Nr. 275. Abonnements- Bedingungen: NO Abonnements Preis bränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs Breisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Auslans 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm, Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 25. November 1903. Genossen! Auf zur Kommunalwahl! Kiantschon. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Säubert das Stadtparlament! größeren Firmen eine Art Ring gebildet und ließen den kleinen(-30 150 M.), und zwar 95 000 M. als fünfte Rate zur Erweiterung Kolonisten nur winzige Stücke Land von 600-1200 Quadratmeter des Grundstücks, 188 000 m. als zweite und legte Rate zu einem Größe." Wenn nun auch die zweifelhafte zweifelhafte Behauptung Erweiterungsbau der Reichsdruckerei. Von dem vielgerühmten Platz an der Sonne", den wir dem aufgestellt wird, diese Landspekulationen hätten der Kolonie Der Etat für die Verwaltung der Eisenbahnen sieht ungestümen Allerweltskurs vom November 1897 zu verdanken haben, keinen Schaden gebracht, so beweist eine Einnahme von 96 305 700 m.+8 426 100 M.) vor, davon der Vorgang doch entfallen auf den Personen- und Gepäckverkehr 21 684 300 27. hören die deutschen Steuerzahler in der Regel nur etwas bei den einleuchtend, daß man der Natur. des Kapitalismus mit auf (+1495 400 M.), den Etatsberatungen des Reichstages. Und dies klingt nicht gerade lockend: einigen administrativen Vorschriften keine unzerreißbaren Fesseln an-(+6784 500 27.). Güterverkehr 68 027 200. Die fortdauernden Ausgaben betragen ,, bezahlen, bezahlen, bezahlen" das ist der sehr prosaische Text zu legen kann. Die Bodenpolitik des Reichs- Marine- Amts hat vor der 71 460 500 m.(+4 642 200 M.). Die einmaligen Ausgaben des der Weltmachtsmelodie, die uns vorgepfiffen wird. Eine zehn Großfpetulation ihren Kotau gemacht; die chinesischen Grund- ordentlichen Etats sind auf 6 851 500 m.(+3746 500 m.) beziffert, Millionen nach den andern haben wir zu opfern gehabt. Ab und befizer schloß man von der Wertsteigerung aus, die kleinen so daß ein Reinüberschuß von 17 993 700 m.(+37 400 M.) verzu wird freilich auch wohl einmal an den harmlosen Stammtischen Kolonisten, die doch schließlich im fernen Osten Leib und Leben aufs bleibt. Bei den fortdauernden Ausgaben erfordern die Besoldungen, insder Bodenreformer ein Loblied auf das Reichs- Marineamt und seine Spiel setzen, beschränkt man auf das notwendigste, die Magnaten der besondere infolge Personalvermehrung, 16 968 800 2.(+867 970 Bodenpolitik im fernen Osten gesungen, weil in Kiautschou ein Teil Kirche und der Börse aber schöpfen den Rahm ab! Mark), Wohlfahrtszivede 3413 000 m.(+ 258 200 M.), die Interdessen verwirklicht ist, was sie erstreben. Wir haben keinen Grund Noch schwerwiegender sind die Vorwürfe, die der Grundbefizer- wobei für die Tonne Kohlen der Durchschnittspreis des Jahres haltung und Ergänzung sowie die Beschaffung der Betriebsmaterialien über diese Thätigkeit des Reichs- Marineamtes absprechend zu urteilen, verein in Tsingtau dem Reichs- Marine- Amt wegen des Abschlusses 1903 mit 13,78 m. gegen 14,62 m. für 1902 angenommen ist) nur kommen jetzt aus der„ Pachtung" Nachrichten, nach denen dort gewisser Lieferungsverträge macht. Es habe, so heißt es 9 569 500 m.(+574 100 M.), die Unterhaltung, Erneuerung und manches faul und der Besserung dringend bedürftig ist. Die Abteilung da, mit der bekannten Stieler Firma Diederichsen, Jebsen u. Co. Ergänzung der baulichen Anlagen 11 734 800 22.(+1 187 100 W., Lippstadt der deutschen Kolonialgesellschaft hatte sich am 19. Juni einen Lieferungsvertrag für Ziegelsteine auf lange Jahre zu darunter 369 000 M. mehr infolge höheren Bedarfs an Arbeitern), 1903 mit einer Anzahl von Fragen nach den Zuständen in Kiautschou dem ungewöhnlich hohen Preise von 34 M. für das Tausend die Unterhaltung, Erneuerung und Ergänzung der Betriebsmittel ant die dort wohnenden Landsleute natürlich die Civilisten! frei ab Fabrik gemacht, während gleichwertiges Material frei Bau- und der maschinellen Anlagen 10 421 200 r.+ 505 200 M.), die gewendet, und veröffentlicht jetzt die Antwort, die ihr zu teil wurde, stelle für rund 24 M. zu haben sei. Das erinnert an die PanzerBenuzung fremder Bahnanlagen 2c. 4 636 100.(+ 652 000 207.) datiert aus Tsingtau vom 15. September 1908. Wir sind nicht in platten- Lieferungsverträge, die dasselbe Reichsamt jahrelang mit Die Einnahmen des Reiches an der Lage, die in dem Schreiben der Vereinigung der Grundeigen Krupp zum schwersten Nachteile des Reiches abgeschlossen hatte, bis Zöllen, Verbrauchsstenern tümer von Tsingtau gemachten und von zwei Herren Krippendorf endlich der Reichstag eingriff. Bewahrheitet sich das, was hier und Aversen sind auf 811 682 980 m.(+1 430 100 2.) verans und Behrens unterzeichneten Angaben auf ihre Richtigkeit hin nach gemeldet wird, dann muß das Parlament den Staatssekretär des lagt, und zwar follen erbringen die Zölle 490 869 000 Mark zuprüfen, fanden bisher aber auch noch keinerlei offiziöse oder offizielle Reichs- Marineamts wegen fahrlässiger Ausgabe von Staats- die Sudersteuer 105 822 000 92.( 8 307 000 2.), die Salafteuer (+18 306 000 M.), die Tabafsteuer 11 855 000 m.(-457 000 M.), Widerlegung in der Presse, obschon der Reichsregierung die allen geldern zur Verantwortung ziehen. Das müssen wir doch zum 50 306 000 2.(+1 233 000 m.), die Branntweinsteuer a) MaischReichstagsmitgliedern zugesandte Darstellung selbstverständlich nicht allermindesten von den Centralbehörden des Reiches verlangen, bottichsteuer 12 775 000 22.(-5 784 000 2.), b) Verbrauchsabgabe unbekannt geblieben ist. Es erscheint deshalb angebracht, der Deffent- daß sie einwandsfrei mit den Geldern der Steuerzahler umgehen. und Zuschlag 106 400 000 2.( 2 267 000 M.), die Schaumweinlichkeit von dem wesentlichen Inhalte des interessanten Schreibens An den Groschen flebt der Schweiß des armen Mannes. Fordert steuer 4 531 000 m., wie im vorigen Etat, die Brausteuer und UeberKenntnis zu geben. der Marinismus und Militarismus schon unerträgliche Opfer von gangsabgabe von Bier 29 550 000 M.(-1 296 000 m.). Bevor die pachteifrigen Deutschen die gepanzerte Faust" auf die der großen Masse, die sie nur unwillig und unter principiellem Die Einnahmen an Stempelabgaben sind zu 88856000 M. Schantungbucht legten, bestand dort theoretisch, wie in ganz China, Protest erträgt, so muß wenigstens die Finanzgebahrung im mit 1586 000 2.(+21 000 M.), die Wechselstempelsteuer mit (-4172 000 M.) angenommen; der Spielkartenstempel ist angesetzt ein Obereigentum des chinesischen Kaisers am gesamten Grund und einzelnen unangreifbar sein; die Krupp- Affaire, das hartnäckige 11 468 000 22.(-472 000 M.), die Stempelabgabe für Aktien, Boden. Praktisch hatten die Inhaber der Landstellen ein that Festhalten an dem Projekte des Neubaues für das Reichs- Marine- Sture, Renten- und Schuldverschreibungen mit 17 105 000 m. sächlich als Eigentum sich darstellendes volles Verfügungsrecht" über amt auf dem teueren Grund in der Bellevuestraße zu Berlin haben( 2 678 000 22.), für Stauf- und sonstige Anschaffungsgeschäfte mit die Scholle, sobald sie nur Grundsteuer entrichteten. Von vorn- das Vertrauen zur obersten Marinebehörde ohnehin bereits auf eine 12 799 000.(-473 000 m.), für Lotterielose von Staatslotterien herein konnte," so heißt es in der amtlichen Denkschrift des Marine- allzuharte Probe gestellt. Wir wollen abwarten, wie diese An- mit 39 354 000 m.(+710 000 M.), von Privatlotterien mit Amts vom Jahre 1899, mit Sicherheit, angenommen werden, daß gelegenheit aufgeklärt wird. Im Reichstage oder in seiner Budget- 4704 000 M.( 1339 000 M.), für Schiffsfrachturkunden mit der Wert des Grund und Bodens nach der deutschen Befiz- kommission wird man die Originalverträge mit der Kieler Firma 790 000 Mart(+35 000 Mark), demnach die Stempelabgabe ergreifung... binnen furzem eine Steigerung um das Vielfache nachprüfen müssen. zusammen mit 74 752 000 2.(-3745 000 M.); die statistische Der Vergleich des Etatsansatzes der feines ursprünglichen Betrages erlangen würde." Den Gefahren Ferner wird darüber geklagt, daß das Reichs- Marineamt eine Gebühr mit 1 050 000 20.(+24 000 92.). Marine einer spekulativen Ausnutzung dieses zu erwartenden Umstandes war Shanghaier Baufirma in unzulässiger Weise unterstützt habe, indem nur durch ein ganz systematisches Vorgehen in der Landfrage zu be- es ihr eine Million Mark zu ganz niedrigem Zinsfuße lich. Das für 1904 mit der Geldbedarfsberechnung zum Gefeße betreffend die gegnen. Deshalb wurde zunächst ein Veräußerungsverbot erlaffen, Reichs- Marineamt sicherte sich eine gewisse Gewinnbeteiligung(?). beutsche Flotte ergiebt 225,3 gegen 217,0 Millionen Mark, also für an deffen Stelle später eine freiwillige vertragsmäßige Abmachung Die so unterstüßte Firma baute dann eine ganze Reihe Häufer aus den Etatsansatz 8,3 Millionen Mark mehr. Dagegen beträgt die mit den chinesischen Bodenbefizern trat, wonach diese sich gegen Reichsmitteln. Die hierzu nötigen Grundstücke wurden der Firma Summe der thatfächlichen Ausgaben bezw. der Etatsansäge von ein gewisses Entgelt verpflichteten, ihr Land an keinen andern als vom Gouvernement, entgegen einer bestehenden Ver- 1900 bis 1904 838,5 Millionen Mark gegen 847,8 Millionen Mark an die deutsche Regierung zu verkaufen und zwar zu den orts- ordnung... zu ganz geringen Preisen und in den vorzüglichsten der bezeichneten Geldbedarfsberechnung, mithin dieser gegenüber insüblichen Preisen vor der deutschen Besizergreifung. Von den er- Lagen ohne jegliche Versteigerung überlassen." Handelt gesamt bisher noch ein Weniger von 9,3 Millionen Mark. worbenen Grundstücken behält die Regierung nur die für ihre Zwecke es sich hier wiederum, wie behauptet wird, um eine Bereicherung einer 99 827 620 2.(+ 6 558 366 M.), darunter für das Reichs- Marineamt Die fortdauernden Ausgaben des Marine- Etats betragen nötigen, das andre wird in nach Bedarf angefeßten Landes- einzelnen Firma auf Kosten der Steuerzahler, dann muß gleichfalls und das Marinelabinett 1 599 640 W.(+ 29 260 M.), für den Admiralversteigerungen an den Meistbietenden verkauft. Alle Weiterverkäufe Abhilfe geschaffen und die Verantwortlichkeit festgestellt werden. ftab 204 280 M.(+ 13 835 M.), Geldverpflegung der Marineteile so erworbener Grundstücke sind an gewisse Bedingungen geknüpft: Der Staatssekretär des Reichs- Marineamtes mag sein Entlastungs- 22 329 517 m.(+1 425 848 M.), Indiensthaltungen 25 971 797 M. das Gouvernement behält sich ein Vorkaufsrecht vor; macht es davon material bis zur Etatsberatung herbeischaffen. feinen Gebrauch, so erhebt es eine Umschreibegebühr von 2 Proz. des Wertes und eine Abgabe in der Höhe von 333 Proz. der Breiserhöhung; nach 25 Jahren können solche Grundstücke, die ihren Eigentümer durch freiwilligen Verkauf nicht gewechselt haben, mit einer einmaligen Auflage ebenfalls bis zu 33 Proz. der eingetretenen Wertsteigerung belegt werden. Als Grundsaß wird festgehalten", so fagt die erwähnte Denkschrift, daß es im Interesse " Politische Uebersicht. Berlin, den 24. November. Einberufung des Reichstages. Endlich verkündet der„ Reichsanzeiger" die Einberufung des departement. und in der Absicht der Regierung liegt, teine ungefunden Land- Reichstages. Der Reichstag wird berufen, am 3. Dezember, aljo 107 536 370 m.(+1904 500 M.) angefeßt. Mitteilungen aus dem Reichsetat. " (+2020 176 m.), Naturalverpflegung 1 739 879 M.(+ 239 905 M.), Bekleidung 377 575.(+19 864 M.), Instandhaltung der Flotte und der Werften 25 272 315 M.(+1 204 461 M.), Waffenwesen und Befestigungen 8463 482 0.(+356 388 M.), Centralverwaltung für Siautschou 90 023 M.(+18 201 M.) Beim Reichs- Marine- Amt sollen zwei weitere Departements geschaffen werden, und zwar ein Konstruktionsdepartement und ein WaffenDie einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats find mit Davon entfallen auf Schiffsbauten 71 055 000 W.(-1370 000 m.); von diesem Betrage sollen 32 115 000 2.(-4430 000 m.) auf Anleihe ge= nommen werden, während 6 Proz. des Schiffsbauwertes mit 38 940 000 M. 3u Lasten der ordentlichen Einnahmen verbleiben. Auf den außerordentlichen Etat werden, einschließlich des erwähnten Anleihebetrages in Höhe von 32 115 000 m. für Schiffsbauten, 50 685 000.(+3 510 000 M.) genommen. Bei der So weit, so gut. Es scheinen aber über das, was als„ ge- Der Etat für die Reichs- Justizverwaltung weist eine Reichs- Post- und Telegraphenverwaltung funde" und was als" ungefunde" Spekulation zu betrachten Einnahme von 703 490 M.(+58 442 M.) auf; der Mehrbetrag find die Einnahmen auf 480 144 130 2.(+23 924 030 M.) geschäßt, ist, in Kiautschou verschiedene Meinungen zu bestehen oder ergiebt sich aus der voraussichtlichen weiteren Zunahme der Gerichts davon tommen auf Porto und Telegraphengebühren 448 Millionen diese Meinungen scheinen durch außerhalb der Sache selbst liegende fosten vom Reichsgericht. Die fortdauernden Ausgaben sind mit Mart(+23 Millionen Mark). Diesen Einnahmen stehen an fortGründe zu wechseln. Denn schon bei den ersten Landes- 2178 529.(+33 084 M.) eingestellt; an einmaligen Ausgaben dauernden Ausgaben 414 139 292 M. und an einmaligen Ausgaben versteigerungen im Oktober 1898 wurde das Princip, daß niemand des ordentlichen Etats werden 55 000 m. für dringend notwendige des ordentlichen Etats 18 271 012 m. gegenüber, so daß ein leberReparaturen im Dienstgebäude des Reichs- Justizamts gefordert. schuß von 52 738 826 m.(+8721 444 22.) sich ergiebt. Bei den fortmehr Land erwerben solle, als er für sich gebrauche, zu Gunsten Jm Etat für das Reichs- Eisenbahnamt werden die dauernden Ausgaben ist als Folge einer eingetretenen organisatorischen einiger Großkapitalisten durchbrochen. An ihrer Spize stand fortdauernden Ausgaben auf 400 880 W.( 190 M.) veranschlagt; Beränderung die Erhöhung des Meistgehalts der Ober- Postinspektoren der industriöse-- Bischof Anzer, der nicht weniger als an einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats erscheint eine Forderung von 3900 M. auf 4200 m., des weiteren ein Zugang von 200 Stellen 13 687 Quadratmeter erwarb; ihm gleich thaten es die Deutsch- von 4000 M. zur Entsendung eines Mitgliedes des Reichs- Eisenbahn- für Post- und Telegrapheninspektoren( Ortsaufsichtsbeamte) bei den Asiatische Bank mit 16 888 Quadratmeter und Mandel u. Co. in amtes zur Weltausstellung in St. Louis. Verkehrsämtern unter Einziehung einer gleichen Zahl von KassiererShanghai für Theodor Lieder in Hamburg mit 15 253 Quadrat- Der Etat für den Rechnungshof des Deutschen Reiches stellen vorgesehen. Die Zahl der Assistentenstellen soll abermals um meter. An der Deutsch- Asiatischen Bank sind eine Reihe von Finanz- weist fortdauernde Ausgaben in Höhe von 973 820 m.(+17 745 2000, um die gleiche Zahl die Stellen für Unterbeamte im inneren Mark) auf. Dienst und um 300 die Stellen für Unterbeamte im Landbesteldienste 2c. magnaten beteiligt Bischöfe der Mammonskirche vermehrt werden. Als neue Titel erscheinen hier 539 100 M. zu widerruflichen, nicht pensionsfähigen Gehaltszulagen an die in der Provinz Posen und den gemischtsprachigen Kreifen der Provinz Westpreußen angestellten mittleren, Kanzlei- und Unterbeamten sowie zu widerruflichen Benfionszulagen für die in diesen Landesteilen spekulationen, deren schlimme Folgen für die Bevölkerung in andren am Donnerstag nächster Woche, zusammenzutreten. ostasiatischen Plätzen auf das empfindlichste zu Tage getreten sind, im Bachtgebiete aufkommen zu laffen." Einer Ansammlung von Land Bu gleicher Zeit beginnt die Nordd. Allg. 3tg." die Veröffent zu Spekulationszweden in wenigen Händen soll außerdem noch lichung einzelner Abschnitte aus dem Entwurf des Reichshaushaltsdurch die Erhebung einer Grundsteuer von 6 Proz. des von Beit Stats für 1904. Wir geben daraus das Wichtigste wieder: Der Etat für den Reichskanzler und die Reichskanzlei zu Zeit zu revidierenden Schäßungswertes des Landes entgegen- weist fortdauernde Ausgaben in Höhe von 241 600 m.(-190 m. gearbeitet werden. gegenüber dem borjährigen Etat) auf. wie von Der Etat der Reichsdruckerei veranschlagt den zu erMendelssohn, v. Oppenheim, v. Hansemann, Frenzel, Fürstenberg u. a.; wartenden Ueberschuß auf 2 512 819.(+506 640 M.); die Einnatürlich fehlen auch die einflußreichsten Bureaukraten a. D. nicht, die nahmen aus dem Betriebe werden auf 8315 000 2.(+409 000 m.) überall schäzenswerte Hilfskräfte der Großfinanz geworden sind. Diese berechnet, die fortdauernden Ausgaben 5519 181 M.(-67 490 W.), Herren, so klagt das Schreiben aus Kiautschou, hatten mit einigen die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats auf 283 000 m. 〃 Unter den einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats werden 11. a. gefordert 300 000 m. als erste Nate für die Herstellung einer Telegraphenlinie im Innern von Deutsch Ostafrita von Tabora nach Ujiji in Fortsetzung der bereits bestehenden Linie Dar es Salaam- papua- Tabora. gegen Deutfches Reich. angestellt gewefenen und dort verbleibenden Beamten dieser Kategorien, Bier und Cigaretten; Laupichler legte den Kopf auf den Tisch und und 6000 M. zu Erziehungsbeihilfen an höhere Beamte in der sang. In der Verhandlung stellten die Angeklagten den SachProvinz Posen und den gemischtsprachigen Kreisen der Provinz WestJm Zeitalter des Verkehrs. verhalt wesentlich harmloser dar und bestritten jegliche preußen. In den Erläuterungen zu diesen Titeln wird auf die den Das Gericht erachtete Der neueste Vorstoß des preußischen Agrariertums richtet sich Verabredung. sie jedoch des milipreußischen Beamten in den östlichen Provinzen gewährten Gehaltsund die Abgabenfreiheit auf der verabredeten Zusammenrottung, zulagen hingewiefen; es sei geboten, den Reichspoſt- und Telegraphen- Strömen. Man wird gut thun, der angestrebten Einführung von Borgesetzten zu begehen", für überführt. Da sie wiederholt auf den tärischen Aufruhrs den deutschen ,, um mit vereinten Kräften Gewaltthätigkeiten gegen einen beamten, für welche die Verhältnisse völlig gleichartig liegen, in jenen Landesteilen denselben Ausgleich für die Erschwernisse des Stromzöllen von vorherein mit aller Entschiedenheit zu begegnen Vorgesetzten eingedrungen, sei das Mindestmaß( fünf Jahre ZuchtLebens wie den preußischen Beamten zu bieten." und die Angelegenheit nicht eben auf die leichte Schulter zu nehmen. haus) nicht am Blaze. Es wurde gegen jeden auf sechs Jahre Man weiß aus den Zolltarifkämpfen, wie die Agrarier die zuerst ein Monat Zuchthaus und Ausstoßung aus der unmöglich erscheinenden Forderungen durchzusetzen wissen, und man Marine erkannt. Wäre der Obermaat, wie die Marinekennt die Nachgiebigkeit der Regierungen. Unteroffiziere und Offiziere wiederholt schon dienstlich an= den Besonders am Rhein ist auch bereits eine lebhafte Protest- gewiesen, Betrunkenen aus dem Wege gegangen, Im außerordentlichen Etat werden als dritte Rate wieder Die jetzige Abgabenfreiheit auf dem Rhein ist eine Folge der Urteils vermieden worden. Das Urteil erscheint um so unbegreifbewegung der industriellen und Handelskreise in Gang gekommen. ihnen nicht gegrüßt worden, so wäre das schwere Unglück dieſes und hätte er darüber hinweggesehen, daß er in der Dunkelheit von 22 095 000. für Fernsprechzwvede verlangt. In der Erläuterung dazu heißt es:„ Die außerordentliche Steigerung in der Ent franzöſiſchen Revolution, ſie wurde bereits 1801 im Frieden von licher, wenn man das zwanglose Verhältnis, das bei der Marine wicklung des Fernsprechwesens, welche die seit dem 1. April 1900 Lunéville, späterhin definitiv in der Wiener Kongreßakte fest- zwischen Unteroffizieren und Matrosen zu bestehen pflegt und das durch die neue Fernsprech- Gebührenordnung in den kleineren und gelegt. Die preußischen Friedensschlüsse mit Baden und Hessen nicht im entferntesten mit der schroffen Subordination im Heere vermittleren Orten eingetretene Gebührenermäßigung hervorgerufen erklärten 1866 aufs neue, daß Schiffahrtsabgaben auf dem Rhein glichen werden kann, berücksichtigt. hat, dauert an. Es rechtfertigt sich daher, wie in den beiden Vor- ausgeschlossen seien, und in der Schiffahrtsakte vom 17. Oktober jahren für solche Anlagen, die vorzugsweise der Zukunft zu gute kommen, einen dauernden Wert besitzen und auch eine ausreichende Verzinsung gewähren, die Ausgaben, soweit sie nach Art und Umfang über den Rahmen der bloßen regelmäßig wiederkehrenden Ausgestaltung des Fernsprechwesens hinausgehen, aus Anleihemitteln zu bestreiten." 1868 ist im ersten Artikel in voller Klarheit das wichtige Princip ausgesprochen, daß die Schiffahrt auf dem Rhein und seinen Mündungen von Basel bis ins offene Meer stromab und aufwärts den Schiffen aller Nationen für den Transport von Personen und Waren frei sein solle. Die Reichsverfassung erhob dieses Princip zur Reichssa che, indem sie im Artikel 54, Absatz 4 beBenugung besonderer Anstalten, die zur Hebung des Verstimmt, daß auf allen natürlichen Wasserstraßen nur für die kehrs dienen, Abgaben erhoben werden dürfen. " Streits im bayerischen Landtage. Aus München wird uns geschrieben: ist es zunächst die Presse, die wegen schlechter Behandlung Jm baherischen Landtage geht das Streifgespenst um, und zwar durch das Kammerpräsidium v. Orterer nämlich sich mit dem Plane eines Streiks trägt, der am vorigen Freitag auch beinahe zur ThatDie Abrüstungsfrage in der französischen Deputiertenkammer. In der französischen Stammer ist es bei der Diskussion des Landtag auch nur alle zwei Jahre zusammentritt, so ziehen sich die fache geworden wäre. Bayern hat noch immer zweijährige Budgetperioden, und da ver Etats des Auswärtigen wieder mal zu heftigen Auseinandersetzungen über die Abrüstungsfrage gekommen. Nachdem der Minister für die Sessionen immer mehr in die Länge. Schon in der Dem Einwand der Verfassungswidrigkeit der Stromzölle suchen letzten Session beraumnte der ultramontane Präsident Dr. auswärtigen Angelegenheiten, Delcaffé, in längerer Rede Frankreichs die Agrarier damit zu begegnen, daß sie die Ströme zu, tin stb. Orterer deshalb zum großen Verdruß der Abgeordneten Stellung zu Marokko und zu den Balkanwirren erörtert hatte, ging er lichen" Wasserstraßen stempeln, weil durch allerhand Kunstbauten, und der Presse eine ganze Anzahl von Doppelsizungen an. In der zur Besprechung des französisch- englischen Schiedsgerichts- Vertrages Regulierungen usw. ihrer Schiffbarkeit nachgeholfen und der gesicherte diesjährigen Session, die kaum erst begonnen hat, begann Dr. von über, den er als eine Folge der Umwälzung bezeichnete, welche Verkehr garantiert werden mußte. Und es hat beinahe den An- Orterer ohne jeden zwingenden Grund wieder, an verschiedenen in den Ideen seit der Haager Konferenz eingetreten sei. Man dürfe schein, als ob die preußische Regierung sich dieses Argument Tagen zwei Sigungen abzuhalten. Die Journalisten, die durch diese die Tragweite des Schiedsgerichtsvertrages nicht zu eigen machen wollte. Man sieht der Entwicklung dieser Angelegen- sonstigen dienstlichen Verpflichtungen verhindert werden, ersuchten Doppelsizungen überanstrengt und auch in der Erfüllung ihrer überschäßen und nicht folgern, daß er auf alle Fragen An- heit in den Rheinstädten, von Mannheim bis Köln, mit großen Befürch den socialdemokratischen Abgeordneten Müller, den Chefredakteur wendung finden werde. Es würde mit dem Schiedsgericht tungen entgegen. Man weiß, daß der Hinweis auf die„ Konkurrenz", der Münchener Post", in Interesse der Presse gegen die Einberufung an dem Tage zu Ende sein, wo eine große Nation den die Rheinschiffahrt den preußischen Eisenbahnen macht, von Abendsizungen Einspruch zu erheben. Das geschah auch, doch ihre Interessen oder noch mehr ihre Ehre von der an den maßgebenden Stellen in Berlin, insbesondere im dortigen nahm der Präsident darauf nicht die mindeste Rücksicht, ja, der Meinung eines Dritten abhängig sehen würde. Finanzministerium, nicht ohne Eindruck bleiben wird, und ultramontane Parteiführer Dr. v. Daller machte in wegwerfen( Lebhafter Beifall.) Declassé schließt mit der Mitteilung, daß der bereitet sich deshalb auf einen energischen Widerstand vor. An dieser dem Tone die Bemerkung:„ Ach was, schon wieder die Presse!" Kaiser von Rußland das französisch- italienische Abwehr des agrarischen Vorstoßes haben nicht etwa bloß die am Dies schlug dem Faß den Boden aus. Als kurz darauf Einvernehmen mit Genugthuung begrüßt habe. wieder zwei Abendsizungen Handel direkt beteiligten Kreise, sondern die gesamte Bevölkerung vorigen Donnerstag und Freuag unfres Landes und seiner Nachbarn ein eminentes Intereffe. Die angesetzt wurden, traten die Berichterstatter am Freitag zu einer Industrie ist zum großen Teil auf den billigeren Wasserfrachten die Abendsigung nicht zu berichten. Natürlich wurde die Geschichte gemeinsamen Beratung zusammen und beschlossen einstimmig, über aufgebaut, jede Verteuerung der Rohmaterialien durch Stromzölle bald ruchbar und als der Abgeordnete Müller beim Schluß der würde auch die industrielle Arbeiterschaft aufs empfindlichste treffen. Vormittagssigung darauf aufmerksam machte, daß die Abendsizungen Insbesondere würde auch eine Verteuerung der Getreide in Zukunft wahrscheinlich bei beschränkter Oeffentlichkeit" stattfinden zufuhr eintreten, die angesichts der erhöhten Einfuhrzölle doppelt würden, da sah sich Herr v. Orterer doch veranlaßt, andre Saiten aufzuziehen. Er erklärte, daß er als Entgelt für die Abendsizung am nächsten Tage ganz freigeben werde und daß Doppelfizungen in Zukunft nur noch bei einem besonderen Notstand stattfinden sollen. Nach Delcassé nimmt Etienne das Wort und kritisiert die auf Marokko bezüglichen Erklärungen des Ministers. Redner meint, man müsse dort eine algerische Politik treiben, die dahin ziele, die Sicherheit an der Grenze zu gewährleisten. Wenn die Mächte erfahren werden, daß wir kein Land in Marokko erwerben wollen, so wird die marokkanische Frage ihrer Lösung nahe sein. Wir dürfen trotz der neuen Uebereinkommen mit den benach schwer empfunden werden müßte. barten Mächten nicht als die ersten von Abrüstung Ein Glück, daß in dieser Frage nicht das preußische Junkersprechen.