Nr. 127. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, möchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uýr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern Sprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. Juni eröffneten wir ein neues Abonnement auf den Vorwärts" Berliner Volksblaff. Der Bezugspreis des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der ,, enen Welt" als Gratisbeilage beträgt 1 Mart 10 Pfennige monatlich frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 M. für den Monat Juni entgegen. Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans Am Webstuhl der Zeit" auf Verlangen gratis nachgeliefert, worauf wir noch besonders aufmerksam machen." Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. der Anhänger Sozialdemokratie. Daß Arbeiter, welche agitatorisch für ihre und ihrer Kollegen Interessen thätig sind, in Staats- und Reichsbetrieben, wenigstens soweit das Kriegs- und EisenbahnDepartement in Frage kommen, nicht beschäftigt werden, ist von uns seiner Beit durch die Aufbeckung des Treibens von Kühnemann und Genoffen vor aller Welt klargestellt worden, und da Nichts mehr zu leugnen war, gaben die berufenen Vertreter dieser Departements die Thatsache auch offen im Reichstage zu. Der Minister der Eisenbahnen, Thielen, hat dies noch in der Sigung des Reichstags vom 10. Februar Donnerstag, den 2. Juni 1892. = Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Jahres gerade der Generaldirektion der Reichs- Eisenbahnen Hetzen Andersdenkender blos um ihrer Denkrichtung willen Mit gegenüber in dieser Beziehung feinen Zweifel gelassen, sondern ist darum weder schöner noch gerechter geworden. ausdrücklich hervorgehoben, daß die Bestimmung in der der Hungerpeitsche" und den Stockprügeln auf den Magen" Arbeitsordnung zu verstehen ist von der agitatorischen Be wird langsam erreicht, was mit dem Scheiterhaufen im abtheiligung an derartigen Bestrebungen." Mit dieser Erklärung des Herrn Ministers, daß es der gekürzten Verfahren erzielt wurde. Gegen die Teufelsbeschwörung in Wemding hat der Reichs Eisenbahnverwaltung nicht einfalle, nach der Ge- ganze liberale und aufgeklärte" Troß als gegen ein sinnung des Mannes zu forschen, vergleiche man nun nach Stück mittelalterlichen Aberglaubens und fanatischer Dummfolgenden Auszug aus einer Schwarzen Liste", welche ge- heit gewettert. Nun, die Verfolgung Andersgesinnter um richtet ist: ihrer Gesinnung und Ueberzeugung willen ist auch eine Erb1. An sämmtliche Zentral- und Hauptschaft aus dem Mittelalter und zwar die schlimmste und werkstätten, 2. bie töniglichen Eisenbahn- Betriebs- gebäffigfte, die uns aus jener Zeit überkommen ist. Die " Schwarze Liste" ist die moderne Form, in der die Verfolgungswuth der sozial Mächtigen unserer Tage zum ämter. " und der folgendermaßen lautet: ( Name und Gewerbe des Arbeiters) in der Hauptwerkstatt Ausdruck kommt. Bischheim, eingetreten. entlassen.... Grund der Weil Hieronymus von Prag ein Anhänger der neuen Entlassung: Anhänger der Sozialdemokratie." Lehre" war, hat man ihn in Konstanz auf den ScheiterAlso um keinen Agitator, um keine agitatorische Thätig haufen geschleppt. Vor ihm und nach ihm ist mit Hunderten feit, um fein Ankämpfen gegen die bestehende Staats- und und Tausenden von Anhängern" neuer Lehren dasselbe Gesellschaftsordnung" handelte es sich in diesem Falle, wie geschehen. In der Schule, auf den Lehrkanzeln, in der es jenen beiden Arbeitern vorgeworfen wurde, um welche Bresse und nicht zum Wenigften am Kneiptische von dem fich die Debatte am 10. Februar im Reichstag drehte. aufgeklärten" Bürger wird über die Ketzerrichter jener Zeit war war auch jener Vorwurf falsch; die beiden Arbeiter und über ihr inhumanes Verfahren der Stab gebrochen. Daß aber heute die reichsten und sozial einflußreichsten hatten sich nie an sozialdemokratischen Versammlungen lebhaft betheiligi, wie der Eisenbahn Minister behauptete, Vertreter der Juduſtrie einen Bund unter einander schließen, sie haben nur ihre Kollegen von der Zentral- dessen Zweck es ist, Arbeiter und deren Familien, welche sich Krankenkaffe auf der Generalversammlung vertreten. Aber erlauben, eine sozialpolitische Gesinnung zu haben, die den darüber wollen wir heute nicht rechten; wir wissen, daß in Herren nicht gefällt, arbeits- und erwerbslos durch ganz den Augen der Herren à la Stumm, Kühnemann zc. es Deutschland zu machen, sie den Hungerqualen, der WerD schon ein Verbrechen ist, wenn Arbeiter sich mit ihren elendung und dem Verderben preiszugeben und daß mit Klassengenossen zusammenthun und sei es auch nur in diesem Bunde sogar die Vertreter großer Staatsbetriebe selbständigen Krankenkassen. Was aber bei Herrn Stumm Hand in Hand gehen, über dieses moderne InquisitionsIm vor verfahren und diese Ketzerrichterei wissen unsere Kulturrecht ist, ist im Eisenbahnministerium billig. liegenden Falle liegt aber nicht einmal die Behauptung vanker, weiß das ganze Bourgeoisie- Aufkläricht Nichts einer verpönten Agitation vor, nur daß der Arbeiter zu sagen. Anhänger der Sozialdemokratie" sei, weiß der Urias" " Der Mann ist„ Anhänger der Sozialdemokratie", ins brief anzugeben. Die Gesinnung also und Nichts als diese Verderben mit ihm! Das ist Sinn und Zweck jener ist es, welche den Arbeiter auf die Schwarze Lifte" ge- Einrichtung, genannt„ Schwarze Listen", wie sie heute in Das ist bracht hat, welche ihm alle reichsländischen und preußischen Privat- und Staatswerkstätten in Gebrauch sind. Eisenbahn- Werkstätten verschließt und ihn auch für die das praktische Christenthum", geübt von der„ chriftlichen Privatindustrie vogelfrei erklärt. Denn der Verband der Gesellschaft" im christlichen Staat". Metallindustriellen und die Staatswerkstätten tauschen ja die Listen der vervehmten Arbeiter gegenseitig aus, damit ja tein Arbeiter der Hungerdrangsal, welche durch die " Schwarzen Listen" verursacht wird, entgehen soll. dieses Jahres gethan. Bei dieser Gelegenheit gab der Und ein solches Treiben, meint der Herr Eisenbahn- Politische Uebersicht. Herr Minister aber auch wörtlich folgende Erklärung ab: miniſter, sei feine inquisitorische Weise". Allerdings auf Berlin, den 1. Juni. Meine Herren, es ist der Reichs- Eisenbahnverwaltung den Scheiterhaufen hat die kaiserliche Generaldirektion ir nicht eingefallen und ihr auch von oben her nicht vor Straßburg den Mann nicht schicken können, wie die Das Herrenhaus, welches sich gestern noch nicht vergeschrieben worden, in inquisitorischer Weise nach Inquifitionsgerichte dies jeweils wohl gethan haben, weil tagte, hielt heute noch eine Sigung ab, in der es sich, außer zuforschen, welche Gesinnungen der Mann hat. Das fällt ihr Opfer Anhänger" einer kezerischen Lehre war. Aber mit einer Anzahl kleinerer Materien, mit der Landuns nicht ein.( Burufe bei den Sozialdemokraten.) Präsident: Meine Herren, ich bitte, den Herrn Redner wenn die Zeiten sich geändert haben, wenn man heute nicht gemeinde- Ordnung für Schleswig- Holstein Präsident: Meine Herren, ich bitte, den Herrn Redner mehr gerädert, geröstet, geviertheilt wird, weil man eine beschäftigte. Ein Theil der„ Herren", denen die LandStaatsminister und Minister der öffentlichen Arbeiten andere Gesinnung hat, als den jeweils dominirenden Kreisen gemeinde- Ordnung noch zu demokratisch ist, machte OppoThielen: Im Gegentheil habe ich im Oftober des vorigen genehm ist, die Verfolgung um der Gesinnung willen, das fition, und die Vorlage ward in namentlicher Abnicht zu unterbrechen. Feuilleton. Nachdrud verboten.]. [ 127 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Aehnliches Schicksal erfuhren der Konsumverein, die Bolksbank und die beiden Gastwirthschaften. Streit schleuderte einen Protest nach dem andern in die verschiedenen Ministerien und erzielte schließlich damit weiter Nichts, als daß man ihn wegen Beleidigung und Schmähung hoher Staatsbeamten und Behörden wegen der in Ausübung ihrer Berufspflicht vorgenommenen Amtshandlungen" gleichfalls verhaftete, ungeachtet dessen, daß der Angeklagte die in solchen Fällen gesetzlich vorgeschriebene Bürgschaftsstellung anbot. Die Einzigen, welche gänzlich unbehelligt blieben, waren Jwan und Findeisen. Hatte man sie vergessen, oder hielt man sie für nicht gefährlich? sich jeden Abend mit der Ueberzeugung nieder, daß eine noch immer fort, als ihn ein leiser Pfiff an das GartenRevolution für die allernächste Zeit untausbleiblich ge- fenster rief. Auf dem Dache des Holzstalles stand Wießner und flüsterte ihm zu: worden. Lange war nicht flüchtig geworden; er vermied nur Ein Herr in einem Mantel, vornehm aussehend, kein seine Wohnung bei Nacht und ein offenes Erscheinen bei Polizeispion, behauptet, in dringenden Angelegenheiten mit Tage, um sich in einer solchen kritischen Zeit vom Feinde Ihnen sprechen zu müssen." nicht in Fesseln schlagen zu lassen. Diese einzige, für Raffmaus nicht recht erklärliche That ließ ihn in seinem stets wachen Argwohn etwas ungewöhnliches fürchten, weshalb er sofort den Befehl gab, auch den Schriftsteller zu verhaften. Dr. Lauge war jedoch trotz alles eifrigen Suchens Polizeispizel nirgends zu finden. der Am Sonnabend derselben Woche aber kehrte er in seine Wohnung zurück und unternahm eine umfangreiche und weitgehende Korrespondenz. Elftes Kapitel. Sozialdemokraten und Konservative. " Habt Ihr ihn nach seinem Namen gefragt?" " Er will ihn nicht nennen; er will sich nur Ihnen allein entdecken." Was denken Sie darüber?" " Ich denke, ein einzelner Mensch ist schnell genug unschädlich zu machen." So ist es; also lassen Sie ihn nur getrost herauffommen." „ Mich finden Sie während der Zeit, daß dieser Besucher bei Ihnen verweilt, hier immer auf dem Dache." „ Das ist unnöthige Vorsicht. Lassen Sie nur den Herrn tommen." Kurze Zeit darauf klingelte es. Lange beeilte sich die Thür zu öffnen und lud den Unbekannten in sein Zimmer. Derselbe trat mit einer leichten Verbeugung und einem grüßenden Griff au seinen Hut ein, nahm, sobald er in den Bereich des Lampenlichtes gekommen, Hut und Mantel ab und fragte: Stunde um Stunde verrann, ohne daß Lange vom Papier aufsah, auf welches er seine Mittheilungen und Aufforderungen an Freunde und Gesinnungsgenossen nah und fern nieberlegte. Briefe auf Briefe häuften sich auf seinem Schreibtische, aber bei jedem Stundenschlag erhob er sich und warf durch das Fenster, welches seinerzeit Frank zur Flucht verholfen, einem Untenstehenden ein Päckchen zu. Alle diese Ereignisse konnten natürlich nicht vor sich Eine unliebsame Ueberraschung hatte er bei dieser zu gehen, ohne bei der Bevölkerung die größte Aufregung zu Thätigkeit nicht zu fürchten, da Wießuer und Noack mit verursachen. Die Arbeiter brausten und summiten, grollten einigen nicht minder erfahrenen Kameraden über seine Sicherheit und drohten; es tam hin und wieder zu leichten Zusammen- wachten. Lange aber fiftirte die Herausgabe des Volksblattes" freiwillig. Stößen zwischen Publikum und Polizei. Die Verhaftungen Die Mitternacht war nahezu herangekommen; der rüftige wurden immer zahlreicher, und der friedliche Bürger legte Briefschreiber setzte bei einem Struge Wasser seine Arbeit Kennen Sie mich?" Exzellenz von Hohenhausen! Sie hier? Bei mir und dieser Stunde?" " Ich bin's", erwiderte der ehemalige Ministerpräsident ruhig. Lassen Sie uns, wenn es Ihnen recht ist, einen Augenblick plaudern. Wir sind hier doch wohl gänzlich unbelauscht?" „ Das sind wir; ich will uur hier schließen", erwiderte Endlich! Heute Nachmittag ging uns folgendes Telegramm zu: Bochum, 1. Juni. Wie hier verlautet, soll gegen Geheimen Kommerzienrath Baare und zwei Beamte des Bochumer Vereins wegen Be günstigung von Stempelfälschungen Klage Antrag gestellt fein. In Sachen Baare und Genossen sind wir an so selt fame Dinge gewöhnt, daß wir dem Telegramm noch nicht unbedingt glauben.immung nur mit 37 gegen 33 Stimmen angenommen. I ganz anderen Weltanschauung als wir, und wollten wir Ein internationaler Kongreß über Bollgesek Nach den Ferien, die„ bis Mitte Juni" dauern sollen, wird seinen Ausführungen in allen Punkten entgegentreten, so gebung und Arbeitsregelung( sur la législation eine weite Schlußberathung stattfinden die Herren", müßten wir viel Zeit und Raum dazu verwenden. Wir douanière et la réglementation du travail) soll am 21. August die viel Zeit haben, können sich nämlich, kraft ihrer vor- wollen nur hervorheben, daß wir als prinzipielle in Antwerpen zusammentreten. Ehrenpräsident wird fintfluthlichen Geschäftsordnung- wie das Haus, so die Gegner der Todesstrafe, die menschliche Gesellschaft Bernaert, der berüchtigte Chef des belgischen Ministe Geschäftsordnung- den Luxus von zwei Schluß- teineswegs schutzlos lassen wollen. Daß Verbrecher- frei riums sein. Eingeladen sind auch Sozialisten; wir be berathungen gestatten. lich über das Verbrechen urtheilen wir anders als der Verzweifeln jedoch, ob sich dort ein geeigneter Plaz für fie werden müssen, nicht bloß ihre Mitmenschen, sondern auch find für uns keine Fragen mehr; und was die Regelung faffer jenes Briefs unschädlich gemacht, d. h. verhindert finden wird. Die Fragen" des Schutzzolls und Freihandels sich selbst zu schädigen, das ist ein Recht der Gesellschaft der Arbeitsverhältnisse betrifft, so wissen wir, daß von das Recht der Nothwehr. Allein über das Recht keiner anderen Partei in dieser Beziehung mehr zu erwarten der Nothwehr darf auch nicht hinausgegangen werden. ist, als was ihr von uns abgerungen wird. Der Verbrecher ist entweder das Produft der Gesellschaftsverhältnisse oder das Opfer seiner Leidenschaften und Der Jahreskongreß der belgischen SozialNaturanlagen. Die Mehrheit der Verbrecher das hat demokraten hat am Sonntag in Namur begonnen. die Wissenschaft festgestellt, find Kranke( Idioten, Die Verhandlungen geben Zeugniß von der Regsamkeit Frre 2c.), die in Heilanstalten gehören. Die Uebrigen und Thätigkeit der Partei. Sie drehen sich hauptsächlich schicke man in Besserungs- oder Erziehungsanstalten. Ihnen um die das Land jezt bewegenden Fragen, und sobald sie Internationale Gewerkschafts- Kongreffe. Außer den Kopf abschlagen, damit sie keine neuen Verbrechen abgeschlossen sind, werden wir ein Resumé geben. Für den Berglenten, Glasarbeitern, Hutmachern, Buchdruckern begehen, das ist eine Dr. Eisenbart- Kur, und zivilisirten heute sei nur bemerkt, daß die Revision des Prowerden auch die Tabatsarbeiter ihren internationalen Menschen unwürdig. gramms beschlossen wurde. Hoffentlich erinnern Kongreß haben; derselbe wird, wie bereits berichtet, sich unsere belgischen Genossen bei dieser Arbeit des Beschlusses am 7. August in Amsterdam stattfinden; in englischer, Ein frommer Betrug. In Sachen Ahl ward t- von Brüssel, der auf möglichste Einheitlichkeit der deutscher und niederländischer Sprache soll verhandelt Loewe( Judenflinten) veröffentlicht die Kreuz- Zeitung" sozialdemokratischen Parteiprogramme und ein internationaler Verband geschaffen werden. folgende Buschrift: Man wird sich erinnern, daß bei dem großen Tabatarbeiter- Streit in Hamburg fich die nieder ländischen und englischen Gewerkschaftsgenossen sehr lebhaft an der Sammlung für die streikenden Hamburger be theiligten. Die Nothwendigkeit internationaler Organisation, oder wenigstens, wo das Gesetz im Wege steht, internationaler Verständigung ist so einleuchtend, und wird durch die harte Fauft der Verhältnisse den Arbeitern so kräftig eingebläut, daß zweifellos auch noch weitere internationale Gewerk schafts- Kongreffe zu Stande kommen werden. Der vierte Weltfriedenskongreß wird dieses Jahr in Bern( Schweiz) vom 22. Auguft bis zum 27. August tagen. Jeden Tag sollen zwei Sigungen stattfinden: von 9 Vormittags bis Mittag und von 22 Nachmittags bis 6 Uhr Abends. Das Kongreßprotokoll soll französisch redigirt werden. Wir halten dies für einen Fehler und sicher nicht aus chauvinistischen Gründen. Warum nicht die Praris der internationalen Arbeiterkongresse annehmen, die Srei gleichberechtigte Kongreßsprachen haben Französisch, Englisch und Deutsch? Christliche Humanität.„ Der geehrten Redaktion" so schreibt man uns erlaube ich mir in Bezug auf Ihren Artikel Christliche Humanität" Folgendes zu bemerken: " Ich lese Ihr Blatt ganz gern, doch muß ich und mit mir viele andere Arbeiter(?) besagten Artikel auf das Schärfste tadeln. hinzielte. reß wird in -OZVO Sie knüpfen an die Wiedergabe des landgerichtlichen Beschlusses in der Straffache wider den Rektor H. Ahlwardt die Behauptung, daß wir einen nicht unwesentlichen Theil der Beschuldigungen der Ahlwardt'schen Broschüre als richtig zugegeben haben. Diese Behauptung ist unrichtig und findet in Sem landgerichtlichen Beschlusse feine Stütze. Richtig ist, daß wir einen Theil der Ahlwardt'schen Behauptungen und zwar diejenigen als richtig zugegeben haben, aus welchen zwar von Ahlwardt Beschuldigungen hergeleitet, die aber bei Renntniß der von uns mit. dem Königl. Kriegsministerium geschlossenen Verträge und der von demselben ertheilten Anweisungen nicht und unsere deutschen sind doch wahrhaftig nicht weniger den leisesten Vorwurf gegen uns enthalten. J. Loewe, Hollmannstraße 32. Der nächste Kongreß wird in Gent tagen. Studentisches. Die Nancyer Studenten, die durch ein paar patriotische Phrasen unseren Chauvinisten eine willkommene Gelegenheit zur Abschießung ihres gröbsten Geschützes lieferten, haben die Studenten aller Länder zu ihrem Fest eingeladen, nur nicht die deutschen. Das war gewiß recht albern, und wir sind die Letzten, es beschönigen zu wollen; allein Studenten sind Studenten, G. Kühn, Oberstlieutenant a. D." B chauvinistisch als die französischen. Und würden sie etwa zu einem deutschen Studentenfest französische Kollegen Dazu bemerkt die Kreuz- Zeitung": einladen? Wie dem sei die französischen Studenten hätten Die Bedeutung dieser Berichtigung besteht lediglich besser gethan, auch die deutschen Kommilitonen einzuladen; darin, daß der von uns wörtlich wiedergegebene Beschluß des und die belgischen Studenten, die aus diesem Grunde, das Landgerichts festgestellt hat, die Herren Loewe und Kühn hätten heißt, weil die deutschen nicht mit eingeladen sind, für sich einen nicht unwesentlichen Theil der Behauptungen" selbst die Einladung zurück wiesen, haben den Nancyer Ahlwardt's als richtig anerkannt, während in unserm Resumee Studenten eine verdiente Lektion gegeben. Wir aber veran die Stelle des Wortes Behauptungen" Anschuldigleichen jene bornirte Knabenhaftigkeit der Bourgeoissöhne gungen" gefelt war. Inwieweit die aus dieser Differenz mit dem großherzigen Geist edelster Menschlichkeit und von den Herren Loewe und Kühn hergeleitete Rechtfertigung internationaler Brüderlichkeit, der soeben bei dem Einzutreffend ist, wird ja der weitere Verlauf der Untersuchung weihungsfest der Pariser Arbeitsbörse so erquickend und beergeben. geisternd sich kundgethan hat, und wir sagen uns voller Das lediglich der Kreuz- Zeitung" ist doch sehr naiv. Stolz: hier ist die höhere Weltanschauung, hier ist die Durch die Unterschiebung des Worts Anschuldigungen“ Kultur, hier ist die Zukunft! an Stelle von" Behauptungen" ist der Sinn voll- Kultur, hier ist die Zukunft! ständig geändert und ein, im wirklichen Wortlaut des landgerichtlichen Beschlusses nicht liegender, der Firma Löwe ungünstiger Sinn fünftlich erzeugt worden. Eure Rede sei ja, ja, nein, nein, was darüber ist, das ist vom Uebel, liebe Krenz- Beitung." Auf dem Père Lachaise. Wie auch von französischen Bourgeoisblättern bemerkt wird z. B. dem Temp3" Was sollte aus der Menschheit werden, wenn man war ein hervorstechender Zug der Sonntagsfeier zum Ge Mörder frei hin und wieder laufen ließe? Der jeßt in dächtniß der Kommune die Einigkeit der verschiedenen Melbourne hingerichtete Frauenmörder Deeming würde sozialistischen Gruppen und die auf allen Seiten befundete luftig weiter morden, ebenso die im Magdeburger Gefängniß Jämmerliche Nörgler. Die„ Nationalliberale Corre- Freude darüber, daß endlich der alte Zwift überwunden ist. fizende Dienstboten- Mörderin Buntrock; ferner würde Wetzel spondenz" kann zwar nicht umhin, unsere neuliche Warnung Den zwei legten internationalen Kongressen ist dieses wichtige noch manchen Juden todtschlagen. Die Welt muß von den vor dem Auswandern zu billigen, knüpft daran aber aller Resultat wesentlich zu danken und was noch zu thun Mördern gereinigt werden, denn das Schicksal, von solchen hand alberne Bemerkungen, von denen noch die geistreichste war, das haben die Maiwahlen gethan. Ein bes Ungeheuern abgethan zu werden, trifft, wie die Erfahrung die ist, wir hätten, indem wir sagten, der Auswanderer zeichnender Zwischenfall der Kommunefeier auf dem Père lehrt, die Menschen aller Klassen und Stände. fönne es in Amerika„ vielleicht schlimmer als zu Hause" Lachaise ist die gewaltsame Entfernung der radikalen Wenn einmal die Todesstrafe abgeschafft werden sollte finden, unwillkürlich zugegeben, daß die Zustände in Deutsch Boulangisten", die sich durchaus eindrängen wollten. Die - es war ja der größte Wunsch des verstorbenen Ab- land beffer seien als in den Vereinigten Staaten! Was ist unsauberen Patrone wurden einfach hinausgeworfen ,, und geordneten Lasker, so würde ein allgemeines Morden be- gegen solche Logik zu sagen? Die Lebenshaltung der der Kranz, den der Hanswurst Rochefort an der Föderirtenginnen aus Habgier, Rache, Lust, Eifersucht und wie die amerikanischen Arbeiter ist im Durchschnitt noch immer eine Mauer heimlich in der Nacht hatte anheften lassen, flog niedrigen Passionen alle heißen mögen. weit höhere, als die der deutschen. Allein gegenwärtig ihnen nach. Das ist recht. Die Sache des Volkes muß rein Ich verkehre viel in Arbeiterkreisen( als Arbeiter?), herrscht drüben Geschäftskrisis und Arbeitslosigkeit, und der gehalten werden. Natürlich waren auch reine„ Anarchisten" und finde unter diesen einfachen Leuten stets(?) die fremde Arbeiter, der obendrein die Sprache nicht kennt, ba. Wo die französischen Arbeiter sind, da giebt's Meinung vertreten, daß ein Mörder, sobald seine Schuld hat so gut wie feine Aussicht unterzukommen, und ist dort keine„ Anarchisten". über jeden Zweifel erwiesen, hingerichtet werden muß. natürlich viel übler dran, als er in der Heimath wäre, wo Mörder belehren zu wollen, ist Unsinn. Unsere heutigen er Bekannte hat, wo er kein Fremder ist. Hinrichtungs- Methoden, vor Allem die in den Vereinigten Staaten von Amerika eingeführte Elektrizität find gegenüber Wird er's wagen? Nämlich der Selbstherrscher aller den Martern, die die Mörder ihre armen Opfer fühlen Reußen bei Nacht und Nebel auf ein Stündchen nach laffen, viel zu gelinde. Riel zu dampfen? Auf der See braucht er feine Nihilisten Solche Ihrer Artikel, wie dieser, lassen Sie nur lieber zu fürchten, und in Riel giebt's genug Soldaten und aus Ihrem geschätzten Blatte weg, wenn das Volk nicht an Bolizei feine eigene nicht mitgerechnet. Da wäre es also dem Gehalt aller Ihrer anderen Artikel zweifeln soll." vielleicht möglich. Wir begreifen jedoch wirklich nicht, warum der Mann sich solchen Gemüthsbewegungen aussetzt; es bricht ja Niemandem das Herz, wenn er wegbleibt. Dies der Brief. Der Schreiber, welcher sich„ Ein Leser Ihres Blattes unterzeichnet, steht auf dem Boden einer Lange, indem er nach dem Fenster ging und, nachdem er der trotzdem auf Posten gebliebenen Wache einen beruhigenden Wink gegeben, die Fensterflügel schloß. „ Wir sind jetzt ganz allein", sagte er sodann, indem er seinem nächtlichen Besucher gegenüber Platz nahm, und Sie können sich so frei aussprechen, wie Sie es mur wünschen." 1 wirkliche Revolution mit Plan und Absicht veranlaßt oder herbeigeführt worden?" Sie halten die Revolution für ein sich von selbst entwickelndes Ereigniß?" Ganz gewiß." Wozn man sie braucht. Wir erwähnten gestern ber Pariser Anarchisten Versammlung unter polizeilichem Schuß. Heute empfangen wir den Schlüffel der Posse. Der Herr Justizminister Ricard ließ sich in der Kammer interpelliren, wie die Polizei solches dulden könne und antwortete prompt: Das Gesetz gebe der Polizei nicht genügende Macht! Also: Mehr Polizei, größere Polizeigewalt und schärfere Vereinsgefeze!( Das Preß- Maul forb- Gesetz ist schon eingebracht) das ist des Pudels Kern. Mann von hinreichendem historischem Fernblick und politischem Urtheil, um eine solche Unterredung und ihre Be deutung zu würdigen?" ,, Gewiß thue ich das, und ich bin Ihnen für den Schritt, den Sie hier gethan, sogar dankbar. Fragen Sie " Das aber durch Handlungen der Menschen beschleunigt darum nur ruhig weiter nach Allem, wonach Ihnen zu wissen verlangt." oder verzögert werden kann?" So ist es." " Ich komme zu Ihnen," erklärte der Staatsmann, weil ich wohl mit vollem Rechte vermuthen darf, daß Sie die" Und Sie würden, wenn ein solches Ereigniß, Ihres Fäden der Opposition gegen das zur Zeit amtirende Wissens, nahe bevorstände, nichts thun, um es zu verMinisterium in Ihren Händen vereinigen. Wenn ich mich zögern?" auch veranlaßt fühlen mußte, die Leitung der Staatsgeschäfte„ Es müßten denn ganz besondere Zweckmäßigkeitsgründe in andere Hände übergehen zu laffen, so habe ich doch nicht vorliegen?" aufgehört, mit inniger Theilnahme den weiteren Geschicken Die aber, Ihres Erachtens, gegenwärtig nicht vordes Landes, dem mein ganzes Leben gewidmet war, meine un- liegen." ausgesetzte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Ich fühle und erkenne, Meines Erachtens nach allerdings nicht vorliegen, daß unser gemeinschaftliches Vaterland an einem be- Exzellenz. Doch Sie entschuldigen, es will mir fast drohlichen Wendepunkte angelangt ist, und zwar infolge der scheinen, als unterwürfen Sie mich einem förmlichen Thorheit, Unfähigkeit und des bösen Willens Derer, welche Examen?" mir das Weiterregieren unmöglich machten. Weder ich, noch die Bartei, welcher ich angehöre, können den tommenden Ereignissen unthätig zusehen, und ich komme deshalb zu Ihnen, Sie zu fragen, was Sie zu thun gedenken?" Ich will Ihnen," erwiderte Lange, auf Ihre frei müthige Frage eine nicht minder unumwundene Antwort geben, und die kann nicht anders als dahin lauten: daß ich mich, so gut wie die Andern, werde von den Ereignissen treiben lassen." Von den Ereignissen, die sich von selbst einstellen werden, oder die Sie zum Theil selbst hervorrufen helfen?" Bon Beiden, wie ich denke." " Schrecken?" Sie würden selbst vor eine Revolution nicht zurück Zurückschrecken ich? Warum sollte ich vor einer Revolution zurückschrecken?" " Ich meine, Sie würden keine Bedenken tragen, eine solche herbeizuführen?" Kann das überhaupt ein Mensch? Ist jemals eine Sie müssen verzeihen, wenn ich so peinlich genau in meiner Fragestellung zu Werke gehe, aber es handelt sich um die Stellung, die eine mächtige Partei den sich entwickelnden Ereignissen gegenüber einnehmen wird. Und dies, meine ich, müßte auch für Sie von größtem Interesse sein." " Wollen Sie mir, Exzellenz, zunächst auch einige Fragen beantworten?" Fragen Sie nur." Ich frage Sie vor allen Dingen nach den Resultaten, die eine solche Revolution haben wird und haben soll, wenn Sie im Stande find, Ihre Wünsche durchzusehen." Sie hegen fonach, wenn ich Sie recht verstehe, Be sorguisse wegen unseres Programms, unserer Biele?" Wie Sie begreiflich finden werden." " " Wie ich sehr begreiflich finden muß. Aber meine Antwort wird fie faum zufrieden stellen können, da wir im Falle eines Sieges jedenfalls so viel besser gesagt: Alles nehmen werden, was wir erlangen tönnen." " Wir verlieren viel Zeit mit diplomatischen Abschweifungen und Ausflüchten. Es handelt sich ja hier nicht um geringes Mehr oder Minder, sondern nur um zwei Hauptfragen." " Wollen Sie, Exzellenz, diese beiden Hauptfragen, mur ruhig an mich stellen; ich werde bemüht sein, Ihnen so vollständige Auskunft zu geben, als es nur in Ihrem Wunsche gelegen sein kann, vorausgesetzt natürlich, daß Sie nichts weiter als meine persönlichen Ansichten in Erfahrung zu bringen wünschen." Partei überhaupt vertragen, eine der Revolution günstige die Frage: Würden Sie im Falle eines Sieges die MonWürde es sich mit den Prinzipten der Tonservativen Stellung einzunehmen?" Sehr wohl; so beantworten Sie mir vor allen Dingen archie respektiren, oder find Sie Republikaner?" Ganz sicherlich; denn wie Sie wissen, sind auch Ich bin Republikaner, habe aber, so weit es auf mich von" Seiten der Konservativen wiederholt Revolutionen ankam, die Monarchie nicht zu beseitigen gestrebt, weil ich herbeigeführt worden, und waren es selbst nur Kontre- der Meinung war, daß wir innerhalb des gewohnten Revolutionen." " Ich meine ja auch nicht, wie Sie sich vorstellen können, irgend eine beliebige Revolution, sondern eine von der Art, wie sie in nächster Zukunft droht." Und eben über den wahrscheinlichen Charakter einer solchen demnächst zu erwartenden Revolution fam ich, mit Ihnen Rücksprache zu nehmen. Ich meine, Sie sind ein Staatsrahmens schneller zu den wesentlichsten sozialen Reformen gelangen würden, als wenn wir durch die Dis fussion über total neue Staatsinftitutionen unsere Aufmertsamkeit und unsere Kräfte zersplitterten oder gar die Ein helligkeit unserer Meinungen störten. Uns tommt es vor allen Dingen auf die Beseitigung der sozialen Ungerechtigkeiten und damit zugleich auf die Beseitigung der Massennoth an. * Die italienische Krisis. Der Budgetausschuß besteht 1 Der Thätigkeit der sozialdemokratischen Reichstags- 1zu. Hoffentlich verfehlen sie nicht, am Knauf ihres Banners in feiner Mehrheit aus Gegnern der Regierung und will Fraktion sprach eine start besuchte Nürnberger Bolts- noch die Idealfigur Eugen Richter's anbringen zu lassen. Dann die verlangten Kredite statt auf sechs Monate nur auf zwei versammlung ihre Anerkennung aus. Eine Versammlung in wird man. Oben wissen, daß sie sich auch des letzten Restes der bewilligen. Sonnabend oder Montag kommen die ent- Groß- Steinheim( Hessen) beschloß ebenso. 1849er Opposition entschlagen haben. scheidenden Debatten, die jedenfalls dem Jammer- Ministerium Sozialdemokratische Agitation. Gegen 100 Partei- Gin weiteres charakteristisches Merkmal für ben. Biolitti viel Merger und Demüthigung, wahrscheinlich eine genossen aus Hagen, zu denen sich noch Genossen aus Has pe wachsenden Einfluß der Sozialdemokratie ist die Thatsache, daß Niederlage bringen werden. Der alte Erzlügner und und Wörde gesellten, unternahmen am Himmelfahrtstag eine in diesem Frühjahr bei der Prüfungskommission für EinjährigIntrigant Crispi ist wieder einmal auf einer fauftdicken Agitationstour, auf welcher einige Tausend gelesener Zeitungen Freiwillige in Köln a. Rh. für den deutschen Aufsatz das Thema Lüge ertappt worden: er hatte bekanntlich erklärt, den Drei- an die Einwohner verschiedener Orte vertheilt wurden. Man zur Wahl gestellt worden ist: Welche Gefahren liegen in den bundvertrag nicht unterzeichnet zu haben. Nun stellt sich berücksichtigte dabei auch die von der Landstraße abgelegenen ein- heutigen Bestrebungen der Sozialdemokratie für unsere Gesellschaftsheraus, daß er gerade den in Italien verhaßtesten Theil des zelnen Gehöfte. Derartige Ausflüge sollen den Sommer über alle Vertrags: die Militärleistungen betreffend, wollen die Parteigenossen aller Orte des Wahlkreises eine 5-6 Wochen unternommen werden. Nach Beendigung derselben sammen mit seinem Radaubruder Bismarck eigenhändig Agitationstour nach einem noch zu bestimmenden Zentralpunkt unterschrieben hat. Und der galt einst für einen ehrlichen unternehmen. Revolutionär! ordnung?" " Polizeiliches, Gerichtliches ze. - Das DIdenburger Landgericht verurtheilte die Parteis genossen Bayer und Schöneter in Delmenhorst als Verfaffer bezw. Verbreiter und den Buchdruckereibefizer Kliche in Glogau( Niederschlesien). Hier fand am 22. Mai die erste Bremen als Drucker von Flugblättern, durch welche sich der Genoffenschaften in Finnland. In fortschrittlichen sozialdemokratische Bolksversammlung im Lokal des Herrn Werner Delmenhorster Stadtrath beleidigt fühlte, zu folgenden Strafen:. Blättern fräht irgend ein lustiger Hahn von einem großen( L.- Weidisch) statt. Genosse Stolpe aus Grünberg sprach über Bager 6 Wochen, Schöneter 10 Tage Gefängniß, Kliche 120 M. Triumph des Genossenschaftswesens- auf Anlaß eines Die Sozialdemokratie und ihre Gegner" unter Geldstrafe. Das Bergehen war gelegentlich der GemeinderathsArbeitervereins in Helsingfors habe die finnische Industrie- lautem Beifall der Versammlung, welche von zirka 300 Personen, wahl begangen worden. direktion bei dem Sekretär des Allgemeinen deutschen Ge- darunter vielen Frauen, besucht war. An der Diskussion betheiligte-In Glauch au wurde der Parteigenosse Schmalfuß nossenschaftsverbandes, Herrn Häntschke, eine Abhandlung sich Herr Winkler- Tannenberg, Redakteur des freisinnigen Nieder- vom Stadtrath zu 50 M. Geldstrafe event. 10 Tagen Haft verüber das Genossenschaftswesen bestellt, die ins Finnische und schlesischen Anzeigers", er vermochte jedoch keinen Erfolg zu erzielen. urtheilt, weil er einem Arbeiter Karten zur Maifeier zum: Schwedische übersetzt werden solle. Wir können den Herren gelangte eine uns zustimmende Resolution einstimmig zur AnNachdem ihm der Referent in entsprechender Weise geantwortet, Vertrieb übergeben hatte. Genossenschaftlern versichern, daß das Genossenschaftswesen nahme. - Die Leipziger Kreishauptmannschaft hat auf eine wenigen Gegner enthielten sich der Stimm- gegentheilige Verfügung des Stadtraths Hartwig in Dschay in Finnland schon längst bekannt ist, und daß es Leute abgabe. Somit wäre auch hier Bresche in eine Hochburg des entschieden, daß dem schaker Arbeiterverein auch Frauen als dort giebt, die den Werth und Unwerth desselben genau deutschen Freisinns geschossen, der überhaupt bei den nächsten Mitglieder angehören dürfen. kennen und erforderlichenfalls Herrn Häntschke eine Vorlesung Wahlen in ganz Niederschlesien gehörig in die Enge getrieben darüber halten könnten. werden dürfte. * * - Der frühere verantwortliche Rebatteur der Elber felder Freien Presse", Nikolaus Lingweiler, hatte in diesem Blatte einen Artikel veröffentlicht, in welchem über Die Auflösung des englischen Parlaments. Die Die Arbeiter von Neustadt O./S., welchen der Magistrat einen in der Fabrik von W. Böddinghaus u. Ko. vorgekommenen unerwartet große Majorität, welche die Regierung bei der das Gesuch um Errichtung eines Gewerbegerichts ab- Selbstmord gesagt war, der dortige Fabrikmeister Oskar Rotta letzten Abstimmung über die irische Verwaltungsbill hatte, geschlagen hat, beschlossen in einer Versammlung, in welcher befleißige fich, die Arbeiter bei jeder Gelegenheit mit Schimpfscheint die Tories zu dem Entschluß gebracht zu haben, die unser Genosse Karl Thiel aus Breslau über Arbeiterschutz" reden zu belegen und mit Schlägen zu drohen, er habe ins Neuwahlen möglichst bald herbeizuführen. Wenn nicht alle referirte, die Oppelner Regierung zu ersuchen, dieselbe möge den besondere den Arbeiter Kornftädt( den Selbstmörder) durch sein Anzeichen trügen, so wird das Unterhaus im Laufe dieses veranlassen. Das Gesuch ist durch den sehr triftigen Grund einer Boltsversammlung besprach der Webermeister Paul Müller Magiftrat zur Schaffung der erwähnten nothwendigen Institution Drangfaliren und Chikaniren zum Selbstmord getrieben". In Monats aufgelöst werden, so daß der Wahlkampf nach der gestützt, daß bei dem in Neustadt immer mehr Platz greifenden dieses Vorkommniß. Beide wurden deshalb von der Staats. dritten Woche des Juni- zwischen 25. und 28. Juni Fabritationsbetriebe die Innungs Schiedsgerichte für die Ge anwaltschaft wegen öffentlicher Beleidigung des genannten beginnt, sammtheit der Arbeiter nicht zweckentsprechend sind. Fabritmeisters angetlagt, weil sie nicht erweislich wahre That sachen behauptet hätten. Die Strafkammer hat nun am 12. Mai die Angeklagten außer Verfolgung gefeßt, weil sie nicht ausreichend belastet seien. " M " Die Präsidentenwahl in Amerika, welche im Die Notiz Sozialistische Konplets"( Nr. 120 des VorHerbst d. J. stattzufinden hat, setzt die Politiker" der Ver- wärts", Beilage) druckte neben anderen Parteiblättern auch das einigten Staaten, d. h. die Männer, welche aus der Politik Frankfurter Partei- Organ im zustimmenden Sinne ab und setzte Durch Veröffentlichung des Artikels Der Bar irrsinnig?" ein Geschäft machen, start in Bewegung. Handelt es sich dann hinzu: Nach unserer Erfahrung ist ein anderer Mißstand sollte der frühere verantwortliche Rebatteur ber Giberfelder doch darum, wer für die nächsten 5 Jahre am Milliarden noch häufiger. Es werden oft Stücke vorgetragen, deren Tendenz Freien Presse", Lingweiler, nach Ansicht des Staatsanwalts topf fitt. Auf Kannegießereien wollen wir uns nicht ein- den Ansichten und Gefühlen des arbeitenden Volkes direkt ent- groben Unfug verübt haben. Das Schöffengericht sprach ihn frei. laffen. Die Kandidatenfrage wird von den Parteien dem gegengesetzt sind. Auch dieses darf nicht vorkommen und ist auch Auf Berufung des Staatsanwalts erkannte die Straffammer, daß sehr leicht zu vermeiden." Im Anschluß an Vorstehendes fowie wirklich jenes Bergehen vorliege, und verurtheilte Lingweiler air; nächst entschieden werden, und wir wollen uns deren Kopf an das früher Gesagte mag noch bemerkt sein, daß der Arbeiter 50 M. Geldstrafe. Lehterer wird nun Berufung beim Kölner nicht zerbrechen. Nur so viel: Die meisten Chancen bei sich zum Grundfah nehmen muß, für sein fauer verdientes Geld Ober- Landesgericht einlegen. den alten Parteien haben Cleveland( Demokrat der auch wirklich gute Leistungen zu verlangen. Die Veredelung der-Bom Proletarier aus dem Eulengebirge"( angens frühere Präsident) Harrison( Republikaner der jetzige Bolksvergnügungen liegt insofern in seiner Hand. Er muß in biela u) wurde die Nr. 85 wegen einer Korrespondenz aus Präsident) und der berüchtigte Blaine, desgl. Republikaner. der Werkstatt für oft sehr geringen Lohn gute Arbeit liefern; Neurode, durch welche sich die dortige Polizei beleidigt fühlte, Die Sozialisten gehen natürlich selbständig vor.. mag er demgemäß auch verlangen, daß diejenigen Personen, nachträglich beschlagnahmt. Es war in der Korrespondenz das welche sich vor ihm öffentlich produziren, Gutes bieten, etwas Verhalten jener Behörde zum sozialdemokratischen Wahlverein also, das sich des Entreebezahlens verlohnt. Einem überhaupt einer Grörterung unterzogen. Die Expedition des genannten befähigten Vortragenden macht es keine größere Mühe, ein gutes, Parteiblattes hatte von der Nr. 35 sofort nach dem Druck derinhaltreiches Lied zum Besten zu geben, als es Anstrengung foftet, felben ein Exemplar an die Glazer Staatsanwaltschaft abgefandt, einen Gaffenhauer herunterzuleiern. um eine Untersuchung der in der Korrespondenz erwähnten Bor tommnisse herbeizuführen. fier Parteinachrichten. Der dritte pfälzische Arbeitertag, der an den beiden Pfingstfeiertagen in Raiserslautern stattfindet, wird u. A. über die Punkte: Agitation, Organisation, Presse und Landtags wahlen verhandeln. Richard Fischer aus Berlin, der als Referent für die am Pfingstmontag stattfindende Voltsversammlung in Aussicht genommen war, ist durch anderweite Thätigkeit am Erscheinen verhindert und wird dafür acht Tage später eine größere Agitationstour durch den Maingau, die Pfalz und das Saarcevier unternehmen. Eine geniale Methode, die soziale Frage zu lösen, gab in ambrecht( Pfalz) nach dem Bericht der Mannheimer Boltsftimme" ein Weinmantfcher zum Besten. Er sagte: „ Man fuche zuerst die Führer resp. Redner unschädlich zu machen. Denn sie sind am meisten Schuld, daß die Sozialdemofratie sich so start verbreitet hat. Dann treibe man an einem schönen Morgen diese Hunde von Arbeitern sammt dem übrigen Anhängsel von Sozialdemokraten zusammen, schieße sie über den Haufen, und die soziale Frage ist gelöst." In den Geschäftsräumen des Braun chweiger Boltsfreunds" wurde nach dem anuskript des in der Nummer vom 15. Mai veröffentlichten Leitartikels Religiös" gehaussucht. Derselbe behandelte hauptsächlich die Wemdinger Teufelaustreibung". Einen seltsamen Entscheid hat das Breslauer Landrathsamt auf die Beschwerde gegeben, welche gegen das Verbot der Volksversammlung erhoben war, die am 8. Mai in einem Garten zu Rothkretscham abgehalten werden sollte. Das LandWir nehmen von dem Geschwäß nur Notiz, weil der Wein- rathsamt eröffnete dem Einberufer der Versammlung schriftlich, mantscher damit dem größten Theile des satten Bürgerthums, da die Beschwerde erst am 9. Mai eingegangen sei, tönne auf An die Vertrauensmänner und Parteigenossen des einem Theile der ökonomisch sorgenfrei lebenden Pfaffheit und dieselbe nicht eingegangen werden. Der Beschwerdeführer hatte Großherzogthums Sachsen- Weimar- Eisenach. Gemäß dem so ziemlich dem ganzen im Fett sigenden Junterthum aus der nur wissen wollen, ob das Verbot begründet sei. Das Schreiben Beschluß der Landeskonferenz sind die Wahlen für die Bentral- Seele gesprochen hat. Mögen die Arbeiter aller Orten sich dessen des Landrathsamts war vom 10. Mai datirt, gelangte aber erst leitung diesseits vorgenommen und folgende Genossen mit erinnern, wenn ihnen von gewiffer Seite die Propaganda der am 24. Mai in die Hände des Adressaten. In derselben Zeit Führung der Geschäfte beauftragt worden: 2. Wellhöfer, 1. Bor- gewaltsamen That empfohlen wird. Die Menschen, welche Rath- tönnte man bequem nach Amerita und wieder zurückreisen, meint figender, Jena, Passage 2. Rich. Schulz, Stellvertreter, Wenigen- Schläge letterer Art geben, können nach Lage der Dinge nur dazu die schlesische Voltswacht". jena, Wollnigerstraße. M. Merz, Kassirer, Wenigenjena, Woll- tenntnißlose Leute oder gekaufte Schufte sein. Aus ganz Desterreich ausgewiesen wurde nigerstraße. Sämmtliche Korrespondenzen, die Landesorganisation der Genosse Langfeld aus Breslau. Derfelbe hielt sich vor betreffend, find an Erstgenannten, Gelder nur an den Kassirer In Meyenburg in der Ost- Priegnitz existirt seit 1849 eine feinem Aufenthalt in Defterreich mehrere Jahre in Halle auf, uniformirte Schüßengilde. Dieselbe führte bisher eine rothe war, als er dorthin tam, noch streng katholisch, schloß sich aber Fahne, welche eine goldene Inschrift trug. Jeht hat die Gilde bald der Arbeiterbewegung an und wurde ein eifriger Agitator Die Sozialdemokraten Fürths beschlossen, dahin zu wirken, die rothe Fahne mit weißem Kaschmir benähen lassen und zwar unserer Sache. Später ging er nach Triest, war bort Bibliothekar daß unsere Partei sich an den bayerischen Landtags: so, daß die alte Stickerei zu sehen bleibt. Die Mannen, welche des Triester Lefevereins und saß vor seiner Ausweisung 14 Tage wahlen überall da betheiligt, wo einigermaßen Aussicht auf die 1849er rothe Facbe mit der Farbe der 1892er loyalen Un- in Untersuchungshaft. Erfolg ist. schuld vertauschten, sollen bei der letzten Reichstagswahl deutschfreifinnig gewählt haben. Wir trauen ihnen das Su richten. Wird diesen Bestrebungen durch die bestehenden Staats- Menschen die allerunklarsten Borstellungen existiren, wäh- so lange dauert, ohne daß der Staat sich bewogen gefunden. formen ein unüberwindliches Hinderniß entgegengesetzt, dann rend die Meinungen der Theoretiker über das System des hätte solchen unchriftlichen Pfaffen das Handwerk zu müssen wir selbstverständlich gegen diese Formen unsere Rommunismus noch auseinandergehen. Auch jetzt der legen?" fegt Angriffe richten. Inwieweit die Monarchie im Stande ist, Kommunismus anders erzogene Menschen voraus, als wie Sie werden in mir den Mann nicht finden, der solchen die sozialdemokratischen Wahrheiten anzuerkennen, zu erfie vom heutigen chriftlichen Staate erzogen wurden, der historisch erwachsenen Krankheiten das Wort redet, die eben tragen und zu verwirklichen, dies zu beurtheilen, ist Sache noch nicht einmal Chriften zu erziehen vermocht hat." nur unter Mitwirkung der Besten des Volkes beseitigt werden der leitenden Staatsmänner. So viel ist gewiß, wir Ich konnte mir's gleich vorstellen, daß Sie dem System können. Aber wir kommen von unserer eigentlichen Frage werden die Monarchie als Staatsform direkt nicht des Kommunismus nicht huldigen, welches auf Güter- ab. Sie wollen die Eigenthumsverhältnisse reformiren durch angreifen, so lange fie uns nicht zum Kampfe theilung hinausläuft." Gründung von Produktiv- Assoziationen mit Staatskredit?" zwingt, indem sie unleugbar gerechten Forderungen Einen solchen Kommunismus hat es niemals gegeben, gegenüber fich lediglich auf die ihr zu Gebote stehenden Exzellenz; denn einem solchen Unsinn widerspricht der Name funden. Indessen schwebt uns ein Arbeitssystem, sowie eine Wir haben zur Zeit noch kein besseres Mittel geMachtmittel stützt und dieselben gegen uns in Anwendung Kommunismus" schon, welcher darauf hinweist, daß bei Regulirung der Produktion und Konsumtion vor, welche bringt. Sobald die Monarchie uns durch hartnäckige Vor- den Einrichtungen, die er erstrebt, gar nichts getheilt, sondern auch den Staatskredit überflüssig machen dürfte." enthaltung unserer Rechte oder gar burch reaktionäre vielmehr Alles, was zur Hervorbringung der materiellen Willkürmaßregeln zum Kampfe zwingt, fetzt sie selbst- Arbeit nothwendig, dem Privatbesitz entzogen und dem Ge- befreunden. Ich bin allerdings durchaus gegen das Ge" Ich kann mich auch mit dem Mittel der Staatshilfe verständlich ihre Existenz ein, denn wenn wir aus einem meinbesitz zugeführt werden soll, wobei die früheren Besitzer schrei unserer liberalen Bourgeoisie, welche die Selbsthilfe solchen Kampfe als Sieger hervorgehen, dann wüßte ich in einem billigen Grade zu entschädigen sind. Jener Theilungs- empfiehlt; denn Selbsthilfe kann nur Revolution heißen, es allerdings nicht, aus welchen Gründen und Rücksichten wir Kommunismus aber ist nichts, als eine müßige Erfindung sei denn, man meint die Selbsthilfe des Einzelnen, und die die Monarchie der Republit vorziehen sollten." unwiffender Zeitungsschmierer, welche damit dem ge- würde nur zum Berbrechen führen können. Selbsthilfe ist im Sie werden aber doch hoffentlich das gegenwärtige dankenlosen Philister etwas zum Schimpfen hingeworfen modernen Staate überhaupt nur ein Wort ohne Inhalt, Ministerium nicht für ein und dasselbe mit der Monarchie haben." halten?" Und Sie meinen, der Kommunismus setzt bessere abhängig ist, was das Vorhandensein einer Solidarität weil hier Jeder auf den Andern angewiesen, von demselben Wenigstens so lange nicht, als sich die Monarchie nicht Menschen voraus, als das Christenthum ermöglichen der Interessen anzeigt. Aber Staatshilfe würde nur so selbst als mit diesem Ministerium verwachsen darstellt." konnte?" Und wie? verzeihen Sie mir diese Frage, aber sie" Ich will nicht sagen das Christenthum, welches ja den viel bedeuten, als der einen Gesellschaftsklasse zu nehmen, wird alle Tage an mich gestellt, wenn ich mich veranlaßt Kern des Kommunismus, den moralischen, in sich enthält, was man der anderen giebt. Das aber wäre Willkür, Unsebe, meinen Parteigenoffen gegenüber zu erklären, daß den wohl aber die christlichen Kirchen und religiösen OrganiForderungen der Sozialdemokratie eine gewisse Berechtigung fationen. Zwischen diesen Beiden ist ein himmelweiter Grzellenz, Sie haben jedenfalls in den langen Jahren nicht abzusprechen sei wie halten Sie es mit den Eigen- Unterschied und Nichts ist komischer in den Augen Ihrer Staatsleitung nicht Muße genug gefunden, um die thumsverhältnissen?" denkender Menschen, als das Bestreben, ja die krampf- in den letzten Jahren öffentlich aufgetauchten und so vielDas ist die zweite Hauptfrage, wenn ich recht ver- haften Anstrengungen der Regierungen und gewisser, ihr fach_diskutirten Ideen gründlich zu prüfen; Sie würden sonst muthe?" nabestehender Kreise, die besondere Art von Religiosität, durch weiteres Nachdenken hierüber erkannt haben, daß die Allerdings; und hier, fürchte ich, werden unsere An- welche allen Halt im Bolle zu verlieren beginnt, zu fördern Besiglosen es bis jetzt gewesen sind, welche zu Gunsten der fichten ganz und gar verschiedene Wege gehen." oder deren Einfluß wieder zurück zu bringen. Sagen Sie Besitzenden enorme Opfer zu bringen hatten. Nehmen Sie Sie werden taum so weit auseinandergehen, als Gie, selbst: erkennt man einen wahrhaft christlichen Staat in der den gewaltigen und so tostspieligen Apparat, den man unter wie ich anzunehmen Veranlassung habe, befürchten. Wir Art und Weise, wie er den irrenden und fehlenden Staats- hält, um das Eigenthum der glücklichen Besitzenden zu wollen nicht, wir können nicht mit einem Sprunge, wie so angehörigen behandelt? Von der hochnothpeinlichen Gefeß- schützen, die Polizei- und Militärbudgets, die für den BesitzMancher von uns erwartet, in den Kommunismus hinein- gebung Kaiser Karls, der berüchtigten„ Carolina" herab bis lofen ziemlich überflüssig erscheinen müssen und die er troßspringen, denn wir müssen erst die Menschen für den Kom- zum heutiger Tage? Erkennt man die christliche Liebe an dem mit seiner Arbeit bezahlt." munismus erziehen, über welchen zur Zeit bei fast allen dem Pfaffengezänt, das zum Skandal der Welt nun schon " gerechtigkeit." ale ( Fortsetzung folgt.) Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 2. Juni. Opernhaus. Boabdil, der letzte Maurenkönig. Schauspielhaus. Kabale und Liebe. Berliner Theater. Der Hüttenbefizer. Deutsches Theater. Die Welt, in der man sich langweilt. Lessing- Theater. Irrlichter, Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Thomas Theater. Die Ulanen. Adolph Ernst- Theater. Die Gigerin von Wien. Bellealliance- Theater. Der Günst ling. Kroll's Theater. Marie, die Tochter des Regiments. Ostend- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Feenpalast. Spezialitäten- Borstellung. MAS Achtung! I 6. Berliner Neichstags- Wahlkreis. Am Freitag, den 3. Juni, Abends 8½ hr, Große öffentliche Volksversammlung im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstr. 1. Tagesordnung: 1. Bericht der Fünfer- Kommission in Angelegenheit der Firma Baer Sohn. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 475/3 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt.. Achtung! Der Einberufer. Achtung! Parteigenoffen des VI. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Am Montag, den 6. Juni( 2. Pfingst- Feiertag): Gr. Volks- Fest in Lohmann's Restaurant ,, Bum Brodien" ( Tegeler Chauffee), Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- veranstaltet vom Diskutir- Klub ,, Dietzgen", unter Mitwirkung von Arbeiter Gesangvereinen( Mitglieder des A.-S.-B.), stellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). Donnerstag, den 2. Juni: bestehend in Früh- und Nachmittags- Konzert. Festrede, gehalten vom Genossen Wilhelm Liebknecht. Volksbelustigungen aller Art, Berl. Sommer- Theater barunter any, lebende Bilder, Carousel, Aufsteigen eines Luftballons, Auftreten eines Schnellläufers, Fackelpolonnaise u. 1. w. Die Musik wird von Zivil- Berufsmusikern unter Direktion des Herrn Schulz ausgeführt. Eintrittskarten à 20 Pfg. sind in den durch Plakate tenntlichen GeAnfang früh 5 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Billets haben für den ganzen Tag Giltigkeit. Für Kaffeeküche ist bestens gesorgt. I 1. Grosse Specialitäten- Vorstellung Mascini, Jongleur; Minnie Da- schäften zu haben. vies, Australian- Ladies- Quartett, Curt Ellis, Verwandlungskünstler; Gebr. Schwarz, Grotesk Komiker; Trapezkünstlerin etc. Miss Elvira, 452/7 2. Hermann und Dorothea, Posse mit Gesang in 1 Akt von D. Falisch und A. Weirauch. 3. Zum siebenten Male: Der Kohlenprinz. Original- Possen- Pantomime mit Ballet in 6 Bildern von Rich. Anger. Anfang: des Konzerts 61/2 Uhr, der Vorstellung 72 Uhr. Die Ueberdachung des Theaters Das Komitee. Deffentliche Versammlung der Töpfer Berlins und Umgegend am Donnerstag, den 9. Juni 1892, Abends 6 Uhr, im Lokale Königsbank", Große Frankfurterstraße Nr. 117. Zages Ordnung: 99 1. Berichterstattung vom Kongreß. 2. Wahl von Vertrauensmännern. bietet bei ungünst. Witterung Schutz 3. Stellungnahme zum Beschluß der. Gewerkschaftsversammlung im Feen- Palast. für ca. 3000 Personen. Freitag: Grosse Vorstellung. Castan's Panoptikum. Die Kollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß vom Sonnabend, Verlagsbuchhandlung des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Wir empfehlen folgende Erscheinungen der sozialistischen Literatur und halten dieselben dauernd auf Lager: Das Elend der Philosophie. Antwort auf Proudhon's" Philosophie des Elends" von Karl Marx. Deutsch von E. Bernstein und K. Kautsky. Mit Vorwort und Noten von Friedrich Engels. 3weite Auflage. XXXVI und 188 Seiten. Eleg. brosch. 1,50 M., geb. 2,- M. ( Verlag von J. H. W. Diez, Stuttgart.) Die Emser Depesche oder: Wie Kriege gemacht werden. Bon W. Liebknecht. Zweite vermehrte Auflage. 56 Seiten. Eleg. brosch. 0,25 m. ( Verlag von Wörlein& Comp., Nürnberg.) Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Voltsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 18 der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure entgegen. Charlottenburg, Brauerei Gambrinus Wallstr. 46, Bismarckstr. 22. Grösstes Konzert- Etablissement, Garten und Säle für 2000 Personen. Elektrische Beleuchtung. Familien tönnen Raffee tochen. 2 Riefen- Regelbahnen. Vereinen bestens empfohlen, auch Sonntags. 2512 L Friedrichshagen: Gasthof Zur goldenen Krone" 191b Friedrichstr. 134, Ecke der Seestraße. Inhaber: C. Conrad. Großer Garten, Tanzsaal, Kegelbahnen, Kaffeeküche, Weißbier. Ausspannung für 50 Pferde. Empfehle den Genossen meine 2511L den 4. Juni ab die Ausgabe der neuen Karten, sowie Quittungsmarten zur Bilderhandlung und Glaserei. freiwilligen Sammlung zu unserem Generalfonds Gipsstraße 3 verausgabt werden. Die Kollegen werden hierauf ganz besonders aufmerksam gemacht, weil die Ausgabe der Karten u. s. w. nur dort erfolgt. F Säulenanschlag findet nicht statt. DE Carl Thieme, Ruppinerstr. 4. 411/13 Geöffnet von 9 Uhr Morgens Arbeiter- Bildungsschule bis 10 Uhr Abends. PassageMontag, den 6. Juni( 2. Pfingst- Feiertag): Gr. Ausflug nach Adlershof ( Restaurant Wiedemann& Manofski). Panopticum. welche das Fest verschönern helfen wollen, find roillkommen. Täglich Theater459/19 Fertig eingerahmte Bilder in großer Auswahl zu soliden Preisen. Carl Scholz, Wrangelstraße 32. Altenberg's hem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Anstalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36. Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stüd. Herren Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. 2033L Möbel- und Ausstattungs- Magazin Für Beluftigung aller Art ist gesorgt. Gesang- und Musikvereine, von J. Adler, Oranienstraße 47. Auch Theilzahlung gestattet.[ 2509L Abfahrt vom Schlesischen und Görliher Bahnhof. Um zahlreiche Theilnahme bittet Danksagung. Allen Verwandten und Bekannten Vorstellungen. für ihre Theilnahme am Begräbniß Auch im Sommer. Die Dant. Der Vorstand. Das allergrößte Brot für 70 Pf. circa 61/4 Pfund, für 50 f. circa 4, Bfund, meiner lieben Frau Klara herzlichen ist zu haben in der Brotfabrik, 3676 Gegr. 1876. 00000000000000000000000000000 lüte mit Kontrollmarken aus der Genossenschafts- Hutfbr. zu 3, 3,50, 4, 5, 6. Cylinder eigener Fabrikation zu 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 u. 12 M., empfiehlt OranienPaul Drenske Nachf., ftr. 172. 0000000000 Stempel u. Gra Dr. Hoesch, homöopath. Art, Vereinsabzeichen, virung, empf. d. C. Sellheim nebst Kindern. über der Kaserne des 3. Garde- Regim Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Moabiter Gesellschaftshaus, Bentral- Kranken- u. Sterbekaſſe Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Freund der Hausfrau! Karol Weil's der Tischler u. s. w. Oertliche Verwaltung Berlin B. Mitglieder- Bersammlung am Donnerstag, den 2. Juni, Abends 8 Uhr, im Saal Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Tages- Ordnung: 1. Wahl eines Delegirten zu der am 301/13 pulverisirt. Seifen- Extrakt. 6. Juni in Halie a. S. stattfindende Große Ersparnik an Arbeit, Beit und Geld! Ein 20 Pf.- Packet Karol Weil's SeifenExtrakt, gelöst in 1 Liter fochendem Wasser, giebt 3/2 Pfund schöne weiche weiße Seife von vorzügl. Waschkraft. Räuflich überall. [ 23881 Kinderwagen 2181L] von Generalversammlung.. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Sattler! Partie am 1. Pfingstfeiertage nach Friedrichshagen, Teufelssee, Müggelberge, Schmöckwitz. Abfahrt F. Koschny morgens Friedrichstr. 7.47, AlexanderResterhandlung. 66. 49. Oppelner- plat 7.53, Schlesischer Bahnhof 8.2. 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Jahrg. den Arbeitern mit Rath und That zu helfen an Tagen, welche zu Binderinnen, wenn dies erforderlich sein sollte, den ganzen ihrer Erholung bestimmt sind, beunruhigt werden." Daß die Sonntag beschäftigen. Daß sie die Polizei stören könnte, glauben Arbeiter von Sagor durch die niederträchtigste Behandlung die braven Leute um so weniger, als die Kranzbindereien oft Ein Frauentag sollte zu Pfingsten in Wien neben dem seitens der Kapitalisten in den Streit getrieben wurden, recht versteckt, mitunter auf dem zweiten Hofe im Keller liegen. Kongreß der österreichischen Sozialdemokratie stattfinden. Der- genirt den Herrn Bezirkshauptmann nicht im mindesten. Die Da fühlen sie sich ganz sicher, denn bis dahin verirrt sich sicher felbe war in der Hauptsache von Frauen der Bourgeoisie ein- Rapitalisten würden ihm auch den Standpunkt schön klar machen, fein Schuhmann. Diese Spekulation fällt in dem Augenblick ins berufen, indessen waren auch die Arbeiterinnen und alle Freunde wenn er das Kind beim rechten Namen nennen wollte. " Lokales. Wasser, in welchem eine Organisation der Binderinnen ins Leben und damit an die Deffentlichkeit tritt. Sobald in öffentlichen Versammlungen diese und ähnliche Mißstände aufgedeckt werden, ist deren Beseitigung angebahnt. Die kläglichen Lohnverhältnisse werden eine allmälige Besserung erfahren und der schlau ausgedachte Plan, die Binderinnen um ihre Sonntagsruhe zu bringen, wird sich nicht verwirklichen lassen. Der„ Zentralverein deutscher Gärtner" hat es in die Hand genommen, die Organisation in die Wege zu leiten, hoffentlich find die dahin Keine Karten geben! Wir lesen folgende, für Herrn Ahlcharakteristische Notiz in verschiedenen Blättern: der Frauenfrage eingeladen. Die österreichische Presse unserer Partei empfahl nun den weiblichen Angehörigen der Sozial demokratie nachdrücklich die Theilnahme am Kongreß, damit auf demselben die proletarischen Interessen genügend zur Geltung tämen. Das scheint den Damen der Bourgeoisie nicht gepaßt zu haben, denn mehrere derselben, welche auf dem Kongreß referiren sollten, haben, wie die Frankfurter Beitung" mittheilt, abfagen lassen, so daß der Frauentag auf unbestimmte Zeit verschoben An die Parteigenoffen von Rummelburg- Boxhagen werden mußte. In einer Wiener Frauenversammlung wurde dies Stralau. Parteigenossen! Die im November vorigen Jahreszielenden Bemühungen recht bald von Erfolg begleitet. Verfahren einer Kritik unterzogen, die in jeder Beziehung den von Euch gewählte Lokalkommission hat in Erwägung gezogen, Nagel auf den Kopf traf. Die erste Rednerin, Fräulein Adelheid ob es nicht zu ermöglichen wäre, die in der Lokalliste aufgeDworschat, erlärte nach dem Bericht der Neuen Freien Presse", führten Wirthe zu veranlaffen, ihre Kellner aus dem unentgelt- wardt für die Arbeiterinnen sei der richtige Frauenlichen Arbeitsnachweis der Gastwirthsgehilfen Berlins zu ent tag ein fozialistischer Parteifongreß. Die Ein- nehmen. Da es bekannt sein dürfte, daß die meisten Wirthe ihre beruferinnen des Frauentages haben gefürchtet, daß radikale Lokale nur deshalb zu Versammlungen hergeben, um gute Geschäfte Worte fallen, daß wir auch auf dem Frauentage die rothe Fahne zu machen, so glauben wir eine derartige Forderung, welche als entfalten werden. Wir wollen nun einmal feinen Kampf gegen materielle Unterstützung nicht anzusehen ist, als berechtigt stellen die Männer! Wir Arbeiterinnen und wir Frauen aus dem zu können, um auf diese Weise dem Schacher mit Menschenfleisch Bolle fennen feinen Kampf der Geschlechter. Es sollen ein- der sogenannten Stellenvermittler( Kommissionäre), welche hauptmal diese unterdrückten Frauenrechtlerinnen" in einer Ar- sächlich im Kellnergewerbe ihr Wesen treiben, einen Damm entbeiterinnenversammlung derlei Phrasen aussprechen; man wird gegen zu setzen. Zu diesem Zweck findet Sonnabend, den 4. Juni, sie auslachen! Auf solche Gedanken kann nur Jemand kommen, in Rummelsburg eine Voltsversammlung statt. Näheres im der faullenzend zu Hause liegt, während der Mann, den man be- Inseratentheil. Alle, auf die Lokale in Rummelsburg- Stralau fämpft", draußen schwißt und sich plagt, um den Luxusbedürfnissen bezügliche Fragen find an Albert Thielecke, Rummelsburg, solcher Frauenrechtlerinnen Genüge leisten zu können. Wir kennen Türrschmidtstraße 23 II, zu richten. nur einen Kampf als Klasse, den Kampf der Nichtbesitzenden gegen die Besitzenden. Wenn wir den Bourgeoisfrauen gegenEine weitere Abfertigung erhält Herr Richter in folgender überstehen, deren seidene Kleider rauschen und die von Juwelen uns eingesandter Zuschrift: blizen, dann fühlen wir uns nur als Proletarierinnen, als die Herr Richter behauptet, die Oldenberg'sche Korrespondenz Enterbten.( Stürmischer Beifall.) Wenn die„ Frauenrecht- polemifire gegen die Freifinnige Zeitung". Das ist durchaus lerinnen" Gleichheit mit dem Manne wollen, müssen sie auch die unzutreffend. Gegenüber der beweislos aufgestellten Behauptung, Gleichheit unter den Frauen wollen und in Zukunft ibre Dienst- daß, die Berichte der Oldenberg'schen Korrespondenz die freimädchen nicht mehr von 5 Uhr Morgens an zur Arbeit zwingen, sinnigen Redner und besonders Herrn Richter nicht genügend sondern selbst arbeiten. Die Zertrümmerung des jezigen gesell- berücksichtigen, habe ich darauf hingewiesen, daß zwar von schaftlichen Systems werden wir im Vereine mit den Arbeitern anderer, aber niemals von freisinniger Seite Klagen nach dieser Die einzige bei der versuchen," schloß Fräulein Dworschak unter endlosem Beifalle, Richtung hin laut geworden sind. und dabei sollen uns Kanonen und Bajonnette nicht fürchten Oldenberg'schen Korrespondenz angebrachte Klage richtete sich in sie machen." Unter Abfingung des„ Liedes der Arbeit" endete die übrigen Ausführungen des Herrn Richter gehen mich nichts an, Ausstand. Die Meister machen jetzt den Versuch, es so dars Wirklichkeit gegen den Bericht der Freisinnigen Zeitung". Die Webergesellen Rigdorfs befinden sich bekanntlich im Versammlung.] Nach Allem kann sich die Sozialdemokratie Glück wünschen, da ich Herrn Richter als Konkurrenten tein maßgebendes Urtheil zustellen, als ob die Gesellen auch nicht den allermindesten Anlaß Nach Allem kann sich die Sozialdemokratie Glück wünschen, über die Güte des Berichts, seine Sachlichkeit u. f. w. aufprechen gehabt hätten, in den Lohnfampf einzutreten. In diesem löb die Wiener Arbeiterinnen zu ihren Anhängerinnen zu zählen. fann. Ob der Bericht in der Druckerei der Norddeutschen lichen Bestreben finden sie natürlich die thatkräftige Unterſtüßung offnen " " " Die In der bekannten Broschüre des Rechtsanwalts Stein gegen den Rektor Ahlwardt ist geheimnißvoll auf die Visitenkarte eines Flügeladjutanten des Kaisers hingedeutet worden. Eine Mittheilung aus Leipzig giebt der Lit. Korr." über das Geheimniß Ausschluß. Der Flügeladjutant ist Herr v. Hülsen, dem Herr Ahlwardt seine alte Lüge von den übernommenen Bürgschaften vorgeflunkert hatte. Herr v. Hülsen, der kein Antisemit ist, hatte auf Grund dieser Erzählung Mitleid mit Ahlwardt, und nachdem dieser ihm versprochen hatte, diskret zu sein, gab ihm Herr v. Hülsen eine Visitenkarte als Empfehlung an edle Geber. Einmal im Besige der Karte, war Herr Ahlwardt aber nichts weniger als diskret, sondern prahlte überall mit seinen Beziehungen zu hohen Herrschaften. Er ließ bescheiden durchblicken, daß ihm sogar der Kaiser wohlwolle, und dieser Insinuation verdankt wahrscheinlich die Fabel ihren Ursprung, die durch einige antisemitische Zeitungen lief: der Kaiser habe Ahlwardt eine Audienz bewilligt. In jedem Falle ist die kleine Geschichte charakteristisch für Herrn Ahlmardt, der schon vorher oft Dankbarkeit und Anstand mit Füßen trat, charakteristisch auch für die Partei, die sich durch solche Kleinigkeiten nicht stören läßt. Auch Sozialdemokraten bekommt es mitunter schlecht, wenn mit ihren Karten freigebig sind. Aus New- York wird uns geschrieben: Wie aus den detaillirten Allgemeinen Beitung" oder sonstwo gedruckt wird, ist gleichgiltig. der bürgerlichen Zeitungen, welche allen Zusendungen der Meister Berichten über die Maifeier in den verschiedenen Orten Ameritas Ich habe noch nicht gefunden, daß der Ton und die Sachlichkeit bereitwillig ihre Spalten öffnen, während sie die Zuſchriften des hervorgeht, betheiligten sich die Organisationen der englisch der Freisinnigen Zeitung" sich gebessert hätte dadurch, daß sie Streitfomitees in den Papierkorb wandern lassen. So machte sprechenden Arbeiter im Allgemeinen nicht sehr stark an der Feier, in derselben Druckerei wie die Tägliche Rundschau" her- dieser Tage eine Auseinandersetzung der Meister die Runde durch außer in Cincinnati. Jenes war z. B. in St. Louis der Fall; gestellt wird. Hermann Horn. die Bourgeoispresse, in welcher bewiesen werden soll, daß die dagegen war die daselbst erst kürzlich gegründete Union der farbigen Fluß- und Hafenarbeiter in voller Stärke erschienen. illustrirt durch den Jahresbericht des Vereins zur Speisung armer Das ist aber falsch. Die Reduktion macht 20-25 pGt., in einDas Elend der Proletarierkinder wird wieder einmal Gesellen gar nicht nothwendig gehabt hätten zu streiten, da die Lohnreduktion ja nur die Kleinigkeit von etwa 6 pet. betrage. Ueber die Vorgänge in Chicago ist noch nachzutragen, daß die Kinder und Nothleidender". Der Verein hat in 165 von den Bolizei nach Konfiskation der rothen Fahnen die Feiernden da- Berlin bestehenden 192 städtischen Gemeindeschulen Frühstücks- zelnen Fällen sogar 30-35 pCt. aus. Eine Abordnung der Gedurch zu provoziren suchte, daß sie den ganzen Zug an ihrem vertheilungen vornehmen müssen, also in nur 27 Schulen erwies hilfen, welche der Amtsvorsteher empfangen hat, hat dies schwarz ließ, auf dem Patrollwagen vorbeipassiren ließ, auf dem sich eine solche Vertheilung als nicht nothwendig. Diese 27 auf weiß bewiesen. Die weitere Behauptung der Meister, sich die Fahnen und verhafteten Fahnenträger befanden. verhafteten Fahnenträger befanden. werden in den sogenannten besseren" Stadttheilen gelegen fein, 15 bis 20 Mart, ist ebenfalls falsch. der wöchentliche Durchschnittslohn der Gehilfen betrage in Laut einer genauen Die neue Taktik der Anarchisten ist, sich an der Gewerk also in SW. und W., wo infolge der theueren Miethspreise die statistischen Zusammenstellung beträgt berselbe höchstens 12 oder schaftsbewegung zu betheiligen, um in derselben gegen die 13 Mtart wöchentlich. Sozialisten anzufämpfen. Auf eins muß ich aber noch aufmerk- Wohnungen den Arbeitern so wie so verschlossen bleiben. In den statistischen Zusammenstellung beträgt berselbe höchstens 12 oder So suchen die Meister die öffentliche sam machen: die anarchistischen Führer haben nämlich den 165 Schulen wurden jeden Morgen etwa 4-7000 Kinder mit Amerikanern auch das Heuche In abgelernt und einige der zweitem und sofern sie nüchtern zur Schule kamen, auch mit erstem Meinung zu faptiviren, indem sie die Lage der Gehilfen in Die Meister stimmen rosigem Licht darzustellen bestrebt sind. ,, Sofern sie nüchtern zur Schule tamen" ſelben spielen sich in den Versammlungen und den von ihnen das flingt recht harmlos, sieht aber in Wirklichkeit entfeßlich schließlich ein klagelied an darüber, daß sie sich Lohnabzüge von redigirten oder beeinflußten Organen der betreffenden Gewerk- schlimm aus. Aus freien Stücken kommt nämlich kein Kind den Fabrikanten gefallen lassen müssen, also, kalkuliren sie, fchaften als Sozialisten auf. Diese Schlaumeierei hat auf Most, nüchtern zur Schule, das geschieht nur, weil die Eltern in so müssen auch die Gesellen mit Lohnabzügen fich zufrieden geben. Den Altvater" des amerikanischen Anarchismus, einen solchen bitterlicher Noth sind, daß sie nicht im Stande sind, ihren Kindern der Meister die Schuld. Unter den Meistern herrscht nämlich ein wenn der Fabrikant Lohnabzüge macht, so trägt hieran lediglich verblüffenden Eindruck gemacht, daß er neulich in seiner Frei- etwas zum Brechen und Beißen vorsehen zu können, ehe sie die wüthender Konkurrenzkampf, Einer sucht dem Anderen die Lieferung her. zu heit" erklärte, er fat eigentlich auch ein Sozialist, aber mit an- dadurch vor der Nase wegzuschnappen, daß er einen billigeren archistischer Seele! Was das für ein pubiges Ding fein mag?! felben zur Schule schicken. In vielen Fällen mag auch die wüthender Konkurrenzkampf, Einer sucht dem Anderen die Lieferung archistischer Seele! Was das für ein pubiges Ding fein mag?! familienzerstörende Fabrikarbeit die Schuld tragen, daß die Preis stellt. Daß die Fabrikanten unter solchen Umständen auch dadurch vor der Nase wegzuschnappen, daß er einen billigeren Polizeiliches, Gerichtliches ze. Kinder nüchternen Magens zur Schule wandern müssen. Vater den Preis drücken, ist ganz natürlich, das haben sich aber die Der frühere Redakteur der„ Gelsenkirchener Arbeiter- und Mutter müssen mit dem Glockenschlage sechs des Morgens Meister ganz allein zuzuschreiben. Die Gesellen haben alle Ausdas Fabrikthor passiren, falls fie nicht in Strafe genommen Zeitung", Emil Qusbrint, ist nach Verbüßung einer werden sollen. So gerne auch die Mutter ihren Kindern sich ficht, den Sieg zu erringen, ihre Organisation ist eine firaffe, Freiheitsstraße von einem Jahr am 24. Mai aus der Straf widmen möchte, so kann sie das doch nicht, weil sie mitverdienen Streitbrecher giebt es unter ihnen nicht. anstalt anstalt zu Siegburg entlassen worden. Der frühere Redakteur muß, wenn nicht der ganze Haushalt in die Brüche gehen soll. der Zeitung deutscher Bergleute", Sünninghaus, wird am Go find die Kinder von Morgens 6 bis Abends 6 ganz auf Fleischergefellen- Brüderschaft" wieder aufleben laffen. Die vor Den alten Junungszauber wollte am Sonnabend die 13. Auguft aus dem Gefängniß entlassen. 10 Monate Gefängniß verbüßt. Er hat dann sich angewiesen, was man im tapitaliſtiſchen Staate„ Gr ber Weisterschaft in Ehrfurcht ersterbende Brüderschaft" feierte Er " ihr erstes Stiftungsfest und damit zugleich die Weihe eines neuen Eingestellt wurde das gegen den Bergmann Fritziehung" nennt. Bunte wegen angeblicher Aufreizung zum Klaffenhaß ein Mittagessen für 12 000 und Milch für 18 000 Kinder, in der Den nicht zweifelhaft sein, der die Tendenzen der„ Brüderschaft" Der Verein versorgte die 4 Volts Kindergärten mit Banners. Daß ein solches angeschafft werden mußte, fonnte für geleitet gewesene Verfahren. Der braunschweigische Landtag hat den Staats- Blindenanstalt wurden 3609 Blinde gespeist. 1500 Familien er- fennt. Das Banner foll, einer unverbürgten Zeitungsmittheilung anwalt ermächtigt, den„ Braunschweiger Volksfreunden die im Hause Hunger leiden müssen, Frühstück und Mittagessen hinter den Ohren) in weißen Felde führen. Den Glanzpunkt hielten außerdem Lebensmittel und warmes Essen, um den Kindern, zufolge, einen Ochsenkopf( Bitrone in der Schnauze, Lorbeerblätter einiger, angeblich beleidigender Artikel strafrechtlich zu verfolgen, reichen zu fönnen. des Tages bildete ein sogenannter Festzug", der von innungsferner beauftragte er den ständigen Ausschuß, bei etwaigen wei- reichen zu können. teren„ beleidigenden" Angriffen dem Staatsanwalt die Erhebung dem Elend, welches unter der arbeitenden Bevölkerung herrscht. Der Vereinsbericht entrollt somit ein trübseliges Bild von freundlichen Blättern folgendermaßen geschildert wird: Den Zug eröffnete die Kapelle des Garde Pionier- Bataillons der Anklage gegen das genannte Blatt gleichfalls zu geftatten. Der Verein ist natürlich nicht im Stande, dasselbe aus der Welt unter Leitung ihres Dirigenten, den Hohenfriedberger Marsch Wie man sieht, ist auf diesem Gebiete der sächsische Landtag„ bahnbrechend" gewesen. Die Geschichte wird ihm dafür schaffen, ihm stehen kaum die Mittel zur Verfügung, auch nur spielend. Dann folgte hoch zu Roß der Führer des Festzuges den geringsten Theil desselben mildern zu können. Und dabei mit breiter Schärpe umgürtet, das silberne buntbebänderte freilich kein Lob spenden. - Sächsische 3. Der Verein der Holzarbeiter Dresdens auf der Schulbant faßen. konnten nicht einmal alle Kinder bedacht werden, welche hungernd Szepter der Innung tragend; dahinter eine aus sechs wollte am vorlegten Sonntag einen Ausflug mit Musikbegleitung ist und bleibt Stückwert. Diese private Wohlthätigkeit Mitgliedern der Brüderschaft bestehende Gesellen- Deputation, im Ja, sie fann nicht einmal Sonntags Arbeitsornat: schwarze Hose und Weste, nach Langebrück unternehmen. Die Dresden Neustädter Amts- das Elend mindern da den schweren filbernen Gewerks Willeſſe" jedwedes Musiziren und verlangte auch noch vom Vorstand beſtem Herzen thun mag, immer stellt es sich in legier Reihe als tommen" und zwei silberne Pokale tragend. Es folgten des Vereins, daß er von dem infolge des Musikverbots zu einem Geschenk an den ausbeutenden Kapitalismus heraus, der in dem- sodann zwei Deputationen zu Pferde, 5. Gesellen und gewöhnlichen Spaziergange gewordenen Ausflug sämmtliche selben Maße, als die Wohlthätigkeit das Elend zu mindern sucht, 6 Meister, die alte Gesellen und die Meister Standarte Gemeindevorstände und Gutsvorsteher der betreffenden Ortschaften, den Umfang des Glends erweitert. Und wie oft befinden sich mit sich führend, drei Equipagen mit 11 weißgekleideten Ehrenwelche man besuchen wollte, rechtzeitig benachrichtige und bei nicht unter den„ Wohlthätern" dieselben Personen, die den Armen jungfrauen. Ein zweites Musikkorps schritt dem Zuge der dem Nath der Stadt Radeberg die erforderliche" Erlaubniß nur in Löffeln zurückerstatten, was sie selbst ihnen scheffelweise Deputationen und hiesigen Festtheilnehmer voraus. Die Innungen direkt einhole. Gine Landpartie hat demnach im gemütlichen abnehmen. Es giebt keine schärfere Anklage gegen unsere kapi- zu Rigdorf, Friedrichsberg- Lichtenberg, der hiesige Berein der Sachsen Schwierigkeiten, von denen man sich außerhalb der talistische Gesellschaft als das Bestehen eines Zustandes, in Engros- Schlächtermeister, der Verein der Engros- Schlächtergrünweißen Grenzpfähle bisher schwerlich etwas träumen ließ. welchem dieselben Arbeiter, welche allen Wohlstand schaffen, für gesellen, die Gesellenschaften und Brüderschaften zu Magdeburg, Beim Begräbniß des Parteigenoffen Engelmann in Burgstädt ihre eigenen Kinder auf Almosen und Gnadengeschenke an- Breslau, Hannover, Dresden, Danzig, Halle führten ihre Banner hatten zwei Arbeiter Kränze mit rothen Schleifen dem Leichen- gewiesen sind. und Fahnen im Zuge." vorangetragen. Dafür haben sie 9 M. Strafe zu bezahlen Welch' herrliche Komödie! Szepter der Junung"," Sonnoder drei Tage Gefängniß zu verbüßen, und zwar weil sie sich Eine Organisation der Kranzbinderinnen soll in nächster tags- Arbeitsornat", Ehrenjungfrauen" leben wir den wirklich Der„ unzweifelhaften Absicht" schuldig gemacht haben( wörtlich!) Zeit durchgeführt werden. Die Arbeiterinnen sind jetzt so voll- Ausgangs des 19. Jahrhunderts? Durch solchen Mummienschanz ihre und der übrigen Leidtragenden sozialdemokratische Ge- ständig in die Hand der Unternehmer gegeben, daß ihnen nur kann man doch nur noch die Dümmsten der Dummen täuschen, finnung an den Tag zu legen( Vergehen gegen die Verordnung eine stramme Organisation Besserung schaffen fann. Die der zielbewußte Arbeiter hat für solche entwürdigende Komödie vom 14. Juli 1849, betreffend das Tragen republikanischer Ab- Binderinnen haben jetzt eine Arbeitszeit von 14-16 Stunden nur mehr ein mitleidiges Lächeln, das Denen gilt, welche„ Arzeichen)". täglich und verdienen, falls es schon sehr tüchtige, sogenannte„ erste" beiter" sein wollen und fich trotzdem als Clowns gebrauchen M hauptmannschaft verbot jedoch im„ verkehrspolizeilichen Inter- nicht verstopfen kann. Was die Wohlthätigkeit auch immer aus Kopfbedeckung, sie die Quelle deffelben in Hemdärmel und weißer Schürze, ohne Rock und ohne tonduft " = Der Bezirkshauptmann Grill in Littai( Krain) verbot Arbeiterinnen sind, 16-18 m. wöchentlich. Das ist aber der laffen. Die Zeiten sind zum Glück vorüber, in denen der Meister dem Arbeiter- Fortbildungsverein in Laibach die Abhaltung einer Lohn nur für ganz geschickte Binderinnen, die Mehrzahl erhält nur verlangen durfte, daß seine Gehilfen zugleich seine Hofnarren für Sagor geplanten Versammlung mit folgender föstlicher Be- 5-6 M. pro Woche. So niedrig wird kaum eine Arbeiterinnen feien. Nur noch in wenigen Gewerben blüht der Faschingsult. gründung: Die Arbeiter in Sagor haben durch den im Monate fategorie in ganz Berlin bezahlt und es ist hoch an der Zeit, Dazu scheint das Schlächtergewerk zu gehören. Schon aber regen Januar 1892 durch gewiffenlose Agitatoren aus Graz und Lai- daß die Binderinnen den Versuch unternehmen, durch Organisa- sich auch unter den Schlächtergesellen die modernen Ideen und bach muthwillig provozirten Streit empfindliche materielle Nach- tion ihre traurige Lage zu verbessern. nicht mehr viele Jahre werden vergehen, dann ist ein solcher theile erlitten, von welchen sie sich bisher noch nicht erholt haben. Noch ein anderes Moment ist zu berücksichtigen. Juhaber von Festzug- Mumpiß auch bei den Schlächtern unmöglich. Die Arbeiter sind deshalb noch immer in einer großen Nothlage Kranzbindereien haben sich in einer jüngst abgehaltenen Versammlung und Aufregung; sie bedürfen daher der Ruhe und es geht nicht dahin ausgesprochen, daß sie sich um die am 1. Juli in Kraft treten Heuchelei. Die Freisinnigen und Nationalliberalen können an, daß sie von Individuen, welche weder über geistige, noch den gefeßlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe nicht fümmern sich immer noch nicht zufrieden geben, daß das Begräbniß materielle Mittel verfügen, daher auch nicht in der Lage find wollen. Sie wollen vielmehr auch nach dem 1. Juli ihre Forckenbecks des kirchlichen Charakters ermangelte. Es macht " wie der sich hierbei wohl auch die Furcht vor der nächsten Ober- fieben Anzeigen, welche alle so oder ganz ähnlich lauten: Damen| gegen die Person 31. Der Kläger bezeichnete den bürgermeister- Wahl geltend. Selbstverständlich ist die erste Rück befferer Stände finden Rath, Aufnahme zur Niederkunft und Professor Meier als einen Mann, der aus bekannten Gründen sicht des" Freisinns", nach oben nicht Anstoß zu erregen. Der strengste Diskretion, Berlin, bei Hebeamme X." aus dem badischen Staatsdienste ausgeschieden sei und der ebenneue Oberbürgermeister foll also wohl, liberal" fein, aber er Ueber diesen Leisten find sieben Inferate in einer falls aus dem Berein der Berliner Presse habe ausscheiden müssen. muß als fonfessioneller Christ gelten. Er fann ebenso denten Nummer geschlagen! Jit es nicht ein Standal, daß ein Sierauf erwiderte Professor Meier in höchst beleidigender Weise. wie der Aquariums- Direktor Dr. Hermes über die Gottheit Chrifti, Blatt, das auf Anstand" Anspruch machen will, seine Er führt u. A. einen Ausspruch Lessing's an, wonach ein Kritifer, er darf es nur nicht äußerlich manifestiren. Lächerlich aber ist, Spalten solchen Anzeigen offen hält? der das Gebiet des Sachlichen verläßt und die Person angreift, wenn die tapferen Freisinnigen" von den„ Gläubigen" erwarten, als ein verachtungswerther Mensch bezeichnet wird. Im daß sie ihnen helfen, ihre Helden unter dem firchlichen Schleier Das Flunkern" hat einem hiesigen Kaufmann B. ziemlich gestrigen Termine erhob der Beklagte gegen den Kläger zu bergen. Hat Forckenbeck außer dem Schatten der Kirche gelebt viel Geld gekostet. B. hatte am Himmelfahrtstag mit mehreren die Widerklage wegen der seine Person betreffenden Beund ist außer ihrem Schatten gestorben, so mag er auch außer Bekannten einen Ausflug nach dem bei Birkenwerder gelegenen merkungen. Er lengne gar nicht, daß er durch die ihrem Echatten begraben sein. Freilich hat gegenwärtig ein außer Dörfchen Briese gemacht, war im Walde allein zurückgeblieben großen Opfer an Zeit und Geld, die er den photogra dem Schatten der Kirche Stehender wenig Aussicht, als Ober- und hatte dann bei seinem verspäteten Eintreffen im Wirthshaus phischen Versuchen gebracht, in Vermögensverfall gerathen bürgermeister bestätigt zu werden. Daher auf einmal die firch- in Birkenwerder eine schreckliche Räubergeschichte erzählt, wonach fei, welches auch einer der Gründe gewesen, daß er auf eigenes liche liberale Heuchelei! er im Walde von drei Wegelageren angefallen und geplündert Ansuchen von der badischen Regierung seinen Abschied nahm. worden sein sollte. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Geschichte Auch sein Ausscheiden aus dem Verein Berliner Presse sei nicht Fünfunddreißig, volle Tage ist in dem vielerörterten in der Gegend und kam auch schließlich in hiesige Beitungen. auf einen Grund zurückzuführen, dessen er sich zu schämen brauche. Prozeß Polfe verhandelt worden. Am Freitag endlich soll Der Amtsvorsteher von Birkenwerder aber untersuchte die An- Der Gerichtshof verkannte nicht, daß auf beiden Seiten Bes die Urtheilsverkündigung stattfinden. Wir sind an dieser Stelle gelegenheit und fand, daß die ganze Geschichte von 38. erlogen leidigungen gefallen feien, von einem Aufwägen derselben gegen wiederholt auf die Verhandlungen zurückgekommen, weil dieselben worden sei. So erhielt der phantasiereiche Kaufmann dieser Tage, einander könne aber keine Rede sein, da der Beklagte sich höchst charakteristische Streiflichter warfen auf das Leben und der seine Freunde nur hatte ein bischen ins Bockshorn jagen in weit schwererem Maße vergangen habe, Treiben unter dem Giftbaum" Börse. Aus den Plaidoyers der wollen, ein- Strafmandat über 50 m. wegen groben Unfuges. Kläger. Der Erstere sei deshalb zu 300 Mart, der Lettere Vertheidiger müssen wir einen Passus aus der Rede des Rechtszu 10 m. verurtheilt worden. Dem Kläger wurde außerdem anwalts Munckel herausgreifen, der zeigt, daß der Staat, der Ein armer Neicher. In dem Hause Wallstraße 22 zu die Publikationsbefugniß in den erwähnten Fachblättern zufelbst die Spielsucht in unerhörter Weise anfacht, um aus der Charlottenburg lebte feit langer Beit ein Greis unter gesprochen. felben Einnahmen zu erzielen, am wenigsten geeignet erscheint, ganz eigenthümlichen Verhältnissen. Er hauste seinem ureigensten Produkt, der Börse nämlich, Vorschriften in einem Bimmer, dessen Läden seit Jahren niemals geöffnet Unter der Anklage der Doppelehe stand gestern der Arbeiter darüber zu machen, was sie thun soll und was nicht. Der wurden. Friedrich Reichentron hatte eine besondere Abneigung Carl Schwarz vor der fiebenten Strafkammer des LandStaatsanwalt hatte die Ansicht vertreten, daß die Aufforderung, gegen Seife und Wasser. Seine Lieblingsnahrung bestand aus gerichts I. Er war geständig. Vor einigen Jahren ging er sich an dem Kauf von Industriepapieren zu betheiligen einem alten Schrippen, welche er billig erwarb. Vor mehreren Jahren feine erste Ghe ein, die einen so unglücklichen Verlauf nahm, daß fröhnen der Spiellust gleichkomme und diese Ansicht widerlegte hatte er einmal einer ihm verwandten Frau 2. gegenüber den seine Frau ihn nach kurzem Zusammenleben wieder heimlich Der Bertheidiger, indem er bemerkte:„ Ein solcher Vorwurf ist Wunsch geäußert, fie möge als Leiterin feiner Häuslichkeit zu ihm verließ. Der Angeklagte hat sich nie um den Verbleib seiner unbegründet, so lange der Staat noch zur Betheiligung siehen. Frau 2. hatte der Bitte entsprochen, mied aber bald ängst Frau gefümmert, im vorigen Herbst ging er ohne Weiteres eine an Lotteriepapieren auffordert, deren Kurs zwischen ŏlich den unheimlichen Einsiedler, welcher sein Bimmer wie einen neue Ehe ein. Der Gerichtshof verurtheilte ihn unter Zuund 600 000 schwankt!" Schatz hütete und gab dann ihre Stellung auf. Giner Schwester billigung mildernder Umstände zu einem Jahre Gefängniß. Der Staatsanwalt ist auf diesen Punkt mit keinem Worte der Genannten, einer Lokomotivführers- Wittwe, erging es mehr zurückgekommen jedenfalls das Beste, was zu thun war. nicht besser. Als die Lettere ihn verließ, entschlüpfte Reichen Aus dem Schiedsgericht in Juvaliditäts- und AltersMan hätte ihn sonst an die famose Schloßfreiheit, an die Anti- fron die Aeußerung: nun, Ihr werdet es einmal bereuen." Er versicherungs- Sachen. Wenn das verschwindend Wenige, was ftlaverei- Lotterie erinnern, man hätte ihm das Gespenst der Enten- nahm die Buzzer Karl Hamann'schen Eheleute zu sich, welche sich aus dem Wust unverständlicher bureaukratischer Bestimmungen teich- Lotterie nochmals an die Wand malen können. War es da den sonderbaren Gepflogenheiten des Alten anzupassen wußten. aus dem Klebegesetz für den alten und invalid gewordenen Ar nicht der christlich- soziale Staat, der als Unternehmer Alles auf- Am legten Donnerstag erkrankte der 81 Jahre alte Greis und beiter noch herausspringt, nicht vollig illusorisch werden soll, bot, um die Nieten an den Mann zu bringen? Und find denn verstarb am Sonnabend darauf um 51/2 Uhr Nachmittags. Da dann muß vornehmlich der Begriff des selbständigen Gewerbedie staatlichen Lotterien um einen Deut beffer? Der Staat man in der Nachbarschaft sich zuflüsterte, daß die zur Schau treibenden" und des Hausindustriellen", welche beide, zudem inszenirt dieselben doch lediglich, um feinen Unterthanen auf mög- getragene Armuth des Verstorbenen der Deckmantel für großen unter den heutigen wirthschaftlichen Verhältnissen am weitaus lichst wenig fühlbare Weise Geld aus der Tasche zu ziehen. An Reichthum gewesen sei, mußte die Polizei bezügliche Nach- meisten gedrückten, Arbeiterkategorien bekanntlich vom Rentenallen nur denkbaren Anpreisungen dieses Lotterie- Börsenspiels forschungen anstellen, um eventuell den Nachlaß sicher stellen zu bezug ausgeschlossen sind, den wirklichen Arbeitsverhältnissen entfehlt es doch auch wahrlich nicht. Um so merkwürdiger macht tönnen. Die Durchsuchung des von Schmutz starrenden, sprechend umgestaltet werden. Dann fann es nicht vorkommen, es sich, wenn ein Vertreter der Staatsbehörde urplöglich bei dürftig ausgestatteten Raumes führte zu einem alle Er dag ein armer alter Schneider oder Weber, der für den KaufPrivatleuten das als sehr strafwürdig findet, was der Staat alle wartungen übertreffenden Ergebniß. In dem Strohface des mann in der eigenen Werkstelle arbeitet, obgleich er nicht einen Tage ohne Gewissensstrupel thut. Ein merkwürdiges Zwitter- Bettes, auf welchem die Leiche lag, fand man 40 000 Mart in Seller mehr erwirbt als der im Hause des Unternehmers ar geschöpf, dieser kapitalistische Staat! flingender Münze. Auf dem Ofen, hinter der Kommode, in altes beitende Gefelle, als Hausgewerbetreibender" gilt und umsonst Stiefeln und Schuhen steckten Geld- und Werthpapiere, so daß Marken geklebt hat. Denn die Schneiderei und Weberei in der jüngsten man bald die Summe von über 800 000 m. in Händen hielt Form der Ausbeutung des Arbeiters, die demselben noch die so wird uns berichtet. Bezeichnend ist es, daß einige der Kosten für Logis, Licht und Heizung ohne Lohnerhöhung aufWerthpapiere von Mäusen angefressen waren. Dieser Befund, balst, fennt einfach nur noch Hausgewerbetreibende oder Liebe Leferin, wenn Du diese Zeilen lieft, so lege die Hand welcher sich mit Blitzesschnelle verbreitete, Iodte aus allen Himmels selbständige Unternehmer" im Sinne des Gesetzes! Auch die aufs Herz und danke Deiner Mutter für Dein weibliches Ge- gegenden Erben herbei, welche gestern auf die Eröffnung des vor am 1. März 1820 geborene Auguste Rieslich geborne Werner schlecht, das es Dir vergönnt ,, als freier Mensch zu leben. Bei handenen Testaments drangen. Wie vom Donner gerührt standen zu Berlin bekommt feine Altersrente. Ist sie doch selbständige uns stärkerem Geschlecht" beginnt die freie Existenz- voraus indeß die Verwandten da, als ihnen die Mittheilung wurde, daß Unternehmerin". Sie faßt in der eigenen Behausung Filzschuhe gefeßt, daß wir sonst alle unsere Glieder haben und gesund find- der Puzzer Karl Hamann zum Universalerben eingesetzt worden ein, bekommt für das ganze Dußend 25 Pf. und kann unter erst mit dem 45. Lebensjahre. fe. Gestern Morgen um zehn Uhr läutete das Todtenglöcklein, Mühe und Schweiß die Woche bald einen Thaler verdienen. Was Du hast vielleicht mit 20 Jahren eine Stellung erhalten, in und die lachenden Erben und die trauernden Nichterben betteten will sie mehr? der Du Dir durch Fleiß und Pflichttreue das volle Vertrauen den Verstorbenen in einem einfachen Sarg in die Erde. -Für den im Januar bereits verstorbenen, am 18. Mai 1817 Deines Prinzipals erworben und in der Du Dich vielleicht für geborenen Tischler Johann Schulz tlagt dessen Ehegattin auf lebenslänglich versorgt hältst. Polizeibericht. In der Nacht zum 31. v. m. versuchte ein Bahlung der Altersrente vom 70. Geburtstage bis zum Tode des Nun höre, wie wir in dieser Beziehung daran sind. Es find Lithograph in der Nähe des Zoologischen Gartens sich mittelst Betreffenden. Sowohl der Staatskommissar als auch der Ver jetzt zirka zwei Jahre her, da war ich auch noch in guter Revolvers zu erschießen. Er verletzte sich jedoch nur leicht am treter der Versicherungsanstalt Berlin beantragen in diesem Falle Stellung in München und könnte jetzt ebenfalls noch dort sein, Kopf, so daß er sich zu Fuß nach feiner Wohnung begeben zurückweisung des Rentenanspruchs, weil nach dem Gesetz der wenn ich nicht je nun wehrpflichtiger Staatsbürger fonnte, von wo er jedoch nach dem Krankenhause am Urban Bezug dieser Neute eine höchst persönliche Angelegenheit und die wäre. gebracht werden mußte. Am 1. d. M. Morgens wurde auf Erben überhaupt nicht befugt feien, die Rente in irgend einer Meine Dienstzeit lag hinter mir, aber die Reserve- Uebungen Dem Hofe des Grundstücks, Schillingstr. 1, die Leiche eines neu Form für den Erblasser in Anspruch zu nehmen. Da die in standen noch in Aussicht und so tam denn eines Tages ein geborenen Kindes aufgefunden. Vor dem Hause Reiniden- bitterster Moth befindliche Wittwe zudem nicht den gefeßlich ers Bettelchen in's Haus geflogen, worin ich freundlichst eingeladen Dorferstr. 20b gerieth ein Arbeiter beim Abspringen von einem forderlichen Nachweis von 141 Wochen versicherungspflichtiger wurde, 8 Wochen lang Soldat zu sein. Ich mußte also in der Fahrt befindlichen Eiswagen unter die Räder des Beschäftigung in den letzten drei Jahren vor Erlaß des Gesetzes, meine Stellung aufgeben und 8 Wochen Lang Krieg im Frieden felben und wurde so bedeutend am Fuße verlegt, daß seine 1888 bis 1891, für den Verstorbenen erbracht, mußte sie mit ihrem machen. Das Manöver war vorbei und da meine Stelle boch Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Bor- Rentenanspruch zurückgewiesen werden. anderweitig besetzt war, ließ ich mich nach Berlin beurlauben, mittags wurde ein Maler in seiner Wohnung in der Ballifadenstraße-Ein schreckliches Geschick hat den am 12. Juni 1851 geum mir hier eine Existenz zu suchen. Ich hoffte um so eher, erhängt vorgefunden. Beim Pußen der Fenster der im vierten borenen Bohrer Paul Dunkel zu Berlin betroffen. Er ward hierin unterstützt zu werden, als ich nachweislich meine Stellung Stock des Hauses Alexanderstr. 18 belegenen Wohnung seiner am 7. November v. J. infolge von öfter ihn heimsuchenden und Durch die Einberufung verloren hatte. Dienstherrschaft stürzte ein Mädchen auf den Hof hinab und er Jawohl, Proft Mahlzeit!-Achselzucken, Bertröftung auf fitt so schwere Verlegungen am Kopfe, daß es bald darauf ver in der Zeit unberechenbaren epileptischen Anfällen für dauernd verspäter, wohl auch schneidige Grobheiten war Alles, was ich zu starb. Nachmittags wurde ein Arbeiter vor dem Hause unter erwerbsunfähig erklärt, tann, obgleich er in gesunden Stunden hören bekam. Um das Unglück voll zu machen, wurde ich noch den Linden 25 von einer Kutsche überfahren und anscheinend räftig und völlig arbeitsfähig ist, keine Arbeit finden und muß Ein zudem noch mit seinem Anspruch auf Invalidenrente vom Schiedsum meine Papiere und Habseligkeiten gebracht, nannte nichts mehr innerlich verletzt. Er wurde nach der Charitee gebracht. mein eigen, als was ich auf dem Leibe trug. In dieser tron- Dachdecker stürzte vom Dache des Neubaues in der unbenannten gericht zurückgewiesen werden, weil er nicht die vom Gesetz er forderten 47 Wochen versicherungspflichtiger Beschäftigung im lofen Lage wandte ich mich an die Arbeiterkolonie, in der ich Straße XI, Parzelle 17, auf den Hof hinab und erlitt schwere Jahre vor Eintritt der Invalidität erbringen kann. auch Aufnahme fand. Nach einem Jahre der angestrengtesten innere und äußere Verlegungen, die feine Ueberführung nach dem An der Ecke-Der Hausdiener Heinrich Seiler zu Berlin begehrt die Arbeit hatte ich dort endlich soviel verdient, um mir ein paar Krankenhause Am Urban erforderlich machten. getragene Anzüge und dito Stiefel" kaufen zu können und wandte der Calvinstraße und der Straße Alt- Moabit wurde Abends ein Invalidenrente, da er dauernd erwerbsunfähig ist. Er ist über mich nun meinem Berufe als Zeichner wieder zu. Nach vieler fünfjähriger Knabe von einer Droschte überfahren und am Kopfe 10/2 Jahre lang, darunter allein vom 1. Januar 1886 bis zum Mühe und endlosen Laufereien hatte ich endlich Aufträge für und am Halfe bedeutend verletzt. Gegenüber dem Hause 5. Mai d. J. bei Rudolf Herzog als Hausdiener thätig gewesen. Luxuspapierfabriken erhalten und nun, da ich Aussicht habe, Burgstr. 16 sprang eine unbekannte Frauensperson in die Spree Im Dezember 1889 sei er erfrankt und leide seitdem an Schwindel und Schmerzen, könne nur taumelnd gehen. So vermöge er abmir wieder ein Fortkommen zu verschaffen, tommt wieder der be- und ertrant. Abends fanden drei kleinere Brände statt. solut Nichts mehr zu verdienen. Die Versicherungsanstalt Berlin kannte Bettel mit der Einladung, sechs Wochen lang ins Manöver wies den Antragsteller ab, weil derfelbe noch immer im Sihen zu marfchiren. durch Strohflechten oder auch als Portier den dritten Theil des früheren Arbeitslohnes zu verdienen vermöge, auch im Jahre 1891 47 Beitragswochen nicht nachweisen könne. O, welche Luft, Soldat zu sein. Unter dieser Ueberschrift sendet uns ein Leser dieses Blattes folgende aus eigener Erfahrung geschöpfte Schilderung: D, welche Luft, Soldat zu sein". Das Schicksal, welches der Einsender erfuhr, steht nicht vereinzelt da; Hunderte unserer Leser haben noch schlimmere Erfah rungen aufzuweisen. Gerichts- Beifung. Leipzig, 30. Mai. Vor dem Schwurgericht angeklagt ist Das märkische Städtchen Wiesenthal besitzt eine Polizei- Ein eigenartiges Geschick hat ein Prozeß gehabt, welcher der am 2. Mai 1815 in Kleingörschen geborene Zimmermann verwaltung, mit der nicht zu spaßen ist. Diefelbe hat nämlich gestern zum fünften Male das Gericht beschäftigte. Der Zimmer- Johann Gotthelf Flor wegen Mordes. Der 77 jährige die„ diesseitigen Beamten" angewiesen, den Kampf gegen das auf meister Robert Schulze stand im Jahre 1890 wegen Betruges Greis giebt selbst Folgendes an: Er sei von Windorf, wo er ein den Straßen des Städtleins umherlaufende Federvieh auf in zwei Fällen vor der dritten Straftammer des Landgerichts I. Bütchen besessen, nach Neundorf übersiedelt und habe dort gleichzunehmen. Die Bürgerschaft wird in folgender ergötzlicher Be- Der Angeklagte hatte seit Jahren mit der Bankfirma Anhalt u. falls ein Gütchen für 11 000 m. erworben; er habe auch Fuhrfanntmachung darauf aufmerksam gemacht, daß es für Gänse und Wagner in Geschäftsverbindung gestanden. Das Bankhaus werksbetrieb gehabt. 1882 hat er sich zum drittenmal ver Hühner sehr gefährlich ist, die Straßen der schönen Stadt Biesen- distontirte feine Wechsel bis zu einer bestimmten Höhe, indem heirathet. 1890 habe er sein Gütchen verkaufen und den Fuhrthal zu betreten: es von der Voraussetzung ausging, daß es sich stets um Waaren- werksbetrieb einstellen müssen, weil er überschuldet war. Nun " „ Es ist zur Gewohnheit geworden, in den Straßen der wechsel handelte. Der Angeklagte mußte seine Zahlungen ein- ging es in Riesenschritten mit seinen Baarmitteln bergab. Sein hiesigen Stadt Federvieh herumlaufen zu lassen, damit sich das stellen und dann stellte sich heraus, daß zwei der von ganzes Vermögen bestand noch in einem Sparkassen- Buch Wieh das Futter sucht. Wer kein Futter für das Vieh Anhalt und Wagner diskontirten diskontirten Wechsel Gefälligkeits- über 550 Mart. Seine dritte Frau sei sehr genußsüchtig hat, der mag eben solches nicht halten. Ganz be- Wechsel waren, welche vermögenslose Leute afzeptirt gewesen und habe dieses Kleine Bermögen hinter seinem abheben lassen und erst kurz vor dem Tode sonders müssen wir aber das Herumlaufen des Federviehes auf hatten. In der ersten Verhandlung wurde der An- Rücken den Straßen und Plägen 2c. verbieten, und machen darauf auf geklagte wegen eines Falles freigesprochen, wegen des zweiten feiner Frau habe er hiervon Kenntniß erhalten. Nun sei seine merksam, daß die diesseitigen Beamten streng angewiesen sind, au 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte legte Frau seit einem Jahre frank gewesen und habe sie zu ihm gedas Vieh, wo es auf den Straßen 2c. betroffen wird, zu Revision ein, worauf das Reichsgericht das erste Erfenntniß auf- außert, daß sie das Leben satt habe; fie ließ auch den Pastor pfänden respektive einfangen zu lassen und uns demnächst die hob, da die Vermögensbeschädigung nicht genügend nachgewiesen kommen, um sich den Trost geben zu lassen. Am 14. Januar Anzeige zu machen. Derjenige aber, dem solches Vieh gehört, fei. In der zweiten Verhandlung sprach der Gerichtshof den hat sich seine Frau geschnitten und den Bettüberzug beschmutzt. tamu gewärtig sein, daß ihm eine exemplarische Strafe Angeklagten völlig frei. Hiergegen legte der Staatsanwalt Auf seine Frage habe sie ihm geäußert, ihr habe die Nase gezudiktirt wird und daß er außerdem Pfändungskosten und Schaden- wiederum Revision ein, und das Reichsgericht verwies die Sache blutet. Er habe darauf den Bettbezug abgenommen und ihr erfaßgeld zu zahlen hat." zur nochmaligen Verhandlung in die Vorinstanz zurück. Dann einen reinen zum Wiederbeziehen gegeben. Als dann der Pastor Bravo, bravo! Es liegt immerhin eine tiefe sozialpolitische folgten zwei Termine, die vertagt werden mußten und gestern sie besucht habe, hat sie den linken Arm in der Nähe des HandWeisheit in dem tühnen Satz: Wer kein Futter für das Bieh gelangte die Sache dann zum endgiltigen Abschluß vor der gelents verbunden gehabt. Auf die Frage des Pastors, was ihr hat, der mag eben solches nicht halten Wie es die dies fiebenten Straffammer des Landgerichts I. Der Angeklagte wurde an der Hand fehle, habe sie zu verstehen gegeben, daß sie sich feitigen Beamten" anfangen werden, das Federvieh, so auf den in beiden Fällen freigesprochen, weil ihm eine beabsichtigte gestoßen habe. In der Nacht vom 18. zum 19. Januar habe er früh Morgens um 4 Uhr einen Schrei gehört, er habe dann seine Straßen vagabundirend getroffen wird, zu pfänden, ist uns nicht Täuschung nicht nachgewiesen sei. Frau gefragt, was sie habe, aber keine Antwort erhalten. Am Morgen ganz flar. Auf jeden Fall aber ist die Jagd auf Federvieh eine Eine literarische Fehde um ein photographisches Ber- des 19. Januar fei er, wie gewohnt, aufgestanden, um seine Arharmlofere, als die auf Sozialdemokraten. fahren hat eine Privat- Beleidigungstlage gezeitigt, welche der beiten und das Kaffeekochen zu besorgen und als dieses erledigt, Die sogenannten ,, Heiratheinserate" in den kapitalistischen Redakteur der zu Weimar erscheinenden Deutschen Photo- habe er dann seine Frau todt im Bette gefunden. Er hat darauf Blättern haben wir schon wiederholt beleuchtet und unseren graphischen Blätter", Dr. Vogel, gegen den Profeffor Bruno bei der Behörde die Meldung gemacht. Gegen 1 Uhr Mittags Lesern gezeigt, was es mit der Moral" in jenen Kreisen Meier zu Charlottenburg angestrengt hat und welche gestern sei die Leichenfrau gekommen, um die Leiche abzuwaschen, und auf sich hat. Die Bossische Zeitung" thut sich nicht vor der 136. Abtheilung des Schöffengerichts zur Verhandlung diese habe dann die Blutlache im Bett gefunden und darauf nach wenig darauf zu gut, ein anständiges" Blatt zu sein gelangte. Der Beklagte hat ein neues photographisches Ver- der Wunde gesucht und sei, nachdem sie diese gefunden, nach dem und von allen Mitgliedern der besseren" Familien gelesen zu fahren erfunden, welches von dem Kläger in der von ihm Bürgermeister gegangen, um Anzeige zu erstatten. Darauf sei werden. Wir haben bereits auf jene Anzeigen in der( legten redigirten Fachzeitung in abfälliger Weise beurtheilt wurde. Der dann die Leiche amtlich aufgehoben und fezirt worden. Nach Sonntagsnummer hingewiesen, welche menschliche Waare zum Beklagte erwiderte in den hier erscheinenden Berliner photo- ausführlicher Beweisaufnahme und nach fast zweistündigem Angebot bringen. Unmittelbar hinter den Offerten, die sich auf graphischen Nachrichten" und dann spizten fich Die Plaidoyers zwischen Staatsanwalt Meißner und Rechtsanwalt den Handel mit weißem Menschenfleisch beziehen, finden sich Gegenäußerungen von hüben und drüben zu Angriffen Freitag II zogen sich die Geschworenen zurück und verneinten die Schuldfrage. Unter Beifall des Auditoriums erfolgte hierauf Maschinen reichen vier Angestellte aus,[ während die Hand- 1 betreffs der beabsichtigten Deputation wie Pötsch ausgelassen, die Freisprechung des Angeklagten nach fast zwölfftündiger Ver- stempelung der gleichen Zahl Briefe etwa 100 Angestellte er- hatte und nachdem Herr Hartmann sich nochmals geäußert, handlung. forderte. gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Alfo 96 Postangestellte von je 100 werden durch diese Die Versammlung der Kellner, Köche und Berufsgenossen Maschinen arbeitslos. Nach Malthus ist der Tisch von der erklärt sich mit den Ausführungen der Referenten einverstanden Natur nicht für sie gedeckt und sie haben die Pflicht zu verhungern, und beschließt, mit allen gefeßlich erlaubten Mitteln dahin zu obgleich Korn und Wein in Ueberfluß vorhanden ist. wirken, daß: Weißenfels.( Denunziationssucht.) Der Schuhmacher Franz Jenksch war vom Militäreffetten Reifenden Bar tholomäus aus Rigdorf bei Berlin wegen Majestätsbeleidigung denunzirt worden. Der Angeklagte vertheidigte sich selbst und beantragte im Monat März, wo der erste Termin gegen ihn angefeht war, die Vertagung, um den Beweis zu führen, daß der Denunziant in unzurechnungsfähigem, truntenem Bu stande zu der Zeit gewesen, als der Angeklagte die Majestätsbeleidigung begangen haben sollte. Zu dem am Montag, den 9. d. M. neu angefeßten Termine waren acht Beugen geladen, welche bekundeten, daß der Denunziant fich in einem sinnlosen Zustande befunden hätte. Der Staatsanwalt beantragte zivei Jahre Gefängniß. Der Gerichtshof tonnte durch den finnlosen Zustand, in welchem sich der Denunziant befunden hatte, als er Die fragliche Beleidigung gehört haben wollte, die Beleidigung nicht als bewiesen ansehen und sprach den Angeklagten von Strafe und Kosten frei. D .j in Soziale Uebersicht. Achtung, Modelleure und Gips- Bildhauer! Kollegen! Zwischen den Stuckateuren und dem früheren Obermeister der Berliner Stuckateur- und Bildhauer Innung, Herrn Kleemann, find, wie bereits gemeldet, Differenzen aus gebrochen. Herr Kleemann hat, um möglichst billige Arbeitsfräfte zu bekommen, junge träftige Mädchen, denen er geringere Löhne zahlt, in seiner Gießerei eingestellt, und ist infolge deffen von Seiten der Stuckateure über seine Werkstatt( Rlee mann, Genthinerftr. 14) die Sperre verhängt. Er sucht nun Bildhauer, um dieselben als Stuckateure( Ansetzer) zu beschäftigen. Die Sperre ist ihm jedenfalls unbequem, und so will er auf diese Art Erfah schaffen. Das Vorgehen dieses Herrn ist jedenfalls charakteristisch, wenn man die vorjährige Deffentliche Verfammlung der Stuckateure, Modelleure und Gips Bildhauer sich ins Gedächtniß zurückruft, in welcher er sich so arbeiterfreundlich geberdete. Kollegen, geht auf sein Anerbieten nicht ein, zeigt ihm, daß sich die Bildhauer nicht als Streitbrecher gebrauchen lassen. Mit follegialem Gruß Die Kommission der Bildhauer. Die ausständigen Glasarbeiter im fergebirge beschlossen, den Ausstand fortzufezen, da in einer in Gablons stattgehabten Bersammlung die Lieferanten und Exporteure erklärt hatten, Zahlung von Mindestlöhnen nur bedingungsweise zu bewilligen. Die Ausständigen wollen die Regierung um Hilfe bitten. 3 Ein Streik der Schneider des Londoner Westend hat mit dem Siege der letteren geendet, da deren Forderung eines Minimallohnes von 6 d pro Stunde durchweg genehmigt worden ist. nommen: Versammlungen. D in Erwägung der überaus langen Dienstzeit, welche sämmtlichen Angestellten des gastwirthschaftlichen Gewerbes auferlegt ist"; in fernerer Erwägung, daß die Verhältnisse es nicht ge statten, diesen, in Anbetracht der Nothwendigkeit des ununterbrochenen Betriebes desselben, eine gleich den übrigen Arbeitern unbeschränkte Sonntagsruhe zu gewährleisten; in schließlicher Erwägung, daß Krankheit, Siechthum und Sterblichkeit unter den Angestellten des gastwirthschaftlichen Gewerbes eine ganz bedenkliche Höhe erreicht haben; der feinerzeit vom Minister in Aussicht gestellte Entwurf Die Berliner Streit- Kontrollkommission hielt am 31. Mai eines Spezialgefeßes für das Gastwirthsgewerbe bald möglichst eine Bersammlung ab, in welcher 41 Gewerkschaften durch De eingebracht werde, in dem für jeden Angestellten ein regelmäßig legirte vertreten waren. Ueber den ersten Punkt der Tages- wöchentlich wiederkehrender Ruhetag von 36 Stunden gewährleistet Ordnung: Stellungnahme zu den Brauereien Moabit, Vereins- wird, von welchem jeder zweite auf einen Sonntag zu fallen hat. brauerei Rigdorf und Bögon betreffs der daselbst vorgekommenen Des Weiteren fordert die Versammlung den Bundesrath auf, von Maßregelungen" referirte Genoffe Preuß. Nach einer ziemlich feinem ihm nach§ 120 e 111 zustehenden Rechte in Bezug auf das langen Distussion wurde folgende Resolution einstimmig ange- Gastwirthsgewerbe solange Gebrauch zu machen, bis ein solches Gesetz in Kraft getreten." Die Streit- Kontrollkommission beauftragt ihren Ausschuß, Beschlossen wurde, diese Resolution durch eine Deputation die in Rede stehenden Brauereien aufzufordern, die Maßregelung dem Minister Berlepsch überreichen zu laffen, welche der einiger Genoffen als Arbeiter rückgängig zu machen; andernfalls geschäftsführende Ausschuß der Versammlung zu ernennen hat ist den Arbeitern Berlins der Boykott zu empfehlen. Die und die aus Vorstandsmitgliedern aller Berufsvereine zusammenBrauereidirektionen haben sich bis Donnerstag Nachmittag 4 Uhr zusehen ist. Weiter beschloß die Versammlung, auch in diesem entgiltig zu entscheiden. Der Ausschuß hat noch vor den Feier Jahre den Beschluß festzuhalten, nach welchem Pfingsten für den tagen eine bestimmte Erklärung im Vorwärts" zu erlaffen." 1. und 2. Feiertag 5 M., für den 3. Feiertag 3 M., exklusive Ueber den Streit der Weber in Rixdorf gab Genosse Fahrgeld nach außerhalb des Weichbildes Berlins belegenen GeSchnittler einen eingehenden Situationsbericht, aus welchem schäften, vom Prinzipal pro Hilfsfellner zu zahlen sind. Außerersichtlich, daß der Stand der Situation unverändert ist. Zur dem appellirte fie an die Bureauverwaltungen der einzelnen Beeinstimmigen Annahme gelangte hierauf folgende Resolution: rufsvereine, diesem Beschlusse gerecht zu werden, soweit es im Die Berliner Streit Kontrollfommission beschließt: Die Interesse der Berufsgenossen liegt. Mit einem Hoch auf die Delegirten der Gewerkschaften haben mit allen Mitteln dafür Kellnerbewegung schloß die Versammlung. Sorge zu tragen, daß die streitenden Weber zum Siege gelangen, resp. die Sammlungen auf Listen so lange energisch zu betreiben, versammlung statt, in welcher Genosse Apel einen interessanten In Rigdorf fand am 22. d, M. eine öffentliche Kutscherbis die Forderungen der Weber bewilligt find." Mitgetheilt wurde sodann, daß der Drechsler Hildebrandt, Vortrag über die wirthschaftliche Lage der Kutscher hielt. Er welcher seiner Zeit arg angegriffen worden, weil ihm eine Anzahl erntete für seine Ausführungen reichen Beifall. Nach längerer Sammellisten abhanden gekommen waren, diese Listen jetzt aufge: Diskussion, welche sich im Sinne des Referats bewegte, wurde funden und ungezeichnet abgeliefert hat. Ferner wird bekannt gegeben, einstimmig eine vom Kollegen Janke gestellte Resolution angedaß Nr. 104a der Sammellisten für die streikenden Weber dem nommen, laut welcher sich die Versammlung mit dem Referenten Genossen Schweizer, Bigarrengeschäft, Dresdenerstr. 52/53, vom vollständig einverstanden erklärte, daß nur durch eine gute und Ladentisch entwendet worden ist. Gezeichnet waren darauf 80 Pf. starte Organisation den Uebergriffen des Unternehmerthums die Genosse Arndt theilte noch mit, daß der Lackirer Levit noch Spise zu bieten fet und man sich deshalb Mann für Mann der immer nicht mit den für die Weißgerber erhaltenen Sammellisten Freien Vereinigung der Kutscher Berlins und Umgegend an abgerechnet hat. Zu Revisoren wurden alsdann gewählt die schließen wolle. Nachdem noch die Verhältnisse der Weber Rixdorfs besprochen und die Unterstützung der Streifenden empfohlen Genossen ArIt, Roopmann und Völkel. ( Wir bringen in vorstehendem Bericht die Beschlüsse der Streit war, wurde die vom besten Geist beseelt gewesene Versammlung, Kontrolitommiffion, wie sie uns von zuständiger Seite mitgetheilt in ber sich auch einige Kollegen als Mitglieder hatten aufnehmen find. Was die Boykott- Androhung betrifft, so behalten wir uns vor, lassen, mit einem kräftigen Hoch auf die Sozialdemokratie geauf diese Angelegenheit noch zurück zu kommen, sobald dieselbe schlossen. in der einen oder anderen Weise entschieden ist. D. R. d. V.) Eine große öffentliche Versammlung der Hausdiener Der sozialdemokratische Wahlverein des sechsten Ber- und Berufsgenossen mit Frauen, zu Gunsten der Arbeiterhundert. Der Graudenzer Bur Lage des deutschen Landarbeiters im 19. Jahr liner Reichstags- Wahlkreises hörte in seiner am 31. Mai Bildungsschule und der Zeitung Einigkeit", fand am Sonntag „ Gefellige" brachte folgendes Inserat: abgehaltenen Bersammlung einen Vortrag Th. Glocke's über Abend in der Ressource"( Kommandantenstraße) statt. Lieb= Der Kuhhirt Mathias Minitowsti aus Bauerndorf Gr. Die Entwickelung des Eigenthums und spendete den intereffanten necht sprach über das Thema:„ Die politischen Pflichten der Rommorst hat seinen Dienst beim Besizer F. Lenz in Michelau und lehrreichen Darlegungen reichen Beifall. Eine Diskussion Arbeiter". Er legte das Wesen der modernen Gesellschaft mit ohne Grund verlassen. Es wird gewarnt, ihn in Arbeit zu neh- knüpfte sich an den Vortrag nicht. Die in Amtstracht erfolgte ihren Klaffengegenfäßen klar, zeigte, daß wir, um Güter und men, und die Herren Polizeiverwalter und Gendarmen werden Betheiligung der sozialdemokratischen Stadtverordneten Zuzau er, Reichthum zu erzeugen, arbeiten müssen, was die als Feinde des ergebenst ersucht, im Betretungsfalle den p. Minikowski zu ver- Söhne und Sabor an dem Leichenbegängnisse des verstorbenen Arbeitens verschrieenen Sozialdemokraten mit am besten wüßten haften und per Transport in den Dienst führen zu lassen. Trans- Oberbürgermeisters von Forckenbeck, welche Thatsache von Vogt( Heiterkeit), daß aber die Arbeit ohne die Ausbeutung des Menportfosten werden erstattet. Das Dienstbuch befindet sich bei berr fonstatirt wurde, erregte großes Befremden. Vogtherr fchen durch den Menschen, die Arbeit, deren Frucht dem Arbeiter Herrn Lenz. erklärte, daß diese Betheiligung ohne Wissen und Willen der zu Gute tommt, allein für uns erstrebenswerth ist; insbesondere wies Stadtverordneten- Fraktion stattgefunden habe und die Fraktion er noch Nothwendigkeit und Werth des Mitwirkens der Frauen dieses Vorkommniß sehr bedauere. In einer Sigung habe sie beim Befreiungskampfe nach.( Stürmischer Beifall.) In einer Wenn die deutschen Landarbeiter angesichts solcher gesetz- bereits über diese Sache verhandelt, diefelbe jedoch noch nicht turzen Diskussion wurde die Organisationsfrage berührt, was lich zulässiger Achterklärungen den Staub von den Füßen erledigt. Die Versammlung sprach den betreffenden Stadt- Liebknecht Anlaß gab, auf die nichtprinzipielle Natur dieser verordneten scharf ihre Mißbilligung aus. Ferner wurden Die- Zweckmäßigkeitsfrage hinzuweisen und Fernhaltung des Personschütteln und in Schaaren nach Amerika ziehen, so ist das ganz jenigen, welche am Sonntag, den 29. Mai der Verhaftung des lichen in der Diskussion darüber zu empfehlen. Eine an= natürlich. Wem's nicht paßt, der mag mit dahin wirken, daß die Gesinde- Ordnung aufgehoben wird. Wenn es gilt, im Kriege Schuhmachers Miceitowsti, Bergstr. 59a, IV, in Plößen- genommene Resolution stimmte dem Referenten zu und erklärte für das theure Vaterland sich die Knochen zerschießen und zer- see beigewohnt haben, ersucht, ihre Adressen bei dem den Anschluß an die Organisation für Pflicht. Nachher fand schlagen zu lassen, macht man mit dem Gesinde ja auch keine felben abzugeben. Weiter machte der Borsitzende Mit- geselliges Beisammensein und Tanz statt. Die Zentral Krankenkasse der Buchbinder hielt am Ausnahme. Da ist alles gleich. Warum nicht im Frieden? Schaffe man endlich den letzten Rest der Hörigkeit, die Gesinde- fahrtstage nach Blumberg Ordnung, ab. Das ist das Wenigste, was dem deutschen Land- gehabt hat, und Gleinert berichtete über die Vorkommnisse, Anträgen zu nehmen, die der am 26. Juni in Dresden stattarbeiter das gesammte deutsche Volt schuldig ist. welche sich am Sonntag, den 29. Mai, gelegentlich des Straf- findenden Generalversammlung vorliegen. Die Diskussion be antrittes des Genossen Beus zugetragen haben. Die Schilderung wegte sich hauptsächlich um einen Antrag, welcher die Kaffe in Gegenwartsbilder aus der bürgerlichen Gesellschaft. derselben erregte große Entrüstung. Dann machte Matschte eine Buſchußtasse umgeändert wissen wollte. Der größere Theil Das„ Chemnizer Tageblatt" enthält folgendes Juferat: von Uebergriffen, die sich ein Küster gelegentlich des Begräbnisses der Redner war gegen denselben. Hierauf wurden zu Delegirten Vertrauensposten. Ein Mann in den dreißiger von Matschte's Frau zu schulden habe kommen lassen, Mittheilung. Die Kollegen Paul Schneider, Otto Schneider, 2. Woller, Jahren sucht als Kaffenbote oder dergleichen ähnliche Beschäfti- Die von Dr. Lütgenau in einer Versammlung im fünften Wahl- G. Bäßler, A. Niese und W. Tilgner gewählt. Sämmtliche gung bei 8 bis 10 M. Wochenlohn. Raution tann gestellt treife beantragte und dort angenommene Resolution fand nicht Delegirte sind auch unter dem neuen Gesetz für ein Weiterbestehen werden." Ein Bild des Jammers bietet, wie die Sächs. die Zustimmung der Versammlung, Man war vielmehr der der Kasse gemäß dem§ 75 und werden diese Ansicht auf der Arb.- 3tg." berichtet, die 4422 Einwohner zählende Dorfgemeinde Ansicht, daß so wichtige Fragen, wie die der Stichwahlen, nicht Generalversammlung vertreten. Burkhardtsdorf in Sachsen. Es sind in der Gemeinde der Beschlußfassung einzelner Wahlkreise, sondern der der Bom Aschenbrödel Volksschule. In Holzen( Weser freis) mußte, wie wir dem Hannoverschen Boltswillen" entnehmen, bis jetzt ein Lehrer gegen 140 Kinder unterrichten. Man hat nun die Einrichtung einer zweiten Lehrerstelle angeordnet. " Der Amtsvorsteher. Wollert. " " " theilung von dem schönen Erfolge, welchen die am Himmelunternommene Agitationstour 28. Mai eine Hauptversammlung ab, um u. A. Stellung zu den erfolgen. tag für die Provinz Sachsen. A 1621 fteuerpflichtige Personen, daruter befinden sich 1085 Per ganzen Partei unterliegen. Diese Angelegenheit soll auf die Fachverein der in Buchbindereien, der Papiers fonen, das sind fast 67 pCt. aller Steuerzahler, die nicht über Tagesordnung der nächsten Versammlung gestellt werden und und Lederwaaren Industrie beschäftigten Ars 600 M. Gintommen haben. In der Expedition des Wiener Dr. Lütgenau das diesbezügliche Referat halten. Gleichzeitig beiter. Am 30. Mai hielt Genosse Berndt einen Vortrag Magistrats erschoß sich während der Sigung des Gemeinde- soll hierzu ein Korreferent bestellt werden. Die Versammlung über Zuchthausarbeit und Lohnarbeit, welcher, weil auf vom Reraths ein Diurnist. Er verstand die Kunst nicht, mit wird in Moabit stattfinden. Der Vorsitzende forderte die Geferenten in den Gefängnissen selbst gemachten Erfahrungen beeinem Tagelohn von 1 fl. 20 fr. Frau und vier Kinder zu er- noffen auf, recht eifrig für dieselbe zu agitiren. ruhend, besonders interessant war. Am zweiten Pfingstfeiertage nähren. Das matterleuchtete Bureau mit seinen schmucklosen Schreibtischen und die blutüberströmte, auf dem Boden liegende den Germania- Festfälen" eine von etwa 1000 Personen besuchte arrangirt sind. Die Kollegen werden hiermit ersucht, falls fie im Die Kellner und Köche Berlins hielten am 31. Mai in findet ein Ausflug nach Friedrichshagen( Schulze, Seeschlößchen) statt, woselbst Gesellschaftsspiele 2c., sowie ein Tanzkränzchen Leiche boten ein trauriges und erschütterndes Bild," sagt die Bersammlung ab, welche im Auftrage der Vorstände von acht Besitz von Gegenständen, die sich zu Geschenken für Preisspiele post festum gefühlvolle kapitalistische Neue Freie Presse". Abgebrannt, überschwemmt, durch Viehkrankheit geschädigt und hiesigen Berufsvereinigungen einberufen worden war. Es handelte Bauer bigem Ungemach betroffen wurde in den letzten Jahren der sich darum, Stellung zu nehmen zur Herbeiführung eines geseh- eignen, und falls sie diese entbehren können, selbe dem Verein zu Häusler Rudolf Geppert aus Wassel; kein Wunder, daß er schach- lichen Ruhetages in der Woche für im Gastwirthsgewerbe bienem Zwecke zu überweisen. Die Abgabe kann im Arbeitsmatt geworden ist. Die bittere Noth zwang ihn, andere Leute schäftigte Personen. Die Herren Hoteldirektor Hartmann nachweis, Dresdenerstraße 116, während dessen Geschäftsstunden in Schwinaren um ein Stück Brot zu bitten, und auch hierbei und Kellner Bötsch, Redakteur des sozialdemokratischen„ Gaftblieb sein Pech ihm treu, denn das Auge des Gesetzes erblickte wirthsgehilfen", referirten darüber. Der erftere berichtete über Landsleute der Kreise Wittenberg, Schweinit, Torgau und LiebenAnklagebant. Drei Tage Gefängniß wurden über ihn verhängt, Reichstanzler und Kaifer gerichteten Petitionen. Er konnte Nichts ihn und der lange Arm der Gerechtigkeit brachte ihn auf die die Erfolge der vor etwa Jahresfrist in dieser Frage an ver- werda. Bersammlung am Donnerstag, den 2. Junt, Abends 8 Uhr, in den schiedene Behörden, wie auch an den Reichstag, den Armin- Gallen, Kommandantenstr. 20. Bortrag. Stelungnahme zum Bartetund da ihm hierdurch nicht geholfen, sondern seine Lage nur noch weiter darüber sagen, als daß die erhofften Erfolge im Großen 29) Filiale Charlottenburg, finaal per Delegirten. 4. Juni, Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. verschlimmert wird, öffnen sich ihm unverdient vielleicht noch die Wahl Pforten des Arbeitshauses."( Amtlicher Anzeiger für Herrn und Ganzen ausgeblieben seien. Das Versprechen des Ministers Abends 8 Uhr, bei Müller, Rosinenfir. Arbeiter- Bildungsverein von Friedrichsfelde und Umgegend. des Innern, für den Gastwirthsberuf ein besonderes, sich mit Bersammlung am Donnerstag, den 2. Junt, Abends& Uhr, bet Momber, stadt und Umgegend, Nr. 35 vom 7. Mai.) der Regelung der Sonntagsruhe und der Arbeitszeit überhaupt wilhelmstr. 10. Multerzeichner- Verein Berlin. Donnerstag, den 2. Junt, Sigung im Die bayerischen Kaminkehrer- Meister, haben ein Rund- befassendes Gesetz im Reichstage einzubringen, sei auch unerfüllt Bereinslofal Bum Schultheis, Sandsbergerfir. 78. schreiben versandt, in welchem sie zu einem bayerischen Kamin- geblieben. Jeht, wo alle anderen Berufe, welche vom Arbeitsschutz Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8-10% Uhr: Südfehrermeister- Tag einladen. Beabsichtigt ist die Errichtung eines ausgeschlossen sind, darangingen, für eine Arbeitszeit- Regelung Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Geschichte( alt); Dit- Schule, MartusKaminkehrermeister- Bundes, beffen„ vornehmste und wichtigste Auf- wie überhaupt für den Schuß der Arbeitskraft der Berufstraße 31: Unterricht in Rechnen; Nord- Schule, Müllerfr. 179a; Untergabe" sein soll,„ unentwegt, allerorts und jederzeit mit allen genoffen einzutreten, dürften auch die Kellner, Köche 2c. nicht richt in Deutsch( mittlere); Chemie. In alle Lehrfächer können noch Schüler gefeßlich erlaubten Mitteln dahin zu streben, daß der§ 39 zurückbleiben. Zuviel verlangten diese nicht, wenn sie aller acht und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. der Reichs- Gewerbe- Ordnung durch die gefeßgebenden Tage einen freien Tag forderten, der alle zwei Wochen auf den bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bet Faktoren einer Wenderung nach der Richtung unterworfen Sonntag fallen müsse. Genosse pötsch ging näher auf die Biesboit. werde, daß die Einrichtung von Zwangskehrbezirken der landes- Arbeitsverhältnisse der Kellner und Roche ein. Es fomme vor, Spinoza, Abends 8 Uhr, Herwegh, Abends sh ühr, Reichenbergerstraße 54, Ecke Lausigerstraße, bet rechtlichen Kompeteng entrückt und die Bildung von solchen daß die Lehrlinge täglich 20 Stunden arbeiten müßten. Sonntags Echayer.- Aug. Gelb, Donnerstag bei Bubeit, Naunynstraße 86, Abends durch Reichsgesetz für ganz Deutschland obligatorisch werde." ruhe beſtehe oft gar nicht, man könne in manchen Stellen 5 Jahre s uhr. Mit anderen Worten( meint hierzu die Münchener Post"), die thätig sein, ohne einen freien Sonntag zu haben. Eine durchgreifende Herren Schlotmonopolisten wollen das Vorrecht, das sie bis jetzt Aenderung dieser Zustände sei bei der zum Theil zuzugebenden ſtunde Abends ühr. Aufnahme neuer Mitglieder. Annenstraße 9, bei Prog. Unverzagt, Köpenickerstraße 127a, bei besaßen, fraft deffen die Herren Kaminkehrermeister Nichts zu Eigenart des Betriebes von Hotels, Gasthöfen, Restaurants 2c. seüfter. arbeiten brauchen und die Gesellen bei lebensgefährlicher, schlecht nur denkbar, wenn der dem deutschen Bolte so verhaßte puri- uft, Flottwellstraße 5, bet Bartel. bezahlter Arbeit vielfach lebenslänglich unter die Fuchtel der tanische Sonntag Amerikas durchgeführt würde. Das wolle und morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bet Frieſéde.- DorfMeister gezwungen find, in ganz Deutschland für ewige Beiten könne die Gastwirths- Gehilfenfchaft natürlich nicht verlangen. glöd tein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguststr.- Ecke bet Schulg.- G cho 2, vor Anfechtung bewahren. Umsomehr sei aber die Förderung eines freien Tages in der Alte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Einigteit,( Sutmacher), Pappel Woche angebracht. Von einer Deputation an den Minister von Sarmonie, Tempelhof, Dorffir. 10, bet@erth. Allee 3-4, bei Strauſe. Butunft 1, Steglib, turhaus Friedenau. Maschine und Arbeitslosigkeit. Seit dem 1. April find Berlepsch versprach Redner sich nichts, erklärte sich aber auch buser Damm 39, bei Jatob.- Zukunft 2, Mied.- Schönhausen, Buchholzerstr. bet in Chicago vier elektrische Maschinen zur Abstempelung der Briefe nicht gegen eine solche. Eine solche Deputation hatte der Sempel.-Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Jüdenstr. 55, bet und der Postwerthzeichen in Thätigkeit, deren jede in einer erfte Referent vorgeschlagen. Nachdem noch der Gastwirth Admiralstraße 38, bet Lillow. Seeger'iper, Gefangverein, un Stunde 30 000 Abstempelungen bewältigt. Zur Bedienung dieser Herzberg im Sinne der beiden Referenten gesprochen und sichstraße 65 bet Tembel von 9-11 br.- Matelöer. 10- Watters Hagelsbergerstr. 43: Unterricht im Stechnen; Südost- Schule, Tefe- u. Diskutirklubo. Donnerstag. Dießgen, Abends 8% Uhr, Süd- Ost, bet Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecte. bet Hoffmann, Wrangelstraße 32. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs St. Urban, Kornblume, Blumenstraße 54, bei Wuttke. Frühlings Bregelschluß, Annenstr. 16, bet teßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Residenzstr. 101, bet Carus. Frischmann. Weilchenblau, Rott 15, Stehmann. fira be 67, bet Springstubbe. Gintracht, Glienicke bei Adlershof, bei Keller. Noch eine brüchige Ordnungsfäule. Der durch sein Das folossale Bauwerk überspannt den Fluß in fünf Bogett, Ginigkeit 2, Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, bet sann.offschneidiges Auftreten weltbekannt gewordene außer Dienst gesetzte deren mittlerer und längster, nach dem Cantilever- System genung 3". Brandenburg, Neuft. Martt 2, bet Weydmers. Freie Gänger Oberbürgermeister von Heilbronn, Hegelmeier baut, 794 Fuß lang ist. Die Fundamente der Pfeller liegen Langeftr. 108, bei Nebelin. 3utunft 3, Welten, bei W. Grunow. Kreuzberger Harmonie, Lindenstr. 106, bei Poppe. Nordstern,( früherer Staatsanwalt) hat folgendes Strafregister auf- 130 Fuß unter der Hochwasserlinie. Die Baukosten beliefen sich Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr zuweisen: auf 12 000 000 m. Nachmittags, Barnimstr. 16, bet Heindorf. Treue Brüder, Ahrendt ftraße 23. Libertee, Eisenbahnstraße 20.- Liedes Echo, Neichen- 1. 1887. Ungebühr vor dem Oberlandesgericht 30 M. berger und Forsterstraßen- Ecke, bei Spindler. Liedertafel Westend, 2. Kreisregierung Blumenthalstr. 5 bei Behrendt. 1 Alle Zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: Mar Gent, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Dounerkag: Humoristischer Verein Paufenschwengel, bet Sommer, Stallschreiberstr. 58. Musikverein Animo, bei Schmidt, Wrangelstr. 141. Geselliger Verein Grüne Eiche,( vor dem Halle'schen Thor), bei Raporte, Solmsstr. 1. Bergnügungsverein hilaritas, bei Tempel, Breslauerstr. 27.- Theaterverein Fideler Geist, bei Schneider, AdalbertStraße 8.- Musikverein Osiris, Abends% 9 Uhr, bei Stoll, Adalberstr. 21. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bet. Niemann, Görliger Straße 42. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends bet Müller( Pfeifenmüller), Königs: Ghauffee. Männer Gesangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Fausimann, Reichenbergerstr. 73a. Musikverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. Theaterverein Lessing, Abends 9 Uhr, bet Musehold, LandsbergerStraße 31.- Privat- Theaterverein, Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18. 3. Unbefugtes Reiten über Wiesen von Neckargartach 4. Dasselbe noch einmal 5. Dasselbe in Böckingen 6. Kreisregierung, Ungebühr Verweis 2 M. " " 25" 7. " Ungehorsam 30 8. " Ordnungswidrigkeit 25 Männer9. " Ungebühr 50 " 10. " Ungebühr 70 11. " Ungehorsam 12. 13. Dienstvergehen Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. Gefelliger Berein Freiheit, Abends 9 Uhr, bei Thierbach, Schwedterstraße 44. Geselliger Verein Regina, Dranienstr. 121, bei Seifert. Geselliger Klub Blau Beilchen, Abends 9 Uhr, Annenstraße 9 bei C. Prob. Verein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punkt 9 Uhr, bei Echröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends 8% Uhr, bet Helterhoff, Antonftr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, bet Scholz, Kastanien- Allee 35. Bergnügungs- Verein Renata jeben Donnerstag 9 Uhr Abends im Restaurant Göß, Dranienstr. 153. Rauchklub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, Staligerstr. 41.- Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant R. Kahlert, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchklub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2.- Rauchklub Kernspiye, Abends 8% 11hr, bei A. Böhl, Nüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arcona, Abends 9 Uhr, bei Siemenlinsti, Reichenbergerstr. 71.- Rauchklub Arabi Pascha, Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17.- Klub Ohne strett, jeden Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brizerstr. 32. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. flub Rückwärts, Abends 8% Uhr, bei Arndt, Pallisadenftr. 47. Literarisches. Stat " Ungehorsam 50" 14. Ordnungswidrige Beurkundung 30 15. Ungebühr 16. Unbef. Reiten über Heilbronner Felder 17. Ungehorsam 18. ist noch nicht rechtskräftig 19. Oberamt, Ungehorsam 20. Nachlässigkeit im Dienst 21. Dienstversäumniß 22. Dienstverfäumniß u. A. 23. Ungebühr 24. Ungebühr 2232 238 21222222 222332 5 20" " 60" 20 " " 25" 20 " 20 20 " 25 25 25. Grobe Pflichtverletzung durch Fälschung öffentlicher Urkunden 70 26. Dienstverfehlung 27. Willfürakt gestraft durch's Ministerium 28. Ordnungswidriger Auszug 29. Ungebühr 30. Ungebühr n 30" 20 " 30 " 30" 20" In Wilhelmshaven barst in einer Mannschaftsstube der Matrofenartillerie- Raferne eine 8,7 cm Revolvergranate, während drei Artilleristen den Zünder aus derselben herausschrauben wollten. Einem Soldaten wurde eine Hand fortgerissen, dem zweiten ein Arm zerschmettert und der dritte wurde leicht im Rücken verletzt. Die übrigen Mannschaften waren glücklicher Weise ausgegangen. Die Sprengstücke waren in die Wände, Schränke und in den Fußboden eingedrungen. In Rostock wurde gestern die Landesausstellung unter allgemeiner Betheiligung eröffnet. Dieselbe ist reich beschickt. In München wurde am 1. Juni die 6. große internationale Kunstausstellung eröffnet. Die Bibel in der Westentasche. Berlin, D. Harnisch. Ein seichtes Sudeltraftätchen eines Ignoranten, der mit radikalen Phrasen seinen Mangel an Sachkenntniß und Sachverständniß zu ersetzen sucht. Die Sozialdemokratie, die den Dingen auf den Grund geht, sie geschichtlich zu begreifen sucht und tros der Mängel für die guten Seiten derselben nicht blind ist, hat mit solchem Gesindel Nichts zu thun. Zweifellos ist auch der anonyme Verfasser tein Sozialdemokrat, sondern ein radikal- bürgerlicher Schmierer, der mit seiner schoflen Waare, für die er in bürgerlichen Kreisen feinen genügenden Absatz findet, bei der Sozial- in demokratie hausiren geht. Es tann uns und unsere Wissenschaft nur kompromittiren, wenn man uns solchen Quart an die Rockschöße hängt. „ Tagwacht". Die deutschen Forstmänner halten vom 22. bis 26. August Stettin ihre 21. Versammlung ab. Ein riesiger schwarzer Meteorstein soll, wie die Nowoje Wremja meldet, in den letzten Tagen im Kaspischen Meere in der Nähe des Ufers unweit der Halbinsel Apscherou niedergefallen sein. Der Stein ragt 14 englische Fuß aus dem Wasser hervor, das Meer ist an der betreffenden Stelle 28 Fuß tief, und ohne Zweifel hat sich der Stein auch noch tief in den Meeresboden hineingebettet, in Anbetracht der ungeheuren Gewalt, mit der diese aus dem Himmelsraume niedergehende Felsmasse aufschlug. Von Batu aus besuchten mehrere Dampfer den Meteorfelsen. Der Fall des Steines war von furchtbarem Getöse begleitet, der Boden erzitterte wie bei einem Erdbeben, und das Meerwasser schäumte und wallte weit umher mächtig auf. Der hier niedergegangene Meteorstein dürfte unter allen bisher bekannt geWenn wordenen Aerolithen wohl der weitaus größte sein. dieser Meteorfelsen nur nicht eine außergewöhnlich fette Sommerente ist. Ein außergewöhnliches Ruglück trug sich in den Thomps son'schen Stahlwerken in Braddock, Pennsylvanien, zu. Eine Anzahl Arbeiter war in der Schmiede an einem beweglichen Krahn beschäftigt, als der Hebebalken mit dem elektrischen Leitungsdraht in Berührung fam. Sofort ergoß sich der Strom in das Eisenwert des Krahns. Sämmtliche Arbeiter stürzten bewußtlos zu Boden, und zwei waren auf der Stelle todt. Depeschen: ( Depeschen des Bureau Herold.) Köln, 1. Juni. Bei Morschenick hat ein wolfenbruchartiger Gewitterregen die Saaten total vernichtet. In den Straßen steht das Wasser 7 bis 8 Fuß hoch. Mehrere Stück Vieh sind ertrunken. Luxemburg, 1. Juni. Die Abgeordnetenkammer nahm nach einer wirkungsvollen Rede des Staatsministers die Gefeßvorlage, betreffend Herabsehung des Zensus für die Kammerwahlen von 24 auf 12 M. einstimmig an. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Hamburg, 1. Juni. Direktor Kunze von der Aktiengesellfchaft„ Exportbrauerei Teufelsbrücke" ist von dem Aufsichtsrathe der Gesellschaft wegen vorgekommener Unregelmäßigkeiten seines Postens enthoben wurden. Inwieweit die Gesellschaft Berlufte erleidet, ist noch nicht festzustellen. Runze ist verhaftet und ins Amtsgefängniß in Blankenese überführt worden. Prag, 1. Juni. Nach den neuesten Berichten über den Ju Krefeld führte am Sonnabend das Wasser der Wasser- Grubenbrand im Mariaschachte des Silberbergwerks Birkenberg leitung von der Johannisburg bis zum Königshof bei Fischeln beträgt die Zahl der als vermißt Angemeldeten 200. Bisher find einen äzenden Stoff, vielleicht Salpetersäure, mit sich, infolge 25 Todte heraufbefördert, sämmtlich erstickt; 25 Betäubte wurden dessen mehrere Personen nach dem Genusse des Wassers erkrankten. in das Spital gebracht. Bei den Rettungsarbeiten tamen 3 Personen Verschiedenen Kindern wurde die Mundhöhle verbrannt und bei durch Ersticken um. Die Ursache des Feuers ist anscheinend fahrerwachsenen Personen färbten sich die ins Wasser getauchten lässiges Umgehen mit einer Lampe oder Böswilligkeit. Hinsicht Sände gelb, worauf sich alsbald die Haut abschälte. Das Wasser lich der in dem Schacht Zurückgebliebenen wird das Schlimmste befürchtet. Bei den Schächten spielten sich herzzerreißende Szenen ist einstweilen in dieser Gegend abgesperrt worden. ab. Weiber und Kinder umstanden weinend und die Hände ringend die Unglücksstätte. Der Ackerbauminister wird morgen auf der Unglücksstätte erwartet. Die Arbeiterbewegung und Organisation in Deutsch land. Von Dr. Max Hirsch, Berlin 1892, Verlag der Bolts- Zeitung". Die Schrift ist eine verunglückte Reklame für die Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine, mittelst deren das liberale Bürgerthum zu feinen politisch- ökonomischen Zwecken sich die Arbeiter als Gefolgschaft sichern wollte gegenüber der sozialistischen Arbeiterbewegung, was bekanntlich so wenig gelungen ist, daß Ein Wolkenbruch, der über Kleinharnbach in der Rheinpfalz selbst Mitglieder der unter freisinniger Führung stehenden Hirsch am Dienstag Abend niederging, richtete große Verwüstungen an. Duncker'schen Gewerkvereine bei den Reichstagswahlen ihre Die Wassermassen rissen infolge eines Dammbruches Häuser weg; Stimmen der Sozialdemokratie geben. Die Schrift soll nach der einige Brücken und mehrere Fabriken sind eingestürzt. bezüglichen literarischen Anzeige eine" pofitive Ergänzung" zu den Richter'schen Sozialdemokratischen Zukunftsbildern" dar stellen, was für die Qualifikation des Herrn Dr. Mar Hirsch zum Vertreter der Nationalökonomie ein um so sarkastischeres Fragezeichen bedeutet, als er selber es sich geschrieben hat. brunst 102 Häuser in Asche gelegt und zwei Menschen dabei Lemberg, 1. Juni. In Ulanow sind durch eine Feuers ums Leben gekommen. London, 1. Juni. Der Ausstand der Bergleute von Durham ist nach zwölfwöchentlicher Dauer nunmehr beendet. Die Grubenbesitzer ermäßigten die Forderung der Lohnreduktion von 13½ auf 10 pet. Die Arbeit wird sofort wieder aufgenommen. Antwort wird nicht ertheilt. Zur Gemeindefreiheit in Dentschland. Die biederen Schwaben haben das Vergnügen, sich von ihren Gemeindehäuptern lebenslänglich reglementiren laffen zu müssen. Das erfpart die Aufregung" der sonst nöthigen Neuwahl, hat aber Nachtheile solcher Art, daß selbst die lammfromme deutsche GeFontane's Führer durch die Umgegend Berlius, erster duld ihnen gegenüber nur noch schwer Stand hält. Ueber den Theil, ist soeben erschienen. Das prächtige Gebiet der Oberspree 3miespalt, in welchem der Heilbronner Ober- Bürgermeister Hegelmit den Seen, Wäldern und Bergen ist in diesem ersten Theile maier mit seiner Gemeinde lebt, ist im Vorwärts" feiner Zeit in gut orientirender Weise behandelt. Alle nur irgend möglichen berichtet worden. Jetzt theilt nun die Frantf. 3tg." mit, daß Touren sind verzeichnet und beschrieben, ferner geben zwei Karten in der bei einer Heilbronner Gerichtsverhandlung verlesenen Liste ( eine Uebersichts- und eine Spezialfarte) Auskunft über den ein von Disziplinarstrafen, welche über Hegelmaier verhängt wurden, Briefkaffen der Redaktion. zuschlagenden Weg. Praktisch ist der Gedanke, der in der Ver- verzeichnet sind, die Rubrik" Ungebühr" neun Mal; Ungehorsam Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefliche tehrstabelle zum Ausdruck kommt. Der Preis beträgt 50 Pf. fünf Mal; sonst kommen noch folgende hübsche Fälle vor: Ordnungswidrige Beurkundung, ordnungswidriger Auszug, grobe Die Zeitschwingen", Monatsschrift für Volksbildung, Pflichtverletzung durch Fälschung öffentlicher Urkunden, Wiatüratt, Anfklärung und Unterhaltung. Verlag von J. Beranek, ferner Ordnungswidrigkeit, Dienstversäumniß, Dienstverfehlung, Reichenberg, Böhmen, Friedländerstr. 11. Preis pro Heft Dienstvergehen und etliches Anderes. Recht herzerfreuend für 40 Pfg. Heilbronns Bürger, meint die Frankfurterin. Denn wenn es " Die Zeitschwingen" sind das einzige sozialwissenschaftliche ist ja tein Ding unmöglich die Amtsentsegung Hegelmaier's Organ in Destereich, welches in entschiedener Weise die Lehren nicht durchgeführt werden könnte, so sind die Heilbronner Bürger des modernen Sozialismus vertritt. mit ihrem Lebenslänglichen gestraft, bis er eben zu seinen Vätern Der Vertrauensmann von Brit theilt mit, daß der unter versammelt wird, mit einem Manne, dem nach seinem Straf der Rubrik" Unterm neuen Kurs"( Februar) erwähnte Herr verzeichniß eine einigermaßen respektable Gemeinde innerhalb und meinz nicht als Parteigenoffe zu betrachten ist, indem derfelbe außerhalb Württembergs gewiß keinen Nachtwächterposten an sich seiner Zeit von der Partei schriftlich losgefagt hat, und zwar in durchaus unziemlicher Form. 20 Kr. Soeben erschien das 5. Heft, 3. Jahrgang. Inhalt: Die Frau und das moderne Prinzip von Hans v. Basedow. Der Arbeiter in der kapitalistischen Gesellschaft von D. Zinner. Die Wissenschaft und die gesellschaftliche Ent- vertrauen würde. wickelung von Paul Breitum. III. Die Chartisten von A. Behr. II.- Die förperliche und geistige Erziehung unserer Grubenunglück. Aus dem Birkenberger Mariaschachte des Jugend von J. C. Weglan. IV. Feuilleton: Stammbuch Silberbergwerts bei Przibam( Böhmen) wird der Ausbruch eines Verse von Fr. Scholze. Das Patent, Novelle von A. Otto Brandes gemeldet, welcher zahlreiche Opfer gefordert haben soll. Walfter. VI. Mammons Einfluß, soziale Studie von Edmund Bisher find 12 Todte und zahlreiche Verwundete zu Tage geSchröpel.- Vermischtes: Gottschall über Ferdinand Lassalle. fördert. Nach den Meldungen Prager Blätter beläuft sich die Die Bevölkerung Chicagos.- Literatur. Bahl der Vermißten auf etwa 70. Die Rettungsarbeiten dauern Probehefte stehen zur Verfügung. fort, der Brand scheint beendet zu sein. Vermischtes. Amtsrichter Dr. Töpelmann in Dresden wurde wegen der Beseitigung eines Testaments schuldig befunden und zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt. Das Gericht nahm an, es sei nicht erwiesen, daß ihn eine gewinnsüchtige Absicht dabei geleitet habe. G. A. Self. Beus hat am Sonntag eine sechsmonatige Gefängnißstrafe in Plößensee angetreten. W. K. P. Berlin SW, Großgörschenstr. 22a. Br. Die Mappe" erscheint in München. Herausgeber ift Nauert. Kommission für öffentliche Angelegenheiten der Tabak arbeiter Nixdorfs. It als Inferat aufzugeben. 3. 100. In derartigen Dingen können wir keinen Rath ertheilen. B. C. 102. Wenn der betreffende Mann ein Lump ist, dann fann er, um sich der Alimentationspflicht zu entziehen, das Mädchen denunziren. 3. S. Suchen Sie im zweiten Theil des Adreßbuches, in welchem die Einwohnerschaft nach den verschiedenen Gewerbe branchen geordnet ist. A. R. Medizinischen Rath und Empfehlungen ertheilen wir nicht. A. M. and B. Wenden Sie sich mit Ihrer Frage an die freireligiöse Gemeinde. Ferienkolonie. Wenn Sie einberufen werden, sind sie ver pflichtet. Ihre Frau erhält Unterstützung, wenn Sie darum beim Magistrat nachsuchen. Eine rührende Szene hat sich fürzlich in einem Wiener Gerichtssaal abgespielt. Ein kleines, etwa vier Jahre altes, sehr dürftig gekleidetes Mädchen erschien dort unangemeldet vor dem Strafrichter und brachte unter Weinen und Schluchzen die Worte hervor: Die Mutter schickt mich, läßt schön bitten, Sie möchten uns den Vater freilassen, weil wir Nichts zu essen haben." Der Richter und der Schriftführer merften, wie gierig die Blicke des Kindes auf eine Semmel gerichtet waren, die auf einem R. Sch. Bei den zahlreichen Buschriften, die wir täglich Schreibtische in der Ecke lag, und der Schriftführer erhalten, sind wir nicht in der Lage, jedem Einzelnen besondere reichte darauf dem Kinde die Semmel, worauf die Kleine Auskunft zu geben, weshalb wir von derselben feinen Gebrauch zur Thüre lief und auf den Korridor hinausrief: Mutter, machen oder dieselbe einer gelegentlichen Benutzung vorbehalten. tomm', der Herr giebt uns was zum Essen!" Gleich darauf C. R. Holen Sie sich mündlich Auskunft. A. D. 51. Bei der Steuerbehörde brauchen Sie sich beim Vom„ Nothstand" der Landwirthschaft. Aus Süder erschien ein ärmliches, abgezehrt aussehendes Weib, ein Kind gellersen berichtet der Lüneburger Anzeiger": Die Hochzeit des auf dem Arme tragend, im Verhandlungssaale. Die Frau er- Buzug nach Berlin nicht anzumelden. Grüner Weg. Sie vermuthen ganz richtig, daß wir Ihre Sofbesizers Pätau, welche fürzlich unter Theilnahme von über zählte dann, daß sie seit zwei Tagen ihren Gatten, den Tag500 Personen hier gefeiert wurde, gestaltete sich für den hiesigen löhner Josef Hadrama vermisse, daß sie und ihre zwei Kinder, erfle anonyme Buschrift um deswillen nicht beachteten, weil sie Auch darin haben Sie Recht, daß Herr und die umliegenden Orte zu einem voltsfestartigen Ereigniß, zu von welchen das kleinere, zwei Jahre alte am Zehrfieber leide, eben anonym war. dem auch Einwohner von Lüneburg herbeigefommen waren. feit diefen zwei Tagen feinen Biffen gegessen hätten, und daß sie Müllensiefen nicht dem Abgeordnetenhause angehört und daß Außer den kulinarischen Genüssen, zu denen 1 Kuh, 5 Schweine endlich erfahren habe, ihr Mann sei dem Bezirksgericht Leopold unfere bezügliche Bemerkung in der Nummer vom 4. Mai auf und 3 Kälber ihr junges Leben laffen mußten, fehlte es auch stadt eingeliefert worden. Der Richter konstatirte, daß Hadrama einer falschen Voraussetzung beruhte. Unverständlich ist uns aber an solchen anderer Art nicht, da für Volksbeluftigungen, beispiels allerdings wegen eines im Jahre 1888 begangenen Delikts dem Ihre Erregung wegen unserer Bemerkung über den Reichstagsweise durch Aufstellung des Schulz'schen Carroussels, Gerichte eingeliefert worden war, und daß er von einer acht Abgeordneten Schneider. Dieser Herr war beifigender Richter im gesorgt worden war. Die Hochzeitsgäste tafelten in einem tägigen Arreststrafe noch sechs Tage abzufigen hat. Laut weinend Brozeß Baare contra Fusangel, und im Reichstage trat er in Riesenzelt, und zwei Musikkapellen stillten den musikalischen Heiß- nahm die Frau die Mittheilung hiervon entgegen und verfiel einer allgemein auffällig bemerkten Weise für Herrn Baare, den hunger der Festgaste. Wenn wir noch verrathen, daß zweitausend dann in eine Ohnmacht. Auf die Gerichtsbeamiten machte die Steuerdefraudanten und Schienenflicker, ein. Im Uebrigen sind Flaschen Wein, sechzig Butterkuchen( beiläufig gesagt beinahe so Szene den tiefsten Eindruck. Richter, Schriftführer und Staats- wir erfreut, in Ihnen einmal einen nationalliberalen Arbeiter groß wie Scheunenthüren) und achtzig Torten und Apfelfuchen anwalt veranstalteten unter sich für die Unglückliche eine Kollekte. fennen zu lernen; Sie sind das erste Exemplar dieser Art, das uns in unserem langjährigen Verkehr mit Arbeitern begegnet ist. beim Hochzeitsmahle den Weg alles Fleisches gingen, so glauben Eine Niesenbrücke. Dieser Tage ist eine neue, bei Memphis Giebt es noch mehr von der Sorte, oder stehen Sie allein auf wir das Hauptsächlichste des bemerkenswerthen BauernHochzeitstages erwähnt zu haben. Daß der Brautwagen bei der in Tennessee, an der Stelle, an welcher der„ Mississippi- Entdecker" weiter Flur? Ferdinand de Soto im Jahre 1541, als der erste Weiße den Fahrt zur Kirche ein Rad verlor, ist ohne Belang, da die Sache Vater der Ströme" freuzte, über letztern führende, aus Stahl stehen. R. R. 310. Der Wirth tann auf den Kontrakt bes " gut ablief". gebaute Eisenbahn- Brücke dem Verkehr übergeben worden. Die neue Brücke ist die drittgrößte ihrer Art in der Welt und hat ohne die außerordentlich langen Auffahrten eine Länge von 2537 Fuß, mit den Auffahrten ist sie drei englische Meilen lang. Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verle" on Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Schul- Einsturz. In Poßnitz ist unter donnerartigem Getrach das Schulgebäude eingestürzt; die Klaffenräume waren glücklicherweise leer. "