Nr. 123. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. gern sprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Arbeiterzustände und FabrikInspektoren in Sachsen. werden. Sonnabend, den 28. Mai 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Hause und nicht in der Fabrik verlangt; aber er sucht diese vor Augen kamen; hat doch vor einigen Jahren das liebe Erinnerung gleich wieder auszuwischen durch eine Klage, in Leipz. Tagebl."( in einer Korrespondenz Aus dem Erzwelcher er mit seinem Zwickauer Kollegen übereinstimmt: gebirge" vom 10. Juni 1889) es ausgeplaudert, daß während über die Ausschließung der schulpflichtigen Kinder aus der der Inspektionsbeamte in Gegenwart des Besizers dessen im Die feineswegs sehr vollständige äußere Thätigkeit der Fabrik. Und solche Beamten sollen den Arbeiterschutz über- Wohnhause gelegenen Betriebsräume revidirte, die Ehefrau sächsischen Fabrikinspektoren wurde an dieser Stelle unterm wachen, aus ihren Berichten soll man ein zutreffendes Bild des Arbeitgebers die Ankunft des Beamten in einem 26. April d. J. an der Hand der neuesten Jahresberichte der Arbeiterzustände entnehmen können! Hier gilt das anderen Saale meldete, so daß die Kinder, welche richt Wie viele Kinder dieser Beamten für 1891( Dresden, F. Lommatsch) ein- selbe, was das Sozialpolitische Zentralblatt" in seiner hingehörten, verschwinden konnten." Ungehörigkeiten mögen nun gar in be gehend beleuchtet. Inzwischen ist ein Haupttheil unserer legten Nummer über die neuen Berichte der bayerischen und d. h. für Kritik als zutreffend dadurch anerkannt worden, daß eine Fabrikinspektoren sagt:„ die Berichte enthalten eben lediglich nachbarten Etablissements verschwinden", Vermehrung der Bezirke und Inspektoren von sieben auf Andeutungen darüber, was unter dieser Aufsicht" vor den Tag der Revision, sobald die Ankunft des Inspektors dreizehn offiziell angeordnet wurde. Etwas intensiver wird kommen kann, aber nicht darüber, was wirklich vorkommt. bekannt geworden ist! Aehnlich sind die Angaben über damit hoffentlich die Aufsicht schon im laufenden Jahre Das einzige Gute an den sächsischen Berichten ist danach Frauenarbeit, bei denen u. A. scheußliche Zustände aus Inhaltlich aber ist solange von dem ganzen beinahe nur das Ergebniß der Fabritarbeiter- Bählung für Biegeleien zur Sprache kommen, höchst lückenhaft und theilInstitut nichts Butreffendes und Erschöpfendes zur Auf- 1891, das mitgetheilt wird. Die Zahl der erwachsenen weise viel zu lakonisch und flüchtig. Eine charakteristische flärung der sächsischen Arbeiterzustände zu erwarten, als männlichen Arbeiter stieg auf 222 716( gegen 191 434 im Angabe macht der Inspektor für Plauen aus dortigen teine andere Auswahl in den Personen stattfindet und die Jahre 1888, wo die erfte brauchbare Bählung vorgenommen Gardinenfabriken über die Arbeitszeit. Da wurde u. A. Dampfteffelrevision, welche die Beamten auch das letzte wurde), diejenige der weiblichen erwachsenen Arbeiter auf an 42 Tagen des Berichtsjahres bis 9 Uhr, an 22 bis Berichtsjahr wieder mit nicht weniger als 10 254 technischen 107 756( gegen 92 134 in 1888), die der jugendlichen Arbeiter 10 Uhr, an 38 bis 11 Uhr, an 8 Tagen bis 12 Uhr Nachts Amtshandlungen belastete, nicht gänzlich von der Fabrit von 27 052 auf 30 401 Röpfe, und die Zahl der kindlichen gearbeitet, und an 2 Tagen sogar durch bis 6 Uhr früh des inspektion getrennt ist. Das jeßige System zieht nämlich Arbeiter fiel von 11 009 auf 10 668. Doch ist die letztere anderen Tages!! Einzelne Streiflichter, die sichtlich immer geradezu arbeiterfeindliche oder wenigstens sozialpolitisch Abnahme feine allgemeine, sondern offenbar nur durch die nur ein kleines Stückchen der vorhandenen Misere beleuchten, gänzlich verständnißlose Beamte förmlich groß. Auch der schlechte Geschäftslage einiger Industrien bedingt, da die fallen dann noch aus den Berichten auf den schlechten Bu Zwickauer Beamte redet im vorliegenden Berichtsbande Summe der findlichen Arbeiter z. B. in der Maschinenindustrie stand vieler Arbeitsräume und auf die maßlose Lehrlings, den Glashütten- Fabrikanten bezw. den einsichtslosen Eltern von 250 auf 330, in der Industrie der Heiz- und Leucht- züchterei, deren sich manche Unternehmer befleißigen. der von diesen Unternehmern beschäftigten jugendlichen Ar- stoffe von 18 auf 23, bei der Metallverarbeitung von 475 Die spärlichen Lohnangaben der Beamten find für allbeiter fritiklos den Satz nach, daß eine Beschränkung der auf 554, in der Papier- und Lederindustrie von 571 auf gemeine Schlüffe nicht zu verwerthen; sie zeigen nur, Verwendung jugendlicher Arbeiter in Glashütten auch 620, bei der Industrie der Holz und Schnitzstoffe von 524 wie tief der Verdienst sächsischer Industrieproletarier sinten für die Arbeiter nachtheilige Folgen haben würde". Der auf 716, bei der Bekleidung und Reinigung von 596 auf tann. Und je weniger die Inspettoren Bestimmtes und ErInspektor für Plauen beklagt vollends den durch die 838 Köpfe stieg. Es ist deshalb geradezu lächerlich, wenn schöpfendes mit theilen können, desto ausführlicher verbreiten abgeänderte Gewerbe- Ordnung bedingten Wegfall der die als Anhang beigegebene amtliche Statistik damit prunkt, fie fich über die zunehmende Verrohung" u. s. w. Sie Beschäftigung von schulpfichtigen Kindern in daß 1891 nur 26 Uebertretungen der Vorschriften über die haben ja das volle Recht dazu, nachdem sie mit den UnterFabriken" mit einem so rührseligen Redeschwall, wie beständige Arbeitszeit der Kinder, und nur 83 folche bez. nehmern um die Wette über die Beschränkung der Frauenihn der raffinirtefte Handelskammer Sekretär nicht besser der jugendlichen Arbeiter ermittelt" worden seien. Hier und Kinderarbeit jammern! Angesichts dieser Zustände ist es mit Freude zu be liefern tönnte, und zum Kapitel der Beschränkung der Frauen- gilt offenbar daffelbe wie bei den Unfallanzeigen, die den arbeit leistet sich dieser Beamte sogar folgende Säße: Beamten noch nicht von der Hälfte der wirklich vor grüßen, daß gerade sächsische Genossen, unserer Anregung im Kenntniß geben. Wo allein Leitartikel vom 23. März b. J. folgend, im Vogtlande den Daß die in dem erwähnten Gesetze( der neuen Gewerbe gekommenen Unfälle Ordnung) vorgesehenen Beschränkungen betreffs der Arbeitszeit 24 Fälle ermittelt wurden, in denen sogar Kinder Anfang mit der Einsetzung von Vertrauensmännern gemacht der Arbeiterinnen nicht durchgängig den Ansichten und Wün- unter 12 Jahren beschäftigt waren, und zwar unter haben, welche Nachrichten über die den Arbeitern bekannt in dieser Hinsicht gemachten Erfahrungen annehmen zu können. so schändlichen Verhältnissen, wie zum Beispiel bei dem werdenden Verstöße und Ungehörigkeiten der Fabrikanten Im Allgemeinen sind die Arbeiterinnen, namentlich die un- aus einer Leipziger( S. 80) Druckerei mitgetheilten Falle, sammeln und mit den nöthigen Belegen an die Inspektoren verheiratheten, in den Fabriken zu einer längeren da find jene" Ermittelungen" wenig glaubhaft. An Ver- weitergeben. Es hat noch viel zu geschehen, ehe auch die Arbeitszeit oder zu Ueberstunden eher bereit stößen gegen die Vorschriften über jugendliche und kindliche fächsische Fabritinspektion nur ihren Namen verdient. als die männlichen Arbeiter, und manche derselben Arbeiter überhaupt wurden ja auch nicht weniger als 1118 haben die löbliche Absicht, in ihren jungen Jahren für festgestellt. Was das Maß der unerlaubten Ausnutzung das Alter oder auch für die Verheirathung zu sparen." betrifft, so berichtet der Plauener Beamte von einer Da lebt und leibt die„ Spar Agnes" bereits in den größeren Zahl jugendlicher Arbeiter", die in einer Spinnerei Sächsischen Inspektorenberichten, und es mag nachträglich mehrere Wochen täglich 12( statt höchstens 10) und in noch zu richtiger Beleuchtung dieses Eugen Richter'schen einer auch noch länger beschäftigt waren"; der Arbeitertypus beitragen, daß sein amtlicher sächsischer Schutz- Inspektor für Baußen von der Beschäftigung eines patron für die längere Arbeitszeit" und" Ueberstunden" noch nicht 16 Jahre alten Mädchens mit gegen das Bestreben der männlichen Arbeiter auf Ver- Schleiferarbeitern in einer Glashütte"; der Be fürzung des Arbeitstages Partei ergreift. Auf der nächsten amte für Zwickau fand jugendliche Arbeiter Nachts in Aber das sind eben offenbar nur Fälle, Seite erinnert fich zwar der Inspektor von Plauen dunkel der Fabrik. den Beamten mehr oder weniger zufällig daran, daß die Kindererziehung doch eigentlich die Frau im die W D Feuilleton. Nachbrud verboten.] [ 128 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Und nennen sich doch noch Philosoph?" " Ja, aber einen praktischen, während man die Leute von Fach theoretische nennt. Unsereins wirft nach einiger Beit den ganzen theoretischen Krempel in die Rumpelkammer, betrachtet die ganze Zeit solchen Studirens und Philosophirens wie eine Beit geistiger Krankheit, aus welcher die Fach philosophen niemals herauskommen, und wirft sich auf Lebensphilosophie." Da ist wohl viel Zeit verschwendet?" " Nicht so ganz; man gewöhnt sich wenigstens an ein ruhiges, leidenschaftsloses Denken, an eine gewisse Festigkeit und Klarheit der Begriffe, und das hat unter Umständen doch auch sein Gutes." Und jetzt sind Sie also praktischer Philosoph?" Ich bemühe mich wenigstens, es zu sein." " Bringt denn das was ein?" " An und für sich wohl nicht, aber es hilft wenigstens mit dabei, und jedenfalls bewahrt es Einen vor Manchem, was man sonst nicht vermeiden würde." Und womit verdienen Sie denn dann Ihr Brot?" " Das haben Andere für mich schon längst verdient." " Sie treiben also gar nichts?" " " Ich muß Ihnen offen gestehen, daß ich lange Zeit nichts besonders Bemerkenswerthes geschafft habe, aber neuerdings bin ich fleißig und suche anderen Menschen zu helfen in der Weise und auf dem Wege, wie Ihr Herr Bruder es auch thut." Das ist recht hübsch von Ihnen, das gefällt mir. Und das bringt Ihnen wohl auch etwas ein? Bis jetzt noch nicht, und späterhin wahrscheinlich auch nicht, denn wenn ich nicht irre, werde ich wohl vorläufig an die 30 000 Thaler jährlich dabei zusetzen." 30 000 Thaler! Das ist ja ein ganzes Vermögen, da müssen Sie doch in kurzer Zeit ruinirt sein? Das sollten Sie nun doch nicht thun, dus ist zu viel Aufopferung; Sie müssen doch an Ihr Alter denken. Auf die Weise aber kommen Sie an den Bettelstab." Politische Lebersicht. Berlin, den 27. Mai. Jm Abgeordnetenhause wurde das Gesetz betr. das Diensteinkommen der Lehrer bis§ 2( letzterer entgegen dem Kommissionsbeschluß,§1 in der Kommissionsfassung) angenommen. " So müssen Sie furchtbar reich sein." ,, D, es giebt Leute, die noch viel reicher sind." ,, Aber sehr reich müssen Sie sein, ein Millionär!" " Gerade getroffen, und auch nicht viel mehr. Was ist eine Million!" Man sieht es Ihnen gar nicht an, Sie sind so einfach." Weil ich Philosoph bin." " Da ist die Philosophie doch zu etwas gut?" " Wenn fie in Fleisch und Blut übergeht, oder, wie man sagt, praktisch wird." " Sie sahen mir aus, wie ein leidlich gut fituirter Gelehrter." " Das bin ich auch." Gehen, Sie, Sie spotten meiner." " Ach, Fräulein, das scheint Ihnen nur so; ich selber" Ich dächte, wir gingen nun," rief Frank, das Gespräch brauchte früher nur 3-4000 Thaler jährlich, und jetzt will unterbrechend; die Illumination des Gartens hat be ich mich einrichten, daß ich nur 1000-1200 Thaler brauche. gonnen. Schade, daß ich nicht früher in der Lage war, Wenn ich nun auch jährlich 30 000 Thaler für einen die Gesellschaft zu benachrichtigen, daß wir Maskerade guten Zweck opfere, so bleiben mir von meinen haben." " Ich habe daran gedacht," erklärte der Philosoph, und Binsen noch immer mehr als 20 000 Thaler übrig, mit etwas anzufangen eine ganze Anzahl von Fledermaus Kostümen mitbringen denen ich vorläufig nicht einmal weiß, und tröste mich deshalb mit dem System laffen, sammt den Flormasken, mit denen wir uns untenntmeines Freundes Frank, der das Kapital zinsemunfähig lich machen. Heda! bringt einmal die Anzüge her; ein machen wird, wo ich dann doch genöthigt sein werde, ordentlicher Fledermauszug muß das werden, erinnert mich das Kapital anzugreifen; und auch dann noch werde ich bis gleich an Raffmaus." zu meinem Lebensende genug haben." Merkwürdig," rief Frank, diese Sympathie der Seelen; Wenn Sie hierin wirklich keinen Spaß treiben...." auch ich habe für mich die Fledermaus gewählt. Nun, " Fräulein, Sie werden doch kein neues Mißtrauen in frisch aus Wert, die Kostüme angezogen, dann nehme jeder mich sehen wollen, nachdem Sie mich so oft gekränkt Fledermäuserich seine Fledermäusin an den Arm und so haben?" frisch durch's Gedränge. ,, Nein, das will ich nicht; ich habe kein Recht dazu." „ Nun also?" Unsere Dienstmänner werden uns Bahn brechen und uns zur Seite stehen," fügte der Philosovh hinzu und reichte Die große Militärvorlage" so ist sie schon geland¾.Herrenhaus. In der heutigen Sigung hatte Graft Judenflinten. Herr Ahlwardt hat eine zweite Die italienische Krise. Wie recht wir hatten, die Hohenthal die Unvorsichtigkeit, von der Konfliktszeit 1862 Broschüre geschrieben, in der er die Behauptung aufstellt, italienische Krisis nicht als beendigt anzusehn, das ergiebt bis 1866 zu reden und das damalige Ministerium gegen das Verhalten der Behörden seinen Anklagen gegenüber sich aus den lehten Kammerverhandlungen in Rom. Am den Vorwurf des Verfassungsbruchs vertheidigen zu wollen. fei ein Beweis dafür, daß sie begründet seien. Mittwoch hatte Herr Giolitti sein Programm vorzulegen, Die Mohrenwäsche mißlang natürlich, und Herr Hohenthal Uebrigens hat der Mann bis heute noch keine Ahnung und es war so unglaublich nichtssagend und vag, daß hat seiner Partei und dem Erkanzler sicherlich keinen guten davon, daß, wenn er Recht hätte, nicht der Jude Löwe die Kammer es mit Recht als eine Beleidigung auffaßte, Dienst geleistet. der Geschlagene wäre, sondern die ganze christliche und das neue Ministerium förmlich Spießruthen laufen Militärverwaltung Preußens und Deutschließ. Der Republikaner Imbriani warf dem Minifterium tauft, und fein vernünftiger Mensch denkt mehr daran, daß vor, es vertrete blos dynastische, und keine italienischen fie auf die lange Bank geschoben werde. Der Moloch hat Interessen. Und das ist jedenfalls wahr, denn der Dreis nicht blos Hunger, er hat auch Eile. Die verzweifelte Lage, in den obersten Militärkreisen" gehe man mit dem Ge- Italien nicht den mindesten Vortheil, gilt aber dem auf Offiziere- Exzesse. Von Kannegießern wird behauptet, bund, welcher die Ursache der jetzigen Krisis ist, hat für in der fich Italien befindet, mahnt zu rascheftem Vorgehen. danken um, eine geheime Offiziers Ordre" zu erlassen, sehr schwankem Thron sitzenden König als eine Art KronenDas Schicksal des Bundesgenossen, der durch den Mili- welche zu strengstem Borgehen gegen alle Exzesse, namentlich Versicherungsgesellschaft. Ob seine Berechnung zutreffend ist oder tarismus so erfolgreich zur Strede gebracht" worden ist, jüngerer Offiziere, anhalte. tann nicht verfehlen, auf das deutsche Volt abschreckend zu Erfinder der Nachricht sich auf die Offiziers- Exzesse die Dinge so, daß den König Umberto sein Festhalten an Sonderbar ist, daß die nicht, das wird die Zukunft ja lehren. Einstweilen stehen wirken. Vestigia terrent- die Spuren zeigen das drohende beschränken und nicht die Soldaten- Exzesse überhaupt ins bem Dreibund in sehr