Nr. 224. Abonnements- Bedingungen: W Ebonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Auslan 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für bie nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Zelegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die östreichisch- ungarische Kriſe. -st.- Wien, 23. September. Am 28. Juni ist Graf Khuen- Hedervary zum Ministerpräsidenten von Ungarn ernannt worden. Er hat seine Aufgabe bekanntlich so glänzend gelöst, daß sich der Verzicht auf die Erhöhung des Rekrutenkontingents, gegen die sich die Obstruktion ursprünglich gekehrt hatte, als ganz wirkungslos erwies, die Zurückziehung der Mehrforderungen nicht ausreichte, die Obstruktion verschwinden zu machen. Die Amtsführung des Grafen Khuen ist eine Kette von Blamagen und Standalen, unter denen der vom Ministerpräsidenten inspirierte und gebilligte Bestechungsfeldzug wohl der ungarischte" ist. Am 9. August hat Graf Khuen demissioniert. Und heute ist er neuerlich zum Ministerpräsidenten ernannt, mit der Bildung eines neuen Kabinetts betraut worden! Der Ausweg, zu dem sich die Krone in ihrer Verlegenheit entschlossen hat, ist um so lächerlicher, als Graf Khuen bei feinem Sturze nur die Gegnerschaft der Opposition vor sich hatte, nun aber auch das Vertrauen der Majorität eingebüßt hat und mit ihrer immer offenkundiger auftretenden Abneigung zu kämpfen hat. Es schaut zwar von außen so aus, als ob die Bestellung Khuens ein Ausdruck von Mut wäre, in Wahrheit entspringt sie trübster Ratlosigkeit. Die Hofburg findet nämlich in Ungarn keinen Minister mehr; was ein echter Magyare ist, giebt sich zum Exekutor der Wünsche der Militärpartei nicht her. " Freitag, den 25. September 1903. nicht tonstitutionell regieren könne. Der König sei oberster Kriegsherr nur auf Grund des Gesetzes. Er habe die Verfassung beschworen.( Abg. Barabas ruft: Falscher Eid! Rufe rechts: Bur Ordnung! Der Präsident ruft Barabas zur Ordnung.) Kossuth bespricht die Erklärungen des Ministerpräsidenten Dr. von Koerber über den Einfluß Oestreichs auf die gemeinsame Armee. Aus den König in ungarischen Angelegenheiten östreichische Minister zu Rate gestrigen Erklärungen Koerbers gehe hervor, daß der ungarische ziehe. Redner beantragt schließlich eine Adresse an den König, in der die Beschwerden des Landes dargelegt werden. In dem Adreßentwurf wird unter anderm gesagt, der Ausdruck meine Armee" sei unrichtig und unzulässig. Dieser Ausdruck stamme aus der Zeit, wo die Fürsten das Heer aus eignen Mitteln erhielten. In der Beit der Volksheere sei dieser Ausdruck nicht mehr der Sachlage entsprechend, da das Heer der Nation gehöre. Auch sei es nicht Armeebefehl geschehen sei. Die Adresse erklärt ferner, es bestehe ein zulässig, die Nation als Volksstamm zu bezeichnen, wie dies im Widerspruch zwischen dem Handschreiben und den Erklärungen des östreichischen Ministerpräsidenten. Der Schlußpassus der Adresse lautet:„ Wenn wir das Wohlergehen unsres Staates nur um den Preis der Aufopferung unfrer Rechte und unfrer Sprache erlangen fönnen, so rufen wir: niemals! niemals! niemals!" Die Vers lefung der Adresse wird von der äußersten Linken mit stürmischem Beifall aufgenommen. Hierauf wird die Sigung unterbrochen. Nach einer Pause ergreift Ministerpräsident Graf Khuen= der äußersten Linken ertönt der Ruf:" Bestecher!" Der Präsident Hedervary unter großer Unruhe des Hauses das Wort. Von ermahnt den Abgeordneten Lengyel zur Ruhe. Nachdem der Lärm ungefähr zehn Minuten gedauert, tritt der Abgeordnete Rigo auf den Ministerpräsidenten zu und sagt ihm, jedoch nur so, daß der Ministerpräsident und die Umstehenden es hören konnten:" Versuchen Sie nicht zu sprechen und fordern Sie uns nicht heraus!" Die Abgeordneten strömen nach der Mitte des Saales zu, und es entsteht ungeheurer Lärm. Der Ministerpräsident seßt sich und die wieder eröffnet; der Präsident sagt:" Der Ministerpräsident hat Sigung wird suspendiert. Nach fünf Minuten wird die Situng mir mitgeteilt, der Abgeordnete Franz Rigo habe ihm gesagt: Geben Sie hinaus; fordern Sie das Haus nicht heraus!" Da der Ministerpräsident dies als Verlegung der Immunität ansieht, verweise ich den Fall an den Immunitäts- Ausschuß." und Toben dauert fort. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. legend für ehrliebende„ Akademiker" und Intellektuelle", daß dem Zuzug zu der Socialdemokratie gründlich Einhalt ges than ist. Innerhalb der Partei aber herrscht nach wie vor so viel Streit, die Erregung der einzelnen Gruppen und Personen gegen einander kommt in ihren Blättern und Versammlungen so leiden. schaftlich zum Ausdruck, daß Herr Bebel und seine Freunde, die sich einbildeten, gefiegt zu haben, die Empfindung haben müssen, nicht der Friede sei hergestellt, sondern neuer Stampf auf der ganzen Linie entbrannt. Die„ Revisionisten" haben in Dresden den Rückzug angetreten, aber nicht um die Waffen niederzulegen, sondern um sie zu schärfen und mit verstärkter Kraft zu führen. Ja, in einzelnen Versammlungen, wie in Freiburg i. Br., ist sogar öffentlich erklärt worden, daß der Revisionismus gefiegt habe. Rückhaltlos und rücksichtslos wird vielfach an den Be schlüssen des Parteitages Kritik geübt; es wird von Socialdemokraten selbst als Torheit bezeichnet, auf den Zusammenbruch der kapitalistis schen Gesellschaft" zu spekulieren, der Arbeiterschaft durch Theorien und Resolutionen vorzuschreiben, was sie denken und thun soll, lächerliche Dogmen über die Eroberung der politischen Macht aufs zustellen. Und was alles Herrn Bebel gegenwärtig über sein Auftreten gesagt wird, von Lenten, die ihm bisher Weihrauch spendeten, wird Zweifel in ihm erwecken dürfen, ob er sein Ziel erreicht hat. Und in dieser Lage kommen die Scharfmacher mit ihrer alten Litanei, die Gesetzgebung müsse gegen die Socialdemo fratie einschreiten. Sofort müßte nicht nur der Streit innerhalb der Socialdemokratie schweigen, sondern auch der Unwville der liberalen Kreise, der sich jetzt gegen die Partei richtet, auf die Regierung abgelenkt werden. Wir hoffen, daß die Regierung diefen Gefallen weder den Scharfmachern noch der Socialdemokratie thun wird. Man muß, wie die Dinge jetzt liegen, die Socialdemokratie nur sich selbst überlassen und sie nicht durch einen Mißgriff zusammens schweißen; dann wird sie der Selbstzersetzung unvermeidlich verfallen, einer wird immer den andern abzuthun fich bemühen, und gegen eine neue Verstärkung der Partei aus dem Bürgertum wird sie in der wirksamsten Weise Sorge tragen. Mit dem Dresdener Parteitag hat eine neue Epoche in der Geschichte der Socialdemokratie begonnen. Es ist Sache der Gesetzgebung und Regierung, das Bürgertum nicht um die Früchte dieses Parteitages zu bringen. Der Eindruck ist übrigens nicht abzuweisen, daß man in Wien schon beinahe auf der Flucht ist. Die Betrauung des„ neuen" Mannes wird nämlich mit einem Handschreiben des Kaisers einbegleitet, das aber schon ganz anders klingt als der schneidige Armeebefehl von Chloph. Der säbelrasselnde Ton hat einer weinerlichen Sentimentalität Platz gemacht, und wenn auch das Manifest Nummer 2 noch dabei bleibt, daß die Krone entschlossen" ist, die ihr zustehenden Rechte ungeschmälert aufrecht zu erhalten", so verschließt" es sich doch nicht der Verpflichtung, die von den Regierungen Je mehr die Socialdemokratie das liberale Hoffen enttäuscht, Szell und Khuen in Aussicht gestellten nationalen Konzessionen zu Nach der Erklärung des Kammerpräsidenten, daß er die Be- um so inbrünstiger ergiebt sich ihm der Liberalismus, und die heiße betvilligen. Das heißt nun nichts andres, als daß sich die Hofburg handlung des Zwischenfalles der Untersuchungskommission über Brunst des Hoffens wirkt heillos verwirrend auf das liberale bie„ Majestätsrechte" vorbehält, ihre Ausübung aber den Wünschen weisen werde, ergreift der Ministerpräsident das Wort, ist Brunst des Hoffens wirkt heillos verwirrend auf das liberale der Ungarn anpassen wird. Und diese Konzessionen sind gar nicht feiner Rede kommt Graf Khuen zu der Stelle, in welcher er kraft und dann soll doch der„ Revisionismus", dessen Behandlung die jedoch in dem ungeheuren Tumult taum verständlich. Im Laufe Dentorgan. Die Intellektuellen" sollen abgeschreckt worden sein flein. Schon in dem Handschreiben ist von" Punkten" die Rede, die einer Ermächtigung des Königs den Armeebefehl erläutert. Ab- Abschreckung herbeigeführt haben soll, stärker denn je das Haupt erder Kaiser jetzt bezeichnet habe und die in Gemeinschaft mit den von geordneter Barabas ruft dazwischen:" Wir glauben dem Könige heben und die Zersetzung der Partei werde schneller denn je vor sich den früheren Regierungen versprochenen Konzessionen den Rahmen nicht!" Es entsteht ein ungeheurer Lärm. Die Regierungspartei, gehen! Vortreffliche Logit! bilden sollen, in welchem die Krone die Einwirkung des ungarischen die fich bisher ziemlich ruhig verhalten hat, springt wie ein Mann Die Socialdemokratie selbst ist im Begriff, ihren eignen Bartet Nationalstaates auf die schwarzgelbe Armee für zulässig erachtet. von den Bänken auf, alle schreien:„ Schurke! Verräter!" „ Schurke! Berräter!" Lärm tag zu fritisieren, sie übt Selbstkritik und beteist, daß sie selbst, Als diese neueste Konzession bezeichnete Khuen in der heutigen eine Entschuldigung vorbringen. Rufe rechts:„ Es giebt feine obald in ihren Reihen Mißgriffe vorkommen, zu beſſern versteht: Der Präsident erklärt, Barabas wolle Sigung der liberalen Partei die Magharisierung der Militärbildungs- Entschuldigung!" Die Bolfspartei wendet sich mit entrüsteten Bu- das ist eine Leiſtung, zu der keine einzige bürgerliche Partei anstalten; es soll in den in Ungarn befindlichen Anstalten die rufen gegen die Kossuth- Partei; der Lärm und Tumult spotten irgendwie fähig ist, und gerade die Vorgänge auf und nach unfrem ungarische Sprache als Vortragssprache bestimmt und die Anstalten jeder Beschreibung. Inmitten des Lärms ruft eine Stimme: Es Parteitag werden zahllosen und noch ferner Stehenden die sollen zur„ Stärkung des ungarischen Elements" mit neuen Stipendien lebe der König!" Stürmische, minutenlange Rufe rechts:„ Es lebe innere Kraft und die unbeirrbare Ehrlichkeit unfres Wollens ausgestattet werden. Kurz: den Ungarn wird alles bewilligt mit der König!" Von der linken Seite hört man den Ruf:" Es lebe überwältigend offenbar machen. Aber die Ausführungen der„ Voss. Ausnahme der ungarischen Kommandoſprache die im Augenblick die Verfassung!" Nachdem die Ruhe wieder hergestellt ist, setzt der Zeitung" beweisen in allen ihren Einzelheiten wiederum nur die gar nicht einführbar wäre, weil es an ungarischen Offizieren fehlt. Ministerpräsident seine Rede fort und schließt mit dem Antrage, unübertreffliche Verständnislosigkeit der liberalen Leute gegenüber Trotzdem ist es noch immer sehr fraglich, ob die Dinge im das Haus möge sich bis zur Konftituierung der Regierung ber den Vorgängen in der Socialdemokratie. Reichsrat ins Geleise kommen werden, zumal da die Opposition die tagen.( Beifall rechts.) Zurufe von der äußersten Linken: " Chlopy!" Barabas erhebt sich, um eine Entschuldigung vor- Es kann sich nicht irgend ein Akademiker oder Intellektueller nochmalige Ernennung des Khuen wie einen Faustschlag empfinden zubringen. Er beginnt seine Rede jedoch damit, daß er sagt:„ Es von der Socialdemokratie abgestoßen fühlen durch die Vorgänge in wird. Darüber wird die morgige außerordentliche Sigung des giebt niemand, auch in der Regierungspartei nicht, deffen Herz nicht Dresden, sofern er ernsthaft Verständnis für unsre Partei und ihre ungarischen Abgeordnetenhauses wohl Aufschluß geben. Gar nicht von Bitterkeit erfüllt ist." Stürmischer Widerspruch rechts. Auf Ideale sucht. Denn kein einziger Redner hat auf dem Parteitage fraglich ist es aber, daß die Schwarzgelben in Destreich durch keinen Burufe einiger Mitglieder der Kossuth- Partei sett sich hierauf über die akademisch Gebildeten gesprochen, ohne seine Hochnoch so beißenden Kommentar zu ernüchtern sind und bei ihrem Barabas, ohne eine Wort zu seiner Entschuldigung zu sagen. Der schäßung Entzücken über die klingenden Worte des Armeebefehls verbleiben. Präsident beantragt, über Barabas eine protokollarische Rüge zu diejenigen Der Reichsrat ist heute zusammengekommen und die Regierung hat verhängen, was angenommen wird. ihm eine neue Refrutenvorlage beschert. Obwohl nun die Er höhung bon 108 100 auf 125 000 Mann in Ungarn feierlich zurückgezogen wurde und dem ungarischen Parlament überhaupt nur eine Vorlage auf Bewilligung des alten, niedrigen Kontingents unterbreitet ist, beharrt die Regierung Koerber darauf, daß in Destreich auch weiterhin das erhöhte Kontingent bewilligt bleibe mit der einzigen Beschränkung, daß das Plus nur einberufen werden darf, wenn es auch in Ungarn bewilligt sein wird. Die Sachlage steht also derart, daß die östreichische Gesetzgebung für Destreich 71 000 Soldaten bewilligt, die ungarische die Bewilligung- für Destreich! auf 59 000 reduciert. Die Regierung steift sich auf Die Liberalen Klammern sich krampfhaft an jede noch fo diese eigentlich nur theoretische Bewilligung aus purer Iniffiger Schlauheit, an der das Regime Stoerber nicht arm ist: um die Er- phantastische Hoffnung und, da sie auf sich selbst nicht mehr höhung zu einer entschiedenen Sache zu machen. Bis hoffen können, so hoffen sie auf die Socialdemokratie. Sonnabend wird es entschieden sein, ob die higigen Patrioten auch Hoffen ist nicht von heute und gestern, aber trotz aller Enttäuschungen zu dieser Stiefelleckerei zu haben sein werden. bleibt es bei zähem Leben. Etwas muß der Liberale haben, um seine Zukunftsschlösser zu bauen. Die, Vossische Zeitung findet in einer weiteren Betrachtung über unsren Dresdener Parteitag einen Riesenstrauß liberaler Hoffnungsseligkeiten: Ungarisches Abgeordnetenhaus. Als der Ministerpräsident Graf Khuen Hederbary den Sizungssaal betritt, erhebt sich in den Reihen der Unabhängikeitspartei der Ruf:„ Es lebe die Verfassung!" Der Abgeordnete Oláh meldet die Inkompatibilität des Ministerpräsidenten an und begründet die Inkompatibilität damit, daß Graf Khuen an dem Bestechungsversuch des Grafen Szapary mitschuldig sei. Während der Verlesung und Begründung des Antrages ertönen aus den Reihen des äußersten linken Flügels die Rufe: Schmach! Schande! Man muß ihn( den Grafen Khuen) hinauswerfen! Hierauf ergreift Kossuth das Wort und führt aus, es sei die Aufgabe und die Pflicht des Abgeordnetenhauses, zu verhindern, daß die verfassungsmäßigen Rechte der Nation verkümmert und die Grenzen der Kronrechte weiter gezogen werden, oder wenn es dies nicht verhindern könne, müsse der Reichsrat dagegen protestieren. Durch das tönigliche Handschreiben sei die Scharte nicht ausgeweßt. Das Handschreiben habe im Gegenteil die Wunde vertieft, die mit dem Armeebefehl der Nation geschlagen sei.( Beifall auf der äußersten Linken.) Der König sei von ungetreuen Ratgebern umgeben, die bergessen hätten, daß man mit Pronunciamentos an die Armee " zurechtweisung gelärmt hat, wird von dem Präsidenten an einen Ausschuß verwiesen, der über die Ausschreitung Lengyels aburteilen wird. Sodann vertagt sich das Haus, bis das neuzubildende Stabinett sich vorstellen wird. Der Fall des Abgeordneten Lenghel, der trotz wiederholter Politische Ueberficht. Berlin, den 24. September. Liberale Illusion. -Dies 44 bor der Wissenschaft auszusprechen und ohne Jünger der Wissenschaft freudig zu betvill fommmen, die bereit find, mit ganzer Ueberzeugung sich in den Dienst der Arbeiterklaſſe zu stellen. Nur diejenigen wurden zurückgewiesen, die etwa vermeinen könnten, in der Partei und in der Arbeiterschaft streberische Neigungen und persönliche Eitelkeiten befriedigen zu können. Ebenso unsinnig ist der umgekehrte Unsinn der„ Voss. 8tg.", daß der„ Revisionismus" jetzt erst recht start sein Haupt erhebe, wofür die Kritik, die an Bebel geübt werde, einen Beweis liefern soll. Diese Kritik, sofern sie an Bebel wie an andern Parteiführern in unsren Reihen geübt wird, hat aber nichts gemein mit" Revisionismus", und die in Dresden fast einstimmig beschlossene Resolution Bebel Singer Kautsky beweist, daß unsre Partei einig ist in der Abweisung von revisionistischen Abschwächungsbestrebungen, wie sie in der Resolution näher gekennzeichnet sind. = Blattes, daß die Regierung nicht durch scharfmacherische MaßEs ist darum auch eine überflüssige Warnung des liberalen nahmen uns bor der bewahren möge. Selbstzersetzung bewahren felben Grundsägen unsres Kampfes gegen die bürgerliche Gesellschaft Wollte eine Regierung, weil wir uns in Dresden zu denwiederum experimentieren, so werden wir damit fertig werden. bekannt haben, die uns bisher stets leiteten, mit Ausnahmegesezen aber um bor Selbstzersetzung" gesichert zu sein, bedürfen wir deren wahrlich nicht, und wir sehnen uns nicht danach. Die Zukunft unsrer Partei beruht nicht auf dem Verhalten unsrer Gegner; diese mögen die Socialdemokratie durch Gewaltthätigkeiten niederwerfen oder durch Konzessionen erweichen wollen, die Socialdemokratie hat ihren unerschütterlichen Halt in der unverwirrbaren Klarheit ihrer Grundsäge sowie in der wirtschaftlichen und moralischen Notwendigkeit, die das Proletariat zur Verwirklichung seiner Ideale begeistert. " Die Verhandlungen haben auf jene Streise, die sich bisher darin gefielen, die Socialdemokratie zu unterstützen, ohne die socialistischen Anschauungen dieser Partei zu teilen, abschredend gewirkt, sowohl durch den Inhalt der Beschlüsse wie durch die Form der Auseinandersetzungen. Wäre der Parteitag in der selben Weise vor den Reichstagswahlen abgehalten worden, hunderttausende Stimmen wären der Socialdemokratie vor enthalten worden. Indessen ist die Debatte wenigstens recht zeitig genug erfolgt, um auf die preußischen Landtagswahlen Einfluß zu üben. Es darf als unzweifelhaft gelten, daß recht viele Wähler, die vor dem Parteitag geneigt waren, mit der Socialdemokratie gemeinsame Sache zu machen und für sie zu So kann es nur erheitern, wenn das liberale Blatt vom stimmen, jezt für unmöglich halten, für Socialdemokraten als Dresdener Parteitag eine neue Epoche in der Geschichte der SocialWahlmänner oder gar als Abgeordnete einzutreten. Die Be- demokratie datiert. Im Verständnis des Liberalismus für die Erschlüsse des Parteitages und die fanatischen, diktatorischen scheinungen der socialdemokratischen Welt giebt es freilich neue Reden hervorragender Führer verstoßen so sehr gegen die Frei- Epochen überhaupt nicht; man bleibt so thöricht, wie man stets heit, predigen so brutal die Schürung des Klassenkampfes, die gewesen. Ausführungen der maßgebenden Parteileiter waren so ver " Das Urteil im Prozeß Hüssener Die Richter haben also die überaus milde Strafe und die dem Angeklagte sehr günstige Anschauung aus dem ersten Prozeß vor dem Ober- Kriegsgericht beibehalten. Den allgemeinen Rechts und moralischen Gefühl entspricht die kurze Festungsstrafe, welche für Hüssener nichts Ehrenwidriges hat und ihm sogar die Fortsetzung feiner Laufbahn gestatten würde, durchaus nicht. Man wird zum mindesten erwarten dürfen, daß Hüssener unter keinen Umständen Offizier in der deutschen Marine wird." " " Times". In dem Schlußbericht sagt die Morning Post":" Herr mit seinem in Anbetracht der That verblüffend milden Strafmaß Bernstein wurde geduldig zugehört, aber er tann sich über die Thathat auch diesmal wie bei dem gleich lautenden Urteil der zweiten sache nicht täuschen, daß sein persönlicher Einfluß verschwunden ist. Instanz sogar bei der rechtsstehenden Presse eine abfällige Kritik er- Die Bedeutung des Kongresses und seiner Beschlüsse liegt zum fahren. So lesen wir in den scharfmacherischen„ Berliner Neuesten großen Teile darin, daß eine bedeutende Zahl der 81 socialdemofratischen Reichstags- Abgeordneten im Verdacht standen, von der Nachrichten": Gedankenblässe Bernsteins angetränkelt zu sein. Gegen den Einfluß dieser Abgeordneten hat Herr Bebel das Urteil des Kongresses er halten, das das Umfichgreifen des Revisionismus auf lange Zeit hinaus hemmen wird. Die Enttäuschung der deutschen Liberalen über dieses Ergebnis zeigt sich in ihren Preßurteilen über den Dresdener Parteitag." Auch der Berliner Korrespondent der„ Times", der bis jetzt in Uebereinstimmung mit den in England verbreiteten Ansichten die deutsche Socialdemokratie als eine demokratische Reformpartei betrachtete, ist mit den Dresdener Tagen unzufrieden. Es ist für einen bürgerlichen Schriftsteller vielleicht ganz unmöglich, die Bedeutung der Auseinandersetzungen des Parteitags zu würdigen. Den deutschen Genosseu sei nur so viel gesagt: In den letzten Jahren wurde die deutsche Socialdemokratie sowohl in England wie in Amerika als eine für das Wesen der kapitalistischen Gesellschaft ziemlich harmlose Reformpartei betrachtet. Als Beweis citierte man den letzten Wahlaufruf, in dem der Socialismus mit ein paar Zeilen und ganz am Ende abgefertigt wird. Der Dresdener Parteitag hat fene oberflächlichen Urteile zerstört. Deshalb die Enttäuschung. 8001 * * Deutfches Reich. andrer offizieller Ratgeber hinweg. Er selbst würde nach seinem Charakter auch einer liberalen Politik keineswegs abgeneigt sein." Die„ Saale- Zeitung" erinnert dann an eine neuliche Aeußerung der Hamb. Nachr.", die mit Entsegen davon redeten, daß der Kaiser geneigt sein könnte, einen Socialdemokraten aus den Reihen der revisionistischen Richtung" in die Regierung zu berufen. fährt die Märchenerzählerin vom Saalestrande fort: „ Daß der Kaiser, in dem von jeher der absolute Monarch mit dem echt konstitutionellen gerungen hat, dahingehende Stimmungen hat und im geeigneten Augenblick der Volksstimmung radikale Zugeständnisse machen würde, ist nach den Vorgängen bei der Zedligschen Volksschulnovelle, beim Zuchthausgesetze, der Kanalvorlage nicht abzuleugnen. Freilich müßte erst eine liberale Rekonstruktion der Re gierung geschaffen werden, denn höchstens in einem liberalen Regiment würde ein Revisionist a la Vollmar Raum haben. Und hierzu fehlt es dem Grafen Bülow an Energie und an Mut. Der Kronrat hat seiner Zeit thatsächlich eine Umbildung der Regierung in diesem Sinne bringen sollen. Kurz vorher befann man fich eines andern und schwenkte von neuem mit fräftigem Rucke nach rechts. Trotzdem wird man die gegenwärtige Stellung des Kaifers zur Socialdemokratie sorgfältig im Gedächtnis behalten müssen. Vielleicht enthält sie Motive, die eher, als man es glaubt, zu einem jenter faiserlichen Augenblicsentschlüsse führen können, vor denen sämtliche heutigen Minister bis herauf zum Grafen Bülow in beständiger Furcht schieben. " Ob sich die Hoffnung des Blattes, Hüssener wenigstens von der Offizierskarriere ausgeschlossen zu sehen, erfüllen wird, ist zum mindesten sehr zweifelhaft. Cher könnte nach der ganzen Lage der Dinge mit einer nicht allzufernen Begnadigung gerechnet werden. Daß die überaus milde Strafe dem Rechtsgefühl des Volkes ins Gesicht schlägt, ist dagegen zweifellos. Aber es hieße dem Hüffener, so wenig dessen ganzes Auftreten bei und nach der That Mitgefühl zu ertvecken geeignet ist und dem ja auch von den Vorgesetzten und Kollegen das Zeugnis eines eitlen, prahlsüchtigen Menschen ausgestellt wurde, denn doch Unrecht thun, wenn man ihm allein die Verantwortung für seine That aufbürden wollte. Die Die Nordd. Aug. 3tg." unternimmt den Versuch, die üblen Verantwortung für die graufige That des Unbesonnenen tragen Finanzverhältnisse des Reichs, wie sie Bebel jüngst auf dem Dresdener vielmehr zum Teil jene Vorgesetzten, welche diesen aufgeregten, Parteitage schilderte, ein wenig in günstigeres Licht zu setzen. Sie Marineforderungen zu machen. Bekanntlich" stehe für die thörichten jungen Menschen die Offizierslaufbahn einschlagen ließen, schreibt offiziös: für die er sich so ganz und gar nicht eignete. Vor allen Dingen aber trägt jene Instruktion über den Waffengebrauch zur Erzwingung der Disciplin die Hauptschuld an dem tragischen Ereignis. Der Wortlaut der Instruktion, auf die Hüssener sich berief, ist ja nicht bekannt geworden, aber zweifellos ähnelt sie jener von uns seiner Zeit veröffentlichten Instruktion, in der es heißt: „ Der Soldat muß gerade bei Festnahmen oft selbst erwägen, ob er dazu berechtigt ist oder nicht. Die Furcht, nicht richtig zu handeln und sich dadurch strafbar zu machen, darf ihn von energischem Handeln nicht zurückhalten. " Es ist verwunderlich, daß Blätter, die Anspruch auf politische Sachlichkeit machen, solcherlei Phantasiegerede ernsthaft vorführen.Marinistische Projektenmacher. Im„ Tag" sucht der Kapitän lieutenant a. D. Graf E. Reventlow Stimmung für neue große tommende Reichstagsfeffion neben der Armeevorlage auch eine solche Einer Zeitungsnachricht zufolge soll der Abgeordnete Bebel für die Marine bevor. Der Umfang dieser Forderung sei noch nicht auf dem Dresdener socialdemokratischen Parteitage erklärt haben, bekannt, doch sei es zweifellos, daß das Reichs- Marineamt nicht die Finanzlage des Reichs sei nach einer ihm zugegangenen nur die 1900 abgelehnten Auslands- Kreuzer Nachricht so ungünstig, daß die Reichskassen ihre Lieferanten nicht fordern werde, habe der Staatssekretär doch schon damals gleich bezahlen könnten, sondern sie einige Wochen warten lassen müßten. feinen Zweifel darüber gelassen, daß nicht die 1900 verlangte Es ist selbstverständlich und nur zur Verhinderung von Schiffszahl, sondern die Bedürfnisse der Flotte im Jahre 1904 den Legendenbildung heben wir es hervor daß die Annahme, als Maßstab bilden würden. Und in den letzten Jahren nun habe sich ob das Reich seinen Verpflichtungen wegen ungünstiger Finanzlage die Situation recht bedeutend verändert, da die Schiffsbauprogramme nicht pünktlich nachkomme, vollständig unbegründet ist. Die Reichs- Englands, Amerikas und Rußlands für die Zukunft ein derart Hauptkasse wirtschaftet mit ihrem regelmäßigen Bestande von gesteigertes Tempo aufwiesen, daß das deutsche, wie es durch das mindestens 10 000 000 M. und hat im laufenden Jahre von dem Flottengesetz von 1900 als das Viereinhalb- Milliarden- Gesez gesetzlich bewilligten Kredit zur Verstärkung dieses Minimal- festgelegt sei, dagegen weit zurückbleibe. Deshalb gelte es nicht nur, bestandes noch nicht in Höhe des zehnten Teils Gebrauch gemacht." die Auslandskreuzernot zu beseitigen, sondern vor allen Dingen auch Die„ Nordd. Allg. 3tg." ereifert jich unnötig. Das Reich hat be- die Zahl der Linienschiffe zu vermehren.