Nr. 130. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für bie fünfgefpaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Bfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. ern Tpredy- Anschlu Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quittung. Sonntag, den 5. Juni 1892. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Lehrte 10,-. " d) Verschiebenes: Für Peus' Kinder aus Weltheim b. Winter, uc 5,-. Desa gleichen für die Kinder von Wladislaus Kurowsti 5, Berlin, den 4. Juni 1892. Für den Parteivorstand A. Bebel, W., Gr.- Görschenstr. 22a. Warum wir liegen. von den rothen Buchbindern in der Grünstraße Berlin 5,-), Ronsdorf 15,50. Mosbach 1,55. Reichenbach i. V. 25,-. Mylau Breslau Ost und West 100,-, Aachen 50,-, Mannheim 25,-, 25,-. Lengenfeld i. V. 7,50. Kiel 200,-. Bochum 15,70. Jm Monat Mai gingen bei dem Unterzeichneten ein: Gera 50,-, Döbeln und Umgegend 25,-, Hamburg von Ver- Johann Georgenstadt 7,50. taufsstellen der Tabatarbeiter Genossenschaft 50,-, Straß a) Für Parteifonds. c) Für Reimer's Rinber: burg i. Els., gesammelt von den Mitgliedern des aufgelösten Dr. 2. A., Berlin 20,-. Maifeier Netschtau i. S., trotz großem Verbandes der Maler und verw. Berufsgenossenschaften 18des Vorwärts" 4,70. Hamburger 1,-. O. F., Dresden 3,-. Ges. von Kellnern Berlins 16,-. Abgegeben in der Erped, Schnee 100,- Thurn Strunden, Kreis Mülheim a. Rh. 10,-. III. Berliner Wahlkreis 300,- Budan geredet wird nicht" Von den Töpfern in Schöneberg, Bau II. und III. Straße 3-5,30. 9. 2. 193,20. Groigidh i. G. 15. 33. 300, Friedrichsberg b. Berlin, Gefangverein Freies Lied" 6,85. A. B. 300, Leipzig Neufchönefeld, vom männlichen Personal der Firma Apenrade 1,60. Auktion von 5 Büdlingen, Bazenhofer Zonne, B. G. 100,- Krabbelstat, Berlin 1,-. G. S., Nieber Schön. Leipzig Neufchönefeld Schön. Dranienstraße, Berlin 8,-. Amerikanische Auttion bei einem weide Weil ich feine Zeitung lefe" 3,-. G. 23., Berlin 3.2. Richter 15,50. Weltheim b. Winterthur 5,-. Gera 20,-. Biergelage, Berlin 11,-. Rübel Kolonne Schlesischer Busch, 5,-. D. P., Berlin 1,-.„ Liedesfreiheit", Berlin 30,-. Berlin-70. G. FI., Mühlhausen i. Thür. 5, Ungenannt IV. Berliner Wahlkreis, Südost 350,- Gibenstod i. E. 6,20. Berlin 2, Beim Krabbelstat Berlin 1, G. N. Nieder- Ges. von Voigtländischen Sängern 2,50. A. E., Berlin 3, Schönweide 3,- Artelt Berlin 1,50. Roftot 100,- Stettin VI. Berliner Wahlkreis, Moabit, 122,50. VI. Berliner abl 128,- Hohenstein in Sachsen 20,-. Meerane i. 6. 10,- freis, Oranienburger Worstadt, 179,70. VI. Berliner Wahlkreis, Glauchau 10,- Ueberschuß einer Weihnachtsmatinee durch F. G. Rosenthaler Vorstadt, April 141,50, Mai 188,05. Puberkolonne Berlin 47, Straßburg i. Elf. oller Stamm 15,-. Maurer Dobrig, Berlin, 2,60. Tegel- Drt 4,-. IV. Berliner Wahlkreis, auf dem Bau Schleswiger Ufer 32 u. 33 Berlin 13,05. G. M. Süd- Ost, 504,70( barunter Görliger- und Sorauer- Ecke 25,-, R. Berlin 3,-. Lahr in Baden von den rothen Sängern die vier Alten, Süd- Ost 4,60, F. Golbacker, Reinickendorf 1,50, 5,- Lahr gesammelt auf Liſten 5,- Arbeitergroschen Tellersammlung bei Jeel 38,95, erster Osterfeiertag Bat Berwirklichung des Teichprojektes durch R. Schn. Champetre S. A. V. 66,50, 1. Mai- Berloosung Adlershof 34,50). Berlin 10,-. Alfeld 10,-. Arnstadt i. Thür. 20,-. Ges. bei Bierprozente d. 2. 4,50. einer Rindtaufe Berlin 2. Gef. bei einer rothen Verlobungs Während der gedankenlose Troß unserer Feinde seiner feier Berlin 1,60. V. D. durch G. H. 5,-. IV. Berliner Wahlb) Für Maifest 3eichen: Gedankenlosigkeit in hohlen Schimpfereien auf die Sozial freis 1000,-, darunter von den vier Alten im Osten 40,- und Stettin 125,-. Lichtenstein i. Sachsen 25,-. Greiz 100,-. demokratie Ausdruck giebt oder in der bekannten Vogel47,80. Von Tischlern im Osten 15,-. Meßsonntag Groß- Kirchheimbolanden 15,50. Wurzen 50,-. Stendal 15,-ftrauß- Weisheit die Augen zukneift, und sich einbildet, wir raschüß- Großenhain 2,50. Kändler bei Limbach i. S. 11, 3widau 125,-. Gilenburg 50,- Frankfurt a. Oder 50,50. feien befiegt und geschlagen, weil die stumpfsinnige AngstR. 28., B. 10,-. J. B., Berlin 3,-. Dhlau i. Schl. 15,50. Sagan 25,- Herford 25,50. Schweinfurt 10,-. Schweinfurt 10,- Eßlingen blindheit uns nicht sieht können diejenigen unserer Frankenhausen i. Thür. 10,-. Herzberg- Winterhude bei Ham 25,- Rathenow 50,50. Göttingen 12,50. Birna 35,-Gegner, die Augen haben und sie gebrauchen, sich doch der burg 1,60. Partie der Schneider von Dresden nach der Friedrichshagen 4,20. Nixdorf 75,- Plauen i. Boigtland Thatsache nicht verschließen, daß die sozialdemokratische Be rothen Schenke 14,35. Dahme 2,75. Mann im Mond 2000,-. 25,50. Frankenhausen i. Thüringen 30,- Neckarau 21, Elbing 15,- Quedlinburg 40,-. Glauchau 76,-. Karlsruhe 100,- Effen a. Rh. 50,-wegung fortwährend zunimmt, und daß alle Versuche, fie Bieberlust 30,-. Gef. von G. D. durch E. P., Berlin 10,- Bernau 10,- Erfurt 150,- Augsburg 250,- Apolda zu hemmen oder gar zurückzuwerfen, vollkommen nichtig Mylau i. S. 25,-. Nürnberg 600,-. Dresden- 21., gef. von den 50,-. Sonneberg 35,- Offenburg 40,50. Baden- Baden sind und blos die Ohnmacht Derer, von denen sie ausgehen, rothen Lithographen und Steinbrudern im Café König 5,40. 15,50. Bockenheim bei Frankfurt 50,-. Thalheim im bekunden und die sieghafte Allmacht der sozialdemokratischen Pforzheim 10,- Wandsbed 300,-. Röthen 10,- Falten- Erzgeb. 20,-. Straßburg i. E. 25,50. Danzig 10,50. Alten- Ideen nur um so leuchtender hervortreten lassen. Db man bergi. Oberschl. 5,- Bon einem Genossen in Schöneberg 6,50. burg 125,50. Nürnberg 500,-. Güstrow 16, Wismar 10,50. uns unter Ausnahmegeseze stellt oder den Boden des gef. Mülhausen i. E. 50,-. Flensburg 15,-. Warnemünde Freienwalde a. D. 5,20. Beulenroda 20,-. Mühlburg i. Baden meinen Rechts( in der Theorie wenigstens) uns gnädig eine Limbach i. S. 100,- Burgstädt i. S. 50,- 15,50. XV. sächsischer Wahlkreis Limbach 60,-. Burglehut bei räumt es ist ganz gleich: die hundertmal zur Ebbe ver Solingen, Maifeier Romitee 141,50. Derlinghausen 5,- Bunzlau 10,50. Belten( Mark) 35,-. Gießen 30,-. Duis Strimmitschau i. G. 150,-. Die Rothen aus der Duetsche burg a. Rh. 23,-. Krimmitschau 1,25. Die Rothen aus der Quetsche burg a. Rh. 25,-. Bremerhafen und Umgegend 176,- wünschte oder umgelogene Hochfluth" steigt, und steigt mit Bremerhafen und Umgegend 176,- ber unwiderstehlichen Elementarkraft eines Naturgesezes und St. Ludwig i. Eis. von der elfäffifchen Reinickendorf Heidelberg 25,-. Bonn Grenzwacht 6,-. Wahlkreis Hanau 100,-. Elberfeld Striegau 15,-. Elsterberg 20,-. Harburg 100,-. Anna der Naturgewalt. Was hilft es, daß die Schule und die Kirche 500,-. Hannover 500,- Bremerhafen und Umgegend 100,- berg 15,-. Görlitz 50,50. Liegniß 34,-. Braunschweig mobil gemacht worden sind gegen die vorandrängende, vorPotsdam 50,-. Gottesberg i. Schl. 3,50. Ronrabsthal i. Schl. 535. Frankfurt am Main 250. Freiburg im Breisgau dringende Sozialdemokratie? Die Schule und die Kirche, Durch Löpfer S., Breslau 2,- Lechhausen, ges. bei 50,-. Düsseldorf 30,- Stuttgart 162, Freiberg i. Sachsen und die sonstigen Kämpfer mit geistigen Waffen" haben Robert's Silberhochzeit 1, Rothtäppchen 4,80. Dortmund 49,50. Hainichen i. Sachsen 10,-. Charlottenbrunn 15,- sich selbst die Schläge versetzt, die uns zugedacht waren Mustau Weißwasser i. Schl. 15,-. Amerikanische Hanau 60,-. Staßfurt 50,- Neumünster 176,-, und zwar hunderte von Schullehrern, Geistlichen und anderen Rittern des Rocks fleinen Maier, Furtwangen Krempe d. W. 5,-. Thehoe d.§. 15,-. Segeberg d. 23. 5, von den geistigen Waffen sind selber von dem sozialistischen i. Schw. 5,-. Randow Greifenhagen 100,-. Stralsund Kellingbusen d. W. 10,-. Rendsburg d. W. 17,50. Oldesloe 8,20. Lennep, amerikanische Auftion 6,-. Hannover, Regel- D. 11. 25, Bret b. B. 12,50. Neumünster d. 3. 47,50. Flens- Gifte" ergriffen worden. überschuß von der knallrothen Familie 10,-. d. B. Hamburg, Staßfurt 15,45. burg d. B. 7,50. Büdelsdorf d. H. 10,-. Stöckelsdorf d. E. Wer überhaupt denkfähig ist, muß sich sagen, daß dies von den Arbeitern der Tabatarbeiter- Genoffenschaft 10,-. Tönning d. 2. 2,50. Heide d. P. 7,50. Porto 1,-) fein Zufall sein kann. Der Zufall und das persönliche Bollvereins- Niederlage, dritte Rate, 100,-. Hamburg, rotheek 5,20. Fürth 50,- Gotha 92,-. Leipzig 800,-. Baußen Moment spielen in der Geschichte der Menschheit gar keine Bude, Hopfenmarkt, 20,-. F. S., Ilmenau i. Thür., 10, 15,-. Durlach 15,-. Hannover 500,-. Bant 35,50. Delißsch Rolle oder nur die höchst untergeordnete der KoulissenGebweiler i. Elf. 8,95. Offenbach a. M. 25,-. VI. Wahl 18,50. Leisnig 10. fächfifcher Reichstags- Wahlfreis 36,-. Gera Bemalung. freis, Schönhauser Vorstadt, 117,50, Rontobuchfabrit Leipzigerstr.,( Reuß) 151, Mannheim 227,30. Forst i. 2. 55,-. Röpenick Regiment nicht, das ja auch in der Politik bankrott ist Die Weltgeschichte fennt das persönliche Berlin 5,-. IV. Berliner Wahlkreis, Dfter- Matinee im Often, 25, Wilmersdorf 25,-. Trebbin 3,75. Nordhausen 7,50. und trotz alles krampfhaften Galvanisirens auf dem letzten 85,-. Berlin, G.- 2.„ Freiheit", 4,-. Berlin, rothe Veilchen, Königsberg i. Pr. 15,-. Gelsenkirchen 26,-. Guben 75,-Loch pfeift. Sie spottet der Personen und beugt sich nur 200 M., darunter Wasserfreunde 7,50, Scavola 10,-, gef. v. In der Quittung für April wurde irrthümlich Oranien- vor der Logik der Thatsachen, vor dem ehernen Muß der E. Meier beim Wiegenfeste v. Fr. Rest. Wallgast Berlin 3,20, straße gefeßt. Witten a. R. 25,-. 10,-. 6,25. Auktion 20, = • vom Deligfch 30,-. Altona 30,-. II. Berliner Wahlkreis Feuilleton. Macbrud verboten.) [ 130 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Wir werden mit genügender Macht wiederkommen," erklärte der Gendarm. Thun Sie das, mein Freund. Und nun, meine Herrſchaften, stoßen Sie mit an. Es lebe die Freiheit, es lebe das Volkswohl!" Die Gendarmen entfernten sich ohne weiteren Versuch und eilten zur nächsten Telegraphenstation, von der aus sie weitere Hilfe requirirten. Lange aber meinte: 50, 15,-. eifen sie im Gasthofe aussuchen und die Begleitung über nehmen würde. Findeisen erschien auch nach einer kleinen Weile und trat mit der etwas verstimmten Gesellschaft den Heimweg an. blickten " Verhältnisse. zum Abmarsch bereit gehalten waren, in die Kasernen entLassen werden. Damit tam auch die Hauptstadt, welche durch die Nachricht von einer ausgebrochenen Arbeiter Revolte erschreckt worden, zu ihrer gewohnten Ruhe. immer wieder vergessen hatte. * Nach und nach lichteten sich die Reihen der Gäste; ein Etwa eine reichliche halbe Stunde von Bleichungen entUmstand, der auch die, welche gern noch länger verweilt fernt, liegt die verlassene Ruine einer alten Ritterburg mitten hätten, bestimmte, sich allgemach zu entfernen. Dann ward im dichten Walde. Seit Jahrhunderten hatte sie keine es still in dem Dorfe, welches den Tag über der Schau- Menschen gesehen, als hier und da einen herumschwärmenden play eines so reich bewegten Treibens gewesen. Die einzige Naturfreund, einen spekulativen Bauer, der sich hier billiges Musit, welche man noch vernahm, war das Rauschen der Baumaterial holte, oder höchstens eine verwegene Schaar Bäume und das Murmeln des Baches; statt der tausend von sonntägigen Spaziergängern. Um die Stunde der Nacht funkelnden Augen sah man noch hier und da das Flimmern aber, in der wir sie besuchen, hätte die Ruine wohl keinen eines Lichtes, es mochte denn sein, daß man nach dem anderen Besuch erwartet, als den des Mondes, der das Himmelsgewölbe hinaufsah, von dem herab in sinniger Steingetrümmer romantisch beleuchtete und sich von ihm er Heiterkeit unzählige helle Sterne auf den friedlichen Ort zählen ließ, was er, der Wankelmüthige, so oft gehört und Lange nachdem das letzte Lebenszeichen erstorben und Mitternacht ist's, und die Ruinen bekommen Besuch. Es ist nun Zeit, daß wir ans Geschäft gehen." die Mitternacht gekommen, rückten zwei Rompagnien In Schweigsame Männergestalten sind es, welche über die SteinZum großen Berdruffe Olga's, der es in Hasselbach fanterie in Sturmschritt in Bleichungen ein, während zwei blöcke hinwegsteigen, hier und da von einer anderen Geaußerordentlich gefiel, brach die Gesellschaft auf und Büge Kavallerie den Ort umschwärmten. Der aus dem stalt angehalten werden, der sie etwas vorweisen, was ihr wanderte im großen Zuge nach Bleichungen, welches Schlafe geweckte Ortsschulze konnte ihnen versichern, daß der Weiterkommen gestattet. Endlich gelangen sie durch nunmehr förmlich überschwemmt wurde. Die Damen trafen vermeintliche Zentralsiz der Empörer nur friedliche Dörfler einen Gang mit Thorweg in eine geräumige Halle, in hier zusammen und tauschten ihre Erlebnisse, ihre Ansichten beherberge, daß sie also umsonst gekommen seien. Eine welcher einige Fackeln vor dem Glanz des Mondenscheins und Befürchtungen aus, unbehelligt von den Herren, welche Umstellung des Hauses von Reinisch hatte keine andere kaum zur Geltung kommen. Ein Summen von leisen sich unbemerkt von ihrer Seite entfernt hatten. Vergeblich Folge, als die, zu erfahren, daß weder Herr Reinisch, noch Stimmen empfängt hier den Ankömmling, der sich in den war auch alles Fragen nach ihnen; keiner der anwesenden sonst Jemand, der Verdacht erregen konnte, zu Hause sei. Gruppen nach bekannten Gesichtern umschaut und sie alsArbeiter vermochte über ihren Verbleib Auskunft zu geben, So blieb den requirirten Kriegern und den sie be- bald findet. Die Halle füllt sich immer wehr; neue Ans und tausenderlei Befürchtungen wurden unter ihnen laut, gleitenden Gendarmen Nichts übrig, als wieder dahin zurück- tömmlinge werden immer seltener, endlich ruft eine laute bis endlich ein Briefchen an Selene meldete, daß die Herren zukehren, von wo sie gekommen. Nach ihrer Rückkehr Stimme oben von der Zinne der Mauer herab: fich's versagen müßten, die Damen nach hause zu begleiten, konnten auch die einstweilen durch Generalmarsch zusammenba wichtige Geschäfte sie zurüchielten, daß aber Herr Find- getrommelten Truppen, welche bis dahin unter Waffen und " Neun und Siebenzig, und einer ist angehalten." Wie heißt er?" fragt eine Stimme ven unten. Die Fortschritte des Sozialismus find nicht auf per fönliches Verdienst, oder, wie viele unserer Feinde ver- meinen, aus persönliche Schlechtigkeit zurückzuführen: sie haben ihren Ursprung in den Verhältnissen. Und wenn auch die Bedeutung des Individuums nicht geleugnet wer- den soll— das vornehmste Ziel deS Sozialismus ist es ja, das Individuum in der vernünftig organisirten Gesellschaft zu allseitigster, vollster Entfaltung und Geltung zu bringen, — so ist es doch für Jeden, der von den sozialpolitischen Bewegungsgesetzen und deren Walten einen Begriff hat, über jeden Zweifel erhaben, daß nicht in Personen, sondern in den Verhältnissen selbst die Ursache diese» reißend schnellen, und immer schneller zunehmenden Wachsthums unserer Partei und der Arbeiterbewegung im Allgemeinen zu suchen ist. Wer das Schauspiel beobachtet, welches die sogenannte zivilisirte Welt in diesem Augenblicke darbietet: die Krise in Permanenz, die zunehmende Verarniung der Massen, die Roth aus der einen Seite— die Orgien des Kapitalismus auf der andern, die immer tolleren Forderungen des Militarismus, die steigende politische und gesellschaftliche Unsicherheit, die Plan- und Rathlosigkeit in den sogenannt herrschenden Kreisen— wer dies beobachtet, die Thatsachen zusammenstellt und aus ihnen die Schlüsse zieht, zu welchen sie zwingen, der kann die Erkenntniß nicht von sich weisen: es ist ein allgemeiner Auflösungsprozeß, der sich hier vollzieht. Die alte Gesellschaft hat den Todes- keim in sich, und eine neue Gesellschaft ringt sich hervor zum Leben. Die neue Gesellschaft des Sozialismus. Und ihre Geburtshelfer das sind die Verhält- Nisse. Damit soll freilich nicht gesagt sein, daß die Entwicke- lung der Tinge unabhängig von den einzelnen Menschen sich vollziehe. Der Mensch— daS dürfen wir niemals ver- geffen— ist selber treibende Kraft, und je mehr es ihm gelingt, der Naturkräfte Herr zu werden, desto größer wird auch sein Einfluß auf die Verhältnisse. Und gerade die Verhältnisse, um welche eS sich in dem Befreiungskampfe der Arbeiter handelt: die deS Staats und der Gesellschaft— sind hervorragend durch Menschen be- stimmt und von dem Willen der Menschen abhängig. Bisher erfolgte die Gestaltung dieser Verhältnisse nach dem Willen und den Interessen der Kapitalistenklasse, welche die Aiehr- heit der Bevölkerung in materieller und geistiger Abhängig- keit von sich hält. Zum Glück ist aber die Abhängigkeit keine ewige: der Kapitalismus selbst erzeugt seiner innersten Natur nach einen Zustand der Dinge, der die Mehrheit des Volke? in immer schärferen Gegensatz zu der Kapitaliftenklasse treibt. Die Kluft zwischen der arbeitenden und der besitzenden Klasse wird von Tag zu Tag größer, die mittleren Schichten der Gesellschaft verschwinden, das Klcineigenthuni wird mit steigender Schnelligkeit vom Großkapital aufgesogen, und iimmer er- drückender wird die Zahl Derer, für welche die Herrschast deS Kapitalisnius Armuth und Elend bedeutet, während andererseits die Zahl Derer, die an der Erhaltung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung ein Interesse haben, mit leichcr Schnelligkeit sich vermindert. So ist für die Mehr- it der Gesellschaftsglieder die Beseitigung der kapita- listischen Produttion im wahrsten Sinne des Wortes zu einer Lebensfrage geworden— zu einer Frage von Sem oder Nichtsein. Und nachdem die Logik der Thatsachen und die Ent- wicklung der Verhältnisse so den Boden geschassen haben für die neue Gesellschaft der Freiheit, Gleichheit und Brüder- lichkeit, ist eS ein Gebot der Selbsterhaltung für die Mehr- zahl der Menschen, vor allem für die Arbeiter, die unter dem gegenwärtigen Zustand der Dinge am meisten zu leiden haben, den Neubau aufzurichten und daS Werk möglichst zu beschleunigen. Das ist in die Macht der In- dividuen gelegt. Und hier beginnt die politische Pflicht des Arbeiters. Er hat nicht blos die ganze Kraft der eigenen Person in die Waagschale des Klassen- und Besreiungs- kämpfe» zu legen— er hat auch mit aller Kraft dahin zu wirken, daß Andere dies thun und daß die Masse der ar- beitenden Volkes begreift: nur von der Arbeiter- ilasse selb st hat die Arbeiterklasse die Rettung zu erwarten. So muß der pflichttreu« Genosse nicht blos selbst Streiter sein, der unablässig seine Kraft stählt, stärkt zu dem Kampf; er muß auch Agitator, Organisator sein, der die zerstreuten Kräfte zusammenfaßt und der den Weckruf erschallen läßt an die Schlummernden und Säumigen und die frohe Botschaft des welterlösenden Sozialismus Denen verkündigt, an deren Ohren sie noch nicht gedrungen ist. „Er nennt sich Draht." „Kann passiven." Alsbald erhebt sich an einer vom Mondenschein am hellsten beleuchteten Stelle, wo ein Haufen von mächtigen Steinblöcken eine Erhöhung bildet, die Gestalt Frank's, bei deren Erscheinen sich die Anwesenden alle diesem Orte zu- drängen. „Liebe Freunde," beginnt Frank,„eS fehlt Einer in unseren Reihen; ich werde deshalb die Namen der Ge- ladenen verlese», bei deren Nennung der Gerufene sein „hier" mag laut werden lassen, damit wir wissen, wer aus- geblieben ist. Herr Hanke, wollen Sie lesen?" Der Namensaufruf ergab die Abwesenheit deS Herrn Mensch.. „Weiß Jemand Etwas über daS Verbleiben deS Herrn Mensch?" fragte Frank die Anwesenden. „Er ist nicht nach Bleichungen gekommen, konnte deS- .lb auch nicht von mir bestellt werden", berichtete '�„Sollte er Furcht bekommen haben?" fragte eine spöttische Stimme.. „Kein Mißtrauen, meine Herren, ohne«inen ausreichen- den Grund," ermahnte Frank,„und nun möchte ich fragen, ob Herr Draht gekommen?" „Hier bin ich," rief der ehrwürdige Schuhmacher- vieister. „So möchte ich fragen, wie Sie hierher gekommen?" „Ich erfuhr, da Herr Mandel sich durchaus von mir loSmache» wollte, daß cheute Besprechung sei, und da ich keine Veranlassung zum Mißtrauen gegeben, so verlangte ich, daß ich mitgenommen würde." „Es war kein Mißtrauen gegen Sie, Herr Draht, sondern nur der Wunsch, einen bejahrten Mann, der noch dazu eine zahlreiche Familie zu ernähren hat, sich nicht in gefahrvolle Unternehmungen verwickeln zu lassen," erklärte Frank. Jndeß waS würde alle Aufopferung, Pflichttreue unS helfen, wenn unsere Bewegung aller Muth, alle . M den Ent- wicklungsgesetzen der menschlichen Gesellschaft zuwiderliefe? Unser Ziel entspricht diesen Gesetzen und ist ihre Kon- s e q u e n z; und es widerspricht ihnen, waS unsere Feinde wollen. Diese Entwickelungsgesetze nebst den Verhältnissen, die sie erzeugt haben und nie rastend weiter erzeugen, sind für die Sozialdemokratie und gegen unsere Feinde. Und darum will unseren Feinden Nichts mehr gelingen, und ge lingt uns Alles. polififtfje LlcberNcklk. Berlin, den 4. Juni. Pfingsten, das liebliche Fest, ist gekommen, und allem Anschein nach bringt es gut Wetter mit,— etwas sehr Wichtiges für die Millionen des arbeitenden Volkes, die nicht jeden Tag in der Woche Sonntag haben, und denen Pfingsten so ziemlich die einzige Zeit im Jahre ist, wo sie auf etwa? längere Zeit, als ein einfacher Ruhe- tag zwischen schwerer erschöpfender Arbeit gestattet, in der freien, grünen, duftende» Natur sich ergehen und de» Staub und Dunst der Werkstätte von sich schütteln können. Das schöne Wetter lockt mächtig hinaus und weckt die Wander lust und die Reiselust, welch letzterer freilich nur die Wenigsten zu fröhnen im Stande sind. Für diese aber, die„Wenigen", tbo few, wie die Engländer sie zur Unter- fcheidung von den„Vielen", d. h. den Millionen des arbeiten- oen Volks nennen, hat die„Reisesaison" begonnen, und die reiche und vornehme Welt— die, obgleich sie sich„die Welt" pw excellence nennt, doch zum Glück nur ein winziges Bruchtheilchen der Welt ist, die auch ohne sie sehr ;ut bestehen kann— führt jetzt ein lustiges Wander- und 'eiseleben, das ihnen wohl bekommen möge. Das Ver- „en und Nichtsthun sind bekanntlich die ermüdendsten eschäftigungen, und auch den unglücklichen Opfern der Nichtarbeit gönnen wir gern einige Pfingst-Erholung.— Wo Alles reist, können die höchsten Spitzen der Ge- sellschaft— die Fürsten und fürstlichen Familien— natür- lich auch nicht zu Hause bleiben; und so hören wir jetzt denn sehr viel von fürstlichen Reisen. Es wäre uns lieber, und den hohen Reisenden sicherlich angenehm, wenn wir weniger davon hörten. Und hier eine Frage an die Adresse der dienstfertigen Schreiblakaien, welche an jede sürstliche Reise weltgeschichtliche Kombinationen knüpfen. Was verschlägt es der Welt, ob der bedauernswerthe Mann, der Zar von Rußland heißt, in Kopenhagen, Kiel oder Gatschina polizeilich beschützt wird? Doch Pfingsten klopft an unsere Redaktionsfenster. Keine langen Betrachtungen! All unseren Lesern, all unseren Freunden, allen die sich freuen können, fröhliche Pfingsten!— Bundesrats). Das Wolff'sche Bureau tele- graphirt: Der BundeSrnth beschäftigte sich in der am 2. d. M. ab- ehaltenen Plenarsitzung zunächst mit Zoll- und Steuerangelegen- eilen: der zollfreien Ablassnng von Netze» für die Hachsee- sischerei, der Zulassung gemischter Privat-Transittager ohne amtlichen Milverschluß für Getreide in mehreren Städten, der Ab- änderung der Borschriften über die Rückvergütung der Brau- steuer bei der Aussuhr von Bier, endlich Anträgen auf Rück- Vergütung gezahlter Zolldeträge. Dein Entwurf von Aus- führungsvorschriften zu dein Gesetz, betreffend die Unterstützung von Familien der zu Friedensüdungen einberufenen Mann- schasten, sowie dein Antrage Badens auf Abänderung des Etats der Zoll- und Salzstener- Verwaltungskosten wurde die Zu- ftimmung ertheilt. Die vom Reichstage überwiesenen Petitionen wegen Abänderung des Handelsgesetzbuches, der Gewerbe-Ordnung, der Zivilprozeh-Ordnung und der Konkurs- Ordnung wurden dem Reichskanzler übergeben. Dem Beschluß d-S Reichstags, eine Petition, betreffend die Aufnahme von Bestimmungen über Jagdrecht und Ersatz von Wildschaden in das künftige Bürgerliche Gesetzbuch, dem Reichskanzler als Material für die Prüfung der Frage zu überweisen, ob und eventuell nach welcher Richtung hin Bestimmungen über Jagd- recht und Ersatz von Wildschaden in daS künftige deutsch« Bürgerliche Gesetzbuch aufzunehmen seien, beschloß die Ber- sammlung keine Folge zu gellen. Nur immer langsam voran! Oder womöglich: gar nicht voran! Das ist die Losung deS Berliner Bundesraths wie weiland des Frankfurter Bundestags.— Das Gesetz über die Vorbereiknug des Krieas- ustandes iu E'lsast-Lothringcu wird heute im„Reichs- "nzeiger" veröffentlicht.— z« A „Die Geno wssenschaft hat mich vorm Untergang gerettet, darum will ich mit der Genossenschaft stehen und fallen, und Gott wird weiter helfen. Mein Beispiel, mein graues Haupt wird Allen nützen, wenn eS nicht mein Geist oder Arm thut." Ein Gemurmel der Zufriedenheit durchlief die Reihen der Anwesenden. „Sie sind willkommen, Herr Draht," rief Frank und fuhr dann fort: „Freunde, wir haben Euch an diesem abgelegenen Orte »isammeukommen lassen, um Eure Willensmeinung zu hören. Eine unerhörte That nach der andern ist von diesem Ministerium ausgegangen; nicht einmal versammeln dürfen wir uns mehr, um unsere Interessen zu berathen; unsere Freunde werben ohne allen gesetzlichen Grund verhaftet; die Mühen und Opfer, die heißen Bestrebungen und einzigsten Hoffnungen der Arbeiter werden auf eine brutale und frevel- hafte Weise vernichtet und zerstört. Die durch unsere eigene Kraft errichteten Genossenschaften, der für so Viele Trost bringende Konsumverein, die gänzlich gefahrlose Volksbank, unser geistiges Band, das„Volksblatt", sind verboten durch ein Ministerium, welches sein Dasein dem Wider- stände verdankt, welchen es gegen ein heiliges Volks- recht, das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht, vorgeschlagen von einem konservativen Ministerium, geleistet. Aller Boden der Existenz wird uns unter den Füßen entzogen, alles Recht mit Fußen getreten, die Lebensluft wird uns abgeschnitten, und nun kommen wir, um Euch zu fragen, was Ihr glaubt, daß wir thun sollen: noch länger fried- liche Mittel versuchen, oder zum letzten äußerste», zur Gewalt greifen?" „Zur Gewalt, zur Gewalt!" riefen die Stimmen mit einer furchtbaren Einhelligkeit aus. Jetzt trat Lauge auf und rief: „Freunde, denkt nicht, ich sei weniger entschlossen wie Ihr, wenn ich zur Mäßigung rathe. Mir blutet das Herz, Fabrikinspektoren und Bourgeoispresse. Für dr ultramontane„Kölnische Volks-Zeitung" sind die Wort» dazu da, um den Sinn der Sprache zu verdrehen und ver bergen. Um unseren Nachweis, daß die Einzelberichte bei österreichischen Gewerbe-Jnspektoren den dortigen Genossen. schasten(Innungen) ein komplettes Unfähigkeitszeugniß be- züglich der Bekämpfung der Lehrlingsschinderei ausstellen, scheinbar zu entkräften, beruft sich das.fromme Blatt im heiligen Köln auf eine Aeußerunz des einen Wiener Inspektors, indem es die von uns angeführten Stellen aus den Berichten der Brünner, Pilsener und Jnnsbrucker In- spektoren hübsch todtschweigt, und auch die Thatsache, daß die Behörden fortwährend die Innungen an ihre Pflicht gemahnen— als wenn das Letztere nicht gerade unsere Darstellung schlagend bestätigte! Die eine Aeußcrung des einen Wiener Beamten aber lautet dabin, daß„die meisten(!) Wiener Genossenschaften wohl revlich bemüht sind, die Lehrherren bei ihre Pflichten gegenüber darbietenden Anlässen auf en Lehrlingen aufmerksam zu machen.'. Doch'ist der Effekt ein sehr geringer." Mit anderen Worten: die Genossenschaften schreiben und reden viel über ihre„Pflichten gegenüber den Lehr- lingen", aber die Herren Jnnungsmeister handeln doch wie die ärgsten Kinderschinder. Es ist die bekannte Ge- schichte von dem Pfaffen, der öffentlich Wasser predigt und heimlich Wein trinkt. Die„Köln. Volksztg." war, ist und bleibt also im Unrecht.— Immer geistreicher! Die offene Art und Weise, in der wir den geistlosen Angriff des Wiesbadener Wein- protzen-Organes„Rhein. Courier" auf die Redaktion des „Vorwärts" einfach niedriger gehängt haben, macht das Kapitalistenblatt des rheinischen Beamtentuskulums ganz perplex. Und in dieser Verfassung plaudert seine Redaktion den Lesern aus, daß sein Berliner Reptil„gleichzeitig den „Rheinischen Courier", die„Münchener Neuesten Nach- richten", sowie das„Neue Wiener Tageblatt'(!!) des ber— ühmten Herrn Szeps bedient". Holde Einfalt, die solche Geheimnisse kapitalistisckjer Zeitungsmache verräth! Wenn sich der„Rheinische Courier" in solcher Gesellschaft befindet, so ist es erklärlich, daß es zu unserer Kennzeichnung seines arbeiterfeindlichen und kapitalistenfreundlichen Charakters weiter nichts zu bemerken weiß, als folgenden Satz aus dem Phrasenrepertorium Karlchen Mießnicks: „Bei der gegenwärtigen Hitze wundern wir uns nicht, daß die gewöhnlich schon phantasievolle Leitung des Sozialisten- blattes so außerordentliche Einfälle hat". Die polemische Kraft des„Rheinischen Couriers", wenn er je eine solche ge- habt hat, scheint allerdings in diesen vorzeitigen Hunds- tagen aus den Hund gekommen zu sein.— Die Sozialdemokratie nnd die Moral— so über- schreibt der Stöcker'sche„Reichsbote" einen Artikel gegen unsere neuliche Rundschau- Notiz betreffend„christliche Humanität". Mit der Weltanschauung, die aus dem Artikel spricht— es ist die orthodox landläufige— wolle» wir uns n. Wir ton hier nicht befassen. nnen uns aber den Spaß nicht versagen, aus dem pfäffischen Phrasenschleim einige be- Zeichnende Sätze herauszugreifen.„Wie denkt sich", so reibt der„Reichsbote", wie denkt sich wohl der„BonvärtI" die Möglichkeit, die Morde und Selbstmorde, welche bekamillich meist im Ge- Heimen geschehen, zu verhindern? Man denke an Wetzel und alle in letzter Zeit hier vorgekommenen Morde: wie hätte man dieselben verhindern können? Das Recht der Nothwehr existirt auch jetzt, und alle jene Ermordeten haben es ausgeübt, aber vergeblich. Und da will der„Vorwärts" nicht über das Recht der Nothwehr, den Mördern gegenüber, zur Ber- hütung der Morde hinausgehen? Verbrechen, Sünde und Schuld im Sinne der christlich-sittlichen Weltanschauung giebt's nach dem sozialdemokratischen Organ und seiner naturalistischen Weltanschauung nicht, sondern Alles ist Natur und Naturtrieb. Der arme Verbrecher kann nichts dafür, daß er ein solcher— ein Dieb, ein Halsabschneider, ein Mörder— ist, er ist ein Opfer seiner Naturanlageu, die er sich nicht ge- geben hat. Freiheit des Willens giebt'S nach diesen Freiheits- Helden nicht— Alles ist Zwang; hier Naturzwang und in ihrem Staat Staatszwang, hier Sklaven der Naturtriebe, dort Sklaven der Naturtriebe der Herrschenden und des Staats. Strafen und Gefängnisse dars's nicht gebe», sondern höchstens Heil- und Besserungsanstalten." Wie schwer dieser Stöcker doch von Begriffen ist! Daß man alle„Verbrechen", d. h. als solche geltenden ' audlungcn, verhindern könne, wer hätte das je gesagt? - handelt sich im vorliegenden Fall doch nur um die Nothwehr der Gesellschaft gegenüber dem Individuum, das Durch Handlungen oder seinen Geisteszustand zur An- nähme zwingt oder berechtigt, daß es Leib und Leben wenn ich AlleS bedenke, was dieses Ministerium uns angethan; und handelte ich allein für mich, und könnte ich Alles allein vollbringen, ich wurde mich, wie Ihr. zur Gewalt entschließen. Aber bedenkt, auch Ihr steht nicht allein für Euch, der ganze Staat wird durch Euren Beschluß in zwei Heerlager gespalten, das ganze Land wird ein Schlachtfeld und das Wohl und Wehe von Millionen hängt von Eurem Entschlüsse ab. Eine Revolution ist ein furchtbarer Schritt, zumal das Ende nicht sicher in unserer Hand liegt. Sprecht also nicht nach Eurer Leidenschaft, betrachtet Euch als ein Schwurgericht von 80 Männern, erwägt das �„Für und Wider" und sagt dann, ob nicht noch ein friedliches Mittel zu finden und auch rathsam sei?" Schweigend wurde die Rede aufgenommen. Da erhob sich Wießner, der Schmied, und rief: „Ich glaube, mit diesem Ministerium ist nicht zu unter- handeln, mit diesem ist nur noch zu kämpfen. Wir verlieren nur Zeit und damit nur Kraft. ES fragt sich indeffen, ob Herr Dr. Lange ein friedliches Mittel weiß, das wir als praktisch anerkennen können." „Ich wüßte nur eins," erklärte Dr. Lange,„ein noch- maliges Aussprechen unserer Forderungen in einer Riesen- adresse, welche von einigen Deputirten unter Begleitung sämmtlicher Arbeiter der Stadt zu überreichen ist. Es würde dies ein ungeheuerer Zug, eine förmliche Heerschau, ein ge- waltiger moralischer Druck sein." „Ich bin damit einverstanden," erklärte Wießner,„es ist dies noch ein Mittel, und ich will es mit vertreten, vorausgesetzt, daß in der Zwischenzeit auch schon daS letzte Aeußerste vorbereitet wird. (Fortsetzung folgt.) feinet Mitmenschen gefährdet. Allerdings steht auch fest— und das deuteten wir in unserer Notiz schon an—, daß oci einer vernünftigen Gesellschaftseinrichtung, bei guter körperlicher und geistiger Erziehung sämmtlicher Gesellschafts- glieder neun Zehntel solcher Handlungen, wie sie jetzt als »Verbrechen� bezeichnet werden, von vorn herein wegfallen, und daß auch die erbliche Disposition, die ja in unnatür- lichen und unvernünftigen GesellschastSzuständen ihren Ur- grund hat, nach und nach verschwinden muß. Höchst ergötzlich und von wunderbarer Gedankenlosigkeit oder Gedankenavwesenheit zeugend ist aber das Gejammer über„Natur und Naturtrieb", denen wir zu Gunsten des Individuums alle.Verbrechen" zuschieben wollten. Hat der.Reichsbote" denn im Augenblick, als er dies schrieb, gar nicht daran gedacht, daß es gewisse Personen, sagen wir unseretwegen.Verbrecher" giebt, die sich des Meineids, des E h r e n- W o r t b r u ch S, der Unzucht, des Wuchers, der Ehrabschneiderei, des Betrugs, der Fälschung und anderer gleich nobler.Verbrechen" schuldig gemacht haben, und denen eS schwerlich— erfor- derlichen Falls— sehr angenehm wäre, wenn sie. statt von kapitalistisch-religiösen Richtern inS Zuchthaus geschickt zu werden, von sozialistisch- materialistischen Richtern in »Heil- und Besserungsanstalten" geschickt würden?— Europa, oder.Schuß- Wir lesen in den Zd Christliche Zivilisation in Wirkungen der neuen Gewehre". tuugen: Die bekannte Rede deZ Wiener Thirurgen B i l l r o t h im österreichischen Herrenhause über die Wirlungen der neuen Hand- fcuerwafsen im Kriege stimmte mit den Schlußfolgerungen überein, welche bereits zuvor der Militärarzt Dr. Joh. Hab ort, Mitglied des österreichischen Militär-Sanitatskomitees, in seiner Flugschrift.Di« Geschoßfrage der Gegenwart" dargelegt hatte. In einer neueren Flugschrift, betitelt.Die Geschoßwirkung der Acht» Millimeter- Handfeuerwaffen", sind die näheren patho- logischen Befund« der Habart'schen Ausführungen auf Licht- druck- Tafeln dargestellt. Der Autor hielt über den ernsten Gegenstand vor einigen Tagen einen Bortrag in der Wiener Gesellschaft der Aerzte, über welchen wir der Wiener.Presse Folgendes entnehmen: Es war ein« Art von Mythus ver- breitet, dahin lautend, daß die modernen Schußwaffen außerordentlich human seien; eS wurde hervorgehoben, die Verletzungen seien förmlich so rein und einfach wie Stichwunden und die antiseptische Chirurgie habe nur ihres Amtes zu walten, um diese so einfachen Verletzungen in einfachster Weise zu heilen. Die modernen Geschosse wurden, diesem MythuZ zufolge, den Kämpfer nur kampfunfähi machen; sonst geschehe ihm sozusagen gar Nichts. Dur« Habart's umfallende Untersuchung werden wir eines An- deren belehrt. Professor v. Bardeleben in Berlin weift in letzter Zeit daraus hin, daß die Zahl der tödtlichen Treffer in den nächsten Kriegen«in« bedeutend« Steigerung erfahren werde, und auf den Schlachtfeldeni von Chili hat dieser Satz bereits seine Bestätigung gefunden. Habart schließt sich dem vollkommen an. Kampsunfähig wird man gemacht werden, aber für immer. Hören wir nur Habart:„Infolge der relativ großen spezifischen Querschnitts- belastung uD Energie der Stahlmantel-Geschosse können noch bei Austreffgeschwindigkeiten geringeren Grades die Wider stände des menschlichen Körpers bewältigt und Ein: geweide- Berletzungcn tödtlichen Charakters hervorgebracht werden..... Lebenswichtige Organe(Gehirn, Blut- zirkulattons-, Athmungs- und Berdauungsapparat) werden von den Mantelgeschossen, innerhalb viel größerer Flugbahn. strecken gefährdet, als seitens der 11 Millimeter-Geschosse, welcher Umstand bei Beurtheiwng der Wirkungssähigkeit der- selben besonders schwer in die Waagschale fällt und bis nun wenig Würdigung gefunden hat. Die Zone der tödtlichen Schüsse mißt über 4 Kilometer." DaS heißt mit dürren Watten: Man kann aus der Entfernung einer ganzen Meile mit einem S Millimeter-Geschosse, also auS einem Infanterie- gewehr, todtgefchossen werden. Die Wirkungszone der Hand- feuer-Waffen reicht also so weit, wie sonst die der Kanonen. Die Durchschlagskraft der neuen Geschosse ist«ine enorme. El ist kein Zweifel, daß.beim Feuern auf geschlossene Truppen. Massen eine ganze Reih« von hintereinander aufgestellten Kriegern von einem einzigen Ge- schösse durchschossen, also niedergemäht werden kann. ES fielen schon bei den bishettgen Anwendungen des Gewehres(Arbeiterunruhen in Nürschan und Biala u. f. w.) auf ein Geschoß drei, vier und mehr Getroffene. Die Er- fahrung hat gezeigt, daß unser Geschoß, nachdem es eine 140 Zentimeter dicke Schicht« Erdreich(einen Damm) passitt hatte, noch einen Mann verletzte. Die Verwüstungen, welche die Geschosse an dm langen Röhrenknochen erzeugen, sind an den schäum Tafeln, welche der Arbeit Habart's beigegeben sind, ersichtlich und auch für den Laim verständlich. Von besonderer Wichtigkeit find auch die die Verletzung der Blutgesäße betreffenden Beobachtungm; während bei den Geschossen der früheren Zeit die großen Blutgefäß«, wie man sagte, den Geschossen ausweichen tonnten,—«in Ausdruck für die Thatsache, daß Blutgefäße unverletzt bleiben konnten, . auch wenn das Projektil hart an ihnen vorüberflog— sind derlei Berhältnisse in Habatt'S Versuchen nicht beobachtet worden. Wir haben«in furchtbares Geschoß. Und der Mythus von dem humanen Charakter der modernen Schußverletzungen ist ein MythuS..Ein humanes Geschoß ,st«in Unding", erklärt« schon Professor Ueasle, und auch Habart sagt:.Es ist eine ungerechte Forde- rung an die Waffcntechnik, von derselben ein percusfions- kräftiges und gleichzeitig ein humane« Geschoß zu verlangen." »Tie Rückwirkung des weittragenden Kriegsgewehres", sagt Habart schließlich,.wird sich in Umgestaltungen der Kriegs- «inst und des gesammtm Sanitätsdimstes im Felde äußern." Und das.humane Geschoß", dessen wunderthätige Wirkungen hier geschildert sind, ist noch ein harmlos un- schuldiges Ding verglichen mit dem LVr-Millimeter, den öie Franzosen jetzt erfunden haben und den sie— und auch Andere— jedenfalls schleunigst einführen werden. «chade, daß man unsere.christliche Zivilisation" nicht an °>e Mauer stellen und mit ihrem„humanen Geschoß" ohne Weiteres niederknallen kann!— 8ic transit gloria miindl- Herr Baar« war bisher auch Mitglied deS Landes-Eisenbahn- raths. Indem dieser Tage veröffentlichten Verzeichniß der für die nächsten drei Jahre berusenen Mitglieder dieser Körperschaft findet sich sein Name nicht mehr.—- Stöcker stöckert. In der.Krenz-Zeitung' von gestern Abend lesen wir: .Ueber soziale Befürchtungm und Hoffnungen" sprach Hofprediger a. D. Etöcker gestem Abend im Evangelischen Männerverein. Der Redner sagte u. A.: In den Kreism der «rbritkr lebt der Gedanke der Hebung ihres Standes auf«ine höhere Stufe. Dieses Streben ist durchaus zu unterstützen. Es wird aber keinen Erfolg haben, wenn nicht die Kräfte des nicht eine -eist. Was ...»_______________________________ WaS hilft ll«zn« Arbeitszeit, wenn, wie es vorgekommen ist. die Frau bin froh, daß ich den Mann für zehn Etundm loS ie Sozialdemokratie hat nicht den sagt: bin Muth, den Leuten in sittlicher Beziehun die Wahrheit zu sagen. DaS ist da Schlimmste an ihr. Bei allen ihrm Aeußerungm sieht es immer aus, alz ob alle Arbeiter Tugendhelden, alle anderen Menschen sittliche Scheusale wären. In England ist es anders; dort üben die organistrten Arbeiter einen erziehenden Einfluß auf die jüngeren Leute auS, halten sie zur Sparsamkeit, Nüchternheit, Arbeitsamkeit an. Ein schweizerischer Sozialdemokrat schickte mir ein Blatt, in dem er die Trunksucht der Arbeiter bekämpfte. Aber unsere Sozialdemokratie leidet an dem Mangel sittlicher Ideale infolge ihres jüdischen Ursprungs und i hrer j ü difch en Führer.(Lassalle, Marx, Singer.) Die soziale sittliche und religiös« Roth zu be- kämpfen, ist die Pflicht aller Christen. Vor Allem dürfen sich die gläubigen Christen nicht an Seldstbeschaulichkeit und eigener Frömmigkeit genügen lassen, sondern müssen auch die Verderber der Kirche und die Feinde des Volkes, namentlich auch durch treue Erfüllung der bürgerlichen Pflichten, bekämpfen. Stöcker'sche Sittlichkeit wird allerdings von den Sozialdemokraten weder gelehrt, noch geübt.— Der„Thurm" wankt. DaS Zentrum, welches noch vor Jahresfrist so stolz und siegesgeivib that, in seiner .schwarzen Pfaffengasse" am Rhein sich so sicher fühlte vor sozialdemokratischen Angriffen, ist auf einmal gar angstlich geworden, und in seiner Roth ist's auf die Praxis der pro. testantischen Js- und sonstigen Unkräuter verfallen. Es läßt die Versammlungen sprengen, welche jetzt unser Genosse Molkenbuhr im Rheinlande abhält. Wir quittiren mit Vergnügen dieses, wenn auch nicht gerade mannhafte, aber doch unzweideutige Eingeständniß, daß die Helden des Zentrums der Sozialdemokratie im geistigen Kampf nicht gewachsen sind.— Tie slichsische« Gerichte haben Unglück. Nachdem daS Erkenntniß des Landgerichts Chemnitz gegen Ge- noffen Schmidt(Mittweida) erst vor wenigen Monaten vom Reichsgericht aufgehoben werden mußte, hat jetzt auch ein politisches Erkenntniß des Landgerichts Dresden gegen den Genossen Gradnauer vom Reichsgericht aufgehoben werden müssen. Bekanntermaßen ist Sachsen von allen deutschen Vaterländern dasjeitige, in welchem die Regierung sich am entschiedensten aus Seiten des Kapitalismus gestellt und den Kampf gegen dieJSozial. demokratie ausgeblieben' und— nicht die S o z ist zu Schaden gekommen, wohl aber andere Leute.— Die Todte« reiten schnell— auch in ihren Wünschen und Gedanken. Die natioualliberale» Spuk- und Radau. geister sind von ihrem neulichen Hexeutanz noch nicht nüchtern geworden, und sie schlagen, vom Kulturkampf- schwindel-Hafer gestochen, jetzt vor, das Zentrum niüsse aus dem Bureau des Reichstags, und aller andere» vertretenden Körper entfernt werden. Das erinnert uns wenigsteus daran, daß es in verschiedenen Bureaus noch National- liberale giebt. Fort mit den Todten! Und laßt die Todten ihre Todten begraben!— Gute Polizeivorsätze in Wie». Die Wiener haben einen neuen Polizeipräsidenten bekommen; von diesem meldet ein Telegramm: Der neu ernannte Polizeipräsident Steyrkal erklärte den niederen Beamten gegenüber, sie sollten alles Denunziren vermeiden, der Denunziant sei feige, er verlange von den Beamten«in wohlwollendes Benehmen dem Publikum fegenüber; Letzteres beanspruche Hils« nur im Nothsalle. Be- onderS fiel auf, daß der jetzige Polizeipräsident gerade auf das Talent derjenigen Beamten rechnete, welch« unter seinem Vor ganger zurückgesetzt worden waren. Wir wollen uns in sechs Monaten sprechen. Apropos, zur aiprch Weg Das wie lautet doch das bekannte Sprichwort?.Der Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert."— Die italienische Krisis wird immer kritischer. kopflose Benehmen des Ministeriunis hat jeden Rest von Rücksicht und Achtung vernichtet, und die Presse behandelt den armen Giolitti ganz eu canuUlo. Es ist eine voll- ständige Auflösung. Der König ist den peinlichen Szenen auS dem Wege gegangen und macht eine Äerlegenheits reise. Es ist sehr möglich, daß die Kammer den verlangten Kredit nicht bewilligen wird, um die B l l d u n g e i n e s neuen Ministeriums zu erzwingen, das dann die Auflösung auszusprechen und die Neuwahlen zu veranstalten hätte. Auf die Wahl mache kommt auch in Italien viel an.— Die Kommune in Frankreich. Ja, die Kommune ist wieder lebendig! Zittert, Ihr Spießbürger! Und nicht blos eine Kommune. sondern vier bis fünf Dutzend— die kleineren gar nicht zu rechnen. Auch von Paris nicht zu reden, das ja das Vorrecht der Revolution hat und schon seit fast einem Jahrzehnt ganz sachte in die Kommunewirthschaft hincingleitet. Wir meinen die von den französischen Sozialisten zu Ehren des schönen Maisestes der Arbeit neu eroberten Kommunen von Roubaix, Toulon, Marseille u. s. w. Dort ist Heulen und Zähnellappern unter den Philistern, die zum Glück nicht zahlreich sind— dieselbe Sorte, die in Deutschland für Bismarck und Baare schwärmt— desto vergnügter sind die übrigen neun Zehntel der Menschenkinder. Ja, sie sind auch kräftig ans Werk gegangen, die Kommune-Leulc. In Roubaix und Toulon hat die neue Stadtverwaltung— man denke, o Graus!— den A ch t st u» d e n t a g für alle Kommunalarbeiten eingerichtet. Und Zeter! Zcter! schreit die kapita- istische Ausbeutergesellschaft,„die Gemeinde ist in Gefahr, der Bankrott droht!" Nun— in Pari? ist der Achtstundentag schon seit echs Jahren für die Gemeindc-Arbeiten eingeführt, und Paris befindet sich ebenso wohl dabei, wie die Arbeiter.— Der hundertjährige Geburtstag der s r a n z ö s i- chen Revolution war am 14. Juli 1889— der >undertjährige Geburtstag der französischen Republik ist am L2. September dieses JahreS und soll nach einem mit allen gegen eine Stimme gefaßten Beschlüsse des Senats seterlich begange» werden. Das republikanische Regiment in Frankreich hat bekanntlich verschiedene Unter- , rechungen gehabt.— Die Auflösung des englischen Parlaments erfolgt am 25. Juni.— doch Christliche Zivilisation in Afrika. Wie schön hatte der alte Win dthorst an jenem denkwürdigen Tag, wo er vielleicht daS einzige Mal später aufgestanden war als der Ex-Kanzler, sich vie Verbreitung deS Christenthums im .dunkele» Welttheil" vorgestellt, der durch die Religion der Liebe erleuchtet werden solle! Lebte er noch, so würde er in dem englischen Blaubuch, da? soeben über den.ReligionS- krieg" oder.Glaubenskrieg" in Uganda veröffentlicht worden ist, die blutige Verwirklichung seine? schönen TraumS lesen können. Englische und französische Länder- und Geldgier, mit der Bibel unterm Arm, einander be- kämpfend, Muhamedaner und sonstige Heiden zur Bundes- genoffenschaft kaufend, um die christliche Konkurrenz nieder- zuwerfen, sechshundert protestantische Flinten vertheilt zur Menschenjagd auf die katholisch getauften Eingeborenen und ähnliche Proben voll„praktischem Christenthum" Blaubuch reicht blos bis Ende Au. f Es zeigt uns, wie der Boden für die»christliche_ bearbeitet worden ist. WaS auf diesem Boden gewachsen, das zeigen uns die seitdem eingetroffenen Nachrichten: gegenseitige Metzeleien, Mord und Todtschlag— Zerstörung der vorhandenen Kulturansänge.— Auf den Samoa-Jnseln, die unS schon so viel Leides gebracht, reist wieder irgend eine»Schwierigkeit". „Wir" haben wieder„Reibungen" mit anderen Mächten. Welcher Art die„Reibungen" sind, ist noch nicht zu ersehen — daß wir weder Geld noch Ehre dabei gewinnen werden, ist aber ganz gewiß.— lugust des vorigen Jahres. M' zivillsation" Vetvkeinnchvichken. Unser alter Parteigenosse C. W. Tölcke in Dortmund feierte am 1. Juni seinen 7S. Geburtstag. Die Polizei konnte es nicht über's Herz bringen, dem Dortmunder Männerquartett. das dem sturmerprobten Kämpen der Sozialdemokratie auf der Straße vor seiner Wohnung ein Ständchen bringen wollte, dieses zu verbieten. Es mußte im Hausflur gesungen werden. Wenn Vereine des Bürgerthums mit Musik durch die Straßen ziehen, so hat dieselbe Polizei natürlich nichts dagegen einzuwenden. Nun, Genosse Tölcke würde sich wahrscheinlich gewundert haben, wenn die Dortmunder Polizei anderL gehandelt hätte. Jedenfalls konnte ihm die heilige Hermandad die Freude an der Ovation nicht trüben; er feiette, genesen von einer Krankheit, seinen Geburtstag in bester Stimmung, und wir wünschen von Serien, daß er noch den Tag erleben möge, wo der Sieg unserer ache mit den großen und kleinen Anfechtungen, welche die herrschende Gesellschaft dem arbeitenden Volte zu theil werde» läßt, endgiltig aufräumt. Zur Landtagswahl in Sachsen'Kobnrg-Gotha schreibt man uns: Die sozialdemokratische Partei hat auf zwei Patteitagen be- schlössen, sich an den L a n d t a g s w a h l e n zu betheiligen. Die Legislaturperiode ist nun zu Ende und die Neuwahlen finden voraussichtlich in diesem Herbst statt, wenn, um die Sozialdemo- kraten zu überraschen, nicht noch früher. Das gothaische Wahl- geseh ist eine Abart des schlechtesten aller Wahlsysteme. ES wer- den nach demselben in jedem Wahlkreis 25 Wahlmänner gewählt und diese wählen dann den Abgeordneten. Jeder Staats- angehörige, welcher 25 Jahre alt ist, im letzten Jahre seine Staatssteuer(niedrigster Satz SO Pf. pro Termin) bezahlt hat, und eigenen Hausstand besitzt, ist wahlberechtigt. Die Genosse» ziehen frohen Mulhes in den Kamps und hoffen Erfolge zu erzielen. Soztol» XtcIrevJtiljl; Tie Weber und Spulerinnen RixdorfS stehen nunmehr 5 Wochen im Streik, ohne daß es zur Einigung gekommen wäre. Trotzdem die Kaufleute mehr Lohn zahlen, wollen uns die Meister nichts bewilligen. Sie wollen uns. wie sie ausdrücken, durch "unger gefügig machen. Kollegen und Genossen allerorts! Nur «rem Solidaritätsgefühl haben wir es zu verdanken, daß wir bis jetzt ausgehalten haben. Wir bitten Euch, uns auch serner thatkräftig zu unterstützen, damit wir in unserem gerechten Kampfe nicht untergehen. Unser Sieg ist auch der Eurige. Schnelle Hilfe thut noth! Zuzug ist fernzuhalten! Briese und Gelder sind zu richten an Karl Kellner, Ziethenstr. SK, Hos 4 Tr. bei.Slloioag. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten 1 Streik- Komitee der Rixdorfer Webergesellen. Wien. Der Ausstand bei der Firma D i t m a r ist nach sechswöchenllicher Dauer beendet. Die alten Arbeitsbedingungen betreffs-Beistellung der Hilfsarbeiter wurde wieder zugegebe-n und die Behandlung seitens der Vorgesetzen soll eine humanere werden; auch wurde versprochen, in Verschiedenem eine Verbesserung einzuführen. Da sich während der Dauer des AuSstandes gegen 20 Streikbrecher«ingefunden haben, lauter Leute, welche leider trotz aller Mühe keiner Orga- nisation angehören, komiten nicht alle 33 Mann auf einmal eintreten; desbalb geschieht dies partienweise. Von Herrn Dilmar wurde die bestimmte Versicherung gegeben, daß das ge- sammte alte Personal in der kürzesten Zeit seine Plätze einnehmen werde, da unter den Streikbrechern Viele sind, die nicht ver» wendet werden können. Auch in der Gießerei F r ö m m e l ist der Ansstand nach achttägiger Dauer beendet. Hier hatten sich fünf Slreilbrecher eingefunden. Die Tarifgemeinfchast der deutsche« Buchdrucker scheint nun endgiltig in die Brüche gegangen zu sein. Die Führer der Prinzipale hofften, daß die von ihnen selbstherrlich ausgeschriebene 'teuwahl der von den Gehilfen für ausgelöst erklärten Tarif- kommission die Wahl von solchen Gehilfen ergeben würde, welche (aus Angst»m's liebe Brot) zu der Prinzipalssache stehen. Das war eine verfehlte Hoffnung. Die organistrten Gehilfen be- lheiligten steh trotz ihrer früheren Absage an der Wahl, um nicht gar noch eine mit aus Streikbrechern zusammengesetzt« Tarif- kommission über ihre Arbeitsbedingungen entscheiden zu laflen, und wählten überall ihre früheren Delegirten wieder. Selbst in Leipzig, wo die organiflrte Gehilfenschast durch den verlorenen Streik sehr schwer in Bedrängniß gerathen und den ganzen An- türm der koalirten Großindustrielle» aushalten muß, die mit allen möglichen Mitteln die selbständige Organisation der Ge- Hilfen zu vernichten suchen, selbst dort wurde der Kandidat der Prinzipalsgegner gewählt. Darauf legten die neu gewählten Prinzipalsmttglieder der Tariskommission ihr Amt nieder, weil »ein weiteres ersprießliches Zusammenarbeiten mit den Gehilfen- Vertretern unmöglich erscheine", und die Leitung der Buch- druckereibesitzer hat nunmehr ihrerseits die Tariskommission für Deutschlands Buchdrucker für ausgelöst erklärt. AuS Hamburg meldet ein Herold'sches Telegramm, daß die Generalversammlung des Verbandes der Schlosser und Maschinenbauer Deutschland? beschloffen hat, den Verband auszulösen und in corxors dem Deutschen Metallarbeiter- Verband beizutreten. Kapitalistischer Pfingstgruß. Auf dem Walzwerk von Srillo. Funke u. Ko. bei Schalke ist SOO Arbeitern ge« kündigt worden. Neue Welt. Bergschloss- Brauerel Hasenhalde. Achtung! 1., 2., 3. Feiertag: Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum Auftreten neu engagirter Spezialitäten. gegenüber keinerlei Verantwortung. Grosses Konzert Monstre- Feuerwerk. Theater. Sonntag, den Juni. Opernhaus. Ritter Pásmán. Montag: Freund Friß. Die Pup penfee. Dienstag: Cavalleria rusticana ( Bauernehre). Hierauf: Das gol dene Kreuz. 394b Achtung! ☛☛ Parteigenoffen des Früh- Konzert, Früh- Ball. VI. Berl. Reichstags- Wahlkreises. am zweiten ettag Am 2. und 3. Fefitag Ball im Bal champêtre. 404b Nachmittags: Kaffeeküche, Puppentheater, Volksbelustigungen aller Art. Früh- Konzert 25 Pf., Nachmittags 30 Pf., 3. Festtag 25 Pf. Hasenhaide, Bergmann- StraßenEcke Am 1. und 2. Pfingstfeiertage, Morgens 5 Uhr: Th. Keller's Hofjäger, Schauspielhaus. Das Käthchen von Gross. Früh- Doppel- Konzert. Heilbronn, oder: Die Feuerprobe. Montag: Das Buch Hiob. Die Philofophin. Meister Andrea. Dienstag: Der Sturm. Berliner Theater. Hamlet. Montag: Der Hüttenbesizer. Dienstag: Der Kaufmann von Venedig. Deutsches Theater. Faust. Montag: Kollege Crampton. Dienstag: Maria Stuart. Leffing- Theater. Irrlichter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bettelstudent. Montag: Der arme Jonathan. Thomas- Theater. Die Ulanen. Montag: Dieselbe Borstellung. Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Der Abenteurer. Ostend- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag: Diefelbe Vorstellung. Kroll's Cheater. Montag: Lorle. Die Maccabäer. Am 1.. 2. und 3. Feiertage, Nachmittags 4 Uhr: Grosses Garten- Konzert. Am 2. und 3. Feiertage: Ball. Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Entree zu jedem Ronzert 15 Pf.( vorher in den mit Plakaten belegt. Handl. 10 Pf.) Mittwoch, den 8. Juni: Erftes großes Kinderfeß mit Gratisverlosung. Alles Nähere durch die Plakate der Anschlagsäulen. FRIEDRICHSHAIN A. Frölich. Aktien- Braueret Friedrichshain. Königsthor. Am Montag, den 6. Juni( 2. Pfingst- Feiertag): Gr. Volks- Fest in Lohmann's Restaurant ,, Bum Brocken" ( Tegeler Chauffee), veranstaltet vom Diskutir- Klub ,, Dietzgen", unter Mitwirkung von 6 Arbeiter Gesangvereinen( Mitglieder des A.-S.-B.), bestehend in Früh- und Nachmittags- Konzert. Festrede, gehalten vom Genossen Wilhelm Liebknecht. Volksbelustigungen aller Art, Darunter Tanz, lebende Bilder, Carouffel, Aufsteigen eines Luftballons, Auftreten eines Schnellläufers, Fackelpolonnaise u. f. w. Die Musik wird von Zivil- Berufsmusikern unter Direktion des Herrn Schulz ausgeführt. Eintrittskarten à 20 Pfg. find in den durch Plakate tenntlichen Geschäften zu haben. Anfang früh 5 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Billets haben für den ganzen Tag Giltigkeit. Für Kaffeeküche ist bestens gesorgt." W 2516L 452/7 Sonntag, den 5. Juni 1892, 1. Pfingsttag: Nachmittags 4/2 Uhr: Großes InstrumentalKonzert, W. Böhme. Eintritt 30 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. Montag, den 6. Juni 1892, 2. Pfingsttag: Morgens 5 Uhr: Großes Früh- Konzert, 2. Garde- Feld- Artillerie. Eintritt 20 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. Nachmittags 41/2 Uhr: Großes Instrumental- Konzert, W. Böhme. Eintritt 30 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. Dienstag, den 7. Juni 1892, Nachmittags 5 Uhr: Großes Vokal- und Instrumental- Konzert, veranstaltet von der Feenpalast. Spezialitäten- Borstellung. Berliner Vereinigung des Märkischen Sängerbundes, Dir.: Herr Emil Dreßner, stellung. W.; Sperlich, und der Kapelle des Herzoglich Anhaltischen Musikdirektors W. Böhme. Eintritt 30 Pf. Dienstag: Die lustigen Weiber von Windsor. Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- unter geft. Mitwirkung des Bläserchors des Märkischen Sängerbundes, Dirigent: Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg) Sonntag, den 5. Juni: 1. Theil: Grosse Specialitäten- Vorstellung. 2. Theil: Hermann und Dorothea, Posse mit Gesang in 1 Akt von D. Kalisch und E. Weirauch. 3. Theil: Zwölf Mädchen in Uniform, Vaudeville- Burleske in 1 Akt von L. Angely. Victoria- Brauerei. Lützowtraße 111/112. Im Konzertgarten. Sonntag, den 5. Juni( 1. Pfingstfeiertag): Eröffnung der Sommer- Saison. Am 1., 2., 3. Vfingßfeiertage: Stettiner Sänger. Anfang am 1. und 2. Feiertag um 7 Uhr, 3. Feiertag 71/2 Uhr. Entree 50 Pf. Diese Soireen finden von jest ab täglich mit Ausnahme des 4. Theil: Specialitäten Vor- Sonnabends statt. stellung. Zum Schluss: Der Zauberbrunnen der Najaden, grosses Balletdivertissement, ausgeführt von dem aus 20 Damen bestehenden Corps de Ballet. Anfang: des Konzerts 51/2 Uhr, der Vorstellung 6/2 Uhr. Bei ungünstiger Witterung bieten die gedeckten Hallen Schutz für ca. 3000 Personen. Morgen: Grosse Extra- Vorstellung. Wallner- Theater. Ben- Ali Bey's orientalische 2531L Hermann Jmbs Ostbahn- Park, 2542L Rüdersdorferstraße 71, am Küstriner Plah. Pferdebahn sowie Stadt- und Ringbahn- Verbindung nach allen Richtungen. 2 Eröffnung der Sommer- Saison. Rapellmeister: Fr. Völkerling. Artist. Leiter: Gustav Gross. An beiden Feiertagen: Großes Früh- Konzert und Vorstellung. Am 3. Feiertag: Extra- Vorstellung. Auftr. v. Spezialitäten allerersten Ranges. Anfang der Früh- Vorstellungen 5 Uhr, der Nachmittags- Vorstellungen 4 Uhr. Im Hintergarten: Grosse Volksbelustigungen à la Dresdener Vogelwiese. 4 neue Regelbahnen. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen zur Verfügung. An den Wochentagen: Grosse Vorstellung bei freiem Entree. Sonntags: Entree 20 Pf., Reservirter Platz 30 Pf., Kinder die Hälfte. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Die Direktion: Herm. Jmbs. Schloss Weissensee. Pfingstfeiertage! Zum Sterneder. Fallschirm- Dame Zauber und Wunder. Am 1., 2. und 3. Fessel- Ballon( Ballon Captiv) bie Kasseneröffnung 128 Uhr. Anf. 8 Uhr. Preise: Parqu. 3, 1,50 und 1. Bertha Carell- Grossmann wird aus einer Höhe von 3000 Fuße mit ihrem amerikanischen Sturz- Apparat in den Weißen See springen. Ränge: 3, 2, 1 M. und 50 Pf. Loge 4 und 3 M. Rinder die Hälfte. Vorverkauf Invalidendant und an der Theaterkaffe. 608M PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte Konzert. Ball. Volksbelustigungen. An Feiertagen: Fontaine lumineuse. Achtung! Moabit. Das Komitee. Achtung! Sonnabend, den 18. Juni 1892, Nachmittags 4 Uhr: Großes Sommerfest veranstaltet von der Sozialdemokratischen Partei( Stadttheil Moabit) unter Mitwirkung mehrerer bewährter Gesangvereine( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Konzert. Spezialitäten. Theater. Lanz. Fackel- Polonaise. Billets à 20 Pf. find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei J. Pfarr, Wilsnackerstr. 49, zu haben. 854b Hierzu ladet freundlichst ein Das Fest- Komitee. Gesangverein„ Männerchor St. Urban". Heute, Sonntag( 1. Pfingßfeiertag) ,! fut Neuen Gesellschaftshaus, Hafenhaide 57: Großer Lieder- Abend verbunden mit Musikaufführungen und Vorträgen. Bur Aufführung gelangen gute Soli und Chorlieder. Dirigent des Vereins: Otto Gutau. Nach dem Konzert: Tanz. Anfang 5 Uhr. Programme mit Tertinhalt( Textbücher) sämmtlicher zum Vortrage fommender Lieder sind zum Preise von 30 Pfg. zu haben und berechtigen zugleich als Eintrittsbillets. Genossen und Freunde des Vereins find will tommen. Achtung! ,, Schlossbrauerei Schöneberg" ( Hauptstraße 60-63.) Am Montag, den 6. Juni 1892( 2. Pfingst- Feiertag): 164/20 Großes Früh- Konzert ( Vokal und Instrumental) veranstaltet vom Unterstützungsv. der Maurer im Westen Berlins, ausgeführt von einer starten Rapelle der Bivil- Berufsmusiker, sowie den Gefangvereinen Frühlingslust, Hilaritas, Sängerkette, Wahrheit, Vorwärts SO., und Esmeralda, unter Zeitung des Dirigenten Hrn. Carl Wuth. In den Zwischenpansen im Saale Tanz. He Anfang 5 Uhr. E Billets mit Programm à 25 Pfg. sind beim Komitee und in den mit Plakaten versehenen Lokalen, sowie den 2. Feiertag früh von 4 Uhr ab bei Herrn Antrid, Bigarrengeschäft, Steinmeßstraße 60, und an der Rasse zu haben. Um recht zahlreichen Besuch bittet 239/20 Das Komitee. affen bei Grosses Feuerwerk. Tempel's Bierhaus u. Garten. Fallschirm- Dame. Ballon. Am zweiten Frühkonzert. Feiertag: Vor dem Schloß und im Große Dresdener Vogelwiese, Trianon- Part: circa 600 Schau. Volts- und Würfelbuden. mit Wasser, Kähnen u. Donnerstag, den Zum 1. Mal: Kollossal-Feuerwerk. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. 9. Juni: 2539L Rud. Sternecker. Charlottenburg 2535L Castan's Brauerei Gambrinus Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Zag 15: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Helles Lagerbier( Gambrinusbräu) und Dunkles Versandbier( Gambrinusversand). Treptow Restaurant Karpfenteich. Jeden Sonntag: Tanz. Kaffeeküche täglich geöffnet. An den Wochentagen für Vereine, Sochzeitgesellschaften ze. jederzeit zur Verfügung. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Am 1.. 2. Grosses Früh- Konzert. Anfang 4 br. Pfingstfeiertag: Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Entree frei. Otto. An der Verbindungsbahn. Treptow. Köpnicker Landstrasse. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. ff. Lagerbier 0,42it. 15 Pf. Münchener 0,4 2it. 20 Pf. 6 Kegelbahnen. W. Jacob Am 1. und 2. Pfingstfeiertag: Früh- Konzert, am 3. Feiertag. 19. Falckensteinstr.22 Nachmittags- Konzert. Schmerzloſes Zahnziehen, Plombiren Langestrasse 65. 2544L Allen Parteigenossen empfehle mein Weiss- und Bairisch- Bierlokal. Großes Vereinszimmer frei. Bis 12 Uhr Nachts geöffnet. Gustav Tempel, Langestr. 65. Wilh. Gaster jr., Stralan Nr. 18,#aurant, Garten Am 1., 2. 3. und Pfingstfeiertag: Grosses Konzert. E Am 2. und 3. Feiertag in beiden Sälen Tanz. Anfang 4 Uhr. [ 415b] Entree frei. ,, Konzert- Park" Viktoria, Frankfurter Allee 7a. An allen drei Feiertagen: Grosse sensationelle 2541L Spezialitäten- Vorstellung u. Konzert. Mr. Fey and Miss State, phänomenale, unerklärliche Gedankenübertragung u. Gedächtnißkunft. Auftreten des tollkühnen Mr. Wallini an dem 60 Fuß hohen Amerikaners Flugfeil, sowie Manöveriren und Tanzen auf dem englischen Drahttabel, sowie sämmtlicher ausgeführt Henry Wallini, Spezialitäten 1. Ranges. Don 4/10 Bier 15 Pf.- Anfang 4 Uhr. Kaffeeküche von 2 Uhr ab.- 4/10 Bier 15 Pf. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 130. Parteinachrichten. Reichstags. Abgeordneter Kunert ist wegen angeblicher öffentlicher Beleidigung des Bergraths Leuschner Eisleben vom Breslauer Amtsgericht vernommen worden. Das Vergehen soll in einer zu Eisleben im November v. J. stattgehabten Bolts. bersammlung begangen worden sein, welche gegen die KnüppelAffäre vom 31. Mai desselben Jahres Protest erhob und in der Genosse Runert referirte. Das Reichsgericht hat noch über die Berjährungsfrage zu entscheiden. Die erwähnte Straffache bildet die dreizehnte derer, welche gegen Kunert schweben. Der Gemeindevertretertag der Landgemeinden des König reichs Sachsen findet am 26. Juni in Hohenstein- Ernstthal im Restaurant zur Zeche statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Welche Mittel und Wege sind noch nothwendig, um die immer mehr steigenden Lasten der Landgemeinden zu mildern? 2. Ist eine Revision der revidirten Landgemeinde- Ordnung nothwendig bezw. in welchen Punkten? 3. Anträge und Resolutionen. Zu diesem Gemeindevertretertag find alle diejenigen Gemeindevertreter einschließlich der Gemeindevorstände sächsischer Landgemeinden ohne Ansehen ihrer Klaffen- oder Parteistellung eingeladen, welchen das Wohl ihrer Gemeinden am Herzen liegt und welche gesonnen sind, wahrgenommene Uebelſtände in Gemeindeverwaltungs- Angelegenheiten, im Steuerwesen, Straßenbauwesen, Armen- und Schulwesen u. s. w. durch geeignete Borfchläge beseitigen zu helfen. Eine Parteikonferenz, welche am vorigen Sonntag in Bagsfeld stattfand, war von ca. 200 Parteigen offen aus dem 36. badischen Landtags Wahlkreise( Karlsruhe- Land) besucht. Auf derfelben wurde konstatirt, daß die Sozialdemokratie auch unter der Landbevölkerung festen Boden gefaßt hat. In Grimmen( Bommern) fand neulich Sonntags eine Bolts versammlung statt, die von ca. 250 Personen befucht war und in Ermangelung eines Botals auf einem Bauplage abgehalten werden mußte. Unter den Besuchern derselben befanden sich gegen 25 Frauen und etwa 100 Landarbeiter. Der Verlauf der Verfammlung war unserer Sache durchaus günstig; eine bementsprechende Resolution fand einstimmige Annahme. Als die Bersammlungsbesucher beim Auseinandergehen die Arbeitermarseillaise anstimmen wollten, verbot dies die Polizei. Die bürgerliche Gesellschaft war also gerettet. Sonntag, den 5. Juni 1892. 9. Jahrg. tirchliches Begräbniß nachzusuchen. In der Fortschritts- die meisten Hausdiener 10 bis 13 Stunden, für viele aber auch bourgeoisie ist es überhaupt nichts Seltenes, daß die gesammte darüber betrug, ferner, daß die Mehrzahl ohne Kündigungsfrist Familie in den" demokratischen" Allüren des Vaters nur eine angestellt ist. Ein besonderes Interesse tann ferner gerade gegen Marotte erblickt, die man, so lange er lebt, freilich zu refpettiren wärtig die Ausdehnung und Dauer der Sonntagsbeschäftigung hat, aber bei dem Tode des Vaters bei Seite legt, indem man in Anspruch nehmen. Etwas abrundend kann man sagen: ein Die Familie von jedem demokratischen Anbauch desinfizirt. Der Biertel arbeitet Sonntags nicht, ein Viertel bis 12 Uhr, ein Freifinn" sollte nicht die„ Unduldsamkeit" der Kirche anklagen, Biertel bis 1 Uhr, und das letzte Biertel hat entweder das volle sondern seiner Auffaffung nach müßte er eigentlich an die Jahr hindurch den ganzen Sonntag zu arbeiten oder arbeitet am Sonntag unbestimmte Zeit", die der Arbeiter weder vereinbart Pietät der Familie des Verstorbenen größere Ansprüche stellen. noch auch nur bei der Schließung des Kontrakts erfährt, ganz nach dem Ermessen des Arbeitgebers. An der Arbeitslosigkeit der letzten drei Jahre war die größere Hälfte der( 410) Beant worter mit betheiligt. 27 ist für nur Intereffe der nothleidend" erklärt, ,, Ein großes Muster weckt Nacheiferung." In BoltsSchul- Angelegenheiten gilt Berlin den Freifinnigen" als Musterstadt. Die Berliner Gemeindeschulen stehen zwar hinsichtlich der hygienischen Einrichtungen, der Beschränkung der Kinderzahl in den einzelnen Klassen und der Klassenzahl in den einzelnen Der Prozek Polte ist beendet. Gleich zu Anfang des Schulen, der Vermehrung des Lehrpersonals, der Gewährung von Prozesses war das Resultat vorauszusehen, nicht etwa, weil der unentgeltlichen Lehrmitteln und freier Beköstigung für den Vor- Angeflagte das weiße unschuldsvolle Lämmchen war, als welches mittag hinter denen mancher viel Kleineren Stadt Deutschlands ihn die liberalen Bourgeoisblätter herausbissen, sondern weil um vom Auslande gar nicht zu reden! bedeutend zurück. Zeugen und Sachverständige faum um ein Haarbreit reiner Aber dafür versteht man bei uns das Sparen am Schuletat, fei dastanden, als Polte selbst, ja zum Theil sogar noch einen es auch auf Kosten des Unterrichtserfolges und der Gesundheit schlimmeren Anblick boten. Polfe wäre also bei einer Ver der Schulfinder. Diese„ musterhafte" Schulverwaltung beginnt man urtheilung nur ein Sündenbock gewesen für die ganze Gesellschaft jetzt auch in den großen Vororten Berlins nachzuahmen. Friedrichs- der Börsenfpekulanten, von der er doch nur ein Typus war. hagen hat den Bau eines Schulhauses mit 24 Klassen beschlossen. Der Prozeß zeigt uns den ganzen Schwindel der kapitalistischen 3wanzig Klaffen in einer Schule hat felbst der Berliner Stadtschul- Wirthschaft. Was man uns so viel rühmt als Interrath Bertram vor Jahren als die höchste Bahl erklärte, die sich esse der Industrie", ist schließlich wird Die Industrie mit den Interessen des Unterrichts noch vereinigen lasse. Er Börse. hat jedoch später nichts dagegen gehabt, daß in Berlin eine ganze wenn die Aktien im Kurs fallen und die Dividende etwas Menge Gemeindeschulen von 24 und mehr Klaffen das bramar fleiner ausfällt; die Klage, die Industrie könne nicht die Verbasirende Wort von der„ musterhaften" Schulverwaltung zum türzung der Arbeitszeit, nicht das Verbot der Kinderarbeit, Gespött machten. Es wird ihm, der als ein tüchtiger Rechner nicht höhere Löhne verlangen, heißt weiter Nichts, als die Börsenbekannt ist, wahrscheinlich genau so gut wie den" freifinnigen" schacherer, die Aktionäre würden ein Prozentchen weniger an Stadtverordneten eingeleuchtet haben, daß eine Schule mit Dividende gewinnen. Der innere" Werth der Aktien, der im 24 Klassen, weil sie nur einen Rektor, einen Schulbiener, Prozeß Bolte eine so große Rolle spielte, ist Nichts weiter als einen Hof, eine Aula erfordert u. f. w. u. f. w., sich weit die größere oder geringere Aussicht auf Profit. Der innere" billiger stellt als zwei Schulen mit je 12 Klaffen. Daß der Werth eines Industrie- Unternehmens hat hiernach mit dem UnterBoltsschul Etat nicht zu sehr belastet werden darf, wenn die nehmen selbst verteufelt wenig zu thun, oder vielmehr nur soweit, Der Arbeiter Bourgeoisie nicht ganz und gar aus dem Häuschen gerathen foll, als es Dividende und Kursgewinne abwirft. für die bas begreift man überall, nicht blos in Berlin, sondern auch in nur Ausbeutungsobjekt; fein " Industrie" Friedrichshagen. Wohl hat mit dem Blühen der Industrie nicht nur Nichts au thun, sondern ist ihm sogar hinderlich. Ein gewaltiger NothDie Rigdorfer Webermeister haben kein Glück mit ihren stand, hunderttausend hungernde Arbeiter und sofort steigt der Versuchen, die streitenden Weber durch Streitbrecher zu ersehen. innere" Werth der Aktie; denn da man nun den Lohn der ArDas zeigt folgender an das Rixdorfer Streitfomitee aus Nowawes beiter auf die Hälfte herabdrücken kann, ist die Aussicht auf gerichteter Brief: Im Interesse der Solidarität zwischen Euch" Paßenhofer- Dividende" gestiegen und der Börsenfpetulant ist und uns sieht sich unterzeichneter verpflichtet, Folgendes mitzu vollauf berechtigt im Börsen- Journal die Attien anzupreisen. In theilen: Am Mittwoch, den 1. Juni, beehrten uns mit ihrem Be- der tapitalistischen Welt, der industriellen wie der agrarischen, gilt fuch der Obermeister Luckas nebst dem Buchhalter Kaugti. Selbst nur der Maßstab des Profits und der Ausbeutung, und verständlich suchten genannte Herren hier Gefellen, wobei sie aber dieser Maßstab findet seinen reinsten und unverfälschtesten fein Glück hatten, trotzdem sie alles mögliche von Versprechungen Maßstab an der Börse. Was sollte also auch eine Verurtheilung leisteten; unter anderem wurde uns nur gute Arbeit auf breiten Bolte's? Polfe bewegte sich nur ganz in dem Rahmen unserer Stühlen zugesichert, wo wir mindestens in der ersten Woche einen tapitalistischen Gesellschaft, ohne über ihn hinauszugehen. Und Lohn von 23-24 m. verdienen würden. Auch sollte uns die diese fapitalistische Gesellschaft wird doch der heutige Staat nicht Reife vergütigt werden, ferner will uns der Meister Schlafftelle verurtheilen wollen! Das freilich hätte die Staatsanwaltschaft womöglich gleich im selben Hause besorgen, oder wenn wir Abends voraussehen müssen, ehe sie den Versuch machte, in die Nesseln nach Hause fahren wollen, so können wir die Ehre haben, unter zu fassen; fie mußte wissen, daß sie bei diesem Verfuche fich Bedeckung, in Form von Gendarmen, zum Bahnhof geleitet zu höchftens die Finger verbrennen würde. Ein wirklicher ernst werden. Nun, werthe Kollegen, seid getrost und guter Hoffnung, hafter Prozeß gegen den Börsenfchwindel wäre gleichbedeutend Das Reichsgericht hat das gegen Dr. Gradnauer, wir fommen nicht!! Es geht unserer Ehre zu nahe, als Streit mit dem Umsturz unserer tapitalistischen Gesellschaftsordnung, Redakteur der Sachs. Arb.- 3tg.", vom Dresdener Lands brecher unter Euch zu erscheinen. Der Streit tann, nach den und solche Umsturzgedanken wird man doch keinem Staatsanwalt gericht gefällte Urtheil aufgehoben, welches gegen denselben wegen Reden der beiden Herren, nur bis furs nach den Feiertagen zutrauen! Fahrlässigkeit auf 1 Monat Gefängniß erkannte, weil er bauern, weil sie sich der Hoffnung hingaben, daß Euch dann der eine in Sachen einer Streifstatistit von preußischen Ministerien Drath" ausgegangen sein werde; nun, wir wollen wünschen, an die Landräthe ergangene geheime Verfügung, die in den baß diese Hoffnung zu Wasser wird. Daß den Meistern das Dresdener Nachrichten" erwähnt war, einer Besprechung unter- Feuer auf den Nägeln brennt, das werdet Ihr wohl schon aus zogen hatte, welche den Thatsachen nicht entsprach.( Die Dres- den schönen Bedingungen sehen, welche sie uns hier versprachen. bener Nachrichten" hatten nicht den Wortlaut der Verfügung Nehmt dieses als Trost und Hoffnung, daß der Sieg der Eurige gebracht, was ihn zu unrichtigen" Schlüssen führte.) Das werde, und solltet Ihr gewinnen, dann vergeßt aber nicht, den Reichsgericht hob das Urtheil auf und erkannte außerdem auf Obermeister an seine versprochene Zonne Bier zu erinnern." fostenlose Freisprechung, weil jene Ministerialverfügung nur den inneren Geschäftsgang der Behörden untereinander betreffe, daher nicht als eine Anordnung der Obrigkeit im Sinne des§ 181 angesehen werden könne. Endlich könne auch der§ 21 des Preßgesetzes zur Bestrafung des Redatteurs wegen Fahrlässigkeit nicht herangezogen werden, so lange nicht feststehe, daß irgend eine Person, möge sie nun bekannt sein oder nicht, fich strafbar gemacht habe. Polizeiliches, Gerichtliches zc. Eduard Rieger, Redakteur des Brünner Bolts freunds", hat am 30. Mai eine zweimonatliche Gefängnißstrafe angetreten, die ihm als ehemaligem Redakteur des Freigeist" in Reichenberg wegen einer Ehrenbeleidigung zubiftirt ist. In Bruch i. 2. wurden die Genossen Scholz, Rosian, Rummler und Knote mit Strafmandaten bedacht, und zwar Rosian mit einem in der Höhe von 20 M., die Uebrigen je mit einem von 10 M., weil sie sich an einem Aufauge betheiligt hatten, welchem eine rothe Fahne vorangetragen wurde, wozu polizeiliche Genehmigung gehört". " " Lokales. " Zur Berliner Weltausstellung. Der Verein Berliner Raufleute und Industrieller" hat auf seine Eingabe an den Reichsfanzler vom 9. Mai folgende Antwort erhalten: Berlin, 3. Juni 1892. " Der Bettelsack für die Kriegsinvaliden. Hilferuf finden wir in unserer patriotischen" Presse: Folgenden Proletariers Ende. Der Polizeibericht meldete dieser Tage: ,, Offenbar infolge von Nahrungsforgen hat der 36 Jahre alte Galvaniseur F. aus Berlin seinem Leben durch Ertränten ein Ende gemacht. Seine Leiche wurde in der Unterspree gefunden und nach Spandau gebracht. Bei dem Todten fand man einen Pfandschein auf eine am 9. Mai versetzte Uhr und 10 Pf. Geld. Aus Briefschaften geht hervor, daß der Unglückliche verheirathet war und sich vielfach vergebens um Arbeit bemüht hatte." Das traurige Geschick des in der Schlacht bei König- Der bekannte tragische Abschluß des Lebens eines in ben gräß blindgeschoffenen früheren Landwirths Robert Trend Tod gehegten Proletariers. Welche furchtbaren Seelenqualen ist gewiß Bielen unserer Leser bekannt. Infolge der er muß der Beklagenswerthe durchgemacht haben, ehe er den ent haltenen Verlegungen leidet T. an starker Nervosität, die scheidenden Sprung in die Fluthen wagte! Aber was blieb ihm fich durch große Schlaflosigkeit und Unruhe äußert. Die übrig? Er hat sich gewiß Wochen und Monate lang um Arbeit felbe ist eine Folge der anhaltenden Eiterung und Schmerz- bemüht, er hat, wie schon aus dem bei ihm gefundenen haftigkeit der durch die Verlegung der Augen, des Stirn- Pfandschein hervorgeht, auf das Pfandhaus geschleppt, was immer und Nasenbeines gebildeten Eiterhöhlen, die stete Ron- nur einige Groschen werth war, um wenigstens seine Familie gestionen nach dem Kopf bewirken. Nach einem uns vor nicht Hungers sterben zu lassen. Daß gehungert werden mußte, liegenden, ausführlichen ärztlichen Atteste ist eine Berrüttung darüber herrschte bei dem Arbeitslosen fein Zweifel, aber Alles des ganzen Nervensystems bei dem Unglücklichen zu be- hat seine Grenzen und Hunger thut weh. Der Entschluß, fich fürchten, wenn derselbe nicht schleunigst einen Luftkurort mit von Frau und Kind zu trennen für immer, wird Niemand leicht, Soolbad, wie Kösen, Sulza oder Elmen, aufsucht und sich einem jungen Mann von 36 Jahren aber wird der Abschied von dort einer zehnwöchentlichen Kur unterzieht. Dies kann T. seiner Familie, der Abschied vom Leben, schwer, sehr schwer. aber nur, wenn die Barmherzigkeit seiner Mitmenschen ihm Da müssen schon alle Hilfsquellen erschöpft sein, da muß schon Der Verein Berliner Raufleute und Industrieller hat in der dazu hilft, und an diefe appellirt er durch uns. Nicht genug, dumpfe Verzweiflung den Wermsten ergriffen haben, ehe er gefälligen Eingabe vom 9. v. M. die Schritte besprochen, welche daß der Bedauernswerthe nun bald 26 Jahre in völliger einen Strich macht durch sein Erdenwallen. Freilich blieb giebt aur Förderung des Vorhabens einer Weltausstellung in Berlin Nacht einhergeht, plagen ihn Beschwerden aller Art. ihm noch immer eins, das Lette: Betteln! beabsichtigt werden. Meine Anschauung über diesen Plan ist durch Möchten sich doch Solche seiner erbarmen, denen Gott das aber Charaktere, die zu stolz sind, um Almosen zu nehmen, Beantwortung einer von anderer Seite an mich gerichteten Ein- höchste Gut, die Gesundheit, geschenkt. Auch seiner treuen wenn fie der Ansicht sind, nicht bitten, sondern fordern gabe inzwischen zur allgemeinen Kenntniß gelangt und darf ich Pflegerin und den beiden schwächlichen Rindern wäre eine zu müssen. Die Bourgeoisie erkennt eine solche Forderung, ein beshalb davon absehen, die für mich maßgebenden Gesichtspunkte Erholung zu gönnen; selbstverständlich muß ihn seine Fa- Recht auf Arbeit, ein Recht zum Leben nicht an. Mitleidslos nochmals zu entwickeln. Indeß benutze ich gern den Anlaß, um milie begleiten. Robert Trend wohnt Berlin W., Grune- läßt sie diejenigen Mitmenschen untergehen, denen das„ Glück" auf folgenden inzwischen mehr in den Vordergrund getretenen waldstraße 124. nicht hold gewesen ist. Sie haben keine Existenzberechtigung Umstand hinzuweisen. Die private Mildthätigkeit wird angerufen, um nur ja nicht mehr oder, wie der Pfaffe" Malthus sagt, der Zisch des Lebens Innerhalb der mit den Vorarbeiten zur Chikagoer Welt- den Staat an feine verdammte Pflicht und Schuldigkeit zu er- ist für sie nicht gedeckt, und so mögen sie sich als überzählige ausstellung befaßten gewerblichen Kreise haben die Erörterungen innern. Es würde dieses auch anderen Aufgaben des Staates Gäfte davon machen, wenn sie es nicht vorziehen, um die Abfälle, über das Berliner Borhaben unverkennbar die Annahme wach- Abbruch thun, wie z. B. der Fürsorge für abgewirthschaftete die unter den Tisch fallen, mit ihren Leidensgenossen sich gerufen, es werde die deutsche Industrie in rascher Aufeinander Domänenpächter, die man doch nicht ohne ein kleines Kapitälchen hermzuschlagen. Das ist die unverfälschte Bourgeoisanschauung, folge zur Beschichung zweier Weltausstellungen sich veranlaßt von 40-50 000 m. lassen darf, oder für untaugliche Diplomaten, ohne jedes christliche" Feigenblatt. fehen. die man auf Wartegelder setzt, oder für Generale, die nur in der Der Selbstmordversuch eines 12jährigen Mäda Dieser Annahme vorzubeugen halte ich für nothwendig, da Rang- und Quartierliste fungiren und doch ihre Gehälter be mit die würdige und erfolgreiche Bertretung Deutschlands auf ziehen. Diese Aufgaben erfordern Geld, viel Gelb, wie sollte der hen 3 verursachte Freitag Abend in der Koblantstraße amerikanischem Boden durch das inzwischen aufgenommene Staat da noch ein Uebriges thun tönnen für die Opfer feiner ungeheures Aufsehen. In dem Hause Nr. 5 obiger Straße, im Projekt Berlin nicht beeinträchtigt werde, und damit deutsche Striege. Die erhalten ihre Pension, so fümmerlich sie auch sein Biese mit ihren beiden Kindern, dem 18jährigen Tischlergesellen 3. Stockwerk des Quergebäudes wohnt die Handelsfrau Wittwe Industrielle nicht geneigt werden, wofür bestimmte Anzeichen mag- und im Uebrigen mag der Bettelsack für sie herumgehen. Karl und der 12jährigen Margarethe; während sich Frau G. und bereits vorliegen, von ihrer Zusage für Chicago wieder zurücZu der Verhaftung des Rektors Ahlwardt erfahren wir, ihr Sohn eines sehr guten Leumundes erfreuen, gilt das Mädchen Es ist meine Pflicht, zunächst die von den gesetzgebenden daß im Laufe des Freitag allerdings Versuche gemacht bei den Hausbewohnern als ein angeblich nichtsnuhiges Geschöpf, Faktoren gebilligte und mit Reichsmitteln unterstügte Betheiligung worden find, 15 000 Mart als Bürgschaft für die Entlassung des das den Seinigen schon viel Merger bereitet hat und bei welcher alle bes deutschen Gewerbes an der Ausstellung in Chicago mit allen Verhafteten aufzubringen; es sind aber bis gestern, Freitag angewandte Strenge fruchtlos blieb. Gestern Morgen gab Karl wie wir G. feiner Schwester einen Thaler behufs Abholung eines zu Sträften zu fördern und zu schüßen. Wie immer aber die Be- Abend, nur so geringe Summen gezeichnet worden strebungen für Berlin fich gestalten, feinesfalls tönnte schon der hören noch nicht volle 4000 Mart- daß das Aufbringen der Spindler zur Reinigung geschaffenen Anzuges; als der junge in der Eingabe des Vereins bezeichnete Beitpunkt Raution recht problematisch erscheint. Aylwardt soll übrigens, Mann gestern Abend um 8 Uhr nach Hause kam, übergab ihm für die Veranstaltung einer neuen Ausstellung in Frage kommen. wie die" Boff. 3tg." mittheilt, in erster Reihe wegen Beleidigung auf der Straße eine Hausnachbarin 25 Pfennige, welche hochstehender Personen" verhaftet worden sein. Die Unter- Margarethe G. der gleichaltrigen Tochter der Frau am Vorsuchung der anderen gegen ihn schwebenden Beschuldigungen mittag geschenkt. G. welcher ahnte, daß die Schwester den Thaler unterschlagen, eilte sofort nach der Wohnung hinauf, um werden auf das Nachdrücklichste betrieben. das Mädchen, welches am Fenster stand und den Bruder erautreten. 1896/97 Der Reichskanzler. gez. Gr. v. Caprivi. Daß 1896/97 etwas verfrüht sein möchte, tönnte einleuchten. Aber die Regierung scheint ebensowenig für 1897/98 oder später eine Weltausstellung in Berlin riskiren zu wollen. Eine Weltausstellung ist eben etwas Anderes als eine Parade oder Militärrevue. An den Freifiun des Herrn v. Forckenbeck müssen seine eigenen Angehörigen nicht recht geglaubt haben, denn sonst wäre es doch ein hoher Aft von Impietät, für den Verstorbenen ein 11 " Das Verdienst, die Arbeits- und Egiftenzbedingungen wartete, zur Rede zu stellen. Auf wiederholtes Klingeln wurde der Berliner Hausdiener durch eine Statistit ziemlich genau ihm jedoch nicht geöffnet, der junge Mann machte daher gewalt. ermittelt zu haben, hat sich der Unterstügungsbund der Haus- sam die Korridorthür auf und trat in demselben Augenblick in diener Berlins erworben. Ausführliche Zahlen aus dieser Statistit die Stüche, als fich das Kind aus dem Fenster auf den gemitzutheilen ist hier nicht der Ort, doch kann berichtet werden, pflasterten Hof hinabstürzte. Mit schweren, aber nicht unbedingt daß die Löhne zwischen 6 M. und 22½ M.( Maximum unter lebensgefährlichen Verlegungen wurde das Kind nach der 410 Beantwortern) schwankten, daß die tägliche Arbeitszeit für Charitee gebracht. Ein Kautionsschwindler ist in der Person des Kaufmanns Levy, der in der Borsig- und später in der Friedrichstraße ein Lotterie- u. Kommissionsgeschäft betrieb, vorgestern verhaftet worder. Derfelbe engagirte junge fautionsfähige Leute und ließ sich UnterTagen von 1000-1500 M. zahlen, die er sofort in seinem Nugen verbrauchte. Soziale Ltebersicht. fchacht, beide über 1100 Meter tief, and mit den nicht so tiefent Annas und Franz Joseph- Schachten eine besondere Gruben abtheilung, die durch unterirdische Gänge verbunden ist. In Schlafräume von ihren Meistern so schlecht gehalten, daß die durch den Mariaschacht abströmte. Schädliche Grubengase Die Lübecker Bädergesellen werden hinsichtlich der Adalberts und Franz Joseph- Schacht wurde die Luft eingepumpt, fie sich deshalb mit einer Petition an den Senat menden mußten. giebt es angeblich nicht, daher wurde mit gewöhnlichen G3 heißt in derselben: Die Schlafräume der Gesellen und Lehr- Petroleumlampen gearbeitet. Arbeiter- Bildungsschule. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß wir zu der Akademischen Kunstausstellung( Ausstellungspart) Billets à 25 Pf. erhalten haben, und sind dieselben vorläufig bei G. Schulz, Admiralstr. 40a, Bigarrengeschäft, und bei Gleinert, Müllerstr. 174 im Restaurant, sowie bei dem Kassirer H. Gumpel, Barnimstr. 42, Zigarrengeschäft, zu haben. Der Vorstand. Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt linge sind derart, daß sie den gesetzlichen Vorschriften, welche für ein Brand in der 29. Horizontalabtheilung des Mariaschachtes Berlin sind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom sämmtliche Einlogirer gelten, nicht entsprechen. Budem sind die aus und es bildete sich von feuchtem Holzwert ein er 22. bis intl. 28. Mai cr. zur Anmeldung gekommen: 288 Ghe- Schlafräume im höchsten Grade gesundheitsschädlich, da sich die stickender Qualm, der bald auch aus Franz Joseph- Schacht schließungen, 880 Lebendgeborene, 26 Todtgeborene, 762 Sterbefälle. selben zum größten Theil oberhalb der Backstube befinden und und Adalbert- Schacht empordrang. Einige wenige Arbeiter so der Back- und Ofendunft in die Schlafräume dringt. Da die retteten sich aus dem Anna- Schacht. Prager Blätter berichten Schlafräume sehr häufig noch als Lagerräume benutzt werden, über den großartigen Opfermuth von Bergleuten und Feuerwehrsind diefelben der Sammelplatz aller durch Wärme und Mehlstaub leuten bei den Rettungsversuchen. Oberbergverwalter Grögler entstehenden Insekten, welche die Schläfer auf die empfindlichste fuhr mit vier Mann mehrmals in den Franz Joseph- Schacht ein, Weise belästigen. Ferner sind die Zugänge zu den Schlafräumen aber er gelangte nur noch zur achten Horizontale; er mußte zurüc derart, daß es nicht Treppen sind, sondern Leitern, welche hinauf fehren, da er in Erstickungsgefahr gerieth. Bald darauf tam die führen. Licht und Luftventilation sind in diesen Räumen nicht zweite Schale aus dem Schachte herauf, man hoffte, einige zu finden. Wenn ein hoher Senat die Glaubwürdigkeit dieser Gerettete begrüßen zu können, allein welche Enttäuschung! Auf Polizeibericht. Am 3. d. M. Abends stürzte sich ein elf- Angaben bezweifeln sollte, so bitten wir, einer geeigneten Per- der Schale befanden sich blos drei Hüte und Holzschuhe und außer jähriges Mädchen aus Furcht vor Strafe aus einem Fenster der fönlichkeit Auftrag geben zu wollen, daß diese unfere Angaben bem entdeckte man auf derfelben Theile von Menschengehirn und im 2. Stock des Hauses Koblandftr. 2 belegenen Wohnung seiner genau untersucht werben." In der Versammlung, in welcher die Blut. Die Insassen sind offenbar während der Auffahrt ohn Mutter auf den Hof hinab und erlitt so schwere innere Ver- Bäckergehilfen diese Betition beschlossen, wurde noch mitgetheilt, mächtig geworden, an die Wandungen gerathen und zerquetscht legungen, daß es nach dem Krankenhaufe am Friedrichshain ge- daß in der Lübecker Dampf- Brotfabrit die Müller in einer worden. Weiter fonnte man in diesen Schacht nicht mehr einbracht werden mußte. In seiner Wohnung in der Nostizstraße Schicht 36 Stunden lang, bei wöchentlich dreimaligem fahren. Die Rettungsarbeiten wurden darauf auf den Anna- Schacht wurde ein Eisenbahn- Arbeiter erhängt vorgefunden. Am Schichtwechsel, arbeiten müssen und zwar für einen Stundenlohn beschränkt. 4. d. M. Morgens wurde an der Kaiser- Wilhelmbrücke die Leiche von 25 f. eines am 31. v. M. in die Spree gesprungenen Mädchens angefchwemmt. Am 3. b. M. Abends und am darauffolgenden Morgen fanden drei Brände statt. Gerichts- Beitung. er= durch die erlittene Untersuchungshaft abzurechnen. Der Mitverurtheilt worden. 37 Dersammlungen. Es wurden die größten Anstrengungen gemacht, um so viel Leute wie möglich zu retten. Der Steiger Peschet Das sind Zustände, die zum Himmel schreien. fuhr vier Mal in den Schacht ein und rettete mehrere Menschen; Fünfundzwanzig Swischendecks.Paffaglere des Sam- als die Schale zum vierten Male heraufgelangte, fand man den burger Schnelldampfers Columbia" beschweren sich in einem Steiger Beschet in derfelben als Leiche, er war erstickt. Ebenso aus New- York sofert nach ihrer Ankunft bort an uns gerichteten fuhr Bergmeister Stephan mit Hintansegung seines eigenen Lebens Schreiben über die Auswandererfirma Schmolte, Zipkin u. Komp. mehrmals in den Schacht ein, um die Bergleute in den Schachten und über die Behandlung und Verpflegung an Bord des ge- auf die brohende Gefahr aufmerksam zu machen. Eine ganze nannten Schiffs während der Fahrt, die am 13. b. M. begann Reihe von Arbeitern wurde wohl gerettet, allein der Rauch wurde das Ende ist nicht angegeben; der Brief vom 25. Mai datirt. immer dichter und unerträglicher. Es bildeten sich nach und nach vergiftende Gase, die ein weiteres Einfahren unmöglich machten. Der Prozeß gegen den Baukier Maak aus Char. Wir werden in der Sache Erkundigungen einziehen. Ober Bergverivalter Grögler unternahm wiederholt Bersuche, Tottenburg ist vor der zweiten Straftammer des Landgerichts II fowohl auf dem Franz Joseph als auf dem Maria- Schacht eingestern verhandelt worden. Die Anklage beschuldigte den zufahren, allein vergebens. Die unten im Schacht befindlichen genannten Bantier des einfachen Bankrotts mit dem Arbeiter meldeten sich durch das Sprachrohr wiederholt und fchwerenden Umstande des übermäßigen Aufwandes und zugleich baten um Hilfe, aber leider konnte ihnen diese nicht mehr geleistet Der wiederholten Unterschlagung durch mindestens werden. Viele Bergleute und Feuerwehrleute aus Birtenberg 100 selbständige Handlungen. Dem Angeklagten waren so fühn, sich selbst zu melden, daß fie die Rettung der Grewolbt wurde Beihilfe zu den Unterschlagungen des Maaß zur Laft gelegt. In der Arbeiter- Bildungsschule" gab am 30. Mai Dr. um Hilfe Rufenden vornehmen wollte. Allein eine ganze Reihe Das Urtheil lautete dahin, daß der Angeklagte Maaß des Binn feinen dritten Zyklusvortrag aus den Haupt- Epochen der von ihnen kain als Leichen wieder zurück; deshalb wurde mit Geschichte". einfachen Bankrotts und der wiederholten Unterschlagung schuldig diesmal hauptsächlich über die sozialen Zustände des Alterthums. Arbeiter hatten Mund und Nafe mit essiggetränkten Züchern Der Referent sprach unter lebhaftem Beifall der größten Vorsicht bei den Rettungsarbeiten vorgegangen. Die und deshalb mit fechs Jahren Gefängniß und fünf Der vierte Bytlusvortrag findet Montag, den 13. Juni, Abends verbunden, sie zeigten beispiellofen Muth. Allein immer wieder Jahren Ehrverluft zu bestrafen fei. Hiervon seien sechs Monate 8 Uhr, im selben Gaale statt. Thema: Stultur- und soziale tamen nur Leichen zum Vorschein, alle erstickten. Ober- Feuer angeklagte Grewoldt fei der Theilnahme an den Unterschlagungen Bustände der alten Deutschen." Mitglieder haben freien Ein- wehrmann 3luticky, einer der herzhafteften Männer, fuhr mit für schuldig erachtet und dafür zur se ch 3 Monaten Gefängniß tritt. Gäfte zahlen 10 Pf. Entree. Neue Mitglieder werden an mehreren Kollegen dreimal in den Schacht em, rettete wohl mehrere Menschen, allein beim vierten Male fand man ihn als Leiche in der Kasse aufgenommen. der Schale. So dauerten die Rettungsarbeiten bis 1 Uhr Nachts. ( Ausführlicher Bericht in nächster Nummer.) Charlottenburg. In der am 31. Mai stattgehabten öffent- Um diefe Beit zeigte es sich, daß alle Mühe vergeblich sei und Reichsgerichts- Entscheidung. Hat ein Wagen führer lichen Töpferversammlung erstattete Stollege Gabe Bericht über daß die Bahl derjenigen, die bei den Rettungsarbeiten ihr Leben den 7. deutschen Töpferfongreß. Die Bersammlung stimmte den einbüßten, größer fet, als die Bahl der geretteten Berfonen. unmittelbar vor der ihm obliegenden Fahrt mit seinem Fuhrwert Beschlüssen desselben zu. Sodann wurde über die Firma F. Grund Der Feuerwehrmann Kühn u. A. war dreimal nacheinander eine durch verkehrsreiche Straßen sich bis zur Bewußtlosigkeit an= getrunten, und hat sodann auf der Fahrt das Fuhrwert, verhandelt, bezüglich beren Klagen eingelaufen waren, die sich gefahren und von der britten Fahrt fam er in bewußtlofem hauptsächlich auf die Länge der Arbeitszeit bezogen. Die meisten Zustande an. Ebenso ist der Arbeiter Soukup dreimal auf welchem sich der Angetrunkene befand, einen Menschen über er dort arbeitenden Kollegen fangen des Morgens früher an eingefahren und wurde beim vierten Mal bewußtlos herauf. fahren und verlegt, fo ift, nach einem Urtheil des Reichs. der fahren und verlebt, so ist, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, II. Straffenats, vom 8. März 1892, der Wagenführer und arbeiten Abends nach 5 Uhr. Wohl geftützt auf diesen In- befördert; er fonnte jedoch wieder zum Bewußtsein gebracht differentismus hat Herr Grund am Dienstag Morgen auf einem Bau werden. Die Bergleute Franz, Kafta, Haras und Reindl fuhren wegen fahrlässiger Körperverlegung zu bestrafen. offiziell verkündet, daß bei ihm bis 6 Uhr gearbeitet würde, und gleichfalls breimal in den Anna- Schacht ein, das erftemal auf Aus dem Reichs- Versicherungsamt. Das Reichs- Ver- darauf entließ er 3 Berliner Kollegen, die für die übliche Ar 850 m, wo sie eine Rauchwolte sahen, und retten drei Arbeiter. ficherungsamt hat in jüngster Sigung in einer Beschwerdefache, Bum zweiten Male stiegen fie ein und brachten vier Genoffen in welcher es sich um die Versicherungspflichtigkeit des Küchenans Tageslicht. Dann mußten fie eine halbe Stunde ausruhen, und Bedienungspersonals der auf den Fahrzeugen einer Dampf da fie ohnmachtig geworden waren. Schließlich wagten sie die schifffahrts Gesellschaft befindlichen Restaurationen handelt, sich Einfahrt zum dritten Male. Sie tamen bis auf 600 m Tiefe, Dahin entschieden, daß jene Restaurationen als Bestandtheile des allein hier wurde Kafka bewußtlos und die zwei anderen Kollegen gaben bas Zeichen zum Aufziehen, wurden aber auch schon im Schifffahrts- Betriebes zu behandeln sind, da sie zur Bequemlich bewußtlosen Zustande herausbefördert. Weiter wird gemeldet: feit des Publikums und zur Beköstigung eines Theils der Schiffs Allgemeine deutsche Kranken- und Begräbnißkaffe für Wirker, mannschaft, einerlei in welcher Form, dienen, und da das Weber, Spinner etc.( E. 5. 67, Sig Chemnitz). Bierte ordentliche General Im Adalbert- Schachte find so viele einzelne menschliche Körperreste aufgefunden worden, daß drei Wagen vollgefüllt wurden. Küchen und Bedienungspersonal einem Theil der Gefahren versammlung am 6. und 7. Juni in Feind's Salon, Weinftr. 11. Arbeiter- Bildungshuis. Sonntag Bormittag 10-12 Uhr: Armin Die Leichen seien derart angeschwollen, daß die vorhandenen der Schifffahrt ebenso ausgesetzt ist, wie die Schiffsmannschaft hallen, Kommandantenfir. 20: Unterricht in der Nationalötonomte. Montag felbft. Die von der Gesellschaft hervorgehobene Schwierig Abends 8-10% hr: Sub- Schule, Sagelsbergerftr. 43: Unterricht in Särge fich als zu flein herausgestellt hätten und größere ans feit, die an das gedachte Personal von dem Reftaurations- Deutsch( oberes): Süd- Ostschule, Reichenbergerstr. 183: Unterricht in gefertigt werden mußten. Von den aus den Schächten noch Rechnen; Dft- Schule, Martusftr. 81: Unterricht in Buchführung; Nord: pächter gezahlten Löhne nachzuweisen, werde sich durch ein Ab- Gule, Müllerstraße 1799: Unterricht in Buchführung. In quen gehr lebend heraufbeförderten Arbeitern konnten nur 13 am Leben er fommen mit dem Pächter überwinden laffen. Unter feinen Um- fächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler halten werden. Bei den Rettungsarbeiten sind insgesammt 27 Personen umgekommen. Der durch das Grubenunglüd ver ständen dürfe diese auf Seiten der Arbeitgeber liegende Schwierig und Schülerinnen, auch jest im Baufe des Semesters, eintreten. Sozialdemokratische Lese- und Diskutiehlubs. Sonntags. Marursachte Schaden wird von Fachleuten auf 22 Millionen Fl. feit dazu führen, die Arbeitnehmer von den Vortheilen der Unfall aufer, Nachmittags 8 Uhr, Schneetoppe, Noftizstr. 29. versicherung auszuschließen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von veranschlagt. Außer dem Staat sind auch Privatpersonen baran 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein betheiligt. Die Bruderlade verliert einen großen Theil ihres Mit einem Jahresgehalt von 840 Mark war an berber& la sarbeiter zu Stralau„ Borwärts 7" Hummelsburg, bet Borg- Vermögens. Die Wegschaffung der Zeichen wird etwa 14 Tage, katholischen Kirche einer kleinen norddeutschen Stadt einschließ- mann. Borwärts 3, Friedrichsberg, Berlinerstr. 10, bei Momber. lich aller Nebeneinnahmen ein Organist angestellt. Derfelbe Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Montag, Abends die Wiederinstandsetzung der Schächte wird etwa 15 Monate in Norddeutsche Anspruch nehmen. ist vom Reichs- Versicherungsamt in jüngster Sigung als ein Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Schleife, Naunynfir. 86 bei gubeil. Bieberlust, Fichtestr. 29 bet Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Der herzogliche Bereiter Gehilfe der Kirchengemeinde im Sinne des§ 1, Biffer 1 des Krösche. Senefelder, Jübenstr. 55 bei Trieschmann.- Bieder= Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesezes angefehen worden tafel ber Maler und verwandten Berufsgenossen Annenftr. 14 bei Ehren- Hanke in Braunschweig wurde in einer der letzten Sizungen Der Landgerichts- Straftammer wegen Beleidigung des dortigen und find infolge dessen seine Ansprüche auf Altersrente als bes rechtigt bezeichnet worden. Es heißt in den diesbezüglichen Ent- Görligerstr. 68 bet Zoltsdorf. Blüthe, Prenzlauer- llce 26 bet Stiebel. Bremer fcheidungsgründen: Es läßt sich nicht verkennen, daß der Kläger Sängerchor ber Chirurgischen Branche, Alte Echönhauser- Der Verleger und Redakteur des freisinnigen straße Nr. 43 bei Reimann. Morgenroth 2, Charlottenburg, Kourier", Johannes Ordemann, muß wegen einer Annonce, eine Ausbildung genoffen hat, wie sie oft Stünstlern nicht anders Bismarchöhe, Wilmersdorferstr. 8o.- Gangergrub, Friedrichshagen welche sich auf eine Rede des Raisers bezog, 3 Monate Feftung zu Theil wird. Hierauf tommt es aber ebenso wenig an wie auf bet Blant. Froh Hoffnung ber Bimmerer Berlin West. bie Begabung, die er besitzt. Entscheidend ist allein, welches Gleichheit. Pappel- Allee 3-4 bet trufe. yra 2, Charlotten- verbüßen. Gängerhain, Reichen Ans der Ferienkolonie. Aus Gießen berichtet bie Maß von Ausbildung und Fähigkeiten zur Ausfüllung des ihm burg, Charlottenburger- Ufer ab bei Benzin. bergerftr. 21 bet Pathold. Sotosblume, Kleine Sturstraße 10 bei Frants. 8tg." Nachdem am vergangenen Montag erst ein übertragenen Amtes erforderlich ist. In dieser Hinsicht ist fest- tansow. Siebesfreiheit I, Straußberg, im Restaurant Krüger. gestellt, daß die Anordnung und Leitung der Gesänge und der rohe Hoffnung( der Zimmerer Berlin Weft), Kulinstraße 36 bet Soldat des hiesigen Regiments beim Baden in der Lahn seinen Myrthenblätter, Welforterstraße 15, bet Schneider. Tod fand, ist gestern Abend wieder ein Soldat auf gleiche Weise musikalischen Aufführungen nicht dem Kläger, sondern einem ihm aumann. Felsenburg, Roppenftr. 43c.- Brüderschaft( Hausdiener), Fischer- ums Leben gekommen. Der am Montag Ertrunkene hatte ohne vorgesetzten Kantor zusteht, während er nur die Orgel spielt. Ein ftraße 41.- Süd- Ost 2, Cuvryftr. 48, bet Geibler. solches Orgelspiel in der Kirche einer fleinen Stadt muß bei der Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Aufsicht gebadet, während der gestern Verunglückte in der MilitärEr scheint von Wiederkehr der Melodien eine rein mechanische Thätigkeit genannt( e Buschriften, ben Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Schwimmanstalt, feldmäßig bepackt, umtam. richten au Mar Gent, Berlin N. Belforterstr. 26, 1 Tr) Sonntag: einem Schlaganfall betroffen worden zu sein. Theaterverein Boruffta bei Ddert, Beughofstraße 8. Geselliger Verein Theater und Bergnügungs- Nach berühmten Mustern. Die Stadtverordneten von eue Welt bet Strohschänt, Sytefir. 48. verein Elmenhorft in dem Drantenfalon, Dranterstraße 170( alle 14 Tage). Oberhausen haben die Errichtung eines Gewerbegerichts abTambourverein Stuf bet Sperling, Infelftr. 1( Sigung nach dem 1. gelehnt. und 15). Turnverein Fichte, von 4-6 hr in Schölzel's Seefchlößchen ( Sungriger Bolf), in Lichtenberg. Stanchflub Blaue Quaste, Mücke, Wöhlerstr. 2. werden. Von einem Unternehmer werden Champignons auf Mist beeten, die in früheren Biertellern angelegt sind, gezüchtet. Die Pilze werden nach Eintritt der Reife gestochen und verkauft. Mit den Betriebsvorrichtungen sind dauernd zwei Arbeiter betraut, die im Sommer insgesammt wöchentlich 60 Stunden, im Winter 54 Stunden arbeiten. Mittelst neuerlichen Bescheibes hat das Reichs- Versicherungsamt hier, da es sich um die Aufzucht von Bodenerzeugnissen handelt, einen unter den§ 1 Abfah 1 des landwirthschaftlichen Unfallversicherungs- Gefehes fallenden Betrieb angenommen und denselben der ordentlich zu ständigen landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft überwiesen. beitszeit eintraten. Die Versammlung nahm eine Resolution an, laut welcher die bei Herrn Grund arbeitenden Kollegen erfucht werden, die Arbeit niederzulegen. Der Vertrauensmann R. Gäde ist beauftragt, diesen Beschluß den Kollegen auf sämmt lichen Bauten der Firma F. Grund mitzutheilen, und sodann die Sperre zu verhängen. berg. Moabiter Sieberta fel, Wilhelmshavenerstr. 25 bet Brosch. Harmonie 2 Landsbergerftr. 31 bei Musehold. Tonblüthe, Regenten zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt. Sund der geselligen Arbeiterusreine Berlins und Umgegend. mentag: Theaterverein Proletariat bei Röhn, Naunynſtr. 83. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theater gefellschaft alhalla, jeben Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Lautenbach, Cuvrystraße 77. Privat- Theatergesellschaft Brectofa jeben Sonntag 4 Uhr bet Foge, Köpenickerstr. 101. Theater- und Bergnügungsverein Barletin, heute Nachmittag 5 Uhr bei Bade, Zeugbofftr. 8. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennfir, 5 bei Krüger. Bergnügungsverein Germanta, alle 14 Tage Wersammlung SintenZambours und Bergnügungsverein Gut Sett, alle 14 Zage bei Wendt, Schleiermacherftr. 2. Gefang-, Turn- und gesellige Vereins. Montag. Gefelliger Beretn Straße 150. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bet Lehmann, " Schuftige Rache. Aus Wien wird gemeldet: Gegen die Besizer des Gasthofes Bur goldenen Birne" in Mariahilf ist gestern Nachmittag von einem ihrer Bediensteten ein Rache- Akt ausgeübt worden, durch welchen diesen ein Schaden von 20 000 bis 25 000 fl. zugefügt wurde. Ein in der Restauration Bur goldenen Birne" bediensteter Saustnecht hat, wie das„ W. 2." berichtet, in den gemeinsamen Kellereien feines Dienstherrn Hopfner und eines Herrn Obersti sämmtliche Fässer entspundet und den Mein, beiläufig 1200 Gimer, ausrinnen laffen. Das Motiv der That ist jedenfalls Rache. " Eine neue Sorte des Duell- Unfugs wird aus Paris zwischen dem Journalisten Karl Desperriers und einer jungen Frau, welche eine Freundin, die sie auf frischer That beim Ehebruch betraf, ermordet hatte. Desperriers wurde schwer verlegt. Aus niedrigem Geschäftsneid richtete der Restaurateur För chel, Breslau, Karlsstr. 7, folgende anonyme Denunziation an den Polizeipräsidenten: Um ein Stückchen Holz. Der Arbeiter Kolbe ist seit zwanzig Jahren in derselben Arbeitsstelle beschäftigt. Niemals lag ein Grund vor, über den alten Mann Klage zu führen. Da gwiebelfifche, Sirdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliners gemeldet: Infolge eines Zeitungsartikels fand ein Duell statt fand Rolbe eines Tages ein altes zerfahrenes Stückchen Brett, fraße 120. Bergnügungsverein Freunbestreue, jeden Montag bet welches bisher als Bahn für Sandkarren benutzt worden war, Möring, Admiralftr. 18c. Geselliger Klub Na mentos, jeben Montag bei aber feinen Zweck nicht mehr erfüllen fonnte, weil es mitten Abraham, Straßburgerstr. 5. Bithertlub Freiheitettänge, jeben Montag Abend bei E. Frante, durchbrochen war. Dieses werthlofe Stückchen Holz nahm Kolbe poteltirche 7 b. an fich, um es als Brennholz zu verwenden. Als er mit diesem Pfeifentlub Felsen fest, Abends 9 Uhr, Graubenzerstraße 15, Restaurant Stück die Arbeitsstelle verlassen wollte, traf ihn der Inspektor. Rauchflub Brüderlich fett, Abends 8-11 1hr bet Willi Schmidt Er rief ihn an und sagte ihm, daß er das Holz nicht mitnehmen Wrangelfir. 141. Rauchtlub Weiße Wolte, bends von 9-11 Uhr, dürfe. Kolbe warf den Gegenstand fort und ging nach Hause. Bernauerfir. 14. " Der Zufall wollte es, daß ich neulich die Marstallgaffe ent lang ging. Ein wilder Lärm, aus dem Lokale des Gastwirths Der Inspektor zeigte den Fall aber gleichwohl an. Kolbe wurde Friedrichsfelderstr. 27. nicht allein entlassen, nachdem er zwanzig Jahre treu gearbeitet Otto fommend, brang an mein Dhr. Bon Neugier getrieben, trat ich ein; doch welches Bild bot sich mir bar? Eine reine hatte, sondern er erhielt auch noch eine Anflage wegen Diebftahls. Der Staatsanwalt glaubte, den bisherigen Dienstherrn Spelunte, ein Spizbuben- und Sozialdemokraten- Netz und der Gast wirth wie ein Räuberhauptmann mitten drin! Solch' eine des Angeklagten gegen freche Diebstähle" seitens der Arbeiter ftrengstens unterstüßen zu sollen und beantragte 14 Tage GeSpelunte, in welcher folch eine Böllerei getrieben wird, habe ich noch nicht kennen gelernt. Sozialdemokratische Reden fängniß. Der Gerichtshof des Amtsgerichts 11 fällte jedoch einen Urtheilsspruch, der dem Rechtsbewußtsein des Volkes jedenfalls Bom Grubenunglück im Silberbergwerk Przibram. wurden gehalten, das zweite Wort war Freiheit, Gleichheit, besser entsprach. Der Angeklagte ourbe freigesprochen, Nach den letzten Meldungen aus Przibram find im Mariaschacht Proletariat", ber Schnaps floß in Strömen, so daß sehr gut die weil man nicht annehmen könne, daß er in diebischer Absicht 360 Bergleute umgekommen, darunter auch fünf Besucher der Diele damit gescheuert werden tonnte. Es ist unerläßliche Thats gehandelt hatte. 3u bemerken ist dabei, daß das Objekt Bergschule in Przibram, die zu Studienzwecken eingefahren waren. sache, daß dies Lokal ein Schlupfwinkel gemeingefährlicher Be höchstens zwei Pfennig Werh hatte, daß also der Um das Städtchen Birkenberg, westlich von Przibram, liegen ftrebungen ist. In Anbetracht der schweren Zeiten, in welchen Staatsanwalt einen in Ehren ergrauten Mann für jeden Pfennig vier Hauptschächte des seit dem 14. Jahrhundert betriebenen wir leben, halte ich es für meine Pflicht, hierauf aufmerksam eine Woche ins Gefängniß gesperrt wissen wollie. Silberbergwerts. Der Mariafchacht bildet mit dem Adalbert- machen zu müssen, denn der Revierkommissarius scheint keine Vermischtes. Ahnung von den Borkommnissen in feinem Revier zu haben. Einer im Namen Vieler." Schiffeuntergang. Der Dampfer Numina" fant mit über folche können dagegen nicht abgelehnt werden, fofern 1200 Zonnen Bahnschienen nahe Haradstär an der schwedischen wie im vorliegenden Falle die Berhandlungen allgemeines Der verkommene Denunziant fiel felber in die Grube, die Küste. Interesse haben. er feinem Kollegen gegraben hatte. Er wurde entdeckt und vom Der Schaden, welchen die Fluthen in der Gegend zwischen Gustav Lange u. A. Vergnügungsanzeigen können, wie Gericht zu 100 Mart Geldstrafe bezw. 20 Tagen Gefängniß ver- Kansas und Neu- Orleans angerichtet haben, wird auf fünfzig schon öfter bekannt gemacht wurde, Raummangels halber in urtheilt. Außerdem hat er noch einige Privat- Beleidigungsflagen Millionen Dollars geschätzt. den Versammlungskalender nicht aufgenommen werden. in Aussicht. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Eine hübsche Szene, die sich im Bärengraben zu Bern abspielte, erzählt die Schweiz. landw. Beitschrift" in Nr. 20. Bor einiger Zeit führte ein Megger aus Ostermundingen eine gemästete Kuh nach Bern. Auf dem Muristalden wurde das Thier scheu und riß dem Führer aus. Jm wilden Lauf ging's dem Bärengraben zu. Die Kuh nahm einen Sah über das Geländer hinaus und flog zu den braunen Muzen hin- Wien, 4. Juni. Nach ruthenischen Meldungen entdeckte die unter. Der Sprung schadete ihr nicht im Geringften, ruffische Polizei eine neue Organisation und verhaftete sechszehn fie blieb auf den Füßen aufrecht, und nun gab es Studenten der Moskauer Universität, vier Damen und den Mosein gegenseitiges überraschendes, befremdliches Anschauen. tauer Buchhändler Prianischtow. Die Bären schickten sich an, dem fremden Gaste auf Rom, 4. Juli. Der Budgetausschuß hat nach Anhörung den Leib zu rücken. Die Rub merkte aber deren Absicht Giolitti's, welcher ein sechsmonatliches Provisorium mit der und stürzte, von ihren Hörnern Gebrauch machend, auf sie Nothwendigkeit der Neuwahlen begründete, ein Provisorium von los. Die Mugen wagten nicht, den Kampf mit dem gehörnten einem Monat bewilligt. Die Minderheit enthielt sich der AbGegner aufzunehmen; sie flüchteten sich fammt und sonders in ftimmung, die Regierung verhielt sich ablehnend. ihren sichern Stall. Das fampfluftige Hausthier versuchte den Flüchtigen bis dahin nachzufolgen, die Thüröffnung war indessen zu klein, und der Bärenwärter ließ darauf die Fallthur hins unter. Ein Berner Patrizier, der die Szene mit ansah, be= fam Sympathie für die muthige Kuh. Nachdem sie mittelst eines Flaschenzuges aus dem Zwinger herausbefördert war, taufte er fie dem Megger ab und ließ sie auf sein Landgut hinausführen, wo er ihr das Gnadenbrot schenken will. Ein großes Fener richtete im Hafen au Dundee eine ungeheuere Berstörung unter den dort lagernden Borräthen indischen Hanfes und Flachses an. werden. J. A., Langestraße. Als Abonnent und Genoffe" haben Sie das Möglichste zu thun, um dem Mädchen, das Sie zur Mutter gemacht haben, die Entbindung und den Unterhalt Ihres Kindes zu erleichtern. Will Jemand sich der Alimentationspflicht ganz oder theilweise entziehen, dann soll er sich wenigstens nicht an uns um Rath wenden. Wir wissen wohl, daß mancher Arbeiter schwer um den eigenen Lebensunterhalt sich zu mühen hat; aber das arme Mädchen, das Mutter wird, ist noch viel schlimmer dran. M. H. 57. Nach der Expedition der Schauspieler- und Komiter Beitung" müssen Sie sich schon anderwärts erkundigen. uns ist das Blatt unbekannt. Guben. Prätorianer hießen die Garden der römischen Raiser. Diefe Prätorianer wurden von den Kaisern in der Niedertretung des bürgerlichen Geistes begünstigt, gewannen aber schließlich eine Macht, die den Kaisern selbst gefährlich wurde. Diese geriethen in die Abhängigkeit ihrer eigenen Soldatesta, welche Raiser abs feßte und einsetzte. Der ausschließliche Militarismus endet immer mit dem Prätorianerthum; er ist ein gefährliches Werkzeug, das am Ende sich gegen den selbst richtet, der es zu handhaben denkt. A. B. Ein Hausverwalter ist nicht berechtigt, einen Miethskontrakt mit dem Namen des Miethers zu unterschreiben, wenn ihn nicht Letterer ausdrücklich dazu ermächtigt hat. Ihre diesbezügliche Frage ist jedoch nicht recht flar. Hat der Wirth über die Miethe quittirt, so fann er wegen solcher Gründe, die ihm zur Zeit der Quittirung bereits bekannt waren, nicht mehr auf Ermission tlagen, besonders nicht wegen verspäteter MiethsB. N. 100. Auch Photographien, die sich Brautleute Briefhaffen der Redaktion. C. 100. Gewiß fann ein Dissident zum Eid gezwungen N. Schaller. Ift schon einmal veröffentlicht worden, wes. halb wir Sie auf den Inferatenweg verweisen müffen. N. P. 34. Warschau fiel bei der dritten Theilung Polens, 1795, an Preußen. Die Feuersbrunft von Corbeil hat in Paris the Seiten- E. 3. Es giebt so viele einzelne Bundesrathsverordnungen, aahlung. ftück gefunden. Ein großes Futtermagazin der Omnibusgesellschaft, daß es wohl möglich ist, daß uns einzelne derselben entgangen der ehemalige Grenier d'Abondance, unweit vom Bastillenplay, find. Sie thäten am besten, wenn Sie bei Ihrer Berufsgenossen- gegenseitig schenken, tönnen nur innerhalb 6 Monaten seit der ift beinahe ganz niedergebrannt. Die 700 in den benachbarten fchaft anfragten. Briefliche Antworten ertheilen wir im Auge- Schenkung zurückgefordert werden. Ställen untergebrachten Pferde tonnten gerettet werden. 8wei meinen nicht. Die gesandte Briefmarke steht zu Ihrer Vernicht fertiggestellten Stücke Schabenerfat verlangen. 2. Dem Feuerwehrleute wurden leicht verwundet. Der Schaden beläuft fügung. G. 6. 111. Wenn Sie im Wochenlohn stehen, kann für den Feiertag fein Abzug gemacht werden. fich auf eine halbe Million an verbrannten Borräthen. Man Moabit. 1. Solche Ermittelungen zu Privatzwecken find weiß nicht, wie das Feuer entstanden ist. Die Ursache ber Statas wir nicht in der Lage anzustellen. 2. Warum die Sozialdemostrophe von Corbeil ist dagegen jetzt bekannt. Ein schwerverletter fraten teinen Kaiser oder Konig wollen?" Sagen Sie uns doch Arbeiter, der nach dem bortigen Krankenhause gebracht worden zunächst, weshalb Sie einen haben wollen. war und dort ftarb, rief fortwährend vor seinem Tode:" Bünde doch Deine Pfeife nicht an". Augenscheinlich richteten sich diese Worte an einen mit der Reinigung der Staubtammer beschäf tigten Arbeiter. Man nimmt deshalb jeht an, daß ein Arbeiter ungeachtet des Berbots rauchen wollte und das von ihm an gezündete Streichholz die Explosion verursachte. Ein ähnlicher Fall roie in Corbeil hatte sich am Tage vorher in Ollainville bei Arpajon ereignet. In einer dortigen Mühle entzündete sich auch der Staub. Die Mühle brannte vollständig nieder. Treptow. G. 2. Das Gesetz über die Unterstüßung der Familien der zur Uebung Gingezogenen ist im Vorwärts" vom 18. Mai am Anfang der Politischen Uebersicht veröffentlicht. " $. E. Die Nähmaschine tann gepfändet werden. C. A. 1000. 1. Der Lieferant fann auch wegen der noch Gesuche, welches an das königliche Amtsgericht I ohne nähere Begeichnung adreffirt werden kann, ist das von einem Arzte oder einer bebeamme ausgestellte Attest beizufügen. 3. 3 fommt darauf an, ob an bem betreffenden Tage viel Publikum da ist ober nicht. Unter Umständen muß man lange warten. Brieffaffen der Expedition. Bielen Anfragenden diene zur Mittheilung, daß der Roman E. D. Schicken Sie eine Mahnung an die Schuldeputation. Am Webstuhl der Zeit" in turzer Zeit in Lieferungen bei Aug. H. Salomon. Einladungen zu Versammlungen in Günther, Braunschweig, erscheinen wird und dann auch durch boykottirten Lotalen find zurückgewiesen worden; Berichte die Buchhandlung des Vorwärts" zu beziehen ist. B. Zornow's Restaurant, Nene Krng- Allee. Friedrichshagen. Freie Bereinigung " Dem Restaurateur genannt der rothe Geburtstag am 6. Jant 4096] Kegelbahnen, Kaffeeküche, Tanz- Salon.( 2412L Todesanzeigeber Getreibeträger und Speicher- Bach und St. Fuchs gratuliet zu feinem Sestaurant Gesellschaftshaus", " empfiehlt ben Besuchern feine schattigen Vor- u. Sintergärten, Saal, 2 Regel bahnen, Billard 2c., Kaffeeküche à 2tr. 60 Pf. einer frol. Benugung. F. Jiges. Soeben erschien Heft 5: 411b Wir theilen unseren Mitgliedern mit, daß unser Kollege Johann Harttig Am 12. Juni, Nachm. 12/2 Uhr, in Seefeldt's Salon, Grenadierfir. 33: Mitglieder Versammlung. Tages- Ordnung: Die Familie M. R. Ehrenerklärung! Hiermit nehme ich die gegen Frau 1. Bortrag des Herrn Dr. Wolff: Rum, Bülowstr. 21, ausgesprochene Wie schützt man sich gegen die Schwind. Beleidigung zurück, bekenne, daß dies am 2. d. M. verstorben ist. Er war ein treues und eifriges Mitglied des Sterbefaffe der deutschen Böttcher. Die Beerdigung findet am 6. d. M., Nachm. 4 Uhr, von der Zeichenhalle Das Wert erscheint in 50 Lieferungen à 10 Pf. und kann durch unter der Kreuzkirche in Tempelhof aus statt zeichnete Buchhandlung bezogen werden. Eine Welt- u. Lebensanschauung für das Volt, Bentralvereins, sowie der Kranken- und sucht 2. Wie agitiren wir für unsere Alles, was ich über Frau Rum gemit besonderer Berücksichtigung der wirthschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen Don J. G. Vogt. Th. Mayhofer Nachf., Sozialdemokratische Buchhandlung, Berlin N., Weinbergsweg 15b. Bahuziehen, Plombiren etc. O. Arendt, Künstliche Zähne, nbreastr. 60( Ging. Kl. Andreasstr.[ 2199 L Der kolossale Erfolg, fen fich bas Bum Kleider- Baron" erfreut, spricht am großen Vortheile, Unternehmen# besten für die welche bei Einkäufen im Kleider- Bavon geboten werben. 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Alle Blasinstrumente, Trommeln, Flöten Vereinigung in Betreff der Unterstützung?[ prochen habe, unwahr ist und ich 3. Berschiedenes und Fragelasten. diefes in meiner augenblicklichen ErGäste willkommen. 478/8 regung gethan und Frau Rum eine ehrenhafte und tugendhafte Frau ist. 4195 Leonhard Heller. und wird zu zahlreicher Betheiligung Maler, Ladtirer, geziemend eingeladen. Der Vorstand des Böttchervereins Berlin. Am 3. Juni, Nachm. 2/2 Uhr, starb plöglich im Alter v. 35 Jahren mein lieber Mann u. unfer guter Bater, Sohn, Bruder u. Schwager, der Schanfwirth Carl Buchwald. Die Beerdigung findet Dienstag, den 6. Juni cr., Nachm. 5/2 Uhr, von der Leichenhalle des alten Zwölfapoftel Kirchhofs aus statt. Dies zeigen tiefbetrübt an Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung unseres Kollegen, des Klempners May Wolff findet am 6. Juni von der Halle des Alten Thomas- Kirchhofes um 4 Uhr Nach mittags statt. 421b Seine Kollegen. Auftreicher der Filiale il! Op. Allen Genossen zur Nachricht, daß ich 25212 Buttmannstr. 3A ein Cigarren- Geschäft Versammlung eröffnet habe. Um gütigen Zuspruch am Dienstag, den 7. Juni, Ab. 81/2 Uhr, bei Henke, Blumenstraße 38. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Filialangelegenheit. 3. Berschiedenes. 213/17 Der Borstand. Stroh- und Filshut- Fabrit en Dennewitzstr. 1. detail. gros. Edie Stegliterstr. en Damen- u. Kinderhüte garnirt und ungarnirt. Herren Strohhüte von 0,75 an. Filzhüte von 2,50 an. Erste Bezugsquelle. Fabritlager von Blumen und Federn. Vorzügl. Kranken- u. Sterbe- Unterſtügungs- Qualität Cigarren in großer Emil Rogge, N., Kaffe der Berliner Hausbiener. Die Beerdigung des Kollegen Binfert ift gestern bereits erfolgt. Die Meldung wurde zu spät gemacht. 4146 Der Vorstand. Empfehle mein Geschäft in frischen 538 L Blumen und Kränzen. und Klarinetten, Spieldosen zum drehen und felt Robert Meyer, 1938L Spielend, Albums and Bierseidel mit Musk. Mufitwerke- Verleih, alle mit Arbeiterliedern. 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Restaurant zum kleinen Prälaten Liebenwalderstr. 43, Gr. Instrumental- Konzert ausgeführt von Mitgliedern der Freien laut Statut bei der Abstimmung. Alle Gelder werden entgegengenommen. empfiehlt seine Lokalität mit fleinem Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn J. Jahnke. Der Vorstand. Saal und Garten nebst Regelbahnen seinen werthen Freunden und BeDer größtentheils aus Kollegen beſtehende Geſangverein ,, reiheits- Achtung! Maurer. Achtung! Sprache zum bevorstehenden Feſte.-klänge" bringt während der Pausen mehrere Arbeiterlieder zum Vortrag. Anfang 4 Uhr Nachmittags. Die Kaffeeküche ist den Damen von 2 Uhr an geöffnet. Den Herren stehen 9 Kegelbahnen zu Verfügung. Bei eintretender Dunkelheit: Große Fackelpolonaise, wozu jedes Kind beim Eingang in das Lotal eine Stoclaterne gratis erhält. 180/1 Bon 5-6 Uhr: Kindertany. Nach 6 Uhr: Tanz- Kränzchen. Herren, welche am Tanz theilnehmen zahlen 50 Pf. nach. Am Sonntag, den 12. Juni, Vormittags 10 Uhr, Versammlung der Zahlstelle Berlin II des Verbandes u. s. w. Für Unterhaltung ist bestens gesorgt. Baierisch Bier aus der National-. Brauerei. 25492 Otto Frentz. Billets à 30 Pf. find in allen mit Blakaten belegten Handlungen, im Lokale des Herrn Röhler, Teltower- und Möckernstraßen- Ecke. Restaurant ,, Zukunftstaat", bei dem bekannten Kollegen und an der Kasse zu haben. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Die Agitationskommission. Gemüthl. Zusammenkunft der Kollegen und Kolleginnen am Dienstag, den 7. Juni( dritter Feiertag), bei Reinhold Krösche, Fichte straße 29( Hafenhaide). Entree wird nicht erhoben. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr Nachmittags an geöffnet. Knebel's Salon und Garten. Badstraße 58( Gesundbrunnen). Montag, den 6. Juni 1892( 2. Pfingstfeiertag): 413b Großes Früh- Konzert tag) arrangirt vom Gesangverein ,, Maiglöckchenf Kapelle: Berufsmusiker. Anfang früh 5 Uhr. Entree mit Programm 20 Pf. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt." Der Vorstand. Kümpel's Restaurant Treptow. ,, Park- Schloss" 10 Begelbahnen. Tanz. VolksGrösster Garten. beluftigungen aller Art. Jeden Sonntag: Konsert. NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen faffend, ist zu Fest lichkeiten 2c. von Mitte Juni ab an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. Charlottenburg, Brauerei Gambrinus Wallstr. 46, Bismarckstr. 22. Grösstes Konzert- Etablissement, Garten und Säle für 2000 Personen. Elektrische Beleuchtung. Familien tönnen Raffee tochen. 2 Riesen- Regelbahnen. Bereinen bestens empfohlen, auch Sonntags. 2512 L Tagesordnung: Kastanien- Allee 35. 2169L 1. Vortrag des Herrn Dr. Wolff über: Wie schütt man sich gegen Vereinszimmer, 30-40 Perf. faffend, Schwindsucht? 2. Diskussion. 8. Anträge zur Statutenänderung zum Ber- mit Piano, noch einige Abende an Berbandstag. 4. Gewerkschaftliches.- Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich eine, auch zur Bahlstelle, zu vergeben Die örtliche Verwaltung. und zahlreich zu erscheinen. NB. Die Mittwoch- Versammlung fällt diesmal aus. Ethische Gesellschaft. 282/3 Empfehle minen Garten u. Kegel bahnen zur gefälligen Benuhung. 3966] Maitvald, Kastanien- Allee 28. Empfehle Freunden und Genossen 2528L Sonntag, den 5. Juni, Abends 7/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, mein Lokal. Kommandantenstraße 77/79: Bortrag des Hrn. Th. Metzner über: ,, Unsere Pfingsten". Nachher: Gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. foften findet Tellersammlung statt. 438/10 Zur Dedung der UnDer Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Ausschußsikung " am Sonntag, den 12. Juni, Vorm. 10 Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tagesordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Vorschläge zum Bundesdirigenten. 3. Interne Bundesangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Jeder Verein muß vertreten sein. Die Präsenzlifte wird verlesen. Der Vorstand. 106/15 Verein deutsch. Verein deutsch. Schuhmacher ( Filiale Berlin). Den Mitgliedern und Kollegen hiermit zur Kenntniß, daß am zweiten eine 294/4 Treptowe Bade's Volksgarten. Bartie mit Damen nach Erkner und Rüdersdorfer Kaltberge Am 1. und 2. Pfingst- Feiertag: Früh- und Nachmittags- Konzert. Entree frei. Am 2. und 3. Feiertag: Tang im großen Parquet- Saal. Vorzügliches Weiß- und Bairisch- Bier. Kegelbahnen. Volksbelustigungen aller Art. TAF Die Raffeeküche ist von früh 4 Uhr an geöffnet. stattfindet. Treffpunkt früh 72 Uhr auf dem Schlesischen Bahnhof, an den Schaltern für Vorort- Verkehr. Abfahrt Punkt 8 Uhr.- Gleichzeitig zur Nachricht, daß unser 2. Stiftungsfest am 15. Juli im Lokale Königsbant, Große Frankfurterstraße 117, stattfindet.- Programms find beim Genossen Gründel, Dresdenerstr. 116, sowie in allen mit Blakaten belegten Handlungen zu haben. Der Bevollmächtigte. Wir offeriren für die Frühjahrs- und Sommer- Saison die größte Auswahl neuester englischer Damen- Kleiderstoffe zu sehr billigen Preisen. 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Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. stellt jetzt das unterzeichnete Institut " der Goldnen Hundertzehn" ( Leipzigerstr. 110), in seinem Ausverkauf, da das überfüllte Lager abfolut verringert werden muß; 3.B. 12'000 Jaquet- und Rock- Anzüge von 10, 12, 15, 18, 20, 24, 27, 30 M. Prima. 15 000 SommerPaletots jetzt im Ausverkauf von 8, 10, 12, 15, 18, 20, 24 M. Prima. 8000 Hosen und Westen von 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12 M. Prima. Alpacca- und Turntuch- Jaquets. ( prämiirt als Hihableiter), v. 1,50 M. an. Knaben- u. BurschenAnzüge, fowie Paletots zu noch nie dagewesenen spottbilligen Preisen. 25362 ..Goldene 110" 110 Leipzigerstr. 110.