große Gefahren stürzt; der InteressenVerderben. Und mit jedem Tag wird die Stimmung dem Auge gefaßt haben. Wenn es Ernst ist mit der Ab- zwiespalt zwischen Dynastie und Bolt ist da und scheint zu Militarismus feindlicher werden. Die Gefährlichkeit und sicht, allen Soldaten Exzessen ein Ende zu machen, dann einem Konflikt drängen zu wollen, vor dessen Folgen der Gemeingefährlichkeit desselben offenbart sich nicht blos braucht man blos die Bivilisten", welche militärische Dreibund die junge, wenig eingewurzelte savonische Dynastie auf finanziellem Gebiete, sondern auch in den Erzedenten nach Verdienst abstrafen, zu belohnen, statt fie immer massenhafter auftretenden Soldatenegzessen, in Anklagezustand zu setzen. Die Voltsjustiz würde den und der sich immer verbreiternden Kluft zwischen Unfug sehr bald gründlich ausgerottet haben. Militär und Zivil. Der Zivilist, der dem Militär nicht schwerlich zu bewahren vermöchte. Wie die parlamentarischen Kämpfe in Rom endigen werden, das läßt sich im Augenblick, wo wir dies schreiben, noch nicht absehen; sollte das feine Stellung doch so prekär, daß jeden Augenblick ein Ministerium aber auch einen Sieg" davontragen, so ist Windstoß es über den Haufen werfen kann. über die Beine springen" will, ist in Gefahr, niedergestochen Eine neue Aera in Sicht! Nämlich eine national oder niedergehauen zu werden. Und die Lüc- Praxis! Sie liberale. Wer's nicht glaubt, der lese die nationalliberalen ist mehr als Praris, sie ist System. Da hört denn Blätter. Die besten" todten Männer famen nämlich neulich doch selbst deutsche Gemüthlichkeit auf, und in weitere und irgendwo zusammen, und statt einander zu begraben, wie ministerium, um einer Niederlage zu entgehen, sich einer Gegen Schluß der Redaktion erfahren wir, daß das weitere Kreise bringt die Ueberzeugung, daß mit dem das Pflicht wäre- Laffet die Todten ihre Todten beMilitarismus vollständig aufgeräumt werden muß. Unter graben"- kneipten fie zusammen, was eine Lieblings- Tagesordnung unterworfen hat, die Alles in der Schwebe solchen Verhältnissen hat dieser keine Zeit zu verlieren beschäftigung der politischen" Todten" ist, und schrien, als läßt. Und selbst diese blamable Tagesordnung ging nur jeder Tag perschlechtert seine Chancen. fie des Weines voll waren, in alle Welt hinaus, es sei mit mit 169 gegen 160 Stimmen bei 38 Enthaltungen durch. Die große Militärvorlage" wird sicherlich kommen, diesem Todtentang Bechgelage eine neue Hera für Deutsch- Die Majorität der Kammer ist also gegen das Minifterium. und wenn das deutsche deutsche Volt sich nicht selber land angebrochen. Wo der Trink Sabbath aufgeführt Sollte Herr Giolitti seine Demission geben, so wäre das in Bewegung fegt und seine Vertreter im Reichstag worden ist und an welchem Tage, das haben wir vergessen, unter solchen Umständen nicht überraschend. fräftig an ihre Pflicht mahnt, wird ihm das Loos des genug irgendwo und irgendwann, und ist Jemand unter armen italienischen Bolts erblühen, das vor unseren Augen unseren Lesern, der sich für solche Sput interessirt, nun, am Militarismus zu Grunde geht. so weiß er, wo nachzuschauen ist. Der Gefreite Lück. Die" Post" schreibt beschönigend: 0 = Erft die Sänger, nun die Nadfahrer. Kein Mittel der Reklame ist ihm niedrig genug- dem Er- Hausmeier. Gestern ließ er sich von bebuselten Dresdener Kornblümchen Sängern anhochen, heute von beduselten Radfahrern und morgen von nun vermuthlich von einer Deputation der Hunde- Ausstellung. Oder wie sonst kann man noch mehr testen russischen Nihilisten wurde von einem radikalen Nihilisten und ,, Anarchisten". Einer der bekann Pariser Journalisten befragt, ob er die anarchistischen Thaten billige. Wie tönnen Sie denten, daß wir folche schändliche Streiche billigen? Leute, die Frauen 1. Der Posten ist nicht durch einen Mann geneckt, sondern und Kinder tödten und so handeln wie diese sogenannten durch deren drei thätlich beleidigt und durch einen Angriff gefährlich bedroht worden. Einer der Angreifer führte ein geAnarchisten, find gemeine Verbrecher, und nimmermehr eine zogenes Meffer. Es sei daran erinnert, daß der Mefferheld politische Partei. Durch solche Handlungen, welche jeder Brandt sich im Februar als Anführer bei den fogen. ArbeitsBernunft und Menschlichkeit in's Gesicht schlagen, wird die lofen strafbar gemacht hat, daß er sich ferner wegen eines auf den Hund kommen? Sache der Revolution nur befleckt. Die Revolutionäre 14 Tage zuvor begangenen Todtschlages noch zu verantworten haben durch ihr Handeln zu beweisen, daß es ihnen mit den hatte. 2. Der verwundete Traeber ist nicht als harmloser Suppenspucker. Der italienische Nadaupolitiker Crispi erhabenen Grundsägen, die sie bekennen, auch ernst ist. Spaziergänger durch Bufall und schuldlos verwundet worden. war, so lange er an der Spize Italiens stand, stets der Wohl haben wir in Rußland zu gewaltsamen Mitteln unsere Traeber ist vielmehr der Hauptschuldige. Ohne seinen Anreiz Affe des deutschen Blut- und Eisenkanzlers, mit dem er Buflucht nehmen müssen. Allein nur, weil es dort keine und so bezeugt es der Bruder Brandt wäre der blutige Ausgang vielleicht vermieden worden. Traeber, der als alter Golbat chon 1866, als es galt, den deutschen Brüdern in Desterreich anderen Mittel giebt, das persönliche Regiment zu treffen, dem Boften volle Gerechtigkeit widerfahren läßt und sich seines zur Durchführung der( Bismarck'schen)" deutschen Einheit" das uns erdrosseln will. Und wir haben uns stets an die begangenen Unrechts wohl bewußt ist, liegt noch im Kranten einen patriotisch- nationalen Stoß ins Herz" zu verschen, Person der Schuldigen gehalten, nie das Leben Unschuldiger hause. 3. Eine Geldbelohnung an Grenadier Lück hat von zusammenspielte. Und wie er der Affe des regierenden in Gefahr gebracht." feiner Stelle ftattgefunden. 4. Dem Grenadier Lück ist für sein Ranglers war, so ist er, seit seinem Sturz, auch der Affe rubiges und geduldiges Verhalten und für sein umsichtiges des gestürzten. Seinen Nachfolgern und dem Monarchen Wer den Klaffenkampf will. Es ist eine der gebräuch und entschlossenes Benehmen bei Festnahme des dritten die möglichsten Schwierigkeiten zu bereiten, ihnen bei jeder lichsten Bourgeoisie- Lügen, daß die sozialdemokratische Partei Burschen sogleich die Anerkennung ausgesprochen worden. möglichen und unmöglichen Gelegenheit in die Suppe den Klassenkampf erfunden und fünstlich erzeugt habe. am 9. Mai, also 5 Wochen nach dem Borfall, nach völliger verfolgt er genau die Taktit seines borussischen Amts- und tariats, noch ehe es Sozialisten und Sozialdemokraten gab, zu 3 spucken- das ist sein ganzes Beftreben. Und hierbei Wer die Geschichte der Bourgeoisie und des Prole den Luck als Gefreiter Lück" vor die Front rief. 6. Lück Leidenskollegen für die Folgen seiner eigenen Radau- nur einigermaßen, das heißt in den Hauptumrissen kennt, hat feit jenem Vorkommniß ununterbrochen Dienst gethan, politik macht er die Nachfolger verantwortlich, verleugnet der weiß, daß der Klassenkampf so alt ist, wie der Klassen fein Gemüthszustand hat feineswegs gelitten, von geistiger breist Alles, was er gethan, fordert das Gegentheil dessen, gegensatz zwischen der besigenden und der arbeitenden Klasse, Niedergeschlagenheit ist keine Rede. Das an ihn herangetretene was er sonst gefordert furz, thut Alles, was die neue und daß der bewußte Klassenkampf von der Bourgeoisie aufdringliche und verlockende Anerbieten eines illuftrirten Blattes Regierung schädigen kann und zwar in der einzigen Ab- begonnen wurde, und daß das Proletariat infolge seiner hat er mit Entrüstung zurückgewiesen. 7. Der Darstellung, als ob sicht, sich wieder an die Spitze der Regierung zu drängen. früher geringeren Bildung viel später zum Klassenbewußt der Boften es mit völlig sinnlosen Trunkenbolden zu thun ge- Crispi war es, der Rudini ein Bein flellte und gegen ihn sein tam. Die Sozialdemokratie hat den habt, steht die Thatsache entgegen, daß alle drei, felbst der bebekte, bis er zu Fall kam, und Crispi ist es, der auch handenen, infolge der sich immer mehr zuspißenden Soldat zu folgen vermochte. Der unverlegte Brandt war in gegen das neueſte Ministerium- Giolitti alle Hebel Klaffengegenfäße auch von Tag zu Tag heftiger werdenden feinem ganzen Berhalten und bei seiner Arretirung jedenfalls der Intrigue in Bewegung setzt. Vorgestern hat er die Stirn Klassentampf einfach tonstatirt- sie hat ihn als völlig zurechnungsfähig. gehabter, der Bismarck den Dreibund apportirte" vollendete Thatsache empfangen, und führt, als Klärung des Thatbestandes dadurch erfolgt, daß der Kaiser " vor Diese Berichtigung" scheint zwar amtlichen Ursprungs öffentlich zu erklären, er sei unschuldig daran, daß Italien Vertreterin des Proletariats, ihn mit vollem Nachdrucke zu sein, ist jedoch ganz werthlos. Daß Lüd angegriffen unter der Last des Dreibunds schmachte er habe den gegen die Bourgeoisie. Aber sie handelt dabei nur in Ber wurde, hat Niemand bestritten; aber unbedingt falsch ist, Dreibundvertrag nicht unterzeichnet. Nein- untertheidigung und zur Abwehr, denn sie weiß, daß nicht der daß er„ gefährlich bedroht" worden sei. Drei Männer, die zeichnet hat er nicht, aber er hat ihn machen helfen. Klaffenkampf als solcher, sondern nur der politische davon laufen, wenn sie von einer Schildwacht für verhaftet Den unzähligen Schamlosigkeiten des Errevolutionär. Crispi Rampf dem Proletariat den Sieg und die Befreiung zu erklärt werden, find nicht danach angethan, gefährlich" zu wird durch diese neueste Schamlosigkeit die Krone auf- bringen vermag. bedrohen. Daß Lück instruktionsmäßig handelte, wurde nie gefeßt. Seinen Zweck wird er nicht erreichen, da man ihn bezweifelt, allein das ist es gerade, was die öffentliche in Italien zu gut tennt, allein dieser jüngste Schelmen Meinung aufregt, daß solche Instruktionen in einem zivili- ftreich Crispi's zeigt, wie verhaßt der Dreibund in Italien firten Lande bestehen. Nicht Lück ist der Schuldige, sondern ist, und das giebt ihm eine gewisse symptomatische Beder Militarismus. Olga den Arm. Elise lehnte den von Findeisen ab, indem sie ihren Bruder vorzog, Ersterer wandte sich demnach an Frau von Sokolow, die dankend annahm; Hermine fand ihren Begleiter in dem Advokat Streit, Jwan nahm sich des Fräuleine Habicht an, und so war denn Frank's. Wunsch alsbald erfüllt. Das Hornquartett, beschützt von Dienstmännern, er öffnete den Zug, der nun unter großem Bustrom von Neus gierigen seine Wanderung über den festlich illuminirten Garten begann. Der Garten war ein angenehmer Aufenthalt geworden; die kühle Abendluft brachte erfrischende Düfte herangeweht, feenhafte Lichtfülle und milde Dunkelheit wechselten mit einander ab. deutung.Grenzaufseher: Da muß Er wo anders hin." Rasperle: Ich meine ins Land der Freiheit, welches Minister Raffmaus zu errichten versprochen." Grenzaufseher: Das ist noch nicht fertig." Kasperle: Na, da will ich's abwarten." Grenzaufseher: Hat Er denn so viele Subsistenzmittel?" " Rasperle: D, ein Weilchen kann ich's wohl mit an sehen, so ein Hundert Thälerchen habe ich gespart." Grenzaufseher: Langt nicht fürs Leben." Rasperle: Soll man denn hier sein Lebtag auf die versprochene Freiheit warten?" Grenzaufseher:" Wer's nicht abwarten kann, läßt's bleiben." Kasperle:„ Na, wenn's Geld alle ist, gehe ich in die Grenzauffeher: Giebt's nicht mehr, sind aufgehoben." Rasperle: Gut; dann dahin, wo die Arbeiter untergebracht werden." Auch Dr. Raffmaus und seine Kollegen hatten die National- Werkstätten." Maskerade benutzt, um unerkannt sich in den Wogen der Gesellschaft zu bewegen. Am Eingange erwartete der Erstere feine unbekannte Berehrerin und fand sie auch; aber sein Wandern war äußerst dornenvoll, denn rechts und links im Gedränge hörte er Aeußerungen über seine Amtsthätigkeit und seine Persönlichkeit, die ihn in Rücksicht auf seine Gefährtin doppelt verdrießen mußten. Ja, ihm schien dies abfichtlich angelegt, da er in verschiedenen Zwischenräumen immer dieselben Stimmen zu hören vermeinte. Bei einem sehr dichten Gedränge fühlte er sich mit einem Male bei der Hand ergriffen, und als er dieselbe rasch zurückriß, blieb ein Bettel darin, der, wie er sich bei der nächsten Laterne überzeugte, folgende Worte enthielt: Exzellenz! Begeben Sie sich einmal zum Kasperle- Theater, es gehen da wunderbare Sachen vor. Grenzauffeher: Da kann Er nicht erst anfangen, denn die wird nächster Tage verboten." Kasperle: Schön; dann werde ich als Gelegenheitsdichter die Thaten bes neuen liberalen Ministeriums mit Begeisterung verherrlichen." Die Sozialdemokratie hat deshalb zu feiner Zeit und in feinem Lande frivole Streiks provozirt"-wie die stereotype Behauptung der Bourgeoispresse lautet, wohl aber ist bie Bourgeoisie jederzeit bereit und gewillt, Streits vom Baune zu brechen, wenn sie nur die geringste Aussicht hat, Die Haffmaus höchst possirlich ist, Bumal wenn sie den Rasperl frißt, Der lange schon vor dieser Frist Ganz radikal betrunken ist. D Raffinaus, Raffmaus, duck' Dich fein, Du wirst nicht lang' Minister sein." Umsonst spähte sein Auge nach dem Dienstmann, der ihm diese Beilen zugebracht, und er bedauerte, daß der Polizei Direktor in Rücksicht auf die vornehme Gesellschaft, in der doch so viele Aristokraten und Konservative sich befanden, feine größere Machtentfaltung hatte eintreten laffen. Seine Büge verklärten sich aber, als der wachthabende Polizei kommissar mit einem Polizeisergeanten plöglich auf ihn zu geeilt tam. Ihn auf die Fährte des Dienstmanns 3 dirigiren, war sein einziger Gedanke, und ein Befehl hierüber schwebte ihm schon auf den Lippen, als der Kommissar ihn mit der Meldung überraschte: Exzellenz, foeben mußten wir wegen höchst unans ständigen Benehmens ein Frauenzimmer auf dem Tanz Grenzauffeher: Will Er in das Gefängniß?" faal anhalten, welches die Frechheit hatte, sich auf Kasperle: Ach nein, dann gehe ich lieber an die Euer Exzellenz als Gewährsmann zu berufen. Das Aufdemokratische Presse." treten dieses Frauenzimmers war so entschieden, daß das Publikum Partei für sie nahm und verlangte, daß Sie, da Sie gegenwärtig seien, wenigstens befragt würden. Ich habe infolge dessen die Arrestantin einstweilen unter Be obachtung eines Beamten im Tanzsalon zurückgelassen und frage nun bei Ihnen an, welche Schritte Sie selbst als Schwerverletzter zur Rettung Ihrer Ehre für passend Rasperle:" Danke schön, baldiges Wiedersehen." halten." Raffmaus, im höchsten Grade indignirt, suchte den Das ist jedenfalls eine neue Intrigue von Seiten der Polizeikommissar, um diesen Kasperle sofort entfernen zu Konservativen. Ich werde gleich selbst nachsehen und bitte Taffen. Seine Dame benutzte diese Gelegenheit, um um Ihre Begleitung." Grenzauffeher:" Kanu passireu." Exzellenz, ich möchte Ihnen von diesem Schritte abs rathen; solche Frauenzimmer find furchtbar frech und könnte Sie dieses leicht in Verlegenheiten setzen." Ein Freund." sich einen Augenblick zu beurlauben. Nachdem er den Es ließ Raffmaus teine Ruhe, bis er sich zum Kasperle Sicherheitskommissar instruirt hatte, irrte er an dem Gindurchgedrängt hatte, um den er eine lautlachende Menge gang zum Saale hin und her, um seine Begleiterin wieder versammelt fand. Raum aber traute er seinen Ohren, als zufinden, die ziemlich lange auf sich warten ließ. Plötzlich Mich in Verlegenheit? Lächerlich geradezu. Ich muß er zwischen Kasperle und einem Grenzaufseher folgendes trat ein Dienstmann auf ihn zu, der ihm ein Billet ein- der Sache gründlich auf die Spur kommen. Begleiten Sie händigte und dann sofort im Dunkel verschwand. RaffZwiegespräch hörte: Grenzaufseher: Wo will Er hin?" Kasperle: Jn's gelobte Land." maus erbrach das Billet und las zu seiner nicht eben an- mich, Herr Kommiffar." Benehmen Erbauung die Worte: ( Fortsegung folgt.) beantragt die Wiederherstellung desselben. Die Kommission hat diesen§ 2 gestrichen; Abg. Nabby! die Arbeiter niederwerfen und in eine ungünstigere Lage verlangt habe. Man solle lieber aus den größeren Städten die der Organisation angehören, feine Arbeit bekommen, und solche, als vorher versetzen zu können. Wir haben nicht vergessen, Gymnasien in die kleineren Städte verlegen, wo die Schüler welche nicht aus der Organisation austreten, werden entlassen. wie seit Jahren die deutschen Gruben besitzer einen Streit von den Lehrern auch außerhalb der Schule besser beaufsichtigt Auf diese Weise wachsen die Opfer des Buchdruckerstreits von zu inszentren fuchten. Und in England haben wir jetzt und erzogen werden könnten. Die Auflösung der höheren Lehr- Woche zu Woche immer mehr. Hierzu kommt noch, daß speziell das Beispiel des Durhamer Streit 3. Derselbe anstalten würde den betreffenden kleinen Städten einen erheblichen in Leipzig, die Führerschaft des deutschen Buchdruckerunternehmerbegann auf Grund einer Verständigung zwischen Arbeitern Nachtheil bringen. thums sich befindet, welche feine Mittel scheut, die hiesigen Buchs und Arbeitgebern. Beide hofften die Kohlenpreise in die wir nicht die Berathung dieser wichtigen Borlage über das Knie Nicht genug damit, daß die Herren Hunderte von Gehilfen brota Abg. Lieber( 3.): Um vor Pfingsten fertig zu werden, dürfen druckarbeiter vollständig zu Sklaven ihrer Willkürlaunen zu machen. Höhe zu treiben die Grubenbefizer, um mehr Profit in ihre brechen; das das entspricht nicht der Würde des Hauses. los machen, werden auch alle diejenigen Gehilfen sofort ent Taschen zu bringen, die Arbeiter, um ein Sinfen des Lohns zu Dann wollen wir lieber die Vorlagen ganz liegen lassen. lassen, welche ihre nothleidenden Kollegen unterſtüßen wollen. verhindern. Die Arbeiter haben sich überzeugt, daß es nicht Die Gleichstellung der Vorschullehrer mit den akademisch gebildeten Das durch den letzten Streit genugsam bekannte Leipziger in ihrer Macht liegt, unter den obwaltenden Verhältnissen Lehrern ist durchaus nicht nothwendig; sonst könnte man schließ- Prinzipalsthum hofft auf diese Weise, die Herren spielen zu einem Sinken des Lohnes vorzubeugen, und sie haben ihre ich auch dahin kommen, die Räthe des Finanzministers dem tönnen, für immer. Ja die Herren treiben es hier so arg, daß Bereitwilligkeit erklärt, in eine Lohnreduktion zu willigen. Minister im Gehalt gleichzustellen, denn beide arbeiten auch in fie, wenn ein Arbeiter es wagt, mit einer ihnen nicht genehmen Die Grubenbesther wollten eine Herabsehung um 13% pet. Echablonisirung nicht gehen. derselben Behörde.( Heiterkeit.) So weit dürfe man aber in der Person auf der Straße zu gehen oder zu sprechen, betreffenden Die Arbeiter erklärten sich erst mit der Hälfte und 8 Tage Arbeiter entlassen. Wir haben schon oben angeführt, daß Nachdem Abg. Meyer- Berlin auf eine Behauptung des Vor- Hunderte von Ausgesperrten noch zu erhalten sind, und diese später- vorige Woche mit 10 pCt. Reduktion redners erwidert, wird§ 1 unverändert nach dem Antrag der Bahl wird immer größer. Fast alle sind Familienväter mit zum einverstanden. Die Grubenbefizer gingen, wie zum Kommission angenommen und zwar gegen die Stimmen des Theil recht starter Familie. Um nun diesen Opfern in etwas Hohn, von 18% auf 13 pet. herab, verweigerten Bentrums und einiger Konservativen. unter die Arme greifen zu können, möchten wir die Genossen aber jede weitere Konzession. Die Arbeiter machten Nach§ 2 der Regierungsvorlage sollten die Gemeinden das allerwärts zu ersuchen, wenn irgend möglich, ihr Scherflein mit darauf hin-Anfangs dieser Woche den Recht haben, statt die Dienstalterszulagen einzuführen, ihre Be- beizutragen, damit den Opfern blinden Hasses wenigstens für die Vers Vorschlag, die Sache einem Schiedsgericht zu soldungsetats aufrecht zu erhalten. nächste Zukunft Unterstüßung zu Theil werden kann. unterbreiten. Auch das haben die Gruben sichern können wir heute schon, daß wir es für eine Ehrenpflicht besiger abgelehnt. Und nun werden die Arbeiter halten, das, was jetzt án uns gethan wird, wieder zu vers nicht weiter nachgeben und auf's Aeußerste kämpfen; und beantragen, die Gemeinden zur Einführung des Systems der Die Abgg. v. Schenkendorff und Kropatschet gelten. der Kampf dürfte Dimensionen annehmen, die den Gruben- Dienstalterszulagen zu Besoldungsgemeinschaften zu vereinigen. besitzern denn doch nicht mehr gefallen werden. Jedenfalls Abg. Ritter( ft.) spricht sich gegen den§ 2 aus; es handele hat der Verdacht der Pall Mall Gazette" sich bestätigt: sich auch hier nur um eine Summe von 430 000 m., die nicht es sind die Herren Unternehmer, die den Streit bedeutend genug sei, um die Reform zu hindern. wollen. Kultusminister Bosse: Die Ablehnung des§ 2 würde der Aus Kolberg wird berichtet, daß der drohende GeneralRegierung die Zustimmung zur Vorlage unmöglich machen. Streit der dortigen Maurer und 3immerer bald beigelegt Revolutionchen im Glase Waffer. Aus verschiedenen Wenn die Lehrer überall dasselbe bekommen, dann wird es in worden ist. Als die Meister sahen, daß es ben Arbeitern mit füdamerikanischen Republifen"( zum Lachen") kommen seit ganz leinen Städten überhaupt nicht mehr möglich sein, die dem Streit Ernst war, gaben sie nach. In einer am Montag einiger Zeit wieder Nachrichten geeigneten Lehrkräfte zu finden. Die Ablehnung des§ 2 würde Vormittag abgehaltenen Bersammlung tam eine Einigung au Revolutionen, Schlachten und Staatsstreichen. Wenn die deren Bedenken der Finanzminister bereits dargelegt hat. fürchterlichen der Anfang zur Verstaatlichung aller höheren Lehranstalten sein, Stande, sodaß schon am folgenden Tage die Arbeit wieder aufBerichte ernst gewesen wären, müßte die ganze Bevölkerung Abg. v. Schenckendorff( natlib): Bei der ablehnenden sich längst gegenseitig abgeschlachtet haben. Es ist aber Haltung der Regierung wird es nöthig sein, die Besoldungsglücklicherweise nicht so schlimm Siese Revolutionen" gemeinschaften einzuführen, wie unser Antrag fie vorschlägt. werden von ein paar Dußend Lenten gemacht und der Rest Abg. v. Buch erklärt, daß die Konservativer in ihrer Mehrfümmert sich nicht darum. Die gräßlichen Schlächtereien beit nicht für die Streichung des§ 2 stimmen könnten. werden auf dem Papier verübt, um der Bosse den Schein für die Bildung freiwilliger Besoldungsgemeinschaften aus Kultusminister Bosse: Ich habe mich in der ersten Lesung des Ernstes zu geben; freilich es kommt auch viel Mord und gesprochen und bin nicht abgeneigt, dazu meine Hand zu bieten. Todtschlag in Wirklichkeit vor- nur kein Schlachten". Die zwangsweise Bildung der Besoldungsmannschaften wurde zu Die Brasilianische Republik haben wir in Borstehendem nicht schweren Mißständen, namentlich zu großen Schreibereien, zu gemeint. Sie erfreut sich ziemlicher Ruhe, und die Rechnereien führen. Nevolutionen, die mindestens alle drei Monate einmal aus- Abg. Kropatscheck( tons.) spricht sich für die Streichung des brechen, sind sehr harmloser Natur, sintemalen sie der§ 2 bezw. für den Antrag Schenckendorff aus. Republik von ihren Feinden blos angelogen werden. Abg. Lieber( Bentr.) erklärt sich für die Annahme der Regierungsvorlage. von " " Darlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Eventuelle Gelder bitte an den unterzeichneten Borsitzenden, Leipzig- Reudnih, Josephinenstr. 10, Hof II, zu senden. Kommission für Tarifangelegenheiten Leipzigs. Emil Schäfter, 1. Vors. genommen wurde. Spinnerei von Moraweg und Oberländer, da die In Hronov streiken die Arbeiter der Baumwoll im Monat April gelegentlich eines Streits versprochene Lohnerhöhung nicht erfolgte. Belfast( Frland) streifen 1000 Arbeiter. Nach bürgerlichen Auf der Schiffswerft von Harland und Wolff in Blättern handelt es sich nicht um Differenzen zwischen Unternehmern und Arbeitern, sondern zwischen den Plattenlegern und beren Handlangern. Die Handlanger verdienen gegenwärtig weigern fich, diesen Lohn zu zahlen. 23-26 Sh. die Woche, verlangen aber 29 Ch. Die Plattenleger Sprechtsaal. Die Redaktion stellt die Benugung bes Sprechfaals, soweit der Staum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Berfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben tbentisigirt zu werden. " Finanzminister Miquel: Wenn ich nur Bertreter fistalischer Interessen wäre, würde ich den Antrag des Herrn v. Schenckendorff empfehlen, welcher die Staatstaffe vor Rückgriffen seitens der Gemeinden schüßen würde. Aber ich bin gegen den Antrag im Interesse der Beruhigung und des Friedens, der nicht blos für die Lehrer von Bedeutung ist, sondern auch für die Gemeinden. ( Sehr richtig!) Der Antrag würde dahin führen, daß die Ge69. Sigung vom 27. Mai. 11 Uhr. meinden, welche junge Lehrkräfte genommen haben, bezahlen Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Knopfarbeiter" Gelegentlich einer Herrenpartie, die einige 30 Mitglieder des Am Ministertische: Miquel, Bosse und Kommiffarien. müssen für die Gemeinde, welche ältere Lehrkräfte nehmen am Sonntag, den 22. b. Mts., nach Schmötwiß unternommen Ohne erhebliche Debatte genehmigt das Haus in zweiter Be- und die Alterszulagen gewähren müssen. Die Bildung hatten, antworteten zwei im Gasthaus Bur Balme" bei Kurras rathung den Gesetzentwurf betreffend die Ablösung der auf einer Bwangsgemeinschaft drängt unweigerlich zur Ber angestellte Reliner auf unsere an fie gerichtete Frage, ob sie der Grund des§46 der Wegeordnung für die Provinz staatlichung der höheren Lehranstalten. Das würde jede Freien Bereinigung angehörten, mit Stein. Und zwar machten Sachsen vom 11. Juli 1891 feitens des Staates an die ge- Individualität der Schule beseitigen. Ich bitte Sie, nicht fie folgende Gründe dafür geltend. nannte Provinz zu zahlende Rente und tritt in die zweite Be- das ganze Gefeß, wie der Vater, der sein Kind Dor rathung des Gesehentwurfs betr. da 3 Diensteinkommen lauter Liebe in seinem Arm erdrückte, durch solche Anträge zu der Behrer an den nicht staatlichen öffentlichen erdrücken. höheren Lehranstalten ein. Nach§ 1 sollen die Leiter, wissenschaftliche Lehrer, Silfs Iehrer, Beichenlehrer, Elementar- und Vorschullehrer an städtischen Anstalten den entsprechenden Lehrern an den staatlichen Anstalten gteich gestellt werden. Die Elementar- und Vorschullehrer sind erst von der Kommission eingefügt worden. Abg. Seyffardt- Magdeburg( ntl.) spricht für die Kommission3anträge; ferner bedauert er, daß die Regierungsvorlage nicht weiter gegangen ist in der Gleichstellung, daß sie so viele Ausnahmen vom Normaletat zugelassen habe, und erwartet, daß die Regierung mit Staatsmitteln die Durchführung des Gesetzes unterſtügen werde. Abg. v. Bülow. Wandsbeck( ft.), beantragt, dem§ 1 einen Busaz zu geben, wonach die Ermittelung, welchen definitiv angestellten wissenschaftlichen Lehrern die Oberlehrer- Bulage von 900 m. jährlich zu gewähren ist, nicht orts oder anstaltsweise, sondern für den Bereich jedes Provinzial. Schulkollegiums nach der Gesammtzahl der in Betracht kommenden Lehrer statt finden soll. Kultusminister Boffe erklärt sich gegen die von der Rommiffion bezüglich der Bolts Schullehrer vorgeschlagenen Aenderungen und gegen den Antrag des Abg. v. Bülow. Abg. Lieber( 8.) empfiehlt im Namen des Zentrums die Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Abg. Kropatscheck( 8.) spricht fich für die Kommissionsbeschlüsse zu§ 1 aus. Finanzminister Miquel: Man durfte bei Abfaffung der Vorlage nicht weiter gehen, als unbedingt nothwendig war; deshalb bitte ich Sie, an der Regierungsvorlage festzuhalten. Die Rücksichten, welche einen Zwang gestatten bezüglich der akademisch gebildeten Lehrer, treffen bezüglich der Elementar- Schullehrer nicht zu; deren Gehälter find nicht für den ganzen Staat gleichmäßig ge regelt, sondern immer mehr den örtlichen Verhältnissen entfprechend geordnet. Abg. Nitter( ft.): 3 handelt sich schließlich um etwa 100 Lehrer und vielleicht um 500 M. Gehaltszulagen für Jeden, also um etwa 50 000 m. jährlich. Diese Summe ist für die betreffenden Gemeinden und für den zur Aushilfe verpflichteten Staat teine fo erhebliche, daß man deshalb sich auf die Res gierungsvorlage beschränken sollte. Ich kann nur die Annahme der Rommissionsbeschlüsse empfehlen. ohne Stellung sind, nicht möglich, dem Verein beizutreten, da der Es wäre den meisten Kellnern, die sehr oft Monate lang felbe zu große Anforderungen an die Kollegen stelle, welche sich Abg. Dürre( natl.) spricht sich für die Streichung des§ 2 sur Aufnahme melden. aus, deffen Beibehaltung für die Entwickelung des Schulwesens nicht erforderlich und zweckmäßig sei. Das Einschreibegeld beträgt, wie uns der betreffende Kellner Das Interesse der versicherte, 3 M. Scheidet ein Mitglied aus irgend einem Grunde Schulen müsse hierbei höher stehen als das Interesse der Ge- aus, so hat er beim abermaligen Eintritt 6 M. zu zahlen. Der meinden, wenn dieselben auch vorübergehend vielleicht ein flein monatliche Beitrag beträgt 0,75 M. Außerdem ist jedes Mitwenig belastet werden. Abg. Rickert( fr.): Ich bin der Meinung, daß man immer glied verpflichtet, auf den„ Gastwirthsgehilfen" zu abonniren. so abstimmen muß, daß man in der Mehrheit ist.( Heiterkeit; glaube ich, im Interesse der Allgemeinheit, wenn der Vorstand Da wir Alle obige Darstellung bezweifelten, so liegt es, Buruf ganz nationalliberal!) Die Nationalliberalen werden der Freien Vereinigung der Gastwirthsgehilfen an dieser Stelle doch nicht das Vorrecht für sich in Anspruch nehmen, daß sie Auftlärung giebt. allein vernünftige Politiker find.( Heiterfeit.) Wir werden für Berhält es sich aber wirklich so, sind die Anforderungen so die Wiederherstellung der Regierungsvorlage ftimmen, um die außerordentlich hohe, so ift es nach unserer Meinung Sache möglichst glatt im Herrenhause zur Annahme zu bringen, allerdings kein Wunder, wenn sich die Kellner der Organisation sonst könnten die Bedenken des Finanzministers wirklich so noch so fern halten. Paul Schneider, schwer werden, daß die Vorlage ganz verschwindet. NO., Friedrichsbergerstraße 14. Finanzminister Miquel: Ich will nur nicht, daß durch das Bestreben, das Beste zu erreichen, das Zustandekommen des Guten gefährdet wird. Abg. Enneccerus( natl.) erklärt sich für die Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Die Vorlage wird darauf mit 241 gegen 28 Stimmen in namentlicher Abstimmung angenommen. Gegen diefelbe ftimmen nur wenige Nationalliberale, Freikonservative und von den Konservativen der Abg. Kropatscheck. Darauf wird die Sigung um 4/4 Uhr vertagt. Ein Bor schlag des Präsidenten v. Köller, die Berathung in einer Abend igung zu Ende zu führen, da nur auf diese Weise das Haus vor Pfingsten zur Erledigung aller Vorlagen kommen könne, wird von den Abgeordneten Lieber und v. Ehnern bekämpft, wird gegen die Stimmen einiger Konservativen schließlich abgelehnt. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr. ( Kleinere Vorlagen; Fortsetzung der heutigen Berathung und zweite Berathung der Militäranwärter- Borlage.) Soziale Lebersicht. Achtung, Stuckateure! Obige Angaben find sammt und fonders unrichtig. Eintrittsgelb wird laut Statut eine Mart erhoben. Der Monatsbeitrag ft 70 Pf.( nicht 75 Pf.) und zwar inklusive des Organs Der Gastwirthsgehilfe", bas jebem Mitglied portofrei ins Haus gefandt wird. Dafür wird außerdem Rechtsschuh und fostenloser Arbeitsnachweis gewährt. Drei Mart( nicht 6) zahlen allerdings solche Mitglieder beim Bieber eintritt, welche infolge monatelangen Nichtbezahlens gestrichen wurden( was ge wöhnlich erst nach 7-8 Monaten geschieht, wiewohl es statutens gemäß schon nach 4 Monaten geschehen tann). Kommt ein Mitglied während der Wintermonate um Stundung ein, so wird diese stets gewährt. laut Statut noch der Beitrag für zwei Monate voraus zu Da außer dem Eintrittsgeld zahlen ist, ergiebt sich für Wieber eintretende allerdings eine Ausgabe von 4,40 W. oder, wenn dies zufällig im Mai oder Juni geschieht, welche Monate wir je 30 Pf. Extrabeitrag er heben, ein Höchstbetrag von 5 M. Aber auch diese Bestimmung wird nie torreft durchgeführt, sondern höchstens Solchen gegens über ftreng aufrecht erhalten, die wir aus irgend welchen Gründen am liebsten der Organisation fern sähen. Der Vorstand des Vereins Berliner Gastwirths- Gehilfen, J. A.: Pözsch. Die Unterhandlung mit der Firma Dammrich u. Co., Abg. v. Schenckendorff( ntl.) erklärt sich für den Antrag Berlin, Besselstraße Nr. 17, in Betreff der Nichtinnehaltung des Achtung! Rigdorf! des Abg. v. Bülow für den Fall, daß der§ 2 gestrichen wird, Zarifes sind erfolglos gewesen, und wir verhängen deshalb laut Genoffen, die gewillt sind, der Allgemeinen Kranken- und wonach die Gemeinden ihre alten Besoldungsetats aufrecht er- Bersammlungsbeschluß über diese Firma die Sperre und bitten Sterbekasse der Glas- und keramischen Arbeiter( Buschußkaffe) beis halten fönnen. Daß die Autorität der Lehrer an städtischen um Fernhaltung des Buzuges auf so lange, als die Differenzen zutreten, mögen sich an den Unterzeichneten wenden. Dieser Lehranstalten leide durch ihre schlechtere Bezahlung, sei selbst nicht beigelegt find. Bemerkt sei, daß die Firma infolge ihrer Buschußtaffe tönnen Arbeiter und Arbeiterinnen jeden Berufes verständlich. hohen Dividende wohl in der Lage ist, ben Zarif bezahlen zu beitreten und sind die Bedingungen äußerst günstige. Kultusminister Boffe bestreitet, daß die Gehaltsunterschiede tönnen. Kollegen, tretet Mann für Mann für die gute Sache Die monatliche Steuer beträgt: 1. 1. 1,60 W., 2. RI. 1,40 m., eine Schädigung der Autorität herbeiführen. Seit 1874 besteht ein, indem Ihr Vorstehendem nachkommt, dann ist auch der 3. Kl. 1,20 M. und 4. I. 0,80 m. Als Krankengeld gewährt der Unterschied ohne erhebliche Nachtheile. Sieg auf unserer Seite. Ferner muß noch mitgetheilt werden, die Kasse ihren Mitgliedern volle 26 Wochen in der 1. SI. Abg. Meyer- Berlin( dfr.): Wir wünschen, daß die Vorlage daß die über die Firma Kleemann, Genthinerstraße Nr. 14, 1,60 m., 2. I. 1,40., 8. Kl. 1,20 M. und 4. Kl. 0,80. möglichst nach den Vorschlägen der Kommiffion und möglichst verhängte Sperre unverändert fortdauert. Wir bitten die Baus täglich, einschließlich der Sonn- und Feiertage. Das Sterbegeld bald verabschiedet werden möge. Ueber die Wirkung des An- genoffen, Buyer und Töpfer, auf den Bauten Rundschau beträgt: in der 1. RI. 60 W., 2. KI. 55 M., 3. Kl. 50 m. und trages v. Bülow tann ich mir fein Urtheil bilden; ich werde zu halten und die für jene Firma etwa arbeitenden Kollegen an 4. R. 40 M. denselben ablehnen, weil ich der Vorlage nicht neue Schwierig die Pflicht der Solidarität zu ermahnen. Sämmtliche Arbeiter- Nähere Auskunft ertheilt teiten bereiten will. blätter werden deshalb um Abdruck gebeten, damit der Zuzug von Außerhalb ferngehalten wird. Finanzminister Miquel: Die meisten Städte haben die Elementarlehrer ihrer höheren Anstalten besser gestellt, als ihre Kollegen an den Boltsschulen; einen weiteren Bwang auszuüben ist nicht nothwendig. Wenn man eine volle Gleichmäßigkeit herbeiführen will, dann müßte man auch die Möglichkeit aus nehmen, daß die Städte ihre Lehrer höher besolden als dies an Staatsanstalten geschieht. Deshalb liegt fein Grund vor, zwangsweise absolute Gleichheit vorzuschreiben. Mit kollegialem Gruß Die Vertrauensleute: 2. Kleinert, Rulmstraße Nr. 3. H. Meier, Kommandantenstraße Nr. 22. Aufruf. Der Kampf der Arbeiter im Buchdruckgewerbe um den NeunNachdem nochmals Abg v. Bülow feinen Antrag empfohlen stundentag hat bekanntlich offiziell feine Beendigung gefunden, und der Geheime Ober- Regierungsrath Boh denselben belämpft insgeheim wüthet er jedoch weiter. Nichts wird seitens des hat, wendet sich Prinzipalsthums unversucht gelassen, die Arbeiter für alle Beiten Abg. Schmelzer( natl.) dagegen, daß die kleinen städtischen niederzuwerfen und ihre Organisation zu zertrümmern. Das Lehranstalten aufgelöst werden sollen, wie man dies so leichthin Koalitionsrecht wird dadurch vernichtet, indem Arbeiter, welche Eduard Richnow, Nixdorf, Prinz Handjerystr. 60, II. Briefkaffen der Redaktion. Hermann Streckert, Brückenstr. 16. Sperren fönnen über ein Geschäft nur seitens der Lohnkommission oder des Fachvereins Vorstandes verhängt werden, nicht von einzelnen Arbeitern. Bevor Sie das nicht veranlaßt haben, kann Ihre Zu fchrift nicht veröffentlicht werden. C. N. Sorauerstr. 3 M. für den erften, 2 M. für den zweiten Besuch. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 28. Mai. Opernhaus. Freund Friz. Puppenfee. Die Schauspielhaus. Imogen. Berliner Theater. Dthello. Deutsches Theater. Maria Stuart. Leffing- Theater. Ein Doppelfelbftmord. Residenz- Theater. Firma Rondinot. Friedrich- Wilhelmäädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas- Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Feldwebel. Achtung! Achtung! Freie Volksbühne. Große öffentliche Volksversammlung für die II. Abtheilung Granne Barten für Männer und Frauen am Sonnabend, den 28. Mai 1892, Abends 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips). Letzter Vortrag des Herrn Heinrich Peus aus Dessau vor seinem 6 monatlichen unfreiwilligen Aufenthalt in Plößensee. Thema:„ Der Sieg der Wahrheit." Diskussion. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Grosse öffentliche Bersammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 29. Mai, Abends 7 Uhr, Gesellschaftshaus ,, Ostend", Rüdersdorferstraße 45Tages- Ordnung: 1. Bortrag über die Gleichberechtigung beider Geschlechter. Referentin: Fräulein Baader. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Entree 10 Pf. im Fräulein Bellealliance- Theater. Der Günftling. Kroll's Theater. Rigoletto. Oftend- Theater. Die Kellnerinnen Don Berlin. Feenpalat. Spezialitäten- Vorstellung. ftellung. Nachm. 4 Uhr: Grosses Garten- Konzert arrangirt vom Geselligen Verein ,, Mehr Licht" 197/19 Winter- Garten. Spezialitäten- Bor( Mitglied des Bundes der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.) Nach der Verfammlung: Tanz- Kränzchen. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr an geöffnet. Entree 10 Pf. Der Einbernfer. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spe zialitäten- Borstellung. Berl. Sommer- Theater ( Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg) Sonnabend, den 28. Mai: Achtung! Schmiede Berlins. Achtung! Sonntag, den 29. Mai, Abends 6 Uhr: Gr. öffentl. Versammlung der Schmiede Berlins mit Frauen in Feuerstein's Salon, Alte Jakobftraße 75. Tagesordnung: Achte Vorstellung im 2. Vereinsjahr, morgen Sonntag, Nachmitt. 2 Uhr, int Bellealliance- Theater. Aufgeführt wird: Die Sklavin, Schauspiel in 4 Aften von Ludwig Fulda. Die Borstellung beginnt präzise 10 Minuten nach 2 Uhr. Das Ausloosen der Plätze um 1 hr. Zu dieser Abtheilung werden in den Bahlstellen noch nene Mitglieder aufgenommen. Mitglieder der 1. und II. Abtheilung können gegen eine Nachzahlung von 60 Pf. an die Ordner, dieser Vorstellung nochmals beiwohnen. Im Juni fommt zur Aufführung: Der Erbförster und zwar für die I. Abtheilung( rothe Karten) am Sonntag, den 12. Juni; 19. Juni; 26. Juni. II. " ( grüne Karten) ( braune Karten) " " III. Zu diesen Borstellungen haben ihre gütige Mitwirkung zugesagt die Herren: Basil vom Deutschen Theater, Prechtler vom Lessing- Theater und Waldemar vom Adolf Ernst- Theater. 261b Der Vorstand. Fachverein der Tischler( Norden). Versammlung am Montag, den 30. Mai, Abends 82 Uhr, bei Keller, Bergstraße 68. Tagesordnung: 412/19 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Ernennung eines Bevollmächtigten. 4. Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Tischler- Verein. Sonnabend, den 28. Mai, Abends 9 Uhr, Melchiorstraße 15: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Henning über:„ Die Zustände vor der Reformation." 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches 2. Nähere Beschlußjassung zu der am 10. Juli stattfindenden Landpartie. Beisammensein.- Schmiede Berlins zeigt, daß ihr Interesse an der Bewegung Grosse Vorstellung. babt, erscheint recht zahlreich. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 1. Hermann und Dorothea, Posse mit Gesang in 1 Akt von D. Kalisch und E. Weirauch. 2. Zwölf Mädchen in Uniform, Vaudeville- Burleske in 1 Akt von L. Angely. 8. Zum dritten Male: Der Kohlenprinz. Original- Possen- Pantomime mit Ballet in 8 Bildern von Rich. Anger. Anfang: des Konzerts 61/2 Uhr, 279/19 Achtung! Der Einberufer. 260b 1. Erledigung eines von dem Mitgliede König eingebrachten Antrages. Das Quittungsbuch legitimirt. Der Vorkaud. Hausdiener und Berufsg. Atung! Ethische Gesellschaft. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, Abends 6%, Uhr, in der Berliner Resource". Näheres fiehe Sonntagsnummer. 171/6 Sonntag, den 29. Mai 1892, Vormittags 10 Uhr, in Joël's Saal, Andreasstraße Nr. 21: Letzter Vortrag des Herrn Heinrich Peus vor seinem 6 monatlichen unfreiwilligen Aufenthalt in plößensee. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Thema:„ Warum muß die Kirche zu Grunde gehen." der Vorstellung 7/2 Uhr. ( Filiale Moabit.) Große Versammlung Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 438/8 zu bietet bei ungünst. Witterung Stetz am Sonntag, den 29. Mai, Abends 7½ Uhr, im Lokale des Gerrn Freireligiöse feinem Wiegenfeſte ein donnerndes Hech. Schutz tür ca. 3000 Personen. Sonntag: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panoptikum. Grosse Ausstellung. Zahlreiche Novitäten. Magneta Galatea. Schreckenskammer. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr Ab. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Hermerschmidt, Perlebergerstraße 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Schulze über:„ Die Entstehung der industriellen Reserve- Armee durch die kapitalistische Produktionsweise." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste wiltommen. Nach der Versammlung: Beisammensein mit Tanz.[ 176/20 Um zahlreichen Besuch bittet Die Bevollmächtigte. Central- Krankenkasse der Maurer, Steinhauer, Stuckateure etc. ( Grundstein zur Einigkeit.) Sonntag, den 29. Mai 1892, Vormittags 10 Uhr: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung im Latal des Herrn Brochnow( fr. Orschel), Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 253b Schubbere man weiter. Gemeinde. Die Konservativen Friedrichstr. 24. Sonntag, Vormittags 10 Uhr, im grossen Saal Rosenthaler- Straße 38, Quergebäude 1 Treppe, nahe dem Hacke'schen Markt: Vortrag d. Hrn. W. Bölsche: Friedrich Albert Lange, ein Vorkämpfer für Geistesfreiheit. Gäste sehr willkommen. 89/4 Unserem Knopfmacher H. Maywald zu seinem Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. Hermann, was machen die Rarbonaden? Die vergnügten Erkner. 252b Am Mittwoch, den 25. Mai 1892, verschied unser Kollege 457/7 Karl Kahnert an der Proletarierkrankheit. Die Achtung! Korbmacher! Beerdigung findet ſtatt am Grosse öftentliche 1. Bericht der Revisoren betr. den Markenbestand. 2. Wahl der Dele- Korbmacher Versammlung girten zu der vom 4. bis 9. Juli in Berlin tagenden VIII. General- Versamm der Grünbranche Berlins u. Umg. lung. 3. Innere Rassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Das Raffenlokal bleibt am Sonntag am Sonntag, 29. Mai, Vorm. 10 Uhr, bei Joël, Andreasstraße 21. Tages- Ordnung: PassagePanopticum. gefchlofſen. Täglich 229/13 Die örtliche Verwaltung. 1. Die Lohnverhältnisse in der GrünFachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter. branche. 2. Stellungnahme zum Tarif Sonnabend, den 28. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei Keller, Bergstr. 68: General- Versammlung für den Norden. Tagesordnung: TheaterVorstellungen. 1. Vortrag des Kollegen Rob. Schmidt, über: Die Ursachen der GeAuch im Sommer. schäftsstockungen in unserem Gewerbe. 2. Distusfion. 3. Wahl von 2 Beifizern. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Gratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Konzert mit humoristisch. Vorträgen. Großer Frühstücks- u. Mittagstisch sowie 6 Billards, 3 Regel bahnen und 2 Sale. F. Sodtke. Station Stolpe. Restaurant ,, Fichtenhain". Empfehle den Berliner Vereinen, Gesellschaften und sonstigen Ausflüglern 436/7 Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse der Buchbinder. Verwaltungsstelle Berlin. von 1889. 3. Verschiedenes. Die Arbeitgeber sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Es ist Pflicht jedes Kollegen zu erscheinen. Der Einberufer. 196/4 Kartonbranche! Montag, den 30. Mai, Abends 8 Uhr, öffentliche Versammlung bei Henke, Blumenstr. 38. Tagesordnung: 29. Mai 1892, Vorm. 91/2 Uhr, von der Kapelle des Sophienfirchhofes( Stettinerstraße). Freie Vereinigung der Zivil. Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Die Mitglieder versammeln sich um 9/4 Uhr bei Knebel, Badstr. 56. Todes- Anzeige. Den Sangesbrüdern Kreuzberger Harmonie die traurige Nachricht, daß meine liebe Braut, Antonie Fischer, am 25. Mai, Borm. 11%, Uhr, nach furzen schweren Leiden sanft ent schlafen ist. 246b Die Beerdigung findet Sonntag Nach mittag 3 Uhr vom Jakobikirchhof von der Halle aus, statt. M. Hofmann. Danksagung. Sonnabend, 28. Mai, Ab. 8/2 Uhr, in Norbert's Festsälen, Beuthstr. 19/21: von Kirstein u. Ko. Ref. Kollege fämmtlichen Kollegen meines Mannes, Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Die Geheimnisse der Kartonfabrik Dem Sängerchor der Töpfer, sowie Freudenreich. 2. Distuffion. 3. Berfage ich für die rege Theilnahme bei schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Beerdigung desselben meinen besten 1. Stellungnahme zu den Unträgen. 2. Wahl der Delegirten. 8. Berber Kolleginnen und Kollegen ersuchen Dank. 251b Frau Wischnewsky. schiedenes. Quittungsbuch legitimirt. Die Zahlstellen bleiben für diesen Abend geschlossen. Die Ortsverwaltung. 440/6 Fachverein der Tischler. Sonnabend, den 28. Mai, Abends 81/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 79. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Türk über Hervorbringung und Bertheilung der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Stuckateure! 412/19 mein idyllisch im Walde gelegenes verliefen, indem die Herren erklärten, vorläufig unter feinen Umständen auf Da unsere Berhandlungen mit der Firma Damrich& Co. erfolglos Restaurant. 2 neu renovirte Säle unsere Bedingungen eingehen zu können, so ist laut Bersammlungs- Beschluß mit Pianino, Theater- Bühne, großer vom 25. Mai die Sperre über die Firma verhängt. Schattiger Garten mit 2 Regelbahnen, 267/5 Die Einberufer. Hüte mit kontrollmarke Oskar Liskow, 2278L 47a. Oranienstraße 47a. Ecke Luckauer Straße. Alle Uhren werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, 478/3 Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, Allen, die bei dem Begräbniß meines Mannes mir ihre Theilnahme in fo reichem Maße bewiesen haben, fage ich hiermit meinen innigsten Dank. 268b Berlin, den 27. Mai 1892. Wittwe Bertha Neubaner. Danksagung.24792 Hiermit sage ich allen Ver wandten, Freunden u. Bekannten für die liebevolle Theilnahme und Kranzspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, insbesondere dem Chef, sowie dem Personal der Firma Pfeiffer u. Druckenmüller, meinen tiefgefühltesten Dank. Wittwe Wahl nebst Kindern Martha, Olga, Rudolph u. Anna. Genossen, Hallen, Kaffeeküche, Turn Geräth- erhalten, und jeglichen Buzug fernaubalten. Wir ersuchen die Kollegen, den gefaßten Beschluß streng aufrecht zu Zager aller Arten Uhren, Uhrketten auf feiner Reife in's Seebad 8 tag, gegenüber der Dantes- Kirche.[ 25L welche gewillt find, dem Gen. Pens schaften, Kinder- Spielpläge 2c. gleiten, werden ersucht, sich Sonntag, NB. Wir ersuchen unsere Genossen( Töpfer und Bußer) uns dadurch zu Anerkannt gute Speisen und Ge- unterstügen, indem sie pflichtvergessene Stuckateure an ihre Pflichten erinnern. Miethe) Trantheitsh. verkäufl. Auskunft Emil Schmidt, Tresckowofstr. 24, eit Genossenschaft! Destillation( 1000 m. Den 29. Mai, Mittags 1 Uhr, bei tränke. Große massive Ausspannung. Die Vertrauensleute. Hochachtungsvoll M. Jssing. Frau Schulz, Bernauerstr. 47a vorn, zufinden. 2696 Hermann Mehnert Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 123. Kommunales. Abrechnung von den Kommunalwahlen 1891/92; Einnahme auf Sammellisten 2908,02 m. Ausgabe. von Versammlungen 1266,69 " Summa 4174,71 M. • 4122,45 M. Bestand 52,26 M. Das Zentral- Komitee: Wuttig, Klein, Held, Barth, Scholz, Höhne, Berndt, Petersen, Gnadt. Carl Scholz, Rassirer. Revidirt und für richtig befunden von Schellwath, Werner, Pielice, Liebetraut, Gellings, Hermerschmidt, als Revisoren. Sonnabend, den 28. Mai 1892. 9. Jahrg. Warum hat man nicht wenigstens sofort die der Behörde ge- Plehn, wurde durch die Wucht des Schlages von der Plattform nannten Zeugen vernommen?" geschleudert und in das Getriebe geworfen, aus dem er zwar noch lebend herausgezogen wurde, aber bereits kurze Zeit darauf verstarb. Zu ansgedehnten Agitations- Wanderfahrten, schreibt eine Lokalforrespondenz, haben die Sozialdemokraten den gestrigen Himmelfahrtstag benutzt. Seitens der hiesigen Polizeibehörde Sommertheater Bockbrauerei. Mittwoch, den 25. Mai, waren schon von 5 Uhr früh an an den jeweiligen Treffpunkten fand in der Bockbrauerei eine Separatvorstellung statt, zu der verstärkte Schuhmannsposten aufgestellt, ohne daß dieselben jedoch auch die hiesige Presse Einladungen erhielt. Die Illumination Veranlassung zum Einschreiten hatten. Den größten Agitations- des Gartens war brillant. Die beiden Poffen Hermann und trupp hatte der 5. und 6. Reichstags- Wahlkreis aufgestellt, von Dorothea" und Zwölf Mädchen in Uniform", erstere von Kalisch, denen sich in Weißenfee gegen 8 Uhr Morgens etwa 600 Mann lettere v. 2. Angely, find so alt, daß man schließlich die Handvereinigt hatten. Es wurde während des Tages in 23 Dörfern lung als bekannt voraussehen darf. Es ist ein großes Personal des Nordostens der Umgegend Berlins agitirt und Flugblätter vorhanden, dabei einige gana tüchtige Kräfte. Da wir erst etwas bei den Bewohnern dieser Ortschaften vertheilt. In Blumberg später kamen, ist uns die erste Piece entgangen; es foll fand Mittags Rendezvous der einzelnen fleinen Trupps statt, dieselbe jedoch angesprochen haben. In 12 Mädchen woselbst die politischen Ausflügler von 7 Gensdarmen und fast in Uniform" exelirten namentlich Briquet- Pauli, Sans der gesammten Bauernschaft des Dorfes empfangen wurden. Doch quartier- Gerstel und ,, der Unteroffizier" des schmucken blieben die aus Anlaß der bekannten Wahlschlacht befürchteten und stramm exerzirenden Damenkorps. Die Handhabung der Erzeffe aus. Der 4. Reichstags- Wahlkreis hatte in Stärte von Waffen den Damen beizubringen, hat seine Schwierigkeiten. Die etwa 400 Mann mit der Bahn einen Ausflug nach Buckow Intrigue ist eine faum nennenswerthe und die Haupthandlung unternommen, um von da aus in der Umgebung zu agitiren. besteht meist in den Dameneɣerzitien; dasselbe ging zufriedenSeitens des 3. Reichstags- Wahlkreises war ein Ausflug nach stellend von statten. Was die Possenpantomime:„ Der KohlenHerr von Fordenbeck, der Oberbürgermeister von Berlin, Oranienburg ausgeführt worden. Ebenso wurden noch von ver- pring" anbetrifft, so würde sie bessere Wirkung üben, wenn sie ist am Himmelfahrtstage Nachmittags 1 Uhr gestorben. Er war schiedenen sozialdemokratischen Vereinigungen Agitationsfahrten um die Hälfte türzer wäre. So aber ermüdet dieselbe theilweise das Muster eines liberalen" Mannes, ganz geeignet mit dem in die Umgebung Berlins gemacht, wobei die einzelnen Büge trotz mancher hübscher Einzelheiten. Brustton der Ueberzeugung" jeden Wandel des politischen stets von der Gendarmerie begleitet und überwacht wurden. Lebens mitzumachen. Klug berechnend, verfehlte er freilich Ausschreitungen find nicht vorgekommen, doch wurden einzelne manchmal doch den rechtzeitigen Anschluß. In der Konfliktszeit Sistirungen so in Buckow und Weißensee- wegen unerlaubten Fortschrittsmann wurde er einer der Gründer der national- Bertheilens von Flugblättern- durch die betreffenden Polizeiliberalen Partei. Die Wandlung vollzog sich so schnell, daß der behörden vorgenommen. Morgen des Tages von Königgräß ihn noch als fortschrittlichen So die Lokal- Korrespondenz, deren Richtigkeit wir nicht verRegierungsgegner und der Abend ihn bereits als nationalliberalen treten können, die wir aber wiedergeben, da direkte Berichte noch Regierungsmann erblickte. Seine Person war es auch, die man nicht eingetroffen sind. dazu benutte, dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses der Lokales. deutend verletzt. Polizeibericht. Am 24. d. Mts. Nachmittags ertrant ein elfjähriger Knabe beim Baden in einem Wassergraben nahe dem Bahnhof Gesundbrunnen. Die Leiche wurde bald darauf aus dem Wasser gezogen und nach der Wohnung der Eltern gebracht. der Wohnung seiner Eltern in der Reichenbergerstraße beim Am 26. d. M. Nachmittags schoß ein elfjähriger Anabe in Spielen mit einem Tesching sich eine Kugel in den Kopf, so daß er nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. Konfliktszeit, den Oben unliebſamen Grabow, 1866 einen Fuß erster Ordnung sein sollte, hat den Besitzern der Gartenlokale in einer Droschte überfahren und an der Hand und am being Der Himmelfahrtstag, der nach Falb ein kritischer Tag Vor dem Hause Bossenerstr. 2 wurde ein zehnjähriger Knabe von tritt zu geben, indem man an seiner Stelle Herrn v. Forckenbeck und außerhalb der Stadt reichen Gewinn gebracht. Wer nur einem Fenster der im zweiten Stock des Hauses Teltowerstr. 47/48 Abends fiel ein zweijähriges Mädchen aus zum Präsidenten ernannte. Jin Reichstage wurde Forckenbeck 1874, als Simson das Präsidium niederlegte, zum ersten Prägendwie es vermochte, zog es vor, der in Berlin herrschenden belegenen Wohnung seiner Eltern auf den Hof hinab und erlitt Gluthige durch eine Fahrt ins Freie zu entfliehen und den sidenten erwählt und bekleidete das Präsidium bis zum Jahre schattigen Wald aufzusuchen. Auf einen berartig starken Berkehr so schwere Berlegungen, daß es bald darauf im Krankenhause 1879, dem Sturze der nationalliberalen Herrlichkeit. Das Präsidium Forckenbeck's zeichnete sich durch die größte fo scheinen die Gastwirthe der Vororte nicht gerechnet zu haben und am Urban verstarb.- Am 25. und 26. d. M. und in der daraufBarteilichkeit aus, so daß die spätere Wahl konservativer geschah es, daß bei dem eminent starken Konsum von Getränken folgenden Nacht fanden neun Brände statt. allerwärts gegen Abend der flüssige Stoff ausverkauft war. Präsidenten von allen nicht nationalliberalen Parteien Die Dispositionen des Fuhrverkehrs auf der Stadt- und Ringals Erlösung begrüßt wurde. Unter Fordenbeck und unter bahn waren dagegen ganz vorzüglich und die Massen wurden dessen Begünstigung konnte ein Valentin seinen unwürdigen prompt befördert; der für den gestrigen Tag arrangirte aweiTerrorismus treiben. Im Jahre 1881 trennte sich Fordenbeck bis Dreiminutenverkehr hat all die Unzuträglichkeiten, die wir mit dem linken Flügel der nationalliberalen Partei von dieser sonst an solchen Tagen von der Stadtbahn melden mußten, und vereinigte sich 1884 mit den Resten der alten Fortschrittspartei zu der deutschfreisinnigen Partei". Seit dem 21. Nobeseitigt. vember 1878 ift Forckenbeck Ober- Bürgermeister von Berlin. Er, der 1879, als die Nationalliberalen an die Wand gequetscht waren, daß sie quiekten", an die Städte den Aufruf richtete: Auf die Mauern! war selbst der Erste, der fie verließ, und den da der Bürgerstols vollends im Stiche ließ, als er ihn vor Königethronen zeigen sollte. Unter seiner Amtsthätigkeit wuchert das Kliquenwesen im rothen Hause in größter Ueppigkeit hervor und rief endlich, auch den Oppositionssturm der Bürgerschaft hervor. " Gerichts- Beifung. Die Plaidoyers im Prozek Polfe. Am 27. Mai, dem 88. Verhandlungstag, begannen die Plaidoyers. Sigung um 91/2 Uhr. Nachdem der Staatsanwalt erklärt hat, Präsident Landgerichts- Direktor Barschdorf eröffnet die daß er für diese Verhandlung auf weitere Beweis aufnahme verzichte, ertheilt der Präsident demselben das Wort zu Berichtigung. Anfangs dieses Monats wurde uns mit theilung gemacht von der angeblichen plötzlichen Entlassung eines hervorragenden Angestellten der Firma Gerson u. Ko., und mit dieser Entlassung wurden angeblich vorgefallene Unregelmäßigkeiten in Verbindung gefeßt. Da uns die gleiche Nachricht auch von anderen Personen zuging, so nahmen wir von ihr Notiz. Einige Tage seinem Plaidoyer. darauf erschien auf unserer Redaktion im Auftrage des Herrn Freudenberg, des Chefs der genannten Firma, ein Buchhalter hohen Gerichtshofe aufgerollten Verhandlungen hat es der AnStaatsanwalt Balte: Nach den Ergebnissen der vor dem desselben, bereits ein älterer Herr, um die Notiz des„ Vorwärts" gelagte in mysteriöser Weise verstanden, das Vertrauen des Auch der zweite Theil der Ahlwardt'schen Schrift der Notiz des Vorwärts". Jeder Versuch des Redakteurs, eine flare au erwecken und den Lesern ein glänzendes Bild von seiner Unmündlich zu berichtigen. Die Berichtigung lief ganz parallel Bublifums zu dem von ihm herausgegebenen Börsen Journale Judenflinten" war beim Verleger Glöß in Dresden in einer Antwort zu erlangen, daß Unregelmäßigkeiten nicht vorgekommen abhängigkeit, Interesselosigkeit und Fürsorglichkeit für seine Restauflage von mehreren Tausend Exemplaren konfiszirt worden. feien oder wenigstens feinen Anlaß zu Differenzen gebildet haben, Slientel zu entwerfen. Es wird sich wohl erübrigen, die Wie der Post" gemeldet wird, ist er gestern wieder freigegeben wurde einfach mit der Bemerkung abgelehnt, daß der Herr zu 179 Brieftasten- Notizen, welche die Antlage aufführt, noch einmal worden. Von diesem zweiten Theil befinden sich 68 000 Exemplare feiner anderen Erklärung Anlaß habe. Wir ersuchten ihn nun, zur Berlesung zu bringen. Jeder nicht mißtrauische Leser mußte im Publifum; der erste Theil der Broschüre ist nach einer An- die Erklärung selbst niederzuschreiben; nachdem er die ersten zu der festen Ueberzeugung kommen, daß der Angeklagte ein zur Berlesung zu bringen. Jeder nicht mißtrauische Leser mußte gabe des Reichsboten" in etwa 100 000 Exemplaren verbreitet. Borte geschrieben, äußerte er jedoch Bedenken, ob er allein dazu Ehrenmann ist, zu dem man das unbedingteste Bertrauen in Wie die" Staatsbürger 8tg." mittheilt, ist die Beschlagnahme des im Namen der Firma berechtigt sei, und wollte eine schriftliche seine Uneigennüßigkeit haben kann, während in Wahrersten Theils auf§ 185 des Strafgesetzbuches( Beleidigung) zurück Erklärung einsenden. Tags darauf ging uns von Herrn heit das Blatt des Angeklagten zuführen. Die Kreuz- Zeitung" veröffentlicht in ihrer gestrigen Freudenberg denn eine schriftliche Erklärung zu, die sich ben Kurs der Papiere, bei welchen der Angeklagte hervor nur den Zweck hatte, Albendausgabe aus der zweiten Broschüre Ahlwardt's folgende wieder parallel der Erklärung desselben: des Vorwärts" hielt. Nach der ragend interessirt war, künstlich zu steigern und dieselben " Als mir von einem Schreiber der Isidor Löwe'schen Fabrit geblichen Bemühen, von dem Abgesandten des Herrn Freudenberg, schmiede, sondern auch von Ostend- und Allgemeine HäuſerbauUnterredung, die wir Tags vorher gehabt, und nach dem ver- feinem Publikum aufzuhalsen. Das gilt nicht nur von Façondie ersten Mittheilungen über die bekannten Vorgänge gemacht ben wir als eine Vertrauensperson desselben attien. Hier steht nun aber nur die Angelegenheit der Façons wurden, verhielt ich mich zunächst ablehnend, weil mir dieselben glaubten ansehen zu müssen, eine Auskunft zu erschmiede zur Verhandlung. zu abenteuerlich erschienen. As mir aber von verschiedenen halten, welche uns eine direkte Berichtigung und Bernichtung des ganze Reihe von diesbezüglichen Brieftaften- Notizen. Der ne Schmiede zur Verhandlung. Der Staatsanwalt verliest eine Seiten deren Richtigkeit bestätigt wurde, glaubte ich, der Sache Bweifels ermöglichte, mußten sich uns betreffs der Art und Weise geklagte erreichte durch diese fortgesetzte Reklame den Zweck, die näher treten zu müffen. In dem großen Prozesse, den der Ma- der Erklärung, die Herr Freudenberg uns gegeben, Sweifel auf- turse tünstlich in die Höhe zu treiben und Räufer für die Façon giftrat von Berlin gegen mich angestrengt hatte, wurde mir vor- drängen, ob die formelle Berichtigung nicht blos zur Um Attien anzulocken. Dazu hat der Angeklagte betrügerische Hand. gehalten, daß ich für die schweren Beschuldigungen vorher von gehung der Wahrheit gewählt sei. Diesem Zweifel gaben wir lungen vorgenommen. Als solche stellt sich zunächst die Form Beugen deutliche und bindende Aussagen mir hätte verschaffen müssen. auch beim Abdruck der Erklärung Ausdruck. Dies hatte ich mir gemerkt. Ich ging in der denkbar gründlichsten dar, in welcher die Briefkasten Notizen veröffentlicht wurden. und gewissenhaftesten Weise vor, ftellte wochenlang Nachforschungen Inzwischen haben wir uns persönlich davon überJeder Leser mußte annehmen, daß diese Notizen die Antworten an und verschaffte mir eine ganze Anzahl eidesstattlicher Ber- eugt, daß die gegen Herrn K. erhobenen Beschuldigungen der auf wirklich vorliegende Anfragen bildeten. Dies ist aber doch ficherungen. Nunmehr ließ ich das Material als Manuskript Begründung entbehren, was wir hiermit ausdrücklich nur zum Theil der Fall und zum Ueberfluß hat der Zeuge Cohn brucken und letzteres der zuständigen Behörde unterbreiten. Ich feststellen. bezeugt, daß er eine ganze Reihe derartiger Notizen ohne Vor erfüllte damit lediglich meine Pflicht als guter Staatsbürger, denn nach dem Strafgesetzbuche ist Jeder zur Anzeige gewiffer Genoffen wegen Ermordung des Nachtwächters Braun ist nun- unwahre Thatsachen. Getäuscht wurde das Publikum dadurch, Die erneute Verhandlung gegen den Töpfer Heinze und liegen solcher Anfragen verfaßt hat. Diese Notizen sind nicht blos der Form nach betrügerisch, sie enthalten auch objektiv Verbrechen bei Gefängnißstrafe verpflichtet. Bu gleicher Beit ließ mehr definitiv auf den 27. Juni vor dem Schwurgericht des baß es in den Glauben versetzt wurde, der Angeklagte habe die Die Schwurgerichtsperiode bieten, unter der Voraussetzung natürlich, daß eine schleunige wird am 20. Juni unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors/ 360 000 M. Aktien zum Kurfe von 105 auf Grund eines Untersuchung der monströsen Angelegenheit stattfinden werde. Rieck ihren Anfang nehmen und mit dem Prozeß Heinze, für den alten Vertrages übernommen, während dies bekanntlich Da eine solche aber furzweg abgelehnt wurde, so war fomit 6 Tage in Aussicht genommen sind, schließen. Die Anklage- auch die falsche Notiz, daß die Façonschmiede schon für 1889 in nicht der Fall vor. Zum Zweck der Täuschung war ich gezwungen, die Sache vor den Richterstuhl der behörde wird wieder durch den Staatsanwalt unger vertreten der Lage wäre, 20 pet. Dividende zu vertheilen, ferner die falsche öffentlichen Meinung zu bringen. Das Bolt hat ein Recht fein, wie auch in den Personen der Bertheidiger ein Wechsel Notiz, daß es möglich wäre, schon jetzt Bazenhofer Dividende, zu wissen, welch ungeheure Dinge die Juden unter ihn nicht eintreten wird. treiben, wie sie ihm nicht nur seine Religion, seine Sittlichkeit, nicht eintreten wird. damals 40 pCt., zu vertheilen, wenn man alle Werthe zur wirkfeine materielle Existenz untergraben, sondern auch das Leben Am Sinschlag verstorben ist Himmelfahrt- Nachmittag lichen Höhe einstellen wollte, sodann die falsche Notiz, daß die feiner Soldaten und damit Ehre und Sicherheit des Vaterlandes gegen 4 Uhr auf der Chaussee zwischen Grünau und Adlershof Façonaftien während der ganzen Baissezeit" nicht gestiegen gefährden." ein etwa 27 jähriger Mann. Derfelbe befand sich in einer aus feien, endlich die falsche Notiz, daß die Rentabilität der MessingIn der That, bemerkt die„ Kreuzatg.", wenn Ahlwardt in mehreren Personen bestehenden Gesellschaft, welche von Berlin linien- Fabrikation schon jetzt eine große Zukunft zeige. Jeder Vorstehendem die Wahrheit gesagt hat, dann erscheint auch uns aus eine Fußpartie nach obigen Vororten gemacht hatte. Dicht Lefer mußte annehmen, daß aus dem Reingewinn man die das Verhalten der Behörden geradezu unbegreiflich, und wir an der Görliger Bahn brach der Betreffende, wie wir hören ein 20 pCt. Dividende würde vertheilen können, unverständlich ist es können dem Verfasser nicht Unrecht geben, wenn er fortfährt: Kaufmann Fleischer in der Lausitzerstraße in Chambre garni auch, wieso der Angeklagte durch die bloße Einstellung der Wenn sonst ein Verbrechen der Behörde angezeigt wird, so wohnhaft, plöglich zusammen und verstarb, ehe noch Hilfe zur wahren Werthe Bazenhofer Dividende zu vertheilen in der Lage nimmt diese die Untersuchung in die Hand und verhaftet, oft Stelle war. Auf Veranlassung eines hinzugekommenen Gendarmen zu sein glaubte. Das wäre doch nur möglich gewesen, wenn die auf bloße Verdachtsgründe hin, alle möglichen Menschen, um den wurde die Leiche mittelst Wagens nach Berlin zurückbefördert, Terrains verkauft wurden 2c. Ich behaupte also, daß der AnThäter u. f. w. zu ermitteln. Hier ist eine fast fertige Untergeklagte durch betrügerische Briefkasten- Notizen den Kurs der suchung der Behörde unterbreitet worden, so daß ihr jeder Vor- Im Siedekessel verbrannt. Ein entsetzlicher Unglücks- Façon- Attien künstlich in die Höhe getrieben, viele Personen zum wand zur Ablehnung oder Verschleppung benommen war. Sie fall, bei dem zwei Menschenleben zu Grunde gegangen sind, hat Ankaufe bewogen und seine Attien zu dem künstlich heraufbrauchte blos Ifidor Löwe und Kühne zu verhaften, deren Bücher sich, wie wir der Berliner Presse" entnehmen, am Dienstag getriebenen Kurse losgeschlagen hat. Er hat auch vielen Perzu beschlagnahmen und die damals benannten etwa 20 Zeugen Nachmittag auf dem Terrain der an der Oberspree belegenen fonen Schaden zugefügt, der Schaden besteht in dem zu theuren vernehmen zu laffen. Das fonnte binnen höchstens 48 Stunden Vereinigten Berliner Schmalzfiedereien zugetragen." Am genannten Ankauf der Aktien und dem Kursrückgang. Für den letzteren ist abgemacht sein, denn die Zeugen waren jeden Augenblick eines Tage in der fünften Nachmittagsstunde waren mehrere Arbeiter der Angeklagte auch verantwortlich zu machen, denn er mußte Wintes der Behörde gewärtig und erwarteten mit Ungeduld ihre damit beschäftigt, den großen zirka 20 Fuß tiefen Siedekessel sich sagen, wenn er mit seinen betrügerischen Reklamen aufhörte, Vorladung. Es bedurfte, wie gesagt, gar keiner Anstrengungen vom Hauptreservoir abzuschieben, um denselben zu entleeren. Der Kurssturz der Papiere die Folge sein müßte. Daß der Anund weitläufiger Erhebungen seitens der Behörde, sondern ledig- Anstatt nun, wie die gesetzliche Vorschrift lautet, erst die geklagte sich dessen auch bewußt gewesen, beweist, daß, als lich einer Nachprüfung des ihr fertig vorgelegten Materials. Nach Maschine abzustellen, um eventuell Unglücksfälle zu verhüten, ihm der Zeuge Weber- Zugans scharf auf den Leib rückte, er sich Spätestens 48 Stunden konnte Klarheit in der ungeheuer wichtigen handelten zwei Arbeiter, der 30 jährige Sieder Kahl und der 26 jährige zu einem Bergleich bereit erklärte. Mit dem inneren Werth Sache geschaffen sein. Entweder die Zeugen blieben bei ihren Steiger Plehn, nach ihrem eigenen Kopfe, und nahmen ohne kann sich der Angeklagte in keiner Weise decken. Der Angeklagte belastenden Aussagen stehen, dann konnte man die Juden gleich Weiteres die Leerung der Siedekessel vor. Diese Dienstwidrigkeit als intelligenter Bantier mußte sich bewußt gewesen sem, daß im Untersuchungsgefängniß behalten, zwei gefährliche Gauner sollten Beide mit dem Leben bezahlen. Raum hatten sie einen für die Attienkäufer es auf den sogenannten inneren Werth waren dann entlarvt und dem Staat ein ungeheuerer Dienst ge- Theil des Kessels geleert, da trennte sich plötzlich die Verkuppe- absolut nicht ankommt, sondern daß er die Papiere erwirbt leistet, oder die Mehrzahl der Zeugen sagte für Löwe günstig lung der Maschine und der abgelöste ca. 3 Bentner schwere Schaft lediglich mit Rücksicht auf die Rentabilität und den Kursgewinn. aus, dann konnte man meinen Gewährsmann wegen falscher flog dem ersten Arbeiter mit solcher Vehemenz gegen die Brust, Der Staatsanwalt führt schließlich 12 Fälle an, bei welchen der eidesstattlicher Bersicherungen einsperren, und Ifidor Löwe stand daß er das Gleichgewicht verlor und topfüber in den mit siedendem Angeklagte einen Betrug vollendet bezw. in einem Falle versucht groß und gerechtfertigt da. Warum hat man das nicht gethan? Schmalz angefüllten Kessel stürzte, aus dem er später nur noch habe. Mit Rücksicht auf den großen Vertrauensmißbrauch, die Warum hat man sidor Löwe und Kühne nicht verhaftet? als Leiche herausgezogen werden konnte. Sein Kollege, Steiger Planmäßigkeit seines Handelns und die Thatsache, daß derselbe aus " Der gerne " wäre es unter der Maste eines Ehrenmannes viele Leute in erheblicher| Leute, welche an der Börse spekuliren, daß sie ihr Geld nicht| Stadien ihrer Entwickelung und ihre mißliche finanzielle Lage Weise geschädigt und sich selbst einen großen Vortheil verschafft wieder friegen und dann erfolgt die Denunziation, gemäß über, aus welcher fie der Wagemuth des Angeklagten heraus habe, beantragt der Staatsanwalt 3 Jahre Gefängniß, dem ost bewährten Grundsay:" Wenn's mit dem Zivil- gerissen hat. Derselbe sei in der That der Retter der unter Anrechnung von 6 Monaten Untersuchungshaft, ferner eine prozeß nicht geht, wird versucht, den Kriminalrichter zum Gesellschaft geworden und aus diesem Gesichtspunkte heraus er vom Gerichtshofe zu arbitrirende Geldstrafe und Ehrverlust auf Geburtshelfer für Zivilansprüche zu machen. Der Angeklagte fläre sich die Interessengemeinschaft zwischen dem Angeklagten 5 Jahre. hat unendlich oft seinem Publifum, von dem er annahm, daß und der Gesellschaft. An die Rentabilität der MessinglinienRechtsanwalt Dr. Friedmann: Hohes Kollegium! Sie es keine Rustici, sondern ein verständiges Publikum sei, gesagt: Fabrikation habe der Angeklagte glauben dürfen und glauben stehen am Ende eines liberaus mühseligen Werkes, welches ein„ Wir sind feine Propheten". Aber selbst wenn der Glaube an müssen, nachdem eine Autorität wie Pinther und ein geschäftsübergroßes Maß von Geduld in Anspruch genommen hat und feine Prophetengabe wirklich bei ihm Platz gegriffen haben würde, erfahrener Mann, wie Arnold, darüber keinen Zweifel gelassen Sie haben nun zu entscheiden über eine Frage, die weit über den würde man dies sehr begreiflich und erklärlich finden können, hatten. Was die Frage der Ueberlassung der 360 000 M. Attien Rahmen dieses Gerichtssaales hinausgewachsen ist. Trotzdem hier denn es ist doch geradezu erstaunlich, wie zutreffend die an den Angeklagten zu 105 p& t. betrifft, so könne dem Anvor gelehrten Richtern plaidirt wird, wird man es der Ber- Prophezeiungen des Angeklagten fast durchweg waren, so zu geklagten hieraus ebenso wenig ein Vorwurf gemacht werden, theidigung nicht verdenken können, wenn sie bei der Bedeutung treffend, daß die Leute, wenn sie ihm auf allen Gebieten folgten, wie dem Aufsichtsrathe. Der soupcon, welchen der Staatsdieser Sache sich nicht darauf beschränkt, in trockenem Tone und Millionen und Milliarden hätten verdienen tönnen. Und wenn anwalt in letter Beziehung ausdrücfe, ist wohl nur daraus er durch Berlesung schon vielfach verlesener Notizen auf den Ge- ein solcher Mann sich einmal irrt, soll ihm daraus ein Ver- flärlich, daß derselbe den Verhältnissen, welche hier in Frage richtshof zu wirken, denn ein trockener Ton deckt sich nicht immer brechen gemacht werden? Wenn ein Staatsmann 14 und 15 Jahre stehen, fern steht. Er als Vertheidiger könnte, wenn er es in mit Sachlichkeit. Präs.: Wenn dies eine Kritik der Rede des lang sein Volt groß gemacht hat, soll man es ihm zum Ver- diesem Prozeß nicht grundsäglich verschmähte, fehr bequem hinter Staatsanwalts fein sollte, so müßte ich diefelbe rügen. brechen anrechnen, wenn er im 16. Jahre einmal eine Dummheit einem bequemen Schirm schlüpfen und einfach sagen: Die Ge Berth.: Mit der Person des Herrn Staatsanwalts gedente ich macht, oder soll ein Wertheidiger, deffen Sachlichkeit und Geistes- neralversammlung hatte es beschlossen, ergo mußte der Aufsichts mich so wenig wie möglich zu befassen, an seinen Ansichten werde schärfe seit langer Beit bekannt ist, sofort gesteinigt werden, wenn rath den Beschluß ausführen, sonst hätte er sich direkt regreß ich aber frait Rechts der Bertheidigung mehrfach Kritit zu üben er einmal eine Dummheit macht? Und find denn nun die so pflichtig gemacht. Aber nicht nur formell, sondern auch moralisch in der Lage sein und ich würde dem Herrn Vorsitzenden ungemein sehr geschädigten" Zeugen solche Leute, die eines ganz besonderen ist dem Angeklagten feinerlei Vorwurf über seine Transaktionen Dankbar sein, wenn es mir vergönnt werde, jezt und weiterhin Schutzes bei ihren Berlusten bedürfen? In einer anderen Straf- in Façonschmiede- Aftien zu machen. Der Angeklagte, so meint meine Ausführungen ohne Unterbrechung zu machen. Ich fammer hat vor einigen Tagen der Vorsitzende einem spekuliren- der Bertheidiger, hatte sich bereit gefunden, das Geld für die denke, es ist durch meine langjährige Thätigkeit ge- den Beugen, der sich über den Mangel an Mitleid Seitens eines 360 000 m. Prioritätsattien sofort baar auszuzahlen. nügend bekannt, daß ich mich auf fachlichem Boden zu Börfianers beklagte, geantwortet: Wir haben hier kein Mitleid von Börsengeschäften eine Ahnung hat, wird wissen, daß es nur beipegen pflege und ich habe natürlich nur sagen wollen, daß für Leute, welche an die Börse gehen und spekuliren der wenn einfachen Gerechtigkeit entspricht, in solchen meinem ganzen Naturell nach ein trockener Ton mir und Geld verlieren. Wer spekulirt, der muß sich bequemen, zu Fällen, wo ein Banktonsortium einer Gesellschaft mit Energie fand und bei dieser Angelegenheit noch weniger geläufig ist. Ich zahlen, wenn er verliert, und jeder der hier aufmarschirten beispringt, Attien zu niedrigerem Rurse als dem Börsenturfe überwollte sagen, daß ich mich nicht darauf beschränken tann, in Belastungszeugen hat spekulirt, theilweise in ganz bedeutendem laffen wird. Das fommt vielfach vor der Noth gehorchend, Turzen Worten die Ausführungen des Staatsanwalts und seinen Maße. Ich habe gar feinen Respekt vor den Beugen, welche hier nicht dem eigenen Triebe. Hatte denn hier in diesem Falle der Strafantrag zu widerlegen. sondern daß ich aus meinem innersten behaupten, sie hätten ihre Papiere nur als" Anlage"-Bapier ge- Angeklagte gar kein Risiko für sein baar hingegebenes Geld? Gefühl heraus ein Bild der Sachlage geben will, wie sie sich fauft, denn ich stehe auf dem Standpunkt des Majors v. Blessingt, wenn es nun dem Angeklagten nicht möglich war, seine Attien nach der umfänglichen Beweisaufnahme gestaltet hat. Daß ich einen besonderen Unterschied der Anlage- Papiere nicht zu placiren? Die Antlage scheint dem Angeklagten gerade diese Unmöglich kann sich doch Jemand in die Idee hineindenken, daß tenne. Man zeige mir eine einzige Notis, in welcher etwas Blacirung zum Vorwurfe machen und ihm untersagen zu wollen, Diese Verhandlung in den Rahmen einer harmlofen Alltags Anderes behandelt wird, als die Frage, wo man Etwas am bei feinem riskanten Geschäft zu verdienen. Was wäre denn verhandlung, wie sie zu Hunderten die Gerichtshöfe befchäftigen, Rourfe verdienen kann. Ist denn nun ein einziger Zeuge, abs passirt, wenn schon zu der Zeit, als der Angeklagte die 360000 m. hineingedrängt werden kann, denn sie ist es nicht. Auf die Eut gefehen von seiner Beugenqualität, eines so ganz besonderen Aktien übernahm, die Börse schon zu einem Zeichenfelde geworden scheidung dieses Gerichtshofes warten weite Streife, nicht weil der Schuhes werth? Der Angeklagte hat dem Publikum nicht ver- wäre, wie vor etwa einem halben Jahre, wo die Leute an die Inhalt der Anklage weit verschieden ist von den Alltagsantlagen, schwiegen, was nach seiner Ansicht die Börse ist, und zwar so Börse gingen, nicht um zu handeln, sondern um sich zu erinnern, sondern, weil hier ein hervorragendes Mitglied der Berliner deutlich und so grobtörnig, wie irgend denkbar. Er hat den daß dort einmal gehandelt worden ist? Wenn damals schon der Bantierwelt vor 14 Monaten plößlich herausgerissen wurde aus Leuten deutlichst gefagt:" Die Börse schenkt Nichts, sie holt sich Rrach eingetreten wäre, dann wäre der Kurs vielleicht auf 70 einer umfangreichen Thätigkeit und dann 1 Jahr 23 Tage in Alles wieder und per Saldo verdienen dort die meisten Leute zurückgegangen und der Angeklagte hätte sehen können, wie er zu Untersuchungshaft gehalten wurde, so daß sich draußen die Welt Nichts". Und er hat dies nicht einem Publikum von feinem Gelde tam. Man fann doch unmöglich die Notiz herum darüber den Kopf zerbrach, was denn eigentlich Ungeheuerliches Rufticis gefagt, sondern einem ungewöhnlich intelligenten, reiten, in welcher der Angeklagte erklärte: Wir machen uns geschehen ist. In Kreisen, welche dem juristischen Leben fern fritischen, den besten Gesellschaftsklassen zusammen- feinen Pfifferling daraus, unsere Attien im Kasten zu behalten." stehen, hat sich doch unter diefen