„ Daß unsre fanntermaßen nach dem letzten Finalabschluß für das Jahr 1902 bis staatlichen und Privatwerften mit Leichtigkeit im stande sind, ganz 1903 ein Deficit von rund 30 Millionen Mark gehabt. Schon diese bedeutend höheren Anforderungen zu genügen, darüber kann nicht eine Thatsache erklärt, daß in den Ressorts, in denen diefes Deficit vor der leiseste Zweifel bestehen und besteht wohl auch nirgends." Das Ober- Striegsgericht hat nun in seinem Urteil angenommen, eintreten mußten. Man braucht nicht Staatssekretär des Reichs- Schatz- brächte uns die kommende Session eine neue Flottenvorlage, die das zugsweise zur Geltung fam, zeitweilig unerfreuliche Finanzverhältnisse Ginge es also nach den Intentionen des Grafen Reventloto, fo daß Hüssener zum Gebrauch seiner Waffe berechtigt gewesen Amtes au sein, um das zu wissen. Auch liegt es auf der Hand, Flottengesetz von 1900 ebenso über den Haufen würfe, wie dieses sei, da Hartmann einen thätlichen Angriff gegen Hüffener unter- daß in den Bureaus der Reichsverwaltung, in denen zeitweilig feiner Zeit das von 1898. Und diese Meinung wird offenbar von nommen habe.( Eine Annahme, für die die Zeugenvernehmung Geldklemme eintritt, man zunächst die Lieferanten um Aufschub der einflußreichen Marine- Enthusiasten geteilt. Die Finanzkalamitäten nicht den geringsten Anhalt ergab. Red.) Gleichwohl habe Hüffener Bahlungen ersucht und so eine Erscheinung eintritt, die man früher spielen für unsre Marinisten nicht die geringste Rolle. ton seiner Waffe gegenüber dem flüchtigen Hartmann nicht den nie gekannt hat. Daß das Reich nicht zahlungsunfähig werden, Gebrauch machen dürfen, wie es geschehen sei. Wenn man noch kann, weil die Einzelstaaten für die Deficite einzutreten haben, wie hinzunimmt, daß das Gericht Hüssener auch insofern Glauben schenkte, fuperflug und weise das Berl. Tageblatt" versichert, weiß Bebel daß er nicht die Möglichkeit in Betracht gezogen Reiches nur darum, die Dinge zu schildern, wie sie liegen, und wenn auch. Es handelte sich für ihn bei Schilderung der Finanzlage des habe, daß der Tod eintreten könne- darauf stützte sich das agitatorisch wirfte, lag es nicht an den Ausführungen Bebels, die Auffassung von dem minder schweren Fall" so versteht sondern an den vorgebrachten Thatsachen. man eigentlich das Urteil erst recht nicht. Hat doch das Gericht unter diesen Umständen den Angeklagten schuldig gesprochen, weil er die Justruktion, die ja energisches Vorgehen anbefiehlt, wörtlich befolgt hat. Eine Festnahme, einmal beschlossen, muß durchgeführt werden, nötigenfalls mit Gewalt.. Die Möglichkeit, daß der Soldat die Ausübung seiner Pflicht nicht durchsetzt, so lange er bewaffnet und nicht hilflos verletzt ist, muß ausgeschlossen sein." Bom rein menschlichen Standpunkt aus kann ja Hüffener nicht als Unschuldslamm angesehen werden. Er hätte ja immer vom Standpunkt des Civilisten aus geurteilt die Instruktion nicht zu befolgen brauchen, da ihm Leib und Leben eines Menschen höher galt, als die starre Instruktion. Vom militärischen Standpunkt aus aber stand er, sofern man die mildernden Umstände des Kieler Ober- Kriegsgerichts gelten läßt, makellos da. Daß er gleichwohl nicht freigesprochen wurde, läßt sich nur aus der Erwägung heraus verstehen, daß man der öffentlichen Meinung wenigstens eine kleine Ronzession machen zu müssen glaubte. Wie man also auch das Urteil betrachtet, es erscheint als eine unhaltbare Halbheit, als eine schwerste Berletzung des Rechtsgefühls der Maffe des Voltes. Das spricht auch die Rhein. Westf. Zeitung" aus: " ,, Es ist tief bedauerlich, daß das Rechts empfinden des Volkes und zwar nicht etwa der großen Masse allein, sondern des ganzen Volkes mit Einschluß der gebildeten bürgerlichen Kreise, in einem so scharfen Gegensat steht zu dem militärischer Kreise. Ebenso bedauerlich ist es, daß die militärischen Vorschriften über das Geleit Verhafteter so sind, daß ein solches Urteil gefällt werden konnte. Wir zweifeln selbstverständlich in keiner Weise daran, daß die Richter nach bestem Wissen und Gewissen geurteilt haben, daß nach den geltenden Vorschriften und ihrer Ueberzeugung und Auffassung keine andre Strafe möglich war. Aber diese Ueberzeugung und Auffassung der Richter entspringt einer Anschauung bom Offiziers stand und dem Rechte des Waffen= gebrauchs, die nicht zeitgemäß ist und sobald wie möglich einer gründlichen Revision unterzogen werden muß. Eine Festrede des Grafen Bülow. Der Reichskanzler Graf Bülow hat die Dresdener Städte- Ausstellung besucht. Auf eine Ansprache des Dresdener Ober- Bürgermeisters ertviderte er in einer Kleinen Rede, die beweist, daß Graf Bülow noch nicht verlernt hat, Toaste zu halten, die nett klingen und keinen Inhalt haben. Nach einer Belobigung der Dresdener Ausstellung fagte er: Ein netter Chinakämpfer. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag entstand in der Nähe von Bennedenstein am Harz Wochen von China zurückgekehrt war, und einem Infanterie- Gefreiten. ein Streit zwischen einem Marine- Unteroffizier, der erst vor wenigen Im Lauf dieses Streites machten beide von den Waffen Gebrauch. Der Chinakämpfer, der seinen Dolch gut zu führen wußte, ber legte den Gefreiten an Schulter, Arm und Kopf sehr schwer, so daß er in ärztliche Behandlung genommen werden wußte. Vorher hatten beide zusammen gezecht. Profeffor Abbe ist nunmehr endgültig von der Geschäftsleitung der Firma Karl Zeiß zurückgetreten. Die Leitung der Stiftungsbetriebe übernimmt Dr. Czapšti, in die Geschäftsleitung wurde Professor Straubel berufen." Jegt, seit der Neugestaltung des Deutschen Reiches, haben des Reiches Städte einen Aufschwung genommen, der auch die Blütezeit Aus Hessen, 23. September.( Eig. Ber.) Noch ist der Zar dem des 15. und 16. Jahrhunderts übertrifft. Die deutsche Städte- Hessenländchen fern und schon schnüffeln russische Geheimpolizisten Ausstellung und der Rahmen, der sie umgiebt, die Stadt Dresden, ganz Darmstadt und Umgebung aus. Besonders den russischen zeigen uns diese neue Blüte: die Ausstellung mit ihrem reichen Studenten wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Am Dienstag Material auf allen Gebieten des städtischen Lebens, das schöne wurde ein russischer Student ohne jede Veranlassung und ohne jeden Dresden, das ein erlauchter Geist, Herder, das deutsche Florenz ersichtlichen Grund aus Darmstadt und Hessen für immer genannt hat, mit seinen großartigen modernen Bauwerken ausgewiesen. Es wird sich im Landtage Gelegenheit finden, und seinen unvergänglichen Schäßen der Kunst daneben, ein die Regierung zu interpellieren, warum sie harmlose Menschen, die Sinnbild der Verbindung alter Kultur mit rüstigem Vorwärts- ihren Studien obliegen, des Landes verweist, wenn ein ausländischer schreiten. Eines, meine Herren, möchte ich bei meinem Besuch Fürst kommt. wieder China- Wahrheit. der Ausstellung noch hervorheben: daß fie mir den Umfang der Aufgaben flar vor Augen geführt hat, die namentlich auf socialpolitischem Gebiet den Städteverwaltungen heute obliegen. Wie viel zur Lösung dieser Die Wahrheit über den Chinafeldzug sucht auch der General. Aufgaben schon geschehen ist, beweist die Dresdener Städte- Aus- st ab der Armee. Schon im Juni 1901 hat der Chef des stellung. Aber gerade auf diesem Gebiet wird uns und unfren Generalstabes ein Cirkular an die verschiedenen Truppenteile erlassen, Nachkommen noch viel zu leisten geboten sein. Vor in dem die Sammlung der während der China- Expedition entfast allen andren Ländern besitzt Deutschland eine besonders standenen Aften, Gefechtsberichte, Kriegstagebücher 2c. angeregt wurde. Da man unsre Partei wegen ihrer Behauptungen Die Männer, die an der reiche Anzahl großer Städte. über die Kriegsführung China schwer angegriffen hat, Spize dieser Städte stehen, dürfen wir mit Stolz zu den besten Arbeitern im Dienste des Gemeinwohls zählen. Aus 10 haben auch wir besonderes Interesse an dieser Sammlung des Generalstabs, und es freut uns, tennen zu lernen, diesen Kreisen der Städteverwaltung sind Männer hervorgegangen, mit welchem Eifer der Generalstab diese Arbeit betrieben hat und die sich in andren leitenden Stellungen als erstklassige Diener ihres Staates bewährt haben, und ich denke, wir werden noch noch betreibt. Das Cirkular von 1901 wird uns nämlich jetzt im Wortlaut bekannt. Da wird u. a. ausgeführt: manchen Bürgermeister als Minister oder Oberpräsidenten erleben. Ich leere den Becher, den Sie mir fredenzt haben, auf das Wohl unsrer ausgezeichneten Städteverwaltungen, auf das Wachsen, Blühen und Gedeihen des Gemeinfinnes der deutschen Städte." Natürlich ist in der weisen Geschichtsauffassung eines Reichsfanzlers die Reichsgründung, die alles Treffliche bewirkt haben soll, auch die Ursache des Aufblühens der deutschen Städte. In Wahrheit ist die Sache umgekehrt, die aufblühenden Städte bilden die Grundlage der wirtschaftlichen und der politischen Einigung des zuvor „ Die außergewöhnlichen Verhältnisse, unter denen die Expedition zu stande kam und verlief, die leidenschaftliche Teilnahme der ganzen Nation in günstigem ebenso wie in abs sprechendem Sinne, machen es erwünscht, die Sammlung des Quellenmaterials nicht auf die Dienstpapiere zu beschränken, viels mehr schon jetzt dafür Sorge zu tragen, daß auch Privatmitteilungen von Teilnehmern der Expedition, und zwar von solchen aller Grade, ergänzend und bereichernd hinzutreten." Briefen, die Besitzer von Tagebüchern und Erinnerungen ihre Es wurde dann in dem Cirkular ersucht, daß die Empfänger von Papiere dem Generalstab abtreten. Zur Beruhigung der Inhaber solcher Papiere sicherte das Cirkular größte Diskretion" zu; während der nächsten 30 Jahre solle der Inhalt nur Offizieren des Generalstabes zu dienstlichen Zwecken zugänglich gemacht werden. " Daraus, sagt das Cirkular, ergiebt sich, daß etwaige scharfe, im augenblicklichen unmut oder in einer peinlichen fein Hindernis für die Abtretung bilden können, und daß die BeLage niedergeschriebenen Aeußerungen und Urteile ein Hindernis für die Abtretung bilden fönnen, und daß die Be sorgnis, dem Briefschreiber fönnten etwa Unannehmlichkeiten er wachsen, völlig unbegründet ist." Vielleicht werden Mitglieder unsrer Partei demnächst in der Lage sein, dem Generalstab noch einiges Material zuzuführen. Landgericht Halle wegen Beleidigung der China- Expedition schwebt, Landgericht Halle wegen Beleidigung der China- Expedition schwebt, dürfte mancherlei auch den Generalstabs- Historiker Interessierendes zu Tage treten. Wir geben also auf Grund dieses Urteils, das wohl eine Aenderung nicht mehr erfahren wird, dem Verlangen Ausdruck, daß die Dienstvorschriften über das Geleit der Verhafteten geändert, daß die Auswahl der Offiziere noch sorgfältiger vorgenommen zersplitterten Deutschlands. wird, daß ihre Erziehung darauf hinarbeitet, teinen Unter- Graf Bülow erkennt an, daß auf kommumalem Gebiete der weites Feld bleibe, aber er preist schied zwischen der Rechtsauffassung gebildeter Socialpolitik noch ein bürgerlicher und militärischer Kreise auf- zugleich die bisherigen Leistungen der deutschen Städte auf diesem kommen zu lassen. Die Folgen dieses Urteils werden Gebiete und feiert überschwenglich die Oberhäupter der Städte. Wollte man die an der Oberfläche haftenden Worte des Grafen traurige sein, um so trauriger, je weniger man den obigen For- Bülow ernst behandeln, so müßte er darauf verwiesen werden, daß berungen nachkommt." die bisherige Socialpolitik der deutschen Städte gegenüber den Die englische Breffe über den Dresdener Parteitag. London, ärmeren Volfsklassen gänzlich ungenügend ist und daß eine so lange gründliche Besserung nicht möglich ist, als 21. September.( Gig. Ber.) Mit Ausnahme der„ Morning Poſt" und„ Daily Chronicle", die Specialforrespondenzen über den Dres- in den Städten nicht die gesamte Einwohnerschaft, sondern zumeist dener Parteitag brachten, ließ sich die große Mehrzahl der Londoner vermöge schmählich ungerechter Wahlsysteme winzige Gruppen der dener Parteitag brachten, ließ sich die große Mehrzahl der Londoner Denn in dem Prozeß unsres Parteigenossen Kunert, der vor dem Zeitungen vom Bureau Reuter" bedienen. Die Neuter- Depeschen Besitzenden die Entscheidung über das Wohl der Bevölkerung in Zeitungen vom„ Bureau Renter" bedienen. Die Reuter- Depeschen ihren Händen haben. Bülowsche Schönrednerei löscht die Wohnungs berichten über eine vernichtende Niederlage der Revisionisten. Der not, die Krankheitsgefahren, die Schulnot und alle andren Uebel Korrespondent der„ Daily Chronicle", der von Berlin aus berichtete, nicht hinweg, unter denen die Mehrheit der großstädtischen Befeinem Endurteil über den Parteitag sagt er:„ Der Parteitag hinter- bölfering allenthalben schwer leidet. ein Um dieses Material zu vervollkommnen, wiederholen wir unsre neuliche Aufforderung zur Sammlung von Chinatrieg- Material. Die Staatsanwaltschaft in Halle nimmt an, unser Genosse Kunert habe behauptet:„ Deutsche Soldaten haben China verwüftet, geplündert und Frauen geschändet", und es blieb dem in eine Zwangslage Versegten nichts weiter übrig, als sich auf den Boden dieser Behauptung zu stellen und zu erklären: Ich werde den " Man geht nicht fehl, wenn man aus der Danziger Kund- Beweis führen, daß das geschehen ist, was ich zwar nicht bes gebung die Folgerung zieht, daß der Kaiser nach dem 16. Juni hauptet habe, aber behauptet haben son. Genosse Kunert auch der Meinung geworden ist, daß die Socialdemokratie durch wird auf Grund des in seinen Händen befindlichen umfangPolizeigesetze nicht mehr zu bekämpfen ist, sondern daß eine ver- reichen Materials einen umfassenden Wahrheitsbeweis läßt den Eindruck, daß der Geist Bebels noch stark in der Partei vor- Liberales Märchengeschwät. Die Saale- Zeitung" bindet den herrscht und daß die Revisionisten sich noch in einer unbedeutenden Lesern eine ungewöhnlich thöricht erfundene Anekdote Minderheit befinden. Es ist ganz klar, daß die Behauptungen, über eine plößliche Wandlung der Stellungnahme des Kaisers wonach sich die deutsche Socialdemokratie vom Marrismus zur zur Socialdemokratie auf. Sie schreibt in einem Artikel über die bürgerlichen Demokratie mausert, ungerechtfertigt find. Der Partei- Ansprache des Kaisers an die Abordnung der Arbeiter der Danziger tag zeigte, daß die Partei im großen ganzen es ablehnt, Staatswerkstätten: Zusammenwirken der Socialisten Socialisten mit den bürgerlichen Demokraten herzustellen. Die Lage des des Herrn Herrn Bernstein und seiner Anhänger wird nunmehr eine höchst schwierige werden; sie werden entweder gezwungen sein, sich der proletarischen, allen Kompromissen abgeneigten Mehrheit zu unterwerfen, oder aber die Partei zu verlassen. Sie werden sicherlich den ersteren Weg borziehen." Der Korrespondent teilt dann noch mit, daß der Vorwärts" mit dem Kongreß unzufrieden sei. Die besten Berichte über die Kongreßverhandlungen hatte die Morning Post", die überhaupt auf den auswärtigen Dienst großes Gewicht legt und in äußeren Angelegenheiten ein kompetenteres Urteil hat als die " an= föhnliche Stimmung gegenüber einer Partei von 3 Millionen treten. Da es sich hierbei jedoch um eine Angelegenheit von angebrachter ist. Das will angesichts der Revolutionstiraden in politischer Bedeutung handelt, so wäre es außerordentlich wertvoll, Dresden etwas heißen! Wir wissen aus guter Quelle, daß der wenn alles zusammengetragen werden könnte, was an BeweisKaiser nach dem verblüffenden socialdemokratischen Wahlsieg eine material noch sonst irgendwo vorhanden ist. Genosse Kunert hat gauze Reihe nicht verantwortlicher Persönlichkeiten auch aus dem deshalb den Wunsch, daß man ihn in der Sammlung dieses weiteren Bürgerstande um ihre Meinung bezüglich der mumehr einzu- Beweismaterials nach Möglichkeit behilflich sein möge. In Betracht schlagenden Politik befragt hat über den Kopf Bülows oder fämen: 1. Eidliche Zeugenaussagen von ehemaligen Mitgliedern des keinen Briten, der ihm an Kenntnis Central- und Ostafritas gleich-| sich vereinigt haben und infolgedessen keinen Anspruch darauf er oftafiatischen Expeditionscorps über Zerstörungen, Plünderungen oder käme. Er ist kaum 45 Jahre alt und hat noch eine sehr bedeutende heben können, die Interessen der Allgemeinheit zu vertreten. Die Schändungen durch deutsche Soldaten. Die Zeugen müssen eigne Laufbahn vor sich. In den letzten Jahren verwaltete er Uganda, Versammelten lehnen deshalb die gemachten Zugeständnisse als voll Wahrnehmungen zu bekunden vermögen und militärisch vollkommen dessen anthropologischen und physikalischen Eigenschaften er in einem ständig unzulänglich ab und erklären nach wie vor an den frei und unabhängig sein. Genaue Adressen solcher Zeugen find lehrreichen Werke beschrieb. Sein Wahlprogramm ist Freihandel, deshalb wichtig. dagegen vertritt Mr. Tuff das Programm Balfours. 2. Briefe von Chinatriegern, welche Angaben über die angedeuteten Vorkommnisse enthalten. Es können jedoch solche Briefe nur gebraucht werden, wenn Name und jezige Adresse des Schreibers beigefügt werden kann. Der Name kann genannt werden, wenn er bei Veröffentlichung des Briefes bereits mit veröffentlicht wurde, oder wenn der Briefschreiber mit der Nemung seines Namens vor Gericht einverstanden ist. Partei- Nachrichten. Noch einen Glückwunsch zu unsren Wahlerfolgen sendet uns im Auftrage seiner Kirche der Prediger der Socialistischen Kirche" von Neu- Seeland in Australien, indem er uns 3. Korrespondenz der Kriegsberichterstatter des folgenden einstimmig angenommenen Beschluß übermittelt: In- und Auslandes über die China- Campagne von 1900/1901. Präciſe„ Die Versammlung der Mitglieder der Socialistischen Kirche Angaben hierzu und ausreichende Adressen sehr wichtig. sendet den deutschen Genossen die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem Genosse Kunert wird außerdem Gutachten von China Sach- glänzenden Erfolge bei den letzten Wahlen und wünscht, daß ein verständigen über den Feldzug vorlegen. Auch hier wäre ihm fräftigeres socialpolitisches Leben für alle Klassen die Folge sein zur Vervollständigung seines Materials die Angabe genauer Adressen möge." von China- Kennern erwünscht. wirkung der Deffentlichkeit erwartet werden. Ausland. Die Balkanwirren. ursprünglich aufgestellten Forderungen festzuhalten. Da seitens der Direktion jeder friedliche Weg zur Erringung eines annehmbaren Vergleichs abgeschnitten ist, beschließen die Versammelten, die Arbeit einzustellen und dieselbe nicht eher wieder aufzunehmen, als bis die Direktion ihren gerechten Forderungen das nötige Entgegenkommen beweist. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Streit in der Metallindustrie. Beweis für die Thatsache, daß die Streifenden dieser Branche ebenso Die gestrige Versammlung der streikenden Metalldrücker war ein wie die Gürtler fest entschlossen und unbekümmert um den AusWieder ein socialistischer Bürgermeister. In Bietigheim fand Schließlich wird die Herbeiziehung der Strafakten des am vergangenen Sonnabend Bürgermeisterwahl statt. Der Herr sperrungsbeschluß der Kühnemänner an ihren Forderungen festhalten. ehemaligen ostasiatischen Expeditionscorps beantragt werden. Auch Pfarrer hatte eine äußerst lebhafte Agitation entfaltet, um dem In keiner der Streitversammlungen ist, wie der Referent Cohen hervorhob, auch nur eine einzige Stimme dafür laut geworden, den Kampf zu welche Personen( genaue jezige Adresse) Urteile in der angedeuteten helfen. Die pfarrherrliche Wahlhilfe konnte den Centrums- Kandi- die von der Generalaussperrung bedroht find, brennen geradezu darauf, hier wären von großem Werte Mitteilungen darüber, daß und gegen Kandidaten des Centrums, Herrn Pius Jung II, zum Siege zu ver- hob, auch nur eine einzige Stimme dafür laut geworden, den Kampf zu beenden, und die in Arbeit stehenden Metallarbeiter der andern Branchen, Richtung gefällt wurden. daten aber nicht vor der Niederlage bewahren, er bekam nur Zweddienliche, aber nur ganz präcise Mitteilungen dieser Art 29 Stimmen, während sein Gegenkandidat, Ulrich Schmidt, mit einmal mit dem Unternehmertum auf der ganzen Linie abrechnen erbittet sich Genosse Kunert unter seiner persönlichen Adresse bis 36 Stimmen gewählt wurde. Schmidt zählt sich, wie die Mannheimer in der Versammlung, die sie zum 28. d. M. einberufen haben, ihren zu können. Es scheint aber noch sehr zweifelhaft, ob die Unternehmer zum 30. September nach Berlin, Lindenstr. 