Nr. 265. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Bost- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 art, für das übrige Auslan 2 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm Noreffe: Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der Socialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 12. November 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernivrecher: Amt IV. r. 1984. Parteigenossen! Auf zur Landtagswahl! Jeder Wahlberechtigte übe das Wahlrecht! Legt Bresche in die Mauer des preußischen Unrechts! Quittung. 12 Berlin M. G. 2,-. Berlin, organisierte Herrenschneider der Firma Aus dummer Philisterangst vor dem Proletariat und blödestem Herrmann Gerson 10,-. Berlin, v. Personal der Buchdruckerei Gebr. Klassenhaß hat der Liberalismus auch diese letzte Möglichkeit verFehl 4,50. Berlin, Annoncen- Uebersch. des Personals der Firma paßt, erfolgreichen Vorstoß gegen die Herrschaft der 3. Böhme 3,30. Berlin, Buchdruckerei- Arbeiter der Wertabt. des äußersten Reaktion im Gefolge des vordringenden Proletariats Borwärts" 5,-. Berlin, Accidenz- Abt. v. Ulstein u. Co. 16,-. Die Socialdemokratie weiß. daß sie nur aus Berlin, Pulver für die Landtagswahlen 100,-. Berlin, 4. Streis au unternehmen. Und sie ist entschlossen, ( Südost) 300,-. Berlin, Tischlerei Wusterbarth Sohn 5,-. Berlin, eigner Straft den Kampf zu führen hat. zu thun, was sie vermag. Bleibt darüber der Liberalismus auf der Berar" 100, Strecke, so wird damit nur äußerlich vollzogen, was innerlich längst Sollte der Liberalismus nach den Urwahlen doch sich vollendet. noch zur Besinnung kommen, daß er selbst schließlich die Zeche zu bezahlen hat, und geneigt sein, der Socialdemokratie ihr Recht werden zu lassen, so werden wir eine wirkliche Bundesgenossenschaft gegen die konservativ- klerifale Herrschaft sicher nicht abweisen. Summa 3905,48. Berlin, den 10. November 1903. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kreuzbergstr. 30. Los von Preußen! Aus Köln meldet uns ein Privattelegramm: Die " Eines aber steht fest: Wie auch immer der Erfolg der ersten Bes teiligung der Socialdemokratie an den preußischen Landtagswahlen Kölnische Volkszeitung", das rheinische sein möge, die preußische Reaktion foll keine Ruhe mehr vor uns Hauptorgan des Centrums, gesteht in ihrem Wahlartikel, daß ein haben. Unfre Wahlbeteiligung hat unter allen Umständen den erSchulunterhaltungs- Gefeß in Aussicht steht. Wenn das Centrum zieherischen Aufklärungserfolg gehabt, daß die Massen das Wesen und die Konservativen durch den Ausfall der Landtagswahlen nicht mehr über die Mehrheit verfügten und die Liberalen nun eine ansehnliche Verstärkung erhielten, könne auf ein Schulgefeg, wie das Centrum es wünschen müsse, nicht gerechnet werden. und die Bedingungen der durch das Dreiklassen- System erhaltenen preußischen Reaktion erkannt und zugleich ermessen haben, welche Fülle unmittelbar lösbarer Stulturaufgaben in diesem verrotteten Staate unfrer harren. Die ganze Größe der preußischen Gefahr ist tief ins Bewußtsein des Proletariats gedrungen, und damit ist Der Kampf erklärt, und er wird zu Ende geführt werden! Heute ist die erste Attade. Segen wir alle Kraft an sie, so ungünstig, so überaus schwierig immer das Gelände ist. Wir müssen zum Angriff, denn wir haben keine Wahl mehr. Die„ Post" beröffentlicht den schärfsten Wahlaufruf für uns, wenn sie schreibt: „ Der diesmalige Wahlausfall hat außer für die Zusammensetzung des Landtages noch eine besondere principielle Bedeutung deshalb, weil die Erfolge oder Mißerfolge dieses ersten socialdemokratischen Ansturms auch für spätere Wahlen von entscheidender Bedeutung sind. Wird die Umsturzpartei gleich von vornherein entscheidend aufs Haupt geschlagen, so wird es mit den Eroberungsversuchen der„ Genossen" bei den preußischen Landtagswahlen ein für allemal zu Ende sein, denn die Massenbegeisterung hält nur der Sieg wach, sowie es Nackenschläge giebt, dann ist mit der Siegesstimmung sogleich jede Hoffnung verflogen." Im Monat Oktober gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Kreis 2500,-( darunter abgesagte Hochzeit v. Starosty 75, Wischer, Bergmannstr. 3,-). 3. Streis 1000,-( darunter Bierprozente v. Bau Potsdamerstr. 11/12 per September durch Hina 20,-) 4. Streis Dit 1000, ( darunter vom Erntefest Erntefest der Kolonie Sonntagsruh 20,-, bom Pflanzerverein der Kolonie Sonntagsruh 30,-, Leseund Diskutierklub„ Stralauer Allee" 20,-, Statflub„ Namsch", Stralauer Allee 31 b 5,-, Bierprozente der Maurer vom Umbau Behrens und Charlottenstraße- Ede 39,20, Möbelfabrik Greschlus 36,35). 4. Kreis, Südost 2000,-( darunter Gesangverein „ Norddeutsche Schleife" 25,-, Uebersch. der VertrauensmännerVersammlung bei J. C. P., Saal II 6,-, Schleifer der Firma Gebr. Strüger in Stöpenick 5,25, Laternenfabrik von Vogler, Brinzenstraße 22, 1. Mate 8,85, 2. Rate 13,90, Bierprozente bon den Tischlern am Bau des deutschen Solonialhauses, Lützowstr. 89/90 10,-). 6. Streis 4000, ( darunter Buzerkolonne Mogel 8,-, E. B., Boltastr. 100, Kranzüberschuß von Krohne 2,-, Buzerkolonne Emil durch Gustav 7,-, vom Statklub„ Vier Wenzel" 5,-, gef. auf der Geburtstagsf. v. T. Lehmann 2,50, Lese- und Diskutierklub Moabit 21,50, iber den See gefahren Statklub" Nulloubert" 1,-, amerikanische Diese Meinungsäußerung des klerikalen Blattes erhellt die Wahl Auktion bei Hänchen, Megerstraße 2,70, after Parteigenoffe, fituation, über die an diesem Donnerstag entschieden werden wird. Schönhauser Allee 5,-, Pianofabrik Hartmann, Blumenstraße 8 Den herrschenden Parteien Preußens ist es noch nicht genug, daß 5,-, A. B. Mister 1,-, Bierprozente von den Arbeitern von Schubert u. Werth 17,80, von den Tischlern und Möbel- fie es ein halbes Jahrhundert lang verstanden haben, Preußen auf polierern von Geißler, Brunnenstraße 5,80, von den central- politischem, socialem und fulturellem Gebiet zu fesseln, sie drängen organisierten Töpfern, Bau Hoppe, Hoppe, Hausburgstraße 5,-). noch zurück hinter die große französische Nevolution. Sie erstreben Berlin, diverse Beiträge: Dr. 2. A. 100, Werkstatt unter der Beihilfe eines wahnsinnigen Wahlsystems das wahnsinnige von Benedict, Leipzigerstr. 3,05. 2. u. H. B. 10,-.. St. 3,05. Endziel, einen Staat, gegen dessen Fesseln sich eine moderne wirtErlös einer amerikanischen Auktion bei Hein, Wienerstr. 14, 7,10. fchaftliche Entwicklung von ungeheurer Gewalt aufbäumt, völlig Erefution 1,-, Böttchermstr., Weißenfee 1,-, Ga. 2,- Klempnerei zurückzuführen in die Gebundenheit des Absolutismus des Adels C. Starney, Uebersch. d. Strangfp. 1,40. Bierprozente d. Bautischlerei und der Kirche. Eine Filiale Rußlands, eine Kolonie der Türkei, b. Martens, Turmstr. 58, 28,25. Die Contobucharbeiter v. Wedding 5,-. Restvermögen eines aufgelösten Vereins 5. 2. A. 5,51. Auft eine neue Art Stirchenstaat das ist die Sehnsucht unsrer d. W. eines Knopfes 1,-. Bierprozente von den Arbeitern der Firma Reaktionäre in Preußen. Statt einer freien Verfassung der Schubert u. Werth 15,85. Jule II 6,-... 50,-.. S. 50,- Batriarchalismus der Gesinde- Ordnung, statt staatsbürgerlicher Bei d. Redaktion d. Vorw." zu beliebiger Verwendung eingeg. 10,-. Selbstbestimmung und Gleichberechtigung die willkürliche Vormundschaft Munition im Kampfe für Wahrheit und Recht 5,- Cohn 2,- bevorrechteter Klassen und einer anmaßenden Bureaukratie, statt Schulen Diese Erwartung fann uns nur aufenern, die Hoffnungen der Brutus, Cemnitz- 60. Bierprozente der Tischlerei Wolf, Waldemar der Volkserziehung, Bildung und Wissenschaft Verdummungsanstalten Reaktion zu schanden werden zu laffen. Wir wünschen, daß schon straße 27, 30, M. H. 5,-. C. D., Guhrau 1,- Bierprozente von Gnaden strenggläubiger Generalsynoden, statt politischen Lebens der erste Eroberungsversuch auch irgend einen praktischen Erfolg habe, der Kontobuchfabr. A. Zumpe, Dranienstraße, 2 Raten 10,-. Gutens berg 40,- Witgl. der Ul. Dr. 5,50. Bochum, Beitrag der Kreis- Polizeiliche Allmacht, statt socialpolitischer Musterbetriebe engherzige aber die" Post" täuscht sich, wenn sie glaubt, daß wir uns durch laffe des Wahlkreises 50,-. Breslau, focialdemokr. Berein 50, Lohn noch ihre lleberzeugung opfern müssen, statt tommunaler erfolg die preußische Reaktion wird unserm Austurm auf die tapitalistische Unternehmungen, in denen die Arbeiter für fargen einen Weißerfolg" entmutigen ließen. Ob äußerer Erfolg oder MißBremerhaven, von den Parteigenossen 200,- Bern 50, Bukarest, gesammelt von einigen Genossen 26,40. Darm Selbstverwaltung ein System staatliche Eingriffe und ministerieller Dauer nicht mehr Stand halten können. Schon deshalb nicht, weil stadt, S. R. 7,20. Düsseldorf,„ Korsar" 2,-. Dessau, Chikanen, statt Förderung aller humanen und freiheitlichen Volks die Socialdemokratie das Lebensprincip der notwendigen Ents Wette 2,-. Falkenberg( Oberschlesien) 2,-. Gotha, durch bestrebungen brutale Spizelfreundschaft mit dem Barismus, statt wicklung ist, ohne das jeder Staat zu Grunde gehen muß. den Vertrauensmann 30,-. Gießen, E. R. 10,-. Ham nationaler Gleichberechtigung Unterdrückung nationaler Minderheiten, so 203 auf Preußen, los von Preußen burg, 2. Wahlfreis 2000,-. Hannover 1000,-. Hamburg, in der Expedition des„ Echo" im Monat Oktober eingegangen 491,30. ist, um nur einige Wesenszüge hervorzuheben. Preußen geblieben, ein Königsberg i. Pr., 4. Quartal 03 100,- Krefeld, Arbeiter- Gesang prähistorisches Gebilde, über das Elemente herrschen, welche nur danach deutscher Kultur! verein Vorwärts 60,-. Kirchheimbolanden, vom Parteitage 5,50. trachten, auch die spärlichen Spurenmoderner Entwicklung wieder zu tilgen Leipzig, einige Xylographen 30,- Luckenwalde, Rufus 5,- und das Deutsche Reich in ein größeres Preußen zu verwandeln. München, Gau Südbayern 2. Quartal 87,-, 3. Quartal 115,-, Jedes Stichwort, mit dem ein Kapitel preußischer Zustände Sa. 202, M.- Gladbach, Beitrag v. d. Filiale M. des Kreisüberschrieben wird, ist eine Anklage; das bloße Sachregister eines Nürnberg, H. und preußischen Handbuchs wirkt wie eine Brandschrift: Dreiklassen- Wahl Es ist dringendes Erfordernis, daß die Wähler zu Beginn der wahlvereins 12,-. München, Waldläufer 5,- Nürnberg, H. und preußischen Handbuchs wirkt wie eine Brandschrift: Dreiklaffen- WahlM. 4, Rieberzwöniz 19. sächsischer Wahlkreis 50,- Peters- fystem, Gutsbezirke, Magnate, Gefinde- Ordnung- man braucht die Wahlzeit im Wahllokal anwesend sind. Die dritte Wählerklaffe waldau( Wahlkreis Reichenbach- Neurode) vom Wahlberein 10,- Worte nur zu erwähnen und eine Welt des Unmöglichen, wider wählt zuerst. Die Namen der Wähler werden vom Wahlvorsteher Rehme, rote Verlobung 3,-, rote Kindtaufe 3,50, Sa. 6,50. Nons finnigen, Aberwigigen taucht in der Vorstellung auf. in der Reihenfolge der Steuerleistungen aufgerufen. Nachzügler dorf, allgemeiner Arbeiterv. 3. Quart. 25,-, Gen. É. W. 1, Sa. 26, Rigdorf, Arbeiter- Nadfahrerverein 11,-. Breußen ist unterhalb des bescheidensten Liberalismus stehen Richzenhain, Breußen ist unterhalb des bescheidensten Liberalismus stehen können sich beim Wahlvorsteher melden und dürfen, sofern noch Arbeiter- Bildungsverein 3,-. Straßburg i. E., Altvater 5,-geblieben. Seit 50 Jahren ist alle herrschende preußische Politik nicht Schluß der Wahlhandlung eingetreten ist, noch wählen. Die Wähler dürfen nach Abgabe ihrer Stimme sich nicht Stuttgart, G. 11. 10,-. Schwäbischer Zinsgroschen 250,-. Solingen, ein einziger großer unablässiger Versuch. den Sturm des 18. Mära entfernen, da nötig werdende Stichwahlen fofort nach vom Kreiskomitee 30,-( darunter v. Wolfsverein Solingen 15, felbft in der Erinnerung auszulöschen. Preußen ist das Land einer dem ersten Wahlgang stattfinden. Die Wähler dürfen erst dann desgl. Höhscheid 13,-). Teltow- Beeskow- Charlottenburg, Central Bourgeoisie, die sich geistig, moralisch, politisch vernichtet hat, bevor bas Wahllokal verlassen, wenn die Wahl der betreffenden Abteilung Wahlverein für September- Oktober 200,--( darunter v. Central- fie nur angefangen hat, ihre Forderungen zu verwirklichen. Es ist vollständig beendigt ist. berband der Maurer, Zweigverein Wannsee 20,-, v. Gen. A. K., das merkwürdigste Beispiel einer Klaffe, die wirtschaftlich allmächtig, Charlottenburg 5,-). Bortvärts" 3. Quartal 1903 25 461,25. doch in der Hörigkeit einer wirtschaftlich parafitären Herrscherkaste " Wahrer Jacob" Uebersch. Juli- Sept., abzüglich der Ausgabe für Neue Zeit" 4500,-. Württemberg 100,-. M. " das ist die Befreiung des preußischen Volkes, die Vorbedingung preußischer, Landtagswahl. Zur Beachtung! bleibt, und niemals ernsthaft den Anspruch erhoben hat, Macht den meisten Wahlbezirken je zwei Wahlmänner einer Nicht gehörig orientierte Landtagswähler wundern sich, daß in auszuüben. Der Liberalismus ist verivest, bebor er geboren. Die partei aufgestellt sind, und glauben nun, unter den beiden sich politische Bethätigung der liberalen Parteien ist nichts wie ein pein einen aussuchen zu können. Da Anfragen hierüber an uns gerichtet licher Abtreibungsprozeß. werden, weisen wir noch ausdrücklich darauf hin, daß beide Wahltenntnis Stimmen verloren gehen. männer bei der Abstimmung zu nennen sind, damit nicht durch UnFür den preußischen Landtags Wahlfonds gingen ein: Magdeburg, bon den Parteigenossen 500,-. Osnabrüd, vom Arbeiter Sängerbund 10,-. Berlin, M. G., Colmarerstr. 25,-. Berlin, erstenmal den Versuch, an der preußischen Neaktion zu rütteln: In dieser kläglichen Situation unternimmt das Proletariat zum Sektion III der Gemeindebetriebsarbeiter 30,-. Berlin, D. H., Jägerstr. Mit der Kraft des socialistischen Gedankens, mit der eisernen 50,-. Hamburg, Getränke- Uebersch. der F. S. 5, Berlin, neun Maurer aus dem Gewerkschaftshause 30,-. Berlin, von den Drganisation der socialdemokratischen Disciplin, mit dem Arbeits- In Schlesien beteiligen sich unsre Genossen mit voller Kraft Fassadenpuzern Bau Neue Ansbacherstraße 6 durch) D. 5,87. feuer einer aufsteigenden Klasse, die durch keine Schwierigkeiten außer in Breslau auch in Görlig, wo ebenfalls drei Freifinnige Osnabrück, ges, auf einer II. Geburtstagsfeier 4,40. Niederbarnimer auf die Dauer sich hemmen läßt, mit der Intelligenz einer Partei, zur Wiederwahl stehen, darunter der allgemein beliebte Herr Rektor Wahlkreis 300,- Berlin, v. d. Arbeitern der Accumulatoren 2. die Politik nicht nur im Nebenamt verdrossen treibt, sondern Stopsch. Seine Wiederwahl wird aller Wahrscheinlichkeit nach von Phf. 18,56. Berlin, Centralverband der Maurer Deutschl., Zweig politischer Bethätigung die höchste moralische Aufgabe erkannt hat. focialdemokratischen Wahlmännerftimmen abhängen, ein verdientes verein Berlin 1000,- Hamburg, in der Expedition des Echo" Mittels des tollen Wahlrechts, dessen innerer passiver Widerstand Schicksal für den Socialiſtentöter. Ju einzelnen Enklaven eingegangen 26,50, Berlin, ein begeisterter Anhänger unsrer Sache: Munition für den Wahlkampf 1000. Berlin, ges. von den Maurern durch sich selbst von seiner Benußung heimtückisch abzuschrecken sucht, beteiligen sich ferner an der Landtagswahl die Genossen von Ohlau und Brieg, Reichenbach Waldenburg, Liegnis- Goldberg- Hahnau, am Bau der Landesversiche..ungs- Anstalt am Kölnischen Part will das Proletariat dieses Wahlrecht sprengen, das das liberale Landeshut und Bunzlau. In dem letzteren Streise, ebenso in Liegnitz, 16,85. Jassy, M. V. 2, Berlin, 3. Wahlkreis 300,-. Berlin, Bürgertum seit der Konfliktszeit nicht mehr zu gebrauchen verstanden Waldenburg, Sprottau und Hirschberg versucht der Freisim den aus dem vierten Wahlkreise( Dst): Tischlerei Fischer, Weiden hat, obwohl es an fich der besitzenden Bourgeoisie die Möglichkeit Stonservativen den Besitzstand abzunehmen, was ebenfalls ohne die weg 64 25,50, Möbelfabrik v. Barth, Fruchtstr. 8 10,-, Sa. 85,50. des Sieges über Junter- und Pfaffenmacht zu gewähren vermöchte. Hilfe der Arbeiterpartei nicht gefchehen kann. Trotz alledem weist man ein " N Bündnis entschieden zurüd. In Grünberg und Brieg ist der Freifinn so ent- Jedlen Zieles. Heute fliegt uns dieses Zeugnis des uns geltenden| leumdungssucht festzustellen wäre, der ehrliebenden deutschen Kriegern Träftet, daß er sich an der Wahl überhaupt nicht beteiligt, obwohl Bekämpfungseifers zu: am 16. Juni noch einige Tausend freisinniger Stimmen abgegeben find. An Erfolge aus eigner Kraft ist natürlich für unsre Partei nicht zu denken, fast überall haben die Genossen nur in den Städten Wahlmänner aufgestellt. Auf dem Lande war es bei der Abhängigkeit der armen schlesischen Bevölkerung nicht möglich. Auch in Schlesien sind in mehreren Wahlkreisen die gefeierten Bündnisse zwischen Richterianern und Nationalliberalen zur That geworden, so in Breslau, Liegnis, Hirschberg und Waldenburg. Das passendste Brüderpaar scheint sich aber in Liegnig zusammengefunden zu haben: ein nationalliberaler Herr Landgerichtsrat Witzmann und Herr Fisch bed. In einer gemeinschaftlichen Wählerversammlung entwickelten beide Liberale" ihr Programm und dabei kamen sie auch auf das geltende Wahlrecht zu sprechen. Herr Wigmann liebet die indirekte Wahl nicht, er tritt für ein direttes System ein, die Ungerechtigkeit der Lasseneinteilung fühlt er jedoch nicht und zur geheimen Stimmenabgabe äußerte er sich in folgenden beiden klassischen Säßen: Theoretisch betrachtet kann man sagen, daß es im Interesse der Fortbildung unsrer Bevölkerung dienlich sei, daß eine öffentliche Stimmabgabe stattfindet, damit jeder feinen politischen Standpunkt offen erklärt, damit er sich nicht scheut, fein Bekenntnis abzulegen und von diesem Standpunkt bin ich der Ansicht, daß die öffentliche Stimmabgabe beibehalten wird.“ Und dann: " Aber ich verkenne nicht, daß man da verschiedener Ansicht fein kann, und wenn diese Frage zur Erörterung fäme und iv enn meine Partei dafür wäre, daß eine geheime Abstimmung eingeführt würde, wenn ich davon überzeugt würde, würde ich mich auch dieser Ansicht anschließen." Nach dieser echt nationalliberalen Gesinnungshundgebung trat der„ Wasserstiefler" Fischbed aufs Bodium und versicherte: Ich habe dem Rufe, hier mit einem Nationalliberalen im Wahltampfe Schulter an Schulter zu stehen, mit Freuden Folge geleistet. Es geht das Gerücht, die Konservativen, die den Wahlkreis bisher innehatten, haben minmehr beschlossen, auf die Aufftellung eigner Kandidaten zu verzichten. Denn dieselben würden auch fir freiheitliche Reformen eintreten, tvenn sie davon überzeugt würden". Herr Fischbeck aber geht so wie so lieber mit Kröcher als mit Barth, so daß auch nach dieser Richtung hin die Konservativen allen Kummers ledig sind. Politische Uebersicht. Berlin, den 11. November. Deutscher Ordens- Almanach Handbuch der Ordensritter deutscher angehörigkeit. natürlich nicht zugemutet werden darf. " Bekanntlich hat keineswegs zunächst die Socialdemokratie jene Hunnenbriefe veröffentlicht, über deren Inhalt jetzt einige WahrheitsStaatsprüfung durch das Gericht in Halle beabsichtigt ist. Viele bürgerliche Blätter, Amtsblätter veröffentlichten diese Briefe und die Herausgegeben mit amtlicher Förderung und nach amtlichen Quellen. Socialdemokratie mußte die Angelegenheit aufgreifen, um KlarBerlin W. 62, Lutherstr. 14, Herbst 1903. stellung herbeizuführen. Ebenso unwahr ist es, daß im Auslande Zu Ostern 1904 wird zum erstenmal ein Wert erscheinen, nicht gleichfalls Beschwerden gegen die Kriegführung der betreffenden welches, wie wir hoffen, von der Ordensritterschaft Deutschlands Expeditionskontingente erhoben worden sind. freundlich aufgenommen werden wird, und das bestimmt ist, einem Die Parole" fabelt weiterhin von einem„ Nachweis", daß die Mangel abzuhelfen, der sich unzweifelhaft fühlbar gemacht hat. Socialdemokratie sich falscher Starten" bedient hatte; es sei auch Der Deutsche Ordens- Almanach" wird alljährlich gleich festgestellt, wo diese Fälschungen fabriziert wurden. Natürlich ist der Rangliste, den Staatshandbüchern und andren amtlichen und ein Nachweis" gegen uns nirgends und niemals geführt worden, halbamtlichen Handbüchern erscheinen und die einzelnen Ordens- vielmehr wollten wir selbst die Wahrheit schon längst herbeiritter ausführlich mit Namen, Titel, Stand, Wohn- und Geburts- führen, aber die Gerichte verhinderten uns, indem sie durch juristische ort aufführen, welchen Angaben die Orden und Medaillen der Konstruktionen den Beweis der Wahrheit von vorneinzelnen Ordensritter folgen; die großen Orden der deutschen herein ablehnten. Staaten in Typen, die andren Orden, ähnlich wie bei der Rangliste, in Buchstaben und Abkürzungen. Der Deutsche OrdensAlmanach" wird nicht etta lediglich ein Adreßbuch sein, sondern jedes Jahrbuch wird die Genealogien sämtlicher Souveräne, die Bildnisse hervorragender Ordensritter, auf einer Tafel die sorg fältige fünstlerische Darstellung successive sämtlicher Orden, des weiteren successive die historische Darstellung der Entstehung der einzelnen Orden und jedesmal einen social- politischen Aufsaß von einem hervorragenden Gelehrten über Ordenswesen enthalten. Das Werk soll den Ordensrittern zum Bewußtsein bringen, daß sie mit der Dekorierung monarchische Pflichten über nehmen und soll das Interesse am Ordensivesen vertiefen und in breitere Schichten tragen. Das Buch wird versuchen, das Fundament zu legen für einen Bund prononciert monarchisch Denkender, aus dem sich eine Gegenbewegung gegen die Social demokratie entwickeln soll. int der Es ist interessant, ein wie niedriges Denkvermögen das Kriegerbundesbllatt seinen friegerischen Lesern zumutet, indem es behauptet, der„ Vorwärts" hätte die deutschen Krieger beschimpft, den deutschen Das ist derselbe Namen besudelt, die deutsche Fahne entehrt". lächerliche Unsinn, wie er in der Beschimpfung desjenigen hervortritt, welcher Mißstände Armee, beispielsweise Soldatenmißhandlungen aufdeckt. Für die„ Parole" bedeutet wohl die Aufdeckung von Soldatenmißhandlungen, nicht die Mißhandlungen selbst, eine Entehrung der deutschen Armee! Die wahre Ehre der deutschen Armee und des deutschen Namens ist dem militaristisch verblendeten Kriegerbundesorgan gänzlich unbekanntes Land. Das Wutgeschwäß des Blättchens beweist einzig, wie sehr man sich getroffen fühlt, daß ein Gericht sich findet, das den Angeklagten nicht ohne Prüfung des Sachverhalts verurteilt, und wie sehr man fürchtet, daß die China- Wahrheit keine angenehme ist. " Der Deutsche Ordens- Almanach" umfaßt nur die deutschen Interpellation über das Zeugniszwangs- Verfahren gegen ReOrdensritter, jedoch mit Angabe auch der ihnen verliehenen aus- dakteure. Wie der Zeitungs- Verlag", die Zeitschrift des Vereins ländischen Dekorationen und sämtlicher Medaillen, sofern diefelben deutscher Zeitungsverleger, meldet, ist von einer der Presse naheam Bande verliehen sind( Kriegsmedaillen, Medaillen für Kunststehenden Seite im Reichstage eine Interpellation über das und Wissenschaft, Erinnerungsmedaillen, Dienstkreuze, Landwehr Beugniszwvangs- Verfahren gegen Redakteure beabsichtigt. Dienstauszeichnungen usw.). Mit ausgezeichneter Hochachtung Deutscher Ordens Almanach Die Direktion: Paul Frhr. v. Roëll, Dr. phil. Georg Epstein. Eberhard v. Brandis, Kgl. Landrat z. D. Lieutenant a. D. Knopflochgeschmückte aller Grade vereinigt Euch! Im OrdensAlmanach sollen allerlei Ordensritter, Männlein und Weiblein dazu, " Das neue Militärpensions- Gesetz ist, wie die N. P. K." von maßgebender Stelle hört, nunmehr soweit vorbereitet, daß in allernächster Zeit seine definitive Gestaltung für die Vorlage beim Bundesrat festgelegt werden dürfte. Auch das Servistarif Gesez sei innerhalb der Reichsressorts bereits fertiggestellt. Der sächsische Landtag zu löblicher Gemeinschaft versammelt werden. Die Inhaber des findet bei seinem Zusammentritt, der am Dienstag erfolgt ist, sich Bom südwestafrikanischen Kriegsschauplatz Roten Adlerordens und der Chinamedaille, des türkischen Medschidie- und die Regierung in eigentümlicher Lage. Die Regierung hatte fiegt heute eine wichtige Nachricht vor. Eine am Mittwoch ein- ordens und des Verdienstkreuzes für Frauen und Jungfrauen sollen furz nach den Reichstagswahlen eine Revision des Dreitlassen- Wahlgegangene telegraphische Meldung des Kaiserlichen Gouver- fich zusammenfinden zum„ Bund prononciert monarchisch Denkender". gesetzes angekündigt, das die größte Unzufriedenheit unter den entsoll das Fundament gegründet werden für eine unwiderstehliche rechteten Bolksklassen hervorgerufen hat. Die Reaktionäre jetzten neurs von Deutsch- Südwestafrika besagt, daß Haupt- Gegenbewegung gegen die Socialdemokratie. Vor der Menge und aber in der Presse der Regierung so hart zu, daß sie es nicht untermann v. Koppy am 1. November mit einer kleinen Abteilung dem Glanz der Orden sinkt die Socialdemokratie erschüttert zu- nimmt, einen eignen Gesezentwurf zu unterbreiten, sondern sie hielt Warmbad erreicht und die Stationsvorräte intakt vorgefunden hat. sammen. Unser letzter Tag bricht an. eine Bortonferenz mit den Führern der Landtagsparteien, also den Der neue Sammelplatz des Feindes sei unbekannt. Schwierige Und bei all diesen erhabenen politischen Zielen bietet der neue Wahlrechtsvernichtern ab, in der sie die Initiative zu einer WahlWasser- und Weideverhältnisse machen größere Operationen Ordensbund zudem den Vorteil des guten Geschäfts für seine Be- gefez- Aenderung im Landtage den Parteien zuschob. Diese Komödie auf dem Schauplatze der Unruhen gegenwärtig unmög- gründer. Die Rückseite des Cirkulars bildet der Bestellzettel für des Vorparlaments soll num weiter gespielt werden. I ich. Verbindung mit Warmbad ist durch Witboipatrouillen soll zugleich für den Preis von 10,50 Mart ein Erempiar des denn auch bei den letzten Landtagswahlen ist kein ſocialdemokratisches den Ordens- Almanach; der Ordensritter, der sich gedruckt sehen will, Dabei werden die Wahlentrechtler von niemand gestört werden, Hergestellt. wirken lieblich ineinander. Wenn das Geschäft besser wird als die liberalen fallen, den scheinoppositionellen Teil der Komödie zu überAlmanachs voraus abonnieren. Socialistenbefehding und Geschäft Mandat errungen worden. Um so leichter wird es den Nationalwirkung dieser amüsanten Socialistenbefehdung, dann hat die nehmen. Wenn die Konservativen gegen ihre Absicht widerwillig Gründung ihren Erfolg erreicht! Vorschläge zu einer Aenderung des Wahlgeseyes machen oder die Regierung später im Auftrage der konservativen Mehrheit einen Gesezentwurf ausarbeiten ivird, kann auch der reaktionärste Nationalliberale Opposition dagegen machen und der konservativen Mehrheit die Verantwortung zuschieben. Trotzdem bleibt ihnen unvergessen, Komödie sich vollziehen wird, werden wir ja ſehen; ein Thor nur daß sie an der Wahlentrechtung von 1896 beteiligt waren. kann von einer Revision des Wahlgefezes durch die Wahlrechtszertrümmerer etwas Gutes erwarten. Danach scheinen die Nachrichten über die Ausdehnung des Aufstandes übertrieben getvesen zu sein. Auffallend ist es freilich, daß Hauptmann v. Koppy twohl über die Intaktheit der Stationsvorräte berichtet, aber des Schicksals der Weißen in Warmbad mit feiner Silbe Erwähnung thut. Auch weitere Truppen sind auf dem Kriegsschauglatz eingetroffen. So die aus 150 Berittenen bestehende Schutztruppe des Bezirksamtmanns von Burgsdorff. Weitere 180 Reiter mit vier Geschützen unter dem Hauptmann v. Fiedler sind im Anmarsch begriffen. Schimpfende Krieger. Wie die Daß im Prozeß gegen unsren Parteigenossen Kunert die Wahrheit des chinesischen Feldzuges aufgefunden werden soll, verdas Organ des„ Deutschen Kriegerbundes" zu einer Schimpfleistung. anlaßt neben andren wahrheitsscheuen Blättern auch die Parole", die beweist, daß die Kriegerbundes- Herrschaften auf diesem Gebiete Wie„ Daily Expreß" meldet, zählen die aufständischen Hottentotten, hervorragende Fähigkeiten besitzen. Der Vorwärts" hatte wieder im ganzen 1200 bewaffnete Strieger. Die Meldungen von einemEinfall holt im Interesse des Angeklagten Kunert, wie im Interesse der Leistet der Dreiklassen- Landtag nach dieser Seite der Voltsder Hottentotten in die Kapkolonie werden für übertrieben gehalten. Der Wahrheit öffentlich aufgefordert, daß alle diejenigen im Inland und opposition teine Genugthuung, so wird der allgemeine Unwille im deutsche Konsul in Kapstadt ersuchte die Behörden der Ausland sich melden möchten, welche in dieser Angelegenheit mit Lande noch verstärkt werden, wenn die finanzielle Lage des Staates Kapkolonie die Erlaubnis für die deutschen zuivirken befähigt sind. Das entfesselt diese Schimpfkanonade bekannt wird. Das 50 Millionen- Deficit des Etats für 1901/1902 Schußtruppen, über Port Molloth nach Dotiep 311 der„ Parole": frißt weiter. Mit den paar aus den Eisenbahnen herausgeschundenen der „ Nirgends auf marschieren, wodurch sie einen Weg von 90 englischen Welt hat die Vaterlands- Millionen( Erhöhung der Fahrpreise. Ersparnisse an Löhnen der Iosigkeit ſittlich entarteter Elemente je solche Arbeiter 2c.) ist das Deficit nicht zu decken. Die Vorlegung des Meilen durch, wüstes and ersparen würden. Die Orgien gefeiert wie hier. Die Socialdemokratie hat ihre Anhänger Etats verfezt Regierung und Landtag in eine peinlichere Lage, als Kapregierung wird das Gesuch wahrscheinlich ablehnen, da sie bei allen Völkern. Aber auch nicht in einem einzigen der an dem die Revisionskomödie um das Wahlgeses. Bis jetzt hat die Regierung befürchtet, durch dessen Bewilligung die Hottentotten der Kapkolonie China- Unternehmen beteiligten Staaten hat ein Anhänger ihrer die Höhe des Deficits im vorzulegenden Etat geheim gehalten zu verlegen. Lehren den traurigen Mut gefunden, den eignen Namen das nüßt nichts, man wird es ihr doch auf Heller und Pfennig vordurch die Veröffentlichung derartiger Briefe zu schänden. Es rechnen, wenn sie auch wiederum Schiebungen wie vor zwei Jahren blieb den deutschen Socialdemokraten überlassen, die Brüder des unternommen hat. Stenerzuschlag und Deficit, dazu das Dreiklassenselben Vaterhauses ehrschänderisch vor der Welt in den Staub Wahlgeset sind die Angebinde für den zusammengetretenen Landtag. zu ziehen. Niemals wird unser Heer dies der Social- Nun soll er beweisen, was er kann oder nicht kann. Die SocialDemokratie vergessen. Ihr Treiben ist um so unerhörter, als die demokratie wird es ihm bald nachrechnen. deutschen Krieger, wie unsre Leser das auch gar nicht anders an nehmen werden, sich in China thatsächlich geradezu musterhaft Aus Dresden wird vom Mittwoch gemeldet: In der heutigen aufgeführt hatten. Die fremden Kameraden und die Chinesen Sigung der Zweiten Kammer des sächsischen Landtags wurde der felbst haben dies rückhaltslos zugestanden. Es konnte der deutschen frühere Präsident Geh. Hofrat Dr. Mehnert( f.) zum Präsi Socialdemokratie also unschwer nachgewiesen werden, daß sie sich denten wiedergewählt. Zum ersten Vicepräsidenten wurde falscher Starten bedient hatte. Man vermochte in einzelnen Fällen Geh. Justizrat Dr. Schill- Leipzig( natl.) und zum zweiten Viceauch festzustellen, von wo diese Karten herstammten präsidenten Geh. Justizrat Opig- Treuen gewählt. " Zum Selbstmord Rosanos. Der Popolo Romano" bringt eine merkwürdige Enthüllung. Hiernach rührten nämlich die kompromittierenden und die Katastrophe beschleunigenden Dokumente des Socialisten Berga= masco gar nicht von Rosano selbst her, sondern von gewissen Personen seiner Kanzlei, die zugleich zu Rosanos Familie gehören. Danach wäre Rosano ein Opfer einer unbegreiflichen Pietät gegenüber bestechlichen Verwandten geworden. Leider läßt sich diese ebenso unwahrscheinliche wie romantische Lesart nicht aufrecht erhalten. Unser römischer Korrespondent schreibt uns nämlich: Die standalösen Enthüllungen über den neuen Finanzminister und seine politische Bestechlichkeit dauern fort. Der Fall Berga= masco, von dem wir schon berichtet haben, wird von Bergamasco selbst in einer neapolitanischen Zeitung dargestellt. Aus dem Schreiben geht hervor, daß Rosano den damaligen Anarchisten Bergamasco im Gefängnis aufsuchte und mit ihm unterhandelte. Er ging dann zur Familie des Inhaftierten und forderte im voraus Bezahlung seiner Bemühungen". Da er sie nicht erhielt, machte er dem Gefangenen. Schwierigkeiten, sobald er über den Lohn sicher war 5000 Lire Tegte er sich fest ins Zeug, ging zum Präfekten, auf die Polizei usw., bis Bergamasco freigelassen wurde. Ein gemeiner Sträfling, der dem Anarchisten geraten hatte, Rosano zu gewinnen, erhielt zum Lohn als Vermittlergebühr- 6 Monate Strafreduktion! Neben den Fall Bergamasco tritt jetzt der Fall Letizin. Letizin ist ein Volksschullehrer in Aversa, einer füditalienischen Stadt. Seit 30 Monaten verfolgte ihn Rosano, weil er sein politischer Gegner ist; erst hat er seine Ernennung ange= fochten, und als die bestätigt wurde, erfolgte seine Entlassung durch den Stadtrat. Wenigstens wurde der Schulbehörde eine Kopie eines Stadtratbeschlusses in diesem Sinne übermittelt. Es stellte sich dann aber heraus, daß diese Kopie" ohne Original der Stadtrat von Aversa hatte zu stande gekommen war nie den betreffenden Beschluß gefaßt. Natürlich wurden der Bürgermeister und der Stadtschreiber wegen Urkundenfälschung angeklagt, der Prozeß schiebt noch, aber die Biedermänner glaubten sich der Freisprechung sicher, denn ihr Verteidiger war- Sc. Excellenz der Finanzminister Rosano! So lange der Prozeß nicht entschieden ist, bleibt der arme Schullehrer vom Dienst und Gehalt suspendiert! -* " Also die Häuptlinge der Wahlentrechtung behalten, wie vorauszusehen war, das Scepter in der Hand. Ausland. Panama. Man steht sprachlos diesem Gebaren gegenüber. Zunächst wird hiermit der bündige Beweis geführt, daß die Socialdemofratie auch nicht die entferntesten beweiskräftigen Belegstücke Karlsruhe, 11. November. Bei den heutigen Landtagswahlen besaß, als sie ihren Unfug mit den Hunnenbriefen begonnen. Es war die freie Erfindung einer wahrhaft verlumpten zum badischen Landtage wurden bis jetzt gewählt: 13 NationalDenkungsart. Ohne jeden greifbaren Anhaltspunkt liberale, 12 Centrum, 3 Demokraten, 1 Freisimmiger und 4 Socialisten. wurden die deutschen Krieger beschimpft, der deutsche Name Das Resultat aus zwei Bezirken steht noch aus. besudelt, die deutsche Fahne entehrt. Und das in einem Augenblick, wo es galt, ein Verbrechen an einem amtlichen deutschen Reichsvertreter zu fühnen und wichtigen Interessen des Vaterlandes gegen fremde Auschläge zu sichern! Präsident Roosevelt beabsichtigt, wie die Morning Post" aus Hätte die Socialdemokratie bisher auch nur einen einzigen glaubwürdigen Gewährsmann für ihre Vorwürfe gegen deutsche Washington meldet, mit der neuen Republit Banama über einen Soldaten gehabt, so wäre jener Angstruf überflüssig gewesen, doch Vertrag zu verhandeln, worin der Landstreifen für den Panamasie hatte keinen. Alles war frivole Erfindung zur Kanal dauernd den Vereinigten Staaten verpachtet wird und diese Schändung des deutschen Namens. Das wird jezt das Recht erhalten, längs der Kanallinie Truppen zum Schutze des von dem Vorwärts" selbst erhärtet. Kanals und zur Aufrechterhaltung der Ordnung zu stationieren. Die Aber diese kläglichkeit wird noch überboten durch die Art, Vereinigten Staaten würden damit gleichzeitig die Kontrolle wie jetzt die Socialdemokratie vor fremden Thüren hausieren geht, über die einzige Eisenbahnlinie erhalten, die über den um Hilfe zu finden. Was mag ausländische Socialdemokraten Isthmus führt und auch die Städte Colon und Panama unter ihre in der innersten Brust bewegen, wenn sie diese Selbstentwürdigung Gewalt bringen. Die Republik würde dem Namen nach ein mit ansehen! Und was für Belegstücke mögen zu Tage ge- unabhängiger Staat sein, thatsächlich aber der Union unterfördert werden, wenn das Ausland sich der deutschen Social- stehen. demokratie annimmt! Ihr Appell kommt ja einer direkten AufFrankreich. forderung zur Neufabritation von Beweismitteln Ordensschwestern. Ein von der Geltung der Hunnenbriefe gleich. Jeden- Loubet unterzeichnetes Dekret des Marineministers au 3 den der Nonnen falls beweist sie hiermit, daß sie auch nicht das mindeste Bedenken verfügt die Entfernung tragen würde, sich derartiger Mittel von neuem für ihre Zwecke Marinespitälern, da sie sich nicht mit der Krankenpflege, zu bedienen. Und das ist es, was wir hier feststellen wollen. Es wohl aber mit der materiellen Verwaltung beschäftigt hätten. In hat felten ein Bild gegeben, welches die Socialdemokratie so dem Bericht des Marineministers, in welchem diese Entfernung benaturgetreu in ihrer ganzen Kläglichkeit veranschaulicht, wie das gründet wird, ist ausgeführt, daß die Nonnen entgegen den Behier entrollte. Sollte man es für möglich halten, daß ehemalige ftimmungen die Leitung der Vorratsmagazine an deutsche Soldaten sich soweit erniedrigen können, Anhänger dieser sich gerissen, sich jeder Kontrolle entzogen und Jammergesellschaft zu werden?" arge Migbräuche begangen hätten. 9 = Gemaßregelte Spanien. bont Präsidenten Man steht sprachlos" sagt das Kriegerbundesorgan, und Mit solchem Menschenpad gründet Giolitti das neue eriveist seine Sprachlosigkeit durch Schimpfgeleife, wie es wohl nur Neue Streitbewegungen. Nach einer Mitteilung des Präfekten Ministerium! allzu lange Safernenhofs„ Erziehung" entwickeln mag. In der von Huelva beträgt die Zahl der ausständigen MinenTapferkeit des Schimpfens ist die" Parole" also sicherlich außer jeder arbeiterin Rio Tinto 7000. Die Ausständigen versuchten Konkurrenz auch dessen, der etwa Neigung hätte, sie aufzunehmen. vielfach, Arbeitswillige an der Arbeit zu hindern; ferner wurde von Ebenso außer jeder Konkurrenz ist das Organ in seiner vollendeten Ausständigen der Versuch gemacht, einen Eisenbahnzug anzuhalten Unwissenheit, in seiner gänzlichen Unkenntnis der Vorgänge, die hier und den Aufbewahrungsort für Schwefelsäure in Brand zu stecken. in Frage kommen; denn Unkenntnis und Nuwissenheit muß ihm Der Präfett von Huelva hat sich mit 200 Gendarmen nach Rio zugebilligt werden, da sonst nur ein Hochgrad dummfrecher Ver- Tinto begeben. Deutfches Reich. Das Aufgebot der Ordensritter. Kein Tag ohne einen neuen Bund zur Bewältigung der Social demokratie! Man überſtürzt sich in Genialitäten zur Erreichung des Italien. Eine Charakteristik Giolittis. Arbeiterinnenschut referierte Frau Adelheid Popp. Ihre vorzüglichen Ausführungen Rom, den 9. November.( Eig. Ber.) Eine beachtenswerte gipfelten in folgender Resolution, die einstimmig angenommen Charakteristik des neuen Ministerpräsidenten giebt der radikale wurde: Schriftsteller E. T. Moneta in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift Via Internazionale". Dänemark. Staat." fördert, müssen sie allerorts zu einem unsrer mächtigsten Kamph mittel werden." Mit einem Hoch auf die socialdemokratische Frauenorganisation schlossen die Verhandlungen. fo zeigt sich in der Lage des Arbeitsmarktes In Erwägung, daß alle Enqueten, vor allem aber die Berichte der Gewerbe- Inspektion immer wieder lehren, daß ein erhöhter Aus Induftrie und Handel. " Der Irrtum der Radikalen und Socialisten," schreibt Moneta, Schutz der Arbeiterinnen in Fabriken, Werkstätten und der Heimlag darin, sich einen Giolitti vorgestellt zu haben, der der Wirklichkeit industrie eine nicht mehr abzuweisende Notwendigkeit ist, erklärt die Zur Lage des deutschen Arbeitsmarktes. Der Oktober pflegt für nicht entspricht. Wußten sie denn nicht, daß dieser Mann, grund- Frauenkonferenz, daß es ein Verbrechen an Leben und Gesundheit die Gestaltung des Arbeitsmarktes ein kritischer Monat zu sein: die rechtschaffen in seinem Privatleben, in seiner Auffassung vom öffent vieler tausend Frauen und Mädchen bedeutet, wenn der Stillstand Wenn trotzdem im lichen Leben ein großer Cyniker ist? Wissen sie nicht, daß für ihn der Arbeiterschuß- Gesetzgebung noch länger anhält. Die socialdemo- Nachfrage geht zurück, das Angebot steigt. Grundfäße, Ideen, Ueberzeugungen weniger sind als nichts, so lange fratische Frauenkonferenz steht auf dem Boden jenter Minimal- Oftober d. J. die Bewegung von Angebot und Nachfrage weniger sie nicht zum Erfolge führen? Haben sie denn vergessen, daß forderungen, die unser Parteiprogramm über Frauen- und Arbeitsuchende auf je hundert offene Stellen ergiebt als des Vorjahres, im entsprechenden Monat Giolitti Anbeter des Erfolges und der Macht mit Leib und Jugendschuß enthält, und fordert insbesondere von jeder Regierung, darin, daß die Besserung Seele den Konservativen angehörte, so lange sie die Mehrheit im welche nicht den Schimpf einseitiger Unternehmerfürsorge Lande für sich hatten, und sie sofort im Stich ließ, als er gewahrte, auf sich nehmen will, die Einbringung eines Gesezentwurfes im auch im Oktober vorgehalten hat. Während nämlich, der Arbeitsmarktsdaß sie die Mehrheit nicht mehr besaßen? War es nicht Giolitti, Parlament zur Einführung des Achtstudentages für alle Arbeiterinnen, Korrespondenz zufolge, nach der Statistik der öffentlichen Arbeitsder die standalösesten Pressionen und Einschüchterungen wagte, um der durch stufenweise Herabseßung auf zehn resp. neun Stunden zu nachweise auf je 100 offene Stellen im Oktober vorigen Jahres die Wahl Cavallottis und Imbrianis zu verhindern, was verwirklichen ist. In gesundheitsschädlichen Betrieben und für 164,5 Arbeitsuchende kamen, waren es in diesem Jahre nur 139,3. ihm auch gelang? War es nicht Giolitti, der die Ernennung jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen ist eine weitere Herabſegung Die Andrangskurve ist also in diesem Ottober weit weniger schroff Tanlongos zum Senator vorschlug, jenes unglücklichen Direktors der Arbeitszeit auf längstens sechs Stunden vorzusehen. Die Er- und start gestiegen ivie 1902. Ganz besonders gilt dies vom mänder Banca Romana, den er bald darauf unter der Anklage höhung der Altersgrenze für jugendliche Arbeiter auf 18 Jahre wird lichen Arbeitsmarkt, wo der Andrang noch weniger zugenommen hat schweren Verbrechens im Amt ins Gefängnis bringen ließ? gleichfalls gefordert. Indem die Frauenkonferenz auf die im focial- als auf dem weiblichen. Und war es nicht derselbe Giolitti, der die Dokumente der demokratischen Programm erhobene Forderung nach dem ausnahms- Festsetzung der Kohlenpreise für 1904. Die Aeußerung des Banca Romana unterschlug, nicht um der öffentlichen Moral losen Verbot der Nachtarbeit von Frauen und jugendlichen Arbeitern Sommerzienrats Müser in der Generalversammlung der Harpener tvillen, nicht, um die Bestrafung der Schuldigen, Bestecher und Be- besonderen Nachdruck legt, fordert sie, daß es allen Unternehmern Bergbau- Gesellschaft vom 31. Oktober, daß eine Erhöhung der Kohlenstechenen, zu sichern, sondern um sich dieser Dokumente zum Schaden bei Arreststrafe verboten werde, Arbeiterinnen, welche tagsüber preise für 1904 unwahrscheinlich sei, findet bereits eine Bestätigung. seiner politischen Gegner zu bedienen, während er seine eignen in der Fabrik oder Werkstätte beschäftigt sind, Arbeit mit nach Hause Der Beschluß des Aufsichtsrates des Westfälischen Coatssyndikates, Parteigänger und die Klienten seiner Freunde schonte? zu geben. Der Sonnabendnachmittag ist den Arbeiterinnen frei- die Berechnungspreise für sämtliche Sorten Coats für das Jahr 1904 Ach, wir wissen es wohl, daß er durch diese That den Kon- zugeben, da erst durch diese Einführung die Sonntagsruhe für die unverändert bestehen zu lassen, wird nämlich auf die Festsetzung der servativen verhaßt wurde und gerade dadurch das Vertrauen und die verheirateten Arbeiterinnen verwirklicht werden kann. Zur wirksamen Kohlenpreise voraussichtlich insofern von Einfluß sein, als der Preis Sympathie vieler Demokraten gewann! Kontrolle dieser Bestimmungen ist die Ausdehnung der Gewerbe- für Coatstohlen, welcher für das laufende Jahr 9,50 M. beträgt, Die skrupellose Kampfnatur dieses Mannes schien ihnen ein Inspektion auf den Kleinbetrieb eine notwendige Bedingung, ebenso ebenfalls beibehalten werden dürfte. Ob und wie weit durch diese großer Gewinn als Haupt der Regierung, wenn er zu ihren Diensten die Einführung weiblicher Gewerbe- Inspektoren und die Zuziehung Preisfestsetzung auch die übrigen Industriekohlen berührt werden, sein müßte. Was nun heute geschieht, ist eine dirette und natürliche von Arbeiterinnen als Kontrollorgane. Da es sowohl durch ärztliche läßt sich vor der Hand natürlich noch nicht mit Bestimmtheit sagen. Folge dieser Illusion, die sich viele Demokraten über Giolitti ge- Gutachten als auch durch die praktische Erfahrung längst festgestellt Arbeitslöhne und Unternehmerprofite in der amerikanischen macht haben. Es ist eine einem Politiker nicht zu verzeihende ist, daß die vierwöchentliche Schußfrist für Wöchnerinnen nicht ge- Maschinenindustrie. Aus New York wird uns geschrieben: Durch die Kinderei, einem Menschen zuzumuten, er solle unsrer Partei zu nügt, fordert die Frauenkonferenz die Ausdehnung des WöchnerinnenLiebe seine ganze Natur umkrempeln. Es war ein riesiger Irrtum, schußes auf acht Wochen nach der Niederkunft, wenn das Kind lebt, gesamte großkapitalistische Presse, deren Siegesfanfaren über die zu glauben, daß jemand, der einmal vom Wege politischer Ehrlichkeit sechs Wochen bei Tot- oder Fehlgeburten oder im Falle des Alb- unentwegt andauernde Prosperität" in letzter Zeit in Trauermärsche abgetichen ist, dies in Zukunft nicht wiederholen werde. lebens des Kindes; weiter die kündigungslose Einstellung der Arbeit über die„ hereinbrechende Geschäftsdepression" umgeschlagen find, Giolitti ist frei von persönlichem Haß und persönlicher Vorliebe, im letzten Stadium der Schwangerschaft. Schwangeren im Tekten geht das tindische Bestreben, die Ursache dieser Depression den und daß ist seine politische Stärke; aber er entbehrt auch einer tiefen Stadium und Wöchnerinnen ist von den Krankenkassen für die ganze maßlosen Ansprüchen" der Arbeiter zuzuschreiben, durch welche die Ueberzeugung in irgend einer Richtung, und das ist seine Schwäche. Dauer der Schutzfrist der Verdienstentgang in der vollen Höhe des Fortsetzung des erfolgreichen Stonkurrenztampfes auf dem Weltmarkt Er wird den Weg der Freiheit gehen, so lange und soweit er ihn durchschnittlichen Tagelohnes zu gewähren. Um den Kassen das zu verhindert worden sein soll. Wie lächerlich gering aber der nur als den Weg zum Erfolg ansicht; er wird ihn mit vollem Bewußtsein ermöglichen, find vom Staate Buschüsse zu leisten. Im Interesse von einem Bruchteil der Arbeiter errungene Mehrlohnbetrag ist, den das verlassen, und einen entgegengesetzten einschlagen, wenn er glaubt, der Gesundheit der Arbeiterinnen fordert die Frauenkonferenz die Sapital an die Arbeiter von dem aus ihnen herausgepreßten Arbeitsdaß dieser seinem Glücke besser diene. Giolitti folgt der alten Errichtung von Entbindungsanstalten, Wöchnerinnenheimen amb ertrag abspleißen mußte, geht aus dem eben erschienenen Bericht des voit New Jersey über die Maschinen Regel der Steptiker: mit der Moral läßt sich nicht regieren." Wöchnerinnen- Hauspflege durch die Gemeinden, die Länder und den statistischen Bureaus industrie Dieses Staates hervor. Danach befanden sich Der dritte Punkt der Tagesordnung war die Frage der im letzten Fiskaljahr in dem Staate 95 Etablissements der MaschinenWie die liberale Regierung das Wahlrecht reformiert. Der politischen Bethätigung der Frauen". Hierüber sprach Genoffin industrie( von denen 30 Privatfirmen, 63 Gesellschaften gehörten), Miniſter des Innern Sörensen hat am Donnerstag dem Landsthing Schlesinger. Sie streifte die Verhandlungen des Dresdener Partei- die hauptsächlich die Fabrikation von Lokomotiven, Druckpressen, einen Wahlreformvorschlag vorgelegt. Er will aber nicht etwa, wie tages über die Agitation für das Frauenwahlrecht und bedauerte, daß Konservencüchsen-, Cigarrenmaschinen, Dampfmaschinen aller Art, es den liberalen Grundsäßen und Gelübden entsprechen würde, ihr von der Frankfurter Organisation ohne ihr Zuthun aufgenommener Gas- und Wassermotore sowie Nähmaschinen betrieben. Die Zahl das Zweiklassensystem bei den Landsthingswahlen abschaffen, sondern Antrag, die Mittel und Wege zur Erringung des Frauenwahlrechts auf der Arbeiter schwankte zwischen 14 329 bis 16 642( die Differenz war nur das Proportionalsystem fir die Wahl- dem internationalen Kongreß zu Amsterdam zur Beratung zu stellen, veranlaßt durch Mangel an Material infolge der starken Nachfrage den Kreisen einführen, wo mehrere troß warmer Befürwortung durch Singer abgelehnt worden sei. Sie nach Eisen und Stahl sowie durch eine Anzahl Streiks) und Wahlmänner zu wählen sind, also in Kopenhagen und den größeren wolle diesen Antrag nun aber doch nicht beim östreichischen Bartei- die Gesamtlöhne betrugen 9365 484 Dollar, oder pro Arbeiter die kleinen Städte und Landgemeinden haben nur je tag stellen, weil sie sich jetzt davon überzeugt habe, daß 597,52 Dollar gegen 574,36 Dollar im vorhergegangenen Jahre, einen Wahlmann zu wählen. Wenn dieser Vorschlag Geick wird, er in Amsterdam doch abgelehnt werden würde und weil es somit ein Wiehr an Jahreslohn von 23,16 Dollar, noch nicht so wird innerhalb der allgemeinen Wählerklasse die beträcht- einen ungünstigen Eindruck machen müsse, wenn das internationale 50 Cents pro Woche. Hierbei sind die„ jalarierten" Beamten liche Minorität der Gegner der Socialdemokratie zu einer stärkeren Somitee den Frauen zum zweitenmal eine Forderung ablehnen würde. nicht eingerechnet, wohl aber höchst wahrscheinlich die hochBertretung gelangen, Da die Lohnerhöhungen in fast allen während innerhalb Der Klasse der In der Debatte vertrat Fräulein Baader energisch den Stand- bezahlen Vorleute. höchstbesteuerten Wähler, das heißt derer, die 4000 Kronen punkt, den die Majorität in Dresden eingenommen hat. Die Zweigen dieser Industrie beinahe ausschließlich von den qualifizierten Socialdemokraten trotz deutschen Genofsinnen haben den Antrag der Frau Schlesinger un- Arbeitern errungen worden jind( und zwar meistens im letzten Jahr des Proportionalſyſtems nicht zur Geltung kommen werden. praktisch gehalten. Wir halten es für besser, nicht eine eigne Frauen- der Prosperität, da sie sich vorher mit der vermehrten ArbeitsIn Kopenhagen wäre es bei dem jest geltenden System wohl Wahlrechtsbewegung zu beginnen, sondern überall dort, wo die gelegenheit begnügt hatten) und die„ Unionlöhne" zwischen 2,50 bis möglich, daß die Socialdemokratie bei der nächsten allgemeinen Männer eine Wahlrechtsbewegung unternehmen, soll man auch für 3,50 Dollars variieren, so kann man sich ein ungefähres Bild über Landsthingswahl drei der sieben Mandate eroberte, wird aber der das Frauenwahlrecht eintreten.( Beifall.) die hohen Löhne" machen, welche die ungelernten Arbeiter erhalten Vorschlag Sörensens Gefeß, so könnten es unsre Parteigenossen auf Folgende Resolution wurde schließlich angenommen: haben. Leider ist in dem Bericht nicht angegeben, wie hoch der lange Zeit hinaus auf höchstens zwei Mandate bringen. Mit Recht Die Vertreterimen der deutschen Socialdemokratinnen Desireichs Anteil am Produktionsertrag war, welcher im legten und vorherbemerkt Socialdemokraten": " Sörensens Vorschlag ist ein erklären, mit besten Kräften dahin wirken zu wollen, daß das Klassen gegangenen Jahr auf das Sapital entfallen ist. Da die Produktion principieller und schicksalsschwangerer Bruch mit dem demokratischen bewußtsein immer weitere Kreise von Arbeiterinnen und Arbeiter eine stetigere und die Arbeit zweifelsohne eine intensivere war, so Grundsaz, daß die Proportionalwahl nur in Ver- frauen erivedt und ihnen Verständnis für die Vorgänge des öffent- muß die Erhöhung des Anteils seitens des Kapitals eine bedeutend bindung mit dem gleichen und allgemeinen Wahl- lichen Lebens vermittelt werde. Sie wollen die Frauen aneifern, an größere fein, als diejenige, welche der Arbeit zugefallen. Deshalb recht gerecht ist." allen politischen Tagesfragen Anteil zu nehmen und insbesondere die auch ging man in diesem Bericht darüber wohlweislich hinweg. männlichen Genossen in ihren Wahlkämpfen wirksam und opferDie norwegische Handelsflotte zählte Ende 1902 nach einer Revolution auf San Domingo. Auf Haiti ist wieder einmal freudig zu unterstützen. Zugleich aber erklären sie es für dringend Aufstellung des norwegischen statistischen Centralbureaus 5569 Segeleine Revolution ausgebrochen, die diesmal zu Gunsten der revo- Rechte in Anspruch zu nehmen lernen und bereit feien, bei jeder Ge- 567 161 Registertonnen gegen 5445 Segelschiffe vor 935 947 Renotwendig, daß die proletarischen Frauen ihre eignen politischen schiffe von 883 955 Registertonnen und 1290 Dampfschiffe von lutionären Partei verlaufen zu sein scheint. Nach einer Meldung legenheit für die Forderung nach der rechtlichen Gleichstellung beider gistertonnen und 1223 Dampfschiffe von 531 142 Registertonnen hat sich wenigstens der Präsident Gill, der erst im April dieses Jahres Geschlechter und insbesondere nach dem Wahlrecht der Frauen einzutreten, Ende 1901. Die Zahl der Segelschiffe hat sich hiernach während des infolge einer geglückten Insurrektion zum Präsidenten gewählt worden die Konferenz spricht zugleich die Erwartung aus, daß die social- Jahres 1902 um 124 Schiffe vermehrt und ihr Gesamtgehalt un war, nach dreitägigem Kampfe in das deutsche Konsulat flüchten demokratischen Männer in höherem Maße als bisher die Frauen in 51 992 Registertonnen vermindert, während die Zahl der Dampfmüssen. Die Revolution gilt als beendet. Der siegreiche General dieser Aufgabe unterstützen und bei jeder Gelegenheit für die schiffe um 67 Schiffe und ihr Gesamtgehalt um 36 019 Register Fiminez wird allenthalben im Lande als Präsident proklamiert. rechtliche und politische Gleichstellung der Geschlechter eintreten tonnen zugenommen hat, was im ganzen eine Vergrößerung der Amerikanische Schiffe sind nach San Domingo abgegangen; zur werden, wie das Programm der socialdemokratischen Partei in Handelsflotte um 191 Schiffe, aber eine Verminderung des GesamtWahrung der deutschen Interessen wurden„ Gazelle" und" Panther" Destreich es von ihnen verlangt und wie sie es wiederholt auf unsern gehaltes um 15 973 Registertonnen bedeutet. Die Zunahme der nach den haitianischen Gewässern entsandt. Parteitagen beschlossen haben. Nur wenn alle Parteigenossen ohne Bahl der Segelschiffe ist darauf zurückzuführen, daß bei der neuesten linterschied des Geschlechts ihre volle Kraft einsetzen, wird es uns Schiffahrtsstatistit auch größere Fischereifahrzeuge von 20 Tonmen gelingen, das, was bisher au unsern principiellen Forderungen toter und darüber mitgerechnet wurden, was früher nicht der Fall war. Buchstabe geblieben ist, in lebendige That umzuwandeln." Die stärkste Handelsflotte besaß am 1. Januar vorigen Jahres Beschlossen wurde weiter, dieser Resolution noch folgenden Zusatz Christiania mit 187 148 Registertonnen, es folgen: Bergen mit zu geben: 182 656 Registertonnen, Arendal mit 81 898 Registertonnen, Stavanger mit 79 768 Registertonnen, Tönsberg mit 78 165 Registertonnen, Haugesund mit 50 655 Registertonnen, Drammen mit 49 702 Registertonnen und Christiansund mit 49 142 Registertonnen. männerwahlen in Städten, und mehr Einkommen haben, die " Amerika. Zweite socialdemokratische Frauenkonferenz. M " Nachdem Genossin Pohl- Wien über die Presse" berichtet hatte, wurde der letzte Punkt der Tagesordnung Konsumvereine" nach einem Referate der Genossin Nowak durch die Annahme folgender Resolution erledigt: " 1 Gewerkschaftliches. Gs Wien, 9. November 1903. Dem Gesamt- Parteitage der östreichischen Socialdemokratie ging gestern eine Frauentonferenz voraus, die von 30 Wiener und„ Bei den Kämpfen, welche die Partei für die Eroberung des von 19 Provinz- Organisationen beschickt war. Erschienen waren allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts in Staat etiva 60 Delegierte. Die socialdemokratische Parteileitung war durch und Gemeinde führt, muß das Frauenwahlrecht gefordert, in der Dr. Adler, die Gewerkschaftskommission durch Hueber, die Agitation grundsätzlich festgehalten und mit allem Nachdruck vertreten socialdemokratische Partei Deutschlands durch Reichsings- Abgeordneten werden." Sindermann- Dresden, die deutschen Arbeiterinnen durch Dieser Zusatz ist die Resolution, die in Dresden angenommen Fräulein Baader- Berlin und die ungarländische Socialdemokratie worden ist. durch Frau Galemba Budapest vertreten. Außer den KongreßDie Einigung der beiden Gärtnerorganisationen mitgliedern war eine Reihe von Gästen, darunter einige Frauen aus ( Allgemeiner deutscher Gärtnerverein, Sib Berlin, und die Deutsche der bürgerlichen Frauenbewegung, anwesend. Die Begrüßungsworte, Gärtnervereinigung, Sib Hamburg) ist nunmehr bis auf einige die Frl. Baader und Genosse Sindermann an uns richteten und Formalitäten perfekt geworden. Am 9. d. Mts. fand im hiesigen in denen die Gemeinsamkeit des Zieles betont wurde, fanden leb- Die Frauenkonferenz erblickt in der Konsumbereins- Bewegung Gewerkschaftshause eine Konferenz der beiden Centralvorstände unter haften Beifall. ein wirksames Mittel, um im Verein mit der gewerkschaftlichen Teilnahme der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands Eine reiche Tagesordnung war zu erledigen. Zunächst wurde und politischen Organisation die wirtschaftliche Befreiung des Prole- statt, in der die Grundlage für die fünftige Thätigkeit der gewerk die Organisation und Agitation besprochen. Fel. Boschef- Wien konnte tariats vorzubereiten. Indem der Arbeiter- Konsumverein durch gute schaftlichen Gärtnerbewegung geschaffen wurde. Die Namensfrage über Erfolge der Propaganda besonders unter den Arbeiterinnen der und preiswerte Lebensmittel die Arbeiterfamilien vor der Lebens- wurde dahin erledigt, daß der Name Allgemeiner deutscher Gärtnerstaatlichen Zabatfabriten in Wien berichten. Diese Staatsarbeiterinnen mittelfälschung, der Maß- und Gewichtsübervorteilung und dem verein weiter geführt wird. Auf Mitgliedsbüchern, Statuten und am ivaren durch mehrere Delegierte auf dem Kongreß ver- Breiswucher durch den Zwischenhandel bewahrt, dazu beiträgt, die Stepfe des Crgans( der Allgemeinen deutschen Gärtnerzeitung") treten, die sich lebhaft an den Debatten beteiligten. Die Gesundheit und die wirtschaftliche Lage der einzelnen Arbeiter wird in Parenthese der Name D. G.-Vg. hinzugefügt werden. Tabalarbeiterinnen Organisation besteht 11112 aus Frauen, familien zu verbessern. Zugleich bewährt sich aber der Konsum ist dies einstweilen notwendig, um keine Verwechselung mit der wird von Frauen geführt und hat besonders im letzten verein auch als Mittelpunkt für das Parteileben der Frauen eines neuen Sonderbündelei des christlich- socialen Jahre große Fortschritte gemacht. Die Gesamtzahl der gewerk Bezirks Rayons. Er bringt die noch indifferenten Vereinsagenten Franz Behrens aufkommen zu lassen, schaftlich oder in Bildungsvereinen organisierten Frauen Destreichs Broletarierinnen mit Klassenbewußtsein in Berührung die sich Deutscher Gärtnerverband" tituliert. Die endgültige Bes beträgt elftausend. Die Referentin wendet sich energisch gegen die und kann demnach diesen ersteren die Ideen der Social ftimmung über die Namensfrage bleibt der nächsten GeneralAnsicht, daß die Arbeiterinnen nur durch niedrige Beiträge für die demokratie vermitteln. Durch Verteilung bon Agitations versammlung vorbehalten. Der Sitz des Vorstandes und der Organisation getonnen werden können. Die Erfahrung beweist das zetteln und Flugschriften, durch Vertrieb von Festkarten und Organisation bleibt Berlin. Der bisherige Vorstand der VerGegenteil. Die Gewerkschaften müssen das Unterstügungswesen Abzeichen kann der Konsumverein auch einen Teil der organi einigung bleibt in Hamburg als Kontrollkommission Entbindungskosten, Krankengeldzuschuß, Leichenkostenbeitrag, Unter- fatorischen Kleinarbeit unter den Frauen übernehmen. Eine noch bestehen. Diese hat bis zur nächsten Generalversammlung die Durch stügung für Notfälle pflegen, wenn sie die Frauen für die wichtigere Funktion in Emanzipationskampf fällt den Konsumvereinen führung der Einigungsbedingungen zu überwachen. Bei allen Organisation gewinnen wollen. Im übrigen betont die Rednerin: dann zu, wenn er durch tüchtigen Ausbau dahin gelangt, streikende principiellen Maßnahmen soll sich der Vorstand der Organisation mit Wir wollen ein Hilfsorgan der Gesamtorganisation der Social- Arbeiter und Arbeiterinnen durch Kreditgewährung in ihrem Stampf der Stontrollfommission verständigen. demokratie sein. In diesem Sinne haben wir gearbeitet und werden mit dem Unternehmertum auf das wirksamste zu unterstützen. Die Als Organ der Organisation wird die Allgemeine deutsche wir weiter arbeiten. Arbeiter- Konjumvereine können aber ihre Aufgabe nur dann ganz er- Gärtnerzeitung" beibehalten werden, die in Berlin erscheint. Die Debatte ergab völlige lebereinstimmung in den leitenden füllen, wenn jede Parteigenoffin es sich zur Pflicht macht, sich neben Entscheidung über Umfang und Erscheinungsweise der Zeitung wird Gesichtspunkten. Eine Resolution, die die Organisation regelt und der gewerkschaftlichen und politischen, auch dieser Organisationsform an dem Vorstande in Verbindung mit der Kontrollkommission über den Wunsch ausspricht, daß die politischen Organisationen zu all zuschliegen, ihren ganzen Bedarf im Konsumvereine zu decken und lassen. Der Zuhalt ist sowohl dem gewerkschaftlichen und socialihren Besprechungen Frauen heranziehen mögen, um sich für alle ihre unter ihren Klassengenossen eifrig für diesen zu agitieren. Zugleich politischen Teil als dem Gebiet der Fachbildung zu widmen. In Aftionen sowie für die Wahlarbeit der Hilfe der Frauen zu ver- sollen die Genossinnen es sich angelegen sein lassen, das Gebahren den Vorstand der Organisation wird ein Vorstandsmitglied der fichern und den Indifferentismus zu bekämpfen, wurde angenommen. Der Konsumvereine zu kontrollieren, etwaige Beschwerden an geeig- Deutschen Gärtnervereinigung eintreten, der entweder als GeschäftsIn das Frauen- Reichsfomitee, das an der Spize der neter Stelle geltend zu machen und wo die erforderlichen Kräfte führer oder Redakteur anzustellen ist. Die bisherige Arbeitslosen= Organisation steht, wurden die Frauen Popp, Boschet, Schlesinger vorhanden sind, auch an der Leitung der Konfumvereine teilzunterstüßung der Deutschen Gärtnervereinigung wird übernommen and Lippa gewählt. nehmen. Ohne die Unterstügung der Frauen können die Konsum- werden. Der Beitrag wird einheitlich auf wöchentlich 25 Pf. fest= Ueber den vereine unmöglich gedeihen; aber von den Frauen thatkräftig ge- gesetzt, wovon der Hauptgeschäftsstelle pro Quartal und Mitglied " Dic In Charlottenburg wird das WahIresultat heute abend in öffentlicher Bersammlung im Voltshause, Rosinenstr. 3, verkündet. Siehe Inserat. 2.25 M. zu überführen sind. Den Zweigvereinen verbleiben pro Für den Wahlkreis Teltow- Beeskow Storkow- Charlottenburg| fäumt hat. Der Wahltag ist für unsre Parteigenossen ein Tag ernster Mitglied und Quartal 1,00 M. Der Beitrag für die der Arbeits- werden die Landtagskandidaten in der am Sonntag, den Arbeit. Möge niemand das Opfer, welches die Wahlbeteiligung von Tosen- Unterstüßungskasse angehörenden Zweigvereine beträgt pro 15. b. M., nachmittags 11 Uhr im Voltshause, Charlottenburg, den Arbeitern fordert, scheuen. Mann für Mann müssen wir an den Woche 30 Pf., wovon für die Arbeitslosen- und Reise- Unterstübung Rosinenstr. 3, stattfindenden außerordentlichen General Wahltisch treten, denn es ist notwendig, daß die Socialdemokratie mit pro Woche und Mitglied 10 Pf. reserviert werden. Der Beitritt der versammlung nominiert. Jeder Wahlverein des Kreises ist aller Energie den Wahlkampf führt. Der Vortrag, dem die VerZweigvereine zu Der Arbeitslosen Unterberechtigt, bis zu drei Delegierten zu entsenden. Gäste haben sammelten mit lebhaftem Interesse folgten, fand starken Beifall. Mit stübungstasse ist ein fakultativer. An Arbeitslosen- Unter- Zutritt. einem Hoch auf die Socialdemokratie und Hochrufen auf Arons schloß stützung werden nach einjähriger Mitgliedschaft pro Woche 6 M. gezahlt. die Versammlung. Die Reise- linterstützung beträgt pro Tag 75 Pf. bis zur Höhe von 48,00 M. pro Jahr. Die ungelernten Arbeiter und Arbeiterinnen des Berufes werden als gleichberechtigte Mitglieder der Organisation aufgenommen. Dieselben werden nach Maßgabe der örtlichen Verhältnisse entweder in besonderen Sektionen oder in die allgemeine Organisation aufgenommen. Der Beitrag für weibliche Mitglieder wird auf 10 Pf. pro Woche und Mitglied fest gefeßt, wofür ihnen das Fachorgan, Rechtsschuß und Notfall- Unterstüßung gewährt werden. Charlottenburg. Der Wahlverein hält am Sonnabend im Volts Der Zusammenschluß der beiden Organisationen soll zum 1. Januar 1904 vor sich gehen. Das Hause, Rosinenſtr. 3, sein Stiftungsfest ab. Für ein reichHamburger Geschäft wird vom Geschäftsführer der Deutschen haltiges und gutes Programm ist gesorgt. Entree 20 PF. Gärtnervereinigung in Liquidation bis zur endgültigen Abwickelung der Geschäfte geführt. Seitens der Deutschen Gärtnervereinigung wird wegen der Aufgabe der Organisation eine Urabstimmung vorgenommen werden, die aber voraussichtlich die einstimmige Annahme des Vorstehenden ergeben wird. Somit wäre die Einigung der beiden Organisationen erfreulicher Weise herbeigeführt. Es steht zu erwarten, daß es nunmehr mit vereinten Sträften gelingt, sowohl die überaus traurigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse der gärtnerischen Arbeitnehmer zeitgemäß zu reformieren, als den Zersplitterungsbestrebungen des christlichen Vereinsagenten wirksam entgegenzutreten. Berlin und Umgegend. Achtung, Mafifinstrumenten- Arbeiter! Im Anschluß an den Bericht des Vorwärts" über die am Mittwoch stattgefundene Vertrauensmänner- Sißung teilen wir den Kollegen mit, daß beschlossen Irurde, die Kollegen aufzufordern, in allen Betrieben am Wahltage nachmittags die Arbeit ruhen zu lassen. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, diesem Beschluß überall nachzukommen. Die Werkstatt- Kontrollkommission. Reiseschuh- Fabrik von Schlesinger, Luisen- Ufer 12, find beigelegt. Achtung, Schuhmacher! Die Differenzen in der Filz- und Es wurden auf drei Artikel für Zwidarbeiten pro Dugend 15 bis 25 Pf. und 50 Pf. bewilligt. Die Sperre über die Fabrik ist somit aufgehoben. Ortsverwaltung des Vereins deutscher Schuhmacher. Deutfches Reich. Der Streit der Maurer in Solingen dauert unverändert fort. Die Christlichen haben allerdings ihrerseits denselben aufgehoben und versuchen in ähnlicher Weise wie in Köln im Trüben zu fischen. Um so notwendiger ist es, den Zuzug fernzuhalten. Die Crimmitschauer Zehnstunden- Kämpfer stehen wie die Mauern! Nach den Unterstützungslisten sind zur Zeit von den 7000 Braven nur 155 abtrinnig geworden. Arbeiter Deutschlands! Tragt den Kämpfenden Munition zu! Heldenmütiger hat sich noch keine deutsche Arbeitertruppe im Lohnkampfe geschlagen. Charlottenburg. Diejenigen Parteigenossen, die nicht wahlberechtigt sind, sowie die Genoffinnen werden ersucht, sich heute bei der Landtagswahl zum Stimmzettelverteilen 2c. der Partei zur Verfügung zu stellen. Weißensee. Zur Verkündigung des Wahlresultats findet heute abends 8 1hr im Prälaten eine öffentliche Versammlung statt. Zahlreiches Erscheinen erwartet der Vertrauensmann. In der Urania sprach am Mittwochabend Genosse Waldeck Manasse vor einer begeisterten Zuhörerschaft. Einleitend bes merkte er: die Frage, was der Freisinn im Landtag gethan habe, könne man am besten beantworten, wenn man die socialdemokratischen Forderungen aufzähle und bei jeder hinzufüge: Das hat der Freisinn nicht gethan. Von den socialen und kulturellen Verhältnissen welche der Socialdemokratie im Landtag bevorstehen. Nach einer der Gegenwart ausgehend, beleuchtete der Redner die Aufgaben, Erinnerung an die opfervollen und mühsamen Kämpfe während dem Socialistengeset schloß der Referent seine Ausführungen mit der Aufforderung, am morgigen Tage möge jeder seine Pflicht thun, den Toten zur Ehr', den Lebenden zur Wehr". Nach dem eindrucksvollen Referat wurde da sich kein Gegner zum Wort meldete von einer Diskussion abgesehen. " " Schöneberg. Das Central- Wahlbureau unsres Drtes befindet sich bei Obst, Meiningerstr. 8. Parteigenoffen, die nicht wahlberechtigt Jm Märkischen Hof" sprach der Kandidat des zweiten sind, und Parteigenossinnen, die sich am Tage der Wahl zur Ver- Landtags= Wahlkreises, Genosse Silberschmidt. Er gab zufügung stellen wollen, werden gebeten, sich von 3 Uhr nachmittags nächst einen fritischen Ueberblick über das ganze Gebiet der ab bei Obst einzufinden. preußischen Realtion, tennzeichnete die Schändlichkeiten des verrotteten Adlershof. Heute Donnerstagabend 8 Uhr bei Arthur Lau: Bolt ausgesetzt ist, die Unterdrückung der freien Meinung, wie sie Wahlsystems, die niederträchtige Bevormundung, der das preußische Außerordentliche Mitglieder- Bersammlung des Wahlvereins. Tages- namentlich gegen die Staatsarbeiter verübt wird, und besonders auch ordnung: 1. Verkündigung der Wahlresultate. 2. Wahl der Dele- die schreckliche Vernachlässigung des Schulwefens. Der Redner wies gierten zur Kreis- Generalversammlung. 3. Verschiedenes. ferner auf das verräterische Verhalten freisinniger Führer gegen und fulturelle Bedeutung der Arbeiterorganisation und forderte über dem Koalitionsrecht der Arbeiter hin, schilderte die sittliche schließlich zu eifrigster persönlicher Agitation für die Wahl auf, damit einmal fräftig und nachhaltig gerüttelt werde an den schmachvollen Zuständen im Lande.- Distussion fand nicht statt. Der Vorstand. Schmargendorf. Der Wahlverein hält heute abend 81 Uhr im Wirtshaus Schmargendorf" eine außerordentliche Mitglieder- Berfammlung ab, auf deren Tagesordnung die Beratung wichtiger Ge meinde- Angelegenheiten und die Verkündigung von Landtagswahl Resultaten steht. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Der Vorstand. Bris. Morgen, Freitagabend 82 Uhr findet bei Weniger, Werderstr. 27, die Mitgliederversammlung des Wahl vereins statt, in der Genosse Dr. Alberti über christliche und moderne Weltanschauung spricht. Rigdorf. Zur Verkündigung des Wahlresultats find zu heute, Die Versammlung in der Drachenburg vor dem schlesischen worden.( GSiehe Inserat in heutiger Nummer und Säulenanschlag.) schiedensten Gebieten kennzeichnete und das reaktionäre, voltss Donnerstagabend, drei Volksversammlungen einberufen Thor war sehr gut besucht. Das Referat hatte hier der Genosse üle übernommen, der die Zustände in Preußen auf den vers Alle Anfragen über die Wahl sind an das Wahlkomitee, Berliner verräterische Gebahren der Freisinuigen in der Vergangeit und bis in Berliner- schiedensten Gebieten kennzeichnete und das reaktionäre, volkss straße 14, zu richten. Telephon Amt Rigdorf 315. Das focialdemokratische Wahlkomitee. die jüngste Zeit hinein einer sehr treffenden Kritik unterzog. Der Vorfrag, in dem der Redner noch zur regen Beteiligung an den Wahlen aufforderte, um gegen das ungerechteste aller Wahlsysteme zu protestieren und um der Socialdemokratie zum Siege zu verhelfen, wurde mit stürmischem Beifall aufgenommen. In der Dise fussion wurde mitgeteilt, daß von den Freisinnigen, anscheinend un Verwirrung anzurichten, Socialdemokraten als freisinnige Wahlmänner in der 3. Wählerabteilung aufgestellt worden sind, ohne diese Personen danach zu fragen, ob sie damit einverstanden sind. Im übrigen wurde die Meinung vertreten, daß bei reger Beteiligung die Wahl des socialdemokratischen Kandidaten aussichtsvoll, daß die Freifinnigen unfre Unterstügung nicht verdienen, daß es schließlich besser ist, ein ausgesprochener Reaktionär wird gewählt, als ein Liberaler, der noch fchofler die Interessen des Volkes verrät. Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Mit einem träftigen Hoch auf die Socialdemo fratie erfolgte der Schluß der Versammlung. Aus der Frauenbewegung. Berein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 16. November, abends 81 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Diskussionsabend im Anschluß an den von Herrn Dr. Maurenbrecher gehaltenen Vortrag über: Weltanschauungsfragen". Gäste willkommen. Der Vorstand. Unternehmer und§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Anläßlich der Straßenbahner- Bewegung in Dresden machten die Direktionen der dortigen Straßenbahn- Gesellschaften ihren Angestellten verschiedene Konzessionen und versprachen namentlich, niemand wegen Ober- Schöneweide. Montag, den 16. November, abends 81% Uhr, feiner Zugehörigkeit zur Organisation zu maßfindet in Wilhelminenhof, Casino, Wilhelminenhofstr. 43, eine Ver den Nägeln zu brennen und da sind denn die gemachten Versprechungen Schöneteide statt. Herr Dr. Maurenbrecher spricht über:" Liebe schnell vergessen. Nicht nur, daß die Abmachungen über die Lohn- und moderne Weltanschauung". Sämtliche Frauen und und Arbeitsverhältnisse nicht innegehalten werden, man nahm auch Mädchen von Ober- Schöneweide werden aufgefordert, zahlreich zu folgenden Bassus mit in den Dienstvertrag auf: erscheinen. Männer als Gäste willkommen. Jetzt scheint den Herren das Feuer nicht mehr so auf iammlung des Bildungsvereins für Frauen und Mädchen in Ober Letzte Nachrichten und Depefchen. Mädchenhandel. Zum Prozeß Bilse. Met, 11. November.( W. T. B.) Der Staatsanwalt hatte gegen den Angeklagten wegen verleumderischer Beleidigung von Vorgesetzten mit nachteiligen Folgen sowie wegen Erregung von Mißvergnügen unter den Kameraden und wegen Verlegung des Gehorsams gegen einen Befehl in dienstlichen Angelegenheiten ein Jahr Gefängnis und Dienstentlassung beantragt. In der Begründung des Urteils, das nach 1stündiger Beratung gefällt wurde, heißt es: Das Gericht ist bei Bemessung 1. Es liegt ein Vergehen wegen Beleidigung vor. 2. Die Anklage, Lieutenant Bilfe habe Mißvergnügen zu erregen versucht, ist nicht stichhaltig. 3. Ungehorsam gegen einen Befehl in dienstlichen Sachen Demjenigen Angestellten, der seine Mitarbeiter zur Erzwingung höheren Lohnes aufreizt, einem Vereine oder Verbande oder angehört Beitritt, welcher Streifa Auf der jüngst hier abgehaltenen Konferenz zur Velämpfung bewegungen fördert oder andre Angestellte zum Eintritt in einen solchen Verein oder Verband auffordert, wird die des Mädchenhandels hatte Herr Dr. Naumann ausgesprochen, daß Stellung aufgekündigt. Nach Befinden tritt sofortige auch unter der Firma des Variétés und der Artistit durch Agenten vielfach Mädchenhandel getrieben würde. Das hat Entlassung ein. die Das ist sehr unvorsichtig von den Herren. Gerade die sächsischen internationale Artiſtenloge veranlaßt, darüber zu verhandeln. der Strafe von drei Gesichtspunkten ausgegangen: das artistische Fachblatt„ Das Programm" berichtet, Behörden handhaben die Strafbestimmungen des§ 153 der Gewerbewurde in der Versammlung der internationalen ArtistenOrdnung mit ummachsichtlicher Strenge. Mancher Arbeiter hat das schon 30. Dftober darauf hingewiesen, daß diese Dr zu seinem Schaden erfahren müssen. Da nun die sächsischen Behörden loge am nach ihrer eignen Angabe socialistische Arbeiter nicht minderen Rechts ganisation im Intereffe ihres Standes sich schon vor längerer Zeit als andre Leute behandeln und auch in Sachsen die Staatsanwalt erboten hat, bei der Bekämpfung des Mädchenhandels mitzuwirken. schaft gleichwie in Preußen die vorurteilsfreieste Behörde" ist. Die Versammlung nahm eine Protestresolution gegen die Darstellung fürchten wir, daß die Herren Direktoren der Dresdener Straßenbahnen sich eine böse Suppe eingebrodt haben. Unnachsichtlich wird man sie wie gewöhnliche" Streifposten auf das Armesünderbänklein schleppen und wahrscheinlich sind ihnen auf Grund des§ 153 drei Monate Gefängnis sicher, sofern nach den allgemeinen Strafgesetzen nicht eine härtere Strafe eintritt." 1 Stunden. " Husland. # des Dr. Naumann an. Das letzte Wort an die Berliner Landtagswähler. liegt vor. Zu Gunsten des Angeklagten und strafmildernd wurde beurteilt, daß das Buch kein Pamphlet ist. Es enthält allgemeine Betrachtungen, die vieles Wahre und Beachtenswerte enthalten, z. B. die engen Verhältnisse in fleinen Garnisonen, das Schuldenmachen, die Folgen der Ungerechtigkeit Vorgesenter, Betrachtungen über das Duell, das Wesen der Strafgarnisonen und Strafverfegungen. Ferner gilt strafmildernd die vers bitterte Stimmung des Angeklagten wegen seiner Suspension vom Dienst ohne triftige Gründe seit langer Zeit. Französische Deputiertenkammer. Erster Landtags- Wahlkreis. In den Arminhallen waren gestern Streitbewegung in Russisch Polen. In letzter Zeit fanden in abend die Genossen der mittleren Stadtbezirke zusammengekommen, Warschau wiederholt Streits statt. um am Vorabend der Urwahlen noch einmal in öffentlicher Ver- Straferschwerend für den Angeklagten kommt in BeIn der Beschlagfabrik von Proszowen 1. Klein erreichten fammlung für möglichst rege Wahlbeteiligung zu wirken. Stadt tracht, daß er in tattloser und roher Weise gegen Vorgesezte vor120 Arbeiter vorwiegend Juden eine Verkürzung der verordneter Paul Hirsch aus Charlottenburg hielt das Referat. gegangen ist und sich in grober Weise gegen die Disciplin vergangen Arbeitszeit und Verbesserung der Löhne. Er wics auf die äußerst schwache Beteiligung des Voltes an den hat, so daß mehrfache Verabschiedungen und Versetzungen in Forbach Ein glänzendes Solidaritätsgefühl bewiesen bisherigen Lantagswahlen hin. Erst jetzt, da die Socialdemokratie nötig werden. die christlichen Arbeiter der Lampenfabrik Alstein, welche mit den auch hier in Aktion tritt, rühren sich auch unsre Gegner. Damit Er fann nicht länger in seiner aktiven Dienststellung verbleiben. jüdischen Arbeitern zusammen in den Streit traten, um die Arbeitszeit sei schon allein der Beweis erbracht, daß die Socialdemokratie das der jüdischen Arbeiter welche höher als die ihrige war bis auf eigentliche belebende Element in unserm ganzen öffentlichen und das Niveau der eignen Arbeitszeit herabzusetzen. Der Streit war politischen Leben ist. Besonders die Freisinnigen rühmen sich, daß siegreich. die im socialdemokratischen Wahlaufruf angeführien Forderungen Paris, 11. November.( W. T. V.) Bei Veratung des KriegsDie Maurer erreichten eine Verkürzung der Arbeitszeit um ihrem Programm entlehnt seien. An der Hand zahlreicher Beispiele budgets bittet Dr. Dubois( Socialist) den Kriegsminister, feine Unter dem Eindruck des Sieges der Bautischler traten auch die beweist der Redner, daß die Freifinnigen jene Forderungen wohl den hygienischen und fanitären Verhältnissen im Heere einst auf ihrem papierenen Programm stehen hatten, jedoch schon Aufmerksamkeit zu schenken. Er beklagt sich darüber, daß Arbeiter in den Tischlerwerkstätten in den Streit und erreichten schon seit Jahren auf jegliche ernsthafte Bertretung derfelben verzichtet Rekruten eingestellt würden, die mit Tuberkulose behaftet seien. in vielen Werkstätten die Verkürzung der Arbeitszeit. In einigen haben. Jede Stimme, die morgen für uns abgegeben wird, ist ein Dr. La chaud( radikal) tadelt die ungünstigen Verhältnisse in den Werkstätten wird noch gestreift. schreiender Protest gegen das widersinnige Wahlsystem und eine Kasernen, wodurch die Verbreitung der Tuberkulose im Heere Besondere Beachtung verdient der Streik in der russisch flammende Kundgebung für die Einführung des allgemeinen, ge- gefördert werde. Kriegsminister André erwidert hierauf, er habe italienischen Seidenfabrik, wo 400 Arbeiter darunter heimen, gleichen und direkten Wahlrechts zum preußischen Landtage. angeordnet, daß die Gestellungspflichtigen einer genauen Unter360 tpeibliche beschäftigt sind. Die Arbeitsbedingungen vera( Lebhafter Beifall.) In einem kurzen Schlußwort ersuchte der suchung unterworfen würden. 6000 Mann seien in diesem Jahre als schlechterten sich ständig. Manche Arbeiterin verdiente 4-5 Rubel Vorsitzende Oppel die nicht wahlberechtigten Genossen, sich ebenfalls dienstuntauglich entlassen worden. Er sei für sanitäre Verbesserungen. ( 9-10 M.) für zwei Wochen. Die Strafen erreichten bisweilen zur Verrichtung der notwendigen Kleinarbeit der Partei zur Ver- Der Minister bemerkt schließlich, die meisten Offiziere kümmerten 25 Proz. des Lohnes. Nach einem Aufruf des Warschauer Arbeiter fügung zu stellen und teilte sodann mit, daß die Verkündigung der sich wie gute Familienväter um ihre Leute. Die Weiterberatung Komitees der polnischen socialistischen Partei wurde die Arbeit nieder- Wahlresultate des Abends in den Industrie- Festsälen in der Beuth des Budgets erfolgt morgen. gelegt. Die Frauen hielten sich vorzüglich. Der amtliche Gewerbe- straße stattfindet. inspektor wurde mit Spott empfangen. Nach zivei Wochen gab die Fabrik nach, fie bewilligte den 10- Stundentag und eine Lohnerhöhung. Wahl etwa 500 Personen zusammengeführt, vor denen Genosse In Sanssouci", Kottbuserstraße, hatte der Vorabend der Rom, 11. November.( B. H.) In der heutigen Audienz, welche Schließlich ist ein Lehrlingsstreit zu verzeichnen; er brach in der Gerberei von Peterek aus. Die jungen Leute stellten Dr. Alberty referierte. Als eine der Hauptaufgaben bei der jetzt der Kabinettschef Giolitti beim König in San Rose hatte, lehnte folgende Forderungen: Verkürzung der Arbeitszeit; Lohnerhöhung zu Ende gehenden Wahlbewegung bezeichnete Redner mit lodernder der König die Demiffion Giolittis ab. um 38 Proz.; ärztliche Hilfe in Krankheitsfällen; Lohnzahlung Jackel hineinzuleuchten in verrottete Zustände, die in Preußen herrschen. während der Krankenzeit; Beseitigung der brutalen Behandlung. Und das that Redner denn auch gründlichst, so daß die Versammelten Wien, 11. November.( B. H.) Der Unterrichtsminister Las Warschauer Arbeiter- Stomitee der B. P. S. hat in einem Aufruf seiner in flammenden Geißelworten sich entladenden Empörung mehr Dr. b. Sartel liegt seit nachmittag 2 Uhr in Agonie. Sein Abdie Gehilfen ersucht, den Streit zu unterstüßen. Die Innung versendet als einmal stürmisch beitraten durch vielstimmige Entrüstung und eine schivarze Liste an die Meister mit der Aufforderung, die Jungen explosiven Beifall. Besonders ließ es sich Redner auch angelegen leben ist stündlich zu erivarten. sein, darzuthun, weshalb der Kampf um den Landtag in erster Linic nicht in die Lehre zu nehmen. Der Streif ist noch nicht beendet. Giolittis Demission abgelehnt. Mostan, 11. November.( B. H.) Der fibirische Expreßaug Nr. 18 ein Wahlrechtskampf und auch ein Kulturkampf fei. Scine stieß zwischen den Stationen Muchanow und Czerkassy mit einem schneidende Kritik der unerhörten Polizeiwirtschaft im lieben Bater- Lastzug zusammen. Beide Lokomotiven, beide Packwagen, ein geisternden Schlußworten wiederholten. Mit Hochrufen auf die zertrümmert, vier Personen wurden tödlich verlegt, mehrere leichter Socialdemokratie und den Redner trennte man sich. verwundet. Berliner Partei- Angelegenbeiten. ande entfeffelte wahre Beifallstürme, die sich nach seinen be- Salon- und der Küchenwagen, fowie mehrere Lafitiwagen wurden Zweiter Reichstags- Wahlkreis. Die Verkündigung des Wahlrefultats des ersten und zweiten Landtagswahlkreises findet heute In der Berliner Ressource in der Kommandantenstraße sprach New York, 11. November.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) im Wilhelm- Theater", Friedrichstr. 286 statt. Die Vertrauensleute. Genosse Arons. In großen Bügen behandelte er einige der Haupts Aus Santo Domingo wird telegraphiert: Marinemannschaften bes forderungen, deren Erfüllung wir vom preußischen Landtage berwachen das deutsche Konsulat. Ein deutscher Kreuzer übernahm die Fünfter Reichstags- Wahlkreis. Das Wahlbureau Rosenthaler- langen. Der Referent zeigte an einigen markanten Beispielen, daß Eskortierung des deutschen Dampfers„ Athen", den die dominikanischen straße 57, Restaurant Pfeffer, ist am heutigen Tage von 10 bis die Freisinnigen sich unfähig erwiesen haben, demokratische For Regierungstruppen fürzlich an der Nordküste verhindert hatten, eine 12 Uhr vormittags geöffnet. Jede auf die Wahl bezügliche Aus- derungen mit Nachdruck zu vertreten. Deshalb beteiligen wir uns Ladung zu löschen, so daß die„ Athen" nunmehr ihre Ladung in San funft wird dort gern erteilt. Der Vorstand des Wahlvereins. an den Wahlen, um durchzusehen, was der rüdgratlose Freisiun ver- Pedro de Macoris löschen konnte. Berantwortl.Redakteur: Inlins Kaliski in Berlin. Gujeratenteil verantwortlich: Th.Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderci u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Br. 265. 20. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dorstag, 12. November 1908. Fraktion habe verschämt mit dem Militarismus folettiert. Die Andren empfindlicheren Genossen werde es nicht passen, Objekt der Gesamt- Parteitag der socialdemokratischen Arbeiterpartei radikale Haltung der deutschen Fraktion ſei viel richtiger. Dem Austerlitsschen Wißemacherei zu werden.( Sehr richtig!) Wenn die Oestreichs. Wien, 10. November 1903. Ms Tetter Redner kam gestern bbend noch der dauernd das er Militarismus müssen alle Mittel zur Existenz verweigert werden. die die Dr. Adler: Wir wollen dem zweijährige Dienstzeit gefordert wird und man sicher wäre, nachher Abg. Daszynski- Krakau: die einjährige, die halbjährige Dienstzeit zu erlangen, dann würde Jnmitten dieser radikalen Schlagworte und Vernichtungspläne sich um den Zusammenhang dieser Forderung mit den übrigen Erman ja schließlich zum Milizsystem gelangen. Hier aber handelt es gegen das Parlament ist noch eine andre Strömung in der Partei scheinungen des Militarismus. Deutschland zeigt, daß die Einführung Redakteur der Arbeiterzeitung" Austerlit vorhanden, die jedoch so flug ist, niemals auf den Barteitagen zum der zweijährigen Dienstzeit zu einer fortwährenden Steigerung des zum Wort. Er sagte folgendes: Jn unsrer Partei hat sich jetzt nicht genug Radikalismus predigen fann, richtet man im Parlament und wenn man die zweijährige Dienstzeit fordert, muß man Vorschein zu kommen. An dieselben Abgeordneten, denen man hier Retrutenkontingents führt. Das ist die notwendige Konsequenz. wieder das Urteil über die Möglichkeit einer Renaissance des so opportunistische Anforderungen, daß man kaum begreifen kann, notgedrungen diese Konsequenzen mit in den Kauf nehmen. östreichischen Barlaments vollständig verändert. Heute ist die ganze wie man an demselben Tage einen Minister als Verbrecher be- Austerlitz hat zu beweisen versucht, daß wir die 71 000 Mann Partei der Ueberzeugung, daß dieses Parlament nicht lebensfähig zu schimpfen soll und gleich darauf Arbeiterdeputationen zu demselben Rekruten nur verweigern konnten, wenn wir 59 000 die alte machen, und daß auf normale Weise ein Fortschritt überhaupt un wiinister führen soll. Oft sind es dieselben Personen, die einerseits giffer des Kontingents beantragten. möglich ist. Von dieser Anschauung zu der, daß es Aufgabe der jede Mitthäterschaft an der Gesetzgebungsmaschine verpönen, die sie aller advokatorischen Geschicklichkeit nicht gelungen. beantragten. Dieser Beweis ist ihm bei socialdemokratischen Abgeordneten wäre, dieses Barlament immer mit der Wurzel" ausrotten wollen, und die dann wieder zu durchaus keine hohle Schlagwortpolitik. Es ist ganz etwas andres in den Zustand der Obstruktion zu versetzen, scheint nur ein Schritt. Aber es geht doch nicht an, uns kommen und sagen: sorgt doch dafür, daß der Minister das den Zehnstundentag, der ein wirklicher Fortschritt ist, zu fordern oder Wort Obstruktion als Schema für jede politische Verlegenheit in einem Staate, dessen konstitutionelle Formen sich in einem Ver- ziffer Konzessionen zu machen. Daszynski hat sich merkwürdigerund das thut oder das und das unterläßt.( Heiterfeit.) Wir leben dem Militarismus durch Bewilligung einer niedrigeren Kontingentszu benutzen. Zweifellos fann auch die kleinste Minorität im Parlament den Widerstand aufbringen, der auslangt, um Obstruktion doch müssen wir es thun. Ich mache mir also wirklich gar keine Aber die grauen Uniformen haben mit der Frage des Militarismus wesungsprozeß befinden. Wir schöpfen also aus einem Sumpfe und weise auf Bebel und seine Forderung grauer Uniformen berufen. zu machen, wenn sie der Ausdruck einer Anschauung ist, die über Gewissensbisse, wenn ich im Interesse der Arbeiterschaft zu einem und des stehenden Heeres gar nichts zu thun. Es ist kein principieller ihren Bereich hinaus geteilt wird. Das ist bei der Geschäftsordnung Minister gehe. Denn der weiß ganz gut, daß er mich nicht kauft, interschied, ob in den grauen Uniformen Milizmänner oder der Fall gewesen. Aber der Gedanke, Soldaten zu assentieren ist fein solcher, der über die Fraktion hinaus eines allgemeinen Wider- wenn er das erfüllt, was ich von ihm verlange und was eine For Soldaten stecken. Niemand darf, weil die Socialdemokratie standes sicher ist. Was Bebel in Dresden gesagt hat, ist ja nur das, dabei doch nicht gut um sich werfen. Wir könnten nicht einen Monat die doch Söhne des Volkes find, müßten in glänzende Uniformen derung der Arbeiter ist. Aber mit radikalen Schlagworten kann man Gegner des stehenden Heeres ist, beantragen, die Soldaten, was die Socialdemokratie aller Länder über das Parlament denkt, daß das Parlament, trotzdem es aus dem allgemeinen, gleichen praktisch proletarische Politik in Destreich treiben, wenn wir gesteckt werden, damit sie Zielscheiben der Feinde werden. Die Absicht die ums Wahlrecht hervorgeht, den Klassencharakter doch nicht abstreifen kann. nehmen würden. In praktischer Arbeiterpolitik brauchen wir uns vollständig fern gelegen. Unser Vertrauen ist durchaus nicht radikalen Losungen Winarsfys zur Richtschmur jeder illoyalen Kritik gegenüber der Thätigkeit des Verbandes hat Diese principielle Verwerfung eines Klassenparlaments muß sich aber nehmen würden. um so mehr verwischen, wenn sich das ganze parlamentarische Leben den Vergleich mit der deutschen Fraktion nicht zu scheuen. erschüttert. Wir meinen nur, daß die Devise: Kein Mann und kein in den Couloirs abspielt. Abgeordnete, die gezwungen werden, sie den administrativen Apparat nicht so wie wir kontrollieren kann, bei einem Antrage, der auf die Bewilligung einiger Männer und Wir sind ihr ohne Ueberhebung gesprochen sogar über, weil Groschen noch wirksamer hätte erhoben werden können, als gerade in Sachen der Verwaltung bei den Ministern zu intervenieren, Abgeordnete in einem Parlament, wo die Ent schon deshalb nicht, weil sie nicht im preußischen Landtage fizt. einiger Groschen hinauslief.( Heiterkeit.) Wir wollen nicht dekla scheidungen nicht immer im vollen Licht der Deffentlichkeit fallen, Der Angriff auf das Arbeiterheim war schon am nächsten Tage mieren mit Schlagworten, auch wir wollen eine Politik, die das tönnen leicht in die Stimmung geraten, fich als Glieder dieses Gegenstand der Debatte im östreichischen Reichsrat. Das wäre in Mögliche erreicht, aber in innigstem Zusammenhang mit den Privilegienparlaments zu betrachten. Ich bin aber überzeugt, daß Berlin nicht möglich. Eine folche Politit der täglichen Kontrolle des Grundanschauungen der Partei bleibt.( Bravo!) Bei der hinter diesem Schein doch die abgrundtiefe Berachtung der Social- täglichen Lebens der Administration, der täglichen Mißbräuche ist Beratung der Frage des Rekrutenkontingents war ich in der demokratie für dieses Privilegienparlament steckt, und daß unsre Ab- sehr wertvoll, aber mit radikalen Schlagworten ist dabei sehr wenig Fraktion nicht zugegen. Was die Führung von Deputationen geordneten mit der Partei einig sind: Je schneller dieses Parlament au gewinnen. Es ist ja sehr gut, auf dem Parteitag radikal zu zu den Ministern betrifft, die im Widerspruch zu zu Grunde geht, um so besser!( Lebhafter Beifall.) Träger dieses fein.( Heiterkeit.) Gs will ja jeder im Parlament dem Klassenstaat von den Abgeordneten geforderten Radikalismus stehen soll, Zugrunderichtens können freilich die Socialdemokraten nicht sein. an die Wurzel. Aber bis wir die Art an diese Wurzel legen, mm, so verlangen diese Deputationen doch nur, daß das Gesetz zur Denn wenn die Socialdemokraten 20 Mann start wären und wieviel Zeit wird da noch verstreichen! Mit der urradikalen Anivendung gelangt. Eine Gesetzesbeugung zu Gunsten eines SocialWinarsty und Dringlichkeitsanträge allein stellen fönnten, so würde die Hemmung Politik, wie fie feine Schüler( Heiterkeit.) demokraten ist nie verlangt worden.( Daszynski: Da würden wir des Parlaments durch die socialdemokratische Obstruktion nur als vorschlagen, werden tvir die Zeit gewiß nicht verfürzen. auch nicht mitmachen.) Den schlichten Mann aus der Werkstatt habe mechanische Störung empfunden werden, die natürlich nach Abhilfe An der dreijährigen Thätigkeit der Fraktion hat man glücklich aus- ich nicht citiert. Eine fachliche Widerlegung haben meine Ansichten schreien würde und gegen die sich trotz aller Zersplitterung die zusetzen gefunden, daß einmal einer unsrer Abgeordneten eine Rede nicht gefunden.( Beifall.) bürgerlichen Parteien noch immer zusammenfinden würden. versäumt hat, weil er am Buffett war, vielleicht auch, weil er gerade Es läßt sich nicht bestreiten, daß die Anwesenheit von Socialdemo- eine opportunistische Deputation von Genossen zum Minister führen Winarsky hat eben sehr versöhnlich gesprochen und den Grad fraten im Parlament eine große Henderung in der Behandlung von Militära mußte.( Heiterkeit.) fragen hervorgerufen hat. Noch nie hat der Kriegsminister so demütig von Krediten zum Bau von Bahnen und Wasserwegen. Seit wann gehen der Fraktion in der berühmten Militärangelegenheit als einen Redner wendet sich gegen Behr und dessen Kritik der Bewilligung feiner Anklage von gestern sehr gemäßigt. Gestern hat er das Vorum seine Rekruten winseln müssen wie in diesem Jahre. Es ist nicht nur mit den Socialdemokraten ein Element der Kritik in das ist es denn Mode bei uns, die Ausgaben für Kanalbauten als etwas schweren Verstoß gegen das Princip hingestellt. Wir müssen ihm ja Haus gekommen, die andern Parteien müssen sich dieser Kritik auch habe? Wir haben die Kredite bewilligt, die in der Krisenzeit vielen es wäre sehr nüglich, wenn wir auf einem Barteitage einVerpöntes zu betrachten, wogegen die Socialdemokratie zu stimmen dankbar sein, daß er diese Diskussion herbeigeführt hat. Ich glaube, anschließen. Wir waren die Bahnbrecher dieser Kritik und allmählich mal über den Militarismus eine principielle Debatte sehen nun die feigen Parteien ein, daß die socialdemokratische Stritit Branchen und ihren Arbeitern geholfen haben.( Bravo!) An Stelle würden. der Bettelmethode hat voerber diese moderne Methode zur Be- führen ( Lebhafte Zustimmung.) Mix scheint auf eine nügliche Sache ist, und wenn sie auch das Feuer nicht so heftig feitigung des Motstandes gewählt. Auf feine Motive kommt es allen Seiten eine gewisse Verwirrung in Bezug auf die anfachen, eine Laterne zündet doch jeder gern an.( Heiterfeit.) Wenn wir dies feststellen, wird der Vorwurf Winarstys gegen die nicht an. Politik ist nun einmal die Kunst der Lüge. Mag Grundauffassung unsres Programmpunktes über den Militarismus Koerber nur jedes Jahr mit solchen Kniffen kommen. Möge Prototyp eines Genossen, der nachdenkt und graft und nichts findet, zu bestehen. Zum Beispiel hat Winarsky gefagt und er ist das Fraktion als eine aufgelegte Kinderei. Die entscheidende Frage ist doch: Hat die Fraktion Soldaten bewilligen wollen oder nur so demagogisch sein, ztveijährige Dienstzeit Invalidenversicherung! Solche Minister Thatsachen zu finden als das Princip, während es in der Politik sich darum handelt, nicht. Das hat sie nicht gewollt, und da kann der Text eines einzuführen und können wir gut zufälligen Antrages teine Rolle spielen. die Volkswehr sei eine der nächsten Die Fraktion war gebrauchen!( Heiterkeit.) Daß die Beburch die Umstände gezwungen, anstatt zu beantragen, die Ziffer des schlüsse und Aktionen des Parlaments nicht auf dem socialdemo- Forderungen unsres aktuellen Programms. Er hat vergessen, daß neuen Kontingents 71 000 auf die Ziffer des alten Rekrutenkontingents Stauf nehmen müssen. Mit der Wurzel haben wir den Militarismus Forderungen haben und zwar bei jedem Punkt unfres Programms. fratischen Programm aufgebaut sind, werden wir immer in den wir nicht nur nächste Forderungen, sondern auch allernächste 59 000 au reducieren, zu beantragen, daß 59 000 Mann bewilligt werden. Ich sehe gar nicht ein, warum die Fraktion diesen Antrag noch nicht vernichtet; aber wuchtige Schläge haben wir ihm verseht unsern nächsten absehbaren Zielen. Das zweite ist, daß man den Es sind das Forderungen, die Schritte, die Etappen darstellen zu wieder zurückgezogen hat. Sie ist doch verpflichtet, dafür zu sorgen, lich erhalten wir von Soldaten Briefe, die uns zujubeln. Eine nicht überall grundsäglich und den Thatsachen entsprechend zu verstehen Unfre Kritik hat zur Beseitigung vieler Mißstände geführt und täg Begriff der allgemeinen Volksbewaffnung im Gegensatz zum Militarismus daß die Bewilligungen für den Militarismus auf das niedrigſt tritit, wie sie Winarsfy hier an uns geübt hat, giebt uns keine nicht überall grundsätzlich und den Thatsachen entsprechend zu verstehen mögliche Maß eingeschränkt werden. Die Bekämpfung des Militarismus scheint. Sie werden glauben, daß ich ein Reger bin, wenn „ an der Wurzel"( Seiterkeit) ist ja sehr bequent. Aber ich glaube, rasselte uns gegenüber nicht mehr mit dem Säbel, sondern ver- ich Ihnen folgendes sage: Ich würde ohne weiteres dafür stimmen, „ an der Wurzel"( Seiterkeit) ist ja sehr bequemt. Aber ich glaube, Straft. Wie hat sich der Ton des Kriegsministers geändert! Erscheint. Sie werden glauben, daß ich ein Seger bin, wenn nichts thut dem Militarismus weniger weh, als wenn man man sicherte uns der Liebe der Armee für die organisierte Arbeiter- jeden Mann, der die Waffe tragen kann, auf ein Jahr zum Militär Militarismus ist eine Fülle von Erscheinungen und Thatsachen von schaft. Dafür bat er um Gegenliebe, die wir ihm freilich versagen zu assentieren; ich würde ein volles Kontingent aller waffenfähigen Leute ohne weiteres eintauschen gegen die einjährige Dienstzeit und einen so beängstigenden Druck auf unsre Welt, daß er sich mit einigen allgemeinen Schlagworten nicht bekämpfen läßt, hat doch ein Genoffe, der Es ist eine Ungereimtheit, die zweijährige Dienstzeit als etwas gegen die Demokratisierung des Heeres.( Bewegung.) Ich stehe auf sonst erschauert, wenn man ihm mit alten Citaten kommt, als man ihm aus Programmwidriges zu bezeichnen und unfren Antrag ein zu der profetarischen Auffassung über den Militarismus und die bürgerdem Standpunkt, daß es einen grundsäglichen Gegensatz zwischen Engels nachwies, wie Engels darüber dachte, gesagt: Das gilt nicht mehr! geständnis an den organisierten Mord zu auf den ( Heiterkeit.) Sonst sind Sie ja der Ansicht, daß die Theorien, wie man sich so gern beruft, hat graue Uniformenliche Militärfeindschaft und Friedensmeierei giebt, daß wir nicht für die Weine, beffer find, je älter sie sind.( Seiterkeit.) Sie werden gefordert, doch nicht für Holzpuppen, sondern für Soldaten. Da Bewaffnung des Volkes im proletarischen Sinne find, und daß jeder die Abrüstung in diesem friedensmeierlichen Sinne, sondern für die feinem bürgerlichen Abgeordneten einen Wähler abnehmen, wenn Sie Soldat drin. Also hat Bebel soviel Soldaten für Moloch gefordert, Erfolg ist. Das sage ich nur als Socialdemokrat, das sage ich aus Lönnten Sie ja auch fagen: Wo eine liniform ist, da steckt auch ein Schritt, der sich dem nähert, für uns im revolutionären Sinne ein ihm nachweisen, daß er für die Bewilligung von Refruten gestimmt hat, wohl aber, wenn Sie ihm nachweisen, daß er über die normale als er Uniformen bewilligen wollte.( Zuruf: Schief!) Ja, ebenso dem hygienischen und aus dem erzieherischen Bedürfnisse des Bahl aus frivolen Gründen hinausgegangen ist. Man muß den schief ist Ihre Deduktion gegen uns.( Heiterkeit.) Zwischen der Militarismus dort paden, wo seine schwächsten Seiten sind. Das jebigen Dienstzeit und der Miliz liegt nichts andres als 2, 12 Jahre, Volkes heraus. Sie werden nun sagen, ich höre schon die früheren Der hat leicht reden, der hat die Fraktion gethan im Februar und im September. Winarsky auch die zweijährige Dienstzeit wird für Destreich kommen, nicht als hat nie gedient. Ja leider war ich untauglich. Aber ich habe die 1 Jahr, 2 Jahr Dienstzeit usw. Das ist der notwendige weg. Zugführer und Unteroffiziere: meint, im September sei es überflüssig gewesen, weil schon im Fe focialdemokratische Forderung, sondern als notwendige Folge der Erfahrung, daß die Arbeiter, die gedient haben, bei uns wie in bruar festgestellt worden sei, daß die bürgerlichen Abgeordneten gegen die zweijährige Dienstzeit sind. Auf diese Weise könnten wir fapitalistischen Entwicklung. Unfre Politik fann auch hier nur hinaus Deutschland auch für unsern Kampf die tüchtigsten, besten und beallerdings mit dem Bürgertum rasch fertig werden. Wir können alle laufen auf eine Milderung und Abkürzung der Perioden dieser Ent- fähigsten sind. Der Militarismus in seiner heutigen niederträchtigen Beweise auf einmal führen. Wir beantragen das allgemeine Wahl- widlung, nicht aber auf ihre Regierung. Das Proletariat muß noch faritierten Form, wo er die Leute auf's äußerste brangfaliert, bietet recht! Die bürgerlichen Abgeordneten lehnen es ab! Wir belange eine Stütze bleiben der heutigen feindlichen Gesellschafts- gegenüber der andren Erziehung, die noch schlechter, noch infamer ist, antragen die Preßfreiheit! Die Abgeordneten lehnen sie ab! usw. ordnung, ob es nun will oder nicht will. Das Proletariat ist die ein gewisses Surrogat, das für uns nützlich ist. Wennt im deutschen Da haben wir dann für alle Ewigkeiten den Beweis geführt, wie jenige Klasse, die am engsten mit dem Schicksal der Ent- Reichstag einmal konstatiert worden ist, ohne die Socialdemokratie berrottet sie find!( Große Heiterfeit.) So ist der Kampf gegen den Radikalen aber stehen abseits und spucken nur gelegentlich in lagen, ohne den Militárdienst in der deutschen Armee hätten wir, wicklung der bürgerlichen Gesellschaft verbunden ist. Unfre hätte die deutsche Armee keine Unteroffiziere, fo tönnen wir ruhig Militarismus nicht zu führen. Die Fraktion braucht kein notdürftig ben Strom der Entwicklung.( Große Seiterteit.) Das ist ja eine Das ist ja eine hätte die Partei keine Unteroffiziere, oder wenigstens nicht so taugzusammengefleistertes Vertrauensvotum. Sie hat auch in dieser sehr ästhetische Beschäftigung( Erneute Seiterkeit), aber für das liche, wie wir sie haben.( Seiterkeit und Beifall.) Diese Frage ihre Pflicht erfüllt.( Lebhafter Beifall.) In der heutigen Sigung erstattete im Namen der Mandats. Proletariat fommt wenig dabei heraus. Wir haben uns nie in den meine Auffassung ist in Wirklichkeit feine Ketzerei, sondern mit den Un= prüfungskommission Dienst dieses fruchtlosen Radikalismus gestellt, sondern stets praktische mit den Grundanschauungen unsrer Partei, So wie Vanck- Prag Bericht. Anwesend find 140 Delegierte, und zwar: Politit gemacht, allerdings niemals richtungs- oder ziellos. Wit fichten von Mary und Engels durchaus identisch. 74 Deutsche, 89 Czechen, 15 Polen, 6 Ruthenen, 3 Jtaliener und dem Programm in der Hand kann uns Winarsfy leicht des Berrats ir im Kapitalismus die Tendenz sehen, im Proletariat seine eignen 3 Slovenen. Zu den Delegierten gehören 14 Mitglieder der Partei- zeihen, weil wir den zehnstiindigen Normal- Arbeitstag im Wasser seiner eignen Logit heraus seine Totengräber im Proletariat erTotengräber zu erziehen, gerade so muß der Militarismus aus vertretung und 8 Reichsrats- Abgeordnete. Es wird die Gültigkeit straßen- Ausschuß für die Arbeiter beim Kanalbau durchgedrückt haben. feiner eignen Logik heraus seine Totengräber im Proletariat erziehen. Aus seiner eignen Logit heraus nung er immer größere Genau so war es beim Neunstundentag für die Bergarbeiter. In der Debatte ist auch wieder die Drahtpuppe des schlichten des Maschinenwesens in die militärische Ausrüstung, nicht nur an Boltskreise in Anspruch nehmen und nicht nur aus der Einführung Wahlkreis) vom 3. böhmischen Wahlkreis( Dachau) ein Mandat unter Arbeiters, der für unsre Taktik kein Verständnis haben soll, hervor den wachsenden Kosten wird er zu Grunde gehen, nein, er leistet der Bedingung erhalten habe, daß er auf eigne Kosten zum Parteitag geholt worden, genau so, wie vor zehn Jahren mit der„ schwieligen uns in gewissem Sinne denselben Dienſt wie der Rapitalismus, per Faust" operiert wurde. Das sollte man doch wirklich laffen. Der schlichte das Proletariat zu Armeen schult. Sie werden sagen: Ja, vergist gehe. Das entspreche nicht der Würde der Partei. Hueber- Wien: Ich finde diese Kritit ja begreiflich, aber wer die Arbeiter begreift, daß der Sprung von der dreijährigen Dienstzeit zur Du denn die Soldatenmißhandlungen, die Militärjuſtiz, den geiſtNullzeit des Milizsystems bei den gegebenen Machtverhältnissen Verhältnisse in Weſtböhmen kennt, wo die Organisation vollständig nicht zu machen ist. Aber er begrüßt es, wenn sein Sohn statt drei tötenden Drill? All das vergesse ich nicht und ich sage doch: Jeder zerschlagen ist und keine Mittel vorhanden sind, einen Delegierten zu Jahre nur zwei Jahre in der Kaserne zu sein braucht, wenn er Schritt, der uns der Volksbewaffnung und der Demokratisierung des entfenden, wird kein Verbrechen darin sehen, wenn ein Genosse auf eigne Stoften sich delegieren läßt, falls die Genossen nur mit der freilich gar kein Verſtändnis.( Sehr richtig!), Mit der Waffen- unsre besten Traditionen an. weniger dort geschunden wird. Für Programmtifteleien hat er eeres näher bringt, liegt im Jutereffe der Bewegung und knüpft an Sie finden in Marg und Engels Delegatur einverstanden sind. Nach weiterer Debatte werden sämtliche Mandate für gültig psychologie ist es ein eignes Ding. The wigt so wenig wie wir, leine Stelle, wo sie den ewigen Frieden preisen, wohl aber ganze Nach weiterer Debatte werden sämtliche Mandate für gültig was in drei Wochen unter dem Wiener Volle ziehen wird, welche wird freilich finden, daß ich nicht nur ein arger Optimist, sondern plaidoyers für die Ausbreitung der Voltsbewaffnung. Rudolf Behr Es wird in die Tagesordnung eingetreten und die Debatte über Losung sich fortpflanzt. Das radikale Schema hat da feinen Wert. wird freilich finden, daß ich nicht nur ein arger Optimist, sondern vielleicht sogar ein Reviſioniſt bin.( Seiterfeit.) Es schadet aber Sie können heute rufen: Dein Brot wird verteuert, Dein Recht Dir Bericht über die parlamentarische Thätigkeit genommen, Deine Söhne werden gepeinigt und gemartert, stehe auf, gar nichts, diese Frage einmal von einem andern Standpunkt zu radikales Volk und komme mit!" und fein Mann wird kommen. betrachten, als von dem der Militärfeindschaft, die gar nicht Brähauser- Salzburg glaubt, daß die Fraktion in der Militär- und in drei Monaten wieder werden Zehntausende auf den Beinen socialdemokratisch ist, sondern die wir gemein haben mit der kleinbürgerlichen Demokratie. Wir müssen den revolutionären Gehalt frage daneben gegriffen habe. Schärfere Tonart gegen Koerber fei haben aber feine Waffen hinter sich. Unfre Taltit aber ist in allen die Dienstzeit abzukürzen, die Gamaschenknopfmethode, die Junkerfein. Sie thun fo, als ob sie die Wassen in Händen hätten, fie des Weilitarismus verstehen lernen. Jeder Schritt, der dazu führt, angebracht. Versammlungen gebilligt worden. Winarsky ist eingeladen worden, Si. Behr- Wien wendet sich gegen die Bewilligung der Juveſtitions in den Rat der Poffibilisten, in die Fraktion zukommen, aber er herrschaft und die Brutalität in der Arince zu untergraben und aus der Armee ein volkstümliches Institut zu machen, ist ein Schritt die zweijährige Dienstzeit fordere, sei moralisch verpflichtet, auch die war nicht im ſtande nicht nur nicht die Poſſibilisten, sondern auch näher nicht nur zur Miliz, sondern zur Erreichung aller unfrer mur ein Mitglied der Parteivertretung zu überzeugen. Er hat nur Rekruten zu bewilligen. Ist der Antrag auf zweijährige Dienstzeit taube Nüsse geboten, aber nachher auf diesen hohlen Nüssen schön Forderungen. Das hat nichts zu thun mit einer Konzeſſionspolitik, überhaupt eine socialdemokratische Forderung? Mit Soldaten, die Alarm zu pfeifen verstanden.( Bravo!) die Volksrechte gegen Kanonen eintauschen will. Unsee Fraktion hat 2 Jahre dienen, kann die Regierung ebenso gut den Klassenstaat nicht Boltsrechte gegen Kanonen eintauschen wollen, sondern hat aufrecht erhalten, wie mit Soldaten, die 3 Jahre dienen. Ja, da gefagt: Wenn Du mehr Soldaten willst, dann sollst Du solche Soldaten erhalten, wie sie nützlich sind für die ganze Kultur entwicklung.( Bravo!) sämtlicher Mandate beantragt. Der Seliger- Teplig bedauert, daß Dr. Start- Starlsbad( 4. böhmischer erklärt. Punkt 2 fortgesetzt. kredite für Eisenbahn- und Wasserbauten durch die Fraktion. Wer mußten. Winarsky- Wien nennen. das Berufsfoldatentum durch die Einführung der zweijährigen Dienst- verteidigt seinen Standpunkt und polemisiert gegen Austerlitz, der zeit vermehrt werde, werde damit der Klassenstaat gestärkt. Die ihn vor versammeltem Volt lächerlich zu machen gesucht habe. Schiebe. Eine Ehebruchsaffaire. Sueber: Die Debatte hat keine Klärung gebracht. Die Fraktion 1 Ist Ihnen die Allerhöchste Kabinettsorder bekannt, welche von der] hat nicht die Roßtäuscherpolitit, wie sie Schuhmeier dargelegt hat, Veröffentlichung von Schriften durch Militärpersonen handelt?- Dieser Verkehr soll bekannt gewesen sein, Sie Sie sollen betrieben, sondern in der That das erhöhte Rekruten- Angefl.: Ja, doch war ich der Ansicht, daß diese Order nur auf sich aber zu schwach gezeigt haben, dagegen einzutontingent für die zweijährige Dienstzeit be- Veröffentlichung von taktischen Dingen Bezug hat und daß schreiten. Zeuge: Daß ich nicht wüßte. Erdler willigen wollen. Wenigstens in der Frühjahrssession, im ich deshalb für den Roman keiner Erlaubnis bedurfte. Auch ist damals nach Spandau bersezt worden, Herbst hat sie freilich eine andre Haltung gezeigt. Durch die zwei- schreiben heute doch schon sehr viele Offiziere wo er jetzt noch Hauptmann ist. Ich erinnere mich, daß Frau jährige Dienstzeit ist die Armee noch nicht demokratisiert. In sechs ohne besondere Erlaubnis Romane und es sind auch Erdler noch eine Zeitlang hier blieb und in der Familie des Monaten kann man einen Nefruten drillen, daß er nicht denken und für Zeitungen eine ganze Reihe von Offizieren schriftstellerisch thätig. Lieutenants Lindner Aufnahme fand. Sie ging dort einmal nachsehen kann. Sollen wir die notwendigen Mehrlasten in dieser trisen- Damit ist die Vernehmung des Angeklagten beendet und es folgt mittags aus unter dem Vorgeben, die Frau Amtsgerichtsrat habe haften Zeit bewilligen, um den Militarismus gerade durch die zwei- nunmehr die fie zum Kaffee eingeladen. Sie kam dann aber nicht wieder und jährige Dienstzeit zu stärken? Ueberdies ist bei der hurrapatriotischen Bernehmung des Apothekers Dreesen. wurde, ganz wie es in dem Roman geschildert wird, überall gesucht, Stimmung der Barlamente eine solche Aktion gar nicht aussichtsvoll. Dieser ist ein großer, älterer Man, der früher in Forbach an- bis sie endlich in später Nachtstunde wieder bei Lindners eintraf. Die Massen würden uns nicht verstehen, wenn wir ihnen dieses sässig war und am 1. Juli d. J. sein Geschäft aufgegeben hat. Vorher hatte Frau Lindner bereits einen Brief, nach deffen Einlauf Experiment empfehlen wollten. Unter den gegebenen Verhältnissen Verhandlungsf.: Herr Zeuge, Ihnen wird der Roman des An- Frau Erdler in auffälliger Haft das Haus verlassen hatte, aus dem bleibt der Socialdemokratie im Parlamente nur eine Demonstrations- geklagten bekannt sein?-Benge: Jawohl.- Verhandlungsf.: Es ist nichtgeheizten Ofen herausgesucht und die einzelnen Stücke wieder politik möglich. Freilich, wir alle sind Revisionisten vom Kopf bis darin die Rede von einem Vorfalle, bei welchem der Major Fuchs, zusammengesetzt. Dabei ergab sich etwa folgender Inhalt:„ Mein zur Sohle.( Lauter Widerspruch.) Verfolgen wir nur die Artikel der dort als Regimentskommandeur v. Kronau bezeichnet wird, Liebchen, ich erwarte Dich heute da und da. Dein Lieutenant Block." der Parteipresse! Auch in andren Fragen lassen wir mit Rücksicht sich als ein Feigling erweist, indem er angesichts eines Duells, Bei ihrer Heimkehr behauptete die Frau, sie hätte Block auf dem auf die bestehenden Rückständigkeiten das Endziel noch in der zu dem ihn ein Civilist herausgefordert hatte, kneift" und sich Rückwege getroffen und sich mit ihm im Walde verirrt. Lindner hat hinter einer Frau versteckt. Der Civilist sollen Sie sein. Haben jedoch diesen Angaben keinen Glauben geschenkt, sondern offiziell AnDr. Ellenbogen: Auch fleine Verbesserungen an den Gesetzen Sie jemals den Major Fuchs gefordert? Beuge: Ob ich ihn zeige erstattet und den zusammengesezten Brief mit eingereicht, ganz müssen wir durchzusetzen suchen. Die großen principiellen Gesichts- gefordert habe, weiß ich nicht. Er hatte dem Offizier corps wie es in dem Roman geschildert wird. Ebenso ist es richtig, daß punkte lassen wir nicht außer Acht. vertraulich berboten, in meinem Hause zu ver- Erdler und Block sich nachher schossen und daß Erdler von seiner Frau Bernerstorfer: Die radikale Stellung, wie sie Winarsky uns tehren. Verhandlungsf.: Aus welchem Grunde?-geschieden wurde. Unrichtig ist, daß gegen Block nichts geschehen Abgeordneten empfohlen hat, wäre sicher bequemer, aber ich glaube, 8euge: Meine Frau sollte sich abfällig über die Offiziere geäußert wäre; er ist nach Straßburg zum 15. Bataillon versezt worden. die Arbeiter werden es verstehen, daß wir lieber jeden Gesezentivurf haben. Ich ließ ihn zur Rede stellen, und da stellte es sich heraus, Verteidiger: In dem Roman heißt es ja auch, er sei in ein im einzelnen prüfen. Nedner giebt Aufklärungen über das Fehlen daß eine Dame des Regiments Klatsch verbreitet rheinisches Regiment versetzt. Aber das war doch nur die Strafe der Abgeordneten bei einigen Verhandlungen. Adler war heute hatte. Der Oberst hat dann sein Verbot zurückgenommen und vor für das Duell. Wissen Sie, welche Strafe Block für den ehe= wieder Oberrevisionist.( Heiterkeit.) Revidieren wir! rief er. Aber versammeltem Offiziercorps die Sache als einen Irrtum eingestanden. brecherischen Umgang erhielt? Zeuge: Er erhielt, ich kann da nicht mitmachen. Der Militarismus ist am wenigsten Bugleich leistete er bei mir Abbitte. Bert. Ist Ihnen etwas soviel ich weiß, einen Verweis. Für das Duell erhielt er außerdem der Demokratisierung zugänglich. Die Erwartungen von Marg und davon bekannt geworden, daß der Major über Offiziere, die Sie fechs Monate.- Anklagevertr.: Jst Blod nicht erst mit Engels in dieser Beziehung haben sich nicht erfüllt. Beweis dafür trotzdem besuchten, Strafen verhängt hat? 3euge: schlichtem Abschied entlassen worden, der erst auf ein Gnadengesuch ist die Entwicklung des Heereswesens gerade in den demokratischen Ja. Der Oberlieutenant Bockhorn erhielt deswegen acht Tage hin in einen Verweis verwandelt wurde? Zeuge: Jawohl. Ländern.( Beifall.) Stubenarrest. Verhandlungsf.: Welche Schritte unternahmen Anklagevertr.: Wie stehen Sie mit dem Zeugen Dr. Soukup( czechisch): Mit der Zerstörung des jezigen Par Sie in dieser Sache gegen den Major?-Zeuge: Als ich von dem Verbot Dreesen?- 3euge: Nicht schlecht. Ich trinke Dreesen zu und Iaments ist unsre Aufgabe nicht vollendet. Wir brauchen ein Central- erfuhr, ging ich zu Justizrat Weber und hat ihn, mein Kartellträger zu sein. er mir.( Heiterkeit.) Verhandlungsf.: Wie steht es mit parlament, aber ein demokratisches, modernes.( Beifall.) Deshalb Er gab mir jedoch zur Antwort, daß er mir leider nicht dienen dem Einfluß der Frau Ey auf Sie? Sie soll Ihnen in den Ohren haben wir die Obstruktion der Czechisch- Nationalen nicht mitgemacht. könne, weil er den Major am nächsten Abend zu einer Gesellschaft gelegen haben, damit ihr Mann Major wird und Sie sollen ihm Erst aus diesem Centralparlament kann das föderative freie Destreich erwartete. Ich übertrug dann dem Stabsarzt Dr. Pollack das daraufhin eine hervorgehen. Mandat, der auch zum Major hinging. Dieser berief sia ihm glänzende Konduite Schloßnidel- Sternberg in Mähren: Eine solche Diskussion wie gegenüber auf eine Gewährsdame, nämlich die Frau geschrieben haben. Beuge: Ueber Konduiten spreche ich überdie heutige führt zu einem zweiten Dresden.( Widerspruch.) Die des Rittmeisters Ey. Als mir Pollack dies mitteilte, ließ ich haupt nicht, das darf ich gar nicht. Daß ich und meine Frau mit Genossen in der Provinz verstehen es nicht, wie der Parteitag ihn sofort noch mal hingehen, wobei ich ihm bemerkte: Lavieren Frau Ey verkehren, ist richtig, aber von einem Einfluß auf mich über die Austerlitzschen Wize auf Kosten Winarskys noch lachen Sie nicht lange; wenn er feine befriedigende Erklärung abgiebt, feitens der Frau fann keine Rede sein. Verhandlungsf.: Tonnte.( Heiterfeit.) Auch Daszynski hat höhnisch von den bekränzten fordern Sie ihn. Darauf ist dann der Major mit Herrn Dr. Pollack Sie wollen wiederholt Klagen von ihr zum Gegenstand dienstlicher Stirnen der Genossen gesprochen. Vor diesem Tone sollten zu Frau Ey gegangen, die erklärte: Ja, sie hätte es so aufgefaßt. Besprechungen gemacht haben, so daß man ihr nicht die in cinem twir uns hüten.( Heiterkeit.) Es thut uns leid, daß wir keinen zweiten Berhandlungsf.: Ferner ist in dem Roman wiederholt davon schmutzigen Reithandschuh ihres Gatten steckende Hand geküßt habe Bebel haben, der den Bacillus des Revisionismus, der bei uns um die Rede, daß der Major es mit dem Civil in Forbach verdorben und die Offiziere keine Tanzsporen getragen hätten, wodurch ihr das geht, sofort vernichtet, bevor er sich ausbreitet. habe. Ist Ihnen davon etwas aus eigner Anschauung bekannt? Kleid zerrissen worden sei. 3euge: Es ist richtig, daß ich in Nießner- Brümn: Man sollte nicht die Gegenwartsarbeit als Beuge: Ja, beliebt war er nicht. Verhandlungsf.: Wurde Bezug auf die Tanzsporen an die bestehende Vorschrift erinnert Revisionismus hinstellen. Adlers Ausführungen waren geeignet, er denn geschnitten? 3euge: Nein, aber eingeladen wurde er habe, daß aber Frau Ey den Anlaß dazu geboten hätte, ist mir nicht Widerspruch zu wecken und Mißverständnisse zu erzeugen.( Sehr nicht.( Heiterfeit.) Anklagevertr.: Es werden in dem bekannt. Verhandlungsf.: Wie steht es mit dem Verbot, richtig!) Bisher haben wir immer gesagt, daß die Disciplin in der Roman einzelne Personen so beschrieben, daß sie meines Erachtens nach Saarbrücken zu gehen? 3euge: Das habe ich erlassen, Armee nur eine barbarische, niederdrückende und verrohende Wirkung erkennbar sind. Haben Sie sie auch erkannt? Beuge: Ja, sie weil die Herren mir dort hervorruft; eine erzieherische Thätigkeit haben wir ihr nicht nach sind alle deutlich zu erkennen. A m treffendste n ist zu viel Schulden gefagt. Jedenfalls muß über diese Frage noch gründlich gesprochen wohl Frau Rittmeister Ey in der Berson machten und nachdem verschiedene Lieutenants wegen Schulden abwerden. Schloßnickel hat sich sehr mit Unrecht über den schlechten der Frau Start gezeichnet. Auch Major Fuchs gegangen waren. Das Verbot mußte für das ganze Offizier Ton hier beklagt; einen so ruhigen, sachlichen Parteitag haben wir ist recht prägnant. Verhandlungsf.: zu welcher corps erlassen werden, weil nicht nur die jungen Leute, sondern noch nicht gehabt.( Bravo!) Weise ist denn der Roman von den Forbachern aufgenommen auch die ältern bis zum Rittmeister hinauf Schulden hatten. Ich worden? Zenge: Ich war jetzt ein paar Tage da und da wollte deshalb eine Kontrolle haben, wie oft man nach Saarbrücken habe ich die Auffassung gewonnen, daß jeder weiß, unt was und ging, und diese Kontrolle ist auch von meinen Vorgesetzten gutgeheißen um went es sich handelt. Die Herren Offiziere werden jetzt sogar worden. Jetzt ist sie wieder aufgehoben, weil die Herren solider geworden vielfach mit ihrem Spitznamen angesprochen.( Heiterkeit.) Vert. sind. Verhandlungsf.: Sie sollen einmal scharf auf sofortige Ist Ihnen befannt, daß sich die Offiziere aus ult von selbst dieser Bezahlung der Kasinoschulden gedrängt haben, so daß die Offiziere geSpitznamen bedienen und sich unter diesen Spitznamen vorzustellen drängt worden seien, zum Juden" zu gehen. Benge: Ja, es pflegen?- 3euge: Nein, aber sie reagieren darauf, und lachen war vorgekommen, daß einzelne Herren 6-700 M. Schulden hatten, darüber, wenn man sie so neunt. Verhandlungsf. Was es standen oft 2000 M. aus und das Kasino konnte infolgedessen thut denn die Bevölkerung? Macht sie sich über die Offiziere luftig? nicht arbeiten. Ich habe vorher oft gemahnt und dann erst den Beuge: Das kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall ist Forbach nächsten Ersten als Termin bestimmt. Verhandlungsf.: Die voll davon. Sogar die gewöhnlichen Arbeiter haben das Buch Aufforderung kam den Herren also nicht unvermutet? 3euge: In seinem Schlußwort erklärt Hannich, daß er und Bernerstorfer gelesen. Nein. Verhandlungsf.: Sie sollen auch mehrere Male sich durchaus im Rahmen der Brünner Resolution über die Major Fuchs als Zeuge. teuere Bowlen im Kasino Nationalitätenfrage gehalten haben. Bei der Lokalbahntafeln- Frage Der folgende Zeuge ist der Bataillonskommandeur des Forbacher fei zu berücksichtigen, daß es sich um ein rein deutsches Gebiet Trainbataillons Major Fuchs. Er ist 50 Jahre alt, evangelisch angesetzt haben, wodurch den unbemittelten Lieutenants große UnZenge: Wenn es geschehen ist, war ich gehandelt habe. Für den alldeutschen Antrag hätte niemand ge- und seit Februar 1899 in Forbach. Er spricht mit masu- natürlich der Ansicht, daß es im Einverständnis mit allen Kameraden rischem Accent und in seinem rechten Auge sammelt sich geschähe, denn ein Widerspruch ist nicht erfolgt. Ich nahm auch ſtets Persönlich bemerkt Adier: Ich bin Oberrevisionist genannt sehr bald eine Thräne, die er mit einer charakteristischen ben billigsten Wein und wenig Seft. Ich hielt mich dazu befugt, worden. Darüber gehe ich hinweg. Wenn diejenigen, die im Kopfbewegung aus dem Auge schleudert. Er giebt zunächst an, daß weil ich als guter Bowlenanfeger bekannt war und den Herren die Revisionismus etivas Vernünftiges sehen, sobald irgendwo irgend er früher fieben Jahre lang beim 22. Bataillon in Kassel gestanden Bowlen in meinem Hauſe immer sehr gut gefallen hatten. wer etwas Bernünftiges sagt, es sich aneignen möchten, so muß habe und vorher 22 Jahre bei verschiedenen Bataillonen zumeist handlung& f.: Ferner werden Sie beschuldigt, gewisse Invalidenman ihnen die Freude lassen.( Große Heiterfeit.) Mir ist imputiert als Kavallerist gedient habe. Verhandlungsf.: Sind Sie worden, ich hätte dem Militarismus eine besondere erzieherische der Ansicht, daß Sie der Regimentskommandeur vor Kronnau in ansprüche des früheren Sergeanten Apel furzerhand abgewiefen zu haben. 3euge: Das glaube ich nicht. Wirkung zugemeffen. Das ist mir nicht eingefallen. Ich habe nur dem Roman des Angeklagten sein sollen? 3euge: Jawohl. Berhandlungsf.: Bei Bällen sollen Sie den Krümpergesagt, daß die Dienstpflicht selbst in ihrer heutigen berwerflichen Verhandlungsf.: Sie werden dort als ein feiger wagen drei Stunden haben warten Iassen. Form uns gewisse Vorteile bietet. Ich bin nach wie vor der Ansicht, Charakter geschildert, der angesichts eines bevorstehenden Duells Beuge: Dessen kann ich mich nicht erinnern. daß dem Militarismus jeder Mann und jeder Groschen verweigert gefniffen" habe und völlig unter dem Einfluß vert.: Es ist doch wohl verboten, den Krümperwagen zu Privatwerden muß, und ich würde, wenn ich selber in der Lage wäre, einer Frau Rittmeister Start, die mit der Frau zwecken zu benutzen? Zenge: Ja. Verhandlungsf.: dahin wirken, daß die andren wenigstens so wenig Männer und so Ihres Rittmeisters Ey identisch sein soll, ſtehe. Bei einem Kostümfest des Regiments soll der Seft in Strömen ge= wenig Groschen als möglich bewilligen. Zeuge: Ich habe den Roman gelesen und habe zu der Geschichte von dem Duell zu bemerken, daß mir im Januar 1900 Frau Nitt- flossen und Sie als ungarischer Magnat sollen bald„ veilchenblan" meister Ey erzählt hat, sie sei bei der Frau Amtsrichter von Göben gewesen sein.( Heiterkeit.) 3enge: Das Fest und die Kostüme mit der Frau Apotheker Dreesen zusammengekommen und bei dieser sind ja richtig geschildert, nur das meine war nicht das eines Gelegenheit habe lettere geäußert: Die Offiziere nehmen zwar unfre Ein- ungarischen Magnaten. Getrunken ist natürlich geworden, aber man ladungen an und lassen es sich bei uns gut schmecken, aber zum Tennisklub kann sich doch beherrschen. Ein Familienidyll. Brodetzky- Prag tadelt, daß die Genossen Bernerstorfer und Hannich gegen die Errichtung zweisprachiger Tafeln auf einer Lokalbahn in Nordböhmen gestimmt haben. Die Genossen sollten sich auf den Standpunkt nationaler Gleichberechtigung stellen. Die beiden Genossen hätten auch für einen alldeutschen Antrag auf Errichtung einer rein deutschen Eisenbahndirektion in Böhmen gestimmt. Czech- Brünn: Aus dem heutigen Militarismus kann nie das Die heutige Debatte hat nur verwirrend Milizsystem erwachsen. getvirtt. Um die Ansichten zu klären, beantrage ich, die Frage des Militarismus auf dem nächsten allgemeinen Parteitag zu erörtern. Damit schließt die Diskussion. stimmt. Hierauf wird eine Resolution einstimmig angenommen, die der Fraktion für ihre Haltung und Thätigkeit im Parlament das vollste Bertrauen ausspricht. " 1 Gleichfalls angenommen wird der Antrag Czech. Damit schließt die Sizung. Die Mittagspause hatten die Delegierten benutzt, zum Grabe werden wir nicht aufgefordert. Ich hielt es für eine Beleidigung, von Julius Popp zu wandern. S. u. H. Me, 9. November. Nachmittags- Sigung. kosten entstanden seien. Ver daß die Dame ein Aequivalent für ihre Einladung haben wollte und Der Verhandlungsführer hält dann dem Zeugen weiterhin vor, verbot deshalb meinen Offizieren vertraulich den weiteren Besuch im daß er es geduldet habe, daß die Frau Rittmeister Ey widerrechtlich Hause des Apothekers Dreesen. Verhandlungsf.: Saben die Regimentspferde ritt, die Unteroffiziere„ anpfiff", und daß sie in Lieutenant Bilfe vor dem Kriegsgericht. Sie gegen Offiziere, die diesen Befehl nicht befolgten, Strafen einem schlechten Verhältnis zu ihrem Mann stehen solle. Der Zeuge berhängt? Zeuge: Jawohl, z. B. gegen den Lieutenant will derartiges nicht bemerkt haben. Daß sich das Ehepaar Günter und meinen Adjutanten Bodhorn. Das wurde Ey die Pantoffeln an den Kopf zu werfen pflege, fei ihm auch nicht mun stadtbekannt und Herr Dreesen beauftragte den Stabsarzt bekannt, wohl aber sei es der derben Manier des Rittmeisters zuDer Anklagevertreter Kriegsgerichtsrat Ba Imer richtet an den Pollac, fich mit mir zu besprechen. Verhandlangsf.: Er zutrauen, daß er einmal zu seiner Frau gesagt habe, sie solle das Angeklagten die Frage, ob er dabei bleiben wolle, daß sein erstes soll Ihnen eine Forderung überbracht haben? Zeuge: Davon Maul" halten. Dienstunfähig sei der Rittmeister gewiß nicht, Ausscheiden aus dem Dienste Anfang 1900 durch Familienverhältnisse ist mir nichts bekannt. Er sagte mir nur, Fran Dreesen behaupte, sonst würde er ihn nicht zur Beförderung vorgeschlagen haben. begründet war. Es bestehe diesseits die Ansicht, daß dabei auch ihre Aeußerung habe gelautet: Es ist sonderbar, daß die Herren Verhandlungsf.: Auch soll Frau Ey ihren Mann wiederholt finanzielle Dinge eine Rolle gespielt hätten. Anget: Es ist uns nicht zur Teilnahme am Lawn- Tennis- Klub auffordern, da sie zum Gaudium der Civilisten persönlich aus der Kneipe geholt richtig, daß ich damals auch finanzielle Verpflichtungen hatte; das doch sonst bei uns verkehren." Ich erwiderte darauf: Frau haben?- 3 euge: Der Rittmeister pflegt seinen Dämmerschoppen war aber kein Grund für meinen Abschied. Mein Austritt aus der Ey sagt aber so!" Dr. Pollack sagte nummehr:„ Wenn nun Armee geschah ganz freitvillig. Verhandlungsf.: Welchem aber Frau Ey anders sagen würde?" Darauf gingen wir zusammen zu genehmigen, von dem er manchmal etwas angeheitert Heimkehrt. Beruf wollten Sie sich damals widmen? Angel.: Jch hatte hin und Frau Ey gab nun zu, daß die Aeußerung so, wie Frau Bert.: Pflegt dieses Angeheitertsein nicht sehr häufig vorzukommen? damals nichts Bestimmtes in Aussicht, weil ich fortgesezt an meinem Dreesen angegeben, gelautet haben könnte. Ich erklärte dann, daß 3euge: Nein, er ist höchstens fidel, wie jeder der vom Dämmer Fuß laborierte, den ich mir kurz vorher im Dienste gebrochen hatte. ich die Sache beizulegen bereit sei und formulierte eine Erklärung schoppen kommt. Verhandlungsf.: Wie ist es mit ihren Verhandlungsf.: Und welcher Laufbahn wollen Sie sich dahingehend 1. daß gegen die Familie Dreefen überhaupt nichts angeblichen früheren Beziehungen zu einem adeligen Herrn? jekt widmen? Angekl.: Ich will die Kunstakademie in vorgelegen habe; 2. daß meine Abneigung nur ihren Grund in 3euge: Ich habe davon nichts Bestimmtes gehört, ich weiß Vers Berlin besuchen. Verhandlungsf.: Um Maler jener angeblichen Erklärung der Frau Drresen gehabt habe und nur, daß fie früher eine Pension in Pyrmont hatte. zu werden?- Angell: Jawohl.- Anklage 3. daß angesichts der Klärung der Sache ich mein größtes Bedauern handlungsf.: Sie soll sehr spät geheiratet haben, sie steht ja vertreter: Wie ist es jetzt mit den Vermögensverhält darüber ausspräche, daß ich infolge eines Mißverständnisses die wohl Ende der 50 er?-8euge: Ja, die Hochzeit ist im Dezember nissen des Angeklagten bestellt? Eventuell bitte ich den im Saale Familie in solche Ungelegenheiten gebracht habe. Als dann der 1899 gewesen. Sie hat aber die Feldzugs- und die Verhandlungsf.: Ist antvesenden Gerichtsvollzieher von Forbach darüber zu vernehmen. Roman erschien, habe ich sofort eine Untersuchung gegen mich beim Kaiser Wilhelm- Medaille. Angell.: Ich habe alle meine Schulden damals aus meinen Ehrenrate der Stabsoffiziere beantragt, dieser hat jedoch erkannt, auch das eheliche Verhältnis zwischen Rittmeister Koch und seiner eignen Mitteln bezahlt. Verhandlungsf.: Wieviel Schulden haben daß kein Grund vorliege, gegen mich vorzugehen, und dieses Er- Frau schlecht, die beide unter dem Namen Leiman in dem Roman Sie jetzt noch? Angefl.: Etwa 2000 m., die ich mit leichter Mühe tenntnis hat der Kommandant von Dresky gutgeheißen. Wer auftreten? 8euge: Daß gegenseitige scharfe Aussprachen zwischen decken kann, allerdings erst, wenn ich mich wieder auf freiem Fuße handlungsf.: Sie wollen also von einer Forderung beiden stattfinden, ist möglich. Verhandlungsf.: Wie ist es befinde. Verhandlungsf.: Ihr Herr Vater befindet sich in guten nichts bemerkt haben? 3euge: Nein, das Wort ist mit dem angeblichen chebrecherischen Verkehr Vermögensverhältnissen? Angell.: Ja, aber ich habe darauf teine nicht ausgesprochen. Anwartschaft, weil mir mein Vater im Anschluß an Verhandlungsf.: Es heißt dann in dem Roman weiter, der Frau mit dem Oberlieutenant Witte? diese Sache seine Freundschaft gekündigt hat. Sie sprächen mit vollem Munde, Sie schnurrten" wie gedruckt und Dienstlich ist mir davon nichts bekannt geworden. Verhandlungsf.: Wieviel Zuschuß hatten Sie von zu Hause Sie würden von den Civilisten gemieden. Auch Ihr Aeußeres wird hand lungsf.: Die Frau Oberlieutenant ist im vorigen Monat Angetl.: 100-150 M.- Anklagevertreter: genau beschrieben. 8euge: Es ist richtig, daß ich ein thränendes plötzlich gestorben. Wissen Sie, ob das Erscheinen des Romans auf Der Angeklagte hat einen unverhältnismäßig großen Aufwand ge- Auge habe; daß ich lige, ist mir nicht bewußt, ebenso habe ich nicht ihren Tod Einfluß gehabt hat?-3euge: Nein, fie litt an einer trieben.- Angetl.: Ich habe teinen großen Aufwand die Empfindung, daß ich von den Forbacher Civilisten geschnitten Berwachfung im Darm und bei einer Öperation, die im übrigen getrieben. Ich habe große Ausgaben mir für Bücher werde. Verhandlungsf.: Der Zeuge Dreesen hat es auch glücklich verlaufen war, verstarb sie. Verhandlungsf.: Was und Kleidung gehabt. Verhandlungsf.: Nicht auch behauptet.- 8euge: Dann bitte ich, den Herrn Bezirks- wissen Sie davon, daß ihr Mann den Rittmeister für Möbel? Angefl.: Nein. Anklagevertr.: tommandeur noch darüber zu hören. Verhandlungsf.: Bandel zu einem Griff in die Schwadronskaffe, haben sich ein Automobil und ein Reitpferd ge- Ferner heißt es in dem Roman, daß Sie sich energielos gezeigt halten? Angekl: Das Automobil hatte ich nur leibweise, hätten, als es sich um den ehebrecherischen Verkehr des Oberlieutenants also zu einer betrügerischen Manipulation zu Gunsten Wittes veranlassen wollte und daß Witte ein dem Rittmeister gegebenes und ein Neitpferd habe ich nie gehabt.- Verhandlungsf.: Block mit der Rittmeistersgattin handelte. bekommen? Sie Zeuge: Vers ---= Oberlieutenant Witte Ehebruch " Rittmeisters Bandel. Ehrenwort gebrochen haben soll? Was wissen Sie ferner davon, handlungsf.: Wie ist es mit der Schilderung der Vorgänge im[ Angeklagte an den Rittmeister Hägele und bat ihn, indem er ausdaß Koch und Witte in betrügerischer Weise Wechsel aus Kasino? 3euge: Die sind auch zutreffend. Verhand drücklich betonte, daß er feine Widerrede gegen die Entscheidung gestellt haben sollen?- Beuge: Die Sache mit der lungs f.: Und stimmen auch die Angaben über die Beziehungen seines Borgesetzten beabsichtigte, den Kommandeur um eine AusSchwadronskasse hat das Ehrengericht beschäftigt und die Aften müssen der Frau Oberlicutenant Koch( im Roman Leimann) zu dem kunft darüber zu ersuchen, welche Bewandtnis es mit dieser Sache hier sein. Was die Wechsel anbelangt, so weiß ich, daß solche im Oberlieutenant Witte( Borgert)? 3euge: Jm allgemeinen wohl. habe. Der Kommandeur fühlte sich trotzdem verlegt und stellte Betrage von mehreren tausend Mark im Verkehr gewesen sind, auf Beide waren früher sehr befreundet, später hat sich das aber infolge Strafantrag gegen Bilse. Das Kriegsgericht nahm eine denen Koch und Witte gegenseitig Bürgschaft geleistet hätten. dieser Beziehungen geändert. Verhandlungsf.: Koch und Widerrede nicht als vorliegend an und sprach den Angeklagten Verhandlungsf.: Sind die Wechsel bezahlt worden? Witte sollen sehr verschuldet gewesen sein. Sie sollen durch einen frei. Das Oberkriegsgericht hob jedoch die Entscheidung Zeuge: Rein. Verhandlungsf.: Das legte Stapitel des chronischen Geldmangel innig miteinander verbunden" gewesen sein. auf und verurteilte den Angeklagten zu einer Woche Stuben Romans, in welchen Koch und Frau Witte nach London fliehen und Beuge: Ja, mir ist bekannt, daß sie stets an Geldmangel litten arrest. dort Selbstmord verüben, ist erfunden?-3 enge: Ja. Vert.: und daß Rechnungen in großer Anzahl gegen sie einliefen, die trotz Da es auch in Bezug auf diese Sache zu Meinungsverschieden Ist es richtig, daß Koch inzwischen beurlaubt ist?- 3euge: wiederholter Mahnungen nicht bezahlt wurden. Verhand heiten zwischen dem Anklagevertreter und der Verteidigung kommt, Ja. Er hat sein Abschiedsgesuch eingereicht und es ist bereits ge- lungsf.: Ist der beantragt ersterer die Verlesung der in Betracht kommenden Urteile nehmigt. Anklagevertr.: Paßt die Personalbeschreibung in und ferner auch die Bekanntgabe der Motive in der Berufungsschrift Bezug auf Koch und Witte?- Beuge: Ja, durchaus. An ein intriganter verlogener Charakter?- 3 enge: So direkt der Anklagebehörde, da diese in der Entscheidung des Oberflagevertr.: Auch daß Witte bei jenem Kostümfest das kann ich das nicht aussprechen. Er hat aber keinen guten friegsgerichts nicht sämtlich gewürdigt worden seien. Dieser Antrag Es ,, heulende Elend" Einfluß auf das Offiziercorps ausgeübt. Verhandlungsf.: wird jedoch vom Gericht nach längerer Beratung abgelehnt. 3 hatte, während gleichzeitig seine Frau mit Koch nach Hause Wissen Sie etwas davon, daß der Kommandeur Fuchs sich bei folgt nunmehr die Vernehmung des ging und dort Ehebruch verübte? 3euge: Ich habe da- Ehrenhändeln schwach und feige gezeigt hat? Beuge: Ich kenne von nichts gesehen, ich weiß nur, daß Koch der Frau stark die nur den Fall Dreesen, weiß jedoch nicht, ob derartige Dinge dabei Er ist ein stattlicher, schwarzer, hochgewachsener Mann und steht Kur schnitt und daß ich ihn wiederholt warnen mußte. in Betracht kommen. Verhandlungsf.: Ist der Apotheker gegenwärtig im 41. Lebensjahre. Er ist Rittmeister und Compagnie Ich glaube aber, daß cr nur unvorsichtig, nicht un- Dicesen ein guter Schütze? Zeuge: Ja. chef im Forbacher Train- Bataillon. Er befindet sich seit dem Jahre ahrenhaft gehandelt hat. Verhandlungsf.: Wie ist es mit dem Verhandlungsf.: Ist der Lieutenant und Regiments- 1891 dort. Verhandlungsf.: Sie haben in sehr intimen unfittlichen Verhältnis" des Lieutenants Habenicht, der im Roman adjutant Habenicht, der im Roman Specht genannt wird, ein un- Beziehungen zu dem Angeklagten gestanden? 3euge: Jawohl, als Lieutenant Specht figuriert. Er soll sich von dem Mädchen haben iittlicher Mensch, der sich von seinem Verhältnis" gewisser er verkehrte sehr viel in meiner Familie. Verhandlungsf.: ctwas unterstützen lassen, indem sie ihm Rebensmittel nach Hause maßen aushalten läßt, gewisse Mädchen in Uniform von der Bahn Haben Sie ihn zu der Abfassung seines Romans an brachte? Beuge: Die Personalien passen nicht ganz auf abholt und mit durchgedrückten Knien zu tanzen pflegt, wie man es gestiftet? Jch bemerke Ihnen dabei, daß Sie die Antwort auf Lieutenant Habenicht. Verteidiger: Ich meine auch, die in den„ Amorsälen" in Berlin fieht? Ist es ferner richtig, daß er eine Frage, durch deren Beantwortung Sie sich selbst der Teilnahme Figur ist so allgemein gehalten, daß sie auf eine ganze Reihe am Morgen nach dem Fastnachtsvergnügen so betrunken gewesen ist, an der unter Anklage stehenden Handlung bezichtigen würden, ver Lieutenants paßt.( Heiterkeit.) Verhandlungsf.: Wie ist es daß er mit dem angeklebten Schnurrbart beim Ererzieren erschien? weigern können. Zeuge: Ich bin in keiner Weise mit dem Lieutenant Bommer? Gilt sein Ebenbild im Leben als Zenge: Es ist viel darüber gesprochen worden. an dem Noman beteiligt und habe den Roman erst kennen ein starker Esser? 3euge: Ja, er ist ein sehr starker Mit den Mädchen hat der Lieutenant es immer sehr gehalten. gelernt, als er mir zugeschickt wurde. Wohl aber haben Esser.( Heiterkeit.)- Verhandlungsf.: Gilt er auch als Verhandlungsf.: In dem Roman wird auch wir viel über die darin besprochenen Verhältnisse konein Krakehler? Zeuge: Nicht, daß ich wüßte.- Ver- das Verhältnis des Oberlieutenants Witte zu Frau Oberlieutenant feriert. Verhandlungsführer: Behandelt der Roman teidiger: Ein Strafantrag von ihm liegt nicht vor. An= Koch Forbacher Verhältnisse? 3euge: Jawohl. Als ich das Buch flagebertreter: Dazu möchte ich bemerken, daß die im Dienst als ein sehr unsittliches hingestellt. Beuge: Von der Seite kenne gelesen hatte, sagte ich dem Angeklagten sofort, daß er vielfach Mißmit dem Angeklagten Gleichen überhaupt nicht zur Stellung von ich es nicht, aber es ist richtig, daß sie viel miteinander ftimmung damit erregen würde. Er erwiderte mir jedoch, es habe Strafanträgen aufgefordert worden sind. Der Verhandlungsführende zu thun gehabt haben. Verhandlungsf.: Sie wollen ihm bei der Abfassung des Romans durchaus ferngelegen, richtet dann an den Zeugen noch die Frage, wie die beiden hier sagen, Sie hatten feinen Anhalt dafür, daß es ein direkt unfittliches irgendjemand damit persönlich treffen zu wollen. berlesenen Führungszeugnisse zu stande gekommen seien, in denen war? 3euge: Ja. Verhandlungsf.: Es wird von der einen Seite behauptet, der Angeklagte als leichtsinnig, gehässig usw. hingestellt werde? Vert: Haben Sie gehört, daß es vielfach als nicht daß der Angeklagte direkt ein Pamphlet geschrieben habe, Der Zeuge bemerkt dazu: Ich hielt Lieutenant Bilse für einen sehr forrett angesehen wurde? 3euge: Jawohl, wenigstens während der Angeklagte voraussetzt, er habe nur die Mißstände in gewandten Offizier, den man überall hinstellen und auf den man in der letzten Zeit. Verhandlungsf.: Haben sich die beiden ge- den Grenzgarnisonen zur Sprache bringen wollen. Zeuge: Ich fich verlassen kann. Aber seinen außerdienstlichen Charakter dußt. Zeuge: Das weiß ich nicht. Verhandlungsf.: Hat möchte das letztere annehmen, weil wir beide viel darüber ge= muß ich als schlecht bezeichnen. Vert: Die erstere man die beiden abends zu später Stunde noch allein auf der Straße sprochen haben, daß die Verhältnisse au der Grenze sehr Ansicht haben Sie auch in früheren Auskünften über den Angeklagten gesehen? 8euge: Ja, es wurde darüber gesprochen. Es kann reformbedürftig seien. Wir wurden dazu angeregt durch Zeitungsvertreten, in denen aber eine Auslassung über das außerdienst sich aber dabei um eine harmlose Begleitung gehandelt haben, denn artikel, die in der Deutschen Zeitung" und in der„ Täglichen liche Verhalten fehlt. Ich möchte Sie deshalb um Koch und Witte wohnten in einem Hause. Verhandlungsf.: Rundschau" erschienen waren. eine Auskunft darüber bitten, ob Ihre Anschauungen über Was wissen Sie davon, daß der im Roman als Lieutenant Kolberg Verhandlungsf.: Sind Sie nicht der Ansicht, daß er auch den Angeklagten früher überhaupt besser gewesen sind und auftretende Lieutenant Block mit der Frau Hauptmann Erdler feine Kameraden etwas schlecht machen wollte? Zeuge: Nein, sich erst nach dem Erscheinen des Romans geändert haben? das halte ich nicht für gut möglich, weil er einer der Wenigen war, 3euge: Jch pflege meine Auskünfte nach bestem Wissen und Gewissen zu erteilen und wenn ich dem Angeklagten früher ein getrieben haben solle? Zeuge: Das habe ich erst im Roman die niemals schlecht über ihre Kameraden gesprochen haben. besseres Zeugnis ausgestellt habe, von dem ich übrigens nicht weiß, ob dieser ehebrecherische Verkehr einmal festgestellt wurde? gelesen. Verhandlungsf.: Wiffen Sie nichts davon, ob erhandlungsf.: Sind die in Betracht kommenden Personen richtig geschildert? Glauben Sie insbesondere, daß der Kommandeur wie es Ihnen bekannt geworden ist, so war eben damals feine 3euge: So allgemein Qualifikation besser. Der Zeuge bestreitet schließlich noch, daß er manns Erdler inzwischen geschieden? Zeuge: Ja. Ver= Zeuge: Nein. Verhandlungsf.: Ist die Ehe des Haupt- Fuchs zutreffend geschildert ist? läßt sich das nicht sagen. den Angeklagten schlecht behandelt habe, und bestätigt, daß gegen handlungsf.: Und sie wissen den Grund nicht?- 3euge: Verhandlungsf.: Wie ist es denn mit dem angeblichen denselben oft Pfändungen stattgefunden hätten. Ueber den Berkehr Es wurde mir allerdings gesagt, das Verhältnis der Frau Erdlez Kneifen" des Kommandeurs? des Angeklagten mit dem Rittmeister Bandel äußert sich der Zeuge mit dem Lieutenant Block habe dabei eine Rolle gespielt. dahin, daß dieser ein sehr intimer gewesen sei und daß Bandel ihm Ist es sichtig, daß Major Fuchs sich in einer Duell- Angelegenheit als ein Mann erscheine, der in seinem Kreise etwas gelten wolle. Schmitt wird in dem Roman unter dem Namen Müller als ein Mir ist in Erinnerung, daß die Frau Rittmeister in dieser Sache Verhandlungsf.: Der Regimentsadjutant Lieutenant hinter der Frau des Rittmeisters Ey versteckt hat? 8enge: wodurch er die Geselligkeit im Forbacher Offizierscorps wesentlich Mann mit ziemlich starkem Appetit vorgeführt. beeinträchtigt habe. Verhandlungsführender: Glauben Sie, daß der 3euge: Ja, das einmal mit Thränen in den Augen zu mir fam und mir sagte:„ Es ist er.( Heiterkeit.) Verhandlungsf.: Er soll in der blieb mir doch nichts andres übrig, ich konnte doch nicht zulassen, Angeklagte unter Bandels Einfluß den Roman geschrieben hat? Zeuge: Ja, ich war von Anfang an der Ansicht, daß beide daran Trunkenheit händelsüchtig sein. Zeuge: Das wohl weniger, aber daß der Apotheker den Familienvater Fuchs über den Haufen schoß! gearbeitet haben. er pflegt an Größenwahn zn leiden. Verhandlungsf. Er- Verhandlungsf.: Wissen Sie nichts Näheres von der flärt sich das vielleicht auch daraus, daß er Regimentsadjutant ist? Sache?-8euge: Nein, ich weiß mur, daß eine Zeitlang das Zweiter Verhandlungstag. 3euge: Ja.( Heiterkeit.) Berbot bestand, den Apotheker zu besuchen, und daß dieses Verbot Vorhandlungsf.: Grinnern Sie sich der in dem Roman ge- unter einer gewissen Einschränkung wieder aufgehoben wurde. Der Angeklagte Lieutenant Bilse erscheint auch heute unbefangen schilderten Scene, wo Lieutenant Schmitt in betrunkenem Zustande Verhandlungsf.: Was war das für eine Einschränkung? und ruhig. Vor Eintritt in die Verhandlung macht der Anklagevertreter denunziert, hat? einen Posten tegen Schlafens auf Wache wider besseres Wissen 3euge: Nun, daß der Major sagte:„ Meine Herren, Sie können 3euge: Davon weiß ich nichts. Ver wieder zu Dreese gehen. Ich persönlich berkehre dort Kriegsgerichtsrat Palmer darauf aufmerksam, daß eventuell handlungsf.: Der Rittmeister Bandel soll den Angeklagten nicht mehr!"( Bewegung.) auch der Absay 3 des§ 91 und der Absay 2 des§ 93 Lieutenant Bilfe zu dem Roman angestiftet haben. Hatten Sie auch Verhandlungsf.: Dreese soll ein guter Schüße sein? des Militär- Strafgesetzbuchs in Frage kommen könnte. Der erstere das Gefühl, und waren Sie insbesondere auch der Ansicht, daß der 3euge: Ja, er ist geradezu ein Kunstschüße und hat sich in dieser Punkt bedroht die verleumderische Beleidigung von Borgefegten mit Angeklagte die geschilderten Personen herunterreißen wollte?-Eigenschaft verschiedene Preise geholt. Gefängnis bis zu fünf Jahren, der andre nimmt erschwerten Un- euge: Ja, das war die allgemeine Ansicht in For= gehorsam an, wenn durch die verleumderische Beleidigung den. Be- bach. Eine andre habe ich nicht gehört. troffenen Nachteile entstehen, und sieht Gefängnis- bezw. FestingsBernehmung des Rittmeisters Bandel Wert.: Woraus schließen Sie, daß Rittmeister Bandel haft bis zu zehn Jahren vor, im Kriegsfalle sogar lebenslängliche an dem Roman mitgewirkt hat? Zeuge: Einzelne Rede- richtet der Verhandlungsführer an diesen Zeugen die Frage, ob es Saft. Ferner beantragt der Anklagevertreter für den wendungen und besonders scharfe Stellen lassen darauf schließen. richtig sei, daß der Bataillonskommandeur Major Fuchs es mit Fall, daß das Gericht nicht davon überzeugt sein sollte, der auch traue ich Lieutenant Bilse nicht ohne weiteres zu, daß er sich dem Civil in Forbach verdorben habe. Beuge: Ich Angeklagte habe das Bewußtsein gehabt, daß er die Forbacher so gehässig über meine Frau äußerte, denn wir standen sonst sehr habe die Beobachtung gemacht, daß die Bierabende, die das Offizier Personen mit seiner Veröffentlichung traf und beleidigen wollte, die gut miteinander. Der Scene mit meiner Frau im Stall hat er corps veranstaltete, mehr und mehr vom Civil gemieden wurden und Ladung der gestern erwähnten Frau Pauli aus Friedrichroda in überhaupt nicht beigewohnt. Ich muß sagen, daß ich zuerst über- verschiedene Nachfragen ließen erkennen, daß dies auf die persönliche Thüringen. haupt der Meinung war, daß nur Bandel als Verfasser in Betracht Unbeliebtheit des Kommandeurs bei der Bürgerschaft zurückzuführen Verhandlungsf.: Hat sich vielleicht Ihre Frau Verhandlungsf.: Im Anschluß an die Affaire Dreesen mit der Frau Rittmeister Bandel nicht gut gestanden? soll der Kommandeur sehr unter dem 3cuge: Es ist richtig, sie tonnten sich nicht gut leiden. Vert.: Also Einfluß der Frau des Rittmeisters Ey von Lieutenant Bilse tönnen Sie doch nicht annehmen, daß er gestanden haben. Wissen Sie, ob das eine Folge der DuellSie beleidigen wollte? 3euge: Nein. angelegenheit war? 3euge: Das kann ich nicht genau fagen. Ich hatte aber das Gefühl, als ob irgend etwas vorgekommen fei, Berhandlungsf.: Ueber das Verhältnis mit Ihrer Frau was den Major zwinge, gewisse Rücksichten auf die Frau zu nehmen. heißt es u. a. in dem Roman, es scheine zwischen Ihnen manchmal teristische Aeußerung gehört haben? Verhandlungsf.: Sie sollen auch einmal eine sehr charafVernehmung der drei Rittmeister 3euge: Nicht ich, sondern Ey, Hägele und Bandel des Forbacher Trainbataillons Nr. 16 nicht ganz richtig zuzugehen." Borgestern hatte sich Start im Dberlieutenant Witte. Danach soll die Frau Rittmeister Eh „ Weißen Schwan" etwas festgetrunken, und als er so ziemlich blau erfolgen. Der erste Zeuge ist Rittmeister Rudolf Ey aus Forbach, war, tam seine Frau, machte ihm eine Scene und nahm ihn gelegentlich einer Unterredung mit dem Major geäußert haben, daß tvo er seit sieben Jahren steht. Verhandlungsf: It ihnen unter dem Gelächter der übrigen Gäste mit nach Hause." Das sie die baldige Beförderung ihres Mannes zum Major erwarte. Der Kommandeur soll ihr darauf erwidert haben: Ich lasse Sie der Roman des Angeklagten bekannt? 3euge: Jawohl. tomme übrigens öfter bor. Sie hole Sie sogar aus dem Kajino nicht fallen, gnädige Frau!"" Na, wenn Sie uns fallen ließen, würde Verhandlungsf.: Sie treten in diesem Buch als Rittmeister zum Essen und nenne Sie vor den Ordonnanzen einen Lüdrian. ich Ihnen auch Start auf und werden als ein seine Frau roh behandelnder, mn- Zeuge: Davon ist mir nichts betoußt. Vert. Der Zeuge die Augen ausfragen!" gebildeter, dienſtlich unfähiger und dem Trunte ergebener Offizier wird doch nicht direkt als Trunkenbold geschildert, wie der Herr geschildert. Liegen diesen Schilderungen irgend welche Thatsachen Anklagevertreter meint, sondern nur als ein Mann, der sich manch3euge: Nein, daß ich nicht wüßte. Vermal etwas festzutrinken pflegt. Handlungsf.: Als Ehemann wird es Ihnen etwas schwer sein, Anklagevertr.: Und der Anklagevertreter glaubt, daß das die Frage zu beantworten, wie Sie zu Ihrer Frau stehen. Sie sollen genügt. mit den Pantoffeln nach ihr geworfen und ihr einmal zugerufen Verhandlungsf: Hat Ihre Frau Sie einen Lüdrian haben: Halt's Maul! Zeuge: Davon ist mir nichts schimpft? Zeuge: Wenn es überhaupt geschehen ist, kann es bekannt. Verhandlungsf: Sie haben Ihren regelmäßigen mur scherzhaft gemeint gewesen sein. Dämmerschoppen in Forbach? 3euge: Ja, im Civilkasino. Im Anschluß an eine Anfrage des Beisigers, Majors Hirsch, Berhandlungsf.: Weiter wird in dem Roman behauptet, der in welcher Weise das Abschiedsgesuch des Angeklagten Stommandeur Fuchs habe vollständig unter dem Einfluß Ihrer Fro gestanden, sie habe die ganze Compagnie geführt, die Metz, 10. November. Verteidiger Rechtsanwalt Donnevert erklärt, daß er an der komme. Ladung der Zeugin fein Interesse habe, da die Verteidigung ja teinen Wahrheitsbeweis führen wolle, und wenn sie sich daran durch den Anklagevertreter durch einzelne Fragen beteiligt habe, so bezivede sie damit lediglich, das Milieu festzustellen, das zur Abfaffung des Romans geführt habe. Nach längerer Beratung beschloß das Gericht die Ladung der Frau Pauli. Es soll dann die zit Grunde? Unteroffiziere ,, angepfiffen" 11 Nochmals der Dämmerschoppen. ge= war. Im weiteren Verlauf der www soll die Antwort der Frau Ey gelautet haben. Anklagebert.: Der Oberlieutenant Witte soll eine intrigante Persönlichkeit sein? enge: Deshalb ist er doch glaubwürdig. Antlagebert: Ist er ein Intrigant? Zeuge: Darüber möchte ich mich hier nicht äußern. Verhandlungsf.: In dem Roman wird davon gesprochen, daß höhere Vorgesezte die Dienstunfähigkeit des Rittmeisters Ey gerügt hätten und daß Major Fuchs bei jener Unterredung der Frau Ey dies vorgehalten habe. Zeuge: Ich habe gehört, daß der Kommandeur aus Straßburg über die Zustände im Stall sich abfällig geäußert haben soll. Verhandlungsf.: zu stande gekommen sei, entspinnen sich längere Auseinandersetzungen Wissen Sie etwas davon, daß Major Fuchs Wünsche und Bezwischen dem Anklagevertreter und der Verteidigung. Während schwerden der Frau Eh zum Gegenstande von dienstlichen Beersterer im Verein mit Major Fuchs behauptet, daß der Angeklagte sprechungen mit dem Offiziercorps gemacht hat? 3euge: Ja, im Anschluß an verschiedene Vorkommnisse vom Traindirektor Oberst es handelte sich dabei um den Gebrauch von Tanzsporen und um lieutenant b. Dewall direkt zur Einreichung seines Abschiedsgesuches einen verweigerten Handfuß des Lieutenants Bilse. Verhand aufgefordert worden fei, behauptet die Verteidigung und der lungsführer: Ob Frau Ey dem Kommandeur die Sache Angeklagte, daß Lieutenant Bilse das Abichiedsgesuch freiwillig hinterbracht hat, toiffen Sie nicht zu sagen. Wie steht es eingereicht habe, nachdem ihm llar geworden sei, daß man ihm mit dem alle möglichen Hindernisse in den Weg legen wollte. Im übrigen wiederholte der Angeklagte, daß er sich schon länger mit Abschiedsgedanken getragen habe. usw. 3euge: Das ist vollständig ausgeschlossen, eine Ein wirkung auf den Kommandeur halte ich schon aus andren Gründer für ausgeschlossen. Verhandlungsf.: Nach einem Fastnachts vergnügen soll Ihre Frau am andern Morgen angesichts des mal propren Zustandes der Offiziere die Ställe kon trolliert und sich über Ihre falschen Kommandos aufgehalten haben?-3enge: Meine Frau hat Jnteresse für Pferde und hat deshalb öfters den Stall betreten, aber sonst hat sie sich in die Dinge nicht eingemischt. Verhandlungsf.: Wie alt ist fie? Beuge: Ich glaube 51 Jahre. Bei dieser Gelegenheit kommt es auch zur Sprache, wie das Verhandlungsf Sie soll trotzdem noch das Reiten erlernt und dazu widerrechtlich Urteil gegen Lieutenant Bilse wegen Dienstpferde benutzt haben? 3euge: Sie hat das Reiten nur Widerrede gegen einen Verweis versucht und für die Benutzung der Schwadronspferde bezahlt. zu stande gekommen ist. Während seines dreimonatigen irlaubs Verhandlungsf.: Sie soll auch Schwadronspferde vor ihren waren bekanntlich gegen den Angeklagten mehrere Pfändungen wegen eignen Wagen gespannt haben. Beuge: Das waren Krümper- einer Gesamtschuld von 250 M. in feiner Wohnung in Forbach aus pferde. geführ worden; und er wurde daraufhin nach seiner Rückkehr von Verhandlungsf.: Hatten Sie beim Lesen des Buches die dem Kommandeur mit drei Tagen Stubenarrest bestraft. Der AnEmpfindung, daß Sie mit dem Oberlieutenant Starf gemeint waren geklagte brachte jedoch in Erfahrung, daß sich zu derselben Zeit ein handlungsf.: In dem Roman wird dieser Zeitpunkt näher beund damit getroffen werden sollten? Zeuge: Ja. Bert.: Gärtner in Forbach vergeblich bei dem Kommandeur bemüht hatte, zeichnet. Sie sollen einmal von den beiden ersucht worden sein, einen Wieso? 8euge: Nun, aus dem ganzen Zusammenhang. Ich Bahlung für eine den Oberlieutenant Witte betreffende Blumen- unberechtigten bin ja auch, wie es in dem Roman heißt, Präses des Ehrenrats. rechnung im Betrage von 120 M. zu erlangen. Der Major Eingriff in die Schwadronskaffe Verhandlungsf.: In welchen Beziehungen standen Sie zum soll ihn brüst abgewiesen haben und dem Oberlieutenant Witte zu ihren Gunsten zu machen, und als Sie dies ablehnten, feien die Angeklagten?- 3euge: Früher in durchaus guten. Verdeswegen nichts nachgetragen haben. Daraufhin wandte sich der beiden mit einer Denunziation gegen Sie vorgegangen, laut welcher unrechtmäßigen Gebrauch von Dienstpferden? Zeuge: Auch das ist in dem Roman zutreffend geschildert. Frau Rittmeister Ey spannte wiederholt Dienstpferde in ihr eignes Fahrzeug und sie ritt auch Dienstpferde. Als ich einmal meinen Jungen auf ein Pferd setzte, wurde ich nachher dienstlich„ gerissen", weil ich das bestehende Verbot übertreten habe, während andrerseits Frau Rittmeister Ey Tag für Tag mit Wissen des Kommandeurs Dienstpferde für sich benutte. Verhandlungsf.: Wie stehen Sie zu den Oberlieutenants Witte und Koch? Zeuge: Wir haben früher ganz gut miteinander gestanden und erst von einem gewissen Moment ab ist das Verhältnis ein schlechtes gelvorden. Ver " Halten wir an dieser Definition fest, so scheidet aus dem Begriff der socialen Revolution von vornherein„ die Veränderung der ökonomischen Grundlagen" aus, wie sie etwa die Dampfmaschine oder die Entdeckung Ameritas hervorbrachte. Diese Veränderung ist die Ursache der Revolution, nicht die Revolution selbst. Sie früher zu einem solchen Vergehen zu haben gelvesen seien. Sie Sie Bilse zu, daß er den Noman aus Ra di fucht und um seine; sagt aber in seiner Broschüre zum Ueberfluß ganz flar, was er meint. wurden dann auch in eine ehrengerichtliche Untersuchung gezogen Kameraden lächerlich zu machen, gefchrieben hat?-Beuge: Es Er citiert den erwähnten Satz von Marr und fährt fort: und vom Dienste suspendiert? Beuge: Ja, es wurde giebt Leute, die den Eindruck haben, daß gewisse Personen durch damals erwiesen, daß meinerseits ein Eingriff in die Kasse den Roman lächerlich gemacht seien, aber im allgemeinen hatte man der Schwadron nicht stattgefunden hatte, sondern von mir nur doch den Eindruck, daß der Angeklagte sich mit seinen Schilderungen vorgespiegelt wurde, um die Schwierigkeiten weiterer Geld- Luft machen wollte. Verhandlungsf.: War er denn vorher beschaffung darzulegen und so weitere Darlehnsgesuche ein gehässiger Charakter und zu unwahrheiten der beiden abschneiden zu können. Verhand geneigt? Beuge: Nein, er war ein außerordentlich liebenslungsf.: Nach dem Roman hätte sich die Untersuchung sehr lange würdiger und anständiger Kamerad. hingezogen? Beuge: Ja, ich bin seit Januar vom Dienste fufpendiert. Verhandlungsf.: Sie haben sich also in For bach nicht wohl gefühlt? Beuge: Nein, das kann man sich Es wird dann noch das kriegsgerichtliche Erkenntnis gegen Rittwohl denken. Ich beabsichtigte auch schon im März meinen Abschied meister Bandel verlesen, nach welchem dieser von der Beschuldieinzureichen, man machte mir damals aber bemerklich, daß das nicht gung eines unberechtigten Eingriffs in die Schwadronskaffe freigegut ginge, weil ja die Untersuchung noch schwebte. Verhand- sprochen wird. Auf die Frage des Verhandlungsführers, ob er genau lungsf.: Waren Sie der einzige, der sich in ehrengerichtlicher wisse, daß dieses Verfahren auf eine Denunziation der Oberlieutenants Untersuchung befand? 3euge: Nein. Es gab jede Woche einen neuen Standal, es lag ja auch genug Material vor.( Bewegung.) Berhandlungsführer: Was ist Ihnen von den Vermögensverhältnissen der Oberlieutenants Koch und witte bekannt? 3euge: Daß sie recht traurige waren und daß beide viele Schulden hatten. Verhandlungsf.: Wissen Sie auch, daß OberLieutenant Roch mit der Frau des Oberlieutenants Witte in einem chebrecherischen Verkehr gestanden haben soll? 3enge: Ja. Das Charakteristische darüber erzählt ja ein Barbier in Forbach, der in der ganzen Stadt herumläuft und behauptet, daß er die Frau im Schlafzimmer des Oberlieutenants Koch getroffen habe. Kriegsgerichtsrat Ba Imer ersucht hierauf, feststellen zu wollen, ob und wann der Angeklagte von diesen Erzählungen des Barbiers etwas erfahren habe, insbesondere ob vor oder nach dem Erscheinen des Romans. Angell: Das kann ich nicht so genau fagen. Der Mann ist auch mein Barbier, und er hat es mir auch im Laufe des Sommers erzählt. Der Verhandlungsführer richtet dann weiter an den Zeugen Rittmeister Bandel die Frage, wie es sich mit der in dem Roman behaupteten Ausschluß der Oeffentlichkeit. Koch und Witte hin eingeleitet worden sei, erwidert Rittmeister Bandel, er müsse es jedenfalls annehmen, denn sofort nachdem er weitere Darlehen den beiden versagt habe, sei das Verfahren gegen ihn eingeleitet worden. Es soll nunmehr die Vernehmung der Oberlieutenants Koch und Witte erfolgen. Vorher bemerkt der Verhandlungsführer: Von seiten der beisigenden Herren ist der lebhafte Wunsch geäußert worden, daß diese beiden Zeugen nicht öffentlich vernommen werden möchten. Das Gericht wird in nichtöffentlicher Sigung darüber Beschluß fassen. Nach Wiederherstellung der Deffentlichkeit verkündet der Verhandlungsführer Kriegsgerichtsrat Wiemers, daß der Ausschluß der Deffentlichteit beschlossen worden sei und zwar aus Gründen der Sittlichkeit und der Disciplin. Auch der Verteidiger hatte sich damit einverstanden erklärt, da die Beweisaufnahme sich zum großen Teile um eine Tote drehen werde. Lieutenant Witte vor einem Monat gestorben.) ( Bekanntlich ist Frau OberAber bei dieser Definition der socialen Revolution möchte ich nicht stehen bleiben. Man kann sie auch in einem engeren Sinne fassen. Denn es bedeutet nicht jede Umwälzung des juristischen und politischen leberbaues der Gesellschaft eine Revo Tution, sondern es ist eine besondere Form oder eine be= sondere Methode der Umwälzung, die man darunter versteht. Jeder Socialist strebt die sociale Revolution im weiteren Sinne an, und doch giebt es Socialisten, welche die Revolution veriverfen und die sociale Umwälzung nur durch die Reform erreichen wollen. Man setzt der socialen Revolution die sociale Reform entgegen. Dieser Gegensatz ist es, der heute in unfren Reihen diskutiert wird. Nur von der socialen Revolution in diesem engeren Sinne, als besonderer Methode der socialen Umwälzung, will ich hier handeln." den Steiningans aus Seite 6 der Kautskyschen Broschüre citiert und Das bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung und der Sah, worin er den fundamentalen Jrrtum Kautsfys, feine Umfehrung des Sages von Marr sieht, ist nur eine Wiederholung dieser Ausführung in knapperer Form und die Festlegung seines eignen Standpunktes in dem Streite Reform oder Revolution. Um mit Kautsky über die Berechtigung des einen oder andren Standpunktes zu diskutieren, muß man sich zunächst über diese Definitionen flar sein. Die ganze Schrift Metz, 11. November. Prozeß Bilse. Das Zeugenverhör wird Beitrag zur Klärung theoretischer Streitfragen kann ich sie nicht anvon St. ist von solchen Unklarheiten erfüllt und als einen beachtlichen heute fortgesetzt. Auch in den heutigen Aussagen der Zeugen treten bie widersprechendsten Auffassungen von sehen. den Verhältnissen in Forbach sowohl, als von den Schilderungen in dem Roman hervor. Mehrere Beugen Mißhandlungs- Affaire des Oberlieutenants Witte befunden, obwohl sie ihre Personen in den Figuren des Romans verhalte. Danach solle dieser seinen unter dem Namen Nöse auf wiedererkennen wollen, in sehr vielen Fällen sei eine Uebereinstimmung tretenden Burschen eines Morgens Vieh und Schwein geschimpft und zwischen Dichtung und Wahrheit nicht vorhanden. ihn dann mit einer Säbelkoppel und der Faust ins Gesicht und vor Pfarrer Lange aus Forbach stellt dem Angeklagten ein Der Zeuge die Brust geschlagen haben, worauf Röse desertiert sei.- Der glänzendes Zeugnis aus. Oberlieutenant Meyer aus Zeuge giebt dazu an, daß er sich eines solchen Vor- Kassel stellt den Angeklagten als einen der liebsten same tommnisses erinnere. Der Verhandlungsführer raden des Forbacher Bataillons hin. Hierauf werden bemerkt, daß der betreffende Bursche ermittelt und als Beuge ge- die Beugen bereidigt. Einer Anregung des Anwaltes, Rittmeister laden sei. Im Anschluß daran richtet der Verhandlungsführer Bandel nicht zu bereidigen, wurde nicht Folge gegeben. Nach an den Zeugen die Frage, was ihm davon bekannt fei, daß 2 Uhr wird das Zeugenverhör geschlossen. Um 4 Uhr beginnen die Oberlieutenant Witte eine Totschweigung dieser Affaire beabsichtigt Plaidoyers. habe. 3euge: Er erinnere sich, daß die Mutter des Burschen, eine Hebamme in Forbach, nicht mehr bei Wohnungsgesuchen Das Urteil. Der Angeklagte wird zu 6 Monaten Gefängnis und Dienstvon Offizieren berücksichtigt werden sollte. Der Oberlieutenant Witte entlassung verurteilt wegen Beleidigung von Vorgesekten und im soll dann aber doch einen neu anziehenden Offizier bewogen haben, Dienstrange höher stehenden Offizieren durch die in einer die Bebei der Frau Wohnung zu nehmen, und zwar deshalb, weil die Frau gedroht haben sollte, fie wolle leidigten sehr schädigenden Weise erfolgte Verbreitung von SchriftExcellenz Saefeler Beschwerde führen. Bet werken sowie wegen Verlegung des Gehorsams in dienstlichen Unhandlungsführer: Auch der Oberlieutenant Specht alias gelegenheiten. Alle Exemplare des Bilseschen Romans, sowie die Habenicht foll einen Gemeinen wider besseres Wissen Druck- Platten nnd Formen sind unbrauchbar zu machen. Ein Monat gebracht der Gefängnisstrafe wird als durch die Untersuchungshaft verbüßt Ber erachtet. wegen Schlafens auf der Wache zur Anzeige haben. 8euge: Davon ist mir nichts bekannt: handlungsf.: Er soll auch ein sehr unittliches Leben Partei- Nachrichten. lassengegensäße" zur Klärung differierender Auffassungen Was trägt z. B. das Kapitel„ Die Milderung der bei? St. beginnt gleich im Anfang damit, daß er mit Zahlen über die Veränderungen in den wirtschaftlichen Verhältnissen der Klassen zu einander, die er in diesem Kapitel bespricht, nicht aufwarten könne obachtung seiner Umgebung halten. Darauf folgt ein Gerede über wie die Herren Gelehrten", er müsse sich an die praktische BeKleinhandwerker zahlreich entstehen, manchmal zu Grunde gehen, das Steigen des Komforts bei den Arbeitern, daß Kleinhändler und manchmal auch wohlhabend werden usw. Diese praktische Beobachtung der Umgebung reicht eben nicht aus zur Beurteilung gesellschaftlicher Borgänge, sie ist keine Grundlage für wissenschaftliche Diskussion. Wenn die Sache so einfach wäre, dann könnten wir uns die foſtspieligen und zeitraubenden statistischen Untersuchungen des Zustandes unsrer Gesellschaft ja wohl sparen. Aber da man ohne diese über ein bloßes Meinen nicht hinausfommt, find sie eben untentbehrlich. Der Kritifer Kautskys hat vielerlei gelesen und hat sich auch Gedanken darüber gemacht, aber von strenger Logik und Beherrschung des Stoffes, wie man seiner Broschüre nachgesagt hat, ist darin leider nichts zu spüren. Ich mache das dem Verfasser nicht zum Vorwurf; er darf aber auch nicht den Anspruch erheben, auf den wissenschaftlichen Kampfplatz treten zu wollen, und man erweist ihm selber den schlechtesten Dienst, wenn man in der Schrift etwas finden will, wos von fie teine Spur enthält. Vermischtes. h. W. geführt haben und nachmittags niemals zum Dienst gekommen sein. Der Polizist auf dem Wurstessen. Die„ Berl. 3tg." bringt Er wird im Roman als auffallend blaß und verlebt geschildert. die Mitteilung, daß in der Gastwirtschaft von Lehmann in 3euge: Er sieht sehr blaß aus und es ist auch richtig, daß er Mitteilung. Genosse Franz Mehring hat soeben die riezen a. D. ein Wursteffen abgehalten worden sei, dem der nachmittags feinen Dienst gethan hat, weil er sich immer ausschlief. Auf dieser Festlichkeit 3 weite Auflage seiner Rechtfertigungs- Broschüre erscheinen lassen; Bolizeifergeant Elsholz beigewohnt habe. Verhandlungsf.: Und wie ist es mit dem unfittlichen Ver- ihr Nachtrag ist zum großen Zeil den Unterzeichneten gewidmet. Sie habe der Polizist den Wriezener Kohlenhändler und Stadverordneten fehr? Zeuge: Es ist richtig, daß Damen und Kellnerinnen enthält trotz der angekündigten Enthüllungen über uns nichts, Ostermann einen Flaps und Affen genannt. Als der Stadtin feiner Wohnung aus und eingingen. Verhandlungsf.: Ist er auch mit solchen Damen ausgegangen? Beuge: a, was eine öffentliche Antwort rechtfertigen könnte und herausfordern Meinung Ausdrud gab, daß ein mit allen äußeren Anzeichen er ist wiederholt an meinem Hause vorübergekommen. Ber- müßte. Interessenten verweisen wir auf die Lektüre der zweiten seiner amtlichen Würde versehener Bolizeisergeant bei einem Handlungsf: War er auch manchmal in Uniform?- 8euge: Auflage selbst. Im übrigen wird die ganze Angelegenheit ja Wursteffen feine besonders gute Figur spiele, faßte der Ich habe ihn nur in Civil gesehen. Verhandlungsf.: Er dadurch zur vollständigen Klärung gelangen, daß der Parteivorstand hertulisch gebaute Polizeifergeant den bejahrten Stadtverordneten foll eins feiner Verhältnisse vom Bahnhof in Uniform abgeholt auf Anregung der Unterzeichneten sich bereit erklärt hat, die so fest am Halse, daß ihm jede Lust und auch die Möglichkeit zu und das Mädchen soll ihm Lebensmittel mitgebracht haben. Distuffion, soweit sie ins Gebiet der Parteimoral gehört, zu weiteren Bemerkungen benommen wurde. Der seit sieben Jahren Beuge: Ich habe davon im Roman gelesen. Ich selbst habe es prüfen und zu entscheiden. nicht gesehen. Verhandlungsf.: Haben Sie bemerkt, daß er bei Bällen mit durchgedrückten Stnien getanzt hat, wie man es in den Berliner " Amor- Sälen" Eisner. Gradnauer. Kautsky und die sociale Revolution. " in Briezen ansässige Reisende Karl Schmiechen wollte sich ins Mittel legen, wurde aber von Elsholz mit drei Ohrfeigen bedacht. Schließ lich wollte Elsholz auch den Inhaber der Gastwirtschaft aus dem Lokal hinauswerfen, was ihm aber nicht gelang. Diese Mitteilungen flingen insoweit nicht recht glaublich, als es doch Anstandspflicht der angerempelten Bürger gewesen wäre, an einem so prügellisternen Störenfried mit vereinter Straft ein Erempel zu statuieren und ihn zum mindeſten gelinde zur Thür hinauszuſpedieren. Da über eine solche Abwehrmaßnahme nichts berichtet wird, muß man wohl weitere Aufklärung abwarten. # fieht? 8enge: Ja. Verhandlungsf.: Glauben Sie, daß Die unter diesem Titel von Emil Steiningan& in er das ans uusittlichen Gründen that? Der Zeuge zuckt die Achseln. Solingen verfaßte, von ihm selbst verlegte Broschüre mit dem Beifizer Major Hirsch: Sind Sie der Meinung, Herr Zeuge, daß die in Untertitel„ Eines Arbeiters Kritik der Kautskyschen Broschüren Betracht kommenden Personen sich sofort erkennen mußten?- Beuge:" Die fociale Revolution" und" Am Tage nach der socialen Revolution" Ja, aber nur, wenn Sie sich dadurch getroffen fühlten. Beisiger: hat bereits eine fleine Geschichte. Es handelt sich um die Schrift, Wie meinen Sie das?- Beuge: Es handelt sich doch in erster die der Buchhandlung Vorwärts" zur Herausgabe angeboten, bon Auf der Schwebebahu in Elberfeld hat sich vor einigen Tagen Linie um Romanfiguren und nur der fonnte meinen, daß damit dieser aber zurückgewiesen worden war, weil es, wie Richard Fischer ein Unfall ereignet. An der Loher Brücke, unmittelbar an der feine Person gezeichnet sein solle, der die Fehler der betreffenden auf dem Parteitage sagte, dem Verfasser am Können fehle. Der Station, entstand gegen 29 Uhr abends infolge Kurzschlusses unPerson besaß. Verhandlungsf.: Aber die Schilderung er- Berfasser bezieht sich in einer Vorbemerkung auf diesen Vorgang. mittelbar neben dem Wagenführerstande Feuer, und die Flammen streckt sich doch bis auf die Toiletten der einzelnen Personen, speciell Ich erwähne das, weil auch in einer Besprechung der Schrift in der loderten fußhoch empor. Die bestürzten Wageninfassen stürzten zur bei dem Kostümfest. Haben Sie nicht z. B. Ihre Frau in dem Münchener Post", gezeichnet s- n., darauf hingewiesen und gesagt Thüre und drückten sie auf. Hierbei wurde ein Mädchen aus dem Rautendelein" wiedererkannt und die Frau Hauptmann Erdeler in wird, daß wahrscheinlich nicht die Form, sondern der Inhalt die Wagen hinausgedrängt und stürzte in die Tiefe. Glücklicherweise fiel dem kokettierenden Blumenmädchen? Benge: Das schon. Aber Ablehnung veranlaßt habe. Das dürfte richtig sein das Kind in ein Neß, wie solche unter sämtlichen Stationen gerade die Hauptpersonen sind durchaus anders geschildert. Major wenn s- n. unter Inhalt nicht die Tendenz der Schrift meint; es hindurchgezogen bis vier Meter zu beiden Seiten über die BahnFuchs z. B. war durchaus tein ungarischer Magnat.( Heiterkeit.) hat übrigens auch niemand gesagt, daß die Form die Ablehnung steige hinaus ragen. Die Kleine konnte nach dem Bahnsteig hinauf Verhandlungsf.: Es ist schon festgestellt, daß den Haupt- veranlaßt habe. Und die Ablehnung des Inhalts wegen ist auch gezogen werden; sie hatte keinerlei Schaden erlitten. Der start personen andre Stostüme angedichtet sind. Aber die Persönlichkeit durchaus begründet. verqualmte Wagen schob sich langsam in die Station hinein, wo die läßt sich doch herauserkennen. Man hat die Schrift auch als Beweis dafür bezeichnet, daß der Fahrgäste fich in Sicherheit brachten. Der Unfall verursachte eine Der nächste Zeuge ist der theoretische Sinn", wie behauptet worden ist, keineswegs im längere Betriebsstörung. Rittmeister Nichard Haegele. Schwvinden begriffen sei. Wenn es richtig ist, daß der theoretische Es geht wohl nicht gut an, diesen Vorfall gegen die SchwebeEr ist Chef der 3. Compagnie des Forbacher Train- Bataillons Sinn im Schwinden begriffen ist, so würde diefe eine Schwalbe auch bahnen auszubenten. Wenn fich ein ähnliches Unglüd im Betriebe Er ist Chef der 3. Compagnie des Forbacher Train- Bataillons teinen Sommer machen, im übrigen sprechen meine Erfahrungen einer Straßenbahn ereignet hätte, so wäre das aus dem Wagen und steht jetzt zwei Jahre in Forbach, nachdem er den chinesischen dafür, daß so viel Sinn für Theorie, wie Genosse Steiningans in gedrängte Mädchen der Gefahr, überfahren zu werden, ausgesetzt Feldzug mitgemacht hat. Vorher tvar er in Magdeburg stationiert. feiner Broschüre verrät, in Arbeiterfreisen echt häufig anzutreffen gewefen. Er giebt an, daß er sich in dem Rittmeister Hagemann des Romans ist, nur hat nicht jeder den Mut, die Neigung zu theoretischen und wiedererkenne. Er müsse bestreiten, die ihm dork in den Mund gelegten wissenschaftlichen Fragen für Beherrschung derselben ausWorte gegen den Kommandeur gebraucht zu haben, ebenso erinnere er sich zugeben und seine Neigung in Broschüren auszuleben. Es muß also nicht, daß er es am Morgen nach dem Kostümfest nötig gehabt habe. ausgesprochen werden, daß der Verfasser den Stoff, an den er fich feinen Kater von seinem Leibroß ein wenig spazieren tragen zu gewagt hat, ganz und gar nicht beherrscht; von einer irgendwie ernst Verhandlungsf.: Wie steht es denn mit dem Rittmeister Eh in dieser Beziehung? Es heißt da in dem Roman: zu nehmenden Widerlegung Kautskys ist keine Rede. Die Schrift Roggen, gut beginnt: Seine Stimme verriet, daß ihr Besizer einem guten Trunk nicht Den fundamentalsten Jrrtum begeht Kautsky gleich bei der abhold war"?- 8euge: So ist es richtig.( Große Heiterfeit, in Feststellung des Begriffs der socialen Revolution. Er erklärt+ Gerfte, gut die auch Rittmeister Ey einstimmt.) Berhandlungsf.: Sie Seite 6: Wer die politische Revolution als Mittel der socialen meinen, er war kein Trunkenbold, für den man ihn nach dem Roman gering Umwälzung principiell abweist oder diese auf solche Maßregeln+ Hafer, gut etwa ansehen könnte? 3euge: Ja. Auf weiteres Befragen beschränken will, die von den herrschenden Klassen zu erlangen sind, bekundet auch dieser Zeuge, daß der Regimentsadjutant Schmidt blaß der ist ein Socialreformer, wie sehr auch sein gesellschaftliches und verlebt aussehe und einen Ideal der bestehenden Gesellschaftsordnung entgegengesett fein Nichtstroh regen Mädchenverkehr" mag. Dagegen ist jeder ein Revolutionär, der dahin strebt, daß Heu eine bis hin unterdrückte Klaffe die Stratsgewalt erobert." Wie Erbsen steht diefe Definition aber im Einflang mit der margistischen, welche Speisebohnen Linsen vorher auch von Kautsky citiert wird. Sie lautet:" Die sociale Nevolution ist die langsamere oder raschere Umwälzung des ganzen ungeheuren juristischen und politischen Ueberbaues der Gesellschaft, die aus der Veränderung ihrer ökonomischen Grundlagen hervor geht." Man sieht also, die Margsche Definition fagt genau das Umgekehrte, wie die Kautskysche. Was bei Kautsky Ursache ist, ist bei Marr Wirkung. Sautsky will durch das Mittel der politischen Umwälzung die ökonomischen Grundlagen der Gesellschaft ändern, während Marg die politische Umwälzung als die Folge der schon vorhergegangenen Veränderung der ökonomischen Grundlagen der Gesellschaft darstellt. Laffen". " " mittel gering Marktpreise von Berlin am 10. November 1903 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Str. 16,00 15,96 Stantoffeln, meme... 15,92 15,88 indfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch ammelfleisch Butter Eier Starpfen " " mittel gering mittel mittel gering * ab Bahn. 15,84 15,80 13,10 13,08 13,06 13,04 13,02 13,00 14,50 13,30 13,20 12,10 12,00 10,90 Aale 15,60 14,70 14,60 13,70 Bander 13,60 12,80 Hechte 4,00 3,66 Bariche 6,80 4,80 Schleie 40,00 25,00 Bleie 50,00 25,00 Krebse 60,00 20,00 † frei Wagen und ab Bahn. 6,00 5,00 1,80 1,20 1,50 1,10 " " 1,60 1,10 20 2,00 1,20 1,80 1,10 2,80 2,00 60 Stüd 5,00 3,00 2,00 1,20 1 kg 2,60 1,40 2,60 1,20 2,00 1,00 1,80 0,80 3,00 1,40 1,40 0,80 per Schock 15,00 3,00 Wetter Prognose für Donnerstag, den 12. November 1903. Ein wenig fälter, zeitweise beiter, aber veränderlich mit geringen Nieders schlägen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner Betterbureau. habe, daß jeht zwischen den Oberlieutenants Koch und Witte gespannte Beziehungen beständen, daß in Forbach viel über einen angeblichen e hebrecherischen Berkehr zwischen der Frau Witte und dem Oberlieutenant Roch ge= sprochen werde und daß die beiden Oberlieutenants stark ver fchuldet seien. Ferner bestätigt auch er die Richtigkeit der allgemeinen Milieuschilderung des Angeklagten in dem Roman, wobei auch die Frage an ihn gerichtet wird, ob die Rittmeisterin Ey bei dem Softümfest als eine Rige in mittleren Jahren" erschienen sei. In dieser Beziehung heißt es in dem Roman: Sie hatte fich in eine Wolfe rofa und mattgrüner Spigen gehüllt und der gewaltige Busen schien die Meereswogen darzustellen, während die bloßen Arme mehr den Eindruck machten, als feien sie das Handwerkszeug B. A. B., Hamburg. Der betreffenden Berechnung Morleys sind die einer Riefendame". Unter allgemeiner Heiterkeit erklärt der Zeuge Man braucht Kautskys Broschüre gar nicht gelesen zu haben, um Durchschnittslöhne der Berufsgenossenschaften und die sogenannten orts auch diese Schilderung für zutreffend. Hierauf richtet der Ver- sofort zu sehen, daß der Gegensatz, den Steiningans in den beiden üblichen Tagelöhne zu Grunde gelegt, die sich natürlich mit den wirklich ge handlungsführer an den Zeugen die Frage: Haben Sie nun dem citierten Säßen sieht, in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist. Nur zahlten Löhnen nicht decken. Adlershof. Es geht nicht an, die Wahlmänner redaktionell bekannt ganzen Eindruck nach den Noman für ein Pamphlet oder den Auf- wenn man gesellschaftliche Vorgänge wie Rechenerempel behandelt, zu geben. schrei eines gequälten Herzeus gehalten? Benge: Was foll ich fann man auf die Bermutung kommen, daß Kautsky als Ursache auf R. P. 2. Wir halten die Befürchtung für unberechtigt. Wahlberechtigt bazu sagen? Ich weiß es nicht. Verhandlungsf.: Trauen faßt, was in dem Sabe von Mary als Wirkung erscheint. Stautsty ist jeder, der in der Wählerliste steht. Berantwortlicher Redacteur: Julius Kaliski in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortilch Th. Glocke in Berlin. Druf und Berlag: Borväcks On hoca teret und Gerlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Briefkaften der Redaktion. Nr. 265. 20. Jahrgang. vermeinen. Lokales. Zeugenaussagen. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 12. November 1903. Wie dies ja nicht selten in Sensationsprozessen ist, so hat auch der Prozeßz Kwilecki das Schauspiel einer wegen Meineidsverdachts erfolgten Verhaftung geboten. Es ist schwer, ein Urteil darüber zu fällen, ob der Verdacht berechtigt ist, wohl aber darf bei Betrachtung des kulturellen Tiefstandes, der sich in diesem Prozeß offenbart, gesagt werden, daß gar manche der Zeugen unter den obwaltenden Verhältnissen gar nicht Herr ihrer Aussagen sind. Wird von Leuten, die geistig bedeutend höher stehen, als diese Polen, doch nicht selten etwas beschworen, was sich mit den Aussagen von Zeugen der Gegenpartei nicht deckt. Es liegt in solchem Fall eben eine andre Auffassung über die in Betracht kommenden Vorgänge vor und feine Richter darf es einfallen, bei solchen Wider sprüchen den Zeugen, der objektiv Falsches aussagt, wegen Meineids zu verurteilen. Braucht doch nicht erst hervorgehoben zu werden, wie schwer das Ansehen der Justiz durch die politischen Meineidsprozesse in Essen und Wismar gelitten hat. zu dulden. an die Posten, I " " ge= " Als werden besitz der Kämmerei der Stadt Berlin im letzten Jahre um 4627 436 M. öffentlichen Arbeiten Budde, Unterstaatssekretär Fleck, der Präsident zugenommen und beträgt nunmehr 446 319 865 M. Der Grund- des Reichs- Eisenbahnamtes Wirkt. Geh. Nat Dr. Schulz, der Staatsbefit der Stiftungen ist um 597 135 M. gewachsen und ist jetzt mit fekretär Krätte vom Reichspostamt, der Wirkt. Geh. Ober- Regierungs10 Millionen Mark angegeben. Die ausstehenden Kapitalien der rat Kranold, Präsident der tgl. Eisenbahndirektion Berlin, als VerKämmerei( Hypotheken 2c.) find um Der im Prozeß Kwilecti als Zeuge vernommene Gerichtssekretär 38 Millionen Mart gestiegen, dagegen haben die Kassenbestände um hier anwesende tgl. württembergische Verkehrsminister Freiherr 1 687 893 M. auf rund treter des Finanzministers der Geh. Nat Domboris, und der zufällig Thomaschewski aus Wronte sagte vorgestern unter seinem Eide aus, 4 329 654 M. abgenommen und betrugen 16 567 743 M. b. Soden. daß in Preußisch- Polen viele Meineide geleistet werden und in Auch der Kriegsminister General v. Einem war mit Civilprozessen die Zeugen oft gruppenweise für und gegen eine Be- gelegenheit der Wilhelmine Effert, die wegen schwerer Zur Disciplin im Krankenhaus am Friebrichshain. In der An- mehreren Offizieren zur Besichtigung und Versuchsfahrt erschienen. hauptung auftreten, so daß die Richter oft nicht wüßten, wem Nierenentzündung von der Drts- Krankenkasse der Gasteiner Geistestranten wird berichtet: Der Schriftsetzer WinterDrei Kinder von der Mutter getötet. Ueber die schreckliche That Glauben zu schenken sei. Derartige Kunde kommt nicht selten aus toirte dem Friedrichshain- Krankenhause zugeführt und von dort stein, Landsbergerstr. 41, befindet sich seit 4 Monaten in der Lungenden streng katholischen Gebieten des Ostens, wo das niedere Volk auf Antrag des Stationsarztes Dr. Sternberg und durch Ver- heilanstalt in Belzig, und seine Frau bezog aus der Buchdruckerheute noch in einer Art geistigen wie leiblichen Hörigkeitsverhältnisses fügung des dirigierenden Arztes Prof. Dr. Krönig ungeheilt aus tasse wöchentlich 23 M., so daß sie mit ihren drei Knaben von gehalten wird. Im Sommer 1901 spielte sich in Danzig ein Meineids- gewiesen worden war, hat der Kassenvorstand von diesen beiden prozeß ab, und aus diesem Anlaß berichtete die„ Post" von der frommen Herren die erbetene Auskunft erhalten. Die Herren Prof. Krönig 7 Jahren keine Not litt. Die drei Kinder waren sehr klein und und streng ordnungsstüßenden kasſubiſchen Bevölkerung, daß in einigen Zeitung" veröffentlichte Darstellung überfandt und brieflich ver- zweiten mußte die Mutter aber jedesmal abholen, sonst fand er und Dr. Sternberg haben dem Vorstand die in der„ Volk3= schwächlich. Die beiden ältesten besuchten die Gemeindeschule, den Ortschaften früher eine Art Meineidsbörse bestanden habe, auf der sichert, daß diese Darstellung der Wahrheit in allen Punkten nicht nach Hause. Er war körperlich und geistig am weitesten zurückals Normalpreis für einen Meineid fünf Groschen und ein Schnaps entspricht". gefordert worden sei. Wir schieben diese traurigen Zustände selbstgeblieben. In der letzten Zeit tourde das Benehmen der Frau sehr verständlich nicht den Einwirkungen der katholischen Religion an sich vormittag zwischen 10 und 11 geneigt schien, die Patientin zu be- der Treppe und schlug sich mit den Händen vor den Kopf. Gestern Hiernach wäre es wahr: 1. daß Prof. Krönig noch am Montag auffällig. Vorgestern abend stand sie mit aufgelöstem Haare auf 311, wohl aber find diejenigen verantwortlich zu machen, die als halten; 2. daß auf die Mitteilung, die Pflegemutter der Effert habe behielt sie die Kinder aus der Schule zurück, abends raufte sie sich Geistliche und Junker alles daran sezen, um die ländliche Be- die Unterredung mit Dr. St. in nicht passendem Tone" geführt, auf der Treppe die Haare und klapperte mit den Zähnen. völkerung in geistiger Unwissenheit zu erhalten, die, um herrschen zu und die Effert habe„ Gott sei Dant, daß ich hier rauskomme!" können, einer intellektuell tiefstehenden Menschenherde zu bedürfen rufen, Prof. Kr. der Patientin sagte, wenn sie sich so betrüge, ein Nachbar sie fragte, was ihr fehle, antwortete fie: würde fie fofort entlassen"; 3. daß die E. als Schwerkrante ent- Machen Sie, daß Sie in Ihre Wohnung kommen!" Gestern der ärztlichen Vorschriften angeregt, aber wegen des von den Aerzten Haus und erzählte zwei Schußmännern, daß eine Frau ihre drei lassen wurde. Die Entlassung wäre dann also wegen der Uebertretung morgen um 5 Uhr rief sie einigemal: Emma!" verließ dann das als umpaffend empfundenen Betragens der Patientin und ihrer Pflege- Kinder erhängt habe. Auf die Frage, was für eine Frau das sei, mutter zur Ausführung gebracht worden. der uns jetzt vorgelegt worden ist, weiß freilich nur mitzuteilen, daß mit ihr, und fanden die schreckliche Meldung bestätigt. Die drei Der Entlassungsschein, antwortete sie, sie sei es selbst. Die Schutzmänner gingen sofort die E. wegen„ Nichtbefolgung der ärztlichen Vorschriften" entlassen Senaben lagen tot im Bette; die beiden jüngeren waren bereits worden sei. Was entspricht denn nun eigentlich der Wahrheit"? Wir finden, daß durch alle diese Veröffentlichungen und Er- erstarrt, der älteste fühlte sich noch warm an. Die Beamten machten Härungen der Krantenhaus- Aerzte der Standal nur noch verschlimmert fofort wiederbelebungsversuche und ließen einen Arzt holen, aber wird. Seit wann ist es üblich, eine Patientin auszuweisen, weil alle Bemühungen waren vergebens. Frau Winterstein wurde nun eine Besucherin, und sei es selbst eine Pflegemutter, einem auf- auf die Wache gebracht und verhört. Auf dem Tische in ihrer geregten Arzt grob antwortet?! Seit wann wird es von ver- Wohnung hatte man einen Brief gefunden, der einen Einblick in ständigen Männern einem siebzehnjährigen Mädel als Verbrechen ihre geistige Verfassung thun läßt. Sie schreibt von Verangerechnet, daß es auf die Ankündigung Sie kommen nun heraus", der Krantenschwester mit einem Gott sei Dank" antwortet?! Die folgungen, die sie und ihre Familie zu erdulden hätten, dann Herren hätten wirklich besser gethan, zu schweigen. wieder, daß sie ihre Kinder nicht zu Verbrechern laffen wolle usw. Auf der Wache war fie ganz gleichgültig Die gerichtlichen Niederlagen der Polizei häufen sich von Tag und sagte, es sei nur gut, daß es so gekommen sei. Auch die Im Fall Kwilecki kommt noch ein Umstand in Betracht, sprechende Urteile zu Tag. Auch gestern fällte das Gericht wieder zwei frei That selbst schilderte sie ohne jede Erregung. Am Abende vorher der den polnischen Landleuten die Erfüllung ihrer Zeugenpflicht Mechaniker Hartefiel und der Dreher Barths, die sich, der Morgenstunde nahm sie zuerst ihren jüngsten Sohn aus dem Bette, gegen Streifposten. Es waren der hatte sie sich vom Boden eine starke Schnur geholt. In früher ganz besonders erschwert, nämlich die Unkenntnis der deutschen eine im Streit bei Kaiser u. Schmidt, der andre im Goedeschen legte ihm eine Schlinge um den Hals und knüpfte ihn an der ThürSprache. In einem hiesigen Blatte heißt es bei Betrachtung dieser Zeugen sollten. Auch hier war es wieder das bekannte alte Lied: Die in der Hand lag fie nun eine halbe Stunde lang im offenen Fenster. Streit, als Streifposten gegen die Straßenordnung vergangen haben flinte auf, ehe er noch aus dem Schlafe erwacht war. Mit der Uhr fategorie: 6 Da giebt es Zeugen, die auch Deutsch verstehen, aber dies Schuhleute hatten die Anweisung, teine Streikposten auf der Straße Dann nahm sie die Leiche von der Klinke, legte sie ins Bett, erVerstehen reicht nicht bei allen aus, zu begreifen, was es heißt: Sie richteten die Aufforderung, fich zu entfernen, hängte in derselben Schlinge den zweiten Knaben und wartete wieder ,, Sie sind entlassen." Da muß erst der Dolmetscher eingreifen es folgt deren Weigerung unter Berufung eine halbe Stunde und vollzog in derselben Weise das entsetzliche und ihnen auf polnisch sagen, daß sie nun gehen können. Ein auf das Koalitionsrecht, dann kommit die Siftierung, hernach Wert auch an ihrem ältesten Sohne. Dieser erwachte und fragte andrer Zeuge, der polnisch vernommen werden muß, leistet das Strafmandat über 30 M. und zuletzt die gerichtliche Frei- verwundert:„ Mutter, was machst Du denn?"" D, nichts", erwiderte den Eid in deutscher Sprache. Dabei verspricht er sich sprechung, weil nichts, aber auch rein gar nichts vor- fie, ich will Dich nur in ein andres Bett legen." Beruhigt richtete mehrmals und sagt ganz treuherzig: Daß ich die Wahr gefallen ist, was eine Bestrafung der Streifenden rechtfertigen er sich auf. Unmittelbar darauf hatte er die Schlinge um den Hals heit nicht sagen werde" 2c. Ein drittes Beispiel: Einem tönnte. So geht es jetzt fast jeden Tag. Haufentveise lagern noch und hing gleich darauf an der Thürklinke. Die Leichen wurden um deutschen Zeugen, der nochmals vorgerufen und gefragt die Einsprüche gegen polizeiliche Strafmandate auf dem Gericht; 9 Uhr nach dem Schauhause gebracht, die Wohnung geschlossen. Die wird, ob er seine zweite Aussage auch auf seinen bereits wurden doch allein aus Anlaß des Streits bei Mehlich etwa Frau wird vom Bezirksarzt untersucht. geleisteten Eid nehmen will, ist erst nach großer Mühe klar zu 80 Metallarbeiter mit solchen polizeilichen Liebesbriefen beglückt, der machen, was der Vorsitzende von ihm verlangt. Wo solche Mißverständnisse an der Tagesordnung sind, da darf beim jezigen Drücker- und Gürtlerstreit erlassenen Mandate gar nicht Kürzlich hat er erst durch den Neubau des Landgerichts III eine Der Kleine Tiergarten ist wieder einmal in großer Gefahr. zu ruhig gesagt werden, daß ein Falscheid auch dem ehrlichsten Zeugen au gedenken. Und trotzdem erfolgen tagtäglich neue Sistierungen erhebliche Einbuße erlitten und schon wieder plant man an der in feiner Unkenntnis oder Stupidität möglich ist und eine moralische Wann werden diese auch vom Gericht als llebergriffe betrachteten Brebiger- Wohnhaus und ein Gemeindehaus zu errichten, als ob und neue Strafverfügungen-zum Schaden der Staatskaffe. Ottostraße in dem Part für die Heilands- Kirchengemeinde dort ein Minderwertigkeit derer, die unter ihrem Eide Falsches aussagen, Polizeithaten endlich ein Ende nehmen? Ist man sich gar nicht nicht in der Nähe in der Bugenhagen- und Bremerstraße noch eine gar nicht einmal in Betracht gezogen zu werden braucht. Und weil in diesen Beugen eine für unsre Begriffe abnorme Autorität des Staates zufügen? bewußt, welchen Schaden sie der an sich schon bedenklich wackelnden große Zahl von passenden Baupläßen zu haben sind. Wenn es so Menschenschicht in Frage kommt, ziemt es sich auch für weiter mit der Bebauung des Kleinen Tiergartens geht, dann wird wohl bald der letzte Baum dort verschwunden sein. Der Beschluß des den unabhängigen Teil der Presse, das Prozeßverfahren während Der im Prozeß Kwilecti vielgenannte Zeuge Hechelski richtet an Gemeinde- Kirchenrats und der Gemeinde- Vertretung von der Heilandsseines Verlaufes ständig im Auge zu behalten. Der Vorsitzende des die Redaktion des polnischen Blattes Dziennit Poznansti" ein Kirche ist um so unverständlicher, als der Plan schon einmal geGerichts fand sich berufen, in der letzten Sigung den Geschwornen längeres Schreiben, worin sich folgende Stelle findet: scheitert ist und der Widerstand gegen ein eignes Predigerhaus und einen Vortrag zu halten, in welchem er sie warnte, den von den" Mein Name ist zum Gegenstand von Angriffen geworden, und die Bebauung des Kleinen Tiergartens in der Gemeinde selbst sehr Zeitungen abgegebenen Anschauungen Gehör zu schenken, und er das nicht nur im Gerichtssaal, was sich ja bis zum gewissen Grade groß ist und vermutlich noch wachsen wird. Schon machen die verfand es unerhört, daß ein Blatt die Richter zu„ beeinflussen" gesucht ertragen ließe, sondern auch außerhalb, wo man ebenfalls an meiner schiedenen Vereine in diesem Sinne mobil und ist ein einmütiger habe. Welche Zeitung damit gemeint war, wissen wir nicht; aber folgendes an: Als meine Schwester mir von der kategorischen AusZu meiner persönlichen Entschuldigung führe ich Einspruch der Moabiter Bevölkerung zu erwarten. so viel sich der bürgerlichen Presse in Deutschland auch nachfagen fage ihrer Schwägerin, Hedwig Andruszewska, Mitteilung machte, Geschäftslotal die Ehefrau des Restaurateurs Wilhelm Bölk aus der Ueberfallen und beraubt wurde gestern abend in ihrem eignen läßt, im allgemeinen leidet sie eher an einer tadelnswerten von einer Aussage, deren Inhalt diese von ihrer Mutter auf dem Geschäftslokal die Ehefrau des Restaurateurs Wilhelm Bölt aus der Scheu vor der Kritik deutscher Richter und ihrer Handlungen Sterbelager vernommen hatte, da hatte ich keinerlei Anlaß, an der Charlottenstr. 22. Gegen 6 Uhr betraten zwei gut gefleidete Männer als an dem gegenteiligen Uebel. Und wenn hier in einem völlig Wahrheit des Gehörten zu zweifeln. Ich war empört über das Unrecht, ob ihr Mann anwesend sei. Als sie dies verneinte, stürzte sich der das Parterrelokal und fragten die am Büffett stehende Frau Bölt, unpolitischen Prozeß während der Verhandlung das Gewissen der das man den Agnaten der Familie des so allgemein geschätzten und Achtung eine von ihnen auf die gänzlich überraschte Frau, würgte sie am gebietenden Grafen Kivileci an Ruf und Vermögen angethan hatte. Richter geschärft, wenn auf die Unzulänglichkeit und Unzuverlässigkeit unter dem Eindrud dieser Entrüstung begab ich mich zum Grafen Salfe und warf sie zu Boden; dann berſetzte er ihr mehrere gue ſelbſt im guten Glauben beschworener Zeugenaussagen hingewiesen, Sektor Kwiledi und bot ihm freiwillig meine Dienste an. Ich wollte tritte. Während dieser Zeit beugte sich der andre über den Schankwenn vor einseitiger oder formaler Bewertung solcher Aussagen ge- in der Angelegenheit, worin dem Grafen ein Unrecht zugefügt war, tisch, öffnete die Ladenkasse und raubte deren Inhalt; es waren etwa warnt wird, so ist das eine publizistische Pflicht der Deffentlichkeit den Schleier des Geheimnisses liften, habe aber niemals zehn Mark Kleingeld darin enthalten. Beide entfernten sich dann gegenüber, an der kein gewissenhaftes Blatt irre werden darf. Der ganze Vorgang hatte sich in Als abgespielt. sich bie liegende Frau von ihrem ersten Schred erholt hatte, raffte fie fich am Boden Das Wahlrecht der städtischen Arbeiter. Wie wir am Sonntag Hechelski giebt dann noch seiner Empörung darüber Ausdruck, auf und versuchte, die Spur der Räuber zu verfolgen. Diese hatten mitteilten, ist auf den städtischen Gasanstalten von den Dirigenten daß ihm Spionage in den polnischen Sofolvereinen vorgeworfen jedoch längst das Weite gesucht. Der Kriminalpolizei ist bisher nicht eine Verfügung erlassen worden, wonach den Retortenarbeitern, wird, und fündigt eine Beleidigungstlage gegen den Urheber dieser gelungen, die frechen Burschen festzunehmen. Aller Wahrscheinlichkeit Heizern und Maschinisten der Urlaub zur Ausübung ihres Wahl- Nachricht an. Es will uns scheinen, daß die Gestalt des Hechelsti nach haben sich diese bei der Ausübung des räuberischen leberfalls einer Helfershelferin bedient; es wurde nämlich festgestellt, daß etwa rechts versagt wird. Die Berliner Ortsleitung des Verbandes der durch diesen Rechtfertigungsversuch noch nicht sympathischer wird. eine Viertelstunde vor der That eine Frauensperson in das Lokal städtischen Arbeiter wandte sich sofort schriftlich an den Oberbürger- In dem Prozesse gegen die„ polnische Gräfin", wie es im Volts- trat und sich dort nacheinander zwei Tassen Kaffee bestellte. Es ermeister Kirschner und persönlich an den Direktor der Gasanstalten munde turz heißt, tagte gestern im großen Schwurgerichtssaale die scheint nicht ausgeschlossen, daß diese die Räume zunächst besichtigte Herrn Fitr st. Dieser Herr hielt es für technisch undurchführbar, aus Aerzten bestehende Kommission, welche vom Gerichtshofe damit und dann die beiden Männer unterrichtet hat. Frau Bölt hat den Betrieb während der Wahlzeit ruhen zu lassen, erklärte jedoch, beauftragt war, Prüfungen in Betreff der Aehnlichkeitsfrage zwischen glücklicherweise teinen ernsthaften Schaden gelitten: außer einigen alles aufzuwenden, um den Wahlberechtigten den Urlaub zu er- den beiden Knaben anzustellen. Außer den Verteidigern war keiner leichten Abschürfungen hat sie Verlegungen nicht davongetragen. möglichen. Herr Oberbürgermeister Kirschner übermittelte folgendes Anspruch nahm, anwesend. Der fleine Graf wurde von den beiden der Prozeßbeteiligten bei der Untersuchung, welche drei Stunden in Geflügeldiebe. Bei einer Diebesfahrt abgefaßt wurde eine Schreiben:" Auf das an den Magistrat gerichtete Schreiben vom Romtessen Kivileda begleitet, Frau Meyer hatte auf Verlangen der Berliner Einbrechergesellschaft, die hauptsächlich in den Lauben9. b. M. teile ich ergebenst mit, daß bereits vor Eingang des Schreibens Kommission ihre beiden Kinder mitbringen müffen. Graf Kwileditolonien und in den nördlichen Vororten Geflügeldiebstähle ausdie Anordnung getroffen war, allen wahlberechtigten städtischen und seine Gattin wurden gesondert zu der Untersuchung vor- führten. Ein Gendarm, der nachts einen Kontrollgang unternommen Gasarbeitern, soweit es der Betrieb irgend gestattet, zur Ausübung geführt, wohnten derselben aber mur furze Zeit bei. Ueber das Er- hatte, bemerkte auf der Tegeler Chaussee einen Menn mit einem ihres Wahlrechts am 12. d. M. von 12 Uhr ab Urlaub zu geben, gebnis der Prüfung wird jedenfalls in öffentlicher Sigung berichtet Handwagen, auf welchem unter einer Decke Gegenstände verborgen waren. Dem Gendarm kam der Transport verdächtig vor und vordaß diese Anordnung heut nochmals seitens der Direktion der Gassichtig verfolgte er den Wagenführer, der in die Scharnweberstraße werke den Dirigenten der einzelnen Anstalten eingeschärft worden ist, Preußentum in der Kunst. Die Berliner Zeitung" berichtet: einbog und hier mit zwei Männern zusammentraf. Beide führten und daß ich nach den mir gewordenen persönlichen Mitteilungen mit Eines der reifsten und stärksten Werte Walter Leist it ows, die schwer gefüllte Säcke bei sich, die sie ebenfalls auf den Wagen Bestimmtheit erwarte, daß diefen Anordnungen gewissenhaft ent- Schneelandschaft aus dem Riefengebirge, die bei ihrer Ausstellung in legten, und dann zog das Trio gemeinsam nach Berlin zurück. Üm sprochen werden wird." Der Antwort dieser beiden Herren nach einem hiesigen Kunstsalon die ungeteilte Anerkennung des Publikums die Flucht zu verhindern, hatte der Gendarm aus einer Gastwirtschaft zu urteilen, scheint wiederum einmal das Pflichtgefühl ein- und der Kritik gefunden hat, war von der Landes- Sunstkommission fich Hilfe geholt, und so gelang es ihm, die Nachtarbeiter" festzelner Betriebsleitungen zu Anordnungen geführt zu worden. Der Kultusminister aber weigerte sich, dem Kaiser das Hühner und Gänse, welche, wie sich später herausstellte, aus vier einstimmig zum Ankauf für die Nationalgalerie vorgeschlagen zunehmen. Auf dem Wagen befand sich frisch geschlachtetes Geflügel, haben, die das Gegenteil von dem bedeuten, was vom Magistrot Botum vorzulegen, einfach, weil Leistitow, der als Künstler doch verschiedenen Diebstählen, die in der Nacht verübt worden waren, und der Direktion beabsichtigt war. Es steht nunmehr zu erwarten, ganz und gar nichts Radikales in seiner Art hat und im Lager der herrührten. daß den wahlberechtigten städtischen Arbeitern auch denen andrer Rechten wie der Linken gleichmäßig geschäßt wird, ein bekannter Betriebe der Urlaub nicht vorenthalten wird. Auf eine schreckliche Art um sein Leben gekommen ist der sieben Führer der, Secession" ist. Damit diesem bedenklichen Fall der Humor nicht fehle, spricht Jahre alte Sohn Karl des Kellners Fröhlich aus der Huttenstr. 10. Der Magistrat ift dem Beschlusse der Stadtverordneten- Ver- die Berliner Zeitung" die Hoffnung aus, daß die Kultstätte Der Knabe holte aus einem Kaufmannsladen in der Huttenstraße ſammlung vom 8. Oktober d. J., betreffend die Vermeidung der preußischer Rückständigkeit, das Abgeordnetenhaus sich mit der An- einen Liter Spiritus. Auf dem Rückwege glitt er auf einem Obstdurch den plöglichen Ausfall des Schulunterrichts entstehenden gelegenheit beschäftige. reste aus und fiel mit dem Unterleib auf die Flasche, die in Schädigungen beigetreten und hat durch eine Eingabe an das königl. Trümmer ging. Die Scherben drangen dem Aermsten durch die Provinzial- Schulkollegium auf Beseitigung derartiger Vorkommnisse mittag hatte die Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen die in die Wunden nach. Der Schwerverletzte wurde mit einer Droschte Eine Ministerfahrt auf der Schnellbahn. Auf den gestrigen Vor- Kleidung hindurch in den Leib ein und der ähende Spiritus floß hinzuwirken gesucht. jenigen unsrer Minister, welche mit dem Eisenbahnverkehrswesen nach dem Moabiter Krankenhause gebracht, war aber nicht mehr zu Nach dem Abschluß des Lagerbuches der Stadtgemeinde Berlin Fühlung haben, zu einer Besichtigung und Fahrt mit den Schnell- retten. Da teine fremde Schuld vorliegt, so wurde die Leiche von für das am 31. März d. J. abgelaufene Etatsjahr hat der Grund- motoren einladen lassen. Es nahmen daran teil der Minister der der Staatsanwaltschaft zur Beerdigung freigegeben. Ehre rüttelt. ant genommen, daß es umehrenhaft ist, eine nichtswürdige Handlung eiligst aus der Wirtschaft. Minuten wenigen aufzudecken und den benachteiligten Personen zur Aufklärung" der Wahrheit seine Dienste zur Verfügung zu stellen." werden. " alt werden. 500 Mart Belohnung. Seit Sonnabendabend wird ein einer| Elend und die politische Rechtlosigkeit des preußischen Volfes[ liche Politik der Junker, die in diesem Parlament ihre eignen guten Familie angehöriger Berliner Herr vermißt, bei dem plößlid in so lebhaften Farben, daß dent Reaktionären die Interessen in der brutalsten Form vertreten, gebührend geißelte, eine Nervenkrankheit ausgebrochen ist. Das Signalement lautet: Ohren geffungen haben müssen. Auch die traurige Spiel- fondern auch unter lebhafter Zustimmung der Versammlung das 38 Jahre alt, untersetzt, 1,56 Meter groß, volles Gesicht, dunkles, art des bürgerlichen Liberalismus, die freisinnige Partei des Gebahren der Freisinnsmannen einer treffenden Kritik unterzog. furzgeschorenes Haar, Schnurrbart mit Fliege, fleine Hände und Schrittmachers der Reaktion Eugen Richter, die es fertig gebracht Der Redner, der in seinen weiteren Ausführungen den StandFüße. Kleidung: Graumelierter Sommerüberzieher, schwarzer, hatte, in ihrem letzten Flugblatt von den„ unerfüllten Forderungen" pimft bertrat, daß tvir gar feine Veranlassung haben, steifer Hut, dunkelgrauer Gehrock, gestreifte Beinkleider. Zeichen der des Freisinns zu Heucheln, bekam ihr Teil. Der Redner erläuterte nach dem bisherigen Verhalten der Freisinnigen für dieſe Wäsche und im Hut: G. B. Nachrichten erbittet die Familie an das dann eingehend, welche Forderungen wir an die preußischen Gesez einzutreten, und daß ein offener, ivenit auch brutaler tönigliche Polizeipräsidium zu Berlin. Die Verwandten vermuten, geber zu stellen haben, insbesondere für Arbeiterwohlfahrt, Schule, Feind dem rückgratlosen, bauchrutschenden und ebenso reaktionären daß der Gesuchte bereits außerhalb Berlins planlos umherirrt. Die Breßfreiheit, Koalitionsrecht, Vereins- und Versammlungsrecht auch Freisimm vorzuziehen sei, forderte die Versammlung schließlich auf, obige Belohnung ist für die Auffindung des Vermißten von der für die Frauen, und schloß seinen Vortrag mit dem Wunsche, daß mit aller Energie dafür zu wirken, daß socialdemokratische AbFamilie ausgesetzt worden. unfre Wahlbeteiligung eine Beseitigung dieses elendesten aller Wahl- geordnete gewählt werden, damit endlich auch mal im preußischen Die Unfitte der Kinder, sich an Hinterachsen von Wagen aufzu- systeme zur Folge haben möge. Landtage gegenüber der Reaktion die Interessen des Volkes vertreten hängen und mitschleifen zu lassen, hat wiederum zu einem bedauerIn der Diskussion über den mit großem Beifall aufIn Weimanns Volksgarten hatten sich auch diesmal δας genommenen Vortrag wurde namentlich Verhalten der lichen Unglücksfall Veranlassung gegeben. Der 14jährige Schüler die Genossen zahlreich eingefunden. Aufmerksam lauschte die Menge Georg Kleine, Prinzen- Allee 25 bei den Eltern wohnhaft, hatte sich denn auch den Ausführungen des Genossen Ströbel und häufige lebhaft kritisiert und Freisinnigen im Reichstag, Landtag und Stadtverwaltung darauf hingewiesen, daß der In Gabriel u. Jäger angeklammert, und ließ seine Beine herabhängen. bewiesen, welch' reges Interesse die Erschienenen der bisherigen ge- denen den Wählern alle möglichen schönen Versprechungen gemacht einen die Fennstraße durchfahrenden Brauerwagen der Firma zustimmende Zwischenbemerkungen aus der Mitte der Versammlung halt der von den Freisinnigen verbreiteten Flugblätter, in Der Knabe streďte hierbei das rechte Bein zur Seite und geriet mit sezgeberischen Thätigkeit des Landtags sowie der bevorstehenden werden, im frassen Widerspruch steht zu den bisherigen Handlungen dem Unterschenkel zwischen den Brauerwagen und die Schutzweite Wahl widmen. Redner legte in seinem Vortrage die Gründe unsrer der Freifinnigen. Im weiteren wurde ebenso wie vom Referenten eines vorbeifahrenden Straßenbahnwagens. Dem Kinde wurde Beteiligung an den Landtagswahlen klar und ging dann auf verdurch die scharfen Kanten der Schutzweste das rechte Bein vollständig schiedene Schönheiten dieser Spottgeburt eines Wahlrechts ein. Er eine recht rege Wahlbeteiligung empfohlen und aufgefordert, auch die aufgeschnitten. Der Verunglückte mußte, nachdem ihm auf der präcisierte ferner unsre Geschäftsleute, die sich sonst als Parteigenossen gerieren und vielfach Stellungnahme zu den Haupts Unfallstation ein Notverband angelegt worden war, dem Kranken- materien, die der gesetzgeberischen Kompetenz des preußischen in der zweiten Klaſſe wahlberechtigt sind, zu veranlassen, für die Socialdemokratie einzutreten. hause Moabit zugeführt werden. Gegner hatten sich trotz Aufforderung Landtages unterliegen, und zeigte an drastischen Einzelbildern, Mit begeisternden Hochs auf die völkerdaß es für die etwa gewählten socialdemokratischen Abgeordneten nicht zum Wort gemeldet. Arbeit in Hülle und Fülle geben werde, um der pfäffisch und junker- befreiende Socialdemokratie erfolgte der Schluß der sehr stark besuchten Versammlung. lich verfippten Mehrheit dieses reaktionären Klassenparlaments gebührend in die Parade zu fahren. Lebhafter Beifall lohnte den Jm Schützenhaus referierte Genosse Dr. Wehl vor einer Redner, als er die Versammlung aufforderte, mit unserm alten start besuchten Versammlung. Das Thema„ Warum muß die Kampfruf in die Wahlschlacht zu ziehen: Nieder mit der Reaktion! Socialdemokratie im preußischen Landtage verHoch die Menschheit befreiende Socialdemokratie! Zum Schluß gloffierte treten fein?" wurde vom Referenten in flarer und prägnanter der Vorsitzende Herfurth diverse Glanzstellen des konservativen Beise behandelt. Am Eingang seiner Ausführungen legte der Redner Flugblattes und erteilte den Anwesenden noch einige wahltechnische die Ungerechtigkeit und Lächerlichkeit des Wahlsystems dar und meinte: Ratschläge unter dem Wunsche, rechtzeitig zur Wahl zu kommen.„ Wenn wir erst diese Wahlhandlung durchgekostet haben, wenn wir Die Versammlung bei Hensel war gut besucht. Genosse erst am eignen Leibe gekostet haben, was es heißt, preußischer werden die Voltsmassen erst beliebte Wort Eugen Richters, die Socialdemokratie habe in letter unter demonstrativem, lang anhaltendem Beifall der VerHeimann kritisierte zunächst das Verhalten der Freisinnigen. Das Landtagswähler zu sein, dann mit der größten Empörung gegen das Wahlunrecht ankämpfen". Linie die herrschende Reaktion verschuldet, zeigt sich gerade im Hinblick auf den preußischen Landtag in seiner ganzen Unsinnigkeit. ſammlung fündigte der Redner an: Der Freifinn hört auf Dort haben die Freifinnigen ihre unfähigkeit erwiesen. Wie wenig zu existieren, wenn er unsre Forderungen nicht erfüllt.„ Wenn ernst es ihnen mit der Bekämpfung der Reaktion ist, zeigt schon die wir auch keine preußischen Mandate erwerben sollten, so werden Festsetzung der Wahlzeit. Redner beleuchtete dann die ganze reaktionäre Schönheit des Wahlgesetzes an drastischen BeiReaktion geworden, zum Hemmschuh der freiheitlichen Entwickelung spielen. Der preußische Landtag ist zum Herd und Hort der Soll der preußische Landtag von der Stickluft gereinigt werden und die Zustände im Lande sich bessern, so muß vor allem das Dreiflaffen- Wahlrecht beseitigt werden und dessen Zertrümmerung erstrebt Friedenau. Am Sonntag, den 8. d. M., mittags 12 Uhr, hatte unsre Beteiligung an den Landtagswahlen. Der Vortrag wurde mit der hiesige Wahlverein zu einer öffentlichen Versammlung in der lebhaftem Beifall aufgenommen. Diskussion fand nicht statt. Nach großen Glashalle des Sportparts eingeladen, an der ca. 150 Pereinigen Worten im Sinne des Referats schloß der Vorsitzende die fonen teilnahmen. Genosse Grunwald referierte über:„ Die Versammlung mit einem Hoch auf die Socialdemokratie. Landtagswahlen". Da nach dem mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrage sich Gegner nicht zum Worte meldeten, richtete Genosse untel sen. einige martige Worte an die Versammelten und forderte zu eifriger Agitation bis zu den Wahlen und zur zahlreichen Beteiligung an denselben auf. " Die 255. Veranstaltung des Vereins Boltsunterhaltungen findet am Sonnabend, den 14. d. M., abends 8 Uhr, in der Aula des Dorotheenstädtischen Realgymnasiums statt. 3. Vortrag des Herrn Dr. Peter Jessen: Von guter und schlechter Kunst unser Wandschmuck". In der am Sonntag, den 15. d. M., abends 7 Uhr, in der Sing- Akademie stattfindenden 256. Veranstaltung des Vereins für Voltsunterhaltungen werden mitwirken: Frl. Therese Biel( Recitation), Frl. Erna Schulz( Violine), Herr Emil Del Ley ( Bariton), Herr Teo von Torn( Vortrag aus eignen Schriften. Militärhumoresten). durch das Hochwasser Geschädigten eine Galavorstellung statt. Der Im Cirkus Schumann findet am Freitagabend zum Besten der Reinertrag wird dem Unterstüßungsausschuß überwiesen. Die Winterausstellung der Berliner Secession wird am Sonnabend, den 14. d. M., 2 Uhr nachmittags eröffnet. Um 12 Uhr findet die Vorbesichtigung für geladenes Publikum statt. Die Aus ftellung umfaßt circa 1200 Werfe, darunter Kollektionen von Rostin, H. v. Marées †; Larsson, Schweden; Born, Schweden; Whistler † Baris; Beardsley †; Munch, Christiania; Orlik, Prag; Andri, Wien; Turner †; Jsraels, Amsterdam; Besnard, Paris; Liebermann, Leistikow, Kollwig, Slevogt, Berlin; Kalkreuth, Stuttgart u. a. Im wissenschaftlichen Theater der Urania wird am Sonnabend, den 14. November, Herr Dr. Georg Wegener abends 8 Uhr einen einmaligen Vortrag über seine Reise nach Martinique und seine Besteigung des Mont Belée halten, welche er unmittelbar nach und zum Teil während der Eruptionen des Mont Pelée ausgeführt hat. Nachmittags 4 Uhr findet eine Wiederholung des Vortrages Von der Zugspiße zum Batmann" zu ermäßigten Preisen statt. Der Vortrag An den Seen Oberitaliens" wird am Sonntagabend wieder gehalten werden. Hus den Nachbarorten. Weg wählen und sich der Stimmabgabe enthalten. Verfammlungen. Wahlversammlungen. wir die Köpfe der Preußen revolutionieren." Mit dem Nufe„ Nieder mit der Realtion! Nieder mit dem ergriff keiner der anwesenden Gegner das Wort. In begeisterter Polizeistaat! Hoch die Socialdemokratie!" schloß der Redner seine Ausführungen. Trotz eindringlicher Aufforderung des Vorsitzenden Rampfftimmung gingen die Versammelten auseinander. Zur Volksversammlung im Berliner Prater hatten sich Männer und Frauen in so großer Zahl eingefunden, daß der Saal samt dem Vorraum gedrängt voll waren. Mit größter Aufmerksamfeit folgten die Anwesenden dem Vortrage des Reichstags- Abgeordneten Ledebour. Zahlreiche Beifallsäußerungen ließen erkennen, daß Neu- Weißensee. Am 3. November hielt hier Genosse Bruns die Arbeiterschaft volles Verständnis für die Wichtigkeit der bevor einen Vortrag über die Bedeutung der Landtagswahlen, der mit In Grünau beginnt heute die Wahlhandlung für die dritte stehenden Wahlen befißt und entschlossen ist, alles aufzubieten, um großem Beifall aufgenommen wurde. Von den Gegnern war trop Abteilung nachmittags 4 Uhr; die zweite Abteilung wählt nicht vor trotz des schändlichen preußischen Wahlunrechts für wirksame Ver- Aufforderung niemand erschienen. In der Diskussion bedauerte 6 Uhr, die dritte nicht vor 6½ Uhr. Der Ort ist in zwei Urwahl- tretung der Socialdemokratie im Abgeordnetenhause zu sorgen. Genosse Taubmann das Verhalten der Gemeindevertretung in Bezirke geteilt. Heiterfeit erregte es, wie der Redner die Zusammensetzung des Betreff der Ansetzung des Wahltermins zur Landtagswahl auf Johannisthal. In welcher Weise die wirtschaftliche Abhängigkeit preußischen Herrenhauses schilderte, dieses Sammelsuriums von mittags 12 Uhr. Mit einem Appell von seiten des Vertrauensder Unterbeamten benutzt wird, um ein möglichst günstiges Resultat Rapacitäten und geborenen Gesetzgebern", die auch mithelfen sollen, manns Genoffen Reste, am Wahltage trotz des ungünstigen Termins für die konservative Partei bei den Landtagswahlen zu erzielen, das das preußische Bolt zu regieren. Indem der Redner die wichtigsten pünktlich zur Wahl zu erscheinen, wurde die Versammlung gezeigt sich recht auffällig bei der Aufstellung der Wahlmänner von Aufgaben kennzeichnete, die die Socialdemokratie im Landtag zu erschlossen. feiten der konservativen Partei. In beiden Urwahlbezirken sind füllen hat, hob er scharf hervor, daß alle diese einzelnen Fragen der Herzfelde. Am Sonntag, den 1. November, fand für Herzfelde nämlich in der dritten Abteilung ein Lademeister und ein Gesetzgebung, die ja auch der Liberalismus zu vertreten vorgiebt, Stationsassistent aufgestellt. Die Hoffnungen, welche die von unsrer Partei ganz anders, viel tiefer und gründlicher auf- und Umgegend eine Voltsversammlung statt, die sich eines guten Konservativen an diefe Kandidatur knüpfen, werden die Unter- gefaßt werden und ihre wirkliche Lösung nur durch die Herrschaft Besuches erfreute. Genosse A. Taubmann- Weißensee referierte der Socialdemokratie, durch den Socialismus finden können. An- über die preußischen Landtagswahlen. Der Vortrag wurde beibeamten jedenfalls zu nichte machen, indem sie den einzig richtigen inüpfend an eine Kritik gegnerischer Wahlflugblätter, wies der fällig aufgenommen. Es wurden dann die Wahlmänner ernannt. Redner ganz entschieden auf den revolutionären Charakter der In der Diskussion wurde hervorgehoben, daß es vielen Landarbeitern Socialdemokratie hin und sprach zum Schluß die Erwartung aus, einfach unmöglich ist, in ihrem Sinne zu wählen, wenn sie nicht am andren Tage brotlos sein wollten. Auf dem Lande daß die bevorstehenden Wahlen unsre Bewegung ein gut Stüd vorwärts bringen werden, Zur Diskussion verlangte niemand das wird das elendeste aller Wahlgefeße so recht ins wahre Licht gerückt. Wort. Der Vorsitzende Mars forderte zu regster Beteiligung an den Dazu kommt die ungünſtige Festsetzung der Wahlzeit auf 12 Uhr. Die Einwohner von Lichtenow, Kagel usw. müssen über eine Wahlen auf. Jeder Urwähler soll spätestens Puntt 2 Uhr zur Stunde gehen, um das Wahllokal zut erreichen, weil In den Germania Festsälen in der Chauffeestraße staute Stelle sein. Mit begeisterten Hochrufen auf die Socialdemokratie mehrere Dörfer zusammen wählen. Das Wahllokal ist nicht sich bereits um 8 Uhr die Menge der Versammelten derart, daß man wurde die Versammlung geschlossen. in einen Ort verlegt, der sich im Mittelpunkt des Wahlbezirks meinte, der Riesensaal werde den immer noch anhaltenden Zustrom Der geräumige Saal bei Bernau in der Schwedterstraße war befindet, sondern ein Blick auf die Einteilung der Bezirke und die nicht fassen können. Als bald darauf August Bebel erschien und gut besetzt. Mit sichtlichem Interesse und Spannung folgten die Festsetzung der Wahllokale zeigt, daß es nach den bei der Reichstagsder Rednerempore zuschritt, begleiteten ihn lebhafte Begrüßungs- Anwesenden darunter auch Frauen den Ausführungen des wahl abgegebenen Stimmen die tonserbatiben Dörfer sind, salven, die beim Betreten des Podiums zu einer allgemeinen Stadtverordneten Genossen Dr. Alfred Bernstein. In vor in denen sich die Wahllokale befinden. Mit der Aufforderung, trotz Huldigung des schon ergrauten und doch noch so lebhaft jugendlichen züglicher Weise beleuchtete der Vortragende durch einen historischen aller Beeinflussungen die Wahlmänner der Socialdemokratie zu Landtagskandidaten anschwollen. Und markige Worte waren es, die Rückblick die Entstehung des preußischen Junterparlaments, sowie wählen, wurde die Versammlung geschlossen. Bebel sprach, als er von den Herrlichkeiten der preußischen Kultur das Verhalten der reaktionären Junker- und Pfaffenparteien. erzählte und zeigte, wie die Kultur gefördert und Kulturen geschützt Indes auch die Freifinnige Volkspartei bekam für ihr Baumschulenweg. Am 9. November 1908 fand im Adermannwürden, wenn die Socialdemokratie auf Preußens Politik Einfluß geradezu jämmmerliches Verhalten in allen freiheitlichen schen Saale zu Baumschulenweg eine öffentliche Wählerversammlung gewänne. Die Notwendigkeit, in den Landtag einzubringen, jei ge- Fragen Schamlos einen gehörigen Denkzettel. hat geben, der Wille auch, es handele sich nur noch um die Möglichkeit. Bartei das Andenten diese statt, in welcher Genosse Hirsch über die Landtagswahl referierte. an Männer wie Schulze Delisch, Seinem recht beifällig aufgenommenen Vortrage folgte noch eine Schärffte Kritik, belegt durch Thatsachen vielfach kurioser Art, übte wa Ided, Ziegler und Twesten aus dem Gedächtnis ge- rege Diskussion, an der sich aber Gegner nicht beteiligten. Unter Redner unter andrem an dem verrotteten, von seiner ersten Eristenz wischt. Den letzten Rest von Achtung hat diese jeder politischen Verschiedenem wurden noch mehrere Beschwerden kommunaler Art an verdorbenen Wahlgesetz, das man mit solcher Liebe festhält, als Selbständigkeit bare gebe es nichts Ebleres zu erhalten wie dieses Geses, welches ge- stichter eingebüft. Durch die schamlojen Worte, lieber mit Partei des großen" Volfstribunen Eugen vorgebracht. waltmäßig dem Volfe aufgedrungen worden sei, als den herrschenden Ströcher als mit Barth Adlershof. Am 6. d. M. fand im Lokal des Herrn Wöllstein hat sie sich zum Handlanger der eine Volksversammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Klassen die Angst bor der Revolution in allen Gliedern Reaktion degradiert. Die Partei, die von dem„ Männerstolz vor Eduard Bernstein über die Bedeutung der Wahlen zum stat. Keine verrücktere Einrichtung tönne man fich denken, Königstronen" gesprochen, ist ein für allemal gerichtet. Sie unter- preußischen Landtage ſprach. Vor Eintritt in die Tagesordnung und dieser Widersinn sei über ein halbes Jahrhundert Gesez scheidet sich durch nichts mehr von der schwarzen Realtion. Redner teilte der Vorsitzende Lawin mit, daß die Leitung der hiesigen und weder die Regierung, noch die herrschenden Klaffen besprach die verschiedensten Aufgaben des preußischen Landtages, Liberalen es abgelehnt habe, irgend welche Verpflichtungen für ihre dächten daran, die Verrücktheit, bon der Ungerechtigkeit die derfelbe zu erfüllen hat, oft von dem Beifall der Anwesenden Wahlmänner bei der Wahl der Abgeordneten einzugehen, weshalb gar nicht zu reden, aus der Welt zu schaffen. Schon deshalb unterbrochen, und schloß: Auf zu neuen Kämpfen, nieder mit der er im Auftrage des socialdemokratischen Landtagswahl- Komitees wäre es fehr gut, wenn ein paar rote Hechte in das faule Waffer Realtion trotz des elenden Wahlrechts. des Karpfenteiches des preußischen Landtages gesetzt werden könnten. leuchtete ein Genosse die am Montag in der Pfefferberg- Brauerei männern sich der Abstimmung zu enthalten. Hierauf hielt Genosse In der Diskussion be empfahl, bei Stichwahlen zwischen konservativen und liberalen Wahl( Stürmische Zustimmung.) Man müßte eigentlich meinen, ein gehaltene Rede des Gegenkandidaten, des Schulinspektors Zivid. Bernstein seinen Vortrag. Teitender Staatsmann müßte schon allein aus Schönheitsrücksichten Die humorvolle Wiedergabe entfesselte wahre Lachfalven unter den ( Heiterkeit) einem derartigen Wahlsystem ein für allemal den Laufpaß Versammelten. Unter der Aufforderung, daß ein jeder sein Wahl- sprach Reichert in der Diskussion und schloß hierauf der Vorsitzende Nach dem mit stürmischem Beifall aufgenommenen Vortrag geben. Redner wurde während seines zweistündigen, von dem ihm recht ausüben möge, schloß der Vorsitzende mit einem Hoch auf die die gutbesuchte Versammlung mit einem Hoch auf die internationale, eignen Feuer durchglühten Vortrags, bei dem er alle hauptsächlichsten völkerbefreiende Socialdemokratie. Stulturgebiete berührte, oft von lebhaften Beifallsäußerungen untervölkerbefreiende Socialdemokratie. brochen. Stürmischer Beifall betvies, daß er das Richtige getroffen, 1 Auch die drei Versammlungen, welche die Parteigenossen des Grünau. Am Sonntag fand in Grünau eine Urwählerversammals er den Freisinnigen da, wo die Socialdemokratie nicht aus vierten Landtags- Wahlkreises am Dienstag ver- lung statt, in welcher Genosse Zubeil über die bevorstehende eigner Kraft ſiegen kann, ein gründliches Durchkrachen für anstalteten, waren zahlreich besucht und nahmen einen guten Landtagswahl sprach. Es waren über 150 Personen anwesend, den Fall berhieß, daß sie bei ihrem unmännlichen, die Verlauf. welche mit großem Interesse seinen Ausführungen folgten. An der fordernde Socialdemokratie ignorierenden Verhalten verblieben. In Kellers Saal tagte eine sehr gut besuchte Versammlung, Distussion nahmen mehrere Redner teil, die mit den Ausführungen Redner schloß mit dem Mahnruf, am Wahltage zu zeigen, daß das die mit lebhaftem Interesse den Ausführungen des Reichstags- des Genossen Zubeil voll und ganz einverstanden waren. Zum Bolk verlange, auch in Breußen müsse es endlich einmal besser werden. Abgeordneten Robert Schmidt folgte. Durch zahlreiche Beispiele Schluß forderte der Vorsitzende die Anwesenden auf, die Klatsch( Brausender, lang anhaltender Applans.) aus den Ereignissen der letzten Zeit illustrierte der Redner den presse aus ihrem Hause zu entfernen, dafür die Arbeiterpresse zu Der Vorsitzende Eugen Ernst feuerte die Versammelten eben- junterlichen Geist, der die Gesetzgebung und Verwaltung Preußens abonnieren und sich nach Möglichkeit dem örtlichen Wahlverein anfalls noch einmal dazu an, auf dem Posten zu sein, da in diesem beherrscht und sich auf allen Gebieten des öffentlichen Leben zum zuschließen. Falle, aber auch nur in diesem, im 3. Landtags Wahlkreise die Schaden des Volles bemerkbar macht. Durch Zustimmung und BeiMöglichkeit bestehe, die Mehrheit der eignen Wahlmänner durchfall gaben die Versammelten zu erkennen, daß sie mit dem Referenten zubringen. Dann schloß er die Versammlung mit einem Hoch auf einer Meinung sind. Nachdem der Vorsitzende, Genosse Schneider, bie internationale Socialdemokratie, in das die Tausende begeistert zu reger Wahlbeteiligung aufgefordert hatte, schloß er die Vereinstimmten. Mit Hochrufen auf Bebel trennte man sich. Auch auf jammlung mit einem Hoch auf die Socialdemokratie, dem lebhafte der Straße wurden dem Genossen Bebel von der seiner dort zahl Hochrufe auf den Genossen Schmidt folgten. reich harrenden Menge noch Ovationen dargebracht. Die Polizei verblieb in lobenswerter Reserve, so daß alsbald das Straßenbild In der Versammlung im Elysium referierte Genosse mit der Kultur, hinein mit der Socialdemokratie in den Landtag. wieder sein gewöhnliches Aussehen hatte. P. Litfin, der zunächst die technische Seite des famofen Wahl- Gegner meldeten sich nicht zum Wort. Die Versammlung_nahm gesetzes tennzeichnete und nachwies, daß durch eine starke Be- einstimmig zwei Resolutionen an. In der ersten erklärte sie sich Genoffe Arthur Stadthagen über das Thema: In der letzten Bolksversammlung zu Friedrichshagen referierte Landtag". Er schloß seinen Vortrag unter großem Beifall mit Der andtag". Er schloß seinen Vortrag unter großem Beifall mit den Worten: Heraus mit den Kulturschädigern, heraus mit den Junkern und Pfaffen, die nur ihre eignen egoistischen Interessen vertreten und für die Interessen der Arbeiterklasse fein Verständnis haben, hinein Bei Sachon, Müllerstr. 130, referierte Genosse Bartels über teiligung der Arbeiterschaft ant den Wahlen der Regierung mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und verpflichtete die Stellungnahme der Partei zu den bevorstehenden Landtags- unter anderm der Beweis erbracht würde, daß auf Grund der sich, bei den Wahlen mit aller Kraft für die Socialdemokratie einwahlen, über den Wert unsrer Beteiligung an dem Wahlakt und unsre vorhandenen Bestimmungen eine gültige Wahl überhaupt nicht zutreten, und in der zweiten erhob fie energischen Protest gegen die Aussichten. Unter dem lebhaftesten Beifall der imposanten Versamm- möglich ist. Sodann besprach der Referent die wichtigsten für den Ansehung des Beginns der Wahl um 12 Uhr mittags, und belung hielt er den herrschenden Gewalten in Preußen sowie dem ver- Landtag in Betracht kommenden Fragen und deren Behandlung auftragte das Bureau, diesen Protest dem hiesigen Ortsvorsteher zu moderten Liberalismus ihr Sündenregister vor, und schilderte das im preußischen Junkerparlament, wobei er nicht nur die volksfeind übermitteln. Warenhaus A.Wertheim Extra- Preise Strümpfe Wolle plattiert, gestrickt, schwarz, Damenstrümpfe deutsch. Länge 55 Pf. Wolle gewebt, Fuss ohne Naht, Damenstrümpfe engl. Länge engl. Länge 60 reine Wolle, gestrickt, schwarz, Damenstrümpfe deutsch. Länge 80 Pf. Pf. Pf Wolle gewebt, mit farbigen Ringeln, schwarz, Leipzigerstr. 132/135( Versand- Abtellung) Rosenthalerstr. 27/29. Oranienstr. 52/55 Donnerstag, Freitag, Sonnabend Wolle gewebt, doppelte Sohle, schwarz oder Damenstrümpfe lederfarbig 1.05 Mk. 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Heute abend 8 Uhr: 6 Volks- Versammlungen Gewerk in folgenden Lokalen: Gewerkschaftshaus, Urania, Engel- Ufer 15. Zur Drachenburg, Vor dem Schlesischen Thor 2. 244/11 Brangelstraße 10/11. Graumann, Naunynstraße 27. Süd- Ost, Waldemarstraße 75. II. Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, 12. November, abends 8 Uhr, im Wilhelm- Theater, Friedrichstr. 236 Oeffentliche Versammlung. 210/16 = Tages Drdnung: Verkündung des Wahlresultats des 1. und 2. Landtags: Wahlkreises. Die Vertrauensleute. Charlottenburg. Donnerstag, den 12. November, abends 8½ Uhr, im Volkshause, 204/16 Rosinenstrasse 3: Oeffentliche Verfammlung. Verkündigung der Wahlresultate. Der Einberufer. Socialdemokratischer Central- Wahlverein Scheruchs für Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Märkischer Hof," Sonntag, 15. November, nachmittags 11, Uhr, Admiralstraße 18c. Tagesordnung: Bekanntgabe der Wahlresultate. Rixdorf. Das Wahlkomitee. Hente Donnerstag, den 12. November, abends 8½ Uhr: Drei Volks- Versammlungen. 10. Heikaus, Karlsgartenftr. 9/10. 2. H. Thiel, Bergstr. 151/152. 3. W. Münzer, Knesebeckstr. 113. Tages- Ordnung: Verkündigung des Wahlresultates. Bahlreichen Besuch erwartet 204/13 Das focialdemokratische Wahlkomitee. 5.Biehung 5. Klaffe 209. Kgl. Preuß. Lotterie.| 133[ 3000 63 603 865 117410 540 727 831 907 10 Biehung vom 11. November 1903, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Wt. find den betreffenden Rummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdruck verboten. 168 75 218 67 382 406 544 743 804 37 924 72 1370 465 766 807 15001 2040 42 374 662 775 1500] 924 82 3163 287 398 434 43 71 568 820 93 983 4084 240 380 488 501 603[ 500] 78 913 5094 175 332 471[ 1000] 97 625 846 933 54 6091 143 344 545 881 994 7200 317 471 84 585 602 21[ 500] 95 755 816 49 904 8125 86 258. 739 999[ 1000] 9047 15001 75 492 790 10052 308 64[ 1000] 488 517 747[ 500] 889 11212 [ 500 39 500] 41 322 722 51 96 907 12409 27 552 615 777 984 93 13029 131 320 77 539 78 84 629[ 3000] 41 726 954 14356 424 62 512 609 96 1500] 722 90 15043 1500] 700 28 75 861 16115 61[ 500] 87 361 642 62 65 780 17002 47 89 121 52 246 89 553 820 53 18172 277 466 99 679 800 9 932[ 1000] 19006 42 165 381 417 969 20013 93 356 71 494 540 650 798[ 500] 882 21054 223 60 75 350 484 513 67 81 669 90 818 64 990 22294 394 405 522 42 1500 668 799 868[ 1000] 924 23046 488 815 65 911 95 24267 360 408 57 77 694 741[ 1000] 48 844[ 5001 925 25015 197 99 251 661[ 500] 74 750 59 26032 82 183 318 406 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Rüdersdorferstraße Nr. 45. Tages- Ordnung: Renoviert!!! 29332* 1. Mitteilungen des Vorstandes. 2. Die Landtagswahlen, Nominierung Säle von 50 bis 2000 Personen fassend der Kandidaten. 3. Kreisangelegenheiten. 204/15 Jeder Wahlverein ist berechtigt, bis zu drei Delegierten zu entsenden. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Weissensee. зи Volksversammlungen, Werkstättenversammlungen, Vergnügungen, Hochzeiten zc. Sonnabende und Sonntage noch zu vergeben. Dr. Schünemann Am Donnerstag, den 12. November, abends 8% Uhr, Specialarzt für Haut, Harn. und 223/14 im Prälaten", Lehderstr. 122: " Volksversammlung. Tages- Ordnung: Verkündigung des Wahlresultats. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vertrauensmann. Frauenleiden, Seydelstr. 9. 1,12-3, 6-8, Sonnt. 9-11 800 Herren- Moden eleg. Ausführung, geringe Teilzahlung. J.Kurzberg, NeueKönigstr.4711, 090 direkt am Alexanderplat. 000 5. Ziehung 5. Klaffe 209. Kgl. Preuß. Lotterie.| 658 722 839 984 112016 30 40 258 319 55 403 919 61 Biehung vom 11. Rovember 1903, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Wt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Fladbrud verboten. 224 354 72 407 48 501 816 41[ 1000] 74 959 62 1196 212 328 72 408 568 71 827 967[ 500] 2107 24 40 203 484 94 1500] 544 645 67 819 85 3196 214 1500 28 57 376 442 48 531 783 931 4143 320[ 500] 26 58 785001 437 53 56 562 75 631 782 5082 274 400 731 898 917 57 81[ 500] 97 6105 227 73 302 55 95 452 582 938 43 7004 301 36 491 500 865 8103 1000] 54[ 3000] 435 584 750 64 804 9139 203 342 45 723 37 809 926 10105[ 500] 63 269 340 13000 77 98 596 627 810 60 915 11043 103 97 200 338 440 1000] 520 827 66 936 85[ 500] 12026 73 77 291 361 85 539 73 11000] 606 846 15001 909 13151 221 370 487 523 29 625 68 711 872 951 14131 40 238 66 300[ 3000] 20 419 587 639 1500] 63 769 15061 66 184 510 10001 62 630 766 818 83 961 80 16010 54 150 74 277 483 583 607 752 1500] 65 861 942 1500 17007 31 133 372 418 13000] 54 517 602 861 18148 232 52 449 532[ 1000] 740 901 19017 263 347 56 60 821 943 20135 222 330 32[ 1000] 68[ 500] 482 576 702[ 1000] 868 960 21356 446 753 65 804 10 66 22071 148[ 500] 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318 60 435 71 683[ 1000] 775 877 191058 329 31 55 56 77 416[ 30001 503 87 602 85 814 926 90 192086 94 329 67[ 500] 82[ 5001 471 935 48 193441 73 81[ 500] 589 819 55 194087 210[ 3000] 35 347[ 500] 412 26 511 61[ 5001 99 601 58 820 945[ 500] 87 195009 17 138 86 243 87 486 99 746 196317 497 706 71 804 5 93 925 38 82 197008 100 293 465 78 519 640 786 859[ 3000] 92 936 198201 343 96 440 570 756 879 82 97 199000 121 218 520 51 94 669 719 200131 37 206 55[ 1000] 62[ 1000] 417 541 638 77 740 829 940 201332 56 406[ 500] 501 72 202052 61 101 239 41 503 758 825 934 203124 276 526 855 204036 100 1 240 342 91[ 3000] 538[ 5000] 626 46 758 711 205329 47[ 500] 514 606 206012 171 434 549 207100 282 302 9 72 536 622 72 86 809 86 208127 279 381 684 799 209016 280[ 500] 88 321 531 87 736 984 210007 333 563 634 836 930 76 211040 239 350 409 545 742 835 212240 71 308[ 500] 427 34 632 78 822 73 970 213048 77 133[ 500] 83 291 497 727 65 864[ 3000] 214090 124 349[ 100 0001 84[ 500] 535 905 45 81 215114 41 62 228 77 333 T5001 403 611 [ 1000] 88 778 853[ 1000] 964 216155 306 543 714 34 935 89 217137 300 30 448 522 78 660 866 936 218012 47 84 388 409 66 96 524 41 631 712 875 219140 51 86 265 309 14[ 5001 446 761 68 220058 75 92 531 674 795 800 5 20[ 30001 221180 238 495 592 935 73 222111[ 1000] 72 246 93 332 480 565 92 695 783[ 500] 841 985 223045 154[ 1000] 243 [ 500] 336 73 428 548 652 850 100053 221 50 412 634 801 89 905 75 101002 260 85 303 48 58 946 92 102051[ 5001 126[ 500] 94 204 37 84 391 561 65 624 910 103045 146 71 83 257 373 522 92[ 1000] 731[ 5001 35 104062 76 142 594 673 704 [ 3000] 57 853[ 500] 54 105028 93 113 87 427[ 500] 73 86 676 921[ 30001 67[ 30001 91 106065 69 231 440 [ 1000] 608 33 91 760 849 107077 251 322 478 91 96 530 60 927 52 108302 3[ 3000] 519 43 671[ 5000] 761 959 109072 265 73 439 43 68[ 500] 504[ 3000] 23 110439 526 618 732 49 95 111151[ 10001 68 342 453 96 500 92 709 915 16 42[ 30001 112021 281 312 42 82 97 631 71 96 812[ 5001 89 113036[ 1000] 192 561 619 22 53 784 821 23 61 114348 408[ 5001 681 740 976 115177 649 868[ 500] 83[ 500] 116028 20 Verantwortlicher Redakteur: Julins Kalisti in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Am Gewinnrade verblieben: 1 Primle zu 300 000 1 Gewinn an 500 000 R 1 a 200 000 2,1 g 150 000 2 zu 100 000 2 8 75 000 21., 2 at 60 000 m., 2 a 50 000 2,1 zu 40 000 202 6 at 30 000 m., 13 au 15 000 921, 38 8 10 000 m., 81 3 5000 92, 1278 au 8000 21., 1930 at 1000 R, 3121 au 500 110139 334 540 604 701 58 812 53[ 1000] 921 111092 135 78 345 59 68[ 1000] 409 61 66 503 40 56 07 m Gewinnrabe verblieben: 1 Brämie au 300 000 R 1 Gewinn an 500 000 2 1 3 200 000 W, 1 3 150 000 R 1 zu 100 000 ML, 2 1 73 000 2., 281 60 000 r., 3 zu 59 000 Mt., 13 40 000 f. 6 at 30 000 f., 13 au 15000 37 10 000 9, 77 au 5000 Mt 1228 au 3000, 1869 au 1000 7, 3002 8 500 mt. Nr. 265. 20. Jahrgang. Jahrgang. Sociales. 3. Balage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 12. November 1903. Rinderarbeit in der Landwirtschaft. Knabe an der Dreschmaschine zum Opfer gefallen i, berichtet unser Unfug, unerfahrene Kinder bei so gefchutz der Kinder, er beweist Gängen durch die Fabrik das Arbeiten ohne Schutzvorrichtungen " Die Mutter des Knaben war bis vor kurzem schwer krank, verhütungs- Vorschriften der Berufsgenossenschaft zum Anschlag auch der Vater ist nicht mehr voll arbeitsfähig. Da war der Knabe gebracht und die Vorschriften betreffs der Schußtörbe an seinen Abeine große Stüße für die Eltern, deren sie nun beraubt sind. Am füllapparaten ebenfalls erfüllt; schließlich hatte er auch die vorTage vor dem Unglück hatte er gerade Geburtstag und das 14. Lebens- geschriebenen erforderlichen Schutzbrillen, sowie Ledermanschetten jahr vollendet." beschafft. Er hatte letztere aber seinen Arbeitern nicht ausgehändigt, Ueber ein fürchterliches Unglüd, dem ein nos schulpflichtiger Dieser schreckliche Vorfall ist nicht nur eine Anklage gegen den sondern sie in einem offenen Gefach seines Comptoirs verwahrt. Es wurde ihm nun zum Vorwurf gemacht, daß er bei seinen Altenburger Parteiblatt aus St. Michaelis bei Freiberg in und schreit geradezu nach gesetzlichem Schutz der Kinder, er beweist Sachsen: Das Unglück passierte in der sechsten Stude. Vier Kinder, an die sächsischen Landwirte noch immer erfolglos geblieben ist. nicht hinwies. Nun sprang auch, daß der bewegliche Aufruf des sächsischen Landwirtschaftsrates geduldet hat und die Arbeiter auf das Vorhandensein derselben drei Knaben und ein Mädchen, waren damit bescäftigt, Garben für Noch immer sehen sächsische Landwirte in sträflicher Leichtfertigkeit wasser, ein Glassplitter wurde durch den Schußkorb hindurch was ja bekanntlich außerordentlich häufig vorkommit eine Flasche beim Abfüllen von Sodadie Dampfdreschmaschine herzuschaffen. Es par schon ziemlich Leben und Gesundheit ihrer Arbeiter aufs Spiel durch Unterlassung einem Arbeiter in das rechte Auge geschleudert und dessen Sehkraft dunkel. Da rief der Knabe Paul Zimmermann plöblich seinem der notwendigsten Schutzvorrichtungen. Eine empfindliche Strafe Kameraden zu:„ Mar halte Deinen Stoß, da er nicht abrutscht." wegen fahrlässiger Tötung sollte den leichtfertigen Besitzer des Gutes dadurch vernichtet. In dem Verhalten des Unternehmers, der erst In demselben Moment rutschte er selber mit fant einem Stoß Garben treffen zur Warnung für andre, die ebenso handeln. unmittelbar vor diesem Vorgange die Fabrikräume passiert hatte, sah ab, direkt in die Dreschmaschine, die ihn zermahnte. Der Angerufene das Gericht eine Außerachtlassung der ihm besonders obliegenden fonnte sich noch an einem Balken festhalten, soist hätte er das schreckliche Schicksal feines unglücklichen Kamerader geteilt. Das Balfen- Schutzbrillen. Verantwortlichkeit des Arbeitgebers für die Verwendung von Sorgfalt, die sein Gewerbe erfordert und verurteilte ihn zu der anBekanntlich ist die Zahl der Unglücksfälle durch gegebenen Strafe von 100 M. Diese verhältnismäßig geringe Strafe loch war nicht durch Bretter zugedeckt gewesen sondern man hatte nur Augenverlegungen in vielen Betrieben eine recht erhebliche. Da es wird wahrscheinlich an den leider bestehenden traurigen Zuständen Garben darüber weg gebaut. Durch die Aseit der Kinder haben sich m leider bis heute die Garben gelockert, die oberen Schichter verloren ihren Halt und forderungen vollkommen genügende Schutzbrille nicht giebt, so scheuen eine wirklich allen berechtigten An- der Nichtbeachtung der Unfallverhütungsvorschriften wenig ändern. rutschten ab, den unglücklichen Knaben m sich durch das Balkenloch sich nicht selten Arbeiter bei für die Augen gefährlichen Arbeiten in die Tiefe reißend. Der Knabe ist fiemlich in den Garben ein- überhaupt Schutzbrillen zu tragen, und viele Arbeitgeber suchen gehüllt gewesen und bei seinem Todessturz von niemand gesehen erfahrungsgemäß die Verantwortung für derartige Unfälle dadurch worden. Er kam so unbemerkt den fangarmen zu nahe, die ihn abzulehnen, daß sie auf diese Unlust der Benutzung wohl vor- bei den Wahlen zum deutschen Reichstage 1871-1903. Dritte Ausgabe. Dr. Adolf Neumann- Hofer. Die Entwicklung der Socialdemokratie erfaßten und in die Maschine rissen. Ein Mann, welcher etwas handener Schutzvorrichtungen hinweisen. abseits stand, soll allerdings gerufen haben:" Haltet auf! Es muß für die Arbeitgeber strafrechtliche Folgen haben kann, beweist Daß dieser Standpunkt 62 Seiten. Berlag Konrad Stopnit, Berlin NW. 7, Brinz Louis Ferdinandstraße 1. etwas mit heruntergekommen sein!" Der Riemen wurde auch sofort das nachstehende, sehr beachtenswerte Urteil, durch welches ein 102 Seiten. Verlag E. Ebering, Berlin 1903. Eduard Löwenthal, Dr. phil. Geschichte der Friedensbewegung. heruntergerissen. Es war aber zu spät. Das Unglück war ge- Mineralwasser- Fabrikant zu 100 M. Geldstrafe verurteilt wurde. schehen. Zerquetscht und zerschnitten wurde der Knabe hervorgeholt. Dieser Unternehmer hatte in seinem Betriebe wohl die Unfall- Bureau Der Lotse", Stuttgart. Sänger, A. Neues aus Byzanz. 40 Seiten. Berlag: Litterarisches Inserate Für den Inhalt der Inserce übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feine lei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 12. Novbr. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Don Juan. " Eingegangene Druckfchriften. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufz. v. Fr. Schiller. Freitagabend 8 Uhr: Wilhelm Tell. Sonnabendabend 8 Uhr: Schauspielhaus. Im stilen Gäß- Liebelei. Hierauf: Litteratur. chen.( Quality- Street.) Deutiches. Rose Bernd. Berliner. Ein Wintermärchen. Leffing. Zapfenstreich. Westen. Die Afrikanern. Neues. Salome. Forher: Der Kammerjänger. Residenz. Das große Geheimnis. Central. Bruder Straubinger. Thalia. Der Hochtourist. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Wilhelm Tell. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Hedda Gabler Belle Alliance, In Vertretung. Carl Weiß. Die Kleine Braune. Luisen. Der Aftienbudiker. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Biscotte. Metropol. Durchlaucht Radieschen! Cafino. Berliner Nachtashl. Hotel Klingebusch. Deutsch: Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Apollo. Frühlingsluft. täten. Hedda Gabler. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrik Jbsen. Deutsch von M. v. Borch. Freitagabend 8 Uhr: Hedda Gabler. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Ehre. Kathreiners Malzkaffee Cirkus Schumann. Belle- Alliance- Theater. Heute, Donnerstag, den 12. November, abends 7, Uhr: Herrn Jul. Seeths phänomenale Löwendreffur: 25 männliche Kaiserlöwen. Die neuen und modernen Dressuren des Dir. Alb. Schumann. Die phänomenalen ReitFrl. v. Stutterheim a. G. 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Paffage- Theater. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Palajt. Das Liebesparadies. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: An den Seen Ober- Italiens. Um 8 Uhr im Hörsaal: Dr. F. Niftenpart: Die Spectral- Analyse der Gestirne. Invalidenstraße 57/62. Stern Morgen: Elektra.ill Deutsch- Amerikanisches Theater 67/68 Köpnickerstr. 67/68. Jeden Abend Anfang 8 Uhr: Gaftspiel Adolf Philipp. Ueber'n großen Teich Heitere Bilder mit Gesang aus dem Leben der Deutsch- Amerikaner in 5 Abt. von Adolf Philipp. Programms a 30 Pf. sind bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: D. Jänice, Schöneberg, Goltstr. 4, H. IV.; W. Retusch, Löwestr. 6 im Laden; G. Bohne, Hochmeisterstr. 26, 8. IV; E. Chriftens, Mühlenstr. 49, III; Casino- Theater. B. Schröder, Passauerstr. 3 im Laden; H. Stotlow, Hochmeisterstr. 5, Querg. IV Lothringerstr. 37. Anf. 8, Sonnt. 7% Frau Kohlhardt, Alexandrinenftr. 21, v. IV: B. Stubirte, Immanuelfirchstr. 16, t. Seitenft. IV; B. Halbauer, Krauftr. 36, Querg. III; A. Kowalczyk, Swine- 8 Uhr: Berl. Nachtasyl. münderstr. 82, 1. Dg. IV; Th. Jerwin, Urbanstr. 6, H. IV; und in unsren merte. Täglich geöffnet von 7 Billetstellen: W. Börner, Ritterstr. 15; H. Bobsien, Kommandantenstr. 62; bis 11 Uhr. E. Startlinnis, Holzmarktstr. 48a; F. Wolf, Pintschstr. 3; H. Vogel, DemminerCentral- Theater. Seute 7 Uhr, zum letztenmal: Bruder Straubinger. Freitag 7%, Uhr, Abonnements- Borst.: Madame Sherry. Coralie. Sonnabendnachm. 4 Uhr, halbe Preise: Der gestiefelte Kater. Abends 72 Uhr: Orpheus in der Unterwelt. Neues Theater. Shiffbauerdamm 4a- 5. Salome. Borher: Der Kammersänger. Anfang 7, Uhr. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr. Der Aktienbudiker. Freitag zum erstenmal: Der Nichter bon Zalamea. Sonnabend: Krieg im Frieden. Sonntagnachmitta: Das Käthchen von Heilbronn. Abends: Der Attenbudiler. Montag: Der Quienbudiker. H. 8 Uhr: Verch- Wolff. Gastspiel Kapit. Martens. Sonntagnachm. 4 Uhr: Elternlos. Beege, übersdorferstr. 48,§. II; M. Wendt, Gollnowstr. 44, Dg. III ſtraße 32; 2. Strauſe, Bappel- Allee 15-17;. Riehm, Bernauerstr. 48; 9%, ur: Hotel Klingebusch. A. Kieburg, Urbanstr. 68; Th. Megner, Stalizerstr. 59; 3. Wiedemann, Frankfurter Allee 49 und bei unsrem Staffenboten A. Räder, Rheinsbergerftraße 62, v. II, und in unsren Versammlungen. Anfang 82 Uhr. Urania. Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Das Komitee. 62/ 3* Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Residenz- Theater Biscotte. Direktion S. Lautenburg. Anfang 7%, Uhr. Anfang 8 Uhr. An den Seen Ober- Italiens. Das grosse Geheimnis. Carl Weiss- Theater. 8 Uhr im Dr. F. Ristenpart: Die Spektral- Analyse der Gestirne. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Luftspiel in 3 Atten v. Pierre Wolff. Deutsch von May Schönau. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. Sonntagnachm. 3 Uhr: Winterschlaf. Große Frankfurter Straße 132. Die kleine Braune. Operette in 3 Aften von B. Lvovsky. Anfang 8 Uhr. Morgen: Die eine Braune. Freitag: Wohlthätigkeits- Vorstellung: Die Maschinenbauer von Berlin. IX. Berliner Saison. Cirkus Busch. Donnerstag, 12. November cr., abends 72 Uhr: Nur noch kurze Zeit Auftreten der Miss Claire Heliot. Löwenbraut. Paul Mündners Schleifenfahrt u. Ritter v. Renroff, SchulMademoiselle de Holstein, Feiterin Todessprung. SchulDie Expedition. Socialdemokratisch. Wahlverein Nieder- Schöneweide f. d. Reichstags- Wahlkreis TeltowBeeskow- Storkow- Charlottenburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Schlosser Otto Witte nach langem, schwerem Leiden an der Proletarierkranheit gestorben ift. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. November, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle zu Köpenick aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 204/14 Der Vorstand. Danksagung. Für die mir anläßlich des Ablebens meines innig geliebten Mannes, des Friseurs Karl Strack, bewiesene Teilnahme sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten, den Ver einen, insbesondere dem Gesangverein Sängerfranz", meinen tiefgefühlten Dank. 31656 Ww. Luise Strack. Berliner Winterfrenden W. Noacks Theater. Die urkomischen Fratellini. Dir. Busch: 2 Berferhengfte. Secession Eröffnung Winterausstellung 1903/1904. Sonnabend, 14. November, 2 Uhr nachmittags. Kantstr. 12. Eintritt 1 Mk. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Grosse Extra- Vorstellung: Einer von unsere Leut', Lebensbild mit Gesang von Kalisch. Anfang 8 Uhr. Nachher: Ball. früher Palast- Theater Feen- Palast. Burgstr. 22. Anhaltender Erfolg. Das Liebesparadies und das glänzende Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Freitag, den 13. November cr.: Der Pfarrer von Kirchfeld. Passage- Theater Schauspiel in 4 Aften v. Anzengruber. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. 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