Verhältnissen sogar die unglaub- gefeyten Bublifum. Aber es giebt eben Leute, welche den Wenn Jemand, er tanzt, erklärt, mache liche Idee herausgearbeitet, es sei doch gar nicht möglich, daß Balten im eigenen Auge nicht sehen, wohl aber den Splitter fich feinen Pfifferling daraus, wenn er nicht tanzte, so heißt das folch ein Mann freigefprochen werden kann, der 1 Jahr und 28 Tage im fremben Auge und es giebt Beugen, von denen ich die Ueber doch beileibe nicht, daß er überhaupt nicht tangen wolle. Ebenso in Untersuchungshaft hat zubringen müssen und Angesichts der emi- zeugung habe, daß, wenn der Staatsanwalt wollte, ein Betrug hat doch der Angeklagte mit jener Notis beileibe nicht gesagt: er nenten Laften, bie dem Fiskus aus diesem Prozeß erwachsen würden. gegen fie festgestellt werden könnte. Da fist ein Spediteur im wolle die Attien im Raften behalten; im Gegentheil: er Wenn es mir in dieser Sache nicht gelingen sollte, die Norden, welcher ganz außerordentlich spekulirt und dabei bewußt wollte fie ficher fehr gern los werden! Nun spricht man Phantome zu zerstreuen, welche der Anklage zu Grunde liegen, falsch so thut, als ob er dies im Auftrage eines Freundes thut immer von Rurstreiberei"? Was ist denn aber am Rurfe ge so müßte ich annehmen, daß es mit meiner juristischen Kenntniß und der den Angeklagten fortgefegt täuscht und da kommt ein trieben" worden und wer trieb benn? Biel rationeller wäre zu Ende ist. Wenn es in allerlegter Zeit von irgend einer Seite Beuge Maerz, welcher den Zeugen Staub einem Bergleiche durch die Frage: Wer hat denn den Sturs gehalten" und wer hat es der Presse versucht wurde, der Bertheidigung Kniffe" und die falsche Behauptung günstiger stimme, daß er bereits ein benn verhindert, daß derselbe„ getrieben" wurde? Indem der Rabulifterei" vorzuwerfen, so halte ich dies einfach für ver- Aftienfapital von 200 000 m. hinter sich habe. Nach meiner Angeklagte Einfluß auf den Rurs ausübte und denselben nicht ächtlich und behaupte, daß die Bertheidigung es im vorliegenden Ansicht liegt in diesem auf dem Wege der Täuschung erzielten zum Spielball einer unbegrenzten Spekulation werden ließ, hat Falle garnicht einmal nöthig hätte, zu Mitteln zu greifen, die Vergleichsabschluß ein Betrug und eine Erpressung und der er nur seine Pflicht gethan, hat er nur das gethan, was jede von irgend einer Seite angefochten werden fönnten. Ich kann Staatsanwalt bezw. der Dezernent, der den Buchstaben M. unter Bant, jedes Konsortium, ja selbst der Staat in gleicher Lage thut. mich für meine Person darauf berufen, daß ich seit einer längeren fich hat, könnte eine Betrugsanklage ganz gewiß begründen. Der Wenn die Spekulation sich daran machen würde, die von der Neihe von Jahren vor den verschiedensten Gerichtshöfen plädirt Angeklagte hat eine Verquickung eines Bankgeschäfts mit einem Seehandlung ausgegebenen Werthe zu drücken, und mir keinen Vorwurf zu machen habe, wie dies von maß- Börsenjournal für berechtigt gehalten und hat diese Berquickung die verdammte Pflicht der Seehandlung, durch Interventions gebender Seite auch nie geschehen ist. Der Vertheidiger geht nach feines Bankhauses in geradezu erstaunlicher Wahrheitsliebe seinen täufe den Kurs zu halten. Der Angeklagte hat in allen Diefen Borbemerkungen zur Sache über. Er entwirft ein Bild Lesern immer wieder energisch zum Ausdruck gebracht. Es seinen Auskünften Nichts über die Façonschmiede gesagt, als von der Börsenlage, wie sie zu der Zeit bestand, als der An- fonte Niemand in aller Welt darüber zweifelhaft sein. was die Wahrheit war, ja er ist sogar so treuherzig getlagte feine Thätigkeit auf fommerziellem Gebiete begann. Er Auf der anderen Seite ist es, entgegen der Annahme der Staats- gewesen, wie es manchmal nicht der Fall zu sein pflegt, schildert die Baisseströmung, das Weichen aller Kurse, welches anwaltschaft, erwiesen, daß der Angeklagte ein überaus reges feine" Runden zum Ankauf des von ihm protegirten Darin Plas griff und welches die Katastrophen zeitigte, die in dem Geschäft hatte und mit zahlreichen hervorragenden Leuten in Bapiers abzurathen und ihnen in Aussicht zu stellen, daß der Zusammenbruche verschiedener Banten und dem Selbstmord oder Geschäftsverbindung stand. Es ist Gerichts- und Weltnotorisch, Kurs, der zu hoch getrieben fei, herabgehen werde. Der Ander Verhaftung der Inhaber zum Ausbruche kam. Zu dieser daß in dem letzten Jahre unzählige Leute in Berlin spekulirten, geflagte, welcher allerdings annahm, daß er zu intelligenten, Beit sei es gewesen, als sich die Aufmerksamkeit der vom Fürsten bis zum Bauer hinab. Wer dies nie gethan, tönnte börsenkundigen Leuten und nicht zu Marionetten sprach, zu Staatsanwaltschaft auf den Angeklagten Polte richtete. sich immerhin als eine interessante Persönlichkeit sehen lassen und Menschen, welche zu lesen verstehen und die zweifellos sämmtlich In der Begründung der Verhaftung heiße es, daß wenn die Leute dem Angeklagten ihre Anerkennung ausdrücken, von der Uebernahme der 860 000 m. Renntniß hatten, hat das Bolte ein Mann fei, der es verstanden habe, innerhalb eines fo tann man es ihm doch nicht verdenken, baß er für diese An- Publikum durchaus pflichttreu geleitet. Wenn der Angeklagte ein Beitraumes von anderthalb Jahren sein Vermögen von 80 000 9. erkennung in feinein Blatte bantenb quittitt. Es handelt sich Steigen bes Kurses um 100 pet. prophezeite, so ist dies natürlich auf anderthalb Millionen zu erhöhen und der nun daran denke, nicht um ein börsenfremdes Publikum, sondern um folches, welches cum grano salis zu verstehen und wenn der Major v. Blessingt die Früchte seiner Thätigkeit im Auslande in Ruhe zu verzehren. über den Rahmen der Fortbildungsschule in Börsenfachen schon partout die 100 pCt. Avance verlangt, die ihm Polfe in Aussicht Da derselbe zu unfauteren Mitteln gegriffen habe, um Geld hinaus war. Der Angeklagte ist über alle bentbaren Werthe gestellt, so ist es doch sehr zweifelhaft, ob der alte Herr diese zusammenzufcharren, so müsse er als ein gemeingefährlicher Mensch gefragt worden und der Briefkasten hört sich allerdings an, wie 100 pet. durch eine Zivillage in der Jüdenstraße durch einen angesehen werden, dessen Verhaftung geboten sei. Die Ber- eine einzige Exkursion über den Berliner Kurszettel von Ronsole Richter zugesprochen erhalten würde. Es tam in der Berhandtheidigung, so fährt Dr. Friedmann fort, hat am Tag nach Polfe's bis zu Dynamit Trust. Es ist erstaunlich, wie der Angeklagte lung immer zum Durchbruch, daß es doch schändlich sei, daß der Berhaftung eine Raution von 200 000 Wt. für dessen Freilassung dies Alles beherrschen fonnte. Der Bertheidiger geht dann aus Angeklagte feine eigenen Papiere empfohlen habe, von denen er angeboten, aber eine Ablehnung erfahren, wie auch deren spätere führlichst auf die Art der Entstehung der Brieffaften- Notizen über fo viel auf Lager hatte. Wenn ich in ein Speisehaus fomme wiederholten Versuche ohne Erfolg gewefen sind. Nun hat man und bestreitet entschieden, daß dieselben als fingirte" au gelten und der Wirth empfiehlt mir eine Speise, die er in größeren den Angeklagten 18 Monate in Untersuchungshaft behalten, bis haben. Diese Anfragen find als Anregungen" zu ver- Quantitäten auf Lager hat; wenn dann diese Speise sehr preis er dann auf eigenen Antrieb des Gerichtshofes auf freien Fuß stehen; thue man dies nicht, fo fomme man zum Buchstaben, würdig ist, mir gut schmeckt und ausgezeichnet bekommt, so gesetzt wurde. Es soll Leute geben, welche es bedauern, daß der welcher bekanntlich immer tödtet, aber nicht zu lebendigem Geift. sehe ich nicht ein, warum es ein Unrecht sein soll, wenn Angeklagte noch immer gut aussieht.( Der Vorsitzende macht den Thatsächlich beruhen doch die Notizen auf Wünschen um Auf der Wirth diese Speise empfahl, ohne zugleich zu sagen, daß er Vertheidiger darauf aufmerksam, daß diese Bemerkung nicht zum flärung. Wenn dem Angeklagten ein Strick daraus gedreht davon sehr viel auf Lager halte. Und Polte hat keinerlei Zweifel Plaidoyer gehöre.) Die Vertheidigung wird sich bemühen den werden soll, daß er damals vergessen hat, Herrn Loni Cohn zu darüber gelassen, daß er eine große Qualität besaß. Es ist doch Nachweis zu führen, daß weder ein Betrug vorliegt, noch daß sagen: Hören Sie aber gut zu: für den Fall, daß nach drei wahrhaftig das Aeußerste von unnöthiger Offenheit, daß ein dem Angeklagten eine betrügerische Absicht innegewohnt hat. Jahren einmal der Staatsanwalt sich mit den Dingen beschäf- Bantier der Welt fagt, er habe einen großen Posten Attien zu Seitens der Staatsanwaltschaft wird das von dem Angeklagten tigen follte, so vergessen Sie gar nicht, daß zu den von Ihnen einem bestimmten Kurse übernommen. Die ganze weite Welt der herausgegebene Börsenjournal als auf Täuschung des Bublikums verfaßten Briefkasten- Notizen auch Anfragen an mich ergangen Emissionsfirmen thut so etwas gewöhnlich nicht. Aber der Anberechnet angesehen. Man müßte das Börsenjournal find", so fann er wirklich in das Wort Wallenstein's ausbrechen: geklagte muß nach der berühmten vox populi verbrannt werden, gewissermaßen auswendig lernen, um ein Urtheil über den" So werden sie, was planlos ist geschehen, weitsehend planvoll weil er verdient hat. Nun, weder die Welt, noch der Richter Mann zu gewinnen, der es schrieb und der es mir zufammenfügen." find dazu da, die Faulheit zu schützen. Wenn Jemand durch herausgab. G3 ist immer wieder darauf hinzuweisen, darauf hinzuweisen, Nach kurzer Panse fährt Rechtsanwalt Dr. Friedmann Rührigkeit und Fleiß verdient dann kommt es gar nicht daß nicht einzelne Notizen und Mittheilungen für die Börsenlage in seinem Plaidoyer fort. Er meint, daß er, ohne dem Rechte darauf an, wieviel er verdient. Im Anschluß an ein bekanntes maßgebend sein sollten. Die Zeitung ist als ein selbständiges ein Atom zu vergeben, durchaus in der Lage zu fein glaube, den Wort von Schleiermacher von den Leuten, die da verdienen und Wert auzufeben und nach der Gesammtheit zu beurtheilen, einzelne Briefkasten so, wie er vorliegt, zu vertheidigen. Daß dieser verdienen, daß sie verdienen, sage ich: der Angeklagte hat verdient Punkte dürfen nicht herausgerissen werden. Man muß sich zu Briefkasten nicht Jedem an der Börse gefallen hat, ist selbst- und er verdiente, daß er verdient hat, während unter den Zeugen nächst einmal danach umsehen, wie denn das Börsen- Journal verständlich, denn ein Bischen Neid und Mißgunst ist alleweil sich manche befinden, welche verdient haben und nicht verdient eigentlich entstanden ist. 63 ist abfolut nichts Ungewöhnliches, dabei und es ist ganz erflärlich, daß die Direttoren der Gubener haben, daß fie verdienten. Ja, fagte die Staatsanwaltschaft: der daß Bankhäuser dem Publikum mittelst der Buchdruckerpresse Aus- Sulfabrik Aktiengesellschaft oder der Börsenredakteur Merten dem Angeklagte hat aber fälschlich behauptet, bie Attien feien in der funft über Werthe und deren Aussichten ertheilen, ungewöhnlich Angellagten nicht wohl wollten. Bergleicht man die Ergebnisse ganzen Baissezeit nicht gefallen. Der Direktor Weill hat hier auch nichts ist nur, daß es in fo genialer, tüchtiger und hervorragender Weise der Voruntersuchung mit denjenigen dieser Verhandlung, so ist weiter befunden tönnen, daß seinem subjektiven Empfinden nach die geschieht, wie dies beim Angeklagten der Fall war. Der An es etwas unverständlich, wie in das Protokoll des Untersuchungs- fubjektive Ansicht des Angeklagten eine irrige ist. Irrthümer find getlagte ist zweifellos ein strebfamer Mensch, tüchtig vom Scheitel richters, nachdem der Zenge Eilbergleit gefagt hatte, daß er mit aber bis jetzt noch nicht friminaliter bestraft worden, denn der bis zur Sohle, er hat das gethan, was zahllose Banken thun, er einem Korb mit Briefen nach Harzburg gelommen fei, um Notizen felige Terenz hat die Thatsache zur Genüge festgestellt, daß wir hat zu äft seiner Klientel eine Wochenübersicht gegeben, aus für den Briefkasten entgegenzunehmen, die Aussage des Zeugen Menschen alle irren tönnen. Nun hat aber der Angeklagte in welcher sich dann, den Wünschen dieser Klientel ertfprechend, das dahin gefaßt werden konnte: Der Angeklagte hat mir Seiten seinem Journal s. 3. ganz deutlich gesagt, daß er die Zeit vom Börsen irtular und Börsen Journal entwickelt hat. 23as der lang dittirt und mich zu diesem Zweck nach Harzburg tommen Januar bis März 1890 noch nicht für eine Baisse, sondern für Angeltegts mit diesem Journal beabsichtigt und bezweckt hat: er laffen." Ich bin überzeugt, daß der Untersuchungsrichter, der einen Sanirungsprozeß ansah und er behauptete damals, daß er mollte empfehlen", das hat er in zahllosen Prolfamen feines hier vor eine Aufgabe gestellt war, die vielleicht seine Kräfte sich nicht irrte. Und wenn schon die Attien in der Zeit vom Blattes ar Erkenntniß gebracht, wie er denn auch in vielfachen überstieg, die Aussagen der Zengen genau fo auf Januar bis März etwas herabgegangen waren?! Wenn ich bes Notizen teinen Zweifel darüber gelaffen hat, daß er nicht all genommen hat, wie er fie aufgefaßt hat, hat, aber die haupte, daß ich eine gute Lunge habe und mit einem Rennpferde wissend fei, daß er den Nachdruck auf den inneren Werth" der Hauptverhandlung hat doch auch ergeben, daß manche mitlause und wenn sich dann herausstellt, daß ich zwar nicht mit von ihm empfohlenen Bapiere lege und was er unter diefem Aussagen von Beugen mißverständlich aufgefaßt zu sein scheinen. einem Rennpferde, sondern mit einer Lokomotive mitgelaufen bin, ,, inneren" Werth verstehe. Wenu er wiederholt die Phrafe Ginzelne der Zeugen haben sich darüber beschwert, daß fie einer so wird es doch tomisch tlingen, wenn dann Jemand sagt: Ich gebraucht: Da tönnen Sie ruhig schlafen", so hat er dabei Art Vivifettion bier unterworfen werden; sie vergessen aber habe mich aber blos durch eine Behauptung verleiten laffen, daß ficherlich nicht gedacht, ruhelofen Beuten ein Schlafmittel bereiten wohl, daß der Angeklagte einer Bivifeftion feines geschäftlichen Du gerade mit einem Ren'n pferde Schritt halten willst. zu wollen. Er wollte empfehlen", das sagt er an jeder Stelle und Privatlebens unterworfen worden ist wie laum ein Anderer Wenn also hier Leute kommen und sagen, sie hätten sich nur des Börsen- Journals" und es ist nicht wahr, daß Jemand und wenn dieselbe nichts weiter hervorgebracht hat, als die Fest- dadurch zum Antaufe bewegen lassen, weil der Kurs während annehmen konnte, daß diese Briefkastennotizen etwas Anderes als ftellung, daß er im Ausblick auf eine etwaige spätere ftaats- der ganzen Baissezeit sich gehalten haben sollte, so ist mein Reffame, ja fogar nur Antworten auf vorliegende Anfragen anwaltliche Anschauung dem Ludwig Cohn nicht das Vorliegen Verstand nicht pueril genug, um dies auf den Gid jener Leute sein sollten. Wer aus diesen Notizen die Reklame nicht heraus- von Anfragen mitgetheilt hat, so kann man dem Angeklagten hin schlankweg zu glauben, sondern ich jage dem Gedankengange las, müßte als ein ungewöhnlicher Dummtopf aus der Berfenfung dazu aufrichtig gratuliren. Das sind nach meineur Dafürhalten der Leute nach, um dann zu dem Schluffe zu kommen, daß diese hervorkommen. Der Angeklagte hat Façonfchmiede zu empfehlen nicht die ehrlichsten Menschen, die bei Allem, was sie thun, fchon Behauptung unglaubwürdig ist. Der Angeklagte ist Bankier, begonnen, als sie 60 bis 70 franden; er hat sie fort und fort auf Jahre voraus auf ein etwaiges Eingreifen des Staats- Börsen- Journalist, Hausfier und Optimist und eine Art Dichter mit derselben Ueberzeugung, berfelben Berve und demselben Lob anwalts Rücksicht nehmen. Ju nebrigen sei der Angeklagte auch und auch von ihm gilt das Wort: Willst Du den Dichter recht empfohlen, bis sie 240 standen und weil er sie da noch empfahl ficher nicht für diejenigen Auskünfte verantwortlich, welche brief verstehen, mußt Du in Dichters Lande gehen." Wer dies thut und fich einmal irrte, wurde er auf Grund diefes Jerthums ver lich von Hamfcher u. Hauenstein ertheilt sind, ebenso wenig für und das Börsen- Journal" studirt, kann gar nicht darüber im haftet. Es ist nicht wahr, daß der Angeklagte vorwiegend blos die unter Verantwortlichkeit eines Redakteurs erschienenen Zweifel fein, wie der Angeklagte feine Rathschläge aufgefaßt Façon- Aftien empfohlen hat; er hat vielmehr unzählige andere Notizen, wenn auch der Angeklagte den Geist des Brieffaftens wissen wollte, wie er den Leuten immer vorgepredigt, daß ber Bapiere besprochen und empfohlen. Entgegen dem fonstigen im Allgemeinen darstellt. Der Vertheidiger geht dann in längerer jenige, der spekuliren will, vor allen Dingen Augen und Ohren Spielerfprichwort: Wer weint, friegt's Geld wieder", sehen die Darstellung auf die Begründung der Façonfchmiede, die ersten offen halten und selbst die Dinge übersehen müsse. Wenn man B " " Vergnügungsverein„ Lußige Jugend". Sonntag Abend 8 Uhr) Gigung im Restaurart Weit, Köpniderstr. 