Nr. 27». IHnnniMtS'Bfdliigiinsn: HBonnemmtS< Preis pränumerando: BterteyShrl. ZL0 Mk. monatl. t,l0 Ml., WSchentNih 2S Pfg. frei WS Hau». Einzelne Rummer 5 Pfg. Sonntag», nummer mit illustrierter Sonntag», Leiiag».Die Reue Welt» lv Pfg. Post. «domiement: l,t0 Marl pro Monat. Eingetragen in der Post-Zeitung», Preisliste für I»«» unter Nr. 8203. Nnter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungarn» Marl, für da» Sdrige iluSIan» t Marl pro Monat. Ilichtlsl liglich»iS«l lllontzg», Zw. Jahrg. Vevlinev Volksblskk. Centralorgan der focialdemokratisihen Nariei Deutschlands. vi« lnltN>»n».Std0h» «»trügt für die fechSgelpaltene Kolonei- zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerlschastliche Verein?- und BerfammIungS-Anzcigen L0 Pfg. „Steine Anreisen" jede» Wort» Pfg. (nur da» erste Wort fett). Inserate fü« die nüchste Rummer müssen bis s Uhr Nachmittag« in»er Expedition abgegeben tberden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abend«, an Sonn- und kesttagen bi« S Uhr»ormitttags geöffnet. Telegramm-»oresf«: „Soctildinslint Bwüb". Redaktion t SM. 68. Ltndcnetraaac 69. Fernsprecher! Amt lV Nr. tvttS. Sxpedltlon: 8 AI. 68. Llndcnstraese 69. _ Fernsprecher t Amt IT, Nr. 1984. Der alte neue Reichstag. Der eiste deutsche Reichstag wird sich in wenigen Tagen ver sammeln; bei seinem bevorstehenden Zusammentritt klingen alle Stimmungen nach, die in den Tagen seiner Geburt Volk und Welt erfüllten. Den kläglichen Philisterunsinn, eS gäbe nichts Neues unter der Sonne, wird dieses Parlament Lügen strafen, in dem die poli- tische Organisation der revolutionär gesinnten Arbeiterklasse ungleich stärker vertreten sein wird als in jedem, das vor ihm war oder neben ihm ist. Die Kräfte der bürgerlichen Revolutionen erscheinen. so explosiv sie sich auch entwickeln mochten, kindcrhaft gegenüber jener ruhig sich entfaltenden Macht, die den Rahmen der bürgerlichen Gesetze gebung immer stärker erfüllt und dabei doch keinen Augenblick irgend welchen Zweifel darüber aufkommen läßt, daß sie ihre Arbeit innerhalb der bestehenden Ordnung nur als das Vorspiel viel tiefer greifender Ereignisse betrachtet. Wenn die socialdemokratische Fraktion am 4. Dezember drei- undzwanzig jener Plätze besetzen wird, auf denen sich vordem ein niedergebrochener bürgerlicher Liberalismus dehnte, so entbehrt darum dieser Vojoang keineswegs einer tieferen sinnbildlichen Bedeutung. Und lvenmdie reaktionäre Presse trotzdem nicht müde wird zu ver- sichern, daß sich die Zusammensetzung des deutschen Reichstages„im wesentlichen" nicht geändert habe, da ja die Kardorff-Mehrheit wieder glücklich beisammen sei,' so ist ihr bei der Beteuerung so hausbackener Wahrheit sicherlich nicht ganz wohl zu Mute. Denn alle möglichen und unmöglichen Verschiebungen im Lager der bttrger lichen Parteien können nicht? andres sein als flüchtige Erscheinungen des TageS, während mit dem Vordringen der proletarischen Be wegung— gleichgültig ob parlamentarische iviehrheitsverhältnisfe von ihr augenblicklich beeinflußt werden oder nicht— der Stunden-- zeiger der Weltgeschichte vorrückt. Ja. dieses gerühmte Beharrungsvermögen einer reaktionären Mehrheit ist nichts andre« als ein Belveis der fortschreitenden Ver- knöcherung, des wachsenden Unvermögens der Anpassung an ge- änderte Verhältnisse. Dieser aufatmenden Greiscnfreudigkeit, daß cS zu Hause vorläufig doch beim alten bleibt, kann die Zukunft nicht gehören. In den nächsten fünf Fahren wird es wahrscheinlich eine ReichStagsmehrheit geben, die den Etat bewilligt, brotwucherischen Handelsverträgen zustimmt, neue Schiff« bauen läßt, neue Soldaten einstellt und neue Steuern apportiert. Das ist der fünffache Maßstab, mit dem die Regierung eine neue Volks- Vertretung mißt, und sie ist's zufrieden, wenn ihr Rekrut nur gerade noch ein leidliches Militärmnß aufweist. Man könnte sich wohl, wenn man nach liberalem Muster die Politik, statt sie auf Thaffachen aufzubauen, aus Ideen konstruieren wollte, eine Regierung vorstellen, die von einem neuen Reichstag ganz andre Dinge erwartete, die eS sich keineswegs damit genug sein ließe, eine riesenhaft aufsteigende Volksbewegung mit ererbten Phrasenschätzen und Gewaltmittelchen zu bekämpfen, sondern viel- niehr alle Möglichkeiten zu erschöpfen versuchte, ihr durch eine groß- zügige Reformpolitik die revolutionären Schärfen abzuschleifen. Ganz anders stellt sich die Entwicklung der Dinge in der Wirk- lichkeit dar. Nicht die Regierung ist e«, die nach politischen und socialen Reformen drängt, sondem es istumgekehrt diesocialdemokratische Bewegung, die auf dem Boden der bestehenden Berhältnisie so un- erhörte Erfolge errang. Auch insofern ist«S im neuen Reichstage glücklich beim alten geblieben, daß die socialdemokratische Fraktion nicht nur die einzige Vertreterin einer in Grundsätzen wurzelnden Zukunftspolitik bleibt, sondern daß auS ihrem theoretischen Programm allein alle Reformfruchtbarkeit erwächst, die sich auf dem Boden der bürgerlichen Gesellschaft selbst schon entfalten kann. Die Kluft, die daS geleugnete ZukunstSinteresie der Arbeiterklasse von ihrem unleug- baren Gegenwartsinteresse trennt, ist nur in der Phantasie unsrer Gegner vorhanden; diese selben Gegner aber, denen keine Hölle zur Verdammung deS focialdemokratischen Endziels tief genug ist, werden auch im neuen Reichstage bereit sein, jeden social- demokratischen Antrag niederzustimmen, der eine Entwicklung der Verfassung im Sinne der Demokratie, die Durchführung eine ernsten Socialreform im Jnteresie des Proletariats bezweckt. So kommt es, daß das Werden des elften deutschen Reichstag« ein so großes politisches Ereignis war, wie sein Dasein ein kleines zu werden verspricht. Spiegelt sich in den stürmischen Fortschritt seiner lproletarischen Minderheit eine Entwicklung, deren Endpunkt über die beginnende Legislaturperiode weit hinausliegt, so läßt die mühselige Wiederauferstehung der reaktionären ReichStagsmehrheit alles ahnen, waS von der neuen Volksvertretung vorläufig zu er- warten ist. Räch wie vor wird die socialdemokratische Fraktion in der grundsätzlichen Kritik bestehender Verhältnisse das ergiebigste Feld ihrer Bethätigung finden. Nach wie vor wird sie auf dem alten Verteidigungsposten stehen, von dem aus sie schon so oft die Angriffe der herrschenden Klassen auf die Rechte und Interessen deS Prole- tariatS zurückgeschlagen hat. Nach wie vor wird sie sich in diesem Verteidigungstampfe nicht auf unzuverlässige HilfStruppen aus bürgerlichen Fraktionen verlassen, sondern vielmehr ihren Stützpunkt in den politisch aufgeklärten Volksmassen suchen. Der parlamentarischev Einbildung, es wäre möglich, den auf ein fremdes Programm gewählten Gegner im ganzen oder im einzelnen zu den eignen Anschauungen zu bekehren, wird sie so wenig huldigen wie je zuvor; nicht im elften Reichstag wird sie neue Anhänger suchen, sondern im Volke, das den zwölften wählen wird. Ihre neugewonnene parlamentarische Stärke wird ihr aber auch vermehrte Gelegenheit geben, das Geschwätz der Gegner zu widerlegen, als ob die Partei der Revolution nichts andres wäre als eine Partei unfruchtbarer Verneiming. Die Zeiten sind gründlich vorbei, in denen beschränkte Minister die focialdemokratischen Volksvertreter höhnisch nach ihren„positiven Reformvorschlägen' fragen zu dürfen vermeinten.„Positive Reformvor schläge?' Die schwere Menge I Aber ihre Aufzählung genügt, um dem Spießbürger eine kontrerevolutionäre Gänsehaut anlausen zu lassen. Allgemeines, gleiches, direktes und geheimes Wahlrecht beider Geschlechter für alle Vertretungskörper des deutschen Volkes verfassungsmäßig festgelegt! Verwandlung des Klassenheeres in die Volkswehr I Ersetzung der den Massenverbrauch belastenden Steuern durch solche, die den Besitz treffen I Gesetzliche Einführung deS Achtstundentags l Rechtliche Sicherung der Gewerkschaften in ihrer kulturförderlichen Thätigkeit!... Man braucht nicht gleich an die volle Erfüllung solcher Forderungen zu denken— jeder Schritt auf den Bahnen solcher positiven Reform düntt der Mehrheit auch des neuen Reichstags als ein Aufgeben der ihnen anvertrauten Klassen- interessen, als eine Kapitulation bor den Forderungen der Arbeiter- klaffe. Genug! Wenn sich die herrschenden Klassen kindisch darüber freuen, daß der Fortbestand jener Wirtschaft gesichert ist, unter der eS die Eocialdemokratie zu drei Millionen Wählern und einund- achtzig Mandaten gebracht hat, fo dürfen wir menschlich genug sein, ihnen solche späte Freude durchaus nicht schmälern zu wollen. Alle deutenden Menschen sind heute einig in der lleberzeugung, daß eS so, wie eS bisher gegangen ist, auf die Daner nicht weiter gehen kann. Niemand erwartet, niemand wünscht, daß der bestehende Zustand in Ewigkeit fortbestehe, und nur darin scheiden sich die Meinungen, daß die einen von der Eocialdemokratie die rastlose Er- füllung ihrer Funktionen erwarten, während die andern mit steigendem Mißgeschick nach dem unfindbaren Mittel suchen, sie zu vernichten. ES ist dieselbe rührende Uebereinstimnmng, die in den Worten deS König« Franz von Frankreich zum AnSdntck kam, als er sagte:„Was mein Bruder Karl will, will ich auch: nämlich Mailand.' Und während alle Welt weiß, daß es beim alten nicht bleiben kann, freut sich die reaktionäre Presse die Seele aus dem Leibe, daß es auch im neuen Reichstage beim alten bleibt. Wie lange noch? politische Clcbcrricbt. Berlin, den 28. November. Aus dem Entwurf des ReichShaushaltsrtats für 1904. Der Kolonialetat schließt in Einnahme und Ausgabe mit 38 483 120 M. H» 2 061 478 M ab. davon Ostafrika l) 633 720 M.(-(- 1 175 220 M.), Kamerun 4 086 000 M.)(+ 420 500 M.). Togo 1 605 500 M.(-f- 510 000 M.?. Südwcstasrika 8 136 000 M.(— 205 400 M.>. Neu-Guinea 1 016 000 M. (+ 26 000 M), Karolinen, Patau und Marianen 328 600 M. (— 100000 SR), Sainoa 586 000 M.(+ 45 000 M.>, Kiautschou 13 088 300 M.(+ 280158 M.>. Die eigenen Einnahmen der Schutz ebiete betragen: Oftafrika 3 455 483 M.<+ 358 788 M), Kamerun 681200 M.(+ 598 300 M), Togo 1 605 500 M.(+ 510 000 M.). Südwcstafrika 2 719 800 M.<+ 648 420 SR), Neu- Guinea 108 500 M.(+ 1000 SR). Karolinen, Patau und Marianen 160 200 M.<+ 109 250 SR). Samoa 850 660 SR(+ 59 550 SR). Kiautschou 505 300 SR(+ 50 300 SR), somit insgesamt 11 586 633 M + 2 235 608 SR). Demnach ergeben sich an R e i ch s z u s ch ü s s e n noch 26 896 587 M.(— 174 125 SR), und zwar für Ostafrika 6 181 237 M.<+ 816 437 SR). Kamerun 1 404 800 SR(— 177 800 SR), Togo nichts. Südwcstafrika 5 416 200 M.(— 843 820 SR), Neu Guinea 937 500 M.(+ 25 000 SR). Karolinen usw. 168 400 M. 209 250 SR), Samoa 235 450 SR(— 14 550 SR), Kiautschou 12 583 000 SR(+ 229 858 SR). D i e eignen Einnahmen des Ostafrikanischen Schiitzgcbtetr» beziffern sich auf 3 455 483 M.<+ 858 783 SR), davon 781 163 SR (+ 27 183 SR) Steuern; 1388 000 M.(— 47 000 M.) Zölle. nämlich 991 000 SR(+ 40 700 M. Einfuhrzölle und 397 000 SR (— 87 800 SR) Ausfuhrzölle; 873 000 M.<+ 122 000 M.) sonstige Ausgaben, Gebühren und VerwaltungSeinnahmen; 213 300 SR + 56 600 SR) Einnahmen auS dem Eisenbahnbetriebe und 200 000 Mark(ff- 200 000 M.) Ersparnisse auS dem Rechnungsjahre 1902. Der Reichszuschuß ist mit 6 181237 M.(ff- 816 437 M.) angesetzt. Die fortdauernden Ausgaben betragen 7 183 953 M. <— 196 281 SR), davon 2 860 578 M.(ff- 6427 R) für die Sivil- Verwaltung: 2368772 M.(— 68 449 M.) für die Militärverwaltung: 498 058 M.(— 65 127 SR) für die Flotille: 1060 500 M.<— 7600M.> ür die gemeinsamen Fonds: 287 050(— 69 632 M.) für den Betrieb der Usambarabahn: 600000 SR als 27. und 28. Rate an die Deutsch- Ostafrikanische Gesellschaft. Die Summe der einmaligen AuS aben beträgt 2 438 500 M.(+ 1371 600 M.), davon entfallen 5 000 M.(- 42 000 SR) aus die Bauten(10 000 M. als zweite und letzte Rate für die Einrichtung de« Höhen- Sanatorium« Wiigiri in West- llsambara und 65 000 M. als dritte und letzte Rate für das biologisch« landwirtschaftliche Institut Amaui in Ost- llsambara); 1 800000 SR(ff- 1060 000 SR) werden als zweite Rate zur Fort- Ührung der Eisenbahn Tonga— SRuhesa— Korogwe )iS M o m b o verlangt.— Der Reservefonds ist mit 14 262 i— 998 SR) ausgestattet. Der Etat stellt sich demnach in Ausgabe und Einnahme auf 9 636 720 M.(ff- 1 175 220 SR). Die eigenen Einnahmen de» Schutzgebiets Kamerun belaufen sich auf 2 631 200 M.(ff- 598 300 SR), und zwar Steuern 163 900 M.(ff- 92 900 M.): die neue, zunächst.im Verwaltungs- jrende Kopffkeuer soll davon 90000 M. er- . ungen im Tschadsee-Gebiet 10 000 M.; Zölle (ff- 500 000 M.), die Mehreinnahme crgicbt sich durch Erhöhung deS Zollsatzes auf einig« einem specifischen Zolle unterliegende Waren und durch Erhöhung des Wertzolls von 5 auf 10 Proz.; sonstige Abgaben, Gebühren, VerwaltungSeinnahmen 217300 M.(+ 5400 M.) Der Reichszuschuß ist auf 1 404 800 M.(— 177 800 M.) bemessen. Die fortdauernden Ausgaben betragen 3 665 341 M.(ch 409 634 SR), und zwar bei der Eivilverwaltung 1393 288 M.(+ 244 710 3)?.), hervorzuheben ist die Vermehrung der Polizeitruppe auf 400 Farbige; bei der Militär- Verwaltung 1064 693 M.<— 28 376 M), in Aussicht genommen ist eine Verminderung der Schutztruppe um eine Eompagnie; die A»S- gaben für die Flottille belaufen sich auf 626 460 M.(+ 81 300 M.). Die gemeinsamen Fonds weisen in der Mehrzahl Erhöhungen auf und erfordern 681000 M.(+ 162 000 M.). Die einmaligen Ausgaben sind auf 409 605 M.(+ 10 605 M.) veranschlagt, davon für Bauten 160 225 M.(— 13 756 M). Der Reservefonds ist mit 11 054 M.(+ 261 M.) dotiert. Der Etat für Kamerun stellt sich demnach in Einnahme und Ausgabe auf 4 086 000 SR (+ 420 500 SR). Der Etat für T»g» weist eigne Einnahmen in Höhe von 1605 500 M.(+510000 Mark) auf. davon 50 000 M.(+ 7500 M.) bei den direkten Steuern, 1000 000 31.(+ 50 000 M.) bei den Zöllen. 47 500 M.<+2500M.) den sonstigen Abgaben k., 68 000 SR(neu) beim Betriebe der Landungsbrücke, 450 000 M. an Ersparnissen aus den RechnungS- jähren 1901 und 1902. Ein ReichSzuschuß wird nicht gefordert. Die fortdauernden Ausgaben betragen 982 938 M. (ch- 15 074 SR.), davon 623 838 SR.(+ 6274 SR.) für die Etvilverwaltung. 104 100 M.(unverändert) für die Militär- Verwaltung, 197 000 M.(— 48 300 SD?.) für die gemeinsamen Fonds, 58 000 M. zum Betrieb und zur Unterhaltung der LandungSbrücke. An einmaligen Ausgaben sind 616 400 M. (ff- 408 800 SR.) ausgesetzt, darunter 450 000 M. als dritte Rate fiir die Eisenbahn Lom e— K l e i n- P o p o. Der Reserve- fonds ist mit 7162 SR.(— 4774 SR.) dotiert. Der Etat schließt also in Einnahme und Ausgabe mit 1 605 500 M. ab. Der.Etat für das Siidwestasrikanische Schutzgebirl hat 2 710 800 SR(ff- 548 420 SR.) eigne Einnahmen, davon Steuern 74 000 Mark(ff- 2000 M.). Zölle i 100 000 SR.(+100 000 SR.), sonstig- Ab. gaben ic. 219 800 SR(ff- 60100 SD?.), Einnahmen aus dem Eisen» bahnbctriebe 1 096 000 SR(ff- 166 320 SR), aus dein Betriebe der Hafcnanlagcn von Swakopmund 130 000 SR(neu). Der Reichs» z u f ch u ß beträgt 5 416 200 M.<— 843 820 SR). Die fort» dauernden Ausgaben belaufen sich auf 7 450 803 SR (ff- 688 680 M.) davon entfallen auf die Eivilverwaltung 1 726 980 M. (ff- 344 450 M.). die Militärverwaltung 2 489 483 M.(ch 10 990 M.h die gemeinsamen Fond« 1 592 300 M.(-i- 1600 M.), die E i s e n bahn S w a l o p m u n d- W i n d h u k 1 420 240 M.(ff- 201 640 SR), den Hafen Swakopniund 130 000 M.(neu), Vergütung an die Easloru and Soutii African Telegraph Company 91 800 SD?. An einmaligen Ausgaben werden 670 750 SD?.{— 984 110 Mark) gefordert, und zwar für Neubauten zc. 214 500 M.(— 101 600 Mark), für Wege», Brunnen- und Wasseranlagen 212 500 M. (ff- 12 500 M.). für den Ablösungstransport 33 750 M.(—83 750 3)?.). für Teuerungszulagen 5000 M.(— 2860 SR.), zur Vermehrung der Artillerie und Schaffung der Munitionsreservc 4. Rate 50 000 M. <— 100 000 M.), für den eisernen AuSrüstungSbestand 4. Rate 36 000 Mark(— 4000 M.), für Landesvermessung 3. Rate 69 000 SR. (— 31 OOO M.). zur Beihülfe an Ansiedler für Vichverluste infolge von Rinderpcstimpfungcn 40 000 M.(neu), zur Bekämpfung der TyphuSgefahr in Swakopmund(neu) 10 000 SR Der Reservefonds ist mit 14 447 SR(ff- 80 SR.) dotiert. Der Etat schließt also tn Einnahme und Ausgabe mit 8 136 000 SR.(— 295 400 Marl) ab. Der Etat für Neu-Guinea weist eigne Einnahmen in Höhe von 108 500 M.(ff- 1000 M.) auf, der Zuwachs entfällt auf eine höhere Veranschlagung der direkten Steuern: der ReichSzuschuß soll 907 500 M.(ff- 25 000 M.) betragen. Die fortdauernden Ausgaben sind mit 952 035 M. (ff- 76 500 M.) angesetzt, davon beansprucht die Eivilverwaltung 259 535 M.(— 1700 SR.), die Flottille 210 600 M.(ff- 85 700 SD?, An die Neu-Guinea- E ompagnie ist die sechste Rate von 400 000 M zu leisten. Für einmalige Ausgaben sind 59 lOO SR.). (— 50 400 SR.) in Aussicht genommen, 14 100 M. sind für die Er- richtuiig einer neuen Station bestimmt, 40 000 M. für Weaebauten wie bisher, 5000 M. zur Hebung der Viehzucht. Der Reserve« fonds erhält 4865 M.(— 100 SR.). In Einnahme und Ausgabe stellt der Etat für Sicu» Guinea demnach sich auf 1 01b 000 M. (ff- 20 000 M.). Der Etat für die Karolinen, Palm» und Marianen rechnet mit 160 200 M.(ff- 109 250 M.) eignen Einnahmen. 100 000 M. sind davon auS der vorläufig auf 221 856 M. bezifferten Ersparnis des Rechnungsjahres 1902 in Eiimahme (ff- 3790 31?. waltungS• Einnahmen: der (— 209 250 SR.) bemessen. Die gestellt, der Rest :lter Steuern und er Abgaben, Gebühren und Ver- eichszufchuß ist auf 168 400 M. fetzt sich zusammen aus 21 160 M.(ff- 5460 M.j- direkter Steuern und 39 040 SD?.*'----- �-—--- fortdauernden Ausgaben betragen 284 850 M.(ff- 645 M.). Einmalige Ausgaben werden nur für öffentliche Arbeiten verlangt, und zwar 42 875 M.(— 125 SR.). Gegen da» laufende Rechnungsjahr, das noch 100 000 M. fiir ein Secfahrzeug beanspruchte, weisen die einmaligen Ausgaben überhaupt ein Weniger von 100 125 M. auf. Der Reservefonds ist mit 1375 SR. (— 520 SR.) dotiert. Der Etat der Karolinen ,c. stellt sich also in Einnahme und Ausgabe auf 328 600 M.(— 100 000 SR.). Der Etat für Samoa weist eigne Einnahmen im Betrage von 350 550 M. (+ 59 550 M.) auf, davon direkte Steuern 79 250 M.(+ 14 250 M.). Zolle 231 500 SR.(+ 31 500 SR.), sonstige Abgaben ,c. 39 800 M. + 13 800 SR), Der R e i ch s z u s ch u ß ist auf 235 450 M. (— 14 560 M.) bemessen. Die fortdauernden Ausgaben find mit 418 070 M.(+ 69 000 SR.) angesetzt, davon entfallen 282 950 M.(+ 85 500 SR.) auf die Eivilverwaltung und zwar 176 850 M.(+ 29 500 M.) auf die persönlichen. 106 100 M. (ff- 6000 M.) auf die sächlichen Ausgaben. An einmaligen ..... 30 SR.(—25 000 r'■■- Ausgaben find 159 200 M.(- fonds beträgt 8730 SD?,(ff- 100 SR.). In Einnahme und Ausgabe jtellt sich also der Etat für Samoa auf 586000 ) M.) angesetzt. Der Reserve» e und Ausc (ff- 46 000 Der Etat für Kiautschou weist eigne Einnahmen in Hohe von 505 300 M.(+ 50 300 M. auf), und zwar 50000 M. (— 30 000 M.) aus Landverkäufen, 81 300 V?. s-!. ggoo M) an direkten Steuern und 374 000 an.(4- 74 000®k.) an sonstigen Abgaben, Gebühren und Verwaltungseinnähmcn, Der Reichs- z u s ch u st ist auf 12 583000 M.(+ 229 858 M�) angesetzt Die fortdauernden Ausgaben betragen 5 361 748 M. 84 290 Mark), davon für die Civilverwaltung 984 504 SR.(~ 77 340 M.), für die Mlitärverwaltung 2 340 356 M.(— 31 186 M.), an gemein» tarnen Ausgaben für Civil- und Militärverwaltung 1 973 888 M. (+ 38136«TO.). An einmaligen Ausgaben werden 7 697 000 M.(+ 227 000 M.) gefordert, und zwar 3 473 000 M. <+ 483 000 M.t zum Bau des Handelshafens sgrofeer Hafen). Der Reservefonds ist mit 29 552 M.(— 31 132 M.) ausgestattet. Der Etat für Kiautschou stellt sich also in Einnahme und Ausgabe auf 13 0S8 300 M.(+ 280158 M.).— Eine Quelle der S-ldatenmißhandlungen. Eine besondere Species der unter dem heutigen Militärshstem keidenden Proletarier im Waffenrock, so schreibt man uns. find die ..Freiwilligen". Diese jungen Leute treten oft in einem Mter in den Militärdienst, in dem sie körperlich noch nicht vollständig entlvickelt sind, ist es doch zulässig, daß junge Leute von 17 Jahren freiwillig .Soldat werden können. Bis dahin sind sie in vielen Fällen mit dem Ernst des Lebens- kampses sehr wenig oder gar nicht in Berührung gekommen, handelt es sich bei den Freiwilligen doch meistens um Sohne von Unter- beamten, kleinen Gewerbetreibenden usw., die vor ihrem freiwilligen Eintritt höchstens irgendwo in einer Schreibstube— etwa bei Rechtsanwälten, Polizeibehörden und Landratsämtern, namentlich in Klein- ftädten— mit Abschreiben oder Aktenheftcn ohne jegliche oder gegen eine nicht nennenswerte Entlohnung beschäftigt werden, um. wie die Eltern irrtümlicheriveise annehmen, ihre Schulbildung zu ergänzen. Diese schematische Beschäftigung bildet die jungen Leute aber nicht nur nicht geistig weiter aus, sondern hindert sie auch in ihrer körperlichen Entwicklung. So vorbereitet— oder unvorbereitet— kommt der junge Mensch, oft mit einer Fülle von Illusionen, als Freiwilliger in die starren Formen des Militarismus und wird hier einer Anzahl von ausgehobenen Kameraden zugeteilt. Meist kommt ein Freiwilliger in eine Rekruten-Korporalschaft oder einen Rekruten-Beritt, das sind etwa 10 Personen. Hier wird er von diesen seinen Kameraden, nachdem letztere die Annehmlichkeiten des militärischen Drills kennen gelernt haben und sich bei ihnen schon eine Portion Abneigung gegen die„Rekruten-Erzieher" aufgespeichert hat, als zukünftiger»Stell- Vertreter Gottes auf Erden" angesehen, denn jeder Freiwillige gilt bei seinen Kameraden als künftiger„Kapitulant". Und zwar mit Recht, denn die meisten Freiwilligen treten in der Absicht ein, später zu kapitulieren. Dieser Freiwillige wird dann, man kann sagen erklärlicherweise, von seinen ausgchobenen Kameraden nicht gerade liebevoll behandelt. Hinzu kommt noch, daß er infolge seiner mangelhaften, noch nicht vollendeten körperliche«, Ausbildung meistens bedeutend leistungsunfähiger als seine ausgehobenen Kameraden ist und wegen dieser seiner niederen Leistungsfähigkeit für die übrigen Leute seiner Korporalschaft dadurch ein Stein des Anstoßes wird, daß sie seinetwegen durch Nachexerzieren, Antreten zum Rapport, Wassertragen— bei der Kavallerie— und Nach putzen usw. zu leiden haben. Da ist es denn kein Wunder, lvenn es in den verschwiegenen Kasernenstuben zu Beschimpfungen und Mißhandlungen kommt, um so mehr, als es oft von dem Unteroffizier— und nicht allein von diesem— heißt, »dafür bedankt Euch bei dem Freiwilligen". Sowohl die Offiziere als auch die Unteroffiziere haben auf den Freiwilligen ein besonders scharfes„Auge", soll er doch selber zu einem Vorgesetzten„erzogen" werden. Das an und für sich äußerst klägliche Bcschwerde-„Necht" kommt für den Freiwilligen überhaupt kaum in Betracht, will er nicht auf den für ihn bestimmten Lebens- Zaus, das heißt auf Kapitulation, verzichten, was ihm äußerst schwer fällt, da ihn einmal seine Angehörigen zum Militärberuf bestimmt haben und er andrerseits selbst infolge dieses Mangels an beruflicher Ausbildung ein trostloses Dasein im Civilleben vor sich sieht. Er läßt also, wenn nicht in manchen Fällen das Bewußtsein seiner Menschen- würde die Oberhand gewinnt, alle Beschimpfungen und Mißhand- lungen, im Laufe der Zeit stumpfsinnig geworden, über sich ergehen und tröstet sich mit dem Bewußtsein, diese so er- wordene„Erziehungsmethode" ja später auch an andren erproben zu können! Er wird dann oft auch thatsächlich Unteroffizier, und wie dann von einer solchen Person, in der das Gefühl von Humanität und Menschenwürde erstickt worden ist, und der dann jahrelang in derselben Atmosphäre weiter- lebt, sein„Erzieherrecht" ausgeübt wird, läßt sich denken. So züchtet der Militarismus aus oft gesunden Individuen brutale Menschen, unter denen die Söhne deS Volkes jahrelang ohne jede? Widerstandsrecht zu leiden haben!— „Abriiswng" und Revanche. Paris, 27. November. iEig. Ber.) Die sogenannte Abrüstungs- debatte, die in Wirklichkeit eine Revanchedebatte war bezw. sich zu einer solchen gestaltete, zittert noch immer in der Presse nach. Die wahre Stellung und die wahren Motive der bürgerlichen Elemente zeigen sich dabei naturgemäß viel deutlicher als in der Kammer- debatte. Was im Palais Bourbon als eine rein chauvinistische Gefühls- explosion erscheinen mochte, wird in den Zeitungsspalten in geradezu aufdringlicher Weise mit kühlen parteipolitischen Berech- nungen vermischt. Wie von jeher, klammert sich die BonrgeoiSwelt krampfhaft an ihr beliebtestes instrumontnm rossni(RegierungS- Werkzeug), d. i. an die Entfachung chauvinistischer Leidenschaften, um diese gegen den SocialiSnmS auszunutzen. Und da diesmal den Anlaß zum parriotischen Lärm ein ministerieller Socialist, de Press ensö, Berichterstatter des Budgets des Auswärtigen, gab, so bietet sich der antiministeriellen Bourgeoispresse der willkommene Extra- Vorteil dar, auch noch ihre specielle klerikal-reaktionäre Suppe am patriotischen Feuer kochen zu können. Jetzt sieht man. so ruft sie im Thor unter dem Vorsang des „Temps", wo der wahre„Bloc" ist! Es ist der patriotische„Bloc" von rechts und links, der sich in der Stärke von 485 Mann um die Regiening scharte, wo es galt, die höchsten Interessen des Landes zu verteidigen, gegen die 61 Vaterlandsfeinde von der äußersten Linken.... Der„Temps" geht in der cynischen Ausschlachtung der Debatte noch weiter. Er läßt beiseite die nicht regierungs- fähigen Klerikal- Monarchisten und Rationalisten, die doch bei der vaterlandSretterischen Aktion mit Lunzenkraft und Stimm.- zetteln tapfer mitgeholfen haben, u,n auf den ausschließlich republikanischen Charakter des patriotischen„Blocs" hinzuweisen, des focialisten- und monarchistenreinen„BlocS", der ja gleich die Re- gierung übernehmen könnte... Hand in Hand damit geht der Jubel über den Zusammenbruch der angeblichen„Tyraimei" der ministeriellen Socialisten über den Regierui«gS„bloc". Nach dem gewaltigem Lärm allein zu urteilen, könnte man glauben, es hätte sich in der Kammerdebatte um einen socialistischen Antrag auf sofortige Abrüstung Frankreichs allein gehandelt. Die patriotische Presse giebt sich übrigens alle gewistenlose Mühe, die Debatte in diesem Sinne zu deuten. In Wirklichkeit aber war eS erstens kein soeialisiischer, sondern ein linksradikaler Antrag und zweitens lautet der Text des Antrages Hubbard höchst bescheiden und höchst harmlos wie folgt:„Die Kammer ladet die Regie- rung ein, sich mit den auswärtige» Regierungen über die B e- s ch r ä n llu n g(lirnitation) der militärischen Lasten zu verständigen". Es wurde also nicht einmal die gleichzeitige internationale Herab- setzung der Militärlasi gefordert, sondern lediglich das Aufhören des Wettrüstens— genau dasselbe, wonach der russische Zar in seinem„Friedensvorschlag" von 1899 heuchlerisch gesenfzt hatte. Hubbard bezog sich übrigens in seiner Rede ausdrücklich auf den russischen Zaren, der in einem Interview mit dem englischen Friedensmann Steäd der Mißdeutung feines Friedens- manifestes im Sinne der Abrüstung entgegentrat, da doch das Manifest bloß daS Einstellen der Wettrüstungen angeregt hätte. Am schmählichsten verhielten sich die radikalen Depu- tierten. Sie stimmten— mit wenigen Ausnahmen— mit dem patriotischen Hurrah-Bloc, ungeachtet selbst des UmstandeS, daß ihr Parteigenosie Hubbard in seinem Antrag lediglich eine Rcsokulion de§ neulichen radikalen— Parteitages wiedergegeben hat!... Der Chauviniöimls über alles I Der Antrag Hubbard hatte eben daS besondere Pech, in der- selben Sitzung emgebracht zu werden, in welcher eine halbe Stunde vorher de Press ensb einen patriotischen Zornessturm wegen der Revanche-Frage entfesselt hat. Pressensö sprach, ebenso wie später Hubbard, für daS Einstellen der Wettrüstungen und meiirte dabei, dieses wäre das beste Mittel, Frankreichs Jnteresten zu wahren: „Frankreich erkennt zwar die Verletzungen des Völkerrechts jd. h. die Aimexion Elsaß-LothringenS. Der Berichterstatter.) nicht an. aber es darf.sich nicht hypnotisieren lassen, wie daS allzulange Zeit der Fall war, durch die Aussicht auf eine Revanche, welche nieknand wünscht und niemand je gewünscht hat----*(Gittert nach dem offiziellen steno- graphischen Kammerbericht.) Weiter konnte PressensS nicht sprechen. Der Sturm ging los und tobte sich dann bei der Beratung des Antrages Hubbard, insbesondere als I a u r ö S zu einem kurzen Protest das Wort nahm, gründlich auS. Man sieht, den Patrioten aller Gattungen genügt die Nicht- anerkennung deS Frankfurter Friedens nicht. In der bloßen Ver- werfung der kriegerischen Revanche- Idee erblicken sie bereits ein Attentat ans das Vaterland— d. h. natürlich in öffentlicher Verwerfung dieser Idee. Denn im geheimen oder selbst im ver- traulichen Salongespräch wird die Revanche gang und gäbe ver- leugnet. Diese Wahrheit hat eben Pressenss offen ausgesprochen, weiter nichts. Oder hat die sakrosankte russische Alliance, die„Achse" der ganzen ftanzvsischen auswärtigen Politik, nicht gerade den Verzicht auf die Revanche zur Voraus- setzung? Niemand bestreitet das. Aber öffentlich darf über das Thema nicht gesprochen werden. Vor allem darum, weil dem Volke die Revanche-Jdee erhalten bleiben muß, die den herrschenden Klassen im gottlosen Frank- reich dieselben Dienste zu leisten hat(und bisher geleistet hat), wie in andren Ländern oder zu andren Zeiten die Religion. Immerhin giebt es noch andre Gründe, warum die Revanche- Idee unantastbar gilt. Am besten zeigt dicS die Haltung des un- zweifelhaft demokratischen Ideologen Clemenceau. Auch er ist über Pressensb hergefallen. Auch er ist entrüstet über die„Re- signation", über die PreiSgebung jeglicher kriegerischer Revanche- Hypothese, über den Gedanken, Elsaß-Lothringen nur auf fried- lichem Wege zurückzugewinnen bezw. ihm das Selbstbestimnmngs- recht zugeben. Clemenceau protestiert im Namen des Völkerrechts, im Namen deS Rechts, das ohne die Stütze der Gewalt nichts weiter ist als der Schrei des Besiegten".... Und er stellt die Berechtigung der gewaltsamen Revanche— mit der ihm eignen abstrakt- gerad- linigen Logik, die feine Stärke und seine Schwäche ist— aus die gleiche Linie mit dem Recht aus Revolution in der inneren Politik. Die Hauptsache fteilich ist. daß Clemenceau der socialistischen Gedankenwelt fernbleibt. Was soll man aber dazu sage««, wenn Millerand, Mitglied der ministeriell-socialistischen Fraktion, mit dem chauvinistischen Revanche-„Bloc" gestimmt hat? daß er, der ja auf dem Bordeaux-Kongreß versprochen hatte, gute DiSciplin zu halten, nicht einmal ebenso einlvandSftei gestimmt hat, wie eine Anzahl— Linksradikaler? Oder>vas soll man dazu sagen, wenn Gabriel Dcville sich in dieser Abstimmung bloß zur Stimmenthaltung aukgeschwungen hat?— Veutlekea Reich. I« Reichstage sind bereits verschiedene Fraktionen ein- berufen ivorden.«vie die Delitsche Reichspariei. die Nationalliberale», die socialdemokratische Fraktion. Es durste sich besonders bei den Nationalliberalen, wie eine Korrespondenz mirtcilt, um Vor- besprechungen für die P rä s i d e n te n lv a h l handeln. Die Nationalliberalen wollen Anspruch auf den Posten des zweiten Vice- Präsidenten wie in letzter Tagung, erheben und für den nicht wieder- gewählten Büsing einen andren Kandidaten, vielleicht Beck (Heidelberg) oder Dr. Hiebcr oder den Grasen Oriola präsentieren. Die socialdemokratische Reichstagsfraktion wird am Mittwoch ihre erste Sitzung im Reichstagsgebäude abhalten. Es wird die Konstituierung der Fraktion erfolgen und es wird beraten werden, welche Initiativanträge eingebracht werden sollen.— Rcligionsmißbrauch zu CentrumSzwecken. Die Stärke des Centrums liegt nicht in der Zahl dcrjeiügen, die sich zu seinen Grundsätzen berennen. Die Anhänger der ultra- montanen Social-, Handwerker-, Gewerbe- und Agrarpolitik sind nicht so zahlreich, daß sie dem Cenirum die Kundert Reichstags- und fast ebenso viel LandtagSsitze verschaffen könnten, die es zur ausschlaggebenden und dadurch zur regierenden Partei machen. In einer großen Zahl der Ceittrumswahlkreise herrscht politisch nahezu Totenstille. Weitaus die meisten Reichstagsmandate hat das Centrum im ersten Wahlgang ohne Kampf gewonnen. Als vor mehreren Monaten die katholischen Arbeiter von Aachen-(Land)-Eupen dem bisherigen Vertreter des Wahlkreises, dem Kaplan und ZeitungS- Millionär Dasbach den Stuhl vor die Thür? setzten, da suchte sich Dasbach einen jener Kreise, wo der Centrumskandidat auf geistlichen Befehl unbesehen gewählt wird. Die Stärke des Ccntrums beruht in der nie versagenden Gewalt, die es in den ineisten seiner Wahlkreise durch die geistlichen Hirten über die willenlose Herde der Gläubigen hat. Auf dem Lande genügen der Beichtstuhl und der durch die Frau auf den Mann ausgeübte kirchliche. Einfluß, um das katholische Volk gefügig zu halten. In den Städten ist die Sache nicht so einfach. Dort verliert das Centrum immer mehr seiner Anhänger an die Socialdemokratie, und sein Emflutz ist im raschen Schwinden. Mit welchen ungeheuren Anstrengungen das Centrum seine Macht in den Städten zu erhalten sucht, daS zeigt seine Organisation im heiligen Köln. ES besitzt dort, wie Ulis berichtet wird. eil«e komplette G e- Heimorganisation, von dvr öffentlich nicht daS mindeste zu merken ist. CS wird darin über jeden Anhänger geradezu Buch geführt, und wenn er in einen andren Pfarrbezirk verzieht, so überuttttelt das Parteisekretariat seine„Personalakten" dorthin. Die ganze Stadt ist nach Pfarreien in AgitationSbezirke eingeteilt und mit einem dichten Netz von Vertrauensmännern überspannt. Di« Agitation wird durchgeführt von dem Central-Wahlkomitee und den diesem unterstellten PfarrkomiieeS. Dem Central-Wahlkomit« gehören als geborene Mitglieder u. a., wie eS in dem geheimen Organisarionsftatni heißt, an:„samtliche Pfarrer der Stadtgemeinde oder deren Stellvertreter", ferner die Präsides und eine bestimmte Anzahl andrer Mitglieder der katholischen Arbeiter« vereine, der katholischen Gesellenvereine, der katholischen kaufmännischen Vereinigungen Kölns („Kongregationen") sowie aller andren klerikalen Vereine Kölns. In dem Organisationsstatut wird«nit grenzenloser Unver- frorcnheir schriftlich niedergelegt, daß der ganze Apparat der tatholischen Kirche, daß die ganzen kirchlichen Bereinigungen die politische Agitation der Centrnmspartei machen. Tie AgitottonS- bezirke sind genau den Pfarrbezirken angepaßt. Die Geistlic.,keit in ihrer Gesamtheit ist, genau als ob sie eine politische Körperschaft wäre» wieder durch drei Vertreter in dem geschäftsführenden Ausschuß ver- treten. Der Staat, die Steuerzahler, honorieren dem Centrum durch die Geistlichen- Gehälter seine Agitatoren. Tie katholischen Gesellenvereine, die kauf- Männischen Vereine, die gesamten kirchlichen Korporationen werden durch dds Bekanntwerden des Geheimstatuts als CentrumS« organisationen entlarvt. StuliiPfsinnSzulngen. Bei den EtatSberawngcn im Reichstage soll auch des Forbacher Falls Erwähnung geschehen. Bei der Gelegen- heit soll, wie die„Nationalliberale Korresp." versichert, angeregt werden, den Offizieren, die längere Zeit in kleinen Grenzgarnisonen Dienst thun und Verzicht leisten müsten auf Vorzüge und Annehm- lichkeiten, die ihnen in größeren Garnisonen zu teil werden. Aequi- valente zu gewähren in Gestalt von Zulagen, wie sie durch die Einrichtung der Ostmarkenzulagen geschaffen sind. Ein amüsanter Vorschlag der Nationalliberalen. Man muß«nir intellektuelle und moralische Verwahrlosung zur öffentlichen Bekannt- gäbe bringen lassen, dann«vird man mit Zulagen belohnt. Die Grenzgarnisonen werden dem Lieutenant Biffe bald Ehrengeschenke überreichen. Nicht Gcldzulagen auf Kosten der Steuerzahler thun dem Osffziercorps in den Grenzgarnisonen not, sondern Zulagen an geistiger Erziehung. Und das dringende Bedürfnis beschränkt sich nicht nur auf die'Grenzgarnisonen.— Italienische Zollmaßregeln gegen Deutschland. Die„günstige Disposition" Italiens für den Absckiluß eines neuen Handelsvertrages. von der kürzlich offiziöse Blätter zu berichten wußten, äußert sich in recht seltsamer Weise. Wie vom Sekretarial des Handelsvertrags- Vereins gemeldet wird, hat die italienische Regierung eine Verfügung erlassen und schon den italienischen Handelskammern in Druck zu- gestellt, wonach mit dem 1. Januar 1904 Zollerhöhunaen für„Motor- wagen, Motorfahrräder, andre Fahrräder und Zubehörteile dieser Waren" in Kraft treten sollen. Die Erhöhungen betragen zwischen 30 und 40 Pro;, des bisherigen Zolles. Durch den geltenden Handelsvertrag werden diese Erhöhungen nicht gehindert. Da die Frist bis zum 1. Januar außerordentlich- kurz ist, sodaß die deutschen Fabrikanten wahrscheinlich nicht hinreichende Vor« kehrungen treffen können, den Bedarf der nächsten Saison noch zu decken, hat der Handelsvertragsverein sofort Gegenmaßregeln ge- troffen, um eine Zurücknahme dieser Verfügung zu bewirken._ Er wird in den nächsten Tagen eine ausführliche Eingabe an den Reichs- lanzler und das Auswärtige Amt richten.— Die Biehsperre und der russische Handelsvertrag. Bei den Handelsbertrags-VerKandlungen mit Rußland scheinen neben den Getreidczöllen auch die von der deutschen Regierung ein- geführten Absperrungsmaßnahmeil gegen die Viehcinfuhr aus Ruß- land auf eine energische Zurückweisung seitens der russischen Unter- Händler zu stoßen, wenigstens lasten die seit kurzem von der agran- scheu Presse gegen die Milderung der..seuchenpolizeilichen Vor- schriften" erhobenen Bedenken hierauf schließen, zumal gleichzeitig auch der„Russisch-Dentsche Bote" sich in einem langen Artikel. der zweifellos deutsch- offiziösen Ursprungs ist, mit der „Beterinärfrage" beschäftigt. Nach einem Hinweis auf die deutsche Viehscnchen-Gesetzgebung, heißt eS in diesem Artikel: „Es liegr auf der Hand, daß alle diese gegen die inländische Seuchengefahr gerichteten Maßregeln unwirksam bleiben müssen. wenn nicht Maßnahmen die Einschleppung der Seuchen hindern. Von Rußland droht in dieser Beziehung besondere Gefahr. Als man in Deutschland anfing, der Viehseuchen-Polizei besondere Auf- merksamkeit zuzuwenden, war in Rußland von einer planmäßigen Bekämpfung der Seuche noch keine Rede. Bei dieser Sachlage blieb nichts übrig, als die rusftsche Bieheinfuhr nach Deutschland in großem Umfange zu sperren." Dann wird unter Bezugnahme auf die einzelnen Maßnahmen hinzugefügt: „Dies ist in kurzem der gegeuivärtigc Stand der deutschen veterinärpolizeilichen Maßregeln gegenüber Rußland. Ihre Be- rcchtigling hat von feiten Rußlands selbst eine gewisse Anerkennung gefunden, indem dieses Land sich bermilaßr sah, neuerdings seine Senchengesetzgcbung neu und in detaillierter Weise zu ordnen. Dieses neue Gesetz ist aber bisher nur teilweise und in einzelnen LandeSreilen in Kraft gesetzt worden. Dazu kommt, daß eine voll- ständige Neuordnung des Beterinänvesens selbst bei den besten Ab- sichten doch nach der Natur der Sache erst nach Jahren Erfolge zeitigen, und namentlich das zur Durchführung einer wirkungsvollen Vctcrinärpolizei in einem so ausgedehnten Reiche wie Rußland er- forderliche Personal erst allmählich herangebildet werden kann. Für die deutschen Unterhändler wird es eine besonders schwierige Aufgabe sein, das Maß festzustellen, bis ,« welchem Teutschland ans Veterinär- polizeilichem Gebiete, ohne Gefährdung der heimischen Biehbestände» Rußland entgegenkommen kann." Bei oberflächlicher Betrachtung könnte es scheinen, als sei diese Auslassung dazu niedergeschrieben, um die� russischen Unterhändler zur Ausgäbe ihres Widerstandes zu veranlassen, thatsächlich dürste sie aber dazu bcsnmmt sein, die agrarische Presse zu beschwichtigen und zugleich darauf vorzliberciten. daß die deutsche Regierung nicht umhin kann, auf..veterinärpolizeilichem Gebiete" den russischen An- sprüchcn weiter entgegenzukommen, als bisher geschehen ist; wird doch ein solches Entgegenkommen in dem letzten Satz der obigen Aeußeruiig schon als selbstverständlich angenommen und nur offen gelassen, i n welchem Maßa daö« ohntz Gefährdju'ng'der veutschjen Viehbestände geschehen kaim.— Einen Wahlproiest haben unsrc O f f e n b a ch e r Parteigenossen den, Reichstage eingereicht. Es hat sich im Laufe der Zeit so viel Material über vorgekommene Wahlunregelmäßigkeiten und bürger- meisterliche Uebergrifse angehäuft, daß sich noch nachträglich da« socialdemokratische Wahlkomitee zur Einreichung eines Protestes gegen die Gültigkeit des Mandntes des nationalliberal-antisemittsch- freisinnig-ultramontanen Dr. Becker, der sich laut seiner Angaben im Kürschner„vielleicht" den Nationalliberalen als Hospitant anschließen will, entschlossen hat. Bei der Wahl war bekanntlich unser Genosse Ulrich unterlegen.— Ein Denkmal der Schande für unsrc„Patrioten" bedeutet em Rundschreiben, das die Ortsgruppe Berlin des„Verbandes deutscher KricgSveteranen" soeben zu versenden sich genötigt sieht. Darin heißt«s: „Ew. Hochwohlgeboren l Weihnachten naht und Weihnacht- lich soll es auch werden in den Herzen unsrer Kriegsveteranen. die mit der Not und Sorge des Lebens kämpfend heut nahezu mutlos, wohl gar verbittert gelvorden sind. Niemand im ganzen deutschen Volke wünscht, daß die tapferen Streiter aus ruhmreicher, herrlicher Zeit bekümmert sein sollen um Nahrung und Kleidung. Und doch ist dem leider recht oftso. Der unterzeichnete Ausschuß will Gaben sammeln, um den bedürftig und hilflos gewordenen Kriegskameraden am Tage der allgemeinen Freude auch ein Christbäumchen, wie es selbst 1870 geschah, herzurichten und Gaben der Liebe unter dasselbe zu legen, Findet dieser Appell an den vratriotischen Sinn unsrer Mit- bürger Ihre Zustimmung, so wollen Sie gütigst einen Beitrag an unsren Schatzmeister Herrn Kaufmann Alfred Borchers, Berlin C, Alexanderstr. 31, gelangen laffepj, der Ihnen im Verein mit dem ersten Vorfistenden Quittung darüber zu- senden wird. Abgelegte Winterkleider werden gleich- falls gern angenommen. Es bedarf nur einer kurzen Mitteilung durch Postkarte, um dieselben sofort abholen zu lassen. Betreffs Sammlung für die Begräbniskasie(um den Veteranen ein würdiges Begräbnis zu sichern) werden wir uns erlauben, Ihnen zu Anfang des neuen Jahres weitere Mitteilung zu machen." Tas Rundschreiben beweist von neuem, daß das große Deutsche Reich, das auf dem ganzen Erdball zu glänzen sich vermißt, nicht einmal die elementarste Pflicht gegen die Staatsbürger zu erfüllen weiß, die durch den Krieg oder durch die Folgen des Krieges ge- schädigt wurden und jetzt in traurigster Not verkommen. So wunderbar ist die neue Reichsherrlichkeit gediehen, daß die private Wohlthätigkeit nach abgelegten Winterkleidern und Nahrungsnotdurft für altgewordene, notleidende Männer betteln geht!— Verstorben ist der Reichstags- und Landtags-Abgeordnete V. G I e b o ck, am Freitag in Poien infolge eines Schlaganfalls. v. G l e b o ck wurde 1893 im Wahlkreise Schrimm-Schroda in den Reichstag gewählt, wo er wiederholt nachdrücklich gegen die Unter- drückung seiner polnischen Landsleute eintrat. Dem Abgeordneten- Hause gehörte er seit 1894 an. Bei der Wahl am 16. Juni 1903 wurde er wiedergewählt mit 14 010 Stimmen gegen 8764 polen- äcgnerst'che Stimmen. Der Verstorbene erreichte nur ein Alter von Wegen Vergehens gegen das Preßgesetz wurde der Verleger des polnischen Blattes„Gornoslazak", Kowalscyk,' zu sechs Wochen und dessen verantwortlicher Redakteur Zietak zu vier Wochen Gefängnis verurteilt, Kowalcsyk war angeklagt, er habe geduldet, daß Zietak — der Schriftsetzer ist—, das Blatt verantwortlich gezeichnet habe, trotzdem er nach Ansicht des Gerichts die hierzu erforderliche Bildung nicht befaß.— Verwirrung aller Rechtsbegriffe zeigt ein Urteil der sächsischen Disciplinarkaminer, Zlvischen dem sächsischen Oberforstmeister Klette und dem Oberförster Müller in Dresden bestanden schon seit Jahren Zwistigkeiten, die schließlich dazu führten, daß Oberförster Müller den Oberforstmeister; u m Z w e i k a m p f auf Pistolen herausforderte. Der dem Oberförster unterstellte Forstasfessor Zürner überbrachte die Duellfordcrung. die jedoch nicht angenommen wurde. Vielmehr erstattete der Oberforstmeister Anzeige. Gegen Müller und Zürner wurde nun Anklage erhoben und vom Dresdener Land- gericht bezw. vom Kriegsgericht der 3. Division auf zwei Tage Festungshast erkannt. Nach dieser Verurteilung stellte das sächsische Finanzministerium Antrag auf Dienst- e n t l a s s u n g des Oberförsters Müller und dcS Forst- astefforS Zürner, weil sich die beiden genannten Beamten da- durch, daß sie einen Vorgesetzten zum Zweikampf heraus- gefordert, einer schweren Pstichwerletziing gegen die Dißcipliu schiilbig gemacht hätten. Die Diseiplinarkammer erkannre gegen den Ober- förster Müller auf Dienstentlassung. Der Forstasseslor wurde frei- gesprochen, weil er sich einer Verletzung seiner Pflichten nicht bewußt gewesen sei. Nicht wegen einer Duellforderung wurde der Oberförster aus dem Dienste entlassen, sondern weil er sich gegen die Disciplin ver- gangen I Hätte er ein Zerwürfnis mit einem im Range Gleich- gestellten oder Untergeordneten durch dasselbe Vergehen des Duells lösen wollen, so würde er nicht discipliniert werden; die gleiche Ge- setzesverletzung macht der Karriere ein Ende, sobald em Vorgesetzter in Frage kommt.—_ Das Koalitionsrecht der Eisenbahner. AuS D a r m st a d t wird unS berichtet: Eine große P r o t e st v e r s a m m l u n g der Dannstädtcr Eisenbahn-Werkstättenarbeiter hat Stellung genommen zu den im „Vorwärts" seiner Zeit mitgeteilten Maßregelungen. Die ge- maßregelten Vorstandsmitglieder Rais, Maurer und Schmidt schilderten, warum sie auf die Straße geworfen wurden: weil sie von dem ihnen gesetzlich garantierten Koalitionsrecht Gebrauch ge- macht hatten. Erregten diese Schilderungen schon allgemeinen Un- willen, so wurde die Versammlung geradezu dramatisch bewegt, als eines der Opfer Buddes die Art und Weise, wie der Bauinspektor Scher die„Organisierten" habe„ermitteln" lassen, sthilderte. Wie ein Mann erhoben sich die Versmnmelten zum Zeichen der Sympathie und Solidarität niit den Gemaßregelten von ihren Plätzen. Erregte diese Kundgebung schon die große Verwunderung der beiden aus- drücklich eingeladenen BetriebSbecunten— weiteren vier oder fünf ungeladen erschienenen Beamten war die Thür gewiesen worden—, so sperrten die Herren erst recht Augen und Ohren auf, als ein Eisenbahnarbeiter, der im Evangelischen(!) Arbeiterverein eine hervorragend« Rolle spielt, die Maßregelungen ausdrücklich ver- urteilte. Düs sind die Folgen des„Buddisinus": die Arbeiter, die jetzt noch getrennt, teilweise sogar als„feindliche" Brüder marschieren, iverden durch die Macht brutaler Thatsachen zu der Erkenntnis ge- bracht, daß sie zusammen gehören. Die Maßregelungen in Darm- stadt haben Wunder bewirkt: die Versammlung wurde in Gegenwart der Beamten mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Socialdemokratie geschlossen! Hudland. Südafrikanische Fragen. London, 24. November.(Eig. Ber.) In der letzten Woche sind zwei amtliche Berichte erschienen, die sich in eingehender Weise mit der wirtschaftlichen Lage Südafrikas beschästigen. Ein Bericht behandelt die kominerzielle Zukunft, der andre die Arbeiterfrage der neuen Kolonien. Der amtliche Berichterstatter Mr. Birchenongh ist über die kommer- zielle Zukunft SüdaftikaS recht optimistisch. Die britische Industrie wird dort einen immer kaufkräftigeren Markt finden, da alle Schichten der süd- asrikaniscken Bevölkerung die Bereittvilligkeit zeigen, die britischen Waren allen andren vorzuziehen. Wie rasch sich der südafrikanische Markt entfaltet/ zeigen folgende Zahlen: Im Jahre 1893 belief sich die Gesamteinftlhr auf rund 14 Millionen Pftmd Sterling: im Jahre 1901 auf 31,6 Mllioncn, im Jahre 1902 auf 47,2 Millionen Pftmd Sterling, ausschließlich Kriegsmaterialien und Proviant für die Annce. Im Jahre 1893 stand Südafrika an sechster Stelle auf der Liste der eng- lischen Warenabnehmer, im letzten Jahre schon an zweiter Stelle und wurde nur noch von Indien übertroffen; in nicht allznferner Zeit wird Süd- astika der größte Warenabnchmer Englands sein. An der Gesamt- einfuhr nach Südaftika ist das britische Reich(England und Kolonie») mit etwa 76 Proz. beteiligt. Dieser Anteil wäre noch bedeutender, wenn britische Danipferlinien den Amerikanern billigere Frachtsätze gewährten als den Engländern,„Nach sorgfältiger Untersuchung", erklärt Birchenongh,„bin ich zurUeberzeugung gelangt, daß der ameri- kanische Wettbewerb in Südafrika durch nichts so gefördert wurde, lvie durch die niedrigen Frachtsätze zwischen amerikanischen und südafrikani- scheu Häfen. Und eS ist nicht angenehm zu bemerken, daß es nicht aus- ländischc, sondern britische Reeder waren, die dieses Resultat hervor- gebracht haben." Der wirtschaftliche Aufschwung Südafrikas ist kein Strohfeuer. Zeitweilige Rückschläge sind zwar unvermeidlich, aber im großen ganzen wird der Fortschritt ein ununterbrochener sein, da der Mineralreichtuin des Landes außerordentlich groß ist. Die bis jetzt entdeckten Goldlagcr bilden eher den Anfang alS den Abschluß eines rühmreichen Kapitels in der Geschichte der Gvldemdeckungen, In den nächsten zehn Jahren»Verden 50 Millionen Pfund Sterling auf die Erschließung der Mineralschätze angewandt Iverden; von diesen Suminen wird ein Drittel oder die Hälfte auf Maschinerie und Betriebsanlagen entfallen. Außerdem werden die Neu-Aulagen m»d Verbesserungen öffentlicher und munizipaler Werke, sowie der Ausbau des Eisenbahnnetzes eine Summe von 10 bis 15 Millionen Pfund Sterling erfordern. Diese Entfaltung des Wirtschaftslebens wird die Hebung des Ackerbaues und die Ausweitung der Städte zur Folge haben, die der englischen Stahl- und Maschineniiidustrie zu gute kommen werden. Die Kommission zur Untersuchung der südaftikanischen Arbeiter- ftage ist zu folgenden Schlüssen gelangt:' Der Äckerbau braucht 77 000 Arbeiter und verfügt nur über 27 000. Der Bergbau braucht 198 000 Arbeiter und eS arbeiten nur 68 000. Die Eisenbahnen, die bereits im Betriebe sind, brauchen 16 000 Arbeiter und haben nur 12 000. Die neuen und die im Bau siw befindlichen Eikenbabncn brauchen 40 000 Arbeiter, aber nur 3000 sind beschäftigt. Im ganzen beläuft sich der Arbeitennangel auf 241 000. Zieht man auch den Unistand in Betracht, daß das Land einem großen Auffchwunge entgegengeht, so wird der Arbcitermangel eine der wichtigsten Fragen Süd-Afrikas, umsomehr als Süd- und Mittel- Afrika nicht im stände sind, Arbeitskräfte zu liefern.— Irgend welche positiven Vorschläge»nacht die Kommission nicht, aber ihr Bericht ist so gehalten, daß man den Austveg einzig und allein in der Einfuhr von KuliS erblicken muß. Der Bericht ist eine Unter- stützling der Forderung der Goldmagnaten, die britische Regierung möchte die Einfuhr von Chinesen gelvährcn und sie durch Unter- Handlungen mit der chinesischen Regierung erleichtern.— England. Balfour über die indische Frage. Premierminister Balfour führte am Freitagabend den bei einem Bankett deS United Club. Dabei hielt der Minister eine Rede, in der er sich über die Reorganisation deS Kriegs- amts verbreitete. Nachdem er die verschiedenartigen Erforder- nisse des britischen Heeres im Vergleich zu denen der aus- ländischen besprochen hatte, sagte er, er glaube, die Gelegenheit werde konimen, w o jeder Er- w a'ch sene seine Dienste der Verteidigung seines Vaterlandes werde z»» widmen haben. Balfour führte weiter aus. die Verteidigung dcS Mutterlandes er- fordere kein großes stehendes Heer, die Skbwierigkeit liege nicht in England, sondern auswärts:„Wir sind in gewissen Beziehungen in der Lage unsrer großen Nachbarn auf dem Kontinent. Wir haben eine Landgrenze, welche von einer großen Militärmacht angegriffen werden kann. Die Landgrenze ist die Indiens. Die große Militärmacht ist natür- lich Rußland. Gerade so wie Deutschland sich gegen Ruß- land und Frankreich rüsten muß. gerade so»vie Frankreich sich gegen Deutschland rüsten muß, so ist unser großes militärisches Problem das der Verteidigung gegen dieses große Reich, welches nahe m» unsrer indischen Grenze in Centtal-Asien ist. Die schwierigste Pflicht deS stehenden Heeres ist nicht die Verteidigung deS Mutterlandes, 'andern die Verteidigung Indiens. Wir werden memalS in der Lage sein, eine allgemeine Wehrpflicht zu besitzen, eine zwangs- weise Aushebung sn masse, um Besitzungen weit jenseits deS MeereS in entfernten tropischen Himmelsstrichen zu verteidigen. Wir müssen uns auf den freien Willen eines freien Volkes stützen.— Ruhland. AuS Rusfisch-Polen. Warschau, 24. November.(Eig. Ber.' In B i a l y st o k herrscht allgemeine Aufregung, die sich aller Be- völkerungSkreise bemächtigt hat. Einerseits das jüngste Attentat au! den Polizeimeister Mctlenko, andrerseits die großen und zahl- reichen Streiks haben den Hütern der heiligen zarischen Ordnung einen panischen Schreck eingejagt. Es gicbt fast kein Haus, in dem nicht gehauSsucht und verhastet»vird. Dessen ungeachtet finden fast täglich in der letzten Zeit vieltausendköpfige Arbeiter-Versammlungen unter freiem Himmel statt, manchmal mehrere an einem Tage, in denen socialdemokratische Ansprachen gehalten und mit Jubel von der Menge aufgenommen werden. Vor einigen Tagen istein„verdächtiger Aufwiegler" von der Polizei aus der Straße festgenommen worden, woraus die Menge einen Sturm auf das Gefängnisgebäude unter- nahm, der jedoch abgeschlagen wurde. Die Arbeiterschaft ist dermaßen von revolutionärem Geist erfaßt, daß sie auf einen allgemeinen demonstrativen Ausstand politische» Charakters drängt, besonders die Frauen halten sich überaus tapfer und feuern ihre Männer zum Kantpfe an; merkwürdig ist, daß sich die Arbeiterschaft dabei der vollen Sympathien zumal der ärmeren Bevölkerung erfreut. So beginnt, dank dem Einfluß der Socialdcmokratie Russisch- Polens und Litauens, sich die revolutionär-demonsttative Stinimung der südrusstschen Arbeiterschaft auch den polnischen Mafien mit- zuteilen. Neulich ist in Warschau ein Flugblatt der Socialdemokrasie an die neu ausgehobenen Rekruten massenhaft verbreitet worden, worin diese aufgefordert werden, den Gehorsam zu verweigern, falls man sie gegen„revoltierende" Arbeiter oder Bauern schießen läßt, und der russischen geheimen revolutionären Militärorganisation der Social- demokratte im Heere beizutteten(polnische Rekruten werden gewöhnlich ins Innere Rußlands zum Dienst geschickt). An Stelle der im Vorjahre von der Polizei entdeckten Partei- druckerei ist eine neue Geheimdruckerei der Socialdemokrasie Russisch-PolenS eingerichtet, in der bereits Flugblätter hergestellt worden sind. Ucber den Kischincwer Prozeß wird gemeldet: Die Verhandlung hat einen der Hauptleiter der Ausschreitungen aus dem Dunkel, in das er sich bis 'etzt hüllte, hervorgeholt. Der Vorsteher deS dritten 3 o l i z e i b e z i r l S LuzinSky hatte gleichfalls Kenntnis von dem on die Schankwirte gerichteten Rundschreiben erhalten und dem Gendarmerie-Obersten Kenntnis davon gegeben, der aber nicht daraus reagierte. Zeuge macht ferner die Mitteilung, daß der in Kischincw sehr bekannte antisemitische Agitator P ronin, einer der.Hauptleiter der Ausschreitungen, ihm als Verfasser des in Kisthinew viel verbreiteten Hey- pamphleiS„Wer ist der Schuldige?" bezeichnet wird. In diesem wird alle Schuld au den Unruhen den Juden zu- geschoben und die Beeinflussung des Gerichtshofes und der Geschlvornen zu Gunsten des Angeklagten versucht. Die Vertreter der geschädigten Juden hatten verlangt, daß diese? Pamphlet den Akten als Beweisstück für shstemasische Aufreizung der Menge ausgeschlossen werde. Der Gerichtshof hatte das mit der Begründung abgelehnt, daß die Flugschrift anonym sei. Da h/.ite der Zeuge LuzinSky erklärte. Pro n in habe ihm im Theater das Konzept deS Pamphlets gezeigt, sich hierbei als dessen Verfasser bekannt und ihn, Pronin, ersucht, an defien Verbreitung mitzuwirken, erhob sich der Staatsanwalt, zog ein Exemplar deS Flugblatts aus der Rocktasche und bat, da nun Verfasser bekannt sei, dasselbe den Akten beizuschließen. Ter Gerichtshof beschloß in diesem Sinne. Die Verireter der Juden er- klären, es sei ihnen bekannt, daß Pronin im Gefängnis ein- und ausgegangen sei, und sie hätten Gruild zu vermmelt, der Zweck dieser Besuche sei gewesen, diein derUntersuchungS- Haft Befindlichen von der Ablegung eines Se« ftändnisseS abzuhalten. Sie beantragen die Vor» ladung des Gefängnisdirektors als Zeugen. Der Gerichtshof giebt diesem Anttage statt. Der frühere Gouverneur U r u s s o w giebt gegenüber dem Zeugen Polizeichef Kozlowsky zu. daß ihm der Ausbruch der Ausschreitungen schon lange vor Ostern b c k a n n t g e w e s e n s e i. Als der Gouverneur um militärischen Beistand angegangen wurde, sagte er in Gegenwart des Zeugen: „Ja,»ver konnte denn ahnen, daß die Unruhen solchen Umfang annehmen werden."— Amerika. Spanien und Venezuela. Spanien hat den ersten Schritt gethan, um seine Be» Ziehungen zu Venezuela abzubrechen. Dem Staats- departement in Washington ist die amtliche Mitteilung zugegangen. daß Spanien das Exequatur sämtlicher venezolanisiAer Konsuln in Spanien zurückgezogen habe. Dieser Schritt»vird auf die dem spanischen Gejandten in Venezuela zu teil gelvordene geringschätzige Behandlung und den Mangel an Achtimg zurückgeführt, mit dem man den spanischen Konsul in La Guaira begegnete.—_ Ein Konflikt der Vereinigten Staaten mit San Domingo. In den Beziehungen zwischen der Republik Santo Domingo und den Vereinigten Staaten sind neuerdings Schwierigkeiten eingetteten. Eine New Uorker Meliorattons- Gesellschaft, die in Santo Domingo an verschiedenen Unternehmungen beteiligt ist, steht seit mehreren Jahren mit der Regierung der Republik in Unterhand- lungen zur Befriedigung ihr er Ansprüche in Höhe von fünf Millionen Dollar.. Im Januar dieses JahreS führten diese Verhandlungen znr Einsetzung eines EinigungS- Schiedsgerichtes, fiir welches Präsident Wos-y-Gil seiner Zell Schiedsrichter zur Vertretung der Interessen Santo DomingoS er- nannte, während die andren Mitglieder dieses Schiedsgerichtes die Vereinigten Staaten vertraten. Augenscheinlich lveigert sich aber die neue Regierung der Republik. die von dem früheren Präsidenten Wos-y-Gil i» dieser An» gelegen heit unternommenen Schritte anzu« erkennen. Der Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in Santa Domingo, Powell, lehnte es nun ab, die provi- sorische Regierung anzuerkennen, und erhob Einspruch gegen die von ihr veranlaßte Abberufung der von Wos- y- Gil eingesetzten Schiedsrichter, indem er daran festhält, daß das SchiedSgencht durchaus den Bessimmungen des Protokolls gemäß zusammengesetzt ist. Dasselbe müsse sich daher mit dem Fall auch lveiter beschäftigen, und seine E n t s ch e i d»l n g müsse endgültig sein. Auch der fran- zösische und der belgische Gesandte erhoben gegen die Verfiigung der provisorischen Regierung Widerspruch, in der zwar die schwebende Schuld anerkannt wird, die andern Forderungen dagegen nicht geregelt werden.—_ Nach den Landtagswahlen. Daß daS Eintreten der Socialdcmokratie in den Wahlkampf nicht nur in der dritten Klasse, sondern in allen Klassen die Wahl» beteiligung erheblich verstärkt hat, ergiebt folgende vom Statissischen Amt der Stadt Cbarlottcnburg veröffentlichte Uebersicht über die Beteiligung der Urwähler CharlottenburgS bei der am 12. November stattgefundenen Wahl der Wahlmänner für das Abgeordnetenhaus, verglichen mit der Beteiligung in den Jahren 1898 und 1893: Zahl der Davon gaben Bon 100 Urwählern beteiligten Urwähler Stimmen ab sich bei der Wahl 1903 1903 1903 1898 189» I Abt. 1 121 750 60,96 56,75 50,61 II. Abt. 4 566 2 432 53,26 41,65 30,42 HI. Abt, 39 739 14 284. 33,94 15,72 8,94 lieber Terrorismus der vereinigten Liberalen und der ober- schlesischen„Hüttenpartei" bei den Landtagswahlen klagen jetzt die C e n t r u m s blätter, nachdenr das Centrun» den Wahlkreis Bcuthen-Äattowitz verloren hat. Das Gleiwitzer CentrlimSorgan bringt folgende Äufftellung über die Wahlmänner des Krei'es. Von den'WahlmannSkandidaten der„Hüttenpartei"»varen: Bergwerks- und Hiitlen-Direktoren,-Inspektoren und sonstige höhere Beamte etwa 100, Obersteiger etlva 27, Schichtmeister, Obermeister etwa 50, Rendanten, Rechnungsführer etwa 45, Steiger, Aufseher, Hilfösteiger etwa 120, Schlafhausmeister, Hausmeister etwa 20, Oberhäuer, Häuer etlva 200. Das sind alles abhängige Personen, und in der That hört alle Wahlfreiheit ans, wen» der abhängige Bergarbeiter unter Kontrolle wählt und sein direkter Vorgesetzter der WahlmminS» kandidat ist. Das Centrum aber hat die mindeste Veranlassung über Terro- riSmus zu zetern, denn es arbeitet im Wahlkampfe mit ähnlicher Waffe._ Hub Induftrie und RandeU Eine neue Vereinigung in der ElektricitätZ-Jndustrie. Man wird bald von einem Fusionsfieber reden können. Kaum daß der Druck, der in den letzten Jahren auf dem Wirtschaftsleben lastete, zu weichen begingt, so laufen auch schon von überall Nach- richten über neue Fusionen'und Kartellierungen ein. DaS neueste Vereinigungsprojekt betrifft die Vereinigung der Aktiengesellschaft ■ür Elektricitätsanlagen in Köln mit der Elektrischen Licht- und Kraft- anlagen-Aktiengesellschaft in Berlin. Nach'der vorgesttigen General- Versammlung der letztgenannten Gesellschaft, in der von den Aktionären der Abschluß für 1902/03 und die vorgeschlagene Dividende von 5 Proz. einstimmig genehmigt wurde, hat, wie jetzt bekannt wird, noch eine AufsichtSratssitzung stattgefunden, in welcher ein vom Vorstand eingebrachter Antrag Annahme fand, den Aksionären der Kölner Gesellschaft für Elektricitätsanlagen anzubieten, ihren Besitz an Aktien abzutreten, die Vorzugsaktien zu 100 Proz. nebst 6 Proz. Stückzinsen, die Stammaktien zu 42 Proz., und zwar unter 'olgenden Bedingungen: Die Aktien sind bei den Firmen Sal. Oppenheimer jr. u. Co.. I. L. Eltzbacher u. Co., I. H. Stein, oder bei der Deutschen Bank in Berlin, Frankfurt a. M. oder Hamburg zu Hinterleger». Werden bis zum 15. Dezember drei Viertel des gesamten Aktienkapitals der Kölner Gesellschaft, also 7500 Aktien oder mehr auf diese Weise hinterlegt, so ist die Berliner Gesellschaft verpflichtet, die Aksien zu den angebotenen Bedingungen zu erwerben»n.d zu bezahlen. Sollte die Mindestzahl von 7500 Aktien nicht eingeliefert sein. bleiben die Hinterleger gleichwohl bis zum 15. Januar 1904 ge- Kunden, erhalten jedoch auf Verlangen bei den Hinterlegungsstellen Eintrittskarten für die auf den 23. Dezember einberufene General- Versammlung der Aktiengesellschaft fiir ElektricttätSanlagen. Spätestens am 15. Januar 1904 hat also die Elekttische Licht- und Kraftanlagen-Gesellschaft jedem Hinterleger von Aksien zu erklären. ob die Aksien von genannter Gesellschaft erworben»verdcn oder nicht. In letztcrem Falle werden die Aktien kostenlos zurückgegeben. Zur Beratung dieses Angebots beschloß gestern nach einer Meldung ans Köln der Aufsichtsrat der dorsigen Aktiengesellschaft mr Elektricitätsanlagen, die Aktionäre zu einer außerordentlichen Generalversammlung auf den 23. Dezember einzuberufen. Eine Annahme des Angebots erscheiitt als recht wahrscheinlich, da dieses als relativ günstig gelten kann; sowohl die Vorzugs- als die Stammaktien der Kölner Gesellschaft sollen in letzter Zeit mehr- 'ach um 5 bis 10 Proz. unter den oben genannten Prozentsätzen abgegeben worden sein. Die geplante Central-Eintäufssescllschast deutscher Kolonial- «arenhändler kann»mch Mitteilung des„Materialist"(Hannover) ol« gesichert gelten. Veigeireten sind bis jetzt 50 Plätze und 350 Mitglieder; gezeichnet sind 247 750 SR Der notarielle Gründungsakt soll mn 7. Januar 1904 in Leipzig stattfinden. Bis dahin sind noch allerlei Vorarbeiten zu erledigen. Zunächst sind es die Gründungen Uon Lokal-Einkaufsgenossenschaft' i, welche sich als integrierende Glieder der Centrale anschließen. Ter ganze Geschäftsverlohr voll- zieht sich zwischen der Centrale und den Lokalgenossenschaften. Diese Verkehrsart stellt sich für die Mitglieder als die einfachste und vor- teilhafteste heraus, um die Leistungeii der Centrale den Beteiligten zu sichern. Die geeignetste Rechtsform der Lokal-Einkaufsgenossen- schaften ist die der eingetragenen Genossenschast mtt beschränkter Haftpflicht. Die Tampflraft in Pmifien 1903. Am Ende des Rechnungs- jahres 1902 hat die statistische Erhebung der Dampfkessel. Dampf- Maschinen und Dampffässer in Preußen mit Ausnahme der von der Verwaltung des Landheeres und der Kriegsflotte benutzten sowie der Lokomotiven wiederum eine erhebliche Zunahme gegen das Vorjahr ergeben. ES wurden gezählt: am 31. 1902 März 1903 Zunahme 1903 gegen das Vorjahr überhaupt Proz. 1083 feststehende Dampfkessel...... 72 098 73181 1083 1,50 feststehende Dampfmaschinen.... 77 583 79 257 1 674 2,16 bewegliche Dampfkessel....... 22 259 23 211 952 4,28 davon mit einer Maschine verbunden.......... 21 612 22 556 944 4,37 SchiffS-Dampfkessel......... 2 659 2 769 110 4,14 Schiffs-Dampfmaschinen...... 2 479 2 589 110 4,44 Dampffässer............. 9 822 10 466 644 6,56 Außer den lediglich zum Fortbewegen von Schiffen dienenden 2 769 Schiffs-Dampfkesseln und 2 589 Schiffs-Dampfmaschinen be- fanden sich am 31. März 1903 auf schwimmenden Fahrzeugen noch 451 feststehende und 247 bewegliche— 698 Dampfkessel mit 1716 feststehenden und 248 beweglichen— 1962 Dampfmaschinen, welche die Betriebskraft für Dampfbagger, Dampfkräne, Ankerwinden und dergleichen lieferten und je nach ihrer Bauart in den vorstehend mitgeteilten Ziffern der feststehenden bezw. beweglichen Dampfkessel und Dampfmaschmen mit eingerechnet sind. Rusilands Thcehandel. Das russische Theegeschäft hat durch den Bau der sibirischen Bahn in den letzten Jahren eine vollständige Umwälzung erfahren. Während früher der Thee von China und noch mehr von Ceylon und Indien über Odessa nach Rußland kam, wird jetzt nach Vollendung der ostfibirischen und der mandschurischen Bahn der größte Teil über die sibirische Grenze nach Rußland gebracht. Sehr viel hat zu dieser Veränderung, nach einem Bericht des deutschen Konsuls in Moskau, der erheblich niedrigere Zoll bei- getragen, den der über die asiattsche Grenze eingeführte Thee gegenüber dem über die europäische Grenze importierten zu zahlen hat. Obgleich der Zoll für Ueberlandthee seit August 1902 um 3 Rubel pro Pud bezw. 7V. Kop. pro Pfund erhöht worden ist, stellt sich der über Talnh nach Moskau transportierte Thee doch noch 15 Kop. pro Pfund billiger als der über Odessa beförderte. Es ist selbst vorgekommen, daß Ceylonthee, welcher für Südrußland be- stimmt war, nach Talnh verschifft und von da über Moskau nach seinem Bestimmungsorte befördert wurde, weil die Zolldifferenz durch die billigere Fracht Colombo— Odessa nicht ausgeglichen werden konnte. Moskau ist der allein maßgebende Platz für den russischen Thcehandel geworden, an welchem alle großen Theefirmen ihren Sitz haben und wo sich das ganze Geschäft sowohl für Ueberland- als auch für Seethee konzentriert. Durch die Veränderung des Beförderungswege? hat sich auch da? Theegeschäft in Rischny-Nowgorod geändert und an Bedeutung verloren. Während früher der Ueberlandthee von Jrkutsk über Tomsi und Tjumen nach Perm und von da zu Wasser nach Nischny- Nowgorod gebracht, dort in großen Massen gestapelt und zur Messe- zeit nach allen Gegenden Ruhlands verkauft wurde, kommt jetzt d-r Thee direkt nach Moskau, und in Nischny-Nowgorod tritt im Thee- geschäft, soweit dasselbe dort zur Messczcit noch gemacht wird, an Stelle des früheren Effektivhandels der Handel nach Proben. Der frühere Landweg über die Mongolei oder über Tientsin, Kalgau, Urga, Kjachta nach JrkutSk wird kaum noch benutzt, und selbst auf dem Amur via Nikolajewsk wird wenig befördert, da die Eisenbahnfracht nur wenig teurer zu stehen kommt und größere Sicherheit für rechtzeitige Ankunft der Ware bietet. Die großen Geschäfte, welche gleichzeitig auch die größten Importeure sind, wachsen zusehends, während die kleineren Händler um ihre Existenz immer schwerer zu kämpfen haben und einer nach dem andren verschwindet. Auch was Qualität anbetrifft, scheinen die alten Zeiten, wo man in Nußland nur schönen, reinen Chinathee anerkannte, verschwunden zu sein. Nur einzelne frühere Sorten können sich halten und finden ihren Kreis von Konsumenten; das Gros der Konsumenten dagegen verlangt jetzt auch in Rußland Thee mit möglichst viel Gehalt und starkem Aufguß; cS wird daher mit jedem Jahre immer mehr und mehr Ceylon- und Indischer Thee eingeführt.~_ GewerkfcbaftUcbee. An dir Arbeiterschaft Deutschlands und OestreichS i Seit 14 Wochen tobt in dem kleinen Fabrikstädtchen Crimmitschau ein heftiger Kampf der Texttlproletarier um Erringung des zehn- stündigen Arbeitstages. Der Kampf hat schon längst die Formen eines einfachen Löhnkampfes überschritten. Er hat sich zu einem Klassenkampf der schärfsten Art ausgewachsen. Hie Kapital— hie Arbeit. Das gesamte Unternehmertum der Texttlindustrie Deutschlands, an seiner Spitze d e r L a n d e s v er b an d der Industriellen des hochentwickelten Sachsens mit dem Sitz in Chemnitz. hat sich vereinigt zur Niederringung der ausständigen Lohnsklaven. Alle Mittel wurden angewandt, um die Arbeiter zum Verrat, zum Streikbruch zu verleiten. Aber vergeblich. Mit jenem den ringenden Proletariern eignen Stolze wurden von der Arbeiterschaft alle diese Versuche abgeschlagen. Hunger, Not und Entbehrungen ruhig tragend, kämpfen mit kargen Unterstützungen die 3000 Textilarbeiter heroisch gegen ihre Ausbeuter. Alle Versprechungen der Unternehmer, dauernd« Be- schästigung bis ans Lebensende, Geldgeschenke von 50 bis 100 M. usw., konnten die Arbeiter nicht zum Treubruch verleiten. Jetzt bietet der Landesverband der Industriellen Sachsens jedem Streikbrecher»bis auf weiteres eine Prämie von zwei Mark pro Woche" extra. Aber auch das konnte die Kämpfenden nicht beirren. Mit Verachtung wiesen sie daS Anerbieten zurück. Statt zu einer Vermehrung, kam es zu einer Verminderung der Arbeitswilligen. Die Zahl der Arbeitswilligen ist um ca. 50 zurückgegangen! Es will sich niemand prämiieren lassen. Die Unternehmer sehen nun ein, daß diese Arbeiterschaft sich nicht selbst untreu wird und sie versuchen, die kämpfenden Crimmitschauer niederzuringen mit Hilfe der deutschen Arbeiterschaft. In allen Ecken und Enden wimmelt eS von Agenten der Crimmitschauer Fabrikanten. In den Herbergen werden die Arbeitslosen auf- gesucht. Auf den Rittergütern sucht man polnische Landarbeiter anzuwerben, in Böhmen, in Ostpreußen, in Holstein, Rheinland-Westfalen, Bayern, Halle, Leipzig, Döbeln, Roßwein, überall versucht man mit allerhand Bcrsprechnugen Streik- brecher anzuwerben. Ein Teil ist eingetroffen, aber nach erfolgter Aufklärung wieder abgereist. Ein Fabrikant hat 50 pommersche Arbeiter angeworben,.leider" sind dieselben nicht eingetroffen. Sie wollten nicht Streikbrecher sein. Und niemand will Arbeitswillige in Logis nehmen. Inserate in den Lokalblättern folgenden Inhalts: Für auswärttge Arbeitslvillige wird Kost und Logis gesucht. Offerten unter 8. X. 559 an die Exp. d. Bl. er» beten. blieben erfolglos. Arbeiter Deutschlands und Oestreichsl Ihr seht, der Kampf spitzt sich immer mehr zu! Dem Unternehmertum muß die Kraft des gesamten organisierten Proletariats entgegengestellt werden. Es darf nicht sein, daß Deutsch- lands und Oestreichs Arbeiter zu Verrätern an den heldenmütigen Kämpfern in Crimmitschau werden. Deshalb: Auf die Schanzen! Werbt und agitiert für Crinimitschau I Inspiziert die Herbergen I In allen Gegenden, in allen Hütten muß es bekannt werden, daß in Crimmitschau ein gewaltiger Kampf zwischen Arbeit und Kapital ausgefvchten wird. Der letzte Arbeiter, die letzte Arbeiterin muß wissen, daß jetzt niemand»ach Crimmitschau komme» und den Streikenden in den Rücken fallen darf. Wir rufen die gesamte Arbeiterschaft Deutschlands und Oestreichs auf, in diesem Sinne thätig zu sein. Streikbrecher müssen von Crimmitschau ferngehalten werben. Aber auch sonst ist es Ehrensache der Arbeiterklasse, durch finanzielle Unterstützung den Kampf der Textilarbeiter Crimmitschaus zu dem ihrigen zu machen. Die Stinmumg der Kämpfenden ist trotz der Not vorzüglich. Deshalb Arbeiter allerorts: Thut Eure Pflicht, wie Crimmitschau von jeher seine Schuldigkeit gethan hat. Es lebe die Arbeit! Es lebe die Solidarität des Proletariats! DaS Gewerkschaftskartell für Crimmitschau und Umgegend. Karl Köhler. NR Gelder sind an Georg Treue, Berlin v 112, Krön- prinzenstt. 7, zu senden._ Berlin und Umgegend. Die Stukkateure am Theater-Nenbau in Nürnberg streiken. Der Unternehmer versucht, Rabitzputzer und Spanner als Arbeits- willige von hier nach dort zu ziehen. Alle Nabitzputzer und Spanner werden an dieser Stelle daraus aufmerksam gemacht, diesbezügliche Forderungen, wenn solche an sie herantrete», zurückzuweisen. Central-Verbaud der Maurer Deutschlands. Sektion der Gips- und Cementbranche. Die Bürstenmacher, die im Deutschen Holzarbeitcr-Verband organisiert sind, beschlossen in ihrer letzten Versammlung, Material über die bestehenden Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu sammeln. Da zwei Organisationen am Orte bestehen, sollen sich die Kominissionen beider Organisationen der Aufgabe gemeinsam unterziebcn.— Solch' Zusammenarbeiten führt hoffentlich die beiden Organisattonen ein- ander näher und sollte auch nach andern Seiten hin vorbildlich wirken. Die Branche der Einsetzer des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes nahm im September eine Baukontrolle vor. Von den 852 gezählten Einsetzern gehören 536 den» Holzarbeiter- Verbande an, 132 verteilen sich auf andre Orgauisatiouen, 134 waren nicht organisiert. Die Berliner Töpfer machen mobil! Eine überaus starkbesuchte Versammlung der Töpfer centraler Richtung beschäftigte sich am 27. November im GewerkschastShause mit der drohenden Aussperrung der Ofenarbeiter Deutschlands im Töpfergewerbe. Nach eingehenden Referaten der Kollegen L o t h e r- Berlin und P ö r s ch k e- Bettelt, worin die Gefahr, die dem gesamten Töpferverbande droht, in er- giebiger Weise geschildert wurde, beschloß die Versammlung nach lebhafter Debatte gegen wenige Sttmmen, in dieser Zeit der schweren Not, den gesamten Lokalfonds der Berliner centralisttschen Töpfer in Höhe von ca. 45 000 M. der Hauptleitung des Verbandes zur Verfügung zu stellen.— Ein schöner Akt der Solidarität, wenn man dabei in Erwägung zieht, daß die Berliner Töpfer selbst in einer Lohnbewegung stehen, von der sie noch nicht wissen, wie diese ablaufen wird.— Die Versammlung beschloß serner, nachdem nach dem 1. Dezember ein Ueberblick über Unifang und Ausdehnung der GcsamtauSsperrung der Ofenarbeiter in Deutschland vorhanden sein wird, in einer dann einzuberufenden Versammlung erneut Stellung zu nehmen, um die Höhe der außer- dem noch abzuführenden Mittel in Prozenten vom Wochenverdienste festzusetzen. Deutfebeo Reich. Ein strafbares Versprechen. Der Klempnergeselle Rudolf S ch i e d e r nahm während de? Klempnerstreiks in Erfurt einen arbeitswilligen Berufskollegen beim Arm und sagte ihm:„Du wirst doch nicht so dumm fein und arbeiten. Wenn Du Geld brauchst, kriegst Du welches auS dem Verbände."— In dem Anrühren dcS ArmeS erblickte der Amtsanwalt eine Anwendung von e w a l t s!) und in den gebrauchten Worten, die doch ein Unter- stützungs-Versprechen enthalten, eine Ehrverletzung(!>, die nach dem§ 153 der Gewerbe-Ordnung zu besttafen sei. Der Herr Amts- anwalt beanttagte gegen den g»ltmütig harmlosen Streikposten, der sich doch zweifellos im engsten Rahmen der ihm durch die Gewerbe- Ordnung gegebenen Bestigniffe bewegt hat, zehn Tage Gefängnis! DaS Gericht erkannte auf fünf Tage Gefängnis!—„Wenn Du Geld brauchst, kriegst Du welches aus dem Verbandel" Dieses Wort gellt härter in den Ohren der bürgerlichen Amtsaiiwatte, Richter und Schöffen wieder als das ärgste Schimpfwort. Nur so ist daS Urteil zu erklären. Das Wort sollen und dürfen die Arbeitswilligen um kemen Preis hören; sie kömtten an ihm Gefallen finden! Der Streik der Maurer in Emden dauert fort. Der Gauvorstmid ans Bremen hat den Streikenden zwar wegen der großen Anzahl der Streikbrecher geraten, die Arbeit bedingungslos»vieder aufzu- nehmen, die Maurer haben sich aber dessen geweigert, weil sie der Ueberzeugung sind, daß die Arbeitswilligen technisch sehr wenig leisten und ihre Gegeiüvart deshalb auf den Streik von geringem Einfluß ist. Die Schriftgießerei von Wagner in Stötteritz bei Leipzig mit einem Personal von neun Gießern und fünf Arbeiterinnen hat die Forderungen der Schriftgießer bewilligt. Die verkürzte Arbeitszeit ist ohne Verzug zur Durchführung gebracht. Berichtigung. Nicht die„Schneider- Zeitung", wie es in unsrer gestrigen Nummer heißt, sondern die„Schmied e-Zeitung" hat eine Auflage von 10000 Exemplare»» erreicht.— DaS Organ deS Schneider- Verbandes betitelt sich„Fachzeitung für Schneider" und hat eine Auflage von 21 250 Exemplaren. Busland. Internationale Streikstatistik. Im Gegensatz zum Vorjahre, wo von September auf Ottober die Streikbewegung eine starke Zunahme erfuhr, ist nach der „Arbeitsmarkt-Korrespondenz" in diesem Oktober die Streikbewegung nicht unerheblich zurückgegangen. In Deutsch- land, Frankreich und England zusammen genomiiien sank die Zahl der Streiks von 101 im September auf 91 im Oktober. In Frankreich und England, wo die Zahl der Beteiligten schon ermittelt ist, ging diese Ziffer von 14 762 auf 11 549 zurück, In England fanden nur im Bergbau einige Streiks von erheb- lichem Umfai»g statt; in Frankreich war es das Textilgetverbe, daS in zahlreiche Stteiks verwickelt wurde. Ganz besonders Heftig toaren die Weberstreiks in Nordfrairkreich, die aber erst im No- vember zu dem großen Ausstand von Armentieres führten. an dem sich gegen 30 000 Arbeiter beteiligten. Aeußerst lebhaft war die Streikbelvegung in Spanien. Ende Oktober kam es zu einem allgemeinen B e r g a r b e i t e r st r e i k in Bilbao, der sich alsbald zu einem Generalstreik säintlicher Berufe ausw»lchs. Die Zahl der Streikei»den lvird auf 40— 50 000 Personen angegeben. Ueber das Streikgcbiet»ourde der Kriegszustand verhängt. Vier Regimenter Infanterie, eine Abteilung Kavallerie und zwei Batterien Gebirgsartillerie wurden konsigniert. Es kam zu heftigen Zusammenstößen zwischen Militär und Allsständigen. Steigende Lebensmittelpreise und knappe Vorräte von NaHrungsnntteln machten die Lage von Tag zu Tag ernster. Durch strengen Druck des mili- tärischen Befehlshabers aus die Arbeitgeber gelang es. diese zur Nach- giebigkeit zu belvegen. Die Arbeiter erreichten wöchentliche Lohnzahlug und können in Zukunft nicht»nehr gezwungen werden, ihre Emkänfe in bestimmten Geschäften zu machen und in bestimmten Lokalitäte»! Obdach und Wohilimg zu suchen. Eine staatliche Gesundheits- konunission übernimmt die Beaufsichttgung des Verkaufs von Lebens- Mitteln und der Schlafftellen der Arbeiter. Diese Veding»mgen wlirden in Form eines militärischen Befehls öffentlich bekannt ge- geben, worauf am 2. Noveiilber die Arbeit wieder auf- genoiilmen wurde. Außer in Bilbao fand rnlch in Barcelona eine große Streikbelvegung statt. Ein Streik der Gasarbeiter führte zu ausgedehnten Betricbseinstellungen, so daß schließlich an 15 000 Arbeiter feierten. In den Vereinigten Staaten lähinte der Rückgang der gewerblichen Konjunktur die Streiklust. Zahlreiche Entlassungen und Betriebseinstellungen verschlechterten die Lage des Arbeitsmarktcs und gestalteten die Aussichten rnif erfolgreiche Lohnbewegungen ungünstig. Ueberwicgend fanden daher Abivehrstreiks statt. Es»oar eil» Riesenausstand der Baueisenarbeiter geplant, der Ende Oktober beginnen sollte, aber bis jetzt nicht prokla- miert worden ist. Dagegen gärt es unter den Bergleuten der Weichkohlendistrikte in den Staaten Colorado, Wyoming, Neu-Mexiko und Iltha. In Rußland ist die Streikbewegung gegen den September noch weiter zurückgegangen, nachdem An- fang Oktober der große Setzerausstand in Moskau vollends beigelegt worden ist._ Letzte JVachnchten und Depefchen. Sächsische Ministerstühle wackeln. Chemnitz, 28. November. sW. T. B.» Gegenüber neuerdings wieder verbreiteten Nachrichten, der Minister deS Innern v. M e tz s ch beabsichtige, am 1. April nächsten JahreS sich von den Staatsgeschäften zurückzuziehen, kann das„Chemnitzer Tageblatt" authentisch versichern, daß der Minister von Metzsch zunächst die gegenwärtige LandtagSsession abwarten und zusehen wird, lvie sich das Schicksal der Wahlrechts-Aendcrung gestatten wird. Es ist sein lebhafter Wunsch, diese Frage vor seinem Rücktritt gelöst zu sehen, und alle Nachrichten, die einen bestimmten Termin für den Rücktritt des Ministers in Aussicht nebmeii, entbehren daher dem genannten Blatt zufolge der Begründung. Auch den Gerüchten von Nücktrittsabsichten des Finanz- minister Riiger tritt das„Chemilitzer Tageblatt" mit der auf sichersten Jnfonnattonen beruhenden Mitteilung entgegen, daß Finanzminister Rüger, vorausgesetzt daß sein Gesund- heitszustand sich nicht wesentlich verschlechtert und daß das Vertrauen deS Königs ihm erhalten bleibt, auf seinem Posten auszuharren entschlossen ist, bis es ihm gelungen sein wird, eine völlige Ge- slinduilg der sächsischen Finanzen herbeizuführen. Obstruktion im ungarischen AbgeordnetenhanS. Budapest, 28. November, 6 Uhr abends. lW.T.B.j Die Sitzung des Abgeordnetenhauses dauert bereits seit 7 Stunde». Während dieser Zeit haben die Obstruktionisten viele Anttäge gestellt, über die ab- gestimmt worden ist. Gleichzeittg verlangten die Obstruktionisten wieder- holt Uilterbrechung der Sitzimg. die gemäß der Hausordnuiig vor jeder Absttmmllng geivährt werden muß. Polonyi verlas im Namen 87 Oppositioneller ein Mitztrauensvotiim gegen den Präsidenten Perczel, der angeblich die Hausordnung im Interesse der Regieruugs- parte» anlvende._ Deputiertenkammer. Paris, 28, November.(W. T. B.) Im Laufe der Beratung über daS Budget der Schönen Künste verlangt Dsjeante die Beseitigung des Kreuzes vom Giebel des Pantheon, Unterrichtsminister Chauniis bekämpft den Antrag, der mit 322 gegen 213 Stimmen abgelehnt wird. In den Wandelgängen der Kammer erklärte DeSchanel, daß der Brief oder die Fragmente von Dichtungen, die in dem Aktenbündcl betreffend die Familie Hlimbert gefunden sein sollen und von denen heute von emigen Blättern Auszüge veröffentlicht wurden, unecht sind._ Die Rffaire DrcyfuS. Paris, 28. November. Die socialdemokratischen Führer lverden durch diese nicht scharf genug zu verurteilende Pflichtvergessenheit auf der bürgerlich-liberalen Seite in ihrem llnfchlbarkeits- und Unwiderstehlichkeitsdünkel nur noch fester und übermütiger ge- macht, tvährend die Bürger der Stadt durch die Vernachlässigung ihrer Wahlpflicht thatsächlich den Grundsatz der Selbstverwaltung auf das äußerste gefährden. Nicht die Staatsverwaltung, nicht die reaktionäre Volksvertretung, sondern einzig und allein"die Stadt- bürger stellen das kostbare Selbstverwaltungsrechi in Frage, Die Wahrheit dürfte, so weit die letzte Frage in Betracht kommt, die sein, daß Regierung und Bürgertum gemeinsam mit Macht dabei sind, den Schein von Selbstverivaltung zu zerstören, den die Gemeinden im Polizeistaat Preußen besitzen. Richtig schätzt die„VoUS-Zeitung" die Haltlosigkeit des Kom- Ntunal-Liberalismus ein: Von W auf 38 Mandate ist die Vertretung der Social- demokratie gestiegen, lvenige Tage nachdem einer der Wortführer des Äonununalliberalismus mit ungeheurem Pathos erklärt hatte: Krieg bis aufs Messer den Socialdemokraten! Der Verlust von fünf„bürgerlichen" Wahlkreisen an den„Umsturz" ist eine herzige Antwort der Bevölkerung auf diesen freisinnigen Theaterdonner I Wenn dem todessiechen KonmmnalliberaliZnms und dem mit ihm identischen Richterianismus durch große Worte aufzuhelfen wäre, wenn die Socialdemokratie durch scharfmacherische Aufgeregtheiten totzuschlagen wäre, dann wäre Berlin in Wahrheit die„Hochburg des Liberalismus", als welche die Stadt in der Einbildung von Freisinnsgrößen lebt, deren politisches Denken mit dem Anfang der sechziger Jahre angehoben und sicheren Anzeichen nach auf- gehört hat. Richtig ist ja, daß der Berliner Liberalismus, mag man ihn auch noch so gering bewerten, gar nicht niedrig genug eingeschätzt werden kann. Gerichtliche Korrektur der Streitpostelibchandlung. Es war alt- ehrwürdige Gepflogenheit bei der Polizei, Streikposten ungesetzlich zu behandeln. Sobald sich die Streikposten in Ausübung ihres ge- setzlich gewährleisteten Streikrechts weigerten, den Aufforderungen der Polizeibeamten nachzukommen, wurden sie einfach wie gewöhn- riche Verbrecher sistiert, stundenlang zur Feststellung ihrer Personalien auf der Polizeiwache festgehalten, nicht selten sogar im grünen Wagen nach dem Polizeipräsidium befördert und schließlich mit einen, Strafmandat in der Höhe von 10 bis 30 Mk. bedacht. Aus den Zeugenaussagen der Schutzleute ging meistens klipp und klar hervor, daß die Reviervorstände den Unterbeamten gleich bei Ausbruch eines Streiks die generelle Anweisung gegeben hatten. keinen Streikposten auf der Straße in einer gewissen Nähe der bestreikten Fabrik zu dulden. Die Bekundungen der Polizeibeamten bor Gericht konnten fast den Eindruck erwecken, als sei es der Polizei- vehörde völlig gleichgültig, ob die gerichtlichen Entscheidungen über die Strafmandate zur Freisprechung der Streikposten führten oder nicht; der einzige Zweck schien zu sein, den Arbeitern unter Be- rusung auf die Verkehrsordnung das Streikpostenstehen im Interesse der Arbeitgeber einfach unmöglich zu machen. Anders hätte die Polizeibehörde nicht von vornherein generelle Instruktionen zur Fortweisung der Streikposten erlassen können, sondern von Fall zu Fall prüfen und entscheiden müssen, ob der einzelne Streikposten sich eines Verstoßes gegen die Straßenordnung schuldig machte oder nicht. In mehreren gleichlautenden Urteilen stellte sich die 8. Straf- kammer nunmehr auf den Standpunkt, daß das Vorgehen der Polizei gegen die Streikposten ungerechtfertigt ist, wenn sich ein Streik in voller Ruhe abspielt und von den Streikenden keinerlei thätigc Aus- schreitungcn gegen Arbeitswillige begangen oder Aufläufe und dadurch wirkliche Berkehrsbehinderunge» verursacht werden. Sobald jedoch Ruhestörungen oder Zusammenstöße mit Arbeitswilligen vorkommen, tvird auch der Polizei auf Grund der Straßen- Ordnung das Recht zugestanden, die Streikposten fortzuweisen, weil möglicherweise erneute Ausschreitungen zu befürchten sind und solchen im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung wie der Bequemlichkeit und Sicherheit deS Verkehrs vorgebeugt werden muß. So lautet die gerichtliche Formel. Bezüglich der Anwendung der Straßenordnung heißt es in den Urteilen: „Das Streikpostenstehcn an sich ist nicht strafbar; das schließt jedoch nicht aus, daß durch die Art und Weise seiner Ausführung gegen irgend eine Strafbcstimmung verstoßen wird. So bestraft die im Jnteresfe der Sicherheit und Bequemlichkeit deS Verkehrs ergangene Straßenordnung vom 31. Dezember 1899 denjenigen, tvelcher der an ihn im Verkehrs interesse ergangenen Äufforqerung deS Aufsichtsbeamten nicht Folge leistet; es muß diese Aufforderung indes im Interesse der Sicherheit und Bequemlichkeit des Verkehrs objektiv notwendig sein." Nachdem nun auf die Aussagen der Polizeibeamten, die absolut nichts Belastendes zu Ungunsten der angeklagten Streikposten bekunden konnten, eingegangen und daraus erwiesen ist, daß sie die Streikenden lediglich deshalb entfernt und sistiert hatten, weil sie Streikposten standen, hc,ßt cS in den Urteilen lveiter, ein solches Vorgehen lasse sich aus Grund der Straßen- ordnung nicht rechtfertigen, denn„dann würde ja eine an sich er- lanbte Handlung durch den Befehl des Schutzmanns zu einer un- erlaubten, das Berkehrspolizeiliche zu einem Autoritätsdelikt". Wenn dies Urteil auch der Polizeiwillkür immer noch weiten Spielraum läßt, so setzt es doch den schlinunsten Uebergriffen eine Grenze. Verlangen soll uns, ob die Polizei nunmehr die gericht- lichen Entscheidungen respektieren wird. Berliner Brücke». Der Magistrat hat am Sonnabend in außer- ordentlicher Sitzung nach einem Bortrage des Stadtbaurats Krause beschlossen, die von der Baudeputation II genehmigten drei Neubauten 1. einer Fußgängerbrücke zur Verbindung des neuen Hansa-VicrielS mit dem Tiergarten, 2, der Oranienbrücke und 3. der Jnstlbrücke nach den Plänen des Vortragenden der Stadtverordneten- Verfainmlung zur baldigen Ausführung vorzuschlagen. Die Fuß- gängerbrücke erhält eine architektonische Ausschmückung nach den Plänen des Architekten Möhrinq und soll für Rechnung der Neuen Hansa- Baugesellschafr ausgeführt werden. Die Jnselbrücke von, Banrat Krause entworfen, soll eine architektonische Ausschmückung in Fori,, turn, artiger Ausbauten nach den Plänen des Architekten Wolfsenstein erhalten. Die Oranienbrücke soll nach Skizzen des Bau- rats Krause von der Ingenieurfirma Holzmann u. Co., Berlin, aus- geführt werden. Der Architekt Bruno Schmits hat die Ausschmückung entworfen, die bis auf die Beleuchwngskandelabcr den Beifall der Magistratsmitglieder gefunden hat. Diese Kandelaber sollen noch den Gegenstand von Beratungen bilden.— Der Magistrat beschäftigte sich dann noch mit der Frage der Errichtung einer Pflicht- Fort- VitdffngSfchule und dem hierfür unterworfenen Ortsstatut. TaS städtische Wafferwerk in der Belsorterstraße hat den Betriebsdruck der im Jahre 1876 errichteten Dampflesselanlage mit Rücksicht auf das hohe Alter der Anlage auf 4'/. Atmosphären herabgesetzt. Dadurch wird die Wasserförderung für die Hochstadt beeinträchtigt. Dieser Ilmstand wird um so schwerer empfunden werden, als die Bebauung in der Hochstadt seit einigen Jahren in lebhafter Entwicklung begriffen ist und sich bereits auf denjenigen Teil erstreckt, dessen Wasserversorgung durch eine besondere Mafchincnanlage auf dem Werk Lichtenberg beabsichtigt ist, jetzt aber noch auS dem Werk Belsorterstraße erfolgen muß, da das Stratzenterrain für die Verlegung der Druckrohre in dem nördlich der Ringbahn gelegenen Stadtteil noch nicht freigelegt werden kann. AuS diesen und andern Gründen, besonders aber um eine Wasserkalamität für die Hochstadt zu vermeiden, hat der Magistrat beschlosien, daß der Umbau der Äesselanlage sofort in Angriff genommen wird. Die Stadtverordneten-Versanniilung soll um die Nachbewillignng der Kosten ersucht werden. Die gemischte Deputation zur Beratung der Frage der Deckung drohender Ausfälle im Stadthaushalt-Etat hat in ihrer Sitzung vom 31. Oktober d. I. unter anderm beschlossen, den kommunalen Körper- schaften zu enipfehlen, den Steuerfuß der Umsatzsteuer für bebaute Grundstücke von*/, Proz. des Wertes auf 1 Proz., für in, bebaute Grundstücke von 1'auf 2 Proz. zu erhöhen und die bisher steucr- frei gewesenen Zwischen Verträge ebenfalls der Umsatzsteuer zu unterwerfen. In Ausführung dieser Eni- schlietzung beantrag, nun der Magistrat, die Ordnung vom 20. März 1897 für die Erhebung einer Gemeindesteuer bei dem Eriocrb von Grundstücken in der Stadt Berlin dahingehend zu ändern und hat der Stadtverordneten- Versammlung eine Vorlage nbersandt. Die Eingemeindung von Plötzens«. Die Verhandlungen wegen der Eingemeindung des GntsbezirkS Plötzensce zwischen der Staäts- regiernng, dem Magistrat und den Beteiligten haben das Ergebnis gehabt, daß ein Einverständnis erzielt worden ist. Sobald die Stadtverordneten-Versammlnng ihre Zustimmung gegeben hat, an der unter den obwaltenden Umständen kann, zu zweifeln ist, wird die Regierung wegen der Ansscheidung von Plötzensee aus den, Provinzialvcrband dem Landtage, der ebenfalls feine Zustimmung geben muß, einen Gesetzentwurf vorlegen. Der Gutsbezirk Plötzensee umfaßt einen Teil der Jungfernheidc, wird begrenzt durch Spandau, Charlottenburg, Reinickendorf und Berlin, und enthält mehrere Berliner Friedhöfe(der Nazareth-, Johannes-, Pauls- und Heilands- Gemeinde), die Versuchs- und Lehrbrauerei, das Institut für Gähnmgsgcwerbe, ein Forsthaus, eine Schleuse, Eiswerke, Petroleum- Tanks usw. Die Annahmestellen der städtischen Sparkasse, die über die Stadt verteilt sind, un, den Sparern die Einzahlung ihrer Spargelder zu erleichtern, werden im ganzen nicht sehr stark �benutzt. Von dem gesamten Betrag, der im Laufe eines Jahres der Sparkasse zugeführt wird, werden mehr als drei Viertel unmittelbar an die Kasse ge- zahlt, und noch nicht ein Viertel entfällt auf die ziemlich hundert Annahmestellen. Im letzten Etatsjahr(1902/03) wurden nur rund 13 Millionen Mark durch Vermittelnng der Annahmestellen eingezahlt, bei einem Gesamt- Sparbetrag von rund äb'/, Millionen Mark. Die Benutzung der Annahmestellen ist seit einigen Jahren sogar noch zurückgegangen, obwohl der Ge- samt-Sparbetrag andauernd gestiegen ist. In den letzten vier Jahren entfielen auf die Annahmestellen 13 947 396, 13 349 998, 13150 419, 13 082 208 M„ danach haben hier die Einzahlungen sich um an- nähernd eine Million Mari vermindert. Im einzelnen ist natürlich die Benutzung der Annahmestellen sehr verschieden. So hatte im letzten Etatsjahr die Annahmestelle Lützowstraße, seit langem die meistbenutzte, allein 812 252 M. Einzahlungen. Ihr Gegenstück war eine Annahmeftelle im Südosten der Stadt, die es nur auf 7257 M. brachte. Ter Deutsche Holzarbciter-Berband, Gauvorstand Berlin, warnt vor einem Schwindler, der sich Albin Richard Wünsch nennt und am 22. Augllst 1874 zu Mülhausen in Thüringen geboren ist. Er meldet sich bei den Kassierern der Zahlstellen in Gemeinsckast mit einer Frau und klagt, daß ihm seine Ausweispapiere gestohlen seien und er gänzlich mittellos dastehe. In mehreren Zahlstellen hat er auf dieie Weise höhere Beträge zu erlangen gewußt. Gegenwärtig treibt Wünsch in Berlin und Umgebung sein Unwesen. Zu der Familientragödie auf dem Bahnhof Stralau-Nnmmcls- bürg erfahren wir, daß der Schneider Mankiewicz noch an, Tage seines Todes für abgelieferte Ware 55 M. erhalten und diese zur Begleichung der Schulden benntzt hat. An demselben Tage erledigte er noch alle Formalitäten, die für die Beerdigung seiner Frau er- forderlich waren, und holte am Nachmittag seine beiden Kinder ab, die mehrere Tage bei seiner Schwester in Berlin geweilt hatten. Die neun Monate alte Therese M.. das einzige noch lebende Mitglied der Familie, hat Unterkommen in einem Waisenhause gefunden,— Seitens der Betriebsverwaltung der Eisenbahn-Direltion Berlin war eine Untersuchung darüber eingeleitet worden, ob die Katastrophe durch rechtzeitiges Eingreifen des Bahnpersonals hätte vennieden werden können. Es ist als zweifellos festgestellt worden, daß auch nicht die geringste Möglichkeit vorhanden war, das Unglück zu ver- hindern. Zwar ist M. mit den Kindern von den Beannen auf dem Bahnhof gesehen worden. Er ging jedoch in unauffälliger Weise hin und her und nahm schließlich am Rande des Bahnsteiges Anfstellung, wie wenn er den Zug erwartete. Für 52 VW M. Schmuckwaren und Uhren sind in Verhältnis- mätzig kurzer Zeit in Berlin gestohlen worden, ohne daß es gelungen ist, die Diebe zu ermitteln. Bon den Einbrechern, die Sonnabend- nacht das Goldwarengeschäft in der Bclleallianeestraße plünderten, fehlt noch jede Spur. Den Pfandleihen und Goldschmelzen hat die Kriminalpolizei ein ungefähres Verzeichnis der gestohlenen Waren zugehen lassen, ebenso den Einbruch nach außerhalb avisiert; bis jetzt ist jedoch nirgends etwas von der Dicbesbeute aufgetaucht. Außerdem find noch unaufgeklärt der Einbruch in dem Uhrengeschäft Friedrichftr. 35 und in der Charlottenstr. 22. Im ersteren Fall er- beuteten die Diebe für 30 000, in, zweiten für 7000 M. Wert- gegenstände. Es liegt in der Art der Ausführung der drei Einbrüche eine so unverkennbare Aehnlichkeit vor, daß man die Diebstähle derselben Bande zuschreibt. Der letzte Einbruch in der Bellealliancc- stratze erinnert auch an einen in den neunziger Jahren vorgekommenen Fall. Damals durchbrachen die Diebe die Decke des Ladens und steckten durch das Loch einen sich felbstthätig öffnenden Schirm, der den herabfallenden Mörtel auffing, so daß bei der„Arbeit" jedes Geräusch vermieden wurde. Auch ein„Bankier". Eine Frau S, hatte eine Freundin, die über ein Kapital von 10000 M. verfügte, aber nicht recht wußte, wie sie es nutzbringend anlegen sollte, da sie in diesen Dingen zu unerfahren ist. Sie redete ihr zu, ihr das Geld anzuvertrauen, da sie Verbindung mit einer guten Bank habe, auf der das Kapital schöne Zinsen tragen werde. Die gute Frau gab ihr ganzes Vermögen her und verließ sich vollständig auf die Freundin. Erst als sie auch nach langer Zeit auf wiederholtes Drängen keinen Beleg über die Hinterlegung bekommen konnte, wurde sie mißtramsch, obwohl Frau S. ihre Zinsen pünktlich ge- bracht hatte. Sie ging nun zur Polizei und diese ermittelte, daß das Geld gar keiner Bank übergeben war, Frau S. hatte die Zinsen jedesmal einfach vom Kapital genommen und im übrigen auf Kosten ihrer Freundin einen guten Tag gelebt. Sie hatte sich eine Wirtschaft gekauft und wieder verkauft, eine Vergnügungsreise nach Amerika gemacht usw. Von dem Gelde wollte die Ungetreue, die verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis gebracht wurde, nichts mehr besitzen. In ihrer Wäsche im Spind fand man aber noch 2000 Mark. Das ist alles, was die vertrauensselige Frau noch rettet. Der Lcichenfund in Pankow ist jetzt wenigstens bezüglich der Persönlichkeit des Toten aufgeklärt. Es handelt sich um einen 56 Jahre alten Maurer Ferdinand Kutzner, der schon seit einen, Jahre nicht mehr angemeldet und wahrscheinlich wohnungSloS war. Kutzner wurde von mehreren Leuten, die früher mit ihm arbeiteten oder verkehrten, trotz der Verstiinimelung an Kopf und Händen, erkannt. Er war ein gewohnheitsmäßiger Felddieb und zuletzt vor zwei Jahren bei einem Diebstahl abgefaßt. Ein Bauunfall hat sich auf dem Neubau Siegfriedstr. 4 an, Freitag zugetragen. Der Steinträger Barkowski glitt auf einer Leiter, welche zum zweiten Stockwerk führt, ans und riß im Sturze den hinter ihm folgenden Steinträger Schenk mit in die Tiefe. Schenk kam mit Verhältnis», äßig leichten Verletzungen davon, während Barkowski schwere innere Verletzungen erlitt, die seine Ueberführung nach dem Weißenseer Krankenhause notwendig machten. Alkoholfreie Baukantincn sollen einer Zeitungsmeldung zufolge mit Beginn der nächsten Bausaison auch in Berlin eingerichtet werden. In andren Orten hat man mit dieser Einrichtung bereits günstige Erfahrungen gemacht. Hoffentlich fehlt es dieser Einrichtung nicht an Erfolg. Feuerbericht. Nur wenige Marmierungen hatte die Wehr in den letzten 24 Sttinden zu verzeichnen. Gegen 10 Uhr abends wurde sie nach der Straßbnrgerstr. 34 gerufen, lvcil hier in einer Küche ein Brand ausgekommen war, der neben Küchenmöbeln auch den Fuß- boden beschädigte. Möbel und Kleidungsstücke gingen zur selben Zeit in der Luckenwalderstr. 7 in einer Wohnung in Flammen auf, während in der Friedrichitr. 24 in der Bnchdrnckerei von A. Schäfer Feuer eutstandm war. Siachmittags mußte in der Adalbertstr. 94 iu einem Keller ein Brand abgelöscht werden, der allerlei Gerümpel und Brennmaterialien ergriffen hatte. Die übrigen Alarme, die noch aus der Schönhauser Allee 183 und Kommandantenstr. 81 einliefen, betrafen Brände, die vor Ankunft der Wehr bereits von Haus- bewohnern beseitigt waren. Die Leiche eines neugeborene» Kindes wurde in einem Wagen des am Sonnabend, den 28. d. Mts., früh um 6 Uhr 41 Minuten in Grunewald eingelaufenen Stadtbahnzuges vorgefunden. Angaben, ivelche zur Ermittelung der Mutter führen können, nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. Du im Berliner Aquarium eingetroffenen Sendungen brachten außer Schlangen eine Anzahl Schildkröten und zwar Land- und Meerschildkröten. Von ersteren kamen vier Stück einer Art an, welche im Südosten der Vereinigten Staaten zu Hause ist und dort in Waldungen und auf Wiesen lebt und in Körperbau bezw. Panzer einen Uebergang von den auf festem Lande zu den im Wasser lebenden Gattungen darstellt. Vor ihren Feinden schützt sie sich, indem sie Kopf und Beine einzieht und die beiden beweglichen Teile der Bauch» schale vorn und hinten ganz dicht und fest an den starkgewölbten Rückenschild anschließt, so daß das Lebewesen eine Art Kapsel oder Dose darstellt. Ganz anders erscheint die im Adriatischen Meere ge- fangene Seeschildkröte mit ihren zu langen, breitgedrückten, an die der Robben erinnernden Flossen umgewandelten Beinen, die nicht unter den flach gewölbten und mit hornigen Platten gedeckten Rücken- panzer zurückgezogen lverden können, mit ihrem ans einzelnen nur durch Knorpel verbundenen Stücken bestehenden Brustpanzer, ihren hakigen, nackten Kiefern usw. Während diese Meeresbewohnerin über 1 Meter lang wird und sich von niederen Seetteren nährt, bleiben jene Landbewohner weit kleiner und ihre Kost ist eine vor- wiegend pflanzliche, wie Pilze, Obst, Beeren-c. Freie Bolksbühnc. Der nächste Äunstabend findet am Sonntag, den 13. Dezember, abends 7 Uhr, im großen Saale des Gewerk- schaftshauses statt. Er ist Detlev v. Liliencron gewidmet. Die Rainen der Mitwirkenden werden demnächst bekannt gegeben. Der Eintrittspreis beträgt wie bisher 25 Pf. Arbeiter-Bildungsschule, Berlin, GewerkschaftshauS. Engel- Ufer 15. Hof links 2 Tr. Der Unterricht in Redeübung für Fortgeschrittene beginnnt am Sonntag, den 6. Dezember, vormittags 10 Ubr, unter Leitung des Herrn Dr. Rudolf Steiner im Zimmer 10». Die Mitglieder, welche daran teilnehmen wollen, müsten sich bis spätestens Donnerstag, den 3. Dezember, beim ersten Vorsitzenden. Genossen Hermann Lammö, SW., Hornstr. 20, schriftlich gemeldet haben: die" Teilnahine kann nur in beschränkter Anzahl stattfinden. Der Kursus dauert ca. 20 Sonntagvormittage. Das Schulgeld beträgt 2 M. und muß spätestens am zweiten Sonntag entrichtet werden. Der Vorstand. Radfahrer-Fcst. Am Sonnabend, den 5. Dezember, abends 8 Uhr veranstalten die unter den Parteigenossen wohlbekannten Berliner Vereine des Arbeiter-RadfahrerbundeS„Solidarität" in den Gesamträumen des Pnlast-Theaters(früher Feen-Palast) ein Bezirks- fest. Es treten die gesamten Specialitäten dieses Etablissements auf; außerdem gelangen verschiedene radsportliche Arrangements(Reigen- fahren usw.) zur Ausführung. Die Festrede des Abends hat der Bundesgenosse Rechtsanwalt Baudert übernommen. Zum Schluß findet em Ball statt. Allen Parteigenossen, welche für den Radfahr- sport Interesse hegen, sei hiermit der Besuch dieses Festes angelegent- lichst empfohlen. Charlottcnburg. Der dritte Kunstabend des VolkshauS-VereinS findet nicht am 3., sondern am Mittwoch, den 9. Dezember, statt. Der bekannte Kunstkritiker Dr. Max Osborn spricht über den größten modernen Maler Arnold B ö ck l i n. Lichtbilder illustrieren den Vorttag. Eintrittspreis 30 Pf. Die homöopathische Poliklinik von Dr. med. Schaper wird Oranienburgerstratze 55 täglich 7— 8 Uhr abends abgehalten. Der Berliner Zoologische Garten besitzt seit kurzem eine so- genannte mittlere Raubmöve, ein Vogel, der im hohen Norden beider Erdhälften brütet und unsre heimischen Küsten beim Eintritt des Winters aus dem Zuge nach dem Süden aufsucht. Die Raubmöven tragen ihren Namen aus dem Grunde, weil sie weniger selbst fischen als vielmehr andren Möven die erbeutete Nah- rung abjagen und sie sogar zwingen, den verschlungenen Raub wieder auszuwürgen. Diese, man möchte sagen parasitische Lebensweise hat es vielleicht mit sich gebracht, daß die Raubmöven das einfache, bräunliche Kleid, welches die andern Verwandten nur in der Jugend tragen, zeitlebens beibehalten. Das Weiß der Unterseite kommt den selbstfischenden Möven nämlich insofern zu gute, als den Fischen von unten gegen die spiegelnde Wasserfläche helle Gegenstände weniger leicht auffallen als dunkle. Für die Raubmöven kommt mithin die Färbung beim Erlangen der Nahrung nicht in Bettacht, es hat also auch keine Veränderung des primitiven, allen Mövenarten zukommenden Jugendkleides stattgefunden. Das Tier ist in dem großen Flugkäfig neben dem neuen Vogelhause untergebracht. Im Apollo-Thcatcr ist die Operette„Frühlingslnft" von Joseph Sttanß Freitag zum 50. Male gegebe» worden. Die Darstellung war dieselbe wie in der ersten Aufführung, und die Mitwirkenden, Poldi Augustin voran, ließen eS nicht an Temperament fehlen. Kus den Nachbarorten. Rieder-Schöneweidr. Seit Jahren schon befindet sich die Karls- horstersttaße, die Zugangsstraße über die alte Holzbrücke nach Ober- Schönciveide, in ungepflastertem Zustande, aber nichts geschieht, um Abhilfe zu schaffen. Hunderte von Arbeitern müssen hier täglich morgens und abends bei einer miserablen Beleuchtung bis über die Knöchel im Schlam waten. � Ein Rangiergeleise, das von der Köpenick-Nieder-Schöneweidcr Straßenbahnlinie mitbenutzt wird, er- setzt den Passanten den Bürgersteig: oft genug bleiben Frauen. daraus balancierend, mit den Absätzen im Geleise stecken. Wo ist die Verkehrspolizei, die die Gemeindeverwaltung zwingt, diesem lebens- gefährlichen Zustande ein Ende zu bereiten? Friedrichsfclde. Zur Errichtung eines Gemeinde-Schlacht- hauseS hat die Gemeindeverttetung den Ankauf eines 42 Ruten großen Grundstückes hinter dem Sritzenhause beschlossen. Der Preis bettägt 6000 M. Die Einführung des Einheitspreises ftir GaS zum 1. April nächsten Jahres wurde mit 16 gegen 5 Stimmen beschlossen. In geheimer Sitzung wurde Apothekenbesitzer Roth mit 11 Stimmen zum Kreistags-Abgeordneten gewählt; der bisherige Inhaber dieses Mandats. Landrat v. Treskow, erhielt nur sieben Stimmen. Charlottcnburg. Eine Anfang November veranstaltete Auf- nähme der leerstehenden Wohnungen hatte folgendes Ergebnis: Es standen leer 1523 Wohnungen, davon 22 von einem Zimmer ohne Küche, 29 von Zimmer mit Küche, 290 von 2 Zimmern, 369 von 3, 262 von 4, 186 von 5, 256 von 6—3, 64 von 9— 10 und 44 von 11 und mehr Zimmern. Hieraus folgt, daß die Bau- thätigkeit eine regere geworden ist, denn obgleich die Bevölkerung in diesem Jahre mehr gewachsen ist als in den beiden vorhergehenden Jahren, ist doch die Zahl der leerstehenden Wohnungen eme weit größere. Im Januar 1903 standen nur 870 und im November 1902 nur 1088 Wohnungen leer. Auch kleine Wohnungen von einem und zwei Zimmern sind jetzt in größerer Anzahl vorhanden, denn während in den Jahren 1899, 1900 und 1901 und zu Anfang des Jahres 1902 die leerstehende» Wohnungen von einem und zwei Zimmern höchstens die Zahl 8V erreichten(im Mai 1901 waren es nur 16 gewesen), haben sich bei der neuesten Aufnahme 341 solcher Wohnungen er- geben, wovon allerdings 22 keine Küche hatten. Die Schmnrgciidorfcr Gcmciiidcvcrtrctung sprach sich im Juni dieses Jahres anläßlich deS Ausscheidens der Gemeinde Dahlem aus dem Schinargendors-Dahlcmcr Schnlvcrband für Aiifkösnng der Schulsocietäi und Einsetzung einer Schuldeputation aus. In der letzten Gemeindevertreter-Sitzung legte aber� der Schöffe Professor Böhm ein Ortsstatnt über Bildung eines Schulvorstandes vor mit der Begründung, dah eine Schuldeputation schiverfälliger arbeite und es nicht von Vorteil sei, wenn Bürger Zugezogen würden. Mit dieser nicht zu billigenden Aus- ichaltung der Bürgerschaft auf dem wichtigen Gebiete de Volks schul Iv escns war die Gemeindevertretung ohne weiteres einverstanden. Die Anfrage des Gemeindevertreters Jung bezüglich des zeitweise ungeniehbar gewesenen Trink Wassers in der Schule, und der Schritte, die der Gemeinde- Vorsteher zur Beseitigung dieses Uebelstandes gethan hat, wurde wegen Abwesenheit des Fragestellers von der Tagesordnung abgesetzt. Der Gemeindevorsteher erklärte, daß das Wasser untersucht und fiir gut befunden worden sei. Die Angelegenheit ist dadurch nicht klar- gestellt, denn ohne Ursache wäre den Schülern das Trinken des Wassers nicht untersagt worden. Das Brausebad der Schule, das zweimal wöchentlich auch Erwachsenen zur Verfügung stand, wird wegen zu geringer Frequenz während des Winters geschlossen. Auf dem Grundstück Heiligendammerstr. 2 soll eine Freibank für minderwertiges Fleisch, das in rohem Zustand verkauft werden soll, eingerichtet werden. In geheimer Sitzung er- klärte die Gemeindevertretung das Mandat des Gemeindeverordnetcn Jung für erloschen. Herr Jung ist nach Wilmersdorf verzogen, hat aber hier noch seinen Wohnsitz, da er noch eine Wohnung inne hat. Die Kassierung seines Mandats erscheint durchaus anfechtbar. Ichönebcrg. Kaum sind die Nachklänge der letzten erfolgreichen Wahlen mit ihren schier endlosen, aufreibenden Arbeiten einige'rmasten verhallt, so beginnt für unsre Parteigenossen am Orte mit dem An- fange des nächsten Jahres wiederum neue Thätigkeit, deren sie sich hoffentlich mit derselben Freudigkeit unterziehen werden. Mit dem Lt. März nächsten Jahres läuft bekanntlich die Wahlperiode der am 23. Januar 1902 gewählten Beisitzer des hiesigen Gewcrbegerichts ab. Es sind je 13 Beisitzer aus dem Kreise der Arbeit- nehmer und Arbeitnehmer zu wählen, und so hat der Magistrat die Neuwahlen auf Sonnabend den 9. Januar 1904 festgesetzt. Entgegen der früheren Einrichtung kommen für die Wahlen der Arbeitgeber dieses Mal fünf Bezirke in Betracht, welche mit den Bezirken der Polizeireviere zusammenfallen. Die Un- zuträglichkeiten, welche sich bei der Wahl vor zwei Jahren gezeigt hatten, wo die Stadt in einen Bezirk eingeteilt war und die eine Beschwerde seitens der Arbeitnehmerwähler hervorgerufen hatte, haben jedenfalls zu der Neuerung beigetragen. GencKts-Leitung. Sensationelle Freisprechung. Ein Mordversuch im Tiergarten beschäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts I. Es war die alte Geschichte von Liebe und gebrochener Treue, die mit einen, Knalleffekt endete. Auf der Anklagebank befand sich der zu Bremer- Hafen gebürtige Seemann Wilhelm G l a u b i tz, gegen den folgender Thatbestand festgestellt wurde. Der Angeklagte hatte gelegentlich eines Besuchs vor mehreren Jahren die Arbeiterin Marie 9t a u d o ii a t kennen gelernt, die in einer hiesigen Verbandstoff- sabrik beschäftigt war. Er faßte eine so heftige Zuneigung zu dem Mädchen, daß er wiederholt in den Pausen zwischen seinen See- reisen von Bremerhafen nach Berlin reiste, um es zu sehen und zu sprechen. Im Januar vorigen Jahres kam es zwischen ihnen zu einem Verlöbnis. Aber die Raudonat sah bald ein, daß infolge des Berufs ihres Bräutigams eine Heirat noch in weitem Felde stand und als sie im April d. I. gelegentlich einer Hochzeit einen Maurerpolier kennen lernte, der sich um sie bewarb, wurde sie in ihren Gefühlen gegen ihren Bräutigam schwankend und nach langem Kampfe entschloß sie sich im Juni dieses Jahres, als der Angeklagte sich wieder in Bremerhafen befand, ihm den Verlobungsring zurückzuschicken. Der Angeklagte geriet in große Erregung. Er eilte sofort nach Berlin, in der Hoffnung, daß sein persönliches Erscheinen eine Umstimmung bei dem Mädchen bewirken könne. Hierin sah er sich getäuscht, seine frühere Braut, die sich inzwischen mit dem neuen Bewerber verlobt hatte, verhielt sich abweisend. Am Abend desselben Tages, am 13. Juni, hatte die Raudonat mit ihrem Bräutigen,, dem Maurerpolier Schmidt, ein Stelldichein am Rolandsbrunnen vereinbart. Sie traf um 7 Uhr zuerst ein und nahm auf einer Bank Platz, um Schmidt zu erwarten. Als dieser erschien, schlugen sie den Weg nach dem Tiergarten ein. Sie hatten eine kurze Strecke zurückgelegt, als hinter ihnen zwei Schüsse sielen. Die Raudonat sank ge- troffen zusammen. Schmidt sah einige Schritte hinter sich den ihm bis dahin unbekannten Angeklagten stehen, in der Hand den noch ranchenden Revolver haltend. Mit den Worten:„Nun habe ich Euch!" feuerte der Angeklagte einen dritten Schuß aus Schmidt ab. die Kugel verfehlte aber ihr Ziel. Da Schmidt weder einen Stock noch einen Schirm bei sich hatte, zog er schnell seinen Stiefel aus, und diesen zum Schlage erhebend, drang er auf den Angeklagten ein, der nun die Fluckit ergriff. Er stürzte dabei hin und wurde nun von Schmidt und zlvei Schutzleuten ergriffen. Vorher halte er aber Zeit gefunden. zwei Schüsse gegen seinen eignen Kopf abzugeben, die ihn indessen nur unerheblich verwundeten. Er sowohl wie sein Opfer wurden in Droschken nach der Charite bezw. nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Unterwegs äußerte der Angeklagte zu dem ihn begleitenden Schutzmann:„Nur schade, daß ich das A.. nicht besser getroffen habe." Fräulein Raudonat, welche inzwischen den Maurerpolier Schmidt geheiratet hat, ist noch nicht völlig genesen, die beiden Äugeln, welche in ihren Rücken eingedrungen sind und aus ihrem Körper nicht haben entfernt werden können, verursachten ihr häusig Beschwerden. Die Anklagebehörde nimmt an. daß Glaubitz sowohl die Raudonat wie ihren Bräutigam mit Ueber- legnng hat töten wollen und sich somit des versuchten Mordes in zwei Fällen schuldig gemacht hat. Der Beschuldigte gab an und für sich die That zu, bestritt aber die Ueberlegunq.' Er habe sich gegen 3 Uhr nach dem Lehrter Bahnhose begeben, un, nach Bremen zurückzukehren, auf den, Bahnhofe aber erfahren, daß der Zug erst nach 10 Uhr abgehe. Da sei er dem, nach der Siegesallee gegangen und habe am Rolandsbrunnen plötzlich das Paar zu Gesicht be- kommen. Der Anblick habe ihm das Blut ins Gehirn getrieben, was er dann gethan, sei ihm nur dunkel erinnerlich. Infolge einer längeren Erkrankung während seines Aufenthalts in den Tropen leide er häufig an hochgradiger Erregung. Durch die Beweis- aufnähme wurde festgestellt, daß die frühere Braut des Angeklagten keineswegs einen einwandsfreien Lebenswandel geftihrt hatte. Der Staatsanwalt plaidierte in erster Linie für schuldig des zweifachen Mordversuchs, jedenfalls aber für versuchte Tötung. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Friedländer, führte aus, daß nur schwere Körperverletzung mittels einer Waffe vorliege und bat die Geschwornen auch um Zubilligung mildernder Umstände, da die That im Zustande höchster seelischer Erregung begangen sei. Die Geschwornen verneinten sämtliche Schuldfragcn, worauf der Auge- klagte zur großen Ueberraschung des Publikums freigesprochen werden mußte. Ein Wunderdoktor. Die Reklamen des Heilkundigen Dr. phil. Otto K a p l i ck aus der Borsigstraße 18 beschäftigten gestern die 4. Straf- kammer des Landgerichts I in einer fast siebenstündigen Sitzung. Der Angeklagte hatte sich wegen Vergehens gegen das Gesetz zur Bekämpftmg des unlauteren Wettbewerbes und wegen unbefugter Führung des Doktor-Titels zu verantworten. Als Sachverständige wohnten der Verhandlung bei: Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Liebreich, Professor Dr. Rosenhern, Gerichtsarzt Dr. Stürmer, Dr. mock. Ernst Richard Frank, Augenarzt Dr. Hamburger und Mediziualrat Dr. S ch a ch t.— Die Verteidigung führte Rechtsanwalt Dr. Schöps. Der An- geklagte hat eine wissenschaftliche medizinische Vorbildung nicht ge- nossen, sondern sich laienhaft mit dem Kurieren beschäftigt. Er ist früher Kaufmann gewesen und hat sich dann der Medizin zugewandt, will in Paris, in England, in New Jork und Chicago bei Heil- kundigen als Assistent fungiert, sich aus medizinischen Büchern weiter- gebildet und insbesondere in der neuen Welt viele Erfahrungen über die Heilwirkungen bestimmter Pflanzenarten gesammelt haben. Den Doktor- Titel hat er aus Chicago bezogen. Er betreibt seit Jahren in seinem Hause in der Borsig straße ein umfangreiches Heilgeschäst. Nach seiner eignen An gäbe hat er monatlich crwa 4—300 Patienten Dienste zu leisten. Er hat insbesondere auch eine Mixtur erfunden, welchen er „Kaplicin" nennt und mit allen Mitteln der Reklame gegen Gallen- und Leber- Affektionen anpreist. Mit den Dankschreiben, die ihm zugegangen sind, hat er seine Warte- zimmer tapeziert. Nach seiner Behauptung nimmt er für eine Konsultatton 1 Mark Honorar, Unbemittelte erhalten angeblich freie Behandlung. Eine Flasche„Kaplicin" kostet 4 Mark. In einer Auflage von 11/z Millionen Exemplaren hat er in den boin- bastischten Redensarten' die Wirkungen des„Kaplicin" und die Erfolge seiner Heilkunst im allgemeinen in zwei Prospekten niedergelegt, die den Gegenstand der Anklage bildeten. Er stellte sich dem leidenden Publikum als ein„die medizinische Theorie und Praxis vollständig beherrschender" Mann vor, ersuchte die Krauken, auch in verzweifelten Fällen nicht die Hoffnung aufzugeben, sondern sich ihm anzuver- trauen, da er auch in solchen Fällen zahlreiche Heilerfolge habe. Er habe seine Erfahrungen in Hütten und Palästen, in Einöden und volkreichen Städten gesammelt,»behandele nach einer Methode, die sein geistiges Eigentum sei zc. Den Prospekten waren zahlreiche Dankschreiben angefügt, wonach der Angeklagte eigentlich alle Krank- heiten heilt, so z. B. schwere Gallen- und Nierenleiden, Leberver- Härtung, Lebergeschwulst, Augenleiden, Lupus, Knochentuberkulose, Wassersucht, Brustfellentzündung, Magenkrebs, Asthma, hochgradige Schwindsucht, chronischen Kehlkopfkatarrh, Zuckerkrankheit, Bartflechte, Stimmritzenkrampf usw.— Aus Grund dieser Prospekte hatte die Aerztc- kammer den Strafantrag wegen unlauteren Wettbewerbes gestellt. Der Angeklagte bestritt, durch unwahre Behauptungen den Anschein eines besonders günstigen Angebots gemacht zu haben. Was er in den Prospekten sage, sei wahr, und er könnte tausend Personen vor- führen, die bei ihm Heilung gefunden, nachdem sie vergeblich Aerzte und Professoren in Anspruch genommen hätten. Er wurde bezüglich seiner Diagnose und seines Heilverfahrens von den Sachverständigen — auf Herrn Dr. Frank wurde verzichtet— in ein scharfes Examen genommen. Die S a ch v e r st ä n d i ge n stimmten im wesentlichen darin überein. daß es ein Unding sei, wenn ein Mann mit dem Bildungsgänge des Angeklagten. der nicht fähig sei, zu diagnostizieren, und dessen medizinische Kennwisse aus allen möglichen amerikanischen Medizinbüchern zusammengestöppelt seien, in so markt- schreierischer Weise die Heilung von allen möglichen Krankheiten in Aussicht stelle. Das sei die größte Charlatanerie, und cs müsse als himmelschreiend erachtet werden, daß, wie ein unter Beweis ge- stellter Fall gezeigt, der Angeklagte auch skrupellos an die Be- Handlung einer Netzhautentzündung herangegangen sei, ohne auch nur den Augenspiegel zu benutzen. Die Prospekte seien geeignet, dem leidenden Publikum Sand in die Augen zu streuen. Die Erkrankungen der Gallenblase seien ein besonders geeigneter Tuminelplatz für knrpfnscherische Heilmethoden. Der Angeklagte habe absolut keine Ahnung von irgendwelcher wissenschaftlich begründeten Heilmethode. Die Thatsache, daß der Angekagte eine Anzahl von Personen geheilt habe» will, beweise gar nichts, denn in vielen dieser Fälle würde vielleicht eine Heilung auch ohne das Eingreifen des Angeklagten eingetreten sein, in andren Fällen spiele Selbsttäuschnng, Suggestion-c. mit, ivieder in andren mag der Angeklagte als Verdienst cm- geheimst haben, was durch praktische Aerzte kunstgemäß vor- bereitet worden sein mag. Der Angeklagte führte dem Gerichtshose beispielsweise einige Pattcnten vor, die die feste Ueberzeugung aus- sprachen, daß sie nur von dem Angeklagten geheilt seien, nachdem sie von Aerzten und Professoren vergeblich behandelt worden wären. Darunter befand sich auch ein Fall von Knochentuberkulose.— Rechtsanwalt Dr. Schöps beantragte die Vernehmung aller derjenigen Patienten, deren Dankschreiben'in den Prospekten veröffentlicht ivordcn sind. Das Gericht lehnte den Antrag ab und uizterstellte als wahr, daß Kaplick geglaubt hat. er habe in all' diesen Fällen geheilt, und die angeblich Geheilten glaubten, von ihn: geheilt zu sein. Der Angeklagte erklärte noch, daß er den Nachweis liefern könnte, daß er wirklich auch in Palästen Erfolge erzielt habe.— Der Staatsanwalt beantragte wegen der Uebertretung 30 M. und wegen des Vergehens gegen§ 4 des Gesetzes betr. den unlauteren Wettbewerb 200 M. G e l d st r a f c.— Rechtsanwalt Dr. Schöps hielt eine Verurteilung wegen der Uebertretung aus rechtlichen Gründen nicht für angängig und suchte nachzuweisen, daß der Angeklagte wegen unlauteren Wettbewerbes aus subjektiven und objekriven Gründen nicht bestraft werden könne, da doch lediglich eine markt- schreierische Anpreisung vorliege. Der Gerichtshof war der Meinung. daß doch auch die Behauptting unwahrer Thatsachen vorliege. Mit Rücksicht darauf, daß das Treiben der Kurpfuscher gemeingefährlich sei, verurteilte der Gerichtshof den Angeklagten zu 300 Mark Geld st rase event. 50 Tagen Gefängnis. Mocden-Spielplan cler ßeHiner Cbeater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Tannhäuser. Montag: Fra Diavolo. Dienstag: Manon. Mittwoch: Die Meistersinger von Nürn< berg. Donnerstag: Manon. Freitag: V. Sinsonie-Abcnd. Sonnabend: Figaros Hochzeit. Sonniag: Manon. Montag: Tristan und Isolde. Königliches Schauspielhans. Sonntag: Das große Licht. Mon tag: Weh' dem, der lügt. Dienstag: König Heinrich IV.(I. Teil.) Mitt woch: Im stillen Gäßchen. Donnerstag: Die OuitzowS. Freitag: Doktor Klaus. Sonnabend: Wie die Alten sungen. Sonntag: Im stillen Gäßchen. Montag: Faust. Neues kgl. OPeru Dheater. Sonntag: Die Journalisten. Mon- tag: Geschlossen. Dienstag: Die Dorfmnsikantcn. Mittwoch: Die Dorf- Musikanten. Donnerstag und Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Herbst- zauber. Die Rose von Schiras. Sonntag: Egmont. Montag: Geschlossen. Schiller-Theater 41.(Wallner- Theater.) Sonntag: Der Pfarrer von Kirchseld. Montag: San Marcos Tochter. Dienstag: Wilhelm Tell. Milltvoch: Liebelei. Litteratur. Donnerstag: Wilhelm Tell. �Freitag: San Marcos Tochter. Sonnabend: Die Stützen der Gesellschaft. Sonntag: Die Jungfrau von Orleans. Montag: Wilhelm Tell. Schiller-Theater V.(Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonnlag bis Mittwoch: Vasanlasena. Donnerstag: Hedda Gabler. Freitag: Va- santasena. Sonnabend: Liebelei. Litteratur. Sonntag: Der Bibliothekar. Montag: Vasantasena. Deutsches Theater. Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch: Rose Bernd. Donnerstag: Johannes. Freitag, Sonnabend, Sonntag und Montag: Rose Bernd. Berliner Theater. Sonntag: Ein Wintermärchen. 5Rontag: Alt- Heidelberg. Dienstag: Ueber unsre Kraft. II. Teil. Mittwoch: Alt-Heidel- berg. Donnerstag: Ein Wmtermärchen. Freitag: Gustav Adolf. Sonn- abend: Alt-Heidclberg. Sonntag: Gustav Adolf. Montag: Unbestimmt. Lcssing-Theatcr. Allabendlich: Zapfenstreich. Neues Theater. Sonntag: So ist das Leben. Montag: Der Kammersänger,«oalomc. Dienstag und Mittwoch: So ist das Leben. Donnerstag: Logik des Herzens. Salome. Freitag: So ist das Leben. Sonnabend: Logik des Herzen». Salome. Sonntag: So ist das Leben. Montag: Logik des Herzens. Salome. Theater des Westens. Sonntag: Spielmann. Der Bcttclstudcnt. Montag: N. Rothmühl. Die Asrikanerin. Dienstag: Der Bettelstudcnt. Mittwoch: Die Asrikanerin. Donnerstag: Das Glöckchen des Eremiten. Freitag: Der Bcttelstndcnt.«onnabend: Die Fledermaus. Sonntag: Die Asrikanerin. Montag: Unbestimmt. Luise»- Theater. Sonntag: Der Verschwender. Ronlag: Die Logen- brüder. Dienstag: Der Verschwender. Mittwoch: Der Llktienbudiker. Donnerstag: Die Logenbrüder. Freitag: sRomeo und Julia. Sonnabend: Der Richter von Zalamea. Sonntagnachmittag: Der Widerspenstigen Zähmung. Sonntagabend: Alpenkönig und Menschenfeind. Montag: Unbestimmt. Nesidenz-Theater. Funke. Kleines Theater. Sonntag: Elektra. Montag: Slcktra. Dienstag: Elektta. Mittwoch: Nachtasyl. Donnerstag: Elektra. Freitag: Nachtasyl. Sonnabend: Mutter Landstraße. Sonntag: Elektta. Montag: Mutter Landstraße. Trianon-Theater. Allabendlich: BiScotte. Thatia- Theater. Allabendlich: Der Hochtourist. Gentral- Theater. Sonnlag. Montag. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: Der Rastclbinder. Freitag: Die Glocken von Eorneville. Sonnabend. Sonntag und Montag: Der Rastewinder. Gart Weist- Theater. Allabendlich: Maria Theresia und ihr Hof. Deutsch-amerikanisches Theater. Allabendlich: Ueber'n großen Teich. Belle- Alliance- Theater. Allabendlich: Los vom Manne. «pollo-Theater. illllabendlich: Frühlingsluft. Mctropol- Theater. Allabendlich: Durchlaucht Radieschen. Casino-Thcater.'Allabendlich: Berliner Nachtstftil. Palast-Theater. Sonntag und Montag: Das Liebesparadies. Dicns» lag, Mittwoch und Donnerstag: Mutter und Sohn. Freitag: Wünsche und Träume. Jteidl-Theater, Linienstraße(Ecke Friedrichsttaßc). Täglich: Der große Cohn und andre Vorttäge. Wintergarte». Täglich: Spccialitäten. Passage-Theater. Täglich: Pertina. Urania- Theater. Taubenstraße 48/49. Allabendlich: An den Seen Obcritalicns._ Eingegangene Druckrcbnftcn.. Die„Tocialistischen Monatshefte«(Administration: Berlin SW. 10 Beüthstr. 2) haben soeben das D c z e m b c r- Hest ihres 9. Jahrganges er- scheinen lassen. AuS dem Inhalt desselben heben wir hervor: Dr. Wilhelm Ellenbogen: Der Wiener Gcsamtpartcitag.— Eduard Bernstein: Eine Million scchsmalhundcrttaujcnd gleich Null. Ein Epilog zu den preußischen Landtagswahlen.— Wilhelm Kolb: Theorie und Taktik.— Oberrichter Otto Lang: Die Gerechtigkeit im Strasrecht.— Auguste Dewinuc: Lehren der belgischen Gemeindewahlen.— Tom Mann: Einiges über die Lage der Arbeiterklasse in Australien.— Hans Fehlinger: Bettiebs- große und Produktivität in der amcnkanischcn Landwirtschast.— Friedrich Stampser: Tolstoj.— Karl Engen Schmidt: Kunst und>sociaIismuS.— Arthur Runds: Nachklänge vom Breslaucr OrtS-Krankcnkassentag.— Buch- besprechungen. Als künstlerische Beigabe enthält das Hest ein Portrait von Leo Tolstoj aus dem Jahre 1848.— Der Preis' des Heftes bettägt 50 Pf.i vierteljährlich 1,50 M. Verunfcbtes. Wie ans Hamburg gemeldet wird, ist eine aus fünf Fahrzeugen bestehende Fischcrflottille aus Fiukenwärder a. d. Elbe vom Fange auf See nicht heinigekehrt, sondern schon seit mehreren Tagen über- fällig. Jetzt muß mau es leider für zweifellos halten, daß die Kutter mit der gesamten Mannschaft untergegangen sind. Die Be- satzung der Fahrzeuge bilden drei Brüder Holst, zwei Brüder Koch, Fischer Mewes mit seinem Sohn, Peter Kulper, H. Dethje und Johannes Peters, sämtlich aus Fiukenwärder, sowie fünf auswärtige Seeleute, deren Namen noch nicht festgestellt sind. Ueber eine Venzincxplosio» wird aus Rotterdam berichtet: Auf dem im hiesigen Hafen liegenden Dampfer„Caledonia" explodierte gestern ein Benzinbehälter; zwei Arbeiter wurden getötet, drei ver- wundet. Das Feuer wurde bald gelöscht. Der Materialschaden ist nicht erheblich. Hildburghausen. Die„Dorfzeitung" stellt auf Grund von Er- kundigungen an zuständiger Stelle fest, daß die Meldung von einem Manko von 100000 M. in der Sterbekasse„Fraternität" unbe- gründet ist. Ein neues Geheimnis des Radiums. Das geheimnisvolle Element Radium hat der Wissenschaft eine neue Ueberraschung beschert. William Ramsey, der bekannte Entdecker des„Argon" iii der Luft, hat, wie die„Tägliche Rundschau" meldet, durch Versuche uachgelvieseu, daß Radium sich in Helium umlvandelt. Ramsay ließ sich Donnerstagabend in einer wissenschaftlichen Gesellschaft Londons darüber folgendermaßen aus. Er hat gesunden, daß dem Radium unter auderm auch ständig ein eigenartiges schweres Gas entströmt, das sich aber in kurzer Zeit ohne äußere Einwirkung in ein andres Element, nämlich in Helium verwandelt. Helium ist bekanntlich gleichfalls ein in den jüngsten Jahren aus der Luft gewonnenes Element, das sich auch in der Sonne findet; daher der Name. Man steht sonach vor der zunächst noch rätselhaften Verwandlung eines Elements in ein andres, und Ramsay selbst betonte, daß angesichts dieses die Lösung des Problems, welche sich die Alchemisten des Mittelalters setzten, als sie Blei in Gold zu verwandeln suchten, nicht mehr als eine Unmöglichkeit an- gesehen werden darf. Ramsays Versuch verlief folgendermaßen: Er sammelt das Gas, das dem Radium entströmt, in einen kleinen Glasbehälter, der darauf dicht versiegelt wird. Zuerst weist dieses Gas noch sämtliche Eigenschaften des Radiums auf, aber schon nach dem zweiten Tage tauchen in dem bis dahin völlig eigen- artigen Spektrum des Gases allmählich die typischen gelben Linien des Heliums auf, und binnen Wochenfrist leuchtet letzteres allein un- vcrkennbar glänzend. Daß Radttun ein Gas ausströmen läßt, hat übrigens schon Crookes auf der Berliner Tagung der Chemiker erwähnt. Allabendlich: Ein Seitensprung. Der zündende ßnekbaften der Redaktion. Jeder Anfrage ist die Abonnements- Quittung beizulegen und mit» zuteilen, unter welcher Chissre Antwort erwartet wird. Briefliche Ant» wort wird nicht erteilt. A. L. Sternberg ist am 21. Dezember 1909 zu 2'/., Jahren Zuchthaus verurteilt worden.— SÄS. 1897 wählte die 3. Abteilung in Berlin 42 Sladl- verordnete, feit 1899 erst 48 Vertteter. 1993 wurden 33Socis gewählt. Es müssen mitbin noch 15 Sitze in der 3. Klasse erobert werden.— Kollektiv. Kollcl- tivcigcntum, Gemeinbesitz, Kolleltivcr Arbeitsvertrag z. B. zwischen Arbeiter- und Unternchmerorganisotioncn. Kollektivismus, natürlich nicht Kokeklivis- nms.— Bilse. Roman„Aus einer kleinen Garnison I" erscheint neuer- dings im Wiener Verlag in Wien.— Diese Vcrlagsaiisialt braucht sich natürlich nicht um das vorussische Verbot zu kümmern. jiurilWcker Ceti. Tie juristische Tprcchstmide findet täglich mit Ausnahme de? Sonnabends von?-/, bis»Va Mir abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. P. A. Ja. Tischlerei gehört in Berlin zur Zwangsinnnng. Der Z w a n g S i ii n u n g sind in Berlin folgende 18 Gewerbe unterstellt: Drechsler, Glaser, Goldschmiede, Korbmacher, Kupferschmiede, Maler, Posa« menticre und Knopsmachcr, Sattler, Riemer und Täschner, Schmiede, Schneider, Schornsteinfeger, Schuhmacher, Steinsetzer, Stell- und Rademacher, Tapezierer, Tischler, Töpfer, sowie Zeug- und Raschmachcr.— O. M. 1.— 3. Ja. Wenn in einem Fall wie in dem Ihren Zweifel ent- stehen, ob das Gewerbe ein selbständiges ist und deshalb der Zwangs- innung zugchörl, so ist die Entscheidung der Gewcrbedcputation einzuholen. — H. 35.-J, A. B. 13. Ja.— B. 33. Wenn Sic nachweisen, daß der Wille der Verstorbenen ihrer Aeußerunn nicht entsprach, vielmehr durcki Verstorbenen ihrer Aeußerung nicht entsprach,' vielmehr durch Zwang, Drohung, Bettug, Arglist oder dergleichen hervorgerufen ist, so können Sic die Schenkung mit Aussicht auf Erfolg aiigrciscn, sonst nicht.— P. S. 19». Zulässig ist leider dieser Zustand, sosern nicht sanitäre Miß» stände dadurch hervorgerufen werden. Wenden Sie sich an die Polizei. behörde.— Zahluug. 1. Wenn aus der Art der Mitteilung die Absicht einer Beleidigung erhellt: ja. 2. Gar nicht.— Vorwärts 100. 1. Ja. Nein.— Wechsel und Erbschaft. 1. Versuchen Sie es mit Ladung zum Ofsenbarungseide, aber— wo nichts ist, da hat jeder sein Recht ver- loren und wirst Koste» nach. 2. Wenn Sie das Kind, das nach Ihrer Dar- slellung vor der Ehe geboren war, als von Ihnen erzeugt anerkannt haben, so find Sie Allcinerbe und können das Eigentum Ihrer ver- storbenen Frau von den Schwiegereltern zurückverlangen.— 1000. Nein. Hauiischild. 1. Ja. 2. Wenn 14 Tage widerspruchslos nach der Mit- teilnng, der Ausschluß der 51ündigungssrist solle fortan gelten, versttichcn sind, so gilt von da an Ausschluß der Kündigungsfrist.— I. H. 310. Die Bahn ist im Recht, Sie können sich nur an Ihre Käufer halten.— Müller. drei Wettende. Nein.— John 30. Ihre Mutter kann mit Aussicht aus Erfolg unter. Darlegung des Sachverhalts bei der Staatsanwaltschaft Strasantrag stellen.— Brandenburg. Wenn der Inhalt des Versichcrungs- vcrttagcS dem nicht entgegensteht: ja.— A. B. 100. Sie können aus Zahlung klagen oder sich mit der Waiscndirektion in Verbindung setzen. — 900 T. Ihre Anfrage ist bereits in Ztr. 265 unter„999" dahin beant- wortet: 1. Die Kosten einer Quittung hat, falls nichts andres vereinbart ist, der Schuldner(in Ihrem Fall die Erben) zu tragen. 2. Arinenunterstützlmg erhält ohne Rücksicht aus etwaige Verpstichtungen Dritter jeniand, wenn er th a ts ä ch lich hilfsbedürftig ist. Die Armenvermaltung kann gegen den Verpflichteten klagen. Der Unterstützungswohnsitz wird durch ununterbrochenen zweijährigen Ausenthalt erworben, wenn innerhalb dieses Zcittaums der zu Unterstützende öffentliche Unterstützung nicht erhalten hat. Die Frau teilt den UiitcrstützuiiaSlvöhnsitz des Mannes. Gegen den Ehemann kann auch durch einen Pfleger aus Alimentation der Kinder geklagt werden. — F. 101. Mit Ablaus des Jahres 1995 ist Ihre Kustenrechnuug verjährt. Jede Pollstrcckungshandlung unierbricht den Lauj der Verjährung.— Bestell-Zettel Herren Datum A.. Jandorf& Co. Erbitte Zusendung von Bieren: 30 Flaschen Jandorfs Märzenbier 30 30 30 30 30 30 Name H.2.25 Versandbier(dunkel).. 2.25 Weissbier 1.80 echtes Münchener.. 3.60 „ Nürnberger.. 3.60 „ Pilsener„ 3.60 „ Cnlmbacber 3.60 Wohnung......................................... Das Nichtgeumnschte bitte zu durchstreichen. A. JANDORF& Co. Spittelmarkt 16/17 Belle Alliance- Strasse 1/2 Grosse Frankfurter Strasse 113 Ecke Leipziger Strasse Am Blücher- Platz Ecke Andreas-Strasse Wir bringen als neu aufgenommen: Flaschcn-BIcrc JandorfsTUärzen-lSier 30 riaschen 2 m5 Jandorfs Versand-Bier 30 riaschen 2 m5 Gefälligst ausschneiden und einsenden, Ferner liefern wir: 30 Flaschen Märzen- u. Versandbier sortiert Z2s Jandorfs Versand-Weissbier 30 riaschen 18° Echtes Münchener Bier 30 riaschen 3 m0 Echtes Nürnberger Bier 30 riaschen 3®° Echtes Kulmbacher Bier 30 riaschen 3®° Echtes Pilsener Bier 30 riaschen 360 M. 30 Flaschen echte Biere sortiert 380 M. An Flaschenpfand wird nur 5 Pf. pro Flasche erhoben. Der Versand erfolgt frei Haus auch nach den Vororten. Trotz der enorm billigen Preise vergüten wir wie auf die meisten anderen Waren Sämtliche Biere sind von erstklassigen Brauereien, Rabatt- Plarl�cn und berechtigt die Quittung über geleistete Zahlung zur Erhebung der entsprechenden Anzahl Rabatt- Marken in allen unseren Geschäften. Schwchtr Arbkiter-Wen-Fabrik (unter Kontrolle einiger Mitglieder des allge- meinen Arbeitervereins) empfiehlt den Genossen preiswürdige und gutgehende Taschenuhren unter der Marke.Vorwärts". Anbei nur eine kleine Preisangabe unfrer Uhren: eine Ancre, Silber, sein gearbeitet, M. 18. eine Sylinder. Silber, gute Qual., M. 10, eine schöne und solide Metalluhr M. 6, SO. Da hier der Zwischenhandel aussällt, so ist eS selbstverständlich, dag die Uhren viel billiger kommen als an irgend einem andren Orte. Für gute Qualität wird garantiert. Drei Prozent dcS Erlöses werden dem LandcSausschuh deutsch» östreichisch-ungarischer Soeialisten in der Schweiz zu Parteizwecken übergeben. Versand der Uhren geschieht sür jedermann sraneo gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. * Es empfiehlt sich bestens Otto Svknepi, Biel(Schweiz), Baustr. 3. Verein für freuen u. Rädchen der Arbeiterklasse. Montag, 30. November, abends 8'/, Uhr. in den Arminhallen, Kommandantenftr. SO: Bortrag des Herr» I>r. Heinrieh I.nx über: ==:„Cechmh und Kultur"._ Gäste willkommen._ 55/18___ Der Vorstand. «6 Jahre bewahrt. •a i $raul-1jochzeit-s�£he Sie Seide kiufen, fibenteugen Sie»ich, welche bedeutenden Vorteile mein Einzel-Verluiuf zu Engtos-Prcijen«n da» Privat- Publikum bietet. Braut- u. Hochzeit»-Seiden, sowie Roben u. Blusen-Seiden jeder Art von 75 Pfz. bis zu den schwersten Qualitäten. Reinseidene«chwarze Damaste, Mervetlleux etc. v. 15.00, 20.00, 25.00 per Robe. Rausch, und Pulter- Seiden für Voile», Etamines und Jacken von 75 Pf. Schwatze und farbige Sammele V. 75 Pf. Seiden- Plüsche in allen Farben v. 1.00. MW- Bitte genau auf Engros-Firma und Adresse zu achten."WM Seiden■ Enoros■ Hau. Hermann Herzog, Berlin Jetnt nur Spandauer Strasse SS— SB, 1 Treppe. -- Ecke Simons-Apotheke. Mnator franko._ Verantwortlicher Redacteur: Julius HaliSki in Berlin. Rauchet- pecialiläh Anerkannl beste Qualitäten 11110,20 u.SOPfg.-Packeten Für kurze und lange PFeiFen zu haben in den(igarreh-Specialqeschäfleg Hochelegante Gardinen und Stores, Reslbestände, zwei bis sechs Fenster, spottbillig. Tcppichhaus König- strafte 28. 32,7' Neblig für Qsswirte! Rezepte z. Selbstbereitung o. Essenzen. _===_ Prenzlauer Allee 196 vorn Part, links.___ Kür den Inseratenteil verantwortlich Dh. Glocke in Berlin. Druck und Verlag: Vorwärts Bnchdruckcrei und Verlagsanstalt Paul Singer sc Eo. KödelMnIi feehnmfreidel Berlin C., Neue Schönhauser Strasse 2, am Hackesctten Markt, im Fabrikgebäude. Komplette Sinriehtimgen. Einfache und elegante Möbel. Yerlangen Sie Preisliste gratis und Iranco. 5 Jahne Garantie. Dieser Schrank, echt nussbarun Mk. 48.- Diese Bettstelle, nussbaum, mit Matratze and Keilkissen 8141L* Ebenso das dazu passende Vertiko. Abends bis 9 Ubr, Sonntags bis 8 Uhr gcolTnct. Mk. 49.- M. Steppdechenfabrik von Ph. Bernfcld, jetzt nur Anbreasstr. 22 I. Gr. Auswahl eleganter Handarbeit-Decke» zu spottbilligen Preisen. Alte Decken werden ausgearbeitet. 3248!!" Berlin SW. Nr. 279. 20. Jahrgang. 2. KeilU ks.Amilck" Kerlillk öolteilatt Sanntag, 29. Noomber 1903. Sociales. Entsendung von Lungenkranken in Heilstätten auf Kosten der öffentlichen Armenpflege, lieber die Frage, ob und wieweit die öffent- liche Armenpflege verpflichtet ist. Lungenkranke in Heilstätten zu ent- senden, hat eine kürzlich im kaiserlichen Gesundheitsamt abgehaltene Versammlung von Tuberkulose-Aerzten aus ganz Deutschland beraten. Bei dieser Gelegenheit hat der Leiter des öffentlichen Armenwesens von Haniburg, der zweitgrößten Stadt Deutschlands, die in der Armenpflege heute eine führende Rolle einnimmt, Dr. Buch! einige bemerkenswerte Aeußerungcn gemacht. Er wies auf die Entscheidung des Bundesamtes für das Heimatwescn hin, wonach die Kosten der Heilstättenbehandlung bei Lungenleiden dann armenrechtlich er- stattungsfähig sind, wenn diese Behandlung das einzige Mittel bildet, das einen Heilerfolg erwarten läßt. Die Hamburgische Armenpflege habe die Konsequenzen dieser Entscheidung durch Einrichtung einer (Zentralstelle für Lungen- und bczw. für Äinderfürsorge gezogen. Die Organisation der Kinderfürsorge sei die, daß die Meldungen der Kinder durch die Lehrer, die Armenärzte und die Armenpflege er- folgen. Nach Untersuchung durch den zuständigen Armenarzt ge- langen die Meldebogen an den Vertrauensarzt, der die Kinder auf die einzelnen Einrichtungen verteilt. Vielen Eltern ist natürlich die Armenpflege unsympathisch. Diesem berechtigten Gefühl sucht die Hamburgische Verwaltung dadurch Rechnung zu tragen, daß sie die Entziehung politischer Rechte da nicht eintreten läßt, wo es sich lediglich um eine in Form von Krankenpflege geübte Armenfürsorge handelt. In Preußen ist das infolge der bekannten Rechtsprechung des Ober-Vcrwaltungsgerichts leider nicht möglich. Die Folge der Hamburger Maßnahme ist, daß sich die Fürsorge der Armenpflege thatsächlich nicht auf die Kinder der fortlaufend Unterstützten be- schränkt, sondern sich bis weit in die Schichten des Mittelstandes erstreckt. Die Frage wird eben nicht so gestellt, ob die Eltern in der Lag: sind, ihren und der Ihrige» Unterhalt zu bestreiten, sondern ob sie die erheblichen Kosten der Heilstättenbehandlung zu tragen vermögen. Die öffentliche Armenpflege greift nur da ein. wo aus- gesprochene Krankheitserscheinungen vorliegen. Handelt es sich ledig- lieh um gefährdete Kinder, so steht in Hamburg der Armenverwaltung ein den Zwecken der vorbeugenden Armenpflege gewidmeter Fonds zur Verfügung. Leider hat es sich gezeigt, daß der erzielte Heil- erfolg vielfach unter dem Einflüsse ungünstiger Ernährungs- und sonstiger häuslicher Verhältnisse schnell Ivieder verloren geht. Des- halb wird in Hamburg jetzt die Einrichtung einer„fortgesetzten Kindcrfürsorge" erwogen, welche bezweckt, eine angemessene Ernährung der aus Heilstätten heimgekehrten Kinder, sowie in geeigneten Fällen eine ständige ärztliche und pflegerische Ueberwachung sicher zu stellen. Ansätze zu einem ähnlichen Verfahren wie in Hamburg finden sich in einer Reihe anderer Gemeinden. So werden z. B. die Kosten für die in den Berliner Kinder-Erholungsstätten vom Roten Kreuz in Schönholz und Sadowa untergebrachten Kinder zu 70— 90 Proz. von der Berliner Armendirektion getragen. Auch in Dortmund werden Lungenkranke, die nach ärztlichem Attest Aussicht haben, ganz oder teilweise wieder hergestellt zu werden, und mit Erlangung einer vollständigen oder teilweisen Erwerbsfähigkeit der Gefahr, der Armen- Verwaltung zur Last zu fallen, entgehen, in einer unter Mitwirkung der Stadt erbauten Volksheilstätte untergebracht. Ebenso verfährt die Charlottenburger Armendirektion, die deshalb bekanntlich von der socialpolitisch rückständigen Mehrheit der Stadtverordnetenversamm- lung so heftige Angriffe über sich ergehen lassen mußte. Gewiß ist es erfreulich, daß die Städte sich zuni Kampfe gegen die Tuberkulose richten. Aber ist es wirklich nötig, die für diesen Kampf erforderlichen Summen auf den Armenctat zu übernehmen? Allzu schwer ist es doch bei gutem Willen wahrhaftig nicht, eine Form zu finden, um die unglücklichen Opfer der Proletaricrkrankheit wenigstens vor dem Verlust ihrer staatsbürgerlichen Rechte zu schiitzeit. Für die städtischen Lohnardeiter in Gotha ist die Einführung von Invaliden- und Hinterbliebenen-Renten beschlossen worden. Der Miiidestbetrag der Invalidenrente soll 30 Proz. des zuletzt bezogenen Gehaltes, bei 800 M. also 240 M. sein. Bei Vorhandensein von Frau und Kindern soll Erhöhung eintreten. Wenn die Eheftau 60 Jahre alt ist, sollen 10 Proz. mehr gezahlt werden, bei Kindern unter 16 Jahren sollen höchstens für fünf je 30 M. jährlich gezahlt werden. Das Witwengeld beträgt anfänglich 10 Proz. und steigt während IS Jahren um je 1 Proz., so daß höchstens 2S Proz. des letzten Diensteinkommens zu gewähren wäre; die Steigung soll erst erfolgen nach Vollendung des 40. Lebensjahres der Witwe. An Waisengeld ist in Aussicht genommen, daß der Höchstbetrag 300 M. bei fünf Vollwaisen beträgt. Die Berechtigung bezw. Anwartschaft, da ein klagbares Recht vorläufig nicht zugestanden werden soll, beginnt nach dem 10. Dienst- jähre. Die vorläufige Belastung der Stadt beträgt 3000 M., sie würde sich später im Höchstfall auf 6000 M. steigern. Die Bestimmungen sollen spätestens am 1. April 190S in Kraft treten. Nach der zugleich angenommenen Arbeitsordnung für die städtischen Lohnarbeiter soll auch für die in die Woche fallenden Feiertage der Lohn gezahlt werden. Diese Bestimmungen treten zu Weih- nachten in Kraft. Viel ist das wahrhaftig nicht, aber immerhin ein Anfang. Prostitution in Japan. Nach der Polizeistatistik von Tokio giebt es dort 3041 Tänzerinnen(Geisha), SS31 Prostituierte und 40g Bordells. Versammlungen. Eine öffentliche Bcrsammlung der Militär-Licferungs-Schneider tagte am Montag, den 23. November, bei Wernau in der Schwedter- straße. Ueber das Thema:„Welche Forderungen stellen die Arbeiter an Staat, Gemeinde und Unternehmer, welche Lieferungsarbeiten vergeben" referierte Ritter in einstündigen Aussiihrungen. Der Redner erläuterte die Schäden des Submissionswescns, die besonders in der Bekleidungsindustrie noch sehr große wären, indem Staat und Gemeinde sich bis heute noch nicht darum gekümmert hätten. unter welchen Verhältnissen die Privatindustrie die von ihnen vergebenen Arbeiten herstellen lasse. Dies treffe auch für die Koknmune Berlin ganz besonders zu. Es sei erklärlich, daß unter diesen Umständen die Bezahlung und Behandlung der Heimarbeiter, die für Licferungsgeschäste arbeiteten, viel zu wünschen übrig lasse. Namentlich sei es die Finna Ed. S a ch s in der Taubenstraße, die in der Lieferungsbranche gewissermaßen das Monopol besitze, welche viel zu wünschen übrig lasse. In der Dis- kussion wurden die Ausführungen des Referenten von K ä m i n g und Winkel in wirkungsvoller Weise ergänzt. In der nächsten Zeit soll mit der Agitation unter den Angehörigen dieser Branche lebhafter eingesetzt und der Organisationsgedanke mehr propagiert werden, damrt es mit der �eit auch hier möglich sei, bessere Ver- Hältnisse herbeizuführen. Bindende Beschlüsse wurden in dieser Ver- sammlung nicht gefaßt. Der Verband der Schneider und Schneiderinnen hielt am Dienstag eine Generalversammlung in den Arminhallen ab, die gut besucht war. Auf der Tagesordnung standen nur geschäftliche An- Gelegenheiten. Zum ersten Punkt derselben gab Ritter den Kassenbericht vom dritten Quartal. Danach betrug die Einnahme für die Ccntralkasse 8138,25 M., der eine Ausgabe von 8130,44 M. gegenüber stand. Unter den Ausgaben befinden sich 140.30 M. für Rcise-Unterstützung und 883,79 M. für Ärankenunterstützung; an die Hauptkasse wurden 5100 M. abgeliefert, an Prozenten am Orte 2000,35 Mark zurückbehalten. Die Lokalkasse hatte bei einem Bestände von 5015,76 Mark eine Einnahme von 9179,41 Mark.; die Ausgaben betrugen 3020.83 Mark sodnß für das vierte Quartal ein Bestand von 5552,58 M. verbleibt. Der Geschäftsbericht der Ortsverwaltung, der den Mitgliedern vor- her gedruckt zugegangen war,, zeitigte eine längere Diskussion. Ihm war zu entnehmen, daß auch im verflossenen Jahre die Filiale er- freuliche Fortschritte gemacht hat, der Mitgliedcrstand hat ca. 600 zugenommen und beträgt jetzt im ganzen 3375 Mitglieder. Die im Frühjahr d. I. stattgeftmdene Lohnbewegung der Militärschneider verursachte eine Ausgabe von rund 34 000 M., die aus eigenen Mitteln der Organisation und aus freiwilligen Sammlungen der Mitglieder gedeckt wurden. Bei der vorgenommenen Wahl zur Ortsverwaltung wurden gewählt: Ritter als erster. Kotsch als zweiter und Mai als dritter Bevollmächtigter, zu Beisitzern Täterow und Kauth. Die bisherigen Revisoren Frl. Grünberg. La st und R o h l o f f wurden wiedergewählt. Nack den vorgenommene» Wahlen für die Kommissionen der einzelnen Branchen erfolgte die Wahl eines unbe- soldeten Mitgliedes für den Hauptvorstand. Hierzu wurde mit Stimmenmehrheit R e i n k e bestimmt. Der vorgerückten Zeit halber wurde der letzte Punkt der Tagesordnung„Erledigung der an die Ortsverwaltung gelangten Anträge" vertagt und die Versammlung geschlossen. Der Vraiicrciarbeitcr-Bcrband, Sektion II, erörterte in seiner am 22. November jtattgefundenen Versammlung den Stand der Tarif-« bewcgung. Antwortlich des von der Sektion im Mai d. I. ein» gereichten Tarifs, legten die dem Verein der Brauereien Berlins und Umgegend angehörigen Arbeitgeber in der kürzlich stattgefundenen Verhandlung einen Gegentarif vor, welcher in den meisten Puntteiz Ivesentlich von dem eingereichten abweicht. Zur Begründung wurde u. a. angeführt, daß durch die getroffenen Vereinbarungen den§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs betteffend, die Brauoreren hoch belastet würden. Festgestellt wurde auch, daß noch zwei dem Verein ungehörige Brauereien die Abmachungen vom Jahre 1900 nicht gehalten haben. Leider hatte die Organisation keine Kenntnis davon, tveil die betreffenden Arbeiter dem Verband nicht angehören. Beschlüsse wurden in der Verhandlung nicht gefaßt. Die zu diesem Zweck einberufene Vorstands- und Vertrauensmänuersitzung sowie die Tarifkommission lehnten es, der zu minimalen Zugeständnisse lvegen, ab, den Tarif zur Annahme zu empfehlen. Mit Rücksicht auf die Einwände der Aroeitgeber wurde jedoch eine Revision des Tarifs vorgeschlagen und vollzogen. Die Versammlung nahm einstimmig folgende Resolution an:„Die heutige Versammlung der Brauerei- Arbeiter, Sektion H, ist mit der bisherigen Thätigkeit des Vorstandes und der Kommission in der Lohntariffräge einverstanden. Sie fordert, daß bei den weiteren Verhandlungen dahin gestrebt wird, die einzelnen Lohnsätze über den Vorschlag der Arbeitgeber hinaus zu erhöhen."— Genosse Brückner hielt darauf einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über„Die Gewerkschaftsbewegung einst und jetzt". FriedrichSfeldc. Der Socialdemokratische Wahlverein für den Bezirk Friedrichsfelde hielt am Dienstag, den 24. d. M. seine Generalversammlung bei Haberland ab. Nach dem Bericht des Bor- standes fanden 9 Vereinsversammlungcn und 2 Generalversamin- lungen statt, die Mitgliederzahl betrug 304. Der Bericht des Kassierers ergab eine Einnahme von 321,19 M. und eine Ausgabe von 241,80 M., bleibt ein Bestand von 79,39 M. Der Bericht des Vertrauensmannes ergab eine Einnahme von 129,67 M. und eine Ausgabe von 72,45 M.. bleibt Bestand 57,22 M. In den Vorstand wurden folgende Genossen gewählt: Gronwald als 1. Borsitzender, Schröder als 1. Schriftführer, K r u s ch k e als 2. Schriftführer, Krüger als 1. Kassierer und Wille als Beisitzer. Als Ver- trauensmann wurde Genosse Pinseler gewählt. In die Lokal- kommission wurden die Genossen Riebe, Brunk und Richter gewählt, zu Revisoren Heider, Brunk und Knopf, als Bibliothekar Schön felder. ZeitungskommissionS-Mitglied wurde Genosse Brunk. Friedrichshagen. Der hiesige socialdemokratische Arbeiter- BildungSvercin hielt am Sonnabend, den 21. November, feine regel- mäßige Mitgliederversammlung ab. Genosse Dr. Laufende rg hielt einen Vortrag über„Die Wirtschaftsbewegungcn der Urzeit". Diskussion fand nach dem mit großem Interesse aufgenommene» Vortrage nicht statt. Neu aufgenommen wurden 35 Mitglieder. Der Schmargendorfer Wahlvercin nahm in seiner General- Versammlung debattelos den Bericht von der Kreis- General- Versammlung entgegen. Beim Vorstandsbericht moniert der Vor- sitzende Guttbicr, daß der Vorstand von den Mitgliedern in unzureichender Weise bei der öffentlichen Agitation unterstützt werde. Die Abrechnung des letzten Quartals weist an Einnahmen 05,50 M. auf, davon sind an die Centralkasse 47,66 M. gesandt, für örtliche Zwecke 15,69 M. verausgabt. Für die Lokalkommission berichtete P u d l i tz. Scharf getadelt wird, daß ein Mitglied der Kommission die Lokalsperre verletzt. Dem Bericht des Bibliothekars ist zu ent- nehmen, daß die Bibliothek 106 wertvolle Bücher enthält, aber nicht genügend benutzt wird. Der Bibliothekar ersucht die Benutzer der Bibliothek, auf Grund ihrer Lektüre kleine Vorträge auszuarbeiten und dadurch das Vereinslebcn zu fördern. Die Neuwahlen der Gesamtverwaltung wurden bis zur nächsten Versammlung vertagt. W8les Kaufhaus des Nordens für Herren- und Knaben-Bekleidung IS Schaufenster Front-ME 3357? Grösste Auswahl, streng reelle Bedienung bei billigen, festen Preisen. Wer sich auf dieses Inserat bezieht, erhSIt 5 Proz. Rabatt. Moritz Gross, Kas(anien-Allee42. fuppen-Jabrik n. Spielwaren-Handlung Joseph Franken, 64 Msimckerstr. 64 (gleich an der Turmstrage). Größtes Speeialgeschäft in Berlin. Fnifnente« Lager; Xnr gute«olide Ware. BUligste pretke."MS äÜP puppen-Klinth. (Vorzciger dieser Annonce erhalten 5°/, Rabatt.) 25b» Achtung. SOJufifniitomiit j 1 mit 12 Noten dazu 58/191* I Im- Wert Mk. 300,00! für Mk. 100,00 bei Mk. 60,00"ME Anzahlung und Mk. 40,06 Abzahlung. � J {Georg Brandt& Co., G. m.&. H. Berlin, Prinzessinnenstr. IÜj Konsum-Verein eingetragene Genossenschaft m. b. H. Gharlottenburg. Am 2. Dezember 1903, abends 8 Uhr, im Volkshause, Rosinenstr. 3: General-Versammlung Tages-Ordnung: 1. Geschäslsbericht des Vorstandes: Belchlußsassung über Entlastung des Vorstandes. 2. Beschluhsassung über die Gewinn- Verteilung. 3. Statutenänderung, Z7K, den Schluß des Geschästsjahres aus den 30. Juni zu verlegen. 4. Wahl eines turnusmäßig aus- scheidenden Vorstandsmitgliedes, sotvie dreier AussichtSratSmitglieder. Um zahlreiches Erscheinen wird ge- beten. Mitgliedsbuch oder Karte legitimiert. Max K n ö s e l, 295/3 1. Vorsitzender des Aussichtsra ts. Snglisch. Unterricht im und außer dem Hause (Einzel- oder im Cirkel) erteilt 281 IL* G. Swienty � Liebknecht, Schtfneberg, Scdanstraße57, III Saal 450 Personen fassend, erster Weih- nachtSseicrtag frei geworden. 76 E. Herzog, Memelerstr. 67. Jfionatlißb >•— 10 Mark— liefere Anzüge Paletots nach Maß. Per Kasse auch billigste Preise. h Tonprowski, W 'redit Paletotstoffe— Cheviots, Reste Carl Engel,„Ecke zur Rippe". tephdecken laust man am prets. wertesten nur direkt >n der Fabrik. 72 Wa ll- ftraste 72, wo auch alt, Steppdecken aufgearbeitet werden. V. Etrohmandel, Aertfn 14. Illustrierter Preiskatalog grast». Damen erhalten elegante Oarderoben nach Maß bei nur geringer Teilzahlung.(32632' J. Merg, gönigst"°«7 Ik. Direkt a. Alexanderpl. j f* Heuen-Moden ? cleg. Ausführung, geringe Teil- ? zahlung., {J.HergJeueKönigstr.flll,: chOO direkt am Alexanderplatz. Hamburger Cigarrenlager 500 000 la. Sumatra, Brasil, Vorstld. v. SO Mk. für Tausend an zu verk.; von 500 Stllck an gegen Nachnahme. Eco Isaacsen, Hamburg, 145/11* Gerhofstrasse 32. flklpotenfiilirilt Neue Königstrahe 31 verkaust nach beendeter Engeos- Saison ihre Reisemuster, bestehend in: Pelzstolas, Colliers, Muffe»-e. zu billigsten Engrospreisen. Es gelangt nur reelle Kürschner- wäre zum Verkauf. 39/17* Sonntags geschlossen._ Rohtabak! Filialen in Berlin: im Norden; Brunnenstr.2B, im Osten; Koppenstr.9, im Südost.: Kottimserstrl Filiale in Sachsen: Chemnitz, Brückenstr. 19. Filiale in Schlesien: Ratibor, Jimglernstr. 11. Emil Berstorft, Berlin C.2. Kaiser Wilhelmstrasse 39. Roh-Tabak. Grosse Auswahl, billigste Preise. FormeiK Öripal-Fairiltpreise. 5. J. Frankel, Promenade 5» 11. KMulerstraße 11. Hobtabak, billigste Preise, gebr. Formen verkauft Hax: Jacoby, N., Sfrelitzersfr. 52. Roh-Tabak KlaX ÖtfO, K»nJig"tr. 6. Filiale Brnnnenstr.lSa. » Alle Sorten Tabak tm zu billigsten Preisen.» ßesellsehaltshans Swinemünderstr. 42. Säle von 100—600 Personen zu Bersammkungen und Privat- festlichkeite» iedcr Art. Jeden Sonntag: tjironser Ball. 66* Paul Beinlarth. Rohtabak. Bekannt beste Qualitäten.* F. Vieoert Naeb!. L. Leliai, Kosenthaleratr. LS. Kohtabak. Größte Auswahl.— Billigste Preise. Guter Brand! Vorzügliche Qualität. Sämtliche 2817L* sMstions-lftensiHen. Neue Formen, sehr große Auswahl zu Original-Fabrilpreise». Keinrich?ranck, 185 Brunn enstr. 185, Roh-Tabak, Decke N«. 5010, seinbraun, reinsarbig, 2. Länge, Vollblatt, unter VI, Psd. deckend, iV Mk. 2,00 verzollt. W. Hermann Müller, Berlin 0., Alexandersfr. 22. Koh-Tabak. J S.Z«a«en. i n.d.Schwedtcrstraßc. Rolitabak! Sumatra, feinbraun, tadellos bren- ncnd, Vollblatt, größte Deckkrast, per Psund nur 1,35 Mk., empfiehlt Carl Koland, SO., 3a Kottbuserstraste Nr. 3a. MM■••«S'r- Olga Jacobson,„TÄ Apotheke z. goldenen Jldler Alexandrliitinstr. 41.* Hämorrhoidallikör a Flasche 1 Mark, 7 Flaschen 6 Mark. Dr. Simtnel, Specialarzt für[35/16* Haut- und Harnleiden. 10—2, 5—7. Sonntags 10— 12 2— 4. Dr. Schünemann Specialarzt für Haut-, Harn- und Krauenleiden, Sievdelotr. O. '/«»«-'/i»,'/sO-'/jÖ, Sonnt. 0-11 am Nach langen, schweren Leiden verschied Freitag, den 27. er. mein treuer Mitarbeiter Herr Sebastian Groebel im 63. Lebensjahre. Seine Pflichttreue und ehrlichen Charaktereigenschaften werden bei mir dauernd in ehrender Erinnerung bleiben. Berlin C., den 27. November 1903. J. Frankel, Neue Promenade �rcitagvormittag 8'/, Uhr ent- schlief nach langen schweren Leiden mein innigstgeliebter Mann und unser guter Bater Ostar KQmpfel im 45. Lebensjahre. 55b Im Namen der tlefbetrüblen Hinterbliebenen: AlsvZ« Itilinpfel nebst Kindern. Die Beerdigung findet Dienstag, den l. Dezember, nachm. l>/»Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Krankenhauses im Friedrichshain aus nach Friedrichsselde statt. Manner-Yuartett „Arion". Allen Sangesbrüdern und Freunden zur Nachricht, daß unser wertes Mitglied ifelttr KUmpfel am Freitag, den 27. November verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 1. Dezember, nachmittags'/zL Uhr, vom Kranken- Hause am Friedrichshain nach Friedrichsselde statt. 66b Der Vorstand. Allgemeine Men- u.Sterhe- kasse der Deutschen Drechsler und deren Berufsgenossen. (C. H. 86, Hamburg). Verwaltungsstelle Berlin B. Am 25. d. M. verstarb vlötzlich am Herzschlag unser langjähriges Mitglied Adolf Otte. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. d. MtS.. nachmittags i'/s Uhr, von der Leichenhalle des Louisen-KirchhoseS, Rixdorf, Her- mannitrage, aus statt."436 Die Ortsverwaltung. I. A.: 9(. H o l c s l c i s ch. Deutscher Holzarbeiter-Verband. KacliruT. Den Mitgliedern zur Nachricht daß der Kollege, Tischler Paul Leemann am 11. November verstorben ist, und am 1. November zur letzten Ruhe gebettet wurde. Ehre seinem Andenken! 90/6 Die Ortsverwallung. Centrai-tetaml der«»er DeiMUs."fflr1" Sektion der Putzer. Den Mitgliedern zur Nachricht, dast unser Mitglied Albert Haak am 20. November er. plötzlich am Herzschlag verstorben ist. 184/13 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 29. November, nach- mittags 2'j, Uhr von der Leichen- halle des Weigenscer Friedhofs in der Rölkestrasic zu Weitzcnsce. Um rege Beteiligung ersucht Die örtliche Lcrtvaltung. lF. A.i H. Neumann. t! Röcke, Blusen et°. I! i:4IJH|M|iart;i < i Hochbahnhof Schlesisehes Thor. l'UocIo von Kammgarn, |[ IlCdlV Tuch, Seide etc. ][ Zuschnitt gratis! diristbaumschmuck. Billigste Bezugsquelle für Händler und Wiederverkäufcr. 3457L* �iV. Nitller, /Ubrechtstr. IS, Hof rechts, IV. llWöli-XllllickiM direkt aus derkabrik. tOV Kein I.adcn! M»! Jetzt nach beendeter Engros- Saison Einzelverkauf zu enorm bill. Preisen: Jacketts Paletots Capes ilnl Kostüm- Röcke (Gr Damen und Alädcben. Damen• Mäntel■ Fabrik Robert Baumgartan Hausvoigteiplatz tl, 2. Etage (a. d. JerusalemerstraSse). WM- Auch Sonntags geöffnet. ingliselterltarten Alexanderittr. S7c - Amt VII, 1576-— empfiehlt seine 4 Säle(75 bis 600 Personen) zu Festlichkeiten, Hochzeiten, Commersen, Versaruml.etc., auch sind noch zwei Säle für Sonntag, den 6. Dez. und 13. Dez. frei. 21b Max ttnclsser, Besitzer. Bestes u. billigstes Licht; für Werkstätten: llPSAPetruleum-DIllhllchl.! Erprobt best.Brenner, anerk. v. I. Fachl. und I Behörden. Eins. Be- Handlung, gut. Funkt. gar.— Lt. Petroleum; ca. 30 Stund. Voltsbrenner I kpl. ti.ÖO, Salondrenner S,SV I (Porto u. Verpack. 73 Pf.). Die- 1 selben in..Hebel(bes. emps. für; .Hänge!.) 1.30 mehr(event. zur; Probe). Stotzsester Orsastrumps l SV Ps. Farben sind beiOrsa-Licht; zu unterscheiden wie bei Tages- 1 licht! 34042' ,,0isa3Berliiiyd,sK.'.T Kronleuchter-Fabrik für Gas, Petroleum u. elektrisch liicht 28/18* Siegel& Co., Berlin, Prinzenstr. 33. Grösst« A n s w a h 1. V erkauf z. Fabrikpreis. Private. Musterbuch franko. 29 GardinenhauS Bernhard Schwartz Wallstr. 29 Flur-Eing. Mustk-Jttftrnmente Geigen, Cellos, Bässe, Zithern, Man dolinen, Klarinetten, Flöten, Bogen, alle Blechinstrumente bill. Gr. Posten Zieh- u. Mundharmonikas f. Prio. und Händler sehr billig. 34UL* Rotli);! osser. Skalitzerstr. 24 a. Teil- Zahlung (wöchentlich nur 1 M.) Herren- u. Damenuhren Regulateure Broschen Ohrringe Ketten etc. Juhre& König, Warschauerstr. 72 I. Von 36 Alk. an!! Anzug nach Matz; neueste Muster, reinw. Stoffe, seinst. Zuth., 2 Anpr, Für tadellos. Sitz goldene Medaille. tudwlg Engel, Prenzlanerstr. 23 II. Alciraiibeiptab. 101/17 Komme mit Muster. Magnehmen, auch außerhalb. Postkarte. Gegr. 1892. s Musikwerke 1 I mit Glockenbegleitung u. aus- [ wechselbaren Notenscheiben, so- , wie Zithern, schönste Familien- 1 ng.geringeTellzahlung., i I, KURZBERG, Neue KSnigstr. 47 II,( » direkt am Alexanderplatz. Arbeiter- Radfahrer• Bund Gau 9, Bezirk I(Berlin). Sonnabend, den 5. Dezember er,, im palaat-Chcatcr, Bnrgstratze, Ecke Wolfgangstratze: Grosses Ke2ii'ksfesr bestehend aus Theater-Vorstellung, Ball:e. Austreten deS gesamten Äünstlerpersonals des Palast-Theaters. Pestrede, gehalten vom ReichStags-Abgeordneten Baudert. Reigenfahrcn n, jährendes Reck, Tanzmusüc, 16 Mann starke Theaterkapclle. mm—— Tanz für Herren 50 Pf. extra.» Ansang 8 Nhr.— E i n t r i t t 3 0 P s. Es ladet freundlichst ein Bas Pestkomitee. I. A,: 21. C. Ritter. Mctzcrstraßc 14. AkSrKisvKer Kof, jtdmiralstr. 18e. Säle, �fonen'faflen?,'und' 4 Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten, Der kleine Saal bei freiem Orchester an Vereine zu vergeben, Zellen Zonntsg: Grotzer Ball. Hochachtungsvoll ist Sonntags 25042* Starkes Orchester. Anfang S Uhr. Prltz Schulz. Graumanns Feslsäle und Garten, Naunynstraße Nr. 27. Empsehle meine eleganten Festsäle zu Versammlungen und Festlich- leiten aller Art. Einige Sonnabende und Sonntage sind noch frei! Silvester und Neujahr frei geworden. 3252L* Gastav'Granmann. Restaurant Waldburg. ___ Zu dem heute Sonntag, den 29. November, stattfindenden Wurst essen lade Freunde und Bekannte ergebenst ein. W. Keller, Bahnhof Hirschgarten, Restaurant Waldburg. Itt» Vle«i�6hnttch Verhaut xu �—-""�Sonnta] geölinet 8-10 u. 1 2-2 Uhr. Marke Elefant Die Echtheit meiner sämtlichen kiköre wird verbürgt durch die Marke Elefant in Kork und Kapsel. Ein besonderes Aennzeichen für die so beliebte Eikör-Spezialität kiglb und ksalb, Mampe mit Pomeranzen(Wortzeichenschutz Nr.:�7S) ist die Flaschenetikette st-iV mit dem Schimmelsespann. Man präge sich beide Rennzeichen ins Gedächtnis, weise die Dienst- boten darauf bin und verlange in den Geschäfte» ausdrücklich Marke Elefant, wenn man meine kiköre in den anerkannt vorzüglichen gZnalitäten erhalten will. kCarl Mampe, Veteranenstr.24. Über 5000 Berliner ßelcbälic führen CikSre niarke€lefant. Marke: Treffer SHIsfraAÄSia. (dunkelgrau) mit angewebter karierter Abseite, blau oder braun cingcfaht und besetzt mit mehrfach. Stepperewerzicrung und wollener Quaste(Jve- eialmarke) Mk. Ilt.S«. Dieselben Dessins in extra fchw erer Qualität M. 18,00. Wir führen Schlafröcke in den hervorrogendften Q�ua- litaten bis M. 32.00 aus Toudeltuch od. Belour. fehr geschmackvoll hergestellt, für Mk. 30-35,-16,-7,50, 6,75. Winterpalktlits b grauer Marengofarbe oder schwerem, sein gestreiftem, auch punlttertem Cheviot, kräftige Ware mit gutem Plaid- oder gestepptem Atlassutter, ein- auch zweireihig, mit Sammet- kragen, die Nähte sämtlich zwei- mal gesteppt, schräge oder gerade Taschen, in Berarbeitung II Mk. 18.— Dieselben Dessins in hoch- gediegenem Fabrikat, höchst vornehm gesertigt, in Ber- arbeitnng I, Mafi ersetzend: Mk. 38.-. Umterpaletiits bestehend aus hochelegantem, krästigem, Lbcrsloff(reine Wolle), acht verschiedene Dcsfins, sein gc- mustert, schräge oder gerade Taschen, echtem Sammet- kragen mit Windlitze, sämtliche Nähte zweimal gesteppt, ein- reihig, Ersah für Mast; Mk. 36,-. Marke.Komet« und„Treffer" find gesehlich geschürt und können nur von uns bezogen»Verden. Die Preise sind aus jedem Gegenstand in Zahlen deutlich aufgedruckt und st r e n g s c st. Heitinger& Co., Deutsche Cnnipagnie BERLIN, Oranienstrasse 40/41. Illustrierter Preiscourant gratis und träne». Komet Gold-Eieciroplatt. Uhren. Wer einen nerlätzlich genauen Zeitineffer braucht, bestelle vertrauensvoll die echte Geuser l4 taratiae Gold-Plaqus-Remoutoir. -»»»»»■" Uhr, welche aus der testen Pariser WcltauS- I-9 IVl f/ ftellung mit dem höchsten Preise auS- i w lins, gezeichncl wurde. Diese Uhren befijzen ein nttuderl-offenes BräzistouSwert sind gesaueft regiilirt und erprodt, NU» leisten wir für jede Ul,r eine drei, lüdriqe fchrtftliae Karantic. Tic «ehäuse, welche au» drei Deckeln mit Sprungdeckel iSaoonenei bestehen, find prachwoll ausgestattet, leinst auillochirt oder gravirt. von moderner stackier Fagon und aus dem neu- eriundeneu, absolut unneriiiiderlichen anleritainfwe» Aoldiu-MetaU her- gestellt und autzerdem noch auf elck- , rinden, tsege mit 14 karät. Gold- platten überzogen und von ciuer echten goldenen lihr, die 200 IKt. koftet, nicht zu umerscheiden. Diese Uhren Nagen lich wie Gold, sind der einzige Ersatz für ccht goldene Udren und behalten immer ihren Werth. Um diese Uhren allgemein einzuführen, haben wir den Preis für Oerren- oder Damen-Udren aus»»r iiil 15,— Dono- und»olifrei, isrüher MI 25,—) herabgeiest Zu leder Uhr ein Lederiutteral grat. H-cheleg., mod. Gold- Plague-«etlcn f. Herren u. Damen tauch Halsketten)» 5,—, 8,— und 12,— SKI Jede nichi eonoenirende Nhr wir« auttandslos znrück- arnomme» daher kcin Rtstko! Der Weltrui unserer Firma, sowie tüalick, Belobungen und RachbefteNlingen bürgen für die Wahrheit unserer Anpreisung. Versand gegen Nachnahme oder vorherige Geldeinsenduna- Bestellnngen si»d� zu richten an die gerichtlich protocollirte Firma in» Wien VII, fflicriafiilferflr. 38. Lieserant des Soilcrt. Königl. Staatsbeamten-Verbandes. ».» vnxai'vveiB ru.«.«... Stonsdorfer vorzüglich, Ltr. M. 1,—. Deutscher Cognac angenehm, mild im Geschmack 2801L* •»»*£♦ a Literfl. M. 3,10,»,50, 3,-. Eugen Heumann& Co. Belle-Alliance-Platz 6a, Amt IV No. 9676. Qenttainerstrassc 29. NeocFriedrjcbstr.2la, a. d.Königstr. Schöneberg, Hauptstr. 129. Jede Hausfrau wünscht sich als praktisches Aeihnachk-Leschenk omen nouen Teppich meine grossen Lagerbestände in rdii und offeriere ich, um Teppichen, Portieren, Gardinen, Stores, Steppdecken, Tisch-, Bett-, Schlaf- und Rclsedecken, liUnferstoffen zu verringern,_ 41/8 HBF** zu nirkllchen Spottpreisen. TWU J. SENFT, Teppichhaus, »8. KUnigstr.»8. � 6,oo Mk. ohrplatten-Koffer Ersatz für Bügel-Koffer, ÄO Mk. C.A.FIeniDiiDg, Gegründet 18»8. Beuthstrasse 1 1 am SpPielmarkt. % «,oo Mk. % WAARENHAUS HERMANN TIETZ Leipzigerstrasse 46-49— Krausenstrasse 46-49. Morg-en heginnen die Serienverkäufe» Weihnächten W/r bieten in dieser Woche in ailen JJbfheilungen Gelegenheit zu besonders günstigen Weihnachts-Einkäufen. Schuhe 3 Serien Damen-Stiefel Serie i Box-Calf und Chevreaux Serie II B0X-Calf und Chevreaux Rand genäht Serie m Box-Calf und Chevreaux Vondvesr-Veit 790 980 IC80 Prima Harburger Gummischuhe für Kinder 1.25 Mädchen 1.60 Damen 1.75 Herren 2.90 2 Serien Herren-Stiefel Serie I Box-Calf und Chevreaux Rand genäht Serie II Box-Calf und Chevreaux(Zondz-ear.�Velt 990 1290 Mädchen-Confection 10C0 Mädchen- Paletots u. Mäntel ungewöhnlich preiswerth. Gute Verarbeitung, moderne Fa?ons in Reversible, dunkelblau, marengo und Fantasiestoffen. für das Alter von 3—4 S— 7 8-11 12—15 Jahren Serie I 385 Serie n 085 Serie III 9°° 485 y85 11 00 576 9 35 1350 675 1035 1560 ca. 2000 stück Kleider- u. Seidenstoffe� nur Pr. Qualitäten J in- u. ausländische/ erste Fabrikate/ Qchlafmöbel*»• v Spezialgeschäft für Erwachsene und Kinder. Metallbettstellen P-lmif-derdod-n 20.0«, 26.», 38.»— 200.» >«ch kompl. mit Sctte« Spezial- W eihnacht aa.ua Stellung, Puppenwagen 2.», 3.», Priuzessform von 4.»-20». Puppensportwagen...... 0.90, 1.«-6.«. Jeder Käufer erhält ein hübsches Geschenk. •. 2,00 an. ». 3,50 an. Schlafmöbel-Bazar„Baby" I 12.00. 18-100.00. 8«, 10—»00. Uattrant d. Poat- Spar- u. Vorichuit-Verain« S. KalUky. Zentrale: Invalidenstr. 160 ■ Filialen:... Helle Allianeeetr. 107 am Hallelchen Tor ?e»e»UleeM»r»G»e 7» an der NOrnbergerftr. ?etM»>erUtr»UWe 83d an der SSbenstr. Oranlenetrepse 81 an der«dalbertstr. kB der Brnaneaatr. Gr. Frukfarterstr. IIS an der AndreaZstr. HrWene»Gtr»»»e 88 an der Skügenerllr. Hel»leke»llorrerGtr. Se am WeddlNjiplatz BeneeeUtruse 18 an der Turmstr. Il»l Miiieli Tellzahlunji. Bei grösieren Raten Kassepreln. Billige teste Prelte. Ooldblondchen I'ateniaintlioh gFschUtzl— Alkohollpoi ist dsS teste, DiDigfle und schmackkastestc Ehrenpreis und goldene Medaille 1903. Goldblondchen gesundheitliches und»ahrhasttS ist von ersten Cbeniileni unterjocht und als ge,... (Getränk besunden worden. Frei von jeglichen chemischen Beimischungen. Erhältlich in Gaitwirtschasten und mit Plafaien belegten Gcichastcn. «enpral-Vertpieb: 29342* Ernst KrUger9 NO. HöchKestraße 28. Knaben- und Jünglings- Garderobe s. d. Mter v. 2-19 Zahr. in reichhaltigster Auswahl am billig- ften und reellftcu direkt in der Fabrik von Karl Hustädt 0., Koppenstr. 85, 2 Min. v.Schlest Bahnh. Herren-Garderobe nach Mass. SernHard Keitieh Orösstes Spielwaren- gcschäft der Welt nur Spielwaren, kein Bazar 19 Schaufenster ßr. Jtamburgerstr. 21-23, ßranienburgerstr. 11 bietet tUafsächlich eine Auswahl best gearbeiteter Spielwaren, wie sie grösser in rS- der ganzen Welt nicht anzutreffen; dabei zu denkbar billigsten Preisen. Gesellseliafts- u. SesMlligiingsspieie feinste Kugelgelenkpuppe„Luise" Hervorragendes Fabrikat. Eigne, der Firma geseb. Harke. ff. Bisquitkopf. ff. genähte locken-l 33 39 43 46 SO 63 SS 58 62 66 ein perücke. Schlafaugen und Zähne/ 2 65 3.25 3.65 4.15 4.75 5.25 5.75 6.30 7.50 8.75 M. Dieselbe mit natDrl. Augenwimpern 3.20 3 75 4.25 4.30 5.50 6.— 6.50 7.— 8.— 9.20. Einfachere, aber gute Cielenk-Täuflingc In verüchlcdenen Aus- fUhrnngen, ebenso Ecdcrblllgo an ansserord. niedrigen Preisen. Klgene Repa ratnr- Werkstatt. Einzelne Teile, als Köpfe, Arme. Beine worden ohne besond. Kosten aufgesetzt. Neuestes».kostbarstes aller Spielzeuge A*mam4*>......... Um«.:"!'90 m long, 30 m Scbienen, Kokemetivs ün6llI*oXlir6SS*£Ull Atun Dampfspannung und wiegt V6IVIII WA|lkb<««i MHIJ 22,0 kg. In Ausfuhpung und Vollkommon- heit das Höchste, was bisher die Bpiolwileii-Industrio erzeugte. Wirkliche Sehcnsn Urdlgkelt. Preis 750 Mark. � J. Baer a3L BatlStr.26.PnnzCkAllee " Herren- und Knaben Moden. Berufskleidung I Elegante 2819L� (t/.r1jM3" Joppen, mm vC�Svi�Grosses Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Mass. Allerbilllgste, streng feste Preise. IVen eröflfbet! Ajen eröffnet! Am 1. Eftober habe ich ein 31232* Itfass-Gescltäft m Kerren-Qarderobe cröfmct und jcriigc elegante Anzüge und Paletots°o» Mk. 30,°°«. Grostes Stofflagcr. Guter 2ib garantiert. V. Keoli, MeiUemMi'. Zelle-AIIikveestr. gö, tisld- und 8??derws?en!� Weeker-FIiren mit Absieller-. v. Xlekel-Hernont.-Ebr, 30 8t. Werk v. Eebt sllb. Reinont.-thren... v. Echt silberne Harnen Ebren v. Echt gold. Damenhai sketten ni.Schieb.,130cjn 1. v Echt goldene Ringe........ Echt silberne Brosche«.... y. Versand gegen Nachnahme ohne vorherige Einsendung das Betrages, Risiko ausgeschlossen, da bei Nichtgefallen Geld retour. 1 ,tlO an 3.35 an 8,00 an 0.75 an ] Ä.SOan l.SO an — ,30 an Julius Süsse, Berlin C. 19, Qrünstr. 3/4� Reich illustrierter Katalog über alle Arten von Uhren, Ketten, Gold-, Silber-, Nickel- und Bronzewaren, optischen Instrumenten, photographischen Apparaten, Musikwerken. Leder- uno Stahlwnren, Uhrenfournkuren und Werkzeugen gratis und franco. 31421/-' KalTeescrvlce, vernickelt, vierteilig,"/, Ltr, Brotkörbe........... Tafelaafsdtze, versilbert.... Pbotographie-AIbams... Hnslklnstrnmente mit Platten Opernglttser mit Etat Wirklich 3,»t» an — ,45 an *,-40 an 1,00 an 3,00 an 3,50 an billige und anerkannt reelle Bezugsquelle für Wiederverkäufer, Uhrmacher und Händler. tTT VpganucJ Besonders günstiges Angebot Hinfer-Paletofs• 2., i8, i5, g, 1 V/inter-Joppen 3ackett-jlnziige, fBoek-ußelirocb-jlnzöge so 17, 14, 9. 6, 4,00 kolossale Auswahl 36, 29, 21. 15, lü'00 38, 27, 21, 171.00 19' Arbeitkr-° Kerlifs-Kktitkidililg in großer Auswahl. Z330L' LommsnMksus KemnatmSehendeli 38 Oranien-Strasse 38 f v fF H 3. Haus vom Oranienplatz. Stettin; t Berlin: Hohenzollernstr. 3. l�lll�lCtlS Bellealliancestr. 98. Magazinstr. 2. Chausseestr. St. Mass= Anzüge St unil SO Mark 2t38L* [ unter Garantie der Haltbarkeit und tadellosen Sitzens bei pein- I liehst gewissenhafter Anprobe und strengster Reellität liefere ich [ von prima Stoffresten die elegantesten mass• Anzüge zu [ obigen Preisen. Ich warne vor solchen sogenannten Kesterhandlungen, die durch Nachahmung meiner Anzeigen den Schein erwecken wollen, als | würden sie auch das liefern, was ich meinen Kunden biete. Sonnenscheins Engros-Resterhaus, Chausseestr, 54, 1 Tr. Bellealliancestr. 98, 1 Tr. als Geschenk geeignet für Familien-Angehörige, Angestellte, Wohltätigkeitszwecke. Verbürgt gute Marken««a Geschmackvolle solide Ausführung. Auffallend billige Preise! Betidkei), fertig genäht. 4 AA Markel3. DowlasGr.l48/220cra Stck. nur Mk. Iiv V Marke821. Halbleinen Gr. 140/215cni, Stck nurMk. 1.95 Marke RU. Reinleinen Gr. 160/220 cm, Stck. nur Mk. 3.00 Damsn-Taglieniilen feinfädig Chiffon. Marke 1642 mit Durchbmch. Sattel u.bestemStTckereiAnsatz(Achselschluss) J AA Stück............... Mk. 7iUU Zupassendes Beinkleid(Knieform).... Mk. 3.00 Damen-Nachtjacken mit guter Maschinen-Spitze Stück nur. Mk. Marke 30. Outer weiss. Köperbarch. 2.00 weiss reinleinen Marke 7500 mit einem handgestickt TaSClientÜClier, ememhandgestickt tl CA verz. Buchstaben Gr. 46 cm, das Dtz. nur Mk./ iüU Jacquard-Tiscligsdecke, Reinleinen, gesäumt.! Gr. 132/135 cm, m. 6 Mundtüchern Mk. 7.50 Mk. 11.50, 10.50, Mk. 9,30, 9.00 7.00 Gr. 160/170 cm, in. 6 Mündt. Mk. 11.50, 10.50, g JQ �Qffoo-Rprlprlfo weiss Damast mit farbiger MltüU Uulluunüi Blumen-Borde, gesäumt im Karton. Grösse 130/130 cm, O O/k mit 6 Mundtüchern nur...... Mk. OavU Wirtschafts-Handlücher, Sfm weisses Huckgewebe m. roter Borde, ges. u. C CA gebändert Gr. 42/112 cm, das Dtz. nur. Mk. ViwU Hemdentucli, Ar,L%l� Breite 82 cm, Stück von 20 Mtr. nur. Mk.■ iüU Puppen-Fabrik Otto Brunnenstrasse No. 119, Wie feit Jahren bekannt, billigste und beste Bezugsquelle.(3167.0* Reparatur en 6eiÄItdfe«Wtt gratis. Mt. F. V. GRÜNFELD Landeshuter Leinen- und Gebild-Weberei Berlin W., 26 Leipziger Strasse, Grosses Damen- Confektions- Haus Kennamt Killer Raudsbergerstr. 85 3109L* Hochchicke Conf ection: Jaquets, patetots von Mark 8f lu,50, 12,50 bis zu den elegantesten. Wollene und seidene Costüme, Blousen in Wolle, Seide und Sammet, fRorgetirScke, Costüm- flocke, Kinder'Conf ection. C1 Deutsche Bierbrauerei- Aktiengesellschaft Versandhaus Germania Unter den Linden 21"(Fahrstuhl). Verkauf zu ausserordenüich billigen, herabgesetzten Preisen. Elegante Herren- Wer-Paletots und Anzüge aus haltbaren, soliden MassstoHen, 25 bis 40 Mark. Mnornehme Herren- Seinkleider aus feinsten Stoffen, 9 bis 12 Mark. 30091,* Zurückgesetzte Paletots, Seinkleider, Anzüge, Koken- zollem-SKäntel, Soppen entspreekend billiger. (Absatz im letzten Geschäfts jabre ca. 190 000 Hektoliter) empfiehlt ihre aus bestem Malz und Hopfen hergestellten Biere umzu in Fässern und Flaschen, zz 2875L* Adresse für Fassbier: Alt Moabit OO. Telephon: Amt II, 1616. Adresse für Flaschenbier: Kaiserin Aa�asta- Allee 15/16. Telephon; Amt H, 3066. Korb waren-Fabrik Teleph. 7a, 7228. Bergmann& Sohn, nur 0. Andreasstr. 53 u. 54. RäumungS-Ausverkauf 1 wegen Verlegung der Lagerräume. iKinderwaa. 8 M., Gummir. 12 M., vernick. 13 M., Sportwag. 3,95 M.. m. Gummir. 7 M. Mit Berdeck u. z.Sih. u. Lieg. 10 M. Kinderbeltstellen 7 M., 10—50 M. Verf. n.Autzerh. ab Fabrik. Musterb. gr. Riesen- auswahl. Siefs sieganfe ttsuheiien. Bestes Fabrikat. Auf Wunsch in Berlin u. Vororten solide Ratenzahlung. Tnvk»Ttokfe 9pelp2U?aletots •»Ii AnTtinim _ zu Anzügen erteit und Knabe». Tttch-Kiederlage A. Storbeck, MdeiMög II». Sonntag 8—10 u. 12—2. ♦ Ecke Centrai-Leihhaus, Jägerstrasse 72, Täglicher Verkauf von eleganten"Winter-paletots und Anzügen von M. 10. 12. IS. 89. ZS—S0 prima. Hnahen- und Jünglings- Anzüge, Hammgarn- Anzüge, Hochzeits-Anzüge, Hcprcn.iop,I,.enfröcke' Geh- und Heise-Pelze, Gin grosser Posten Teppiche. Alles fabelhaft billig. Joppen, AM- Tansende eleganter Herren• Garderoben-f Herren passend. In grosser Auswahl vorhanden. sind jetzt zur Winter-Saison zam Verkauf gestellt, und sind Baachaachen selbst für die korpulentesten Polizeilich konz. Leihhans. 30291,* Sonntags geOITnet von 7— 16 und 18—6. Vemntwortl. Redakteur: JuliuS Kaltski in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Vh. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Kr. 279. 20. 3. WM to.Mmiirls" Ittlran JolWlirtt Zonvtllg, 29. November IM. Besuchstag in Beelitz. Vom Schlesischc» Bahnhof dampft cin Fernzug über die Stadt- bahn. Nahezu die Hälfte des Zuges besteht aus Wagen vierter Klasse. Auf jeder Station schiebt sich eine Menge neuer Fahrgäste in die Salonwagen des Proletariats. Auf dem Bahnhof Charlotten- bürg erfolgt der letzte Ansturm, und nun sind sämtliche Wagen vierter Klasse vollgepfropft von sonntäglich gekleideten Männern und Frauen von denen einzelne auch Kinder mitführen. Durch den im Herbst- nebel verödet daliegenden Grunewald, dann über weite rcifbedecktc Felder geht die Fahrt. Die nächsten Stationen bringen fast gar ieinen Zugang und Abgang air Fahrgästen. Sie alle, die die vierte Wageirklasse füllen, streben einem Ziele zu: Station Beelitz. Durch die enge Bahnhofspforte ergießt sich der Strom der Angekommenen auf die Landstraße, wo eine Schar von Männern teils in dunkelblauer, teils in graugrüner Kleidung von gleicher Form und gleichem Schnitt die Ankunft des Zuges erwartet. Die ,uchenden Blicke der Harrenden— es find Patienten des Sanatoriums und der Lungenheilstätte Beelitz— durcheilen die Menge der An- kommenden. Ein Grüßen und Händeschütteln, wenn die Besucher ihre Angehörigen gefunden habe», teilnehmende Fragen nach dem Befinden, und dann geht es gemeinsam in die Räunie der Anstalt, wo einige Stunden des Beisammenseins mit Familiengliedern, Freunden oder Verwandten eine willkommene Abwechselung in das nüchterne Einerlei einer monatelangen Anstaltskur bringen. Nicht alle Patienten, die erwartungsvoll am Bahnhofe stehen, sind so glücklich, einen Besucher begrüßen zu können. Die Reise nach Beelitz ist init Kosten verknüpft, die für den größten Teil der Patienten unerschwinglich sind. Namentlich wird das immer dann der Fall sein, wenn es der Ernährer der Familie ist, der krank und elend in der Heilanstalt weilt. Der Eisenbahnfiskus hat sich noch nicht dazu verstanden, für die Fahrt nach Beelitz den billigen Vorortstarif einzuführen; die einzige Rücksicht, die die Bahn- Verwaltung dem Perkehr nach der Heilanstalt schuldig zu sein glaubt. ist die, daß sie an den Besuchstagen eine größere Anzahl von Wagen vierter Klasse in die betreffenden Züge einstellt. Für diese Fahrt in drangvoll fürchterlicher Enge hat man für Hin- und Rückreise 2 M. zu erlegen. Grund genug, daß mancher der Anstaltsinsassen vergebens auf den Besuch eines lieben Angehörigen loartet. Wenn der letzte der angekommenen Fahrgäste den Bahnhos »erlassen hat, daim ziehen auch die harrenden Patienten, die keinen ihrer Lieben unter den Besuchern fanden, still von damien, die Blau- gekleideten in das Sanatorium an der einen, die Graugrünen in die Lungenheilstätte an der andren Seite der Eisenbahn. Die Trennung der Geschlechter, fußend auf einem aus verkehrten, un- natürlichen Sittlichkeitsbegriffen entstandenen Herkommen, ist in Beelitz so streng durchgeführt, daß es nur den Männern möglich ist, ihre Angehörigen am Bahnhofe zu erioarteu. Die Insassen der Frauenabteilung harren am Anstaltsthor ihres Besuches, nicht minder erwartungsvoll wie ihre männlichen Leidensgefährten am Bahnhof. Die Heilanstalt Beelitz ist in ihrer Art ein Musterinstitut. Anlage und Einrichtung sind durchaus gut und zweckmäßig. WaS die wissenschaftliche Heilkunde vermag, das wird hier gethan, um Wunden zu heilen oder zu mildern, die der Kapitalismus, diese auf krassestem Eigennutz gegründete Wirtschaftsweise, den Arbeitern ge- schlagen hat. Es ist notwendig, immer und immer wieder daran zu erinnern, daß die vielgerühmte sociale Fürsorge, welche in der Er- richtung von Heilstätten zum Ausdruck kommt— eine Fürsorge übrigens, deren Kosten die Arbeiter größtenteils selbst aufbringen—, doch nur einen winzig kleinen Teil der Schuld gut zu machen suchr, womit der Kapitalismus sich täglich und stündlich an den Arbeitern versündigt. Durch jahrelange überhastete Thätigkeit im Dienste des Unternehmertums werden die Nerven der Arbeiter und Arbeiterinnen zerrüttet, wird der den 5rörper vernichtende Keim der Schwindsucht unter Tausenden von Proletariern verbreitet, und erst wenn die Glieder ihren Dienst versagen, sucht der kranke Arbeiter, die sieche Arbeiterin Linderung, die selbst die mustergültigste Heilanstalt oft nur in geringem Maße gewähren kann. So vortrefflich auch die Heilanstalt Beelitz eingerichtet ist. so sehr man sich auch bemüht hat, den Patienten den Aufenthalt möglichst erträglich zu machen: Sehr viele, die der Heilung dringend bedürfen, scheuen sich doch, eine Heilanstalt für längere Zeit auf- zusuchen, selbst wenn sie alle Vorzüge bietet, die man erwarten kann. Und warum das?— Bei der Heimfahrt erzählte eine Frau, die vom Besuch ihrer im Sanatorium weilenden Tochter zurückkehrte: Die Tochter arbeitete seit 1-1 Jahren ununterbrochen in einem Wäsche- geschäst. Jetzt sucht sie Heilung für ein Nervenleiden, welches sie sich durch anstrengende Arbelt im Dienste des Fabrikanten zugezogen hat. Vierzehn Tage befindet sich die Kranke in Beelitz. Jetzt hat ihr die Mutter die Nachricht überbracht, daß der Fabrikant ihr schrieb. wenn die Arbeiterin nicht spätestens am Montag ihre Beschäftigung wieder aufnehme, werde ihre Stelle anderweit besetzt. Das ist die brutale Rücksichtslosigkeit des kapitalistischen Systems. Ter Unter- nehmer kann nicht warten, bis die in seinem Dienst erkrankte Arbeiterin zurückkehrt. Mag nach beendeter Kur aufs neue die kaum hergestellte Gesundheit vernichtet werden, Ivas kümmert das den Unternehmer! Wer nach erfolgreicher Kur wieder in den vollen Besitz seiner Arbeitskraft kommt, mag den Verlust seiner Stellung verschmerzen, er findet wohl wieder ein andres Unterkommen. Der Familien- vater aber, für den eine längere Kur der. Mangel der Existenzmittel für die Angehörigen bedeutet, entschließt sich nur schwer, eine Heil- anstatt aufzusuchen, und wenn er es dcnnoch muß, so erschwert die Sorge um die gedrückte Lage der Angehörigen den Erfolg der Kur. Was nutzen unter solchen Umständen die besten Heilanstalten I Was hilft die sociale Fürsorge in der von kapitalistischem Eigennutz be- herrschten WeltI Das alles ist kaum mehr als der Tropfen auf dem heißen Stein. Schutz gegen die gesundheitsschädlichen Wirkungen der Jndustrie-Arbeit, ausreichende Löhne, kurze Arbeitszeit, das sind wirksame Vorbeugungsmittel gegen Krankheit und Siechtum. Die Arbeiter gesund und leistungsfähig erhalten, das ist der Kern einer socialen Fürsorge, von der allerdings die meisten Unter- nehmer nichts wissen wollen. Giebt es doch nicht wenige unter ihnen, welche meinen, daß die Heilanstalt Beelitz zu luxuriös eingerichtet sei und daß die kranken Arbeiter durch den Aufenthalt in der Anstalt verwöhnt und zur Begehrlichkeit angestachelt werden. So laiige solche Weisheit herrscht, kann das Los der Arbeiterklasse, mag auch im einzelnen manche Besserung eintreten, doch kein be- friedigendcS sein. Huö der Frauenbewegung. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 30. November, abends S1/» Uhr, in den Arminhallen, Kom- mandantenstraßc 20: Vortrag des Herrn Dr. Heinrich Lux über: „Technik und Kultur". Gäste willkommen. Der Vorstand. Britz. Dienstag, den t. Dezember, findet bei Weniger, Werder- straße 27, eine öffentliche Frauenversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Frl. Baar. 2. Diskussion. L. Bericht der Vertrauens- Person und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes.— Frauen und Männer als Gäste willkommen. Um regen Besuch bittet Die Vcrtrauensperson. Ober-Schöneweidc. Am 26. d. M. sprach Genossin Paula Thiede iin Lokale von Kaufhold über Frauenarbeit und Fraucnorganisationen. Sie schilderte in eingehender Weise den Fortschritt der Arbeiterinnen in der Organisation und daß gerade die Heimarbeiterinnen ain schlversten der Organisation sich anschließen, wenn sie auch diejenigen sind, die anr meisten ausgebeutet werden. Genossin Jung gab die Abrechnung vom Jahre 1002—1003. Als Vertrauensperson wurde Frau Reimann gewählt._ Arbeiter-Tamariterkolonne. Morgen, Montagabend 9 Uhr: Ucbrmgs- stunde in der Mlialc Brunnen str. 154. Vortrag über Verbrennungen, Er- frierungen, Hitzschlag, Beschädigungen durch EIcktricität. Nachher: Praktische Ucbungcn. Neue Teilnehmer köimen in jeder Lchrstunde eintreten. Gäste willkomme». Marktpreise von Berlin am 27. November 19VZ nach Ermittelungen des kgl. Polizeipräsidiums. -Weizen, gut D.-Ctr . mittel gering 'Roggen, gut mittel gering sGerstc, gut mittel gering sHaser, gut mittel . gering Richtstroh Heu Erbsen Speiscbohncn Linsen ' ab Bahn. 16.05 15,97 15.89 13,00 12,96 12,92 14,50 13,20 11,90 15,60 14,60 13,60 4,00 7,00 40,00 50,00 60,00 16,01 15,93 15,83 12,98 12,94 12,90 13,30 12,00 10,80 14,70 13,70 12,70 3,50 4,60 25,00 25,00 20,00 Kartoffeln, neue D.-Ctr. Rindsleisch,.Keule 1 k? do. Bauch„ Schweinefleisch„ Kalbfleisch Hammelfleisch„ Butter Eier Karpfen Aale Zander Öechtc Barsche Schleie Bleie Krebse 60 Stück 1 lex per Schock T frei Wagen und ab Bahn. 6.50 1,80 1,50 1,60 2,00 1,80 2,80 5,00 2,20 2,80 2,60 2,00 1,80 3,00 1,40 15,00 6.00 1,20 1,10 1,10 1,20 1,10 2,00 3,00 1,20 1,40 1,20 1,00 0,80 1,40 0,80 3,00 Witterungsübersicht vom �8. November 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Swincmdc. Hamburg Berlin Franki.a.M. München Wien C C »- S S s s 743 SO 737(NO 741 S 740 SW 747 SW 750 OSO Weller 6Schnee ÄSchnce 2 Tchnce »bedeckt »bedeckt 2bcdeckt 3 i-> -0 1 1 8 3 1 Stationen sa C e Q*2 c 5 g 1 aparanda Petersburg Cork Abcrdcen Paris 744 747 742 Slill NW Weiler bedeckt heiter 4!heiter ISS! ~%> ö" £ d- -11 Wetter-Prognose für Sonntag, den Lv.?iovcmber 1903. Etwas kälter, vielfach heiter, aber noch veränderlich mit geringen Nieder- schlügen und zunächst starken, später nachlassenden nordwestlichen Winden. Berliner W e t t c r b u r c a u. Winter- Paletots Vornehme, wohlfeile Mass-Anfertigung Winter-Paletots Reichhaltigste Auswahl Q 65, 50, 36, 24, 15, OM.50 Winter-Raglans Sr«srte.s'ä: 24 M. P_L, n-|_ FeinerEskiraom. Astrachan C C 0811"" BlZ'lllllIflllu. echt. Sealbisam-Kragen ÜÜ M. TJnvergleicMiohes Sortiment» 18, 15, 14, 13, 12, 11, 10. 9. A M. 8, 7. 6, 5, � alle Arten Piqueestoffe« 6. 5. 4. 3,50, 3. 2,25 I M. 75 2,25 1 i Winter-Joppen 4«.-° Pelz-Joppen äsää 18 m. Jünglings-Kleidung Jünglings-Paletots Meltons'«TiUOm.so Jünglings-Mäntel venu«z � ig» Jünglings-Anzüge � Artra 9«. Herren-Anzüge Unübertroffenes Sortiment 45, 36, 30, 25, 18, 15, AU M. 10 Rock-Anzüge . Verschiedenste Muster 45. 33. 30, 25. 21 M. Gehrock-Anzüge"saTof� 27 m. Gummi-Regeii-MMl.. 3«. 3°. 24, is, 15 m. Regen-Pelerinen... 13.50. 12. 7.50.«.50. 5 m. SctilafrOcke Vislaeitigsie Stoffs und Besatz-Arten. 30, 21, � J I 18, 15, 12, M. 65 BABR SOHN SPECIAL-HAUS GRÖSSTEN MASSSTABES. Chausseesfrasse 24a/25 11 Bröckenstrasse 11 Zwischen Invalidenstr. u. Schiller-Theater N. Zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerslr.(Ecke Rungesir.) Gr. Frankfurtersfr. 20 Ecke Koppenstr.— Am Börger-Hoepital Die 22- Preisliste 1903-04 � 170 klarer Vcranschaalichiuig i wird kostenlos. versandt l Aür den Jndalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publik»««» gegenüber keinerlei _ Verantwortung. Theater. Der Vor- Vor- Sonntag, 29. Nolleinber. Ureie Volksbühne. O.jlO. Abt. Metrobol-Theater. 2'/, Uhr nachmittags: Der Widerspenstigen Zähmung. L./3. Abt.: L e s s i» g- Theater. 2'/« Uhr nachmittags: Em Ver- brechcr. Anfang l'l, Uhr: Opernhans. Tannhäuser. Montag: Fra Diavolo. Tchauspielhaus. Das gwchc Licht. Montag: Weh dem, der lügt. Neues Königl. Opern- Theater. Die Journalisten. Nachm. 2°/, Uhr: Dorfumsikanten. Montag: Geschlossen. Deutsches. Rose Bernd. Nachm. 2'/, Uhr: Es lebe daS Leben. Montag: Rose Bernd. Berliner. Ein Wintcrmärchen. Nachm. 2>/z Uhr: Alt-Heidelberq. Montag: Alt-Heidelberg. Lesstng. Zapfenstreich. Montag: Dieselbe Vorstellung. Weste». Bettelsludent. Nachm. 3 Uhr: Undinc. Montag: Die Afrikanerin. SteneS. So ist das Leben. Montag: Salome. Vorher: Kammersänger. Residenz. Ein Seiiensprung. her: Der zündende Funke. Nachm. 3 Uhr: Lutti. Montag: Ein Seitensprung. her: Der zündende Funke. Central. Der Rastclbinder. Nachmittags 3 Uhr: Boccaccio. Montag: Der Nastclbinder. Thalia. Der Hochtourist. Nachm. 3-,, Uhr: EharleyS Taute. Montag: Der Hochtourist. Anfang S Uhr: Schiller«. fWallncr- Theater.): Der Pfarrer von Kirchseld. Nachm. 3 Uhr: Der Talisman. Montag: San MareoS Tochter. Schiller Si.(Friedrich-Withelmstädt.) Lasantascna. Nachm. 3 Uhr: Don EarloS. Montag: Vasantasena. Bellc-Alliancc. Los vom Manne. Nachm. 3 Uhr: Doktor WeSpe. Montag: Los vom Manne. Carl Weift. Maria Theresia»md ihr Hof. Nachm. 3 Uhr: Der Trompeter von Säkkingen. Montag: Maria Theresia und ihr Hos. Luisen. Der Verschwender. Nachm. 3 Uhr: Der Widerspenstigen Zähmung. Montag: Die Logenbrüder. Kleines. Elektro. Nachmittags 3 Uhr: Liebesträume. — Familienidhll.—Kollegen.— SerenissiinuS-ZwischensPiele. Montag: Nachtasyl. Trianon. Biscottc. Nachm. 3 Uhr: Die Notbrücke. Montag: Biscottc. Deutsch-Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Montag: Diesewe Vorstellung. Casino. Berliner Nachtasyl. Hotel Klingebusch. Nachm. 4 Uhr: Ein edles Weib. Montag: Berliner Nachtasyl. Hotel Klingebusch. Metropol. Durchlaucht Radieschen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo. Frühlingslt»st. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Das Liebesparadies. Nachm. 3 Uhr: Die Tochter des Herrn Fabricius. Montag: DaS LiebesparadieS. Specialitäten. Winter-Karten. Specialitäten. Passage-Theater. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstrafte 48/19. Un» 8 Uhr im Theater: An den Seen ObcritalienS. Montag um 0 Uhr im Hörsaal: Dr. B. Donath:«Mehrphaseu- Maschinen." Um 8 Uhr im Theater: An den Seen Lber-JtalienS. Jnvalidcnstrafte 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 1l Uhr. Wim Theater. Schiffbauerdamm 4a— S. So ist das Leben. Ansang 7'/» Uhr. Montag: 8»Iom». Oer Kammersänger. Central-Theater. Nachmittags 3 Uhr, halbe Preise: Die Geifha. C tierette in 3 Akten v. Sidney Jones. Abends 7-/z Uhr: Oer K-astelbmäer. Dperette in 3 Akten v. Franz Lehär. Morilag und folgende Tage: Der Rastelbinder. DurcMaiM Kurlesbe Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Eichard Schultz. Im 4. Bilde: 0V ftrosacs Ballett"Tpg Wie damals im Monat Mai. Anlang l/j8 Uhr. — Hauchen überall gestattet.— Saar-TÄEr. I Arbeiter. Sängerbund Schiller* Theater O. (Wallner-Theater). Sonntagnachmittag 3Uhr: Der Talisman. Dramatisches Märchen in 4 Auszügen von Ludwig Fulda. Sonntagabend 8 Uhr Her Bfarrer von Kirchfeld. Volksstück mit Gesang in 4 Akten von Ludwig Anzengruber. Montagabend 8 Uhr: San Bare«« Tochter. Dienstagabend 8 Uhr: Wilhelm Teil. Schiller-Theater W. (Friedrich-WilhelmstädtischeS Theater) Sonntagnachmittag 3Uhr: Bon Carlo»,. Ein dramatisches Gedicht von Friedrich Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: T asantaHCna. Drama in 5 Akten nach einer Dichtung des Königs Sudraka. Frei bearbeitet von Emil Pohl. Montagabend 8 Uhr: Vasantasena. Dienstagabend 8 Uhr Va»,anta»,eiia. Cirkus Sekumatin. Heute Sonntag, den Z9. Noveinbcr, 4 Uhr und 7'/° Uhr: Ü grosse Extra- Vorstellungen 2 Nachmittags 4 Uhr hat jeder Erwachsene ein Kind frei. Weitere Kinder zahlen die Hälstc. Nachmittags besonders für die Augend zusammengestelltes Programm. Nachmittags und abends: Die gröftte Sensation Berlins: Fleche Kuiriflisie"(das original), ausgeführt von Mlle. HClfene Dutrien, der Erfinderin dieses Pfeil- ipnmges mit dem Fahrrad. Rekordsprnng vo» 5« Aus-— 15 Meter. *5 münnl. Kaiserlöwen. Cottrells Miniaturhunde. Urania. Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr im Thoator: An den Seen Ober-Italiens. Montag 8 Uhr; Dieselbe Vorstellung. Um 6 Uhr im Hörsaal: Dr. B. Donath: Kchrphasen-.Tlaschinen. Sternwarte Invalldenstrasse 57/62. CASTANS PANOPTICUM Eriedrichstr. 165. Jndianer-jllesß 1«™«° Dio zusiimmongewaohsonen Lebend. Schnellem! lebend. Boeren-Riese �neÄ ehemal. Leibsoldat dos Präsidenten Paul Krüger von Transvaal. /\L,T- CHlNf\ Kunst-Ausstellung CüPZIB£R' siwssa« Apollo-Theater. Zum SS. Male: frühliiiZstuft mit dem Ballett Blütenhochzeit. Ferner: Gklji'. Wille. 4 Clemens JhlJEitiier.taopph. Anfang 7'/, Uhr. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr. bei bedeutend ermästigtcn Preisen: üedestraumc.— Familienidyll. Kollegen. Serenissimus-Zwischenspiele. Abends 8 Uhr: Plektra. Montag: Machtasyl. Täglich geöffnet 10-8. Ilcnte Kntroc SO Pf. Berliner Aquarium Unter den linden 68a Eingang Schadow- Strasse Ne. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis W 25 Ffg. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seotieren, Reptilien cto._ RksidkiiMteftr Direktion S. Lautenburg. Sonntag, den 29. November 1903: Ein Seitensprung. tl.a tlarottc.) Schwank in 3 Akten von G. Beer, Dchörc und Guillemand. Deutsch von Max Schönau. Vorher: Der zündende �-unke. Lustspiel in 1 Akt von Ed. Pailleron. Morgen und folg. Tage: Dies. Vorst. Nachmittags 3 Uhr: Lutti. Luisen-Theater. Nachmittags 3 Uhr; Der Widerspenstige!) Zähmung. Abends 6 Uhr: Der Verschwender. Montag: Die Logenbrüder. Dienstag: Der Verschwender. Mittwoch: Der Aktienbltdiker. Donnerstag: Die Logenbrüder. Freitag: ÄoblthätigkeitSvorstcllung. Romeo und Satia. Sonnabend; Der Richter von Zalamca._ Selle-Hlliance- Theater. Belle-Alliancestr. 7—8. Nachmittags 3 Uhr zu halben Preisen: In Vertretung. Ein Soldatenschwank von tz. Gordon. Abends 8 llht: Los vom Manne! Montag»md folgende Tage: LoS vom Manne! Sonntagnachmittag: In Vertretung._ Zum 92. Male Theater !67K9pniikerstr.(& 1# Passage=Theater Anfang Sonntags 3 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Sefzter Sonntag! Morgen letzter Tag des glänzenden 'November- Pro g ra mm?. Pertina Das Tanzphänomcn. jZA8 Mig-Wficliell Mensch oder Maschine? DaS neue Rätsel für Berlin. 14 krstlilasßgt Nummern. Casino-Theater. Lothrmgcrstr. 37.?lns. 8, Sonnt. 7t/2. Heute z. vorletztemnal: Sole! K!ingehu§ch. »artcnsi— ,.Machta>«)l-t Dienstag: I'i-caiici'ca-�bcad. Heute nachm. 4 Uhr: llin edles Weib. Trianon-Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrich- und Universitätssiratze. kisvoUv. Ansang 8 Uhr. Sonntagnachmitiag: Die Notbrücke. I Dirolrtion; Robert Oili. Brnniien(»trassic 16. Preciosa. Ansang 7 Uhr. Entrce 30 Pf. Nach der Borstellung: Tanzkränzcheu. Montag: Hamlet, Prinz von Dänemark. car! Uei88-7heAler. Gräfte Frankfurter Strafte 138. Nachmittags 3 Uhr, Parkett üb Pf.: Der Trompeter von Säkkingen. Schauspiel von Hiidcbrandt u. Keller. Abends 7-/� Uhr: Maria Theresia und ihr Hof oder: Gute Nacht, Häuschen! Lustspiel in 5 Akten von A. Müller. Montag: Maria Theresia und ihr Hof. feAdRAdfcAAJtdf Neue Welt Hasenheide 108/114. (Hmotd Scholz.) Jeden Sonntag: iii-Doppel-M. Nach dem Konzerl: Familien-Ball. 2 M-Orchtster. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Von 4 Uhr ab in den hinteren Sälen: Grosser Ball bei stark besetztem Orchester. Berlins nnd Umgegend. Sonnabend, den 5. Dezember 1903, abends präcise 9 Uhr, im Konzertsaale der Brauerei Friedrichshain: 13. Stiftungsfest. & Vokal- und Inftrumental-Konzcrt.&& Mitwirkung: Berliner TonkUnstler- Orchester. Dirigent: Herr F. von Blon. Während des Konzorts bleiben die Saalthüren geschlossen; Späterkommende worden erst zugelassen, nachdem die betreffende Piece beendet ist. Rauchen ist nicht gestattet. Kur Bundeskarte legitimiert. Programm 10 Pf. Ohne Programm kein Zutritt. Das Konzert beginnt pünktlich. 16/19 I>cr Voi-stand._ i IX. Berliner Saison.— Cirkus Snseh. Sonntag, den 29. November 1903 3 groftc Vorstellungen: nachm. 4 Uhr u. abends Ü/, Uhr. Nachmittags 4 Uhr: i Kind' frei, (sofern es ein Angehöriges der Familie ist), weitere Kinder aus allen Sitzplätzen halbe Preise. In beiden Vorstellungen: kleueste llerliner Sensation! Mr. Eclair im WebraiL jafT" Nur noch zwei Tage: IBU Mißileliol, Löwenbraut Nur noch drei Tage: Paul Müniiners Toilessprung über eine ganze Herbe Elefanten. toMez Monslre-Tabieau: 12 Elefanten, 3 Zebras. 50 Pferde. Der Elefant als Chauffeur. Nachmittags 4 Uhr: Grosser Meisler-Dressur-Äkt von Zebras und Pferden, zusammen dressiert von Herrn Schumann. Abends T'/j Uhr: Berliner Winterfreuden Humorist. Manege-Schaustück. robeh Allerlei-Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Frttbel. Jeden Sonntag 5 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung der beliebten Zimmermann? Norddeutschen Sänger Nach der Vorstellung um 10 Uhr: Grosser Sxtra-Saü Eintritt 30 Pf. vipcrrfili SO Pf. Montag S1/, Uhr: Gastspiel Bühnen- Ensemble„Goethe".— Dienstag S'/j Uhr: Gastspiel Städtebund- Theaier.— Mittwoch 8 Uhr: Familien- Abend. Norddeutsche Sänger. Nach der Vorstellung Frei-Tanz._ Bernhard Rose-Thealer Gesundbrunnen, Badstratze 53. Sonntag, den 29. November 1903: Nachmittags 3 Uhr: Um Ehr' und Liebe. Bolksstück mit Ges. in 3 Akten v. Felsch. Abends 7 Uhr: Ein ehrliches Makler. Vollsstück mit Gesang in 4 Alten von L. Treptow. Musik v. Hübner-TramS. Montag: Tie Blinde von Paris. Palast-Theater Burgstrafte 22. früher Feen-Palast. Nachmittags 3 Uhr: DieTochter des Herrn Fabricius, Wf Abends 7 Uhr ZW LiekWparadiW und das beliebte Nooember-Progr. Nur noch kurze Zeit: Das Liebesparadles Ansang 7 Uhr. EMree 50 Ps. ItvK«lR8 ImH«!» Stettiner Sänger. IGermania Prachtsäle G Ehausseestr. 103. Arnold Scholz Z Jeden Sonntag: S GS» < e-Ä?? Ä Berliner Ulk-Trio. Felix Scheuer u Stuliueeritr. I. Urania. Wrangeistrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball* Ans. 4 Uhr. Siehe Anschlagsäulen.| Empfehle mein Lolal zu Festlichkeiten und Versammlungen. 2809L» O. F. Walter. Wedding-Park| •■ Carl Maschke in tag: Sali MPIIerstr. 178. Ind.: Carl Maschke.< Jeden Sonntag: IG rosser Anfang 5 Uhr.— Entree frei. Säle für Festlichkeiten und Versammlungen Sonnabende und s Sonntage frei. 3449L Stadt-Theater Alt-Moabit 47 49. Sonntag, den 29. November 1903: Der Glöckner von Notre Dame. Romantisches Drama in sechs Akten von Charlotte Birch-Pseiffer. Ansang 0 Uhr. Im f�acktasyl. Poffe von Wilhelm W o l s s.! Nach der Vorstellung: 7amittsn-3ÄN Ansang 6 Uhr. Entree 50 Pf. Im weihen Saale von 5 Uhr ab: � | Grosser BalB.; Königstadt-Kasino Holzmarktstr. 72, Ecke SUexanderstratze. Täglich: Fran»! biobanshi, CsschW. lehmann, C.Oroth, l.Curand. la Traviaia, lesardo and Trepp. Zum Schlich: Ein Goldfuchs. Montag: Gr. Cxtravorstcllung. ZW- Passepartouts habe» keine Gültigkeit. Steidl� Sänger im Sfcibl».mOranien- Theater burger Thor. Täglich 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. birUsstc l-achcr Folge: Lor WWe Low! Ulk-Bnrleske von Fritz Steidl u. d. übrige künsllerische Programm. Etabiisskuiknt LuggeuHagkn Boritzplatx. I m K. a i s e rs a a l: studolt Sehauss'«ünstler-Gnsemble „Xordaternet' Kassen-Eröffnung 5 Uhr. Aich"/,7 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. Fn den unteren Sälen um 0 Uhr: RiiitSi'- Konzert. £> a ii s s o a c I. Kottbuser Thor— otat. der Hochbahn. Sonntag, Montag, Donnerstag: BolRuauus Nordiieutselie Sänger. Räch jeder Soiree: IkurtrSniedeii. Jeden Dienstag: Theaterabend. DienSiäg, den 1. Dezember � Ter Leiermann und sein Pflegekind. Volksstück in 6 Alten von Charlotte Birch-Pseiffer. Kinderwagen, Kinderbettstellen, Puppenwagen, Triamphstüble, Kindermöbel etc. Srosstes Spezialgeschäii aeriin o., Andreasstr. 23. IL Geschalt: Brunnensir. 95. III, Beusselstr. 87. IV., Leipzic]erstr.ä4-J5. Tsrksat Hof, Fabrikgebäude • IOOO Slnrk ieelolmnne« �nhiejedem.dermir in Berlin ein «rösaerss SpesinlaesebAft in der Branebe, alsd metu, nachweist hilligste Preise. Katalog grelle T otai< Nur noch wenige Tage: Saharet australische Tänzerin. Emil Sondermann Humorist vom Centrai-Theater, Berlin. Lucio Krall Bravoursängerin. Ida Füller in ihrer olektr. Sonsat. „Feuer und Wind". Urban! u. Sohn Gymnastikor. law borg Klavierhumorist. Little Fred Hunde-Dresseur. Les Agousts Humorist. Jongleure. Kadj Abdullah Arab. Gyranastiker. Egger Rieser Tyrol. Gesangstruppo. 0. K. Sato Komischer Jongleur. „Pariser Luft" Ballett. Der Biograph. ~ Restaurant?attl Scholz Barutherstr. 22, Ecke Zossenerstr. 1. Bereinszimmer für Zahlstellen noch einige Tage frei(auch Senn- abends).— Gutes Bayrisch- und Weiftbier. 343lL« Alhambra WailncrtheatCF-Mtr. 15. Jeden Sonntag und Dienstag: Grufter Cxtra- Ball bei doppelt besetztem geotzen Orchester. Ansang 5 Uhr. Empfehle mein Lokal sür Vereine und Verfammlungen. 28082* A. Xamcltat. Deutscher Jtof Luckauerstr 16. Am Moritzplatz. Heute sowie jeden Sonnlag Wtrhaltungs- Kontert des 30148* Berliner Tonkünstler-Oreiiesters Dirigent. Franz v Blon. Ansang Tin Uhr. Kasseiiöffn.S�Uhr. Einlast 75Ps. wegen Ceschästsverlegung. Um mein großes Lager zu räumen, habe die Preise sür sämtliche Waren bedeutend herabgesetzt. Offeriere, s« lange der Vorrat reicht, 331SL* Winter-Paletots, ,7«. von s M. an, Jackett-Antnge neuester Fayon. von lv M. an, Ktoffhosen, solid und dauerhast, von 3 M. an, Winter-Joppen,„St. von 5 M. an. ßvaben-Antilge«on» M Arbeiter-Karderobe N'. v. fineuss 48, 48» Milsnackerstr. Ecke Btrlenstraste. Fahrgeld«ird vergittet.' Photognipli'"-' äfeliei' 6tto kutsu, D. Kraufstr. b2 bei d. Frankfurtersir. am Strausb.-Pl. n- 10 Visit u, 2 Origi Snecia äf N-I Kabinett oder '2 Visit und ein grosses.. für 3 Kab. 3 M., 8 Kab. S M., 12 Kab. 8M. Bromsilber-Vergrösserungen von 1 M. an. Abends Aufnahmen bei elektrischem Licht.[3228L* Sonntags geöflnet von 9—7 Uhr. 12 Visit— 2 M,(Probebilder gelielert.) z M, Achtung I"WU DW" Achtung! Glasschleifer, Glasbläseru.Arl)eiterinnen Dienstag, den 1. Dezember 1903, abends 8 Uhr: OeffentB. Versammlung im großen Saale des 8ngUsetan Garten, Alexanders� 27c. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen �ranz Kotzke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes." Um zaSIreichen Besuch bittet Linkern«'«!-. Centrslverdanll äer Murer ZeutzelllM. �weixverem Berlin. Sektion der Putzer, Am Mittwoch, den S. Dezember abends 7 Uhr. in den„Arminhallen", Kommandantenstraße 20: AkitgUeüer- Versammlung. Tages-Ordnung: Situationsbericht und Beschlußfassung über verschiedene Anträge des Vorstandes. ®el der WichUgleit der zu lassenden Beschlüsse ersuche ich die Mitglieder, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. tA/14 Iii« iii-tiieh« Verwaltung. I. A.; H. Neumann. Bitte Todes-Anzeigc i» der heutigen Nummer zu beachten! Deutscher Holzarbeiter-Terband. Bilderrahmenmacher. Dienstag. 1. Dezember, abends 8>/, Uhr. bei Voigt. Ritterstr.VS: Zimnrii�n-VorsamiiKKuiRK. Tagesordnung: t. Vortrag:„Ueber die Schäden der kapitalistischen Produktionssorm". Referentin: Genosstn Frau H. Kiesel. 2. Diskussion. 3. Branchen- angclegenheiten. 4. Verschiedenes. gg/z Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und erwartet zahlreichen Besuch ___ Der Obmann. Rummelsburg;. Mittwoch, den 2. Dezember, abends S'/s Uhr: Protest Nersammwng in Witwe«keigele großem Saal, Türrschmidtstr. 4S. Tages-Ordnung: DaS Verbot des AusrusenS und Ausklingelns von Waren der Straßen Händler. Berichterstalter: Gemeinde- Vertreter Ritter. Diskussion. Verschiedenes. 223/15_ Der Einbernfer. Verband der Sattler. Ortsvcrwaltung Berlin. Bureau: Gewerkschaftshaus, Engel-User 15, Zimmer 22. Fernsp. Amts Nr.KOIK. Donnerstag, den 3. Dezember, abends 8V3 Uhr: Mitglieder Uersammliing in den„Arminhallen", Kommandantensir. 20(großer Saal). TageS-Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag:»Fort mit den konfessionellen Wc- werkschaften Referent: Kollege �«hann Sansenkaeh. 3. Dis- lusfion. 4. Verschiedenes. Wir bitte» die Kollegen und Kolleginnen, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltnng. Sonnabend, 26. Dezbr.(2. Feiertag), im Gewerkschaftshause, Engel-Ufer 15: Weihnachts aVergnügen« Konzert. Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Tanz. Eintritt 30 Pf.— Anfang präcise S>/z Uhr. Um rege Beteiligung ersucht Das Vergnügüngskomitce. 558/10 S. A.: Willy Tusohke, Michaelkirchftr. 28. Verein deutscher Schuhmacher. Sonntag, 29. November, abends 6 Uhr. im Gewerkschaftshause. Engel- Ufer 15, Saal I: Krnnbimtrte Mitglieder- Nersmainliiiiz. Vortrag des Genossen Bartels über:„Der Einfluß der Konsum- genosfenschasten aus die wirtschaftliche Entwicklung". Nach dem Vortrag: düenelllse» Beisammensein und Tanz, unter Mitwirkung des Gesangvereins der Schuhmacher.— Eintritt frei. Tanz 30 Pf. 170/18 Der Ucberschuß wird den Crimmitschaucr Webern überwiesen. Die Ortsverwaltnng. Achtung. Lackierer! Dienstag, 1. Dezember abends 8:/s Uhr, im Gewerkschaftshanse, Engel- Ufer 15. Saal VI!: Versammlung der Filiale II. Tages-Ordnung: 1. Die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.__ Die Ortsverwaltnng. f Am Sonntag, den 13. Dezember, vormittags .*ai4|aUBI). von 10—12 Uhr, findet die Urabstimmung im Lokale von Weihnacht, Grünstr. 2l. statt._ D. O. Kranken- Unterstiilzungsbund der Schneider. Dienstag, den 1. Dezember, abends 8>/z tthr� Versammlung in den A.rmlnhallen, Kommandantenftrafie 39. Tagesordnung: 5. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Wahl der gesamten Ortsverwaltung Ar das Jahr 1901. 3. Kassenangelcgcnheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. tgS/4_ Die Ortsverwaltnug. ir Sektion der Gips- und Ceincntbrancbe, Gruppe der Rabitzputzer. Mittwoch, den 3. Dezember, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Außtrordkliil. Milgliedtt-Ncrsiiiliiiililiig. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das Ersazeinen samtlicher Kollegen dringend notwendig._-98/3 Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Orts-Kranhenharre für das Barbier- Gewerbe. Montag, den 7. Dezember 1903, abends 10 Uhr, bei Pfeffer, Rosenthalerstr. 57: OMiehe General-tammliing der Delegierten der Arbeitgeber u. Kassenmitglieder. Tages-Ordnung: 1. Protokollverlesung. 2, Wahl des Ausschusses für die Prüfung der Jahresrechnung für 1903. 3. Bericht über den Uebcrtritt zum Gewerkskrankenverein. 279/10 4. Kassenangelegenheiten. Der Vorstanrt. I. A.: Kilschmann, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse der Vkeber nml verwandten Gewerbe. Sonntag, den 6. Dezember er., vormittags 10'/. Uhr, in Vleebs I-okal, Fruchtstr. 36a l großer Saal): V ersamttiSitng. Tages-Ordnung: Aufstellung von 194 Kandidaten der Mitglieder zur Delegierteinvahl sür das Jahr 1904. Nur Mitglieder über 21 Jahre sind eingeladen. 39b Mitgliedsbuch legitimiert. Berlin, 29. November 1903. Der Vorstand. E. L ast, G. Berndt, Vorsitzender. Schriftführer. Wilmepsdorf, Montag, den 30. November 1903, abends 8 Uhr, im Einlsenparb, Wilhclmsaue 112: Oeffentliche Uersammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Vertrauensperson der Genossinnen Wilmersdorfs. 2. Neuwahl der Vertrauensperfon. 3. Vortrag des Reichstags-Abgeordneten IivKiva über: Die Iran vor,«nter nnd»ach dem Socialiltengesetz. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 204/20 Die Einberuferin. W Rixdorf. Mittwoch, den 3. d. M., abends 81/. Uhr, Im liokale des Herrn Thiel, Bergstr. 151—153: V olks-V er tsaniml ting*. Tages- Ordnung: 1. Die Forderung der Frauen an den modernen Staat. Resercnt: Genosse Alb. Fülle. 2. Diskussion. 3. Bericht und Neu- wähl der Vertrauensperson. 4. Verschiedenes. 205/1 Um regen Besuch dieser wichtigen Versammlung bittet Die Vertrauensperson. llsMlll- Montag, den 30. November, abends 8'/z Uhr, bei Oranmann, Naunvnstraste 37: Mitglieder-V erHammlimg. Tages-Ordnung: 1. Vortrag deS Herrn Dr. Friedeberg:„Ueber welche Machtmittel verfügt das Proletariat zur Niederwerfung der Klassenherrschaft.� 2. Diskussion. 3. Sind die von einer Seite gegen unsre Leitung erhobenen unerhörten Anschuldigungen ge- rechtfertigt? 4. Vereinsangelegenhelten. 142/18 Zur Beachtung! Wir erwarten, das? die Kollegen angesichts der wichtigen Tagesordnung Mann für Mann erscheinen.— Gäste willkommen. Freitag, den 35. Dezember(erster Weihnachtsfeiertag), nachmittags 1 Uhr: HF" Urania- Borftellung. Zur Ausführung gelangt das neue Dekorationsstück IM-„Der Kampf ums Leben". IG Sonntag, de» 37. Dezember(dritter Weihnachtsfeiertag). in Scbnegelsbergs Fcstsälen(Jnh. Wilh. Bach), Hasenheide 31: Großes Weihnachts- UergnÄgen verbunden mit Kinderbescherung. Anfang 5 Uhr.— Billet 35 Pf.— Garderobe frei.— Danz frei. Billets zu beiden Veranstaltungen sind in den Verkehrslokalen und Zahlstellen, bei Krüger, Naunynstr. 78; Schwarzer, O. Frankfurter Allee 99; K r u s e in a r k, Rixdors, Jägerstr, 67; bei den Vorstandsmitgliedern sowie in den Versammlungen zu haben. Der Vorstand. Arbeiter= Skat= Bund Berlins und Umgegend. Die nächste Delegierten- tsfltznng findet am Freitag, den 4. Dezember, abends 9 Uhr, im Restaurant Lier, Alte Jakob- straße ll9, statt. Skat-Klubs, welche dem Bunde beitreten wollen, »verden gebeten, Delegierte zu entsenden. 292/15 Der Vorstand. Gelepheitskäufe für Meibnacstisgelcstenke! I Regulärer Preis 25 bis 48 M. Für Modelle extra billigoPreise Daineumäntel-Fabrik Kronenstrasse 44 II(Fahrstuhl). Karl Winzer, Älexanilsrsir, 27b I. Teilzahlung gestattet. Im|»ft befindet stch der Räumungs- Kzverksns. Selten günstige Gkltgknlikit. Teppiche 3,—, 5,—, 10—100 M. Tischdecken 1,50, 2,50, 6—20 M. Steppdecken 3,—, 4,—, 6—15 M. Gardinen, p.Pstr.l ,60, 2,50, 4-7 M. H. Thomas, Oranienftr. 136, L" vis-a-vis dem Waldeck- Park. Partei- Speditionen: Berlin zweiter Wahlkreis: Hermann Werner, Mittenwald er- straßc 30, v.part.— Dritter Wahlkreis: St. Fritz, Prinzenstr. 3t, "lof rechts Part.— Vierter Wahlkreis O.; Robert W c n g e l S, Gr. rankfurterslr. 133, Hos Part.— SD.: Paul Böhm, Lausitzerplatz 14/15 (Laden).— Sechster Wahlkreis(Moabit): Karl Anders, Salzwedclerstr. 8, im Laden.— Weddlag und Oranlenbnrger Vorstadt; Emil Stoltzcnburg, Wicsensw. 41/42.— Bosen» thaler Vorstadt, Hesnndhrnnnen, Reinickendorf(Ost und West). Wilhelmsruh und Schttnholz: Hermann Raschle, Rügenerstr. 24, vorn pari, links.— Schönhauser Vorstadt: Karl ffli ä r s, Kastanien- Allee 95/96.— Vit»«lleiileke: W. P r i c S Rudowcrstr. 68.— vharlotteuhnrg: Gustav Schar nbcrg� sesenheimerstr. 1, Ecke Goclhcstraße, vorn I— Deutsch-Wilmersdorf: W. Nidel, Uhlandslr. 108, Part,— Friedrlchsberg. Friedrlchsfelde- Wilhelmsberg- liohcnschönliausen: Otto Seife!, O. 112, Kronprinzenstraße 50, I.— Grünau: Fritz B u d a ck, Könistr. 1, IL— Rixdorf: M. Heinrich, Prinz Handjervswaße 7, im Laden,— Schöueherg: Wilhelm B ä u m l e r, Martin Lutherfw. 51, im Laden.— Ober- Sehöue- welde: Otto M ü n z e r, Ohmstraße la, 2 Treppen.— Xleder- Schöncwcide: Bonalowsky, Berlinersw. 8.— Johanuls- thal: Paul Mann, BiSmarckstr, 7.— Vdlersbof: Gustav Hitze. Hackenbergslraße 8,— Köpenick: Friedrich Wvick, Grünstr. 29.— Friedenau-Steglitz: H. Berns ec, Schlvßstr. 115, Gartenhaus 1, in Steglitz. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. M o h r, Düppelstr. 8, und Fr. ch e l l h a s c. Ahvrnstr. 15a.— Buninsehulen- weg: Stock, Ernststr. 2, IT.— Treptow: N. Voigt, Elsenstr. 37, vorn III L— Ven-Welssensee: W. R e s k e, König-EHanssee 33 a, I. — Rnnimelsburg: Forgbert, Prinz Awertstr. 5a.— Tegel, Borsigwalde, Dalldorf und Waldmauuslust: Paul Kienast, Borsigwalde, Schubartstr. 43.— Fankow: K. Kümmert, Florastr. 43. Äußerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschastlichen Werke dort zu haben Zlttch werdet» Jitserate für den„Vorwärts" entgegengenonunen. IMF- Bitte aussclineideu. m Selten günstige Veilmedtn.' imih10 Persfirj Teppiche Gebet- u.Dekoratju'jslliclie, C« echler Perser von-wunderbarer'Farbenpracht auf beiden Seiten- benutzbar. 90X185 cm M. 3,75(bish. 6,00) 130X200„„ 5,50„ 8.25) 160X230„„ 8,25„ 12,75) 200X300„, 12,50„ 18,50) 250X350„„ 19,50„ 28 50) 300X400„ B 26,00„ 39,00) Passende Bett- u. Pult-Teppiche Stück 75 Pt., 1,00 u. 1,50 Mk. Nach auswärts perNachnahme. Teppich- Specialhaus Emil Lefevre B*r.Un0ranienslF.158. und mit ca. 600 Abbildung. ts-Mslc Wunsch gratis u. franco. Empfewe frühzeitigen Weihnachts-Einkauf, da besonders vorteilhafte Artikel bald vergriffen sein dürften. Auch Sonntags bis Weihnachten geöffnet. €in volles Portemonnaie behalten Sie, wenn Sie Ihre Geschenke zum bevorstehenden Weihnachtsfeste an Uhren, Gold-, Silber-, Alfenide und Optische Waren bei Werner& Fleckinger, Uhrmacher und Goldarbeiter Pappel-Allee 8/4, Ecke Schönhauser Allee, kaufen. (Telephon Amt III. No. 640. 0447L* Strengste Recilltät. Conlanteste Bedienung. Jitej! tariiH. I SS::«S■.':«K« Seltenes Goldene Damenuhr mit langer goldener Kette von 25 M. an. .___ t Silb. Herren-Cyl.-Reniontoir-Uhren, 6 Rubinen von 7,50 M. an. Angenot. neSg|ejC|,en Damen-Uhren von 8,00 M. an. K eNterh aiullitng 38. Prinzenstrasse 38, Aus prima iiitoifresten liefere ich unter Garantie des guten Sitzes mit guten Zuthaten in sauberer Verarbeitung Anzüge nach Iftass Wer seinen Kindern zu Weihnachten eine Freude bereiten ivill, der kaufe ein Kistchen des von unsren Genossen angefertigten gold- und silberglitzernden ChristbaumschmnckS.-TpS: Sortiment I für 3 M. franco gegen Nachnahme, enthaltend 3—9 cm große Kugeln, dazu eine schöne große Reflex» Baumspitze, klingende Glocken, Aepsel, Bir- neu, Aprikosen und Früchte aller Art. Phantasie- u. Reflex» Artikel.übersponnene, glatte, bemalte und unbemalte Eier und Kugeln, hundertStück � versilberte Strang- kugeln, Eiszapfen. Lametta, Konfekt- Halter usw., kurz alles was die Glasindustrie in Lauscha fertig bringt. Hierzu eine Gratis- beilage: ein Erdbeer- oder Himbeer stock aus GlaS."3237L» Sortiment II franco gegen Nach- nähme für 3,50, ebenfalls sehr bc» sriedigend. Auch versenden wir in allenQuante» und garantieren sür völlige Zu- friedcnheit Quicke Miillei*|r. Lanscha. S.-M. J. H. Qarich 584 Mk. 30 Mk. 378L* ; Paletots nach Mass 22 Mk. an. August Löther, Prinzenstr. 38, i i(vormals iiCltcr der Kcsterhandlaug Bellealliancestr. 98, I). Büstenfabrik Berlin- Gr■ Lichterfelde, empfiehlt Büsten nach jeden: Maß, auch verstellbar wie nebenstehend, von 7,äv. ohxc Ständer von 3.VV ' an, sehr passend als Festgescheuk. Preisliste gratis und frei. Zweiggeschäfte: Berlin, Stallschreibcrstr, 23, Leiprig, Retchsstr. 26. 1903 m. golden,».silbern. Medaille prämiiert. Verlag v. Max Richter, Berlin SO. yd. 1 Soeben erschien: Preis t Mark I (auch d. alle Buch handig. erhälllick Die Harn leiden, ihre Verhütung, Behandlung und Beseitigung von Dr. med. Schaper, Berlin, Königgrätgers tr. rj. Homöop. Ar 9t, spec. für Haut'«f. Harnleiden, Frauenkrankheiten, Sngroshaus Simon Westmann Daimnfiiäiitd, Jacketts, Röcke, RostAme Haupt-Gescliäft; W., Ddohrenstrasse 37a, an der Jerusalemersfratso, Filiale; v., Grosse Frankfurierstrasse 115, an der Andreasstrasse, vcrkaDii't, soweit der Vorrat reicht, ihre herühniten Fabrikate, im Mauut- «ifeschhkt sowie Filiale, von elnfachNten bis ku eleganten Genres In Jacketts, Capes, Paletots, Kostüme, Abendmäntel, Modelle, Reisemuster und Kopien jetzt nach beendeter Engros- Saison an das werte Publikum zu 6, 8, v, 10, 18, 15, 18, 30, 33, 34, 30, 35, 40-15« Mk., welche früher weit über das Doppelte gekostet haben. Für starke Samen elegante Tranmäntel m Zibeline, Sskltno u. Seidenplöseh WtT weit unter preis! ürosse Auswahl in Kleidern, Men, Böcken, Kostümen etc. tn der TrauervAbteilung: zu sehr billigen Preisen. 3366L* Ohne irgend welche Kaufverpflichtung ersuche ich höflichst mein Angebot zu prüfen, Prämiiert mit gold. Medaillen 8tZgl8MööSiIl8 fMZÜMg 1903. Prämiiert mit gold Medaillen = Höchst beachtenswert!= Beste Herren- u. Knaben-Garderoben der Gegenwart Carl Zobel, säb Ecke Mieliaeikireiistr. Für die Herbst- und Winter-Saison 1903/4 sind die Läger in allen Abteilungen in reichster Auswahl ausgestattet, alle Grössen auch für sehr korpulente Herren sind vorrätig.— Meine Garderoben zeichnen sich besonders durch vorzügliche Verarbeitung, elegante Fagons, tadellosen Sitz und dauerhafte Stoße aus, für jedes bei mir gekaufte Kleidungsstück übernehme ich volle Garantie. Wie in meinen sieben grossen Schaufenstern, so sind auch in meinen Lägern an jedem Gegenstand deutlich mit Druckschrift in Zahlen vermerkte feste Preise, die ich in Anbetracht der Güte so billig berechnet habe, dass ich mich sowohl in fertigen Garderoben, wie auch bei der Anfertigung nach Mass von keiner Konkurrenz überbieten lasse. 3131L* Zuschneider und Werkstätten im Hause. Besichtigung ohne Kaufzwang gestattet. Ankleidezimmer in jeder Abteilung. Der neueste Katalog wird gratis versandt, Die schönsten Herren- 2854£t Anzüge, WlntorpaictotH, Joppen etc. sind zu bedeutend herabgesetzten Preisen in gross. Auswahl vorhanden. Abt. I: Selbstangefertigte Garderobe, keine Fabrikware, durch diesen Vorteil alles viel billiger. Anfertigung nach Mass. Abt. H; Monats-Abomements-Garderobe, von Kavalieren getragene Sachen, sehr preiswert. Für jede Figur passend. I W«i n rl Hauptgeschäft: Prinzen(st r. 17 ' an der Wasserthors trasse.' Filiale; Gr. Frankfurferstr. 116, an der Andreasstrasse. ftestaurant SelkenÄ?5�oti. mmer. ♦ AngeneHttler FamilienausentHalt. Jeden Sonntag: Musikalisch unltnng. Vereinszimmer sW Personen) und Villardzii Gesundheit ist Reichtum! Dampf- und Heissluff- Bäder tuirffomffcä, erfolgreichstes und billigstes Mitlel gegen Erkültnng, Gicht nnd RtaeuniatlsmuH. Lieferung an sämtliche Krantenkassen. S8Ü2L' 3ad Frankfurt||| Hüter-Sad 136Gr.Frankfartcr«)tr.l33 I 18. Ritter- Strasse 18. 8 p e c i a I i t ä t: Rhss. lezw.|]aiDpfk8sten-,Röni.liezw.Heiss Ä»* lölt-, LolitaHiiin-, Sool- iinil SeliweleMiier «adew, täglich für Damen und Herren. Jtiügers Vereinshaus„Sängerheim" Nannynstrahe Nr. 6. SAAL, für Vereins- und Gewerkschafts- Sitzungen. Mittag und reichhaltige Abendkarte. Graste Meiste 20, kleine 10 Pf. Jeden Sonntag: Familienkränzchen. 23022 |---- Klexandrinen-Jesfsäle mh. h. zeiske.(Messpalast) Alexandrinenstrasse No. 110. Tercinssaal, 600 Personen fassend, mit Theaterbiihne für � Festlichkeiten und Versammlungen. 3106L,: ♦. -S ♦ Tel. Amt IV, 394. ♦ ♦ ♦ IS.Ziehuiig ö. Klasse 209. Kgl. Preusj. Lotterie. iiiehurg vom 28. Novimker Ivos, vormIttaliZ. Nur die Bewinne über L4U Mk. lind der. belreßende« Nummern in«lammer» beikiesügt. - Wewätr.) Nachdruck vervole». . SIS ll000f 419 528 53 040 744 sSOWl 978 130001 SO 1035 166 236 73 420 85 767 73 2219 52 361 90 474 587 088 15001 702 79 3117 210 316 720 823 41 025 ilOOÜJ 3» 4000 33 37 144 268 95-742 978 5044 239[5001 359 001 832[ 5001 6004 130 5ÜI 11000] 80 811 50 7078 79 210 37 403 4 8 68 74 739 8128 33 85 441 519[500] 740 832 943 9134 297 1 1000] 498 583 002 75 732 38 10131 215 502 83[1000 1 811 901 11229 323 748 [500] 12002 34 89[3000 108 82 328 49 442 514 693 831[30001 13054 68 78[3000] 96 99] 1000] 107 201 1500 1 2 70 342 74 417 535 633 740 84 830 967[1000] ■14026 56 57 390 463 610[5001 54 11000 1 779 1 5152 62 73 408 1 6185 97 335 88 539 50 734 845 1 7205 84 330 554[500] 83 023 803 1 8224 ISOOOl 334 1 500] 50 «3 447 98 594 707 1 9064 178[10001 203 370 412 512 6 797 850 935 94 20004 11000] 145 81[3000] 88 550 991 2 1317 435 68 572[ 500 1 88 663 840 44[5001 80 91 22166 202 23 325 91 414 561 678 81 760 89 994 2 3061 89 118 244 >500] 82 659| 500] 99 712 26 51.55 24138 258 323 13000] 608 23 824 83[1000] 25003 54 58 86 188 370 404 38 593 764 87 26108 54 225 541 666 816 21 908 37 27050 327[10001 35 87[3000] 402 75 513 88 626 803 79 904 96 2 8079 679 830 962 89 2 9048 68 82 102 10 4o3 70 560 „„ 30062 223 58 311[5001 44 401 21 31157 301 657 710 72 909 18 39 66 32154 516 38 61[10001 83 603 763 I3Ü00] 81 025 64 3 3028 210[500] 421 533 682 746 34013[5001 149 211 328[30001 421 23 27 529 3 5288 [.500] 672 784 869| 300Ü| 908 36011 56 158[30001 315 621 625 32 971 79 3 7045 227 43[5001 618 26 93[1090] 936 38113 45 216 647 729 815 914 3 9067 99[1000] 143 420 572 99 660 750 925 40135 110001 315 22[500] 97 443[10001 072 830 85 958 41012 41 206 J 5001 392 431[500] 517 75[5001 608 46 68 78[5001 729 917 4 2041 110001 52 209 310 569 710 38[5001 98 843 78[500 1 83 990 43086 05 150 57 305 9 78 451 508 07 693 763 925 4 4077[1000] 140 216 28 510 32 754 97» 45018 34 241 98 475 82 537 57 766| oOO) 858 979 4 6006 89 139 73 272 432 55 656 K0» 81 996 4 7022 65 120 78 99 247 576 130001 605 84 717 818 44 913 4 8098 310 45 48[500] 63 438 810[1000] 49211 27 72[500] 340 489 877 83 939 „ 50263 359 95 664 796 848[500 1 83 86 5 1 068 356 710 99[3000] 52217 347[1000] 07 1500] 469 77 78 540 89 91 605 9 57 866 935 68 5 3576 81 54233 615 743 938 60 99[1000] 55102 446 567 928 78 56072 271 76 306[500] 30 70 419 623 92 746 823 45 67 962 57163 81 232 384 868 5 8035 67 229 65 11000] 335 430 797�855 1 JjO 1 510 602 23 92 5 9099 180| 300üi 398 ' 69109 11 234 719 55 967 6 1208 12 13 96 397 408 »1 615 JOS SSO DSO[1000] 62138 278 13000) 587 95 672 75 748 851 63102 316[5001 55 07 81 078 750 64038 91 96 201 365 69 507 21 629 1 1000] 762[500] 65115 85 03 211 330 416[59001 33 1500] 768 74 0618* 43 322 415 59[500] 510 084 700 13[5001 73 07408 6 8022 30 101 60 352 85 409 549 089 1500] 718 49 53 60 6 9213 39 78 522 967 79095 158 79 83 289[10001 380 485 583 611 17. [500 1 709 36 54 944[3000] 71173 75 259 408 1 3000 72058 133[ZOO] 204 337 489 674 84 875 915 84*3200 91 444 66 624 95 728 98 803 973 7 4035 136 83 215 74 333 37 88 443 534 919[500] 7 5251 465 535 710[1009] 871 914 78 7 6056 163[506] 510 21 616 130001 727 801 15001 21 997 7 7297 304 402[5001 84 92 683 7 8051 275 83 378 403 26[10001 78 floAoi 87 500 678 747[3000] 92[500] 850 78 7 9054 172 278 480 576 89246 51[1000] 74 75 82 438 711 34 44 55 9-1 812 915 25[SOO] 81382 8o 124[1000] 248 88 453 542 49 718 967 8 2034 42 11000 1 58 184 233 391 557 8 3020 92 127 28 305 47 74[500] 866[5001 84002 44 52 146 262 flOOO] 447 723 70 900 8 5014 130 643 51 82 648 704 834 86346[5001 500[500] 781 983 87148 226 323 459 64 768 72 200-18353 00 538 629 718 60 915 «9444[1000] 7> 703 878 001 33 99015 116[10001 52 263 98 346[500] 647 749 920 91138 300 401 522 64 68 82[1000] 741 960 92279 80 81 426 614 27 37 700[3000] 50 57 968 72[3000] 93222 350 448 601 94010 44[30001 559 704 65 58 • 844 95000 17[3000] 60 106 300 36 679 751 83 997 96063[ 500] 175 332 91 812 78 97067 930 33 98150 .245 53 400 649 58 9 9075 102[ZOO] 201 18 339 400 83 670 79 731 880 92 918 22 69 79 100437 614[500] 86 666[5000] 704 6 46 47 1500] 58 907 1 0 1 341 512 650 1 02113 43 64 255 66 13000] 516 19 nono"1 25 90 715 889 1 03003 179 230 47 700 984 104 100 20 358 544[ 500] 715 80 830 931 105018 136 60[500] 233 98 310 40 70 84 405[500] 70 527[30001.83 638 80 753 840 106081[5001 144 64 218 319 540 638 736 365 92 1 07627 117 27 285 419 67 539[30001 755 15031 66 838[30001 83 89 108Ü93 , 94 175 85 1 10001 272 342 492 591 827 82 930[30001 70 109 105 13 390 490 97[lO OOO] 632 40 86 90 741 91 862 i 110022 32 57 116 300 88 580 678 995 111007 113 [30 45 223 610 38 95 749 57 826 1500] 66 914 34 112023 156 346 63 69 11000] 467 f 10001 113065 150 250 441 ;(5001 508 76 662 86 763 87 114128 425 748[10001 856,69 979 115252 136001 349 476 530 715 22 70 862 116206 84 335 444 538 701 828 68[500] 117100 44 59 505 16001 765 82 118105[1000] 10 503[10001 34 725 898 119164 269 364[1000] 512 92 094 747 80 95 855 77 908 SO_ 120078 237 69 83 382 92 400 66 96 752 827 82 12 1055 171 253 665 703 30 83,90 938 1 22138[500] 240 359 401 673 614 701 812[3000] 123022 306 58 460 680 95 851 124069 254[5001 314 405 20 61» 64 760 130001 800 26 64 964 1 23174 87 98 294 405 18 570 000 10 1 26006 100 204 437[3000] 627 718 62 830 910 67 1 27072[5001 80 120 210 25 427 88[ 30001 612 730 96 855 960 1 28014[30001 134[500] 261 98 377 98[10001 414 30 507 60[1000 i 634 723 1 29108 207 307 87 452[1000] 547 86 736[5-101 830 910 56 130225 35 65 91 569 620 720 827 42 1 3 1078 105 346 [SOOO] 517 74 1.18 740«28 13225« 311 519 751 801 936 133000 214[500] 78 381 419 29 52 528 674 744 958 1 34692 241 52 415 001 59[500] 972 135193 403[500] 24 31 74 894 1 36040 420 506 71 700 16 821 39 912 15 16 1 37152 401[500] 514 610 29 39 [500] 996[1000] 138021[500] 212 56 91 166 610 57 59 83 726 808 139100 8 67 72 261 019 884[1000] 140383 157 96 355 60 553 807 19 42 1 41151 70 357 443 69 595 619 719 982[30001 81 142009 16 [5001 154 611[3000] 12 795 1 43049 199[500] 485 619 721 83 869 03 04 968 99 1 44274 455 540 43 54 658 [500] 705 12 46 846[1000] 14 5262 368 90 526 76 973 87 1 46009 264 98 307 50 82 443 51[3000] 98 502 30 606[30001 729 829 921 147240 356 461 743 807 12 64 71 15001 148368 441 1500] 45 566[10001 90 607 706[10001 830[1000] 944 1 49013 19 86 1500] 149 361 628 758 848 150049 199 262 342 636[500] 39 704 74 822 25 69 [1000] 935 46 1 5 1000 428 535 95 828 912 1 52187 336 470 95 704 801 32 83 935 51 153184 86 206 342 557 608 991 154286 77[5001 95 413 54 87 512 641 761 73 800[500] 36 041 15 5219 53 348 849 81 156076 [500] 87 04 332[500] 88 402 32 586 96 699 703 846 157185 376 643 158154 534 37 629 836 93 942 159118 21[600] 219 36 326 616 23[5001 875_ 160013 206 17 337 587 669 830 9»7 59 1 6 1005 83 130001 200 300 452 513 635 73 993 162011 88 [1060] 05 108 89 317 68 558 73 604 41 68[10001 788 [1000] 97 1500] 908 25 57 163107 219 56 417 38 11000) 618 750 93 832 1 64091 108[500] 68 203 g3 51[500] 334 94 526 83 702 95 870[10001-4 93« 85 165030 11000] 77 157 77 292 394 407 53[500] 759 [500] 166100 91 93 283 409 52 586 697 721 31 821 187003[1000] 4 99 104 12 89 412 82 96 590 618 750 1500] 871 168062 96 180 715 877 946 1 69018 153 278 466 554 616 64 703 60 98 930[3000] 170159[3000] 260 388 480 502 15 649 56 717 [15 000] 857[500] 17 1024 55 63 96 147 481 537 42 702 20[500] 91 172023 32 157 261 339 69 524 27 77 652 733 837 89 910[500] 18 37 173064 117 [10001 270 927 72 1 74320 401 530 1500] 618 49 781 923 31[1000] 175006 83 101 229 433 49 733[5001 41 999 176086 571 741 92 866 177286 309[10 OOOl 28[1000] 64(10001 504 683 855 74 1 7 8021 69 80 180 246[1300] 543( 1000] 800 7 179085[500] ISO 230 94 383 080 703[500] 180013 22 34 50 261[500] 379[3000] 457 541 [500] 742 1 8 1026 37 140 60 261 85 468 517 737 806 19 30 80 910 73 1 82048 58 183 463 620 721 26 012 66 183012 152[500] 296 504 47 698 962 184509 693 898 1 85080 434 531 690 971[3000] 186065 73 195 401 25 55 591 640 827 1 87050 90 93 170 256 352 478 85 514 49 65 81 745 826 15001 78 934 1 88018 283 341 462 63 90 91 579 764 802 12 48 57 1 89000 85 129 514 676 876 190077 87 126 59 69 77 95[500] 945 46 773 94 808 191038[500] 115[5001 333 430 32 644[500] 723 192016 28 34 92 155[3000] 212 789 99[500] 814 68 925 193104 227 340 617 51 74 709 194058 160 274 418 928 1 95384 040 51 1500) 741 45 59 904 196021 210 573 630 742 49 862 935 197071 283 [1000] 406 550 70 706 845 198044 103 46[500] 75 252 430 86 95 542[500] 618 860 199103 403 514 27 637 90 803 200290[500] 465 722 980 201155 444 511 088 747 899 202062 214 390 522[1000] 49 55 645 886 [5001 904 48 203191 350 444[500] 556 028 908 1500] 204120 29[1000] 82 270 424[10001 711 16 62 91 863 994 2 0 5044 63 96 155 209 36 57 67 333 56 64[1000] 521 24 674 823 34 78 206299[500] 401 5 38 84 98 626[500] 662 88 95 96[5001 805 207035 71 90 221 342 flOOO] 492 566 603 21 67 80 94 093 2 0 8000[5001 85 307 24 635 62 009 38 715 19 31 986 98 2 0 9001 249 309 629 43 784 885 991 2 10082 88 187 247 48 54 469 500 705 825 57[6001 211013 27 174 85 355 99 517 638 96 212077[5001 91[1000] 164 281 309 11[10001 34 40 92 435 96 605 771 867 2 1 3075 324 412 59 62[1000] 556 731 35 71 926[50001 82[500] 214 197 046 745 95 803 32 902 2 1 5205 16 26 332 518[3000] 38 53[30001 786 922 216490 502 32 92 659 716 30 217057 155 477 621[500] 701 218112 205 399 460 1500] 519 34 54 601 799 865 88 941[1000] 219114 252 670 TS 712 42 67 929 220219 412 72[5001 508 35 787 808 919[5001 221212 32 83 600 758 815 40 920 222031 291 536 729 815 956 2 2 3070 133 95 208 82 372 406 17 19 29 79 88 547 681 710 911 1500] 61 Im Eewlnnrade vcrbllcde»: I Prämie i» 303 WM Zlüxe». 1 SewiM! zu lOOüu Ml i ,u 6000 Mk, 46}» 3000 Mk. 63 ja 1000 M». 106 ju 100 Mk. 18. Ziehung S.Klasse 20v.Kgl.Preusj. Lotterie. Kiehumi vom 28. Novemder 1003, nachmiiiagi. Nur die Gewinne über'440 Sit find den beireijeude» Nummern in Klammer» deiqeiüot [Ohue GeieZhr.) Nachdrnd vcriolen. 372 413 27 753 55 61 73 88 826 1007 20 359 73 400 73 508 609[5001 753 2059[1000] 132 389 862 3090 170 311 453 652 67 950 4041 262 flOOOl 366 84 110001 458 626 34 36 827 908[5001 17 52 61 5015 95 143 226 44 454 516 680 98 710 82 15001 92 902[500] 9 ( 500] 6396 677 791 864 7074 526 603 832[500] 69 980 8017[5001 266 67 429 551 613 23 993 9099 109 336 489 603 33 729 110001 94 10162 204 26 33 79 322 82 470 675 730 55 11130 .76 401[3000] 44 58 644 735 15001 40 857 919 41 12117 1500] 299 347 417 727[5001 893 1 3025 226 55 76 328 597 716 814[5001 37[10001 14034 58 118 576 620 746 13083 211 14 338 48 556 654 901[5001 16221 81 315 441 553 743 77 813 57 924 1 7059 224 482 797 898 995 18059[500] 67 298 324 32 68 440 42 668 916 30 79 19131 47 57 288[30001 345 446 540 634 54[10001 939 20010 45 97 210 50 616 92 752 839 47 988 2 1050 [1060 j 61 119[10001 241 358[5001 464 554 93 773 817 92 941 51 75[5001 22111 297 342 58 494 595 828 992 23075 232 95 417[10001 521 59 81 684 704 23 43 61 888 110001 93 94 920 2 4506 74 688[1000] 739 25127 51 532 65 748 05 839 901 26007 338 407 26 36 500 25 58 90 943 83 27148 460 607 09 747 69 94 875 960 73 28118 65 09 233 327 69 88 4SI 617 754 59 816 55 90S[10001 29012 44 93 194 247 303 449 82 554 801 43 997 15001 30099 163 319 47 130001 539 952 72 3 1056 103 203 22 378 672 845 927 40 61 32039 81[30001 141 246 1500] 374 431 48 517 600[5001 4[10001 817[500] 87 [3000] 934 78 3 3042 71 228 323 93 460 513 65 816 41 34050 51 86 268 87 97 485 056 750[1000] 60 73 003 30 41 3 5038 134 98 253 421 959 3 6407 16 32 40[500] 576 96 601[3000] 19 95 817 34 94 3 7050 158 617 18 697 721 22[10001 99 989 38054[5001 329 614 64[5001 719 93 816 913 23 3 9043 84 191 355 662 73 701 46 67[1000] 40115 65 209 336 418 559 06[1000] 931 50 79 4 1057 162 240 81 360 413 65 509 818 4 2043 105 221 335 97[500] 546 62 645 848 64 4 3079 82 108 200[500] 48 314 58 91 671 807[1000] 16 958 99 44063 491 564 813 962[3000] 45113 310 46[1000] 79 595 635 36 826 81[500] 46044 158 231 577 675 944 47064 73 137 64 249 389 464 603 79 996 4 8019 95 176 82[30001 200 56 405 587 674 814 920 72[1000] 49160 217 92 376 435 51 662 831 915 38 " 50045 204 52 79 97[500] 541 SS[30001 611[10001 711 17 5 1042 138 358 571 675 803 5 2221 49 308 401 587 876 53123 75 320 78[30001 416 69 567 775 84 906 54558 807 44 918 97 5 5545 790 920 5 6016 60 392 452 506 46 49 649 06 899 5 7004 54 66 180 87 207 418 74 544 99 630 807 961 58174 671 739 958 82[3000] 59034[1000] 155 294 465[30001 81 511 789 830 60 935 06 13000] 60391[30001 473 578 747 831 916 51 6 1241 539 631 744 79 886[3000] 62104 219 63044 115 53 258 386 414 512 71 623 907[500] 64011 31 122 345 407 63 723 35 821 22 953 85 65007[1000] 98 103 53 317 91 472 81 84 500 48 616 716 6 6039 89 139 277 305 500 701 883 932 68 6 7010[5001 200 28 399 445 63 558 898 723 89 820 915[1000] 32 6 8020 189 294 378 743 69 6 9028 6.53 732 846 914 70119 65 89 535 868 71133 34 11000] 426 87 90 [5001 621 53 951 72049 102 43 65 82 300 18 36 454 778 895 7 3257 309 26[5001 41 70 564[30001 808 943 74071 262 376 604 57 75022[1000] 42 95 280 81 305 45 51 686 980 76100 81 398 780 810 53 901 77355 1500] 461 614 17 49 704 44 812 63 990[1000] 78060 162[.5001 220 87 79 444 674[30001 604 831 918 79027 11000] 57 408 57 540 722[500] 800 20 907 80196 253 99 417 74 693 97 712 908 33 8 1086 [30001 233 316 60 446 543[1000] 824 50 909 82189 232 305 823 83102 232 72 336 99 447 658 91 768 853 84024 31 53 315[5001 502 65 722 93 805 6 8 5011 143 68 79 214 400 44[500) 86135 49 63 237 340 453 946 63 77 96[10001 87192 524 60 71 711 64 815[5001 965 8 8220 35 390 473 821 79 89163 259 668 990 90032 102 54[1000] 357 609 81 84 96 99 817 78 90 903[5001 9 1292 309 402 28 503 97 677 715 18 46 95 953 92003 261 72[30001 349 439 61 64 747 71 15001 803 32 919 24 54 59 93058[500] 180 95 214 93 379 404 512 42 54 918 50 94293 424 648 821 905 95016 99 149 70 245 383 428 552 641 80 773 96193 225 41 71 342 686 848 57 977[500] 97079 81 124 39 337 401 638 99 746[30001 984[500] 98068 349[500] 639 887 15001 994 9 9022 44 52 61 112 71 311 795 930 100011 87 138[lOOOO] 69 389 90 476 563 857 927 101108 12 14 71 84 291[30001 339 88 406 51 561 91 791 916 102196 393 968[1000 300 000] 103103 302 92 667 756 62 77 843 903 104002 12[5001 229 90 306 25[500! 51 437 50 563 69 646 48 792 970 105141 94 299[ 500] 564 640 809 56 926[3000] 29 57 85[500] 106542 55 68 605 12 17 899 107041 200 30 518 35 685 709 75[500] 833 77 903 59[10001 82[500] 108127 32 209 79 340 93 410 31 75 651 73 702 93 854 99 912 1 00045 68 148 82 06 292 774[500] 110322 69 441[500] 517 922[3000] 111164 72 372 530 885 112006 46 252 53 331 88 643 874 113013 83 143 201 729 99 846[1000] 11 4358[5000] 406 850 1 15208 402 549[10001 662 67 75 869 86 920[500] 36 58 116058 192 300 442 73 643 SO 754 61 S04 20 22[ 500] 29 117238 337 41 428 85 643 738 118013 145 98-Ml 470 84 692 703 119133 237 73 429 504 928 90 120178 92[30001 222 23 88 307 26 97 444 79 579 [10001 96 624 717 55 953 1 2 1 011 33 37 255 550 76 742 87 917 37 79 1 22049 55 175 239 593[5001 697 716 807 1 23355 571 611 805 960 1 24304 427 625 67 837 73 95 915 1 25195 241[5001 446 517[30001 029 727 915 1 26046 64 109 18 27 268[10001 74 563 698 765 85[5001 837 80 941 127020 109 240 347[5001 581 679 035. 66 15001 12-8120[3000] 645 931 129009 [5001 36 34[500] 366 573[300] 683 983 03 130014[3000 138 179 272 312 28 403 718 869 131142[3000] 248 354 422 539 645 712 28 941[5001 132146 85 86 203[1000] 707 838 915 77 80 1 33120 48 203 5 28 578[500] 660 756 948 1 34218[5001 386 481 642 727 135049 127 58 275 381 664 843 61 75 923 [3000] 71 136316[3000] 413 584 95 648 96 825 955 137050[3000] 297 312 480 94[3000] 138053 173 238 384[500] 448 78 84 698 810 920 1 39242 300[5001 653[10OÖ1 652 782 827 140331 472 90 679 834 69 948 83 1 41139 297 522 64 81 073 SS 865 1 42008 318 92 463 578 614 99 778 905 6 79[500] 143011 184 214 316 71 684 761 144103 232[1000] 53 317[5001 442 566 653 50 73 744[10001 87 915 56[500] 04 145431[1000] 95 506 13 633 46 7» 786 835 85 146249 65 342 130001 429 862 964 147445 [1000] 595 632 52 723 901 99 148140 442 948 149010 41[1000] 360 90 764 808 150176 201 659 72 723 38 855 1 5 1024 185 02 [500] 252 339[1000] 401 15 512 854 998 1 52225 314 23 938[500] 153258 03 623 821 927 34 154078 [1000] 89 100 443 577 91[5001 750 02 96 SOS 95 155104 47 237 55 535 633 833 156001 8 156 323 S5 87 405 90 848 973 1 57001 142[500] 268 348 55 91 S3i [500] 94 1 5 8093 153 230 306[1000] 667 764 81 910 28 159080 230 385 495 887 160073 143 87 301 88[3000] 494 510 84 882 161205[500] 46 349 53 63 69 771 862 970 1 6 2021 55 298 426 542 998 1 63045 184 211 60 86 405 509 45 [10061 04 663 703[3000] 918 164171 98 204 91 466 77 500 21 695 817[3000 1 67 1 65098 306 430 82 712 994 166020 291[1000] 430 641 735 97 921 35 1 67003 13000] 224 310 432 510[500] 28[SM] 616 732 1 68012 15 375 93 438 65 82 508[10001 15 17 605 800 904 75 169141 418[1000] 689 988 98 130001 170231[500] 333 38[500] 47 95 411 616 30 59 899 955 171192[500] 234 40 301 70 547 83 632 780 90 809 19 949 172391 450 61 68 696 742 53 81 03 173017[500] 306 41 446 634 853' 174024[30001 39 43 536 642 704 81 84[3000] 809 32 985 175174 231 96 302[30001 68 628 823 84 1 76134 211 396 598 719 826 177152 206 411 38 66 586 642 778 837 64 87 904 18 178063 97 276 740[5001 848 949 179061 119 86 239 65 329 95 598[500] 679 733 51 65 827 51 970 180060[5001 200[10001 12 40 374 412 65 767 97 822 08 930 38 1 8 1000 94 95 101 65[600] 311 524[5001 98 790 15091 834 1 82120 313 32 580 615 46 702 945 52 75 183051 231 333 420[5001 90 566 647 803 990[30001 184062 323 57 1600] 63(10001 431 51 99 645[5001 78 [1000] 96 849 1 85004 14 76 88 283 389 581 650[10001 93 742 130001 53 848 939 1 86187 221 75 466 512[500] 20 80[500] 668 811 32 913 30[1000] 187156 349 413 735[500] 188100 344 409 32 36 515 44(5001 676 832 81 189170 282 332 72 488 677 842 190025 123 423 522 57 048 765 859 191139 296 [5001 428 557 65 73 80 706 89(5001 919 88 1 9 2026 223 395 420 004 86 872 1 93422 593 630 83 90 737 89 987 1 94116 68 320 43 532 50 010 67 05 812 954 92 195037 88 347 68 75[30001 92 501 702 828 1 96101 3 553 611 35 69 97[5001 927 43 1 97033 144(1000] 78 338 422 94 561 623 943 1 98072 79 147[500] 84 461 599 673 98 1 99155 215 312 574 90 982 200027 105 62 431 40 49 530 854 912 201055 193 312 845 202120[30001 288 327 31 500 696 737 39 203099 323 404 26 75 671 626 58 90 921 204122 2« 55 96 254 415 523 714 809 99 976 2 0 5092[1000] 325 421 519 643[1000] 894 946 206093 14» 204 34 370 424 697 701 17 2 0 7073 91 260 81 335 480 577 637 863 208072 163[30001 257 381 467[500] 89 517 66 85 604 31 765 957[1000] 67 209034 62 101 12 56 307 577«93 724 25 2 1 0159 90 355 437 564 211064 116 45 83 212 40 66 412 32 99 501 15 862(5001 2 1 2206 505 55 719 41 810 213036 97 125 58 208 470 85 746 816 940 214210 62 341 85 92 671 79 687 94 723 861 903 2 1 50.19 87 126 46 88 230 418 32 593 790 880[5001 966 216024 118 97 351 440 568 745 978 2 1 7035 65 201 373 07[5001 747 929 62 96 2 1 8005 305 11 474 78 92 539 704 58 843 78 945 90 2 1 9179 85 380 455 82[5001 885 220048 140 200 90 390 425 32 53 63 1500] 93 540 [10001 736 848 82 949 82[500] 221116 44 98 269 443 739 846 936 222072 134 257 300[1000] 441 84 738 65 223011 125 328 54[5001 443 729 60 934 lie Prämie von 300 OOO Mk. fiel»»f Nummer 102 968. iSerichkiauna. In der Lift, vom 27. November vormiUagd lit» I»»i4, Hatt 189 145. Sic Ziebnna der erste»«lasse»rr 210.«dnlallch Prent!» f#»»«taffrnkvneri» studet statt«m 11. nnd 12. Januar 1904. Peraniworllicher Nedaiienr: Julius frtalioti in Äcrltn. Für dcn Inseratenteil verantwonlich: Th. Mode in Berlin. Druck und Perlag: Vorwärts BnchSruckerci und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 279. 20. Jahrgang. I WIM ilrs Jotwitls" Wlimt MMIatt Sonntag, 29. November 1903. Eine socialistische Agitationstour in Japan. Genosse K a t a y a m a, der Führer der japanischen Social- demokraten, schildert einem unsrer Mitarbeiter die Erfahrungen, die er auf einer Agitationstour gemacht hat. Die Darstellung Katahamas zeigt einmal die Rührigkeit unsrer Partei in Ostasien, sodann beweist sie, dasi die Gegner des Socialismus in aller Welt mit dem gleichen Stumpfsinn die gleichen Mittel gegen unsre Bewegung anwenden: die Interventionen der Polizeireaktion und das Säbel-Volapük äußert sich in allen Erdteilen auf die gleiche Weise. Der Zuschrift Katayamas, die man auch„Sächsisches aus Japan" betiteln tonnte, entnehmen wir das Folgende: Kagoshima(Japan), den 24. August 1903; Ich Bebaute, daß ich bisher nicht in der Lage war, Ihren Wunsch erfüllen zu können, da ich zu sehr mit der socialistischen Agitation beschäftigt war. Stellen Sie sich vor, daß ich die einzige Person bin. die für unsre Sache in Japan thätig ist. Ich bin' arm und habe immer schwer arbeiten müssen. Es giebt hier wenig leistungs fähige Socialisten; alle haben sie ihrem Gewerbe oder ihrem Beruf nachzugehen.... Ich schreibe Ihnen, im Begriff, zur socialistischen Propaganda einen Ausflug nach dem südwestlichen Teile Japans zu machen. Ihnen mag es vielleicht als ein Kinderspiel erscheinen, Ivas uns aus einer solchen Reise begegnet, aber für uns ist es fast zu viel, was wir in der unter dem Regiment einer konstitutionellen Regierung stehenden Gesellschaft durchmachen müssen. Während andre Klassen volle Preß-, Rede- und Versammlungsfreiheit genießen, werden wir als Auswurf der Menschheit und Verbrecher' behandelt. Ueberall, wohin wir kommen, werden wir bewacht und verfolgt wie weggelaufene Diebe. Geheimpolizisten sind stets hinter uns her, und wenn wir in einer Stadl versuchen, eine Versammlung abzuhalten, verbietet die Polizeibehörde allen Eigentümern von Theatern, öffentlichen Sälen ec., uns ihre Lokale zur Verfügung zu stellen. Wenn es uns dennoch gelingt, einen Versammlungsplatz ausfindig zu macheu und wir eröffnen die Versammlung, kommt die Polizei herein und verhindert den Redner am Wciterredcn mit dem Bemerken, daß solche Reden gegen den Frieden und die gesellschaftliche Ordnung gerichtet seien, auch wenn wir nur die Wahrheit und über socialistische Principien gesprochen haben. lim Ihnen ein oder zwei Beispiele von vielen zu geben, will ich Ihnen erzählen, wie wir behandelt lverden. In der Stadt Takamatsu, die allererste Stadt, in welcher wir unsre Versammlungen abhielten, wurden in zwei Versammlungen fünf von acht Rednern verhindert, weiter zu reden und einer der Redner mutzte schon nach dem ersten nicht einmal vollendeten Satze aufhören. Mehrere Geheim- Polizisten waren in dieser Stadt hinter uns her und die Polizei- Behörde versuchte unsre Versammlungen gänzlich aufzulösen. Wir sind alle friedliche, intelligente und wohlerzogene Bürger und verkünden nur da? Ziel und die Grundsätze des Socialismus. In der Stadt Maruganie, der zweite Versammlungsort, entfernte die Polizei alle unsre Bekanntmachungen und versuchte die Versammlung zu verhindern, aber trotz aller dieser Hindernisse hatten wir dort ein erfolgreiches Meeting. In der Stadt Saga, dem Sitz der Provinzial-Regierung, wurden wir alle drei verhindert, unsre Reden zu vollenden, und die Versamm- lung geschlossen. In Kumamoto, der größten Stadt auf der Insel Kiushm, fanden wir die strengste, fast brutale Unterdrückung. Schon von vernherein war es allen Besitzern von Versammlungsorten streng ver- boten worden, uns sie zu leihen, und drei andre Plätze, die zu mieten uns gelungen war. lvurden sofort von der Polizei und den städtischen BeHorden geschlossen. Schließlich gelang es uns, die Versammlung in einer Kirche zu eröffnen, aber kaum hatte der Vorsitzende einige wenige Worte gesprochen, als er unterbrochen und die ganze Ver- sammlung unter dem Vorwande geschlossen wurde, daß sie laut Polizeireglement gegen den Frieden und die gesellschaftliche Ordnung gerichtet sei. So ivurde die allerfriedlichste und ordnungsmäßige Versammlung ohne Grund aufgelöst. In der Nacht darauf hielten wir unsre Versammlung in einer andern Kirche ab. aber diesmal lvar die Polizei schon vor der Eröffnungs- stunde eingedrungen und zerstreute die Menge, die gekommen war, die socialistischen Reden anzuhören. Solch' eine Handlungsweise vor der Eröffnung einer Versammlung.ist eine direkte Verletzung des Polizeigesetzes. Nachdem diese Versammlung durch das Dazwischen- lich erlaubt) und einer unsrer Genossen hielt eine Ansprache, als ein Polizeisergeant mit Gewalt eindrang und die Zuhörer zum Ver- lassen des Hauses zwang. Die Zuhörerschaft war entrüstet über dieses geradezu barbarische Vorgehen der Polizeibehörde und gab dieser Entrüstung durch Pfeifen, Schreien und Fußgetrampel Ausdruck. Einige. die sich weigerten, das Haus zu verlassen, wurden von der Polizei mit Gewalt entfernt. So endete unsre Versammlung in Kumamoto durch das ordnungswidrige Verhalten der Polizeibehörde. Trotzdem haben wir unfern Zweck in dieser Stadt erfüllt, denn ihre Bürger sympathisieren mit den Socialisten und verdammen einmütig die Haltung der Behörden. Wir gewannen dort viele Anhänger und gründeten in Kumamoto einen socialistischen Zweigverein. In Nagasaki endete die Versammlung damit, daß alle drei Redner an der Beendigung ihrer Reden verhindert wurden. Jetzt sind wir in Kagoshima, der konservativsten Stadt in diesem Teile des Landes und wir werden morgen unsre Versammlung hier abhalten. Es ist nun 50 Tage her, daß ivir von Tokio abreisten. Während dieser Zeit bereisten wir zehn Provinzen, besuchten 15 Städte und hielten 19 Versammlungen ab. Von dieser Stadt aus wollen wir noch eine Provinz besuchen und in derselben vier Versammlungen abhalten. Während wir in allen Provinzen, wo immer wir gewesen, den größten Verfolgungen ausgesetzt waren, versucht es nun auch wieder das Preßgesetz, uns durch Konfiskation unsres Organs „Der Socialist" unschädlich zu machen. Erst vor drei Monaten wurden lvir für die Veröffentlichung eines Gedichts:„Internationale Frei- heit" zu einer Geldstrafe von 40 Den verurteilt und jetzt wurde die Verbreitung der Str. 18 des„Socialist" verboten und das Blatt konfiSciert. Der Grund hierfür lvar die Veröffentlichung eines von einem Arbeiter geschriebenen Artikels, welcher in gerader und schlichter Weise seine Meinung ausdrückte, aber natürlich wieder gegen den Frieden und die gesellschaftliche Ordnung gerichtet war. Dies beweist, daß man unversöhnlich gegen uns vor- zugehen gedenkt und unser Organ,„Der Socialist", durch wiederholte Konfiskationen unmöglich zumachen flicht. Wir wollen unser Werk jedoch bis zum letzten Augenblick fortsetzen i denn unsre Sache ist gerecht und wahr, die Humanität ist mit uns und unsres Sieges find wir sicher. Wir wissen sehr wohl, daß unsre deutschen Genossen viel von der blutigen Eisenhand Bismarcks zu leiden hatten und daß trotzdem der Socia- lisnuis in ihrem Lande so beträchtliche Fortschritte gemacht hat und der Vorabend des Sieges über den Kapitalismus herein- gebrochen ist. Während unsrer Reise sahen wir viele erregende Uebelstände, die unsren arbeitenden Klassen zum Verderben gereichen und ganz besonders unsre Bergleute werden ärger als Sklaven behandelt. Ich werde Ihnen bald weiteres hierüber schreiben; für diesmal gratuliere ich Ihnen zu dein Siege der deutschen Socialdemokratie nach den letzten Reichstags-Wahlen und entbieten wir allen deutschen Socia» listen unsre herzlichsten Grüße und Sympathien. Hochachtend(gez.) S. I. Katachama. Littcrarirchcs. China Fahrt. Erlebnisse und Eindrücke von der Expedition 1900/01, Von Rudolf Giehrl.(München 1903. I. Lindauersche Buchhandlung. Schöpping.) Der Verfasser dieses Buches ist ein bayrischer Lieutenant und gehörte auch als solcher dem 2. Bataillon 4. ostasiatischen Infanterie- Regiments an, das ausersehen war, den„Rachezug gegen China"' mitzumachen. Dies Bataillon kam jedoch um den Lorbeer. Von einem eigentlichen„Krieg" gab's ja sowieso nichts. Die ganze Invasion der Mächte scheiterte einfach an der Friedensliebe der Chinesen. Wenn sie hie und da doch zur Gegenwehr griffen, so geschah es, um sich die abenteuerlüstcrnen Fremdlinge vom Halse zu schaffen. Kein vernünftiger Mensch wird den Eingebornen ihr Recht bestreiten. Der Einfall der Europäer, ihr Racheschnaubeu für ihnen angeblich angethane„Beleidigungen", der ganze„Krieg" war eine der lächerlichsten Farcen, die die Welt je gesehen hat. Als das bayerische Bataillon China erreicht hatte, war bereits von andern Truppen(Russen, Engländern, Franzosen, Deutschen) die„Rache" gründlich vollzogen. VerwüsteteLandstrecken mit in Brand gesteckten oder gechlossenen Städten und Dörfern zeugten hiervon. Es blieb also nicht viel mehr zu thun übrig, als hin und wieder Boxer anzuknallen— und dienstliche Spazierreisen zu unternehmen. Eine solche Reisebeschreibung bietet das Giehrlsche Buch— nicht mehr. Es sei denn das unfreiwillige Geständnis über die harmlose friedliche Bevölkerung, wie über die hohe Kultur, die nicht erst nötig hatte, von der preußischen„beleckt" zu werden. Sonderbar� sticht da das Sehnen nach militaristischen und civili- satorischen„Heldenthaten" ab! Nichts ist zu lesen von europäischen Greueln, verübt au Hab und Gut, Leib und Leben der Chinesen. Einige Andeutungen über Diebstähle, Plünderungen, Trophäen, Chinesenzöpfe sind ja Ivohl verstreut. Aber es ist nichts über die Thäter verraten Ivorden. Nach militärischer Auffassung waren diese wohl in allen Fällen C h i n e f e n? Einmal ist allerdings von den Russen als Plünderern die Rede. Von andern Nationen angehörigcn Truppen schweigt sich das Buch aus. Möglich ist ja, daß dem Verfasser nichts zu Ohren gekommen ist. Wenn aber— und daran wäre wohl kaum zu zweifeln—, so durfte dem allem Anschein nach für die Drucklegung seitens der vorgesetzten Militär- Behörde fürsichtig approbierten Text nicht anvertraut werden, was möglicherweise in dem„ftisch unter dam Eindruck nieder- geschriebenen" Tagebuch des Verfassers enthalten war. Daß die dem„Feinde" abgenommenen Kanonen und Schiffe Kruppsches und SchichauscheS Fabrikat waren, mag das Beschämende des ganzen„heiligen Rachezuges" ins rechte Licht rücken. Aber bei' 690 M. Monatsgage, die dort ein Lieutenant bezog, lvar die Blamage leicht zu verschmerzen und das Feldzugsleben gewiß nicht gar fo unangenehm. Eine weit- erschlltlerude Thatsache mag schließlich noch Erwähnung finden, nämlich die, daß, wie der Verfasser auf Seite 61 berichtet, „die dankbare Bevölkerung Paoting-fus" im Januar(1901)„dem großen deutschen General"(Grafen Waldersee) ein Stein- denkmal vor das Quartier setzte. Höchstwahiffcheinlich geschah dies aus humoristischer Anwandlung einiger chinesischer Spaß- Vögel in Ansehung der Heldeuleistungen des Herrn„Welt- Feldmarschalls" von der China- Expedition,„deren Kriegsführung" — laut feinem eignen Urteil I—„ja der Zug ins Große fehlte, die aber so recht das Feld der Thätigkeit für den Lieutenant lvar". Wahrhaftig, ein teuerer Lieutenantsspaß!«. k. ExtraWarenhaus Preise A. Wertheim Montag Dienstag Mittwoch soweit der Vorrat relcbt: Seidene Blusen aus schweren Seidenstoffen elegante Chin�muster moderne Fa(ons, ganz gefüttert 22-50 u. 24-75 bis zur Hälfte des regulär. Wertes In der Abteilung Damen-Konfektion kommt eine grosse Anzahl Mäntel, Paletots, Kleider, Blusen, Morgenröcke, seidene Unterröcke, Kinderkleider, Kinder« mäntel, darunter französische und andre Modelle, zu bedeutend herabgesetzten Preisen Kleiderstoffe zum Verkauf. Ein grosser Posten Blusen mit Säumchen garniert, ganz geltlttert Phantasiestoffe 3 Mlr sestreift und kariert � gestreift und kariert Zibelinestoff Qestr. Sammet mit Falten 5-25 Mk- 7.25 Mk' Noppenstoffe glatt und gestreift.............. Mtr. 1.05 Mk. CheviotS meliert und gestreift........... Mtr. 83 Pf- u. I.15 Mk. Noppenstoffe englische Mustor............... Mtr. l.«5 ZRk. Zlbelinestoffe meliert und gemustert........ Mtr. 1.80 N. 1.45 Mk. Wollene Blusenstoffe gestreift und kariert........ Mtr. 1.15 Mk. Reinwollene Cheviots.......... Mtr. I.10, l.«s, I.40 Mk. einfarbig, ca, 1,10 Mtr. breit. Reinwollene Satins einfarbig............. Mtr. I.40, l.»5 Ein Posten Japan-Waschseide gestreut....... i........ Mtr. 1 Reinseidener Taffet gestreift Reinseidener Chine.... Mk. regulär 1.50 . Mtr. 1.85, 1.50, 1.00 Mk. regulär 1.65, 8.85, 8.50 bis 3.75 . Mtr. Ä.50 Mk. S.85°b�.50 Sämtliche Stoffe werden auf Wunsch in öeschenkkartons verpackt. An den beiden letzten Sonntagen vor Weihnachten sind unsre Geschäftshäuser nur von 1 bis 5 Uhr geöffnet. Jedes Wort: Pfennig, - Nur das erett Wort feit. Worte mit mehr als iö ÄiiuJia toben zählen doppelt. /Cleine flnzeigen. D Anfoiumt'Ur clie"äcAaie �xft&tzer/tzrc Nu?nmer werden in den Annahmestdllen für Berlin . is 2 Uhr, f ür die Vororte bis 1 ükr, der Haupt expedüion Lindenstr. 69. Iris 4 Uhr angenGmnieii, \8ie A rden M lin jÄg '» JSlfSjA vJm Verkäufe. Restaurant mit Vorgarten Um- ständehalber sofort zu verlausen Hasen- beide 11.___ t121- Restauration mit Vereinszimmer vcrkäuslich Kurstraße 22. 34596" Tchankgeschäft. billige Miete, acht Jahre bestehend, Brauerei Hilst, lvegcn andrer Unternehmung zu verkaufen Näheres AndreaSstrahe Kl bei Fischer Ieifengeschäft wegen Abreise billig vertauslich. Offerten unter X. 14 Postamt 27. 34796 Nähmaschinen sämtlicher Stistemc, ohne Anzahlung. Woche 1,00, ge- brauchte 12,00. Frankfurter Allee 10, am_ Ringbahnhof. SO. Wienerstrahe 6. SW. Bellealliancestrahe 73, K Ackerstraße 113. tl39* Nähmaschinen. Zahle bis zehn Mark, wer Teilzahlung Nähmaschine tauft oder nachweist, alle Systeme, Woche 1,00. Posrtarte genügt. Borchcrt, Zorndorferstrahe 50. 61/3«- hlrünkraingeschäft andrer Unter nehmungen wegen für 750 Mark so fort veÄäuslich. Offerten unter Z. 1 Expedition des„Vorwärts' 34986* Gnrdinenhans GrvheFrantsurtcr strahe 9, parterre, f37- Hochvornehme Herrenanzüge, Wintcrpaletots, feinsten Mahstoffen herrührend, 18,00—38,00, Beinkleider 8—11 Mark. Deutsches Versandhaus Jägerstrahe 63, 1 Treppe. 1938,0 t�elegenheitskäuf. Winterpaletots und Anzüge sür Herren, Stück 8 Mark, auch geeignet sür Wiederverkäufer, selten günstiges Angebot.'August Achilles, Ärohe Franksurterstratze 16. Winterüperziehcr, Herrenanzüge, lvenig getragene Monatsgarderobe von 6,00 an, große Auswahl, auch neue, zurückgesetzte, laust man am villigsten direkt nur beim Schneider meister Fürstenzelt, Roscnthalcr� strahe 15, III. Auch Sonntags. liüinterpaletots, Pianinos, Rcmon to-ruhren, Uhrketten, spottbillig Leih Haus, Neanderstrahe 6. 40/12* Teppiche, Vorleger, Gardinen, Stores, Portieren, spottbillig Leih- Haus, �Neanderstrahe 6. 40/13* Betten, Steppdecken, Tischdecken, Wäsche, spottbillig, Leihhaus Neander- strahe 6. 40/14* Regulatoren, Freischwinger, Opern- gläser, spottbillig, Leihhaus Neander- strahe 6._ 40/15- Spiegel, Bilder, spottbillig Leih- Haus, Neanderstrahe 6._ 40/ 15* Teilzahlung, spottbillig Teppiche, -Letten, Steppdecken, Regulatoren, Spiegel, Möbel, Remontoiruhren Leihhaus Neanderstrahe 6. 40/15* Teppichek(sehlcrhaste) in allen Grogen sür die Hälste des Wertes im Teppichlagcr Brünn, Hackcscher Markt 4, Bahnhos Börse. 93/2* Atlasftcppdecken 1 2,0, zwei Fenster reich gestickte Uebergardinen mir zwei eleganten Stores 20,00, Plüschtisch- decke 6,00, bildschönen Plüschteppich 22,00. Hossmann, Naunynstrahe 52 1. Steppdecken, Weinstrahe 20. spottbillig, Fabrik t96* Steppdecken(Seidencloth) mit kleinen Maschinenslcckchen statt 8 Mark durchweg 3,75 oertaust Julius Neu- mann, Bellealliancestr. 105. 201 Oft' Damenjacketts«Modelle), teils auf Seide, 8 Mark, Posten Golfcapes •' Mark, Posten suhsrcic Kostümröcke 4 Marl verkaust Julius Neumann. Bellealliancestrahe 105. 2009K* <»ichelmaiins Leihhaus, Nostiz- strahe 20, gegenüber der Marien- dorscrstratze, verkauft spottbillig verfallene und neue Paletots. Joppen, Anzüge. Teppiche. Betten, Goldfachen. Taschenuhren, Rcgulateure. 26156* Goldwaren, Uhren. Brillanten, bedeutend unter regnlärem Preis. Leihhaus Grast, Beuthstrahe 5. �•iir Brautleute, süns komplette Zimmereinrichtungen stehen billig zmn Verlaus Schwedtcrstrahe 257, parterre. BÄegzugShalber verkause ich den Rest meiner iNöbel möglichst vollständig. Bett, Klciderspind, Schlas- bivan. Tisch.'Aus Wunsch gebe ich ein oder zwei Zimmer zun- Be- wohnen bis 1. April unentgeltlich. Pharmaceutische Agentur. König- grätzerstrahe 82. 34glb Nähmaschinen! Ringschifi, SIdler, Cenwal-Bobbin, Orion, Tambourier, Wheeler u. Wilson, Elastic, Säulen, u. a. ni. Prima Qualität, solide und elegante Ausstattung, Preise billigst, bei Abzahlung coulantoste Bedingungen. Drei Jahre reelle Garantie. E. Bcllmann, Gollnowstrahe 26, nahe der Landsbergcrstrahe. Alte Mas chinen nehme in Zahlung. 1725K* Krankenfahrstnhlc für Zimmer >md Strahe käuflich und leihweise in allen Preislagen. Kopp, Elsasfer- strahe 95,__ 87/16* Hobelbänke, auch kleine, billigst. Diewitz, Motzstrahe 76. 24936 Teppiche mit Farbcnlehtern Fabrik- Niederlage Grohe Franksurterstrahe 9, parterre. j-37* Musikwerke,'elbstspielende. Teil- Zahlungen. Jnoalidenstrahe 148(Ein- gang Bergstrahe), Skalitzerstrahe 40. Kauarienauswahl. Spccialzüchtcrei weltberühmler Tourenroller, Tag und Nacht. Lehmann, Chorincrstrahe 63. Kanarienvögel, seine Sänoer, verkaust Scheibe, Planuser 8, vorn Iii. Kanarienhähne verlaust. PriS zessiunenstrahe 12, III links. 26b Kauarienroller, hochscin.. Weihensee, Schönstraße 2. Neu» 1-71 Borschläger, hochscine, 0,00. Baum, Ehoriiierstrahe 34, Ouergcbäudc. s-s-63 Kanarielihöhnc oerkaust billig Rigaerstrahe 137, Restaurant.• ri() Kanarienhähne, Weibchen, grohe Auswahl, billig. Krämer, Rigaer- strahe 136.*40 Kanarienhähne verkaust Harmuth, Friedrichsselderstratze 7, I." f40 Kanarienhähne verkauftSommcr- bürg, Zorndoifferstrahe 53. 1-40 Kanarienhahae Gartenstrahe 95. Kanarienvögel billig zu verlausen bei_ Schulz. Waldstrahc 42, Ouergcbäudc 4 Treppen. t81 Kanarienroller, Vorschläger, verlaust Scholtz, Schönleinstrahc 20. Kanarienhähne Strelitzcrstrahe 45. verkauft Goltz, •(•137 Wasch- und Wringmaschinen, belle Qualität, billigste Preise. Bei An- Zahlung coulante Bedingungen. E. Bellmann, Gollnowstrahe 26, nahe der Landsbergerstrahe. 19003* Gasheizsparöfe», Petroleumöscn, GaSkochöfen 6,, Gasbeleuchtung spottbillig. Wohlauer, Wallncrtheater- strahe 32. 3214b» Hochfeine Herrenanzüge und Paletots aus besten Mahstoffen.25— 40 Mark. Verkauf Sonnabend und Sonntag. Versandhaus Germania, Unter den Linden 21. 1S81K* Steppdecken billigst Fabrik Große Franksurterstrahe 9, parterre. 737* Papagei-Äuswahl, 200 Harzer Kanarienroller, 5,00 an, Sonnen- vögel, Dompsafien. Stieglitze, Rot- kchlchen. Richter, Oranienstraße 87. .Hohlroller(Seiserlsche) Kreher, Chormerstrahc 63. verkaust •(•62* Kanarienroller. Stamm Seisert, Stamm Trute, oerkaust Gödde, Reinickendorserstratze 54. ■(■91" Kanarienroller. Zorndorferstrahe 17. und 6 Mark, 198951* Kanarien- Hohlroller, prämiiert (Stamm Seifert), verlaust Reihner, Kastanien-Allce 23. f?!* Menzenhauer Riugschisschen, Bobbin. Schnell- näher, ohne Anzahlung. Woche 1,00, gebrauchte 12,00. Köpnickcrstrahe 60/61, Prenzlauerstrahe 59/60 und Grohe Franksurterstrahe 43. t98- Guterhaltene Bettstelle mit Bretterboden, Wnnzensrei, zu verkaufen. RoSke, Schwedtcrstrahe 257, III.+63 TO Frettchen wieder eingetroffen. Ferner grohe Auswahl Singvögel, Aquariensische, lebendes Fischjutter, Bierkant, Kästanien-Allee 34.+63 Milchgeschäft, 6 Jähre bestehend, zu verkaufen. Erfragen Putbuser- strahe 11, Restaurant.+62 Zwei Mark vierteldutzend Damen- Hemden, Herrenhemde» 3,30, Barchend- Hemden, Normalwäsche, Ausstattiuigen sowie eleganteste Neisemuster spotk- billig. Wäschefabrik Adolph Sa!o- nionSky, Dirksenstrahe 21(Alexander- Platz). 61/6 Wirtschaft. Verkaufe wegen großer Zahlung aus meinem Geschäft stam- mende Sachen: Plüschgarnitur, Muschclsosa, Schränke ganz billig. Jnvalidenstrahe 126, Hos 1 Treppe. Paneclgnrnilur 90,00 mit meterhohem Spiegel sofort verkäuflich. Friedrichstrabe 113, Ii.__ 61/9 Nähmaschinen sämtlicher Systeme ohne Anzahlung Woche 1,00. Stick- Unterricht gratis. Lieferung sofort. Strälauer Allee 26. 6t/t0 Cigarren-, Wein-, Liqueurgeschäst sehr billig zu verknusen, paffender Nebenverdienst sür Frauen. Pankow, Florastrahe 34. 79b Halbrenner, dringend, verkaufe sosort ganz billig. Korfs, Weidenweg 71, vorn IV._+40 Halbrenner, sehr gut erhalten, eleganter, moderner Bau, sämtliches Zubehör, sosort, 45,00. Grohe Frank- furterstraße 14, im Keller geradezu. Parteilvlal, vier Vereine, Familienverhältnisse halber zu verlausen Raumerstrahe 22.___+62* Sofa+�geviäucht, 20. Theer, Ora- nienstrahc 156._+71 Guitarrzithcr, Brunnenstrahe Notenblätter 100, Skrabei. Sägen- Schränkzangen, höchst praktisch, jede Säge kann damit gc schränkt werden, ist auch zu andren Zwecken. noch brauchbar. Desekt- werden ausgeschlossen. Preis l,50Marf. Nur zu haben bei Richard Siebach, Plauen i. V., Rinnelberg II. Für Wiederverkäufer hoher Rabatt. 3488» Pelzgarnitur verkauft billig amerltanilchc 1 Stöbcncr. Plan-Ufcr 93. Hos II. ixi-i*-* o nn I________ r__'--- 0'_ Gelegenheit! Paneelsosa oder Garnitur billig. Fräulein Gehler, Prinzenstrahe 64. 41/6 Hb Einen Posten feinster Puppen, gekleidet und ungckleidel, habe ich zum Weihnachisverkaus gestellt und gebe diese zu außergewöhnlich billigen Preisen ab. Puvpen-Reparaturen jeder Art sauber und schnell. Samt liche Puppenartikel und Ersatzteile. Berlins ältestePuppensabrik(begründet 1794) H. Böttcher, Berlin C, Kur strahe 17. 226 Barbiergeschäft vertäust Krankheit wegen billig Scharnow, Schöneberg, Bahnst rahc 43, Quergebäude U. 286 Gemüsegeschäft, Materialwaren (Rolle) wegen Todessall sosort billig verkäuflich Schliemannstrahe 19, Norden. 33b 0,-4« Probeslaschc Haarfärbemittel, waschecht. Winterseld, Karlstrahe 27. Restaurant, Stehbierhalle, Garten, Gondel, Dampseranlagc, Kegelbahn, Kaffeeküche, VcrcinSzimmer, Tanzsaal zu Versammlungen, allershalbcr ver- käuflich. Näheres Ärücken-Allee 10 beim Verwalter. 35b Milchgeschäfts- Einrichtungen, Kübel, Kannen, Maße, Buttermaschine, Wiegeschalen. Stühmer,Luisen-Uscr27, Oranienplatz. 47b* Reisemuster! Prachtmodelle, Herrenanzüge, Winterpalctots, spott- billig. Schönhauser Allee 72 b, vorn III links. 101/19 Alottgeliendes Grünkramgeschäft verkäuflich. Näheres Strachc, Rollen- dorjstrahe 37._ 516 Eigarrc» an Händler und Wieder- verläuser licscrc" billigst. Offerten „Cigarren", Postamt 3l. 50b Gehrockauzug. schwarz, neu, Mttelfigur, spottbillig sosort. Engel, Prcnzlauerstrahc 23 Ii. 101/13 Winterpaletot, neu, billig zu verkaufen Bcfselstrahc 10, Hof parterre. Kruchy. 53b Jackettanzug, neu, Mttelfigur, spottbillig sosort. Engel, Prenzlauer- strahe 23 II. 101/14 Dickbauchhosen, drei neue, so- sorl spottbillig. Engel, Prenzlauer- strahe 23 II._ 101/15 Uhren, Damenuhren, großartige Auswahl, goldene 10,00, silberne 6,00, Herrenuhren, goldene, spottbillig, silberne 5,00 an. Leihhaus, Reue Schönhauserstrahe Ii.' 101/18 Hobelbänke, gebrauchte Schraub- böcke, Zinkzulagen, Schraubzwingen, Werkzeug, preisivert Otto, Lebuscr- sirahe 15._ 40/8 Paneel-Plüsch-Garnitur Umstände- halbcr billig bei Schmäh. Bergstraße 2. Heckbauer, drei Etagen, auch andre, Gesangspindc, Gesangka'ten, Heckutensilien verlaust Schulz. Wih- mannstrahe 5, II. 5gb sttestauration, Vereins- und Billardzimmer, 2 Stuben und Küche, neues Inventar, zu jedem annehmbaren Preise verkäuflich. Sehr schön zum Parteilokal. Miete 83. Monatlich J-/s Bairisch. Rixdors, Fricdcl- strahe 58.__ 636 Grostes Schaukelpferd, gut erhalten, billig. Elsner, PaPPel-'Allee 133!-., vorn HI.+63 Planiuoverkanf.Schmidt, Kastanien- Allee 88. I.+62 Wirtschast, elegante, verkauft junger Mann spottbillig, Brautleuten passend, wenig benutzt. Händler ver- beten. Auch cinzelm Linien- strahe 107/8, I links._ 41/7 Kinderbettstelle, grohe, zu verkaufen Bärwaidslrahe 52 bei Lanimcl. Bogelbauer, sür jeden Bogel passend, billig, Vogelhandlung Alte Winterscldtstrahc 19,FrommeIt.+116 Abzahlung 0,50 Wäsche, Gardinen, 5Aeiderstoffc, Tischdecken, Steppdecken, Inletts, Federn. Lange, Deniminer- strahe 3l. Kein Laden, parterre. Postkarte.+102 Restauration mit Vereinszimmer vertauslich, passend sür Anfänger, Graunitrahe 12._+102 Papageien, Ziervögel, Waldvögel, Vogelfutter, lebendes Fischsutter, Frommelt, Krünaucrstrahe 14, Vogel- Handlung.+7 Kleiderspind 28, Sosa 20, Kom- niode 10, Bettstelle Federbodcn 18, K'üchcnsachen verkaust Plan-User 92 a, zweites Ouergebäude parterre.+121 'Nähmaschinen, reell, brauchbar, beim Fachmann 8,00, 10,00, 12,00. 15,00, 18,00, 20,00, 25,00, 30,00, 35.00, Ringschisj, Bobbin, Adler, Langschiff, alles gut erhalten, unter Garantie nur Bninnenslratze 119.+137 Phonograph als passendes Weih- nachtsgeschenk sehr billig zu verlausen, ganz neu. Zu erfragen Neu-Weihcn- sec, Metzstrahe 12 bei Vollbrecht.+146 Infolge Krankheit und plötzlichen Unglückssalls meiner Frau verkaufe mein Restaurant billig, eventuell aus Teilzahlung. A. Fischer, Hochstädter- strahe 9."+91 Restanration, 1200,00, äußerst günstig, verkauft Mercier, Berliner- strahe 47/48, Rixdors.+130 Versdiieclenes. Unserm Kollegen, dem Slulkateur Franz Choscz zu seinem heutigen Geburtstag die besten Glückwünsche. Die Kollegen P. K. und F. R. 23b Größte Berliner Zuschneide-AIa- deinieAlexandcrplatz.DirektionBtaurer. Besuchteste Fachatademie der Welt sür Damenschneidcrci, Herrenfchneiderei. Wäsche, Putz. Höchste'Auszeichnungen: Grand Prix, grohe goldene Medaillen, Ehren kreuz, Ehrenpreise sür hervor- ragende Leistungen im llnterrichls- Wesen. Theoretische, praktische Aus- biidung sür Haus- und Gcschästs- bedars. JEages- und Abendkurse 1. und 13. Stellenvermittelung. Gratis- Prospekte.__ 1908K* llnfallsachen.RcchtsbureauPutzgcr, Stcglitzerstrahe sünsuiidsechzig.sl901K* Unsallsachen, Jnvalidensachcn, Alimenlensachen, Eingabcngesuchc, Raterteilung. Schulze, Dresdener- strahe 96, vorn IV. 3298b* Patentanwalt Dammann, Moritz- platz 57. Rat in Patentsachen bis abends neun. 3325b* Rechtsbureau!(Andreasplatz), Grünerwcz vierundneunzig. Gerichts- beistand, Eingabengesuche, Ratertci- lung. Langjährige Erfolge! 3431b* Rechtsburcau(Alcxandcr-Platz)! Kurzestrahc achtzehn l Sicherste RcchlShilfe!_ 61/2* Unfallfachsn. Rechtsbureau Hopve, Ch auss eestratze 75._ 80226» Strafsachen.Rechtsüureau.Chaussee- strahe 75. 30236* Rechtsbureau, Gerichtssetretär, früherer, Andreasswahe 38. Billig. "onntagSdicnst._+40 Zuschneider selbst, daher so spott- billig. Maßanzug, Paletots von 30 Mark au, wer Stoff hat, 18 Mark, Hosen von 9 Mark an. Tadelloser Sitz, Postkarte, Slofflager, Hochbahn-Verbindnng. Unterstützt den Handwerker. Reparaturcn-Annahme. Horväth, Weidenweg 37. Endstation Baltenplatz._ Rcsterhandlung. Mahanjertigung, Zuschneiden gratis. Rost, Schöncbcrg, Sarbaroffastrahe 2._+116* Klinftstopferei von Frau Kokosky, Steinmetzstrahe 48, Ouergebäude hoch- Parterre._'■ Pfandleihe Fliederstratze 7, Julius Schaeffer._* Jahrradgefuch, auch desekt. Ratz- laff, Schönhauser Allee 163a. 93/19* Jahrrad, billiges, auch defettes, kaust(Preisangabc) Große Frank- furterstraße 14, Rümmercit.+40* Bücher taust, beleiht Antiquariat Kochitrahe 56, I. Amt VI, 3397._* Bücher, alt und neu, Lexika, Biiz, Plaken sowie ganze Bibliotheken kaust Buchhandlung Beyer, Oranienftr. 138. Glühkörpcraschc laust dauernd zu höchsten Preisen. Angebote oder Adressen bitte per Karte unter 8. 1 an die Expedition des„Vorwärts", Lindenstragc 69, einzusenden. 3194b' „B»rwärtS"-Lesern empfehle mein Cigarrei!geschäst,Petersburgcrftrahe4l, Henze.+55* Saal zur Weihnachtsfeier, Kränz- chcn, Maskenbälle, Sonnabende frei. Klubhaus, Annenstrahe 16. 3487b Vereinszimmer, schönes, großes zlveiscnslrigcs mit Piano, gut 60 Per- soncn fassend, ist zu vergeben. Schwarz, Dalldorserstrahe 5.+91 Bereinszimmer, 40 Personen, . iantno, zu vergeben Komman- dantenstrahe 65, Ladcwig. 19735t* Patentanmeldung�� Gebrauchst muster, fertigt billig.„Ingenieur", Postamt 42. 27b* Ach iung k 20 Mark kostet der An- zug, wer Stoff liesert. Für tadellosen Sitz Garantie. KuschewSki, Annen- strahe 2.___ 49b Handwäscherci. Wäsche wird sauber schonend gewaschen/ Freien ge- trocknet. Bettwäsche, Leibwäsche, 3 Handtücher, 4 Taschentücher 0,10. Abholung. Lieferung Mittwoch. Frau Kussatz. Köpenick,.Karlstrahe 17. Handwäscherei ohne Anwendung schärfer Mittel, Freien getrocknet. GroherBezugO.lö, Leibwäsche, 4 Hand- tücher 0,10. Abholung Sonnabend und Mittwoch. Frau Ehrlich, Köpenick, Karlstratze 18._ 20155+ Waschanstalt Sommerseid, Köpenick, Gartenstrahe 18, liesert schonend weihe Wäsche, Bettwüsche, Leibwäsche, 4 Hand- tücher 0,10. Abholung Dienstag. Berliner Kestsäle, Schönhauser Allee 28. Inhaber I. Schütz. Empsehle meine eleganten drei Festsäle zu Ver- sammlungen und Festlichkeiten aller Art. Einige Sonnabende und Sonn- tage sind noch frei. Vereinszimmer und ftcgelbahncn zu oergeben. 61b Kaufmann, welcher über ewige tausend Mark verfügt, möchte mit solidem Handwerker oder Werkmeister, welcher eine gute Idee in gutem Konjum-Artikel hat, sich etablieren. Offerten unter A. 2 an Expedition dieses BlatleS. 39b Großes Vereinszimmer zu Festlich- keiien sür Vereine und Sitzungen, Weih- nachtsseicr Werncuchcnerstrahe 17. Portrait- Vergrößerungen nach Photographie von nur 3,00 an. Schönstes Weihnachtsgeschenk.„Fo tuna". Franseckistrahe 1, Ecke Schö ,. x....— or- ön- hauser Allee. Bekannte als billigste und reellste Quelle.~* Wäsche wird sauber und billig ge- waschen, geplättet. Frau Fischer, Annenstrahe 16.' S4b Pfandleihe, Schönhauser'Allee 35, Franseckistrahe»-Ecke. Robert Schaeffer. Soldiner! Maurer und Putzer. Gemütliche Zusammenkunft beim Landsmann Th. Scherbwg, Prenz- lauer Allee 198. VercinSzimmer frei.+63 Rechtsbureau, Gerichtsktagen, Strafsachen, Eingabengesuche, Rai- crteilung. Pctsch, Bruniienstrahe 97. Rechtsburcau Falk. Brunnen- strahe vierzig. Prozchbeistand, Ehe- ktagesachen, Strafsachen, Alimsntcu- sachen, Eingabengejuche, Ratertci- lung.__ 34406* Kreideportrait, Vergrößerungen nach jeder Photographie bis zur Lebensgröße, werden von 5,50 an sauber und lünstlerisch ausgeführt. I. Goralski, Gotzkowskystrahe 10. Bereinszimmer, 40 Personen, Pianino, zu vergeben. Dienstag Treff- punkt der Brandenburger. Weidner, Camphausenstrahe Itl_+111 Bereinszimmer mit und ohne Pianino. ftöpnickerstrahe 26s.+7 Haarzöpfe. Ketten, Ringe, fertige gut und billig an. Fertige Zöpfe schon von 1,50 Mark an. Friseur KrusiuS, Badstrahe 34.__+102 Futterreste, Stoffreste, Tuch- lumven kauit Koppel, Rügcnerstr. 16 Tauben aller Rallen kaust und zahlt die höchsten Preise Rimpler, Stralauer Allee 20a.+7* Sänger, die gewillt sind neu- gegründetem Gesangverein beizutreten, werden gebeten, Freitag, den 4. De- zember, im Vereinslokal Mantcuffel- strahe 119, sich cinzusinden. 41/1 Säle mit Bühne, Weihnachts- bescherung, sowie-Sonnabende, Sonn- tage frei. Reue ttönigstrahe 7. 6l/8» Zitherunterricht, schnell fördernd, Britzerstrahe 14, II links.+121* Mittagstisch, Frühstücks- und Zlbcndtisch. ftafieelokal, Holzmarkt strahe 44a, Eichlätzenkeller, ältestes Parteilokal. Vereinszimmer frei. Vermietungen. Zimmer. Möbliertes Zimmer an einen, auch zwei Herren, möblierte Schlas- stelle, Tresdenerstrahe 58, III rechts. Möbliertes Zimmer für zwei Herren Lranienstrahe 11, III rechts. Teilnehmer für möbliertes Zimmer, 12 inklusioe, Skalitzerstrahe 109, III rechts.__ 7C5 Zimmer sür einen oder zwei Herren, aus Wunsch lilavierbenutzung. Fräulein Kfinsch, Gitschinerstrahe73. n lmis. 34996 Möbliertes zweifenstriges Norderzimmer für einen oder zwei Herren, Preis 15 Mark, Oranienstrahe 190, IV. Möbliertes Zimmer zu vcrmieicn an zwei Herren Admiralstrahe 26, vorn I bei Nagel.____ 365 1—2 Herren(Damen), Wille, Konlmandantenstrahc 51. 42b Dresdenerstraße 96. vorn möbliertes Zimmer, 10 Mark. IV, 526 Kleines möbliertes Vorderzimmer für einen Herrn mit ftassee 18 Mark, Admiralstrahe 12, Dabinnus. 486 Möbliertes Zimmer oder Schlaf- stelle Bredotostrahe 35, Hos 4 Treppen. Witwe Rabe.+91 Möbliertes Zimmer für 2 Herren, separat, zu vermieten Muskauer- ftrahe 12._+7 Zimmer, tleines, 16,00, Diessenvach- strahe 69. Unrath. 41/5* Schlafstellen. Schlafstelle, möbliert, vermietet Böhm. Schwcdterstrahe 263, vorn 4 Treppen._+62" Freundliche Schlafstelle, nahe �.ladibahiihos Bellevue, Calwinstr. 24, LaSkowsti. 3486b* Möblierte Schlafstelle Solm* strahe 24, Hos III, Große.+111* Schlafstelle(bessere) Riedrich, Engcl- uscr 4.+121 Schlafstelle(«eparat) erfragen Frau Rasch, Pallisadenstrahe 57, parterre. Schlafstelle(2 Herren) Admiral- strahe 4, Hos II lint'S, F. Belsel._ Möblierte Schlafstelle(Herren) Solzmarktstrahe 35 vorn IV Wiks. Möblierte Schlafstelle zuvermieten Polzin, Josephstrahe 5, Hos III. 45b Freundliche möblierte Schlafstelle vermietet Kiihmann, Brandenburg- strahe 62._[246 Vcrantwortl. Rcoakteur: Julius Kaltsli in Berlin. Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Suchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer ch Eo., Berlin 6)V.' Bessere Schlafstelle vernüctct Scidler, Oranienstrahe 167, vorn I links._ 326 — sSoff erc/Z chlaj; teile(Herrn) Koppen- strahe lS. I rechts._ 416 Schlafstelle bei Borrmann, mandantenftrahe 55. Kom- 625 Schlafstelle sür Herren Waldemar- strahe 65a, IV, Rosenthal. 186 Schlafstelle«möbliert) Mittag. Dre-denerstrahe 79, Seitenflügel III. Naunnnstraße 7 bei Stahr Schlafstelle. gute 68b Möblierte Schlafstelle zu ver- mieten Naunynstrahe 86 vom I, Witwe Oppermann. 74b Möblierte Schlafstelle strahe 49 vorn II. Ritter- 776 Freundliche ischiasstelle Wilwc Nosenbaum, ftöpnickerstrahe 26a, Seitenflügel parterre rechts._ 726 Freundliche Schlafstelle ist zu ver- mieten Lrauienstrahc 186, rechter Seitenflügel II. 75b Schlafstelle bei Pnsch, Gitschincr- ftrahe 63, vom III rechts. 78b Schlafstelle zu oermieten Ruppmev- strahe 5, II rechts. 80b Schlafstelle, separat, 6 Mark. Pallisadenstrahe 57, Schuhgeschäft. Möblierte Schlafstelle, separat, für Herren. StcchowSkv, Georgenkirch- strahe 64, Ouergebäude II.___+40 Schlafstelle vermietet Fischer, Brandenburgstrahe 12 II-_+71 Schlafstelle Oranienstrahe 167, 3 Treppen rechts.+71 Möblierte Schlasstcllc für Herrn Drcsdcnerstrahe 61, IV. Fabcr." 40b Schlafstelle mit Kaffee 9 Mark. Hoffmann, Prinzcnstratze 8, Quer- gebäude IV.__ 585 Schlafstelle, möbliert, 8 Mark, Reichcnbcrgerstrahe 84, III links. 576 Zimmer, möbliorte Schlafstelle, Herren, Witwe Lück, Skalitzerstrahe 112. warn.III.. 71b Möblierte Schlatstelle, separat. Lieske, Schmidstrahe 10.+71 Möblierte Schlafstelle, separat. Lieste, Bamimstrahe 9, vom III.+71 Möblierte Schlafstelle, 2 Herren, zum 1., Engelicht. Franz(trahe 12.+71 Möblierte Schlafstelle zu ver- mieten. Schulz, Skalitzerstrahe 145, parterre. 40/20 Moritzplatz. 10,00 Schlatstelle, Dame oder Herr, allein. Lihke, Oranienstrahe 65, rechter Seitenflügel III rechts._ 41/3 Schlafstelle vermietet M. Rest, Franseckistrahe 13._+63 Möblierte Schlafstelle, Herren, vermietet Kastanienallee 33, vorn II rechts.+63 Möblierte-wchlasstellc, Pawleck, Kottvuserftratze 2, vom m. 666 Schlafstelle. strahe 72, Hos II. möbliert, Gräse- +121* Schlafstelle, Herrn, Wollinei strahe46,vom 2 Treppen geradezu.+102 Freundliche Schlafstelle, separat, (Herm). FuchS, Rixdors, Kaiser Friedrichstrahe 27, II.+130 Anständiges Mädchen mit Bett kann einwohnen bei Krause, Wedding- strahe 7.'+91 Herr findet freundliche, saubere Schlatstelle Muskauerstratze 3, Seiten- flügel, II links.+7 Schiafstelle, separat, für zwei Heeren, mit Kaffee 11 Mark, bei Petersen, Reichcnbergerftraße 28. Vorderhaus.+7 Schlafstelle für einen Mann ver- mietet �ahn, Oppelnerstrahe 14, Hos drei Treppen._+7 Schlafstelle sür Herren Reichen- bergerstrahe 16, IH, Witwe Tietz.+7 Schlajstelle. Möblierte Waldcmarswahc 16. Burger. +k Möblierte Schlajstelle, zweiHerren. Manteuffelstrahe 92, vom IV, Thu- mann.+? Möblierte Schlafstelle vermietet Frau Nickfch, Kottbuserstrahell, vom 1. Möblierte Schlasstello für ein auch zweiHerren Oranienstrahe tOAI, Böhm. Möblierte ll Zchlasstelle sür Herren. Oranienstrahe 9, TV, Lüttich._+7 Freundliche Schlafstelle, separat, Korlbuscröamm 4, rechtes Ouergebäude, IV Treppen, Witwe Meyer. Schlafstelle sür Herren Markus- strahe 18, Ausgang III, Frau Rudnick. Möblierte Schlafstelle vermietet Pallisadenstrahe 11, Hos parterre links. Alietsgesachc. Junger Mann sucht einfach möbliertes Zimmer in der Nähe vom Eugeluser. Offerten unter E. X. 2813, Rudolf Mosse, Prinzenstrahe 41. 41/4 Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Humorist Max Schmeltzer ist frei. RügencrstrahelO.+101* Theater-Gesellschaft„Proletariat" empfiehlt sich zu vorkommenden Festlichkeiten:c. Beste Krökte zur Ver- sügung. Coulante Bedingungen. «Weihnachten noch srei.) Näheres Restaurant Noack, Muskanerstrahe 12. Komiker strahe 7. Elsholz, Gropius- 29b* Bötköduettisten Luise und Adolf LüderS, Psarrstrahc 25(Friedrichsberg). SteUensngedote. Tüchtige Tischler sür Möbel und inneren Ausbau sucht Emst Gossow. SW. Teltowerstrahe 53. 176 �Formerlehrling, CiseleuxlehrLug bei hoher Vergütung verlangt. Speck, Lützoivsttahe 2. 3362b* Gesangverein, neugegründetc'.. sucht Dirigenten. Zuschristen an Meißner, Köpnickerstrahe 175 HI. Herrentragcn-Näherinnm, auch zum Lemcn, verlangt Frederich, Gör- litzci+trahc 33._____ 61/7* Schulfreies Mädchen verlangt Weingarten, Lausitzer Platz 1 vorn IV. Tüchtige Wheeler-Wilsoii-Näherin verlangt Uckel, Rigaerstrahe 137.+39* Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile. A(i(tms.Äi>lIlarbcltn! Der Zuzug sür Stockarbeitcr aller Branchen ist streng fern- zuhalten bei Gck,»aUii»s & liarta. Thürwgcrstr. 18. 88/9 Die O i-tsve i'walt u r>L5 Achtung i Holzarbeiter! In der Möbetfadrik von «.«zanunoi, Frankfurter Allee Nr. 117 a, befinden sich sämtliche'Arbeiter aller Branchen seit dem 13. Oktober im Streik. Zittug streng fernhalten! » � Die OrtSverwaltmig. Achtung! Rchm! Als gesperrt sind zu bewachten: H. Becrmann, Lchrterstr. 48 0; Julius Bcermnnn, Südcnde; W.Stahl, Wollankjtr. 67: C. Jiigold- Prinz Eugcnsw. 24; A. Krause» Siemcnsstr. 23• A. Schrödter, Gr. Hamburgerstr. Ms/ C. Weife jun.» Wilmersdorf. 292/5« Die K/,«Ii»Ii«i»n»i!>.!>!ia». �Achtung�Hotzarbeiter! In der Möbeltischlerei von .1. Kraa«, Weißensee, Langhans» strahe 22, sind Differenzen aus» gebrochen. Zuzug ist streng scmzu. halten. 88/11 Gesperrt ist femer Halm& /üetzkoir, König-Chaussee 71. Die Ortsverwaltung. Ter Gesamt-Auflage unsrer heutigen Nummer liegt ein Pro- spelt der Firma Hedriiiiei.- tirninaeh, Königstr. 57a, bei.