Nr. 255. Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Auslan 2 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Aoresse: ,, Socialdemokrat Berlin", Centralorgan der socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Gutsbezirke. In ganz Deutschland wird man auf die Frage nach der Wurzel der Reaktion die Antwort hören: Sie findet sich in den gesegneten Gefilden Ostelbiens; jedermann weiß, daß von dort jenes anmaßende, brutal auftretende Junkertum ausgeht, dem in Preußen Regierung und Monarch willenlos unterworfen sind und der König absolut, Wenn er unsern Willen thut; und es liegt auf der Hand, wie dieser mächtige Einfluß sich direkt und indirekt im Reiche fühlbar machen muß. Und doch ist die Einrichtung, auf der die ostelbische Junkerschaft beruht, den weiteren Volksfreisen viel zu wenig bekannt; es sind das die Gutsbezirke, die als ein Stück feudalen Mittelalters in die moderne Zeit hineinragen und deren Beseitigung eine der ersten und wichtigsten Aufgaben einer wahrhaften Volksvertretung sein müßte. Sonnabend, den 31. Oftober 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Verfasser dieser Zeilen tennt aber Beispiele, wo von der Gutsbezirke ist nun für die gesamte Landesverwaltung von Selbständigkeit des Gutsbezirks als Orts- Armenverband ein größter Bedeutung. eigenartiger Gebrauch gemacht wird. Eines schönen Tages * wird den ständigen Gutsarbeitern die Wohnung gekündigt; die Für die Wahlen zum Kreistag genießen die GutsVerwaltung gebrauche die Räumlichkeiten anderweitig; die bezirke die weitgehendsten Vorrechte; von den Kreistagen Arbeiter sollten ins Dorf ziehen. Die Folge ist sehr einfach: werden wieder die Abgeordneten für die Provinziallandtage daß die Arbeiter früher aufstehen müssen und später nach Hause gewählt, soweit sie nicht aus den Stadtkreisen hervorgehen. kommen, ist der Gutsherrschaft gleichgültig. Sind die ab- Da nun wieder die Ausschüsse, die den regierenden Beamten gerackerten Leute aber alt und arbeitsunfähig geworden, so beigegeben sind der Kreisausschuß für den Landrat, der haben sie ihren Unterstützungswohnsitz im Dorf und fallen der Bezirksausschuß für den Regierungspräsidenten, der ProvinzialDorfgemeinde zur Last. rat für den Oberpräsidenten-, soweit sie gewählt werden, Wieviel ähnliche Mißstände durch die Selbständigkeit der aus Wahlen des Kreistags und Provinziallandtags hervorgehen, so Gutsbezirke bedingt sind, entzieht sich der Beurteilung. Von kann man getrost sagen: In den östlichen Provinzen sind diese größtem Wert wäre es, wenn aus ländlichen Kreisen über Ausschüsse dazu da, nicht etwa um die Interessen weiterer Besolche Mißstände berichtet würde. völkerungsschichten gegenüber der Bureaukratie wahrzunehmen, Daß die junkerliche Polizeigewalt noch schlimmer wirkt, sondern vielmehr um zu kontrollieren, ob die Beamten, die liegt auf der Hand. Niemand außer ihnen selbst kontrolliert freilich meist dem Junkertum entstammen, auch treu in den Mit der Befreiung" der Bauern in Preußen, die 1811 die gesundheitlichen Verhältnisse der Wohnungen, die denn alten Geleisen der Reaktion bleiben! Nicht unerwähnt sei, eingeleitet, erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zum auch häufig für Vieh zu schlecht sind im Gegensatz zu den daß der Kreisausschuß und der Bezirksausschuß, in dem neben Die ganze Härte der den vier gewählten" Mitgliedern noch zwei vom König Abschluß gelangte, ist der eigenartige Gegensatz zwischen der prächtigen herrschaftlichen Ställen. Dorfgemeinde und dem Gutsbezirk ins Leben getreten. Den Gefinde Ordnung und unter ihren Paragraphen seufzt ernannte Beamte sizen, die Verwaltungsgerichte erster und Gutsbezirk bildet im wesentlichen der frühere Besitz des Guts- außer dem eigentlichen Gesinde etwa ein Viertel aller Land- zweiter Instanz bilden. Herrn, vermehrt um ein volles Drittel des früheren Bauern- arbeitertritt erst in den Gutsbezirken in die Erscheinung, landes, das der Gutsherrschaft als Eigentum zufiel. wo der Arbeitgeber oder sein Angestellter als Polizei- Organ Aber neben diesem Gewinn hat die preußische Gesetzgebung das Recht vorläufiger Entscheidung und zwangsweiser Vollgelegentlich der Bauernbefreiung" den Gutsherren noch schwer- streckung hat. wiegende Vorteile gesichert. Wir sehen ab von den Summen, welche neben der erwähnten Landabtretung für die Ablösung der alten Verpflichtungen gezahlt werden mußten und fassen nur die Vorteile ins Auge, die den Gutsherren daraus erwachsen, daß sie nicht den Landgemeinden angehören, sondern daß ihre Besizungen unter dem Namen„ Gutsbezirk" völlig selbständig und unabhängig gemacht wurden. " 7 " * Am fürzesten läßt sich die bevorzugte Sonderstellung der Gutsbezirke durch folgenden Satz Klarstellen:„ Für die Gutsbezirke stehen mit den aus der Natur der Sache folgenden Maßgaben dem Gutsbesitzer alle Rechte und Pflichten der Gemeinde zn. Insbesondere tritt er in Person oder durch einen als Stellvertreter zu bestellenden Gutsvorsteher an die Stelle des Gemeindevorstehers. Die Gemeindevertretung fällt hier fort." ( Graf Hue de Grais ,,, Handbuch der Verfassung und Verwaltung"). Wir wollen die Folgen dieses Verhältnisses an einigen Einzelheiten klar zu machen versuchen. " im * Jahre 1894: Mit vollem Recht schrieb ein Berliner Universitätslehrer " * So interessant die geschichtliche Entwicklung der Gutsbezirke ist, müssen wir es uns versagen, hier darauf einzugehen; vielleicht bietet sich bald Gelegenheit, das Versäumte nachzuholen, denn nichts kann auf die ländliche Bevölkerung aufklärender wirken, als diese Geschichte, die auf jedem Blatt den krassen Gegensatz zwischen Junker und Bauer predigt. " Die Lage der ländlichen Bevölkerung in diesen Kreisen ist Hier nur einiges aus der neuesten Entwicklung. Das Sturmgeradezu unwürdig und die Verwaltung ist schlecht. Namentlich jahr 1848, das unsre feige Bourgeoisie so gern vergessen lassen auf dem Gebiete der Schule ist die einizge Richtschnur für die Ver- möchte, hatte auch die Gutsherrlichkeit fortgefegt und selbst waltung die, daß die Höhe der Schullast nicht über das Maß des die offroyierte Verfassung vom 31. Januar 1850 erkannte in unbedingt Notwendigen steige. Statt daß die Gutsbesitzer eine gewisse führende Stellung in dem Verwaltungsleben der ländlichen ihrem Artikel 42 diesen Fortschritt an. Die GemeindeBevölkerung einnehmen sollten, sind sie und ihre Gutsbezirke gerade Ordnung, die am 11. März 1850 erlassen wurde, wollte die das retardierende Element in der heutigen preußischen Schul- Gutsbezirke durch Umwandlung oder Einverleibung in Landentwicklung. Wenn die Anschauungen über das, was man von gemeinden völlig beseitigen, aber die reaktionären Mächte, die einer Schule zu verlangen hat, so erbärmlich niedrig geschraubt sich hier in ihrer Existenz bedroht sahen, machten zunächst sind, so sind daran zu einem erheblichen Teil die Gutsbezirke wieder einmal von ihrer Herrschaft über den König Gebrauch. schuld, in denen Wohl und Wehe der Schule in die Hände einer Schon am 19. Juni 1852 wurde die Landgemeinde- Ordnung Gesellschaftsklasse gelegt ist, welche um der eignen Kinder willen an der Volksschule gar kein Interesse hat und deren gesellschaft- 14. April 1856 die alten Verhältnisse hergestellt bis auf die durch allerhöchsten Erlaß sistiert" und in drei Gesetzen vom licher Einfluß start genug ist, um ihren Anschauungen bis in die höchsten Kreise hinauf bewußt oder unbewußt Gerichtsbarkeit, die früher dem Gutsherrn zustand. Durch Nachdruck zu gewähren. In den Gutsbezirken, in denen die die Kreisordnung von 1872 wurde die gutsherrliche Bevölkerung niemals mit Gemeinde- Angelegenheiten befaßt wird, Polizei aufgehoben, soweit sie über die Befugnisse Als Gemeindevorsteher" repräsentiert der Gutsbesitzer niemals den Wert gemeinsamer Verwaltungsthätigkeit kennen des Gemeindevorstehers in in den Landgemeinden hinausTernt, da wird der Geist groß gezogen, welcher in den ging. Die eigentliche Polizei wurde, wie überhaupt auf dem eine öffentliche Behörde; er hat Rechte und Pflichten des einen die Anschauung auffommen läßt, als ob sie zum Herrschen Lande Amtsvorstehern übertragen mittelbaren Staatsbeamten, nicht auf Grund seiner Begeboren wären, und in den andern das dumpfe Dahinleben in - wo freilich ein Gutsfähigung oder einer noch so eingeengten Wahl, sondern auf politischer Beziehung, welche es als natürlich betrachtet, am Tage bezirk gleichzeitig ein ganzes Amt bildet, ist der Gutsvorsteher Grund des ererbten oder erkauften Besizes. Ihm stehen in Aus- der Wahl den Stimmzettel abzugeben, den der gnädige Herr in die auch Amtsvorsteher. Diese Rechtsverhältnisse" der Gutsübung seiner„ obrigkeitlichen Gewalt" Zwangsbefugnisse zu. Hand drückt." bezirke sind nun auch durch die Landgemeinde- Ordnung von Er kann Geld- oder verhältnismäßige Haftstrafe androhen Aus diesen Gutsbezirken, fügen wir hinzu, rekrutieren sich 1891, die das große Wert der Selbstverwaltungs- Drganioder festsetzen, freilich nur bis 5 M. oder einen Tag Haft; zum großen Teil jene Arbeitermassen, die dank der Auf- ſation frönt", erhalten geblieben.- Die Landgemeindeer kann die Ausführung zu erzwingender Handlungen" durch fassungen, die ihnen von frühester Jugend eingeprägt sind, so Ordnung von 1891 follte bezüglich der Gutsbezirke, wie sich einen Dritten auf Kosten des Inanspruch genommenen an außerordentlich schwer für die gewerkschaftlichen und politischen ein hoher Regierungsbeamter ausdrückt ,,, weniger eine Aendeordnen. Unmittelbaren Zwang soll er nur äußerstenfalls" Organisationen ihrer Klasse zu gewinnen sind, die sich immer rung der bisherigen Rechtsverhältnisse unmittelbar bewirken, anwenden. Gegen seine Anordnungen und Festsetzungen ist und immer wieder bereit finden lassen, ihren Brüdern in eine Beschwerde im Aufsichtswege mit zweiwöchentlicher Frist den Rücken zu fallen in jenem großen Kampfe, den die Arbeiteran den Landrat und weiter an den Regierungspräsidenten klasse zu führen gezwungen ist. zulässig, das heißt an Männer, die östlich der Elbe meist wieder mit den Besitzern der Gutsbezirke auf das engste zusammenhängen. * Und die Zahl der Gutsbezirke und ihrer Bewohner ist feineswegs gering. Während in Rheinland kein Gutsbezirk Bo ein Gutsbezirk so ausgedehnt ist, daß er einen be- existiert, in den westlichen Landesteilen zusammen nur 987 gesonderen Amtsbezirk bilden kann, ist der Gutsherr gleichzeitig zählt wurden, ergab sich bei der Volkszählung 1900 für OstAmtsorsteher, so daß auch die Ortspolizei in seinen Händen elbien folgendes Bild: liegt. Einen Amtsausschuß giebt es in solchen Bezirken nicht. * Gutsbezirken Gesamtbevölkerung der Provinz Bewohner v. als die Möglichkeit einer solchen Aenderung gewähren und die Durchführung derselben erleichtern". Wie schonend die Regierung hierbei vorzugehen gedachte, ergiebt sich aus folgenden Säßen der Motive: Die Gutsbezirke können ohne erhebliche Nachteile für das Gemeinwesen nicht allgemein beseitigt die Gutsbezirke unter normalen Verhältnissen durch die Haftwerden. Auf der Einheit des Besitzes beruhend, bieten barkeit des Gutsbesitzers für die Aufbringung der vorbezeichneten Lasten, durch das in dem Stande der Großgrundbefizer bon durchweg vorhandene Maß Intelligenz und Gemeinsinn sowie durch das Gutsbezirken der Regel nach in gewissem Grade statt. in Prozent findende Zusammenfallen der Privatder Gesamt- interessen des Gutsbesigers mit den Rückbevölkerung sichten des Gemeinwohles eine ausreichende Gewähr für eine auch in der Zukunft zu erwartende gedeihliche Wirksamkeit auf dem kommunalen Gebiete." Provinz Bahl der Gutsbezirke Bahr der Bewohner bon 2430 1301 1957 2459 278 165 228 002 225 372 351 310 1 994 449 1 563 458 13,9 14,6 3 108 009 7,2 1 634 654 1910 3757 1157 383 902 346 754 81 904 1 888 055 4 668 405 2 833 224 21,4 20,4 7,4 2,9 Höchst bedeutsam ist die Selbstherrlichkeit des Gutsherrn für die Volksschule, worauf wir noch unten zurückkommen. Hier sei nur ein charakteristischer Zug erwähnt, der zeigt, wie man gerade den als Schulpatronen ungeeignetsten Gutsherren regierungsseitig entgegenkommt. Graf Hue de Grais schreibt: Ostpreußen. „ Die Verfassung verheißt die Beteiligung der Gemeinden( bei Westpreußen.. Brandenburg. der Anstellung der Volksschullehrer); zur Zeit kommt sie nur Bommern vereinzelt vor, insbesondere hat in den östlichen Provinzen in Bosen der Regel die Ortsobrigkeit( Magistrat, Gutsherr) das VorSchlesien. schlagsrecht." Sachsen Wohlwollender kann man sich einer so verrotteten Einrichtung gegenüber nicht stellen. Aber aus einer in den gleichen Motiven veröffentlichten Statistit folgerte dieselbe Regierung, daß eine ganze Reihe von Gutsbezirken im öffentlichen Interesse als solche solche verschwinden müßten. Von 3430 Gutsbezirken wird ausgeführt, daß sie Bekanntlich ist durch Gesetz vom 1. April 1895 die Grundund Gebäudesteuer als Staatssteuer außer Hebung gesetzt, Geradezu erschreckend sind die Zahlen für die Provinzen nach Umfang( 1440 unter 125 Hektar) oder nach Steuerwert während sie nach wie vor veranlagt wird. Die Gutsherren Bosen und Pommern. Wie groß die Heuchelei unsrer Hurra( 1990 mit mehr als 225 Heftar Fläche hatten weniger haben hier einen doppelten Vorteil. Einmal bemißt sich ihr patrioten ist, die jeden verdächtigen, der ihren ebenso kost- als 225 225 Mart Mart jährlicher Grund- und Gebäudesteuer Wahlrecht sowohl für den preußischen Landtag wie auch für spieligen wie aussichtslosen, Germanisierungsbestrebungen" nicht aufzubringen) verwaltungstechnisch ungeeignet seien. In die Kreistagswahlen nach der veranlagten, aber nicht bezahlten zustimmt, zeigt auch der Umstand, daß man mehr als ein Fünftel andren ist das Grundeigentum, die anerkannte GrundSteuer. Andrerseits können sie von keiner Gemeinde auf der Einwohner der Provinz Posen unter der Mißwirtschaft der lage des Gutsbezirkes, zu sehr zersplittert; im Jahre 1887 Grund der Einschätzung zur Kommunalsteuer herangezogen Gutsbezirke schmachten läßt. Posen wird noch von Pommern über- gab es in den östlichen Provinzen 1038 Gutsbezirke mit mehr werden, wie die sonstigen Grundbesizer. Der Umstand, daß troffen, das ja das gelobte Land des Junkertums ist. Die Zahlen als 300 Einwohnern, darunter 216 mit zwischen 501 bis sie für ihren Bezirk sich die Lasten selbst aufzuerlegen haben, werden noch erschreckender, wenn wir von dem industriell 1000 Einwohnern, 43 mit mehr als 1000 Einwohnern! Von bewirkt nun, daß einerseits die Schule auf dem Mindestmaß entwickelten Regierungsbezirk Stettin absehen und in das 4945 Gutsbezirken wird festgestellt, daß sie mit Gemeindedes Notwendigen gehalten wird, daß aber auch die Wege, eigentliche Butttamerun" eindringen. Im Regierungsbezirk bezirken im Gemenge liegen, so daß eine Sonderung der weil sie nicht vom Kreis oder sonstigen Verbänden unterhalten Röslin find 29,0, in Stralsund 29,6 Proz. der Bevölkerung kommunalen Interessen der Landgemeinden und Gutswerden, fast stets in schlechtem Zustand sind. als Insassen von Gutsbezirken jedes Gemeindelebens beraubt. bezirke überhaupt nicht mehr thunlich ift. In AnJm Regierungsbezirk Köslin giebt es neben 23 Städten und erkennung dieser Verhältnisse bestimmt nun die Lands Eine große Zahl von Gutsbezirken sind selbständige Orts- 908 Landgemeinden 962 Gutsbezirke, in Stralsund gar neben gemeinde- Ordnung, daß, wo es im öffentlichen Interesse Armenverbände. Daß die Armenpflege, allein vom guten 14 Städten und 190 Landgemeinden 669 Gutsbezirke; hier geboten erscheint, Gutsbezirke mit andren Gemeinden zusammenWillen des Gutsherrn abhängend, hier sehr schlecht ist, unter- giebt es also weit mehr als dreimal so viel Gutsbezirke als gelegt oder in selbständige Landgemeinden verwandelt werden liegt keinem Zweifel. Sonstige Gemeinden zusammengenommen!! Die Zahl der können. ! Wo die Zustimmung durch die Besitzer nicht zu 11 erlangen ist, fann sie durch Beschluß der Behörden ergänzt werden. Die Landgemeinde- Ordnung wurde in dritter Lesung bom Abgeordnetenhause bei namentlicher Abstimmung mit 206 gegen 99 Stimmen angenommen die Konservativen stimmten geschlossen dafür. Wenn aber bei der AbPolitische Cleberficht. 1910 Berlin, den 30. Oktober. Wahlentrechtung in Baden. Generalsynode bekennt sich einmütig zu Christo Jesu, dem| Polizeibeamten die Angegriffenen. Sie schätzte, nachdem wieder Ruhe eingeborenen Sohne Gottes, den für uns Gekreuzigten und Auf- eingetreten war, die Zahl der verwundeten Boligister auf 60, die erstandenen, dem einigen Mittler unfres Heils. Sie vertraut, daß der verletzten Arbeitslosen auf 70; später sollten nur noch 20 Polizeizu Professoren der Theologie nur Männer ernannt werden, welche beamte ernstlich verwundet sein. in diesem Glauben und Bekenntnis des Sohnes Gottes stehen." Professoren. Die Distuſſion, an der sich auch Herr Stöder beteiligte, Paris, 30. Ottober. Ueber die gestrigen Zusammenstöße zwischent Arbeitern und der Polizei an der Arbeiterbörse wird in der Kammer Die Italien. 8 nob Die Minister des Kabinetts Giolitti. Die Zeitungen melden neuerdings folgende Verteilung der Portefeuilles: Giolitti Präsidium und Inneres, Luzzatti Schab, Tittoni Aeußeres, Sacchi Ackerbau, Ronchetti Justiz, Rosano Finanzen, Paterno Unterricht. General Pedotti solle das Portefeuille des Krieges, Tedesco das der öffentfalen Deputierten Sacchi in das Kabinett scheine gesichert, es ſei lichen Arbeiten übernehmen.„ Tribuna" schreibt, der Eintritt des radiauch nicht ausgeschlossen, daß noch andre Radikale zur Teilnahme an der Regierung berufen werden. Wie das Blatt weiter ausführt, könne man das Kabinett mit Ausnahme des Marineministers als schon geblidet ansehen. Spanien. Der Ausstand in Bilbao. Das Vorgehen des meist von klerikal gesinnten Offizieren kommandierten Militärs gegen die ausständigen Arbeiter in Bilbao hat am Donnerstag zu einer stürmischen Sihung der spanischen Deputiertenkammer geführt. Salmeron, der Führer der Republikaner, bezeichnete die Tötung der Arbeiter bei den Zuſammentößen mit den Soldaten in Bilbao als Mord und verlangte die Entsendung einer Kammerkommission nach Bilbao, die dahin wirken solle, daß dem Konflikt ein Ende bereitet werde. Ministerpräsident Villaverde erwiderte, ein solcher Antrag würde die Kammer in einen Konvent umwandeln. Er verlangte volle Freiheit für sein Vorgehen und die Verantwortlichkeit für seine Handlungen, über die die Kammer später werde urteilen können. Im Senat erklärte der Minister des Innern, er habe keine würden von Polizeibeamten geschützt. Der Miniſter bestätigte dann, Nachrichten von neuen Unruhen in Bilbao erhalten; alle Fabriken daß bei den gestrigen Zuſammenſtößen 4 Arbeiter getötet und zwei Gendarmen verlegt wurden. stimmung die Rücksicht auf die Gutsbezirke allein maßgebend gewesen wäre, hätten die Freikonservativen richtiger tam noch nicht zu Ende. auch von socialistischer Seite interpelliert werden. Gleichzeitig foll gerechnet als die Konservativen. Durch das Gesetz ist zwar scheinbar die selbständige Existenz von vielen Tausenden von geht das neue Leben der schaffenden Arbeit und der freien Vernunft radikale Blätter machen die Polizei für die gestrigen Vorgänge berantWährend das Mittelalter derart geschäftig mit den Ketten klirrt, die Frage der Stellungsvermittelungsbureaus, welche zu dem blutigen Krawall Anlaß gegeben hat, zur Sprache kommen. Einzelne ultraGutsbezirken gefährdet; in der That ist sie gesicherter als lachend seinen Weg, unbekümmert um den Rat der Gespenster. vorher. Weiteren gefeßlichen Maßregeln werden sich beide wortlich und verlangen das Einschreiten des Ministerpräsidenten Tonservative Parteien, die ja heute fast allein ausschlaggebend Abschied des Freiherrn v. Richthofen frei wurde, ist dem Regierungs- Polizeipräfekt über diese Vorgänge interpelliert werden. Das Oberpräsidium der Provinz Ostpreußen, das durch den gegen den Polizeipräfekten. Im Gemeinderat wird ebenfalls der find, mit Hinweis auf die ausreichende Vorsorge der Landgemeinde- präsidenten v. Moltke übertragen worden. Ordnung von 1891 widerseßen; auf der andern Seite sorgen ihre lösen, die Verstimmungen des Königs gegen die agrarischen Ost- veröffentlicht, deren Zahl 67 beträgt. Die Nachricht, daß aus den Er soll die Aufgabe Bolizeipräfektur hat heute die Liste der verwundeten Schuhleute Kommis in der Regierung dafür, daß der Bestand der Gutsbezirfe, preußen endgültig zu beseitigen. Fenstern der Arbeiterbörse eine äzende Flüssigkeit auf die Schuhleute dieser Brutstätten der Reaktion, möglichst ungeschmälert bestehen bleibt trotz aller öffentlichen Interessen. Der meldet, seitens der Militärbehörden eine Verordnung über die Beweist eine derartige Berletzung auf. Aus Aulaß des Falles Hüssener ist, wie die„ Kölnische Zeitung" geschüttet worden sei, bestätigt sich nicht; kein einziger Schutzmann Beweis für diese Behauptung ist leicht erbracht. Im Jahre handlung Betrunkener und über den Gebrauch der Waffe in dringender begründet seine Interpellation über die Ruheſtörungen auf der Baris, 30. Oftober. Deputiertenkammer. Lasies( Nationalist) 1889 gab es in den sieben östlichen Provinzen 15 612 Guts Not und äußerster Gefahr erlassen. Sie enthält eine Ergänzung bezirke; nach den Motiven zur Landgemeinde Ordnung hätte sowie genauere Feststellungen und verschärfte Bestimmungen, die Arbeiterbörse. Er erhebt gegen die Kammer den Vorwurf, daß dieſe man erivarten müssen, daß nach Annahme dieser im Jahre angetrunkene Untergebene nicht als thätliches Angreifen aufzufassen nicht genehmigt habe. Redner tadelt das Verhalten der Polizei. eines Vorgesezten durch 1891 viele Taufende ebenfalls die Polizei an, welche von verschwinden müßten; stimmten die Gutsherren nicht darf die Waffe gebraucht werden. Der Vorgesetzte soll es vermeiden, Berry verteidigt wird. zu, fo fonnten die Behörden, in legter Instanz das betrunkenen Untergebenen Befehle zu erteilen und die Entfernung Staatsministerium, auch ohne diese Zustimmung vorgehen wenn erforderlich durch Kameraden bewirken zu lassen. Der Schiffs= aber gegen den Willen der konservativen Junker geschieht in kommandant sowie die Compagnieführer haben die neuen BeBreußen nichts; so zählte man denn, wie schon oben erwähnt, stimmuungen alle vier Monate vorzutragen. in den gleichen Provinzen im Jahre 1900 noch 14 971 Gutsbegreift, daß sie nicht stets bestanden haben. Die Verordnung enthält Vorschriften, von denen man nicht bezirke, also nur 641 weniger als 1887!! Wir glauben mit diesen Zahlen schließen zu dürfen, beschäftigt sich unter obiger Ueberschrift mit den Beschwerden er Socialdemokraten als Arbeitgeber. Die„ Deutsche Tageszeitung" die beweisen, wie wenig föniglich preußische Staats- Schlächtergesellen über die Verhältnisie im Berliner Rabatt- Sparministerien in der Lage sind, das von der Regierung Verein„ Südost", ohne natürlich ihren Zefern die Erwiderung des selbst anerkannte öffentliche Interesse gegenüber der Vorstandes unterbreitet zu haben. Ihre Besprechung der Angelegen Junkerjippe zit wahren. Jedem Leser aber muß als Arbeitgeber sehr oft auf ihre Grundzüge pfeifen, ist genugsam heit leitet sie dann mit den Worten ein:„ Daß die Socialdemokraten CS auch hierdurch wieder flar werden, wie hohe bekamut".- Der Rabatt Spar Verein„ Südost" ist nun an sich Zeit es ist, daß endlich die Socialdemokratie in den preußischen überhaupt fein socialdemokratisches Unternehmen, sondern Landtag einzieht. Gewiß mißbilligen auch die Freifinnigen eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, an deren Spizze aller die Wirtschaft mit den Gutsbezirken, aber sie haben es nicht dings Arbeiter stehen. Diese Arbeiter sind außerdem in der That verstanden oder haben es feige vermieden, hier wie überall, bemüht, ihren Grundsäßen entsprechend den bei ihnen beschäftigten das Volk gegen die Mißwirtschaft aufzurufen, sein Interesse Schlächtern bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu bieten, für den Kampf dagegen zu wecken. Auch hier müssen wir als dies in Privatbetrieben gemeinhin der Fall ist. Dennoch muß das verlassene Erbe des Liberalismus antreten. ehrlicherweise anerkannt werden, daß die Verhältnisse in RabattSpar- Verein„ Süd- Ost" schr wohl einer Verbesserung bedürften. Was aber die Leiter des Vereins daran hindert, das, was sie als Arbeiter für berechtigt anerkennen, als Arbeitgeber zu bewilligen, ist die Thatsache, daß die Privatkonkurrenz des Vereins die schamloseste Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft betreibt und so die Verhältnisse geschaffen hat, in die der Verein bessernd eingreifen In Baden finden heute die Landtagswahlen statt, und einen solchen Betrieb höhere Anforderungen stellen als an jeden möchte. Man kann es den Schlächtern nicht verübeln, wenn sie an fetzt in der letzten Stunde vor der Wahl wird bekannt, daß die Re- andern, aber man muß auch einsehen, daß Forderungen wie die gierung die Absicht hat, die seit vielen Jahren geforderte Wahl- eines Urlaubes unter Fortzahlung des Gehaltes auch in einem von reform im neuen Landtage in durchaus reaktionärer Weise Arbeitern geleiteten Betriebe erst dann durchführbar sind, wenn die Erbeiter sowie ein Lieutenant, ein Unters zu betreiben. Herr Minister Schenkel, so teilt die„ Mannheimer Gefellen wenigstens in den andern Betrieben eine geregelte Arbeitszeit Der Minister sagte, der Konflikt sei immerhin noch nicht beigelegt Bolksstimme" mit, gedachte seinen Entwurf des neuen Wahlgefeges und annehmbare Löhne erkämpft haben. Die„ Deutsche Tageszeitung" und werde andauern, so lange der Ausstand fortbeſtehe. zwar aus Furcht vor dem Zorn des Volkes bis nach den Wahlen hat übrigens vergessen mitzuteilen, daß in der Versammlung in der über Bilbao, 30. Oktober. Die Nacht ist ohne Zwischenfall verlaufen, geheim zu halten, es ist aber trotzdem bekannt geworden, daß in wurde, gerade wegen der schlimmen Berhältnisse im Berufe in eine zu einer Verständigung kommen wird. General Zappino ſetzt heute den Rabatt- Spar- Verein„ Süd- Ost" Klage geführt wurde, beschlossen die Ausständigen sind ruhig geworden. Man hofft, daß es morgen Zukunft nur noch wahlberechtigt sein wird, wer eine direkte allgemeine Lohnbewegung einzutreten, daß also die Klagen der seine Verhandlungen mit den Arbeitgebern und den Ausständigen fort. Staatssteuer zahlt und bei Aufstellung der Wählerliste Gesellen keineswegs für die Betriebe des Rabatt- Spar- Vereins„ Süd- In der Stadt fehlt es an Lebensmitteln, es regnet in Strömen. mindestens ein Jahr in Baden ansässig ist. Das sind Verschlechte- Ost", sondern wie in der Versammlung ausdrücklich betont Barcelona, 30. Oftober.( B. H.) Die revolutionären Gruppen rungen des bestehenden Wahlrechtes, die das besiglose arbeitende wurde allen Betrieben in Berlin gelten, wo die Arbeits- versuchen die hiesige Arbeiterschaft sowie diejenige der Umgegend zu Volt aufs schwerste treffen. Denn um eine direkte Staatssteuer zu verhältnisse die schlechtesten im ganzen Reiche sind". bewegen, sich mit den Ausständigen in Bilbao solidarisch zu erklären. entrichten, muß man in Baden mindestes 900 Mark Jahresverdienst Vor allem aber haben am wenigsten die„ Deutsche Tages- Die hier anwesenden fremden republikanischen Delegierten erklärten, haben. Und durch die Forderung einjähriger Ansässigkeit im Lande zeitung" und andre bürgerliche Blätter das geringste Recht, Bor- der an sie ergangenen Einladung nach Bilbao nicht Folge leisten zu wird die ungeheure Zahl aller jener Arbeiter vom Wahlrecht auswärts gerade hat sich der Klagen und Forderungen der Schlächter- gedroht habe. würfe gegen die Socialdemokratie zu erheben. Denn der Vor- können, da die spanische Regierung mit scharfen Gegenmaßregeln geschlossen, die infolge der Unsicherheit ihrer Berufs- und Erwerbs gefellen angenommen, während die bürgerliche Presse stets für die Amerika. verhältnisse des öfteren ihren Wohnsitz wechseln, bald in diesem, bald Ausbeutung und gegen die Ausgebeuteten eintritt. Die Beschwerden Ein Gewerkschaftskampf. Bereits mehrfach ist in letter Beit in jenem deutschen Vaterlande Arbeit und Brot suchen müssen, was der Schlächtergesellen sind gerade durch den„ Vorwärts" der Deffent- darauf hingewiesen worden, daß die amerikanische Unternehmerschaft besonders in dem langgestreckten Lande Baden, das aus lauter lichkeit unterbreitet worden. Vorbereitungen trifft, die durch die ausgebrochene Eisenkrise herbeiGrenzbezirken besteht, für das arbeitende Bolt von einschneidendster Bedeutung ist. Eine Bismard- Debatte im Stadtverordneten- Kollegium zu Bosen. geführte Geschäftsflaue zur Sprengung der Gewerkschaftsverbände Eine auf zuverlässiger Grundlage basierende Der Oberbürgermeister von Posen Dr. Wilms hatte bei der neulichen zu benutzen. Der Anfang foll anscheinend in New York mit den Schäßung ergiebt, daß damit ein gutes Drittel der bisherigen Einweihung des Bismarck- Denkmals eine Rede gehalten, in der er Baueisen- Arbeitern gemacht werden, denn von dort wird telegraphisch Wählerschaft aus Arbeiterkreisen des Wahlrechts beraubt, im Staate ausführte, die Stadt Posen werde das Denkmal unter ihren Schutz gemeldet: New York, 30. Oftober. Für morgen ist der Beginn eines also völlig rechtlos gemacht wird, während natürlich das zahlungs- nehmen. Gegen diese Aeußerung protestierte eine Interpellation der fähige, ſeßhafte Bürgertum ſein Wahlrecht behält und damit das polnische Stadtv. Stuz aj filhrte aus: Der Schuß“ ziehetett, bahridheinlich aber werden über 100 000 ArStadtverordneten in der Stadtverordneten- Ver- Staaten proklamiert. 10 000 Arbeiter sind unmittelbar daran beAusstandes der Baueisen- Arbeiter im ganzen Gebiet der Vereinigten sammlung. Kosten nach sich. Diese erfordern die Genehmigung der städtischen beiter in andren Gewerb szweigen aus ihrer Be Körperschaften, könne die nicht eingeholt worden sei. Die Stadt schäftigung gerissen. Der Zweck des Ausstandes ist, die die hakatistischen Festlichkeiten nicht unterstützen. Der Oberbürgermeister sollte wissen, daß daß er eine Stadt Neto Yorker Bauunternehmer zur Anerkennung des Arbeitertritt, welche zum größten Teil von Polen bewohnt ist, und von St. Louis in Mitleidenschaft, überhaupt alle Orte, wo Mitverbandes zu zivingen. Der Ausstand zieht die größten Städte östlich deren Gefühle nicht beleidigen. Oberbürgermeister Wilms erklärte, von St. Louis in Mitleidenschaft, überhaupt alle Orte, wo Mitdaß nicht ein Pfennig städtischer Mittel für das Denkmal gezahlt glieder des Arbeitgeber- Verbandes Bauten übernommen haben. Die Generalfynode und die Professoren. Die gegenwärtig in worden ist. Als Bürgermeister einer deutschen Stadt habe er Berlin tagende Generalsynode beschäftigte sich in ihrer legten Sizung die moralische Pflicht gehabt, an der Enthüllung des Denkmals wiederum mit der Frage der Theologie Professoren. In teilzunehmen und für das Denkmal zu danken. Die Geder vorigen Sitzung hatte Professor Haupt- Halle nach einem schichte des Denkmals und die Absicht, die Polen zu Referat die Anerkennung der theologischen Lehrfreiheit als eines reizen, sei ihm nicht bekannt. Stadtv. Abg. v. Chlapowsti: Erfordernisses der theologischen Wissenschaft" verlangt. Eine dieses Man möge Bismarck Denkmäler stellen, wo man wolle- aber nicht Wie bei den Reichstagswahlen so auch jetzt bei den LandtagsBrincip festlegende Resolution wurde einer Kommiſſion überwiesen, hier, wo der größte Teil der Bevölkerung dem Schöpfer des„ Ost- wählen müſſen die Militärbehörden erſt von höherer Stelle darauf die nun die Forderung der Lehrfreiheit in ein Dokument martenverein" ein trauriges Gedenken bewahre. Selbst der deutsche verwiesen werden, daß sie die Ausübung des Wahlrechts nicht vertheologischen Stlaventum 3 umkrempelte. Die mit 14 Reichstag hat es seiner Zeit abgelehnt, an der Bismarck- Feier teil- hindern dürfen. Von verschiedenen Seiten wird berichtet, daß auf gegen 6 Stimmen vorgeschlagene Resolution der Kommission lautet zunehmen. Der frühere Oberbürgermeister Dr. Witting hat sein den 12. November Kontrollversammlungen angesezt sind, zum Teil nunmehr wie folgt: Ehrenwort gegeben, daß das Denkmal nicht auf städtischem Boden zu Tagesstunden, in denen die Wahlhandlung selbst stattfindet. Die Generalfynode bekennt sich einmütig zu der Offenbarung errichtet werden würde, denn er erachtete das als Provo- So wird mitgeteilt, daß Kontrollversammlungen auf den Gottes in Christo Jefu, dem Gefreuzigten und Auferstandenen, tation der polnischen Bevölkerung. Dent Stadtv. 12. November in Nirdorf, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde anals dem Lebensgrunde der Kirche. Kurzaj, der nochmals gegen die Stellungnahme des Sie erkennt die für die Theologie der Gegenwart vorhandenen Oberbürgermeisters spricht, wurde das Wort entzogent. gesetzt sind, dasselbe wird uns aus Brieg in Schlesien gemeldet. Schwierigkeiten in der Behauptung und Verteidigung des bibli- Die sämtlichen deutschen Stadtverordneten welche die Mehrheit Das ist nicht angängig und es ist dringend erforderlich, daß für schen Christentums an und hält die Freiheit der Forschung für eine der Versammlung bilden- erklärten sich gegen die Ausführungen Abhilfe gesorgt wird. Die Wähler müssen am Wahltage frei ſein unerläßliche Bedingung zu ihrer Ueberwindung. der polnischen Redner.d von militärischen Verpflichtungen, die sie an der Ausübung ihres Sie spricht allen Theologen, die durch ihre Arbeit den evan- Es ist hervorzuheben, daß ein energisches Protestflugblatt höchsten Bürgerrechts behindern. gelischen Glauben bekräftigen und verteidigen helfen, ihren Dank welches von den polnischen Socialisten am Tage vor der Denkmals- Hier und da ist übrigens ein Zweifel aufgetaucht, ob aus. Aber sie erklärt, daß die Kirche es nicht ertragen kann, daß Enthüllung verbreitet worden ist und daran erinnert hatte, wie die der Grundsatz der Gleichberechtigung der Richtungen auf den Gegen- Arbeiterschaft über den Bismarckrummel denkt die bürgerlichen fak der naturalistischen und der christlichen Weltanschauung aus- polnischen Stadtverordneten erst zu ihrer Stellungnahme an gedehnt wird. Indem sie die vorgekommenen Aergernisse beklagt, welche die gläubige Gemeinde verwirren, giebt sie der Gewißheit Ausdruck, Theodor Mommsen, der hochbetagte Geschichtsprofessor, ist in daß auch die gegenwärtigen Kämpfe innerhalb der theologischen der vorigen Nacht von einem schweren Schlaganfall betroffen Wissenschaft schließlich zur neuen Begründung und Vertiefung der worden. Er liegt seitdem bewußtlos und die linte Seite des Körpers unveränderlichen Wahrheit des Evangeliums führen werde. ist gelähmt. Die Aerzte haben jedoch noch nicht alle Hoffnung auf eine Besserung des Zustandes und die Erhaltung des greisen Gelehrten aufgegeben. besitzlose, werkthätige Bolt bei allen politischen Entscheidungen rücksichtslos niederstimmen fann. So soll, wenn es nach dem Willen der Herrschenden geht, auch das , liberale Musterländle" immer mehr in reaktionäre Bahnen geleitet werden. Hoffentlich setzt der Widerstand des Volkes diesen Bestrebungen gebieterisches Halt.iplied stilo 1021 rodymindid " Sie ersucht die Staatsregierung, Theologen nicht zu berufen, welche die Heilsthaten Gottes und den Offenbarungscharakter der heiligen Schrift als das Fundament der Kirche und der Heilsgewißheit nicht anerkennen. Sie erklärt es im Interesse der Kirche wie der Theologie für notwendig, daß es in feiner theologischen Fakultät besonders für die Hauptfächer an Professoren fehle, die fest im Glauben der Kirche stehen. geregt hat. gunsg Ausland. Don Frankreich. ber= Landtagswahl. Militärische Kontrollversammlungen am Wahltage. Wähler, die am 12. November zu Kontrollversammlungen berufen sind und sofern diese Kontrollversammlungen nicht, wie erforderlich, abgesagt werden, socialdemokratisch wählen und social. demokratische WahImänner sein dürfen. Dieser Zweifel ist durchaus unbegründet. Das Wahlrecht beruht auf der Verfassung und keinerlei militärische Anordnung kann die in der Verfassung den Staatsbürgern gegebenen Rechte beseitigen. Es besteht auch gar kein Anlaß anzunehmen, daß die Militärbehörde irgendwo geneigt wäre, die Ausübung des verfassungsmäßigen Wahlrechts zu behindern. Zur Nachachtung! Wie uns mitgeteilt wird, ist den Angestellten der Firma Wertheim in allen drei Geschäftshäusern freigegeben worden, Der blutige Zusammenstoß zwischen arbeitslosen Handlungs- um an der Wahl teilzunehmen. Es ist dringend erforderlich, daß Sie erkennt es dankbar an, daß der Evangelische Ober- gehilfen und der Polizei, der vorgestern in der Pariser Arbeitsbörse auch in andern Geschäften und Betrieben die Angestellten und ArKirchenrat zugesagt hat in Gemeinschaft mit dem Kultusminister stattfand, ist, wie selbst bürgerliche Pariser Blätter zugestehen, durch beiter zeitig an die Unternehmer herantreten, um sich die Zeit zur wirksam zu fördern und hält es für erwünscht, wenn akademische der„ Temps" entwirft eine Schilderung, in welcher die Haltung der geeignete Geistliche bei dem Ergreifen des akademischen Berufs einen brutalen Ueberfall der Polizei hervorgerufen worden. Sogar Ausübung ihres Wahlrechts zu sichern. Lehrer zuvor in einem Pfarramt der Kirche gedient haben. Zur Rettung des Freisinns gegenüber der Socialdemokratie An dem Wunsche einer Mitwirkung des Generalsynode- Vor- Polizei als unentschuldbar bezeichnet wird. Die Polizisten, die mit standes bei der Begutachtung der zu berufenden Docenten hält blanken Säbeln in die Arbeitsbörse eindrangen, hieben wiederholt, macht das„ Berliner Tageblatt" einige Bemerkungen in Anknüpfung an einen Artikel Bernsteins in den„ Socialistischen Monatsheften". ohne den Befehl der Vorgesetzten abzuwarten, wie Rasende auf die Bernstein betont in seinem Artikel, daß die Socialdemokratie nicht Ein Antrag der„ fonfessionellen Gruppe" unter Führung des Handlungsgehilfen ein, die gar keinen Widerstand leisteten. Die daran dente, ohne Gegenleistung für den Freifinn einzutreten. Das Frhrn. v. Manteuffel beziveckt noch eine Verschärfung: Polizeipräfeftur sucht es allerdings so darzustellen, als seien diel, Berliner Tageblatt" ist einigermaßen überrascht, daß auch Berndie Generalsynode fest." Es ist gänzlich thöricht, davon zu reden, daß die Socialdemokratie dem Liberalismus in den Rücken fallen" könnte. Den Verrat am Liberalismus begehen nur die Liberalen selbst, welche socialdemokratische Hilfe fordern, aber ihrerseits lieber Reaktionsleute in den Landtag bringen wollen, als Socialdemokraten. Die Socialdemokratie würde nur die unabweisbare Folgerung aus dem liberalen Selbstverrat ziehen. Adressenänderung. Wahlmänner und Urwähler, die verzogen sind, werden ersucht, im Interesse der Zustellung der Landtagswahl- Drucksachen ihr in der früheren Wohnung zuständiges Poftamt zu benachrichtigen, daß alle Postsachen ihnen nach der neuen Wohnung nachgesandt werden. Die Wahlstunde des Landrats. In der Freifinnigen Zeitung" lesen wir: Im Wahlkreis Nieder- Barnim hat der Landrat den Beginn der Urwahlen in der dritten Abteilung auf 12 Uhr mittags anberaumt. Selbstverständlich gilt diese Anberaumung nur dort, wo der Herr Landrat in dieser Frage etwas zu sagen hat und das ist glücklicherweise nur in den Gemeinden mit weniger als 1750 Gin wohnern der Fall.( Reglement vom 14. März 1903§ 10 und§ 1 und Verordnung vom 30. Mai 1849§ 6). Unfre Gemeindevertreter werden in allen größeren Gemeinden mit allem Nachdruck dafür zu sorgen haben, daß hier das vom Landrat gegebene Beispiel keine Nachahmung findet, sondern der Beginn der Wahl auf eine spätere Stunde angesezt wird. Partei- Nachrichten. " an nur stein, der doch der Hinneigung zum bürgerlichen Liberalismus am Das Blatt bezeichnet das Verhalten der Schwelmer Genossen als| Streit bis zum 2. November nicht aufgehoben ist, die Fabrikanten dringendsten verdächtig" sei, diese Haltung einnimmt. So unberechtigt formell nicht ganz korrekt, schreibt aber dann: noch weitere 7000 Metallarbeiter aussperren wollen. die Ueberraschung des Blattes ist, da Bernstein nur den Beschlüssen Man muß die Situation aus den Verhältnissen des Wahlkreises Der Redner erklärt, daß nach der Leichtsinnigkeit, mit der die Fabri unfrer Partei folgt, so richtig ist der Schluß, den das„ Berliner heraus beurteilen. In feinem Wahlkreise herrscht unter den Genossen kanten bisher mit Zahlen umgegangen seien, man auch diese Drohung Tageblatt" zieht: Wenn selbst Bernstein so denke, so hat der Libe- cine solche Erbitterung gegen den Freisinn, wie in dem Kreise Eugen nicht so ernst nehmen könne. Hätten die Kühnemänner wirklich die ralismus allen Grund zur Vorsicht". Und weiter sagt das liberale Richters. Unfre Parteigenossen sagen sich mit Recht, hier muß alles Macht zu solchen Maßnahmen, so hätten sie ja schon vorher eine so Blatt: geschehen, um die Gegensätze zwischen der Socialdemokratie und den große Zahl aussperren können. Es werde sich wohl auch hier An dem Ernst der Socialdemokratie, den Liberalismus bürgerlichen Parteien scharf zu beleuchten. Jede wirkliche oder schließlich höchstens um den dritten Teil handeln. Der Redner wies im Stiche zu lassen, wenn dieser die Socialdemokratie nicht gleich- scheinbare Anlehnung an den Freifinn, jede glimpflichere Be ferner darauf hin, wie mehrere Fabrikanten jetzt durch verschiedene falls unterstützt, ist nicht zu zweifeln. handlung dieser Partei ist vom llebel. Das ist ja auch Arbeitsnachweise, unter anderm auch durch den Christlichen ArbeitsWie viel oder wie wenig diese Drohung zu bedeuten hat, das ganz erklärlich; einer Partei, die man besiegen will, fann man feine nachweis" nach Arbeitskräften suchen. Er kritisiert das Verhalten müssen die Urwahlen zeigen. Erst dann wird eine Erörterung Konzessionen machen. Kein andrer handelt schärfer nach diesem der Polizeibehörden, die zwar die Versammlungen der Streifenden, der Wahlaussichten auf Grund eines Kompromisses Hand und Grundsay, als Eugen Richter." die jedermann zugänglich sind und wo nichts Gesezwidriges Fuß haben. Doch schon heute muß betont werden, Uns ist nicht bekannt geworden, daß Timm eine wirkliche oder vorgenommen wird, jederzeit überwachen, dagegen den jeden Sonn daß es nicht unbedenklich für den Liberalismus auch nur scheinbare Anlehnung an die Freisinnige Volkspartei ge- abend in der Börse unter Ausschluß der Deffentlichkeit steht, wenn am Wahltage ihm die Socialdemokratie mit voller wollt oder betrieben habe; wir haben auch nichts davon gehört oder tagenden Fabrikanten- Versammlungen fernbleiben. Die Fabrikanten, Kraft in den Rücken fällt." gelesen, daß Timm während der Wahlagitation den Gegensatz so führte der Redner weiter aus, scheuten mit ihren Verhandlungen zwischen Socialdemokratie und bürgerlichen Parteien nicht scharf das Licht der Deffentlichkeit; sie scheuten auch die Aussprache mit genug beleuchtet hätte. den Arbeitern, weil sie feine triftigen Gründe für die Ablehnung des schlossen, unter dem Titel„ Volksparole" ein Land- Agitationsblatt fein der Lauterkeit ihres Verhaltens stets zu einer Aussprache bereit Von der Agitation. Die anhaltische Landeskonferenz hat be- Tarifvertrages vorbringen könnten, während die Arbeiter im Bewußtseien, sobald es verlangt werde. Die Streifenden wollten Ordnung herauszugeben, das mindestens vierteljährlich einmal erscheint. schaffen in ihren Arbeitsverhältnissen und, durch die stets wiederTotenliste der Partei. Ein ehemals Mannheimer Partei- tehrende Arbeitslosigkeit gewöhnt an Entbehrung, würden sie auch in Baden an der Proletarierkrankheit gestorben. Die„ Mannheimer sprach Cohen und teilte zunächst mit, daß die Ortsverwaltung genosse, der Metallarbeiter Schneider, ist in seiner Heimat Seckach jetzt im Kampf ausharren, bis dies Ziel erreicht sei. Hierauf Volksstimme" schreibt aus diesem Anlaß: 30 000 M. bewilligt hat, um sämtlichen organisierten Streifenden Während seiner Thätigkeit in Mannheim widmete er jede Minute und Ausgesperrten in dieser Woche eine Ertra- Unterstützung zu freier Zeit der Partei und den Gewerkschaften. Im Gewerkschafts- zahlen, die sie über die Schwierigkeiten, die der 1. November mit fartell bekleidete er den Schriftführerposten. Troß seiner schweren sich bringt, hinweg helfen wird. Der Redner führte des weiteren während des verflossenen Reichstags- Wahlkampfes im Wahlkreis Wert- getreten mit der Frage, ob sie einmal an den Streitversammlungen Krankheit, die ihn vollständig arbeitsunfähig gemacht hatte, war er folgendes aus: Die Vertreter von zwei Firmen feien an ihn heranheim eifrig thätig. Seine Thätigkeit fand die ernstlichste Beachtung feilnehmen könnten und ob sie das ohne Gefahr für ihre der Gegner; dies bewies sein gestern stattgehabtes Begräbnis. Person thun könnten. Es wäre ihnen darauf geantwortet worden: Der evangelische Pfarrer Willens aus Bötigheim hielt die Grab- sie könnten nicht nur einmal, sondern ständig an den rede. Von derselben hatte der Schreiber dieser Zeilen das Gefühl, Versammlungen teilnehmen und sich auch daß der Geistliche eher einen Fluch als einen Segen spreche. Er der triumphierte mit deutlicher Anspielung auf den Toten und dessen das Geringste befürchten zu müssen. Darauf hätten Diskussion beteiligen, ohne auch alte Eltern, daß der freie Gedanke noch nicht gesiegt habe. Die sie sich bereit erklärt, zu erscheinen. Die Firma Stabernac Vertreter nach Seckach entsandt, welcher in geeigneter Form den hundert Schlosser sucht, sei darum schärfer als alle andren hiesige Verwaltungsstelle des Metallarbeiter- Verbandes hatte einen in Tempelhof, die jetzt durch Annoncen in der Volks- Zeitung" Pfarrer zurückwies und den Gedanken des Socialismus feierte, Firmen behandelt worden, indem außer den Metallarbeitern auch die dessen eifrigster Anhänger Genosse Schneider war. Lautlos folgte Holzarbeiter die Arbeit niederlegten, weil diese Firma, allerdings die Menge der Rede unsres Genossen, dicht um den Redner ge- gezwungen durch die Kühnemänner, den Tarifvertrag gebrochen drängt. Ein Gefühl der Dankbarkeit sprach aus dem Händedruck habe. Auch die auf Frreführung berechnete Annonce werde ihr nichts der Leute, dafür, daß in dieser von Pfaffen beherrschten Gegend es nußen; die in Betracht kommenden Arbeiter seien längst von den jemand gewagt hatte, ein freies Wort zu reden und schönere Ziele Umständen unterrichtet. Einige Arbeitgeber suchten jest durch die als ewige Knechtschaft zu zeigen. falsche Vorspiegelung, in Berlin werde nicht gestreift. Arbeitsfräfte heranzuziehen. In derartigen Fällen verbe die Ortsverwaltung dafür jorgen, daß von den auf diese Weise betrogenen Arbeitern Entschädigungs- Klage gegen die Arbeitgeber erhoben wird, was, wie früher schon durch derartige Fälle bewiesen wurde, Erfolg haben werde. Im übrigen sei festzustellen, daß Institute, deren eigentlicher Zweck durchaus anerkennenswert sei, wie die jüdische Arbeiterkolonie in Weißensee und der Verein Dienst an Arbeitslosen" sich zu Brutstätten für Arbeitswillige entwickelten. Wo irgendwo ein Streit ausbreche, suchten diese Institute ihn dazu auszunuzen, ihre Arbeitslosen unterzubringen. Redner nimmt an, daß die Leiter der Anstalten nicht von dem wahren Sach verhalt unterrichtet sind und daß dieser Hinweis genügt, um sie zur Abstellung dieser verderblichen Mißbräuche zu veranlassen. Ferner teilte der Redner Vom Kohlenmarkt. Die Absatzverhältnisse auf dem rheinisch auf Grund eines ihm vorliegenden Cirkulars mit, daß auch die westfälischen Kohlenmarkt stellen sich, wie der„ Boff. 3tg" geschrieben Schlossermeister sich der schwarzen Liſten der Kühnemänner bedienen wird, auf den ersten Blick als äußerst günstig dar. Beträgt doch die wollen, obgleich der Leiter der Vereinigung der Schlossertägliche Versandziffer der Ruhrzechen zwischen 19 000-20 000 meister dem Redner erklärt hat, daß er nichts mit dem KühneDoppelwagen. Was jedoch die Aufnahmefähigkeit des inländischen männer- Verbande zu thun habe. Ein weiteres Cirkular, das eine Marktes anlangt, so ist festzustellen, daß seit dem Anfang des engere Verbindung der Arbeitgeber der CentralheizungsHerbstes der Kohlenverbrauch der heimischen Eiſenindustrie und bezweckt, zeugt von demselben Streben nach völliger Knebelung der sowie der Gas- und Wasserinstallations Branche sonstiger Gewerbe absolut keine Steigerung erfahren hat und daß Arbeiterschaft. Interessant ist in dieser Hinsicht auch eine Notiz im auch keine Aussicht dafür vorhanden ist, daß dies sobald zu erivarten sei. Der Eisen- und Stahlmarkt befindet sich anscheinend im ZuEinfäufer", einer in Unternehmerkreisen verbreiteten Zeitstande der Stagnation. Wenn hier und da ein Werk zur Zeit stärker schrift, in der mitgeteilt wird, daß eine unfren beschäftigt ist als früher, so ist dies nur auf Kosten andrer konHandels- und Gewerbe Interessenten sehr furrierender Unternehmungen möglich, im allgemeinen hat die Be- nahe ſtehende, maßgebende Persönlichkeit der schäftigung der Eisenindustrie nicht zugenommen. Dementsprechend Blattes gegenüber über den gegenwärtigen Streit geäußert hat. Der preußischen Regierung" sich dem, E"-Mitarbeiter des ist der Verbrauch in Kohlen und Coats in diesem Industriezweige nicht gestiegen. Auch die übrigen kohlenverbrauchenden Industrien Mitarbeiter sagt: des Inlandes weisen keinen nennenswerten höheren Bedarf auf. Wenn nun trotzdem der Kohlenversand der Ruhrzechen eine ungewöhnliche Höhe erreicht hat, so ist dies in erster Linie dem unablässigen und erfolgreichen Bemühen des Rheinisch- Westfälischen Stohlensyndikats und der großen, außenstehenden Zechen, die Ausfuhr zu steigern, zu verdanken. Ferner ist in Betracht zu ziehen, daß hervor, daß Kühnemann, der doch der Abteilung I des sowohl das Kohlensyndikat als auch die großen Rheinreederfirmen Verbandes vorstehe und nicht der Vereinigung der Metallwarenund Großhändler über zahlreiche, umfangreiche Kohlenmagazine Fabrikanten, derjenige sei, der den Fabrikanten ihre Haltung verfügen, denen noch fortwährend beträchtliche Mengen Kohlen und Bittiere und jede Verständigung zu hintertreiben suche. Coats zugeführt werden. So lange diese Magazine aufnahmefähig Redner erklärte zum Schluß, daß auch die Hoffnung der Unterbleiben und die Ausfuhr nicht abnimmt, wird auch der gegenwärtige nehmer auf den 1. November zu Schanden werden würde und die starke Versand keinen Rückgang erfahren. Wie lange dieser Zeit- Streifenden nach diesem Tage in derselben Stärke dastehen würden punkt dauern wird, läßt sich einstweilen noch nicht übersehen. Zur Agitation für die preußischen Landtagswahlen sind in unfrem Parteiverlage erschienen: Der preußische Befreiungskrieg. Ein Mahnwort an die Landtagswähler Preußens.( Für die Massenagitation bestimmt.) Es fosten: 1000 Exemplare 50,- M., 3000 Exemplare 135,- M., 5000 Exemplare 200,- M. Einzelpreis 20 Pf. Von Die Volksschule wie sie ist. Von D. Rühle. 30 Pf. Die Volksschule wie sie sein soll. Von D. Rühle. 30 Pf. Eine Junterrevolte.( Behandelt die preußische Kanalvorlage.) K. Eisner. Preis 30 Pf. Die Knebelung der Arbeiterklasse durch das Junkerparlament. P. Hirsch. 20 Pf. Der preußische Landtag. Handbuch für socialdemokratische Landtagswähler. 4, M. Von Die preußischen Landtagswahlen.( Wahlgesetz- Wahlreglement Darstellung des Wahlverfahrens.) Von Dr. 2. Arons. 20 Pf. Agitations- Ausgabe 100 Exemplare 5,- M. Bestellungen find zu richten: Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Buchhandlung Vorwärts, Die Jubiläumschrift 1878-1903 enthält einen Artikel des Genossen Bebel„ Rückblicke und Erinnerungen", in welchem derselbe auf einen Vorgang im Jahre 1881 in Leipzig zu sprechen kommt und den dabei eine Rolle spielenden Schlosser Wölfel als Polizeifpizzel bezeichnet. Wölfel, der noch in Berlin lebt, wovon Bebel feine Kenntnis hatte, hat gegen diese Beschuldigung aufs lebhafteste protestiert. Beide sind übereingekommen, in einer Konferenz, die Ende nächster Woche stattfindet und zu der die mit den Verhältnissen aus jener Zeit näher bekannten Personen geladen werden sollen, eine Aussprache und Aufklärung über den Fall herbeizuführen. Wir bitten die Parteigenossen, bis zum Austrag dieser Angelegenheit sich jeden Urteils gegen Schlosser Wölfel enthalten zu wollen. " Die Münchner Post" bringt eine Notiz gegen diejenigen Parteiblätter, welche gegen den Artikel Vollmars Partei- Anklage und Barteigericht" bemerkt hatten, daß der Antrag des Vorstandes in Bezug auf den§ 2 unsrer Organisation auf dem Parteitage nicht angenommen worden sei, hier also ein Irrtum Vollmars vorliege, und sie bemerkt, daß dieser Irrtum zwar zuzugestehen sei, im übrigen aber der Parteivorstand den Standpunkt Vollmars als zu treffend gefunden habe. Hus Industrie und Handel. Die Zuckerraffinerien, die bekanntlich sich zwecks Hochhaltung der Preise für Raffinade zu einer Verkaufsvereinigung zusammen geschlossen haben, die vorläufig bis zum 1. März nächsten Jahres bestehen bleiben sollte, beabsichtigen diese Vereinigung bereits am Schluß dieses Jahres aufzulösen. Die Auflösung geschieht nicht aus freiem Entschluß, sie entspringt vielmehr der Erkenntnis, daß es in folge der Konkurrenz der auswärtigen Raffinerien nicht möglich ist, die Preise des Konsumzuckers dauernd höher zu halten als der Weltmarktpreis mit Hinzurechnung des Zollbetrages fich stellt. Ift dies aber nicht möglich, dann hat auch das Syndikat bezw. die Verfaufsvereinigung feinen Zweck. " " Das Vorgehen des Herrn Kühnemann wurde mir gegenüber zivar als ein ungemein scharfes" tritifiert, gleichzeitig wurde hervorgehoben, daß es gang natürlich sei, wenn eine straffe Organisation eine nach straffere hervor ruft" Aus dieser Notiz, erklärte der Redner, gehe unzweifelhaft wie jezt. Der Diese letztere Auffassung ist nicht ganz richtig. In der gemeinsamen Beratung, welche Parteivorstand und Kontrollkommission in der Angelegenheit Bernhard, Braun und Genossen Dienstag den 27. d. Mts. hatten, ist nicht nur auf den erwähnten Frrtum Vollmars hingewiesen worden, es wurde auch seine Auffassung, daß eine Anklage gegen Parteigenossen nur in der Wahlkreis- oder örtlichen Organi- ettva 40 Vertretern von Stahlwerken über die Beteiligungsziffer für Revolver mitgebracht und fürchte sich nicht. Es würde auch die Deutscher Stahlwerks- Verband. Vorgestern fanden zwischen Hierauf sprach der Fabrikant Sanfland. Er habe keinen fation, zu welcher der betreffende Parteigenosse gehöre, erhoben den zu gründenden Stahlwerks- Verband Beratungen statt. werden und daß ein Schiedsgericht nicht anders als zu dem Zweck, der hohen Beteiligungsforderungen konnte eine Einigung nicht er wollten. Er gehöre nicht dem engeren Kreise der Fabrikanten an, Wegen größte Dummheit sein, wenn die Streikenden ihn hier totschlagen einen Antrag auf Ausschließung aus der Partei wegen einer chrlosen Handlung zu beraten, zusammentreten tönne, als irrtümlich bezielt werden. Es wurde deshalb ein Ausschuß gewählt, der die Be- und was er zu sagen habe, sage er in seinem eignen Namen. ratungen derart beschleunigen soll, daß in der zweiten Hälfte des Falsch sei es. zeichnet. wenn behauptet werde, in der Die Partei bildet eine Einheit und jeder Parteigenosse hat November eine neue Hauptversammlung zur Beschlußfassung statt-& abrikantenvereinigung hätten die fleineren finden kann. das Recht, gegen jeden andern Parteigenossen, einerlei, wo dieser Fabrikanten eine geringere Stimmenzahl ab wohnt oder organisiert ist, einen Antrag auf Einfeßung eines Die Betriebskonzentration in der Bierbrauerei Großbritanniens. 3uge ben als die großen. Jeder Fabrikant hätte das Schiedsgerichts wegen einer ehrlosen Handlung zu stellen. Auch Wie im deutschen, so läßt sich auch im englischen Braugewerbe eine gleiche Stimmrecht. Die Legende vom ersten November find schon mehrfach Schiedsgerichte zusammengetreten in Fällen, stetige und rasche Konzentration der Betriebe nachweisen. In dem ei vollkommen falsch; persönlich möge vielleicht der eine in denen es sich nicht um einen Antrag auf Ausschluß am 30. September 1902 abgelaufenen Betriebsjahre waren in Groß- oder andre Fabrikant davon gesprochen haben, in der Vereinigung aus der Partei wegen einer ehrlosen Handlung, sondern britannien 5890 gewerbliche Brauereien im Betriebe, welche in diesem liege es, daß der Streik so lange fortgeführt werde, bis die Untersei nicht die Rede davon gewesen. Im Interesse der Unternehmer um Beschwerden andrer Art über einen Parteigenossen handelte. Im Jahre 36 875 975 Barrels Bier herstellten. letzteren Falle steht es aber in der freien Entschließung des Vor- Unter den 5890 Brauereien befanden sich 4260, welche weniger stüßungsfonds der Streikenden erschöpft seien; dann würde wohl standes, ob er zu einem solchen Schiedsgericht einen Vorsitzenden als 1000 Barrels Bier brauten, 925 Brauereien hatten eine Ausbeute wieder Ruhe und Ordnung auf einige Jahre eintreten. Er mache ernennen will oder nicht. Ein solches Schiedsgericht fand z. B. statt von 1000 und mehr, aber unter 10 000 Barrels, und von den Streifenden den Vorschlag, ruhig weiter zu streiken, das wäre das beste für die Fabrikanten. Cohen, der hierauf erwiderte, empfahl dem Herrn Hanfland, zunächst sich das Statut der Fabrikantenvereinigung einmal genau anzusehen, worin der Abstimmungsmodus, wie er in der Mittwochnummer des„ Vorwärts" gekennzeichnet wurde, genau vorgeschrieben ist. Der Redner wies ferner auf den großen Unternehmern auf die kleinen ausgeübt wird, wie sie den Terrorismus hin, der außerdem von den ungefähr zwei Dutzend einen Gießereibesizern und Fabrikanten die Aufträge zu entziehen und den Kredit abzuschneiden drohen, wie sie z. B. auch die Firma Stabernack durch Drohung zum Wortbruch, zum Bruch des Tarif vertrages gezwungen haben und wie sie es in dieser Weise dahin bringen, daß die kleinen Arbeitgeber thatsächlich nicht mehr Herr im eignen Hause sind. Gegenüber der Absicht der Fabrikanten, die Geldmittel der Streikenden zu erschöpfen, führte der Redner aus, daß der Streif bisher 350 000 M. gekostet habe; in der Ortsverwaltung Berlin, die kaum ein Viertel des Metallarbeiter- Verbandes bildeu gingen jeden Monat allein ungefähr 60 000 M. an ordentlichen Einnahmen ein, so daß in dem Streit Berthold Mehring, Die Konferenz war nur in dem Punkt mit den Ausführungen Vollmars einverstanden, daß der Vorstand nicht in corpore als Schiedsgericht fungieren könne, dagegen war die große Mehrheit der Ansicht, daß ein solches Schiedsgericht auch der Vorstand in corpore bilden könne, wenn die angeklagten Genossen ihr Einverständ nis damit erklärten. = 261 Brauereien betrug die Produktion zwischen 10 000 und 20 000 Barrels. Eine Brauerei erzeugte mehr als 2 Millionen Barrels, von 4 Betrieben betrug die Ausbeute zwischen 11½ und 2 Millionen Barrels. Die Zahl der Brauereien nimmt dauernd a b. Im Rechnungsjahre 1892/93( endigend 31. März) gab es 9664 gewerbliche Brauereien, 1893/94 ist die Zahl derselben auf 9337 zurückgegangen, 1894/95 auf 9050, 1895/96 auf 8785, 1896/97 auf 8305, 1897/98 auf 7530, 1898/99 auf 6888, 1899/1900 auf 6447, 1900/01 auf 6110, 1901/02 auf 5898 und 1902/03 auf 5692. am Von letterer Zahl entfallen 5533 auf England, 122 auf Schottland und 37 auf Irland. Gewerkschaftliches. 1 Zu Timms Mandatsniederlegung nimmt das Elberfelder Parteiblatt das Wort, indem es schreibt: „ Wir wußten, daß die übergroße Mehrheit der Genossen im Wahlkreise Hagen- Schwelm die vom Genossen Timm in den Socialistischen Monatsheften" und auf dem Parteitag entwickelten Ansichten nicht teilt. Das Verlangen Timms, bor einer Entscheidung gehört zu werden, müssen wir allerdings als gerechtfertigt anerkennen, auch unter der wohl zutreffenden Vorausseßung, daß die persönlichen Darlegungen Timms die Genossen zu einer andern Stellungnahme kaum bewegt haben würden. Der Streit und die Aussperrung in der Metallindustrie. Der Umstand, daß Genosse Timm so weit vom Wahlkreise ent Die Streifversammlung der Gürtler, die gestern vormittag tagte die bis jetzt verbrauchte Summe; schon in sechs Monaten reichlich fernt wohnt, mag ja vielleicht dabei auch eine gewisse Rolle spielen, und sehr zahlreich besucht war, bot dasselbe Bild der Einmütigkeit wieder ersetzt werden könnte, ganz abgesehen von den 5 Proz. Extrajedenfalls ist dieser Umstand auch schon früher der Kandidatur niche und Entschlossenheit der Streifenden wie die bisherigen Versamm- steuern der arbeitenden Mitglieder. Die Hoffnung der Fabrikanten, gerade förderlich gewesen. Auf alle Fälle handelte es sich doch nut lungen. Der Umstand, daß diesmal auch ein Arbeitgeber das auf diese Weise Ruhe und Frieden zu kriegen, würde sich nie erum den Beschluß eines einzelnen Ortes, dem sich freilich inzwischen ein Wort ergriff und im Sinne der Kühnemänner zu den Versammelten füllen. Selbst wenn der Streit, woran noch gar nicht zu denken zweiter, Haspe, angeschlossen hat; aber die höchste Instanz, die Wahl- sprach, vermochte nichts an dieser Thatsache zu ändern und diente sei, wirklich verloren gehe, würden die Arbeiter micht treis Konferenz, hatte doch noch keinen Beschluß gefaßt und es vielmehr dazu, die Streikenden noch mehr zu stärken in der Ueber- nachlassen und im nächsten Jahre bereits wieder kommen. bestand die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit, daß Timm zu der zeugung, daß es notwendig für sie ist, im Stampfe auszuharren.( Stürmischer Beifall.) Die Nachricht, daß die Fabrikanten. entscheidenden Sigung wäre eingeladen worden. Durch Timms Zunächst sprach Wiesenthal über den Stand der Bewegung. den zweiten November abwarten wollten, sei ihm aus lauterster Quelle eigne Erklärung ist das ja nun allerdings überflüssig geworden." Er erwähnte cine Notiz des Lokal- Anzeigers", wonach, wenn der gekommen. Fabritant anfland mußte in seiner Ertviderung zugeben, I loren. Ihre auswärtigen Freunde", die sie im Kampfe unterstügt"| Antrag des Verteidigers Dr. Heinemann mit seiner Klage abwies. daß im Statut der Bereinigung der Abstimmung 8- haben, führten nun die Staffeler Aufträge aus. Die Holzarbeiter Das Gericht folgte den Ausführungen des Verteidigers, daß durch modus, wonach die kleinen Fabritanten eine, die Beitung" rät ihnen mun, bei ihrer Rückkehr zum Gesellenstande sich die Freisprechung des Beklagten im Falle Gleichauf auch die Klage großen bis zu sechs Stimmen haben, vorgesehen ist, dem Holzarbeiter- Verbande anzuschließen, der ihnen für günstige des Herrn Klaren erledigt sei und dieser Herr sich höchstens einer behauptete aber, daß bei diesem Streit in der Weise abgestimmt Lohn- und Arbeitsbedingungen forgen wird. Im übrigen wird etwa von Herrn Gleichauf eingelegten Berufung gegen das freiwerde, daß jedes Mitglied eine Stimme habe. Hinsichtlich der den Tischlern geraten, Kaffel noch zu meiden, bis dort die Ver- sprechende Urteil anschließen könne. Die Kosten hat der Kläger Sichtwechfel, die die Fabrikanten bekanntlich mit der Summe, hältnisse wieder gesundet sind. Klarrn zu tragen. müssen, meinte der Redner, daß die Fabrikanten, wenn sie halten. Die Bildhauer befinden sich dort in einer Bewegung, die Zuzug von Holzbildhauern ist von Hamburg streng fern zu Verfammlungen. den Tarifvertrag eingehen, diese Gelder in die Kassen anscheinend recht aussichtsvoll verläuft, da die Mehrzahl von ihnen der Gewerkschaften einzahlen müßten. Ferner behauptete schon zu den gewünschten Bedingungen arbeitet. auf die fie lauten, bei der Fabrikantenvereinigung niederlegen Sociales. " Die Branche der Korbmacher hielt am Montag, den 26. Oktober, er, daß nach dem, was er seitens des Gewerbegerichts erfahren habe, ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Nachdem festgestellt ist, nur 37 Firmen und nicht, wie seitens der Arbeiter behauptet werde, daß die Kugelförbe bei Starke, Wilhelmstr. 124, für 60 Pf. an 140 den Tarif unterzeichnet hätten. Cohen klärte ihn dann gefertigt werden, in Hamburg aber 70 f. dafür bezahlt werden, darüber auf, daß nicht nur auf dem Gewerbegericht die Unterschriften zum Tarif entgegengenommen Sizung am Donnerstag erledigt. Er stimmte den Ausschußberichten einverstanden und verpflichten sich, die Körbe nicht unter dem Preise Einige focialpolitische Kleinigkeiten hat der Bundesrat in seiner Kollegen erklären sich mit dem Vorgehen der Hamburger Kollegen tam folgende Resolution einstimmig zur Annahme:" Die Berliner find, sondern zu einem weit größeren Teil im Gewerkschaftshause, so daß man thatsächlich auch auf zu über a) die Vorlage betreffend die Abänderung des§ 15 der von 70 Pf. anzufertigen. Unter Verschiedenem berichtete dem Gewerbegericht nicht die Firmen weiß, die bewilligt haben. Schlackenmühlen vom 25. April 1899; b) die Vorlage betreffend tages an den Gesellenausschuß, welcher folgende Anträge gestellt Vorschriften über die Einrichtung und den Betrieb von Thomas Bartel über die Antwort des 18. Deutschen Korbmacher- Verbands= Der Redner macht Herrn Hanfland den Vorschlag: er könne die den Entwurf von Bestimmungen über die Beschäftigung von hatte: 1. Von der Submission sind ausgeschlossen diejenigen Unterunterschriebenen Tarifvertrags- Formulare durch Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziegeleien, sowie den nehmer, welche nicht mit ihren Arbeitern einen Vertrag über die zählen unter der Bedingung, daß, wenn er dann zu Ausschußberichten über die Vorlage betreffend die Ergänzung der Lohn- und Arbeitsbedingungen geschlossen haben entsprechend den geben müßte, daß die Angaben der Lohnkommission über die Zahl der Bestimmungen über die Arbeitszeit in Getreidemühlen. Bewilligungen stimmt, er sich verpflichtete, selbst seine Näheres über den Inhalt der Abänderungen erfährt man nicht. weigern, einen solchen Vertrag abzuschließen. 2. Die Streitklausel von der Gewerkschaft des Berufes aufgestellten Bedingungen, oder sich Unterschrift zu dem Tarife zu geben. Auf diese Bedingung wollte Herr Hanfland nicht eingehen. Eine Centralkommission für Krankenkassen hatte sich beschwerde auf alle Fälle fallen zu lassen, weil sie eine durch nichts gerecht-Des weiteren widerlegte der Redner die thörichte Meinung, daß führend an den preußischen Handelsminister gewandt, weil es den fertigte Bevorzugung der Unternehmer ist, welche durch Lohndie Gewerkschaft einen Sichtwechsel verlangt. Die Arbeiter hätten Kassen ihres Bezirkes von der Aufsichtsbehörde untersagt wird, die drückerei oder durch sonstige Benachteiligung der Arbeiter aus den allerdings schlechte Erfahrungen mit dem Ehrenwort der Unternehmer Ausgaben für den Besuch des Verbandstages des Ortstassen- staatlichen oder städtischen Arbeiten möglichst viel Profit herausgemacht, deswegen verlangten fie unter allen Umständen die Verbandes aus Kassenmitteln zu bestreiten. Die Beschwerde ist abzuschlagen suchen. Die Streifflausel wird nur den Unternehmern Unterschrift der Fabrikanten. Die Arbeiter kämpften nur mit schlägig beschieden worden. Der Minister beruft sich dabei noch ein Mittel zum Zweck sein, welche den Arbeitern mit unreellen Abgesetzlichen Mitteln. Die Sichtwechsel der Fabrikanten würden besonders auf den Umstand, daß bei den Beratungen über die letzte sichten gegenübertreten. Solche Unternehmer zu unterstützen, wohl selbst von den Gerichten für ungültig erklärt werden, Krankenversicherungs- Novelle im Reichstage ein Antrag auf ent- fann aber nicht die Absicht der Behörden sein, welche Arbeiten in und würde in der Fabrikantenvereinigung die Disciplin auch nur sprechende Aenderung des§.46 Kr.-V.-G. abgelehnt worden ist. Submission zu vergeben haben. Die Antwort lautet: Laut Bedurch ausgedehnte Anwendung des Boykotts aufrecht erhalten.- Ueber die Verhältnisse der Schornsteinfeger läßt der preußische schluß des letzten Verbandstages kommen derartige Anträge nicht Im weiteren Verlauf der Diskussion nahm auch der zufällig im Ge- Handelsminister Erhebungen anstellen. Er will wissen, was die zur Verhandlung. Sie gehören in die Innungen; dort sei der Ort, werkschaftshause anwesende Reichstags- Abgeordnete Eduard Bern Schornsteinfegermeister verdienen, ob sie selber mit arbeiten, wie wo man diese Anträge diskutieren könne. stein das Wort und führte unter anderm aus, daß, wenn Herr viel Gesellen und Lehrlinge sie beschäftigen und wie viel die Gesellen Hanfland, wie er fagte, auch keinen Revolver mitgebracht habe, verdienen. seine Redeweise doch sich wie eine Drohung mit dem Revolver ausgenommen hätte. Er wies ferner nach, wie thöricht das Gerede von der Tyrannei der englischen Gewerkschaften ist, und erklärte, daß gerade in England festgestellt ist, nnd zwar durch eine Kommissionen, denen sämtliche Verträge der Aerzte mit Kassen zur Die ärztlichen Krankenkassen- Kommissionen( das heißt Kreistönigliche Untersuchungskommission, daß diejenigen Fabriken, wo die Begutachtung und Genehmigung vorzulegen sind) sollen darauf hinArbeitsverhältnisse durch Abmachungen mit den wirken, daß thunlichst bald bei sämtlichen Krankenkassen des RegierungsGewerkschaften geregelt sind, am allerwenigsten bezirks die freie Arztwahl eingeführt wird." von Lohnstreitigkeiten und Streits beunruhigt werden. Der Redner ging näher auf die englischen Verhältnisse ein und zeigte an Beispielen, wie in England die Unternehmer zum großen Teil viel vernünftigere Ansichten über die Thätigkeit der Arbeiterorganisationen haben, als das bis jetzt in Deutschland der Fall ist. Die Diskussion und der ganze Verlauf der Versammlung ergaben im übrigen, daß die Streifenden einmütig der Meinung find, daß der Kampf fortgesetzt werden soll, bis das gesteckte Ziel erreicht ist. " " der den Trier beschlossen in einer Versammlung: Aerzte und Krankenkassen. Die Aerzte des Regierungsbezirks " Die Beratungen im italienischen Parlament über die Schutzmaßregeln zu Gunsten der Reisarbeiter sind auf einem toten Punkte angelangt, da die Mehrheit bis zu 12 Stunden Arbeitszeit gestatten will, wärend die Socialisten für den achtstündigen Marimal- Arbeitstag wegen der höchst ungesunden Beschäftigung auf den Reisfeldern eintreten. Berliner Partei- Angelegenheiten. Berichtigung. In dem Bericht über die außerordentliche Generalversammlung des Buchbinder- Verbandes ist in den Ausführungen Bachmanns aus„ Brückner" infolge Druckfehlers Redner" geworden. Da dies sinnentstellend wirkt, berichtigen wir es hiermit auf Wunsch des Berichterstatters. werkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal I: Deffentliche Versammlung. Vortrag Bierabzieher. Sonntag, den 8. November, abends 5 Uhr, im Ges über Strankenkassen- und Unterstützungswesen. Hilfskasse der Graveure, Ciseleure und verwandten Berufsgenossen Berlins tagt jeden 1. Montag im Monat im Restaurant Elze, Luisen- User 1, abends 8-10 Uhr. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 1. November, vorm. 83/4 Uhr, in der Aula der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6: Versammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 10 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Professor Dr. Albert Gehrke:" Der Felsen Betri". Gäste. Damen und Herren, sehr willkommen. Die Landtagswahlen in Baden. Zu den gestern stattgefundenen Erneuerungswahlen zur zweiten Kammer hatte unsre Partei in 9 von 32 Bezirken eigne Kandidaten aufgestellt. Zu verteidigen hatten wir vier Mandate und zwar zwei von Mannheim- Stadt, je eins von Pforzheim und Durlach. Ueber das Ergebnis der Wahlen liegen bisher folgende telegraphische Nachrichten vor: Stelle des Genossen Fendrich kandidiert, ist gesichert. Bisher Durlach, 30. Oktober. Die Wahl des Genossen Horst, der an socialdemokratische, 8 nationalliberale Wahlmänner gewählt. Mannheim, 30. Dftober.( Privat- Depesche.) Es wurde außerdem in der gestrigen Versammlung wiederum über sonderbare Erfahrungen Streifender mit Polizeibeamten be Erster Wahlkreis. Am Sonntag, den 1. November 1903, richtet. Ein Streikender, der, wie wir vor einigen Tagen berichteten, morgens 8 Uhr, findet eine Flugblattverbreitung zu den Landtags von dem Sohn eines Fabrikanten arg mißhandelt worden war, wahlen statt. Die Parteigenossen werden ersucht, sich recht zahlreich wandte sich nach dem Polizeirevier in der Lausitzerstraße, an folgenden Stellen einzufinden: Hahn, Stralauerstr. 48. Weih um Angaben über den Vorfall zu machen. Dort wurde nacht, Grünstr. 21. Glaue, Krausenstr. 18. Menzel, Dorotheenstr. 69. er mit den Worten angeredet: Keile gehört Euch Wolff, Mauerstr. 50. Radtke, Flensburgerstr. 24. noch obendrein!" Fin andrer Streikender, Verkehr gehindert haben soll, wurde vom Schußmann mit Frecher am Sonntag früh 1/8 Uhr zahlreich auf folgenden Stellen zur Achtung! 5. Wahlkreis! Die Parteigenossen werden ersucht, sich Kerl" tituliert. Er wurde sistiert und als er gegen die ihm zu Flugblattverbreitung einzufinden: 1. Abteilung: Rausch, Winsstr. 12. 48 teil gewordene Behandlung protestierte, an änden und 2. Abteilung: Feist, Georgenkirchstr. 25. 3. Abteilung: Krader, Füßen gefeffelt. Das geschah, wie berichtet wurde, auf dem Seibelstr. 40. 4. Abteilung: Patt, Dragonerstr. 15. Revier in der Zehdenickerstraße. 5. Abteilung: Wirt, Auguststr. 51. 6. Abteilung: Wittchow, Kl. Hamburgerstr. 27, " Der Einfäufer" weiß nach genauen Informationen" zu melden, Ecke Elsasserstraße. 7. Abteilung: Schliz, Luisenstr. 26. Der Vorstand des Wahlvereins. daß der Streit( soll wohl heißen die Aussperrung?) längstens in acht Tagen beendet sein dürfte. Man sei auf beiden Sechster Wahlkreis. Da am 12. November die Urwahlen zum Seiten streifmüde. Bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern herrsche Abgeordnetenhause stattfinden, wird der Zahlabend acht Lage der dringlichste Wunsch vor, daß dem Streit unter allen Um- früher, also am Donnerstag, den 5. November, abgehalten werden. ständen sofort ein Ende gemacht werde.- Wir werden Eine polnische Volksversammlung findet am Sonntag, den wohl nirgends Zweifeln begegnen, wenn 279 nationalliberale Wahlmänner. Unfre zwei Mandate sind glänzend In Mannheim wurden gewählt: 426 focialdemokratische, behauptet. In Pforzheim: 82 focialdemokratische, 134 nationalliberale Wahlmäner. Das Mandat des Genossen Adolf Geck ist verloren. Karlsruhe- Land ist wahrscheinlich erobert. wir fagen, daß 1. November nachmittags 2 Uhr im Englischen Garten, Letzte Nachrichten und Depefchen. wir über die Stimmung der Arbeiter besser unterrichtet Alexanderstr. 27e statt. Genofie Haase aus Kattowitz wird über find als der„ Einkäufer". Von den Arbeitern aber wissen wir wohl, das, Socialistengesez und die PosenerSocialisten Minister v. Hammerstein auf der Wahlagitation. daß sie wohl den Wunsch nach Frieden haben, aber nicht nach prozesse" referieren. Wir bitten die Genossen, welche mit Frieden unter allen Umständen! Daß" Der Einkäufer" polnischen Arbeitern zusammen arbeiten, diese auf die Versammlung Hannoverschen Rathauses hielt Minister v. Hammerstein eine Rede, Hannover, 30. Oktober.( W. T. B.) Bei dem Besuch des über die Stimmung der Unternehmer besser unterrichtet ist als wir, aufmerksam zu machen. geben wir ihm ohne weiteres zu und nehmen Notiz davon, daß in welcher er u. a. folgendes fagte: Es hat mich geschmerzt, als ich diese„ unter allen Umständen" die Aussperrung beenden wollen; die reich zu der am Sonntag früh 128 Uhr stattfindenden Flugblatt- Stadt Hannover in Erörterung gezogen worden ist, bei hier in der Lichtenberg. Die Parteigenossen werden ersucht, sich recht zahl- vor einigen Wochen gelesen habe, daß auch Herren hätten besser gethan, sie nicht erst zu inscenieren! berbreitung in den bekannten Bezirkslokalen einzufinden. fünftigen Wahlen mit der socialdemokratischen Partei zusammen Montag findet bei Höflich eine öffentliche Versammlung statt, zu gehen. Gefreut hat mich die gründliche Abwehr, die auch gerade Die Vertrauensleute der Angestellten von der Großen Berliner in der außer einem Referat des Genossen Adolf Hoffmann die aus dieser Stadt und in dieser Stadt diesen Anregungen gegenüber Straßenbahn haben nunmehr fast sämtlich, soweit sie Mitglieder des Aufstellung der Wahlmanns- Kandidaten vorgenommen wird. Es zur Geltung gekommen ist. Denn ich glaube, wir dürfen doch alle, Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Berbandes find, ihre fallen demzufolge die Zahlabende aus. Das Wahlkomitee. und nach dem Dresdener Parteitage erst recht, überzeugt Posten niedergelegt. Anlaß hierzu gab ihnen die bekannte sein, daß Schöneberg. Parteigenossen! Nur wenige Tage trennen uns Bartei im Rahmen unsrer Staatsverfassung ist, sondern Bestrebungen daß die focialdemokratische Partei Maßregelung einiger Mitglieder sowie des Vertrauensmannes vom noch von den Stadtverordnetenwahlen, die am Freitag, vertritt, welche jedes staatliche Leben, ja unsre wirtschaftliche Ordnung teine politische Bahnhof Brandenburgstraße wegen Zugehörigkeit zur Organisation. den 6. November, stattfinden. Um aus diefen Wahlen siegreich über den Haufen stoßen und an Stelle der bürgerlichen Freiheiten, Sie hegen aus guten Gründen die ernste Besorgnis, es könne ihnen über kurz oder lang ähnlich so ergehen wie ihren hervorzugehen, ist es unbedingt die Pflicht eines jeden Partei die wir genießen, einen Terrorismus setzen wollen, der schlimmer könne ihnen über kurz oder lang ähnlich so ergehen wie ihren genoffen, sich an der Agitation zu beteiligen. Am Sonntag findet ist, als jeder andre Terrorismus von andrer Seite. Ich glaube, gemaßregelten Kollegen, und dem wollen sie im Interesse ihrer in den zur Wahl stehenden Bezirken eine Flugblattverbreitung daß Sie sich alle einig fühlen, in diesem Gedanken der vollständigen Familien vorbeugen. Der Verband wird bis auf weiteres teine Bertrauensmänner- Kandidaten wieder aufstellen, er wird vielmehr statt und es iſt dringend erforderlich, daß sich auch die Genossen Abwehr gegen alle socialdemokratischen Bestrebungen. folgenden Lokalen: Schilling, Kyffhäuserstraße 16; Döring, der übrigen Bezirke daran beteiligen. Treffpunkt früh 8 Uhr in Merseburgerstr. 7; Reimer, Hohenfriedbergstr. 26; Hoffmann. Das Ableben Theodor Mommsens ist stündlich zu befürchten. Charlottenburg, 30. Oktober.( W. T. B.) Abends 10%, Uhr. Cherusterstr. 16; Mo II, Sponholzstr. 34. Klein- Schönebeck- Fichtenau, Schöneiche und Münchehofe. Sonntagdem von der Direktion so gütigst protegierten Ascher- Verein" dieses Feld neidlos allein überlassen. Wenn dann in Zukunft lauter brave Ascher- Männer als Vertrauensleute fungieren und die Wünsche und Beschwerden" der Angestellten unterthänigst vorbringen soweit dies die Direktion gnädigst gestattet, so werden die Straßenbahner den Wert Polizeiliche Schließung eines Warenhauses. einer solchen Vertrauensmänner- Körperschaft bald entsprechend zu nachmittag 3 Uhr findet in Schöneiche im Saale des Herrn Clasen München, 30. Oftober.( B. H.) Die Polizei verlangte die würdigen wissen. Soviel steht schon jetzt fest: Durch die Maß-( Restaurant Waldschloß) eine Volksversammlung statt, in Schließung des Warenhauses Schmoller binnen drei Tagen auf regelungen hat die Direktion das ganze Vertrauensmänner- System welcher Genosse Freiwaldt über die bevorstehende Grund der neuen Sicherheitsbestimmungen für Warenhäuser. selbst gründlich diskreditiert; die Mehrheit der Straßenbahner wird Landtagswahl referieren wird. den neu zu wählenden Vertrauensleuten wohl schwerlich irgend Grünau. Der Wahlverein hält heute abend 9 Uhr in der welches Vertrauen entgegen bringen, weil sie in diesen von vorn- Grünen Ede seine Mitgliederversammlung ab. Da wichtige An dem Polizeipräfekten Lépine vor, er habe die Arbeitsbörse von Polizei- Brutalitäten vor der Deputiertenkammer. Paris, 30. Oftober.( W. T. P.) Coutant( Soc.) wirft Direktion wird also das Vergnügen haben, in Zukunft teine Verbands- gelegenheiten bezüglich der Landtagswahl zu erledigen sind, so ist Bolizeibeamten besetzen lassen, und erklärt, wenn er anwesend ges herein nur liebedienerische Elemente der höheren Vorgesetzten sieht. Die Vertrauensmänner mehr in den Halbjahrs- Konferenzen zu sehen. Das Erscheinen aller Mitglieder notwendig. Halbjahrs- Konferenzen Der Vorstand. Dem Verbande selbst aber hat sie durch ihr rigoroses Vorgehen Alt- Glienicke. Der Wahlverein hält heute abend 8 Uhr bei eher genügt als geschadet, was sie über kurz oder lang bald erfahren Saß eine Versammlung ab mit der Tagesordnung:„ Aufstellung dürfte. der Wahlmänner". Entlassen worden ist nunmehr auch ein Fahrer vom Bahnhof Weißensee, der seit 14 Jahren im Dienste der" Großen Berliner" ersucht, am Sonntagvormittag 10 Uhr im Lokal von Schmutz, Weißensee. Die Wahlleiter der zwanzig Urwahlbezirke werden gestanden hat. Und das Verbrechen dieses Mannes? Nun er hatte während des Streits der Omnibus- Angestellten einen Königchaussee 38, zu erscheinen. Die Bezirkslisten sind mitzubringen. Zusammenstoß mit einem Omnibus, der von einem des Fahrens Eichwalde. Sonntagnachmittag 5 Uhr findet im Waldschlößchen nur wenig kundigen Kutscher gelenkt wurde. In begreiflichem Aerger eine öffentliche Versammlung statt, in der Genosse Wezker über die über dessen Ungeschicklichkeit machte er eine landläufige mißfällige Forderungen und Aufgaben der Socialdemokratie im Landtage Bemerkung über ihn. Weil dies aber während eines Streites ge- pricht. Auch werden die Wahlmänner bekannt gegeben. schehen war, sah die Direktion darin einen Grund zur Entlassung. Bemerkt sei, daß der Entlassene tein Verbandsmitglied war. er Gerichts- Zeitung. Zur Adressenschreiberbewegung. Am Donnerstagabend fand in Frantes Festsälen eine stark besuchte Versammlung statt, in der der Stand der Bewegung eingehend besprochen wurde. Der Referent Der klagende Gewerkvereinler. In Nr. 242 berichteten wir, daß Lange teilte mit, daß die Verhandlungen mit Herrn Teßmer vor- der Arbeitsvermittler des Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereins, Herr aussichtlich sehr bald zum Abschluß gelangen würden. In der Dis- Klarrn, gegen den Eisendreher Pawlowitsch eine Beleidigungsklage fussion wurde von verschiedenen Rednern das Geschäftsgebahren der angestrengt hatte. In einer von den Arbeitern der Nileswerke aus Firma Schustermann unter stürmischem Beifall der Versammelten gegeißelt. Eine Resolution wurde nicht angenommen, um nicht bie eingeleiteten Verhandlungen zu stören. wesen wäre, als die Polizei unschuldige Arbeiter niederschlug, hätte Lépine die Arbeitsbörse nicht lebend verlassen.( Beifall auf der äußersten Linken.) Jaurès führt aus, die Polizei habe die Ordnung aufrecht zu erhalten, die Regierung müsse aber Maß halten über das Maß hinausgegangen. Die Regierung dürfe die socialen und ihre Staltblütigkeit bewahren. Gestern sei der Chef der Polize Fortschritte nicht außer acht lassen und dürfe sich nicht von denen irre machen lassen, die einen Seitenangriff machen, um die Klerikale und kapitalistische Reaktion zu retten.( Beifall auf der äußersten Linken.) Ministerpräsident Combes erklärt, er billige die vom Polizeipräfekten auf der Straße getroffenen Maßnahmen, hingegen billige er es nicht, daß die Polizeibeamten mit gezücktem Säbel in die Arbeitsbörse eingedrungen seien.( Beifall links.) Aus den Berichten der Polizeibehörde gehe hervor, daß die Schußleute ihre im Säulens umgang der Arbeitsbörse aufgestellten Kameraden in Gefahr glaubten und von einem spontanen unwiderstehlichen Triebe geleitet, mit der flachen Klinge schlagend in das Gebäude eindrangen. Der Ministerpräsident bemerkt, die Untersuchung über den Vorgang sei eingeleitet, und wenn jemand eine Schuld treffe, werde er feine Pflicht thun. ( Beifall.) Hierauf wird die Debatte geschlossen. Es werden mehrere Tagesordnungen eingebracht, darunter eine von Jaurès, welche unter dem Ausdruck des Bedauerns über das Eindringen der Polizei in die Arbeitsbörse der Regierung das Vertrauen des Hauses ausspricht. Mehrere Anträge lauten auf einfache Tagesordnung. Diese wird darauf mit 375 gegen 210 Stimmen angenommen. Dann setzt das Haus die Budgetberatung fort. Anlaß des Streits bei der Firma Mehlich abgehaltenen WerkstattBersammlung hatte Pawlowitsch eine Redewendung gebraucht, die den Leitern des Gewerkvereins, Gleichauf und Klarrn, entstellt überbracht worden war und ihnen Anlaß zur Klage bot. Während Pawlowitsch in der von Gleichauf angestrengten Klage bereits am Die Herren Tischlermeister in Kassel haben in den 30 Wochen 15. Ottober freigesprochen wurde, fand die Klage des Herrn Klarrn Kampfes, den sie mit ihren Gesellen geführt haben, ihre Arbeit ver- I gestern dadurch ihre Erledigung, daß das Gericht diesen Herrn auf Verantwortl. Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Hierzu 3 Beilagen. Deutfches Reich. Nr. 255. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 31. Oktober 1903. Dr. Heinrich Braun für Franz Mehring. ,, Göbenstr. 9. Berlin W. 18, 7./III. 87. " Bald richt' ich mich rasselnd in die Höh', folgender Brief zeigt, den er am 19. März 1889 an diesen schrieb, als infolge eines Artikels von Mehring die Berliner VolksDaß Du Mehring nicht acceptiertest, so lange er sich nicht Beitung" dem Socialistengesetz zum Opfer fiel. Dieser Brief mit der Partei auseinandergefeßt", erscheint mir sehr pedantisch, und lautet: Mit Nachfolgendem übergebe ich ein Thatsachenmaterial der ich bedaure das, weil auf diese Weise an eine Thätigkeit Mehrings" Heute, wo ein schamloser Streich gegen Sie geführt wurde, Deffentlichkeit in dem Streite Braun- Mehring, das in der Hauptsache an der Neuen Zeit" nicht zu denken ist. Ich glaube wenigstens will ich nicht säumen, Ihnen meine aufrichtige und hohe Beden Parteigenossen noch unbekannt ist, aber zur Beurteilung der nicht, daß er sich bemüßigt finden wird, zu erklären, daß er ehrlos wunderung auszusprechen für die publizistische Genialität, mit der Vorgänge auf und nach dem Dresdener Parteitage von entscheidender gehandelt. Das allein aber könnte doch der Inhalt der Auseinander- Sie die Sache der Freiheit verteidigt haben. Auch für Sie gilt sicher Bedeutung sein dürfte. segung" sein. Denn um etwas andres handelt es sich bei seinen Freiligraths Wort: Die Stellen aus den Briefen und der Postkarte aus dem bedauerlichen Metamorphosen kaum. Ich bin der Ansicht, man Jahre 1887 find entnommen der Korrespondenz, die Dr. H. Braun tönnte sich damit zufrieden geben, daß er durch die That seine Bald kehr' ich reisiger wieder." mit Kautsky in jenem Jahre pflog. Ich hatte mir diese Korrespondenz früheren Sünden gut gemacht und wenn er worüber ich gar In gleich anerkennender Weise äußerte sich Dr. H. Braum über vom Genossen Kautsky ausgebeten, um sie in den schiedsgerichtlichen nichts weiß Neigung hätte, direkt in unsern Reihen wieder Mehring in der Wiener Arbeiter Beitnng" am 10. Oftober 1890. Verhandlungen, die anläßlich der bekannten Vorgänge auf dem mitzufämpfen, so könnten wir über eine so wertvolle Unter- Siehe Seite 7 der Mehringschen Broschüre:„ Meine Rechtfertigung". Dresdener Parteitag notwendig geworden sind, zu verwenden. stüßung uns nur freuen. Herz und Nieren zu prüfen Die Gründe, die einige Jahre später Dr. H. Braun mit Mehring Der Entrüstungsartikel, den Dr. H. Braun im Vorwärts" vom und darüber zu Gericht zu fizen, fönnten wir dem lieben Gott über- in Differenzen brachte und schließlich bei ihm zu jener fittlichen Ent25. Oftober veröffentlichte, wurde für mich die Veranlassung, mit laffen. Uebrigens betrachte ich die Sache nach Deinem Brief für rüstung und zu jenem intensiven Haß führten, wie diese in Dresden diesen Schriftstücken an die Deffentlichkeit zu treten, weil sie als ganz erledigt und ich accentuiere bloß, daß Du mich nicht überzeugt und in seinem schriftlichen Erguß wider Mehring im Vorwärts" Maßstab dienen für die verschiedenen moralischen Auffassungen des hast. Ich will übrigens nicht leugnen, daß ich bei meinem vom 25. Oktober zum Ausdruck kamen, find an andrer Stelle zu er Dr. H. Braun über Mehring in den Jahren 1887 bis 1890 und 1903. Verhältnis zu Mehring ich kenne ihn persönlich gar nicht erörtern. Aus dieser Korrespondenz zwischen Dr. H. Braun und Kautsky habe über einen gewissen unaufgelösten Rest peinlicher Empfindung nicht Ich möchte schließlich hier noch auf eine persönliche Angelegenich nur diejenigen Stellen entnommen, die sich auf Mehring be- hinauskomme, aber ich lasse mich von diesen Empfindungen nicht heit zu sprechen kommen. ziehen, diese aber wörtlich. Die gesperrt gedruckten Worte sind in beeinflussen." der Korrespondenz Brauns unterstrichen. " Nachdem die Gattin Brauns bereits im Herbst 1886 einen Huldigungsbrief an Mehring geschrieben hatte, in dem sie sich auch auf ihren Mann berief und in dessen Namen Mehring Grüße überfandte, begann Dr. H. Braun im Februar 1887 die Korrespondenz mit Kautsky, in der er sich die größte Mühe gab, Mehring als Mit arbeiter an die Neue Zeit" zu bringen. Auch enthalten die folgenden Darlegungen Stellen, die im starken Widerspruch mit gewissen Ausführunge: Dr. H. Brauns in Dresden stehen. Derselbe schreibt an Kautsky: ( Göbenstr. 9. Berlin W. 18, 10./II. 86.*) .. Noch Eins. Wie dächtest Du darüber, Franz Mehring von der Bolts- Zeitung", den ehemaligen giftigen Verleumder der Socialdemokratie, ich meine feinen andern, zur Mitarbeiterschaft an der„ Neue Zeit" aufzufordern. Ich halte Mehring nämlich für einen ganz außerordentlichen Schriftsteller, der durch sein jeziges Verhalten seine Jugendfünden wettgemacht hat und unsrer Partei mehr als irgend unsrer eignen Publizisten durch sein mutiges und geistvolles Auftreten in der demokratischen Presse nügt. Mehring ist jetzt, wie ich glaube, entschiedener überzeugter Marrist und seine Mitarbeiterschaft wäre in Hinsicht der Behandlung aktueller socialpolitischer Fragen für die„ Neue Zeit" von immensem Vorteil. " V „ Geehrter Herr! Bei meiner Rückkehr von Breslau fand ich gestern abend Ihren Brief nebst Einlage und Ihre Karte vor. Ich habe sofort nach London geschrieben, wo Bebel auf wenige Tage ist und denselben gebeten, mit Kautsky Rücksprache zu nehmen. Das Manuskript sende ich morgen nach Stuttgart an Dieß. Vom Erfolg meiner Schritte werden Sie Nachricht erhalten. Mit herzlichem Gruß an Sie und Ihren Kollegen Trescher der Ihre W. Liebknecht. Bdf.( Borsdorf), 29. 10. 87." " D " Dr. H. Braun hat sich in seinem Artikel gegen Mehring im Borwärts" vom 25. d. M. darauf bezogen, daß er schon in Dresden darauf hingewiesen, wie eindringlich er mir seiner Beit gesagt, daß es dem Gefühl der Parteigenossen widerspreche, daß gerade Mehring der Herausgeber des Nachlasses von Marg und Lassalle geworden sei. Ich habe in Dresden auf diese Ausführung nicht geantwortet, so Das Von hier ab entsteht in dem Briefwechsel zwischen Dr. H. Braun und Kautsky über Mehring eine längere Bause. Im Frühjahr 1887hatte Mehring auf Veranlassung seines Kollegen Trescher bei der Berliner Bolts Beitung" einen Artikel über Robert Schweichel geschrieben, den, wie Trescher Mehring versichert hatte, der damalige verantwortliche Redakteur der Neuen Zeit", Genosse W. Blos, in die möge es hier geschehen. Neuen Zeit" aufnehmen wollte. Die Aufnahme dieses Artikels stieß Ich fann mich nicht entsinnen, daß Dr. H. Braun mir eine aber bei Stautsky aus den oben erwähnten Gründen auf Widerstand, solche Bemerkung gemacht hat, aber sie ist wahrscheinlich. Dr. H. Braun und Kautsky, der damals in London wohnte, sandte den Artikel mit hat stets versucht, für seine Wünsche durch Schmeicheln, Bohren oder einem Briefe an Mehring zurück. Als dann im Oftober 1887 Schüren bei denjenigen Vorstandsmitgliedern, die er jeweilig seinen Dr. H. Braun mit Mehring persönlich bekannt wurde, erzählte Wünschen am zugänglichsten erachtete, zu wirken; er hat aber im Mehring bei einem der Besuche Brauns seine Erlebnisse mit vorliegenden Falle vergessen zu sagen, was ich ihm antwortete. Kautsky. Darauf riet ihm Dr. H. Braun, sich an Liebknecht zu Diese Antwort fonnte keine andre als eine entschieden abwenden, ein Rat den Mehring befolgte. Die Antwort Liebknechts weisende sein. Als der Plan zur Herausgabe des Nachlasses von war folgender Brief: Lassalle und Mary auftauchte, bestand unter den an der Sache Beteiligten nicht eine Sekunde eine Meinungsverschiedenheit darüber, daß Franz Mehring der berufene Mann für diese Arbeit sei. wurde von uns allen als selbstverständlich angenommen. Und als der Parteivorstand unter Hinzuziehung der Genossen Dietz und Richard Fischer über die Herausgabe des erwähnten Nachlasses beriet, haben wir uns wohl mit der Honorarfrage und dem Ort des Verlags beschäftigt, nicht aber mit der Person des Verfaffers, die außer Frage war. Es steht auch fest, daß wir keinem Berufeneren diese Arbeit anvertrauen konnten als Mehring; denn Aus diesem Briefe Liebknechts ergiebt sich, daß ich in Dresden es ist die glänzendste historische Arbeit, die für die Partei mich im Irrtum befand, als ich anführte, daß ich die Vermittelung geleistet wurde. Diese Ansicht teilt auch Victor Adler, der seiner wegen der Aufnahme dieses Artikels in die Neue Zeit" mit Kautsky Beit in der Wiener Arbeiter Zeitung" schrieb und mit dem schriftlich führte; sie erfolgte mündlich in London mit der Wirkung, Abdruck dieser Zeilen will ich mein Thatsachenmaterial schließen: daß Kautsky seine Bedenken gegen Mehring fallen ließ und sich Wer uns den Karl Marr jener Jahre( der vierziger Jahre) zeigen bereit erklärte, den Artikel aufzunehmen. Nachdem ich dieses voraus- will, hat ein Stück Geschichtsschreibung höchster Ordnung zu leisten. geschickt, werden dem Leser gewisse Stellen klar, die in dem folgenden Franz Mehring hat diese große Leistung vollbracht Jedes Briefe Dr. H. Brauns an Kautsky enthalten sind. einzelne Stück der Sammlung ist durch eine ausführliche, weit aus" 3. 8t. I. Stadiongaffe 2. greifende Einleitung historisch auf seinen Platz gestellt und verständWien, 18. XI. 87. lich gemacht und durch Anmerkungen in allen Einzelheiten erläutert. . Was die Mitarbeiter anlangt, so rekrutiert die Neue Zeit" So ist unter seinen Händen lebendig geworden, was selbst den dieselben ausschließlich aus Parteikreisen und Du warst, wie ich Wenigen, die es kannten, zum guten Teil totes Material gewesen So weit in diesem Briefe Braun über Mehring. Es folgt eine neulich hörte, als Redakteur kleinlich genug, Franz Mehring, war. Nun wollen wir ein Geständnis machen, das wie ein höchst Bostkarte mit dem Poststempel vom 11. 2. 1887, in der er an Kautsky ehe Du feinen Schweichel- Artikel acceptiertest, die Bearbeitung irgend persönliches aussieht, aber weit davon entfernt ist, es zu sein. schreibt: eines socialen Themas zumuten zu wollen, damit er, ehe er die Schreiber dieser Zeilen bekennt sich dazu, und weiß, daß er im Die Artikel von F. M., die ich Dir gestern sandte, find weniger Ehre genießt, der Nachfolger eines May Quard oder J. Stern und Namen nicht allzu Weniger spricht, daß eine gewisse Unruhe wach geeignet, Dir von M. als socialpolitischer Schriftsteller einen Begriff der Kollege von W. Blos zu werden, ein Examen aus socialdemo- wurde, als die Nachricht kam, Franz Mehring sei ausersehen, den zu geben, als es die zahlreichen Aufsäze oft recht umfangreicher fratischer Gesinnungstüchtigkeit ablege und Besserung in seinen Nachlaß von Mary- Engels herauszugeben. Nicht als ob sich Natur wären, die er in den letzten drei Jahren in den„ Demokrati- moralischen Grundsätzen verrate. Wenn Du so mit einem der ersten der geringste Zweifel an dem umfassenden Wissen und den schen Blättern", einer Wochenschrift, veröffentlichte. Wenn Du Publizisten verfährst, so darfst Du Dich allerdings nicht wundern, außerordentlichen Fähigkeiten des Verfassers der Lessing- Legende, Interesse daran haft, werde ich Dir einzelne zu ver- daß die Zahl Deiner Mitarbeiter eine dürftige ist. Ich werde des Geschichtsschreibers der deutschen Socialdemokratie hätte schaffen suchen. So erinnere ich mich beispielsweise an einen als Redakteur bei meinen Mitarbeitern im Gegensatz zum lieben rühren können. Aber Mehring ist auch ein glänzender Tagess Aufsatz über die Arbeiterinnenbewegung, der nach Inhalt und Form Gott weniger auf das Herz als ihre wissenschaftliche Orthographie schriftsteller, ein Polemiker ersten Ranges, und unterliegt als solcher, ein Meisterstück war." sehen und jedermann sehr gern acceptieren, der fauf dem Gebiete wie wir alle, den Lastern seiner Tugenden. Davon, von dem Ueberder socialen Statistik und socialpolitischen Gesetzgebung wissenschaftlich schäumen des Temperaments, von der sich vordrängenden Kraft zu arbeiten versteht." einer nicht allen und nicht in allen Teilen sympathischen PersönlichWenn Du prüde bist, könnte Mehring vorerst seine Artikel anonym schreiben, obwohl selbst, wenn ich Mehring für einen noch heute charakterlosen Menschen hielte und nicht glaubte, daß es sich bei ihm um vergangene und gebüßte Sünden handelt, mir ein folch außerordentlich geistvoller Lump immer noch viel lieber wäre als der biederste, rechtschaffenste Esel. Ueberlege Dir's mal, und wenn Du willst, frage ich vertraulich bei Mehring in Deinem Namen an, об er mitarbeiten wollte. Ich glaube, nach seiner Haltung in der Volks- Zeitung" zu urteilen, thäte er es gern. Ich schicke Dir ein paar Nummern der„ VolksZeitung", die mir gerade in die Hand kommen, in denen die Leitartikel und die mit X bezeichneten Artikel von Mehring sind. Du kannst daraus seinen Stil kennen lernen." " Wie der Inhalt des folgenden Briefes zeigt, war Kautsky nicht geneigt, auf den Vorschlag des Dr. Heinrich Braun ohne weiteres einzugehen; er verlangte, daß zivischen Mehring und der Partei erst eine Verständigung erfolge, ehe er ihn als Mitarbeiter an der Neuen Zeit" annehmen könnte. Darauf antwortete Braun: *) Die Zahl 1886 ist offenbar, wie aus dem Zusammenhang mit dem Datum der folgenden Briefe hervorgeht, ein Schreibfehler, es muß 1887 heißen. A. B. Ein Soldat über den Krieg. I. " " " Der mehrfach erwähnte Artikel Mehrings über Robert Schweichel feit, die in der Wertung von Menschen und Dingen nicht nur von erschien erst im zweiten Heft des sechsten Jahrganges der„ Neuen der großen Leidenschaft des Tages, sondern auch von der kleinen Beit" im Jahre 1888. Das Honorar für diesen Artikel überwies Mehring Laune der Minute beherrscht wird, war zu befürchten, daß das ebenso dem Hasenclever- Fonds. Alsdann hörte seine Mitarbeiterschaft notwendige wie ersehnte Werk schädigende Spuren tragen werde. an der Neuen Zeit" auf, bis er dieselbe im Juni 1891 als ständiger Run wohl, wer mit uns gezweifelt und gefürchtet hat, ist aufs glückMitarbeiter wieder begann. Dr. Heinrich Braun behielt aber lichste enttäuscht worden. Franz Mehring hat in den vier Bänden während dieser Zeit seine glühende Berehrung für Mehring, wie des Nachlasses ein Werk der Selbstüberwindung, der Liebe, der Hindieses Jahres, welche Mitte März bekannt werden sollen, Sie nicht zum kommandierenden General in Aussicht genommen hat, auch eine anderweitige Verwendung für Sie nicht bevorsteht. Da ich weiß, wie schwer jedem von uns, nach langjähriger Dienstzeit, der Entschluß wird, aus dem Dienste zu scheiden, so können Sie fich denken, daß es mir nicht leicht ist, Ihnen Obenstehendes mitzuteilen; indes haben Sie selbst gewünscht, nicht auf dienstlichem Wege oder durch Uebergehung durch Hinterleute zu einem Entschluß für die Zukunft gedrängt zu werden. In alter Verehrung zeichne ich als Ihr Am 31. März 1899 starb in Berlin der General der Infanterie Hans v. Kretschmann. Aus den Kriegsbriefen an seine Gattin, die jetzt von seiner Tochter, unsrer Parteigenossin Lily Braun, herausgegeben worden sind"), würde man den ganzen Menschen erfennen, selbst dann, wenn die Herausgeberin ihn nicht in einem biographischen Vorwort ausführlich geschildert hätte: Ein Mann, ganz in den Traditionen des preußischen Offiziersstandes aufsehr ergebener erzogen, starr im Glauben an die christliche Lehre und an das b. Hahnke. politische Dogma des Monarchismus, aber innerhalb der Sitten- Herr v. Kretschmann war in Ungnade gefallen. Am Osterbegriffe feiner Gesellschaft von starken ethischen Gefühlen erfüllt, sonntag 1899 wurde er ohne Sang und Klang begraben. vielleicht auch ein verdorbener Dichter, gewiß ein vortrefflicher Stilist, Soldat mit Leib und Seele, dabei ein wirklich beredter Be- Wie gesagt, derlei Erfahrungen Tagen noch vor ihm, als Herr wunderer der Natur, ein liebevoller Gatte und Vater, sicher ein v. Kretschmann aus den böhmischen und französischen Schlachtfeldern harter Feind moderner Geistesrichtungen und dabei doch nichts Briefe an seine Gattin schrieb. iveniger als ein blinder Sänger von dem Throne. Er war es auch schon damals nicht, als er die Bitterkeit eines unwillkommenen Abschieds noch nicht gefühlt hatte. Seine Biographin erzählt aus seinem Leben recht merkwürdige Einzelheiten. Im Kaisermanöver 1887 hatte er eine Armee zu führen. Sein Gegner war Prinz Wilhelm. Als guter Soldat sah er in ihm nicht den Fürsten, nicht den Thronerben, sondern nur den Gegner, den zu besiegen er allen Scharfsinn anzuftrengen hatte. Und er besiegte ihn." Bald darauf avancierte er zum Divisionstommandeur in Münster. Es ist nun tragisch, daß diese Briefe eines für seinen Beruf begeisterten Soldaten sehr gegen seinen Willen, nur durch die starke instinktive Gewalt des Menschlichen, das in dem Briefschreiber lebte, zu einer tönenden Anklage gegen den Krieg und das Kriegshandwerk geworden sind. " Ein paar Tage später liefert ein Beispiel dafür. Die in Met eingeschlossenen und ausgehungerten Franzosen haben versucht, sich unter furchtbaren Verlusten von den Feldern einige Kartoffeln zu holen. Dazu schreibt er: daß die Franzosen fünf Bataillone dransezen, um ein paar Säcke Kartoffeln zu erobern, d. h. vielleicht für jedes Duzend Kartoffeln einen Toten und Verwundeten, hat uns es klingt eigentlich toll über alle Maßen gefreut, denn nun können sie sich nicht mehr lange halten. Am 22. Oftober meldet er aus Vernéville, am 12. November aus Troyes die angedrohte oder vollzogene Niederbrennung einiger widerspenstiger Ortschaften ohne sonderliche Gemütsbewegung, tie es scheint. Aber am 15. November schreibt er aus Theil: Ob wir morgen hier bleiben, ist noch unbestimmt. Seus, ein Drt von 11 000 Einwohnern, ist schon von den Hessen total ausgeplündert worden. Da wollen wir nicht hingehen. Und tags darauf doch aus Seus: Diesen Drt haben die hessischen Bundesbrüder in einer unglaublichen Weise mitgenommen. Ein Civilist reitet auf der Straße, zwei Offiziere nötigen ihn vom Pferde, der eine nimmt dies, der andre den Sattel. Ein Stabsoffizier will einen Schrank öffnen, der Wirt giebt vor, keinen Schlüssel zu haben, und als sein Gast den Schrank erbrechen und er es verhindern will, da schießt ihn der Stabsoffizier tot. Solche Dinge können einem den Krieg wirklich berleiden. Bei derlei Dingen will der preußische Major nicht mitthun. Am und jetzt nimmt er die Sache schon mehr von der humoristischen Seite an sein Frau: Sevres( Porzellan) und Spigen fann ich Dir nicht erobern. In unsren Reihen herrscht die Tugend. Bei den Bayern sucht er aber diese Enthaltsamkeit vergebens. 12. Dezember schreibt er aus Meung: Wenn es der Hauptmann v. Kretschmann im Jahre 1866 fast komisch" findet, Destreicher und Sachsen als Feinde bezeichnen und behandeln zu müssen, so giebt er damit freilich nur Stimmungen Ausdruck, denen der Bruderkrieg" nicht zu selten begegnete. Aber 30. November schreibt er bald brechen tiefere Töne durch.„ Das ist die Schattenseite des Jm Jahre 1889 war wieder Kaisermanöver, jezt unter Strieges", schreibt er am 19. Juni 1866 aus Klofter Marienthal,„ daß Wilhelm II. und in Westfalen. Mein Vater sprach sich, wie ich man allerdings unter der Sanktion des Staates, so eine Art von viel später erst von andren erfuhr, äußerst scharf über mancherlei Räuber werden muß..." Und am 30. Juni schildert er den„ gräßNeuerungen, besonders über die Entfaltung großer Kavalleriemassen, lichen Zustand": Soldaten ohne Nahrung, Verwundete ohne Arzt. Am aus und fuhr einen höheren Offizier, der ihn überzeugen wollte, daß Später erklärt er feiner Tochter, daß die Schilderungen der Kriegser geschlagen sei, während er sicher war, mit dem Feuer seiner greuel, wie sie von Bertha v. Suttner in ihrem Buche Die Infanterie den Gegner in Grund und Boden geschossen zu haben, Waffen nieder!" gegeben worden sind, die gräßlicherre Wirklichkeit sehr unsanft an." Einige Monate darauf war der General nicht erreichten. v. Kretschmann a. D.! Den Feldzug gegen Frankreich machte er von den Wunden Am 10. Januar 1890 bekam der General nämlich folgendes des 66er Krieges geheilt als Major im Generalstab des dritten Briefchen aus dem geheimen Militärkabinett des Kaisers: Armeecorps mit. Am 30. August schreibt er aus Moncel: Verehrteste Ercellenz! Das Chateau( Schloß) Moncel... natürlich leer von wohnern und Möbeln; was zur Folge hatte, daß es von vorbeipassierenden Soldaten sehr vandalisch verwüstet wurde. Sie haben mir gelegentlich den Wunsch geäußert, Ihnen zu fagen, wenn der Moment gekommen, um aus eignem Enschluß den Abschied nehmen zu können. Ich glaube Ihnen daher mitteilen zu sollen, daß der Kaiser heute bei seinen Dispositionen über das fortschreitende Avancement in der Armee und über die Besetzung der Armeecorps zum 1. April *) Kriegsbriefe aus dem Jahre 1870/71 von Hans v. Kretschmann, weiland General der Infanterie. Herausgegeben von Lily Braun, geb. v. Kretschmann, Berlin. Druck und Verlag von Georg Reimer. 1903. BR Von den Bayern fannst Du Dir schwer einen Begriff machen. In Trupps zu Dreien bis Sechsen bedecken sie die Landstraße, haben die Truppen verlassen, die Gewehre zum Teil weggeworfen... plündernd ziehen sie nach Hause.... Die Dffiziere find als solche nicht mehr wiederzuerkennen. Jetzt wird die ganze Bande nach Orleans genommen, um sie ein wenig zu retablieren. Ja,„ wer Menschen kennen lernen will, der muß in den Krieg Beziehen. Wer seine Illufionen über Menschen nicht verlieren möchte, ber muß zu Hause bleiben!"( Brief vom 18. Dezember aus Meung.) Tags darauf( 19. Dezember) wird ein Kapuziner, der Samariterdienste leistet, als angeblicher Spion gefangen: Am 22. September in Vernéville fnüpft er an Mitteilungen über den Egoismus der Feldgeistlichen, die immer nur Wünsche für sich hegten und bei deren angeblicher Freiwilligkeit das eine große Rolle spiele, diese moralische Betrachtung: Geld Ueberhaupt liefert der Krieg für den Grad des menschlichen Egoismus traurige Beläge. Was Erziehung, Getvohnheit, Moral und Religion uns im Lauf des gewöhnlichen täglichen Lebens als zu erfüllende Pflichten auferlegen, es schwindet hier, weil das Bublifum fehlt, das es anerkennt oder verurteilt. Das wäre noch zu entschuldigen. Aber ihn auf die Wache bringen, den Roheiten der Soldaten aussehen, das ist ungerechtfertigt, und mich empört es geradezu. Aber Polizeiseelen( der Hauptmann v. Drygalsky, der von Kretschmann auch kurziveg unser Blutrichter" genannt wird) find immer tapfer, wenn Widerstand unmöglich ist. Aber wenn in Le Mans den Franzosen von preußischen Soldaten die Stiefel von den Füßen auf offener Straße abgezogen => Kurt Eisner gebung und des Fleißes geleistet, wofür ihm der internationale gegen die Partei gauze Säße fast wörtlich herausgenommen, ihnen| ich mit M. innerlich fertig war, da er auch gegen mich nach seine Socialismus, die ganze gebildete Welt dauernden und innigsten aber durch Streichung, Veränderung oder Hinzufügung einen gegen Gartenlauben"-Moral von 1880 gehandelt hatte. Dank schulden. In überraschendem Maße hat er sich zur Höhe und teiligen Sinn gegeben, geht Mehring in seiner Rechtfertigung“ Würde seiner Aufgabe erhoben und nur an ganz vereinzelten und überhaupt nicht ein. überdies nebensächlichen Stellen wird der Leser vorübergehend daran erinnert, was der Autor in sich überwinden mußte." A. Bebel. " Nach dem Parteitage. Von Urteilen über Mehrings Broschüre erwähnen wir heut das Hamburger Echo", welches schreibt: Uns, und mit uns wohl vielen Parteigenossen, erschien im Fall Mehring" die eine Episode als die weitaus wichtigste: die Karte fich rechtfertigen; war es richtig, was man im ersten Augenblick an Mehrings an Harden über Schoenlank! Hier vor allem mußte Mehring nehmen mußte, daß ein Parteigenosse gegen einen andren Parteigenossen einem dritten, außerhalb und im Gegensatz zu der Partei Stehenden, Material politischer Natur angeboten, dann handelte es sich um ein Vergehen schwerster Art. Gerade in diesem Punkte ist nun aber unfres Erachtens Mehring die Rechtfertigung durchaus gelungen. Wenn man aus der Broschüre den vollen Wortlaut der Karte kennen lernt und wenn man erfährt, in welcher Angelegenheit sie geschrieben worden, so wird sie ganz verständlich." Dem Volts willen" in Hannover erscheint der Fall " 19 榮 " Krampshaft spricht Mehring von einem„ Komplott", das gegen Herr Harden ersucht uns festzustellen, daß der in der ihn geschmiedet worden sei, um ihn in Dresden zu verderben. Aber neuesten Nummer der Zukunft", auch im Vorwärts" mitgeteilte, der Nachweis ist ihm völlig mißglückt. Mehring vergißt ganz, daß Brief Schoenlants an ihn vom 14. Februar( nicht Noer den Anstoß zu dem widerlichen Gezänt gegeben hat durch sein vember) 1901 stammt. Das falsche Datum November" beruht Vorgehen in der Mitarbeiterfrage, und daß es durchaus natürlich darauf, daß Harden die römische II des Schoenlantschen Originals war, wenn die Angegriffenen sich zusammenfanden, um ihm nachzu- als N gelesen. weisen, er sei der Allerungeeignetste, den Sitten- und Splitterrichter zu spielen." " Die Betrachtung schließt: ** " 11 In einem Artikel der Socialistischen Monatshefte Wogegen wir Protest erheben, ist die Anmaßung Mehrings, bei unter der Ueberschrift Vom Klassenbewußtsein und dem das„ psychologisch Rätselhafte" nur im Verfolgungswahn und vom klassenkampf" citiert Paul Kampffmeyer eine Stelle Sittenrichter zu spielen. Dazu ist er nun einmal der geeignete welche heutzutage der Bourgeoisie gegenüber stehen, ist nur das im Größenwahn besteht. Er mag in Zukunft unterlassen, den Partei- aus dem Programmbriefe von Karl Marr, worin dieser schrieb: " Im Kommunistischen Manifest heißt es: Von allen Klassen, Mann nicht. Und wenn auch seine glänzenden journalistischen Fähig keiten willig anerkannt werden, so muß er doch seine" Raufbold- Proletariat eine wirklich revolutionäre Klasse. Die übrigen Klassen natur", die ihm selbst sein Freund Kautsky nachredet, zügeln, sonst kann letariat ist ihr eigenstes Produkt". Die Bourgeoisie ist hier als verkommen und gehen unter mit der großen Industrie, das Proes troß seiner Rechtfertigung" nicht ausbleiben, daß bei jeder neuen persönlichen Fehde, in die er sich verwickelt, das alte Kriegsbeil aus- dustrie- gegenüber Feudalen und Mittelständen, welche alle gefellrevolutionäre Klasse aufgefaßt als Trägerin der großen Ingegraben wird." schaftlichen Positionen behaupten wollen, die das Gebilde veralteter Produktion weisen. Sie bilden also nicht zusammen mit der Bourgeoisie nur eine reaktionäre Masse. Andrerseits ist das Proletariat der Bourgeoisie gegenüber revolutionär, weil es, selbst erwachsen auf Charakter abzuftreifen strebt, den die Bourgeoisie zu verewigen sucht. Aber das Manifest sett hinzu: daß die Mittelstände revolutionär werden im Hinblick auf ihren bevorstehenden Uebergang ins Prole tariat". Von diesem Gesichtspunkt ist es also wieder Unsinn, daß sie, zusammen mit der Bourgeoisie und obendrein den Feudalen, gegenüber der Arbeiterklasse nur eine reaktionäre Masse bilden". hat man bei den letzten Wahlen Handwerkern, kleinen Industriellen und Bauern zugerufen: uns gegenüber bildet Ihr mit Bourgeois und Feudalen nur eine reaktionäre Masse?" Die Phantasien Franz Mehrings. Dazu schreibt Kampffmeyer; Schoenlant nach Mehrings Darstellung gleichfalls in milderem Lichte. Boltszeitung" zum Range eines ersten Principienblattes. Jch dem Boden der großen Industrie, der Produktion den kapitalistischen Fr. Mehring erhebt durch weitere Erklärungen die Leipziger Die Volkszeitung" in Düsseldorf urteilt: „ Wenn wir unsre Ansicht über die Mehringsche Schrift äußern bin genötigt, ohne meine bisherige Zurückhaltung aufzugeben, doch follen, so müssen wir gestehen, daß wir in etwas enttäuscht sind. Wir ſeine über mich veröffentlichten Einbildungen wiederzugeben. hatten nach der Mehring- Attacke in Dresden mehr„ Enthüllungen" Man leje: erwartet. Andrerseits zerpflückt Mehring mit nicht schlechter Logik die 1. Auf dem Dresdener Parteitage sagte Heinrich Braun: einzelnen gegen ihn gemachten Anschuldigungen Punkt für Punkt, Ich behaupte, daß ich die Artikel in der„ Gartenlaube" und so daß wir uns heute fragen müssen, warum nur die Braun, die Rede Hasenclevers erst vor einigen Monaten kennen gelernt Heine und Genossen gerade vor dem öffentlichen Forum zu Dresden habe. Der Genosse, der mich darauf aufmerksam gemacht hat, ist diese unerquickliche Angelegenheit aufgerollt haben. Mag immer im Saale. Wenn es gefordert wird, erwarte ich, daß seine LoyaliMehring in früheren Jahren ein Verbrecher an unsrer Partei getät ihn veranlaßt, sich zu nennen. wesen sein, wie Grimpe fagte, ein Schuft, den unsre Genossen mit Recht damals auf das heftigste zurückweisen mußten: der einstige Mehring ist nicht mehr der heutige und steht u. E. jezt vor dem Schiedsgericht viel ehrlicher da, als die Braun, Bernhard und Genossen. Wollen diese Leute Mehring wegen dessen Stellungnahme zu verfchiedenen Parteifragen in die Schranken zurückweisen, so hätten sie es gewiß in Dresden thun dürfen, jedoch nicht in der, fast möchten wir fagen fchofelen Art und Weise, wie es auf dem Parteitag zum Gaudium unsrer Gegner geschehen ist. Was die Braun, Bernhard und Genossen uns in Dresden eingebrockt haben, daran hat unsre Partei nun lange Jahre zu arbeiten, bis sie es wieder aus der Welt geschafft hat. Bir aber in der Provinz, namentlich in den rheinischen Hochburgen des Centrums, haben die Arbeit davon. Wir wünschten nur, die Braun, Bernhard, Heine, Göhre kämen einmal in unfre rheinischen Versammlungen. Sie würden ihr blaues Wunder vernehmen und wahrlich keine Schmeicheleien." " Das Hallesche Voltsblatt" schreibt: Als Mehring, der überaus gewandte Stilist, vier Wochen Zeit zur Herstellung der nur 35 Druckseiten umfassenden Verteidigung brauchte, sagte sich jeder, der seine Leistungsfähigkeit als Schriftsteller kennt, die Broschüre werde ein Meisterstück Mehringscher Sophistik und Rabulistik werden. Die Erwartung hat nicht getäuscht. Wer sich leicht gefangen nehmen läßt, wird durch die Broschüre voll befriedigt worden sein. Wer dagegen zwar vorurteilslos, aber mit kritischem Blicke die Schrift durchmustert, gelangt zu andrem Ergebnisse.. Was beweist und was widerlegt denn Mehring in seiner„ Rechtfertigung". Er weist nach, daß Edmund Fischer, Braun, Harden, Bernhard, Heine sich in mehr oder weniger nebensächlichen Behaup tungen geirrt haben. Er weist nach, daß Braun und Harden ihn feiner Zeit als Freund betrachtet und ihm hohes Lob gespendet haben. Er weist nach, daß der eine und der andre seiner Briefe nicht Ursache, sondern erst die Folge eines andren Briefes gewesen ist. Er weist noch eine ganze Menge andrer Sachen nach, oder nimmt wenigstens an, er habe gewisse Nachweise gebracht. Aber in den Hauptpunkten der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen versagt seine Widerlegung gänzlich oder sie bleibt auch hinter mäßigen Ansprüchen tveit zurüd. Das Blatt geht diese Punkte der Reihe nach durch; als Beispiel seiner Auffassung seien citiert: „ Die schwachvolle Besudelung der Partei durch seine Schrift gegen die Socialdemokratie und durch seine 1879 und 1880 erschienenen Artikel in der„ Gartenlaube" kann Mehring nicht in Abrede stellen. Er sagt nur, die Artikel in der„ Gartenlaube" seien gewissermaßen" ein Auszug aus der erstgenannten Schrift gewesen. Aber auf den schwersten Vorwurf, er habe in seiner zweiten Geschichte der Socialdemokratie, die in den neunziger Jahren erschien, aus seiner Schmähschrift Da sich niemand meldete, so erkundigte ich mich, mit der berzeihlichen Neugier des Gehenkten, zu wissen, wer ihn denn alles an den Galgen hochgezogen habe, nach dem Namen des so feierlich beschworenen Helfers. Von einem Dugend glaub- und vertrauenswürdiger Genossen beiläufig nicht von dem Genossen Bebel, den der Redakteur Gisner neulich in diesem Zusammenhange genannt hat erfuhr ich, Braun habe den Redakteur Eisner gemeint. Diese Thatsache ist inzwischen sichergestellt worden, und sie ist von keiner Seite bestritten. man " „ Ein proletarischer Klassenfämpfer sein, das heißt nicht auf die bürgerlichen Gesellschaftsklassen ganz unterschiedslos drauflosprügeln, auch in den Fällen, wo sie kulturfortschrittliche Gedanken vertreten, sondern nur auf sie dann einhauen, wo sie die Interessen der arbeitenden Klasse verlegen. Wer sich in dem Augenblick dem Bürgertum entgegenstemmt, wo es eine Gasse für die allgemeine staatsbürgerliche Freiheit öffnen will, der versündigt sich direkt gegen das Proletariat. Die socialdemokratische Fraktion befürwortete das 2. Braun machte die vorstehende Aeußerung am 16. Sep- her mit Recht in ihrem Aufruf vom 20. Mai 1897 die proletarische tember; durch sie erfuhr ich zum erstenmal, daß der Redakteur Unterstützung die der bürgerlichen Protestkundgebungen gegen Eisner in irgend welchen Zusammenhängen mit den Dresdener reaktionäre Vereinsgesetzgebung mit den Worten: Wo solche KundVorgängen stände. Weder am 10. September noch an einem der gebungen gegen die Angriffe auf die Freiheit und das Recht des darauffolgenden Tage ist mir davon eine Kunde zugekommen; Bolts von bürgerlicher Seite ausgehen, unterstüßt dieselben! Gegeneine Warnung dieser Art würde ich auch mit den Worten ver- über dem Vorgehen der junkerlichen Reaktion haben alle gemeinsam lacht haben:„ Es ist moralisch unmöglich, daß ein Mensch, der zusammenzustehen, da durch das gekennzeichnete Attentat sich alle mir wiederholt in der feierlichsten und freiwilligsten Weise ver- Bürger eines Gemeinwesens getroffen fühlen, das den Anspruch ersichert hat, wieviel er meinen Arbeiten für seine geistige Ent- hebt, ein moderner Staat zu sein." wicklung verdante, einen seit sechs Monaten nach Material gegen Kampffmeyer behandelt in diesem Artikel auch die Frage der Mits mich spürenden Gegner vor drei Monaten auf die vor 23 und arbeit an bürgerlichen Blättern und führt dazu aus: 24 Jahren erschienenen und von mir längst vergessenen GartenDie Bourgeoisie muß sich über die socialdemokratischen Belauben- Artikel aufmerksam gemacht hat, ohne mich gleichzeitig strebungen schon aus Selbstinteresse unterrichten, und besser ist es davon zu benachrichtigen." Ich weiß schon: Der Redakteur wahrlich, anständige socialdemokratische Schriftsteller leiten diesen Eisner wird ſagen, er habe nicht gewußt, daß Braun nach Unterricht, als bürgerliche gewissenlose Schmierfinken. Vor dem Material gegen mich suche. Natürlich nicht! Der gute Kerl Ausnahmegeses empfand in socialdemokratischen Kreisen glaubte, Braun suche nach einem Zahnstocher, und da reichte er das Bedürfnis, das Bürgertum durch wahrheitsgetreue Beihm gleich edel sei der Mensch, hilfreich und gut einen hand- richte über die über die socialdemokratischen Parteibestrebungen auffesten Knüppel. zuklären. Auf dem Gothaer Parteitag im Jahre 1875 3. Neuerdings sucht der Redakteur Eisner meine Rechtfertigung schlug Hajenclever vor, man solle objektive Berichte bom dadurch zu erschweren, daß er mich in seiner füffisanten Belletristen- Parteitag in anständige bürgerliche Blätter, in die Frankfurter manier als einen armen Frrsinnigen hinstellt, der von einem gegen Zeitung" und in die" Vossische Zeitung" bringen. Bebel stimmte ihn geschmiedeten Komplott träume. Daraufhin habe ich meinem diesen Ansichten bei, und schließlich wurde der Antrag von Geib an Kollegen Jaeckh und andern Genossen mündlich und schriftlich gesagt: genommen, daß das Präsidium und die Korrespondenz- Kommission " Das ist albernes Geschwäß. In der Woche vor dem Parteitage des Parteitags die Blätter zu bestimmen hätten, an die Berichte pfiffen die Spaßen von allen Dächern der Partei, daß in Dresden gesandt werden sollten. Ein Jahr später lärmte eine widerwärtige ein großer Schlag" gegen mich geschehen werde. Mir sind von Preß- und Litteratendebatte in das Land hinaus. Unsinnige Korruptionsden verschiedensten Seiten Winke darüber zugegangen, auch von gerüchte waren verbreitet worden, daß der Herausgeber der„ Frankeinem Redakteur des„ Vorwärts" eine Warnung, die ich leider zu furter Zeitung" mit dem" goldenen Fahrstuhl" in die Parteizeitungen spät erhalten habe". Diese ihm von mir gemachte Mitteilung hat und in die Privatwohnungen einiger Parteigenossen hineingefahren sei. Kollege Jaeckh in vollkommen wahrheitsgemäßer Weise benut, Die offenherzigen Reden von Bebel, Liebknecht und Auer stellten die um neue hämische Angriffe der Redakteure Eisner und Gradnauer Korruptionsriecher hart an den Pranger. In diesen Tagen, wo ein auf die„ Leipziger Volkszeitung" abzuwehren. Hagel von Verdächtigungen auf den Herausgeber und auf die Re4. Wenn die Redaktion des„ Vorwärts" daraus den Eindruck dakteure der„ Frankfurter Zeitung" herabfiel, erklärte Vahlteich, ohne getvinnt, als solle ihr„ Redaktionsspigeltum" vorgeworfen werden, den geringsten Widerspruch von seiten der Delegierten des Parteitages so werde ich in der zweiten Auflage meiner Rechtfertigungsschrift zu finden:„ Es ist gesagt worden, die Frankfurter Zeitung" sei ein zeigen, in welcher Weise speciell die Redakteure Gisner und Bollwerk der Demokratie; diesem stimme er vollständig bei. Er sei Gradnauer„ Eindrücke" zu fabrizieren verstehen, um mich doch sogar der Meinung, daß ohne dies Blatt unsre Parteipresse lange nicht noch moralisch umzubringen. Jedoch schulde ich für heute schon dem so entwickelt sei, wie es in der That der Fall ist. Er habe selbst für Genossen Cunow die Erklärung, daß er sich als untadelhafter die Frankfurter Zeitung" in früherer Zeit dann und wann ge Ehrenmann benommen hat. Er hat die Pflicht der Kollegialität schrieben, weil er das im hohen Grade für im Interesse der Partei gegen mich erfüllt, ohne die Pflicht der Kollegialität gegenüber dem liegend fand; er bedauere, daß er es in neuester Zeit wegen ZeitRedakteur Eisner zu verlegen. Ich wiederhole: weder Cunow mangels nicht mehr zu thun im stande sei." Eine Partei, die einmal noch einer meiner sonstigen Warner hat den Namen Eisner auch die Welt erobern will, muß von zahllosen Plattformen herab ihre nur erwähnt; einzig und allein Heinrich Braun hat die Beteiligung Grundgedanken verkünden, und sie hat im Interesse dieser Werbedes Redakteurs Eisner ans Tageslicht gezogen. Wäre der einfache kraft dieser Gedanken darauf zu schauen, daß möglichst wahrheitsund sichere Takt des Gentleman, den Cunow in dieser Sache be- getreu über alle Parteivorgänge in der bürgerlichen Presse berichtet währt hat, überall heimisch in der Partei, so wären ihr die traurigen wird. Sind denn die Leser der bürgerlichen Zeitungen nur Erscheinungen der letzten Wochen erspart geblieben. gesättigte Bourgeois? Welche Angst hatte man einst vor dem Steglitz- Berlin, 28. Oktober 1903. glatten Parkett des klassenstaatlichen Parlaments, ja, ja, die Vertreter konnten auf ihm ausrutschen. Nun das Fr. Mehring beliebt meinen Einfluß auf die Verbreitung der Barlamente. Gefeßesmacher sind überdies gefährlicher, als armParkett der Redaktionssäle ist nicht glatter, als das der weiten Auflage seiner Broschüre ebenso sehr zu überschäßen wie felige Lohnschreiber, jene sind wirkliche Auftraggeber, diese die stets einen Einfluß- Wertschätzung ist noch nicht Einfluß auf meine Beauftragten, Stommandierten. Zahlreiche Artikel, Berichterstattungen, geistige Entwicklung. Mein Wesen ist durch kein psychologisches Feuilletons, wissenschaftliche Korrespondenzen in den ArbeiterRätsel" interessant und die zweite Auflage kann daher, so weit meine Aber der ersehnte Friede, der lächelnde Knabe, erscheint ihnen Person in Betracht kommt, nur zur Enttäuschung der angelockten zeitungen stimmen mit denen der bürgerlichen Zeitungen überein. bald als ein ungezogener Gaffenjunge. Die Scene verwandelt sich zu Wallensteins Lager, alle Zuderinstinkte, die die Kriegsstrapazen Leser werden. Mehring weiß sehr wohl, mit welcher tiefen Gemüts- In den freisinnigen Blättern krakeelt doch nicht nur Eugen Richter, sondern dort sprechen sich auch hervorragende Fachgelehrte, Kritiker, in ihren Bann gehalten, brechen los. Am 10. Februar schreibt er mich entgegen sehe, und er sollte nicht die Freunde, welche die Blätter wandert ja doch alltäglich in die Arbeiterpreſſe, ohne daß ruhe ich den geheimnisvoll lockenden erschröcklichen Anklagen wider Feuilletonisten aus. Ein großter Teil der Zeilen bürgerlicher Die Opfer, welche die Schlachtfelder kosten, sind doch bei Thatsachen nicht kennen, wegen der Hentertalente M.s aber be- die proletarische Gesinnung der Arbeiter dadurch verbürgerlicht wird." weitem der geringste Teil des Uebels, welche der Krieg erzeugt. sorgt sind, ohne jeden Anlaß zur Erwerbung auch der zweiten Nicht der ruinierte Wohlstand, nicht die verbrannten Häuser sind Auflage verführen. Erklärung. An der ganzen Erklärung aber, mit der Mehring seiner zweiten es ist die bis ins tiefste verderbte Moral; wann werden wir dieses llebel überwunden haben! Ich könnte Dir wunderbare sind in der That ein handfester Snüppel; sie haben auch auf mich Luxemburg im„ Vorwärts" veröffentlichten Erklärung, worin sie die Bezüglich der vom Parteivorstand und von Frau Dr. Rosa Auflage voranläuft, ist nur eines wahr: Die„ Gartenlauben"-Artikel Dinge erzählen. Man spielt, man betrinkt sich, man veranstaltet Bälle, bei denen so gewirkt, als ich sie tennen lernte; ich habe noch von uns aufgestellte Behauptung, daß die„ Gazeta Ludowa" nur 37 eine Schwimmhose und ein weißer Stragen der beliebteste Anzug" heute kein Verständnis dafür, wie ein Mann, der einmal sich Social- zahlende Abonnenten besitzt, als unwahr und somit als Lüge beist. Grautöpfige, verheiratete Offiziere tanzen mit. Man geht auch demokrat nannte, für die Partei agitatorisch thätig war, unmittelbar zeichnet, haben wir folgendes zu erklären: darauf die Socialdemokratie in den schwersten Jahren des Bei der am 25. Juli von uns vorgenommenen genauen Unter,, ins Theater": Gestern war ich mit mehreren Stameraden im Theater und Socialistengesezes mit Anklagen verfolgte, wie fie nichts- fuchung der„ Gazeta Ludowa" haben wir fonstatiert, daß dieselbe ging empört weg. Der anständige Teil des Publikums waren die mußiger noch von niemand erhoben worden sind, auch nicht in 37 zahlende Abonnenten befigt. Wir verlangen die Einsetzung eines Soldaten, der unanständige die Offiziere.( Brief vom 13. Februar Mehrings sonstigen Schriften. Und so sehr ich bereit war und bereit Partei- Schiedsgerichts. aus Le Mans.) Ein 6. Husar, dessen Verlobung kurz vor dem bin, all diese Sonderbarkeiten als phychologisches Rätsel" zu Feldzug mit Mühe(?) zu stande kam, benahm sich wirklich so entschuldigen, so wenig kann ich doch dem Rätselmann das Recht unverantwortlich, daß seine Braut mir leid thut. Ich begreife zugestehen, Parteigenossen nur deshalb zu verleumden, weil sie gar. Spieler. 2. Werner. B. Budzinski. S. Pacyna. B. Bogorowski. nicht, wo manche ihre Ehre lassen; einen verheirateten Major nicht rätselhaft sind. Daß ich Braun, wissend, daß er Material suchte, um seine AnBei der Abreise melden sich denn auch die Scharen weinender gedrückt habe, ist eitel Erfindung. Ich habe damals und bis zur griffe gegen Mehring zu richten, den Knüppel in die Hand betrogener Bräute" in Generalfommando, um sich nach den Rede Brauns in Dresden gar nichts von solcher Materialsammlung Stationen Offizieren zu erfundigen, qui avaient promis de revenir encore und solcher Absicht gewußt; ich konnte also Mehring auch nicht une foi"( die versprochen hatten, noch einmal wieder zu kommen). warnen, wozu ich mich allerdings auch nicht verpflichtet gefühlt hätte. So wurde im Lande des Erbfeindes für neue Soldaten gesorgt. und von den Räubern angezogen werden, so schildert v. Kretschmann eine so heitere Scene mit viel Humor, scheinbar ohne Empfindung für die Scheußlichkeit eines solchen Vorgangs. Denn oft betont er, daß es geradezu unmöglich sei, die Härten des Kriegs mit menschlichem Herzen zu empfinden. So trifft ihn auch am 29. Januar 1871 in Coutreiffe die Hoffnung auf einen nahen Frieden keineswegs wie manchen Renommiſten als einen Ezzel oder Tamerlan: Man muß sechs Monate lang fern von Frau und Kind, fern von der Heimat, all das Elend gesehen haben, wie selbst die Tage glänzenden Sieges die Thräne im Auge nicht zu ersticken vermochten über die, welche den Sieg machten und tote Männer auf dem Schlachtfelde liegen; man muß das alles erfahren haben, um ermessen zu können, mit welchen Gefühlen wir den möglichen Frieden begrüßen. aus Le Mans: es, dieses Regiments hätte ich am liebsten hinausgeführt. fehr spät Fr. Mehring. ** Posen, den 28. Oftober 1908. Die Mitglieder der Revisionskommission: Witterungsübersicht vom 30. Oftober 1903, morgens 8 Uhr. Barometer, stand mm Wind. richtung Windstärke Wetter Würde Braun mir vor dem Parteitag anvertraut haben, daß er gegen Swinemde. 757 SSW 3 Nebel Mehring das alte Material ausgraben wollte, so hätte ich ihm sehr entschieden davon abgeraten. Hamburg Berlin Temp. n. 6. 5° E.= 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Better 2 bedeckt 757 WSW 2 bedeckt 757 S 1 Nebel 2 wolfenl 6 Haparanda 761 23 8 Petersburg 765 G 8 Cort 9 Aberdeen 1 bebedt 759 2 2halb bd. 2 bedeckt 8 Baris 2 Nebel 7 759 SSW 2 bedeckt Temp. n. C. = Man fühlt sich wahrhaftig in die Zeiten des dreißigjährigen Strieges zurüdverseßt und an die Erzählungen Grimmelshausens er- Im übrigen sprach ich damals beiläufig von den Gartenlauben"- Franki.a. M. 759 S innert, wenn man Herrn v. Kretschmanns Bücher lieft. Man wird Artikeln, wie zu jener Zeit manche andre Barteigenossen, die sich ein München 759 23 fie immer wieder hervorholen müssen, wenn die Sedanbegeisterung Empfinden für derlei Vorgänge bewahrt haben, sich an sie erinnerten, Wien 761 SD der neupreußischen Generation allzu laut wird. Indes hatte der weil es sie empörte, daß gerade M. den journalistischen Drako und Cato Wetter: Prognose für Sonnabend, den 31. Oftober 1903. Major feiner ehelichen Vertrauten noch manch andre Dinge zu der Partei zu spielen sich herausnähme. Auch ich machte aus solchen Mild, jedoch vorherrschend wolkig mit etwas Regen und mäßigen west erzählen. Gefühlen gegen niemand ein Hehl, aber das war zu einer Zeit, als Ilichen Winden. Berliner Betterbureau. 5 Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 31. Oktober. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Figaros Hochzeit. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Drleans. Deutsches. Rose Bernd. Berliner. Alt- Heidelberg. Lessing. Der Sturmgeselle Sokrates Westen. Der Barbier von Sevilla. Neues. Salome. Vorher: Der Kammersänger. Residenz. Das große Geheimnis. Central. Bruder Straubinger. Thalia. Der Hochtourist. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Der Bibliothekar. 0 Nachmittags 3 Uhr: Iphigenie auf Tauris. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Liebelei. Litteratur. Belle- Alliance. In Vertretung. Kleines. Elektra. Luisen. Einer von unfre Leut. Carl Weiß. Amor in Wichs. Nachmittags 3 Uhr: Die sieben Raben. Trianon. Biscotte. Deutsch Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Iphigenie auf Tauris. Schauspiel in 5 Aufzügen von Johann Wolfgang v. Goethe. Sonnabendabend 8 Uhr: Der Bibliothekar. Schwant in 4 Aften von G. v. Moser. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Talisman. Sonntagabend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Montagabend 8 Uhr: Der Bibliothekar. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Liebelei. Schauspiel in 3 Aften von Arthur Schnitzler. Hierauf: Litteratur. Lustspiel in 1 Aft v. Arthur Schnikler. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Sonntagabend 8 Uhr: Liebelei. Hierauf: Litteratur. Montagabend 8 Uhr: Liebelei. Hierauf: Litteratur. Cirkus Schumann. Hente, Sonnabend, den 31. Oktober 1903, abends 7%, Uhr: Die ersten dressierten Eis- und Kragenbären in Berlin vorgef. b. G. List. Der preisgetr. 6er Zugu. d. leucht. Spiegelterrassen. Bon Dir. M. Schumann. 14 Hundert Wüstenkönige des Herrn Seeth. Das phänomenale Pariser Balletdivertissement ,, Die vier Jahreszeiten". Morgen nachmittag: 1 Kind frei. D In beid. Vorstell. 25 Löwen, Eis- u. Stragenbären, Leb. Wunderaffe, alle Clowns. Luisen- Theater. Anfang 8 Uhr. Apollo. Frühlingsluft. Speciali Einer von unsere Leut. täten. Metropol. Durchlaucht Radieschen! Casino. Berliner Nachtasyl. Hotel Klingebusch Palast. Genießet das Leben. Specialitäten. Winter- Garten. Specialitäten. Vajjage- Theater. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 4 Uhr: An den Seen OberItaliens. Um 8 Uhr im Hörsaal: Prof. Dr. C. Müller: Die Beeinflussung der Pflanzenwelt durch das Wasser. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater. Täglich 7, Uhr: Bruder Straubinger Operette in 3 Aften von Edm. Eysler Sonntagnachmittag 3 Uhr, halbe Preise. In erster Befejung: Boccaccio. Abends 7, Uhr: Bruder Straubinger. Mittwochnachm. 4 Uhr, halbe Preise, zum erstenmal: Der gestiefelte Kater. Residenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Anjang 7%, Uhr. Das grosse Geheimnis. Lustspiel in 3 Atten v. Pierre Wolff. Deutsch von May Schönau. Morgen und folgende Tage: Dies felbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Lutti. Apollo- Theater. Zum 26. Male: Frühlingsluft. Operette in 3 Akten von weiland Josef Strauss. Im Blütenhochzeit. 3. Akt: Ballett von Louis Gundlach. Ferner: Sonntagnachmittag: Die Jüdin von Toledo. Abends: Der Aktienbudiler. Montag: Das Käthchen von Heilbronn. Dienstag: Deborah. Mittwoch: Der Aktienbudiker. Donnerstag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Metropol- Theater. Heute Sonnabend: Zum erstenmal: Urania. Taubenstrasse 48/49. Um 4 Uhr im Theater: Von der Zugspitze zum Watzmann. ( Kleine Preise.) Um 8 Uhr: An den Seen Ober- Italiens. 8 Uhr im Hörsaal: Professor Dr. C. Müller: Die Beeinflussung der Pflanzenwelt durch das Wasser. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS IX. Berliner Saison. Trianon- Theater. Cirkus Busch. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Biscotte. Anfang 8 Uhr. Sonnabend, 31. Oktober cr., abends 7 Uhr: Debut! Debut! Ritter von Renroff, Schulreiter. Königstadt- Kasino. Holzmarktstr. 72, Ecke Alexanderstr. Täglich: Franz Sobanski. Ganz neues Programm. Zum Schluß die Gesangs- Poffe Fröbels Allerlei- Theater Berliner Winterfrenden August auf Urlaub. fr. Puhlmanns Vaudeville-Theater, Schönhauser Alec 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Jeden Sonntag 5 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung der beliebten Zimmermannschen humorist. Manege- Schaustück. Löwenbrant Claire Heliot. Paul Mündners Schleifenfahrt und Todessprung. SchulNorddeutschen Sänger. Mademoiselle de Holstein, reitorin Nach der Vorstellung: Um 10 Uhr: Grosser Ball. Jeden Mittwoch 8 Uhr: Grosser Elite- Familienabend. Norddeutsche Sänger u. Ball. Entree 30 Pf. Sperrsiz 50 Pf. Jeden Freitag 8, Uhr: Berliner Volks Theater. P W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Heute wegen Privatfestlichkeit geschloffen. Reichshallen Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Nach der Vorstellung: Mittw., Sonnab., Sonnt.: Tanz. BARTEN 765 Letzte Vorführung des Oktober- Programms. Saharet australische Tänzerin. The Great Goldin Ilusionist. Goldin gab eine Separat- Vorstellung vor Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II. Smith u. Doreto Therese Renz Die drei Luppus Excentrics Schulreiterin Reckturner Anne Dancrey Pariser Soubrette. Moskwa Die Agoust's russisches Sextett. Jongleure. AngelineVanloo Wilhelm Tell. Hüte Preislagen. Angeline Vanloo singerin Bedeutend verstärktes Personal. Anfang 7 Uhr. früher Palast- Theater Feen- Palast. Burgstr. 22. Premieren- Abend. Das Liebesparadies. Drig.- Burleste mit Gesang in 3 Akten von Gericke. Sonntag, den 1. November 1903: Durchlaucht Radieschen! PANOPTICUM Das neue Programm. Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. 1. Bild: Mit dem Orient- Express. Das Radieschen. 2. 99 3. " Im Moulin rouge. 4. " Das Fest in der Botschaft. Im 4. Bilde: Grosses Ballett. Im Monat Mai. Anfang 18 Uhr: Rauchen überall gestattet. Morgen und die folgenden Tage: Durchlaucht Radieschen. Kleines Theater. Friedrichstr. 165. Indianer- Riese Mianko Karoo Die zusammengewachsenen Lebend. Schwestern! Lebend. Buren- Riese Andries Venter, ehemal. Leibsoldat des Präsidenten Paul Krüger von Transvaal. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Salome. Borher: Der Kammersänger. Anfang 72 Uhr. Nachmittags präcise 3 Uhr: Der Goldbauer. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Sonnabend: Keine Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Abends 7 Uhr: Kommas. Etabl. Buggenhagen Unter den Linden 44. Deutsch- Amerikanisches Theater Morisplak. Im Kaisersaal: Nachtasyl. Anfang 8 Uhr. 67/68 Köpnickerstr. 67/68. Jeden Abend Anfang 8 Uhr: Gastspiel Adolf Philipp. Belle- Alliance- Theater. Heber'n großen Teich Abends 8 Uhr: In Vertretung. Ein Soldatenschwank in 3 Akten von Heinz Gordon. Heitere Bilder mit Gesang aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner in 5 Abt. von Adolf Philipp. Morgen und folgende Tage: In Passage- Theater Vertretung. Sonntagnachm. 3 Uhr zu halben Die glänzenden Specialitäten. Breifen Die zärtlichen Verwandten. Nur bis 1. November: Messters Biophon. Anfang 7, Uhr. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Anf. 8, Sonnt. 71/2. Heute zum erstenmal: Berliner Nachtasyl. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung: 10, 25, 40 ẞf. Die fieben Raben. Abends 8 Uhr: Ermäßigte Preise. Amor in Wichs. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Barkett Hotel Klingebusch. 60 Bf.: Othello, der Mohr von Venedig. 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November, vormittags 10 Uhr: Große außerordentliche Mitglieder- Versammlung in den Industrie- Festfälen", Beuthstr. 19/20. Zages Ordnung: 1. Die Kämpfe im Baugewerbe und ihre Lehren für die Zukunft. Referent: Gustav Behrendt- Hamburg. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl der Ortsverwaltung. 4. VerbandsAngelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist erforderlich. Mitgliedsbuch legitimiert! Ohne dasselbe kein Eintritt. Die Ortsverwaltung. J. A.: Karl Heidemann. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen, E. H. 86, Hamburg. Mitglieder- Versammlungen finden statt: am Sonntag, den 1. November, vormittags 10%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Bezirk A.: Engel- Ufer 15, Gaal 10. 99 99 99 B. C.: am Sonntag, den 1. November, vormittags 10% Uhr, im Restaurant ,, Zur Hütte", Staligerstr. 30/31. am Sonntag, den 1. November, vormittags 10%, Uhr, bei Augustin, Lindenstr. 69 ( Vorwärts"-Haus). D.: traße 57. am Montag, den 2. November, abends 8 1hr, bei Pfeffer, Rosenthaler: Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vierteljähriger Kassenbericht pro 3. Quartal 1903. 3. Crgänzungswahl des Vorstandes. 4. Bericht von der Generalversammlung. 5. Verschiedenes. Die Zahlstellen, in denen an jedem Sonnabendabend von 8-10 Uhr neue Mitglieder( bis 45 Jahre) aufgenommen werden, befinden sich: Naunynstr. 78 im Restaurant; Kl. Andreasstr. 15 im Restaurant; Reichenbergerftraße 29 bei Schmidt; Stalizerstr. 69 bei Graßmann; Bossenerstr. 45" bei Städtler; Alte Jakobstr. 69 bei Lenz. Die Ortsverwaltungen. 28665 Orts- Krankenkasse Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter der Klempner. und Arbeiterinnen Deutschlands Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 1. November, vorm. 9%, Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: General- Versammlung. Tages- Drdnung: 1. Berichte: a) des Vorstandes, b) des Kassierers, c) des Delegierten zur Gewerkschafts Kommission, d) der Delegierten von der GauKonferenz, e) des Bibliothekars. 9 2. Neuwahl der Gesamtverwaltung und des Gewerkschafts- Delegierten. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. Billets zu dem am 21. November bei Ballschmieder stattfindenden 7. Stiftungs- Fest bestehend in Konzert, Theater- Aufführungen, Festrede und Tanz( unter Mitwirkung in den bekannten Zahlstellen zu haben. 64/15 bes Berliner Ulk- Trio) find bei den Bertrauensleuten, Hilfstaffierern und Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt VII, 353 Sonntag, den 1. November, vormittags 10 Uhr: Am Sonntag, den 8. November, vormittags 10 Uhr, findet im Gewerkschaftshause, EngelUfer 15, Saal 3, eine General- Versammlung berBertreter derKaffenmitglieder und Arbeitgeber unsrer Kaffe statt. Tagesordnung: 1. Berlesung der Protokolle. 2. Wahl von bier Borstandsmitgliedern( drei Arbeitnehmer, ein Arbeitgeber). 3. Wahl des Rechnungsausschusses. 4. Abänderung der§§ 1, 10, 12, 13, 14, 18, 19, 20, 21, 23, 28 und 29 des Statuts, sowie Ziffer 5 der Verhaltungsregeln für erkrankte Mitglieder. 5. Verschiedenes. 28996 Der Vorstand. Central- Kranken- u. Sterbekaffe der Tischler und andrer gewerblicher Arbeiter. Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 3.( Hamburg.) Verwaltung Berlin B. Sonntag, den 1. November 1903, Dorm. 9 Uhr, im„ Märkischen Hof", Admiralftr. 18c: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Sassenbericht vom III. Duartal. heiten. Morgensprache der Schraubendreher Berhiedene Kaffenangelegenbei Wetzel, rangelftr. 136. Zahlreichen Besuch erwartet 181/10 123/19 Die Ortsverwaltung. Die Ortsverwaltung. Meine weit über die Grenzen des Deutschen Reiches bekannten Fabrikate von Herren- und Knaben- Garderobe bringe ich zur diesjährigen Winter- Saison in verblüffend schönen Mustern und grosser Auswahl zum Verkauf wie folgt: Farbige Jackett- Anzüge. 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Ausbil: Meldungen dung zum Polier. nimmt täglich entgegen Dr. Schünemann" Central- Verband der Maschinisten und Heizer Specialarst für Saut, Sarn- und sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umg. Sonntag, den 1. November, nachm. 6 Uhr, bei Voigt, Ritterstr. 75: Versammlung. Tages- Ordnung: Bortrag des Herrn Ingenieur Matthes: „ Ueber den Stand der Elektrotechnik im Jahre 1903." Ver schiedenes. Fragelasten. 139/5 Frauenleiden, Seydelstr. 9. , 12-3, 6-8, Sonnt. 9-11 Maurermeister C. Karras, NW., Beuffelstr. 71, II. Anglers Ruh." Zehlendorf. 28975 Sonnabend und Sonntag: Großes Wursteffen. Achtung! Album- Arbeiter! Atung! Montag, den 2. November, abends 8, Uhr: Oeffentliche Versammlung statt. Billetts zur Urania find bei den Vorstands- und Komiteemitgliedern der in den Albumfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Der Beginn der Versammlung findet umständehalber erst um 6 Uhr Die Ortsverwaltung. zu haben. Musikinstrumenten- Arbeiter- Fachverein. Die Werkstatt- Delegierten- Versammlung fällt aus. Dafür Montag, den 2. November, abends 8, Uhr: Mitglieder- Versammlung bei Graumann, Naunynstr. 27. Tages Ordnung: 142/14 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Die prenkischen Landtagswahlen". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. Unser Arbeitsnachweis und Verkehrslokal bes Zur Beachtung! net lich nach wie vor Naunynstraße 78 Restaurant Franz Krüger. Der Vorstand. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 2. November, abends 8, 1hr, in Rixdorf, Steinmetzstraße 103: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Anträge und Wahl zum Delegiertentag. 2. Bericht der Kommission. 3. Verschiedenes. Mittwoch, den 4. November, abends 8 Uhr, Engel- Ufer 15: Versammlung für sämtliche Vertrauensmänner. Tages Ordnung: 1. Bericht über die bestehenden Differenzen. 2. Welche Nachteile haben die Kollegen durch das Sonntags- und nach Feierabendarbeiten. 3. Bericht der Vertrauensmänner. 4. Berschiedenes. Die Karten der Bertrauensmänner werden nur bis 81% Uhr abgestempelt. Von heute ab werden jeden Sonnabend Beiträge in den Zahlstellen entgegengenommen. Die Differenz bei Huhn& Metzkow, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal I). Tages- Ordnung: 1. Die nächsten Aufgaben in der Albumbranche. Referent: Sollege Bytomski. 2. Branchen- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch obiger Versammlung ersucht ORIGINAL SINGER NAHMASCHINE Singer Nähmaschinen. Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Grand Prix höchster Preis Paris 1900: der Ausstellung. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. 28262* Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin W., Leipzigerstrasse 92. Scheruchs DAMEN Festsäle Rüdersdorferstraße Nr. 45. Renoviert!!! die viel Geld sparen wollen, können ihre Paletots, Jacketts, Kostüme und Röcke im Engrosgeschäft bon A. Schwarz, Wassmannstr. 1, Ede Landsbergerstr., 1. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 31. Oktober 1903. Was die principielle Haltung des Vorwärts" betrifft, so komme es Die Kreiskonferenz für Nieder- Barnim oft vor, daß der Journaliſt mit dem Politiker durchgeht. Es fehle " " " " 1 Auf 54 Bauten waren Baubude und Abort nicht in Ordnung. Auf 90 Bauten war die Baubude und auf 73 Bauten der Abort nicht in Ordnung. Auf den 71 Bauten, wo Maurer in Accord arbeiten, konnten Baubude und Abort nicht kontrolliert werden. Die Arbeitszeit soll laut Bertrag eine achtstündige sein. Bur Beit arbeiten: Auf 509 Bauten 5853 Kollegen 8 Stunden, auf 391 Bauten 2742 Kollegen 8 Stunden und auf 98 Bauten 1029 Kollegen 9 Stunden, auf 2 Bauten arbeiten 12 Kollegen 10 Stunden. Auf 3 Stellen an der städtischen Kanalisation wird teilweise die achtstündige Arbeitszeit eingehalten, teilweise ist aus technisch en Gründen eine längere Arbeitszeit nötig. Wenn dem Vorwärts" meist das Agitatorische, das Lebendige, was ihn zu wurde am Donnerstag in Rummelsburg abgehalten. Anwesend allen Zeiten nicht nur während der Wahlbewegung, wo die waren 50 Delegierte, 12 Bezirks- Vertrauensleute, die beiden Kreis- Haltung eine vorzügliche war auszeichen sollte. Die Berliner Vertrauensmänner von Nieder- Barnim und von Ober- Barnim, sowie Genossen müssen über alles, was in der Partei geschieht, durch den die Mitglieder der Kommissionen und der Reichtags- Abgeordnete des Vorwärts" unterrichtet werden, wie es in letzter Zeit geschehen ist. Kreises. Die Empfindlichkeit der Redakteure, die mit spaltenlangen Artikeln Der gedruckte Bericht des Kreis Vertrauens- antworten, wenn sie persönlich angegriffen werden, müsse mehr mannes sagt unter andrem: Die Organisation des Kreises ver- zurücktreten. Ueber die Vorgänge in den einzelnen Landtagen fügt über 4105 in den Wahlvereinen organisierte Genossen, allerdings bringe der Vorwärts" manches, was nicht immer von besonderer ein verschwindender Bruchteil gegenüber den bei der Reichstagswahl Wichtigkeit sei, dagegen habe er die geradezu glänzende Haltung unsrer abgegebenen 38 364 Stimmen. Außer den organisierten Genossen Genossen in der Hamburger Bürgerschaft zu wenig berücksichtigt.- Unter Die Bautenkontrolle vom 21. April dieses Jahres ergab, daß haben wir 105 Genossen gegen 97 im Vorjahre den vom Vorwärts" wiedergegebenen Aeußerungen der bürgerlichen auf 905 Baustellen zusammen 7146 Maurer beschäftigt warer. Die welche wegen ihrer wirtschaftlichen Stellung den Wahlvereinen nicht angehören Presse über den Parteitag vermißt der Redner ohne daß er dem Kontrolle vom 20. Oftober mit 1075 Baustellen und zusammen fönnen, aber freiwillige Beiträge leisten und zu den Organisierten Bortvärts" daraus einen Vorwurf machen will eine charakteristische 10 662 Maurern weist demnach ein Mehr an Maurern von 3516 gerechnet werden müssen. Neben den 15 Wahlvereinen, welche im Aeußerung Naumanns, der dem Parteitage beigewohnt hat, und der und an Baustellen von 170 auf. In den beiden Gegenüberstellungen berflossenen Geschäftsjahre 148 Versammlungen abhielten und die den Ton der Debatten durchaus nicht so schlimm finde, wie er in kommt eine lebhafte, ja man fann sagen, eine gute Bauperiode für Parteigenossen durch Vorträge weiter ausbildeten, wurde durch die einem großen Teil unsrer Parteipresse beurteilt worden ist. Bu Berlin und seine Vororte zum Ausdruck. Eine Zahl, wie sie die 13 Bezirks- Vertrauensleute hauptsächlich die Agitation, auf dem den Berichten der Funktionäre des Kreises und den Arbeiten im Stontrolle am 20. Oftober ergiebt, ist seit 15 Jahren in Berlin nicht flachen Lande betrieben. Es wurden 138 Versammlungen abge- reise erklärte der Redner, daß man damit durchaus zufrieden erreicht worden; dies trifft sowohl auf die Zahl der Baustellen, als halten und 64 Agitationstouren ausgeführt. Hervorzuheben ist noch, sein könne. auch auf die Zahl der beschäftigten Mauver zu. Die 3516 Maurer, daß der Kalender Märkischer Landbote" in 24 000 Exemplaren ver- Im weiteren Verlaufe der Diskussion äußerten verschiedene welche jetzt mehr als am 21. April d. J. hier arbeiten, sind zumeist breitet wurde. Außerdem gelangten 68 000 Flugblätter zur Ver- Redner ihre Ansicht über die Anregung bezüglicher einheitlicher auf Buzug von Städten, in welchen unsre Kollegen in Differenzen breitung, worin die zur Reichstagswahl verteilten Flugblätter nicht Stellungnahme des Kreises zum Parteitag, wobei betont wurde, mit den Unternehmern lagen oder noch liegen, zurückzuführen. Auch einbegriffen find. Weiter ist anzuführen, das 46 000 Exemplare der daß, wenn in Zukunft anders verfahren werden sollte wie bisher, ein Teil Kollegen aus Schlesien, die sonst in Rheinland- Westfalen Fadel verbreitet worden sind. Im Kreise, hauptsächlich in den Ber- doch die Freiheit. der einzelnen Bezirke und Orte selbstverständlich oder andren Gegenden des Reiches gearbeitet haben, sind jetzt in liner Vororten, wird fast nur der„ Vorwärts" als Partei Organ nicht beeinträchtigt werden solle. Ferner wurde angeregt, daß auch Berlin beschäftigt. Trotzdem Lohn und Arbeitsbedingungen durch gelesen, und zivar- soweit die Abonnenten der Parteispediteure in die Thätigkeit der Parteigenossen in den Gemeindevertretungen auf Vertrag geregelt sind, kommen einzelne Abweichungen vor. Was die Frage kommen in 5679 Exemplaren gegen 4000 im Vorjahre. den Kreistonferenzen besprochen werden könnten. Zwei Vertreter zwei Behnstundenbauten betrifft, so haben dieselben wenig Bedeutung; In den weiter von Berlin entfernten Orten wird die„ Branden- aus Reinickendorf verwahrten sich dagegen, daß in diesem Ort eine es fehlt nur an dem guten Willen und den ernsten Bestrebungen burger Zeitung" in 100 Exemplaren abonniert. Der Kampf um die nennenswerte revisionistische Strömung herrsche, ferner beklagten sie der in Betracht kommenden Kollegen, diesen Mißstand zu beseitigen. Erlangung von Versammlungslokalen nimmt die Kraft der Partei- fich darüber, daß die von ihnen für den lokalen Teil eingesandten Die wenigen Kollegen, welche nicht den vertragsmäßigen Lohn von genossen nach wie vor in Anspruch, haben wir doch in nächster Nähe Berichte oft in wesentlichen Punkten start gekürzt worden seien. 67 Pf. erhalten, sind meist solche, die mit den Unternehmern lant Berlins Ortschaften, tvo es den Genossen nicht gelingt, Nach Schluß der Debatte wurde der Kreisvertrauensmann auf Vertrag eine dahingehende Vereinbarung getroffen haben. Versammlungsräume zu bekommen, weil der Druck der Polizei Antrag der Revisoren entlastet und dann die Wahlen vorgenommen: eine große Zahl von Kollegen zur Zeit höheren Zohn, als wie durch stärker ist, als der freie Wille der in Frage kommenden Gastwirte. Wiedergewählt wurden: Freiwald Pankow als Kreis- Vertrag festgelegt ist, erhalten, so liegt das zum Teil an der guten Größere Prozesse haben nicht stattgefunden, trotzdem erhöhte sich das vertrauensmann, Grauer Lichtenberg und Schumann- Konjunktur, zum Teil auch daran, daß die Unternehmer bei KlassenStrafconto. Strafmandate wegen Flugblatt- Verbreitung und Weißensee als Mitglieder der Preßkommission, Taubmann- oder höherem Lohn die guten Arbeitskräfte anziehen und dadurch ähnliche Verbrechen", so eine Anflage wegen Veranstaltung einer Weißensee als Mitglied der Agitationskommiffion. Eichler, die angefangenen Arbeiten schnell fertig stellen können. Ein Teil Kollekte, weil bei der Reichstagswahl auf Listen gesammelt wurde, Schüler und Welk wurden zu Revisoren, und Ried- unsrer Kollegen glaubt eben immer noch, daß mit einem höheren find die Mittel, durch welche man gegen die Socialdemokratie im Rummelsburg als Obmann der Lokalkommission gewählt. Lohn auch eine quantitativ erhöhte Leistung berbunden sein muß. Kreise vorgeht. Der Kassenbericht zeigt eine Einnahme von Der folgende Punkt der Tagesordnung betraf die preußischen Gerade auf Bauten, wo Klassenlöhne gezahlt werden, müßten unfre 9098,11 M., wovon nach Deckung der Ausgaben, unter denen sich ein Landtagswahlen. Stadthagen, der hierzu ein furzes Kollegen mehr Wert auf die Qualität als auf die Quantität Posten von 2000 m. befindet, die an den Parteivorstand abgeführt Referat hielt, legte die Grundsäze dar, welche uns bei der Wahl- der Arbeit legen. Eine Anzahl Unternehmer, die erhöhte Löhne find, ein Stassenbestand von 3735,39 m. verbleibt. Die Kosten der beteiligung leiten, betonte, daß wir selbstverständlich mit der Hoffnung zahlen, legen wenig Gewicht auf solide und gute Arbeit, vielmehr Reichstagswahl find in einer besonderen Abrechnung aufgeführt. Die auf Erfolge aus eigner Kraft in den Wahlkampf treten und kritisierte kommt es ihnen darauf an, daß am Freitag die Balken liegen; denn Einnahmen betragen 3340,40 W., die Ausgaben 2800,16 M., so daß das Vorgehen des Landrats, der die Gemeindevorsteher veranlaßte, an diesem Tage kommt der Tagator, und dieser allein hat es oft in ein Ueberschuß von 540,24 m. bleibt. den Beginn der Wahl auf 12 Uhr anzusetzen. Diese Maßregel solle der Hand, zu bestimmen, ob am Sonnabend die zur Löhnung notIn den mündlichen Ausführungen, die der Kreis- Vertrauensmann doch wohl die Wirkung haben, daß sich die Arbeiter und Kleinbürger wendigen Gelder seitens der Banken an den Unternehmer gezahlt Freiwald zu dem Bericht machte, hob er hervor, daß die Genossen möglichst wenig an der Wahl beteiligen und der Erfolg unfrer werden. Es kommen Fälle vor, daß auf den Bauten Leute hausen, des Kreises in diesem Jahre mehr aufgebracht haben wie je zuvor. Partei dadurch vereitelt oder doch beeinträchtigt werde. Sollten wir die die beschäftigten Maurer bis zum Erschöpfen zum Schindern anAußer den in der Abrechnung aufgeführten Summen sind noch bei der Wahl unterliegen, dann können wir mit dem Dichter sagen, treiben, sich als Unternehmer gerieren und an Sonnabend bei der ungefähr 4000 M. in verschiedenen Orten durch Sammlungen in wir sind nicht in offener Feldschlacht besiegt werden, sondern uns Löhnung auch nicht einen Pfennig mehr als ihren eignen Lohn erVergnügungsvereinen und dergleichen aufgebracht worden. Weiter fällten die Rücken und Tücken der schmutzigen Westtalmücken. Der halten. Und solchen Leuten zum Vorteil opfern auf vielen Bauten Sprach der Redner fein Bedauern darüber aus, daß das Organisations- Redner empfahl folgende Resolution: unsre Kollegen die gegenseitige Solidarität, machen ein vernünftiges, statut des Kreises teine Bestimmung enthält, durch die ermöglicht Die Kreistonferenz protestiert dagegen, daß im Widerspruch zum eignen Vorteil und zum Vorteil der gesamten Kollegenschaft wird, daß die Gesamtvertretung des Kreises zu den Be- mit§ 10 des Wahlreglements vom 14. März 1903 als Beginn notwendiges Handeln illusorisch. Wenn bezüglich der Arbeitszeit schlüssen des Parteitages Stellung nimmt. Durch die jezt der Wahlmännerwahl 12 Uhr auf Anregung des Landrats festgesezt viele Stollegen entgegen den Bestimmungen des Vertrages noch länger übliche Berichterstattung und Beschlußfassung in den einzelnen Orten werden soll und beauftragt das Bureau, beim Minister dahin vor- als 8 Stunden den Tag arbeiten, so liegt es daran, daß es noch einen tomme fein einheitliches Bild von der Ansicht der Mehrheit der stellig zu werden, daß der Landrat seine Anregung zurüdnimmt und Teil von Kollegen giebt, die den Wert einer geregelten winterlichen Genossen des Kreises zu stande. Es habe den Redner schmerzlich die Gemeinde- Verwaltungsbehörden angewiesen werden, dem§ 10 Arbeitszeit unterschäßen. Andrerseits hält sich bezüglich der Arbeitsberührt, daß, nachdem die meisten Orte des Kreises sich mit dem des Wahlreglements entsprechend als Beginn der Wahl eine für zeit in den jetzigen Monaten ein großer Teil der Unternehmer nicht Berlaufe des Parteitages einverstanden erklärt hatten, in einer die Wahlbeteiligung insbesondere des Mittelstandes und der Ar- an die vertraglichen Bestimmungen. Es wird Aufgabe der Organibeiter möglichst günstige Stunde Versammlung in Reinickendorf eine entgegengesetzte Meinung zum möglichst 5 Uhr feft- ſation ſein, in dieser Beziehung mehr Aufklärung in die Reihen der Ausdruck gekommen sei. Ein einheitliches Votum des Kreises in zusetzen." Mitglieder zu tragen. folchen Angelegenheiten wäre erwünscht. Die bedenkliche Steigerung der Zahl der Accordmaurer ist auf verschiedene Umstände zurückzuführen. Trotz des kolossalen Zuzuges von fremden Maurern nach Berlin in diesem Jahr war doch in den Monaten Juli, August und September stellenweise ein Mangel an Maurern vorhanden. Auch ist zu berücksichtigen, daß die fremden Kollegen mit der hiesigen Arbeitsweise noch nicht so vertraut sind. Die fremden Kollegen find infolgedessen nur bei dringendstem Bedarf eingestellt worden. Zeitweise fonnte ein Teil der Bauten nicht mit der genügenden Zahl Maurer besetzt werden. Dieser Umstand gab die Accordmaurer zu nehmen. Daß es bei einer Zahl von circa verschiedenen Unternehmern die Veranlassung, in diesem Notfalle 11 000 Berufsangehörigen Elemente genug giebt, denen die Einrichtung und die strenge Disciplin in der Arbeiterorganisation nicht gefällt, ist selbstverständlich. An dieser Stelle wollen wir es sagen, ein moralischer Halt steckt in den Accordmaurern nicht. Aus diesem Grunde können sie uns wohl hier und da in unsren Bestrebungen Wunden schlagen, aber gefährlich können sie uns in Berlin niemals wir aber empfehlen, auf die Bauten, welche in Accord hochgeführt werden. Dem bauenden Publikum sowie der Baubehörde möchten solche Maurer in vielen Fällen täglich bei neunstündiger Arbeitszeit werden, recht Obacht zu geben. Es sind Beweise vorhanden, daß 1500-1700 Steine und mehr verarbeiten. In dieser Arbeitsweise liegt die Gefahr, daß das Baugewerbe mißkreditiert wird und dent Privatmann( Bauherrn) ein Haus hingebaut wird, das es nicht zwischen zwei andren stehen oftmals die größte Gefahr für die Bewohner birgt. " meinte der Redner Freiwald teilte mit, daß die Anregung, die Wahl um 12 Uhr Den Bericht der Preßkommission erstattete Grauer. beginnen zu lassen, von den Amtsvorstehern damit begründet sei, Er bemerkte, daß er nichts wesentlich Neues mitzuteilen habe. Die daß sie sagten, die Arbeiter hätten ja Zeit, den 1. Mai zu feiern, Vertreter des Kreises in der Preßkommission hätten sich in allen ba tönnten sie auch um 12 Uhr zur Wahl gehen. Wenn man so wefentlichen Punkten mit den Genossen des Kreises im Einverständnis gegen die Arbeiter vorgehe dann müßten befunden. Die Redaktion des Vorwärts", die vor dem Parteitage die Genossen dahin wirken, daß überhaupt keine Wahl zu stande in mancher Hinsicht mit der Preßkommission differierte, sei jetzt auf tomme. Ueber die Wahlaussichten im Kreise Ober- Barnim, der mit die Wünsche der Breßkommission hinsichtlich der Behandlung von Nieder- Barnim zusammen einen Landtags- Wahlkreis bildet, äußerte sich Parteifragen eingegangen. Hoffentlich werde die Haltung des Bruns als Vertreter von Ober- Barnim dahin, daß wir uns in Bezug Vorwärts" jezt den Wünschen der Genossen mehr entsprechen wie auf diesen Kreis teine allzu großen Hoffnungen machen können, früher. wenn wir auch in einigen Städten die Wahlmänner der dritten Taubmann, der den Bericht der Agitation 3- Klasse großtenteils und selbst einen Teil der zweiten Klasse erhalten Agitations- Klasse tommission erstattete, fagte unter anderm, daß die Gewerkschafts- würden. mitglieder bei der Reichstagswahl nach vorhergegangener Ver- Nach Schluß der Diskussion, in der nichts Wesentliches zur ständigung mit den Vertretern der Partei erfreulicherweise rege an Sprache fam, fand die von Stadthagen eingebrachte Resolution einber agitation beteiligt haben. Wesentliche Fortschritte feien in stimmige Annahme, ferner wurde ein von Stutz gestellter Antrag, Werneuchen zu verzeichnen, wo ein Wahlverein gegründet und ein den in der Resolution ausgesprochenen Protest auch auf die Abhaltung von Kontrollversammlungen am Wahltage auszudehnen, Versammlungslokal gewonnen wurde. Hierauf begann die Diskussion über die Berichte. Grauer bezeichnete es als einen Mangel in der Organisation, daß der Kreis nicht ein einheitliches Votum über die Beschlüsse des Barteitages abgeben fonnte, aber die Reinickendorfer Genossen wolle er wegen ihrer abweichenden Meinung nicht tadeln, obwohl er sie nicht teile. Schumann( Mitglied der Preßkommission) verwies darauf, daß jezt vielfach gefragt werde, ob es nicht möglich war, die persönlichen Erörterungen im Vorwärts", welche fich an den Parteitag Inüpften, einzuschränken. Er meine, da die Debatte jegt im Gange Polemik auch sei. " angenommen. Als Kandidaten für die Abgeordnetenwahl wurden die Genossen Stadthagen, Bruns und Freiwald aufgestellt. Zum Schluß gab der bisherige Obmann der Lokalkommiffion, der bei der Berichterstattung noch nicht anwesend war, einen kurzen Bericht über die Thätigkeit der Lokalfommission. Bauten Kontrolle im Keller Parterre 00 bom 20. Dttober 1903 Zweigverein Berlin. 55 " " " in der 1. Etage 59 " 2. 65 890 1083 1408 " " " " 8. 50 1160 " " " " 4. 33 " 11 " 745 " im Drempel 70 926 " 578 3002 19 " 60 202 W " P " Ausbau Scharwerk sei, müsse sie auch zu Ende geführt werden, so bedauerlich die ganze veranstaltet vom Centralverband deutscher Maurer Stadthagen vertrat die Ansicht, daß die Anregung bezüglich einheitlicher Stellungnahme des Kreises zum Parteitage und andern Es wurden kontrolliert 1075 Baustellen mit zusammen 10 662 wichtigen Partei- Angelegenheiten wohl zu berücksichtigen sei, man Maurern; davon waren beschäftigt: müsse dabei aber bedenken, daß die Selbständigkeit der Bezirke nicht auf 104 Bauten 1101 Maurer beeinträchtigt werden dürfe. Hinsichtlich der Reinickendorfer Versammlung sei Freiwald im Irrtum. Die überwiegende Mehrheit derselben habe keine von der in den andern Orten des Kreises zum Ausdruck gekommenen Meinung abweichende Haltung eingenommen. Nach dem Bericht, den der" Vorwärts" über jene Versammlung brachte, scheine es allerdings, als ob in Reinickendorf eine starke revisionistische Strömung vorhanden sei. Das treffe jedoch nicht zu. Der Bericht sei nicht unparteiisch abgefaßt, er fei fogar insofern falsch, als er sage, die Stadthagensche Resolution sei mit einer sehr Bei der städtischen Kanalisation arbeiteten 150 Maurer; diese erhalten geringen Mehrheit angenommen worden. Thatsächlich hätten von 60 Anwesenden nur 7 gegen die Resolution gestimmt. Bezüglich laut Vertrag, soweit sie schon vor dem 1. Oktober 1902 dort beder gegenwärtigen Bolemit im Vorwärts" sagte der Redner, er verstehe schäftigt waren, einen pro Stunde um 5 Pf. niedrigeren Lohn als wohl, wenn man wünsche, daß diese Angelegenheit bald ein Ende nehmen die Hochbaumaurer. möge, aber fie müsse nun schon ihren Gang gehen. Ein Punkt hätte einer weiteren Besprechung im Vorwärts" bedurft, nämlich die von Vollmar in der Münchener Bost" vertretene Ansicht, daß der Parteivorstand auf Grund des Organisationsstatuts nicht befugt sei, die Angelegenheit, welche die Genossen Braun, Heine, Bernhard und Göhre betrifft, zu untersuchen und eine Entscheidung herbeizuführen. Diese Ansicht Bollmars sei hinfällig. Wenn es sich um einen Antrag auf Ausschluß aus der Partei handelt, sei allerdings nur ein Schiedsgericht nach§ 2 des Organisationsstatuts zuständig. In einem Streitfalle wie dem vorliegenden habe aber der Partei- lohn borstand, genau wie der Vorstand einer jeden Drganisation, das Auf 207 von den Bauten wurde für 1462 Stollegen ein StundenRecht, die Angelegenheit zu untersuchen. Falsch sei auch die Ansicht lohn von 70 Pf. gezahlt. Bollmars, daß ein Antrag auf Ausschluß von der der ört- Auf 2 von den Bauten wird für 8 Kollegen ein Stundenlohn lichen Drganisation, der der Auszuschließende angehört, ge- von 65 Pf. gezahlt. " Poliere waren 851 und Lehrlinge 996 beschäftigt. Von den Gesellen erhielten: 458 einen Stundenlohn von über 70 Pf. 1839 7259 " " 20 " P 60 " " " 70 " " " " 671/2" 65 " " unter 65 " Auf 71 von den Bauten arbeiteten 876 Maurer in Accord. Auf 34 von den Bauten wurde für 778 Kollegen ein Klaffens von 67, bis über 70 Pf. pro Stunde gezahlt. stellt werden müsse. Jeder Genosse im Reich habe das Auf 3 von den Bauten wird für 22 Kollegen ein Stundenlohn Recht, einen solchen Antrag zu stellen. Der Vorwärts" hätte von 62% Pf. gezahlt. sich nicht mit der bloßen Wiedergabe des Vollmarschen Artikels Auf 477 Bauten gab es einen Baudeputierten, auf 597 Bauten begnügen, sondern die Ansicht, die der Parteivorstand und die fehlte der Deputierte. Berliner Genossen in dieser Hinsicht haben unterstützen sollen. Baubude und Abort waren auf 786 Bauten in Ordnung. würde Das Baudeputiertensystem ist, wie die oben angeführten Zahlen beweisen, von unfren Stollegen sehr vernachlässigt worden. Es ist stand au der Annahme, daß unsre Kollegen auf den Bauten nicht sehr bedenklich, daß noch nicht einmal auf der Hälfte der kontrollierten Bauten ein Deputierter vorhanden war. Es berechtigt dieser Zuzu mit der notwendigen Energie und Konsequenz für die Organisation und deren Bestrebungen eintreten. Diese Nachlässigkeit unsrer Kollegen auf den Bauten kommt ja auch in dem Zustand, in welchem sich teilweise die Baubuden und Aborte befinden, zum Ausdruck. Wenn auf 54 von den kontrollierten Baustellen Baubude und Abort, auf 90 Bauten die Baubude und auf 73 Bauten der Abort nicht in Ordnung waren, so ist dies ein sehr bedenklicher Zustand. Daß Baubude und Abort auf den Bauten, wo die Accordmaurer Hausen, recht oft in sehr bedenklichem Zustande sind, braucht nicht des weiteren erörtert werden. Unfre Kollegen fordern wir an dieser Stelle auf, ihre Schlüsse aus den Zahlen der Bautenkontrolle zu ziehen und mehr denn je für die Beseitigung der eingerissenen Uebel auf den Bauten zu arbeiten. Der Kampf ums Majorat. Fünfter Tag. Der heutigen Sihung, die Landgerichtsrat e uschner um 9%, Uhr eröffnet, wohnt der Landgerichts- Präsident Braun bei. Auf dem Zeugentische steht heute ein Kruzifig, welches dazu bestimmt ist, den katholischen Polen wie dies in ihrer Heimat üblich ift- die Heiligkeit des Eides nahe zu legen. Vor Eintritt in die Verhandlung bemerkt der Verteidiger St.-A. Chodziesner: Nach dem Eröffnungsbeschluß und der Anklage ist die erste Angeklagte die Frau Gräfin, der zweite Angeklagte der Herr Graf. Letterer sißt aber als dritter auf der Anklagebant. Aus dieser Thatsache hat die Presse Schlußfolgerungen zu Ungunsten der Angeklagten gezogen, so z. B. heißt es in einem Artikel der„ Voff. Beitung": Der Graf habe darauf verzichtet, neben seiner Gattin Platz zu nehmen. Da die Herren Geschworenen aus dem Arrangement der Bläge vielleicht auch ungünstige Folgerungen für die Angeklagten ziehen könnten, so bitte ich den Heren Präsidenten, mitzuteilen, wer diefe Reihenfolge angeordnet hat. Bräs.: Ich habe zwar keine Veranlassung, zu Aeußerungen der Presse hier Stellung zu nehmen, will aber in diesem Falle feststellen, daß die Reihenfolge auf meine Anordnung so gestaltet ist, weil ich verhindern wollte, daß der Herr Graf und die Gräfin miteinander sprechen. Als erste Zeugin wird Frau Moszkiewicz aus Posen vernommen, die Schwester der Zeugin Falkowska, die gestern noch schnell geladen worden ist und bekunden soll, daß Fräulein b. Wardeska aus Oporoivo, die jetzt bei dem Grafen Miecislam Awiledi im Dienst ist und sehr ungünstige Aussagen über das gräfliche Paar gemacht hat, rachsüchtig ist. Die Zeugin behauptet, daß Fräulein v. Wardeska, nachdem sie aus Wroblewo weggegangen war, wiederholt zur Schwester gekommen sei; sie sei außer sich gewesen, daß die Frau Gräfni ihr unrecht gethan habe; sie werde nun über die Gräfin alles Schlechte sagen, sie werde sofort zur Hedwig Andruszewska gehen und ihr alles erzählen, um die Gräfin schlecht zu machen. Fräulein v. Wardeska bestreitet letteres; sie habe sich nur über ihre schlechte Behandlung durch die Frau Gräfin beklagt. Die Zeugin bleibt aber bei der Behauptung des Gegenteils. Großes Interesse erweckt der nächste Zeuge Hauptmann Felix Ritter von Ziegler, der angebliche Vater des Knaben, der unbewußt die Hauptperson in diesem Prozesse ist. Er bekennt sich zur Vaterschaft zweier Kinder, denen die Cäcilie Barcza jezige Frau Meher das Leben gegeben. Er habe in Krakau intimen Verkehr mit der Parcza gehabt, und sei Vater des im Jahre 1895 geborenen Knaben. Bra f.: Sind Sie auch der Vater des im Dezember 1896 geborenen Mindes? 8euge: Da ich mit ihr Bekanntschaft hatte, kann ich es nicht bestreiten. Präs.: Haben Sie den Knaben überhaupt gesehen? Beuge: Nein. Die Mutter hat mir einmal gesagt, daß sie das Kind einer linderlosen Familie übergeben wolle; darauf habe er gesagt, fie könne das ja thun, wenn sie meine, daß das Kind eine bessere Verpflegung erhalte. Sie habe wegen des Kindes an ihn nie petuniäre Ansprüche erhoben. Bräf.: Hat sie später einmal gesagt, es thäte ihr leid, daß sie das Kind weggegeben? 3euge: Nein; ich habe teinen Verkehr mehr mit ihr gehabt, da sie sich verheiratete. Erster Staatsanwalt Steinbrecht teilt hier mit, daß die Cäcilie Meyer gestern von einem Knaben entbunden worden sei und bittet die Sachverständigen um Auskunft, wann sie vernehmungsfähig sein werde. Prof. Dr. Dührßen: Frau Mcher ist von einem lebenden Knaben entbunden worden. Als wir sie besuchten, war ihr Zustand nicht ganz befriedigend, sie hatte Fieber und das Fieber besteht noch. Es ist zu hoffen, daß das Fieber nicht mit dem Geburtsafte zusammenhängt, sondern auf einen Erkältungszustand zurückzuführen ist. Sie wird frühestens am Freitag, 6. November, vernehmungsfähig sein, der Transport an Gerichtsstelle wird aber mittels Krankenwagens erfolgen müssen. Wirtschaftsinspektor Strüger weiß, daß in der Umgegend von Wroblewo allerlei gesprochen wurde über den angeblichen Zustand der Gräfin. Er selbst habe mit dem Grafen Stefan wiledi geschäftlich zu thun gehabt und auch mit diesem über die zu erwartende Ankunft eines Majoratsherrn auf Wrobleivo gesprochen. Er habe den Grafen gefragt, ob es denn wirklich wahr sei, daß die Gräfin guter Hoffnung fei, Graf Stefan habe aber gesagt: Sie wird wohl das Kind in den Ohren haben. Gleichzeitig wurde dabei von einem Kissen gesprochen. Er habe dann seine wirtin einmal aufgefordert, recht genau auf zupassen, wenn sie zur Gräfin komme, da es ein Kissen sein solle" Die Frau hat dann auch, als sie der Gräfin beim Anziehen behilflich war, genau aufgepaßt und mit aller Bestimmtheit berichtet, daß die Frau Gräfin ganz zweifellos in andren Umständen sei. Frau b. Horvath geb. Gräfin Podworowska: Ich habe die Gräfin Kwiledi im Jahre 1896 wiederholt gesehen, unter anderm auch mehrere Tage vor der Geburt. Sie hat unbestreitbar aus gesehen wie eine Frau, die ihrer schweren Stunde entgegenjieht: die Hände waren geschwollen, das Geficht verändert usw. Ich bin Mutter und Großmutter und habe doch ein Urteil über solche Dinge. Nie ist mir in meiner Seele auch nur der Gedanke gekommen, daß dieser Zustand simuliert sein könnte, das sage ich, ich bin Mutter und Großmutter, ich habe Stranke gepflegt und ich verstehe mich darauf. Rechtsanwalt Chodziesner: Wie lange fennen Sie die Gräfin Isabella? 3eugin: O, sehr lange. Vert. Halten Sie die Frau Gräfin einer solchen That, wie hier ihr zur Raft gelegt wird, für fähig? 3eugin: Niemals! Das kann ich schwören vor Gott. Die Gräfin hat mir auch zugeschworen, daß der Knabe ihr eigner sei. Eine starte Bewegung geht dann durch den Saal, als der Vorfißende anordnet, daß die beiden Knaben, der älteste Sohn der Cäcilie Meyer und der kleine Graf, hereingeführt werden sollen, damit sich der Hauptmann v. Ziegler über die Aehnlichkeit äußere. Es war ein eigenartiger Augenblick, als die beiden Jungen, die beide ganz in Weiß gekleidet sind, mit ihren unschuldsvollen Gesichtern in den Saal hineinspazieren, vor dem Zeugentisch sich aufstellen und die Augen neugierig im Saale umherirren lassen. Im Zuhörerraum hat sich alles erhoben und blickt auf die beiden Kleinen, die natürlich gar nicht wissen, was mit ihnen geschieht. Die Geschworenen verlassen ihre Size und gruppieren sich um die Kinder, diese aufmerksam betrachtend. Die Gelehrten im Publikum sind sich in ihrem Urteil nicht einig: die einen finden, daß die beiden Knaben einander so ähnlich sehen, wie ein Ei dem andren, die andren finden eine kolossale Aehnlichkeit zwischen dem jüngsten Knaben und der angeklagten Frau Gräfin heraus. Hauptmann v. 3iegler, zu seinem Urteil aufgefordert, erklärt, daß er sich gar nicht äußern könne, da er beide Kinder bis jetzt noch nicht gesehen habe. Die Knaben werden hierauf wieder entlaffen. faren. Gine Frau, die in Diensten der verstorbenen Wutter der Gräfin Kwileda gestanden hat, bekundet, sie habe in der kritischen Zeit von der Gräfin Isabella den Eindruck einer Dame gehabt, die in andren Umständen sei. Sie habe auch gesehen, daß ihre Beine geschwollen Gräfin Isabella habe ihr auch eine gewisse Angst vor der Entbindung befundet, sie habe ihr aber gesagt:" Frau Gräfin brauchen sich nicht zu ängstigen, wir werden alle für Sie beten!" Rechtsanwalt v. Rychlowsti: hat nicht die verstorbene Mutter der Gräfin kurz vor ihrem Tode dieser Zeugin erzählt: fie habe ursprünglich selbst Zweifel über den Zustand der Frau Gräfin gehabt, ihre Zweifel feien aber vollständig behoben, denn sie habe ihre Tochter selbst untersucht und bestätigt gefunden, daß sie guter Hoffnung sei? 3eugin: Jawohl, das ist richtig. Gräfin Potboromsta bestätigt gleichfalls, daß für sie gar fein Zweifel gewefen sei: die Gräfin habe den ganz unverdächtigen Eindruck einer in gefegneten Umständen befindlichen Frau gemacht. Darüber sei gar tein Zweifel möglich. Sie sei außerdem auch Portraitmalerin und Habe sofort eine große Aehnlichkeit des Knaben mit feiner Mutter. der Gräfin, konstatieren können. Auch sie kenne die Gräfin sehr viele Jahre und halte sie einer solchen That nicht für fähig; die Gräfin sei zwar mit dem Munde sehr leicht, aber so etwas thue sie feineswegs. Unter dieser Gruppe von Zeugen ist auch der Kaufmann, Die Deffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltliches Santorowicz aus Posen von Interesse. In Posen sei allgemein Benutzung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26, hat am das Gerücht und die Meinung verbreitet gewesen, daß die Gräfin mit 24. Oftober d. J. ihr vierjähriges Betriebsjahr vollendet. Das ihrer zu erwartenden Niederkunft eine Komödie spiele. Er gestehe Institut hat in diesem Jahr an innerem Wert dadurch erheblich ge= offen, daß auch er in den Fehler verfallen fei, diesen Klatsch nachzu- wonnen, daß Ende Mai das gedruckte Bücher- Verzeichnis fertiggestellt erzählen. Da sei er einmal vom angeklagten Grafen zur Jagd und ausgegeben werden konnte. Dasselbe umfaßt 696 Druckseiten geladen worden und Gelegenheit gehabt, die Frau Gräfin beim und verzeichnet in 19 Abteilungen, die in sich wieder systematisch ge= Frühstück zu beobachten. Als die Frau Gräfin ins Zimmer trat, gliedert sind, die bis Ende März vorhanden gewesenen gesamten habe ihn sofort ein starkes Schamgefühl darüber beschlichen, daß er Bücherbestände des Instituts. Die Hoffnung, daß die Benutzung der so kritiflos den ganzen Klatsch nachgeschwatzt hatte. Er sei sich sofort zum Teil sehr umfangreichen wissenschaftlichen Abteilungen sich durch flar gewesen, daß das, was die bösen Zungen über die Gräfin den Statalog erheblich steigern würde, hat sich erfreulicherweise gesprochen, absolut unzutreffend war, denn alle Anzeichen sprachen bestätigt. zwingend dafür, daß die Frau Gräfin sich wirklich in andren Umständen befand. Pause. Auch nach Wiederaufnahme der Sigung wird die Erörterung dieses Themas fortgefeßt. Rittergutsbesizer v. Slaski ist mit der Gräfin Isabella noch kurz vor ihrer Entbindung zusammen gewesen und hat den vollen Eindruck gehabt, daß sie schwanger sei. Die Begegnung mit der Gräfin habe bei Gelegenheit eines bei Borchardt hier in Berlin abgehaltenen Frühstücks stattgefunden. Er habe auch nicht den geringsten Zweifel über den Zustand der Gräfin gehabt. Auf Befragen seitens der Verteidigung erklärt der 3euge: Er fenne die Gräfin sehr lange und halte diese einer schlechten That nicht für fähig. Der Vorsitzende schiebt hier die Vernehmung des ehemaligen Polizeikommissars Louis Tarod aus Paris ein, dessen Aussagen durch den Dolmetsch der französischen Sprache. Prof. Dr. Lamprecht, ins Deutsche übertragen wird. Der Zeuge bekundet: Im Jahre 1902 sei zu ihm ein Herr gekommen und habe ihn beauftragt, bei den Gummiwarenhändlern in Paris Rachforschungen anzustellen, ob bei einem derselben int Jahre 1896 eine Frau die Anfertigung eines Instruments bestellt habe, das dazu dienen konnte, eine physische Veränderung des Körpers vorzutäuschen. Er habe in der Rue vieille du Temple 125 ein BandigistenGeschäft von Roguier et Burnet gefunden und dort die gewünschte Auskunft erhalten. Die anwesende Frau Burnet habe ihm erzählt, im Jahre 1896 sei eine etwas forpulente Dame, die französisch mit etwas deutschem Accent gesprochen habe, nach mitgebrachtem Maße einen Gummileib bestellt. Dies sei im Juli oder August 1896 gewesen. Die Bestellerin sei etwa drei bis viermal gekommen und habe dann das Juftrument bezahlt und mitgenommen. Zeuge hat dann der Frau Burnet die Photographie der Gräfin Stwvileda vorgelegt und sie gefragt, ob sie darin die Bestellerin des Gummileibes wiedererkenne. Dies sei aber verneint worden. Frau Burnet habe im Gegenteil gesagt, daß dies nicht jene Tame sei. Auf die weitere Frage, ob Frau Burnet das Maß aufgehoben. habe dieselbe verneinend geantwortet. Er habe dann die Frau noch aufgefordert, doch noch weitere Nachforschungen anzustellen, inzwischen starb aber ihr Mann und sie hatte so viel Sorgen, daß sie an solche Nachforschungen nicht denken konnte. Er habe nur noch erfahren, daß die Bestellerin einen deutschen Accent gesprochen habe. Der Zeuge hat auch Ermittelungen angestellt, ob Frau Gräfin Stwileda zu jener Zeit in einem ber Bariser Hotels angemeldet gewesen ist, die Nachforschungen hatten aber ein negatives Ergebnis. Ferner bekundet der Zeuge, daß er bei den Pariser Hebammen Nachfrage gehalten habe, ob bei einer von ihnen im Jahre 1896 etwa eine Frau erschienen sei, die sich darum bemüht habe, einen neugeborenen Sohn zu erhalten. Da habe er die Hebamme Isabelle Ramos ermittelt, nach deren Aussage im Jahre 1896 eine französisch mit deutschem Accent sprechende Dame bei ihr erschienen sei und sie aufgefordert habe, ihr zu einem bestimmten Zeitpunkt ein neugeborenes Kind männlichen Geschlechts zu besorgen, das in das Ausland gebracht werden sollte. Als Frau Ramos ihr darauf sagte, daß zu diesem Zwecke verschiedene Formali täten zu erfüllen seien, daß insbesondere cine förmliche Erklärung vor dem Pariser Polizeikommissar abgegeben werden müsse, habe die betreffende Dame auf die Straße hinausgesehen und sich mit den Worten verabschiedet, daß sie wiederkommen werde. Sie sei aber nicht wiedergekommen. Frau Ramos habe in der ihr vorgelegten Photographie die Gräfin Kwilecki vollständig die Züge der Frau wiedererkannt, die damals bei ihr gewesen. Justizrat Wronter: Hat der Zeuge die Hebamme Ramos gesprochen, nachdem sie in Berlin bei dem Untersuchungsrichter vernommen worden war?-3euge: Nein. Justizrat ronker: Dann weiß der Zeuge also auch nichts davon, daß die Hebamme Ramos, als ihr die Gräfin hier gegenüberPräs. Herr gestellt wurde, diese nicht wiedererkannt hat? Verteidiger, Sie greifen hier vor! Darüber werden wir den Herrn Untersuchungsrichter hören müssen. Auf eine ganze Reihe von Fragen der Verteidiger erklärt der Zeuge, daß er für seine vierzehn dem Maler Tage hindurch fortgesetzten Bemühungen von b. Krajewsti 200--250 Fr. erhalten habe. Herr v. Krajewski habe ein Cirkular verfaßt, auf welches hin sich etwa 20 Hebammen meldeten, von denen die Angaben der Hebamme Ramos am meisten sich mit dem deckten, was man erforschen wollte. Die Hebamme Ramos habe verabredetermaßen für ihre Mitteilungen und Bemühungen 300 Fr. erhalten. Gin Geschworner wünscht zu wissen, wie lange Zeit sich die Bestellerin des Gummileibes in Paris hätte aufhalten müssen, um dieses Instrument zu bestellen und abzunehmen. Der Zeuge meint, daß bei günstiger Arbeitsgelegenheit und wenn ein geschickter Arbeiter den Auftrag erledigt, die Arbeit in 48 Stunden erledigt sein konnte, andernfalls ciwa vier Tage dazu erforderlich wären. Um 2 Uhr soll der Zeuge v. Krajewski vernommen werden, der sich jedoch entfernt hat. Die Sigung wird deshalb auf einige Zeit unterbrochen, während gleichzeitig nach dem Hotel, in dem der Zeuge wohnt, wiederholt telephoniert wird. v. Krajewski ist ein polnischer Maler, der seit Jahren in Paris lebt. Er läßt lange auf sich warten, denn um 3 Uhr fann die unterbrochene Verhandlung erst wieder aufgenommen werden. v. Strajewski ist feiner Zeit von dem Grafen Heftor Miecislaw mit der Aufgabe betraut worden, Recherchen anzustellen über den Aufenthalt der angeklagten Gräfin in Paris und über deren angebliche Verfuche, dort ein neugeborenes Kind zu kaufen. Er hat zu diesem Zweck Photo: graphien der Angeklagten von seinem Auftraggeber erhalten. Bei seiner Bernehmung spielt ein Schriftstück einer französischen Hebamme eine Rolle, in dem diese erklärt, daß 1896 eine Dame, die mit der borgelegten Photographie viel Aehnlichkeit habe, bei ihr erschienen und zu einem bestimmten Termin ein neugeborenes Kind männlichen Geschlechts auf Stauf verlangt habe. Die Dame habe das Französisch mit fremdem Dialekt gesprochen. Hierdurch veranlaßt, muß die Gräfin in französischer Sprache sich mit dem Zeugen auseinandersehen, was sie mit großer Lebhaftigkeit thut. In der Ausleih- Bibliothek wurden im 4. Betriebsjahr im ganzen 61 675 Bände nach Hause verliehen, von denen 16 Bände in Verlust gerieten. Von dieser Gesamtziffer entfielen 45 849 Bände auf die schöne und 15 826 Bände auf die belehrende Litteratur. An letterer Stelle sind die einzelnen Wissenszweige in folgender Weise beteiligt: Geschichte und Lebensbeschreibungen 3321, Geographie 2023, Naturs wissenschaften 3788, Rechts- und Staatswissenschaften, Bolfswirts schaft 2105, Gewerbekunde, Technik 1418, Philosophie, Religion, Pädagogik, Sport 1140, Kunst, Musit, Litteraturgeschichte usw. 2031 Bände. Die Steigerung der Nachfrage nach wissenschaftlichem Lesestoff wird voraussichtlich im nächsten Jahre noch deutlicher in Erscheinung treten, da mehrere der wissenschaftlichen Abteilungen erst vor wenigen Monaten der Benutzung übergeben werden konnten. Im ganzen sind im vierten Jahre 75 161 Bände in und außer dem Hause entlehnt worden; in den vier Betriebsjahren zusammen 247 609 Bände. Der Leserkreis der Ausleih- Bibliothek, welcher täglich wächst und jetzt 7475 Personen umfaßt, dehnt sich durch alle Stadtteile bis in die Vororte hinein aus. Die verschiedenen Berufe sind mit folgenden Ziffern vertreten: 3812 gewerbliche Arbeiter, 1907 Staufleute und weibliche Handelsangestellte, 135 Aerzte und Juristen, 367 Staats- und Privatbeamte, 249 Lehrer und Lehrerinnen, 122 Studenten, 317 Seminaristen und Schüler und 566 Personen ohne Beruf. Die Lefesäle wurden im 4. Betriebsjahre von 64 668 Personen, und zwar 62 256 Männern und 2412 Frauen, in den vier Jahren zusammen von 215 668 Personen besucht. Die Zahl der hier ausliegenden periodischen Schriften hat wiederum eine Vermehrung erfahren und beträgt jetzt 510 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung. Die im Arbeitszimmer der Lesehalle aufgestellte, 1149 Bände zählende Nachschlage- Bibliothek wurde von den Besuchern in umfassender Weise zu Rate gezogen. Die Gesamtzahl der Besucher. die im vierten Betriebsjahr Bibliothek und Lesehalle benutten. belief sich auf 126 343 Personen. Seit der Eröffnung vor vier Jahren haben insgesamt 420 874 Personen das Institut aufgesucht. Die Haltung des Publikums war während der ganzen Zeit eine musterhafte. Das Institut ist werktäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonnund Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr geöffnet. Auf Antrag des Stadtschulrats Dr. Gerstenberg hat sich eine neungliedrige Kommission des Magistrats unter dem Vorfiz des Oberbürgermeisters Kirschner mit der Frage der Einführung des obligatorischen Fortbildungsunterrichts in Berlin und ber Errichtung einer Pflicht- Fortbildungsschule beschäftigt. Es handelt sich um den Erlaß eines Ortsstatuts, die Bildung einer besonderen Deputation für das Fach- und Fortbildungsschulwesen und um die eftießung eines allgemeinen Organisationsplanes. Zunächst soll das statistische Material über die in Betracht kommenden jungen Leute aus Berlin und der Provinz beschafft werden, was keine Schwierig feiten bietet, da es schon zum größten Teil vorhanden ist. Von großer Bedeutung dürften die Beratungen über die zu entwerfenden Lehr- und Fachpläne für die Schule werden. Nach Erledigung der Fülle von finanziellen, pädagogischen, technischen und andren Fragen, wird sich der Magistrat mit der Materie beschäftigen und den Stadtverordneten eine Vorlage machen. Das Kuratorium des städtischen Obdachs und Arbeitshauses Rummelsburg beschäftigte sich in der letzten Sizung mit der Festsetzung des Etats für 1904. Von unsren Genossen wurde der im vorigen Jahre von der Versammlung abgelehnte Antrag, den Posten für das Photographieren der Korrigenden zu streichen, wiederholt, aber ohne Erfolg. Beschlossen wurde beim Titel„ Gesundheits- und Krankenpflege" die Anschaffung eines Brutapparates. Ein Antrag des Genossen Hoffmann, den Ausgabeposten für Seelsorge sowohl für Rummelsburg als auch für die zu errichtende Filiale in Reinicken derf zu streichen, da es Aufgabe der Kirche sei, den Armen und Korrigenden, die geistlichen Zuspruch verlangen, das Wort Gottes" unentgeltlich zu bringen, wurde unter Hinweis auf die Bestimmungen der Aufsichtsbehörden abgelehnt. Dasselbe Schicksal erlitt ein Antrag, für das Filialhospital in Reinickendorf einen Krankenwärter oder Heilgehilfen ständig anzustellen. Beschlossen wurde dagegen, wie schon im gestrigen Stadtverordneten- Bericht erwähnt, mit einem in Reinickendorf wohnenden Heilgehilfen ein Abkommen dahin zu treffen, daß er in vorkommenden dringenden Fällen die erste Hilfe leistet; die erforderlichen Mittel dafür sind in den Etat einzustellen. Die Verpflegungskosten von 28% Pf. pro Kopf auf 33 Pf. 34 erhöhen, wurde gegen die socialdemokratischen Stimmen abgelehnt. Die Erhöhung der Ausgabe für Bekleidung um 15 800 m. gab Anlaß, eine gerechtere Verteilung der Kosten auf die einzelnen Etats zu fordern. Diese Mehrausgabe resultiert aus dem größeren Vers brauch der Garderobe der auf den Rieselfeldern beschäftigten Korrigenden. Die Kanalisations- Deputation zahlt 40 Pf. für den Häusling, während der Mann der Anstalt 70 Pf. tostet; es wurde angeführt, daß es nur gerecht sei, diese Aufwendungen von der Sanalisations- Deputation zu verlangen. In diesem Sinne wurde denn auch beschlossen. Beim Etat des städtischen Obdachs erfuhren unsre Anträge, den Monatslohn der Hausdiener, der jetzt 35-45 M. beträgt, auf 40-50 M., und den der Aufseher von S6 M. auf 90 M. zu erhöhen, das Schicksal der Ablehnung. Beim Titel„ Dienst- und Wartepersonal der Geschlechtskranten- Station" fand ein Antrag des Genossen Hoffmann, die Anfangsgehälter von 30 auf 35 M. und die Marimalsumme von 45 auf 50 M. zu erhöhen, in seinem ersten Teil die Zustimmung des Kuratoriums. Weiter kam eine bereits von uns im Juni behandelte Beschwerde eines Schlossers zur Sprache. Dieser Mann wurde seiner Zeit der Polizei vorgeführt, gerade als er eine Stellung antreten sollte. Es wurde dies bedauert, aber betont, daß der Inspektor keine Schuld trage, da die Vorführung von der Armendirektion verfügt sei, und zwar, weil der Betreffende seit Jahren das Obdach für sich und seine Familie wiederholt in Anspruch genommen habe und das letzte Mal fieben Wochen und nicht, wie wir berichtet hatten, vierzehn Tage das Ashl zur Unterkunft in Anspruch nahm. Für 1904 sollen 50 000 m. für den Neubau der 1903 abgelehnten Kochküche als erste Baurate eingescht werden. Der in voriger Sizung besprochene Fall des bes trunkenen Aufsehers, der nachts die Insassen des Obdachs von den Lagern auftrieb, hat dadurch seine Erledigung gefunden, daß der Mann entlassen wurde. " Der letzte Zeuge ist der Arbeiter Theodor Bud. Er wird über den Unfall vernommen, der der Gräfin mit ihrer Tochter bei einer Ausfahrt zusticß. Die Anklage behauptet, der Unfall wäre Es folgt eine ganze Reihe von Zeugen, die übereinstimmend damals derart gewesen, daß die Gräfin ernstlich hätte erfranken Zu dem Mordanschlag gegen Schußleute", von dem vor einigen bekunden, daß nach ihrer festen Ueberzeugung die Gräfin im Jahre müssen, wenn sie schwanger gewesen wäre. Puck hat auch bei seiner Wochen die Blätter zu erzählen wußten, war von uns angeführt 1896 wirklich in andren Umständen sich befunden habe. Sie haben ersten Bernehmung eine schroffe Schilderung gegeben. Die Gräfin worden, daß es sich hier offenbar um weiter nichts als einen dummen dies nicht nur aus ihrem Leibesumfang geschlossen, sondern auch sei aus dem Wagen geschleudert worden und die Komtesse hinterher. Streich angeheiterter junger Leute handelte, und den Versuch, die aus ihrer Gesichtsfarbe, ihren tiefliegenden Augen, ihren geschwollenen Heute schränkt er seine Aussage wesentlich ein, die Gräfin wäre alberne Pistolentnallerei mit dem Omnibusstreit in VerHänden usw. usw. Manche haben ihre Wissenschaft nicht bloß bon gar nicht aus der Stutsche herausgeschleudert worden. Hierauf wird bindung zu bringen, hatten wir als Sensationsmache gekennzeichnet. dem äußeren Eindrud, eine Zeugin hat sogar von einer andren gehört. die Sigung um 3 Uhr geschlossen. daß sie die Gräfin betastet und deren Zustand bestätigt gefunden habe. Unter diesen Zeugen befinden sich nicht nur Angestellte auf Wroblewo, sondern auch ein Rittergutsbesitzer, ein Förster, ein Kaufmann uit. Einige Heiterkeit erregt die Aussage eines früheren Dieners aus Wroblewvo, der auch entschieden der Ansicht ist, daß die Frau Gräfin in andren Umständen war.-Präf. Sie sind doch Lokales. Auch die Untersuchungsbehörde scheint zu dieser Ansicht gelangt zu sein; denn der Geschäftsdiener Brabandt, der in der Biera laune ein paar mal mit einem Revolver in die Luft geschossen hatte, ohne zu bedenken, daß er fich gerade in der Nähe eines von Schutzleuten bewachten Dmnibusdepots befand, ist Aus der Magistratsfizung vom Freitag. Das Kollegium hat be inzwischen, wie wir hören, aus der über ihn verhängten unverheiratet, woher kommt Ihnen diese Sachkenntnis?( Seiter schlossen, den von der Stadtgemeinde Berlin zur Unterhaltung des Untersuchungshaft entlassen worden. Sein Arbeitgeber, der ihm das feit.) Zeuge: Trozdem kann man doch so etwas erkennen. Tiergartens zu zahlenden jährlichen Beitrag von 30 000 m. auf beste Zeugnis ausstellte, hatte sich bereit erklärt, Kaution für ihn zu ( Heiterkeit.) Präs. Wie alt sind Sie denn jezt? 3euge: 50 000 M. vom 1. April 1904 zu erhöhen. Die Zustimmung der 24 Jahre. Vert. Ist der Zeuge nicht Soldat gewefen und Stadtverordneten- Versammlung soll nachgesucht werden. Ferner leisten, doch ist es dazu nicht gekommen, weil vom Gericht eine hat den Chinakrieg mitgemacht?-3euge: Jawoh!! Bert.: wurde beschlossen, am Tage der Landtagswahl, den 12. Ro- Kaution schließlich gar nicht verlangt wurde. B. hat seinen Dienst Na, dann weiß man wohl schon etwas von solchen Dingen! vomber d. J., den Schulunterricht ausfallen zu lassen, sofort wieder aufgenommen. Er wird selbstverständlich nicht strafe ( Heiterkeit.) weil die Schulräume zu Wahlzweden benutzt werden müssen frei ausgehen, aber auf" Mordverfuch" wird die Anflage schwerlich fauten. Vermutlich wird man ihn wegen groben Unfugs be- schaffen, und kräftig Wasser geben. Die von einer Banik beTangen. Die Scharfmacherpresse wird jammern, daß dieser fette Bissen ihr entgangen ist. " Durch Handzettel agitiert ein Herr Oskar Zimmer für seine Broschüre Der Socialist von Nazareth" unter den Parteigenoffen. Er behauptet dabei, daß die Vorwärts"-Redaktion und die ParteiBuchhandlung seine Broschüre„ auf den Inder gesetzt" habe und nur wegen der proletarischen Titellosigkeit ihres Verfassers und ihrer Kritik an Parteischriften". Diese Behauptungen sind natürlich thörichtes Zeug. Weder giebt es einen solchen Jnder, von dem Herr 3. fabelt, noch hat Redaktion oder Buchhandlung sonst irgend etwas gegen die Broschüre unternommen. troffenen Hausbewohner hatten die Feuerwehr dreimal alarmiert. Sie war deshalb in großer Stärke ausgerückt. Eine Frau und ein Kind wurden noch in der brennenden Wohnung angetroffen und in vollständig erschöpftem Zustande von Sappeuren über die in Rauch eingehüllten Treppen in Sicherheit gebracht, dann von Samaritern gelabt und einem Arzt übergeben. Von der Wohnung ist ein Schlafzimmer total ausgebrannt. " der vornehmen Abstammung der Köchin zerstörten. Es wurde feft gestellt, daß deren Mutter eine Arbeiterfrau in Kempen( Posen) ift. Es ergab sich, daß die St. im Hause Jägerstr. 25 eine Wohnung hatte, die gefüllt war mit Gegenständen, welche teils ihrer Herrschaft gehörten, teils von Lieferanten stammten, von denen sie sie unter Berufung auf ihr Vermögen bezogen hatte. Als die Lieferanten, namentlich die Schneiderin, die ihr ein weißes Atlaskleid geliefert hatte, Zahlung zu fordern begannen, scheint die St. mit Hilfe eines Schlüssels, den sie im Nachttisch der Frau R. fand, die Geldkassette geöffnet und den Gelddiebstahl begangen zu haben; durch Zertrümmerung der Fensterscheibe wollte sie wohl den Verdacht von sich ablenken. Doch wurde die Wunde, die sie sich dabei zugezogen hat, zur Verräterin. Vermischtes. Eine schwere Schiffskatastrophe, bei der nicht weniger als 44 Menschen den Tod fanden, wird aus London gemeldet. Nach dort eingegangenen Meldungen fand in der Nähe von Hakodate infolge Nebels ein Zusammenstoß zwischen dem deutschen Dampfer „ Progreß“ und dem der Nippon Jusen Kaischa- Linie gehörenden Dampfer Tokai Maru" statt. Letzterer sant; Passagiere und Mannschaft desselben betrugen 100 Personen, von denen 56 gerettet " Zwei größere Brände machten in der Nacht zum Freitag der Feuerwehr viel zu schaffen. Kurz nach Mitternacht war auf dem Boden des Hauses Hübenerstr. 6 auf noch nicht ermittelte Weise Feuer ausgekommen, das an dem in den zahlreichen Bodenkammern Eine allgemeine Ausstellung für naturgemäße Lebens- und Heil- Ankunft des ersten Löschzuges bereits auf den Dachstuhl überaufgestapelten Hausrat und Gerümpel reiche Nahrung fand und bei weise ist im Luisenhof, Dresdenerstr. 34-35, Freitagabend eröffnet gesprungen war. Die Wehr setzte sofort mehrere Schlauchleitungen worden. Die Natur ist trotz unsrer civilisatorischen Verkommenheit in Thätigkeit und griff den Brand von verschiedenen Seiten aus an. noch rings um uns herum und in uns zu finden, und sie ist so Immerhin dauerte es doch über eine Stunde, bevor die Flammen gütig, ihr gemäß ein Leben in den mannigfachsten Variationen zu erstickt waren. Die Bodenräume und ein erheblicher Teil des Dach zulassen. Dieser Thatsache eingedenk hat auch die Ausstellungs- stuhls sind ausgebrannt. Noch waren hier die Züge mit den Aufleitung ein weites Herz gehabt. Wir finden im Ausstellungssaal räumungsarbeiten beschäftigt, als von der Dresdenerstr. 34/35 die echte und unechte Biere neben Dampf- Badestühlen und heilgyniafti- Meldung Mittelfeuer" einlief. Hier war gegen 3 Uhr in einer schen Apparaten, Wiener Würstchen neben vegetabilischem Aufschnitt, Holzwarenfabrik ein Brand entstanden, der in kurzer Zeit die Balkenforsche Liqueure neben den Erzeugnissen der Milchcentrale und andern lage des dritten und vierten Stockwerks, wie auch die Dachkonstruktion alkoholfreien Getränken.„ Kinder, vertragt Euch," lautet die Parole erfaßte. Die zweite Löschcompagnie hatte auch hier mit mehreren wurden. im Luisenhof, und warum auch nicht? Es ist den Leuten, die einen Rohren tüchtig Wasser zu geben, um die Gefahr zu beseitigen. Die guten Trunk bei passender Gelegenheit nicht verschmähen, von den Entstehungsurfache konnte auch bei diesem Brande nicht festgestellt torium zu Gotha verbrannt wurden, hatte bereits während seiner Gustav v. Moser, dessen sterbliche Ueberreste gestern im KremaAnhängern der Limonade und des Milch- Champagners gewiß werden. Im übrigen hatte die Wehr in den letzten 24 Stunden Lebenszeit sich einen kleinen Sarg von Kristallglas anfertigen lassen, manche treffende Moralpredigt gehalten worden, aber die Aller- noch an verschiedenen andren Stellen zu thun. Es handelte sich da der dereinst zur Aufnahme seiner Asche dienen sollte, und den er schlechtesten sind sie doch noch nicht, und warum sollten sie um unbedeutende Brände, die vor Ankunft der Wehr von Haus- nur ganz vertranten Freunden zeigte. nicht würdig befunden werden, das gute Beispiel der Alkoholfreien bewohnern bereits abgelöscht waren. Von jedem Lorbeerkranz, der ehrfurchtsvoll zu bestaunen? Jedoch die Weitherzigkeit der Herren ihm während seines langen Lebens gewidmet worden war, und es von der Ausstellung für naturgemäße Lebens- und Heilweise usw. Treptow- Sternwarte. Auf der Sonne ist jetzt eine erhöhte waren deren unzählig viele, hatte er immer ein Blatt heraushat damit noch lange teine Grenzen gefunden. Mag der Groterifer Thätigkeit wieder eingetreten. Es wird von heute an eine inter- genommen, es zu Asche verbrannt und dieselbe in den kleinen Sarg be, bibird von heute an eine intere gelegt, er bazu beſtimmt war, bereinſt die Aſche ſeines Körpers fragen, was denn Vogelfutter, selbstthätige Klaviere, Perrücken und essante ledengruppe, die Christbaumschmuck an einer solchen Stätte zu thun haben; an einer Erde, auf der Treptow- Sternwarte gezeigt. Zu diesem aufzunehmen. Und so werde ich einst wirklich auf meinen Lorbeeren zufriedenstellenden Antwort von feiten der Wissenden wird es auch Zwecke wird statt um 2 Uhr das Institut am Freitag und Sonn- ausruhen! pflegte er bei Betrachtung seines Sarges heiter lächelnd hier gewiß nicht fehlen. Man will leben auf der Erde. Es hieße abend schon um 10 Uhr vormittags geöffnet. zu sagen. So ist es nun auch geschehen. ungerecht sein, wollten wir den Wert dieser und jener praktischen Neuheit verkennen. Um von manchen Dingen eines zu erwähnen, sei der Kinderschreibtisch Orthostat" genannt, der zwar 15 M. foftet, aber der Gefahr der Rückgratsverkrümmung in überraschend einfacher Weise wehrt. Im großen ganzen allerdings w.iß man auch auf dieser Ausstellung nie recht, wo denn die„ naturgemäße" Reklame aufhört und das ideale Streben, der leidenden Menschheit beizuspringen, wohl anfängt. In der Freien Wissenschaftlichen Bereinigung an der Universität Berlin" spricht am Montag, den 2. November, Herr Friz Mauthner über„ Die Herkunft des sprachkritischen Gedankens". Der Vortrag findet statt im großen Saale des Fürstenbergbräu, Rosenthalerstr. 38. Beginn 8 Uhr. Das Befinden der Gräfin Lonhay, der Witte des Kronprinzen Rudolf von Destreich, giebt, wie gemeldet wird, zu ernſten Besorgnissen Veranlassung. Der Wiener Gynäkologe Professor Chrobat wurde zu der erkrankten Gräfin nach Luzern berufen. Der belgische Hof erhielt nachts äußerst beunruhigende Depeschen über den Zustand der Gräfin; die letzten Berichte lauten fast hoffnungslos. Herr Carsten Borchgrevink aus Kristiania hat sich bereit erklärt, seinen Bortrag" Das Südpolarland", seinen Bericht über seine Eisenbahnunfälle. Aus Gdingen bei Danzig wird berichtet, daß Südpolar- Erpedition vom Jahre 1898 bis 1900, am Montagabend am Donnerstagabend 11 Uhr 20 Minuten von einen Personenzuge 8 Uhr im Wissenschaftlichen Theater der Urania in der Tauben- ein Wagen entgleist ist; ein Reisender ist schwer, zwei sind leicht straße 48/49 noch einmal zu wiederholen. Der Vortrag wird in verlegt. Der gestern von Breslau nach Berlin über Kohlfurt deutscher Sprache gehalten werden. Die Preise sind nicht erhöht, geleitete Schnellzug 4 ist nur durch die Aufmerksamkeit und Geistesdoch sind Gutscheine und Aktionärberechtigungen von der Benugung gegenwart des betreffenden Lokomotivführers einer großen Gefahr ausgeschlossen. entgangen. Als der Zug die Station Hansdorf passieren wollte, mußte er plöglich zum Halten gebracht werden, weil das zu befahrenden Geleis von einem Zuge( anscheinend Rangierzuge) befest war. Wer die Schuld an diesem glücklich abgewendeten Ereignis trägt, dürfte die Untersuchung seitens der Eisenbahn- Verwaltung ergeben. warten. Die Frage der Technischen Mittelschule beschäftigte gestern ben Magistrat. Zum Besuche der Schule soll das einjährige Zeugnis oder der Nachweis einer ebenbürtigen Bildung dienen. Die Schule soll zwischen der Technischen Hochschule und der Realschule im Range stehen und Betriebsleiter ausbilden. Die Jdee selbst ist von hiesigen großen Betrieben mit Interesse aufgenommen worden. Vorläufig ist ein städtisches Grundstück in der Müllerstraße in Aussicht ge= Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Morgen, Sonntag, 1. November, nommen, auf dem das Gebäude mit acht Klassen, Laboratorien, findet im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- llfer 15, ein Maschinenräumen für ca. 800 000 M. errichtet werden soll. An- Hamerling- und Lenau- Abend statt. Das sorgfältig gestellt werden 15 Lehrer, 3 Werkmeister und einige technische Kräfte.ammengestellte Programm läßt einen genußreichen Abend erEin Berliner Bankdefraudant in Paris verhaftet. Der flüchtige Bankbeamte Ernst Grosse wurde in Paris verhaftet. Als Sohn eines hiesigen Beamten war er in einem Berliner Bankhaus angestellt und hatte die Wertpapiere zu verwalten. Dabei hat er nach und nach Werte unterschlagen und die Strafthaten durch falsche Buchungen zu verdecken gewußt. Hang zum Spiel und Anlage zum Hochmut gaben dazu die Veranlassung. Da Grosse außerdem nicht bloß Liebschaften unterhielt, sondern auch noch ein vornehmes Fuhr wert aus einem Tattersall zu den Fahrten nach den Nennplätzen besaß, so war es kein Wunder, daß seine Einnahmen mit den Ausgaben nicht Schritt halten konnten. Dadurch geriet er auf die schiefe Ebene und vergriff sich an der Kasse. Mit dem zunehmenden Bewußtsein seiner Schuld schwand die Liebe zu dem Beruf. Grosse blieb oft tagelang dem Geschäft fern, so daß er endlich entlassen wurde. Bald darauf wurden die Veruntreuungen bemerkt, die sich auf etwa 30 000 M. belaufen. Grosse war über Köln nach London und von dort über den Kanal nach Paris gegangen, wo er sich in einem Hotel unter dem Namen" Frizz Henschel" niedergelassen hatte. Aus einem Brief an einen hiesigen Bekannten, in dem er um Aufschluß über den Stand seiner Angelegenheiten bat, erfuhr man seinen näheren Aufenthalt. Nachdem er auf Veranlassung der hiesigen Straf behörden verhaftet war, wurde das Auslieferungsverfahren in die Wege geleitet. Der Gürtler Herr Semerau, Reichenbergerstr. 60, ersucht uns, mitzuteilen, daß er mit dem Reisenden Semmrau, der gestern in der Mitteilung„ Auch eine staatsrettende That" genannt wurde, nicht identisch ist. Ein Durchgänger. Das Polizeipräsidium teilt mit: Seit dem 26. d. Mts., nach Unterschlagung sehr namhafter Summen, flüchtig, ist der Angestellte eines hiesigen größeren Stohlengeschäfts, Willh Hustan, welcher, wie sich jetzt herausstellt, besonders in Spieler- und Buchmacherkreisen bekannt war und dort den größeren Teil des unterschlagenen Geldes verspielt und verwettet hat. Er hat beispielsweise auf ein Pferd gelegentlich 1000 m. gesetzt. Willy Hustan ist am 8. Juli 1881 in Berlin geboren, 1,74 Meter groß, hat dunkelblondes, gescheiteltes Haar, dunkelblonde Augenbrauen, blaue Augen, einen Anflug von Schnurrbart, vollständige Zähne, ein spizzes etwas schiefes Stinn, längliche Gesichtsbildung, blasse Gesichtsfarbe, schlanke Gestalt und setzt beim Gehen die Fußspigen einwärts. Er trug zulegt einen dunklen Jadettanzug und einen schwarzen SchlappHut. Hustan wurde zuletzt in der Nacht zum 27. Oftober in der Friedrichstraße gesehen und ist aller Wahrscheinlichkeit nach auch jetzt noch hier. Auf seine Ergreifung hat die geschädigte Firma eine BeTohnung von 150 m. ausgesetzt. Eventuelle Nachrichten werden an die Kriminalpolizei zu 8047 IV. 12. 03 erbeten. Marktprcise von Berlin am 29. Oftober 1903 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. mittel gering * Roggen, gut mittel gering 4 " mittel gering 15,82 15,78 15,74 15,70 13,00 12,98 12,96 12,94 12,92 12,90 14,50 13,40 13,30 12,20 12,10 11,00 15,80 14,80 14,70 13,80 Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter. Gier 2 Karpfen Aale Bander 6,00 4,00 1,80 1,20 1,50 1,10 1,80 1,10 2,00 1,20 1,80 1,10 2,60 2,00 60 Stüd 5,00 3,00 1 kg 2,20 1,20 2,60 1,40 3,00 1,20 2,00 1,00 1,80 0,80 3,00 1,40 1,40 0,80 Bernd", das im Deutschen Theater heute, Sonnabend, Theater. In Gerhart Hauptmanns neuestem Schauspiel„ Rose zur ersten Aufführung gelangt, find die Hauptrollen folgendermaßen Weizen, gut D.- Str. 15,90| 15,86 Startoffeln, neue D.- Ctr. Conrad; der alte Bernd: Oskar Sauer; Rose Bernd: Else Lehmann; besezt: Christoph Flanum: Rudolf Rittner; Frau Flamm: Paula August Keil: Karl Forest; Artur Streckmann: Albert Bassermann. In der Vorstellung von Goethes Iphigenie auf Tauris", die heute, Sonnabendnachmittag," im Schiller Theater O. ( Wallner- Theater) stattfidnet, wirken Betty Ullerich( Iphigenie), Rudolph † Gerste, gut Hartwig( Arkas), mit. Die Vorstellung beginnt um 3 Uhr nachmittags. Lettinger( Dreft), Otto Rembe( Pylades), May Reimer( Thoas) und Martin Im Metropol Theater beginnt sowohl die heutige( Sonnabend) Erstaufführung des neuen Ausstattungs- Vaudevilles von Julius Freund:„ Durchlaucht Radieschen", wie Richtstroh morgen die erste Sonntags- Vorstellung bereits um 7% Uhr. Im Central Theater findet kommenden Mittwoch, den Speisebohnen 4. November, Anfang 4 Uhr, die Erstaufführung von dem Kinder- Linsen Der gestiefelte Kater" statt. Die Preise auf ie Fiann noch fämtlichen Plägen sind um die Hälfte ermäßigt und es der Plätze sind: Orcheſterfauteuil 2,10, Parkettfauteuil 1,60, Parterre außerdem jeder Erwachsene ein Kind frei mitnehmen. Die Preise 1,10 und 0,85, Balfon 1,60, 1,10, 0,60, Stehplatz 0,40. Der Billetverkauf für die Kindervorstellungen beginnt heute. märchen " Hus den Nachbarorten. thafer, gut mittel gering Seu Erbsen * ab Bahr. " " 13,70 12,80 Hechte 4,32 3,82 7,20 4,80 40,00 25,00 50,00 25,00 60,00 20,00 Barsche Schleiesbo Bleie Krebse frei Wagen und ab Bahn. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Gürtler am 28. d. M. gestorben ist. In der Angelegenheit der Ortskrankenkasse zu Charlottenburg erhalten wir folgenden Aufruf an die Mitglieder der Kasse zur Ver öffentlichung zugesandt: Die Wahl der Arbeitnehmer- Delegierten erfolgt am Sonntag Wilhelm Heinemeyer vormittags von 10-12 Uhr im Voltshaus, Rosinenstr. 3. Gegen die von den Vertrauenspersonen der Arbeiterschaft, der Gewerkschafts- Kommission, aufgestellte und veröffentlichte Standidatenliste entfaltet der ehemalige Parteigenosse und frühere Vorsitzende der Krankenkasse, Herr Sabor, eine rege Agitation. Darauf bauend, daß sein Verhalten, wegen dessen er aus dem Wahlverein ausgestoßen wurde, vielen Arbeitern und Arbeiterinnen nicht bekannt ist, fucht er in mehreren Werkstätten die Arbeiter für seine eignen Brede einzufangen und der Liste der Gewerkschafts- Kommission eine eigne Liste entgegen zu setzen. Wir erwarten von der Arbeiterschaft, daß sie die Versuche dieses Mannes, Zwiespalt und Uneinigkeit unter den Arbeitern zu stiften, kenntnis ihren Namen auf die Liste des Herrn Savor haben schen energisch zurüdiveisen wird. Diejenigen Arbeiter, welche aus Inlassen, haben die Pflicht, diesen Schritt rüdgängig zu machen und folidarisch mit der gesamten Arbeiterschaft zu handeln. Arbeiter und Arbeiterinnen, stimmt nur für die Liste der Gewerkschafts- Kommission! Im Auftrage der Charlottenburger Gewerkschafts- Kommission. St. Steinig f. Flüchtig ist unter Hinterlassung einer beträchtlichen Schuldenlast der Gastwirt Schumann, der seit zwei Jahren das bekannte WirtsHaus Zum Markgrafen von Brandenburg" in der Belle- Alliancestraße inne hatte. In einem Lokale der Friedrichstraße hatte er fostspielige Bekanntschaften angefnüpft. Er hat sein gut gehendes Geschäft im Stich gelassen, Frau und Tochter sigen mittellos da. Neu- Weißensee. Um den Anspruch auf Zahlung eines Zuschusses Alles, was er an Bermögen zusammenbringen tonnte, hat er mit zu den Schulunterhaltungskosten gemäß§ 53 des Kommunalgenommen. In der Kasse hat er unter der Aufschrift„ Wechselgeld" Abgaben- Gesetzes geltend zu machen, wird auch in diesem Jahre unser Bare 40 Pf. zurüdgelassen. Oskar Schumann hat eine Mietsschuld Ort gegen die Stadt Berlin im Klagewege vorgehen. Wegen Festvon 4000 m. und etwa 10 000 M. andre Verbindlichkeiten. Bäcker, stellung der Zahl derjenigen Kinder, deren Väter zwar hier wohnen, Schlächter, Bierverleger und andre Lieferanten gehen leer aus. Das aber in Berliner Betrieben( Fabriken usw.) Beschäftigung haben, ist Geschäft wurde geschlossen. eine statistische Aufnahme erforderlich, und diese soll in den Schulen = Wegen Hehlerei festgenommen wurde am Freitagmittag der durch die Lehrerschaft erfolgen. Es wird gewünscht, daß sämtliche 67 Jahre alte Grünkramhändler Wilhelm E., dessen Geschäft in der Fragen der Zählblätter genau beantwortet werden. Ausdrücklich ist Spreestraße liegt, während er in der Roßstraße eine Dachwohnung hervorzuheben, daß diese Aufnahme mur dem hier angegebenen im Seitenflügel inne hat. Früher betrieb er in der Grünstraße Zweck, niemals aber Steuerzwecken dienen soll. einen Produktenhandel, seinen Grünkramfeller besitzt er erst seit In Groß Lichterfelde wird die Verhaftung der Köchin Bei der Polizei wurde angezeigt, daß E. von Haus- Katharina Stefanska des Kaufmanns Mar Kühl, Promenadenſtr. 18, Jahresfrist. dienern aus Geschäften verschiedene Sachen auftauft. Daraufhin viel besprochen. Die Stöchin erzählte jedem, der es hören wollte, fie erfolgte an beiden Dertlichkeiten eine Haussuchung durch 2 Kriminal- fei die außereheliche Tochter eines polnischen Grafen, von dem sie Diese nahmen auf einem Handwagen Stoffe, Pakete 90 000 M. geerbt habe; sie diene nur deshalb, weil ihre Schulallerlei Inhalts usw. mit und bemächtigten sich auch des Inhabers. bildung mangelhaft sei und fie fich andren Lebensverhältnissen nicht Seine Frau, die im Geschäft blieb, giebt an, daß die Sachen gewachsen fühle. Sie werde aber demnächst einen Bezirksfeldwebel aus dem Produktengeschäft stammen. Die Angelegenheit ist noch heiraten. Diese Erzählungen fanden Glauben, da die Köchin sich nicht völlig aufgeklärt. beamte. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. November cr., nach mittags 3%, Uhr, vom Trauerhause Stottbuserstr. 18 aus nach dem neuen Luifen- Kirchhof, Hermannstraße, statt. Rege Beteiligung erivartet 123/18 Die Ortsverwaltung. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Nachruf. Berlin. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß am 22. Oftober 1903 unser treues Mitglied Julius Schüttpelz, Stromstr. 51, im Alter von 47 Jahren ver storben ist. 144/16 Ehre seinem Andenken! Die Verbandsleitung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unfer lieber Vater, der frühere Milchhändler Ernst Pahl 31542 Donnerstagmorgen 9 Uhr im Alter von 74 Jahren nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Albert, Emil ut. Ernst Pahl. Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. November, nachm. 4 11hr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes in Britz aus statt. Für die liebevolle Teilnahme bei feidene Kleider anschaffte, verschiedene Einkäufe besorgte usw. Vor Von der Berliner Feuerwehr gerettet wurden gestern eine Frau emigen Tagen teilte die Köchin morgens ihrer Herrschaft mit, cs und ein Kind bei einem Brande, der aus Unvorsichtigkeit in der müßten in der Nacht Einbrecher die Villa heimgesucht haben, da die Steinmeßstraße 28 in einer Wohnung ausgekommen war. Als der Fensterscheiben im Geschirrzimmer eingedrückt worden seien. That12. Löschzug an der Brandstelle erschien, war die Situation schon fächlich waren aus einer eingemauerten Kassette ungefähr 600 M. recht kritisch. Die Flammen hatten an Betten und sonstigem Inhalt gestohlen worden. Als der hiervon benachrichtigte Polizeikommissar der Beerdigung meines lieben under Wohnung schon reiche Nahrung gefunden, die Treppenaufgänge Mohr Nachforschungen anstellte, fiel es ihm auf, daß die Köchin am vergeßlichen Sohnes und Bruders waren total verqualmt und Menschenleben in Gefahr. Brandmeister Arme eine tiefe Wunde hatte, die sie sich tags zuvor mit einer SicherBiemiorowski ließ sofort über die Treppen und über heitsnadel zugefügt haben wollte. Diese Angabe schien ihm unglaub- sage allen Verwandten, Freunden und einen Hakenleitergang am Hause bon Fenster zu Fenster würdig; er spürte dem Vorleben der Köchin nach und ermittelte vorgehen, Luft machen, dem Qualm Abzug zu ver- I allerlei Einzelheiten, die zunächst die Legende von dem Reichtum und Willy Schneider Bekannten unsern innigsten Dank. Frau Schneider nebst Kindern. per Schod 15,00 3,00. Allen Verwandten u. Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber und sorgsamer Mann, unfer guter Vater, Bruder und Dnkel, der Barbier Albert Pruss am Donnerstagabend um 7%, Uhr nach furzem Leiden sanft ent schlafen ist. Dies zeigen tiefbetrübt an und bitten um stilles Beileid Wwe. Agnes Pruss geb. Werpel und Sohn. Die Beerdigung findet statt am Sonntag den 1. November, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Georgen- Kirchhofes in Weißensee 29076 aus. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 27. Oftober starb nach Turzem Krantenlager im Alter von 62 Jahren unser Mitglied, der 28925 Zimmerer Herr August Varchmin. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. November, nachmittags 24 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen- Kirchhofes, Lands berger Allee, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten für die herzliche Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Bes erdigung meiner lieben Frau, unsrer guten Mutter hiermit unsern herg lichsten Dank. 28865 H. Mähl nebst Tochter. Ich sage allen Freunden und Bes fannten, sowie dem Centralverein Deutscher Böttcher meinen besten Dank für die schöne Kranzspende und Teilnahme bei der Beerdigung meines Bruders. 29035 Franz Höhlke nebst Familie. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung unsres Bruders, des Ver golders Paul Gericke fagen wir allen Freunden und Bekannten, namentlich dem Chef und Bersonal der Firma D. Scholz sowie dem WahlVerband der Vergolder und Herrn Manasse unsern herzlichsten Dant. 29065 Die Hinterbliebenen. verein des sechsten Wahlkreises, dem Bekleidungshaus für Herren- und Knaben- Garderoben Georg Simon Geschäfts- Eröffnung! Die Erkenntnis, dass durch die Anfertigung von Konsum- Artikeln in grossem Massstabe bedeutende Ersparnisse erzielt werden, hat sich allgemein Bahn gebrochen; durch Verwendung guter Stoffe, durch sorgfältige Bearbeitung und Verwendung von Prima- Zuthaten bringe ich Herren- und Knaben- Garderobe in meinem neu eröffneten Etablissement Bahnhof Wedding 8 Reinickendorferstr. 8 direkt am Ecke Ravené- Strasse zum Verkauf, die sich nur dadurch von nach Mass gearbeiteter Konfektion unterscheidet, dass sie sich teilweise durch moderneren Schnitt, vorzügliche und praktischen Stoffe, und was die Hauptsache ist, durch hervorragende Billigkeit auszeichnet. 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Oktober 1903. bis zum Rand mit Standesvorurteilen angepfropft, dabei mehr un auch die Vorurteile ausziehen. Warum soll er das hochs bedacht als schlecht, hat es dem Töchterchen des alten Wachtmeisters, herzige Mädchen, das er zu lieben behauptet, nicht als Frau heims eines Veteranen aus dem siebziger Kriege, angethan. Mit blinden führen? Er schuldet ihr, er schuldet ihrem Vater Genugthuung. Augen, ohne an den Ausgang zu denken, ist er in das Verhältnis Aber Herr von Lauffen hat seine„ Ehre". Was würde man zu Leffing Theater. 3 apfenstreich." Drama in vier Auf- hineingetappt. Sie war es, die die ersten Schritte machte. Er täuschte Hause sagen? Und dann ihre Verwandtschaft! Vielleicht einem zügen von Franz Adam Beyerlein. Beherleins Armee- ihr, sie täuschte sich nichts vor; sie fannte die Gefahr, aber für die Arbeitsmann als Vetter die rußige Hand drücken! Unmöglich, ganz roman Jena oder Sedan", gegen den die„ Hamburger Nachrichten" flüchtigen Stunden des Glücks schien ihr kein Opfer zu groß. Helbig, unmöglich! Der alte Wachtmeister flopft an die Thür. Er kommt, jest gar einen buchhändlerischen Boykott inscenieren wollen, war ein ein braver Unteroffizier, der sie liebt, der Pflegefohn des Wacht- um Rache zu nehmen. Wie es die Herren Offiziere unter einander interessantes Zeitdokument. Es fehlte dem Buche Einheit des Stils meisters, schöpft Verdacht. Daß er für sich nichts mehr hoffen kann, bei Ehrenhändeln machen, das ist das richtige. Er zieht eine Pistole unter der Schluß bog ganz ins schlecht Romanhafte um und noch hat sie ihm flar gezeigt. Eifersucht, aber noch mehr Angst um sie der Uniform hervor. Herr von Lauffen soll sich mit ihm schießen. Wieder mehr die Einheit des Gedankens. Aber eben dieses, daß der Autor so ganz und um den Vater, treibt ihn, als er das Mädchen in des Lieutenants heißt es: unmöglich, ganz unmöglich! Er, der im Pulverdampf ges and gar nicht der Socialist ist, zu dem ihn eine gewisse Scharfmacherpresse Zimmer vermutet, einzudringen und den Gewissenlosen zur Rede zu standen, der im Dienst Ergrante, ist der Subalterne, der auf das stempeln möchte, das Unentschiedene und Schwankende, die Art, wie stellen. Klara ist in der Nebenstube verborgen. Er will die Thür Standesvorrecht des Duells nicht Anspruch hat. Grimmig reißt er er mitten in die naturalistischen Schilderungen des Kasernenlebens aufreißen und schleudert den Fant zur Seite. Da ruft der Lieutenant das eiserne Kreuz von seiner Brust und will die Kugel abfenern auf begeisterte Lobpreisungen des alten militärischen Sedangeistes ein- die Ordonnanz: wegen Angriffs auf den Vorgesetzten wird der den Beleidiger, aber die Waffe zittert in seiner Hand. Er läßt sie flicht, mußte den Noman den offiziellen Kreisen doppelt unangenehm Mann in das Gefängnis abgeführt. Der dritte Aft, vor dem, wie sinkender junge Mann da vor ihm ist sein Vorgesetzter; der in machen. Daß ihm ein tieferer principieller Gegensatz zum gesagt, so wohlvollenden Kriegsgericht, hat starke dramatische Jahrzehnten anerzogene Instinkt soldatischen Gehorsams siegt. Doch herrschenden System fehlte, ließ das Buch um so leichter in alle Spannung. Er ist der weitaus beste des Schauspiels. Der Vor- Blut muß fließen. Die Tochter eilt herbei. Die harten Schichten und nicht zuletzt in solche, die sich vor jedem„ socialistischen sigende dringt in den Angeklagten, nichts von dem, was feine That Worte gegen den Geliebten empören sie; fie will ihn Gift" betreuzigen, dringen, und entkräftete auch für die Urteils- in milderem Lichte erscheinen lassen könnte, zu verschweigen. Aber schützen: Nicht er ist schuldig, ich bin's, die sich ihm Tosen den so bequemen und beliebten Vorwurf tendenziöser Schwarz- Helbig, der das Mädchen und den Vater schonen will, bleibt bei an den Hals geworfen hat", ruft sie dem Vater zu.„ Offiziersdirne", malerei. seiner Erklärung, er wisse selbst nicht, was er gewollt. Und ebenso knirscht der Alte, und streckt mit einem Schuß sein Kind zu Boden. Das Drama, in einer kleinen elsässischen Garnison sich ab- leugnet der Lieutenant als Zeuge in den Kreuzverhör. Die Ver- Die Charakteristik hält sich an der Oberfläche. Weder Klara, spielend, aber ist recht ungefährlich. Ihm fehlt fast jeder, nicht nur eidigung wird hinausgeschoben. Mit sicherem Bühnengeschickt ist die von Fräulein Jenny Reich, noch der Wachtmeister, von Adolf der principiell geschärfte Stachel. Und statt der typischen Verhält- Steigerung vorbereitet. Die Aussage eines Kameraden Helbigs Klein gespielt, konnten tiefer interessieren. Viel besser ist die nisse, in deren treuer Wiedergabe die Bedeutung des Romanes lag, macht die Richter stuzzig. Der Wachtmeister wird herbeicitiert, er Figur des windigen Lieutenants gelungen, die bei der Aufführung rückt hier ein mäßig interessantes Einzelschicksal in den Vordergrund. ahnt nicht einmal den Sinn der Fragen. Da führt man site, of de bain gutten sehr steigneten Bertreter ſufführung Man vergleiche z. B. das beinahe human- gemütliche Kriegsgericht ihre Bitte vor die Schranken und um den Geliebten vor dem von Winterstein brachte gut das Rauh- Treuherzige im Wesen mit dem, das im Romane den Bauernburschen und Artilleristen Meineid zu bewahren, wie auch unt Helbig zu zu retten, Helbigs, weniger das Soldatische heraus. Der Beifall, der aber Boot wegen einer ungleich geringeren Infubordination aburteilt bekennt fie die Wahrheit. Der letzte Aufzug endet in wohl mehr dem Verfaſſer von Jena oder Sedan" als dem des handelt sich, wie Hartlebens Soldatenstück„ Rosenmontag", trasser Melodramatik. vernünftiger Freund redet auf Zapfenstreichs" galt, war ungewöhnlich stark. Wieder und wieder möge mit dem bunten Rock nun mußte der Autor erscheinen. um die Liebesgeschichte eines Lieutenants. Der hübsche junge Herr, den Lieutenant ein, cr Seelachs pro Pjd. 20-22 P. im Anschnitt 28-30 Pj. " Alle Fischarten find infolge großer Fänge soeben in großen Mengen eingetroffen. Die mannigfachen Zubereitungen sind aus dem umfangreichen Seefisch Kochbuch, das jeder Käufer gratis erhält, ersichtlich. Ein Verfuch mit diesen äußerst schmackhaften Fischen ist jeder Hausfrau zu empfehlen. Ebenfalls in frischer Ware sind die nebenstehend verzeichneten Fische eingetroffen. Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft Nordsee". 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