Nr. 260. Abonnements- Bedingungen: 1 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter SonntagsBellage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn z Mart, für das übrige Auslan 2 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 pig. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Bfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Wem gehört die Volksschule? den Mund verbindet. Freitag, den 6. November 1903. " Wohl werden wir erst eine wirkliche Volksschule, die nicht der] haben eine es = Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. aufgezeigt werden, daß die preußische Volksschule dem nach den Breslauer Erfahrungen von 1898 auch hier nicht auf die mächtig aufstrebenden Bildungsbedürfnis der Arbeiterschaft un- Abgabe der Erklärung berzichten; hier möchten wir aber vorschlagen, gefähr in demselben Maße gerecht wird wie die faule daß sich unsre Wahlleiter in den einzelnen Urwahlbezirken der freiEs ist bereits vor kurzem an dieser Stelle im Vorbeigehen auf Grete" aus den Bauernkriegen dem modernen Festungstriege ge- schriftlich oder mündlich zu fragen, ob fie unabhängig genug lich peinlichen Aufgabe unterziehen, die liberalen Wahlmannskandidaten bie lustig- ernsthafte Ungereimtheit aufmerksam gemacht worden, daß nügen würde. Es muß auch stets auf den barocken, an die Zeit des find, gegebenenfalls auch für einen socialdemokratischen fich bürgerliche Parteigruppen anscheinend higige Gefechte um die gutsherrlichen Patriarchalismus erinnernden Widersinn hingewiesen Abgeordnetenkandidaten stimmen zu können. Wir nennen diese Volksschule lieferten, während man die Nächstbeteiligten, das Bolt, werden, daß Männer über die Volksschule zu bestimmen sich an- Aufgabe peinlich, weil es zwar für den liberalen Wahlmannss nicht nur ungefragt beiseite stehen läßt, sondern ihm noch obendrein maßen, die wie die preußischen Parlamentarier weder eine Bolts- Kandidaten eine Kleinigkeit ist, seine Erklärung abzugeben, wenn, schule durchgemacht noch sie je von innen angesehen haben, und die wie wir dies für Berlin oben feststellten, unsre Wahlleiter zur Wem gehört die Volksschule?- Der Kirche! schreit der Chorus von den geistigen Bedürfnissen des arbeitenden Volkes ungefähr Entgegennahme solcher Erklärungen bereit sind, weil aber der socialder Geschorenen und Gescheitelten. Dem Staate! leitartikelt der so viel Ahnung haben wie der Blinde von der Farbe. Erwähnens- Kandidaten herantritt, nicht wissen kann, wie seine Anfrage aufdemokratische Wahlleiter, der mit einer Anfrage an den liberalen unerheblich getaufte" freitonfervative Otto Arendt zwei Tage lang wert ist auch die Thatsache, daß an der Spitze des wichtigen genommen wird. Trotzdem halten wir unsern Vorschlag aufrecht, im„ Tag". Wer hat recht? Keiner von beiden. Schulwesens ein Mann steht, der wohl die üblichen formal- juristischen um so zu zeigen, daß wir alles aufbieten wollen, um die Reaktion Es ist eine von der Kirche aufgebrachte und von ihr in den Kenntnisse besigt, wie sie in Preußen bekanntlich für alle Ver- zurückzuschlagen. Selbstverständlich können wir den Liberalen nicht jahrhundertelangen Zeiten ihrer uneingeschränkten Herrschaft fleißig waltungszweige in gleichem Maße tadellos befähigen, der aber bis vorschreiben, wie sie sich bei Stichwahlen zwischen Konservativen und herumgetragene Geschichtsfälschung, wenn behauptet wird, die zu seinem Dienstantritt sich um die Volksschule gerade so viel Socialdemokraten bei der Urwahl zu verhalten haben; die einfachste Kirche sei die Mutter der Volksschule, und der Kirche bekümmert hatte, wie irgend ein andrer preußischer Verwaltungs- lleberlegung aber muß ihnen sagen, daß es in ihrem eigensten gebühre deshalb auch die Oberhoheit über die Schule. Die beamter, an den vielleicht statt an ihn zufällig der Ruf, Kultus- Interesse liegt, in diesem Fall für die socialdemokratischen Kandidaten zu stimmen. Volksschule ist weder von der katholischen, noch von der protestan- minister zu spielen, ergangen wäre. tischen Kirche geschaffen worden, sondern sie ist im Mittelalter, also Junker Wahlreform. Die Berliner Bolitischen Nachrichten" schon vor der Reformation von dem städtischen Bürgertum, von den Kirche, nicht dem Staate, sondern dem Volke gehört, haben, anscheinend aus offiziöfer Quelle, mitgeteilt, daß es in der Handwerkern, den Zünften und den kleinen Kaufleuten im Kampfe haben, wenn das Volk souveräner Herr über sein Geschick ist. Aber Absicht der preußischen Regierung liege, in der nächsten Gesetzgebungsmit der mitteralterlichen Kirche gegründet worden. daß auch schon in einem Klassenstaat, der auf demokratischer Grund- periode des Landtages eine Teilung übergroßer LandDiese ersten Voltsschulen in Deutschland waren in ihrer Art und für lage beruht, eine dem preußischen Schulwesen unendlich weit über- tags Wahlkreise herbeizuführen. Diese ganz unbestimmte ihre Zeit vortrefflich, vor allen Dingen opferten sie die kostbare Schul- legene Erziehungsorganisation möglich ist, beweist die staatliche Mitteilung veranlaßt die Deutsche Tageszeitung", auch ihre eignen zeit nicht für außerunterrichtliche Zwecke: sie waren Wir fchrecklich, Schulorganisation Frankreichs. anständige Ideen einer Wahlrechtsreform in Preußen auszutramen; sie schreibt: nicht zu fagen nur fonfessionslos, sie Will man sich überhaupt an eine Abänderung des Landtagswaren fogar Wegstrecke zu marschieren, wenn wir nur den heutigen Stand religionslos. Sie dienten einfach und schlicht dem Zwecke der Vor- des französischen Schulwesens erreichen wollen. Sollte Wahlgesezes heranivagen, die unsres Erachtens vielleicht nicht mehr aufzuschieben ist, so wird man gut daran thun, gleichzeitig bereitung der Kinder auf das bürgerliche Leben. Erst die„ Refor- gelingen, einige Socialdemokraten in den preußischen Landtag zu die Ungeheuerlichkeiten des jetzigen Systems zu beseitigen, über matoren" Luther, Melanchthon, Bugenhagen reformierten" die bringen und dadurch der allgemeinen Volksschule neben ihren die im großen und ganzen eine Meinungsverschiedenheit nicht Schulen in bedauerlicher Weise dadurch, daß sie den eigentlichen bis- platonischen liberalen Verehrern einige wegkundige und handfeste herrscht. Wir haben schon früher darauf hingewiesen, daß in herigen Zweck der Volksschule ihren religiös- konfessionellen Zwecken Pioniere zu verschaffen, so ist zu erwarten, daß sich der Vormarsch Berlin ein Wurstfabrikant in der ersten Klasse, ein Minister in unterordneten. Sie führten den Religionsunterricht in die Schule der preußischen Volksschule in Zukunft nicht mehr ausschließlich nach der dritten Klasse wählt. Aehnliche Ungeheuerlichkeiten werden ein, fie machten ihn zur Hauptsache des Unterrichts, dem Tatte des Krähwinkeler Landsturmes vollzieht. aus den meisten größeren Städten berichtet. Vielfach besteht die fie stellten damit die Schule unter das Machtgebot der erste Klasse nur aus einem oder zwei Urwählern, während in der dritten Klasse Männer zu wählen haben, die ein recht großes Kirche, fie machten die Lehrer zu Dienern und SchleppenEinkommen versteuern. Das war nicht die Absicht des Gesetzträgern der Pfarrer, sie tragen darum die Hauptschuld an dem gebers; diese Verhältnisse haben sich vielmehr infolge der intraurigen Rüdgang des Volksschulwesens nach der Reformation, fie zwischen eingetretenen socialen Entwicklung herausgebildet. find die eigentliche Ursache, daß wir noch heute den wenig ruhmUnfres Erachtens ist die Beseitigung der allerstärksten Unvollen Kampf um die Befreiung der Schule aus den Händen der geheuerlichkeiten nicht schwer. Das sächsische Gesez hat Kirche führen müssen. Die Kirche hat also kein historisches Recht einen gangbaren Weg gewiesen. Nach diesem Gesetz auf die Schule, sie hat sich nur ein Recht angemaßt, das ihr je eher werden Steuerbeträge, die über eine gewiffe Höhe hinausgehen, überhaupt bei der Drittelung nicht mitgerechnet. Es wird je beffer wieder genommen werden muß. ferner bestimmt, daß Wähler, die einen gewissen Steuers betrag( 300 m.) entrichten, auf jeden Fall der ersten Wählerklasse angehören müssen, und eine entsprechende Bestimmung ist auch für die zweite Wählerklasse getroffen worden. Wir wüßten thatsächlich nicht, was man ernstlich gegen den Vorschlag einwenden sollte, ähnliche Bestimmungen auch in Preußen einzu führen. Die schlimmsten Ungeheuerlichkeiten würden wenigstens dadurch beseitigt, wenn auch die geschworenen Gegner des geltenden Landtags- Wahlrechts den Einwand erheben würden, daß die vorgeschlagene Reform lange nicht weit genug gehe und elendes Flickiert sei. Wir würden vielleicht mit dem Vorschlage zurückgehalten haben, weil die Anregung einer Wahlrechte änderung ein ziemlich gewagtes Ding ist. Da nun aber die Regierung selbst erklärt hat, daß sie dem Landtage einen Aenderungsvorschlag unterbreiten werde, glauben wir, mit unsrer Anregung nicht zurückhalten zu sollen." " Landtagswahl. Zur Stichwahltaktit. In der Resolution der preußischen Landtagswahl- Konferenz vom 26. April 1903 lautet Bunft 3: Kommt es bei den Urwahlen zur Stichwahl, in der nach Ausfall der Socialdemokraten liberale Kandidaten solchen andrer Parteien gegenüberstehen, so wird im allgemeinen für die liberalen Kandidaten zu stimmen sein. Anders verhält es sich mit dem Staate. Der Staat ist in allen Fällen wesentlich Maschine zur Niederhaltung der unterdrückten, Der Ausdruck im allgemeinen" wurde teils wegen einiger ausgebeuteten Klaffe"( Engels). Dieser Aufgabe getreulich ein möglicher Ausnahmefälle, teils wegen eines ganz besonders wichtigen gedent, hat der Staat auch von jeher die Schule mit zur Aus- Falles gewählt. Zu den Ausnahmefällen gehört zum Beispiel die beutung der unterdrückten Klasse benutzt. Die Kleinstaatlichen Stellungnahme zwischen Liberalen und den demokratischen Dänen in Despoten des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts brauchten einigen Kreisen der Provinz Schleswig- Holstein. Den Hauptfall nichts weiter als gehorsame Unterthanen, also war die Unterweisung bilden alle die Wahlkreise mit zwei oder drei Abgeordneten, in denen in der Zucht des Herrn und im Unterordnen unter den Fürsten und die Socialdemokratie hoffen darf, mit der Zahl ihrer Wahlfeine Diener die Hauptsache des Schulunterrichts. An der Wende der männer zwischen Konservativen und Liberalen bei der AbgeordnetenJahrhunderte, als durch Napoleons eisernen Kehraus in Deutschland wahl ausschlaggebend zu werden. Hier hat uns das bekannte die bürgerliche Wirtschaftsordnung ein wenig ausschreiten konnte, Verhalten der freisinnigen Wahlmänner in Breslau zur Vorsicht gezwungen, die 1898 unfren ausschlaggebenden Wahlmännern erklärten: machte man pädagogische Anleihen bei Pestalozzi. Als in der vor- Es ist zwar nur recht und billig, daß ihr als Gegenleistung für märzlichen und nachmärzlichen Zeit finstere Reaktion in Deutschland eure Unterstützung unsrer Kandidaten eins der drei Mandate für regierte, schnürte man die Schule in Preußen in die Regulativ- einen Socialdemokraten beansprucht; dieſem billigen Verlangen können paragraphen und zwang die Kinder zum Glauben an„ gegebene" wir aber nicht Rechnung tragen, weil eine größere Anzahl unsrer Wahrheiten und Autoritäten. Als nach dem deutsch- französischen Wahlmänner zu abhängig ist, um öffentlich einem Socialdemokraten Kriege der Milliardensegen sich über Deutschland ergoß und die die Stimme geben zu können. Nationalliberalen unter Breisgabe politischer Ideale wirtschaftliche Vorteile einfacten, wurde der Volksschule wiederum gestattet, durch reichlichere Pflege des Realunterrichts sich den neuen Ansprüchen der Rapitalisten an ihre Ausbeutungsobjekte anzupassen. -" Bebel in Breslau. bor überSachsen ist das Jdeal des Dr. Dertel. Auch dies Wahlrecht soll ins Sächsische überfest werden. Es lohnt sich nicht, über die frebelhafte Zumutung zu reden, daß einige Ungerechtigkeiten, die nicht wieder bringen lassen; es find deshalb die Liberalen von unsrer beseitigt werden sollen, damit so der Kern des Unrechts um so In eine derartige Zwangslage darf sich die Socialdemokratie allzu grob die Tollheit des preußischen Wahlunrechts offenbaren, Seite immer und immer wieder aufgefordert worden, nur völlig dauernder erhalten werden könne; das Blatt des Dr. Dertel weiß unabhängige Wahlmannskandidaten aufzustellen, da die Social selbst, daß das nur" elendes Flickwerk" wäre. demokraten in den oben bezeichneten Wahlkreisen unweigerlich Es scheint aber, daß die Deutsche Tageszeitung" vergessen hat, Auf dieser Basis steht die Volksschule im wesentlichen noch heute. Gewehr bei Fuß dem Stichwahlkampf zwischen Liberalen welche politischen Folgen das sächsische Wahlsystem, das Die wirtschaftliche Entwicklung der Neuzeit braucht Arbeiter, die zum und Konservativen zusehen würden, wenn ihnen nicht sie verherrlicht, gezeitigt hat. Oder gefällt das„ rote Sachsen" und nindesten in einigen Elementarfächern notdürftig unterwiesen worden seitens der Liberalen eins der zwei oder drei Mandate eingeräumt der rote Freiberger Wahlkreis dem Dr. Dertel? find. Was darüber ist, das ist vom Uebel. An dem Wider- würde. Dieser Forderung nach Aufstellung völlig unabhängiger stand der wirtschaftlichen Machtfaktoren scheitert der rührend poffier- gegeben werden, daß bei Stichwahlen in der Urwahl nur solche liberale Wahlmannskandidaten seitens der Liberalen soll dadurch Nachdruck liche Bildungseifer liberaler Volksbildungsapostel. Eugen Richter Wahlmänner gegenüber Konservativen unterstützt werden sollen, die In Breslau find unfre Parteigenoffen schon 1898 entscheidend sogar, der besser die praktischen Notwendigkeiten der Fabrikanten zu vor dem Wahltag- also vor dem 12. November erklärt haben, in den Landtags- Wahlkampf eingetreten. Ohne socialdemokratischen beurteilen weiß, als die andächtigen Schwärmer Ridert und Tews, unabhängig genug zu sein, um gegebenenfalls auch für einen social- Beistand wäre der Freifinn schon damals um seine dortigen Mandate drohte mit seinem Rücktritt, als man die allgemeine Volksschule in demokratischen Abgeordnetenkandidaten stimmen zu können. gekommen. Trotzdem scheue sich der Freisinn in Breslau, uns sein voltsparteilich- unentwegtes Programm hineinmogeln wollte. Da die liberalen Wahlmannskandidaten nicht in öffentlichen diesmal unser Recht werden zu lassen; die Folgen werden sie tragen Was hätte demnach das preußische Wolf heutzutage von einer Verstaat- Berfammlungen aufgestellt werden, ist es für uns schwierig, Auskunft müssen. Unfre Partei ist mit verstärkter Energie in den Wahllichung der preußischen Volksschule zu erwarten? Anders wäre es schon, von ihnen über ihre Unabhängigkeit zu erlangen. Dazu kommt, daß fampf eingetreten, um möglichst viele Wahlmännerfiege zu Bebel sprach am Montag in Breslau die Freifinnigen namentlich in den Wahlkreisen, in denen sie zur Zeit erreichen. wenn auch für den preußischen Landtag das allgemeine, gleiche, geheime die Mandate innehaben, sich ganz auf das hohe Pferd setzen. Sie sagen voller Versammlung. Aus seiner wirkungsreichen Rede sei und direkte Wahlrecht Geltung hätte. Dann könnte bei einem staat- fich besonders in Berlin, eine Gefahr, daß etwa die Konser wenigstens einiges wiedergegeben, was er über das Wahlsystem, lichen Schulwesen schon besser der Wille des Volkes zur Geltung vativen siegten, ist ja gänzlich ausgeschlossen; wir werden uns über preußisches Steuerwesen und über unsre Stellung zu den gebracht werden. Aber eine wirkliche Volksschule", die all- vorläufig mit den Socialdemokraten nicht einmal in der Stichwahl Liberalen ausführte. Wir folgen dem Bericht der Breslauer„ Volksgemeine Volksschule, tönnte selbst ein derartiger Landtag so frage gelegentlich der Urwahlen verständigen. In diesen Wahl- wacht": wenig stabilieren, wie heutzutage der aus allgemeinen und freisen werden wir es unsren Parteigenossen nicht zumuten fönnen, Dieses öffentliche Wahlrecht führt zu der schlimmsten Alle die Arbeiter gleichen Wahlen zusammengesezte Reichstag die socialistische sich mit einer etwaigen Anfrage bei den freisinnigen Wahlmanns- Korruption unsrer öffentlichen Moral. Gesellschaftsordnung einrichten tönnte. Der Klassenstaat bedarf auch Randidaten einer schnöden Abweisung auszusehen. Hier müffen wir in Staatsbetrieben, die Beamten fürchten sich, socialder Klaffen- und Standesschule. Erst mit der Beseitigung der es den freifinnigen Wahlmannskandidaten, die bei der Stichwahl in demokratisch zu wählen, während sie zweifellos bei der geheimen der Urwahl auf unsre Stimmen rechnen wollen, überlassen, ihrerseits Reichstagswahl zum großen Teil den Arbeiterkandidaten gewählt Klassengegensätze wird die Bahn frei für eine allgemeine Volksschule vor dem 12. November mit einer Erklärung an unsre Wahlleiter oder haben. Die Konservativen sagen nun, das öffentliche sei im wahren Sinne des Worts. Wahlmannskandidaten heranzutreten. Wir stellen hiermit fest, daß gerade das rechte Wahlsystem!( Pfui!) Da könne der Diese Erwägungen dürfen aber natürlich nicht dazu verführen, diefe, den freifinnigen Wahlmannskandidaten in jedem Urwahlbezirk Mann so recht frei und unabhängig sich zeigen! Ja, erst soll man nunmehr friedlich die Hände in den Schoß zu legen und mit der bekannten Männer die schriftliche oder mündliche Erklärung entgegen- doch den Mann focial frei und unabhängig machen, damit er sich so Hebung der Volksschule bis zur Beseitigung des Klassenstaats zu zunehmen bereit sind. zeigen kann!( Großer Beifall.) Man spricht auch wieder von social warten. Es ist vielmehr unsre dringende Aufgabe, unausgesetzt In den Wahlkreisen, die bisher nicht von Freisinnigen ver- demokratischem Terrorismus gegenüber Geschäftsleuten, die von Arbesonders aber angesichts der preußischen Landtagswahlen auftreten find, wo aber der Kampf aussichtsvoll ist, wie in Teltow beitern abhängig find. Ich kann mir wohl denken, daß Proletarier, die Teltow- beitern die Mangelhaftigkeit der preußischen Volksschule hinzuweisen. Es Beeskow und Nieder- Ober- Barnim, werden wir seitens der sehen, wir ihr Lieferant, der täglich mit ihnen zu thun hat, den Gegner Liberalen auf ein höflicheres Entgegenkommen rechnen müssen des Proletariats wählt, schließlich sagen, dann brauchst du auch muß immer wieder mit Nachdruck betont werden, daß die preußische für diese Kreise besteht thatsächlich die Gefahr, daß die Konservativen unfre Kundschaft nicht.( Sehr richtig!) Aber die Ver= Boltsschule auch jetzt beinahe schon wieder mustergültig für andre die absolute Mehrheit der Wahlmänner erhalten, wenn den Social- antwortung dafür sollen die tragen, die diese Zustände gedeutsche und ausländische Staaten geworden ist, allerdings ist sie demokraten das Eintreten für liberale Wahlmannskandidaten durch schaffen und bisher geduldet haben.( Sehr richtig! und lebein Muster dafür, wie Schulen nicht sein sollen. Es muß überall deren Erkläruna nicht ermöglicht wird; selbstverständlich können wir hafter Beifall.) H = aus Das fet Wir erstreben die Beseitigung dieser Zustände, wir wollen ge-| Parteigenossen Zulässigen weit überschreitenden Ton gehalten, lösten benutzt und gewissermaßen öffentliche Gelder mißbraucht. heime Wahl, wir wollen das Proportionalsystem! Wenn das sich in dem genannten Partei Organ Wochen hindurch ab, auch als eine an die Landwirtschaftskammer gerichtete Proportional- Wahlsystem im Reiche eingeführt wäre, hätten wir zwar zum Gaudium die unfrer Gegner, großen dieser Denunziation anzusehen. eine Anzahl Mandate gewonnen, aber auch die Gegner hätten den Selbstzerfleischung unsrer Parteigenossen die Waffen schmiedeten, Vorteil, daß nicht in Sachen betonmen. peiterfeit und Beifall.) mittels deren sie uns im Wahlkampf- wie der Ausgang D zeigt, nicht Wendel Wahrheit gefährdet das Staatsinteresse! etwas Wegen Beleidigung der königlichen Bergwerksdirektion ber Die Gerechtigkeit geht uns über alles.. Wir lönnen verlangen, daß die besigenden Klassen wurden durch diese widrigen Umstände der Kampfeseifer und fiskalischen Gruben im Saargebiet und ihres Vorsitzenden Geheimen mehr zu den Lasten des Staates wie bisher beitragen, der Siegesmut unfrer thätigen Parteigenossen stark gelähmt, Bergrats Hilger hatte sich Ende voriger Woche der Redakteur Ludwig denn die Armee, Polizei und Gerichte sind doch nur zum Schußze so wirkten andrerseits die endlosen Zänkereien, die zum Teil start ehnen von der„ Neunkirchener Zeitung", einem dem Centrumsder Reichen da.( Großer Beifall.) Ich erinnere nur daran, daß persönlich zugespitzt waren, vor allem auf jene zahlreichen Elemente Abgeordneten Kaplan Dasbach gehörenden Blatte, vor der Straf3. B. Krupp pro Tag 7000 Mark verdient, noch dazu abstoßend, die, ohne in unsre Wahlarbeit thätig mit einzugreifen fammer in Saarbrücken zu verantworten. Der Angeklagte hatte zum größten Teile vom Staate, also der Allgemeinheit. Wäre es und unsren politischen Organisationen anzugehören, doch jeweils nicht weniger als siebzig Zeugen geladen. Die Beleidigung daher nicht in der Ordnung, wenn er dafür auch eine dem unsren Kandidaten ihre Stimme zu geben pflegen. Wandten sich soll enthalten sein in einem Artikel, der nach der Reichstagswahl entsprechende Abgabe an den Staat zahlte? Aehnlich liegt es mit der Erbschaftssteuer, auch da verlangen wir diese auch nicht direkt den Gegnern zu, so blieben sie doch zum erschien und worin die Staatsanwaltschaft den Vorwurf findet, daß eine höhere Besteuerung der Erbschaften über 10 000 m.( Sehr mindeſten am Wahltag zu Hause, und es braucht unter diesen Um- die staatlichen Grubenbeamten von ihrer vorgesetzten Behörde, der richtig!). In verschiedenen europäischen Staaten gelangen Erbschaften ständen nicht wunder zu nehmen, wenn die Wahlbeteiligung aus den königlichen Bergwerksdirektion, veranlaßt worden seien, Arbeiter von mur an die nächsten Verwandten zur Auszahlung, während sonst der Reihen der Arbeiterschaft selbst hinter den früher ohnedies geringen einer Betriebsstelle zur andern zu verlegen, oder daß Arbeiter gar Staat als Erbe auftritt. Wie oft kommt es vor, daß begüterten Ziffern noch zurückblieb, während die bürgerlichen Elemente, durch die entlassen würden, um sie für ihre politische Haltung und vermutliche Leuten große Erbschaften wie vom Himmel zufallen, deshalb ver- bedauerlichen Verhältnisse in unsrer Partei zur größten Sieges- Abstimmung( für den Centrums- Abgeordneten Fuchs) zu bestrafen. langen wir eine Erbschaftssteuer von mindestens 25 Prozent.( Sehr zuversicht angetrieben, in hellen Scharen zur Wahlurne eilten. Rechtsanwalt Krüsemann beantragte, daß Geheimrat Hilger richtig!) Auch der bekannte Nationalökonom John Stuart Mill hat Berücksichtigt man alle diese Umstände, so kann man mit den Er- während der Vernehmung der Bergleute den Saal verlasse, da die das als sehr berechtigt anerkannt. Andre Länder haben solche hohe Abgaben längst, so hat z. B. Fraankreich eine Einnahme aus der gebnissen der Wahlen das Resultat von Pforzheim- Stadt vielleicht Beugen sonst eingeschüchtert seien. Das Gericht lehnte dies ab, da Direktor Hilger als Nebenkläger zur Anwesenheit berechtigt sei. Der Erbschaftssteuer von 160 Millionen Mart, England 200 Millionen ausgenommen im allgemeinen noch zufrieden sein. Mark, Preußen aber nur 10-11 Millionen Mark. unter Steigerung unsrer Angeklagte erbot sich, durch die Vernehmung der Zeugen den Durch Mannheim Stadt wurde Er wies auf die sich mit seinem unsre Steuervorschläge erhalten wir dann so viel Geld, daß Stimmenzahl von 6200 auf etwa 7100 socialistische Urwählerstimmen Wahrheitsbeweis zu erbringen. wir unsre Forderungen auf dem Gebiete der Schule, des Gesund- mit 425 gegen 280 nationalliberal- freisinnige Wahlmänner behauptet. Artikel deckenden Angaben des gegen die diesjährige Wahl im heitswesens usw. zur Genüge durchſeßen können.( Sehr richtig!) Doch ließ auch dort die Wahlbeteiligung wie die Kampfstimmung Wahlkreise eingelegten Wahlprotestes Heute, wo immer größere Massen mehr und mehr proletarisiert unsrer Genossen sehr zu wünschen übrig; es hätte sonst nicht vor und auf die früheren wegen Wahlbeeinflussungen für ungültig erklärten werden und auf der andren Seite immer größere Reichtümer er kommen dürfen, daß die Zahl der gegnerischen Wahlmänner sich Reichstagswahlen im Saargebiet hin. wachsen, verlangen wir von den Reichen größere Opfer, denn nur Sie haben die Vorteile unfrer heutigen Staatseinrichtungen.( Beifall.) gegenüber der Wahl von 1901 mehr als verdoppelte, während Geheimrat Hilger erklärte, durch die Wendung von oben herWir aber verlangen, daß alle Staatsbürger mitarbeiten am der Prozentanteil der von uns gewonnenen Distrikte gegen damals unter" erfolge die Anweisung zur Maßregelung der Bergleute, sei Wohle des Staates und nicht nur genießen.( Beifall.) Alle müssen zurückging. Ohne Zweifel hat der Wechsel in den Personen der die königl. Bergwerksdirektion getroffen; eine Anweisung, Bergarbeiten zur Förderung des Staates und des Gemeinwohles, das ist beiden Kandidaten auch sein Teil dazu beigetragen, vertrat doch leute zu kontrollieren und zu chikanieren, sei nie von ihm ausunser enda fet.( Beifall.) Dreesbach, der jetzt zurücktrat, den Kreis schon seit dem Jahre 1891 gegangen. Rechtsanwalt Krüsemann fragt den Geheimrat Hilger: ob Wenn nun die Liberalen heute erklären, daß sie für unsre Forde- mit allseits anerkanntem bestem Erfolg im Landtag, und auch unser es wahr sei, daß der frühere Bergwerksinspektor Adams deshalb rungen nicht eintreten können, will ich nur erinnern, daß vieles kürzlich nach der Pfalz verzogener Parteigenosse Geis war schon strafversetzt worden sei, weil er nicht nach dem Wunsche davon auch einstens von den Liberalen vertreten wurde, nur seit acht Jahren im Besitz des Mannheimer Mondates. Zu den beiden Hilgers für den nationalliberalen Kandidaten eintrat, und ob Hilger haben sie diese Forderungen elend preisgegeben. ( Beifall.) Wenn nun die Liberalen aus Angst ein Kartell mit uns jetzt neugewählten Abgeordneten Buchhalter Lehmann und Kauf- nicht zu dem Inspektor gesagt habe, wenn er nicht für den nationalablehnen, so sind sie verloren, ohne Gegenleistung werden sie mann Süßkind. kommt als dritter Vertreter Mannheims Kramer, liberalen Kandidaten eintrete, werde seine Strafversehung erfolgen. Der Staatsanwalt beantragt, die Stellung dieser Frage von uns nicht unterstützt.( Anhaltender Beifall.) Wenn gegenwärtig dessen Mandat noch bis 1905 in Kraft bleibt. von verschiedenen Richtungen innerhalb unsrer Partei gesprochen Glänzend abgeschnitten hat die Industriestadt Durlach, in abzulehnen. wird, so kann ich nur erklären, in dieser Frage sind wir alle in der 48 von 56 Wahlmännern von uns gewonnen wurden. Auch Der Vertreter der Bergwerksdirektion, Reichstags- Abgeordneter der Partei einig, ohne Gegenleistung lassen wir überall die unfre Urwählerstimmen ergaben eine stattliche absolute Mehrheit, sie Justizrat Boltz, bestritt die Zulässigkeit der Frage, weil in dem Liberalen durchfallen.( Erneuter Beifall.) Wir lassen uns nicht mehr haben seit 1899 um ein erhebliches zugenommen. An Stelle unfres Artikel nur von der Verlegung von Bergleuten gesprochen werde. an der Nase herumführen.( Sehr richtig!) Wir lassen uns auch nicht beirren durch die Redereien von der bisherigen wegen Krankheit zurückgetretenen Abgeordneten Fendrich Das Gericht beschloß später die Vernehmung des Inspektors, der reaktionären Mehrheit, die wir angeblich dadurch im preußischen wird für die Zukunft der Metallarbeiter Horst den Bezirk im Land- jetzt im westfälischen Gebiet thätig ist. Der Staatsanwalt beantragte, während der Vernehmung wegen Landtag herbeiführen helfen. Der preußische Landtag ist durch die tag vertreten. In Heidelberg- Stadt, wie auch in 2ahrgroße reaktionäre Mehrheit des Centrums und der Konservativen Stadt mußte sich unsre Partei, wie nicht anders zu erwarten Gefährdung des Staatsinteresses(!!) die Oeffentlichkeit auszuschließen. schon so reaktionär, daß es nicht viel schlimmer mehr kommen war, mit Achtungserfolgen begnügen, insofern es ihr nicht Die Verteidigung widerspricht energisch: Wenn die Behauptung kann. Auch wird das für uns nur von Vorteil sein, denn je gelang, auch mir in einem einzigen Bezirke ihre Wahlmänner durch- nicht wahr sei, so führte Rechtsanwalt Krüsemann aus, so habe größer der Drud von oben, je größer der Druck zubringen. Heidelberg, die Studenten- und Fremdenstadt, und Lahr, der Staat das größte Interesse, dies öffentlich festzustellen; ſei ſie von unten.( Stürmischer Beifall.) das Dorado des Industrieprozentums, sind Plätze, die dem Fort- aber war, so liege es im öffentlichen Interesse, daß durch eine öffentschreiten unsrer Bewegung einen hartnäckigen Widerstand entgegen- liche Aussprache solche Vorkommnisse für die Folge unmöglich würden. Das Gericht beschloß die Ausschließung der Deffentlichkeit Am bedauerlichsten ist unser schwerer Mißerfolg in der Stadt mit der Begründung, es könnten möglicherweise Dinge zur Sprache Pforzheim, wo Adolf Geck sein Mandat verlor. Dort wütete kommen, die eine Gefährdung der Disciplin der Arbeiter und Beamten das nationalliberal- freisinnige Fabrikantentum mit besonderer Ge- und damit wegen der großen Zahl der Arbeiter und Beamten eine hässigkeit gegen uns und es scheint, nach den einstimmigen Aeuße- Gefährdung des Staatsinteresses besorgen ließen. rungen unsrer badischen Parteipresse, unsrerseits nicht alles gethan Als der Zeuge Obersteiger Lämmert aufgerufen wird, widerworden zu sein, um diesen Angriffen, die sich natürlich in erster spricht Geheimrat Hilger dessen Vernehmung: diesem Beamten sei Linie auch wieder auf die Dresdener Debatten stüßten, ein Paroli von der tgl. Bergwerksdirektion nicht die Erlaubnis, vor Gericht auszu bieten. Gerade in Pforzheim hat der Bruderzwist in unfren zusagen, erteilt, da die unter Beweis gestellten Angelegenheiten unter Reihen unmittelbar vor den Wahlen die häßlichsten Formen an- das Amtsgeheimnis fielen. Geheimrat Hilger meint, es sei richtiger, genommen, und das jetzige Wahlergebnis, das sogar einem absoluten bei jedem Beamten, wenn er als Zeuge aufgerufen wird, zu fragen, Rückgang unfrer Stimmenzahlen gleichkommt, ist nun die Quittung ob er aussagen dürfe. Es wird festgestellt, daß außer Herrn Hilger darüber. Die badischen Parteigenossen werden diese Lehre zu beachten selber und dem Inspektor Adams nur noch drei Beamte die Erwissen. laubnis haben, auszusagen. Vierzehn Beamte dürfen nicht aussagen; Die Kaiser- Zusammenkunft in Wiesbaden. In den Landbezirken Weinheim, Schwetzingen mit Ausnahme des Grubendirektors Dietrich, hat der Nebenkläger Der Zar und der deutsche Kaiser sind am Mittwoch in Wies- adenburg und Ettlingen- Rastatt sind nur vereinzelte Geheimrat Hilger selbst allen diesen Beamten die Genehmigung zum baden zusammengetroffen. Bei der Begrüßung am Bahnhof füßten Fortschritte zu verzeichnen, wogegen der Bezirk Karlsruhe Aussagen verweigert. fich die beiden Monarchen wiederholt. Bei der Vernehmung des Dbersteigers Hellbrück erklärt Gedurch eine rege und systematische Agitations- und Ob und inwieweit bei den Unterhaltungen der beiden gekrönten Häupter auch politische Fragen zur Erörterung gelangen werden, Organisationsarbeit unsrer Karlsruher Genossen befruchtet, sich sehr heimrat Hilger: Hellbrück habe nur zur Aussage über die zwei gut gehalten hat. Die zahlreichen Industriedörfer haben Punkte, die auf der Ladung stehen, die Genehmigung zum Aussagen; entzieht sich der Kenntnis der Deffentlichkeit, dürfte sie auch weniger uns dort geradezu glänzende Ergebnisse gebracht, und nur auf andre Fragen dürfe dieser Zeuge keine Antwort geben. Der interessieren, da das politische Verständnis und die politische wenig fehlte, so hätte unser Kandidat Apotheker 2utz die Zeuge Hellbrück wird gefragt, ob bei der Reichstags= Nachwahl im Initiative des Zaren Nikolaus im allgemeinen nicht allzuhoch eingeschätzt absolute Mehrheit der Wahlmänner erhalten. So wird es am Tage Jahre 1901 aus Aulaß der Wahl Berlegungen vorgekommen sind. wird. Ganz abgesehen davon, daß nach socialistischer Auffassung der Abgeordnetenwahl zu einem zweiten, vermutlich auch dritten Geheimrat Hilger erklärt: Zur Beantwortung dieser Frage hat Monarchenbesuche an und für sich eine sehr wenig bedeutsame Rolle Gange kommen, bei dem unser Kandidat jedoch die besten Aus- der Zeuge keine Genehmigung!- Rechtsanwalt Krüſemann fragt den Zeugen Ober- Bergrat Wiggert, ob ihm amtliche Berschwiegenheit Die Petersburger Blätter erblicken in der Kaiser- Zusammenkunft ſichten hat. Alles in allem: die badischen Landtagswahlen haben gezeigt, über die Verlegungen auferlegt jei. Geheimrat Hilger erklärt: neue Garantien für die Festigung des internationalen Friedens, der beiden Herrschern gleich warm am Herzen liege. Es fehlte nur, daß daß unsre Partei durch die Dresdener Debatten und ihre diffonierenden Auch zur Beantwortung dieser Frage habe der Zenge keine GeNachklänge auf eine schwere Belastungsprobe gestellt wurde, und daß nehmigung. man als Beweis für die zarische Friedensliebe auf den oſtaſiatiſchen es höchste Zeit ist, sie wieder zur Ruhe und Erholung kommen zu Daß unter solchen Umständen es ausgeschlossen war, daß der Vertragsbruch und die fieberhaften russischen Rüstungen in Ostasien lassen, der dann allenthalben eine intensive Arbeit nach innen, in der Die Petersburger Presse setzt in die Kaiser- und Kanzler- Richtung der Vertiefung des socialistischen Gedankens in den großen Massen unsrer Anhänger, folgen muß. Zusammenkunft in Wiesbaden auch die Hoffnung auf die Erneuerung eines beiderseitig befriedigenden Handelsvertrages. Auch in dieser nat asledil dinde Beziehung darf man die Erwartungen sicherlich nicht zu hoch spannen.udrous Auch steht es den Liberalen, speciell dem Freisinn, schlecht an, von Stärkung der Reaktion durch uns zu reden. Im Reichstage den Stichwahlen den haben die Freisinnigen bekanntlich Reaktionären zum Siege und zur Mehrheit verholfen.( Sehr richtig!) Also damit ist es nichts, für die Liberalen heißt es nur Gegenleistung uns gegenüber oder verschwinden.( Beifall.) Mit ganzer Energie und gewohnter Kampfesfreudigkeit aber wollen wir uns an den Wahlen beteiligen. Wir erklären den heutigen Zuständen in Preußen den Krieg und werden nicht eher raften und ruhen, bis uns, der stärksten Partei Preußens, unser Recht geworden ist und Socialdemokraten als Abgeordnete in den preußischen Landtag ziehen.( Stürmischer, lang anhaltender brausender Beifall.) Politische Uebersicht.. 111001 für die Politik spielen. hinwiese. Berlin, den 5. November. fezzen. Land, Deutsches Reich. 0 Angeklagte den Beweis erbringen konnte, daß von oben herab" irgend etwas geschehen sei, ist selbstverständlich. Es konnten infolgedessen nur Bergleute aussagen, die von Anweisungen an die Beamten natürlich nichts wissen können. Die Bergleute bekundeten in großer Zahl, daß sie wegen ihres Eintretens für die Centrumiss partei strafverlegt, im Lohne gekürzt und auf allerlei Art chikaniert Der neue Paradegriff trat nach einem Bericht der„ Frankfurter Konfervative Polemik. Aus Marburg wird uns berichtet: Vor worden seien. Mehrere Bergleute bekunden, daß die Steiger und Zeitung bei der Kaiser- Zusammenkunft auch für das schauluſtige der hiesigen Straffammer wurde der Prozeß des Dr. Gössel von Obersteiger direkt gesagt haben, daß die Schädigungen aus Anlaß Publikum in auffallende Erscheinung. Einen imposanten Eindruck der hiesigen landwirtschaftlichen Versuchsstation gegen den früheren der Reichstagswahl geschahen. Redakteur der konservativen Oberhessischen Zeitung' Es ist klar, daß manche Zeugen nicht recht mit der Sprache auf das unmaßgebliche civile Publikum soll er nicht gerade gemacht Freiherrn von Wangenheim in der Berufsinstanz verhandelt. Unter heraus wollen. Es seien hier zwei Fälle aus der großen Zahl haben. Das Frankfurter Blatt schreibt: dem 20. Juni, also kurz nach der Hauptwahl zum Reichstage, hatte herausgegriffen: „ Daß der neue alte Griff etwa überwältigend aussieht, die Oberhessische Zeitung" eine Einsendung aus Mangershausen Bergmann Obri sagt aus: Der Hilfssteiger Schmidt habe nach fann nur ein Liebhaber weitgetriebenen Parade bei Frankenberg gebracht, in der Dr. Göffel vorgeworfen wurde, er der Wahl zu ihm gesagt: Sie haben Fuchs( den im Saar- Wahldrills behaupten; es ist derselbe Griff wie beim ersten habe, als er zum Zwecke einer Revision der landwirtschaftlichen Tempo von„ Gewehr ab", die rechte Hand bleibt über die Brust Versuchsfelder dort weilte, diese amtliche Dienstreise, deren Kosten kreise Ottweiler- St. Wendel, dem früheren Stummschen Wahlkreise, an die Flinte gelegt, die der linke Arm von der Schulter an die aus öffentlichen Mitteln bestritten würde, zu denen auch die gewählten Centrumsmann) gewählt. Sie sind beobachtet worden, Landwirtschuft beisteuern müsse, dazu benutzt, um für Herrn wie sie den Zettel für Prieze( der nationalliberale Kandidat OberSeite herabzieht und trägt. Die Rechte war sonst wie ein Steuer, von Gerlach zu agitieren und Stimmzettel für Herrn von Gerlach bergrat Prieze) in die Tasche steckten und hinter dem Isolierkasten sie konnte beim Marsch die Teichten Körperschwankungen anszu verteilen." Es wäre interessant, zu erfahren, ob er dies einen andern Zettel in das Couvert thaten! Dafür habe ich gesorgt, gleichen. Der neue Paradegriff verbessert die Haltung der vielleicht im amtlichen Auftrage gethan habe, da es doch sonst nicht daß Sie keine Unterstützung erhalten. Ein andrer Zeuge beſtätigt Truppen nicht, aber er erschwert sie. Damit ist vielleicht sein Zweck üblich sei, daß im Dienste befindliche Amtspersonen für Zwecke einer diese Aussage.- Bergmann Bades sagt, daß der Grubenaufseher erreicht." bestimmten Partei agitieren. In der von Dr. Gössel daraufhin angestrengten Beleidigungs- Bach in Bezug auf die Wahl des Centrums- Abgeordneten Fuchs Die badischen Landtagswahlen. flage wurde Frhr. v. Wangenheim vom Schöffengericht zu 50 Mart gesagt habe: Die Leute müssen vernagelt sein; die Abteilung es gebe. Kurz darauf feien die Aus Mannheim wird uns geschrieben: Es war für unsere Geldstrafe verurteilt. Die Sache hatte sich nämlich wie folgt ver- werde schon sehen, was badischen Parteigenossen gerade keine angenehme Situation, in der halten. Als Dr. Gössel in Mangershausen sich mit photographischen vier alten Leute in die Kahle gelegt worden und vier junge sie sich während der nun abgeschlossenen Landtags- Wahlbewegung Aufnahmen beschäftigte, trat ein Landwirt zu ihm, um ihm zuzusehen. Leute an ihre Stelle gekommen. Diese Arbeit sei viel schwerer und befanden. Unmittelbar nach dem Schluß des Dresdener in Bekannter Gössels, der Kandidat der Theologie Knieling, der die Hize in dem Flöß beinahe unerträglich. Geheimrat Hilger Parteitages sollten sie in den eigentlichen Wahlkampf eintreten, sich bei ihm befand, begann mit dem Landmann ein Gespräch über bemerkte unter anderm, daß die Blätter des Abgeordneten Dasbach Parteitages sollten sie in den eigentlichen Wahlkampf eintreten, die bevorstehende Stichwahl. Letzterer meinte, er habe für Herrn wegen ihrer Angriffe auf den Oberbergrat Wiggert nachträglich auf und wer die Gehässigkeit und zähe Ausdauer ver- b. Pappenheim gestimmt, weil dies der Landrat so wolle, und die sämtlichen königlichen Gruben verboten worden sind. folgte, mit denen unsre Gegner die Dresdener Bauern fonservativ wählen müßten, um nicht der Staatsbeihilfe verTagung und ihre Nachwehen gegen die Social- lustig zu gehen, wenn sie mal einen Gemeindebullen nötig hätten. Da demokratie ausbeuteten, der wird es einigermaßen be- Dr. Gössel zufällig Stimunzettel aller Parteien bei sich hatte, ließ greiflich finden, wenn wir sagen, unsre badischen Gesinnungsgenossen sich Knieling einen Gerlachschen von ihm geben, den er dem Landmußten den Wahlkampf diesmal unter Bedingungen durchkämpfen, wie mann zur Stichwahl einhändigte. In der Berufungsverhandlung wurde die Berufung verworfen sie ungünstiger kaum einmal vorhanden waren. Zu allem Ueberfluß und in den Gründen ausgeführt, daß darin keine Beleidigung zu setzte wenige Wochen vor der Entscheidung auch noch in ihren eignen erbliden sei, wenn behauptet werde, cine im Dienste befindliche Amts- Ein Gerichtsverfahren wie das oben geschilderte sollte man felbft Reihen ein häßlicher Bruderzwist ein, veranlaßt durch die von Offen- person habe für eine bestimmte Partei agitiert, denn es dürfe jeder im Königreich Stumm nicht für möglich halten. Während im Militärburg ausgehenden Angriffe gegen die redaktionelle Leitung unfres für seine Meinung frei eintreten, unbekümmert um Vorgesezte. Die strafprozeß die Deffentlichkeit eingeführt ist, wird in einem bürgerKarlsruher Parteiblattes, des Volksfreund". Endlose Er- eigentliche Beleidigung sei darin zu erblicken, daß einem Beamten lichen Prozeß die Oeffentlichkeit ausgeschlossen, in dem es sich einfach tlärungen und Erwiderungen, zum Teil in einem das Maß des unter vorgeworfen werde, er habe eine Dienstreise zur Wahlagitation um die Feststellung handelt, ob die Bergbehörde einen unzulässigen " Die Verhandlung endete mit der Verurteilung des angeklagten Redakteurs Lehnen wegen Beleidigung der königlichen Bergwerks Direktion und ihres Vorsitzenden Geheimrat Hilger in zwei Fällen zu zusammen 500 M. Geldstrafe. Die Begründung des Urteils liegt nicht vor. Einfluß auf die Reichstagswahlen geübt hat, ob sie Arbeiter wegen ihrer Abstimmung für einen Centrumsmann drangsaliert hat. Das Staatsinteresse soll den Ausschluß der Deffentlichkeit rechtfertigen? Das Staatsinteresse erfordert in erster Linie, daß seine Organe die verfassungsmäßigen Rechte der Staatsbürger respektieren und schützen. Das Staatsinteresse wird aber aufs schwerste verletzt, wenn derartige amtliche Angriffe auf die Rechte der Staatsbürger gedeckt und verhehlt werden. Und nun gar die Verweigerung der Aussage seitens der Bergbeamten! Die Disciplin soll dadurch unter graben werden, wenn etwaige Verfehlungen ans Licht kommen! Nein, die Disciplin wird von Grund aus zerstört, wenn ihre bernünftige Grundlage, die freie Einsicht jedes Einzelnen und das Vertrauen zur Rechtlichkeit und Fähigkeit der übergeordneten Instanzen, Schließlich hat man den„ Beleidiger" gar noch bestraft, nach dem man es ihm durch Verweigerung der Zeugenaussagen unmöglich gemacht hat, den Wahrheitsbeweis anzutreten. Man sollte annehmen, daß das Reichsgericht wenigstens diese ungeheuerliche Beschränkung der Verteidigung nicht billigen wird. zerrüttet wird. Zengniszwang in Württemberg. Der Stuttgarter Beobachter" teilt mit: Die Aufsehen erregende Bestrafung des Redakteurs Carle vom Vaihinger Enzboten" wegen Zeugnisverweigerung 500 gegen 16 Stimmen angenommen. Es steht zu hoffen, daß diese an Einstimmigkeit grenzende Mehrheit den Senat veranlassen wird, nunmehr dem Gesetz beizutreten. Italien. Das neue Ministerium Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. 26. Sigung vom Donnerstag, 5. November 1908, nachmittags 5 Uhr. erfreut sich, wie schon kurz mitgeteilt, keineswegs des Vertrauens Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung gegen 1/26 hr der italienischen Genossen. Namentlich der ,, Avanti" ist in schärfster Form mit einem von der Versammlung stehend angehörten Nachruf für gegen eine Anzahl Mitglieder des neuen Ministeriums vorgegangen. den heute beerdigten Professor Theodor Mommsen, dessen BeBesonders richten sich die Angriffe des italienischen Centralorgans deutung als Gelehrter, als Geschichtsforscher und als Politiker er in gegen den Finanzminister Rosano und den Minister längerer Ausführung gerecht zu werden versucht. Auf Anregung des Stadtv. Kyllmann nimmt Vorsteherdes Auswärtigen Tittoni. Beide sind von den berüchtigten Stellvertreter Michelet Anlaß, den von langer Krankheit wieder Bankstandalen her noch sehr schwer belastet. Rosano soll von Giolitti hergestellten Vorsteher namens der Versammlung aufs herzlichste zu deshalb zum Finanzminister gemacht worden sein, weil er ihm 1893 bei der begrüßen.( Lebhafter, wiederholter Beifall). Der Platz des VorBanca Romana" Affaire als Unterstaatssekretär gute Vertuschungs- stehers auf dem Präsidium wird mit einem Blumenstrauß geschmückt. dienste geleistet habe. Tittoni soll sich als Verwaltungsrat der Immo- In den Ausschuß für die Vorlage betreffend die anderweite bilare" tief in den Gründerschmutz eingelassen haben. Auch soll er Vergebung der Gestellung der Aktenwagen sind u. a. die Stadtv. als Präfekt in Neapel den Senator Saredo in seiner Enquete gegen Augustin und Ramlow( Soc.) deputiert worden. Von der Neuen Linken ist ein Antrag Nathan eingebracht: die Camorra nur höchst unzulänglich unterstützt haben. Aus diesen Gründen brandmarkte der„ Avanti" das Ministerium Giolitti als Die Versammlung beschließt, den Magistrat um Auskunft zu ersuchen, ob es zutreffend ist, daß " Palizzolo- Ministerium". " 1. der von der Krankenhaus Deputation gestellte Antrag auf Bereitstellung der Mittel zu der dringlich notwendigen Erweiterung des Kaiser und Kaiferin FriedrichKinder Krankenhauses vom Magistrat aus finanziellen Gründen abgelehnt worden ist, sowie, daß 2. der seitens der Krankenhaus Deputation gestellte Antrag auf sofortige Errichtung einer Station für Geschlechtstrante von 130 Betten im Krankenhause Moabit unter Leitung eines Specialisten gleichfalls vom Magistrat abgelehnt worden ist. Ein Antrag gleicher Tendenz der Alten Linken( Landau Gen.) unterscheidet sich vom Antrag Nathan nur dadurch, daß er haben wir mit dem Bedauern mitgeteilt, daß dieser Fall des Zeugnis Ministerium herrschende Mißtrauen durch einige dekorative, aber in Giolitti hat gleichwohl versucht, das gegen ihn und sein zivanges der erste in Württemberg sei. Das Erstaunen und Bedauern wird aber noch größer, wenn man den Sachverhalt kennt. Wirklichkeit wenig oder nichts bedeutende Kundgebungen zu beIm März und Juni erschienen im„ Enzboten" zwei Artikel gegen schwichtigen. So hat er den Präfekten seinen Regierungsantritt in einen Mann in Illingen, Oberamt Maulbronn, der im politischen einem Rundschreiben angekündigt, worin er von den politischen Leben sich vorangestellt hatte. Der Oberamtmann von Maulbronn Beamten die Achtung aller Freiheiten, den Schutz aller bürgerlichen hatte ferner einen anonymen Brief mit der Anschuldigung gegen Rechte fordert und ihnen jedwede Einmischung in das Getriebe der diesen Mann erhalten. Ende September brannte nun eine Scheuer lokalen Interessen und Parteien verbietet, solange es den Staatsnieder, in welcher derselbe Mann Vorräte untergebracht hatte. Und Gleichzeitig erwartet der Minister nun blieb es dem Scharfsinn eines württembergischen Staatsanwalts, gefegen nicht widerspricht. dem der Oberamtmann das Material geliefert hatte, vorbehalten, von den Präfekten die strengste Handhabung der Geseze u. eine Kette von den Artikeln zum Brandfall zu ziehen: der mut über die Verwaltung der Gemeinden, Provinzen und frommen ganz allgemein Auskunft über die Gründe der Ablehnung verlangt. maßliche Brandstifter sollte der Artikel- und Stiftungen zum Wohle der Geringen und Armen. Der„ Avanti" Stadtv. Nathan( N. L.): Die Behandlung von KrankenhausBriefschreiber sein! Daß eine stilistische Aehnlichkeit sagt, das Rundschreiben werde unbeachtet bleiben, weil es nur Angelegenheiten pflegt hier häufig eine Art febris senatoria hervorzwischen Brief und Artikel nur im entfernteſten vorliege, konnte tönendes Erz sei und die Beamten recht wohl wissen, daß es zurufen, so daß die Beschäftigung damit nicht gerade zu den nicht nachgewiesen werden. Da nun die Staatsanwaltschaft von bloß den Zweckt hat, die Opposition und öffentliche Meinung zu Kinderkrankenhaus- Pflege besprechen. Es handelt sich für uns gar Annehmlichkeiten gehört. Ich werde meinerseits nur die Frage der fich aus keinen zweckmäßigeren und besseren Weg wußte, den Brand- täuschen. Auch Turati sagt, Giolitti habe die Demokratie nicht um die Frage der Centralisation oder Decentralisation der stifter ausfindig zu machen, sollte der Redakteur das Reeine Anzahl von Interviews mit daktionsgeheimnis brechen und der Denunziant getäuscht, sein Kabinett sei der höchste Ausdruck der politischen Kinder- Krankenpflege, wie dessen werden, der ihm vertrauensvoll einen Artikel ein- Unaufrichtigkeit, ein seines persönliches Wertes und Könnens un- Professor Heubner und andren vermuten lassen könnten, sondern gefandt hatte! Der Redakteur als Geheimpolizist! Weil er sich aber würdiges Werk, das sich auf das Centrum und die Rechte werde bloß um die Frage, ob der Zustand des in unfrem Antrage erwähnten weigerte, diese Funktion zu übernehmen denn er kennt den stützen müssen, um zu bestehen. Einsender als anständigen und unbescholtenen Mann wurde er zu 10 M. Strafe verurteilt." P. P. " 9 Schamlose Wahlbeeinflussung wird bei den Stadtverordneten Wahlen in Forst von bürgerlicher Seite betrieben. Die Märkische Volksstimme" veröffentlicht dieses Cirkular: Forst i. L., den 2. November 1903. Hiermit bitten wir Sie ergebenst, Ihren Angestellten, Buchhaltern, Werkmeistern, Wächtern, Kutschern 2c., welche die bürgerlichen Kandidaten der III. Abteilung, die Herren Kaufmann Gustav Müller, Schmiedemeister Paul Beutner, Ackerbürger Robert Schlimber, Zeugmachermeister Paul Bürschel wählen wollen, am Donnerstag, den 5. d. Mts., möglichst bis 22 Uhr, Zeit zur Ausübung ihres Wahlrechts zu geben. Wer keine Einladung vom Magistrat erhalten, kann nicht wählen. Das Schreiben ist zur Wahl mitzubringen. Stimmzettel liegen bei, fehlende bitte schreiben zu lassen. Der Wahlausschuß Vertraulich! der bürgerlichen Parteien. Die Macher des Cirkulars wissen, wie gemein ihr Streich ist, denn fie hüten sich, ihre Namen darunter zu setzen. Das Bewußtsein der Gemeinheit hindert aber nicht die That. Kinder- Krankenhauses so bleiben soll wie bisher, oder ob ein Fortschritt gemacht werden soll. Redner wirft einen Rückblick auf die Geschichte des Kinder- Krankenhauses, wobei er namentlich die AeußeDie zwei Tendenzen in der Partei. Der socialdemokratische rung Virchows aus dem Jahre 1901 hervorhebt, daß die Verein von Mantua hat dieser Tage eine Resolution angenommen, in uebernahme eine Steigerung der Kosten und eine Er= welcher dem Kongreß vom 8. November empfohlen wird, eine weiterung der Baulichkeiten im Gefolge haben werde. Scheidung der Partei vorzunehmen. Für dieses Verlangen werden Schon Ende März d. J. sollte dann auch schon ein Bauplan in der Resolution folgende Gründe aufgeführt: Die in der Partei vorgelegt werden; diesen habe die Versammlung aber noch heute vorhandenen sogenannten zwei Tendenzen führen zu Zerwürfnissen nicht in Händen. Die Krankenhaus- Deputation habe die Inangriffund Uneinigkeiten, durch welche jede energische Organisations- und nahme des Baues beantragt, der Magistrat diesen Antrag abgelehnt. Agitationsarbeit verhindert werde. Es beständen in der Partei in Das Krankenhaus sei als Torso übernommen worden; der Ausbau der That zwei Fraktionen, die sich principiell gegenüberſtänden. Der sei außerordentlich dringend; es ständen 100 000 m. dafür in eine Flügel, der der Reformisten entfernt sich immer mehr von der laufenden Etat. Schon 1902 feien 376 Kinder wegen Plazmangels absocialistischen Aktion, um einesteils der republikanischen Partei zu gewiesen worden, in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 765 1 folgen, andernteils sich den anarchistischen Methoden anzupassen. Dazu seien die Aufnahmebedingungen aufs äußerste verschärft worden, England. Die Londoner Gemeindewahlen( Borough Council), die am Sonntag stattfanden, haben mit einem günstigen Ergebnis für die Progreffisten abgeschnitten. Sie gewannen zusammen mit der Arbeiterpartei 174 Size und verloren davon nur 22. Rußland. Ein russischer Walderfee. Aus Petersburg wird gemeldet: Der Korpstommanddut Schepelen richtete an das nach China abgehende Susdal- Regiment folgende Ansprache:„ Da böse Leute im fernen Osten uns das wegnehmen wollen, was wir dorthin, um im Notfalle die Ehre des Heimatlandes zu ber teidigen und zu verhindern, daß die Feinde ihre Pläne zur Ausführung bringen." Sociales. die Ueberfüllung wäre sonst noch größer gewesen. Die Wärterinnen seien in bedenklichster Weise untergebracht, die Baracken befänden sich in einem Zustande, der wahrhaft nach Abhilfe schreie. Aus welchen Gründen ist der Bau hinausgeschoben worden und wie lange soll er hinausgeschoben werden? Man wird ja auf die finanziellen Schwierigfeiten verweisen. Aber diese bestanden schon im Frühjahr, wo der Magistrat demnächst" eine Vorlage zu machen versprach. Ber fammlung und Bürgerschaft haben ein Recht, die Gründe der Verzögerung zu erfahren. Stadtv. Cassel( A. L.): In der Mitte meiner Fraktion bestehen gegen eine Vergrößerung des genannten Kinder- Krankenhauses nach allen Stadtteilen die Kinder- Krankenpflege erleichtern würde, durchaus Bedenken; wir würden eine größere Decentralisation, welche in vorziehen. Unfre Anfrage soll daher einen solchen Sinn nicht haben; abgesehen davon aber stimme ich den Ausführungen des Vorredners durchaus zu. Wir wünschen auch Auskunft über die Erscheinung, daß in einzelnen Pavillons eine auffällige Leere vorhanden ge wesen ist. Kleinliche Chikane. Aus Baden schreibt man uns: Den blutig errungen haben, so schickt der Zar seine Soldaten der Richtung, daß es mehr tranke Kinder aufnehmen kann, Gerichten und Verwaltungsfollegien ging ein Erlaß des Justiz- und Stultusministeriums zu, der sich mit den Rechtsanwalten befaßt, die ein Mandat als Landtags- Abgeordnete aus üben. Denselben wird für den Fall, daß sie während der Tagung der Kammer einen Stellvertreter in ihr Geschäftszimmer berufen, die Ausübung der Advokatur, sowohl die persönliche Vertretung der Klientel in Terminen als auch die Ausfertigung bezwv. Unterzeichnung von Schriftfäßen, untersagt. Da das halbe Dußend Rechtsanwalte, die dem heutigen Kammerkolleginn an gehören, in den Reihen der Demokraten und Ultramontanen ſizen, ist wenigstens die alte nationalliberale Regierungspartei außer Zweifel, vom„ Ministerium der Geradheit" nicht geschuhriegelt zu werden. Die Landgerichtsdirektoren, Landgerichtsräte, Amtsrichter, Staatsanwalte usw. bilden während ihrer Stammerthätigkeit nicht die Sorgekinder der Regierung. Ausland. Eine Republik Panama " re= haus zu betreten. Stadtv. Professor Landan( A. L.): Vortvürfe sollen dem Magistrat mit unsrer Interpellation teineswegs gemacht werden, Ein Beitrag zur städtischen Selbstverwaltung in Preußen. wir wollen lediglich schreiende Mißstände mildern. Ueber die BeAn den Zuständen im städtischen Strankenhause zu Naum- deutung der Geschlechtskrankheiten hat man bis in die neueste Zeit verordneten verpflichtet hielten, der Sache auf den Grund zu gehen. erwiesen, daß auch der Kreis derer, welche dafür nichts können, daß burg a. S. war scharfe Kritik geübt worden, so daß sich die Stadt- sich allzu harmlosen Anschauungen hingegeben; die Wissenschaft hat Die Stadtverordneten- Versammlung beschloß, zu diesem Zwecke eine fie dieſen verwüstenden, das Individuum wie die Gesamtheit Untersuchungskommission aus ihrer Mitie zu wählen und den gleichmäßig schädigenden Krankheiten verfallen, außerordentlich groß Magistrat zu ersuchen, eines seiner Mitglieder in die Kommission ist. Die statistischen Ermittelungen des verdienten Blaschko sprechen zu entsenden und ihr die Akten und Beschwerden zur Verfügung zu eine nur zu beredte Sprache. Die Schäßungen variieren zwischen stellen. Der Magistrat wollte darauf eingehen, sträubte sich aber 10 000 und 30 000 Geschlechtsfranken. Die dafür gebotene KrankenWährend Dagegerhardt, bet 1121 wirklich fümmerlich. der der Stadtverordneten- Versammlung und die Zahl der Geschlechtskranken zugenommen hat, ist die ist auf dem Isthmus von Panama gegründet worden. Eine volutionäre Partei" hat sich plötzlich aufgethan und die Landenge nicht dem Magistrat angehört, hinzugezogen werde, was feitens der Zahl der in den Krankenhäusern behandelten Fälle zurückgegangen, von Panama für eine von Kolumbien unabhängige Republik erklärt. Stadtverordneten beabsichtigt wurde. Insoweit erklärte der Magistrat ist das System der Abwimmelung dieser Kranten immer vollDie revolutionäre„ Regierung", als deren Haupt Oberst Barrera den Beschluß der Stadtverordneten- Versammlung für ungültig, veil ständiger ausgebildet worden. Dazu kam, daß die verfehlte Krankengilt, hat sich auch bereits nach Washington um Anerkennung des sie nicht befugt seien, eine außerhalb der städtischen Körperschaften tassen- Gesetzgebung die Geschlechtskranken von der Fürsorge ausDie Kom schloß. Das ändert sich mit dem 1. Januar; die Krankenfürsorge neuen Staatengebildes gewendet. Und es ist sehr zu vermuten, daß stehende Person zu der Untersuchung hinzuzuziehen. die Vereinigten Staaten ihren Einfluß zu Gunsten der neuen mission beschloß, dennoch mit Herrn Dr. Erhardt das Krankenhaus wird von 13 auf 26 Wochen im Minimum verlängert und auch auf Darauf antwortete der Magistrat mit dem Beschluß, die Geschlechtskranken ausgedehnt. In Berlin liegen die Verhältnisse Republik geltend machen werden, die bei ihrer absoluten Ohnmacht zu besuchen. natürlich nur ein Werkzeug in der Hand Nordamerikas sein würde. der ganzen Kommission den Zutritt zum Krankenhause über besonders übel. Die Prostituierten sind gut daran, denn der Staat Kolumbien freilich wendet die schärfsten Mittel an, um die Un- haupt zu verweigern. Die Stadtverordneten- Versammlung hat sich ihrer angenommen und zwingt die Kommunen, sie aufzu= abhängigkeitspartei zu vernichten; es hat durch das Kriegsschiff erhob Klage beim Bezirksausschuß und behauptete, der Beschluß des nehmen? Aber kann man verheirateten anständigen Frauen zumuten, " Boyota" bereits die Beschießung Colons zur Niederwerfung Magistrats sei unzulässig. Der Kommiſſion könne nicht verwehrt sich an die Hilfsstation für geschlechtstranke Weiber im Obdach zu der Aufständischen vornehmen lassen. Ein neueres Telegramm werden, in Gesellschaft des Arztes als Sachverständigen das Kranken- wenden. Die übrigen Krankenhäuser sind aber bis auf die Der Magistrat erwiderte, die Stadtverordneten 30 Betten in Moabit den kranken Frauen verschlossen. Zum 1. Oktober 20 im Urban zur Verfügung gestellt werden. tönnten sich zum Untersuchungsrichter aufwerfen und in einer Weise sollen noch Kontrolle üben wollen, wie es höchstens( 1) der Aufsichtsbehörde(!) was will das sagen gegenüber dem Bedarf? In zwei Wochen hat allein die Charité 102 Geschlechtskranke abgewiesen! Jeder Fall zufäme. Der Bezirksausschuß zu Merseburg setzte den Beschluß des derart muß ja in der Bevölkerung geradezu wie die Best weiter magistrats außer Kraft und sprach aus, daß die Stadt- wirken. Die Deputation hatte aus diesen Erwägungen mit großer verordneten- Versammlung eine derartige Revision des Krankenhauses Mehrheit die Bereitstellung von weiteren 130 Betten in Moabit ber vornehmen und auch einen außerhalb der städtischen Körperschaften antragt, um wenigstens provisorisch Abhilfe zu schaffen. Diesen stehenden Arzt als Sachverständigen hinzuziehen dürfe. Antrag und zivei weitere hat der Magistrat abgelehnt. Daß nicht die jüngsten Volontärärzte die Behandlung übernehmen, müssen wir ebenfalls verlangen, daher der Antrag wegen des Specialisten. Die Streifbewegung im Norden. Die Unternehmer von Das Ober- Verwaltungsgericht gab denn auch der Berufung Unfre Anträge scheinen gescheitert zu sein, weil die dirigierenden Armentières haben nun endgültig jedes Schiedsgerichtsverfahren ab- des Magistrats statt, hob die Vorentscheidung auf und erklärte den Aerzte in Moabit nicht wollen; diese kann ich aber nicht für ungelehnt; sie haben dies in einem Schreiben an den Präfetten mit Beschluß des Magistrats mit folgender Begründung für berechtigt: befangen ansehen.( Unruhe.) geteilt. Sie könnten, so heißt es darin, eine Erhöhung der Tarife „ Der Beschluß der Stadtverordneten, in Gemeinschaft mit Herrn Stadtrat Straßmann: Der Magistrat hat den Ausbau des zur Zeit nicht bewilligen, sie könnten nur versprechen, die Tarife von Dr. Erhardt das Krankenhaus zu besichtigen, war zum mindeſten qu. Krankenhauses aus finanziellen Gründen als zur Zeit unaus1889 aufrecht zu erhalten. Im Frühjahr, wenn die durch das Gesetz in einem Punkte anfechtbar, und zwar insoweit, als die Stadtführbar abgelehnt.( Große Unruhe.) Die erste Nate von 850 000 M. Millerand- Colliard vorgesehene 10stündige Arbeitszeit einzutreten verordneten zu ihrer Kommission eine außerhalb der müßte auf den Etat von 1904 übernommen werden und dazu ist habe, würden sie eine Erhöhung der Löhne für die männlichen Arbeiter Sadtverordneten Versammlung und des Magi- unsre Finanzlage nicht angethan.( Widerspruch; Ruf: Unglaublich!) in Erwägung ziehen. Diese Beschlüsse der Unternehmer bedeuten die strats stehende Persönlichkeit hinzuziehen Die Klagen in der Presse über den Zustand der Baracken sind überFortführung des Streits, denn die Arbeiter werden sich mit diesen wollten. Nun ist aber der Beschluß der Stadtverordneten- VerJaurès hat dem Minister- Präsidenten mitgeteilt, daß er am Freitag die Regierung fammlung als ein Ganzes aufzufassen, woraus folgt, daß der über die Situation im Streifgebiet, wie sie durch die Ablehnung eines Magistrat den ganzen Beschluß aufheben konnte. Einheitliche Beschlüsse sind nach der Praxis ganz aufzuheben, Schiedsgerichts durch die Unternehmer geschaffen worden ist, interwenn sie in einem Teil ungültig sind. pellieren werde. meldet: New York, 5. November. Ein Telegramm aus Colon meldet: Die von dem amerikanischen Kanonenboot" Nashville" gelandeten Matrosen sind wieder an Bord ihres Schiffes zurückberufen worden, da Oberst Torres, der Befehlshaber der Regierungstruppen in Colon, es übernommen hat, die Ordnung aufrecht zuerhalten. Gestern abend herrschte vollkommene Ruhe. Die Eisenbahnzüge verkehren ohne Unterbrechung. Frankreich. Der Magistrat legte Berufung beim preußischen Ober- Verwaltungsgericht ein und beharrte bei seinem Standpunkt. trieben und zum Teil gegenstandslos. Auch die angeführte Zahl der Abweisungen ist keineswegs authentisch. Der Ausbau wird natürlich, sobald es irgend geht, erfolgen; Erwägung darüber, ob der Erweiterungsbau im geplanten Umfange erfolgen kann, muß vorbehalten werden, schon mit Rücksicht auf die geplante DecentraliDas Kennzeichnendste an dem Vorgange ist die Meinung des fation. Das Gesetz gegen die Privat- Stellenvermittler ist im wesentlichen Magistrats, einer aus Wahlen der Stadtverordneten hervorgehenden Stadtrat Weigert: Auf die zweite Frage der Anträge kann ich nach den Vorschlägen der Kommission für Arbeiterfragen angenommen Selbstverwaltungsbehörde, daß es gewissermaßen eine Anmaßung der nur wiederholen, was die Mitglieder der Krankenhaus- Deputation worden. Der socialistische Abgeordnete Contant( Guesdist) verlangte Stadtverordneten sei, über die Verwaltung städtischer Institute eine längst wissen: Die 130 neuen Betten in Moabit, die mit allgemein die sofortige und entschädigungslose Aufhebung der Bureaus. Die Kontrolle üben zu wollen, wie sie höchstens" der Aufsichtsbehörde Kranken belegt werden sollen, fönnen, zumal jetzt, wo wir dem Mehrheit entschied sich aber für den Entwurf der Kommission, wonach zutomme. Der Fall ist eine gute Illustration zu den Ausführungen Winter mit seinen stärkeren Anforderungen an die Belegung entinnerhalb 5 Jahren die Stellenvermittler gegen eine bestimmte Ent des gestrigen Leitartikels. Unter den bestehenden gesetzlichen Zu- gegengehen, unmöglich für die Geschlechtskranken reserviert werden, schädigung abzulösen sind. Den Gemeinden ist durch das Gesetz das ständen ist es kein Wunder, daß ein Magistrat die Stadtverordneten, wenn nicht wieder die Zustände eintreten sollen, die im vorigen Recht gegeben, die Stellenvermittlungs- Bureaus sofort aufzulösen. die ihn erst gewählt haben, so von oben herab behandelt. Winter zut so lebhaften Klagen über Abweisungen, eberDas Gesetz wurde schließlich mit der wohl seltenen Majorität von füllungen usw. geführt haben. Wo sollen wir mit den andern " wenn man Stadtv. Sachs glaubt noch besonders gegen eine mißverständda, dazu ist die Gemeinde da. Die Kassen können auch solche Mittel liche Auffassung seiner Aeußerung in betreff der Oberwärterin und nicht aufwenden.( Buruf des Stadtv. Sachs: Wir auch nicht!) des Direktors protestieren zu müssen, die ihm denunziatorische Gelüste Natürlich, Sie werden lieber die Stadt und die Einwohner ver- unterschiebe. Wer mich zu einem Demumzianten stempelt, steht unter seuchen lassen, ehe Sie an die Sache herangehen.( Lebhaftes mir." Auch zittere er feineswegs vor dem roten Tuch. Bravo! bei den Socialdemokraten.) Jch fezze aber voraus, daß Die beiden Anträge werden einem Ausschuß von trotz Herrn Sachs die Mehrheit und der Magistrat mit 15 Personen überwiesen und unmittelbar darauf wird die Sigung uns an die Abhilfe gehen werden. Es muß Wandel ge- um 349 Uhr geschlossen. Die noch auf der Tagesordnung stehenden geschaffen und ein andres Tempo in dieser Frage eingeschlagen Gegenstände bleiben unerledigt. werden. " 5 " Kranken hin? Kann der Magistrat Betten aus der Erde stampfen, dem Magistrat befunden. Herr Sachs wolle bie Dber denselben, falls der Kampf größere Dimensionen ants oder sich ein Krankenhaus auf der flachen Hand wachsen lassen? schwester hinauswerfen, die nicht rechtzeitig Meldung erstatte, wenn nehmen und es notwendig werden sollte, aus dem Streits ( Heiterkeit.) Moabit mit seinen offenen Baracken speciell ist gerade fich an einer Barackenecke eine Stuckplatte lockert; ja, auch den fonds einen Betrag bis zu 10 000 Mark leih am wenigsten für Syphilistranke geeignet. Den Angriff auf die dirigierenden Arzt wolle er hinausschmeißen, wenn der dann seine weise zur Verfügung zu stellen. Als Delegierter Direktion Moabit muß ich aufs nachdrücklichste zurückweisen. Die Pflicht nicht thue. Das seien doch russische Methoden, und eine zur Gewerkschaftskommission wurde A. Knoll wiedergewählt. Nach Gefahren der Geschlechtskrankheiten haben wir schon vor Herrn Pro- Garantie gäbe auch diese Methode der Verhinderung des Herab- dem dann noch einige interne Angelegenheiten erledigt waren, erfeffor Landau erkannt; im Rudolf Virchow- Krankenhause find 500 fallens des Stucks nicht.( Große Heiterfeit.) Redner rekapituliert folgte Schluß der Versammlung. Betten für Geschlechtskranke vorgesehen. Aber auch jetzt schon steht nochmals alle Erklärungen und Zusagen des Magistrats, sowie die Der Arbeiter- Sängerbund hielt am 25. Oftober in der Brauerei es feineswegs so schlimm, wie es Herr Landau darstellt. Unter mildernden Umstände für denselben, und spricht sich schließlich für Friedrichshain eine Ausschußfißung ab. Der Vorsigende berichtet anderm ist die Station im Asyl schon erweitert worden und soll Ausschußberatung aus. noch mehr erweitert werden. Stadtrat Geh. Rat Straßmann: Die Baraden können sich that zunächst, daß das Berliner Tonfünstler- Orchester, Direttion v. Blon, Stadtv. Koblenzer( Soc.): Heute tragen die Magistratsvertreter fächlich noch einige Zeit halten. Die Stadt hat das Krankenhaus in zum Stiftungsfest am 5. Dezember engagiert ist. Auf Antrag des die gewohnte Entrüstung nicht zur Schau, die sonst auftritt, wenn sehr desolatem Zustande übernehmen müssen.( Hört! hört!) Der Bereins Freie Liedertafel" hat jeder der vier auszulosenden Vereine Krankenhausfragen hier debattiert werden; sie haben heute einen Magistrat lehnt ja nur zur Zeit" den Ausbau ab, weil heute im zwei Lieder zu singen, da dann die Recension eine tiefgehendere fein Notstand zugestehen müssen. Wenn das Krankenhaus in der See Etat ein Deficit besteht. kann. Da einer der Kontrolleure sein Amt niedergelegt hat und straße fertig sein wird, wird es ja vielleicht für den Augenblick Stadtv. Caffel plaidiert nach dem ganzen Gang der Debatte für zum Stiftungsfest die Arbeit derselben eine große ist, so regt der genügen; das dauert aber noch einige Jahre und inzwischen Ausschußberatung und protestiert mit dem höchsten Brustton der Vorsitzende eine Neuwahl an. Aus derselben ging der Vertreter des ist Berlin gewachsen und sind die Ansprüche weiter gesteigert und Ueberzeugung gegen die„ Uebertreibungen" des Dr. Freudenberg, die Bereins" Sorgenfrei" hervor. Alsdann giebt der Delegierte von die Kalamität ist dann vielleicht ebenso groß wie heute. Auf die das Kind mit dem Bade ausschütten, deutet auch an, daß man event." Liederlust I", Kortum, einen geschichtlichen Rückblick der letzten Gefährlichkeit der Geschlechtskrankheiten gehe ich nicht ein, weil ich die Gelder der Krankenkassen für den Bau von Krankenhäusern nuz verflossen sind. Er gedenkt mit Wärme aller jener Männer, die vor 25 Jahre, die feit der Gründung des Berliner Arbeiter- Sängerbundes annehme, daß das Verständnis dafür auch ohne große Vorlesungen bei bar zu machen sich bemühen werde. Ihnen und beim Magistrat zu finden ist. Schon 1893 gab die Gewerbe- Stadtv. Landau tritt insbesondere für die Person des bom dem Socialistengesetz den Bund geleitet und birigiert haben, bis deputation den Krankenkassen Bericht von einem Ministerialerlaß, der Stadtv. Sachs so schmählich angegriffenen Direktors Baginsky ein dieses Geſetz auch dem Arbeiter Sängerbund seinen Lebensfaden auf die Notwendigkeit der Krankenhausbehandlung der Geschlechtskranken und schließt sich dem Antrage auf Ausschußberatung an. unterband. Nach Erledigung einiger internen Bundesangelegenheiten hinties, und forderte die Kassen auf, die Statuten entsprechend zu Stadtv. Freudenberg bemerkt gegen den Stadtv. Cassel, daß er ersucht der Vorsitzende die noch mit der Abrechnung vom Sängerändern. Die Mehrzahl der Krankenkassen hat diese Anregung auch vergleichsweise von„ Krankenhauspalästen" im Zusammenhang mit feste restierenden Vereine, dies bis zur nächsten Ausschußſizung zu beherzigt, trotzdem das Gesetz die Kaffen dazu nicht zwang. Kon- dem Zustande der Baracken gesprochen und gesagt habe, wenn es so erledigen, da sonst diese Vereine dem Ausschuß bekannt gegeben sequent folgt daraus, daß auch Anstalten da sein müssen, die weiter gehe, dann werde man zu Krankenhauspalästen nach Art der werden. Kranten aufzunehmen; diese Konsequenz hat der Magistrat östlichen Schulpaläste des Grafen Brühl kommen. Gegenüber Lichtenberg. Die Generalversammlung des Wahlvereins wurde aber nicht gezogen. Der Neubau der Charité die Petition dem Rückzug des Magistrats auf die Geldfrage habe Herr von dem Leiter derselben mit einem Rückblick auf die letzten des Vereins zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten weist darauf Cassel fühlste Objektivität bewahrt. Die Forderung, die 25 Jahre" eingeleitet, in welchem derselbe die Hauptmomente der hin hat zahlreiche Betten dieses Krankenhauses diesem Zwecke Krankenkassen sollten Krankenhäuser bauen, widerstreite dem geltenden socialistengefeßlichen Zeit vor der gut besuchten Versammlung Revue entzogen. Auch die städtische Station ist nur ein Notbehelf, der event. Gefeße, wonach diese Baulast den Gemeinden obliegt, und fei paffteren ließ. Hierauf gab der Vertrauensmann, Genosse Seikel später verschwindet. Die Krankenstation des Obdachs ist allen Be- Zukunftsmusit schlimmster Sorte. Die Aeußerung des Herrn seinen Jahresbericht. An Einnahmen hatte dieser 2828,58 M., an teiligten unsympathisch, den Kranken, wie denjenigen, die sie dahin Sachs über die Oberwärterin und den Direktor habe die Ausgaben 2357,84 M., so daß ein Bestand von 470,74 m. in das schicken sollen. Diese Station hätte längst verschwinden müssen Kritit des Herrn Nathan durchaus verdient. Die Humanität neue Geschäftsjahr übernommen werden kann. Die Parteiund an irgend einer andern Stelle hätten entsprechende Vorkehrungen des Herrn Sachs steht jedenfalls in seltsamem Kontrast zu der bewegung am Orte spiegelte sich wieder in der Angabe, daß 19 öffents getroffen werden sollen. Diese Einrichtung reicht auch nicht entfernt Thatsache, daß er alle unfre Anträge ablehnt, fie mögen noch so liche Bersammlungen abgehalten wurden und 15 Agitationstouren für den Bedarf; die Klagen sind immer größer geworden. Die Zahlen, humaner Tendenz sein; vielleicht gehört er zu den unglücklichen auf die dem Orte zugeteilten Dörfer unternommen werden konnten. die aus dem Schlächter- und Bäckergewerbe vorliegen, sind erschreckliche. Menschen, die rot nicht sehen können.( Heiterkeit.) Herr Sachs Hat 3weihundert sechsundsiebenzigtausend Flugblätter, 2800 Beitungen Diese Zustände sind doch äußerst besorgniserregende. Bäcker und mit seinen Ausführungen Heiterkeit geerntet. Die Hervorhebung des" Die Fackel" und 1300 Kalender waren neben sonstigen Broschüren Schlächter wohnen meistens im Logis bei ihren Meistern; ins Kranten großen Prozentsatzes der Sterblichkeit beim Kinder- Krankenhause ist und Handzetteln die Mittel, mit denen der nicht immer leichten Arbeit haus werden sie wegen Plazmangels nicht aufgenommen; manche sind so unberechtigt wie möglich angesichts des besonderen Kranten- obgelegen wurde. Der Erfolg bei den Gewerbegerichtswahlen und von drei oder vier Krankenhäusern und Privatkliniken abgewiesen materials. bei den Wahlen zur Gemeindevertretung, ebenso der bei den Reichsworden!( Hört! hört 1) Welche schwere Verantwortung nimmt Stadtv. Hoffmann( Soc.): Die Angaben des Stadtrats Weigert tagswahlen, zeigte aber auch, daß die geleistete Arbeit und die aufder Magistrat Magistrat auf sich, wenn er hier nicht schleunigst über die Belegung im Obdach mußten mich billig stuzzig machen, gewandten Mittel teine vergeblichen gewesen sind. Genoffe Seitel für Abhilfe sorgt! Aehnlich liegen die Dinge bei den meisten andren denn ich weiß da draußen doch auch etwas Bescheid.( Große Heiter- wurde, nachdem Decharge erteilt war, einstimmig wiedergewählt. Kaffen. Die Kranken müssen sich ambulatorisch behandeln lassen, teit.) Ich bin daher sofort zum Telephon gegangen und zwar In die Lokal- Kommission wurden Degenhard, O. Liese= und zu welchen Verschleppungen und Ansteckungsgefahren das führt, in Begleitung von Zeugen mit dem Ob- gang und Gessner gewählt, nachdem ersterer noch besonders auf brauche ich wohl hier nicht auseinderzusetzen. Bei der Orts- Krankenkasse dach zu thun hat, muß man immer Zeugen haben( Stürmische die Sperre der beiden Lokale Rob. Schulze, Hohenschönhausen und der Tischler waren 1840 syphilitische Erkrankte, von denen mur eine Seiterkeit) da ist mir gesagt worden, es feien 130 Betten für Paul Schwarz Konzertgarten, Lichtenberg, Dorfstraße, hingewiesen winzige Zahl im Krankenhaus behandelt worden ist. Diese Dinge Frauen und 120 für Männer vorhanden. Ich ging nachher noch hatte. Herr Schwarz sieht Arbeiter sehr gern als Gäste", nicht tönnen dem Magistrat auch garnicht unbekannt geblieben sei. Was einmal hin, nachdem der Herr Stadtrat eben gesprochen hatte und aber zu Versammlungen; da brächten diese ihm nur Schaden. Da heute gesagt wird, kann uns auch nicht erheblich beruhigen da wurde mir abermals gesagt: es sind 130 und 120 Betten verfüg- sich die Obere Gesellschaft" des Dorfstraßenbezirks( MillionenDie Krankenstation im Asyl will man eriveitern, obwohl bar, diese sind sämtlich besezt und heute haben zwei Frauen und zwei Viertel) abmüht, den braven Wirt für seinen„ Mut" den Arbeitern diese Station ohnehin sehr in Verruf steht! Aus den Kreisen Männer abgewiesen werden müssen.( Bewegung.) Hiernach überlasse gegenüber zu entschädigen, dürfte für die Berliner und Lichtenberger der Krankenkassen ist die Forderung erhoben, ein eignes ich die Ausführungen des Stadtrats Ihrem Urteil und dem Urteil Arbeiterschaft erst recht keine Veranlassung vorliegen, den Wirt in Krankenhaus für diese Kranken zu errichten.( Unruhe; Rufe: Das der Deffentlichkeit. den Geruch der Arbeiterfreundlichkeit" zu bringen und ihn dadurch mögen die Krankenkassen machen!) Dazu sind die Krankassen nicht zu schädigen. Zu Revisoren wurden Lenz, Degenhard und Pleß gewählt. Der Kassierer, Genosse Weißfluck, konnte vom letzten halben Jahr berichten, daß einer Einnahme von 1255,45 M. eine Ausgabe von 759,95 M. gegenüberstand und demnach ein Kassen= bestand von 495,50 M. vorhanden sei. Unter den Ausgaben sind 200 M. an den Kreis und 300 M. an den Ortsvertrauensmann. Auch dem Kassierer wurde einstimmig Decharge erteilt und ihm vierteljährlich 2 M. Mankogeld bewilligt. Bei der nun folgenden Vorstandswahl wurden an Stelle des Genossen Karl Liesegang, der eine Wiederwahl ablehnte, Edm. Liepe zum ersten und eifel Stadtv. Freudenberg( Soc.): Kollege Nathan hat in geradezu Zu der Angelegenheit der Geschlechtstrankenstation, ihrer Beleg zum zweiten Vorsitzenden gewählt. W. Schulz wurde zweiter glänzender Weise die Notwendigkeit des Ausbaues des Kinder- giffer und der angeblich freien" Betten geht uns noch spät Raffierer, C. Welt zweiter Schriftführer. Die Bibliothets= Krankenhauses dargethan. Herrn Stadtrat Straßmanns langer Rede die Nachricht zu, daß noch heute Nacht durch den Stadtverordneten Kommission bedauert, daß von 700 Wahlvereinsmitgliedern aus der furzer Sinn war der: Die Finanzen erlauben den Ausbau jetzt Hoffmann in Begleitung feines Kollegen Dr. Bernstein eine mit 286 Bänden ausgestatteten Bibliothek, die in der Parteispedition, Das muß man festnageln( Sehr gut!); Berlin darf Revision vorgenommen wurde.&& stellte sich allerdings Kronprinzenstraße 50, aufgestellt und jeden Mittwoch und Sonnabend nicht so handeln wie ein Bankrotteur vor dem Zusammen heraus, daß der telephonierende Beamte sich insofern im Irrtum von 8-9 Uhr abends geöffnet ist, nur 33 Mitglieder insgesamt bruch, das hat den Herren unser Kollege Singer schon ein befand, In die Bibliotheks- Kommission als nicht 250 Betten sondern 310 vorhanden sind, 106 Bände entliehen wurden. mal zugerufen. Herr Straßmann zieht die Zahl der Ab- da in den letzten Tagen, als man die sich meldenden Kranten gar wurden 3unter, Rossiol und Koppenhagen gewählt. weisungen in Zweifel; er wolle sich doch an die Angaben nicht mehr unterbringen konnte, sogar die Kleiderkammer mit Die Zeitungskommission berichtete dann, daß der Abonnentenstand erinnern, welche der Kinderarzt Dr. Neumann in seinen Veröffent- Betten belegt wurde. Die mit 45 Betten versehene Abteilung der sich von 1230 auf 1750 gehoben habe, und daß mit Ausnahme der lichungen über die städtischen Krankenhäuser auch von dem Kaiser- Fürsorge- Erziehung überiviesenen geschlechtskranken Mädchen fommt leider ständigen Klagen über zu späte Lieferung des Vorwärts" die und Kaiserin Friedrich- Kinderkrankenhaus gemacht hat. Es tommt gar nicht in Betracht, da dieselben nach dem Gesetz ganz isoliert Stommiffion fich auf die Revision des Parteigeschäftes beschränken hinzu, daß der Magistrat ganz bündige Zusagen für den baldigen gehalten werden müssen. Thatsache ist, daß alles heute überfüllt konnte. Gewählt wurden die Genossen Sette, Wachs, Lenz Ausbau dieses Krankenhauses gegeben hat durch die Herren Straßmann war und zwei Frauen und zwei Männer, welche sich zur Aufnahme und Welt. Der Antrag, den Vorstandsbeschluß betreffend den und Oberbürgermeister Kirschner und zwar schon 1901.( Redner verliest meldeten, wie Genosse Hoffmann in der Sigung feststellte, Ausschluß des Mitgliedes Aubert wegen Streifbruchs aufzuheben, den betreffenden Passus.) Solche Versprechungen pflegt man sonst abgewiesen wurden und zwar wegen Ueberfüllung. Das verursachte eine längere Diskussion, die mit Ueberweisung der Anals bindend anzusehen; ich weiß nicht, ob jetzt Herr Kirschner die Familien- Obdach, welches im selben Hause zwischen der Geschlechts- gelegenheit an eine Kommission endete. Buttkamersche Deutung des bekannten sofort" für sich reklamieren frankenstation eingepfercht liegt, wird von dieser immer mehr erdrückt. will. In den Baracken steht es doch so, daß sich jeder Die Zustände werden von Tag zu Tag unhaltbarer. in Acht nehmen wird, daß ihm nicht ein Stüd von der Dece dort auf den Kopf fällt, wenn er eintritt. Graf Brühl hat einmal von den ostpeußischen Schulpalästen" gesprochen; wenn es so weiter geht, wird man vielleicht auch von Berliner Krankenhauspalästen" sprechen.( Große Unruhe und Zustimmung.) Es ist nicht unsre Schuld, daß der Posten in der welche unsre Parteigenoffen am Mittwoch in Ahrens' Brauerei in Der Agitation für die Landtagswahl diente eine Versammlung Letzte Nachrichten und Depefchen. Anleihe fehlt; das liegt beim Magistrat. Wenn man sich Moabit abhielten. Schon der äußerst zahlreiche Besuch- der Kaiserslautern, 5. November.( W. T. B.) Wie die Pfälzische 228 Millionen bewilligen läßt, kommt es auf eine Handboll zeugte Bresse" meldet, ist auf der Lokalbahnstrecke Alsenz- Obermoscher Noten, auf 850 000 m. mehr wirklich nicht an. Geht es daraus geräumige Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt nicht, so mag er doch abermals um eine Anleihe einkommen; fie dafür, daß das Interesse, welches unsre Parteigenossen den Landtags- eine Entgleisung erfolgt. Mehrere Personen des Bugpersonals wird ihm vielleicht in kürzerer Zeit als die erste bewilligt werden. wahlen entgegenbringen, mehr und mehr steigt. Der Vortrag des wurden verletzt; die Lokomotive und der Postwagen wurden umGenossen Vogtherr, der ein treffendes Bild von der reaktionären, geworfen. ( Zustimmung.) Stadtrat Weigert hat gemeint, es sei niemals ein arbeiterfeindlichen preußischen Politik entrollte, wurde von Beifall Lemberg, 5. November.( W. T. B.) Wie dem„ Dziennit Bolsti" Hehl daraus gemacht worden, daß bezüglich Der Stranken- und lebhaften Rundgebungen der Zustimmung oft unterbrochen. telegraphiert wird, ist heute in der Stadt Radymno ein großer häuser in Berlin ein Notstand herrscht. Da irrt sich Ein weiterer Beweis dafür, daß die Arbeiter Berlins, soweit es an Brand ausgebrochen. Hunderte von Einwohnern sind ohne Obdach Herr Weigert doch; er braucht nur nur die Protokolle dieser ihnen liegt, dazu beitragen werden, das reaktionäre Regiment in und brotlos. Bersammlung anzusehen; fizt doch auch jetzt neben Herrn Weigert Breußen zu erschüttern und die Bahn frei zu machen für das siegreiche im Magistrat ein früherer Stadtverordneter, der als solcher die Fortschreiten unsrer Partei. Paris, 5. November.( W. T. B.) Die DeputiertenDer Referent ließ keinen Zweifel Ueberfüllung der Strankenhäuser als Märchen bezeichnete!( Sehr darüber und die Versammlung stimmte ihm auch darin rüchaltlos ammer erledigte heute das Budget des Justizminiſteriums und richtig! und Hört! hört!) Die Zahl der Betten im städtischen Obdach ist nicht 400, sondern bloß 250; auch im laufenden Etat sind zu, daß wir bei diesen Wahlen die Reaktion, komme fie von junker- nahm dazu mit 254 gegen 245 Stimmen ein von dem Socialisten licher oder von liberaler Seite, ohne Rücksicht zu bekämpfen haben. Dejeante beantragtes Amendement an. Letzteres kürzt die Kredite Stadtv. Sachs( A. 2.): In diesem allgemeinen hygienischen Es gilt, nur die eine Frage zu entscheiden: rechts oder links. Es um 100 Fr., wodurch das Verlangen nach Abschaffung der Kruzifire gilt zu protestieren gegen Unrecht und Gewaltherrschaft und zu Taumel( Große Unruhe) ist es sehr leicht, auf die Verwaltung zu demonstrieren für Recht und Gerechtigkeit. gilt zu protestieren gegen Unrecht und Gewaltherrschaft und zu in den Gerichtssälen zum Ausdrud gebracht werden soll. Paris, 5. November.( W. T. B.) Jm Senat wurde heute der schimpfen, aber niemand sagt, wie es besser gemacht werden kann. Antrag auf Abschaffung des Gesezes Fallour über Das Kinderkrankenhaus ist ein so eigentümliches Bijou", daß man Die Steinseher hielten am Donnerstagabend bei Wilte eine die Freiheit des Mittelschul- Unterrichts beraten. es heute nicht mehr gründen würde, wenn es nicht bestände; das vom Gesellenausschuß einberufene Versammlung ab, die sich eines Charles Dupuy verteidigte den der lex Fallour zu Grunde Geld ist da einfach„ verrungeniert" worden, denn ein„ Bijou" tönnen sehr starken Besuches erfreute. Zum ersten Punkte der Tages liegenden Gedanken und trat für die Notwendigkeit der Freiheit sich nur Millionäre leisten.( Heiterkeit.) Die Diphtherie- und Scharlach- ordnung: Stellungnahme zur Lohnfrage pro 1904 und ff., wurde des Unterrichts ein. Er erklärte sich für den vom Unterrichtsbaracke haben thatsächlich fast leer gestanden, und das Personal hat nach Referate des Gesellenausschusses minister Chaumié eingebrachten Entwurf, welcher die Freiheit des mehr gekostet als die Kranken. Der Kostensatz ist hier pro Stopf bei- und längerer sehr fachlich und eingehend geführten Diskussion Unterrichts achte. Béraud verlangte demgegenüber die Abschaffung nahe doppelt so groß als der für Erwachsene in den andren Kranken- beschlossen, eine Erhöhung des Lohnes oder weitere Berkürzung des Gesetzes Fallour, denn der Kampf gegen den Klerikalismus häusern. Da mußte der Magistrat sagen: Bis hierher und nicht der Arbeitszeit nicht zu fordern, dafür aber auf die Festsetzung habe noch zu feinem Ergebnis geführt, da ja alle geschlossenen weiter! Er hat übrigens die Baracken keineswegs verfallen lassen. eines Marimal- Arbeitsleistungs- Tarifes hinzuwirken und diesbezüg- Kongreganistenschulen wieder geöffnet seien. Er finde den Entwurf Von den 700 Abgewiesenen weiß der Magistrat nichts.( Buruf: liche Anträge an die beiden in Betracht kommenden Innungen Chaumiés nicht ausreichend. Nachdem noch Gourju für die Freiheit Der weiß überhaupt von nichts! Heiterkeit.) Von den zu stellen. Zur Begründung wurde darauf hingewiesen, daß des Unterrichts eingetreten war, wurde die Weiterberatung auf 240 Betten sind nur 160 besetzt; wo ist da die Notlage? Ich leugne heute die Anforderungen an die Arbeitsleistung zu morgen vertagt. fte. Ein solches Haus zu bauen erlauben uns unfre 30 Proz. von einander abwichen. Die hohen quantitativen Paris, 5. November.( W. T. B.) Der Kaſſationshof hat die Mittel nicht. Für Geschlechtskranke sind die Moabiter Baracken nicht Leistungen gehen aber natürlich auf Kosten der Qualität vor sich. der Ort. Was sollen sie auch nüßen für die 30 000 Syphilitischen, Als Grundlage des Tarifes sollen deshalb nur die bei den Berufung von Therese und Frederic Humbert von denen heute die Rede war? Da machen Sie lieber über ganz solideren Firmen allgemein üblichen Arbeitsquanten in Betracht E3 wurde Berlin ein großes Netz und übertragen Sie jedem Arzt die Be- kommen. Washington, 5. November.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) dann eine fünfgliedrige Kommission handlung und nennen Sie das syphilitische Station!( Heiterkeit.) zur Ausarbeitung eines Tarifes gewählt. Sodann nahm die Das Staatsdepartement hat von der neuen Regierung in Panama Die Rede schließt mit einer Bemerkung über die Baufälligkeit der Bersammlung den Bericht des Delegierten zur Gewertschafts- ein Telegramm erhalten, in dem diese formell ihre Konstituierung Baracken im Kinder- Krankenhause. tommission entgegen. Derselbe sowie die nachfolgenden Redner bekannt giebt. Es heißt, das Staatsdepartement werde diese NeStadtrat Weigert: Nach dem letzten Rapport find im Obdach behandelten besonders eingehend die Aussperrung der Metall- gierung offiziell anerkennen, wenn sie geeignet erscheine, sich zu und den 410 Betten für Geschlechtskranke verfügbar. Ich habe meinerseits arbeiter Kampf in Crimmitschau. Die Verhalten und die Forderung zu verbürgen. nie aus dem Umstande ein Hehl gemacht, daß wir im Krankenhaus- sammlung beschloß einstimmig, den Crimmitschauer Textilarbeitern Rio de Janeiro, 5. November.( W. T. B.) In der vergangenen wesen mit schwierigen Zuständen zu kämpfen haben. 1000 m. Unterstützung zu überweisen. Bezüglich der Berliner Woche sind hier 29 Personen an der Best gestorben; ferner sind 52 Stadtv. Nathan polemisiert gegen den Stadtv. Sachs. In dem Metallarbeiter wurde ebenfalls einstimmig der Beschluß ge- neue Erkrankungen borgekommen. 109 Personen sind in ärztlicher „ Laumel" habe sich bis zum April die ganze Versammlung mit faßt, die Verwaltungskommission des Streiffonds zu ermächtigen, Behandlung. Berantwortl.Redakteur: Julius Kalisti in Berlin. Inferatenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltung 36latt bloß 320 Betten angegeben. " " Verfammlungen. einem einleitenden bis Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands, Bezirk Berlin Norden. Freitagabend 9 Uhr Sigung bei Paul Pfeffer, Rosenthalerstr. 57: Vortrag der Kollegin Baar über " Emancipationstämpfe". Streit- Sammellisten können in dieser Sigung ab. gerechnet werden. Gäste find willkommen. berworfen. 6 Nr. 260. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 6. November 1903. Parteigenoffen, beteiligt Euch Sonntag früh 8 Uhr Mann für Mann an der stellen. Flugblattverbreitung zu den preußischen Landtagswahlen! " מט " polizisten, obgleich nicht das geringste vorgekommen ist. Auch gemieden, von denen andrer Länder beschickt wird. Es entsteht die Der Kampf der Textilarbeiterschaft in Crimmitschau nicht eine einzige Ausschreitung der Arbeiter fonnten taftische Schwierigkeit für die Partei des betr. Landes, ihr Vorgehen die kapitalistischen Blätter in zehn Wochen feststellen. Trotzdem gegenüber den Angriffen der Gegner und den Mißverständnissen der dauert jetzt schon in die elfte Woche und wird noch weiter fort- dieses riesige Gendarmenaufgebot. In den Straßen, wo die Fabriken eignen Parteigenossen zu rechtfertigen, ohne die gegenüber den fremden dauern. Unerschütterlich stehen die Tausende von Männern und dicht beieinander liegen, wimmelt es von Beamten. Mit dem hohen Genossen gehegten Gefühle der Solidarität zu verlegen. Frauen im Streit für den Behnstundentag. Abreisen konnten bisher Raupenhelm auf dem Kopfe, das blanke Gewehr im Arme, In Würdigung dieser Gründe beschließt der Internationale eine größere Anzahl Arbeiterinnen, während sich für Männer in patrouillieren die Gendarmen in den Straßent, man Socialistentongreß in Amsterdam: andren Gegenden nur ausnahmsweise Arbeit findet. Es hat ganz fonst rußige und bestaubte Arbeiter sah. In einer Das Verhalten von socialistischen Parteien oder Angehörigen den Anschein, als wenn die Unternehmer der Tertilbranche in andern Straße von nur wenigen Hundert Schritt Länge zählten wir mittags derselben gegenüber den von bürgerlichen Elementen veranstalteten Orten mit besonderm Vorbedacht streikende Männer nicht ein- fünf Gendarmen und einen Polizisten. Die Bevölkerung war höchst internationalen Kongressen soll ein einheitliches sein. Um das zu verwundert. Aus allen Fenstern schauten Leute heraus, die Kinder ermöglichen, wird das internationale Sekretariat beauftragt, in Abermals haben die Unternehmer abgelehnt, Verhandlungen statt- liefen in Haufen zusammen. Die Streifenden sind ruhig, aber aufs Fällen, die nicht durch Beschlüsse früherer internationaler Socialistenfinden zu lassen. Zahlreiche kleine Geschäftsleute in Crimmitschau stehen äußerste empört. Sie haben alle Ursache, sich sehr vorzuschen. Wir longresse klargelegt sind, durch seine von den Parteien der einzelnen vor dem wirtschaftlichen Ruin, nachdem die Arbeitertundschaft, auf fahen, wie ein Mann, fein Streikender, von einem Gendarm ab- Länder gewählten Mitglieder feststellen zu lassen, welche Stellung die sie hauptsächlich angewiesen sind, seit zehn Wochen ihre Geschäfte geführt wurde. Der Mann hatte gelacht! Es ist allerdings die socialistische Partei( resp. Kammerfrattion, Journalistik, Vereinsso gut wie gar nicht mehr betreten fann. Ihre fortgefeßten beweg- verwunderlich, daß es unter solchen Umständen noch Leute giebt, gruppen 2c.) des betreffenden Landes gegenüber einem in Frage lichen Klagen über den schweren Schaden, den sie erleiden, haben denen das Lachen nicht vergeht. Die sächsische Regierung treibt aber kommenden Kongreß einnehme. Gemäß den Meinungen der in Be den Bürgermeister bewogen, am 24. Oktober an die Unternehmer- die Züchtung von Socialdemokraten trotz des 16. Juni munterer als tracht kommenden Gruppe ihres Landes haben die Mitglieder des Vereinigung mit der Frage heranzutreten, ob sie bereit sei, zur Sekretariats über die Frage der Beteiligung an dem Kongreß abBeilegung des Kampfes das Gewerbegericht als Einigungsamt an Am Dienstagnachmittag fanden wieder sechs Versammlungen der zustimmen und sie sind ihren Mandataren für ihre Abstimmung vers zurufen oder vor diesem zu verhandeln, falls es von der Lohn- Ausgesperrten statt. Die Stimmung ist andauernd eine zuversicht antwortlich. Das Resultat der Abstimmung ist bindend für alle jene, tommission der Arbeiter angerufen werden sollte. Die Lohnkommission liche. Von Niedergeschlagenheit ist keine Spur zu merken. Die die sich als Anhänger der durch die internationalen Socialistenhat ihrerseits am 26. Dktober mitgeteilt, daß sie vor dem Gewerbe- Polizei hat sich wieder ein Extra- Stückchen geleistet, indem sie ver- tongreffe repräsentierten socialistischen Bewegung bekennen. Ein Angericht über die Beilegung des Streits verhandeln wolle. Die bot, daß in den Versammlungen über behördliche Maßnahmen und trag auf Wiedererwägung kann an den nächsten internationalen Unternehmer haben dem Bürgermeister geantwortet, daß sie das über die letzten Versammlungsauflösungen gesprochen würde. Dazu Socialistentongreß gestellt werden." Gewerbegericht überhaupt nicht für die zur Beilegung des hat sie zwar kein Recht, aber die Versammlungsleiter und die Zur Verhandlung der Resolution soll der Puntt Inter Kampfes geeignete Instanz angesehen und dasselbe weber an- Redner mußten fich fügen, wenn sie die Versammlungen nicht wieder nationale Solidarität" auf die Tagesordnung des Nonrufen noch vor ihm erscheinen werden, wenn es von den auseinanderjagen lassen wollten. In den Versammlungen erscheinen gresses gesetzt werden. Zur Begründung wird darauf verwiesen, daß Arbeitern als Einigungsamt angerufen werden sollte. Es werde zur Ueberwachung ebenfalls Beamte in Masse. So saßen z. B. auf z. B. an der interparlamentarischen Konferenz in Wien, die von der überhaupt nicht mit der Lohnkommission verhandelt noch den einer Bühne neben dem Referenten ein Gendarm, ein Polizist und östreichischen Parteipreffe mit berechtigtem Spott behandelt worden Arbeitern irgendwelche Zugeständnisse gemacht werden. 3wei Civilbeamte, im und vor dem Lokal waren weitere Gendarmen sei, focialdemokratische Parlamentarier aus der Schweiz, Belgien Trozdem hatte der Bürgermeister eine Besprechung privater resp. Polizisten postiert. und Dänemark teilgenommen hätten; ebenso wird auf die Teilnahme Natur zwischen zwei Vertretern der Arbeiter und dem Vorsitzenden In allen Versammlungen wurde einstimmig eine Resolution von Socialdemokraten an dem internationalen Friedenskongreß in des Fabrikantenvereins zu stande gebracht. Am Dienstag sollten die angenommen, in der die Ausgesperrten versprechen, auch weiterhin Rouen hingewiesen. Erörterungen fortgesezt werden. Der Vorstand der Unternehmer- mit ganzer Straft den Kampf fortzuführen". Weiter heißt es: So wünschenswert die Herbeiführung einer einheitlichen Taktie Vereinigung hat aber schriftlich die Mitteilung gemacht, daraus werde Gleichzeitig fordert die Versammlung die Arbeiterschaft auf, fich gegenüber folchen Veranstaltung ist, so darf doch nicht unbeachtet nichts. Die Fabrikanten seien nicht in der Lage, Zu durch das verstärkte Gendarmenaufgebot in teiner Weise beirren zu bleiben, daß die schweizerischen Parlamentarier sich nicht einmal geständnisse zu machen". Ein einzelner Blayz wie lassen, sondern nach wie vor die alte Ruhe und Entschlossenheit zu durch die Kritik der Parteipresse des eignen Landes vom Besuche Crimmitschau tönne eine Verkürzung der Arbeitszeit nicht einführen, bewahren, alle Zusammenrottungen und Aufläufe zu verhindern und der interparlamentarischen Konferenz in Wien haben abhalten lassen. folange diejenigen Städte, die gleiche Garne und waren wie so den guten Ruf der Arbeiterschaft zu wahren". Wo die starke einheitliche Organisation und Disciplin im Lande Crimmitschau herstellen, vorherrschend elf Stunden bei meist billigeren abermals an das Ministerium beschwerdeführend wegen der Polizei- helfen. Die Streifleitung hat sich in energischem Tone in zwei Depeschen fehlt, da werden Beschlüsse des internationalen Sekretariats wenig Löhnen arbeiten. wirtschaft gewendet. Ein Erfolg ist bei der sächsischen Regierung Der Parteigenoffe Holst in Wismar, der im Jahre 1900 bom natürlich ausgeschlossen. Schwurgericht in Wismar wegen Meineids zu drei Jahren Zuchthaus Die deutsche Arbeiterschaft aber möge es sich zur ehrenvollen Auf- verurteilt wurde unschuldig, wie jedermann annahm hat begabe machen, die Crimmitschauer Ausgesperrten so kräftig mit Geld- tanntlich eine Beleidigungsflage des damaligen Hauptbelastungsmitteln zu unterstützen, daß sie nicht nötig haben, obne Zugeständnisse zeugen, des Polizisten Schütte gegen sich provoziert, ins den Kampf aufzugeben. Der Crimmitschauer Kampf ist ein St Lasien- Sem er ihn des Meineids bezichtigte. In diesem Be kampf in schärfster Form geworden, bei dem die Staats- leidigungsverfahren gegen Holst, in dem er hofft, daß Beutsche Arbeiterschaft stehe einmütig zu den kämpfenden Proletariern prozesses bieten wird, ist jetzt der in Hamburg frank daniederliegende gewalt ganz auf feiten der Kapitalisten steht. Die klassenbewußte es ihm die Grundlage zur Wiederaufnahme seines Meineidsund schaffe Geld! Tischler Wollenberg kommissarisch vernommen worden. Welche Bedeutung die Staatsanwaltschaft der Sache und besonders der Auss fage Wollenbergs beimißt, geht daraus hervor, daß der Amtsanwalt des Wismarer Gerichts, vor dem die Beleidigungsklage am 10. b. M. verhandelt beigewohnt hat. Die eidliche Aussage Wollenbergs ist für Holst sehr werden wird, entgegen aller llebung der Vernehmung Wollenbergs selber günstig. Holst foll den Meineid, wie bekannt, damit geleistet haben, baß er in einem früheren Prozesse erklärte, nicht gehört zu haben, daß Wollenberg vor der Thür einer Wirtschaft in Wismar be= leidigende Rufe gegen Polizisten ausgestoßen stabe. Schütte dagegen Der Schandfleck. Die" Post" vertritt heute die Meinung, daß beschwvor, daß Wollenberg folche Rufe ausgestoßen habe und Holst Verlegungen des§ 246 des Strafgesetzbuches und überhaupt sie auch gehört haben müsse. Es ist zu hoffen, daß Holst seine jegliches Verbrechen in der„ verrotteten" Bourgeoisie so selbst- Absicht erreicht und gerechtfertigt wird. verständlich seien, daß kein Socialdemokrat das Recht habe, sich zur Gemeindewahlen. Bei den Stadtverordneten- Wahlen in LudenRechtfertigung seiner Handlungsweise in Angelegenheiten des bürgerwalbe wurden in der dritten Klasse 953 socialdemokratische und lichen Rechtes auf die Bourgeoisie zu berufen. Bekanntlich hatte sie 88 gegnerische Stimmen abgegeben, so daß uns sämtliche zur Wahl unsrem Parteivorstande vorgeworfen, daß er bei der Regelung der Essener stehenden Mandate dieser Klasse zufielen. Unterstützungsangelegenheit gegen den§ 246 des Strafgesetzbuches stehenden Mandate dieser Klasse zufielen. verstoßen habe. Nachdem wir gestern nachgewiesen, daß bei allen Silfsaftionen so verfahren wird, wie bei der Effener verfahren worden ist, schreibt die" Post" heute: Es werden also immer wieder die alten, längst widerlegten Einwände erhoben, die dadurch nicht besser werden, daß sie immer noch einmal hervorgeholt werden. Die Crimmitschauer Fabrikanten können die Thatsache nicht aus der Welt schaffen, daß in for ft und Kottbus in solchen Fabriken schon lange der Zehnstundentag eingeführt ist, in denen die gleichen Waren wie in Crimmitschau hergestellt werden. Und die betreffenden Fabrikanten stehen sich sehr gut dabei, haben an ihrer Konkurrenzfähigkeit nicht im mindesten gelitten. Die hartnädigen Crimmitschauer Unternehmer hoffen noch immer, die Arbeiter niederzwingen zu können. In ihrem letzten Schreiben sagen sie:„ Die Industriellen von Crimmitschau und Umgegend können und werden warten, bis sich die Ausgesperrten darüber klar geworden sind, daß sie zu Kreuze kriechen und bedingungslos die Arbeit aufnehmen müssen." Das hört sich sehr selbstbewußt au. Die Konfettionäre, denen die bestellten Euche nicht geliefert werden können, haben alle Ursache, ob dieses progzigen Gehabens der Fabrikanten empört zu sein. Davon kann nun aber gar keine Rede sein, daß die Fabrikanten der Frage, wann der Kampf beendet sein wird, mit absoluter Wurschtigkeit gegenüberstehen. Sie können thatsächlich nicht warten und werden nicht warten, bis die Arbeiter fich des und wehmütig ihnen beugen, sondern sie bemühen sich geradezu trampfhaft, Streitbrecher zu gewinnen. Die Versuche, Arbeiter und Arbeiterinnen von auswärts heranzuziehen, find vollständig gescheitert. Es kommen keine Streitbrecher. Aber auch am Orte selbst finden sie sich nicht in nennenswerter Zahl. Die Aufforderung der Fabrikanten an die Arbeiter, sich schriftlich zur Aufnahme der Arbeit zu melden, hat ein flägliches Resultat gehabt. In manchen großen Fabriken hat sich nicht ein einziger Streitbrecher gemeldet, in andern 3, 5, felten noch ein paar mehr. Auf Grund einer genauen Kontrolle giebt die Streifleitung an, daß außer den Werkmeistern und andern Angestellten jetzt 150, höchstens 200 Streifbrecher in den sämtlichen Betrieben thätig find. Wir sahen am Dienstagabend bei einem Rundgange nur ganz wenige Lampen in den Fabriken brennen. Mittags gingen aus acht Fabriken insgesamt ungefähr zwei Dußend Leute nach Hause. Da für die wenigen Arbeitswilligen die Betriebe in Gang gesetzt worden sind, legen die Fabrikanten abermals ein schönes Stück Geld drauf. Sie haben offenbar darauf gerechnet, daß wenn erst ein paar Stühle flappern, sich die Zahl der Streitbrecher rasch vermehren würde. Die Rechnung hat sich als total falsch erwiesen. Partei- Nachrichten. Bom Dresdener Parteitagsprotokoll befindet sich die neue Auflage im Druck. Gebundene Protokolle können erst wieder in frühestens acht Tagen geliefert werden. Bestellungen erbitten wir umgehend an die Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, indenstraße 69 zu richten. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Halle gelang es diesmal infolge der Bildung eines einzigen Wahlbezirks für die ganze Altstadt der sogenannten Bürgerpartei, die Wahl socialdemokratischer Kandidaten zu bereiteln. In dem größten Arbeiterbezirk Glauche Dümmeres fonnte das Blatt der Zukunfts- Weltreformer, der wurden unsre Vertreter früher glatt gewählt. Sie hatten auch diesErlöser der Menschheit aus dem Schlammpfuhle des Bourgeois mal in diesem Bezirk die Majorität erhalten, was aber nicht ent staates, das täglich von Entrüstung über die Schlechtigkeit und Kor- scheidend sein konnte, da alle Kandidaten für die ganze Stadt ruption der bürgerlichen Welt trieft, gar nicht thun, als sich rechtfertigen, gemeinsam gewählt wurden. In Giebichenstein siegte aber Genoffe indem es argumentiert: In der bürgerlichen Gesellschaft ist bei Gering mit 1706 Stimmen gegen Direktor Brandes, der nur Sammlungen ähnlich verfahren, die Genossen" handelten also 402 Stimmen erhielt. Bei der nächsten Wahl, bei der die nach guten Vorbildern und brauchen sich deshalb dieses Schand- Giebichensteiner, Kröllwiger und Trothaer Bürger aber mit in dem flects" nicht zu schämen. Es ist ein köstliches Schauspiel, die alten Stadtbezirk wählen, besteht Aussicht, sämtliche socialSocialdemokratie hinter der sonst als durch und durch verrottet demokratischen Kandidaten in der dritten Abteilung durchzubringen. und verkommen verschrienen Bourgeoisie Deckung suchen zu sehen." In den Gemeinderat in or uberg( Baden) wurde diesmal Wir haben wirklich noch nicht gewußt, daß die Bourgeoisie über- der erste Socialdemokrat gewählt. haupt nur noch verbrecherisch handelt. " den Landrat in die Form fleiden, daß er bei nächster Gelegenheit Wie wir hören, will der entsetzte Vater seine Beschwerde gegen gleichfalls socialdemokratische Flugblätter verteilen wird. furter Wolfsstimme" geschrieben: Zu den Parteidifferenzen in Mülhausen i. Els. wird der Frank18. Oktober d. J. von dem unter dem Vorsitze des Abgeordneten Die Berufung an die Kontrollkommission haben die am Dreesbach in Mülhausen zusammengetretenen Schiedsgerichte Ausgeschlossenen, die früheren Mülhauser Wahlvereinsmitglieder Weißhat daraufhin die Kontrollkommission der Partei, wie den beiden becher und Nußbaumer, ergriffen. In der Situng vom 27. Oftober Rekurrenten durch Schreiben vom gleichen Tage aus Berlin mitgeteilt worden ist, einstimmig beschlossen: Jetzt laufen Wertmeister, Buchhalter usw. den Ausgesperrten Die Sünden der Kinder werden gerächt an den Bätern. 3ipei ins Haus und suchen sie zur Arbeitsaufnahme zu bewegen. Ver gebens. Selbst die bei Beginn der Aussperrung unorganisierten bekennen sich zu unsrer Partei und haben infolge dessen auf ihren junge Zimmerer aus Petriben im Kreise Labiau in Ostpreußen Leute, Militärvereinler usw. find so erbittert, daß sie jetzt ohne Zu Arbeitsplägen sozialdemokratische Flugblätter und Kalender verteilt. geständnisse nicht in die Fabriken zurückkehren wollen. Die Fabrikanten versuchen daher sogar Streifbrecher zu laufen; sie lassen, Der konservative Bater der beiden aufgeweckten jungen Leute hat wie festgestellt worden ist, den Leuten 40, 60 und mehr Mark bieten, ist unglücklicherweise Gemeindevorsteher. Der Landrat erfuhr er von dieser That seiner Söhne teine Ahnung gehabt, aber falls die Arbeit aufgenommen wird. Aber auch um solchen Judas- von den Verbrechen der mißratenen Gemeindevorstehers- Kindern und Lohn finden sich keine Abtrünnige. Ausgesperrten vor. Am letzten Sonnabend wurden zwei BerDie Behörden gehen in der rücksichtslosesten Weise gegen die flugs wurde der Vater seines Amtes entsetzt. fammlungen aufgelöst, trotzdem dazu ein erkennbarer Grund nicht vorlag. Flugblätter find tonfissiert worden, man frägt sich aber vergeblich, was an denselben strafbar sein kann. Ein andres Dem internationalen Kongres in Amsterdam schlägt der LandesFlugblatt, das fich lediglich an die Ausgesperrten selbst wendet, hat ausschuß der deutschen und östreichisch- ungarländischen SocialDer Bürgermeister der Staatsanwaltschaft mit dem Be- demokraten in der Schweiz folgende Resolution vor: merten eingereicht, ob nicht gegen den Verantwortlichen wegen Die immer häufiger werdenden internationalen Kongresse, die, Aufreizung verschiedener Bevölkerungsklassen gegen einander obwohl von bürgerlichen Elementen veranstaltet, Fragen behandeln, einzuschreiten ist. Daß die Streifenden sich in zwei Klaffen scheiden, die im höchsten Grade das Interesse des Proletariats berühren, wird aber selbst der findigste Staatsanivalt taum entdecken fönnen. wie die des Arbeiterschutzes, der Socialreform, des Friedens, des Die Polizei ist unermüdlich eifrig. Streifende dürfen nicht Alkoholismus 2c., sowie die internationalen Kongresse gewisser auf der Straße stehen. Die Fabrikanten dürfen dasselbe unbehelligt Berufsgruppen, deren Angehörige zum großen Teile Bourgeois thun. Wer eine Straße zweimal passiert, wird angewiesen, nicht find, wie z. B. diejenigen der Journalisten, machen ein einheitliches noch einmal zu kommen, wenn er nicht festgenommen werden Vorgehen der socialistischen Parteien aller Länder gegenüber wolle. Leute, die vor ihrer Hausthür stehen, werden ins denselben notwendig. Denn nur ein solches entspricht der Haus geschickt oder notiert. In dem Vorort Neukirchen Bedeutung und der Würde der socialistischen Bewegung, haben sich Streitposten in Wohnungen ein Fenster als Beobachtungs- ist aber auch ein Gebot der Taktik. Indem wir dafür eintreten, platz gewählt, weil sie sich auf der Straße nicht sehen lassen dürfen. daß die Partei eines jeden Landes ihre Taktik möglichst den in Ein Gendarm wollte berbieten, daß mittags zum Fenster demselben herrschenden Verhältnissen anpasse, müssen wir behinausgesehen wird. tonen, daß beim Unternehmen von Schritten internationalen es Seit Dienstag früh macht Crimmitschau fast den Eindruck einer Charakters Rücksicht genommen werden muß auf die Verhältnisse eroberten Stadt. In den Vororten sind schon seit Beginn der Aus- andrer Länder. Internationale Kongresse verlegen den Ort ihrer sperrung Gendarmen stationiert. Dienstag früh rückten ein paar Tagung in verschiedene Länder, so daß es geschehen kann, daß ein Dugend Gendarmen in Crimmitschau ein; ebenso Geheim- derartiger Kongreß von den Socialisten des Landes, wo er tagt, 29. " In diesem Stadium kann in der Sache diesseits keine Entscheidung getroffen werden. Nach unsrer Auffassung kann das Ihren Ausschluß verfügende Urteil schon deshalb nicht rechtskräftig werden, als Genosse Emmel sich weigert, die ihm von demselben Urteil auferlegte Verpflichtung zu erfüllen. Bis zum weiteren Austrag der Sache ist Ihr Ausschluß aus der Partei als nicht rechtskräftig zu betrachten. Durch an den Arbeiter- Wahlverein gerichtetes Schreiben vom Oktober teilte die Kontrollkommission diesem mit: Die Kontrollkommission hat beschlossen: 1. Den Genossen Emmel aufzufordern, dem Punkt 3 des Schiedsspruchs, welcher lautet:" Der Genosse Emmel ist verpflichtet, im Interesse der Partei gegen Weßbecher und die„ Landeszeitung" Beleidigungsklage zu erheben". Folge zu geben und die Bes leidigungsflage unverzüglich einzuleiten. Die Emmel entstehenden Kosten aus den Prozessen trägt die Parteikasse. 2. In der Refurssache der Genossen Weßbecher und Nußbaumer, deren durch Schiedsspruch ausgesprochenen Ausschluß aus der Partei betreffend: die Beschlußfassung bis nach Erledigung der Beleidigungsprozesse Emmel contra Weßbecher und Landeszeitung" auszusehen." 3. Die Parteigenossen Mühlhausens aufzufordern, bis zur Erledigung der zu erhebenden Beleidigungsprozesse den Genossen Emmel mit Vertrauensposten in der Partei nicht zu betrauen. Zur Geschichte der Trufts in der amerikanischen Eisenindustele In der Sigung des Arbeiter- Wahlvereins vom Tekten Montag Die Korrespondenz fügt selbst die Bemerkung hinzu:„ Auch and dieses Schreiben zur Verhandlung. Genosse Emmel machte wenn man von dem an der Spitze stehenden Jahre 1892 absehen liefert eine Darstellung der neuesten Entwicklung der amerikanischen Mitteilung von einer persönlichen Erklärung, die er der Kontroll- wollte, welches mit seiner besonders hohen Versteigerungszahl auch Eisenindustrie von 2. Glier, dem Barmer Handelskammer- ynditus, tommission und dem Parteivorstand in der Angelegenheit bereits gegen die Vorjahre einen Ausnahmefall bildet, so ist doch eine in Schmollers Jahrbuch interessante Beiträge. Die jüngste Entwic und Stahlindustrie stellt sich abgegeben hat und worin er darauf hinweist, daß die Erfüllung allmähliche Abnahme der Zwangsversteigerungen lung der amerikanischen Eisen In ähnlicher danach wie folgt dar: Die beiden größten Stohlproduzenten der 1,14 1899 0,72 0,87 1900 0,79 0,99 1,19 1901 0,82 0,91 1,03 2,66 2,75 2,27 3,69 4,55 4,92 3,62 4,07 4,16 der ihm auferlegten Verpflichtung schon durch die Verjährung der troß einzelner Schwankungen unverkennbar. in Rede stehenden Landeszeitungs"-Artifel unmöglich war. Der Weise ist auch die Gesamtfläche der versteigerten Grundstücke zurück- Vereinigten Staaten suchten in den Jahren 1896-1898 die völlige Wahlverein läßt in seinem Beschluß die Frage dahingestellt, ob ein gegangen. Das läßt darauf schließen, daß die Abnahme der Kontrolle des Produktionsprozesses zu erlangen, nach jeder Richtung auf Grund des§ 2 des Organisationsstatuts zusammengetretenes Zwangsversteigerungen sich in demselben Grade auf größere wie auf hin unabhängig zu werden und jedes unsichere Moment aus der Schiedsgericht und als Retursinstanz die Kontrollkommission der kleinere Besizungen erstrecte." Kalkulation auszuschalten. Diese beiden größten Produzenten waren Partei zuständig sind, einem Parteigenossen eine Verpflichtung der In den einzelnen Größenklassen zeigen sich recht erhebliche die Carnegie Steel Company in Pittsburg und die erwähnten Art aufzuerlegen. Hingegen spricht der Verein sein Be- Unterschiede, und zwar ist bei den kleineren und mittleren Land- Illinois Steel Company in Chicago. Die Herstellung dauern aus darüber, daß das Schiedsgericht und in der zweiten wirtschaftsbetrieben das Verhältnis der Zwangsversteigerungen am des für ihre Betriebe notwendigen Coats hatten sie in eigner Instanz die Kontrollfommission ohne vorherige Anhörung des Be- günstigsten: teiligten über den Punkt zu diesem Beschlusse geschritten sind. Der Anzahl der Zwangsversteigerungen in Tausendteilen der Verein nimmt nochmals Kenntnis von der bereits in der Mitgliedervorhandenen Hauptbetriebe in den Größenklassen von: versammlung vom 19. Oktober und am 22. Oktober veröffentlichten Jahr 2-5 ha 5-20 ha 20-50 ha 50-100 ha 100-200 ha mehr als 200 ha Erklärung des Genossen Emmel, daß er die Beleidigungsklage einreichen werde, sobald Weßbecher seine Anschuldigungen öffentlich wiederholt. Der Verein nimmt Att davon, daß dem Weißbecher hiernach Gelegenheit geboten ist, über seine ehrenrührigen Beschuldigungen gegen Emmel ein gerichtliches Verfahren mit öffentlicher Beweisaufnahme herbeizuführen. Gegenüber der Aufforderung der Kontrollkommissio, bis zur Erledigung der zu erhebenden Beleidigungsprozesse den Genossen Emmel mit Vertrauensposten in der Partei nicht zu betrauen, erklärt der Arbeiter- Wahlverein Mülhausen: Die Parteigenossen Mülhausens sehen keine Veranlassung, auf die bloßen Anschuldigungen seitens des Weßbechers hin dem Genossen Emmel das Vertrauen zu entziehen. Zu einem solchen Vorgehen wäre erst Veranlassung gegeben, wenn der Genosse Emmel durch das von Weßbecher herbeizuführende öffentliche Beweisverfahren thatsächlich belastet erschiene. Der erste Teil dieser Re: Ostpreußen. solution wurde mit allen gegen 3 Stimmen, der zweite Teil ein- Westpreußen stimmig angenommen. Jm weiteren Verlauf der Sizung wurde Brandenburg Genosse Emmel als ausscheidender Landesausschuß- Abgeordneter ein- Bommern stimmig wiederum als Kandidat der Partei für die am 19. d. Mis. Bosen stattfindende Landesausschuß- Wahl in der Stadt Mülhausen auf Schlesien gestellt. Vorgeschlagen wurden nur noch die Genossen Martin und Weinzorn, welche ablehnten. Aus Induftrie und Handel. Rechnung schon früher in die Hand genommen, die Gewinnung des Erzes in eigner Rechnung begann etwas später. Jest galt es auch den Transport möglichst in eigne Regie die Kontrolle einer von Pittsburg nach seinen von Rockefeller ges zu bekommen. Carnegie gelang dies zuerst; er bekam fauften Erzlagern am Erisee führenden Bahn und konnte also das Erz beinahe völlig in eigner Rechnung nach Pittsburg führen. Dieses Vorgehen Carnegies veranlaßte seine größte Konkurrentin, Ebenso find große Unterschiede in der Beteiligung der einzelnen die genannte Illinois Steel Company zu noch weiter Provinzen zu erkennen. Der Osten, in dem der größere Grundbesitz ausgreifenden Maßnahmen. Sie verschmolz sich im August 1898 vorherrscht, weist verhältnismäßig ungefähr dreimal soviel Zwangs- mit der Minnesota Iron Company und bildete mit dieser zusammen die Federal Steel Company. Diese Fusion versteigerungen auf als der Westen. wurde nun noch viel unabhängiger im Produktionsprozeß als Carnegie. Erstens hatte Carnegie nur wenige eigne Erz gruben, seine hauptsächlichsten hatte er noch immer nur in Pacht und mußte für jede Tonne Erz eine Abgabe an Rockefeller zahlen; die neue Federal Steel Company aber hatte alle ihre Gruben in eignem Besitz. Zweitens war auch im Transport die neue Vereinigung unabhängiger als Carnegie, sie hatte auch leistungsfähigere Eisenbahnen in eignem Besitz; Carnegie aber war hierin start von Rockefeller abhängig. In der folgenden Uebersicht sind die Gesamtfläche und die Anzahl der Versteigerungen absolut und in Tausendteilen der 1895 ermittelten Hauptbetriebe in den einzelnen Provinzen für die vier Jahre 1898 bis 1901 zusammengestellt: Anzahl der Bersteigerungen Fläche Heftar 37 451 % 100 absolut 13,08 937 % 00 9,99 18 984 9,86 334 4,82 . 16 113 5,79 505 5,29 14 900 6,31 228 3,82 • 12 528 5,38 360 4,66 30 342 10,38 404 7,48 Osten. 130 318 8,58 3768 6,56 7.892 4,49 331 4,10 8558 5,68 289 5,63 3 650 1,43 215 1,53 2 399 1,73 153 1,64 1 357 1,96 183 2,21 1067 0,77 224 1,33 2,70 1359 Sachsen Schleswig- Holstein Hannover Westfalen Hessen- Nassau Rheinland Westen 24 923 2,26 Ein kolonialer Erfolg. Unfren Kolonialpolitikern ist eine große Freude beschieden worden, die allerdings durch die neuesten Meldungen aus Südwest- Afrika sehr herabgestimmt wird. Während im Jahre 1901 der Gesamt- Außenhandel Kameruns infolge der Die meisten und die größten Flächen umfassenden Versteigerungen Kämpfe, die in deſſen Hinterland stattfanden, um beinahe fünf tommen also auf Ostpreußen und Schlesien, die Size des feudalen Millionen Mark abgenommen hatte und sich nur auf 15,2 Millionen Großgrundbesizes; während die Provinzen Hannover, Westfalen und Mark gegen 20,1 Millionen Mark im Jahre 1900 stellte, hat im Rheinland die geringste Zahl der Versteigerung landwirtschaftlicher letzten Jahre( 1902) der Gesamt- Wertbetrag sich wieder um beinahe Grundstücke aufweisen. 4 Millionen gehoben. Die Einfuhr ist von 9,3 auf 13,3 und die Falsche Hundertmarkscheine sind gegenwärtig im Umlauf. Sie Musfuch von 6 auf 6,3 Millionen Mark gestiegen. Allerdings war vorauszusehen, daß nach Aufhören der Kämpfe im Kameruner unterscheiden sich von echten Scheinen dadurch, daß der StrafHinterland auch der Außenhandel sich wieder heben würde, androhungsartikel undeutlich gedruckt ist, die roten Stempel auf der und hinter das Ergebnis von 1900 bleibt immerhin Vorderseite eine bräunliche Färbung zeigen, der Druck des Bildes der das des letzten Jahres noch um rund 600 000 m. zurück; aber unsre Rückseite flecksig ist und die Gesichtszüge sowohl des Germania- Kopfes patriotischen Kolonialfere haben sich, durch die gemachten Erfahrungen wie der beiden Seitenfiguren gröber sind. Als besonderes Unter gewißigt, in den letzten Jahren bezüglich ihrer Ansprüche an die scheidungsmerkmal, das auch bei gebrauchten Scheinen sofort erkennKolonien eine anerkennenswerte Bescheidenheit angewöhnt. bar ist, diene, daß die Krone über dem Reichsadler auf der VorderUebrigens entfällt von diesem Gesamthandel nur etwa die Hälfte feite bei den falschen Scheinen teilweise fehlt. Im übrigen unter auf den Handelsverkehr Kameruns mit dem deutschen Zollgebiet, scheiden sich die falschen Scheine, die aus dem Jahre 1898 datiert und zwar war an der Einfuhr Kameruns Deutschland in den letzten sind und den Buchstaben E führen, weder in der Größe noch Färbung Jahren noch nicht mit der Hälfte, an der Ausfuhr etwa mit drei von den echten Scheinen. Fünfteln beteiligt; dafür aber mußte, abgesehen von andren Ausgaben, im vorigen Jahr das Deutsche Reich zu den Einnahmen Kameruns einen etatsmäßigen Zuschuß von 2,2 Millionen Mark leisten; und auch für das laufende Jahr ist wiederum ein Zuschuß von 1,6 Millionen Mark veranschlagt. Die Zwangsversteigerung land- und Forstwirtschaftlicher Grundstücke in Preußen. Auf Grund der vom preußischen statistischen Bureau alljährlich veröffentlichten Zusammenstellung giebt die Sorrespondenz der Centrale der preußischen Landwirtschaftskammern" folgende Uebersicht der Zwangsversteigerungen land- und forstwirtschaftlicher Hauptbetriebe in Preußen: Gesamtder 1892 1893 69 327 Fläche Zahl versteigerten Grundstüde 89 266 ha 2299 1998 " 1894 60 287 1556 " 1895 67 259 1834 " 1896 64 107 1517 " 1897 47 782 1591 " 1898 32 727 1411 " 1899 37 757 1210 " 1900 42455 1288 " 1901 41 217 1207 " Winter- Garten. Specialitäten. Für den Inhalt der Inserate Passage- Theater. Specialitäten. übernimmt die Redaktion dem Reichshallen. Stettiner Sänger. Bublikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 6. November. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Dritter Sinfonie- Abend der königlichen Kapelle. Schauspielhaus. Im stillen Gäßchen. Deutfches. Monna Banna. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Zapfenstreich. Westen. Der Freischüz. Neues. Salome. Vorher: Der Kammerfänger. Residenz. Das große Geheimnis. Central. Orpheus in der Unter melt. Thalin. Der Hochtourist. Anfang 8 Uhr: Nenes Operntheater. Dorfmusifanten. d Schiller 0.( Wallner Theater.) Liebelei. Litteratur. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Der Talisman. Belle Alliance. In Vertretung. Luisen. Die Logenbrüder. Kleines. Nachtashl. Carl Weiß. Die kleine Braune. Trianon. Biscotte. Deutsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Apollo. Frühlingsluft. täten. Speciali Palast. Die Cameliendame. Specialitäten. Central- Theater. Freitag: Dritte Abonnements- Borst., II. Serie: Orpheus in der Unterwelt. Operette in 3 Atten v. J. Offenbach. Sonnabendnachmittag 4 Uhr, halbe Breise, jeder Erwachsene 1 Kind frei: Der geftiefelte Kater. Abends 7, Uhr: Bruder Straubinger. Luisen- Theater. Zum erstemmal: Die Logenbrüder. Anjang 8 Uhr. Frankreichs Weizen- und Noggenernte. Das Landwirtschaftsministerium veröffentlicht jetzt die endgültigen Resultate der amt lichen Schäßungen der Weizen- und Roggenernte Frankreichs im Jahre 1903. Diese beiden großen Stahlkonkurrenten nun waren damals, tie Glier erinnert, im wesentlichen Produzenten von schweren Artikeln der Stahlbranche wie Schienen, Grobblech, Stabeisen, Konstruktionsmaterial und vor allem von Halbzeug; der Fabrikation von Drahtprodukten, Feinblechen, Weißblechen, Röhren und dergleichen blieben sie fern. Nun aber kam in dem Bestreben, sich möglichst in ihrer Produktion nach allen Seiten hin unabhängig zu machen, zum Halbzeugproduzenten der Halbzeug konsument. Wenn nämlich die beiden Stahlgesellschaften ihren benötigten Coats selbst herstellten, das Erz in eigner Rechnung gewannen und verfrachteten, warum sollte nicht ein solcher Halbzeugkonsument auch den von ihm benötigten Stahl in eigner Rechnung herstellen? So ging denn die bis dahin größte Kundin der Federal Steel Company und der Carnegie Steel Company, die American Steel and Wire Company of New Jersey, dazu über sich unabhängig und selbständig in ihrem ganzen Produktionsprozeß zu machen: sie begann eigne Eisenerz- und Kohlengruben zu erwerben, eine Fracht- Dampferflotte zu bauen ustv. Die Halbzeugproducenten faßten dieses Vorgehen natürlich als eine Kriegserklärung auf. Die Federal Steel Company reagierte zuerst mit derselben Methode, sie vergrößerte ihr Kapital und begann Werke zu bauen, um die von den Drahtleuten abgelehnten Stahlmengen selbst weiterzuverarbeiten. Carnegie ging um dieselbe Zeit daran, die Herstellung von Röhren und Feinblechen aufzu nehmen, ohne sich um diejenigen Trusts zu kümmern, in deren Atmosphäre er damit eingriff. So war der Widerstreit des Interesses auf der ganzen Linie entbrannt, damit aber auch auf die Spize getrieben, um nun in sein Gegenteil umzuschlagen. Die gigantische Lösung dieses Konfliktes wurde dann bekanntlich durch die United States Steel Corporation gefunden: die widerstreitenden Interessen glichen sich in ihr aus, weil der Gegensatz von Halbzeugproduzenten und Konsumenten durch die in ihr vollzogene Vereinigung beider ausgeglichen wurde. Mit der United States Steel Corporation hat die amerikanische Eisenindustrie eine Höhe der Konzentration und Vers schmelzung, was Größenverhältnisse und Mannigfaltigkeit der Produktion anlangt, erreicht, wie sie in der Welt der Privatindustrien einzig ist. Es giebt wohl amerikanische Industrien, sagt Glier, bei denen der Zusammenschluß viel dichter ist; aber es giebt keine, welche über eine derartige Macht und Vielgestaltigkeit verfügt. Witterungsübersicht vom 5. November 1903, morgens 8 Uhr. Die Weizen ernte wird bei einer bebauten Fläche von 6 536 347 Hektar auf insgesamt 128 705 515 hektoliter oder 99 588 059 Doppelcentner geschäßt. Der Ertrag eines Heftar stellt sich hiernach auf 19,61 hektoliter( in Deutschland stellte sich im Jahre 1902 der Ertrag pro Hektar auf 20,4 Hektoliter, im Durch schnitt des Jahrfünfts 1898/1902 auf 18,5 hektoliter). Die Weizenanbaufläche und Ernte des Jahres 1902 beläuft sich entgegen der vorläufigen Schäßung von 6814 986 Hektar und 124 296 601 Hektoliter nach endgültiger Festsetzung nur auf 6563 711 hektar und 115 530 692 hektoliter. Die diesjährige Weizenernte weist demnach Stationen gegen das Vorjahr einen Mehrertrag von 13 174 823 hektoliter auf. Die Roggen ernte des Jahres 1903 wird auf 21 481 190 HektoJm liter bei einer Anbaufläche von 1340 593 hektar angegeben. vorhergehenden Jahre hatte die bebaute Fläche nach den endgültigen Ermittelungen einen Umfang von 1 331 755 Heftar und lieferte einen Hamburg Ertrag von 16 586 719 Hektoliter, demnach ergiebt sich bei einer Zu- Frankf.a.m. nahme der Anbaufläche um 8838 Hektar ein Mehrertrag von München Barometer fland mm Wind. richtung Windstärke Better Swinemde. 770 N 2 wolfig 773 WNW 775 N Berlin 772 23 Temp. n. C. 5°. 4° R. Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke 7 Haparanda 753 N Better C.= 4° R. Temp. n. T. 295 772 Still 2halb bd. 8 Betersburg 756 NNW 2 wolfig 4bcdect Regen 6 Paris 2wolfig 2 Regen 768 NND 774 NND 1 heiter 3wolfen! 5 7 Cort 7 Aberdeen 4 894 471 Hektoliter gegenüber dem Jahre 1902. Der Ertrag an Wien 771 WNW 2Nebel Mengkorn( Weizen und Roggen) stellt sich nach der amtlichen Wetter: Prognose für Freitag, den 6. November 1903. Schäßung auf 2972 259 Seftoliter, während das endgültige Erute- Etwas fühler, troden und vielfach heiter bei mäßigen nordwestlichen Berliner Wetterbureau. Winden. Ergebnis des Vorjahres 2 743 703 Heftoliter betrug. IX. Berliner Saison. Neues Theater. Urania. Refidenz- Theater Cirkus Busch Schiffbauerdamm 4a- 5. Salome. Vorher: Der Kammersänger. Anjang 7%, Uhr. Deutsch- Amerikanisches Theater 67/68 Köpnickerstr. 67/68. Jeden Abend Anfang 8 Uhr: Gastspiel Adolf Philipp. Ueber'n großen Teich Heitere Bilder mit Gesang aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner in 5 Abt. von Adolf Philipp. Belle- Alliance- Theater. In Vertretung. Ein Soldatenschwank in 3 Akten von Heinz Gordon. Anfang 8 Uhr. Morgen und folgende Tage: In Sonnabend: Krieg im Frieden. Sonntagnachmittag: Maria Stuart. Abends: Die Logenbrüder. Montag: Das Käthchen von Heil- Vertretung. bronn. Passage- Theater Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Das durchweg nene Metropol. Durchlaucht Radicschen! November Programm: Casino. Berliner Nachtasyl. Hotel Klingebusch. Irania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Un den Seen Ober- taliens. Um 8 Uhr im Hörsaal: Dr. G. Naß: Schwefel und Phosphor. Invalidenstraße 57/62. Pertina Das Tanzphänomen, übertrifft alles bisher in diesem Genre Gesehene. Berliner Stern Johannes Cotta, Jargon- Dichter. warte. Täglich geöffnet von 7bis 11 libr. 14 nene glänzende Nummern. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Breisen: Madame de Pompadour. Lustspiel in 3 Aften v. Thilo v. Trotha. Apollo- Theater. Zum 31. Male: Frühlingsluft. Operette in 3 Akten von weiland Josef Strauss. Im Blütenhochzeit. 3. Akt: Die Ballett von Louis Gundlach. glänzenden November- Specialitäten. Willé. 4 Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Direktion S. Lautenburg. Anfang 7 Uhr. An den Seen Ober- Italiens. Das grosse Geheimnis. Um 8 Uhr im Hörsaal: Dr. G. Nass: Schwefel u. Phosphor. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Lustspiel in 3 Atten v. Pierre Wolff. Deutsch von May Schönau. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Seine Kammerzofe. PANOPTICUM Kleines Theater. Friedrichstr. 165. Indianer- Riese Mianko Karoo Die zusammengewachsenen Lebend. Schwestern! Lebend. Buren- Riese Andries Venter, Unter den Linden 44. Freitag, den 6. November, abends 72 Uhr: SchulRitter v. Renroff, Feiter. Mademoiselle de Holstein, Schulreitorin Die berühmt. Clowns Fratellini, Gigerl Clown Alfred Daniels. Miss Claire Heliot, Löwenbraut. Paul Mündners Schleifenfahrt u. Todessprung. Berliner Winterfreuden humorist. Manege- Schaustück. Nachtasyl. Palast- Theater Feen- Palast. Anfang 8 Uhr. Burgstr. 22. ehemal. Leibsoldat des Präsi Casino- Theater. Elite- Extra- Vorstellung: Lothringerſtr. 37. Anf. 8, Sonnt. 7 Die Cameliendame. 8 Uhr: Berl. Nachtafyl. denten Paul Krüger von Transvaal. Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Biscotte. Anfang 8 Uhr. 82 Uhr: Verch- Wolff. Gastspiel Kapit. Martens. 9%, 16: Hotel Klingebusch. Sonntagnachm. 4 Uhr: Elternlos Breise der Pläße: Loge 1 M., Sperr fig 60 Pf., Parkett 40 Pf., Entree 20 Pf. Anfang Uhr. Borher: Konzert. Morgen und folgende Tage: Die Sensations- Novität Die Cameliendame Carl Weiss- Theater. und das Jdeal- Programm. Große Frankfurter Straße 132. Berliner Prater- Theaterie kleine Braune. Kastanien- Allee 7-9. Freitag, den 6. November 1903: Operette in 3 Atten von B. Lvovsky. Anf. 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borst. Sonnabendnachm. 4 Uhr: Robinson Crusoe. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Bernhard Rose- Theater- Ensemble. Maria Stuart. The Back, fer. Wild Modeans. Wohlthäter der Menschheit. Berliner|| Ik- Trio. Bucifals.* * Kosmograph. Schauspiel in 3 Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Felix Scheuer U Stralsunderstr. 1. Urania. Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 28092* C. F. Walter. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Liebelei. Schauspiel in 3 Akten von Arthur Schnißler. Hierauf: Litteratur. Luftspiel in 1 Att v. Arthur Schnißler. Sonnabendabend 8 Uhr: Liebelei. Hierauf: Litteratur. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Talisman. Sonntagabend 8 Uhr: Liebelei. Hierauf: Litteratur. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Freitagabend 8 Uhr: Der Talisman. Dramatisches Märchen in 4 Aufzügen von Ludwig Fulda. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Ehre. Sonntagnachmittag 3Uhr: Im weissen Rössl. Sonntagabend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Cirkus Schumann. Hente, Freitag, den 6. November, abends 7%, Uhr: Die ersten dressierten in Eis- und Kragenbären Berlin. Demonstration der Darwinschen Theorie: August, der mimische Affe. Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Pariser Ballett- Divertissement. Die größte Löwengruppe der Welt: 25 männliche Abessinier Löwen 0 d. Herrn Jul. Seeth Metropol- Theater. Fröbels Allerlei-Theater Durchlaucht Radieschen! Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. Im 4. Bilde: Grosses Ballett Wie damals im Monat Mai. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. fr. Puhimanns Vaudeville-Theater, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Freitag, den 6. November cr.: Gastspiel Berliner Volks Theater. Kean" ober: Leidenschaft und Genie. Jeden Sonntag 5 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung Freitag, den 6. November, abends 8 Uhr: Partei- Versammlungen in folgenden Lokalen: 1. Landtags- Wahlkreis 3. Landtags- Wahlkreis: ( umfassend die Stadtbezirte 6-20, 144, 283-284 vom ersten Generalversammlung des 6. Reichstags- Wahlkreises Reichstags Wahlkreise und 21-73 vom zweiten Reichstags- und der Stadtbezirke 211-217 u. 279-282 des 5. ReichstagsWahlkreise) Wahlkreises im Saale der Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. im großen Saale des Eiskeller, Chauffeeftr. 88. Referent Genosse H. Schubert. 2. Landtags- Wahlkreis ( umfassend die Stadtbezirke 1-5 und 74-144) Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Referent Genosse Theodor Glocke. Referent Genosse Barthels. 4. Landtags- Wahlkreis ( umfassend die Stadtbezirke 192-210 des 5. Reichstags- Wahlfreises und den 4. Reichstags- Wahlkreis, Dst) in Lipps Brauerei, Am Friedrichshain. Referent Genosse Heimann. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Vortrag über: ,, Welche Forderungen stellen wir an den preußischen Landtag?" 2. Diskussion. 2203. Aufstellung der Kandidaten. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. der mit gr. Beifall aufgenommenen Central- Kranken- u. SterbeNorddeutschen Sänger. Nach der Vorstellung: Um 10 Uhr: Grosser Ball. Jeden Mittwoch 8 11hr: Grosser Elite- Abend. Norddeutsche Sänger u. Ball. Entree 30 Pf. Sperrsiz 50 Pf. 209/12 haffe der Tiller Achtung! Rixdorf. 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Täglich: 10 Das glänz. November- Programm mit Franz Sobanski. Des folossalen Erfolges wegen noch einige Tage: August auf Urlaub. Nach der Vorstellung: Mittw., Somnab., Sommt.: Tauz. Reichshallen Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 1hr, Sonntags 7 Uhr. 00 Sanssouci. Kottbuser Thor Stat. der Hochbahn. Jeden Sonntag, Montag u. Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Arbeiter- Radfahrerverein Tagesordnung: 1. Sassenbericht vom dritten Quartal 1903. Wählerversammlung im großen Saale der„ Neuen Welt", Hasenheide 108-114. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über„ Die preußischen Landtags. wahlen und der Kampf der Socialdemokratie gegen das Dreiklaffen- Wahlgesetz". 2., Diskussion183/9 3. Verschiedenes. Arbeiter, Parteigenossen, sorgt für zahlreichen Besuch dieser Versammlung. Die Ortsverwaltung. 204/ 9* Das socialdemokratische Wahlkomitee. 2. Verschiedene Kassen Angelegen heiten. Regen Besuch erwartet Berlin Freireligiöfe Gemeinde Deutscher Holzarbeiter- Verband. Prenzlauer Thor nach Bernau ( Elysium). Heute abend: Andreasstraße 26: Versammlung. 18/1 Vietoria- Säle Perlebergerstr. 14 für Vergnügungen 2c. frei. 31292* Hente giebt es wieder rische Blutund Leber Wurst in bekannter tadelloser Qualität. Rich. Augustin, of parterre. „ Vorwärts"-Haus. Frühstücks- und Mittagstisch. Sibungszimmer. PrinzenDr. Simmel, Str. 41, Montag, den 9. November 1903, abends 8 Uhr: Wichtige beschließende Versammlung Heute, Freitagabend 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15 Sitzung der Ortsverwaltung. 62/2 Achtung! im Central- Klubhaus, Am Königsgraben 14a, nahe dem Alexanderplatz. Auf der Tages- Ordnung steht u. a.: Bericht über die Hauptversammlung des Deutschen Freidenker- Bundes in Görlitz und Antrag, eventuell aus dem Bunde auszuscheiden. Alle vollberechtigten Mitglieder werden zum Besuch dringend aufgefordert. Einsetzer. Achtung! Sonntag, den 8. November, vormitttags 10 Uhr, Jeden Sonntagvormittag 10% Uhr: Vortrag in der städtischen Aula, finden in den bekannten Zokalen die Bezirks- Sizungen hatt. Kleine Frankfurterstraße 6, nahe dem Alexanderplatz. Gäste sehr willkommen! Deutscher Metallarbeiter- Verband. Sonnabend, den 7. November 1903, in den Räumen des Gewerkschaftshauses: Grosses Herbit- Vergnügen der former und Berufsgenoffen. 35/16 Ball, Gesang und komische Vorträge. Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12. 2-4. 25-30-40 Bj. Blatt 50 Pf. Rehfeulen und Blätter. Hirschfleisch vont M. an. Gespickte Hafen 3 Oderbr. Gänse fund 60 Pf. A. Ritschl, Dresenter: Amt IV, Junge Enten, Hühner, Kaninchen 70 Bi. traße 61. 1599. teppdecken Ste 3173L* Gelegenheitskauf! Wollatlas, Similiseide, Normalalle Farben 4.85 alle Farben 6,00 Schlafdecken 2,00, 3,00 M. Theater- Abend. Special Emil Lefèvre. Dr. Schünemann Specialarzt für Haut, Harn- und Frauenleiden, Seydelstr. 9. 212-23, 26-8, Sonnt. 9-11 Haus Berlin Oranienstrasse 158. S., 160/7 Anfang 8 Uhr. Die Agitationskommission der Former. ArbeiterSamariter+ Kolonne. Sonntag, den 8. November, mittags 12 Uhr, im Palast- Theater, Burgstraße 22: Grosse Matinee Bzum esten der Kolonne. Bur Aufführung Das Liebesparadies. gelangt: Driginal- Operetten- Burleske mit Gesang in 3 Atten sowie das erstklassige Specialitätenprogramm. Montagabend Kommissions- Sizung. Der Obmann. Sonntag, den 8. November, nachm. 5%, Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27c: Oeffentliche Versammlung der Stellmacher. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Ingenieurs Herrn Grempe über: Die Beleuch tungs- und Heizfrage im Haushalte des Arbeiters". 2. Diskussion. 3. Branchen- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Nach der Bersammlung: DNB Gefelliges Beifammenfein mit Canz. NB. Kollegen! Erscheint mit Euren Frauen zu dieser Versammlung, und zeigt dadurch eifriges Interesse für unsre Branche und für unfre Organisation. 8915 Die Kommission. J. A.: Anders. Verein der Bauanschläger Berlins u. Umgegend Sonntag, 8. Novbr., vorm. 11 1hr, im Gewerkschaftshaus, Saal 1: Versammlung. Tages Drdnung: 1. Jahresbericht des Borstandes. 2. Abrechnung des VergnügungsStomitees. 3. Berschiedenes. Der Vorstand. Auch werden in dieser Versammlung Bücher zwecks Uebertritt entgegengenommen. 38/17 Schöneberg. Starten a 25 Pj. find bei den Mitgliedern und an der Theatertasse zu Heute, Freitag, den 6. November 1903, abends 8 Uhr: haben. Staffeneröffnung 11 Uhr. Freunde und Gönner find hiermit eingeladen. Volks- Versammlung im Obstschen Lokale, Meiningerstraße 8: Zages Ordnung: Achtung! Die nachste lebungsstunde in der Centrale findet nicht Montag, sondern Dienstag, den 10. November cr., abends 8 Uhr, Dresdenerstraße 45, statt. Vortrag über Verlegungen, Wundbehandlung, Blutstillung. Nachher praktische Uebungen. Neue Mitglieder können in den 1. Verkündigung des Resultats der Stadtverordnetenwahlen. Uebungsstunden der Kolonne beitreten. 261/3 2. Vortrag des Genossen Baul Hirsch:" Die Landtagswahlen". 3. Auf Gäste willkommen. stellung der Wahlmänner. 204/10 Einen zahlreichen Besuch erwartet 39 Der Vorstand. Nur neueste Moden. Dieſer ſteiſe, ſchwarze Hut mit Butter, Cylinderhüte und Chapeau claques moberne Form, koftet 1,90 M. in großer Auswahl. Oderbrucher und pommersche Special- Hut- Engroslager nur neuester Moden. Einzelverkauf zu Fabrikpreisen Gänse sowie Gänsefleisch, Lebern, Liesen u. Gänseklein empfiehlt zu den billigsten Tagespreisen Fritz Weber, Das socialdemokratische Wahlkomitee. Puppen- Fabrik u. Klinik Brunnenstr. 119, Otto Kreyssig, Brunnenstr. 119. fauft man, wie bekannt, am besten und billigsten Puppen, sowie fämtliche für Puppen nötige Artikel. Ersatzteile werden gratis befestigt. Puppen- Reparaturen billigst. Achtung! Achtung! 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Hechelsti immerzu über alles mögliche auf die Gräfin Be- In demselben Sinne äußern sich die Rechtsanwalte Chod= zügliche gesprochen und unter anderm gesagt, die Gräfin ziesner und v. Rychlowski, die noch darauf hinweisen, daß Parteigenossen und Genossinnen! Die Bedeutung der Landtags- treibe fich herum, bald in Montreug, bald in Paris. für die Zeugin zweifellos die Thatsache, daß sie eine braune Taille wahlen soll der Bevölkerung von neuem in einem Flugblatt ver- Hechelski habe so viel geredet, daß sie ganz verzaubert worden geschenkt erhalten habe, von besonderer Bedeutung war und ihre anschaulicht werden, das am Sonntag in der Frühe verbreitet wird. sei und sie zu der Ueberzeugung fam, daß sie zu einer Schlechtigkeit Erinnerung sich in erster Reihe an diese Thatsache knüpfte. Daß diese Arbeitsleistung im Parteidienst die Anspannung aller baß sie mit dem Besen kommen und den Mann hinausbringen solle, die Herren mit mir machen, was sie wollen, ich kann nicht mehr überredet werden sollte. Sie habe dann nach der Magd gerufen, Die Zeugin erklärt auf den Antrag des Staatsanwalts:„ Mögen Kräfte erfordert, ist bekannt, und wir erwarten daher, daß auch dieser Schwindler und Betrüger habe ihr Geld versprochen, damit fagen, als ich gesagt habe. diesmal mit der gewohnten Bünktlichkeit gearbeitet werde und jeder- fie gegen die Grafschaft zur Lügnerin werden solle". Da habe Auf nochmaliges Befragen des Justizrats Wronter erflärt mann zeitig zur Stelle sei. Niemand darf fehlen! Hechelsti gar nichts gesagt, sondern nur mit den Achseln gezuckt. die Zeugin wiederholt, daß sie von feiner Seite Geld oder VerDie Flugblatt- Verbreiter finden sich an folgenden Stellen zu- Beuge echelsti bestreitet, daß er der Zeugin irgendivie nahe- fprechungen erhalten habe, namentlich auch nicht von dem angeklagten ſammen: gelegt habe, etwas Unrechtes zu thun. Als er nach Wroblewo tam, gräflichen Ehepaar. Fünfter Wahlkreis. Früh 7%, Uhr. 1. Abteilung: Rausch, Wins- habe er natürlich den Zived verfolgt, möglichst viel in Sachen der Erster Staatsanwalt Steinbrecht hält ihr vor, daß sie vor straße 13; 2. Abteilung: Scholz, Georgenkirchstr. 49; 3. Abteilung: Kindesunterschiebungs- Affaire zu erfahren. Deshalb sei er zunächst ihrer Reise nach Berlin nochmals nach Wroblewo aufs Schloß ges Knötsch, Hirtenstr. 10; 4. Abteilung: Patt, Dragonerstr. 15; 5. Ab- au der Hebamme Offowska gegangen, weil er gehört hatte, gangen sei. Sie giebt das zu; doch sei dies nur geschehen, weil fie teilung: Wirth, Auguststr. 51; 6. Abteilung: Wittchow, Kleine baß diese jezt sich im Geschäft vergrößert hatte und er doch eine so große Reise vorhatte und die Komtesse bitten wollte, erfahren wollte, об etwa das Hamburgerstr. 27, Ede Elsasserstraße; 7. Abteilung: Schliz, Luisen- ihres in Bosen geleisteten Meineids zugeflossen sei. Geld dazu ihr infolge daß sie ihr eine Begleitung mitgebe. Sie habe auch eine Begleitung Er habe bis zu einer bestimmten Station erhalten. straße 26. sich der Ossowska als Nähmaschinenreisender vorgestellt und sei dann Der Gerichtshof verkündet nach furzer Beratung: Friedrichsfelde. Früh 7 Uhr bei Losse, Luisenstr. 20. auf das angeblich untergeschobene Kind zu sprechen gekommen, die Bankow. Früh 7%, Uhr: Treffpunkt für den 1., 2., 3., 5., 6., Ossowska habe ihm aber die Antwort verweigert. Da habe er ihr da sie nach Ansicht des Gerichts des Meineids dringend verdächtig Die Zengin wird in Haft genommen, 7. Uriahlbezirk bei Dreßler, Florastr. 35; für den 4., 8., 18., 14. Ur- auf den Stopf zugesagt, daß sie nach seiner Ueberzeugung einen ist sowie der Begünstigung der Angeklagten durch Aussagen, die in wahlbezirk bei Mierke, Berlinerstr. 51; für den 9., 10., 11., 12. Ur- Meineid geleistet habe. Auch die Gastwirtin habe er besucht, um direktem Gegensatz zu ihrer früheren beschworenen Aussage stehen. wahlbezirk bei Böhlice, Wollantstr. 100; für die Umgegend bei von ihr zu erfahren, woher die Ossowska die ihr zu Gebote stehenden Den weiteren Antrag des Verteidigers auf Untersuchung der Beugin größeren Mittel habe. Er habe die Auskunft erhalten, daß die Nieder- Schönhausen. Früh 7½ Uhr. Treffpunkt für alle dreijowska mit dem Massieren viel Geld verdient habe. Daran habe durch den Dr. Rosinski hält der Gerichtshof durch diesen Beschluß sich dann eine Unterhaltung über die Gräfin und das untergeschobene für hinfällig. Bezirke bei Anton, Kaiser Wilhelmstraße, Ecke Blankenburgerstraße. Kind geknüpft. Er bestreite entschieden, daß er die Zeugin beeinflußt Auch bei dem folgenden Zeugen, dem Vogt Johann Biskup habe, etwas falsches zu sagen. Der Zeuge erläutert seine Unter- in Wroblewo, stellt sich ein haltung mit der Zeugin durch entsprechende Gesten und tritt dabei Widerspruch mit seiner früheren Aussage auf sie zu, um zu zeigen, wie er damals ant sie herangetreten sei, heraus. Er hatte früher gesagt, er gebe die Möglichkeit zu, daß die die Beugin tritt aber in diesem Augenblick mit ängstlicher alte Andruszewska am 27. Januar verreist gewesen war, jetzt fagt abwehrender Geberde einige Schritte zurück.( Heiterkeit.) Beuge er aus, daß nach seiner Wissenschaft die Alte nur im Dezember ein Hechelsti schließt seine Aeußerungen mit der Bemerkung: Alle die mal nach Bofen gereift war, nicht aber im Januar. Er will sich Beugen aus Wroblewo werden wahrscheinlich gegen mich hier auf- entsinnen, daß die alte Andruszewska, als am 27. Januar mittags treten, weil ich sämtliche Momente festgestellt habe." das Telegramm über die Entbindung nach Wroblewo tam, anwesend war und vor Freude darüber getänzelt habe. Der Zeuge kann nicht einsehen, daß zwischen seinen beiden Aussagen ein Widerspruch vor handen sei;" er dächte doch, es sei dasselbe". Böhlice, Wollantstr. 100. Franz. Buchholz. Früh 8½ Uhr. Treffpunkt für beide Bezirke bei Kähne, Berlinerstr. 27. Lichtenberg. Früh 8 Uhr in den bekannten Bezirkslokalen. Königs Wusterhausen. Früh 7 Uhr bei Lange, Siegeskranz. Gasthof Neuenhagen a. d. Ostbahn früh 6% Uhr auf dem Bahnhof Neuenhagen a. d. Ostbahn früh 64 Uhr auf dem Neuenhagen resp. Fredersdorf. Bahnhof Stralan. Treffpunkt 11 Uhr im Restaurant Paul Schöps. Treptow- Baumschulenweg. Früh 8 Uhr. Treffpunkt: Restaurant Staffeldt, Baumschulenftr. 84-85, Restaurant Bock, Kiefholzstr. 6, und bei Sühr, Neue Krug- Allee 59. Zehlendorf. Früh 7 Uhr bei Giese, Teltowerstr. 23. Der Kampf ums Majorat. Neunter Tag. Meineidig? " 23i e do ws fa aus Wroblewo, die völlig entgegengeseht ihrer früheren Große Mühe macht dem Präsidenten die Vernehmung der Frau Wiedowska Ein Wirtschaftsbeamter weiß nicht, ob die alte An vor dem Untersuchungsrichter abgegebenen eiblichen Aussage sich ver- druszewska in der fritischen Zeit im Januar in Wroblewo war oder nehmen läßt. Sie hat ein Tuch um den Kopf und ein Tragekind nicht. Ueber die Hedwig fagt er aus: sie habe sich oft mit ihrer auf dem Arm und spricht polnisch mit einer folchen Mutter gezantt, sei schen und befangen gewesen und habe einem Schnelligkeit, daß auch der geübteste Stenograph ihr nicht folgen nicht recht in die Augen sehen können. fönnte. Sie erflärt, daß nach ihrem bestimmten Wissen Der Zeuge Johann Blas ayt, der seit zehn Jahren Nacht an dem Tage, wo die Nachricht von der Entbindung der Gräfin wächter in Wroblewo ist, kann sich nicht entsinnen, daß die alte nach Wroblewo kam, die alte Andruszewska nicht verreist gewesen Frau Andruszewska, abgesehen von Fahrten zur Kirche oder Beichte, fei. Auch am Tage vorher sei die Alte zu Hause gewesen. Der jemals verreist gewesen sei. Nach Eröffnung der Sitzung durch Landgerichts Direktor Beuschner stellt Justizrat ronker neue Beweisanträge. Er beantragt, den Kunstmaler und Zeichner Edmund Edel aus der Vorsißende hält ihr eindringlichst vor, daß sie seiner Zeit vor Frau Josefa Sawala aus Wroblewo weiß nichts von Reifen Kantstraße als Sachverständigen zu laden. Dieser werde erklären, dem Untersuchungsrichter genau das Gegenteil unter ihrem Eide be- der alten Andruszewska. Am 27. Januar fei, wie sie wisse, eine daß er hier auf dem Korridor des Gerichts den kleinen Grafen ge- eides und stehe vor der Gefahr, direkt eingesperrt zu werden. Mit entbunden worden sei. Man habe sich sehr darüber gefreut, sie wisse fundet habe. Sie bezichtige sich damit selbst des wissentlichen Mein- Depesche aus Berlin gekommen, daß die Gräfin von einem Knaben zeichnet und dann erst den Zuhörerraum des Gerichtssaales betreten und die Gräfin auf der Anklagebant gesehen hat. Er fei Hilfe des Dolmetschers wird ihr Punkt für Punkt das Protokoll jedoch nicht, ob da die Frau Andruszewska anwesend war. Auf fofort ganz frappiert gewesen von der Aehnlichkeit des Knaben mit über ihre Aussage vor dem Untersuchungsrichter vorgehalten. Vorhalt des Staatsanwalts bestätigt sie, daß die Alte in ihren der Gräfin. Danach hat sie damals zunächst sagen wollen, daß die alte Obliegenheiten manchmal auch von der Hedwig vertreten worden sei. Erster Staatsanwalt Steinbrecht beantragt, dann auch einen Andruszewska nicht berreist gewesen sei. Der Untersuchungsrichter Eingeschoben wird hier die Vernehmung des Kaufmanns Maijavon ihm noch zu benennenden Beamten des Polizeipräsidiums hatte dann aber festgestellt, daß die Frau vor ihrer Reise nach kiewicz, der von dem Staatsanwalt geladen ist, um über ben darüber zu laden, daß eine große Aehnlichkeit zwischen dem Berlin noch bei dem Gastwirt Kaskowiak in Wronte gewesen ist, Leumund des Zeugen e che Is fi vernommen zu werden. Dieser Sohn der Cäcilie Meyer und dem angeblichen jungen Grafen dort bei einem Schnaps den Zweck ihrer Reise besprochen und erft ist bei dem Zeugen längere Zeit Provisionsreisender gewesen, der besteht. dort gehört hatte, daß die Andruszewska zu Hause getvesen Beuge tann schlechtes über ihn nicht bekunden. Ein Geschworener bemerkt hierzu: Die Gräfin habe doch sei. Nachdem ihr klar gemacht worden, daß sie bei Bekundung Ein früher schon vernommener Zeuge Mie chelath wird einen Sohn gehabt, der verstorben ist. Den Geschworenen würde es einer linwahrheit sich der Gefahr der Verhaftung ausjege, hat auf Antrag des Rechtsanwalts v. Rychlowsty nochmals angenehm sein, wenn sie eine Photographie dieses Knaben erhalten sie, wie das Protokoll ergiebt, nach freundlichem zureden schließlich vorgerufen und über den Leumund des Zeugen Hechelsti fönnten. Die Verteidigung fagt zu, ein solches Bild, wenn möglich, ihre Aussage gemacht, die mit Hilfe des Dolmetschers sehr genau vernommen. Fr befundet: er habe auf der Reise eina zu beschaffen. firiert wurde. In der Aussage hat sie dann flipp und klar bekundet, mal von zwei Personen gehört, daß Hechelsfi bont Justizrat Bronter legt ferner ein ihm eingeschicktes Telegramm daß die alte Andruszewska vor der Geburt und am Tage der Ge- dem Grafen Hector 30 000 m. erhalten haben soll, um Reisen nach vor, welches in Berlin 7.46 abends aufgegeben und in Bronte erst burt des kleinen Grafen verreist gewesen sei. Sie hat damals dem Krakau, Warschau, Paris c. zu machen, und Zeugen, die in dieser 3.45 morgens aufgenommen worden ist. Sodann beantragt der Dolmetscher noch beim Verlassen des Gerichtsgebäudes gefagt:" Gott Sache aufzutreten haben, umzudrehen". Der Zeuge hatte seiner Verteidiger die Ladung eines Steinfegmeisters Stefan Barczynski in sei Dant, daß ich noch die Wahrheit gesagt habe, ich war schon Zeit ein Delikatessen und Weingeschäft, in dessen Weinstube sich die Bosen zum Beweise dafür, daß thatsächlich die Behauptung auf- dabei, etwas unwahres zu sagen." Dies alles wird der Zeugin Honoratioren öfter über Hechelsti unterhalten haben. Er will nie gestellt worden sei, daß dem Hechelsti vom Grafen Hektor Kwiledi immer wieder vorgehalten mit der Aufforderung, diese krassen Wider- gut über ihn haben sprechen hören, aber viel Schlechtes. Er habe sprüche in ihren Aussagen zu erklären. Die Zeugin behauptet, daß den Beinamen„ Chachule", das heißt Drehkopf", gehabt, man habe 30 000 m. versprochen fie beim Untersuchungsrichter nur habe sagen wollen, die alte ihn vor Hechelsti gewarnt und gesagt, er sei ein gefährlicher Mann, Andruszewska sei nach der Entbindung der Gräfin einmal verreist ge- der viel anonyme Briefe geschrieben und Swift in Familien gewesen. Sie können mir das Leben nehmen, Sie können mit mir machen tragen habe. was Sie wollen, ich kann nichts andres sagen." Sie habe allerdings beim Untersuchungsrichter geweint, aber nur, weil man sie so angeschrien und ihr gedroht habe, man werde sie vom Fled weg verhaften. Trotz aller Bemühungen des Vorsitzenden sind die Wider sprüche nicht aufzutlären. Die Beugin erklärt auf Befragen, daß sie von feiner Seite beeinflußt sei.. worden seien, wenn seine Bemühungen Erfolg hätten. Staatsanwalt Dr. Müller kommt auf die Bekundung einer Zeugin zurück, die erzählt hatte: in einer Gesellschaft bei der Gräfin habe der Pfarrer Zylinski der Gräfin erklärt, daß er feine Spur von Aehnlichkeit zwischen dem Knaben und ihr herausfinden könne und die Gräfin fei dabei ganz verlegen geworden. Da die Gräfin diesen Vorfall hier abgeleugnet habe, beantragt Staatsanwalt Dr. Müller die Ladung des Pfarrers 3ylinski und noch eines Zeugen. Der Gerichtshof beschließt die Ladung der vorgeschlagenen Zeugen. An Stelle der vorgeschlagenen beiden Sachverständigen beschließt der Gerichtshof einen noch auszuwählenden Porträtmaler zu Laden, der infolge feines Berufs und seiner Autorität geeignet erscheint, ein Gutachten über Aehnlichkeiten abzugeben. Als erste Zeugin wird Frau Hechelski, die Ehefrau des gestern verhörten Zeugen, vernommen. Sie bestätigt, daß, als ihr Mann ber Cäcilie Meyer vier Kinderbilder vorgelegt, diese in dem Bilde des jungen Grafen" ihr Kind wiedererkannt habe. Es sei ihr bedeutet worden, daß sie sich doch vielleicht irren und eins der anderen Bilder das richtige sein könnte, die Cäcilie Meyer fei aber bei ihrer ersten Retognition stehen geblieben. Auf die Frage eines Geschworenen erklärt die Zeugin, daß das Bild einen vierjährigen Knaben darstellte. Es folgt eine Reihe von Zeugen, welche über den Leumund des Zeugen Hechelsti vernommen werden. Das thema probandum war bahin angegeben worden, daß Hechelski in seiner Heimat sich keines guten Rufes erfreue und ein Intriguant sei, der gewohnheitsmäßig Sie Menschen auf einanderheze. " Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Foth läßt sich über die Vernehmung dieser Beugin ausführlich aus. Die Vernehmung sei ganz besonders gewissenhaft und sorgfältig vorgenommen worden, weil er sich von Anfang an gesagt habe, daß alle Mißverständnisse unter allen Umständen vermieden werden müßten. Justizrat Wronker glaubt, daß die Zeugin nur von einer einmaligen Reise der alten Andruszewska habe sprechen wollen. Diese Reise sei nach Posen gerichtet gewesen und habe erst nach der Entbindung der Gräfin stattgefunden. Er läßt sich von der Zeugin bestätigen, daß die alte Andruszewska damals schon den Fuß gebrochen und der Zeugin bei der Rückkehr von dieser Posener Reise eine braune Taille geschenkt habe. Der Vorsitzende giebt der Zeugin den Rat, während der fleinen Bause sich noch einmal die Sache genau zu überlegen und ihr Gewissen zu prüfen. Centralhotel in Krakau vernommen, die am 28. Januar 1897 eine Es wird dann noch die Wirtschafterin Anna Olejnik vom Frau Bangkotska in das Fremdenbuch eingetragen und am 25. Januar wieder abgemeldet hat. Es stellt sich heraus, daß der Name in dem Fremdenbuch mit dem Meldezettel nicht übereinstimmt. Nächste Sizung: Freitag 91, Uhr. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Streik und die Aussperrung in der Metallindustrie. Es ist schon oftmals im Verlauf der Bewegung seitens der Streifenden erklärt worden, daß die Arbeitgeber sich ihnen gegenüber nicht der lautersten Mittel bedienen und daß namentlich ihre Veröffentlichungen nicht immer der Wahrheit entsprechen, und schon oft konnten die Streifenden Beweise dafür vorbringen. Auch in der gestrigen Versammlung der streikenden Drücker wurden verschiedene Thatsachen erwähnt, die nicht von besonderer Wahrheitsliebe der Zu diesem Thema wird Kanzleirat Groß vernommen, der bei Fabrikanten zeugen. Dem Referenten Cohen lag das Protokoll der Bernehmung der Zeugin vor dem Untersuchungsrichter als der Sigung der Vertreter des Gesamtverbandes Dolmetsch fungiert hat. Er befundet: Nach ihrer Bernehmung habe der Metallindustriellen Deutschlands vor, die am die Beugin ihm seine Freude darüber ausgedrückt, daß sie noch recht- 28. September im Architektenhause stattgefunden hat und aus zeitig vor der Bekundung einer Unwahrheit behütet worden sei. allen bedeutenden Städten des Reiches beschickt war. Laut Prototoll Es werden hierüber Einwohner von Schrimm, Kosten 2c. ver- Gerichtssekretär Lüneburg war in dem Zimmer des Unter- hat der Fa britant Segewaldt in jener Sizung bes nommen, die sämtlich nichts Nachteiliges, wenigstens nichts nach der suchungsrichters, als die Zeugin vernommen wurde und bestätigt richtet, daß die Firma Pintsch sich leider sehr unfollegial benommen Richtung des Beweisthemas befunden können. Erster Staatsanwalt die Aussage des Landgerichtsrats Foth. Dieser habe in teiner habe, indem sie dem Aussperrungsbeschluß nicht nachgetonimen sei. Steinbrecht deutet durch einige an die Zeugen gerichtete Weise auf die Zengin eingewirkt, sondern ihr nur vorgehalten, Man habe der Firma schließlich vorgeschlagen, nur die Hälfte ihrer Fragen an, daß er den Max Andruszewski in Verdacht habe, diefe daß sie die reine Wahrheit sagen solle und daß sie beim Nach Arbeiter, und dann, doch wenigstens 30 Broz. auszusperren; aber Zeugen ausgefundschaftet zu haben. weis einer Unwahrheit sofort verhaftet werden könnte. auch darauf sei fie nicht eingegangen. Der Deffentlichkeit gegen Auch in diese Vernehmungen greifen die Geschworenen wieder- Erster Staatsanwalt Steinbrecht beantragt, die 8eugin über haben die Fabrikanten bekanntlich behauptet, an Binifch Holt durch Fragestellungen ein, die deutlich zeigen, ivie ernst die Gewegen wissentlichen wäre das Ansinnen, auszusperren, gar nicht ges schworenen ihre schwierige Aufgabe nehmen und mit welcher Aufstellt, die Firma wäre von der Ausführung des merksamkeit sie trotz der widrigen akustischen Verhältnisse, die in dem Beschlusses dispensiert worden. Das Protokoll Schwurgerichtssaale herrschen, die einzelnen Phasen der Zeugenbernehmungen verfolgen. Der Fuhrmann Kaiser erzählt einen Vorfall, bei welchem er gehört hat, daß die Gastwirtin Kastowiat in Wroblewo dem Zeugen Hechelsti gehörig heimgeleuchtet hat. Die Wirtin habe diesem zugerufen:" Sie Lump, Sie Spion, machen Sie, daß Sie herauskommen, unsre Gräfin hat ehrlich ein Kind geboren. Der Spion. Meineids zu verhaften. Sie sei vielfach vor der Unwahrheit berwarnt worden und habe jener Sigung beteist schwarz auf weiß das Gegenteil. In der trotzdem offenbar die Unwahrheit beschworen. Sigung wurde weiter gesagt, Pintsch hätte auf diese Weise der Juſtizrat Wronker beantragt, den Antrag des Staatsanwalts Socialdemokratie einen großen Triumph bereitet. abzulehnen, vor der Entscheidung aber den Dr. Rosinski zu be- Die Sigung beauftragte dann den Vorstand des Gesamtverbandes, auftragen, die Beugin törperlich und geistig zu untersuchen. Für einen Ausgleich mit der Firma Pintsch zu suchen. In einer Fußnote seinen Scharfblic werde eine Zeit von 24 Stunden hierzu genügen. wird im Protokoll hierzu bemerkt, daß der Vorsitzende daraufhin mit Man müsse doch die geistige Kapacität dieser Zeugin berücksichtigen Bintsch tonferiert hat, dieser aber jeden Ausgleich abund sich vorstellen, daß sie zuerst zu Hause über die Sache ver- lehnte. Die Firma Pintsch hat ihre Mitgliedschaft in der nommen wurde, dann nach Moabit zu dem gestrengen Herrn Fabrikantenvereinigung per Ende dieses Jahres gekündigt; ebenso Frau Kastowiat schildert diesen Vorfall näher. Hechelsti Untersuchungsrichter gekommen ist, der ihr mit der solchen Zeugen S. Gifter. In jener Sigung wurde auch eine Resolution an sei bei ihr in Wroblewo erschienen und habe sie nach den gegenüber notwendigen Bestimmtheit und Energie gegenüber genommen, in der den im Kampf gegen ihre Arbeiter befindlichen Verhältnissen der Hebamme Ossowska ausfragen wollen, getreten ist. Da könne man sich doch vorstellen, in welcher Unternehmern finanzielle und moralische Unterstützung zugefagt wobei er sich der polnischen Sprache bediente und zunächst sagte, er Befaffung sich diese Zeugin befunden. Die Hauptsache war, daß wird ein Betveis dafür, daß die Streifenden es wolle ein Gut pachten und sich über die Lage der Dinge in Wroblewo die alte Andruszewska auch nach ihrer Angabe einmal verreist war gewissermaßen mit den Unternehmern von ganz Deutschland orientieren. Dann fei er auf die Gräfin zu sprechen gekommen, und wenn sie sich über den Zeitpunkt irren sollte, so passiere dies zu thun haben. Bemerkenswert ist noch, daß jene habe gesagt, die Gräfin folle ja in Angst sein, weil das Kind unter- bekanntlich noch ganz andren Leuten. Sie habe ehrenwerte Leute Sigung 500 M. für die Arbeitgeber- Zeitung" bewilligte, wofür sich geschoben sei. Sie habe dies bestritten, weil sie feiner Beit selbst sich gegenüber gefehen, die ihr vorhielten, daß sie die Wahrheit sagen der Vertreter des Blattes dankend verpflichtete, die Interessen der gefehen hatte, daß die Gräfin in andern Umständen sich befand, und solle und da habe sie wohl das ausgesagt, was nach Ansicht dieser Fabrikanten fräftig wie bisher zu fördern. Wenn es noch eines Bes da habe dann Hechelsti zu ihr gesagt:„ Könnten Sie mir nicht bei Herren wohl die Wahrheit sei. Da sei es auch ganz erklärlich, wenn weises bedürfte, wäre hiermit der Betveis geliefert, daß dieses Blatt, meinen Bemühungen eine Stütze sein, mir ein bißchen helfen, damit sie aufatmete, als sie endlich nach Hause gehen konnte. Wenn eine das noch vor einem halben Jahre schrieb, es berichte über die Streitig bon 19 ,, Metallarbeiter= leiten der Arbeitgeber und Arbeiter nach durchaus objektiver] worden. Meistenteils mußten fich die Arbeitgeber wohl oder Bezüglich unfres Berichtes über die Lohnbewegung der Konditore Prüfung, im Solde der Kühnemänner seine Heßereien gegen die übel zur Bewilligung der gestellten Forderungen bequemen, und Pfefferküchler wird uns mitgeteilt, daß es sich bei dem Arbei Arbeiterbewegung allwöchentlich in die Welt setzt. Mit Bezug trop des Rückhaltes, der ihnen von scharfmacherischer Seite gewährt geber, dessen Lohnangaben Klargestellt werden mußten, nicht um einer auf die große Bedeutung, die die Fabrikanten der Schließung werden sollte. Dazu kommt das immer fruchtlosere Bemühen, den Herrn Babe, sondern um Herrn Rudolf Pavel in der Hochdes Arbeitsnachweises in der Gartenstraße beizulegen suchen, teilte Unternehmern durch den bekannten Jnnungsnachweis die genügende meisterstraße handelt. Die specialisierten Lohnsummen waren nicht der Referent mit, in welch' sonderbarer Weise eine Firma, Anzahl qualifizierter Arbeiter zuzuführen. Ein derartiger Kleinfrieg, von verschiedenen Arbeitern erreicht, sondern sie waren, mit die ungefähr 200 Arbeiter beschäftigt, zu den großen Zahlen wie er hier vom Holzarbeiter- Verbande als einer anerkannt starken Ausnahme der zuerst genannten Summe, der thatsächliche Accordbeiträgt, womit in dem Nachweisbericht geprunkt wird. Diese und leistungsfähigen Organisation mit kraftvoller Energie und zäher verdienst eines und zwar desjenigen Arbeiters, welcher im Durch Firma sendet alle schriftlichen Arbeitsgesuche es ist ein weit: Ausdauer geführt wird, ist sehr wohl geeignet, schließlich auch die schnitt immer noch den besten Verdienst erreicht. Die andren erreichen verbreiteter Brauch in der Metallindustrie, daß die Arbeitslosen bei progigste Unternehmergruppe mürbe zu machen. Vielleicht ist den nur selten diese„ Höhe“. dieser oder jener Firma schriftlich um Arbeit anfragen nach der Unternehmern nach und nach diese Einsicht auch aufgedämmert; Deutsches Reich. Gartenstraße, wo die Arbeitsuchenden dann als Eingestellte aufge- außerdem mögen sie wohl einzusehen beginnen, daß es mit der geführt werden. Die Einstellungsscheine benutzt die Firma bei Bedarf planten Vernichtung des Holzarbeiter- Verbandes denn doch noch gute wurde vor dem Schöffengericht Nürnberg am Mittwoch verhandelt. Ein Preßprozeß gegen die Deutsche Metallarbeiter- Zeitung" für irgendwelche andren Arbeiter. Wege hat im Gegenteil, er steht mächtiger da denn je alles Dinge, In der„ Deutschen Arbeitgeber- Beitung" zu Berlin waren im Herbst In der vorigen Woche ging durch eine Reihe bürgerlicher Blätter die auch in dem hartgesottensten Unternehmergemüt den Wunsch nach vorigen Jahres Notizen enthalter über die Rohrlegerbewegung und die Notiz, daß beide Parteien jetzt streifmüde seien und eine einer Verständigung mit der Arbeiterorganisation begreiflich erscheinen über einen Streit bei der Kronleuchterfabrik von Hermann Dietrich. In Einigung wünschten; daran wurde die Frage geknüpft: ob die lassen. Da andrerseits aber auch die Arbeiter noch stets zu Verständigungen Bezug auf letzteren Streik hieß es, daß die Arbeiter der Firma in Arbeiter nicht zunächst die Arbeit wieder aufnehmen wollten, wenn bereit gewesen sind, so lag einer Tagung der beiderseitigen Vertreter den Ausstand getreten seien, weil man den Schleifern die von ihnen die Arbeitgeber sich bereit erklärten, nachträglich mit ihnen zu ver- nichts im Wege. In der Verhandlung selbst wurden die allgemeinen gestellten Forderungen nicht bewilligt habe, nachdem aber die Arbeiter Handeln. Mit den Absichten der Streifenden hatte diese Notiz, die Gesichtspunkte erörtert, die als Grundlage für die Wirksamkeit der zu eingesehen hätten, daß die Firma als Mitglied der Vereinigung offenbar lediglich den Wünschen der Fabrikanten entspricht, nichts zu schaffenden Kommission gelten sollen. Ihre Hauptaufgabe wird jeden Berliner Metallwarenfabrikanten nicht gewillt gewesen sei, den thun. Die Streifenden lehnten und lehnen es ab, sich in dieser falls darin bestehen, namens der bisherigen Organisationen Lohn- Forderungen nachzugeben, hätten die Arbeiter die Arbeit zu den Weise den Kühnemännern auf Gnade und Ungnade zu ergeben. und sonstige Differenzen zu schlichten und vor allen Dingen ver- alten Bedingungen wieder aufgenommen. Nun haben dieser Tage 3 oder 4 Firmeninhaber, darunter solche, mittelnd und regelnd einzugreifen, um den Ausbruch von Streiks Beitung" brachte hierauf eine scharfe Erwiderung, worin es hieß. die sonst viel zu hochmütig sind, um mit den Arbeitern auch nur möglichst zu verhüten. Beschlossen wurde, eine zu gleichen Teilen die„ Arbeitgeber- Zeitung" setze den schon früher begonnenen Schwindel ein freundliches Wort zu wechseln, Streifende angesprochen und aus Arbeitern und Arbeitgebern zusammengesezte Borbereitungs- fort, der brave Herr Nasse habe Versuche gemacht, die Arbeitgeber ihnen gut zugeredet, wieder zur Arbeit zu kommen. Sie suchten Kommission zu wählen, die im Laufe der nächsten Zeit alle Details zu organisieren und gegen die Arbeiter scharf zu machen, es sei aber Mißtrauen gegen die Streitleitung zu erwecken und die für die zukünftige Thätigkeit der Schlichtungs- Kommission auszu- nie möglich gewesen, bei den Klempnermeistern eine einigermaßen Streifenden wankelmütig zu machen, haben aber damit augen- arbeiten hat. scheinlich keinen Erfolg gehabt. Herr Adolf Gräz, anständige Versammlung zustande zu bringen, nur 4 bis 6 Mann der Firma Erich u. Gräz, hat einigen Streifenden, die er zur dauert unverändert fort. Die Streitenden haben sich auch jetzt wieder zurückzuführen, daß die Arbeitgeber von Herrn Nasse nichts wissen Der Streit in der Stockfabrik von Schmeling u. Barta in Rigdorf seien immer anivesend gewesen. Das sei nicht zum wenigsten darauf Wiederaufnahme der Arbeit zu bereden suchte, erzählt: Die Streilleitung und die Verbandsleitung feien an in der Sizung der Branche der Stock- und Celluloid- Arbeiter mit Berliner Selempnerstreit geholt habe, dann auch bei den Tischlers einstimmig für die Fortsetzung des Streits erklärt. Wie am Mittwoch wollen, diesem Hezer und Wühler, der sich die erste Blamage beim die Fabrikanten herangetreten mit dem Angebot, geteilt wurde, ist den Streifenden in der vorigen Woche ein Miets- meistern abgefallen sei. Beim Rohrlegerstreik habe es erst einer die Streitenden sollten die Arbeit wieder aufzuschuß von 4 M. für Ledige und 5 M. für Berheiratete neben der längeren Diskussion bedurft, ehe er zur Versammlung Zutritt ers nehmen unter der Bedingung, daß nachher mit den Streitunterstützung ausgezahlt worden. In der jüdischen Arbeiter- halten habe. Als Verfasser der Notiz war Nasse bezeichnet worden, Fabrikanten verhandelt werde. Gräz: Die Verbandsleitung hätte kein Geld mehr, man hätte schon Stockarbeiter ruhig für die Firma weiter gearbeitet. Besonders geben wurde. Weiter erzählte Herr kolonie in Weißensee wird trotz aller Proteste der organisierten was auch in der Verhandlung von der Klägerischen Vertretung zugeSoweit diese Notiz den Streit bei Dietrich betrifft, 5000 M. von den Buchbindern gepumpt, die leitenden Personen gute Arbeit können die Kolonisten selbstverständlich nicht liefern. hatte die Metallarbeiter- Zeitung" gesagt, Herr Nasse könne das liefen mit einem dicken Kopfe herum und wüßten nicht aus noch ein. Wie berichtet wird, hat man die Verarbeitung von besserem hohlem Aufschneiden ebensowenig lassen wie die Stabe das Mauſen.. Er stelle Cohen erklärte dies ganze Gerede für Unsinn. Er kenne Material wieder aufgeben müssen, weil zu viel davon zerplagte. die Wahrheit auf den Kopf, da die Arbeiter einen vollständigen Sieg Gräb gar nicht, und es sei ihm und der Streifleitung gar In der Versammlung der Streitenden am 11. Oktober suchte be- errungen und die Firma nach mehrtägigem Streit trotz Abratens des nicht eingefallen, den Fabrikanten ein der fanntlich ein Herr Jeded, der sich als Vertreter der Firma Herrn Naffe nachgegeben hätte. Die Arbeiterforderungen seien zum artiges Angebot, wie oben erwähnt, zu machen; Remmert u. Co. ausgab, eine Art Bermittelung anzubahnen und größten Teil bewilligt worden. ebenso wenig dem Verbandsvorsißenden Schlicke, die Verhältnisse bei Schmeling u. Barta als weniger ungünstig hinzur Zeit hier anwesend sei. Es fei auch gar nicht denkbar, daß der Streit in dieser Weise zustellen. Auf diesen Vorfall nimmt folgendes Schreiben an die " Holzarbeiter Zeitung" Bezug, daß in der neuesten beendet werde. Ebenso sei es handgreiflicher Unsinn, zu behaupten, es wären 5000 M. von den Buchbindern gepumpt worden. Nummer dieses Blattes veröffentlicht wurde: Was eine solche Summe wohl helfen könnte, wo doch allein für die Kleine Gruppe der streikenden Drücker wöchentlich 8500 M. gebraucht würden, für die Ausgesperrten und Gürtler aber noch weit größere Summen. Da Herr Gräz erklärt habe, er wolle das, was er zu den Streifenden gesagt habe, öffentlich vertreten, so solle er zu der morgen vormittag stattfindenden Gürtler= Versammlung brieflich eingeladen werden.( Zwischenrufe: Er kommt nicht!) Nachdem er so die Saat des Mißtrauens unter den Streifenden auszustreuen versucht habe, müsse er seine Behauptungen auch öffentlich vertreten. Er brauche keine Angst zu haben, man werde ihn ruhig anhören und ihm nichts zuleide thun. der zur V Unter höflicher Erwiderung auf Ihren Artikel in Nr. 42 Ihres Blattes betreffend die Lohnbewegung der Stockarbeiter in Berlin- Nirdorf erwidern wir, daß weder Herr Jedeck unser Vertreter war, noch daß wir mit der Handlungsweise der Firma Schmeling u. Barta einverstanden sind. Wir halten das Vorgehen vorgenannter Firma ebenfalls für geeignet, sowohl Stockfabrikanten als Stockarbeiter in empfindlichster Weise zu schädigen und halten das Vorgehen der Arbeiter der Firma Schmeling u. Barta nach dem Vorgefallenen für richtig. Hochachtend " Durch diese Notiz fühlte sich Herr Nasse beleidigt und stellte Strafantrag. Beide Parteien hatten eine Anzahl von Zeugen nam haft gemacht, die sämtlich in Berlin wohnen und nur kommiſſarisch bernommen wurden. Auch der Beklagte und der Kläger sind nicht persönlich erschienen, sondern durch Anwälte vertreten. Die Aussagen der Zeugen wurden verlesen. Berichterstatter Hellwig sagte aus, daß die Versammlungen der Klempner- Innung nicht von 4-6, sondern von 200-300 Mann besucht gewesen seien. habe sich in den Staffe Versammlungen für die Aussperrung der Klempner ausgesprochen, während ein andrer Zeuge, der Obermeister Berger, behauptete, Nasse habe in den Versammlungen einen vermitteln= den Standpunkt eingenommen. Tischlermeister Boruzky hatte zu der Behauptung, daß Nasse mit seiner Scharfmacherei bei den Tischlern abgefahren sei, auszusagen. In Versammlungen der Meister, wo ( gez.) W. Remmert u. Co. es sich um den von den Gehilfen geforderten paritätischen ArbeitsDes weiteren teilte Redner noch einiges über die Barta die ganze Branche schädigt, wird jedenfalls auch noch von geben. Er sei deshalb in der Versammlung mehrfach angegriffen Die Ueberzeugung, daß das Verhalten der Firma Schmeling u. nachiveis handelte, habe Nasse darauf hingewirkt, nicht nachzu Letzte Generalversammlung der Fabrikanten mit und erklärte unter vielen andren Fabrikanten geteilt. Die Arbeiter der Branche werden worden, insbesondere durch Zurufe. Der Berichterstatter Rehbein anderm, er wisse aus ganz zuverlässiger Quelle, daß dort ein den Kampf mit aller Kraft fortsetzen. In nächster Woche sollen eine vom„ Vorwärts" war in der Versammlung der Tischlermeister, wo Arbeitgeber für eine Verständigung mit den Streitenden gesprochen habe; der Mann sei aber Anzahl Werkstattversammlungen abgehalten werden, die sich eben- Nasse als Redner auftrat und ziemlich scharf in dem Sinne sprach, niedergebrüllt worden. So werde der Terrorismus, der falls mit dem Streit befassen werden. die Meister sollten nicht nachgeben. Nasse habe in der Versammlung angeblich in den Versammlungen der Streifenden geübt werden unter anderm erwähnt, daß in der Celluloidwaren- Fabrik von ob er denn an der Blamage, die er sich bei den blechernen KühneDes weiteren wurde über verschiedene Mißstände gesprochen und starte Opposition gefunden, so sei ihm u. a. zugerufen worden, solle, thatsächlich von den Unternehmern prakticiert. Die Resolution, E. No a die in diesem Frühjahr erlassene Polizeiverordnung hin- männern geholt, noch nicht genug habe. Das sei eine Anspielung die von jener Generalversammlung angenommen wurde, ſei ſo ſichtlich der Notthüren in Celluloidfabriken nicht innegehalten wird, darauf gewesen, daß sich Naſſe in den Versammlungen der Klempnerschlecht abgefaßt gewesen, daß sie niemand verstanden hätte. Man hätte es dann der Vertrauenskommission überlassen, sie für die hätte es dann der Vertrauenskommission überlassen, sie für die obgleich Herr Noa Vorsitzender der Vereinigung der Celluloid- meister bemüht habe, die Meister zum schärfsten Widerstande zu verDeffentlichkeit zurecht zu machen. Der Redner erklärte zum Schluß, Fabrikanten ist, die selbst beim Erlaß jener Polizeiverordnung mit- anlassen, während schließlich der Verlauf der Sache diesen Bemühungen daß die Hoffnung der Fabrikanten auf ein allmähliches gewirkt hat. nicht entsprochen habe. Obermeister Nadler erklärte dagegen, daß Abbröckeln der Streifenden nicht in Erfüllung gehen werde Nasses Ausführungen nur geringen Widerspruch gefunden hätten und daß seine Vorschläge auch mit großer Mehrheit zum Beschluß erhoben worden seien. hatte. Vei Und nochmals Hausfriedensbruch unter Mithilfe von Polizeiund daß die Streifenden unter allen Umständen geschlossen beamten. Erst vorgestern war das Lokal des Restaurateurs ausharren würden, bis der Kampf beendet sei.( Starter Beifall.) Cibrovius in der Alexanderstraße der Schauplatz einer wüsten Eine Anzahl von Zeugen soll befunden, daß Nasse den Verlauf Hierauf wurde von einem Streifenden der Firma Erich u. Gräz Scene, die von dem bekannten Sekretär Meinide vom Arbeitsnochmals über die erwähnte Unterredung berichtet. Herr Gräz nachweis der Holzindustriellen unter Assistenz von fünf Schußleuten des Streifs bei Dietrich falsch dargestellt hat. Gürtler Schmidt, ein hat ausdrücklich erklärt, er berbürge jich persönlich für aufgeführt wurde, und gestern wiederholte sich bereits ein Mitglied der Unterhandlungskommission, bekundet, daß anfangs die Richtigkeit seiner Behauptungen. Es bleibt ähnlicher Auftritt. Ungeachtet dessen, daß dem Manne nun Oftober die Schleifer bei Dietrich die Arbeit niederlegten, iveil am bon dem Wirt das Betreten Da Unterhandlungen keinen Erfolg abzuwarten, ob er der an ihn ergangenen Einladung zur Gürtler- schon häufig feiner Näum- Accord gekürzt werden sollte. lichkeiten ganz verboten energisch worden versammlung am Freitag Folge leistet. hatten, legten auch die andren Arbeiter die Arbeit nieder. ist, fam er Sodann nahm der Verbandsvorsitzende Schli de das Wort. gestern wieder mit einem Schuhmann ins Lokal, um einen der ver- dieser Gelegenheit wurde eine Reihe von Forderungen formuliert, Er erklärte jene Behauptungen ebenfalls für unwahr. Er haßten Streifpoften fistieren zu lassen. Er ging auch nicht, als die besonders wurde die Wiedereinstellung der Schleifer und Gewährung hätte den Fabrikanten in teiner Weise positive Vorschläge Frau des abwesenden Wirts ihm abermals die Thür wies, sondern eines Stundenlohnes von 55 Pf. verlangt. Die Unterhandlungen gemacht. Freilich hätte er der Vertrauens Kommission des blieb, bis der Schutzmann die Personalien des Postens fest- mit der Firma zerschlugen sich, weil diese zwar die übrigen Forde Industriellen- Verbandes mitgeteilt, daß er sich bei ihr über den Streit gestellt einer Ein derartiges Gebahren erstbesten rungen bewilligen, aber die Schleifer nicht wieder einstellen wollte. informieren möchte. Das sei aber abgelehnt worden. Er sei von Civilperson dürfte in Berlin denn doch bis jetzt wohl einzig Bei einer zweiten Unterhandlung gab die Firma nach und bewilligie den Kühnemännern überhaupt nicht empfangen worden, so daß er dastehen. Man ist versucht, zu fragen: Hat der Mann die Forderungen im großen und ganzen. Der Drücker Nadler beüberhaupt gar nicht Gelegenheit gehabt habe, irgend welche Vor- denn eigentlich Amtsgewalt, oder hat er die behördliche kundet in der gleichen Weise, während die Inhaberin der Firma, schläge zu machen. Außerdem liege gar keine Veranlassung Genehmigung, ohne weiteres in die Behausung andrer Leute einzu- Frau Dietrich, behauptet, sie habe ihren Standpunkt gewahrt, da die vor für die Arbeiter, neue Vorschläge zu machen; dringen? Wie kommt es, daß die Polizei sich sozuftrittige Arbeit den Schleifern genommen und den Polierern über= sie hätten ja ihre Vorschläge den Fabrikanten vorgelegt; jetzt liege fagen unter den Befehl dieses Mannes stellt? tragen worden sei. Der erste Bevollmächtigte des Metallarbeiter= es an den Fabrikanten, mit Vorschlägen herauszurücken, wenn sie Schon seit Wochen spielte er diese auffallende Rolle. In Berlin, in Verbandes, Adolf Cohen, hat aus den Statuten der Bereinigung eine Einigung wünschten. Diejenigen, die fortgesezt allerlei Un- Lichtenberg, in Tempelhof führt er seine Belästigungen aus Berliner Metallwaren- Fabrikanten entnommen, daß den Mitgliedern wahrheiten, für die sie nicht den geringsten Anhalt haben, gegen die und stets unter bereitwilliger Assistenz der Polizei. Ein Wink zur Pflicht gemacht ist, gesperrte Arbeiter auf gewisse Zeit nicht eins Mannes genügt, und die Beamten eilen herbei, zustellen. Jedes Mitglied muß Wechsel hinterlegen, die bei NichtStreifenden oder ihre Leitung verbreiteten, sollten doch einmal bedenken, jenes Der Kläger daß dergleichen Lügen furze Beine haben. Was da über den Stand der um die ihnen bezeichneten Leute ohne jeden ersichtlichen erfüllung der Verpflichtung fällig gemacht werden. Finanzen des Metallarbeiter- Verbandes verbreitet werde, fei durchaus Grund zu sistieren. Wollen die Verhafteten auf der Wache dann Nasse hat in der Arbeitgeber- Zeitung" wiederholt Notizen vers falsch und nur dazu erfunden, etwaige Dentfaule unter den aber die näheren Personalien des Meinicke wissen, um womöglich öffentlicht, worin die Differenzen zwischen Arbeitern und UnterSo auch beim Dietrichschen Streifenden wankelmütig zu machen. Die Verbandsleitung wie die flagbar gegen ihn zu werden, dann wird ihnen von den Polizei- nehmern falsch dargestellt wurden. Streit. Bei dieser Firma wurde kurz nacheinander zweimal ges Streifleitung würden die Streikenden niemals veranlassen, auch nur beamten gesagt:" Den kennen Sie ja besser wie wir" oder„ sehen eine Minute länger im Streit auszuhalten als diese es felber Sie im Adreßbuch nach." Um nun den noch zu Sistierenden streift, woraus der Vorsitzende des Gerichts die Widersprüche in wünschten, und wenn wirklich der Streit als verloren anzusehen sei, ihre diesbezüglichen nuglofen Fragen an die Beamten zu ersparen, den Zeugenaussagen erklärt, die beide Streits miteinander verDer Gewerkschaftssekretär Karl Wiesenthal weiß ebens es den Streifenden auch sagen. teilen wir hiermit die Adresse des Meinicke öffentlich mit. Er wechseln. falls von den Konventionalstrafen. Der Klempnermeister Tschöcke In diesem Sinne äußerten fich auch die übrigen Redner. Auch wohnt Lichtenberg- Amt, Gudrunflr. 4. fie erklärten, daß der Streit einmütig fortgesetzt werden soll, und Bemerken aber möchten wir noch, daß aller Wahrscheinlichkeit wollte bei der Klempnerbewegung als damaliger Altgeselle an der die Versammlung gab durch starken Beifall fund, daß diese Meinung nach das Verhalten des Meinicke den zwischen Arbeitnehmern und Bersammlung der Meister teilnehmen, wurde aber nicht eingelassen, die allgemein herrschende ist. Arbeitgebern gegenwärtig gepflogenen Verhandlungen betr. Einsehung wobei ihm der Obermeister erklärte, auch Nasse habe erst nach langem Die Versammlung wählte sodann zu Mitgliedern der, in dem einer Schlichtungskommission wohl keineswegs besonders förderlich Debattieren Zutritt gefunden. Aus den Aften einer Beleidigungsklage des Vorstandes Schlicke vor dem Gewerbegericht abgeschlossenen Tarifvertrag vorgesehenen sein dürfte. des Metallarbeiter- Verbandes wird konstatiert, daß der Redakteur Schlichtungskommission die Metalldrücker Hartmann, Ueber die Lohnbewegung der Musikinstrumenten- Arbeiter wurde Klebinder der Arbeitgeber- Zeitung" wegen Beleidigung Schlickes Fiedler und Fallnich; als Erfagmänner Pohl, Schröter am Mittwoch in einer Vertrauensmänner- Sigung dieser Branche zu 10 M. Geldstrafe verurteilt wurde, weil er in einer Notiz von und Weißenborn. Weitere fünf Kommissionsmitglieder follen( Sektion des Holzarbeiter- Verbandes) eingehend Bericht erstattet. der Hezarbeit Schlickes bei Unterhandlungen über Differenzen im von den Gürtlern gewählt werden; außerdem hat der Hirsch- Bislang find die Forderungen der Arbeiter auf Verkürzung der Aluminiumschläger- Gewerbe zu Schwabach gesprochen hatte. Dundersche Gewerkverein ein Mitglied zu wählen. Die wenigen Arbeitszeit und Erhöhung der Accordsäge, so weit solche den Firmen Scherm wurde zu 100 M. Geldstrafe eventuell 10 Tagen Ges Differenzen, die bis jetzt bei den Tariffirmen vorgefallen sind, waren überreicht waren, größtenteils oder auch ganz ohne Arbeitsnieder- fängnis verurteilt, da das Gericht die gebrauchten Auss so unbedeutend, daß kaum eine Schlichtungskommission nötig war. legung bewilligt worden. Nur bei einer Firma fam es zum Aus- brüde als schwer beleidigend erachtet und nicht nachgewiesen sei, Dessen ungeachtet muß natürlich Vorsorge getroffen werden, daß stande, der nach einwöchiger Dauer ebenfalls zur Zufriedenheit der daß Nasse absichtlich die unwahrheit über den Dietrichſchen diese Kommission wie vorgesehen gebildet und vorhanden ist. Arbeiter beigelegt wurde. Nach Ansicht der verschiedenen Redner Streit berichtet habe. Bereinbarungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern wäre das Resultat der Lohnbewegung ein für die Gesamtbranche noch ungleich günstigeres gewesen, wenn volle Einmütigkeit im Vorgehen auch bei den Mitgliedern des lokalen Fachbereins zu erzielen gewesen wäre. Beschlossen wurde, am Montag, den 23. November, Aus der Frauenbewegung. der Berliner Holzindustrie in Vorbereitung. Kürzlich fand eine gemeinsame Sizung von Vertretern des eine öffentliche Versammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter ein- Im socialdemokratischen Wahlverein der Frauen sprach am Holzarbeiter- Verbandes und solchen der Tischlerimung und der zuberufen, woselbst dann im größeren Rahmen über die Lohn- 4. November in der Berliner Ressource Genosse Waldec Zweck Er machte Freien Vereinigung Berliner Holzindustrieller statt. 3wved der bewegung und die dabei eingeschlagene Taktik des" Fachvereins" Manaffe über die bevorstehenden Landtagswahlen. Sigung war: Schaffung einer Kommission zur verhandelt werden soll. es sich zur Aufgabe, nachzuweisen, daß die Socialdemokratie durch Schlichtung bon beruflichen Streitigkeiten Die Bautischler des Innungsbezirks Steglit haben den Meistern ihr Eintreten in die Wahlen zum preußischen Landtage zur Geburts zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Behelferin preußischer Kultur werde. Diesen Nachweis lieferte er lanntlich herricht bislang in der Berliner Holzindustrie ein äußerst einen Netto Zarif zur Bewilligung vorgelegt. Verhandlungen trefflich durch Entwicklung der Forderungen der Socialdemokratie der beiderseitigen Kommissionen schweben noch. gespanntes Verhältnis zwischen Arbeitern und Unternehmern, das in und kritische Beleuchtung der socialen und politischen Zustände in einem fortwährenden gegenseitigen Kleinkrieg seinen Ausdruck findet. Achtung, Arbeiter und Genossen Köpenicks, Adlershofs und Um- Preußen, wo, wenn das Wahlrecht als Maßstab diene, mit dem größten Die Deffentlichkeit ist zwar von diesem Kampf nur wenig gewahr gegend! Wir ersuchen Euch im Interesse der Organisation der Portemonnaie die größte Weisheit verbunden sei. Besondere Bes geworden, dafür wird er in der Stille aber um so energischer Friseurgehilfen obigen Bezirks dringend, auf die abgestempelten achtung schenkte Redner dem verrotteten Wahlsystem, der feudalistigeführt. Sind doch im letzten Quartal nicht weniger wie grünen Kontrollfarten zu achten. Genossen! Laßt Euch nur von schen Institution des Herrenhauses, den Gefinde- Ordnungen und dem 146 Betriebe mit ca. 4000 Arbeitern vom Holzarbeiter organisierten Gehilfen bedienen. Zahlstelle Köpenick des Central Ausnahmegesetz gegen die ländlichen Arbeiter, der öffentlichen Verbande der verschiedensten Differenzen wegen gesperrt verbandes der Friseure Deutschlands. Gesundheitspflege und dem Schulwesen. Hierbei verwies er auf das Bestreben der preußischen Orthodoxie und der reaktionären Junker, ans Volt in der Dummheit zu erhalten. Die hohen Aufgaben der Schule beleuchtend, betonte er, daß wir, bor allem aber die Frauen als Mütter aus Hochachtung vor der Beifall.) " Lokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. " Jer in Aussicht, daß man dem Pflegebater das Mädchen ins Haus schicken werde, wenn er es bis übermorgen früh nicht abgeholt habe. Am andern Tage morgens begab sich die Pflegemutter, Frau Schule und dem Stande der Erzieher verlangen müßten, daß Wenn einmal an den kommunalen Einrichtungen Berlins auch Schnell, in die Privatwohnung des dirigierenden Arztes bald der große Tag heranbrechen möge, wo die Volksschullehrer in von freifinniger Seite Kritik geübt wird, dann giebt das immer Professor Krönig. Sie bat, die„ Disciplinverlegung" zu ver ganz Preußen ebenso gut wohnten wie die Schafe und Schweine einen töstlichen Eiertanz. Mit behutsamem Geschick und vorsichtiger zeihen, und wies gleichfalls darauf hin, daß eine Pflege im in Cadinen.( Lebhafte Zustimmung.) Nachdem Redner noch mancherlei Eleganz dreht und wendet sich der Kritiker, um nur ja nirgends zu Hause nicht angängig sei.( Prof. K. erkannte das an. Er versprach, fulturwidrige Ereignisse und Zustände des Polizei- und Rechtsstaates hart anzustoßen und nichts zu zertreten. Er bemängelt, aber er mit Dr. St. zu reden; das Ehepaar Schnell werde dann noch NachPreußen wirksam kritisiert hatte, kam er zu dem Schluß, daß unser mag nicht so recht tadeln; er findet, daß manches besser sein könnte, richt erhalten; mittags ging Frau St. nach der Anstalt, suchte preußisches Baterland erst zu einem Kulturlande werde, wenn die aber er bringt's nicht bis zu dem offenen Geständnis, daß vieles Dr. St. auf und bat auch ihn um Verzeihung. St. fuhr sie an, er von der Socialdemokratie an den Staat gestellten Forderungen erfüllt würden. Wir stellten unsre Forderungen im Kulturinteresse wirklich recht schlecht ist. Auch die gestrige Debatte der Stadt- werde das Mädchen rausschmeißen, weil es die Oberschwester frech aus wirklicher Vaterlandsliebe. Mit unserm internationalen Gefühl, verordneten- Bersammlung über das Krantenhauswesen ver- belogen habe; die Effert hatte nämlich nicht sogleich zugegeben, daß sie Verbotenes gegessen hatte. Finde sie, so schloß er, zu Hause keine mit einer Kulturtelt zusammenzugehören, vertrage sich durchaus lief wieder in dieser Weise. das Empfinden für das eigne Vaterland und der Wunsch, in Die städtischen Krankenhäuser werden gewöhnlich als muster- Aufnahme, so werde sie ins Obdach geschafft. Die Frau ging und diefem für Kultur zu sorgen. Und dabei wollten die proletarischen haft hingestellt, wenn Socialdemokraten etwas gegen sie vorbringen. verließ sich auf die Worte des Herrn Professors, der sie ja noch Frauen und Männer Geburtshilfe leisten, indem sie mit aller Energie Trotzdem hat der Freisinn selber sich in der letzten Zeit wiederholt benachrichtigen wollte. Am nächsten Tage aber fuhr in Friedenau den Wahltag zu einem Siegestage zu machen suchten.( Großer genötigt gesehen, Mängel des städtischen Krankenhauswesens zur gänzlich unerwartet ein Krankenwagen vor, dem die Effert entstieg. Genoffin Luk und Genoffin Baader ermunterten die ver- Sprache zu bringen und Reformen vorzuschlagen. Gestern lagen von Herr Sch., der allein zu Hause war, erklärte dem Begleitpersonal, hier zu pflegen. ,, Dann fammelten Frauen, sich schon vor dem Wahltage bei den Vertrauens- der Alten Linken", wie von der„ Neuen Linken" je ein Antrag vor, es fei unmöglich, das Mädchen personen zur Hilfe zu melden. Auf die Hilfe der Frauen komme es den Magistrat um Auskunft darüber zu ersuchen, ob bezw. weshalb müssen wir sie nach dem Obdach bringen," lautete die Antwort. bei den Landtagswahlen besonders deshalb an, weil ja hierbei die der Ausbau des Friedrichs- Kinderfrankenhauses Da behielt Herr Sch. die Kranke bei sich. Von der heimkehrenden Wähler alle zugleich im Wahllokal festgehalten seien. Wenn die sowie die Errichtung einer Station für Geschlechts- Frau Sch. wurde sie dann zu Bett gebracht, zwei Tage nachher Frauen den Männern Hilfe leisteten, dann kämen sie damit auch der krante im Krankenhause Moabit bis auf weiteres unter- aber mußte sie, da ihr Zustand sich nun wieder verschlimmert hatte, Zeit näher, wo ihre Gleichberechtigung im Staate anerkannt werde. bleiben soll. auf Anordnung eines zugezogenen Arztes dem Krankenhause Bethanien ( Beifall.) Mit einem Hoch auf die Socialdemokratie schloß die Die Anträge wurden begründet für die„ Neue Linke" durch Herrn zugeführt werden. Das Krankenhaus am Friedrichshain hatte nichts Versammlung. Nathan, für die Alte Linke" durchdie Herren Cassel und Landau. mehr von sich hören lassen. Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse hielt am Herr Nathan wie Herr Landau versicherten, es solle dem Magistrat kein Das ist der Sachverhalt. Wie man sieht, hat es sich hier nicht Montag Herr Dr. Maurenbrecher einen Vortrag über Welt- Vorwurf gemacht werden. einen Vortrag über Welt- Vorwurf gemacht werden. Herr Cassel sparte sich selbst diese Ver- darum gehandelt, die Anstalt von einer Patientin zu befreien, von schauungen. Der Redner ging davon aus, daß Weltanschauungssicherung, weil sich das bei ihm von selber verstand. Nathan und der eine Fortsetzung des Widerstandes gegen die örtlichen Vorfragen nicht Tagesfragen seien und auch nicht unmittelbaren Landau wirkten mit ihren Ausführungen über den Mangel an schriften zu befürchten gewesen wäre. Offenbar ist die Effert praktischen Nutzen bringen; aber sie treffen den Kern der Persönlichkeit und sollen deshalb doch nicht ganz vernachlässigt werden. Das Krankenhäusern recht überzeugend, aber die hier notwendige Schärfe ausgewiesen worden, weil die gefährdete Autorität des Herrn Leben verstehen lernen und sich für das eigne Leben ein Ziel, eine des Tones ließen auch sie vermissen. Desto schärfer sprachen dann Dr. St. wieder befestigt werden sollte. Die Umstände, unter denen find so ungewöhn Aufgabe, einen Willen sezen, das heißt, sich eine Weltanschauung die Vertreter des Magistrats, die Stadträte Straßmann diese empörende Ausweisung erfolgt ist, bilden. Von dem Wort aus:„ Der Hunger und die Liebe erhalten und Weigert, die in geradezu schroffer Form den ablehnenden lich, daß sie hoffentlich verschiedenen Behörden Veranlassung as Getriebe" kam der Redner dann hauptsächlich auf die Liebe Standpunkt des Magistrats darlegten. Die geplanten Bauten und geben werden, sich noch näher mit ihr zu beschäftigen. Es wird zu u sprechen, und sprach eingehend über den Wert der Liebe für die Einrichtungen sind in der That aufgeschoben worden, trotz des be- prüfen sein, ob hier mehr als eine durch Rücksichten auf die ildung der Persönlichkeit, über die Vertiefung der Liebe zu dem vollen stehenden Mangels an Krantenbetten, den Herr Straßmann zu be- Krankenhaus- Disciplin" diktierte Härte, ob hier eine Verlegung der ſammenleben zweier ſelbſtändig gegründeter Persönlichkeiten und von mänteln suchte, während Herr Weigert ihn nachher offen zugeben ärztlichen Berufspflicht vorliegt. Nicht nur der Vorstand der Krankenn eigenartigen Schwierigkeiten, die gerade der Proletarierin aus iher wirtschaftlichen Lage für diese Vertiefung der Liebe erwachsen. mußte. Die Station für Geschlechtskrante fin nicht eingerichtet kasse, sondern ebenso sehr die Waisenverwaltung von Grade aus der Sehnsucht nach vertiefter Liebe, nach reicherem werden, weil die Betten für andre Kranke gebraucht werden, und Hamburg, in deren Hut sich ja das verwaiste Mädchen formell Gamütsleben wächst aber für sie der Glaube an den Socialismus. das Kinder- Krankenhaus muß warten, weil Berlin für solche Zwecke immer noch befindet, wird auf Aufklärung dringen müssen. Und Sekommt sie selbständig als Frau zum Socialismus und bringt in jetzt kein Geld drüber hat. Unfre Parteigenossen unterstrichen diese auch die Berliner Krankenhaus- Verwaltung wird die Arbeiterbewegung als ihren Beitrag die Pflege des Gemüts und letztere Erklärung des Magistrats mit unwilligem Hört, hört!". gut daran thun, sich diesen Herrn Dr. Sternberg genauer anzusehen desGefühls, die meist der Mann erst von ihr lernen muß. Dann Von( unsrer Seite sprach über die Station für Geschlechts- und dann zu erwägen, ob er an richtiger Stelle steht. sprch der Redner noch kurz über die eigenartigen Probleme, die das frante Genosse Koblenzer, der aus der Krankenstatistik einiger vorgeliche Liebesleben der jungen Leute mit sich bringt, und schloß Krankenkassen ein ungemein lehrreiches Material wurden Die Schnellmotoren der Studien- Gesellschaft mit sem Gedanken, daß für die Socialisten eben aus der Sehnsucht und mit beredten Worten die Gefahren für die gesamte Bevölkerung Stadtbahn, Bantier Empain, seinem Generaldirektor, dem ElektroDonnerstag von dem Begründer und Eigentümer der Bariser nach Liebe ihre Weltanschauumg fließe. lach dem mit regstem Interesse und wärmstem Beifall auf schilderte, die sich aus einem Mangel an Geschlechtskranken- Fürsorge techniker Boulvain, und mehreren andern Sachverständigen, genozmenen Vortrage fand eine Diskussion statt, die nicht sehr tief ergeben müssen. Genosse Freudenberg, der auf die Frage darunter die Professoren Hospitalier und Gérard, besichtigt. auf ie vom Redner erörterten Probleme einging. Da aber das eines Ausbaues des Kinder- Krankenhauses näher einging, stellte fest, Herr Wilhelm v. Siemens und Direktor Steinthal begleiteten Intersse unsrer Frauen an diesen Fragen ein sehr lebhaftes ist, soll daß hier, nach dem eignen Geständnis des Magistrats, wichtige Auf- den Mr. Empain nach Marienfelde, während Prof. Budde am michsten oder übernächsten Vereinsabend( Näheres wird noch be- gaben nur um der Kosten willen vernachlässigt werden. Daß der die Führung der andern Herren übernahm, die sich zunächst nach faint gegeben) ein Diskussionsabend über dasselbe Thema statt- Magistrat felber noch bis vor kurzem diese Aufgaben für wichtig Dahlwig begaben, um der Vorüberfahrt der beiden Schnellbahnfiner. Eine Anzahl von Frauen haben sich bereits zum Wort geDer belgische Eisenbahnkönig bat um die Er mede, und der Vorstand bittet um weitere rege Beteiligung an der gehalten und als wichtig bezeichnet hat, wies unser Redner mit laubnis, eine Schnellfahrt mitmachen zu dürfen, was ihm die anDiskussion und der Versammlung. wesenden Vertreter von der Studien- Gesellschaft natürlich nicht Auf einen gröberen Ton wurde die Debatte gestimmt, als ihr abschlagen konnten. Nachdem Ober- Ingenieur Dr. Reichel die Louis Sachs( Alte Linke") herankam. Herr Sachs pflegt mit Einrichtung und elektrische Ausrüstung der Schnellmotoren erläutert. brutaler Offenheit auszusprechen, was er denkt, und er that das auch hatte, trat der Siemen 3- Wagen seine Fahrt nach Zoffen an, diesmal wieder. Der Mann hatte den Mut, über„ hygienischen später löste ihn der Wagen der Allgemeinen ElektricitätsTaume!" zu klagen, von dem jetzt alles ergriffen sei. Die Kranken- Gesellschaft ab, der ebenfalls nach Zoffen und zurück häuser Berlins seien gut genug und ausreichend, und die Stadt fuhr. Da der eine der im Kraftwerk Oberspree aufbeiden Transformatoren, welche den bon der thuc mehr, als die unbemittelte Bevölkerung verlangen könne. Herr gestellten Nathan empfand die Blamage, die Sachs dem Freisinn bereitete, und Maschine erzeugten Drehstrom von 7000 auf 14 000 Volt Spannung er bat, nicht den gesamten Liberalismus danach zu beurteilen. Herr teit" nur" auf 185 Kilometer per Stunde gebracht werden. bringen, noch nicht gebrauchsfähig ist, so konnte die Fahrgeschwindig Wenn die Stadtpolizeiverwaltung in Goldap gerecht ist und alle Cassel empfand sie nicht. Von den Erklärungen der Magistats- Herr Empain geht mit dem Plane um, die Eisenbahnstrecke Mächen der Stadt der Pflichtfeuerwehr einreiht, dann werden vertreter war er„ befriedigt", wenn auch nicht ganz". Gegen die Brüssel- Antwerpen in eine elektrische Schnellbahn umzus namentlich die Mannschaftsübungen von den männlichen Feuerwehr- Socialdemokraten sprang er Herrn Sachs bei, indem auch er ihnen wandeln, auf welcher, natürlich unter Mitivirkung der Studienleutn geiviß auch ohne Strafandrohung pünktlich besucht werden. Hebertreibung vorwarf und besonders darüber zeterte, daß Freuden Gesellschaft und der beteiligten Elektricitäts- Werke, bedeutend höhere als Hoffentlich werden auch passende Feuerhelme für die weiblichen berg den Zustand des Kinder- Krankenhauses mit den„ Brühlschen die jetzt gebräuchlichen Fahrgeschwindigkeiten praktisch zur Einführung Feurwehrleute besorgt. Schulpalästen" in Parallele gestellt hatte. gelangen sollen. Auch die übrigen belgischen bezw. französischen Die Niederlage des Magistrats und derer um Cassel und Sachs besichtigten, äußerten sich sehr befriedigt über die bereits erzielten Sachverständigen, welche die Schnellmotoren später in Marienfelde wurde vollendet durch Freudenberg, der eine Art Resumee Erfolge der deutschen Gesellschaften. Die Reparatur des bes. über die Debatte gab und dabei nach allen Seiten seine Hiebe schädigten Transformators dürfte in wenigen Tagen beendet sein, austeilte. Hinterher bereitete noch Genosse Hoffmann dem so daß die regelmäßigen Verfuchsfahrten mit Fahrgeschwindigkeiten Stadtrat Weigert einen bösen Reinfall, indem er an einem bis zu 200 Kilometer Anfang nächster Woche wieder aufgenommen Die Parteigenoffen, Gewerkschaften, Vereine 2c. werden ersucht, Beispiel zeigte, wie kläglich der Herr Stadtrat informiert gewesen werden dürften. Morgen und Sonnabend finden voraussichtlich der untenstehenden Notiz Beachtung zu schenken. Berlin sechster Wahlkreis. Das Lokal Hillers Volksgarten, berg gesagt hatte, er könne tein Rot sehen.„ Die ewige Beschimpfung war. Den Schluß machte Herr Sachs, von dem Genosse Freuden- teine Fahrten statt. Brumenstr. 150, steht der Arbeiterschaft zu Versammlungen 2c. zur tommunaler Einrichtungen", rief Herr Sachs,„ ja, wenn Sie das Verfügung. Reinickendorf( Osten). Das Restaurant Wirtshaus Zur das rote Tuch nennen, da lauf ich weg, da hab' ich Angst vor". Tenne", Nordbahnstraße 11, ist als frei aufzuführen. Passender konnte diese von Freifinnigen angeregte Debatte über die Grünau. Der unter vorstehender Rubrik verzeichnete Drt Strankenhaus- Mißstände nicht enden. Lindow ist in Bindow, Gasthaus Witwe Engelhardt frei, umzu ändern. Die Förderung der Frauenbewegung läßt sich die Stadtpolizeiverbaltung in Goldap( R.-B. Gumbinnen) angelegen sein. Eine dorige Schneiderin erhielt vor einigen Tagen die Mitteilung, daß sie er vierten Abteilung der dortigen Pflichtfeuerwehr zugwiesen sei und daß sie sich daher bei entstehendem Feuerlärm some bei angeordneten Sprißenproben und Mannschaftsübungen un verzüglich nach der Brandstelle zu begeben und sich bei ihrem Abteilngsführern zu melden habe. Es folgt die übliche Pflichtdaregung und Strafandrohung. Berliner Partei- Angelegenheiten. meiden. Zur Lokal- Liste. überlegener Jronie nach. ,, Krankenhausdisciplin". beibrachte am der„ Schlesischen Zeitung" aus Berlin: Ueber die Frage der Errichtung von Schnellbahnen schreibt man der Schlesischen Zeitung" aus Berlin „ Nach dem, was bisher über die Ergebnisse der elektrischen Schnellbahnfahrten durch Zeitungsberichte bekannt geworden ist, fönnte man annehmen, daß wir unmittelbar vor einer Aera des Schnellbahnverkehrs ständen. Das ist jedoch keineswegs der Fall. Das einzige positive Ergebnis, das die Fahrten bisher gezeitigt haben, ist die Gewißheit, daß unser bisheriges Oberbausystem zum mindesten für Fahrten von mehr als 150-160 Kilometer Lichtenberg. Am Sonnabend, 14. November, veranstaltet der Erste Kraft- und Artistenverein Lichtenberg" in Wer sich in ein Krankenhaus begiebt, hat die in der Anstalt Fahrgeschwindigkeit nicht entfernt ausreicht. Auch der Unterbau läßt Paul Schwarz' Konzertgarten, Dorfstraße, eine Festlich- geltenden Vorschriften zu respektieren. Er hat also auch die An- zu wünschen übrig. Worauf es antam, war zu ermitteln, ob die leit, zu welcher man versucht, in Arbeiterkreisen Billets abzusetzen. ordnungen der Aerzte, und nicht zuletzt diejenigen über Essen und Anwendung solcher Geschwindigkeit in der Praxis möglich sei. Diese Wir machen darauf aufmerksam, daß dies Lokal der Arbeiterschaft Trinken, gewissenhaft zu befolgen, und ebenso hat er sich den Pflegern Frage aber wird durch die Abnüßung des Bahnlörpers, wie sie jetzt nicht zu Bersammlungen zur Verfügung steht und ersuchen, die an- und Pflegerinnen willig zu fügen. Ein andres ist in einer öffent- praktisch nachgewiesen ist, wenigstens für den Augenblick im vergebotener Billets zurückzuweisen und das Bergnügen streng zu lichen Anstalt nicht möglich, wenn nicht alles drunter und drüber einenden Sinne entschieden. Gegen die Stichhaltigkeit dieser EntDie Lokalkommission. gehen soll. Die Aufrechterhaltung der Krankenhausdisciplin" ist Dämme für den Schnellbahnverkehr schaffen könne. Darauf ist zu scheidung könnte eingewendet werden, daß man besondere starte Charlottenburg. Das focialdemokratische Wahlbureau für die nötig vor allem im Jnteresse des stranken selber. Der Kranke erwidern, daß an die Einrichtung von Schnellbahnen ohne den Landtagswahlen befindet sich im Volkshause, Rosinenstraße 3. Alle schuldet sie aber auch dem Arzt- und Pflegepersonal, das nicht durch Bau von Bahnkörpern von vornherein nicht zu denken ist. Denn Anfragen, die sich auf die Wahl beziehen, sind an dieses Bureau fremden Leichtsinn um den Erfolg wochen- und monatelanger Mühen der Schnellbahnverkehr duldet keinen andren Bahnverkehr neben sich. zu richten. gebracht werden mag. Man begreift es, daß Aerzte und Pfleger einen In Zweifel könnte man nur darüber sein, ob für den Betrieb im ganzen Treptow- Baumschulenweg. Sonnabendabend 81%, Uhr hält der eigensinnigen, ungehorsamen Kranken gern aus der Anstalt scheiden die Voraussetzungen ohne Aufwendung phantastischer Mittel zu schaffen Wahlverein im Sängerheim, Behringstr. 14, seine Mitgliedersehen und daß bei fortgeseztem Widerstand schließlich zu dem Mittel fein würden. Zu diesen Voraussetzungen gehören aber nicht nur Versammlung ab. Tagesordnung: Landtagswahl. der Ausweisung gegriffen wird sofern diese ohne Schädigung des besondere, sondern namentlich auch geeignete Bahnförper. Diese müßten nicht nach Art der bisherigen im wesentlichen durch AufStranten erfolgen kann. schüttungen, Bohlenlager und Kies geschaffen werden, sie würden Solche Ausweisungen sind keineswegs selten, aber der folgende vielmehr durchweg massiv, also aus Badstein und Cement zu ers Fall, der uns aus einem unsrer städtischen Krankenhäuser berichtet richten sein und noch zudem eine erhebliche Breite erhalten. Denn das wird, dürfte wegen der begleitenden Umstände doch einzig dastehen. Geleis für die Hinfahrt und das für die Rückfahrt müßten im Interesse Der Vorstand des Wahlvereins Rigdorf ersucht uns folgendes Ein siebzehnjähriges Mädchen Wilhelmine Effert, das in der Betriebssicherheit mindestens 10 Meter Entfernung von einander bekannt zu geben: Der Maurer Karl Hahn aus Halberstadt hat einem hiesigen Hotel beschäftigt war, zog sich dort infolge einer Er- haben. Ein derartiger Bau in der Breite einer anständigen Straße die Parteigenossen durch wahrheitswidrige Angaben über seine bis- tältung eine schwere Nierenentzündung zu und wurde für Rechnung würde z. B. schon für die Strecke Berlin- Hamburg so horrende Summen herige Parteithätigkeit getäuscht; er ist mit der Landtags- Sammel- der Drts- Krankenkasse der Gastwirte dem Kranten erfordern, daß an seine Herstellung wohl noch auf recht lange Zeit liste Nr. 7709 verschwunden. Da Hahn sich voraussichtlich an Parteihinaus kaum zu denken ist. Ihn halbwegs rentabel zu machen, müßten Organisationen herandrängen wird, so bitten wir, diese Veröffent- haus am Friedrichshain überwiesen. Hier wurde die etwa 60 000 Bersonen täglich befördert werden. Daß die Erzielung lichung zu beachten und wenn möglich die Liste anzuhalten. Die Kranke in der ersten Zeit den üblichen strengen Diätvorschriften eines solchen Austausches von Reisenden selbst im Verkehr zwischen Parteiblätter werden um Abdruck gebeten. J. A.: P. Hoffmann, unterworfen. Nach etwa fünf Wochen wurden ihr von einer sie den größten deutschen Städten nicht annähernd zu erwarten ist, liegt Schriftführer, Wanglickstraße 13 IV. besuchenden Freundin zwei Birnen und ein Ei zugesteckt. auf der Hand. Richtig ist, daß, wenn auch die bisherigen Ergebnisse Dalldorf. Sonnabendabend 8 Uhr findet bei Koll eine Volks versammlung statt. Genosse Kiesel- Berlin referiert über die Landtagswahlen. Ferner werden Wahlmänner aufgestellt. Waidmannsluft. Sonntagnachmittag 4 Uhr ist im Bergschloß- Sie aß das Ei und eine Birne, ohne daß eine Verschlimmerung ihres der Versuchsfahrten zur praktischen Einführung von Schnellbahnen Restaurant die Mitgliederversammlung. Hieran wie an der Flug- Bustandes eintrat. Als aber bei ihr die zweite Birne noch vor- kaum ermutigen, die Fahrten selbst theoretisch und wissenschaftlich blatt- Verbreitung wollen die Parteigenossen sich zahlreich beteiligen. gefunden wurde, kündigte der Arzt Dr. Sternberg ihr an, immerhin viel Intereffantes geboten haben. Von besondrem Werte daß man sie entlassen werde. Am Besuchstage tam ihr Pflegebater, find die Beobachtungen, die über die Wirkung des Luftdruces bei Neuenhagen a. d. Oftbahn. Sonntagnachmittag 4 Uhr findet bei ein Herr Schnell aus Friedenau; das Mädchen ist, nebenbei Gelegenheit solcher Fahrten angestellt werden konnten." Nagel in Bruchmühle eine Bolts versammlung statt, in der beme.ft, eine Waise, deren Eltern 1892 in Hamburg der Cholera tragisch nehmen. Am Kostenpunkte kann die Nutzbarmachung einer Man darf unsres Erachtens derartige Auslassungen nicht allzu Genosse Schütz über die Landtagswahlen spricht. erlagen. Herr Schnell erfuhr, was vorgefallen war, und suchte Herrn neuen Erfindung troß alles Fiskalismus selbst in Preußen nicht Dr. Sternberg auf, um ihn zu begütigen. Der aber eiferte, die scheitern, wenn sie sonst sich als notwendig herausstelt. Effert habe die Disciplin verletzt" und müsse hinaus. Als Herr Sch. erwiderte, in seiner beschränkten und im Souterrain gelegenen Königs- Wusterhausen. Bei Lange, im Gasthof zum Siegeskranz, ist Sonntagnachmittag 4 Uhr die Mitgliederversammlung des Wahlvereins, in der über die Landtagswahl referiert wird und die Abrechnung erfolgt. Theodor Mommsens Leiche Wohnung könne die Kranke nicht gepflegt werden, erklärte Herr ist gestern nachmittag 2 Uhr von der Kaiser Wilhelm- GedächtnisDr. St. brüst:„ Dann kommt sie ins Obdach". Hinterher stellte firche in Charlottenburg aus beigesetzt worden. Von allen Enden Europas her waren Trauerfpenden und Kundgebungen gekommen; Auf dem Grundstück Manteuffelstr. 79 fiel ein Pferd der Milch-[ traten Borchardt und Hirsch den socialdemokratischen Stand wohl keine deutsche Universität hatte vergessen, das Andenken des centrale in eine Grube. Von der Feuerwehr famen 24 Mann, um punkt und schilderten das Schädliche der Mietskasernen, deren Ers großen Gelehrten durch eine Blumengabe zu ehren. Auch die es herauszuholen. Um diesen Arbeiten zuzusehen, stieg Vogel auf richtung die Antragsteller als Jdeal betrachten. Dem Ausschusse Heimat Mommsens war selbstverständlich vertreten; seine Vaterstadt das Glasdach eines Raumes, der früher der Pferdebahn als Wagen- gehört auch Genosse Borchardt an. schuppen diente. Er brach durch das Dach durch, stürzte aus einer Endlich beriet die Versammlung noch folgende socialdemo Garding sowie das alte Christianeum in Altona, das Mommsen als Höhe von zehn Meter auf das Pflaster hinab und zog sich einen fratische Interpellation: Am 21. Oktober 1903 ist der Schlosser Knabe besucht hat, tamen mit Kränzen; ein durch seine Schlichtheit Armbruch und schwere Verletzungen am Kopf und an der rechten Theodor Müller, der auf dem Gerüst zum Bau des städtischen Rat auffallendes Gewinde enthielt Blumen, die vom Grabe der Eltern Achselhöhle zu. Nachdem der Werunglückte auf der Rettungswache hauses beschäftigt war, abgestürzt und auf der Stelle tot geblieben. Mommsens in Oldesloe gepflückt worden waren. In der Kirche am Görliger Bahnhof die erste Hilfe erhalten hatte, wurde er in Die Unterzeichneten richten an den Magistrat die Anfrage, ob die waren u. a. die Oberbürgermeister von Berlin und Charlottenburg ärztliche Behandlung nach seiner Wohnung gebracht. Schutzvorrichtungen an dem Gerüst in genügender Weise angebracht fowie Magistratsmitglieder und Stadtverordnete erschienen; das Ein Klingelfahrer wurde in der Person eines 22 Jahre alten waren und kontrolliert wurden und fragen den Magistrat weiter, ob Ministerium war durch Posadowsky, Studt, Schönstedt, Podbielski und Mechanikers Bundersiz in Karlshorst festgenommen. er geneigt ist, zur leberwachung der Schußvorrichtungen an städtischen Dort zog der Bauten Baukontrolleure aus der Arbeiterschaft anzustellen." Möller vertreten; auch der preußische Kronprinz war gekommen. junge Mann, der sich seit Februar ohne Wohnung und Arbeit umDie Genossen Paasche und Baate gaben eine genaue Dar Die Gedenkrede hielt Professor Harnad. Er sagte u. a. hertrieb und wegen Bettelns schon mehrfach bestraft ist, in der stellung des traurigen Unglücksfalles und vertraten nachdrücklichst die von Mommsen: Tresckow- Allee den Korridorschlüssel ab, nachdem ein Dienstmädchen Forderung der Anstellung von Baukontrolleuren aus der Arbeiter„ Mit unerbittlicher Strenge räumte er alles Gestrüpp aus ihm geöffnet hatte. Das Mädchen merkte den Verlust bald, lief dem schaft. Natürlich stellte sich der Magistrat, wie üblich, auf den feinem Wege, aber die tennen ihn schlecht, die sein eigentliches Bettler nach und ließ ihn durch den Gendarm Boßmeyer fest Standpunkt, daß ihn keinerlei Schuld trifft. Da die Mehrheit die nehmen. Wundersiz behauptete nun, der bei ihm gefundene Schlüssel inneres Wesen vom Standpunkt dieser wissenschaftlichen Strenge, sei sein Eigentum, er wurde aber eingesperrt, nachdem man fest- wichtige Debatte durch einen Schlußantrag gewaltsam beenden wollte, gepaart mit schneidendem Sarkasmus, beurteilen wollten. Dies gestellt hatte, daß der Schlüssel zu der Thür, aus der man ihn ber die Versammlung schon lange beschlußunfähig, die Sigung mußte waren ihm nur Waffen, mit denen er alles Niedrige von sich fern- mißte, genau paßt. Der Klingelfahrer hat vielleicht auch anderswo also abgebrochen werden. hielt. Es hat keinen Geschichtsforscher gegeben, der mit solch noch Vorbereitungen zu einem unerbetenen Gelegenheitsbesuche geelementarer Kraft und Anstrengung in das Wesen der Dinge ein- macht. Er ist ein großer, schlanker Meusch mit dunkelblondem Haar gedrungen ist." und trug einen dunklen Jackettanzug und einen steifen schwarzen Um 2 Uhr setzte sich, wie bemerkt, von der Kirche aus der Filzhut. Leichenzug nach dem Dreifaltigkeits- Kirchhof in der Bergmannstraße hin in Bewegung. Die Festnahme einer ganzen Diebesbande ist der Nixdorfer Kriminalpolizei gelungen. In der Fabrik von Nevier und Weiße in der Schinkestraße waren wiederholte Diebstähle an Material, Ein nichtswürdiger Bubenstreich liegt der Auffindung einer Wessingteilen usw. bemerkt worden, so daß die Polizei um ihre Flaschenpost zu Grunde, durch welche eine hiesige Familie in tieffte Silfe zur Ermittelung der Diebe angegangen wurde. Es glüdte ihr, Flaschenpost zu Grunde, durch welche eine hiesige Familie in tiefste nach mehrtägiger, vergeblicher Beobachtung, die Einbrecher auf Es wird unsre Leser interessieren, an ein Urteil Mommsens über Trauer versetzt worden war. Wie bereits mitgeteilt, wurde an den frischer That zu überraschen, als sie gegen 9 Uhr abends einen die Socialdemokratie erinnert zu werden, das um so be- Ufern des Wattenmeeres bei Friedrichstadt eine Flaschenpost an neuen Raubzug in die Fabrikräume unternahmen. Die Verhafteten, achtenswerter ist, als es von ihm erst vor Jahresfrist abgegeben gefchwemmit, welche die Mitteilung brachte, daß der Schiffsjunge ein Pflasterer Börschel und ein Steinträger Schwebal, verrieten, daß wurde. Bald nachdem i I helm II. in seinen Krupp- Reden das Alfred Hagedorn aus Berlin, Quißowstraße 189, über Bord gefallen fie im Einverständnis mit dem Lagerverwalter der bestohlenen und ertrunken sei. Die Eltern des angeblich ertrunkenen Knaben Vorgehen unfres Blattes gegen den so plößlich verstorbenen Groß- wurden durch diese Nachricht natürlich in die größte Aufregung Angestellte, der Anstifter der Diebstähle, wurde gleichfalls festFabrit, einem gewissen Burdardt, gehandelt hätten. Der ungetreue Industriellen als Mord bezeichnet und die Essener Arbeiter verfekt. Sie schrieben an die Behörden in Friedrichstadt und baten genommen. Auch der Hehler der Bande, ein Berliner Alteifenaufgefordert hatte, das Tafeltuch zwischen sich und der um nähere Aufklärung über den Unglücksfall, jedoch vergeblich. Das Socialdemokratie zu zerschneiden, bald nachdem der Kaiser Kauffahrteischiff, auf welchem sich der junge Mann befand, war schon händler Bahr, geriet in die Hände der Polizei, so daß sämtliche dann weiter den socialdemokratischen Agitatoren in bor längerer Zeit in die See gegangen. Gestern erhielten nun die Mitglieder der Diebesgesellschaft, die ihr Handwert seit längerer Zeit, betrieb, nummehr unschädlich gemacht sind. Breslau nachgesagt hatte, daß sie die Arbeiter auf das rücksichtsloseste Eltern eine Postkarte von ihrem Sohn. Dieser teilte mit, daß er ausgebeutet, terrorifiert und gefnechtet hätten, bald nach der sodann die Nachricht von seinem angeblichen Tode in der Zeitung gelesen bon Breslauer Industriellen ins Werk gesetzten Komödie der Arbeiter- und sofort bei seiner Rückkehr nach Friedrichstadt mache er die kundgebungen, äußerte Prof. Mommsen sich wie folgt über die Mitteilung, daß ihm nichts passiert und er wohl und munter sei. Die Urheber des rohen Bubenstreichs dürften zweifellos auch Schiffsjungen sein. Socialdemokratie: Ich bin nie einer gewefen und gedenke auch nicht es zu werden; aber es ist leider wahr, zur Zeit ist dies die einzige große Partei, die Anspruch hat auf politische Achtung. Von dem Talent ist es nicht nötig zu reden; jedermann in Deutschland weiß, daß mit einem Kopf wie Bebel ein Dugend ostelbischer Junker so ausgestattet werden könnten, daß sie unter ihresgleichen glänzen würden. Die Hingebung, die Opferbereitschaft der socialdemokratischen Massen imponiert auch dem, der ihre Zwecke nichts weniger als teilt. An der Disciplin der Partei, deren ungeheure Schwierigkeiten uns ihre Parteitage drastisch vor Augen führen, könnten namentlich unsre Liberalen sich ein Muster nehmen. Und trotz seiner ehrlichen Gegnerschaft erklärt er: Es darf nicht mehr geschehen, daß der Freifinn dem unverschämten oder verschämten Realtionär seine Stimme lieber giebt als dem Socialdemokraten. = Vermischtes. Ueber eine Explosion, bei der viele Menschen umgekommen find wird aus New York berichtet. Die Regierungsmagazine auf de Die diesjährige Ausstellung empfehlenswerter Jugendschriften Hudson- Insel Jona in der Nähe von Peekskill, die Sprengstof findet vom Montag, den 30. November bis Sonnabend, den 5. De- enthielten, sind in die Luft geflogen. In den Magazinen lagt zember, im Berliner Gewerkschaftshause statt. Der Ein- einige hundert Tonnen Dynamit; diese flogen auf. Ein Haçl tritt ist frei. Am Montag den 30. November, abends 81 Uhr, wird playender Geschosse richtete in der Umgegend meilenweit Ve im großen Saale des Geiverkschaftshauses ein Vortrag über Jugend- wüstungen an. Mehr als eine Stunde lang stiegen auf der Irel schriften gehalten werden, wozu der Eintritt ebenfalls frei ist. Flammen und Rauch empor; die durch die Explosion verursachen Theater. An dem Liliencron Abend des Schiller- Erschütterungen wurden meilenweit verspürt. Die Einwohner erTheaters, der nächsten Sonntag im Bürgersaale des Rathauses griffen, von Schrecken erfaßt, die Flucht. Die Zahl der ums Loen zum zweitenmal, mit teilweise verändertem Programm, wieberholt gekommenen Personen läßt sich noch nicht feststellen; man fannsich wird, wirken wieder Miriem Horwitz, Friedrich Holthaus und Franz der Unglücksstätte nur bis auf eine Entfernung von zwei Milen Nolan vom Schiller- Theater als Sprecher und der Baritonist Hjalmar nähern, da noch fortdauernd nach allen Richtungen hin Gescosse Arlberg als Liederfänger mit. Belle Alliance Theater. fliegen. Im Spielplan dieser Woche ist insofern eine Aenderung eingetreten, Jn Breslau ist die 34jährige, unter fittenpolizeilicher Auficht als am tommenden Sonntagnachmittag Thilo von Trothas Lustspiel stehende Frau Agathe Weinland in ihrer Wohnung am Neumarkt Madame de Pompadour" zur Darstellung gebracht wird. Die angestellten Ermittelungen ergibm, war. Eine im zweiten Stock des betreffenden Hauses wohneide Dem ebenso falschen wie perfiden Köhlerglauben muß einn allen Abenden dagegen gelangt Heinz Gordons Soldatenschwant daß die Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen und erdroselt Ende gemacht werden, daß die Nation fich teile in Ordnungsparteien und in eine Umsturzpartei, und daß es die erste politische Pflicht der zu jenen sich zählenden Staatsbürger sei, die Millionen der Arbeiterpartei als pestverdächtig zu meiden und als staatsfeindlich zu bekämpfen.... antwortete: " Im Mai 1899 war die socialdemokratische Wiener Arbeiterzeitung" tonfisciert worden, weil sie ein Citat aus Mommsens Römischer Geschichte über den Zerfall der alten Welt enthielt. Das Gerichtserkenntnis über diesen Fall wurde Mommsen von der Nedaktion unfres Parteiblattes zugesandt, worauf der Gelehrte u. a. Von der ernsten Seite des kleinen Vorfalles laffen Sie mich lieber schweigen oder doch nur das aussprechen, daß bei der dauernden Barbarei, um nicht zu sagen der Nebarbarisierung der oberen Gesellschaftsschichten, die Triebkraft des Bodens fortwirkt und unter dürrem Holz mancher grüne Keim sproßt. Die bürgerliche Gesellschaft Deutschlands wurde von Mommsen im September 1900 wie folgt gekennzeichnet: Aber es ist auch nicht zu ändern, daß die Deutschen keinen Bürgersinn mehr haben, daß sie sich bereitwilligst regieren lassen, auch auf Verlangen hin steuern und heuern, daß ihnen aber der Militarismus und die Bismarckerei die Selbstbestimmung gründlich ausgetrieben haben. " In Vertretung" zur Aufführung. Das Paffage- Theater wartet in diesem Monat mit einem reich- Frau hörte gegen 1 Uhr in der Nacht einen Schrei in den Zimmern haltigen Programm auf, in welchem der Kunst- Radfahrer Sydney der über ihr wohnenden Weinland. Gegen 5 Uhr morgens will/ bie sich besonders auszeichnet. Auch die schwedischen Sängerinnen Ge- Frau dann Schritte im dritten Stockwert von einer Person sört schwister Wallenburg fönnen sich hören lassen, ebenso fesselt Herr haben, die wohl in überstürzter Eile die schmalen Trepen Johannes Cotta durch seine im Berliner Dialekt gehaltenen Berliner hinunterpolterte. Morgens zwischen 9 und 10 Uhr wurde Erzählungen. Sie sind in Verfen geschrieben, die zwar nicht immer die Leiche der Ermordeten durch einen jungen Mann entdeckt, de die Als die Kriminalpolizei herbeigeufen formvollendet sind, aber sich doch lustig anhören und durch ihre Hausbewohner alarmierte. Pointen wirken. Ein elegantes Tänzerpaar sind troh ihres fauder wurde, war bereits die Totenstarre an der Leiche eingetreten. ben wälschen Namens die Dalhias; mehr durch Gelentigkeit als durch der Thür vom Schlafzimmer zum Wohnzimmer lag die Weinind, Grazie und Schönheit wirkt die Tänzerin Pertina. Mit starken nur notdürftig bekleidet auf dem Fußboden, mit dem Rücken ggen Mitteln wird in der dramatischen Stizze" Ja, beim Souper" operiert. Die Zimmerwand gelehnt, die beiden Arme gegen das Zimmer zu Die Geschichte beginnt mit einer berbotenen Schäferstunde und endet ausgestreckt. Das um den Hals geschlungene, zusammengedehte mit zweifachem Word und Selbstmord, von denen der eine insoweit Handtuch ließ über die Art ihres Todes feinen Zwifel. originell ist, als er feierlich durch's Nachttelephon angekündigt wird. So weit bis jetzt festgestellt ist, dürfte der Mörder der Das Stück wurde von Herrn Hock und Fräulein v. Roy decent dar- Prostituierten Weinland ein junger Mann mit hellblondem, fast gestellt. rötlichem Schnurrbart gewesen sein. In der rechten Hand hiel die Ermordete nämlich einige Haare der vorerwähnten Farbe. Diese Haare hat sie bei dem furzen Ringen zweifellos ihrem Mörder ausgerissen; ihre eignen Haare haben eine dunklere Färbung. An scheinend ist auch die Annahme eines Raubmordes nicht von der Hand zu weisen, denn in den Kleidern wurde kein einziges Gelstück gefunden. Der Verdacht lenkt sich auf einen jungen Mann, der enen wicker trug, und unter anderm mit schwarzem, weichem Hut und Dunklem Ueberzieher befleidet war. Sehr wahrscheinlich ist es, daß sich der Thäter bei einem Friseur den Bart hat abnehmen der stugen lassen, um sich so untenntlich zu machen. Feuerbericht. Nur wenig Alarmierungen hatte die Wehr in den letzten 24 Stunden zu verzeichnen. Donnerstagvormittag wurde sie nach der Deffauerstr. 10 gerufen, weil hier durch die Unachtsamkeit eines Mädchens auf dem Hängeboden ein Brand entstanden war. Kleidungsstücke und Möbel gingen vorher in der Zimmerstr. 28 in einer Wohnung in Flammen auf. Längere Zeit hatte die 1. Compagnie Mittwochabend in der Neuen Friedrichstr. 87 zu thun. Es brannte im zweiten Stock des Borderhauses in der Steppbedenfabrit von Lichtenstein. Zur selben Zeit tam in der Brückenstr. 6a in einer Destillation durch einen Gaskocher ein Feuer aus, dessen Ablöschung indes in furzer Zeit erfolgen konnte. Die übrigen Marmierungen, die noch erfolgten, waren auf blinden Lärm" zurückzuführen. Aus den Nachbarorten. Für eine ausländische Sängerin, die demnächst Deutschland die Gegen die Luftbarkeitssteuer, welche die gemischte Deputation Ehre ihres Besuches geben wird, macht ein Jmpresario folgende ses neben der Verdoppelung der Umfagsteuer zur Sanierung der geisterte Reklame: Ohne Zweifel hat eine Fee, welche man ie städtischen Finanzen vorgeschlagen hat, erheben die Gastwirte wundert, indem sie die Spille umdrehte, mit seinem Geiste J... R... schon Einspruch. Da die Theater und ständigen Vergnügungsbeschenkt, geschmeidig wie ein Schilf, luftig wie ein Kind, jung nie Totale, so behaupten sie, wohl kaum ausreichen werden, um zwei Morgenrot. Man sieht, indem die Stimme aus ihrer wohlflingenten Millionen Mart an Lustbarkeitssteuer aufzubringen, werde der In der Charlottenburger Stadtverordneten- Bersammlung fam am Rehle dringt, ihren Vogelhals aufblähen, fie nähert sich unserm größte Teil der neuen Steuerquote zweifellos auf die Gastwirte und Mittwoch endlich die bereits vor drei Wochen eingebrachte social- Herzen wie ein Rosenstrauch und tausend strahlende Blumen scheinen Saalbefizer abgewälzt werden, die in ihren Lokalen volkstümliche demokratische Interpellation betr. den Beginn der Urwahlen in der Luft aufzublühen. Während dessen, als ihre Stimme den Konzerte, Gesangsaufführungen u. dergl. veranstalten. Bei Be zur Besprechung. Am 11. Februar hatte die Versammlung ein- Schauder des Entzückens erregt, schwingt, und den Klang zerschneidet fteuerung privater Veranstaltungen, zu denen Gäste Zutritt haben, stimmig an den Magistrat das Ersuchen gerichtet, den Termin für ein geheimnisvolles Gewebe von zauberischen Spizen. Man könnte wären gleichfalls die Gastwirte benachteiligt, da dann die Zahl die Urwahlen in die späten Nachmittagsstunden zu legen. Entgegen fagent, daß fie gegen den Himmel hinauf fliegen will, als ifre präch folcher Vergnügungen, die z. B. für manche Saalbesitzer einen diesen Beschluß hat der Magistrat jedoch den Beginn der Urwahlen tigen Arme wie die Flügel flattern, denn sie hat ein schimmerndes Hauptteil der Einnahme bilden, sich erheblich vermindern würde. Es für die dritte Abteilung auf 2 Uhr nachmittags anberaumt. Der und schwarzes Auge einer Nachtigall." sei burch nichts gerechtfertigt, den ohnehin mit Steuern und Abgaben Redner unsrer Frattion, Genoffe Hirsch bezeichnete das Verhalten ,, Gott soll mich bewohren!" würde Inspektor Bräfig sagen. aller Art überhäuften Gastwirtestand noch mehr zu belasten. Eine des Magistrats als bedauerlich, als einen Verstoß gegen das WahlReihe von Protestversammlungen gegen die neue Steuer find in reglement und als politisch unklug, ba infolgedessen die Wahlbeteiligung Aussicht genommen. Die erste Protestfundgebung gegen die Luft- eine schwache sein werde, was erfahrungsgemäß nur der Reaktion zu barkeitssteuer veranstaltete gestern der Verein Berliner Weißbier- gute tomme. Der Magistrat jedoch beharrte auf seinem Standpunkt wirte, der, nach einem Vortrag des Herrn Emil Wiese, feinen Vor- unter dem Hinweis darauf, daß man es den Wählern der ersten stand beauftragte, gemeinsam mit dem Verein Berliner Gastwirte Klasse nicht zumutten lönne, mit Rücksicht auf die Interessen der bei den städtischen Behörden gegen die geplante Luftbarkeitssteuer Wähler dritter Klasse erst in später Rachtstunde zu wählen. An der Roggen, gut Debatte, in der es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen unserm borstellig zu werden. Ueber Moorkultur bringt die hiesige Magistrats- Korrespondenz Wortführer und dem Oberbürgermeister fam, beteiligte sich nur folgende Meldung: Der Unfall des Kaisers in Rominten, der dort Stadtv. Rosenberg, der sich im Sinne des Magistrats aussprach. bis zu den Hüften in ein Moor versunken ist, dürfte die Ver- Die übrigen Stadtverordneten schwiegen sich aus, die Nationalanlassung zur Entwässerung ostpreußischer Moore geben. 60 Bioniere liberalen und die Freifinnigen hielten es nicht einmal der Mühe für aus Königsberg wurden beordert, das in Rede stehende Moor zu wert, die von ihren eignen Wahlfomitees eingebrachte Petition auf entwässern. Wie wir hören, hat sich dann der Kaiser über die Verlegung des Wahltermins auf 5 Uhr zu befürworten. Moore in Ostpreußen Vortrag halten laffen und deren Trockenlegung angeregt. Marktpreise von Berlin am 4. November 1903 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. Beizen, gut D.- Str. 15,95 15,92 Startoffeln, neue D.- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Stalbfleisch Hammelfleisch Butter " Berste, gut thafer, gut Fier 5,00 3,00 600 4,00 mittel 15,89 15,86 1,80 1,20 " gering " 15,83 15,80 13,05 13,03 150 1,10 " 160 1,10 " mittel 13,01 12,99 2,00 1,20 " " gering " 12,97 12,95 1,80 1,10 # 14,50 13,40 2,60 2,00 " mittel 13,30 12,20 60 Stud gering Starpfen 1 kg 2,00 1,20 2,6 1,40 " 群 mittel " 1 14,60 13,70 Bander 3,00 1,20 " " gering 13,60 12,80 Hechte 2,00 1,00 " " 4,16 3,82 Barsche 1,80 0,80 7,10 4,60 Schleie " 3,00 1,40 " 40,00 25,00 Bleie 1,40 0,80 50,00 25,00 Strebse per Schod 15,00 3,00 18 60,00 20,00 b Richtftrob Heu Erbsen Speisebohnen injen * ab Bahn. 12,10 11,00 15,60 14,70 Aale † frei Wagen und ab Bahn. Briefkaften der Redaktion. 100. Wollen Sie sich an Herrn Liebe, Lichtenberg, Jungstr. 2 wenden. Obdach Auffeher. Natürlich mußte es im Bericht über die Kuratoriums fizung anstatt Aufseher Aufseherinnen heißen. des Antrages Bogel( Soc.) und Genossen:" In Erwägung, daß Einen weiteren Punkt der Tagesordnung bildete die Beratung die Errichtung eines städtischen Leihhauses mit zu den socialDer Urlaub des Herrn Kraus. An dem Ehrenabend der Frau politischen Aufgaben der städtischen Verwaltungen gehört, beantragen Sucher nahm, wie bereits erwähnt, auch Ernst Kraus Abschied, um die Unterzeichneten: die Stadtverordneten- Bersammlung ersucht den aber nur für einige Monate einen amerikanischen Urlaub anzutreten. Magistrat, ihr thunlichst bald eine Vorlage betreffend die Errichtung Er erhält drüben" 1000 Dollar pro Abend bei einer Garantie von eines städtischen Leihhauses im Anschluß an die städtische Sparkasse 40maligem Auftreten. Ueber die Vorgeschichte dieses Urlaubs wird der„ Brest. Morgenztg." aus Berliner Bühnenkreisen berichtet, daß zu machen!" Nachdem Genosse Bogel an der Haud eines reichhaltigen statistiHerr v. Hülsen erst durchaus nicht geneigt war, auf das Urlaubsgesuch des von den Berlinern hochgefeierten Heldentenors einzugehen. Schen Materials die Notwendigkeit der Errichtung eines Leihhauses Da nahm der Kaiser jüngst Gelegenheit, seinem Mißfallen an der nachgewiesen hatte, beschloß die Versammlung, den Magistrat zu seiner Ansicht nach zu starten Zongebung des Sängers Herrn ersuchen, zu erivägen, ob die Errichtung eines städtischen Leihhauses b. Hülsen gegenüber einen ziemlich drastischen Ausdruck zu geben notwendig und thunlich ist und eventuell eine entsprechende Vorlage täglich Ausnahme des Sonnabends und am nächsten Morgen hatte Herr Kraus seinen Urlaub für einzubringen, jedenfalls aber über das Resultat seiner Erwägungen G. S. 100. Amerika. In diesem Specialfalle dürfte dem Herrn Hofopernsänger der Versammlung Bericht zu erstatten. R. 100. Sie fönnten nur auf Schadensersatz flagen. Zur Annahme gelangte ferner ein Antrag Rosenberg und die abfällige Kritik nicht unangenehm gewesen sein. Genossen betreffend Einsetzung eines Ausschusses zur Beratung über das Amtsgericht vergehen mindestens 3 Monate. Inzwischen ist Ihre Frau 1. Ja. 2. Das hätte feinen Blved; bis zur Großjährigkeitserklärung durch Durch ein Glasdach gebrochen ist gestern nachmittag der 24 Jahre alle Fragen, welche mit dem vom Magistrat gestellten Antrage auf bereits großjährig. 3. M. Ihr Vater tann an die Steuerdeputation alte Kaufmann Hans Vogel aus der Oranienstr. 182, der in einer Abänderung der für die Stadtteile jenseits der Spree geltenden( Magistrat) unter Darlegung der Verhältnisse beantragen, die Steuer außer Lampenfabrik in der Manteuffelstr. 77 als Buchhalter angestellt ist. Baupolizei- Ordnung in Verbindung stehen. In der Debatte ver- hebung zu bringen.-M. M. 18. 1. Es ist wahrscheinlich. 2. Nein. Berantwortlicher Redacteur: Julius Kaliski in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortilch Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlaa: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Juriftifcher Teil. die juriſtiſche Sprechstunde finder mit un