Nr. 262. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 8,80 m., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn z Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Noreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Aus dem Wirtschaftsbuche eines Musterstaates. Sonntag, den 8. November 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. das Elementarunterrichtswesen aber vom preußischen Staate muß. Und die ethischen" Wirkungen von Bibel- und Autoritätsnur mit 90,5 Millionen Mart bedacht wird, so wird glauben werden gewiß nicht größer und besser, wenn gerade mit man des argen Mißverhältnisses gewahr. Denn während nur etwa Bezugnahme auf die" Religion" die Weltgeschichte in jene Reihe von der zwanzigste Teil der Schulkinder in die höheren Schul- Kriegen, Heldenthaten und Herrscherpersönlichkeiten, in jenen Daß der deutsche Militärstaat unmittelbar von der Masse der anstalten gelangt, wird für sie mehr als der fünfte Teil dessen Dynastentult aufgelöst werden kann, als dessen widerwärtigste und Besizlosen durch indirekte Steuern erhalten wird, weiß jeder, der aufgewandt, was der Staat für Schulzwecke übrig hat! verlogenste, elendeste und bornierteste Form uns die preußische sich in Deutschland nur ein wenig mit Politik befaßt. Andrerseits Allerdings hat ja der Staat das niedere Schulwesen großmütig Hohenzollern- Legende entgegentritt. aber hört man, daß die Einzelstaaten die größeren Einkommen und den Gemeinden zur Erhaltung überlassen und begnügt sich damit, Vermögen zur Besteuerung heranziehen, so daß man wohl meinen die Rolle eines Helfers in der Not zu spielen. Man weiß, mit könnte, daß die Staatslasten, wenn auch mittelbar auf den Schultern welchem Erfolge! Fast dreitausend preußische Kinder sind wegen des gesamten Volkes, so doch unmittelbar in der Hauptsache auf Schulmangels zum Analphabetentum verdammt, fast zweitausend denen der besitzenden Klassen ruhten, woraus man sich dann erklären Lehrstellen können wegen der abschreckenden Gehaltsverhältnisse nicht könnte, daß diese besitzenden Klassen auf Grund ihrer finanziellen besetzt werden. Kraft der Staatserhaltung besondere politische Vorrechte im Staate Für das Medizinalwesen fallen 3,6 Millionen ab. beanspruchten und erhielten. Ein Blick in den Haushalts- Etat des preußischen Staates genügt, um dieses Vorurteil zu zerstreuen. Der Anteil der besitzenden Klassen an den finanziellen Lasten des Staates ist überaus gering. Aus direkten Steuern zieht der preußische Staat nach dem Etat für 19083, der auch allen weiteren Angaben zu Grunde gelegt werden soll, ein Reineinkommen von 198,3 Millionen Mart, tvovon ja noch etwa ein Viertel aus fleinen und mittleren Eintommen stammt. Dazu kommt die geradezu lächerlich geringe Summe, die der Staat aus der Erbschaftssteuer zieht, nämlich 10,1 Millionen Mark. Den weitaus größten Teil seiner effektiven Einnahmen zieht der preußische Staat aus Grundbesitz und Kapital. Er bezieht 14,6 Millionen Mark von seinen Domänen, 42,2 Millionen von den Forsten, 24,7 Millionen von dem Berg-, Hütten- und Salinenwesen, 393,3 Millionen von seinen Eisenbahnen. Wir haben uns einmal der unerquidlichen Mühe unterzogen, von den uns zugänglichen heute verbreiteten Volksschul- Lesebüchern eine Anzahl durchzusehen. Das Ergebnis übertrifft auch die schlimmsten Befürchtungen. Wenn wir sagen, daß in der Auswahl der Gedichte, der Naturschilderungen, der Sagen u. f. f. in der weitaus überwiegenden Mehrzahl der Fälle der spießbürgerlich- patriotische und der pietistischfrömmelnde Gesichtspunkt sich den Rang ablaufen, daß Darstellungen Der preußische Staat glänzt mit einem Gesamtetat von 2674,2 aus dem Leben, den Sitten und Zuständen der Völker zumal der Millionen Mark. Er bestreitet eine glänzende Hofhaltung. Er giebt Vergangenheit und selbst der preußischen Bergangenheit meist kaum Millionen aus für rein repräsentative Zwecke, für Gesandtschaften, anzutreffen sind, dagegen die Persönlichkeit der Hohenzollern seit Ordensverleihungen usw. Er bezahlt seinen höheren Beamten riesige Friedrich I. einen ganz ungebührlichen Raum einnimmt, während Gehälter. Er kauft Deckhengste, deren jeder ein Vermögen der wahren Heroen im Reich des Geistes kaum und ihrer Gedanken kostet; ein Dechengst wurde jüngst für beinahe eine halbe Million gar keiner Erwähnung geschieht, so ist damit angedeutet, was bes erworben, fast so viel wie die Jahresausgaben für die Fabritinspektion. sonders der Geschichtsunterricht unsrer Volksschulen vermissen läßt. Der Staat streut das Geld mit vollen Händen zum polnischen Gewiß bieten auch die älteren Erscheinungen auf dem Gebiete des Fenster hinaus. Er läßt die reiche Quelle der Erbschaftssteuer, die Volksschul- Lesebuchs inhaltlich kaum mehr, bleibt bei ihrem Zuschnitt anderen Staaten Hunderte von Millionen einträgt, so gut wie un- auf" patriotische" Geschichtsanekdoten von unfrem Standpunkte aus berührt. Er geht mit den großen Vermögen so schonend wie mög- geradezu alles zu wünschen übrig. Aber es liegt über ihnen lich um. trotz allem doch ein gewisser pädagogischer Ernst, der die Mißbildungen und die Auswüchse nicht in voller Schärfe empfinden läßt. Vergleicht man sie dagegen mit den Erscheinungen oder den Neubearbeitungen von Lefebüchern für die Volksschule während der auf allen Gebieten so glorreichen letzten 15 Jahre, so nehmen, offenbar als Gegenwirkung gegen die drohende„ Revolution" und den drohenden Umsturz", die bewußte Nuwahrheit und die Zerfahrenheit in einer Weise zu, machen sich Lug und Trug, der platte Unverstand und die bornierte Heuchelei in einem Umfange breit, daß man in vielen Fällen von einer sittlichen Verwilderung sprechen kann, und der gesamte Eindruck mit dem der moralischen Verlumpung eine verzweifelte Aehnlichkeit erhält. Wir können unsern Lesern nicht unsre ganze Auslese vorführen und werden uns daher auf die Wieder gabe weniger charakteristischer Stücke beschränken. Für Pferdewärter und Roßärzte braucht er mehr als für Gewerbe- Inspektoren, für Strafrichter, Staatsanwälte, Gendarmen und Polizisten mehr als für Schullehrer. Für das Seelenheil seiner Unterthanen giebt er sechsmal soviel aus, als für ihre leibliche Geſundheit! Wie also in jener Filiale Preußens, die die Firma Deutsches Reich trägt, die Gesamtheit des arbeitenden Volkes dafür sorgen Das ist die gesunde Tüchtigkeit" des preußischen Staates, das muß, dem Vaterlande durch unproduktive Anlagen seine Weltmachts- ist, was uns Minister und Lakaien als den Höhepunkt aller stellung" zu erhalten, so muß ein Teil von ihm dafür sorgen, daß politischen Möglichkeiten preisen und als das Muster aller staatlichen die Finanzen der Centrale in Ordnung bleiben. Das sind einerseits Verwaltungskunst. jene besser fituierten Arbeiter, die von ihrem bescheidenen Einkommen Dieser Staat, der angeblich von den Besitzenden erhalten wird noch direkte Steuern an das schwarzweiße Vaterland zu entrichten und den Aufgaben der Kultur dient, da ja das Ressort der haben, andrerseits aber jene Massen arbeitender Hände, die jahraus, specifischen Unkultur vom Reiche übernommen ist ist in seiner jahrein darum bemüht find, ihm einen möglichst hohen Unternehmer- tüchtigen Wirklichkeit nur ein Teil jenes großen kapitalistischen profit heranzuschaffen. Aufsaugungsapparates, der, was die besiglose Masse schafft, aus tausend Röhren in das Sammelbecken der herrschenden Klassen leitet. Alles durch das Volk, nichts für das Volk! Im Grunde aber ist es doch wieder die gesamte Arbeiterschaft, die unter der fiskalischen Wirtschaft des Staates leidet. Würden die befizenden Klassen wirklich die Laft des Staates tragen, dann könnte dieses seine ungeheueren Befizungen dazu benutzen, nicht Staatsfapitalismus, sondern Staatssocialismus zu treiben und seine Arbeiter so zu stellen, daß der ganze Arbeitsmarkt daraus Vorteil Und das Dreitlassen Wahlsystem hält Wacht, daß diese Wirtschaft nimmer gestört werde! zöge. So wie er iſt, muß aber der preußische Staat so gut wie Geschichtsunterricht und Volksschule. jeder andre Ausbeuter sein Ausbeuterinteresse vertreten, als Kapitalist ist er solidarisch mit den andern Kapitalisten, und seine Politik auf dem Arbeitsmarkte geht dahin, sich und seinen Unternehmerkollegen die Arbeiterware möglichst billig zu erhalten. Daß sich der Lohn der Arbeit nicht nach dem Werte der Leistung, sondern nach der„ orts- und landesüblichen Bezahlung" zu richten habe, gilt daher in allen beteiligten Staatsämtern als unumstößlicher Grundsatz. Das berühmte Wort, daß die Kulturaufgaben in Preußen nicht leiden, wird schon durch diese Thatsache widerlegt. Denn die wichtigste Kulturaufgabe eines Staates müßte es doch sein, in seinen Betrieben feine Hungerlöhne und keine übermenschlichen Arbeitszeiten zu dulden! Aber auch sonst bleibt von dem riesigen Budget des preußischen Staates sehr wenig übrig, was zu Zwecken verwandt wird, die man wirklich als u Itur zwede ansprechen kann. Ein Kapitel bom neuesten Preußenturs. I. " Welche Sorte servilster Speichelleckerei noch als zur Volksbildung und Jugenderziehung passend angesehen wird, zeigt das viel benutte Lesebuch von Ferdinand Hirt( Breslau 1892, Teil IV, 1).„ Das glorreiche Geschlecht", heißt es hier( Seite 139), welches feit mehr als vier Jahrhunderten die Geschicke unsres teueren preußischen Vaterlandes lenkt, ist das der Hohenzollern." Sie famen in die Mark, um hier all die Tugenden noch herrlicher und träftiger zu entfalten, die von jeher der Schmuck des edlen Hauses gewesen waren, um von Geschlecht zu Geschlecht durch unermüdliches Schaffen und Wirken für ihr Volt, durch Gerechtigkeit, die sie an sich selber nicht minder streng übten als an dem geringsten ihrer UnterEine Klage, die auf unsern preußischen Lehrerversammlungen thanen, durch entschlossene Tapferkeit und hohe Weisheit aus der immer mehr in den Vordergrund tritt, ist die unzweckmäßige Ver- kleinen, verachteten, verödeten Kurmark Brandenburg das mächtige, teilung und die mangelhafte Beschaffenheit gewisser Lehrstoffe. Es starke Königreich Preußen zu schaffen und endlich als Kaiser des ist eine unbedingte Forderung, die, wie an alle, so insbesondere an neu erstandenen Deutschen Reiches eine gebietende Weltmacht zu die Volksschulen gerichtet werden muß, daß der Unterricht die im begründen". jeweiligen Gesellschaftsbereich liegende erkennbare und erkannte Daß wir in nahezu allen Lesebüchern um früheres zu überWahrheit bieten soll. Darin liegt die weitere Forderung, daß der gehen die albernen Märchen, wonach der große" Kurfürst als sittliche Gedankenkreis sich aus den konkreten Einzelwahrheiten achtzehnjähriger Jüngling während eines Aufenthalts in Holland selbständig entwickele, nicht daß er in das Prokrustesbett vorgefaßter vor schlechter Gesellschaft zum Prinzen von Oranienburg nach Breda Abstraktionen hineingezwängt werde. Damit fallen für eine wahr geflohen und ihm deshalb von diesem eine glorreiche Regierung haft moderne Erziehungsweise alle jene Lehrgegenstände, die unter prophezeit worden sei, wonach Froben sich für den Kurfürsten in der dem Sammelnamen der sogenannten Religion zu gehen pflegen und Schlacht von Fehrbellin durch Vertauschen des Pferdes aufgeopfert Die Civillifte des preußischen Königs beansprucht im ganzen also gleich ihr von unerwiesenen oder jedenfalls unerweisbaren Unter- habe, usw. aufgetischt finden, versteht sich von selbst. Trotz der 15 719 296 Mart. lagen, wie die Existenz der Seele, das Dasein Gottes und so fort Schlacht bei Fehrbellin und der sehr unzweideutigen Charakteriſtik, Viel größer noch als diese Ausgabe, die durch ein besonderes ausgehen. Dagegen treten alle jene in den Vordergrund, die gerade der große Kurfürst der schwedischen Politif hat angedeihen Gesetz festgelegt und von der Bewilligung durch den Landtag un- die die systematische Schulung des Dentens an den Thatsachen der lassen, die es auf die Verwüstung Deutschlands abgesehen habe, um abhängig ist, sind jene Ausgaben, die der kapitalistische Klassenstaat Erfahrung zum Vorwurf haben. Es liegt auf der Hand, daß die sich ungestraft an der Ostsee festsetzen zu können, begegnen wir trop der ungeheuerlichen Privatbelastung der Rechtsuchenden zur folgerichtige und durchgreifende Einführung dieses Grundsatzes in natürlich nach wie vor dem„ frommen" Schwedenkönig Gustav Adolf, Aufrechterhaltung seiner komplizierten Rechtsordnung fordert: die die Lehrpläne unsrer Schulen gleichbedeutend wäre mit einer völligen der ausschließlich in der menschenfreundlichen Absicht in Pommern Ausgaben für Justiz und Verwaltung. Die Justiz braucht 116,8, Revolutionierung unsres Schulwesens, insbesondere des Unterrichts landet, um seine evangelischen Glaubensgenossen aus ihrer Not zu die Verwaltung einschließlich der höheren Verwaltungsbehörden der Geschichte. retten".„ Als er den deutschen Boden betrat, fiel er auf sein A 98,9 Millionen Mart. Davon kosten die Strafanstalten allein So wie der Geschichtsunterricht zumal in unfren Volksschulen Angesicht und betete; denn je mehr Betens desto mehr 16,2 Millionen, die Polizei 55,2 Millionen Mark! erteilt wird, steht er in engster Beziehung zur sog. Religion, die für Siegens war sein Grundsaz. Strenge Manneszucht wurde Als direkten Tribut an die Kapitalistenklasse sind für Schulden den legitimistischen Autoritätsgedanken, das Gottesgnadentum erst gehalten, damit die Gemüter unter den Greueln des Krieges 235,9 Millionen Mark Zinsen zu bezahlen. die Basis schaffen muß. Vom biblischen Schöpfungsbericht mit der den himmlischen Vater und Richter nicht vergessen möchten." Die Gestütsverwaltung erfordert an Zuschüssen 4,1 Millionen ihm zu Grunde liegenden Jdee persönlich absoluter Weltregierung( Hirt V. 358.) Mark. Sie beschäftigt u. a. 21 Gestütsdirigenten mit 110 000 m. bis zu Moses, David und Salomo, den absoluten Gesetzgebern,„ Dem Grundsaße, der die Hohenzollern seit Jahrhunderten geGehalt und 12 Schullehrer mit 16 650 M. Gehalt. die ganze israelitische Königsreihe herab bis schließlich zu leitet hatte, allzeit zum Kaiser zu stehen gegen alle Feinde des Sehr bescheiden sind dagegen die Ausgaben für die Gewerbe- Christus zieht sich der Gesichtspunkt modern dynastischer Reiches, blieb auch der Sohn und Nachfolger des großen Kurfürsten, Inspektion. Sie betragen rund 800 000. Interessen, von denen aus allein Altes wie Neues Testament Friedrich III., treu." In Destreich dürfte man freilich über diese Sieht man von diesem und andren gelegentlichen Böstchen ab, maltraitiert und ausgelegt" werden. Was aber die Sittlichkeit und Reichs- und Kaisertreue der Hohenzollern im allgemeinen und so hat man die Kultur wohl vor allem im Etat des Unterrichts- die ethische Erziehung des modernen Menschen, die eine solche Bibel- Friedrichs III. im besonderen eigne Ansichten haben. Einzig in ihrer ministeriums zu suchen, das der Amtsgebrauch kurz und bezeichnend interpretation unter dem Titel Religion doch angeblich vermitteln Art ist die übliche Schilderung der Königsberger Krönungsfeierlichdas Ministerium der geistlichen 2c. Angelegenheiten nennt. Zur foll, mit all jenen Dingen im Grunde zu thun hat, wird auch der keiten. Es ging dabei„ gar hoch und festlich her. Als Friedrich sich direkten Unterstützung der evangelischen und der katholischen Kirche größte Rabulist von heute so wenig darzuthun vermögen, als sich und seiner Gemahlin die Königstrone auffezte, trug er einen Rod giebt er rund 6 Millionen Mark aus, für gemeinsame" Zwecke des die Beziehung entdecken läßt, die etwa zwischen dem Schreien von von Scharlach, mit Gold und diamantenen Knöpfen besetzt( deren Stultus und Unterrichts 17,6 Millionen Mark. Da die Gemeinsamkeit Bileams Esel und der Kultur der Gegenwart vermutet werden jeder, wie wir bemerten wollen, 3000 Dukaten kostete), darüber den nur eine verhüllende Bezeichnung für den wahren Sachverhalt ist könnte. Wenn nicht in unsren Volksschulen, so kommt doch bereits königlichen Burpurmantel. Aber der neue König, nun Friedrich I., und die gemeinsamen" Ausgaben bis auf ein paar Pfennige in auf unsren Gymnasien der logische Widerspruch zum Durchbruch, vergaß auch nicht bor dem König aller Könige die fromme Hände gehen, ergiebt sich eine Summe von 23,6 Millionen foenn in den weitaus meisten Fällen die Geschichte des israelitischen Knie zu beugen; unter feierlichem Gottesdienst ließ er Mark für Kirchenzwecke. Dazu kommt, was der Staat für die Volkes im Geschichts- und Religionsunterricht von grundsäglich ver- sich in der Kirche vom Bischof salben." Und das Volk theologischen Fakultäten, für geistliche Schulinspektoren, für die Er- schiedenen Gesichtspunkten aus vorgetragen wird, so daß sich der ging bei der Feierlichkeit auch nicht leer aus. Ein ganzer geteilung des Religionsunterrichts bezahlt. Bögling gerade in den bildungsfähigsten und empfänglichsten bratener Ochse, der mit allerhand Wildbret und Geflügel ausgestopft Für Universitäten und höhere Lehranstalten giebt der Staat Jahren förmlich mit der Nase auf die offizielle Lüge und war, wurde dem Volke preisgegeben. Aus zwei Adlern sprudelte 25,3 Millionen Mark aus. Das ist gewiß nicht zu viel, weil Aus- die innere Korruption des heutigen Erziehungswesens des heutigen Erziehungswesens ge- roter und weißer Wein für jedermann".( Hübner und Schwochow gaben für Bildungszwecke niemals zu viel sind. Bedenkt man aber, stoßen sieht, ein Umstand, der für die Entwicklung III. 63 f.) So avancierte der unsinnige Verschwender Friedrich I. zu daß diese höheren Schulen nur einer fleinen Minderheit dienen, seines sittlichen Charakters zweifellos von besonderem Erfolge sein einem vortrefflichen Regenten und exquisiten Landesvater. Man kann von ihm rühmen, daß er nach den ausgesucht prächtigen und prunk-| die Verfassung, unter der wir gegenwärtig in Preußen leben, noch nicht vollen Krönungsfeierlichkeiten ein allgemeines Bußfest anordnete, einen Augenblick zu Recht bestanden hat. Daß aber Friedrich und so hat er in der Nachäfferei des Sonnenkönigstums Ludwigs XIV. Wilhelm IV., um allem die Krone aufzusetzen, sich erst zur Eidesfeine geliebten Unterthanen zwar mit allen möglichen Steuern und ablegung entschloß, nachdem man ihm plausibel gemacht hatte, wie Erpressungen geplackt und gefchunden, die Schweiß- und Blut- man ja die Bestimmungen der Verfassung auf dem Wege der Specialpfennige seines Volkes zwar in den tollsten Festen bergeudet, sich gesetzgebung wieder annullieren könne, davon ist erst recht keine Rede. auch nach dem Muster seines französischen Vetters" teure Maitressen Als was sich also der hochgepriesene Königseid vor dem hausbackenen aus den edlen Töchtern des Adels zugelegt, wiewohl er in männig| Sittlichkeitsempfinden des Plebs und damit in Wahrheit qualifiziert, Ticher Impotenz für diesen Artikel physisch keine Verwendung hatte, im braucht nach dem Gesagten nicht weiter ausgeführt zu werden. übrigen aber, wie man sieht, an Frömmigkeit und Regententugend Die Lüge ist die Grundlage der Geschichte, wie sie unsre Volksteinen Schaden gelitten. schüler auswendig lernen müssen. " Um Friedrich II. haben Poesie und eine gefällige Geschichtsschreibung einen förmlichen Kranz von Anekdoten gewoben, die selbst aufzuzählen hier zu weit führen würde, die sich jedoch so ziemlich alle mit peinlicher Gewissenhaftigkeit in unsren Volksschul- Lesebüchern registriert und erzählt finden. Es entspricht nur unsrem patriotischen Drill, wenn hier die„ Thaten des siebenjährigen Krieges" in erster Reihe stehen. Daneben feiert man den großen Friz" aber auch als„ Landesvater"." Friedrich teilte die Ansicht seines Vaters, daß die Stärke des Staates im Heere und Schaze beruhe. Daher wandte er seine Aufmerksamkeit unausgesetzt auf die Kriegsmacht, so daß sie bei seinem Tode auf 200 000 Mann gebracht war. Die Offizierstellen wurden mit Edelleuten besetzt wie die hohen Hof- und Staatsämter; denn dem Adel traute Friedrich mehr Ehrgefühl zu als dem Bürgerstande. Für das Land war er ebenso freigebig wie für sich sparsam. Seine Hofhaltung war so einfach eingerichtet, daß er von 3 600 000 M., die er für sich bestimmt hatte, jährlich 3 Millionen für seine Unterthanen sparte."( Hirt.) Daß diese Sorge für Land und Unterthanen in der einseitigsten Bevorzugung des Adels und in der tyrannischen Unterdrückung der übrigen Gesellschaftsklassen bestand, davon schweigt natürlich auch hier des Sängers Höflichkeit. Dem Großgrundbesiz flossen die Staatsgelder in Fülle zu, für ihn gründete er Ritterakademien, vergrößerte er das Kadettencorps, ward die adlige Militärschule mit den Erträgnissen eines verderb lichen und wucherischen Lottospiels unterhalten, wie ihn die ganze Gesetzgebung zu einer privilegierten Ausnahmestellung erhob. Dafür benutzte der König die Volksschulen zur Versorgung seiner Invaliden und Unteroffiziere, und während er den begüterten Adel durch Unsummen unterstützte, führte er für die breiten Massen des Boltes ein System indirekter Abgaben, die Regie und die Accise, ein, das nicht nur die armen Schichten zu Gunsten der reicheren in der schamlosesten Weise belastete, dessen Ueberwachung noch obendrein Hergelaufenem französischem Gesindel übertragen ward, dessen Gehalt sebst das der Minister um das dreis und vierfache überstieg. Daß er gegen Ende des siebenjährigen Krieges den Witwen und Waisen der gefallenen Offiziere die Pensionen einhielt, daß er ein förmliches Spioniersystem einrichtete, um jede Umgehung der harten Regievorschriften zu verhindern so mußten zum Beispiel u. a. die Accisebeamten sowie eine Anzahl Invaliden gegen ein sehr färgliches Gehalt bei Tag und Nacht in den Straßen umhergehen, um durch den Geruch auszuspüren, ob etwa irgendwo Kaffee ohne Lösung eines Brennscheines gebrannt oder gebrannter Kaffee verkauft werde: das sind nur einzelne schmugige Züge eines in allen Teilen sehr unsauberen Gesamtbildes. und Tilsit die Schuld trägt. Landtagswahl. Noch eine Verschlechterung des Wahlrechts! Die bodenlose Unverschämtheit der Junkerclique, der kleinen aber mächtigen" Partei, tritt noch deutlicher als in ihrem Verlangen nach Aufrechterhaltung des Landtagswahl- Unfugs in die Erscheinung gelegentlich ihrer Vorschläge zur Beseitigung der selbst von ihnen notgedrungen zugegebenen trassen Unmöglichkeiten. So wagt die„ Kreuz- Zeitung" zu schreiben: Der Teilung übergroßer Wahlkreise wird voraussichtlich die fonservative Partei, wie aus den Ausführungen ihres damaligen Fraktionsredners Dr. Jrmer zu entnehmen ist, feinen Widerstand entgegensetzen, soweit die besonderen Verhältnisse eine derartige Maßregel notwendig machen. Allerdings wird sic in eine ete berartige Verminderung der Zahl der auf das platte Land entfallenden Abgeordneten nicht einwilligen. Ob mit der Teilung übergroßer Wahlkreise eine Vermehrung der Zahl der auf das bisherige Gebiet der einzelnen Wahlkreise entfallenden Abgeordneten zu verbinden sein wird, vermögen wir bis jetzt noch nicht zu übersehen. Sollte eine derartige Vermehrung in Aussicht genommen werden, so würde sie, da die Gesamtzahl in der Verfassungsurfunde festgelegt ist, ohne eine Abänderung der Verfassungsurkunde sich schwerlich durchführen lassen. Wir würden gegen eine kleine Vermehrung nicht gerade grundsätzliche Bedenken haben, würden z. B. eine Zerlegung des jezigen, unmittelbar westlich von Berlin liegenden Wahlkreises in zwei, deren einer die drei Stadtkreise Charlottenburg, Rirdorf, Schöneberg, und deren andrer die Landfreise Teltow, Beeskow, Storfow umfaßt, oder gegen eine ähnliche Teilung auch dann nichts einzuwenden haben, wenn den Landkreisen so viel Ab= geordnete gegeben würden, wie der jebige Gesamtkreis entsendet, und wenn die genannten drei Städte für sich einen oder zwei Abgeordnete zu wählen hätten. Nun zeigt die amtliche Statistik folgendes Bild: Im Jahre Es zählten Einwohner 1900 Kreis Teltow 268 203 45 496 " Zunahme in Prozenten 30,1 2,1 1895 206 177 43 666 189 290 132 377 43,0 62 695 59 945 53,2 50,8 96 059 90 421 Hoffentlich schlägt dies Verhalten der Agrariersippe dem Faß den Boden aus und gewinnt immer weitere Kreise für unsern Ruf: Fort mit aller Flickarbeit, heraus mit dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht für den preußischen Landtag! fönnten vorkommendenfalls für einen socialdemokratischen Abgeordnetenkandidaten stimmen. Es scheint, als habe sich die gestrige Versammlung der Socialdemokratie diese Parole nicht angeeignet, auch nicht beschlossen, wenn die Socialdemokratie keine Mandate erhält, Gewehr bei Fuß zu stehen und damit den Konservativen zum Siege zu verhelfen. Man will erst sehen, wie der Hase läuft". Das ist ganz flug. Man wird das bei den Wahlmänner- Stichwahlen thun und ebenso bei den Abgeordnetenwahlen, zumal nachdem man gesehen hat, daß es wenig verschlägt, mit den Liberalen Fraktur zu reden"." Die„ Vossin" sieht wahrhaftig immer noch nicht, wie der Hase läuft. Der Unterschied unsres Verhaltens erklärt sich einfach daraus, daß wir im dritten und vierten Kreise mit der Möglichkeit rechnen, aus eigner Kraft zu siegen, während wir in den beiden andern Kreisen nur ausschlaggebend werden dürften. Es bleibt also bei der Fraktur". Politische Uebersicht. Berlin, den 7. November. Ein Doppel- Kriegsgeschwader kündigt auch die nationalliberale„ Magdeburgische Zeitung" an: Daß eine neue Flottenvorlage in größerem Umfange in Vorbereitung ist, darf als sicher angenommen werden. Immer mehr und mehr sind in der Marine Stimmen laut geworden, daß wir mit den beiden Doppelgeschwadern, also mit den 38 Linienschiffen, über die wir erst 1920 verfügen werden, unmöglich unsre ungemein verantwortungsvollen Aufgaben zur See erfüllen können. Deutschland müsse für den Fortbestand feines Seehandels die allergrößten machen, Anstrengungen denn dieser fei die hauptsächlichste Quelle seines nationalen Wohlstandes, und sein Wert betrage im Jahre reichlich sieben Milliarden Mark. Der Bau eines dritten Doppelgeschwaders werde sich nicht umgehen lassen. Staaten, in denen wir sehr wichtige Handelsinteressen zu schützen haben, wie Brasilien, Chile, Argentinien, haben imposante Linienschiffe und mächtige Kreuzer; wir können solchen Staaten im Notfall nicht durch die Entsendung eines kleinen Kreuzers oder ganz veralteter, gefechtsuntüchtiger Schulschiffe imponieren." Brasilien im Notfall nur einen kleinen Kreuzer oder ein gefechtsDie letztere Begründung, daß Deutschland nach Chile oder untüchtiges Schulschiff entfenden könne, ist so einfältig, daß man annehmen möchte, Leute, die so etwas schreiben, können überhaupt auch in Bezug auf ihre sonstigen Mitteilungen nicht ernst und nicht glaubwürdig genommen werden. Erst der Venezuela- Konflikt hat gezeigt, daß Deutschland nicht Mangel an Kriegsschiffen bei Streitigkeiten mit überseeischen Staaten hat, sondern Mangel an Besonnenheit in der Verwendung seiner weit über alles nötige Maß vermehrten Seekriegs- Streitkräfte. Die Lage in Deutsch- Südwest- Afrika Kreis Beeskow- Storkow Stadtkreis Charlottenburg Schöneberg Rigdorf. Es ist schwer, das Gerücht, die Regierung werde ein drittes Nach dem Vorschlag der„ Kreuz- Zeitung" sollen also in Zukunft Doppel- Kriegsgeschwader fordern, zu glauben, so sehr man auch zum auf Grund einer gesetzlichen Aenderung die alten verrotteten Ver- Glauben an die unmöglichsten Militär- und Marineforderungen im " größeren Deutschland" erzogen wurde. Diese Tollheit erscheint zuhältnisse noch wesentlich verschlimmert werden. Die beiden Landkreise mit ihren 312 799 Einwohnern sollen in nächst zu groß. Gewiß giebt es für Marinephantasten, EnglandZukunft alle drei Abgeordneten allein wählen, während man der fresser und für Panzerplatten- Fabrikanten keine Grenze des„ Nötigen". Aus der rührseligen Geschichtsflitterung, die unsrer Jugend bei weit größeren Einwohnerschaft der drei Städte mit zusammen Aber daß verantwortliche Kreise irgendwie an solche ForFriedrich Wilhelm III.- sein Vorgänger fällt charakteristischerweise 375 770 Einwohnern gnädigst einen oder zwei Abgeordnete be- derungen denken, die das große Flottenprogramm von 1900 wiederum in unsren Lesebüchern völlig aus und seiner Gemahlin, der willigen will. Königin Quise, vorgesezt wird, nur ein Beispiel:" Preußens Ehre Obendrein zeigt die Bewegung der Bevölkerungszahl von 1895 umstürzen sollen, das erscheint denn vorläufig doch als allzu wahnwizig. und Selbständigkeit war durch Napoleons Uebermut bereits schwer bis 1900, daß eine derartige Neuregelung von Jahr zu Jahr noch Das Flottenprogramm von 1900 rechnet bereits mit einer Ausnuzung des für den Seedienst tauglichen Menschenmaterials bis zur verletzt; doch suchte Friedrich Wilhelm III. den Krieg immer noch unerträglicher werden würde. äußersten Grenze. Die Kosten sind ungeheure und das entsetzliche zu vermeiden. Sein klarer Blick erkannte deutlich die Mängel Deficit in der Reichskasse, das alle Finanzminister bedrückt, ist seiner Armee und ihrer meist alten und gebrechlichen Befehls wesentlich verursacht worden durch die immense Steigerung der haber. Endlich konnte er der kriegerischen Stimmung, die sich Marine- Ausgaben. Das Programm sieht bis auf das Jahr 1920 in Berlin und im ganzen Lande kundgab, nicht mehr widerdie Rüstungen vor, welche die Regierung selbst für nötig hielt, stehen. So wurde denn der Krieg gegen Napoleons siegreiches Eugen Richter sucht ein Mandat! Im zweiten Berliner will sie sich selbst jetzt schon wieder als unfähig genügender Heer beschlossen.„ Krieg! Krieg mit den Franzosen!" so ging das Landtags- Wahlkreise ist seitens der freisinnigen Parteileitung bei Voraussicht anschuldigen? Dazu kommt, daß eine Vermehrung der mals der freudige Ruf von Mund zu Munde durch das ganze ihren Anhängern ein Fühler ausgestreckt worden, um zu erfahren, Vaterland. Die jungen Offiziere meinten, es sei schade, daß man ob es noch möglich sei, Eugen Richter an Stelle von Goldschmidt Auslandsschiffe, soweit sie 1900 vom Reichstag abgelehnt wurde, von der Heldenarmee Friedrichs des Großen Degen, Geivehre und als Landtags- Kandidaten zu nominieren. Anhänger Goldschmidts der Marineverwaltung angekündigt ist. Sollte aber die Marinetollheit verantwortliche Stellen erfassen, Kanonen mitgebe; Knüttel würden hinreichend sein, die Franzosen haben dagegen, wie es scheint, zunächst mit Erfolg protestiert; tot zu schlagen. Das Klang wohl recht mutig, war aber doch nur immerhin ist es bei dem Einfluß der engeren Richter- Clique nicht so kann sie der Gedanke ernüchtern, daß solche Pläne, wie sie unmöglich, daß der Vertrauensmann der Gewerkvereinler noch im die„ Magdeburgische Zeitung" verkündigt, fcheitern müßten an umbesonnene Prahlerei. Der König schüttelte bedenklich den Kopf legten Augenblick zu Gunsten des großen Eugen„ verschoben" wird. dem Widerstand des deutschen Volkes, das dem Wahn der lleber- Seepolitik über den hochfahrenden Sinn seiner Offiziere; er wußte wohl, daß Für uns hat die Nachricht deshalb Interesse, nicht weil sie zeigt, nicht in alle Endlosigkeiten und Aussichtslosigkeiten folgt. der Arm der Hoffärtigen gebrochen wird."( hirt IV 1 158.) Man daß auch die freisinnige Parteileitung anerkennt, wir würden in weiß nicht, was man mehr bewundern soll: die salbungsvolle Hagen- Schwelm ausschlaggebend werden das ist gerade dort Blasphemie, die sich über die ganze Darstellung lagert, die Sucht, selbstverständlich, wenn unsre Parteigenossen einigermaßen ins Gebei Friedrich Wilhelm III. zu entschuldigen, was man bei dem schirr gehen, sondern weil sie durchblicken läßt, daß die westfälischen wird wahrscheinlich soweit man auf offiziose Mitteilungen anzweiten Napoleon in Grund und Boden verdammt, die naive Ein- Freisinnigen mit der Möglichkeit eines Kartells mit den Social- gewiesen ist noch für geraume Zeit in Dunkel gehüllt bleiben. falt, die sich von der angeblichen Volksströmung und der Hof- demokraten rechnen. Für Eugen Richter aber, der bisher in Die gestrige Wolffsche Notiz fündigt das ja schon gewissermaßen an. camarilla treiben läßt, das Verbrechen, daß trog klarer Erkenntnis progigſter Weise den Anschein zu erwecken suchte, als ob er in Sie erklärt, daß die Marichzeit der konzentrierten Truppen zur die Hand zum Ruin des Landes bietet, oder die geniale Entdeckung, schlimmstenfalls noch die Socialdemokraten spannen müßten, wäre zurücklegung allein der Strecke zwischen Windhoek und Keetmannsdaß zuguterletzt doch eigentlich nur das verblendete Volk an Jena es natürlich höchst peinlich, mit einem Socialdemokraten zusammen den hoop nicht weniger als drei Wochen betragen würde. Die Omnibus zu besteigen. Im übrigen dürfte auch in einem Berliner Entfernung zwischen Windhoek und Keetmanshoop beträgt in der Daß die Jugend unsrer Volksschulen von dem uneingelösten Wahlkreise die Sache für Herrn Richter nicht besser stehen; so ist Luftlinie 450 Kilometer, die Entfernung von Keetmannshoop bis Versprechen Friedrich Wilhelms III., seinem Volf eine Verfassung zu mit ziemlicher Sicherheit darauf zu rechnen, daß im zweiten Berliner Warmbad, dem Centrum des Aufstandes, weitere ca. 225 Kilometer. geben, eine Forderung, deren Erfüllung selbst ein stoctonservativer Landtags- Wahlkreise, wo jene Schiebungen geplant werden, die Ent- Es wird also ein Monat vergehen, bevor die Truppen am KriegsJunker wie der bekannte Freiherr v. Stein schon vor den Befreiungs- scheidung in den Händen der socialdemokratischen Wahlmänner liegen schauplatz selbst angelangt sein werden. Möglicherweise würden wir wird." Sichere Wahlkreise haben wir überhaupt nicht", soll ein also solange warten müssen, bis uns genauere offiziöse Nachrichten friegen als eine absolute Notwendigkeit bezeichnen konnte, nichts zu freifinniger Führer vor der Reichstagswahl einem Bewerber gejagt über die Vorgänge in Südwest- Afrika zugehen würden! Bis dahin wissen braucht, ist gleichfalls selbstverständlich. Dasselbe gilt von der haben hoffen wir, daß die bevorstehende Wahl den Freisinnigen wird man auf die englischen Zeitungsnachrichten angewiesen sein, thatsächlichen Entwicklung der Jahre 1848/49. Ein beliebter Gegenstand die gleiche Aussage für die Landtagswahlen ermöglicht. sofern sich wenigstens die deutsche Regierung nicht doch dazu bedagegen, den die Lesebücher durchweg behandeln, ist die Eidesleistung Friedrich Wilhelms IV. auf die revidierte Verfassung. Wie diese ge- Beruf, Tag für Tag den noch ebenso anmaßenden Freifinn auf eine Der Freifinn in Nöten. Die„ Vossische Zeitung" hat jetzt den quemen sollte, auf dem so naheliegenden Wege über die Kapkolonie schildert zu werden pflegt, möge das Niedersächsische Lesebuch Die legte englische Meldung lautet: ( Hannover 1900, III, Seite 471) darthun: Am 31. Januar 1850 Niederlage möglichst schonend vorzubereiten. Man hat offenbar bis zuletzt auf die Selbstlosigkeit" der Socialdemokratie gerechnet und London, 7. November. Die Hottentotten ermordeten, wie wurde die preußische Verfassung als Staatsgrundgesetz verkündet besinnt sich erst jetzt auf den Schaden, nachdem man hat einsehen und am 6. Februar vom König feierlich beschworen. Vor der Eides- müssen, daß es der Socialdemokratie Ernst damit ist, den Freifinn Daily Mail" aus Kapstadt meldet, viele deutsche Ladenhalter in Leistung hielt Friedrich Wilhelm eine Rede." Jch regiere nicht", unbarmherzig durchfallen zu laffen, wenn uns unser Recht nicht den abgelegenen Bezirken Deutsch- Südwest- Afrikas. Der deutsche wird. Gott weiß es Polizeiposten ufibis( vielleicht gemeint habis, Husabis sagte er, weil es also mein Wohlgefallen ist sondern weil es Gottes Ordnung ist; darum aber will ich auch Die„ Vossische Zeitung" verwickelt sich bei diesem Bemühen, oder Utabis? Anm. d. Red.) wurde von den Hottentotten regieren. Ein freies Volt unter einem freien König, das war meine ihre eigne bewährte" Taktik zugleich schüchtern zu revidieren und umzingelt und die Garnison ermordet. Flüchtlinge So fand aus Deutsch- Südwest- Afrika suchen Schutz auf britischem Gebiet, Losung seit zehn Jahren, das ist sie heute und soll es bleiben, so lange aufrecht zu erhalten, in die ergözlichsten Widersprüche. fie dieser Tage indem sie übrigens eine Auslassung unfres Gesüdlich vom Orange- Fluß. Der deutsche Händler Pappge, ich atme." Hierauf wiederholte er noch einmal die Gelöbnisse, die nossen Bruhns in ihr Gegenteil umdichtete in demselben Atem- der mit seiner Familie bis an δαξ Ufer des Flusses bei den Huldigungen zu Königsberg und Berlin abgelegt hatte, und er- zug unsre Ansprüche lächerlich bescheiden und wegen ihrer Un- bon fonnte den Bondelzwarts verfolgt wurde, noch im neuerte das Bekenntnis:„ Ich und mein Haus wollen dem Herrn verschämtheit unerfüllbar. den Fluß dienen." Dann erhob er die Hand zum Schwur mit den Worten: ilm sich über ihre eignen Widersprüche zu trösten, versucht die letzten Augenblick mit seinen Angehörigen über " Jetzt aber, und indem ich die Verfassungsurkunde kraft königlicher Tante heute uns widerspruchsvolles Verhalten nachzutveisen. Wir sehen und bei einer Abteilung der britischen Kolonialpolizei Die Bondelzwarts verlangten von der Machtvollkommenheit hiermit bestätige, gelobe ich feierlich, wahr hatten bemerkt, daß unser Verhalten im dritten und vierten Wahl- Schuh suchen. haftig und ausdrücklich vor Gott und Menschen, die Verfassung treise bereits festſtehe, während die Genossen des ersten und zweiten Polizei- Abteilung die Auslieferung der Deutschen, Die Remeines Landes und Reiches fest und unverbrüchlich zu halten und in Uebereinstimmung mit ihr und den Gesetzen zu regieren. Ja, ja, das will ich, so Gott mir helfe." Es war ein Ja, voll, kräftig und bedächtig( wie der König selbst es nannte), und treu hat er es bis an sein Ende gehalten." Die Thatsache, daß Friedrich Wilhelm IV. fich auf das heftigste gesträubt, den Fetzen von Verfassung, den die Revision der octroyierten Verfassung noch übrig ließ, zu beschwören, daß er sich nur auf Grund eines Eides mit doppeltem Boden, in der Voraussetzung nämlich, daß die Verfassung ihm thatsächlich die Möglichkeit gewähre zu regieren", d. h. in der ausgesprochenen Voraussetzung eines eventuellen Eides- und Verfassungsbruches, zu diesem Schritte herbeiließ, wird wiederum allenthalben unterschlagen. Noch weniger redet man davon, daß damit die voraufgegangenen Rechtsbrüche nicht getilgt werden können, indem selbst tonservative Staatsrechtslehrer, wie Rönne, anerkennen müssen, daß " er " Nachrichten einzuziehen und bekannt zu geben. Berliner Landtagswahlkreises erst nach den Urwahlen sich entscheiden die selbstverständlich abgelehnt wurde. würden. Daraus schöpft die" Bossin" müßige Hoffnungen, indem gierung der Kapkolonie erwägt strenge Maßregeln für den Fall, fie schreibt: Die Auf Es ist nicht recht zu erkennen, worin der Gegensatz in der daß die Vondelzwarts die Grenze überschreiten. Tattit liegen soll. Die Haltung der Socialdemokratie ist doch ständischen besigen gegen 600 Gewehre und reich= genau dieselbe im dritten und vierten wie im ersten und zweiten liche Munition. Wahlkreise. Auch werden sich die Genossen endgültig Kapstadt, 6. November. Ueber die Ereignisse in Warmbad erst nach den Urwahlen schlüssig machen fönnen so gut besagen Meldungen aus Steintopf: Die deutschen Behörden von hier wie dort. Bei den Urwahlen gehen, sie was völlig warm bad befahlen den Hottentotten, ihre Gewehre verkehrt ist, allenthalben selbständig vor. Deshalb war alles Deshalb war alles zur Registrierung einzuliefern. Die Bondelzwarts Gerede von einem Bündnis mindestens verfrüht. Was nach den weigerten sich, dieser Anordnung nachzukommen. Darauf begab sich Urwahlen geschieht, wird von deren Ausfall abhängen. Die jezige Erklärung des Vorwärts" steht im Gegensatz zu seiner der fommandierende deutsche Offizier mit einer Abteilung Soldaten gestrigen Versicherung, daß alle freisinnigen Wahlmanns- zu ihnen hinaus, um mit ihnen zu sprechen. Es entspann sich ein kandidaten, die in der Stichwahl von der Socialdemokratie Wort wechsel zwischen dem Offizier und einem Häuptling unterstützt werden sollen, sich schriftlich oder mündlich bei dem der Bondelzwarts, der damit endigte, daß der Offizier den Wahlleiter der Partei zu melden und zu erklären haben, sie Häuptling niederschoß. Die Hottentotten griffen darauf die Deutschen, die gegen 20 Mann zählten an, und töteten oder verwundeten alle, bis auf drei oder vier, die entkamen. V In der im südlichsten Teile der Kolonie belegenen Station Warmbad befanden sich nach einer letzten Uebersicht über die weiße Bevölkerung in Deutsch Südwest- Afrika zwanzig Deutsche, 11 Engländer, 1 Schwede, 120 Kapländer und Boeren aus den ehemaligen Republiken, zusammen 195 Weiße. 81 " Der Fall Simon. Wir erhalten folgende zuschrift: " Staats Dreigroschen- Jungen. lage Schwierigkeiten fürchtete. Jezt hört man nun die Stimmen Das ist die neueste Erfindung im Kampfe gegen die Social- einer Camarilla, die einen Militärkonflikt provozieren möchte, um demokratie. Diese Einrichtung scheint katholischen Ursprungs. Wir eventuell eine Reichstags- Auflösung und Neuwahlen unter dem erfahren sie zum erstenmal aus einem Cirkular des Klerikalen patriotischen Kosaken- Rummel oder gar eine rettung" zu ermöglichen. Münchener Volksschriften- Verlages". Allda ist eine Broschüre gegen Will man solch Spiel, wir spielen mit; denn wir können dabei die Socialdemokratie erschienen, welche den Dresdener Parteitag zur nur gewinnen! höheren Ehre der kapitalistischen Gesellschaft auszubeuten versucht. Aber der„ Volksschriften- Verlag" kommt anscheinend nicht auf Breslau, Bismarckstr. 15, den 6. November 1903. Db diese gesamte weiße Bevölkerung, soweit sie nicht über die feine Rechnung. Zwar will er in den ersten vierzehn Tagen 10 000 In der National- Zeitung" find anscheinend von offiziöser Seite Grenze den Oranje- Fluß nach der Kapkolonie entkommen Exemplare abgesetzt haben, aber- so klagt er„ die Buchhändler Angriffe gegen mein Verhalten und gegen meine Ehre unternommen konnte, niedergemeßelt worden ist, bleibt einstweilen im Dunklen. Legen sich für solche billigen Schriften nicht besonders in das Zeug, weil worden. Ich bin vorläufig nicht in der Lage, diesen Angriffen entZum mindesten sind die Weißen in Warmbad von den Aufständischen sie im Verhältnis zum Preis unverhältnismäßig viel Spesen und Arbeit gegenzutreten, da ich zur Zeit noch aktiver Gerichtsassessor bin. Soeingeschlossen. Darauf deutet die Unterbrechung der tele- verursachen". So muß der brave Volksschriften- Verlag sehen, durch bald ich mein bereits eingereichtes Entlassungsgesuch bewilligt und graphischen Verbindung mit Keetmanshoop und die Zeitungen mit unsern Schriften direkt in das Publikum herein meine Zulassung als Rechtsanwalt erhalten habe, werde ich nicht Windhoek hin, die andernfalls aufrecht erhalten, resp. wieder zukommen". Zu diesem Zwecke nun wendet sich der fromme, staats- perfehlen, gegen diese Angriffe mich in gehöriger Weise in einer behergestellt sein müßte. erhaltende Verlag an die Zeitungskorrespondenten und Inhaber von sonderen Broschüre zu verteidigen. Korrespondenzbureaus mit folgendem prachtvollen Angebot: Handelt es sich nur um einen Aufstand der Bondelzwarts, die nach der offiziösen Erklärung nur 500 wehrhafte Männer zählen sollen, so würde die Niederwerfung der Erhebung mit den vorhandenen Streitkräften in Deutsch- Südwest- Afrika- zusammen 33 Offiziere, 150 Unteroffiziere und 620 Mannschaften-möglich sein, sollten sich dagegen die benachbarten Hottentottenstämme, die Bethanier-, die Berseba und Veldschoendrager- Hottentotten der Erhebung anschließen, so wäre mit einem sehr unangenehmen Kolonialkrieg in unsrer südwestafrikanischen Sandstreubüchse zu rechnen! Ein frecher Willkürakt des Wiener Magistrats. -st- Wien, 6. November. Ergebenst Simon, Gerichtsassessor. Die Geheimbündelei Preußens mit dem Zarismus entzückt unsre Scharfmacher. Andrerseits entrüsten sie sich, daß wir noch immer nicht anerkennen wollen, daß Preußen eine Filiale Rußlands ist. Unfre Sympathien für die russischen Freiheitskämpfer sollen den Busammenhang zwischen Socialdemokratie, Anarchie und Nihilismus beweisen. Die" Post" vermutet sogar, daß die famose Lorenzsche Interne" der Socialdemokratie eine Organisation zum Sturz des Barismus sei. ,, Wir bieten Ihnen nun für jede empfehlende Erwähnung der Schrift in irgend einem täglich erscheinenden Blatt 30 Pf. Da Sie regelmäßig für verschiedene Zeitungen Korrespondenzen bringen, wird es Ihnen leicht sein, ab und zu solche Notizen unterzubringen, oder Stellen aus der Schrift öfter zu citieren. Bedingung für unsre Zahlung ist aber, daß die empfehlende Erwähnung im redaktionellen Teil gebracht wird und wenigstens aus einem ganzen Sazz besteht und ferner, daß die Angabe hinzuArmes Bürgertum! Nicht einmal gegen den Zarismus vermag gefügt ist, daß die Schrift gegen Voreinsendung von 18 Pf. im Münchener Volksschriften- Verlag, München, Brunnstr. 9, zu be- es mehr zu protestieren. Fast scheint es, als ob unsre" Post"-Leute erst dann zufrieden sein werden, wenn Rußland Preußen einfach ziehen ist. Die Auszahlung erfolgt nach Einsendung der Belege, annektiert und in ihm nach der Art Finnlands„ die Ordnung die mindestens eine ganze Seite betreffender Zeitung umfassen herstellt". müssen." = Wahnsinnige Angst" und" guter Zug". Der Wiener Magistrat, dessen Praktiken wohl alles übertreffen, was jemals an Ungesetzlichkeit eine Behörde gewagt hat, hat die Serie feiner Vergewaltigungen um einen neuen Streich vermehrt: er hat Eine Zumutung von solcher Schamlosigkeit, die ihr schmutziges die Krankenkasse der Schuhmacher aufgelöst, die Thun wie etwas Selbstverständliches betrachtet, ist in der Ueber eine Kriegsgerichtsverhandlung der 5. Division in FrankArbeitervertreter entfernt und einen magistratischen Kommissar die Deffentlichkeit bisher kaum jemals bekannt geworden. Die furt a. D. berichtet die Märkische Volksstimme" vom 5. November: Der Hauptmann Polz, Lieutenant Noeldechen und ein Feldwebel, Verwaltung übertragen. Die Schuhmacherkaffe ist eine der größten Zeitungskorrespondenzen, an die sich der Verlag wendet, genießen sämtlich von der 1. Comp. des Inf.- Reg. Nr. 52 in Crossen stehen genossenschaftlichen Krankenkassen Wiens; sie ist eine Zwangs- eine Art Vertrauensstellung bei den Blättern, die sie bedienen und unter der Anklage, durch mangelnde Beaufsichtigung Untergebener organisation, die alle Arbeiter der in der Genossenschaft( der von denen sie bezahlt werden. Ihnen wird in dem Cirkular an- eine ganze Reihe von Soldaten- Mißhandlungen mit beröstreichischen Innung) vereinigten Betriebe, die„ Angehörigen" der Ge- gesonnen. daß sie ihre Ehre um dreißig nicht Silberlinge schuldet zu haben. Die Anklage hat eine interessante Vorgeschichte: nossenschaft, wie der gesetzliche Ausdruck lautet, umfaßt. Die ge- sondern bloß lumpige Kupferlinge zu verkaufen, in die ihnen ver- Anfang März d. J. ertränkte sich in der Oder bei Crossen der Musketier nossenschaftlichen Kassen werden nach dem Gesetze von Vertretern der trauende Presse Reklamenotizen zu schmuggeln, die ihre Auftrag- Feldner des genannten Regiments. Eingeleitete Recherchen führten zur Unternehmer und der Arbeiter verwaltet, und Man mutet den Korrespondenz Journalisten Aufdeckung einer ganzen Reihe grausamer Mißhandlungen, die sich zwar derart, geber bezahlen. daß der Vorstand zu zwei Dritteln aus dem Stande der infamste Prostitution zu und fordert diesen Aft der Selbst- der Unteroffizier Neißel von der 1. Compagnie des InfanterieArbeiter, zu einem Drittel aus den Unternehmern gebildet entehrung noch dazu um ein paar Pfennige, für die Regiments 52 seit etwa einem halben Jahre gegen Rekruten seiner Korporalschaft, zu der auch Feldner gehörte, zu Schulden kommen wird. Nun haben in der Schuhmacher- Krankenkasse die vier Dele- fich die niedrigste Dirne nicht preisgeben würde. Eine ließ. Neizel ließ, wenn er abends betrunken war, die bereits gierten der Meister die Mandate niedergelegt aus dem charakte- doppeltschwere Beleidigung: Erstens die naive Voraussetzung schlafenden Mannschaften im Hemd in der Stube antreten und ristischen Grunde: weil der Vorstand es ablehnte, ihre Diäten zu der Bestechlichkeit und zweitens noch das Angebot eines Bettels. Schemel strecken, während sie tiefe Kniebeuge machen mußten. erhöhen und der gehässige Magistrat hat das zum Vorwand ge- Selbst der verkommenste Revolver- und Reklamejournalist hält doch wurde hierbei jemand matt und ließ den Schemel sinken, so schlug ihn Neitzel mit drr Faust und Klopfpeitsche, nommen obwohl der Vorstand beschlußfähig blieb, die auto- wenigstens noch auf einigermaßen anständige Preise. nome Verwaltung der Kasse aufzuheben. Daß der Grund nur ein Wir werden ja nun sehen, in welchen Blättern die Reklame- schleuderte ihn gegen Schränke und Wände und trat den am übrigens gänzlich unwirksamen Boden liegenden mit dem Stiefelabsatz auf den Mund, so dummfrecher Vorwand ist, liegt auf der Hand; das Gesetz schreibt notizen und Citate aus der daß dieser blutete. Schellen und Ohrfeigen hagelten auf die Rewohl vor, daß der Ausschuß aus vier Vertretern der Unternehmer Sudelei auftauchen. Wir können ja dann den Verdienst der ehrlichen fruten aus nichtigster Ursache nieder. Ferner mußten die Rekruten und acht Vertretern der Arbeiter bestehen muß, aber diese Be- Makler auf den Heller genau berechnen. Oder heiligt der edle Zweck des Nachts auf Tische und Spinde Klettern. Geschah dies nach Anstimmung bedeutet doch nur, daß seine Zusammensetzung nicht anders selbst dieses Mittel? Wer hat Talent zum Dreigroschen Jungen? ficht des Neißel nicht geräuschlos genug, so trat die Klopfpeitsche in sein darf, daß also die Zurücklegung zu einer Neuwahl zu führen Ein hübscher Spaß wahrlich, wie eine Entrüstungsbroschüre über Attion. Besondere Freude scheint dieser bestialische Stellvertreter Hat. Denn sonst wäre ja schon der Rücktritt eines einzigen Unter- die Socialdemokratie auf solchen Wegen unter die Leute kommen Gottes" empfunden zu haben, wenn er die Mannschaften nachts im nehmer- Vertreters ein Grund zur Auflösung und die Unter soll, daß die bloße Verbreitung schon als grotest abschreckendes Bei- Hemd antreten ließ und ihnen den Befehl gab, einer den andern am Geschlechtsteil festzuhalten. Trug einer oder der andre von nehmer hätten es überhaupt in der Hand, durch spiel staats- und Kirchenerhaltender Korruption wirkt. diesen Mißhandlungen ein geschwollenes Gesicht oder blaue die bloße Passivität die Funktion dieser humani etwa nach der Augen davon, so gab Neizel Befehl, dem Daß das Gesetz solchen Unsinn nicht will, ist selbstverständlich. Ueber die Geheimliga gegen die Socialdemokratie, von der vor tären Anstalten in alle ewige Zeiten zu hindern einigen Wochen die Hallesche Saale- Beitung" mysteriöse Mitteilungen Ursache fragenden Vorgesezten gegenüber Zahnschmerzen oder Das schönste aber ist, daß derselbe Konflikt schon einmal vor- die früher in Halle stattfanden, hätten danach dem Hofe und der fächlich auch wahnsinnige Angst vor dem Unteroffizier bemächtigt, fo machte, plaudert dasselbe Blatt jetzt von neuem. An den Konferenzen, sonstige Lügen anzugeben. Und der Mannschaften hatte sich thatgekommen ist und von den oberen Instanzen, der niederöstreichischen Regierung nahestehende Persönlichkeiten, Induſtrielle und Angehörige wurde Neizel zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, dieses Urteil daß niemand Anzeige erstattete. Vom Kriegsgericht in Crossen Statthalterei und dem Handelsministerium, in absolut zweifelloser sonstiger Erwerbstreise teilgenommen. Die Grundstimmung der und einwandfreier Weise zu Gunsten der Gehilfen entschieden worden Versammlung ging dahin, auf neuen Bahnen zu versuchen, aber vom Oberkriegsgericht aufgehoben und auf fünf Jahre ist. Im Jahre 1899 hatte der Magistrat denselben Gewaltstreich den im Interesse des Staates wie der Gesellschaft erstrebenswerten Gefängnis und Degradation erkannt. Die heute Angeklagten bestreiten entschieden, jemals von diesen gegen die Krankenkasse der Mechaniker unternommen und das Zielen, der Bekämpfung der Socialdemokratie, nahe zu kommen. Mißhandlungen Kenntnis gehabt zu haben, stellen dem Ministerium entschied über den Rekurs der Gehilfen, daß die Ent- In einer neuerlichen, am Montag in Berlin abgehaltenen Neigel aber in Bezug auf seine Energie ein gutes scheidung ungesetzlich war. Und zwar mit folgender flaren Konferenz sei an dem Standpunkt festgehalten worden, daß eine wirksame Bekämpfung Hand in Hand mit socialen Reformen Zeugnis aus. Seine Korporalschaft habe guten Zug" gehabt. Der Vertreter der Motivierung:„ Durch den willkürlichen Rücktritt einzelner Mitglieder Anklage hält die Angeklagten gehen müsse, wenn freilich man fich nicht verhehlte, oder durch Widerwillen einer Interessentengruppe, die Körper- daß der Erfolg solcher Reformen so lange zweifelhaft sei, trotzdem für schuldig; da die Mißhandlungen etwa ein halbes Jahr beschicken, fann die Funktionsmöglichkeit, das als nicht die socialdemokratischen Arbeitermassen darüber aufgeklärt währten, mußten die Angeklagten bei gewissenhafter Bflichterfüllung Arbeitsfähigkeit dieser Humanitären Zwecken dienenden würden, daß sie den Agitatoren lediglich als Mittel zum Zwerk dienen. Kenntnis von ihnen erhalten. Er beantragt gegen die Offiziere je Körperschaft, in so lange deren Beschlußfähigkeit nicht Man wolle deshalb zunächst versuchen, an der Hand der socialdemo- fünf Tage Stuben-, gegen den Feldwebel fünf Tage gelinden Arrest. tangiert wird, feineswegs illusorisch gemacht kratischen Theorien sowie der Aeußerungen der Führer und Agitatoren Die drei Angeklagten hatten während der ganzen Verhandlung werden. Die Mandatsniederlegung der Unternehmervertreter den Massen die Augen über die socialdemokratischen Lehren zu öffnen die Anklagebant nicht betreten, sondern saßen auf den sonst für die zieht nur die Pflicht der Genossenschaft nach sich, Ersatzwahlen entgegenschen. Zunächst soll ein Programm ausgearbeitet und Zeugen bestimmten Stühlen. Vor der Rede dez Anklägers, in der auszuschreiben, ohne daß die Behörde einen Zwang weder mit diesem erst dann an die Deffentlichkeit getreten werden, wenn es dieser seinen Strafantrag stellte, mußten zwei Zeugen Gemeineauf die Beschickung des Kassenvorstandes noch auf die Teilnahme gelungen ist, die Ausführung des Planes auch nach der finanziellen das Sißungszimmer verlassen. Weshalb all dieses? Giebt es nach der entsendeten Funktionäre ausüben könnte." Diese musterhaft Seite zu sichern. Die Saale- Beitung" glaubt nach ihren In- dem Militär- Strafrecht Angeklagte ersten und zweiten Ranges?" schaft ist die und der socialdemokratischen eine antisocialdemokratische Agitation " Klare Entscheidung ist, wie gesagt, gegen den Wiener Magistrat ge- formationen versichern zu können, daß dies in nicht allzu ferner Zeit fällt worden und so ist die Auflösung aus dem von den übergeordneten der Fall sein wird. und definitiv entscheidenden Instanzen als unstichhaltig befundenem Grunde nicht weniger als ein Aft offener Auflehnung der beim Wiener Magistrat freilich nicht selten ist. Man sollte also meinen, daß sich die Statthalterei beeilen werde, die Gewaltthätigkeit mit der gebotenen Raschheit aufzuheben, um wenigstens so den Gehilfen für ihr boshafterweise verlegtes Recht eine gewisse Genugthuung zu verschaffen. Aber die Koerberschen Verwaltungsgrundsäge gestatten es, daß diese Rechtsfrage, die in einer halben Stunde zu erledigen denn es handelt sich nur um die begriffliche Auslegung eines Paragraphen, für welche nicht die geringste thatsächliche Unterfuchung nötig ist bereits zwei Wochen verschleppt wird. nämlich so in Wien, daß sich vor dem Terrorismus und vor der entwickelten Schimpfkraft der Lueger- Leute alle die sogenannten höheren Instanzen fürchten. wäre Es steht " Das Urteil lautete auf Freisprechung! Ueber die Soldatenschinderei verhandelte man am letzten Freitag in der bayrischen Kammer. Wenn aus dem Unternehmen sich etwas gestaltet, so soll uns Vom Fall Breidenbach ausgehend, führte, Seidel( Soc.) eine neue antisocialdemokratische Agitation willkommen sein, denn sie aus, daß man auch in Bayern vor ähnlichen Vorkommnissen keinesmag Diskussion und Nachdenken in bisher unzugänglichen Kreisen wegs gesichert sei, und vertrat die später zum Antrag formulierte erregen. Unire Gegner, die den Versuch unternehmen, den Massen Forderung,„ das Kriegsministerium zu ersuchen, dahin zu wirken, die Augen über die socialdemokratischen Lehren zu öffnen", haben daß Offiziere und Unteroffiziere, deren Mitschuld, sei es durch aktive immer für uns gewirkt und so wird es weiter geschehen. Sollten Beteiligung, sei es durch Mangel an pflichtgemäßer Aufsicht, an sie sich bei diesem Versuch sachlich und ernst bemühen, so laufen sie systematischen Soldatenmißlandlungen nachgewiesen ist, unnachsichtlich freilich Gefahr, sich selbst zu bekehren. Sollten sie aber mit der aus dem Dienste entfernt werden." Solche Leute möchten doch dann, Aufklärung" pflügen, daß die Massen„ den Agitatoren lediglich als wie es einmal bei einem Offizier geschehen sei, nach Preußen gehen! Mittel zum Zweck" dienen, so bedingt die Gemeinheit ihres Vorgehens von vornherein das Gegenteil des Erfolgs, den sie beab- Der Paradedrill werde zu stark übertrieben; in München soll sichtigen. Also heraus mit dem neuen Programm"! Die Herr- wochenlang ein Offizier den Marsch mit 114 Schritten in der Minute schaften von der Induſtrie und die dem Hof und der Regierung geübt haben. Es würden die Soldaten mit Sandsäcken belastet, daß nahe stehen, mögen ihre Talente zeigen,- wir werden ihnen auffie bis 80 Pfund zu tragen haben. Wie stehe es mit der Nachricht, spielen. daß unlängst Leute ausgehoben wurden, die Invalidenrente bezogen? Deutsch- russische Handelsvertrags- Verhandlungen. Der, Russisch- Und wer habe den Kriegsminister veranlaßt, zum Landauer Meggerdeutsche Bote" brachte vor einigen Tagen die Nachricht, daß die streit Soldaten als Streitbrecher zu kommandieren? unterbrochenen Verhandlungen über den Tarifvertrag zwischen Nach Keidel tam Herr Schädler( C.), der in seiner bekannten Deutschland und Rußland schon am 9. oder 10. d. M. in Berlin Manier über den Militarismus lamentierte und gleichzeitig seine wieder aufgenommen werden sollten. Demgegenüber versichert die Bereitwilligkeit aussprach, die Kosten zu bezahlen. russische Handelszeitschrift Rußland und Deutschland" Um zu beweisen, daß der bekannte Artikel„ Was uns noch unter Berufung auf eine ihr zugegangene offizielle russische Mitretten kann", den Theodor Mommsen vor den Reichstagswahlen in der„ Nation" veröffentlichte, eine spontane Kundgebung des verteilung, daß die Handelsvertrags- Verhandlungen erst Ende November wieder aufgenommen und wahrscheinlich einen Monat in storbenen Gelehrten gewesen sei, giebt jest Dr. Barth in seiner Anspruch nehmen werden; nur die Veterinär- Konferenz würde schon Zeitschrift ein Facsimile jenes Briefes, in dem ihm Mommsen jenen früher beginnen. Auffaz antrug. Er hat diesen Wortlaut: * Deutfchen Reich. Der Rächer. Lieber Freund! " Würden Sie es zweckmäßig finden, einen Artikel in die„ Nation" zu nehmen, der die schlimmen Eigenschaften der Socialdemokratie, daneben aber ihre Tüchtigkeit, ihre Opferwilligkeit, ihre Disciplin den Ostelbiern und den Kaplänen gegenüber auseinandersetzt? Ich bin zweifelhaft, ob es opportun ist, unsre Sache mit der socialdemokratischen zu identifizieren; vielleicht schadet das mehr als es nügt. Doch bin ich bereit, einen solchen Artikel schreiben und zu zeichnen. Meiner Meinung nach geht alles um alles; in den nächsten sechs Monaten kann ein gutes Stück ganze Arbeit gemacht werden. Es ist eines jeden Schuldigkeit, für die Sache einzutreten. Helfen wird's freilich nicht. Exoriare aliquis ex ossibus ultor! Ch( arlottenburg), 7. Dezember 1902. Ihr zu Mommsen. Exoriare aliquis ex ossibus ultor! Aus den Gebeinen wird fich ein Rächer erheben! Es ist das letzte Wort eines bürgerlichen Liberalen, der in Ehren sterben wollte. " Zu einem Militärkonflikt scheint man in gewissen Kreisen zu drängen. Ein Telegramm aus München meldet uns die folgende eigentümliche Auslassung der offiziös bedienten Münchener AIIgemeinen Zeitung": W Der Am Sonnabend kam dann Freiherr v. Asch, der Kriegsminister, zu Worte, der erklärte: Die Soldatenmißhandlungen hätten fich wenigstens in Bayern nicht vermehrt, leider aber sei auch keine Abnahme zu fonstatieren. Alle seine Anstellungen und Bestrebungen, sie einzuschränken, seien nicht auf fruchtbaren Boden gefallen. Minister meinte, er teile eben das Schicksal aller andren Kriegsminister, und auch fremdstaatlicher Kriegsminister. Er werde aber mit aller Kraft dahin wirken, Mißhandlungen hintanzuhalten. Schließlich kam Herr v. Asch auch auf die vielbesprochenen Kavallerie- Attacken zu reden, deren Notwendigkeit er zu beweisen versuchte. Man kann also mit den Kavallerie- Attacken nach Bayern gehen", wie mit der Soldatenschinderei nach Keidels bitterem Wort- Inach Preußen! Ausland. " Zur Frage der Verschiebung der Militärvorlage läßt sich die „ Algem. 3tg." aus Berlin schreiben: Die Hinausschiebung des Quinquennats würde nichts andres bedeuten als das flare Eingeständnis, daß man sich vor dem neuen Reichstag fürchtet und ihn behandeln will wie ein gärendes Getränt, das man erst einige Zeit stehen läßt, damit die trüben Bestandteile fich niederschlagen. Bei aller Billigung einer besonnenen und flug Die Yankee- Gründung auf dem Isthmus. mit den Möglichkeiten rechnenden Politit wird man sich mit dieser Die Regierung in Washington hat die neue Isthmus- Republik Methode schwer befreunden können, vor allem weil die Berechnung Panama bereits anerkannt. Sie hat den amerikanischen Gesandten der Zukunft falsch und trügerisch ist. Je weniger man von dem in Bogotà Beaupré beauftragt, die kolumbische Regierung neuen Reichstag erwartet, umso entschiedener sollte man ihn bald hiervon in Kenntnis zu setzen, und den Vicekonsul in vor eine ernste Verantwortung stellen. Wird er dieser nicht gerecht, so ist in Zukunft noch weniger von ihm zu erwarten. Es bleibt Panama Ehrman angewiesen, es der Regierung in Panama an= also zu hoffen, daß die Frage der Militärvorlage nach dieser zuzeigen. Richtung hin noch einer Nachprüfung unterzogen wird." Was will nun Kolumbien anfangen? Einen Krieg mit NordMan wollte in leitenden Kreisen die Einbringung einer neuen Amerika wird es schwerlich riskieren, es wird sich also grollend Militärvorlage verschieben, weil man angesichts der schlechten Finanz- fügen müssen. Christliche und katholische Gewerkschaften. Im Juni vorigen Jahres fand in Trier eine Versammlung von Die Ursache zu der Yankee- Gründung bestand in den Amerika| Wahltage um 12 Uhr auf sämtlichen Bauten die Arbeit eingestellt übertrieben erscheinenden Forderungen der kolumbischen Regierung. wird, um der Reaktion trop der ungünstigen Wahlzeit zu zeigen, Diese verlangte für die Abtretung eines Landstreifens an den Seiten daß wir diese uns auferlegten Opfer bringen werden, und jeder Wahl- 120 atholischen Geistlichen unter Beteiligung des Bischofs des Kanals eine einmalige Abfindung von 20 Millionen Dollar berechtigte Punkt 2 Uhr sich in seinem Wahllokale einfindet. um von Trier, Dr. Korum, statt, die ein Rundschreiben an den katholischen sowie jährlich 150 000 Dollar auf 100 Jahre. Zudem wollte man seine Stimme für die socialdemokratischen Wahlmänner abzugeben. Selerus erließ zur Gründung specifisch katholischer Gewerkdie Souveränitätsrechte der Union über die Kanal- Zone nur in beschränkter Weise anerkennen. Diesen Schwierigkeiten begegnete Amerika nun sehr einfach dadurch, daß es durch praktische Kapitalsanlage die neue Republik Panama gründen half, mit der man leichter und billiger ins Reine kommen wird, als mit der kolumbischen Regierung. Aus Washington wird vom Sonnabend noch gemeldet: Staatssekretär Hay erließ heute eine Erklärung, welche das Vorgehen des Präsidenten Roosevelt in der Panamafrage rechtfertigt. Er sagt, dasselbe stehe nicht nur in strengster Uebereinstimmung mit den Grundfäßen der Gerechtigkeit und Billigkeit, sondern es sei auch der einzig mögliche Weg unter Innehaltung der Amerika zustehenden vertragsmäßigen Rechte und Pflichten. Hay geht dann näher auf den Vertrag von 1846 ein, in dem Neu- Granada den Vereinigten Staaten den Durchgangsverkehr auf allen schon bestehenden oder später zu erbauenden Verkehrsverbindungen gewährleistet, wogegen die Vereinigten Staaten sich für die Neutralität des Isthmus verbürgen, damit der Durchgangsverkehr nicht unterbrochen werde, und ferner die Souveränitäts- und die Eigentumsrechte Neu- Granadas auf das bezeichnete Gebiet garantieren. Deftreich- Ungarn. Die Lage in Ungarn. aber eine dauernde DbAus Wien wird uns vom 6. November geschrieben: Die Situation des Grafen Tisza scheint sich thatsächlich so günstig gestalten zu wollen, wie es hier vorausgefagt wurde. Wohl ist es ihm bei seinem Debüt im Abgeordnetenhause nicht gerade gut gegangen: er kam bekanntlich nicht dazu, fein Programm zu entwickeln struktion hat er wohl nunmehr nicht zu fürchten. Das, was von den Forderungen der Opposition, die allmählich die Forderungen des ganzen Reichstages geworden sind, unerfüllt blieb: die ungarische Kommando- und Dienstsprache, das ist eben jetzt nicht zu erlangen, und deswegen kann im letzten Grunde auch die Obstruktion nicht weitergeführt werden obwohl die verwilderten Elemente des Reichstages dazu eigentlich geneigt wären. Ist jetzt nicht zu erfüllen: weil sich die Krone so entschieden engagiert hat, daß sie nicht nach geben kann und, gedeckt durch die östreichischen Patrioten, auch nicht nachgeben würde, und weil die Voraussetzung für die Magharifierung der ungarischen Truppen noch fehlt: das dazu unerläßliche Quantum ungarischer Offiziere. Das soll eben nun gezüchtet werden und so gilt für jenes letzte Bollwerk der schwarzgelben k. und k. Armee das Sprichwort ganz: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Man wird also in Budapest allmählich ins Geleise kommen und die Restanzen eines ganzen Jahres aufzuarbeiten suchen. Irgend welche socialen oder politischen Fortschritte sind von dem Regime des nichts- als- liberalen Tisza nicht zu erwarten wenn er auch, weil sich das schickt, in seiner Programmrede das Bestehen einer„ socialen Frage" anzuerkennen geruht hat. Dagegen hat er von der brennenden Frage der Wahlreform auch nicht einmal eine Erwähnung gethan obwohl es hieß, daß die Unabhängigkeits- Partei die Wahlreform zum Preise des Verzichtes auf die Obstruktion gemacht habe. Abgesehen von der Barbarei des Wahlverfahrens in Ungarn die atavistische Verfassung tennt nicht einmal eine gesetzliche Regelung über die Form der Wahl, so daß der Beamte thun kann, was er will, ist die Dürftigkeit des Wahlrechts unhaltbar; sind doch bei einer Bevölkerung von 18 Millionen Menschen nur etwa 700 000 Wähler! Aber jetzt lebt freilich nur eine Sorge in der Hofburg und in den Ministerbureaus: Wird man die Refruten friegen? Frankreich. Die Geheimfonds und die Jaurèsssten. Paris, 5. November.( Eig. Ber.) Die Rücktrittsstimmung des Die Vorstände. " schaften.( Siehe„ Vorw." Nr. 171 1902.) Es handelte sich um eine Heinrich Mezke, i. V. der Maurer. Gründung zur Verdrängung der sogenannten christlichen GewerkHermann Norgel, i. V. der Bauarbeiter. schaften, worin Katholiken und Protestanten aufgenommen werden einer bei Steller abgehaltenen stark besuchten öffentlichen gewünschten Maß, gebietet. Die Tariffrage im Töpfergewerbe wurde am Freitagabend in können und worin die katholische Geistlichkeit nicht in dem von ihr Töpferversammlung erörtert. Seitens der Lohnkommission Berlin Die Agitation ist seit damals von aus eifrig gefördert worden. An der Leitung find erstatteten Chemnitz und H. John Bericht über die bisherigen Kaplan Fournelle, Dr. Fleischer und Dr. v. Savigny. Außerdem Verhandlungen mit der Meisterkommission. Diese sind vollständig hat sich die Bewegung noch in Oberschlesien bemerkbar gemacht. Die negativ verlaufen, obwohl die Arbeitervertreter ihre ursprüng- Berliner Herren haben in den letzten Tagen einen Einfall in die lichen Forderungen bis auf einen durchschnittlichen Lohnaufschlag von südliche Rheinprovinz unternommen und in St. Johann und 10 Prozent für glatte Arbeit ermäßigt hatten. Mit den Meister- in Koblenz mehrtägige sociale Kurse" abgehalten, worin sie für vertretern war bereits bis auf einige geringfügige Einzelheiten eine ihre Sache wirken wollten. Die Führer der christlichen Gewerkschaften lung jedes Entgegenkommen im Sinne der Kommissionsvorschläge furter christlichnationalen Arbeiterkongreß" fünf Mann nach Koblenz, diesbezügliche Verständigung erzielt, jedoch hat die Meisterversamm- bekamen aber Wind von der Sache; und so reisten von dem Frankrundweg abgelehnt. Jedenfalls sind die Meister von der Ansicht aus- um sich an dem Kursus zu„ beteiligen". Es kam dort zu heftigen gegangen, daß die Berliner Töpfer durch die Lohnbewegungen in Auseinandersetzungen. Welten und Fürstenwalde in ihrer Aktionsfähigkeit beeinträchtigt seien In einer von mehreren Hundert Personen besuchten Versammund wollen es deshalb zum äußersten kommen lassen. Beide Redner lung in Köln nahmen nun die dortigen christlichen Gewerkschaften empfahlen, die Sachlage ganz fühl und nüchtern zu prüfen. Somme Stellung gegen die katholischen Gewerkschaften. Der Hauptvorfizende es bis zum 1. Januar dem Ablaufstermin des jebigen Tarifs des christlichen Holzarbeiter- Verbandes, Kurtscheid, führte u. a. aus: nicht zu einem neuen Tarifabschluß, so würden die Töpfer eben ohne Dr. Fleischer habe in Koblenz ausgeführt: Die Lohnfrage sei eine Tarif weiter arbeiten, bis ihnen der Zeitpunkt geeignet erscheint, Rechtsfrage, und es sei nicht erlaubt, den Lohn durch Streit gu ihre Forderungen eventuell mittels Streits durchzusetzen. Vorläufig beeinflussen; es sei ein Schiedsgericht zur Regelung der Lohnfrage habe man aber keine Ursache, in dieser Beziehung etwas zu übereilen, mit rechtsverbindlicher Kraft einzusehen, das zu entscheiden habe, ob weil es sich bald zeigen werde, daß die Meister den Tarif noch nötiger ein Lohn gerecht sei oder nicht. Man habe darauf Herrn Fleischer gefragt: brauchen, wie die Arbeiter. An den bereits reduzierten Forderungen Wenn eine Aktiengesellschaft 60 Proz. Gewinn mache, ob dann ein Lohn lehnung derselben schon jetzt in einen Streit einzutreten, sei aus Herr die Antwort schuldig geblieben, und schließlich habe man den werde man unter allen Umständen festhalten, aber wegen der Ab- von 3,50, 5 oder 6 M. gerecht" sei. Auf diese tigliche Frage sei der taftischen Gründen nicht zu empfehlen. Die Stärke der Organisation christlichen Führern( die übrigens stramme Katholiken find) würden die Meister zu gegebener Zeit schon zu spüren bekommen. Das Wort abgeschnitten. Herr Kurtscheid beschuldigte seine ( Beifall.) katholischen Brüder von der andern Richtung: sie trieben Unfug Es entspann sich nunmehr eine lebhafte Auseinandersetzung mit der päpstlichen Encyklika von 1890 und mit dem Fuldaer Hirtenzwischen Centralisten und Lokalisten. Lehtere waren in der Ver- schreiben der deutschen Bischöfe; sie mißbrauchten die Religion, ſammlung ebenfalls erschienen, und ihre Wortführer Pech und um die Arbeiter von den christlichen Gewerkschaften fern zu halten. Centralisten einer scharfen Kritik zu unterziehen. Sie befürworteten nehmerverbänden und Trusts, um auch diese konfessionell Hoffmann nahmen Veranlassung, die bisherige Haltung der Warum geht man nicht zu dem Kohlensynditat, den Unterschließlich ein gemeinsames Zusammengehen beider Organisationen in katholische und protestantische Unternehmer zu trennen; warum den Arbeitgebern gegenüber; jedoch wünschten sie als Vorbedingung komme man nur zu den Arbeitern? So dumm seien die Arbeiter dazu die Annahme der folgenden Resolution: nicht mehr, daß sie sich sagen ließen: was für die Unternehmer recht In Erwägung, daß zur Durchführung der Lohnbewegung sei, sei für die Arbeiter unrecht. Die Berliner Befürworter der resp. zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, ein einheitliches katholischen Gewerkschaften wollten den christlichen Gewerkschaften Vorgehen aller Kollegen notwendig ist, um so den Unternehmern einen Strick drehen; ihre Bestrebungen seien geeignet, die so geschlossen entgegen treten zu können, beschließt die heutige Ver- schön wachsende(?) christliche Gewerkschaftsbewegung zu zerstören, sammlung: mindestens zu hemmen. Professor Hige habe es als ein Vers brechen bezeichnet, wenn man es versuche, die christlichen Arbeiter zu zersplittern. Der Redner führte weiter aus: Er vermisse in dem Statut der katholischen Gewerkschaften das wichtigste Moment: daß die Arbeiter berechtigt seien, nötigenfalls bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen durch die Arbeitsniederlegung zu erringen. Die Berliner Herren wollten nur einen vermittelnden Einfluß". Bei dem von a) Einberufung von öffentlichen Bersammlungen, dem: Redner mitgeleiteten Streik der christlichen Sägewerksarbeiter, b) Verhängung von Sperren über einzelne Geschäfte bei die bei 16stündiger Arbeitszeit einen tärglichen Lohn hatten, habe Lohndifferenzen; der Ortsgeistliche, der Gewerbe- Inspektor, der Bürgermeister und das c) Vertretung durch die Lohnkommission bei Verhandlungen Bezirksamt vermittelt. Der Unternehmer habe aber gesagt: he mit den Arbeitgebern; er nachgebe, schieße er sich lieber eine Kugel in Wahl von Vertretern zu den durch Reichsgesetze vor den Kopf! o bleibe da der bermittelnde Eingesehenen Aemtern usw. haben die Vorstände der Organi- fluß"? Mit dem vermittelnden Einfluß werde nichts ers sationen vorher zur gemeinschaftlichen Beratung zusammen reicht, wenn die Arbeiter nicht in der Lage feien, zu treten und entsprechende Vorschläge auszuarbeiten; eventuell die widerstrebenden Unternehmer durch das Machts e) alle Bekanntmachungen müssen von beiden Vorständen mittel des Streits zu zwingen, sich dem Recht zu unterzeichnet sein, sofern dieselben für alle Kollegen maßgebend sein sollen; 1. Der Beschluß vom 14. August 1902, der besagt, daß die Kollegen, welche ohne den Arbeitsnachweis Engel- Ufer 15 zu benußen, Arbeit annehmen, Streitbrecher find, wird aufgehoben. 2. In allen Angelegenheiten, welche über den Rahmen der einzelnen Organisation hinausgehen, wie: d) f) die Kosten für Bekanntmachungen und Inserate werden prozentual der Mitgliederzahl, von den Organisationen getragen; g) die Kosten der Sizungen regelt jede Organisation für ihre Teilnehmer selbst. Von den nachfolgenden Verbandsrednern wurden die Ausführungen der Vorredner beantwortet und die erhobenen Vorwürfe als unbegründet bezeichnet. Darauf wurde die Resolution der dagegen folgende von der Lohnkommission befürwortete Resolution beugen. In der Diskussion sprach sich u. a. der Centrumsabgeordnete Trimborn gegen die katholischen Gewerkschaften aus. Die Ber ſammlung nahm einstimmig eine Resolution im Sinne der Ausführungen des Herrn Kurtscheid an. Wie man sieht, sind die christlichen Gewerkschaften, die stets auf den Klaffenkampf" der" socialdemokratischen Gewerkschaften" geflucht haben, durch die harte Wirk lichkeit selber dahin gebracht worden, den Klassenkampf gegen über den Führern der katholischen Gewerkschaften zu predigen. Ministerpräsidenten infolge des Abfalls eines Teiles der äußersten Lokalisten gegen deren Stimmen mit großer Mehrheit abgelehnt. Letzte Nachrichten und Depefchen. linken Regierungstruppen( in der Interpellation über die Arbeitermezelei) hat die ministeriellen Socialisten ganz besonders beunruhigt. Um jene Stimmung zu verscheuchen, mußte bei der nächsten Gelegenheit ein tröstendes Vertrauensvotum der ständigen Mehrheit in ihrer Gesamtheit zu stande gebracht werden. Als Trostmittel wurde in sinniger Weise das Votum der Geheimfonds ge= wählt. Der rebellisch gewordene Teil der Jaurèsisten hatte sich einen Augenblick an der arbeitermegelnden Polizeiweisheit versündigt. Er sollte Buße thun durch die Abstimmung für den Budgetposten, in welchem sich der erhabenste Gedanke der Polizeiweisheit verkörpert. Der bestialische Ueberfall auf die Arbeitsbörse kam unter der als - auch für die Jaurèsisten sicher geltenden Mitwirkung der Rodspiel alias Geheimagenten zu stande. Durch das Votum der Geheimfonds, die vor allem gerade zur Bezahlung der Geheimagenten, der Polizeifpizzel dienen, konnten die Sünder am wirksamsten ihre Bußfertigkeit beweisen. " angenommen: ,, Die heute am 6. November tagende öffentliche Versammlung der Töpfer Berlins und Umgegend erklärt sich mit der Stellungnahme der Lohnkommission und des Gesellenausschusses in der Tariffrage einverstanden. Die Versammelten halten die minimalen Forderungen bei einigem Entgegenkommen seitens der Unternehmerschaft ohne Schädigung des Handwerks für leicht durch führbar. Sie bedauern die ablehnende Haltung der Meisterschaft sehr, erwarten jedoch nunmehr eine baldige Regelung der Tariffrage, widrigenfalls sie sich einheitlich verpflichten, durch alle gesetzlich gewährleisteten Mittel dieselbe zur gegebenen Zeit zur Durchführung zu bringen." vereins bis auf 5 oder 6 Mann. Für diese Resolution stimmten auch die Mitglieder des LokalSodann erfolgte eine eingehende Besprechung der Differenzen bei der Firma Grapp, Lüßowstraße. Da die gepflogenen Verhandlungen hierselbst an der Wankelmütigkeit des Unternehmers scheiterten, haben die dort beschäftigten 60 Mann die Arbeit niedergelegt. Ueber die Firma ist die Sperre verhängt. Hierauf wurde noch folgender Beschluß gefaßt: Deutfches Reich. 4 Französische Deputiertenkammer. Paris, 7. November. Jaurès bringt eine Interpellation ein bezüglich der Weigerung der Arbeitgeber von Armentières, das von den Ausständigen vorgeschlagene Schiedsgerichtsverfahren anzunehmen. Redner weist dann auf die niedrigen Löhne und das Elend der Arbeiter in Armentières hin und beantragt, die Kammer solle die Aufnahme der Schiedsgerigtsvorschläge gemäß dem Gesetze veranlassen und eine Kommission mit einer Untersuchung über die Lage der Spinnereiarbeiter in Armentières beauftragen.( Beifall.) Dansette( liberal) verteidigt die Arbeitgeber und meint, die Ursache des Uebels sei die Krisis, welche die Leinenindustrie durchzumachen habe. Handelsminister Trouillot erklärt, die Regierung werde alles zu Gunsten eines Schiedsgerichtsverfahrens thun. Mit der Ernennung einer parlamentarischen Kommission, die eine Untersuchung über die Leinenindustrie anstellen solle, sei er einverstanden. Der Minister erklärt sich ferner mit einer von Jaurès eingebrachten Tagesordnung einverstanden, in welcher die Wiederaufnahme des Schiedsgerichtsverfahrens und die Ernennung einer Untersuchungskommission verlangt wird. Die Tagesordnung wird mit 512 gegen 2 Stimmen angenommen. Türkische Wirtschaft. Konstantinopel, 7. November. Die drei Söhne des früheren In der Versammlung der Vorsteher der vier Bloc" Gruppen verkündigte also Jaurès feinen Entschluß, für die Geheimfonds votieren und seine Fraktion im gleichen Sinne beDie Versammlung beschließt, am Donnerstag, den 12. Noeinflussen zu wollen. In der Sigung der ministeriell- socialistischen vember, dem Tage der Landtagswahl, die Arbeit um 12 Uhr mittags zu beenden und verpflichten sich die nicht wahlberechtigten Kollegen, Fraktion wurde auch demgemäß beschlossen, und ztvar sich der socialdemokratischen Partei zur Verfügung zu stellen. mit allen gegen zwei Stimmen. In der Begründung dieses bisher nicht dagewesenen Beschlusses heißt es, daß die VerDie Bautischler des Junungsbezirks Steglitz haben mit einer weigerung der Geheimfonds in den gegenwärtigen Umständen" Meisterkommission wegen Anerkennung eines Netto Tarifs Marschalls Fuad- Bascha, der in den Kasematten von Damaskus ein Mißtrauen der Fraktion gegen die Regierung bedeuten würde, Verhandlungen gepflogen, die bisher zu einem positiven Ergebnis eingesperrt ist, teilen nunmehr das Schicksal ihres Vaters. Sie ein Mißtrauen der Fraktion gegen die Regierung bedeuten würde, noch nicht geführt haben. Vorläufig haben sich die Meister eine wurden auf eine Anklage der Geheimpolizei verhaftet, degradiert ,, welches nicht existiert". In der Kammer wurden dann die achttägige Bedentzeit bis Sonnabend, d. 14. d. M., ausgebeten. Als- und nach Diarbekir verbannt. Alle drei waren Offiziere in hiesigen Geheimfonds von der" Bloc"-Mehrheit votiert, wobei Jaurès die dann sollen die Arbeiter definitiven Bescheid erhalten, ob die Meister Garde- Regimentern. Man verhaftete in der vorigen Woche erst Genugthuung hatte, von 24 Fraktionskollegen unterstützt zu werden, den Tarif unterschriftlich anerkennen werden oder nicht. einen der Brüder und zwang ihn, seinen Brüdern einen harmlosen darunter von Briand und Pressensé. Nur acht ministerielle Brief zu senden, in dem er sie bittet, ihn zu besuchen. Als die Socialisten, von denen keiner eine leitende Rolle spielt, haben in Brüder dem Wunsche nachkamen, wurden sie verhaftet. ihren Mißtrauens- Gelüsten verharrt, und einer enthielt sich der Wochen 250 Arbeiter. Die Firma hat zunächst versucht, aus den In den Rickmersschen Reiswerken zu Bremen streiken seit drei Abstimmung. Sieihen ihrer eignen Angestellten und denen der Streifenden selbst Die feierliche Wiederversöhnung im Zeichen der Geheim- Streitbrecher zu verben. Das ist ihr nicht gelungen. Nun versucht Panama zufolge ist Bunauvarilla, einer der Finanzagenten der New York, 7. November.( W. T. B.) Einem Telegramm aus fonds ist desto schöner, als Combes noch immer durch die Firma unter allen erdenklichen Mitteln sich von anderwärts Panamakanal- Gesellschaft, zum diplomatischen Agenten der neuen nichts die Absicht angedentet hat, den Präfekten 2ópine zu Sircifbrecher zu verschaffen. Dabei sind der Firma wie das Panamaregierung in Washington ernannt worden. verabschieden. immer der Fall ist die Behörden nach Kräften behilflich. So wurde der Firma aus der Raboisenwache in Hamburg und aus dem Mannheim, 7. November.( W. T. B.) In dem Prozeß gegen Eine Ermannung Chinas? Daily Telegraph" will von an- dortigen Asyl für obdachlose Arbeitswillige zugeführt. Am Donners- die Direktoren der Aktiengesellschaft für Chemische Industrie in Rheinau geblich zuständiger Seite aus Schanghai erfahren haben, daß der losen, die sich in Schuzhaft begeben, die Arbeit bei Rickmers in verkündet. Böhm wurde wegen Vergehens im Sinne von§ 240 tagabend wurde auf der genannten Hamburger Wache den Obdach- wurde heute abend nach 41stündiger Beratung das Urteil Große Rat in Peting sämtliche Bicekönige und Gouverneure Bremen angestellt unter der Mitteilung, daß dort gestreift werde, der telegraphisch aufgefordert habe, Geld aufzubringen und Truppen an- zugleich aber wurde angedroht, wer nicht mitfahre, werde§ 75 des Börsengefeßes zu zwei Jahren drei Monaten Konkursordnung,§ 314 des Handels Gesetzbuches und zuwerben, da ein Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Ruß- i egen Arbeitsschen eingesperrt. Infolgedessen fanden sich denn Gefängnis, zu 2000 M. Geldstrafe eventuell 20 Wochen Gefängnis lund bevorstehe. Die chinesischen Beamten seien sehr erfreut über 42 Mann zur Fahrt nach Bremen bereit. Sie wurden unter Begleitung und 1000 M. Geldstrafe eventuell neun weitere Wochen Gefängnis diesen Beweis des Erwachens der Thatkraft in Peking." Daily mehrerer Kriminalbeamten von einem Vertreter des Hamburger Arbeits verurteilt. Die erlittene Untersuchungshaft wird in Anrechnung geMail" glaubt diese Meldung durch ein ihr aus Tientsin zu- nachweis- Bureaus des Arbeitgeber- Verbandes zum Bahnhof geleitet, bracht. Gegen Henninger wurde auf neun Monate Gegegangenes Telegramm bestätigen zu können. hier in einem besonderen Coupee versammelt und ihnen jedes fängnis und 150 M. Geldstrafe event. 10 Tagen Gefängnis erAfien. Gewerkschaftliches. ( Siehe auch 1. Beilage.) Berlin und Umgegend. E = " Aus der Reihe treten" untersagt. wurden sie am Bahnhof, Panama. N In Bremen angekommen, fannt und die erlittene Untersuchungshaft ebenfalls angerechnet. Die wo höchst überflüssigerweise ein Angeklagten Holland und Dr. Kohlstock wurden frei besonderes Schuhmanns Aufgebot zu bemerken gesprochen. war, = sofort in einem gemieteten großen Wagen nach Hannover, 7. November.( B. H.) Heute vormittag erscho Ridmers gefahren. Nur drei Arbeiter gingen zu Fuß und verfich hier in der Eilenriede der Unteroffizier Heinrich Tott zichteten von vornherein auf die ihnen zugedachte Wohlfahrt. vom Bezirkskommando der 53. Brigade in Ulm. Tott, welcher Natürlich kann die Firma mit diesen Leuten ihren Betrieb nicht auf- früher bei dem 74. Infanterie- Regiment diente, machte seiner Zeit recht erhalten und sucht auch anderwärts Arbeitskräfte zu gewinnen. Die China- Expedition mit, worauf er in Ulm wieder in die Armee Die Arbeiter feien vor dem Zuzug nach Bremen gewarnt. eingestellt wurde. = An die Maurer und Bauarbeiter Berlins! Kollegen! Am 12. November, nachmittags 2 Uhr, finden die Urwahlen zum preußichen Landtage statt. Wir ersuchen Euch, dahin zu wirken, daß am Berantwortl. Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 262. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 8. November 1903. Parteigenoffen, beteiligt Euch heute früh 8 Uhr Mann für Mann an der Flugblattverbreitung! Die Aufstellung der Landtagskandidaten Möglichkeit Doppelmandate zu verhüten. Uebrigens jei ja auch wird, so erscheint die Ausstellung der Diamanten nebenher als ein es sei ihnen lediglich darum zu thun, wenigstens nach kostspielig ist, wenn es mit dem Gelde anderer Menschen geübt Arons gefragt worden, ob er die Kandidatur annehmen wolle, und Aft hoher Intelligenz, der das einfache, plumpe Geben weit in in Berlin. er habe zugefagt. Außer Arons wurden auch noch Antric und Schatten stellt und daher schon auch in Berlin Nachahmung verdient. Dr. Friedeberg in Vorschlag gebracht. Die Abstimmung ergab In Saale der Bockbrauerei hatten sich die Parteigenossen des schließlich folgendes Resultat: Für Bebel erklärte sich die Ber- Ja, die Hauptstadt des neudeutschen Reiches der Gottesfurcht und ersten Landtagswahlkreises versammelt. Der Referent Genosse sammlung fajt einstimmig. Bei der alsdann vorgenommenen frommen Sitte muß sich eigentlich etwas bedrückt fühlen, daß nicht Schubert schilderte anschaulich das reaktionäre Treiben, welches Auszählung entfielen auf Lebe bour 299 und auf Aron& 231 einen von ihren vielen rasch in die Höhe gewirbelten Griſtenzen sich sich in der preußischen Politik bemerkbar macht, er zeigte, wie in Stimmen. Somit waren Bebel und Ledebour als Kandidaten das Patent auf den neuesten Wohlthätigkeitsmodus errungen hat. der Gesetzgebung und Verwaltung des preußischen Staates die aufgestellt. Nach einem furzen Schlußwort Freythalers fand die Allerdings läßt sich demgegenüber rechtfertigend einwenden, daß es Rechte und Interessen des arbeitenden Volkes nicht nur vernach: Versammlung ihr Ende. läffigt, sondern geradezu mit Füßen getreten werden, und daß um so wirksamer ist, wenn man in hocharistokratischen Kreisen mit das alles den fich aus der Staatstrippe mäftenden Junkern bei Lipps im Friedrichshain tagte, war ziemlich zahlreich besucht. Mit aber eröffnen sich auch unter den vorliegenden Umständen für Afte Die Parteiversammlung für den vierten Landtags- Wahlkreis, die der schön empfundenen Neuerung den Anfang macht; auf alle Fälle zu Liebe geschieht, denen die Liberalen dabei willig Hand- großem Interesse folgten die Anwesenden dem Vortrage des Stadt- edler Menschenliebe ganz ungeahnte Perspektiven. langerdienste leisten. Gegen dieses verderbliche, die Gesamtheit verordneten Heimann, der die politische Rückständigkeit Preußens des Volkes, die Entwicklung der Kultur schädigende Treiben zu Felde treffend beleuchtete und nachwies, wie auf den verschiedenen Gebieten der Zwei Unannehmlichkeiten bringt der Wohlthätigkeitssport alten zu ziehen, das ist der Grund, weshalb die Socialdemokratie sich trop Verwaltung und des öffentlichen Lebens infolge der politischen Recht- Kalibers für die Kreise von Besitz und Bildung mit sich. Auch der der Hindernisse, welche ihr das elendeste aller Wahlsysteme entgegen losigkeit des Volkes und auch infolge des Umstandes, daß die bürger- lauteste Tamtam sichert noch keinen Drden oder sonst eine ersehnte sest, an diesem Wahlkampf beteiligt, und sie wird diesen Kampf lichen sich liberal nennenden Parteien der Reaktion dienstbar find, jeder Auszeichnung; kann als Illustration diefer leidigen Thatsache doch führen im Interesse des Proletariats, für Freiheit und Gerechtigkeit, Fortschritt gehemmt wird und Zustände aufrechterhalten werden, die eines der Fall Leichner dienen! Der erstrebte Erfolg tritt bei dieser gegen die Reaktion von rechts und links. Nach dem Referenten Kulturstaates unwürdig sind, ja geradezu ein Hohn sind auf alle An- Prozedur ebenso wenig mit Sicherheit ein wie etwa bei der Annahm Genosse Bohn das Wort, um die Freisinnigen an der Hand forderungen, die ein Kulturmensch an den modernen Staat zu stellen wendung von Haarwuchsmitteln, und die Mühen eines ganzen eines Flugblattes, welches sie im Wahlkreise verbreitet haben, zu berechtigt und verpflichtet ist. Der Redner schloß mit der Mahnung, Winters können vergeblich sein. Dann ist zweitens offenbar, daß tennzeichnen. Dann erfolgte die Aufstellung der Kandidaten. daß jeder Parteigenosse seine ganze Straft einsehen möge, um für ein Zu der Parteiversammlung für den zweiten Landtagswahlkreis, günstiges Ergebnis der Wahlen zu wirken. Und wenn auch die positiven auch bei ausgiebigster Veranstaltung von Wohlthätigkeitsfesten die in Sanssouci tagte, hatten sich etwa 1000 Personen ein- Erfolge nicht dem Kraftaufwand entsprächen, so möge man es den kraft ihrer Mittel wahrhaft maßgebenden Kreisen gefunden. Dr. Leo Arons war Referent. Er ging davon aus, sich dessen bewußt sein, daß die Socialdemokratie auch nicht möglich ist, alles den neidischen Blicken der Mitdaß der theoretische Teil unsres Programms, der das Endziel be- diesen Kampf nicht führt, unt nur Augenblickserfolge welt zu offenbaren, was man etwa zur Schau zu tragen zeichne, als Leitstern überall dienen müsse, wo Socialdemokraten зи erzielen, sondern um die Köpfe zu revolutionieren, hat. So wenig die Herzogin von Koburg ihre für 13 Millionen überhaupt fich irgendwie im öffentlichen Leben bethätigten. Dann um Preußen zunächst geistig zu erobern. Wenn uns dieses durch die Mark Diamanten an einem Ballabend auf einmal spazieren führen zeigte er trefflich an der Hand der praktischen Forderungen des Landtagswahlen auf einem neuen Gebiet gelinge, so würden wir tann, so wenig vermag Frau Kommerzienrat Cohn ihrem Bekanntenfocialdemokratischen Programms, welche Fülle kulturfördernder damit auch unserm Ziel wiederum ein Stück näher geführt. AlArbeit der Socialdemokratie im preußischen Landtage harre. gemeiner starter Beifall zeugte davon, daß die Versammelten mit freise anschaulich zu machen, was sie an seidenen Unterröcken beſitzt. Manch bitteres Wort überlegenen Spottes, von der auf den Ausführungen vollkommen einverstanden waren. Zur Diskussion Diese offenbaren Mißstände lassen sich beheben oder wenigstens merksamen Versammlung mit verständnisinnigem Beifall be- meldete sich niemand. Die Aufstellung der Kandidaten erfolgte ein- mildern, wenn nach dem Wiener Beispiel die Wohlthätigkeitsgrüßt, entfloh dem Munde des Redners, als er mit fritischer stimmig. Mit Hochrufen auf die Socialdemokratie wurde die Ver- Ausstellungen in Mode kommen. Der Neid, den es erregen muß, Sonde alle raffinierten Schönheiten des preußischen Wahlunrechts fammlung geschlossen. bloßlegte. Dies unsinnigste aller Wahlsysteme sei sogar geeignet. den Herrschenden in Preußen und uns allen zu zeigen, wie ein Generalstreit aussehe. Die Regierung rufe ja alle wähler au gleicher Berliner Partei- Angelegenheiten. Bubiums preisgiebt, entschädigt ihn wenigstens annähernd erscheint in Massen! wenn der Direktor von zwei Dutzend Aktiengesellschaften seine Papierchens im Werte von 75 Millionen Mark den Augen des für den etwa noch fehlenden roten Adlerorden; und seine Gemahlin kann durch Ausstellung ihrer Wäsche- und Garderobestücke ihren gesamten Bekanntenkreis zum ersten bringen. Das Bewußtsein aber, so schöne Erfolge im Dienste der Charitas erzielt zu haben, verschafft nicht allein der toburg- gothaischen Herzogin, sondern jeder ihrer Elisabeth von Thüringen zu gelten. Wie weit es mit dem Streifbrecherschutz der Polizei gekommen Zeit zusammen. Sie brauchten nichts weiter zu thun, als ein hellig dem Rufe Folge zu leisten, und der Generalstreit sei Erster Wahlkreis. Montag findet in Dräsels großem Saal eine fertig. Ein Generalstreit, wegen dessen man niemand etwas an Wähler Versammlung statt. Tagesordnung: Auf zur haben könne, und der noch den Vorzug habe, am Abend des Landtagswahl 1" Regen Besuch erwarten die Vertrauensleute. Wahltages beendet zu sein.( Lebhafter Beifall.) Ein Wahlrecht vor allem müsse erst vom Landtag gefordert Zweiter Landtags- Wahlkreis. Montagabend 8 Uhr spricht im werden, und als gute Preußen" müßten wir es fordern, denn als solche wünschten großen Saale von Buggenhagen am Morigplatz der Genosse Nachahmerinnen die Freude, vor Mit- und Nachwelt als eine zweite wir nicht, daß Preußen dem Hohne der meisten andern deutschen Reichstags- Abgeordneter Wolfg. Seine über die bevorstehenden Baterländer ausgesetzt sei.( Sehr richtig!) Redners Ausführungen teiligung der Genossinnen und Genossen erwartet der Einberufer. preußischen Landtagswahlen. Außerdem Diskussion. Rege Beüber den Mangel einer wirklichen Selbstverwaltung der Kommunen, über die oft unerhörte bevormundende Aufsichtsführung" der Re- Dritter Berliner Reichstags- Wahlkreis. Heute Sonntag abends ist, zeigt ein Vorfall, der den Feilenhauer Baage gestern vor Gericht gierung über die heuchlerischerweise Selbstverwaltung" genannten 6 Uhr im großen Saal der Arminhallen, Kommandantenstr. 20: führte. Baage sollte beim Feilenhauerstreit im Sommer dieses fommunalen Körperschaften, über die noch schlimmere Anwendung der Versammlung mit Frauen. Genosse Dr. Alberth spricht über Jahres Arbeitswillige belästigt und durch Drohung und Ehrverletzung schlimmen reaktionären Geseze durch die Polizei- und Verwaltungs- Kunst und Proletariat". Hierauf geselliges Beisammensein und zur Beteiligung am Streit zu bewegen gesucht haben. Die Beweisbehörden fanden ebenfalls den Beifall der Zuhörer. Nach einer glänzenden Tanz. Entree incl. Garderobe pro Person 20 Pf. Um rege Beteili- aufnahme ergab nun folgendes: Baage hatte zu einem Kollegen Kennzeichnung des preußischen Schulwesens mit Ausblicken auf die gung ersuchen die Vertrauenspersonen. beim Vorübergehen der Arbeitswilligen Gebrüder Piontek in Bezug Schule der Zukunft, und nachdem er den preußischen Staat als Arbeitgeber und Socialpolitiker dem Lichte der Wahrheit ausgeset liche Wahlversammlungen statt bei Keller, Koppenstr. 29, im Elysium, Hierauf drehten sich die Brüder Bierter Berliner Landtagswahlbezirk. Am Dienstag finden öffent- auf einen dieser Brüder geäußert:" Das ist auch einer von denen". hatte, schloß der Redner unter stürmischem Beifall mit dem Aufruf: Landsberger Allee 40/41, und im Alten Schüßenhause, Linienstr. 5. schlugen ihn in roher Weise, indem einer ihm den Kopf niederum, packten Zaage und In den Kampf für die Landtagswahl! Diskutiert wurde nicht. Die Aufstellung der Kandidaten Dr. Parteigenossen, es sind die letzten Versammlungen vor der Wahl; drückte und ihm Faustschläge ins Gesicht versetzte während ihn der Leo Arons und Silberschmidt erfolgte einstimmig. andere mit einem Gummischlauch bearbeitete. Auch bedrohten sie die Mit brausenden Hochrufen auf die Socialdemokratie und Leo Arons Sechster Wahlkreis. Heute mittag 12 Uhr findet im Swinemünder Umstehenden mit einem Revolver. Beide bekundeten vor Gericht trennte man sich in fampfesfreudiger Stimmung. Gesellschaftshaus, Swinemünderstr. 42, eine Boltsversammlung statt, außerdem noch, daß ihnen von Schuhleuten der Rat gegeben sei, sich Dritter Landtagswahlkreis. In der Generalversammlung des in welcher Genosse Dr. Alberty über die Bedeutung der derartig zu bewaffnen und den Streifenden gegenüber von diesen focialdemokratischen Wahlvereins für den sechsten Reichstagswahlkreis, preußischen Landtagswahl einen Vortrag hält. Zahlreichen Besuch Waffen nötigenfalls auch Gebrauch zu machen. Der Angeklagte Zaage die am Freitagabend im„ Eiskeller" stattfand und an der auch die erwartet der Vertrauensmann. im fünften Wahlkreise organisierten Wähler des dritten Landtagshat nun zwar gegen die beiden waffenstolzen Prügelhelden sofort Brit. Dienstagabend 81%, Uhr findet in Büschels Saal, Chaussee Strafantrag wegen Mißhandlung und Körperberlegung gestellt, do ch wahlkreises teilnahmen, sprach zunächst Genosse Bartels über ,, unsere Forderungen an den preußischen Landtag". Redner charat Straße 97, eine Voltsversammlung statt. Stadtverordneter ist bisher gegen seine Peiniger noch keine Anklage erhoben worden, terifierte den Liberalismus in einer Rüdgratlosigkeit als Schritt Genosse E. Voigt spricht über die Landtagswahlen. während er selbst schon auf der Anklagebank wegen Belästigung" macher der Reaktion und ging dann auf die junkerliche Mißwirtschaft nachdem erfolgt die Aufstellung der Wahlmannskandidaten. Der Einberufer. dieser Leute Platz nehmen mußte. Wegen des durch die Belästigung in Preußen ein. Nach seiner ausführlichen Klarlegung der aus unfrem Programm resultierenden Forderungen ermahnte er die An- Ackermanns Festsälen, Baumschulenstr. 78, eine öffentliche Wähler- gegen erblickte das Gericht in der Aeußerung„ das ist auch einer bon Treptow- Baumschulenweg. Montagabend 8 Uhr findet in berübten groben Unfugs wurde er denn auch freigesprochen. Da wesenden, im dritten Berliner Landtagswahlkreise alles daran zu Bersammlung statt. Stadtverordneter Paul Hirsch Charlotten- denen" eine Ehrverlegung und verurteilte Zaage deswegen zu drei burg spricht über die bevorstehende Landtagswahl. Da die Ver- Tagen Gefängnis. Gegen das Urteil ist Berufung eingelegt worden. stattfindet, so ist es Pflicht, für zahlreichen Besuch zu sorgen. Der die Bevölkerung über die Stellung aufzuklären, welche die Behörden sammlung zur Information der Wähler( einschließlich der Gegner) Die schlichte Wiedergabe solcher Vorfälle ist am wirksamsten, um Vorstand. und ihre Drgane zu den Lohnkämpfen der Arbeiterschaft einnehmen. Wie viele neue überzeugte Anhänger des„ Umsturzes" mag der Fall Baage schaffen. endlich einmal frisches Blut und Leben in das muffige Junkerparlament zu bringen.( Lebhafter Beifall.) Ohne Diskussion ging die Versammlung hierauf zur Nominierung der Kandidaten über. Von der Kreiskonferenz waren Bebel und Ledebour in Vorschlag gebracht worden. Dazu lag nachstehender Antrag vor: am Die Genossen des 559. und 560. Wahlbezirks unterbreiten der 6. d. Mts. stattfindenden Generalversammlung folgenden Antrag: Da Genosse Bebel mit Rücksicht auf sein hohes Alter mit Bartei- Arbeit schon reichlich belastet ist, beantragen obige Genossen, von einer Kandidatur des Genossen Bebe I zum Landtage Abstand zu nehmen und schlagen den Genossen Arons als Kandidaten für den dritten Berliner Landtags- Wahlkreis vor. Gleichzeitig wurde angefragt, wie es fomme, daß die Aufstellung der Kandidaten schon jetzt und nicht, wie früher beschlossen, erst nach Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend notwendig. der Urwahl erfolgen solle. Ebenfalls wurde Auskunft über die Kandidatur Bebel verlangt, da dieser mit Rücksicht auf seine UeberRigdorf. Montagabend 8 Uhr findet im großen Saale der Neuen Welt" eine Wählerversammlung statt, in welcher Reichstagsabgeordneter Genosse Friz 3ubeil über die preußischen Landtagswahlen und den Kampf der Socialdemokratie gegen das Dreiflassenwahlgefes referieren wird. Pflicht eines jeden Parteigenossen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen und für regen Besuch dieser Versammlung zu agitieren. Friedenau. Der hiesige socialdemokratische Wahlverein hält wegen der Landtagswahl am Dienstag, den 10. November, eine außerordentliche Mitgliederversammlung a b. " Berliner Wohnungszustände. In der Wohnungsenquete, die in diesem Jahre veranstaltet wird, sind im Monat Oktober die Wohnräume von 579 männlichen, 454 weiblichen, zusammen 1033 Personen festgestellt worden, worunter sich 76 männliche 13,13 Proz., 75 weibliche 16,52 Pro3., zusammen 151 Patienten 14,61 Broz. befanden, denen tein Bett zur alleinigen Verfügung stand. Hierbon waren 10 männliche 18,16 Broz., 12 weibliche 16,00 Proz., zusammen 22 Perfonen 14,57 Broz. Iungentrant. Bei 36 Patienten, welche ihr Bett mit andren Personen teilen, wurden die sonstigen Verhältnisse gut befunden. In dunklen resp. feuchten Wohnungen wurden angetroffen: Wilmersdorf. Heute Sonntagnachmittag 3 Uhr findet in Wittes lastung mit Partei- Arbeiten bisher bekanntlich jede Kandidatur für Volksgarten eine öffentliche Landtagswähler- Versammden Landtag abgelehnt habe. Frenthaler antwortete, die Vera Lung statt, in welcher Genosse Ledebour über die Bedeutung Männl. Weibl. Personen Erkrankungen trauensleute von Berlin seien fich aus rein agitatorischen Gründen der Baht sprechen wird. schlüssig geworden, eine Nominierung der Kandidaten schon vor der Urwahl zu empfehlen, weil die Wähler doch das größte Bankow- Niederschönhausen. Montagabend 81%, Uhr findet eine Interesse daran haben, rechtzeitig zu erfahren, wer sie eventuell im öffentliche Versammlung im Lokale Rozydi, Kreuzftr. 3/4 statt, in Landtage vertreten solle. Was die Kandidatur Bebel anbelange, welcher Genosse Arthur Stadthagen über die tommende Landso habe man sich gesagt, da im dritten Berliner Landtags- Wahlkreis tagswahl spricht. Lokales. Die neue Wohlthätigkeits- Aera. 32 17 4 1 4261124717 " der Lungen " der übrigen Atmungsorgane " " des Magens und Darms " " der Augen " " der Blasen- u. Geschlechtsorgane der Nerven " " leiden an Blutarmut " " " " " " " 14 32 6 11 " 22 " Rheuma Herzleiden Unterleibsleiden diversen Krankheiten *) Teilen das Bett mit andren Personen. Dem Polizeipräsiidium sollen zur Abstellung der Mißstände folgende Mitteilungen übergeben werden: noch die meiste Aussicht vorhanden sei, aus eigener Kraft ein Mandat zu erobern, so sei es gewissermaßen Ehrensache des Kreises gewesen, dies Mandat einem Parteiführer von der Bedeutung, Erfahrung und Thatkraft Bebels anzutragen. Und dessen könne man ficher sein: Sollte Bebel gewählt werden, so würde er troß seiner Ueberbürdung mit Arbeiten mit seinem ganzen Feuereifer die Die Barmherzigkeit und das sociale Pflichtbewußtsein unsrer Intereffen des Proletariats im Landtage vertreten, dafür bürge oberen Zehntausend kennt bekanntlich keine Grenzen. Kaum ein Tag, 26") 76 15*) 46 seine Vergangenheit; auch fönne fein Zweifel darüber wo nicht zu Gunsten der Armen Bazare, Bälle und andre Wohlbestehen, daß die Person und das Auftreten Bebels im thätigkeitsfeste veranstaltet werden, auf welchen Damen und Herren Landtage sicher dieselbe achtunggebietende Wirkung auf die lebermenschliches im Tanzen, Sefttrinken und Tortenessen leisten. Gegner hervorbringen werde, wie dies bisher im Reichstage der Fall Alles zur Linderung der Not, wenn es nicht zur Abwechselung eingewesen ist.( Stürmischer Beifall.) Die leitenden Genossen des Im Hause Georgenkirchstr. 26 bewohnt ein Patient mit seiner Streises feien sich sehr wohl bewußt gewesen, daß sie Bebel durchaus wal der Bekehrung armer Heidenkinder gilt. Den Rekord in solchen 13 jährigen Tochter eine Kellerwohnung. Der Naum, bestehend aus feinen Gefallen thaten, als sie ihm die Kandidatur antrugen, aber von Gott und der Welt beachteten Leistungen hat aber die Herzogin nur einer Stube, liegt 2,20 Meter unter dem Straßenniveau und ist sie haben nicht locker gelassen, bis er zusagte, und sein partei- Witwe Marie von Koburg- Gotha geschlagen. Diese Dame lebt in feucht; an Mobilar sind vorhanden: 1 Tisch, 3 Stühle, 1 Komode, genössisches Pflichtgefühl habe schließlich über alle andren Bedenken Wien und stellt dort zum Besten der Armen ihre Juwelen 1 alter Holztoffer und 2 Betten, sofern diese überhaupt diese Begefiegt.( Bravo!) Ebenso halte er die Kandidatur Ledebours, öffentlich aus. Die Diademe, Armbänder und Ringe der Herzogin, zeichnung verdienen. Ein ganz kleiner eiserner Ofen ist nicht im als Reichstagsvertreter des Kreises, einfach für selbstverständlich. Er die eine Tochter Alexanders II. von Rußland ist, sind rund stande, den Raum zu erwärmen, weshalb dem eintretenden feuchtbitte daher, das Vorgehen der Kreisleitung zu sanktionieren durch 18 Millionen Mark wert, können sich also immerhin sehen lassen. falte Luft entgegenströmt. Die Stätte macht einen kerterhaften Bestätigung der beiden vorgeschlagenen Kandidaten. Nunmehr entspann sich eine sehr rege Debatte, an der sich zahl- Nur hätte die Besizerin nach dem Bibelwort, daß, wer ziveen Röcke Im Hause Friedenstr. 94 bewohnt eine rheumakrante Patientin reiche Redner beteiligten. Ueber die Kandidatur Bebels war man hat, dem einen abgeben soll, der nackt und bloß einherläuft, ganz eine finstere, sehr feuchte fensterlose Kellerstube, deren Wände schmierig fich allerdings bald einig; jedoch waren die Meinungen darüber, ob gern die Hälfte ihrer Diamanten zu Gunsten der Armen und abgebröckelt sind. Das wenige Licht dringt durch einige kleine an Stelle Ledebours nicht besser Dr. Arons aufzustellen sei, sehr versilbern und dann immer noch einen anständigen Juwelier- Scheiben der Eingangsthür; 1 Bett, 1 Tisch, 2 Schemel und umhergeteilt. Die Befürworter der Kandidatur Arons betonten dabei, Laden mit sich umhertragen können. Da das Wohlthun aber weniger liegendes Küchengeschirr bilden die Einrichtung. Durch den Naum Eindruck. " Soweit war eine Schnur gezogen, auf der Wäsche zum Trocknen hing. I wovon 9410 badeten, im Frauenasyl 4440 Perfonen, wovon 1228| Platten des Trottoirs in die Luft. Dasselbe geschah auf dem Der 1,60 Meter tief liegende Kellerraum ist so klein, daß die Kranke badeten. Arbeitsnachweis wird erbeten für Männer: Wiesenstr. 55/59, gegenüberliegenden Fußsteige, und der Straßenpassanten bemächtigte beim Ausmessen des Raumes an die Thür treten mußte. Die Ver- für Frauen: Füstlierstr. 5. hältnisse sind derart, daß die Kranke darin nicht gesunden kann. sich eine große Aufregung, da zu beiden Seiten mächtige Feuergarben Der Cognacschwindel treibt in Berlin immer wunderlichere eintraf, stellte sich heraus, daß die Explosion ihren Weg noch etwa emporschossen. Die Feuerwehr wurde alarmiert, doch bevor diese Die städtischen Gasanstalts- Arbeiter und die Landtagswahlen. Blüten. Es werden nicht nur, wie aus Fachkreisen berichtet wird, 100 Meter weit bis nach der 125. Gemeindeschule, die von der Der Berliner Magistrat hat vor einiger Zeit an alle Verwaltungen die bekannten französischen Marken gefälscht, sondern auch mindereine Verfügung erlassen, nach welcher den Arbeitern am Tage der wertiges hiesiges Jabrilat mit Etiketts erdichteter, nicht beſtehender Andreasstraße etwas zurückgelegen iſt, genommen hatte. Unmittelbar wahl von 12 Uhr mittags ab Urlaub ohne Lohnabzug bewilligt französischer Firmen versehen und dann als„ e cht franzöfifcher vor dem Schulgebäude waren ebenfalls schwere Steinplatten weit weg werden soll, soweit dies in den verschiedenen Betrieben durchführbar Schwindel in der Regel erst recht spät aufgedeckt zu werden pflegt, welchem die Explosion erfolgt war, unter Wasser zu setzen. Cognac" in den Handel gebracht. Da in diesem Falle der geschleudert und fast sämtliche Fensterscheiben waren zertrümmerf. ijt. Die Gasarbeiter in den vier großen Gasanstalten glaubten nun kommen solche Erzeugnisse fingierter Cognachäuſer massenhaft in den bis jetzt ermittelt ist, hat Sturzschluß stattgefunden in dem elektrischen Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, den Schacht, in zuversichtlich, daß durch eine solche Verfügung auch sie in Handel und schädigen das reelle Geschäft in empfindlichem Maße. die Lage kommen würden, ihre ſtaatsbürgerlichen Rechte auszuüben, da Auch der Ruf des guten„ deutſchen Cognacs", der nur ein bescheidene: Stabel, das sich mit einer Gasrohrleitung kreuzt. Bei dieſer Geund hoben Festtagen, auch am Donnerstag eine Einschränkung wohl ländischen Fabritats zu Fälschungen arg geschädigt. Um dem Cognac- entstandenen Gaſe verursachten die Exploſion. vertragen kann. Wie erstaunten sie aber, als sie gestern folgende schwindel entgegenzutreten, hat sich jetzt ein Verein der Cognac Feuerbericht. Wegen eines Schaufensterbrandes wurde die Feuer„ Verfügung" im Betriebe angeschlagen fanden: Interessenten gebildet, der den Cognacvertrieb überwachen wehr am Sonnabendabend nach der Frankfurter Allee 37 gerufen. Die Gasproduktion foll am Wahltage, Donnerstag, den und alle Fälle unlauteren Wettbewerbs unnachfichtlich zur Anzeige Gardinen hatten sich dort beim Anzünden der Beleuchtung in Be12. November, im vollen Umfange aufrecht erhalten bleiben und bringen will. wegung gesetzt, waren in Brand geraten und loderten schnell empor. darf eine Einschränkung nicht erfahren. Die Leute vor den In der letzten Sizung des Komitees für Krebsforschung, welche zum Glück konnte die Gefahr für das Geschäft bald beseitigt werden. Retorten, Maschinen und Stesselbetrieb sind unabkömmlich. Die Wahl- unter Vorsitz des Herrn Geheimrat von Leyden im Kultus- Gleichzeitig mußte ein ähnlicher Brand in der Blumenstr. 51 b berechtigten Kohlentarrer, Hofarbeiter usw., welche ihr Wahlrecht aus- ministerium stattfand, wurde über die bisherigen Arbeiten des gelöscht werden. In der Adalbertstr. 59 kam dadurch Feuer aus, daß fiben wollen, haben sich in der Anstalt zu legitimieren und sind von das Vorkommen und die Verbreitung der Krebskrankheit nicht nur Keller des Malermeisters M. Grosche; dort brannten bei Ankunft Komitees kurz berichtet. Besonders werden die Forschungen über andrer sehr gefährlicher Brand entstand in der Köthenerstr. 25 in dem Celluloidkämme u. a. auf einem Trockenofen Feuer fingen. Die Nichtwähler bleiben als Reservemann in Deutschland fortgesetzt, sondern auch in andren Staaten an gebahnt. Zum Teil sind in diesen bereits eigne Komitees und der Feuerwehr Lacke u. a. Diese müssen Spiritus oder Benzin ent Diese neueſte That der Gasdirektion bedeutet nichts weiter als Laboratorien( wie zum Beispiel jezt auch in Mosfau) begründet halten haben, denn sie brannten unter Entwicklung großer Stich Hunderten von Arbeitern die Möglichkeit des Wählens zu nehmen. worden. Der eigens zur Sigung erschienene Generaldirektor des flammen, wobei ein Malergehilfe Brandwunden im Gesicht erlitt, Es giebt in den Gasanstalten eine große Anzahl Per- englischen Komitees, Herr Dr. Bashford, legte den Arbeitsplan die ihm von Samaritern verbunden wurden. Es mußte kräftig fonen, welche das preußische Wahlrecht nicht besitzen. Und bei des englischen Komitees dar, welches über sehr reiche Mittel verfügt. Wasser gegeben werden, um die Flammen zu löschen. Ferner mußten etivas gutem Willen muß es möglich sein, wenn auch unter Ein- Den Vortrag des Abends über:" Das gleichzeitige Vorkommen ver- noch Brände in der Scheringstr. 9, Adalbertstr. 57, Alt- Moabit 125, schränkung der Produktion, den Leuten die Gelegenheit zu geben, von Hansemann. An der Diskussion beteiligten sich die Herren Geschiedenartiger Geschwülste bei derselben Person" hielt Herr Rigaerstr. 126 usw. gelöscht werden. thr Recht zum Wählen auszuüben. Wir erwarten zuversichtlich, daß heimräte von Leyden, Ewald, Guttstadt, Medizinalrat Behla, Professor der Magistrat Abhilfe schafft. Old George Meher und der Vortragende. Die Stadtverordneten- Versammlung hält der Landtagswahlen wegen am nächsten Donnerstag teine Sigung ab. 12 Uhr abkömmlich. schaften zurüd." Ein Herr Prof. v. Liszt, der Hauptvertreter der modernen Richtung in der Strafrechtspflege, wird im Auftrage der Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur am Freitag, den 13. November, abends 814 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses einen Vortrag halten mit dem Thema: Tolstoj als Kriminalist". In der sich anschließenden Dis fussion ist jedem Litteratur- und Rechtsfreunde Gelegenheit gegeben, seine Meinung zu äußern. Gast Karten a 0,50 Mt. sind im Vorverkauf bei Spaeth, Königstraße und bei Nicolai, an der Potsdamer Brücke, zu haben. # Bau- Unfall. Vom Centralverband der Maurer wird uns geschrieben: In Wilmersdorf führt an der Ecke der Tübinger- und Die städtischen Straßenbahnen und der Magistrat. In mehr- Durlacherstraße die Firma H. Knochenmus aus Rirdorf einen Neubau stündiger außerordentlicher Sigung des Magistrats beschäftigte sich auf. Das Material, Steine und Kalk, wird von den Arbeitern mit dieser am Sonnabend mit den Beschlüssen der städtischen Verkehrs- eisernen Käften, welche auf dem Rücken getragen werden, auf den Deputation betreffend den Bau von städtischen Straßenbahnen in Bau gebracht. Am Freitagvormittag um 11 Uhr fiel beim Auseigner Regie. Nach ausführlichen Vorträgen und Erörterungen, wo- werfen der Steine aus den Kästen ein Stein von der vierten Etage bei eine Menge Pläne 2c. erläutert wurden, kam es gegen 4 Uhr auf das Schußgerüst in der ersten Etage, überschlug sich dort und Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller veranstaltet zur Abstimmung. Es wurde beschlossen, den Plan I des Stadtbaurats traf einen unten vorbeigehenden Zimmermann auf den Kopf. Der diesen Winter einen Cyklus von Arbeitsabenden, an denen nur BorStrauſe über die Untertunnelung der Straße„ Unter den Linden" zur Zimmerer blutete start; die Verlegung war glücklicherweise aber nicht so träge, welche besonders für den Kaufmann und Industriellen von Verbindung der Straßenbahn von Siemens u: Halske Treptow- schlimm, denn nachdem der Verlegte einen Verband erhalten hatte, konnte Bedeutung sind, gehalten werden. Hieran knüpfen sich Diskussionen. Behrenstraße mit der von S. u. H. Mittelstraße- Pankow mit allen er weiter arbeiten. Uns wird aber mitgeteilt, daß die Schußvorrich- Am ersten Arbeitsabend, welcher am Dienstag, den 24. d. Mts., Mitteln zu fördern. Dieser Plan geht dahin, die Siemenssche tungen auf dem Bau sehr mangelhaft find. Der Stein hätte nicht stattfindet, spricht Herr Professor Dr. von Halle über das so außerBahn, deren Aktien sich im Besitz der Stadt befinden, durch die so leicht von der Schußvorrichtung auf die Straße fallen können, ordentlich aktuelle Thema„ Das Wiederaufleben der Schutzzollpolitik Behrenstraße bis zum Opernhause zu verlängern und durch wenn an der Rüstung seitlich und von vorn ein etwa 25 Centimeter in England und seine Bedeutung für die Exportinteressen Deutscheinen Tunnel bis zum Kastanien- Wäldchen nach der Dorotheenstraße hohes Brett angebracht gewesen wäre. Die Treiberei auf dem Bau lands". Anfang Dezember wird Herr Justizrat Wagner, der Ehrenweiterzuführen. Damit wäre dann die langersehnte Verbindung, soll von der Aufsicht ziemlich toll getrieben werden, so daß jeder syndikus des Vereins über„ Aus dem Verjährungs- und Wechselrecht" falls sie die Genehmigung der Aufsichtsbehörden und der Stadt- Maurer bestrebt sein muß, zunächst sich seiner eignen Haut zu wehren. sprechen. Für den Monat Januar hat der vortragende Rat im verordneten- Versammlung findet, hergestellt. Der Plan des Stadt- Es bleibt daher keine Zeit übrig, um auch noch auf die Arbeitsleute, Handelsministerium, Herr Geheimer Oberregierungsrat Dr. Lusensty, baurats Strauſe geht im wesentlichen dahin, unter Berücksichtigung die das Material heranbringen, aufpassen zu können; eine Aufgabe, Ueber den Veredelungsverkehr" einen Bortrag in freundlichster der Pläne für den Neubau eines Opernhauses den geplanten die übrigens dem Polier des Banes obliegt. Weise zugesagt. Tunnel unter Benutzung des alten Festungsgrabens nicht recht- Zwei Ueberzieher- und Stockdiebe sind unschädlich gemacht Im Ostend Theater ist Freitagabend eine Posse aufgeführt winklig, sondern in einer Kurve unter der Straße„ Unter den worden. In der Tierärztlichen Hochschule fiel ein Mensch auf, der worden, die fälschlich als Operette bezeichnet wurde. Das Stück Sinden" zu erbauen und dort münden zu laſſen, wo jetzt die nicht gerade nach einem Studenten aussah. Er drückte sich bald heißt„ Die kleine Braune"; Text und Muſik ſind von einem Geleise der Großen Berliner Straßenbahn im Kastanien- Wäld- hier bald da umher, besonders aber im pathologiſchen Institut. Herrn B. L vowsky.. Beide lehnen sich finnig an berühmte Duſter djen liegen. Wahrscheinlich werden dann die Linien dieser Die Handlung spielt in Samoa, wo ein deutscher Seeoffizier Gesellschaft dort gänzlich verschwinden, da deren Geleise dann hier hielt ihn gestern ein Student an, um durch die Polizei seine an. ebenfalls unten durch" und nicht mehr über den OpernhausPersönlichkeit feststellen zu lassen. Da aber gerade fein Schuß- dem guten Ruf einer Vestalin thätlichen Schaden zufügt. Dafür soll Play hinweggeführt werden sollen. Außerdem beschäftigte sich der mann in der Nähe war, so ließ man ihn wieder laufen, er nach Landesbrauch des Todes sterben. Er wird selbstverständlich Magistrat mit den Plänen für den Bau von zwei städtischen hatte. nachdem er seinen Namen und seine Wohnung angegeben gerettet, und zwar besorgt ein Sergeant dies von schöner Disciplin Straßenbahnen. 2 der " Hus den Nachbarorten. Von einem schönen Stock mit silberner Strücke, zeugende Wert. Der Tapfere erhält dafür als Belohnung eine Die eine war geplant zur Berbindung des der den Verdacht eines Diebstahls erregte, behauptete der Berliner Köchin, die, was im Ostend- Theater nicht weiter auffällig Stettiner Bahnhofes mit dem Baltenplatz durch die Vernauerstraße Mann, daß er sein redlich erworbenes Eigentum, ein Geschent seiner ist, ein bißchen nach den Südsee- Inseln verschlagen wurde. Dieſen Danzigerstraße, beim städtischen Obdach vorbei, nach der Elbinger- gewandt, als sich herausstellte, daß der Stock dennoch gestohlen war. die an Possen übliche; ihr Verfertiger erhielt am Schluß einen Danzigerſtraße, bamos und weiter durch die Eberswalderstraße, Braut sei. Der Verdächtige hatte der Anſtalt kaum den Rücken Sergeanten ſpielte Herr Direktor Weiß mit Bravour. Die Muſik iſt ſtraße, am Friedrichshain vorbei und durch die Petersburgerstraße Man verfolgte nun den Mami, holte ihn auch ein und übergab ihn schönen Lorberkranz. nach dem Baltenplatz. Die zweite Bahn war geplant vom der Polizei. Es stellte sich heraus, daß er seinen Namen richtig Stettiner Bahnhof durch die Garten- und Gerichtstraße nach dem Poliklinik. Dr. Echtermeyer hat seine Poliklinik für Hals-, Bahnhof Wedding- Lindowerstraße. Beide Pläne wurden, weil sie angegeben hatte. Der Festgenommene ist ein Kellner Bruno Hohlfeld. Najen- und Ohrenkrante von der Brunnenstraße 108 nach der teine Aussicht auf Rentabilität bieten, abgelehnt. In seinem Besitze fand man noch eine Menge Pfandscheine über Stöcke Luisenstraße 14 verlegt. Die Poliklinik findet von 7-8 Uhr und Ueberzieher, die aber alle sein Eigentum gewesen sein sollen. abends statt. Galgenhumor eines Unternehmers. Von dem Holzarbeiter- Ver- Als ihm der Student aus der Tierärztlichen Hochschule gegenübergestellt bande ist seit ca. einem Jahte die Möbeltischlerei von Hahn u. wurde, erklärte er deffen Vorgehen für einen Rache- Alt. Er habe Vorstellungen auf, ebenso die Löwenbändigerin Miß Heliot mit ihren Cirkus Busch. Am heutigen Sonntag tritt Mündner in beiden Mettow in Weißensee gesperrt. Die Firma hat sich jedoch den Studenten einmal„ verhauen“ und dafür zeige ihn dieser um 12 riesigen ostafrikanischen Prachtlöwen. Das Nachmittags- Programm trotzdem, so gut oder schlecht es eben gehen mochte, bisher mit an. Diese Ausrede crregte bei der Körperbeschaffenheit der beiden „ Arbeitswilligen" durchgeholfen. Freilich wechseln diese beständig, Gegenübergestellten nur eine allgemeine Heiterkeit.- Geständig ist ist besonders für den Geschmack der Stinderwelt zusammengesetzt. teils weil sie unbrauchbar sind, teils weil sie irgend etwas auf dem ein andrer Marder", der kürzlich in einem Café in der Friedrich Weiß Heliot bleibt dem Eirkus nur noch bis Ende November erSterbholz haben und von der Polizei weggeholt werden. Immerhin, straße abgefaßt wurde. Man hatte wiederholt gesehen, daß er sich halten. die Firma besteht noch und ihre Inhaber befizen sogar Humor. In an den Taschen fremder Ueberzieher zu schaffen machte, und nahm Jm Cirkus Schumann findet am Freitagabend zum Besten der cinem Inserat des Weißenseer Lokalblattes machen sie die Holzarbeiter ihn fest, als er nach einem vergeblichen Griff in eine Tasche mit durch das Hochwasser Geschädigten eine Galavorstellung statt. Der darauf aufmerksam, daß, da die Sperre nunmehr„ jährig" geworden dem lleberzieher selbst verschwinden wollte. Der Ertappte, ein Reinertrag wird dem Unterstützungsausschuß überwiesen. ift, sie alle Freunde und Gönner derartiger Sperren zum ersten früherer Handlungsgehilfe Paul Jored, gestand schließlich, in zehn Stiftungsfest" einladen; für gute Speisen und Getränke sei bis zwölf Fällen fremde Taschen geleert zu haben. gesorgt. Wie viele der freundlichen Einladung gefolgt sind, ließ sich bisher allerdings nicht ermitteln. Ob den Inserenten aber so be= Der Selbstmord eines ertappten Einbrechers rief in der verfonders wohl geworden wäre, wenn sich wirklich alle Freunde und gangenen Nacht in der Großen Hamburgerstraße einige Aufregung Gönner derartiger Sperren" eingestellt hätten?! Die Firma wäre hervor. Als der Postassistent Schreiber, der in der Rosenthalerdann wohl in denkbar kürzester Zeit radikal banterott gegessen worden, straße 46/47 wohnt, gegen 12 Uhr nach Hause kam, sah er in dem wahlen der Arbeitgeber zur Allgemeinen Orts- Kranten Charlottenburg. Bei den am 5. November erfolgten Delegiertentvom Trinken ganz zu schweigen. Als Leute, die Spaß verstehen, Juwelenladen von Wilhelm Böttcher einen Mann stehen, der sich an gratulieren die organisierten Holzarbeiter aber schon im Voraus zum den Gold- und Silbersachen zu schaffen machte. Der Augenschein stimmten 55, für die korrigierte Liste 48 Arbeitgeber. tasse wurden 103 Stimmen abgegeben. Für die reine Liste veiten Stiftungsfest". zeigte, daß es ein Dieb war, der die Ladenthür vom Hausflur mit stimmten 55, für die korrigierte Liste 48 Arbeitgeber. Der mit so cinem Stemmeisen erbrochen hatte, nachdem er sich abends auf dem großer Energie geführte Kampf des Herrn Sabor gegen die orgas Der Umbau des Fernſprechnesses. Einen Koſtenaufwand in Höhe Grundstück hatte einschließen lassen. Schreiber rief den Eindringling nifierte Arbeiterschaft endigte damit, daß ihn selbst der größte Teil von 12 000 000 M. erfordert der Umbau des Berliner Fernsprechneges, der bis jetzt etwa bis auf bewirkt ist. Die Anschlüsse der an und fragte ihn, was er da mache. Der Mann war vor Schreckt seiner Anhänger unter den Arbeitgebern durchfallen ließ. Interleitungsfabeln werden allmählich vorgenommen, doch die Be- wie gelähmt und blieb ganz willenlos stehen, während ein Kerl, Spandau. Am Freitagabend hat nun endlich der Magistrat die feitigung der Oberleitungsdrähte erst bewirkt, nachdem die Aemter fein Diebesgenosse vor der Thür stand, davonlief, sobald er sah, daß Wahlbezirke und-Lokale öffentlich bekannt gegeben. Leider ist er drinnen überrascht war. Der vollständig mit dem neuen Betriebssystem ausgerüstet sind. Am Ertappte aber nicht dem guten Beispiele andrer Gemeinden, sondern dem längsten werden die Umwandlungsarbeiten auf dem Amt VI dauern, ließ sich von dem Bostassistenten und einem Schußmann, den dieser schlechten Beispiel Berlins gefolgt, indem er den Beginn der Urwahl da dort der Anschluß an das neue System mit der Eröffnung des herbeirief, ohne Widerstand nach der Wache des 13. Reviers in der am 12. November auf 2 Uhr nachmittags feitfeste. Nun liegt es neuen Amtes in der Körnerstraße erst in etiva 1½ Jahren stattfinden riß er sich auf dem Flur los, 30g blizschnell einen Revolver aus Arbeitstages zu bringen, um unter allen Umständen pünktlich, d. h. Großen Hamburgerstraße bringen. Unmittelbar vor der Wache aber um so mehr an den Spandauer Arbeitern, das Opfer eines halben kann. Die Vorteile des neuen Betriebssystems bestehen zunächst der Tasche und schoß sich eine Kugel in den Kopf, so daß er schwer um 2 Uhr nachmittags in ihren Wahllokalen zu sein. darin, daß erstens die Nebengeräusche, die bei der Luftleitung nie verwundet und bewußtlos zufammenbrach. Mit einer Droschke nach vermieden werden können, in Fortfall komnien, und daß Neben dem nahe gelegenen Hedwigs- Krankenhause gebracht, starb er schon politischen Tag schienen die Spandauer Stadtverordneten in ihrer Ans der Stadtverordneten- Sigung in Spandau. Ihren social schlüsse resp. Berührungen von Leitungen niemals vorkommen Tönnen. Den wesentlichsten Vorteil aber bietet der Umstand, daß beschlagnahnt. Die Person des Toten ist noch nicht bekannt. Der während der Aufnahme. Die Leiche wurde von der Revierpolizei legten Sizung feit underlichen Zeiten zum erstenmal nach vollſtändiger Umwandlung des Netzes Betriebsstörungen bei Selbstmörder ist ein kaum mittelgroßer Mann von etwa 30 Jahren, zu haben, vielleicht geschah dies aber auch nur unter dem Eindruck Gewitter nicht mehr eintreten. Sobald die gesamten Telephon- mit schwarzem Haar und Schnurrbart. Er trug gute Kleidung: einen der bevorstehenden Landtagswahlen. Zunächst gelangte mit allen leitungen in Berlin unterirdisch betrieben werden, werden die Ber- schwarzen Sommerüberzieher und Hut, ein dunkles Jackett und Weste, gegen drei Stimmen die Vorlage des Magistrats zur Annahme. bindungen auch während der Gewitterzeit hergestellt. Dies gilt natür schwarze Beinkleider mit weißen Streifen und schwarze Strümpfe Armenpflege stellen will. welche versuchsweis die Frauen in den Dienst der städtischen lich nur für den Stadtverkehr. Ferngespräche können in Rücksicht und Schnürstiefel. Seit längerer Zeit hatte eine Gruppe von auf die Oberleitungsanlagen bei Gewittern nicht zugelassen werden. Frauen, vornehmlich städtische Lehrerinnen, wader gegen die Fülle Die Unterleitungstabeln sind ganz vorzüglich isoliert, so daß Erd- Ein betrübender Unglücksfall ereignete sich auf dem Kasernenbau bürgerlicher Vorurteile gekämpft. In der Stadtverordneten- Sizung ströme keinen Einfluß auf die Leitungen ausüben können. Von den des Eisenbahn- Regiments in der General Papeſtraße. Daselbst war sprach sich einzig der Stadtverordnete Zschalig gegen die Vorlage aus; anßergewöhnlichen erdmagnetischen Störungen, die vor einigen Tagen der 20jährige Zimmerer Hugo Voß beim Auffahren von Richtholz es sei zu befürchten, daß die männlichen Kommissionsmitglieder zu einer mehrſtündigen Unterbrechung des Telegraphenbetriebes thätig. Durch irgend einen Umstand veranlaßt, rudten die beim daraufhin ihre Aemter niederlegen würden! Die Frauen seien zu führten, sind die Unterleitungskabeln gänzlich unbeeinflußt geblieben. Auffahren verwandten Pferde noch einmal an, als die Fuhre bereits weichlich, und so würden infolge dessen die Armenlasten noch mehr Krankenkassen- Schwindel vor Gericht. Der umfangreiche Prozeß, auf der„ Brücke" war. Dadurch bekam der Richtbaum Last, die steigen. der in April d. J. vor der vierten Straffamnner des Landgerichts I Fuhre schoß vorwärts und Voß, der die Schwenkleine angefaßt hatte, Weisheit dieses Herrn in das gehörige Licht und begrüßte namens der Stadtverordneter Rieger( Soc.) rückte die socialpolitische gegen die Vorstandsmitglieder der verkrachten eingeschriebenen Hilfs- wurde von seinem Standort gerissen. Er stürzte aus der vierten fassen„ Eiche" und Wohlfahrt", Kaufleute Willy jarup und Stage in die Tiefe auf das unten aufgestapelte Holz. Der Fall war socialdemokretischen Fraktion die Vorlage als den ersten Schritt auf Friz Biertümpel, stattfand, wird eine Wiederholung erfahren. so unglücklich, daß ihm die Knochen beider Beide zersplittert, der dieser Bahn. Gegen die Vorlage stimmten nur die Stadtverordneten Tie beiden Angeklagten wurden damals für überführt erachtet, in Brustkasten eingedrückt und das Rückgrat gebrochen wurde. Nachdem schalig, Dr. Engelhardt und Tornow. Es folgte hierauf die Beeigennütziger Weise gegen die Bestimmungen des Gesetzes über die ihm die anwesenden Lazarettgehilfen Notverbände angelegt hatten, sprechung einer Interpellation unsrer Genossen. Stadteingeschriebenen Hilfslassen verstoßen zu haben, weshalb Hiarup zu erfolgte fein Transport in das Krankenhaus am Urban, woselbst er verordneter Pieper( Soc.) befragte den Magistrat über die drei Monaten, Biertümpel zu einem Monat Gefängnis verurteilt nach etwa sechs Stunden verstarb. Seine in der Nähe von Ham- Gründe, welche ihn dazu veranlaßten, die Erledigung der Angelegen wurde. Gegen das Erkenntnis hat der Verteidiger Rechtsanwalt burg wohnenden Eltern wurden von dem Unfall ihres Sohnes so- heit betr. Schaffung eines städtischen Arbeitsnachweises seit dem Dr. Davidsohn mit Erfolg Revision eingelegt, denn das Reichs- fort telegraphisch benachrichtigt. Die Beerdigung des Verunglückten Winter vorigen Jahres zu verzögern. Herr Stadtrat Hübner gericht hat das Urteil gegen Siarup teilweise aufgehoben und in wird am Montag unter Beteiligung des Zimmererverbandes er- respondengen gepflogen worden seien, und daß in den nächsten Tagen antwortete hierauf, deg in der Zwischenzeit umfangreiche Stors betreff des Angeklagten Biertämpel auf Einstellung des Verfahrens folgen. eine neue Sigung der gemischten Kommissionen stattfinden würde. Eine eigentümliche Explosion verursachte gestern abend in der Hierbei wandte sich Stadtverordneter Scholz( Soc.) mit aller Ents Elendsstatistik. Der Berliner Aſylverein für Obdachlose teilt Andreasstraße großes Aufsehen. Vor dem Hause 66 neben den schiedenheit gegen die Ansicht des Magistrats, daß der von den mit: Im Monat Ottober nächtigten im Männerasyl 21 416 Personen, Concordia- Festfälen flogen plöglich mit lautem Knall verschiedene Staatsbetrieben, und für diese, bestehende Arbeitsnachweis erfannt. gehabt Unterschrift. auch nur im entferntesten mit dem von unfren Genossen angestrebten und mir nun nahegelegt wurde, daß sich das mit den nicht 3 zu bekunden. Ob nun endlich die Schuhleute Aniveisung städtischen Arbeitsnachweis gleichbedeutend sei. Interessen eines Aufsichtsbeamten nicht vereinbarte, es mir viel erhalten, die Streikposten an der Ausübung ihrer an sich schweren Alsdann stand ein Antrag unsrer Genossen:„ Einsehung einer mehr indirekt nahe gelegt wurde, zu wählen Pflicht der Streitbrecher Belehrung nicht weiter zu hindern? gemischten Kommission zum Zwecke der Anstellung von Schulzwischen dem einen oder dem andren, so habe ich ärzten" zur Beratung. Dieser Antrag wurde nach kurzer Bes mich entſchloſſen, was ich ja im Intereſſe meiner Familie auch thun Der Krimminalbeamte auf dem Herrenabend. Vor der fünften gründung durch den Genossen Pieper debattelos angenommen. muß, aus dem Verbande mit dem heutigen Tage, so leid es mir thut, Strafkammer des Landgerichts I standen gestern 7 Berliner Künstler Auch der letzte socialdemoiratische Antrag: Schaffung einer Wald- auszuscheiden. Nachdem ich es meinem Vorgesezten offenbart habe, und Schauspieler auf der Anklagebank, unter denen sich Robert erholungsstätte für die der Erholung bedürftigen Kinder daß ich austreten werde, würde ich es mit meinem Gewissen nicht ver- Steidl und Martin Kettner vom Apollo- Theater sowie und die in der Rekonvalescenz begriffenen Kassenmitglieder" wurde antworten können, wenn ich weiter Mitglied bleiben würde. Mein Frik Steidl vom Steidl- Theater befanden. Die Angeklagten nach der vom Genossen Rieger gegebenen Begründung in der Form Grundsatz ist der, stets wahr zu bleiben. Bisher habe ich niemals hatten in einem Herrenabend mitgewirkt, der in den Räumen des angenommen, daß der Magistrat um seine Zustimmung zur geleugnet, mochte mich fragen, wer da wollte, ob ich Verbandsmitglied Steidl- Theaters stattfand. Der Herrenabend wurde von der Bildung einer gemischten Kommission ersucht wird. Hoffentlich sei oder nicht, stets ja zu sagen. Nach dem nun meine Artistenverbindung Sanatia" zum wohlthätigen Zweck abgehalten kommen alle diese Vorlagen über die Kommissionsberatung hinaus. Existenz in Frage kommt, muß ich schon, wie angegeben, und war streng als geschlossene Gesellschaft gedacht und vorbereitet. In Lichtenberg ist nach berühmtem Muster der Beginn der Wahl- aufhören Mitglied zu bleiben." Ein Krimminalschuhmann hatte sich im Auftrage seiner Behörde ein handlung am 12. November auf 12 Uhr mittags angesezt worden. Billet zu verschaffen gewußt und war nun ob dieser etwas ge= Auch die Wahllokale sind so unglücklich wie nur möglich gewählt. Dieser Brief hat der Direktion als Beweismaterial vorgelegen. würzten Vorträge, die dort gehalten wurden, in seinem ethischen In Räumen, die 30-40 Personen fassen, soll die zehnfache Zahl Teil übergangen wurden, wird aufrechterhalten. Zu 3. Daß die Wünsche der organisierten Vertrauensleute zum und sittlichen Empfinden tief verlegt. Er hatte jedoch Zeit von Wählern Platz finden. Recht sinnig ist man auch bei der AusZeugen dafür zu gefunden, an jenem Vortragsabend die Vorträge wörtlich zu stenos wahl der Wahlvorsteher vorgegangen. Im 117. Bezirt, wo zahl- nennen, ist nur deswegen nicht thunlich, weil diese sonst ordnungs- graphieren. Auf Grund der Anzeige des Kriminalschußmanns wurde reiche Eisenbahnarbeiter wohnen, ist der Wahlvorsteher und auch sein mäßig" gekündigt wurden. gegen 7 Künstler Anklage erhoben wegen gemeinsamer Erregung Stellvertreter aus der Reihe der Vorgesezten dieser Beamten entZu 4. Fahrer Rostin ist wirklich nicht rücksichtslos aufs eines öffentlichen Aergernisses, denn die Anklage, nahm die Deffentnommen worden, im 113. Urwahlbezirk führt derselbe Herr Drawiel Pflaster geworfen", sondern nach 28 Dienstjahren ordnungsmäßig lichkeit an, weil der Kriminalschußmann sich auf irgend eine Weise, Thatsächlich dies Ehrenamt, der bei der Reichstagswahl in gleicher Eigenschaft gekündigt worden. tvar er ärztlicherseits zum die nicht aufgeklärt werden konnte, ein Billet verschafft hatte. Die einem unsrer Parteigenossen im Wahllokal das Benutzen eines Fahr dienst untauglich erklärt, bei einiger Rüdfichtnahme fönnte er Angeklagten wurden in erster Instanz freigesprochen. Gegen dies Stuhles untersagte und zwar mit der Motivierung, daß die„ Ge- indes bis zum Eintritt seiner Pensionsberechtigung, was schon in freisprechende Urteil legte der Oberstaatsanwalt Berufung ein und nossen" ja auch bei der Arbeit nicht fizen könnten. Ihm steht als wei Jahren der Fall gewesen wäre, als Wächter oder sonst gestern stand die Sache zur nochmaligen Verhandlung vor der gefegeskundiger Mann der Vorsteher des Polizei- Amtes zur Seite. bei leichterer. Arbeit beschäftigt werden. Die einmalige Entschädigung fünften Straffammer zum Termin an. Die Verhandlung dauerte wiegt die an Rostin begangene Inhumanität nicht auf. 4 Stunden, ein großer Zeugenapparat war aufgeboten von der AnZu 5. Zugeben müssen wir, daß vielleicht offiziell auf der flagebehörde, um die Oeffentlichkeit zu beweisen. Der Staatsanwalt Dresdener Tagung des Vereins der Straßen- und Kleinbahn- Ver- Braut stand auf dem Standpunkt: wenn der Herrenabend nicht waltungen die Gründung eines Straßenbahner- Verbandes oder öffentlich war, hätte man auch keine Plakate vor die Thür des Vereins, auf den Namen kommt es nicht an, nicht beschlossen wurde. Steidl- Theaters fleben dürfen man hätte also die Sache öffent= Die Form thut indes nichts zur Sache. Privatim" ist angekündigt. Mit Recht machte der Verteidiger Rechtsanivalt Ernst mindestens darüber gesprochen worden und die Folge davon war Manasse darauf aufmerksam, daß die Vorführungen der Freien die bereits erfolgte Gründung von Vereinen nach Berliner Muster Bühne" namentlich bei der Aufführung von Hebbels Maria von in Frankfurt a. M., Kassel und Dresden, neuerdings auch in Magdala auch öffentlich angekündigt wurden und die Freie Hamburg. Bühne" gelte doch als geschlossene Gesellschaft vor der Behörde. So sehen die wirklichen Verhältnisse und Vorgänge" in Wahr- Nach einer längern Rede des Staatsanwalts, welcher für „ Schuldig" plädierte und für jeden Angeklagten eine Strafe von 50 M. evt. 5 Tage Gefängnis beantragte, gelang es dem Verteidiger, für die Angeklagten sämtlich Freisprechung zu erzielen. SS Gewerkschaftliches. Wie die ,, Große Berliner" berichtigt". Unter dieser Ueberschrift wird uns zu der gestrigen Berichtigung der Großen Berliner Straßenbahn geschrieben: Generaldirektor Dr. Mice war früher Ministerialdirektor im Eisenbahnministerium und die rechte Hand Thielens. In dieser Stellung mußte er das offiziöse Dementieren aus dem FF verstehen. Wenn er als Meister dieser Kunst diesmal doch mehr als eine Woche gebraucht hat, um einen Artikel des Vorwärts" zu„ be" heit aus. Für die streikenden und ausgesperrten Weber in Crimmitschau gingen bei der Berliner Gewertschaftskommission folgende Beiträge ein: tommission der Fensterpuker 2,10. Adreßbuch- Sezer 19, Wahlkreis Stralsund- Franzburg- Rügen. Sonntag, den 8. November, Socialdemokratischer Agitations- Verein für den Reichstags. bormittags 10 Uhr, bei Ramlow, Schönhauser Allee 135: Bersammlung. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. richtigen", so beweist dies schon, wie schwer ihm die Sache geworden ist. Zu 1: dem Vertrauensmann Lehmann auf Bahnhof Kreuzberg Möbelfabrik Chemigraph 2, Steinfeger 7,55. Kürschner 4,15. follen von einer andren Vereinigung Schwierigkeiten bereitet 3. C. Pfaff, 2. Saal 18,85.&. 1, Bictoria- Druderei 3,- Verband der worden sein. Der Sinn des von ihm geschriebenen Briefes läßt diese Stassenbeamten 4,65. Deutung schon nicht zu. Verband deutscher Buchdrucker, Bezirkskasse 10,-. Aber abgesehen davon. Eines Tages Drtstasse 10,-. Jasmund 12,10. 3. Geiger 1,-. Hasenstein u. Bogler, begab sich Lehmann im Auftrage der Kollegen zum Bahnhofs- Abt. Buchbinderei 14,75. Verband der Schmiede, Berw. Bertin, 2. Rate Inspektor, um ihm die Bitte vorzutragen, Einladungszettel zu einer 100,- Contobuch- Arbeiter von Ashelm 33,10. Verband der Glasarbeiter Socialdemokratischer Agitations: Verein für den Reichstags. Bahnhofsversammlung ankleben zu dürfen. Unmittelbar nach dieser Rummelsburg 75,- Verband der Stiderei- Arbeiter 7,85. Tischler and den 10. November, abends 8 Uhr, bei Grosser, Dirkſenſtr. 39, vorn 1 Treppe 300,- Tischlerei Wusterbart u. Sohn 10,- Verband der Textilarbeiter Wahlkreis Züllichau Schwiebus Kroffen Sommerfeld. Dienstag, Besprechung erklärte Lehmann seinen Kollegen, er könne nicht länger Bolierer, der Telephonfabrik Beder, 2. Rate 28,80. Tischlerei A. Schröder,( früher An der Stadtbahn): Mitglieder- Versammlung. Um reges Erscheinen Verbandsmitglied bleiben, es würden ihm seitens der Vorge- Jerusalemerstraße, 5,30. Leje- u. Diskutierklub Stralauer Allee 20,-. Arbeiter wird ersucht. Neue Mitglieder werden aufgenommen. festen diesbezügliche Schwierigkeiten gemacht, er habe bereits den d. Sargfabrik Slee 10,- Arb. d. Firma Lind 14,15. Tischlerei Hoop 11,50, Allgemeine Familien- Sterbekasse zu Berlin. Heute Bahltag: Verband davon benachrichtigt. Als nun die Sache an die Deffent- Tischlerei Stabelwert Oberspree 14,35. Berband. d. Brauerei- Arbeiter, Aderstraße 123 bei Dieke und Mariannenstraße 48 bei Liebehenschel von lichkeit kam, verbreitete Fahrer Dau, wohl um den Bahnhofs- Settion 1, 137,75. Fräserei Wagner u. Dünneberger 7, Lichtdruder u. 3-6 Uhr. Inspektor zu decken, das Gerücht, er, Dau, habe Lehmann beim Photographen( Verband d. Lithographen u. Steindruder) 40,-. Schub- Arbeiter Samariterkolonne. Die Uebungsstunde fällt morgen abend Kriegerverein denunzieren wollen. Diese nachträgliche Behauptung Buchbruchissarbeiter 2,-. Tischlerei Lehmann, Wilhelmstraße, 3,75. Berband in der Centrale, Dresdenerstr. 45, ſtaff. Vortrag über Berlegungen, Bunda von Jakobi, Ueberschuß 10,-. Männerchor Georginia 10, aus und findet daher am Dienstag, den 10. November, abends 9 Uhr, des Dau will die Direktion dem Vorwärts" vertraulich mitteilen; der Mühlenarbeiter 10,-. Kleber und Töpfer von Schulz 5,01. Agitations: behandlung und Blutstillung. Nachher: Praktische Uebungen. Neue Zeil sie ist sehr schlecht erfunden. Zu 2: bestreitet die Direktion nochmals,„ daß Vorgesezte mittels m. Möbelfabrik nehmer können in den Lehrstunden der Kolonne jederzeit eintreten. Gäste Barth 25,-. Bersonal der Lederwarenfabrik Markiewicz 4,75. willkommen. Androhung der Entlassung versucht hätten, Mitglieder für den Verein Von Personalen der Buchdruckereien: W. Bürenstein, Maschinenmeister Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Nixdorf- Brik. Der Angestellten zu werben"; sie behauptet auch, daß der Beweis dafür 11,40. Otto Elsner 41,35. E. S. Mittler u. Sohn, 2. Rate 20,05. Sonntag, den 8. November, nachmittags 2 Uhr: Generalversammlung in vollständig mißlungen sei. Un beeinflußte Aussagen hätten National Beitung" 30,05. Seydel u. Co. 16,45. August Scherl, Maschinen- der Vereinsbrauerei, Hermannstraße. die völlige Grundlosigkeit der erhobenen Anschuldigung ergeben." meister von Tag" und Woche" 13,25. Ulstein u. Co., 3. Rate 16,25. Ist der Direktion nicht bekannt, daß die Zeugen ihre Aussagen zum Feldblume"." Alpenglode"," Feljenburg"," Solidarität" 27,85. Steindruderet M. G. 2, Konzert am 4. Oftober der Gesangvereine Allegro", Freie Teil in Gegenwart des angeſchuldigten Bahnhofsvorstehers. Beter 6,46. Berband der Zertilarbeiter, Filiale 2( Boſamentiere), 5. State Briefkaften der Redaktion. Start machen mußten? Ist das vielleicht keine indirekte Beein- 150,- Tischlerei Paul Werner 5,50. Schriftgießer- Verein Berlin 50,-. flussung? Ja, noch mehr: den Zeugen Fiedler ließ der Bahn- Verb. d. Glaser, Verw. Berlin 25,- Deutscher Metallarb.- Verband, Bahlst. Dirigent ist unfres Wissens Herr Ernst Mauer, Schöneberg, Helmstr. 11. R. 2. 100. Die Fachschule für Tapezierer befindet sich Albrechtstr. 20, Hoforsteher Start am Abend vor der Vernehmung nach seinem Albrechts i. Th. 20,- Von einigen Tischlern C. F. 4,40. Tischler Long Der Unterricht ist für Lehrlinge von Innungsmeistern unentgeltlich, für Bureau kommen und sprach mit demselben unter vier Augen", to ie 5- Bon zwei Auer- Arbeiterfreunden durch den Verlag der Hilfe" 10- andre Lehrlinge tostet er 2 M., für Gehilfen 10 M. halbjährlich. Fiedler bei der Direktion aussagen sollte. Dessen 8. d. A. 5,-. A. W., Schrifts., Remscheid( Rh.) 8,85. G. R./3. Rate 50,-. A. Walter 100. B. Diabetes ist die Harnruhr; man unterscheidet den Diabetes Schaden sollte es nicht sein. Das that Fiedler, in seiner Angst- Ungenannt 3,-. Maschinenarbeiter von Müller Nachf. Sellermeier insipidus, bei dem sich keine fremden Bestandteile im Harn bemerkbur 5,- Aus der dunkelsten Ede Lothringens 3,- Tischler von F. H. Lüdtte machen, von dem Diabetes mellitus, der Zuaerkrankheit. An dieser ist fagte er so aus wie es der Hofverwalter haben 16,60. Bon Arbeitern der Firma J. C. Pfaff, Saal 4, 3. Rate 14,50. Bon Genoffe Hofmann gestorben. wollte. Der Vertrauensmann Krauza konnte aber durch zwei Streifenden Gürtlern und Drüdern der Firma Spinn. Sohn 13.05. einwandsfreie Zeugen sofort beweisen, daß Fiedler diesen den Vor- Machetes, 3. Beitrag für die braven Weber, hoffentlich gelingt'e hnen, 5, fall wesentlich anders erzählt hat. Daraufhin wurde auch Fiedler Summa 1578,55. Bereits quittiert 18 298,72. Gesamtsumme 19 877,27. entlassen. Thatsächlich ist dem Fiedler mit der Entlassung zum Weitere Beiträge werden in unserm Bureau von 9-1 und 6-8 1hr Gelder, welche mit der Post eingesandt werden, 15. Oktober seitens des Herrn Start gedroht worden, falls er bis entgegengenommen. dahin nicht Mitglied des Vereins geworden wäre. Dies will Fiedler find an A. Störsten, Engel- Ufer 15, zu senden. vor Gericht beeiden. n " Den Ersatzfahrer Otto Jeserich hat der Bahnhofs= borsteher Start eines Tages im Anfang v. M. direkt vom Dienst ablösen und zu sich nach dem Bureau tommen lassen, woselbst der p. Start dem Jeserich folgendes erklärte: Wenn Sie nicht sofort dem Verein der Angestellten der Großen Berliner Straßenbahn beitreten, so können Sie, wie Sie gekommen find, wieder gehen." Kuf die Einwendung des Jeserich, daß er sich die Sache erst überTegen und mit seinen Kollegen Rüdsprache nehmen müsse, erklärte Herr Start: Sie haben mit den Kollegen gar keine Rüdsprache zu nehmen, wenn Sie dem Verein nicht beitreten, fliegen Sie raus." Den Fahrer R a dede ließ besagter Bahnhofsvorsteher ebenfalls eines Tages direkt vom Dienst ablösen und nach dem Bureau kommen. Radede war Vereinsmitglied( 3 toangsmitglied), andererfeits war er Mitglied des Verbandes und kassierte für diesen bei den Bahnhofskollegen die Beiträge ein. In äußerster Aufregung hielt Start dem Radecke nunmehr im Bureau dessen Verbandsthätigkeit vor und sagte oder vielmehr schrie:„ Es ist unverschämt von Ihnen, so viel Geld nach dem Engel- Ufer zu schleppen. Solche Leute müssen ausgemerzt werden. Ich gehe sofort zur Direktion und sorge dafür, daß Sie hinausgeschmissen werden." In der Vorbesprechung zur Neuwahl der Vertrauensmänner am Bahnhof Brandenburgstraße sagte Stark in Bezug auf die organifierten Vertrauensleute:" Solches Gesindel leiden wir nicht unter uns; es ginge denn über meine Leiche." Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftstommission. Gerichts- Zeitung. Schon als Stark noch am Bahnhof Manteuffelstraße thätig war, hatte er sich ähnliche Dinge zu Schulden kommen lassen. Warum Start vom Bahnhof Treptow nach Bahnhof Brandenburgstraße ver- willigen seien von den Streifenden angesprochen worden, indem sie fezt werden mußte, ist der Direktion selbst bekannt. Die angeführten und andre noch im Dienst der Straßenbahn ftehenden Zeugen sind bereit, vor Gericht zubeeiden, daß sich die Sache wie geschildert verhält. Die Vertrauensleute Krauza und Radecke haben der Direktion weitere Zeugen nur deswegen nicht angegeben, weil sie die sehr berechtigte Befürchtung hegten, daß solche zwar nicht rücksichtslos aufs Pflaster gefeßt, wohl aber ordnungsmäßig gekündigt würden, falls sie die Wahrheit sagten. Der Verband hat infolgedeffen die Sache an andrer Stelle anhängig gemacht, wo es keine Einschüchterung und keine Beeinflussung giebt, und doch wird nachgewiesen werden, wer die Wahrheit gefagt hat. Run zu dem ziveiten Brief, der ebenfalls für die Sache belangTos sein soll. Der Schreiber dieses ziveiten Briefes ist der jetzige Kontrolleur Müller. Die Direktion bestreitet, daß es sich lediglich um Müllers Verbandszugehörigkeit handelt, sondern vielmehr darum, daß eine Beförderung in den Aufsichtsdienst für diejenigen Bediensteten nicht in Frage kommen fönne, die gegen die Verwaltung agitieren und ihre Untergebenen gegen fie aufheben. Diese Voraussetzungen trafen auf Müller nicht M. war fogar Vorsitzender des Direttionsvereins und hat sich als Agitator für den Werband auch nie im geringsten hervorgethan. Die Sache drehte sich vielmehr lediglich um feine Verbandszugehörigkeit; das beweist auch sonnenklar sein Schreiben. Der Brief lautet: „ W. 15, 9. 1. 03. gu. ' Q. C.! Da ich heute von meinem Vorgesetzten wieder gefragt wurde, od ich dem Verband der Eraßenbahner noch an gehörte, was ich der Wahrheit gemäß mit" Ja" beantwortete, Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. J. K. Zuständig wäre das Breslauer Landgericht. Behuss Erwirkung Kosten in dem Unterliegungsfall können sich auf etwa 500 m. belaufen.des Armenrechts würden Sie sich an dieses Gericht wenden müssen. Die R. S. 18. Der Bost steht das Hausrecht in ihren Räumen zu. Liegt der Fall so wie Sie ihn schildern, so würde eine Beschwerde bei der höheren Bostbehörde helfen. fen. C. P. 88. 3ft der Bormund, die Mutter und der Stiefvater mit der Beilegung des Namens des Stiefvaters an das uneheliche Kind einverstanden, so steht Ihnen ein Einspruchsrecht nicht zit. Die Henderung des Namens liegt im Interesse des seindes. D. Ja. A. B. P. Der Schiedsmann des Bezirks, in dem der zit Verklagende wohnt, ist zuständig. Die Schiedsmannsbezirke ersehen Sie aus dem zweiten nach Rechtskraft des Urteils. Teil des Adreßkalenders. Wette 100. 1. Ja. 2. Nein. D. R. H. W. 49. Der Schreibfehler ist ununerheblich. Todes- Anzeige. -V Allen Freunden, Bekannten und Verwandten die traurige Nachricht, daß meine Frau Adelheid May 3273L geb. Kuckuck am Mittwochnachmittag 4 Uhr verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, 8. November, nachm. 3, Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Kirch hofes, Marstraße, aus statt. Der trauernde Gatte s. May. Todes- Anzeige. Die Rechtsprechung gegen Streifpoften scheint bei der 8. Straffammer jetzt etwas konstantere Form anzunehmen. So hatten sich gestern daselbst die Schlosser Kille fitt, Reichow und Nebel zu verantworten, weil sie anläßlich des Freseschen Schlosserstreits im Mai d. J. nach Bekundungen von Polizeibeamten Arbeits= willige belästigt haben sollten und die Aufforderung, sich vom Streifort zu entfernen, nicht sogleich Folge leisteten. Alle drei sind damals sistiert worden und erhielten als Zugabe zu ihrer Berhaftung noch jeder ein Strafmandat über 30 M. Das Schöffengericht hatte seiner Zeit die Strafe bestätigt, obwohl erwiesen war, daß die Arbeitswilligen von den Angeklagten nur in ruhigem Tone angesprochen und auf den Streit aufmerksam gemacht waren. Die gegen das Urteil eingelegte Berufung hatte Erfolg. Die Beweiserhebung der Straffammer erstreckte sich hauptsächlich auf die Feststellung, ob während des Streits etwa Unruhen, Ausschreitungen und Belästigungen seitens der Streifenden verübt worden seien. Schlossermeister Frese als Zeuge bekundete, von irgendwelchen Ausschreitungen oder Beunruhigungen nichts wahrgenommen zu haben. Die darauf vernommenen Schußleute sagten übereinstimmend aus, fie hätten die Arbeitswilligen von und nach der Arbeit begleiten müssen, weil diese von den Streifenden belästigt worden wären. Auf die Frage des Vorsitzenden, worin denn diese Beläftigungen bestanden hätten, erwiderten die Beamten, die Arbeitsjenen fagten, bei Frese würde gestreift. Als darauf der Vorsitzende weiter fragte, ob fie denn in der bloßen Anrede schon eine Belästigung erblickten, antworteten die Beamten mit einem naiven " Ja"; deswegen eben hätten sie die Streikposten gerade fort gewiesen und als jene nicht gehen wollten, fistiert. Daß die Angeklagten oder andre Streikposten sich sonstivie auffällig benommen, Unruhen gestiftet, Aufläufe verursacht oder sonst in irgend einer Art gegen gesetzliche Anordnungen, verstoßen haben, mußten die Beamten verneinen. In lebereinstimmung mit den Anträgen des Verteidigers erkannte das Gericht auf kostenlose Freisprechung. Begründend führte der Vorsißende aus: Durch die Zeugenaussagen sei erwiesen, daß während der Dauer des Streits von den Ausständigen keinerlei Störung oder Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Ordnung vorgekommen sei. Die Sistierung der Angeklagten sei in unzulässiger Weise lediglich deshalb erfolgt, weil sie Streikposten gestanden haben. In der bloßen Anrede der Arbeitswilligen und deren Aufmerksammachung auf den Streit könne eine Belästigung nicht erblickt werden. Anders würde die Sache dagegen liegen, wenn vorher wirklich Ungesetzlichkeiten irgendwelcher Art von den Streikenden verübt worden wären, denn dann würde die Aufforderung oder Für die herzliche Teilnahme bei der stritte inweisung an die' Streitposten, sich zu entfernen, als eine zur Beerdigung meines lieben Mannes, Erhaltung der Ruhe und Ordnung erforderliche Vorbeugungs- des Schankwirts maßregel zu betrachten gewesen sein. Da diese Voraussetzungen hier aber völlig fehlen, so habe auf Freisprechung erkannt werden müssen. sage ich allen Bekannten meinen herzAugust Grunow Aus gleichen Gründen wurde am selben Tage auch der lichsten Dank. Schraubendreher N. Lehmann vom Schöffengericht freige= sprochen, der bei dem jetzigen Metallarbeiterstreit unter ähnlichen Heute vormittag 9% Uhr ent fchlief nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Bater, Schwieger- und Großvater, der Cigarrenmacher Rudolf Lüdeke nach kurz vollendetem 51. Lebensjahre. 3056b Dies zeigt schmerzerfüllt an Im Namen der Hinterbliebenen Ida Lüdeke geb. Haberstroh. Berlin NO. 18, 5. November 1903. Lichtenbergerstr. 14. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. November, nachmittags 2 Uhr, von der Halle des städtischen Central- Friedhofes in Friedrichs Danksagung. 3074b Ww. Marie Grunow. PrinzenBerhältnissen wie im vorigen Falle polizeilich fiftiert worden ist und Dr. Simmel, Str., dann ein Strafmandat erhalten hatte. Auch hier vermochte der als Zeuge geladene Schutzmann über ein irgendwie ungefeßliches oder auch nur unziemliches Verhalten der Sireikenden absolut 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Specialarzt für[ 35/ 16* Hant- und Harnleiden. Central- Verband d. Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlin a. Umgegend Am Donnerstag, 5. November, verstarb nach einigen Stunden infolge eines Absturzes unser. treues Mitglied Hugo Voss im Alter von 20 Jahren. Die Beerdigung findet am Montagnachmittag z Uhr vom Krankenhaus am Uroan aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Allen Bekannten und Verbandss fameraden zur Nachricht, daß der fremde Zimmergeselle Hugo Voss auf dem Kasernenbau in der General Papestraße aus der vierten Etage abstürzte und binnen wenigen Stunden seinen Geist aufgab. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet m Montagnachmittag 2 Uhr ข ง เ Krankenhaus am Urban aus statt. Die fremden Zimmergesellen zu Berlin. 31045 Am Freitag, den 6. November, verstarb nach kurzer Krankheit unser lieber Kollege, der Schriftfeger Wilhelm Schulze. Sein Andenken werden stets in Ehren halten 31036 Die Kollegen der Buchdruckerei Pass& Garleb. Die Beerdigung findet auf dem Heilands Kirchhof in Blößensee statt. neuen A Winter- Paletots Vornehme, wohlfeile Herren- Anzüge I J Reichhaltigste Auswahl Winter- Paletots B5, 50, 36, 24, 15, 8 M. 50 Winter- Raglans Neueste Mod en.. 30, 24 M. Geh- Pelz- Imitat. Karierte u. gestreifte Stoffe · FeinerEskimo m.Astrachan u. echt. Sealb'sam- Kragen 55 M. 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Den berechtigten Forderungen des kaufenden Publikums nach einer im täglichen Gebrauch sich bewährenden, praktischen und doch formgefälligen Fussbekleidung haben wir stets durch unsere eigene Fabrikation voll und ganz entsprochen. Unsere auf BASIS DER STRENGSTEN REELLITÄT aufgebauten, einzig in ihrer Art dastehenden Preislagen haben des ferneren dazu beigetragen, uns das Vertrauen unserer verehrlichen > Kundschaft für alle Zeiten zu sichern.< e NEUHEIT! Gefütterte Knopf. und Schürstiefel aus feinem Wildrossleder mit bestem Sealskinfutter. Ausgezeichnet warmer Winter- Strassenstiefel Für Damen Mk. 7.75. Für Mädchen von Mk. 4.50 Für Kinder an. Mk. 4.-. Berantwortlicher Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag: Borwärts Buchdruderei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Ür. 262. 20. Pahrgang. Nr. 262. 20. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 8. November 1903. Partei- Nachrichten. Geschäftsunternehmen oder Volksaufklärung? Es ist bisher in der socialdemokratischen Presse allgemein anerkannter Grundsatz gewesen, daß das Inseratenwesen zwar ein unvermeidliches Uebel, aber doch ein Uebel sei. Nur weil wir ohne Inserate die Zeitung, die an sich nur dem Zwecke der Propaganda und der Volksaufklärung dienen soll, nicht so billig herzustellen vermögen, wie das Publikum es von der bürgerlichen Presse gewöhnt ist, und wie es wohl auch den Einkommensverhältnissen der Arbeiter entspricht, müssen wir uns mit Inseraten einlassen. Thäten wir es nicht, dann müßten unsre Zeitungen so teuer sein, daß wir nicht den großen Leserkreis finden könnten, an dem uns gelegen sein muß. Wir wollen alle Arbeiter zu Lefern der Arbeiterpresse machen, um sie durch die täglich wiederholte socialdemokratische Kritik an allen öffentlichen Einrichtungen und Ereignissen zu überzeugten Socialdemokraten zu machen. Deshalb müssen unsre Zeitungen billig sein und deshalb bedürfen wir der Inserate. Anders das bürgerliche Zeitungsnuternehmen. Das ist ein reines Geschäftsunternehmen; Geldverdienen ist der einzige Zweck von einzelnen Ausnahmen abgesehen das Inserat beherrscht das ganze Unternehmen und der Lesestoff ist nur Anhängsel; er soll das Geschäftsunternehmen interessant machen, damit das Inserat möglichst weite Verbreitung findet, die Geschäftsempfehlung des inserierenden Geschäftsmannes in möglichst weite Kreiſe dringt und dem Inserat wird alles andre untergeordnet. Ein in der Zeitung inserierender Geschäftsmann wird auch in solcher Zeitung nicht angegriffen werden, weil er sonst dem Inseratenunternehmer seine Kundschaft entziehen würde. Die socialdemokratische Zeitung, die das Inseratengeschäft dem höheren Zwecke der Boltsaufklärung und Parteipropaganda unter: ordnet, muß zwar leider die Gewinnung von Inseraten auch geschäftsmäßig betreiben, aber so gut wie sie die Inserate auf ihren Inhalt prüft und lieber auf ein Geschäft verzichten muß, ehe sie ein Inserat aufnimmt, das in moralischer oder sonstiger Hinsicht an stößig ist, so darf sie auch bei der Bewerbung um Inserate nicht Methoden anwenden, die gegen die guten Sitten verstoßen. In unserm Kasseler Parteiblatt scheint man die Grenze, die hierbei innezuhalten ist, zu übersehen. Vor einigen Tagen veröffentlichten wir eine Zuſchrift aus unserm Parteibureau, die sich entschieden gegen die in Kassel angewandte Methode zur Inseratengewinnung aussprach. Die Redaktion unfres Staffeler Parteiblattes will noch nicht zugeben, daß sie unrecht handelt. Sie antwortet unter anderm: " 1 Sonntag: Im stillen Gäßchen. Liste der nicht im„ Voltsblatt" inserierenden Wellen. Sonnabend: König Richard III. Geschäftsfirmen. Montag: Torquato Tasso. Neues tgl. Opern- Theater. Sonntag: Othello, der Mohr von Die Benedig. Montag: Viel Lärm um nichts. Mittwoch und Freitag: Dorfmusikanten. Sonntag, 15. November: Uriel Acosta. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend: Geschlossen. A. Herren- Garderoben: S. Bernstein, Hohenthorstraße 11, Engelbert, Hohenthorstraße- Ecke, Engelbert, Hohenthorstraße 7, Hennig, Königsstraße. B. Weißwaren: Reußner, Martinsplah. C. Schuhwaren: Weißner, untere Königsstraße, Weißner, MartinsMöbelhandlungen: Leopold Weingarten, untere Königsstraße, D. play. Guggenmos, obere Königsstraße. Schiller: Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: Der Talisman. Sonntagabend und Montag: Libelei. Litteratur. Dienstag bis Freitag: Wilhelm Tell. Sonnabend: Liebelei. Litteratur. Sonntag nachmittag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Sonntagabend: Im weißen Röhl, Montag: Wilhelm Tell. Schiller- Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag nachmittag: Im weißen Rößl. Sonntagabend und Montag: Die Stüßen Dienstag: Kabale und Liebe. Mittwoch, Donnerstag, Diese Geschäftsfirmen sind seitens der Abonnenten des" Volksblatt" nicht zu unterstützen, weil sie das Geschäft der Abonnenten der Gesellschaft. des„ Volksblatt" durch Inserieren ebenfalls nicht unterstützen. Wir Freitag: Hedda Gabler. Sonnabend: Die Ehre. Sonntagnachmittag: ersuchen unfre Abonnenten, streng nach diesem Grundsatz zu handeln. Stabale und Liebe. Sonntagabend: Hedda Gabler. Montag: Der Bibliothekar. Jeder moderne Geschäftsmann handelt heutzutage nicht anders Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Der Biberpelz. Sonntag Mittwoch: und die Abonnenten des„ Volksblatt" und des" Wegweiser" handeln abend: Rose Bernd. Montag und Dienstag: Rose Bernd. Donnerstag, Freitag, Sonnabend: Rose Bernd. Sonntagnachmittag: Die Weber. Sonntagabend: Rose Bernd. Mongegen ihr eigenes Geschäftsintereffe, wenn sie es nicht ebenso machen." Sollege Crampton. Das eigne Geschäftsinteresse" kann nicht stärker hervorgekehrt tag: Faust. werden, wie es hier geschieht. Natürlich sind auch unsre Kasseler Berliner Theater. Sonntagnachmittag: Die Jungfrau von Orleans. Genossen nur von dem Streben beseelt, ihr Blatt leistungsfähiger zu Sonntagabend: Gräfin Lea. Montag: Alt- Heidelberg. Dienstag: Die machen, um damit besser der Parteipropaganda dienen zu können, Jungfrau von Orleans. Mittwoch: Gräfin Lea. Donnerstag: Ein WinterSonntag aber das darf nicht so weit führen, daß man das Inserieren im Blatte märchen. Freitag: Alt- Heidelberg. Sonnabend: Gräfin Lea. und das Kaufen bei einem Geschäftsmanne als ein gegenseitiges nachmittag: Kater Lampe. Sonntagabend: Ein Wintermärchen. Montag: Unterstützungsgeschäft behandelt. Der Geschäftsmann inferiert, weil Gräfin Lea. und so weit er damit das Publikum auf sein Geschäft aufmerksam Leffing- Theater. Allabendlich: Zapfenstreich. Neues Theater. Allabendlich: Salome und Der Kammerfänger. machen und Kunden anlocken kann, nicht aber, um das ZeitungsTheater des Westens. Sonntagnachmittag: Der Barbier von unternehmen zu unterstützen. Wir benüßen das geschäftliche Intereffe Sevilla. Sonntagabend: Die Afrikanerin Montag: Der Trompeter von des Kaufmanns, um, indem wir ihm unsre Zeitung zum Inserieren Säffingen. Dienstag: Die Afrikanerin. Mittwoch: Bar und Zimmermann, gegen Entgelt zur Verfügung stellen, das Propagandamittel leistungs- Donnerstag: Die Afrikanerin. Freitag: Der Barbier von Sevilla. Sonnfähiger zu machen. Auch der Käufer geht ja nicht zum Kaufmann, abend: Die Afrikanerin. Sonntagnachmittag: Der Trompeter von um diesen zu unterstützen. Manche Blätter thun noch ein übriges, Säffingen. Sonntagabend: Die Fledermaus. Montag: Der Trompetervon Säffingen. indem sie redaktionell auffordern, die Inserate zu beachten und die Geschäftsleute aufzusuchen, die in dem Blatte inserieren. Das mag noch angehen, ist jedenfalls nichts verwerfliches; flüger handeln die Blätter, die auch dies unterlassen. Viele socialdemokratische Blätter lehnen den Lesern gegenüber sogar die Verantwortlichkeit für die Inserate ab. Es ist unter den bestehenden Verhältnissen nichts dagegen einzuwenden, wenn man Geschäftsleuten sein Blatt zum Inserieren empfiehlt und anpreist, es mag hingehen, wenn man den Lesern die inserierenden Geschäfte empfiehlt, es ist aber durchaus verwerflich, Geschäftsleute durch Boykott zum Inserieren zu zwingen. Und das geschieht in dem Kasseler Blatte. Dieses Verfahren, mag es auch im Grunde von dem ganz erklärlichen und berechtigten Bestreben ge= leitet sein, die Zeitung als Agitationsmittel besser ausgestalten zu können, unterscheidet sich doch äußerlich in nichts von den Methoden tapitalistischer Geschäftsunternehmer, denen das Inferatengeschäft einziger Zweck des Zeitungsunternehmens ist und deren Geschäftsmarimen wir bei jeder Gelegenheit aufs schärfste kritisieren. Gin socialdemokratisches Blatt darf solche Mittel nicht anwenden. „ Wenn wir die Arbeiter auffordern, kauft nur bei den Inferenten des Boltsblatt" und des„ Wegweiser", so haben die Parteigenoffen so viel Solidaritätsgefühl, dieser Aufforderung auch gewissenhaft nachzukommen, d. h. wenn sie in den Geschäften reell bedient und nicht übervorteilt iverden. Das wissen die GeschäftsParteiorganisation. Der niederrheinische Agitationsbezirk wird inhaber und inserieren deshalb. Diejenigen Geschäftsinhaber, welche nun nicht inserieren wollen, tönnen sich doch keinesfalls darüber be- fich ein neues Organisationsstatut geben. Das mit der Ausarbeitung schwert fühlen oder aufregen, wenn wir dieselben von Zeit zu Beit eines Entwurfs beauftragte Komitee unterbreitet seine Vorlage den als Nichtinferenten veröffentlichen und die Parteigenossen auffordern, Parteigenossen. Es wird darin als Grundlage der Organisation der diese nicht zu unterstützen. Eine Unterstützung ist die andre wert. Verein bezeichnet und als erstrebenswert der über den ganzen ReichsWir haben es auch hier in Kassel zum Teil mit Firmen zu thun, tags- Wahlkreis ausgedehnte Centralverein genannt, aus dessen Hauptwelche früher zu den Inserenten des„ Boltsblatt" gehörten, jetzt vorstand ein Kreisvertrauensmann zu wählen ist. Die Delegation zu den aber, da fie glauben Arbeiterkundschaft genügend zu besiken, das allgemeinen deutschen Parteitagen soll in der Weise vorgenommen Inferieren einfach laffen mit der nicht stichhaltigen Motivierung, die werden, daß nach vorher eingeholten Vorschlägen die einzelnen Arbeiter taufen nicht genug. Der Parteigenoffe im Parteibureau Parteigenossenschaften des ganzen Kreises abstimmen und das Rescheint also mit den Kasseler Verhältnissen nicht genügend betraut ſultat dem Vorstand des Kreises mitteilen, der nach Auszählung aller Stimmen das Wahlergebnis bekannt macht. Es ist dafür zu fein. absolute Stimmenmehrheit mit Stichwahl vorgesehen. Daß wir nicht aus eigner Machtvollkommenheit handeln, wissen die hiesigen Parteigenossen. Wir können uns da auf unzählige Versammlungsbeschlüsse berufen, die sogar bis in das Jahr 1891 zurückDatieren. Uebrigens ist die von uns bethätigte Praris schon lange Jahre hindurch unbeanstandet zur Anwendung gebracht, ohne daß darin ein Genosse im Parteibureau einen Verstoß gegen die Parteiprincipien zu erblicken vermocht hätte. Nun, wir werden, solange die Kasseler Parteigenossen nichts Gegenteiliges beschließen, dem von uns eingenommenen Standpunkt entsprechend, weiter wie bisher verfahren. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 8. November. Freie Volksbühne. 5./6. bt.: Metropol Theater. 2, Uhr nachmittags: Der Widerspenstigen Bähmung. 16. Abt.: Refsing Theater. Uhr nachmittags: Nathan der Weise. 2 Anjang 7 Uhr: Opernhaus. Carmen. Montag: Der Ring des NibeLungen. Götterdämmerung. Schauspielhaus. Narciß. Montag: Im stillen Gäßchen. Neues Operntheater. Othello, der Mohr von Venedig. Nachm. 2 Uhr: Dorfmusikanten. Montag: Biel Lärm um nichts. Deutsches. Rose Bernd. Nachm. 2, Uhr: Der Biberpelz. Montag: Rosé Bernd. Berliner. Gräfin Lea. Nachm. 2, Uhr: Die Jungfrau bon Orleans. Montag: Alt- Heidelberg. Leffing. Zapfenstreich. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Die Afrikanerin. Nachm. 3 Uhr: Der Barbier von Sevilla. Montag: Der Trompeter Säffingen. von Borher: Der Neues. Salome. Kammerfänger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Das große Geheimnis. Nachm. 3 Uhr: Seine Stammerzofe. Montag: Das große Geheimnis. Central. Bruder Straubinger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Der Hochtourist. Nachm. 3 Uhr: Der Verschwender. Montag: Der Hochtourist. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner- Theater.) Liebelei. Litteratur. Nachm. 3 Uhr: Der Talismann. Montag: Liebelei. Litteratur. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Belle- Alliance. In Vertretung. Nachm. 3 Uhr: Madame de Pompa dour. Montag: In Vertretung. Carl Weiß. Die Kleine Braune. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Die Kleine Braune. Luisen. Logenbrüder. Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Carmen. Montag: Götterdämmerung. Dienstag: Cavalleria rusticana. Die Berlobung bei der Laterne. Phantasien im Bremer Ratskeller. Mittwoch: Robert der Teufel. Donnerstag: Don Juan. Freitag: Mignon. Sonnabend: La Traviata. Sonntag: Die Meistersinger von Nürnberg. Montag: Die Hugenotten. Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Narciß. Montag: Im stillen Gäßchen. Dienstag: Wilhelm Tell. Mittwoch: Romeo und Julia. Donnerstag: Im stillen Gäßchen. Freitag: Des Meeres und der Liebe Luisen Theater. Sonntagnachmittag: Maria Stuart. Sonntag abend: Die Logenbrüder. Montag und Dienstag: Das Käthchen von Heilbronn. Mittwoch: Die Logenbrüder. Donnerstag: Der Attienbudiker. Freitag: Der Richter von Zalamea. Sonnabend: Krieg im Frieden. Sonntagnachmittag: Das Käthchen von Heilbronn. Sonntagabend: Der Aktienbudiker. Montag: Der Aktienbudiker. Residenz- Theater. Sonntagnachmittag: Seine Kammerzofe. Allmittags: Winterschlaf. abendlich: Das große Geheimnis. Sonntag, den 15. November, nachKleines Theater. Sonntagnachmittag: Einafter. Sonntagabend Elektra. Montag: Elektra. Dienstag: Nachtasyl. Mittwoch: Elektra. Donnerstag: Nachtasyl. Freitag: Elektra. Sonnabend: Nachtasyl. Sonntagnachmittag: Einafter. Sonntagabend: Elektra. Montag: Nachtafhl. Trianon- Theater. Sonntagnachmittag: Die Notbrücke. Sonst all abendlich: Biscotte. Sonntag, 15. November, nachmittags: Die Rotbrücke. Sonntag, 15. November, nachmittags: allabendlich: Der Hochtouriſt. Thalia Theater. Sonntagnachmittag: Der Verschwender. Sonst Charleys Tante. Central- Theater. Sonntagnachmittag: Der Zigeunerbaron. Sonntagabend bis Donnerstag: Bruder Straubinger. Freitag: Madame Cherry. Sonnabend: Der Rastelbinder. Mittwoch und Sonnabend, nachmittags Der geftiefelte Kater. Sonntagnachmittag: Die Geisha. Sonntagabend: Der Rastelbinder. Carl Weiß- Theater. Sonntagnachmittag: Maria Stuart. Conft allabendlich: Die kleine Braune. Freitag: Die Maschinenbauer von Berlin. Sonnabend, den 14. November, nachmittags: Der Waldmeister. Sonntag, den 15. November, nachmittags: Der Hüttenbefizer. Deutsch- amerikanisches Theater. Allabendlich: Ueber'n großen Teich. Belle- Alliance- Theater. Sonntagnachmittag: Madame de Pompa dour. Sonst allabendlich: In Vertretung. Sonntag, 18. November, nachmittags: Madame de Pompadour. Apollo Theater. Allabendlich: Frühlingsluft. Metropol- Theater. Allabendlich: Durchlaucht Radieschen. Casino Theater. Sonntagnachmittag: Elternlos. Sonst allabendlich: Berliner Nachtasyl. Steidl Theater, Linienstraße( Ecke Friedrichstraße). Täglich: Der große Cohn und andre Vorträge. Irania Theater. Taubenstraße 48/49. Allabendlich: An den Seen Oberitaliens. Mittwoch und Sonnabend, nachmittags: Bon der Zugspite zum Wahmann. Eingegangene Druckschriften. Seemanns- Kalender 1904. Preis 30 Pf. Verlag" Der Seemann", Hamburg, Hafenstr. 116. Uthard, Bodo. Mädchenrecht und Ehereform. Preis 1 M. Verlag Paul Wägel, Freiburg i. B. und Leipzig 1903. Socialdemokratie und Beamtentum. Preis 30 Pf. Friedrich Luckhardt, Berlin. Urania. Kleines Theater. Ein deutscher Trank? Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr, bei bedeutend ermäßigten Preisen: An den Seen Ober- Italiens. Liebesträume.- Familienidyll. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag 8 Uhr: Dieselbe VorMontag: Das Käthchen von Heil- stellung. bronn. Kleines. Elektra. Um 6 Uhr im Hörsaal: Dr. B. Donath: Nachmittags 3 Uhr: Liebesträume. Princip der Elektromotore u. DynamoFamilienidyll.- Kollegen. Sereniffimus- Zwischenspiele. Montag: Elettra. Trianon. Biscotte. Nachm.: Die Notbrüde. Montag: Biscotte. Metropol. Durchlaucht Radieschen! Montag: Dieselbe Borstellung. Cafino. Berliner Nachtasyl. Hotel Klingebusch. Montag: Dieselbe Borstellung. Deutsch: Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: An den Seen Ober- Italiens. Montag: Dieselbe Vorstellung. Juvalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. maschinen. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Indianer- Riese Mianko Karoo Kollegen. Serenissimus- Zwischenspiele. Abends 8 Uhr: Elektra. Montag: Elektra. Deutsch- Amerikanisches Theater 67/68 Köpnickerstr. 67/68. Jeden Abend Anfang 8 Uhr: Gastspiel Adolf Philipp. Kathreiners Malzkaffee ist ein gutes und ehrliches Getränk. Er hat keine Heimtücken und verborgenen Schäd lichkeiten wie so mancher andre verführerische Trank; er meint es ehrlich mit unsrer Gesundheit und unserm Wohlbefinden, mit unserm Herzen, mit unserm Magen und mit unsern Nerven. Kathreiners Malzkaffee ist deshalb ein echter deutscher Trank im besten Sinne des Wortes, der in jedem deutschen Hause zum Segen der Familie Eingang finden sollte. Luisen- Theater. Passage- Theater Nachmittags 3 Uhr zu fleinen Preisen: Heber'n großen Teid Maria Stuart. Heitere Bilder mit Gesang aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner in 5 Abt. von Adolf Philipp. Die zusammengewachsenen Belle- Alliance- Theater. Lebend. Schwestern! Lebend. Buren- Riese Andries Venter, ehemal. Leibsoldat des Präsidenten Paul Krüger von Transvaal. Central- Theater. Neues Theater. Sonntagnachm. 3 Uhr, halbe Preise: Der Zigeunerbaron. Abends 7, Uhr: Bruder Straubinger. Montag bis Donnerstag: Bruder Straubinger. Mittwoch und Sonnabend, nachSchiffbauerdamm 4a- 5. Salome. Vorher: Der Kammersänger. Anfang 7 Uhr. Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: Madame de Pompadour. Lustspiel in 3 Atten v. Thilo v. Trotha. Abends 8 Uhr zum 16. Male: In Vertretung. Morgen und folgende Tage: In Vertretung. Abends 8 Uhr. Die Logenbrüder. Montag: Das Käthchen von Heilbronn. Dienstag: Das Käthchen von Heilbronn. Mittwoch: Die Logenbrüder. Donnerstag: Der Aktienbudiker. früher Palast- Theater Feen- Palast. Burgstr. 22. Residenz- Theater Der neueste Schlager: Direktion S. Lautenburg. Anfang 7, Uhr. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Die erste Excentric- Tänzerin der Welt Pertina Die Berliner Presse stellt sie einstimmig an die Spize aller bisher in Berlin gesehenen Tänzerinnen. 14 glänzende Nummern. Das Liebesparadies WINTERTEN Ausstattungs- Burleske in 3 Alten von W. Gerice. Das grosse Geheimnis. Der mittag 4 Uhr, halbe Preise: Der ge- Casino- Theater. Luftspiel in 3 Affen v. Bierre Wolff. stiefelte Kater. Apollo- Theater. Zum 33. Male: Frühlingsluft. Blütenhochzeit. 3. Akt: Ballett von Louis Gundlach. Ferner: Glänzende Specialitäten. Die Stüßen der Gesellschaft. 3 Eitners. Gebr. Willé. 4 Madcaps. Naghm. 3 Uhr: Im weißen Nr. 3 Eitners. Gebr. Willé. 4 Madcaps. Montag: Die Stützen der Gefell- The Bucefals.** Kosmograph. Shaft Anfang 7%, Uhr. Lothringerstr. 37. Anf. 8, Sonnt. 7 8 ur: Berl. Nachtasyl.feberen in folgende Lage: Die 8 Uhr: Verch- Wolff. Gastspiel Kapit. Martens. 9: Hotel Klingebusch. Deutsch von Max Schönau. Morgen und Borstellung. Heute Sonntagnachm. 3 Uhr: Seine Kammerzofe. Carl Weiss- Theater. Sonntagnachm. 4 Uhr: Elternlos Große Frankfurter Straße 132. Nachmittags 3 Uhr: Parkett 60 f. Trianon- Theater. Georgenstraße, stischen Friedrichund Universitätsstraße. Biscotte. Anfang 8 Uhr. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aften v. Fr. v. Schiller. Abends 7, Uhr: Die kleine Braune. Operette in 3 Aften von B. Lvovsty. Morgen: Die kleine Braune. 765 Neues Programm: Alles nen! Saharet australische Tänzerin. grandiose Alles neu! Künstlerteil. Morgen u. folgende Tage: Diefelbe Vorstellung. Emil Sondermann Humorist vom Central- Theater Berlin. Lucie Krall Bravoursängerin. Ida Fuller in ihrer elektr. Sensat. ,, Feuer und Wind". Urbani u. Sohn Gymnastiker. Lamborg Klavierhumorist. Sonntag 7 Uhr. The great Goldin Illusionist. Entree 50 Pf. Les Agoust's Humorist. Jongleure. Anfang 8 Uhr. Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss, Bayrischbierund gr. Speisegeschäft. Reichhaltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Bf. fowie Abendtisch à la Hadj Abdullah Arab. Gymnastiker. Egger Rieser Tyrol. Gesangstruppe. Komischer Jongleur. 0. K. Sato Ballet. ,, Pariser Luft" Der Biograph. carte bon 30 f. an. 2 Vereinszimmer Rechtsbureau, Gerichtslagen, mit Klavier für 20-50 Personen.* Chesachen, Eingabengesuche, RatH.Stramm, Rest., Nitterstr. 123. I erteilung. Betsch, Brunnenstraße 97. IX. Berliner Saison. Cirkus Busch. Sonntag, den 8. November: 2 große Vorstellungen: nachm. 4 Uhr u. abends 7, Uhr. Nachmittags 4 Uhr: 1 Kind frei, ueitere Kinder auf allen Sitzpläßen halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Claire Heliot, Löwenbraut. Paul Mündner, Todessprung. Exotisches Monstre- Tableau: 12 Elefanten, 3 Zebras, 50 Pferde. Der Elefant als Chauffeur. Die neuen Clowns mit ihren besten Wizen u. Späßen. Die vorzüglichsten Schul- und Freiheitspferde. Die hervorragendsten Reitkünstler und Reitfünstlerinnen. Nachmittags 4 Uhr: Elefant und Pferd. Cybeau v. Barberousse a. d. Cybèle, ger. von Herrn Bauerschmidt. Abends 7, Uhr: Berliner Winterfreuden Ritter v. Renroff, Schulhumorist. Manege- Schaustüd. Fröbels Allerlei-Theater fr. Puhlmanns Vaudeville-Theater, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Jeden Sonntag 5 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung der mit gr. Beifall aufgenommenen Norddeutschen Sänger. Nach der Vorstellung: Um 10 Uhr: Grosser Ball. Jeden Mittwoch 8 Uhr: Grosser Elite- Abend. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Achtung! Metallarbeiter. Achtung! Sonntagnachmittag 3Uhr: Sonntagnachmittag 3Uhr: U Der Talisman. Im weissen Rössl. Dramatisches Märchen in 4 Aufzügen Lustspiel in 3 Aufzügen von Oskar von Ludwig Fulda. Sonntagabend 8 Uhr: Liebelei. Schauspiel in 3 Akten von Arthur Schnißler. Hierauj: Litteratur. Lustspiel in 1 Aft v. Arthur Schnitzler. Montagabend 8 Uhr: Liebelei. Hierauf: Litteratur. Dienstagabend 8 Uhr: Blumenthal und Gustav Kadelburg. Sonntagabend 8 1hr: Die Stützen der Gesellschaft. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrik Jbsen. Deutsch von Wilhelm Lange. Montagabend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Dienstagabend 8 Uhr: Dienstag, den 10. November 1903, abends 8 Uhr: Grosse Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel Ufer 15( Saal 4). D Tages Ordnung: = 1. ,, Die Rämpfe in der Metallindustrie." Referent: Verbandsvorsitzender Kollege Schlide. 124/19" Die Ortsverwaltung. Zur Feier von Schillers Geburtstag. Zur Feier von Schillers Geburtstag: Stuttgart. 2. Diskussion. Neu einstudiert: Wilhelm Tell. Kabale und Liebe. Cirkus Schumann. Steidl Heute, Sonntag, 8. Nov., nachm. 4 Uhr und abends 7, Uhr: 2 Grosse Vorstellungen 2. Nachmittags 4 Uhr hat jeder Erwachsene ein Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise. Nachmittags besonders für die Jugend gewähltes Programm. d. Hrn. In beid. Vor 25 männliche Abessinier Löwen set. stellungen: Lebs Wunderaffen. Dir. Alb Schumanns neue moderne Dressuren. Fri. Margot v. Stutternheim, Schulreiterin. Demonstration d. Darwinschen Nach dem Balle. Reitscene. Theorie: August, der mimische Affe. Zum Schluß: Der noch nicht gezeigte Sprung von 6 Personen auf 1 Pferd. Voranzeige: Freitag, den 13. November, abends 7%, Uhr: Unter persönlicher Anwesenheit Sr. kaij. und kgl. Hoheit des Kronprinzen: Gr. Wohlthätigkeits- Vorstellung Der Reinertrag 3. Besten d. Ueberschwemmten i. Schlesien. Das Reichskomitee. Profeftor Sr. fais. und fgl. Hoheit der Kronprinz. Metropol- Theater. Königstadt- Kasino. Norddeutsche Sänger und Ball. Durchlaucht Radieschen! Entree 30 Bf. Sperrjih 50 Pf. Jeden Freitag: Gastspiel Burleske Ausstattungsposse mit Bildern Gesang und Tanz in von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. Berliner Volks Theater. In Scene gesetzt vom Direktor Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Sonntag, den 8. November 1903, nachmittags 3 1hr: Die Maschinenbauer von Berlin. Boffe mit Gefang und Tanz in 3 AbRichard Schultz. Im 4. Bilde: Grosses Ballett Wie damals im Monat Mai. Anfang 18 Uhr. Rauchen überall gestattet. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. teilungen u. 6 Bildern v. A. Weirauch. Brunnenstrasse 16. Abends 7 Uhr: Das Mädel ohne Geld. Posse mit Gejang in 5 Aften von D. F. Berg und E. Jacobsohn. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/49. Sonntag, den 8. November 1903: Kean oder: Genie und Leidenschaft. Schauspiel in 5 Aufz. v. Alex. Dumas. Anjang 6 Uhr. Reichshallen Stettiner Sänger. Anjang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Germania Prachtsäle Chauffeeſtr. 103a. Arnold Scholz. Jeden Sonntag: ( Steidl, Wolff) Sänger Hamburger Nach der Vorstellung: Familien- Ball Anfang 6 Uhr. Eintritt 50 Pf. Jm weißen Saale von 5 Uhr ab: Grosser Ball bei start bejeztem Orchester. Neue Welt Arnold Scholz Hasenheide No. 108/114. Jeden Sonntag: Grosses Militär- Doppel- Konzert. Nach dem Konzert: I Familien- Ball. I Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. In den hinteren Sälen von 5 Uhr ab Grosser Ball bei start bejeztem Orchester. Mutteriegen. Anfang 7 1hr. Entree 30 Pf. Nach der Vorstellung: Familien- Ball. Holzmarktstr. 72, Ecke Alexanderstr. Täglich: Das glänz. November- Programm mit Franz Sobanski. Des folossalen Erfolges wegen noch einige Tage: Wo ist die Brille? Nach der Vorstellung: Mittw., Sonnab., Sonnt.: Tanz. Sanssouci. Kottbuser Thor Stat. der Hochbahn. Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Zahlreichen Besuch erwartet Linienstraße Ede Friedrichstr. Sänger Dranien burger Thor Neues Programm! Zum Schluss: Urkomisch! Der Novität! grosse Cohn! Ulfburleske a. d. Tingeltangelleben bon Fritz Steidl. Anjang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf.( Borv.40 Pf.) Loge1M. teppdecken tauft man am preiswertesten nur direkt in der Fabrit, 72 Walls ftraße 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. 8. Strohmandel, Berlin 14. Jllustrierter Breistatalog gratis. Kredit. J. Monatlich 10 Mark liefere Anzüge Paletots nach Maß. 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Für die Vertreter der Kassens mitglieder: Wahl von zwei MitIn gemeinschaftlicher Versammlung: 1. Beratung der Statutenabändegliedern zum Vorstand. Luisenstr. 14, abends 7-8 Uhr. rungen, welche durch das InkraftDamen- Mäntel! Gelegenheitskäufe! Auch einzeln an Private im EngrosGeschäft Alexandrinenstr. 36 II. treten der Novelle zum 1. Januar 1904 notwendig werden(§§ 2, 10, 11, 12, 13, 16, 19, 20, 21, 22, 24, 29, 30, 49, 53). 2. Wahl von drei Mitgliedern und drei Ersaßleuten zur Prüfung der Jahresrechnung von 1903. 3. Definitive Anstellung von zwei Beamten. Grundstück, Borort, 10 Minuten 4. Verschiedenes. vom Bahnhof, guter Stohlboden, ca. Berlin, den 6. November 1903. 70 Ruthen eingezäunt mit SommerDer Vorstand. häuschen, Klosett, zusammen 1500 W. J. A.: Erh. Schlenker, Vorsitzender. Anzahlung 500, vertaujt Bankschloß Beschwerden, zu deren Erledigung Zepernick, am Bahnhof. 28516 die Einsicht der Klassenatten erforderlich erhalten jeine Garderoben ist, sind bis zum 12. November nach Maß auf bequeme schriftlich im Stasjenlokal einzureichen. Teilzahlung Neue König- Sollte diese Tages- Ordnung nicht str. 47 11. am Alexanderpl. erledigt werden, so findet die Fort segung der General- Bersammlung Kaulsdorf, am 23. November er. in dem Land! 278/3 am Wege nach gleichen Lokal statt. Sönow, linte Die General- Versammlung Seite, 15 Minuten vom Bahnhof, wird pünktlich eröffnet. Rute 11,50 Mark an. Verkäufer = Jeden Sonntag und Dienstag: Buske u. Lehrich, Sonntags Orts- Krankenkasse Theater- Abend. 5 Uhr. Dienstag, den 10. November cr: Die Lieder des Musikanten. Volks Morgen Montag: Mutterjegen. I stück mit Gesang in 5 Aften. Ausstellung für naturgemässe Lebens- u. Heilweise, Gesundheitspflege, Krankenpflege, Sport, Gymnastik etc. Luisenhof, Dresdenerstraße 34-35. Geöffnet von 9 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends. Entree 50 Pf. 32502* Märkischer Hof, Admiralstr. 18e. 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Ergänzungswahl des Vorstandes von den Mitgliedern nach §§ 37 und 38 des Statuts für 1904/05. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes von den Mitgliedern nach§ 39 des Statuts für 1904. c) In gemeinschaftlicher Bersammlung: 1. Wahl von drei Revisoren zur Vorprüfung der Jahresrechnung für 1903. 2. Berschiedenes. 30575 Delegiertenkarte legitimiert. Berlin, 8. November 1903. Der Vorstand. E. Last, and G. Berndt, Vorsitzender. Schriftführer. Grosser Ball. Englisch. Unterricht Orts- Srankenkaffe Anfang 5 Uhr. Entree frei. Zm hinteren Saal: Kieler Sänger. Anfang 5 Uhr. Entree 25 Pf. Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger. Jeden Donnerstag: Kieler Sänger. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Empfehle meine Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Sonnabende und Sonntage frei. Luisenstädtisches Konzerthaus. Alte Jakobstr. 37. Bußtag frei geworden. Muxfeldt, Gastwirt. Wichtig für Gastwirte. 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Dezember und weiteren Dr. Schünemann( am Bugtag), frische Butt- u. Leber- günſtigen Daten unter sehr günstigen Specialarzt für Haut, Harn- und wurst, Eisbein 2c., wozu ergebenst Bedingungen in Andreas- Festfälen Frauenleiden, Seydelstr. 9. einladet * Bergnügungen zu veranstalten, wenden -12-23, 6-8, Sonnt. 9-11 Heinrich Sa, Grünauerstr. 29. fidh an R. Hecht, Matternstr. 16. Deutscher Holzarbeiter- Verband. mbainair Filiale Berlin. MI. Landtags- Wahlkreis! 8 Volks- Versammlungen Montag, den 9. November 1903, abends 8 Uhr: Bezirks Versammlungen P der Bezirke Süden und Süd- Osten im Märkischen Hof, Admiralstraße 18 c. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Joh. Sassenbach über: Entwicklung Gewerkschaften". 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten. Dienstag, den 10. November, abends 8 Uhrung und jebiger Stand der engligen Gewertigation in folgenden Lokalen: Die Ortsverwaltung. 89/6 -2100 Nichtmitglieder und Frauen haben Zutritt. Rosenthaler u. Schönhauser- Vorstadt Germania- Festsäle, Chausseestraße 103. Berliner Prater, Kastanien- Allee 7. Sachon, Müllerstraße 136. Weimanns Volksgarten, Badstraße 57. Hensels Salon, Invalidenstraße 1a. Wernau, Schwedterstraße 23. Borussia- Säle, Ackerstraße 7. Mittwoch, den 11. November, abends 8 Uhr: Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. 2aheimmonpl 0 Tages Ordnung: 1. Weshalb muß die Socialdemokratie im preußischen Landtag vertreten 2. Freie Diskussion. Referenten: Genossen Barthels, Bebel, Heimann, Ledebour, Ströbel, Wels. Die Anhänger aller Parteien sind hierzu eingeladen und wird volle Redefreiheit garantiert. Zu zahlreichem Besuch laden ein sein? Die socialdemokratischen Vertrauensleute. Erster Berliner Wahlkreis. Montag, den 9. November, abends 8 Uhr, im großen Saale von Dräsel, Neue Friedrichstr. 35: 0018 Wähler- Verfammlung. 208/18 Tages Ordnung: 1. Auf zur Landtagswahl. Referent Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Pfannkuch. 2. Diskussion. Regen Besuch erwarten Die Vertrauenslente. Zweiter Landtags- Wahlkreis tomme. b( Stadtbezirke 1-5 und 74-144). nottoloMontag, den 9. November, abends 8 Uhr, 2018 im großen Saale von Buggenhagen am Morigplay: Volks- Versammlung. Tagesordnung: am 9. Nov., 8%, Uhr, bei Wernau. Schwedterstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Bartels:„ Bert der Konsumgenossenschaften. 2. Berbandsangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Montag, den 9. November, abends 8% Uhr: Vertrauensmänner Versammlung der Bezirke Süd- West u. Westen bei Habel, Bergmannstr. 5-7. Tages: Drdnung: 1. Bericht der Kontrollkommission. 2. Bericht der Vertrauensleute. 3. Berschiedenes. ☐ Achtung! Parkettleger! Achtung! 220/6 Dienstag, 10. November, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause: Orts- Krankenkasse der Vergolder und Berufsgenossen. Dienstag, den 17. November, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15, Saal V: Ordentliche General- Versammlung, Kommiffions- Sihung mit Vertrauensleuten. Es ist Pflicht, daß jede Firma bertreten ist. Die Kollegen der Firmen Leibe& Comp., Bademeyer, sowie Popp& Prüfer find eingeladen. Der Obmann. Achtung! Bierabzieher! Heute Sonntag, den 8. November, abends 5 Uhr: Verfammlung aller Bierabsicher mit Frauen 29136 im„ Gewerkschaftshause", Engel- lljer 15, Saal I. Tages- Ordnung: 1. Bortrag über: Krankenkaffen: und Unterstüßungswesen". Referent: A. Mohs. 2. Diskussion. 3. BerNachdem Gemütliches Beisammensein und Tanz. Zur Deckung der Unkosten wird ein freiwilliges Entree erhoben. Der Einberufer.. Um recht zahlreichen Besuch bitter schiedenes. cin= wozu die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer ergebenst geladen werden. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Neuwahl des Vorstandes( 6 Arbeitnehmer, 3 Arbeitgeber). 3. Wahl von 3 Ausschußmitgliedern zur Prüfung der Jahresrechnung 1003. 4. Wahl der Beamten und Festseßung der Gehälter derselben. 5. Abänderung der§§ 22 und 23 und eventuell 32 des Statuts. 6. Verschiedenes. Vertreterkarte legitimiert. Montag, den 23. November, abends 8 Uhr, in demselben Lokal, Saal I: Wahlversammlung Steinsetzer Berlins und Umgegend. Dienstag, den 10. November 1903, abends 8 Uhr: Versammlung im Lokale von F. Wilke, Brunnenstr. 188. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission und Stellungnahme zum Marimal- Arbeits Iciftungs- Tarif. 2. Bericht des Gesellen- Ausschusses. 3. Verschiedenes. Stollegen! Wir sind sest überzeugt, daß mit der Einführung des Maximal- Arbeitsleistungs- Tarifs bei uns Zustände plakgreifen, die für 1. Die bevorstehenden preußischen Landtagswahlen. Reichstag bgeordneter Wolfg. Heine. der Arbeitnehmer, unser Gewerbe von Vorteil sein werden, daß das Schwiksystem vermieden Regen Besuch erwartet Achtung! Vierter Berliner 2. Diskussion. 212/14 wozu fämtliche Kaffenmitglieder über und dem Submissions- Unwesen ein starker Damm entgegengesetzt werden wird. Der Einberufer. Achtung! Landtags- Wahlbezirk. Dienstag, den 10. November, abends 8 Uhr: Drei öffentliche Wähler- Versammlungen in folgenden Lokalen: Keller, Koppenstr. 29. Elysium, Landsberger Altec 40/41. Altes Schüßenhaus, einienstr. 5. 215/3 Tagesordnung: Warum muß die Socialdemokratic im preußischen Landtage vertreten sein? Referenten: P. Litfin, Stadtverordneter Dr. Weyl, Reichstags- Abgeordneter R. Schmidt. Zahlreichen Besuch erwarten Die socialdemokratischen Vertrauenslente. NOTRULSO PUB VI. Wahlkreis. Sonntag, den 8. November 1903, mittags 12 Uhr, im Swinemünder Gesellschafts: haus, Swinemünderstraße 42: Volks- Verfammlung. Tagesordnung: 21 Jahre eingeladen werden. Wahl von 204 Bertretern für das Jahr 1904. Mitgliedsbuch legitimiert. Donnerstag, den 19. November, abends 8%, Uhr, im Ratskeller, Eingang Jüdenstraße, Jüdenzimmer: Achtung! Der Gesellen- Ausschuß. 3..: Paul Schenke. Achtung! Töpfer- Träger! Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschl. Wahlversammlung Sektion der Töpferträger. der Arbeitgeber, wozu fämtliche Arbeitgeber, welde Beiträge aus eignen Mitteln leisten, eingeladen sind. Wahl von 95 Vertretern für das Jahr 1904.[ 278/4 Der Vorstand. F. Nicolai, J. Ahmann, Vorsitzender. Schriftführer. Orts- Krankenkaffe des Korbmacher- Gewerbes zu Berlin. Montag, 16. November, ab. 8, Uhr, im„ Gewerkschaftshaus"( Saal 2), Engel- Ufer 15: 278/5 Ordentl. General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern ( Arbeitnehmern). 3. Wahl einer Kommission zur Brüfung der Jahresrechnung. 4. Verschiedenes. Die Wahl eines Arbeitgebers zum Vortrag des Genossen Dr. Alberty: Die Bedeutung der Landtags- Borstande findet ebenda von 8 bis wahl. Freie Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. 220/5 8 Uhr pünktlich, in besonderer Wahlversammlung der Herren Arbeitgeber, statt. Achtung! Rixdorf. Achtung! Montag, den 9. November d. J., abends 8 Uhr: Wählerversammlung im großen Saale der„ Neuen Welt", Hasenheide 108-114. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über die preußischen Landtags. wahlen und der Kampf der Socialdemokratic gegen das Dreiklassen- Wahlgesch“. 2. Diskussion: 3. Verschiedenes. Arbeiter, Parteigenossen, sorgt für zahlreichen Besuch dieser Versammlung. 204/ 9* Achtung! Das socialdemokratische Wahlkomitee. Rohrer! Achtung! Montag, den 9. November, abends 8 Uhr ,, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: 292/2 Grosse öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über die Verhandlung am Gewerbegericht. 2. Verschiedenes. Die Lohnkommiffion. Der Vorstand. May Krause, Karl Schwedler, Schriftführer. Borsigender. 40/19 Montag, den 9. November 1903, abends präcise 8 Uhr, im Lokale von Pfeffer, Rosenthalerstr. 57: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Das Landstreichertum". Referent: Genosse C. Stripp. 2. Diskussion. 3. Unfre Lohnbewegung. 4. Verbandsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Stettin: Hohenzollernstr. 3. Filialen: Bellealliancestr. 98. Magazinstr. 2. Berlin: Chausseestr. 54. Mass- Anzüge 24 und 30 Mark 2438L* unter Garantie der Haltbarkeit und tadellosen Sitzens bei peinlichst gewissenhafter Anprobe und strengster Reellität liefere ich von prima Stoffresten die elegantesten Mass Anzüge zu obigen Preisen. Ich warne vor solchen sogenanntnn Resterhandlungen, die durch Nachahmung meiner Anzeigen den Schein erwecken wollen, als würden sie auch das liefern, was ich meinen Kunden biete. Sonnenscheins Engros- Resterhaus, Chausseestr. 54, 1 Tr. Bellealliancestr. 98, 1 Tr. Berliner Konsumverein. Central= Verwaltung: Krautstr. 7. Abteilung I, Luisenstadt. Michaeltirchplat 4. Abteilung II, Citen. Krautstraße 7. 3orndorferstraße 62. Ricbigstraße 7. Eintrittsgeld 20 Pf. Verkaufsstellen: Abteilung III, Moabit. Rostockerstraße 20. Havelbergerstraße 6. Emdenerstraße 45. Abteilung IV, Nummelsburg. Türrschmidtstraße 6. Abteilung V. Lichtenberg. Frankfurter Chaussee 48/49. Mainzerstraße 4. Wilhelmstraße 9. Abteilung VI, Stralau. Stralauer Allee 20 a. Geschäftsanteil 10 Mark. Donnerstag, den 19. November d. J., in Louis Kellers großem Festsaal, Koppenstraße Nr. 29: 14 Lichtbilder Vortrag des Herrn Dr. Karl Munding: „ Die deutsche und die englische Konsumgenossenschafts: Bewegung in Wort und Bild". Eintritt 10 Pf. Anfang 8 Uhr.. Eintrittskarten sind in unsren sämtlichen Berkaufsstellen zu haben. Abteilung II, Osten. Montag, den 9. November d. J., abends 8 Uhr, im Lokale Fruchtstr. 36a( früher ,, Freischüt"): Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Steinschneider. 2. Distustion. 3. Bahl cines Rendanten. 4. Abteilungs- Angelegenheiten. Die Abteilungsleitung. Feste Preise. Feste Preise. Feste Preise. 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Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 3029L* Nr. 262. 20. Jahrgang. 3. Beilage des„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 8. November 1903. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, 7. November 1903. der Unterhandlungen ausgeglichen. Betreffs der Richtigkeit der beteiligung beträgt nämlich für δας erneuerte Syndikat allgemeinen Grundsäße, die von der merikanischen und amerikani- 64 496 640 Tonnen, während sie im letzten Geschäftsjahr sich mur schen Kommission unterbreitet wurden, nämlich, daß die Einführung auf 62 199 437 Tonnen belief. Zum Teil ist diese Zunahme durch einer festen Goldwechsel- Basis in den gegenwärtigen Silber- die Angliederung verschiedener bisher außerhalb des Syndikats Einfluß der amerikanischen Krise auf die deutsche Eiſenindustrie.- Deutscher währungs- Ländern ganz beträchtlich zu deren Gedeihen beitragen stehender Zechen verursacht, und zwar find neu hinzugetreten: würde, war man allgemein einer Meinung. Und ebenso war man Ewald- Fortseßung und Felicitas mit je 120 000 Tonnen, Eisenhandel mit England.- Amerikanisches Eisen auf dem englischen Markte. im Princip damit einverstanden, daß ein solches System den aus- Friedlicher Nachbar mit 440 000 Tonnen und Neu- Schölerpad Die amerikanische Silberkommission. Chinesische Währungsreform. gedehnten Weitergebrauch von Silbergeldforten einschließe, um mit und Hobeisen mit 210 000 Tonnen. Außerdem ist aber auch die Die füdafrikanische Arbeiterfrage. ben bestehenden Währungen im Einklang zu bleiben, daß aber Beteiligungsziffer einer Reihe Zechen erhöht worden. Von den GeDie nach den neuesten Berichten aus New York noch immer andrerseits die freie Silberprägung suspendiert und die Quantität sellschaften mit einer Jahresproduktion von über eine Million Tonnen steigende Krise des amerikanischen Eisenmarktes beginnt, nachdem fie des Silbergeldes unter staatlicher Kontrolle gehalten werden müsse, haben Erhöhungen zugestanden erhalten: die Arenbergsche Aktienschon seit einiger Zeit das englische Eisen- und Stahlgeschäft be- damit sofort Maßregeln zu einer Firierung des Wertes im Vergleich gesellschaft von 1 450 000 auf 1 570 000 Tonnen, die Concordia von einflußt hat, nun auch auf die Eisenproduktion Deutschlands zurück zu Gold ergriffen werden könnten. 1 286 376 auf 1 526 376 Tonnen, Constantin der Große 1 004 500 auf zuwirken. Die Eisen- und Stahleyporte nach dem Auslande schrumpfen Auch über die Vorteile der Einführung eines gleichförmigen 1124 500 Tonnen, Harpener Bergbau Gesellschaft 6170 000 auf beträchtlich zusammen, und wenn bisher auch dieser Rückgang der Goldwährungssystems, sowohl für China selbst als für die Gold- 6 650 000 Tonnen. Auch eine Reihe fleinerer Zechen haben eine Ausfuhr durch den stärkeren Konsum des deutschen Inlandsmarktes währungsländer, mit denen es in lebhaftem Handelsverkehr steht, stärkere Beteiligung durchgesezt: darunter Dorstfeld um 240 000, ziemlich wieder ausgeglichen worden ist, so ergibt sich doch bereits waren die von den Regierungen ernannten Sachverständigen sich Hamburg und Franziska um 239 608, Henrichenburg um 240 000, für einzelne Artikel eine merkliche Abflauung der Nachfrage, die dann, einig, doch bestanden Meinungsverschiedenheiten über die Art der Mont- Cenis um 175 000 Tonnen. wenn die zur Lieferung im nächsten Frühjahr eingelaufenen Aufträge aus- Durchführung. Fünf Mächte, Deutschland, Frankreich, die Nieder- Neue Berliner Omnibus- Aktiengesellschaft. Nach dem Bericht des geführt sein werden, noch erheblich zunehmen dürfte. Zum Teil kommt lande, Meriko und die Vereinigten Staaten, waren darüber einverdieser Einfluß des amerikanischen Marktumschlages auf die deutsche standen, daß es am besten sein würde, gleich in China mit der Aus- Vorstandes hat die finanzielle Lage des Unternehmens fich im letzten Eisen- und Stahlausfuhr bereits in den Ziffern der deutschen gabe neuer Umlaufsmittel in einem festen Verhältnis zu Gold zu haft geführt werden. lleber den Verkehr in den ersten neun Monaten Geschäftsjahr weiter günstig gestaltet, und konnte der Betrieb vorteilHandelsstatistik deutlich zum Ausdrud. Während im vorigen Jahre beginnen, während England und Rußland mit einer einheitlichen bes Geschäftsjahres berichtet die Verwaltung, daß an Fahrgeldern die Ausfuhr von Eisen- und Eisenwaren vom März ab fast stetig Silberbasis beginnen wollten, die in einiger Zeit in ein festes Ver- 1231 796 m. vereinnahmt wurden, d. i. 4,54 m. pro Tag und Pferd zugenommen hat und von 238 972 Tonnen im März auf 291 504 hältnis zu Gold gesetzt werden soll. Tonnen im September gestiegen ist, also um ca. 53 000 Tonnen, Für die Annahme eines gleichförmigen Wertverhältnisses von 32 gegen 4,09 M. im Vorjahre. Die Gesellschaft erzielte an Betriebszeigt sich im laufenden Jahr die Ausfuhrbewegung von der ent- zu 1 in den Ländern im Orient, die ihre bestehenden Systeme ändern 21 250 M. und Grundstücksverwaltung 3509 m., wozu noch ein einnahmen 1245 575 M.( i. V. 1615 655 22.), an Depotpacht gegengesetzten Tendenz beherrscht. Im März dieses Jahres erreichte wollen, waren alle Länder mit Ausnahme Rußlands, das jedem Lande der Export von Eisen- und Eisenwaren die bis dahin höchste Ziffer die Festfegung des Wertverhältnisses nach seinen eignen Bedürfnissen Vortrag von 1075 M. tritt. Nach Abzug sämtlicher Unkosten von von 298 869 Tonnen, und auf fast gleicher Höhe hielt er sich infolge überlassen wollte, aber zugab, daß das Verhältnis von 32 zu 1 den 1189 215 M.( i. V. 1509 888 M.) und der Abschreibungen von der starken amerikanischen Anfäufe auch während der nächsten wirtschaftlichen Verhältnissen Chinas entspreche. Ueberall war man( i. 2. 1075 M.), der zu Abschreibungen resp. Reserveſtellungen ver38 386 M.( i. V. 123 839 M.) verbleibt ein Reingewinn von 43808 M. beiden Monate. Als dann aber der amerikanische Markt im auch damit einverstanden, daß mit den erforderlichen Silberankäufen wendet wird. In der Bilanz figurieren unter den Aktiven: GutMai abflaute, fiel im Juni der deutsche Export sofort auf fo regelmäßig wie möglich vorgegangen werden sollte, wenn sich haben bei der Allgemeinen Berliner Omnibus- Aktiengesellschaft 263 527 Tonnen, und seitdem ist die Ausfuhr von Monat zu Monat der praktischen Durchführung der Regelmäßigkeit auch wohl Hinder- 973 201 M., Bantiersguthaben, Effekten 6832 M.( i. V. 6992 M.) weiter gesunken, so daß sie im legten September nur 240 046 Tonnen nisse entgegenstellen würden. und Kassa 5169 M.( i. 2. 14 946 M.). erreichte gegen 291 504 Tonnen im September vorigen Jahres, also ungefähr 51 500 Tonnen weniger. Die südafrikanischen Minengesellschaften agitieren in lezter Zeit Veranlaßt wurde dieser Rückgang einesteils durch die Abnahme wieder recht energisch für die Einfuhr chinesischer Kulis in die Goldder direkten Exporte nach den Bereinigten Staaten von Amerika, distrikte zur Lösung, wie sie es nennen, der südafrikanischen andrenteils durch eine sich alsbald als Folge der amerikanischen Arbeiterfrage". Zumeist ist ihnen und ihren Helfershelfern aus der Eisenmarktverschlechterung einstellende Berringerung der Aufnahme- Hochfinanz die deutsche und englische Presse zu willen, indem fie in fähigkeit des englischen Marktes für deutsche Eisenprodukte. Groß- Artikeln und Notizen den Anschein zu erwecken sucht, als sei ohne britannien hat sich während der letzten Krisenjahre als bester Abnehmer die Kuli- Einfuhr die ganze Minenindustrie verloren; hin und wieder deutscher Eisenprodukte erwiesen. Während in 1898 die deutsche findet sich aber doch ein tapitalistisches Blatt, welches mehr oder Eisenausfuhr dorthin nur 134 852 Tonnen im Werte von 31,3 Mill. weniger offen zugesteht, daß es sich bei dieser Frage lediglich für Mark betrug und 1899 121 935 Tonnen im Werte von 34,4 Mill. Die Minenmagnaten darum handelt, sich billigere und zugleich geMart, stieg fie nach Ausbruch der Krise in der deutschen Eisen- fügigere Arbeitskräfte zu verschaffen. Zu diesen Blättern gehört der industrie 1900 auf 165 568 Tonnen oder 47,3 Mill. Mart, 1901 auf Londoner Economist". Das Grundübel in der südafrikanischen 466 206 Tonnen oder 70,3 Mill. Mart, und im letzten Jahr auf Weinenwirtschaft, meint er in einem Artikel, sei die fieberhafte Hast, 807 906 Tonnen im Werte von 100,2 Mill. Mark. Bugleich aber schnell reich zu werden. Es wäre ja ganz natürlich, daß die Leute, verringerte sich die Einfuhr englischer Eisenprodukte in das deutsche die an der Goldminenindustrie Interesse haben, eine baldige Wieder Zollgebiet von 729 533 Tonnen(= 75,8 Mill. Mark) im Jahre 1900 inbetriebnahme bis zur vollen Leistungsfähigkeit herbeisehnten, ebenso auf 147 685 Tonnen(= 18,4 Mill. Mark) im Jahre 1902. natürlich sei es aber auch, daß sich die Entwicklung der neuen Kolonien nicht im Handumdrehen vollziehen könne. Sociales. Die Sterblichkeit der Gesamtbevölkerung des preußischen Staates 1902. Breußen hat 354 241 männliche und 323 052 weibliche, zufammen 677 293 Personen im Jahre 1902 durch den Tod verloren. Außerdem wurden den Standesbeamten 22 463 Totgeborene männ lichen und 17 765 weiblichen Geschlechtes gemeldet. Ohne Berück sichtigung der Totgeborenen beträgt die Sterbeziffer, auf 1000 am 1. Januar 1902 Lebende berechnet, für die Bevölkerung überhaupt 19,3, für den männlichen Teil derselben 20,5 und für den weiblichen 18,2. Vergleicht man dieses Ergebnis mit den für die früheren Jahre bis 1875 rückwärts, von wo ab infolge der Standesamts- Einrichtung eine einheitliche Berichterstattung und Verarbeitung der Nachrichten über die Gestorbenen durchgeführt wurde, so ist die Sterbeziffer für 1902 die bisher niedrigste; zwischen 1875 und 1902 famen für die männliche Bevölkerung Schwankungen von 28,1 bis 20,5, für die weibliche von 24,6 bis 18,2 und für die gesamte Bevölkerung von 26,3 bis 19,3 auf 1000 Einwohner vor. „ St. R." Aus der Frauenbewegung. Man schreibt uns: Diese Veränderung der deutsch- englischen Eisenerportverhältnisse war mur möglich, weil England für den Rückgang seines Und betreffs der Einfuhr chinesischer Arbeiter heißt es: ErExports nach Deutschland und die bergrößerte Zufuhr flärlicherweise wehrt sich die europäische Arbeiterbevölkerung gegen deutscher Eisenprodukte einen Ersatz in der vermehrten Aufnahme- die Einfuhr von Asiaten, weil ihnen dadurch auf dem Arbeitsmarkt fähigkeit des amerikanischen Marktes für seine eignen Erzeugnisse ein Konturrent entsteht; und auch die Handels- und Kleinkaufleute fand. Nun hat aber durch den Eintritt der Krise in den Vereinigten stehen den Bestrebungen feindlich gegenüber. Es ist daher viel Staaten der englische Erport nach den östlichen Häfen der Union besser, die Frage hinauszuschieben, als politisch wie wirtschaftlich eine starke Einschränkung erfahren, zunächst hauptsächlich in Roheisen, ernste Konflikte heraufzubeschwören. Erst wenn die gesamte BeDie Frauen des Kreifes Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg von dem England im vorigen Jahr für ungefähr 30 Millionen Mark völkerung des Landes zu der Einsicht gekommen ist, daß es dorthin lieferte, und damit hat auch natürlich der englische Marki gar keinen andern Ausweg giebt, sollte man mit Chinesen einen werden ersucht, sich recht rege an den Vorarbeiten zur Landtagswahl an seiner Aufnahmefähigkeit für deutsches Eisen eingebügt. Versuch machen. Die Lösung des chinesischen Arbeiterproblems ist zu beteiligen, namentlich am Tage der Wahl, am 12. November, Bisher hat diese Verschiebung der Marktverhältnisse fich der übrigens auch nicht so einfach, wie von denen, die Chinesen herbei- weil die Wähler alle zugleich im Wahllokale eingesperrt find. Desdeutschen Eisen- und Stahlindustrie nur erst in geringem Maße fehnen, zugegeben wird. Für die Arbeiten in dem goldführenden halb, Frauen und Genoſſinnen, treten Sie mit in die Reihen, stellen fühlbar gemacht, einmal, weil der Bedarf des inneren deutschen Sande der falifornischen Flüsse hat sich der Chinese sehr brauchbar Sie sich Ihrer Vertrauensperson zur Verfügung. Wir wollen den Marktes seit Beginn des laufenden Jahres bedeutend zugenommen erwiesen, für Tiefbau- Minenbetriebe, und darum handelt es sich in Männern mit allen unsren Sträften zur Seite stehen; auch wir hat, und zweitens weil immer noch der englische Markt sich als Südafrika, hält man, in Kalifornien wenigstens, die Verwendung von wissen, es giebt einen hohen Lohn: Freiheit und Recht! ziemlich verbrauchsfähig zeigt, da, wenn auch der Abfluß nach den Chinesen nicht für ratsam. Die Andeutung, daß die Beschäftigung von Die Kreis- Vertrauensperson: Frau Thiel Bereinigten Staaten sich erheblich vermindert hat, doch bislang Uncle Chinesen auch einer Anzahl Europäer als Aufseher 2c. Beschäftigung Sam noch keine Miene machte, feinen Ueberschuß nach Europa ab- gebe, wird durch die Praxis nicht bestätigt werden, da die Chinesen Litteratur ist nichts für Frauen. zustoßen, sondern sich durch starke Produktionseinschränkungen zu außerhalb ihrer Heimat nur unter Aufsicht von Leuten ihrer eignen helfen fuchte. Erst in den letzten Tagen ist gemeldet worden, daß Rasse arbeiten. Alle diese Momente sollten, so schließt der Zur ersten Vorlesung des Herrn Professor Dr. Roethe über nun doch der Versuch gemacht werden soll, amerikanischen Stahl" Economist", sehr reiflich erwogen werden, namentlich auch, weil Allgemeine Geschichte der deutschen Litteratur" waren eine große nach England zu werfen und zwar soll es sich um ein es noch zweifelhaft ist, ob die chinesische Regierung sich damit ein Anzahl Studenten und einige Hörerinnen im Baracken- Auditorium Quantum von 100 000 Tommen handeln, das die Carnegie- verstanden erklärt, daß die Arbeiter gezwungen werden sollen, nach der Universität versammelt, da erschien furz vor Beginn ein BeGesellschaft zur Verschiffung nach England verkauft hat. Ablauf ihres Vertrages in ihre Heimat zurückzukehren. auftragter des Herrn Professors, der unter dem Beifall der großen Ob diese Meldung richtig ist, muß abgewartet werden; aber wenn Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch Dr. Roß Skinner, Mehrheit der Zuhörer verkündete, daß Damen zu diesen Vorlesungen nicht jetzt, dann werden sicherlich später amerikanische Eisenerzeugnisse der fürzlich im Auftrage der Johannesburger Minenkammer feinen Zutritt hätten. Ein Dugend Damen verließen darauf unter auf dem englischen und höchstwahrscheinlich auch auf dem holländischen China besuchte, um dort die Möglichkeit einer Verwendung dem Freudengetrampel der Herren Studierenden und belgischen Markt erscheinen, denn die heute vorläufig noch in chinesischer Kulis für die füdafrikanischen Minenbetriebe zu studieren. den Saal. den Vereinigten Staaten beliebten Betriebseinschränkungen und In seinem Bericht vertritt er nämlich die Ansicht, daß der Chinese, Die Allgemeine Geschichte der deutschen Litteratur" des Herrn -Einstellungen dürften sich auf die Dauer als schädigender für die wenn er unter gleichen Bedingungen arbeite wie der schwarze Profeffor Roethe gehört also auch zu den Dingen, die für Frauen Werksbefizer erweisen, denn ein Massenabstoß überflüssiger Produkte Minenarbeiter, feineswegs bessere Arbeitsleistungen aufzuweisen ohren nicht geeignet sind. au billigen Preisen. haben werde. Er glaubt ferner, daß die Verpflichtungen, die man Daß übrigens auch im heutigen Stadium sich vielfach schon den Kulis in Bezug auf die Einwanderung aufzuerlegen genötigt die Wirkungen des amerikanischen Umschwunges fühlbar machen, fein wird, eine große Anzahl der Chinesen abschreden werde. Die geht deutlich aus den in den letzten Tagen recht pessimistisch aus- Chinesen, die sich trotzdem für die Arbeit in den Minen bereit Ichauenden Situationsberichten über die Beschäftigung in den finden lassen, stellen dabei zur Bedingung, daß man für fie chinesische wichtigeren rheinisch- westfälischen Eisen- Revieren hervor. So heißt Kleider, chinesische Religionsrequisiten, chinesische Speisen und es zum Beispiel in einem Bericht der Industrie" aus Siegen: chinesische Aerzte besorgt, so daß die Einrichtung der Compounds" Während die Eisensteingruben des hiesigen wie auch des Dill- für die Chinesen eine ziemlich lostspielige werden würde. Tat. und Lahnbezirks nach wie vor sich recht guter Beschäftigung erfreuen, und der vorliegende Beftand an Aufträgen den Vereinsgruben selbst über das laufende Jahr hinaus reichlich Arbeit versichert, hat Aus Induſtrie und Dandel. fich auf dem Roheisenmarkte in den letzten Wochen Situation ungünstiger gestaltet. Der inländische Bedarf an Schiffahrtssperren für den Winter 1903/04. Das VerkehrsRoheisen ist zwar entschieden gewachsen, aber diese Zunahme ist doch nicht so bedeutend, daß durch sie die Abnahme der bureau der Handelskammer macht die Interessenten darauf aufausländischen Aufträge wett gemacht worden wäre. Insonderheit merksam, daß nach einer Bekanntmachung des königlichen Nehat sich für den hiesigen Bezirk das Ausbleiben der sonst in regel- gierungspräsidenten zu Potsdam im Winter 1903/04 nachmäßigen Beitabschnitten gewohnten Spiegeleisen Aufträge aus stehende Schiffahrtssperren eintreten werden: Amerika fühlbar gemacht. Und wenn hierfür in der nächsten Zeit nicht wieder neue Aufträge von drüben einlaufen oder der heimische Bedarf nicht eine weitere Zunahme erfahren sollte, so wird die Einschränkung der Hochofenwerke, welche jegt ca. 20-25 Proz. beträgt, für die Wintermonate wohl noch erhöht werden müssen." die " A. In der Zeit vom 1. Januar bis 1. März 1904: 1. Die Havel- Ober- Wasserstraße von Pinnow bis Liepe. 2. Die obere Havel- Wasserstraße von Liebenwalde bis zur Schleuse Bischofswerder einschließlich. 3. Der Werbellin- Kanal vom Finow- Kanal bis zur Schleuse Rosenbeck einschließlich. 4. In der Spree- Oder- Wasserstraße die drei Schleusen bei Fürstenberg a. D.( Siehe auch Ziffer 8.) Fürstenberg a. D.( Siehe auch Ziffer 8.) 5. Der Jhle- Kanal vom Blauer Kanal bis zur Schleuse Vergzow einschließlich. 6. Der Plauer Kanal, jedoch nur für Schiffe und Flöße, die über 45 Meter lang und 7,70 Meter breit sind. B. In der Zeit vom 1. bis 22. Januar 1904: 7. Der Friedrich Wilhelm- Kanal. C. In der Zeit vom 1. Januar bis 1. Februar 1904: 8. Die Schleusen zu Kersdorf, Fürstenwalde, Groß- Tränke und Wernsdorf an der Spree- Oder- Wafferstraße. " Eine Studenttn. Steglit. Mittwoch, den 4. November fand in Friedenau bei Grube, Kaiser- Allee, vom Frauen- und Mädchen- Bildungsverein von Steglitz und Umgegend die erste Wanderversammlung statt, in welcher Herr Dr. Maurenbrecher einen Vortrag über„ Weltanschauungsfragen" hielt. Der fesselnde und interessante Vortrag wurde von den zahlreichen Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen. Es wurde beschlossen, die Wanderversammlung in Friedenau nicht jeden Mittwo, sondern jeden Dennerstag nach dem 1. stattfinden zu lassen. * Weizen, gut D.- Ctr.| 15,95| 15,92 mittel " " Marktpreise von Berlin am 6. November 1903 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue D.- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Stalbfleisch Hammelfleisch Butter * Roggen, gut " " 15,89 15,86 gering " 15,83 15,80 " 13,05 13,02 mittel " 12,93 12,90 gering + Gerste, gut 12,99 12,96 14,50 13,40 13,30 12,20 Eier Starpfen Aale 14,60 13,70 Bander 6,00 4,00 1,80 1,20 " 1,50 1,10 1,60 1,10 " 2,00 1,20 1,80 1,10 2,60 2,00 mittel 60 Stüd 5,00 3,00 gering 12,10 11,00 1 kg 2,00 1,20 " thafer, gut 15,60 14,70 2,60 1,40 mittel 2,60 1,20 " " Heu Nichtstroh Erbsen Speisebohnen Linsen gering 13,60 12,80 Hechte 2,00 1,00 " . 4,32 3,66 Barsche 1,80 0,80 " 7,00 4,60 Schleie " 3,00 1,40 40,00 25,00 Bleie 1,40 0,80 " " 50,00 25,00 Srebse per Schod 15,00 3,00 " 60,00 20,00 * ab Bahn. † frei Wagen und ab Bahn. Witterungsübersicht vom 7. November 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm Wind. richtung Windstärke Better Temp. n. E. 5°.= 4° R. Stationen Barometer. stand mm Windrichtung Windstärke Better Temp. n.. # 15° C. 4° 9. Auf Ersuchen der Regierungen von Meriko und China, die durch den Rückgang des Silberpreises fich nicht nur hinsichtlich ihrer Schuldverpflichtungen nach außen, sondern auch in ihren Handelsbeziehungen schwer geschädigt fühlen, hatte bekanntlich der Präsident Roosevelt eine amerikanische Kommission für internationale Währung ernannt, die vor einigen Monaten die Hauptstädte von Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Holland und Rußland besuchte, um dort die Stellungnahme der betreffenden Regierungen zu solchen Maßregeln zu sondieren, die ein festes Verhältnis zwischen dem Gelde der Goldwährungs- und der Silberwährungsländer herstellen. Besonders sollte die Kommission darauf ihr Augenmerk richten, die Zustimmung der D. Außerdem wird die Vorstadtschleuse zu Brandenburg a. H. Mächte zur Einführung einer festen Goldwechsel- Basis in China zu erhalten und zugleich von ihnen die Zusage zu erwirken, daß dann, auf 4 Wochen gesperrt, falls auf der unteren Havel- Wasserstraße wenn diese Basis in China Geltung erlangt habe, sie ein ähnliches Eisstand von längerer Dauer eintritt. Die bei 29,7 Kilometer der Havel- Ober- Wasserstraße in un- Swinemde. 771 3 2 bedeckt System auch in ihren ostasiatischen Kolonien und Schutzgebieten einHamburg 774 NNW führen würden. Ferner sollten die betreffenden europäischen Mächte mittelbarer Nähe des Dorfes Sachsenhausen belegene Oranien772 N um Einführung einer Münzeinheit ersucht werden, d. h. um Fest- burger Schleuse führt fortan den Namen Schleuse Sachsen- Berlin haufen. Frankj.a.M. 775 92 fegung eines bestimmten Wertverhältnisses zwischen Gold und Silber. 775 28 München Die Gesamtzahl der Bien Ueber das Resultat ihrer Verhandlungen hat jezt die Kommission Rheinisch- westfälisches Kohlensyndikat. 772 Bericht erstattet. In diesem wird konstatiert, daß bisher die Be- Beteiligungsziffern, d. H. der den einzelnen Zechen an der ProduktionsWetter Prognose für Sonntag, den 8. November 1903. mühungen im ganzen erfolgreich gewesen sind. Meinungsverschieden menge des Syndikats zugestandenen Anteile, stellt sich, wie jetzt von Nachts etwas fühler, zeitweise heiter, am Tage mild, jedoch vorherrschend heiten betreffs einzelner Details machten sich natürlich in ver- der Syndikatsleitung bekannt gegeben wird, seit dem 1. Oktober um woltig bei mäßigen westlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. schiedenen Ländern geltend, doch wurden dieselben oft im Laufe 2 297 203 Tonnen höher, als zu Beginn des Nabres. Die Gefamts Berliner Betterbureau. 2 bedeckt 1 bedeckt 1 bedeckt 2bedeckt 3 bedeckt 8 Haparanda 754 S28 9 Petersburg 8 Cort 8 Aberdeen 2 Paris 773 GGD 774 D 2wollig 1 3 bedeckt 11 2wollent 0 1 Roh- Tabak. 8. Nauen, Templinerſtr. 3 Grösste Auswahl u. bill. Preise! it. d. Schwedterstraße. Rohtabak! 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53 943 209071 143[ 3000] 241 75 505 608 92 760 951 73 210059 142 228 15001 406 673[ 10001 701 16 884 951 60 211028 34[ 500] 101 845 212227 90 693 745 823 213138 242 1500] 51 413 30 527 59 72 920 214255 81 319 36 53 471 510 42 86 607 779 916 92.98 215033 309 64[ 500] 511 77 841 15001 923 216161 87 612 83 95 819 217081 135[ 3000] 228 447 542 15001 663 81 986 218066[ 1000] 176 424 81 508 219197 206 336 91 466 220582 711 75 850 939 221318 43 1500] 581 800 T30001 222092 121 234 45 326 65 434 535 55 73 89[ 1000] 671 894 223193 253 322 33 660 731 841 91.903 m Mewinnrabe verblieben 1 Primie zu 300 000 m2, 1 Gewinn an 500 000 201, 1 A 200 000 202, 1 n 150 000 2 A 100 000 R 2 412 75 000 202., 2 x 60 000 2, 2 art 50 000 2 2 40 000 9027, 10 in 80000 7, 15 at 18 000 927, 43 at 10 000 1,96 a 5000 30. 1500 an 8000 ML, 2385. Die Expedition. 2. Biehung 5. Klaffe 209. Kgl. Preuß. Lotterie. 412 90 91 501 22 945 52 88 115040 99 239 44 69 339 Biehung vom 7. November 1903, nachmittags. Nur die Gewinne über 40 t. find den betreffenden Nummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Flachbrud verboten. 569 634 725 37 1167 99 280 486 637 97 847 2054 [ 30001 212 327 58 69 91 94 404 834 3109 15 50 241[ 3000] 68 306 93 422 60 705 30[ 500] 47 888 4256 422 563 686 801 919 29 5165 88 344 700 28 110001 86 906 94 6141 47 324 408 48 557 615 51 11000] 71 94 700 32 836 7066 136 15001 60 65 222 342 402 66 733 49[ 500] 93 894 8167 268 544 15001 673[ 1000] 744 889 9175 87 248 392 480 509 707 852 86 916 10882 87 929 11012 104 80 287 334 47 62 97 456 81 893 928 45[ 500] 12154 271 404[ 500] 5 545 646 13105 67 96 350 1500] 419 81 577 600 39 761 91[ 500] 817 44 47 77 928 92 14085 124 90 246 1500] 75 77 97 429 585 606 99 963 15078 144 68 353 577 606 757 822 1000 73 967 16147 13000] 62 64 222 84 306 13 492 529 36 758 904 67 17253 61 705 844 917 18047 1000] 152 89 290 343 60 93 429 523 818 19082 140 609 777 855 20121 52 60 324 75 77 706 51 919 37 21130 41 297 318 38 471 661 813 35 22044 192 343 461 761 S01 20 10001 916[ 3000] 35 44 72 23024 81 631 41 73 774 15000] 24168 330 41 420 84 538 62[ 1000] 85 653 95 700 874 25084 154 81 274 85 471 546 51 600 780 88 907 26013 160 372 475 507 56 708 78 87 806 51 27124 214 110001 17 31 310 72 694 754 845 28167 72 93 247 52[ 500 337 405 21[ 500] 713 930 29100 45 248 98 377 525 52 68 676 767 840 83 904 30002 279 543 754 865 73 96 817 24[ 3000] 52 31307 30 86 410 732 913 80 32093 100 266 89 502 704 888 97 930 83 33313 29 60 475 530 78[ 1000] 90 842 89[ 500] 34039 332 39 11000] 406 89 528 71 86 721 807 58 1500] 76 80 35028 196 210 315 42 415 19 513 79 130001, 812 40 36033 283 1500] 329[ 5001 39 13000] 494 528 677 1500] 877[ 3000] 37024 123 28[ 500] 202 15 21 342 1500] 441 690 746 836 38056 243[ 3000] 92 604 22 788 931 39219 35 425 71 879 983 40120[ 1000] 95 252 318 74( 10001 579 735[ 500] 828 911 41014 115 229 321 499 501 24 781[ 500] 941 57 42026 50 199 241 413 509 742 915 43001 144 45 202 326 500] 442 554 748 55 873 99 15001 931 44000 55 163 720 69 831 75 952 45039 107 318 910[ 1000] 46350 67 438[ 500] 786 826 47094 101 224[ 3000] 412 614 706 828 78 92 962 63 48061 108 84 316 495 510 645 786 99 800 12 957 66 49067 137 222 51 53 368 476 573 726 864 1000] 963 50206 59 76 585 676 89 818 74 88 51241 49 453 89 502 24 820[ 500] 985 52057 205 41 71 332 87 493 [ 1000] 687 705 52 99 837 936 53074 124 385 754 80 899 54041 414 79 98 968 55213 363 472 92 577 90 844 90 56174 272 15001 92 355 81 514 45 852 935 37 49 57015 122 60 97 552 81 875 911 1500] 20 30[ 10001 88 58052 424 773[ 500] 819 91 59001 503[ 500] 7 68 850 60042 154[ 1000] 405 92[ 5000] 564[ 3000] 754 819[ 500] 44 908 40 61295[ 1000] 99 318 412 500] 648 51 840 87 938 62018 165 260[ 500] 79 360 92 499 544 781 898 967 63224 86 352 607 53 730 53 834 64042 88 150 87 228 68[ 1000] 310 54 420 533 90[ 1000] 664 836 938 65035 166 77 460 504 96 728 50 52 890 964 66046 82 136 93 257 349 81 408 530 607[ 1000] 96 828[ 500] 69 67083 114 397 550 65 98 672 841 63 68010 28[ 1000] 360 69 76 505 54[ 500] 84 836 83 931 69016[ 3000] 177 287 97[ 1000] 396 429 527 76 77 84 [ 3000] 946 70161 291 336 463 548 621[ 500] 75 954 78 71034 [ 500] 183 447 675 742 804 72034 83 290 719 68[ 500] 855 59 73108 255 66 313 92 595 652 716 932 94 74086 110 210 16 63 350[ 5001 65 428 594 669 759 854 [ 500] 916 75058 84 262 76330 55 59 518 48 57 697 760 77039 154 590 763 833[ 500] 35 48 979 78038 [ 500] 80 326 89 408 35 570 799 985 89 79014 126 272 79 95 98 329 400 625 753 884 935 59 80563 735 92 81114 242 412 60 504 617 724 49 886 902 82092 121 56 62[ 1000] 348[ 1000] 680 884 946 83057[ 1000] 229 492 534 910 31 93 84022 171 92 308 27 41 512 622 709 884 85001 682 86300 59 97 587 88 967 87376 607 29 706 21 54 15001 79 88272 372[ 3000] 89 634 39 89277 439 512 641 803 966 90041 107 437[ 500] 627 731 41 56 842 946 63 86 91347 455 585 768 92066 306 17 564 971 93329 438 44 537 825[ 500] 64 70[ 3000] 94085 102[ 500] 211 346 90 531 91[ 500] 795[ 500] 841 961 95003 115 20 223 419 15001 87 558 68 630 713 15 84 998 96282 398 420 43 641 967[ 1000] 97189 208 300 91 568 787 98311 418 64 633 74 84 709 36 857 978 99011 269 323 24 427 506 75 659 30007 264 315 100066 106 87 264 315 484 93 576 787 914 101140 [ 500] 269 395[ 1000] 417 529 812 24 31 54 102003 67 187 407 620 57 730 34 919 34 67 103310 37 618 42 742 65 898 935 70 104211 84 357 409 756[ 30001 817 912 26 53 105033 211 54 74 76 464 848 82 950 89 106026 149[ 500] 288 390 431 58 504 47 746 96 892 939 107120 295 370 508 108051 221 418 676 802 16 932 65 109203 41 306 442 503 37 50 77 606 736 932 11004 101 5 93 245 75 77 396 448 56 73 594 651 72 79 753 74 816 87 93 919 111157 316 55 74 463 595 752 64 112198 279 408 49 75 83 638 747 49[ 500] 57 90[ 500] 989 113224 48 88 320 418[ 5001 558 714 [ 3000] 50 78 819 48 990 114024 54 59 215 67 364 99 [ 3000] 436 597[ 1000] 116004 71 119[ 5001 84 485 501 46 56 866 944 117324 526 626 711 819 934 69 [ 3000] 118061[ 5001 94 183 331 81[ 1000] 562 119170 230[ 3000] 348 569 723 81 805 120066 169 215 87 364 411 619 727.925 63 121031 182 291 95 381 904 122019 263 511 12 28[ 3000] 842 950 123017 71 186 205 60 466 542 F10001 628 43 772[ 1000] 83 821 986[ 500] 124013 14 156[ 3000] 318 46 584 607[ 5001 700 946 57[ 1000] 125196 207 [ 1000] 12 1500] 54 552 881 949 126081 136 519 71 [ 500] 722 843 72 950[ 3000] 127227 92 431 553 952 128029 157 97 204 40 53 402 77 515 66 654 701 845 81 87 940 47 129052 195 271 417 44 549 97 648[ 1000] 798[ 500] 932[ 500] 13013) 76 92 211 16[ 500] 69 88 523[ 500] 34 759 875 131018 37 109 212 85 373 99 473 597 736 924 132006 127 42 60[ 500] 79 332 434 631 895 926 133059 225 30 336 50[ 1000] 63 620 711 886 971 134057 156 227 73 435 67 568 616 795 803 135003 55 125 32 404 89 856 81 928[ 500] 136194 98[ 500] 201 836 137004 [ 3000] 313 65[ 500] 93[ 1000] 441 804 138129[ 1000] 678 95 762 73 811 99 139038 292 467[ 1000] 574 685 [ 1000] 892[ 500] 98 140016 26 213 83 303 440 518 22 635 T5001 714 141255 330 459[ 500] 77 534 67 874 988[ 1000] 142022 163 71 76[ 1000] 81 402 6 729 48 971 75 143021 60 233 57 521 89[ 5001 626 144157 763 [ 3000] 802 145095 167 384 485[ 10001 545 603 98 785 834 146139 407 16 79 678 894 922 147243 68 75 359[ 500] 527 36 731 94 96 815 52 914 148049 [ 1000] 141 58 71 270 316 63 404[ 500] 730 829 149144 [ 1000] 517 791 150011 89 121 70 264 452 734 68 151134 207 18 23 455 89 531 40[ 1000] 659 718 934 152087 221 46 98[ 1000] 337 412[ 1000] 48 701 81[ 1000] 153031 169 223 573 865[ 1000] 69[ 1000] 947 65 98 154028 48 148 256[ 1000] 483 581 905[ 500] 155078 102 337 416 92 544 87 688[ 5001 701 27 835 963 156085 259 605 748 830 37 157048 69 122 241 98 328 33 579 747 972 158137 200[ 500] 342 630 708 871 965 159231 312 408 629 37 98 825 902 50 160026 52[ 500] 236 803 89 161070 92 194 228 79 462 72 532[ 500] 74 82 622 62[ 3000] 78 810 162070 100 96 248 424 510 130001 11 658 719 64 815 163018 43 355 414 594 625 827 36 164020[ 500] 100 46 467 557 68 94 618 40 751 97 822 165119 89[ 3000] 283 492 510 89 651 54 821 60 907[ 500] 74 166642 84 780 830 909[ 3000] 167024 229 93 337 770 932 77[ 3000] 168065 102[ 1000] 310 404 75 583[ 10001 98 754 827 948[ 1000] 74 169068 118 71 298 435 795 971[ 500] 81 170238[ 500] 379 478 542 79 769 998[ 3000] 171078 299[ 1000] 492 622 130001 789 909 172098 129 279 441 862 173242 80 361 86 501 85 633 702 71 852 939 174125[ 1000] 334[ 500] 421 506 96 601 90[ 500] 751 91 123[ 30001 815 54[ 3000] 77 78 86[ 10001 177041 1750 115 40 272 418 638[ 500] 54 946 68 176013 167 81 252 341 479 630 751 808 49[ 500] 178060 297 338 52 477 511 46 663 781 95 860 99 962 179093 139 301 75 411 527 805[ 1000] 180070 97 112 13 220 410 54 636 780 880 956 71 74 93 181014 137 612[ 5001 50 71 744 62[ 500] 182067 93 199 782 83 827[ 1000] 78 183002 55 133 46[ 500] 79 225[ 500] 80 395 409 67[ 10 0001 99 792 821[ 5001 184073 247 424 90 775 874 939[ 10001 185316 52 423[ 3000] 73 79 517 43 44 681 706 21 66 828 42 186012 04 113 72 396 406 72 503 13 49 704 99 891[ 5001 949 187071 84 89 387 420 73 87 575 868 89 188238 66 333 503 25 620 54 705 32 821 910 31 189031 97 116 43 366 85 536 99[ 5001 663 721-814 190028 32 259[ 500] 366 535 629 75 927 191011 90 119 83 374 532[ 10001 60 737 906 85 192039 318 51 415 99 512 79[ 1000] 683 908 52 86-193015 43 137 465 516 676 734 883 998 194050 192 275 88 461 653 96 98 950 86 195027 150 302 48 60 402 38 540 686 196169 628 91 783 86 197259 323 790 969 98 198316 67 438 686 828 33 199017 37[ 000] 64[ 500] 157 200 8 13 440 577 843 200272 367 456 742 945 201122 224[ 3000] 391 560 707 202122 247 383 530 653 818 981 97 203087 103 242 344[ 5001 549 634[ 500] 76 91 707 28 44 204123 31 295 15001 389 1500] 476 554 632 715 59 73 984 91 [ 1000] 205050 101[ 5001 2 49 231 40 322 466 70 758 30001 65 87 814 91 980 206029 336 435 626 725 972 207107 226 80 420 525 53 614 57 792 130001 838 58 208043 107 55 253 680 98 758 818 910 40 209233 327 32 770 320 22 78 94 940 71816 5001 78 918 1000] 29 210120 251 77 323 211179[ 1000] 270 520 89 657 704 9 933 212020 101 393 418 707 859 905 32 56 88 213165 266, 329 473 652 777 988 214034 924 215090 443 500 1[ 1000] 612 16 722 77 993 216044 507 602 28[ 5001 757 808 58 79 [ 5001 89 217078 479 532 70 671 742 218098 130 66 207 130001 23 75 651[ 30001 86 783 219029 41 93 157 292[ 30001 303 580 821 78 96 220086 328 221263 301 434 504 42 671 972 222149 273 309 17 639 906 223021[ 500] 157 85 [ 3000] 314 92 584 99 737 70 71 925 Am neminurade verblieben 1 Prämie zu 300 000 7, VGewinn 500 000 m, au 200 000 L, 1 3 150 000 Mt. 2 au 100 000 Mt., 2 at 75 000 t., 2 3 60 000 t, 2 50 000 90, 2 gu 40 000 21 10 in 30000 R, 16 g 15 000 Mr., 44 31 10 000 R1, 94 31 5000 R, 1817 gu 8000 r., 2267 au 1000., 8716 au 600 m 902 112014 151 286 326 60 416 514[ 500] 759 74 807 a 1000 1, 3819 at 500 27. Verantwortlicher Redacteur: Julius Kalisti in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortilah b. Glocke in Berlin. Drud und Berlag: Borwärts Buchdruderei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. B. 262. 20. Jahrgang. 4. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. Verfammlungen. bon 1738,77 M. Alsdann referierte Genosse Grunwald über das Thema„ Gewerkschaft und Landtagswahl". Lebhafter Beifall folgte dem von großer Sachkenntnis zeugenden Vortrag. Alsdann wurde an Stelle des aus der Ortsverwaltung ausgeschiedenen Revisors Blösche Bischoff gewählt. Unter Verschiedenem wurden den ausgesperrten Metallarbeitern 300 M., den Crimmitschauer Webern sowie den Adressenschreibern je 100 M. Unterstützung bewilligt. 2. Die außerordentliche Generalversammlung erklärt in Bezug auf die Barbiergenossenschaft„ Voran", mit derselben nichts gemein zu haben. Es ist dies eine aus organisierten Kollegen gebildete Genossenschaft, welche die Forderungen der Gewerkschaft erfüllt und anerkannt hat. " treten könnten. " Sonntag, 8. November 1903. den Gedanken auf die Genossenschaft lenkten, sondern Holzarbeiter, wertiges Fleisch ist nicht gekauft worden, aber das zu lange und das während des Streits. Daß die Arbeiter die Genossenschaft und gelagerte Fleisch sollten die Gesellen mit verarbeiten. Das zu thun, Gewerkschaft als eine Institution betrachten, sei kaum anzunehmen. weigerten sie sich zum Teil. Wurde es gethan, so liefen bald Magen Der Central- Verband der Schmiede hielt am 28. Oktober im Durch Annahme folgender Resolutionen fand die Angelegenheit der Konsumenten ein; der schuldige Teil war dann stets der Geselle. Hiervon wußte Ahrens, und das dem Verwaltungsausschuß zur Gewerkschaftshause eine Generalversammlung ab. Den Kassenbericht ihren Abschlußz: 1. Die heute tagende außerordentliche Generalversammlung des Remedurschaffung zu melden, war er berpflichtet, nicht die Ges erstattete Nimmrich. Die Einnahmen betrugen 4099,85 M., die Berliner Zweigvereins erklärt, daß die Preisfestsetzungen für Be- fellen. Wir behaupten mit Recht, daß Genosse Ahrens BeAusgaben 1805,66 M. An die Hauptkasse wurden 2201,55 M. gesandt, dienung in den Geschäften Sache der Arbeitgeber sein muß; die ſtimmungen über die Entlassung von Gesellen getroffen, ja fogar am Orte 92,64 M. behalten. Der Lokalfonds hatte eine Einnahme Versammelten lehnen irgend welche Stellungnahme hierzu ab und Gesellen selbst gekündigt hat. Ebenso ist es wahr, daß er Gesellen bon 3420,85 M., eine Ausgabe von 1682,08 M., bleibt ein Bestand erklären, mur thätig zu sein für Erringung möglichst günstiger Schläge angeboten hat, ohne daß wir die Aeußerung bes Arbeitsbedingungen. züglich der Reichstagswahl in Betracht ziehen. Wenn man sich jest bezüglich der angeblichen Diebstahlsaffaire in der Manteuffelstraße 55 damit entschuldigen will, daß man über den Ausgang der Sache nichts wissen konnte, weil der Geschäftsführer am 1. Oktober entlassen sei, so kennzeichnet das so recht den Charakter des Schreibers der Erklärung" sowie Erwiderung" des Süd- Ost". War derselbe Gegenerklärung. Zu der„ Erwiderung" des Rabatt- Spar- nicht verpflichtet, fich erst nach dem Ausgang der Gerichtsverhandlung Das Borgehen der Barbiergenossenschaft Voran" und der Ver- Vereins„ Süd- Ost", G. m. b. H., in Nr. 256 des„ Vorwärts" vom zu erkundigen, die schon am 8. Oktober stattfand, bevor er den von band der Friseurgehilfen lautete das Thema einer außerordentlichen 1. November fühlen wir uns gezwungen, Stellung zu nehmen und andrer Seite noch nie beschuldigten und jetzt noch unbestraften GeGeneralversammlung des Berliner Zweigvereins des Gehilfen- diesbezüglich folgendes zu erwidern: Das Verlangen, sämtliche Ge- fellen einer so verwerflichen That im Vorwärts" bezichtigt? verbandes am 28. Oktober. Anlaß bot hierzu, daß die Genossen- sellen außer dem Hause logierer zu lassen, ist an Genossen Ahrens Das Märchen. welches von der Vermittelung der Mamsells in der schaft in ihren Betrieben den 10 Pfennig- Tarif eingeführt habe. Die in einer unsrer Kommissionssihungen, welcher Ahrens als Auf-" Erwiderung" geschrieben wird, ist ebenso glaubwürdig, wie die Kollegen Bolljahn, Bunzel, Link und Wermke führten aus, daß das sichtsperson der betr. Schlächtereien beiwohnte, gestellt worden und Behauptung, daß die Einführung einer Arbeitsordnung eine ErVorgehen ein falsches sei, es verstoße gegen die Verbandsinteressen sollte er dem Verwaltungsausschuß dasselbe unterbreiten. Wir be- drosselung der Geschäfte sei. Daß wir in unserm Arbeitsnachweis und sei geeignet, die Kollegen zu schädigen, indem die Löhne riefen uns seiner Zeit auf den Berliner Konsumverein, der diese keine Mamsells auf Lager haben, ist selbstverständlich, denn die gekürzt werden könnten. In Arbeiterkreisen betrachte man die Ge- Einrichtung getroffen hat. Wenn Genosse Ahrens diesem Ver- Mamsells sind stets knapp, und machen heute schon erste" Mamfells nossenschaft mit der Gewerkschaft als eins und resultiere daraus, langen nicht nachgekommen ist, so ist die Schuld jedenfalls ihm selbst noch bedeutend größere Ansprüche, als die bezeichneten. Auch hat daß nun auch die andren Geschäfte, soweit sie es noch nicht gethan zuzuschreiben. Wenn behauptet wird, daß in der fraglichen Sibung der Vermittler nicht gesagt, daß er die Mamsells vom Private haben, für 10 Pf. rasteren müßten. Und wenn in dem Flugblatt nur der Schlafraum Manteuffelstr. 55 bemängelt wurde, so be- bermittler holen wolle, sondern er hatte gesagt, daß dieselben der Genossenschaft gesagt werde, sie sei durch den Streik entstanden, zeichnen wir das als unrichtig. Es sind dem Genossen Ahrens im Privat wohnen, also außer Stellung sind, und sofort anso sei dies nicht wahr. Dagegen Zur Einführung der Arbeitsordnung haben wir führten Gerling, sämtliche Mängel aller Schlaf- und Arbeitsräume vorgetragen Schobert und Liere aus, die Aufgaben des Verbandes seien worden. Das Gleiche ist mit der Arbeitszeit der Fall. Wir zu bemerken, daß der Vorstand des Berliner Konsumim§ 1 des Statuts festgelegt. Die Preisfestsetzungen in den führten in unsrer„ Richtigstellung" in Nr. 252 des„ Vorwärt" zwar mit uns darüber zu verhandeln, während der Rabatt- Spar- Verein vereins sich kurz nach der Einsendung derselben bereit erklärte, Geschäften für Bedienung gehe die Gewerkschaft gar nichts an; wir nur einen Fall an, können aber laut Protokoll nachweisen, daß die lönnen doch etwa nicht streiken, damit unsre Arbeitgeber" sich besser fürzeste Arbeitszeit 13 Stunden, die längste 18 Stunden beträgt,„ Süd- Ost" erst abwarten will, bis dieselbe in allen Betrieben durchbezahlen lassen, oder sollen die Gastwirtsgehilfen die Arbeit ver- mit Ausnahme des Betriebes Glogauerstr. 28, woselbst dieselbe durchgeführt ist, sich also noch hinter den morschen, spießbürgerlichen weigern dort wo das Glas Bier für 10 Pf. verkauft wird; wohin schnittlich 12 Stunden betrug. Innungsmodus stellt. Was sonst einer gewerkschaftlichen OrganiDie Sonntagsarbeit war eine dreitämen wir denn da? Wenn man auch als Fachmann ohne bis achtstündige. Bei Inventur, die Sonntags vorgenommen fation würdig oder unwürdig ist, müßte wohl der Geschäftsführer weiteres anerkennen kann, daß die Preise für die von uns zu wurde, mußten einige Gesellen bis in den späten Nachmittag, in hrens, der in Gewerkschaftskreisen sehr bekannt und auch thätig leistende Arbeit zu geringe find, so ändert es doch nichts einem Falle sogar ohne Extravergütigung, arbeiten. Der Arbeitsraum iſt, am besten wissen. Gerade durch ihn konnte dieses unliebfame an der Thatsache, daß für Berlin die sogenannte Preis- Nottbuser Damm 96 war von jeher polizeilich verboten, weil in Verhältnis in den betr. Schlächtereien verhütet werden. erhöhung nicht mehr besteht. Die Genossenschaft hat sich nur den Rigdorf laut Polizeiverordnung Schlächtereiwerkstätten im Keller Rabatt- Spar- Vereins„ Süd- Ost" in seiner legten Sigung beschloß, Wir können noch mitteilen, daß der Verwaltungsausschuß des ortsüblichen Preisen angeschlossen. Daß die Durchführung der Preis- überhaupt nicht sein dürfen, die Rirdorfer Behörde auch strenge gemeinschaftlich mit dem Vorstand des Berliner Konsumvereins in erhöhung so lange scheitern werde und müsse, als die Meister be- Kontrolle darüber übt. Würde die Behörde nicht eingeschritten sein, einer demnächst stattfindenden Sizung, zu welcher unsre Beschwerdemüht sind, keine älteren Gehilfen zu beschäftigen, und auf der andren so wäre diese fensterlose Höhle vielleicht heute noch der Arbeitsraum fommission soeben eingeladen ist, über unsre Arbeitsordnungen und Seite durch Massenausbildung von Lehrlingen ein Ueberangebot diefer Schlächterei. Wenn dieser Arbeitsraum in der Versammlung von Arbeitskräften herbeiführen, was die notwendige Vermehrung geschildert wurde so geben wir bekannt, daß auch viele andre ArbeitsDer Vorstand des Centralverbandes der Fleischer und Berufsder Geschäfte über den Bedarf bedingt, sollte jedem verständlich räume privater Schlächtereien einer Kritik daselbst unterzogen genossen Deutschlands( Verwaltungsstelle Berlin). fein. Wollen wir offiziell für die Preiserhöhung eintreten, so muß das wurden und die Aufsichtsbeamten davon Notiz nahmen. Dem Ver beschlossen werden, und alle bei 10 Pf.- Barbieren arbeitenden Gehilfen langen, die gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe inne- Steglit. Nachdem vor kurzem Genosse Zubeil in öffentlicher haben die Arbeit einzustellen. Daß nun die Lage der Gehilfen dadurch zuhalten, kam man insofern nach, als man viel versprach, aber Versammlung über die Bedeutung der Landtagswahl im schlechter werde, weil die Genossenschaft ebenfalls zu diesem Preis arbeitet, nichts hielt. Man schützte uns schließlich die große Konturrenz allgemeinen referiert hatte, sprach im Gambrinus" Genosse dafür fehlt jeder Beweis. Als 6 Monate nach der Bewegung fast alle Mit- vor!. Mit der Wahrheit hinter dem Berge zu halten, hielten unsre Borchardt- Charlottenburg über das Thema: Was müssen die glieder arbeitslos waren und infolgedessen der Tarif herabgesetzt wurde. Kollegen durchaus nicht für nötig, denn sie hatten nur allzu viel Wähler von dem Landtags- Wahlrecht wissen?" Redner erläuterte in wäre es an der Zeit gewesen, Stellung zur Preiserhöhung zu nehmen. Gründe, kurzweg damit herauszukommen. Erst die organisierten sehr anschaulicher Weise die Technik des Wahlverfahrens, welche sich Die Bragis habe gezeigt, daß durch den Streik der Gehilfen den Gefellen waren es, die den Genossen Ahrens auf das viele ver- dem ganzen Wahlgefeß mit seiner raffinierten Klassen- Einteilung und größten Vorteil ein Teil der Arbeitgeber gehabt habe. Jetzt die verdorbene Fleisch in den Pöfelfässern in einigen Geschäften auf- sonstigen Vorschriften würdig anschließe. In der Diskussion wurde Frage aufrollen, wo sich die Genossenschaft erlaubt, dasselbe zu merksam machten, sowie auf die widersinnigen großen Einkäufe, mitgeteilt, daß in unfrem Drte seitens unsrer Partei in der dritten thun, zeige, daß man mit zweierlei Maß messe, und die Behauptung, die die betr. Geschäftsführer machten, um sich vielleicht gegenseitig Abteilung sämtlicher 14 Urwahlbezirke und in der zweiten Abteilung die Genossenschaft sei nicht aus dem Streit hervorgegangen, zeuge zu übertrumpfen. Jeder von ihnen wollte der Größte werden, in fünf Bezirken Wahlmänner aufgestellt werden. von wenig Kenntnis der Sachlage. Nicht Barbiere waren es, die dadurch wurde aber viel Fleisch angesammelt. Minder Forderungen endlich zu beraten. " " WAARENHAUS HERMANN TIETZ Leipzigerstrasse 46-49 Krausenstrasse 46-49. Eröffnung der Spielwaaren- Ausstellung. Sonder- Ausstellung: ,, Bilder aus der deutschen Märchenwelt" Rothkäppchen- Aschenbrödel Special Feenhafte Darstellung nach neuen Entwürfen. Dornröschen Schneewittchen- Sternthaler- Rattenfänger von Hameln. Angebot während der Ausstellung: 80 Pt. 110 175 290| Edison- Walzen 285 Lehr- Uhr Der kleine Buchdrucker 490 Porzellan- Service, 6 Tassen 80 Pt. 1,15 Salta- Spiele Puppenwagen mit Stoff- Ausschlag Eisenbahn mit Werk u. Schienen 45 95 Pt. Accord- Zither mit 8 Manualen 80 Pt. 2⁹⁰ 95 P. 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