68. 8% uhr. lehrung. Beifall.) Depeschen. Paris, 27. Mai. Auf dem Nordbahnhof tollidirte heute ein Lokalzug mit zwei Rangirmaschinen. Bier Personen wurden schwer verteßt; die Zahl der leicht Berleyten soll gegen 20 betragen. etite Blumenlese der Zeugenbekundungen über die Frage, wodurch die Zeugen beeinflußt sein wollen, zusammenstellt, so kommt man Verein der Rügenwalder, Leipzigerstraße 134, Sonnabends Abend zu den frassesten Gegensägen. Der Eine hätte nicht gefauft, wenn ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) er gewußt hätte, daß der Angeklagte 360 000 M. Aktien über- Arbeiter- Bildungsfajule Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Südnommen, der Andere hat gerade diesen Besitz als Grund zum Schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Buchführung; Oost- Schule, Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Dentsch( unt.); Süd- Ost- Pest, 27. Mai. Jm Abgeordnetenhause erklärte der Kultus. Ankaufen hingestellt, der Eine wäre abgeschreckt worden, wenn er martusfir. 31: Unterricht in Deutsch( unt.); Nordschule, Müllerstraße minister, er hoffe einen Gefeßentwurf betreffend die freie gewußt hätte, daß der Angeklagte im Aufsichtsrathe siht, r. 179a: Unterricht in Deutsch( unt.). In alle Lehrfächer tönnen noch Religionsübung und die Gleichberechtigung der Konfeffionen der Nächste ist dadurch gerade angezogen worden, der Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters eintreten. zum Beginn der Herbstsession vorlegen zu können.( Allgemeiner Deutscher Sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Cafe de la Eine wollte Façon zur Kapitalsanlage", der Zweite nouvelle Poste", Ecke von Rue Montmatre und Rue Etienne Marcel, Einblos zur Anlage", der Dritte Spekulation" und gang Rue Etienne Marcel. zur Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; Paris, 27. Mai. Der Deputirte Madier de Montjau ist Major von Blessingt schoß den Bogel" ab, denn er hat reiche Bibliothet, Beitungen, deutscher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der geftorben. in der Voruntersuchung beschworen, daß er es zur Anlage" fem nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, Rath und Bewollte, in der Verhandlung dagegen hat er erflärt, daß er es Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends zur„ Spekulation" wollte, unter dem Busah, daß für ihn Beides 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Nir dorf, Hermann- und Knesebecftr.- Ecke bei Beyerle. 2yrania, Landsbergerganz gleich fei. Der Angeklagte feinerseits hat keinen 3weifel ftraße 31 bet mufehold.- Ganges. Echo, Naunynstraße 86, bet Bubeit. darüber gelassen, was er unter Spekulations- und unter An- Freundschaft 3, Friedenstraße Nr. 48 bei Zoutühn. Glück zu, bei lagepapier versteht. Er hat natürlich einen Unterschied gemacht Bredlow.- Teltow in Teltow, Schwarzer Adler.- Gsmeralda, Königs: Senebel, Babftraße 58( Gesundbrunnen). Phönir, Bülowstraße 65 bei zwischen den wüsten Papieren, die etwa auf gleicher Höhe des bergerstr. 24. Stebertrans in Brandenburg, Mengert's Boitsgarten. Risiko's stehen, als wenn der Bube rechts oder links steht, und-ibertee, Wrangelfir. 84 bet Ulrich. den ruhigen soliden Papieren und wenn er seinen Kunden in richtigem Börsenjargon sagt:„ Kaufen Sie Façon und reisen Sie rubig in's Bad!", so leitete ihn der Gedanke, daß Façon zwar ein Spekulationspapier ist, aber durch seinen inneren Werth, feine Bonität, die Züchtigkeit seiner Leitung an ein Papier herangrenzt, welches als Anlagepapier sich darstellt. Man muß eben in Dichter's Lande gehen, wenn man erkennen will, was er felbſt nicht was Dieser oder Jener- mit einem bestimmten Ausdrucke gemeint hat. Mit längeren börsentechnischen Ausführungen über Baissiers, Schwänzemachen, Kurstreibereien zc. schließt der Vertheidiger für heute seine Ausführungen, um sie am Sonnabend 11 Uhr fortzusehen. Leipzig, 27. Mai. Das Reichsgericht verwarf die Revisions flage der Staatsanwaltschaft gegen das bekannte auf Freisprechung von der Anklage der Majestätsbeleidigung und Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen lautende Urtheil des Landgerichts Kaffel gegen den Nedakteur der Hessischen Blätter" Hopf Melsungen. Der Reichsanwalt hatte die Aufhebung des Urtheils beantragt. Versammlungen. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Sonntag Vormittag 10 1hr in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips) Ucbungsstunde sämmt licher zum Bunde gehörender Vereine. Arbeiter- Waterlandslieb sowie Bundes Hymne sind mitzubringen. Bentral- Kranken- und Begräbnißkasse der Suchbinder. Bezuge nehmend auf unsere heutige Annonce theilen wir den Mitgliedern mit, daß Taut Bekanntmachung des Beniralvorstandes nur gegen Borzeigung des Quittungsbuches Jeber wahlberechtigt ist. Große öffentliche Volksversammlung für Männer und Frauen Sonnabend Abends 8 Uhr in der Brauerei Friedrichshain( früher gips): Bortrag des Herrn Heinrich Beus aus Dessau. Thema: Der Sieg der Wahrheit." Bur Deckung der Untoften findet Tellersammlung fiatt. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 29. Wiat, awet Berfammlungen; 1. Bormittage 10 Uhr bet Joel, Andreasstr. 21, legter Bortrag des Berrn Heinrich Peus vor seinem fechsmonatlichen unfreiwilligen Aufenthalte in Blößenfee; 2. Abends 7% Uhr in den Arminhallen, kommandantenstr. 20, Vortrag des Herrn Ludwig Henning. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Sonntag, den 29. Mai, Bormittags 10 Uhr, Rosenthalerstr. 88, Serr Bölsche: Friedrich Albert Lange, ein Vortämpfer für Geistesfreiheit. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. Sonntag, den 29. Mat, im Restaurant Bied, Siemens- und EmdenerstraßenAllgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. Nr. 29 und 89, Hamburg). Filiale Berlin 6. Sonntag, ben 29. Wat, Bor mittags 10 Uhr, bet Keller, Bergstr. 68, außerordentliche Mitglieder- Bersamm lung. Tagesordnung: Wahl der örtlichen Verwaltung, Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. Nr. 29, Hamburg). Mitglieder- Bersammlung der Filiale 9( Moabit) am Ecke, Vormittags 10 Uhr. Delegirtenwahl. Borstandswahl. Arbeiter- Bildungsschule. Der durch Krankheit des Herrn Dr. Schönlant unterbrochene Unterricht in Nationalötonomie findet von jest ab wieder regelmäßig Sonntag Bormittags von 10-12 Uhr in den Arminhallen, Kom mandantenstraße 20, statt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Rauchklub Rom, 27. Mai. Unbeglaubigten Gerüchten zufolge sollen die stattfinden. Ueber den Zeitpunkt der allgemeinen Wahlen ist allgemeinen Wahlen am 28. Juni, die Stichwahlen am 30. Juni indeß noch Nichts beschlossen." Rom, Freitag, 27. Mai. Deputirtenkammer. Der Ministeralle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, präsident Giolitti theilt mit, infolge des gestrigen Botums der find zu richten an Mar Genz, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Bonn- Rammer habe das Ministerium dem Könige sein Entlassungs. abend: Bergnügungsverein Zuftige 18 bet Blöß, Dresdenerstr. 28. Tambourverein Deutsche Eiche bet Sabers, Fürbringerstr. 7.gesuch eingereicht; der König habe indessen die Annahme des Dornröschen bei strech, Schulstraße Nr. 104. Bergnügungsverein felben abgelehnt. Er bitte die Kammer, die dringendsten GesetzGrüne Schleife bet Sperling, Inselstraße 1. Privattheater- Gesellschaft entwürfe zu votiren und provisorisch 6/12 des Budgets zu bes Barzantria, bei Grothe Kastanien- Allee 75. seil bei Lehmann, Fruchtstr. 69. Geselliger Verein Gut willigen.( Große Bewegung.) Tambourverein Boruffsta bei Feldfahn, Weibenweg 12( Sigung nach dem 1. und 15. im Monat).- BergnügungsIn den Couloirs wurde die Regierungsforderung der Be verein Helgoland bei Miegels, Stralauerftr. 57( alle 14 Tage). Rauch willigung eines provisorischen Budgets allgemein als eine Anflub Anita bet Näyte, Weberstr. 15. Deutsches Wirthshaus", Bergfir. 120( Rigdorf). Theaterverein Iphigenia", kündigung von Neuwahlen aufgefaßt. Gefang- Turn- und gesellige Bereine. Sonnabend. Paul nickel'scher Musikverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Ecke Forsterstraße. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normania jeben fetten Sonnabend im Monat bei Leichnis, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft„ Schneeglöckchen", Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. firaße 108 bei Radke. ( Depeschen des Bureau Herold.) Schweidnih, 7. Mai. Das Reichspostamt hat den Anschluß des Waldenburger Fernsprechnetes an die Fernsprechnete Berlin, Liegnis und Hirschberg- Thal genehmigt. München, 27. Mai. Der Magistrat beschloß die zwölfstündige Sonntagsruhe für die Bäckergehilfen, legte die Stunden Bergnügungsverein Bustige Jugend abends 9 uhr, im Restaurant an denen die Beschäftigung nicht gestattet ist, auf die Zeit von Rautenbach, Cuvrystr. 3. Bergnügungsverein Lustige Becher Abends Vormittags 11 bis Abends 7 und überließ die Bestimmung der weiteren 4 Stunden den Meistern. Der Schluß der Friseur % uhr Mendelssohnſtr. 9. Geselligkeitsverein Pallisaden Eiche, Abends 9 Uhr, Pallisaden- Bader- und Perrückenmachergeschäfte erfolgt an Sonn- und FeierDanst Forening Freia( Dänischer Beretn Freia), Lindenstraße 106 bet Poppe.- Berein ehemaliger Schüler tagen Mittags 1 Uhr. Der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Burl, Koppen Stockholm, 27. Mai. Auf eine telegraphische Anfrage der frraße 68. Gefelliger Berein Italia, jeden Sonnabend im teftaurant ftreifenden Bergleute in Kärrgrufvan bestätigte Ministerpräsident Boström, daß er aus Chikago 635 Kronen für die Streifenden erhalten, das Geld aber zurückgesandt habe, weil ihn die Sache Nichts angehe. Der Streit ist nunmehr für beendet erklärt. Boife, Kolbergerstr. 23. Statklub Kreuzbube bel Steuer, Weinftr. 22. Stattlub Revolution, Abends Reichenbergerstr. 73, bet Faustmann. Rauchtiub Dornröschen, abends 9 Uhr, Schulstraße 104 beim Re ftaurateur strech. Vermisthytes. Aus der Ferienkolonie. Aus Eleve wird gemeldet: Bei Marschübungen bekamen drei Soldaten den Sonnenstich; einer ist gestorben. leber die Wemdinger Teufelaustreibung" hat bas bayerische Staatsministerium umfassenden Bericht eingefordert. Wieder ein Grubenunglück. Auf der Beche Redling: hausen wurden durch eine Explosion schlagender Wetter zwei Bergleute getödtet. Briefkaffen der Redaktion. G. Schonert. Berichte unverkürzt aufzunehmen, dazu fönnen wir uns nicht verpflichten. Es wird übrigens nur bas gekürzt, was für die Abonnenten des Vorwärts" ersichtlichermaßen ohne febes Interesse ist, und die meisten Abonnenten wären froh, wenn die Versammlungsberichte noch viel fürzer gefaßt wären. Wenn sich jede Gewerkschaft mit der Wiedergabe der Beschlüsse begnügen würde, wären wir auch in der Lage, schneller berichten zu können. Es genügt doch wahrhaftig in der Regel, einfach zu sagen: die und die GewerkNeue Soldatenmißhandlungen. In seiner Eigenschaft schaft beschloß am so und so vielten in der von so und soviel als Zimmerältefter verfette der Gefreite im 5. Chevaurleger- Personen besuchten Versammlung nach einem Referat des Kollegen Regiment in Saargemünd, Nikolaus Frant von Hauptstuhl bei so und so über die Frage 2c. das und das, nahm folgenden Homburg, dem Gemeinen Reiß genannten Regiments, weil dieser Sassenbericht entgegen und wählte Den und Den: Punktum! von dem Gefreiten mit den Kleidern schlafend im Bette betroffen Das Gleiche gilt auch von vielen politischen Versammlungen, wurde und nicht sofort auf Befehl aufstand, ein paar träftige sofern es sich nicht um Fragen von wirklich allgemeiner BeOhrfeigen. Unter Annahme eines minder schweren Falles ver deutung handelt, in welchem Falle wir schon selber Berichterstatter urtheilte das Würzburger Militärgericht den Gefreiten zu zwei senden. Wenn die Schriftführer in dieser Weise ihre Berichte ab Tagen Mittelarrest. Der Regimentskommandeur hatte ihn bereits faßten, würden letztere weniger Raum einnehmen, folglich eher vervorher degradirt. Von demselben Gericht wurde der Lieutenant öffentlicht werden, und uns wäre eine Unmenge zeitraubender Ar Göß von den Chevaurlegers aus Saarbrücken au 8 tägigem beit und Sehern und Korrektoren das Lesen müssen des durch die Stubenarrest verurtheilt, weil er einen Einjährigen mit der redaktionell nothwendigen Abänderungen schwer zu entziffernden Peitsche auf den Schenkel geschlagen hatte. Manuskripts erspart, der Abonnent des Vorwärts" aber bekäme interessanteren Lesestoff, dessen gerade in unserer bewegten Beit in politischer und wirthschaftlicher Beziehung viel mehr vorhanden, als der Vorwärts" namentlich infolge der Versammlungsberichte jeßt bewältigen kann. " Jentral- Kranken- Unterfügungs- und Sterbekaffe der deutschen Schmiede. Mitglieder- Bersammlung Sonntag Vormittag 9 Uhr bei Wolzmann, Andreasstr. 26. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( G. H. Den Gipfel der Zimperlichkeit hat ein Mitglied des Nr. 29). Filiale Birdorf. Sonnabend Abend 8% Uhr Generalversammlung Nürnberger Polizeifenats erflommen, der, wenn anders die betr. bet Echaller, Berlinerftr. 117. Delegirtenwahl, Wahl der gesammten DrtsZeitungsnachricht auf Wahrheit beruht, in der jüngsten Sigung verwaltung. Algemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. auf den anstößigen" Umstand aufmerksam machte, daß auf Nr. 29 nnd 89, Hamburg). Filiale Berlin 5. Bersammlung Sonnabend, ben den Schlächterwagen häufig entblößte Kälber- und Fr. Cornelius. Gehört in den Annoncentheil. Geben 28. Mai, Abends 9 Uhr, bet Reimar, Alte Schönhauserstr. 42. Delegirtenwahl zur Generalversammlung, Neuwahl der Ortsverwaltung. Schweine Hintertheile sichtbar sind. Raeke's Bierhaus und Garten, Langestraße 65. Allen Genoffen, Freunden und Bekannten empfehle mein vollständig renovirtes Restaurant. Große Vereinszimmer jeden Abend frei. Gute Speisen und Getränke. Bis 1 Uhr Nachts geöffnet. 4172L] Gustav Tempel, Langestraße 65. 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