stil Nr. 250. uh dan analistom od sodo Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pränumerando: 1 Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 ML wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Belt" 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn a tart, für das übrige Auslans e Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. psidualist of locion slida and 20. Jahrg. Vorwürts Berliner Volksblatt. Die Infertions- Gebühr sudo si beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. da seile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben To werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormitttags geöffnet. Telegramm- Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Preußische Justiz. II. Sonntag, den 25. Oftober 1903. Hat diese Korrespondenz nicht in majestätsbeleidigender Abficht gelogen, um, wie Herr Jfenbiel fagen würde, Seine Majestät in der Empfindung des deutschen Volkes herabzusetzen", so kann man es danach als„ notorisch" feststellen, daß Sicherheitsmaßregeln für den Kaiser geradezu mit generalstäblerischer Sorgfalt ausgearbeitet und angewandt werden. Wir hatten am Schluß des Artikels in Nr. 247 die Frage aufgeworfen und verneint, ob die Behauptung, der Kaiser treffe zu feiner Sicherheit Schuhmaßregeln, eine Majestätsbeleidigung sein könne. Aber, so mag man unfre zwingende Beweisführung Auch das ist bekannt, daß der Durchgang des Schlosses in zu durchbrechen versuchen, die Beleidigung liegt nicht in der Berlin, der früher- wie heute noch in den meisten außerpreußischen Behauptung von Schußmaßregeln, sondern vielmehr darin, Residenzen für das Publikum frei war, streng gesperrt ist; in daß sie gerade bon einem Monarchen fälschlich berichtet den eisernen Bortalen finden sich ornamentale Schießscharten. Ebenso werden, dessen ganzes Verhalten das Gegenteil einer besonderen ist das Neue Palais bei Wildpark streng für jeden nicht ganz einwand Sorge um seine Person betweise. Gerade dadurch werde der An- freien Besucher abgesperrt. schein zu erwecken gesucht, daß der Kaiser ohne objektive Ursache, nicht im Interesse der zu schützenden Institution, sondern aus irgend welchen individuellen Motiven„ tiberianische Pläne" zur Ausführung bringen wolle. Die Frankfurter Zeitung" hat in dem Ueberschwang ihres demokratischen Stolzes zuerst unsre Perfidie entlarbt und betvundernd von Wilhelm II. mitgeteilt, daß er jeden Tag, den er in Berlin ist, ausreitet, im offenen Wagen fährt und den man in den frühen Morgenstunden fast täglich zu Fuß spazieren gehen sehen kann und so nahe wie man nur irgend will wie jeden andren Spaziergänger begrüßen kann."... Und Herr Jfenbiel übersetzte das Demos kratische ins Staatsanwaltliche, indem er dem Kaiser nachrühmte, daß er sich überall frei und unbesorgt unter seinem Volfe bewege". Die Erscheinungen selbst sind richtig. Nur weiß die Frant furter Beitung" so gut wie der Staatsanwalt, daß diese freie Be wegung mur unter einem Aufwand von uniformierten und civil gekleideten Schußmannschaften ermöglicht wird, der bewirkt, daß der Kaiser, wo immer er sich bewegt, gewissermaßen infular gesichert ist. Am Anfang dieses Jahres lief durch die Presse aus einer be hördlich gespeisten Lokalforrespondenz eine bisher von teiner Seite bestrittene Schilderung dieses komplizierten Sicherheitsdienstes, den wir wörtlich folgen lassen: # Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. mehreren Tagen fast in der gesamten gegnerischen Presse gegen uns ausgenutzt wird. Ein Beispiel vom socialdemokratischen Terrorismus",„ bas Auffehen erregen dürfte" so schreien die kapitalistischen Blätter: " In Hildesheim sei in einer öffentlichen socialdemo fratischen Versammlung beschlossen worden, Geschäftsleute, bei denen viele Arbeiter kaufen, aufzufordern, sich nicht der Wahl zu enthalten, sondern für die socialdemokratischen Wahlmänner zu stimmen. Alle Geschäftsleute, welche sich dieser Forderung nicht fügen, sollen eventuell boykottiert werden." Die Freifinnige Zeitung" griff diese Mitteilung sogleich auf, wie ihr jede Lüge über die Socialdemokratie willkommen ist, und fügte hinzu:„ Eine frechere Bedrohung der Wahlfreiheit, als hier geschehen, kann nicht gedacht werden." Weiter: Die verschiedenen Rekrutenvereidigungsreden. 1891 fagte Wilhelm II. in Berlin:" Bei den jezigen socialistischen Um trieben tann es vorkommen, daß ich Euch befehle, Eure eignen Vers Der wahre Sachverhalt ist aber der folgende, wie wir hüten möge, aber auch dann müßt Ihr meine Befehle ohne Murren befolgen." 1893 in Berlin: Ihr seid berufen, mich in legte unser Parteigenoffe Leinert Hannover bar, wie 1808 die In jener Versammlung in Hildesheim vom vorigen Dienstag erster Linie vor dem äußeren und inneren Feind zu schützen." Und Landtagswahl in Linden bei Hannover, wo unfre Partei dem Sieg gar die Alexandriner- Nede, 28. März 1901, in der mit Schießscharten nicht fern gewesen ist, vor sich ging. Er erklärte, daß damals in ausgestatteten, nächst dem Schlosse erbauten Kaserne: der zweiten Wählerklasse erheblich mehr Wahlmänner für uns hätten Ihr seid gewissermaßen die Leibwache des preußischen Königs gewonnen werden können, aber viele Wähler, die sonst und müßt bereit fein, Tag und Nacht Euer Leben in die Schanze fagten, daß fie Socialdemokraten feien, insbesondere zu schlagen, Euer Blut zu versprisen für Euren König! Ich bin der feften Ueberzeugung und deffen gewiß, daß Ihr, der Tradition Gastwirte und Geschäftsinhaber, hätten sich der Wahl entund der Geschichte des Regiments entsprechend, Eure Pflicht allezeit halten. Sie hätten ihr Verhalten damit begründet, daß sie nicht treu erfüllen werdet! Wenn die Stadt Berlin noch einmal wie öffentlich abstimmen könnten, weil sie seitens der Nationalliberalen im Jahre 48 sich mit Frechheit und Unbotmäßigkeit gegen den mit Maßregelungen bedroht seien. Dieser Ausrede gegenüber, so fuhr König erheben wird, dann seid Jhr, meine Grenadiere, dazu be- Leinert fort, fei zu verlangen, daß diejenigen, welche stets rufen, mit der Spize Eurer Bajonette die Frechen und Unbot- vorgeben, Socialdemokraten zu sein, bei der Wahl die Pflicht mäßigen zu Baaren zu treiben." hätten, es auch zu beweisen. Es gehe nicht an, daß diese Zeute nur Genossen sein wollen, wo es gilt, Geld an den Arbeitern zu verdienen. wandten, Brüder, ja Eltern niederzusch was Gott ber mittlerweile einwandfrei feststellen konnten: Diese Parteien Alle diese Kundgebungen beweisen, daß der Kaiser seit feher in der Vorstellung lebt, eine Revolution tönnte die persönliche Sicherheit der Monarchie in Frage stellen. Daraus ergiebt sich ohne Danach ist jedes Gerede von socialdemokratischem Terrorismus weiteres, daß rechtzeitig Schutzmaßregeln getroffen werden müssen. nichts als dreiste Lüge. Die Gegner unterschlagen frivol, daß nicht Die Anwesenheit des Kaisers in Berlin aus Anlaß der Gs ist eine lächerliche Finte der byzantinischen Bresse, daß sie mit allgemein von Geschäftsleuten in der Versammlung gesprochen wurde, lebersiedelung des faiserlichen Hoflagers in die Reichshauptstadt heuchlerischem Gelächter den Plan eines auf einer Insel zu erbauenden sondern von socialdemokratischen Geschäftsleuten, die ernststellt an die Berliner Schußmannschaft wiederum ganz gewaltige Schlofjes als eine ungeheuerliche und aberwißige Phantasie, auf die rich an ihre Pflicht erinnert wurden. Anforderungen, zumal die Sorge um die Sicherheit der Person des Monarchen seit einiger Zeit eine bedeutend gesteigerte iſt. nur ein focialdemokratischer Narr hineinfallen könnte, in schöner Und selbst diese durchaus berechtigte Erinnerung geschieht Es sind der Polizeibehörde von diskreter Seite einige Binte zu- Uebereinstimmung bezeichnete. Es ist gar nichts Abenteuerliches, lediglich in der Notwehr gegen den wirklichen Terrorismus, gegangen, welche Bezug haben auf gewisse Entschlüsse staats gar nichts berwibiges, gar nichts Phantastisches an solchem den die kapitalistischen Parteien verüben. feindlicher Vereinigungen. Wenn man nun auch diesen Plane. Es ist nicht einmal eine irgendwie trasse Konsequenz üben bei öffentlicher Stimmabgabe den brutalsten Druc Mitteilungen in maßgebenden Kreisen etwas steptisch gegenüber des monarchistischen Schußsystems. Ein gesichertes Schloß ist viel auf die gesamte wirtschaftlich abhängige Bevölkerung aus; steht, so wird doch alles Mögliche gethan, um die Gefährdung der mehr eine bloße Bagatelle gegenüber dem so oft und so feierlich sie zwingen hunderttausende Socialdemokraten, von ihrem StimumBerson des Kaisers zu verhindern. Aus diesem Grunde ist die erhobenen Anspruch, daß das ganze Heer, das Volk in Waffen be- cecht wider willen keinen Gebrauch zu machen oder gar für ihren Ueberwachung der anarchistischen Vereine seit furzem eine bedeutend schärfere geworden, und auch die Bersonen, welche ohne rufen sei, die persönliche Sicherheit des Monarchen gegen die eignen politischen Feind zu stimmen. Die ganze Dreiflassenwahl mit Bereinsanschluß im stillen für die staatsfeindliche Propaganda Boltsgenossen zu schüßen. Das Kaiſerinsel- Projekt war innerlich öffentlicher Stimmabgabe, welche die bürgerlichen Parteien so eifrig wirken und der Polizeibehörde wohlbekannt sind, erfreuen sich der ebenso glaubwürdig wie die äußeren, die bereits bekannten und die schüßen, ist ein Aft des furchtbarsten Terrorismus, verübt an der felben polizeilichen Aufmerksamkeit. Die fürzliche Aufhebung noch nicht erörterten Begleitumstände die Echtheit des Dokuments über Gesamtheit der Wählerschaft. einer Anarchistenversammlung im Rheinlande und die Inhaftnahme jeden Zweifel stellten. Auch die Einrichtung eines besonderen Wahlder Teilnehmer dürfte mit dem oben angeführten in enger Ber- treises ist nichts weniger als unerhört. Die Reichstagsmehrheit würde bindung stehen. In Berlin, wo der Kaiser tagsüber viele Stunden feinen Augenblick Bedenken tragen, wenn es gewünscht wird, einen solchen außerhalb des föniglichen Schlosses weilt und bald hierhin, bald Wahlkreis zu bewilligen, um zu verhindern, daß der Hohenzollern dorthin fährt, sind die Sicherheitsmaßnahmen natürlich am ausgedehntesten. In den Straßen fann man beobachten, daß bei der Bezirk socialdemokratisch vertreten würden; und schließlich wäre das der Landtagswahl auszunügen.Streckenbesehung", das heißt polizeilichen Beaufsichtigung des nur eine unbedeutende wahlkreis geometrische Kuriosität mehr neben Weges, den der Monarch bei seinen Ausfahrten usw. zurüdlegt, den andern Reizen des verfassungswidrigen Pluralsystems. viel mehr Schuyleute verwandt werden, als dies früher der Fall Der Vorwärts" hätte also einfach ein neues, wenig war. Nicht nur die Hauptstrecke wird besezt, auch die nähere Üm- sensationelles Beispiel für ein notorisches Schubsystem er " Freisinnige Zeitung" usw. gegen die Socialdemokratie versuchen, Der freche Schwindel, den„ Hannoverscher Courier"," Germania", um vom eignen Terrorismus abzulenken, wird hoffentlich zahlreiche 28ähler ermuntern, trotz öffentlicher Stimmabgabe ihr Wahlrecht bei gebung derselben erhält eine Postenkette. Dabei ist zu bemerken, zählt, wenn er behauptet haben würde, der Kaiser talle über die allgemeine Politit" der Regierung begonnen. In früheren, an Zahl der Beamten ungemein start sind und abwechselnd von einer Hoffamarilla führte. 22 In der Darstellung der reaktionären Interpellanten aller Schattierungen erschien bas Stabinett Combes als ein entseglicher Schrittmacher der socialen Revolution, der als Gefangener der Socialisten" die bestehende Ordnung, Gesellschaft und das Baterland untergrabe. Die militärische Besetzung des Streifgebiets in Hennebont und jetzt im Norden, das provokatorische Auftreten der Behörden, des Militärs und der Richter, namentlich in Hennebont und Lorient, das Aufgebot von 21 000 Soldaten gegen 20 000 bis 25 000 Streifende im Norden das alles genügt den Ordnungsrettern noch nicht. Verlangen Sie eine Arbeitermehelei?" wurde den Interpellanten von socialistischer Seite zugerufen. Die Edlen protestierten dagegen natürlich mit Entrüstung, Die französischen Streits vor der Deputiertenfammer. Baris, 23. Oftober.( Eig. Ber.) Die neue Parlamentssession hat mit der üblichen Interpellation daß auch Wachtmeister und Polizei- Offiziere in großer Zahl ver- sich von einem Architekten ein Serartiges Schloß bauen. treten sind. Die Polizeireviere, welche an der alltäglichen Strecke Das wäre so wenig eine Majestätsbeleidigung gewesen, wie eine längst verflossenen Zeiten galten derartige Interpellationen als liegen, wie z. B. die Reviere 3, 38, 76, die beiden Tiergarten- Reporternotiz von Radfahrer- Patrouillen. Aber wir konnten nicht miniſterſtürzend. Seit der Konstituierung einer fest organisierten wachen, Revier 82 und die inneren Charlottenburger Reviere Regierungsmeherheit sind sie zu einem platonischen Redekampf gefind daher in angestrengtester Thätigkeit, wenngleich diese Wachen von einem Plan des Kaisers sprechen, weil unsre Dutelle eben 3 worden beffen Ausgang, ein Vertrauensvotum für die Regierung, von vornherein feststeht. Die lerifal- nationalistisch- bourgeoisden an der Peripherie der Stadt gelegenen Wachen Verstärkung Endlich fehlt auch jedes parteipolitische Interesse, dem Kaiser republikanische Opposition weiß das sehr gut. Sie hat daher den erhalten, damit den Mannschaften die nötige Beit zum Eisen fälschlich nachzusagen, er fühle sich besonders bedroht. Ganz im Gegen- Bersuch gemacht, die allgemein- politische" Interpellation vom urund Ausruhen gewährt werden kann. Nichtsdestoweniger teil! Hat der Kaiser derartige Stimmungen, so ist das nur zum fprünglich vorgesehenen Gebiet der antiklerikalen Politik auf das tommt es häufig vor, daß einzelne Teile der Strecke" vier Borteil der Scharfmacher. Unser Interesse an einer friedlichen Ent- Gebiet der neuesten Streitbewegungen zu verlegen. Die bereits und mehr Stunden im Dienst bleiben. Das liegt zum Teil wicklung lenkte in die entgegengesezte Richtung: auf die Tagesordnung gefeßten flerifalen Interpellationen wurden auch daran, daß bei aller Sorgfalt die StreckenbelegungsBorschriften" doch nicht zum Besten der Polizeimannschaft geregelt den Kaiser zu informieren, daß seine Besorgniffe unbegründet seien. zurückgezogen und das Ministerium wurde ausschließlich im Namen find. Das Polizeipräsidium giebt den bezüglichen Bachen zu Nicht nur unser Beweisstück, sondern auch unser Interesse leitet uns der Ordnungsretterei angegriffen. ganz unbestimmter Zeit die Depesche, daß Wagen oder Pferde des dazu, gegen die oft amarilla den Angriff zu richten, die falsche Kaisers zu der oder der Zeit bestellt sind. Schon lange Zeit vor Borstellungen zu erwecken sucht. der bestimmten Stunde wird die Strecke bescht, jedoch bleiben die Auf solchen Jrrgängen bewegen fich die juristischen Monteure der dienstthuenden Beamten über die Abfahrt des Kaisers oder ob der Majestätsbeleidigungs- Mafchinerie: der Vorwärts" giebt sich die Monarch den angegebenen Weg wirklich benutzt, in Ungewißheit. unsinnige Mühe, eine Behauptung zu verschleiern, die niemals eine Erst nachdem der Kaiser in das Schloß zurückgekehrt ist, kommit Beleidigung sein kann, und er verschleiert sie dazu gegen sein parteidie Präsidialdepesche: Boften einziehen". Hat der Kaiser z. B. Atelierbefuche abgestattet oder sonstige Abstecher unternommen, so politisches Interesse. steht die Strecke" stundenlang vergebens. Hierin dürfte im Interesse der Schußmannschaft Wandel zu schaffen sein. Mit dieser immerhin einiges Aufsehen erregenden sichtbaren Streckenbesetzung geht Hand in Hand die Bewachung des faiserlichen Weges durch die Kriminalpolizei. Auf der ganzen Strecke stehen in unauffälligster Weise Kriminalschuhleute verteilt zu dem Zweck, das Bublikum zu überwachen und gegebenen Falles einzuschreiten. Namentlich jest ist die Strede" mit Kriminalbeamten geradezu überflutet, und werden lestere auf ihre besondre Dienstinstruktion hin durch Kriminalfommiffare und Wachtmeister strengstens überwacht. Um Die arbeiterfeindliche Breffe aller Färbung arbeitet wieder eifrig für alle Fälle gerüstet zu sein, sind diese Beamten mit Revolveru mit dem Lügengeschwätz vom socialdemokratischen Terrorismus. und scharfen Patronen versehen. Von der Schußwaffe darf indessen Blätter der Freifinnigen Volkspartei eifern in dieser edlen Aufgabe nur dann Gebrauch gemacht werden, wenn ein Angriff auf den mit der Klerikalen und nationalliberalen Preffe. Für uns ist es nicht is Kaiser oder sonst eine fürstliche Person erfolgt. oder wenn der immer möglich, diese unwahrheiten im ersten Augenblicke zu entKriminalschuhmann oder sonst ein Sicherheitsbeamter sich in larven, da man Vorgänge, die sich irgendwo in der Ferne zu äußerster Lebensgefahr befindet. Im dienstlichen Verkehr mit Kollegen oder Borgefeßten hat die Kriminal- Streckenbesehung nach getragen haben sollen, aufgreift. Wenn wir nicht sofort antworten, eignem Talt und Gefühl sehr vorsichtig zu sein, um keine Auf- so triumphiert sofort die Germania": Da weiß der„ Vorwärts" mertjamkeit des Bublifums auf sie zu erregen. Bervollständigt nichts zu sagen und durch Schweigen billigt er die Verfehlungen der wird dieser Streckenbesesungsdienst durch radfahrende Patrouillen in socialdemokratischen Genossen. Wir sind den Herrschaften aber auch Civil, indem sie den Kaiser unauffällig begleiten oder der Posten in diesen Angelegenheiten niemals etwas schuldig geblieben und tette neuere Befehle übermitteln." werden es auch jetzt nicht. Heute sei ein Fall Klargestellt, der seit " E ( Ein dritter Artikel folgt.) Politifche Ueberficht. T Berlin, den 24. Oktober. Terrorismus. " Von socialistischer Seite sprachen nur die revolutionär. socialistischen Abgg. Dejeante über Hennebont und Delory über den nordischen Streif. Aus Delorys Rede ist folgendes herborzuheben: Im ersten Anfang des Streits hat die Gewerkschaft verfucht, die Betpegung einzudämmen- aus der begründeten Sorge, daß die Arbeiter für einen allgemeinen Tertilausstand der Region nicht vorbereitet sein möchten. Die Gewerkschaft, welcher auch die socialistischen Bürgermeister von Armentières und Houplines, die Genossen Daudrumezh und Sohier, angehören, hat die Wiederaufnahme der Arbeit vorgeschlagen. Die nichtorganisierte Masse" aber wollte auf den Rat nicht hören. Da blieb den beiden Maires als Arbeitern nichts andres übrig, als die Leitung der spontanen Bewegung zu versuchen, aber nicht im Sinne eines Aufruhrs, sondern als eines Gewerkschaftsgeflochtenen Vortrag von Jules Guesde in Armentières antampfes. Was den vom reaktionären Abg. Dansette einbelangt, so war es eine noch vor dem Streit festgesetzte Verfammlung. Für die vorgekommenen, übrigens start übertriebenen inruhen ist die Partei des Redners nicht im mindesten verantwort wäre. von Würtentières ne jong unfren in der Geperfchaftsbewegung triebenen Ministerpräsident Combes hatte es leicht, seine Haltung in den Streits vom ordnungsretterischen Standpunkte aus zu recht- Ber tonjervative Zandtags- Kandidat in Bunzlan- Löwenberg, bis- auf die Stofeſſion... Vorwurf verwahren, auf den Sturz des Reichskanzlers zu drängen. * 0 * ivollte lich:„ Wir haben stets den Arbeitern gesagt, daß wir nicht glaubten, I mag dabei zersplittern, aber das Brandmal bleibt. Sie will unfren Wahlagitation. Kanzel und Beichtftuhl würden mißbraucht, es daß ihre Befreiung aus einer Augenblicks- Revolte, wie die oben ge- Kaijerinjcl- Artifel so verstanden haben, daß er auf einen Plan fei gefagt worden, wenn man einen Banernbündler schchene, hervorgehen könnte; daß dazu eine Organisation erforder- des Kaisers gemünzt sei. wähle, sei das ein Grund zur Ehescheidung. Man könne Selbst wenn das Verständnisvermögen der Frankfurter nicht mehr von einer freien von Armentières thätigen Freunden erklärt, daß ich fünftighin im Zeitung" von Natur fpreert werden. jo staatsanwaltig, funttionett, hätte man untersuchungen anstellen, dann müßte fast jede Falle einer Arbeitseinstellung, die ohne vorherige Verständigung mit sie ihre falsche Witterung nicht öffentlich preisgeben dürfen. Der Gewerkschaft, folglich ohne vorherige Unterhandlungen zwischen Die Entdeckerfreude an der von ihr scharfsinnig entschleierten In der Sonnabend Sigung richtete Minister Freiherr diefer und den Unternehmern, ausbrechen sollte, den Predigern des Majestätsbeleidigung mag ja sehr groß gewesen sein, aber es bleibt v. Feiligsch an das Haus einen Appell, die konfessionellen Streits fagen würde:" Ich habe mit Euch nichts zu schaffen. stets eine infame Deniziation, eine derartige Entdeckimg zu Streitigkeiten ruhen zu lassen und zu ersprießlicher objektiver Arbeit Weiter betonte Delory, seine Bemühungen. Die übrigens arg über veröffentlichen. An der moralischen Verurteilung dieses einzig zusammenzuwirken. Der Vorwurf, daß bei Anstellungen und BeAusschreitungen zu verhindern, was übrigens auch von dastehenden Falles von demokratischer Breßverwahrlosung ändert es förderungen im Staatsdienste die Katholiken zurückgesetzt würden, ſei den Gegnern anerkannt wird. Zur Haltung der Regierung sagte gar nichts, ob die Interpretation des Blattes richtig ist oder falsch. gänzlich unbegründet. Wenn in einzelnen Zweigen des Staatsdienstes Redner, daß an derselben nur eines auszusehen wäre das UeberGraf Bülow ist den konservativen Leuten nicht ganz geheuer, testanten studierten und sich zum Staatsdienst meldeten. Für den mehr Protestanten wären, so liege das nur daran, daß mehr Promaß des Truppenaufgebotes. so sehr auch die„ Kreuz- Zeitung" und ihresgleichen sich gegen den Staatsdienst fomme es nur auf die Tüchtigkeit des Beamten, nicht heriger Abgeordneter von Kölichen, hielt eine Rede, in der er welche sein Ressort betreffen und erklärte: Kultusminister v. Wehner beantwortete verschiedene Anfragen, Gegens folgendes fagte: „ Ob Graf Bülow für freisinnige Jbeen empfänglich oder dem läge haben sich in unserm Volfe immer und Centrum zugethan ſei, wisse man nicht; nur eins wisse sie haben einen Grad erreicht, daß eine Umkehr wohl erwünscht iſt Dem Sklerilafanterie, peijährige Dienstzeit, die Abſchaffung des art, bak er nicht fonſervativ sei. Der Stanzler folle fich feiner nötig erscheinen läßt, bag bie gegerde fiat Mandes es als bringenb daß gegenseitige Achtung der Konfeffionen Partei verschreiben, aber die Regierung müsse doch einmal zu wieder voll und ganz ins Leben tritt, denn diese ist die Grundlage erkennen geben, was sie eigentlich will. Bei den Reichstagswahlen des paritätischen Staates.- Die Debatte wurde auf Montag habe sie vergeblich auf eine Parole warten lassen; bei ihr könne vertagt. po setenabmi8a.me: noitdab A fich die Socialdemokratie in erster Linie bedanken." fartells mit diesem nicht brechen. Die Regierung hat sogar eine Ver- Reichskanzler zu bedanken habe, muß er geschützt werden. Hätte Vor dem Vorwurf, daß die Socialdemokratie sich bei' dem Ueber den Kaiserinsel- Prozeß veröffentlicht Herr Harden in der trauensmehrheit von seltener Zahlengröße erzielt. Ihre Erklärungen Graf Bülow wurden mit 329 gegen 227 Slimmen gebilligt. Für die Vertrauens- eing it, a fortes wie uns amis formel ftimmte diesmal auch die revolutionar- ſocialiſtiſche grattion. eingemischt, uns wäre es vortrefflich bekommen, wie uns die Bismarcschen Wahlparolen stets gut bekamen. Aber der Ausspruch des konhalts:„ Die Kammer verurteilt It jede fervativen Abgeordneten und Landtagskandidaten zeigt, bat, but we sein kann. friedigung der Junkerwünsche kein Reichskanzler reaktionär genug fertigen. Im übrigen verschob er die Debatte in der Hauptsache auf das Gebiet des antiklerikalen Kampfes, appellierte wieder einmal an die Einigung aller" antiflerikalen Republikaner, einschließlich der ( ministeriellen) Socialisten, um nach der Besiegung des Feindes nunmehr die Früchte des Sieges zu ernten. Das wären zunächst günstigen Gesetzes Fallour von 1850 und die Beseitigung des fongreganistischen Unterrichts. Das Verschiebungsmanöver der Opposition hat nichts genutzt. Worderhand will oder darf der äußerste rechte Flügel des RegierungsVorher hatte diese lettere rechts der Arbeiter und besonders die Entsendung von Truppen nach Beschränkung des Koalitions Streifgebieten und konstatiert, daß die wirklichen Urheber von Unruhen diejenigen sind, welche die Arbeiter zu Hungerlöhnen zu arbeiten airingen. Diese Resolution wurde in der Prioritätsabstimmung mit 39 gegen 409 Stimmen beiseite geschoben. Dabei hat sich die Hälfte der Jaurèsisten der Abstimmung enthalten, während Miller and mit der einigen gesamtbürgerlichen Masse dagegen stimmte. gol opinion oiR iii pia % * Deutfchen Reich. " De Zukunft" einen längeren Artikel, der uns abgesehen von unsrer Beurteilung seines sonstigen Inhalts in einer Beziehung zur Entgegnung nötigt. hautet, Herr Harden behauptet, unter Berufung auf unsren Prozeßbericht, die Verteidigung unfres Genojien is about Broturators Boſition von vornherein vor dem Auſturm des großen Prokurators senbiel ohne Schwertstreich geräumt, da sie den an und für sich beleidigenden Charakter der inkriminierten Notizen nicht oder nicht genügend bestritten habe. main port of Der fächsische Landtag ist auf den 10. November einberufen vorden. Es ist schon jetzt zu sagen, daß dieser Landtag der Landtag der Lächerlichkeit sein wird, denn seine Aufgabe ist, eine Wahlreform Diese Behauptung ist völlig unrichtig und alle Bemerkungen, die zu schaffen, die zu schaffen er weder geneigt noch geeignet ist. Herr Harden daran knüpft, find hinfällig. Obschon unser ProzeßAm 26. Oftober bereits tritt der sogenannte Vorlandtag bericht aus Raumgründen nicht allzu lang gehalten werden konnte. zusammen, eine Konferenz, welche die sächsische Regierung in ihrer so enthält er doch die Ausführungen der Verteidiger, die Herr Harden Not zur Vorberatung der Wahlreformfrage einberufen hat. Der vermißt. Thatsächlich hat die Darlegung, daß eine MajestätsKonferenz, die geheim verhandelt, wird eine Denkschrift vorgelegt. beleidigung selbst dann nicht vorliege, wenn das gesamte SchloßEs herrscht ein verwirrendes Durcheinander über das, was ge- Projekt" dem Kaiser selbst ausdrücklich zugeschrieben worden wäre, schehen soll. in den Reden der Verteidiger einen besonders breiten Raum einon salsudicidni na genommen. Die Finanzkonferenz. Auffällig spät sieht sich die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" noch zu einer Meldung über das Ergebnis der Finanzkonferenz beIn Sachsen- Weimar sind die Ausschreibungen der Wahl. vollmächtigt: männer Wahlen für den Landtag erfolgt. Dieselben finden " Die von uns angekündigte Beratung der Finanzminister der nicht, wie bisher, im ganzen Lande an einem bestimmten Tage, größeren Bundesstaaten über finanzielle Angelegenheiten hat unter sondern in jedem der fünf Verwaltungsbezirke nach dem Ermessen dem Vorsize des Reichskanzlers und später in seiner Vertretung der Bezirksdirektoren statt, im Eisenacher Bezirk am Freitag, den des Reichs- Schatzsekretärs am 19., 20., und 21. d. Mts. statt 6. November und im Dermbacher Bezirk bereits schonjam 30. Oktober. gefunden. Sicherem Vernehmen nach galt diese Beratung aus. In den übrigen drei Verwaltungsbezirken liegen die betreffenden schließlich der Erörterung und dem Meinungsaustausch über die Beröffentlichungen noch nicht vor. Recht eilig hat es der Derm Finanzierung des Reichshaushalts- Etats für 1904, solvie über An- bacher Bezirksdirektor, der den Wählern zwischen der Ausschreibung regungen zur Abstellung von Mängeln, die sich in den zur Zeit und dem Stattfinden des Wahltermins eine Frist von sieben Tagen geltenden finanzgesetzlichen Bestimmungen des Reichs bemerklich Nationalsocialen mit der Hoffnung tragen, im Wahlkreis Jena- Stadt fäßt!- Als Kuriosum verdient erwähnt zu werden, daß sich die gemacht haben. Größere Steuervorlagen waren nicht Gegenstand der Beratung. Dem vorbereitenden Charakter der 3 fiegen. In zwei Wahlkreisen unterstützen sie die NationalVerhandlungen entsprechend konnten förmliche Beschlüsse nicht liberalen, in zwei die Freisinnigen. Die socialdemokratische gefaßt werden, und es läßt sich zur Zeit nicht mitteilen, in welcher Partei hat für 13 Kreise eigne Kandidaten aufgestellt. Richtung sich die Ergebnisse dieser Ministerkonferenz bewegen dn du b Zur bayrischen Wahlrechts- Bewegung. werden. Ländereien " „ Das " ab " Ueber unsren Parteigenossen Singer schreibt die„ Germania": Ueber Herrn Paul Singer, der gestern im Vorwärts" in einem Festartikel zum Jubiläum" des Socialistengefeßes den Reigen der Artikelschreiber anführte, macht die Magdeburger Zeitung" folgende interessante Mitteilungen a D Das fönne wundernehmen, da er( Singer) unfres Wissens zur Zeit, als das Socialistengeses erlassen ward, sein socialdemokratisches Herz noch nicht entdeckt hatte. Damals pendelte zwischen wissenschaftlichen Kränzchen und den scheinbar unentschlossen, ob er den ihm zugefallenen Reichtun Konventikeln des bürgerlichen Radikalismus hin und her, er zu einer Mäcenatenrolle oder zur Rolle eines politischen Agitators und Führers benutzen solle. Die Gründe, warum er sich zu der letzteren entschloß, hat der verstorbene Viktor Hehn, der mit ihm zusammen in den siebziger Jahren hier einer wissenschaftlichen Vereinigung, der Orientalischen Gesellschaft", wie er sie scherzhaft nennt, angehört hatte, in einem Briefe an Professor Wichmann in Rom richtig angedeutet. Dort ist auch ganz zutreffend auseinandergejezt worden, warum der reiche Mann, der sich um jeden Preis einen Namen machen wollte, von dem politischen Radikalismus zur Socialdemokratie hinabgeglitten ist. Daß er hier erreicht hat, was er sich erwünscht, ist nicht an dem heutigen Tage zum erstenmal hervorgetreten. In Berliner politischen Kreisen ist es freilich nicht unbekannt, daß Herr Singer erst dann zur Socialdemokratie übergegangen ist, als die Berliner Fortschrittspartei ihm nicht die politische Rolle, die er beanspruchte, zuweisen wollte. Eine weitere kurze Mitteilung über den Obergenossen Singer, welche die„ Tägliche Rundschau" vor einigen Tagen machte, scheint dem„ Vorwärts" ( bad dalol of entgangen zu sein." Die Aeußerung der„ Täglichen Rundschau", auf welche die „ Germania" sich bezieht, ist gethan in einer Besprechung der Vorgänge in der letzten socialdemokratischen Parteiverfamihung des ,, Von Herrn Paul Singer erzählt man sich zur Zeit sogar in Berlin, er würde demnächst in einem interessanten kleinen Lebemänner- Prozeß bekennen müssen, wie intensiv er sich an der Verrungenierung" dieser verrotteten bürgerlichen Gesellschaft be teiligt hätte. " Auf Grund der Mitteilungen, die uns in dieser Angelegenheit gemacht worden sind, können wir, sicherlich zur freudigen Genugthuung der bürgerlichen Bresse, die diesem niedrigen Klatsch fröhnt, erklären, daß unser Genosse Singer aus diesem Prozeß, in dem er Makel hervorgehen wird. Nur ein Wort in der Mitteilung sagt Thatsächliches:" Größere Man schreibt uns aus Bayern: Die focialdemokratische Partei Steuervorlagen" seien nicht Gegenstand der Berating gewesen. hat das bayrische Volk zu einer kräftigen Protest bewegung Also wohl kleinere Steuervorlagen! Was aber die gegen die vielfachen Rechtsverkürzungen aufgerufen, die der Entwurf d Finanzminister im Angesicht des Milliardenetats des Reiches flein" eines neuen Wahlgefezes enthält. Vor allem richtet sich der Widernennen, dürfte dem steuerzahlenden Volk sehr groß erscheinen. stand gegen die ungerechte Hinauffezung des wahlfähigen Alters von jett 21 auf später 25 Jahre und die damit verknüpfte Entrechtung Ein Kanalkompromiß zwischen Regierung und konservativen von mehr als 100 000 jungen Männern. Aber auch die andren Parteien will die Boffische Zeitung" erfahren haben. Das Kom- Verschlechterungen( einjährige Steuerleistung, einjähriger Besitz der promiß, führt das Blatt aus, geht darauf hinaus, daß große Staatsangehörigkeit) sowie die Grundtendenz des ganzen Entwurfes, Summen, zunächst fünfzig Millionen, zur Anlage von Staubecken nämlich die Bevorzugung des platten Landes vor der Stadt werden und zu Flußregulierungen im und energisch bekämpft, und der sehr starke Besuch der Versammlungen auch schlesischen Odergebiet zugleich die Mittel zum Ankauf der für die in den kleineren Orten beweist, daß die Bevölkerung dank unsrer treitigen Kanalbauten bewilligt werden, mit der Maßgabe, jahrzehntelangen Aufklärungsarbeit die Bedeutung der Frage zu daß derjenige Teil des Mittelland Kanals, würdigen weiß. In den angenommenen Resolutionen wird die gegen den Sie östlichen Agrarier vornehmlich Front socialdemokratische Landtagsfraktion aufgefordert, die Postulate des machen, aus der Vorlage ausgeschieden wird. Regensburger Wahlprogramms von 1892, die sich mit den entSie wollen unter feinen Umständen die Verbindung de 3 sprechenden Wahlrechtsforderungen des allgemeinen deutschen ParteiRheins mit der Elbe, weil sie kurzsichtig genug sind, die programms decken, auch bei den bevorstehenden Weiterverhandlungen Einfuhr von Getreide und Holz über Rhein und Mittellandkanal der Angelegenheit im Ausschuß und im Plenum der Kammer auf- sechsten Berliner Wahlkreises; sie lautet: nach dem Herzen des Landes zu fürchten und die Verkehrserleichte- rechtzuerhalten. rung zu übersehen, die eine Verbindung der Elbe mit dem Rhein Der Widerstand der Liberalen gegen die Neugestaltung des gerade der östlichen Landwirtschaft bieten würde. Sie sind darum Wahlrechts hat nichts mit principiellen Erwägungen zu thun, allenfalls für die Wasserstraße vom Rhein zum Dortmund wie umire Protestaktion. Er ist vielmehr lediglich durch den Emskanal, auch vom Dortmund- Emstanal bei Bevergern allerborniertesten Partei- und Fraktionsegoismus dittiert. So bezur Weser und darüber hinaus bis Hannover, vielleicht ginnt z. B. das führende Organ des Deutschfreisinns in Bayern, felbft bis in die Nähe von Braunschweig zu haben; da- der Fränkische Kurier", einen Artikel, der überschrieben ist: für soll ihnen aber ber Rest der Wasserstraße neue bayrische Wahlrecht", mit folgenden bezeichnenden Worten: bis zur Elbe, das östliche Stück des Mittelland- Kanals ge= Bei einer genauen Prüfung der Wahlkreis- Einteilung in der Stadt opfert werden. Geschieht das, so find sie bereit, einer all- Nürnberg muß man zu der Meinung kommen, daß diese geflissentlich als Zeuge kommissarisch vernommen worden ist, ohne den geringsten mählichen Ausführung des beschränkten Planes, verteilt auf 10 bis darauf angelegt ist, zu verhindern, daß den bürgerlichen Wählern irgend 15 Jahre, zuzustimmen und die Kosten nicht auf einmal, sondern all- eines der sechs Mandate zufällt.". Und am Schluß heißt es:" Wenn und der„ Germania" bieten lediglich einen neuen Beweis, daß geDie jämmerlichen Bezichtigungen der„ Magdeburgischen Zeitung" jährlich im Staatshaushalt zu bewilligen, wogegen das Staats- das Gesez und die Wahlkreis- Einteilung nicht in einer Weise ge- wisse Gegner zu tief gesunken sind, um zu verstehen, daß ein Mann ministerium ermächtigt werden soll, sich ein für allemal die erforder- ändert werden, daß Licht und Schatten gerecht verteilt werden, dann lichen Gelände zu sichern." so hoffen wir wird die liberale Vereinigung keinen Augenblick aus Studium, aus Ueberzeugung und aus Mitgefühl mit den notWenn die Mitteilung der Bossischen Zeitung" Bestätigung zögern, das ganze Gesez in den Drfus verschwinden leidenden Klassen zu seiner politischen Stellungnahme gelangt. Die Wohlhabenden der„ Magdeburgischen Zeitung" und der„ Germania" findet, so ist die Kanalniederlage der preußischen Regierung endgültig zu lassen... denn es ist wert, daß es zu Grunde geht.". Wir Wohlhabenden der„ Magdeburgischen Zeitung" und der„ Germania" besiegelt. Schritt für Schritt ist sie zurückgewichen bis zur endgültigen stoßen hier also wieder auf das ekelhafte Raufen um ein paar Geldjades und des kapitalistischen Ausbeutertums zu dienen. tennen allerdings nur den einen Ehrgeiz, den Interessen des eignen Mandate, das bisher Aufgabe des einst feierlich verheißenen Planes, des Lieblings Reform des bayrischen Wahlrechts zum Scheitern gebracht hat. Einen Paul Singer hat sich mit Johann Jacoby von der Fortschrittsoft angeregte gedankens des preußischen Königs. Die Deutsche Tageszeitung" erklärt, das angebliche Kompromig höheren Gesichtspunkt als den Kampf um die Futterkrippe hat der partei losgesagt. Singer gehörte bereits im Jahre 1864 zu dem schwebe völlig in der Luft; höchstens könnten einzelne Politiker der bayrische Liberalismus überhaupt nicht mehr und im richtigen Ge- hier in Berlin bestehenden demokratischen Verein, der auf deur artige Pläne verfolgen. fühl seiner Schwäche möchte er den Schutz des indirekten Wahl- Standpunkt Johann Jacobys stand und mit der Socialdemokratie rechts auch für die Zukunft nicht entbehren, um der Welt auch sympathisierte. Paul Singer ist einige Jahre später offiziell der Der Denkmalsstil unfrer Tage. In Küstrin wurde am Sonn- fernerhin seine Eriſtenz noch eine Weile vortäuschen zu können. Socialdemokratie heigetreten, er hat also ziemlich lange bazu geabend ein Denkmal des sogenannten Großen Kurfürsten enthüllt. Der Er fürchtet sich vor dem frisch- fröhlichen Klassenkampf, der mit dem braucht, ehe er dazu kam, eine Rolle in der socialdemokratischen Partei Naiſer wohnte der Festlichkeit bei. Bürgermeister Securius hielt diretten Wahlrecht auch in dem Gebiet der bayerischen Bolitik stärker zu spielen, denn Paul Singer hat erst 1884 zum erstenmal im vierten eine Ansprache, deren Anfang hinreicht zu zeigen, wie heut der hervortreten wird. Berliner Wahlkreise kandidiert und wurde bei dieser Wahl gewählt. Bürgersmann vor Königsthronen spricht. Herr Securius hub an: Besonders erbärmlich mutet die Schachermacherei des Nürn- Paul Singer gehörte also bereits mehr als ein Dußend Jahre Allergroßmächtigster, Allerdurchlauchtigster, Allergnädigster Kaiser, bergischen Freisinns deshalb an, weil die edlen Trabanten des großen zur Partei, ehe er es über sich gewann, eine ihm angebotene KanKönig, Markgraf und Herr! Eure kaiserliche Majestät wollen aller- Eugens in Nürnberg bekanntlich den socialdemokratischen Arbeitern bidatur anzunehmen, und das that er zu einer Zeit, wo die Angnädigst geruhen, den allerunterthänigsten Dank der Bürger- trampshaft den Eintritt in das Rathaus versperren. Diese nahme einer solchen Kandidatur ein Risiko war, wie seine im schaft Küftrins entgegenzunehmen dafür, daß Eure Majestät die Gnade Gesellschaft hat gerade nötig, sich über ungerechte Wahlkreis- Einteilung Jahre 1886 erfolgte Ausweisung aus Berlin bewies. The gehabt haben, Ihrer getreuen Stadt Küstrin die allerhöchste zu beschweren! Je rascher sie mit Hilfe eines direkten Wahlsystems Opferten die Patrone der„ Magdeb. Ztg." und der„ Germania" anch Genehmigung dazu zu erteilen, daß Eurer Majestät er vom politischen Schauplay hinweggefegt wird, um so besser ist es. nur den hundertsten Teil dessen, was Genosse Singer für seine habenem Vorfahren, dem Markgrafen Hans von Küstrin, hier vor Partei geopfert hat, für ihre Partei, sie würden in derselben zu dem seiner ehemaligen Residenz ein Denkmal errichtet werde, den Range von Heiligen" erhoben. omand allerunterthänigsten Dank insonderheit aber dafür, daß Eure Bayrische Abgeordnetenkammer. In der Fortsetzung der Freitags- Da im Augenblick Genosse Singer von Berlin abwesend ist Majestät allergnädigst geruht haben, die Feier der Enthüllung dieses zung sprach zunächst der Centrums- Abgeordnete Dr. Heim, der er befindet sich auf einer Inspektionsreise nach dem Rhein mit andren Denkmals durch Eurer Majestät erhabene Gegenwart zu verherr sich stets durch brutalen iz hervorthut. Er wendete sich an den seiner Kollegen aus der Stadtverordneten- Versammlung lichen. beralen haben den Miniſter- beschränken wir uns vorläufig auf dieſe Weitteilungen, die den ThatDie alte Preußenstadt Küstrin, die das Glück hatte, präsidenten heute schwören lassen, daß er sich nicht mit dem Ultra- fachen entsprechen. Auffallend ist, daß unsre Feinde erst jetzt neuen Weiniſterpräsidenten: Die liberalen. Eurer Majestät erhabene Vorfahren zweimal zu längerem Aufent halte in ihren Mauern beherbergen zu dürfen, die dem Großen einem lauten" Ja, ich will es!" geschworen. Er frage den Wahlkreis befigt mit solch elenden Verdächtigungen heraus. halte in ihren Mauern beherbergen zu dürfen, die dem Großen montanismus einlassen werde, und der Ministerpräsident habe mit nachdem Singer fast zwei Jahrzehnte das Mandat für den vierten Kurfürsten als jugendlichen Prinzen und dem großen König Ministerpräsidenten:„ Wollen Sie sich nicht mehr einlassen mit rücken. in ernſteſter Stunde seines Lebens Aufenthaltsstätte durfte, die alte Preußenstadt Küstrin hat mit flammender dieſem historisch- toten Liberalismus, dessen traurige Ruinen Sicul⑈ Begeisterung und mit stolzer Freude dem heutigen teit), mit diesem Liberalismus hier sehen? Ist es Ihr freier, ungezwungener Wille( große Heiter- info nicht einmal eine Vernunftche " Ehren- und Festtage entgegengeschaut." sein -Ausland. Oestreich- Ungarn. de admin fo Das fann genügen. einzugehen? Sie wollen mit einer solch alten Dame die Trauung Zur ungarischen Ministertrise. Die„ Neue Freie Presse" meldet: Es ist vielleicht ein Zeichen der Erkenntnis, daß das offizielle eingehen, der höchstens noch der Giftzahn geblieben( Heiterkeit), die Für Sonnabend ist Graf Tisza zum Kaiser berufen. Nachdem der ärgsten Byzantinismen verbreitet. Die konservative Presse aber hat vorher, ja? Das war nicht staatsmännisch von Ihnen, und auf meine scheint die ernste Lage in den heutigen Audienzen der Miniſter einen vollständigen Bericht und schenkt der auflauschenden Welt Ihnen!( Heiterkeit.) Jedenfalls werden wir vorsichtig Ihnen Wendung genommen zu haben. Frage eantworten Sie Das ist nicht schön von v. Lukacs und Graf Khuen- Hedervary beim Kaifer eine günstigere gegenüber sein. Nach liberalem Rezept lassen wir uns nicht regieren! Die Frankfurter Zeitung" rennt vergeblich mit dem Kopf gegen Wir werden uns das nicht gefallen lassen. Dann spraded Frankreich. " Vorwärts" als„ Verleunder" an, um sich von der Stirn das der Bauernbündler Ga e ch unter stellenweise sehr lebhafter Andrés Stellung erschüttert. Aus Paris wird gemeldet: Infolge Brandmal des infamen Delatorentums zu reiben. Der Schädel Heiterfeit des Hauses gegen die ultramontane Ernennung des Generals Desfirier zum Militärgouverneur von nichts. den Paris gilt die Stellung des Kriegsministers André als erschüttert. Seine republikanischen Freunde erklären offen, fein Vertrauen mehr zu ihm zu haben. Andrerseits wird von den Radikalen und Socalisten die Aufhebung des Pariser Gouverneurpostens verlangt, da derselbe Gefahren für die Republik bringen könne. England. Wenn Sie mit der Erklärung einverstanden find, so bitte ich ergebenst, sie sofort zu unterzeichnen, den andren Ortsgeistlichen gleichfalls zur Unterschrift vorzulegen und sie mir dann in kürzester Zeit zurückzusenden." Selbstverständlich kann keiner diese Erklärung ernst nehmen, der weiß, daß die oberschlesische Geistlichkeit an der Spize aller immer anders. Germanisationsbestrebungen steht. Vor Wahlen heißt es allerdings lasses, bestreitet aber die Behauptung des„ Gornoslazak", daß ErzDie Centrumspresse bestätigt mittlerweile die Echtheit des Erbischof Kopp dabei mitgewirkt habe. „ Mehrere Centrumsgeistliche beabsichtigen, die vor einigen Jahren angelegte schwarze Lifte derjenigen Geistlichen, welche die Centrumsstatuten nicht für ihr Credo und die Thätigkeit der Centrums- Abgeordneten nicht für das Heil Schlesiens erachten durchzusehen und zu vervollständigen. Die Parlamentswahl in Warwick- Leamington, die notwendig wurde, weil der bisherige Vertreter, der Unionist Lyttleton, sich wegen seiner Ernennung zum Kolonialminister einer Neuwahl unter ziehen mußte, hat zwar wiederum den Sieg Lyttletons ergeben, jedoch mit einer merklichen Verringerung der Stimmenmehrheit, die jedenfalls auf die Schutzzöllnerei der Unionisten zurückzuführen von einem Geistlichen aus dem Streise Kattowiz erhielt. Hier sein Viel kennzeichnender aber ist der zweite Brief, den der ,, Gornoslazak" fein dürfte. Warwick- Leamington ist eine Hochburg der unionistischen Wortlaut: Partei, die dort zwei Jahrzehnte lang stets mit stattlichen Mehrheiten durchdrang. Lyttleton selbst vertritt den Wahlkreis de seit 1895. Sein Vorgänger, der Unionist Peel, hatte in den Wahlen bon 1886 und 1892 überhaupt keinen Gegenbewerber. Auch Lyttleton erlangte, nachdem er bei einer Ergänzungswahl eine Mehrheit von 579 Stimmen erhalten hatte, das Mandat in der Hauptwahl des Jahres 1895 ohne Kampf. Bei den Neuwahlen des Jahres 1900 vereinigte Lyttleton 2785 liberalunionistische Stimmen auf sich, während sein liberaler Gegenkandidat bloß 1954 timmen aufbrachte. Die unionistische Mehrheit betrug somit damals 831. Gestern erhielt Littleton 2689, der liberale Berrigde 2499 Stimmen, d. h. die Unionisten haben im Vergleich zum Wahlausfalle des Jahres 1900 rund 100 Stimmen verloren, die Liberalen rund 550 Stimmen gewonnen und die unionistische Mehrheit ist von 830 auf weniger als 200 Stimmen zusammengeschmolzen. Und das, trozdem Lyttleton sich nur in sehr bedingter Weise zu der Schutzzollpolitik Chamberlains bekannt hatte. Jeder polnisch sprechende Geistliche soll demnächst einen gedruckten Brief erhalten, er solle sich schriftlich erklären und die Erklärung an eine gewisse Adresse einsenden: daß er sich mit allem einverstanden erklärt, was das Centrum bisher gethan hat und was es noch thun wird; daß er auf sein eignes Urteil zu Gunsten der Centrumsführer verzichtet, insbesondere über die polnischen Fragen überhaupt, speciell aber über die schlesischen Fragen; daß er jeden für einen Verräter an dem katholischen Glauben und der Kirche halte, der sich nicht ohne Vorbehalt mit der Centrumspolitik einverstanden erklärt. Alle Namen sollen als besondere Liste in der Centrumspresse veröffentlicht werden, damit die Welt, damit vor allem die Regierung weiß, wo ihre getreuen Diener sind und wo die Aufrührer, auf welche die Polizei ein achtsames Auge haben muß." Der Unionistenbund für die Zollfreiheit der Nahrungsmittel wählte, wie die„ Voss. 3tg." meldet, gestern den Herzog von Devonshire zu seinen Vorsitzenden und erließ ein Manifest, worin er mit Balfours Vergeltungspolitik sympathisiert, aber deren Durch führbarkeit bezweifelt. Der Bund will froßdem die Pläne der Regierung in freundliche und loyale Erwägung ziehen, Der Geistliche, welcher diese ungeheuerlichen Pläne mitteilt, Dagegen Chamberlains 3ollvereinsplan auf das entfügt hinzu: schiedenste bekämpfen, weil dieser eher zu einer Zerstückelung als zu einer Festigung der Reichseinheit führen würde. Das Manifest schließt mit der Erklärung, daß die allgemeine industrielle Lage im vereinigten Königreich eine solche ernste Neuerung, wie es die Rückkehr zum Schutzzoll wäre, keineswegs rechtfertigen würde. Landtagswahl. Zur Beachtung für die Kreis- Vertrauensleute! Wir ersuchen die Kreis- Vertrauensleute. uns an die Adresse von J. Auer, Berlin SW., Kreuzbergstr. 30, bis zum 1. November kurze Mitteilung zu machen, in welchem ungefähren Umfange sie Wahlmanns- Kandidaten aufgestellt haben. Ferner ersuchen wir, uns Namen und Parteirichtung der von den Gegnern bisher aufgestellten Abgeordneten- Kandidaten mitzuteilen: soweit bereits unsrerseits Kandidaten aufgestellt sind, bitten wir auch deren Namen hinzuzufügen. Von Neu- Aufstellungen von AbgeordnetenKandidaten oder Abänderung solcher unsrerseits oder seitens der Gegner nach dem 1. November ersuchen wir gleichfalls sofortige Mitteilung zu machen. Das Central- Wahlkomitee. „ Jm gewöhnlichen Leben nennen wir solches Verhalten: Terrorismus, Ueberfall, Dennnziation... Wenn jemand mit einem Revolver am Wege steht und Geld oder Leben fordert, so weiß jeder, was er zu thun hat: er giebt das Geld, firscht aber mit den Zähnen und ballt die Fäuste. Dieser Brief ist nach meiner Ueberzeugung ein Revolver, der die Leute moralisch beraubt. ... Es giebt Kapläne, die mit Rücksicht auf ihre jezige und zukünftige wirtschaftliche Lage zur Unterschrift gezwungen find, also zur Erklärung gegen ihre eigne lebeugung zur Lüge." Nach allem, was in Oberschlesien bisher von den Centrumsgeistlichen geschehen ist, halten wir auch diesen Utas für möglich. enthalten In ihm ist derselbe Geist des Terrorismus, der Unduldsamkeit wie in dem bekannten Brief Kopps. Die Urheber des Schreibens rechnen hierbei auf die Deffentlichkeit der Wahl, welche ihnen die Arbeit erleichtert. bengalier Beleuchtung as oberſchlejiſche Boll aber wird Die Partei des wahren Christentums hat sich wieder einmal in in Massen immer flarer erkennen, was es von den Schwarzen des Terrorismus und der Unduldsamkeit zu erwarten hat. " Partei- Nachrichten. Parteianklage und Parteigericht. Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht VoIlmar in der Münchener Bost" einen Artikel, der sich mit der Frage beschäftigt, wie auf Grund unsres Organisationsstatuts eine Anklage und ein Gericht gegen einen Parteigenossen zu stande kommen kann. Vollmar citiert den Satz aus§ 2 des Organisationsstatuts: Zur Partei fann nicht gehören, wer sich eines groben Verstoßes gegen die Grundsätze des Parteiprogramms oder wer sich einer ehrlosen Handlung schuldig gemacht hat. Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet ein Schiedsgericht, das der Parteivorstand beruft. Die Hälfte der Leisiger wird von den jenigen bezeichnet, welche den Ausschluß beantragen, die andre Hälfte von den durch diesen Antrag Betroffenen. Den Vorsitzenden bezeichnet der Parteivorstand. " Dazu schreibt er unter anderm: Bor einer freifinnigen Wählerversammlung des dritten Berliner Landtags- Wahlkreises sprach am Freitagabend Herr Eugen Richter. Es wird uns darüber geschrieben: Die Ausführungen des Herrn Richter waren merkwürdig matt. Er predigte natürlich den Kampf gegen zwei Fronten, wie er das schon stets in der Freisinnigen Beitung" gethan hat. Am eingehendsten befaßte er sich jedoch mit der Socialdemokratie. Nachdem er einige Kalauer über den Dresdener Parteitag gerissen hatte, ermahnte er seine Freifinnsmannen, besonders in diesem Kreise alles daran zu setzen, um die zu vergebenden zwei Mandate der Volkspartei zu erhalten. Denn durch die Beteiligung der Socialdemokratie an den Landtagswahlen werde sich der Wahlkampf hierselbst jedenfalls ganz besonders heftig gestalten. Als größte Weisheit des Abends packte er wieder die groteste Ansicht aus: Die Socialdemokratie würde sich durch Die Parteianklage kann abgesehen vom groben Verstoß gegen ihre Beteiligung an der Wahl nur selbst schädigen, weil sie jest die Grundsäße des Parteiprogramms, der hier nicht in grade auch die reaktionären Parteien zu einer größeren Kraft- fommt entfaltung erhoben werden gegen einen Genossen, der sich einer ehransporne wie früher. Wenn es die Konser losen Handlung schuldig macht". Es handelt sich mithin nicht etwa vativen im nächsten Landtag zu einer kompakten Mehrheit bringen um Dinge, über die verschiedene Meinungen bestehen können, die etwa würden, so sei dies lediglich Schuld der Socialdemokratie. werde dann auch die Folgen zu tragen haben, die sich zweifellos in der Schaffung reaktionärer Gesetze zum Nachteil der Arbeiterklasse geltend machen würden. Eine freiwillige Abtretung einzelner Mandate an die Socialdemokratie erklärte er für ausgeschlossen. Als Kandidaten wurden der bisherige Abgeordnete Rosenow und der bei der Reichstagswahl im fünften Streise verunglückte Schulrat Dr. 8 wid aufgestellt. geklagte Handlung muß schlechthin ehrlos, mit der allgemeinen AufDiese unschön oder tadelnswert sein oder erscheinen mögen. Nein, die an: fassung von Ehre unvereinbar sein, ihren Thäter außer die Gemeinfchaft nicht nur der Gesinnungs- und Parteigenossen, sondern der Ehrenmänner überhaupt stellen. gehen gerichtete Auflage ist unzulässig. Eine andre, auf ein minderes Verund der bekamite Amüsant war auch in dieser Versammlung wieder die gegenseitige überschwengliche Beweihräucherung der großen und kleinen Freifinnsgrößen. Besonders der der Vorsitzende Juftizrat Caffel schlugen in ihren Lobreden auf Richter und die Kandidaten wahre Purzelbäume. ettoa ein Dußend gütigst geduldeter Socialdemokraten waren, so Da im Saale auch schien der Vorsitzende eine nicht geringe Besorgnis zu hegen, daß die Resolution betreffs Aufstellung der Kandidaten abgelehnt werden könne. In seiner Angst schlug er deshalb der Versammlung vor, nur alle freisinnigen Wähler, die gegen die Resolution und damit gegen die Kandidaten votieren wollten, möchten die Hand erheben. Unter dem homerischen Gelächter der Roten erhob sich dann nur eine Hand. Freudig fonstatierte der Vorsitzende hierauf die Annahme der Resolution. Weiter muß die Anklage gegen einen angeschuldigten Genossen dem Betreffenden etwa einen Tadel zu erteilen oder ihm sonst eine auf Ausschluß aus der Partei lauten. Eine Anklage zu dem Zwecke, geringere Strafe aufzuerlegen. ist ausgeschlossen. wvesen. Es hat aber meines Wissens niemals in der Partei ein Zweifel darüber bestanden, daß dieses Recht nicht jedem beliebigen Genossen, der 100 Meilen vom Angeklagten entfernt wohnt und mit ihm in gar feiner weiteren Verbindung steht, zukommen fann. Denn sonst wäre ja der reinen Willkür Thür und Thor geöffnet, die Partei fäme aus lauter Schiedsgerichten gar nicht mehr heraus, und die Sache könnte sich wie beim ambulanten Gerichtsstand entwickeln, bei dessen Fortbestehen schließlich eine Berliner Anklagebehörde die geRichter entziehen können. Nein, das Schiedsgericht ist von jeher als famte Presse des Reiches hätte vor sich laden und so ihrem natürlichen eine lokale Einrichtung, als eine solche betrachtet worden, die notgeklagte entweder nach seinem Wohnort oder infolge einer besonderen wendig von der örtlichen Organisation ausgeht, welcher der AnOrganisation bildet die natürliche und nach der ganzen ParteiVertrauensstellung, als Abgeordneter, angehört. Die örtliche organisation einzig mögliche Grundlage für das Schiedsgerichtsverfahren, und vor seiner örtlichen Organisation allein hat daher der Angeschuldigte Recht zu nehmen. Glaubt man also, daß in der That ein Anlaß gegeben sei, um gegen Genossen mit einer Auflage vorzugehen, so kann und darf diese ausschließlich auf eine ehrlose Sandlung lauten und muß auf direkten Ausschluß aus der Partei gerichtet sein. Die Anflage muß von Mitgliedern der Organisationen der Angeschuldigten erhoben werden. Ünd zuständig zur Untersuchung und Aburteilung sind ausschließlich die lokalen Schiedsgerichte, welche innerhalb der Organisationen der Wohnorte bezw. der Wahlkreise der Angeschuldigten in statutenmäßiger Weise zu bilden find. Einflußnahme über die Köpfe der Organisationen des Wohnortes und Jedes andre Vorgehen aber, jedes Eingreifen von außen, jede Wahlkreises hinweg ist unzulässig, weil es die verbürgten Rechte der Angeschuldigten ebenso sehr wie die ihrer Organisationen verlehen und eine unbefangene Rechtsfindung ausschließen würde. Und der etwaige Versuch, zu Augenblicszweden einer andren Instanz Aufgaben zu zuweisen, welche ihrem Wejen nach gerichtlicher Art sind und das geordnete Schiedsgerichtsverfahren irgendwie zu beeinflussen im stande find, müßte deshalb von vornherein rechtsunwirksam sein und für die Angeschuldigten, für die betroffenen Organisationen, wie für die ganze Partei jeder Autorität und Verbindlichkeit entbehren. Aus Induftrie und Handel. Rentenpapier Verkäufe des Invalidenfonds. Die Zeiten, wo der Invalidenfonds zur Unterbringung seiner Gelder Anlegepapiere suchte und die Hochfinanz in ihm einen guten Kunden hatte, find bekanntlich längst vorbei. Mehr und mehr schrumpfen die Mittel zusammen und ein Effekten- und Rentenpapier- Bündel nach dem andren wandert auf den Markt. Früher ließ die Verwaltung direkt an der Berliner Börse verkaufen; in letzter Zeit aber hat sie, wie der Frants. 3tg." geschrieben wird, Offerten auf größere Beträge einzelner Werte eingefordert. Es macht sich hierbei ein starker Wettbewerb seitens der ersten Banken und Firmen bemerkbar, so daß der Invalidenfonds gut dabei herauskommt. Zumeist handelt es sich um recht ansehnliche Beträge, die bei der früheren Begebungsmethode häufig auf den Anlagemarkt drückten, während jezt bei der vorgehen. Die vor einiger Zeit vorgenommenen großen Verkäufe festen Begebung die Nebernehmer mit den Verkäufen nur langsam von Reichsanleihe sollen auch zum Teil von den Invalidenfonds getpesen sein. Bei den letzten abgegebenen Posten handelte es sich um etwa 1 Millionen Mark, bestehend aus Provinzial- Rentenbriefen, 3 prozentiger Sächsischer Rente und 3/ prozentiger Württembergischer Staatsanleihe. Die hierauf abgegebenen Offerten sollen nur wenig unter dem Tageskurs geblieben sein. Während früher der Invalidenfonds als Käufer im Markt war, giebt er jezt mir noch ab und trägt daher mit dazu bei, das Geschäft in den inländischen Anleihen usw. noch schwieriger zu gestalten. verbreiteten Gerücht, daß das Institut gemeinsam mit der DarmBerliner Handels- Gesellschaft. Dem an der heutigen Börse städter Bank sich bei dem bekannten New Yorker Bankhause Hallgarten u. Co. fommanditarisch beteiligen und sein Geschäftsinhaber Herr Hans Winterfeldt bei dieser Firma als Socius eintreten werde, liegt, wie der„ Börsen- Courier" erfährt, etwas Thatfächliches zu Grunde, doch kann über die Grundzüge der Kombination Positives vorläufig nicht mitgeteilt werden. Sicher ist, daß Herr sans Winterfeldt auf alle Fälle Geschäftsinhaber der Berliner Handels- Gesellschaft verbleibt. " und bemerkt dazu: " Börsenreform. In einer anscheinend offiziösen Notiz kommnt die Münchener Allgemeine Beitung" auf die Meldung der„ Voss. Beitung" über eine beabsichtigte Aenderung des Börsengesebes zurüc Die Nachricht der Voss. Zeitung" bezüglich der Börsenreform bestätigt sich nach sorgfältigen Erkundigungen insofern nicht, als ein faßt wird, ist wahrscheinlich, wie es überhaupt längst bekannt ist, Daß dieser Beschluß vor der Einberufung des Retchstags noch ge= Beschluß über diese Angelegenheit überhaupt noch nicht vorliegt. daß eine Reform in näher Aussicht steht. Doch eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen. Oberschlesische Walzeisenpreise. Die Verbands- Grundpreise für den Inlandsabsah lauten nach der„ Brest. 3tg." zur Zeit auf station mit den üblichen Großhändlerprovisionen und Export127 M. bis 135 M. je nach Gebiet pro Tonne franko Empfangs bonifikationen für den direkten Export der Verfeinerungsbetriebe Verbands- Stalen- Ueberpreise werden 38 Proz. für das erterne und Konstruktionswerkstätter bis zu 20 M. pro Tonne. Auf die Gebiet und 25 Proz. für Schlesien und Posen gewährt. vom Vorstand zu berufendes Schiedsgericht. Die Mitglieder dieses Die Partei- Instanz gegen einen angeschuldigien Genossen ist ein vom Angeklagten bestimmt, während der Parteivorstand einen VorSchiedsgerichts werden zur Hälfte vom Anfläger, zur andren Hälfte sißenden bestimmt. Aus dieser Bestimmung geht flar und deutlich schein nach von Die Abflauung des amerikanischen Marktes wird allem Anhervor, daß der Parteivorstand unter keinen Umständen selbst Schieds- dazu benüßt, die geringen Lohnaufbesserungen, welche die Arbeiter dem amerikanischen Unternehmertum bereits gericht spielen kann. Denn er beruft es nur, kann es also nicht selbst unter teilweise heißen Kämpfen in der vergangenen Aufschwungsfein. Und zwar kann er es nur berufen auf den Antrag Dritter. periode durchgefeßzt haben, diesen wieder abzuzwacken. Zwar sind Denn nicht nur ist ihm nirgendwo das Gegenteil zugestanden, sondern die Löhne durchweg nicht in gleichem Maße wie die Preise der Unterdurch die Möglichkeit, daß der Parteivorstand selbst die Anklage er- haltsmittel gestiegen, so daß selbst der bekannte Bundes- Arbeitsamtshöbe, würde auch die ganze Grundlage, auf der die Partei- Instanz Statistiker Wright kürzlich zugestehen mußte, die Arbeitslöhne wären aufgebaut ist, völlig hinfällig. Im Schiedsgericht sollen Ankläger und prozentual nicht stärker wie die Lebensmittelpreise in die Höhe geDer Terrorismus der Centrumsgeistlichen in Oberschlesien. Angeklagte völlig gleich stehen und der Parteivorstand das unparteiische Element darstellen. Das Centrum scheint Lust zu haben, bei der bevorstehenden anklagen können, so würde er nicht nur moralisch die Rolle eines troßdem die Arbeitslöhne zu hock; geworden und so planen sie, die Würde der Parteivorstand selbst konjunktur hätten die Unternehmer geschluckt; aber den letzteren sind gangen mit andren Worten, den ganzen Vorteil aus der HochLandtagswahl wieder in einer Art zu agitieren, welche derjenigen Unparteiischen verlieren und sein Gewicht von vornherein gegen den durch die jetzige Geschäftslage notwendig gewordenen Arbeiterentspricht, die den Laurahütter Krawall hervorgerufen hat. Der Angeklagten in die Wagschale werfen, sondern er würde auch zu der entlassungen zugleich zu einem Druck auf den Lohn zu benußen. bekannte Hirtenbrief Stopps spielte damals die Hauptrolle. Jetzt Hälfte des Schiedsgerichts noch den Vorsitzenden, mithin die Mehrheit Schon aus verschiedenen Aeußerungen leitender Personen der großen werden dem Kattowizer Gornoslazat" Schriftstücke mitgeteilt, aus des Schiedsgerichts ernennen. denen flar hervorgeht, daß wiederum der Einfluß der katholischen Ebensowenig kann irgendwie eine andre, vom Organisations entlassungen ging das ziemlich deutlich hervor. Jetzt hat ein MitEisenbahnen bei den jüngst stattgefundenen Massen- Arbeiter= Geistlichkeit als solcher in die Wagschale geworfen werden soll statut nicht vorgesehene Instanz oder Körperschaft in die Partei- glied des Finanzkomitees der Union- Pacificbahn sich noch offener und daß unglaublicher Terrorismus im Spiele ist. rechtsprechung eingemengt werden. Es ist in Berlin einmal von ausgesprochen. Er erklärte nämlich:" Wir mußten aus der gegenDas erste der Schriftstücke, welche dem polnischen Blatte ver- einer Versammlung der Organisationen der Wahlkreise Berlins und wärtigen Situation unfren Vorteil ziehen; die allgemeine Lage des traulich mitgeteilt worden sind, ist der Entwurf eines„ Aufrufes der der Vororte gesprochen worden; aber eine solche Instanz kennt das Geschäftes ist keine günstige, unsre Bahnen sind durch die Vers oberschlesischen Geistlichkeit an das oberschlesische Volt, der auf einer Organisationsstatut überhaupt nicht. Die Kontrollkommission kann mendung vieler Millionen up to date gestaltet worden, so daß wir Versammlung der Erzpriester in Breslau festgestellt und vom Kardinal sich schon deswegen mit der Sache nicht befassen, weil sie als Beim Intereſſe unsrer Aktionäre auf größtmöglichste Oekonomie sehen Ropp approbiert worden ist. Der Aufruf lautet:, rufungsinstanz gegen die Urteile der Schiedsgerichte zu dienen hat, miffen. Sie fragen, ob bei unfren Maßnahmen nicht auch Gründe Die Interessen der katholischen Sache und des oberschlesischen und weil demnach jede vorherige Festlegung dieser Stommission die socialpolitischer Natur maßgebend waren? Num denn, wir glauben, Bolles erfordern dringend, daß wir auch fernerhin unerschrocken Berufungserheber thatsächlich um eine ihnen zustehende Instanz daß die Arbeiterfituation durch diese Entlassungen geklärt und ges der Centrumsfahne folgen. Das Centrum hat stets die berechtigten bringen würde. Interessen des oberschlesischen Voltes vertreten und wird es auch regelt werden wird." Im übrigen ergiebt sich aus dem Umstand, daß der Beschuldigte weiterhin thun im Einklang mit der Forderung des Landtags- die Hälfte der Schiedsrichter zu bezeichen hat, mit Notwendigkeit, Wahlaufrufes: Die Religion, die Muttersprache, die Sitten der daß ein Schiedsgericht, das über mehrere Angeklagte zugleich jizen polnischen Unterthanen dürfen nicht angetastet werden und auch soll, überhaupt unzulässig iſt. Denn wenn ein solches über die geihnen gegenüber muß auf jeden Schritt die Gerechtigkeit angewandt nannter. Vier urteilen würde, so würden entweder drei von ihnen ihr Der Streit und die Aussperrung in der Metallindustrie. werden." Recht ganz oder aber jeder sein Recht zum Teil verlieren, und die gleiche Verteilung der Rechte, welche die Grundlage des Schieds- jezt am Wochenschluß nicht eingetreten. Nachdem die Streits der Wesentliche Veränderungen im Stande der Bewegung sind auch gerichtsverfahrens bildet und als solche im Organisationsstatut aus Gürtler und Drücker bereits sechs Wochen dauern, stehen die Ardrücklich und unzweideutig festgesetzt ist, würde verloren gehen. Die beiter noch fest und geschlossen da tie am ersten Streittage und es Folge ist, daß ein Kollektiv- Schiedsgericht für alle möglichen An- liegt kein Grund vor, anzunehmen, daß sie nicht auch für die Zus geflagten und Auflagen statutenwidrig ist, und daß jeder An- funft dieselbe unerschütterliche Ausdauer beweisen werden. Von auss geschuldigte das unveräußerliche Recht auf sein eigenes Schieds- wärtigen Firmen, unter andren von Leipziger und Magdeburger gericht hat. Firmen, wird jetzt oft in Berlin nach Metallarbeitern verlangt. Öffenbar hat die lange Dauer des Streits und die Aussperrung zu einer Vermehrung der Aufträge bei auswärtigen Fabriken geführt. So fordern wir denn alle unsre Landsleute, mit denen uns ein Glaube verbindet, auf, bei den Landtagswahlen vollzählig teilzunehmen und sowohl bei den Wahlmänner- als auch bei den Abgeordnetenwahlen mur bewährten Anhängern des Centrums die Stimme zu geben." Das Anschreiben an die Geistlichen lautet: „ Euer Hochwürden überreiche ich anliegend den Entwurf einer Erklärung der oberschlesischen Geistlichkeit, die binnen kurzem ver- Darüber, wer das Recht der Auflage haben soll, ist bis zum öffentlicht werden soll. A gol V2aDresdener Parteitag keine ausdrückliche Bestimmung vorhanden geGewerkschaftliches. Dem Metallarbeiter- Verbande sind folgende Schriftstücke au geflogen: Bereinigung Berliner MetallwarenFabrikanten. sid Berlin, 9./10. 03. id An die Firma Siemens u. Halste Aft.- Gesellsch. Von einem Mitgliede wird uns mitgeteilt, daß bei Ihnen der streitende Schloffer( folgt Name) eingestellt ist. Wir ersuchen höflichst, denselben baldmöglichst abschieben( 1) zu wollen. Hochachtungsvoll 2. Nasse. Nach Empfang dieses Nasseschen Uriasbriefes ließ die Direktion der Firma Siemens u. Halste durch ihr Sekretariat folgendes Schreiben an das Berliner Werk abgehen: Vertraulich. Urschriftlich dem Berliner Wert zur gefl. Kenntnisnahme mit der Bitte um Rückgabe und Mitteilung über die dortigen Entschlüsse. W. 10./10. 03. Sekretariat.( Unterschrift.) Prompt erfolgte nun nachstehende Antwort: R. Gd. oder nicht. Die Versanmmlung verwahrt sich im voraus gegen abhalten zu können. Am Dienstag hält Genoffe Stadtverordneter etwa aufkommende Meinungen, als ob in diesem Beschluß ein Dr. Alfred Bernstein im Lokale von Müller, BerlinerZeichen der Schwäche zu erblicken sei. Sie fordert vielmehr die straße 41/42, einen Vortrag über Frauenrechte und Gemeindepolitik. Arbeiterschaft auf, mit aller Kraft den Kampf fortzusetzen bis zu Parteigenoffen, agitiert für zahlreichen Besuch dieser Versammlung! einem gedeihlichen Abschluß." Ortsteil Hasenheide( Tempelhof). Bei Kirchner, HasenEs wird jetzt Aufgabe aller Gewerkschaften fein, den heide 89, findet Montagabend 8 Uhr für den 7. und 8. Bezirk Crimmitschauern ihre Mittel zur Verfügung zu halten. Die Unter- eine Wahlvereins- Versammlung statt, in der die Aufstellung der nehmer rechnen damit, daß es nicht gelingt, die fällige oder WahImänner erfolgt. die nächstwöchige Unterstüßung auszuzahlen, und daß ihnen dann die Arbeitswilligen in die Fabriken strömen. Sieht das Unternehmer- König- Chauffee 19, und im Prälaten, Lehderstr. 122, BerWeißensee. Montagabend 81/2 Uhr, finden bei Storzewsli, tum ein, daß diese Spekulation eine verfehlte ist, dann muß es sich fammlungen statt, Dienstagabend 81 Uhr bei Gary, Königs König- Chaussee 19, und im Prälaten, Lehderstr. 122, Ver zu Konzeffionen bequemen und vielleicht gelingt es der durch die Chauffee 55, und in der Flora, Gustav Adolfstraße 142. Auf Aussperrung aufgerüttelten und geeinigten Ärbeiterschaft, schon jetzt der Tagesordnung dieser vier Versammlungen steht ein Vortrag über den Zehnstundentag zu erringen. die Bedeutung der Landtagswahlen und die Aufstellung der Bei der Gewerbegerichtswahl in Trier wurden die vier Kandidaten wahlmänner. Zahlreicher Besuch wird erwartet. der freien Gewerkschaften mit 218 bis 220 Stimmen gewählt, während die sogenannten christlichen Kandidaten 202 bis 204 Stimmen er- Taverne", Alt- Stralau 26, eine öffentliche Wählerversammlung mit Stralan. Heute nachmittag 11 Uhr findet im Lokal Alte hielten. Die Trierische Landeszeitung" nennt das eine be= fchämende Thatsache für die christlichen Arbeiter Triers. der Tagesordnung, Auf zur Landtagswahl" statt. Ferner Wir finden das nicht. Es ist im Gegenteil erfreulich, daß immer erfolgt die Aufstellung der Wahlmänner. Pflicht der Genossen ist um sie von einer energischen Vertretung ihrer Klasseninteressen abzu- Friedrichsfelde. Mittwochabend hält Genosse Stadthagen halten. Haben das bisher nur die Hälfte der christlichen Arbeiter bei Bube einen Bortrag: Auf zur Landtagswahl! Rege Agitation Triers eingesehen, so beweisen hoffentlich die nächsten Wahlen, bei wird erwartet. denen die Arbeiter ihre Interessen zu wahren haben, daß die Zahl der Verständigen unter ihnen wieder gewachsen ist. mit dem Bemerken zurückgereicht, daß( Name des Schloffers) ent mehr Arbeiter einsehen, daß man ihr Christentum nur mißbraucht, es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Dem Sekretariat lassen werden wird. -ft, 14./10. 03. " " # In der Nummer 815 vom 11. d. M. ist von Ihnen in dem Artikel Wo bleibt die Regierung" die Mitteilung gebracht worden, daß bei dem Lohnfampf in der Metallwaren- Industrie von den Arbeitgebern beschlossen worden sei, von den verwandten Betrieben, den Kupferschmiedereien und der Centralheizungsbranche zunächst je 33 Broz. der Arbeiter auszusperren. für Rohrleger" Mühlenbeck. Wahlverein Bezirk Bankow. Heute nachmittag 5 Uhr ist die regelmäßige Mitglieder Versammlung, in der Genosse Verfassung" referiert. Zahlreicher Besuch, auch aus den NachbarDr. Laufenberg Nieder- Schönhausen über die„ preußische orten, wird erwartet. für die streikenden und ausgesperrten Weber in Crimmitschau gingen bei der Berliner Gewerkschaftstommission folgende Beiträge ein: Berband der Textilarbeiter 100,- Kranzüberschuß der Firma S. u. B. Bankow- Nieder- Schönhausen. Mittwochabend 812 Uhr findet in 1,30. Klebefarten der 6. Abteilung der Freien Volksbühne 1,75. Machetes Schönhausen in Thieles Gesellschaftshaus, Bismardstraße, eine E. M. 20,-, 2. Rate. Glaser der Firma Brandenburg 1,10. Tanz- öffentliche Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Die preußische Lehrerverein Solidarität" 10,- Gesellenfeier E. Müller u. Co. 3,-. Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen 20,- und 30,15. Landtagswahl. Referent: Genosse Stadtv. Bruhn 3. 2. Aufstellung Berband der Lederarbeiter, Lohgerber und Lederzurichter 50,-. Fidele der Wahlmänner. Tischler 5, Bon der roten Sonnabendgesellschaft 4,05. Tischlerei Meier, Schönwalde. Heute nachmittag 4 Uhr: Deffentliche Versamm Neue Jakobstraße, 18,90. Stodfabrik Schilte Nachfolger 10, erkabteilung lung bei Schulz. Gemeindevertreter Freiwaldt- Pankow spricht " Vorwärts" 30,-. Männerchor Südost" 10,-. Möbelfabrik Siroda 6,55. über" Die Landtagswahlen". Streit- und Unterstüßungskasse der Militärsattler Berlins 50,-. Arbeiter der Buchbinderei von Fritz Baumbach, Berlin, 33,55... 3, Tischler und Arbeiterinnen vom„ Borwärts", Abteilung Buchbinderet, 10,-, Arbeiter werkstatt von Lüdtke durch Renn 13,55. mer Verband der Wäschebranche Paul Lusche 10,50, Buchdruckerei- Hilfsarbeiter der Firmen: Berlin 50, " " 1 Summa 1357,16. Bereits quittiert 15 153,91. Gesamtsumme 16 411,17. schreiber werden in unserm Bureau, Engel- Ufer 15, in der Zeit von 9-1 Weitere Beiträge für dieselben, sowie für die streikenden Adreffenund 6-8 Uhr entgegengenommen. gesandt werden, find an A. Störsten zu senden. n. Gelber, welche mit der Boſt einDer Ausschuß der Berliner Gewerkschaftstommission. Gerichts- Zeitung. Der Schettlersche Spiritismus. Vor der dritten Straffammer des Die Arbeitgeber der Sülichtungskommiffion fin base en Berliner Partei- Angelegenheiten. tatsächlich ist sie mit einem Schriftſtelſer verheiratet geweſen, der gewerbe von Berlin und Umgegend bitten Sie davon Notiz zu nehmen, daß ihnen von einem derartigen Beschluß, soweit es sich um die Arbeiter in der Centralheizungsbranche handelt, nichts bekannt geworden ist. Der Vorsitzende gez. E. Bernhard. Zur Lokal- Lifte! Die Parteigenoffen, Gewerkschaften, Gesangvereine, Klubs usw. werden ersucht, von nachstehender Notiz Kenntnis zu nehmen: Berlin, II. Wahlkreis. May Schwantes Festsäle und Bariété, Mittenwalderstr. 15, stehen jest der Arbeiterschaft uerfammlungen zc. zur Verfügung. ( Unterschrift.) Als der zweite Bevollmächtigte des Metallarbeiter- Verbandes, Wiesenthal, gestern abend diesen Steckbriefwechsel in einer stark besuchten Versammlung der Siemensschen Arbeiter und Arbeiterinnen des Stadtgeschäfts zur Verlesung brachte, erhob sich ein allgemeiner Sturm der Entrüstung. Drastischer konnte die berühmte traditionelle Arbeiterfreundlichkeit" der Firma wirklich nicht beleuchtet werden als durch die Beweisführung, daß sie sich zu Handlangerdiensten für die Kühnemänner hergiebt, obwohl sie diesem Handlangerdiensten für die Kühnemänner hergiebt, obwohl sie diesem berüchtigten Scharfmacherringe bislang nicht angehört hat. Dieses Beiſpiel zeigt auch wieder mit aller Deutlichkeit, daß die Unternehmer, auch wenn sie sonst gegenseitig nicht auf freundlichem Fuße stehen, stets Hand in Hand geben, sobald es sich um ges meinschaftliche Unterdrückung der Arbeiter handelt. In der selben Versammlung stellte der Referent an der Hand eines reichhaltigen Thatsachenmaterials außerdem fest, daß die Firma Siemens u. Halste ihr derzeitig gegebenes Versprechen, den Arbeiterinnen einen Mindestlohn von 25 pro Stunde zu garantieren, baðurch umgeht, baß fie bie zrbeiterinnen, bie bei reducierten Accordpreisen diesen Lohnfaz beim besten Willen Möser 4,10. Hempel 11,80. Woche" 5,- Rofalanzeiger" 14,40. Landgerichts II begann gestern die Verhandlung der Straffache der nicht erreichen können, einfach entläßt. Auch betreffs der früher Mittler 3,05.„ Lokalanzeiger" 16,35. Borwärts 5,-. Uuftein 7,80. gefchiedenen Frau Gustava Shettler aus Schöneberg und einer schon vielfach öffentlich erörterten Mißstände, wie Mangelhaftigkeit Norddeutsche 3,55. v. Holten 1,20. Hafenstein u. Bogler 3,50. Bürenstein jungen Sängerin wegen Kuppelei, Unterschlagung, Betrugs, versuchten der Bentilation, Wascheinrichtungen, Ankleideräume, Klosetts usw., 15,25. Giftenfeld 7,10. Neueste Nachrichten 6,30. Mosse 10,-. Galvano- Verbrechens gegen keimendes Leben, Bedrohung, Hochstapelei 2c. Grabs von Haugs. müssen täglich in größerem Umfange geleistet werden, besonders in zeichner 4,50. Berband der Schneider Berw. Berlin 45,70. Arbeiterrab- Dorf, die Anklage vertritt Staatsanwalts Friedheim, die erste ift fo gut wie gar keine Abhilfe geschaffen worden, und Ueberstunden en Borfi führt Landgerichtsdirektor fabrerverein Aichlagen 16,20. Schneider Birkner 10,10. Ber der Schrauben- und Façondreherei. band der Buchbinder Verw. Berlin 200,- 2. Nate. Verb. d. Glasarbeiter Angeklagte wird vom Rechtsanwalt Horn, die zweite vom RechtsWelchen Wert man den Berichten der bürgerlichen Presse über den 10, Tischlerwerkstatt Lehmann, Wilhelmstr. 3,70. Buchdruder Drtsverein anwalt Dr. Ernst Schlesinger verteidigt. Frau Schettler hat Kampf in der Metallindustrie beizulegen hat, mag folgende Thatsache Boffen 15,- Reinickendorfer 8,- Alter Parteigenosse 5,- Gefangverein eine bewegte Vergangenheit hinter sich: sie ist Erzieherin, dann erweisen. Vor einiger Zeit brachte die Staatsbürger Zeitung" der Bäcker Morgengrauen" 10,-. Hugo Cohn Moys 10,- Buchdruckerei Jockeyreiterin bei Renz und Ciniselli gewesen und hat sich zuletzt einen Artikel, in dem die Behörden gegen die Arbeiterschaft scharf Günther u. Sohn 6,05. Fabrit u. Hilfsarb. Zahlstelle Spandau 20,- Freie neben andren schönen Dingen auch mit der Veranstaltung spiri gemacht werden sollten, unter der Ueberschrift: Wo bleibt die Re- Die roten Sattler 4,50. Garbe, Töpfer Rodenkirchen 4,25. Mitgl. Vers. die Thatsache ein Bild, daß sie seiner Zeit unter fittenpolizeilicher Bereinigung der Fliesenleger 50,-. Buchdruckerei Maurer u. Dimmid 12,30. tistischer Sigungen beschäftigt. Von ihrem sonstigen Vorleben giebt gierung?" Neben andern unrichtigkeiten enthielt der Artikel die d. Holzarb. Gr. Lichterfelde 8,06. Hafenarbeiter 28,35. Aus dem Streit- Kontrolle gestanden hat und wegen Betruges, Kuppelei, Diebstahls, Behauptung, daß die Arbeitgeber verwandter Branchen den Kühne fonds der Sattter u. Koffermacher 100,-. Buchdruckerei C. Janiszewski 10,-. männern mit einer Aussperrung zu Hilfe kommen sollten. Die ungenannt 1,- Zichlerei C. Müller u. Co. Bierprozente 10, Berband Körperverlegung und Beleidigung vorbestraft ist. Sie unterhielt in Arbeitgeber der Schlichtungskommission für das Rohrleger- der Holzbearbeitungs- Maschinenarbeiter 50,-. Handtuchverleih Institut der Möckernstraße, dann nach einander am Kurfürstendamm, in der Getverbe sandte nun der Staatsbürgerin folgende Berichtigung: Emensia 5,- Verein der Böttcher 5,-. Großgörschen und in der Geisbergstraße in Schöneberg luxuriös eingerichtete Wohnungen, in denen sie ihre Gäste, Damen und es, sich mit einem vornehmen Nimbus zu umgeben, prahlte viel mit Kavaliere, mit der Grazie einer Weltdame empfing. Sie verstand ihren Beziehungen zu„ ersten" Kreisen und ließ auch durchblicken, daß sie einmal in Helgoland einem sehr hohen Herrn die Hand zum Ehebunde gereicht gehabt habe und in zweiter Ehe mit einem höheren Offizier verheiratet gewesen sei. Dies waren aber eitel Flunkereien, denn sich von ihr hat scheiden lassen. Frau Schettler wird jetzt bes schuldigt, mit Hilfe des Spiritismus die Mitangeklagte, die damals noch als Schülerin die Hochschule für Musik besucht, an sich gelockt und zu einem lasterhaften Leben verführt zu haben. Das Mädchen stammt aus einer hochachtbaren Lehrerfamilie in der Provinz. Bis zur Stunde, wo wir dies niederschreiben, hat das edle Juden- und Arbeiterfresser- Blatt von der Berichtigung, teine Notis Sie hatte die Angeflagte gelegentlich fennen gelernt und sich von ihr überreden lassen, zu ihr zu ziehen, damit sie in dem großen Sündens genommen. Erst werden also leichtsinnigerweise unrichtige Mitteilungen über den Stand der Angelegenheit aufgenommen und Tempelhof. Den Parteigenossen von Tempelhof. Mariendorf und babel Berlin in sicherer Obhut sich befände. Die Eltern waren dann werden sie wider besseres Wissen aufrecht erhalten. Umgegend ist es jetzt nach langer Zeit gelungen, einen Saal zu er über diesen Anschluß hocherfreut, denn sie hielten die Schettler für Blätter von diesem Schlage glauben durch Vertuschung der Wahrheit dem seinen neuerbauten Saal der Partei und den Gewerkschaften zu Ber- weit, daß es dieser nicht schwer wurde, von dem Vater ein Darlehn halten, indem der Parteigenosse Martin Müller, Berlinerstr. 41/42, eine sehr achtbare und zweifelsfreie Dame. Das Vertrauen ging so Unternehmertum zu dienen, während fie in Wirklichkeit die Kleingewerbe- jammlungen usw. zur Verfügung stellt. Im Interesse der guten von mehreren hundert Mark sich zu erschleichen, welches diesem für treibenden, welche nicht so wie die großen Drahtzieher in den Unternehmer- Sache ist es Pflicht der Vereine, Gewerkschaften und der immer verloren ist. Frau Schettler war ein gutes Schreibmedium. Verbänden hinter die Coulissen schauen können, in eine trügerische Sicherheit wiegen. Wie werden sich die Kleinen umsehen, wenn sie Parteigen offen im allgemeinen, dieses Lokal bei allen Gelegen- Nachdem die Sängerin die spiritistischen Sizungen durch einen Gesang nach beendeter Bewegung ihre Betriebe ruiniert haben, wenn ihre heiten zu berücksichtigen. aus dem Oratorium Elias eingeleitet hatte, gab ein Geist, der Aufträge in die Hände der Großen übergegangen find, die stein sich weigert, seinen neuerbauten Saal der Arbeiterschaft zu Ver- hieß. Auskunft Friedrichshagen. Da der jetzige Befizer von Restaurant Raven- diesmal nicht Friedchen", wie bei der Rothe, sondern Lieschen" aus der andern Welt. Welche Auskünfte dann ohne Konkurrenz den Arbeitern die Löhne zahlen, die angeblich den Ruin der Industrie herbeiführten. Ueber den sammlungen usw. zur Verfügung zu stellen, so ist dieses Lokal als verlangt wurden, kann man sich leicht vorstellen, wenn man erfährt, daß Lieschen" Fragen beantwortete, wie: Lieschen, soll ich die Geschmack ist ja nicht zu streiten. Aber wenn nicht ihr ästhetisches gesperrt zu betrachten und streng zu meiden. Alt- Glienice. Die Parteigenossen richten an die Berliner Arbeiter- Uhland oder die Fasanenstraße heruntergehen, um den hübschen " Lieschen" be Zeitung" lesen, von dieser Lektüre abhält, vielleicht thut es die Er- schaft das dringende Ersuchen, bei eventuellen Einladungen zu Ver- Lieutenant von den Gardeschüßen zu treffen?" fenntnis, daß sie von diesem Blatt in wichtigen wirtschaftlichen nigungen nach dort dieselben stritte abzulehnen, da die vier Saal schwichtigte auch etwaige Gewissensbisse des Mädchen, vertrat eine Fragen düpiert werden. Die Art und Weise, wie das Blatt jegt den befizer sich solidarisch erklärt haben, ihre Säle der Arbeiterschaft zu höchst lage Lebensmoral, gab Ratschläge bezüglich der zu wählenden Versammlungen nicht herzugeben. Im übrigen verweisen wir auf Garderobe und bezüglich der Kunst, Männern zu gefallen, und Kampf im Metallgewerbe behandelt, ist ein Beispiel dafür. die am 18. Oktober erschienene Lokalliste und ersuchen um strenge so wurde das Mädchen durch die Schettler und das ihr Innehaltung derselben. Die Lotal Rommission. dienstbare Medibumfel", dessen Offenbarungen fie in der tiefer und tiefer in Berlin II, Süden. Am Dienstagabend 8 Uhr findet in Form der Geisterschrift erscheinen liek, liems Festsälen, großer Saal, eine Urwähler- Bersammlung statt, den moralischen Sumpf hineingetrieben. Von Zeit zu Zeit erteilte in der Stadtb. Hugo Seimann über die Landtagswahlen sprechen Lieschen" der Sängerin auch den dringenden Rat, sich niemals von der Schettler zu trennen, da sie Gefahr laufe, alsdann ihre Stimme wird. Reger Besuch ist Pflicht der Genossen. zu verlieren. Nicht nur die Kavaliere des Mädchen, unter denen Der Flößerstreit in der Provinz Bosen, an dem 2000 Arbeiter Dritter Wahlfreis. Dienstagabend 8%, Uhr bei Voigt, Ritter ich auch ein Fabritbefizer vom Niederrhein befand, der sie bei beteiligt waren, ist mit dem Siege der Streitenden beendet. straße 75, Generalversammlung des Wahlvereins. Tages einem Konzerte in seiner Heimat femen gelernt und mit ihr Bes Alle Versuche der Unternehmer, einen Seil zwischen die Ausständigen ordnung: Bericht und Abrechnung vom dritten Quartal. Bortrag ziehungen angeknüpft hatte, sondern auch die Freunde der Frau zu treiben, sei es durch Drohungen mit dauernder Entlassung oder des Genossen Sassenbach: Monarchie und Demokratie. Dis Shettler mußten tief in den Beutel greifen, und da burch Bertröstungen auf die Zukunft, mißglüdten. Und am 19. Of fuffion. Das Protokoll vom Barteitag ist gegen Nachzahlung von die Damen im Fordern etwas zu stürmisch waren, sind beide auch tober blieb dem erst so stolzen und übermütigen Unternehmertum 10 Pf. in Empfang zu nehmen. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. wegen Erpressung angeklagt. Frau Schettler verstand es auch nichts mehr übrig, als einfach zu tapitulieren! Die Erfolge der Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. durch Hinweis auf ihre angeblich hohen Verbindungen mit Fürsten, Arbeiter sind: Abschließung eines Arbeitsvertrages, Lohnaufbesserung Die Kreistonferenz für den Reichstags- Wahlkreis Niederbarnim Prinzen und sonstigen Aristokraten im Wege des Kredite von 15 bis 20 Prozent, Anerkennung der Organisation. tagt am Donnerstag, den 29. Oktober, abends 8 Uhr, in schwindels verschiedene Geschäftsleute zu prellen. Trop aller Der Maurerstreit in Deffan ist beendet. Die Maurer nahmen Stummelsburg, Türrschmidtstr. 45, Weigelts Restaurant. Auf Geldquellen, die sie herausfand, brach der luguriöse Hauss gestern die Arbeit wieder auf, erklärten aber gleichzeitig, daß eine der Tagesordnung steht: 1. Jahresabrechnung und Bericht des Kreis halt doch zufammen. Die Sängerin soll sich außer der Erpressung dauernde Gewähr, den Frieden im Maurergewerbe zu sichern, nur vertrauensmannes. 2. Neuwahl sämtlicher Funktionäre des Kreises. auch noch des Verbrechens gegen keimendes Leben, der Ablösung dann Plaz greifen könne, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer die 8. Die bevorstehende Landtagswahl im Kreise Ober- und Nieder- gemacht haben. Sie war, ehe fie der Schettler in die Hände fiel, amtlicher Siegel und der Entziehung aus der Verstrickung schuldig Friedensbedingungen als gleichwertige Kontrahenten urschriftlich an barnim. 4. Aufstellung der Landtagskandidaten. ein völlig unbescholtenes Mädchen. Sie wurde im Auguft v. J. vers Bon der Aussperrung in Crimmitschau ist zu melden, daß mun- Delegierten werden auf§§ 5-7 des Organisationsstatuts aufmerksam haftet, aber bald wieder entlassen. Frau Schettler war zunächst unauffindbar, bis fie zuletzt in der Irrenanstalt Herzberge, mehr die Unternehmer ihre Fabriken geöffnet haben; geöffnet- gemacht. J. A.: G. Freiwaldt, Kreispertrauensmann. wurde. Sie Без , in Betrieb gesetzt" tann man nicht sagen. Zwar geben sich die Schöneberg. Den Parteigenoffen zur Mitteilung, daß bei der wohin sie sich geflüchtet hatte, entdeckt Militärvereinler alle Mühe, die Stameraden" zum Berrat an der heute stattfindenden Flugblattberbreitung die Partei findet sich seit dem 5. September 1902 in Untersuchungshaft. Arbeiterschaft zu bewegen, aber ihr Appell hat nur geringe tags prototolle an die Mitglieder des Wahlvereins zum Preise Antrag des Staatsanwalts Auf Zur Verhandlung find 50 8eugen geladen. wurde nach Verlesung des ErWirkung gehabt; die Zahl der Arbeitswilligen" ist so gering von 10 Pf. in den Bezirkslokalen abgegeben werden. öffnungsbeschlusses die Deffentlichkeit ausgeschloffen, fügig, daß es thatsächlich schade um die unter den Kesseln berfeuerte Kohle ist. Der Frauen- Wahlverein hält in Moabit, Kronenbrauerei, Die Verhandlung wird erst am Dienstag zu Ende gehen, falls Die Situation ist für die Arbeiter- am Mittwochabend 81%, Uhr eine Verfammlung ab, in der Genoffe fie nicht noch schließlich vertagt werden muß, da die Angeklagte schaft nach wie vor günstig und die Stimmung unter den Ledebour spricht; in einer Versammlung, die am Donnerstag Shettler das Bedürfnis fühlt, fortgesezt sich auf neue Zeugen zu Ausgesperrten eine ausgezeichnete. Am Donnerstag fanden aber- abend 81 Uhr in Banfo to bei Wierte, Berlinerstraße, stattfindet, berufen. Als ärztliche Sachverständige wohnen Medizinatrat mals fünf überfüllte Bersammlungen statt, die in einer Reſolution spricht die Genoffin Frau Dr. Hoffmann. Näheres am Dienstag Dr. Leppmann, Privatdozent Dr. Moll und Dr. med. Salinger der Verhandlung bei. " Das Vorgehen der Meister verlegt aufs gröblichste die durch Inferat. Rege Agitation ist geboten. Schöneberg. Die Abteilungslisten zur Landtagswahl Interessen der Arbeiterschaft. Die rechtlich denkende Meisterschaft, beren Intereffen sich in gleicher Richtung bewegen wie die liegen am Dienstag, den 27., Mittwoch, den 28., und Donnerstag, Letzte Nachrichten und Depefchen. Intereffen der Gesamtarbeiterschaft, wird aufgefordert, sich in Zu den 29. Oktober, im Rathause, Duergebäude Zimmer 1 öffentlich funft aller unwürdigen Tricks zu enthalten. Weiter erklärt die Ber- aus, und zwar nur in der Zeit von vormittags 8 bis nachmittags Rom, 24. Dftober.( W. Z. B.) Die„ Tribuna" erflärt, Giolitti fammlung: In Anbetracht der Thatsache, daß der nun mehr als acht 3 Uhr. Da während dieser Zeit fast der gesamten Arbeiterschaft habe noch ein Minister- Portefeuille angeboten, da er ja den der Auftrag Wochen dauernde Kampf alle in jenen nicht zum Arbeiterstande es unmöglich ist, selbst Einsicht in die Listen zu nehmen, so be ba Bildung des Kabinetts Giolitti habe gehörenden Kreisen vorhandenen Illusionen zerstört hat und das auftrage hiermit ein jeder einen der bekannten Parteigenoffen, die bis jetzt noch nicht endgültig übernommen habe. Verlangen nach Beendigung des Stampfes fich auch in Streifen der sich zur Einsichtnahme bereit erklärt haben. Einsprüche gegen bisher nur Besprechungen mit dem Präsidenten der Kammer gehabt. Arbeitgeber mehr und mehr fühlbar macht, ist die Lohntommiffion die Richtigkeit tönnen nur während dieser drei Tage erhoben werden. Warschau, 24. Oktober.( B. H.) Generalgouverneur Czecttoff zu beauftragen, die Frage in Erwägung zu ziehen, ob eventuell Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde. Nach langer Beit ist es foll in Ungnade gefallen sein und von seinem Posten abberufen noch einmal die Vermittelung irgend einer Stelle anzurufen ist den Parteigenossen wieder gelungen, eine Voltsversammlung werden. Staatsbürger Achtung, Mitglieder des Fachvereins der Bretterträger und Brettschneider! Statuten vom Deutschen Hafenarbeiter- Verband find am Montagabend in der Zahlstelle, Reichenbergerstr. 16, bei Erdmann vorhanden. erkennen. erklärten: Deutfches Reich. Der Vertrauensmann. Die niemanden 3erantwortl.Redakteur: Julius Kalisti in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt ib.» 20, i.ir w ijeitaje its Lsmarts"§n\m JolkaHatt.«s.«».1.-1» Nach dem Parteitage. Aus der Rechtfertigungsschrift Mehrings ist zunächst noch zu erwähnen ein Kapitel, in dem er sich mit Heine auseinandersetzt. Es handelt sich speciell um die Behauptung Heines, daß Mehring der „Zukunft" noch am 14. Oktober 1892 einen Artikel angeboten habe, Horden habe den abgelehnt und ans diesem Grunde habe Mehring erst mit Horden gebrochen. Dem stellt Mehring folgendes Citat aus seiner 1899 erschienenen Schrift gegen Harden gegenüber: „Nach dem Briefe vom 20. September brach ich ab. Jedoch am 8. Oktober sandte Herr Harden mir ein Opernhausbillet mit einer Karte folgenden Inhalts:„Würde Ihre Frau Gemahlin wohl das Lohengrinbillet zu heute benutzen? Sie würde dann neben meiner Frau sitzen, die sich der Bekanntschaft sehr freuen würde." Da sich unsre Frauen bisher nicht kannten, so mußte ich gerade in dieser Form der Wiederannäherung den Wunsch erkennen, auf niein altes Programm einzugehen: Keine politischen Mantschereien, aber sonst Friede und Freundschaft I Dazu war ich gern bereit. Meine Frau konnte das Billet nicht benutzen, und so machte sie der Gattin Hördens am nächsten Tag einen Entschuldigungsbesuch. Damit schien der Friede wiederhergestellt, und nun fügte es der Zufall, daß ich auch meinerseits ein Pfand versöhnlicher Gesinnung geben zu können glaubte. In der Freien Volksbühne, zu deren Mitgliedern Herr Harden gehörte, war eine Krisis ausgebrochen; eine Minder- heit mit dem bisherigen Vorsitzenden Bruno Wille schied aus, die Mehrheit wählte mich zum Vorsitzenden. Ueber die Ursachen der Krisis gingen manche falsche Gerüchte um, und ich ftagte am 14. Oktober bei Herrn Harden an, ob er eine klarstellende Zuschrift uus meiner Feder aufnehmen wolle. Für den politischen Inhalt der „Zukunft" war ich damit in keiner Weise engagiert, und ich wollte ihm gerit zeigen, daß ich keineswegs, wie er inimer jammerte, sein „litterarisches Haus für zu unanständig" hielte, um es zu betreten. Herr Harden sagte niir mit„heller Freude" zu und schrieb noch: Daß Sie Vorsitzender sind, ist zweifellos ein großer Gewinn für die Sathe; daß aber für die Bourgeoispresse die Volksbühne damit tot ist, wissen wir beide. Zum Glück schadet das nicht. Nur soll Türk sder Kassierer der Freien Volksbühne) nicht ettva an dem Gedanken festhalten, als zweite böto noire auch noch mich werben zu wollen; htnter den Coulisscn bin ich jederzeit und zu jeder Arbeit bereit. Fch setzte mich eben hin, den Artikel abzufassen, als wieder etwas dazwischen kam, nämlich Nr. 3 der„Zukunft" vom 15. Oktober 1392, mit dem Leitartikel: Pobedonoszew, worin dieser würdige Meergreis als ehrlicher Mann gefeiert und der brave Kennan als bestochener Reporter heruntergerissen wurde. Nun sagte ich mir:„Bismarck- kultus, na ja, Bismarck ist doch ei» deutscher Landsmann. Aber auch noch Knutenkultus?" Zur selben Stunde sprach Herr Harden der Dame Schabelsky die Befürchtung aus, daß ich den an- gekündigten Artikel absagen würde, wenn ich die neueste Nummer der„Zukunft" gelesen hätte. Statt nun aber meinen Entschluß ab- zuwarten, von dem ich heute nicht mehr sagen kann, wie er schließ- lich ausgefallen wäre, ftagte Herr Harden in nervös schnaubendem Tone an, wann er daS Manuskript erhalten würde. Auf diese Karte hin sagte ich ihm kurz entschlossen den Artikel ab, worauf ich den Abschied„für immer" erhielt, mit einer Portion Verbalinjurien und der düsteren Prophezeiung, daß„die Parteibonzen mit der geölten Zunge" mir„auf die Dauer" den Verlust seiner Freundschaft nicht aufwiegen würden. Natürlich wurde ich nun sofort prozessiert und exekutiert. Am 14. Oktober hatte Herr Harden mir über die Krisis der Freien Volksbühne geschrieben, wie ich oben angegeben habe; am 20. Oktober schrieb er genau umgekehrt an Türk: Ich glaube, daß die Volksbühne ihrem Ende entgegengeht. Sie werden sehen, daß Wille eine ungewöhnlich rege litterarische Unterstützung finden wird und daß die Schauspieler Ihnen all- mählich aufsagen werden, weil die bürgerliche Presse von Ihrem Unternehmen keine Notiz nehmen wird. Die ganze Sache hat ftir mich einen fatalen demagogischen Zug und zeigt mir die Schrecken der Massenherrschaft in brutaler Deutlichkeit. Gleichzeitig„koalierte" sich Herr Harden, um in seiner ge- schwollcnen Sprache zu reden, mit den„Buben", das heißt, er unterzeichnete einen Aufruf der bürgerlichen Schriftsteller, die aus der Volksbühne geschieden waren, einen Auftuf, worin meine Ueber- nähme des Vorsitzes nicht als ein„großer Gewinn", sondern im Gegenteil als ein völliger Ruin für die Sache betrachtet wurde. Vor dieser„Koalition" habe ich freilich nicht„gezittert"; auch ist die Freie Volksbühne nicht ihrem Ende entgegengegangen, sondern unter meinem Vorsitze in drei Jahren ungefähr wchsmal so weit vorwärts gekommen, wie unter WilleS Vorsitze in zwei Jahren: im Prophezeien ist Herr Harden nun schon mal der reine Pech» vogel. Jedoch einen Stoß führte er wirklich nach meinem Herzen. Er hatte einen Artikel WilleS in die„Zukunft" aufgenommen, der starke Angriffe gegen Türk enthielt. Türk wünschte darauf zu ant- Worten, da er persönlich sehr engagiert war und seine Entgegnung doch auch für die„Freie Volksbühne" verbindlich gewesen wäre, so bat ich ihn, mir die redaktionelle Durchsicht deS Manuskripts zu gestatten, und er war so fteundlich darein zu willigen. Der Inhalt des Artikels war sein, die Form mein Eigentum. Herr Harden aber wies die Einsendung zurück, da die.litterarische Form" nicht den Ansprüchen der„Zukunft" genüge." Damit schließt die eigentliche Rechtferttgungsschrist. In einem kurzen Schlußwort sagt Mehring: „Wenn diese Schrift veröffentlicht sein wird, bin ich in den Augen aller Menschen gerechtfertigt, an deren Achtung mir gelegen ist." Diesem Schlußworte geht aber noch ein Kapitel vorher, daS sich speciell mit dem„Vorwärts" beschäftigt und das wir nicht Mehrings-, sondern unsertwegen abdrucken. Es lautet: „Leipziger VolkSzeitung" und„Vorwärts". In einem ihrer berüchtigten Artikel über den Dresdener Partei- tag schrieb die„Münchner Post", die mich beiläufig, noch vor einem 'Jahre, beim Münchener Parteitage, als einen genialen Schrift- steller gefeiert hatte, dessen Beittäge die„Neue Zeit" allein genießbar machten: Daß der Parteitag dem löblichen Zwecke dienen sollte, alle „Revisionisten" aus der Partei hinauszubefördern, das heißt alle Parteigenossen, denen die jeweilige Ansicht Bebels, Kautskys und Adolf Hoffmanns nicht als das einzige Evangeliuni gilt, darüber war unter der Mehrheit des Parteitages vom ersten Tage an kaum ein Zweifel. Das oberste Polizeioraan dieser heiligen Inquisition, die.Leipziger Volkszeitung", hatte diese Absicht noch vor dem Partei- tage recht deutlich verkiindet... Mehring hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Er, der wohl am wenigsten zum Moralprediger geeignet war.... denunzierte und verunglimpfte alle nach Herzens- tust, die es wagten, eine eigne Meinung zu äußern. Das trieb er jahrelang, leider anscheinend im Einverständnis mit einem Teile des Parteivorstandes. Da, als schon der Holzstoß bereit war. auf dem »ie scheußlichen Ketzer schmoren sollten, die einen oder ein paar Artikel für die„Zukunft" geschrieben hatten, ereilte ihn sein Schicksal. Ein tragisches Geschick freilich ftir den glänzenden Stilisten, ein ver- diente«' Geschick für den skrupellosen Funktionär einer illegittmon Parteiinquisitton. Ob ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht habe, daS wird sich ja zeigen; einstweilen gestattet mir mein_ tragisches Geschick, die Funktionäre der„Münchner Post" von der heiteren Seite zu nehmen. Jedoch muß ich die Behauptung, daß ich„anscheinend im Ein- Verständnis mit einem Teile des Parteivorstandes alle, die eine eigne Meinung zu äußern wagten, denunziert und verunglimpft hätte", in all ihren Teilen als eine dreiste Lüge zurückweisen, und ebenso die Behauptung, daß die„Leipziger Vollszeitung" jemals die Absicht deutlich oder undeutlich verkündet habe, alle oder auch nur einige„Revisionisten" aus der Partei hinauszubefördern. Da jedoch die„Leipziger Vollszeitung" einmal in mein„ver- dientes Geschick" verflochten worden ist— und insofern logischer Weise, als der Vorstoß gegen mich allerdings in erster Reihe auch dem Leiter dieses Parteiblnttes galt— so will ich noch in aller Kürze sagen, welche Rechnung sich die„Leipziger Volkszeitung" mit mir und lvelche Rechnung ich mir mit der„Leipziger Volkszeitung" gemacht habe. Es ist meine Neberzeugung, die irrig sein mag. aber sich auf ein jahrzehntelanges Studium der deutschen Arbeiterbewegung gründet, daß die Partei unter nichts so sehr leidet, als darunter, daß � ihren Massen die principiell-theoretische Schulung mehr oder weniger abhanden gekommen ist. Ich meine das in historischem Sinne, so wie ich es vor Jahr und Tag in der„Neuen Zeit" mit folgenden Worten ansgesprochen habe: Zum andern Teil erklärt sich das Verschwinden jenes großen theoretischen Sinns, den cinst Marx an den deutschen Arbeitern rühmte, aus andren Gründen, zumal aus dem raschen und unauf- haltsamen Vorwärtsschreiten der proletarischen Bewegung, das für jeden � neuen Tag neue praktische Arbeit schafft. Trotz unsres Marxismus oder vielmehr dank ihm sind wir historisch genug geschult, um zu erkennen, daß die unmäßige und unverdiente Verachtung,� der die Theorie heute in weiten Kreisen der Arbeiterklasse anheimgefallen ist, ihre großen entschädigenden Gcgenseiien hat; wir sind gerade durch den Marxismus gänz- lich vor jener melancholischen Stimmung geschützt, die Goethe einmal in die Worte kleidet: Dieweil mein Fäßlein trübe lauft, die Welt geht auf die Neige. Wir folgern aus der„theoreti- scheu Konfusion", die von manchen„Praktikern" als der Ideal- zustand der Partei betrachtet zu werden scheint, vielmehr nur die Notwendigkeit, die Theorie um so höher zu halten und sie um so eifriger zu pflegen. Denn dazu sind wir Theorettker, daß wir schärfer und weiter sehen als die„Praktiker", denen die gewiß nicht minder wichtige Aufgabe obliegt, für des Tages Nahrung und Notdurft zu sorgen. Der Emancipattonskampf deS Pro- letariats kann nicht wie ein Guerillakrieg geführt werden, von Tag zu Tag und von Ort zu Ort, ohne einen Generalstab; die Arbeiterklasse wird niemals siegen, wenn sie sich nicht auch geistig überlegen zeigt der alten und trotz aller kapitalisttschen Zerrüttung noch immer mächtigen Kultur, die sie überwinden muß, um eine höhere Kultur zu schaffen. So sehr aber die principiell-theoretische Verflachung der Partei historisches Produkt ist, so gefährlich ist sie dennoch für die Partei. Drei Millionen Stimmen sind eine sehr schöne Sache, aber ein schlag- ferttges Heer ist diese Masse erst dann, wenn wenigstens dreimalhundert- tausend davon genau wissen, wohin denn nun eigentlich die Fahrt geht. Ob heute aber auch nur dreißigtausend Parteimitglieder prineipiell-theorelisch so durchgebildet siud, lvie vor zwanzig und dreißig Jahren die Masse der Partei war. das ist eine Frage, über die sich diskutieren ließe. Instinktiv empfinden das die Arbeitermassen auch sehr wohl und, erdrückt von praktischer Arbeit, wie sie sein mögen, lechzen sie doch nach nichts so sehr, als danach, die alten Banner wieder im Sturm des revolutionären Gedankens fliegen zu sehen. Allein ein bettächtlicher Teil der Parteipresse entzieht sich der großen Auf- gäbe, die ihm nach dieser Richtung angewiesen ist, und kein Partei- blatt entzieht sich dieser Aufgabe in so unverantwortlicher Weise, wie das Centralorgan der Partei, wie der„Vorwärts". Gewiß nicht aus Pflichtvergessenheit oder auch nur Fahrlässigkeit. Der polittsche Hauptredakteur des„Vorwärts" ist überaus fleißig und geschickt, attuell sensationell, großzügig, tiefgründig, kurzum, er hat alle Vorzüge eines modernen Journalisten und nur den einzigen Fehler, daß ihm daS historisch- politische Verständnis der modernen Arbeiterbewegung fehlt. Als Hauptredakteur eines socialdemokratt- scheu CentralorganS gleicht er der Stute Rolands, von der Chamisso singt:„Ausnehmend schön war die Stute, sie aber war leider tot." Ich sage daS ohne jede persönliche Ranküne. Der Redakteur Eisner hat mich immer sehr bewundert, und nach der Emsigkeit der archivalischen Forschungen, die er über meine Vergangenheit anstellt, hege ich fast die verschämte Hoffnung, daß er meine Biographie zu schreiben beabsichttgt. Er hat mir drei- oder viermal die Ehre er- wiesen, mich zur ständigen Mtarbeit am„Vorwärts" heranzuziehen, und wie er mir mit gutem Willen entgegenkam, so bin ich ihm mit gutem Willen entgegengekommen. Ich habe.als Mitarbeiter des „Vorwärts" nie den leisesten Grund zu einer persönlichen Beschwerde über die Redaktion gehabt. Aber immer kam nach einigen Wochen oder höchstens Monaten der Augenblick, wo der Redakteur EiSner glaubte, ich spräche hottentottisch, und wo ich glaubte, er spräche irokesisch. Ein Beispiel statt vieler! Im November 1909 hatte Göhre zwei Berliner Arbeiterversammlungen allerlei konfuses Zeug über wissenschaftliche Evangelienkritik vorgetragen; aus der Versammlung selbst hatte sich sofort lebhafter Widerspruch erhoben, aber mehr in ganz richttgem Instinkt, als mit klaren Gründen, da ja leider heute den Arbeitern im allgemeinen die Möglichkeit fehlt, sich in solchen Fragen ein selbständiges Urteil zu bilden. Ich hielt es nun für die Aufgabe des CentralorganS, hier schlichtend vom Boden des Parteiprogramms aus einzugreifen und sandte einen solchen Artikel an den„Vorwärts". Bekam ihn aber zurück: Als persönliche Er- klärnng ja, als redaktionellen Artikel nein. Nun habe ich persönlich ungleich bessere Dinge zu thun, als das theologische Kauderwelsch des Göhre zu korrigieren, schickte den Arttkel also nochmals zurück: Seht ihn Euch doch an, es steht ja nichts Verfängliches darin. Bekam ihn wieder zurück: Thut uns furchtbar leid, weil gerade Sie eS sind, aber es geht nicht. Es war nun sonst nicht meine Gewohnheit, einen vom„Vorwärts" zurückgewiesenen Artikel der„Neuen Zeit" aufzuhängen, aber diesmal glaubte ich eine Ausnahme machen zu müssen. Ich veröffentlichte den Arttkel als Berliner Brief in der„Neuen Zeit", wo ihn jeder nachlesen kann: 19. Jahrgang, 1. Band, Seite 257. Und nie habe ich unter den Hunderten von Artikeln, die ich in der„Neuen Zeit" veröffentlicht habe, für einen so viele Komplimente aus der Partei erhalten, wie für diesen. Gewöhnlich meinten dann die Genossen, die mich dazu beglückwünschten: Schade, daß solche Arttkel nicht im „Vorwärts" stehen. Wenn ich ihnen dann sagte, der„Vorwärts" habe diesen Artikel als redakttonelle Kundgebung zurückgewiesen, so pflegten sie händeringend zu fragen: Aber weshalb denn in aller Welt? Worauf ich nur antworten konnte: Weil die Redaktton deS „Vorwärts"— oder um gerecht zu sein, denn in der Redattion des „Vorwärts" giebt es auch ein paar ausgezeichnet geschulte Kräfte, die sich leider nur immer in der Minderheit befinden— weil die Mehrheit dieser Redattion vollkommen farbenblind ist für die Be- dingungen, Möglichkeiten und Notwendigkeiten des proletarischen Emanzipattonskampses. Als nun der Versuch des„Vorwärts", mit mir, und mein Ver« such, mit dem„Vorwärts" zusammen zu kommen, zum dritten- oder viertenmal gescheitert war, kamen gerade die Leipziger Genossen zu mir und fragten, ob ich die Leitung ihres Blattes übernehmen wolle. Da gebrannte Kinder das Feuer scheuen, so habe ich ihnen von vorn- herein erklärt: Ja, aber nur unter der Bedingung, daß ihr ein Principienblatt haben wollt, wie unsre alten Blätter in den sechziger, siebziger, achtziger Jahren waren. Das war nun just die Slbficht der Leipziger Genossen, und so haben wir anderthalb Jahre zusammen gearbeitet. Es ist eine Lüge, daß die„Leivz. Volkszeitung" in dieser Zeit die„Revisionisten" hat aus der Partei beißen ivollen; es ist eine Liff>e, daß sie die Parteigenossen, die eine eigne Meinung äußerten, denunziert und verunglimpft hat; es ist eine Lüge, wenn ein arm- seliger Philister behauptet, daß sie manche Arttkel veröffentlicht habe, die ein Lockspitzel hätte schreiben können. Aber eS ist wahr, daß sie während dieser anderthalb Jahre in diametral entgegengesetztem Sinne redigiert worden ist, wie der„Vorwärts" redigiert wird. Meine Annahme, daß die Arbeitermassen gerade hiernach ver- langten, hat sich denn auch durchaus bestättgt. Ich spreche nicht davon, daß die„Leipziger VolkSzeiwng" binnen Jahresfrist um mehr als zehntausend Abonnenten zugenommen, daß sie den prozentual günstigsten Abonnentenstand— im Verhältnis zu den Wählerziffern der beiden Kreise, für die sie bestimmt ist— in der ganzen Partei- presse besitzt, denn daS mag auch auf andre Ursachen zurückzuführen sein. Aber jene„geradezu leitende" Stellung in der Partei, von der Genosse Auer sprach, vcrdantt sie ihrer principienfesten und principicn- klaren Politik. Mir ist der Versuch ja verteufelt schlecht bekommen, aber die Leipziger Genossen werden sich nicht irre machen lassen. Sie ver- fügen üher so viele tüchtige Kräfte, daß sie mich gut und gern ent- behren können. Nichts hat mich in den letzten Wochen mehr erfteut, als daß ihre Zeitung nach dem Dresdener Parteitage noch viel klarer und schärfer redigiert war, als ich sie redigieren konnte." Franz Mehring und der„Vorwärts". Durch die im„Vorwärts" in aller Ausführlichkeit wiedergegebene Schrift Mehrings„Meine Rechtfertigung" ziehen sich von Anfang bis zu Ende Angriffe gegen die politilche Redaktion des„Vorwärts", insbesondere gegen den Redakteur Eisner, den er— im Gegensatz zu der thatsächlichen demokratischen Organisatton der Redaktion— eigens aus dem Grunde zum leitenden Mann des Centtalorgans avancieren läßt, um ihn dann als völlig ungeeignet für dieses Amt bezeichnen zu können. Es sind zwar in der Schrift keine greifbaren, für den Rcdatteur kompromittierenden Thatsachen mitgeteilt, für die auch selbst Mehring kein Material beibringen könnte, aber die vorgettagenen Dinge sind doch derart berichtet und so gruppiert, daß sie auf uneingeweihte Leser den Eindruck machen müssen, als ob irgend etwas vorgegangen sei, das das Licht zu scheuen hätte. Aus diesem Grunde sind wir gezwungen, das Verhältnis der Redaktion zu Mehring in möglichster Kürze darzustellen. Wir können uns damit begnügen, lediglich die unanfechtbaren und erweislichen Thatsachen reden zu lassen. Da die redaktionellen Beziehungen zu Mehring ausschließlich von den beiden unterzeichneten Redatteuren gepflegt wurde, sie allein auch über die Vorgange unterrichtet sind, und nur sie das Ziel der Mehringschen Angriffe gegen den„Vorwärts" bilden, so ergiebt sich daraus, daß nur sie beide zu dieser not« gedrungenen Entgegnung veranlaßt und verpflichtet sind. Die ständige Mitarbeiterschast Mehrings am„Vorwärts", die zuvor durch seinen Zwist mit Liebknecht unmöglich war, ist durch die gegenwärtige politische Redaktion herbeigeführt worden. Sie begann wohl 1898, erst nur sporadisch, dann häufiger, zu Zeiten ständig und regelmäßig. Die Mitarbeiterschast Mehrings am„Vorwärts" dauerte auch fort, als er bereits feste Beziehungen zur Redaktton der „Leipziger Volkszeitting" geknüpft hatte. Während der ganzen Jahre war der Verkehr zwischen Redaktion und Mitarbeiter kollegial und fteundschaftlich, auch persönliche Beziehungen stellten sich ein. Ge- legentlich kam es aus geringfügigen Anlässen zu kleinen Zwistigkeiten, wie das bei der schwierigen Natur Mehrings unausbleiblich ist. Aber jedesmal wurde wieder eine Ver- ständiaung erzielt, und Mehring beeilte sich immer auf's neue, sein Vertrauen zu unsrer Loyalität zu versichern. Es ist nicht zutteffend, wenn jetzt Mehring dieses verkaute Verhältnis verhöhnt: Immer nach einigen Wochen oder höchstens Monaten sei der Augen- blick gekommen, wo„der Redakteur Eisner" geglaubt habe,„ich spräche hottentottisch, und wo ich glaubte, er spräche irokesisch". Im Gegenteil, wir verstanden uns recht gut. Wir blieben Mehring gegenüber stets in dem respektvollen Verhältnis, das dem älteren Parteigenossen und dem hervorragenden Schriftsteller geschuldet war. Und wenn uns manche Unberechenbarkeit des Mannes verletzte, so sagten wir uns: Es sei sein ttagisches Geschick, das auf ihm drücke. Seine Vergangenheit hänge an ihm, mache ihn mißtrauisch und reizbar; er fühle sich des Vertrauens der Partei nicht sicher, der er doch so erfolgreiche und ernste Arbeit gewidmet habe und deren be- deutendster Schriftsteller er sei. Es mag sein, daß Mehring jetzt-- in dieser Zeit elenden Gezänks— solche menschlichen Empfindungen als irokestsch auffaßt. Während all der Jahre äußerte Mehring mit keiner Silbe einen Vorwurf oder auch nur eine Bemängelung gegen die principielle und takttsche Redakttonsführung. Im Gegen- teil, wir erfreuten uns durchaus seiner Anerkennung. So blieb eS auch, als Mehring sich bereits der„Leipziger VolkSzeitung" zugewendet hatte. Als im Sommer 1992 die „Leipziger Volkszeitung" eine wüste Polemik gegen den„Vorwärts" — auf eine falsche Einbildung hin— vom Zaune brach, versicherte uns Mehring, indem er uns für die Verteidigung eines ArttkelS der „Leipziger VolkSzeitung" dankte, wiederholt brieflich, wie unangenehm ihm diese Haltung des Blattes sei und für wie ungerechtfertigt er die Angriffe auf uns halte; er habe Vorsorge getroffen, daß sich das nicht wiederhole. Erst durch den Münchener Parteitag trat die entscheidende Wendung ein, jener persönliche Konflikt, der in der Tragödie Mehringscher Irrungen stets die Lösung des psychologischen Rätsels bildet. Auf der Generalversammlung des Vereins „Arbeiterpresse" kam es zu einem Zusammenstoß zwischen EiSner und Mehring, ganz unvermutet und ungewollt, aus der Sttmmung des Augenblick geboren. Seitdem lebt Mehring in dem Wahn, Eisner verfolge ihn. In Notizen des„Vorwärts", mit denen E. nicht das mindeste zu thut hatte, witterte er seine boshafte Tücke. Zunächst schoß Mehring los, indem er Aeußerungen Eisners in jener Generalversammlung tendenziös entstellt der Oeffentlichkeit preisgab. Eisner bemühte sich vergebens, die„Leipziger VolkSzeitung" zur Auf- nähme einer sachlichen Richttgstellung zu veranlassen; da er den „Vorwärts" nicht für seine persönlichen Angelegenheiten benutzen wollte, ließ er die Sache lausen. Die gehässige Polemik der „Leipz. Volksztg." ging weiter. Da entschloß sich EiSner. sich direkt mit Mehring auseinanderzusetzen. Ende Oktober 1992 schrieb er einen Brief an ihn, in dem er offen und scharf aussprach, was er gegen Mehring auf dem Herzen hatte. Mehring fand in seiner Antwort die Vorwürfe Eisners ebenso„hart wie grundlos"; der Brief schloß aber mit der Einladung, E. solle ihm die Freude seines Besuches erweisen, eS wäre ihm willkommen, lvenn er ttotz der bösen Dinge, die E. ihm gesagt, mit ihm wieder auf freundschaftlichen Fuß gelangen könnte. E. sagte seinen Besuch zu und äußerte am Schluß seiner Antwort die Hoffnung, daß die„Leipziger Volkszeittmg" nun auch jene sachliche Berichtigung veröffentlichen werde. Das geschah nicht und so unterblieb auch selbstverständlich der Besuch. Von dieser Zeit steigerten sich die versteckten und offenen An« griffe der„Leipziger Volkszeitung" gegen den„Vorwärts". Wir ver- mieden grundsätzlich jede Antwort, und eS lvar wohl höchstens zwei- oder dreimal gewesen, daß wir gezwungen wurden, gröbliche Entstellungen zurückzuweisen. Natürlich wurde die Differenz immer„principieller". Und während Mehring seiner Zeit in einem redaktionellen Leitarttkel des„Vorwärts" auf unsre besondere Aufforderung„Die Revision des SocialismuS" von Noffig prächtig verhöhnt hatte, im „Vorwärts" also zuerst gegen den„Revisionismus" zu Felde gezogen war, wurde die persönliche Verstimmung immer mehr zu principieller Gegensätzlichkeit; der„Vorwärts" wurde schließlich zum Centralorgan des Revisionismus. Der Feldzug Mehrings gegen uns führte dann schließlich wenige Tage vor dem Parteitag zu einer seiner beliebten Hinrichtungen. Wir wurden als eine Art besserer Schmöcke gefeiert, die alle Tugenden hätten, leider nur von der Socialdemottatie gar nichts verständen. In der jetzigen Broschüre kehrt die liebenswürdige Auffassung wieder. Mehring spielt auf ein Gedicht Chamifsos an, in dem die formgewandten, aber innerlich kalten Dichterlinge ver- spottet werden. Eisner sei eine„ausnehmend schöne Stute", nur leider tot. Mehring, der„seltsame Roßkamm", kommt dabei aller- dings in die noch üblere Lage Rolands; denn er war es, der be- reits vor fast zwölf Jahren die tote Stute der Partei fast begeistert zu Erwerbung empfahl! Doch das ist schließlich nur ein neuer Beweis für die Meßringsche Virtuosität in der Umkehrung von Urteilen über Personen: schlimmer ist die, in der„Leipziger Volkszeitung" bereits zur vollendeten That- fache verhärtete Andeutung, daß der„Redakteur Eisner" Mitwisser, Mitthäter, wenn nicht gar Rädelsführer des gegen Mehring in Dresden explodierten„Komplotts" sei Auf Seite 10 der„Rechtfertigung" wird bedeutsam hingewiesen, daß„der Redakteur Eisner" den Heinrich Braun auf die„Gartenlaube"- Artikel aufmerksam gemacht habe und es lvird hinzugefügt:„mit der Rede Hasenclevers niag er allerdings den Wissensschatz seines Freundes bereichert haben". Und auf Seite 11 wird ohne Namensnennung der Redakteur Eisner bereits„irgend ein gefälliger Kumpan", der Braun die Rede Hasenclevers in die Hand gesteckt habe, lieber diese Wahnidee Mehrings, daß wir an dein„Komplott" beteiligt gewesen seien, hat Eisner schon kurz das Notwendige gesagt. Es sei aber noch ciiimal festgestellt: Wir haben weder direkt noch indirekt irgend etwas mit dem in Dresden erfolgten Angriff gegen Mehring zu thun, wir haben kein Material geliefert, nichts von der Absicht des Angriffs gewußt. Von Hasenclevers Rede hörte Eisner zum erstenmal in Dresden. Und seine beiläufige, im Laufe eines Gesprächs gethane Frage, ob Braun die„Garten- laube"-Artikcl kenne, geschah obendrein zu einer Zeit, da noch niemand ahnen konnte, daß die Mitarbeitersrage, geschweige der Fall Mehring auf dem Parteitag zur Erörterung gelangen würde. Selbst- verständlich hat jeder Parteigenosse das Recht, Personen, die er für parteischädlich hält, anzugreifen. In der Behauptung, daß wir Mehrings Gegner seien, läge an sich kein Vorwurf. Die schimpf- liche Beleidigung liegt allein darin, daß wir ans dem Hinterhalt, ohne persönlich hervorzutreten, feig und tückisch den Angriff gegen ihn insceniert hätten. Es bedeutet eine schlimm revidierte Partei- moral, daß Mehring, ohne sich zuvor bei den Parteigenossen, mit denen ihn jahrelange Kollegialität verband, direkt zu erkundi-zen, ob denn etwas Wahres an seinem Wahne sei, die haltlose Anklage öffentlich erhebt. Indem Mehring wenigstens Eisner indirekt als Mitschuldigen an dein„moralischen Meuchelmord" in Dresden, an der„feigen und schmutzigen Perfidie" beweislos denunziert, fällt er in die von ihm doch überwundene ältere Periode zurück, in der er es als Sport betrieb, Freunde, denen er verfeindet wurde, der allgemeinen Verfolgung preiszugeben. Im übrigen haben wir niemals das Bedürfnis gehabt, Mehring anzugreifen. Auch damals, im November 1902. waren ivir gänzlich unbeteiligt, als ein Teil der Parteiprcsse sich gegen die Tyrannis Mehrings aufzulehnen begann und er zu seiner Ver- teidiguug den bedenklichen Satz niederschrieb: die gegen ihn er- hobenen Angriffe bezögen sich„auf die in der Partei hin- länglich bekannte Thatsache, daß ich im Fahre 1877, also vor 2ö Jahren, eine antisocialistische Schrift veröffentlicht habe. Das bald darauf erlassene Sociali st engesetz belehrte mich eines Besser n." Wir hielten und halten den Angriff gegen Mehring für ebenso parteischädlich, wie seine im letzten Jahre mit wachsender Leiden- schaft übernommene Führung in inneren Parteifragen, wie schließlich auch diesen ganzen Streit mit all seinen Widerwärtigkeiten, der sicher nicht geeignet ist, die Werbekraft unsrer Partei zu erhöhen, wenn er auch natürlich der Größe und Getvalt der Socialdemokratie keinen Abbruch zu thun vermag. Auf zwei Einzelheiten und eine allgemeine Ausführung der „Rechtfertigung" des Genossen Mehring müssen wir noch eingehen. Als charakteristisch für das zwischen ihm und uns bestehende Ver- hältnis und unfern„Revisionismus" führt er an, daß wir seinen Artikel über Göbres theologische Auffassungen nur unter Namensnennung ausnehmen wollten. Er habe den Artikel dann in der„Neuen Zeit" veröffentlicht und großen Beifall gefunden. Wir halten unsre damalige Stellung noch heute für durchaus richtig. Es kann nicht aus jedem Privatinteresse— Mehring führten seine Studien über die„heilige Familie" gerade damals in theologische Probleme— eines Parteischriftstellers eine Partei-Aktion gemacht werden. Als individuelle Meinungsäußerung war uns der Artikel willkommen. Für eine redaktionelle, gleichsam parteioffizielle Stellungnahme zu bibelkritischen An- schaumigen eines einzelnen Parteigenossen lag gar kein Grund vor. Mehring hat ja denn auch gethan, was er uns ablehnte: in der„Neuen Zeit" erschien der Aufsatz— in gemilderter Form!— unter seiner Chiffre. Diese redaktionelle Meinungsverschiedenheit war aber. Ivenn lvir uns recht entsinnen, der einzige Konflikt, der sich auf den Inhalt eines Artikels und die Form der Veröffentlichung bezog:>vir haben sonst niemals einen Artikel ganz oder teilweise beanstandet: die von Mehring geäußerten Anschauungen deckten sich stets so sehr mit denen der Redaktion, daß sie durchweg unverändert redaktionell gebracht wurden: Genosse Mehring hatte damals noch nicht den Revisionismus der beiden unterzeichneten, zur Zeit„für die Bedingungen, Möglichkeiten und Notwendigkeiten des proletarischen Emanzipationskampfes färben- blinden" Redakteure entdeckt. Eigenartig ist die Darstellung des Falles Leuß. Es ist nicht gerade Falsches in ihr. Aber der Leser muß doch etwas andres herauslesen, als die Wahrheit ist. Genosse Mehring, der ein so voll- cndeter Stilkiinstler ist, wird in seiner neuesten Broschüre von dem Mißgeschick verfolgt, falsche Eindrücke zu erwecken. Indem Mehring gegen eine Aeußerung Edmund Fischers polemisiert, erregt er durch die Anordnung seiner Sätze das Mißverständnis, als ob nun auch der Fall Leuß eine Sache des Nevisiomsmus und Radikalismus fei, was denn freilich geradezu als eine Verhöhnung der gegenwärtigen Parteidiskussioncn angesehen werden müßte.„Ich habe seine Arbeiten nicht im einzelnen verfolgt, doch halte ich es nicht für wahrscheinlich, daß er unter der Redaktion Eisners, Südekums und Adolf Müllers allzu kecke marxistische Sprünge ge- macht hat." Das soll sich nur gegen Edmund Fischer richten, erweckt aber doch leicht den Verdacht, als ob der„Vorwärts" aus seinem revisionistischen Drang Leuß als Mitarbeiter beschäftigt hätte. Solchem Mißverständnis gegenüber ist eS doch notwendig, die ganze Wahrheit festzustellen: die aber ist: die Mitarbeit Leuß' und die Fortsetzung dieser Mitarbeit im„Vorwärts" ist im wesent- lichen der E i n w i r k u n g Mehrings zuzuschreiben, der mit einer Wärme, die uns äußerst sympathisch war, sich seines Schützlings auch dann noch annahm, als von Parteiwegen Bedenken gegen diese Mitarbeit geäußert wurden. Aus Mehrings„Rechtfertigung" könnte man leicht herauslesen, daß zwar die„Neue Zeit" parteigcnösfisch genug gewesen sei, Leuß ihre Spalten zu schließen, daß aber „Vorwärts",„Sächsische Arbeiterzeitung" und„Münchner Post" weniger skrupellos verfahren seien. In Wirklichkeit hatte die„Neue Zeit" gar keine Möglichkeit mehr, die Arbeiten von Hans Leuß zu veröffentlichen, weil schon am 23. November 189g von der Fraktion die Redaktion der„Neuen Zeit" ersucht worden war, diese Mitarbeiterschaft zu sistieren. Der Grund lag darin, daß die Artikel mit Namen unterzeichnet waren. Am 12. Dezember 1900 beschäftigte sich die Fraktion abermals mit der Frage und kam zu dem Beschluß, es liege nicht im Interesse der Partei, daß Leuß unter seinem Namen für die Partei litterarisch thätig, sonst eine verantwortliche Stellung bekleide oder gegen ein Pauschale als Mitarbeiter fest angestellt werde. Dieser Beschluß gab den Redaktionen die Möglichkeit, Leuß auch weiter als stillen Mit« arbeiter zu beschästigen. Am Abend dieser Fraktionssitzung waren wir, Mehring und Leuß zusammen. Genosse Mehring verwandte sich inständig für die fernere Beschäftigung des Schriftstellers und wir sagten es ihm zu, so weit die zuständigen Instanzen damit einverstanden waren. Etwa dreiviertel Jahre später kam es zwischen Leuß und Mehring zu dem fälligen Konflikt und nun schrieb uns Genosse Mehring— im November 1901— er habe vor Jahr und Tag uns gegenüber eine gewisse Garantie für Herrn Leuß über- noinmen, er müsse nunmehr diese Garantie zurücknehinen. In einem folgenden Brief schilderte er dann die persönlichen Verhältnisse seines Freundes bis in die Einzelheiten. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn Mehring unser Verhältnis zu Leuß so klar dargestellt hätte, daß keine irrige Vorstellung entstehen kann. Hans Leuß' Mitarbeit am„Vorlvärts" lvar ausschließlich das Werk Mehrings, ebenso wie er uns dann zur Lösung dieses Verhältnisses aufforderte. Selbstverständlich haben wir Leuß' Beiträge nicht bloß Mehrings wegen abgedruckt, sondern weil sie von Wert waren, Mehring erhebt schließlich die schwere Anklage gegen uns, daß sich kein Parteiblatt in so unverantwortlicher Weise der Aufgabe principiell-theorctischer Durchbildung der Arbcitermassen entziehe lvie der„Vorwärts". Und das, weil eben dem„politischen Haupt- redaktenr"„das historisch- politische Verständnis der modernen Arbeiterbewegung fehlt". Bis vor einem Jahre hatte das Mehring noch nicht erkannt; die Erkenntnis kam erst, seitdem er in dein „Hauptredatteur" seinen Feind sieht. Aber die Haltung des „Vorwärts" ist überhaupt nicht das Werk eines„HauptrcdakteurS", sondern beruht auf den Beschlüssen der Gesamtredaktion. Vermutlich haben wir deshalb Jahre hindurch immer wieder Mehring zur Mitarbeiterschaft herangezogcit, um uns der Aufgabe zu entziehen, die Arbeiter principiell-theoretisch durchzubilden. Wir haben keine Gelegenheit vorübergehen lassen, um für theoretische Fragen Mitarbeiter heranzuziehen. Es giebt keine auftauchende Frage, zu der wir nicht klar Stellung genommen hätten. Zur Zeit des Bernstcin-Streites überlvncherte die theoretische Diskussion im„Vorwärts" so sehr das Blatt, daß nach dem Hannoverschen Parteitag der offizielle Be- schluß gefaßt wurde, diese Dinge eine Zeit lang ruhen zu lassen. Allerdings: dessen sind wir uns bewußt, daß sich theoretische Er« örterungen in einem Tageblatt gründlich überhaupt nicht be- handeln lassen; das gehört in die Zeitschristen. Und dann kommt es lvirklich nicht darauf an, an Sonn- und Feiertagen einmal sogenannte Principien-Artikel zu veröffentlichen: die wichtigere Auf- gäbe ist vielmehr, jeden Artikel, jede Notiz Tag für Tag mit dem socialistischen Geist zu durchdringen. Der Socialismus soll nicht äußerlich dann und wann gepredigt werden, er soll leben in allem, was die Zeitung bringt. Man rühmt unsre politische Haltung. Ja, läßt sich gegen den Feind socialdemokratische Politik treiben, ivenn diese nicht durchdrungen ist von dem„Sturm des revolutionären Ge- dankens?" Freilich wir sind„Revisionisten". Revisionist ist, wen ich nicht leiden kann— hat man in Dresden gescherzt. Genosse Mehring verwendet den Scherz als höchst ernsthaftes Henkerbeil. Aber er wird uns keinen Satz im„Vorwärts" anführen können, der Ansichten ausspricht, die man„revisionistisch" nennen könnte. Aber etwas anderes weiß Genosse Mehring sehr gut: Erst bei den Reichstags- Wahlen veröffentlichte der„Haupwedakteur" des„Vorwärts", der doch nur ein Gleicher unter Gleichen ist, eine Flugschrift, die im tvesentlichen gegen die Ausniitzung der Bernsteinschen Meinungen gerichtet und zur Verteidigung Kaurskys bestimmt war. Genosse Mehring soll das Werk der schönen, aber toten Stute sogar gelobt haben. Thut nichts.„Revisionist" ist heute das wirksamste Schimpfwort, und darum wendet er es an; er würde uns„Radikale" nennen, wenn das heute anrüchig wäre. Indessen, das soll nicht geleugnet werden: Ein gewisser Gegen- satz besteht zwischen uns und den Genossen Mehring und Jaeckh der „Leipziger Volkszeitung". Das liegt aber nicht in den Grundsätzen, nicht im Intellekt und auch nicht im Temperament, sondern in der— Parteimoral. Gerade im Interesse vernünftiger und gedeihlicher theo- retischer Diskussion suchen wir eine Form des Parteistreits zu ver- meiden, die den Genofsen schließlich jedeTheorie verekelt. Wir haben über den Wert und den Nutzen mancher Partei-Aktionen auch eine andre An- schauung als die„Leipziger Volkszeitung". Und wir sind endlich bemüht, nicht aus persönlichen Sympathien und Antipathien Parteifragen zu destillieren. Die Person der Sache unterzuordnen— das ist die erste Pflicht, und von den Personen zur Sache zurückzukehren, unsre nächste und dringendste Aufgabe. Eisner. G r a d n a u e r. Entgegnung. „Eine grobe Fälschung",„Infame Fälschung".„Komplotteure", „Aus feigem Hinterhalt meucheln",„Bluthunde",„Grabschänder", „Schmiereupathos",„Ehrabschneiderische Zwecke",„Unverschämte Verleumdung",„Ekelhaftes Toben",„Schwindelblase",„Moralischer Meuchelmord"—, das ist eine sehr unvollständige Sammlung von Ausdrücken, die Mehring in seiner Broschüre„Meine Rechtfertigung" gegen mich und andre Genossen anwendet. Man hat von Mehrings Art sofort den richtigen Begriff, wenn man seine in derselben Broschüre, Seite 15 gemachte Aeußerung dazu hält:„Schimpfen ist die Sache des Herrn Harden, nicht die meine" I— Dieses Bemühen, den starken und wilden Mann zu spielen, hat einen leicht erkennbaren Grund: der Leser soll über die Schwäche der Position des Autors getäuscht, die Aufmerksamkeit von den ent- scheidenden Punkten auf nebensächliche, zum Teil mit dem Gegen- stand in gar keinem Zusammenhang stehende Umstände geleitet werden. Gelingt es, in einem noch so gleichgültigen Nebenpunkte einen Irrtum oder einen Gedächtnisfehlcr nachzuweisen, so sind die „Verleumdungen niedergeschlagen" und der Verfasser erklärt mit edlem Stolz:„Wenn diese Schrift veröffentlicht sein wird, bin ich in den Augen aller Menschen gerechtfertigt, an deren Achtung mir gelegen ist." Diese Taktik ist recht alt, aber völlig wirkungslos. Mehrings Manier, statt der wesentlichen Gesichtspunkte un- bedeutende Details zu erörtern, macht es schwer, ihm zu antworten, will man die Geduld der Leser nicht mißbrauchen. Aber ich will doch auf das ivichtigste eingehen und nur den allerthörichtesten Klatsch ignorieren. Der leitende Gedanke meiner Reden in Dresden war: Mehring ist nach seinem Verhalten in der Gegenwart und in der Vergangenheit nicht der berufene Mann, uns Parteimoral zu lehren oder den Princrpienwächter zu spielen, er ist das um so weniger, als er— Bebel sagte: ein psychologisches Rätsel— vom Socialdemokratcn zum unduldsamsten, gehässigsten Gegner der Partei, und lviederum aus einen: Gegner zum den Genossen gegenüber un- duldsamsten und gehässigsten Socialdemokraten geworden ist. Diese Anklage wurde durch Thatsachen begründet. Wenn hier eine „Rechtfertigung" möglich lvar, so nur auf eine einzige Weise. Mehring mußte entweder die Thaffachen als falsch erweisen, oder, wenn das nicht anging, daS„psychologische Rätsel"— gleich geheimnisvoll für Weise wie für Thoren— lösen, den merk« ivürdigen Weg seiner Entwicklung verständlich machen und vor der Partei rechtfertigen. Statt dessen findet sich in seiner Broschüre nichts als Leugnung halsstarriger, jeden Augenblick festzustellender Thatsachen und jene anmutige Sammlung von Schimpfworten gegen seine Gegner, von denen wir eine Probe gegeben haben. Es nutzt Mehring nichts, es als„Lüge" zu bezeichnen, daß er vor den Artikeln der„Gartenlaube" Parteimitglied gewesen sei (Seite 9 seiner„Rechtfertigung"). Vor mir liegt seine im Leipziger Parteiverlage erschienene Schrift:„Herr v. Treitschke der Socialisten- töter und die Endziele des Liberalismus. Eine sociali st ische Replik." In dieser Schrift führt Mehring sich schon auf der ersten Seite damit ein, daß er im Namen derSocialdemokratie spreche und dutzendemale kehrt das wieder. Auf S. 8 erzählt er, daß er, um seine Parteigenossen zu orientieren, bereits im „Volksstaat" eine Kritik Treitschkes geschrieben und hauptsächlich die positiven Grundpfeiler seiner Theorie:„Die logischen Kategorien Ehe, Eigentum und Gliederung der Gesellschaft" erörtert habe. Kann cS danach zweifelhaft sein, daß Mehring damals bor seiner „Geschichte der Socialdemokratie" 1. Prägung und vor den„Garten- laube"-Artikeln Socialdemokrat war? Und wenn wir ihm glauben, daß diese Behauptung eine„Lüge" ist, giebt es dann wohl ein ver- nichtenderes Urteil als dies, das er über sich selbst aussprechen würde: daß er als Socialdemokrat schrieb, ohne es zu sein?I Von vornherein ist auch klar, daß die damalige Partei- leitung für ein Parteiblatt Mehring nur als Redakteur anstellen wollte, weil die selbstverständliche Voraussetzung, daß er Social- deniokrat war, für sie außer Zweifel stand. Mehring ist es der Partei schuldig geblieben, diese ungeheure Wandlung, die sich in ihm von der Treitschke-Schrist bis zu seiner „Geschichte" und den„Gartenlaicbe"-Artikeln, und dann nochmals in umgekehrter Richtung vollzog, zu erklären und dafür eine „Rechtfertigung" zu geben. Denn daß er in einer Zeitungs- Polemik von Kayser, Most und Liebknecht 1876 einmal hart angefaßt wurde, wie er S. 10 seiner Broschüre erzählt, wird er wohl ernsthaft nicht als eine für die Partei ausreichende Begründung seines doppelten Saltomortale geltend machen wollen. Statt nun auf diesen, für das allgemeine Urteil entscheidenden Punkt einzugehen, wird mir„grobe Fälschung",„noch eine grobe Fälschung" und„eine dritte grobe Fälschung" vorgeworfen. Die erste Fälschung soll ich dadurch begangen haben, daß ich das Citat aus der„Leipziger Bolkszeiiung" vom 12. September d. I., das folgendermaßen lautet: „Es ist vollkommen richtig, daß ich in einer Schrift, die nun- mehr vor gerade einem Vicrteljahrhundcrt zum letztenmal in dritter Auflage erschien, die Partei heftig und ungerecht an- gegriffen habe. Durch die Handhabung des Socialistengesetzes bin ich dann zu andrer Ansicht gekoinmen und seit mindestens zwanzig Jahren, seitdem ich 1883 mit der Berliner„Volks- Zeitung" erst als Mitarbeiter und von 1885 ab als Chef- Redakteur in Verbindung getreten war, mit äußerster Energie und Konsequenz für die Interessen der verfolgten Socialdemokratie eingetreten", in meiner Rede nur bis dahin angeführt habe, wo die gesperrten Zeilen beginnen. Das hat seinen guten Grund. Ich habe es in Parallele gebracht mit einem andren ähnlichen, aber die maßgebende Thaffache schärfer ausdrückenden Citat aus der„Leipziger Volks- Zeitung" vom 5. September v. I., das so lautet: „Sie bezichen sich auf die in der Partei hinlänglich bekannte Thatsache, daß ich im Jahre 1877, also vor 25 Jahren, eine anti- socialistische Schrift veröffentlicht habe. Das bald darauf erlassene Sociali st engesetz belehrte mich eines Bessere n." An der Hand dieser Citate und der„Gartenlaube"-Artikcl wies ich nach, daß die hier aufgestellte Behauptung, daß das bald nach 1877 erlassene Socialistengesetz Mehring eines Besseren belehrte, falsch ist. Denn nachdem das Socialistengesetz schon mehr als 2 Jahre seine schrecklichen Wirkungen ausgeübt hatte, war Mehring noch immer sein fanatischer Lobredner und der grimmigste Feind der Partei. Es ist aber um so weniger eine Fälschung, daß ich in dem ersten der beiden Citate die gesperrten Zeilen wegließ, weil es sich in jenem Citat um zioei vollkommen getrennte Gedankenreihcn handelt: zunächst um die Wirkung des Socialistengesetzes auf Mehring? Gesinnung, und dann um die Thätigkeit Mehrings seit seinem Eintritt in die „Bolks-Zeitung". Von dieser habe ich dem Parteitag nichts ver- schwiegen, denn auf der den Citaten vorangehenden Seite(Protokoll, S. 166) habe ich geradezu einen Hymnus angestimmt aus die„ganz unvergleichliche journalistische Verve und außerordentliche Energie", mit der Mehring in der„Volks-Zeitung" für unsre Partei eintrat, und ich hatte deswegen keinen Anlaß, den Teil des Citats zu wieder- holen, der meine Worte nur viel matter ausdrückte. Von einer „groben Fälschung", von einer„infamen Fälschung" auch keine Spur. Aber gesetzt, sie wäre mir von Mehring nachgewiesen; was hätte dieser Nachweis in diesem Zusammenhang zu bedeuten, als daß der Leser irregeleitet wird, um statt auf die fehlende Recht- fertigung des Mehringschen Gesinnungswechsels, auf die es hier allein ankommt, auf die(mir angedichtete) Fälschung seinen Blick zu lenken. Nicht anders ist's mit:„Noch eine grobe Fälschung"agte: Victor Adler habe sich ähnlich geäußert. Und so geht es fast durch die ganze Broschüre. Beschimpfungen über Beschimpfungen, Verdächtigungen, unerwiesene und uncrweisbare Behauptungen. So z. B. versichert Mehring, ich hätte die„Garten- laube"- Arttkel schon zu der Zeit gekannt, als ich mit ihm zuerst zusammentraf, und mit ihm von ihnen gesprochen. Ich protesttere gegen diese Behaupttmg als einer unwahren. Ich habe, abgesehen von lehr allgemeinen Wendungen, damals als ich ihn mit Zustimmung Bebels und Singers zum Abendessen lud. niemals seine vergangene Thätigkeit erwähnt, mich an das bekannte Sprichwort haltend, daß manim Hause des Gehängten nicht vom Strick reden dürfe. Und ich habe der„Gartcnlaube"-Artikel selbstverständlich noch weniger Er- wähnung gethan, da ich sie erst vor wenigen Monaten aus eigner Lettüre kennen lernte. Es verlohnt nicht, auf all' die zum Teil skurrilen Dinge einzugehen, die Mehring sonst heranzieht, nur um immer wieder die eigentliche Aufgabe seiner Rechtferttgung zu umgehen. In keinem ftir die Sache irgend relevanten Punkt widerlegt er meine oder von andren gegen ihn erhobenen Beschuldigungen. Auch in den Details kann er mir keine Unrichttgkeit nachweisen, eS fei denn, was ich, bis ein dokumentarischer Nachweis vorliegt, be- streite, daß es zutreffen sollte, ich sei schon einige Wochen vor dem Abendessen mit Bebel und Singer bei ihm gewesen, um ihn zur Mitarbeit am„Archiv" aufzufordern. In meiner Erinnerung ist die Vorstellung fest eingeprägt, daß ich Mehring zum erstenmal gesehen habe, als ich ihn auf der Redaktion der„Volks-Zeitung" auffuchte, um ihn zur Zu- sammenkunft mit Bebel und Singer einzuladen. Fest steht auch nach seinen Angaben, daß ich auf dem Kongreß von St. Gallen und all die Zeit vorher, als ich Bebel und Singer für Mehring günstig zu stimmen suchte, ihn nicht gekannt habe. Es ist ja nicht ganz unmöglich, daß ich im Oktober 1387 ihm einen Besuch gemacht habe, der seiner Gleichglllttgkeit halber in den seitdem ver- flosseuen 16 Jahren mir aus dem Gedächtnis entschwand, während der einige Wochen später gemachte wegen seiner großen Bedcuttmg fest in der Erinnerung hastet. Zunächst bin ich immer noch über- zeugt, daß der eben erwähnte der erste Besuch war, und ich erwarte den Nachweis meines Irrtums mit großer Ruhe, denn auch hier handelt es sich um ein untergeordnetes Detail, das ftir die Kontra- Verse, auf die es ankommt, ohne die geringste Bedeutung ist. Völlig außer Zweifel aber steht für mich, daß das Gespräch, das ich mit ihm bei jenem vermeintlich ersten Besuch geführt haben soll, falsch wieder- gegeben ist und Gespräche aus späterer Zeit, nicht ohne Entstellung, vorweg genommen sind. Daß von einen:„Komplott" oder einem„Kriegsrat" keine Rede sein kann, habe ich bereits im„Vorwärts" vom 3. und 4. Oktober dargelegt. Der Sachverhalt ist der, daß ich gegen meinen festen Vorsatz, in Sachen Mehrings nicht zu sprechen, gegen mein Interesse, und genau wissend, was bei der skrupellosen Gegnerschaft ftir mich auf dem Spiele stand, nur gezwungen durch die unausgesetzte von Mehring betriebene Hetze und provociert durch seinen am 14. September vormittags auf dem Parteitag zur Verteilung gelangten, direkt herausfordernden Artikel der„Leipziger Volkszeitung" vom 12. September, mich zur Abwehr gegen Mehring entschlossen und in der Mittagspause, ohne irgend welches Material als die für alle Fälle mitgenommenen zlvei wenn Citate zur Hand zu haben, meine ganz und gar nicht vorbereitete Rede improvisiert habe. Ich that das, weil ich es als eine auch aufs äußerste mir widerstrebende Pflicht empfand, und der Ueberzeugung war, wie ich es noch bin, daß es für die Partei zu einer unberechenbaren Gefahr werden müsse, wenn dem gehässigen Kampf, den Mehring als Chorführer gegen einen Teil der Parteigenossen seit Jahren unausgesetzt und systematisch führte, nicht ein Halt! von den zuständigen Instanzen zugerufen wird. Nicht um vergangene Dinge, nicht um alte Vorgänge, die nur zur Kennzeichnung des Mannes herangezogen wurden, handelte es sich, sondern um die gegen wärtige Thätigkeit Mehrings, darum, daß dieser Mann, der dazu durchaus nicht den Beruf hatte, als Prediger politischer Moral fich aufthat, daß er den Principienwächter der deutschen und internationalen Socialdemokratie spielen wollte und dabei einen Terrorismus und eine Undulsamkeit entfaltete, wie das niemand in der Partei bis dahin gewagt hatte. Dresden. Das und das allein waren die Mche für mein Verhalten in Mehring, der mit liebevollem Eifer jedes lobende de Wort, das ich feinem unleugbaren publizistischen Talent stets und zuletzt auch noch in Dresden widmete, hervorhebt, jetzt jetzt als Motto auf seine Broschüre eine Briefstelle, die ich im Hinblick auf das Verbot der .Bolts- Zeitung" mit den Worten Freiligraths schloß: Bald richt' ich mich rasselnd in die Höh', Bald kehr' ich reisiger wieder. Wenn er diese Worte auf sich und seine Zukunft bezieht, so mögen sie gelten, für den Fall er nicht als Parteimoralist und als Principienwächter, sondern im Kampf gegen die Feinde und nicht gegen die Genossen wirken will. Dazu einiges beizutragen, war der Zweck meiner Dresdener Reden. Heinrich Braun. Nach langem schweren Leiden starb gestern abend 11 Uhr mein lieber Mann und Vater, der Gastwirt 27645 Fritz Wolter im 63. Lebensjahr. Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag 4 Uhr bon der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Socialdemokrat. Wahlverein f.d.4.Berl. Reichstagswahlkreis. ( Südost.) Den Parteigenossen zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Gasts wirt 244/9 Fritz Wolter, Grünauerstr. 30, Stadtbezirk 111, am 23. Dftober verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 27. Oftober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um zahlreiche Beteiligung erfucht Der Vorstand. Verein socialdemokratischer Gast- und Schankwirte Berlins und Umgegend. Am 23. d. Mts. verstarb unser Vereinskollege 69/90 Fritz Wolter Grünauerstr. 30. am Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. d., Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Emmaus Kirchhofes, Rigdorf, Hermannstr. 129-137, aus statt. 6 Umi zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Central- Kranken- u.Sterbekasse d. Tischler u. and. gew. Arheiter Verwaltung Berlin H. Am 23. Dktober verstarb nach schweren Leiden, im Alter von 63 Jahren, unser Mitglied, der Gastwirt Friedrich Wolter. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 27. Oftober, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er sucht 184/19 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Karl Weiss am am 22. Oftober verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. Oktober, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 88/19 Die Ortsverwaltung. Am 22. d. Mts. verschied im 30. Lebensjahre, nach langem schweren Leiden, mein herzensguter Gatte, der Tischler Karl Weiss. Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 32 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofs aus statt. 31102 Dies zeigt Freunden und Betannten mit der Bitte um stilles Beileid an Witwe Augufte Weik geb. Bergeman. Dr. Schünemann Specialarzt für Haut, Harn und Frauenleiden, Seydelstr. 9. 12-3, 6-1/ 28, Sonnt. 9-11 Socialdemokrat. Wahlverein des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises ( Osten). Todes Anzeige. Am Freitag, den 23. 5. M., starb unser Mitglied, der Schleifer Franz Weskamp. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am 26. d. M., nachmittags 3 Uhr, bon der Leichenhalle des Markus: Andreas- Kirchhofes in Wilhelmsberg:( Hohen Schönhausen) aus statt. 244/8 Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Franz Weskamp am 23. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 26. Dftober cr., der nachmittags 3 Uhr, bon Leichenhalle des Kirchhofes der Markusgemeinde in Wilhelmsberg aus statt. Rege Beteiligung erwartet 123/14 Die Ortsverwaltung. Central- Verein der deutschen Böttcher ( Filiale Berlin). Bur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Emil Höhlke am 23. Oktober an der Berufsfrankheit nach langjährigem Leiden gestorben ist. Ein ehrendes Anbenten bewahrt ihm die Mitgliedschaft Berlin. Die Beerdigung findet am Montag, den 26. Oktober 1903, nach mittags 4 Uhr von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes, Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Um rege Teilnahme bittet 291/16 Der Vorstand. Am 23. d. Mts. starb an den Folgen einer Blinddarm- Operation unser lieber Kollege, der Schriftseter Conrad Teuscher im 39. Lebensjahre. Sein lauterer Charakter und die stete Bethätigung der Kollegiait ät sichern ihm ein dauerndes, ehrendes Andenken! Die Kollegen der„ Vossischen Zeitung". Beerdigung am Mittwoch, den 28. d. Mis., vormittags 9, Uhr, auf dem alten Nazareth- Kirchhof, Seestraße. 27656 Allen Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, der Schankwirt Franz Ehrlich nach kurzem Krantenlager ver schieden ist. 27576 Dies zeigen tiefbetrübt an Wwe. Ehrlich geb. Boldt nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Mon: tag, den 26. d. Mts., von der Leichenhalle des St. MarkusKirchhofs, Wilhelmsberg aus, statt. Am 20. d. Mts. berunglückte in seinem Beruf der Schlosser Hellmut Müller am im vollendeten 27. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 1%, Uhr auf dem neuen Luisen Kirchhof, Fürstenbrunner Weg, Charlottenburg, statt. Im Namen der Hinterbliebenen M. Kittendorff, Nieder- Schönhausen, Waldoinstr. 33 Vermischtes. vorhergegangenen Ermordung des Millionärs Derter infolge Streitig, feiten mit Gebirgsbewohnern, von neuem Befürchtungen für die Gruben- Unglück. Wie Münchener Blättern aus Hausham ge- Sicherheit der Großgrundbefizer erweckt, von denen sich die anmeldet wird, stürzte in einem Schachte des dortigen Kohlenbergiverks wohnenden Jäger, Fischer, Holzschläger usw. auf das schwerste in infolge Reißens der Kette eine sogenannte Schuhbühne mit ihrer Eristenz bedroht fühlen. fünf Bergleuten hinab; zwei Mann wurden schwer und drei leicht verlegt. elektrischen Leitungskabeln der Untergrundbahn entstand Aus Paris wird gemeldet: Infolge Kurzschlusses bei den heute früh gegen fünf Uhr zwischen den Stationen Champs Elysées und Place de l'Etoile ein Brand. Der Zugverkehr konnte bis 11 Uhr vormittags noch nicht wieder aufgenommen werden. Das Feuer ist von der Feuerwehr gelöscht worden. Es ist niemand zu Schaden gekommen. Allgemeine Familien Sterbekasse zu Berlin. Heute Zahltag: Ackerstraße 123 bei Dicke und Mariannenstraße 48 bei Liebehenschel von Centrale, Dresdenerstraße 45: II. Lehrabend des Winterkursus. Vortrag 3-6 Uhr. Arbeiter- Samariterkolonne. Morgen, Montagabend 9 Uhr, in der über Physiologie( Lebensthätigkeit des menschlichen Körpers). Gäste will fommen. Neue Teilnehmer können eintreten. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Bahlstelle Adlershof). Sonntag, den 25. d. M., nachmittags 4 Uhr: Generalversammlung. Frl. Helene Grünberg wird einen Vortras Salten über„ Die Notwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation". Witterungsübersicht vom 24. Oftober 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm. Wind.. richting Bindstärke Better Temp. 1. C. 5° C. 4° N. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5º E. 4° M. Der verschwundene Millionär. In den Vereinigten Staaten ist der Millionär Wardth aus Philadelphia auf geheimnisvolle Weise verschwunden. Seine Familie glaubt, daß er im Gebirge von Virginien von Räubern aufgegriffen worden ist, die ihn gefangen halten, um ein schweres Zosegeld zu erpressen. Truppen sind abgegangen, um die ins Gebirge führenden Bässe zu besetzen. 1000 Mann, in Abteilungen von je 100, streifen die Gebirge Virginiens ab. Wardth, der die Bewirtschaftung seines 200 000 Acer großen Landbesiges selber leitet, verschwand vor sechs Tagen, nachdem Swinemde. 754 SW er gedroht hatte, die Gebirgsleute wegen unbefugten Fischens und Jagens Hamburg 755 NW auf seinem Besiz ins Gefängnis zu bringen. Der Vater des Vermißten hat Berlin 756 S 749 SSW 6 bedeckt auf die Herbeischaffung feines Sohnes in lebendem Zustande Frankf.a.M. 759 S 25 000 Dollar und auf die Auffindung der Leiche 10 000 Dollar München 760 S 5 wolfig 5 Paris 762 S 2wolfent 758 N 1 Regen Belohnung ausgesetzt. Die Streife wird mit Hilfe von Bluthunden in dem unzugänglichsten Teil der Appalachenberge durchgeführt, Wetter Prognose für Sonntag, den 25. Oktober 1903. Vielfach heiter und am Tage ziemlich warm, aber veränderlich mit wobei jedes Stückchen Land abgesucht wird. Der Fall hat, nach der etwas Regen und mäßigen südwestlichen Winden. Todes- Anzeige. Allen Verwandten und Befannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Emma Becken geb. Rau nach langem schweren Leiden sanft 26816 entschlafen ist. Dies zeigt tiefbetrübt an Im Namen der Hinterbliebenen Rich. Becken. Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes, Rirdorf, Hermannstraße, aus statt. Für die mir beim Begräbnis meines lieben Mannes eriviesene Teilnahme spreche ich allen Freun den und Bekannten meinen herz27636 lichsten Dank aus. Frau Clara Madrian nebst Kindern. Dr. Simmel, PrinzenSpecialarzt für [ 28/ 10* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4 Filz- Hüte in größter Ausw. für Damen und Kinder, garniert und ungarniert, zu anerkannt billigen Preisen, auch Trauerhüte. W. A. Peschke, Berlin, 1. Geschäft Lühowstr. 30, 2. Geschäft Lützowstr. 39. Eigne Stroh- u. Filzhutfabrik bei den Geschäftsräumen. Gegr. 1871. 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Wiedererhebung der Gemeinde- Einkommensteuer vom Einkommen bon 660-900 M. vom 1. April 1904 ab. Sonntag, 25. Oktober 1903. AL3 fei den Thatsachen nicht entsprechend, sei nichts als ein Vorwand, sitzenden des Deutschen Arbeiter- Abstinenten- Bundes, W. Miethke, geht Prof. Schumann mit keinem Worte ein. Ich wiederhole noch- Berlin NW. 87, Rostockerstraße 38 zu wenden. Anmeldungen nach mals, daß diese Angabe des Schreibens mit den Aeußerungen des dem 1. Dezember können nur bedingt berücksichtigt werden. Steuerprojekte der Berliner Hausbefizer. Einer der eifrigsten Ver- Hausverwalters wie mit denen Prof. Schumanns in direktestem Reiferoute ist provisorisch festgelegt: Schlesien, Sachsen, Branden treter der Haus befizer Jntereffen in der Stadtverordneten- Widerspruche steht. Warum griff nun die Vorsteherschaft zu dieser burg, Pommern, Schleswig, Oldenburg, Hannover, Rheinland, Hessen, Versammlung ist zweifellos der Stadtverordnete Wallach. Keine Ausflucht? Ich hoffe, weil sie sich ihrer wahren Beweggründe schämte. Baden, Elsaß- Lothringen, Württemberg, Bayern. Alle arbeiters Gelegenheit läßt der genannte Herr vorübergehen, ohne sich dieser So lange die Borsteherschaft nicht einen plausiblen Grund der Ab- freundlichen Blätter werden um Abdruck dieser Notiz gebeten. feiner Klaffengenossen anzunehmen. Da bei den heutigen finanziellen lehnung angiebt, der besser als ihr Vortvand den Thatsachen entspricht, Nöten der Stadthauptkasse, auch die Hausbefizer mit zur Dedung halte ich meinen Vorwurf des Mangels an Mut und der Socialisten- licher Brandstiftung verhaftet wurde gestern morgen der Holzfräser Berhaftung wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Wegen vorfäßherangezogen werden könnten: etwa durch Erhöhung der Umsatz- Vorwurf ausdrücklich aus, weil ich weiß, daß er nicht auf einem so Philipp Golapp aus der Manteuffelstraße 5, wo er eine aus Stube fürchtigkeit aufrecht. Herrn Prof. Schumann nehme ich von diesem ſteuer und der Kanalisationsgebühr, so hat Herr Wallach in der ge- ich will sehr höflich sein- fleinlichen Standpunkt steht. Im und Küche bestehende Wohnung inne hatte. Golapp, der aus Deftmischten Deputation, welche neue Hilfsquellen entdecken soll, folgende übrigen habe ich keine Lust, hier noch weiterhin meine Aussagen an- reich stammt, lebte hier mit einem Mädchen zusammen, das mehreren zweifeln zu lassen. Giebt sich Herr Prof. Schumann mit dieser Er- Kindern das Leben gab. Diese Familie schickte er vor kurzem nach flärung nicht zufrieden, mag er mich öffentlich der Lüge zeihen. Wir der Heimat in Deftreich zurüd. In der vorletzten Nacht brannte sprechen dann an andrer Stelle weiter über diese Sache. nun die Wohnung vollständig aus. Golapp will sich vorgestern 2. Einführung einer Theater- Billetsteuer vom 1. April 1904 ab. abend um 10 Uhr zur Ruhe begeben haben und gestern früh Die gänzliche Beseitigung der oberirdischen Fernsprech- Leitungen durch heftigen Qualm aus dem Schlafe geweckt worden sein. 8. Die Stadtverordneten- Bersammlung hat den Magistrat zu in Berlin foll einer Korrespondenz zufolge noch möglichst im Laufe Dann habe er gesehen, daß die ganze Einrichtung in Flammen ersuchen, schleunigst die nötigen Schritte einzuleiten, um eine des nächsten Jahres stattfinden, und es wird nunmehr in sämtlichen stand. Nur mit Beinkleidern angethan tam er auf die Straße und Aufhebung resp. Aenderung des Gesetzes betreffend Steuer- Fernsprech Bezirken an der Verlegung der Gementkäften, die zur rannte zu einer Anzahl Straßenreiniger, die er nach einem Feuer- melder fragte. Nun hatte er aber die zu der Wohnung führende privileg ber Beamten und Lehrer herbeizuführen. Aufnahme der unterirdischen Kabelleitungen dienen, gearbeitet. In Thür nicht geschlossen, so daß Leute, die aus dem Hause und von So reformieren die preußischen Junker auch. leitungen gezogen, die Arbeiten werden voraussichtlich im Laufe des zwei Stellen, und zwar in dem Zimmer und auf dem Korridor, dem Bezirk des Fernsprech Amtes VII werden gegenwärtig Kabel- Thür nicht geschlossen, so daß Leute, die aus dem Hause und von der Straße aus hineinliefen, bemerken konnten, daß der Brand an tommenden Monats beendet. Inzwischen werden die Hausanschlüsse ausgekommen war. Dieser Umstand und die Abreise der Familie bereits hergestellt und so soll der Anschluß des Amtes an das neue in Verbindung mit der Thatsache, daß G. seine Habseligkeiten unSystem zum April nächsten Jahres erfolgen. Im Fernsprech verhältnismäßig hoch, mit 2000 m., versichert hat, und daß er das Bezirk III, in welchem die Unterleitung seit einem Jahre in Betrieb Feuer erst in einem ziemlich vorgeschrittenen Stand bemerkt haben ist, hat sie sich vorzüglich bewährt, und die von Fachleuten geltend will, haben die Annahme bewirkt, daß Golapp den Brand vorsätzlich gemachten Bedenken, daß Erdströme störend einwirken könnten, haben angelegt habe, um sich in den Besiz der Versicherungssumme zu sich als unzutreffend erwiesen. bringen. Ein Geständnis hat er noch nicht abgelegt. Es ist erst ein Jahr her, daß die unterste Steuerstufe nicht erhoben wird; wollte man diefe Steuerbefreiung jetzt schon wieder aufheben, so würde sich die städtische Verwaltung nur lächerlich machen. Ganz abgesehen davon, daß diese Steuerstufe nichts einbringt und ja wesentlich deswegen die Stadtverwaltung den in Betracht kommenden Bürgern entgegengekommen ist. Bemerkt sei noch, daß Herr Wallach am heftigsten eine Erhöhung der Beamten- und Lehrergehälter widerstrebt hat und den städtischen Angestellten gegenüber gern das Wort im Munde führt, daß diefe Elemente doch nie zufrieden zu stellen seien. Allerdings find gegen feinen Willen die Gehälter erhöht worden; aber die jetzt gestellten Anträge bilden den bequemsten Weg, um den Beamten das wieder zu nehmen, was ihnen neuerdings mit Mühe und Not zu Teil geworden ist. " " " Prellbod am Ende des Ausziehtunnels auf. Hierbei tamen geerdete Störung auf der Untergrundbahn. Gestern abend fuhr auf der Untergrundbahn- Haltestelle Stnie beim Umseben ein Leerzug auf den Teile des Zuges mit der Stromschiene in Berührung, wodurch die Strecke zwischen Knie und Zoologischer Garten stromlos wurde. Bis die Züge von 11,23 Uhr ab bis Betriebsschluß nur bis zur Haltestelle, zur Freimachung der Stromschiene an der genannten C.de fonnten Beologischer Garten verkehren. Karl Wendel. = Die Einführung einer Theater- Billetsteuer wäre schon um deswillen eine besondere Kühnheit, weil Berlin im Gegensatz zu andern Städten nicht die geringsten Ausgaben für Theater hat. Aber diese Steuer tönnte vielleicht den Anfang einer indirekten Besteuerung ein bißchen Bosheit? Die von Dr. Böhmert herausgegebene" SocialFreie Liebe" unter dem Hohenzollernaar. Ist es Ungeschid oder bilden, die den im Stadtparlament maßgebenden Hausagrariern gewiß Korrespondenz" gräbt in ihrer neuesten Nummer eine Maßnahme sehr gelegen fäme. König Friedrichs II. aus, die der Meinung des erwähnten Blattes zufolge unwillkürlich an zukunftsstaatliche Gebilde erinnert. In einer Schrift Potsdam in Wort und Bild" werden die damaligen Zustände im ersten Bataillon der Leibgarde geschildert. Der Eintritt in das Bataillon war wohl kein freiwilliger, sondern ward kommandiert." Die Mannschaften wurden aus allen Re- Der zweite Kunstabend der Freien Boltsbühne wird am heutigen, mußten dreißig Jahre alt und unverheiratet sein." Die von der Programm: Richard Dehmel. Mitwirkende: Richard Dehmel gimentern ausgewählt, durften nicht unter neun Fuß messen, Sonntag im Gewerkschaftshause nachmittags 21 Uhr abgehalten. Social- Korrespondenz" erwähnte Schrift erzählt dann weiter:( Hamburg- Blankenese), Georg Walter( Gesang), Conrad Ansorge Sie waren vom Verkehr Verkehr mit der Außenwelt und von( Begleiter). Die zu diesem Tage für die Singakademie ausgegebenen Anleihe der Stadt Berlin. Der Stadtverordneten- Versammlung ben Kameraden andrer Regimenter vollständig abgeschlossen, erhielten Karten find gültig. Einlaßtarten a 25 f. find zu haben in ist eine Magistratsvorlage über die von den Ministern des Innern niemals Urlaub und durften ohne Erlaubnis nicht einmal die Stadt folgenden Zahlstellen: E. Bayer, Veteranenstr. 13; J. Pfarr, Butlizund der Finanzen geforderten Ergänzungen und Abänderungen zu betreten. Ein Soldat des ersten Bataillons wurde nie entlassen. Straße 10; Sumte, Bülowstr. 59; Böttger, Boffenerstr. 30; Horsch, der von den Berliner Gemeindebehörden beschlossenen und be- Ronnte er wegen Alters oder Gebrechlichkeit den Dienst nicht mehr Engel- Ufer 15; G. Schulz, Kottbuser Thor; Vogel, Koppenſtr. 83: antragten Aufnahme einer Stadtanleihe um 228 Millionen Mart thun, so veränderte er wohl den Rock, aber nicht seine Lage" Löwenberg, Neue Schönhauserstr. 18. zugegangen. Auf den Antrag des Magistrats vom 4. Januar d. 3. b. h. er ward Staatspensionär.„ Das Verbot der Ehe wurde auf! Im Kunstsalon Wertheim wurde soeben ein neuer Cyffus ers um Herbeiführung der Genehmigung der Aufnahme einer neuen die einfachste Weise umgangen. Liebte der Grenadier ein Mädchen, öffnet mit Kollettiv- Ausstellungen von Hermann Groeber in München, Anleihe ist dem Magistrat ein Erlaß zugegangen, nach welchem die und waren beide gewillt, miteinander zu leben, so genügte ein Prof. Theodor Hagen- Weimar und A. Liedtke in Berlin. Außerdem Minister die Erwirtung des Anleihe- Privilegs von Ergänzungen und Better, auf dem geschrieben stand:" Der Grenadier N. N. hat die find eine größere Anzahl Dresdener Tünstler vertreten, darunter Aenderungen abhängig macht, die vom Magistrat, wie bei allen Erlaubnis, die N. N. zu fich zu nehmen." Daraufhin mußte die. v. Beringe, P. v. Blandenburg, Richard Dreher, S. v. Mach, andren Anleihen beantragte allgemeine Uebertragbarkeit der Herrschaft das Dienstmädchen, der Vater die Tochter ziehen lassen. F. B. v. Voß, ferner Marg. b. Surowski- München, Heinrich Ottofür die einzelnen Anleihezwvede vorgesehenen Anleihebeträge Beide bekamen eine Wohnung zugewiefen und lebten miteinander, Düsseldorf, sowie die Berliner S. Graßmann, Ad. Müller- Caffel und umereinander will der Minister nicht genehmigen. io lange es ihnen gefiel. Die Kinder tamen, wenn es die Mutter aber ausnahmsweise sich mit der Zulassung der Hebertragbarkeit wünschte, ins Waisenhaus. Abgesehen davon, daß niemand dem getvisser Posten, so weit sie gleichartigen oder nahe verwandten Mädchen daraus einen Vorwurf machen durfte, ward man dies in Wiederum sind zwei Unfälle durch fahrlässiges Besteigen cines Zweden dienen, einverstanden erklären und ist bereit, als Gruppen Botsdam im Laufe der Zeit so gewohnt, daß nicht der geringste in der Fahrt befindlichen Straßenbahnwagens herbeigeführt worden. übertragbarer Anleiheposten anzusehen: a) Die für Gas- und Wasser- Anstoß daran genommen wurde." Gestern mittag gegen/ 2 Uhr wollte der in der Ackerstraße 34 werte sowie für die Kanalisation bestimmten Ausgabeposten. Man sieht, so meint die Social- Korrespondenz", wie hier die wohnende Reisende Andrec in der Berlinerstraße in Tegel einen b) Die für die Ertveiterung des Central- Viehmarktes und des freie Liebe", sozusagen die Ehe auf Kündigung, vom Staats- Motorivagen der Straßenbahnlinie 25( Tegel- Charlottenstraße) Schlachthofes sowie für die Markthallen vorgesehenen Beträge. oberhaupt felbst geduldet wird und wie als unabweisbare beſteigen, glitt jedoch von dem Trittbrett ab und kam zu Fall. c) Die für die Straßendurchlegungen und Verbreiterungen bestimmten Folge dann auch die Erziehung der Kinder auf Staatskosten an A. wurde von der Vorderplattform des Anhängewagens erfaßt und Ausgabebeträge untereinander, mit Ausnahme des für die Weiter- geordnet wird. Offenbar hatte, wie das Blatt weiter schreibt, auch zur Seite geschleudert; er erlitt einen Bruch des rechten Knöchels und führung der Kaiser Wilhelmstraße vorgesehenen Betrages von das ganze, unfren bürgerlichen Anschauungen schnurstracks zuwider- Berlegungen am Hinterkopf und wurde von der Rettungswache in 13,3 Millionen Mart, der, so lange die Ausführung dieses Unter- laufende Verhältnis ziemlich bald in der öffentlichen Meinung der Tegel, wo ihm die erste Hilfe zu teil wurde, nach dem Krankenhause babe ziemlich hab ngentot ante am and von nehmens durch die Stadt noch zweifelhaft ist, weder durch Ver- Potsdamer alles Entwürdigende verloren. Moabit gebracht. Gegen 7 Uhr abends versuchte die in der Schönfilberung der entsprechenden Appoints der Anleihe zu beschaffen, noch Es ist wohl kaum nötig, die Social- Korrespondenz" darauf hauser Allee 133 wohnhafte Frau Süchert die Hinterplattform des durch Uebertragbarkeit überhaupt in Betracht zu ziehen ist. hinzuweisen, daß das socialdemokratische Jdeal einer Lebensgemein- Anhängewagens eines von ihr benutzten Straßenbahnzuges der schaft von den unter dem großen König" zur Wirklichkeit gewordenen Linie 46( Briß- Nordend) vor dem Hause Schönhauser Allee während Die in der Krankenhaus- Frage eingebrachten Anträge, die, wie Buständen sich sehr wesentlich unterscheidet. Aber wenn ein Sinn der Fahrt zu verlassen. Sie fiel so unglücklich, daß sie eine start wir gemeldet haben, die Stadtverordneten- Bersammlung in ihrer aus der Auffrischung dieser historischen Erinnerung zu ziehen ist, blutende Verlegung über dem linken Auge erlitt. Die Verunglückte nächsten Sigung beschäftigen werden, haben folgenden Wortlaut: dann doch wohl der, daß die Form der Che, wie alle menschlichen erhielt die erste Hilfe auf der Unfallstation in der Schönhauser Allee. Die Stadtverordneten- Bersammlung beschließt, den Magistrat um Einrichtungen, Wandlungen unterworfen ist und tommende GeAuskunft zu ersuchen, ob es zutreffend ist, daß 1. der von der schlechter auch die Anschauungen über diesen Punkt ganz beträchtlich verflossenen Abende die Löwenvorführungen der Miß Claire Heliot Cirkus Busch. Aufregende Momente boten während der beiden Krankenhaus Deputation geftelte Antrag auf Bereitstellung der forrigieren können. Zumal die unter der kapitalistischen Ordnung im Eirkus Busch. Die Tiere zeigen nämlich seit geraumer Zeit Mittel zu der dringlich notwendigen Erweiterung des Kaisers und der Dinge zur Geltung gekommenen Ansichten über Liebe und Che ein auffallend feindliches Wesen gegen ihre Herrin und es bedarf des Kaiserin- Friedrich- Krankenhauses vom Magistrat aus finanziellen auch den Anhängern dieser Ordnung oft ein gelindes Graufen bei- ganzen Wutes und der ganzen Wachsamkeit der jungen Bändigerin, Gründen abgelehnt worden ist, sowie daß 2. der seitens der bringen. Krankenhaus Deputation gestellte Antrag auf sofortige Errichtung die fauchenden und brüllenden Bestien im Schach zu halten. Miß einer Station für Geschlechtstrante von 130 Betten im Krankenhaus Sonnabend von dem Schnellmotor der Allgemeinen Elektricitäts- fürzlich verlegt wurde, wiederum bandagieren müssen, da die Vers Die Versuchsfahrten auf der Militärbahn wurden am gestrigen Heliot hat ihren rechten Arm, der ihr bekanntlich von einem der Löwen Moabit unter Leitung eines Specialisten vom Magistrat abgelehnt worden ist. Die Antragsteller sind bekanntlich die Alte und Neue Gesellschaft fortgesetzt. Der A.- E.- G.- Wagen, welchen wiederum wundung sich als besonders bedenklich erwiesen hat. Linte, deren Wortführer in diesem Falle die Stadtverordneten Ingenieur Otto steuerte, brauchte zur Zurücklegung der Strecke Arbeiter Bildungssschule Berlin( Gewerkschaftshaus, Engela Dr. Paul Nathan und Professor Landau gewesen sind. Man hofft, Marienfelde- offen( 23 Stilometer) durchschnittlich ca. 10 Minuten; Ufer 15). Der Unterricht in Nationalökonomie fällt dieſen Montag daß bei der Dringlichkeit der hier angeregten Dinge der Magistrat pischen Dahlwis und Rangsdorf brachte es der Schnellmotor aus und wird später nachgeholt. Sonntag, den 1. November, im ber wiederholt auf eine Fahrgeschwindigkeit von 180 Kilometern noch in derselben Sigung die Fragen beantworten wird. Hamerling- und Lenaus pro Stunde. Bei seiner letzten Fahrt betrug die Höchstgeschwindig- großen Saale des Gewerkschaftshauses: Singakademie und Freie Boltsbühne. Von dem Direktor der feit wie erinnerlich" nur" 171 Kilometer pro Stunde. Die Teil- bend, bestehend in Kammermusit, Gesang, Recitationen und Fests Singakademie, Herrn Prof. Schumann, erhalten wir folgende nehmer sprachen sich über diesen neuen Erfolg sehr befriedigt aus. rede. Bu zahlreichem Besuch wird eingeladen und ist frühzeitige Billetentnahme geboten. Gemäß§ 11 des Breßgesezes ersuche ich mit Beziehung auf Der flüchtige Falschmünzer Gelhaus, der, wie wir berichteten, die in Nr. 245 des" Vorwärts" vom 20. Oftober d. J. enthaltene aus der Frrenanstalt der Charité entwichen ist wurde, einer Meldung Hus den Nachbarorten. Erklärung des Herrn Dr. Alberth um Aufnahme folgender Be- aus Neiße zufolge, von der dortigen Bolizei festgenommen. Bei richtigung: Es ist nicht zutreffend, daß ich Herrn Dr. Alberty eine feiner Verhaftung legte er sich einen falschen Namen bei, indem er feſte Zuſage zur Vermietung des Saales ber Singafabemie gegeben sich als der Weber Jiglinski aus Lodz in Russisch- Polen ausgab. ausfallen mußte, findet heute abend 7 Uhr im Volkshause, Rosinens • feste Charlottenburg. Der Kunstabend. der am letzten Sonntag Zwei bei in feiner Begleitung befindliche Komplicent, find entkommen, ein Gefuch an die Vorsteherſchaft der Singalademie gerichter den bes mit. Eintrittspreis 30 Pi. habe. Ich war dazu um so weniger in der Lage, als Herr Dr. Alberth Auch Gelhaus suchte sich den Händen bes ihn verhaftenben Bolizei- ftraße 3 statt. Es wirken bei dieser Veranstaltung erste Künstler hatte um Ueberlassung des Saales zu ermäßigtem Preise. Bon beamten zu entwinden, was ihm jedoch nicht gelang. Der Verbiefem Schreiben erhielt ich erst Kenntnis nach dem Besuch des Herrn haftete hatte auf dem Reißer Jahrmarkt bei einer großen Bahl von In Charlottenburg war bekanntlich die Leiche des Schülers HerDie Falsifikate mann Schulz beschlagnahmt worden. Dr. Alberty. Dieser Besuch des Herrn Dr. Alberth erfolgte am Geschäftsleuten falsche Bweimartstüde abgesetzt. Sie ist gestern freigegeben Dienstag, den 13. Oftober mittags, obiges Schreiben fand seine Er- weisen die Jahreszahl 1903 und das Münzzeichen A auf; fie fühlen worden, nachdem festgestellt worden ist, daß der plötzliche Durchbruch ledigung durch die Vorsteherschaft am 13. Oftober abends, während sich jedoch fettig an, find flanglos und im Gewicht leichter als die eines Darmgeschwürs den Tod herbeigeführt hat. bereits die Morgen- Ausgabe des Vorwärts" vom 13. Of echten. Gelhaus, welcher in Berlin falsche Zinsscheine vertrieben hat, Nen- Weißensee. Die königlichen Kommandos der Landwehrtober die Veranstaltungen mit einem begleitenden Artikel als in der wurde bekanntlich in der Wohnung seiner Geliebten in Rigdorf unter Singakademie stattfindend ankündigte. zu weiteren Erklärungen großen Schwierigkeiten festgenommen. Kurze Zeit nach seiner Ein- bezirke 1-4 Berlin haben für den 20. November hierorts die Da an habe ich auf Grund dieser Thatsachen keine Veranlassung." lieferung in das Moabiter Untersuchungsgefängnis spielte er mit erbst- Kontrollversammlungen angefeßt. diesem Tage die Wahlen der Abgeordneten zum 2andtage Hierzu schreibt uns Herr Dr. Alberty:„ Gegenüber der Erfolg den, wilden Mann", so daß er zur Beobachtung feines Geistes- stattfinden, so können die unter Kontrolle befindlichen Mannschaften Wort für Wort aufrecht. Herr Schumann hat mir den lang es ihm Anfang September zu entfliehen; er wurde seitdem politischen Rechten beeinträchtigt. Der Drt Neu- Weißensee ist in Berichtigung" Prof. Schumanns halte ich meine erste Erklärung zustandes der Charite überwiesen werden mußte. Von hier aus geSaal der Singafademie mit boller Bestimmtheit stedbrieflich verfolgt. Buschrift: " augejagt. Ich verstehe ja, daß es für Prof. Schumann höchst Straßensperrung. Das Reichtags- Ufer vom Platz am Reichstag peinlich ist, von der Vorsteherschaft desavoniert zu sein. Es liegt mir bis zur Neuen Wilhelmstraße wird behufs Umpflasterung vom auch fern, Herrn Prof. Schumann eine bewußte unwahrheit vorzu- 26. b. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. werfen. Er hat, was ich ganz natürlich finde, der Unterredung teine M Eins 20 Urwahlbezirte eingeteilt und wählt 120 Wahlmänner. geschriebene Wähler find 7547 vorhanden, wovon 313 der ersten, 1840 der zweiten und 5894 der dritten Wählerklasse angehören.' Unfre Genossen leben in der Hoffnung, nicht nur die ganze dritte Abteilung, große Bedeutung beigelegt, es vielmehr für selbstverständlich gehalten, Ein gefährlicher Mensch wurde am Freitagnachmittag in dem sondern auch ein gut Teil der zweiten und ersten Abteilung zu erobern. Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, soll der Beginn der baß die Vorsteherſchaft sich auf seinen Standpunkt stellen würde. Ich 32jährigen Lithographen Robert Leubrich verhaftet. Er machte fich Urwahlen zum Landtag auf 12 Uhr mittags angefekt jein. Die bitte ihn, sich unsre Unterredung nochmals ins Gedächtnis zurüd mehreren Häusern der Wienerstraße an kleine Mädchen heran, hiesige Behörde hat bennach die gefeßlichen Bestimmungen nicht zurufen und sich zu überlegen, ob er meine ausdrückliche Frage, der die erwachsene Personen auf den Unhold aufmerksam machten. beachtet, denn nach§ 10 des Reglements vom 14. März 1903 sollen Diese bewirkten die Festnahme. Saal wäre uns also gewiß und es handle sich bei dem von der Vordie Urwähler eines Urwahlbezirts zu einer für die Wahlabteilung steherschaft zu fassenden Beschluß nur noch um die Frage der Preis- Der deutsche Arbeiter- Abstinenten- Bund ersucht ums, folgendes möglichst günstigen Stunde des Tages zur Wahl aus ums, forgenber ermäßigung, nicht bejaht hat. Herr Schumann beruft sich auf meinen bekannt zu geben: Eine Agitationsreise für die Beit vom fammenberufen werden. Wer die hiesigen Verhältnisse tennt, muß an die Vorsteherschaft gerichteten Brief, in dem ich um Preis- 10. Januar bis 31. März 1904 wird der Genoffe Dr. med. zugeben, daß die Zeit um 12 Uhr mittags die allerungünstigste ist, ermäßigung nachsuchte. Was will er damit beweisen? Herr Schu- R. Fröhlich- Wien durch ganz Deutschland machen. Das zu benn 80 Prozent aller Wähler haben die Arbeitsstätte in Berlin und mann sagte mir( bergl. meine erste Erklärung), bezüglich der Preis- behandelnde Thema lautet:" Die Alkoholfrage und die moderne verlieren, wenn sie wählen, einen Tagesverdienst. Ebenso verhält ermäßigung müsse er die Vorsteherschaft befragen. Darauf richtete Arbeiterbewegung". Alle Arbeiter- Organisationen, die einen Vortrag es sich mit den Wahllofalen, deren einige so gewählt sind, daß sie die ich ein dies Verlangen näher begründendes Schreiben an die Vor- über diese Frage wünschen und somit zur Aufklärung über die zur Wahl Erscheinenden nicht fassen werden, was nach§ 17 desselben steherschaft. Auf meine wesentlichste Behauptung, die Motivierung Altoholfrage unter ihren Mitgliedern beitragen wollen( die Vorträge Steglements notwendig ist, da etwaige Stichwahlen gleich vorgenommen der Ablehnung( der Saal sei am 18. und 25. zweimal vergeben")| find gratis) werden ersucht, sich bis 1. Dezember d. J. an den Vor- I werden müssen. Nach alledem hat der Antrag unsrer Genossen in der Gemeindevertretung, die Wahlzeit auf 5 Uhr festzusetzen, teine Beachtung gefunden. Die mahlzeit Friedrichsfelde. Die Marktpolizei Ordnung auf bem Magerviehhofe soll den Wünschen der Direktion entsprechend geändert werden. Es wird nämlich auf Beschluß der Gemeinde bertretung eine Notierungskommission geschaffen, der die Händler jede gewünschte Auskunft zu geben haben. Ferner beschloß die Gemeindevertretung, die Ordnung für die Erhebung der direkten Steuern abzuändern. Als vor zwei Jahren die Kreissteuer auf den Gemeinde- Etat übernommen wurde, hatte man vergessen, die Zuschläge zur Betriebssteuer davon auszuschließen. Diese Zu schläge, welche die Summe von 333 Mark ausmachen, sollen von den Gastwirten jetzt eingezogen werden. Der Gemeindevorsteher gab bekannt, daß das Landratsamt eine erneute Erörterung über die Schularztfrage wünsche. Diese Angelegenheit gab dem frei sinnigen Apotheker Roth Aulaß, seinem Herzen durch die Aeußerung Luft zu machen, daß die Eltern nach Einführung der Schulärzte sich noch weniger als jest um ihre Kinder fümmern würden; auch wollte er, daß ohne die Erlaubnis der Eltern kein Kind vom Arzt untersucht werden folle. Es ist eine alte, wenn auch traurige That sache, daß die fatten Bürger in socialpolitischen Angelegenheiten noch um ein ganz beträchtliches Stück rückständiger sind als selbst die Regierung. Ueber ein Eisenbahn- Unglück wird uns aus 3ossent berichtet: Am Sonnabend früh gegen 1 Uhr überfuhr auf dem Bahnübergang, der von der Chaussee nach Melln gekreuzt wird, der fällige Versonenzug das Fuhrwert des Zoffener Gastwirts Grove. Der Wagen wurde zertrümmert und beide Pferde getötet, jedoch kamen die Frau und der erwachsene Sohn des Gastwirts, die im Wagen saßen, mit dem Leben davon, wenn sie auch bedenklich verlegt wurden. Es heißt, daß die Schranken des Ueberganges nicht geschlossen waren. Der Gastwirt Grove ist unsren Parteigenossen bekannt, da in seinem Lokal die Parteiversammlungen stattfanden. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: Der Fleck auf der Chr. Sonntagabend: Die Ehre. Montag: Die Stüßen der Gesellschaft. Dienstag: Die Stüßen der Gesellschaft. Mittwoch: Der Talisman Donnerstag: Die Stüßen der Gesellschaft. Freitag: Der Bibliothekar. Sonnabend: Der Bibliothekar. Sonntagnachmittag: Der Talisman. Sonntagabend: Die Stüßen der Gesellschaft. Montag: Der Bibliothelur. Schiller- Theater N.( Friedrich Wilhelinstädtisches Theater.) Sonntagnachmittag: Der Bibliothekar. Sonntagabend: Die Stüken der Geſellſchaft. tag: Riebelei. Litteratur. Freitag: Liebelei. Litteratur. Sonnabend: Liebelei. Montag: Die Ehre. Dienstag: Die Ehre. Mittwoch: Die Ehre. Dommers Litteratur. Sonntagnachmittag: Die Räuber. Sonntagabend: Liebelei. Litteratur. Montag: Liebelei. Litteratur. Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Die versunkene Gloce. Sonntagabend: Monna Vanna. Montag: Faust. Dienstag: Die Jüdin von Toledo. Mittwoch: Monna Vanna. Donnerstag: Geschäft ist Geschäft. Freitag: Monna Vanna. Sonnabend: Rose Berndt. Sonntagnachmittag: Rosenmontag. Sonntagabend: Rose Berndt. Berliner Theater. Sonntagabend: Lucifer. Montag: Alt- Heidel berg. Dienstag: Lucifer. Mittwoch: Kater Lampe. Donnerstag: Lucifer. Freitag: Gräfin Lea. Sonnabend: Lucifer. Sonntagabend: Lucifer. Montag: Alt- Heidelberg. Neues Theater. Allabendlich: Salome und Der Kammersänger. Sturmgeselle Sokrates. Donnerstag, Freitag: Zapfenstreich. Sonnabend: Leffing Theater. Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch: Der Der Sturmgeselle Sokrates. Sonntag: Zapfenstreich. Montag: Der Sturmgeselle Sofrates. Freitag: Der rompeter von Sättingen. Sonnabend: Amor in Wichs. Sonntag, den 1. November nachmittags: Othello. Abends: Der Trompeter ends: Der Tromp von Sättingen. Deutsch- amerikanisches Theater. Allabendlich: Ueber'n großen Teich. Apollo Theater. Alabendlich: Die Liebesinsel. Metropol Theater. Allabendlich: Neuestes! Allerneuestes! Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Mittwoch: Vortrag von C. Borchgrevink: Das Südpolarland. Sonst allabendlich: An den Seen Oberitaliens. Cohn und andre Vorträge. Steidl- Theater, Linienstraße( Ede Friedrichstraße). Täglich: Der große 9115 Eingegangene Druckfchriften. J. Ommerborn. Sensationell. Preis 50 Pf. Berl.: J. C. J. Dmmer born, Schriftsteller, Corne bei Dortmund. P. Clericus. Wie erhalten wir unsren Kindern die schöne Stimme. Preis 75 Pf. Halensee bei Berlin, Hans Pullmann. Dr. F. Endemann. Entmündigung wegen Trunksucht und das Zwangsheilverfahren wegen Trunkfälligkeit. Abonnementspreis für 1 Band ( 8 Heite) 6 M. Einzelpreis dieses Heftes 1,50 M. Verlag Karl Marhold, S. 1904. all... Strah. Bas find Juden? Eine ethnographisch- anthropo logische Studie, mit 11 Abbildungen. Preis 2 M. Zu beziehen bei F. Tempsky in Wien und G. Freytag in Leipzig. 1903. Theater des Westens. Sonntagnachmittag: Bar und Zimmermann. Dr. med. Paul Hanel, prakt. Arzt. Die Beinschäden und ihre von Säffingen. Dienstag: Undine. Mittwoch: Der Troubadour. Donners- Hollmannſtr. 17. Sonntagabend: Der Trompeter von Säffingen. Montag: Der Trompeter Heilung. Preis 1 M. Verlag C. M. Arthur Müller u. Co., Berlin, tag: Die Fledermaus. Freitag: Der Trompeter von Säffingen. Sonn- E. Abshof, Ingenieur. Wasserwirtschaft und Landwirtschaft. abend: Der Barbier von Sevilla. Sonntagnachmittag: Undine. Sonntag 16 Seiten. Berenbergsche Buchdruckerei( Schwede u. Wenzel), Hannover 1903. abend: Der Trompeter von Sättingen. Montag: Undine. Leuß, Hans. Stulturprobleme der Gegenwart. Band VII. Aus dem Luisen Theater. Sonntagnachmittag: Berlin bei Nacht. Sonntag: Buchthause. Preis 2,50 M. Verlag von Johannes Räde, Berlin W, Uhlandabend: Das Käthchen von Heilbronn. Montag: Krieg im Frieden. Diens- straße 146. tag: Die Jüdin von Toledo. Mittwoch: Othello, der Mohr von Venedig. Sonnabend: Einer von unsere Leut. Sonntagnachmittag: Die Jüdin von Donnerstag: Das Käthchen von Heilbronn. Freitag: Der Aktienbudiker. Toledo. Sonntagabend: Der Aktienbudiker. Montag: Das Käthchen von Heilbronn. Residenz- Theater. Sonntagnachmittag: Lutti. Allabendlich: Das Kleines Theater. Sonntag, 25. Oktober, nachmittags: Ginatter. Sonntagabend: Nachtasyl. Von Montag bis Donnerstag: Nachtasyl. Freitag, Sonnabend: Elektra. Sonntagnachmittag: Einafter. Sonntagabend: Elektra. Montag: Nachtasyl.. Trianon Theater. Sonntagnachmittag: Die Notbrücke. Sonst all abendlich: Biscotte. Sonntag, 1. November, nachmittags: Die Notbrüde. Thalia Theater., Sonntagnachmittag: Charleys Tante. Sonst allabendlich: Der Hochtourist. Sonntag, 1. November nachmittags: Er und seine Schwester. lg große Geheimnis. Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Undine. Montag: Tristan und folde. Dienstag: Lohengrin. Mittwoch: Fra Diavolo. Donnerstag: Die Meistersinger von Nürnberg. Freitag: Feuersnot, Cavalleria rusticana. Sonnabend: Die Hugenotten. Sonntag: Margarete. Montag: Der Ring des Nibelungen. Das Rheingold. Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Biel Lärm um Nichts. Montag: Doktor Klaus. Dienstag: Quality- Street. Mittwoch: Wie die Alten jungen. Donnerstag: Quality- Street. Freitag: Iphigenie auf Zauris. Sonnabend: Die Jungfrau von Orleans. Sonntag: QualityStreet. Montag: Macbeth. Neues tgl. Opern- Theater. Sonntag: Die Braut von Messina. Montag: Cyrano de Bergerac. Sonntag, 1. 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Mescha, Adalbertstr. 24; Emil Götte, Brandenburgstr. 18; Ernst Lier, Alte Jakobstr. 119; Franz Krüger, Naunynstr. 54. Der Vorstand. VI. Wahlkreis! Dienstag, den 27. Oktober 1903, abends 8 Uhr, im Eiskeller, Chaufferstraße 88: Volksversammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Leo Arons über: Orts- Krankenkaffe der Bildhauer, Stukkateure u. verw. Gew. Bekanntmachung. Montag, den 2. November, abends 8 Uhr, im Lokal Annenstraße 16: Ordentliche General- Versammlung Tagesordnung: 1. Wahl von drei Vorstandsmitgliedern( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer). 2. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1903. 3. Nochmalige Beschlußfassung über die Abänderung des§ 1 des Statuts befr. Aufnahme der Steinmeßen. 4. Abänderung der 220/ 1* Krankenvorschriften. 5. Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten. Die Aufgaben des preußischen Landtages. 2. Freie Aussprache. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Socialdemokratischer Verein Achtung! Rohrer! im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreise. Donnerstag, den 29. Oktober, abends 8 Uhr, in Leydeckers Salon, Sophienstrasse 34: Der Vertrauensmann. Achtung! Montag, den 26. Oktober 1903, abends 8 Uhr: 0 Der Vorstand. 277/13 J. A.: Fr. Waldeyer, Borsigender, Königsbergerstr. 4. Central- Kranken- u. SterbeOeffentliche Versammlung sämtlicher Rohrer Berlins und Umgegendhaffe der Tischler General- Versammlung. 02 02 05 28 im Englischen Garten, Alexanderstraße Nr. 27c. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung von der Brandenburger Provinzial- Konferenz und Diskussion. 2. Die Agitation zur Landtagswahl. 245/11 3. Parteis und Bereinsangelegenheiten. Vollzähliges und pünktliches Erscheinen unbedingt notwendig. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Branche der Korbmacher. Montag, den 26. d. M., abends 8% Uhr: Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. I 1. Wahl eines Kommissionsmitgliedes. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht die Kommiſſion. Dienstag, den 27. Oktober, abends 8%, Uhr: Branchenversammlung der Drechsler für den Bezirk Ost und Nord- Ost bei Mann, Straußbergerstr. 3. Tages- Ordnung: 15did 1. Bericht der Kommission. 2. Wahl der Bezirkskommission. 3. Berkstatt- und Branchenangelegenheiten. Verschiedenes. Bahlreichen Bejuch erwartet die Kommission. Stock- und Celluloid- Arbeiter. Mittwoch, den 28. Oftober, abends 8%, Uhr: Branchen- Versammlung in Frankes Festsälen, Sebastianstr. 39. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Freiligrath, ein Dichter des Boltes. 2. Diskussion. 3. 4. Bericht unser Vorgehen betreffenb. 5. Berſchiebeit bei Schmeling& Barta. Der Obmann. Bilderrahmenmacher. Dienstag, den 27. Oftober, abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung bei Voigt, Ritterstr. 75. Bahlreichen Besuch erwartet Der Obmann. Branchen- Versammlung der Parkettleger am Dienstag, den 27. Oktober, abends 8 1hr, im Gewerkschafts: hause, Engel- Ufer 15( Saal 5). Tages- Ordnung: Tages- Ordnunng: Bericht der Lohnkommission. 22 dawag sllow 291/13 NB. Die Bau- Arbeiter aller Berufe werden ersucht, auf dieses Inserat die Rohrer auf: merksam zu machen. Die Lohnkommission. Deutscher Metallarbeiter- Verhand. Orts tanken af Verwaltungsstelle Berlin. - Krankenkaffe der Schuhmacher. Versammlung Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353 Montag, den 26. d.Mts., abends 81, Uhr: Montag, den 26. Oktober, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 7: Versammlung gewerblicher Arbeiter. Eingeschr. Hilfstasse Nr. 3.( Hamburg.) ( Berwaltung Berlin G.) Montag, den 26. Oktober 1903, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung in Flechs Festfälen, Fruchtstr. 36 a. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht vom 3. Quartal. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Die Sprechstunden des Bevollmächtigten und Stassierers fallen an diesem Abend aus. Coder Orts- Krankenkaffe der Un recht zahlreiches und pünktliches sämtlicher in der Galvanisierung beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages- Ord Tages- Ordnung: 1. Was ist notwendig, um die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in unsrer Branche zu bessern. Referent: Kollege Wücke. 2. Diskussion. Kollegen und Kolleginnen! Da noch niemals in unsrer Branche die richtigen dritte gethan find, um geregelte Zustände in allen Beziehungen Schuhmacher, Arbeitgeber und Kaffenmitglieder Rosenthalerstraße Nr. 11/12. Tages- Ordnung: 1. Welches Aerztesystem ist für unsre Kasse das beste? 2. Kassen- Angelegenheiten. Die Vertreter der Arbeitgeber und Beiträge werden in der Versammlung vomstaffierer entgegengenommen. Erscheinen der Mitglieder ersucht 184/20 Die Ortsverwaltung. Wichtig für Tischler. Eine gut eingeführte rentable Möbeltischlerei, Salonbranche, mit besterKundschaft, Bestellungen wie Holzlager vorhanden, sucht zu schaffen, so beabsichtigen wir jetzt vor allen Dingen, unsre Stollegen und der Kassenmitglieder sind zim ErzurGründung einerGenossenschaft Teilhaber. Kolleginnen zusammen zu rufen, um ihnen flar zu machen, daß vor allem scheinen besonders verpflichtet. Tüchtige Tischler, notwendig ist, Organisation zu schaffen. Darum müffen die Kolleginnen 2679b Der Vorstand. sich eine dafür, daß alle erscheinen! 2 ebenfalls in dieser Versammlung erscheinen. Vorwärts, Kollegen, Beischreiben dwelche gewillt find Bortvärts, Kollegen, forgi Beischreiben i torret schaffen, belieben ihre Adresse der Bücher sichere, unabhängige Eristenz zu 123/13 wird ausgeführt bei billiger Berechnung. unter F. Z. 311, Postamt 27, Offerten unt Z. 8 an die Expedition. einzusenden. Dienstag, den 27. Oktober 1903, abends 8, 1hr, im Gewerschafts: hause, Engel- lifer 15, Saal 7: Versammlung aller in der Draht Industrie beschäftigen Arbeiter Berlins und Umgegend. Orages- Ordnung: .02 u 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Pflicht der Kollegen ist es, pünftlich und zahlreich zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 25576* Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. A Mittwoch, den 28. Oktober, abends Punkt 8 Uhr: CA General Versammlung Dienstag, den 27. Oktober 1903, bei Schellhaase, Steglis, Da Ahornstraße Nr. 15: KF Bezirks- Versammlung = in den ,, Borussia- Sälen", Ackerstr. 6/7. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen R. D. Friedeberg: lleber welche Machtmittel verfügt das Proletariat zur Niederwerfung der Klassenherrschaft?" 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 3. Quartal, für Steglitz und Umgegend. Revisionsbericht und Wahl eines Revisors. 4. Vereins- Angelegenheiten. Tages- Ordnung: 1. Wahl des ersten Bezirksleiters. 2. Verschiedenes. Kollegen! Eure Pflicht ist es, zu dieser Versammlung, die Wahl des Bezirksleiters betreffend, alle bestimmt zu erscheinen. Wir machen es Euch zur Ehrenpflicht. 1. Unfre Bertragsverhältnisse mit der Konvention. Referent Robert Achtung! Ahrens. 2. Kassenbericht. 3. Ersagwahlen zur Kommission. 4. Verschiedenes.re Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht um zahlreiches und erfucht ablreiches pünktliches Erscheinen Die Kommission. Donnerstag, den 29. Oktober, abds. 81%, Uhr, bei Keller, Koppenst.r 29: General- Versammlung. Kranken- Untertüßungsbund d. Schneider. Die Ortsverwaltung. 15: Achtung! Portefeuiller. Verhand der Portefeuiller und Ledergalanterie- Arbeiter u. Arbeiterinnen. Dienstag, den 27. Oktober, abends 8 Uhr: 131/6 Mitgliedsbuch legitimiert. Die Versammlung wird Punkt 8 1hr eröffnet. Vollzähliges und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Orts- Krankenkasse für das Buchdruckgewerbe zu Berlin. Ordentliche Generalversammlung am Sonntag, den 1. November 1903, vormittags 10%, Uhr, in der ,, Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57. Tages- Ordnung: Bablon drei Borstandsmitgliedern( 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmern) für die Jahre 1901-1906. 2. Wahl des Rechnungs- Ausschusses für das Jahr 1904. nabuldogin 3. Abänderung des Kassenstatute.mab is us General- Versammlung Dienstag, den 27. Ottober, abends 8%, Uhr: u snelio Mitglieder- Versammlung in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Wahl eines Krantenfontrolleurs. 2. Fortsetzung der Diskussion über die auf der Nürnberger Generalversammlung angenommene Resolution betreffend Angliederung der Kasse an den Verband. 3. Kaffenangelegenheiten. Das Mitgliedsbuch legitimiert; ohne dasselbe kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. 166/3 in Graumanns Festsälen, Naunynstr. 27. Tages- Ordnung: newdno g berung ber Vorschriften über die Krankenmeldung ze 5. Verschiedenes. Berlin, 10. Oktober 1903. 62 Der Vorstand. Johannes Blenz, Vorsitzender. 1. Borstands- und Kassenbericht. 2. Bericht des Arbeitsnachweises, der Agitations- und Rechtsschutz- Kommission. 3. Ersakwahl des ersten Bevollmächtigten. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung bestimmt und pünktlich zu erscheinen, da die Versammlung Punkt 39 Uhr eröffnet wird. 109/11 Die Ortsverwaltung. Verein Berliner Buchdruck- Maschinenmeister. Verband der Tapezierer. Heute, Sonntag, nachmittags 5 Uhr, in den Industrie- Festsälen, Beuthstr. 20: Erster diesjähriger Price Unterhaltungs- u. Vortragsabend. 03 Großer Projektions- Vortrag über: Venedig und seine Kunstschätze I von Herrn Dr. Köppen. Nach dem Vortrage: Gemütliches Beisammensein. 36/9 Billets a 30 Bf. sind an der Kasse zu haben. Tanz. Achtung! Handelsangestellte! Filiale Berlin.( Engel- llfer 15.) Mittwoch, den 28. Oftober, abends 8, Uhr: General- Versammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: Otto Wonitzki, Schriftführer. 27615 Frauen u. Mädchen des arbeitenden Volkes von Rixdorf. Mittwoch, den 28. Oktober cr. abends 81% Uhr, Volks- Versammlung im Lokal des Hrn. Thiel, Bergstr. 151/152. Tages- Ordnung: 1. Die Frauen und die Landtagswahlen. Referent: Genosse Dr. Alfred Bernstein, 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. lady dieser verfamilial ovage garagen wor Berſammlung wird, 1. Bericht der Ortsverwaltung und Duartalsabrechnung. 2. Neuwahl der Achtung! Drtsverwaltung. 3. Verbandsangelegenheiten. 177/17 Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes in der Versammlung zu erscheinen. Quittungsbuch legitimiert. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert, daß für regen 1/9 Die Vertrauensperson. Töpferträger! Adtung! Verband der Bau-, Erd- und Die Ortsverwaltung. gewerblichen Hilfsarbeiter Deutschlands. Montag, den 26. Oftober 1903, abends 7 Uhr: Verband der Sattler. Mitglieder- Versammlung Ortsverwaltung Berlin. von Pfeffer, Nosenthalerstraße 57. Tages- Ordnung: 40/15 1. Das Antwortschreiben des Innungsvorstandes und welche Stellung Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, Zimmer 22. Fernsp. Amt 7 Nr. 1959. nehmen wir dazu ein. Handlungsgehilfen und Gehilfinnen, Achtung! Hausdiener, Packer und Packerinnen. Mittwoch, den 28. Oftober 1903, abends 9 Uhr: O Achtung! Musterkofferarbeiter. Grosse öffentliche Verfammlungentag, den 26. Ottober cr., abends 8 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages- Ordnung: 1. Der 8 Uhr- Ladenschluß und die arbeitende Referenten: O. Schumann und J. Kalisti. im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 10: 2. Berichterstattung über die Vertretersitzung. 3. Regelung der Beitragszahlung und der Zeitungsspedition. Jeder Kollege ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Töpfer werden ersucht, ihre Träger auf diese Versammlung aufmertjam zu machen. Die Ortsverwaltung. Achtung! Kistenmacher. Achtung! Montag, den 26. d. M., abends 8 Uhr, in den Andreas- Festfälen, Andreasstraße 21: Branchen- Versammlung. General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom lekten Quartal. 2. Bahl 2. Diskussion und Beschlußfassung. lott bennages. Drðnung: Unsre Lohn. u. Arbeitsverhält- ber der ausgelosten Vorstandsmitglieder. 3. Verschiedenes. 103/9 Werte Kollegen und Kolleginnen! In Anbetracht der überaus nisse und wie gedenken wir dieselben zu verbessern. Alle Kollegen müssen in dieser Versammlung zur Stelle sein. wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen und Stolleginnen, in Es ist einfach Ehrenpflicht eines jeden Arbeiters dieser Branche, in dieser wichtigen Bersammlung anwesend zu sein. 158/5 Die Lohn- und Agitationskommiffion der Koffermacher Berlins. dieser Versammlung zu erscheinen. 68/20 Die Ortsverwaltungen.. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. S. A. Karl Jackel, Rummelsburg, Kantstr. 39. Katalog grails. Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise adopt Montag, Dienstag, Mittwoch Leipzigerstr. 132/135( Versand- Abteilung). Rosenthalerstr. 27/29 u. 54- Oranienstr. 52/55 Jonuido A Insadon Kinderstrümpfe Damenstrümpfe Wolle plattiert, glatt gestrickt, schwarz. reine Wolle, gewebt, engl. Länge, schwarz Pf., reine 35.55 Pl. Wolle 70 Pl. 1.05 Mk. 58,80 Pf. d. Tapisserie- Artikel vorgezeichnet Grösse ca. 22/34 26/40 34/48 cm Languetten Tablette- Decken mit Langat 42, 58, 65 Pf. Tischdecken reinleinen, mit Hohlsaum 1.10 Mk. Tischläufer " Stubenhandtücher" " soweit der Vorrat reicht: 1x1 gestrickt, reine Wolle, schwarz, engl. Länge f.ca. Jahre 1-2 2-3 3-4 4-5 5-6 6-7 7-8 8-10 10-12 12-15 Qual. II 35, 40, 50, 55, 65, 70, 75, 80, 90 P, 1Mk. Qual. I 55, 65, 75, 80, 90, 1 M., 1.10, 1.20, 1.30, 1.40 Herrensocken reine Wolle, gewebt, I 16 68,95 Pla Herrensocken gestrickt, stark, hell 60 Pl. Plättbrettbezüge Victoria 1.45 m.Sat.besetzt schwarz oder normalfarbig meliert, engl. Fabrikat Plätteisenbezüge 30PL. 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Ueber die Tarifbewegung wurde mitgeteilt, daß die besprach die wichtigsten Bestimmungen des Gesetzes über die GewerbeMeister in einer mit den Vertretern der Arbeitnehmer abgehaltenen gerichte und äußerte sich über die Reformen, welche die Arbeiterklasse Sigung Zugeständnisse gemacht haben, die aber von der Zustimmung an denselben wünscht und verlangt. Make wurde, nachdem er Centralverband der Töpfer. In der am Donnerstag ab- der Innungs- Quartalsversammlung, die am nächsten Montag statt einen umfangreichen und eingehenden Thätigkeitsbericht gegeben, gehaltenen Generalversammlung der Filiale Berlin erstattete findet, abhängig sind. Hinsichtlich des Streits in Velten wiederum als Kandidat zu den kommenden Wahlen nominiert. Der H. John den Kassenbericht für das dritte Quartal. Die Einnahmen teilte ein Vertreter des Hauptvorstandes mit, daß auf Veranlassung vom Kaffierer Drömert gegebene Kassenbericht wurde für richtig Auf eine rege Bea betrugen 18 458,57 M., die Ausgaben 17 893,81 m., es bleibt ein des Landrats eine Besprechung von Vertretern der Unternehmer und anerkannt und demselben Decharge erteilt. Bestand von 564,76 M. Das gesamte Vermögen beträgt 44 450,46 der Arbeiter stattgefunden hat, die aber kein Ergebnis hatte, weil die teiligung an den von der socialwissenschaftlichen Abteilung der WildenMart. Der Kassierer wurde entlastet, und dann die Fensterfrage Unternehmer alle Forderungen der Arbeiter ablehnten. In Fürsten- schaft der Königl. Technischen Hochschule zu Berlin veranstalteten besprochen. a gen bemerkte hierzu: Ein auf dem letzten Bau- walde ist noch keine Verhandlung zu stande gekommen. Die Situation Freien Fortbildungskurse für Arbeiter" wurde noch besonders hins arbeiterschutz- Nongreß seitens der Töpfer eingebrachter Antrag, wird in beiden Orten als für die Streifenden günstig bezeichnet. gewiesen. welcher forderte, daß sich die übrigen Bauberufe in der Fensterfrage Streifbrecher haben sich nicht gefunden. Wenn auch der Streit noch mit den Töpfern solidarisch erklären, sei vom Vorsitzenden des Kon einige Zeit dauern wird, so ist doch mit Sicherheit auf den Sieg zu greſſes als etwas Selbstverständliches bezeichnet worden. Trotzdem rechnen. Als Delegierte für die am Sonntag stattfindende Gauständen die Töpfer mit der Forderung, vom 15. Oktober an nur bei konferenz wählte die Versammlung: Tausch, Stemmnis, berglasten Fenstern zu arbeiten, allein, denn die andren Bauberufe Huhn, Heinzed, Borkowski, Harnhold. Ferner bekunden die Solidarität in dieser Angelegenheit nicht. Die Ver- wurde beschlossen, bei der Arbeitsvermittelung soll dem Vorsißenden fammlung ſtimmte der kürzlich von den Vertrauensmännern ange- ein tollege aus dem Kuratorium für die Abendstunden zur Seite genommenen Resolution zu, wonach jetzt nur in solchen Räumen gestellt werden. arbeitet werden soll, die durch verglaste Fenster oder sonst in genügender Weise gegen Bugluft geschützt sind, und jeder, der wegen dieser Forderung arbeitslos wird, vom vierten Tage der ArbeitsLosigkeit an die übliche Unterstützung erhält. Inserate Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Charlottenburg. Die Vereinigung der Maler usw. hielt am 14. d. M. ihre Generalversammlung ab, die sich in der Hauptsache mit den bevorstehenden Gewerbegerichtswahlen beschäftigte. Flemming Herr Paftor a. D. Kötschte ersucht uns um Aufnahme folgender Berichtigung: Nach einem Bericht über eine Charlottenburger Ver ſammlung in Nr. 246 soll ich gesagt haben, daß der Liberalismus schuld sei, daß wir in Preußen feine nennenswerten Erfolge erzielt haben, weil er unfähig geworden sei, auch nur die geringste Besse rung herbeizuführen. Ich habe nur gesagt, daß der Liberalismus so lange in Preußen machtlos fei gegen die Reaktion, als er sich scheue, zusammen mit der Arbeiterschaft den Kampf zu führen. er für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Juferate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Die Expedition. Urania. Schiller- Theater. Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Theater. An den Seen Ober- Italiens. An den Seen Ober- Italiens. Sonntag, den 25. Oktober. Freie Volksbühne. 1./2. Abt.: Metropol Theater. 2, Uhr nachmittags: Der Widerspenstigen Zähmung. # 12./13. bt.: Reffing Theater. 23 Uhr nachmittags: Nathan der Weise. Zweiter Kunst Abend: Richard Dehmel. Gewerkschaftshaus, Anfang 2%, Uhr. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Undine. Montag: Tristan und Isolde. Schauspielhaus. Viel Lärm um Nichts. Montag: Doktor Klaus. Neues Operntheater. Die Braut von Messina. Montag: Cyrano de Bergerac. Deutsches. Monna Banna. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glode. Montag: Fauft. Berliner. Lucifer. Montag: Alt- Heidelberg. Leffing. Der Sturmgeselle Sokrates. Montag: Dieselbe Borstellung. Westen. Der Trompeter bon Sädingen. Nachm. 3 Uhr: Bar und Bimmermann. Montag: Der Trompeter von Sättingen. Neues. Salome. Borher: Der Kammerjänger. Montag: Dieselbe Borstellung. Residenz. Das große Geheimnis. Nachm. 3 Uhr: Lutti. Montag: Das große Geheimnis. Central. Bruder Straubinger. Montag: Dieselbe Borstellung. Thalia. Der Hochtourist. Nachm. 3, Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Hochtourist. 9 Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Die Ehre. Nachm. 3 Uhr: Der Fled auf der Ehr'. Montag: Die Stüßen der Gesellschaft. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Die Stüßen der Gesellschaft. Nachm. 3 Uhr: Der Bibliothekar. Montag: Die Ehre. Belle Alliance. In Bertretung. Nachm. 3 Uhr: Die zärtlichen Berwandten. Montag: In Vertretung. Kleines. Nachtasyl. Nachmittags 3 Uhr: Liebesträume. Familienidyll.- Kollegen. Serenissimus- Zwischenspiele. Montag: Nachtafyl. Montag 8 Uhr: Dieselbe Vorstellung. Um 6 Uhr im Hörsaal: Dr. B, Donath: Ueber Accumulatoren.( II. Teil.) Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Schiller- Theater 0. Schiller- Theater N. ( Wallner- Theater). ( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3uhr: Sonntagnachmittag 3 Uhr: Boltstid mit Gesang in 3 Aften von Schwank in 4 Atten von G. v. Moser. Der Fleck auf der Ehr'. Ludwig Anzengruber. Sonntagabend 8 Uhr: Der Bibliothekar. Sonntagabend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Schauspiel in 4 Auszügen von Hemrit Schauspiel in 4 Aften von Hermann Ibsen. Deutsch von Wilhelm Lange. Die Ehre. Sudermann. Montagabend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Dienstagabend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Montagabend 8 Uhr: Die Ehre. Dienstagabend 8 Uhr: Die Ehre. PANOPTICUM Cirkus Schumann. Friedrichstr. 165. Indianer- Riese Mianko Karoo Die zusammengewachsenen Lebend. Schwestern! Lebend. Buren- Riese Andries Venter, ehemal. Leibsoldat des Präsidenten Paul Krüger von Transvaal. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Salome. Hente, Sonntag, 25. Okt.. nachm. 4 Uhr u. abends 7, Uhr: 2 Grosse Vorstellungen 2 Nachmittags ein Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise. Nachmittags für die Jugend besonders gewählte Clown- Vorstellung. In beiden Vorstellungen: Lebs Debut. Herrn List's Raubtiergruppe. Debut. Dir. A. Schumann, Wunderaffen. elektr. Spiegelterrasse. Seeth. 25 männl. Abessinier Löwen des Herm Central- Theater. Sonntagnachm. 3 Uhr, halbe Preise. In erster Besetzung: Der Bettelstudent. Borher: Der Kammersänger. Operette in 3 aften v. Karl Millöcker. Anfang 7%, Uhr. Abends 7, Uhr: 2 Gladiatoren auf einem Pferde v. Geschw. Pissiutti. Clown Cottrels Miniatur- Hunde. Refidenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Anfang 7 Uhr. Kleines Theater. Bruder Straubinger. Das grosse Geheimnis. Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr, zu bedeutend ermäßigten Preisen: Liebesträume. Kollegen. Familienidyll. Operette in 3 von Ed. Eysler. Montag u. folgende Tage: Bruder Lustspiel in 3 Aften v. Pierre Wolff. Straubinger. Deutsch von May Schönau. Morgen und folgende Tage: Dies Luisen- Theater. felbe Borstellung. Nachmittags 3 Uhr zu fleinen Breisen: Serenissimus.wischenspiele. Berlin bei Tacht. Abends 8 Nachtasyl. Montag: Nachtasyl. Deutsch- Amerikanisches Theater 67/68 Köpnickerstr. 67/68. Jeden Abend Anfang 8 Uhr: Gastspiel Adolf Philipp. Ueber'n großen Teich Heitere Bilder mit Gesang aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner in 5 Abt. von Adolf Philipp. Anfang 8 Uhr. Das Käthchen von Heilbronn. Montag: Strieg im Frieden. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lutti. Belle- Alliance- Theater. Nachmittags 3 Uhr, zu halb. Preisen: Ein Kinderfreund. Es giebt immer noch Eltern, die es für richtig halten, ihren Kindern erhibende, aufregende Getränke zu geben( wie Staffee, Thee usw.). Solche Gefränte tragen nach ärztlicher Ansicht nicht nur eine Gefahr für das törperliche und geistige Wohl der noch in der Entwicklung begriffenen fleinen Wesen in sich, sondern sie sind auch von nachteiligster Wirkung auf das Aussehen der jugendlichen Gesichter und Gestalten. Es tann daher nicht oft genug gesagt werden, daß wir in Kathreiners Malzkaffee ein voll om menes, in jeder Hinsicht einwandfreies Kindergetränk be fizen, das durch seine Milde und Wohlbekömmlichkeit den günstigsten Einfluß auf die Gesundheit und die Entwicklung des findlichen Organismus ausübt, deshalb auch von den Aerzten empfohlen wird. Kathreiners Malzkaffee, der für die Kinder am besten in Milch gekocht wird, ist überaus wohlschmeckend und wird von den Kleinen dauernd gern genommen, während reine Milch oft bald widersteht und in vielen Fällen überhaupt nicht gut vertragen wird. IX. Berliner Saison. Cirkus Busch. Fröbels Allerlei-Theater Sonntag, den 25. Oktober 1903: 2 große Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr und abends 71 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: 1 Kind frei, sofern es ein Angehöriges ist. Weitere Kinder auf allen, Sitpläzen halbe Preise. In beiden Borstellungen: Miss Claire Heliot, Löwenbraut. Paul Mündner: Schleifenfahrt und Todessprung. Exotisches Monstre- Tableau: 12 Elefanten, 3 Bebras, 50 Pierde. Der Elefant als Chauffeur. Die berühmte Reiterfamilie Randall. Auftreten sämtlicher Clowns mit neuen Wizen und Späßen. Vorführen und Reiten der besten Schul- und Freiheitspferde. Nachmittags 4 Uhr: Elefant und Pferd. Bollblut Cybeau v. Barberousse a. d. Cybèle ger. v. Herrn Ernesto. Abends 7%, Uhr: Berliner Winterfreuden Humorist. Manege- Schaustück. fr. Puhlmanns Vaudeville- Theater, Schönhauser Alee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Jeden Sonntag 5 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung der mit so großem Beifall aufgenommenen Norddeutschen Sänger. Nach der Vorstellung: Um 10 Uhr: Grosser Ball. Jeden Dienstag und Freitag: Gastspiel Berl. Volks- Theater. Jeden Mittwoch: Grosser Elite- Familienabend, Norddeutsche Sänger u. Ball. Entree 30 Pf. Sperrfitz 50 Pf. Költzow- Theater Unions- Brauerei Hasenheide 22-31. Täglich: Theater- und SpecialitätenVorstellung. Sensationelles Programm. Mittwoch und Sonnabend nach der Borstellung: 32/ 11* IF Tanz- Kränzchen. Die zärtlichen Verwandten. Bernhard Rose- Theater Reichs hallen Abends 8 Uhr: In Vertretung. Ein Soldatenschwant in 3 Atten van Heinz Gordon. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Sonntag, den 25. Oktober 1903, nachmittags 3 Uhr: Montag und folgende Lage: In Auf goldenem Boden. Dienstag: Die Jüdin von Toledo. Mittwoch: Wohlthätigkeits- Vorst. M. Bew. d. Gen.- Int. d. tgl.Schauspiele: Vertretung. Einmaliges Gastspiel von Adalbert Matkowsky Berliner Aquarium Sophie Wachner Dr. Max Pohl. ,, Othello", der Mohr von Venedig. Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Strasse No. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis Trianon- Theater. Donnerstag: Das Stäthchen von 25 Pfg. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Luijen. Das Stäthchen von Hell Biscotte. bronn. Nachm. 3 Uhr: Berlin bei Nacht. Montag: Krieg im Frieden. Carl Weiß. Die Maschinenbauer von Berlin. Nachm. 3 Uhr: Die Schule des Lebens, oder: Die Königstochter als Betflerin. Montag: Amor in Wichs. Trianon. Biscotte. Nachm.: Die Notbrüde. Montag: Biscotte. Deutsch: Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo. Frühlingsluft. Speciali täten. Metropol. Neuestes! Allerneuestes! Cafino. Tolle Kadetten. Speciali täten. Palast. Genießet das Leben. Specialitäten. Irania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr: An den Seen OberItaliens. Montag: Dieselbe Borstellung. Um 8 Uhr im Hörsaal: Dr. B. Donath: Ueber Accumulatoren. ( II. Teil.) Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Anf. 8, Sonnt. 72Nur noch kurze Zeit! Anfang 8 Uhr. Passage- Theater Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochen tags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Olga Wohlbrück Spott- und Geissellieder. Der Todessprung des Hundes. 14 erstklassige Nummern. Sanssouci. Kottbuser Thor Stat. der Hochbahn. 91 Uhr: Tolle Kadetten. Dienstag, Heilbronn. Metropol- Theater. Der grösste Erfolg dieser Saison! Letzte Woche! Emil Thomas a. G. Josef Josephi. Henry Bender. Müller Lincke Frid Frid. Rosa Marton. Grete Meyer. Neuestes! Reichhaltigste Ausstellung der Seetieren, 33/16 an lebenden Welt Reptilien etc. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132 Nachmittags 3 Uhr: Parkett 60 Pf.: Die Schule des Lebens oder: Bolksstück mit Gesang in 5 Bildern von W. Freding. Abends 7 Uhr: Preciosa. Schauspiel in 4 Aufz. v. P. A. Wolff. Musik von Karl Maria v. Weber. Montag: Kommas oder: Die beiden Harfenmädchen. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/49. Sonntag, den 25. Oftober 1903: Die Königstochter als Bettlerin. Bernhard Rose- Theater- Ensemble. Saufpiel in 5 sitten v. 6. Raupa). G. Heute Anfang 712 Uhr: Die Maschinenbauer von Berlin, Montag 8 Uhr: Amor in Wichs. Allerneuestes! W. Noacks Theater. W. Noacks Theater. Dramatische Revue in 5 Bildern. Glänzende Balletts. 300 Mitwirkende. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. Zum 19. Male: Jeben Somitag, Montag Frühlingsluft. und Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Jeden Dienstag: Theater- Abend. ben 27. Oftober 1903: Hotel Klingebusch. Volksstück mit Borher das brill. Oftober- Programm. Gesang in 5 Bildern von Kneifel Sonntagnachm. 4 Uhr: Elternlos. und Jacobsohn. Operette in 3 Akten von weiland Josef Strauss. Im Blütenhochzeit. 3. Akt: Ballett von Louis Gundlach. Ferner: Die glänzenden Specialitäten. Nur bis 1. November: Messters Biophon. Anfang 7, Uhr. Heute nachmittag 2 Uhr: Grosse Matinee der Internat. Artisten- Loge. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Papageno. Boffe in 4 Atten von N.& neisel. Anfang 7 Uhr. Dienstag: Papageno. früher Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Böhme, Böd mann, Blättner, Eberius Wochentags 8 Uhr, Anfang: Sonntags 7 Uhr. u. Schrader.) Tagestaffe ftets 8 Tage vorher! 11-1, Uhr. Billets WINGI BARTEN 765 Saharet australische Tänzerin. Palast- Theater Feen- Palast. The Great Goldin toalet Burgstr. 22. Illusionist. Goldin gab eine Separat- VorNur noch kurze Zeit! stellung vor Sr. Majestät Kaiser Der Hüttenbesitzer. Genießet das Leben. Anfang 7 Uhr. Nachher: Ball. Montag: Dieselbe Vorstellung. Junge Leute werden als Statisten verlangt. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ede Alexanderstr. Täglich: Franz Sobanski. Ganz neues Programm. Zum Schluß die Gesangs- Posse Hugust auf Urlaub. Nach der Vorstellung: Mittw., Sonnab., Sonnt.: Tanz. Smith u. Doreto Therese Renz Die drei Luppus Excentrics Schulreite. in Reckturner Anne Dancrey Pariser Soubrette. Das ideale Oktober- Programm. Moskwa Nachmittage präcise 3 Uhr: Die Agoust's russisches Sextett. Jongleure. Maria Stuart. Angeline Vanloo Sängerin 0. K. Sato komischer Jongleur. Trapezkünstlerin. Ballett Loge 1 M., Sperrfis 60 Bf., Barrett Miss Emeline 40 Pf., Entree 20 Bf. Die Jahrmarktsprinzess Der Biograph. Diez' Specialitäten- Theater Landsberger Allee Nr. 76/77. Heute sowie jeden Sonntag im Caal: Grosses Konzert und Specialitäten Vorstellung. Brillantes Programm. Anf. 3 Uhr. Nach der Vorstellung bis 2 Uhr: Ball. Saal ist Wochentags unentgeltlich zu vergeben. 29082* Johannisthal. Raus Park- Restaurant. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Kaffeeküche. Kegelbahn. Ausspannung. Saal für Vereine und Bersammlungen. 28062 Steidl Linienstraße Ede Friedrichstr. Sänger Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Achtung! Vergolder! burger Thor Neues Programm! Zum Schluss: Urkomisch! Der Novität! große Cohn! Ulfburleske a. d. Tingeltangelleben bon Fritz Steidl. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf.( Borv.40 Pf.) Loge1M. Etabl. Buggenhagen Morikplatz. Im Kaiserfaal: Künstler- Ensemble 99 Nordsterne" unter Leitung d. Herrn Rudolf Schauss. Anf. 72 Uhr. Kaffeneröffnung 62 Uhr. Entree 50 Pf. Bons hab. Gültigkeit. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. In den unteren Sälen Dienstags und Donnerstags: Przywarski- Konzert. Sonnabend u. Sonntag: GörischKonzert. Deutscher Hof Luckauerstr. 15. Am Moritzplatz. Heute sowie jeden Sonntag Unterhaltungs- Konzert des 30142* Berliner Tonkünstler- Orchesters Dirigent: Franz v. Blon. Anfang 7 Uhr. Kaffenöffn. 6/2 Uhr. Einlaß 75 Pf. Schweizer- Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain 29-32.0 Jeden Sonntag: Ball bei großem Drchester. Anfang 4 Uhr. An den Wochentagen ist der Saal an Vereine zu Privatfesten zu vergeben. 28732* Urania. Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 28092* C. F. Walter. Alhambra Wallnertheater- Str. 15. Jeden Sonntag und Dienstag: Großer Extra Ball bei doppelt befeptem großen Orchester. Anfang 5 Uhr. Empfehle mein Lokal für Vereine und Versammlungen. 28082* A. Zameitat. Sonntag, den 1. November 1903, im grossen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer No. 15: Damerling- und Lenau- Abend. Kammermusik. Gefang. Recitationen. feftrede. Mitwirkende: Alexander Altmann( Violine), Adolf Hänsgen( Klavier), Paul Neumann( Cello), Frl. Martha Schley( Gesang), Frl. Marie Holgers( Recitation), Dr. Rudolf Steiner( Festrede). Nachher: Canz. Billet 50 Pf. inkl. Garderobe. Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Rauchen nicht gestattet. Frühzeitiges Erscheinen geboten. Während der Vorträge bleiben die Saalenüren geschlossen. Jede Störung muss vermieden werden. Billets sind zu haben an den Schulabenden in der Schule, bei Horsch, Engel- Ufer 15; Gottfried Schulz, am Kottbuser Platz; Reul, Barnimstr. 42; Vogel, Demminerstr. 32; Krause, Müllerstr. 7a, sowie an der Kasse. Sonnabend, den 31. Oktober, in den Gesamträumen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Herbst- Vergnügen arrangiert von den Gold- und Silber- Arbeitern. Grosses Künstler- Konzert des Berliner Sinfonie- Orchesters unter Leitung des Kapellmeisters Hrn. M. Fischer. Auftreten des Langesehen Doppel- Quartetts. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang des Konzerts 8 Uhr. 123/13 In den unteren Sälen von 9 Uhr an: Tanz. Rauchen ist während des Konzerts nicht gestattet. Saalthüren bleiben während des Konzerts geschlossen. Programm- Billets a 30 Pf. sind bei Firnkranz, Markusstr. 51, Holtkamp, Fürstenstr. 20, Becker, Dresdenerstr. 18, Lohse, Skalitzerstr. 10 und Feistel, Waldemarstr. 17 zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. Freie Volksbühne. Sonntag, 25. Oktober: 1./2. Abteil. im Metropol- Theater: Der Widerspenstigen Zähmung. 12./13. Abteil. im Lessing- Theater: ,, Nathan der Weise". Sonntag, den 25. Oktober cr.: 2. Kunstabend. Wegen nachträglicher Verweigerung der Singakademie findet der 2. Kunstabend( Dehmel) im grossen Saale des Gewerkschaftshauses( Engel- Ufer 15) 22 Uhr statt. 8. Kunstabend: ,, Klinger" -Sonntag, den 1. November cr.: Vortrag Lichtbilder Winterfest Konzert. Sonnabend, den 14. November cr. 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Verantwortlicher Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 250. 20. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Verfammlungen. Tat. Vorstand 100 M. Sonntag, 25. Oktober 1903. -Dem Bericht daß große Handelshäuser belangreiche Posten zur Lieferung im Früh- vor. Er und seine Freunde wollten indessen nicht die Personen jahr nächsten Jahres bestellt hätten und zwar teilweise sogar unter stürzen, sondern ihnen nur einschärfen, sich mehr als auss Bewilligung kleiner Preisaufschläge. führende Organe und weniger als Diftatoren zu fühlen. Redner Berlin, 24. Oftober 1903. In ihren positiven Angaben ist diese Darstellung der augenblick- wendet sich im einzelnen gegen verschiedene Maßnahmen und Die Aufwärtsbewegung der Kurse für Hütten- und Bergwerks- Aktien. lichen Geschäftslage des Eisenmarktes nicht ganz unzutreffend, wenn Beschlüsse der Ortsverwaltung, der Delegiertensizung 2c. Nachdem Das Verhalten der kapitalistischen Presse zu den amerikanischen Krisen- auch etwas rofig gefärbt. Ihre Unrichtigkeit besteht weniger darin, er um 12 Uhr geendet hatte, wurde Vertagung und Einwas sie behauptet, als was sie verschweigt. Sicherlich hat seit berufung einer außerordentlichen Generalversamm nachrichten. Stimmungsmache für Eisenwerte. Zur gegenwärtigen Lage Monaten der inländische Bedarf mehr und mehr zugenommen; und lung zur Fortsetzung der Verhandlung beschlossen. des deutschen Eisengeschäfts. ebenso wenig tann bestritten werden, daß in den letzten Wochen bei Seltsam muß dem, der die hinter der Scenerie funktionierenden den Eisenwerken zahlreiche Aufträge zur Lieferung im Frühjahr ein- der Koppenstraße seine Generalversammlung ab. Im Bericht des Der Verband der Möbelpolierer hielt am Montag bei Keller in Drähte nicht sieht, der Verlauf des Börsenspiels der letzten Wochen gelaufen sind; aber diese Anhäufung von Bestellungen im Oktober- or standes erwähnte der Vorsitzende Schulz unter anderm, erscheinen. Während der amerikanische Eisenmarkt offensichtlich in November ist eine regelmäßige Erscheinung. Denn nachdem das daß, nachdem die öffentliche Möbelpoliererversammlung stattgefunden die Krise hineintreibt und die sich häufenden Zahlungseinstellungen Sommer- und Herbstgeschäft beendet ist und die Großhändler sich daß, nachdem die öffentliche Möbelpoliererversammlung stattgefunden amerikanischer Finanztrusts Wallstreet immer wieder in Aufregung über ihren Lagerbestand und ihren wahrscheinlichen Bedarf für das hatte, in mehreren Wertstätten Lohnerhöhungen gefordert worden versezen, verhalten sich die deutschen Börsen, als trübe kein Wölkchen kommende Frühjahr unterrichtet haben, schreiten sie alljährlich um oder doch nach kurzer Zeit. In Zukunft sollen bei Angriffsstreiks nicht sind. In den meisten Fällen wurden die Forderungen sofort bewilligt den wirtschaftlichen Horizont. Zwar bleibt der Kurs der Kanada- diese Zeit zur Bestellung für die erste Hälfte des nächsten Jahres. nur die Bezirksleiter, sondern auch der Vorstand sofort in Kenntnis Bacificbahn- Aktien und der amerikanischen Eisenbahn- Obligationen, Nur im vorigen Jahr war es anders. Da damals die Erneuerung gesetzt werden. Für die Crimmitschauer Tertilarbeiter bewilligte der die hier börsenmäßig gehandelt werden, von den Schwankungen der verschiedener Verbände in der Eisenbahnindustrie, speziell New Yorker Yorker Fondsbörse nicht verschont, aber damit ist des Düsseldorfer und des Siegerländer Roheisensyndikats Der Kassenbericht vom 3. Quartal lag die Rückwirkung der amerikanischen Depression auf das zweifelhaft schien und die ganze Lage weitere Preisermäßigungen den Mitgliedern gebrudt vor. Die Einnahmen betrugen einschließlich Kurspiel an den deutschen Börsen auch zu Ende. Auf in Aussicht stellte, hielten die Großhändler im Oktober und November des alten Bestandes von 10 003,60 m., 19 899,85 M.; die Ausgaben das Gebiet der deutschen Hütten- und Bergwerks- Aktien erstreckt teilweise mit ihren Bestellungen zurück und fandten sie erst im 3543,55 M.; es bleibt also ein Bestand von 16 356,30 M. Unter sich der Einfluß nicht, im Gegenteil haben diese in den letzten Wochen Dezember ein. den Ausgaben find 1776,75 M. für Arbeitslosenunterstüßung, 718 M. durchweg ihren fröhlichen Aufstieg weiter fortgesetzt, und dabei ist Die jetzige stärkere Nachfrage läßt also keinen Schluß darauf für Kranken- und 284,50 M. für Streifunterstützung. Dem Staffierer das Merkwürdige, daß diese Aufwärtsbewegung keineswegs nur von zu, daß die Gesamtlage sich bessert. lleberhaupt handelt es sich bei Schun te wurde einstimmig Decharge erteilt. der hinter den Hütten- und Bergwerksbetrieben stehenden Hochfinanz der Beurteilung des Einflusses der amerikanischen Strise erst in der Bezirksleiter ist zu entnehmen, daß im verflossenen und der zünftigen Spekulation ausgeht, sondern in der Kauflust des dritter, vierter Reihe um den Bedarf des deutschen Inlandsmarktes. Quartal in 23 Werkstuben Differenzen vorgekommen sind. Größtensogenannten außenstehenden Publikums eine starke Stütze findet. Daß im deutschen Zollgebiet die Nachfrage nach Eisen- und Strahl- teils handelte es sich hierbei um Forderungen von Lohnerhöhung; in An Erklärungen für die sonderbare Erscheinung, daß die Ver- produkten im Zunehmen begriffen ist, kann ebenso bereitwillig zu in einzelnen Werkstuben traten die Möbelpolierer zu Gunsten der einem Fall um Abwehr einer Verschlechterung der Fabrikordnung und schlechterung der amerikanischen Marktlage hier mit einer Steigerung der gestanden werden, wie daß der deutsche Markt infolge des deutschen Tischler in die Bewegung ein. In fast allen Fällen wurden die ForEisen- und Kohlenwerte beantwortet wird, als bestände zwischen beiden Zollschußes mur wenig von der amerikanischen Konkurrenz Märkten keinerlei Zusammenhang, fehlt es natürlich in den Börsen zu fürchten hat, umsomehr aber sieht sich der deutsche derungen oder doch erhebliche Verbesserungen zugestanden. Bei einer berichten der kapitalistischen Blätter nicht, wann wäre auch diese Export von Eisen- und Stahlprodukten nach England, den Werkstätte ging jedoch der Streik durch Verschulden von Streifbrechern Presse um Gründe und, wenn das Interesse ihrer Auftraggeber es Niederlanden, Belgien, Südamerika und Ostasien bedroht, wenn die verloren. Es handelte sich hier um eine sogenannte Schundbude. erforderte, um wohlfeile Ermahnungen verlegen gewesen. Man hat Vereinigten Staaten von Amerika zur Abstoßung ihrer Ueber- Im Anschluß an den Bericht wurde erwähnt, daß mehrere Möbelso viele Motivierungs- Requisiten auf Lager, daß in einigen Blättern produktion schreiten, und eine wesentliche Schmälerung dieses Exports polierer ihr Einkommen durch Uebernahme von Sonntagsarbeit zu gleich ein halbes Dugend der Gründe angeführt werden. Erstens kann tros des inzwischen gestiegenen Inlandbedarfs die deutsche erhöhen suchen, was als sehr verwerflich bezeichnet wurde. Gegen kann, so wird verkündet, Amerika Eisen und Stahl nicht exportieren, Eisen- und Stahlindustrie nicht vertragen, wenn sie nicht erneut die Sonntagsarbeit müſſe im Interesse der Arbeiterschaft mit aller weil dort die Produktionskosten oder weil die Frachtsäße für den der Krise verfallen soll. Schärfe vorgegangen werden. Darauf berichtete Schulz über Transport nach Europa zu hoch sind; zweitens wird Amerifa nicht den Arbeits nachweis des Verbandes der Möbelpolierer. Im exportieren, weil ihm eine Einschränkung der Erzeugung wahrschein3. Quartal haben sich 1115 Arbeitslose einzeichnen lassen; Stellen lich vorteilhafter dünkt; drittens hat der deutsche Markt nichts zu wurden 1064 gemeldet, wovon 821 besezt wurden; 243 fonnten nicht befürchten, da die deutschen Preise zu niedrig und die Zölle zu hoch besetzt werden. Vergleicht man damit die entsprechenden Zahlen vom find; viertens hat der Wegfall ihrer bisherigen Ausfuhr nach den 3. Quartal vorigen Jahres, wo 793 Arbeitslose gemeldet waren und Vereinigten Staaten von Amerika für die deutsche Eisen- und Stahl613 Stellen einliefen, wovon 490 besetzt wurden, so zeigt sich, daß der industric nur geringe Bedeutung, da diese Ausfuhr nur einen geringen Der deutsche Buchbinder- Verband( 8ahlstelle Berlin) hielt Arbeitsnachweis einen großen Aufschwung genommen hat. Dagegen Prozentsaz der deutschen Erzeugung ausmacht; fünftens, wenn am 19. Oktober im großen Saale des Gewerkschaftshauses eine hat der Arbeitsnachweis der Tischler- Innung und der Holzindustriellen auch wirklich der deutsche Export nach einigen seiner auswär- sehr zahlreich besuchte Generalversammlung ab. Nachdem man einen starten Rückgang erlitten. Im 6., 7. und 8. Monat vorigen tigen Absatzgebiete etwas abnehmen sollte, so wird doch dieser den Crimmitschauer Webern 200 Mark bewilligt hatte, gab Jahres ließen sich, wie die Unternehmer berichteten, dort 4277 ArbeitsAusfall reichlich durch die steigende Nachfrage auf dem Brückner den Geschäftsbericht für das verflossene Viertel- lose einzeichnen, Stellen wurden 4565 gemeldet und besetzt 4277. In deutschen Inlandsmarkt ausgeglichen werden ut. f. v. ad libitum. jahr. Er betonte, daß man ein arbeitsreiches Quartal hinter sich diesem Jahre sind nun außer der Tischler- Innung auch noch die Bei manchen dieser Gründe darf man daran zweifeln, ob ihre habe, wenn auch in der Oeffentlichkeit nicht viel davon die Böttcher- und die Korbmacher- Jnnung an dem Nachweis beteiligt und Verkünder selbst an sie glauben; denn kaum ist ein Jahr her, als Rede war. Es haben unter anderm zahlreiche Werkstudensizungen trotzdem meldeten sich in der Alexanderstraße nur 2245 Arbeitslose manche dieser selben Blätter zur Begründung der Schutzzollforderungen und verschiedene kombinierte Vertretersizungen. Sigungen der während der oben angeführten Monate; nur 1952 Stellen wurden ihrer Gönner, der Eisen- und Stahlindustriellen, unter Aufbietung Vertrauensleute der einzelnen Branchen stattachuhen, und gemeldet und nur 1473 davon besetzt. Der Arbeitsnachweis scheint höchster patriotischer Besorgnis und eines aus allen Ecken und Enden 24 mal wurde seitens der Verbandsvertreter Unter- fich also bald überlebt zu haben, trotz der zarten Rücksichtnahme und zusammengeholten Materials nachzuweisen wußten, daß nicht nehmern wegen verschiedener Differenspunkte verhandelt, worüber Fürsorge der Polizei, die bekanntlich fürzlich mit Hilfe des Sekretärs nur im Falle einer die amerikanische Eisen- Redner nähere Angaben machte. Der allerdings schon mehr als des Nachweises in der gegenüberliegenden Wirtschaft mit großem Eifer industrie treffenden Krise, sondern selbst bei 80 Jahre alte Herr Hof- Buchbindermeister Demuth hat es fertig nach Streifpoften fahndete. Wie eine den Mitgliedern vorliegende ganz normaler Fortentwicklung des amerikanischen bekommen, die Verbandsfunktionäre Erpresser zu nennen. Mit Liste ausweist, haben sich 229 Kollegen zur Aufnahme in den Verband Industrialismus der deutsche Inlandsmarkt sich Rücksicht auf sein hohes Alter will man es ihm verzeihen. gemeldet. Um den Mitgliedern die Zahlung der Beiträge noch weiter bald von einer gewaltigen amerikanischen Konkurrenz Eine Vertretersizung nahm Stellung zu dem Antrage des Porte- zu erleichtern, beschloß die Generalversammlung, daß in Zukunft an in Stahlprodukten und Maschinen bedroht sehen feuiller- Verbandes, ihn bei Aufstellung der Kandidaten für die jedem Sonnabend in den Zahlstellen Beiträge angenommen werden würde. Damals stand nach der Versicherung derselben Leute das Delegiertenwahlen zur General Versammlung der Orts- sollen. Ferner wurde beschlossen, daß die Bestimmungen über die Gespenst der amerikanischen Gefahr schon vor der Thür; Krankenkasse verhältnismäßig zu berücksichtigen. Einstimmig ist Arbeitslosenunterſtüßung dahingehend abgeändert werden, daß die heute ist nichts zu befürchten, mag auch die amerikanische Krise noch dieser Antrag mit der Maßgabe abgelehnt worden, daß Unterstützung für diejenigen, die erst ein Vierteljahr dem Verband so schlimm dräuen; unerschütterlich, wie ein rocher de bronce, steht derartige Wünsche des Konkurrenzverbandes nicht eher be- angehören, in Wegfall kommt. Im übrigen bleiben die bisher aller fremden Konkurrenz überlegen Deutschlands Eiſenindustrie da. rücksichtigt werden können, als bis der Verband der Portefeuiller geltenden Säße bestehen. Für Ausgelernte, die 4 Wochen Mitglied Ein furioser Umschlag innerhalb eines Jahres; aber diese Wendung sich der Berliner Gewerkschaftskommission und damit der find, kommt unter den bisher geltenden Bedingungen die Unterstüßung Nichts könnte heute den großen Hütten Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands angeschlossen der einfährigen Mitglieder in Betracht. Die Veranlassung zur Aufund Bergiverksgesellschaften und noch mehr den hinter ihnen stehenden hat. Bei Besprechung der Lage der Kartonbranche sprach hebung des niedrigsten Unterstübungssatzes bildete die starke FlukFinanztonfortien ungelegener kommen als Kursstürze ihrer Aftien, Redner den dringenden Wunsch aus, daß sich die Arbeiterinnen tuation unter den Mitgliedern. Für die Crimmitschauer Textilgerade jegt, wo man sich überall zu Kartellierung zusammenfindet, dieser Branche mehr als bisher dem Verbande anschließen möchten, arbeiter bewilligte die Generalversammlung noch weitere 100 wo man Breisherauffezungen und teilweise auch neue damit es ihnen gelinge, ihre überaus traurigen Verhältnisse mit Schließlich wurde auf Antrag von Stramm noch folgende Resolution Betriebserweiterungen plant, und wo andrerseits sowohl in den Hilfe des Verbandes zu verbessern. Auch von den Albumarbeitern, angenommen: Tresors dieser Gesellschaften selbst als der mit ihnen liierten Banten die im nächsten Jahre in eine Lohnbewegung eintreten, erhofft so manche Attienbündel liegen, teils noch aus der Zeit vor dem Brückner zahlreichen Anschluß an den Verband. An männlichen Ausbruch der letzten Strife, teils aus fpäteren Interventionskäufen. Mitgliedern hatte die Zahlstelle Berlin am Schluß des 2. Quartals Diesen Bestand durch vorteilhafte Abstoßzungen zu erleichtern, er- 2254, am Schluß des 3. Quartals 2405, an weiblichen Mitgliedern scheint angesichts der zu befürchtenden Rückwirkungen der amerita- um Ende des zweiten Quartals 1728, am Ende des dritten nischen Krise auf das deutsche Eisen- und Stahlerportgeschäft durch- Quartals 1978. Insgesamt hatte die Zahlstelle am Ende aus geboten; dazu aber ist erforderlich, daß die außerhalb des des dritten Quartals 4383 Mitglieder; die Zunahme in eigentlichen Börsentreibens stehenden kapitalistischen Kreise möglichst dem dritten Quartal betrug 401 Mitglieder. Zum Schluß zum Kauf animiert werden. Und das erreicht man am besten besprach Redner die von verschiedenen Mitgliedern gegen die VerSurch günstige Situationsschilderungen und Ausblicke auf die waltung der Zahlstelle und der Orts- Krankenkasse erhobenen Vor nächste Geschäftsperiode in den Jahres- und Quartalsberichten, vor würfe und wandte sich energisch dagegen. Wilhelm und allem aber durch entsprechende Stimulationsnotizen in der Presse. Sante führten dann in langen Ausführungen die Sache dieser So findet man denn seit einigen Wochen in manchen Blättern Opposition. Es kam oft zu sehr erregten Scenen. Hante wählt: Gallasch ,, Linke, Trautwein, Wölfer. Revisoren find Arendt ein gar eigenartiges felfenfestes Vertrauen auf baldige weitere Fort- erklärte, in der Orts- Krankenkasse bestehe ein recht eigenartiger und Bunte. Die Wahl eines Schriftführers für den Lokalvorstand schritte der deutschen Eiſenindustrie, und dieses Vertrauen äußert Zustand. Dieser bestehe vor allem darin, daß man nicht die fiel auf Bütrich. fich merkwürdigerweise um so intensiver, je mehr die von jenseits Versprechungen gehalten habe, die gemacht worden feien, „ Die Generalversammlung der Möbelpolierer verpflichtet die Mitglieder des Verbandes, dafür zu sorgen, daß die Wagen der fürzlich vom Streit betroffenen Omnibusgesellschaften von der Arbeiterschaft nicht eher wieder benutzt werden, als bis die Forderungen der ehemaligen Streifenden bewilligt werden." Es wurde vom Antragsteller für wünschenswert erklärt, daß alle Gewerkschaften und Arbeiterorganisationen derartige. Beschlüsse faffen. Gentralverein der Bildhauer. Am Dienstag hielt die Filiale Berlin eine außerordentliche Generalversammlung ab, die zunächst eine Reihe geschäftlicher Angelegenheiten erledigte und dann die den Berliner Mitgliedern obliegende Neuwahl der Beisitzer und Revisoren des Hauptvorstandes bornahm. Als Beifißer wurden gedes Atlantischen Oceans herüberdringenden Nachrichten eine Zunahme als die Bewegung auf Besetzung der Beamtenstellen durch Gewerkschaftskartell Weißensee. Die lehte Sibung des Kartelle der dortigen Marktdepreffion erkennen lassen. Recht charakteristisch Verbandsmitglieder eingeleitet wurde. Die Beamtengehälter beschäftigte sich zunächst mit verschiedenen örtlichen Angelegenheiten ist in dieser Hinsicht, daß, als in voriger Woche die Nachrichten über habe man erhöht, aber für eine Verbesserung der Krankenpflege und und nahm dann den Bericht des Delegierten zur Berliner Gewerkamerikanische Betriebseinstellungen und Arbeiterentlassungen sich Unterstützung habe man fein Geld. Den Aerzten sei ber- schafts- Kommission entgegen. Derselbe schilderte die Ursache des hänften, die„ Kölnische Zeitung" sofort mit einer ihr aus boten, gute Mittel, die teuer seien, zu verordnen. Statt Streits der Gürtler und den Verlauf der Aussperrung der Metallindustriellen Kreisen" zugegangenen, ohne Verzug in alle Geschlechtsfranke nach Aachen zu schicken, werde mit Qued- arbeiter. Das Kartell spricht den kämpfenden Arbeitern seine vollste Welt hinaustelegraphierte Schilderung des deutschen Eisenmarktes filber gepfuscht. Auch könnten weniger Beamte dasselbe leisten. Sympathie aus und verpflichtet sich, sie in jeder Hinsicht zu unterantwortete, in der nicht nur, wie bisher, die Lage jener großen Die Korruption im Verbande sieht Redner hauptsächlich ſtüßen. Es wurde dann noch die Bewegung der Handelsangestellten Eisen- und Stahlwerke, die über eigne Hochöfen, Kohlengruben und darin, daß man zu ſehr zum Handeln mit den Unternehmern zur Erringung des Achtuhr- Ladenschlusses besprochen und dieselbe Coatswerte verfügen, als befriedigend bezeichnet wurde, sondern neige; den Arbeitgebern räume man größere Rechte ein, als für durchaus berechtigt anerkannt. auch die Lage der sogenannten reinen Walzwerke, da die Nachfrage den Verbandskollegen. Redner wirft auch der Ortsverwaltung, für Stabeisen gestiegen sei. Zugleich wurde darauf hingewiesen, besonders einzelnen Mitgliedern derselben, diktatorische Gelüste Wort: 5Kleine Anzeigen. Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 18548* Anzeigen für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 2 Uhr, für die Vororte bis 1 Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstr. 69. bis 4 Uhr angenommen Kanarienfänger, Junghähne Neu- Weißensee, Schönstraße 2, Babst. 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