69. Die Presse wird um„ Volksstimme" schreibt, zur socialdemokratischen Partei. Abdruck ersucht. Beschluß aufrecht erhalten werden, und wenn das der Fall sein Polizeiliches, Gerichtliches ufw. sollte, wie viele ihre Arbeiter wirklich aussperren werden. Vielleicht Die Deffentlichkeit hat ein erhebliches Interesse an der AufKlärung über die Vorgänge in China und deshalb darf auch die Mit- Wahlbewegung hatten vier Genossen aus Hochheide bei Mörs in dem einstimmig Flugblattverbreitung und Polizeiauflauf. Während der geht es nicht besser damit wie beim Klempnerstreik, wo die beschlossene Generalaussperrung sich auf zwei Städtchen Mörs Flugblätter verteilt und waren bei der Gelegenheit Firmen mit 16 Arbeitern erstreckte. Einige Firmen haben berhaftet worden. Die Polizei that noch ein übriges und be- den Aussperrungsbeschluß, den sie verpflichtet wurden, in glückte jeden der Vier mit einem Strafmandat von 15 M. iegen ihren Werkstätten anzuschlagen, ant ihre Schaufenster geklebt, Entheiligung des Sonntags und Verübung von Unfug. Das Schöffenwahrscheinlich deswegen, weil in ihren Werkstätten keine Arbeiter Petersburg, 24. September. Mit Hinweis darauf, daß das gericht in Mörs, an welches sich die Genossen mit ihrem Widerspruch mehr vorhanden sind. Namentlich wird in der Ritterstraße an von seiten der Regierungen der befreundeten Monarchien, Rußlands gewandt hatten, bestätigte die Strafmandate, nachdem der Amts mehreren Stellen die Deffentlichkeit auf diese Weise von jenem und Deftreich- Ungarns, dem Sultan vorgelegte Reformprojeft für anwalt eine schneidige Rede gegen die religionslosen Socialdemokraten Scharfmacherbeschluß in Kenntnis gesetzt. Die Unternehmer fuchen und Destreich- Ungarns, dem Sultan vorgelegte Reformprojekt für gehalten. Die Genossen riefen die Straffammer in Cleve an, die sich jetzt in mehreren Orten des In- und Auslandes nach Streifbrechern drei türkische Provinzen und die durch die Agenten Rußlands und jetzt mit der Sache befaßte. In Cleve suchte der Staatsanwalt unter und Firmen, wo sie ihre Streitarbeit gemacht erhalten, besonders Destreich- Ungarns den Regierungen Bulgariens und Serbiens ge- allen Umständen die Anklage wegen Verübung von Unfug aufrecht auch in Hamburg, Altona, Budapest und Kopenhagen. Es ist jedoch machten entsprechenden Vorstellungen die Sympathie und die Unterstübung der Signatarmächte gefunden haben, und mit Hinweis zu erhalten, weil bei der Verhaftung der Flugblattverbreiter ein bereits Vorsorge getroffen, daß die Organisationen allerorts unters darauf, daß diese Schritte anfangs von Erfolg begleitet gewesen großer Auflauf entstanden sei. Das Gericht sprach die Angeklagten, richtet sind, so daß die Unternehmer auch damit kein Glück haben mit Ueberweisung sämtlicher Kosten auf die Staatskasse, frei, denn werden. Zum Stand des Streits ist zu bemerken, daß trotz aller find, führt ein ruffisches Regierungscommunique folgendes aus: das Verteilen von Flugblättern sei keine Arbeit, durch welche der Scharfmacherkünfte des Unternehmertums fortgesezt neue BeDieſe Reſultate konnten die in den slavischen Staaten entstandenen Sonntag entheiligt würde und der Auflauf sei nicht durch die Schuld willigungen einlaufen und Arbeitgeber zu verhandeln, und Aufmacedonischen Komitees nicht befriedigen. Die hervortretende Wahrscheinlichkeit, daß die christliche Bevölkerung sich unter dem der Angeklagten, sondern durch die Schuld der Polizei entstanden. flärung über diesen oder jenen Punkt der Forderungen verlangen. Naturgemäß sammelten sich bei einer Verhaftung auf offener Straße Eindruck der begonnenen Reformen beruhigen werde, welche nach stets Menschen an, dieses sei auch hier geschehen. Die Nennstundenbewegung der Kürschner ist jetzt soweit gediehen, Maßgabe ihrer Anwendung in der nächsten Zukunft eine breitere daß die Innung sowohl wie die Fabrikantenvereinigung und ein Entwicklung erhalten mußten, entzog den Komitees ihrem Standpunkte nach den für die Berwirklichung ihrer revolutionären Pläne Der Streik der Omnibus- Angestellten Arbeiterinnen anerkannt haben. Teil der Hausindustriellen die Forderungen der Arbeiter und Der Verein der Hausindustriellen günstigen Boden. Indem sie Schuß der Glaubensgenossen gegen die türkische Bedrückung auf ihre Fahne schreiben, bezwecken diese ist wie wir schon in einem Teil der gestrigen Auflage mitteilten der Müßenbranche ist jedoch nur bereit, die Forderungen vom Komitees in Wirklichkeit in eigennüßiger Absicht die Veränderung in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag beschlossen worden. 1. Januar 1904 ab zu bewilligen, da, wie in ihrer Resolution vom der administrativen Ordnung der Provinz im Sinne ihrer Um- Von den in Betracht kommenden ca. 1200 Schaffnern, Kutschern, 5. Auguſt behauptet wird, die Hausindustriellen früher von den wandlung, in ein„ Bulgarisches Macedonien" mit Beeinträchtigung Stallleuten und Hofarbeitern waren reichlich Zweidrittel in der Ber- Fabrikanten teinerlei Entschädigung für den Ausfall an Produktion erhalten. Nun haben aber die Hausindustriellen zwar nicht den der Rechte und Vorrechte andrer christlicher Völker, deren Inter- sammlung erschienen; davon erklärten sich in geheimer Abessen dem rechtgläubigen Rußland gleich teuer find. Da die Leiter Stimmung 862 für und 4 gegen den Streit. In Ausführung ursprünglich verlangten Tarif, wohl aber eine zehnprozentige Preisder Bewegung von seiten der nichtbulgarischen Elemente Macedoniens dieses Beschlusses verweilten die Anwesenden bis über den Beginn erhöhung von den Fabrikanten bewilligt erhalten. Am Mittwoch tagte für ihre politischen Pläne keine Unterſtüßung fanden, bemühten sie der gewohnten Arbeitszeit im Versammlungslokal, so daß niemand eine öffentliche Kürschnerversammlung, in der Regge über die sich, durch grausame Gewaltthaten und Terrorismus im Lande von ihnen die Arbeit am Donnerstagmorgen aufnahm. Immerhin Sachlage berichtete und den Hausindustriellen nahe legte, die einen allgemeinen Aufstand hervorzurufen, um die Einführung der ist es der Allgemeinen Omnibus- Gesellschaft möglich gewesen, das Forderungen der Arbeiter schon von jezt ab anzuerkennen, da sie ja geplanten Reform zu verhindern. Bedauerlicherweise erhielt troh nicht erschienene Drittel der Angestellten derartig zu beeinflussen, daß selbst schon jetzt ihre Lohnerhöhung von den Fabrikanten erhalten und diesen Vorteil eigentlich wesentlich der starken Bewegung der der anfangs von seiten der Sofioter Regierung ergriffenen Vorsichts- der Omnibusverkehr wenn auch nur in entsprechend be= Seitens der Hausindustriellen, auf maßnahmen die macedonische Agitation größere Verbreitung im schränktem Maße aufrecht erhalten Gehilfenschaft zu verdanken hätten. die zahlreich in der Versammlung anwesend waren, wurde Fürstentum Bulgarien selbst, indem sie die Unterstüßung derer fand, wird. Natürlich macht die Direktion jetzt verweifelte Andaß sie jetzt, wo die Muster gemacht welche irrigerweise darauf rechneten, ein Aufstand werde Rußland strengungen, um Ersatz für die Streikenden zu bekommen. Alles was dagegen erklärt, würden, wie allbekannt sei, nichts verdienten und that zwingen, fein Programm zu ändern und aktiv zum Schutz nicht an Berliner Arbeitslosen einigermaßen mit Pferden umzugehen ber- fächlich erst Anfang nächsten Jahres den Vorteil realisierbarer Pläne der Leiter der revolutionären Bewegung hervor- steht, wird durch die verlockendsten Versprechungen als Streifbrecher Bewilligung der Fabrikanten hätten und deshalb auch erst von da zutreten. Diese verderbliche Verirrung, vor welcher die kaiserliche anzuwerben gesucht. Die christlichen Herbergen, die Asyle werden Regierung unablässig warnte, hat über die Christen der türkischen jetzt nach Arbeitswilligen abgesucht. Troz dieser Anzahl Arbeits- ab die Forderungen der Gehilfen in Kraft treten lassen tönnten. Wilajets schwere Bedrängnis heraufbeschworen, der ein Ende zu villiger sind die Streitenden guten Mutes. Sie hoffen, noch einen Im weiteren Verlauf der sehr ausgedehnten Diskussion zeigte es sich machen in erster Reihe möglich ist durch Verhinderung des Ueber- erheblichen Teil ihrer jezt noch arbeitenden Kollegen zur Mit- jedoch, daß auf beiden Seiten Neigung zu einer friedlichen Lösung tritts neuer Banden aus dem Fürstentum in die Grenzen der Türkei, beteiligung am Ausstande überreden zu können. Auch sind sie sicher, der Frage vorhanden war. Die Versammlung beauftragte schließlich aber auch durch Einstellung der revolutionären Thätigkeit der daß das Publikum ihnen seine volle Sympathie und moralische eine fiebengliedrige Kommission, am Mittwoch mit den Vertretern Komitees. Nur dann erscheint es möglich, auf unverzüglicher An- Unterstützung zuwenden wird, sobald der Streit durch die Presse der Hausindustriellen zu verhandeln. wendung den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechender Re- allgemein bekannt geworden ist. Denn das kann keinem Zweifel Das Personal der städtischen Kranken- und Irrenhäuser formen zu bestehen, welche vor türkischen Grausamkeiten zu be- unterliegen: Jedermann weiß, unter wie erbärmlichen Lohn- und wahren trok energischen Bemühens, den muselmanischen Fanatismus Arbeitsverhältnissen die Omnibus- Angestellten dahinvegetieren müssen.( Wärter, Wärterinnen, Hausdiener, Maschinisten, Kochmädchen, zu zügeln, bei den zunehmenden Wirren überaus schwer ist. In Deswegen ist auch die Direktion dieser Gesellschaft mitsamt den Scheuerfrauen usw.) war zahlreich anwesend in einer öffentlichen folchem Sinne haben die kaiserliche wie auch die östreichisch- ungarische Aktionären im Publikum noch bedeutend unbeliebter wie die Leitung Versammlung, welche am 23. September bei Dräsel tagte. Für die Regierung abermals fategorische Vorstellungen sowohl in Sofia wie der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft. in der Versammlung am 24. Juni gewählte Lohukommission erin Konstantinopel erhoben. Die kaiserliche Regierung hofft, daß leber den Verlauf der Versammlung wird uns noch folgendes stattete Br. Pörsch Bericht über die inzwischen ausgearbeiteten diese neue Verwarnung die Türkei wie Bulgarien von der Nuk berichtet: Die Verbandsleitung des Transportarbeiter- Verbandes, Forderungen. Die Kommission schlägt vor zu fordern: Tofigkeit jeder Abweichung von der Erfüllung der ihnen vorgelegten in dessen Händen die Lohnbewegung liegt, war vollzählig anwesend. Abschaffung der bisher seitens der AnstaltsForderungen überzeugen und veranlassen werde, alle von ihnen Namens derselben berichtete Werner, die Direktion der All- leitungen gewährten Beköstigung. Das gesamte abhängigen Maßnahmen zur Unterdrückung der Wirren auf der gemeinen Omnibus- Gesellschaft habe die Entscheidung über den Personal hat für seine Beföstigung selbst zu sorgen und sind demBaltanhalbinsel zu treffen, welche für das Ottomanische Reich und Streit nach Möglichkeit hinzuziehen versucht. Es sei auch bekannt, daß der entsprechend die Gehälter zu erhöhen. Innerhalb der Kranken- und Bulgarien nur die schwersten Folgen haben können. Generalsekretär Rasse von der Abteilung II des Kühnemänner- Irrenhäuser sind Kasinos zu errichten, in welchen Speisen 2c. verVerbandes der Gesellschaft, die sich mit der Vereinigung Berliner abfolgt werden. Spediteure zu einem Schutzverbande zusammengethan hat, mit seinen Das gesamte Personal wohnt außerhalb der schon so oft verunglückten Ratschlägen zur Seite steht. Dies' n st a Iteit. Das Pflegepersonal der Irrenhäuser hat jede dritte Die überlegene französische Kugel. In Besprechungen der jüngsten gehe auch schon aus dem ganzen, auch schon aus dem ganzen, schroff ablehnenden Ver- respektive vierte Nacht in der Anstalt zu schlafen, um im Notfalle französischen Manöver stimmt der Chefredakteur der Patrie" wahre halten der Direktion dem Verbande wie auch der in zur Unterstützung des wachhabenden Pflegepersonals herangezogen Hymnen an auf die neue französische Kugel, die angeblich Frank der vorigen Versammlung gewählten Kommission gegenüber werden zu können. reichs Militärmacht verziveifache. Diese neue Patrone verdoppele hervor. Da lettere nicht anerkannt worden ist, so ist am Die tägliche Dienstzeit des Pflegepersonals die Flugbahn des Geschosses und mache seine Gefahrzone geradezu un- Sonntag und Montag auf Veranlassung der Direktion eine neue, beträgt einschließlich der Ruhepausen zwölf Stunden. Es find ermeßlich. Für die deutschen Gewehre sei die Patrone unverwendbar, dieser nunmehr genehme Kommission von den Angestellten der reguläre Frühstücks-, Mittags- und Vesperpaufen einzuführen. Innerwolle Deutschland den Fortschritt nachahmen, so müsse es seine ganze einzelnen Depots, allerdings unter sehr schwacher Wahlbeteiligung halb jeder Woche ist dem Personal ein freier Tag zu gewähren. Ausrüstung umwandeln, was drei bis vier Jahre dauern und hunderte gewählt" worden. Mit dem Ausschuß dieser Kommission hat die Dieser freie Tag muß in den Krankenhäusern jedes zweite Mal, in von Millionen beanspruchen würde. Hoffentlich übertreibt die Direktion alsdann folgende durch Aushang bekannt gegebenen den Frrenanstalten jedes dritte Mal auf einen Sonntag fallen. Der chauvinistische Einbildungskraft die Wunderwirkungen des neuen Ge- Bugeständnisse" schriftlich vereinbart" und dieselben als die äußerste Dienstplan ist von der Anstaltsleitung festzusetzen und nicht von den schosses, sonst könnte allerdings der Spaß den deutschen Steuer- Grenze wohlwollenden Entgegenkommens bezeichnet: unteren Aufsichtsorganen. In den Sommermonaten wird dem zahlern teuer werden. Frankreich. Italien. " " mehreren Linien von der Die Zahl der freien Tage wird für die Kutscher und Schaffner Personal ein Urlaub von 14 Tagen unter Weiterzahlung des Gehalts auf 5 erhöht und erhalten dieselben dafür volle Bezahlung; auch für gewährt. Das russische Regiment. die Stalllente gilt die volle Bezahlung der freien Tage, außerdem Das Anfangsgehalt der Pfleger und Haus. Je näher der Barenbesuch rückt, desto mehr lenkt das Ministerium wird ihnen der Lohn von 82,50 M. schon nach einem halben Jahre diener beträgt monatlich 90 m. und steigt jährlich um 10 M. Die Lohnklassen bleiben bestehen, nur rücken die Kutscher bis zum Höchstbetrage von 130 M. Die Pflegerinnen erhalten Zanardelli in die Bahnen tosakischer Regierungsgepflogenheiten ein. gezahlt. Das Gehalt der Berdächtig erscheinende Personen werden verhaftet oder streng über- der bisherigen Allgemeinen" nach 8 Jahren in das Gehalt ron 70 M. und ihr Gehalt steigt bis zu 110 M. 105 M. auf. Schaffner und Kutscher haben im Dienftanzug freie Leichen, Apotheken, Bade, Operationsdiener wacht. Bis zur Ankunft des Zaren sind alle Versammlungen Fahrt. Schaffner und Kutscher erhalten alle zwei Jahre einen und Desinfektoren beträgt: anfangs 100 M., Höchstgehalt verboten. So wurden auch am 20. September( Erinnerungstag an die Einnahme Roms) die Socialisten und Republikaner in Rom neuen Tuchanzug, der frühere verbleibt ihnen weitere zivei Jahre; 140 M., jährliche Zulage 10 M. Die genannten Kategorien rekru an der geplanten Demonstration verhindert. Geldtaschen und gangen tieren sich aus dem Pflegepersonal. Die Dienstzeit, welche die fragVor einigen Tagen außerdem werden Drillichanzüge geliefert. wurde in Rom ein Mann verhaftet, der mit dem Ankleben von Plakaten werden für die Schaffner, Hüte und Regenpelerinen für die Kutscher lichen Personen im Pflegeberufe absolviert haben, ist ihnen anzus beschäftigt war, auf denen die Bevölkerung aufgefordert wird, den Bar geliefert.- Allen Angestellten verbleibt die bereits zugeficherte Ge- rechnen. Nähfrauen erhalten 2 M. pro Tag und Kost. ZehnReinemache= mit Pfeifen zu empfangen. Zur persönlichen Bedeckung des ruffifchen winnbeteiligung. Die Zwölfer- Kommission verbleibt als Arbeiter- ftündige Arbeitszeit, Lieferung von Kleidern. frauen erhalten einen Tagelohn von 3. M. Tägliche Herrschers werden die italienischen Polizisten nicht für ausreichend ausschuß. Diese Vereinbarungen treten am 1. Oktober in Kraft. oder verläßlich genug erachtet und so wird, wie es heißt, der Bar freier Fahrt, Lieferung eines zweiten Anzuges sowie der Geld- abenden um 4 Uhr Feierabend. Außer einigen ganz minimalen Zugeständnissen, Gewährung Arbeitszeit ausschließlich der Pausen 10 Stunden. An SonnPersonal der Waschs unter starter Rosaten- Eskorte seinen Einzug in Rom halten. Auch diese Frage des Auspfeifens, die vor allem der heißblütige taschen usw. hat die Direktion also so gut wie gar nichts bewilligt. und Koch tü chen: Anfangsgehalt 70 m., Höchstgehalt 110 M. Ferri im„ Avanti" versicht, hat in der socialdemokratischen Partei Schaffner Schulze, Mitglied der anerkannten neuen Kommission, Jährliche Zulagen 10 M. Arbeitszeit 10 Stunden. Etiva notwendige Italiens zu Meinungsverschiedenheiten geführt. Turati nämlich suchte diese Vereinbarungen in der Versammlung zu rechtfertigen Ueberstunden sind mit 30 Proz. Aufschlag zu vergüten. Heizer: spricht sich dagegen aus. Den Opfern des Zarismus helfe man durch über das Verkehrte seiner Ansicht belehrt hatten, schien ihm doch ein Wo nur Tagbetrieb herrscht, ist die Dienstzeit 9 Stunden täglich. und zu begründen. Als ihm die verschiedenen Diskussionsredner Anfangsgehalt 120 M., Höchstgehalt 160 m., jährliche Zulagen 10 m. derartige Demonstrationen nicht, dagegen könnten dieselben leicht zu Licht aufzugehen und er erklärte sich später mit den Streifenden In den Instituten mit Nachtbetrieb und Tagbetrieb sollen drei blutigen Zusammenstößen mit der bewaffneten Macht, Verhaftungen ze. solidarisch. Zum Schluß nahm die Versammlung dann mit dem Schichten eingeführt werden. Der Heizer, der Sonntags oben angegebenen Stimmenverhältnis folgende Resolution an: Dienst gehabt hat, soll innerhalb der Woche einen freien Tag ers England. Die heute versammelten Angestellten der Allgemeinen Berliner halten. Ueberstunden sind in der Woche mit 70 Pfennig, am Barlamentarische Nachwahl. Omnibus- Gesellschaft sprechen ihr tiefstes Bedauern darüber aus, daß Sonntag mit 1 M. zu bezahlen. Handwerker, landwirts London, 21. September.( Eig. Ber.) Durch den Eintritt die Direktion der am Mittwoch, den 16. September, von ca. 1000 Kol- schaftliche Arbeiter, Wächter usw. Für diese ist eine Lord Cranbornes ins Oberhaus wurde eine parlamentarische Nach- legen gewählten Lohnkommission ihre Anerkennung versagt hat. Die allgemeine Gehaltsaufbesserung zu gewähren. Die Gehälter werden wahl in Rochester nötig. Lord Cranborne, der Sohn des un- Versammelten sehen in der seitens der Direktion veranlaßten Wahl einer nach dem Dienstalter geregelt. längst verstorbenen Lords Salisbury, wurde im Jahre 1900 einmütig weiteren Kommission eine Vergewaltigung und erheben gegen diese Wahl Nachdem Br. Pörsch diese Forderungen eingehend unter lautem zum konservativen Abgeordneten von Rochester gewählt. Jetzt steht sowie die seitens dieser Kommission mit der Direktion getroffenen Beifall begründet hatte, traten verschiedene Angestellte städtischer dem konservativen Kandidaten Mr. Tuff der liberale Imperialist Abmachungen ganz energisch Protest; und dies umsomehr, als die Kranken- und Irrenhäuser lebhaft dafür ein und schilderten die in Sir Harry Johnston gegenüber. Johnston ist einer der hervor- auf diese Weise gewählten Kommissionsmitglieder nur eine ganz den Anstalten herrschenden Zustände. Durch ihre Ausführungen ragendsten britischen Kolonialpolitiker und Administratoren. Es giebt verschwindend kleine Anzahl- teilweise nur 2 bis 3 Stimmen auf wurde bestätigt, was der„ B." in einem Artikel vom Mittwoch führen. barüber veröffentlicht hat. Alle Redner stimmten auch darin überein, daß die Erfüllung der empfohlenen Forderungen nicht nur die Lage des Personals verbessern, sondern auch eine wesentliche Verbesserung des ganzen Frren- und Kranken- Pflegewesens bedeuten würde. Allen Beteiligten würde sie nügen. Die Sicherung eines tüchtigen Wärterpersonals wäre anders nicht denkbar. stimmig erklärte sich die Versammlung mit den Vorschlägen der Lohnkommission einverstanden und beauftragte die Leitung der Organisation der städtischen Arbeiter und Unterangestellten, die Forderungen den zuständigen Deputationen in Form einer Petition zu unterbreiten. Die Petition sollen je fünf Personen von jeder Anstalt unterzeichnen. Diese sind in den Einzelversammlungen des Personals jeder Anstalt, die nächstens statt finden, zu wählen. Die Versammelten verflichteten sich zum Anschluß an die Organisation. Ferner wurde, ebenfalls einstimmig, beschlossen, die Leitungen der städtischen Krankenhäuser und Irrenanstalten zu ersuchen, sofort die Bestimmung außer Kraft zu setzen, wonach das dienfifreie Personal ohne besonderen Urlaub die Anstalt nicht verlassen darf. Begründet wird das Ersuchen:„ Es fehlt den Anstaltsleitern jeder rechtliche Grund, erwachsenen freien Leuten vorschreiben zu wollen, wo sie ihre dienstfreie Zeit zubringen sollen, zumal Magistratsmitglieder ausdrücklich im Stadtverordneten Stollegium erklärt haben, daß das Pflege- und Bedienungspersonal der Gesinde- Ordnung nicht untersteht." Mit einem stürmischen Hoch auf die Bewegung schloß die Verfammlung. Tapezierer. Die Kollegen in Budapest befinden sich im Streit, es wird deshalb ersucht, den Zuzug nach dort fernzuhalten. Ortsverwaltung Berlin. Deutfches Reich. Husland. Der Streit der Eisenbahner der Nord- Mailänder Linien dauert unverändert fort; die Bewegung beginnt sich auf das Personal der Lombardischen Sekundärbahnen auszudehnen. " Abnahme der Gündungsthätigkeit in Amerika. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres wurden in den Oststaaten der amerikanischen Union Gesellschaften mit einem Kapital von 1330 Millionen Dollar gegründet( gegen 1966 und 2770 Millionen in den beiden Vorjahren). Seit August 1901 brachte der abgelaufene Monat August die geringste Gründungsthätigkeit. Es wurden darunter immer noch Gesellschaften mit einem Kapital von 78 Millionen ins Leben gerufen. Internationales Glühlampen- Kartell. Trotz aller zuerst auftreter der Naturheilkunde Herr Canih.- Der Angeklagte betreibt tauchenden Schwierigkeiten ist dieses Kartell nun doch zu stande ge- feit etwa 20 Jahren die gewerbsmäßige Ausübung der Heilkunde, kommen. Die zwischen den Vereinigten Glühlampenfabriken, insbesondere bei Frauenleiden. Er ist einmal wegen Betruges zu G. m. b. H. in Berlin, und der außerhalb des Kartells gebliebenen einem Monat und im Jahre 1895 wegen fahrlässiger Körperverletzung Firma Sturm u. Co. in Wien bestehenden Differenzen sind durch zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Zuletzt hat er sein Gin Buerkennung der von dieser Firma beanspruchten Quote am Kartell Gewerbe in der Ruppinerstraße 37 betrieben. Auf seinen Geschäftsbeigelegt worden. Durch den Beitritt dieser Firma ist das Kartell farten kündigte er sich an als" Homöopathisches Institut, Ausübung nach dem ursprünglichen Blane vervollständigt worden. Die Ver- der Naturheilkunde, besonders auch Behandlung mittels hypno= handlungen wurden im Auftrage der östreichisch- ungarischen Glühtischer Suggestion und Lebensmagnetismus". Eines Tages lampen- Industrie vom Wiener Bankier Philipp Westphal geführt. fuchte ihn ein junges anständiges Mädchen, welches damals verlobt Dem Syndikat gehören die deutschen, östreichischen, ungarischen, ivar und jetzt verheiratet ist, auf, um seine Hilfe gegen Rheumatismus Schweizer und niederländischen Fabriken an. Die Geschäftsleitung in der Schulter und Schlaflosigkeit in Anspruch zu nehmen. Bei der der Berkausstelle der vereinigten Glühlampenfabriken, G. m. b. H. ersten Konsultation verhielt sich der Angeklagte durchaus tadellos, bei in Berlin liegt in den Händen der Herren Philipps( Firma Philipps der zweiten aber gestattete er sich schon sonderbare Liebenswürdig in Amsterdam), Bendtheim( A. E. G. in Berlin) und Mezai( Ver- teiten, so daß sie ihrer späteren Schiviegermutter erklärte, daß sie zu einigte Elettricitäts- Aktiengesellschaft in Budapest). Das Stamm- dem Angeklagten wegen seines abscheulichen Benehmens nicht mehr fapital dieser Gesellschaft, welches mit einer Million Mark festgesetzt hingehen würde. Die Schwiegermutter wußte sie aber zu beruhigen, wurde, wird von den Mitgliedern pro rata ihrer Kontingente ein überredete sie, die Kur doch nicht plötzlich abzubrechen und begleitete gezahlt. Die Fabriken der andren kontinentalen und überseeischen sie zu ihrer Sicherheit am 7. Februar zu einer abermaligen KonsulWährend das Mädchen Staaten sind im Syndikat nicht vertreten, weil sie nicht als Ston- tation nach der Wohnung des Angeklagten. furrenten auf dem Markte erscheinen, im Gegenteil, und zwar selbst in das Privatzimmer des letzteren zur Untersuchung gegangen war, Nordamerika als Importländer zu betrachten find. Die Vorteile, die blieb die Schwiegermutter im Wartezimmer sißen. Nach einiger Zeit man sich von dieser Organisation für die Sanierung der Industrie tam das Mädchen mit allen Zeichen der Aufregung und ganz verstört verspricht, liegen nach der Wiener Beit" erstens in der Preishaltung, aus dem Zimmer heraus und antwortete auf die Fragen der die auch den fleineren Fabriken eine gewisse Prosperität" garan- Schwiegermutter, was ihr denn passiert sei, nur mit Thränen und tieren soll, ferner in einer besseren Ausnüßung der einzelnen Fabrits- Seufzen. Sie wurde nach Hause gebracht und dort traten Fieberanlagen. Bisher mußten die Fabriken, um sich ihren Stundenkreis zu erscheinungen und Weinfrämpfe auf. Nach zwei Tagen offenbarte erhalten, so ziemlich alle Lampentypen erzeugen. Jetzt soll nun fich dann das Mädchen ihrem Bräutigam und teilte ihm mit, daß der Darauf hingearbeitet werden, daß jede Fabrit nur diejenigen Typen Angeklagte sie vergewaltigt, nachdem er sie durch forts erzeugt, für die sie besonders leistungsfähig erscheint. Die ein- gefeßtes Anstarren völlig fasciniert gehabt habe. laufenden Aufträge werden von der Verkaufsstelle mit Rücksicht auf Der Bräutigam erstattete darauf die Strafanzeige und der Angeklagte Der Maurerstreit in Krefeld ist noch nicht beendigt und zwar die bestellte Type, Frachtlage und Zollgrenze den einzelnen Fabriken wurde am 10. Februar in Haft genommen. Nun war schon ein Jahr lediglich durch Schuld der christlichen Bauarbeiter, welche sich au zugewiesen. Die zu erwartende Konsumsteigerung gewährleistet den vorher eine gleichartige Strafanzeige von einer andren Patientin des Streitbrecherdiensten hergegeben haben. Dieser Streit dauert jest größeren Fabriken die allmähliche Ausdehnung der Produktion und Angeklagten ergangen, diese war aber damals nicht für ausreichend schon in die sechste Woche und ist ein Ende noch gar nicht ab- damit die Herabdrückung des Betriebscoefficienten. Die noch außen- erachtet worden, um das Verfahren daraufhin zu eröffnen. Nunmehr zusehen. Ein großer Teil der Streifenden ist abgereist, um in den stehenden Firmen, darunter eine Wiener Firma, sind von zu unter- wurde doch auch auf diesen Fall zurückgegriffen und bei eingehenderen umliegenden Städten in Arbeit zu treten; dieses sucht die Bau- geordneter Bedeutung, um die Thätigkeit des Kartells zu beeinflussen. Recherchen noch ein dritter Fall festgestellt, in welchem sich nach der Innung in Krefeld zu vereiteln. Dieselbe hat nämlich an die aus- Im übrigen hofft man, daß auch diese Firmen dem Kartell beitreten Behauptung einer Patientin der Angeklagte strafrechtlich gegen sie wärtigen Unternehmer ein Cirkular versandt des Inhalts, teine von werden, und die Schröpfung der Konsumenten mit allseitig vereinten vergangen haben soll. Weiter brachten die Recherchen noch 9 Fälle zu Krefeld zugereiften Maurer einzustellen, bis der Streit beendigt ist. Sträften vor sich gehen kann. In Oestreich sind die Preise bereits um Tage, in denen der Angeklagte bei der Behandlung weiblicher Patienten gleichfalls gegen das Strafgesetzbuch oder aber gegen Sitte In dem Cirkular heißt es unter andrem:„ Wir machen Ihnen hier- fast 50 Prozent nach Abschluß des Kartells erhöht worden! durch die ergebene Mitteilung, daß in den hiesigen Betrieben der Rumänische Ernte. Nach dem offiziellen statistischen Ausweis und Anstand verstoßen haben soll. In diesen Fällen haben die weibs lichen Personen einen Strafantrag wegen Beleidigung entweder gar Bauunternehmer ein Streit ausgebrochen ist und nur ein Teil der lieferte die Getreide- Ernte in diesem Jahre folgenden Ertrag: nicht oder nicht rechtzeitig gestellt, der Staatsanwalt hat sie aber Arbeitnehmer, des sogenannten„ Christlichen Verbandes" augen- Weizen 25 971 000 hektoliter d. i. 16 hektoliter pro Heftar; Roggen herangezogen, um sie zur Illustration des Treibens des Angeklagten blicklich noch weiter arbeitet." 21 Millionen; Gerste 10%, Millionen; Hafer 11 Millionen; Raps zu verwenden. Troß der ganz bestimmten Beschuldigungen der 400 000 und Raps 727 000 Millionen Hektoliter. Das Ergebnis der Belastungszeuginnen bestritt der Angeklagte in allen Fällen feine Maisernte ist bis jetzt nicht bekannt. Schuld. Er behauptete, daß er in allen Fällen eine sachgemäße Bes handlung nach der Naturheilmethode den Patientinnen habe zu teil werden lassen. Er will seine ärztlichen Kenntnisse aus Vorträgen in Vereinen, durch Selbststudium und durch Unterweisung des versterbenen Sanitätsrats Dr. Schulz erlangt haben. Er habe bei einer Anzahl von Fällen die Thure- Brandtsche Massage in Anwendung ges bracht, daraus mögen einzelne hysterische Mädchen geglaubt haben, daß er Unanständigkeiten beabsichtige. Er bestreite diese Absicht ganz Dem Breslauer Centrumsblatte wird geschrieben: entschieden und betone, daß er täglich 6-10 solcher Behandlungen Schon im vorigen Winter war die Arbeitsgelegenheit so schlecht, Der Preis des Aluminiums hat seit 1855, dem Jahre, da es vornehme und jährlich etwa 3000 Personen in der Kur habe. Das daß der Hunger ständiger Gast in vielen Familien war. Die Kar Verhandlung, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt wurde, toffeln, das„ tägliche Brot" dieser armen Reute, waren infolge einer zum erstenmal fabrikmäßig hergestellt wurde, ganz gewaltige Rü dipreche schon dagegen, daß er unlautere Absichten verfolge. Wie die Arbeitsmarkt- Korrespondenz" den Weißernte sehr teuer, und diesen Winter werden sie, da der nasse gänge erfahren. Sommer eine allgemeine Kartoffelfäule bewirkt hat, noch teurer sein. statistischen Zusammenstellungen," die alljährlich von der Metall hatte anfänglich mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da ein Beisitzer ers Die Verhandlung konnte daher erst um die In den Tscherbeneher Grenzbezirfen werden hauptsächlich leichtere gesellschaft" und der„ Metallurgischen Gesellschaft" in Frank- franft war und längere Zeit verging, ehe ein Erfagmann zur Stelle Gangarten, d. h. Sorten Webereien, deren Herstellung nicht so schwer furt a. M. herausgegeben werden, M. herausgegeben werden, entnimmt, betrug der geschafft worden war. ist, gearbeitet, z. B. weiße Bettlaken, Militärzüchen, Pulverfäde und ungefähre Preis eines Kilogramm Aluminiums im Jahre 1855 1000 m. Mittagspause beginnen. Es sind 32 Zeugen zu vernehmen. Wir dergleichen. Die Filiale Eudowa der Handweberei- Organisation hat Schon im Jahre 1856 stellte sich der Preis nur noch auf 300 m., werden das Ergebnis der Verhandlung mitteilen. noch keinerlei Aufträge in leichteren Gangarten bekommen. In der bon 1857 bis 1886 hielt er sich fortgesetzt auf etwa 100 M. Er vergangenen Woche erhielten schon die Scherer, welche die Ketten für fant dann weiter bis 1888 auf 57,50 M. Vom Jahre 1890 ab, die genannte Filiale verarbeiten, keine Arbeit mehr. Dadurch werden wo die Wasserkraft des Rheinfalls für die Erzeugung von Aluzunächst viele Hausspuler, die für die Scherer die Garne spulen, minium in größeren Mengen ausgenügt wurde, ging der Preis arbeitslos. Freilich verdienten diese Leute bisher auch nur 25 bis 30 dann vollends rapid zurück: in dem Zeitraum von Februar 1890 Pfennige täglich, aber dieses Geld reichte hin, sie mit knapper Not am bis November 1891 sant er von 27,60 auf 5 M. Von da an ging Leben zu erhalten. Im vorigen Herbst schränkten die Langenbielauer der Preis langsamer, aber doch stetig zurück, bis er im Jahre 1901 und Reichenbacher Fabrikanten ihre Arbeitsaufträge an die Hand- auf seinem Tiefpunkt, nämlich 2 M. pro Kilogramm, angelangt war. weber der südlichen und westlichen Grafschaft erheblich ein, wodurch schon eine schwere Not unter den Hauswebern eintrat. Aber immerhin konnten doch noch gegen 300 Handweber Aufträge von der Filiale Cudowa der Handweberei- Organisation erhalten; jest jedoch kann Wie man in Deutschland Redakteure behandelt. Das Schöffenauch diese Filiale teine Arbeit mehr geben, da ihr die entsprechenden gericht zu Kindelbrüd( Kr. Weißensee) verurteilte den Redakteur Aufträge nicht vorliegen. Auch vom deutschen Offizierverein, der und Verleger der„ Kindelbrücker Zeitung", Karl Naumburg, zu sonst alljährlich große Bestellungen aufgab, find noch keine Aufträge 30 M. Geldstrafe wegen Verstoßes gegen das preußische Preßgefes vom eingetroffen. Die Handwebereibevölkerung ist daher um die Zukunft Jahre 1851. Der Beklagte hatte während der Reichstagswahl ein in großer Sorge. Wenn kein Wandel in der Arbeitsgelegenheit ein- Plakat gedruckt und anschlagen lassen, dessen Inhalt darauf hinwies, tritt, wenn keine Gelegenheit zum Erwerb gegeben wird, so befürchten daß die socialdemokratischen Wähler dem freisinnigen Kandidaten ihre fie einen größeren Notstand für den Winter, als er seit langem Stimme geben sollten. Wenige Stunden nach dem Anschlag der gewesen ist. Bisher fonnte eine Hungersnot nur dadurch abgehalten Blafate wurden seitens des königlichen Landrats von Weißensee werden, daß nur ein Bruchteil der Handarbeiterbevölkerung hinter Nachforschungen angestellt, wer der Thäter sei. Im Glauben seiner dem Webstuhl saß, der übrige Teil hatte Beschäftigung beim Bahnbau, auf der Feldarbeit, in Ziegeleien, bei Hausbauten usw. gefunden. Alle diese Arbeiten werden aber beim Eintritt des Winters eingeftellt." Welch schreckliches Glendsbild ist es doch, wenn ein Tagesverdienst von 30 Pfennigen noch als hinreichend zum Leben hingestellt wird. An andrer Stelle des Blattes geben wir Mitteilungen unsres japanischen Parteiblattes über die Lage japanischer Arbeiterinnen wieber. Da wird es als der Gipfel unbeschränktester Ausbeutung bezeichnet, daß die Mädchen nur bis zu 55 Pfennigen täglich verdienen; daß aber in Japan das Geld noch erheblich höheren Wert hat wie bei uns, geht aus der weiteren Mitteilung hervor, daß für Nacht Lager und Beköftigung für den ganzen Tag nur 25 Pf. berechnet werden, etwas, was in Deutschland ganz unmöglich ist. Die Weber des Glazer Gebirges stehen also noch erheblich unter den japanischen Arbeiterinnen. Dafür sind wir aber auch das Reich der Socialreform und guten Sitte, in dem die Arbeiter eine gute und gesicherte Gristenz bis ins hohe Mter haben. Sociales. Weberelend im Glazer Gebirge. Gerichts- Zeitung. Verfammlungen. Die am Die Charlottenburger Gewerkschaftskommission Hielt 18. September eine Delegiertensibung ab, in welcher fast ausschließ lich die Vorbereitungen zu den bevorstehenden Gewerbegerichtswahlen zur Debatte standen. Mielik gab den Geschäftsbericht des hiesigen Gewerbegerichts. Bezüglich der Petition betreffs Anschluß der Kaufmannsschiedsgerichte an die Gewerbegerichte sowie auch bezüglich der Beschickung des Verbandstages in Dresden entspann sich eine lebhafte Debatte, in welcher von seiten verschiedener Redner das ablehnende Verhalten der Arbeitnehmer- Beisizer in diesen Fragen gemißbilligt wurde. Den Bericht des zur Vorbereitung der Wahlen eingesetzten Wahlausschusses erstattete Schulze. Der wesent lichste Inhalt des Berichtes war der Antrag des Ausschusses, die Kandidaten auf bestimmte Gewerkschaften zu verteilen. Folgender Antrag wurde angenommen: Die Charlottenburger Gewerks schaften, soweit sie an die Kommission angeschlossen sind, betrachten sich hinsichtlich der Gewerbegerichtswahlen als Ganzes. Jede Ges werkschaft hat das Recht, Kandidaten aufzustellen. Die Auswahl trifft der Wahlausschuß nur nach Fähigkeit, Intelligenz und Energie, ohne Rücksicht auf Gewerkschaft oder die Zahl der Klage- Objekte." Der Obmann Steinigt teilt noch mit, daß sich die Handlungsgehilfen der Kommission angeschlossen haben. Beschlossen wurde noch, daß die Broschüre„ Die Aufgaben der Gewerkschaftskartelle" Eigentum „ Die Folge davon war, daß ich bei der Schwere meines Ver- der Delegierten bleibt. Nicht vertreten waren die Metallarbeiter. brechens durch den Wachtmeister Matthias aus Weißensee polizeilich Friedrichshagen. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt am vorgeführt wurde. Es mag hier nicht unerwähnt bleiben, daß mir 19. September feine Mitgliederversammlung im Vereinslokal von von meinem Transporteur gesagt wurde, er sei beauftragt, Gewalt Kasuble ab. Genosse Davidjohn referierte über:„ Die Technik der anzuwenden, ja mich event. zu fesseln, sofern ich nicht gutwillig gehen Landtagswahlen." An den mit Beifall aufgenommenen Bor trag schloß sich eine rege Diskussion an. Ms Wahlkomitee wurden Man bedenke, für ein Vergehen, welches mit 30 M. geahndet der Vorstand des Vereins sowie die beiden Vertrauensmänner gewird, werden solche Kraftanstrengungen unternommen wählt. Nachdem noch der Vorsitzende bekannt gegeben, daß am gegen einen Mann, der von dem Bestand eines preußischen Breß- 10. Ottober der Verein ein Herbstfest im Restaurant Giskeller abgefeßes aus dem Jahre 1851 feine Ahnung hatte und gegen Bezahlung hält und zum regen Besuch aufgefordert hatte, erfolgte Schluß der diese Plakate anheften ließ. Dieses Vorgehen fordert zur Kritik Bersammlung. heraus, die Wirkung aber würde abgeschwächt, wollte man ein Wort dazu bemerken. Unschuld teilte Naumburg dem Landrat telegraphisch mit, daß er der Beranlasser gewesen. Und nun kommt das kaum Glaubliche, was Herr N. in seinem Blatte mitteilt und der Wichtigkeit wegen hier wörtlich folgen mag: würde." Der Eib eines Gendarment. Vor dem Kriegsgericht in Trier Letzte Nachrichten und Depeschen. stand ein Gendarm aus Mettendorf( Bez. Trier) unter der Anklage Kaffel, 24. September.( W. T. B.) Hier wurde vor der Aus Industrie und Handel. des Meineids, der Unterschlagung und der falschen Anschuldigung. Heute den gegen Postbeamten Richard Der Gendarm hatte erfahren, daß eir vor fünf Jahren vom Militär Disciplinarkammer Die Disciplinarkammer erkannte, wie die Das Ende aller deutschen Zuckerkartelle? Nachdem infolge entlassener junger Mann einen Degen besize, der ihm von einem Wagner verhandelt. der Brüsseler Zuckerkonvention der Fortbestand des deutschen Offizier geschenkt worden war. Der Gendarm ging in der Abwesen-" Allgemeine Zeitung" meldet, auf Dienstentlassung, weil Wagner hatten Buderkartells unmöglich geworden war, bekanntlich heit des jungen Mannes in dessen Wohnung, ließ sich den Degen von in und außer dem Dienst sich der Achtung unwürdig ge= die deutschen Raffinerien einen Ring in Form einer dessen Mutter zeigen und nahm ihn ohne jede Erklärung mit. Als macht habe, die sein Amt verlange. Wagner, der persönlich Berkaufsvereinigung gebildet, die zunächst bis zum 24. Februar der junge Mann fein Eigentum zurüdforderte, zeigte ihn der Gendarm erschienen war, erflärte, Socialist und Atheist zu sein, und 1904 bestehen sollte. Die Rohauderfabriken, die sich bei der Staatsanwaltschaft wegen Beleidigung an; jedoch wurde das bat darum, ihm eine Benfion zu gewähren, da er 14 Jahre im wegen ihres Anteil an dem Ueberzoll mit den Raffinerien Verfahren eingestellt. Vor dem Amtsgericht leistete der Gendarm Postdienst gewesen sei. Diese Bitte wurde unberücksichtigt gelaffen. Mostan, 24. September.( W. T. B.) Die Druckereibefizer sind nicht einigen konnten, versuchten mun ihrerseits eine Verkaufs- einen Gid, daß er den Degen von dem jungen Mann geschenkt ervereinigung der Rohauderfabriken zu bilden. Dieser Versuch ist halten habe. Er behauptete vor dem Kriegsgericht: er habe dem noch zu keiner Entscheidung gelangt. Der Oberpolizeimeister erindes gescheitert. Aber auch die Raffinerien scheinen mit der neu- Mann als Gegenleistung ein paar Glas Bier geben wollen, was er flärt, daß die Arbeiter, falls sie nicht bis zum Freitag, gebildeten Verkaufsvereinigung nicht zufrieden zu sein. Wie aber bis jetzt vergessen habe. Durch mehrere Zeugen wurde bewiesen, den 25. September, die Arbeit in den Druckereien aufgenommen Sem Berliner Tageblatt" nämlich aus Hamburg mitgeteilt daß die Behauptung des Gendarmen univahr ist. Der Vertreter der haben, als entlassen zu betrachten find. Die Pässe und ihr verdientes wird, findet am 29. d. Mts. eine Sigung des Raffinerie Anklage beantragte vier Jahre und zwei Monate Zucht Geld werden nach dem Orte ihrer Zugehörigkeit geschickt. Dem Ausfyndikats statt, in der über den Antrag Beschluß gefaßt werden bruch des Ausstandes gingen Zusammenrottungen im Katharinenpart foll, das Raffineriefartell bereits am 1. Ditober statt am 1. März boran. Nachdem die Polizei dieselben zerstreut hatte, trafen bie Seper aufzulösen. Im Fall, daß dieser Antrag angenommen werden in der Umgegend von Moskau zusammen, wo sie ihre Forderungen feststellten. Der Ausstand erfolgte in allen Drudereien allgemein. follte, wäre die Kartellfrage in der deutschen Zuckerindustrie also bis Die Ausständigen durchziehen die Straßen in Trupps, aber ohne auf weiteres endgültig beseitigt. Böse Anschläge gegen die Ehre seiner weiblichen Patienten Lärm zu machen. In den Zeitungsdruckereien find die Bekannt Rheinisch Westfälisches Roheisensyndikat. Der Erneuerung des wurden dem Naturheilkundigen Theodor Weinziehr zur machungen über die neue Arbeitstage ausgehängt. Portland( Oregon), 24. September.( W. T. B.) Vier maskierte Roheisensynditates scheinen sich noch große Schwierigkeiten in den Last gelegt, der gestern unter der Anklage der Notzucht, der versuchten Weg zu stellen. Die Uneinigkeit ist, nach der Rhein.- Westf. 3tg.", Notzucht und Beleidigung in drei Fällen vor dem Sch wurgericht Männer hielten 21 Meilen östlich von hier den Schnellzug der Die Räuber hauptsächlich zurückzuführen auf den Gegensatz zwischen den reinen des Landgerichts I stand. Den Vorsiz führte Landgerichtsdirektor Dregon Railway and Navigation Company an Hochofenwerten und den gemischten Werken. Die Schivierigkeiten Stanzow, die Anflage vertrat Erster Staatsanwalt Steingangen den Lokomotivführer, sie zu begleiten. Sie sprengten den Die Verteidigung führten Die Rechtsantvalte Gepäckwagen, den sie irrtümlich für den Bostwagen hielten, mit gehen allem Anscheine nach von einigen größeren Werken aus, welche brecht. übertrieben hohe Ansprüche stellen. Die Besprechungen betreffs Er- Dr. Schwindt und Ulrich. Als Sachverständige wohnten der Dynamit. Ein Bahnbeamter schoß auf sie und tötete einen von neuerung des Synditats, die in Köln stattfanden, haben noch nicht Verhandlung bei: Medizinalrat Dr. Mittenzweig, der bekannte ihnen. Die übrigen entlamen, jedoch ohne etwas geraubt zu haben. zu nennenswertem Resultat geführt. Die Verhandlungen werden Psychiater Dr. MoII, Gerichtschemiker Dr. Jeserich, die praf- Durch einen unglüdlichen Zufall wurde auch der Lokomotivführer tischen Aerzte Dr. Bertram und Dr. Meißner und der Ver- durch einen Schuß tödlich verwundet. eifrig fortgesetzt. haus, Ausstoßzung aus dem Heere und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Das Kriegsgericht erkannte auf schuldig mur des fahrlässigen Meineids und verurteilte den Gendarmen zu drei Monaten Gefängnis. Berantwortl.Redakteur: Julins Kalisti in Berlin. Inseratentell verantwortlich: 2h.Glocke in Berlin. Drud u. Berlap Borwärts Buchbrucevei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 224. Die 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteipresse über den Parteitag. " " Freitag, 25. September 1903. gab, aber nun, nachdem das Gewitter ausgetobt hat, können wir thatsächlich in weiten Kreisen innerhalb der Partei eine befreudig feststellen, daß es trotz aller Blize und Donner, trotz Sturm rechtigte Unzufriedenheit bestehe. Und nach unsrer Ansicht traf und Brausen nicht das Böse, sondern das Gute gebracht hat. Wir Moltenbuhr mit seinen Ausführungen durchaus das Rechte, wenn er Es liegen heut weitere Aeußerungen der Parteipresse vor, die haben mehr Klarheit als je, wir haben mehr Einheit als je und diese Unzufriedenheit auf die ewige Projektenmacherei der sogenannten hier folgen. wir sind einiger als je in der radikalen Auffassuung der Bewegung." Revisionisten zurückführte. Die ganze Krankheit der ParteiDas Voltsblatt für Bochum" nennt die Mitarbeiter- Die, Bollsstimme" in Mannheim schreibt: bewegung besteht thatsächlich einzig und allein darin, daß die Partei debatte und die Tattildebatte ein reinigendes Gewitter und schreibt Erhobenen Hauptes geht der„ Revisionismus" nach der Dresdener einerseits zu schnell gewachsen ist, während auf der andern Seite danach: Redeschlacht in der Partei umher, Vollmar hat einen moralischen die Durchdringung der Maffen mit mit socialistischem Geiste Der Ton war sehr oft schroff, auch persönlich verlegend. Sieg erfochten, wie er sich unter den gegebenen Umständen voll- damit nicht Schrift gehalten hat. Da immer und immer Stellenweise mochte der Eindruck aufkommen, daß politische ständiger nicht denken läßt. Vom Standpunkt seiner Anschauungen wieder neue Projekte auftauchten, gerieten die Massen, weil Gegner und nicht Parteigenossen sich auseinandersetzen. Rötig aus fonnten die„ Radikalen" nichts Besseres thun, als was sie in in den Grundanschauungen nicht genug gefestigt, in ein Labyrinth war es nicht, daß ein solcher Eindruck hervorgerufen wurde. Dresden unternahmen: einmal vor aller Welt den Anlaß und die der Irrungen und Wirrungen, und es ergaben sich schließlich die beAuch macht es einen deprimierenden Eindruck, wenn einzelne Gelegenheit zu einer eingehenden Erörterung der Frage zu geben, fannten Unstimmigkeiten in der Partei. Dieser fortwährenden Beauf dem Parteitag aktiv vorgegangene Parteimitglieder nicht mehr was es eigentlich um den vielgeschmähten„ Revisionismus“ ist und unruhigung der Parteigenossenschaft durch immer neue Projekte ist mit dem Titel„ Genosse" belegt wurden. Wenn man einen Partei- worin, greifbar aufgezeigt, die Gefahren bestehen, die er für die durch die mit geradezu erbrückender Mehrheit angenommene Regenossen nicht mehr dieses Titels würdig erachtet, dann muß daraus fernere Entwicklung der socialrevolutionären Propaganda mit solution Bebel Kautsky- Singer nunmehr ein Riegel vorgeschoben die Konsequenz gezogen werden. Zweierlei Genossen, von denen die fich bringen soll. Indem es weder Bebel noch irgend einem andren worden. Es bleibt danach bei unsrer bisherigen, sieggekrönten einen mit Herr", die andern mit„ Genosse", betitelt werden, darf Redner der„ radikalen" Richtung gelang, den Nachweis der Taftit. Ein dreimal Wehe aber über den, der es in der nächsten es nicht geben. Schädlichkeit der Bollmarschen Tattif zu erbringen, indem man es Zuluft wieder wagt, wider den Stachel zu löcken!" Die scharfen Worte, überhaupt manches, was in Dresden gefagt streng vermied, gegen bestimmt bezeichnete Personen wegen bestimmt Der Braunschweiger Voltsfreund" äußert sich zue wurde, wird uns im Laufe der Jahre nach München- Gladbacher umriffener Aeußerungen oder Handlungen den Vorwurf programm- nächst ähnlich: Verdrehungsmuster serviert und entgegengehalten werden. Und zum oder principientvidriger Thätigkeit zu erheben, und indem man an- Bei Teilnehmern und Beobachtern hat der Dresdener Parteitag großen Teil waren die Berichte der bürgerlichen Blätter speciell zu diesem statt dessen sich mit blindem Drauflosvernichten ins allgemeine ein niederdrückendes Gefühl hinterlassen. Nicht als ob man Anlaß Zweck tendenziös zusammengestust. Doch damit müssen wir uns ab- hinein begnügte, gab man zu, daß die geräuschvoll inscenierte hätte, an der Zukunft der Partei zu zweifeln und mutlos zu finden. Wir werden den Kampf führen, auch wenn er uns erschwert Brincipienreiterei sich wieder einmal an einem Phantasiegebilde be- werden. Davon kann keine Rede sein; denn die Massen wird. Wurden doch oft genug während des Wahlkampfes seitens thätigen und Gefahren aufstöbern wollte, wo feine vorhanden sind. unsrer Parteigänger, das sei ausdrücklich betont, werden von dem der Gegner Aussprüche von Revisionisten" oder„ Bernsteinianern" un vor der breitesten Deffentlichkeit die wahre Natur des„ Revisio- Gezänke, das man in Dresden zu hören bekam, nur wenig gegen uns ausgespielt. Da verschlägt es also nichts, wenn jetzt Rede- nismus" bloßgelegt und auch der großen Masse derjenigen Barteigenoffen, berührt. Die Massen peitscht der Klassenkampf zur Einigkeit und blüten vom Dresdener Parteitage, Aussprüche von Bebel, Stadt- die ihn bisher unter der Suggestion" raditaler" Wortführer für Einheit. Aber daß nicht dafür gesorgt war, daß in der großen hagen 2c. uns begegnen werden. den Ruin der Bewegung hielten, klar geworden ist, daß sich der Kulturbewegung der Socialdemokratie jene Kleinlichkeiten, die Wir nehmen an, daß durch die Dresdener Aussprache der Weg. Born der allezeit Unentivegten" gegen ein Phantom verschwendet weit bis in die Vicepräsidenten Debatte hineinreichten, bis den wir im Kampfe einzuschlagen haben, wieder frei ist. Wir sind hatte, nun wird das eingehendere, von Vorurteilen und Vor- auf ein restloses Nichts verschwanden, daß es dort in Dresden überzeugt, daß auf dem Fechtboden des Reichstages, in den Parla- eingenommenheit befreite Studium der" revisionistischen" An- den Anschein haben konnte, als bliebe unsre Bewegung menten überhaupt, alle unsre Vertreter wie früher dem Volke zeigen schauungen zu einer noch tieferen Durchdringung der Partei mit den auch nur einen Augenblick bei ihnen stehen, das ist das werden, wo und bei wem die Arbeiterinteressen, die Interessen des in den thatsächlichen Verhältnissen begründeten Anschaungen der bedauerliche Facit von Dresden. Die Parteigenossen im Lande werkthätigen Volkes unentivegt, ohne Heuchelei, ohne Komödie Bernstein- Wollmarschen Richtung führen, und der rabiate Radika- werden im Rechte sein, wenn sie verlangen, daß die dazu berufenen bertreten werden. Darüber hat ja auch schon die Debatte über lismus" wird damit, ganz gegen seine Absicht, eine Stärkung und Instanzen genügend wachsam find, damit in Zukunft die die parlamentarische Thätigkeit unsrer Fraktion keinen Zweifel ge- Verbreitung jener tattischen Ideen im Gefolge haben, die mit Haut fostbare Zeit des Parteitages mußbringender verwertet werden kam Laffen." und Haaren aufzufressen er soeben zum„ Entscheidungskampf" nach im Interesse der Partei und derer, die in ihr die Rettung bom Der, Bolts wille" in Hannover untersucht in einem Dresden ausgezogen war." Joche des Kapitalismus sehen. Das Wort Auers:„ Das hält ja weiteren Artikel unter anderm die Frage, was ein Revisionist sei, Die Meinung des Stettiner Voltsboten" ist ersicht- fein Viech aus!" trifft auch auf die persönlichen Verunglimpfungen und beantwortet sie so: lich aus dem folgenden: und Beleidigungen, die in Dresden fielen, völlig zu. Die Partei Unter Revisionisten versteht man zur Zeit solche Käuze, die" In jeder andren Partei würden natürlich solche Debatten als tann ja ohne Zweifel noch eine Portion mehr davon vertragen, ohne das Bestreben haben, die vorhandenen Klaffengegenfäße zu ver- Sprengpulver" wirken, wie mit Recht schon von andrer Seite ins Wanken zu geraten. Denn die Führer find in der Socialdemo leugnen beziehungsweise zu vertuschen; die die Partei mit betont wurde. Aber ist es denn nötig, daß uns Parteigenoffen im tratie eben nicht die Partei. Aber die Führer sollten nicht vergessen, voller Absicht bon dem Boden des Klassenkampfes ab- Lande die Freude an den gefaßten Beschlüssen dadurch vergällt daß die in Dresden geübte Manier nicht ihre Autorität, drängen und ins bürgerliche Lager steuern wollen, oder wird, daß sich unfre Vertrauensmänner mit persönlichen Invektiven die braucht unsre streng demokratische Bewegung nicht wohl aber wie es in der mit überwältigendem Mehr angenommenen gegenseitig bedenten? Auch die undemokratische Ueberhebung, die Achtung vor solcher Führerschaft nicht steigen läßt, und diese Resolution heißt, die unsre bisherige bewährte, sieggekrönte, auf dem die sich im einzelnen in Dresden bemerkbar machte, läßt sich leider braucht die Partei vor der Masse der Genossen und vor sprechen Klassenkampf beruhende Taktik in dem Sinne ändern wollen, daß ar nicht durch noch so rethorische Musterleistungen verdecken. Sind denn wir es ruhig aus den Gegnern." Stelle der Eroberung der politischen Macht durch Ueberwindung mur Diejenigen Parteigenossen, die am Althergebrachten festhalten? Es wird dann Tadel nach beiden Seiten ausgeteilt, die Mitunfrer Gegner eine Politik des Entgegenkommens an die bestehende Nein, foiveit sind wir noch lange nicht! Es wäre eine Schmach für arbeit an der Zukunft" als unmöglich, die angenommene Resolution Ordnung der Dinge tritt". die Partei, wenn es so wäre. Ist außerdem unser Programm schon jedoch als eine unsichere Entscheidung bezeichnet. Die Feststellung, em Noli me tangere? Wiederholt hat die Partei schon daran daß die Partei keinen Finger breit von ihrer bisherigen Taktik ab geändert, weil sie infolge der Veränderung unsrer politischen und gehen wolle, sei ein unleugbarer Gewinn, aber der Lärm sei unsocialen Verhältnisse daran ändern mußte. Wie sind seiner Zeit die nötig gewesen. Ansichten vom ehernen Lohngesetz geändert worden! Wo waren da Der Augsburger Volkszeitung" entnehmen w die wachenden Konsuln? dieses: Es wird dann festgestellt, daß kein einziger folcher Revisionist auf dem Parteitage namhaft gemacht werden konnte, und darauf fortgefahren: " " 1 " Was nun die angenommene Resolution anbetrifft, so ist es uns Begreiflich, wenn jegt ein Partei- Organ schreibt, daß mit der Resolution durchaus nicht die Absicht verbunden war, ihre Gegner, also Im Lande versteht man den übertriebenen und explosiven Eifer Mehring! war der Schlachtruf, unter dem die revisionistischen die Revisionisten, aus unsren Reihen hinauszudrängen, sondern man nicht, mit dem die Führer sich gegenseitig bekämpften. Außerdem ist Schwarmgeister in die Arena stürzten! Mehring, nichts als habe bloß feststellen wollen, wie stark der revisionistische Flügel die Partei nicht in der unglücklichen Lage, daß sie zu Grunde geht, Mehring! Um herumzulomumen um die unangenehme Mitarbeit an in der Partei ist". Dieser Auffassung können wir nicht zustimmen. wenn sich die Augen eines wachenden Konsuls einmal schließen bürgerlichen Zeitungen und Zeitschriften. Schuld an der MehringWürden die Bestrebungen, gegen welche die Resolution sich richtet, von sollten. Die Socialdemokratie wäre zu bedauern, wenn das zuträfe. Debatte sind in der That diejenigen, die ihn gerufen und aufeinzelnen Personen- wir sagen Personen, nicht Parteigenossen, denn ein Bei aller Hochachtung, die wir vor den Verdiensten und Leistungen genommen haben in die Partei, die ihn in die vordersten folcher Revisionist hätte aufgehört, Parteigenosse zu sein- geteilt, dann des Genossen Bebel haben, können wir jedoch auch seine mensch- Reihen stellten, ja ihn zum Schulmeister des Princips designierten müßten sie aus der Partei entfernt werden, entweder nun, indem lichen Schwächen und Fehler nicht so ohne weiteres acceptieren. trotz seiner anrüchigen Vergangenheit. Kautsky fann es nicht vers man ihnen mittels der Resolution bedeutete, daß ihres Bleibens in Wir sind eine demokratische Partei, welche auch die Meinungsfreiheit ziehen werden, daß er als Redakteur der„ Neuen Zeit" derlei Rollen der Partei nicht länger sein könne, oder indem man sie ohne weitere rücksichtslos vertritt und wir haben bei uns dieses Princip zuerst gerade dem durch alle Wasser gegangenen Mehring zudachte. As Umstände als Abtrünnige ausschloß. Entweder oder. Ein ver- durchzuführen. Es scheint nach allem, was aus den Verhandlungen Entschuldigung weiß man nur die Ausnüßung feiner großen littefchwommenes Mittelding kann es nicht geben. Die Stärke des herausflingt, als wenn der Schmerzensschrei:„ Wir sind zu groß rarischen Geschicklichkeit, seines großen Historifertalents vorzubringen. revisionistischen Flügels in der Partei fonnte durch die Resolution geworden", fast seine Berechtigung fände. Die Parteigenoffen im Alles rächt sich!. auch gar nicht festgestellt werden und ist auch nicht fest Lande haben freilich ein andres Resultat als diesen Schmerzensruf Lange lagen diese Dinge in der Luft. Es mußte zum Strachen gestellt worden, denn diejenigen, die gegen fie ftimmten, erwartet. Mit dem Litteratengezänt" sind die Gegner der Partei kommen. Und gut ist es, daß einmal von Grund aus die Wunden stimmten nicht dagegen, weil sie„ Revisionisten", sondern aus delektiert und unfre Genossen angeefelt worden. Das ist der Erfolg ausgewaschen wurden. Ob die Revisionisten prädestiniert waren, andern Gründen. Klipp und flar haben b. Vollmar, das des Dresdener Parteitages, dieser Heerschau nach den Schlachten Moral zu predigen, lassen wir dahingestellt. Sie, derentwegen angebliche Haupt der Revisionisten, Auer und andre erklärt, daß sie vom 16. und 25. Juni. gerade die erste lange Debatte gepflogen werden mußte, weil sie auf dem Boden des Klassenkampfes stehen; sie konnten also mit Die Resolution über die Mitarbeit an bürgerlichen Blättern hauptsächlich die Anschauungen der weitesten Parteitreise mit Füßen gutem Gewissen, ohne Komödie zu spielen, für die Resolution stimmen. wird dann noch als nicht weitgehend genug bezeichnet. traten, indem sie ihre socialdemokratischen Eier hinüberlegten in find da schwingt sich ein süddeutsches Partei- Organ zu der unverbürgerliche Nester, des Geldes und des bürgerlichen Lobes halber. ständlichen Behauptung auf:" Vollmar müsse die Situation sofort" Es ist tief beklagenswert, daß die Debatten des Parteitages Die Entwicklung bringt solches mit sich; aus dem bürgerlichen erkannt und feine näheren Anhänger auf dem Parteitage überredet eine so häßliche Form, unter der notwendig der ernste Inhalt leiden Lager kommt immer weiterer Zuzug und gerade das Schrifts haben, für die Resolution zu stimmen, um die Schwäche seines mußte, haben annehmen können. So kann und darf es unmöglich steйerelement wird immer zahlreicher, die akademisch Ge- und Flügels nicht erkennen zu laffen." weiter gehen! Wohin soll es führen, wenn an Stelle der Verbildeten. Da heißt es für das Klassenbewußte Pros Die alte Geschichte: Kaum ist durch die gegenseitige Aus- fruchtbringenden Arbeit im Dienste des Klassenbewußten Proletariats letariat der schwieligen Fauft, das das Parteischiff sosprache, die doch an Gründlichkeit und Deutlichkeit nichts zu nußlose und dabei noch erbitterte Streitereien treten, die schließlich weit vorwärts gebracht, auf der Hut sein, daß keine wünschen übrig gelassen, erfolgt, da werden schon wieder aufs neue doch, man mag sagen was man will, einen Stachel auf allen Seiten innere Verseuchung vorkommen oder doch keine Fortschritte machen Verdächtigungen ausgestreut, wird die Fiktion aufrecht zu erhalten zurücklassen müssen! Wenn wir sagen nuglos, so spielen wir damit kann. Unfre Barteizeitungen und Zeitschriften können das Angebot gesucht, als ob doch kauze mit solchen Bestrebungen, gegen welche durchaus nicht etwa auf die beiden hauptsächlichsten Streitpunkte an dieser Leutchen, die entweder aus ehrlicher innerer Ueberzeugung die angenommene Resolution fich richtet, in der Partei vorhanden fich an. Im Gegenteil, deren endgültigen Austrag halten wir sogar oder aus Stellenhascherei in die Partei kommen, nicht decken und wären, und dadurch dem Mißtrauen, dem Argwohn aufs neue nach wie vor für dringend geboten. Als nuglos bezeichnen wir so bieten sie sich den Gegnern an, bewußt oder unbewußt unsre Nahrung gegeben. Auf die wiederholte Frage: Wer den die vielmehr nur das Drum und Dran, die Art und Weise, wie man Sache und die Entwicklung unsres Preßwesens schädigend. Komödianten, wer die Revisionisten seien, ist man auf dem Partei- zu Werke ging. Und ist es nicht ein schlimmes, wahrhaft als aufmerksamer Teilnehmer des Parteitages muß man tage die Antwort schuldig geblieben, mußte sie schuldig bleiben, und betrübendes Zeichen, daß diese persönlichen Reibereien von den sehnlichen Wunsch hegen, daß das Gigerltum int jezt geht der Spektakel schon wieder von neuem los. Richtiger wäre Jahr zu Jahr ant Umfang und Intensität zuzunehmen der Bartei eine bedeutende Abschwächung erfahre, denn es doch, Namen zu nennen und zu sagen, der, der und der sind Re- scheinen? Die Selbstzucht in den eignen Reihen, das Ver- leider haben wir dieser Sorte schon viel biel. Aber bisionisten in dem von der Resolution gekennzeichneten Sinne. Kann antwortlichkeitsgefühl in den führenden Kreisen muß noch weit hauptsächlich bei der Besetzung von Vertrauensstellungen sei's den man feine Namen nennen, dann wäre es besser, man schwiege. Wozu größer werden, sonst hätten die Parteigenossen Grund genug, Genossen allerwärts gesagt:„ Seht Euch die Leute an!" Und mit immer die allgemeinen Beschuldigungen, mit denen man nichts an- schließlich einmal mit der schwieligen Faust auf den Tisch zu Bebel muß man sagen: Wenn sich's um einen Akademiker handelt, fangen tann? schlagen und zu sagen: nun ist des grausamen Spieles aber dann seht ihn Euch zweimal an!" genug!. Jm Lübecker Boltsboten" schreibt D. F.: " " zu Allein das wird wenig helfen. Die Mehrheit der Partei lehnt es ab, in Zukunft die reine Lehre aus diesen Händen zu empfangen. Für sie ist das psychologische Rätsel vollständig gelöst. Und die, denen dieser Ausgang unbequem ist, mögen fich an die eigne Brust schlagen. Sie hatten Wind gefät und mußten Sturm ernten." Aus einem sehr langen, sehr ins einzelne gehenden Artikel der Aus München meldet die Politische Provinz- Korrespondenz": Schleswig- Holsteinischen Voltszeitung" seien diese Auf dem Dresdener Parteitag hat der persönliche Zwist so sehr Die Münchener Post" beginnt heute die versprochene Sätze als ungefähr zusammenfassendes Urteil wiedergegeben: die Tagesordnung beherrscht, daß es gar feine so leichte Aufgabe ist, Artikelferie über den Dresdener Parteitag und schreibt unter Der Parteitag hat somit richtig gehandelt, wenn er milde ge- aus dem Wust der gegenseitigen Verunglimpfungen den fachlichen anderm: Wenn von einem Erfolg dieses Parteitages geredet wesen ist. Er hat den Weg, den die Partei ziehen will und muß, Kern herauszuschälen. Beherrscht, ja vollständig in Anspruch ge- werden kann, so wird es wohl mir der negative sein, daß die aufs nene deutlich und schärfer bezeichnet, er hat ungehörigkeiten nommen wurde der Parteitag von der bereits erwähnten Debatte organisierten Massen aufgerüttelt wurden, damit sie sich für alle und Irrtümer ins helle Licht gesetzt, damit sie vermieden werden über die Mitarbeit von Genoffen an bürgerlichen Blättern und der Zukunft derartige Schaustellungen verbitten und den Führern, die können. Er hat die Einheitlichkeit des Endziels die Eroberung etvig neuen Frage der Taktik. Daß gerade die erstere Frage einen vermeinen, die Partei als Spielball ihrer Laune betrachten zu der politischen Macht durch das Proletariat, um der socialistischen so beträchtlichen Umfang annehmen konnte, ist das Allerbefremdendste. können, noch deutlicher sagen als in Dresden schon geschehen, wie Gesellschaft willen und die Einheitlichkeit der bewegenden Ideen- Fast möchte man auf den Gedanken kommen wenn er nicht gar wenig die Parteiseele gewillt ist, solch schmähliches Gefeife als Klassenbewußtsein, Klassenkampf, Befreiung der Menschheit allein zu ungereimt wäre!, daß hinter der ganzen Mehring- Hege Herr Gegenleistung für unsre große Sache in Zahlung zu nehmen. durch das klassenbewußte Proletariat, scharfe Ablehnung schwächlicher Maximilian Harden- Wittkowsty als Regisseur gestanden habe, daß In Bezug auf Mehring und Bebel sagt das Blatt: Der stürmische Kompromisse, der bürgerlichen Presse und der bürgerlichen Bar in seiner Hand die Fäden zusammenliefen, die den Knoten schließlich Antläger der Revisionisten wurde hier zum beredten Verteidiger. teien unter Zustimmung des rechten wie des linken Flügels schürzten." aufs neue fonstatiert. So hat er den Weg gewiesen, welchen Der Artikel verurteilt dann scharf das Vorgehen gegen Mehring, die Partei ohne Kompromisse und ohne Konzeffionen allein billigt den in der Sache gefaßten Beschluß und fährt fort: gehen will und gehen kann, ihn scharf umrissen und so einen Führer Einen wesentlich erfreulicheren Eindruck als die eben befür alle und eine Warnung für die geschaffen, welche aus blindem sprochene Litteratendebatte machte diejenige über die Taftit. Infolge Eifer, aus Thorheit oder aus Ehrgeiz Neigung haben sollten, über der unbeschränkten Redezeit ist leider nur ein sehr geringer Teil der die Stränge zu schlagen. Die Socialdemokratie hat als radikale Delegierten zu Worte gekommen, was in Anbetracht der Wichtigkeit der proletarische Partei, einer gegen alle, die Triumphe des 16. Juni Materie lebhaft zu bedauern ist. Wie bekannt, sette die Diskussion erfochten, sie will und wird auch als Dreimillionen- Partei erst recht über diesen Punkt mit einer Fanfare Bebels ein. Mag es auch manchem eine radikale proletarische Partei, einer gegen alle, fein und bleiben, Parteigenossen nicht möglich sein, überall der Beweisführung bis sie zulegt der Sieger über alle wird. unfres erfreulicherweise immer noch jugendfrischen Vorkämpfers zu So ist das Ergebnis des Parteitages zu beurteilen, das ist das, folgen, das eine läßt sich von niemand, dem die Partei wahrhaft 22. Sigung vom Donnerstag, 24. September 1908, was man aus den tagelangen Redeschlachten allein richtig heraus- am Herzen liegt, bestreiten, daß die Bebelsche Rede, als Ganzes genachmittags 5 Uhr. Lesen kann. In diesem Sinne schlingt sich durch alle Ver- nommen, ein Wort zur rechten Zeit war. Es war allerhöchste Zeit, Der Vorsteher- Stellvertreter Michelet eröffnet die Sigung im handlungen des Parteitages ein leuchtender roter Faden. Die daß die Spannung, die über der Partei seit Jahr und Tag lagerte, 126 Uhr mit der Mitteilung, daß der Gesundheitszustand des VorLitteraten- Debatte so gut wie die Erörterungen über die Reichstags- endlich einmal ihre Entladung erfuhr. Dieses Hangen und stehers Dr. Langerhans leider noch immer nicht seine persönliche wahl und der große Kampf um die Taktit sind wertvolle und not- Bangen in schwebender Bein hatte geradezu Fürchterliches Teilnahme an den Verhandlungen erlaubt. Sodann giebt er be wendige Bestandteile der Arbeit gewesen, die geleistet werden mußte, an fich. Zwar glaubte Vollmar, der diplomatische Real- tannt, daß vorgestern eine Ehrung der Stadt Berlin bas um aufs neue Klarheit und Aufklärung zu gewinnen. Wir politiker, Bebel als eine Art Gespensterseher hinstellen zu durch stattgefunden hat, daß ein kleiner Kreuzer, Erfaz leugnen nicht, daß es auch unerfreuliche Momente auf dem Parteitag sollen, aber immerhin mußte doch selbst er zugeben, daß Bieten" auf der Danziger Werft auf den Namen der Stadt Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Berlin getauft worden ist. Auf Befehl des Kaisers sei Oberbürgermeister Kirschner ersucht worden, den Taufalt zu vollziehen. Der Stadtv. Duednow( A. L.) hat das Mandat niedergelegt. In den Ausschuß für die Vorlage betreffend die Schaffung eines Nordparks sind u. a. auch die Stadtvv. Augustin, Hinze, Gleinert deputiert. in dieser Frage schaffen? Er kann absolut keine praktische gefordert, wanu fie aufgestellt würden; der Kaiser habe sich alfo tu Arbeit liefern. Wir können nur den Magistrat ersuchen, sich mit der derselben Richtung bemüht wie der Stadtv. Singer.( Heiterkeit.) Frage zu beschäftigen und sich unsrer Auffassung anzuschließen. Der In der weiteren Beratung bemängeln Stadtvv. Wallach und Magistrat hat die Erekutive, er allein hat das Material. Wir dürfen Friederici, daß der Kostenanschlag von 20 000 M. so erheblich überauch nicht den Vorortgemeinden mit einem fertigen Programm schritten und aus Ersparnissen von andrer Stelle Deckung enttommen, sonst würden wir den guten Gedanken des Antrages aufs nommen sei. schlimmste diskreditieren. Erst wenn der Magistrat sich selbst Klarheit Stadtbaurat Krause entgegnet, daß sich die einzelnen Bosten Zum Ersatz für die durch Tod ausgeschiedenen Mitglieder Deter über die Materie verschafft hat, würde er mit den Nachbargemeinden gegenseitig übertragen.( Hört! hört!) und Gemeinhardt werden gewählt: in den Rechnungsausschuß und in Verkehr zu treten haben; nach der Sicherung der Zustimmung Der Antrag wird für erledigt erklärt. in das Kuratorium der Siechenanstalten Stadtv. Kollotowsky, der Gemeinden würde dann eine Kommission zu bilden sein, die Ueber die Zulassung von Medizinern an den städtischen Krankenin die Gasdeputation Stadtv. Brade, in die Grundeigentums- ihrerseits die Vorarbeiten für die einzelnen Gemeinden macht. und Irrenanstalten behufs Ableistung des praktischen Jahres nach Deputation Stadtv. Deutsch, in die Sanitätsdeputation Stadt- Machen wir also nicht das Brimborium eines Gemeindetages um abgelegter ärztlicher Prüfung liegt eine Mitteilung des Magistrats berordneter Nathan. Sämtliche Gewählte gehören wie die Ver- die Sache herum, geben wir zunächst dem Magistrat Gelegenheit sich vor; die Versammlung wird ersucht, sich bis auf weiteres storbenen der Neuen Fraktion der Linken an. mit der Sache zu beschäftigen; es darf kein praktischer Schritt in mit der Zulassung unter den angegebenen Bedingungen einverstanden Zur Verhandlung steht zunächst der am 8. September ein- der Frage geschehen, ohne daß alle Beteiligten von vornherein zu erklären. gebrachte Antrag Augustin u. Gen.: zugezogen werden.( Zustimmung.) Stadtv. Dr. Weyl: Jch befürchte, daß die in der Bevölkerung Die Versammlung ersucht den Magistrat um Auskunft, ob Oberbürgermeister Kirschner: Ich stimme mit dem Vorredner bestehende Abneigung, ein Krankenhaus aufzusuchen, sich überund welche rechtliche Vorschriften bestehen, wonach der Polizei- und dem Antragsteller darin überein, daß Berlin unter tragen wird auf die städtischen Anstalten, wenn die Kranken präsident von Berlin in der Lage ist, den Leitern städtischer den gegenwärtigen Verhältnissen außerordentlich schwer leidet dort Demonstrationsobjekte für die angehenden Aerzte werden. Schulen Anweisungen über den Ausfall des Unterrichts zu erteilen. und jeder gangbare Weg zur Beseitigung dieser Schwierig- Vielfach herrscht thatsächlich auch an Universitäten eine toll Hierzu liegt ein Antrag der Neuen Linken, Rosenow u. Gen., teiten betreten werden muß. Ich bedauere auch sehr, daß gewordene Experimentiersucht. Hier soll mun der erste Schrift gevor, welcher den Vorgang, daß der Polizeipräsident an den Herbst- die Eingemeindung seiner Zeit unterblieb; aber es läßt sich auch ichehen, die Studierenden in unsre Krankenhäuser hineinzulassen. paradetagen die Schulrektoren angewiesen hat, den Unterricht aus- manches anführen, was den Magistrat entlastet. Die Frage wurde Da muß eine Direktive an die dirigierenden Aerzte ergehen, daß die fallen zu lassen, mißbilligt, und den Magistrat ersuchen will, die geeig- nicht nur im Magistrat, sondern auch im Schoße der Versammlung Krankenhäuser zuerst der Kranken wegen da sind, daß die neten Schritte zu thun, damit solche die Schuldisciplin aufs äußerste sehr verschieden beurteilt; und nicht haben sich die städtischen Be- Kranken gefragt werden müssen, daß nicht die Interessen gefährdenden Vorgänge sich nicht wiederholen. hörden überhaupt geweigert, dem Gedanken weiter nachzugehen, der Kranken leiden dürfen. Der Magistrat wird gewiß Der Vorsteher- Stellvertreter Michelet teilt mit, daß ihm der sondern die Frage kam dadurch zum Stillstand, daß die eine beruhigende Erklärung geben. Der Hinweis auf die bezügliche Wunsch ausgedrückt worden sei, die Angelegenheit auf acht Tage zu Regierung auf unfre vielleicht nicht acceptierbaren Vor- vorjährige kultusministerielle Verfügung genügt nicht; es wird froßverschieben, und fragt, ob sich dagegen Widerspruch erhebt. schläge überhaupt eine Antwort nicht gegeben hat. Wir haben dem vielfach noch heute gesündigt. Die Vorlage will sodann die Stadtv. Singer( Soc.) bemerkt zur Geschäftsordnung: Der Vor- das Wunderbare erfahren, daß eine so wichtige Frage eine Heimstätten und die Abteilung für Geschlechtstranke ausnehmen; fteher giebt nicht an, welche Gründe dafür bei ihm geltend gemacht Reihe von Jahren von der Regierung als dringend notwendig höchst die Aerzte halten das für bedauerlich und wünschen, daß ihnen die worden sind, diesen Wunsch auszusprechen. Ich lege Wert darauf, energisch betrieben worden ist und daß dann die Regierung diesen Möglichkeit des Studiums der Geschlechts- und Lungenkrankheiten zu konstatieren, daß der Kollege Cassel, der sich an der Debatte be- notwendigen Schritt zu verhindern entschlossen ist.( Sehr richtig!) nicht genommen werde. teiligen will, sich in einem Zustande hochgradiger Heiserkeit befindet. Ein allgemeines Heilmittel wäre aber auch die Eingemeindung nicht Stadtv. Rosenow befürwortet Ausschußberatung. Grundsätzlich Mit Rücksicht auf diesen Zustand haben wir selbstverständlich gegen gewesen. Hätten wir eingemeindet, soweit Herr Singer wollte, die sei man mit der Vorlage einverstanden. Man erinnere sich aber die Vertagung nichts einzuwenden. Verhältnisse, welche gebessert werden sollten, wären zum Teil doch wohl noch der Ankündigung der Regierung, die Stadt Berlin zu Der Gegenstand wird darauf von der heutigen Tagesordnung geblieben. Heute fahren die Eisenbahnzüge mit doppelter Ge- den Bautosten der Charité heranzuziehen; andrerseits verlange abgesetzt. schwindigkeit und es nehmen eben viel weitere Kreise an dem Ver- der Staat die städtischen Krankenhäuser; hier sei Gelegenheit Ueber die letzten Verhandlungen des Rechnungs- fehr mit Berlin teil als früher. Ob nun der vorgeschlagene Weg gegeben, mit dem Staate sich über dessen Pläne näher zu Ausschusses berichtet dessen Vorsigender, der Stadtv. Friederici. geeignet ist, weiß ich nicht; ich tariere die Schwierigkeiten weit unterhalten. Sei das Abkommen nur auf Widerruf geschlossen, dann Auf die Stellungnahme des Ausschusses gegenüber der städtischen höher als der Antragsteller und meine Hoffnungen sind viel geringer. erübrige sich vielleicht die Ausschußberatung. Kunstkommission ist bereits hingewiesen worden. Letztere hält Nicht in der Steuerverwaltung, nicht in der Schulverwaltung, nicht Stadtrat Weigert: Der Magistrat hat dem Ansuchen der fich für berechtigt, Räume in städtischen Gebäuden ohne Zu- in der Krankenpflege wird durch solche gemeinsamen Verhandlungen Regierung, die Krankenhäuser den Medizinern zu öffnen, nicht stimmung der Versammlung fünstlerisch auszustatten. Auch der ein Resultat erzielt werden, welches der Stadt Berlin vorteilhaft ist; mit leichtem Herzen zugestimmt; wir haben aber jede Magistrat ist dieser Ansicht; nach der Anschauung des Rechnungs- selbst für einen allgemeinen Sprizenverband würde man die allgemeine erreichbare Kautel vorgesehen. Ueber das Bedenken der Beausschusses indessen kann die Versammlung unmöglich der Zustimmung nicht gewinnen. Dazu sind die Nachbargemeinden lästigung der Kranken kann ich den Stadtv. Wehl beruhigen; die Kunstdeputation das Recht haben einräumen wollen, die genehmigten unter sich wieder so verschieden nach Bevölkerung, Größe und dirigierenden Aerzte werden wie bisher das Erforderliche vorkehren. Bauten selbständig zu ändern. In Zukunft könne daher der Ausschuß Steuerkraft, daß es, wenn nicht hoffnungslos, doch überaus Auch die jetzt noch ausgeschlossenen Anstalten werden vielleicht später derartige Ausgaben aus dem Kunstfonds( jährlich 100 000 m.) nicht schwierig sein wird, eine freiwillige Uebereinstimmung ohne Zwang zugänglich gemacht werden können. Wir wollen auf je 50, nicht, mehr für zulässig ansehen, eventuell müsse die Kompetenz der Depu- eines Mehrheitsbeschlusses herbeizuführen. Wenn Sie den Antrag wie der Minister wollte, auf je 25 Kranke einen Praktikanten antation flargestellt werden. annehmen, wird der Magistrat ihn gewiß in wohlwollende Er- nehmen. Das ganze Abkommen ist nur auf Widerruf getroffen. Die Dhne Debatte tritt die Versammlung dem bezüglichen Antrage wägung ziehen und, so weit seine Sträfte reichen, ihm auch nach Differenz in der Charitéfrage kann mit dieser Sache nicht verquickt des Ausschusses bei. kommen. Mir wäre sehr wünschenswert, wenn Sie den Antrag erst werden. Ueber die Prüfung der gegen die Richtigkeit der Wählerin einem Ausschuß verhandelten und sich von den Schwierigkeiten Auf Antrag Rosenow werden die Worte„ bis auf weiteres liste erhobenen Einsprüche berichtet namens des Wahl- ein Bild machten. Man kann ja einen einen Gemeindetag ein in auf Widerruf" verändert und so modificiert der Magistratsantrag prüfungs- Ausschusses Stadtv. Cassel. Von den 321 Einsprüchen berufen, aber damit ist man der Lösung der Frage kaum angenommen. follen 16 als verspätet eingegangen ohne weiteres abgewiesen näher getreten. Vor etwa Jahresfrist habe ich einen Aus städtischen Mitteln sollen dem Reichskomitee zu Gunsten werden. Von den übrigen 305 empfiehlt der Ausschuß, 183 Ein- der Magistratsräte beauftragt, eine Dentschrift auszuarbeiten, der durch die diesjährigen Hochwasser Geschädigten sprüche als berechtigt anzuerkennen und die nachträgliche Eintragung die uns darstellen soll, wie die Nachbarn von Berlin eigentlich aus- 30 000 m. überwiesen werden. der Reklamanten in die Wählerliste zu vollziehen; 122 Einsprüche sehen; die betreffende Denkschrift ist fertiggestellt worden und wird sollen als unbegründet erachtet werden. noch ergänzt. Die Ausschußvorschläge werden auf Antrag Wallach ohne Debatte zum Beschluß erhoben. Von der Neuen Linken ist folgender Antrag des Stadtverordneten Dr. Preuß der Versammlung unterbreitet: Stadtv. Haberland( A. L.) trägt lange Zahlenreihen über die Steuerbelastung und dergleichen der Vororte vor, um die Notwendigkeit der Ausschußberatung darzuthun. wir Stadtv. Dove: Wir sind eben nicht von so schneller Auffassungsgabe( Stadtv. Singer: Sehr bedauerlich!), darum brauchen wir den Ausschuß. Nachdem Stadtv. Preuß nochmals für seinen Antrag eingetreten, geht letterer an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Der Stadtv. Cassel hat mit der Alten Linken folgenden An= trag eingebracht: Die Versammlung beschließt, den Magistrat um Auskunft zu ersuchen, weshalb die Bänke Unter den Linden Stadtv. Singer beantragt die Erhöhung auf 100 000 m. Der Magistrat hätte doch wohl etwas generöser sein können, verfahre er doch auch beim Empfange von Kongressen u. dgl. sehr splendide. Herr Kirschner size im Hilfskomitee an leitender Stelle; wahrscheinlich habe der Magistrat nur aus der Besorgnis, auf Widerspruch in der Versammlung zu stoßen, die Summe so niedrig gegriffen. Nachdem Stadtv. Dinse diesen Antrag bekämpft hat, lehnt die Versammlung ihn ab und bewilligt nur die geforderten 30 000 m. Eine weitere Vorlage betrifft die Errichtung transportables Mietsräume besagt, daß in der Gegend der Elbinger- und Kniprodestraße nicht zu erlangen waren, daß aber die Vermehrung der fliegenden Klassen vermieden werden soll. Die Pavillons sollen schon mit Beginn des Winterhalbjahrs in Benutzung genommen werden. Ohne Debatte gelangt die Vorlage zur Annahme. Schluß 49 Uhr. Aus der Frauenbewegung. Frauenarbeit in Japan. " Stadtv. Kämpf( A. 2.) behauptet, daß das Bestechende, das der Den Magistrat zu ersuchen, mit den benachbarten Stadt- und Antrag auf den ersten Blick habe, bei näherer Prüfung nicht Stand Landgemeinden in Verbindung zu treten, um gemeinsame Ein- hält, und besteht deshalb ebenfalls auf Ausschußberatung. richtungen für die Wahrnehmung und den Ausgleich kommunaler Stadtv. Singer wendet sich gegen die Vorredner. Wir können Interessen innerhalb dieses Verivaltungsbezirks vorzubereiten. von Versammlungswegen nichts erreichen, weil nur der Magistrat Schulpavillons. Acht solche Pavillons( a zwei Klassen und ein Nebens Stadtv. Preuß: Der Antrag will nicht die seit acht Jahren das Material hat. Es ist ja sehr erfreulich, daß das raum) sollen auf dem Gelände an den Straßen 16 und 31a, an fivebende Eingemeindungsfrage wieder in Fluß bringen. Obwohl Material bereits vorbereitet worden ist; die Denkschrift der Olivaer und Thorner Straße aufgestellt werden. Die Kosten Engemeindungsfanatiker, halte ich nicht für wahrscheinlich, daß diese wird für die Versammlung auch von großem Werte sein. der Herstellung belaufen sich auf 189 000 Mark. Die Bes Forderung in absehbarer Zeit Aussicht auf Verwirklichung hat. Aber Aber gerade da wir auf die Teilnahme und Mithilfe der Vorort- gründung die Unzuträglichkeiten, welche sich durch die Zersplitterung der gemeinden angewiesen sind, sollten feinen Schritt ohne Gemeinden um Groß- Berlin ergeben, haben allmählich eine un- diese thun. Lassen Sie sie durch den Magistrat befragen, ob sie leidliche Gestalt angenommen. Berlin ist cerniert von mit dem Gedanken einverstanden sind, und unterbreiten Sie dann einer großen Anzahl größerer und kleinerer Gemeinden, die aber das Material einem aus diesen Gemeinden zusammengesezten ihr sociales und wirtschaftliches Centrum ohne Zweifel in Berlin Ausschuß! selbst haben. Jeder, der in irgend einem Verwaltungszweige arbeitet, tennt diese Hindernisse, welche der Verwaltung Berlins wie der der Vororte durch diese Zersplitterung entstehen, und auch das Publikum wird dadurch in unerwünschte Mitleidenschaft gezogen. Dieses ganze große Gebiet, welches social und wirtschaftlich eine Einheit bildet, muß ein Organ der Verständigung zwischen den einzelnen Gliedern haben. Da Eingemeindung nicht so bald zu erwarten ist, wollen wir auf dem Die neueste Nummer des„ Socialist", des Organs der socials Wege des Antrages versuchen, die schlimmsten Schäden des beArbeitsverhältnisse der Frauen in einer Spinnerei in Matsuyama demokratischen Partei Japans, bringt einen Artikel, in welchem die stehenden Zustandes wenigstens zu mildern durch freie Vereinbarung mit den Vorortgemeinden, durch die Schaffung einer Art Ausgeschildert werden. Man glaubt einen Abschnitt aus dem ersten Bande von Mary' Kapital zu lesen, wo jene Periode beschrieben wird, gleichungsstelle( Buruf: Haager Schiedsgericht!) absit omen! Nein, mehr eine Art kommunales clearing- house. Zunächst müßte so spät aufgestellt und nicht mit Lehnen versehen worden sind. in welcher der menschenvernichtenden Tendenz des aufstrebenden eine Art Gemeindetag stattfinden. Freilich wäre das bloß ein Für den Antragsteller giebt Stadtv. Kämpf eine kurze Be- englischen Kapitalismus noch keinerlei gefeßliche Beschränkungen entAnfang; auf Grund der damit zu gewinnenden praktischen Erfahrungen gründung. Durch die Fortlassung der Lehnen sei der Zwed der gegenwirkten. In der betreffenden Fabrik arbeiten gegen 400 Arwird es vielleicht möglich werden, einen umfassenden Organisations- Bänke, den Passanten Ruhegelegenheit zu gewähren und ihnen die beiterinnen, die in Mädchenheimen" untergebracht sind. plan für dieses Zusammenarbeiten aufzustellen, für den die staat- bequeme Beobachtung des Lebens und Treibens Unter den Linden Ihre Schlafstätten werden als schmutzige ungesunde Löcher geschildert; liche Gesetzgebung natürlich dann das legte Wort au zu ermöglichen, illusorisch gemacht. in einem Raume von 18 X 42 Fuß waren nicht weniger denn sprechen haben würde. Einer Ausschußberatung würde ich nicht Stadtbaurat Krause: In dem Kostenanschlag hätten 20 000. 80 Mädchen untergebracht, und zwar schlief die eine Schicht des widersprechen, obwohl solche erst praktisch würde, nachdem der für Bänke gestanden. Die hergestellten Probebänke hätten nicht die Nachts, eine andre am Tage in denselben Schlafstätten. Die ArbeitsMagistrat sich mit den Vorortsgemeinden in Verbindung gesezt und Billigung des Magistrats gefunden, der monumentalere Bänke hin- zeit der Mädchen, unter denen sich solche von unter 10 Jahren über ihre Geneigtheit, sich auf den Vorschlag einzulassen, Bestimmtes stellen wollte. Der Geh. Baurat Emmerich sei um Lieferung eines befinden, beträgt 12 Stunden pro Tag und es muß abwechselnd eine eruiert hat. Modells ersucht worden; er habe mehrere Entwürfe, darunter einen Woche Nachtschicht geleistet werden. Der Lohn beläuft sich auf 25 bis Stadtv. Dove( A. 2.) beantragt Ausschußberatung. Die Miß- ohne Lehne, eingereicht. Die Bänke sollten nach seiner Ansicht 55 Pf. pro Tag; 25 Pf. aber müssen die Mädchen pro Tag für Kost stände des Verkehrs zwischen Berlin und den Vororten würden all- aus Marmor hergestellt werden. Der Magistrat, der dafür und Wohnung bezahlen. Durch ein raffiniertes Prämiensystem fucht seitig anerkannt; aber die sfizzenhaften Andeutungen über die Aus- hielt, daß solche Marmorbänke im allgemeinen etwas fühl man die Arbeitskraft der Arbeiterinnen bis auf den letzten Blutsführung des Planes bedürften doch noch sehr der näheren Aus- feien( Große Heiterkeit), habe eine Subfommission eingefeßt, tropfen auszumergeln. Die lange Arbeitszeit, die gesundheitsführung. Mit dem impulsiven Hinwerfen eines solchen Ge- welche in ihrer Mehrheit sich für Bänke aus Granit ohne Lehne, wodurch widrigen Zustände, die unzureichende Nahrung, all dies bringt die dankens sei es nicht gethan, auch der Vergleich mit dem sie sich statt auf 1200 auf 700 m. stellen, entschied. Solcher Bänke Mädchen bald so herunter, daß stets ein großer Teil von ihnen gar clearing house hinke bedeutend. Der zu berufende Ge- feien bisher zwölf aufgestellt. Nochmals sei im Juli die Sache im nicht zur Arbeit kommen kann. Um ihren Eifer anzufachen, ist bes meindetag folle leitende Gesichtspunkte aufstellen, das sei Magistrat verhandelt worden, und eine Probebant mit Lehne werde stimmt, daß solche, die im Monat 26 Arbeitstage leisten, einen Tageganz schön, aber damit werde man nicht weiter kommen, wenn sich in nächster Woche zur Besichtigung kommen; ob nun die noch lohn extra bekommen; wer 6 Monate ohne Unterbrechung arbeitet, auch solche Anregung auf dem Ratheder sehr schön mache. Die fehlenden 30 Bänke mit Lehnen ausgestattet würden, könne er jetzt erhält 12 Tagelöhne. Die Mehrzahl der Arbeiterinnen, die einen Prattiter müßten also zunächst einmal sich der Sache annehmen. noch nicht sagen. dreijährigen Kontrakt machen müssen, halten nicht aus, sondern laufen Stadtv. Singer( Soc.): Ich freue mich, daß der Antrag uns Stadtv. Singer kann dem Magistrat für die außerordentliche wieder davon; immer aber findet sich wieder Ersatz für sie aus den feit längerer Zeit endlich einmal Gelegenheit giebt, die üblen Sorgfalt, mit der diese so hochwichtige Frage betrieben ist, nur sehr umliegenden ländlichen Gebieten. Wirkungen der fistalisch furzsichtigen Politit des Magistrats gegen- dankbar sein( Heiterkeit), giebt aber dem Wunsche Ausdruck, daß die über der Eingemeindungsfrage zu unterstreichen. Wir, die wir für ungemeine Energie, die bei der Umgestaltung der Linden, vielleicht die Eingemeindung waren, können für uns in Anspruch nehmen, auf äußere Einflüsse hin, entfaltet ist, auch auf andren Gebieten der damals die Situation besser erkannt zu haben, als der Magistrat. städtischen Verwaltung zur Erscheinung kommen möge. Im übrigen Ganz abgesehen davon, daß wir einer Zeit entgegengehen, wo sei man über die Vorzüge der neuen Gestaltung geteilter Meinung. immer mehr und mehr wohlhabende Leute ihre Wohnung aus Berlin In der Herstellung der Bänke ohne Lehne sei eine gewisse Lieblosig von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. in die Vororte verlegen, teils aus andren Gründen, teils aber auch feit gegen die Benutzer dieser Bänke unverkennbar. Der Hinweis A. 2. 124. 1. In dem Brief kann eine Beleidigung erblickt werden. aus dem loyalen und patriotischen Bestreben, ein paar Prozent Ein- auf den Lustgarten und den Großen Stern sei nicht stichhaltig; 2. Zu dem Berlöbnis gehört Einwilligung des Vaters. Nach vollendetem kommensteuer zu sparen( Buruf), sehen wir die Schul- und Armen- die dortigen Bänke entstammten noch einer Zeit, wo man die, die 21. Lebensjahr können Sie und Ihre Braut ohne väterliche Einwilligung Lasten immer mehr wachsen, sehen wir unsre Krankenhäuser sich sich dieser Bänke bedienten," Pennbrüder" bezeichnete. Heiraten. N. 62. Klagen Sie gegen den Wirt, nachdem Sie ihn unter überfüllen 2c. 2c. Und wie sieht es mit dem Verkehrswesen Der schlichte Sinn der Berliner hätte sich an Holzbänken Fristjekung vergeblich zur Abstellung des Schadens aufgefordert haben, auf aus? Glauben Sie, die Große Straßenbahn- Gesellschaft mit Lehne genügen lassen; aber hente müsse ja alles monumental Beseitigung des Mangels. Der Ausfall der Klage ist aber ein zweifelhafter, Oschelewski. 1. und hätte mit Berlin so umspringen fönnen, wie fie es sein, selbst die Bänke! Und welche Verschwendung wird hier gethut, wenn wir ein einheitliches Groß- Berlin hätten? trieben! 20 000 m. für Bänke! Wo bleibt Herr Kollege Cassel, Freilich, jetzt wird für absehbare Zeit nichts für die Eingemeindung um den Magistrat zur Sparsamkeit zu rufen? Ich hoffe, daß die zu hoffen sein, weil man bei den Agrariern den Wasserkopf Berlin noch fehlenden Bänke mit Zehnen versehen aufgestellt werden. fürchtet. Unter solchen Umständen ist mir die Anregung des An- dürfen uns nicht zum Gespött der ganzen Welt machen.( Widertrages sehr sympathisch. Ich glaube auch, es werden gewisse Gebiete, spruch und Zustimmung.) wo gemeinsame Interessen vorhanden sind, durch direkte Verhand- Oberbürgermeister Kirschner hat auch ursprünglich Bedenken lungen mit den Vorortsgemeinden geregelt werden können. Wie gehabt, die aber durch eine neuerliche Inspektion bei ihm geman das Ding nennt, ist eine Rebenfrage, die Hauptsache schivunden sind. Die Leute nähmen sich auf den Bänken ins Ungemessene steigen soll, so dürfte eine Aufgabe Ihres Geschäfts und ist, eine Einrichtung zu schaffen, wo diese gemeinsamen sehr nett aus. Uebrigens sei weder bei der Regulierung Konkursanmeldung beim dortigen Amtsgericht das Geratenste sein. Interessen erörtert und Beschlüsse darüber gefaßt werden. der Linden, noch in der Banffrage ein Einfluß von außen Adolf M. Sie werden voraussichtlich zur Zahlung der Alimente nur bis Unverständlich erscheint mir der ganz zwecklose Antrag auf geübt worden; der Kaiser habe allerdings einmal an ihn zum Ablauf des 14. Lebensjahres verurteilt werden. Eine schriftliche EinAusschußberatung. Was soll ein Ausschuß unsrer Versammlung telegraphiert, daß die Bänke eine Notwendigkeit seien, und Bericht I gabe ist nuklos: Erscheinen Sie nicht im Termin, so werden Sie vorausals Wir Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends wenn die Schlächterei vor Ihnen eingezogen war. 2. Nein. P. K. 1. Nein. 2. Nein: Sie können aber wegen Betrugs angeklagt werden, wenn Sie der Wahrheit zuwider im Vertrage behauptet haben, die Sachen wären Ihr Eigentum, und wenn das Gericht annimmt, der Bermieter habe mit Rüdsicht auf diese Behauptung vermietet. 363 2. S. 1. Das Eingebrachte Ihrer Frau haftet nur dann für Ihre Schulden, wenn Ihre Ehe vor 1900 in einem Gebiete mit Gütergemein schaftsrecht abgeschlossen ist. 2. Die Leistung des Offenbarungseides hat feine weiteren Folgen. Sie kann nicht vermieden werden, wenn der Gläubiger auf Leistung des Eides besteht. 3. Wenn Ihre Schuldenlast nicht fichtlich in vollem Umfange des Klage- Anspruchs verurteilt werden. nahme in den preußischen Staatsverband ist an den Regierungspräsidenten|- Eisenbahner Spandan, R. 2. P. 20. Nein.-G. 100. Die B. 42. Die Ehe kann aus dem von Ihnen dargelegten Grunde innerhalb zu Potsdam zu richten. Den Staatsangehörigkeits- Ausweis erteilt in Mutter soll schleunigst widerrufen. Wird diese Handlung des Vormundes fechs Monaten nach Kenntnis Ihres Irrtums angefochten werden. Zu- Bremen für die Stadt: die Polizeidirektion, für das Landgebiet: der Land- dem Amtsgericht mitgeteilt, so würde er voraussichtlich abgesett und wegen ständig ist das Landgericht Berlin II. R. K., Genf. Mahnen Sie die herr zu Bremen, für die Hafenstädte Bremerhaven und Vegesack: dic Aemter Untreue angeklagt werden.- K. R. 099. Die Sette wird ohne Ein Behörde: Ihrem Antrag muß stattgegeben werden, wenn Sie den Antrag zu Bremerhaven und Vegesad. Ein Beispiel für einen Antrag auf Auf- willigung des Berpfänders nicht Ihr Eigentum. Sie können, falls eine auf Wiederaufnahme gestellt haben, nachdem Sie nach Deutschland zurücknahme in den Staatsverband ist dußende Male, zulegt im Briefkasten vom Vereinbarung nicht zu stande kommt, auf Bahlung lagen und dann voll gekehrt sind. Haben Sie den Antrag vom Ausland aus gestellt, ohne sich 24. September, im Vorwärts" mitgeteilt. A. P. 21. Ohne Einsicht in strecken lassen. Grenadierstr. 47. Der alte Mietsvertrag läuft weiter. in Deutschland niedergelassen zu haben, so kann, muß aber nicht Ihrem den Gesellschaftsvertrag können Fragen, die sich auf Rechte oder Pflichten der Ihnen steht ein Recht auf Aufhebung des Vertrages oder auf Aenderungen Antrag stattgegeben werden. M. M. Leider nicht... zu spät. Gesellschafter beziehen, nicht beantwortet werden. O. P. 1874. Der in den Einrichtungen, die Sie länger als 3 Jahre widerspruchslos geduldet Suchsdorf. Sind Sie in Preußen im Jahre 1902 aus der Kirche aus Fahrgast würde zum Ersatz der Decke voraussichtlich verurteilt werden. haben, nicht zu. Müller 31. Ohne Einsicht in den Mietsvertrag und getreten, so haben Sie bis zum 31. Dezember 1903 die Kirchensteuern noch 5. 16. 1. Das Testament ist gültig, wenn es eigenhändig ge- und unter nähere Darlegung der polizeilichen Anordnungen ist Ihre Frage nicht zu zu zahlen, von da ab nicht mehr. F. Borgfelde. Ihr Gesuch um Auf- schrieben ist. Sehen Sie den Namen unter, nicht neben das Datum. 2. und 3. Nein. beantworten. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 25. September. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Das Mädchen von Navarra.( La Navarraise). Schauspielhaus. Shakespeares Bierter Abend: Aschenbrödel. Königsdramen. Westen. Der Troubadour. Leffing. Auferstehung. König Heinrich der Fünfte. Berliner. Kater Lampe. Residenz. Sphing. Das beste Mittel. Neues. Belleas und Melisande. Deutsches. Monna Vanna. Central. Die Geisha. Thalia. Der Hochtourist. Anjang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Der Bibliothekar. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Der Fleck auf der Ehr'. Kleines. Nachtafyl Trianon. Die Notbrüde. Deutsch: Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Carl Weiß. Amor in Wichs. Luisen. Die Jungfrau von Orleans. Apollo. Die Liebesinsel. Speciali täten. Winter- Garten. Specialitäten. Metropol. Neuestes! 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Sonntagnachmittag 3 Uhr: Was ihr wollt. Sonntagabend 8 Uhr: Der Fleck auf der Ehr'. IX. Berliner Saison. Panopticum Fröbels Allerlei-Theater Cirkus Busch. Friedrichote 165. Lebend!! die zusammengewachsenen Schwestern. 20 Jahre alt. Violin. Virtuosinnen! OOLOCISCHER CARTEN Täglich ab 5 Uhr nachmittags: Gr. Militär- Konzert. Entree 1 M., ab 6 Uhr 50 Pf. Kinder unter 10 J. die Hälfte. In der Arena: Raubtier- Spielschule. 6 Löwen, 1 Leopard, 1 Hyäne, 1 Bär. Vorstellungen: Wochentags 32 u. 5 Uhr, Sonnt. 12 Uhr, 3%, u. 5 Uhr. Eintritt: Sperrsitz 1 M., Stehplatz 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. fr. Puhlmanns Vaudeville-Theater, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Sonntag, den 27. September cr.: Extra- Vorstellung der beliebten Norddeutschen Sänger. Nach der Vorstellung: Um 10 Uhr: Um 10 Uhr: Großer Extra- Ball. Anfang der Vorstellung 5 Uhr, d. Tanzes Bunft 10 Uhr. Entree 30 Pf. Diese Vorstellungen und Ball finden jeden Sonntag statt. früher Palast- Theater Feen- Palast. Burgstr. 22. Heute: Elite- Extra- Vorstellung: Madame Potiphar. Charaktergemälde in 3 Aften m. Ges. und Tanz von H. Carlos Duchoiv. Ehren- und Vorzugskarten gültig. Entree inkl. Garderobe u. Brogr. 40 B. Morgen und folgende Tage: Genießet das Leben. Sonntag, den 27. September 1903: Bruder Straubinger. Apollo- Theater.tellungen: Luisen- Theater. Die Jungfrau v.Orleans. Eine romantische Tragödie in 5 Atten und einem Vorspiel von Fr. v. Schiller. Anfang 8 Uhr. Sonnabend: 100 000 Thaler. Zum 142. Male: Die Liebes- Insel Clermonts Cirkus Barnum. mit dem grandiosen Post- Ballett. Bailey. Nur noch bis 30.September Miss Mildred de Grey Original- Barfuss- Tänzerin. Photographie. Sonntagnachm. 3 Uhr, zu feinen Messters Biophon, Preisen: 100 000 Thaler. Abends 8 Uhr: Die Jungfrau von Drleans. Montag: 100 000 Thaler. Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Die Notbrücke. Sonnabend: Die Liebesschaufel. 7 Uhr: Genießet das Leben. 11 WINTER CARTEN 8 Freitag, den 25. September cr., abends 7, Uhr: Humoristischer Gala- Abend. Zum 3. Male: „ Berliner Winterfreuden“ Humoristisches Manege- Schaustück Des Cirkus Busch zu Lande und zu Waffer. Die beiden Attraktionen: Claire Riesen- Löwengruppe. Heliot's Paul Mündner's Todessprung. Dir. Busch m. seinen Neudreſsuren. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Freitag: Sonnabend: Keine Vorstellung. Sonntagnachm. 3 Uhr: Dorf und Stadt. Sonntagabend 7 Uhr: Die Löwenbraut. Reichs hallen Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Böhme, Böckmann, Blättner, Schrader u. Eberino.) 8 Uhr, Anfang: Wochentags Sonntags 7 Uhr. Sanssouci. leb. u. Sprech. Das Original Motogirl. Stottbuserthor- Stat. ber Hochbahn. Motogirl.tottbuferthor Montrell. Pöttingers Damen- Quintett. Mlle. Marguerite, In Vorbereitung: Frühlingsluft. sensationelle Löwen- Nummer. 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Allen, die mir bei dem Tode und der Beerdigung meines guten, unvers geßlichen Mannes ihre Teilnahme befundet, sage ich hiermit meinen herzlichsten Dank. 27276 Wine Ida Bertrams nebft Söhnen. Für die liebevolle Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben, unvergeßlichen Mannes 27286 Konfumgenoffenfchaft Berlin n. Umgegend Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Montag, 28. September, abends 8 Uhr, in Dräsels Festfälen, Neue Friedrichstr. 35: 4. ordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäfts- und Rechenschaftsbericht. 2. Beschlußfassung über Berteilung des Reingewinnes. 3. Ergänzungswahlen für den Vorstand und Aufsichtsrat. 4. Vortrag des Revisionsberichts. 5. Antrag Zimmermann u. Gen.: Lieferantengeschäfte dürfen in keiner Weise geführt werden, bestehende Verträge sind zu kündigen. 6. Antrag Stange: Berkaufsstellen mit zwei Angestellten sind den ganzen Tag offen zu halten. Mitgliedsbuch legitimiert. Mitglieder, die noch nicht im Besitz eines solchen sind, legitimieren sich durch die Postkarte vom Amtsgericht. Für den Aufsichtsrat: C. Mücke. Für den Vorstand: Menzel. Müller. Tutzauer. Die Verkaufsstelle 10 ist von Kreuzbergstraße nach Hagelsbergerstr. 20 verlegt. Die Eröffnung der 16. Verkaufsstelle findet Anfang Oktober in der Winsstr. 64 statt. Wohnungen. Nord. 25822* Dudenarderstraße 35, 36, 37 und 38. 1, 2, 3 Zimmer, Küche 2c. Nord- Weft. Dldenburgerstraße 31. 2 u. 4 8immer. Küche, Bad 2c. Süd- Oft. Neanderstraße 11, 11a und 12. 2, 3 und 5 Zimmer, Küche, Bad 2c. Oit. F Heute giebt es wieder rische BlutWurst und Leberin bekannter tadelloser Qualität. Bödikerstraße 30, Ede Gozlerstraße 32. Rich. Augustin, Lindenstr. 69. 2 und 3 Zimmer, Küche, Bad 2c. Näheres daselbst bei den Verwaltern. Läden und Geschäftsräume. Süd- Ost. Neanderstraße 11, 11a und 12. Läden, Lager- und Bureauräume. Dit. 25832 132/6 Böbikerstraße 30, Ede Goßlerstr. 32. Läden mit Wohnung. 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Es ist Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 68/5 Mitgliedsbuch ist mitzubringen. 2 Die Ortsverwaltung. Steinsetzer u. Berufsgenossen von Charlottenburg u. Umgeg.! Dienstag, den 29. September, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung der Steinsetzer u. Berufsgenossen im Lokal der Witwe Wernicke, Bismarckstr. 39. Tages- Ordnung: 1. Die wirtschaftliche Lage der Arbeiter im Steinsetgewerbe und ihre Verbesserung durch die Organisation. Referent: Verbandsborfißender A. Knoll. 2. Regelung der Lohnfrage für 1904. 3. Verschiedenes. STA Sollegen! Es ist Eure Pflicht, zu dieser Bersammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Mit kollegialem Gruß 174/5 Jedes Wort: 5 J. A.: O. Struss, Drangenstr. 2a. Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 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September 1908, ast of almore Die Streiks im Jahre 1902. Gemeindebetriebs- Arbeiter. in Von den gesamten Streits wurden 4244 Betriebe mit 68 217 männlichen und 6164 weiblichen Arbeitern betroffen. Die Arbeiterzahl bezieht sich für die Betriebe, in welchen Arbeiter verschiedener Berufe beschäftigt sind, nur auf die Betriebsabteilungen, in welchen gestreift wurde. TS fommunale Art 942 Fällen während derselben versucht worden, mit den Unternehmern Eine interessante Auseinandersetzung knüpfte sich an einen Anim Unterhandlung zu treten, doch wurde dieser Verſuch in 381 Fällen trag Breuß( Neue Linke), der für gewiſſe kommunale Aufgaben ein zurückgewiesen. Deutlicher kann die Auffassung, welche ein nicht zusammengehen Berlins mit den Vorortgemeinden In Nr. 38 des„ Korrespondenzblattes der Generalfommission" unbeträchtlicher Teil der Unternehmer über die Arbeiterrechte hat, empfiehlt. Zur Begründung seines Antrages wies Stadtv. Preuß hin liegt eine Arbeit des Genossen Legien über die gewerkschaftliche nicht zum Ausdruck kommen. Man muß aber solchen VerStreifstatistik für das Jahr 1902 vor, aus der wir hier das wesent- handlungen beigewohnt haben, um zu wissen, daß bei denselben die auf die kommunale Zersplitterung Groß- Berlins und auf die lichste mitteilen. Diese Statistik weift insgesamt 861 Streits und Unternehmer fast ausnahmslos sich so stellen, als erweisen sie den Schwierigkeiten, die sich für die Berliner Kommunalverwaltung Aussperrungen mit 55 713 Beteiligten auf. Nach der amtlichen Arbeitern eine besondere Gnade, wenn sie zu einer Verhandlung daraus ergeben. Genosse Singer unterstützte den Antrag nachStatistik wurden in dem Jahre 1084 Streits begonnen, von denen zugelassen werden. Nach den Erfahrungen, welche wir bezüglich der drücklich; hier könne zum Teil wieder gut gemacht werden, was vor 1060 beendet sind. Nur über die letzteren werden in der Auffassung der Mehrheit der Unternehmer über das Recht der Arbeiter Jahren der Magistrat durch die in der Ein gemeindungsfrage amtlichen Statistik nähere Angaben gemacht und waren nach haben, eine Aenderung der Arbeitsbedingungen zu verlangen, und von ihm befolgte turzsichtige Politit verdorben habe. diesen an den Streits 53 912 Personen unmittelbar beteiligt. nach dem, was die Streifstatistik über die Möglichkeit, gestellte For Ober- Bürgermeister Kirschner bekämpfte den Gedanken, Ferner wird in der amtlichen Statistik über 51 Aussperrungen mit derungen zu bewilligen, erkennen läßt, kann man nur zu dem Erfür bestimmte wenigstens eine Zwecke 10 305 Beteiligten und 29 Mai- Aussperrungen berichtet, von denen gebnis kommen, daß die für die Streits gebrachten Opfer zum Teil Groß- Berlin zu schaffen, mit großem Gifer, aber geringem 4873 Personen betroffen wurden. Insgesamt berichtet die amtliche hätten vermieden werden können, wenn unser Unternehmertum die Groß- Berlin zu schaffen, mit großem Eifer, aber geringem Mit Recht konnte nachher Herr Preuß, auf Herrn Statistit über 1140 wirtschaftliche Stämpfe mit 69 090 Beteiligten, aljo natürlichsten Arbeiterrechte anzuerkennen geneigt wäre. Die Arbeiter Geschick. über 279 Stämpfe und 13 377 Beteiligte mehr als die gewerkschaft- werden und müssen sich diese Anerkennung erkämpfen und wären Kirschner anspielend, erividern, man habe zu widerlegen versucht, liche Statistit. die Opfer, welche sie dafür bringen, auch noch höhere, als sie es was er selber gar nicht gesagt habe. Die Redner der ,, Alten Linken", Daß amtlicherseits eine größere Bahl Streits festgestellt werden bisher waren. die Herren Dove, Haberland und Kämpf, stellten die Vormuß, als dies durch die Statistik der Generalfommission ge Charakteristisch für deutsche Verhältnisse ist es auch, daß die teile eines Zusammengehens zwischen Berlin und den Vororten nicht schehen kann, ist stets von uns betont worden, weil sich meisten Streits im Jahre 1902 ebenso wie 1901 geführt werden in Abrede, aber sie fürchteten sich, wie Herr Kirschner, vor den die letztere nur auf die Streits erstreckt, welche von den der mußten, um eine Lohnreduzierung und noch 8 Briefer Generalfommission angeschlossenen Organisationen geführt werden. charakteristischer ist der Umstand, daß 47,8 Proz. dieser Streits mit Schwierigkeiten". Der Ausschuß, dem der Antrag überwiesen wurde, Die Streits unorganisierter Arbeiter sowie die von lokalen vollem Erfolge endeten. Das heißt nichts andres, als daß die soll prüfen, ob diese wirklich so unüberwindlich" find. Eine lange Debatte gab es über die Bänke der Linden". Vereinen oder sonstigen Organisationen geführten Streits fönnen in Unternehmer versuchten, den Profitausfall auf Kosten der Arbeiter der gewerkschaftlichen Statistik nicht enthalten sein. Der Verband zu decken, in der Hälfte der Fälle aber davon absehen mußten, weil Die Alte Linke" hatte angefragt, warum diese Bänke keine Lehnen der christlichen Gewerkschaften nimmt seinerseits eine Streifstatistik die Arbeiter Widerstand leisteten. 1902 wurden zur Abwehr von erhalten sollen und nicht längst aufgestellt sind. Stadtbaurat auf und berichtet, daß 1902 von den angeschlossenen Organisationen Lohnreduzierungen 277 Streits mit 7676 Beteiligten, 1901 213 solcher Krause antwortete mit großer Gründlichkeit. Unter anderm 37 Streits geführt wurden, an welchen 2151 Personen beteiligt Streits mit 8533 Beteiligten geführt. waren. Es bleiben trotzdem noch 242 Streits und 11 226 Streifende, sprach er davon, daß manche Leute in der That nicht genug ,, Rückgrat" hätten, um auf lehnenlosen Bänken sigen zu respektive Ausgesperrte, welche nach der amtlichen, nicht aber nach der gewerkschaftlichen Statistik ausgewiesen werden. Damit ist aber können. Es blieb unklar, ob er dabei an seine Kollegen im teineswegs gefagt, daß die amtliche Statistit nunmehr vollkommen sei. Magistrat dachte. Singer geißelte die Verschwendung, Daß feine von der Organisation geführte Streits im Gewerbe die die sonst so sparsame Kommunalverivaltung mit diesen unstattgefunden haben, berichten die Bergarbeiter, Gastwirtsgehilfen und direkt Beteiligten, burch Bermittlung der lokalen Verwaltung der der Schnelligkeit, mit der im vorigen Jahre die„ Linden"-Regulierung Die Streits wurden in 175 Fällen durch einen Vergleich der gemein teuren Bänken treibt. Auf eine Anzapfung wegen Die Streiks und Aussperrungen allein geben aber noch kein Organisation in 184, des Centralvorstandes in 86, des Gewerbe- ausgeführt wurde, konnte Herr Kirschner antworten, daß sie richtiges Bild von dem Wirken der Gewerkschaften in Bezug auf gerichts in 34 und andrer Personen in 24 Fällen beendigt. feinem Winke von oben zu danken sei. Getränkter Stolz flang aus Verbesserung der Lebenshaltung der Arbeiterschaft. Es müßte, um Von den Streits waren 778 mit 16 871 Beteiligten Einzelstreiks, dem Tone, in dem er diese Erklärung abgab. dieses zu vervollständigen, auch nachgewiesen werden, inwieweit die sich nur auf einen Betrieb erstreckten. Nur 88 Streits wurden durch Gintreten der Organisationen eine Besserung der Lohn- geführt, bei denen es fich um ein gleichzeitiges Vorgehen der Arhäuser den jungen Aerzten zur Ableistung eines praktischen Jahres Zu dem Plan, die städtischen Kranten und Irrenund Arbeitsbedingungen erreicht oder eine Verschlechterung beiter mehrerer Betriebe handelte, jedoch entfallen auf diese gemeinhäuser verhindert worden ist, ohne daß es zu einer Arbeitseinstellung fam geführten Streits von der Gesamtzahl der Beteiligten von zu öffnen, sprach von unsrer Seite Genosse Dr. Mehl, der fam. Hierüber berichten wohl einzelne Organisationen für 55 713 allein 38 842. unter anderm darauf hinwies, daß dabei jede unnötige die Statistik, doch fehlen von der Mehrzahl diesbezügliche Angaben, Von den gesamten Kosten der Streits, die 2 237 504 M. betrugen, Experimentiererei mit ben Kranken vermieden so daß auch für 1902 nur für wenige Organisationen summarisch fanten allein 2041 181 M. aus den Mitteln der an den Streits be- werden müsse. Die Magistratsvorlage wurde angenommen mit mitgeteilt werden kann, was nach dieser Richtung hin erreicht worden teiligten Organisationen. 114 906 M. wurden durch freiwillige Bei der vom Stadtv. Rosenow( Neue Linke) beantragten Einist. Es hatten die Bildhauer Lohnbewegungen in 12 Wertstätten träge aufgebracht, 53 593 M. waren Beiträge andrer Gewerkschaften, schränkung, daß die Zulassung der Aerzte„ auf Widerruf" erfolgen mit 77 Beteiligten und wurde voller Erfolg erzielt. Die Böttcher 25 578 M. famen aus allgemeinen Sammlungen und 2246 M. aus solle. hatten 2, die Brauer 24 Lohnbewegungen, welch lettere fast aus dem Auslande. nahmslos erfolgreich waren. Die Lederarbeiter berichten, daß In den Jahren, in welchen die Gewerkschaften ihren un- Für die durch das Hochwasser geschädigten Landdie Konjunktur in der Weißgerberei gut, in der Lohgerberei aber günstigsten Stand hatten, waren sie genötigt, bei Beginn eines striche soll Berlin 30 000 M. beitragen. Genoffe Singer tabelte sehr gedrückt war. Es wurden 11 Lohnbewegungen zur Verbesserung Streits andre Organisationen um Hilfe anzurufen oder Samm- die Knausrigkeit, die der Magistrat hier üben will, und beantragte der Löhne mit vollem Erfolg geführt, während 4 Bewegungen lungen zu veranstalten. Nach der Erstarkung der Organisation tam 100 000 m., aber die Versammlung beschloß, daß es bei 30 000 2. infceniert wurden, um eine Verschlechterung zu verhindern, die teil- man dazu, die Streikkosten aus den Kassen der Ver- bleibe. Nach der Debatte über die Linden"-Bänke machte sich dieser weisen Erfolg hatten. Die Schuhmacher hatten 19 Lohn- bände zu decken. Im Jahre 1902 wurden 91,2 Proz. der Beschluß sehr hübsch. bewegungen mit 1203 Beteiligten, und waren davon 11 völlig und Kosten der Streits von den direkt beteiligten Gewerkschaften 8 teilweise erfolgreich, während bei den Stuttateuren von vier selbst aufgebracht. In den Jahren, in welchen ein Rückgang Lohnbewegungen 3 mit vollem Erfolge endeten. dieses Prozentsages gegenüber den Vorjahren vorhanden, wurden Es haben 861 Streits mit 55 718 Beteiligten, 3224 Wochen Ge- Streits geführt, deren Unkosten zum großen Teil aus den Beiträgen Das gestrige Leichenbegängnis bes Genossen famtdauer und einer Ausgabe von 2 287 504 m. stattgefunden. nicht direkt Beteiligter gededt werden mußten. So 1896 der Streit Meiling wird allen Teilnehmern wohl dauernd unvergeßlich Gegenüber dem Jahre 1901 vermehrten sich die Streits um 66, die der Hafenarbeiter und Seeleute in Hamburg und 1901 der General- bleiben. Es ist gestört und entweiht worden durch eine empörende Fahl der Beteiligten um 6747, während die Ausgabe um 278 384 M. Streit der Glasarbeiter. In solchen Ausnahmefällen ist es selbst. That. Zahlreich, nach vielen Hunderten zählend, hatten sich die ceringer war als im Jahre 1901. Bon den Streifenden waren verständlich, daß von der nicht unmittelbar beteiligten Arbeiterschaft Barteigenoffen in Schöneberg eingefunden, woselbst der Tote im $ 428 Frauen. Genaue Angaben über den Ausgang find für 802 Silfe geleistet wird, und sie wird gern geleistet, weil auch die der Lokale des Genossen Obst aufgebahrt war. An seinem Sarge Streits gemacht, und zwar waren davon 850= 48,6 Proz. erfolg Siffe bedürftigen Gewerkschaften bestrebt sind, die nötigen Mittel an- sprachen Zubeil und Bebet tiefempfundene Worte der Anreich, 156= 19,5 Broz. teilweise erfolgreich und 296 36,9 Proz. zusammeln, um für den Kampf gerüstet zu sein. Darin ist in dem erkennung, in denen sie der stillen und doch so fruchterfolglos. Für 15 Streits war der Ausgang unbekannt, während lezten Jahrzehnt ein ganz gewaltiger Fortschritt erzielt und finden erkennung, in denen sie der stillen und doch so frucht2 Streits endeten, weil der Unternehmer den Betrieb aufgab, und wir darin die Gewähr, daß den Gewerkschaften trotz der Niederlagen, baren Parteithätigkeit des Dahingeschiedenen gedachten; der 12 Aussperrungen auf Zeit erfolgten, ein Erfolg oder Mißerfolg welche sie in langen und schweren Kämpfen erlitten haben, die Gesangverein" Note Relfe" sang die üblichen Trauerlieder. hierbei also nicht zu verzeichnen ist. Zukunft gehört. Alsdann ordnete fich der Leichenzug in gewohnter imposanter GroßAuf die verschiedenen Industriegruppen verteilen sich die Das Jahr 1902 brachte den Gewerkschaften gleichfalls nur bei artigkeit. Aus den meisten Ortschaften des Wahlkreises TeltowStreits so: Das Baugewerbe hatte 347 Streits, an denen der Hälfte der geführten Kämpfe vollen Erfolg. Berücksichtigt Beeskow- Charlottenburg waren Kranzdeputationen erschienen, auch 29 692 Personen beteiligt waren.( Davon kommen auf die Maurer man aber, daß mehr als die Hälfte der Streits zur Abwehr war eine Deputation aus Dresden anwesend, woselbst Meiling 176 Streits mit 15 882 Beteiligten, die Baubilfsarbeiter geführt werden mußten und doch bei diesen die Unternehmer als Parteitags- Delegierter bekanntlich verstorben ist. Außerdem 25 Streits mit 6305 Beteiligten, die Zimmerer 61 Streits mit in den meisten Fällen sich in günstigerer Kampfpofition be finden als die Arbeiter, so ist der Erfolg der Stämpfe des andre Vereine Kränze gewidmet, die meisten waren wie üblich hatten der Parteivorstand, die Partei, Partei, Gewerkschaft und 4287 Beteiligten usw.) legten Jahres durchaus tein ungünstiger zu nennen. Die Verluste, Unter den Klängen welche die Arbeiter in diesen Kämpfen erlitten haben, zeigen aber mit prächtigen roten Schleifen geziert. Trauermusik bewegte der fich wiederum, daß die Rüftung für den Kampf noch nicht ausreichend der Bug feierlich durch Es muß daher das Ergebnis der Streifstatistik eine Mahnung Schöneberg fowie durch das West- und Nordviertel Berlins nach an die Arbeiterschaft sein, weiter zu rüften, die Organisationen zu dem in der Pappel- Allee belegenen Friedhof der Freireligiösen Ges stärken und für die Anfammlung genügender Mittel zur Führung meinde zu. Nicht der geringste Zwischenfall ereignete sich bis dahin, bes Stampfes au forgen. Weiter aber ist zu beachten, daß die obwohl es auffiel, daß vom Rosenthaler Thor ab die Bahr Arbeiter auf das genaueste prüfen müssen, ob es ratsam ist, in der Beit der ungünstigen Konjunktur auf jede Provokation der Unter der patrouillierenden Schutzleute fast zusehends wuchs und die nehmer hin zum Streit zu greifen. Ruhig erwägend und die Polizei Offiziere im Helm waren. Dennoch ahnte niemand Arges, eignen wie die Kräfte fchieden werden, ob das letzte Mittel, welches den Arbeitern zur Strecke keinerlei Anstoß an den roten Kranzschleifen genommen hatte. ob has teste gee, forfam prüfend, muß ent- um so weniger, als die Polizei während der ganzen zurückgelegten Verfügung steht, angewandt werden soll. Stommt es hierzu, dann Da ereignete fich in der Kastanien- Allee unweit des Friedhofes das muß treues aushalten und feste Entschloffenheit den Kampf aus- Unerhörte. Ein Polizeilieutenant drängte sich plöglich in die Reihen zeichnen. Geschieht dieses, so werden wir Schritt für Schritt vor der Kranzträger und rief diesen befehlend zu:" Schleifen ab!" Die wärts kommen und die Zahl der ungünstig für die Arbeiter ver- Genossen, ganz perpleg über ein derartiges Vorgehen, machten laufenden Kämpfe wird wesentlich geringer werden. widersprechend geltend, daß fie doch bisher unbehindert durch die ganze Stadt haben gehen dürfen. Der Lieutenant jedoch wiederholte barsch seinen Befehl, und als demselben nicht sofort Folge wie aus der Erde etwa geftampft, зебл bis zwölf Schußleute Für die Gruppe Metallindustrie und Schiffsbau find 137 Streits mit 10 023 Beteiligten verzeichnet.( Davon entfallen auf die Metallarbeiter 122 Streits mit 8826 Beteiligten, die Werftarbeiter 4 Streits mit 1000 Beteiligten uſtv.) Im graphischen Gewerbe und der Papier Industrie fanden 23 Streits statt, an denen 422 Personen beteiligt waren.( Dabei sind die Buchdruder mit 14 Streits und 345 Beteiligten am zahlreichsten vertreten.) Die Holz- Industrie verzeichnet 178 Streits mit 3712 Be teiligten.( Die größte Bahl dieser Gruppe weisen die Holzarbeiter auf mit 124 Streits und 8129 Beteiligten.) Auf die Bekleidungs- Industrie fommen 58 Streits mit 2809 Beteiligten, die Nahrungs- und GenußmittelIndustrie 43 Streits mit 733 Beteiligten, und auf verschiedene, in den vorstehenden Gruppen nicht eingereihte Gewerbe entfallen 85 Streits mit 5804 Beteiligten. zu verzeichnen 672 1 = tvar. Eine Polizeithat. ant Die Zahl der Angriffstreits war 1902 geringer als 1901, die Zahl der Abwehrstreits aber ganz bedeutend höher. Angriffstreiks find 289 33,6 Proz. aller Streits ( 1901: 291= 40 Broz.) geführt und waren daran 32 659 Personen, Berliner Partei- Angelegenbeiten. geleistet wurde, tamen aus dem nahen„ Prater", darunter 2468 Frauen beteiligt. Diese Streits dauerten zusammen 1212 Wochen und erforderten eine Ausgabe von 1 136 348 M. Er Steglik. Sonntag findet eine Handzettel- Berteilung, sowie die folgreich waren 117= 42,4 Broz, teilweise erfolgreich 71 25,7 Sammlung der Unterschriften betreffend Einsichtnahme der Wähler- und stürzten sich auf die Krangträger. Sie zerrten Prozent und erfolglos 88 31,9 Proz. Abwehrstreits waren liften zur Landtagswahl statt. Treffpunkt für sämtliche Bezirke bei den Schleifen und Kränzen und stießen deren Träger mit den Ebenda findet auch heute Fäusten. Dazwischen stand der Herr Lieutenant, mit seinem Säbel Prozent) mit 23 054 Beteiligten, darunter 960 Frauen, 2012 Wochen Freitag, abends 8, Uhr, eine Vorbesprechung aller Genossen, welche rasselnd. Bald gab es in den vordersten Reihen ein allgemeines Dauer und einer Ausgabe von 1084 661 M. Von diesen Streits fich beteiligen wollen, statt. Durcheinander. Der Leichenzug fam zum Stehen. Zu beiden Seiten waren 23344,3 Proz. erfolgreich, 85 16,2 Broz. teilweise erfolgreich und 208 39,5 Proz. erfolglos. In zivei Fällen endete Mühlenbeck, Woltersdorf, Buchhorst. Mühlenbeck, Woltersdorf, Buchhorst. Deffentliche Versammlung der Straße schrien die Zuschauer laut auf, empört ob des Vorder Streit mit Betriebsaufgabe, 12 Aussperrungen erfolgten auf am Sonntagnachmittag 4%, Uhr in Gerlachs Gasthof Zur Sonne". ganges. Manche Mannesfaust ballte sich vor innerer Wut über Beit und 16 Streits waren am 1. Januar 1908 noch nicht beendet. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Max Kiefel- Berlin über: dieses Treiben, und doch mußten die zornbebenden Genossen In den Orten, in welchen Angriffftreits geführt wurden, waren vor Die Landtagswahl". 2. Diskussion. 8. Aufstellung der Wahlmanns- ihre gerechte Entrüstung bemeistern, um den Schutzleuten den Streits schon 2808 Arbeiter vorhanden, welche die geforderten Kandidaten. 4. Verschiedenes.ph Jism nicht etwa noch Anlaß zu einer Polizei- Attacke nach russischem Arbeitsbedingungen hatten, während in 659 Betrieben für 6356 Arbeiter dae Muster zu geben. Endlich schien die Polizei befriedigt. Vier die Forderungen bewilligt wurden, ohne daß es zum Streit fam. Ein Beweis dafür, daß das, was die Arbeiter verlangten, durchaus oder fünf abgerissene Schleifen nahmen sie als Siegestrophäer mit sich, darunter eine, die sie einer Dame aus der Trauerdroschke entim Rahmen des Erfüllbaren lag. Aber auch ein andrer Umstand rissen hatten. Die übrigen Schleifen hatten die Genossen unter ihren erweist, daß die Arbeiter nicht leichtsinnige Forderungen stellen. Es handelt sich, wie die Gewerkschafts- Statistit ausweist, Kleidern geborgen und konnten sie erst auf dem Friedhof wieder Die gestrige Sigung der Stadtverordneten wurde von Herrn anstecken. Dort hinter den stillen Mauern blieb man endlich vor bei den an Steits Beteiligten um Leute, die um Leute, die über die michelet, dem Vertreter des immer noch kranken Vorstehers, weiteren polizeilichen Ausschreitungen verschont und die Beerdigung jugendliche Leichtfertigkeit hinaus sind und zum größten Zell eine Verantwortung für ihre Familie haben. Von den 55 718 eröffnet mit Worten des Dankes für die große Ehre", die der konnte vor sich gehen, nachdem Genosse wa I ded Manasse eine an den Streiks und Aussperrungen Beteiligten waren nur 3729 Stadt Berlin dadurch erwiesen worden sei, daß man einen ergreifende Grabrede gehalten hatte. Langsam, Groll im Herzen männliche und 577 weibliche unter 21 Jahren alt. Dagegen waren fleinen Kreuzer" nach ihr benannt habe. 26 019 männliche und 2199 weibliche Streifende verheiratet, die ins- Wichelet erntete für feine Höfifche Liebedienerei merkwürdigerweise langen, gleich dem bahingegangenen Freunde ihr Leben dem Kampfe gesamt 48 962 Rinder unter 14 Jahren zu ernähren hatten. Diese nicht ein einziges Bravo. " Lokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. " Herr berließen die Leidtragenden dann den Totenacker, mit dem VerLeute werden sich hüten, unerfüllbare Forderungen zu stellen und Die von der socialdemokratischen Fraktion vor 14 Tagen gegen Willkür und Unterdrückung für Freiheit und Recht zu widmen. ihre Familie der Not preiszugeben, der sie bei Streits ausgefeßt sind eingebrachte Interpellation wegen der Paradetrotz der nur zu oft sehr geringen Streitunterstützung. Es ist daher nichts ferien" konnte auch diesmal noch nicht verhandelt werden. andres als eine Mißachtung der Arbeiter, wenn die Gegner der ArbeiterZur Landtagswahl hat die socialdemokratische Fraktion der bewegung davon reben, daß die Arbeiterschaft leichtsinnig Streifs Herr Cassel, der Rebner der„ Alten Linken", war heiser Stadtverordneten- Versammlung den Antrag gestellt, die Anfangsinsceniere. Stets versuchen die Arbeiter zu einer Verständigung zu geworden, aber unsre Parteigenossen wollten sich das Vergnügen nicht tommen, felbft da, wo der Unternehmer ihnen mit rücksichtsloser entgehen lassen, ihn über diese heifle Sache reden zu hören. Genoffe zeit auf 5 Uhr nachmittags festzusetzen. Brutalität entgegentritt und eine sofortige Arbeitsniederlegung am Singer erflärte sich namens der Fraktion einverstanden mit der Plaze wäre. In 627 Fällen ist 1902 vor der Arbeitseinstellung und in nochmaligen Vertagung. In dem Befinden des Stadtverordneten- Vorstehers Dr. 2 angerhans ist leider die Besserung nicht von Dauer gewesen. Der greife Patient leidet des Nachts viel unter Hustenreiz, wodurch die Statemeh, beeinträchtigt brico e Somerzen, bie fich immer wieder einstellen, find auf die Erkrankung der Nieren und Entzündung des Beckens zurückzuführen. Die Teilnahme an dem Befinden des Erfrankten ist andauernd groß. Frau Walter mit ihrem Begleiter gesehen haben. Hierdurch wurde| treffend den Bau der Gemeindeschule in der Nürnbergerstraße. Zm festgestellt, daß die beiden Bersonen, von Seegefeld kommen, beer Berlauf der Debatte teilte Stadtschulrat Dr. Neufert mit, daß über suchten, in das Baradenlager zu gelangen, dann aber, als sie hier den Termin des Baues dieser Schule noch keine Beschlüsse gefaßt zurückgewiesen wurden, an einem Graben mit steiler Böschung ent- seien. Die im Bau befindliche Gemeindeschule in der Suarezstraße lang gingen. Auf dieser steht auch der Haselnußstrauch, unter dem werde bis Michaelis 1904 fertiggestellt sein, eine weitere GemeindeFrau Walter tot aufgefunden wurde. Nach dem Befund an Ort und schule im Nordosten der Stadt auf der sogenannten Halbinsel bis Stelle ist nicht anzunehmen, daß die Frau sich selbst aufgehängt hätte, Michaelis 1905. Die Gemeindeschulen in der Bleibtreustraße und vielmehr muß sie von einem andren entweder betäubt oder schon Joachimsthalerstraße seien viel weniger start in Anspruch genommen Die Leiche der Er- als die Schulen in andren Stadtgegenden; man könne daher sehr mordeten wurde heute vormittag wieder ausgegraben und wird wohl mit der Erbauung einer neuen Schule auf dem Grundstück tot in die Schlinge gebracht worden sein. heute nachmittag auf dem Friedhof in Dallgow von dem Kreisarzt Nürnbergerstraße noch etwas warten. Dagegen seien die BerGeheimen Medizinalrat Dr. Jänicke aus Spandau und Professor hältnisse der in einem Mietshause in der Wielandstraße unterDr. Straßmann geöffnet. gebrachten Schule sehr schlechte. Einige Klassenräume hätten so uns günstiges Licht, daß der Rektor der Schule sich dahin ausgesprochen habe, er würde fliegenden Klassen" den Vorzug vor diesen Räumen erteilen. Weiter beschloß die Versammlung, vom 1. Oktober ab ihre Verhandlungen stenographieren zu lassen. Das„ Kinderreiche" Berlin ist heute nicht mehr so reich an Kindern, wie es im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts gewesen ist. Infolge der Verminderung der Geburtenhäufigkeit, die, wenn von vorübergehenden Unterbrechungen abgesehen wird, nun schon über 25 Jahre andauert, ist in Berlin der Anteil der Kinder an der Gesamtbevölkerung mehr und mehr heruntergegangen. Zu den drei Altersgruppen 0-1 Jahr“,„ über 1-6 Jahr",„ über 6-15 Jahre" hatten bei der Volkszählung von 1890 noch 39 312, 153 817, 239 836, zusammen 432 965 Kinder Die Obduktion der Leiche der Frau Walter, die nach der Ausgehört, gegenüber einer Gesamtbevölkerung von 1578 794 Personen. grabung von ihrem Vater, einem pensionierten Feldwebel, und ihrer Dagegen wurden im Jahre 1900 in diesen drei Altersgruppen Schwester, der Ehefrau Thomas, an gewissen Merkmalen bestimmt 39 259, 170 719, 275 795, zusammen 485 773 Kinder gezählt, erkannt wurde, hatte kein bestimmtes Ergebnis. Die Untersuchung bei einer Gesamtbevölkerung von 1888 848 Personen. Hiernach war durch die vorgeschrittene Verwesung sehr erschwert. Eine waren unter je 1000 Personen der Gesamtbevölkerung im Jahre 1890 Strangulationsmarke war zwar noch nachzuweisen, aber es konnte Beim Spielen ertrunken ist der neun Jahre alte Sohn Emil des noch 274 Kinder bis zu 15 Jahren, im Jahre 1900 nur noch 257. nicht festgestellt werden, welche Bedeutung sie hatte. Auch Gift Bretterträgers Fürst aus der Löwestr. 25. Der Knabe brachte am Der Rückgang ist verhältnismäßig am stärksten bei den im Säuglings- fonnte nicht ohne weiteres in dem Körper nachgewiesen werden. Es vergangenen Sonnabendnachmittag seinem Vater Kaffee nach dem alter stehenden Kindern. Unter je 1000 Personen waren 1890 war also nicht möglich, die Todesursache durch die Obduktion allein Holzplatz am Rottbuser Ufer 58, auf dem er beschäftigt war, und noch 25, aber 1900 nur noch 21 Kinder des 1. Lebensjahres, so daß festzustellen. Die Aerzte entnahmen daher der Leiche mehrere Teile, bestieg dann das Beiboot eines Lastkahnes, der im Kanal anterte, der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung sich in um sie durch einen Chemiker noch genauer untersuchen zu lassen. um zu spielen. Nachdem man ihm eine Weile noch gesehen hatte, einem Jahrzehnt um rund ein Sechstel vermindert hat. Die Zahl der Auch die Art der Verlegungen, die die Frau an beiden Hand- war er auf einmal verschwunden und kam nicht mehr zum VorSäuglinge war, wie oben ersichtlich, bei der Zählung von 1900 fogar oberflächen hatte, soll noch näher geprüft werden. schein. Man vermutete gleich, daß er beim Spielen über Bord ges an sich geringer als zehn Jahre vorher. Beträchtlich vermindert hat Beim Abspringen von einem fahrenden Straßenbahnwagen fallen und unbemerkt gleich untergegangen sei. Diese Annahme hat fich sodann auch der Anteil der Kinder des 2. bis 6. Lebensjahres, wurde gestern abend gegen 10 Uhr der in der Kastanien- Allee 28 sich bestätigt. Nach langem Suchen fand Fürst seinen Sohn gestern obwohl deren Zahl an sich gestiegen ist. 1890 gehörten zu dieser wohnende Tischler Hermann Graß, welcher einen Straßenbahnzug als Leiche im Wasser wieder. Altersgruppe noch 97, dagegen 1900 nur noch 90 von je 1000 Per- der Linie 51( Schönhauser Allee- Victoria- Luiseplatz) benutte, fonen, mithin stellt sich die Verminderung hier auf rund ein Vier- sehr schwer verletzt. G. befand sich auf der Vorderplattform des zehntel des früheren Anteils an der Gesamtbevölkerung. In der Anhängewagens und wollte diesen an der Ecke der Kastanien- Allee Altersgruppe des 7. bis 15. Jahres endlich ist der Anteil nur um ein und Schwedterstraße verlassen und sprang der Fahrtrichtung entgegen Fünfundzwanzigstel heruntergegangen; in diesem Alter standen 1890 gesetzt ab. Der Tischler stürzte und blieb besinnungslos liegen. Er noch 152, 1900 noch 146 bon 1000 Personen. Diesen Ver- hatte eine Gehirnerschütterung und Lähmung des rechten Beines minderungen des Anteils der Kinder an der Bevölkerung steht gegen erlitten und wurde nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht. über eine entsprechende Vermehrung des Anteils der über 15 Jahre alten Personen. " Schwer verunglückt ist am Mittwochabend der 59 Jahre alte Tischler Hermann Graab aus der Kastanien- Allee 28. Der bejahrte Die Konsum- Genossenschaft Berlin und Umgegend versendet für Mann brachte seine Schwägerin, die ihn besucht hatte, nach der das vierte Geschäfsjahr ihren Rechenschaftsbericht, dent wir folgendes Straßenbahn an der Ecke der Fehrbellinerstraße und der Schönentnehmen: Das vergangene Geschäftsjahr 1902/03 war für unsre hauser Allee und stieg mit ihr auf, um das Fahrgeld für sie zu beGenossenschaft insofern von großer Bedeutung, als es den Zusammen- zahlen. Beim Verlassen des Wagens fiel er hin, schlug mit dem schluß der Vereine„ Nord"," Süd"," Schöneberg" und" Weißensee" zu Hinterkopf auf das Straßenpflaster auf und zog sich eine schwere einem großen Ganzen mit sich brachte. Während„ Nord“ und„ Süd" Gehirnerschütterung zu. Der Zustand des Verunglückten war so sich am 1. Juli 1902 zusammenschloffen, folgte Schöneberg" am bedenklich, daß man ihn mit einem Lückschen Rettungswagen nach 18. Auguft und Weißensee" am 1. Oftober 1902. Die vereinigten dem Lazarus- Krankenhause bringen mußte. Vereine nahmen den Namen„ Konsum- Genossenschaft Berlin und Umgegend", E. G. m. b. H., an. Die Genossenschaft unterhält ein Feuerbericht. Durch unvorsichtiges Umgehen mit Licht entstand Centrallager und 15 Verkaufsstellen. Beschäftigt wurden ein Geschäfts- in der Lindenstraße 67 ein Brand, wobei Petroleum und Papier 2c. führer( 3000 M.), ein Geschäftsführer( 2000 M.), ein Kassierer( 2000 M.), in Flammen aufgingen. In der Prinzenstraße 38 gerieten Scheuerein Buchhalter( 1560 M.), ein Haupt- Lagerverwalter( 1800 m.), ein tücher u. a. in einer Bäckerei in Brand und am Alexander- Ufer ein Lagerhalter( 1700 M.), zehn Lagerhalter( je 1800 m.), zwei desgl. Bauzaun. Werk, Abfälle 2c. brannten Gartenstraße 54 und Kartons, ( 1896 M.), zwei desgleichen( 1944 M.) und einer desgleichen Verbandsmaterial, Tiſche u. a. in einer Packammer. Einem Alarm ( 1960 M.). Zwei Martthelfer( 18 und 27 M.), eine Verkäuferin nach dem Offizierkasino in der Prinz August von Württembergstraße ( 45 M.), zwei desgleichen( je 70 M.), eine desgleichen( 75 M.), fünf lag ein Brand im Heizungskeller zu Grunde. Teer u. a. brannte in desgleichen( je 80 m.), fünf desgleichen( je 85 M.), sechs desgleichen der Waldemarstraße 25. Durch die Explosion einer Benzinlötlampe ( je 90 M.), drei Lagerarbeiterinnen( 16, und je 14 M.) und 15 Reine entstand in der Swinemünderstraße 69 ein Brand, wobei Gardinen 2c. machefrauen( 12-15 M.). Jeder Angestellte außer den legteren be- in Brand gerieten. Außerdem hatte die Wehr noch am Engel- Ufer tommt jährlich eine Woche Urlaub unter Fortzahlung des Gehalts. und andren Orten zu thun. Die vollen Beiträge zur Kranken- und Invaliditätsversicherung Zeugen gesucht. Die Personen, welche dem Streitfall beiwohnten, werden für die versicherungspflichtigen Angestellten von der der sich zwischen einem Schutzmann und einer Civilperson in der Genossenschaft bezahlt. Die Sonntagsruhe ist vollständig durch Nacht zum Dienstag gegen 12 Uhr am Weddingplatz abgespielt hat, geführt. Die Verkaufsstellen sind geöffnet von 8-1 und 3-8 Uhr, werden dringend gebeten, sich bei Mitthahn, Puttligstraße 12, of Sonnabends bis 9 Uhr abends. Von der Großeinkaufs- Gesellschaft parterre( Hauffe), zu melden. deutscher Konsumvereine zu Hamburg haben wir für 340 000 Mark Waren gekauft. Auf Grund des preußischen WarenbaussteuerGesezes waren wir gezwungen, eine ganze Anzahl Artikel eingehen zu lassen. Durch Einführung neuer Artikel hoffen wir aber, den Ausfall decken zu können. Ueber die Einrichtung der Spar taffe, welche am 1. Auguft des laufenden Geschäftsjahres in Straft trat, ist zu berichten, daß die Mitglieder dieselbe sehr rege benutzen. Dies ist ohl der beste Beweis für das große Vertrauen, welches die Genossenschaft genießt. vormittag in der Kaiser Friedrichstraße damit beschäftigt, einen Rigdorf. Zwei städtische Gasanstaltsarbeiter waren Donnerstags Neubau an das Gasleitungsne z anzuschließen. Zu diesem Becke arbeiteten beide in einer ziemlich tiefen Grube vor dem Neubau. Plötzlich fiel einer der Arbeiter besinnungslos um, und auch der zweite fühlte, daß ihm die Sinne schwanden, hatte aber noch die Geistesgegenwart, seinen Kollegen mit aus der Grube herauss zuziehen. Dann brach auch er bewußtlos zusammen. Beide Arbeiter hatten beträchtliche Mengen Gas eingeatmet, welches der undichten Leitung entströmt war. Man rief sofort die Feuerwehr mit ihrem Sauerstoffapparat und den Arzt der Unfallstation herbei, welche binnen wenigen Minuten eintrafen und sofort mit dem Sauerstoffapparat Wiederbelebungsversuche machten, die erfreulicherweise besten Erfolg hatten. Alsdann wurden beide Verunglückte nach ihren Wohnungen geschafft.- In der Schraubenfabrik von Gebr. Beermann in der Lahnstraße geriet am Mittwochabend beim Aufstellen eines Dampftessels de: unverheiratete Arbeiter Emil Bindler durch Rutschen des Kessels unter denselben und erlitt dabei starte Rippenquetschungen und innere Verletzungen. Die zur Hilfe gerufene freiwillige Feuerwehr brachte den Verunglückten zunächst nach der Unfallstation XII, von wo aus er sodann nach einem Strankenhause gebracht wurde. Ueberfallen und schwer verletzt wurden in der letzten Nacht in Lichtenberg der Kaufmann Paul Horn und der Arbeiter Otto Winkler. Beide begaben sich gegen 2 Uhr nachts von einem Restaurant aus auf den Heimweg, als sie in der Nähe des neuen Lichtenberger Bahnhofes plößlich von Strolchen angefallen und derart mit Messern bearbeitet wurden, daß sie zu Boden santen. Die Strolche ergriffen die Flucht. Ein Arzt aus Friedrichsfelde, wohin sich die beiden Schwerverletzten mit Aufbietung aller Kräfte fchleppten, ordnete ihre fofortige Ueberführung nach dem KrankenHause am Friedrichshain an. Der Arbeiter Winkler ist besonders schwer verletzt. Er hat unter anderm einen Stich in die Lunge ers halten, so daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Von den Strolchen fehlt jede Spur. Die Sicherheitszustände im östlichen Teile von Lichtenberg sollen im allgemeinen viel zu wünschen übrig lassen. Vermischtes. Berliner Winterfreuden heißt das Manegeschaustüd, das der Cirkus Busch für diese Saison seinem Publitum bringt. Aus dem Titel schon ist zu entnehmen, daß erschreckende Abenteuer und Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnes Verwickelungen dem Helden dieses Dramas erspart bleiben. Brückeneinstürze und Elefantenjagden, die in der vorigen Saison den Inhalt Deutschlands, Bezirk Berlin Süden. Freitagabend 9 Uhr: Sigung bei der Pantomime bildeten, giebt es diesmal nicht, und die Ereignisse Bannemacher, Dresdenerstr. 45. Vortrag des Kollegen Urban über:" It Berliner Tanzlehrer- Verband. Heute, Freitagabend 9 Uhr, be spielen sich so angenehm ab, wie es unter der Kontrolle der Berliner§ 63 des Handelsgesetzbuchs zwingendes Recht?" Gäste find willkommen. Polizei nur möglich ist. Der Schauplatz des Stückes ist die Rousseau- Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, außerordentliche Generalversammlung. Das Die Bahnsteige der Berliner Bahnhöfe sind fast sämtlich in Insel im Tiergarten, die wir uns, da im Cirkus eine famose Rutsch- Erscheinen eines jeden Kollegen ist dringend notwendig. bahn zu ihr führt, etwa in Verbindung mit dem Kreuzgebirge zu Etagenhöhe angelegt, und das Ersteigen der Treppen wird besonders denken haben. Hier walten Wärter Piepenbrink und Gemahlin ihres franten Personen sehr beschwerlich. Die Eisenbahndirektion Berlin Amtes und warten gespannt der Ueberraschungen, die der rauhe weist in einer neuerdings erlassenen Bekanntmachung darauf hin, intertag ihnen und dem Publikum bringt. Und interessant ist so daß franken Fahrgästen die Benutzung der Gepäck- Aufzüge nach resp. ein Wintertag auf der Eisbahn. Alles, was irgendwie Namen und Vier englische Bergsteiger verunglückt. Einer der schwersten von den Bahnsteigen gestattet ist. Die Bedienung der Fahrstühle Bedeutung hat im Leben der Reichshauptstadt, giebt sich hier ein unglüdsfälle, welche die Annalen des englischen Bergsportes vers darf unter allen Umständen nur durch das Fahrpersonal erfolgen, Stelldichein; Wurstmag und Roland vom Kemperplatz, Siegellack zeichnen, hat sich, wie wir bereits kurz meldeten, in Cumberland dagegen lehnt die Bahnverwaltung, wie in der Bekanntmachung be- und Berolina, und ferner noch ihrer Bedeutung nach in sinnig ver- ereignet. Vier junge Männer sind bei dem Verfuch abgestürzt, die fonders hervorgehoben wird, jede Verantwortung für etwaige bei der fleinertem Maßstabe Richard Wagner, Begas, Bürgermeister nur 3210 Fuß hohe, aber schwierige Scafellspiße im Mittelpunkt des Beförderung entstehende Unfälle ab. Kirschner und Maler Menzel. Dann kommen Schlittschuhläufer berühmten sogenannten Late- Distrikt im Nordwesten von England Gefährdung des Staates durch einen Hofbuchhändler. Eine beiderle Geschlechts, Schlitten- und Automobilfahrten mit lustigen zu ersteigen. Alle vier Touristen waren zusammen angefeilt. Drei Konfistation, die nicht verfehlen dürfte, gewisses Aufsehen zu erregen, Abwechslungen und vor allem ein Ballet, so prächtig, wie der Cirkus blieben auf der Stelle tot, der vierte wurde von einer Hilfskolonne ist vom hiesigen Amtsgericht I verfügt worden. Bei S. Mittler es überhaupt nur bieten kann. Daß über eine solche Fülle von Ge- noch lebend angetroffen, erlag jedoch, während man ihn auf einer u. Sohn wurde das Heft 5 des Jahrgangs 6 der Kriegs- nüffen schließlich die Winterszeit zu Rande geht und der Frühling Bahre nach Wastdale hinabtrug, seinen schweren Verlegungen. An technischen Zeitschrift" mit Beschlag belegt. Das betreffende das Eis bricht, ist kein Wunder, und so löst sich das Winterfest am derselben Stelle hatte vor wenigen Jahren schon Professor Marshall Schluß mit Wohlgefallen in eine Wasserpantomime auf. Ein Polo- das Leben eingebüßt. Heft der im Verlage der Hofbuchhandlung erscheinenden Zeitschrift spiel im Wasser unterhält die Zuschauer; noch hübscher aber ist am sollte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft in einem Artikel einen Schluß die Baggermaschine, die hier als jinnreich konstruierter Verstoß gegen§7 des Reichsgesetzes vom 3. Juli 1893( Verrat Rettungsapparat gedacht ist und die Schwimmenden mit Eleganz an militärischer Geheimnisse) enthalten. Das zuständige Amtsgericht ist die Oberfläche befördert. So finden die Berliner Winterfreuden jetzt dieser Ansicht beigetreten. Die Sache wird, nach einem hiesigen einen Abschluß von wahrhaft bestrickender Annehmlichkeit. Oschersleben, 24. September. Vor einigen Tagen verstarb hier Blatt, noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Arbeiter- Samariter- Kolonne. Wir machen schon jetzt darauf auf die neunjährige Tochter des Arbeiters Meyer, nach ärztlicher Feft Ein Tiergarten- Gründer. Auf Veranlassung der hiesigen Staats- merksam, daß am 5. Oktober in der Filiale Brunnenstr. 154, und stellung an Gehirnentzündung. Da das Kind, nach Ansicht der anwaltschaft wurde der Architekt Kossub in Chemnitz verhaftet und am 12. Oftober in der Centrale Dresdenerstr. 45 je ein neuer Kursus Mutter, in der Schule vom Lehrer Schläge über den Kopf erhalten nach Berlin übergeführt. Die Ursache seiner Verhaftung hängt viel- beginnt. In einer großen Stadt wie Berlin kommen in Fabriken haben soll, wurde die Erhumierung der Leiche angeordnet, über den leicht mit der von ihm beabsichtigten Gründung eines Boologischen und auf Bauten Unfälle in großer Zahl vor und es dauert oft Obduktionsbefund wird Stillschweigen beobachtet. Hier fann ein im " Baskott zum Tode verurteilte 21jährige Spalek hat sich eine halbe Der vom Schwurgericht in Pilsen wegen Ermordung des Maurers Laskott zum Tode verurteilte 21jährige Spalek hat sich eine halbe Stunde vor der Hinrichtung in seiner Belle erhängt. Gartens in Chemnik zusammen. Auch in Bromberg beabsichtigte längere Zeit, bis ein Arzt zur Stelle ift. üßen; dort heute morgen in der Papierfabrik von Euler ein Cylinder, unAnbauten einäscherte. list früher fehr viel oft sogar ist sofortige Hilfe entscheidend für das Leben des Verlegten. wobei ein Werkführer getötet und vier Arbeiter schwer verletzt gelangte der Plan nicht zur Ausführung. Ein alter Arzt sagt, das Schicksal einer Wunde hängt von demjenigen wurden. Arbeiter Risiko. Von gewerkschaftlicher Seite schreibt man ab, der den ersten Verband anlegt. Sehr mit Recht, denn wenn ut Köln, 24. September. In dem benachbarten Poll spielten Kinder uns: Auf dem Schulneubau in der Puttbuser Straße zwedmäßige und falsche Mittel angewandt werden, so find die Folgen mit Feuer, wodurch ein großer Brand entstand, der drei Häuser mit ist gestern mittag 1 Uhr ein Arbeiter beim Abladen von einer falschen Hilfeleistung oft in Wochen und Monaten nicht wieder Granitsteinen schwer zu Schaden gekommen. Er geriet so unglücklich gut zu machen. Der Zweck der Arbeiter- Samariter- Kolonne ist nun unter einen der Steine, daß ihm beide Beine gebrochen wurden. nicht, das Heer der Kurpfuscher zu vermehren, sondern wirklich Innsbrud, 24. September. Im Fort Nauders fand eine Er Nachdem er eine Stunde auf der Unglücksstelle gelegen hatte, wurde brauchbare Samariter auszubilden. Die Kolonne unterhält zu plosion statt, wobei ein Artillerist so schwere Verlegungen davon er in ein Krankenhaus gebracht. Auch bei diesem Unfall trat wieder diesem Zwed Lehrabende, in welchen unter Leitung bekannter trug, daß er verstarb; drei Mann wurden lebensgefährlich, einige ein Uebelstand zu Tage, nämlich das Fehlen von jeglichem Verbands- praktischer Aerzte die Teilnehmer durch theoretische und praktische andre leichter verletzt. zeug. Daß an dem Neubau noch nicht mehr Unglüdsfälle geschehen lebungen im Samariterdienst ausgebildet werden. Außerdem steht d find, ist ein Wunder; es wird dort mit solcher nnverständigen Hast zum Selbststudium eine reichhaltige Bibliothek zur Verfügung. Mit Marktpreise von Berlin am 23. September 1903 gearbeitet, daß die Verbandsleitung der Maurer sich ins Mittel legen glied kann jeder Arbeiter und jede Arbeiterin werden, welche das nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. und den von der Firma Mar Richter ausgeführten Bau sperren achtzehnte Lebensjahr erreicht hat. Auf Wunsch werden Lehrpläne* Weizen, gut D.- Ctr. 15,70 15,68 Startoffeln, neue D.- Ctr. mußte. Wenn ein Arbeiter es bisher wagte, auf die vorhandenen vom Vorfizenden E. Stein- Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 40, Mißstände aufmerksam zu machen, so wurde er vom Polier Schulz zugesandt. Alles Nähere siehe Inserat in der Sonntagsnummer. Vielleicht richtet die städtische Bauohne weiteres entlassen. verwaltung endlich ihr Augenmerk auf die an diesem Bau herrschenden Zustände. 7,00 4,00 " 1,80 1,20 1,50 1,10 1,80 1,20 " 1,80 1,20 1,80 1,20 Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier 12,30 11,30 Starpfen mittel " 15,66 15,64 gering 15,62 15,60 " * Roggen, gut 12,85 12,83 " mittel " " gering " 12,81 12,79 12,77 12,75 14,50 13,50 mittel 13,40 12,40 gering mittel " " gering + Gerfte, gut thafer, gut 16,00 14,90 Aale 14,80 13,80 Bander 13,70 12,70 Hechte 2,60 2,00 4,50 2,60 2,40 1,20 2,60 1,50 60 Stüd 1 kg " 3,00 1,20 2,40 1,20 1,80 0,80 4,32 " 7,00 4,80 Schleie 3,00 1,40 " 40,00 25,00 Bleie 1,40 0,80 " 50,00 25,00 Krebse 60,00 20,00 per Schod 20,00 3,00 3,66 Barsche Theater. Im Schiller Theater befindet sich gegenwärtig das Schauspiel, Die Stügen der Gesellschaft" in VorStraßensperrung. Die Kronenstraße von der Jerufalemer- bis bereitung. Die erste Aufführung wird anfangs Ottober am Schiller zur Markgrafenstraße wird wegen Asphaltierung von heute ab bis Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater) stattfinden.- In Octave Mirbeaus Komödie, Geschäft ist Geschäft", die am auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt, ebenso der LaufizerFreitag, den 2. Oktober, im, Deutschen Theater" zum ersten Blatz zwischen der Stalizer- und der Eisenbahnstraße vor Nr. 8-12. Male in Scene geht, wird die tragende Rolle des Ifidore Lechat Wegen der Ermordung der Frau Walter fand gestern vormittag von Albert Baffermann gespielt. In der am Sonnabend, den Richtstroh auf der Gemarkung Dallgow eine Ortsbesichtigung statt, die schon 26. d. M., im Central Theater stattfindenden Premiere von Heu vor 9 Uhr begann. Es nahmen daran teil der Untersuchungsrichter Bruder Straubinger" von Edmund Eysler sind in den Erbsen Speisebohnen Landrichter Dr. Hornemann vom Landgericht II, Gerichtsassessor ersten Partien die Damen Günther- Hahn, Marie Hastert, Josefine Linsen Schindler als Vertreter der Staatsanwaltschaft, Professor Dr. Straß- Vettori, Mia Werber, und die Herren Emil Albes, Rudolf Ander, mann als medizinischer Sachverständiger und Regierungsassessor Dstar Braun und Karl Schulz beschäftigt. Dr. Lindenau. Kriminalinspektor Braun und Kriminalkommissar Nasse vom hiesigen Polizeipräsidium. Kriminalkommissar Cellarius vom Erkennungsdienst machte verschiedene photographische Aufnahmen von der Oertlichkeit. Der Untersuchungsrichter bernahm Die Charlottenburger Stadtverordneten- Bersammlung besprach an Ort und Stelle noch einige Zeugen darüber, wo und wie sie am Mittwoch eine Interpellation der Stadtvv. Gredy u. Gen. beBerantwortlicher Redakteur: Julius Kalisti in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag: Borwärts Buchdruderei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. " Aus den Nachbarorten. * ab Bahn. † frei Wagen und ab Bahn. Wetter Prognose für Freitag, den 25. September 1903. Früh etwas nebelig, sonst meist heiter, trocken und sehr mild bei schwachen öftlichen Winden. Berliner Wetterbureau.