Nr. 245. Abonnements- Bedingungen: F Abonnements Preis pränumerando; Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 art, für das übrige Ausland 2 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm- Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Dienstag, den 20. Oftober 1903. intensiver auszunuzen, so hat sich die von den Ruhrbergleuten stets geforderte„ von den Vätern ererbte Achtstundenschicht" heute thatDer preußische Staat als Arbeitgeber. fächlich zu einer 9-10- Stundenschicht ausgeweitet, ganz abgesehen von dem Zwang zu zahlreichen Ueberschichten. Für besonders Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Politische Ueberficht. I. Berlin, den 19. Oktober. Es ist eine bekannte Thatsache, daß die preußischen Staats- gesundheitsschädliche Arbeiten kann das Oberbergamt die Arbeitszeit Unser Landtagswahlaufruf betriebe, weit davon entfernt, Musterbetriebe zu sein, genau so wie beschränken, doch wird von dieser Bestimmung nur wenig Gebrauch gefällt unfren Gegnern sehr wenig, was uns sehr freut. Von den die Privatbetriebe einzig und allein von blinder Profitwut geleitet gemacht. Gefeßlich geregelt ist die Arbeitszeit im Bergbau nur Konservativen bis zu Eugen Richter reicht die Unzufriedenheit, und werden. Statt daß der Staat den privaten Arbeitgebern mit gutem für die jugendlichen Arbeiter und für die Arbeit an Sonn- und gemeinsam ist beiden, Konservativen und Nichter- Leuten, die empörte Beispiel vorangeht, ist er ängstlich darauf bedacht, daß Feiertagen. Klage, daß wir Socialdemokraten wieder einmal unser wahres Gesicht" verbergen. Da schreibt z. B. die„ Konservative Rorrespondenz": die Privatindustrie nur ja keinen Schaden erleidet. Mit Und doch wurde es in den bekannten Februar- Erlassen vom Rücksicht auf das private Unternehmertum unterbleiben die Jahre 1890 ausdrücklich als eine der Aufgaben der Staatsgewalt twichtigsten Reformen auf dem Gebiete der Arbeiterschutz- Gesetzgebung, bezeichnet, die Zeit, die Dauer und die Art der Arbeit so zu mit Rücksicht auf das private Unternehmertum werden teilweise regeln, daß die Erhaltung der Gesundheit, die Gebote der Sittfogar die Löhne der Staatsarbeiter herabgesetzt. Vor einiger Zeit lichkeit, die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Arbeiter und ihr Anspruch hat Zimmermann seine bekannte Studie über die sociale Lage auf gefeßliche Gleichberechtigung gewahrt bleiben. Aber der preußische der Eisenbahner in Preußen*) veröffentlicht, eine Schrift, die den Landtag hat bisher nicht nur nichts gethan, um diese Erlasse in lückenlosen Beweis dafür liefert, daß die vom staatlichen Kapital die That zu übertragen, sondern sich sogar den berechtigten Der ausgebeuteten Arbeiter sich in der gleichen ökonomischen Abhängigkeit Forderungen Bergarbeiter gegenüber stets ablehnend befinden, wie die vom privaten Kapital ausgebeuteten. Der einzige verhalten. Der von den Bergarbeitern wiederholt gulegt Unterschied ist der, daß bei den Staatsarbeitern zur ökonomischen in einer Denkschrift der beiden Verbände an Regierung und sich die politische Abhängigkeit, die völlige Rechtlosigkeit, gefellt. Die Landtag im Jahre 1901 als dringend notwendig bezeichnete Staatsarbeiter in Preußen sind heute in Wirklichkeit Staatsstaven. gesetzliche Achtstundentag einschließlich der Ein- und Ausfahrt wird Gewissermaßen ein Gegenstück zu der Zimmermannschen Schrift wohl so lange ein frommer Wunsch bleiben, bis die Arbeiterklasse bildet eine soeben, gerade zu rechter Zeit, um die Agitation für die mächtig genug ist, um die Regierung und die herrschenden Klassen Landtagswahlen zu beleben, erschienene Abhandlung von Lorenz zur Erfüllung dieser gewiß nicht unbescheidenen Forderung zu Pieper über die Lage der Bergarbeiter im Ruhr zwingen. Wir können uns in dieser Hinsicht nur den Worten der revier.**) Führt uns Zimmermann den Staat als direkten Arbeit- Denkschrift anschließen:„ Wir glauben, daß die Zukunft das, was geber vor Augen, so zeigt uns Pieper, wie der Staat da, wo er man heute als utopie bezeichnet, verwirklichen wird; wenn nicht auf zwar selbst nicht Arbeitgeber ist, aber auf das Arbeitsverhältnis dem Wege der Gesetzgebung, dann auf dem Wege gewerkschaftlicher einen bestimmenden Einfluß ausüben könnte, sich gleichfalls lediglich Machtentfaltung." von der Rücksicht auf das Interesse des Unternehmertums leiten läßt. Angesichts der bevorstehenden Neuwahlen verdient die Arbeit von Pieper ganz besondere Beachtung. „ Die socialdemokratische Parteileitung erscheint zur Abwechse lung einmal in der Tracht der Wadelstrümpfler und präsentiert den preußischen Wählern einen Wahlaufruf, den, ohne ein Wort zu ändern, auch Naumann verfaßt haben könnte. Und Bebel, der Feind des Komödienspielens und Vertuschens, der ehrliche Fanatiker", der den republikanischen Charakter der Partei unverfälscht erhalten und so lange er lebt als Todfeind den monarchischen Staat untergraben will Bebel hat dieses revisionistische" Schriftstück unterschrieben. Das ist das stärkste Stück, was in ihrer Unverfrorenheit die Socialdemokratie bis jetzt geleistet hat genau fünf Wochen nach dem Dresdener Parteifage, auf welchem Wesen und Taktik der socialdemokratischen Partei in voller Reinheit" wiederhergestellt worden sind. Der socialdemokratische Aufruf zu den preußischen Landtagswahlen ruht von Anfang bis zum Ende auf liberaler Grundlage. Kein Wort darin deutet auf die politischen und socialen Ziele der Partei. Mit keiner Silbe wird der grundsätzlichen Gegnerschaft der Socialdemokratie zu unsrer monarchischen Staatsordnung ges dacht. Die socialdemokratische Partei giebt sich in dem vor liegenden Schriftstücke als eine solche, die bereit sei, durch ihre parlamentarische Thätigkeit die bestehende Drdnung zu verbessern. Hat aber Bebel nicht erst in Dresden erklärt, daß er, so lange er lebe, nicht aufhören werde, diese Staatsordnung zu untergraben und womöglich zu vernichten? Neben der Arbeitszeit bedarf der Lohn der Bergarbeiter dringend einer Regelung. Die Hauptformen beim Ruhrbergbau sind der Schichtlohn und das Gedinge; ersterer ist der per Arbeitsschicht Zu welcher Heuchelei, zu welchen Schelmenstücken, zu welchem Das Ruhrkohlen- Revier nimmt nicht nur unter den deutschen, berechnete Lohnbetrag, letzteres besagt dasselbe wie Accordlohn. Es Komödienspiele aber wäre die Socialdemokratie nicht bereit, wenn fondern überhaupt den europäischen Kohlenbecken, die erste Stelle liegt in der Natur der Sache, daß bei der heutigen Art der Gedingees gilt, Stimmen zu fangen und ein paar Mandate zu er ein. Seit dem Jahre 1792 hat die Belegschaft sich um das 140fache stellung die Gedinge ungemein ungemein schwankend find. Häufig gattern! Der Erfolg, den die Genossen" bei den letzten vermehrt, die Förderung nach der Menge um das 288fache, nach müssen sogar erst Versuchsarbeiten vorhergehen, damit Reichstagswahlen durch ihre Heuchler- und Lügenpraktiken sich dem Werte um das 545fache, Aus dem Ruhrrevier stammt gegen überhaupt Anhaltspunkte für die Bemessung Bemessung des Gedinges erschlichen haben, hat jedenfalls auch für die Landtagswahlen anwärtig etwa die Hälfte der gesamten deutschen Steinkohlenproduktion; gewonnen werden. Dazu kommen noch persönliche Einflüsse; nur zu spornend gewirkt. Die" Revisionisten", die in Dresden gezwungen an der Steinkohlenförderung aller Länder der Erde ist das Ruhr oft erhält derjenige Bergmann das beste Gedinge, der„ lieb Kind" worden sind, sich ihre republikanische Gesinnung ausdrücklich bes fohlen- Becken mit 7 Prozent beteiligt. Allein seit 1894 steigerte sich bei seinen Vorgesetzten ist. Bei der heutigen Proletarisierung der scheinigen zu lassen, werden sich darüber freuen, daß Bebel, der Wächter über die revolutionäre Theorie, sich mit der Geschicklichder Wert der Ruhrkohlenproduktion um 75 Proz., die Menge um Bergarbeiter, der Abhängigkeit der Steiger und ihrer Beteiligung an teit eines Taschenspielers zur„ revisionistischen" Bragis bekannt hat." 44,5 Proz., die Arbeiterzahl um 43,6 Proz. Neben der Kohlen- Betriebsersparnissen ist die Lohnart des Gedinges der Herd mancher Der Unsinn ist fast vergnüglich. Das offizielle Blatt der produktion kommt noch die Coaksproduktion in Betracht; sie ist Mißstimmung in Bergarbeiterkreisen. Eine Reform erblickt Pieper tonfervativen Partei ist wütend, daß wir so bescheiden ge 21% mal so groß als die des gesamten übrigen Deutschland, und in der Einführung von Arbeiterausschüssen, die worden sind und daß wir Forderungen aufstellen, als seien wir belief sich dem Werte nach im Jahre 1900 auf rund 160 Millionen nach Orientierung über den Arbeitsmarkt die Gebinge mit bereit, die bestehende Ordnung zu verbessern. Welch' erfreuliche Zuregeln. Auch die Auslöhnung am Lohntage selbst giebt geständnisse aus Wut, die unzurechnungsfähig macht! Gewiß ist Mark. In diesem ungeheuren Gebiet waren im Jahre 1898, dem letzten zu vielen Klagen und Beschwerden Anlaß. Es kommt vor, unser Wahlaufruf„ bescheiden", aber das liegt nicht an uns, Jahre, aus welchem eine genaue Zählung vorliegt, nicht weniger als daß die Arbeiter oft bis zu zwei Stunden mit leerem Magen sondern an der Unsäglichkeit der preußischen Zustände. Wo es sich 158 368 Arbeiter beschäftigt. Von diesen waren schon damals nur und nassen Kleidern, den Unbilden der Witterung ausgefeßt, im fragt, ob es überhaupt möglich ist, nur einige wenige echte Ver37,4 Proz. dem Berufe des Vaters als Bergarbeiter gefolgt, 14,8 Proz. Freien auf die Aushändigung des Lohnes warten müssen. treter der Volksinteressen in ein Barlament zu bringen, da wird man entstammten nichtdeutschen Sprachgebieten, der Rest rekrutierte sich Was die Höhe des Lohnes betrifft, so ist leider die amt sich zunächst genügen lassen müssen, eine Summe von Forderungen aus ehemaligen Land- oder Industrie- Arbeitern. Seit 1893 ist die liche Lohnstatistik recht unzuverlässig. Auch die Statistik der Knapp zu vertreten, durch deren Erfüllung erst die Voraussetzung für Abbrödelung des eingesessenen Bergmannsstammes und die Minderung schafts- Berufsgenossenschaft weist zahlreiche Mängel auf. Ein weit weitere Ziele gegeben werden kann. Es ist selbstverständlich, daß feines prozentualen Anteils an der Belegschaft gleichen Schritt ge befferes Mittel zur Erfassung des jeweiligen Lohnniveaus gewährt die Socialdemokratie bei jeder Gelegenheit alle ihre Ziele vertritt, gangen mit der anschwellenden, das Ruhrrevier überströmenden Flut nach Pieper ein Rückblick auf den Gang der wirtschaftlichen aber ebenso selbstverständlich ist es, daß bei einem aktuellen Wahlder fremden Arbeiter. Wie Pieper hervorhebt, bestimmt das zeitweise Entwicklung im Ruhrrevier. Die Gründerzeit schnellte die kampfe das Näherliegende in den Vordergrund gerückt wird. Aber, Sinken des Verdienstes, die zunehmende Proletarisierung der Berg- Arbeiterzahl und das Lohnniveau ganz rapide in die Höhe; da wir so bescheiden und revisionistisch" in unfren Forderungen sind, arbeiterschaft und das Schwinden des früheren Berufsansehens die dann 1875 so jäh hereinbrechende Geschäftsabflauung drückte es so ist wohl mit Sicherheit zu erwarten, daß selbst die Konservativen des manchen Bergmann, feine Kinder einem andren Beruf zuzuwenden. aber für eine lange Reihe von Jahren sehr tief herunter. Noch in preußischen Abgeordnetenhauses sich bereit erklären werden, diese kleinen Einen starken Prozentsaz der Belegschaft bilden die polnischen den achtziger Jahren streifte die Lage der Bergarbeiter mindestens Forderungen zu erfüllen, beispielsweise das gleiche Wahlrecht für Arbeiter, die infolge der schlechten wirtschaftlichen und socialen Lage, an die Grenze eines Notstandes. Vom Herbst 1880 bis zum Herbst Preußen, den Achtstundentag für die preußischen Staatsarbeiter, bie in der sie sich im Osten befinden, in Scharen auswandern. Nur 1881 wanderten aus dem Ruhrrevier allein 1700 sehr tüchtige Berg Berstaatlichung der Bergwerke und die Beseitigung aller agrarischen zum Teil verlassen sie aus eignem Antrieb ihre Heimat; teils werden leute über den Ocean. Erst der Riesenstreit 1889 trieb die Liebesgaben. Die Konservativen werden umsomehr zur Verwirk sie von Bekannten oder Verwandten nachgezogen, teils aber auch Löhne in die Höhe, aber nur für kurze Zeit; fie fielen wieder, lichung dieser winzigen Forderungen bereit sein, als ihr Organ durch Agenten der Ruhrzechen direkt angeworben. Diese Thatsache um dann mit der im Jahre 1896 einseßenden günstigen anerkennt, sie seien geeignet, die bestehende Ordnung zu verbessern. wirft ein bezeichnendes Licht auf die von gewiffer Seite betriebene Konjunktur bis in das legte Vierteljahr 1900 wieder hinaufzugehen- Auch wollen wir der„ Skonservativen Korrespondenz" verraten, daß die Polenpolitik. Dieselben Herren, die im Abgeordnetenhause nicht genug nicht zum wenigsten dank der immer kräftiger sich regenden Untergrabung der bestehenden Ordnung, von der Bebel in Dresden gegen die„ polnische Gefahr" zu wettern wissen, erblicken, sobald sie Bergarbeiter- Organisation. Die Ende 1900 hereinbrechende Krisis sprach, eben gerade auch durch die Beseitigung des ungeheuerlichen selbst einen Vorteil davon haben, in dem polnischen Arbeiter nicht blieb auch auf die Arbeiterverhältnisse nicht ohne Einfluß. Lohn- preußischen Unrechts vermittels der Forderungen des Wahlaufrufes zu mehr den Staatsfeind, sondern eine billige und deshalb willkommene reduktionen, Feierschichten und Arbeiterentlassungen waren die Folge. Wege gebracht wird. reden: Arbeitskraft, und sie lassen es sich etwas kosten, die Polen an die Im Mai 1902 waren die Durchschnittslöhne der Gesteins- und Die" Post" sucht ihren Verdruß über die Wirkungskraft des Aufneue Scholle zu fesseln. Denen, die auf den Zechen aushalten, wird Kohlenhauer pro Schicht um 50 Pfennig bis 1 Mark niedriger als rufes durch ähnliche Verlegenheitskünfte zu verbergen. Sie entnach Verlauf eines Jahres eine verhältnismäßig hohe Prämie ge- im Mai 1901, die der Schlepper, Bremser und Abnehmer um 50 bis rüstet sich, daß wir von dem Kampfe gegen die Monarchie nicht zahlt. Ja, selbst wenn eine Krisis droht und Arbeiterentlassungen 75 Pfennig, die der Tagesarbeiter um 50 Pfennig. Der durchbevorstehen, scheuen die Schlotjunker sich nicht, immer neue Scharen schnittliche Rettolohn pro Mann und Schicht war gegen ausländischer Arbeiter anzuwerben, in der Erwartung, daß sie im Mai 1901 je nach Zeche und Revier um zwölf bis gegebenen Moment die Rolle der Lohnbrücker spielen werden. zwanzig Prozent herabgegangen. Diese Lohnminderungen Betrachten wir nun die Arbeitsverhältnisse im einzelnen, so ist resultierten teils aus dem eigentlichen Abreißen der Ge zunächst das Fehlen jeder gesetzlichen Bestimmung über die Länge dinge bezw. Schichtlöhne, teils aus den zahlreich eingelegten der Arbeitszeit hervorzuheben. Das Gesetz beschränkt sich auf Feierschichten, deren Zahl so groß war, daß während einiger die Vorschrift, daß über Anfang und Ende der regelmäßigen täglichen Monate auf vielen Zechen nur bis zu 16 Tagen gearbeitet Arbeitszeit, über Zahl und Dauer der Pausen usw. in der Arbeits- wurde. Noch schlimmer waren die Arbeiterentlassungen. ordnung genaue Angaben gemacht werden müssen, bestimmt aber Manche Bergleute wurden entweder direkt aufs Pflaster gesetzt gar nichts über die Länge der Arbeitszeit. Während früher als oder es wurde ihnen freigestellt, falls sie mit dem herabNormal- Arbeitszeit für den Bergbau die achtstündige Schicht genau gefeßten Lohne nicht zufrieden seien, freiwillig abzukehren. festgesetzt war, ist es heute in das Ermessen der Becheninhaber ge- Alles in allem hat sich seit 1895 der Arbeitslohn im besten Fall, stellt, was in der Regel als Schichtzeit auf den einzelnen unter Mitrechnung der lleberschichten und bei dem Fehler der ungenauen Betrieben zu gelten hat. Da einmal die Ein- und Aus Schichtenberechnung um 32 Proz. gehoben; dagegen weist der Unter fahrt nicht in die Achtstundenschicht eingerechnet wird und da nehmergewinn eine Steigerung bis um 1000 Pro3. auf. man zweitens zu einer allmählichen Ausdehnung der Arbeitszeit Manche Werke zahlten an 50 Proz. Dividenden. Man darf dabei übergegangen ist, um das im Betriebe steckende Kapital immer aber nicht vergessen, daß die thatsächliche Steigerung der Löhne in ihrem Effekt für die Arbeiter sehr zweifelhaft ist, denn mindestens in demselben Grade wie die Löhne sich steigerten, ist auch die Lebenshaltung teurer geworden. *) Schriften des Vereins für Socialpolitik. 99. Band. Leipzig, Dunder u. Humblot. **) Münchener Volkswirtschaftliche Studien. 58. Stüd. Stuttgart, J. G. Cotta. Wir finden in dem socialdemokratischen Wahlaufruf wohl Heftige Angriffe gegen das Dreiklassen- Wahlsystem und noch heftigere gegen das Herrenhaus. Aber die gegen die Monarchie gerichteten Bestrebungen der Socialdemokratie werden darin gänzlich totgeschwiegen. Es liegt in dieser Taktik die Anerkennung der Stärke der königstreuen Gesinnung im preußischen Volke, dem man im Interesse der Partei in dem Wahlaufruf das offene Bekenntnis zum Republikanismus und zur Feindschaft gegen das Königtum der Hohenzollern nicht zu bieten wagt... Männer von wirklich fönigstreuer Gesinnung werden sich natürlich nicht so durch die Maske, welche die Socialdemokratie sich in ihrem Wahlaufruf vornimmt, täuschen lassen, sondern werden daran festhalten, daß die republikanische Tendenz und die Gegnerschaft gegen die Monarchie die Hohenzollern Grundzüge Socialdemokratie sind und demzufolge auch bei ben bevor stehenden Landtagswahlen in den Vordergrund gerückt werden müssen. Man wird nach dem socialdemokratischen Wahlaufruf den antimonarchischen Charakter der Socialdemokratie vielmehr um se kräftiger und um so nachdrücklicher schon aus dem Grunde hervors heben müssen, weil die Angst der Socialdemokratie, sich vor ihren Wählern offen zu dieser ihrer Gesinnung zu bekennen, den sichersten Beweis dafür liefert, daß sie am wirksamsten unter dem Banner der Hohenzollern- Monarchie bekämpft werden kann." der unirer " Die" Post" erkennt, daß die gerechten Forderungen unfres Wahl- list.... Für uns Katholiken ist die Heiligenberehrung einerseits die Rede über den„ welthistorischen Aft", womit er nicht das Festessen, aufrufes großen Eindruck auf die Wählerschaft machen und selbst die Wirkung unsrer Gottesverehrung und trägt andrerseits zur Erhöhung sondern die Expedition meinte. Im übrigen blieb man insofern von ihr so brünstig verehrte öffentliche Stimmenabgabe über- der Gottesverehrung bei. Origines, ein Schriftsteller des dritten den Traditionen tren, als weder den Weinen, noch den Speisen winden können. Sie weiß weiß nichts zu widerlegen, kaum Jahrhunderts, sagt schon: Wer zweifelt wohl, daß die Heiligen Pardon gegeben wurde. irgend etwas zu stammeln gegen unfre durch ihre Gebete uns helfen und uns durch die Beispiele ihrer Forderungen. Also verkriecht Thaten stärken und ermuntern?" Ein Parteitag der Antisemiten Pücklerscher Richtung( deutschsie sich in ihrer Ratlosigkeit Die Anrufung der Heiligen ist sociale Reformpartei) fand am Sonntag in Berlin statt. Vorsitzender unter das also selbst im Urchristentum nicht als eine" Nebensache" betrachtet wurde Herr Bruhn von der Staatsbürger- Zeitung". Hohenzollernbanner. Als ob das Banner alle Schmählich- worden. Im heutigen Protestantismus scheint das allerkeiten des konservativen Junkerregiments decken wollte oder könnte! dings zum großen Teil der Fall zu sein. Dafür hat ein moderner Es ist interessant: In dem Augenblick, da die„ Post"-Redaktion uns Hervenkultus weite Kreise des deutschen Volkes erfaßt." wegen republikanischer Gesinnung vervehmen zu können vermeint, Und die Centrumspresse nimmt an dieſem verwerflichen betreibt sie selbst die ungeheuerlichste Herabsetzung der Monarchie, modernen Heroenkultus" eifrig teil! indem diese als Schildhalterin aller konservativen Brutalitäten verdächtigt wird. Die" Post" als Pflegerin der monarchischen Gesinnung! Die" Post", welche selbst den Kanalbau, für den der Monarch aufs eifrigste seine ganze Autorität einfeßte, durch hinterhältige Intriguen verhinderte. rungen nicht " " Eine zweite Kundgebung erließ der Kaiser am Sonntag zur Feier der Denkmals Einweihung für seine verstorbenen Eltern. Der Kaiser hat in diesem Falle seine Eltern nicht durch eignes Feſtwort verherrlicht, sondern er hat statt einer Rede verlesen, was Geheimrat Hinzpeter über den Kaiser Friedrich und seine Kaiſer Fri ich und i Gemahlin zu Papier gebracht hat. Roch ein Wahl- Krawall vor dem Schwurgericht. Aus alberstadt wird uns geschrieben: 3immermann- Dresden beklagte sich im Bericht der Parteileitung bitter über die Nicht- Begnadigung der zu Gefängnisstrafen " Martyrium", das um Gnade winselt! verurteilten Bruhn und Bötticher; man renommierte mit diesem Interessant war die Bemertung Zimmermanns, daß Dr. Böckel das Marburger Mandat verschiedenen Herren zum Kauf angeboten habe. Zimmermann erzählte nach dem Bericht der Staatsbürger- Zeitung": " Kontrollierbare und unkontrollierbare Gerüchte durchschwirrten die Luft über die vielen Kandidaten, denen er das Mandat angeboten hatte, unter Voraussetzungen, die sehr merkwürdiger Natur waren. Auch mir war das Mandat durch Vermittelung eines Berliner Herrn angeboten worden. Ich habe darauf gar nicht reagiert, weil ich von der Ansicht ausging, daß Wahlkreise nicht zu kaufen find." Und in herrlichem Wetteifer mit den konservativen Blättern der äußersten Reaktion arbeitet wiederum die Freisinnige. Zeitung". Sie erklärt, der Wahlaufruf enthalte eine Inzahl schöner Dinge, die zu einem sehr großen Teile auch von Zimmermann, der ja in Marburg dann doch kandidierte, schwor der Freifinnigen Volkspartei erstrebt werden". Aber die dann, den ältesten antisemitischen Wahlkreis wieder zurück zu erobern; Freifinnige Volkspartei ist in der Spielart der Freisinnigen Von der Presse fast gar nicht beachtet, hat sich hier jetzt der dabei versetzte er den konkurrierenden Liebermännern einen Hieb. Beitung" so tief verfallen, daß sie ihre eignen Forde- Schlußakt eines entsetzlichen Dramas abgespielt, das dem von keit: man strich das Wort" social" aus der Firma; die Herren Schließlich wagte die Versammlung sogar einen Akt der Ehrlichmehr mit Ernst behandelt, sondern mit dem Laurahütte in manchen Punkten ähnelt. Die unmittelbare nennen sich hinfort bloß noch spöttischen Wort von schönen Dingen" besudelt, die wohl gerade Ursache war der Ausfall der Deutsche Reformpartei". Wahl vom 25. Juni. Der Ein Antrag, allen Beamten die Teilnahme an Genossenschaften, gut genug sind, um als Forderungen zu paradieren, nicht aber um heiße Wahlkampf war beendet, der Nationalliberale Rimpau Warenhäusern, Konsumvereinen zu verbieten, wurde einer langen wirklich für das Volk gewonnen zu werden. Denn wäre es der über den Socialdemokraten Bartels Sieger geblieben. Debatte gewürdigt und sodann einer Kommission überwiesen. Be" Freifinnigen Zeitung" wirklich ernst auch nur um ihre eignen„ schönen Von einer Anzahl Personen, meist Arbeitern, wurde das Resultat fanntlich begann die antisemitische Bewegung in Hessen mit der Dinge", so müßte sie es bewillkommnen, daß die Massen der Arbeiterpartei beim Roßschlächter Storte erregt besprochen und bei dieser Gründung von Konsumvereinen. jezt sich in Bewegung setzen, um das zu erringen, was der Freifinn Gelegenheit soll sich Korte- genau konnte es nicht festgestellt werden bisher nicht erringen konnte. Sie müßte sich besonders abfällig über die Socialdemokraten geäußert haben. freuen, wenn, was sie besonders betont, die Socialdemokratie ihre „ eigentlichen Ziele vertuscht", denn wenn für diese Ziele nicht Propaganda gemacht wird, so können sie im Volke keinen Anhang finden. Indem die Freisinnige Zeitung" trotzdem gegen die Socialdemokratie und gegen jedes Eintreten liberaler Wahlmänner für Socialdemokraten agitiert, beteist sie nur den vollendeten Kretinismus ihrer Politik und leistet der brutalsten Reaktion erwünschten Dienst. Deutfches Reich. M Erprobung cines nenen Gewehrmodells. In der Presse lesen wir: Troß der Einführung des verbesserten Gewehrs Modell 98/02 werden die Versuche mit neuen Waffen ununter brochen fortgesetzt. Seit furzem sind 4 Compagnien des Garde Grenadier Regiments Nr. 5 in Spandau mit ganz neuen Gewehren probeweise Gewehr, indes ist die Herstellungsart und das Material von jenem cusgerüstet. Das Kaliber ist dasselbe, wie bei dem jezigen abweichend. Je 2 Compagnien haben Versuch s= gewehre verschiedener Systeme. Ausland. Wie der Zar reist. Da Korte fast nur Arbeiterkundschaft hat, wurden einige Arbeiter über diese Worte sehr erregt, und der Dachdecker Kotte, der die Worte gehört, erzählte davon in einem daneben befindlichen Restaurant. Auch dort rief die Nachricht 1111 geheure Entrüstung hervor und wie ein Lauffeuer verbreitete es sich durch die Stadt: Korte habe auf die Socialdemokraten geschimpft. Von vornherein sei bemerkt: Socialdemokraten, als solche bekannt, befanden sich nicht unter den Gästen bei Korte. Nun wurde von einigen Leuten ein sog." Flugblatt" entworfen, welches die Boytottierung des K.schen Lokals anregte; dieses Flugblatt wurde am 26. Juni verteilt und enthielt auch allerlei Anspielungen auf K.s Vergangenheit. Außerdem klingelte einer Namens Müller den Anläßlich der Absage des Zarenbesuches in Italien veröffentlicht Tert in einigen Straßen aus. Natürlich sammelte sich bald eine Peter Struve in der„ Dswobschdenje"( Befreiung) zwei Aftens Am Sonnabend wurden zwei Söhne des Kaiſers, die Prinzen große Menschenmenge an, ein„ Arbeiter" Schmidt hielt als Be- ſtücke, die beweisen, wie der Zar bei sich zu Hause zu reifen pflegt. August Wilhelm und Oskar, konfirmiert und aus diesem Anlaß hielt trunkener eine„ Rede" gegen den Roßschlächter und bereits um Sie lauten: der Vater bei der Abendtafel eine Ansprache an die Söhne. Auch Aktenstück Nr. 1. Schuhmaßnahmen, die anzudiese Familienangelegenheit wird durch die offiziöse Depeschen- die einige Scheiben zertrümmerten. 9 Uhr flogen die ersten Steine gegen das K.sche Haus, wenden sind in den Dorfschaften auf der Route der Allerhöchsten agentur und deren höfische Vermittler zu einer öffentlichen AnSchließlich wurde der Durchfahrt von der Stadt Arzamas in die Sarowo- und Divecogelegenheit, zu einem wahrhaften Staatsereignis erhoben. so stürmisch, daß die Polizei eine Massenver- Klöster und über Kirchdorf Gluchowo nach Arzamas zurück. Im haftung vornahm, wobei jedoch die eigentlichen Urheber und vollen Umfange wird die familiäre Ansprache eines Vaters an seine Schürer des Standals nicht erwischt wurden. Eine große Anzahl die unbewohnten, sowohl die, welche sich auf dem Wege selbst 1. Alle Baulichkeiten, sowohl die bewohnten als auch Söhne in alle Winde hinaustelegraphiert und die bürgerliche Presse der Leute, die an dem Unfug attiv und passiv teilgenommen, hatte befinden, als auch die, welche von dem Wege rechts und links in der bewährt auch bei dieser Gelegenheit die grandiose Befähigung, jegliche fich deshalb jetzt wegen- Landfriedensbruchs vor dem Schwur- Entfernung von 10 Saschen( Faden) liegen, müſſen zwei Tage vor Aeußerung, die aus dem Munde des Monarchen kommt, byzantinisch gericht zu verantworten. zu umschmeicheln. Ein Doppelfest bei Hofe. Der Kaiser verglich in der Ansprache die Konfirmation mit dem Tage, an dem der Offizier, der Soldat den Fahneneid ableistet. Ihr seid," sagte er, vorgemerkt als Streiter Christi. Ihr sollt " Persönlichkeiten" werden, wie Christus die persönlichste Persönlichteit" war." Dann führte der Redner aus: " Krawall erst dazu gekommen, als die Menge bereits versammelt war, und Die Mehrzahl der Angeklagten, soviel wurde festgestellt, waren Da fast alle angetrunken waren, ergriffen sie nun gegen den Roßschlächter Partei. der Durchfahrt sorgfältigst von einer Kommission untersucht werden. Die Kommission besteht unter Mitwirkung von Offizier( wo solcher vorhanden ist) und aus dem Dorfältesten zwei Zeugen- aus einem Polizei und einem Gendarmerie der Ortschaft. Den Vorsiz in der Kommiſſion führt der rangälteste Offizier. Diejenigen Baulichkeiten, welche für ihre Besitzer Der Vorsitzende fragte einen der„ Rädelsführer", ob er denn nicht besonders nötig sind, werden von der Kommission versiegelt, Ihr habt in Eurem Unterricht und werdet es noch in nicht gewußt habe, daß bei Wahlen die Volksmenge erregt sei. Der und vier Stunden vor der Allerhöchsten Durchfahrt hat sich die Zukunftvon Weisen, Staatsmännern, Königen und Fürsten, auch von Frage des Vorsitzenden, ob ein Angeklagter Socialdemokrat sei, ant- sonderes Bedürfnis einstellt, in eine versiegelte Baulichkeit von vielen großen Menschen gelesen und gehört, Angeklagte antwortete, daran habe er gar nicht gedacht. Auf die Kommission von der Unversehrtheit der Siegel zu vergewissern. Anmerkung: Wenn später bei den Besitzern sich ein be. Dichtern. Ihr habt von manchen Worte und Aussprüche wortete dieser mit ja, worauf der Vorsitzende erklärte, er lege zivar Zutritt zu bekommen, so kann dies in Anwesenheit der gelesen, und sie haben Euch erhoben, ja sogar begeistert. wenig Wert auf die Beantwortung der Frage, aber er meine, der beregten Kommission geschehen; nachher wird die Gewiß! Welcher deutsche Jüngling sollte sich nicht erhoben fühlen Angeklagte hätte doch wissen müssen, daß bei Wahlen das Volf Baulichkeit wieder versiegelt. und fortgerissen werden von begeisterten Liedern, z. B. von erregter sei als sonst. Ein andrer Angeklagter soll gesagt haben: unserm Körner. Aber trotz allem, es sind Menschenworte. Es kommen keine Menschenworte irgend einem einzigen Worte unsres selbst essen." Ihm konnte aber nichts bewiesen werden. Ein AnDie Pferdewürste kann Rimpau, der gewählte Abgeordnete, Herrn gleich. Und das sei Euch gesagt, damit Ihr auch in der steht und Meinungsaustausch hört und selber Meinungen aus- und wieder ein andrer sollte junge Burschen zum„ Steineschmeißen" Lage seid, es zu vertreten, wenn Ihr einst im Strudel des Lebens geklagter hat einen Polizisten mit einem Stein am Helm getroffen, tauscht über Religion, vor allem über die Person unsres Heilandes. mit der Schleuder aufgehegt haben. Aus purer Dummheit", sagte Es hat niemals eines Menschen Wort fertig gebracht, Leute aller ein Angeklagter, habe ich mitgeworfen, als die andern Rassen und Leute aller Völker gleichmäßig zu denselben Zielen warfen. zu begeistern, danach zu trachten, ihm gleich zu sein, ja jogar ihr Leben für Ihn zu lassen. Und das Wunder ist nur dadurch zu erklären, daß die. Worte, die er gesprochen hat, Worte des lebendigen Gottes sind, welche Leben erwecken und lebendig bleiben nach Tausenden von Jahren, wenn der Weisen Worte längst vergeffen sein werden." " Die Zeugenvernehmung 2. In den oben erwähnten Baulichkeiten darf nach der UnterPerson verbleiben, bis zu dem Moment, wann der Schutz( ochrana) suchung keine fremde, zu der Familie des Besizers nicht gehörende aufgehoben ist. werden in jedes Haus, welches sich auf dem Wege befindet, 3 wei 3. Vierundzwanzig Stunden vor der Durchfahrt Schuylene placiert, welche darüber zu wachen haben, daß ein Fremder weder das Haus noch den Hof betrete. 4. Vier Stunden vor der Durchfahrt werden hinter den auf dem Wege liegenden Häusern Schußleute, Polizeiwächter oder Soldaten nach Bedarf aufgestellt, die darüber zu wachen haben, daß niemand den Weg, auf dem die Durchfahrt erfolgt, betrete. 5. Alle auf die Straße gehenden Fenster oder werden. Deffnungen müssen mit Brettern zugeschlagen 6. Die Polizei und die Dorfobrigkeit hat alle in den Dorfschaften wohnenden Leute und alles, was in den Dorfschaften vorgeht, streng zu überwachen. 48 Stunden vor der Allerhöchsten Durchfahrt muß das Dorf von allen unbekannten Personen gesäubert werden. 7. Am Tage der Allerhöchsten Durchfahrt müssen in den am Bege liegenden Dorfschaften alle hunde an die Kette geegt und jämtliches Bich eingesperrt werden. ( Gezeichnet:) Gouverneur Generallieutenant Unterberger." Attenstück Nr. 2: brachte sehr wenig zu Tage. Der Roßschlächter Korte stritt die orte ab und von den andern Zeugen will sie niemand gehört haben. Der Dachdecker Kotte wird nicht einmal vereidigt. Man begreift, daß der Redner sich in den jugendlichen Geist Der Staatsanwalt plädierte für strenge Anwendung der Gesetzes der Söhne hineindachte und darum, als er Weise und paragraphen, während die vier Verteidiger nach Möglichkeit für milde Dichter in Vergleich mit dem Stifter des Christentums setzen wollte, Strafen eintraten, weil sich wohl keiner der Angeklagten der Gefahr, nur auf den jugendfrischen, aber für die menschliche Kultur gleich in die sie sich begaben, bewußt gewesen sei. Auch sei doch zu berückgültigen Körner wies. Nicht richtig richtig ist eg aber, wenn sichtigen, daß man es ausnahmslos mit solchen Arbeitern zu thun die Größe des Stifters des Christentums gerade daran gezeigt wird, habe, deren Bildungsgrad ein sehr minimaler sei. daß sein Wort vor dem aller andren Menschen in allen Rassen und Die Geschworenen Völkern Begeisterung erweckt habe. Dieser Größe darf sich be- bejahten trotzdem die Frage nach dem Delikt: Landfriedensbruch, kanntlich insbesondre die socialistische Idee rühmen, die in weshalb sämtliche Augeklagten mit Ausnahme eines Lehrlings, der neuer Art und geeignet für die Kultur unfrer Zeit den besten Inhalt der Erziehungsanstalt überwiesen wurde, zu schweren Zuchtder Liebeslehre bei allen Völkern international verbreitet und zur Haus resp. Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Verwirklichung bringt, wobei die Anschauungen der Einzelnen über die historische Existenz und den wahren Charakter des Stifters des lautet nämlich: Gegen den Maler Karl Müller auf 2 Jahre Christentums gänzlich dahingestellt bleiben. Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust und Stellung unter PolizeiDer kaiserliche Redner hat dann in mannigfachen Wendungen Aufsicht(); gegen den Arbeiter Rob. Schmidt auf 1 Jahr feinen Söhnen empfohlen, daß der Angel- und Drehpunkt unfres 3 Monate Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust und ebenfalls Stellung menschlichen Lebens nur einzig und allein in der Stellung liegt, die unter Polizei- Aufsicht; gegen den Handschuhmacher Paul Friedrich und gruppieren sich zu beiden Seiten des Weges. man zu seinem Herrn und Heilande einnimmit"; das sei ihm selbst Ewe auf 1 Jahr Gefängnis; gegen den Färber Rudolf Freders- 2. Der Dorfälteste, die Sotsky und die Desjatskh kon von Jahr zu Jahr flarer geworden. Weiter wendet er sich gegen dorf auf 6 Monate Gefängnis. Die übrigen Angeklagten: Arbeiter trollieren, daß keiner von den Fremden, welche nicht zu den die„ moderne" Auffassung, daß man sich unter den heutigen Ver- H. Horn, E. Brecht, A. Waage, Meyer, Hornung, Einwohnern der Dorfschaft gehören, sich in die Gruppe einmischt. hältnissen nicht so eingehend mit dem Heiland beschäftigen könne. May erhielten Gefängnisstrafen von 6 Wochen bis 12 Monaten. Wenn jedoch zufällig ein Fremder sich zugefellt und es ist nicht Dann wiederum tadelte er den Heiligenkultus, wie ihn die kathom ganzen wurden verhängt: genug Zeit, um ihn gänzlich zu entfernen, so wird er hinter der lischen Gläubigen pflegen; Gruppe unter Aufsicht der Polizei oder vertrauenswürdiger Personen aufgestellt. Das Urteil 31 Jahr Zuchthaus, 10 Jahr Ehrverlust und 521 Monat Gefängnis! ,, Und die Menschheit hat sich neben dem Herrn den Himmel ausgefchmidt mit vielen herrlichen Gestalten, frommen Christen, Jm Zuschauerraum spielten sich nach Verkündigung des die Heilige genannt werden, und an die sie sich hilfesuchend Urteils herzzerreißende Scenen ab, die sich bis auf die Straße wenden. Aber das ist alles Nebensache und eitel. Der einzige fortsetzten. Helfer und Netter ist und bleibt der Heiland." Und schließlich wurde den Söhnen empfohlen, zu schaffen und zu arbeiten ohne Unterlaß, zu wirken zu Nuz und Frommen der Mitmenschen. Urteil richten müssen. Die Steuerkonferenz der deutschen Finanzminister, die wir in der Sonntagsnummer erwähnten, ist bereits am Montag in Berlin zufammengetreten. Es gilt neue Mittel zu finden, um die Besitzlosen zu schröpfen. " Befehl an die Einwohner der Ortschaften auf dem Wege der Allerhöchsten Durchfahrt aus Arzamas nach den Sarowo- und Divecoklöstern und zurück. 1. Die Einwohner jeder Dorfschaft, durch welche die Allerhöchste Durchfahrt erfolgen wird, versammeln sich bei dem Einfahrtsgegeben wird, zu dessen Bezirk die betreffende Dorfschaft gehört, thor zur bestimmten Stunde, welche von dem Landhauptmann ans 3. Von der Linie der Durchfahrt haben die Gruppen in einer Entfernung von zehn Saschen zu stehen. 4. Auseinandergehen dürfen die Einwohner mit Erlaubnis des rangältesten Polizei- Offiziers, nachdem die letzte Equipage aus den Augen verschwunden ist. zu 5. Es ist den Einwohnern gestattet, bei der Einfahrt Bögen errichten und ihre Häuser mit Grün und Flaggen zu schmücken. ( Gezeichnet:) Generallieutenant Unterberger. Nischni- Nowgorod, am 3./16. Juli 1903. Nr. 3500." Struve fügt hinzu: Diese Lehre für die Lebensprayis entspricht dem, was jeder tüchtige Bater seinen Söhnen auf den Weg giebt. Und alles kommt Schmackhafte Kriegserinnerungen. Die Offiziere des unseligen an auf die Anwendung der Grundsäße. Soll für die chinesischen Abenteuers wollen durchaus nicht, daß die Vorschußsittliche Lehre des Christentums ernstlich gewirkt werden, so werden Lorbeeren, die sie auf den Stachezug genommen haben, verwelten; diese Attenstücke erdichtet. Aber ich will vor jedem Gericht Ich fühle, daß man mich in Verdacht nehmen wird, ich hätte die kaiserlichen Prinzen so ungefähr gegen alle Einrichtungen der und so sind sie auf den Einfall gekommen, die Ruhmesblätter all- ihre Authenticität beschwören. heutigen kapitalistischen und militaristischen Gesellschaftsordnung ihr jährlich durch Begießen mit edlen Weinen frisch zu halten. Am ihre Authenticität beschwören. Sonnabendabend veranstalteten die Offiziere im Berliner ,, Kaiserhof" zum zweitenmal ein Erinnerungseffen an die chineschen HeldenZum ruffisch- japanischen Konflikt. man verzehrte u. a. die folgenden des Kaisers über den Heiligenkultus. Freilich so gelinde, wie die Waldersee- Kraftbrühe, Mocturtle- Suppe a la Leffel, gelbe Meer- folgendes ausgeführt wird: Die Beziehungen Rußlands und Japans wißigen Gerichte: bringt in Form einer Wiener Depesche eine Mitteilung, in der u. a. sonst dem Katholicismus so geneigte Haltung des Kaisers gebietet: steinbutte mit Bendemann- Tunte, Canton- Hammelrücken, Schantung- find zwar kritisch, doch sind alle Nachrichten über " Der Kaiser giebt in diesem Passus offenbar einer irrigen An- Gemüse, Gänseleber in der Kruste aus Basting- fu, mandschurische ein ultimatum unbegründet. Thatsache ist, daß Rußland schauung über die Heiligenverehrung in der katholischen Kirche Aus- Fasanen, Salat aus den kaiserlichen Gärten von Peking, Jltis zum erstenmal bei seinem ununterbrochenen Fortschreiten durch Asien bruck, wie sie in protestantischen Kreisen leider allzu viel verbreitet Bomben, gesammelt in den Taku- Forts. Graf Waldersee hielt eine entschlossenen Widerstand gefunden hat. Japan ist bereit, den * " Die Centrumspresse wendet sich bereits gegen die Ausführung und thaten. Die Speisenkarte war mit Waldersees Bildnis geziert London, 19. Oktober. Die Zeitung Sunday special Frankreich. Die Fortdauer der nordfranzösischen Streits beschlossen. Wolffs Depeschenbureau meldet: Armentières, 19. Oktober. Die Textilarbeiter haben sich in der gestrigen allgemeinen Abstimmung mit großer Mehrheit für die gestrigen allgemeinen Abstimmung mit großer Mehrheit für die Fortsetzung des Ausstandes ausgesprochen. Von rund 12000 Arbeitern und Arbeiterinnen beteiligten sich 8576 an der Abstimmung. 7264, unter diesen 700 Belgier, stimmten für den Ausstand und 1300 gegen ihn. Dünkirchen, 19. Oftober. Die Kohlenverlader haben sich durch eine allgemeine Abstimmung für die Fortsetzung des Ausstandes aus gesprochen. angenommen: Concordia Consolidation Gelsenkirchener. Harpener Hibernia 1900 1901 • 29 Proz. 25 Proz. 1902 18 Proz. 30 27 27 " 13 12 10 $ 17 12 10 • 10 " 15 13 10 . Kölner Bergwerk. 331 Magdeburg. Bergwert 462/ Nordstern. 20 321/2 30 25 42 35 " 20 16 " 30 321/2 biplomatischen Verhandlungen durch seine Arme el der Redaktion des Parteiblattes an, deffen Artikel Verlorene Tage"| lich brauchen die Walzwerke nicht für die Zukunft zu sorgen. Am und Marine Nachdruck zu geben, während Rußland im Vordergrunde der Diskussion stand und allgemein mißbilligt wurde. nächsten Tage wieder dringen Klagen in die Deffentlichkeit, daß neue diplomatische Winkelzüge macht. Die Entscheidung über In der letzten Versammlung am Donnerstag führte Gil 3 ba ch aus: Aufträge bei den Walzwerken nicht einlaufen, folglich wird verkündet, Krieg und Frieden liegt jest in erster Linie in den Händen des Die drei Parteiversammlungen seien nötig geweſen, um Klarheit zu daß diese einer traurigen Zukunft entgegensähen usw. Admirals Alexejew, eines Günstlings des Großfürsten Constantin, schaffen. Er sei von den Parteigenossen aufgefordert worden, gegen des Herrn von Plehte und des Herrn Bezolwazo. Man weiß, daß den Artikel Stellung zu nehmen. Wenn der Artikel„ Verlorene Tage" England und Frankreich bei ihrem beiderseitigen Verbündeten einen nicht gekommen wäre, würden die Kölner Genossen eine Resolution Die armen Kohlenzechen. Wie wir bereits in letzter Nummer freundlichen Ausgleich das Wort reden und Frankreichs Stimme ist gegen den Parteitag ähnlich wie die gegen den Lübecker angenommen berichteten, hat das Rheinisch- westfälische Kohlensyndikat sofort nach immer noch in Petersburg und Darmstadt mächtig. haben. Als der Artikel kam, sei es natürlich gewesen, daß sich der seiner Erneuerung sich daran gemacht, die Großhandelspreise für Groll gegen diesen entlud. Der Artikel sei verfehlt gewesen und habe Hausbrandkohle um 1 M. zu erhöhen, während für Industriekohlen die Rollen vertauscht. vorläufig noch auf wie lange? die bisherigen Preise bestehen Es wurde zum Schluß gegen 15 Stimmen folgende Resolution bleiben. Anscheinend hält die Syndikatsleitung die Profite der Syndikatszechen für zu niedrig und glaubt deshalb in tiefem Mitleid „ Die Parteiversammlung des Wahlkreises Köln- Stadt erklärt sich mit seinen Pflegebefohlenen, die Gewinne aufbessern zu müssen. urteilt auf das schärfste das Gebaren der Cenossen, die durch die Art die bedeutendsten der Zechen während der letzten drei Jahre gezahlt mit den Beschlüssen des Parteitages in Dresden cerstanden, ver- Wie nötig solche Aufbesserung ist, zeigen folgende Dividenden, welche Schriftstellerdebatte diese über Gebühr ausdehnten und ihr den geihrer in persönlichen Angriffen bestehenden Verteidigung in der haben: hässigen Charakter gaben, und bedauert lebhaft, daß der Ton, in dem die Debatten des Parteitages geführt wurden, die im Interesse der Sache erforderliche Mäßigung vielfach vermissen ließ. Die Parteiversammlung spricht ihre Mißbilligung aus über den das Urteil der " Rheinischen Zeitung" über den Parteitag enthaltenden Artikel " Verlorene Tage", der den Ansichten und dem Urteil der Parteigenossen von Köln- Stadt nicht entspricht." Aus Furtwangen wird berichtet, daß die Parteigenossen im Anschluß an den Bericht über den Parteitag die Haltung des„ Volksfreund" bezw. dessen Redaktionsführung einer scharfen Kritik unterzogen. Besonders mißbilligte die Versammlung die einseitige Art der in revisionistischen Sinne gehaltenen Bestrebungen der Redaktion unfres Parteiorgans und verwahrt sich entschieden gegen den in Nr. 232 erschienenen Aufruf enthaltenen Vorwurf der Byzantinerei und des Personenkultus. Die Versammlung ist der Ansicht, daß dieser Aufruf, der von verschiedenen Seiten als Jeremiade bezeichnet wurde, besser unterblieben wäre, und hofft vom Landesvorstand, daß in Zukunft durch geeignete Mittel Aenderung geschaffen und die weitere Fortentwicklung der Parteipresse zum Nußen derselben gesichert wird. Um den Karlsruher Volksfreund" hat sich überhaupt ein lebhafter Streit entsponnen. Gegenüber den Verhandlungen und Beschlüssen einiger Parteiversammlungen, die gegen den Volks freund" in ähnlicher Weise Stellung nahmen, wie es hier wieder aus Furtwangen berichtet wird, veröffentlichte die Redaktion mehrere Zuschriften von Parteigenossen, die der Redaktion beipflichteten und sich gegen die erwähnten Beschlüsse wandten. Das Herold Bureau macht folgende Mitteilungen: In Armentières und Houplines hat gestern das Referendum über die Wiederaufnahme der Arbeit stattgefunden. In den meisten Stinmlokalen fungierten Lehrer und Professoren als Vorsitzende. Die Abstimmung, an welcher auch Frauen teilnahmen, erfolgte mit größter Ruhe. In Armentières wurden 5074 Stimmen für und 1099 gegen die Fortsetzung des Ausstandes abgegeben, in Houplines 2152 resp. 190. Damit ist die Fortdauer des Streiks gesichert. In Dünkirchen stimmten von 400 Berechtigten nur 140; von diesen ivaren 73 gegen und 67 für Wiederaufnahme der Arbeit. Alle Hafenarbeiter- Berbände müssen sich nunmehr ſtatutengemäß den streifenden Dockarbeitern anschließen. Unter erneuten Friedensbeteuerungen sind der französische Präsident und der König von Italien geschieden. Victor Emanuel sagte auf dem Abschiedsbankett: „ Als ich die Front der schönen Truppen entlang ritt und sie verbeimarschieren sah, mußte ich immerfort an dieses edle Heer denken, in welchem Vaterlandsliebe, Tapferkeit und Disciplin teuere Traditionen sind, die sich nie verleugnen, und mir schlug das Herz bei der Erinnerung an die Zeiten, wo französische Soldaten ihr Blut neben den italienischen Soldaten vergossen. Glücklich, daß die Ursachen, die sie zusammen auf die Schlachtfelder führten, aufgehört haben zu eriftieren, und mit dem Wunsche, daß hinfort die militärischen Kräfte der Nationen allein der Sicherung des Friedens dienen, spreche ich Ihnen im Augenblicke des Scheidens von Paris erneut meine volle Dankbarkeit für den der Königin und mir bereiteten Empfang aus. Ich erhebe mein Glas auf Ihre Gesundheit, auf den Ruhm des französischen Heeres und das Glück Frankreichs." Schalter Gruben Man sieht, die armen Zechen und ihre finanziellen Hintermänner haben eine Profitaufbeffernng durchaus nötig. Konvention haben die deutschen Zuckerraffinerien mittels Kartellierung Die Folgen des Zuckerwuchers zeigen sich. Trotz der Brüsseler den Preis so hoch geschraubt als es angesichts des verminderten Ueberzolls nur möglich war. Sie glaubten jenen lleberzoll von 4 M., um den der Einfuhrzoll für Zucker höher ist als die Inlandssteuer, voll ausnußen und einen Ertraprofit von einigen Duyend Millionen in die Tasche stecken zu können. Nun erscheinen soeben im Reichs- Anzeiger" die Daten der Ein- und Ausfuhr von Zucker im September d. J. und diese ergeben, daß das Ausland den deutschen Zuckerwucherern einen Strich durch die Rechnung macht. Wenn auch im Verhältnis zum Verbrauch die Zuckereinfuhr nur gering ist, so hat sie an und für sich doch eine ganz bedeutende Steigerung erfahren. Obwohl in den beiden letzten Jahren bereits die Einfuhr im September infolge besonderer Verhältnisse sehr hoch war, erreichte die diesjährige In Oldenburg stellte sich der Delegierte Hug bei der September- Einfuhr mehr als die Hälfte der GesamtBerichterstattung auf den Standpunkt, daß man kein Recht habe, e infuhr in jedem der beiden Vorjahre. Und vergleicht man damit jemand des Revisionismus zu beschuldigen, so lange er nicht die Not- die Einfuhr der Jahre 1893 bis 1901, so ergiebt sich, daß die dieswendigkeit des Klassenkampfes und der selbständigen politischen Aktion jährige September Einfuhr fast so groß ist wie die ges der Arbeiterklasse verneine. Die Taftikdebatte sei seiner Meinungsamte Jahreseinfuhr jenes Zeitraums von 1893 bis 1901! nach wohl mehr aus Rücksicht auf die Parteientwicklung in Frankreich Die„ Deutsche Zuckerindustrie" weist darauf hin, daß über die Hälfte und Italien und durch die Furcht einer lebertragung dieser Taktik der Einfuhr aus raffiniertem Zucker bestand. auf Deutschland, als durch Vorkommnisse in der deutschen Partei eine ernste Mahnung für diejenigen sein, die heute die „ Es mag dies hervorgerufen worden. In der Diskussion traten alle Redner dieser Raffinadepreise in Deutschland fest sezen," fügt fie Ansicht bei. hinzu. Diese diejenigen" sind das Kartell der Raffinerien! Will dieses nicht den deutschen Markt verlieren, so muß es seinen Wucheraufschlag fahren lassen und ohne Ausnutzung des Ueberzolles die Preiſe festsetzen, denn das Ausland ist mm einmal trop des vollen lleberzolls, den es zu tragen hat, in der Lage, das Inland zu unterbieten. Wenn aber der Inlandspreis ohne jenen Kartell zuschlag festgesetzt wird, hört die ausländische Konkurrenz auf. Hus Industrie und Handel. Präsident Loubet antwortete mit folgendem Toast:„ Die Worte, die der Anblick unsrer Truppen Eurer Majestät eingegeben hat, werden nicht verfehlen, Frankreich zu Herzen zu gehen. Stolz auf sein Heer and überzeugt, unter seinem Schute ruhig seine beharrliche und Zur Marktlage in den Vereinigten Staaten von Amerika. fruchtbare Arbeit fortseßen zu können, wird Frankreich Eurer Majestät Unfre Darlegung im letzten Wochenbericht, daß die Eisenbahndafür Dank wissen, daß Sie unsre gemeinsamen ruhmreichen Er Bauthätigkeit in der Union beträchtlich abnimmt, die Frachttransporte innerungen wachgerufen haben. Das von italienischen und zurückgehen und baldigst eine Reihe Bahnen sich zu größeren französischen Soldaten für dieselbe Sache ver Arbeiterentlassungen gezwungen sehen würden, hat schneller gossene Blut soll für den Frieden und die Bestätigung gefunden, als wir selbst erwarteten. Eine New Einigung( union) zwischen unsern beiden Nationen nicht verloren sein. Ich danke Ihnen herzlich für Ihren Vorker Depesche der" Daily Mail" befagt, aus den Kreisen Besuch, ich danke ehrerbietig der Königin dafür, daß sie im Glanz ihrer der Pennsylvaniabahn verlaute halboffiziell, daß die Bahn die Anmut und Güte nach Paris gekommen ist, und trinke auf den Ruhm Absicht, zwei Millionen Pfund Sterling für Ver des schönen und tapferen italienischen Heeres und das Glück Italiens." besserungen ihrer Anlagen aufzuwenden, auf Italien. gegeben habe; der Ankauf von neuen Schienen sei bereits eingestellt. Ferner hätten, da sich Ersparungen als Zu den Gerüchten einer Ministerkrise meldet" Capitale", der notwendig erwiesen, mehrere Bahnen Arbeiter in größerer Zahl entMinister des Aeußern Morin werde Montagabend oder Dienstag früh nach Rom zurückkehren; es sei aber nicht richtig, daß unmittelbar früh nach Rom zurückkehren; es sei aber nicht richtig, daß unmittelbar lassen, und zwar die New Yorker Central- Bahn 2500, nach dem Eintreffen des Ministers ein Ministerrat abgehalten werde die Union Pacific- Bahn 3000 und die Illinois zur Beratung der Frage, ob das Kabinett zurücktreten solle. Das Central- Bahn 1800 Mann. Blatt fügt hinzu, die Frage, ob das Kabinett wegen Das ist nur der Anfang; weitere Arbeiterentlassungen dürften der Aufschiebung der Reise des Kaisers von baldigst folgen. Und die deutschen Zuckerfabriken, die schließlich am meisten durch solche Manipulationen leiden, wie sie der Ring der Raffinerien beliebt, lassen sich dessen Terrorismus immer noch gefallen! Das beweist, in welche Abhängigkeit die Zuckerfabriken von den Raffinerien in jener Zeit gerieten, als sie gemeinsam aus der vom Staate ihnen in splendidester Weise gefüllten Schutzzoll- Futterkrippe schmausten! Jegt, wo die Raffinerien sich noch mehr als wie die Zuckerfabriken herangemästet haben, verdrängt der Stärkere den Schwächeren- wie das das Ende vom Liede bei allen Kartellen und Ringen ist. Unter Führung der bekannten Londoner Minenfirma Wernher, Beit Internationales Konsortium zur Hochhaltung der Minenkurse. . Co. hat sich, wie die„ National- 3tg." meldet, ein internationales Konsortium gebildet, dessen Zweck vornehmlich darin besteht, planmäßig auf dem Londoner Goldminenmarkt zu intervenieren, um auf diese Weise allmählich eine Gesundung" dieses Marktes herbeizuführen. Rußland zurücktreten solle, bestehe überhaup+ Auch mit den großen Schiffsbau- Gesellschaften sieht es mißlich Die Wiederherstellung normaler Verhältnisse an der Londoner nicht, sondern sei von der Opposition erfunden aus. Die Morse Iron Works and Doh Dock Coe, die noch vor Börse ist", heißt in dieser Meldung, so zu sagen, ein gemeinsames worden. Minister Morin werde dem Ministerpräsidenten Zanardelli furzem 2200 Arbeiter beschäftigte, hat sich als zahlungsunfähig erscheint deshalb begreiflich, daß sich an der Bildung des erwähnten Interesse der gesamten internationalen Haute Finance, und es erInstruktionen des Königs und Mitteilungen des italienischen Bot- klären müssen, und die Firma William Cramp and Sons Ship- and Konsortiums nicht nur Londoner, sondern auch maßgebende und schafters in Petersburg überbringen und dann werde über die zu ergreifenden Maßnahmen beraten werden, weil man die Angelegen- Engine Building in Philadelphia, die größte Schiffsbau- Gesellschaft führende Firmen der Pariser und der hiesigen Börse beteiligt haben. heit nicht auf sich beruhen lassen könne. Es sei notorisch, sagt der Vereinigten Staaten, hat sich nur dadurch vor dem drohenden Die Namen der beteiligten hiesigen Institute sind in den letzten " Capitale" weiter, daß Kaiser Nikolaus nicht von unberufenen, Bankrott zu retten vermocht, daß sie sich gegen Zusicherung Tagen vielfach in der Presse genannt worden, doch waren die besondern von amtlichen und verantwortlichen Persönlichkeiten beraten finanzieller Hilfe gewissermaßen unter Kuratel einiger großer Bank- treffenden Angaben durchweg ungenau. Nach unsren Informationen worden sei, und jetzt handle es sich darum, die üblen Eindrücke, die institute stellte, die jetzt mit einer Reorganisation beschäftigt sind. hat für Berlin die Dresdener Bank die Führung des Konsistoriums überder Kaiser empfangen hate, richtig zu stellen. Die Aufschiebung der Reise sei nicht auf den Bericht des russischen Polizeidirektors, sondern die den großen deutschen Handelsblättern von New Yorker Korrespon- für Deutschland beigetreten sind. Interessant sind die Berichte vom amerikanischen Eisenmarkt, nommen, dem von den hiesigen großen Bantinstituten ferner die Diskontogesellschaft, die Darmstädter Bank und die Nationalbant auf den Botschafter Nelidoff zurückzuführen, der stets gegen die Reise denten eingesandt werden. So meldet z. B. die" Frankfurter andre kleinere Firmen beteiligt sein." Daneben sollen noch einige gewesen sei. England. Zeitung": " Gerammte Panzerkolosse. Beim Manöverieren vor Cap Finisterre tam es in der Nacht zum Sonntag zu einem Zusammenstoß zwischen den britischen Panzerschiffen Prince George" und" Hannibal". Die Karambolage scheint eine recht schwere gewesen zu sein. Die beiden zusammengeratenen Ungetüme sind nach Ferrol geschleppt worden. Der Prince George" ist unterhalb der Wasserlinie schwer beschädigt. Das Wasser soll im Schiffsraum 9 Fuß Hoch stehen und das Schiff außer stande sein, unter eignem Dampf zu gehen oder seine Maschine zu benutzen. Man befürchtet, daß der Prince George" zu groß ist, um in das Dock von Ferrol einzuTaufen, und daß er deshalb auf den Strand gesetzt werden muß, um ihn vor dem Sinken zr retten. Schweden. Socialdemokratischer Wahlsieg. Trotz des schändlichen kommunalen Wahlunrechts, das dem reichen Bürger bis zu 100 Wahlstimmen verleiht, wurde am 15. d. M. bei der Ergänzungswahl in Eskilstuna der socialdemokratische Kandidat C. A. Flodin, Ortsbevollmächtigter des Eisen- und Metallarbeiter- Verbandes, als Stadtberordneter gewählt. Er erhielt 8218 Stimmen von 906 Wählern, während für den nächsten Gegenkandidaten 4602 Stimmen von 104 Wählern, für einen dritten Kandidaten 2892 Stimmen von 52 Wählern abgegeben wurden. Afien. Attentatsverfuch, Kein sondern Einbruchsdiebstahl. Aus London wird gemeldet: Es stellt sich heraus, daß es sich bei dem angeblichen Sprenganschlag gegen die englische Gesandtschaft um einen Diebstahl von Artilleriematerial gehandelt hat. Die Diebe schleppten die Ausrüstung eines Geschüßes und andre Gegenstände aus dem Lagerraume fort; als ihnen aber der Weitertransport zu viel Mühe verursachte, brachten sie einen Teil des Gestohlenen draußen zur Explosion und machten sich dann aus dem Staube. Ein eigenartiger Diebstahl immerhin. Auch die sofortige Signalisierung des Diebstahls durch eine Explosion ist nicht ganz alltäglich. -Partei- Nachrichten. Nach dem Parteitage. Die Kölnischen Parteigenossen beschäftigten sich in drei Versammlungen mit dem Parteitage. Die Verhandlungen nahmen die Form einer Auseinandersehung zwischen den Parteigenessen und der Mit andern Worten, durch Interventionsfäufe und andre Praktiten sollen zunächst die niedrigen Kurse einer Reihe Minenaktien systematisch in die Höhe getrieben, und dann soll versucht werden, zu diesen Kursen die schönen Anteile, die heute noch in den Schränken der Gründer und Bankinstitute ruhen, im lieben Publikum unterzubringen. Gewerkschaftliches. Die Roheisenmärkte beginnen ernste Schritte zu thun, um die Produktion zu vermindern. Im Osten wie im Westen wurden Konferenzen abgehalten, um eine gemeinsame Aktion zu stande zu bringen. Beabsichtigt ist, eine Reduktion von wenigstens 20 Proz. auf der Basis der September- Produktion durch Ausblasen einiger Hochöfen sowie Arbeitseinstellung von 1 oder 2 Tagen pro Woche usw. Man nimmt an, daß die Produktion den Konsum nur etwa 10 Proz. übersteigt und daß die geplante Einschränkung bereits nach einem Monat eine gesundere Geschäftslage herbeiDas Recht zum Streifpoftenstehen Wortklauberei! führen werde. Einige Werke haben bereits mit Aus- Am vergangenen Mittwoch stand der Bauarbeiter Kühn wegen blasen der Hochöfen begonnen, um die in die Wege ge- angeblicher Streitausschreitungen vor der dritten Straffammer des leitete Aktion abzuwarten, ohne weiteren Verlusten vor hiesigen Landgerichts I. Die Anklage lautete wie üblich auf verzubeugen. Die Konsumenten haben sich noch nicht zu größeren suchte Nötigung, Vergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung und Abschlüssen bewegen lassen, trotz der Aussichten einer MinderIn der Verhandlung, die unter Berlin und Umgegend. produktion. Daß dieselben nur geringe Vorräte bejizen, ist daran Straßenpolizeikontravention. ersichtlich, daß die Aufträge immer auf sofortige Lieferung lauten. Leitung des konservativen Abgeordneten Landgerichtsrat Busch Als nicht unmöglich betrachtet man, daß die geringe Ausfuhr von stattfand und ebenso selbstverständlich zu einem sehr zweifelhaften Baumwolle aus dem Süden nach Europa so niedere Frachtsäge Beweisergebnis wie zu einer herben Verurteilung( zu einem Monat seitens der Dampfschiffs- Gesellschaften zur Folge haben werde, Gefängnis) führte, bezeichnete der Staatsanwalt die Anerkennung daß ein Erport von Roheisen ermöglicht und dadurch die des Rechts zum Streifpostenstehen als Wortklauberei; jeder StreikLage des Marttes im Süden gebessert wird. Die posten gefährde erfahrungsgemäß die öffentliche Ordnung und dürfe Nachfrage für fertige Eisen und Rohprodukte hat fich verstärkt; die Preise sind im allgemeinen fest. Die dieser ohne weiteres, nur weil er Streifposten sei, von Polizeiwegen alzwerte haben anscheinend nicht nötig, für die Zukunft fortgewiesen werden. Der Verteidiger wandte sich scharf gegen diese bange zu sein und frühzeitige Preisreduktionen eintreten gefährliche und verkehrte Rechtsauffassung, zollte aber dem Staatsanwalt ob seiner Ehrlichkeit Beifall; er habe den geheimen Grundzu lassen." gedanken, der die Polizei und gar oft auch die Gerichte bei ihrer Beurteilung des Streifpostenstehens leite, frei von den üblichen Verflausulierungen ausgesprochen; sein Wort sei für die Arbeiterbewegung Goldes wert. " Dagegen berichtet die Vossische Zeitung" aus New York: Die Lage des Roheisenmarktes ist eher freundlicher, die Na chfrage hat sich gebessert, Fertigfabrikate liegen unregelmäßig, manche günstig; aber die Fertigstahlwerte flagen zum größten Teile. Stahlschienen sind fest; die Leiter der Bahnen scheinen die Unterbringung ihres nächstjährigen Bedarfes vorzubereiten. Seitens der Der Streik und die Aussperrung in der Metallindustrie. In der gestrigen Streifversammlung der Metalldrücker führte Die Berichte stehen genau auf demselben Niveau, wie die Pawlowitsch in seinem Referat aus, daß die Bewegung zur amerikanischen kapitalistischen Presse; speciell die Meldung Zeit auf einen Ruhepunkt angekommen sei. Dieser und jener der Frankfurter Zeitung" ist mir ein getreuer Abklatsch der New Fabrikant bewillige, die große Masse der Fabrikanten möchte wohl Yorker Zeitungsauffassung. Ein tieferer Einblick in die ökonomischen recht gerne nachgeben, getraue sich aber nicht aus Furcht vor den Zusammenhänge fehlt vollständig; je nachdem wie sich in dem be- leitenden Scharfmachern, diesen Schritt zu thun. treffenden Moment die Nachfrage zum Angebot auf dem Markt stellt, Fabrikantenvereinigung werde versucht, diejenigen Firmen, die be= willigt haben, zur Zurücknahme ihrer Unterschrift, also wird die ganze Situation beurteilt. Die Folge ist, daß fast von Tag zum Vertragsbruch zu verleiten, bisher jedoch ohne Ers zu Tag die Berichte sich gegenseitig widersprechen. Einige Bahnen folg. Die gröbsten Lügen über die Bewegung sowie über bestellen, um den letzten Rest ihrer in Angriff genommenen Arbeiten die Streifenden würden namentlich int der bürgerlichen fertigzustellen, noch so und so viel Tausend Tonnen Schienen, folg- Provinzpresse verbreitet, so z. B. auch die Geschichte von der " " zu Drohung mit dem Dleumattentat. Dieses Schautermärchen tischte| machte geltend, daß der gute Ruf seiner Tochter auf alle Zeiten| Anhänger mit ihrer Werbung auf der Straße borgingen oder als ob übrigens am Sonnabend noch die Staatsbürger Zeitung" ihren verloren wäre in ihrem Heimatsort Strehla, wenn dort bekannt Anti- Alkoholiker andre vor dem Wirtshaus, das sie betreten wollen, Lesern auf. Eines der wenigen bürgerlichen Blätter, die objektiv würde, daß seine Tochter nur einen Tag in einem Hause der ansprechen. Nun sage Ben Atiba noch, es gebe nichts Neues unter über die Bewegung berichteten, ist die Frankfurter Beitung". Sie Frohngasse in Stellung gewesen sei. Die Bewohner Strehlas der Sonne. Erst sucht die Reichsregierung durch ein hat sich dadurch den Zorn der Arbeitgeber Zeitung" zugezogen, machten feinen Unterschied zwischen einem Bordell und einem Reichs gesetz das Streitpostenstehen zu hindern: Der Reichstag die in ihrer letzten Nummer behauptet: Die„ Frankfurterin" hätte sich nicht anrüchigen Hause, sondern da sei eben mit der Erwähnung der lehnt das Gesez ab. Dann suchen Einzelstaaten, wie Lübeck, zum Mitschuldigen der socialdemokratischen Presse gemacht und sei Frohngasse alles gesagt. Diesen jedenfalls beachtenswerten Gründen durch Partikulargesez dasselbe Ziel zu erreichen: Das Reichsgericht ganz ins socialistische Fahrwasser geraten. Und jenes schweren Ver- fonnte sich auch das Gericht nicht verschließen. Zwar steht in der erklärt solches Vorgehen als einen rechts ungültigen gehens wird das Blatt lediglich deswegen beschuldigt, weil es über Gesinde- Ordnung nichts davon, daß solche Fälle dazu berechtigen, einen Verstoß gegen Reichsgefeße: Lübeck und Mecklen die Vorgänge so berichtete, wie sie sich thatsächlich abgespielt haben! Dienstvertrag, den man eingegangen ist, nicht zu erfüllen, aber die Sache burg müssen ihre Partikulargefeße aufheben. Nun dekretiert Der Referent gab ferner einen Ueberblick über die Entwicklung der lag hier doch immerhin etwas eigenartig. Hätte das Mädchen bei ein Polizeilieutenant: Streitposten find nicht Arbeitsverhältnisse in der Metallwarenindustrie und führte aus, daß Eingehung des Dienstvertrages von dem Rufe, in dem die Frohn- erlauben, und siehe da, ein preußisches Gericht erklärt diese sich die Intensität der Arbeit, trotzdem technische Fortschritte hier gasse steht, Kenntnis gehabt, so wäre es verurteilt worden. Sie Verfügung für rechtsgültig. Es übersieht dabei erstens, daß der wenig in Betracht kämen, in den letzten 10, 15 Jahren bestreitet das aber, und das Gericht muß ihr darin nach Lage Polizeilieutenant ein Exekutivbeamter und nicht Inhaber der Polizeiso bedeutend gesteigert habe, daß trotz der um ein Geringes der Sache Glauben schenken. Aus diesen Gründen erfolgte Auf- gewalt ist( das ist in Berlin allein der Polizeipräsident), z wo eitens, gesteigerten Wochenlöhne heute viel weniger für die Arbeit hebung der Strafverfügung und die Angeklagte wurde kostenlos daß auch der Polizeipräsident Verordnungen nur auf dem im Gesetz bezahlt werde als damals. Seit den letzten vier, fünf Jahren sei freigesprochen. aber auch der Verdienst der Arbeiter trop der Steigerung der vorgeschriebenen Wege( Publikation nicht Instruktion) erlassen kann Leistungen wieder gesunken, so daß die Arbeiter es als eine Pflicht Die Zahl der Arbeitslosen deutet auf eine Strise hin. Besonders Widerspruch stehen dürfen. Nebenbei wird das aus dem Bürgerrecht Der englische Arbeitsmarkt zeigt fortgefeßten Geschäftsniedergang. und drittens, daß Polizei- Verordnungen nie mit dem Geſetz in gegen sich selbst betrachten müßten, für bessere Löhne zu sorgen, fühlbar ist der Geschäftsniedergang in der Baumwollenindustrie und den Angeschuldigten fließende Recht, die öffentlichen Straßen zu be zumal da sie wüßten, daß die Einkommen der Unternehmer sich im Schiffbau. Von den 226 berichtenden Trades Unions mit nußen, im Urteil verlegt. Für diese vier Rechtsirrtümer des Gerichts steigerten. Der Redner erklärte zum Schluß, der Kampf werde 553 870 Mitgliedern waren 32 197 Personen( 5,8 Proz.) arbeitslos, sollen die Angeklagten je 30 M. zahlen? Das ist trop Ben Atiba nicht aufgegeben und wenn er noch so lange dauere. Die Streifenden würden sich niemals zu willenlosen Sklaven des Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit im September der letzten zehn gegen 5,5 Broz. im Vormonat und 5 Proz. im September 1902. noch nicht dagewesen. Die Angeklagten werden Revision einlegen. Unternehmertums machen lassen. Der allgemeine starke Beifall Jahre belief sich auf 4,5 Proz. der Versammlung zeugte dafür, daß die Anwesenden vollkommen 23 000 Arbeiter betroffen, davon erhielten 5000 eine Aufbesserung, Von Lohnänderungen wurden die Meinung des Referenten teilten. von 400 Pfund Sterling die Woche. 18 000 eine Herabjegung. Das Reinergebnis ist eine Lohnherabsetzung Ein schönes Beispiel von Opferwilligkeit und Solidarität gaben die vollberechtigten Streifenden dadurch, daß sie sich bereit erklärten, einen Teil ihrer im Verhältnis zu ihrem früheren Wochenverdienst doch auch nur knapp bemessenen Streitumterstüßung an die noch schlechter gestellten nicht vollberechtigten und unorganisierten Streifenden abzugeben. Aus der Frauenbewegung. " " Verfammlungen. Die Spandauer Parteigenossen beschäftigten sich in der General versammlung des socialdemokratischen Arbeitervereins mit dem von der Fünferkommission( welche von der Kreiskonferenz zur„ Regelung der Breßverhältnisse im Kreise" eingesetzt worden ist) beschlossenen Eina gehen der Laterne". Die Debatte über diesen Punkt bes schäftigte bereits eine Versammlung, eine Versammlung, konnte damals aber Welche Bedeutung man dem Kampfe in der Berliner Metall- für Frauen und Mädchen von Steglitz und Umgegend" hält am besuchten Versammlung am Dienstag blieben die brei auswärtigen Steglit. Der am 28. September gegründete Bildungsverein nicht zit Ende geführt werden. Der ungemein zahlreich industrie selbst im Auslande beilegt, mag die Thatsache erweisen, 21. Oftober, abends 81%, Uhr, bei Bogel, Flensburgerstr. 12, seine Mitglieder der Kommission trotz ergangener Einladung und ent. daß die Maschinenbauer am Clyde( Schottland) beschlossen haben, erste Vereinsversammlung ab. Herr Dr. Röder hält einen Vortrag gegen dem von der Kommission selbst gefaßten diesbezüglichen für die Ausgesperrten eine Sammlung zu veranstalten. Dies wird über Frauenkrankheiten und ihre Verhütung". Nach dem Referat Beschluß fern. zweifellos nicht der letzte Aft von Bethätigung der internationalen findet Vorstandswahl statt. Der Wichtigkeit der Tagesordnung In der ziemlich ausgedehnten Debatte wurde von sämtlichen Solidarität sein. Die Metallarbeiter am Clyde wollen sich dankbar halber werden die Mitglieder ersucht, alle pünktlich zu erscheinen. dafür erweisen, daß die deutschen Arbeiter, als sie selbst vor sieben Gäste sind willkommen. Jahren sich in einer Bewegung befanden, den Zuzug vom Festlande aus fernhielten und für die streitenden Schottländer 14 500 Pfund sammelten. Hoch die Solidarität! Achtung! Gürtler, Metallbrücker! " Rednern die Notwendigkeit der Beibehaltung der„ Laterne" betont; Das Komitee. in der folgenden, mit allen gegen eine Stimme an Bon guten Fortschritten der proletarischen Frauenbewegung fann genommenen Resolution, die der Bersammlung von der örtlichen die Vertrauensperson des 6. sächsischen Reichstags- Wahlkreises( Dresden- Parteileitung unterbreitet wurde, kommt der Standpunkt der Spandauer Land links der Elbe) Genossin Wack wig in der„ Gleichheit" be= Genossen zum Ausdruck: richten. Durch eifrige Arbeit, Die am 13. Dftober 1903 tagende Generalversammlung des die fich thätiger Förderung focialdemokratischen Arbeitervereins zu Spandau kann von dem durch die Genossen zu erfreuen hatte, ist es ihr ge- Eingehen der Paterne" und dem Uebergang zur„ Brandenlungen, die Wie uns von verschiedenen Seiten mitgeteilt wird, bemühen sich Organisation im letzten Jahre von 128 auf 280 zu steigern verhältnisse im Wahlkreise erivarten, vielmehr muß fie für die Zahl der weiblichen Mitglieder der Parteis auswärtige Metallwaren- Fabrikanten( namentlich solche in England) und diese haben, wie die Berichterstatterin sagt, im Wahl- socialdemokratische Parteibetvegung Spandaus einen kaum je wieder burger Zeitung" feineswegs eine Besserung der Breß durch Agenten und brieflich in Deutschland Arbeitskräfte anzuwerben. tampfe aufs eifrigste mitgearbeitet. Auch die gewerkschaftliche Um zu verhindern, daß Mitglieder unsres Verbandes im Auslande Organisierung der Frauen macht gute Fortschritte. Den weiblichen gut zu machenden Rückschlag befürchten. Arbeit zu andren als den jeweiligen Tarifbedingungen annehmen, Mitgliedern der politischen Organisation wird die„ Gleichheit" auf richten wir die dringende Mahnung an unsre den obigen Parteikoſten geliefert. Berufen angehörige Mitglieder, solchergestalt ihnen an gebotene Arbeit nur nach vorheriger Verständigung mit Unterzeichnetem anzunehmen. Stuttgart, den 18. Oftober 1908. Mit kollegialem Gruß Der Vorstand des Deutschen Metallarbeiter- Berbandes. J. A.: Alexander Schlide. Zum Streit der Adressenschreiber. Nach nunmehr achttägiger Dauer des Streits bei der Firma Robert Teßmer hat die Zahl der gefundenen wenigen Arbeitswilligen sich auf mur 25 vermindert. Es gelang bisher über 300 Arbeitsuchende zur Solidarität mit den Streifenden zu veranlaffen. Die Gewerkschaftskommission hat am Montag Sammellisten für die Streifenden ausgegeben. Der Geist unter den Streifenden ist ein vorzüglicher. Die Rohrer Berlins und Umgegend beschlossen in einer Verſammlung am Sonntag, in eine Lohnbewegung zur Er ringung des Tarifs von 1901 mit winzigen Aenderungen ein zutreten. Achtung, Portefeuiller! Die für den 21. d. Mts. angefeßte Generalversammlung findet der Parteiversammlungen wegen nicht statt, sondern ist auf Dienstag, den 27., vertagt. Die Drtsverwaltung. Gerichts- Zeitung. " „ Baterne" fofort etwa 1400 eser einer Parteizeitung eins Unfre Parteibewegung in Spandau würde durch Eingehen der büßen, um dafür bestenfalls etiva 100 neue Leser der Brandenburger Zeitung" einzutauschen, und ferner ginge dadurch den Spandauer Staatsarbeitern ein Blatt verloren, dessen sie sich nun nahezu vier Jahre lang, oft mit Erfolg, zum Streifpoftenftehen ist allemal strafbar, Streikende haben kein Schutz ihrer Interessen bedient haben und das sich darum auch im Recht, die Straßen zu benutzen, falls der Reviervorstand eine hohen Maße das Vertrauen weiter Kreise der Staatsarbeiter dahingehende Instruktion erteilt hat das ist der allerneueste erworben hat. Rechtsgrundsatz, der aus einem von der Berufungskammer der Die socialdemokratische Bewegung hätte also von dem Eingehen Strafkammer des Landgerichts Berlin I gestern gefällten Urteil der„ Laterne" nur schwere Nachteile zu erwarten, wohingegen folgt. Der dieſem merkwürdigen Urteil zu Grunde liegende Sach- dasselbe unfren politischen Gegnern ganz zweifellos zum Borteil verhalt ist folgender: Radtsch waren mit je 30 Mart Geldstrafe belegt, weil sie am Widersacher im Kreise los fein. Die Generalversammlung iſt Die Eisendreher Schulz und Karl gereichen müßte, würden diese doch ganz unverhofft ihren schärfsten 16. Mai vormittags gegen 1 Uhr anläßlich eines Streits in der aber auch der Ansicht, daß die Brandenburger Zeitung" gar nicht Garvinschen Maschinenfabrik auf dem Bürgersteige vor den Häusern in der Lage ist, den Spandauer Parteigenossen die„ Laterne" Drontheimerstr. 19-21 als Streifpatrouille auf und ab gingen und zu ersetzen, zumal auch die einseitige, revisionistische Schreibweise der Aufforderung eines Aufsichtsbeamten, die Gegend der Fabrik ber" Brandenburger Beitung" nur zu oft zum energischen und die Drontheimerstraße zu verlassen, feine Folge geleistet haben." Widerspruch der Parteigenossen herausfordert. Das Amtsgericht bestätigte diesen polizeilichen Strafbefehl. Gegen das Urteil legte Rechtsanwalt Dr. Heinemann Berufung ein. Er schließlich im Partei- Interesse das von der Fünfer In Erwägung alles dessen lehnt die Generalversammlung aus. legte dar, daß die Angeklagten nach feiner Richtung die Kommission beschlossene Eingehen der" Laterne" mit aller Ents öffentliche Nuhe oder Ordnung oder Sicherheit gestört hatten. Dies schiedenheit und zwar so lange ab, als nicht finanzielle bestätigte auch der Schußmann, berief sich aber auf eine allgemeine Schwierigkeiten die Spandauer Parteigenossen hierzu zwingen! Instruktion des Polizeilieutenants. Die Verhandlung verfiel der Die Generalversammlung macht es hierbei den Spandauer Bertagung, um auch den Polizeilieutenant zu hören. Im gestrigen Arbeitern zur Ehrenpflicht, unermüdlich neue Leser für unsre Termine vor der Straffammer betonten die Angeklagten: wir haben Parteipresse zu werben und so am besten zu deren weiterem niemand belästigt, nicht einmal jemand angesprochen, wozu wir Ausbau beizutragen!" freilich das Recht hatten. Wir wurden von Arbeitern darüber be- Vor Erledigung dieses Punktes erstattete der Vereinsvorstand Das Unternehmer- Ehrenwort. Wie viele hundertmal sind die fragt, weshalb so viel Schuyleute auf der Straße find. Darauf seinen Geschäftsbericht für das verflossene Quartal. Die hierauf Arbeiter schon darauf hereingefallen und immer wieder sind sie legten wir den Fragenden dar, daß und weshalb Streit bei Herrn vorgenommenen Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: Hornig gutmütig genug, das Ehrenwort der Unternehmer für bare Münze die wir uns ruhig benahmen, den Aufenthalt in der Drontheimer- Stellvertreter; Piau Kaffierer, Schuster Stellvertreter. Garvin ausgebrochen war. Der Schutzmann hatte kein Recht, uns, Vorsitzender, Weber Stellvertreter; Linz Schriftführer, Adler Als zu nehmen. Auch in Magdeburg. Dort streiken seit vier Wochenstraße zu verbieten.- Der Schumann Böchert bekundet: Wir Revisoren wurden Dähne und Thieme und in die Preßdie Klempner und Installateure. Stadtrat Kaiser, der Vor sigende des Gewerbegerichts griff als Vermitteler ein, die Innung waren vom Revierlieutenant instruiert, energii gegen kommission Konizer, Pieser und Rupprecht gewählt. ignorierte ihn. Die Inhaber der größten Geschäfte jedoch erklärten bulden. Die Angeklagten gingen vor der Fabrit nach beiden wahlen beschäftigte sich eine äußerst zahlreich besuchte Versammlung die Streitposten aufzutreten, diese nicht zu Rudow bei Johannisthal. Mit den bevorstehenden Landtagss sich zu dem geforderten Vertrage mit den Arbeitern bereit und gaben im Beisein des obigen Stadtrats und einigen Seiten hin und her. Sie sprachen öfters mit Leuten, die nach im Reimerschen Lokal am Sonntag, den 11. Oktober. In seinem beifällig Beamten ihr Ehrenwort, am Freitag die Arbeiter wieder ein- der Fabrik zugingen, dann aber nicht in die Fabrik hineingingen. zustellen und dann den Vertrag sofort zu unterschreiben. Es foftete Ich sagte den Angeklagten: Entfernen Sie sich von der Fabrik und aufgenommenen Vortrage behandelte der Referent Genosse Katzendie Thätigkeit des Landtags und die Aufgaben der Socialdie Ausständigen harte Kämpfe, che sie bereit waren, darauf ein aus der Drontheimerstraße, hier wird gestreift, bemokratie bei ben bevorstehenden Wahlen, bei welchen alles daranzugehen, allein im Vertrauen auf das: ein Mann, ein Wort! ging es soll nicht geduldet werden, daß Sie hin und her gehen: im man Freitag früh in die Werkstätten zurück. Doch was geschah? Sicherheit fordere ich Sie auf. Daß die öffentliche Ruhe, fand einstimmige Annahme. In der Diskussion, an der sich die Interesse der öffentlichen Ruhe, Ordnung und gesezt werden müsse, um für die Socialdemokratie einige Size gewinnen. Eine im Sinne des Referats gehaltene Reſolution Hochmütig wurden sie von denselben Unternehmern, die tags vorher ihr Ehrenwort ver- Drdnung, Sicherheit oder Bequemlichkeit durch die Angeklagten that fand einstimmige Annahme. In der Diskussion, an der sich die Genossen Beiersdorf, Mann, Winteltau, Brunzel pfändet, zurüdgewiesen! Selbst der Vorsitzende des sächlich gestört wurde, vermag ich nicht zu befunden. Die Gewerbegerichts konnte nicht umhin, diesen Wortbruch mit den Wendung, gebrauchte ich, weil wir instruiert und die Genoffin Bäumler- Schöneberg beteiligten, tam es bei schärfsten Ausdrücken zu brandmarken. Die Unternehmer werden Lieutenant erklärt als geuge: Daß ich dem Schußmann die schaft den Schultindern gegenüber zu einem Zwischenfall mit den uns auszubrüden. Der Polizei- der Besprechung der Verfrommungsbestrebungen der hiesigen Lehreres fich selbst zuzuschreiben haben, wenn man für ihr" Ehrenwort" Instruktion erteilt habe, ist wahrscheinlich. Ich hielt mich zu solcher überwachenden Gendarmen, welche von dem Vorsitzenden die Fest Deutfches Reich. in Zukunft feinen Pfifferling mehr giebt! Achtung! Konditoren. Vor Zuzug nach Hamburg, Altona, Ottenfen wird dringend gewarnt, da dort die Kollegen bei mehreren Firmen in den Ausstand getreten sind. Ebenso ist auch nach Berlin der Zuzug noch fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck ersucht. Ortsverwaltung Berlin und Hamburg. Die Lohnbewegung der Bauhilfsarbeiter in Solingen ist beendet. Sie haben mit den Unternehmern einen Vertrag abgeschlossen, der bis zum 1. April 1905 läuft, die Arbeitszeit regelt und bis zum 1. April 1904 einen Lohn von 39 Pf., von da an einen solchen von 42 Bf. pro Stunde festießt. Die Lohnbewegung der Maurer wird durch dieſe Abmachung nicht berührt und dauert unverändert fort. Sociales. waren, fo bon Instruktion für berechtigt, weil mir von der Fabrikleitung oder von stellung eines Versammlungsteilnehmers wegen eines bestätigenden Beamten der Fabrik mitgeteilt war, ein Arbeitswilliger habe seine Bwischenrufes verlangten. Selbstverständlich wurde dies Anfinnen ganz Papiere zurückgefordert, weil er Beschimpfungen nicht über sich ergehen energisch zurückgewiesen. Darauf Beratung der beiden Gendarmen unter laffen wolle und weil meines Erachtens die öffentliche Ruhe, Bequemlich sich und nachher Feststellung des Zwischenrufers durch den Gendarmen, feit, Ordnung und Sicherheit insbesondere mit Rücksicht auf die Vorkomm- bem fich der Betreffende bereitwillig zur Verfügung gestellt hatte. nisse, wie sie im vergangenen Herbst anläßlich eines Streits zu meiner Der Verlauf der circa fünfstündigen Bersammlung erbrachte wiederum Kenntnis gekommen waren, gefährdet waren. Thatsachen vermag ich aus den Beweis, daß auch die ländliche Bevölkerung für die Bestrebungen dem Herbst mitzuteilen, daß sich die Fabrikleitung mehrfach über Aus- der Socialdemokratie zu gewinnen ist. Die Genossen aus Johannisfchreitungen beschwert hat: es wurde auch damals polizeilich oder gerichtlich thal, welche der Versammlung beigewohnt hatten, hatten auf ihrem vorgegangen. Aus diesem Jahre führe ich an, daß ein Dreher wegen Heimweg noch eine Strecke weit Gendarmenbegleitung, aus welchen Belästigung sistiert, aber entlassen werden mußte, weil Ehrverlegungen Gründen, wurde kaum klar. ihm nicht nachzuweisen waren. Der Verteidiger, Rechtsanwalt eine, in Vertretung des Dr. Heinemann beantragt bie Letzte Nachrichten und Depeschen. Freisprechung der Angeklagten. Die Beweisnahme habe flar die Unschuld der Angeklagten erwiesen, die sich streng im Rahmen Berlin, 19. Oktober.( W. T. B.) Die Verhandlungen der zur bundesFinanzfragen hier eingetroffenen des ihnen zustehenden Rechts gehalten haben. Nachdem das Kammer Erörterung gericht wiederholt Streitposten freigesprochen hat, weil die Auf- staatlichen Vertreter haben unter Borsiz des Reichskanzlers forderung nicht im Interesse der öffentlichen Sicherheit usw., sondern am Montag Montag begonnen. In einer Die verrufene Straße und der Gesindevertrag. einleitenden Ansprache zur Behinderung des Streitpostenstehens ergangen sei, sei nun drückte Graf Bülow seine das bereit Graf Bülow seine Genugthumg über Die Dresdener Frohngasse ist eine verrufene Straße, deren gewissermaßen die Fittion instruiert worden, daß der Schußmann willige Eingehen der Bundesregierungen auf die Einladungen Charakter in ganz Sachsen bekannt ist. Zu dem Möbelhändler im Interesse der öffentlichen Ruhe usw. vorgehe. Das sei zu diesen Besprechungen aus, wies auf die ungünstige Lage der Schneck in dieser Straße hatte sich ein junges Mädchen aus Strehla durchaus unzulässig. Das Gericht erkannte auf Verwerfung Reichsfinanzen hin, die einen weiteren Aufschub der allseitig als bei Dresden vermietet, die Stellung aber nicht angetreten, weil es der Berufung. Der Schumann habe, so etwa lauteten die unabweisbar erkannten Reform nicht thunlich erscheinen laffe, inzwischen von seinem Bruder über den Charakter der Straße auf- Gründe, die Aufforderung allerdings nicht auf Prüfung hin erlassen, und unterbreitete mehrere auf seine Anregung ausgearbeitete Borgeklärt worden war. Das Mädchen wurde dafür in eine Geldstrafe ob die konkrete Sachlage die öffentliche Ruhe, Sicherheit, Ordnung schläge zur Neuregelung der Finanzbeziehungen zwischen dem von 5 M. genommen wegen Verlegung der Gefinde- Ordnung. Der und Bequemlichkeit störe, aber auf Grund einer allgemeinen Reich und den Einzelstaaten der näheren Prüfung. Diese Bater beantragte gerichtliche Entscheidung und infolgedeffen hatte sich das Instruktion, die dahin ging, Streifende im Interesse der öffent- Borschläge wurden sodann durch den Staatssekretär des Reichsschatzs Schöffengericht in Dresden mit der Angelegenheit zu beschäftigen. lichen Ruhe 2c. aus der Drontheimer Straße zu weisen. Zu folcher amts eingehend begründet. Freiherr b. Stengel wird als Stell Vor Gericht wurde festgestellt, daß weder die Stellenbermittlerin Verfügung sei aber der Polizeilieutenant als Inhaber der Polizei- vertreter des Reichskanzlers in den Reichs- Finanzangelegenheiten den noch Frau Schneck dem Mädchen etwas vom Rufe der gewalt berechtigt gewesen. Er habe aus Anlaß der Vorkommnisse Vorsitz bei den Beratungen führen, sofern der Reichskanzler persönlich Frohngaffe gesagt haben und dieses selbst erst vor furzer Zeit im Herbst und jetzt die Ruhe 2c. durch Streifposten für gefährdet durch andre Amtsgeschäfte daran verhindert ist. bon Strehla nach Dresden gekommen sei und keinerlei erachtet und das mit Recht. Freilich hätten die Angeklagten London, 19. Oftober.( B. H.) Der englische Socialistenführer Dresdener Lokalkenntnis besaß. Als fie( die Angeklagte) das Recht, sich auf der Straße zu bewegen, aber das- Hyndmann hat beschlossen, Chamberlain auf seiner Rundreise von ihrem Bruder Aufklärung erhalten, ist sie sofort zu Schnecks selbe Recht haben alle andern. Und in diesem Recht durch England zu folgen und gleichzeitig mit ihm kontradiktorische gegangen und hat dort erklärt, daß sie unter diesen Umständen werden die andren beeinträchtigt, wenn sie von Streitposten an- Vorträge über den Zolltarif zu halten. Der erste Vortrag findet am bie Stellung nicht antreten fönne. Der Vater des Mädchens gesprochen werden. Der Fall liege ebenso, als ob Heilsarmee- Freitag in Glasgow statt. Berantwortl.Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Br. 245. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 20. Oktober 1903. Ein sensationeller Wucherprozeß begann gestern vor der zehnten Straffammer des Landgerichts I. Die Anklage richtete sich gegen folgende Personen: 1. den Agenten Ernst Rosenstiel, 63 Jahre alt, evangelisch, vielfach, darunter wegen Buchers und Betruges vorbestraft, 2. den Kaufmann Benno Fraude, 3. den Hypothekenmakler Ernst Sittel, 4. den Hypothekenmakler Georg 2orff, 5. den Agenten Alfred Georges, 6. den Kaufmann Georg Schröter, 7. den Direktor des Allgemeinen deutschen Sparvereins Ludwig 3ieser, 8. den Kaufmann Gustab Jacob, 9. den Agenten Franz Sad 3 und 10. den Agenten Mar Hirschberg. Sämtliche Angeklagte sind beschuldigt, sich mehr oder weniger in wucherischer Weise an der Ausbeutung geld bedürftiger Lebemänner beteiligt zu haben, wobei die verschiedenen Fäden in den meisten Fällen in der Hand des Hauptangeklagten Rosenstiel zusammengelaufen sein sollen. Die Verhandlung versprich intereffante Enthüllungen betreffend das Geschäftstreiben der Geld vermittler und die dabei beteiligten Personen. Bei dem ersten zur Anflage stehenden Falle wegen Wuchers un Betruges kommen die Angeklagten Fraude, Rosenstiel Lorff und Kittel in Betracht, Fraude als Thäter, Rosenstiel unt Lorff als Beihelfer, während Kittel beschuldigt ist, mit Kenntnis des Sachverhalts eine wucherische Forderung erworben und die wucherischer Vermögensvorteile geltend gemacht zu haben. Es handelt sich hierbei um folgenden Thatbestand: Der Forstaffeffor Weigelt 1 Mündner, Linienstr. 19. " Borwärts IV", Herzog. " " " " Männer„ Ober„ Metall„ Echo", und Zieser noch eine Frau v. Merkel und ein Herr Weltner ProvisionsMyrthenblätter", Spät, anteile erhalten. Als besondere Anerkennung für die Dienste Haefners Georgenkirchstraße 65. Rote Nelte II" Rosin, Ruppinerstraße 42. und Ziesers gab der Graf diesen noch je einen Wechsel über 200 000 Alpenglocke", Schulze, Rathenow, Jägerstraße. Mart, im ganzen also 1 Million Mark. Auf sämtlichen Wechseln hatte Gold, Große Frankfurterstr. 133. Weddinger Harmonie", Milbrodt, der Graf den Annahmevermerk und die Schuldsumme in Zahlen und Borwärts VIII", Schurbaum, Marwizz in der Mark. Buchstaben eigenhändig geschrieben, sonst waren die Wechsel unaus: Schiller, Reinickendorf, Provinzstr. 72. Sangeslust II", Hoffmann, Bajewalkerstr. 3. Weiße Rose I", Arbeiter- Maibund", Hiemke, gefüllt. Graf Larisch ließ sich einen Revers ausstellen, daß die Wechsel Nowawes, Wallstr. 55. Streuzberger Harmonie", Rabe, Fichtestr. 29. erst nach vollzogener Ehe mit einer der Komtessen zahlbar sein sollten. Nord- Ost", Konradt, Borndorferstr. 6." Freie Feldblume", Schmidt, Der Heiratsplan zerschlug sich, es war also eine verfehlte Speku- Stalizerstr. 51/ 52.- Ginig", Liet, Markusstr. 18.- Cäcilia", Brandenburg a.H., lation gewesen, die Wechsel über insgesamt 800 000 M., die im Befiße Bettermann, Wilhelmsdorferstr. 111." Schneeglöckchen II", Potsdam, Tertilia", Wegel, Wrangelstr. 136. Haefners waren, sind noch bei diesem vorgefunden worden, Zieser will Glaser, Staiser Wilhelmſtr. 38.. dagegen seinen Wechsel über 200 000 m. vernichtet haben. Als Be- ftraße 11. „ Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60. Supferschmiede", Feind, WeinSchuhmacher", Beigmann, Andreasstr. 32. Frohsinn I", weis hierfür hat er einen Abschnitt eines Wechsels mit dem Accept Rummelsburg, Beutling, Goethe- u. Kantstraßen- Ece. Vorwärts IX" des Grafen Larisch überreicht. Weiter ist aus dem Abschnitt aber Charlottenburg, Wernice, Bismardstr. 34." Freiheitsklänge", Weihnacht, nichts zu ersehen. Ein Wechsel des Grafen Larisch über 200 000 M. Grünstr. 21.„ Rosenthaler Vorstadt", Schmitz, Brunnenstr. 150." Zu dürfte somit nicht mehr existieren. Graf Larisch ging bald darauf nach funft I", Steglitz, Schellhaſe, Ahornſtr. 15a. ,, Concordia", Lier, Alte Amerika und heiratete dort eine Dame mit riesigem Vermögen. Da Jakobstr. 119. Rosenrot", Börnich, Schwedenstr. 11a. erhielt er die überraschende Nachricht. daß bei einer dortigen Bank ein jangverein Borwärts X", Nauen, Baul Schulz, Chauſſeeſtraße Schöneweider Liedertafel", Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18.„ Georginia", von ihm acceptierter, am 15. Oftober ausgestellter Wechsel über Balzer, Grünauerstr. 14. Verband deutscher Gastwirtsgehilfen", An der 200 000 M. zur Zahlung eingegangen sei. Der Wechsel war von Stadtbahn 39 I. Walküre", Tiedemann, Weißenburgerstr. 49. Rosenstiel eingesandt worden. Bald darauf erhielt Graf Larisch auch Gewerkschaft der Maler Berlins, Conradi, Luisen- User 51. oom Angeklagten Fraude die schriftliche Aufforderung, den Wechsel arbeiter Osten", Dittmann, Blumenstr. 46. Arbeiterverein Adlershof", einzulösen. Dieser Wechsel soll gefälscht sein. Rosenstiel bestreitet Fechner, Oppenstraße 56." Fortschritt", Borchardt, Köpnickerstr. 158. dies und behauptet, daß Graf Larisch den Wechsel persönlich geschrieben Gesangverein" Lerche", Quosnick, Stargarderſtr. 3." Freie Sänger", und ihm an Stelle des nicht einflagbaren Provisionsscheines über Bernsdorf b. Königswusterhausen, Schulz." Lied hoch", Priez, Veteranen straße 18." Frohsinn", Zehdenick, Webbermin, Boststraße." Frohsinn", 200 000 m., der vernichtet worden sei, übergeben habe. Das Pro- Adlershof, Rohde, Helbigftr. 30." Frisch auf", Maaß, Brunnenstr. 96. visionsversprechen sei auch ein allgemeines gewesen, wenn Graf Arbeiter- Naucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Larisch eine Dame mit einer Mitgift von etwa im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Berlin, Putbuserstraße 44, IV.„ Eldorado", Bels, Grüner Weg 120. Grüne Eiche", Berliner Rauchklub", Reichenbergerstr. 146, Anklam. Urbanstr. 51, Bech. Neuer Ambalema", Forsterstr. 19, Udel. " Domingo", Waldemarstr. 16, Scheibe." Neuer Hain", Langenbeckstr. 7, Techtmeier. „ Blütenduft", Cotheniusstr. 8, fedtke. Ruhiga", Briberstr. 46, „ GemütlichPfeifentopf", Falkensteinstraße 5, Gonell. feit 1", Manteuffelstr. 101, Gläfer. Blaue Wolfe IV", Butbuserstr. 25. ein Streit", Tilſiterſtr. 32, Schmidt. ,, Veilchenblau", Winsstr. 56, Dimte. , Eldorado I", Beels, Grüner Weg 120. Geranium", Graf, Löwestr. 8. bergerstraße 8, Wachs. " Seegras", Liegnigerstr. 18, Manegold." Bolldampf", Münche ,, Victoria", Heiler, Borhagenerstraße 21. ,, Edelweiß", Steglit, Leb, Florastr. 2. Gloria", Schulz, Bankstr, 3b. Zukunft", Neu- Weißensee, Neuendorf, Friedrichstr. 5.„ Labat zur Asche", Ungar, Tauroggerstr. 10." Weichselduft II", Schulz, Neu- Weißensee, Sternspize", Grüner Hain", Rott, Straßmannstraße 23. Sedanstr. 24. " Weichselduft", Krabbenhöft, RöslinerStrujemark, Rixdorf, Jägerstr. 69. straße 3." Feste Männer", Prosen, Marstr. 13c.„ Gemütlichkeit VI", Charlottenburg, Strummestr. 69." Excelsior", Eiffert, Lübbenerstr. 23. " Fidele Brüder", Littauerstr. 14. „ Einfach", Link, Wrangelstraße 86. Gesundbrunnen", Sellerstr. 14. Rose Rose I", Lorenz, Urbanstr. 35. Dewets Eiserne Pfeife", Engler, Schulstr. 5." Solide", Scholz, Bossener straße 1." Feste Brüder Moabit", Schöz, Bremerstr. 71. Rauchlos", Rigdorf, Kramer, Ziethenstr. 68." Unverzagt", Gruber, Friedenstraße, Ede Koppenstraße. 1900", Richter, Lehninerstr. 7." Freie Stunde", " Mayland", Woll, Kastanien- Allee 75. Martsteinstr. 2. Schumacher, Bücklerstr. 18. Freiheit", Bieber, Straßmannstr. 27." Freie Männer", Steglig, Kramer, Arbeiter Turnerbund. Dienstag und Freitag: Turnverein ,, Fichte", Berlin, abends 8-10 Uhr: 2. Männerabt.: Skaliberstr. 55/56; 4. Männerabt. Moabit, Siemensstr. 20; 5. Männerabt.: Wattstr. 16; 6. Männerabt.: Stallschreiberstr. 54; 9. Männerabt.: Müllerstr. 168; 10. Männerabt.: Petersburgerstraße 4; 11. Männerabt.: Fürbringerstraße 33; 1. Lehrlingsabt.: Friedenstr. 37; 3. Lehrlingsabt.: Boechstr. 17/20; 6. Lehrlingsabteilung: abteilung: Mariannen- Ufer 1a. 2. Damenabt.: Aderstr. 67; 3. SchülerReichenbergerstr. 67/70; 8. Jugendabt.: Höchftestr. 36/37; 1. Damen abteilung: Moabit, Siemensstr. 20.- Arbeiter- Turnveerein Neu- Weißenfee" im Prälaten, Lehderstr. 122." Freie Turnerschaft Stralau- Rummelsburg". Von 7-9 Uhr für Zöglinge; von 9-11 Uhr: Männer- Abteilung, Rummelsburger Boltsgarten, Hauptstr. 4. Arbeiter- Schwimmerbund. Anfragen an F. Menschel, Neu- Weißensee, Langhansstr 114. Abends 72 Uhr. Neptun", Seebad Weißensee. " Gut Nag", Bolks- Badeanstalt, Turmstr. 85a." Hellas", Dienstag und Freitag, Stralauer Allee 5. Arbeiter- Radfahrerbund, Solidarität". Gau 9( Prov. Branden war Befiher eines Gutes in Ostpreußen. Im Jahre 1891 war er 20 Millionen Mark mit seinen Hypothekenzahlungen im Rückstande geblieben und es heiraten würde. Graf Larisch bestritt, daß er den Wechsel geschrieben drohte ihm die Subhastation, wenn er die Zinsen nicht beschaffte. E habe und behauptete, es sei einer von den Wechseln, die er in Wieswandte sich wegen einer Hypothek in Höhe von 30 000 Mart an Rosen stiel, welcher seine Vermittelung auch zusagte. Weigelt brauchte aber baden an Zieser und Haefner gegeben habe. Ist diese Darstellung richtig, so kann es nur der an Zieser gegebene Wechsel sein. Als befofort etwas Geld und um dieses zu beschaffen, wandte er sich an zwe tastend wird angeführt, daß der von Rosenstiel geltend gemachte Freunde, den Dr. Hilbers und den Bergwerksdirektor Haas, welche Wechsel genau denselben Druck und dieselbe Papierfarbe zeigt, wie die ihn mit zwei Accepten über je 6000 M. unter die Arme griffen. Diese in Wiesbaden benutten. Es wird angenommen, daß Rosenstiel und beiden Wechsel bot Weigelt dem Angeklagten Rosenstiel zum Diskon Zieser bei diesem Betrugsversuche gemeinschaftliche Sache gemacht an. Rosenstiel wandte sich an Lorff mit dem Auftrage, die Wechse haben. bei Fraude zu diskontieren, wobei er ihm aber einschärfte, zu ver Mit Vorstehendem ist noch ein Fall wegen Wuchers verbunden. schweigen, daß er, Rosenstiel, bei dem Geschäft beteiligt sei. Frauds Graf Larisch sich mit Zieser und Jacob in Wiesbaden befand, ließ sich, da die Auskünfte über die drei Wechselverpflichteten günsti lauteten, dazu herbei, zunächst den einen der Wechsel über 6000 M vurde dem ersteren vorgestellt, daß er im Falle des Zustandekommens zu diskontieren. Er zahlte dafür 5000 M., 500 M. erhielt Rosenstiel Wechsel schicken, die dieser und Zieser mitunterzeichnen müßten, aber der Heirat noch Mittel zur Verfügung haben müsse. Er solle an Jacob so daß für Weigelt noch 4500 m. verblieben. Der zweite Wechse dafür zu gleichen Teilen an dem Erlöse partizipieren wollten. Graf über 6000 M. wurde dem Lorff auch von Fraude diskontiert. Diese Parisch sandte dann einen Wechsel über 2000 M. an Jacob, der ihn zahlte für den Wechsel nur 2500 M. bar und gab außerdem ein Pfer für 1650 m. versilberte. Graf Larisch erhielt davon nur 500 M., in Zahlung, das er mit 1500 M. anrechnete. Lorff zog sich 500 m mußte aber später den Wechsel über 2000 M. einlösen. Provision ab, so daß für Weigelt nur 3500 M. übrig blieben. Der Wechsel wurde dann durch Kittel, der von Fraude nur vorgeschoben Vorsitzende erklärt aber, daß zunächst die beiden vorgenannten Fälle Es liegen noch mehrere Fälle des Wuchers und Betruges vor, der sein soll, in Höhe von 4500 M. geltend gemacht. Schwurgerichtssaale unter der Leitung des Landgerichtsdirektors zur Erörterung gelangen sollen. Die Verhandlung findet im kleinen Höppfe statt. Die Anklagebehörde vertritt Staatsanwalt Mersch= berger, als Verteidiger sind die Rechtsanwälte Dr. Löwen ste in, Leonh. Friedmann, Hoffstädt, Alfred Fuchs, Röhrig, Ulrich, Morris, Dr. Alfred Ballien und Justizrat Wronker zur Stelle. Fraude soll sich ferner zum Nachteile des Dr. Hilberg in einem anderen Geschäfte des Betruges schuldig gemacht haben. Dem weitaus intereſſanteſten Teil der Anklage liegt folgende Fall zu Grunde, bei dem es sich um Urkundenfälschung und versuchte Betrug handelt: Der jugendliche Da der Zeuge Weigelt erst Dienstag erscheint, so sollten über diesen Fall am Montag nur die Angeklagten vernommen werden. Die dabei beteiligten Angeklagten bestreiten sämtlich ihre Schuld. Das Geschäft mit Weigelt sei nicht ohne Risiko gewesen und deshalb hätten entsprechende Opfer gebracht werden müssen. Es wird dann zur Vernehmung der Angeklagten übergegangen, die bei dem Falle Larisch beteiligt sind. Beachtenswert ist die Aussage des 25jährigen Grafen Larisch, " " " Graf Franz Larisch- Mönnich entstammt einer reichen östreichischen Adelsfamilie. Er studierte im Jahre 1890 in Leipzig Medizin. Obgleich ihm hohe Mittel zur Verfügung standen, war seine Lebensweise doch eine solche, daß er in Schulden geriet. Im Juni 1900 wandte er sich an Rosenstiel, der ihm zunächst ein fleines Darlehn von 100 m. gab, wofür Graf Larisch ihm aber ein Accept über 225 M. ausstellen mußte. Dann verwies Rosenstiel ihn an zwei Agenten, von denen Graf Larisch Rennpferde auf Kredit kaufte und etwas bares Geld erhielt. Nach cinem Vierteljahr war die Schuldenlast des Grafen auf 40 000 m. angewachsen. Ende des Jahres kam der Vater des Grafen Larisch der eindringlich auf die Bedeutung des Eides hingewiesen worden nach Deutschland und regulierte die Schulden seines Sohnes. Bei ist. Im Gegensaße zum Angeklagten Rosenstiel behauptet der Zeuge, burg.) Aue Zuſchriften und Anfragen, den Bund betreffend, find zu richten dieser Gelegenheit legte Rosenstiel dem alten Grafen einen Wechsel daß er bei seinem ersten Geschäft mit ihm gegen einen Dreimonats- an den Gau- Borfizenden Karl Fischer, Berlin NW., Baldstr. 8. Arb. Radf. über 2500 M. vor, den er von dessen Sohn für seine Bemühungen wechsel von 225 m. nicht 190, sondern nur 90 M. erhalten habe. dem 8. und 21., Schöneberg, Meiningerstr. 8. Verein" Rigdorf", Bergstraße 151/152.„ Borwärts", jeden Dienstag nach erhalten haben wollte. Der alte Graf Larisch einigte sich mit dem Der Zeuge schildert die Einleitung der Heiratsgeschichte im wesent- dorf, Berlinerstr. 40. " Vorwärts", Wilmers Norden 1900", Bankstr. 32d. Boran I", Diens Angeklagten dahin, daß er für den Wechsel 1200 M. zahlte. Num lichen so wie der Angeklagte Rosenstiel. Richtig sei es, daß er am tag nach dem 15., Landsberger Allee 40/41." Frisch auf", Dienstag nach gab Rosenstiel noch einen Wechsel über 5000 m. sowie eine Anzahl 16. Oftober 1900 an Rosenstiel einen Provisionsschein in Höhe dem 1. und 15., Baumschulenweg, Baumschulenstr. 14. Stern", Luden Blanco- Accepte, die er vom Grafen Larisch zur Besorgung von von 200 000 M. ausgestellt habe, der fällig sein sollte vier Wochen walde, bei Helau." Stern", nach dem 1. und 15. bei Jordan, AltGeldmitteln erhalten hatte, heraus. Graf Larisch mußte nun an- nachdem die standesamtliche Trauung mit der ihm vorgeschlagenen Landsberg„ Lur", Adler, Linienstr. 216." Oberspree", Ober- Schöne nehmen, daß Rosenstiel weitere Wechsel von seinem Sohne nicht Dame mit 20 Millionen Mark Mitgift stattgefunden habe. Aber weide, Wilhelminenhofſtr. 4. Vorwärts", Lemte, Slamen bei Spremberg. hinter sich hatte. Schon vor dieser Schuldenbegleichung, als Gras unwahr sei es, daß er diesen Provisionsschein gegen einen Wechsel verein, Wilhelmshof, Ebersstraße 81. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Schöneberger Theater Arbeiter Theaterverein Vors Larisch von seinen Gläubigern arg bedrängt wurde, hatte Rosenstiel umgetauscht habe. Als er dann später in Wiesbaden die übrigen wärts", Otto Bachgänger, Swinemünderstr. 34. Sängerchor II des„ Berihm geraten, sich durch eine reiche Heirat von allen Verlegenheiten Provisionswechsel an Haefner und Zieser ausstellte, sei dies auf liner Spar- und Bauverein", Genossenschaftshaus Schreinerstr. 70. zu befreien. Rosenstiel hatte nämlich von dem Mitangeklagten Zieser einmal und an demselben Tische geschehen. Seiner Ansicht nach Gesangverein" Thalysia", Friedrichstr. 211. Privat- Theatergesellschaft feit längerer Zeit in Geschäftsverbindung gestanden, die dadurch ge- seien die dazu benutzten Formulare auch von gleicher Farbe und" Brandenburgia" Englischer Hof, Neue Roßstraße 3. Zither winnbringend war, weil Zieser mit vielen hochstehenden Personen Schachverein„ Namenlos", Mund Fühlung und dem Angeklagten Rosenstiel unter anderm früher auch gleichem Druck gewesen. Wie bereits erwähnt, ist der von Rosenstiel verein Einigkeit", Mariannenstraße 19. Elisabethstr. 30. Neuer Berliner Schachklub", Stralauerstr. 4. Männergesangverein die Fürsten Karl und Victor v. Vſenburg- Birstein zugeführt hatte. staltet, wie die in Wiesbaden benußten Formulare, was für die An- monita- Berein" Symphonie itu. 190. 11 geltend gemachte Wechsel hinsichtlich Papier und Drud genau so ge= Von Zieser hatte Rosenstiel erfahren, daß von süddeutschen Heirats- nahme spricht, daß es der an Zieser übergebene Provisionswechsel Berlin 1902", Restaurant Zimmermann, Bappel- Allee 27. „ Radrennklub Seeadler, vermittlern gräfliche Partien für die war. Der Zeuge erklärt, daß ihm gar nicht der Gedanke gekommen Arbeiter Skatbund Berlins und Umgegend. Buschriften sind zu wäre, er fönne noch in Anspruch genommen werden, nachdem er in richten an Quentert, Marfiliusstr. 15 II." Freiheit", Bergemann, Gericht Amerika geheiratet hatte. Er bleibe mit aller Entschiedenheit dabei, straße 43." Hoher Norden", Harder, Stargarderstr. 13.„ Unverdrossen", daß er niemals an Rosenstiel einen Wechsel über 200 000 m. ge- Putbuserstr. 32. geben. Die Angaben des Zeugen betreffend die Geldangelegenheit mit den Angeklagten Ziefer und Jacob deckten sich mit denen der Angeklagten. Auf Befragen des Vorsitzenden, ob der Zeuge vielleicht später einen Wechsel an Rosenstiel gegeben haben könne, erwidert der Beuge, daß er den Angeklagten nach seiner Abreise nach Nürnberg nicht mehr gesehen habe. brei Komtessen v. F. bei Nürnberg gesucht würden, deren jede angeblich ein Vermögen von 20 Millionen Mark besitzen sollte. Rosenstiel machte den Grafen Larisch mit Bieser bekannt und nun wurde folgender Plan gefaßt: Graf Larisch sollte versuchen, in unauffälliger Weise eine gesellschaft liche Annäherung an die Familie v. Faber herbeizuführen. Er sollte zu diesem Zwecke nach Nürnberg und Wiesbaden reisen. Sollte der Blan gelingen, so hätte er allerdings Wechsel in erheblicher Höhe auszustellen. Bevor Graf Larisch abreiste, stellte Rosenstiel ihm vor, daß er doch eigentlich der Vater des glücklichen Gedankens ge= wesen sei und ihm hierfür eine entsprechende Belohnung gebühre. Graf Larisch ließ sich darauf bewegen, ihm ein vom 16. Oftober 1900 datiertes schriftliches Versprechen zu geben, ihm im Falle des Gelingens 200 000 m. auszahlen zu wollen. Einige Tage später traf Graf Larisch mit den Angeklagten Bieser und Jacob in Wiesbaden zusammen und wurde dort mit dem Agenten Haefner, der die Verbindung mit der Familie v. Faber vermitteln sollte, bekannt gemacht. Als Provision für die Heiratsvermittlung wurde ein Betrag von 600 000 Mark ausgemacht. Graf Larisch mußte fünf Wechsel acceptieren, drei à 100 000 und zivei à 150 000 m. Es sollten hiervon außer Haefner Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner ReichstagsWahlkreis. Todes- Anzeige. Am 17. Oktober verstarb unser Mitglied, der Schlosser Hermann Meyer, Stettinerstr. 48. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Dienstagnachmittag 3 Uhr, vom Trauerhause aus nach dem neuen Pauls- Kirchhof in Blötensee statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Kollege 30502 Hermann Meyer am Sonnabend, den 17. Oktober, aus dem Leben geschieden ist. Die Kollegen der Abt. Hübner A. E.-G. Ackerstraße. Die Beerdigung findet heute Dienstag, den 20. Oftober, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Stettinerstr. 48 aus nach dem St. Pauls- Kirchhof( Seestraße) statt. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Be weise herzlicher Teilnahme sowie für die vielen und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, Erkner- Baustellen unvergeßlichen Mannes fage ich allen " Lorbeerkranz", Kürsten, Dranienstr. " Marktpreise von Berlin am 17. Oftober 1903 nach Ermittelungen des lgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue D.- Ctr. Weizen, gut D.- Ctr. 15,85 15,81 Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Stalbfleisch Hammelfleisch Butter Nachdem noch ein Fall des Wuchers gegen Rosenstiel zur Sprache gekommen, in welchem dieser einem Darlehnssucher gegen einen Dreimonatswechsel von 1200 m. 900 m. verabfolgte, wird die Ver-+ Gerfte, gut handlung bis Dienstagvormittag 9 Uhr vertagt. Sigung haben Dienstag: " * Roggen, gut mittel gering mittel 15,77 15,73 6,00 4,00 1,80 1,20 " 15,69 15,65 " 1,50 1,10 " " 13,05 13,03 " 1,80 1,10 13,01 12,99 2,00 1,20 " " 22 gering 12 12,97 12,95 1,80 1,10 " 14,50 13,40 2,60 2,00 " mittel 13,30 12,20 " gering thafer, gut A 12,10 11,00 Eier Starpfen 60 Stüd 5,00 3,00 1 kg 2,20 1,20 15,80 14,80 Aale 2,60 1,40 " " mittel 14,70 13,80 Bander 3,00 1,00 " " " gering 13,70 12,80 Hechte " " 2,00 1,00 " 4,00 3,50 Barsche 1,80 0,80 " 7,30 4,70 Schleie " " 3,20 1,40 40,00 25,00 Bleie 1,40 0,80 " 50,00 25,00 Strebse per Schock 15,00 3,00 60,00 " 20,00 * ab Bahn. Arbeiter: Sängerbund Berlins und Umgegend. I. Borfizender: Julius Meyer, Urbanstr. 131, IV. Erster Kassierer: Seifrit, Fidicinstr. 16. Alle Richtftroh Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Gustav Schönthal, eu Erbfen Annenstr. 10. Uebungsstunde abends 9-11 Uhr.„ Gerechtigkeit" ( Westen), Bartel, Bülowstraße 59." Olympia", Zimmermann, Grüner Speisebohnen Weg 29. Linsen " Hand in Hand I", Jurran, Naunynstraße 86. | Streuzberg", Hasenheide 58.„ Edelweiß", Lippke, Melchiorstraße 15. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Hermann Meyer am 17. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Oftober cr., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Stettinerstr. 48 aus nach dem neuen Pauls- Kirchhof in Blößensee statt. Rege Beteiligung erwartet 123/9 Die Ortsverwaltung. Freunden und Bekannten, insbesondere Kopfläuse Ber billig, günft. Zahlung, nur b. Bauer meinem gesamten Personal, meinen Catholy, Buchhorsterstraße, 5 Min. aufrichtigsten Dant. ab Schule. 52 Std. bis jetzt vert. Näh. Schulz, Rigdorf, Lenaustr. 12/13.* 25626 28itwe Marie Boehme geb. Brauer. Unschädlich. Erfolg überraschend. In Drogerien 50 Pfg schwinden sofort d Puffi Am Sonnabendabend 74 Uhr starb nach langem schweren Leiden meine innigft geliebte Frau Lina Schönberg geb. Kopp im 40. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an Hermann Schönberg, Gipsstr. 9. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 21. cr., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Sophien- Kirchhofes, Freienwalderstraße, aus statt. 2563b Teilzahlung Auf aller + frei Wagen und ab Bahn. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teil- Kranz- und Blumenbinderei nahme bei dem Hinscheiden unsres unvergeßlichen Sohnes und Bruders, des Posamentiers Max König Don Robert Meyer, nur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen- u. Blumena sagen wir hierdurch allen Freunden Arrangements, Bouquets, Guirlanden und Bekannten, namentlich den usw. werden sein u. preiswert geliefert. Posamenten- Arbeitern und Arbeiterinnen der Filiale II zu Berlin unfren herzlichsten Dank. 25666 Im Namen der Hinterbliebenen Carl König sen. Berlin, den 19. Oftober 1903. 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Bitte genau auf" Baus Nr. 15 b und G. Laden vom Rofen thaler Tor" zu achten. Einladung ser Arbeitnehmer von den Wahlabteilungen nachstehender Betriebe der Orts den Schöneberg. Gemeindebezirk Lichtenberg Mittwoch, den 21. Oftober, abends 8 Uhr, im Obstschen Saale, Arbeitnehmer zur Generalversammlung für die Wahlperiode 1901/1904. l. Fabrikbetrieb.( Zum Fabrikbetriebe gehören diejenigen Fabriken, in welchen keine Dampffraft zc. zur Verwendung kommt.) II. Transportgewerbe. II. Alle Handwerke.( Zu allen Meiningerstraße 8: Volks- Versammlung 92861-280 Rixdorf. Mittwoch, den 21. Ottober, abends 8 Uhr, in der ,, Neuen Welt", Hasenheide 108-114: Volksversammlung. Tages- Ordnung: Vor 25 Jahren. r Grimmerung an das vor 25 Jahren zur Erinnerung an das vor 25 Jahren in Kraft getretene Socialistengefeb. 204/5 Zages Drdnung: 204/16 in Kraft getretene Socialistengeset. Referent: Reichstags- Abgeordneter Eduard Bernstein. Der Einberufer. Handwerken gehören diejenigen aigsT, Nach 25 Jahren." Referent: August Bebel. Centralverband der Maurer Werkstätten, wo nicht fabrik: mäßig die einzelnen Erzeugnisse durch verschiedene Hände fertiggestellt, sondern jedes Stück von einer Person angefangen und fertiggestellt wird.) IV. Landwirtschaftsbetriebe.( Zum Landwirtschaftsbetriebe gehören die Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Vorwärts- Buchhandlung Adhtung! Der Einberufer. Rabitzputzer. Adtung! Die zu Mittwoch, den 20. d. M., einberufene Versammlung fällt aus. Volks- Versammlungen statt. An diesem Tage finden in a Il en Stadtteilen öffentliche Wir fordern unsre Kollegen auf, Mann für Mann in diesen Versammlungen zu erscheinen. Der Vorstand. in der Land- und Forstwirtschaft SW., Lindenstraße 69( Laden). 252/19 beschäftigten Arbeiter und Betriebsbeamten.) V. Betriebe mit Dampffeffeln zc. ( Zu den Betrieben mit Dampfteffeln gehören diejenigen, in denen Dampfteffel oder durch elementare Kraft ( Wind, Wasser, Dampf, Gas, heiße Luft 2c) bewegte Triebwerke zur Verwendung kommen, sofern diese Verwendung nicht ausschließlich in vorübergehender Benukung einer nicht zur Betriebsanlage gehörenden Kraftmaschine besteht.) VI. Geschäftsbetriebe der An: wälte und der Krankenkasse. Zufolge Ausscheidens von zehn Delegierten zur Generalversammlung find Erfahwahlen erforderlich. Es sind zu wählen: a) aus dem Fabrikbetrieb Vertreter, ein b) aus dem Transportgewerbe" ein Vertreter, c) aus dem Betriebe„ Alle Handwerke" drei Vertreter, d) aus dem Landwirtschaftsbetriebe" ein Vertreter, e) aus dem ,, Betriebe mit Dampfkesseln 2c." drei Vertreter, f) aus dem„ Geschäftsbetriebe der Anwälte und der Krankenkasse" ein Vertreter. Wahlberechtigt und wählbar ist fedes Stassenmitglied, welches großjährig und im Besize der bürgerlichen Ehrenrechte ist. Die Wahlen finden statt in der Glashalle des„ Schwarzen Adlers", hierselbst, Frankfurter Chauffee 120, und zwar: a) Am Dienstag, den 27. Oktober 1903, abends 6-7 Uhr, für die Arbeitnehmer aus den„ Betrieben mit Dampfkesseln ze." ( Wahl dreier Vertreter.) b) Am Dienstag, den 27. Oktober 1903, abends 7-8 Uhr, für die Arbeitnehmer aus den Be trieben" Alle Handwerke ( Wahl dreier Vertreter). Nen- Erscheinungen! Arbeiter- Notiz- Kalender 1904 in geschmadv. Leinenband 60 Pf. Der Neue Welt- Kalender 1904. 40 Gruppenbiid der social: 60 糖 Engelhardt's Zahlstelle Friedrichsberg. Mittwoch, 21. Oktober, abends 8%, Uhr. im Lokal von Höflich, Frankfurter Chauffee 120: Ausserordentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Abrechnung vom 3. Quartal 1903. 3. Verschiedenes. 144/14 NB. Werte Kollegen! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Kollegen Ehrenpflicht. Mit follegialem Gruß Es erwartet deshalb recht regen Besuch] Die örtliche Verwaltung. 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Uhr, Die Wahlen erfolgen durch zufammengefaltet abzugebende Stimmzettel, auf denen so viel Namen ver zeichnet werden müssen, als in der betreffenden Abteilung zu wählen sind. Die zu Wählenden müssen durch Vorund Zunamen mit Wohnungs angabe und der Nummer ihres hiesigen Kaffenbuchs oder in Er: mangelung der letzteren durch Namhaftmachung des derzeitigen Arbeitgebers auf dem Stimmzettel deutlich bezeichnet werden. 2990L* G. m. b. H. Bank- Geschäft Berlin W., Friedrichstr. 181. Filialen: NW.: Wilsnackerstr. 63. 0. Andreasstr. 46. SO.: Oranienstr. 177. Charlottenburg. F. Kunstmann * W Wallstr. 1. Uhrmacher und Goldarbeiter. Grosses Lager, billige Preise.-Reparaturen schnell, billigst. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, jolie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigne Werkstatt. Lieferantf. Drts- u.Hilfs- Krankenkassen. Berlin C., 28342* 30. Linien- Straße 30. Jeder Wähler hat als Legitimation schen Belotten, angenehm und weich NB. Alle Bruchbänder mit elastifein Stassen Quittungsbuch mitzubringen, in welchem über die bis zum am Körper. letten Sonnabend vor dem Wahltage gezahlten Beiträge vom Arbeitgeber oder bei freiwilligen Mitgliedern Cigarren vom Kassenführer quittiert sein muß. unübertroffen in Qualität, Brand Ob die Arbeitgeber zu den vor- und Aroma in der Preislage zu genannten unter I bis VI aufgeführten 5 und 6 Pf. usw. empfiehlt Betrieben gehörig in der Wahlliste aufgeführt und somit deren Arbeitnehmer zur Abgabe ihrer Stimmen Max Jüterbock, 24926 berechtigt sind, ist vom Tage der Ver- Beusselstr. 45, Ede Sidingenstraße. öffentlichung ab vormittags von 8 bis 1 Uhr durch die Arbeitgeber event. im Lokale der Krankenkasse zu er fragen. Die Wahlen leitet der unterzeichnete Vorsißende oder in dessen Be hinderungsfalle ein andres Borstandsmitglied aus der Zahl der Arbeitnehmer. Lichtenberg, den 19. Oktober 1903. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse für den Gemeindebezirk Lichtenberg. P. Levyn, Borsigender. 277/75 BLUTARMEN..KRANKEN FEURIG SÜSSER KRAFT- ROTHWEIN Reste DAMENMANTEL C.PELZ KOSTUM STOFFE PLUSCHE SEIDEN STOFFE BESATZ ARTIKEL ASTRACHAN. 4.KottbuserStrasse 4. ärztlich Apotheke z. goldenen Adler empfohlen p. Flasche Alexandrinenstr. 41. Hämorrhoidallikör Die grösste und leistungsfähigste Vereinigung der Welt für Fabrikation von erstklassigen Gold- Doppel- Doublé- Anker- Uhren The New Era Watsch Co. in New- York hat mich beauftragt, ihre Fabrikate in Europa einzuführen. Diese Original- amerikanischen 14 karät. Gold Doppel. Doublé Remontoir Anker Uhren haben nur allerfeinste Ankerwerke, sind Präzizions- Uhren im wahren Sinne des Wories und entsprechen allen Anforderungen, die man an eine wirklich gute Uhr Nur stellt. Das Gehäuse besteht aus 2 echten 14 karät. M. 25,- Goldplatten, welche 0 Nur innen durch Kompositions Metall verstärktsind. 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Referent: Arbeitersekretär G. Pint. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Achtung! 2116 Rohrer. Dienstag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr: Achtung! Oeffentliche Versammlung sämtlicher Rohrer Berlins und Umgegend im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27c. Tages Ordnung: Berichterstattung der Lohnkommission. 25756 NB. Die Bau- Arbeiter aller Berufe werden ersucht, dieses Inserat die Rohrer aufaufmerksam zu machen. Die Lohnkommission. Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Achtung, Maschinenmeister! Wegen der am heutigen Tage stattfindenden Gau- Versammlung fällt unsre Vereins- Versammlung aus. Da die Tagesordnung der Gau- Versammlung von besonderer Wichtigs feit für uns iſt, ersuchen wir um regen Besuch derselben. Unsre nächste Vereins- Versammlung findet Dienstag den 3. November statt. 36/8 Am Sonntag, den 25. Oktober, abends 6%, Uhr findet in Wendts Industrie- Festsälen unfer 1. Unterhaltungs- Abend mit einem Projektions. Vortrage des Herrn Dr. Alfred Köppen statt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Verband der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche-, Krawattenbranche und verwandter Berufsgenossen Deutschlands. Dienstag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr, im Lokal von Schulz, Nur 1 jede Uhr Mitglieder- Versammlung. , 50Mk. kostet bei mir zu reparieren u. reinigen unter Garantie des Gutgehens( ohne Bruch), kleine Reparaturen billiger. Grosse Auswahl in Uhren u. Goldwaren zu billigsten Preisen. Goldene Damen- Remontoir, 10 Steine, v. 18,-, Goldene Herren- Doppelkapsel- Remontoir v. 50,-, Silberne Remontoir v. 9,-, Regulateure, Freischwinger, Wecker- u. Wanduhren. Goldene Herrenu. Damen- Ketten, Ringe, Schmucksachen in modernsten Façons für jeden Geschmack. Für jede bei mir gekaufte Uhr leiste 3 Jahre Garantie. Uhr2657L* Karl Lux, Chausseestr. 34. Grosse 3043L* 00 bieten sich do Vorteile nssl- 1abni ablabai Unkosten ohne allen Damen u. Herren, die in der Zeit vom 1. Dezember bis 21. 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November cr. stattfindenden Konferenz und Wahl der Delegierten zu der selben. 6. Verschiedenes. 281/5 Achtung! Achtung! Am Sonntag, den 1. November, vormittags 10 Uhr, findet im Gewerkschaftshause, Gaal 7, eine Konferenz des Verbandes statt. Die Delegierten werden gebeten, pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. J. A.: Paul Keller, Vorsitzender, Greifswalderstraße 218. Gross- Fischereiungs- Krankenkaffe der T Schneider- Innung. Einladung W.Schwandt Swineminde zur Wahl- Versammlung der Junungs- Krankenkasse Export und Import per Nachn. der Schneider- Junung zu Berlin, Neu- Köln a. W. 18, 1. Neueste wahre billigste Preise( auf Grund des§ 47 des Statuts) Feine Salzheringe, Faß, 400 Stüd, am 28. Oktober d. J., abends 8, Uhr, 10%, M., Faß 5, M., 450 Stüd in Kellers Festsälen, Röps 9 M., 225 Stüd 5 m. Tafelberinge 300-400 Stüd 2 Faß 12 M. niderstraße 97, f. d. Kassenmitglieder( Arbeitnehmer). Tages Ordnung: Wahl von 690 Vertretern. Ms Legitimation gilt das bis 15. Oktober abgestempelte Quittungsbuch. 277/9 Bollheringe, Milch u. Rogen, ½, Faß 12 M., Faß 6 M. Rauch- Schellfisch, 100/120 St., 6%, M. Rauch- Dorsch, 50/60 Stüd, 6, 0. Poft Dose: 70 zarte Fettheringe 21/ größere 2,80, Tafelheringe 3, Boll C. Adler, Borfißender, Zimmerstr. 68. heringe 3 M. Große Bratheringe Joseph Georg, Schriftf., Strausenstr. 27. 2%, u. 3 M. Große Bismarckheringe Der Vorstand. Große MoGardinen- Reste 3 u. 32 M. Brat- Schellfisch 3 M. Sensheringe 3%, M. Große Rollmöpje 3 u. 3, M. Kiste Boll- u. Fett- Bücklinge 3 M. Rauch- Schellfisch 3 M., Rauch- Dorsch Ausverkauf 27631* 3 M. Gemischte Räucherwaren 4.500 bis 1000 Reste spottbillig um zu räumen. Alles portofrei 底 ganz Deutschland.[ 30062* Dr. Schünemann Grüner Weg 80, parterre Gale zu 50, 80 und 200 Personen, hochelegant eingerichtet, find noch Specialarzt für Hant, Harn: und Gerichtschemikers Dr. C. 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Es entstehen dann Risse in den Mauern und Brüche von In Charlottenburg findet Dienstagabend 8 Uhr eine Bezirks- handen sind, sonst hätte Herr Bohm sie dort angeführt, müßte man Trägern, Mohren ze. Einem solchen Bruch ist der junge Schling besprechung des 7. Bezirks bei Graffunder, Wielandstr. 4, statt. G zu einer hier berechtigten Wahlkreisgeometrie" greifen, die von den zum Opfer gefallen. Um derartige Unfälle zu vermeiden, haben die Rigdorf. Morgen, Mittwochabend 8 Uhr findet in der Neuen Herren Landräten zur Erzielung guter Wahlen auf dem flachen schmiedeeiserne anbringen lassen. Jedenfalls mahnt diefer Unfall dortigen Hausbestzer schon bielfach statt der gußeisernen Gasrohre Welt, Hasenheide, eine Volksversammlung zur Erinnerung an das Lande in der ungerechtfertigsten Weise geübt wird. Wenn uns Herr zur Vorsicht, denn sehr viele Häuser Berlins, besonders in Moabit, vor 25 Jahren erlassene Socialistengeset statt. Referent ist Genosse Bohm das nötige amtliche Material zur Verfügung stellt, machen Besselstraße, Markgrafenstraße usw. haben moorigen Baugrund. Eduard Bernstein. Die Parteigenossen werden ersucht, rege für diese wir uns anheischig, streng im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften Versammlung zu agitieren.201 pie all rechtfertigt, unter dem Mangel an Arbeitsluft oder Befähigung der burg wohnte, flüchtig geworden. Er fälschte Wechsel über 1200, 1800 die Urwählerzahlen erheblich zu ermäßigen. Reinesfalls ist es ge- ingenieur Albert Riders aus Berlin, der seit einiger Zeit in Ham Nach Verübung von Urkundenfälschungen ist der 24jährige Civilamtlichen Stellen die große Masse der Wähler leiden zu lassen. Wir und 2000 m. und gab fie bei einer Hamburger Bant in Diskont. hoffen, daß die Wahlprüfungs- Kommission die Konsequenzen zieht, Nach Hergabe des letzten Wechsels wurden vorerst bei dem Accepwenn eine Aenderung nicht noch vorgenommen und damit die Fest- tanten Gründigungen eingezogen, wobei sich herausstellte, daß die setzung der Wahlstunde auf 5 Uhr ermöglicht wird. Unterschriften auf sämtlichen Wechseln gefälscht waren. Als der Fälscher in seiner Wohnung verhaftet werden sollte, hatte er bereits das Weite gesucht. Wie verlautet, sollen noch weitere von ihm ges fälschte Wechsel im Verlehr sein. Der Flüchtige, der ein blasses, abgelebtes Gesicht hat, dürfte sich vermutlich nach Berlin gewandt haben. Rummelsburg- Boxhagen. Am Mittwochabend 81 Uhr findet im Lokale der Bw. Weigel, Türrschmidtstr. 45, eine Voltsversammlung statt. Tagesordnung: Vor 25 Jahren. Referent F. Kozzle.offers Treptow Baumschulenweg. Morgen, Mittwochabend 8 Uhr, hält der Wahlverein in Ackermanns Festsälen, Baumschulenstr. 78, eine Versammlung ab. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. In Ober- Schöneweide findet im Lokal Wilhelminenhof heute abend 8 Uhr eine Bolts versammlung statt, in der Genosse Glode über das Socialistengesetz spricht. Lokales. Fortjehung und Anfang. போர் Der Beethoven- Abend der Freien Boltsbühne hat vorgestern unter überaus zahlreichem Zuspruch im Gewerkschaftshause statt gefunden. Allerdings mußte man mit einigen Hindernissen rechnen, unter denen das ärgerlichste die Abſage einer Sängerin war, aber im großen ganzen nahm Bas Konzert einen Verlauf, der der Bedeutung des hervorragendsten unter den deutschen Komponisten würdig war. leber die Angelegenheit der Singakademie geht uns von Dr. Mar Alberth folgende Zuschrift zur Veröffentlichung zu: gegenüber dem absonderlichen Verhalten der Vorsteherschaft der " Von einer Reiſe eben zurückfehrendtime Singakademie folgende Erklärung abzugehen: und Genossen, ist, wie hiesige Blätter melden, in der Nacht zum Frieda Sittel, die Hauptzengin aus dem Prozeß gegen Stelbt geworden. Mit ihr flohen drei andre Mädchen. Bis jetzt ist noch Sonnabend abermals aus dem Bethabara- Stift bei Weißensee flüchtig feine Spur von ihnen entdeckt worden. Wahrscheinlich haben die Mädchen bei Kupplerinnen Unterschlupf gefunden. Die Sittel hat übrigens allen Grund, bei dem Gebrauch ihrer Freiheit vorsichtig zu sein, da ihr von den mit ihr angeklagt gewefenen Befreiern aus em Teltowerstift angedroht wurde, fie totzuschlagen, wenn etiva hohe Strafen verhängt würden. sind auch die Standbilder eigently und der Kaiserin die Vorsteherschaft das Ersuchen, uns den Saal zu ermäßigtem Straße her Gas in den Keller einem undichten Gasrohr von der P Berlin ist also wieder glücklich. Der Majestätsbeleidiger freche Schar ist zermalmt und gleich zwei neue Fürstendenkmäler auf einmal sind am letzten Sonntage enthüllt worden. Wenn das das be- Von dem Vorstand der Freien Voltsbühne mit der Leitung rühmte„ monarchische Gefühl nicht stärkt, denn hilft nichts mehr der Kunstabende betraut, wandte ich mich, nachdem ber unerwartete In der Pädagogik des Monarchismus liegen Zuckerbrot und Rute Magistratsbescheid an uns gelangt war, zunächst an den Haus nahe bei einander. Für artige Kinder das Zuckerbrot, für unartige dies Institut vertalter der Singakademie, um von ihm zu erfahren, ob Infolge eines Gasröhrbruches getötet wurde am Sonntagmorgen tige bies am 18. und 25. Oktober die Rute. Wonach sich männiglich einzurichten hat. nachmittags von der 18 jährige Bruno String vom Schiffbauerdamm 87. Dort 4-6 Uhr frei sei. Als dies bejaht wurde und der Herr Verwalter war er bei einem Weister in Stellung und schlief im Keller. Neben Nach jenem berühmten Schema F, dessen wir uns in der Sieges meinte, daß keine technische Schwierigkeit vorläge, die gegen die feinen Schlafraum befindet sich eine Gasuhr für das Haus, die aber Allee, für den Hausgebrauch eigentlich genug, zu erfreuen hatten, Benugung des Saales in der Zeit von 4-6 spräche, richtete ich an geschlossen war. Nun war aus gedrungen und hatte den Schlafraum Friedrich gestaltet: im weiten Bogen eine Bank mit zwei Hermen, Preise zu überlassen, ein Ueberlassen als ganz selbstverständlich angefüllt. Als der Meister Sonntagmorgen umi 8 Uhr den Gesellen Kopfbildern berühmter Männer, in der Mitte, stolz emporragend, die vorausseßend. Um aber sicher zu gehen, suchte ich Herrn rufen wollte, fand er ihn besimmungslos im Bette liegend. Ein Arzt Fürstlichkeiten; dazu sehr viele heraldische Embleme, mit einem Worte: Direktor Schumann persönlich in seiner Wohnung auf und erhielt ließ den Bewußtlosen nach der Charité bringen, wo fofort wieder„ Dekorativ". Ein Herr Brütt und ein Herr Gehrts erklären sich von ihm die feste Busage, daß uns der Saal überlaffen würde, belebungsversuche mit Sauerstoff angestellt wurden. Jlling konnte verantwortlich für diese neuesten Erzeugnisse jüngstdeutscher Stunst. Weine nochmalige ausdrückliche Anfrage, daß uns der Saal ganz an den Folgen der Gasvergiftung. zu welchem Preise, darüber müsse er die Vorsteherschaft befragen. aber nicht mehr zum Bewußtsein zurückgerufen werden. Er starb Herr Eberlein und Herr Beher hätten die Sache nicht schlechter machen bestimmt überlassen würde, und daß es sich also nur noch um und die ästhetische Bedeutungslosigkeit nicht sicherer treffen tönnen. die Frage handle, zu welchem Preise der Saal zur Verfügung stehen 12 Uhr der Arbeiter Westphal, der auf dem Grünen Weg wohnt, Auf dem Bau Köpniderstraße 127a ist gestern mittag gegen Die Denkmäler sind als Anfang einer neuen Sieges Allee gedacht, solle, bejahte der Herr Professor. dadurch verunglückt, daß ihm beim Verlassen der Hausthür ein beren Vollendung fünftigen Jahrhunderten vorbehalten bleibe. Nun giebt die Vorsteherschaft in ihrem an mich gerichteten Einige bürgerliche Blätter üben schon ihren kritischen Wig an Schreiben als Grund der Ablehnung an, daß der Saal am 18. u großes Stück Holz auf den Kopf fiel. Der Verunglückte wurde With und bewußtlos in ein Krankenhaus gebracht. den kaum enthüllten Denkmälern und erklären die Anlage für gar als einen baren orwand. Wenn ich nicht zweimal falsch 25." bereits zweimal besetzt sei. Ich erkläre diesen Grund Aerztliche Mitglieder der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung zu theatralisch. Dem müssen wir aus mehr als einem Grunde gehört habe, wurde mir gefagt, daß am 18. Der Bormittag der Geschlechtskrankheiten haben sich bereit erklärt, in Sigungen von widersprechen. Erstens würde eine anders geartete Durchführung frei fei der Hausverwalter offerierte mir sogar für den 18. den Vereinen und Krankenkassen belehrende Vorträge zu halten. Gefuche dieser Denkmalsanlage die geradezu hervische Einheitlichkeit des jüngst Saal für die Zeit von 12 Uhr an- und daß am 25. allerdings die Chorprobe um Vortragende find rechtzeitig an die Geschäftsstelle der Gesellschaft, deutschen Stils durchbrechen, und zweitens würde sie auch gar nicht um 12 1hr stattfände, die aber, wie Prof. Schumann ausbrüdlich Berlin W., Potsdamerstr. 20, zu richten. zu dem Wesen der dargestellten Fürstlichkeiten. passen. Man muß hervorhob, nur von turzer Dauer sei und kein Heute, Dienstagabend 7 Uhr beginnt Direktor F. S. Archen. nämlich nicht vergessen, daß der Kaiser Friedrich den Sinn für das Hindernis bilde. Es wurde nur zur Bedingung gemacht, daß hold in der Aula der Kaiser Friedrich- Schule am Savignyplaz " Dekorative" in hohem Maße befaß. Er war das, was Goethe um 6 Uhr der Saal geleert sein müsse, was ich zusagte. einen zehnstündigen Cyklus über Astronomie. Die erste Vorpompos nannte. Ein Freund der großen Geste und der starken Ausflucht. Die wahre Ursache ist eben in dem Mangel an Mut, in scheinbaren Lauf von Sonne, Mond und Sternen. In den zehn Der Grund, den die Vorsteherschaft angegeben, ist also nur eine lesung behandelt in: lleber unsern Standpunkt im Weltall" den Wirkung. Gustav Freytag, der ihn in einer entscheidenden Epoche der Socialistenfürchterei zu sehen, die nicht bei Herrn Profeffor Stunden soll ein gesamtes Bild unfres modernen astronomischen feines Lebens unmittelbar vor und bei der Wiedereinführung der Schumann, wohl aber bei andren Mitgliedern der Vorsteherschaft Wissens entrollt werden. Die Vorführungen zahlreicher Licht- und deutschen Kaiserwürde genau beobachten konnte, hat uns dafür die herrschend zu sein scheint." Drehbilder werden den Laien in bequemer Weise in die Himmels. charakteristischen Beweise aufgezeichnet und in seinem Kronprinzenbuche mitgeteilt. Dort erzählt er auf Seite 21 von einem Gespräch mit dem nachmittag um 4 Uhr in der Edelschen Heilanstalt in Charlottenburg noch eine mathematische Vorlesung statt, welche alle Freunde und Der Stadtverordnete Justizrat Hugo Sachs II ist am Montag- funde einführen. Im Anschluß hieran findet auch von 8-9 Uhr Fürsten, das sich, es war unmittelbar nach ben ersten EntscheidungsFürsten, das sich, es war unmittelbar nach den ersten Entscheidungs- gestorben. Er vertrat den ersten Berliner Wahlbezirk und zwar Freundinnen der Naturwissenschaft, die keinen mathematischen UnterSchlachten im August 1870, um die zukünftige Stellung des Königs Sie 2. Abteilung seit 1889. Der nun von seinem unheilbaren richt genossen haben, in die Grundbegriffe der Mathematit einführen von Preußen drehte; Freytag schlug vor, eine uralte volkstümliche Leiden Erlöste war vor einigen Monaten in die Heilanstalt gekommen. sollen. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Die Hörerfarten Bezeichnung zu neuer Ehre zu erheben und den königlichen Titeln W zählt Freytag, brach der Kronprinz start heraus und fein Auge die Worte Herzog von Deutschland zuzufügen". Da aber," so er leuchtete: Nein, er muß Kaiser werden". Betroffen fah ich auf den Herrn; er hatte seinen Generalsmantel so umgelegt, daß er wie ein Königsmantel seine hohe Gestalt umfloß und um den Hals die goldene Kette des Hohenzollern geschlungen, die er doch sonst in der Ruhe des Lagers nicht zu tragen pflegte, und schritt gehoben auf dem Dorfanger dahin. Offenbar hatte er, erfüllt von der Bedeutung, die der Kaifergebaute für ihn hatte, auch sein Aeußeres der Unterredung lösen. In der letzten Situng des Gesamtvorstandes des Centralvereins sind in den Bureaus der Humboldt- Akademie, bei C. Ulrich, Charschäftsbericht für das vergangene Jahr. Danach hat sich der Ge- Thenter. Das Schiller- Theater ficht fich infolge eines für Arbeitsnachweis erstattete der Vorsitzende Dr. Freund den Geottenburg, Berlinerstr. 76 und Foerster u. Möwis, Kantstr. 14 zu schäftverkehr sehr gehoben. In den ersten drei Quartalen dieses Theater. Das Schiller- Theater ficht fich infolge eines Jahres, in dem die vollen Wirkungen des neuen Central- Arbeits- Todesfalles in der Familie feines Mitgliedes Georg Bäschte zu einer nachweisgebäudes zur Geltung famen, ist eine weitere sehr erhebliche Abänderung des Wochenspielplans genötigt. Am Mittwoch wird im Schiller Theater O( Wallner- Theater) das Schauspiel„ Die Steigerung eingetreten, indem schon jetzt bei rund 53 000 Melbungen Stügen der Gesellschaft" von Ibsen, im Schiller- Theater N arbeitsloser Personen und rund 44 000 offenen Stellen 35 000 Bersonen in Arbeit gebracht wurden. Der Vorsigende stellte feft, daß( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater) das Schauspiel„ Die Ehre" bon Donnerstag und Sonnabend bleiben„ San Zunahme begriffen sei. Es wurde beschlossen, versuchsweise eine Marcos Tochter", Freitag" Die Stügen der Gesellschaft" auf dem die Einrichtung paritätischer Fach- Arbeitsnachweise in erfreulicher Sudermann gegeben. Repertoir des Schiller Theater 0. Jm Schiller= Agentur in Stralau- Rummelsburg einzurichten. 16 Wenn Friedrich III. schon einer Unterredung mit einem fimplen Theater N geht Donnerstag und Sonnabend Die Stüßen ber Der Sonntags Das neue Arbeiterinnenheim im Hause Usedomftr. 7 ist am Sonntag Gesellschaft", Freitag Was ihr wollt" in Scene. Schriftsteller sein Aeußeres in dieser Weise anzupassen die Neigung durch Fräulein Alice Salamon mit einer von Begeisterung für Spielplan beider Schiller- Theater bleibt unverändert. Im Schillers hatte, dann that der Verfertiger seines Denkmals recht daran, das die Sache getragenen Ansprache eröffnet worden. Hoffentlich werden Theater O wird nachmittags Der Fleck auf der Ehr, abends Detorative in seinem Monument ganz besonders stark zu die guten Einrichtungen des zweiten Heims von den Arbeiterinnen Die Ehre", im Schiler Theater N nachmittags betonen. Das hätte gewiß auch der eben genannte Gustab Freytag ebenso gewürdigt, wie die des im Hause Brückenfir. 8 errichteten Bibliothekar", abends„ Die Stüßen der Gesellschaft" gegeben. gebilligt, der wenige Seiten nach der oben citierten Stelle in ersten Heims, bas am Sonntag sein fünfjähriges Stiftungsfest seinem Buche sagte:„ Schon jetzt find jetzt sind unfre Fürsten feierte. angepakt." " " 21 " Vermischtes. " Der Aus den Nachbarorten. in der Lage, gleich Schauspielern auf der Bühne zwischen Der Bahnhof Warschauerstraße ist gestern im vollen Umfange ilg Blumensträußen und lautem Beifallsklatschen begeisterter Bu- dem Verkehr übergeben worden, nachdem in der Nacht zum Sonntag Ein Bauunglück ereignete fich gestern nachmittag auf dem Neubau schauer dahinzuwandeln, während in der Versenkung die ver- der Anschluß an die neue Bahnstrecke hergestellt werden konnte. des Hauses Ziethenstraße 59 in Nirdorf. Der Arbeiter Höfler stürzte nichtenden Dämonen lauern uſtv." Wenn nun einmal die jüngst- Damit ist somit auch der 150 Meter lange Tunnel für das Stadtbahn bei der Arbeit so unglücklich ab, daß er schwer verlegt ins Krantendeutsche Hofkunst ein charakteristisches und dem Wesenstern der dargeleis B in Betrieb genommen. Vor dem Eintritt in den Tunnel, haus gebracht werden mußte. zustellenden Persönlichkeit angepaẞtes Werk schafft, dann soll man das bessen Durchquerung mur 30 Sefunden in Anspruch nimmt, wird von Rigdorf. Die Sammellisten zur Landtagswahl Nr. 7653 und - der Lokomotive aus ein kurzes Signal gegebent. Der neue Bahnhof auch anerkennen und nicht freifinnig philiftrös daran herum Warschauerstraße ist zweistödig angelegt, so baß von der Straße aus 7670, beide leer, und Nr. 7652, gezeichnet 7,60 W., find verloren nörgeln. An der Denkmalsanlage sind auch auf den Eden der konnte. ein direkter Zugang zu den Bahnhofsgebäude gefchaffen werden gegangen. Wir bitten, die Listen abzugeben bei F. Hoppe( Restau hers auf den Ecken der konnte. Die Billetschalter und Fahrkartenfontrollen befinden sich in tant), Berlinerstr. 14. Nischen einige Adler angebracht. Sie verdienen die Aufmerksamkeit dem oberen Stockwerk, von dem eine breite Treppe nach dem Bahn- Am Sonnabendabend zwischen 7-8 Uhr sind auf dem Wege von der Beschauer im hohen Grade, weil sie naturgeschichtliche Wunder steig führt. Mit dem Abbruch der alten Station Warschauerstraße der Bergstr. 70 bis Rosenstr. 24 in Rigdorf 216 Beitragsmarken tiere sind. Obschon sie hocken, halten sie nämlich doch die ist bereits heute begonnen worden. a 50 Pf. des Verbandes der an Holzbearbeitungsmaschinen be= Flügel gespreizt. gefpreizt. Gewöhnliche Adler pflegen in dieser Eine Razzia in der Pfanne". In der verlängerten Bellermann- schäftigten Arbeiter mit einem kleinen Buche verloren gegangen. Stellung die Flügel geschlossen zu halten; aber es ftraße, die noch nicht gepflastert ist, und zu dem dunkelsten Berlin Der Finder wird gebeten, diese Marken bei Wilh. Wagner, Nirdorf, sind sicher besonders für ihre hohe Aufgabe dressierte gehört, wegen der Beleuchtung mit Betroleumlampen, befindet sich Juliusstr. 66, oder auf dem Arbeitsnachweise des Verbandes, Berlin, Tiere gelesen, die man hier nachgebildet hat. Es wäre ja tein eine Tanz- und Gartenwirtschaft, die den Namen„ Die Pfanne Kleine Andreasstr. 15, beim Restaurateur Wollbrandt gegen Erstattung Wunder, wenn die Bemühungen unsrer strebenden Künstler trägt. Die Umgebung besteht aus Laubenkolonien. Sonnabendabend etwaiger Unkosten abzugeben. allmählich auch in der Tierwelt den Sinn für das Deforative" ge- wurde die Pfanne" von etwa 200 Burschen bevölfert, zum Teil von wedt hätten. Wir gönnen dieser eblen Kunst einen solchen Triumph 14jährigen Mädchen, zum Teil von Burschen bis zu 18 Jahren, von Herzen. Es ist gar nicht abzusehen, zu welchen Höhen sie noch burch ein großes Aufgebot von Kriminalbeamten und solchen in daneben auch von gesuchten Verbrechern. Nachdem die Umgebung Eisenbahnunglück. Amtlich wird aus Erfurt gemeldet: Montag emporklimmen mag! Uniform besetzt war, brangen mehrere in das Innere vor. Eine morgen gegen 6 Uhr wurde der Streckenarbeiter Lapp aus BischJu der Stadtverordneten- Sibung vom 8. Oftober 1903 erklärte Anzahl junger Leute wollte ihnen mit Schlagringen, Wefiern und leben auf dem Wege zur Arbeitsftrede von dem nach Nitschenhausen lederumflochtenen eisernen Ketten zu Leibe gehen, andre versuchten fahrenden Zuge Nr. 384 überfahren und so schwer verlegt, daß er Herr Stadtrat Bohm das Vorkommen von Urwahlbezirken mit mehr durch die Fenster zu entkommen. Die Polizei blieb taltblütig und auf dem Hinschaffen nach dem Krantenbause starb. Kurze Zeit als 1000 Wählern laut stenographischem Bericht folgendermaßen:„ Die überwältigte bie Räbelsführer. Als die Gesellschaft merkte, daß sie darauf wurde der auf dem Streckenbesichtigungsgange befindliche Aufstellung der Urwahlbezirke muß aber nach den gesetzlichen Vor- von allen Seiten eingeschlossen war, ergab sie sich und trat in Bahnwärter Schröder auf derfelben trede von einem Arbeiterzuge schriften nach der im Jahre 1900 vorhandenen Seelenzahl geschehen Sektionen den Marsch nach der Wache in der Grünthalerstraße an. überfahren und so schwer verleßt, daß seine Ueberführung in ein und es stellt sich dann stellenweise heraus, daß unter der Seelenzahl Von den 200 Personen wurden 25 in Haft behalten, die übrigen Strantenhaus nötig war. In beiden Fällen scheint Selbstverschuldung von 1900 ein höherer Prozentsatz von Wählern ist, als 1900 bies nach ihrer Feststellung entlassen. borzuliegen. Ueber ein großes Eisenbahnunglück wird der Frankfurter 8tg." unfrem Tabel gegen Herrn Bohm gewartet, wir seiner Ausführungen vor uns hatten; daß sie so mager waren, Bruno Schling am Sonntag früh tot im Bette aufgefunden wurde, Bennsylvania- Eisenbahn stießen univeit Trentan( New York) infolge fonnten wir vorher nicht glauben. Wenn sich nach der Einteilung gehabt. Schling schlief im Souterrain mit dem Stopfe etiva einen dichten Nebels zufammen. 16. Arbeiter wurden getötet und 30. hier und da so große Urwählerzahlen herausstellen, ist es eben Meter von einem Gaszuleitungsrohr entfernt. Dieses gußeiferne verlegt. Pflicht der Ans Obercaffel bei Bonn wird uns berichtet: Unter großer Rohr, bas bon der Straße aus durch die Frontmauer geführt ist, der Einteilung betrauten Behörden, bie ist gebrochen, wodurch eine Menge Gas ausgeströmt ist und der Anteilnahme der Einwohner Obercassels erfolgte gestern die urkundEinteilung an solchen Stellen von nettent borzunehmen. Tod des Jünglings herbeigeführt wurde. Der Bruch des Gas- liche Festlegung der Kinkel- Gedächtnisstiftung. Schriftsteller KellerDas ist möglich auf Grund der Bestimmung, daß der Urwahl- rohrs ist auf Genfung des Hauses, das Urwahlrohrs der Deutschen mann- Dresben- Blafewig überreichte nach einer formvollendeten bezirk nach der Volkszählung von 1900 nur 750 Seelen zu enthalten Kredit- und Bau- Bant in in Liquidation gehört, zurück Würdigung Kinkels die Urfunde der Gemeinde Obercaffel, in derent braucht in solchen Bezirken sind dann 3 Wahlmänner au wählen. zuführen. Die Häuſer am am Schiffbquerdamm find auf Namen Bürgermeister Schröter herzlichst bankte. Wir haben mit der Fall war. Daher kommt diese Verschiebung den Wortlaut verlaufenen Unfalles am Schiffbauerdamm 37, wo der 17jährige aus New York vom Sonntag gemeldet: Zwei Arbeitszüge der mit 9 11 1 Ein Aufstand im Provinzialgefängnis zu alle a. S. In der zwei andre noch am selben Tage ihren Wunden erlagen und drei| ieht bei der Strafverfolgungsbehörde oder dem Gericht Fortsekung bes Nacht vom Sonnabend zum Sonntag wurde der Gefangenenauffcher andre so schwere Verlegungen erlitten, daß an ihrem Wieder- Berfahrens beantragen. M. W. X. N. Nein. Walther im Gefängnis getötet; ein Wärter wurde schwer verletzt aufkommen gezweifelt wird. 2. K. Sie haben nicht das Recht, das Kleid zu verkaufen. Sie müssen ht, beider nein. und einer wurde gefnebelt am Thatorte vorgefunden. Acht Gefangene ouf Zahlung gegen Abnahme des Kleides flagen. Ein Formular für solche hatten gemeinschaftlich einen gewaltsamen Ausbruch unternommen. Reval meldet, ist abends bei der Insel Kleine Sommers der Gesetzbuch, der als Anhang zum Arbeiterrecht in den öffentlichen Lefehallen Strandung eines deutschen Dampfers. Wie ein Telegramm aus Klage finden Sie Geite 229, Nr. 35 des Führers durch das Bürgerliche Die Meuterer enttamen gegen 3 Uhr nachts, nachdem sie den Wärtern Dampfer Frieda Horn", Heimathafen Schleswig, gestrandet. Die ausliegt. W. S. Leider ist ein Anspruch auf Entschädigung nicht durch die Schlüssel abgenommen hatten und flohen über eine Saalebrücke Mannschaft fonnte gerettet werden und wurde nach Kotka gebracht. gerichtlich oder notariell vor der Ehe zu schließender Chevertrag, in dem in die Heide, einem bei Halle gelegenen Walde. Morgens wurde Das Schiff ist als verloren zu betrachten. zuführen.-. K. 100. Zweckmäßig, wenngleich nicht notwendig, ift ein ein Ausbrecher in Lettin und einer in einem Keller in Halle festdas. Eigentum der Braut anerkannt, auf Verivaltungs- und Nießbrauchs. genommen. Die Heide wurde durch drei Compagnien des recht des künftigen Ehemannes verzichtet, und ferner vereinbart wird, daß das durch gemeinsame Arbeit später Erworbene jedem zur Hälfte gehören Wahlverein. Sie sind verpflichtet, das Berzeichnis der Mitglieder einzureichen und jede Alenderung im Bestande der Mitglieder anzuzeigen. Das Verlangen der Polizei, ein neues Mitgliederverzeichnis einzureichen, ist nicht berechtigt. Sie kann aber Auskunft darüber verlangen, wer jett Mitglied ift. 36. Infanterie- Regiments abgesperrt, da man annimmt, daß sich die den 21. Oftober, abends 8, Uhr, im Englischen Hof", Neue Roßstr. 3: foll. Deutscher Arbeiter- Abstinenten- Bund, Ortsgruppe Berlin. Mittwoch, andren Entwichenen im Walde verborgen halten. Man vermutet, Bersammlung. Bortrag des Herrn Prof. A. Gehrke über" Die Kunst glüdlich daß einige Thater, die auf ihren Geisteszustand untersucht wurden, zu sein". Diskussion und Gruppenangelegenheiten. Gäste willkommen. den wilden Mann" gespielt und dadurch den Ausbruch insceniert haben. " Bürgermeisterföhne als Mörder. Die beiden Söhne des Bürger meisters Kotter von Grafbrunn bei München, eines sehr angesehenen Mannes, find wegen Mordes verhaftet worden. Es wird ihnen zur Last gelegt, daß sie vor einigen Monaten einen Pferdehändler überfielen. Während der jüngere ettva 20jährige den Händler hielt, erstach ihn der andre 30jährige Bruder von rückwärts. Die Verhafteten leugnen, trotzdem Thatzeugen vorhanden sind. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Witterungsübersicht vom 19. Oktober 1903, morgens 8 1hr. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Swinemde. 765 NND 7679 765 23 Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° 9. Stationen 5 bededt 2Nebel 4 wolfig 6. Cort Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabende von 7 bis 92 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 libr. 42. E. K. Mieter, Chambergarnisten und Schlafleute sind nach den meisten für die einzelnen Orte erlassenen Polizeiverordnungen für Fehler bezüglich der An- und Abmeldungen mitverantwortlich: die Meldepflicht, in einigen Orten nur die Auskunftspflicht, legen die Melde- Ordnungen meist Schon wieder ist von einem schrecklichen Brandunglück in Budapest dem Wirt, Mieter und Aftermieter auf. Die Polizeiverordnungen lauten Hamburg zu melden, bei welchem drei blühende Menschenleben der Profitgier für die Tausende preußischer Polizeiverwaltungsbezirke verschieden. Aus Berlin des Unternehmers zum Opfer fielen. In der Kunstblumenfabrik funft über den Inhalt erhalten Sie auf dem Polizeibureau des betreffenden Frankj.a.m. 767 N Noack Naters. 1. und 2. Der Regierungspräsident hat recht. München von David Schneider herrschten so unglaublich gemeingefährliche Zu- 3. bis 5. Die Verjährungsfrist beträgt fünf Jahre, fie läuft von jeder richter- Wien stände, daß bei Ausbruch eines durch Terpentine, Wachs, Paraffin-, lichen gegen den Thäter gerichteten Handlung ab( z. B. vom Erlaß eines Celluloid- Vorräte genährten Brandes von den 24 beschäftigten Steckbriefes) von neuem. Liegt die Sache so, wie Sie angeben, so ist Arbeiterinnen eine verheiratete Frau ein Opfer der Flammen wurde, schlechterdings nicht einzusehen, weshalb Sie fortgereift sind und nicht noch und trocken bei schwachen südöstlichen Winden. Jackett- Anzige, 1- u. 2reihig, aus guten haltbaren Stoffen mit graden oder schrägen Taschen von Rock- und Gehrock- Anzüge in bester Ausführung Drtes. 18 M. an. 24 M. an. von 18 M. an. 6 M. an. von Herbst- und Winter- Paletots in modernster Ausführung von Haus- und Jagdjoppen in allen Ausführungen Eine Frühstücks- Betrachtung. Wir haben durchschnittlich 10-12 Stunden nichts zu uns genommen, wenn wir früh morgens aufstehen. Das ist die längste Ruhepause unfres Magens. Das erste Frühstück beendet diese lange Nachtpause und hat gleichsam die Aufgabe, unfern Magen auf die lange und angestrengte Thätigkeit, die er während des Tages enthalten muß, vorzubereiten, den Magen gleichsam für seine Tage- Arbeit zu stimmen. Das bermag aber nur ein mildes, wohlbekömmliches Getränk, ein solches, das den Magen leicht und mäßig anregt, ohne die Nerven a ufzuregen und andre nachteilige Folgen mit sich zu bringen, ein Getränk, das ferner immer von stets gleichmäßiger, unzweifelhajter Güte ist. Der Bohnenkaffee, das eigentliche FrühstücsGetränk der heutigen Kulturwelt, erfüllt in Wirklichteit teine dieser Haupt Bedingungen, denn, wird er stark zubereitet, so reizt er den Magen in übermäßiger, gesundheitsschädlicher Weise, Jedes Wort: 5 Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Ecrestaurant mit Vorgarten sofort zu verkaufen. 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Durch ein eigen artiges, patentiertes Verfahren wird dem fräftigen und töstlichen Malz das Kaffee- Aroma imprägniert vermittelst eines würzigen und gänzlich unschädlichen Extraktes aus dem Fruchtfleisch der Kaffeekirsche. Zu diesem Vorzuge gesellt sich noch die ausgezeichnete, mild anregende Wirkung, die Kathreiners Malztaffee auf Nerven und Verdauungs- Drganc ausübt, ohne die geringsten schädlichen, unliebsamen Folgen nach sich zu ziehen. Und schließlich muß der Umstand entscheidend in die Wagschale fallen, daß Kathreiners Malzfaffee in immer gleichmäßiger Güte auf den Markt kommt, weil er nur aus edelstem und bestem Rohmaterial fabriziert wird. Er bietet die vollständige Garantie unbedingter Reinheit und stets gleichmäßiger Dualität, was durch zahlreiche übereinstimmende Gut Kleine Anzeigen. 10+ 98* Betten, spottbillig, 18,00. Michel, 25766 Dresdenerstraße 38. Verschiedenes. achten fachmännischer Autoritäten außer Zweifel gestellt ist. Diese Thatsachen beweisen, daß Kathreiners Malze kaffee eine der nüßlichsten und für das Volk segens. reichsten Errungenschaften bedeutet, welche die moderne Ernährungs- Hygiene zu verzeichnen hat und daß er speciell als Frühstücks- Getränk seinesgleichen nicht findet. Man breche doch endlich mit der alten, eingefleischten Unfitte, den Tag gleich mit dem Genusse eines unter Umständen gefährlichen und heimtüdischen Giftes zu be ginnen, gleich früh morgens ein nervenfeindliches Narkotikum, wie es das im Kaffee und im Thee ent haltene Koffein ift, zu genießen. Man befehre sich zum Malzkaffee, man mache Kathreiners Malz taffee zum ständigen Frühstücks- Getränk und die heil same Wirkung auf Magen, Herz und Nerven wird sich in furzer Zeit schon erfreulich geltend machen. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen Arbeitsmarkt. Stellengesuche. 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Berantwortlicher Redacteur: Julius Kaliski in Berlin. Für den Inseratenteil vecanportily Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag: Vorwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 19298* 3125616* Im Anschluß an den Versamme lungsbericht in Nr. 241 des Vor wärts" teilen wir mit, daß die