( Beifall.) Frankreich kann weder sein Unparlament, sondern der Reichstag zuständig ist. glüd bergessen, noch auf die Wiederherstellung seiner verlegten Rechte verzichten.( Lebhafter Beifall auf zahlreichen Bänken.) = Pressensé( Soc.) sagt, er habe niemals eine Ab rüstung vorgeschlagen, sondern nur darauf bestanden, die Ausgaben für das Heer im Frieden herabzusehen. Man dürfe sich nicht selbst in die Revanchehoffnung hinein hypnotisieren, von der niemand etwas wissen wolle.( Heftige Protestrufe. Bewegung.) Zur Nachwahl in Mittweida. Abg. Dr. Paasche, der während der Nach wahl im Wahlkreise Mittweida agitierte, betont in einem Artikel über die Wahl, daß von einem Rückgange der socialdemokratischen Stimmen im Wahlkreise gegenüber der Wahl vom 16. Juni 1903 nicht die Rede sein könne. Freilich sei die Zahl der socialdemoauch die gegnerischen Stimmen von 11 478 auf 10517 zurüd fratischen Stimmen von 19 270 auf 16 040 gefallen. Aber es feien gegangen. Bon Vertretern der Verwaltungsbehörde sei überdies dem Dr. Paasche zugestanden, daß wohl 3-4000 Wahlberechtigte Jaurès meint, Delcassés Erklärungen über Maroffo er- weniger im Wahlkreise seien, die im Sommer bei Bauten und auf schienen ihm nicht beruhigen d. Er befürchte einen Krieg mit Ziegeleien usw. beschäftigt, nicht dauernd ihren Wohnsiz im Kreise den Stämmen, die die Autorität des Sultans nicht anerkennen haben." würden, wenn Frankreich die Bürgschaft für dieselbe übernehme. Etienne erwidert, es handle sich nur darum, kommerzielle Beziehungen mit den drei großen Stämmen zu vereinbaren. Schließlich bringt Jaurès einen Antrag ein, der die Regierung ersucht, das algerische Budget dahin auszugestalten, daß die Solidarität unter den Stämmen an der Grenze gefördert werde. Hierauf wird die Generaldiskussion geschlossen. " am Ein andrer, ebenfalls erfolgreicher Streik war am Tage vorher in der Centrumsfraktion entstanden und auch bei dieser Gelegenheit mußte der Präsident die Zeche bestreiten. Auf Betreiben des Herrn Dr. v. Orterer war nämlich eine Revision der Geschäftsordnung in Angriff genommen worden. Die geplanten Abänderungen sollen angeblich eine Vereinfachung und Beschleunigung der Verhandauch einige Bestimmungen in die Geschäftsordnung hineinschmuggeln, lungen herbeiführen. Bei dieser Gelegenheit wollte nun der Präsident die ihm die Möglichkeit gewähren würden, eine Opposition vollständig unmöglich zu machen. seine Vorschläge beim Geschäftsordnungs- Ausschuß als Anträge des Um seinen Zweck zu erreichen, brachte er Direktoriums ein. Es ist nun bezeichnend und verdient festgenagelt zu werden, daß dem Direktorium, das sich zur Deckung der Dieser Darlegung des nationalliberalen Abgeordneten können reaktionären Pläne Orterers hergab, ein Freisinniger( der da= wir beipflichten. Betonen möchten wir aber, daß mit Unrecht viele malige Vicepräsident) und ein Liberaler angehörten! Orterer verWähler deshalb zurückgewiesen sind, weil sie am Wahltage nicht langte u. a., daß bei wiederholter Mißachtung eines Ordnungsdem Gesetz und der seit 1870 ständigen lebung des Reichstags. Zur Diäten von den Sizungen ausgeschlossen werden kann. Der wegen mehr im Wahlkreise wohnten. Diese Zurückweisung widerspricht rufes der betreffende Abgeordnete bis zu 10 Tagen unter Verlust der Wahl find nach dieser alle zuzulassen, die in die Wählerliste ein- feiner Sentersanträge im Reichstage hinlänglich bekannte Herr getragen find, auch wenn sie inzwischen verzogen sind. Der ich bichler wolte sogar das Wort„ wiederholter" gestrichen Wahlvorstand hat kein Recht, in der Wählerliste eingetragene wissen. Ferner sollte dem Präsidenten das Recht eingeräumt werden, Alsdann beantragt der radikale Socialist Hubbard, eine wähler zurückzuweisen. Das ergiebt sich aus dem Gesetz, der bei Erteilung des Wortes von der Rednerliste abzuweichen. Ja, Resolution zu fassen, in welcher die Regierung aufgefordert wird, ständigen Praris des Reichsgerichts und der auf Veranlassung des sogar vor einer direkten Verfassungsverlegung scheuten die waderen mit den fremden Regierungen sich hinsichtlich einer Beschränkung Reichskanzlers erlassenen ministeriellen Instruktionen. Herren nicht zurück, indem sie eine Beschränkung des verfassungs( der Rüstungen ins Einvernehmen zu sezen. Lärm.) in dem Prozeß gegen unfren Genossen Dr. Herzfeld folgen, so jähriger Zuhörer beantragten. Diese sauberen Pläne hat der AusWollte man der falschen Rechtsauffassung der Staatsanwaltschaft mäßig garantierten Beschwerderechtes und den Ausschluß minderOberst Roussel protestiert im Namen der von Frankreich müßten die Wahlvorsteher, welche eingetragene Wähler zurückschuß nun freilich schließlich doch verwerfen; aber trotzdem unterTosgerissenen Provinzen Elsaß und Lothringen gegen jeden gewiesen haben, auf Grund des§ 108 des Strafgesetzbuchs strafrechtlich breitete er dem Plenum am vorigen Mittwoch und Donnerstag noch Gedanken der Abrüstung und Verzichtleistung. verfolgt werden. eine Reihe erzreaktionärer Vorschläge, die zum Teil auch angenommen ( Beifall auf der Rechten und im Centrum. Lärm auf der äußersten wurden. Mit den zwei wichtigsten Anträgen jedoch ist Herr Linken.) b. Orterer elend durchgeplumit, so daß nunmehr die ganze Revision der Geschäftsordnung wieder in Frage gestellt ist. Der eine Antrag, für den sich auch die Liberalen im Ausschusse bedeutend begeistert hatten, wollte das Petitionsrecht dadurch beschränken, daß ein großer Teil der Petitionen nicht mehr zur Erörterung im Plenum zugelassen werden. Dieser Antrag wurde an den Ausschuß zurückverwiesen. Hubbard hält seinen Antrag aufrecht und sagt, es würde eine Ehre für Frankreich sein, die Verhandlungen über diesen Gegenstand mit den Nationen wieder zu eröffnen. Materiell war vor dem jezigen Wahlgesez unter der Herrschaft der für den Norddeutschen Bund erlassenen einzelstaatlichen Geseze( in Preußen des Gesetzes vom 15. Oktober 1866) vielfach die Ansicht vertreten, am Wahltage müsse der Wähler im Wahlkreise wohnen. Seit Erlaß des Reichstags- Wahlgesetzes von 1870 hat darüber im offenlegung die entscheidende unter„ Zeit der Wahl" im§ 8 des Reichstage niemals ein Zweifel bestanden, daß die Zeit der ListenWahlgesetzes gemeint ist. Delcassé antwortet, Frankreich habe nicht nötig, zu den Nationen zu sprechen. Es habe gehandelt. Seit einigen Jahren seien Frankreichs Budgets für den Krieg und die Gegenüber dem offensichtlichen Bestreben, das Wahlrecht der Marine etwas herabgesetzt. Die andren Nationen könnten dem Arbeiter durch einengende Interpretation zu beschränken, ist es am Beispiel folgen. Handlungen zählten mehr als nutzlose Worte. Plaz, auch in den Wahlkreisen, in denen kein Protest eingelegt wird, ( Beifall.) Wenn andre Nationen sich zur Einschränkung ihrer Aus- Anträge auf Beseitigung solcher Mißstände an den Reichstag zu gaben für Militärzwecke entschlossen haben würden, so sei keine richten, damit dort die Frage thunlichst erörtert werde. Besorgnis, daß man in Frankreich auf ungünstige Dispositionen Staatserhaltende Majestätsbeleidigungen. Der Staatsanwalt Hierfür treffe. Aber es sei nicht Frankreichs Sache, beim Landgericht in Essen hat die Beschlagnahme der Nummer 963 eine solche Initiative zu ergreifen.( Anhaltender der Rheinisch- Westfälischen Zeitung", in der eine Majestätsbeleidigung stürmischer Beifall.) durch eine Unterredung mit Mommsen begangen sein sollte, auf дебобен. t Der zweite Antrag war darauf berechnet, die Abgeordneten, die ja nicht Präsenzgelder, sondern Diäten beziehen, gewissermaßen unter Bolizeiaufsicht zu stellen. Jeder Abgeordnete sollte verpflichtet sein, sich täglich in eine Präsenzliste einzuzeichnen; wer mehr als fünf Tage ohne genügende Entschuldigung fehlt, soll vom sechsten Tage ab die Diäten verlieren. Der Präsident resp. das Direktorium hat zu entscheiden, ob eine vorgebrachte Entschuldigung genügend ist! Gegen diese einer Volfsvertretung ganz unwürdigen Bestimmungen machten die Socialdemokraten in der schärfften Weise Front und jetzt fing nun auch ein Teil des Centrums an zu streifen; unter Führung des Dr. Heim versagten 45 Ultramontane den Herren Daller, Orterer, Kohl und Aichbichler den Dienst und stimmten den Antrag des Ausschusses gemeinsam mit den Socialdemokraten und den schließlich auch abgeschwenkten Liberalen nieder. Leygues( radikaler Republikaner): Man hat diese Frage der Abrüstung auf dem Kongreß von Rouen auf den Wunsch Das furchtbare Gegenstück zu dem Heidelberger Zuchthausurteil der deutschen Delegierten ausgeschieden.( Lärm auf der äußersten lieferte in seiner Abendsizung am Freitag das Kriegsgericht Linken.) Hubbard ruft unter großer Unruhe der Deputierten, die des ersten Geschwaders. Der Matrose zweiter Klasse Lemte Frage sei zurückgestellt worden, und der Kongreß von und der Matrose Laupichler vom Linienschiff Kaiser Wilhelm der Rouen haben einen Protest der Entrüstung gegen die Verlegung Große" waren angeklagt des militärischen Aufruhrs und Beleidigte Majestät.„ Der Kaiser der Sahara" lautete ein der Rechte der Völker beschlossen.( Beifall auf der äußersten Linken.) des gemeinsamen thätlichen Angriffs auf einen Artikel, der am 17. Oktober in der anarchistischen Wochenschrift Leygues fortfahrend: Wir leiden ebenso sehr wie Sie unter den Vorgesezten. Der Anklage lag folgender Thatbestand zu Neues Leben" erschien und der deren verantwortlichen Redakteur, Lasten, die der bewaffnete Friede mit sich bringt, aber wir werden Angeklagten in den Anlagen des Grunde. Am Abend des 13. November um 91%, Uhr begegneten die Metallarbeiter August Knobel, unter der Anklage der Majestätskleinen Kiel dem Ober- beleidigung vor die vierte Straffammer des Berliner Landgerichts I Ihrem Antrage nicht zustimmen, weil das unfren Ver- Bootsmannsmaaten Raap und gingen an ihm vorbei, ohne führte. Staatsanwalt Ellendt beantragte sofort den Ausschluß der fall proklamieren hieße( Beifall) und wveil wir ihn zu grüßen. Raap stellte fie zur Rede, worauf die Deffentlichkeit, welchem Antrage der Gerichtshof unter dem unsre militärische Pflicht nicht vergessen wollen. Sie haben Matrosen erwiderten, sie hätten ihn in der Dunkelheit nicht erkannt. Vorsitze des Landgerichts Direktors Oppermann, trop des bolt den wirtschaftlichen Interessen gesprochen. Nun wohl, Der Obermaat gab ihnen den Nat, die Augen offen zu Einspruchs des Verteidigers, Rechtsanwalts Victor Fränkt, stattgab. vergessen Sie nicht, daß am Tage nach unsrem Unglück halten, sie könnten sonst einmal an den Unrechten gelangen. Als er Aus der Urteilsverkündigung ging hervor, daß der beanstandete Deutschland seinen wirtschaftlichen Aufschwung nahm.( Zwischen- einige Schritte weiter gegangen war, kamen ihm die Matrosen nach- Artikel, ausgehend von dem Gebahren des franzöſiſchen Abenteurers rufe.) Ja, Herr Jaurès,( wiederholter Beifall auf der Rechten, dem gelaufen und riefen ihm zu: Wenn Du etwas willst, komm' doch Jacques Lebandy, deffen Handlungsweise mit derjenigen andrer Centrum und einem Teil der Linken), wir wollen friedliebend sein, behauptet, Papier und Bleistift herauszuziehen und die Matrosen zu daß der Verfasser sich dann in satirischer Form in Beleidigungen Der Obermaat griff darauf in die Brusttasche, um, wie er Monarchen und besonders des ersten deutschen Kaisers verglich und aber die Hand am Degen halten. Vergessen wir nicht, daß Macht notieren. die Schuhwehr der Ehre und Freiheit ist.( Lebhafter Beifall.) Diese faßten die Bewegung anders auf, stürzten auf ihn und Schmähungen gegen das jezige deutsche Staatsoberhaupt erzu und Lemke gab ihm einen Schlag ins Gesicht, Laupichler einen gangen haben soll. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten nach Baul Constans erklärt im Namen der Socialisten, sie tönnten Stoß in die Seite, so daß er ins Gebüsch taumelte. Weitere dem Antrage des Staatsanwalts zu einer Gefängnisstrafe von sechs die Worte eines Ministers nicht billigen, der sage, Frankreich werde Thätlichkeiten sind bei dem Rencontre sogar nach der Darstellung des Monaten. niemals einwilligen können, die Frage der Einschränkung der Rüstungen Obermaaten, die wir im vorstehenden wiedergaben, die aber von den zu prüfen. Er, Constans, sei natürlich gegen die im Jahre 1870 Angeklagten lebhaft bestritten wurde, nicht vorgekommen. Die Matrosen Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich am Montag vor dem erfolgte Verstümmelung Frankreichs, aber er habe das Recht, von gingen nun ihres Weges, in der Richtung zum Hafen, der Obermaat Dresdener Landgericht der 1862 zu Schreiersgrün( Vogtl.) einer internationalen Verständigung die Rückgabe von Elsaß- folgte ihnen. Die Matrosen wandten sich noch zweimal gegen ihren Ver- geborene Steinbrecher und Arbeiter Richard Albert Langer zu verLothringen an Frankreich zu erwarten. folger, dieser aber wich ihnen aus und so wurden weitere Zusammenstöße antworten, natürlich unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Das Urteil vermieden. Schließlich gelang es dem Obermaaten, sie mit Hilfe lautete auf ein Jahr Gefängnis. Wie aus der Irteilsbegründung Eine von Gerville- Réache( radikaler Republikaner) eingebrachte andrer Matrosen festzunehmen. Auf der Wache benahmen sich die hervorging, hat der Angeklagte am 18. September den König Tagesordnung wird hierauf mit 490 gegen 66 Stimmen an- Arretierten so, daß man sie für sinnlos betrunken halten mußte. Georg beleidigt. Näheres wurde nicht gesagt. Strafverschärfend Lemke sprach trotz mehrfachen Verbots in einem fort und verlangte kamen die vielfachen Vorstrafen des Angeklagten und die angeblich genommen. her!" fehr rohen Aeußerungen in Betracht. 2. will sich damals in an-| Auch sie führen nur einen Bruchteil ihrer Reichstagswähler zur j demokratie übergehen solle, sondern daß der Liberalismus unter getrunkenem Zustande befunden haben, doch ist ihm dies nicht ge- Landtagswahl- trotz ihrer Machtmittel. So zählten 1898 in ganz allen Umständen seine Selbständigkeit bewahren müsse. glaubt worden. Preußen laut amtlicher Statistik: Ausland. Es waren Centrum Partei Landtagswähler in Prozent der Reichstagswähler Reichstags wähler Landtagswähler 139.400 33 463 24,0 432 970 102 986 23,8 950 855 206 630 21,8 467 026 165 938 35,5 647 452 299 234 46,3 reifonservative( Reichspartei) 301 081 42 647 160 282 1 844 52 073 5 396 1 160 838 349 121 14,1 1,1(!!) 10,3 30,0 Der Prozeß Ferri- Bettolo. Rom, 21. November.( Eig. Ber.) Der dritte und vierte Verhandlungstag( 19. und 21. November) brachte das Verhör der wichtigsten Zeugen für Bettolo. Lauter hohe Herren: der Erminister Morin, der Er- Unterstaatssekretär Freisinnige Vereinigung.. Reynaudi, der Marine Ingenieur Russo, der Großindustrielle Freijinnige Volkspartei Orlando. Man kann aber nicht sagen, daß sie Bettolos Stellung Nationalliberale gebessert hätten, im Gegenteil. Bedenkt man, daß ihre Aussagen Konservative. das schwerste Geschütz der Civilpartei darstellen, so braucht man sich um den Ausgang nicht große Sorgen zu machen. Unter Antisemiten dem Kreuzfeuer der Fragen mußten die Zeugen zugeben, daß Bund der Landwirte in der That einem hohen Marinebeamten 6000 Lire jähr- ultrareaktionäre. licher Zuschuß bezahlt wurde, obwohl dieser 11 Rechtsanwalt Gottschalt bespricht die augenblickliche Lage des Freifinus. Im dritten Berliner Landtags- Wahlkreis hätten die Socialdemokraten einen großartigen Erfolg erzielt. Nur einige Stimmen, und es wäre zur Stichwahl gekommen. Wenn man aber die Freisimmige Zeitung" läfe, müßte man glauben, die Volkspartei sei die größte Partei.( Heiterkeit.) Der Freisimm müßte demokratischer werden und socialliberalen Jdealismus treiben. ( Lebhafter Beifall.) Herr Salinger erklärte, in der Partei hätte man mit den Socialdemokraten bis Donnerstagabend verhandelt. Die Socialdemokraten hätten gegen einen einzigen Sitz im Landtag alle andern Freijinnigen rausreißen wollen. Dr. Lipschütz weist darauf hin, daß der Freifinn schon einmal ohne Schaden mit den Socialdemokraten zusammengegangen sei, bei der lex Heinze. Dem Dr. Mugdan scheine die Partei über dem Volkswohl zu stehen, nicht das Volkswohl über der Partei.( Sehr richtig!) Dr. Bernstein Charlottenburg erklärt, in Teltow- Beeskow Posten vom Parlament gestrichen worden war. einem Viertel, die Nationalliberalen übersteigen etwas ein Drittel; Die beiden freisinnigen Parteien und das Centrum bleiben unter Ferner ergab der heutige Tag, daß im Laufe der letzten Jahre für sie wirkt nicht nur der Druck des großen Unternehmertums auf sei von Anfang an ein Bündnis mit den Socialdemokraten vordrei hohe Marine- Offiziere, die große Lieferungen der seine Leute, sondern auch der Druck der Staatsgewalt auf ihre" gesehen gewesen, wenn der Sieg allein mit den Nationalliberalen Terni in Empfang zu nehmen und auf ihre Tauglichkeit zu prüfen Arbeiter, wie es bei den letzten Reichstagswahlen z. B. in Saarabien nicht zu erreichen war. Dieser Beschluß sei geflissentlich geheim gehatten, bald nach diesem Auftrag in den Dienst wieder zu Tage trat- Herr Priete dürfte sein Mandat nicht lange halten worden. Er habe flaven Blicks die Niederlage vorausgesehen eben derselben Aktien- Gesellschaft Terni über ausüben. Am günstigsten stehen scheinbar die Konservativen; wir und sich geschämt, daß ein Delbrück noch den Versuch gemacht gingen und dort Gehälter von 50 bis 60000 Lire sagen scheinbar, weil sich ihre 46,3 Proz. mur durch die habe, das Bündnis zu fördern. Er habe erst Hirsch- Reinbacher, jährlich bezogen! zum Teil lächerlich kleinen Zahlen der übrigen„ konservativen" Gruppen dann Hirsch- Karsten und endlich sogar Hirsch- Delbrück( ft.) vorDer Radau von heute zeigte vollends, daß die Civilpartei nicht wirte und Antisemiten aller Art zusammen, wie es in der lezten den Konservativen die Faust gezeigt hätten, so hätte die Presse diese erflären; faßt man Konservative, Freikonservative, Bund der Land- geschlagen. Wenn 40 Jahre früher die Borsigschen Maschinenbauer mehr darauf rechnet, rechnet, mit Argumenten durchzudringen. Sie Zeile unsrer Tabelle unter„ Ultrareaktionäre" geschehen ist, so sinft als Fortschrittshelden gefeiert. Weil der offizielle Freifinn sie nicht auf argumentiert mehr mit Schimpfereien und dem an den Kopf werfen der Prozentsatz unter den der Nationalliberalen, und das trotz aller seiner Seite habe, könne er diese Männer nicht mehr leiden. Die von Tintenfässern. Heute hat der Abgeordnete Vecchini, ein Rechts- Gunst von oben. beleidigten Socialdemokraten hätten ausgeharrt mit ihren Schmalzanvalt Bettolos, Ferri einen gemeinen Verleumder" genannt. Als Daß die Socialdemokratie in der Statistik der letzten Wahlen, stullen, die Freisimmigen hätten sich nach ihrem heimatlichen Abenddie Verteidiger protestierten, stimmten die Rechtsanwalte der Civil- ihrem ersten allgemeineren Versuch, nach dieser Berechnung einen brot gesehnt. Die Form des Protestes sei allerdings bei den Socialpartei einen Schimpfchorus an; Vittori rief:„ Schweine, Hallunken, sehr bescheidenen Plaz einnehmen wird, erklärt sich aus dem oben demokraten nicht immer ganz der Art der gebildeten Leute entSaupad". Der republikanische Abgeordnete Comandini antwortete angedeuteten. Sehr hoch würde sie bei diesem Wahlverfahren über- sprechend gewesen, aber kein Bürgerlicher hätte gleich gehandelt wie mit einem träftigen Schuft", worauf ihm Vittori ein Tintenfaß haupt nicht gelangen können. Ihre Aufgabe ist es, mit aller Kraft sie. Ihre Ausdauer bei der Wahl sei geradezu ein Heldenins Gesicht warf, und zwar mit solcher Wucht, daß ihm ein Zahn an der Beseitigung dieser Parodie auf ein Wahlrecht zu arbeiten. st i ct gewesen. Besser wäre es aber jedenfalls gewesen, wenn nicht die eingeschlagen wurde. Es fehlte wenig, daß es zu einer regelrechten Jn Stiebers Spuren. Die„ Freisinnige Zeitung" lügenhafte Behauptungen im Streise verbreitet hätten. Sie hätten, beiden renitenten„ Urwähler" Richter und Müller Schlägerei kam. Die Tintenfäffer flogen, die Stühle wurden als( r. 277) schreibt: Waffen verwendet eine einer Kneipe, nicht nur des Gerichtssaales, In der Besprechung von Mund zu Mund stellte sich die er- obwohl nicht einmal im Kreise organisiert, ge stänkert und ges freulichste Uebereinstimmung heraus, Kampfesmut beseelte die GeTogen.( Großer Lärm, Beifall, Pfui- Rufe und Proteste.) unwürdige Scene. nossen und jene frohe Laune, die den Kampf zu einem Vergnügen Der Vorsitzende sucht Ruhe Erneuter Lärm. zu stiften. Dr. Mugdan geht. Man ruft ihm nach„ Adieu!"„ Viele schreibt der Vorwärts" offenbar macht, die Gesetzlichkeit tötet" aus voller Radaustimmung heraus in einem Berichte über die Grüße an Eugen!" Der Vorsitzende, Stadtverordneter Plischke, Vorgänge im vierten Berliner Wahlkreise." erklärt, daß er die Ausdrücke Bernsteins nicht gehört hätte, sonst Der Vorwärts" hatte in Wirklichkeit geschrieben wären sie zurückgewiesen worden. Wem aber die Geschäftsführung nicht passe, der könne gehen. ( Nr. 272): Dr. Mugdan, der am Saaleingang In der Besprechung von Mund zu Mund stellte sich die er- stehen geblieben ist, verläßt darauf den Raum. Dr. Bernstein kann freulichste Uebereinstimmung heraus. Kampfesmit beseelte die dann endlich weiter reden. Er wirft der Freifinnigen Zeitung" Genossen und jene frohe Laune, die den Kampf zu einem Ver- Großsprecherei vor, die aus drei Abgeordneten eine" Phalane" gnügen macht. Die Gefeßlichkeit tötet! Dieser Satz sollte bilde und 23 Mann als Wahlresultat nicht als ungünstig" ansehe. an dem verrotteten Wahlsystem erprobt werden. Das war die( Große Heiterkeit.) Die Partei müsse sich auf sich wieder besinnen. ( Beifall.) Parole, die in der Luft lag und gar nicht erst ausgesprochen zu werden brauchte." " Nachher haben die Anwalte Bettolos laue Entschuldigungen losgelaffen. Da der Gerichtshof den Saal beim Beginn des Geschimpfes verlassen hatte, war er bei dem thätlichen Angriff nicht zugegen, fonnte also nicht sofortige disciplinarische Maßregeln ergreifen. Man vertagte die Sizung auf Montag, damit sich die beiden Barteien darüber klar werden können, wie sie den heutigen Streit erledigen wollen. Der Präsident machte Commandini auf fein Recht, Klage zu erheben, aufmerksam und der Staatsanwalt sprach die Vermutung aus, Bettolo werde sich wohl beranlaßt fehen, auf den Rechtsbeistand Bettoris zu verzichten. die Für den Anfang ist das nicht übel! England. Rußland. " Freisinns- Tumult. " Dr. Nathan stellte sich ganz auf den Boden des Vortragenden. Die Fälschung ist mit einem bewundernswerten Raffinement Nicht um Mandate handele es sich, sondern um die Kulturdie Socialdemokraten zur Mitarbeit am Volkswohl vorgenommen; an dem Satz, der auch im Originalartikel gesperrt arbeit, war, so daß ein Versehen ausgeschlossen ist, ist nur die Interpunktion heranzuziehen.( Großer Beifall.) In seinem Schlußwort betonte Brofessoren der Nationalökonomie und Mr. Chamberlain. geändert London, 21. November.( Eig. Ber.) Wie schon an dieser Stelle alter, häufig geübter Kniff. Wir gratulieren dem Liberalismus haupt sei. Als er sie anschnitt, wäre er sich klar gewesen, daß dies die Fortlassung der folgenden erklärenden Zeilen ist ein Dr. Barth nochmals, daß das Zusammengehen mit der Socialdemokratie die wichtigste Frage in der politischen Betvegung übermitgeteilt wurde, sind die englischen Professoren der Dekonomie, solcher Kampfesweise, wie sie die schmutzigsten Reaktionäre früher Borgehen sein Mandat kosten würde. Was sei denn aber ein sich mit Theorie und Statistik beschäftigen, für die gegenüber der Demokratie anwandten. Aufrechterhaltung des Freihandels, während die Historiker der Mandat?( Großer Beifall.) Die Hauptsache scheine ihm, die Freis Dekonomie oder die ökonomischen Historifer für Chamberlain einsinnigen hätten keine Courage gehabt, bei der Wahl offen austreten. Von den letzteren sind zu nennen: Ashley in Birmingham, freisinnigen Versammlung des Potsdamer Thor- Bezirksvereins in der Ehrlichkeit sei das, was not thue. Offen müsse man sagen, daß Der schmähliche Freisinnsverrat führte in einer start besuchten zusprechen, daß sie mit der socialdemokratischen Partei gehen wollen. Cunningham in Cambridge und Hewins in London. Professor Hetvins ist der Gründer der Londoner Hochschule für Dekonomie Victoria- Brauerei am Montagabend zu erregten Auseinandersetzungen, der Liberalismus miserabel, erbärmlich stehe. Da kann nur ein und politische Wissenschaften; er war bis jetzt ihr Leiter zwischen dem Referenten Dr. Barth und Anhängern der freisinnigen Zusammengehen mit den Arbeitern helfen, wenn es besser werden und las gleichzeitig über Dekonomie in Kings- College. Nun ist Volkspartei. Besonders die Verhältnisse im Kreise Teltow- Beeskow folle.( Stürmischer, frenetischer Beifall.) Hewins in einen Gegensatz geraten zu den Finanzleuten, die die kamen dabei zur Aussprache. Zur Charakteristik der Vorgänge im Berliner Liberalismus sei das wichtigste mitgeteilt. Hochschule unterstützen; er ist für die Beseitigung des Freihandels, während die Großfinanz von einer Aenderung der den Lesern bekannt ist, ist zu citieren: Aus der Rede Dr. Barths, dessen Standpunkt im allgemeinen Genosse Alfred Wilt Charlottenburg ersucht uns um Aufbisherigen Zollpolitik nichts wissen will. Hewins ist deshalb von Galt es doch, den Be- nahme folgender Zeilen: Auf Grund der Erklärung des Herrn Dr. Spiegel im Vorseinem Posten zurückgetreten, um sich schriftstellerisch ganz den weis zu liefern, daß die Freifinnigen mit den Socialdemokraten Chamberlainschen Plänen widmen zu können. politisch genug geschult wären, um eine gemeinsame reaktionäre wärts" vom 24. November 1903 sehe ich mich veranlaßt, folgendes Niederlage zu bereiten. Es war dies die Schuld des flarzulegen. Herr Dr. Spiegel hat es trotz der stürmischen Proteste Liberalismus, Ivenn es nicht geschah. Die Social- unsrerseits rundweg, abgelehnt, zu protokollieren. Wir Socialdemo Russische Sitten in Finnland. Aus Finnland wird Stockholms demokratie befände sich rein politisch in einer außerordentlich wenigstens sein Amt niederlegen, er hat darauf geantwortet, er thue kraten haben darauf fast noch stürmischer verlangt, er solle dann ,, Socialdemokraten" folgendes berichtet: günstigen Lage, da sie den Beweis geliefert habe, daß das WahlAm Borki- Tage ging der Comptoirist Lidman über den Markt system noch viel scheußlicher sei, als sie gedacht hätte, und daß nur das, was er mit seinem Gewissen vereinbaren könne. Also er in Abo gerade während die paradierenden Soldaten die Kaiser- das Syſtem darauf zugeschnitten sei, daß die größte Partei nicht niederlegung fehlte diesem freisinnigen Herrn der Mut. Daß die billigte die Ungesetzlichkeit des Nichtprotokollierens, und zur Amtss Hymne fangen. Er wurde von einem Polizisten aufgefordert, in den Landtag hineinkomme. Darin läge der Beweis, daß die seinen Hut abzunehmen, that sezte Ordnungsparteien einen Zustand dulden, bei dem der Klassen Herren das Ungefeßliche ihrer Handlungsweise nachher einsahen, ihn aber, nachdem er ein Stück weiter gegangen war, wieder auf. charakter des Landtages in skandalöser Weise bewiesen sie dadurch, daß nachher die Namen notiert wurden. Num wurde er plötzlich von Polizeileuten ergriffen und nach der zum Ausdruck komme.( Bravo!) Die Socialdemokratie habe Im übrigen werden wir mit Herrn Dr. Spiegel noch bei der StadtWache befördert. Um 1 Uhr nachmittags ließ man ihn wieder also Wasser auf ihre Mühlen erhalten und daher nicht verloren, verordneten- Stichwahl im siebenten Bezirk abrechnen. frei, aber um 5 Uhr wurde er in seiner Wohnung ver- sondern gewonnen.( Sehr richtig!) Wer liberal fei, muß die haftet und nach dem Bezirksgefängnis gebracht. Es wurde ihm Socialdemokratie wieder in das politische Ganze hereinzuziehen suchen vorgeworfen, daß er bei jener feierlichen Handlung gelächelt habe. und sie an der politischen Arbeit teilnehmen lassen. Jetzt könne die Aus Induſtrie und Dandel. Der Mann hat sich offenbar dieses Vergehens nicht einmal schuldig Socialdemokratie fagen, man wolle nichts mit ihr zu thun haben. gemacht, da er an trampfartigen Schmerzen leidet und wohl infolge- Manches hätte sich ändern müssen. Im Landtag gäbe es keine Frage, Dessen das Gesicht verzogen hat. Man hat ihn übrigens später bei der nicht die Socialdemokratie mit dem Freifinn zusammen- teilt, wird die Dividende für das laufende Jahr, soweit sich bis jetzt Große Berliner Straßenbahn. Wie die Direktion uns mits wieder freigelassen. stimmen müßte. Daher würden die socialdemokratischen Abgeordneten übersehen läßt, und vorausgesetzt, daß nicht noch bis Ende Dezember Daß Finnländer in die Verbannung geschickt werden, ist der bares Geld gewesen sein, die den Freifinn nicht hätten kompro- unerwartete Verkehrsstörungen eintreten, sich auf 8 Proz. stellen. neu este Auswuchs russischer Schreckensherrschaft in Finnland. Der Bürger- mittieren können. Er erinnere sich eines Ausspruchs Bambergers, In den beiden letzten Jahren betrug bekanntlich die Dividende meister von Sordavala, Hallonblad war der erste, dem dieses dem es sehr angenehm gewesen wäre, Jakobiner neben sich zu haben. 7%, Proz.; im Jahre 1900 11 Proz. Schicksal beschieden ist. Ihm folgte bald darauf der Volksschul- Es sei wichtig, daß das Wahlsystem, die Wurzel alles Uebels, belehrer Wainios von Reyholm, der beschuldigt wurde, Agitations- feitigt werde.( Bravo! Beifall.) Die Socialdemokratie behaupte, daß reisen unternommen zu haben. Beide wurden nach Wiatka, einem es dem Freifinn nicht ernst damit sei, sonst hätte sie es auch nur in berüchtigten Verbannungsortes im Uralgebirge deportiert. Die einem Falle, in Teltow- Beeskow, verhindert, daß Reaktionäre gewählt Gemeindevertretung von Sordavala hatte beschlossen, dem ver- wurden.( Buruf: Hirsch!) Ein sehr verständiger Mann. Wenn er bannten Bürgermeister sein Gehalt weiter zu zahlen. Auf Betreiben des Generalgouverneurs von Finnland hat jedoch der Senat diesen Beschluß für ungültig erklärt. worden. Asien. Nach den Landtagswahlen. Das Stahlverbands- Projekt. In Düsseldorf hat vorgestern wiederum eine Konferenz der Vertreter deutscher Stahlwerke stattgefunden, über deren Verlauf bisher jedoch nur sehr spärliche Mitteilungen in die Oeffentlichkeit gedrungen sind, da die Teilnehmer nur alle vier Wochen eine Rede von fünf Minuten zum Schweigen verpflichtet wurden. Das läßt schon darauf schließen, gehalten hätte und darin gesagt hätte, daß er viel mehr Wähler daß das Ergebnis ein wenig befriedigendes sein muß, und thathinter sich hätte, als alle die 200 schreienden Landräte! Dies fächlich waren denn auch, wie die„ Köln. Volksztg." unter der Hand ceterum censeo hätte er vier Jahre wiederholen müssen und damit erfahren haben will, die Lothringer Werke gar nicht in der Vereine demonstrative Wirkung ohne Frage erreicht.... Der Gintvand, sammlung vertreten, und es wurde ferner bemerkt, daß die früheren Zur Koreanischen Frage. Daily Mail" meldet aus Tokio, viele liberale Wahlmänner, die für Socialisten in der Stichwahl Vorsitzenden, Geh. Kommerzienrat Adolf Kirdorf in Aachen und der russische Gesandte in Söul habe an die koreanische Regierung gestimmt hätten, gebe es nicht, sei nicht stichhaltig. Ein solcher Geh. Kommerzienrat Heinr. Lueg in Düsseldorf, von denen besonders eine Note gerichtet, in der er erklärt, wenn Korea die ergangenen Wahlkreis müßte vor den Thoren Berlins zu finden sein. Wenn ersterer die Seele des Planes war, den Vorsitz nicht mehr führten. Warnungen nicht beachte und darauf bestehe, Yongampho und Infota das nicht so wäre, behaupte er, das liberale Bürgertum Auch sollen die anwesenden Vertreter jener Werke, welche den zu öffnen, so werde Rußland dagegen vorgehen. Die Antwort, die könne einfach einpacken.( Beifall.) Das Bürgertum müsse Träger- und Halbzeugverband bilden, mit Vollmachten versehen sein, die koreanische Regierung darauf gegeben habe, protestiere gegen die Straft haben, den Spieß unzudrehen und dem Junker gegenüber das um für den Fall des Nichtzustandekommens des StahlwerksVerlegung der Souveränitätsrechte Koreas. Eine Mitteilung Gleiche zu thun, wie dieser gegen das Bürgertum. Solidarischer Verbandes die Verlängerung der genannten schon bestehenden Verdesselben Inhalts sei dem japanischen Gesandten in Söul übersandt müsse der Liberalismus sein. Jeder Beamte müsse wissen, daß bände zu beraten. hinter ihm die ganze Partei, die Presse, die Deffentlichkeit stehe. Es sei wünschenswert, daß ein Rechtsschutzverein da sei, um solche gemaßregelten Wahlmänner zu schützen. Um das Dreillaffen- Wahlsystem zu beseitigen, müsse ein Volks- Feldzug in Scene Die Wahlbeteiligung. Die Freisinnige Zeitung" schnoddert in gesetzt werden. Aber auch da würde es nicht ohne die threr ohnmächtigen Wut, es mache einen kläglichen Eindruck, wenn Arbeiter zu erreichen sein. Allzu lange hätte man schon nur ein geringer Bruchteil der Socialdemokratie, von denjenigen Grundsäge vertreten, die verdienten, durchgeführt zu werden; Wählern, die hinter dem Schirm geheim einen Stimmzettel abgegeben er fürchte aber, daß nichts durchgeführt würde. Nutzlos haben, öffentlich sich zur Socialdemokratie bekennt". Die Freifinnige sei es auch, wenn man sage, wir haben trefflich bestanden. Man Zeitung" mag, wenn sie wieder zur Besinnung gekommen, aus- müsse Fehler einsehen und fragen, wie können wir den Liberalismus rechnen, wieviel hunderttausende Socialdemokraten an der wieder zur Macht bringen. Wenn es nicht möglich sei, dies aus Ausübung ihres Wahlrechts berhindert waren rühmt eigner Kraft zu erreichen, dann müsse man nach denen suchen, sich doch der Minister Budde, daß er allein über mehr die gemeinsame Ziele haben. Er glaube nicht, daß ohne Zusammenals 350 000 Angestellte und Arbeiter bei den Eisenbahnen gehen mit den Socialdemokraten je die Reaktion niederzuzwingen gebietet; dazu kommen weitere mächtige Scharen von Arbeitern fei, mit ihnen aber sei dies möglich.( Stürmischer Beifall.) Weitere Erhöhungen der Lederpreise. Wie der Frankfurter in Staatsbetrieben sowie in Reichsbetrieben, die in Preußen liegen. Als erster Distuffionsredner erhielt Dr. Mug dan das Wort. Zeitung" aus Neustadt a. D. gemeldet wird, beschloß die gestern Nicht viel besser sieht es in den städtischen Betrieben aus; hat doch Er vertrat die Richterschen Anschauungen, auf Grund deren es für dort stattgehabte Versammlung der thüringischen und sächsischen der freisinnige Berliner Magistrat von einer einzigen die Freisinnige Volkspartei unmöglich sein soll, mit der Social Lederfabrikanten, die Lederpreise für sämtliche Sorten abermals um Gasanstalt 91 Arbeiter entlassen, weil sie wagten, der Ein- demokratie zusammenzugehen. Man müsse sich vielmehr an die 5 Proz zu erhöhen und sprach sich einstimmig für die Gründung ladung desselben Magistrats folgend, zur Wahl zu gehen. Und Nationalliberalen anschließen, um die größten Gegner eines Leberkartells aus. welchen Druck die privaten Unternehmer auf ihre" Arbeiter aus des Freisinns, die Socialdemokraten, zu bekämpfen. Vom amerikanischen Eisenmarkt lauten die Nachrichten so vers üben, ist bekannt. ( Lebhafter Widerspruch. Zischen.) schiedenartig, daß aus ihnen nur schwer ein leberblick über die Wie steht es übrigens mit der Wahlbeteiligung unter dem Druck Dr. Barth stellt demgegenüber nochmals seine Ansichten dahin Marktlage zu gewinnen ist; weit zuverlässiger ist die offizielle der öffentlichen Abstimmung bei den staatserhaltenden Parteien"? fest, daß er nicht verlangt habe, daß der Liberalismus zur Social- Produktionsstatistik, die jedoch natürlicherweise immer etwas hinter sich, wie die" Rhein.- Westf. 3tg." erfährt, seit November etwas unDie Absatzverhältnisse des Westfälischen Coatssyndikats haben günstiger gestaltet, so daß auf einzelnen Bechen sich größere Mengen Coats angesammelt haben. Teils liegt dies daran, daß einige Hüttenwerfe mit Vorräten reichlich versehen sind, und daher um eine Einschränkung der Lieferungen ersucht haben, teils aber daran, daß einige besonders seistungsfähige Stokereien ohne Rücksicht auf die hielten und sogar über ihre Beteiligungsziffer hinaus produzierten. beschlossene Produktionseinschränkung ihren Betrieb voll aufrecht erImmerhin liegen an Aufträgen augenblicklich ca. 92 Proz. der Beteiligung vor, während die für November vorgesehene Einschränkung bekanntlich 13 Proz. beträgt, also trotzdem noch 5 Proz. mehr wie veranschlagt wurde. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Backstein- Kühnemänner. ihre Entscheidung von Fall zu Fall vorbehalten. den wirtschaftlichen Veränderungen herhintt. Nach dieser Statistik| zufordern und dazu auch im„ Correspondent" alle Drts-, Bezirks- soll durch eine Entschädigungsflage zum Austrag gebracht werden. betrug die Gesamtleistung der amerikanischen Hochöfen in der letzten und Gauvereine aufzufordern. Ein nachahmenswertes Beispiel! Woche des Oktobers 273 715 Tonnen; dagegen in der letzten Woche Besonders wurde daran erinnert, daß am Freitag die Wahlen des Septembers 353 142 Tonnen und zur Zeit der regsten Thätigzur Jnnungs- Krankenkasse stattfinden, und daß sich die Kollegen, soweit Der Streik in den Rickmersschen Reismühlen zu Bremen sie Mitglieder dieser Stasse sind, vollzählig an der Wahl beteiligen feit, in der letzten Woche des Mai, 388 178 Tonnen. Die Haupt- dauert fort. Die Streikenden hatten das Gewerbegericht als müssen, weil sonst die Möglichkeit vorliegt, daß die Anhänger der einschränkung hat im sogenannten Central- Westen stattgefunden. Einigungsamt angerufen. Die Firma Rickmers hat jedoch die christlichen Organisation ihre Vertreter durchbringen. Zur VorTroß dieser Einschränkung stiegen die Vorräte im Monat Oktober Ginigungsverhandlungen abgelehnt. Der Betrieb sei hinreichend mit besprechung der Krankenkassenwahl sollen die Mitglieder am Mittwoch von 450 603 Tonnen auf 539 815 Tonnen. Arbeitern versehen. Für die Arbeiter, welche die Arbeit niedergelegt abend bei Feind, Weinstraße 11, zusammenkommen. Die Ver haben, sei zur Zeit überhaupt keine Aussicht auf Wiederanstellung fammlung bewilligte den streifenden Crimmitschauer Webern 100 M. vorhanden. Ueber spätere etwaige Wiederanstellung von bisherigen und überwies der Verbandskasse ebenfalls 100 M. Arbeitern bei eintretendem Bedarf wolle sich die Firma Rickmers Erklärung. In dem Versammlungsbericht der Schlächter, Nr. 272 Trotz dieser Auslassungen der Firma beschlossen die Strei- des" Vorwärts", wird auch über die Verhandlungen mit den beiden kenden doch mit allen gegen 14 Stimmen, im Ausstande unterzeichneten Vereinen betreffs Einführung einer Arbeitsordnung Der Deutsche Arbeitgeber Bund für das Bau- 3u verharren. In der Versammlung, welche diesen Beschluß berichtet und dort behauptet, die Herren Ahrens und Kunze hätteir gewerbe tritt zur Zeit in Stuttgart zusammen, um über die fei, daß dort kein mit Rickmerschem Reis geladener Kahn mehr ge- Inmungskrauter und die Vorstände hätten sich nur, um den Unfaßte, wurde noch mitgeteilt, daß in Hamburg Fürsorge getroffen sich anmaßender und abstoßender benommen wie irgend ein progiger wichtige Frage zu beraten, wie es möglich sei, nicht mit den Ar- löscht werde. Ein Kahn sei von den Schauerleuten der Firma willen der Deffentlichkeit nicht noch mehr herausbeitern in Frieden auszukommen, sondern sie besser als bisher Chr. Blome in Angriff genommen; da es aber um gut organisierte zufordern, zur Einführung einer Arbeitsordnung entschlossen, fnebeln zu können. Die Vorschläge, die dazu gemacht werden, ver- Leute sich handle, sei Hoffnung, daß auch hier die Löschung noch die allerdings auch danach sei. Darauf haben wir folgendes zu raten wenig eignen Geist, sie sind zumeist der Musterorganisation wieder gestoppt werde. Mit Genugthuung wurde endlich die Mit- erklären: der Scharfmacher abgeguckt, dem Rezeptbüchlein des Kühnemänner- teilung aufgenommen, daß der Centralvorstand des Fabrikarbeiter- Ende August dieses Jahres fand zwischen dem VerwaltungsVerbandes entnommen. Verbandes beschlossen hat, auch die noch nicht im Verbande bezugs- ausschuß des Rabatt- Sparvereins Südost" und den Vertretern der So liegt zur Frage des Arbeitsnachweises folgender berechtigten Streifenden aus der Verbandskasse zu unterstügen. Schlächtergesellen eine Sigung statt, in welcher von beiden Die Münchener Konditorgehilfen stellten an ihre Prinzipale eine vorgetragen wurden, die dazu führten, daß sich die Schlächtergesellen Seiten eine Reihe mehr oder weniger berechtigter Beschwerden a) Betreffend Errichtung von Arbeitsnachweisen: Anzahl Forderungen, so besonders die auf Abschaffung von Kost und bereit erflärten, eine Arbeitsordnung auszuarbeiten, die dann in 1. Es sind unparitätische Arbeitsnachweise erstrebenswert. 2. Es Logis, Einführung eines festen Lohnſages von 24, 21 und 18 M. gemeinschaftlicher Sigung beraten werden sollte. The den beiden ist wünschenswert, daß alle Arbeitnehmer durch den Arbeits- und Festsetzung eines Maximal- Arbeitstages von neun Stunden. Vereinen die ausgearbeitete Arbeitsordnung aber unterbreitet nachweis bezogen werden. In großen Städten wird man jedoch Da die Herren Innungsmeister die Gehilfen nicht einmal einer wurde, ehe also die Forderungen formuliert nachgeben müssen, daß Arbeitgeber die Leute direkt annehmen Antwort würdigten, wandten diese sich um Vermittelung an das können, daß sie hiervon aber dem Arbeitsnachweis Mitteilung zu Gewerbegericht, vor dem dann schließlich folgende Vereinbarungen konnte, wurde der Verein„ Süd- Ost" in einer Schlächterversammmachen haben. 3. Die Arbeitsnachweise müssen die Verpflichtung zu stande tamen: Gehilfen, die zwei Jahre ausgelernt haben, er lung in der gehässigsten Weise heruntergerissen. Trotzdem sind beide übernehmen, teine Leute aus Streit oder Sperr= halten einen Minimallohn von 7,50 M. bei vollständiger Kost und Vereine mit den Vertretern der Schlächtergesellen über den nachorten einzustellen. Die Legitimationen der Leute 10,50 M. bei Verpflegung ohne Nachtessen. Es soll auf möglichste träglich eingegangenen Entwurf der Arbeitsordnung in Verhandlung müssen genau geprüft werden. Abschaffung von Kost und Logis hingewirkt werden. Die Ge Tag mit Fortbezahlung des Lohnes. Das sind gegenüber dem ber in Betracht kommenden Korporationen bedurfte. Anstatt nun hilfen erhalten Ostern, Pfingsten und Weihnachten je einen freien getreten und ist in zwei Sigungen eine Arbeitsordnung vereinbart worden, die jedoch noch der Zustimmung der Gesamtverwaltungen bisher bestehenden Zustande gewiß geringfügige Vorteile, aber auch das endgültige Resultat abzuwarten, haben die sie wären nicht erreicht worden, wenn die Gehilfenschaft sich nicht gefellen wiederum in öffentlicher Versammlung die Vertreter der regen würde. Vereine angegriffen, ohne zu sagen, worin denn eigentlich das ,, Anmaßende" und" Abstoßende" bestand. Antrag vor: nissen: Rein Arbeitgeber des Baugewerbes darf b) Betreffend die Einführung von Arbeitszeug einen Arbeiter entlassen, ohne ihm das gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeugnis auszuhändigen. Jeder Arbeit geber des Baugewerbes hat die Pflicht, nur solchen Arbeitnehmer einzustellen, welcher im Besiz eines Arbeitszeugnisses(§ 113 der G.-D.) über seine letzte Beschäftigung ist. Streif M Husland. " tvaren und eine Antwort erteilt werden SchlächterDer belgische Bergarbeiter- Verband hat, ähnlich den englischen Wenn ferner behauptet wird, nur aus Furcht vor der Deffentund deutschen Gewerkschaften, eine Reihe Unterstützungszweige, lichkeit haben sich beide Vereine zur Einführung der beratenen Kranken-, Streit- und Invalidenunterstützungen, eingeführt. Arbeitsordnung bereit finden lassen, so kann man daraus wohl entPapierarbeiter Aussperrung in Dänemark. Sämtliche Arbeiter nehmen, daß die Schlächter bisher überhaupt nur aus den Motiven heraus und Arbeiterinnen der Dalum Papierfabrik bei Odense sind am gehandelt haben, die sie andern unterschieben, nämlich die DeffentFreitag durch die Vereinigten Papierfabriken ausgesperrt worden, lichkeit damit zu beschäftigen, um den reaktionären Blättern vom weil einige Arbeiter sich weigerten, aus einem Eisenbahnwagen Schlage der" Post" und" Deutschen Tageszeitung" Gelegenheit zu Kohlen auszuladen, die aus einem Schiffe von Mitgliedern der zu geben, über angeblich socialdemokratische Betriebe" herzufallen. Hafenzunft" in Odense verladen worden sind. Die sogenannten Der Zweck der Verhandlungen scheint nach dem Verhalten der " afenzünfte" find die bei dem letzten großen Hafenarbeiter- Streit Schlächter also nicht der gewesen zu sein, für die in unfren Betrieben von den Unternehmern gegründeten Streitbrecher Organisationen. beschäftigten Gesellen möglichst günstigen Lohn und Arbeitsbedingungen Die Aussperrung, die ca. 200 Personen umfaßt, ist als ein Ausfluß zu erzielen, sondern nur der, die Spalten des Vorwärts" zu füllen. des despotischen und arbeiterfeindlichen Gebahrens von„ Dat forenede Es war nämlich im 1. Punkt der Arbeitsordnung ausdrücklich verDampstibselskab" anzusehen. einbart, daß die Deffentlichkeit erst dann in Anspruch genommen werden soll, wenn zwischen den in Betracht kommenden Organisationen feine Einigung erzielt werden kann. Aus der Frauenbewegung. Hinter den hier geforderten unparitätischen" Arbeitsnachweisen, die sich natürlich in den Händen der Herren Unternehmer befinden und von deren Kreaturen geleitet werden sollen, verbergen sich nichts andres als Kontrollstationen des Unternehmertums, in denen die um Arbeit ansprechenden Arbeiter auf Herz und Nieren geprüft werden sollen, ob sie auch zu den geduldigen Schafen gehören, die sich zeitlebens im Dienste des Unternehmertums widerstandslos baben ausbeuten lassen. Wehe dem reudigen Bock, der auch nur sich dadurch verdächtig macht, daß er nur aus einem Streit oder Sperrorte kommt. Auch aus einem Sperr orte! Denn wenn das Bauunternehmertum aus irgend einem Grunde an irgend einem Drte den Arbeiter zum Hungern verurteilt, dann will es nicht, daß er sich dem Verhungern entzieht, indem er anderwärts Arbeit und Brot sucht. Strengste Strafe Strengste Strafe gebührt zwar dem, der Mit Rücksicht auf die weniger leistungsfähigen Gesellen, die alleneinen Arbeitswilligen durch Ueberredung hindert, falls zum Austragen von Fleisch und Besuchen der Kundschaft gebraucht brecher zu werden, wer aber Eine öffentliche Frauenversammlung tagte am 23. November werden, sind auf Antrag des Berliner Konsum- Vereins allerdings trot unsres gepriesenen freien im Märkischen Hof". Besonders eingeladen waren die Zeitungs- 10 M. Mindestlohn bei Gewährung von ganzer Kost und Logis Arbeitsvertrages einen ehrlichen Arbeiter hindert, sich besser Anisträgerinnen, Aufwärterinnen, Wasch- und Reinemachefrauen, festgesetzt worden, während der Lohn für diejenigen, die thatsächlich von der bezahlte Arbeit zu suchen, nachdem er sie bei einem Leuteschinder Koch- und Pflegefrauen sowie die Aushilfspersonen. Genoffin Schlächterei etwas verstehen, bei Gewährung von Kost und Logis bis 18 Dr. hingeworfen hat, der erwirbt sich ein Verdienst ums privat- ily Braun referierte über: Ausbeutung und Schutz der Frauen- und darüber beträgt. Was die Arbeitsordnung selbst anbetrifft, so find kapitalistische deutsche Vaterland. arbeit. In interessanter Darstellung beleuchtete sie das leibliche zwischen dem vorgelegten Entwurf und der beschlossenen Fassung und geistige Elend und die Ausbeutung der Mädchen und Frauen, allerdings einige unbedeutende Punkte abgeändert, die eine präcisere die in der Industrie oder sonstwie für fümmerlichen Lohn schanzen Form darstellen, um" Mißverständnissen" bei der Auslegung von Wir behalten uns aber vor, Der Vortrag, dem namentlich die anwesenden Frauen und Mädchen follten die unwahren Behauptungen im Vorwärts“ von der andern und schaffen müssen und obendrein noch politisch entrechtet sind. feiten der Schlächter vorzubeugen. mit hingebender Aufmerksamkeit folgten, lang aus in einen Aufruf Seite fortgesponnen werden, den von den Schlächtern eingereichten zu ernstem Streben, gewidmet der Herbeiführung einer schöneren, Entwurf der Arbeitsordnung und die Fassung, wie sie von uns sonnigeren Zukunft. Heute sei allerdings noch einziges Mittel, den beschlossen worden ist, zu veröffentlichen, um so der Arbeiterschaft die Frauen Macht zu verschaffen, ihr Anschluß an die gewerkschaftlichen Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Urteil darüber zu bilden, auf Organisationen. Folgten sie dem Rufe in Scharen, dann ständen weffen Seite die Schuld liegt, daß derartige unliebsame Diskussionen sie dem Despoten Stapitalismus als Macht gegenüber und nicht mehr im Vorwärts" überhaupt Blaz greifen konnten. als die Ketten hinter sich herschleppenden Sklavinnen. Dem VorRabatt Spar- Berein, Süd- Ost" trage, der großen Beifall fand, folgte eine lebhafte Debatte im Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sinne des Referats. Hermann Kunze. Robert Ahrens. Wilhelm Jäger. Paul Laube. Gustav Lubatsch. Richard Weiße. Theodor Glode. Wilhelm Gesche. Berliner Konsum Verein. R. Junger. Frizz Wolf. Die Einführung des Zeugniszwangs ist nichts weiter als eine Umgehung des Absatz 3 aus dem§ 113 der Gewerbe- Ordnung, der den Arbeitgebern untersagt, die Zeugnisse mit Merkmalen zu versehen. Die Arbeiter werden diesem Schachzug zu begegnen wissen, indem sie es zur Ehrenpflicht eines jeden im Baugewerbe thätigen Arbeiters machen, kein Zeugnis über die Art und Dauer der Beschäftigung zu verlangen. Finden die Arbeiter unter ihren Papieren beim Abgang ein solches ohne ihr Wissen ausgestelltes Zeugnis, dann mögen sie vor ihrem endgültigen Scheiden es sich nicht verdrießen lassen, noch einmal einen Gang nach dem Abort zu unternehmen. Im übrigen kommen die Herren mit ihren Plänen denn doch um ein Erfleckliches zu spät. Als der Kühnemänner- Verband seine für sie mustergültigen Institutionen schuf, war die Organisation der Metallarbeiter noch schwach. Sie hat heute noch prozentual bei weitem nicht den Umfang erreicht, wie die Organisationen der im Baugewerbe thätigen Arbeiter; aber schon jetzt macht der Metallarbeiter- Verband den Kühnemännern schwere Kopfschmerzen. Die organisierten Bauarbeiter jedoch sind eine Elitetruppe in der Arbeiterbewegung. find in großem Umfange organisiert, sie sind geschulte Kämpfer, eine gut disciplinierte Kerntruppe, die in zahllosen Schlachten sich bewährt hat. Mit großen Worten kommt man diesen Kämpfern nicht bei! Deutfches Reich. Sie " Im Verschiedenen rügte die Vorsitzende, Frau 2utas, verschiedene Mißstände. Darauf nahm Hinrichsen, der im Bureau saß, das Wort und empfahl, in nächster Zeit besonders wieder die Organisierung der Zeitungs- Austrägerinnen ins Auge zu fassen. Deutscher Arbeiter- Abftinenten- Bund, Ortsgruppe Berlin. MittEs müsse der Kampf wieder eingeleitet werden, den der gewerk- woch, den 25. November, abends 8%, Uhr, im Englischen Hof, Neue Roßſtr. 3: fchaftliche Frauenverein schon bald nach seiner Gründung gegen die Gruppenangelegenheiten. schlechte Bezahlung und Behandlung der Zeitungs- Austrägerinnen, Verband der Friseurgehilfen Deutschlands,( 3weigberein namentlich der der sogenannten unparteiischen Lokalblätter aus dem Berlin). Mittwoch, den 25. d. M., abends 10 Uhr: Bersammlung bei Verlage von Scherl und Genossen, begonnen hatte, damals allerdings Pfeffer, Rosenthalerstr. 57, Hof links. Bortrag. nicht mit dem gewünschten Erfolge. Wenn man das Heer der Berliner Zeitungs- Austrägerinnen, das etwa 15 000 umfasse, zu fammenbringen fönnte im gewerkschaftlichen Frauenverein, ihrer Organiſation, dann würde bald mit den Mißständen aufgeräumt Letzte Nachrichten und Depeschen. sein. Ferner sei auch der genannte Verein die geeignete Organisation der Wasch- und Reinemachefrauen sowie der andren noch zur Versammlung eingeladenen Frauen in ähnlichen Stellungen. Das französische Unterrichtsgesetz im Senat. Paris, 24. November.( W. T. B.) Der Senat fuhr in seiner Die Steinarbeiter in Erfurt, die das Gewerbegericht als Einigungsamt angerufen hatten, nahmen am Montag die Arbeit sämtlich wieder auf. Die Unternehmer waren mit der Einsetzung Eine Zeitungs- Austrägerin kritisierte scharf die Beschäftigung heutigen Sigung in der Verhandlung über den Unterrichtsgesetz- Entwurf dieses Einigungsamts einverstanden und kam am Sonnabend eine von Kindern beim Austragen der Morgenpost" fort und nahm mit 228 gegen 46 Stimmen einen Paragraphen zu Artikel 2 Einigung auch zu stande. Als Grund zu der Entlassung der ver- und des„ Lokal- Anzeigers". Wenn den Austrägerinnen an, der von allen Schulleitern und-Leiterinnen einen BefähigungsHeirateten Mitglieder gaben die Unternehmer einen Artikel in der solcher Zeitungen dies unmöglich gemacht würde, dann würden sie nachweis fordert. Artikel 2 wird darauf mit 174 gegen 77 Stimmen angenommen. Zu Artikel 3 bringt Lintilhac einen AbSteinarbeiter- Zeitung" an. Man einigte sich dahin, diesen Artikel die drückende Last, 100 Zeitungen für 17 M.( Buruf: 15 M.1) ein, in welchem das Subventionsrecht für in einigen Puntten richtig zu stellen, und damit waren auch die täglich zweimal auszutragen, doppelt empfinden und sich zur Organi- änderungsantrag ein, In der Debatte wurde die Bezahlung der die Schulen ausschließlich dem Staate vorbehalten wird. Differenzen aus dem Wege geräumt. In Erfurt ist es das erste fation bequemen. Mal, daß das Unternehmertum sich anstandslos einem derartigen Vorwärts"- Austrägerinnen als günstig der der Aus- Der Berichterstatter und der Unterrichtsminister Chaumié den Antrag, der für die freien Laienschulen Verlangen der Arbeiter anschloß und, wie man sieht, jedenfalls nicht trägerinnen andrer Zeitungen, namentlich wieder der Scherlschen, bekämpfen schädlich sein würde. Lintilhac zieht sodann seinen Antrag zum Schaden beider Parteien. Ein neuer Steinarbeiterstreit ist gegenübergestellt. Nur bedauerte eine Rednerin, daß„ Vorwärts" Artikel 4, der allen in to stod zum Ausbruch gelangt. Dort haben sämtliche Stein- Austrägerinnen noch nicht in wünschenswerter Zahl der Organisation zurück, und Artikel 3 wird angenommen. meßen auf dem Platz von Heinig die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist beigetreten feien; ihre Pflicht wäre, den Verein durch ihre Mitglied- Brivat- Mittelschulen untersagt, fich den Namen„ Lycée" oder„ Collège" schaft zu stärken. Schließlich wurde beschlossen, im Sinne der beizulegen, wird angenommen. Der Senat beschließt mit 199 gegen fernzuhalten. Anregung Hinrichsens zu wirken und das Bureau der Versammlung 44 Stimmen, zur zweiten Beratung überzugehen, worauf die zu beauftragen, zu diesem Zwecke in allen Stadtteilen Verfamm- Sigung vertagt wird. fungen einzuberufen. Der Maurerstreik in Solingen ist vorläufig aufgehoben, da es unthunlich erscheint, ihn außer der Saison weiter zu führen. Bei geeigneter Zeit wollen die Maurer wieder in den Streit treten. Baumschulenweg. Der Verein für Frauen und Mädchen Schönebergs und Umgegend" hält am Donnerstag, den 26. d. Mts., abends 8% Uhr, m Lokale von Christ, Marienthalerstraße, Ecke Ernststraße, eine Wanderversammlung ab, in der ein Vortrag über Heinrich Heine gehalten werden wird. Um zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. bittet Verfammlungen. Frankreichs auswärtige Politik. Paris, 24. November.( W. T. B.) In der Deputierten kammer wird die Beratung des Etats des Auswärtigen wieder aufgenommen. Flourens( Nationalist) beantragt, den Kredit für die Botschaft beim Vatikan erst zu genehmigen, wenn die Regierung ihre Ansicht über die Frage der Trennung von Kirche und Staat mitgeteilt habe. Der Minister des Aeußern Del cassé erklärt, daß er antworten werde, sobald die Kommission ihre Anträge vorgelegt haben werde; der für die Botschaft geforderte Kredit sei unumgänglich notwendig. Flourens zieht hierauf seinen Antrag zurüd. IIard( Socialist) beantragt, die Botschaft beim Vatikan aufzuheben und verlangt zunächst eine Herabsehung des für die Botschaft verlangten Kredits um 60 000 Fr. Rußland in der Mandschurei. Der Kampf in Crimmitschau spitzt sich immer weiter zu. Mit Rücksicht auf die lange Dauer des Kampfes, der den Streifenden teilweise schon schier unerträgliche Opfer auferlegt hat, beschloß der Vorstand des Textilarbeiter- Verbandes, den Streifenden eine höhere Unterstügung zu zahlen. Es sollen für verheiratete Männer a wei Mark, für alle übrigen eine Mark mehr als bisher pro Woche Unterstützung gezahlt werden. Dies wurde durch ein Flugblatt bekannt gegeben, in dem zugleich die Arbeitswilligen aufgefordert werden, die Fabriken wieder zu verlassen. Die Bekanntgabe dieses Centralverband der Dachdecker. In der am Sonntag abgeEntschlusses rief unter den Fabrikanten eine ungeheure Aufregung haltenen Generalversammlung der Filiale Berlin erstattete der hervor. Sie ließen sofort Plakate drucken, in denen sie ihrerseits Staffierer den Kassenbericht für das dritte Quartal. Einer Einnahme bon 4438,31 M. steht eine Ausgabe von 2802,46 M. gegenüber, den Arbeitswilligen außer ihrem vollen Lohn bis auf weiteres" so daß ein Ueberschuß von 1735,85 M. bleibt, tovon 1222,05 W. eine Prämie von zwei Mark pro Woche zusagten. Wenn an die Hauptkasse abzuführen sind, während der Filiale ein Bestand Petersburg, 24. November.( W. T. B.) Der Handelshafen in dies Versprechen den Arbeitswilligen gegenüber ebenso gehalten wird von 518,80 m. verbleibt. Ueber den Streitfonds berichtete der Ver- Port Arthur ist eröffnet worden. Schiffs- und Handelssteuer werden wie das, daß sie 40, 60 und 100 m. verdienen sollen, dann werden trauensmann. Im Laufe des Geschäftsjahres sind eingenommen laut Verordnung des Statthalters erhoben. sie„ bis auf weiteres" die zwei Mark Zulage der Unternehmer wohl 9812,31 M., ausgegeben 9603,99 M., bleibt ein Ueberschuß von Nach Privatnachrichten aus Peking hat der Vicefönig nanschikai nicht zu sehen bekommen. 208,32 M. Unter Hinzurechnung des vom Vorjahr übernommenen dem Kaiser von China gemeldet, daß er bereit fei, den Russen Die Filiale Leipzig des Deutschen Buchdrucker- Verbandes Betrages verfügt der Streitfonds über 9108,97 W. Der Kassierer in die Mandschurei den Krieg zu erklären; General Mah sei bereit, spendete zur Unterstüßung für die Crimmitschauer Zehnstunden- sowie der Vertrauensmann wurden entlastet. Als Revisoren des mit 18 000 Mann in Schanhaitwan einzurücken. Zehnstunden- Streitfonds wählte man No3te, weißte und Mielte. fämpfer 2000 m. aus Kassenmitteln. Bei Fortdauer des Ausstandes Bei der hierauf folgenden Besprechung von Verbandsangelegenheiten Reichenberg, 24. November.( B. H.) In der Station Liebstadt follen weitere 1000 M. der Stasse entnommen werden. An frei wurde gerügt, daß sich Arbeitgeber vom paritätischen Arbeitsnachweis farambolierte ein Personenzug mit einer Lokomotive. Mehrere willigen Beiträgen wurden noch ca. 2200m. gegeben. Ferner wurde Arbeiter tommen ließen, ohne dieselben einzustellen. Ein bestimmter Waggons wurden zertrümmert. Der Lokomotivführer und der Heizer beschlossen, den Centralverband zu thatkräftiger Unterstüßung auf- Fall dieser Art, der in der Versammlung zur Sprache gebracht wurde, wurden schwer, mehrere Bassagiere leicht verletzt. Berantwortl.Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Inseratenteil verantwortl.: Th.Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerri u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Nr. 275. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. two, 25. November 1903. Stadtverordnetenwahlen finden in der dritten Wählerklasse am 27. November Mittwoch, 4. Anschluß mit dem Gesamvermögen an die Centralisation. hält es für zweifellos, daß sie thatsächlich in der Zeit vom 23. bis 5. Statutenänderung und Erhöhung der Beiträge. 6. Tarif 25. Januar 1897 in Stratau getvesen ist. Die gegenteiligen Zeugengemeinschaft. 7. Lehrlingsfrage. 8. Wahl des Centralausschusses aussagen beweisen absolut nichts, die Zeit liegt viel zu lange zurück, und Siz desselben. 9. Wahl des Redakteurs und Siz der Zeitung. als daß die Zeugen heute noch genau an jeden Tag sich erinnern 10. Wahl der Beschwerdekommission. 11. Verschiedenes. fönnten. Die Zeugin Wienstowska sei hier im Gerichtssaale auf Zum Leiter der Verhandlungen wurde der Vorsitzende des Central- Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Verdachts des Meineides verausschusses, Blechschmidt- Berlin, zum Stellvertreter Bischoff- Braun- haftet worden und das habe zu heftigen Angriffen in der Presse, von morgens 9 bis abends 8 Uhr in den folgenden Kommunal- schweig und zum Schriftführer Lauters- Elberfeld gewählt. auch der juristischen geführt. Alle diese Angriffe gehen von der Wahlbezirken statt, in denen die dabei benannten Kandidaten seitens Der Vorsitzende gedenkt der Entwicklung des Verbandes zur falschen Voraussetzung aus, daß die Zeugin vom der Socialdemokratie aufgestellt find: Centralisation, bedauert das Zurücktreten des Düsseldorfer Lokalverbandes und schildert das Wirken des Centralausschusses bei der worden ist und hier die Wahrheit gesagt hat. Dieses Urteil ist Untersuchungsrichter eingeschüchtert Lösung der ihm zugefallenen Aufgaben, als Berufsstatistik, Lehrlings- recht voreilig; die Beugin giebt jezt selbst zu, daß fie mur deshalb Stammrolle, Arbeitsmarkt, Lohnkämpfe 2c. Die Berichte des Vorsitzenden und des Kuffierers heben unter nicht verreist gewesen, weil sie von den andern Zeugen keine Ausbeim Untersuchungsrichter behauptet hat, die alte Andruszewska sei anderm den ungünstigen Kassenabschluß des Jahres 1901 hervor, veranlaßt durch starke Inanspruchnahme der Arbeitslosen- Unter- nahme machen wollte. stügung, so daß die Ausschreibung einer Extrasteuer von 30 Pf. pro nervös und hysterisch, aber sie ist weder geistesgestört noch geistesDie Hedwig Andruszewska ist gewiß eine unsympathische Person, Monat sich notwendig machte. 2. Kommunal- Wahlbezirk: Waldeck Manaffe. 5. 8. Arthur Stadthagen. " " Hermann Werner. Otto Antrick. " " 13. " " Paul Singer. 14. " 17. " " Emil Kerfin. 18. " Max Schönemann. 24. " " 1 Paul Schneider. 25. " " 28. " " 31. " 37. " 39. " " 42. Karl Anders. " 43. " Ferdinand Ewald. 47. Richard Auguftin. ២៨៩៩៩៩១២ Bernhard Bruns. Franz Kozke. Hermann Schubert. Hermann Borgmann. Wilhelm Gründel. " gliedschaft 2,50 M. auf die Dauer von 42 Tagen, drei Jahre Mit- wahn bekommen hat, ist nicht zu berwundern. gliedschaft 3 M. auf die Dauer von 42 Tagen. " Polentnm sei erbittert, Danach Sie Bei der Statutenänderung" werden die monatlichen Beiträge schwach. Man braucht ihr nur das glauben, was durch andre Thatvon 1,50 M. auf 1,80 M. erhöht. Die Höhe der Arbeitslosen- fachen erwiesen ist, und erwiesen ist: daß eine Frau v. Bonczkowska Unterstüßung wird num nach der Daner der Mitgliedschaft geregelt der Parcza dieser abgekauft hat. Daß die Hedwig Andruszewska vom 23. bis 25. Januar 1897 in Stratau gewesen ist und den Knaben durch den Antrag:" Die Unterstützung beträgt nach einem Jahre im Besiz schließlich des Geheimnisses eine Mitgliedschaft 2 M. auf die Dauer von 42 Tagen, zwei Jahre MitArt GrößenGegen den Zeugen Hechelsti ist alles Mögliche eingewendet worden. Nicht recht verständlich ist nach Annahme dieser Anträge, welche ben Grafen Atwiledi in einem Civilprozeß zwingen wollte, die Das Rad sei ins Rollen gekommen, daß das angeklagte Ehepaar doch nur in Anbetracht der ungünstigen Kassenverhältnisse sich ergaben, die Schaffung einer neuen Bestimmung des Arbeitslosen- Legitimität des Kindes anzuerkennen. In diesem Brozeß seien nach Unterstützungs- Reglements, welche lautet: Ein Mitglied ist Ansicht der Anklagebehörde drei Meineide geleistet worden. Gegen unterstügungsberechtigt, ohne Rückwirkung, nach sechstägigem den Grafen Hektor sei nun das ganze Polentum in Bewegung geAussetzen. Mängel im Schulwesen, in der Kranken- und Gedes Statuts." Die Arbeitsverhältnisse unterliegen in der Xylo weil auf seine Anregung hin manches häßliche Bild aus dem Bei gejeglicher Kündigung gelten die Bestimmungen jetzt worden. Das sundheitspflege, in socialer Fürsorge für die graphie genau wie in andren graphischen Berufen vielfach städtischen Arbeiter, die Wohnungsnot, der Mangel der Saison und wird es wohl nicht viel Xylographen geben, die polnischen Adelsleben enthüllt worden ist. Deshalb steht das ganze den Grafen Hektor, an ausreichender Beschränkung der Kinderarbeit, Ver- nicht im Laufe des Jahres, sogar in fester Stellung, sich mit einem Polentum, Hoch und Niedrig, gegen man bestrebt, die fünf polnischen Angeklagten sagen ausreichender Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit, längeren oder fürzeren Aussetzen vertraut machen müssen. Diese deshalb fei die kurzsichtige Politik des Freisinns, der die Eingemeindung im& älle alle zu unterstützen wird unter Umständen der Organisation den deutschen Richtern zu entreißen. Er komme zu dem Schluß, daß viel Geld kosten. er glaube, an der Hand untrüglicher Thatsachen nachgewiesen zu rechten Moment unterließ, die Ausnutzung der städtischen Straßen und Elektricitäts- Gesellschaften, der Servilismus jedenfalls aber in überwiegendem Maße auf Stück gearbeitet. über und bittet die Geschwornen, auch diese zu bejahen. Es sei Der wichtigste Punkt des Kongresses war die Schaffnung einer haben, daß die Gräfin das Kind untergeschoben hat. Daß dies aus durch die Aktionäre der Straßenbahn- Gesellschaften„ Tarifgemeinschaft". In der Xylographie wird zum Teil auf Lohn, gewinnsüchtiger Absicht geschehen sei, sei ganz zweifellos.- Der Erste Staatsanwalt geht hierauf zur Schuldfrage des Grafen und Byzantinismus des Freisinns, eine Steuerpolitit Dabei herrscht oeben der Atelierarbeit noch vielfach die Heimarbeit über und bittet die Geschwornen, auch diese zu bejahen. Es sei zu ungunsten der erwerbsthätigen Bevölkerung und das leberstundenwesen kommt in allen beiden noch start im ganz zweifellos, daß die beiden Eheleute gemeinschaftlich ge- das sind von Tag zu Tag wieder in die Augen fallende zur Anwendung. Wo die Stückarbeit vorherrscht, besteht handelt haben. Man sehe hier drei treue Dienerinnen mit ihnen auf Früchte der kapitalistischen Klassenpolitit, die der in den verschiedenen Städten auch die verschiedenste Be= der Anklagebant, eine vierte sei wegen Meineids in Haft genommen. Kommunalfreifinn im Roten Hause treibt. Einer zahlung, die nach dem Quadratcentimeter erfolgt. Bei dieſen mildernder Umstände, dagegen gebe er den Geschwornen anheim, bei Diese Verstocktheit der Frau Gräfin spreche gegen die Bewilligung fleinen Minderheit von Besitzenden räumt das Dreiklassen- Wahl zustellen, der allem Rechnung tragen und doch auch eine Hebung Der Erste Staatsanwalt erwägt dann die Schuld der übrigen Anmannigfaltigen Verhältnissen müßte es schwer sein, einen Tarif auf- mildernder dem Grafen das Vorliegen mildernder Umstände zu bejahen. system die Herrschaft in der Stadtverwaltung ein. Und diese fucht ber ungünstigen Berufsverhältnisse herbeiführen sollte. Die Meinungen geklagten. Die Dfsfotosta habe ja ein volles Geständnis abgelegt fie bis aufs Tipfelchen über dem i auszunüßen. Diesem Bestreben gingen denn auch oft sehr auseinander, bis man sich aber doch zu und es bestehe nicht der geringste Zweifel, daß dieses Geständnis tritt nicht ohne Erfolg allein die Socialdemokratie auf allen Ge- folgenden Forderungen einigte: bieten entgegen. Die Socialdemokratie wirkt jeder 1. Der Minimallohn für Ausgelernte beträgt 21 M. und ein freiwilliges und der Wahrheit entsprechendes sei. geistigen und körperlichen Verelendung der er ist nach einem Jahre auf 24 M. zu erhöhen. 2. Da wo Stück habe die Ossowska einen Meineid geleistet, der für den Ausgang des werbsthätigen Bevölkerung entgegen. Gelindert arbeit üblich, tritt die Bezahlung nach 18 aufgestellten Positionen müsse also verurteilt werden, doch bitte er die Unterfrage zu bejahen, Bosener Civilprozesses von ausschlaggebender Bedeutung war. fann die Not auf allen Gebieten, ein, wobei flotte, gute und komplizierte Arbeiten zu unterscheiden sind. die tvir nannten, Arbeiten, die wegen ihrer außerordentlichen Größe und Einfachheit daß die Angeklagte durch Bekundung der Wahrheit sich der Gefahr auch im Rahmen der heutigen Gesellschaftsordnung werden, nicht nach Quadrat- Centimetern berechnet werden können, find in einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt hätte. Schließlich führt wenn die Stadtverwaltung wollte. Beseitigt werden der Weise zu berechnen, daß der Xylograph den durchschnittlichen der Staatsanwalt aus, daß auch die angeklagten Frauen Knoska kann sie nur dadurch, daß die heutige Ausbeutungsordnung Tagesverdienst erreicht. Dasselbe ist auf kleine komplizierte und und Chwiatkowska schuldig zu sprechen seien und empfiehlt den Gebeseitigt wird. Das kann nur erreicht werden durch Vergesellschaftung besonders schwierige Arbeiten anzuwenden, bei denen eine Beschworenen nochmals, allen Angeklagten mit Ausnahme der Gräfin der Produktionsmittel, die in den Händen der jeßigen Eigentümer rechnung nach Quadratcentimetern nicht möglich ist. 3. Die mildernde Umstände zu bewilligen. als Mittel der Ausbeutung der großen Menge auf wirtschaftlichem tägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten. Nach kurzer Pause ergreift das Wort zur Verteidigung und politischem Gebiete dienen. 4. Rorretturen, die nicht der Xylograph verschuldet, sind nach Justizrat Wronker: dem durchschnittlichen Tagesverdienst zu berechnen. 5. ExtraDort oben an der Decke dieses Saales, in welchem wir seit _ Auf, Wähler! Beschleunigt dieses Ziel der arbeitenden Menschstunden sind nur in außergewöhnlichen Fällen, wenn es aus- Wochen in gemeinsamer schwerer Arbeit versammelt sind, steht in heit dadurch, daß Ihr im gerechten Kampf gegen die jetzige Mehrheit brücklich verlangt wird, zu machen, und tritt für Ertrastunden in der goldenen Lettern der Spruch: Wo Gericht ist, da ist der der Stadtverordneten nicht nur am Freitag einhellig Gure Stimme Woche ein Zuschlag von 25 Proz. und für solche an Sonntagen ein Friede!" Das Gericht ist da den Frieden vermisse ich; berden socialdemokratischen Kandidaten gebt, nein agitiert Buschlag von 50 Proz. ein. 6. Die Atelierarbeit ist unbedingt geblich habe ich erwartet, das Rauschen der Fittige des Friedensborher, werbt Rekruten, flärt auf, revolutioniert die Köpfe der Hausarbeit vorzuziehen und sind Prinzipale wie Ge- engels zu vernehmen. Vom ersten Tage an, vom ersten Moment an der Indifferenten, Halben, Lauen, Zaghaften. hilfen angehalten, in diesem Sinne zu handeln und der Hausarbeit war alles Kampf, ununterbrochener Kampf, welcher bei den AusEs gilt nicht nur, den Sieg an die Fahne der Socialdemokratie in jeder Weise entgegenzutreten. 7. Die Prinzipale verpflichten führungen des Staatsanwalts Dr. Müller gestern Formen anzu heften, sondern neue Anhänger der Socialdemokratie sich, mur den Arbeitsnachweis des Deutschen Xylo- genommen hat, von denen ich gewünscht hätte, daß sie in diesem zu werben. Vielfach herrscht noch Lautheit, weil zu große Sieges- graphen- Verbandes, welcher kostenlos zur Verfügung steht, Saale nie zum Ausdruck gekommen wären. Gegen wen ist nun der zubersicht vorhanden ist. Sich in Siegeshoffnungen zu wiegen, ist zu benutzen. 8. Nur organisierte Gehilfen sollen bei Kampf gerichtet? Gegen den gefährlichsten Feind der Rechtspflege: organisierten Prinzipalen arbeiten, und nur das Vorurteil, das zu bekämpfen die Aufgabe aller Prozeßorganisierte Prinzipale organisierte Gehilfen beschäftigen. 9. Auf beteiligten ist. Die erste Folge dieses Vorurteils ist eine Grund der Tarifvereinbarungen wird ein Schiedsgericht ein- Denunziation, die Fortseßung spielt sich beim Untersuchungsrichter gesetzt, welches aus sechs Personen besteht, die je zur Hälfte aus ab, das Ende ist die Hauptverhandlung, bei welcher wiederum das beiden Vereinigungen gewählt werden, welches bei den beruflichen Vorurteil seine verheerenden und zerseßenden Wirkungen ausübt. Streitigkeiten von beiden Seiten angerufen werden muß. Der Siz Die öffentliche Meinung, wie sie ja auch in der Presse zum Ausdruck des Schiedsgerichts wird nach beiderseitiger Vereinbarung kommt, stellt sich auf den Standpunkt, es sei hier ein Kampf ums bestimmt. Die Wahl des Vorsitzenden erfolgt aus der Majorat. Diese Auffassung entspricht nicht der Auffassung der Der Unterzeichnete hat in seiner gestrigen Sitzung die Angriffe Mitte Der für das Schiedsgericht gewählten Personen. Gräfin Wefierska- Kwileda, fie fämpft nicht um des Majorat, geprüft, die gegen den Genossen Mehring auf dem Dresdener Parteis Als Publikationsorgan dient die Zeitschrift für Xylographen. fie fämpft um ihr Kind und die Familie, die sich um sie geschart hat, tag erhoben wurden und die denselben veranlaßten, seine Mitarbeiter- Das Lehrlingswesen regelt Punkt 10: Unter 2 Gehilfen teinen tämpft um die Ehre und wir, die wir der Gräfin beistehen, kämpfen schaft an der„ Neuen Zeit" und seine Stellung bei der„ Leipziger Lehrling, bis 5 Gehilfen einen Lehrling, auf jede weitere für das Recht. Boltszeitung" so lange einzustellen, bis die zuständigen Instanzen Gehilfen einen Lehrling, bis zur Höchstzahl 3 Lehrlinge in einem Sehen wir uns die Eigenart des Prozesses näher an. Hinter in dieser Angelegenheit ein Urteil gefällt haben, das ihm die Wieder- Geschäft. Lehrlinge dürfen nach dem ersten Jahre ihrer Lehrzeit zu mir sigt eine Frau, gegen deren Moralität niemand etwas voraufnahme feiner Thätigkeit ermöglicht. rylographischen Nebenarbeiten und Verrichtungen, die ihrer Aus- gebracht hat, mit einem makellosen Leben, von der wir gehört bildung hinderlich sind, nicht mehr benutzt werden. Die zeichnerische haben, wie sie ihr Vermögen für das Majorat aufgewendet hat. Hierbei wurden auch die Erörterungen, die nach dem Dresdener Ausbildung der Lehrlinge ist dadurch zu verwirklichen, indem Sieht diese Frau so aus, daß man fic fähig halten fönnte, aus Parteitage in der Angelegenheit für und wider stattgefunden haben, von seiten der Chefs den Lehrlingen der Besuch von Zeichen- gewinnsüchtiger Absicht ein gemeines Verbrechen zu begehen? in den Kreis der Erwägungen gezogen. schulen zu ermöglichen und zu erleichtern ist durch Freigabe und von wem wird die Gräfin belastet? Von Fräulein Hedwig Es wurde beschlossen, dem Genossen Mehring den Wunsch aus- von Zeit und finanzieller Beihilfe. 11. Die Führung sogenannter Andruszewska, von Herrn Peter Hechelski, von Frau Ossowska und zusprechen, seine Mitarbeit an der Neuen Zeit" wieder auf- ich warzer Listen und die Maßregelung von Mit von Frau Valentine Andruszewska. Das sind die Zeugen, gegen die zunehmen. gliedern der Organisation darf nicht stattfinden. Der das Wort der Gräfin einfach verpufft im Winde. Mit dem Verhältnis des Genossen Mehring bei der„ Leipziger Centralausschuß muß bis zum 1. Januar 1904 mit diesen Forde- Aber steht denn die Gräfin allein? Ich denke: nein, und doch ist sie isoliert worden. Sie beruft sich auf das Zeugnis von treuen Boltszeitung" sich zu beschäftigen, lag teine Veranlaffung vor, barungen an die Prinzipale treten. Bei den Wahlen wird Berlin wieder als Siz des Central- Leuten, die in ihrem Dienst standen, von Leuten ferner, mit denen die Entscheidung hierüber den Leipziger Genossen zusteht. ausschusses bestimmt. Ebenso als Erscheinungsort des Fachblattes. fie gesellschaftlich verkehrt. Aber was Berlin, den 24. November 1903. Ein Antrag, vom 1. Januar 1904 ab der Generalfommission der deutschen Gewerkschaften" sich direkt anzuschließen, wird zur Erledigung dem Centralausschuß überwiesen. aber falsch ohne Kampf fein Sieg! Darum auf zum Kampf! Auf zum Sieg! Partei- Nachrichten. Der Parteivorstand. Gemeindewahlen. Socialdemokratische Gemeinderatsmitglieder wurden gewählt in den reußischen Ortschaften Leumri 4, Frankenthal 3 und Windischenlernsdorf 3. Parteipresse. Als zweiter Redakteur für das„ Sächsische Volksblatt" in 8 widau ist an Stelle des ausscheidenden Genossen Jäckel der Genosse Th. Suth, jetzt in Dresden, gewählt worden. Der Kampf ums Majorat. 19. Verhandlungstag. geschieht mit diesen Leuten, die auftreten, um ihre Unschuld zu beweisen, während man ihr doch umgekehrt die Schuld nachweisen muß. Die alte treue Dienerin Knosta tritt für die Gräfin ein, man glaubt ihr nicht, eine Lehrersfrau, die Kwiatkowska, thut dasselbe, man glaubt ihr nicht; Frau v. Moszewska, eine zwölffache Großmutter, man glaubt ihr nicht, denn ihr haftet ja der Makel an, daß sie die Schwester des Nach Eröffnung der Sigung nimmt sofort das Wort Grafen ist. Frau v. Koczorowska eilt über die Grenze, tritt für die Erster Staatsanwalt Steinbrecht: Bier lange schwere Gräfin ein, man glaubt ihr nicht. Die Wienstowska hat jezt andre Der Socialismus in Japan macht trotz der Verfolgungen, Wochen haben wir hier zusammengearbeitet und es ist auch mir ein Bekundungen gemacht, wie früher, fie wird verhaftet und ich bin welchen die leitenden Genossen seitens der japanischen Regierung Bedürfnis, meine Stellung zur Anklage hier darzulegen. Nach den der Ansicht, fie wird vielleicht heute noch nicht wissen, weshalb sie ausgesetzt sind, stetige Fortschritte. So wurde fürzlich ein socialisti erschöpfenden und lebenswahren Worten meines Vorredners kann ich ich respektiere, frage ich mich doch, ob diese Verhaftung gerechtfertigt verhaftet worden ist. Bei aller Hochachtung vor den Gründen, die scher Klub durch und für Studenten in Waseda gegründet. Auch mich furz fassen. Für mich als Jurist und Vertreter der Anklagein Wakayama wurde nach einer stark besuchten Versammlung eine behörde ist es immer die erste Aufgabe, zu ergründen, welche Motive gewesen ist. Die Knoska und die Kwiatkowska find verhaftet, gegen Partei- Organisation gegründet. Die Nr. 18 des Socialist" wurde bei einer That obwalteten. Der Redner geht hierauf ausführlich untersuchung eingeleitet, gegen die alte Frau v. Moszewska ebenso. die Frau v. Koczorowska, eine hochachtbare Dame, ist die Vorwiederum tonfisciert und der Herausgeber, Genosse Katayama, auf die Frage ein, wie es im Frühjahr 1896 im Majorat Wroblewo wie stehts denn mit der alten Fran Gadzyk, dieser einzigen Säule wegen einer Reihe Artikel vor den Richter citiert. Auch wurde aussah. Er schildert die verworrene Wirtschaft daselbst, die Ver- des Herrn Leitolf? Sie macht ihre Aussage mit Bestimmtheit dahin, wiederum eine kleine socialistische Gedichtsammlung tonfisciert. Alle schwendungssucht der Gräfin, die häufigen Besuche des" Onkels" daß die alte Andruszewska in der kritischen Zeit nicht verreist war. diese Verationen, so schreibt Katayama in der letzten Nummer ſeines Gerichtsvollzieher und die sonstigen finanziellen Sorgen auf Sie wird nur unter gewisser Reserve bereidigt. Und Herr Bialecki, Blattes, werden aber ihn und die andern Genossen nicht entmutigen Wroblewo. Die Existenz eines Majoratserben machte mit einem den der Staatsanwalt gewissermaßen als einen Hallunken" hinzuund den Vormarsch des Socialismus in Japan nicht aufhalten. Schlage ihren Sorgen ein Ende: mit dieser Eristenz war stellen beliebt, ist vom Untersuchungsrichter vereidigt worden. In der für sie und ihre Töchter auf Jahrzehnte hinaus gesorgt! So kam sie zu dem Entschluß: corriger la fortune! Der Staats- Hauptverhandlung ist er bei seiner Aussage verblieben und nun hat onwalt erörtert fodann, welche Kernpunkte der Beweisaufnahme für ihn er das zweifelhafte Vergnügen, daß sofort ein Die organisierten Xylographen hielten vom 20. bis 24. November maßgebend seien, um auch ihn zu der festen Ueberzeugung zu Verfahren wegen Meineids in Braunschweig einen Kongreß ab. Beschickt wurde derselbe von bringen: Die Gräfin ist schuldig! Als solche Kernpunkte gegen ihn eröffnet worden ist. So ist die Gräfin aller der Leute, Delegierten der Lokalverbände aus Berlin, Braunschweig, Dresden, feien für ihn die Vorgänge in Krakau und Berlin bedeutungsvoll. Sie für fie aussagen, beraubt, fo ist sie vollständig Elberfeld, Frankfurt a. M., Hannover, Leipzig und Stuttgart. Der Das von der Verteidigung angeregte Aehnlichkeits- Thema hat isoliert worden. Dagegen sträubt sich mein objektives RechtsCentralansschuß des Verbandes, Siz Berlin, war durch den Vor- weder für noch gegen die Angeklagte etwas zwingendes erwiesen. gefühl und in der breiten Deffentlichkeit hat dieses mein Gefizenden und Kaffierer, die Fachzeitschrift durch den Redakteur der- Jeder weiß aus dem praktischen Leben, wie oft die Aehnlichkeit fühl den lebhaftesten Wiederhall gefunden. Die eine Gruppe von felben vertreten. Die Tagesordnung lautete: 1. Bericht des täuscht. Redner kommt dann zu der Frage der Abwesenheit der Beugen, auf die fich die Gräfin stüßt, sperrt man einfach ein oder Verbandsausschusses. 2. Kassenbericht. 3. Bericht der Redaktion. alten Andruszewska von Wroblewo vor der Geburt des Knaben. Er eröffnet gegen sie eine Voruntersuchung, und wenn sie in der HauptDer Kongreß des Deutschen Xylographenverbandes. in verhandlung bei ihrer der Angeklagten günstigen Aussage bleiben, verständiger in einem Gutachten gehen? Der Staatsanwalt fagt: fund fed auf den Herrenstandpunkt pocht, ist auch werden sie verhaftet. Und wenn dann die Verteidiger dieser isolierten Die Polen haben sich zusammengethan, um die Angeklagte den Wirklichkeit gar nicht so siegeszuversichtlich, wie er sich giebt. Beklagt Angeklagten ihre Hilfe leihen, dann werden ihre Ausführungen als deutschen Richtern zu entreißen. Nun fragen Sie aber' mal das er es doch gar bitter, daß der Staat in weitgehendem Optimismus " Kinkerlischen", als überflüffiges Zeug gebrandmarkt. Woher tommt Bürgertum, welches doch die adlige polnische Gräfin und die die Mittel weggegeben, die Waffen stumpf gemacht oder gar zerdieses Schauspiel, welches ein Schauspiel schon kaum mehr zu nennen polnische Wirtschaft gar nichts angeht, wie es über die Sache denkt brochen hat, mit denen er sich nicht gegen die Arbeiter, das wäre ist? Liegt es in der Person? Nein, das liegt tiefer, das liegt in der und Sie werden allseitig Zustimmung zu der Auffassung der Ver- nicht nötig gewesen, sondern gegen die Verderben nach allen Institution, in unsrem Gesetz! Darum bin ich glücklich, hier ein teidigung finden. Richtungen verbreitenden socialdemokratischen Hezer und Agitatoren Wort über die Der Vorsitzende unterbricht hier, da der Verteidiger so allgemeine hätte schüßen können". Stellung der Verteidigung Behauptungen doch nicht aufstellen könne. Also ein bißchen Socialistengesetz möchte der siegeszubersichtliche Auf Wunsch des Justizrats Wronker findet eine kurze Herr am liebsten wieder haben, weil ein Herr v. Berlepsch die Pause statt. Gleichberechtigung der Arbeiter im Sinne des Februar- Erlasses" Trucksystem in Deutschland. " in unsrem Strafprozeß sprechen zu können. Infolge irgend einer Denunziation kommt die Sache vor den Untersuchungsrichter. Was ist nun das für ein Material, welches dem Untersuchungsrichter Der Verteidiger zerpflückt dann die Aussagen der Belastungs- fordert. serviert wird? Das Entlastende nicht, sondern das Belastende. Ein zeugen, namentlich der Hedwig Andruszewska. Nach 2 Uhr tritt Untersuchungsrichter ist auch nur ein Mensch, ein Stückchen der Be- auf seinen Wunsch eine einstündige Mittagspause ein. Die Gelastung kommt zum andern, ein Zeuge zum andern, er wird ver- schworenen geben zu erkennen, daß sie selbst auf die Gefahr hin, bis Durch eine Verhandlung vor dem Landgericht in Dortmund nommen, der Untersuchungsrichter kommt zu einer Ansicht, aus der in die späte Nacht hinein sigen zu müssen, die Sache heute noch zum ist festgestellt worden, daß bei dem Hörder Bergwerksverein Ansicht wird eine Ueberzeugung, eine feste Meinung, seine Wahr- Urteil bringen wollen. jahrelang ein dem§ 115 der Geiverbe- Ordnung zuwiderlaufendes heit ist, was er glaubt, und daraus wird dann schließlich die Wahr- Als der Verteidiger in der Fortsetzung seiner Rede auf den Trucksystem bestanden hat( Geldstrafe bis zu 2000 Mark), ohne daß heit! Und wenn dann jemand auftritt, der gegen diese angebliche Droschkentutscher Wilke zu sprechen tam, sagte er: Dieser Mann die Behörden etwas gemerkt haben und ohne daß die VerWahrheit aussagt, dann wird er als„ böswilliger Hallunte" gekenn- fann von sich und seiner Frau mit Stolz behaupten, daß sie in der antwortlichen bis jezt zur Rechenschaft gezogen wurden. zeichnet. Alle der Gräfin günstige Zeugen, die vor Gott und dem Anflage einen großen Teil für sich in Anspruch genommen haben. Das als angebliche Wohlfahrtseinrichtung bezeichnete System hat preußischen Richter doch auch Zeugen sind, werden kraft der Gewalt und wenn ich mir ansehe, was der Kutscher Wilke gesagt hat, so alle die traurigen Folgen gezeitigt, die von überall her von diesem einer Voreingenommenheit ergreift es mich mit wildem Weh!( Heiterkeit.) Der Präsident System bekannt sind. Die Arbeiter gerieten in die drückendste Abunterbricht hier und bittet den Verteidiger, doch nicht in dieser hängigkeit vom Unternehmer, bekamen oft monatelang keinen Pfennig satirischen Weise die Sache zu behandeln. Gr pflege so zu sprechen, wie ihm der Schnabel gewachsen sei. Es gebe schlimmsten Bedrückungen gefallen lassen, ohne daß sie den Mut Justizrat Bronter: bares Geld in die Hände und mußten sich von den Vorgesezten die Situationen, wo nur die bittere Satire zur Wahrheit führt und es sei fanden, sich zu wehren oder die Deffentlichkeit in Anspruch zu besser, ironisch zu sein, als grob. Wenn mich der Herr Präsident nehmen. auf meine Redeweise aufmerksam macht, so hätte ich gewünscht, er hätte auch den Staatsanwalt darauf aufmerksam gemacht, daß es nicht notwendig war, die Verteidiger mit Hohn und Spott zu begießen.- Vors. Er habe nichts von Hohn und Spott gehört. Staatsanwalt Dr. Müller: Ich muß dies auch zurückweisen. Ich habe durch meine Ausführungen mich gegen die Verteidiger persönlich absolut nicht gewendet. einfach beiseite geschoben! So steht die Gräfin allein und wenn einer kommt und etwas für sie Günstiges aussagt, dann ist er meineidig oder mindestens fahrTäffig und gerät in den Verdacht der Begünstigung. Die Motive sind wenig durchsichtig, weshalb die Zeugen das gethan haben sollen. Wohin kommen wir, wenn wir schon bei Frau von Koczorowska annehmen wollten, daß sie aus besonderem Interesse gehandelt habe, dann erst bei den Belastungszeugen? Da stehen wir alsdann doch völlig vis- à- vis de rien. Der Staatsanwalt hat nach dem Gesez mehr Rechte als die Verteidigung, er steht im Kontakt mit dem Untersuchungsrichter und hat jederzeit das Recht der Atten einsicht. Das giebt ihm auch ein Uebergewicht über die Verteidigung. Zwar ist hier in diesem Saale das Wort gefallen: Die Staatsanwaltschaft ist die objektivste Behörde von der Welt". Daß das Wort ehrlich gemeint ist, zweifle ich keinen Augenblick. Das Wort gilt aber nur bis zur Eröffnung des Haupt verfahrens. Das wird niemand mehr bestreiten, nachdem er gestern die Rede des Herrn Staatsanwalts Dr. Müller gehört hat in ihrer ganzen Leidenschaftlichkeit. Mich hat es auf das tiefste geschmerzt, daß ein Staatsanwalt, der die Ehre hat, gegen uns zu plädieren, es gewagt hat, die Verteidigung vor der Oeffentlichkeit zu beleidigen. verlieren hatten und sich nun in der Verzweiflung an die ArbeiterSchließlich fanden sich aber doch einige, die gar nichts mehr zu Zeitung" in Dortmund, unser Partei- Organ, wandten. Der Redakteur dieses Blattes, Genosse Düwell, ist gleichzeitig Vorsitzender der Dortmunder Filiale des Deuttchen Metallarbeiter- Verbandes, und diese Organisation nahm sich infolgedessen für ihre beim Hörder Verein In zwei öffentlichen beschäftigten Berufsgenossen der Sache an. Der Redner schließt: Wollen Sie dies Kind, welches von der Versammlungen sprach Düwell über die Zustände auf dem Werk und Gräfin gehegt und gepflegt wird, der Mutter von der Brust kritisierte das System entsprechend. Die Folge war eine Anreißen? Wollen Wollen Sie sich von überzeugen lassen? einer gewissen Beredsamkeit lage gegen Düwell wegen Beleidigung des Ich dächte, die Geschwornen lassen sich Berliner Richter und Hörder Vereins, weil er das dort bestehende System ungesetzlich durch sondern lediglich durch die Macht der Gründe und Thatsachen. Beredfamkeit nicht zwingen, genannt und von einer Sauwirtschaft gesprochen haben soll. Denken Sie daran, wie man den Grafen, der sich unbeobachtet nannten Werte an die Arbeiter Bons ausgegeben wurden, für die sie Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß auf dem gewähnte, knieend am Bette des Knaben, und ihn herzend und mit bei einem bestimmten Warenhause Waren erhielten. ihm spielend, vorfand. Das ist die Stimme der Natur. Auch der Wir geben einige der Zeugenaussagen hier wieder, wie sie der Umschwung der öffentlichen Meinung ist zweifellos hervorgerufen Berhandlungsbericht bringt; es geht aus ihnen am besten hervor, durch die Macht der Thatsachen, durch die Beweisaufnahme. Wenn wie der Zustand war. Das werde ich näher begründen. Da wurde gestern gesagt: Sie den Richterspruch in Uebereinstimmung mit dieser öffentlichen Zeuge Heinze, Geschäftsführer des Warenhauses, legt das aus Hechelsti ist so manches herausgeholt worden"," man hat ge- Meinung fällen, dann folgen Sie ihr nicht, sondern zeigen nur, Verhältnis zwischen dem Hörder Verein und dem Warenhause dar. wisse Sniffe angewendet"," schlimmer als die Folter"" ust. Weiter daß Sie richtig und zutreffend die Thatsachen erfaßt haben. Ich Bis zum Jahre 1896 ist das Warenhaus Eigentum eines Konsumwurde gesagt:„ man hat versucht, durch Kinkerlizchen die Aufmerf- zeifle nicht, daß nach dem Resultat dieser Beweisaufnahme das vereins gewesen, ist dann aber umgewandelt worden, der Hörder samkeit von den Thatsachen abzulenken". Ich frage mich einzige Wort, das Sie, meine Herren Geschwornen, auf die Schuld- Verein war mit einer größeren Summe daran beteiligt. Die übrigen wver ist denn dieses unpersönliche" man"? Hat der Herr Staats- frage sprechen werden, das Wort„ Nein!" ist. Teilhaber haben überhaupt kein Bargeld eingezahlt, sondern ihnen anwalt die Herren Geschworenen gemeint? Das ist nicht anzu- die Bemerkung hinzufügt, daß der Hinweis auf die öffentliche ein Reingewinn von 13 Prozent verteilt. Damit endet das fünfstündige Plaidoyer, dem der Vorsitzende sind die Immobilien verrechnet worden. In sechs Jahren wurde nehmen. Oder den Gerichtshof und den Herrn Vorsitzenden? Das Es wurden nicht bloß ist ausgeschlossen. Oder seinen Chef, den Herrn Ersten Staats- Meinung hier doch nicht am Plage war.. Die übrigen Verteidiger Lebensmittel, sondern auch Manufakturwaren, Schuhe, Porzellan, antalt? Das ist ebenso ausgeschlossen. Wer bleibt da noch übrig? erklären sich für so erschöpft, daß sie bitten, die Sizung heute zu Schnaps, Bier, Cigarren usw. verkauft. Nur Schnaps sollte vorWir! Die Verteidigung. Denn die Frau Gräfin kann er auch nicht vertagen, die Geschwornen wünschen jedoch, daß heute doch noch schriftsmäßig auf Bons nicht verabfolgt werden. Die Bons wurden gemeint haben, denn sie hat ja kaum einmal zu einer Frage den mindestens eine Stunde verhandelt werden möge. Der Vorsitzende den Arbeitern am Lohn in Abzug gebracht, auch wenn dieselben Mund aufgethan. Auch die Zeugen können nicht als diejenigen läßt darauf zunächst eine Lüftungspause eintreten. noch nicht sämtlich verwandt waren, und soweit die Lohnsumme gemeint sein, die etwas herausgeholt" haben. Wer also bleibt Nach Wiederaufnahme der Verhandlung erklärt ausreichte. andres übrig als das Aschenbrödel Verteidigung. Herausgequetscht Rechtsanwalt Dr. Sikorski mit gewissen Kniffen wurde gesagt. Das ist ja der negative Kniggel als Verteidiger der Angeklagten Frau Knoska und Das Vorverfahren ist bei uns also ein geheimes. Und so kommt tot sta, daß er auf ein Plaidoyer verzichte. Er halte beide dann die Sache vor die Gröffnungskammer, die natürlich in dem ihr für unschuldig und bitte um deren Freisprechung. vom Untersuchungsrichter unterbreiteten Material viel Bedenkliches Darauf nahm Rechtsanwalt Eger zur Verteidigung der Anvorfindet. Natürlich! Das Vorverfahren ist ja geheim, bei den geklagten Ossowska das Wort. Er könne sich hier sehr kurz Vernehmungen im Vorverfahren ist bei uns, im Gegensatz zu andern fassen und nur auf der Darlegung der mildernden Umstände sich beStaaten, für den Verteidiger kein Play! Der Verteidiger, der nach schränken. Diese seien in der socialen Stellung der Angeklagten, in einer Vorbildung, die ihn zum Richterposten geeignet macht, seine ihrer Treue und Abhängigkeit zur Gräfin zu finden. Daß Zweifel Aufgabe zu erfüllen hat, wird so wenig vertrauenswürdig erachtet, an der That, an dem begangenen und von der Angeklagten eindaß man ihn nicht zur Zeugenvernehmung bei dem Untersuchungs- gestandenen Meineid hier auftauchen könnten, habe er nicht geglaubt, richter, nicht zur Afteneinsicht zuläßt, sondern ihn für so nieder- er müsse aber gestehen, daß ihm im Laufe der Verhandlungen selbst trächtig erachtet, daß man ihn, wie gesagt, als Aschen- Zweifel aufgekommen seien. brödel behandelt und den Angeklagten, zu dessen Schutz er Was ich beweisen will, ist einzig und allein, daß dieses Geaufgerufen ist, völlig isoliert. Das ist der Krebsschaden der ständnis der Ossowska als Beweismittel ausscheidet, sowohl gegen Gesetzgebung! Wäre hier in diesem Falle die Berteidigung fie selbst wie gegen die andren Angeklagten. Hier fehlen alle Bewegin der Lage gewesen, in der Voruntersuchung durch Teilnahme an gründe, die bei einem echten Geständnis vorhanden zu sein pflegen, der Befragung der Zeugen ihren Platz auszufüllen, so wäre wahr- und deshalb meine ich, dieses Geständnis, das sie jetzt abgelegt hat, scheinlich diese ganze Hauptverhandlung erspart worden; er be- entspricht nicht der Wirklichkeit, und ich hoffe daher auf einen haupte: Freispruch meiner Klientin. Die Sigung wird hierauf gegen 612 Uhr auf morgen, Mittwoch, 9 Uhr vertagt. Wer bezahlt alle diese Unkosten? Sociales. Kapitalistische Socialpolitik. Zeuge Heinze erklärt auf Befragen, daß das Warenhaus aufChwiat- gehoben ist auf Anordnung des Hörder Vereins. Zeuge Schröer, Rechnungsführer am Hörder Verein, bekundet, daß den Arbeitern nicht der volle Betrag der Bons vom Lohn in Abzug gebracht wurde. Wenn aber die Arbeiter z. B. für 20 m. Bons gehabt, davon aber nur für 10 m. verbraucht hätten, so würde ihnen am Lohntage auch nur der Betrag für verbrauchte Bons in Abzug gebracht. Von den Filialleitern wurden den Rechnungsführern am Lohnschlusse Nachweise über nicht verbrauchte Bons zugestellt und danach die Abzüge eingetragen. Vorsitzender: Das ist ja ettvas ganz Neues. Verteidiger( zum Zeugen): Wissen Sie das bestimmt? Zeuge bejaht die Frage. Auf die weitere Frage: Haben Sie folche Nachweisung schon gesehen? erfolgt die Antwort: Nein, ich selbst nicht, aber ich weiß, daß es geschicht andre haben mir das gefagt. Beuge giebt schließlich auch zu, daß so verfahren worden, wie die übrigen Zeugen schon befundet, und daß infolge des Bons systems Arbeiter oft mehrere Lohntage nacheinander keinen Pfennig bar Geld bekommen haben, und daß Bons ausgegeben wurden auf Lohn, der noch gar nicht verdient war. Zeuge Kracht bezeugt ebenfalls, daß der volle Betrag der Bons, ob dieselben verbraucht waren oder nicht, am Lohne in Abzug gebracht wurde. Häufig erhielten Leute monatelang feinen Pfennig bar Geld. feine Straffammer hätte sich gefunden, welche dieses Schauspiel, in dem das Tribunal zur Scene geworden ist, veranstaltet hätte. Dann hätte man schon in der Voruntersuchung gesehen, daß die Schale der Entlastung schwerer wiegt, als die der Belastung, dann hätte man zu der Hauptverhandlung nicht vier Auch Direktor Leopold bezeugt, daß der volle Betrag der Bons, Wochen, sondern vielleicht gar keine Zeit gebraucht. Wie jezt die ob dieselben verbraucht waren oder nicht, vom Lohn in Abzug geDinge nach den Vorschriften des Gesezes liegen, muß in der Vor- Kürzlich hat Herr v. Berlepsch in der„ Socialen Praris" bracht wurden. Nach der Rede des Angeklagten hat Zeuge mit untersuchung eine einseitige Herstellung der Aften sich ergeben. Im einen Vortrag veröffentlicht über das Thema:„ Warum treiben wir dem Gewerberat Rüdsprache genommen, wobei Anklang an eine Bemerkung des Gerichtsarztes Dr. Sörmer sage ich: sociale Reform", den er in Hamburg gehalten hatte. dieser das vom Hörder Verein beliebte Bonsystem Jeder Mann, der in der Justiz steht, trägt die Livrée seiner Geseze! Der Dieser Vortrag hat es Herrn Bued, dem Geschäftsführer der für ungefeßlich erklärte. Darauf ist sofort die Liquidation Verteidiger erörtert noch weiter ausführlich die Mängel der Vor- Scharfmacher angethan. In zwei Artikeln, die jetzt bei Guttentag beschlossen worden. untersuchung und die von unberechtigtem Mißtrauen gegen die Ver- als Broschüre erschienen sind, wendet er sich im Namen seiner Auf- Generaldirektor Tull behauptet, erst Kenntnis von dem Bonteidiger diktierten eng begrenzten Machtbefugnisse der Verteidiger und traggeber gegen die milden Reformforderungen des ehemaligen system erhalten zu haben, als er von der Rede des Angeklagten erführt den Geschworenen, an der Hand der Erfahrungen dieses Pro- Ministers, von dessen Vorschlägen er den Untergang der Industrie fuhr. Er habe die Sache dann untersucht und gefunden, daß das zeffes, die Beeidigung der Zeugen in der Voruntersuchung als einen befürchtet. Warenhaus und das Bonsystem eine Wohlfahrtseinrichtung im besten entsetzlichen Fehler vor. Bei der jezigen Lage des Gesezes und bei Herr v. Berlepsch hatte neben einigen mageren Verbesserungen Sinne des Wortes sei. Nachdem der Getverberat das System für der Aengstlichkeit, mit welcher sich die Verteidiger davor hüten der Arbeiterschutz- Vorschriften auch Vereins- und Koalitionsfreiheit ungefeßlich erklärt habe, sei das Warenhaus aufgehoben worden, müssen, mit Zeugen, die sie vorladen wollen, in Verbindung zu für die Arbeiter gefordert und die Gleichberechtigung im Sinne des aber nur zum Schaden der Arbeiter. treten, ist es nöthig, Zeugen aus weiter Ferne herbeizuholen, ohne Februarerlasses" hinsichtlich der Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Es wird nochmals der Zeuge Heinze vernommen. Er giebt zu, zu wissen, was sie aussagen werden. Das ist bedauerlich, auch schon Das sogenannte patriarchalische System soll auch nach Meinung des daß auf Bons auch bar Geld, aber gegen Provision, ausgegeben aus fistalischem Interesse. Herrn v. Berlepsch nicht mehr aufrecht erhalten werden, weil im worden ist. Das sei aber verboten gewesen. Es konnte auch auf Staate des allgemeinen Wahlrechts, der Schul- und Militärpflicht Bons oder Gutscheine bei einem Meggermeister Fleisch geholt Wer bezahlt aber den Geschwornen die Kosten für die vielen der Arbeiter nicht mehr der Geleitete, Gehorchende sein wolle, und werden. Auf ein Pfund Fleisch wurden 2 oder 3 Pfennige Gewinn Berluste, die sie während dieser vielwöchigen Arbeit in ihrem Berufe to die freiwillige Unterordnung fehle, da werde das patriarchalische geschlagen. erleiden? Etwa der Staat, der sehr besorgt war, dem kleinen Sohn milde in seinen Forderungen wie in seinen Begründungen; Herr noch anderweitiger Gläubiger ein Gewinn geschlagen wurde. System zum Despotismus. Man sieht, Herr v. Berlepsch ist so Der Angeklagte konstatiert, daß also auf kreditierte Waren feitens des Weichenstellers Meyer ein weißes Mäntelchen auf Staatsfosten Bued aber antwortet ihm: zu besorgen? Wenn die Gräfin nach diesen zehn Monaten, die fie in körperlicher Pein im Untersuchungsarrest zugebracht, aus diesem das Vertragsverhältnis in irgend einer geeigneten oder ungeeigneten Saal gehobenen Hauptes herausgeht, so wird sie ihre Pein nicht weise sein Ende erreicht.". Sobald das Moment des freiwilligen Gehorchens fehlt, hat bereuen, denn die Lehren, die dieser Prozeß giebt, werden sicherlich nicht an der Kommission vorübergehen, die jetzt gerade mit der Das heißt der Arbeiter darf gehen. Die Produktion ist eine Reform der Strafprozeß- Ordnung beschäftigt ist! Ich komme noch Privatangelegenheit der Unternehmer und der Arbeiter, dem das mit einem Wort auf die ärztlichen Gutachten. Ich bedauere, nicht paßt, der fann sich ja aus der Produktion" entfernen. daß die Ueberzeugung von der Schuld der Gräfin auch Wir glauben es Herrn Bueck, wenn er versichert, daß die Die Gesezwidrigkeit des jahrelang geübten Verfahrens ist also in diesen Saal hinübergestrahlt ist und den einen Sach deutschen Arbeitgeber" gegen die Gleichberechtigung der Arbeiter in aller Form zugestanden, es ist infolge des Eingreifens des Geverständigen ,, Herrn Professor Dr. Dührssen, dessen Thätigkeit bis zum äußersten fämpfen werden, aber daß sie zuber- nossen Düwell beseitigt worden, aber Düwell wird trotzdem bestraft, ich sonst bewundere, erfüllt hat. Ich habe bei dem Gutachten des sichtlich Sieger bleiben werden" diesem Kampfe, das während man von einer Bestrafung der Unternehmer nichts hört. Herrn Prof. Dührssen die Objektivität und Unparteilichkeit leider ver- 3u glauben, setzt doch ein solches Maß von Einsichtslosigkeit mißt. Er hat wohl nach bestem Wissen und Gewissen sein Gut- voraus, daß wir sie selbst Herrn Bued nicht zutrauen möchten. Der Prügel in der Schule. achten abgegeben, aber die Voraussetzungen zu seinem Gutachten Wenn ein kleiner Flickschustermeister die Produktion als seine Privat( Etwas vom Volksschullehrer und seinen Pflichten.), fann. Wenn er nach einem Gutachten von Stunden endlich zu Praris schon soviel Erfahrung gesammelt sind derartig, daß man diesem unmöglich großen Wert beilegen angelegenheit betrachtet, so ist das erklärlich, der Leiter des Centralverbandes der Großindustriellen sollte aber doch in seiner Der Bremser Hemsipe hatte gegen den Lehrer Lung in Hardeke dem Schluß kam:„ Ich glaube nicht, daß die Gräfin schwanger war," haben um zu die Eröffnung eines Strafverfahrens bewirkt, indem er geltend so hat er sich von Thatsachen leiten lassen, die auch andre ehrenwissen, daß niemand weniger mit der Produktion zu machte, der Lehrer habe, als er ein Mädchen schlug, seinen Sohn werte Männer schon bestochen haben und doch nichts beweisen! Ich thun hat, wie die Unternehmer, er sollte wissen, daß, wenn im Auge verletzt und dann durch Herausziehen eines vermeintlichen fann mich auch bezüglich dieses Gutachtens auf die Deffentlichkeit irgend eine besondere Voltsschicht etwas mit der Produktion Splitters den Zustand des Auges noch verschlimmert, statt den berufen. Die Zeiten, wo in diesem Hause ein Mann sagen konnte zu thun hat und deshalb auf den Gedanken kommen könnte, sie als Jungen sofort zum Arzt zu bringen. Das Strafverfahren wurde „ Es giebt keine Deffentlichkeit" Brivatangelegenheit zu betrachten, dies nicht die Unternehmer, sondern indessen bald eingestellt, mit der Begründung, es sei Herrn Lung die Arbeiter sind. Also: ohne die Unternehmer, deren Geschäftsführer weder eine vorsätzliche noch eine fahrlässige Körperverlegung borsind ja glücklicherweise vorüber! Das Volk spricht in solcher Sache Herr Bueck ist, geht die Produktion oder, wie Herr Bued sagt, zuwerfen.( Der Knabe faß während der Prügelei hinter dem mit, die Geschworenen sind das Volt, die Stimme des Volkes ist die die Industrie ihren Gang, ohne die Arbeiter tann sie nicht Lehrer.) Hemfipe verklagte nunmehr für seinen Sohn den Lehrer Stimme Gottes und niemand kann mit Schenklappen daran vorüber- eriſtieren. Es wird also den Herren auf die Dauer nicht im Civilverfahren auf Schadensersatz. Er forderte als Heilkosten gehen! Fragen Sie nur im Volte nach und Sie werden finden, daß nüßen zu sagen, die Arbeiter können ja gehen, wenn sie nicht ge- 247 M., als Schmerzensgeld 400 m. und als Abfindung ein Kapital das gesamte Volt teine andre Meinung hat, als die Verteidigung. horchen wollen, sondern sie werden die Gleichberechtigung zugeben von 5000 M. Nach der Einleitung einer Beweiserhebung durch Ich bedauere, daß es so weit gekommen ist, daß in einer Zeitung müssen; wir glauben, daß sie es nicht freiwillig thun werden, aber das Gericht erhob die Regierung in Arnsberg zu Gunsten des Lehrers ein Artikel mit der Ueberschrift Herr Dührssen als Staatsanwalt" sie werden es thun. den Konflikt. Sie ging davon aus, daß auch das Civilverfahren erscheinen konnte. Auch die Berliner Aerzteschaft wird sich wohl mit Herr Bueck, der sich den Anschein giebt, von diesem Verhältnis auf Schadensersatz unzulässig sei, weil Lung eine Ueberschreitung der Frage beschäftigen müssen: wie weit darf ein ärztlicher Sach- der Unternehmer und der Arbeiter zur Produktion nichts zu wissen, seiner Amtsbefugnisse nicht zur Last falle. Die Verhandlung in Lezte Zeugin ist Frau Billath. Sie bekundet, daß ihr Mann Ihr sind monatlich 15 bis 20 M. für„ Steuern" abgehalten worden, monatelang teinen Pfennig bar Geld ausbezahlt bekommen hat. der Rechnungsführer hat ihr Aufklärung verweigert. Die Verhandlung endete damit, daß die Anklage aus§ 186 fallen gelassen, Düwell aber aus§ 185( formale Beleidigung) zu 75 M. Geldstrafe verurteilt wurde. vor dem Ober- Verwaltungsgericht ergab folgenden Thatbestand: Am I das Thema:„ Auf zur Stadtverordnetenwahl" sprechen wird. Außer-| demokratie eine Tageszeit festgesetzt wurde, zu der zahlreichen Unglückstage schlug der Lehrer, in dem Längsgange dem Diskussion. Pflicht der Parteigenossen ist es, für guten Besuch Landtagswählern der dritten Abteilung die Beteiligung an der Wahl zwischen der Abteilung der Mädchen und der der der Versammlung zu agitieren. Ferner werden alle Parteigenossen, unmöglich war. Die Verbrüderung wird jetzt in den freisinnigen Knaben stehend, die Schülerin Täubner. Unmittelbar nach deren Verhältnisse es gestatten, ersucht, sich am Freitag früh Bezirksvereinen, in den Wahlversammlungen des Freisimms beeinem der Schläge fing der Knabe Hemsipe an zu weinen. Der um 9 Uhr in folgenden Lokalen den Wahlleitern zur Verfügung zu Die Vertrauensleute. Die Vertrauensleute. Lehrer nahm ihn mit ans Fenster und 30g aus dem Auge, das ſtellen: für den 17. Bezirk: Restaurant Wolf, Prinzenstraße 23; ſiegelt. Resolutionen werden angenommen, die den Wählern alles, schmerzte, etwas heraus, was er für einen Splitter hielt. Der Arzt er- Restaurant Aß muß, Prinzenstr. 59; für den 18. Bezirk: Restaurant was freisinniger Stadtverordneter ist, ohne Unterschied zur Wiederachtete jedoch das Entfernte für ein Stückchen hervorgesprungener Wendt, Alexandrinenstraße 39; Restaurant 3 essel, Sebastian- wahl empfehlen. Skrupellos wird der„ wahre" Liberalismus mit deur Regenbogenhaut. Es entwickelte sich in dem Auge ein sog. straße 38. Die Parteigenossen aus andern Wahlkreisen, welche sich falschen" zusammen verramscht. Verlegungsstar, zu dessen Behandlung( Aufsaugung der Linse) der uns noch zur Verfügung stellen wollen, werden ersucht, sich nach der Schüler in eine Anstalt mußte. Die Linse ist zum größten Teil Centrale, Alexandrinenstr. 39, zu begeben. Nur einer der Freisinnigen, die sich den Kommunalwählern zur aufgesogen, die Sehschärfe erheblich herabgesetzt und der Junge Wiederwahl präsentieren, genießt noch die Ehre, aus der Gemeinmuß eine Starbrille tragen, d. H. ein starkes, nach beiden Seiten schaft der Cassel, Jakobi und Konsorten ausgeschlossen zu sein, aber in der Mitte erhabenes Glas, welches die im Auge verlorene, natürBierter Reichstags- Wahlkreis Often. selbst dieser Eine scheint solche Ehre sich verscherzen zu wollen. Was liche Linse zu ersehen hat. Natürlich wird, wie auch der Kreisarzt 28. Kommunal- Wahlbezirk eine Flugblatt- Verbreitung statt. Auch die verordneten- Versammlung„ oft" mit den Socialdemokraten gestimmt! Heute, Mittwoch, abends 7 Uhr, findet für den 24., 25. und warf die Caffel- Jakobische Sippe ihm vor? Er habe in der Stadtbegutachtete, dieser Zustand dem Jungen, wenn er in das Eriverbs- Genossen, die an den Stadtverordnetenwahlen nicht beteiligt sind, Das ist sehr unangenehm für einen Freisinnigen, der vor seine leben eintritt, sehr hinderlich sein. Das Ober- Verwaltungsgericht, achter Senat, erklärte unter werden ersucht, sich in folgenden Lokalen einzufinden: für den Wähler hintritt; aber der Angegriffene wußte Rat. Er setzte sich dem Vorsitz des Senatspräsidenten Techow den Konflikt der Re- 24. Bezirk bei P. Litfin, Barschauerstr. 61 und bei D. Blume, hin, zählte seine Abstimmungen und zusammen teilte gierung für nicht begründet, also hat der Civilprozeß gegen den Stralauer Allee 31b; 25. Bezirk bei Otto Franke, Zorndorferstr. 8; 28. Bezirk bei Schulz, Weberstraße. Lehrer seinen Fortgang zu nehmen. Begründend wurde aus: dann feinen Wählern in öffentlicher Versammlung mit, geführt: Der Senat habe nicht positiv feststellen können, daß daß er nur zweimal als einziger der Freisinnigen mit die Verlegung, wie behauptet, durch einen ins Auge geflogenen, im 24., 25. und 28. Kommunal- Wahlbezirk drei öffentliche Wähler- Fällen ein Teil seiner Fraktionsfreunde das Wagnis mitgemacht hat. Vierter Kreis( Osten) und fünfter Kreis. Am Donnerstag finden den Socialdemokraten gestimmt hat, und daß in einigen andern vom Stod abgesprungenen Splitter entstanden sei. Ob in einem versammlungen statt. Näheres siehe Inserat. solchen Falle von einer schuldhaften Verfehlung könnte gesprochen Will selbst bei diesem weißesten" der„ weißen Naben" das Gefieder werden, möge dahingestellt bleiben; jedenfalls sei mit der Möglichkeit nachdunkeln? Dann kann es am Ende auch ihm noch einmal zu rechnen, daß der Stock direkt ins Auge getroffen habe. Wenn passieren, daß der Kreis der Cassel und Jakobi ihn in Gnaden aufdem aber so wäre, dann könnte der Lehrer nicht freigesprochen Die Genossen, welche sich am Freitag bei der Stadtverordneten- nimmt. werden von dem Vorwurf, fahrlässig vorgegangen zu sein. Der wahl zur Verfügung stellen wollen, werden gebeten, sich morgens Zwischenraum zwischen der Abteilung der Mädchen und der der 18 Uhr in folgenden Lokalen einzufinden: 31. Bezirk: Behrend, Berliner Freisinn gemeinsame Sache. Bei den diesjährigen Stadtverordnetenwahlen macht der gesamte Jungen, wo Lung beim Schlagen stand, sei nur 94 Centimeter Chorinerstr. 7; Wernau, Schwedterstr. 23( Amt III, 586); Fiedler, Bevölkerung Berlins, unzufrieden mit der freifinnig- kommunalen Möge ihm die gewerbthätige breit gewesen, und hier habe der Lehrer mit einem mehr als meter- Saarbrüderstr. 6. 37. Bezirk: Korff, Elisabethkirchstr. 18; Weig- Mißwirtschaft, eine gemeinsame Niederlage bereiten! Die Wählerlangen Stock umhergefuchtelt und zum Schlagen ausgeholt: unter mann, Bernauerstr. 94; Diefe, Ackerstr. 123( Amt III, 5114). diesen Umständen hätte er sich sagen müssen, er könnte auch ein 39. Bezirk: Aeissen, Gartenstr. 101; Michaelis, Eichendorffftr. 21; schaft der dritten Abteilung stimme am 27. November für die andres Kind treffen, als die Geschlagene. Das Ober- Verwaltungs- J. Kaiser, Pflugstr. 6( Amt III, 5422). 42. Bezirk: K. Streit, Socialdemokratie, die allein willens und im stande ist, eine vergericht könne einen Beamten gegen eine civil- oder strafgerichtliche Kirchstr. 22. 43. Bezirk: K. Fischer, Waldstr. 8( Amt II, 660). nünftige und gerechte Kommunalpolitik zu treiben. Berfolgung nur schüßen, wenn es die volle Ueberzeugung davon 47. Bezirk: August Doyé, Müllerstr. 32a; Herm. Schwandt, Seegewonnen habe, daß positiv eine Amtsverletzung nicht vorliege, ein straße 25; Adolf Abendroth, Badstr. 42/43; Joh. Fricke, Marstr. 13b bloßes non liquet reiche nicht aus. Darum fönne der Konflikt( Ant II, 3157). nicht für begründet erachtet werden. Desselbe gelte von der Frage, ob nicht H.3 Zustand verschlimmert sei dadurch, daß der Lehrer in der Meinung, einen Splitter herauszuziehen, in Wahrheit ein Stück von der Regenbogenhaut abgerissen habe. Dem gerichtlichen Verfahren sei somit weiterer Fortgang zu geben. Die städtische Verkehrsdeputation hat gestern unter Borsiz des Oberbürgermeisters Kirschner das von der Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen zu Nürnberg eingereichte Projekt einer Schwebebahn beraten. Die geplante Bahn soll von dem Gesundbrunnen nach Rigs dorf führen. In der mehrstündigen Diskussion berichteten die Mitglieder der Deputation über die vorgenommene Besichtigung der Elberfelder Schwebebahn und über die Anwendbarkeit dieses Systems für Berlin. Die Vertrauensleute. Achtung! Sechster Wahlkreis! Die Genossen, welche nicht den ganzen Tag helfen können, werden gebeten, sich wenigstens nachmittags in obigen Lokalen zur Verfügung zu stellen. Ferner bitten wir alle Genossen, denen es irgend möglich ist, ihr Wahlrecht schon im Laufe des Vormittags auszuüben. Das socialdemokratische Wahlfomitee. K " Nachklänge von der Landtagswahl. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die Wahrheit dieses Sprichworts ist wohl felten jemand bitterer zu Gemüte geführt worden als unsern Liberalen, die Dank ihrer Feigheit bei der Teltower Landtagswahl wie die begossenen Puder abziehen mußten. Interessant ist, daß diesen Herren auch von den Leiborgan des Landrats v. Stubenrauch, dem„ Teltower Kreisblatt" Sechster Wahlkreis. 42. und 43. Kommunal- Wahlbezirk! Heute schlecht für ihr Wohlverhalten, für ihre Rücksichtnahme nach oben. abend 81 Uhr findet für beide Kommunal- Wahlbezirke in der gedankt wird, die doch erst die Wiederwahl zweier Reaktionäre erKronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49, eine öffentliche möglichte. Freilich schimpft das Blatt auch vorschriftsmäßig au, Stadtverordnete Ferdinand Ewald einen Vortrag hält über„ Die zu Ausdrücken wie„ bestialische Gemeinheit" versteigt, hat seine ommunalwähler Versammlung statt, in welcher der die Socialdemokratie. Aber dieser Wutausbruch, der sich bis Socialdemokratie und ihre Forderungen an die Stadtverwaltung". Ursache in unsrer Gefeßlichkeit, in der konsequent legalen Art, mit Bahlreichen Besuch erwartet der wir das Unrecht der Dreiklassenwahl von neuem der allgemeinen Verachtung preisgegeben haben, Unser pflichtgemäßes Verhalten entlockt dem Kreisblatt sogar den Stoßseufzer, daß es so nicht weiter gehen kann, ein Bekenntnis, das angesichts der Unmöglichkeit, das Dreiklassenwahl- Unrecht noch erbärmlicher zu gestalten, doch den bei einem Amtsblatt immerhin anerkennenswerten Wunsch schließen muß, diesem Unrecht wenigstens scheinbar einen Anstrich von Sittlichkeit zu verleihen. Ueber die freisinnige Feigheit spottet aber das Blatt des Herrn v. Stubenrauch: Der Vertrauensmann. Zur Stadtverordnetenwahl. Am Freitag, den 27. November, abends 8 Uhr, finden zur VerAnseitig wurde die Meinung ausgesprochen, daß die Schivebebahn ein für den Schnellverkehr sehr vorteilhaftes Verkehrsmittel fündung des Resultats der Stadtverordnetenwahl in Berlin 11 Boltsdarstelle, welches namentlich in breiten Straßen mit Mittel- versammlungen statt, und zwar in folgenden Lokalen: Industriepromenaden das Straßenbild nicht so verunziere, daß man deswegen Festsäle, Beuthstr. 20/21; Habels Brauerei, Bergmannstr. 5-7; von der Errichtung absehen müsse. In schmalen Straßen belaste die Dresdener Kasino, Dresdenerstr. 96; Urania- Säle, Wrangelstr. 9/10; Schwebebahn durch die Pfeilerfundamente 2c.- allerdings den Königsbank, Große Frankfurterstr. 117; Schüßenhaus, Linienstr. 5; Straßenkörper über Gebühr und es erscheine aus diesem Grunde Fröbels Allerlei- Theater, Schönhauser Allee 148; Wilke, Brunnenzweifelhaft, ob sich die Anlage in solchen Straßen ausführen lasse. straße 188; Schmidt, Gartenstr. 9; Lehmann, Schulstr. 29; KronenAbgesehen von kleinen Mängeln wurden die technischen Einrichtungen Brauerei, Alt- Moabit 47-49. Zahlreichen Besuch erwarten der Schwebebahn als ganz vorzüglich bezeichnet, ebenso befriedige die Beförderungsweise und Betriebssicherheit vollkommen. neuliche Betriebsunfall in Elberfeld könne, so bedauerlich er In Charlottenburg fällt die zum Donnerstag angesetzte Wahlfei, feinen Anlaß geben, dieses Verkehrsmittel grundsätzlich abzu vereins- Versammlung aus. lehnen, da ähnliche Unglücksfälle auch bei anderweiten Verkehrssystemen nicht ausgeschlossen seien. Der Lokales. Die Vertrauensleute. Wo waren die liberalen Herren nach 1 Uhr? Die lette Elektrische hatten die meisten nicht überwinden können: sie zogen das warme Bett der Verteidigung der nationalliberalen und freisinnigen Jdee vor. Das„ Teltower Kreisblatt" ist Amtsblatt und daher Organ der fonservativen Partei. Als solches hat es selbstverständlich das Verhalten der Reaktionäre über den grünen Klee zu loben; leider wird diese unter den preußischen Zuständen ja selbstverständliche Aufgabe von dem Blatt insoweit ungeschickt gelöst als es dabei Sentis dem Opfermut, mit dem die konservativen Wahlmänner der Gesetzlichkeit unsrer Parteigenossen gegenüber standgehalten haben, findet sich diese: Der Stadtverordneten- Wahlen wegen muß die juristische Sprech- mentalität markiert. Unter andern rührenden Geschichten von Weiße Raben". Bevor jedoch eine auch nur grundsätzliche Genehmigung zur Errichtung von Schwebebahnen ausgesprochen werden könne, müsse die Verkehrsdeputation, um ein sicheres Urteil über die Inanspruchnahme des Straßenkörpers, den Einfluß auf das Straßenbild, sowie fiunde am Freitagabend ausfallen. die Wirkung auf die anliegenden Grundstücke- Geräusch, Lichtentziehung durch den in Höhe der zweiten Etage anzubringenden Bahntörper 2c. zu erlangen, darauf dringen, daß die Gesellschaft ,, Die freisinnige Mehrheit der Berliner StadtverordnetenGin schwerkranker, konservativer Wahlmann saß im Belz auf ihre Kosten zwei Strecken von je 100 Meter Länge herstelle. Versammlung!" Wie oft haben sich besonders wenn Stadteingehüllt bis früh gegen 5½ Uhr auf seinem Platze und Hierdurch werde auch dem Publikum Gelegenheit gegeben, dieses verordneten Wahlen bevorstanden die linksliberalen ließ sich von seinem Dienstmädchen pflegen und dann nach Berkehrsmittel und seine Wirkungen auf die hiesigen Verhältnisse Blätter Berlins gegen diesen Ausdruck gewehrt! Freisinnig soll, so Hause bringen. Jah habe versprochen, als Wahlmann hier zu fennen zu lernen, was für die Entschließungen der Gemeindebehörden fragten sie, die Mehrheit dieser Körperschaft sein? Gewiß, sie selber sein und wenn ich sterben sollte, ich halte aus!", so rief der von großer Bedeutung sei. nennt sich so, aber den wahren Freisinn, den echten Liberalismus brave Mann, den man vergeblich bat, doch lieber nach Von der allgemeinen Erörterung zu dem eingereichten Projekt Hause zu gehen. übergehend, wurden gegen dieses eine Reihe technisch schwerwiegender hat fie nicht oder zum mindesten zeigt sie ihn nicht. Was Ihr an Wenn unfre Parteigenossen diesem Wahlmann gegenüber den Bedenken erhoben und dargelegt, daß einem so allgemein ge- dieser Mehrheit seht, das ist eine Verwässerung und Verfälschung des haltenen Blan gegenüber eine Zustimmung nicht erteilt werden könne. Freljinns, das ist jene unglückselige Abart, die man Kommunal- Boden des Gesetzes anscheinend verlassen haben, so geschah es Es fehle, so wurde ausgeführt, an verschiedenen Straßen der liberalismus genannt hat, weil sie überall da angetroffen wird, wo unsrer Meinung nach aus falscher Courtoisie, die sie davon abhielt, vorgeschlagenen Trace der Nachweis der technischen Ausführungs- der Freifinn in der Kommune thätig ist. Der wahre und echte Frei- auf Ausweisung eines weiblichen Wesens zu bestehen. Besser wäre möglichkeit; ebenso mangele es an Berechnungen, von deren Prüfung finn wohnt nur bei einer kleinen Gruppe der Berliner Stadt- es gewesen, dem armen Mädchen die Nachtruhe zu verschaffen, die es abhänge, ob das Projekt ausführbar sei. Auch der Umfang, in verordneten, die sich abseits hält von dem Troß der Kommunal- ihr Herr" ihr anscheinend recht rücksichtslos und unmotiviert welchem der Straßentörper in Anspruch genommen werden soll, freisinnigen, die wie ein Häuflein weißer Raben absticht von dem geraubt hat. Denn man müßte doch an aller Menschlichkeit vermüsse genau angegeben werden, weil erst dann entschieden zweifeln, wenn nicht ebenso gut wie das arme Dienstmädchen ein werden könne, ob das Straßenniveau sowie das Innere der schwarzen Gewimmel. Straßen die neue Belastung ohne Schädigung andrer wichtiger Wer sich auf Untersuchungen über das Wesen des Freisinns ein- fonservativer Wahlmann sich zur Pflege seines franken ParteiIntereffen ertragen fönnen. Schließlich wurde noch der Gesichts- lassen will, der wird bald merken, daß die Sache eher umgekehrt genossen bereit gefunden hätte. Und wenn wirklich die konservative punkt zur Erörterung gebracht, daß als Voraussetzung für jede liegt. Gerade im Kommunalfreifinn zeigt der Liberalismus sein Hilfe versagt hätte, so wären gewiß Socialdemokraten genug zum irgendwie geartete Verhandlung zu betrachten sei, daß die Gesell- wahres Gesicht. Gerade in seiner Stadtpolitik tritt seine sociale Samariterwerk bereit gewesen; haben diese doch, humanen Geistes schaft sich bereit erkläre, im Falle der definitiven Genehmigung einer Rückständigkeit, sein antisocialer Grundzug klar zu Tage, klarer noch voll, sogar mit ihren politischen Gegnern die Butterstullen geteilt. Schwebebahn finanzielle Gegenleistungen an die Stadt für die Be- als in feiner Staatspolitik. Die Kommune als eine sociale Gemein- Siehe den Bericht des Herrn Trojan, den wir gestern im Auszuge nuzung der Straßen zu übernehmen. Die Deputation beschloß mit großer Majorität die Gesellschaft fchaft aufzufassen, widerspricht durchaus den Anschauungen des Frei- wiedergegeben haben. Aber nicht nur von den Gegnern sondern auch aus den eignen aufzufordern, das eingereichte Projekt durch genau bezeichnete Special- finns. Es ist kein Zufall, daß Herr Caffel, der Führer des eigentProjekte zu vervollständigen und ihr, unter Mitteilung, daß für eine lichen Kerns der freisinnigen Stadtverordnetenmehrheit mit ihrer Reihen müssen die Liberalen sich ihre Feigheit bestätigen lassen. etwaige Genehmigung, finanzielle, im einzelnen noch festzuseßende antisocialsten Gruppe, zu den Getreuesten von Herrn Eugen Richters In einer Rede, die Dr. Bernstein Montagabend im PotsdamerGegenleistungen an die Stadt zu erfolgen haben, anheimzustellen Getreuen gehört. Und es ist nur folgerichtig, daß dieser Herr Thor- Bezirksverein gehalten hat, sagte dieser Herr nach der„ Volkszwei Probeſtrecken von je 100 Meter Länge zu errichten. Die Cassel immer gerade dann, wenn unter seiner Führung der so- 3eitung" u. a.: weitere Beratung des Projekts wurde bis nach Eingang der Ant- genannte Kommunalfreifinn sich wieder einmal in ganzer Glorie wort der Gesellschaft verschoben. Wegen vorgerüdter Zeit wurde die gezeigt hat, auf die freisinnige Tradition" hinweist, an der in Beratung über die geplanten städtischen Straßenbahnen im Süden der Kommunalverwaltung Berlins festgehalten werden müsse. Die der Stadt ebenfalls vertagt. paar Freisinnigen, die in der Berliner Stadtverordneten- Versammlung dann und wann mal etwas sociales Empfinden bekundet haben, die oben erwähnten„ weißen Raben", handelten gegen das freisinnige Princip. Es war daher ganz in der Ordnung, daß sie von ihren Parteifreunden lange Zeit scheel angesehen und von der Freisinnigen Zeitung" des Herrn Richter wiederholt geBerliner Partei- Angelegenheiten. Die socialdemokratischen Wähler der ersten und zweiten Abteilung werden ersucht, in allen zur Wahl stehenden Bezirken ihre Stimmen auf den Genossen Paul Singer zu vereinigen. rüffelt wurden. Wieder stehen wir jetzt vor Stadtverordneten Wahlen, aber keiner der„ Radikalen" des Freisinns schilt heute noch auf den werden. Erster Wahlkreis. Heute, Mittwochabend 7 Uhr, FlugblattVerbreitung. Die Genossen wollen sich zahlreich in den Bahlstellen flaumweichen Kommunal- Liberalismus", keiner von ihnen verbei Glaue, Krausenstr. 18, Wolf, Mauerstr. 50, Nagel, Dorotheen- wahrt sich noch dagegen, in der Stadtverordneten- Verstraße 69, einfinden. sammlung zur freisinnigen Mehrheit" gezählt zu eine Seele, Zweiter Wahlkreis. Heute, Mittwochabend 7 Uhr, findet eine Sie sind jetzt ein Herz und eine Seele, die Freifinnigen Flugblattverbreitung für die Stadtverordneten- Wahl statt. Treffpunkt: aller Schattierungen. Warum auch nicht?! Bei den„ weißen Raben" Kumke, Bülowstr. 59( Restaurant), Scholz, Zoffenerstr. 1( Stestau- ist in neuerer Zeit eine beträchtliche Nachdunkelung eingetreten, rant). so daß die meisten von ihnen mun kaum mehr von den schwarzen Am Donnerstag, abends 8 Uhr, finden zwei öffentliche Wähler- zu unterscheiden sind. Und die schwarzen haben infolgedessen ziemlich versammlungen statt und zwar bei Zühlke, Dennewigstr. 13, und in aufgehört, nach ihnen zu haden. Man sehe sich doch die Neue Habels Brauerei- Ausschant, Bergmannstr. 5-6. Die Genossen inte" der Stadtverordneten- Versammlung an, die sich so lange Em. Wurm und Otto Antrid werden über die bevorstehenden gerühmt hatte, daß sie den Liberalismus in der Kommune anders Stadtverordneten- Wahlen sprechen. Zahlreichen Besuch erwartet Das Wahlkomitee. bethätigen wolle als die„ Alte Linke". Hat nicht in den letzten Dritter Wahlkreis. Zur Agitation für die Kommunalwahl Jahren eine immer größere Bahl ihrer Mitglieder unbedenklich mitim 17. und 18. Bezirk findet morgen, Donnerstagabend 8 Uhr, im gemacht, was die um Cassel ihnen vormachten? Noch vor wenigen Apollo- Saal, Sebastianstr. 39, eine Kommunalwähler- Bersammlung Wochen hat die Neue Linke" in ihrer Mehrheit mitgeholfen, daß statt, in welcher der Genosse Stadtv. Curt Freudenberg über für die Urwahlen zum Landtag gegen den Vorschlag der Social= " " " Die( von den Freifinnigen) beleidigten Socialdemokraten hätten ausgeharrt mit ihren Schmalzstullen, die Freisinnigen hätten sich nach ihrem heimatlichen Abendbrot gesehnt. Die Form des Protestes sei allerdings bei den Socialdemokraten nicht immer ganz der Art der gebildeten Leute entsprechend getvesei, aber kein Bürgerlicher hätte gleich gehandelt wie sie. Ihre Ausdauer bei der Wahl sei geradezu ein Heldenstück gewesen. Aehnlich sagt Reichstags- Abgeordneter v. Gerlach im„ Tag": Wer nicht blind ist oder sich blind stellt, muß doch sehen: die Schuldigen bei den so unendlich bedauerlichen Siegen der Reaktion in Breslau, Charlottenburg und Bielefeld find allein die Liberalen. Die Socialdemokraten wären Narren gewesen, wenn sie anders gehandelt hätten, als sie gethan haben. Und über die Wahlbeteiligung unsrer Parteigenossen an sich führt Herr v. Gerlach aus: Man verseze sich nur einmal in die Seele eines Arbeiters, namentlich zu den Zeiten knapper Arbeitsnachfrage, der an den Wahltisch treten soll, wo sein Arbeitgeber als Wahlvorsteher fungiert. Schlimmerweise hat man seinen eignen Werkmeister als fonservativen Wahlmann aufgestellt. Unter den Augen seines Brotgebers" foll er gegen feinen una mittelbaren Vorgesetzten stimmen. Er hat Frau und Kinder zu ernähren. Alles fegt er aufs Spiel, wenn er nach seiner Ueberzeugung stimmt. Heroismus gehört in solchem Falle dazu, socialdemokratisch zu wählen. Daß die Socialdemokratie unter solchen Umständen Hunderttausende an den Wahltisch bringt, das scheint mir fast ein größerer Triumph als alle ihre Reichstagssiege. Eine Unsumme von Disciplin, von Begeisterung und von Tapferkeit steckt in den Tausenden von Wahlmännerfiegen der Socialdemokratie. Und über unser Verhalten am Wahltisch: Erstaunlich genug ist es, wie die Socialdemokratie der und in der Andreasstr. 32 ein Feuer in einer Wäscherei gelöscht| allerdings mit knapper Mehrheit. Besonders erfreulich ist der Sieg technischen Schwierigkeiten schon jetzt so Herr geworden ist, daß werden. Papier u. a. brannte in der Dresdenerstraße 132 und im ersten Bezirk( Westend), der bisher stets durch erzkonservative mancher Verwaltungsbeamte von ihr lernen könnte. Man las Dresdenerstr. 79 im Erdgeschoß auf dem zweiten Hofe eine Buch- Stadtverordnete vertreten war. Daß diese Hochburg der Konservativen in diesen Tagen in der bürgerlichen Presse bis weit in die Kreise druckerei. Gummischläuche an einem Gasmotor und Gas brannten von uns mit Erfolg bestürmt ist, ist ein erfreuliches Zeichen der der„ liberalen" Blätter hinein zahllose Beschwerden über das Ver- bort. Wohnungsbrände wurden aus der Bankstr. 50 und Schön- wachsenden Macht der Socialdemokratie Charlottenburgs. halten der socialdemokratischen Wahlmänner. Mag sein, daß man hauser Allee 33/34 gemeldet. da und dort über das Ziel hinausgeschossen ist. In der Mehrzahl Im siebenten Bezirk kommt unser Kandidat mit dem Liberalen der Fälle haben die Socialdemokraten jedenfalls weiter nichts ge- Hausdiener May Priemer aus der Blücherstr. 35 gestern abend Dr. Spiegel 412 Stimmen erhalten, 2 Stimmen waren zersplittert. Durch einen Sturz in den Fahrstuhlschacht ist der 32 Jahre alte Dr. Spiegel in Stichwahl. Genosse Rosenthat hat hier 411, stimmungen zu bestehen. Das war nicht nur ihr gutes Recht, tödlich verunglückt. Priemer war im„ Buchhändlerhof" zwischen unsre Aussichten sind also auch hier recht günstige. sondern sogar ihre Pflicht, so unangenehm es für alle beteiligten der Mauer- und Wilhelmstraße angestellt und fuhr dort gestern Unfre Aussichten sind also auch hier recht günstige. Wahlmänner auch sein mochte. Einem in seiner Grundlage so abend um 83/4 Uhr in den vierten Stock hinauf, um einen Saal Selbst im achten Bezirk, der sich von der Kaiser Wilhelm- Gedächtnisschändlichen und in seiner Ausführung so schitanösen Gefeß auszufegen. Oben angekommen, versäumte er es, den Fahrstuhl firche bis zum Nollendorfplatz erstreckt, hat sich unsre Stimmenzahl gegenüber, wie es die preußische Dreiklaffenwahl ist, ist jede gehörig einzuschalten. Während er mun bei der Arbeit war, sentte über Erwarten vermehrt, sie ist von 125 auf 202 gestiegen. Hier findet gesetzliche Bekämpfung und Diskreditierung verdienstvoll sich der Stuhl langsam und geräuschlos, so daß er es nicht merkte. Stichwahl zwischen einem Freisinnsmann und einem„ Unpolitischen" Was man thun kann, um es den herrschenden Klassen zu ver- Mit dem Ausfegen nach einer Viertelstunde fertig, ging Priemer statt. Das Verhalten der Liberalen bei der Landtagswahl hat unsre ekeln, muß man thun. Wirklich liberale Männer sollten in jedem zum Schacht zurück und that in der Meinung, daß der Stuhl noch Genossen veranlaßt, für die Stichwahl Stimmenthaltung zu profolchen Fall den Socialdemokraten beistehen. Aber wer ist denn oben stehe, einen Schritt vorwärts und stürzte mun haltlos in die klamieren. Mögen die bürgerlichen Parteien den Kampf allein ausnoch wirklich liberal? Der 12. und der 20. November haben Tiefe hinab. Mit zerschmetterten Gliedmaßen und unzähligen Vergezeigt, daß der Liberalismus moralisch noch schwächer ist als legungen blieb er unten liegen. Ein Arzt konnte nur noch den Tod ziffernmäßig. feststellen. Die Leiche wurde von der Revierpolizei beschlagnahmt eine Frau und zwei Kinder. und nach dem Schauhause gebracht. Der Verunglückte hinterläßt Mit diesen Urteilen ihrer Gegner kann die Socialdemokratie zu frieden sein. Der Liberalismus aber hat selbst nach der Bekundung aus dem eignen Lager bei den Landtagswahlen den Rest auch der Selbstachtung verscherzt. Sache unsrer Parteigenossen in Berlin ist es, bei den Munde. 4 Der Herr Stadtverordneten- Wahlen auch tenn " einen fechten! Vermischtes. von der Tochter eines lebenden Generals Schöneberg. Der Stadtverordneten Versammlung lag am Montag nur eine wenig umfangreiche Tagesordnung vor. Der wichtigste Punkt war jedenfalls die vom Magistrat eingebrachte Vorlage betreffend Einsegung einer gemischten Deputation Diebstahl im Central- Hotel. Verschiedene Fremde im Centralzur Vorberatung der Einstellung eines automobilen Hotel machten gestern die unliebfame Entdeckung, daß ihre Zimmer 2öschzuges. Erforderlich gemacht haben soll sich ein solcher von einem Diebe heimgesucht waren. Während sie sich an der Zug aus Anlaß eines kürzlich in der Bambergerstraße stattMittagstafel befanden, hatte der Dieb vom Dache aus sich Eingang gefundenen Brandes, bei dem die hiesige Feuerwehr infolge der zu am 27. November mit der freisinnigen Erbärmlichkeit von neuem fünf Zimmer geöffnet. Er hatte dann mit einem scharfen Jn- Projekt einer im Berliner Ortsteil zu errichtenden Feuerwehr ist nach dem dritten Stock über den Wintergarten verschafft und hier weiten Entfernung nur verspätet hat eingreifen können. Das Kehraus zu machen! strumente die Lederkoffer und-Taschen der Hotelgäste aufgeschnitten bereits in Vorbereitung. Die aus zwei Magistratsmitgliedern und und die darin befindlichen Wertgegenstände mit sich gehen heißen. vier Stadtverordneten bestehende Deputation foll umgehend gebildet Die Abgeordnetenwahl für Nieder- und Oberbarnim hat bekannt- In einem Zimmer erbeutete er mehrere Tausend Rubel in werden, um die erforderlichen Erhebungen anzustellen. lich in Bernau in der dortigen Kirche stattgefunden. Ueber die russischen Papieren. Ueber die Höhe der Beute ist sichere Auskunft stimmte die Versammlung Sodann Vorgänge bei der Wahl bringt der orthodor- konservative, Reichs- nicht zu erlangen, da die Hotelgäste von der Verivaltung stets auf- Tehrerstelle an der Realschule, sowie der endgültigen Regulierung die Versammlung der Errichtung einer Elementarboke" ein Bild, das des Schauerlichen gar viel enthält. Das gefordert werden, ihre Schnucksachen und sonstigen Wertgegenstände eines Teils der Spiecherer- und Barbarossastraße zu und bewilligte fromme Blatt schreibt: zur Aufbewahrung abzugeben. Dieses geschieht jedoch in vielen 500 M. für Abtretung des Vorgartenlandes vor dem Hier proftete ein junger Mensch von der Kanzel herab mit Fällen nicht. Der benachrichtigten Kriminalpolizei ist es noch nicht Grundstück Hauptstr. 25( neben dem Hauptpoſtamt). der Schnapsflasche, und mit Gejohle wurde dieser„ Wig" quittiert, gelungen, des Diebes habhaft zu werden. - Zur dort wankte ein Betrunkener zum Altar und zündete unverdrossen die Regulierung der Baumpflanzungen der Straßen im großen Kerzen an, wie oft fie auch von andren wieder ausgelöscht Ein junger Taschendieb, der der Schule" des galizischen Friedenauer Ortsteil werden sodann noch 1550 M. zur wurden; dort am Altar hatte sich eine Schar ebenfalls junger Meisters" Feldbaum entstammt, ist jetzt zum drittenmal der Verfügung gestellt. Leute zu einem„ Rauchverein" zusammengethan, es wurde tapfer Kriminalpolizei in die Hände gefallen. Der jetzt erst 16 Jahre dem Schnaps zugesprochen, die Unterhaltung läßt sich nicht wieder- alte Handwerkslehrling Jakobowig wurde von dem internationalen geben. Jetzt hatten sechs Mann die Kanzel ertlommen, und Taschendieb Feldbaum aus Galizien hierher gebracht und in die Kunst während einer von ihnen einen Prediger nachzuäffen suchte und des Taschendiebstahls theoretisch und praktisch eingeführt. Schon trächtliche Rolle. Verschiedenen Blättern zufolge soll die Prinzessin Eine Ehe- Irrung" spielt in der bürgerlichen Presse eine bedie Hände wie zum Segnen erhob, amüsierten sich die andren bei den ersten selbständigen Versuchen erwischt, tam er bald nach darüber; einer hatte sogar eine brennende Cigarre dabei im Plößensee. Nach Verbüßung der Strafe nahm sich der Meister seiner Friedrich Ernst von Schönburg- Waldenburg seit 14 Tagen mit ihrem Kutscher verschwunden sein. Andauernde Nachforschungen stellvertretende Wahlkommissar wurde wieder an, d. h. er nugte ihn weiter aus, um sich von ihm die ge- haben noch keine Anhaltspunkte über ihren gegenwärtigen Aufenthalt auf diesen Aergernis erregenden Unfug aufmerksam gemacht füllten Geldbörsen andrer Leute zutragen zu lassen, während er ergeben. Die im 28. Lebensjahre stehende Prinzessin Alicia, die und auf fein mehrmaliges Bitten wurde die Kanzel wider- sich selbst im sicheren Hintergrunde hielt. Das zweite Mal gefaßt, jüngste Tochter des Prinzen Carlos von Bourbon, ist seit 1897 mit willig geräumt. Doch schon nach kurzer Zeit betrat sie wiederum erhielt der junge Bursche ein halbes Jahr Gefängnis. Als er dem Prinzen Friedrich Ernst von Schönburg- Waldenburg vermählt. ein junger Mensch, um von dort aus mit einer brennenden nun wieder entlassen wurde, trennte er sich von seinem Dieser Ehe ist im Vorjahre ein Sohn entsprossen. Es wird bei Stalllaterne, die er bei sich führte, seinen Parteigenoffen gewisse Lehrmeister und verband sich mit einem gewissen Hamburger, dieser Gelegenheit daran erinnert, daß vor Jahren eine andre Tochter Zeichen zu geben. Diese Zeichen wurden auch verstanden, und der einem jungen Menschen von 19 Jahren, ganze Schwarm zog lachend, rauchend, lärmend hinter dem Schüler Feldbaums. Diese beiden machten jetzt auf eigne Faust die des Prinzen Carlos, die Prinzessin Elvira, durch ihre Flucht mit Laternenträger her zum Altarraum, woselbst die Genossen Posto Bahnhöfe unsicher. Auf dem Schlesischen Bahnhofe sah jüngst ein dem Maler Folchi ebenfalls sensationelles Aufsehen hervorfaßten, um geschlossen den Ausfall der Wahl abzuwarten Kriminalbeamter, wie Jakobowitz sich unter Auswanderer mischte, gerufen hat. Derartige Schreckensbilder muß man, wenn sie von interessierter und einem, der auf einer Bank eingenickt war, das Portemonnaie würde wohl auch kaum Notiz von der Angelegenheit genommen Eigentlich sollten diese Dinge niemand etwas angehen, und man Seite an die Wand gemalt werden, sehr vorsichtig bewerten. wegnahm. Bevor der Beamte zugreifen konnte, war der behende Den Frommen mag es schon ein Greuel sein, wenn während der Spizbube verschwunden. Jetzt aber ereilte ihn auf dem Bahnhof einem Kutscher durchgegangen wäre. Maßgebend dafür, ob ein haben, wenn eine Kommerzienratsgattin oder Schustersfrau mit auf viele Stunden berechneten Wahlhandlung von etlichen Wahl- Friedrichstraße sein Geschick. Der Kriminalpolizei zugeführt, nannte solcher Fall in der Deffentlichkeit breitgetreten werden soll, ist da der männern der sich erklärlicherweise auch in einer Kirche einstellende er sich hartnäckig Jurasti. Auch als man ihm aus dem Verbrecher Zufall der Geburt. Wir erinnern uns, daß vor jezt elf Jahren Hunger gestillt wird. Auch kann man in Handlungen und Geberden, album seine eigne Photographie vorlegte, bestritt er noch, Jakobowiß ein großes Geschrei über journalistische Sittenverwilderung erhoben Bufall der Geburt. Wir erinnern uns, daß vor jezt elf Jahren die nichts weniger als ungebührlich find, mit Voreingenommenheit zu sein. Erst als man ihm das gestohlene Portemonnaie aus dem und bösem Willen gar viel Abscheuliches hineintragen; vernünftige Versteck in den Kleidern herausholte, gab er es zu. Wie alle Taschen wurde, als das allerdings sehr sensationslüsterne„ Berliner Tageblatt" in Brandenburg und borurteilsfreie Leute Sagegen werden, diebe, die gefaßt werden, wollte er gerade erst in Berlin angekommen die zwar unwahre, aber an sich ja gar nicht einmal beleidigende sie der Socialdemokratie nicht angehören, sich sagen, daß sein. Nach dem Schema der Feldbaumschen Schule will er der Mitteilung gebracht hatte, daß sie einen einfachen Soldaten in ihr man auch in einer Kirche profane Handlungen ertragen muß, Kriminalpolizei vorreden, daß er seine nach London auswandernde Herz geschlossen hätte. Der Redakteur Harich wurde damals wegen wenn dieser Raum wie geschehen für profane Zwecke hergegeben Schwester von der galizischen Heimat bis Berlin begleitet habe. wird. Immerhin stehen wir gar nicht an zu erklären, daß wir es dieser Meldung zu 1000 M. Geldstrafe verurteilt, obendrein beging Ueber die Findigkeit der Kriminalpolizei berichteten wir gestern der General auf der Redaktion einen Mordversuch an dem Armen. ungebührlich und verurteilenswert finden, wenn die Gefühle Anders- mit einer Anzahl Berliner Blätter nach einer Korrespondenz an- Diese eigentümliche Selbsthilfe wurde von vielen Blättern gebilligt dentender mutwillig verlegt werden; und haben Parteigenossen von läßlich der Verhaftung des Schlossermeisters Adolf Schallhammer in oder doch entschuldigt. Eine Generalstochter konnte also wenigstens uns sich wirklich der geschilderten Unziemlichkeiten schuldig gemacht, der Freienwalderstraße 30. Danach sollte Schallhammer wegen Be- damals anscheinend noch nicht auf den Vorzug Anspruch machen, als so erscheint uns dies doppelt bedauerlich. Es war Pflicht truges, Urkundenfälschung und Körperverlegung seit drei Jahren von öffentliche Angelegenheit zu gelten. Wie nun, wenn auch im Falle und Schuldigkeit der socialdemokratischen Wahlmänner, das mehreren Staatsanwalten verfolgt und von der hiesigen Kriminal- der Prinzessin v. Schönburg der Gatte oder auch der Kutscher wegen Dreillassen Wahlsystem durch rücksichtslose Anwendung aller polizei gesucht werden. Das ist aber irrtümlich. Schallhammer ist der Publitation dieser Privatangelegenheit Selbsthilfe verübte? Ob im Gesetze nur irgendwie zulässigen Mittel der allgemeinen vielmehr im Dezember 1901 in Eberswalde wegen Beleidigung und dann auch über Verwilderung nicht des Prinzen oder des Kutschers, Verachtung preiszugeben. Aber dahin gehört nicht die Freiheitsberaubung, die er sich in einem Streite mit einem Gerichts- sondern der Presse geklagt würde? mutwillige Verlegung religiösen Empfindens. Diese läßt sich vollzieher schuldig machte, zu einer Strafe von drei Monaten Geauch nicht durch die bedauerliche Thatsache rechtfertigen, daß die fängnis verurteilt worden. Dem Antritt der Strafe hatte er sich eine Reihe Nachrichten vor: leber Stürme, Hochwasser und Schiffsunfälle liegen auch heute Gegner vielfach unsre Ideale in den Kot zerren; in solchem Falle bisher entzogen, weil er seine starte Familie, Frau und sechs Kinder, sollen wir zu hoch stehen, um Gleiches mit Gleichem zu vergelten. nicht ohne Ernährer lassen wollte. Uebrigens ist auch die Ver- im Riefengebirge und im Hirschberger Thale niedergegangenen geBreslau, 24. November. Das Hochwasser, welches infolge der Dies im allgemeinen. Aber vorläufig fällt es uns, wie gesagt, gar haftung bereits am 9. November erfolgt. nicht ein, auf den Schauerbericht des Reichsboten" Stein und Bein mwaltigen Schneemengen eingetreten war, fällt wieder langsam. zu schwören. Beim Stiftungsfest des Wahlvereins in der Neuen Welt ist ein Gestern nachmittag 5 Uhr betrug der Wasserstand 5,13, heute früh Ohrring gefunden worden, der bei Stieler, Prinz Handjernstr. 43, I, 5,10 Meter. Bezirksvorsteher als freisinnige Agitatoren. Es finden sich in abgeholt werden kann. Stolp in Pommern, 24. November. Jm Stolpmünder Hafen Berlin Bezirksvorsteher, die ihren Amtstitel in den Dienst freisinniger Wahlagitation stellen. Uns gelangt ein vom 19. d. M. Theaters, der Sonntag, den 29. d. M., im Bürgerfaale des bei ein Mann der Besagung ertrant. Der nächste Tondichter Abend des Schiller schlug der Sturm das Motorboot der Hafenverwaltung um, wodatierendes Schreiben dieses Inhalts zur Kenntnis: Rathauses stattfindet, bietet eine Wiederholung des Johann Oftende, 24. November. Die auf der Fahrt von London nach Geehrter Herr! Auf beifolgender Liste belieben Sie die frei Sebastian Bach Abends.- Im Residenz- Theater Friedrichshall( Norwegen) begriffene norwegische Bark, Standley" Bach- Abends. sinnigen Wähler ihres Hauses mit einem F zu bezeichnen und die findet heute die Erstaufführung des franzöfifchen Schantes:„ Ein wurde am Sonntag in der Nähe des hiesigen Hafens von einem nähere Wohnungslage anzugeben. Im borans bestens dankend Seitensprung"(" La Carotte") von G. Berr, Dehère und Sturm erfaßt und legte sich infolge dessen auf die Seite. Die aus zeichne mit freundlichem Gruß.( folgt) Name und Zusatz: Guillemand statt, dem das einattige Lustspiel:„ Der zünden de zehn Mann bestehende Besatzung rettete sich an Bord einer in der Bezirksvorste her.)] Wenn die Freifinnigen die Ausforschung der Hausbewohner auf unte" von Ed. Pailleton vorangeht. Beginn 7 Uhr. Nähe befindlichen Barkasse, welche die Mannschaft in Ostende ans Wenn die Freisimmigen die Ausforschung der Hausbewohner auf Die 258. Veranstaltung des Vereins für Volksunterhaltungen Land fezte. Einige Stunden danach trafen mehrere Ostender Fischerihre Zugehörigkeit zu ihrer Partei betreiben, so ist es doch keines- findet am Sonntag, den 29. November, nachmittags 3 Uhr, im boote die" Standley" und entsandten sechs Mann zu derselben, um falls angängig, daß das kommunale Amt für die Beförderung dieser Schiller- Theater O. statt. Zur Aufführung gelangt das Lust- sie wieder in ihre natürliche Lage zu bringen. Hierbei schlug die Parteibestrebungen eingesetzt wird. spiel„ Der Talisman" von Ludwig Fulda. Central Theater. Bark um und fünf Fischer ertranten. Russische Polizei in Charlottenburg. Die Charlottenburger Am Mittwoch finden zwei Vorstellungen statt; nachmittags 4 Uhr Stavanger, 24. November. Gestern abend gegen 11 Uhr stran Polizeibehörde erweist sich bereits wieder hilfreich den russischen zu halben Preisen die Kinder- Vorstellung:" Der gestiefelte dete an der hiesigen Küste ein großer Dampfer, wahrscheinlich Wünschen. Am Montagnachmittag wurde bei dem Arbeiter Ehren- Seater". Jeder Erwachsene fann ein Kind frei einführen. Am die der Norden Fjälste Damstibfelstab gehörende Victoria". pfort in der Kantstr. 108 eine Haussuchung abgehalten. Die Haus Abend wird, Der Rastelbinder" wiederholt. Rettungsversuche sind infolge des herrschenden Sturmes unmöglich. suchung dürfte lediglich mit der Thatsache in Verbindung stehen, daß Fünf Leichen sind bereits an Land getrieben; mehrere Personen Auf Veranlassung des Deutschen Vereins für Voltshygiene, hängen noch in den Masten. bei demselben früher Russen gewohnt haben. Ortsgruppe Berlin", e. V., und des Zweigvereins Berlin des VaterPolizeilich inhibiert wurde zum Teil ein am legten Sonnabend ländischen Frauenvereins" spricht Freitag, den 27. November 1903, Ein furchtbarer Arbeitsunfall hat sich in Dortmund ereignet. von der Freireligiösen Gemeinde in Kellers Festfälen abends 8 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses Herr Sanitätsrat Der Dortmunder Zeitung" zufolge wurden auf der Dortmunder veranstaltetes Herbstvergnügen. Es war die Aufführung eines Professor Dr. Lazarus über:" Das Herz in seiner Bedeutung Union gestern beim Reinigen eines Gasrohres zwölf Arbeiter betäubt. Theaterstücks geplant worden, doch wurde diese sowie auch der im für Leben und Arbeit". Der Zutritt steht jedermann unentgelt Drei von ihnen konnten nicht wieder ins Leben zurückgerufen werden. Programm angesetzte Ball bon einem im Saal erschienenen lich frei. Eine Demonstration der Geschwornen. Aus Halle a. S. wird Bolizeibeamten untersagt. Das Vergnügen war nämlich nach uns vom Montag berichtet: In der heutigen Schwurgerichtssigung. der Argumentation dieses Herrn ein öffentliches, und zwar in der gegen den Knecht Franz Blüttner aus Reinstadt wegen deswegen, weil ein Kriminalbeamter nach einem SonntagsMeineids verhandelt wurde, kam zur Sprache, daß seitens des AmtsVortrag in der Gemeinde eine Eintrittskarte gekauft habe. Jmmer- Die Charlottenburger Socialdemokraten haben bei den Stadt- richters Böhm, vor dem der Angeklagte im Amtsgericht zu Ermshin konnte das Theaterstück trotz des Verbotes aufgeführt werden, verordnetenwahlen einen schönen Erfolg errungen; aber unsre Ge- leben den Meineid geleistet hatte, eine Unvorsichtigkeit begangen während der Ball unterbleiben mußte; hatte doch der Beamte ge- noffen dürfen auf ihren Lorbeeren nicht ausruhen, sie müssen sich worden sei. Der Angeklagte, der verheiratet ist, hatte mit einem droht, den Saal mit Gewalt räumen zu lassen, wenn getanzt würde. vielmehr zu neuen Kämpfen rüsten. Unter den Gewählten befinden Dienstmädchen geschlechtlichen Umgang gehabt und dieſes in einem sich herausstellen, ob der Kriminalbeamte sich als Mitglied der sich nämlich die Genossen Hirsch und Vogel, die beide bereits Stadt rede gestellt. Seitens des Richters lag nun insofern ein Versehen Gemeinde ausgegeben hat, als er das Billet kaufte, oder ob er den berordnete sind und deren Mandate erst nach zwei bezw. vier Jahren vor, daß P. damals nicht darauf aufmerksam gemacht worden ist, Rassenrendanten im Gedränge wider dessen Wollen zum" unrecht- ablaufen. Die Genannten find also zur Zeit„ doppelte" Stadtväter. daß er auf Grund der Selbstbezichtigung wegen Ehebruchs berechtig mäßigen" Verkauf einer Karte zu veranlassen wußte." Immer- Natürlich müssen sie sich entscheiden, ob fie die neue Wahl annehmen gewesen war, sein Zeugnis zu verweigern. Nachdem der Obhin bleibt dieser Fall für die Wirksamkeit der Polizei charakteristisch. oder ihre jezigen Mandate niederlegen wollen. In beiden Fällen mann der Geschwornen das Schuldig ausgesprochen hatte, hielt er Ein großer Brand kam in der letzten Nacht in der Wrangel- haben zwei Bezirke demnächst Neuwahlen vorzunehmen. Der Grund eine längere Rede gegen den Amtsrichter Böhm und erklärte, er sei straße 76 an der Cubrystraße aus unbekannt gebliebener Ursache der Kandidaturen Hirsch und Vogel ist darin zu suchen, daß im bon sämtlichen Geschwornen beauftragt, den Angeklagten der ganz zum Ausbruch. Als die Feuerwehr, von drei Seiten alarmiert, an erſten, ziveiten und achten Bezirk je ein Hausbefizer gewählt werden besonderen Wilde des Gerichts zu empfehlen. der Brandstelle erschien, hatten die Flammen, vom Sturme gepeitscht, mußte. Parteigenoffen, die im glücklichen Alleinbesitz eines Hauses schwornen mußten sich darauf noch einmal zurückziehen und der AnTreppen und eine große, an der Front des Hauses aufgerichtete denn unfre eignen Hausagrarier" in die Schranken springen, richtet: Es steht jetzt fest, daß Charcot seine Expedition nicht unterschon den Dachstuhl des Vorderhauses erfaßt. Ueber die verqualmten sind, zählen wir in Charlottenburg nicht allzu viel, und so mußten geklagte erhielt neun Monate Gefängnis. Zur Auffindung der Nordenstjöldschen Expedition wird weiter bemechanische Leiter wurde unter der Leitung des Brandinspettors um zu verhindern, daß uns gehörige Bezirke den Gegnern aus- brechen wird. Charcot hat seine Freude darüber ausgedrückt, daß Dransfeld mit gewohnter Bravour vorgegangen. Aus vier geliefert werden. Lieber mögen diese Bezirke unvertreten bleiben, Nordensfjöld und seine Begleiter gefunden sind. Schlauchleitungen von Dampfsprigen wurde träftig Wasser ge- als daß ein Anhänger der Bourgeoisie von ihnen ins Stadtparlament wird sich nun selbst wissenschaftlichen Forschungen widmen und so Die Expedition geben und dadurch die Flammen auf den einen Dach stuhl, der mit dem Inhalt der Bodenkammern ausgebrannt entfandt wird. Durch diese Taktik erhebt die Socialdemokratie bald als möglich nach Grahamstown abgehen. ift, zu beschränken. Der Schaden ist sehr bedeutend, leider sind auch gleichzeitig Protest gegen das unsinnige Privileg der Hausbesitzer. Wetter Prognose für Mittwoch, den 25. November 1903. einige Mieter, die nichts versichert haben, hart betroffen. Ferner Von den Bezirken, in denen wir siegten, waren vier bereits in Kühler, zeitweise heiter, jedoch unbeständig mit geringen Niederschlägen mußte gestern abend in der Andreasstr. 48 ein Schaufensterbrand unfrem Besitz. Neu erobert haben wir die Bezirke 1 und 6, legteren und frischen nordwestlichen Binden. Berliner Wetterbureau Berantwortl. Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Theater. " V Aus den Nachbarorten. " Die Ge Nr. 275. 20. Jahrgang. 2. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 25. November 1903. Verfammlungen. folgende Sachdarstellung gab: Am 12. Oftober hat eine öffentliche als eine verächtliche Denunziation dem Scharfmachertum Versammlung der Branche stattgefunden, woselbst auch Vertreter gegenüber. Durch ein derartiges Verhalten habe sich der Fachberein des Fachvereins zugegen waren. Es wurde damals gegen zwar den ausgiebig gespendeten Dank des Unternehmertums Für de zweiten Kommunal- Wahlbezirk fand am Montag im etwa 10 Stimmen beschlossen, 10 Stimmen beschlossen, zwecks Erringung der 52- reichlich verdient, sich selbst jedoch ein sehr unrühmliches Denkmal Markgrafenkafino in der Markgrafenstraße eine Wählerversammlung stündigen Wochenarbeitszeit und eines Aufschlags auf ver- gefeßt. statt, die echt gut besucht war. Der Kandidat des Wahlbezirks, fchiedene Akkordsätze in eine partielle Lohnbewegung War es schon während der Rede Sickfelds zu stürmischen UnterGenosse aldeck Manasse, beleuchtete die Mißstände, die auf einzutreten. Es fanden auch für 27 Betriebe Werkstattbesprechungen brechungen gekommen, so gab es während der Diskussion geradezu den verschiedenen Gebieten der Gemeindeverwaltung herrschen, statt; in dreien dieser Betriebe waren die Fachvereinsmitglieder in tumultuarische Auftritte, so daß die einzelnen Redner mehrfach am rügte rimentlich die großen Mängel unsres Gemeindeschul- der Mehrheit, in den andern Betrieben dominierten die Verbands- Weitersprechen gehindert wurden. Piepenhagen, Vertreter des wesens und zeigte, wie es einzig und allein der Social- mitglieder. In 14 Betrieben brachten es die Arbeiter durch ihr ge- Fachbereins, wies darauf hin, daß Lohnbewegungen, wie die in demokroie vorbehalten ist, alle diese großen und wichtigen Kultur- meinsames Vorgehen auch zu einem teilweisen Erfolg. Der Leitung Frage stehende, tagtäglich ausgefochten würden, es dazu aber feiner aufgaba, die die Vertreter des reaktionär gewordenen Freisinns ver- des Fachvereins wurde nun der Vorwurf gemacht, aus Antipathie Aktion des Verbandes bedurft hätte. Zu einer größeren Lohnnachläfigen, zu lösen. Der Redner wies ferner darauf hin, daß gegen den Verband und aus Aerger darüber, daß der Verband die bewegung sei die Zeit aber schon zu weit vorgerückt gewefen. Eine unfre Bertreter, trotzdem sie infolge des schändlich ungerechten Wahl- Initiative zur Lohnbewegung ergriffen hatte während der Fach- Vermessenheit aber sei es, einseitig Lohnbewegungen für einen ganzen fystens nur eine Minderheit im Stadtparlament bilden, schon man- berein die günstige Konjunktur thatenlos habe verstreichen lassen Beruf zu inscenieren, ohne sich mit der andern in Betracht kommenden chen Borteil erzielt haben und gleichsam zum Gewissen der Stadt- die Ausdehnung und sachgemäße Durchführung der erfolg Organisation vorher in aller Form zu verständigen. Die Einladung verodneten- Versammlung geworden sind. Zum Schluß forderte der versprechenden Lohnbewegung durch unsolidarische Quertreiberei und zu einer öffentlichen Versammlung fönne als solche Verständigung Redter die Parteigenossen auf, nicht nur ihre Stimme abzugeben, Gegenagitation unter den Kollegen der verschiedenen Werkstätten der nicht angesehen werden. Er bleibe dabei, dem Verbande sei es bei sonern sich alle erdenkliche Mühe zu geben, auch die artig behindert zu haben, daß die Bewegung nach kurzer Zeit im dem als Lohnbewegung bezeichneten Scheinmanöver nur darauf annog Fernstehenden und Gleichgültigen zu gewinnen und Sande verlief. Die Beschuldigungen belegte der Referent durch gekommen, dem Fachverein eins zu versetzen und für sich und seine auguflären. Diefer Mahnung Mahnung schloß schloß sich der Vor Mitteilungen über Einzelvorgänge, die sich infolge des Eingreifens Organisation Stimmung zu machen. Eine derartige Arroganz des fiende, Genosse Oppel an und machte noch besonders darauf von Kommissionsmitgliedern bei den Besprechungen in mehreren Verbandes werde man sich niemals gefallen lassen. Was nun die Verafmerksam, daß die bevorstehende Wahl, am 27. November von Betrieben abgespielt hatten, und ferner durch folgende Resolution, öffentlichung der bewußten Resolution in dem Arbeitgeber- Organ norgens 9 bis abends 8 Uhr dauert, es den Wählern also möglich die am 19. Oktober von einer Generalversammlung des anbelange, so rühre diese wahrscheinlich von einem bürgerlichen gemacht ist, ohne Arbeitszeitversäumnis ihre Stimme abzugeben.& ach vereins angenommen worden ist: Berichterstatter her. Es sei in jener Versammlung zwar auch ein Der Vorsitzende forderte ferner zum Besuch der noch bevorstehenden" In Erwägung, daß die Lohnverhältnisse in unsrem Berufe Berichterstatter des Vorwärts" anwesend gewesen, doch dieser habe Wählerversammmlungen, sowie zu regen Beteiligungen der Flugblatt- besonders seit Einführung der ausgedehntesten Teilarbeit schon seit sich infolge einer hingeworfenen Bemerkung eines Mitgliedes in überverbreitung auf. langer Zeit verbesserungsbedürftig sind, erklärt sich die heutige empfindlicher Weise gekränkt gefühlt und darauf das Lokal verlassen. Generalversammlung im Princip mit der Lohnbewegung ein- Die Bemerkung über den Vorwärts" sei übrigens gar nicht so verstanden. In Erwägung jedoch, daß die Lohnbewegung einseitig unangebracht gewesen, weil es doch auffallen müsse, wenn insceniert, ohne mit dem Fachverein vorher Beratungen gepflogen für gewöhnlich die Aufnahme der Berichte des Fachvereins abzu haben, der doch die einzige Gewähr für ein erfolgreiches Vor- gelehnt würden, nun mit einem Mal, wo über die Lohnbewegung gegehen geboten hätte, und da infolgedessen jede Vorbedingung, vor sprochen werden sollte, auch ein Berichterstatter des Vorwärts" erscheine. allem eine den Forderungen entsprechende Agitation unterblieb, Es sprachen noch Leopold vom Verband und Meyer und Haffner da ferner das Verhalten des Holzarbeiterverbandes bei allen vom Fachberein. Während der Ausführungen des lettgenannten Redners Lohnstreitigkeiten in unserm Berufe der letzten Jahre ein solches fam es zu einem derartigen Tumult, daß der überwachende Beamte war, das niemals darauf schließen läßt, daß es dem Verband mit die Versammlung auflöste. seinem Vorgehen ernst ist, erklärt die heutige Versammlung die eingeleitete Lohnbewegung für ein Scheinmanöver, eingeleitet, nicht um die Lage der Berliner Berufsgenossenschaft ernsthaft zu heben, sondern um den Fachberein zu überrumpeln und in seiner Fortentwicklung zu schädigen. Die Versammelten erklären, wie bisher den Kleinkrieg im Berufe auch ferner weiterzuführen und zur gegebenen Zeit eine allgemeine Lohnbewegung, die sich auf alle Betriebe zu erstrecken hat, zu veranlassen. Wir sprechen jeder andren Vereinigung das Recht ab, ohne unsre Organisation zu Nate zu ziehen, öffentlich Beschlüsse zu fassen, deren Durchführung den gefamten Berliner Musikinstrumentenarbeitern obliegt." Die Kommunalwähler- Versammlung, die am Montag in der Kronenbrauerei in Moabit tagte, war gut besucht. Mit lebhaftem Interesse folgten die Anwesenden dem Vortrage des Genossen Pfannkuch, welcher die Mängel aufzeigte, die auf dem Gebiete des Schulwesens, der Krankenhäuser und andrer Zweige der städtischen Verwaltung bestehen. Der Freifinn, welcher unfähig ist, eine großzügige Kommunalpolitik zu treiben, wie sie das Interesse des Gemeinwohles erheischt, muß wenigstens aus der Vertretung der dritten WählerKlasse vertrieben werden. Die Parteigenossen müssen auch bei diesen Wahlen dahin wirken, daß die Zahl der Vertreter der Socialdemo fratie in der Stadtverordneten- Bersammlung vermehrt und unfre Fraktion dadurch in den Stand gesetzt wird, die Interessen der Arbeiterklasse im Stadtparlament noch erfolgreicher als bisher zu vertreten und die rückständigen Anschauungen und Bestrebungen der Gegener zu bekämpfen. Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage richtete der Vertrauensmann Fischer an die Versammlung eine Aufforderung zur regen Beteiligung an den Wahlarbeiten. Jeder Genosse möge unsre Agitation mit aller Kraft unterstützen. Den 43. Wahlbezirt, der bereits in unsrem Besiz ist, muß auch bei dieser Wahl in unsren Händen bleiben. Ferner ist es unsre Aufgabe, den 42. Bezirk den Gegnern zu entreißen und ihn für unsre Partei zu erobern, damit wir alle vier Moabiter Bezirke der dritten Abteilung zu unsrem Besisstand zählen können. Nicht nur die Parteigenossen der beiden zur Wahl stehenden Bezirke, sondern auch die aus den der beiden zur Wahl stehenden Bezirke, sondern auch die aus den andren Bezirken müssen sich für die Wahlarbeiten zur Verfügung stellen, denn es gilt, auch den letzten Moabiter Bezirk den Gegneri " " " ( Die Ueberempfindlichkeit, von der Genosse Piepenhagen als bei einem Berichterstatter des Vorwärts" vorhanden sprach, liegt wohl auf seiten der Mitglieder des Fachvereins. Derselbe teilt nämlich mit allen Organisationen in Berlin und Umgegend das Schicksal, daß für gewöhnlich" die Aufnahme seiner Berichte abgelehnt wird, daß aber, 100 über die Lohn= bewegung gesprochen werden sollte", ein Berichterstatter des Vorwärts" erscheint. Soll der Berichterstatter vielleicht ge wöhnlich", bei Lohnbewegungen aber nicht erscheinen? Bei dem moralischen Hinauswurf unsres Berichterstatters handelte es fich übrigens feineswegs um eine hingeworfene Bemerkung eines Ein Bericht über die Versammlung, in der vorstehende Erklärung Mitgliedes", sondern um eine regelrechte Debatte über die Frage, angenommen wurde, ist, so bemerkte der Referent weiter, in ob man denselben zulassen oder hinausweisen solle. Und das in einem Arbeiterorgan erschienen, wohl aber in dem Gegenwart eines bürgerlichen Berichterstatters, an der niemand Fachorgan der Arbeitgeber, der Musik- Instrumenten- Anstoß nahm. Daß unser Berichterstatter das Ende einer solchen Beitung", und dies Blatt hat nun die Gelegenheit benutzt, den Zwist Debatte nicht abwartete, sondern hinausging, ist wohl ſelſtverſtänd ber beiden Drganisationen in geschickter Weise zu Gunsten der lich, und daß wir im Interesse des Fachvereins in dieser Angelegen Arbeitgeber auszumuten, indem es in einem Artikel den gefunden heit vor der Deffentlichkeit bisher geschwiegen haben, zeugt wohl von abzunehmen. Sinn, die Einsicht und Intelligenz des Fachvereins gegenüber der allem andren, nur nicht von Empfindlichkeit. R. d.„ V.") Die Musikinstrumenten- Arbeiter( Sektion des Holzarbeiter Ver aufhezzenden Thätigkeit des machtlüsternen Holzarbeiter- Verbandes bandes) hatten zum Montag nach dem Gewerkschaftshaus eine rühmend hervorhob. Auf dieses bedenkliche Lob des Arbeitgeber- Mitgliederversammlung des socialdemokratischen Vereins in Kähnes Französisch- Buchholz. Am Dienstag, den 17. d. M. fand die öffentliche Versammlung einberufen mit der Tagesordnung: Organs hat der Fachverein volle drei Wochen geschwiegen, Lokal statt. Herr Zahntechniker Gedicke- Berlin hielt einen mit leb Bericht über die Lohnbewegung und das Verhalten erst in der letzten Nummer der der Leitung des Fachvereins dazu. Wie zu erwarten, eine abweisende Erklärung dazu. Nach Meinung des Referenten sei haftem Beifall aufgenommenen Vortrag über: Die Zähne, ihre Krankhatten sich die Mitglieder des lokalen Fachvereins der Musik die Erklärung endlich wohl mur deshalb erfolgt, weil bekannt war, heiten und Pflege. In der darauf folgenden Neuwahl des Vorinstrumenten- Arbeiter in der Versammlung ebenfalls sehr zahlreich daß sich die heutige Versammlung auch mit diesen dem Fachverein in ſtandes wurden zum Vorsitzenden Genoſſe& r n it Gottlieb. eingefunden. Gleich zu Anfang tam es zu erregten Geschäftsordnungs- so reichem Maße von den Arbeitgebern zu eil gewordenen Lob- Hauptstraße 62, und zum Kassierer August Pohl, Gravensteindebatten über die Besetzung des Bureaus, das schließlich auf pari- preisungen beschäftigen würde. Redner bezeichnete den Inhalt der Straße 4, gewählt. tätischer Grundlage gebildet wurde. Hierauf hielt Sidfeld, vorerwähnten Fachvereins- Resolution teils als eine über den HolzBranchenvertreter der Sektion das einleitende Referat, in dem er arbeiter- Verband ausgestreute bewußte unwahrheit, teils Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 25. November. Anfang 7/, Uhr: Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Im stillen Gäßchen ( Quality- Street.) Deutsches. Rose Bernd. Berliner. Ueber unsre Straft.( Erster Teil.) Leffing. Zapfenstreich. Westen. Die Afrikanerin. Neues. Salome. Vorher: Der Kammeränger. Residenz. Ein Seitensprung( La Carotte.) Borher: Der zündende Funke. Central. Der Rastelbinder. Nachmittags: Der gestiefelte Kater. Thalia. Der Hochtourist. Casino. Ein edles Weib. Hotel Klingebusch. Metropol. Durchlaucht Radieschen. Apollo. Frühlingsluft. Anfang 8 Uhr: Schiller 0. ( Wallner Theater.) Die Stüßen der Gesellschaft. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Liebelei. Hierauf: Litteratur. Belle Alliance. Der Menonit. Carl Weiß. Die Toten leben. Quisen. Die Logenbrüder. Kleines. Nachtasyl. Trianon. Biscotte. Deutsch: Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Palaft. Mutterſegen. Winter- Garten. Specialitäten. Bajsage Theater. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Zaubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: An den Seen Dberitaliens. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 115r. für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Urania. Luisen- Theater. Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr im Theater: An den Seen Ober- Italiens. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Mianko Indianer- Riese Karoo. Die zusammengewachsenen Lebend. Schwestern! Lebend. Andries Anfang 8 Uhr. Die Logenbrüder. Morgen: Der Verschwender. Freitag: Der Widerspenstigen Zähmung. Sonnabend: Die Jungfrau von Orleans. Sonntagnachmittag: Der Widerspenstigen Zähmung. Abends: Der Verschwender. Montag: Die Logenbrüder. Residenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Anfang 7 Uhr. Boereu- Riese Das grosse Geheimnis. Venter, ehemal, Leibsoldat des Präsidenten Paul Krüger von Transvaal. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Salome. Borher: Der Kammersänger. Anfang 7, Uhr. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Nachtasyl. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Elektra. Metropol- Theater. Durchlaucht Radieschen! Burleske Ausstattungsposse mit Central- Theater. Gesang und Tanz in 4 Bildern Heute nachmittag 4 Uhr, halbe Preise, jeder Erwachsene ein Stind frei. Der geftiefelte Kater. Märchenspiel mit Ges. u. Tanz in 4 Bild. Abends 7, Uhr: Der Rastelbinder. Operette in 3 Aften von Franz Lehár. Donnerstag 72 Uhr: Der Rastelbinder. von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. 1 Im 4. Bilde: Grosses Ballett Wie damals im Monat Mai. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. 2000 Lustspiel in 3 Aften v. Pierre Wolff. Ein IX. Berlinor Saison. Cirkus Busch. Mittwoch, den 25. November cr., abends 72 Uhr: Ritter von Renroff, Schulreiter. Ser Gustav Goebels als Schulreiter, Schüler des berühmten James Fillis. Mademoiselle Adrienne de Holstein, Schulreiterin. Die neueste Sensation Berlins: Mr. Eclair im Teufelsrad. Nur noch kurze Zeit: Auftreten der Miß is Heliot, Löwenbraut. Nur noch kurze Zeit: ALT CHINA Kunst- Ausstellung LEIPZIGER STRASSE 12 Täglich geöffnet 10-8. Entree 1 M., Sonntag 50 Pf. Die Expedition. Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Biscotte. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag: Die Notbrücke. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Mittwoch, den 25. November 1903: Zur Feier des 20 jährigen BühnenJubiläums des Dirett. Bernhard Rose Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aufz. v. Fr. v. Schiller. Wilhelm Tell. Bernhard Rose. Anfang 8 Uhr. Paul Mindners Yodessprung W. Noacks Theater. Fröbels Allerlei Theater ganzen über eine ganze Herde Elefanten. Direktion: Robert Dill. Sonnabend zum erstenrotte Berliner Winterfreuden Brunnenstrasse 16. fr. Puhlmann, Chönhauser allee 148. Seitensprung( La Carotte). Schwank in 3 Atten von Georges Berr, Dehére u. Guillemand. Deutsch von Mar Schönau. Vorher: Der zündende Funke. Lustspiel in 1 Akt von Ed. Bailleron. Belle- Alliance- Theater. Belle- Allianceftr. 7-8. In Vertretung. Ein Soldatenschwank in 3 Atten von Heinz Gordon. Anfang 8 Uhr. humorist. Manege- Schaustück. Preciosa. Zum 88. Male Anfang& Uhr. Entree 30 Pf. Donnerstag: Extra- Elitevorstellung. Deutsch- Amerikanisches Hamlet, Brinz von Dänemark. Adolf Philipp 3. 67 Köpnickerstr.68 Theater UeberngrossenTeich Anfang 8 Uhr. Donnerstag zum erstenmal: 208 Carl Weiss- Theater. vom Manne! Schwank in 3 Akten von B. Jacoby und A. Lippschitz. Freitag bis Montag: Los vom Manne! Große Frankfurter Straße 132. Abends 8 1hr: Sonntagnachmittag 3 Uhr zu halben Der Fehltritt einer Frau. Preisen: Doktor Wespe. Relchshallen Berliner Sittenbild in 5 Aften von Herm. Werner. Morgen: Der Fehltritt einer Frau. Reichshallen Freitag: Die Schule des Lebens. Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Sonnabendnachm.: Der Waldmeister. Sonntagnachm.: Der Trompeter von Säffingen. Sonnabend 8 Uhr: Maria Theresia und ihr Hof! oder Gute Nacht, Hänschen! Königstadt- Kasino Holzmarktstr. 72, Ede Meranderstraße. Täglich: Franz Sobanski, Geschw. Lehmann, C. Groth, L. Durand, La Traviata, Lesardo and Trepp. Zum Schluß: Inhaber: Wilhelm Fröbel. Jeden Mittwoch 8 Uhr: Grosser Extra- Spielabend der beliebten Zimmermanns Norddeutsche Sänger. Casino- Theater. Rad der Vorstellung: Frei- Tanz. Lothringerstr. 37. Anf. 8, Sonnt. 7% Letzte Woche: Berliner Nachtasyl. Letzte Woche: Gastspiel Kapitän Martens 2c. Letzte Woche: 9: Hotel Klingebusch. Sonntagnachm. 4 Uhr: Ein edles Weib. früher Palast- Theater reen- Palast Burgstr. 22. Anhaltender Erfolg! Das Liebesparadies Gesangs- Burleste in 3 Aften von B. Geride. Das ideale November- Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bf. Eintritt inkl. Lanz 30 Pf. Sonntag von 5-10 Uhr: Nord. deutsche Sänger. Nach der Vorstellung 10, Uhr: Gr. Extra- Ball. Montag: Goethe- Ensemble. Dienstag: Städtebund- Theater. Sanssouci. Kottbuser Thor Stat. der Hochbahn. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Sonnabend, 28. November: WohlthätigkeitsVorstellung zum Besten einer Weihnachts- Bescherung armer Kinder. Nach der Soiree Tanzkränzchen. Kaffeepause. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Freitag, den 27. November 1903: Berliner Ein Goldfuchs. Mutter und Sohn. Felix Scheuer lk- Trio. U Stralsunderstr. L. Schiller- Theater. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Liebelei. Schauspiel in 3 Akten von Arthur Schnikler. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrik Jbsen. Deutsch von Wilhelm Lange. Donnerstagabend 8 Uhr: Liebelei. Hierauf: Litteratur. Donnerstagabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Vasantasena. Freitagabend 8 Uhr: Die Ehre. Freitagabend 8 Uhr: Liebelei. Hierauf: Litteratur.| Hierauf: Litteratur. Lustspiel in 1 Akt v. Arthur Schnikler. Cirkus Schumann. Heute, Mittwoch, den 25. November, abends 7, Uhr: Die grösste Attraktion der Gegenwart. Um 9 Uhr: Um 9 Uhr: La Flèche Humaine"( das Original). I.Wahlkreis( 2. Kommunal- Wahlbezirk). Donnerstag, den 26. November 1903, abends 8% Uhr: Grosse öffentliche Wähler- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Auf zur Stadtverordneten Wahl. Referent: Stadtv. Dr. Karl Liebknecht. 2. Diskussion. 208/13 Ansprache des Kandidaten Waldeck Manasse. Zahlreichen Besuch( Männer und Frauen) erwarten Die Vertrauensleute. Zweiter Wahlkreis. Donnerstag, den 26. November, abends 8 Uhr: Rekordsprung von 50 Fuss= 15 Meter 2 öffentl. Wählerversammlungen ausgeführt von Mlle. Hélène Dutricu, die Erfinderin dieses Pfeilsprunges mit dem Fahrrad. Abgeordneter 1. in Zühlkes Salon, Dennewißftr. 13. Referent Reichstags- E. Wurm. Außerdem: 25 männl. Kaiser- Löwen u. das Riefenprogramm. 2. in Habels Brauerei- Ausschank, rake 5/7. der Standidat Bergmann Referent 0. Antrick. Voranzeige. Zu der am Freitag, den 27. November 1903, abends 7 Uhr, im Cirkus Schumann zum Besten der unterzeichneten Krieger- Sanitäts- Kolonne vom Roten Kreuz, Berlin und des Preussischen Landes- Vereins vom Roten Kreuz findenden grossen ausserordent. Gala- Vorstellung gebenit ein Der Vorstand der Krieger- Sanitäts- Kolonnen vom Roten Kreuz, Berlin. Tagesordnung: 2. Freie Diskussion. 1. Die Stadtverordneten: Wahlen und die Socialdemokratie. Zahlreichen Besuch erwartet 210/18 Das Wahlkomitee. 3. Reichstags- Wahlkreis Kommunalwahl im 17. und 18. Bezirk. Donnerstag, den 26. November, abends 8 Uhr, im Apollo- Saal, Sebastianstraße 39: Passage- Theater Apollo- Theater. Kommunalwähler- Versammlung. Anfang tags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Die 1. Excentric- Tänzerin der Welt Pertina Die Berliner Presse stellt sie einstimmig an die Spike aller bisher in Berlin gesehenen Tänzerinnen. Das Moto- Mädchen Mensch oder Maschine? Das neue Rätsel für Berlin. 14 glänzende Nummern. Germania Prachtsäles Chauffeestr. 103. Arnold Scholz. Jeden Mittwoch: ( Steidl, Wolff) Sänger Hamburger Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Pf. Borzugskarten gelten. 875 6 Zum 48. Male: Frühlingsluft. Im 3. Aft: Blütenhochzeit. Ballett von Gundlach. Ferner die sensationellen Specialitäten. Anfang 8 Uhr. 600 Herren- Moden eleg. Ausführung, geringe Zeilzahlung. J.Kurzberg, NeueKönigstr. 47 II, Tagesordnung: 1. Vortrag über: Auf zur Stadtverordnetenwahl. Referent: Stadtv. Dr. Curt Freudenberg. 2. Diskussion. Regen Besuch erwarten 212/17 Die Vertrauensleute. Vierter Wahlkreis( Süd- Ost). Donnerstag, den 26. November, abends 8 Uhr: Zwei öffentliche Wähler- Versammlungen Allen Freundet Bekannten und Kollegen die treurige Nachricht, daß mein lieber, unvergeßlicher Mann und Vater, der Arbeiter Karl Schulz nach schwerem Krarenlager verftorben ist. Die Beerdigung finet am Mitt woch, den 25. Noveiber, nach mittags 3 Uhr, vom ElisabethKrankenhause, Lühowstaße, nach dem Schöneberger Friesof, Marstraße, aus statt. 3454b Die trauternde Witwe Fra Schulz nebst Kindern. Centralverband der Hanels-, Transport- u. Verkehrsarbiter Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin 1. Hierdurch diene zur Nachrist, daß unser langjähriges Mitgliei Ferdinand Fischer Rixdorf, 71/5 am 23. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Socialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Kutscher Ferdinand Fischer ( 3. Bezirk) am am 22. November verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstagnachmittag 22 Uhr von der Leichenhalle des alten Rigdorfer Kirchhofes( Rudowerstraße) aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 235/10 Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten meinen tiefgefühlten Dank für die reiche Teilnahme und Kranzspende bei der Beerdigung meiner lieben Frau, speciell meinen Mitarbeitern und dem Lotterie- Verein Wiesenburg. 34202 Der betrübte Gatte Ernst Rudorff. in den Lokalen: Urania, Wrangelstr. 10/11; 3ur Drachenburg, Vor dem Schlesichen Thor 2. der Firma Hollerbaum und Schmidt Zages Drdnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. 2. Diskussion. 215/7 direkt am Alexanderplag. Referenten: Die Reichstags- Abgeordneten Paul Singer, Arthur Stadthagen. Kostüme, Saccos, Röcke, Blusen etc. 47. Wrangelstr. 47, part. Hochbahnhof Schlesisches Thor. von Kammgarn, Tuch, Seide etc. Reste Zuschnitt gratis! Kredit. Monatlich 10 Mark liefere Anzüge Paletots nach Maß. Ber Kaffe auch billigste Preise. Schneidermstr., Nur noch wenige Tage: J. Tomporowski, Prinzenstr. 55. Saharet australische Tänzerin. Emil Sondermann Humorist vom Ida Central- Theater, Berlin. Bravoursängerin. 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Große u. Kleine Vereinszimmer frei. Gewerkschafts- Kartell für Berlin und Umgegend. Bureau: C. 54, Dragonerstr. 15. Telephon: Amt III, 5028. Donnerstag, den 26. November cr., abends 8, Uhr, bei Patt, Dragonerstraße 15: Delegierten Versammlung. Tages Drdnung: 1. Abrechnung vom dritten Quartal 1903 und Revisionsbericht. 2. Abrechnung vom Kommers. 3. Kartellangelegenheiten. Das Erscheinen sämtlicher Delegierten ist dringend erforderlich. 292/14 Der Ausschuß. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Filiale Berlin. Donnerstag, den 26. November 1903, abends 8, Uhr: Branchen- Versammlung der Stellmacher bei Pfeffer, Nosenthalerstr. 57. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Branchen Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu er scheinen. 90/1 Alle Wähler sind hiermit freundlichst eingeladen. Achtung! Das Wahlkomitee. Achtung! 4. und 5. Reichstags- Wahlkreis! Donnerstag, den 26. November, abends 8 Uhr: 3 öffentl. Kommunalwählerverfammlungen 24. Bezirk: bei herkog, Memelerstraße 67, Referenten: Stadtverordneter Adolf Hoffmann und der Kandidat Paul Sehneider. 25. Bezirk: in der Germania- Brauerei, Frankfurter Alle 53. Konsum- Verein eingetragene Genossenschaft m. b. H. Charlottenburg. Am 2. Dezember 1903, abends E 11hr, im Voltshause, Rosinenſtr. 3: General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes; Beschlußfassung über Entlastung des Berstandes. 2. Beschlußfassung über die Gewinn. verteilung. 3. Statutenänderung,§ 76, den Schluß des Geschäftsjahres auf den 30. Juni 311 verlegen. 4. Wahl cines turnusmäßig aus. scheidenden Vorstandsmitgliedes, sowie drier Aufsichtsratsmitglieder. Um zahlreiches Erscheinen wird ge Beten. Mitgliedsbuch oder Karte legitimiert. May Knöfel, 295/3 1. Vorsitzender des Aufsichtsrats. Referenten: Stadtverordneter H. Heimann und der Kandidat Stadtverordneter B. Bruns. 5. Bereinsangelegenheiten. 28. Bezirk: Altes Schüßenhaus, Linienfstraße 5. 1. Referenten: Stadtverordneter Dr. Weyl und der Kandidat Franz Kotzke. Tagesordnung in allen Versammlungen: 215/6 Nieder mit dem Kommunalfreisinn. 2. Diskussion. Die socialdemokratischen Wahlkomitees. VI. Wahlkreis. Mittwoch, den 25. November, abends 8 Uhr: Oeffentl. Wähler- Versammlung in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ewald: Die Socialdemokratie und ihre Forderungen an die Stadtverwaltung". 2. Freie Diskussion. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Sichlings DamenKonfektion Grosse Frankfurterstr. 102 1. Etage. Keine hohe Ladenmiete, daher bila ligfte Bezugs quellev. Jacketts Paletote, Capes, Röte. Gelegenheitskauf: Lange Paletots 7-10 Mark. 220/19 Bur Probe! Beste Rafirmeffer Der Vertrauensmann. Sechster Wahlkreis! Donnerstag, den 26. November, abends 8%, Uhr: Sechs öffentl. Wähler- Verfammlungen in folgenden Lokalen: Spreehallen, Kirchstraße 13. Feldschlösschen, Müllerstraße 142. der Welt! empf. gegen Nachnahme od. vorh. 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Pfennig. Nur das erste Wort fett. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 708 86 910 32 70 201160[ 500] 239 94 307 99 427 91 718 933 202077 391[ 500] 667 730 38 1500] 79 851 [ 500] 55 203093 862 204236 367 421 743 822 913 21 60 205043 49 72 221 23 1500] 45 80[ 1000] 304 46 54 404 19 554 659 712 851 936 206081 315 712 858 81 207394 529 61 91 751[ 3000] 208123 [ 1000] 32 52 246 406 579 736 848[ 500] 86 902 97 209042 72[ 500] 74 107 298 604[ 5000] 89 990 210162 234 13000] 501 92 783 211058 356 61 [ 3000] 455 619 758 800 990 212421 606 732 44 851 52 61 950 213247 302 5 26 57[ 30001 479 83 673 739 [ 500] 56 214001 107 26 446 82 92 95 582 668 69 91 806 33 42 215073 119 337 50 572[ 1000] 655 781 826 216037 141 95 210 77 88 95 370 75 82 404 5 63 519 40[ 500] 644 784[ 3000] 908 71 217335 406 902 15 23 27 218243 820[ 3000] 956[ 500] 89 97 219104 20 27 73 233 304 41 409 587 611 14 803 95 952 220008 15001 151 58 317 520 601 833 985[ 1090] 99 221029 178 95 250 52[ 1000] 64 332 419 79 90 999 [ 500] 511 621 60 222086 354[ 500] 410[ 1090] 546 [ 500] 62 653 58 60 796 810 48 54 223059 67 90 275 92 323 451[ 500] 512 38 632 67 800 904 ramie zu 300 000 r., Im Gewinnrade verblieben: 1 Geminn an 500 000 Wit, 1 a 50 000 W, 1 zu 30000 3 8 15 000 m., 13 u 10 000., 28 am 5000 1, 419 A 3000 2.1., 634 zu 1000 W, 1075 g 500 wt. 14. Zichung 5. Klasse 209. Kgl. Preuß. Lotteric. 1 468 532 15001 647 886 947 114019 234 79 363 411 57 Biehung vom 24. November 1903, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mt. sind den betrenenden Wummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nadbrud verboten. 248 54 391 525[ 50] 72 687 835 55 1097 149 302 655 2466 99 577 85 735 987 3046 105[ 1000] 30 294 408 521 772 828 4031 286 445 47 567 609 500] 23 51 817 60 902[ 500] 5142 1000 78 510 823 87 6076 130001 312 1500 65 415 96 690 741 7033 50 99 107 96 347 427 33 60 561 613 709 811 947 8315 55 589 606 713 919 40 9121 11000 264[ 1000] 80 538 980 10064 184 256 326 42 421 27 50 543 49[ 3000] 649 55 849 75 971 11181 352 475 640 68 86 12057 96 150 250 434 51 15001 685 837 39 13160 99 254 1500 334 98 [ 1000] 441 63 712 14006 23 126 225 31 72 309 89 442 504 11 647 58 11000] 783 964 15117 15001 27 349 1500] 58 468 78 529 31 641 84 89 793 803 85 910 88 16026 352 71 74 485 96 562 74 635 716 992 17050 80 123 54 1500 97 247 337 65 526 68 640 91 745 1500] 838 18084 328 755 837 19024 125 81 387 15001 491 539 604 92 790 881 110001 30146 15001 226 39 347 20001 30 146 15001 226 39 347 409 828 906 21165 380 510 35 110001 651 71 13000 726 99 935 44 22920 168 388 687[ 1000] 751 896 23036 199 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