 18 974 9006 188 215 53[ 300] 78 413 24 74 511 13 24 617 72[ 400] 734 826 43 51 73 10137 95 243 457 78 610 765 97 876 939 11120 321 24 548 85 661 927 72 12074 172 737 99 894 908 [ 300] 13044 205 7 422 79 748 80 81 99 970 14118 431 43 76 505 24 760[ 300] 888 905 15188 291 309 18 42 43 45 403 668 835 74 939 16233 54 59 87 92 318 478 86 90 551 730[ 300] 92 17076 112 20 293 323 35 404 55 860 904 25 18105 29 40 220 313[ 300] 16 55 686 711 19077 117 1500] 82 243 44 55 311 432 [ 300] 74 613 843 20142 339 45 402 46 628 778 878 976 21019 116 83 414 538 632 918 22042 277 692 902 23020 279 13001 431 53 85 916 18 44 24084 354 59 69 400 40 553 809 76 930 34 25009 165 79 362 544 858 998 26263 300 56[ 400] 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Die Pianofabrik von Nieber & Co., Alexanderstr. 22 und Wallner Theaterstr. 26/27, ist wegen Differenzen für sämtliche Branchen gesperrt. 142/ 2* Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter.