Nr. 234. let off Abonnements- Bedingungen: 93 10 Abonnements Preis pränumerando: 194 Bierteljährl. 8,30 M., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags leuR nummer mit illustrierter Sonntags. Vorwärts Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Poft quejle Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203, Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn z Mart, für das übrige Auslan& Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. 352 Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Jindestando Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Noreffe: ..Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1983.ind Mittwoch, den 7. Oftober 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Vor fünfundzwanzig Jahren.baran, jetzt mit dem Stüraſſierstiefel auf den zeib der Partei zu Genamer in Wiesbaden für den Bau in Aussicht genommen und er602 apriI. gerichtete Köpfe seinen Zweden nugbar zu machen, so lag ihm nichts treten, um zu seinem Ziele zu gelangen. Die fleineren Polizeigeifter haben das Socialistengeset insoweit für ein ehrliches Wert gehalten, als fie glaubten, daß es wirklich keinem andren als dem ausgesprochenen Zwed diente. Ihr Herr und Meister hat es alle zeit beffer gewußt. Wie in der Verkehrsdeputation mitgeteilt wurde, sei der Architekt sucht worden, zu dem Zweck der Vorbereitungen nach Berlin überzusiedeln. Herr Genzmer habe jedoch erklärt, ohne eine feste staatliche Position zu erhalten, täme er nicht nach Berlin. Hierauf ist Herr Genzmier zum Professor für Ornamentit an der Polytechnischen Hochschule in Charlottenburg ernannt worden und bearbeite mun im Nebenamt den Neubau des Opernhauses. In den Stürmen der Dresdener Tagung hat taum einer gedacht, was damals just vor fünfundzwanzig Jahren gewesen war. In die Woche des Parteitags, auf den 16. und 17. September, fiel der fünfundzwanzigste Gedenktag der ersten Lesung des SocialistenDer Entwurf des Socialistengefeges traf die bürgerlichen Pargefeges. Man hätte in Dresden daran denken sollen, daß gerade teien in der denkbar fläglichsten geistigen Verfassung. Was nicht Ob sich die Pläne für diesen Bau realisieren es würde hierzu vor einem Vierteljahrhundert der Hammer erhoben ward, der die konservativ war und darum das neue Polizeigesetz mit Jubel begrüßte, einer sehr erheblichen Geldbewilligung des Landtages( vielleicht Einheit und Einigkeit der socialdemokratischen Arbeiterbewegung war vom Terrorismus der Attentatsheße so verschüchtert und ver- nimmt man auch diese Summe aus dem Erlös des Botanischen Deutschlands für alle Zeit geschmiedet hat. längstet, ängftet, daß keine von ihnen eine eigentlich grundsägliche Opposition Gartens) bedürfen läßt sich natürlich nicht übersehen. Das eine Im Spätsommer des Jahres 1878 reiften unter der Gluthize wagte. Die Nationalliberalen hatten ihren Umfall schon gleich nach steht fest, daß die Befriedigung eines unabweisbaren Verkehrseiner tollen Demagogie die ersehnten Früchte bismärdischer bem Schrotschuß angemeldet; das Centrum, der„ Neichsfeind", bedürfniffes auf lange Zeit hinausgeschoben wird, wenn, wie es geBolitik. Gleich nach dem Attentat des Schwachkopfs Nobiling war glaubte gesetzlicher Neubestimmungen zur Bekämpfung des Unglaubens schehen ist, die unterirdische Durchquerung des Opernplates, durch der Reichstag davon gejagt worden und eine terroristische Wahlhege nicht entbehren zu können, und die Fortschrittspartei man thut welche, ohne den Straßenverkehr an diesem Platz zu kläftigen, hob an. Die Vorgänge der damaligen Zeit, der weiße Schrecken, Unrecht, von einem geistigen Verfall des bürgerlichen Freisinns zu eine Verbindung des Südens mit dem Norden der Stadt ermöglicht die Seuche der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe, die brutale Wahl reden, er ist niemals weniger jämmerlich gewesen als er es heute wird, so lange vertagt wird, bis die Pläne für den Neubau des mache jener Attentatswahlen sind im Vorwärts" geschildert worden, ist. Man debattierte zwei Tage lang in der Fraktion, um schließlich Opernhauses fertiggestellt und die nötigen Mittel bewilligt sind. als die Partei im neuen Kampfe stand, ehe ihr noch der glänzende zu dem Ergebnis zu kommen, daß es entschieden abgelehnt wurde, Die Verkehrsdeputation hat nach eingehender Diskussion einstimmig Dreimillionenfieg erblüht war. Damals ist erzählt worden, daß die dem Socialistengesetz gegenüber eine rein negative Stellung einzu- beschlossen, unbeschadet der ihr durch die Opernhauspläne in den Partei im Jahre 1878 mit neun Mandaten in den Reichstag des nehmen. Es ginge nicht an, die Vorlage einfach zu bekämpfen, ohne Weg getretenen Hindernisse den Magistrat zu ersuchen, einen Be Socialistengesezes, brei weniger als in seinem Vorgänger, eingezogen Gegenvorschläge zu erstatten, die die Socialistentötung aus dem schluß der Gemeindebehörden herbeizuführen, wodurch die Deputation war. Damals wußte man noch nicht, daß neunmal neun Ver- verhältnismäßig noch immer ehrlichen Gebiet des Ausnahme- Unrechts ermächtigt wird, auf Grund des von ihr ausgearbeiteten Projekts treter unfrer Partei in den neuen Reichstag einziehen würden. auf den tendenziös zum Zwecke vorbereiteten Boden des„ gemeinen mit dem Polizeipräsidium und den in Frage kommenden StraßenRechts" hinüberzuschmuggeln. Das glaubte man der Bolts- bahn- Gesellschaften über die Untertunnelung des Opernplages und stimmung" schuldig zu sein. die Errichtung der zum Straßenbahnbetriebe notwendigen Anlagen in Verhandlung zu treten und die für Herstellung der Anlage notwendigen Wittel etwa 24 Millionen Mark inklusive des Terrains erwerbs zu bewilligen. Jm Jahre 1878 fielen die parlamentarischen Sommerferien im Deutschen Reiche recht furz aus. Schon am 9. September wurde der Reichstag einberufen; Bismarck konnte es nicht mehr erwarten, Später hat Bebel in der Debatte gesagt, die Socialdemodiese neue Volksvertretung zu seinen Füßen, die nationalliberalen traten müßten beinahe für das Gesetz stimmen, so nüglich sei es Bollfrondeure im taudinischen Joch zu sehen. Der Stellvertreter des ihnen. Und damit hat er recht behalten, nicht bloß in dem Sinne, Kanzlers, Graf Stolberg- Wernigerode, verlas die Thronrede. Ihr in dem er es meinte: daß nämlich die Polizeihezze die Begeisterung Die Deputation war bei diesem Beschluß geleitet von der Aneinziges Thema war das Socialistengeſetz. der Genossen bis zum heiligen Feuer erhitzen und der Ausbreitung ficht, daß es Aufgabe und Pflicht der Stadt fei, dem immer mehr " Die verbündeten Regierungen" hieß es da, sind nach wie der Partei sich nur förderlich erweisen würde. Der große Vorteil des anschwellenden Verkehrsbedürfnis Rechnung zu tragen. Die städtischen vor der Ansicht, daß es außerordentlicher Maßregeln bedarf, um der Socialistengesezes lag darin, daß es den Klassengegensatz zum Klaffen Körperschaften müssen zeigen, daß sie den Willen haben, diese herweiteren Ausbreitung des eingerissenen Uebels Einhalt zu thun.... brachte, daß es alle bürgerlichen Elemente mit Beitschenhieben unter Sie geben sich der Hoffnung hin, daß, wenn erst der öffentlichen die Schutzherrschaft der Junker trieb und selbst die fortgeschrittensten Ausbreitung der unheilvollen Bewegung ein Ziel gesetzt ist, die Teile der bürgerlichen Parteien zwang, sich vollsfeindlich zu Zurückführung der Jrregeleiteten auf den richtigen Weg gelingen kompromittieren. wird." . • Die Zahl der Jrregeleiteten" betrug damals, soweit wahl Berechtigte Männer in Betracht tamen, 437 000. Sie hat sich unter der Herrschaft des Socialistengesetzes vervierfacht und im Laufe der legten 25 Jahre versiebenfacht. Es war das lächerlichste Fiasto, das je erlebt worden ist. I Die Bekämpfung der Socialdemokratie, die Behütung des bedrohten heiligen Eigentums vor der revolutionären Expropriation und der Schutz des kapitalistischen Entbehrungslohns vor socias listischen Beschimpfungen" das alles war nur der Speck, mit dem man Mäuse fing. In der Falle blieb der bürgerliche Liberalismus. d Politische Ueberlicht. Berlin, den 6. Dftober. Berliner Berkehrsfragen. Die städtische Verkehrsdeputation beschäftigte sich Dienstag unter Vorsitz des Oberbürgermeisters in einer mehrstündigen Diskussion mit dem Projekt der Untertunnelung des Opernplages und daran anschließend mit dem Bau der von der Deputation in Aussicht genommenen Straßenbahnlinien. vorragende Aufgabe einer Großstadt zu erfüllen, und nicht geneigt sind, die Verantwortung dafür zu übernehmen, wenn ihre Thätigkeit auf diesem Gebiet durch außerhalb der städtischen Interessen liegende Pläne und Verhältnisse lahm gelegt wird. * * Auch die Beratung des von dem Magistrat noch nicht ents schiedenen Baues der nördlichen Straßenbahnlinien führte zu einem einmütigen Beschluß der aus Magistratsmitgliedern und Stadts berordneten bestehenden Verkehrsdeputation. Es wurde beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, baldmöglichst einen Gemeindebeschluß über den von der Deputation beantragten Bau städtischer Siraßenbahnen herbeizuführen. Die Diskussion ergab volles Einverständnis darüber, daß beide Fragen unabhängig von einander zu bearbeiten seien. Der Anfang amit dem Bau städtischer Linien müsse endlich einmal gemacht werden. Der Verkehr verlangt gebieterisch, daß der Verschleppungspolitik ein Ende bereitet wird. Wenn man im Magistrat und einem Teil der Stadtverordneten- Versammlung nicht geneigt sei, Straßenbahnen in städtischer Regie zu bauen und zu betreiben, so solle man das offen betennen, aber nicht durch Verschleppung der Entscheidung das Verkehrswesen auf das schwerste schädigen. Der jetzige Zustand Heute staunt man, wenn man das plumpe Ding von 22 Paragraphen betrachtet, mit dessen Hilfe man das erwachende Volk in die Kinderstube zurückschrecken wollte. Das Socialistengesetz ist nichts als eine ungeschickte Umschreibung des schönen Gedankens: Ja, der Staat, will nicht, daß es Socialdemokraten geben soll. In einer Zeit, die die Gesetze der politischen Entwicklung besser begreifen wird als die unsere oder gar das politische Barbaren- Zeitalter nach 1871 fie begriffen hat, wird die bürgerlichen Gesellschaftsdoktoren jener Zeit neben die Affenfettmedizin und die Geisteraustreibung der vergangenen Jahrhunderte stellen. Der größte Staatsmann der bürgerlichen Gesellschaft glaubte wirklich, daß man alles berbieten könne, was einem nicht paßt und unbequem. ist. Die Socialdemokratie Bekanntlich haben Magiftrat und Stadtverordneten- Versammlung ist in jeder Beziehung unhaltbar, und die Deputation könne berwurde aber durch die Vorlage, die man dem Reichstage unter schon vor längerer Zeit beschlossen, das Straßenbahnnetz durch den langen, daß ihre mühsamen und zeitraubenden Arbeiten endlich breitete, einfach verboten: Vereine, Versammlungen, Zeitungen, Bau und Betrieb neuer städtischer Linien auszudehnen, um dem an einmal durch ein Votum der städtischen Kollegien praktisch ver alles unterlag dem Verbot der hohen Obrigkeit. Wer berbotenen Ver- vielen Punkten der Stadt hervortretenden Verkehrsbedürfnis zu wertbar werden. einen oder Versammlungen Unterkunft gewährte, sollte mit Ge- genügen. Es ist zu hoffen, daß diese Verhandlungen und die sich daran fängnis bis zu einem Jahre bestraft werden, wer verbotene Zeitungen Im Verfolg dieses Beschlusses hat die Verkehrsdeputation einen fnüpfenden Beschlüsse dazu beitragen werden, ein schnelleres Tempo berbreitete, mit einem halben Jahre. Buchhändler, Gastwirte usw., eine größere Anzahl von Linien umfassenden Plan dem Polizei- in den Entschließungen des Magistrats herbeizuführen. In den die nicht mit der peinlichsten Sorgfalt borgingen, waren präsidium eingereicht, aber nur zwei im Norden der Stadt geplante öffentlichen Verhandlungen der Stadtverordneten- Versammlung überdies mit dem Betriebsverbot, der Vernichtung ihrer Existenz Linien genehmigt erhalten... Die Deputation beschloß, mit diesen werden die Anstände gegen die Uebernahme des Verkehrswesens in bedroht. Keinerlei Beschwerde tam aufschiebende Wirkung zu. Linien den Anfang für das städtische Bahnnetz zu machen und er- städtische Regie leichter zu überwinden sein. Außerdem waren die Regierungen berechtigt, für bestimmte besuchte den Magistrat, die Genehmigung der beiden städtischen drohte" Bezirke die Versammlungs- und Breßfreiheit nicht bloß durch Kollegien zum Bau und Betrieb der Linien herbeizuführen. teilweisen Eingriff, sondern ganz allgemein dahin zu korrigieren, Neben diefen wichtigen Gegenständen der Tagesordnung be Inzwischen war die Deputation auch der Bearbeitung des von schäftigte sich die Deputation noch mit einer Reihe andrer Punkte. daß Versammlungen nicht ohne vorherige Genehmigung stattfinden dem Polizeipräsidium angeregten Projektes der Untertunnelung des Wir heben daraus hervor, daß der Antrag der Großen Berliner durften und die öffentliche Verbreitung von Druckschriften verboten Opernplates nähergetreten. Die von dem Stadtbaurat Krause aus- Straßenbahn auf Anlage einer neuen Abfahrtstelle in der wurde. gearbeiteten Pläne wurden der Deputation vorgelegt, und vor Mittelpromenade der Schönhauser Allee wiederholt abgelehnt wurde, Ein Ausweisungsrecht sollte ganz allgemein bestehen gegen einigen Monaten beschloß die Deputation, dem Magistrat vor- weil das Bedürfnis hierzu nicht als so dringend erachtet werden Personen, die fich die Förderung socialdemokratischer, socialistischer, zuschlagen, den Bau des Tunnels auszuführen unter der Voraus- kann, um die Promenade dafür herzugeben. fommunistischer, auf Untergrabung der bestehenden Staats- und Ge- fegung, daß die den Tunnel für ihre Linien mitbenutzenden Straßen- den Vororten aufzuheben, weil dadurch die Leute veranlaßt werden, Ein Antrag eines Hausbefizers, den Behnpfennig- Tarif nach sellschaftsordnung gerichteten Bestrebungen" zum Geschäft machten. bahn- Gesellschaften fich an der Verzinsung und Amortisation die Vororte aufzusuchen und dort zu wohnen, wurde abgelehnt. Aus Bezirken, die unter Ausnahmerecht gestellt waren, sollte jeder des aufzuwendenden Kapitals je nach der Benutzung des Die Besichtigung der Schwebebahn in Elberfeld durch die Mitausgewiesen werden können, von dem eine Gefährdung der öffent- Tunnels beteiligen, und die Konzessionsbehörde der Stadt neben glieder der Deputation, die sich an der neulichen Reise nicht beteiligt lichen Sicherheit oder Drdnung zu besorgen ist". der Genehmigung des Tunnels auch noch eine weitere Linie durch haben, wurde beschlossen. Der große Cynifer Bismard wußte freilich im Grunde feines die Markgrafenstraße genehmigt. Der Magistrat beschloß, die bei Herzens genau, was er von diesem Machwert zu halten hatte. ihm beantragte Vorlage an die Stadtverordneten Versammlung Während er es verteidigte und durch seine Ministerkommis ver wegen Jnangriffnahme der beiden nördlichen im Niveau der teibigen ließ, hatte er wenige Wochen zuvor in einem Brief an Straße liegenden Linien in seinem Kollegium nicht eher zur Tiedemann deutlich genug durchblicken laffen, daß das Gesetz feinen Entscheidung zu bringen, bis zugleich auch über das Projekt Schuß Pulver wert sei. Die Vorlage, so wie sie jetzt ist," schrieb der Untertummelung des Opernplages entschieden werden könne. er am 15. August, wird praktisch dem Socialismus nicht Schaden Die von der Verkehrsdeputation mit dem Polizeipräsidium über das thun, zu seiner Unschädlichmachung keineswegs ausreichen." Dem Opernplay- Projekt geführten Verhandlungen erfuhren ein Hindernis Sätularmenschen schwebte damals der geniale Gedanke vor, den durch den bisher nicht bekannt getvesenen Umstand, daß die Vergesetzlich als Socialdemokraten eriveislichen Staatsbürgern größerung bezw. der Neubau des Opernhauses geplant wird, und das Wahlrecht und die Wählbarkeit und den Genuß daß er Minister entschied, es sei dem Projekt der Untertunnelung des der Privilegien der Reichstags Mitglieder" зи nehmen. Opernplates seitens der Staatsbehörde erst dann näher zu treten, Eine wahre Tollhausidee, vielleicht nur ausgesprengt, um wenn die Opernhausfrage entschieden wäre, weil von dem Umfang die Schmach der unausbleiblichen Blamage abzutvenden! Wissen wir diefes Baues und der Wahl des Bauplages die Trace des Tunnels doch heute, daß es sich bei Bismarck damals um ganz andre Dinge abhängig gemacht werden müsse. gehandelt hat, als um die Bekämpfung der Socialdemokraten. Das Auf Anfragen über den Stand der Opernhaus- Angelegenheit bei blutige Schrot Nobilings hat er nur als Aussaat für die Ernte der königl. Intendantur, wurde der Bescheid erteilt, daß bestimmte Anjun lichen Zollwuchers gebraucht. Und wie er in früheren Jahren gaben nicht gemacht werden können, da die Sache sich noch in den es ucht, ja mitunter sogar verstanden hatte, socialdemokratisch ersten Vorbereitungsstadien befindet. " D Der Entwurf einer Schleifenanlage, welche die Große Berliner Straßenbahn Engelufer Köpnider Brücke- MariannenuferZwillings- und Schillingsbrücke anlegen will, wurde wieder abscheinlich notwendig werdenden Verbreiterung der Stöpnider Brüde gelehnt, weil die Gesellschaft weder die Kosten der hierdurch wahrübernehmen, noch der Stadt das Mitbenutzungsrecht auf diesen Linien gewähren will. Sächsische Landtagswahl. Am Montag fanden in einem Dritteil der sächsischen LandtagsWahlkreise die Wahlen der dritten Wählerklasse statt. Es liegen darüber bisher nur diese Nachrichten vor: In der 3. Abteilung des 1. Landtags- Wahlkreises DresdenAltstadt beteiligten sich von 9638 stimmberechtigten Urwählern insgesamt 8500. Es waren 150 Wahlmänner zu wählen. Sämt liche gewählte Wahlmänner mit Ausnahme des 16. Wahlbezirks, wo teiner der aufgestellten Wahlmänner absolute Stimmenmehrheit erreicht hat und infolgedessen eine auf den 8. Oftober anberaumte Nachwahl vorgenommen werden muß, gehören der socialdemokratischen Partei an. Jm 24. ländlichen Wahlkreise Dresden- Neustadt Land wurden ebenfalls die Wahlmänner der Socialdemokratie gewählt. Aus Leipzig wird gemeldet: Bei der Wahl der Wahlmänner für den Landtag erhielten in Leipzig in der dritten Abteilung die Socialdemokraten die Majorität. sind Ausland. Balfour als Führer. London, 4. Oktober.( Eig. Ber.) Jm 4. Wahlkreise Dresden- Neustadt Beteiligten fich an sollen. Der Herr General wird also wohl oder übel auf| in einem wahrlich nicht schönen Licht. Der Staatsanwalt hielt jedoch der Wahl von 141 Wahlmännern von 11 888 stimmbercajtigten Ur- dieses fadenscheinige Argument bei seiner Scharfmacherei gegen die Anlage aufrecht und beantragte gegen den Angeklagten das wählern insgesamt 4952. Die gewählten Wahlmänner sind auch die Socialdemokratie verzichten und sich nach andren umsehen müssen. exorbitante Strafmaß von 3 Jahren Gefängnis. Das Gericht sprach hier fämtlich Augehörige der socialdemokratischen Partei. Nachwahlen Wir empfehlen ihm dabei die interessante Thatsache zur Beachtung, den Angeklagten aber mit der Begründung, den Hildebrandtschen haben im 2. und 5. Bezirk stattzufinden. daß bei dem hier in Frage stehenden Grenadierregiment Nr. 110 Eheleuten habe kein Glauben beigelegt werden können, frei. Welche Qual der Angeklagte vor der Urteilsverkündigung aus auch noch nicht ein einziger Straffall von der Art des Heidelberger gestanden hat, kann nur der beurteilen, der der Verhandlung beivorkam, bei dem es sich um Mannschaften handelte, die in der social- gewohnt hat. demokratischen Hochburg Mannheim geboren und aufgewachsen sind, obwohl Mannheim ein starkes Kontingent zu dem Ersatz jenes Regiments zu stellen pflegt. Im Gegenteil: es sind uns schon eine ganze Anzahl Urteile von Vorgesetzten über Mannheimer Mannschaften zu Ohren gekommen, die sie als tüchtige Soldaten schildern, Die Schuldigen an den Soldaten- Mißhandlungen denen nichts ferner liegt, als Renitenz oder gar Meuterei gegen ihre Letzten Donnerstag und Freitag hielten die Konservativen ihren die Socialdemokraten! Bis zu dieser erhabenen Entdeckung ist die Renegatenmache des Herrn May Lorenz gediehen. Borgesetzten. Ein Socialdemokrat, der zur Fahne einrüdt, weiß Parteitag in Sheffield ab. Der Hauptredner war der Premiereben, daß es wahnwitz wäre, sich gegen das bestehende System der miniſter Mr. A. J. Balfour, der die in seinem Manifeſt Insular Die" Post" druckt aus der„ Antisoc. Korresp." des Lorenz diese Free Trade niedergelegten Leitsäge in einer längeren Rede enthallucinatorische Faselei ab: auf drakonischen Strafandrohungen aufgebauten Disciplin aufzuwidelte. Er bewegte sich sorgfältig innerhalb der dort gezogenen Andrerseits kann das Unteroffiziercorps auch nicht von lehnen; er verschmäht auch jede socialistische Propaganda in der Grenzen, ohne sich auch nur um haaresbreite der imperialistischen dem Geist, mit dem das Volk durch die Socialdemokratie verheyt Kaserne, und wäre es auch nur aus dem Grunde, weil er weiß, daß Tarifpolitik Chamberlains zu nähern. Man weiß auch heute nichts wird, ganz unberührt bleiben. Der Unteroffizier fühlt sich das die Herren Vorgesetzten mit ihren verbalen und realen Mann- mehr, als daß Mr. Balfour das Parlament auffordern will, dem durch geichmäht, Berg bie Gocialdemokratie geid mahi, in feiner schaftsmißhandlungen weit gründlicher besorgen.net hie Stunde dippe der Rede Balfours beſteht aus Kabinett Möglichkeit zu geben, mit Berufsehre geschändet, zum Beispiel beunterhandeln. Das Gerippe fannten Denunziationen Bebels im Reichstag in feiner Die Kanalschlange erhebt immer fecker ihren Kopf. Jezt meldet folgenden Säßen: Wegen feindlicher Tarife erklärt man nicht Existenz bedroht. Und dieser Unteroffizier, der in der der„ Hann. Anz.", der Oberpräsident von Hannover Dr. Wenzel fo- den Krieg. Tarifangriffe tönnen nur durch Tarife beantwortet Socialdemokratie seinen Todfeind sehen muß, wittert nun auch wie Stadtdirektor Tramm ſeien nach Berlin gereiſt, um um in An- werden. England ist nicht im stande, die Großmächte zu veranlassen, und in vielen Fällen mit Recht- in jedem großstädtischen gelegenheit der Kanalvorlage mit den leitenden Stellen zu konferieren. ihre Schußzzollpolitik aufzugeben; ebensowenig die Kolonien, die Nefruten einen Genossen". So treten von vornherein zwischen Die Mittellandkanal- Vorlage werde unbedingt dem Landtage zu einmal ergriffenen Bollmaßregeln zu beseitigen. Nur durch unsre den Unteroffizier und den Rekruten nicht Vertrauen, Zuversicht gehen und in unterrichteten Kreisen sei man fest überzeugt, daß die Pedanterie und unsre Selbsttäuschung haben wir uns der Macht be= und der Geist militärischer Stameradschaft und Interessen Zeitungsartikel, wonach der Kaiser der stanalvorlage nunmehr raubt, kommerziell zu unterhandeln. Für die daraus resultierenden gemeinschaft, sondern Argwohn, Furcht, Haß. Und das nimmt fremd gegenüberstehe, den Monarchen veranlagt haben, die Kanal ebel habe ich kein Heilmittel, sondern ein Linderungsmittel. Die werden uns gerechter behandeln, wenn wir ein Mittel Ruhe des Gemüts, das gesunde und naive Gefühl für Frage vor der Regelung der schlesischen Teil z die Sicherheit der Poſition, die frage wieder aufzuwerfen. Man beforge war, Dag ble Großmache ich Hochwasser haben, sie zur Gerechtigkeit zu zwingen. Was im Jahre 1846 gut Recht und Unrecht und die Kraft der Nerven. Es kann alamität zurücktreten werde, doch hoffe man, daß die war, ist im Jahre 1903 schädlich geworden. Ich verlange von ruhig zugegeben werden, daß in der Armee immer gefelbe alsdann sofort zur Verhandlung gelangen wird, unfrem Volle, die Idee aufzugeben, daß die Zollpolitik nur des wisse Ausschreitungen vorgekommen sind. Das ist bei einer so da der Kaiser eine baldige Griebigung der Angelegenheit befürworte. istus wegen gemacht wird. Eine Besteuerung der Nahrungsmittel ungeheuren Massenansammlung von Männern derber Lebens- Bei den Konferenzen in Berlin handele es sich darum, ob Stadt liegt außerhalb der praktischen Politik. So lange ich Partei gewohnheiten und geringer Bildungsstufe ganz selbstverständlich und Provinz Hannover noch geneigt seien, die vor mehreren Jahren führer bin, werde ich die Partei führen." solche Ausschreitungen in Aussicht gestellten Garantien zu erfüllen. Außer den genannten jezt hier und da alles Maß natürlich beiden und hat gar nicht viel auf sichreiten und geradezu Herren befinden sich auch die Oberpräsidenten von Westfalen und es von großer Bedeutung für England geworden. Die Spaltung " de g Mir die ein frankhaftes Gepräge an sich tragen, das liegt in erster Linie Hessen- Nassant wegen der Verhandlungen in Berlin. der Konservativen Partei ist größtenteils beseitigt. Die agrarischen daran, daß das Dasein und Wirken der Socialdemokratie wie ein noir glauben an den Kanal nicht seher, als bis er gebaut ist. 3ollpolitiker verzichteten vorläufig auf den Lebensmittelzoll, die Alb auf dem Leben unsres Volkes liegt, daß es den verschiedenen Immerhin wird den Konservativen die Aufrollung der Frage gar konservativen Freihändler gaben ihre Opposition gegen Balfour auf. Berufsschichten die Freiheit zur natürlichen Bewegung eingeschränkt nicht so unangenehm sein. Sie können auf diese Weise bei den Als Ausdruck dieses Kompromisses wurde folgende Resolution an „ Der Kongres der ift hat, daß es überall Sorge, Furcht und Unsicherheit geschaffen und Landtagswahlen als Vertreter einer aufrechten, charaktervollen genommen: Ansicht, daß allenthalben den Boden untergraben hat, so daß niemand mehr Opposition paradieren. Aenderungen, die in den legten fünfzig Jahren im Wirtschafts sicher zu stehen wähnt." Leben vorgegangen sind, eine leberprüfung der bisherigen Und Held Lorenz, nachdem er so die Furchtbarkeit der Social- Liberaler Antisemitismus. Bei den Zwiftigkeiten unter den Frei- Bollpolitik notwendig machen. danken dem Premier demokratie denunziert, denunziert zugleich den andern Feind, der sinnigen wegen der Kandidatur des Herrn Dr. A. Bernstein im minister für die Untersuchung, die er darüber anstellte, und das deutsche Volt bedrängt. Das ist die Regierung, die schwache, Landtags- Wahlkreise Teltow- Charlottenburg sind auch Vorgänge bei der billigen die Politik, die England die Freiheit wiedergeben soll, mit fraftlose Regierung. Der neurasthenische Jüngling ruft nach der letzten Reichstagswahl in Torgau- Liebenwerda zur Sprache gebracht dem Auslande kommerziell zu unterhandeln." Die Resolution wurde worden. Bei dieser Gelegenheit teilt Herr Ewald Conrad, Schrift einstimmig angenommen. Nur Lord Hugh Cecil, der Sohn des ver „ Daß ein Bebel von der Tribüne des Reichstages aus als führer des freisinnigen Wahlvereins in Torgau, diese interessante ftorbenen Lord Salisbury, und Mr. Winston Churchill, Sohn Lord berechtigter Vertreter" des deutschen Voltes der Armee seine zügel- Episode freisinniger Rassenhegfeindschaft mit: Randolph Churchills, enthielten sich der Abstimmung, da fie der Anlosen Anklagen entgegenschleudern und die Vertreter der ReAm 29. September 1899, nachdem wir Herrn Dr. Bernstein sicht sind, daß eine Verlegung des Freihandels die englischen Arbeiter gierung oft in beschämende und schwächliche Verteidigerstellung zum Kandidaten nominiert hatten, erschien Herr Abgeordneter zu Socialdemokraten machen werde. drängen darf, statt daß diese gegen die Socialdemokratie zum Neftor Kopsch bei uns und suchte uns von der Kandidatur BernAngriff vorgingen, daß überhaupt die Socialdemokratie sich allentfteins abzubringen. Als er sah, daß wir uns nicht abbringen halben schon als eine mitherrschende Macht in unserm ließen, sagte er schließlich: öffentlichen Leben fühlbar macht, daß durch sie die Begriffe von Freiheit und Vaterland, Recht und Unrecht verwirrt sind, und daß die Regierung nicht die Kraft hat und offenbar nicht die Macht in fich fühlt, dem verwirrten Volfe zu zeigen, wer denn eigentlich Herr im Staat und Reich ist das ist die eigentliche und legte Ursache, aus der gewisse Korruptionserscheinungen auch in der Armee herzuleiten sind. Wenn unter dem Druck der Socialdemokratie alles ins Wanken gerät und niemand mehr sich sicher fühlt, dann kann auch die Armee nicht gesund und kräftig bestehen bleiben. Es handelt sich bei den hier und da geradezu frankhaft ungeheuerlichen Soldatenmißhandlungen letzten Grundes gar nicht um das verbrecherische Ein deutsch- socialer Parteitag hat unter dem Vorsiz Lieber Vorgehen einzelner, wofür diese als Individuen allein für sich mann v. Sonnenbergs in Hamburg stattgefunden. Aus den verantwortlich sind, sondern es handelt sich um Zeiterscheinungen, belanglosen Verhandlungen ist hervorzuheben, daß die Herren den um sociale Krankheitserscheinungen, denen unser lebhaften Wunsch aussprachen, aus der nationalsocialen Konkursmasse Bolf unterliegt, weil die socialdemokratische est auch ein Teil für sich zu kapern. unaufgehalten durchs Land zieht." " " Ihr werdet doch den Bernstein nicht wählen, der ist ja ein Jude." Und als wir erwiderten, daß das uns auch egal wäre, daß Bernstein übrigens überhaupt kein Jude sei, sagte Herr Kopsch: „ Na, er ist ja doch immerhin ein getaufter Jude." Wir waren damals sehr entrüstet über Herrn Kopsch, wollten aber im Interesse der Sache schweigen. Nach dem hinterlistigen Ueberfall der Freifinnigen Zeitung" gegen Dr. Bernstein aber scheint es uns notwendig, offen zu sagen, wie es eigentlich bei unsrer Parteileitung steht." Am Abend des Balfours vorsichtige Unbestimmtheit hat die konservativen Elemente wieder zusammengebracht. Und da er nunmehr auf eine kompakte Mehrheit im Parlamente rechnen darf, so ist die Annahme gestattet, daß er in der nächsten Session mit positiven Vorschlägen hervortreten wird. Sein fester Entschluß, feinen Aufgaben als Parteis führer gerecht zu werden, deutet darauf hin, daß er an eine Parlamentsauflösung nicht denkt. Er wird möglicherweise die kons fervative Mehrheit benußen, schon in nächster Zeit mit dem FreiHandel endgültig zu brechen. Destreich- Ungarn. Zur ungarischen Kabinettskrise. Budapest, 6. Dftober. Das Ungar. Telegr.- Korresp.- Bureau" meldet aus Wien: Kaiser Franz Joseph empfing heute vormittag 9 Uhr den Grafen Khnen- Hedervary, welcher die Geschäfte des Ministerpräsidenten. bis zur formellen Enthebung von seinem Bosten weiterführt, und berief den ehemaligen Ministerpräsidenten v. Szell nach Wien, um dessen Anschauungen über die Lage zu hören, ehe die Kabinettsbildung in Angriff genommen wird. Der Kaiser wird sich in den nächsten Tagen nicht nach Budapest begeben. Graf Khuen- Hedervary tehrt nachmittags nach Budapest zurück. Frankreich. Natürlich ist alles blinde unwahrheit, was da der Lorenz schwazt. Der Gelsenkirchener ,, Wahlkrawall" gelangte am Sonnabend vor Gerade die Socialdemokratie hat niemals den Unteroffizierſtand in dem Effener Schwurgericht zur Verhandlung. seiner Gesamtheit angegriffen, vielmehr die Mißhandlungen aus allAngeklagt sind der 22jährige Bergmann Anton Dohmann Der Wiederbeginn der Schulen hat in diesen Tagen stattaus Gelsenkirchen, der 26jährige Bergmann Ernst Türk ebendaher gemeinen focialen Ursachen sowie aus dem militärischen und der 23jährige Bergmann Lorenz Dollmann ebendaher. Den gefunden. Die Klerifalen behaupteten, daß ca. 80 000 Kinder auf System erklärt. Ebenso unsinnig ist die Voraussetzung des Lorenz- Geschimpfes, Angeklagten wird zur Last gelegt, sich an einer öffentlichen Zu- der Straße bleiben müßten, weil für sie in den Laienschulen lein Raum vorhanden sei. Demgegenüber stellt die Petite République" daß ein besonders gespanntes Verhältnis zwischen Socialdemokraten, fanimenrottung beteiligt zu haben, bei welcher Beamten, welche zur die in die Armee treten, und den Unteroffizieren bestehe und daß aus Bollstreckung von Befehlen und Anordnungen der Verwaltungs- fest, daß die Laienschulen überall genügend Raum gewähren; so diesem gespannten Verhältnis die Mißhandlungen sich herleiten. Das behörden berufen sind, in der rechtmäßigen Ausübung ihres feien allein in Marseille über 6000 Kinder mehr in den Laienschulen Gegenteil ist richtig. Soldaten, die den Unteroffizieren als Social- Amtes mit vereinten Kräften durch Gewalt und durch Be- untergebracht worden. Italien. mit drohung Gewalt Widerstand geleistet wurde. Türk demokraten bekannt sind, bleiben meist schon um dieser EigenRom, den 4. Oktober. Nach der Niederlage der schaft willen vor brutaler Behandlung gesichert und Mißhand- soll sich beteiligt haden als Rädelsführer. lungen werden gegenüber solchen Rekruten verübt, von denen Unter- 25. Juni d. I., dem Tage der Reichstags Stichwahl, hatte Eisenbahner der Nordbahn von Mailand geht die Geoffiziere, die zu Rohheiten neigen, annehmen, daß sie widerstandslos sich, so führt die Anklage aus, in Gelsenkirchen auf dem freien Play sellschaft in brutaler Weise gegen das Personal, besonders das der vor der Bismarchalle eine wohl tausendköpfige Menge, meist halb höheren Stellungen, vor. Ein Opfer dieser Maßregelungen ist der alles zu ertragen bereit sind. Und die Höhe des blühenden Blödsins erreicht der Lorenz, in- wüchsige Burschen, angesammelt. Es wurde gelärmt und geschrien, 88jährige stellvertretende Stationsvorsteher Baratelli in Como, dem er die Regierung schmäht, nicht weil sie das Militärsystem, auch fiel hin und wieder aus der Menge ein Steinwurf gegen die der sich in der Nacht vom 2. Oftober mit seinen zwei Kindern das das die Mißhandlungen verursacht, nicht ändert, sondern weil sie Polizeibeamten. Der Polizeikommissar Mertens und der Polizei- Leben nahm. Er war nach 16jährigem Dienste von der BahnAus Verzweiflung darüber beschloß die Socialdemokratie, die eifrigste Befehderin der Soldaten- wachtmeister Abramowski forderten die Menge wiederholt zum Ausgesellschaft entlassen worden. einandergehen auf, als Antwort erfolgte Schreien und Johlen. mißhandlungen, nicht niederschlägt. er, mit seinen acht und fünfjährigen Senaben in den Tod zu gehen. Es kam dann zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit den Er veranlaßte seine Frau, nach Mailand zu fahren, bereitete den Selbst die" Post" äußert einige Bedenken gegen die BeweisKindern ein kleines Fest mit Wein, Kuchen und Geschenken und führung ihres Specialisten für Socialistenbekämpfung. Vielleicht Polizeibeamten. wird bald den Scharfmachern selbst übel vor den Diensten dieses des Einspruchs des Verteidigers stellte der Staatsanwalt die Frage Briefe giebt er die Verfolgung der Nordbahn als Grund seiner Die Angeklagten bestritten die Behauptungen der Anklage. Trotz tötetes sich dann mit ihnen durch Kohlengas. In seinem letzten famofen Knaben Lorenz.nach der Parteizugehörigkeit der Angeklagten. Dohmann bekannte That an. sich als Centrumsmann, Türk als nationalliberal, Dollmann lehnte Die„ republikanische Partei" hielt am 4. und 5. Oktober in Aus Mannheim wird uns vom 5. d. M. geschrieben: Sie eine Antwort ab. Die Geschwornen bejahten bezüglich des Angeklagten Dohmann Forli ihren fiebenten Jahreskongreß ab. Die Zahl der beitraghaben die haltloſe Unterstellung des Scharfmacher- Generals nur die Frage des Widerstandes gegen die Staatsgewalt unter leistenden Mitglieder stieg von 21960 im Jahre 1902 auf 25 847 im Es hat also eine stetige von Boguslawski, als ob in den Ausschreitungen der vom Verneinung von mildernden Umständen. Der Angeklagte Türk Jahre 1903( 1901 waren es 18 661). Heidelberger Kriegsgericht mit so exorbitant hohen Strafen be- wurde des Landfriedensbruchs für schuldig befunden, die Frage nach erscheinende Blätter, von denen 2 täglich, 32 wöchentlich und 3 halbSteigerung stattgefunden. Die Partei verfügt über 37 periodisch legten Grenadiere die„ Früchte der socialdemokratischen Verheizung" der Rädelsführerschaft wurde verneint. Der Angeklagte Dollmann monatlich erscheinen. In der Kanner ist die Partei durch 19 Dezu erblicken seien, bereits mit guten Gründen allgemeiner Natur zurückwurde für nichtschuldig erklärt. gewiesen. Aber auch beim Forschen nach den speciellen persönlichen Der Staatsanwalt beantragte gegen Dohmann das höchst- putierte vertreten. Die anarchistische Zeitung L'Agitazione" wurde konfisziert wegen Verhältnissen der Verurteilten zeigt es sich, wie sehr der schneidige zulässige Strafmaß von zwei Jahren Gefängnis, gegen Türt zehn eines Artikels: Die anarchistischen Socialisten und die Ankunft des Herr Militär beim Versuch, für die Reichartshauser Strafthat nach Monate Gefängnis und Freisprechung des Angeklagten Dollmann. Das Urteil lautete gegen Dohmann auf ein Jahr Gefängnis Zaren". Ursachen zu fuchen, die den Militarismus zu ertulpieren unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft. Türk ergeeignet find, daneben gehauen hat. Wenn es nämlich irgendwo im hielt 7 Monate Gefängnis. Bei ihm wurden ebenfalls zwei Monate Bom Venezuela- Schiedsgericht. Vom Venezuela- Schiedsgericht. Im weiteren Verlaufe der Reiche eine Gegend giebt, wo von einer socialdemokratischen Auf- angerechnet. Dollmann wurde freigesprochen. Dienstags- Sitzung des Schiedsgerichtshofes fezte McVeigh sein Plaidoyer fort. Er erinnerte an die Alabama- Angelegenheit, die Der Angelegenheit betreffend das englische Schiff im Dienſte der Aufständischen analog geweſen ſei, worüber Benezuela Klage ge,, Früchte der socialistischen Aufhehung." Ein 1190911 gabim od jud Niederlande. 6 mod tin hegung" keine Rede sein kann, so ist dies in der Heimat der in Saalfeld, 6. Oftober. Als endgültiges Resultat der Meininger Heidelberg verurteilten„ Meuterer" der Fall. Sie stammen nämlich 2 andtagswahl ergiebt sich die Wahl von sieben Social ausnahmslos aus rein ländlichen Bezirken, die seither bei allen e motraten. Zu den gestern als gewählt gemeldeten kommt Wahlen fast einmütig Tonservativ oder fleritat gewählt hinzu Genosse Malermeister Knauer im Wahltreise Lehesten. führt habe und in der England sich mit einem schiedsgerichtlichen haben, und in welche die socialistische Propaganda bisher sich auch Berfahren einverstanden erklärt habe. In der jetzt vorliegenden Angelegenheit aber hätten England und seine Verbündeten, anstatt nicht im mindesten Eingang zu verschaffen vermochte. Bei der Majestätsbeleidigung. Salle, 5. Oftober.( Eig. Ber.) jüngsten Reichstagswahl gab Majestätsbeleidigungs- Prozeß, der durch einen häßlichen Denunzianten fie auf gütlichem Wege zu regeln, ein Ultimatum an Venezuela ber eine der dabei in Betracht streich zu stande gekommen war, beschäftigte heute in mehrstündiger gerichtet, innerhalb 24 Stunden 380 000 Dollar zu zahlen und die tommenden Wahlkreise bei über 24 000 Berechtigten ganz 270 socialistische Stimmen ab, speciell der darin liegende Geburtsort Hoffmann aus Dölau, ein unbescholtener Familienvater, der deutschen Gläubigern für das Schlachthaus gewährten Garantie Sigung die Straffammer. Angeklagt war der Arbeiter Emil Reklamationen zu regeln, die aus dem Bürgerkriege, aus der den des einen Verurteilten ist in der kurzen Liste der Gemeinden mit früher und fürzlich gelegentlich des Kaiserbesuches den Hilde- und aus der den Eisenbahn- Gesellschaften gewährten Garantie entsocialistischen Stimmen überhaupt nicht verzeichnet. Ein socialdemo- brandtschen Eheleuten gegenüber, bei denen er zur Miete wohnte, standen seien. McVeigh sprach sich dann absprechend über die Iratischer Redner vermochte dort, da unsrer Partei hartnäckig alle schwerbeleidigende Aeußerungen in Beziehung auf den Kaifer gethan Interventionen zu Gunsten von Privatinteressen aus, für welche Lokale abgetrieben wurden, noch niemals zum Worte zu kommen, haben sollte. Hoffmann erklärte in der Verhandlung, die wegen die venezolanischen Gerichte zuständig gewesen wären, und suchte und auch unsrer Parteipresse verwehrte die konservativtleritate Gefährdung der öffentlichen Ordnung hinter verschlossenen Thüren nachzuweisen, wie wichtig es für Amerika sei, zu wissen, wann eine Die Blodade= Ordnungsmeute bisher in der ganzen Gegend den Eingang. Aehnlich geführt wurde, die Hildebrandtschen Eheleute, die in ganz Dölau in europäische Intervention gerechtfertigt fei. feinem guten Rufe ständen, hätten ihn aus Ra che denunziert. Er mächte hätten tein Recht auf Vorzugsbehand verhält es sich mit den übrigen in Betracht kommenden Drten, lauter habe in Beziehung auf den Kaifer keine Andeutung gemacht, die auf lung, da sie die Blockade, nachdem die 380 000 Dollar bezahlt Landgemeinden, so daß schlechterdings nicht einzusehen ist, in welcher eine Gewaltthätigkeit gerichtet gewesen wäre. Er, Angeffagter, worden waren, ohne oie Bedingung der Vorzugsbehandlung aufgehoben Weise die bis zu ihrer Wilitärdienstzeit in ihrem patriotisch werde gegen Hildebrandts das Meineidsverfahren beantragen; denn und den Vorschlag Venezuelas angenommen hätten, daß die übrigen frommen Bauerndorf verbliebenen Burschen mit dem„ Gift" er habe 14 Tage unschuldig in Haft gesessen. Durch die Forderungen nach dem Grundsaße absoluter Gleichs socialdemokratischen Verheyung" infiziert worden sein umfangreiche Beweisaufnahme erschien das staatsretterische Ehepaar berechtigung geregelt werden würden. Nach dem interder nationalen Rechte feien alle Völker bis zum Beweise des Gegenteils Die Boffische Zeitung" verrät wenig politische Einsicht, gesiegt, die Rebisionisten haben sich demütiglich unterwerfen müffen, gleichberechtigt. Die Blockademächte seien, da sie ihre Macht miß wenn sie sich über Professor Delbrücks gutgemeinten Nat, ein Zu- rufen allenthalben die Scharfmacherblätter, und mit ihnen in holder braucht hätten, ohne von Venezuela zu verlangen, sich einem Schieds- sammengehen mit der Socialdemokratie von Fall zu Fall im Auge Harmonie Herr Eugen Richter in der Freisinnigen Zeitung". gerichte zu unterwerfen, des Rechtes auf Vorzugsbehandlung ver- zu behalten, lustig zu machen versucht. Wenn der Freisim fürchtet, Lustig gegangen. Der Schiedsgerichtshof sei ein Gericht des bei einem Zusammengehen mit der Socialdemokratie Stimmen denn der ganze ungeheure Lärm? War es wirklich bloß LitteratenMit Verlaub, umgekehrt wird ein Schuh draus. Woher fam Friedens, nicht des Krieges. Hierauf wurden die Sizungen bis nach rechts zu zu verlieren, so gilt das gleiche bei zum 4. November bertagt, den gezänk und die unbezähmbare Leidenschaft des alten Herrn Bebel? an welchem Tage die Nationalliberalen, wenn sie mit dem Freisinn pattieren. In Herr Bebel hat sich sein Temperament nicht erst neuerdings anges Plaidoyers der Delegierten der Parteien beginnen, und zwar nach allen Schichten der der Bourgeoisie zeigt sich die der alphabetischen Reihenfolge der englischen Namen der von ihnen schaft nach Bereitschafft. Weshalb ist er denn auf früheren Parteitagen nicht so vertretenen Länder. Rußland. Ein Geheimerlaß des russischen Kriegsministers. Die soeben erschienene Nummer„ Oswobozdenie" veröffentlicht einen geheimen Erlaß des russischen Kriegsministers, der am 8. September d. J. an die höchsten Militärobrigkeiten gerichtet ist. In diesem Erlaß heißt es: " rechts zu schwenken. Üns scheinen aber die füitend geworden? her appen walen, wie ein paar = bon neuem Führer die größere Einsicht zu besitzen, die diesen schwankenden Artikel in bürgerlichen Blättern oder einen Bicepräsidenten soll eine Elementen nicht nachlaufen, sondern versuchen, dem entschlossenen Partei von drei Millionen Wählern außer Rand und Band geraten Teil ihrer Anhängerschaft die Parole Augen links!" zu geben. Das fein? O nein, die Sache liegt viel tiefer, und es ist ja auch deutlich führt, sondern ihm ermöglicht, noch an seiner historischen Aufgabe, Herr Bebel hat sich flar gemacht, daß die Neuwahlen dem revisionisti ist der einzige Weg, der den Liberalismus nicht direkt ins Grab genug ausgesprochen worden, was die Quelle all der Aufregung ist. Beseitigung des Feudalismus und des Polizeistaates, wenigstens in schen Flügel in der Fraktion die Oberhand gegeben haben, und er Gemeinschaft mit der socialistischen Arbeiterschaft mitzuarbeiten. hat eine letzte verzweifelte Anstrengung gemacht, unter Heranziehung Der Minister hat erfahren, daß die Militärbeamten, die Im dritten Berliner Landtags- Wahlkreise wurden von den Frei- und Aufbauschung alles erreichbaren Materials den Fortgang der im Ressort Ihrer Excellenz dienen, sich nicht nur verbotene finnigen endgültig die Herren Rosenow und Zwid als Kandidaten Bewegung in dieser Richtung zu unterdrücken. In der Fraktion russische Schriften zu lesen erlauben, sondern sogar in den aufgestellt. Herr Schöler verzichtete im Interesse der Einigkeit der hatte er schon keine Aussicht mehr dazu, deshalb mußte es auf dem Räumen von Offizierskafinos diese Schriften an andre Partei" auf die Kandidatur. Parteitag geschehen, wo er die Leidenschaften aufregen konnte, und Leute zu übergeben sich erdreisten. Die Offiziere Dagegen geht im Wahlkreise Teltow Charlottenburg sei es auch um den Kreis der moralischen Auspeitschung der eignen handeln augenscheinlich so, weil sie überzeugt sind, daß sie sich in der Streit unter den Freisinnigen fort. Der geschäftsführende Ausschuß Partei. den Kasinos nicht unter der Aufsicht der Polizei, die ihre Zusammen- der Freisimmigen Volkspartei wendet sich Was hat er mun um diesen an Selbstmord grenzenden fünfte zu überwachen kein Recht hat, befinden. Dr. A. Bernstein, mit dem man jede fernere Verhandlung und gegen Preis erreicht? Vollmar und Genossen haben ihm denselben empfiehlt der Minister Ihrer Excellenz folgendes: 1. Alle felbst- trauensmänner des Kreises an der Kandidatur Bernstein fest. Sie er eingebracht hat, eine Auslegung gegeben, die auch für ihre im Jahre 1891 auf Solche Zügellosigkeit kann nicht weiter geduldet werden, darum Verbindung" ablehnt. Dagegen halten zahlreiche freisinnige Ver- Streich gespielt, den sie seit Erfurt jedem Parteitag vollführt haben sie haben der Resolution, ständigen Kommandochefs auf die Frivolität einer solchen Handlungs- Eugen Richter und Dr. Müller Sagan wenden sich als Wähler weise aufmerksam zu machen. Der Minister ist überzeugt, des Kreises Teltow in einer besonderen Erklärung gegen Bernstein; Ideen Raum läßt, und haben dann selber dafür geſtimmt. Bebel, daß die Herren Chefs keine weitere Erklärung darüber verlangen fie feien als Urwähler außer stande, solchen Wahimännern unsre Singer und Kautsky aber haben sich nicht getraut, eine werden. 2. Die Kommandochefs werden für die Wahl der Offiziere, Stimme zu geben, die sich verpflichten würden, Dr. Bernstein zu Resolution vorzuschlagen, die die andre Gruppe schlechter die die Verwaltung der Kasinos leiten und die mit der wählen". dings nicht hätte annehmen fönnen, und das beBeaufsichtigung der Offiziersversammlungen betraut find, falls die ims deutet, daß fie die Geschlagenen find. Es giebt eine Liebe, fittlichen Eigenschaften diefer Offiziere nicht genügend sein sollten, liberale zusammen; für erstere tandidiert Reichstagsabgeordneter fehen; ein solcher Sieg ist der Sieg der Radikalen in Dresden. Die unIn Frankfurt a. D.- Lebus gehen Freifinnige und National die wie Haß aussieht, und es giebt Niederlagen, die wie Siege ausverantwortlich gemacht. 3. Die Offiziere, die diese Versammlungen Blell- Brandenburg, für letztere Landgerichts- Präsident Mathis in geheure und vergebliche Anstrengung, die sie gemacht haben, zeigt nur beaufsichtigen, dürfen nicht, wie es bisher geschah, sich mit flüchtigen, Frankfurt. und wie es sogar oft passiert ist, nur einige Minuten dauernden um so mehr, daß ihre Kräfte nicht weiter reichen, daß die Revisios Besitchen begnügen, sondern sie müssen sorgfältig, in der Gemeinschaft mit dem Kafinoverwalter, auf das Betragen der Herren Militärder„ Vorwärts", in seinem Sinne redigiert wird, hat Herr Bebel nisten thatsächlich, wenn auch noch nicht in Masse, bereits die Stärkeren sind. Nicht einmal, daß das Hauptorgan der Partei, durchsetzen können, und in demselben Augenblid, wo er jedes Zu selber einer Konferenz vorgesessen, die Bestimmungen traf über das sammengehen mit der bürgerlichen Linfen perhorresziert, hat er Zusammengehen bei den Landtagswahlen." beamten achten. 4 gehen mit den Socialdemokraten abgelehnt. Alls Kandidat wurde In Breslau haben die freisinigen Volksparteiler jedes ZusammenProfeffor Doormann proflamiert, der nun sicher durchfallen wird, Dabei hält es der Minister für notwendig, darauf aufmerksam wenn die Freifinnigen bei ihrer Taktik" bleiben. zu machen, daß die llebergabe und folglich die Verbreitung von der Salle, 5. Oktober. Unentwegt freifinnig zeigten sich heute wieder Censur verbotener Schriften schon an und für sich ein Verbrechen die liberalen Stadtverordneten, die einen arbeiterfreundlichen Antrag ist, wenn aber diese Verbreitung in den Räumen von Offiziers- unsrer Parteigenossen, den Beginn des Wahltermins zur Landtags= tajinos geschieht, so kann es als nichts anders als ein bewahl um 5 Uhr nachmittags anzusetzen, ablehnten. Morgens sonders schweres, die Ehre und die Würde des 10 Uhr soll gewählt werden. ganzen Kriegsrefforts verlegendes Verbrechen an gesehen werden". Amerika. Wieber etwas von Castro. Aus New York wird der„ Frankfurter Beitung" telegraphiert: Präsident Castro treibt unter strengsten Maßregeln die Zölle in Cindad Bolivar ein, die schon von den Insurgenten erhoben worden sind. Die Kaufleute weigern sich, die Zölle nochmals zu zahlen. Der Deutsche Sprick erhielt die Aufforderung zur Nachzahlung, die verweigert wurde, worauf Castro cine Ladung Rum, die für ihn ankam, versteigern ließ, zur Dedung der angeblichen Schuld. Sprick ist um etwa 100 000. geschädigt. Die venezolanischen Kaufleute, welche die Zahlung verweigern, werden gefangen gesetzt.Landtagswahl. Aus der bürgerlichen Preffe. " giebt einen Klassischen Beleg für die kurzsichtig tendenziöse Bes Die Bemerkung über das Verhältnis Bebels zum„ Vorwärts" trachtungsart gewisser bürgerlicher Politiker. Verfolgte der Herr Professor nicht die bewußte Tendenz, Zwiespalt in unsre Reihen zu tragen, so müßte er erkennen, daß der Vorwärts" bei aller Selbstständigkeit seines Urteils über einzelne Parteiaktionen und ihre steht wie Bebel. Formen, in allen wesentlichen Parteifragen auf demselben Boden Partei- Nachrichten. Socialdemokraten im Gefängnis. Dem Arbeitersekretär Limbers in Iserlohn, der sich durch seine gewerkschaftliche Bethätigung eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen zugezogen hat, ist die Selbstbeschäftigung berweigert worden. Er muß Haarnadeln einrollen und darf sich und keinen Bankschwindel getrieben hat. mit dem Gedanken trösten, daß er noch keinen Neger umgebracht wiederum P Das Genosse Bruhns ist, wie mir von Genossen in Ober- Schlesien mitgeteilt wurde, als Parteisekretär eingesezt und wird seinen Wohnsiz voraussichtlich in Beuthen nehmen. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Der verantwortliche Metteur. Jm Verein Leipziger Buchdrucker und Schriftgießergehilfen wurde mitgeteilt, daß der Vereinsvorstand in einer an das sächsische Oberlandesgericht gerichteten Eingabe um die Freilassung des zusammen mit den drei socialdemofratischen Redakteuren wegen Majestätsbeleidigung durch die Presse verhafteten Metteurs der Muldenthaler Voltszeitung", der Mitglied des Vereins ist, ersucht habe. Es wurde dabei betont, daß ein Metteur werden könne. Das Ersuchen sei aber abgelehnt worden. für den Inhalt einer Zeitungsnotiz nicht verantwortlich gemacht " Die Redaktion des„ Dswobozdenie" bemerkt dazu, daß, da die Gendarmen, Spizel und Schußleute feinen Zutritt zu den Offiziersfasinos haben, der Kriegsminister mit seinem Erlaß einige Offiziere, ohne daß sie ihre Uniform wechseln, als Gendarmen, Spigel denen, sofern nichts Wichtigeres hervortrift, diese Wiedergabe Zu unsren gestrigen Citaten seien noch zwei hinzugefügt, mit und Schuyleute verwenden wolle. Besonders charakteristisch für die oppositionellen Anschauungen, bürgerlichen Unverständnisses in socialdemokratischen Fragen te= die im russischen Heere und hauptsächlich in russischen Offiziers- endigt sein soll. treisen sich immer mehr verbreiten, ist der Umstand, daß Die Deutsche Zeitung" des Dr. Friedrich Lange ist dieser geheime Erlaß des Kriegsministers, dessen Abschrift er zivar nicht politisch einflußreich, aber ihre Ausführungen über„ die seinen gewöhnlichen Kanzleibeamten nicht anvertrant hat, noch früher Revisionisten in der hohlen Gaffe" sind derart grotest, daß sie ein auf, den Redaktionstisch des" Dswobozdenie" gelangte, als in die besonderes Beispiel dafür bieten, wie wenig uns Socialdemokraten Hände der Generale, an die er adressiert war! an dem lobenden oder tadelnden Urteil unsrer Gegner gelegen sein kann. Darum sei auch daraus einiges wiedergegeben. Das Blatt freut sich außerordentlich über die Niederlage des Revisionismus und bedauert nur, daß sie nicht noch vernichtender ausgefallen sei: Vom Genoffen Legien erhalten wir folgende Zuſchrift: Uns war es erwünscht, wenn aus dem Köcher Bebels als In Nr. 233 des Vorwärts wird mitgeteilt:„ Die Leitung Parteidiktators tödliche Pfeile nach rechts hin flogen. Denn als des Oberschlesischen Arbeitersekretariats ist jetzt in die Hände des das Bedenklichste nach dem ungeheuren Anschwellen der Zahl bei Genossen Julius Bruhns übergegangen." Diese Mitteilung muß den der Socialdemokratie erschien uns immer die von dem revisionistischen Anschein erwecken, als sei in der Leitung des Arbeitersekretariats Flügel aus betriebene Umkleidung mit Kulturhauch und Atmosphäre eine Aenderung eingetreten. ist nicht der Nachdem Fall. Genosse Winter als menschlich freien Geistes- und Kunstlebens; am bedenklichsten erArbeitersekretär am schien uns gemäß den Lehren der französischen Revolution die Beuthen nach Stattowig verlegt und Genosse Ciommer als 1. Juli d. ausschied, wurde das Sekretariat bon geistige Brückenbildung nach der bürgerlichen Welt hinüber, die Sekretär gewählt. Das Sefretariat untersteht der Kontrolle einer Willenserweichung und allmähliche Auflösung des Staatsgedankens Kommission, die von der Gewertschaftskonferens für Ober- Schlesien alter Fassung durch diese Verbindung. Darum freuten wir uns des teils diretten, teils indirekten Verbots der Mitarbeit an bürger- Die Adresse des Sekretariats ist: J. Ciommer, Kattowiz D.- Schl., am 13. September d. J. in Oswiecim( Galizien) gewählt wurde. Konservative Wahlermunterung. Die„ Bost" ruft zur Rüstung die Korruption der Pseudonymität im socialdemokratischen Lager lichen Blättern, die den Zulauf der Intellektuellen hemmen oder Rathausstr. 6. für die Landtagswahlen: Bei der straffen Disciplin und der vortrefflichen Organisation im Gefolge haben mußte; wir freuten uns des Boykotts gegen die der Socialdemokratie muß erwartet werden, daß sie, soweit sie daran" 3ukunft", freuten uns der Gewissensknechtung, der Aufrichtung der Socialdemokratie muß erwartet werden, daß sie, soweit sie daran von Inder und Geßlerhut; aber der Tellschuß fehlte. Jezt aber hat ein Interesse hat, ihre Anhänger vollzählig zu der Wahl heran- der gereizte Zorn und die verletzte Eitelkeit des Herausgebers der ziehen wird. Bisher ist die Teilnahme an den Urwahlen eine überaus schwache gewesen. Dies gilt namentlich auch von" Zukunft", die jahrelang auch zu einer allmählichen Knochender dritten Wahlabteilung, welche für die social- erweichung der wohlwollenden und zum Bizarren neigenden bürgerdemokratischen Wahlen am meisten in Frage kommt. Hier hat lichen Streise mitgeholfen hatte, überraschend einen Teil- Erfolg auch man sich nur zu häufig, um den Wählern Zeit und Unbequemlich in dieser Beziehung herbeigeführt. feiten zu ersparen, in solchen Fällen, in denen der Ausgang der wenigstens scheint schon jetzt festzustehen. Göhre fällt, Braun fällt, Heine fällt dies Ergebnis Wahl von vornherein festzustehen schien, damit begnügt, wenigstens scheint schon jetzt festzustehen. Uns ist es recht. Die Boykottierung des Geistes, die vom socialdemokratischen wenige Wähler zur Wahl abzuordnen, um überhaupt Standpunkt ja auch richtig ist, ist uns vom flar und bewußt antinur eine formal gültige Wahl zu stande zu socialdemokratischen Standpunkt aus auch so erwünscht. Es verfliegt bringen. Wollte man es bei den nächsten Urwahlen bei diesem Verfahren bewenden lassen, so könnte man nur zu Zu deutlich hat sich die Materialität der philosophisch- ökonomischen ein Stück falscher Nimbus. Der Zulauf der Gebildeten wird stocken. oft erleben, daß die Socialdemokraten selbst selbst da, wo fie nur eine schwache Minderheit darstellen, als Sieger Materialisten offenbart. Zu häßlich hat sich ihre Gottähnlichkeit aus den Urwahlen hervorgehen. Es Es wird daher, im Spiegel gezeigt. zwar auch in denjenigen Kreisen, in welchen Socialdemokratie nur schwach bertreten ist, bei bevorstehenden Wahlen in ungleich sorgsamerer Weise Der Kursrückgang unsrer Reichsanleihen, den wir gerade vor als bisher Bedacht darauf zu nehmen sein, daß die Urwähler, einem Monat an dieser Stelle auf seine Ursachen zurückzuführen verwelche den staatserhaltenden Parteien angehören, oder wenigstens suchten, steht noch immer im Vordergrunde der Diskussion, obwohl für deren Kandidaten zu stimmen bereit sind, vollzählig an seit der damaligen Erörterung der Kursrückgang aufgehört hat und der Wahl teilnehmen. Das kann namentlich auf dem sogar einer kleinen Aufbesserung gewichen ist. Im besonderen sind flachen Lande nur durch sorgfältige Organisation des kleinen es die Organe des sogenannten mobilen und des immobilen Kapitals, Wahldienstes vor und am Tage der Urwahlen geschehen. Die die sich gegenseitig in den Haaren liegen: die Kreuz- Beitung" als Einsicht der Wahllisten, die Feststellung derjenigen Urwähler, auf Diese Klärung und Scheidung ist aufs freudigste zu begrüßen. Vertreterin agrarischer Interessen und die Berl. Neueste Nachr." deren Beteiligung an der Wahl Wert zu legen ist, bilden die un- Wir fürchteten schon, daß der Revisionismus zu wenig geschwächt als Vertreterin der Großzindustrie in den Städten. Die„ Kreuzerläßliche Grundlage wirksamer Ausführung des kleinen Wahldienstes. aus der hohlen Gaffe" herauskommen und daß seine geistige Beitung" hatte nämlich den Wunsch ausgesprochen, daß, um den Einrichtungen, welche geeignet sind, säumige Wähler noch Ueberlegenheit troh feiner charakterlosen Schwäche ihm doch schon Kursrudgang der Staatspapiere zu berhindern und alt in letter Stunde zur Teilnahme zu veranlassen, dürfen in turzer Zeit die Herrschaft in die Hände spielen werde. Diese seine Stelle eine gewiffe Stabilität zu feßen, die Sparebensowenig vernachlässigt werden. Seit Dresden stehen wir ohne tassen Kurzum, es ist somit für Gefahr ist jetzt zurückgedrängi. veranlaßt werden sollten, ihre Gelder mehr die bevorstehenden Landtagswahlen mindestens ebenso viel Wert eignes Verdienst wie unter einem Glücksstern. Möge die Parze in Staatspapieren als in städtischen Hypotheken anzulegen. Demauf eine bis ins lleinste durchgebildete Wahlorganisation zu legen den Faden, der jetzt von der Spindel läuft, recht lange fortſpinnen! gegenüber betonten die„ Berl. Neneste Nachr." und unfrer Ansicht wie bei den Reichstagswahlen, und es werden die Wochen, welche und mögen ihre beiden Schwestern, die Lachesis und die Atropos, nach mit Recht, daß durch Anlage größerer Summen von Sparuns von den Urwahlen noch trennen, zur Vervollständigung mit der Schere in der Hand in einen ausgedehnten Winterschlaf Kassengeldern in Staatspapieren den mittleren Kreditsuchenden der und Ergänzung dieser Organisation auf das sorgsamste aus verfallen!" seither bezogene Sparkassenkredit entzogen und verteuert werden zunuzen sein." würde, ohne daß diesen Kreisen dafür ein gleichwertiger und gleich billiger Ersatz geboten würde. Bei dieser Diskussion ist dann auch die größere und geringere Sicherheit von Hypotheken und Staatspapieren in hochkritischen Zeiten lebhaft erörtert worden. Erörterung muß notwendig akademisch bleiben, so lange nicht Eine solche von bestimmten Fällen gesprochen wird; allgemein fann man jedoch zugeben und anerkennen, daß Staatspapiere auch in höchst kritischen Situationen des wirtschaftlichen und politischen Lebens mehr Kredit behalten werden als Hypotheken, erstens weil hinter den Staatspapieren ein großer Organismus steht, der auch in andren Be ziehungen für einen gewissen Kredit stets Sorge zu tragen haben wird, und zweitens weil dieser öffentliche Organismus auf seine Sicherheit hin weit besser und offensichtlicher zu fontrollieren ist als ein Privatkredit. 4 und die den Es zeigt sich, daß das Eintreten der Socialdemokratie in die preußischen Wahlen diesen fauligen Sumpf sofort in Bewegung bringt. Die freifinnigen Kompromisse. Die Bassische Zeitung" führt als einen besonders wichtigen Erfolg des freisinnigen Verhaltens gegenüber der Socialdemokratie an, daß in einzelnen Wahlfreisen, in denen die Nationalliberalen bisher mit den Konservativen gemeinfame Sache gemacht hätten, jett Nationalliberale und Freifinnige zusammengingen ein Erfolg der Richterschen Braris gegenüber der Barthschen Theorie, ein unerwartetes Mißgeschick für die Socialdemokratie. Nun haben wir aber bereits vor länger als Jahresfrist den Freisinnigen solche Erfolge" in Aussicht gestellt. In Nr. 212 des Vorwärts" von 1902 heißt es: Wo bisher Nationalliberale im Besitz sind, werden die Freisimmigen vermutlich vorziehen, mit diesen zu paktieren; wenn sie es erfolgreich thun, werden sie es dem Ansturm der Socialdemokraten verdanken." Da nüßt sehr wenig der Trost, daß Bebel in der Parteipresse sehr start angegriffen wird; denn in der Presse siten eben naturgemäß überall die Intellektuellen. Klar aber ist doch schon, daß in Süddeutschland zwar nur ein Drittel ungefähr für Bebel, zwei Drittel dagegen für Vollmar- Kolb- Ehrhart, daß aber in Norddeutschland und Sachsen sicherlich sieben Achtel für Bebel und den Radikalismus sind. Die Revision gegen den Revisionismus wird das dürfen wir jetzt hoffen auch weiter fortschreiten, wofern Bebel bei Kraft und Jahren bleibt. In den" Preußischen Jahrbüchern" fucht Professor Delbrück nach einem höheren Mittel, die Socialdemokratie zu bekämpfen. Er schlägt bor: Man muß von weit her und mit bewußter Absicht einen Augenblic vorbereiten und herbeiführen, wo eine große nationale Frage aufgeworfen und mit dieser Parole wie im Jahre 1887 bei den Kartellwahlen die Socialdemokratie wieder aus einer großen Anzahl ihrer Size herausgeworfen werden kann; und um das zu ermöglichen, muß gleichzeitig durch Entgegenkommen jede berechtigte Beschwerde, die diese Partei vertritt, gehoben und aus dem Wege geräumt werden." ständiger Unkenntnis von der Art der Herstellung einer Zeitung. Das Verfahren gegen den Metteur ist nur erklärlich aus voll= Aus Induftrie und Handel. " Also wissen nun die Herren Staatsmänner, wie sie die Sache anzufangen haben. Leider aber sind die wahrhaft großen nationalen Fragen" ganz andersartig als sie der Herr Professor im Wie die Dinge heute liegen, fann die Frage, ob Sparkassen Interesse des Klassenstaates heraufbeschwören möchte, und leider hat den größten Teil oder auch nur einen ernsthaft großen Teil das deutsche Vol nicht vergessen, daß Kartellwahlen Reaktionswahlen ihres Geldes in Wertpapieren anlegen sollen, schon 11111 der deswegen gar nicht in ernsthaftere Erwägung gezogen sind höchst einfache. Zunächst ist als bekannt vorauszusetzen, dag Sparkassen untergraben würde. Die Gründe für diese Behauptung auch die kleinen Sparer die an sich durchaus berechtigte Tendenz haben, ihre Gelder möglichst hoch verzinst zu bekommen; sollen diese Kleinen Sparer also der Spekulation nicht geradezu in die Arme geBreslau; nur fügte er hinzu( Vorwärts" vom 30. September 1903): find; und hätte das Volk es bergessen, so folgte auf 1887- der werden, weil eine solche Verpflichtung vielfach die Existenz der Denselben Gedankengang entwickelte Genosse Arons jetzt in ,, llebrigens werden voraussichtlich auch die vereinigten Freisinnigen Februar von 1890. und Nationalliberalen noch von den socialdemokratischen Wahl- leber unsern Parteitag schreibt Profeffor Delbrück in der männern abhängig sein. Also auch in jenen Kreisen müssen die liebenswürdigen Abficht, neuen Zwist unter uns zu säen: bereinigten Liberalen sich darauf einrichten, eventuell für einen Socialdemokraten stimmen zn können." Welche von ihnen hat nun bei dem ungeheueren Gezänk geficgt? Bebel und die radikale Partei haben auf der ganzen Linie flären, nachdem ein Teil ihrer Kollegen die Arbeit bei der Gesells schaft wieder aufgenommen und ein andrer großer Teil bereits anderweitig Arbeit gefunden hat, den Streit hiermit für beendet. Die Versammelten sprechen allen denjenigen, die ihnen in dem ihnen aufgezwungenen gerechten Kampfe ihre Sympathie durch Nichtbenutzung der Omnibusse in hohem Maße bezeugt haben, ihren Dank aus und hoffen, daß das Publikum der Gesellschaft auch fernerhin fühlen läßt, daß einem Unternehmen, welches angeblich nur durch größte Ausnutzung seiner Angestellten betriebsfähig ist, jede Eristenzberechtigung abgesprochen werden muß." trieben werden, müssen auch die Sparkassen dieser Tendenz Rechnung| Hausflur stehend ruhig feines Amtes waltete, wurde vom Schutz- 1 tragen, weil sie sonst eben keine nennenswerten Einlagen, mit denen mann, nachdem dieser vom Arbeitgeber auf ihn aufmerksam gemacht fich arbeiten läßt, bekommen. So ist es dahin gekommen, daß, wie worden war, am Arm gepackt und auf die Straße gezerrt, die neueste amtliche Sparkassenstatistik erweist, die meisten Sparkassen dann zur Wache befördert, wo der Wachtmeister ihm erklärte, ihren Einlegern 31 Proz. oder darüber gewähren. Dies daß wenn er, der Wachtmeister, als Schußmann mit ihm zu thun wäre aber nicht möglich, wenn die Sparkassen ihre Gelder gehabt hätte, er hätte ihm er sprach den Satz nicht ganz aus. vorwiegend in Staatspapieren verzinslich verzinslich anlegen sollten. An diesen Fall anknüpfend, machte Wiesenthal darauf aufmerksam, Unfre 31/ prozentigen Anleihen verzinsen sich gegenwärtig daß man stets, wenn einem derartige unrechtmäßige Behandlung zu mit 3,44 Proz., die 3prozentige mit 3,34 Pro3. Berücksichtigt teil wird, sich die Nummer des betreffenden Beamten merken soll, man nun die Verwaltungs- und andern Unkosten der Sparkassen, fo um flagbar gegen ihn vorzugehen. Des weiteren wurde von einem ist klar, daß diese staatspapierliche Verzinsung nicht ausreichen würde, Diskussionsredner mitgeteilt, daß auch der Gewerkverein der um den Spargeldereinlegern 31 Proz. Bins zu gewähren. Es Maschinenbauer und Metallarbeiter sich mit den Ausgesperrten bliebe den Spartassen nur übrig, ihren den Einlegern gewährten solidarisch erklärt habe. In einer Versammlung vom Sonntag habe Achtung, Schuhmacher! In der Filzschuh- Fabrik von Jakobs, Zinsfuß herabzuseßen, und die Einleger würden in Massen ihr Geld er beschlossen, daß jedes Mitglied eine wöchentliche Ertrasteuer von Elisabeth- Ufer 5/6, haben sämtliche Zwider und Zwickerinnen wegen der Spekulation oder mindestens weniger sicheren Papieren und 1 M. zahlen soll, was wöchentlich 36 000 m. ergeben werde zur Differenzen über die Arbeitseinteilung die Arbeit niedergelegt. Anlagen zuwenden, ein Zustand, der volkswirtschaftlich nicht zu unterstützung der streifenden und ausgesperrten Metallarbeiter. Da Buzug ist fernzuhalten. wünschen ist. für die ca. 100 Streifenden und Ausgesperrten des Gewerkvereins Die Ortsverwaltung der Schuhmacher Berlins. Der Weg, die Spartassen zur Anlegung größerer Teile der ihnen nur ein kleiner Teil davon gebraucht werde, solle das übrige für die Der Streit der in der Ofenindustrie beschäftigten Töpfer, Hilfs= zufließenden Kapitalien in Staatspapiere zu zwingen, ist demnach im Metallarbeiter- Verband Organisierten dieser Organisation überarbeiter, Kutscher und Maschinisten in Velten i. M. dauert unverändert ein verfehlter. Es giebt aber viel einfachere und absolut sichere wiesen werden. Wenn das sich als richtig erweist und durch- fort. Die Fabrikanten scheinen es auf eine Machtprobe ankommen Mittel, den Kurs der Reichsanleihen auf einem vernünftigen Höhe geführt wird, wäre es zweifellos einer der originellsten und von zu lassen. Im Ausstand befinden sich immer noch 800 Töpfer, punkt zu erhalten; zunächst das Bestreben, daß jedem Privatmanne ben Kühnemännern jedenfalls nicht erwarteter Erfolge des Scharf 800 Silfsarbeiter, 130 Seutscher und 36 Maschinisten. Streifbrecher zur Erhöhung seines Kredits empfohlen wird: möglichst wenig macher- Verbandes. Schulden zu machen! Dazu müßte freilich das Deutsche Reich find fast keine zu verzeichnen. Die besser gefleidete Gesellschaft am Orte proklamiert den Klassenkampfstandpunkt und stellt sich in mißeine ganz andre Politik einschlagen, die den Leuten der Die Former und Gießerei- Arbeiter nahmen am Montag verständlicher Auffassung desselben auf die Seite des FabrikantenKreuz- 8tg." allerdings ebensowenig wie denen der Berl. Neueste im Gewerkschaftshause in einer start besuchten Versammlung den tums. So versuchte sich ein Lehrer bei der Firma Lübke u. Co. als Nachrichten" gefallen würde. Situationsbericht über den gegenwärtigen Stand des Drücker- Maschinist; der Kaufmann Jokirl interessiert sich besonders für den Arbeitslohnstatistik im Saarbrückener Revier. Die Handelskammer und Gürtlerstreiks sowie der Aussperrung entgegen. Cohen Import von Streifbrechern. Die Herren Lehmbarone werden sicher in Saarbrücken hat den Beschluß gefaßt, eine getrennte Untersuchung schilderte in einem längeren Referat die Ursachen und den bisherigen nicht verfehlen, diesen Herren nach Beendigung des Streiks die geüber die Löhne der gelernten und ungelernten erwachsenen männlichen Verlauf der ganzen Bewegung, wie sie in der Presse bereits bekannt bührende Behandlung zu teil werden zu lassen. Arbeiter anzustellen und das Ergebnis im nächsten Jahresbericht zu gegeben find. Sei dieser Kampf schon für die gesamten Metall- Die Arbeiter, besonders auf den Bauten usw., werden gebeten, veröffentlichen. Durch eine solche Statistik würde sich, wie es heißt, arbeiter von eminenter Bedeutung, so für die Metallformer den Zuzug von Velten fernzuhalten. nachweisen lassen, daß die Löhne der ersten Kategorie eine noch im besonderen. Gerade diese Branche werde jetzt erheblich in ganz andre Steigerung erfahren haben, als die der letzteren; Mitleidenschaft gezogen, weil infolge des Streits und der Aussperrung beiillotus es würde dadurch möglich fein, zahlenmäßig nachzuweisen, den in Betracht kommenden Firmen nicht mehr genügend Arbeiter vor- Die Kohlenarbeiter in Hamburg, welche, wie schon gemeldet, die daß der gelernte Industrie- Arbeiter Löhne bezieht, die mit handen seien, die den von den Formern gelieferten Guß verarbeiten Arbeit eingestellt haben, sind eine Mitgliedschaft des Verbandes der denen des ungelernten Arbeiters gar keinen Vergleich zulassen. tönnten. Deshalb hätten sie dem Kampfe auch das größte Interesse Hafenarbeiter, dürfen aber nicht verwechselt werden mit den KohlenDie Kammer ist der Ansicht, daß aus der Klasse der Industrie- entgegenzubringen, da ein Teil von ihnen bereits wegen Mangel an schauerleuten, die die großen Kohlendampfer löschen. Die KohlenArbeiter ein neuer Mittelstand im Entstehen begriffen, zum Teil Arbeit entlassen worden sei, abgesehen von denjenigen, die gleich an- arbeiter sind zumeist an Land, dann auf den Schuten der Fleete und fogar bereits vorhanden sei. Ferner will die Stammer eine Dar- fangs mit ausgesperrt wurden. Bekanntlich haben ja auch eine An- der Alster und mit dem Füllen der Bunker der Seedampfer mit Heizstellung der Wohlfahrtseinrichtungen des Saargebietes im nächsten zahl Gießermeister auf Veranlassung der Scharfmacher der material beschäftigt. Sie hatten vor einiger Zeit verschiedene ForJahresbericht geben. Abteilung II des Kühnemänner- Verbandes mehrere Sizungen ab- derungen an die Arbeitgeber gestellt, darunter die auf Erhöhung der gehalten, um zu beschließen, an alle Firmen, die bereits bewilligt Accordsäße um eine Kleinigkeit und des Tagelohns von 4 Mart auf haben, feinen Guß mehr zu liefern. Ein praktisches Resultat haben 4,50 Mart. Der Vorstand des Kohlenhändler- Vereins verhandelte diese Sitzungen indessen nicht gezeitigt, weil auch hier die Firma darauf mit der Lohnkommission und gestand eine Erhöhung des TagePintsch von vornherein von der Ausführung eines etwaigen Beschlusses lohns um 30 Pf. zu. Es wäre sicher zu einer Einigung gekommen, sich wieder selbst, dispensierte". Ob auch die Eisenformer hätte nicht die Versammlung der Kohlenhändler diese Zugeständnisse noch in den Kampf hineingezogen würden, stehe noch dahin. Zwar wieder zurückgenommen und jede weitere Verhandlung abgelehnt. habe verlautet, daß auch die Groß- Eiſenindustriellen der Abteilung I Dadurch sahen sich die Arbeiter zum Streit gezwungen. Sie haben des Kühnemänner- Verbandes zu einer allgemeinen Aussperrung be- fämtliche andre Forderungen fallen lassen und verlangen jetzt nur wogen werden sollten, doch lasse sich vorläufig noch nicht einsehen, noch die Erhöhung des Tagelohns auf 4,50 Mark. In den Streik welches Interesse diese Kategorie an einer Schließung ihrer Betriebe eingetreten sind etwa 600 Mann. Bewilligt haben sofort 11 Geschäfte haben könnte, da sich bisher der größte Teil der Fabrikanten von mit etwa 80 Arbeitern. Da es gerade die Zeit ist, in der man sich der Abteilung II an der Aussperrung nicht beteiligt hat. Immerhin mit den Winterfohlen versorgt, ist die Lage der Arbeiter recht günstig, gelte es, die Augen offen zu halten und vor allem den Kampffonds zumal dieselben sehr gut, nahezu vollzählig, organisiert sind. zu stärken, um allen Eventualitäten gewachsen zu sein. Mit einer Die Firma A. B. Heitmann, Berlin, versucht haben so gut wie keine Aenderung in der Situation erfahren. Das begeisterten Sympathiekundgebung für die Streifenden und Aus- Streitbrecher für Hamburg anzuwerben. gesperrten schloß die Versammlung. wird ersucht, jeden Buzug fernzuhalten. Eine gute, zuverlässige Lohnstatistit des Saarbrücker Reviers wäre in Anbetracht der Mangelhaftigkeit der wenigen deutschen lohnstatistischen Versuche von entschiedenem Wert; nur zweifeln wir daran, daß die Saarbrückener Handelskammer etwas Besseres leisten wird, als andre industrielle Korporationen und Fachvereinigungen. Die obige Ankündigung zeigt, daß man bereits weiß, was die Statistik beweisen wird und muß; und es ist kaum zweifelhaft, daß man bei den Lohnaufnahmen in der Weise verfahren wird, daß das gewünschte Resultat herauskommt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Streit und Aussperrung der Metallarbeiter bekannten näher kommen. " Deutfches Reich. Husland. Es Breßbureau, das der Kühnemänner- Verband in seiner legten geheimen Sitzung gegründet hat, scheint zwar schon fleißig an der Die Metallarbeiter der Firma Hein, Lehmann u. Co. in ReinickenDer Ausstand der Textilarbeiter in Armentières und in Hallonin Arbeit zu sein und verbreitet eifrig die Mär, daß jetzt rund 9000 dorf hatten, soweit sie im Konstruktionsbau beschäftigt waren, am greift immer mehr um sich. Es streiten bereits 25 000 Arbeiter. Arbeiter weniger in den Fabriken arbeiten als vor vier Wochen, Mittwoch voriger Woche in der Stärke von 88 Mann die fernere Man befürchtet, daß sich auch die Arbeiter in Lille und andren Inaber vielleicht bringt die Kontrolltommission, welche im Sommission aus ihren Reihen, die wegen Aufhebung der Ueber der Ausständigen auf mehr als 50 000 Arbeiter anwachsen würde. Ableistung der Ueberstunden verweigert, nachdem eine duſtrieſtädten dem Ausstande anschließen werden, wodurch, die Zahl Auftrage der Kühnemänner die Betriebe kontrollieren soll, demnächst stunden bei der Direktion vorstellig geworden war, abgewiesen wurde. Ursache des Streits ist, daß die Fabrikanten die endgültige EinZahlen, welche den auf dem Bureau des Metallarbeiter- Verbandes Darauf erhielten die 88 Mann am nächsten Tage ihre Entlassung. führung des gesetzlichen Zehnstundentages, die nach dem MillerandVertreter des Metallarbeiter- Verbandes, des Gewerkvereins und des fchen Gesetz im April nächsten Jahres stattzufinden hat, zu einer Es scheint, als habe noch manch andrer Fabrikant gedacht wie Schmiede- Verbandes verhandelten hierauf mit dem Betriebsleiter 2ohn kürzung ausnüßen wollten. Die Arbeiter sind natürlich Herr Pintsch, der erklärte, daß es sein Gefühl nicht zulaffe, wegen Wiedereinstellung der Leute, und dieser versprach auch, nicht gewillt, sich dies stillschweigend gefallen zu laffen und so tam Arbeiter auf die Straße zu werfen, die 20 Jahre und länger in seinem 40-50 der Entlassenen wieder einzustellen und ferner dafür zu es zu einem Konflikt, der schließlich zum Streit führte. Es scheint Betriebe beschäftigt gewesen wären. Das„ Pfui!", das in der Ver- forgen, daß den übrigen der Arbeitsnachweis in der Dresdener beinahe, als hätten die Arbeitgeber den Streit, der ja im Frühjahr straße nicht gesperrt würde. Doch beide Versprechen wurden fammlung am Sonnabend fiel, als der Vorsitzende diese Erklärung nicht gehalten. unter solchen Umständen unvermeidlich war, schon jetzt pro Vielmehr hatte die Betriebsleitung in berlas, ehrt Herrn Bintsch, zeigt aber auch, daß man mit solchen Danzig 52 Metallarbeiter antverben lassen, ohne ihnen voziert, um die Arbeiter mit Hilfe von Arbeitswilligen niederGefühlen nicht in einen Kühnemänner- Verband gehört. auf ihre diesbezügliche Frage Mitteilung von den Differenzen in der Durchführung des Gesetzes, das ja naturgemäß das Angebot von Arbeitszuzwingen, die jetzt ja noch viel leichter zu haben sind, als nach Wie wir hören, beabsichtigen die Herren, sich Einsicht in das Fabrik zu machen. Da auch wirklich 21 dieser Leute anfingen, so träften verringern muß. Gelänge der Plan, bann würde das Gesetz, Protokoll des Gewerbegerichts zu verschaffen, durch welches etwa glaubte die Betriebsleitung jedenfalls auch die übrigen 31 zur An- das dem Wohle der Arbeiterschaft dienen soll, ins Gegenteil um40 Firmen einen Vergleich mit ihren Arbeitern abschlossen. Die nahme der Arbeit bewegen zu können, und hat wohl deshalb ihr schlagen und das Elend in der Arbeiterschaft vermehren, beren Löhne menschenfreundliche Absicht der Herren besteht darin, diesen Firmen Versprechen den Entlassenen gegenüber nicht eingelöst. Letzteren natürlich schon heute feine übermäßigen find. Bis jetzt ist es den den Absatz abzuschneiden, speciell selbst ihnen etwaige Specialartikel gelang es nun aber, die importierten Danziger bis auf drei zur Ausständigen gelungen, sämtliche Fabriken in Armentières und nicht abzunehmen. Hoffentlich gelingt das saubere Plänchen nicht reden. Bevor letzteres jedoch geschah, gaben sie den Verbands- ille, Loos und Canteleu haben fie in mehreren Fabriken die NiederEinstellung der Arbeit und zur Abfahrt nach der Heimat zu über- Sallonin zum Stillstand zu bringen; auch in zwei Vororten bon und man enthält den Herrschaften als Unbeteiligten das Pro- vertretern Bollmacht, die ihnen gegen Schuldschein ausgehändigten legung der Arbeit herbeigeführt. Der Befehlshaber der Truppen Geldbeträge in Höhe von ca. 1800 M. für Reise- und Behrungs- hat sehr vernünftigerweise einen Tagesbefehl erlassen, worin die spesen von der Firma eventuell im Klagewege wieder einzufordern. Soldaten zur Nachficht und Ueberlegung aufgefordert werden, um Die Klage wird demnächst eingereicht werden und hoffen die Kläger ernste Konflitte mit den Mitbürgern zu vermeiden. auf Erfolg, weil in einem ähnlichen Fälle fürzlich eine Firma verurteilt worden ist. tokoll vor.. * Aus der Frauenbewegung. Verfammlungen. Die streifenden Gürtler hatten sich gestern vormittag wiederum sehr zahlreich im Gewerkschaftshause versammelt. Wiesenthal, der über den Stand der Bewegung sprach, wies zunächst darauf hin, daß die Einigkeit der Arbeitgeber jetzt bedenklich in die Brüche gegangen ist. Nach der Versammlung, die sie am Sonnabend Das Ende des Streits der Omnibus- Angestellten. abgehalten haben, getrauen fie fich offenbar nicht mehr, der Wie in einem großen Teile der gestrigen Auflage unfres Weißensee. Der Verein der Frauen und Mädchen der ArbetterWelt zu verkünden, daß fie diese oder jene Beschlüsse ein- Blattes schon kurz mitgeteilt wurde, ist der Streik der Omnibus- laffe hält Donnerstag, den 8. Oktober, abends 81 Uhr, im Lokal stimmig gefaßt hätten. Eigentümlich ist es, wie die Revisions- Angestellten in der vorgestrigen Nachtversammlung der Ausständigen des Herrn Garz, König- Chaussee 55, seine Mitgliederversammlung kommission der Arbeitgeber vorgeht, die die Aufgabe hat, für beendet erklärt worden. Ursprünglich war noch geplant, zu dieser ab. Vortrag von Frau Dr. Bepler über:„ Die Frauen in der die Durchführung der Aussperrung zu überwachen. Sie fieht es ein Bersammlung auch die bei der Gesellschaft thätigen Arbeitswilligen modernen Litteratur". Gäste willtammen. Bahlreichen Besuch erfach nicht, wenn bei den großen einflußreichen Herren, die angeblich einzuladen, um ihnen sachlich das Verwerfliche ihrer Handlungsweise wartet Der Vorstand. alles ausgesperrt haben, noch ein Zehntel der Arbeiter und mehr vor Augen zu führen und sie gleichsam in lehter Stunde noch zu bethätig sind. Wie sollte auch die Kommission hier streng vorgehen wegen, mit den Streifenden gemeinsame Sache zu machen. Die fönnen, wo doch andre Fabrikanten überhaupt nicht ausgesperrt Direktion hatte jedoch, wie die Streiffommission mitteilte, jenen haben und auch die Konventionalstrafe nicht zahlen! Wie richtig Leuten mit Entlassung gedroht, falls sie die Versammlung besuchen Die Genoffen des zweiten Wahlkreises setzten gestern abend die übrigens die ganze Situation von Anfang an in den Kreisen der Metall würden; infolgedessen war denn auch niemand von ihnen erschienen. Debatte über den Parteitag fort. Die Versammlung, welche in der arbeiter beurteilt wurde, beweist der Umstand, daß der Redner, Wiesen- Vor den stark gelichteten Reihen der Ausständigen wies Werner Bodbrauerei tagte, war ungemein stark besucht. Ms Bebel den thal, mit einem Fabrikanten um 10 M. darauf gewettet hat, daß der nun auf die Zwecklosigkeit einer Weiterführung des Streits hin. Saal betrat wurde er mit Beifall und Hochrufen begrüßt. Kommerzienrat Bintsch nicht aussperren würde. Er hat bekanntlich Trok guten Zusammenhalts der Streifenden und der unverkennbaren Bebel als erster Redner trat der in der Parteipreffe die Wette gewonnen, trotzdem noch am Mittwoch vor der Aus Sympathie, der ihnen seitens des Publikums entgegengebracht wurde, und Parteiverfammlungen hervorgetretenen Meinung entgegen, sperrung in einem Cirkular der Arbeitgeber erklärt worden war, daß sei es der Direktion gelungen, genügend Streifbrecher anzuwverben, daß der Dresdener Barteitag vorwiegend persönliches Pintsch unter allen Umständen aussperren werde, widrigenfalls aber um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Zugereifte Arbeitslose, Gezänt gebracht und für die Partei nichts geleistet habe. Redner die ganze Schärfe der Beschlüsse zu tosten bekäme. Dies ist bekannt. Obdachlose aus den Asylen und entlassene Reservisten, alles Beute, ist der Ansicht, daß der Parteitag in hohem Maße den lich auch eine Leere Drohung geblieben. Daß unter die meistens noch gar kein Verständnis von der Bedeutung solcher Interessen der Partei gedient habe. Die zur Taftit andiesen Umständen teine Einigkeit unter den Arbeitgebern Lohntämpfe haben, hätten sich in Masse der Gesellschaft als Arbeits- genommene Resolution habe der Partei eine fichere Nichtherrscht, ja nicht ja nicht einmal Einigkeit in ihrem Vorstande, willige angeboten, ohne daß es den meisten von ihnen zum Bewußtsein schnur gegeben und fei geeignet, die revisionistische Tattit, die ist nicht berwundern. au Den fleinen Unternehmern gekommen sein mag, wie schtver sie sich an den Streifenden bergingen. tro aller Ableugnungen borhanden fei, zu lach Hinderu. muß mehr flar werden, Da unter diesen Umständen auch bereits eine beträchtliche Zahl der Die persönlichen Erörterungen, deren Erledigung in Aussicht daß das ganze Treiben der Scharfmacher darauf hinaus in den Ansstand Getretenen die Arbeit wieder aufgenommen hatten, stehe, würden uns nicht hindern, praktische Arbeit, zunächst die läuft, fie, die minder kapitalfräftigen Firmen, zu vernichten. so sei auf einen Erfolg leider nicht mehr zu hoffen. In der Dis- Agitation zu den preußischen Landtagswahlen mit aller Straft Thatsächlich ist es denn auch nicht mehr die Maffe der Arbeitgeber, fuffion rügten mehrere Streikende besonders das schmähliche Ver zu betreiben.( Lebhafter Beifall.) Der zweite Redner, Bernhard, sondern die wenigen Scharfmacher und die Angestellten des Fabrikanten halten derjenigen ihrer früheren Kollegen, die anfangs immer gesagt verteidigte sich kurz gegen die in letzter Zeit in der Presse und Ververbandes, die einen ehrlichen und dauernden Frieden mit den hätten, so wie bisher könne es unmöglich weiter gehen. Gerade diese sammlungen gegen ihn erfolgten Angriffe. Silberschmidt Arbeitern nicht wollen, die an dem Kriegszustand oder an einer feien es gewesen, die stets zu einem Streit geraten hätten; als aber befürwortete eine straffere Organisation der Partei. Ilm bölligen Unterbrückung der Arbeiterschaft ein Interesse zu haben glauben. der Streit beschlossen war, haben sie sich feige zurückgezogen und nicht 11 Uhr nahm Richard Fischer das Wort. Er ist in Höchst wahrscheinlich wird sich die Masse der Arbeitgeber nicht lange mitgemacht, lediglich um sich bei der Gesellschaft in Gunst zu sehen. der Beurteilung des Parteitages mit Bebel einverstanden. mehr von diesen Herren nasführen laffen und es bald einsehen, daß Für solche Leute tönne ein ehrlicher Arbeiter nur Verachtung haben. Die heftigen Debatten waren nicht nötig. Einen Revifionisnichts andres übrig bleibt und es das beste ist, einen Vertrag mit Um aber feine falsche Meinung nach außen hin aufkommen zu lassen, mus, wie ihn Bebel sehe, gebe es nicht. Bezüglich der ber großen Arbeiterorganisation zu schließen, wodurch eine ungestörte erklärten diese Redner unter dem allseitigen Beifall der Anwesenden: Hardenschen Enthüllungen glaube Redner, ehe nicht andre Beweise Produktion gesichert wird. Denn für jeden Einsichtigen muß nun Nicht die leitenden Personen des Handels- und Verkehrsarbeiter vorliegen, den angegriffenen Parteigenoffen mehr wie Harden. boch klar geworden sein, daß die Gürtler und Drücker niemals zu Verbandes hätten sich an die Omnibus- Angestellten herangedrängt Bei Schluß der Redaktion war die Versammlung noch nicht geStreuze friechen und sich den Machtgelüften der Herren unterwerfen. und sie in den Streit gehezt", sondern umgekehrt, die Angestellten schloffen. Der Referent kritisierte sodann scharf die höchst überflüssige große hätten die Verbandsleitung aufgesucht und diese bewogen, den Kampf es Selbstverständlich immer Machtentfaltung der Polizei gegenüber den Streitposten und forderte um ihre gerechte Sache zu führen. Die Verbandsleitung föne beiss Letzte Nachrichten und Depefchen. die Streitenden auf, sich in keine Weise an der Ausübung ihres Rechts, halb auch nicht der geringste Vorwurf an dem Mißlingen des Streits Braunschweig, 6. Oktober.( W. T. B.) Laut amtlicher Mitan der Erfüllung ihrer Pflicht als Streifpoften hindern zu lassen. treffen. Der negative Verlauf des Streits sei auch keineswegs Das Verhalten der Streifenden war bisher so und wird auch in geeignet, die letzten Ausständigen mutlos zu machen, denn was sie teilung sind in der Woche vom 27. September bis 3. Oftober im Butunft so sein, daß Polizei in ihrer Nähe überflüssig ist, ebenso bei der Omnibus- Gesellschaft verloren hätten, würden sie selbst bei Herzogtum Braunschweig folgende Typhusfälle angemeldet worden: überflüssig, wie das große Polizei- Aufgebot bei der Schlosser- dem schlechtesten Arbeitgeber wiederfinden, auch anderwärts werde In Stadt Braunschweig 5( gegen 1 in der Vorwoche), Kreis Helmversammlung am Sonntag war. noch Brot gebacken. Angenommen wurde sodann folgende Resolution: stedt 3( gegen 0), Kreis Wolffenbüttel 2( gegen 0), Kreis GandersIn der Distuffion wurde wieder mal ein traffer Fall polizeilicher Die versammelten ausständigen Schaffner, Kutscher und heim 2( gegen 2), Streis Holzminden 2( gegen 1) und Kreis BlankenBelästigung eines Streitpostens mitgeteilt. Der Mann, der im Stallleute der Allgemeinen Berliner Omnibus- Gesellschaft er- burg 0( gegen 7 in der Vorwoche). Berantwortl.Redakteur: Julius Kalisti in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud u. Berlag; Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 234. 20. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 7. Oktober 1903. Stimmen zum Parteitage. der bei uns nicht schöner ist wie bei unsren Gegnern und auch nicht In einer Reihe von Partei- Orten konnten die Verhandlungen weniger gefährlich!" noch nicht zu Ende geführt werden. Wir werden erst dann über sie Jm, Anhalter Voltsblatt" sucht Pens die Ursache der berichten, wenn sie zu Ende sind. In ihren Betrachtungen zum Parteitage führt die„ Gleichhäßlichen Streitigkeiten in Eigenschaften, die leider sehr vielen In der Sonntagnummer ist aus Versehen die in Hannover heit" aus, daß sie eine weniger persönliche Art der Auseinander- Schriftstellern, besonders aber denen, die an hervorragender Stelle beschlossene Resolution als in Braunschweig angenommen befegung gewünscht hätte, die Schuld trügen jedoch jene, die welche glänzen", anhaften: sie sind vielfach eitel bis zur Selbstverblendung, zeichnet worden. Aus dem Umstande, daß Meister als der Antrag an Stelle des Versuches zur sachlichen Rechtfertigung ihrer Auf- eifersüchtig auf das Ansehen und die Geltung von Berufskollegen, ſteller bezeichnet ist, dürften die Leser wohl ersehen haben, daß es fassung und Haltung den tückischen Ueberfall gegen die Person wie nur je eine Frau auf die Schönheit einer andern. Mit der sich um Hannover und nicht um Braunschweig handelt. Mehrings setzten". Sucht nach Geldverdienst verbindet sich bei ihnen eine Herrschsucht, Wir bedauern es tief, daß das gekennzeichnete Vorgehen einzelner ein Streben nach Ausübung persönlichen Einflusses, das die Sachlichden Parteitag zum Tummelplatz eines Thuns erniedrigte, das mit leit, das reine Streben für die Sache mur zu leicht erftites geht Berliner Partei- Angelegenheiten. reine für die mir au seinem Drum und Dran an die Gepflogenheiten von Kaffeekranz- den Schriftstellern, besonders denen, die in Cliquen zusammenleben, ganz schwestern, schnüffelnden Detektives und schlechter Komödianten er- ähnlich wie den Schauspielern, unter denen bekanntlich auch keiner innerte. Unfrem Bedauern steht jedoch ein Trost gegenüber. Was dem andern einen Erfolg gönnt. Es ist wahrhaft beschämend und sich da spreizte, war nicht Bein vom Bein und Fleisch vom Fleisch niederdrückend, was für kleinliche Seelen und häßliche Charaktere der Socialdemokratie. Nur Elemente, in deren Seele der focia infolge dieses persönlichen Streites um den größten Einfluß aus listische Gedanke nicht zu fruchtbarem Leben aufgegangen ist, die Männern werden, die berufen sind, im Kampfe der Menschheit für der große, läuternde Hauch unsres Parteiſeins nicht berührt hat, nur eine höhere Kultur, für die größten und erhabensten Grundsäge einder Socialdemokratie Besensfremde: fonnten ohne Empfindung für zutreten." die Würde des Parteitages, für Verantwortlichkeit gegenüber den Massen, die in der socialistischen Bewegung mehr erblicken als ihre politische Interessenvertretung, ihre Erzieherin zu einem höheren Lebensinhalt, ihre persönliche Angelegenheit derart über die Sache der Partei stellen, wie es die Genossen Bernhard und Heinrich Braun gethan." Nachdem dann zur Frage der Taktik ausgeführt ist, daß die Abstimmung Klarheit gebracht habe über das Kräfteverhältnis zwischen den Anhängern der alten revolutionär proletarischen und denen der revisionistischen Taktik und daß in der Abstimmung der Wille der erdrückenden Mehrzahl der Parteigenossen zum Ausdruck gekommen sei. heißt es: Zur Lokal- Lifte! Parteigenossen! Parteigenoffinnen! Gewerkschaften! Vereine! æ. Der Ausschuß zur Veranstaltung von Volksaufführungen vers anstaltet am Freitag, den 9. Oftober 1903, in der Philharmonie, Bernburgerstr. 22/23, sein 51. Konzert, zu welchem Billets a 40 f. mit der Aufschrift Nur für Arbeiter!" ausgegeben werden. Da hierdurch die Arbeiterschaft in den Glauben versetzt werden fann, daß die Philharmonie jest frei sei, so teilen wir hierdurch mit, daß obiges Lofal der Arbeiterschaft zu Versammlungen 2c. nicht zur Verfügung steht, und ersuchen, das Konzert nicht zu besuchen und die angebotenen Billets zurückzuweisen. * In der„ Leipziger Volkszeitung" finden wir einen aus der Altenburger Volkszeitung" übernommenen,-ck- gezeichneten Artikel, in dem gesagt wird, daß Heinrich Braun sofort fliegen müßte und daß Bernhardt das Schiedsgericht verweigert werden müßte. In demselben Blatte wird eine A. S. gezeichnete Buschrift abgedruckt von einem Mitgliede der socialdemokratischen Reichstags- Der Ortsverein Berliner Straßenreiniger( Hirsch- Dunder) feiert fraktion", in der es heißt: in diesem Jahre sein Stiftungsfest am Sonntag, den 11. Ottober 1908, in den Concordia- Festsälen, Andreasstr. 64, welches Lokal der Arbeiterschaft zu Bersammlungen 2c. nicht zur Verfügung steht. " " „ Die Intimen Hardens, einflußreiche Parteigenossen, die durch das unerschütterliche Vertrauen der Arbeiter an die Spitze der Be wegung gestellt, denen man zur Wahrung ihrer vitalsten Interessen die höchsten Ehrenämter übertrug, haben es mit ihrer Partei- Ehre Da größtenteils die Billets in Arbeiterkreisen abgesett Dafür spricht finnenfällig das eine. Die Debatte über die vereinbaren können, die Partei dem Gespött und Gegeifer der werden, so nehmen wir selbstverständlich an, daß man die angebotenen Taftit ist dem Parteitag nicht durch die Erörterungen und Wünsche bürgerlichen Welt zu überliefern, haben den Parteitag, die höchste Billets zurückweist und das Bergnügen streng meidet. einiger Theoretiker, durch die Hundstagsstimmung heißsporniger und hehrste Instanz der Partei, auf das schamloseste mißbraucht. Die Lokalkommission. Temperamente aufgezwungen worden, sie ist aus dem Bedürfnis der Der Parteitag ist belogen worden! Massen nach Klärung und Einheit hervorgewachsen. Das aber sind Werden die Intimen hieraus die Konsequenzen ziehen?" Bierter Wahlkreis, Südost. Mittwochabend 81%, Uhr findet bei fachliche Momente, die unsrer Ansicht nach weit bestimmender, bindender Jm, Stettiner Voltsboten werden Hardens neneste Graumann, Naunynstraße 27, eine öffentliche Urwähler- Bersammwirken werden als der Wortlaut der angenommenen Resolution, als Enthüllungen" besprochen und darin der Standpunkt vertreten, daß lung statt. der Wortlaut irgend einer noch so fein formulierten Resolution. fie gar nichts Unerhörtes bedeuten. Aus dem Verkehr mit Harden Nixdorf. Die Urwählerlisten für unfren Ort liegen drei Tage Wir bedauern deshalb aufs lebhafteste, daß in den Auseinder- fei niemand ein Vorwurf zu machen und die von Harden über setzungen über die strittige Frage nicht mehr, weit mehr Redner zu Heine und Braun mitgeteilten Dinge seien für diese durchaus nicht lang am Freitag, den 9. Oktober d. 3, am Sonn Worte gekommen find. Vor allem aber jene Genoffen, deren Name ehrenrührig. abend, den 10. Oktober d. J. pon mittags 12 Uhr bis abends oft nicht über den Bannkreis der Heimat hinausdringt, die aber in Gegenüber der Darstellung Hardens, daß er von den social- 8 Uhr und am Sonntag, den 11. Oktober d. J., von mittags treuer organisatorischer und agitatorischer Kleinarbeit die wichtigsten demokratischen Teilnehmern der Donnerstags- Gesellschaft" bei 12 Uhr bis nachmittags 5 Uhr in der Turnhalle Erftragenden Kräfte, die unerschütterliche Stärke unfrer Partei find. Bollmar umworben und mit Bewunderung bewirtet worden sei, straße 26/ 28- Eingang zwischen dem Schulhause und dem Feuer So hoch wir die Ausführungen unsrer ersten Führer einschätzen, so veröffentlicht W. Blos im„ Hamburger Echo" eine Erklärung, daß wehrgebäude öffentlich zur Einsicht aus. wertvolles fie brachten: wir gäben gern einen Teil von ihnen für er als Teilnehmer an diesen Gesellschaften den Harden nie um- Die Genossen werden ersucht, sich zu vergewissern, ob sie in die ein Dugend Reden unbekannter" Genossen hin. worben und mit Bewunderung bewirtet, auch nie Gefälligkeiten von Listen eingetragen sind. ihm erbettelt habe. Aber noch ein andres haben wir an den Verhandlungen aus zusetzen. Daß die Frage der Taktik bloß im Hinblick auf die Aus den Parteibersammlungen ist zu berichten: parlamentarische Aktion der Partei erörtert wurde, nicht aber auch Die Genossen in Gera nahmen folgende Resolution an: im Zusammenhang mit ihrer wesentlichsten subjektiven Vorbedingung: Die heutige Parteiversammlung erklärt sich mit den auf dem der Erweckung und Erziehung des proletarischen, des revolutionären Parteitag in Dresden gefaßten Beschlüssen einverstanden und begrüßt Klaffenbewußtseins der werkthätigen Massen. Uns bedünkt, daß in es mit Freuden, daß der Parteitag mit erdrückender Mehrheit die dieser Beziehung das rasche und gewaltige Anschwellen der Social- revisionistischen Bestrebungen abgewiesen und beschlossen hat, an der demokratie zur Dreimillionenpartei uns wenn auch nicht neue, so bisherigen bewährten Taktik festzuhalten. Die Parteiversammlung doch gewachsene und dringende Aufgaben stellt, zu deren Lösung fordert die Erledigung persönlicher Anklagen außerhalb der Parteidie Mittel und Wege überprüft werden sollten. Der Ausdehnung tage durch die Instanzen der Partei und eine Klarstellung der von des socialistischen Gedankens in die Breite muß seine Vertiefung und Harden gegen Heine, Göhre, Braun und Bernhard erhobenen AnBefestigung entsprechen. Nur dadurch schaffen wir sichere Bürgschaft flage durch die Parteiorgane und erwartet, daß die letzteren energisch für eine Tattit, welche unbeschadet von Veränderungen im einzelnen diejenigen Konsequenzen herbeiführen werden, die sich aus der Sache ihrem ganzen Wesen nach der praktische Ausdrud unsrer grund- ergeben." säglichen Auffassung der geschichtlichen Entwicklung bleibt. Es gilt Die in Lüneburg beschlossene Resolution lautet: der Tendenz entgegenwirken sie wird durch unsre politischen Die Parteiversammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des Verhältnisse, in erster Linie durch den Kampf zur Abwehr der Parteitages einverstanden. Sie hofft, daß die energische Willensbösartigsten Reaktion ausgelöst die socialistische Bewegung zur fundgebung des Parteitages, an unfrer bewährten Taftit festhalten einseitigen politischen Bewegung und diese wiederum ihrerseits zur engen zu wollen, dazu beitragen wird, alle Versuche fernzuhalten, die Einparlamentarischen Aktion zusammenschrumpfen zu machen. Es gilt, den heit der Partei zu stören. Sie erwartet ferner, daß nach den uns Socialismus als eine festgeschlossene, einheitliche Lebens- und Welt- liebsamen, aber notwendigen Auseinandersetzungen auf dem Parteiauffaffung im Bewußtsein der Maffen und jedes einzelnen zur tage für die nächsten Parteitage der Boden gewonnen ist, um die schöpferischen Entfaltung zu bringen. Wir begrüßen es gewiß so notwendigen praktischen Arbeiten für die Interessen des Prolefreudig, daß der Parteitag die Parole gegeben: Vorwärts zur tariats ersprießlich fördern zu können." politischen Arbeit, zum politischen Kampfe auf Grund der alten sieggetrönten Tattit! Wir hätten jedoch gewünscht, daß sie durch die Losung ergänzt worden wäre: Vorwärts zur Erziehung der Massen, borwärts zur Selbfterziehung durch den Socialismus und für den Socialismus in der Organisation, in der Werkstatt, in der Familie! Gerade das Um und Auf der Beratungen des Parteitages ist unserer Meinung nach ein Beweis dafür, daß diese Losung Not thut." die an das Nachspiel zum Barteitage anknüpfen und die zum Teil In verschiedenen Parteiblättern finden sich noch Betrachtungen, nicht minder start persönlich sind, wie die fortdauernden Auseinandersegimgen, gegen die sie fich wenden. So wird in der, Mainzer Boltszeitung" gefagt: " In Halberstadt wurde beschlossen: " Die Parteiversammlung bedauert, daß auf dem Parteitage zu Dresden die persönlichen Auseinandersetzungen der nüßlichen Arbeit zu viel Zeit geraubt haben; und daß die Führer sich nicht auf der Höhe der Situation befunden haben, die durch den DreimillionenSieg des 16. Juni geschaffen worden war. In Wilmersdorf liegen heute die Urwählerlisten zu den Landtagswahlen zulegt im Nathanse, Brandenburgischestr. 2, Zimmer 25 aus. Die Listen sind in den Stunden von 9 bis 1 Uhr vormittags und 4-7 Uhr nachmittags einzusehen. Versäume teiner seine Pflicht. zuletzt im Gemeindebureau aus. Parteigenossen, feht die Listen nach. Stralan. Heute liegt die Wählerliste zu den Landtagswahlen zuletzt im Gemeindebureau aus. Parteigenossen, seht die Listen nach. Pankow. In letzter Stunde wird bekannt gemacht, daß die Listen in unsrem Ort auch am 5., 6. und 7. d. M. ausliegen, also heute nur noch einzusehen sind. Genossen, benutzt die winzige Gelegenheit. Die Listen sind einzusehen von 8-3 Uhr. Dalldorf. Bei den kommenden Landtagswahlen wird Dalldorf in folgende drei Bezirke eingeteilt: Borsigwalde, Jrren- Anstalt, alte Dorf und die Wittestraße. Die Wählerliste liegt heute zulegt aus. Es ist Pflicht der Parteigenossen, die Liste nachzusehen. Waidmannsluft. Die Urwählerlisten für die Landtagswahl liegen heute noch im Gemeindebureau in Lübars öffentlich zur Ein fichtnahme aus. Pflicht eines jeden ist es, sich zu überzeugen, ob er eingetragen ist. der bevorstehenden Abgeordnetenwahl liegen heute, morgen und überSpandau! Achtung, Landtagswähler! Die Urwählerlisten au morgen täglich in der Zeit von 8 bis 1 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags im Stadthause, Potsdamer straße 14, 1 Treppe, Zimmer 29, zu jedermanns Einsicht aus. Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Listen müssen innerhalb dieser Auslegungsfrist schriftlich oder münd lich bei dem Magistrat angebracht werden! Parteigenossen! Niemand versäume, die Wählerliste einzusehen; die Liſteneinsicht einem der in dem Flugblatt am Sonntag bekannt wer dies aus Mangel an Zeit nicht selbst thun fann, der übertrage gemachten Genossen! Brit. Am 8. Oktober ist die Generalversammlung des Wahl Sie erwartet von dem Parteivorstande, daß er Mittel und Wege zu finden wissen wird, die der unwürdigen Beschimpfung von Dresdener Parteitag in Versammlungen und Zeitungen fortgesetzt vereins bei klos, Chausseestr. 58/59. Auf der Tagesordnung steht Reichstags- Abgeordneten untereinander, wie sie noch nach dem werden, endlich ein Ende machen." In Wittenberge berichtete C. Fischer- Berlin VI. Folgende Bericht und Neuwahl des Vorstandes. Resolution wurde angenommen: „ Die heutige öffentliche Parteiversammlung in der Centralhalle erklärt sich mit den Ausführungen des Genossen Bebel auf dem Parteitage gegenüber dem Revisionismus und der VicepräsidentenStelle vollkommen einverstanden. Lokales. Ein Epilog zur Wagner- Feier. „ Die Zubeil, Stadthagen, Adolf Hoffmann und andre haben es offen ausgesprochen, daß sie einzelnen Genossen den Stuhl vor die Thüre setzen wollen und der ganze radikale Genosse Meister Hat in einer Versammlung in Hannover erklärt, daß er es gern sehen würde, wenn gewisse Leute die Thür von draußen schließen Sie verwirft auf das entschiedenste die revisionistischen Bes Die prunkvollen Wagner- Feste mit ihrer zahlungskräftigen Bes würden. Diese Genossen haben nur ausgesprochen, was eine ganze strebungen in der Partei, sie erklärt sich mit den Ausführungen des Reihe andrer radikaler Genossen gedacht hat. Die letzteren haben des Referenten einverstanden und hofft, daß die Partei nicht von anstaltungen des Herrn Leichner mitwirkten, spielen wieder in Tanz geisterung sind zu Ende. Die Militärkapellen, die bei den Vers nur nicht den Mut gehabt, offen zu sagen, was sie denken. Wir ihrer altbewährten Praris abweichen werde." meinen, daß den Leuten, nachdem sie auch nach Schluß des Partei- Die Parteiversammlung des Wahlkreises Straßburg- lokalen auf, und auch der Herr Kommerzienrat geht wieder seinen tages ihr parteifchädigendes Treiben fortsetzen, einmal energisch die and nahm nach längerer Diskussion folgende Resolution an: Die Alltagsgeschäften nach. Es ist mühselig, alle Tage nach Orden Wahrheit gesagt werden muß. Wir wollen niemand ausgeschlossen am 3. Oftober in Schiltigheim tagende Parteiversammlung des angeln! Der Schluß der von der Schüßenstraße aus dirigierten wissen, im Gegenteil, wir freuen uns über jeden, der Schulter an Wahlkreises Straßburg- Land begrüßt die auf dem Parteitag in Weihetage soll ja übrigens mit dem Unglück des vorhergegangenen Schulter mit uns für socialistische Ideale fämpft. Aber was zu viel Dresden endgültig erfolgte Feststellung der Thatsache, daß fo- Programms gar nicht harmoniert haben: Eine vortreffliche Aufist, ist zu viel. Stein Genosse, der sich„ radikal" nennt, hat deshalb genannte" revisionistische" Bestrebungen, wie sie durch die Resolution führung der unvergleichlich schönen„ Meistersinger" in neuer würdiger einen Freibrief, in persönlichen, perfiden Angriffen gegen sogenannte Bebel- Kautsky- Singer verurteilt werden, innerhalb der Partei nicht revisionistische Genossen vom Leder zu ziehen. Und das ist geschehen bestehen. Sie hofft zubersichtlich, daß nunmehr diese Frage von den Ausstattung. Allerdings auch nur für den großen Geldbeutel. gegen die Genossen Braun, Göhre und Heine, die dabei die höchsten Debatten unsrer Parteitage verschwindet, und von allen Partei- Jetzt, wo wieder Ruhe herrscht, kann am Ende auch Wagner Vertrauensstellen bekleiden, die die Partei zu vergeben hat." genoffen mit erneutem Eifer an der Erfüllung derjenigen Auf- felber zum Worte kommen. Wie alle großen Dichter, war auch er Stadthagen wird in dem Blatte aufgefordert zu gehen, wenn gaben mitgewirkt wird, die der Befreiungskampf des Proletariats stellt. Prophet; und schon in der Zeit frühen männlichen Ringens hat er er mit Braun nicht in der Fraktion zusammenfißen möge. Die Parteiversammlung bedauert, daß auf dem Parteitag viel deutlich den heutigen Trubel im Geiste geschaut. Ja, er sah noch Der Voltsfreund" in Karlsruhe veröffentlicht einen tostbare Zeit mit persönlichen Streitereien hingebracht wurde, viel weiter.. Aufruf an die Parteigenossen, in dem es heißt: erwartet aber, daß die auf einzelnen Parteigenossen lastenden Ver Bald nach den Dresdener Maitagen, die auch ihn, den Reinem der vielangefeindeten„ Revisionisten" fonnte eine Principien- dachtsmomente von den zuständen Instanzen aufs gründlichste ge- Barrikadentämpfer, ins Egil führten, verkündete er seine Offen berlegung nachgewiesen werden. In der Praxis arbeiteten wir alle prüft und eventuell alle im Interesse der Partei erforderlichen Konso einträchtig zusammen, wie je zuvor. Am 16. Juni haben wir fequenzen gezogen werden. Sollten die auf dem Parteitage statt- barung„ Die Kunst und die Revolution". Es ist ein kleines Büchlein, einen Wahlkampf ausgefochten, wie er glänzender von keiner gehabten persönlichen Debatten einen Reinigungsprozeß zur Folge dessen man sich heute nicht gern erinnert. Aber das Bild des Partei und von feinem Proletariat der Welt jemals geführt wurde. haben, der für eine günstige Partei- Entwicklung unentbehrlich wäre, Meisters erschiene farifiert, wenn nicht diese Striche hinzukämen. Wie ein eherner Fels standen wir da; geschlossen wie ein Mann fo hält die Parteiversammlung die auf dem Parteitage für andre Richard Wagner schrieb im Jahre 1849 über das Geschlecht seiner traten wir dem Feind gegenüber. Ein herrlicher Sieg war die Frucht Arbeiten verloren gegangene Zeit für nicht zu teuer erfauft. fünftigen Denkmalsstifter: unsrer Mühen und Opfer. Und nun dieses Schauspiel des Jammers! In der Versaminlung in Begesa d vertrat der Delegierte des Wir sehen, daß die Kunst, statt sich von immerhin respet Die Gespensterfurcht, der Eigensinn und das überspannte Selbst- 18. Hannoverschen Kreises, Ebert- Bremen, in der Mitarbeiter- tablen Herren, wie die geistige Kirche und geistreiche Fürsten es bewußtsein einzelner Führer haben es nach einem solchen Sieg frage den Standpunkt des Parteivorstandes. In der Frage der waren, zu befreien, einer viel schlimmeren Herrin mit Haut und dahin gebracht, daß in unfren Reihen der Bruderzwist ausgebrochen Taftit hielt er die heftigen und weitschweifigen Auseinandersetzungen Haar sich verkaufte: der Industrie. ist. Und mit jedem Tage wird's jest ärger! In unfrem Central- nicht für nötig. In der praktischen Bethätigung dürfe man feinen organ wimmelt es täglich von Erklärungen, in welchen die an- Revisionismus erblicken. Diskussion fand nicht statt und Beschlüsse ( Merkurius) dieser verachtete Gott, rächte sich aber an den gefehensten Führer unsrer Partei sich gegenseitig herunterreißen und wurden nicht gefaßt. hochmütigen Römern und warf sich statt ihrer zum Herrn der Welt verdächtigen. Jm socialdemokratischen Verein in 8 eit führte der Delegierte auf: denn frönet sein Haupt mit dem Heiligenscheine christlicher Genossen! Nun ist die Reihe an Euch! Ihr seid zwar Mit Leopoldt aus, daß er gewünscht hätte, der Parteivorstand hätte Heuchelei, schmückt seine Brust mit den seelenlosen Abzeichen abschuldige, denn nur durch den Personenkultus, durch die Byzantinerei die Genossen, die an bürgerlichen Blättern arbeiteten, erst einmal gestorbener feudalistischer Ritterorden, so habt ihr ihn, den Gott der gegenüber den Führern fonnte es so weit tommen. Thut jetzt Eure vorgenommen, ehe die Aftion in der Deffentlichkeit gemacht wurde. modernen Welt, den heilig- hochadeligen Gott der fünf Prozent, den Pflicht, es ist allerhöchste Zeit. Nuft den Führern zu: Bis hierher Auch die Debatte über den Revisionismus wäre nicht nötig gewesen, Gebieter und Festordner unfrer heutigen Kunst.... und nicht weiter! die Annahme einer Resolution hätte genügt. In der Debatte Arbeiter! Genossen! Jetzt gilt es zu zeigen, daß man es stimmten sämtliche Redner dem Neferenten zu. Beschlüsse wurden Das ist die Kunst, wie sie jest die ganze civilisierte Welt ehrlich mit der Partei meint. Hoch die Fahne, um die wir uns nicht gefaßt. erfüllt! Jhr wirkliches Wesen ist die Industrie, ihr moralischer immer scharten, wenn es gegen den Feind ging! Einverständniserklärung mit den Beschlüssen des Parteitages ist 3ived der Gelderwerb, ihr ästhetisches Vorgeben die Unterhaltung Diesmal gilt's, die Führer auf ihre Posten zu rufen. Nur jetzt zu entnehmen aus den Berichten über die Versammlungen in der Gelangweilten. nicht zaghaft, nicht verdrießlich sein. Weg mit allem Personenfultus, Großenhain, Löbau, Neugersdorf und Raguhn. 黃 * Mren Lieblingssitz hat sie im Theater aufgeschlagen, gerade wie die griechische Kunst zu ihrer Blütezeit, und sie hat ein Recht auf das Theater, weil sie der Ausdruck des gültigen öffentlichen Lebens unsrer Gegenwart ist, Unsre moderne theatralische Kunst vcrsinn- licht den herrschenden Geist unsres öffentlichen Lebens, sie drückt ihn in einer alltäglichen Verbreitung aus wie nie eine andre Kunst, denn sie bereitet ihre Feste Abend für Abend fast m jeder Stadt Europas. Somit bezeichnet sie, als ungemein verbreitete dramatische Kunst, dem Anscheine nach die Bliite unsrer Knltur, wie die griechische Tragödie den Höhepunkt des griechischen Geistes bezeichnete; aber diese ist die Blüte der Fäulnis einer hohlen� seelenlosen, imtnr- widrigen Ordnnng der menschlichen Dinge und Verhältnisse. In den weiten Räumen des griechischen Amphitheaters wohnte das ganze griechische Volk den Vorstellungen bei, in unfern vor- nehmen Theatern faulenzt nur der vermögende Teil desselben, Seine Kunstwerkzeuge zog der Grieche aus den Ergebnissen höchster gemeinschaftlicher Bildung, wir aus denen tiefster socialer Barbarei. Kein billig Denkender wird verkennen, dag Richard Wagner in seinem Porträt das Geschlecht der Leichner sprechend ähnlich getroffen hat. Er schildert Kunst, Künstler und Kunstmäcen, wie sie in der kapitalistischen Gesellschaft aussehen, aussehen müssen; und daß er in diesem Spiegel auch den Fratzen seiner kapitalkräftigen Verehrer nicht schmeichelt, ist hart, aber gerecht. Doch hinweg von diesen Fratzen. Wagner hat im Geiste nicht nur die Gegenwart gesehen, sondern auch die leuchtende Zukunft. Als Socialist zeigt er uns zunächst die Wandlung und dann das allbefruchtende Walten der Kunst in der kommenden, soeiulistischen Gesellschaft: Zur Zeit ihrer Bliite war die Kunst bei den Griechen konservativ, weil sie dein öffentlichen Bewußtsein als ein gültiger und ent- sprechender Ausdruck vorhanden war; bei uns ist die echte Kunst revolutionär, weil sie nur im Gegensätze zur gültigen Allgemeinheit existiert. Rur die große McnschheitSrcvolution, deren Beginn die griechische Tragödie einst zertrümmerte, kann auch dies Kunstwerk uns ge- Winnen, denn nur die Revolution kann aus ihrem tiefsten Grunde Das von neuem und schöner, edler, allgemeiner gebären, was sie dem konservativen Geiste einer früheren Periode schöner— aber beschränkter Bildung entriß und verschlang. Aus den, entehrenden Sllavenjoche des ullgemcinen Hand- Werkertunis mit seiner bleichen Geldseele wollen wir uns zum freien künstlerischen Rkenschcntume mit seiner strahlenden Weltseele auf- schwingen; aus mühsam bcladencn Tagelöhnern der Industrie wollen lvir alle zu schönen, starken Menschen werden, denen die Welt gehörte als ein ewig unversiegbarer Ouell höchsten künstlerischen Genusses. Was uns als der Zweck des Lebens erscheint, dafür erziehen wir unsre Kinder. In Krieg und Jagd war der Germane, zil Ent- haltsamkeit und Demut der aufrichtige Christ, zum industriellen Er- werbe, selbst durch Kunst und Wissenschaft, wird der moderne Staats- unterthnn erzogen. Ist unserm künftigen freien Menschen der Ge- winu des Lebensunterhaltes nicht mehr der Zweck des Lebens, sondern ist durch einen thätig gewordenen neuen Glauben, oder besser: Wissen, der Gelvinn des Lebensunterhaltes gegen eine ihm entsprechende natürliche Thätigkeit uns außer allem Ziveifel fiesetzt, kurz— ist die Industrie nicht mehr unsre Herrin, andern unsre Dienerin, so werden wir den Zweck des Lebens in die Freude am Lebe» setzen und zu dem wirklichen Geimsse dieser Freude unsre Kinder durch Erziehung fähig und tüchtig zu machen streben I Die Erziehung, von der Ueoung der Kraft, von der Pflege der körperlichen Schönheit ausgehend, wird schon ans ungestörter Liebe zu dem Kinde und aus Freude am Gedeihen seiner Schönheit eine rein künstlerische ivcrden und jeder Mensch wird in irgend einem Bezüge in Wahrheit Künstler sei». Die Verschiedenheit der natür- lichen Neigungen wird die mannigfachsten Künste und in ihnen die mannichfachstell Richtungen zu einem ungeahuteu Reichtum ausbilden; und wie das Wissen aller Menschen endlich in dem einen thätigen Wissen des freie», einigen Menschentums seinen religiösen Ausdruck finden wird, so werden alle diese reich entwickelten Künste ihre vcrständnisreichsten Nereinigungspunkre im Drama, in der herrlichen Menschheitstragödie finden. Die Tragödien werden die Feste der Menschheit sein, in ihnen wird, losgelöst von jeder Konvention und Etikette, der freie, starke und schöne Mensch die Wonnen und Schmerzen seiner Liebe feiern, würdig und erhaben das große Liebesopfer seines Todes vollziehen! Das ist Richard Wagner in seinen eignen Worten. Dieser soeialistische Phantast und Umstürzler verdiente, daß die heutige Gesellschaft ihn durch ein bösartiges Marmorstandbild und durch vierhundert Militärmusikcr abstrafte. Ein Rätsel bleibt aber, wie ein sonst gewiegter GeschäftSnrann zu dem falschen Kalkül gelangen konnte, daß ein Richard Wagner das geeignete Objekt für Ordens- ergatterung sei. Der Herr möge zu diesem Zweck Wilhelms- Denkmäler und Kirchenfenster stiften. 201 Kilometer in der Stunde. Die elektrischen Schnellfahrten des Siemens- Wagens, welche am Dienstag auf der Militärbahn- Strecke Marienfelde-Ziffsen stattfinden sollten, hatten ein zahlreiches Publikum und viele Fachleute in Civil und Uniform angelockt; war es doch bekannt geworden, daß es heute galt, das„Ziel" zu nehmen, d. h. die Fahrgeschwindigkeit auf 200 Kilometer pro Stunde zu steigern l' Die vom Potsdamer Ringbahnhofe abgehenden Früh- züge waren voll besetzt; aus Station„Papcstraße" füllten sich die Abteile zweiter Klaff? mit Offizieren der Jngenieurtruppen. Ein Teil der Fahrgäste verließ schon in Marienfelde den Zug, um der Abfahrt des Siemens-Wagens beizuwohnen oder gar— mitzufahren sdiesen Vorzug genießen bekanntlich nur s e h r wenige Leute, Beamte der Staatsbahnen oder der Studiengcscllschaft, deren Leben und Gesundheit hoch versichert ist), ein andrer andrer Teil fuhr bis Lichtenrade, Mahlow oder Dahlwitz— die letzteren hatten jedenfalls das bessere Teil erwählt, denn bei Dahlwitz hat man den besten Ueberblick über die Bahnstrecke und hier entfalten die Versuchsmotoren gerade ihre höchste Geschwindig- keit. Die Leiter der Militärbahn, Oberstlieutenant v. B ö h n und Major Friedrich, trafen in Marienfeldc mittels des sogenannten Revisionszuges ein, der nur aus Lokomotive und einem Personen wagen besteht. Es waren ferner erschienen der Präsident des Reichs- Eisenbahnamtes. Wirkt. Geh. Rat Dr. Schulz, die Geheimräte M is a n i, L o ch n e r, Zimmermann und v. B o r r i c s, Reg.- Baumeister D en ning h off u. a., von der Firma Siemens u. Halske der Direktor Dr. Berliner, die Ober- Ingenieure, Dr. ing.. Reichel, Frischmuth', E h n h a r t und einige Ingenieure, welche die Beobachtungen im Motor- wagen anstellten. Der letztere selbst wurde wieder von Herrn Dr. Reichel persönlich geführt. Bei einer Stromspannung von 14 000 Volt gelang es nun heute thaffächlich, eine Fahr- gejchwindigkeit von 201 Kilometer pro Stunde zu erreichen. Wie nach allen Erfolgen der borvergangenen Woche erwartet werden durfte, hat sich auch bei dieser denkwürdigen Fahrt die gesamte elektrische Einrichtung des Siemens-Wagens trotz der enormen Beanspruchungen, die das Anfahren auf der Verhältnis- mäßig kurzen Strecke bedingt, durchaus gut bewährt, ebenso tadellos arbeitete die Fahrleitung, welche die Firma Siemens u. Halske auf Grundlage früher unternommener Versuchsfahrten eingerichtet hat Die 23 Kilometer lange Strecke Marienfclde— Zossen wurde wiederholt in dem kurzen Zeitraum von acht Minuten(einschließlich Anfahren und Bremsen) durchfahren und die erwähnte höchste Geschwindigkeit auf der Strecke M a h l o w- D a h l w i tz- R a n g s d o r f. welche m anderthalb Minuten durchfahren ward, in einer Länge von circa ö Kilometer erreicht. Mit der erzielten Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 17S Kilometer pro Stunde würde man die Eisenbahnfahrt von Berlin nach Köln(677 Kilometer) in circa S1/« Stunden zurücklegen können, während die schnellsten Züge jetzt 0 Stunden fahren. Allgemeine Anerkennung fand auch der vom Minister Budde zur Verfügung gestellte neue Oberbau, der. wie die Unter- suchungen ergaben, trotz der hohen Fahrgeschwindigkeit Stand ge- halten und auch die Gewähr künftiger Betriebssicherheit in aus- reichendem Maße bietet. Die Stadtverordneten-Versammlung hat sich in ihrer Sitzung am Donnerstagabend 6 Uhr u. a. mit folgenden Gegenständen der Tagesordnung zu befassen: Vorschläge des Ausschusses für Petttionen. — Wahl eines Mitgliedes in die Deputation für die Markthallen mittels Stimmzettel.— Antrag von Mitgliedern der Versammlung, den Magistrat um Auskunst zu ersuchen, ob und welche rechtliche Vorschriften bestehen, wonach der Polizeipräsident von Berlin in der Lage ist, den Leitern städtischer Schulen Anweisungen über den Ausfall des Unterrichts zu erteilen.— Berichterstattung über die Vortagen betreffend den Verkauf einer an der Stralauer Allee belegenen Bauparzelle,— die Anlage eines Parkes im Norden Berlins und den Erwerb der dazu er- forderlichen Grundstücke und die Einbeziehung städtischen Grundbesitzes in das beabsichtigte Umlegungsverfahren der zwischen der Grenzallee und der Kanner Kreischaussee in der Ge- markung Rixdorf belegenen Ländereien. Vorlagen betreffend die Reglements ftir die F ü r s o r g e- E r z i e h u n g, die Vermietung von Geschäftsräumen im Hause Königstr. 7 unter der Minimaltaxe und die Nachweisung der der öffentlichen Beleuchtung dienenden Flammen, sowie des Umfanges der Gaserzeugung und des Gas- Verbrauchs während des Vierteljahres April--Juni 1903. Antrag von Mitgliedern der Versammlung, den Magistrat zu ersuchen, den Beginn der Urwahlcn für den Landtag auf nachmittags 5 Uhr fest- zusetzen.— Vorlagen betreffend die Anwendung der durch das Staatsgesctz vom 16. April dieses Jahres festgesetzten erhöhten Durchschnittssätze des Wohnungsgeldzuschusses bei Be- rechnung der Pensionen und Hinterbliebeneiibezüge für die Lehrer und Lehrerinnen an den städtischen höheren Lehranstalten und höheren Mädchenschulen für die Zeit vom 1. Oktober 1902 bis 1. April 1902,— einen Mietserlaß für den Ratskeller,— den Jahresabschluß der Hauptstiftungskasse für das Etatsjahr 1902,— die Festsetzung des Etats für die Sublevationskaffe ftir das Etats- jähr 1904,— die Bewilligung der Mittel zur Beschaffung des Inventars für die Konfektionsabteilung der städtischen höheren Webeschule.— den Nachtrag zum Specialetat Nr. 23 ftir 1903 (Filialhospital für Männer auf dem gemieteten Grundstück zu Neinickendorf, Berlinerstr. 128),— die Teilung der Bezirke der 78a., 87a. und 89a. Schul- Kommission, sowie der 133. und 183. Armen- Kommission. Emen Anstehen erregenden Selbstmordversuch verübte gestern nachmittag die 24 Jahre alte Roman-Schriftstellerin Anna S. Das junge Mädchen, welches in Schöneberg wohnt, unterhielt mit einem in der Kaiser Friedrichstraße ansässigen Bäckermeister ein Liebes- Verhältnis. In der letzten Zeit kam es, wie es heißt, durch die Schuld der S. öfters zu erregten Auftritten, die dazu führten, daß der Bäckermeister sich zurückzog und die Verbindung zu lösen suchte. Wiederholentlich drohte Fräulein S., sich an ihrem Geliebten rächen und sich dann töten zu wollen. Gestern nachmittag begab sich die Schriftstellerin nach der Kaiser Friedrichstraße, um dem Bäckermeister hier aufzulauern. Nachdem sie etwa eine Stunde vergeblich ge- wartet, begab sie sich vor den Eingang des Ladens und trank aus einem Fläschchen, welches sie schon längere Zeit in der Hand gehalten hatte. Wenige Sekunden später brach die Bedauernswerte bewußtlos zusammen. Auf der Unfallstation in der Bahnstraße, wohin Fräul. S. gebracht wurde, stellte der anwesende Arzt eine Lysal-Vergiftung fest. Nach Anwendung geeigneter Gegenmittel wurde die Unglückliche nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht, wo sie schwer, jedoch nicht lebensgefährlich erkrankt daniederliegt. Ei» eigenartiger Straßenbahn-Unfall veranlaßte Montagabend die Alarmierung der Feuerwehr. Der Tischler Friedrich Reschke, Gerichtstraße 20 wohnhaft, kreuzte, eine Hobelbank auf dem Rücken tragend, vor dem Hause Gerichtstraße 04 den Straßendamm, kurz vor dem in voller Fahrt heransausenden Straßenbahnwagen 1906 der Linie 3, Richtung R Der Wagenführer, welcher, die Gefahr rechtzeitig erkennend, mit aller Gewalt bremste, konnte jedoch nicht verhindern, daß R. von dem Motorwagen umgestoßen wurde und so unglücklich unter den Vorderperron zu liegen kam, daß seine Be- frcinng nur mit größter Anstrengung möglich Ivar. Die inzwischen herbeigerufene Feuerwehr brauchte jedoch nicht mebr in Aktion zu treten. Der Verunglückte, welcher eine schwere Rückgratverletzung sowie eine Gehirnerschütterung erlitten batte, wurde nach dem Krankenhause Moabit geschafft. Sein Zustand gilt als besorgnis- erregend. Durch einen Sturz vom Bau verunglückte am Montagnachmittag der 38 Jahre alte Zimmermann August Rauguth aus der Wiesen- straße 39 auf einem Grundstück in der Holländerstraße zu Reinickcn- dorf. Beim Ballenlegen im zweiten Stock stürzte er, wahrscheinlich infolge eines Fehltritts, in die Tiefe, zog sich einen Schädelbruch zu und wurde vom Bauherrn bewußtlos mit einer Droschke nach der Unfallstation in der Badstrahe gebracht. Von dort mußte er mit einem Lückschen Rettungswagen dem Lazaruskrankenhause zugeführt werden. Seinen Umzug in dir neue Kaserne vollzog gestern vormittag das Füsilierbataillon des Alexander-Regiments unter großen Feierlich- ketten. Unter dem Befehle seines Kommandeurs, Majors v. Uth- mann trat das Bataillon mit fliegender Fahne auf dem Hofe der Kaserne an der Alexandrinenstraße, in der es seit 1897 lag, in Linie an. Der Oberst der Alexander, v. Schenck, hielt eine Ansprache, die in einem dreimaligen Hurra auf den Kaiser ausklang. Dann spielte die Regimentsmusik das„Muß i denn zum Städtle hinaus", und das Bataillon zog um 10 Uhr zum Thore des alten Heims hinaus nach der neuen Kaserne in der Alexanderftraße. Dir erste städtische Handwerkerschule veranstaltet auch chemische Kurse verbunden mit praktischen Ucbungen im Laboratorium in„Ge- werblicher Chemie"(anorganische Chemie. Elektrochemie, Photographie). Es ist anzuraten, sich möglichst bald für den am 13. Oktober be- ginnenden Kursus anzumelden, da der Zuspruch ein erheblicher sein dürfte. Anmeldungen werden entgegen genommen vom 6. bis 10. Oktober von 0— 8 Uhr abends im Schulhause Lindenstr. 97/98. Das Berliner Berkehrslexikou(Verlag von Max Schildberger, 30 Pf.) ist soeben erschienen. Dieses handliche Taschenbuch enthält eine erstaunliche Fülle von Nachrichten über die gesamten öffentlichen Einrichtungen und den Verkehr in Berlin. Ganz besonders über- sichtlich ist der Berliner Eisenbahnverkehr behandelt. Im Passagc-Theatcr tritt jetzt eine Dame auf, die wehmütig an die Vergänglichkeit alles Irdischen mahnt. Nicht etwa durch ihre Gestalt. Denn Olga Wohlbrück ist noch dieselbe, die sie vor vier Jahren war, als sie unter Herrn v. Wolzogens Regiment über- brcttelte. Aber ihre Kunst stimmt melancholisch. Wie einst im Mai der damals neuen Richtung singt sie etwas, das sie jetzt Spott- und Geißellieder nennt, das aber seinem Wesen nach sich auf dein jetzt längst ausgefahrenen Geleise bewegt. Man zog aus, den Himmel zu stürmen, aber das war nur für ein, zwei Jahre ein einträgliches Geschäft. Jetzt bleibt den Bacchantinnen vom Ueberbrettl nichts übrig als das Brettl— ein Glück, wenn man da noch ein Plätzchen findet! Von forscherem Geschlecht als diese Künstlerin ist Josephine D e l c l i s e u r. Sie will nicht hoch hinaus; füllt aber ihr Gebiet sehr zum Amüsement der Zuhörer aus. Vier vortreffliche Sänger hören wir im Männer- quartett F i n g a l. Unter der Schar derer, die sich bescheiden, nur dem Auge wohlgefällig zu sein, ragt das spanische Tänzerpaar G u e r r a und C h i v o hervor; Maud Griselda hat ihren Hunden künstlerisches Empfinden beigebracht und ein Herr R e l l o n zeigt sich als der starke Mann der Gegenwart. Zum Lachen reizt die Pantomime des A st o r- B e l m o n t- T r i o. Auch das berühmte Motomädchen lebt noch. Theater. Der am nächsten Sonntag, den 11. d. M., im Bürger» saale des Rathauses stattfindende Tondichter-Abend des Schiller- Theaters(der erste in dieser Saison) ist Richard Wagner gewidmet.— Heute ist im Apollo-Theater die Premiere der Operette„Frühlingslust" von Josef Sttautz. Feuerbericht. Ueber ein Dutzend Brände hatte die Wehr in den letzen 24 Stunden zu beseitigen. Gegen Mitternacht wurde sie nach der Ritterstr. 50 gerufen, weil hier im dritten Stock in einem Schlaf- zimmer Betten, Kleidungsstücke, Möbel jc. in Flammen standen. Montagabend waren in dem Postamt in der Oranienburger- straße 36/36 Hobelspähne in Brand geraten, der aber von den Beamten noch vor Eintteffen der alarmierten Wehr abgelöscht werden konnte. Briefschaften wurden nicht beschädigt. In der Beuthstr. 8 war durch die Explosion von Benzin in der Herrmannschen Druckerei ein Brand entstanden, der indes leicht unterdrückt werden konnte. Gegen abend wurde die Wehr nach der Neuen Roßstr. 1 gerufen, wo auf dem Dache ein Feuer ausgekommen war. Alarmierungen, die außerdem im Laufe des Montags nach der Liudowerstr. 8, Prinzenstr. 46, Culmstr. 15, Wattstt. 3, Müller- straße 170/171 und noch nach einigen andren Orten erfolgten, betrafen nur ganz unbedeutende Brände. Klus clen Nachbarorten. Die Schmargendorfer Wahl vor dem Ober-Berwaltungsgericht. Bei der Gemeindevcrtreterwahl in Schmargendorf bei Berlin am 13. März 1902, wo ein Angesessener zu wählen war. fielen 107 Stimmen auf den Mechaniker Frentzel, den Kandidaten des Mietervereins, 74 Stimmen auf den Socialdemokraten Mendt und 89 Stimmen auf Herrn Schmidt(kons.). Der Vorsitzende des Wahl- Vorstands, der Gemeindevorsteher, erklärte nur die 89 für Schmidt abgegebenen Stimmen für gültig. Und zwar erachtete er die für Frentzel und Mendt abgegebenen Stimmen für ungültig, weil diese nicht angesessen und nicht wählbar gewesen seien. Er fragte gar nicht die Beisitzer, deren Auffassung eine entgegengesetzte war. Der Gemeindevorsteher erklärte femer Schmidt für gewählt, wogegen die Beisitzer zu Protokoll Protest erhoben, weil ein Beschluß des Wahlvorstandes gar nicht herbei- geführt worden sei.— Gegen die Wahl Schmidts wurde Einspruch erhoben und nach dessen Verlverfung im Verwalttingsstreitverfahren ?erlagt.— Der Kreisausschuß erachtete das eigenmächtige Ver- ahreu des Gemeindevorstehers für einen groben Fehler. Luch pflichtete er dem Kläger Frentzel bei, daß er als Angesessener anzusehen wäre, wenn auch das fragliche Grund» stück seiner Frau gehöre, deren gesetzmäßiger Vertreter er sei. Die Wahl Schmidts wurde aus diesen Gründen für ungültig j;r- klärt und der Bezirksausschuß bestätigte dieses Urteil.«ei Frentzel Angesessener, dann wäre eine Stichwahl zwischen ihm und Schmidt erforderlich gewesen. Gestem hat sich nun auch das Ober-Verwaltungsgericht der Vorentscheidung angeschlossen und ausgeführt: Frentzel sei mit Recht als ein An- gesessener im Sinne der Gemcinde-Ordnung vom Bezirksausschuß angesehen worden. In Betracht kämen die§8 40 und 50, ins- besondere sei der letzte Satz des§ 50 entscheidend. Der Senat gehe davon aus, daß die Bestimmung auch Anwendung zu finden habe auf den Ehemann. Zu den gesetzlichen Vertretern gehöre auch der Ehemann mit Bezug auf seine Frau. Im Krankenhanse wiedergefunden wurde die 26 Jahre alte Putz- macherin Mathilde Pölitz, die seit dem 1. d. M. mit ihrem fünf- jährigen Sohn Harry verschwunden war. Sie hatte ihren Haus- genosien in der Wilmersdorferstr. 69 zu Charlottenbura von einem Liebesverhältnis mit einem Kaufmann erzählt und geklagt, daß ihr Geliebter sie jetzt in Stich lassen wolle. Am 1. d. M. verließ sie mit ihrem Knaben ihre Wohnung, ohne ihre Sachen mitzunehmen, und kehrte nicht wieder zurück. Am 3. meldete der Hausverwalter die Mieterin, die sehr zurückgezogen gelebt hatte, als vermißt bei der Polizei an. Vorgestern nachmittag erhielt er vom Revier die Nachricht, daß die Verschwundene im Moabiter Krankenhause liege. Sie hatte nach dem Verlassen der Wohnung ihr Söhnchen unter einem Vorwand bei Bekannten untergebracht und dann auf offener Straße Gift genommen. Gerickts-Leitung. Ter Pückler-Prozeß, der gestern bor der ersten Strafkammer des Landgerichts II unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Geh. Justiz- rat G a r tz verhandelt wurde, hat vor längerer Zeit bereits daS Landgericht I beschäftigt. Unter der Anklage der Aufreizung und der Beleidigung hatten auf der Anklagebank Platz zu nehmen: 1. Graf Walter P ü ck l e r- Klein-Tschirne, 2. der Zeituugsverleger und Reichstags- Abgeordnete Wilhelm B ruh n, 3. der' Stenograph Albert Schimmelpfennig und 4. der Ober-Jnspektor Hans Kirchner. Die Anklage wurde vom Staatsanwalt Mittag vertreten, die Verteidigung führten die Rechtsanwalt« Ulrich und Simons, als Vertreter einer Anzahl als Nebenkläger zugelassener jüdischer Einwohner von Glogau war Justizrat Fried mann- Glogau zur Stelle.— Es handelte sich um eine gegen die Juden ge- richtete Kampfesredc, die Graf Pückler über das Thema„Das deutsche Volk am Rande des Grabes" am 6. Juni 1902 in den Konkordia- Sälen gehalten. Die Rede wurde mit 7. Juni in der Druckerei der „Staatsbürger-Zeittmg" gedruckt und durch die drei letzten An» geklagten in Berlin, durch den Angeklagten Kirchner in Glogau ver- breitet.— Die neunte Strafkammer des Landgerichts I hatte seiner Zeit in den kräftigen Ausfällen gegen die Juden, die Graf Pückler mit den beleidigendsten Ausdrücken in jener Rede verbrämte, eine Auf- reizung zu Gewaltthätigkeiten nicht erblickt, sondern angenommen, daß der Redner trotz vielfacher rednerischer Uebertteibungen, die nur bildlich gemeint seien, nur an einen Kampf mit geistigen Waffen gedacht habe. In jener Rede hatte Graf Pückler auch der bekannten Suppenvergiftungs-Geschichte gedacht und die Ueberzeugung aus- gesprochen, daß jener angebliche Vergiftungsversuch durch die Glogauer Juden angezettelt worden sei. Darauf bezog sich der Strafantrag der durch Justizrat Friedmann vertretenen Nebenkläger' aus Glogau. Die neunte Strafkammer hatte auch in dieser Beziehung auf Frei- sprechung erkannt, weil sie es nicht für angängig hielt, daß. da diese Anklage sich nicht auf Beleidigung der Glogauer Juden erstreckte, die durch Justiztrat Friedmann vertretenen Personen sich hier als Neben- klüger anschlössen. Gegen das ergmigcne Urteil hatt- der Staats- anwalt zunächst Revision angemeldet, diese aber wieder zurückgezogen, auf der andren Seite war von den Nebenklägern Revision eingelegt worden. Das Reichsgericht hatte diese für berechtigt anerkannt, das Urteil mit seinen thaffächlichcn Feststellungen aufgehoben und die Sache zur anderweiten Verhandlung an das Landgericht II verwiesen. Ter Staatsanwalt war der Ansicht, daß jetzt nicht bloß über die Be- lcidigung der Glogauer Juden, sondern auch über den Anklagcpunkt der Aufreizung verhandelt werden müsse; die Verteidiger standen auf entgegengesetztem Standpunkte.— Sämtliche Angeklagte bestritten, sich strafbar gemacht zu haben. Graf Pückler gab zu, daß er den Druck seiner Rede als Flugblatt in 100 000 Exemplaren veranlaßt und sich dazu der Vermittelung des Angeklagten Schimmelpfennig bedient habe. Letzterer hat auch bei der Organisation des Straßen- Verkaufs mitgewirkt. Ein Paket des Flugblattes ist nach Klein- Tschirne gesandt und von dort aus durch den Angeklagten Kirchner in Glogau verbreitet worden. Der Angeklagte Wilhelm Bruhn bestritt, daß er als Verleger der Zeitung für den Druck des in der Druckerei der Zeftung hergestellten Flugblattes verantwortlich zu machen sei und behauptete, daß er von dem in der Zeitung veröffent- lichten Inserat, welches sich auf das Flugblatt bezog, absolut keine Kenntnis gehabt habe. Sein für das Jnscratenwesen der Zeitung verantwortlicher Bruder Paul Bruhn bestätigte dies.— Staatsanwalt Mittag führte aus, daß durch das Reichsgericht das erste Urteil in seiner Totalttät aufgehoben sei und das Gericht daher auch wieder zu prüfen habe, ob Aufreizung im Sinne des§ 130 St.-G.-B. vor- liege. Er bejahe dies, weil er die Redewendungen, wie„verdreschen", „lustige sidele Keilerei"».„kleiner Kladderadatsch" usw. unmöglich als " Verfammlungen. " bildlich gemeinte Rebeblüten ansehen könne. Graf Pückler, der die zu belvirken, daß er mit den beiden Knaben nach Drosendorf über der Gerichtsverhandlung gegen meinen Mandanten, bei welcher die Tendenz habe, den Haß der Christen gegen die Juden zu schüren und siedeln durfte. Hier war Dippold vollkommen unbeaufsichtigt. Er Oeffentlichkeit ausgeschlossen war, ist nichts zu Tage getreten, was anzufachen, habe sicher seine an die Versammlung gerichteten Worte behandelte die ihm anvertrauten 3öglinge in einer so grausamen derartige Behauptungen rechtfertigt. Mein Mandant verwahrt sich nicht bildlich gemeint, sondern thatsächlich beabsichtigt, die Ver- Weise, versetzte ihnen bei der geringsten Ursache heftige Stock- und mit aller Entschiedenheit dagegen, gequacksalbert zu haben, er kann fammelten zu Gewaltthätigkeiten gegen die Juden aufzureizen. Es Faustschläge, Fußtritte usw., daß das Dienstpersonal oftmals die vielmehr zahlreiche Zeugen bringen, welche von ihm geheilt worden liege also ideelle Konkurrenz mit Beleidigung auf Grund der§§ 185 Knaben laut jammern hörte. Das war aber noch nicht das schlimmste. sind. In der Verhandlung gegen ihn ist dies auch von mehreren und 186 St.-G.-B. vor. Es handle sich um die gröbsten Be- Die Knaben wurden außerdem in geradezu unmenschlicher Weise vom Zeugen bekundet worden. Indem ich hoffe, daß der„ Vorwärts" in leidigungen, die man einem Menschen an den Kopf werfen kann. Der frühen Morgen bis zum späten Abend geistig und körperlich über- feiner bekannten Objektivität auch den andren Teil zu Worte kommen Strafantrag sei formgerecht von den Nebenklägern gestellt und letztere angestrengt, so daß die armen Jungen, wenn sie sich zu Tisch setzten, läßt, zeichne ich ergebenst Bahn, Rechtsanwalt. feien zur Antragstellung berechtigt gewesen. Der Staatsanwalt be oftmals vor Müdigkeit nicht zu essen vermochten. Dippold ließ aber antragte gegen den Grafen Püdler 300 Mark Geldstrafe feinen jungen Pflegebefohlenen nicht einmal des Nachts die nötige. event. 30 Tage Gefängnis und Einziehung der betreffenden Erem- Ruhe. Wenn die jungen Leute sich zu Bette legten, band er ihnen plare der Staatsbürger- Zeitung", gegen Bruhn 150 Mark Geld- die Hände auf den Rücken und die Füße an je einen Bettpfosten fest, strafe event. 15 Tage Gefängnis, gegen Schimmelpfennig um sie zu„ bewahren". Es ist geradezu unglaublich, daß Dippold 30. September in den Industrie- Festsälen( Beuthstraße) stattfand, In der Generalversammlung der Freien Boltsbühne", die am und Kirchner je 50 Mark event. 5 Tage Gefängnis. Justizrat derartige Mißhandlungen längere Zeit ungestört begehen konnte. hielt Dr. Rudolf Steiner einen sehr interessanten Vortrag Friedmann- Glogau als Vertreter der Nebenfläger beantragte Infolge dieser unmenschlichen Behandlung erkrankte schließlich der über die Ziele Richard Wagners. Nach dem beifällig aufnamens derselben die Verurteilung der Angeklagten, während die älteste der beiden Schüler, der 14jährige Heinz Koch, ein hübscher, genommenen Vortrag erstattete der Vorsitzende Dr. Conrad Rechtsanwalte Ulrich und Simons für Freisprechung plädierten. munterer Knabe. Bankdirektor Koch, der gerade in Paris weilte, Schmidt den Geschäftsbericht. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten Grafen P idler wegen wurde sofort telegraphisch herbeigerufen, allein er fand feinen ältesten Blochs Erben sei ein Vergleich bevorstehend. In dem Prozeß mit Die Kunst= wiederholter Beleidigung zu 60 M., den Angeklagten Schimmel Sohn bereits als Leiche vor. Der Jammer der Eltern war ganz Abende seien gesichert und würden voraussichtlich in den pfennig wegen einfacher Beleidigung zu 30 M. Geldstrafe und furchtbar. Dippold wurde sogleich verhaftet und da über seine geistige Hörsälen städtischer Schulen stattfinden. sprach den Nebenklägern die Befugnis zu, den Tenor des Urteils in Burechnungsfähigkeit Zweifel auftauchten, so wurde er zur Be- Beethoven-, ein Dehmel- und ein Klinger- Abend in Aussicht geder Staatsbürger- Zeitung" und dem„ Neuen Niederschlesischen An- obachtung einer Jrrenanstalt überwiesen. Es soll sich aber ergeben nommen. Der Eintrittspreis beträgt 25 Pf. Näheres wird rechtzeiger" in Glogau zu veröffentlichen. Bruhn und Kirchner haben, daß Dippold vollkommen geistesgesund ist. Deshalb wurde zeitig bekannt gegeben werden. Auch die Vereinsfeste, deren wurden freigesprochen. Der Gerichtshof schloß sich bezüglich der nun die Anklage wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit tödlichem nächstes am 10. Oktober stattfindet, werden der Darbietung guter Frage, ob§ 130 St.-G.-B. vorliege, durchaus der Auffassung der Ausgang, auf Grund der§§ 223 und 226 des Straf- Gesetzbuchs, Musik gewidmet ſein. Straffammer des Landgerichts Berlin I an, daß dem Grafen Pückler gegen ihn erhoben. Dippold hat sich am Dienstag des erwähnten die Absicht, zu Gewaltthätigkeiten aufzureizen, fern gelegen habe. Verbrechens wegen vor eingangs bezeichnetem Gerichtshof zu verDagegen liegen Beleidigungen der Nebenkläger vor, zwar nicht in der antworten. Stelle, wo von„ Glogauer Juden" und deren Anstiftung zum Mord- Verteidiger des Angeklagten ist Rechtsanwalt Dr. Langheinrich bersuch geredet wird weil hier nur die Judenschaft im allgemeinen herangezogen worden ist, ohne daß irgendwie auf bestimmte Persönlichkeiten hingedeutet wurde, wohl aber in zwei Stellen, wo bestimmte individuelle Personenklassen, denen die Nebenkläger angehören, beschimpft worden sind. " Der Brügelprozeß Dippold. Aus Bayreuth wird berichtet: Ein trauriges Drama, das über eine Berliner Familie tiefes Herzeleid gebracht hat und vor dem wohl der Psychologe wie vor einem ewigen Rätsel steht, wird am Dienstag vor dem Schwurgericht des hiesigen föniglichen Landgerichts zur endgültigen Erledigung kommen. Im Januar d. J. wollte der Direktor der Deutschen Bank in Berlin, Robert Koch, mit seiner Gattin eine Erholungsreise nach dem Süden unternehmen. Um seine beiden noch sehr jugendlichen Söhne, die in Berlin ein Gymnasium besuchten, nicht ohne Aufsicht zu lassen, erließ Direktor Koch ein Zeitungsinserat, in dem er einen Hauslehrer suchte. Es meldeten sich etwa 40 Bewerber. Von diesen war ihm am besten der Student der Rechte Andreas Dippold aus Drosendorf bei Bayreuth empfohlen; dieser erhielt auch vor allen andren den Vorzug. Direttor Koch übertrug dem jungen Mann die Erziehung und den Unterricht seiner beiden Söhne, angeblich mit der ausdrücklichen Anweisung, recht streng zu sein, sich aber jeder Mißhandlung zu enthalten. Dippold scheint jedoch eine sehr eigentümliche Auffassung von der Aufgabe eines Lehrers und Erziehers gehabt zu haben. Er unterrichtete die Knaben zunächst auf dem Herrn Direktor Koch gehörigen Gute Ballenstedt in Thüringen. Schon dort mißhandelte er oftmals die ihm zum Unterricht anvertrauten Knaben, so daß ihn Frau Direktor Koch, als sie dies erfuhr, sehr energisch zur Rede stellte und ihm im Wiederholungsfalle die sofortige Entlassung androhte. Da Dippold sich verhindert sah, in Ballenstedt seine Erziehungs- und Lehrmethode" ungestört zur Anwendung zu bringen, so suchte er es WEN Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend " " Zunächst ist ein Der Kassierer Winkler machte ergänzende Mitteilungen. Der Stand der Kaffe ist günstig ein specieller Bericht ist, entsprechend der geänderten Geschäftseinteilung, erst in der nächsten Versammlung zu geben. Die Einrichtung der neuen Abteilungen( 15. und 16) ist erfolgt. Der Verein zählt nun 9900 Mitglieder. Bayreuth. Wegen angeblichen Vergehens gegen§ 184 des Strafgesetz- An den Bericht schloß sich eine eingehende Diskussion über Buches fand gegen den Schriftsteller Adolf Brand, den Herausgeber stattgehabte oder in Frage stehende Theateraufführungen, die von der Kunstzeitschrift„ Der Eigene" zu Charlottenburg, und gegen dem Kunstinteresse in den Reihen der Mitglieder wieder deutlich den Verlagsbuchhändler Mar Spohr am Montag die Haupt- Zeugnis gab. verhandlung vor dem königl. Landgericht in Leipzig statt. Brand Unter Verschiedenem" regte Dr. 3 ander die Gründung eines wird beschuldigt, in seiner Zeitschrift" Der Eigene"" die wider- gemischten Chors aus den Reihen der Mitglieder zum Zwecke natürliche Unzucht zwischen Personen männlichen Geschlechts ge- ernster musikalischer Kunstpflege an. Der Vorschlag fand, namentlich schildert, dargestellt und verherrlicht" zu haben. Und zwar wurden im Hinblick auf das in Dresden in dieser Hinsicht Erreichte, im seine Gedichte Raphael"," Neue Liebe" und Waldfrei" in wesentlichen lebhafte Zustimmung und wurde dem Vorstand zur friminiert, ebenso eine ganze Anzahl andrer Gedichte, Auffäße und weiteren Behandlung überwiesen. Novellen in der Januar-, Februar-, Mai- und Juninummer seiner Zeitschrift. Das größte Befremden rief jedoch die Thatsache hervor, daß die königl. Staatsanwaltschaft sogar das Schillersche Gedicht Die Freundschaft" für unzüchtig erklärt hat und die Kunstblätter von Fidus, weil diese einen nackten Jungen"( den allbekannten fleinen Flötenspieler auf dem Kiefernzweige),„ eine nackte Engelsdarstellung"( Lucifer) und zwei nackte Männergestalten"( zwei Genien) enthalten. Die Verteidigung wurde durch die Herren Rechtsanwalte Justizrat Broda- Leipzig und Victor Fränkl- Berlin vertreten. Die Oeffentlichkeit wurde ausgeschlossen. Das Urteil wird am nächsten Montag verkündet. Eingegangene Druckfchriften. nationaler Arbeitsmarkt. markt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow, Berlin, Verlag von G. Reimer). " Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralstelle für Arbeits. Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" erscheinende Zeitschrift enthält in Nr. 1 des 7. Jahrganges unter anderm: Der Arbeitsmartt auf deutschen und internationalen Kongreffen. Allgemeines: InterSituationsberichte aus einzelnen Gewerben:( Befferung im BraunkohlenAbwanderung während der Krise aus Berlin. Bergbau. Niedrige Löhne im Meuselwiger Revier. Schichtlöhne im preußischen Bergbau im zweiten Quartal 1903); Baugewerbe( Lebhafte Herbstkonjunktur. Steigerung der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Bauthätigkeit in Oberschlesien und Rheinland- Westfalen); Graphische Gewerbe Zu dem Schreiben des Vereins der Naturheilkundigen in der( Matter Geschäftsgang in der Buchdruckerei. Hohe Arbeitslosenziffern); Angelegenheit Weinziehr erhalten wir folgende Richtigstellung: Herr Verkehr( Lage des Reedereigeschäfts. Konkurrenz der Staatsbahn mit der Weinziehr, welchen ich in der Revisionsinstanz vertrete, hat mich Flußschiffahrt). Statistisches Monatsmaterial: Internationale Streif ersucht, folgendes zu erwidern: Es ist richtig, daß Herr Weinziehr ſtatiſtit. Börsenkurse. Haushaltskosten. Konsum: Milch- und Alkoholnicht Mitglied der Naturheilkundigen gewesen ist, jedoch hat er sich Berwaltung der Arbeitsnachweise: Anschluß paritätischer Fach- Arbeitsberbrauch in Rheinland- Westfalen. Lebensmittelpreise im September. quch niemals um die Mitgliedschaft bemüht. Die Bemerkungen des nachweise in Berlin. Vereins der Naturheilkundigen über seine Thätigkeit, insbesondere wesen. Erziehung. Fortbildung: Berufswahl für höhere weibliche HausKonferenz schweizerischer Arbeitsämter. Lehrlings darüber, daß er Quadsalbereien getrieben habe, sind unrichtig. In thätigkeit. Waarenhaus Hermann Tietz Leipzigerstrasse 46-49 4 Tage für Gemüse- Conserven. Pr. Stangen- Spargel extra stark Pr. Stangen- Spargel Diner- Spargel Pr. Stangen- Spargel 32/36 St. Pr. Stangen- Spargel 40/48 St. p. Dose 1 1/2 Dose Pf. Krausenstrasse 46-49 Lebensmittel Dose 120 65 P. Riesen- Bruch- Spargel Pr. stark. Bruchspargel Pr. mittel Bruchspargel 165 88 155 83. 140 75 Pf. Pf. Kaiserschoten extra fein Kaiserschoten fein 125 68 Pf. Pf. Junge Schoten Siebung I Junge Schoten Siebung II Junge Schoten Siebung III Gemüse- Schoten Siebung I 105 58 P. 85 48 P. 55 33 P. 45 28 Pf. p. Dose Extra- 60 Hannov. Stangen- Spargel Qua 10 85 Steinpilze 78 44 extra Pr. Suppen- Bruch- Spargel) soweit der Vorrath reicht. Pr. Gemüse- Bruch- Spargel 38 24. Pfefferlinge kl. Pilze Pf. mit Köpfen Dose 130 70Pf. 115 63 Pf. 100 55 Pf. 82 46º. 60 35PL 45 28Pf. Pf. Leipziger Allerlei 95 55" Leipziger Allerlei 80 45 Leipziger Allerlei 62 36** foin Früchte- Conserven. Tafelfertig. Melangefrüchte Reineclauden Aprikosen% FruchtPfirsiche Frucht, geschält Mirabellen 105 58 P. Kirschen saure ohne Stein 85 48 P. Kirschen saure mit Stein 130 70 Pf.| Kirschen schwarz mit Stein 140 75 P. Stachelbeeren 70 40 Heidelbeeren Ia. Obiges Sortiment"%, Dosen 850 10% Dosen 460 von Heidelbeeren doppelte Dose. Fisch- Conserven. 100 55 P. Gemischte Marmelade in Blecheimern 75.43 Pf. Pf. 65 38 P Senfgurken 65 Pf. Pf. in Gläsern mit ca. 5 Pfd. 110 ca. 10 Pfd. 210 Glas 95 Pf. Glas 100 Zuckergurken Patentverschluss 60 35t Preisselbeeren Krabben Dose 115%, Dose 60% Dose 32 Pf. Anchovis Dose 60% Dose 40 Pf. Sardellen Apetit Sild p. Glas 65 Pf. Oelsardinen p. Dose 32 45 Pf. 1, Dose 215 feinste frz. % Pf. ½ 65 PL Dose Pr. Kronen- Hummer nur Scheeren und Schwänze ganze Dose 180 halbe Dose 98Pf. Feinster gesalzener Astrachan- Caviar % Dose 50P.% Dose 32 Pf. Diplomat Sardinen Marke% 90% 145 Pfd. 875 Ungarische Weintrauben sehr edle Gewächse p. Pfund Pf. 25 Italienische Weintrauben %, Pid. 450% Pfd. 230 Postkiste 150 180 66 48 1. Ziehung 4. Klaffe 209. Kgl. Preuß. Lotterie. 453 578[ 400] 807 36 604 68-114323 635 42 613 45 1. Ziehung 4. Klaffe 209. Kgl. Preuß. Lotterie.| 541 85 791 807 57 115023 105 43 233 423 35 45 82 618 Biehung vom 6. Oftober 1903, vormittags. Nur die Gewinne über 192 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachbrud verboten. 81 84 345 74 95 469 574 662 853[ 400] 1226 39 343 71 411 40 891 1400] 936 2019 65 69 136 213 37 315 446 696 726 51 895 972 86 3096 155 248 96 502 719 62 [ 400] 813 95[ 400] 985 94 4006 48 276 412[ 3000] 34 506 42 644 55 91 886 965 90 5018 103 35 83 382[ 400] 528 697 895 962 G000 5 132 57[ 3000] 63 234 59 72 96 362 758 60[ 10 0001 885 904[ 400] 44 7075 81 176[ 400] 326 570 606 99 786 818 914 52 69 79 8344 77 496 510 66 647 9029 201 44 394 551 819 45 814 42 12177 14077 10004 62 141 314 487 501 4 29 726 40 75 11021 441 52 14001 95 678 810 41 91 95 918 66 702 881 969 13053 110 64 209 862 916 25 59 195 910 14 21 15006 120 98 205 335 521 713 830 926 16137 700 33[ 500] 972 17587 90 697 809 18004 163 297 314 676 19153 498 623 49 62 77 789 99 921 20081 110 33 243 48 55 88[ 1000] 458 574 836 37 66 918 87 21391 458 532 96 735 55 56 92 847 950 79 22145 237 81 476 93 503 615 825 23041 206 452 561 91 96 619 26 2401 52 137 205 310 72 430 80 697 762 917 25025 437 523 36 970 26015 419 536 88 500] 754 72 901 92[ 400] 27338[ 400] 493 620 883 909 71 28013 196 215 334 42 90 749 55 61 812 936 29025 49 528 67 602 30 717 24 32 89 30045 56 89 153 621 877 85 983[ 1000] 31001 137 232[ 400] 70 366 429 730 67 976 32006 15 302 667 738 824 33038[ 400] 65 239 403 855[ 400] 57 90 34027 48 291 390 95 653 790 881 972 35346 82 436 610 828 36 36005 18 52 87 110 68 400 754 828 50 991 37011 255 589 627[ 400] 66 720 63 900 23 38013 19 21 242 451 824 954 70 76 91 39134 201 409 526 45 689[ 400] 774 40036 48 558 604 33[ 400] 801 62 935 41255 328 48.99 496 659 73 737 918 53 42019 81 101 27 30 215 84 391 504 90 691 701 18 841 57 43085 265 92 509 35 87 626 39 15001 966 44085[ 500] 304 474 542 95 644 703 25 93 805 8 63 79 954 70 45053 98 248 389 594 612 758 64 916[ 400] 24 84 46020 177[ 400] 700 867 989 47029 162 204 12 401 506 64 83 757 48203 319 488 [ 400] 549[ 400] 633 49095[ 400] 390 521 866 96 50004 22 34 74 214 310 86[ 500] 523 40 812 64 51167 94 251 311 15 93 511 88 667 91 837[ 500] 923 52060 63 83 258 433 38 648 745 958 65[ 400] 89 53046 176 253 453 738 51 853 902 54032 248 311 30 404[ 500] 99[ 400] 573 14001 677 82 742 89 55022[ 1000] 123 355 616 31 46 847 56004[ 1000] 82 139 237 65 410 56 94 884 941 57041 53 89 95 205 382 592 611 75 95 883 902 3 58025 123[ 400] 238 309 535 624 74 85 88 99 59056 148 305 447 566 684 719 29 48 49[ 400] 821 905 82 60184 218 325 84 413 636 38 62 721 89 801[ 400] 25 61 907 45[ 400] 61050 109 39 257 97 383 401 795 884 952 89 62025 55 91 159 91 99 583 876 977 63016 99 263 343 66 597 541 77 724 34 808 934[ 400] 69 64125 255 314 437 61 520 82 13000] 648 65000[ 400] 141 202 32 59 94[ 400] 95 411 595 672 832 66027 36 161 463 520 677 924 54 67295 634 743 913[ 1000] 68157 204 311 [ 400] 99 446 63 83 801 42 58 754 872 901 69162 364 73 486 506 657 858 900 26 70034 74 105 86 257[ 400] 93 328 63. 407 39 573 71035 107 285 401 83 561 628 780 822 30 921 72010 86[ 400] 96 208 606 76 770 91 844 928 73045 141 339 72 404 74123 75 81 207 54 373 439[ 400] 70[ 400] 528 [ 400] 38[ 400] 725 75023 57 102 204 40 755 848 947 76204 20 326[ 400] 34 83 479 835 38 52[ 500] 99 926 77032 177 263 367 467 579 604 719 800 36 78011 36 292 97 437 631 771 834 79287 313 65 464 604 738 47 65 810 55 941 68 79 80072 198 374 493 500 97 633 36[ 400] 738 877 81017 47 100 49 336 492 572 631 817 66 82023 35 303 16 71 700 54 828 62 958 83064 104 36 66 95 484 95 516 59 14001 812 75 94 947 84152 243 336[ 400] 43 559 812 60 906 85115 33 69[ 1000] 202 307 689 768 914 [ 3000] 59 86116 60 293 350 402 43 655 890 87319 531 653[ 400] 723 949 88199 226 375 470 672[ 3000] 758 815 32 958 74 76 89209 31 326 668 872 90069 210 23 435 529 83[ 400] 669 719 84 91005 78 159[ 3000] 79 93 379 596 654 80 759 93 893 921 92019 50 161 99 206 83 326 524 600 711 878 965 76 82 93029 187 218 41 58 89 443 622 734 919 68 94304 57 427 89 535 79 626 58 708 813 933 42 95232 350 426 540 764 853 961[ 1000] 90 96007 30 39 119 350 732 92[ 400] 945 83 91 97130 42 95[ 400] 239 409 560 720[ 400] 91 931 46 51 98010 71 191 217 340 582 878 928 54 99070 190 303 37 441 686 701 956 90 100064 109 229 371 83 539 61 83[ 400] 744 846 101045 103 398 912 102024 61 96 180 243 430 523 744 76 103072 168 206 445 81 500 30[ 5001 656 773 104153 283 323 438 526 40 601 725 846 105575 88 839[ 3000] 73 972 106083 357 493 507 636 805 65 107014 71 134 366 480 575 771 108039 47 151 267 349 869 904 109253[ 5001 317 437 985 110086 358 464 515 39 41 50 57 74 77 97 626 47[ 400] 70 111255 348 559 14001 73 862 933[ 500] 112048 [ 5000] 311 517 57 661 871 73 936 113050 264 317 Jedes Wort: 5 Pfennig. 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Eckladen. 88 115109 279 314 495 528 672 92 829 960 76 116003 727 247[ 3000] 481 530 687 117082 118 20 230 302 13 545 52 14001 677 797 863 118117 687 702 866 902 119078 281 324 575 603 11 803 957 120026 97 346 604 20 52 798 847 92 979 121027 29 97 109 83 213 41 29 69 418 955( 4001 122080 104 364 440 534 85 729 863 96 933 123389 679 86 826 917 72 124040 114 223 480 552 83 91 882 83[ 400] 125042 277 86 337 97 461 92 734 854 923 96 126086[ 400] 101 370 10001 556 814 20 83[ 400] 965 127066 177 451 70 5000 750 64 863 88 128001 547 612 822 902 129023 159 334 95 497 743 826 79 941 130011 209 95 406 37 557 692 784 959 63 71 72 131031 57 357 417 47 577 773 132079 106 613 813 45 133169 229 98 408 44 544 605 78 833 134275 453 63 539 98 697 769 838 970 135217 32 341 46 497 530 50 679[ 400] 799 136073 208 25 498 579 689 [ 5000] 895 137035 158 336 69 474 821 138107 11 420 57[ 400] 517 697 793 870 981 139134 92 240 307 10 83 484 140088 193 224 97 365 407 60 740 141129 213 26 345 434 60 546 724 62 812 142167 378[ 400] 87 622 32 840 143452 78 652 740 812 988 144006 152 70 309 677 728 45 52 822 62[ 500] 145049 64 256 57 58[ 1000] 343 569 75 687 796 961 146051 75 174 238 [ 400] 87 325 39 431 555 69 795 918 31 93 147087 242 365 732 53 998 148095 161 249 53 384 86 662 892 920 149200[ 400] 70 359 80 497 503 50 72 637 860 150151 255 80 316 486 528[ 400] 757 78 982 151242[ 400] 65 300 559 67 627 995 152179 213 71 302 431 554 605 706 900 153114 266 326 486 538 716 836 53 983 154037 403 590 684 718 79 889 155160 554 400 75 801 67 156165 205 34 672 754 98 889 157353 464[ 5001 513 40 90 679 935 87 158096 185 426 535 55 159043 88 191 406 555 661 68 701 908 160099 393 497 639 64 841 86 944 74 161177 386 75 445[ 400] 604 44 69 881 925 162094 336 72 402 543 681 707 47 77 941 89[ 3000] 163192 313 480 635[ 1000] 716 25 97 164017 64 124 58 315 25 506[ 400] 708 12 25 89 810 33 165159 427 559 166092 519 83 600 6 55 791 890 982 167267 416 503[ 400] 90 95 707 816[ 500] 927[ 400] 681 876[ 400] 169014 170 356 500 27 49 647 76 86 718 43 862 959 66 86 168044 170050 219 32 401 15 920 171334 426 600 53 71 759 74 830 963[ 500] 172096 269 423 500 98 999 173120[ 400] 267 305 46 440 644 711 56 958 60 174119 83 254 319 24 38 64 588 627 57 175577 970 176006 28 142 49 377 458 547 821 42 971 177019[ 400] 145 63 321 410[ 400] 615 69 98 178013 15 25 240 356 468 896 15001 900 47 59 69[ 400] 179040 115 32 75 213 306 599 681 770 887 180117 40[ 1000] 277 515[ 1000] 66 703 15 22 810 942 181083 245 380 415 31 51 555 824 955 92 182014 27 129 345 687 805[ 5001 183191 358 442 66 515 80 601 53 720 184291[ 400] 314 19 60 512 97 619 49 87 880[ 500] 989 185075 125 28[ 400] 72 353 730 45 909 19[ 400] 186452 751 69 187172 273 513 88 633 41 840 81 921 44 66 188161 299 378 986 189056 87 343 406 49 551 812 942 190129 291 379 436 533[ 5001 657 65 739 847[ 400] 922 191056 310 436 52 658 811 913 192040 90 93 109[ 400] 323 456 669[ 400] 96 701 930 93 193099 264 333 444£ 73 194060 269[ 400] 87 380 402 44 97 582 787 854 965 81 195141 225 80 314 22[ 400] 24 35 706 57 196012 164 88 96 205 94 505 38 607 46 776 197046[ 400] 59 332 511 77 712 66 802 939 198100 32 83 202 51 528 661 901 77 199031 47 83 123[ 400] 37 217 335 36 481 532 52 615 22 61 867 200040 213 712 28 79 201002 313 25 31 421 32 515 66 627[ 1000] 34 80 786 801 41 202010 151 74 216[ 400] 45 374 564 673 203239 315 63 486 597 204032 81 223 87 658 700 29 858 939 205130 35 39 204 99 422 607 18 87 811 36 62 206061 147 93 285 343 90 432 55 512[ 400] 24 62 844 207049 159 293 315 441 654 748 208082 112 82 421 605[ 1000] 770 823 24 975 209027 89 305[ 400] 451 548 630 52 758 [ 400] 88 210158 70 441 53 784 90 901 8 21 211075 258 362 91 465 69 699 899 212043 45 336 90 534 904 18 213019 112 76 200 23 50 575 76 643 714 807 936 214055 88 161 221 25 60 844 60 15001 900 215010 104 289 384[ 1000] 420 522 43 79 671 82$ 29.958 216017 171 84 241 430 782 88 814 217147 379 446 607 39 784 924 218226 358 440 672 90 807 914 78 99 219000 60 113 98 238 355 472 89 722 60 81[ 400] 847 220047 208 9 70 366[ 400] 502[ 400] 44 600 37 76 810 41[ 400] 97 221043 46 76 314 575 88 628 35 777 79 222303 78 612 40 912 223047 256 501 19 601 15[ 400] 62 868 70 927 Im Gewinnrabe verbllesen: 1 Gewinn zu 100 000 m., 1 zu 75 000 m., 1 zu 50 000 m., 1 zu 40 000 Mt., 1 zu 20 000 wt., 2 au 15 000 m., 3 zu 10 000 f., 7 zu 5000 m., 11 au 3000 M., 35 au 1000 Mt., 80 au 500 m., 208 zu 400 919 117119 38 [ 400] 65 277[ 500] 331 95 96 450 86 659 722 72 804 7 118073[ 1000] 142 565 88 980 119051 56 187 200 95 336 420 76 78 661[ 400] 876 92 927 Biehung vom 6. Otlober 1903, nachmittags. Nur die Gewinne über 192 Mr. jind ben betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Chite Gewähr.) Rachdruck verbolen, 148 64 356 517 758 74 954 1026-514 76 706 869 922 61 2063 73 89 149 240 353 86 448 65 626 72 856 67 927 36 3061 192 225 69 1500 663 86 756 819 46 4136 80 86 242 402 1000] 547 985 5093 343 433 507 623 34 776 6022 87 220 44 318 450 7496 860 925 85[ 400] 8042 15000] 82 104 261 398 447 83 722 89 97 899 9071 100 267 368 449 664 848 81 92 981 10046 73 136 351 467 77 1000] 559[ 30001 696 969 73 98 11158 67 98 277 569 708 890 12179 217 353 431 65 543 705 820 74 13002 178 282[ 400] 338 40 440 850 934 91 94 14159 286 89 371 541 52 903 15267 319 489[ 400] 712 862 16047 353 54 461 666 707 875 918 17039[ 400] 200 15001 3 56 459 11000] 580 672 734 996 18132 36 93 416[ 400] 552 57 605 938 19044 46 194 301 29 587 696 870 910 20079 313 464 589 679 84 716 82 21046 151 240 355 83 420 524 28 705 22001 73 293 448 57 23018 80 197 744 896 908 24003 5 85 171[ 500] 345 77 405 64 580 636 81[ 400] 806 48 998 25095 194 222 331 445 633 99 722 807 27 946 64 26145 528 63[ 400] 856 63 70 95 120 000 27033 222 99 547 66 608 796 924 28367 79[ 4001 81 634 1500] 38 796 820 945[ 400] 47 29010 17 127[ 400] 76 481 577 771 812 500] 30 74 80 900 30060 160 69 357 725 41 802 925 31076 179 311 70 783 837 32063 175 311 497 587 711 820 33166 71 95 214 36 334 449 65 606 47 748 812 34118 71 265 316 17 46 56 638 729 84 35098 206 73 313 98 572 791 36078[ 400] 382 459 76 635 61 791 813 37015 42 44 10S 9[ 400] 49 67 237 84 314 45 73 481 1500 553 61 68 74 677 952 38172 244 322 73 425 81 97 99 517 50 648 66 753 805 6 910 39001 26 229 317 534 793 803 921 73 40042 173 396 810 41079 138 85 214 368 850 99 [ 400] 975 42079 157 76[ 50001 253 363[ 400] 427 44 684 800 43046 273 403 38 43 60 593 778 894 44393 581 649 885 983 45068 149 50 58 226 35 37 67 73[ 400] 75 652[ 400] 55 993 98 46119 68 279 397 402 50 717 95 985 47084 240 518 77 89 606 888 968 48254 378 452 516 643 703 47 49001 172 236 488 865 982 50193 568 80 81 750 91[ 500] 51014 53 94 198 458 541 626 718 78 827 30 972 52150 57 71 435 678 784 839 72 921 61 92 53038 66 170 94 281[ 400] 354 481 [ 400] 529 650 972 54008 157 213 392[ 400] 410 700 55015 254 87 90 451 673 846 909 23 30 62 56309 46 502 611 802 57008 27 153 260 539 646 700 91 58090 135 413 621 869[ 400] 917 59045 134 283 716 811 46 67 950 52 60024 27 132 51 265 418 514 663 61231 48 74 670 711 28[ 1000 33 SOU 72 32226 641 732 63126 51 526 48 620 701 001 29 818 912 16[ 400] 64020 218 329 81 408 638 81 988 65070 245 429 614 21 14001 753 848 920 66060 304 26 51 604 769 78 814 67074 181 409 506 629 735 78 87 834 71 91 96 981 68304 14 36 474 530 41 86 692 150001 69341 88 556 667[ 1000] 719 962 70272 331 99 481 636 739 46 50 982 71096 282 87 367 429 45 81 99 832[ 400] 41[ 400] 64 939 72074 289 335 412 655 80 09 85 73026 14001 146 360 730 931 95 74030 118 78 423( 50001 775 920 39 88 75113 75 245 319 78 90[ 4001 805 38 72 76047 275 328 65 513 78 731 71 857[ 1000] 938 77 77115 220 359 447 700 851 71 78058 84 137 412 591 782 981 79044 46 73 196 411 514 656 766 92 324 66 80016 41 238 348 447 591 759 888 81158 76 209 68 352 846 985 82319 634 879 1500 940 83041 164 267 98 364 725 99 4039 376 670[ 4001 851 64 980 91 85035[ 500 195 246 79 85 562 613 15001 63 708 10 802 21 923 86047 249 320 418 23 622 929 87228 421 553 95 691 705 44 63 88002 74 99 108 63[ 10001 234 354 57 10001 70[ 400] 95 451 773 804 74 954 95 89032 55 95 578 676 90417 45 526 656 818 975 91033 68 458 81 92007 70 222 38 475 633 51 806 999 93002 109 78 98 353 597 807 59 81 94176 235 43 377 469 664 742 884 943 84[ 500] 95061 98 202 62 330 97 586 705 74 875[ 400] 84 96003 185 14001 309 774 874 914 29 97179 84 307 462 532 600 721[ 5001 65 901.11 92 96 98021 48[ 400] 170 212 21 48 341 61 427 32 502[ 400] 78 99 679$ 07 35 83 99130 222 38[ 5001 40 554 832[ 400] 100004 118[ 400] 219 526 910[ 400] 101203 [ 400] 509 619 74 85 701 869[ 400] 939 102000 333 99 964 10304 46 200 3 447 537 603 50 60[ 500] 791 856 71 96 095 104166 205 474 553 651 76 906 75 105116 89 262 67 382 401 39 93 531 72 14001 697 869 75 995 106000 133 84 201 322 405 59 88 575 635 798 874 941 107092 106 9 94 319 44 46 447 532 83 606 728 938 [ 500] 60 108024 217 323 50 90 527 46 683 952 109047 401 84 87 144 50 363[ 400] 406 507 8 11 39 644 748 110067 240 70 320 51 61 71 429 71 505 658 703 [ 1000] 823 F4001 85 96 991 111018 51 66 250 78 346 [ 400] 538 714 68 94 840 112179 82 488 539 42 722 65 847 113164 387 435 718 26 47 912 36 114152 258 Kleine Anzeigen. 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Oftober 1903. Bezüglich der drei am 25. Oktober zur Volksabstimmung gelangenden eidgenössischen Referendumsvorlagen: Mau I trattenGesez, Wahlinitiative und Einschränkung des alkoholischen Getränken, " Klärung beizutragen: " diese Grundsätze nicht verwirklicht sind. Unter dem Zwange des„ Kriegsrat" gewesen zu dem einzigen Zweck", die gegen einen gegenwärtigen Zustandes anerkennt die socialdemokratische Partei Feind zu wählende Taktik zu erörtern". Was den Kriegsrat" bes die Notwendigkeit der Organisation der Wehrkraft des Landes. trifft es giebt keine Möglichkeit, Herrn Harden zu hindern, der Dieselbe soll beruhen auf dem Milizsystem und auf einer Militär- Unterhaltung eine noch willkürlichere Bezeichnung zu geben, ist verfassung, in welcher die Rechte und Pflichten des Staates und der so viel richtig, daß wir über Mehrings Angriffe gegen uns und Der Parteitag ist sehr zahlreich besucht und wird nach 9 Uhr socialdemokratische Partei folgende Forderungen: 1. Das eid- Daß es aber bei jener Unterhaltung sich nicht um die" Taktik gegen Bürger genau festgestellt werden. Daraus ergeben sich für die ihn sprachen und, wie er mit besonderem Nachdruck erzählt, recht lange. bormittags vom Genossen Reimann, dem Präsidenten der Geſchäftsleitung in Biel, ohne besondere Ansprache eröffnet. Reimann Maximum von 20 Millionen Frank nicht übersteigen. 2. Sobald nur am 22. März, sondern bis zum 14. September die bestimmte genössische Militärbudget darf jährlich in Friedenszeiten das den Feind" gehandelt haben kann, geht daraus hervor, daß ich nicht wird als Präsident, Advokat Keßler in Olten als Vicepräsident, die außerordentlichen Auslagen für das Militärwesen für ein Jahr Absicht hatte, gegen Mehring nicht öffentlich vorzugehen. Mehrere Redakteur Brandt, Huber- St. Gallen und Dr. Wyß- Genf als den Betrag einer Million Frant übersteigen, unterliegt die Be- Parteigenossen, mit denen ich wirklich über die„ Taktik gegen den Feind" Sekretäre gewählt. Greulich berichtet über die Thätigkeit der socialdemokratischen willigung derselben der Volksabstimmung. Diese beiden Vorschläge beratschlagt habe, können bezeugen, daß ich aus Gründen, die die Genossen Fraktion im Nationalrat. Er bedauert, daß die Genossen in Basel 3. Die Ausrüstung, Ausbildung und Organisation des Heeres sind einer Auseinandersetzung mit Mehring nicht auszuweichen sein sollte, find sofort auf dem Wege der Volksinitiative anzubegehren. billigten, noch bei Beginn des Parteitages den Standpunkt vertrat, wenn den Genoffen Wullschläger in die Regierung gedrängt und ihn so dem unsern Verhältnissen anzupassen nach folgenden Grundfäßen: Be- ich wahrscheinlich nicht an ihr teilnehmen werde. Auch jeder von Nationalrat entzogen haben. Sodann schildert er die Schwierigkeiten schränkung der Ausbildung auf das für den Ernstfall Notwendige; den in Betracht kommenden Genossen hatte die Absicht, nur in einem der kleinen Gruppe von 7 Mann im Nationalrat und berührt kurz Verkürzung der gesamten Dienstzeit, aber Konzentration derselben unausweichlichen Falle gegen Mehring Front zu machen. Daß ich die Verhältnisse der bürgerlichen Fraktionen, in denen es zum Teil auf die ersten Jahre der Dienstpflicht; Bekleidung und Ausrüstung troß meines Vorsatzes als Erster das Wort nahm, erklärt sich daraus, wahre Mamelucken giebt, die mit dem Bundesrat durch Dick und Dünn durch den Bund und einzig nach den Anforderungen des Feldes daß ich durch den auf dem Parteitag zur Verteilung gebrachten Artikel gehen. Der Bundesrat hat eben bei einem Hundertmillionen- Budget bestimmt; gleichmäßige Ernährung der Offiziere, Unteroffiziere und Mehrings in der Leipziger Volkszeitung" vom 11. September direkt eine große wirtschaftliche Macht und kann mancherlei Vorteile zu- Soldaten; Abschaffung der Militärjustiz in Friedenszeit; Eintreten provoziert und zu einer Antwort gezwungen worden bin. Im wenden. Gegenüber den aus Parteikreisen wiederholt erfolgten An- des Staates bei Unbemittelten für die ökonomischen Folgen des Lichte dieser Darstellung erledigt sich, was Herr Harden über den regungen zu Interpellationen bemerkt er, daß es bei der geschäftlichen Militärdienstes; Demokratisierung des gesamten Heerwesens, aber Kriegsrat" fagt. Behandlung von solchen nicht immer wünschenswert ist, zu inter- mit ständiger Besehung der obersten Heeresleitung und der höchsten Mehring vorzugehen, sondern er mir von seiner. In der Unterhaltung Nicht ich sprach ihm von meiner Absicht, gegen pellieren und es sich empfiehlt, auch andre Gelegenheiten zum Vortrag Kommandoſtellen( Generalstabsdienst und Divisionskommandos warf er, wie ich vermute, als einen Fühler hin, daß er daran von Wünschen, Anträgen und zur Kritik zu benutzen. Sodann zeigte Lebensberuf); Kampf gegen den Mißbrauch der in der militärischen denke, in einem Artikel der Zukunft" Mehring zu kennzeichnen. er an den einzelnen Geschäften die Thätigkeit und Mitwirkung der Hierarchie jedem einzelnen Vorgesetzten verlichenen Gewalt, die Ich riet ihm davon ab, indem ich zu seinem drastisch sich Fraktion. Erwähnt sei daraus nur die Stellungnahme der Fraktion thatsächlichen und moralischen Mißhandlungen der Soldaten, die ausprägenden Erstaunen antwortete, ein Artikel gegen Mehring bon zu der Kanonenvorlage, die einen Kredit von rund 22 Millionen Frank für die Anschaffung von Rohrrücklaufgeschüßen wüchse, die bei dem Begriff Militarismus zusammengefaßt werden;" Kriegsrat" bleibt also ein Gespräch übrig, für das ich und meine Paradespielereien in der Ausbildung und Bekleidung, alle die Aus- ihm werde nicht die von ihm gewünschte Wirkung haben. Vom forderte. Die technische Notwendigkeit der Vorlage konnte nicht beforderte. Die technische Notwendigkeit der Vorlage konnte nicht be- die Verwendung des Militärs zu Polizeidiensten bei Streite und Frau in der damaligen Situation stritten werden. Zur glatten Ablehnung derselben fehlte in der als gemeinsam mit ihm AnFraktion die Einigkeit. Einig ist sie in dem größten Mißtrauen gegen Aussperrungen ist unzulässig. gegriffene Interesse zeigten, das aber einen von der Darstellung die gegenwärtige Militärverwaltung. Die Fraktion forderte nun die des Herrn Harden wesentlich verschiedenen Charakter hatte. Unterbreitung der Vorlage zur Voltsabstimmung und da dieser AnBerlin, den 6. Oftober 1903. trag abgelehnt wurde, stimmte sie und mit ihr noch weitere 15 bürger- leinhandels mit Heinrich Braun. liche Abgeordnete gegen die neuen Kanonen. Er erkläre aber, daß er in seinen alten Tagen noch die Büchse auf die Schulter nehmen wurde einstimmig ihre Verwerfung beschlossen. Nach dem Bericht des Vorwärts" in Nr. 229 über die Vers und die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Schweiz gegen stimme". das Verhältnis der gewerkschaftlichen zur politischen" Timm hat mir erklärt, daß er das, was er auf dem Parteitage Hierauf besprach Genosse Thieß, Redakteur der Arbeiter- sammlung im zweiten Verliner Wahlkreis sagte Genosse Woldersky: monarchische Angriffe verteidigen helfen würde. Im übrigen werde sich die Fraktion stets bemühen, die Interessen der Arbeiterschaft wirt- Organisation. Es wurde schließlich folgende von ihm beantragte gesagt hat, von Täterom erfahren hatte." sam zu vertreten. Resolution einstimmig angenommen: Der Parteitag empfiehlt den Demgegenüber erklärt Genosse Täterow in Nr. 230 des VorAn den beifällig aufgenommenen Bericht knüpfte sich eine sehr Partei- Organisationen und Behörden, mit allen Kräften für Auswärts": rege Diskussion, an der sich die Genossen Dr. med. Straft, Ober- an Orten und in Bezirken, wo die Gewerkschafts- Organisation wie erklärte mir derselbe, keineswegs dabei an mich gedacht zu haben breitung der Gewerkschafts- Organisationen zu wirken, besonders Auf meine persönlichen Vorhaltungen auf Timms Anzapfung richter ang. Sigg, Seidel, alle von Zürich, 3innerWinterthur, uber- St. Gallen, Nationalrat Dr. Brüstle in Parteibehörden verpflichtet, für den Schutz des Vereinsrechtes und beftritt auch ferner irgend eine Aeußerung über Auer meinerBern, beteiligten. Es wurde die Thätigkeit der Fraktion im großen einzutreten. Zu diesem Zwecke haben das Centralkomitee der feits ihm gegenüber." Ganzen anerkannt, aber es fehlte auch nicht an Kritik. Namentlich Bundeskomitee bes schweizerischen Gewerkschaftsbundes und den dem Barteitage in Dresden lückenlos dem fünftigen Geschichtsschreiber Partei, die Kantonalverbände und die Arbeiterunionen mit dem Damit die Chronik der kleinen Ereignisse vor, auf und nach waren von der Haltung der Fraktion in der Kanonenvorlage biele Centralfomitees der Berufsverbände in Verbindung zu treten und unsrer Parteibewegung vorliegt, sei mir gestattet, noch folgendes zur Redner nicht befriedigt. Es wurde mehr Entschiedenheit der Fraktion stets miteinander Fühlung zu halten. gegenüber der Militärverwaltung gefordert, insbesondere, so lange der Bundesrat Müller an deren Spike steht, der sich als unfähig erDer von der Arbeiterpartei des Kantons Genf gestellte Antrag: Nach Schluß jener Sigung, in welcher ich die Frage aufwarf, wiesen und unter dessen Leitung die größte Storruption plakgegriffen." Der Parteitag wolle sich aussprechen und Beschluß faffen über die ob Bestrebungen vorhanden sind, den Genossen Auer aus dem ParteiDie Fraktion soll keine Militärforderungen bewilligen, so lange die toe dmäßigkeit der Beteiligung der social- borstand zu beseitigen, machte mir der Genoffe Täterow obwohl heutigen Zustände in der Militärverwaltung bestehen. Mehr wert demokratischen Partei an bürgerlichen Reich keinen Namen genannt hatte den Vorwurf, ich hätte ein von als die Kanonen ist das Vertrauen in die Verwaltung, in die oberste gierungen" tam erst spät zur Behandlung und es konnte daher ihm mit mir geführtes Gespräch über den Genossen Auer preisLeitung, das heute fehlt. Notwendiger als neue Militärforderungen darüber stattfinden. Nun zeigte aber das ganz kurze Referat des nicht wieder gewählt werden. Mir war dies neu und ich erklärte auch wegen Mangel an Zeit feine grundsätzliche Auseinandersetzung gegeben, da er seiner Erinnerung nach mir gesagt habe, Auer fönne find sociale Reformen, um die Massen des Volkes wehrfähig zu machen und zu erhalten und ihnen in der That ein Vaterland zu geben und Genfer Genossen Triquet, daß für die Antragsteller die ganze Aktion dem Genossen Täterow, daß er mir derartiges nicht gesagt habe und lieb zu machen. nur einen lokalen Zweck hatte. Weil die in Genf nicht unbedeutende daß ich deshalb auch bei Aufwerfung der Frage nicht an ihn gedacht Im Schlußwort erklärt Greulich, den in der Debatte gegierung wie von der politischen Aktion überhaupt nichts wiſſen will, Anarchistenbewegung von der Teilnahme an einer bürgerlichen Re- habe. machten Anregungen möglichst Folge geben zu wollen, sodann wünscht in der Genfer Kantonsregierung aber der Socialdemokrat Thiebaud Zusammentreffens mit mir die Angelegenheit Auer anschneiden wollte, Genosse Täterom erinnerte sich dann, daß er gelegentlich eines er, daß recht bald die Fraktion durch neue Sträfte, namentlich durch er, daß recht bald die Fraktion durch neue Kräfte, namentlich durch einige Draufgänger verstärkt und verschärft werden möge. Ein An- ist, so wünschten die Genfer Genossen, daß der Parteitag sich für die aber durch das Dazwischentreten eines andern Genossen- Göhre trag Binner, daß die Fraktion alle ihre Aktionen in ihrem Namen und Beteiligung von Socialdemokraten an bürgerlichen Regierungen aus- daran verhindert wurde. nicht unter der Firma der socialpolitischen Gruppe unternehmen soll, spreche, um so ihre Position gegenüber den Anarchisten zu stärken. Dies der Sachverhalt, den ich gelegentlich eine Besprechung wurde abgelehnt, nachdem Greulich erklärte, man sollte hierin der von etwas höheren Gesichtspunkten besprach in der fünfminutigen der Vorgänge auf dem Dresdener Parteitag dem Genossen Redezeit, die von Anfang an beschlossen war, der Genosse Dr. Kraft- Woldersky Fraktion freie Hand lassen. Beleg für das Bestreben der Beseitigung In Sachen der Aufstellung eines neuen Programms Zürich die Frage. Er führte aus, daß es nicht unter allen Umständen des Genossen Auer aus dem Parteivorstand unterbreitete. für die Partei wurde auf Antrag der Kommission selbst be- Beckmäßig ist, daß Socialdemokraten fich an bürgerlichen Ne- Woldersky hat also mit seiner Erklärung im zweiten Wahlkreise schlossen, den Entwurf an sie wieder zurüdzuberweisen und die Kom- gierungen beteiligen, da die Stellung der Partei dadurch geschwächt in der Sache recht, nur hat er nicht unterschieden, daß Genosse mission selbst um 5 Mitglieder zu erweitern. werden kann. Allerdings soll man diese Beteiligung auch, nicht unter Täterow mir seine Ansicht über das Verbleiben Auers im ParteiUeber den Militarismus referierte hierauf Genosse Gustav allen Umständen ablehnen. Entsendet die Partei ihre besten Kräfte vorstand nicht vor meiner Rede, sondern erst nachher fund gab. iller Bern. Er beleuchtete einleitend verschiedene Symptome in die Regierungen, so werden sie hier kaltgestellt, bielleicht auch von antimilitärischer Strömungen, so den Fall Naine, den er als unfluge ihren Ministerkollegen mit Arbeit überhäuft, so daß sie für die Partei Demonstration bezeichnet, da sie unsre Sache diskreditieren. Die in böllig verloren sind und diese dadurch eine empfindliche Einbuße erder vorausgegangenen Debatte aufgeworfene Frage des Proletariers, leidet. Daher auch die Erscheinung, daß die bürgerlichen Parteien was ihn besonders an das Vaterland binden soll, ist gewiß berechtigt, gar nicht abgeneigt sind, der Socialdemokratie in den Regierungen aber die Freiheit und Demokratie, die unser Land bietet, sind doch Size zu überlassen, um ihr ihre tüchtigsten Führer wegzulehmen. Güter, die beim Untergang der Schweiz verloren gingen, während Ferner wies er auch auf die schwierige Situation hin, in die socialdoch die ganze Tattit, alle Kämpfe unsrer deutschen Genossen z. B. demokratische Minister geraten, wenn sie die von den bürgerlichen auf die Erringung derselben gerichtet sind. Sehr beachtenswert für Mehrheiten geschaffenen Gesetze ausführen müssen. Schließlich erdie Schweiz und lehrreich bezeichnet er die Erfahrungen im Buren- lärte er sich für die Resolution der Züricher Arbeiterunion, welche friege. Das Ziel der Kriegstüchtigkeit wird heute nicht erreicht, weil lautet:" Der Parteitag empfiehlt den Genossen, alle Kräfte anzudie stehenden Heere zu viel als Vorbilder benutzt werden, während spannen, einen größeren Einfluß auf die Legislative in Gemeinde, bei der kurzen Dienstzeit, die wir haben, die Organisation des ganzen Stanton und Bund zu gewinnen, dagegen nicht ohne zwingende Gründe Militärwesens eine andre sein muß. Es sollte die Rekrutenschule Opfer für die Erringung von Sißen in der Exekutive zu bringen." etwas verlängert, dagegen die Zeit der Waffenübung von drei auf Dieſe Resolution wurde einstimmig angenommen. zwei Wochen reduziert werden. Der verheiratete Wehrmann kann nicht mit gutem Mut seinen Dienst thun, wenn zu Hause die Familie in einer Notlage ist. Dagegen muß der Staat gründliche Abhilfe in Zürich, Arbeitersekretär Sigg in Genf. treffen. Ersekt werden sollte der Waffenrock durch eine einfache Bluse. Bei Monarchenbesuchen foll das Truppenaufgebot unterbleiben, ein bürgerlicher Empfang paßt zum Wesen unsrer Demokratie besser. Er wandte sich sodann gegen das Maulkratten- Gesetz, das ein Attentat auf die Preßfreiheit ist, und er schloß: Wir wollen ein Die Debatte über den Parteitag schlagfertiges, tüchtiges Voltsheer auf der Grundlage des Miliz- furt- Lebus erklären: Die unterzeichneten Vertrauensleute des Wahlkreises Frankwurde von den Charlottenburger Genossen am Montag systems, aber fort mit den militärischen Auswüchsen und nieder mit dem volksfeindlichen Scheinwesen des Militarismus! Das Referat in Versammlungen zum Ausbruch gekommene Berhetzung der Partei- Genossen Baate und Müller von der Generalversammlung des 1. Die als Folge des Dresdener Parteitages in der Presse und in ihrem Wahlverein fortgesetzt, nachdem sie vorher die Berichte der wurde mit Beifall aufgenommen.( Es sei bemerkt, daß der Referent genossen zerrüttet das. Parteileben und ist geeignet, die bisherige Central- Wahlvereins entgegengenommen hatten. Flemming Müller beim Militär Artilleriemajor ist.). Hier trat die Mittags Einheit der Partei zu zerstören. Wir protestieren gegen ein solches bemerkt, indem er auf die Schriftsteller- Debatte eingeht, daß er nicht pause ein. Hierauf referierte in französischer Sprache Genosse Dr. Vorgehen auf das entschiedenste und fordern die Genosse im Lande auf die Akademiker schimpfen wolle, aber feststellen müsse er doch, daß gerade in ihren Reihen eine ziemliche Disciplinlosigkeit herrsche, Rapin Lausanne unter dem Beifall der Versammlung über den auf, sich unserm Protest anzuschließen. Militarismus. In der Diskussion nahm zuerst 2 ang das Wort, Würdigkeit bestimmter Genossen zu Ehrenämtern der Partei handelt, die Mitarbeit an den" Socialistischen Monatsheften" eingestellt. 2. Die Beurteilung aller Fragen, in denen es sich um die sonst hätte man schon nach den Vorgängen auf früheren Parteitagen um gegenüber der irrigen Auffassung des Genossen Müller fest ist Sache der Parteigenossen der betreffenden Kreise. Deshalb auch arbeite an der Zeitschrift Brauns, die nichts mit zustellen, daß die Wehrpflicht von unsrer Seite nicht in Frage ge- berurteilen die Unterzeichneten auf das schärffte das Vorgehen der Partei zu thun habe, jetzt schon wieder Legien mit stellt ist. Weiter führte er aus, daß man für Militärzwecke nicht einzelner Barteigenossen, über den Kopf der am meisten Interessierten Daran, daß Akademiker leicht in den Vordergrund tämen, feien mehr als 20 Millionen Frank ausgeben und dafür eventuell einmal hinweg, ohne genügende Kenntnis der einschlägigen Verhältnisse, indessen am meisten die Arbeiter selber schuld. Bebels große eine Initiative ergriffen werden sollte. Ausgaben von mehr als Ankläger und Richter in einer Person zu sein. Rede lobt Redner, so weit sie die allgemeine Lage beleuchtete; den 1 Million sollen dem Volke zur Entscheidung vorgelegt werden. Sigg Bürich führte aus, wenn heute die alten Vorfämpfer der allernächster Zeit ein Schiedsgericht des Wahlkreises zusammentreten nicht zustimmen, so weit dieser in Betracht tomme. Göhre sei der 3. In der Angelegenheit des Genossen Heinrich Braun wird in Wendungen, die sich auch gegen Göhre richten, kann er jedoch Schweizerfreiheit wiederkämen, würden sie die Hände über dem und sein Urteil auf grund alles zugänglichen Materials fällen. Unschuldigste, sei ein Mensch von Charakter. Es sei traurig, daß Kopf zusammenschlagen über das, was aus ihrer Freiheit geworden ist und sie würden alles turz und flein schlagen. Er will ebenfalls Felsmann, Feibide, Gablenz. Müllrose: Herm. Langner. hätte die Litteratendebatte den Parteitag gar nicht beschäftigen Groß- Neuendorf: Friedrich Mathes.- Mansch now: gerade er niederlegte, Braun tönnte eher gehen. Uebrigens die Militärausgaben auf eine bestimmte Summe beschränkt und die Platkow- Gusow: Wilh. Brandenburg, Herm. Neumann, brauchen; die freitverdenden Millionen zur Hebung der Volksschule, der Volks- Gustav Palme, Ernst Werner. ganze Sache hätte sachgemäß im fleineren Kreise, ohne Letschin: Gust. Ewald. erst an den bildung und Volkswohlfahrt verwendet haben. Parteitag tommen, Beyerle Golzow: Wilh. Schulz. werden fönnen. Neu- Hardenberg: Butschke, ledigt Von der Lausanne wandte sich scharf gegen das Referat Müllers; seine Herm. Butschke, Aug. Wegert.- Neu- Langsow: Wilh. Bojin, sei schon vor dem Parteitage in Bicepräsidentenfrage Thesen tönnten eventuell von Obersten redigiert sein. der Presse 2C. Sigg Otto Ewald, Wilh. Stenz, Emil Tismer. Genf, mit Beifall begrüßt, empfahl praktische Politik, für die die( Spree): Th. Ey, Rob. Felber, Herm. Grothe, Wilh. Hennig, gramm durchbrechen wollten, dann wäre das energisch zurückzuweisen; Fürstenwalde Wesens gemacht worden. Wenn die Revisionisten unser ProMassen gewonnen werden können, andernfalls würde den Anarchisten W. Kujazz, M. Kreller, Karl Köhler, Alb. Schön, G. Schulze, Paul wenn sie aber nur über den besten Weg zu unserm Ziele diskutierten, in Genf in die Hände gearbeitet. In seinem Schlußwort wies Schulze, Herm. Weiland.- Frankfurt a. Oder: Ed. Bauer, dann müsse man das gestatten. Meinungsfreiheit müsse herrschen; Müller die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Militarismus ist keine socialistische Frage, für uns ist er heute Foth, Ernst Gießmann, Robert Hauf, Adolf Hänsel, Herm. Heinze, Leute. Dem Redner hat der Parteitag nicht gefallen, er sei kein MarkDer Ed. Bonn, E. Bretschneider, Franz Döring, Emil Faber, Adolf wenn wir sie hinderten, tämen wir auf den Stand der Centrumseine opportunistische Frage, zu der wir Stellung nehmen müssen. Hugo Hoffmann, Otto Knoll, Karl Krüger, May Kroll, Karl Lange, stein in der Siegesgeschichte der Partei. Nach dem großen WahlEs wurde sodann folgende Resolution einstimmig angenommen; Die socialdemokratische Partei fämpft für eine Gesellschafts- Müller, Aug. Bela, Wilh. Peter, Aug. Schramm, Gust. Schulz, Karl Barteitag lebhaft diskutierten Frage ernst und gewissenhaft Karl Lehmann, Hugo Methner, Paul Mielsch, Emil Müller, Otto siege hätte man es verdammt nötig gehabt, mancher schon vor dem ordnung, die, wie sie die Klaſſengegensätze innerhalb eines Voltes Tichetiche, Gust. Werner, Wilhelm Schulz, Kreisvertrauensmann, auf dem Parteitage näher zu treten, aufhebt, auch die Ursachen der feindlichen Beziehungen zwischen den Richtstr. 34. zum Beispiel der Böltern beseitigt; sie erklärt sich daher als Anhängerin des interFrage des Generalstreits. Mit schnoddrigen Redensarten, wie sie von Auer und Adolph Hoffmann zu der Frage nationalen Friedens, der internationalen Schiedsgerichte, der all- Herr Harden wiederholt im„ Vorwärts vom 6. Oftober die gebraucht, tomme man darüber nicht hinweg. gemeinen Abrüstung und als Gegnerin des Militarismus, solange Behauptung, sein am 22. März mir gemachter Besuch sei ein unterschreibt im großen und ganzen die Aeußerungen Bebels auf Paul Schmidt 0 Die Programmfommission wurde durch die Wahl folgender Mitglieder noch verstärkt: Greulich, Lang, Brandt und Frau Anzelt, alle Darauf wurde der Parteitag abends 6 Uhr geschlossen. Erklärungen. als Wenn übrigens Wert darauf gelegt wird, so kann ich hier erflären, daß bei den sämtlichen Delegierten meiner Umgebung besprochen wurde, die ganze Debatte laufe daraus hinaus, einzelne Personen, darunter auch Auer, hinauszubugsieren. Mein Münchener Mitdelegierter, Genosse Sentieriem, erzählte mir noch am Vormittag, daß auch er gehört habe, Auer solle als der Schlimmste von allen Revisionisten" mit beseitigt werden. Bebel und Singer seien damit einverstanden. Nachdem vorher schon von mehreren Rednern in unklaren Wendungen davon gesprochen war, daß einzelnen Personen der Stuhl vor die Thür gesetzt werden muß und dergleichen mehr, so hielt ich allerdings die Zeit für gekommen, mit dem Vertuschen ab= zubrechen und auf den Kern der Sache einzugehen. Die persönlichen Erklärungen brachten die nötige Klarheit. Wenn nun hinterher von Klatsch gesprochen wird, so tragen hierfür die Genossen die Verantwortung, die mit ihren wirklichen Abfichten auf dem Parteitag zurüchielten. München, den 4. Oftober 1903. Verfammlungen. zu J. Timm. er= zuviel an 702 " " " amten. Marktpreise von Berlin am 5. Oftober 1903 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Str. 15,60 15,58 Kartoffeln, neue D.- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg So. Bauch * Roggen, gut " " Schweinefleisch Hammelfleisch Butter mittel gering 15,56 15,54 " 15,52 15,50 " " 6,00| 4,00 1,80 1,50 1,10 1,20 " 12,70 " 1,80 1,20 mittel Kalbfleisch " " 1,80 1,20 gering " " 1,80 1,10 " mittel " gering " thafer, gut " mittel " 14,50 13,40 13,30 12,20 12,10 11,10 16,00 14,90 14,80 13,80 2,60 2,00 Eier Karpfen 60 Stüd 5,00 3,00 1 kg 2,20 1,20 Aale Bander 2,60 1,40 3,00 1,20 " " gering 13,70 12,70 Hechte 2,20 1,00 " " 4,16 3,82 Barsche 1,80 0,80 " 7,00 5,00 Schleie " 3,20 1,40 40,00 25,00 Bleie 1,40 0,80 " " 50,00 25,00 Krebse per Schod 18,00 3,00 60,00 20,00 " † frei Wagen und ab Bahn. bem Parteitage. Er bekämpft die Ausführungen Dr. Alberths in richten werde. Er wolle nicht mit seinem Urteil vorgreifen, aber die vorliegenden, sich widersprechenden Resolutionen zur Tages der vorigen Versammlung und meint, wenn Socialdemokraten für eine stehe jetzt schlimmer da als an jenem Abend, wo ihn die Ver- ordnung übergegangen, weil die Versammlung der Meinung sei, die Zukunft" schrieben, thäten sie das doch für Geld. Wer hundert sammlung im dritten Wahlkreise von seiner, Seelenqual" befreite. Redner daß die Entscheidung bereits auf der Generalversammlung des Stunden Flugblätter austrage, leiste mehr für die Partei, als ein geht dann noch auf die Frage des Revisionismus ein. Bernstein Central- Wahlvereins für Teltow- Beeskow gefallen sei. Die Debatte Akademiker, der hundert Stunden für sie schreibe. Auf die Artikel fei der ehrlichste von allen, es gebe aber auch andre, die nach und wurde mit dieser Motivierung geschlossen. Hardens verweisend, erklärt Redner, daß ein Gegensatz bestehe nach, ohne daß sie es merke, die Arbeiterklasse in ein andres Fahrzwischen Heines Ausführungen auf dem Parteitag und seinen von wasser hineinlenfen wollen. Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Harden veröffentlichten Briefen. Die Breslauer Genossen würden sich Deutschlands, Bezirk Berlin. Der Parteivorstand Mittwochabend 9 Uhr in den Arminjett energisch müsse jezt in einer besonderen Versammlung mit ihren Redakteuren be- ballen", Kommandantenstr. 20: Generalversammlung. Tagesordnung: die Erledigung der Personenfragen gehen. schäftigen müssen. Und wenn man sich jetzt die Berichte des Vor- 1. Geschäftsbericht. 2. Diskussion. 3. Verbandliches, Anstellung eines Be Dittmar ist in feiner Weise mit dem Parteitag wärts" über die Stellungnahme der Genossen im Reiche zum Zahlreichen Besuch erwartet Der Bevollmächtigte. einverstanden. Solches Gezänke sei noch nie dagewesen. Man müsse Ergebnis des Parteitags betrachte und man sehe sich zum schaft Berlin). Heute abends 82 Uhr: Mitglieder- Versammlung in Wendts Centralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands( Mitglied. aus den diesjährigen Verhandlungen die Lehre ziehen, daß fünftig Beispiel das Hamburger Echo" und Streitigkeiten zwischen Parteigenossen auf andre Weise aus der Welt zeitung" an, dann finde man im Vorwärts" manches anders. die Leipziger Volks- Klubhaus, Königsgraben 14a. geschafft werden. Den Genossen, die im Sinne der Social- Man stoße im Semokratie schreiben, sollte man gestatten, dies zu thun, wo sie wöhnlich die Teile der Berichte vorgezogen würden, die sich ,, Vorwärts" unwillkürlich darauf, daß gewollte. Bebel habe auf dem Parteitag die Kerbe viel zu tief gegen Bebel wendeten; alles übrige wurde kurz gehalten.( hört! gehauen. Beim Austragen von Meinungsverschiedenheiten müßten hört! Sehr richtig!)' Man komme zu sonderbaren Schlüssen. Die nicht gleich Leichen zu verzeichnen sein, wie es jetzt schon der Fall offiziell angestellten Schriftsteller und die im privaten Leben stehenden wäre. Redner tritt weiter für Meinungsfreiheit in der Partei ein. wüßten sehr genau, welche außerordentliche Macht unsre Presse in Wenn nur die von oben hera bvorgeschriebene Meinung gelten sollte, der Bewegung ausübe. dann käme man zu einem schönen Kadavergehorsam. Als Beispiel außerordentlich tendenziöser Vogel Berichterstattung führt Zubeil eine Nummer des„ Armen Teufel" ist der Meinung, daß die größten Fehler schon vor dem Kongreß aus der Oberlausitz an. Zum Beweise für das Bestehen revisionistischer Gerste, gut gemacht feien, und wendet sich gegen alle Gehässigkeiten, besonders Gefahren verweist Redner auf eine Einsendung des Vorstandes des gegen die gegen die Akademiker. Jezt heiße es, sich gegen die wirk Handels- und Transportarbeiter- Verbandes an die„ Vossische lichen Feinde der Socialdemokratie zu wenden. Brill: Bebel Beitung", die sich auf den Streit der Omnibusser bezieht und worin habe aus dem Herzen aller Proletarier gesprochen. Auch 3 u beils u. a. gesagt ist, daß die Bestrebungen des Verbandes nicht auf etwas Auftreten sei mit Freude zu begrüßen. Die ganze Gesellschaft, hinausliefen, das den Zusammenbruch der Gesellschaft herbeiführen könne, Nichtstroh welche für bürgerliche Blätter schreibe, müsse rausgeschmissen daß man sich nicht im Wolkentuckucksheim der grauen Theorie ver- Heu Friz Zubeil: Alberth fei noch zu jung in der liere. Deutlicher könne nicht ausgesprochen werden, auf welchem Erbsen Partei, um so über alte Genossen zu urteilen, wie er es in der Wege ein Teil der Gewerkschaftsführer sei. Um so höher sei Bebels Speisebohnen legten Versammlung gethan habe. Es stehe ihm schlecht an. Redner Auftreten zu veranschlagen. Und wenn augenblicklich die Agitation Linsen begrüßt es mit Freuden, daß die Gebildeten uns zu Hilfe fämen. auf dem Lande erschwert sei, so werde auch das überwunden werden. Was er aber stets bekämpft habe, sei, daß sie von dem Redner schloß unter lebhaftem Beifall mit einem Hinweis darauf, Augenblick an, wo sie zu uns kämen, das Recht zu haben daß die Arbeiterklasse sich auf sich selbst verlassen müsse. glaubten, eine andre Stellung einnehmen zu können, als die Arbeiter. ferneren Debatte nahmen Spörer und Ewald für Bebel Die Litteratendebatte ist nach Meinung des Redners auf dem Partei- Partei, während Alberth seine Ausführungen bon der tage durchaus notwendig gewesen. Gerade vor aller Welt habe die vorigen Versammlung aufrecht erhielt und außerdem fagte: Angelegenheit gründlich erörtert werden müssen. Die Parteigenossen, Wenn 3ubeil unter Revisionismus verstehe, daß jemand die jetzt meinten, der Parteitag sei die Kosten nicht wert, würden unter Aufgabe des Klassenstandpunkts sich schon noch andrer Meinung werden. Er glaube nicht jedes Wort lichen Parteien anlehne, dann wäre er mit Zubeil bollan die Bürgervon Harden, wenn aber auch nur die veröffentlichten Briefe unsrer tommen einig; einen solchen Revisionismus würde er aufs schärfste Swinemde. 749 BSW 6mwollig 13 Haparanda 753 ND auf dem Parteitage schlecht weggekommenen Genossen richtig wieder- Seite 4 bededt 0 an Seite mit Zubeil bekämpfen. Der Beweis für die Hamburg 751 WSW 6 wolkig 1 heiter 12 Petersburg 748 W -1 gegeben feien, dann müsse man sich selbstverständlich die Frage vor- Gristenz eines solchen Revisionismus sei aber noch nicht geliefert. Berlin 5 bedeckt 13 Cort 745 S 2Regen 14 legen, was mit solchen Parteigenossen geschehen müsse. Redner wendet Der Vorsitzende Curt Baate ermahnte die Genossen zur Frankj.a.M. 760 2 bedeckt 15 Aberdeen fich weiter gegen die Verteidigung Hardens und der für bürger- Brüderlichkeit im Zusammenwirken, auch wenn es gelte, StreitMünchen 763 28 7 bedeckt 17 Baris 762 SS 2bebedt 14 liche Blätter thätig gewesenen Genossen durch Alberty und fragen zu entscheiden. Eingehend auf die Akademiker- Debatten, Wien 760 S282bedeckt 19 Conrad Schmidt. Letterer habe es skandalös gefunden, daß betont Redner, daß man sich hüten solle, durch den Ton Bebel das Geld als Grund der Mitarbeit an der Zukunft" in in den Debatten der Partei Wetter Prognose für Mittwoch, den 7. Oktober 1903. den Vordergrund gestellt habe. Da sei doch aber zu bedenken, daß verschütten. wichtige Lebensquelle zu Beitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit etwas Regen und lebhaften Gewiß habe das es für alle Artikel Geld gebe, und ob einer nun im Jahre ein oder Bedeutung, aber er erinnere an das Wort Lassalles: Die Klassenbewußtsein größte westlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. atvei Artikel für die Zukunft" schreibe, sei gleichgültig. Nach alter Wissenschaft und die Arbeiter die gehören zusammen! und sage: Erfahrung zahlten solche Blätter auch gut. Nun, der Parteivorstand Die Akademiker und die Arbeiter gehören zusammen!( Lebhafter werde jetzt der Angelegenheit seine Aufmerksamkeit schenken, und er, Beifall.) Nachdem noch Eide und Borchardt ihren StandBriefkaften der Redaktion. Redner, habe zu ihm das Vertrauen, daß er sehr ernste Arbeit ver- punkt vertreten hatten, wurde von der Versammlung einstimmig über K. Briefträger. Berlin SW., Lindenstr. 44. werden. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 7. Dt tober Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Simson und Dalila. Schauspielhaus. Maria Stuart. Deutsches. Monna Banna. Berliner. Ueber unsre Kraft.( Erster Teil.) Westen. Der Troubadour. Leffing. Auferstehung. Residenz. eine In der * ab Bahn. Witterungsübersicht vom 6. Oktober 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm 753 S Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. Bot Dog Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better 5°. 4° 98.1 Temp. n. 6. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Urania. Taubenstrasse 48/49. Nachmittags 4 Uhr zu kleinen Preisen: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Was ihr wollt. Von der Zugspitze uitspiel in 5 Aften v. B. Shakespeare. zum Watzmann. Um 8 Uhr: An den Seen Ober- Italiens. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Donnerstagabend 8 Uhr: Der Bibliothekar. Freitagabend 8 Uhr: Der Fleck auf der Ehr'. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Der Talisman. Dramatisches Märchen in 4 Aufzügen von Ludwig Fulda. Donnerstagabend 8 Uhr: Was ihr wollt. Freitagabend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. CIRKUS SCHUMANN. Heute, Mittwoch, den 7. Oktober, abends 7, Uhr: Ausserordentlich grosse Vorstellung. Vom Besten das Beste. durch Herrn Rebels. Spung. Das befte Mittet. PANOPTICUM 25 männl. Prachtlöwenborgen. Sa her Central. Bruder Straubinger. Thalia. Der Hochtourist. Carl Weth. Amor in Wichs. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Was Ihr wollt. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Der Talismann. Neues. Der Kammerfänger. Salome. Kleines. Nachtashl Luisen. Krieg im Frieden. Trianon. Die Liebesschaukel. Deutsch. Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Apollo. Die Liebesinsel. Specialitäten. Winter- Garten. Specialitäten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes: Baffage Theater. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Gafino. Zolle Rtabetten. Speciali. täten. Balaft. Genießet das Leben. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Nachmittags 4 Uhr: Friedrichstr. 165. Lebend!! Die zusammengewachsenen Schwestern, 25 Jahre alt, Violinvirtuosinnen Neu!! Der Riese Andries Venter aus Transvaal, ehemal. LeibGardist d. Präsidenten Krüger. Deutsch- Amerikanisches Theater ( fr. Buntes Theat.), Köpnickerstr. 67/68. Jeden Abend Anf. 8 Uhr. Der Sensations- Erfolg Gastspiel Adolf Philipp. Jul. Seeth. Ballettdivertissement. Die vier Jahreszeiten pomposes Barijer Die Todessprünge der Barfois- Sunde. Lebs Wunderaffen, das Bollendetste der Dressur. 6 preisgekrönte ungarische Jucker mit den fahrenden Kaskaden, vorgeführt vom Direktor A. Schumann. Die Gefangprobe, neuester Schlager des Clown Adolf. IX. Berliner Saison. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Nachtasyl. Anfang 8 Uhr. Ueber'n großen Teich Heber'n großen Teid Metropol- Theater. Heitere Bilder mit Gesang aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner in 5 Abt. Der grösste Erfolg dieser Saison! von Adolf Philipp. Billetborverkauf( ohne Gebühr) an der Cirkus Busch. Mittwoch, den 7. Oktober cr., abends 72 Uhr: Sprung Paul Mündner, a burd Cirkus u. Schleifenfahrt ohne Strich. Löwenbraut Miss Claire Heliot, welche die hohe Ehre hatte, sich am 13. September vor Ihrer Majestät der Kaiserin produzieren zu dürfen. Emil Thomas a. G. Burkhardt- Foottit, Bon der Zugspitze zum Wagmann. Theaterkaffe, Invalidendant, Stünstler. Josef Josephi. Henry Bender. Abends 8 Uhr: An den Seen Oberitaliens. Juvalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bia 11 Uhr. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Anf. 8, Sonnt. 72 dant und in Wertheims Warenhäusern. Residenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Anfang 7, Uhr. Das vollst. neue Oktober- Programm. Das befte Mittel. 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Unsern Sangesbrüdern sowie allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser Sangesbruder Schauſp. in 5 Art. v. Ch. Birch- Pfeiffer. Gustav Grieshammer Ehren- und Vorzugskarten gültig. Reichshallen Stettiner Sänger ( Mensel, Pietro, Britton, Steidl, Böhme, Böckmann, Plättner, Schrader Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. u. Eberino.) Sanssouci. Kottbuser Thor- Stat. der Hochbahn. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Jeden Dienstag: Theater- Abend. am 3. Oftober 1903 verstarb. Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr vom Leichen22606 schauhause aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise innigfter Teilnahme und für die vielen Blumenspenden beim Begräbnis meines lieben Mannes, Vaters, Bruders, Sohnes und Schwagers, des Formers Robert Siewert fagen wir allen Berwandten, Bekannten, ins besondere den Herren Chefs Haake und Millarg und allen seinen Kollegen unsren, tiefgefühlten Dank. 22596 Frau Martha Siewert und Stinder. 3 lumen- und 19632 Kranzbinderei Richard Engelke, Reichenberger- Strasse 164, Ecke Mariannenstr. Specialität: Vereinskränze. Antialkohol Unsre alkoholfreien Fabrikate: 1. Hopfen- Malz- Getränk, Ersatz für Bler, 22. ,, Anti", Ersatz für Süsswein, 99 sind jetzt in jeder unsrer 350 Niederlagen in Berlin und Vororten à Flasche 10 und 15 Pf. excl. zu haben. Bestellungen auf 30 Flaschen frei Haus bitten an uns direkt zu richten. Nach auswärts gegen Nachnahme. 2758L* Hermann Meyer& Co., Berlin N., Wattstr. 11/12. Fröbels Allerlei- Theater Arbeiter- Bildungsschule Berlin. fr. Puhlmanns Vaudeville-Theater, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Mittwoch, den 7. Oktober: Erster Elite- Spielabend der beliebten Norddeutschen Sänger. Nach der Vorstellung, um 11 Uhr: Grosser Extra- Ball. Anfang der Borstellung 8 Uhr, des Tanzes Punkt 11 Uhr. Entree 30 f. Diese Borstellungen und Ball finden jeden Sonntag und Mittwoch statt. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Mittwoch, den 7. Oktober 1903: Kyrik- Pyrik. Bosse mit Gesang in 3 Aften( 5 Bildern) von Wilken und Justinus. Anfang 8 Uhr. Sonntag: Khriz- Pyriz. 11 WINTER CARTEN 6 Neues Programm: Saharet australische Tänzerin The Great Goldin Illusionist, assistiert v. Miss Jeane Franciola. Goldin gab am 12. November 1902 in Sundringham eine Separatvorstellung vor Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II. und Sr. Majestät König Eduard VII. Excentrics. Schulreiterin. Reckturner. Smith u. Doreto Therese Renz Die drei Luppus Anne Dancrey Pariser Soubrette. Moskwa Die Agoust's russisches Sextett. Jongleure. AngelineVanloo sängerin Smaun der kleinste Akrobat. Die Jahrmarktsprinzess Ballett. Der Biograph Etabl. Buggenhagen Morikplay. Künstler- Ensemble ,, Nordsterne" unter Leitung d. Herrn Rudolf Schauss. Anf. 7, Uhr. Kaffeneröffnung 6, Uhr. Entree50Pf. Borvert.40 Bons hab. Gültigkeit. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Untere Sute: Przywarski- Stonzert. ELYSIUM Landsberger Allee Nr. 40-41. Jeden Mittwoch: Harburger Sänger. Jeden Donnerstag: Zimmermanns Sänger. Sonntag, Mittwoch, Donnerstag: F BALL Anfang 8 Uhr. Borzugskarten 10 Pf. Saal zu Festlichkeiten und Versammlungen unter coulanten Bedingungen zu vergeben. 29822* Amt 7, 2617. Karl Eisermann. Germania Prachtsäle Chauffeeftr. 103b. Arnold Scholz. Mittwoch, 7. Oktober 1903: M ( Steidl, Wolff) Sänger Hamburger Pickel und Puckel, Posse von Wilh. Wolff. Entree 30 Pf. Anf. 8 Uhr. Vorzugskarten haben Gültigkeit. K Predit. Monatlich 10 Mark liefere Anzüge Paletots nach Maß. Ber Kaffe auch billigste Preise. Schneidermstr., J. Tomporowski, Brinzenftr. 55. Donnerstag, den 8. Oktober cr., abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal VIII: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Wahl zweier Revisoren. 3. Anträge. 4. Schulangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Verband der Tapezierer. Filiale Berlin. Engel- Ufer 15. Zimmer 35. Mittwoch, den 7. Oktober, abends 8%, Uhr: itglieder- Versammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tages- Ordnung: 1. Die Beratung des Ortszuschlages für Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. [ 177/16] Max Kliems Test- Säle Hasenheide 11-13. 3 Jeden Mittwoch im neuen Saale: Grosses Militär- Konzert. 612 29292* Jeden Sonntag in allen Sälen: Grosser Ball wozu ergebenſt einladet tematic smaltine Max Kliem. In voriger 27592* Macht hat man die Preise nochmals herabgesetzt, wir verkaufen: Getragene Herren- Hosen zu 1,50 bis 3,50 Mk. 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Mitglieder! Mittwoch, 7. b. M., abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- fer 15, Saal I: Mitglieder- Versammlung. Tages Drdnung: Endgültige Beschlußfassung unsrer Organisation zu dem Antwortschreiben der Unternehmer. Kollegen! Bei der folgenschweren Entscheidung, vor welcher wir stehen, ist es unbedingt Pflicht jedes organisierten Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Wir ersuchen, das Verbandsbuch mit zubringen, da nur Organisierte Zutritt haben. 73/16 Gegen Die Ortsverwaltung. J. A.: Jahn. Monatsraten von 2 Mk. an liefern wir Musikwerke selbstspielende sowie Drehinstrumente mit auswechselbaren Metallnoten von 18 Mk. aufwärts. Phonographen nur erstklassige, vorzüglich funktionierende Apparate von 20 Mk.aufwärts. Bespielte und unbespielte Walzen Ia. Qualität. Accordeons in sehr reicher Auswahl, sehr preiswerte Instrumente in allen Preislagen. Zithern aller Arten, wie Accord-, Harfen-, Duett-, Konzert-, Guitarre- Zithern etc. Bial& Freund in Breslau II. 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Kaffeebretter 10 Pf. Müllschaufeln 30 P Eimer neublau 75 Pf. Seifennapf für Wasserleitung 15 PL. Berantwortlicher Redacteur: Julius Kaliski in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortile Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag: Vorwärts Buchdruterei und Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW.