Nr. 287. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 r., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28$ fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs. Preisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Auslan 2 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 20. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 20 Big. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pig. ( nur das erste Wort fett). Insecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormitttags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ,, Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. - Der Etat. Mittwoch, den 9. Dezember 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. beiträge nicht, wie der neue Reformvorschlag will, eingeschränkt, vielen Fällen, wo die Gerichte auf Freisprechung erkannt hatten, dann werden allerdings Summen, die sonst den Einzelstaaten zu gingen die Polizeibehörden gegen Arbeiter, die sich streng in dem fallen würden, im Interesse der Schuldentilgung verwendet werden Rahmen des vom freisprechenden Gericht als erlaubt Hingestellten Die Gewohnheit stumpft ab; der Etat für 1904, in dessen tönnen. Tritt aber der zweite vorläufig unendlich wahrscheinlichere bewegten, abermals mit Sistierungen und Strafmandaten vor. Beratung der Reichstag heute eintritt, erscheint als nicht Ungewöhn- Fall ein und hat das Reich eine längere Periode hindurch mit Fehl- Den ausgesperrten Webern konnte also mit einem Hinweis auf liches mehr. Der Milliardenwahnsinn, das Milliardenunrecht, die in beträgen zu rechnen, dann wird durch die Deckung„ ordentlicher" den Instanzenweg nicht gedient sein, sondern nur mit einer generellen den riesenhaft angehäuften Zahlen des Reichshaushalts in Er- Fehlbeträge durch außerordentliche Mittel jener Zustand des Anweisung an die Behörden in Crimmitschau, das Koalitionsscheinung treten, gehören längst zu den„ ordentlichen", d. H. regel- Buschlagpumpes, den sogar die Begründung des Finanzreform recht der Ausgesperrten zu achten! mäßigen Ausgaben, mit denen die herrschenden Gewalten das Conto entwurfes noch zärtlich genug als ungesund" bezeichnet, zur Die Abweisung der Weberdeputation durch den Minister bedeutet der Vernunft und des Wohlstandes belasten. dauernden Einrichtung. die Bestätigung aller der ungeheuerlichen Maßnahmen, durch welche Es giebt zweierlei Arten, den neuen Etat zu betrachten: Erstens Aber Erwägungen solcher Art liegen den bürgerlichen Mit die unteren Behörden die heldenmütig kämpfenden Weber von einmal die und das ist die gewohnte Art bürgerlicher Politiker- gliedern der Etat- Verschönerungskommission näher als uns oder Crimmitschau die Nugung des Koalitionsrechts unmöglich machen. die die Voraussetzungen, auf denen ein neuer Haushaltplan beruht, sollten ihnen wenigsten näher liegen. Für die socialdemokratische Das Koalitionsrecht der Arbeiter besteht in Sachsen nur formal, in als unwiderruflich gegeben betrachtet und ihn daher nur in Parallele Partei wird der Haushaltsplan des Deutschen Reiches durch Aus- Wirklichkeit ist es vernichtet! fetzt mit den gleichen Erscheinungen vergangener Jahre. Zweitens merzung einiger Schönheitsfehler nicht weniger unannehmbar, als er aber jene grundsätzliche Kritik, wie sie alljährlich von der Social- es ist. Ein Etat, der 812 Millionen Mark an Zöllen und indirekten demokratie geübt wird. Die erste setzt sich in den alljährlichen Steuern zieht, die Schuldenlast des Reiches um nahezu eine ViertelBilanzierkunststückchen der Budgetkommission zur That um, die zweite milliarde erhöht, und, ohne einen roten Reichspfennig zur Tilgung findet ihren Ausdruck in der Ablehnung des ganzen Biffernwertes vorhandener Schulden übrig zu haben, an das internationale Kapital durch die socialdemokratische Fraktion. einen Tribut von fast 105 Millionen Mark bezahlt, der für Zwecke Eine die Norm übersteigende Vermehrung der fortdauernden des Heeres und der Flotte mehr als eine Milliarde Mark aufwendet, Ausgaben, die erneute Aufnahme einer Zuschußanleihe, die Abschiebung ist nichts als der krasseste Ausdruck eines Völker unterdrückenden und des Fehlbetrages von 1902 vom ordentlichen auf den außerordent- Völker ausbeutenden Systems, das so gut oder so schlecht es orgalichen Etat diese drei Umstände heben den diesjährigen Etat aus nisiert sein mag, von der Socialdemokratie nie etwas andres als ein der Reihe seiner Vorgänger hervor. Die Summe der fortdauernden starres Nein zu erwarten hat. Ausgaben ist von 1997,2 Millionen auf 2057 Millionen Mark ge- Was hat dieser Etat dem Volke an Erfüllung wahrhaftiger stiegen, also fast um 60 Millionen Mark. In dieser Summe Kulturaufgaben zu bieten? Seine Mittel find so eingeschränkt, daß find allerdings auch rein rechnungsmäßige Mehrausgaben des Reichs- fogar an den Ausgaben für socialstatistische Untersuchungen gefnidert Schazamts im Betrage von 22,7 Millionen, ferner produktive Aus- und geknausert wird. Die Summe, die zu Zwecken der Wohnungsgaben von Post- und Eisenbahn- Verwaltung( 20 Millionen) ent- fürsorge für die gering befoldeten Beamten" des Reiches aushalten. Der Rest besteht zum größeren Teil aus unvermeidbaren geworfen wird, erreicht erst die Höhe von fünf Millionen, d. H. um Auslagen, die gesetzlich festgelegt sind; eine wirkliche Aenderung soll eine Million weniger als im Vorjahre für Grunderwerbungen zum nur eintreten durch die Gehaltsregulierung der Oberstlieutenants Bau eines Amtsgebäudes für das Reichs- Marineamt gefordert der Infanterie, ferner durch Vermehrung und befiere Dotierung der worden ist. Und diese Summe hält sich in so bescheidenem Rahmen, Unteroffiziersstellen. Die fortdauernden Ausgaben für die Ver- obwohl die Anmerkung zu diesem Titel besagt, daß der Vier waltung des Reichsheeres vermehren sich um über 4 Millionen, die Millionen- Fonds des Vorjahres hinter den Anforderungen, die an für die Marine um 6 Millionen. ihn gestellt wurden, weit zurückblieb. stolz ist, beläuft sich auf 45,8 Millionen, auf weniger als ein Siebzehntel dessen, was das Bolt an Zöllen und indirekten Steuern zahlt, weniger als ein Dreiundzwanzigstel dessen, was Marinismus und Militarismus verschlingen. Die Neuforderungen des Militarismus find noch verhältnismäßig Der ganze Etat des Reichsamts des Innern, der als einziger bescheiden zu nennen, dem gegenüber, was für das nächste Jahr bis zu einem gewissen Grade als Kulturetat angesprochen werden von der angekündigten Militärvorlage zu erwarten ist. Diese kann, beziffert sich auf rund 69 Millionen, etwa 5,7 Millionen mehr wird erst recht eine rapide Erhöhung der dauernden Ausgaben als im Vorjahre. Die Summe, die zu Zuschüffen für Versicherungsbringen und damit eine Revolutionierung des ganzen Etats. Die zwede ausgegeben wird, und auf die der Reichskanzler so unendlich Bewilligung oder Nichtbewilligung der beiden vorläufigen Forde rimgen des Militarismus wird bis zu einem gewissen Grade als Vorzeichen dienen können für das Schicksal der kommenden großen Militärvorlage. Die Forderung einer Gehaltserhöhung für die Oberstlieutenants der Infanterie ist bekanntlich im Vorjahre schon Die Beratung des Etats hat sich allezeit, solange die socialabgelehnt worden. Wenn man auch ohne weiteres zugeben kann, demokratische Fraktion an ihr teilnimmt, zu einer Generalabrechnung daß jene Herren im Verhältnis zum allgemeinen Lebensniveau ihrer mit dem System gestaltet. Seitdem ist dieses System immer fränter Gesellschaftsschicht nicht hervorragend günstig gestellt sind, so ist doch und schwächer geworden, die Socialdemokratie immer stärker und nicht einzusehen, daß in einem Lande, dem es am Rotwendigsten ge- gesünder. Als ihm Bebel zum erstenmal sein troßiges feinen Mann bricht und dessen Lehrer hungern, die Bezahlung von Offizieren mit und keinen Groschen!" entgegenrief, mochte dieser Znruf zuerst eine 7200 M. jährlich eine unbedingte Notwendigkeit sei. Man darf| Verwegenheit erscheinen. Wenn er diesmal im Reichstage wieder wohl neugierig darauf sein, ob sich der neue Reichstag in diesem ertönt, ist er das Echo eines dreimillionenfachen Urteils. Punkte gefügiger erweisen wird, als der alte. Politische Ueberficht. Berlin, den 8. Dezember. Die Aufnahme einer sogenannten Zuschußanleihe im Betrage von nahezu 60 Millionen Mark gehört auch nicht mehr zu den un gewohnten Erscheinungen. Zwar ist es noch gar nicht lange her, daß der Reichstag geschworen hat, von den Pfaden der Tugend, der Verfassung und einer gefunden Finanzwirtschaft nicht abweichen zu wollen, Das vernichtete Koalitionsrecht. und Herr Sped, der Centrumsmann, erklärte damals als Bericht8um Weberkampf in Crimmitschau. erstatter der Budgetkommission, der Reichstag würde durch Be- Die streitenden Weber in Crimmitschau haben willigung einer solchen Zuschußanleihe sich auf eine schiefe Bahn einen schweren Weg thun müssen. Sie gingen zum Minister begeben, von der es tein Zurüd mehr gebe gebe auf den v. Metzsch in Dresden, um sich über die gegen fie gerichteten Boden einer gefunden Finanzwirtschaft. Aber besinnt Maßnahmen der Polizei zu beschweren und um Abhilfe zu ersuchen. sich auf seine berflossene Tugend immer am deut Sie haben den Gang gewiß nicht gern unternommen; sie haben gelichsten, wenn man im Begriffe ist, man im Begriffe ist, sie zu verlieren. Im wiß auch wenig Hoffnung gehabt, daß der oberste Polizeichef in folgenden Jahre, dem vergangenen, hat Herr Speck zu dem ge- Sachsen die Handlungsweise seiner Untergebenen mißschworen, was er ein Jahr zuvor verflucht hatte, und die bürger- billigen würde; aber fie mußten diesen Gang thun. liche Reichstagsmehrheit schwor mit. Ihr wird also die neue Sie mußten ihn thun, damit nichts unversucht gelassen würde, Zuschußanleihe höchstens Anlaß zu wehleidigen Betrachtungen geben, was die einseitige Stellungnahme der Behörden in Crimmitschau von einer tiefergreifenden Kritik und Ablehnung dieses unsinnigen zu Gunsten des Unternehmertums in eine beiden Teilen gerechter Modus, ordentliche Ausgaben durch Pump zu decken, wird auf ihrer Seite nicht mehr die Rede sein können. " werdende verwandeln fonnte. Sie mußten den Weg auch gehen, um festzustellen, ob diese einseitige Stellungnahme nicht lediglich zurückIn der Verschiebung des Fehlbetrages von 1902 auf den außer zuführen sei auf das Vorgehen niederer Beamten oder ob es die ordentlichen Etat wirft die Stengelsche Finanzreform ihren Schatten Billigung der höchsten verantwortlichen Behörde im Lande fand. voraus. Sie steht zu dieser Reform ungefähr in demselben Ver- Wir schrieben am Sonntag:„ Es ist leider wahrscheinlich, daß hältnis wie die diesjährigen Neuforderungen des Militarismus zur das Fahrgeld nach Dresden zum Fenster hinausgeworfen ist." Das Tommenden großen Militärborlage. Der Grundsatz, Ueberschüsse hat sich als richtig erwiesen, soweit es sich dabei um die Situation und Fehlbeträge der Vorjahre in den ordentlichen Etat aufzunehmen, für die streikenden Weber handelt. Auf der andren Seite aber, zur beruht auf der Voraussetzung eines geordneten und vernünftigen politischen Beurteilung des Klassenkampfes in Crimmitschau, Haushalts, der weder große Einnahmen über seine Bedürfnisse hätten wir die Reise der Crimmitschauer Weber nach Dresden nicht hinaus erhebt, noch seine Ausgaben hoch über die zu erwartenden vermissen mögen. Einnahmen hinaus ansetzt, der also weder große lleberschüsse, noch Herr Minister v. Metsch hat es abgelehnt, die große Fehlbeträge fennt. Wäre der Haushalt des Deutschen Reiches Arbeiter zu empfangen' Er ließ sie durch zwei Geheimräte in diesem Sinne geordnet und richtig verwaltet, so würden auch auf den Instanzenweg verweisen! Ein Notschrei der Kapitalisten. folgendes Schreiben verschickt worden: Vom Vorsitzenden des Industrievereins in Werdaui S. ist Werdau, 5. Dezember 1908. Sehr geehrter Herr! Es handelt sich in Crimmitschau um 30 Spinnereien mit 3500 Arbeitern, 50 Webereien mit 4000 Arbeitern, zusammen ca. 80 Betriebe mit 7500 Arbeitern; ca. 10 Prozent letzterer Anzahl haben sich bis jest wieder als Arbeitswillige ge Die wöchentliche Lohnsumme der betroffenen Textilbetriebe beträgt ca. 100 000 m., während des 16wöchentlichen Streiks hat die Stadt also bereits 1 600 000 M. Lohnausfall zu verzeichnen. meldet. Außer obigen Betrieben sind natürlich die davon abhängigen Hilfsgewerbe( eistenbauereien, Papierhülsen- Fabriken usw.) voll= ständig lahm gelegt, ohne bis jegt eine Unterstützung erhalten zu haben, weil sie dem Sächsischen Arbeitgeber Verbande nicht angehören. 4 Anzahl und Namen der unterstützungsbedürftigen Firmen können natürlich aus begreiflichen Gründen nicht bekannt gegeben werden; aber die Verluste der Crimmitschauer Fabrikanten find ganz bedeutende, wenn man berücksichtigt: 4 Prozent Stapitalzinsen, 10 Prozent Abschreibungen, Zinsen auf Rohmaterial, Unterhaltung der Beamten und Meister und die enorm hohen Betriebskosten bei nur 10 Proz. Arbeitswilligen. Außerdem erhalten die Arbeitswilligen pro Mann noch 2 Mart Wochenprämie, damit sie überhaupt weiter arbeiten, denn die focialdemokratische Organisation sucht sie wieder ins Streiflager zu ziehen, indem sie ihre Unterstügungssäge um 2 M. pro Woche erhöhte. Der entgangene Unternehmergewinn ist ja eigent lich auch Verlust, aber schon die eben angeführten Faktoren stellen ein ungeheures Opfer dar, welches die Crimmitschauer Fabrikanten im Interesse der gesamten deutschen Textilindustrie bringen. Letztere sollte sich daher allgemein an der Hilfsaktion beteiligen, welche vom Verband der Arbeitgeber der sächsischen Textilindustrie zu Chemniß eingeleitet ist, indem er feinen Crimmitschauer Mitgliedern statutengemäß fünf Prozent der Lohnfumme als Streifunterstügung gewährt. Durch freiwillige Beiträge seiner Mitglieder außerhalb Crimmitschaus wurde der Verband in die Lage gefeßt, die Unterstüßung auf 10 Proz. zu erhöhen. Das heißt, jede im Streit befindliche Crimmitschauer Firma erhält jetzt wöchentlich 10 Proz. von der nachgewiesenen wöchentlichen Lohnfumme. Für die Höhe der Lohnfumme find die festgestellten Ziffern der Berufsgenossenschaft maßgebend. 3. B. zahlte eine Firma wöchentlich 5000 m. aus, so erhält sie jetzt von seiten des Verbandes wöchentlich 500 m. Merbau hat außerdem 2 Proz. seiner Jahreslohnsumme mit 50 000 M. den Crimmitschauer Fabrikanten zur freien Verfügung überwiesen. Trotzdem muß zugegeben werden, daß angesichts der Opfer, welche Crimmitschau bringt, die erwähnten Unterstützungen aus dem engeren Tertilkreise gänzlich unzureichend find. Die Arbeiterschaft bringt wöchentlich 75 000 m. für Crimmitschau auf und es dürfte nicht zu viel fein, wenn es ermöglicht werden könnte, die jetzt 10 000 m. wöchentlich betragende Unterstützung für die Crimmitschauer Fabrikanten auf das Doppelte zu erhöhen. Die Werdauer Industriellen haben 2 Proz. von ihrer jährlichen Lohnsumme und die andern dem sächsischen Verbande angehörigen Firmen haben 3 Tausendstel dieser Lohnsumme als freiwilligen und außerordentlichen Beitrag geleistet. Hat eine Firma in Werdau z. B. 100000 m. jährliche Lohnsumme, so hat sie 2000 m. gezahlt, eine nicht erbauer Firma würde für diese Lohufumme 300 m. gezahlt haben. Es steht selbstverständlich völlig in Ihrem Belieben, ob Sie sich überhaupt und wie hoch Sie sich an einer Unterstützungsaktion beteiligen wollen. Ferner bleibt es Ihnen völlig überlaffen, ob Sie Ihre Beiträge für einen bestimmten Zwed bestimmen wollen, z. B. ob dieselben nur thatsächlich notleidenden Fabrikanten zu gute kommen sollen, oder ob aus denselben auch die Prämien für die Arbeitswilligen bezahlt werden können, die jeẞt wöchentlich 2000 m. circa betragen. Eine authentische Darstellung des Crimmitschauer Streits wird in den nächsten Tagen folgen. Hochachtungsvoll Alfred Kohn. Hierdurch wird zum erstenmal die Lage der aussperrenden Textilindustriellen ivahrheitsgemäß dargestellt. Deswegen ist das Schriftstück so wertvoll. Die Lage der Herren ist rund nicht jene argen Schwankungen im ordentlichen Etat eintreten, über Damit hat auch der Minister sich auf die Seite der heraus eine verzweifelte! Weder befizen sie diejenige die die Begründung der Reformvorlage so beweglich flagt. Wenn Textilbarone gestellt! Denn ehe der Instanzenzug er- Anzahl von Streitbrechern, von denen die Unternehmerpreffe sprach, der Grundsaz einer vernünftigen Finanzwirtschaft, daß fich der schöpft ist, hat die längstdauernde Aussperrung ihr Ende noch ist ihre finanzielle Lage eine günstige. Die Deffnung der ordentliche Etat selbst decken müsse, nicht ständig durchbrochen werden erreicht! Und Und außerdem: außerdem: Die Arbeiter können doch nur Fabriken hat ihnen nichts genugt, sondern ihren Verlusten durch soll, dann werden die Ueberschüsse und Fehlbeträge der Vorjahre Fall für Fall durch die Instanzen weiter verfolgen. Aber selbst Stillstand der Produktion noch diejenigen durch verschwendetes Beauch in Zukunft auf den ordentlichen Etat der Folgejahre übertragen wenn sie in jedem Einzelfalle recht bekommen, hindert das doch die triebskapital hinzugefügt. werden müssen. Polizei nie, in jedem neuen Falle wieder eine andre den Arbeitern Und im Jannar beginnt die nene Saison! Salten Die materielle Bedeutung dieser Etatsschiebung hängt natarlich ungünstigere Auffassung von der Rechtslage zu haben, als die später die Streifenden bis dahin aus, dann müssen die Herren, welche davon ab, ob das Reich zukünftig mehr mit leberschüssen oder mehr über die Sache urteilenden Gerichte. In wie vielen Fällen, wo die diese frivole Aussperrung vollzogen, den Arbeitern entgegenkommen. mit Fehlbeträgen wirtschaftet. Tritt der erste, bisher recht unwahr Polizei mit Siftierungen und Strafmandaten vorging, haben nachher An den Ausgesperrten liegt es nicht, wenn sie im Stampfe unterscheinliche Fall ein und wird die Beweglichkeit der Matrikular- die Gerichte auf Freisprechungen erkannt. Und in wie liegen. Der Jammerruf der Industriellen, daß sie nur 10 Proz. nicht aufrecht erhalten. Arbeitswillige haben, ist ein Ehrenzeugnis für die Crimmitschauer Weber. 1 Gemeinsamkeit ist auf den Weg gekommen, dessen Ende die Preffe ant. Es stellte sich dann heraus, daß dem zu Gefängnis Diefe 750 von 7500 find ja nur zum kleinen Teil Crimmitschauer, zum selbständige ungarische Armee ist womit der staatsrechtliche verurteilten Erzbischof mehrere Räume zur Disposition standen und größeren Teil von der Landstraße oder den Herbergen aufgelesene Dualismus, dessen Inhalt doch nur die gemeinsame Verteidigung ihm völlig anheimgegeben war, ob und wie er sich beschäftigen Menschen, die zu normalen Zeiten niemand zu den„ Arbeitswilligen" der Monarchie" nach außen ist, um seinen Zweck gekommen sein wolle, daß ihm Selbstbeköstigung, ebenso das Lesen von Büchern zu zählen pflegt. Mit diesen Leuten läßt ein Betrieb sich überhaupt wird. Vor dem Obstruktionskriege war die Armee ein Besitztum der und Zeitungen nach seinem Belieben freistand. Ultramontane und Krone, dessen Art und Wesen, dessen Form und Gestalt sie unab- gegen die Behandlung der Preßsünder in Gefängnissen, auch wenn liberale Blätter verstummen mehr und mehr in ihren Protesten hängig, selbständig und unbeschränkt bestimmte. Wie ramponiert diese Behandlung die elementarsten Grundsätze der Humanität vergehen aber die famosen Herrscherrechte aus dem Feldzuge heraus? legt und das Rechtsgefühl empört, das verlangt, daß gerecht Das Vorrecht ist reduciert worden auf das bloße Mitbestimmungs- geurteilt, nicht aber, daß gerächt wird. recht der Krone, und in der staatsrechtlichen Eklärung, die Tisza gestern über Kossuths Wunsch noch abgeben mußte, ist das unbe- Liberale Kämpfe. Der Zwist zwischen der Richtung Nichter schränkte Souveränitätsrecht", von dem Koerber noch am 17. November und denjenigen Liberalen, welche die offenkundige Annäherung behauptete, daß es in der ungarischen Verfassung vorbehaltslos ver- Richters an die Reaktionsparteien ablehnen, dauert ungeschwächt bürgt" sei, auf die bescheidene Wahrheit verringert worden, daß fort. Insbesondere hat sich Dr. Barth die Aufgabe gesetzt, der schließlich der Kaiser in Sachen der Armee auch mitzureden hat, Preisgabe des Liberalismus durch die Führung der Freifinnigen noch dreinsprechen darf. Das Verkehrsministerium gegen den Verkehr. Auf einen Schlag ist das Gefüge täglich einige Vertrauensvoten auf, um die Barthschen Attacken abVolkspartei entgegenzuwirken. Die Freifinnige 3tg." fährt jegt fast des Dualismus natürlich nicht zu brechen Ein Artikel, den der Direktor der Verkehrseben besser als die zur Obstruktion neigenden Glieder seiner Freifinnigen Bolkspartei ihrer Parteileitung volles Vertrauen ausdas verstand Kossuth zuivehren; nachdem vor einigen Tagen die Berliner Wahlvereine der abteilung im preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten Partei- aber den Schlag, der geführt worden ist, wird es nicht gesprochen haben, wird heute diefelbe Vertrauenstundgebung aus dem Mollhausen in der Kreuz- Zeitung" veröffentlicht, erbringt mehr verwinden. Oldenburgischen Wahlkreise gemeldet. Dagegen fand Dr. Barth wiederum ineiner Produzieren können sie ohne ihre alten Leute nicht. Ohne Zugeständnisse wollen diese nicht in die Fabriken. An der deutschen Arbeiterschaft liegt es, dafür zu sorgen, daß sie nicht hinein müssen! Trotz aller Unternehmerbrutalität und trotz aller eifrigsten Maßnahmen der sächsischen Behörden, die den Unternehmern zu Nutzen sind, werden die Arbeiter in Crimmitschau nicht unterliegen, wenn die deutsche Arbeiterschaft in der Erkenntnis von der Bedeutung und Größe dieses Ringens um den Zehnstunden tag die dringend nötige Hilfe spendet! schlüffig den Beweis, daß die preußische Regierung thatsächlich bereits Die wertvollſte die Absicht hat, neue Schiffahrtsabgaben auf den deutschen Strömen Die wertvollste Frucht dieses um die Magyarisierung der Armee in einer sehr besuchten Versammlung von Liberalen in Charlottenburg volle herbeizuführen. Herr Möllhausen erklärt, die Frage sei gestellt und 23ahIreform für den ungarischen Reichstag auf die Tages- Aemtern; und wenn Abg. Caſſel jüngst gesagt habe, der Liberalismus herbeizuführen. Herr Möllhausen erklärt, die Frage sei gestellt und geführten Kampfes ist wohl die, daß nunmehr die Frage der Zustimmung. Er forderte die Heranziehung der Arbeiter zu allen müsse entschieden werden: Darf und soll der Staat für Auf- ordnung gesetzt ist. Es bezeugt ein größeres Maß polititischer Ein- wir: wenn es so fortgehe wie jetzt, dann sei Gefahr, daß der Freinicht Train und Bagage der Socialdemokratic sein, so sagen wendungen, die er zur Verbesserung des Fahrwassers öffentlicher sicht, als sie sonst bei den Nur- Chauvinisten Magyariens waltet, daß finn Train und Bagage der Reaktion würde. Auf Vorschlag des Stromläufe gemacht hat, Ersatz in Form einer Schiffahrtsabgabe Stromläufe gemacht hat, Ersatz in Form einer Schiffahrtsabgabe Kossuth als Preis für die Abrüstung der Obstruktion die Wahlreform Pastors a. D. Kößschke wurde in dieser Versammlung eine Sammlung fordern?" Der Verfasser untersucht zunächst die Rechtsfrage, ins- segte. Und das nicht etwa, um einen demagogischen Schachzug zu für die in Crimmitschau kämpfenden Textilarbeiter vorgenommen, die besondere gegenüber den internationalen Vereinbarungen. Diese Vereinbarungen, behauptet er, hindern nur solche Zölle, die für die führen, auch nicht aus einer starken Empfindung für's Recht, 121 W. ergab. Vereinbarungen, behauptet er, hindern nur solche Zölle, die für die sondern, was hier mehr ist, aus dem Verständnis dafür, daß eine bloße Thatsache der Befahrung eines öffentlichen Flusses" erhoben Nation, die für ihre staatliche Selbständigkeit kämpft, die Mit- auch in Halle die Militärbehörde den Beherleinschen Zapfenstreich". Militärischer Theaterboykott. Wie in Magdeburg so boykottiert werden sollen, nicht aber Abgaben für besondere Anstalten zur Beförderung der Schiffahrt auf natürlichen Wasserstraßen. Die hilfe aller Klassen braucht, aus der Erkenntnis, daß die Bei der Erstaufführung am Dienstagabend war teine Uniform im Verallgemeinerung Einführung von Abgaben dieser Art sei aber nicht nur rechtlich zu- Energie des Parlaments nicht mindern, sondern stärken wird. Denn den Ruf der Aengstlichkeit zu bringen, dürften die Herren Offiziere des politischen Rechtes die Kraft und Theater zu sehen. Um den tapferen Militarismus nicht allzusehr in Täffig, sondern auch ziveckmäßig, weil die weitere Ver befferung der natürlichen Wasserstraßen nur dann gehörig betrieben der ungarische Reichstag steht jetzt auf so schwachen Füßen, daß nur nunmehr von Halle nach dem benachbarten Leipzig fahren und sich besserung der natürlichen Wasserstraßen nur dann gehörig betrieben die kulturelle Rückständigkeit des Landes die große Differenz zwischen dort durch das furchtbar verderbliche Stück vergiften laſſen. werden könne, wenn die Interessenten dem Staate einen Teil der werden könne, wenn die Interessenten dem Staate einen Teil der der angemaßten Macht und der thatsächlichen Berechtigung des dazu nötigen Mittel aufbringen. Direktor Möllhausen beantwortet Barlaments erträgt. Ungarn zählt heute über zwanzig Millionen die an ihn gestellte Frage also mit unzweideutigem Ja. Und Parlaments erträgt. Ungarn zählt heute über zwanzig Millionen schließlich deutet er bereits an, wie die Regierung dem Protest der Einwohner und die Wählerzahl beträgt etwa 700 000 Privilegierte! öffentlichen Meinung ohne weiteres entschlüpfen könne: Freilich würde mit der Erweiterung des Wahlrechtes das große Paris, 6. Dezember.( Eig. Ber.) ( Eig. Ber.) In der GesamtUnd die Durchführung? Die Durchführung ist ein und seiner Verfassung beteist, daß ein in den Thatsachen wurzelndes socialistische Fraktion wieder einmal nach dreifacher Richtung Problem der Nationalitäten lebendig aber das Beispiel Destreichs abstimmung über das Budget hat die ministeriellfach, da es sich um einen Verwaltungsatt handelt; es gehört Problem durch gesetzgeberische Fälschungen nicht aus der Welt ge- hin Stellung genommen: für, wider und weder für noch wider. dazu nur eine 3, nämlich ein fester Wille." Ein starker Mann, der Herr Direktor Möllhausen! Er ist bereit, schafft wird. Daß die Magyaren nur eine Minorität find im Lande Immerhin ist seit der letzten Budgetabstimmung( März 1903) ein Ein starker Mann, der Herr Direktor Möllhausen! Er ist bereit, des heiligen Stefan, ist kein Grund, der Wahlreform auszuweichen, bedeutsamer Fortschritt" der Fraktion zu verzeichnen im dem Protest der öffentlichen Meinung den festen Willen entgegen- ist nur ein Grund mehr, sich mit ihr rasch und gerecht auseinander- rutschen auf der schiefen Ebene des Ministerialismus. Damals zusetzen, der sich in der Formel ausdrücken läßt: Die Agrarier wollen es, also muß es geschehen! Es ist kein Zufall, zusetzen. daß der Wirkliche Geheimrat Möllhausen in die Kreuz- Zeitung" flüchtet, in das Blatt der Feinde der industriellen und kommerziellen Entwicklung. Und es ist bezeichnend für die preußischen Zustände, daß es der Direktor der Verkehrsabteilung im Ministerium ist, der die neue Maßnahme gegen den Verkehr eifrigst betreibt! Protest. * In seiner Sizung vom 3. Dezember hat der Stadtrat in Mannheim einstimmig die folgende Resolution gefaßt: Der Stadtrat erblickt in der beabsichtigten Wiedereinführung irgendwelcher Schiffahrtsabgaben auf freien Flüssen, insbesondere auf dem Rhein, einen höchst befremdlichen Versuch zur Wiederbelebung von Einrichtungen, welche schon vor Menschenaltern, vor dem ganzen neuzeitlichen Aufschwung unsres Wirtschaftslebens als nicht mehr zeitgemäße Belästigung empfunden wurden. Es liegt in solchen Projekten cine schwere Bedrohung der zum guten Zeil auf der Grundlage der freien Binnenschiffahrt aufgeblühten we stund südwest- deutschen Volkswirtfchaft, deren Schädigung auf unsre ganze nationale Wohlfahrt Deutsches Reich. Der Operateur des Kaisers. Operation, die er an den kaiserlichen Stimmbändern vollzogen hat, Dem Professor Schmidt in Frankfurt a. M. ist zum Dank für die der Titel eines Wirklichen Geheimrates verliehen worden. Welch' tiefen Eindruck die Titulatur auf den Mann der Bissen: schaft gemacht hat, zeigt der Wortlaut einer im Drud vervielfältigten Danteskarte, die er den Gratulanten des Ereignisses sandte. Das Beichen professoralen Monarchenkultus sieht also aus: Frankfurt a. M. Sachsenhausen. Ende November 1903. Für die vielen, treugemeinten Glückwünsche bei Gelegenheit seiner Beförderung durch S. Majestät den Kaiser und König sagt der ergebenst Unterzeichnete seinen verbindlichen Dank. Er kann die Versicherung geben, daß ihm diese Beweise einer freundlichen Gesinnung sehr wohl gethan haben. Wirklicher Geheimrat Prof. Dr. Moritz Schmidt. Ausland. Budgetvotum und Socialisten. Hinabhaben nur 7 Mitglieder für das Budget gestimmt, darunter Millerand und Gérault- Richard, 4 gegen, während 20, darunter Jaurès, sich der Abstimmung enthalten haben. Jezt stimmten für das Budget bereits 17 Mann, darunter Jaurès und der feither hinzugewählte Gabriel Deville, von Millerand 2c. sich der Abstimmung, unter den letzteren Briand und Pressensé. schon gar nicht zu reden, gegen das Budget 6, und 9 enthielten Die revolutionär- socialistische Fraktion hat selbstverständlich ge schlossen gegen das Budget gestimmt. In ihrem Namen erklärte Genosse Vaillant:„ Wenn wir während der Budgetberatung einige Verbesserungen zu erlangen gesucht haben, so können wir doch das Gesamtbudget nicht votieren, weil wir als Socialisten Gegner des kapitalistischen und reaktionären Regimes sind. Wir werden also gegen das Gesamtbudget votieren, weil es die Gesamtheit der Wege und Mittel zur Aufrechterhaltung des kapitalistischen Regimes ist." " In der Kammer haben die ministeriellen Socialisten ihre dreifache Abstimmungsweise natürlich mit feinem Worte begründet. Dafür aber fällt heute Gérault- Richard in der Petite République" über die revolutionär- socialistische Fraktion her. Im engen Anschluß von verhängnisvollstem Einfluß sein müßte. Auch erscheint jeder gebrauchen. Der Professor steigt empor zur Herrlichkeit des Wirk- mélinistischen Abg. Aquard wirft er den revolutionären Der Kaiser wird operiert und darf monatelang die Stimme nicht an den bezüglichen in der Kammer vorgebrachten Ausfall des Versuch, an den Rechtsgrundlagen der mühsam errungenen Freiheitlichen Geheimrats und weiß sich der wohlthuend ihn bestürmenden Socialisten den angeblichen Widerspruch vor, der darin liegen soll, der Binnenschiffahrt zu rütteln, als schwere Schädigung aller, welche Glückwünsche nicht zu erwehren. im Bertrauen auf die ehrliche Innehaltung geschlossener Verträge flicht seltsame Geschicke. Die Monarchie und ihr Kultus daß sie ihre im einzelnen während der Budgetberatung durch Vermögenswerte in Schiffahrtseinrichtungen angelegt haben. Da die gesetzten Forderungen in der Gesamtabstimmung wieder vernichtet Stadt Mannheim, wie kaum eine andre deutsche Stadt, mit der Binnenschiffahrt verwachsen ist und die Stadtverwaltung selbst viele mitgeteilt, ist am Dienstag bei einem dortigen Socialdemokraten die schließlich nichts andres ist als Kinderei und UnHochverrats"-Haussuchungen. Auch in Goldap, so wird uns hätten: So verlangt es die sogenannte revolutionäre Methode, Millionen in Hafenbauten angelegt hat, ersucht der Stadtrat die gehaussucht worden. Russische Schriften wurden nicht gefunden. gereimtheit. Es heißt sich der Selbstachtung entschlagen" u. f. f. großherzogliche Regierung, mit allem Nachdruck die Interessen Mann- Die Polizei entschädigte sich durch die Beschlagnahme einiger Nummern heims und damit des ganzen Landes zu wahren und gegen den des Königsberger Voltsbllattes", einiger„ Voltskalender" sowie einer Rückfall in eine verkehrshemmende Abgabe- Erhebung an zuständiger Postkarte harmlosen Anhalts. Stelle den schärfsten Protest einzulegen. die von ihnen Verhafteten dringend nötig zu haben. Die ostpreußischen Behörden scheinen Belastungsmaterial gegen In der badischen Abgeordnetentammer gelangt am Mittwoch die socialdemokratische Interpellation auf die Tagesordnung, die denselben Gegenstand behandelt. Friede in Ungarn. 1 Behandlung von Preßsündern. sehen, daß seine den mélinistischen Ausfall vergröbernden Worte zuDer Chefredakteur des ministeriellen Blattes scheint zu übergleich seine eignen sechs Fraktionskollegen treffen, die gegen das Budget gestimmt haben, sowie die neun, die sich enthalten haben. Wenn Sembat von der revolutionär socialistischen Fraktion gegen das Budget gestimmt hat, trotzdem er Berichterstatter Der Redakteur des bürgerlichen Blattes" Der Oldenburger des Post- und Telegraphen- Budgets war, so hat sich der ministeriellResidenz- Bote", Biermann, ist wegen vermeintlicher Beleidigung des focialistische Pressensé nicht der gleichen„ Kinderei" 2c. schuldig Aus Wien wird uns vom 6. Dezember geschrieben: Was hier Oldenburger Justizministers zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. gemacht, wenn er, der Berichterstatter des Budgets fürs Aeußere, nach dem Amtsantritt der Regierung Tisza sofort vorausgesagt Die Strafe verbüßt er im Gefängnis zu Vechta. Sein Gesuch um sich in der Gesamtabstimmung enthalten hat? Schon davon gar wurde, das ist nach den letzen Irrungen und Wirrungen nun ein- Selbst beschäftigung und Selbstbeköstigung ist von nicht zu sprechen, daß in früheren Zeiten, ja noch im März 1903 getreten: die Obstruktion rüstet ab, und ehe das Jahr um sein wird, dent Ministerium abschlägig beschieden worden. Jaurès selbst besagte„ Kinderei" mitgemacht hat.... Doch man wird Tisza die Judemnität und der Kaiser die Rekruten haben. Als Grund führt das Staatsministerium an,„ daß in den OldenWohl bleiben noch ein Duzend Obstruktionisten übrig- Marodeure burgischen Strafanstalten den Gefängnissträflingen nur bestimmte, weiß bereits zur Genüge, daß alle zum Ministerialismus nicht nach dem großen, ein Jahr währenden Striege aber da die in der Strafanstalt eingeführte Arbeiten zugewiesen werden, passenden principiellen Forderungen kurzerhand und zart für Unabhängigkeitspartei die Obstruktion feierlich abgeschworen hat und schäftigung zu wählen, nicht gewährt wird", und daß nach daß den Sträflingen die Erlaubnis, sich selbst ihre Be- Kindereien" erklärt werden. der Friedensschluß gestern im Reichstage in der denkbar förmlichsten den Hausordnungen den Gefängnissträflingen nicht erlaubt werden Zur ostasiatischen Krisis. Weise bekräftigt worden ist, so werden auch die letzten Zuckungen tann, sich selbst zu beköstigen". Hervorragende chinesische Beamte erklären, dem„ Reuterschen bald überwunden sein, die normale Arbeit rasch anheben. Diese Gründe widersprechen den Vorschriften des Strafgefeß- Bureau" zufolge, China sei dabei, ein Abkommen mit RußWohl ist der Schluß nicht überraschend: die Obstruktion, die buches. Leider ist ja die vielfach vom Reichstage erhobene Forderung land über die Regierung der Mandschurei ab= so beträchtliche Erfolge errang, hat nun jeden Sinn verloren, und eines einheitlichen Strafvollzugs- Gesetzes für ganz Deutschland noch zuschließen. Man erwartet, das Abkommen werde die Besie hört im Grunde nur auf, weil sie nichts mehr zu erobern unerfüllt. Aber das Strafgesetzbuch enthält in dem§ 15 u. f. einige willigung der meisten der Zusatz- Bedingungen enthalten, dic vermag. Immerhin hätte sich das Ende noch unnatürlich lange pflichtet sind. Der Unterschied zwischen Zuchthaus- und Gefängnis hatte, und Normativvorschriften, zu deren Befolgung die Einzelstaaten ver- Rußland früher für die Räumung der Mandschurei gestellt verschleppen können und aus dem wider sie von der Regierung ent- strafe besteht nach§§ 15 u. 16 St.-G.-B. darin, daß die zur Zucht während es Rußland eine beratende Stimme bei der Renominell die Souveränität Chinas anerkennen, feffelten Kampfe der im Abgeordnetenhause schon zu dem Beschlusse haus strafe Verurteilten zu den in der Strafanstalt eingeführten gierung giebt. Im Laufe der vor kurzem stattgehabten Begeführt hatte, täglich zwei Sizungen zu halten hätte die Arbeiten anzuhalten sind, während die zu Gefängnisstrafe Verurteilten sprechungen im Palaste wurden drei Entwürfe beraten. Der erste Obstruktion auch leichthin neue Nahrung empfangen können. Daß auf eine ihren Fähigkeiten und Verhältnissen an- wandte sich gegen Rußland, der zweite wollte den Beistand der beder Friede in einer beinahe chevaleresten Weise geschlossen wurde, gemessene Weise beschäftigt werden können und auf ihr Verfreundeten Nationen erbitten, der dritte ging auf eine Einigung mit ist weniger das Verdienst Tiszas obwohl der junge Minister- Langen in dieser Weise beschäftigt werden müssen. Der Rußland unter den besten Bedingungen, die zu erhalten wären. Der präsident in den mühsamen Debatten Geist und Schlagfertigkeit Zuchthaus- und Gefängnisstrafe. Es ist gefeßlich auch dann un- gekommen wäre, der zweite scheiterte daran, daß China außer Bescheid des Staatsministeriums verwischt diesen Unterschied zwischen erste Entwurf wurde abgelehnt, da er einem Selbstmord gleichnicht vermissen ließ sondern vornehmlich das Verdienst Franz zulässig, einem Redakteur lediglich eine Beschäftigung mit den in tande war, irgend welche praktischen Schritte vorzuschlagen, und Kossuths, dessen Wille über Krieg und Frieden gebot und dem Gefängnis eingeführten Arbeiten zu gestatten, wenn der sich so kräftig und zugleich besonnen für den Frieden einen oldenburger Justizminister beleidigt haben soll. er daß Amerifa und Japan, an die China fich wandte, feinen ausEbenso führbaren Rat geben fonnten. Daher wurde der dritte Plan der Verentschloß. Es ist eine wahrhaftige Jronie der Geschichte, gestattet im Gegensatz zu der Auffassung des olden ständigung mit Rußland angenommen. daß der Sohn des ersten Gouverneurs bon Ungarn, burger Staatsministeriums und auch zu vielfacher preußischer der in dem Schicksalsjahre 1849 den berühmten Beschluß Praris das Strafgesetzbuch der Gefängnisverwaltung nicht, dem Ge- Yokohama, 7. Dezember. Baron Komura und der russische Ge in der Kirche von Debreczin faffen ließ, wonach das Haus fangenen zu verwehren, fich zu beköstigen. Dem Redakteur Bier- fandte v. Rosen hatten eine Besprechung, die aber zu keinem FortHabsburg- Lothringen des Thrones für verlustig erklärt und aus mann foll ferner verboten sein, eine 3eitung zu lesen. Da schritt in den Verhandlungen führte, da Rosen keine neuen InUngarn für ewig verbannt wird, daß der Mann, dessen Name in der übung seines Berufs nach der Verbüßung der Strafe zu die Strafe nicht den Zweck haben darf, dem Verurteilten die Ausstruktionen von Petersburg erhalten hatte. Wiener Hofburg nur mit Schrecken und Grauen genannt wird, heute erschweren, so ist auch solches Verbot einem Redakteur gegenüber Verzögerung der Verhandlungen im Landtage angreifen. Die neugebildete Koalitionspartei will die Regierung wegen der der Retter der so gefährdeten Gemeinsamkeit wurde und dem Kampf nicht zu rechtfertigen. Das Verhalten des oldenburger Ministeriums ein Ende gebot, deffen letztes Ziel die Losreißung Ungarns von ist um so mehr zu mißbilligen, als die Strafhaft der Reparatur der Port Arthur, 7. Dezember. Die gegen Chunchusen am Wien war. Freilich es auch bleiben wird. vermeintlich durch Biermann ramponierten Ehre des Justizministe- Liauflusse entsandte Expedition brachte den Chunchusen eine Denn darüber ist keine Täuschung möglich: so wenig sich an riums dienen soll. Gegen diese wenn nicht dem Wortlaut, so doch Niederlage bei. Letztere hatten nach chinesischen Angaben den Dingen äußerlich geändert haben mag, im Innern ist der zum mindeſten dem Geist der Reichs- Gesetzgebung wider- gegen zweihundert Tote und ebenso viele Verwundete. Dieser Dualismus in diesem Kriege tödlich verwundet worden. Vor allem sprechenden Art des Strafvollzuges sollte der Reichstag und die große Verlust erklärt sich aus der unter ihnen ausgebrochenen Panit. haben die Ungarn die gewaltige Errungenschaft gemacht, daß die Schriftstellerschaft ohne Unterschied der Parteien sich er- Die Expedition verfolgte die Chunchufen zunächst eine lange Strede heben. Bewilligung der Rekruten zu einer Leistung wurde, die zu Presse lebhaften Zur Zeit des Kulturkampfes erhob die ultramontane westlich vom Liauflusse hin. Als sich der Rest der Chunchusen dann Protest, als es zu Unrecht Forderungen berechtigt; fie haben einen Rechtstitel erkämpft, der hieß, nochmals nach dem Liauflusse wandte, wurde die Verfolgung wieder ein zu Gefängnisstrafe verurteilter Erzbischof werde aufgenommen, wobei die russischen Soldaten in hohem Grade Mut * neuer Bente Gelegenheit schafft und Anreiz bietet. Die als Stuhlflechter beschäftigt. Dem Protest schloß sich die gesamte und Ausdauer bewiesen. dist Roosevelts Botschaft. Wie North China Daily News" melden, erhielt der Mongolen-| herbeizuführen. Es handele sich, so hieß es, zunächst darum, durch Stils abgesehen hatten. Und diese Machtprobe lourde in der That fürst Adatfin Befehl, feine Truppen mobil zu machen und sie mit gegenseitige Verständigung über Mindestpreise, Absakgebiete ufiv. geleistet. Der Deutsche Ofenfabrikanten- Verband, als er sah, daß Hilfe japanischer Instrukteure nach europäischem Muster auszubilden. eine Besserung der durch den wechselseitigen Wettbewerb herbei die Töpfer in Velten und Fürstenwalde nicht zu Kreuze krochen, Der Fürst kann 30 000 Mann ins Feld stellen. geführten Mißstände bei dem Absatz von Gas- Kraftmaschinen herbet kalkulierte: Entziehen wir der Arbeiterorganisation die Mitglieder zuführen. und dadurch die Einnahmen, dann muß die Zeit kommen, wo der Von den mit diesen Unternehmungen liierten Bankinstituten Hunger die Veltener und Fürstenwalder Töpfer ins Joch zwingt! Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist ein wird die Nachricht bestätigt, jedoch mit der Hinzufügung, daß es Der Deutsche Ofenfabrikanten- Verband verfügte also, daß alle in Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist ein sich nur um eine Preis- und Absaßkonvention handelt, nicht um die den Betrieben seiner Mitglieder beschäftigten Mitglieder des Centralvorzüglicher Agitator. Er weiß, was dem Durchschnitts- Amerikaner Herstellung einer finanziellen Interessengemeinschaft. Dem Nürn- verbandes der Töpfer aus ihrer Organisation auszutreten haben. frommt; wie sehr dieser seit dem billigen Sieg der Union über berger Unternehmen steht bekanntlich die Deutsche Bank, der Aktien- An verschiedenen Orten wurde diese Bedingung formell erfüllt. Aber Spanien an chronischem Machtdünkel leidet, trotz seiner Schwärmerei gesellschaft Gebr. Körting, woran die Allgemeine Elektricitäts- das solidarische Empfinden der Arbeiter ging mit dem Austritt für die guten alten Traditionen nach imperialistischer Expansion gesellschaft beteiligt ist, die Berliner Handelsgesellschaft und der natürlich nicht verloren. Das ist es aber, was die Unternehmer girrt, und, wenn er auch an der Trustpolitik manches zu mäkeln Gasmotorenfabrik Deutz der A. Schaaffhausensche Bankverein nahe. ausrotten wollen, und deshalb beschloß der Deutsche Ofenfabrikantenfindet, doch mit einem gewissen Stolz auf die Riesenkombinationen Deutscher Stahlwerksverband. Trok der Ermahnungen in der Verband: Der Austritt der Töpfer aus ihrem Verbande ist nur ein der Rockefeller, Morgan, Vanderbilt usw. blickt als Zeugen der großindustriellen Presse sind die erneuten Verhandlungen wegen Er- scheinbarer, deshalb werden in unfren Fabriken alle, sowohl die " economic supremacy" Amerikas. Und demnach richtet Mr. Roosevelt richtung eines deutschen Stahlwerksverbandes, die vorgestern in ausgetretenen wie die noch nicht ausgetretenen Mitglieder des Verseine Reden und Botschaften ein, wie seine neueſte Leistung auf Düsseldorf stattgefunden haben, wiederum resultatlos verlaufen. Die diesem Gebiet, die wir bereits in gestriger Nummer unter„ Depeschen" Einigung scheiterte, wie früher, an der Festsetzung der Beteiligungsveröffentlicht haben, treffend beweist. ziffern, betreffs welcher mit den Oberschlesischen Werken und der Die Einzelverbände( der Halbzeug- und der Trägerverband) follen sogenannten Frankfurter Gruppe Einverständnis nicht erzielt wurde. deshalb vorläufig um zivei bis drei Monate verlängert und zum 29. Februar eine neue Konferenz einberufen werden. 1 zeitung" aus London gemeldet: Vom englischen Eisen- und Stahlmarkt wird der Köln. Voltsbandes der Töpfer, ausgesperrt. fast allgemein durchgeführt. Ausgesperrt, nachdem sie vorher aus Diese Aussperrung ist jetzt ins Werk gesezt, und wie gesagt, der Organisation ausgetreten waren, sind die Töpfer in Meißen während zwei weitere Fabriken dem Beispiel in 8-14 Tagen folgen. ( dem Sitz des Ofenfabrikanten Verbandes) in fünf Fabriken, Vollständig ist die Aussperrung natürlich immer nur, soweit es sich um organisierte Unternehmer handelt in Kamenz i. S., Pirna, Königsbrück i. S., Mügeln bei Oschak, Niederwiesa bei Chemniz, Leuben bei Dresden, Glogau, Breslau, Schweidnik, Beuthen, Nortorf in Holstein. Nicht aus dem Verbande ausgetreten und deshalb ausgesperrt sind die Töpfer in Bayreuth, Lauf bei Nürnberg, Nürnberg( Fabrik Hausleiter), Bogenhausen bei München. Die Zahl der Ausgesperrten beträgt 1500, dazu kommen 900 in Velten und Fürstenwalde Streifende, so daß es sich im ganzen um 2400 Töpfer handelt, welche die brutale Macht der Unternehmer am eignen Leibe zu fühlen haben. Schon seine erste Botschaft, die er nach Mc Kinleys Ermordung als Präsident an den Kongreß richtete, verriet eine gewisse Meisterschaft, sich der Gedanken und Gefühlswelt des DurchschnittsAmerikaners anzupassen; und seitdem hat er es noch besser gelernt, die Maske einer gewissen biederen Geschäftsmäßigkeit zur Schau zu tragen, in möglichst unklaren, vieldeutigen Säßen recht energisch zu sprechen und das amerikanische Selbstbewußtsein bald aufzustacheln, englischen Eisen- und Stahlmarkt sich vollzog, war entschieden un" Die Veränderung, welche während der letzten 14 Tage im bald behutsam zu streicheln. In seiner ersten Botschaft fand er günstig; auf der ganzen Linie sind weitere Preiseinbußen zu verimmerhin noch einige scharfe Accente gegen die Trusts, ihre Ueber- zeichnen. Der Geschäftsumfang ist in allen Bezirken sehr beKapitalisierung und ihre Hinderung des freien Wettbetverbes. Seit ichränkt; vorderhand besteht auch nicht Aussicht, daß Besserung dem aber ist er mehr und mehr zur Erkenntnis gekommen, daß Plaz greift. Die Warrantmärkte in Glasgow und in Middlesohne die Hilfe der Trustmagnaten und ihre materielle Unter- borough verkehrten während der letzten Woche in sehr flauer Haltung; stützung im Wahlkampf feine Präsidentschafts- Kandidatur beträchtlich das sich gut behaupten konnte, fiel am 1. Dezember auf 42,6 Schilling, die Preise können nur Nennpreise genannt werden. Gießerei- Eisen, an Aussicht verliert, und so haben sich nach und nach seine Be- und da die Verschiffungen wegen der ungünstigen, nebeligen und Deutschlands abspielt, ist nicht mehr bloß ein Kampf um die Der große Kampf, welcher sich nunmehr im Töpfergewerbe denken gegen die Trusts mehr und mehr verflüchtigt. In der Bot- stürmischen Witterung stark eingeschränkt werden mußten, kamen Forderungen der Arbeiter in Velten und Fürstenwalde, sondern er schaft, die er gestern an den Kongreß richtete, finden sich nur recht natürlich bedeutendere Mengen an den Markt. Die Warrant ist ein Kampf um das Koalitionsrecht der Arbeiter. Vernichtung der Teise, bescheidene Anklänge an seine früheren Aeußerungen gegen den lager nehmen wieder zu; auch die Vorräte in Händen der Arbeiterorganisation! Das ist das Ziel des Deutschen Öfen= Truſtmonopolismus. Im Gegenteil verkündet seine Botschaft jetzt, Erzeuger selbst zeigen höhere Ziffern. Außerdem ist zur Zeit mit fabrikanten- Verbandes. Ein Klassenkampf im wahren Sinne des daß das neuerrichtete Departement für Handel- und Arbeits- Rüchsicht auf die schlechte Beschäftigung der Eisen- und Stahlwerke Wortes ist es, den die Töpfer Deutschlands gegen die Unternehmer verhältnisse, das ursprünglich zur Kontrolle der Machenschaften der im ganzen Lande niemand geneigt, größere Abschlüsse zu machen.... in ihrem Beruf zu führen gezwungen find. Kein Zweifel, daß die Trusts und Finanzsyndikate bestimmt war, keineswegs dazu dienen soll, Beit eifriger denn je. Amerikanische und kanadische Billets find Koalitionsrecht kämpfenden Töpfern steht. Es ist dies das erste Mal, Stahl ist ebenfalls flau; der Wettbewerb der Abgeber ist zur Sympathie der gesamten deutschen Arbeiterschaft hinter den für ihr die Freiheit auf dem Gebiete der gesetzmäßigen Geschäftsthätigkeit in Südstaffordshire nunmehr zu 4 Pfund Sterling die Tonne er daß eine Unternehmer- Organisation den Versuch wagt, in ganz irgendwie einzuschränken oder zu kontrollieren. Der Zweck des hältlich. Deutsche Billets behaupten sich auf 4,4 bis 4,5 Pfund Deutschland gleichzeitig einen Vorstoß gegen das KoaBureaus sei vielmehr, die Regierung zu unterstüßen durch Kräftigung Sterling; die Preise für englische Ware find beträchtlichen litionsrecht der Arbeiter zu machen. Dieser unerhörte Vernichtungsdes Innen- und Außenhandels, Erleichterung des Verkehrs, Ausbau Schwankungen unterworfen, nähern sich aber den deutschen immer fampf gegen eine Arbeiterorganisation muß von den Arbeitern aller der Handelsmarine, Verhinderung des Eintritts unerwünschter Ein- mehr. Schon wurden Umfäße zu 4,5 Pfund Sterling bis zu Berufe thatkräftig unterstützt werden, denn es handelt sich um eine wanderer, Besserung der kommerziellen und industriellen Verhältnisse 4,12,6 Pfund Sterling berichtet. Der Preis schwankt natürlich, je Lebensfrage für die Arbeiterorganisation. Die oft erprobte Soliund Regelung der Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit. nach der Stärke. In den übrigen mehr oder minder schon ver- darität aller klassenbewußten Arbeiter wird den kämpfenden rückgänge noch nicht erkennbar; es ist aber kaum wahrscheinlich, daß nehmer siegreich zurückschlagen. arbeiteten Gattungen von Stahl sind bis jetzt wesentliche Preis- Töpfern den Rücken stärken, und den brutalen Angriff der Unters sie die bisherigen Preise aufrecht erhalten, um so weniger als ja der Rohstoff ebenfalls nachgegeben hat." Mit andern Worten heißt das nichts andres, als daß die Hauptthätigkeit des Bureaus auf ein wesentlich andres Gebiet gelenkt werden soll, ihm ein völlig von dem ersten abweichendes Arbeitsfeld zugewiesen wird, auf dem es der Trustpolitit weniger in die Quere zu kommen vermag. Im so energischer betont Roosevelt sein Entgegenkommen gegen die Flottenvermehrungspläne der amerikanischen Imperialisten. Und neben der Forderung eines Ausbaues der Kriegsmarine, die an verschiedenen Stellen der Botschaft wiederkehrt, wird eine Vergrößerung der amerikanischen Handelsflotte verlangt: eine Aeußerung, die so aufgefaßt werden darf, daß die Regierung zu weitreichender Gewährung von Schiffahrts- Subventionen bereit ist. An dieselbe Adresse richtet sich die Versicherung:„ Die Unantastbarkeit unsrer Währung steht außer Frage". Frankreich. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Für die streifenden und ausgesperrten Weber in Crimmitschau gingen bei der Berliner Gewerkschaftskommission folgende Beiträge ein: 15,50. Wettende im Kaufleute " J Aus der Lokalfasse der Sattler Berlins 150,-. Auf Listen ges. von den Sattlern und Portefeuillern Berlins 123,95. Von Scheibenhuber 5,-. Von Dr. H. 20, Vom Verband der Gastwirtsgehilfen Berlins 30,- Aus Die Glasbläser Berlins find in eine Lohnbewegung getreten. Beelis, Seilstätte B. I. 13,30. Bon.. 1. Von P. B. 10,-. Vom Sie haben an ihre Arbeitgeber einen Lohntarif gesandt, auf welchen Verein der Landschaftsgärtner Berlin W. 25,- Vom Gärtner Gronewald 3,- Krankenpfleger 1,-. diese jedoch ablehnend antworteten. Nur die Firmen Schmidt Theatergesellschaft Pretoria 4,40. Personal der Graphischen Kunstanstalt 23. Langenbrück 35,-. . C v. und J. A. Krüger haben den Tarif bewilligt. In einer Wahlverein, 101. Stadtbezirk 8,-. Bau Ritterstraße 9,05. RahmenVersammlung, die am Sonntag im Gewerkschaftshause tagte, wurde macher und Vergolder Firma Viehstädt 7,85. Tischlerei Trost 5,30. beschlossen, überall da die Arbeit niederzulegen, wo der Tarif nicht Berliner Genossinnen 100, bewilligt worden ist. Tischfabrik von Naude, 2. Rate 15,-. NadZuzug von Glasbläsern ist von Berlin fern- fahrerverein, Borwärts" Berlin 20,15. Ida Altmann, darunter 6,10 v. gesunden zuhalten. Frauen Steglit- Friedenau, 21,10. Arbeiter u. Arbeiterinnen v. Heidendorf Dagegen vermeidet Roosevelt völlig, auf die Schutzzollpolitik 1. Baron 12,05. Deutscher Holzarbeiter- Verband, Zahlstelle Schöneberg, einzugehen: ein Schweigen, das gegen seine vorjährige Lobpreifung Gesellschaft in Stegliz in weiser Abwechselung anzuwenden, 50,-. Arbeiter v. Start Flohr 81,30. Arbeiter v. Bergmann 69,30. TanzZuckerbrot und Peitsche scheint die Neue Photographische 150,-. Druderei Marschner 11,65. Verband der Vergolder, Hauptkasse des bestehenden Tarifes, unter welchem die Union die Führung der um fich zufriedene" Arbeiter zu verschaffen. Die Leser des„ Vor- lehrer 2 Winkler durch Bock 1,-. Gesangverein Nordwacht" 30,-. internationalen industriellen Welt gewonnen hätte, recht seltsam ab- wärts" werden sich wohl noch entsinnen, daß vor nicht langer Zeit angestellte der Strankenkasse der Buchbinder 5,- Heizungsrohrleger sticht. Und doch liefert für diese weise Beschränkung der wirt- von dieser Firma sämtliche organisierten Buchbinder und mehrere Westend und Helfer der Firma R. 11. 11. 3. Krankenhausbau schaftliche Umschlag, der vor fünf, sechs Monaten erfolgt ist, Mitglieder des Handels- und Transportarbeiter- Verbandes entlassen. Ringer 3,-. Rauchklub vierblättriges Kleeblatt Stralauer Allee 5, Café Schiller 6, eine genügende Erklärung. Steht auch das amerikanische wurden, weil die Buchbinder es gewagt hatten, die Bezahlung der Dr. M. A. 5, 3. 4. Otto Trauthaut, Fiekenkrug 2, M. H., N. Großkapital noch immer fest auf dem Boden des Dingley- bei den Buchbindern üblichen Minimallöhne für zwei ihrer Kollegen 1, Emil Plök, Schwedterstraße 5,70. Waldrose, Weißenfee 10,-. tarifes, so regen sich doch in den kleineren Erwerbstreifen zu fordern. Es handelte sich um die lächerlich geringe Summe von W. Wittstock, Havelberg 8,86. Alfred Meßner, Berlin W., Wilhelmstraße neuerdings mancherlei Bedenken, ob nicht das jetzige Schutzzollsystem je 5 Mark, also 10 Mark monatlich; dabei hatte die Firma feiner 34, Sturt Pfeil, Berlin 10,05. Cigarrenfabrit Richard Schulze, Berlin O., Zeit den Buchbindertarif mündlich anerkannt, war also moralisch Arbeiterinnen der Cigarettenfabrik S. Hortik 9,25. Friedrichsfelderstraße 10,-. Tischlerei Gorkig, Steglit 8,05. Arbeiter und zur Ueberhitung" des Wirtschaftslebens und zur Herbeiführung verpflichtet, ohne weiteres danach zu entlohnen. Jedoch die Direktion Charlottenburg 5,- St. Pf. H. G. 6, Genosse A. K., der jetzigen Krise vieles beigetragen hat, und wie unrichtig Roosevelt steht auf dem Standpunkt, daß der Arbeiter mit dem fürlieb zu Salousie- Arbeiter Steinmetzstraße d. Doring 5,80. Aus der Kunst" 4, Bergolder von H. Köster 3,50. auch diese Auffassung finden mag, als smarter politischer Geschäfts- nehmen hat, was ihm gnädig gnädig gewährt wird, und die A. Walther, Möckernstraße 5,- Fr. Bartvich 5,-. Gesammelt am Biermann, der zu rechnen versteht, macht er ihr insoweit eine Konzeffion, Unbotmäßigkeit mußte bestraft werden, indem die Begehrlichen auf tisch beim Restaurateur Fr. Wils 2,10. Mar u. Moriz, Neue Königstr. 2, daß er sich über die Wirkungen der Schutzzollpolitik weise aus- das Pflaster gesezt wurden. Die übrigen Organisierten wurden Siegfried Röder, Schöneberg, Tempelhoferstraße 3, A. Kanik, Faldenschweigt. durch den bekannten gelinden Druck zum Austritt aus ihren Organi- steinstraße 1,05. Vom Gewerkschaftskartell Effen a. Ruhr( darunter 34,25 M. Dafür hat sich der Präsident das Vergnügen geleistet, mit Auf- fationen bewogen, obgleich früher der Herr Direktor Schwarz gesammelt auf der rhein.- westf. Gewerkschaftskonferenz in Effen) 300,-. Schmidt Schilling, gebot aller seiner sittlichen Entrüstung gegen die„ schamlosen erklärt hat, daß er durchaus nichts dagegen hätte, daß sich seine" auch lub" Frohsinns Heimat", M. A.-R.-B. 3,80. Landsberger Allee 2,75. Bom Lokalverband Görlizer Dachdecker 3,05. Arbeiter organisieren. Fälschungen" zu donnern, die jüngst im amerikanischen Postdienst Peitsche zu tosten, so scheint die Direktion jetzt die Photo Wolff, Bappel- Allee 3,-. Deutscher Holzarbeiter- Berb., Zahlst. Ober- SchöneBekamen also die Buchbinder die Namenlos 5,-. Organisierte Brauer v. Schultheiß, Abt. I 13,90. Familie entdeckt sind. Solche Aeußerungen sind billig, verlegen feine einfluß- graphen mit dem Zuderbrot zu regalieren. An den Aus- weide 20,-. Gesango. Waldesluft" 10,40 u. von Glasarbeitern 11,05: 21,45. reichen politischen Gruppen und sichern ihm in der großen Masse der stellungsräumen der Firma in der Leipzigerstraße in Berlin prangt Töpfer in Spandau 25,- Herrenpartie Gesangverein Freundschaft II" Honetten Bürger das Ansehen eines eifrigen, strengen Korruptions- seit einiger Zeit ein Plakat, welches den Passanten verkündet, daß u. Statklub" Lahme Laus" 11,-. Leje- und Diskutierklub Central" 20,-. gegners, der auf Reinlichkeit und auf die sogenannten alten das für Inaugenscheinnahme der größten Photographie der Welt zu den organisierten Hutmachern Berlins 100, Centralverband d. Zimmerleute Deutschl., Zhlst. Belten 40,10. 3. Rate von Traditionen aus der Jugend des Freistaates hält. Verband der Textilarbeiter zahlende Entree von 20 Pf. den Unterstübungskaffen( darunter 11,55 Möbeltischler Leuffler, Lotterieverein„ Einigkeit" 7,25) 200,-. des Verbandes der Photographengehilfen ausdiener von Benjamin u. Co., Teppichlager, 4,50. Verband der Maurer Deutschlands zufließt. So spielt sich die Firma in der Berlins 500,- Statklub„ Grand Schwarz" 10,-. Lurusmöbelfabrik Deffentlichkeit als Wohlthäterin auf, während sie in ihren Fabrik- D. Lechmann 15,- Mechaniker u. Tischler v. C. P. Görk, Saal Jödel 21,45. räumen keinen Organisierten duldet, außer den Photographen. Kürschnerverband Brüffel 150,- Frant. W. Wöllmer, Messing- Abteil. 12,15. 4. Rate Ob dieser Umstand zu Gunsten oder Ungunsten des Photographen Bergnügte Wahlmänner des 9. Wahlbezirks Rigdorf 12,50. Tischlerei von Sonnemann u. Verbandes zu deuten ist, wollen wir nicht entscheiden. Angesichts vom Verband der Glaser Berlins 100, dieser Reklame in der Leipzigerstraße verdient die Thatsache jedoch Tapezierer von Dittmars Möbelfabrik 17,50. Studgeschäft Admiralstraße Hoffmann 8,65. Möbeltischlerei von Ostrowski 11. Schulze 5,-. noch einmal Erivähnung, daß es ein Mitglied der Direktion dieser 11,50. Sattler der Firma Lehmann u. Schlesinger 3,10. Arbeiter von Firma war, das seiner Zeit fo- anständig war und eine solche Hammacher u. Bäkold 9,90. Gesangverein Linde I" 15,-. Möbelfabrit Gewogenheit für eine Arbeiterorganisation bekundete, daß es dem Lath 6,95. Berliner Büffettfabrit Schröpf u. Ritter 19,35. Buchdruckerei Centralvorstande des Buchbinder- Verbandes ein höfliches Schreiben Klodow, 2. Rate 10,- Möbelfabrik Gebr. Neukirch 17,65. Buchdruckerei desselben mit Rotstift durchstrichen und in Feßen zerrissen zurück- G. Eichler, 4. Rate 7,75. Stockfabrik Gebr. Goldmann 13,10. Möbelfabrik 5. Gerfon 15,50. Filzschuhfabrik Hinze Nachf. 12,15. Fabrik F. W. Müller jun., sandte. Cuvryftraße, 50,-. Qurusabteilung der Firma Mosler, 2. Rate 7,-. Ber lorene Wette Große Hamburgerstraße 1,50. Tischlerei Gerdts 16,60. MaschinenDie Aussperrung der Töpfer durch den Deutschen Ofen- fabrik Enzinger 10,-. Metallwarenfabrik Haller u. Co., Dresdenerstraße, 21,-. fabrikanten- Verband ist nahezu auf der ganzen Linie durchgeführt. Gießerei Behrend, 2. Nate 4,50. Buchdruckerei Maurer u. Dimmid, 3. Hate Bekanntlich ist es der Töpferstreik in Velten und Fürstenwalde, welcher 10,05. Tischlerei Thiemann 5,30. Bimmerer von Senf, Stegliz 12,50. den Unternehmern den Anlaß bot, das Kampfmittel der allgemeinen Drechslerei Heinrich 5,-. Lampenfabrik Edel u. Glienide 19,45. Möbelfabrik v. Dittmar, Borhagenerstr. 12,- Böttcherei Thomach 7,- MöbelKriegerisches aus dem Somalilande. Vor einigen Tagen hatte Aussperrung gegen die organisierten Arbeiter des Berufes an fabrik Wienece, Grünauerstr. 13,50. Treibriemenfabrit A. Piet 5,40. Beri. sich eine italienische Truppenabteilung vor den Somalis mit Ver- zuivenden. In Velten und Fürstenwalde traten die Töpfer, wie er- Bianofabrik E. Genz u. Co. 20,35. Sattler d. A. P. 15,-. ApothekerTuften zurückziehen müssen, der Kommandant der italienischen Ab- innerlich ist, am 1. Oktober in den Streik, nachdem sich die Ver- pillenschreiber bei Boncet 2,65. Deutsche Warte, Buchbinderei 28.75. Möbelteilung, Lieutenant Grabau, hatte dabei eine tödliche Verlegung er- handlungen wegen des von den Arbeitern am 1. Juli gekündigten fabrik Hoffnung 12,70. Tischlerei Schaub, Feilnerstr. 10,70. halten. Auch das britische Kriegsschiff„ Mohawk", das nach Durbo Tarifes zerschlagen hatten. Die Arbeiter forderten eine geringe der Neuen Königstraße 6,- Personal der Buchbinderci Richard Gahl 20,50. ( Somaliland) gefahren war, um eine Untersuchung über den Tod Lohnerhöhung. Sie ermäßigten ihre ursprüngliche Forderung einer Gesangverein" Sangeslust III", Tempelhof 10,- Tapezierergehilfen der des italienischen Lieutenants Grabau anzustellen, mußte wieder ab- Lohnerhöhung von 15 Proz. im Laufe der Verhandlungen auf Firma Obermeyer 3,-. A. E.-G., Aderstr., Saal 18, durch Burchert 47,55. Amerifan, Electrifal Novelti 11,40. Tischlerei Joneleit u. Pfaff 15,-. dampfen. Der Kommandant des Schiffes, Grant, und 60 Mann 5 Proz. Aber ſelbſt dieſe geringe, kaum nennenswerte Erhöhung Siemens u. Halste, Charlottenb., Schraubendreherei, Berliner werk 44,40. gingen an Land. Der Sultan trat ihnen mit 400 Somalis ent- wurde von den Fabrikanten abgelehnt. Wie bescheiden die Forderung Zimmerer bei Heims 3,- Foth 10,55. Fuhrhof Aderstr. 83/84, J. Streil gegen. Nach längeren Verhandlungen erklärte der Sultan, er wolle der Arbeiter ist, erhellt daraus, daß bei Bewilligung derselben die 3,20. Lederwarenfabrik Spiegel 2,50. Tischlerei Ziedlow 15,90. Möbelfabrik die Waffen entscheiden lassen. Kommandant Grant und der Sultan Löhne noch nicht die Höhe erreicht hätten, die sie vor Jahren bereits Hülfebend- Kroll, 2. Rate, Saal II, 22,10; Gaal III, 10,60; Saal IV, 10,-. begaben sich zu ihren Truppen, worauf das Feuer eröffnet wurde. hatten, denn die Löhne sind im Laufe der Zeit durch fortgesetzte Ab- Bortefeuiller u. Arbeiterinnen d. Ú. K. F. W. v. K. 9,50. Parkettbodenleger Siemens u. Halske, Saal 34, Berliner Grant wurde am Oberschenkel verwundet und züge reduziert worden. Was die Arbeiter forderten, ist also nichts v. Kampmeier, 3. Rate 42,-. Schuhfabrik Silber ein Marinesoldat getötet. Die Engländer fehrten dann weiter, als die Rückgabe eines kleinen Teils dessen, was ihnen die Wert, 25,50; Saal 33, Berliner Werk 12,15. stein jun. Nachf., 2. Rate 9,90. Lederwarenfabrik Dittrich, Ritterstr., 9, wieder an Bord der„ Mohawk" zurück und find in Aden an- Fabrikanten seit Jahren genommen hatten. Vergebens waren alle Tischlerei Blantenburg u. Schnabel 9,50. Genossen d. 112 a. f. 9. Stadtbezirks Einigungsversuche während des Streiks. Vergebens war es, daß 10,-. Firma Henninger u. Co., Neufilberwarenfabrik 36,70. Arbeiter der Firma gekommen. sich der Landrat in Welten ins Mittel legte und die Fabrikanten Großu. Graf 48,70. Roh, Graveurgesellen, 4. Rate 13,-. Cigarrenarbeiter 111,55. zur Anerkennung der überaus bescheidenen Forderungen zu bewegen Jung, Bergolder 13,35, Vergolder v. Meißner 2,35, Arb. u. Arbeiterinnen Aus Industrie und Handel. versuchte. Nichts wollten die Unternehmer bewilligen; fie drohten b. Bartels 6,60, zusammen 22,30. Verband d. Steindrucker u. Lithographen mit der allgemeinen Aussperrung, wenn in Velten und Fürstenwalde 300,- B. Löwenberg 24,20, Photographisch. Vers. v. 3oller, 2. Rate 4,-. Von einer neuen Vereinigung in der Maschinenindustrie wußte die Arbeit nicht bedingungslos aufgenommen werde. Die Streifenden Schlosserei d. vereinigt. Gummiwarenfabriken, Mühlenstraße 3,50. Arbeiter gestern die Köln. Zeitung" zu berichten. Nach ihrer Mitteilung gaben weiter nach, sie wollten es nicht zum äußersten kommen lassen. b. Hamburger Speicher d. Ender, Invalidenstraße 9,55. Spar- und Kreditfollten Verhandlungen im Gange sein, die dahin zielen, eine Art von Sie ermäßigten in lezter Zeit ihre Forderungen so weit, daß man Kreuzberger Harmonie" 100,- Durch Lodimann 10,- Müßenfabrik v. „ Einigkeit" 11,-. Gesangvereine Norddeutsche, Schleife" und Interessengemeinschaft zwischen der Gasmotoren- Fabrik Deus, der von Verbesserungen kaum noch reden fonnte. Das half ihnen aber Grotehenn 15,-. Töpfer vom Bau Spiegel, Lichtenberg 5,50. Tapezierer Aftiengesellschaft Gebr. Körting in Hannover und der Vereinigten nichts. Bedingungslose Unterverfung! Das war die Parole der werkstatt von Binnow 8,-. Buchdruckerei Münch, Charlottenburg 10,75. Raschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft Nürnberg Fabrikanten, die cs augenscheinlich auf eine Machtprobe größeren Pianomechaniffabrit Littauer, Mariannenstraße 15,30. Slaviatur Reinte Das staatsgefährliche Revolutions- Lied. In St. Etienne wurden zwei Unteroffiziere verhaftet, weil sie in der Kaserne vor verfammelter Mannschaft das socialistische Revolutions- Lied gesungen haben. Die ganze Compagnie erhielt Kasernenarrest. Afien. China und die englische Tibet- Expedition. London, 7. Dezember. ( Burean Laffan.") Der chinesische Resident in Tibet berichtete, einem Telegramm aus Tokio zufolge, an die Regierung in Peking, die Tibetaner seien über den drohenden Vormarsch einer britischen Streitmacht gegen Tibet aufs höchste erregt. Die Regierung wies den Residenten an, eine vorsichtige Haltung einzunehmen. Der Vicefönig der Provinz Szetschwan, die an Tibet grenzt, erhielt Befehl, Vorsichtsmaßregeln gegen eine mögliche britische Invasion zu er greifen.Afrika. Deutfches Reich. berein P Elende aus " 4 11. Balter 14,70. Tischler u. Möbelpolierer von Thomas, Adalbertstr. 9,40. I aufhörlich gegen die internationale Socialdemokratie, das inter- habe; eher Lönnten in dem zweiten Artikel des Privatklägers scharfe Drei Genossen von Hoffmann u. Gäbler 3, Lederwarenfabr. W. Myrow nationale Judentum und das internationale Börsianertum losziehe. Und Ausdrücke feftgestellt werden. Der Gerichtshof habe deshalb die 6,05. Tischlerei Thomas, Königsbergerstr. 4,50. Stammfabrik von Brenner, doch scheine der Angeklagte die Pflicht der Baterlandsliebe nicht an Berufung des Privatklägers auf dessen Kosten verworfen. Adalbertstr. 13,-. Rummelsburg d. Neumann 34,25. Steinmeßen des Plates L. Niggl d. Will 11,50. Bogelsang 3,50. Arb. und Arbeiterinnen von erkennen zu wollen, denn er habe im ersten Termin etwas wegHoffmann u. Schröder, Ritterstr. 13,25. Konservative Sassenbeamte 10,- werfend gesagt:„ Man wandert bloß aus und ist seiner Bürger- An dem Prozeß ist, abgesehen von der seltenen Bewilligung des Centralverb. d. Handlungsgeh., Bez. 39. 11. 25,-. Pianofabr. E. Schopf, Martins pflicht gegen den Staat ledig." In seinem Artikel habe er, der§ 193 an den Redakteur, interessant, daß die Frage, ob der hof 9,25. Stoll. d. Firma F. Mauff, 2. Rate 13,25. Baumgarten, Felgentreff 2,20. Privatfläger, nur ganz allgemeine Betrachtungen angestellt und bei Bürgerpflicht vor jedem Treueid der Vorrang gebühre, überhaupt Bierprozente v. Arndt 51,75. A. E.-G., Metallgießerei, Boltastraße 32,80. der Anwendung des Wortes uns" nicht an uns De..tsche", sondern noch diskutiert wird. Es ist schon deshalb ganz selbstverständlich, daß der Restaurant Pflaumenbaum, Rostoderstraße 7,50. Tischlerei T. H. Lüdtte, im allgemeinen an die Menschen gedacht. Der Privatkläger ging Treueid nicht„ absolut bindend" sei, weil ja auch der Treucid unter Pankow, 2. Rate 32,40. Tischlerei Hennig, Weinstraße 4,50. Gefangverein dann in sehr ausgedehnte philosophisch- historische Erörterungen über 21. Schulz, Strautstrale nierte Robelja i G. Male Möbelfabrik die Bedeutung des Fahneneides und das Wesen der Waterlands- dem Geseze steht und kein Offizier verpflichtet sein kann, gefeß11,25. Möbelfabrik E. Schmidt Nachflg., Gr. Franks furterstraße 8, Buchdruckerei Naud u. Hartmann 13,20. Buchdruckerei liebe über und führte eine Reihe von Beispielen an, die beweisen, widrige Handlungen auf Befehl seines obersten Kriegsherrn Haasenstein u. Vogler, Maschinenmeister 11,- Möbebelpolierer Tischleit daß seine Anschauungen über Treueid und Pflichten gegen das Water- auszuführen. ม. Co. 16,40. Tischlerei C. Müller, Köpniderstraße, 2. Rate land mit der Ehre und der Pflicht des preußischen Offiziers durch- Die Münchner Post" berichtete kürzlich aus den Aften der 14,75. Tapezierwerkstatt von D. Schüll 15,- Bautischlerei Kulisch, aus übereinstimmen und es ihm nicht in den Sinn kommen konnte, geheimen Kommission, die sich seiner Zeit mit dem Fall Ludwigs II. Schönhauser Allee 11,65. Tischler von Haffke 4,- Rahmen wegen solcher Anschauungen seinen Abschied zu nehmen. Er habe beschäftigt hat, allerlei tolle Aktionen der verrückten Majestät. fabrik Brückner Nachfl. 10,15. Rödtke, Langestraße 3,-. Tischlerei diesen seiner Zeit einfach deswegen genommen, weil er nicht BrigadeBach 1. Atopik 9,20. Gießerei W. Nürnberg, Prinzenstraße 21,75. Arbeiter Kommandeur geworden sei. Er wies u. a. varauf hin, daß in den Ludwig II. schickte überall bei seinen regierenden Kollegen umher, der Möbelfabrik Sümel 41,55. Handlungsgehilfen u. Hausdiener Jandorf um Geld zu pumpen; weder der Sultan noch der Schah Warenhaus 70,05. Tischlerei Berjinski 6,50. Schlosserei Dskar Friß 11,60. Freiheitsfriegen ganze sächsische Heeresabteilungen zu den Preußen Bronzewarenfabrik v. Spinn u. Sohn 57,20, Möbeltischlerei W. Bable 4,20. übergegangen seien und Friedrich Wilhelm III. gegen diesen Bruch des von Perfien wurden als Gläubiger des allerchriftlichsten Königs Bananschläger von Schmidt 6,50. P. Kolonn Martin 12,-. Bautischlerei Treucides sich ebenso wenig erklärt habe, wie dies im holsteinischen verschmäht. Wenn aber alles nichts helfen sollte, so regte Seine Hellmuth, Aderstraße 20,-. Feld, Friedrichshagen 10, Möbelfabrit Kriege geschehen sei, als die Soldaten ihrem damaligen Könige den Majestät an ,,, Leute zu werben, um bei den Banken in Stuttgart, Hanke u. Keber 25,15. Tischlerei. E. Piaff, Saal I, 2. Rate 16,45. Eid der Trene brachen. Nach dem Standpunkte des Angeklagten hätte Frankfurt, Berlin und Paris einzubrechen. Wenn der Treueid Offiziere Bogenlampenfabr. Weinert 22,30. v. Staudt, Wilmersdorf, Klempner 15,50. im Falle Ludwigs II. von Bayern das bayrische Heer zunächst für verpflichten würde, derartigen irren Befehlen eines kranken Königs Senopflochmaschinenfabrik Herrmann u. Co. 17,60. Arbeiter der Schultheiß- diesen seinen Herrn und König eintreten müssen. Brauerei, Abt. II 18,10. Tischlerei Siebert u. Achenbach, 2. Rate 34,-. Er habe zu gehorchen, so würde allerdings damit das monarchische Klempner v. Ziekte, Beuffelstraße 8,50. Klempnerwerkstatt von Thom 18,50. feineswegs den Treueid des deutschen Heeres erschüttern wollen. Der Princip selber als gemeingefährlicher Wahnsinn Theaterverein Bär" 5,-. Tischlerei hulk, Stalizerstraße 12,50. Buch- Treueid schaffe kein materielles Recht im Lande, sondern sei nur ein binder Baschiz 25,75. Rahmenmacher von Raschiz 7,65. Summa 5309,51. Bereits quittiert 35 663,01. Gesamtsumme 40 972,52. Kaiser sei durch Gesetz und Verfassung und durch nichts sonst festSymbol; der Gehorsam des Soldaten und Offiziers gegen den durch seine eignen Bekenner bewiesen werden. Am allerwenigsten aber schwört das preußische Junkertum auf In der letzten Quittung muß es beißen statt Formerversammlung, gelegt. Der Soldat trete mit dem Augenblick seiner Aushebung die absolut bindende Kraft des Treueides. Es heuchelt bas Bilmersdorf: Frauen versammlung, Wilmersdorf 12,- statt Rohrleger unter diese Bestimmungen, und leiste den Treueid erst einige Wochen Bekenntnis zu diesem Princip, weil und so lange ihm Monarchie Berlins und Umgegend: Rohrer Berlins und Umgegend 50,-, und statt später. Der Angeklagte habe ihn beleidigt und auch beleidigen und Heer als Werkzeug seiner Interessen dienen. Arbeiter- Raucherbund: Arbeiter Sänger bund 200,-. In dem Weitere Beiträge werden in unserm Bureau in der Zeit von 9-1 und wollen. Er habe auch wissen müssen, daß sein Artikel eine Augenblicke, wo etwa ein Fürst sich an die Spige einer 6-8 Uhr entgegengenommen. Gelder, welche mit der Post eingesandt ehrengerichtliche Untersuchung herbeiführen mußte. Die„ Kreuz- demokratischen und socialen Revolution stellen würde, wären die werden, find an A. Störsten, Engel- Ufer 15, zu senden. Zeitung" jei am wenigsten berechtigt, sich auf§ 193 zu berufen. Die Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission." Streuz- Zeitung" habe immer nur im egoistischen Interesse einer kleinen, Junker die ersten, die das Heer zum Treubruch gegen den obersten aber mächtigen Partei gearbeitet und die Vaterlandsliebe darauf zu Kriegsherrn auffordern würden. Selbst schon bei zollfreier geschnitten, kein andres Organ habe so sehr wie sie zur Vergiftung Getreide- Einfuhr würden unsre Junker die ihnen verfippten Offiziere des politischen Lebens beigetragen. aufreizen, das„ Vaterland" gegen den so verblendeten König zu vers Die Kreuz- Zeitung" habe schon gleich nach ihrer Begründung teidigen. Es ist bekannt, daß in den ersten Märzstürmen des das Wohl des Vaterlandes nicht als ihre oberste Nichtschmur Jahres 1848 die Offiziere offen gegen die allzu große Nachgiebigkeit gelten laffen, schon Herr v. Manteuffel habe Veranlassung Friedrich Wilhelms IV. murrten. Damals tauchte die junkerliche gehabt, sich über die Kreuz- Zeitung" zu beklagen. erinnere daran, wie das Blatt gegen die Regentschaft des späteren freiwillig Kronrechte preisgebe. Die Stonservativen wären die ersten, Er Theorie auf, daß der König seine Krone verwirkt habe, wenn er Königs Wilhelm I. aufgetreten und daß es gegen das Krönungs- auf den Treueid zu pfeifen, wenn es jemals ein Fürst wagen manifest so geeifert habe, daß König Wilhelm die KreuzJoachimke hüte di, Wenn wi di kriegen, Hängen wi di! Der Treneid der Offiziere Bildete Dienstag abermals den Gegenstand sehr ausgedehnter und sehr lebhafter Erörterungen vor der achten Strafkammer des Landgerichts I als Berufungsinstanz. Als Privatkläger stand Oberst a. D. Gädte dem Chefredakteur der Kreuz- 8tg.", Prof. Dr. Kropatscheck gegenüber. Der letztere ist seiner Zeit vom Schöffengericht frei gesprochen worden, da ihm das Gericht den Schutz des§ 198 des Strafgesetzbuches zusprach. Oberst Gädte hatte in Nr. 313 des Berl. Tagebl." längere Beitung" überhaupt nicht mehr las. Fürst Bismard spreche in würde, gegen das Junkertum zu regieren. Der preußische JunkerAusführungen über den, Serbischen Königsmord und die seinen Memoiren von einem Berleumdungsfeldzug" der Kreuz- Wahlspruch ist viel serbischer als serbische Offiziersrevolutionen: Armee" gemacht. Er verurteilte darin das Vorgehen der Zeitung", die unter dem christlichen Symbol des Kreuzes feit serbischen Offiziere ihrem Könige gegenüber, betonte, daß nach Jahren nur noch den Ehrgeiz und die gehässige Verbissenheit der bei uns herrschenden Auffassung das Verhältnis persönlicher einzelner Redakteure vertrete. Die Kreuz- Zeitung" stelle fich immer Treue des Heeres zu seinem Kriegsherrn ein besonders heiliges fei, als Hüterin des monarchischen Princips hin, während sie nur die plaidierte dann aber für mildernde Umstände für die serbischen eignen Partei- Interessen vertrete. Er wiederhole: Er sei ein un- Treueid, um der Bürgerpflicht zu genügen, um Volk und Vaterland Serbischer! Denn das preußische Junkertum bricht nicht den Offiziere, indem er im allgemeinen ausführte, daß es neben dem bedingter Monarchist, aber müsse sich die Freiheit wahren, da wo Treueid noch eine ebenso heilige und erhabene Pflicht gebe: die fich Mißstände zeigen, diese zu besprechen. Gewiß müsse er sich dabei zu verteidigen, sondern um die Erfüllung der Bürgerpflicht zu ver Bürgerpflicht gegen den Staat und das Vaterland, von der der Treneid selbst eine Stritit gefallen lassen, diese dürfe aber nicht dahin sich hindern. Unfre Junker ſezen allerdings den Treueid über die gegen den Monarchen uns niemals entbinden könne. Wenn diese wenden, daß ein Landwehroffizier einen älteren Obersten bloßstelle. Bürgerpflicht, aber weit über Treueid und Bürgerpflicht erheben und beiden Pflichten in schärfstem Gegensatz auf einander stoßen, fo Justizrat Kleinholz machte furze juristische Ausführungen, die verfechten sie das Klasseninteresse. sei dies der härteste Konflikt, vor den ein Ehrenmann gestellt darauf hinausliefen, daß die betreffenden Artikel der„ Kreuz- Zeitung" werden könne. Hiergegen und gegen einen weiteren zur eine Beleidigung des Privatklägers enthalten und dem Angeklagten Abwehr" veröffentlichten Artikel des Privatklägers im„ Berliner der Schutz des§ 193 nicht zur Seite stehe. Was der auf streng Tageblatt" wandte fich Professor Kropatscheck in zwei monarchischem Boden stehende Privatkläger über Treueid und Artikeln der Krenz- Zeitung". durch die sich Oberst a. D. Bürgerpflicht gefagt habe, sei an sich nicht gar so ungeheuerlich. Spencer gestorben, der Philosoph und Sociologe der aufstrebenden Nach einer Drahtmeldung aus London ist dort heute Herbert Gädte beleidigt fühlt. In dem ersten Artikel hieß es zum Er befinde sich dabei in ausgezeichneter Gesellschaft. Heinrich von englischen Großbourgeoisie des vorigen Jahrhunderts, der nicht nur Schluß:„ Eine Konsequenz wird hoffentlich jeder Offizier, der etwa Treitschke sage in seinem Buche" Politik" auf Seite 366: wir glauben es nicht diese Ansicht des Herrn Oberst a. D. Aber wenn man unter Menschen von Verpflichtungen spricht, so die Theorien vom freien Wettbewerb der Kräfte, von der Auslese Gädke teilt, als ehrlicher Mensch ziehen: schleunigst seinen Abschied fann man ohne Gott zu lästen nicht vergessen, daß es hier( bei der der Besten im wirtschaftlichen Kampf und von der Nüßlichkeit einer aus einem Corps zu nehmen, in das er innerlich nicht mehr hinein- Vereidigung des Heeres) absolute Verpflichtungen nicht giebt, noch möglichst geringen Einflußnahme des Staates auf das Wirtschaftsgehört." In dem zweiten Artikel hieß es, daß fich Oberst a. D. geben soll. Jeder menschlichen Verpflichtung ist eine letzte Schranke getriebe philosophisch und sociologisch zu begründen verstand, sondern Gädke herauszureden suche. Der Oberst a. D. Gädte tröste sich, gesetzt, die des Gewissens. Absolute Hingebung an einen sterb- auch die Ueberlegenheit der angelsächsischen Rasse zu beweisen wußte. daß es in Deutschland entscheidendere Stellen gebe, als die Kreuz- lichen Menschen kann es nicht geben. Man soll nicht zu " Herbert Spencer+ Er Beitung". Das jei ganz richtig und diesen möge das Urteil über unsren Soldaten sprechen, als ob sie auch Vater und Butter Spencer ist am 27. April 1820 zu Derby geboren. wurde zunächst Ingenieur, gab jedoch seinen Beruf auf die Anschauungen, die Oberst a. D. Gädke vom Treueid hat, überTassen bleiben. unsre deutschen Verhältnisse wurde Journalist, als auf Befehl ihrer Borgesesten totschlagen müßten. Sind denn die welcher er sich bald auf Soldaten eines stehenden Boltsheeres gleich zu stellen den kindermordenden Söldnern des Königs Herodes? Sein Gewissen tann volkswirtschaftlichem und socialphilosophischem Gebiet ein be kein denkendes Wesen opfern, darum gilt auch vom Fahneneid, daß deutendes Ansehen erwarb. Sein erstes großes Werk, in dem der Fall eintreten kann, daß Einer um seines Gewissens willen nicht er sich als gewandter Verteidiger der manchesterlichen Lehre erwies, mehr gehorcht." fam 1851 heraus. Sein Hauptwerk„ System of synthetic philosophy" folgte 1860. Zu vermerken sind weiter" The principles of biology"," The principles of psychology" und die groß angelegten Principles of sociology", Education, intellectual, moral and physical"," Essays"," The classification of the sciences"," The study of sociology". mals entbinden kann, fo fo müſſe jeder hieraus die Ansicht Letzte Nachrichten und Depeschen. Gegen das erste Urteil hatte der Privatkläger Berufung eingelegt. Prof. Kropatscheck bestritt den Artikel des Oberst a. D. Gädte mißverstanden oder in seiner Tendenz verdreht zu haben. Die Bez trachtungen über Treueid und Bürgerpflicht hätten sich nicht auf Rechtsanwalt Räsell: Es komme nicht so sehr darauf an, was serbische Verhältnisse beschränkt, sondern auf der Oberst a. D. Gädte über den Treueid denkt, sondern darauf, welche Ansicht ein Leser seines Artikels aus der Fassung desselben bezogen. Daß er selbst die Sache ganz richtig verstanden, zeigen gewinnen muß. Der Artikel beleuchte nicht nur serbische Verhältnisse, Artifel im„ Tag" und der Münchner Allgemeinen Zeitung" und sondern gehe auch auf allgemeine Betrachtungen und somit auch auf auch der Generallieutenant v. Boguslawski habe von einer Ent- deutsche Verhältnisse über. Wenn in dem Artikel stehe, daß von gleisung des Obersten Gädte gesprochen. Nur der Vorwärts" jei sofort der Bürgerpflicht der Treueid gegen den Monarchen uns nies dabei gewesen, die Ausführungen des Privatklägers über den Treueid als richtig anzuertennen. Die Theorie des Oberst a. D. Gädte über entnehmen, daß unter Umständen die Bürgerpflicht höher stehen den Treueid sei unhaltbar und würde zu den bedenklichsten müsse als der Treueid. Destreichische Rekrutierungsbestimmungen. Konsequenzen führen. Es sei nicht nur das Recht, sondern die Pflicht Angeklagter Professor Kropatscheck: Der Privatkläger habe sich Wien, 8. Dezember.( W. T. B.) In einem von gestern der Streuz- tg." gewesen, hiergegen energisch Stellung zu nehmen in feinen Ausführungen mehrfach selbst widersprochen. So weit datierten Erlaffe bestimmt das Reichs- Kriegsministerium, daß die und ihm als Landwehrhauptmann a. D., der ebenso wie der diese beweisen sollten, daß der Treueid gegen den Monarchen Abgänge, die sich am Jahresschlusse bei den aus den Ländern Oberst a. D. Gädte das Recht habe, die Uniform zu tragen, sei das fein absolut bindender sei, so müsse er von seinem Standpunkt aus der ungarischen Krone sich ergänzenden Truppen durch EntBlut begreiflicherweise heiß geworden. Er wäre ein stummer Hund ge- dem entschieden widersprechen. Er bleibe dabei: daß ein Offizier lassung der Drittjährigen ergeben, durch Einberufung der im nächsten wesen, wenn er geschwiegen hätte. Er habe in seinem Artikel von der aktiven Armee, der offen ausspricht, daß der Treueid für ihn Jahre übungspflichtigen Mannschaft für den 4. Januar zu einer Offizieren gesprochen, die ehrlicherweise ihren Abschied nehmen nicht absolud bindend sei, nicht in die Armee gehöre. Er sei überzeugt, achtundzwanzigtägigen lebung zu decken find, so weit es sich für follten. Der Privatfläger habe ja aber schon seinen Abschied genommen, daß ihm jeder Offizier darin Necht geben werde und daß auch Oberst a. D. den Dienstbetrieb notwendig erweist. In erster Linie sind, mit dem auf ihn konnte sich der Paffus also gar nicht beziehen. Er habe ihn bloß Gädke in seinem Junern nicht anders dente. Der Privatfläger habe mun jüngsten übungspflichtigen Jahrgange beginnend, die als überzählig bekämpft in seinen unhaltbaren Theorien, aber feineswegs als mit einem großen Aufwand historischer Reminiscenzen die Kreuz- 3tg." oder minder tauglich in die Erfagreserve eingereihten Ersatzunehrlichen Mann hinstellen wollen. Er habe auch keineswegs die vernichten wollen. Was die Kreuz- 3tg." in der Vergangenheit ein- reservisten und erst dann nach Bedarf die übrige Reserve einAbsicht gehabt, ihn beim Ehrengericht zu denunzieren", wie der mal gethan und welche Stellung sie zu einzelnen Fragen ein- zuberufen. Kläger sich ausgelassen. Er habe noch niemals jemand denunziert genommen, gehöre ebenso wenig hierher, als wenn er eine Geoder beim Ehrengericht angezeigt. Daß der Privatkläger mit der schichte des Berl. Tagebl." aufrollen wollte. Was das Denunzieren Feder leicht entgleise, zeige ein andrer Artikel, in welchem er von betrifft, so habe sich Oberst a. D. Gädke selbst denunziert, erprobten Offizieren spreche, die für liberale Zeitungen schreiben, und nämlich durch seinen eignen Artikel. Wer so etwas schreibt, dabei ausführe:" Sie fürchten, daß man ihnen bei jeder mißliebigen wisse entweder nicht, was er schreibt, oder er sei dermaßen Aeußerung mit der geheimen Feme des ehrengerichtlichen Berfahrens entgleist, daß er sich lebhaften Widerspruch gefallen lassen müsse. deutlich machen wird, daß man sie immer noch an der Sklavenkette Der Gerichtshof fam nach längerer Beratung zur hält". So schreibe ein Mann, der einerseits seine Zugehörigkeit zur Bestätigung des ersten Urteils Armee betont und andrerseits sich selbst auf die entscheidendere Stelle als die„ Kreuz- 8tg."" berufen habe. Oberst a. D. Gädke: " Amnestie für Streifvergehen. Paris, 8. Dezember.( W. T. B.) Der Senat nahm den von der Kammer genehmigten Gesezentwurf, betreffend die Gewährung von Amnestie für Streifvergehen an und verwarf den Zufazantrag, dieses Gesetz auch auf die vom Staats- Gerichtshof verurteilten Personen in Anwendung zu bringen. Streits im Süden Frankreichs. Venezuela will auch größer sein. New York, 8. November.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Einer Depesche aus Willemstadt zufolge hat Venezuela 15 000 Gewehre und 10 000 000 Patronen eingeführt. Es heißt, Venezuela bereite einen Einfall in Kolumbien vor für den Fall, daß es zwischen Kolumbien und den Vereinigten Staaten wegen der PanamaAngelegenheit zum Kriege kommen sollte. aus folgenden Gesichtspunkten: Der Privatkläger sei nach Ansicht des Gerichts in seinen beiden Artikeln von den Betrachtungen über Streifunruhen fort. In Lyon wurden gestern vier Personen verlegt, Paris, 8. Dezember.( B. H.) In der Provinz dauern die den serbischen Königsmord auf allgemeine Betrachtungen und Er sei unbedingter Monarchist, stehe auf dem Boden der auch auf deutsche Verhältnisse übergegangen und habe davon ge- darunter eine Frau und ein Polizist. Die Arbeitgeber sind, ents Monarchie und es falle ihm gar nicht ein, die Treue gegen den sprochen, daß es zwei Pflichten gebe, die zu einer Kollision führen schlossen, die Fabriken zu schließen, wenn die Streikenden ihre JeMonarchen erschüttern zu wollen. Er huldige aus ideellen Gründen fönnen. Gegen diefe Ausführungen habe sich der Angeklagte in dingungen nicht annehmen. dem Monarchismus, während der Monarchismus der Kreuz- 3tg." seinem ersten Artikel gewandt und ausgeführt, daß der Treueid die ein egoistischer sei. Sein Monarchismus habe eine Grenze höhere Pflicht in sich schließe. Der Gerichtshof entscheide hier nicht, an den Grenzpfählen des Deutschen Reiches und er sei nicht welche Ansicht die richtige sei. Wenn der Angeklagte in seinem dumm genug, nicht einzusehen, daß in andren Ländern Artikel ausgeführt, daß ein Offizier, der solche Anschauungen, wie sie andre Verhältnisse als bei uns bezüglich der Treue gegen den der Privatkläger vertreten, teile, ehrlicherweise aus der Armee Monarchen obwalten tönnen. Solche Verhältnisse haben sich in ausscheiden sollte, so habe er nach Ansicht des Gerichts dem Serbien gezeigt, wo ein frebelhafter Fürst, unwert, der Repräsentant Privattläger damit nicht den Vorwurf der Unehrlichkeit gemacht. des Monarchismus zu sein, die Offiziere im Intereffe des ganzen Was den im zweiten Artikel gebrauchten Ausdruck„ daß fich Vaterlandes zu ihrem Vorgehen gereizt habe. Aus diesem Grunde Oberst a. D. Gädte herausreden" wolle", betreffe, so liege hier objektiv habe er für Milderungsgründe für die Offiziere plädiert. Als seiner eine Beleidigung vor, denn es sei beleidigend, wenn man von einem Zeit in Bulgarien der mit Kriegsruhm getrönte Fürst durch Offiziere, höheren Offizier behaupte, daß er gegen seine beffere Ueberzeugung die ihm den Treueid geschworen, beseitigt worden, da habe kein etwas ausspreche und damit die Wahrheit, Ehrlichkeit und Offenheit Hahn danach gekräht. Die betreffenden Offiziere wurden in der vermissen lasse, die man bei einem Offizier voraussetzen müsse. Der russischen Armee angestellt und später wurden die bulgarischen Offiziere Gerichtshof habe aber dem Angeklagten jogar gezwungen, sie wieder als Kameraden in ihre Reihen Die Zoll- Zuschläge Kanadas. Montreal, 8. Dezember.( W. T. B.) Die Meldung des Bureaus Laffan aus Ottawa, wonach die kanadische Regierung neuerdings eine Verschärfung der Bestimmungen über die Erhebung von Zuschlagszöllen auf deutsche Einfuhrartikel nach Kanada erlassen habe, ist unzutreffend. Die Bekanntmachung an die Exporteure vom 17. April 1903 enthielt schon den Saß, daß auch Waren nicht rein deutscher Herkunft, deren Hauptwert aber in Deutschland erzeugt worden ist, dem Zuschlagszoll unterliegen sollen. Lediglich den Schutz des§ 193 Str.-G.-B. aufzunehmen. Er habe auch den serbischen Offizieren gegenüber sich augebilligt. Der Privattläger sei mit seinem Artikel in die breite durchaus für die Hoheit des Gesetzes erklärt, aber darauf hinweisen Deffentlichkeit hinausgetreten und der Angeklagte yabe als Landwollen, in welchen schweren Konflift ein Offizier geraten fönne, wenn wehroffizier und Redakteur das Recht gehabt, auf solche öffentliche zur Auslegung dieser Bestimmung ist jetzt festgesetzt worden, daß für aus der Einheit„ Staat und Fürst" eine Zweiheit geworden und die Erörterung einer solchen brennenden Frage öffentlich zu antworten, die Entscheidung der Frage, ob der Hauptwert einer Ware in Lebensinteressen von Fürst und Staat nicht mehr übereinstimmen. sonst hätte die Presse gar keine Bedeutung mehr. Was die Form der Deutschland erzeugt worden sei, der Umstand maßgebend sein soll, Herr Kropatscheck sei Redakteur der„ Kreuz- Beitung", an deren Spize Artikel des Angeklagten betrifft, so erkenne das Gericht an, daß er daß der Marktpreis des deutschen Bestandteils mehr als die Hälfte die Devise„ Mit Gott für König und Vaterland" stehe und die un- das, was er jagen wollte, in ruhiger und sachlicher Weise gesagt des Wertes der fertigen Ware ausmacht. Berantwortl.Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Inseratenteil verantwortl.: Th.Glocke in Berlin. Druck u. Berlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblat Nr. 287. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 9. Dezember 1903. Wer verleumdet? Antwort an Herrn Jaurès. 21 " Vorbemerkung. " Die Leser des Vorwärts" kennen die ziemlich heftige" Replik des Herrn Jaurès gegen mich( N. 277 des V."), die im franzöfifchen Original die Ueberschrift: Berleumdung" trägt. Auf diese lange Replik, die er an meine kurze Antwort auf seinen ersten Angriff in der Petite République" geknüpft, habe ich bereits am 24. November eine Entgegnung an fein Blatt geschickt und gleich zeitig davon ihn persönlich benachrichtigt. Meine Abwehr ist aber bisher( 3. Dezember) nicht erschienen. Eine zweite Anfrage bei Herrn Jaurès, d. d. 28. November, ob er meine Abwehr zu veröffentlichen gedente, ist unbeantwortet geblieben. In dieser Anfrage habe ich ihm aber erklärt, daß ich, falls er bis zum 30. November nicht antwortet, fein Schweigen als eine Weigerung betrachten würde. Es steht also fest, daß Herr Jaurès mir das Recht der Abwehr in seinem Blatte verweigert. Dabei hatte er seinerseits die Loyalität" des Vorwärts" angerufen, um die Veröffentlichur seines Verleumdungsartitels zu verlangen. Das ist allerdings ein probates Mittel, vor seinen Lesern über ben Gegner zu triumphieren. Und das ist die„ Royalität" des Herrn Jaurès und seines Organs. " Dieses Verfahren wundert mich übrigens nicht. Ich habe von vornherein nicht die Loyalität der Herren, sondern das Preßgefek angerufen. Muß doch Genosse Laprofilière- Martinique bereits seit mehreren Monaten vor den Gerichten kämpfen um sein Recht der Abwehr gegen Schmähungen des Herrn Gérault- Richard, des Chefredakteurs der Petit République". Ich will mich meinerseits damit begnügen, Herrn Jaurès Verfahren dem Gericht der socialdemokratischen öffentlichen Meinung und aller anständigen Leute überhaupt zu überlassen, da mir Zeit und Mittel zu der in dieser Sache sehr langwierigen Prozessiererei fehlen und ich mich im Vorwärts" wehren kann. Leider muß ich sehr ausführlich werden, zum Teil noch ausführlicher als in der von Herrn Jaurès unterschlagenen französischen Entgegnung. " Erstens handelt es sich um die genaue Nachtveifung der neuen Jaurèsschen Entstellungen, durch de er seine ihm von mir bereits nachgewiesene materielle und moralische Citaten fälschung( Vornarts", Nr. 271) wegzuheren und meine Berichterstattung herunterzumachen sucht. Herr Jaurès steht ja im Weltruf eines musterhaft Toyalen Menschen. Da muß ich schon feine die Texte fälschende und entstellende Beweisführung bis ins leinste Detail verfolgen. Zweitens muß ich aber auch und das ist zugleich von allgemeinem Partei- Interesse die sachlichen socialistischen" Argumente feiner Replit und feinen Socialismus" überhaupt eingehend beleuchten. Giebt es doch auch in Deutschland noch immer mit ihm befreundete Socialdemokraten, die trotz alledem an die Echtheit seines Socialismus glauben und die ihn sogar, wie er sich dessen rühmt, schon oft" gegen meine Korrespondenzen und gegen die Redakteure der Neuen Zeit" mobil zu machen versucht haben!'), " I. ,, Irrtümliche Anführungszeichen". In der Vorwärts"-Uebersehung( Nr. 277) fehlt der einleitende Sak der Jaurèsschen Replik. Ich muß hier den Saß nachtragen. Er lautet: " Der Korrespondent des„ Vorwärts" treibt ein jämmerlichzweideutiges Spiel mit Worten und er mißbraucht den Umstand, daß irrtümliche Anführungszeichen( erreur de guillemets) den Schein eines buchstäblichen Citats den Worten berliehen haben, die eine genaue und loyale Zusammenfassung seiner Campagne darstellen." Herr Jaurès gesteht also, den Tert meiner Korrespondenz d. d. 11. November gefälscht zu haben. Ich nehme davon Aft. Aber er berbirgt dieses Geständnis unter der wohlflingenden Ausrede, es handelte sich lediglich um irrtümliche Anführungszeichen" wofür wohl irgend ein Sezer die Schuld trägt? Er gleitet sodann hinweg über den von mir gelieferten Beweis, daß er auch den Sinn meiner Worte in grober Weise gefälscht hat, und behauptet ruhig, eine" genaue und loyale Zusammenfassung" derselben gegeben zu haben. Genau so hüllten die Nationalisten das unvermeidlich gewordene Eingeständnis der Henry- Fälschung in die famose Erklärung ein, jene materielle Fälschung wäre eine genaue und loyale Repräsentation der in einem echten Dokument enthaltenen Wahrheit. Die Theorie der loyalen repräsentativen Fälschung" bei den Verteidigern Henrys; irrtümliche Anführungszeichen" und" loyale Zusammenfassung" bei Herrn Jaurès. Und er beweist die Loyalität seiner Zusammenfassung" durch eine neue grobe Entstellung des flaren Sinnes meiner Korrespondenz vom 11. November. Er schreibt: " Wenn Kritscheisty... dieser Einmischung der bewaffneten Macht die angebliche Niederlage des Streits zuschreibt( hier, wie überall, von mir gesperrt. B. K.), so habe ich das Recht, zu sagen, daß er damit unsre ganze Politik und unfre ganze Anstrengung dahin zusammenfaßt, das Proletariat des Nordens unter das Regiment des Säbels gebracht zu haben...." In Wahrheit weiß Herr Jaurès genau: 1. daß meine Korrespondenz vom 11. November(„ Bortvärts" Nr. 267), betitelt Wortbrüchige Unternehmer", nichts weiter ist als ein Momentbils einer einzigen Episode des Sampfes, und zwar der Situation, wie sich unmittelbar nach dem Kammerbotum bom 7. November gestaltet hat; 2. daß ist dort nicht im entferntesten von einer Niederlage des Streits gesprochen habe; 3. daß ich dort vielmehr die feste Haltung der Streitenden, ungeachtet der Wiedereröffnung der Fabriken, hervorhebe; 4. daß ich folglich unmöglich der Einmischung der bewaffneten Macht eine Niederlage des Streits habe zuschreiben können; 5 daß das einzige, was ich der militärischen Einmischung zu schre.ve, das Verharren der Unternehmer in ihrem Wortbruch ist, ungeachtet des einstimmigen Kammervotums zu Gunsten eines Schiedsgerichts; " " „ Er( Sritschewsky) verkündet und protlamiert legentlich des Streits auch nur ein einziges Wort zu die Niederlage der Arbeiterklasse drei Tage sagen. Und warum? Eben darum, weil es mir im gegebenen Fal vor dem vollständigen Siege." Um diesen Punkt zu erledigen, fordere ich Herrn Jaurès auf, in meiner Storrespondenz vom 11. November das mindeste Wort, schobenen Sinne ausgelegt werden könnten. im Sinne der Verdie mindeste Andeutung zu finden, die in dem von ihm zuerst untertündung" und" Proklamierung" der„ Niederlage der ArbeiterKlasse", der„ Niederlage des Streifs". Herr Jaurès auch nicht, es sei denn, daß er noch einmal zu Gewissenhafte Leute werden nichts Derartiges finden. Und selbst irrtümlichen Anführungszeichen" greift. II. Blindheit und Verleumdung!" Herr Jaurès hat an meiner Korrespondenz vom 11. November eine materielle und moralische Citatenfälschung verübt. Er hat sodann, um diese Fälschung zu rechtfertigen, den klaren Sinn und den ganzen Inhalt der Korrespondenz und obendrein einen wichtigen Punkt meiner Berichtigung gefälscht. Das alles genügt ihm nicht. Er fälscht auch noch die Tragweite jener Korrespondenz innerhalb meiner gesamten Berichterstattung über den Streik. In der That, er insinuiert ohne Unterlaß, daß jenes, ganze vierundzwanzig Zeilen lange Momentbild einer einzigen Episode des Kampfes für sich allein alles zusammenfasse, was er meine„ Campagne" zu nennen beliebt. " unmöglich war, von Paris aus ein objektives Bild über jene Streitig teiten zu gewinnen. Das zeigt, denke ich, flar genug die Frivolität des pathetischen Gezeters des Herrn Jaurès über meine angeblich polemisch- leidenschaftliche Behandlung des Streiks. streitigkeiten rühmt, so inuß ich ihn daran erinnern, daß sein Wenn er sich aber seiner Diskussion in Bezug auf die Parteieignes Organ, die Petite République", in ihren Liller Korrespondenzen besante Streitigkeiten reichlich breitgetreten hat. Und das in einer Weise, daß daneben die Berichterstattung des bourgeoisen „ Temps" über den gleichen Gegenstand als ein Muster der Objektivität erscheint. Herr Jaurès befolgt überhaupt den Grundsay: de minimis non curat praetor". Die niedrigeren Arbeiten überläßt er stets feinen Mithelfern, während er in den reinen oberen Regionen thront. Nur aber sollte er sich dessen nicht rühmen Fassen wir das Gesagte zusammen. Jaurès' wichtigste, aber nicht einzige Waffen in seiner persönlichen Fälschungen, Verdrehungen und Verdächtigungen sind Herrn Attacke gegen mich. Ihm steht noch zu Gebote eine viel mühelosere und bei mangelnder Zeit" besonders bequeme Waffe: er dekretiert einfach Pauschalanschuldigungen, ohne sich erst überhaupt um Terte -Bu fümmern. " " " Man hat gefehen, er hantiert am Tert eines einzigen und Das ist falsch. Die Wahrheit ist, daß ich über den Streit ins- des fürzesten meiner neun Streifberichte. Das hindert ihn aber nicht, gesamt ne unmal geschrieben habe. Acht dieser Berichte oder am Schluß seiner Replik ohne den Schatten eines Beweisverfuchs Artikel find im„ Vorwärts" zu finden, 237, 239, 247 249," alle" meine Streifberichte in Bausch und Bogen für ein Beispiel 250, 256, 267 und 269. Was den neunten Bericht betrifft, ge- von Verständnislosigkeit oder von Mangel an Gewissenhaftigkeit" schrieben am 8. November, so hat ihn der Vorwärts" nicht ber- felbst in derselben Replik doch meine Beurteilung des Streiferfolges, ( mauvaise foi) zu erflären. Obendrein vergißt er dabei, daß er öffentlicht wie die Redaktion erflärt( r. 271, erste Beilage), wegen starken anderweitigen Stoffandranges". Dieser nicht ver- wenn auch unter allerlei ziveideutigen Windungen und Wendungen, öffentlichte Bericht behandelte aber gerade die Interpellation hat zutreffend finden müſſen. Beitmangel" und" Entrüstung" 1 Jaurès vom 7. November, das Votum der Enquete usw. Vor lauter Entrüstung" scheint er ganz unfähig zu sein, richtig alles Dinge, die Herr Jaurès mir vorwirft, verschwiegen zu haben. zu lesen, was ich schreibe, und selbst zu lesen, was ich schreibe, und selbst ivenigstens aus Achtung vor dem Leser Er kann übrigens diesen meinen Bericht vom 8. November in der im Stopfe zu behalten, was er selber foeben ge= Leipz. Wolfsztg." lesen( Nr. 260, Politische Uebersicht). Jedenfalls schrieben hat. Die schon lange zurückgehaltene Entrüstung" der aber kennt er, muß er kennen die acht im„ Vorwärts" veröffentlichten schönen Seele hat ihn, einmal zur Explosion gekommen, in eine so Berichte. Er kann also teine Entschuldigung vorbringen, wenn er blinde Wut hineingejagt, daß er gegen mich Verleumdungen schleudert, tveis zu machen sucht, daß ich vor den Augen der deutschen Social die sogar durch seine eignen Worte widerlegt werden. demokratie nur den( mit meiner der Jaurèsschen Zustimmung) über den Arbeitern des Nordens geschwungenen Säbel erscheinen laffe", daß ich alle Proportionen fälsche", daß ich nur das eine Ding fehe und nur von dem einen Ding spreche, nämlich, daß durch uns( durch Jaurès) der Schreden des Säbels das Proletariat gebändigt hat..."( a dompté le prolétariat)). „ Gebändigt hat"! Immer und immer wieder das wütende Beharren im illoyalen Streben, den Leser zu hypnotisieren durch die Wiederholung der falschen Unterstellung, ich hätte die deutsche Socialdemokratie getäuscht selbst über das Ergebnis des Stampfes!... Wohlgemerkt, er wiederholt das in demselben Artiket, in welchem er gezwungen ist( etivas weiter oben), anzuerkennen, daß ich ja wohl zur rechten Zeit über den Erfolg des Streits berichtet habe. " " Dabei ist er es, der über„ Blindheit und Verleumdung" zetert! Nun, die deutschen Freunde des Herrn Jaurès, die„ schon oft" seine Entrüftung über meine Berichterstattung( und über die Redakteure der" Neuen Zeit") zur Explosion zu bringen versucht haben, sie mögen mit dem Ergebnis der Explosion zufrieden sein. An ihrem Urteil liegt mir ebensowenig wie am Urteil des französischen Anhangs des Herrn Jaurès. In den Augen aller Unbefangenen aber fönnen Beitmangel" und eine schon lange zurüc gehaltene Entrüstung" feine Entschuldigung bilden für Fälschungen, Entstellungen und Verdrehungen der Terte und für gänzlich beweislose, weil nicht zu beweisende Pauschalverleumdungen, die daher ebensoviele leichtfertige oder böswillige Verleumdungen in des Wortes moralischer und juridischer Bedeutung sind. " Mit dem leider unvermeidlich gewordenen persönlichen und tertfritischen Teil meiner Entgegnung bin ich zu Ende. Nun zu den sachlichen Argumenten des Herrn Jaurès. III. Schiedsgerichtsvotum und Antrag Delory. In meinem öffentlichten Ich meine diese Stelle: Jetzt, vor der eklatanten und schreienden Offenkundigkeit der Thatsachen ist er( Sritschewsky) natürlich genötigt( obligé), anguerkennen, daß( der folgende Nachsatz fehlt in der Vorwärts"-Uebersehung. B. S.) die Arbeiter des Lysthales tie erwähnt, bom Vorwärts" nicht vers die Schlacht gewonnen haben." Die Fassung des Sakes ist jedoch Bericht vom 8. November habe ich die Thatsache so zweideutig, daß Herr Jaurès den ihm von mir zur Last gelegten hervorgehoben, daß Herr Jaurès in der Kammerſigung vom 7. Nos dreisten, den Leser mißzachtenden Widerspruch bestreiten könnte. bember den Antrag Delory betreffs der sofortigen Zurückziehung der Sei's brum! Liegt kein Widerspruch vor, dann hat er in der an- Truppen aus dem Streitgebietes) bekämpft hat und zwar im Interesse gezogenen Stelle den Leser zu täuschen gesucht auch noch über den der Erzielung eines einstimmigen Kammervotums zu Gunsten einer Beitpunkt und die psychische Veranlassung meines schiedsgerichtlichen Attion.( Siehe Leipziger Volkszeitung" Nr. 260.) Streiterfolg- Berichtes. Letzteres ist sogar viel wahrscheinlicher. Es hat er nun durch dieses Verhalten die Fortdauer der militärischen heißt ja dort:" Jet" wäre ich genötigt", den Erfolg an- Besetzung des Streitgebietes mit verschuldet, ja oder nein? Ebenso zuerkennen. gut fönnte man fragen, ob ein Deputierter für die unmittelbaren Folgen, für den wirklichen, objektiven Sinn feines Votums verantwortlich ist oder nicht. Und doch bringt es Herr Jaurès fertig, die Verantwortlichkeit für die pünktlich eingetroffenen Folgen feiner Rede und feines Votums gegen den Antrag Delory, für die militärischen Brutalitäten, abzulehnen, die, ich wiederhole es, in der„ Petit République" selbst drei Tage hintereinander gemeldet wurden! Im Zusammenhange mit der Jaurèsschen Kardinalfälschung meiner Korrespondenz vom 11. November, wonach ich die Niederlage der Arbeiterklasse drei Tage vor dem vollen Siege verkündet und proklamiert" haben soll, ist besagte Wendung nur allzu geeignet, beim Leser die falsche Vorstellung zu erivecken, ich hätte erst je iz t" im buchstäblichen Sinne, erst nachträglich oder gar erst nach Herrn Jaurès' Attacke den Erfolg anerkannt. nachdem mich dazu die eklatante und schreiende Offenkundigkeit" genötigt" hätte!... Jch wiederhole auf alle Fälle, daß ich schon am 14. November, d. i. gleich am Tage des Eintreffens der bezüglichem Nachricht in Paris, über den Streit erfolg geschrieben habe.(" Borwärts" Nr. 269.) Jrgend einer Nötigung" bedurfte es dazu natürlich nicht, ebensowenig wie zum Urteil meines Berichts, daß der Sieg teine bloß lokale Bedeutung habe usw. Endlich ein letzter nicht der letzte! Beweis für die wütende Beharrlichkeit, mit der Herr Jaurès meine Worte und Gedanken zu fälschen bestrebt ist. In der Berichtigung in der" Petite République" schrieb ich: ,, llebrigens ist der schließliche Erfolg des Streifs feineswegs geeignet, die Haltung des Herrn Jaurès in der Sitzung vom 7. November gegenüber der Resolution Delory( d. h. seinen Widerspruch gegen Delorys Forderung der sofortigen Zurückziehung der Truppen) zu rechtfertigen. Einem bon jeglicher ministerialistischer Voreingenommenheit freien Socialisten wird es doch wohl gestattet sein, zu denken, daß der Streit erfolgreich geendet hat nicht dank jener Haltung, sondern trotz ihrer." " Es geht noch weiter. Weil ich so frei war, seine antifocialistische Haltung gegenüber dem Antrag Delory in der Korrespondenz vom 11. November gebührend zu kennzeichnen, maßt er sich das Recht an, mir unerträgliche Verleumdung"," monströse Entstellung der Absichten und der Thatsachen" vorzuwerfen! Aber feine Die Absichten des Herrn Jaurès in allen Ehren! gewiß guten Absichten bei der Bekämpfung des Antrags Delory( die ich ja im Bericht vom 8. November, ohne sie weiter zu fommentieren, in feinen eignen Worten angegeben habe!) schaffen erstens die Thatsache der militärischen Ausschreitungen nicht aus der Welt. Zweitens und das ist das wichtigste in dieser Diskussion hindern ihn seine arbeiterfreundlichen Absichten nicht, die Ents sendung von Militär nach Streifgebieten genau durch die landläufigen bourgeois- gouvernemen talen Argumente zu rechtfertigen. Er schreibt: Giebt es heute bei der gegenwärtigen politischen und socialen Entwicklungsstufe eine Regierung, von der man erwarten könnte, daß fie niemals Soldaten nach einem Streifgebiet entsendet? Soll man, bis dieser Augenblick einmal kommt, der durch nichts andres beschleunigt werden kann als durch eine starke Organisation der Arbeiterklasse, die fähig geworden ist, ihre Bewegung selbst zu disciplinieren( discipliner elle- même son mouvement), soll man sich bis dahin jeden wirksamen Eingreifens zu Gunsten streitender Arbeiter enthalten?" Was thut nun Herr Jaurès? In demselben Artikel, als dessen Teil meine Berichtigung abgedruckt ist, verfälscht er den klaren Sinn der Worte: nicht dank jener Haltung, sondern trotz ihrer", indem Vom Schlußfaz abgesehen, der in einen andren Zusammenhang er mich sagen läßt, daß der Stampf gewonnen worden sei nicht gehört, sagen dasselbe mit ein bißchen andren natürlich weniger durch uns( durch Jaurès), sondern trok unser"! Ich verklausulierten Worten alle bourgeoisen Verteidiger der Notspreche ausschließlich von seiner antisocialistischen Haltung in der wendigkeit von Truppenentsendung nach Streifgebieten: Die Ar= Kammerfißung gegenüber der Resolution Delory. Er aber läßt beiter sind noch nicht im stande, von sich aus bei mich seine ganze Attion während des Streits, Streits für gute Disciplin zu forgen. Bis feine propagandistische und parlamentarische Thätigkeit" zu Gunsten dieser Augenblick einmal kommt", müssen also die der Streifenden überhaupt als ein Hindernis für den Erfolg er- Soldaten den Streitenden Disciplin einpaufen flären! Natürlich kann er dann desto pathetischer meine Bericht- ivenn es fein muß, mit Säbel und Flinte. erstattung verunglimpfen und seine Verdienste um den Erfolg be- Ich sehe bereits Herrn Jaurès bei diesen meinen Worten wieder flammende Entrüstung ausbrechen: tonen. in 6. daß zusammenfassend meine Korrespondenz vom Wahr ist, daß ich aus Herrn Jaurès' anßer parlamentarischer Wie! Kritschewsky unterschiebt mir die Absicht, streikenda 11. November, die just vierundzwanzig Beilen lang ist, in sechzehn Streifattion nur seine( und Briands) Bemühungen beim Minister Arbeiter niederfäbeln, niederschießen lassen zu wollen!... D, über Zeilen die Haltung der Unternehmer bespricht, in vier Zeilen die präsidenten um Einstellung der militärischen Provokationen erwähnt diesen Soundso! Monströse Entstellung der Absichten!" Unfefte Haltung der Streifenden, in zwei Zeilen die militärischen habe( Vorwärts" Nr. 256, 1. November).( Er aber gleitet freilich erträgliche Verleumdung!"" Skandal!"" Täuschung der deutschen Brutalitäten kennzeichnet und schließlich in den letzten zwei Zeilen auch über diese meine Mitteilung hinweg und erzählt davon der Socialdemokratie!" u. f. f. den von Herrn Jaurès gefälschten Pardon, in irrtümlichen deutschen Socialdemokratie, als ob ich das verschwiegen hätte!) Gemach, werter Arbeiterfreund! Sie wissen ganz genau, daß Anführungszeichen" gebrachten Sah enthält, der ihm zum Ausgangs- Die Mitteilung über seine Berufung nach dem Streitgebiet hat Ihre gewiß guten Absichten nichts an der Thatsache ändern, daß punkt feiner Diffamationen gedient hat. ohne mich der schnelle offigiöse Draht besorgt. Soll ich nun etwa auch unter dem idealsten bürgerlich- demokratischen Ministerium Herr Jaurès stüßt also feine erste Entstellung auf eine neue, deshalb alle Proportionen" gefälscht haben? Aber ich habe ja ebenso- zur Zeit, bei der gegenwärtigen politischen und socialen Entebenso grobe Entstellung des ganzen Inhalts meiner Korrespondenz wenig über die Streitversammlungsreden der revolutionären widlungsstufe", unter dem Ministerium Combes die militärische beziv. meiner Berichtigung in der Petite République". Socialisten, der Genossen Delory, Sembat u. a. geschrieben. Einmischung bei Streits jedesmal zur Anwendung von mehr oder Oder denkt Herr Jaurès, daß jede seiner Bersammlungsreden ein minder schneidigen und blutigen Disciplinierungs"-Mitteln gegenweltgeschichtliches Ereignis ist? über den Arbeitern geführt hat. Oder sollten Sie denn bereits die von Ihnen mit beantragte Resolution Ihrer eignen Fraktion vergessen haben, die in der Interpellation über den 3) Herr Jaurès behauptet übrigens fälschlich, der Antrag Delory *) Die Vorwärts"-Uebersetzung ist hier ungenau. Sie spricht ( eingebracht namens der revolutionär- socialistischen Fraktion) hätte von socialdemokratischen Freunden Frankreichs oder Deutschlands".*) Die„ Bortvärts"-Uebersehung giebt den Sinn der lebten sich ausschließlich auf jene Forderung beschränkt". Das ermöglicht Jm Original steht: des amis socialistes de France ou Worte ungenau wieder, indem sie Herrn Jaurès sagen läßt: Der ihm dann, den Antrag seiner eignen Fraktion auf Bewilligung von d'Allemagne", was richtig also zu übersehen ist: socialistische Schrecken des Säbels über dem Proletariat herrsche." Durch 100 000 Frank für die Streifenden extra herauszustreichen. Wahr Freunde aus Frankreich oder aus Deutschland". Es handelt sich diese abschwächende Ueberfegung wird die Jaurèssche Verdrehung ist, daß Delory und Genossen in ihrer Resolution neben der Entnicht um Freunde Deutschlands", sondern um deutsche nicht viel schöner, wohl aber wird sie ihres specifischen fälschenden fernung der Truppen die gleiche Geldbewilligung ver Freunde des Herrn Jaurès. Zweckes entkleidet. langten. Die neue Entstellung dient ihm zugleich dazu, mir Mangel an Scharfblick"," radikale Unfähigkeit"," Unbefangenheit, die Dinge klar zu sehen" oder„ Mangel an Getvissenhaftigkeit"( bonne foi) vorzuiverfen. Zu diesem Zweck wiederholt er die falsche Behauptung in den kategorischen Worten: " Herrn Jaurès' Verdächtigungen zwingen mich, noch folgendes zu sagen: Ich habe es überhaupt absichtlich vermieden, über die nach seinem ja maßvollen Ausdrud Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Richtungen und die Eifersüchteleien der Sekten" ge= " " " www " war. " " borjährigen Bergarbeiter- Streit zwar nicht den Rüdzug der Truppen| demjenigen der wegen Kindesmordes angeklagten Jungfrau, die liegt, daß das Weberekend jedes normale Gemüt rühren mußte, zu fordern wagte, immerhin aber den Erfahrungssas konstatierte, jagte, der Neugeborene ſei gar so klein, so klein gewesen. während die Bergarbeiter von der Bourgeoisie für eine„ frivol bedaß die vorbeugende Verwendung der bewaffneten Macht das Oder soll man Herrn Jaurès daran erinnern, daß Gamgehrliche" Schicht gehalten werden. Risiko von Gewaltthätigkeiten steigert, anstatt es zu vermindern"? betta mit allen Republikanern, den simplen demokratischen Und diese ABC- Weisheit muß man Herrn Jaurès, trotz seiner Ich will gerecht sein. Herr Jaurès hat nichts vergeffen, er hat Republikanern unter dem zweiten Kaiserreich protestierte nicht gegen Alribie in der Abschätzung der moralischen Kräfte", entgegenhalten? aber seit dem Vorjahr viel gelernt. Er hat sich in den das„ lebermaß" des Truppenaufgebots bei Streiks, sondern| Wo blieb nun diese Akribie, als er den monumentalen Saz von der ministerialistischen Geist bereits so eingearbeitet, daß er jetzt in gegen jegliche, noch so sehr mäßige Truppenentsendung nach Streit- Erhoffung einer Mehrheit" unter der Bedingung einer großen schroffem Gegensatz zur vorjährigen Resolution seiner eignen gebieten? Der ministerielle Socialismus hat eben alles auf den Anstrengung" niederschrieb?... Sie blieb, denke ich, ebenda, Fraktion die doch schon auch damals gewiß nicht an, settiererischer Kopf gestellt. Dessen Hauptführer bezeichnet nun glücklich als wo sein parlamentarisch taktischer Scharfblick, als er den Antrag Boreingenommenheit" laborierte, in der vorbeugenden Verwendung feftiererische Kinderei" das, was selbst den einfachen Delory bekämpfte aus angeblicher Furcht, das Schiedsgerichtsvotum der bewaffneten Macht ein Ersatzmittel für die fehlende Selbstdisciplin Republikanern von dazumal eine grundsätzliche Forderung oder dessen Einstimmigkeit zu gefährden. Afribie und Scharfblick streikender Arbeiter erblickt! Seine ministerialistische Lernfähigkeit erklärt auch, warum er jetzt eklipsierten sich recht gelegen. Der letztere versagte ihm den Dienst Vergebens suchte Herr Jaurès in der Kammer und sucht er jetzt just im Augenblick, als er in der Kammerrede über der herrlichen Disciplinarwirkung der Soldaten auf die Streifenden wieder in seiner Replik die Sache so darzustellen, als ob der mentalen Standpunkt in der Streik- Militärfrage zu verhüllen hatte, seinen gouvernes die Kleinigkeit übersieht, daß schon die bloße militärische Besetzung Antrag Delory seinen Schiedsgerichtsantrag um ihn desto wirksamer bethätigen zu können. Die erstere flüchtete des Streifgebietes einen höchst wirksamen moralischen Druck zu hätte gefährden können. Wäre das zutreffend, so könnte sich jenseits der Bewußtseinsschwelle just im Augenblick, als er Gunsten der Unternehmer bedeutet. Wo bleibt da aber das zwar nicht seine antisocialistische Haltung rechtfertigen. Immer in der Replik seine antisocialistische Haltung in der Kammer seine feine Abschäzung der moralischen Kräfte", die er bei meiner hin aber hätte es in diesem Fall einen Sinn, wenn er sagt, daß er durch seine großen Verdienste um den Streikerfolg zu decken suchte. Wenigkeit vermigt? mit Vorbedacht" und im Interesse der kämpfenden Arbeiter" den Herr Jaurès hat aber auch in dankenswerter Weise seit dem Antrag Delory bekämpft habe. In Wirklichkeit jedoch ist nichts kollegen des Herren Jaurès: Basly, Clovis Hugues und Zum Ueberfluß noch der Hinweis, daß drei eigne FraktionsBordeaux- Kongreß seiner Partei viel gelernt. Damals fuchte er noch falscher als die kontradiktorische Gegenüberstellung der beiden Anträge. Selle für die Priorität des Antrages Delory gestimmt haben. seine„ proletarische Spize" gegen den sie abstumpfenden" Freund Richtig ist vielmehr, daß beide Anträge sehr gut nebeneinander hätten Sollten nun die Drei, darunter der allergemäßigste BergarbeiterMillerand herauszukehren. Und es fanden sich naive Gemüter, die verfochten werden können. vertreter Basly, sich etwa ebenfalls der Missethaten des„ Sektenzivischen dem proletarisch spigen Jaurès und dem proletarisch ab Zum Beweis kann ich mich auf den eignen Fraktionsgeistes" und seiner Kindereien" schuldig gemacht haben? Ich denke gestumpften Millerand eine tiefe Kluft erblickten. Jezt aber recht- follegen des Herrn Jaurès, den Abgeordneten Adrien Veber vielmehr, daß speciell Basly aus seinen Erfahrungen im vorjährigen fertigt Herr Jaurès auch in Worten, seine Thaten berufen, der in der Sigung vom 7. November im Namen einer ge- und allen früheren Bergarbeiterstreits gründlich gelernt hat, waren schon früher, noch vor Bordeaux danach! die militärische wissen Anzahl seiner Kollegen"( d. h. eines Teiles der ministeriell die moralische( und physische!) Kraft des militärischen Druces Disciplinierung streikender Arbeiter mit einer Offenheit, um die ihn socialistischen Fraktion) zugleich für die beiden Anträge nach Gebühr zu schäzen. Dieselben Bergarbeiterstreit- Erfahrungen der löblich offene Millerand beneiden könnte. eintrat. Zuerst, so sagte Beber, möge über den Antrag werden Basly ferner vom Glauben an die Wunderwirkungen eines Manchem könnte vielleicht als rätselhafter Widerspruch erscheinen, Jaurès abgestimmt werden, sodann aber auch über den Antrag Schiedsgerichtsvotums furiert haben. Er wird vom vorjährigen daß Herr Jaurès einerseits die sofortige Abrüstung im äußeren Delory: Bergarbeiterstreit her die traurigen Ergebnisse nicht nur jenes Wölferverkehr predigt, andrerseits aber die militärische Wir glauben nicht, daß der Antrag des Herrn Votums, sondern auch der effektiv zu stande gekommenen SchiedsAbrüstung im inneren selassenverkehr für spätere, Delory in irgendwelchem Widerspruch zum Angerichte gewiß in frischer Erinnerung behalten haben. Dies wird bessere Zeiten verschiebt. Des Rätsels Lösung ist jedoch trage des Herrn Jaurès stehen würde, oder um- wohl der triftige Grund gewesen sein, warum er sich durch den sehr einfach. Seine verbürgerlichte Dentweise ist es, die gekehrt. In der That. Nachdem die Kammer einstimmig von der Jaurèsschen Scheingrund gegen den Antrag Delory nicht hat ihn zum Friedensschwärmer gemacht hat, der die socialökonomischen Regierung verlangt haben wird, ihren gesetzlichen und berechtigten beirren lassen. Basly ist ein Gemäßigter, ein Ministerieller, aber er Klassenwurzeln des modernen Militarismus übersieht und daher die Einfluß zu gebrauchen, um die Unternehmer zur Einwilligung in ist kein Doktrinär des Ministeriums. Abrüstung von den gegenwärtigen kapitalistisch- militärischen Staaten ein Schiedsgericht zu veranlassen; nachdem sie eine noch so weiterhofft. Dieselbe verbürgerlichte Dentweise hat ihn aber auch daran gefaßte parlamentarische Enquete beschlossen haben wird- wird, gewöhnt, die elementarsten proletarischen Forderungen unter dem glauben wir, noch etwas andres zu thun sein: es wird sich ziemen, Gesichtswinkel der gouvernementalen Verantwortlichkeiten" zu sehen. gemäß dem Verlangen des Herrn Delory, die Zurückziehung der Ein bürgerlicher Regierungsmann fann offenbar nicht das Risiko Truppen zu votieren, damit die Arbeiterbevölkerung nicht zugleich wagen, die" Ordnung" durch disciplinlose Arbeiter gefährden zu die Last des unternehmerlichen Joches und des militärischen Drudes Tassen. zu fühlen hat."( Stenograph. Stammerbericht, Journal Officiel" Zum Beweise für die Reinheit seiner gar nicht in Frage vom 8. November, Seite 2566.) kommenden Absichten schreibt Herr Jaurès weiter, er hätte den Desgleichen war Delory seinerseits weit davon entfernt, seinen Antrag Delory mit Vorbedacht" bekämpft, und zwar gerade im Antrag dem Jaurèsschen entgegenstellen zu wollen, wie es Herr Interesse der kämpfenden Arbeiter". Sein voll- Jaurès durch die verächtliche Bezeichnung des revolutionär reifer, überreifer Ministerialismus hat also seinen Socialismus socialistischen Antrags als einer settiererischen Kinderei" nebenbei bereits in einem so hohen oder vielmehr so tiefen Grade ver- mit zu verstehen geben möchte. Im Gegenteil. In Beantwortung bürgerlicht, daß er in aller Seelenruhe sich rühmt, die des Jaurèsschen Widerspruchs gegen seinen Antrag sagte Delorh: Fortdauer der militärischen Beseßung des Streifgebiets im ,, Wenn die Kammer damit einverstanden wäre, über zwei AnInteresse der kämpfenden Arbeiter" zugelassen zu haben! träge abzustimmen, so würde ich mich leicht dem Antrage des Herrn Jaurès anschließen. Da es aber sicher ist, daß nach der Annahme des ersten Antrags der zweite nicht zur Abstimmung gestellt werden würde, so können wir nicht umhin, unser Prioritätsbegehren ( d. h. die Prioritätsabstimmung über den Antrag Delory) aufrecht zuerhalten."( Stenographischer Kammerbericht a. a. D.) " Bor bald 60 Jahren faßte das Kommunistische Manifest" seine Kritit des Konservativen oder Bourgeois- Socialismus" in den Worten zusammen: Seinen entsprechenden Ausdruck erreicht der BourgeoisSocialismus erst da, wo er zur bloßen rednerischen Figur wird. Freier Handel im Interesse der arbeitenden Klasse; Schutzzölle! im Interesse der arbeitenden Klasse; Bellengefängnisse! im Interesse der arbeitenden Klasse: das ist das legte, das einzige ernst gemeinte Wort des Bourgeois- Socialismus." Wohlan, Herr Jaurès hat es fertig gebracht, den BourgeoisSocialismus der 40 er Jahre des vorigen Jahrhunderts durch eine rednerische Figur" zu bereichern, die alle andren resumiert und verdichtet: Militärische Besegung von Streifgebieten! im Interesse der Arbeiterklasse! 4) " Und wohlgemerkt, von keiner Seite wurde den Abgg. Veber und Delory etwa entgegengehalten, daß die Vereinbarung der beiden Anträge, genauer, zwei aufeinanderfolgende Abstimmungen über die Anträge geschäftsordnungsmäßig unzulässig wären. Invereinbar mit dem Antrag Delory war lediglich der überreife Jaurèssche Ministerialismus, sein bereits gekennzeichneter bourgeoiser, hinter dem bürgerlichen Republikaner von ehemals weit zurückbleibender Standpunkt in der Frage der Truppenverwendung bei " Streifs. entweder Der ministerialistische Doktrinarismus ist es, der Herrn Jaurès auch mit der von Karl Marr im 18. Brumaire" gegeißelten echt bürgerlichen Krankheit des, parlamentarischen Kretinismus" infiziert hat. " Er wirft mir vor unter diversem Geschimpfe mein geringschäßiges Urteil über das einstimmige Schiedsgerichtsvotum, ein Urteil, das ich übrigens nicht fieberhaft", che 24 Stunden" seit jenem Botum verstrichen waren, ausgesprochen habe, sondern erst nach dreimal 24 Stunden, nachdem ich die wiederholten Meldungen der Petite République" über die militärischen Brutalitäten in mich aufgenommen" hatte. Doch sei's drum! Selbst einen Augenblick zugegeben, daß jenes Votum, obwohl es zu feinem Schiedsgericht kam, schließlich über den Erfolg entschieden hätte, wie das Herr Jaurès, nach rückwärts prophezeiend, apodiktisch behauptet, so hätte ich mich an der Majestät einer parlamentarischen Kundgebung verfündigt. Nun, ich bin verstockt genug, auch in Zukunft lieber die gleiche Sünde zu begehen, als mit Herrn Jaurės in parlamentarischen Kretinismus" zu verfallen. -Im übrigen versteht es sich von selbst, daß ein Socialdemokrat, der auf dem Boden des proletarischen Klassentampfes steht, niemals mit Herrn Jaurès in der Abschäzung der moralischen Kräfte" übereinstimmen wird, wo es sich um die bewegenden Faktoren und die Interessen jenes Kampfes handelt. Daher kann es Herr Jaurès gar nicht fassen, daß der Antrag Delorh einem Socialdemokraten- jo wohl aus ideellen wie aus unmittelbar praktischen Gründen wert sein muß, als alle möglichen einstimmigen Schiedsgerichts. abstimmungen. " 0 mehr Aber das Urteil der Arbeiter selbst? Haben sie nicht Herrn Jaurès und seinen ministerialistischen Gesinnungsgenossen ihre Anerkennung bezeugt? Und haben sie in der Siegesstunde" nicht den Ich weiß wohl, daß Herr Jaurès sich damit rechtfertigt, Daher hat denn Herr Jaurès gegen den Antrag Delory nicht Antrag Delory einfach ignoriert? daß der Antrag Ja, gewiß! Indes hat weder Delory ein„ ohnmächtiger Wunsch", nur gesprochen, sondern auch gegen ihn votiert, trotzdem es sich um das eine noch das andre irgend etwas mit der Frage zu thun, die eine platonische Kundgebung", cine sekretierische Kinderei" eine Abstimmung handelte, die von vornherein jawohl„ ohnmächtig" im Mittelpunkt dieser Diskussion steht, nämlich, ob Herrn Jaurès' gewesen sei. Dieser Einwand ist ein wertvolles Geständnis: er stellt war, eine bürgerliche Mehrheit zu erzielen. Und der Antrag wurde Widerspruch gegen den Antrag Delory vom socialistischen Standdie Jaurèssche socialistische" Auffassung in hüllenloser Form dar. beiseite geschoben mit 495 gegen bloß 27 Stimmen. Herr Jaurès punkt gerechtfertigt werden kann. Da er aber zum zweitenmal auf Ihm ist eben alles was nicht praktisches Resultat" in des kann darauf stolz sein, durch sein Eingreifen die Zahl der„ fettiererisch- die vom Streiffomitee vorgeschlagene Siegesresolution pocht, so muß Bortes unmittelbarster Bedeutung ist, weiter nichts alsohnmächtiger tindischen" Minderheit auf ein so winziges Häufchen reduciert zu ich ihm erstens meinen Hinweis wiederholen, daß in der gleichen Wunsch"," platonische Rundgebung" u. 1. f. Deshalb opfert er fröh- haben. Indes die Beiseiteschiebung des Antrags Delory war, ich Resolution auch der Präfekt einen Dant", und sogar an erster lich und mit Vorbedacht" selbst die elementarsten socialistischen wiederhole es, in allen Fällen von vornherein bombensicher, selbst Stelle, votiert bekommen hat. Und doch wird selbst Herr Jaurès Forderungen, sobald sie nicht geeignet sind,- und das aus guten wenn Herr Jaurès tagelang mit Engelzungen für den Antrag daraus nicht folgern wollen, daß der Präfeft im Streit eine Grund! eine bürgerliche Mehrheit republikanischer", geredet hätte. socialistische Taktik beobachtet hat. Zweitens wird in der Resolution unter Umständen sogar menschlicher Solidarität" für sich Also selbst einen Augenblick zugegeben, daß die antinomische nicht nur der Antrag Delory mit Stillschweigen übergangen, sondern zu gewinnen( an diese republikanische und allgemein menschliche( schroff gegensätzliche) Gegeneinanderstellung der zwei Anträge so auch die Namen der revolutionär socialistischen Solidarität appellierte Herr Jaurès in seiner Interpellationsrede vollkommen zutreffend wäre, wie sie es offenkundig nicht ist, fo Streikredner, der Abgg. Dolory, Sembat u. a., obwohl sie, vom 7. November). hätte Herr Jaurès auch dann absolut keinen Grund gehabt, von der ebenso wie die ministeriellen Socialisten, zur Agitation einAus seiner ministerialistischen Entwicklungsperiode ist mir nur Abstimmung über den Antrag Delory eine Gefährdung seines Schieds- geladen worden waren. ,, Erkläre mir, Graf Derindur, dieses ein einziger Fall erinnerlich, wo er die praktischen" Rücksichten gerichtsantrages zu befürchten. Angesichts dieses offenkundigen Sach- Rätsel der Natur!"... Ach, ich glaube fast, verzeih's Gott, daß zu Gunsten einer principiellen Forderung alias ciner platonischen verhalts fällt seine Begründung, er hätte den ersten Antrag bekämpft die Eifersüchteleien der Setten" an diesem Rätsel kräftiglich mitSundgebung" vernachlässigt hat. Das war vor dem Bordeaur im Interesse der Erzielung eines einstimmigen Schiedsgerichtsvotums, gewirkt haben und daß ferner jedermann sich selbst am besten lobt Kongreß, als Herrn Millerand der Ausschluß aus der Partei drohte, kläglich zusammen. Es bleibt ihm nun die Wahl, durch jene Be- und anerkennt. 1. a. wegen seines Votums für das Kultusbudget. Herr gründung um in feiner feinen Sprache zu reden Jaurès fritisierte dieses Votum, während Herr Willerand folgerichtig Verständnislosigkeit" oder aber Mangel an Gewissenhaftigkeit" ist vom ministeriell- socialistischen Geist durchdrungen- bis zu einent Ueberhaupt der ganze Resolutionsvorschlag des Streiffomitees auch die traditionelle Ablehnung des Kultusbudgets für eine„ platonische( mauvaise foi) offenbart zu haben. folchen Grade, daß Herr Jaurès in seinen Werken bespiegelt sich Sundgebung" erklärte. Doch diese kleine Jukonsequenz des Herrn Wer Herrn Jaurès' parlamentarisch- taktischen Scharfblic fennt der Mensch! in Verzüdung gerät ob des geschärften, gerechten, Jaurès ist eine Ausnahme, die die Regel bestätigt. Uebrigens mußte und wer kennt ihn nicht? für den wird die Wahl nicht schwer sein. feinen und wahren politischen Sinnes" der Arbeiter, die jenen die platonische Kundgebung" gegen das Kultusbudget vor dem Jene Begründung stellt sich nun heraus als ein fadenscheiniger Bor- Resolutionsvorschlag votiert haben. Ganz besonders hat es ihm praktischen Realismus des Herrn Jaurès auch deshalb Gnade finden, wand, ein notdürftiges Feigenblatt zur Verhüllung seines anti- wohlgethan, daß die Resolution so gerecht die verschiedenen Verweil es sich da um eine bloß demokratische, nicht um eine socialistischen Standpunktes in der Frage der Militärverwendung bei antwortlichkeiten" festsetzt: dem Präfekten einen Dank, dem General specifisch socialistische Forderung handelt. Dem ministeriellen Streifs, eines Standpunktes, den er erst in seiner Replik mit dankens- Lopez wegen seiner Provokationen einen energischen Tadel. Nur Socialismus ist es aber noch nicht gelungen, den politischen und werter Deutlichkeit enthüllt hat. dem General Lopez, nicht höher hinauf! Das ist socialen Sinn" des Proletariats so fein zu verschärfen", daß die Weiter. Gesezt den schrecklichen Fall, daß der Antrag Delory die Hauptsache, der Fünftelsaft der ministerialistischen politischen socialistischen Arbeiter ruhig herunterschlucken könnten die von die Mehrheit erzielt hätte. Wäre denn dadurch der Schiedsgerichts- Weisheit! socialistischer Seite erfolgende Preisgebung eines principiellen antrag um eine einzige Chance ärmer geworden? Das gerade Die altfränkische demokratisch- konstitutionelle Auffassung macht Votums, dem simple bürgerliche Demokraten in Frankreich treu Gegenteil ist wahr. Eine Kammer, die eine Mehrheit für die die Regierung für die Handlungen ihrer Beamten verantwort bleiben. Truppenentfernung liefert, wird desto sicherer ein einstimmiges lich, so lange sie dieselben nicht desavouiert hat. Nun hat aber Herr Herr Jaurès beruft sich in der Replik ferner zu seiner Ver- Votum für ein Schiedsgericht abgeben. Um das einzusehen, braucht Combes den General Lopez nicht desavouiert, er hat trotz der teidigung auf seinen„ Protest" in der Kammersißung vom 7. November es gar nicht der Fähigkeit, die moralischen Kräfte abzuschäßen", die unaufhörlichen" Audienzbeschwerden des Herrn Jaurèsgegen das ebermaß( excès) des Truppen- Aufgebots". Ich Herr Jaurès für sich in Anspruch nimmt. Es genügt, die jedem für welche folglich ebenso unaufhörliche militärische Brutalitäten den habe es selbst in meinem Bericht vom 8. November erwähnt beliebigen Zeitungsleser bekannte Thatsache zu kennen, daß die umaufhörlichen Grund allerdings nicht als einen„ Protest". Wer wird denn sanftes Zu Schiedsgerichts- Freundlichkeit unter den französischen bürgerlichen General nicht abberufen. Thut nichts! abgegeben haben müssen Der General trägt reden, zart zutrauliches Hoffen, einschmeichelnd lächelnde Gunst- Parteien von links und rechts bereits die Festigkeit eines Bor- allein die Verantwortung, nicht der Regierungschef. Die demoerwerbung und verstohlenes Seufzen einen Protest nennen können? 5) urteils gewonnen hat. fratisch- tonstitutionelle Auffassung der Doch davon ganz abgesehen, mutet der Inhalt des angeblichen Verantwortlichkeit ist Ebenso leicht ist es, in der französischen Kammer ein Votum für dem ministeriellen Socialismus roh, ungerecht, unschicklich für die " Protestes" im Munde eines socialistischen Führers sonderbar genug parlamentarische Enqueten über Arbeiterfragen zu erlangen, wenn wachsenden Schwierigkeiten der Rolle" einer Arbeiterklasse, die ihren an. In meinem Bericht habe ich mich vermessen, dieses Gefühl durch auch meinetwegen fein einstimmiges. Indes die Einstimmigkeit Selassenkampf auf dem Boden der Klassensolidarität auszuliebeln einen ironischen Gedankenstrich anzudeuten so monströs" wütet oder eine bedeutende Zahlengröße der Mehrheit war doch nur für hat. Wer gegen diese Verfälschung des proletarischen Klassentampfes, in mir die polemische Leidenschaft"! Da aber Herr Jaurès mun- das Schiedsgerichtsvotum von Belang wegen des davon zu gegen diese Korrumpierung der Arbeiterschaft sich aufbäumt, der mehr jenen rühmlichen Protest" gegen das, lebermaß" des erwartenden Druces auf die Unternehmer. fälscht alle Proportionen", und, wenn er Bariser Korrespondent des Truppenaufgebots auch noch zu seiner Verteidigung anführt, so muß Vorwärts" ist, der„ täuscht die deutsche Socialdemokratie". ich ihm sagen, daß dieses Verteidigungsmittel verteufelt ähnlich sieht " im - Man beurteile demnach den Wert der Versicherung des Herrn Jaurès, daß er für die zwei Forderungen seines Antrages, Schiedsgericht und Enquete, eine Mehrheit" habe„ erhoffen können" effort) unter einer großen Anstrengung"!( avec un grand " " den Nun, die deutsche Socialdemokratie wird, denke ich, an der " Feinheit" und„ Gerechtigkeit" der Siegesrevolution von Armentières 4) Bekanntlich hatte Herr Millerand, der seinem Freund Jaurès ebensowenig Gefallen finden, wie der Jaurès der vor mutig vorangeht, bereits vor ein paar Jahren dem Militarismus, ministerialistischen Periode daran Gefallen gefunden hätte. Der vordem Marinismus, der Kolonialpolitik das Wort geredet Sollte er denn außerdem vergessen haben, wie leicht in der vor- ministerialistische Jaurès gab nichts auf jene Feinheit“ und„ Gejährigen Bergarbeiterstreit- Debatte Schiedsgericht( nebst Enquete) rechtigkeit". Er that seine socialistische und demokratische Pflicht Interesse der Arbeiterklasse. Die Absichten der beiden Freunde votiert wurde? Und doch handelte es sich damals um einen a II- und wälzte ebenso derb wie gerecht auf die Lehgues und die Barthou, find stets arbeiterfreundlich nud ,, socialistisch". gemeinen Streit eines ganzen Industriezweiges, jezt aber nur auf die Ribot, die Meline und die Charles Dupuy die volle Ver5) Herr Jaurès protestierte" also: Sie( die Streifenden) fagen um einen Iotalen Streif, bei welch' letzterem naturgemäß ein antwortung für die arbeiterfeindlichen Handlungen ihrer Präfekten, der Regierung, daß sie seit Wochen, abgesehen von den Unfällen der Schiedsgericht der bürgerlichen Mehrheit noch viel eher einleuchtet. ihrer Generale und ihrer Richter. ersten Stunde, für welche sie nicht im mindesten verantwortlich sind, Andrerseits ist der politische Einfluß der Bergwerks Befizer von Kaltblütigkeit, Ruhe, Selbstbeherrschung gezeigt haben; und so hoffen ganz Frankreich doch wohl etwas bedeutender als derjenige der fie denn, daß die Regierung, die den festen Entschluß zur Ordnung Tertilfabrikanten von Armentières- Houplines. Diese zwei Umstände In der Berichtigung in der„ Betite République" hatte ich Herrn und Ruhe konstatiert hat, der diese große Arbeiterbevölkerung belebt mußten das stets sicher und leicht zu erlangende Schiedsgerichts- Jaurès aufgefordert, seine verunglimpfende Attade gegen meine und stützt, nicht weiter verlängern wird das Zeichen ich sage nicht, Votum in der gegenwärtigen Streitdebatte noch ganz besonders er gesamte Berichterstattung durch von Mißtrauen, sondern von etwas fleinmütiger Vorsicht, das eine leichtern Beweise und Citate" zu im Vergleich mit dem schon im Bergarbeiter- Streit leicht erhärten. Er ist dieser Aufforderung ausgewichen, er hat sich der schwere militärische Besetzung über Armentières verlängert."( Steno- erlangten Schiedsgerichts- Votum. Das im gegenwärtigen Falle aber Pflicht eines Ehrenmannes entzogen, feine Anschuldigungen zu be graphischer Kammerbericht, Journal Officiel" vom 8. November, minder günstige Moment, daß der Druck der kämpfenden Arbeiter weisen oder aber zurückzunehmen. Noch mehr. Er verschärft noch Seite 2558). In der Aussprache gegen den Antrag Delory be- von Armentières und Houplines auf die Kammerentschließung und vervielfacht in seiner Replik die Schmähungen und nimmt sich merkte er dann noch furz,„ er behalte sich vor, bei der Regierung natürlich viel geringer sein mußte als der Druck der Bergarbeiter heraus, ohne den Schatten eines Betveises seine erste beweisloje auf die Verminderung der militärischen Ollupationslasten zu maffe, wird jedenfalls wieder aufgewogen durch das jetzt für Beschimpfung meiner ganzen Berichterstattung aufrechtzuerhalten: cr bringen"( a. a. D. Seite 2566). arbeiterfreundliche Entschließungen günstigere Moment, das darin spricht nach wie vor von meinem verleumderischen System". IV. Schlußwort. " Er berzichtet" großmütig, mir einen„ iveiteren und klareren Spiegel vorzuhalten". Durch diese Kapriole glaubt er seine offenfundige Schmach verdecken zu können, die Schmach eines Verleumders, dem es unmöglich ist, den Wahrheitsbeweis zu führen. Die Anschuldigungen gegen meine Streifberichterstattung habe| Kreis- Schulinspektor gehört werden. Das ist ungenügend; es seine Erwerbsbeeinträchtigung von zwei Dritteln, für die jetzige ich in den ersten zwei Kapiteln als Verleumdungen nachgewiesen. müßte mindestens der Schulleiter gehört werden. Neurasthenie von Dr. Renvers eine solche von einem Drittel Die Anschuldigungen gegen meine gesamte Berichterstattung stellen Es ist ferner angeordnet, daß alle Betriebe, welche fremde Kinder angenommen. Dieses Arztes Gutachten war besonders ausführlich sich ohne weiteres als Verleumdungen dar, nachdem er meiner Auf- im Sinne dieses Gesetzes beschäftigen, mindestens halbjährlich einmal wissenschaftlich begründet und ließ über den Zusammenhang zwischen forderung zum Wahrheitsbeweis ausgewichen ist. einer ordentlichen Revision zu unterziehen sind neben den der Arbeitsleistung und dem Leiden sowie über den Charakter der etwaigen außerordentlichen, die vorzunehmen sind, sobald der Ver- Entstehung des Leidens als eines Unfalles gar keinen Zweifel. dacht einer gesetzwidrigen Beschäftigung von Kindern vorliegt. Ueber alles dies setzte sich das Reichs- Versicherungsamt hinweg, erklärte, daß die Arbeit nicht so anstrengend gewesen sei, um die Gewerbegerichtlicher Schuk der Verlegung der Bäckereiverordnung. zugegebene Verschlimmerung des Leidens hervorzurufen und daß es Er spekuliert ohne Zweifel auf seinen großen Weltruf. Er wird berichtet. Danach hatte ein Bäckergeselle vereinbarungsgemäß das Leiden des Klägers verschlimmert habe; vielmehr iſt auVon einem seltsamen Urteil des Münchener Gewerbegerichts deshalb nicht wahrscheinlich sei, daß gerade sie( 1) glaubt, mich ungestraft verleumden zu dürfen, da er es sicher wähnt, bei ſeinem Prinzipal an zehn Tagen je zwei Ueberstunden über die zunehmen, daß es sich auch ohne die fragliche Arbeitsdaß man ihm, dem großen Mann, aufs Wort glauben werde. Die Rechnung mag bei seinen blinden oder interessierten Be- vorgeschriebene Maximal- Arbeitszeit von zwölf Stunden gearbeitet. Leistung in der Weise, wie es geschehen ist, entwidelt hätte." W. erhält also überhaupt keine Rente. Da der Meister sich weigerte, hierfür Zahlung zu leisten, so citierte wunderern schon zutreffen, ebenso wie bei seinen Freunden" aus ihn der Gehilfe vor das Gewerbegericht. Dieses wies jedoch die Um diese Weisheit von sich zu geben, hätte das Reichsallen von klassensolidarischen" Tendenzen angetränkelten Ländern, Klage mit der Begründung kostenpflichtig ab: Nach der Bundesrats tommodieren brauchen. Gewiß! Warum soll gerade die erwähnte die zu ihm," dem Oberhaupt des fich frei ausleben dürfenden fran- Verordnung darf für Bäckereien die zwölfftündige Arbeitszeit nicht Arbeitsanstrengung den Bluthusten hervorgerufen haben! Er kann Versicherungsamt nicht erst noch einen Obergutachter zu inzösischen Bourgeoissocialismus, mit Ehrfurcht und verstohlenem Neid überschritten werden. Haben trotzdem Kläger und Beklagter Ueberemporblicken. Mögen sie alle famt und ſonders feinen Verleumdungs- stunden vereinbart, so ist ein solches Rechtsgeschäft nichtig, weil es doch auch so entstanden sein! Klassisch einfach! Wozu dann überhaupt Gutachten von Sach Diejenigen Socialdemokrvten aber, die von jeglicher ministeria- gegen ein gesetzliches Verbot im Sinne des§ 134 des Bürger- verständigen über Vorgänge, die der Laie nicht ohne weiteres belichen Gesetzbuches verstößt. Es besteht vielmehr überhaupt kein listischer Boreingenommenheit frei ſind und Herrn Jaurès persönlich rechtliches Verhältnis und demgemäß kann der Kläger auch keinen urteilen kann! Man brauch ja zu solchem Einwande gegen das Gutdurchschaut haben, sie wissen genau, daß seine verleumderische Attacke Anspruch an den Beklagten erheben. wider mich nichts andres ist als ein Ausfluß der schon lange zurückgehaltenen" Wut darüber, daß meine Berichterstattung dem verordnung oder durch irgend eine andre Verordnung geplanter Wäre dies Urteil zutreffend, so wäre ein durch die BäckereiJaurėsismus und den Jaurèsisten unbequem ist, schon insofern sie Arbeiterschutz völlig illusorisch: es würden die Arbeiter infolge des lediglich die Handlungen der Herren registriert. mahnen. In meinem Artikel " Eingegangene Druckfchriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dies' Verlag) ist soeben das 10. Heft des 22. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Justizbediente. Die Erfolge der Landtags- Wahlbeteiligung in Preußen. Von Paul Hirsch. Die gegenwärtige Lage des französischen schutz- Gesetzes und der kunstgewerbliche Urheberschutz. Von Hugo Hillig. Socialismus. Von Hubert Lagardelle( Paris). Die Revision des KunstDer Niedergang der britischen Industrie. Von Th. Rothstein- London.( Schluß). Berufszählung im Deutschen Reiche. Von Adolf Braun. „ Lieder aus dem Rinnstein." Von Franz Diederich. Die nächste schau: Zur Hebung der Seefischerei Destreichs. Von F. W. Litterarische Rundachten eines Sachverständigen nicht einmal Laienverstand. Die Löhne der preußischen Bergarbeiter. Aus den soeben veröffentlichten Nachweisungen über die BergIhre Handlungen find ihre furchtbarsten Ankläger. Denn die wirtschaftlichen Drucks, unter dem sie leiden, unter Uebertretung der arbeiterlöhne in Preußen im dritten Quartal 1903 geht zunächst Ihre Handlungen find ihre furchtbarsten Ankläger. Denn die Schutzbestimmungen zu gefezwidrigen Ueberstunden gezwungen hervor, daß die Zahl der beschäftigten Arbeiter gegen das zweite Handlungen lassen Spuren hinter sich", wie ihnen werden; der„ Schutz" würde nur darin bestehen, daß sie im Gegen- Quartal wieder etwas gestiegen ist. Sie stieg in Oberschlesien Sarrante, der seine fonsequent regierungsfocialistische" Denkweise aufrichtig und offen ausspricht, auf dem Bordeaux- Kongreß zurief, faz zu früher keinen Lohn erhielten. Das Urteil ist aber unhaltbar. um 703, im Dortmunder Revier um 2025, in den Saarbrüdener aufrichtig und offen ausspricht, auf dem Bordeaux- Kongreß zurief, Freilich ist die gegen das Verbot ciner zwölf Stunden über- Staatsbergwerken um 525, bei Aachen um 153, im Halleschen Salzun sie zur ehrlichen Bekenmung ihres wahren Standpunktes zu erschreitenden Arbeitsschicht gerichtete Vereinbarung nichtig. Aber bergbau um 225, im Erzbergbau um 242. Gefallen ist sie im daraus folgt nicht, daß der Geselle nun seines Lohnes verlustig Halleschen Braunkohlenbau um 539 und in Niederschlesien um 143. " Wie Jaurès citiert" 2c.(„ Vorwärts", ginge. Daraus folgt vielmehr zunächst strafrechtlich, daß der Die Zahl der verfahrenen Arbeitsschichten per Arbeiter schwankt im Nr. 271) habe ich bereits eine Anzahl ihrer neuesten anti- Arbeitgeber nach§§ 120e und 147 der Gewerbe- Ordnung zu bestrafen dritten Duartal zwischen 74 und 82, während sie im zweiten Quartal socialistischen und antiproletarischen Thaten zusammenfassend an genagelt und dabei Herrn Jaurès aufgefordert, eine Spur von„ Ent- ist, und civilrechtlich, daß dem Arbeiter trotz der Nichtigkeit zwischen 67 und 76 schwankte. Die reinen Schichtlöhne sind gegen den Durchschnitt des Jahres stellung“ und„ Verleumdung" an jener Zusammenfassung meiner be- Arbeit gegen das gesetzliche Verbot der Bäckereiverordnung verstoßen 1902 um eine Kleinigkeit gestiegen. der Lohn zu zahlen ist. Der Arbeitgeber hat durch Annahme der Die Steigerung schwankt züglichen Berichte nachzuweisen. Er ist darauf natürlich die Antwort und ist deshalb nach§§ 307 bis 309 und 819 des Bürgerlichen bei den unterirdisch beschäftigten eigentlichen Bergarbeitern schuldig geblieben. Denn es find alles harte Thatsachen, die er Gesetzbuchs zur Bezahlung der Arbeit verpflichtet. Da der Arbeit zwischen 2 und 18 Pfennig. Die geringste Steigerung fällt auf weder ableugnen kann noch sachlich erörtern darf. Jede sachliche geber durch die mehr als zwölfftündige Arbeitsschicht einer strafbaren Niederschlesien, die größte auf den nassauischen Erzbergbau. Im Diskussion über seine Politik muß ihm verhängnisvoll werden, fo- Handlung sich schuldig gemacht, so ist er nach§ 823 des Bürger- Dortmunder Revier beträgt sie 13 Pfennig. Bei der Gesamtheit bald er es mit einem Socialdemokraten zu thun hat, der die tiefe, lichen Gesetzbuchs zu vollem Schadensersatz verpflichtet. Diese der Arbeiter( ohne Scheidung in Berufsgruppen) geht die Steigerung innere Lüge feiner Position erkannt hat. Es ist kein Zufall, daß er den Streit von Armentein den Schuß eines andren bezweckendes Gesetz verstößt. Freilich Schadensersatzpflicht ist dort insbesondere dem aufgelegt, der gegen( nach Revieren) nicht über 12 Pf. heraus. tières zum Boden seiner Attade gewählt hat. Meine mag bei eng formalistischer Gesezesauslegung für diesen Schadensviel herbere Beurteilung seiner Haltung in der Inter- erfazanspruch nicht das Gewerbegericht, sondern das ordentliche pellation über die Pariser Arbeiterme gelei hat er wohlweislich ignoriert. Da wäre der Boden für ihn Gericht zuständig sein. Reinesfalls ist die Deduktion des Gewerbegar zu heiß gewesen. Da hätte er sich nicht hinter der organisierten hätte sich schlimmstenfalls für unzuständig erklären dürfen. gerichts, daß dem Arbeiter kein Anspruch zusteht, zutreffend. Es Arbeiterklasse" verschanzen können, die ja seine Rede und sein Votum an den Branger gestellt hat. Jezt aber, nach dem Erfolg des Textil- daß durch eine derartige Rechtsprechung nicht der den Schutz des Die Arbeiterbeisiger mögen in ähnlichen Fällen dahin wirken, streits glaubte er, von der Erklärung seiner Entwürdigung in den Arbeiters anstrebende Zweck des Gesetzes in sein Gegenteil verkehrt Augen des revolutionären Proletariats", welche ihm das Inter- wird, und darauf dringen, daß entweder Arbeitgeber, welche Schußföderale Komitee" feiner eignen Partei verehrt hat, sowie von der vorschriften übertreten, verurteilt werden oder daß das Gewerbemoralischen Selbstentwürdigung gelegentlich der Arbeitermezelei sich gericht sich für unzuständig erklärt, weil kein gültiger Arbeitsreingewaschen zu haben. Umstrahlt von der Glorie des Streit vertrag vorliege; die direkte Verurteilung entspricht dem Gesetz crfolges holte er zur verleumderischen Attacke wider mich aus. Er am besten, weil ein Arbeits vertrag, wenngleich ein nichtiger, glaubte, feiner Sache sicher zu sein. Und das Resultat? vorliegt, und das Gesetz als Folge diefer Nichtigkeit nicht die Abinnere Lüge seiner Politik enthüllen. Es ist ihm in dieser weisung des geschädigten Arbeiters, sondern die Verurteilung des Diskussion ein Geständnis entschlüpft, wie er es öffentlich bisher das Gesetz verlachenden Beklagten vorgesehen hat. Von der Kommunalen Praxis", 3eitschrift für Kommunal. noch nicht hat verlauten lassen. Der Streiferfolg ist ihm so stark zu politik und Gemeinde Socialismus, herausgegeben von Kopf gestiegen besonders nach den bösen Tagen der Pariser Reichs- Versicherungsamt und ärztliche Gutachten. Dr. Albert Südckum( Redaktion und Verlag Berlin W. 15) ist Nr. 23 Arbeitermezelei, daß er unversehens seinen gouvernementalen Das Reichs- Versicherungsamt hat seiner Zeit darauf hingewiesen, des 3. Jahrganges erschienen. Sie enthält u. a.:" Zur GrundwertStandpunkt in der Frage der Truppenverwendung bei Streits ver- daß die Rechtsprechungsinstanzen gegenüber den ärztlichen Gutachten besteuerung" von Eduard David; cinen Artikel über die letzte Konferenz raten hat. nicht auf die freie Selbstprüfung der vorliegenden Umstände und lebens; eine Darstellung des Schwebebahn- Projektes für die Stadt Hamdeutscher Städtestatistiker; Notizen über alle Gebiete des GemeindeDieses Ergebnis verleiht für sich allein der gegenwärtigen Thatsachen verzichten sollen, damit nicht am Ende der Arzt faktisch burg u. a. m. Bolemit ein allgemeines Interesse. Und es entschädigt mich hin- über Gewährung der Rente entscheidet. Man nahm an, daß Die Kommunale Pragis" erscheint am 1. und 15. jeden länglich für die Unannehmlichkeiten, die mit einem Kampf gegen sich diese Anweisung gegen den Mißstand des Systems der Monats und loftet im Vierteljahr 1,50 M. Probenummern können jederWaffen der Fälschung und Entstellung verknüpft sind. Vertrauensärzte wende und fand sie sehr erfreulich; es entspricht ja zeit vom Verlage kostenlos bezogen werden. Im übrigen ist an der verleumderischen Attacke des Herrn auch durchaus den Aufgaben der Schiedsgerichte, daß auch die Gut- Annalen des Deutschen Reiches 1903. Nr. 12. München. Jaurès vor allem empörend der Versuch, sich an einem Gegner seiner achten der Aerzte der freien Würdigung des Gerichts unterliegen. J. Schweizer Verlag( Arthur Sellier). Inhalt: I. Betrachtungen zur Politik zu rächen unter der biederen Maske der moralischen Ent- Jüngst hat aber ein Senat des Reichs- Versicherungsamtes unter Reichs- Finanzreform von Dr. Frizz Kestner in Halle a. S. II. Die rüstung über angeblich erlittenes Unrecht. Mich persönlich aber Borsiz des Geh. Reg.- Rats Stolzmann diesen Grundsatz in enderungen des deutschen Eisenbahntransportrechts durch die Einführung fechten seine Verleumdungen nicht an. Im Gegenteil, sie gereichen einer Weise selbst angewandt, die schwere Bedenken erwecken muß. Eisenbahn- Berkehrsordnung vom 26. Oftober 1899 von Dr. Georg Eger, des neuen deutschen Handelsgesetzbuches vom 10. Mai 1897 und der mir zur Genugthuung; sie beweisen, daß ich meine socialdemo- Es handelte sich um eine Entscheidung darüber, ob eine Arbeits- Regierungsrat in Berlin. III. Die Versicherungspflicht des Bühnenpersonals fratischen Pflichten nach Kräften erfüllt habe. von Rechtsanwalt Dr. Fuld in Mainz. IV. Stizzen und Notizen. V. Aus Paris, 3. Dezember. den Gesebblättern. VI. Alphabetisches Gesamtregister über die Jahrgänge 1868-1903 der„ Annalen". VII. Titel und Inhalt zum Jahrgang 1903. Marktpreise von Berlin am 7. Dezember 1903 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Rindfleisch, Keule 1 kg Auch hier oder vielmehr $ gerade hier mußte cr die B. Kritschewsky. Partei- Nachrichten. Das Strafconto der Parteigenossen beziffert sich in den Monaten Dftober und November auf 7 Jahre, 9 Monate, 1 Woche und 5 Tage Gefängnis und 3110 M. Geldstrafe. Sociales. Ausführungsanweisung zum Kinderschutz- Gesetze. Die beteiligten preußischen Ministerien haben zu dem am 1. Januar in Kraft tretenden Geseze über die Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben eine Ausführungsanweisung erlassen. Für Sie beim Austragen von Waren 2c. bis 31. Dezember 1905 zugelassenen Ausnahmen von den gefeßlichen Vorschriften über die Zeit, während welcher die Arbeiten nur verrichtet werden dürfen, wird bestimmt: • handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchDuartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Postanstalten ist die Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft kostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. " " " do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter 6,505,00 1,80 1,20 1,50 1,10 mittel " 16,12 16,08 gering 16,04 16,00 " " " 13,05 13,04 " 1,60 1,00 mittel " " 13.03 13,02 " 2,00 1,20 gering " 13,01 13,00 1,80 1,10 " 14,30 13,20 2,80 2,00 mittel " 13,10 12,00 11,90 10,80 " Eier Karpfen 60 Stüd 5,00 3,00 1. kg 2,20 1,20 15,70 14,40 Alale " 2,80 1,40 " mittel " " 14,30 13,10 Zander " 2,60 1,20 gering 13,00 11,80 Hechte " " 2,00 1,00 " 4,00 3,50 Barsche W 1,80 0,80 " 7,30 4,80 Schleie " 3,00 1,40 " 40,00 25,00 Bleie 1,40 0,80 " 50,00 25,00 Krebse " 60,00 20,00 thätigkeit, über deren äußere Beschaffenheit volle Klarheit vorhanden war, auf eine innere Erkrankung, deren Thatbestand gleich falls unbestritten ist, einen solchen Einfluß ausgeübt hat, daß die Erkrankung als Unfall aufzufassen und demnach entschädigungspflichtig ist. Die ärztlichen Gutachten bejahen diesen Zusammenhang ausnahmslos; das Schiedsgericht erkannte danach auf Unfall und verurteilte die Berufsgenossenschaft zur Rentenzahlung. Das Reichs-* Weizen, gut D.- Ctr. 16,20 16,16 Startoffeln, neue D.- Ctr. Versicherungsamt aber erklärt entgegen den übereinstimmenden ärztlichen Gutachten den Zusammenhang für nicht wahrschein* Roggen, gut lich und hebt die Verurteilung der Berufsgenossenschaft auf. Der Sachverhalt ist kurz folgender: Der Streckenarbeiter W. bei der Großen Berliner Straßenbahn mußte eines Tages mit einem † Gerste, gut Kollegen zusammen auf einem Handwagen, der auf Veranlassung des Aufsehers besonders schwer beladen war, Kupferringe transportieren.+ Hafer, gut gering W. zog den Wagen mit Hilfe eines Ziehbandes, das über Achsel und Brust gelegt wird. Der andre Arbeiter schob und bei Steigungen des Weges schob auch der Aufseher manchmal mit. Es wurden Richtstroh mehrere Fuhren gemacht. Bei der letzten Fuhre empfand W. Stiche Heu und Schmerzen in der Brust; er arbeitete zunächst noch bei leichterer Erbsen Arbeit auch am nächsten Tage weiter, obwohl er mehrmals Speisebohnen Linsen Blut hustete und sich auch dem Kollegen gegenüber über Schmerzen in der Brust beklagte. Am darauffolgenden Tage mußte er zum Arzt gehen. Dieser verordnete Bettruhe. Dadurch wurde zwar der Bluthuſten beseitigt, aber das Leiden verschlimmerte sich bald so, daß W. in eine Lungenheilstätte kam, aus der er nach drei Monaten als gebessert entlassen wurde. Jezt beantragte er die Gewährung einer Unfallrente. Die Straßenbahn- Berufsgenossenschaft lehnte jedoch die Rente ab, weil kein Zusammenhang zwischen der erwähnten ArbeitsDie unteren Verwaltungsbehörden haben von der ihnen hiernach zustehenden Befugnis nur für solche Orte und für solche Gewerbszweige Gebrauch zu machen, in denen schon bisher die Früh beschäftigung von Kindern mit dem Austragen von Zeitungen, Backwaren oder Milch üblich war. Sie haben ferner bei der ZuTassung von Ausnahmen darauf zu sehen, daß nirgends über das zur Eingewöhnung in die neuen gesetzlichen leistung und dem Lungenleiden bestehe. Vorschriften unbedingt erforderliche Maß hinausgegangen wird, und daher die Ausnahmen grundsätzlich nicht im voraus für die ganze zulässige Zeit, sondern nur für einen beschränkten Zeitraum zu gewähren. Nur soweit sich demnächst ergeben sollte, daß sich troß ernstlicher Bemühungen der beteiligten Gewerbetreibenden ein ausreichender Ersatz für die Frühbeschäftigung der Kinder noch nicht hat beschaffen lassen, ist die Ausnahmebewilligung demnächst ent sprechend zu verlängern." Für die Zulassung von Ausnahmen hinsichtlich der Beschäftigung von Kindern in Gast- und Schankwirtschaften(§ 16 des Gesetzes) heißt es in der Anweisung: Das Schiedsgericht, an das W. fich wandte, holte das Gutachten des Kreisarztes Geh. Med.- Rats Dr. Becker ein und diefer auf dem Gebiete der Unfallbegutachtung erfahrene Arzt gab sein Gutachten dahin ab, daß der festgestellte Vorgang als Unfall anzusehen sei, der im stande war, eine Verlegung der Lunge und Bluthusten hervorzurufen. „ Die Lungen des Verletzten find vor dem Unfall schon nicht völlig unversehrt gewesen, vielmehr in denselben Neste( Verivachsungen und Narben) der früher beim Militär überstandenen Lungenentzündung zurückgeblieben, welche das Entstehen des Bluthustens begünstigten. Nach dem ausführlichen Krankheitsberichte des Die unteren Verwaltungsbehörden sind hinsichtlich der Alters- Herrn Dr. Piorkowski, der den W. zuerst behandelt hatte, hat sich grenze, bis zu der herab sie Ausnahmen in der Beschäftigung der dann an den Unfall in ununterbrochener Folge die Entwicklung des eignen Kinder zulassen wollen, durch das Gesetz nicht beschränkt, doch jeßigen Krankheitszustandes angeschlossen und dadurch ist der wird grundsätzlich nicht unter das Alter von zehn Jahren herabzu- ursächliche Zusammenhang gegeben." gehen sein. Auf dieses Gutachten verurteilte das Schiedsgericht die BerufsDie unteren Verwaltungsbehörden haben Ausnahmen nur für genossenschaft zur Rentenzahlung. Vor dem Reichs- Versicherungsfolche Orte und für solche kleinere Wirtschaftsbetriebe zuzulassen, io amte, das von der Berufsgenossenschaft angerufen wurde, fand eine nach Lage der Verhältnisse von der erweiterten Beschäftigung der Zeugen- Beweiserhebung über den Arbeitsvorgang statt, wodurch der eignen Kinder sittliche Gefahren oder sonstige Nachteile für diese Thatbestand außer Zweifel gestellt wurde. Der vom Reichsnicht zu befürchten sind und durch die angezogene Verbots- Versicherungsamte auf Grund dieser Beweiserhebung nochmals bestimmung ungerechtfertigte Härten hervorgerufen werden würden. befragte Dr. Becker erklärte, daß danach für ihn kein Grund Für die Vororte der größeren Städte ist in der Regel von der Zu- vorliege, fein Gutachten zu ändern. Darauf holte das Reichslaffung einer erweiterten Beschäftigung der Kinder abzusehen. Versicherungsamt ein Obergutachten des Geh. Medizinal- Rats Die Ausnahmen können auch allgemein für alle Gast- oder Professor envers ein. Dieser beobachtete den Verletzten durch Schantwirtschaftsbetriebe der bezeichneten Art( d. H. solcher, die in neun Tage im Krankenhause in Moabit. Danach lautete sein Gutder Regel lein fremdes Personal zur Bedienung der Gäste ver- achten in Uebereinstimmung mit den andern Aerzten dahin, daß das wenden) zugelassen werden. Sie sind sogleich zurückzunehmen, wenn Lungenleiden des W. infolge des Unfalls verschlimmert worden sei. sich Mißstände infolge der erweiterten Beschäftigung der eignen Es liege deshalb ein rentenberechtigter Unfall vor. Das Lungenleiden Kinder herausstellen. sei jetzt wieder geheit, aus diesem habe sich aber eine hypochonderische " * ab Bahn. + frei Wagen und ab Bahn. per Schod 15,00 3,00 Was die Familie über Kathreiners Malzkaffee sagt! ,, Kathreiners Malzkaffee ist mir der liebste Morgentrunk!" sagt der Vater. ,, Sathreiners Malztaffee enthebt mich mancher Sorge um die gute Ernährung der Kinder!" sagt die Mutter. 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Verschiedenes. Lokales. Nochmals Bernau. Nr. 11. Mutter Ein Naubmordverfuch Zweiter Wahlkreis. Zur Agitation für die Stichwahl im fünften der Straße 31, Abteilung XII, erforderlichen Teiles des Grundstücks Jahr verpflichteten, in allen von der Direktion zu veranstaltenden Kommunal- Wahlbezirk findet heute Mittwoch, den 9. Dezember, Schönhauser Allee 94- und die Gewährung des Diensteinkommens Borstellungen, wann und wo diese auch stattfinden, mitzuwirken. abends 8 Uhr, in Zühltes Salon, Dennewigstr. 13, eine öffentliche einer verstorbenen Gemeindeschullehrerin für Oktober d. J. als Als Gegenleistung wurde ihnen freie Station und 10-15 M. Wählerversammlung statt, in der Genosse Paul Singer sprechen Gnadenbewilligung an deren Mutter, Berichterstattung betreffend Monatsgage zugesagt. Allerdings hatten die Mädchen auch die Vers die Wahl eines Bürgerdeputierten für die Schuldeputation, eines pflichtung, von dieser Gage die Kosten der Bekleidung zu bestreiten. Dritter Wahlkreis. Heute Mittwoch, abends 8%, Uhr, im bürgerlichen Mitgliedes für die Hilfs- Erſapkommission II, sowie der Die Effener Polizei wurde auf den Direktor aufmerksam gemacht, „ Märkischen Hof", Admiralstr. 18c: Versammlung des Wahl- Taratoren beziv. Stellvertreter für die Pferde- Aushebungskommission und es gelang ihr, in zwei Fällen die Eltern von der beabsichtigten vereins. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Steiner:" Die Flucht ihrer Kinder zu benachrichtigen. Zwei Mädchen traten freiwillig astronomischen Entdeckungen seit Copernifus". Diskussion. Gäste Die Schuljugend Berlins vermehrt sich von Jahr zu Jahr, aber von dem Vertrag zurück. Auch die 16jährige H. wurde, als sie im Begriff willkommen. ihr Anteil an der Berliner Gesamtbevölkerung ist nun bereits seit war, mit Gloria abzureisen, angehalten und durch die Polizei der Moabit. Morgen Donnerstag, den 10. Dezember, findet abends anderthalb Jahrzehnten in fast ununterbrochenem Rückgange. Im Dienstmädchen in Essen antreten wolle. Gloria begab sich, nachdem zugeführt, die geglaubt hatte, daß ihre Tochter eine Stelle als 8½ Uhr, in den Arminiushallen, Bremerstraße, eine Volks- Schuljahr 1887/88 waren in sämtlichen Schulen Berlins 205 604 Schüler feine Personalien auf der Polizei festgestellt worden waren, sofort versammlung statt. Referent: Reichstags- Abgeordneter Goldstein- und Schülerinnen gezählt woorden, wovon 191 690 im Alter bis zu zur Wutter der Hedwig H., erklärte dieser, daß er Hausbesitzer Zwickau.( Siehe heutiges Inserat.) Um zahlreichen Besuch ersucht 14 Jahren standen. Auf je 10 000 Personen der Gesamtbevölkerung und verheiratet sei und das Mädchen nur für Haus- und KüchenDie Vertrauensperson. famen damals 1454 Schüler und Schülerinnen, davon 1356 im Lokale von Richter, Chauffeestr. 104, stattfindende Versammlung des sich in Berlin die Zahl der Schüler und Schülerinnen zwar an sich Es gelang ihm, noch zwei andre Mädchen zu gewinnen, und um Groß- Lichterfelde. Die Genossen werden auf die heute abend im Alter bis zu vierzehn Jahren. Im Schuljahr 1902/03 dagegen stellte arbeit engagieren wolle. Mit einem Zehnmartstück wußte er die Mutter umzustimmen, so daß diese die Erlaubnis zur Abreise gab. Wahlvereins hiermit besonders aufmerksam gemacht. sehr viel höher, auf 258 832, worunter sich 241 314 im After bis 34 nicht wieder die Aufmerksamkeit der Polizei zu erregen, ließ er die vierzehn Jahren befanden. Ihre Vermehrung hatte aber doch nicht Treptow Baumschulenweg. Morgen Donnerstagabend 8 Uhr: Schritt gehalten mit der Zunahme der Bevölkerung; denn auf je 10000 Mädchen auf einem andren Bahnhof in den Zug einsteigen und Bezirksversammlung in Reſtaurant Bock, Kiefholzftr. 6. Tages- Personen der Gesamtbevölkerung famen jetzt nur noch 1844 Schüler gefellte sich erst später zu ihnen. Nach den in Hagenau stattordnung: Bericht und Neuwahl der Funktionäre. Reger Besuch wird und Schülerinnen, davon 1253 im Alter bis zu vierzehn Jahren. gehabten gerichtlichen Vernehmungen der Mädchen ging die Der Anteil der Schuljugend an der Gesamtbevölkerung war im fünstlerische Ausbildung unter Mißhandlung vor sich. Die Mädchen letzten Schuljahre um etwa 8 Proz. niedriger als in der zweiten mußten nach Glorias Diktate Briefe nach Hause schreiben, in denen Hälfte der achtziger Jahre. Die Mehrung der Schuljugend ist ver- die Täuschung weitergeführt wurde, daß sie Dienstmädchen seien und langsamt worden durch die Minderung der Geburtenziffer, die in der zwar in einem„ frommen Hause, in dem viel gebetet werde". Ats zweiten Hälfte der siebziger Jahre begonnen hatte und seitdem eines der Mädchen aus Essen, an dem sich G. in unfittlicher Weise ziemlich ohne Unterbrechung fortgedauert hat. vergangen hatte, heimlich einen verzweifelten Brief an die Eltern schrieb, fing er diesen auf und zerriß ihn; als sie eines Tages Arbeitsnachweise in den Vororten. Die Centralstelle für Arbeits- flüchten wollte, holte er sie ein und führte sie zwangsweise zurück. nachweis in Berlin, deren Leiter Dr. Freund ist, hat ihre Aus- Er schüchterte die Sechzehnjährige dadurch ein, daß er ihr drohte, sie dehmung auf die Berliner Vororte beschlossen. Die erste Bororts- wegen eines Diebstahls der, wie aftenmäßig feststeht, gar nicht Zweigstelle des Central- Arbeitsnachweises soll noch in diesem Monat vorlag der Polizei zu übergeben. Die Mutter hatte inzwischen Es wird ein Pflock zurückgesteckt. Unfre Leser wissen, daß das und zwar in Rummelsburg eröffnet werden. Die dortige Gemeinde- von dem wahren Leben der Tochter Kenntnis erhalten und erzwang Gezeter groß war, das sich ob der Vorgänge bei der Abgeordneten vertretung hat beschlossen, die nötigen Räume im Rathause zur schließlich die Zurückführung des Mädchens. Diesen Fall von wahl zu Bernau in der Scharfmacherpresse erhoben hatte. Eine Verfügung zu stellen und der Centralstelle außerdem noch zu den Mädchenhandel etwa dem Artistenstande zuschieben zu wollen, tie Kirchenschändung, von einer ganzen Reihe von Socialdemokraten laufenden Unkosten 200 m. jährlich zu zahlen. Besonders die großen es von mancher Seite wohl geschehen dürfte, wäre übel angebracht. verübt, das war ein zu famofer Bissen, den man sich nicht so leicht Fabrikbejizer in Rummelsburg haben sich anerkennend über die Abentgehen lassen durfte. Wir wiesen nach, mehrfach sogar, daß an ficht der Centralstelle für Arbeitsnachweis ausgesprochen. Im nächsten den angeblichen Greuelthaten in der Bernauer Kirche nicht nur Jahre soll dann auch in einem großen nördlichen Vororte eine Zweig- in dem benachbarten Buch an der Nordbahn beschäftigt die hiesige Socialdemokraten, sondern auch konservative und liberale Staats- stelle eröffnet werden. Kriminalpolizei. Ein 23 Jahre alter Stallschweizer, Andreas Eisenstügen beteiligt waren, daß sowohl Freunde als Gegner der heute Auch eine Polizeiwidrigkeit. Wie leicht die heilige Ordnung nach mann, ein mehrfach, zuletzt wegen Sittlichkeitsverbrechens bestrafter noch bestehenden Ordnung in der Kirche geraucht und mit den zur Er- Ansicht der Polizei gestört werden kann, das hat gerade in letzter Mensch, der in Adlershof in Stellung gewesen und dann beschäftigungsleuchtung des Raumes dienenden Stallaternen in einer Weise hantiert Beit das polizeiliche Vorgehen gegen streitende Arbeiter bewiesen. Tos nach Berlin gekommen war, lernte hier in einem Vermittelungshatten, die den Beteiligten im Kirchenraum selber zwar keineswegs Aber auch andre Leute, wie Roffelenter, Straßenhändler usw. wissen bureau in der Eichendorffstr. 18 den Stallschweizer Johannes unziemlich erschienen war, die aber ein eifriges Christengemüt gleich ein Lied davon zu singen, daß man, ohne es zu ahnen, die muster von der Alm kennen und erfuhr, daß dieser sich ein schönes Stück falls als Gotteslästerung auszulegen das Bedürfnis hatte. Wir hafte preußische Ordnung auf der Straße stören kann, und daß Geld verdient und gespart hatte. Da er selbst teine Mittel hatte, wiesen ferner auf die animierte Stimmung hin, in der konservative solchem Frevel ein polizeiliches Einschreiten nebst Strafmandat folgt. jo ließ er den Berufsgenossen nicht mehr aus den Augen und lag Wahlmänner mit brennender Cigarre im Munde in die Kirche Daß man die heilige Drömung sogar durch ein achtlos hingeworfenes ihm auf der Tasche, wo er nur konnte. von der Alm erhielt dann zurückgekehrt waren, nachdem fie eben in einer Damentneipe eine Bettelchen verletzen kann, mußte die Frau des Arbeiters St. kürzlich durch das Bureau Stellung in Buch. Dorthin fuhr am vergangenen nicht zu knappe Stärkung zu sich genommen hatten. Ferner bedeuteten erfahren. An einer sehr belebten Stelle der Brunnenstraße wurden Sonnabend auch Eisenmann, nachdem er in der Herberge noch wir den heulenden Derwischen, daß eine Kirche während der Zeit, der Frau einige Reklamezettel in die Hand gesteckt, von denen schon Billard gespielt hatte, um ihn anzuborgen. von der Alm, den er wo fie als Wahlraum benutzt wird, keine Kirche, sondern ein hunderte, die von andren Passanten fortgeworfen waren, auf dem auf offener Landstraße traf, schlug ihm seine Bitte um Geld profanen Zwecken dienender Drt ist, und daß daher nicht allein die Straßenpflaster lagen. Frau St. gab die erhaltenen Bettel einem rundweg ab. Als Eisenmann sah, daß er nichts aussocialdemokratischen, sondern auch die liberalen und die konservativen Kinde, welches danach verlangte und ging ihres Weges. Plötzlich richten konnte, griff er zin Revolver, schoß feinen Wahlmänner gegen den Vorwurf des Religionsvergehens nachdrück- wurde die Frau von einem Schutzmann angehalten, der sie ersuchte, Berufsgenossen nieder, plünderte ihn aus und ergriff dam lich in Schutz genommen werden müßten. einen im Straßenschmutz liegenden Zettel, den fie fortgeworfen die Flucht. Groß war seine Beute nicht, da von der Alm seine Dies alles führten wir den Scharfmachern zu Gemüte. Selbst haben sollte, aufzuheben. Frau St. meinte, fie habe feinen Ersparnisse zu Hause gelassen hatte und nur ein Taschengeld bei sich verständlich mußten sie die Richtigkeit unfrer Argumente anerkennen, Bettel hingeworfen und werde deshalb auch keinen aufheben. Dieser trug. Der Verwundete wurde nach Bernau ins Krankenhaus ge aber ebenso selbstverständlich war es, daß sie dies frommerweise nur an sich unbedeutende Vorgang veranlaßte den Schuhmann, die Frau bracht, wo er auf den Tod daniederliegt. Eisemann kehrte nach im stillen Kämmerlein thaten, in der Deffentlichkeit aber geflisfentlich zur Feststellung ihrer Personalien nach der Wache zu führen. Dem Berlin zurück, kam aber nicht wieder nach dem Vermittelungsbureau. unsre Richtigstellungen übersahen. Nur ein Blatt, die" Tägliche Transport folgte eine große Schar Neugieriger. Diese Siftierung Am Sonntag wurde er noch in der Stadt gesehen, aber nicht anRundschau", nahm schüchtern Netiz von unfren Entgegnungen; machte auf die Frau, welche sich in gesegneten Umständen befindet, gehalten, da man von seinem Verbrechen noch keine Kenntnis hatte. Reichsbote" und„ Kreuz- Zeitung" aber thaten, als sei der Vor einen solchen Eindruck, daß sie noch einige Stunden später weinend Der Verfolgte, der sich jetzt wahrscheinlich in Berlin verborgen hält, wärts" plöglich in der Sprache der Inka- Indianer geschrieben, und zu Hause saß und nicht fähig war, ihrem Manne Mitteilung von ist am 29. Oftober 1880 in Joachimsthal geboren, 1,75 Meter groß schwelgten weiter in gemeinem Lug und Trug. dent zu machen, was ihr passiert war. Das Strafmandat, welches und unterfeit. Er hat dunkles Haar und ein bartloses Gesicht und Aber nun geschah etwas unangenehmes. Auch etliche liberale diesem Vorfalle jedenfalls folgen wird, dürfte ein bei weitem trägt einen dunklen Jackettanzug, einen weißen Sweater und einen Blätter besahen sich die Bernauer Angelegenheit bei Licht, und ob- geringeres Uebel sein, wie die seelische Erregung, unter der die schwarzen Hut. Aus seinen Augen tritt das Weiße stark hervor. gleich diese Blätter der Socialdemokratie nicht im geringsten grün istierte Frau längere Zeit gelitten hat. Diese schwere Folge polizeifind, fanden sie doch die konservative Heuchelei ein bißchen arg und lichen Einschreitens ist ja nicht dem einzelnen Beamten zur Laſt zu Eine schwere Schlägerei, die wahrscheinlich einem Menschen isen auf unfre Einwendungen hin. Das war nun nicht mehr gut legen, fie liegt in dem System, wonach bei den geringsten wirklichen das Leben kosten wird, gab es Montagnachmittag vor dem Hause zu ignorieren, und so kam denn die Kreuz- Zeitung" in die wider- oder vermeintlichen Verstößen gegen irgend eine Vorschrift gleich mit Brumenstr. 192. Hier hielt der 57 Jahre alte Kutscher Franz wärtige Lage, sich mit einem von uns nicht gelesenen Artikel der der ganzen polizeilichen Forsche vorgegangen werden muß. Der Meyer aus der Friedrichsbergerstr. 13, der in dem Geschäft von Magdeburgischen Zeitung" beschäftigen zu müssen. Das Drgan Redesche Schießerlaß in fleiner Ausgabe. Behrend in der Mühlenstr. 12/13 angestellt ist, um für die Dampffür Hitterlichkeit antwortet darauf: wäscherei" Diamant" Kohlen abzuladen. Ob eine Untersuchung der Bernauer Vorgänge, von der in Ein Fuhrmann vom Abficht und Zufall. Ein Selbstmordversuch und ein schwerer der Presse die Rede gewesen ist, nachträglich ihren Zweck erfüllen Unfall auf dem Spittelmarkt veranlaßten gestern morgen um 7% 11hr einbergsweg, der für den Schuhmacher Hollub in der Neuenburgerhrstraße würde, muß der Beurteilung der beteiligten Behörden überlassen eine größere Menschenansammlung. Auf einer Bant am Spittel traße 39 aus der Handlung von Greifenhagen Möbel aufladen bleiben. Jedenfalls aber hätte sie sich auf alle Beteiligten zu martt saß schon Montagnachmittag lange Zeit ein junger Mann, der wollte, geriet mit ihm des Plazes wegen in Streit. Da der Kohlenerstrecken, nicht etwa mir auf die Socialdemokraten, wenngleich durch sein eigentümliches Wesen auffiel. Gestern morgen saß er futscher mit seinem Wagen nicht weiter vorrücken wollte und der eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür spricht, daß die Schuldigen in wieder da. Da er fast den Eindruck machte, als ob er schliefe, so Fuhrmann auf seinem Verlangen bestand, so wurden die beiden ihren Reihen zu suchen sind. Sollen sich gleichwohl, wie die ging ein Schußmann der Bezirkswache I an ihn heran und wollte Männer bald handgemein. Die Schlägerei endete damit, daß der Magdeburgische Zeitung" andeutet, auch bürgerliche Wähler ihn veranlassen, aufzustehen. Leise erwiderte er nun, daß er nicht auf Fuhrmann feinen Gegner mit dem Stopfe so wuchtig gegen die Wand ungehörig benommen haben( durch Rauchen), so müßte das doppelt stehen könne, da er sich geschossen habe. Nun sahen der Schußmann und schlug, daß er mit gebrochenem Schädel befimmungslos hinfiel und scharf getadelt, nicht etwa mit dem Mantel der parteipolitischen andre Leute, die dazu kamen, auch einen Revolver neben ihm liegen. Giner mit einem Koppschen Rettungswagen nach dem St. Hedwigs Die Magdeburgische Zeitung" möchte der Umstehenden nahm mit dem Bemerken, daß er damit Bescheid Krankenhause gebracht werden mußte. Dort liegt er noch bewußtlos das Rauchen der bürgerlichen Wähler zwar entschuldigen, wisse, die Waffe an sich, um sie zu eutladen. Vorsichtig hielt er die danieder. Der Fuhrmann wurde nach der Revierwache gebracht, indem sie sagte, man solle ,, bont 1400 Wahlmännern Mündung auf den Erdboden gerichtet. Während er eben nun die nach Feststellung seiner Persönlichkeit aber wieder entlassen. Die nicht verlangen, daß sie sich viele Stunden lang in Entladung vornehmen wollte, kamen noch eine Menge Leute heran- Schlägerei erregte einen so starken Auflauf, daß der Straßenbahneinem Raume aufhalten, ohne zu der doch gewiß den meisten von gelaufen imd drängten sich vor, um zu sehen, was es gebe. Hierbei berkehr zehn Minuten lang stockte. ihnen, namentlich in beschäftigungslosen Stunden zur Gewohnheit erhielt dem ihm den Arm mit Am 7. d. M. ist im Tegeler Forst ein unbekannter Mann, 65 bis gewordenen Cigarre oder Pfeife greifen zu dürfen." Wir lassen Revolver aufrichtete; ein Schuß krachte und in den Kopf 70 Jahre alt, 1,60-1,65 Meter groß, graues Kopfhaar und desdas von unfrem Stamppuntte nicht gelten. Selbst wenn aber getroffen fant ein junger Mann, dem Schuz gleichen Bollbart, hohe Stirn, graue Augenbrauen, untersetzte Gestalt, mildernde Umstände zugestattet werden könnten, wäre das ein mann stand, zu Boden. Der Lebensmüde sowohl, der sich in erhängt aufgefunden worden. Er trägt graubraunes Jackett( fariert), Grund mehr, die Kirchen profanen Zwecken zu verschließen, denn die linke Brustseite geschossen hatte, als auch der andre Verwundete blau- und schwarzgestreifte Weste, darüber eine braune wollene Weste, nur zu leicht kommt eins zum andern. wurden nach der Unfallstation in der Brüderstraße und von dort blaue englischlederne Hoje, ziemlich neue Schaftstiefel, grau- und Ricbe bedeckt werden. " er einen Stoß, der -der neben Wenn auch hier davon die Rede ist, daß der Mantel der partei- mit einem Koppschen Rettungswagen nach der Charité gebracht. schwarzgestreiftes Halstuch, graubraunen Hut mit hellbraunem Bande, politischen Liebe den konservativen Wählern nicht zum Schutz dienen Beide leben noch, doch wird der Verunglückte schwerlich durch kommen. eine silberne Remontoir- Uhr Nr. 43 477 mit Doppelnickel- Kette und foll, so flingt die Klage diesmal doch wesentlich milder, als ehedem. In dem Selbstmordkandidaten hat man den ehemaligen Kanzlei- ein Betfchaft mit dem Buchstaben A. Rekognoszenten wollen fich Wir stellen uns den weiteren Verlauf der Sache mun so vor. Der beamten Waber aus Bahn erkannt, der zuletzt in der Dresdener schleunigst auf dem Amtsbureau zu Tegel einfinden eventuell zu Standal einer einseitig gegen die Socialdemokraten geführten Unterstraße als Hausdiener angestellt war und sich zu erschießen versucht 1549 IV Dep. J. 03 der Kriminalpolizei, zweiter Stod, Zimmer 331, suchung wäre zu arg, denn diese Racker würden in solchem Falle hat, weil seine Braut, ein Dienstmädchen am Spittelmarkt, ihm den Nachricht geben. ihre konservativen Mitfünder gar zu rücksichtslos bloßstellen, ganz Abschied gegeben hatte. : Weihnachtsbaum Transporte sind am gestrigen Tage auf dem Görliger, Stettiner und Lehrter Bahnhofe eingetroffen. Speciell auf dem letzten Güterbahnhofe ist eine besondere Lagerstelle für Weihnachtsbäume eingerichtet, die für den am gefirigen Tage beginnenden Engroshandel freigegeben ist. Die Betriebsverwaltung der Großen Berliner Straßenbahn hat abgesehen davon, daß es Unfinn ist, die Vorgänge bei der Ab- Die Person des Verunglückten ist bis jetzt noch nicht festgestellt. geordnetenwahl etwa unter den Gotteslästeringsparagraphen zu Er ist etwa 28 Jahre alt, hat dunkelblondes Haar und einen fleinen für den diesjährigen Winter die Anordnung getroffen, daß das Salzbringen. Der Staatsanwalt wird sich also keine Verdienste er- Schnurrbart und trug einen schwarzen Winterüberzieher, einen Jackett- streuen bei Schneefällen nach Möglichkeit vermieden werden soll. werben können. Wir Socialdemokraten sehen in der Bernauer An- anzug von sogenannter Pfeffer- und Salzfarbe, schwarze Krimmer- Bei Schneefällen, die in der Nacht eintreten, wird die Räumung der Strecken durch mit Schneeräumern versehene Motorwagen bewirkt gelegenheit im großen ganzen ebenfalls nichts, was uns zu handschuhe mit Lederbejazz, einen braunen Hut und schwarze Schnür: werden, während bei Schneefällen, die innerhalb der Betriebszeit einem Vorgehen gegen unsre Parteigenossen veranlassen könnte. stiefel. In den Taschen hatte er ein braunes Portemonnaie ohne eintreten, bei dem vorhandenen starten Verkehr der Schnee zum Wohl aber wird in christlich- konservativen Streifen an dem Benehmen Inhalt und ein Taschentuch mit dem Zeichen J. oder F. JL. der Wahlmänner erheblich Anstoß genommen. Möge daher die Eine weitere Meldung besagt, daß der beim Entladen des Schmelzen gebracht werden dürfte. Nur in dringendsten Notfällen Tonfervative Partei- Organisation ihre Leute einzeln bors Brett Revolvers angeschossene junge Mann gestern nachmittag im Kranken- und auf Anordnung seitens der Direktion werden die Salzmaschinen nehmen und sie gehörig inquirieren. Es wird dort bei dem Eifer Hause gestorben ist. Wer er ist, weiß man auch jetzt noch nicht. Der 3ur Anivendung kommen. für die gute Sache nicht an Luft zum Denunzieren fehlen, und so Entlader der Waffe, ein 22 Jahre alter Kaufmann Paul Angerstein, könnte dann ja Klarheit geschaffen, tönnten am Ende so und so viele der in der Knesebeckstraße 60 in Rigdorf bei seinen Eltern wohnt, Sünder unwürdig befunden werden, der christlichen wie der konser hat sich freiwillig auf das Bureau des 40. Reviers begeben und den vativen Gemeinschaft noch ferner anzugehören. Ein solches Massacre Vorgang dargestellt. Nachdem er seine Angaben gemacht hatte, wurde an reudigen Schafen mag Verluste mit sich bringen. Aber: Wenn er wieder entlassen. Der Schutzmann hatte ihm die Waffe zum dich dein rechtes Auge ärgert, fo reiße es aus und wirf es von Entladen gegeben. Da er in der That mit einem Revolver umund welche Opfer bringt man nicht der guten Sache! zugehen weiß und ihn so hielt, wie die Vorsicht es verlangte, so fällt ihm nicht einmal Fahrlässigkeit zur Last. Lediglich die Neugier Die Stadtverordneten- Bersammlung hat sich in ihrer Sigung am des drängenden Publifums hat das Unglück herbeigeführt. Donnerstagnachmittag 5 Uhr 1. a. mit folgenden Gegenständen der Dem deutschen Nationalkomitee zur Bekämpfung des Mädchen- diesem entstand gegen 10 Uhr auf noch nicht ermittelte Weise der Tagesordnung zu befassen: Vorlagen betreffend den Verkauf einer handels ist von amtlicher Stelle eine Mitteilung über einen neuen Brand und fand an den großen Ledervorräten reiche Nahrung. an der Stralauer Allee, Ecke der Straße am Warschauer Platz, be- Fall von Mädchenhandel zugegangen. Im Frühjahr d. J. wurden Ein großer Teil des Lagers ist vernichtet; auch das darunter liegende tegenen Bauparzelle, das Projekt der Fußgängerbrücke im Zuge durch Inserate in Essener Zeitungen junge, talentvolle Mädchen zur Lager der Mehlhandlung von Gebr. Fink wurde durch Wasser start der Flensburgerstraße,-die Genehmigung des Vertragsabschlusses kostenlosen Ausbildung als Chansonnetten" c. gesucht. Es meldete geschädigt. Zur felben Zeit ging An der Spandauer Brüde 9 der mit der Schlachtvieh- Versicherung bereinigter Viehkommissionäre sich darauf eine ganze Reihe fast ausschließlich minderjähriger Mädchen Inhalt eines Schaufensters in Flammen auf, während in der Reinicken Berlins über den Betrieb der Freibant,- die Erwerbung des bei dem Aufgeber des Inserats, dem Direktor Frizz Gloria aus dorferstraße 21 ein Schornsteinbrand beobachtet werden mußte. In dir 0 Feuerbericht. Ein größeres Feuer tam in der Nacht zum Diens tag in der Schillingstr. 12-14 aus und beschäftigte die Wehr über zwei Stunden. Hier hat im ersten Stock des Quergebäudes die Berliner Schuhfabrik von F. Haase ihr Lager untergebracht. In wie der Alten Schönhauserstr. 46 hatte in einem Keller allerlei Gerümpel zu verhelfen. Von dieser Mehrheit Gerechtigkeit erwarten, bis jetzt ganz gut dabei zurechtgekommen feien. Bon einer und Verpackungsmaterial Feuer gefangen. Ein zweiter Kellerbrand das hieße denn beschäftigte den 11. Löschzug in der Urbanstraße 22/23 längere Zeit. Durch die Abstimmung wird wohl auch Herr Beinhansen von seinem sammlung ab, da eine solche Maßregel in der gegenwärtigen doch Feigen von den Disteln pflücken. Verhängung der Sperre über die Enzelsche Fabrik sah die Ver Decken und Möbel waren gegen Abend in der Oranienburgerstr. 59 Köhlerglauben furiert worden sein. Der Antrag wurde in nament flauen Zeit keinen Erfolg habe. Man werde in einer Wohnung in Brand geraten; in der Weddingstr. 3 brannte licher Abstimmung mit elf gegen fünf Stimmen bei vier Stimm- abwarten und ſehen, die Saison der Fußboden. Außerdem hatte die Wehr in den letzten 24 Stunden enthaltungen abgelehnt, und zwar ohne daß man in eine Debatte Die jetzt in der Fabrik beschäftigten Arbeiter aus Breslau verdann die Verhältnisse liegen. noch von der Mariannenstr. 4, Raumerstr. 53, Köpnickerstr. 53, Dorf eintrat. Die Hausbesizer ließen durch Herrn Barselow einfach er sprachen, bei eintretendem Bedarf an weiteren Arbeitskräften sich an straße 105 zu Richtenberg und noch von verschiedenen andren Orten klären, daß für sie kein Anlaß zu einer Aenderung vorliege. Daß die hiesige Mitgliedschaft der Hutmacher- Organisation zu wenden. Alarmierungen zu verzeichnen; es handelte sich aber in allen diesen der von Mieters Gnaden in der Gemeindevertretung jizende frei Steglik. In der letzten Versammlung des Wahlvereins Fällen um ganz unbedeutende Anlässe. sinnige Reichstags- Kandidat für den Wahlkreis MerseAuf Veranlassung des Deutschen Vereins für Boltshygiene, Drts- burg, Herr Fischer, in holder Eintracht mit den Hausbesizern Landtagswahl, welcher durch einige Wahlmänner noch ergänzt wurde. gab der Vorsitzende, Genosse Krause einen Bericht über die gruppe Berlin", e. V., und des Zweigvereins Berlin des Vater- gegen die Verbesserung stimmte, nachdem er vergeblich versucht Anschließend daran wies er darauf hin, daß anfangs März nächsten ländischen Frauenvereins" spricht Freitag, den 11. Dezember, abends registriert zur Nachachtung für unsre Genossen in jenen Wahlkreise, jetzt mit den Vorarbeiten zu beginnen. Auf seinen Antrag wurde hatte, die namentliche Abstimmung zu vereiteln, sei hier gebührend Jahres die Gemeindewahlen stattfinden, und es sei geboten, schon 8 Uhr, im Bürgerfaal des Rathauses Herr Professor Dr. Wassermann über„ Die Erhaltung und Stärkung der natürlichen Schuhmittel des" Eriveiterung der Volksrechte" schwärmen sollte. falls dieser Freisinnsheld in Versammlungen wieder für ein Komitee von sechs Genossen gewählt, welches sich mit der Organismus gegen die Bakterien und ansteckenden Krankheiten". Auch die sogenannte Der Zutritt steht jedermann unentgeltlich frei. Opposition" hat jezt Kandidatenfrage beschäftigen und dem Verein Vorschläge machen andre Schmerzen, als für solche Verbesserungen einzutreten. Herr Edart erklärte 3. B., aus in der 3. Klasse die Herren J a chmann und Brietsche, in soll. zu wählen sind sieben Gemeindevertreter; Ein Adressbuch der westlichen Vororte ist im Verlag des„ Grune- daß er vor zwei Jahren auch gegen die Verschlechterung gestimmt der 2. Klasse Donsé und Edart und in der 1. Klasse Klein es scheiden wald- Echo", Berlin- Grunewald, Königs- Allee 6, erschienen. Buch umfaßt die Orte Grunewald, Halensee, Wilmersdorf, halte er es jetzt für das beste, wenn Herr Weinhausen seinen Antrag geschiedenen Genossen Rapp stattfinden. Die Vertreter der 2 und Das und sogar nachher noch gegen den Beschluß protestiert habe, trotzdem und Barselow, außerdem muß eine Ersazwahl für den aus Schmargendorf, Dahlem, Schlachtensee, Nikolassee, Wannsee und zurückziehe und lieber dafür eintreten würde, daß bei den bevor- 3. Klasse müssen Eingesessene sein, in der ersten Klasse kann ein Grunewald- Forst. Es enthält einen Pharusplan der westlichen Vorstehenden Wahlen sämtliche bürgerlichen Parteien ge prie einen Separatplan von Wannsee. Im Tert bringt es eine schlossen vorgehen, damit sie die Size in der dritten Klasse ichteingefeffener gewählt werden, ebenso in der dritten Klaſſe als turze Geschichte der Vororte und die auf Grund amtlicher Listen behaupten und früher verlorene wieder gewinnen! Was fümmert die Mißstände in den hiesigen Waschanstalten zur Sprache gebracht. Erfagmann für Genossen Rapp. Unter Verschiedenes" wurden bearbeiteten Adressen ihrer Einwohner. Der Preis des gebundenen es die Herren, ob die Rechte der Wähler beeinträchtigt werden Buches beträgt 2 M. wenn nur die Wahl von Socialdemokraten verhindert wird. Von den übrigen Verhandlungen aus diefer Sigung sei noch erwähnt, daß das Schulgeld für die neu zu errichtende höhere Mädchenschule auf 110 M. für die neunte, achte und siebente Klasse, für die übrigen Klassen auf 130 M. festgesetzt wurde. 0 -Theater. Das Schiller Theater giebt auch in diesem Jahre die bekannten Weihnachtshefte aus. Dieses Jahr erscheint die Weihnachtsgabe des Schiller- Theaters in zwei Gestalten. Ein Heft, das neun Eintrittskarten für neun bestimmte Sonntagnachmittags Vorstellungen enthält, gewährt den Eintritt zu einem Schiller- Cyklus. Dieser umfaßt sämtliche Stüde Friedrich Schillers, mit Ausnahme ausgesperrten Crimmitschauer; gezeichnet war noch nicht darauf. Es Köpenick. Verloren gegangen ist die Liste Nr. 15 249 für die des" Fiesco". Der Preis dieser neun Eintrittskarten, einschließlich wird ersucht, dieselbe anzuhalten und an Karl Bewart, Köpenid, Garderobe und Jettel, ist, je nach dem Plaz, 2,50 bis 9,00 m. für Lindenstr. 1b, zu senden. die gesamten neun Vorstellungen. Neben diesem auf bestimmte Tage Lindenstr. 1b, zu senden. Tautenden Abonnementsheft giebt das Schiller- Theater ein zweites Seft aus, das fünf Anweisungen auf Eintrittskarten zu fünf beliebigen Borstellungen enthält. Auch der Preis dieses Heftes ist niedrig ( 5 M. für fünf Vorstellungen, einschließlich Garderobe und Zettel). Gerichts- Zeitung. Eine sonderbare Polizeibeleidigung sollte sich unser Parteigenosse Die hiesige Zahlstelle des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes hat rang aus Tempelhof schuldig gemacht haben, der sich vor dem am Sonntag einen vortrefflich besuchten Sammermusit- Abend Schöffengericht II vor einigen Tagen zu verantworten hatte. In veranstaltet. Das vom Musikdirektor Franz Hollfelder zusammen- einer Versammlung, die der Wahlverein von Mariendorf am gestellte Programm war mit Geschmack ausgewählt und fand vielen 4. August abgehalten hatte, forderte Franz die Anwesenden auf, die leistungen sowie die Herren Kämpf und Wittenberg für ihre zuziehen. Eine Beteiligung an politischer Arbeit jei auch für diese nklang; vor allem ernteten Herr Severin für seine Gesangs- zahlreichen am Ort beschäftigten Bäcker zur Organisation heranHarmonium und Violin- Soli wohlverdienten Beifall. Auch das Leute besser als wenn sie wie jest in Glücksspiel, das ihnen anStreichquartett bot tüchtige Leistungen. Mit besonderem Interesse scheinend unter den Augen der Polizei gestattet werde, ihre Zeit vernahmen die Zuhörer Ertels Wallfahrt nach Kevlaar" auf. trödelten. Franz wurde angeklagt, durch die Behauptung, daß die Polizei das Glücksspiel dulde, diese Behörde beleidigt zu haben. Die vom Angeklagten geladenen Zeugen Kleist und Beyer bekundeten in der Berhandlung, daß sie Bäckergesellen beim Glücksspiel gesehen hätten; der Nachtwächter des Ortes hätte dabei gestanden und auf eine Anfrage bemerkt, daß er von vorbotenem Spiel nichts sehe. Troß alledem wollte der Staatsanwalt den Angeklagten zu 50 M. Geldstrafe verurteilt wissen. Der Gerichtshof folgte den Ausführungen der Verteidigung und sprach den Angeklagten frei. " Aus den Nachbarorten. = Charlottenburg. Der Magistrat hat der Stadtverordneten- Versammlung eine Vorlage betreffend die anderweite zu fammenfegung der Armendirektion und die Neubildung einer Deputation für die unterbreitet. Die Armendirektion soll fünftig audienpflege sechs Kähnen 15 Briefkaften der Redaktion. 3. M. Aus dem eingesandten Bericht geht die Prozeßlage nicht flar hervor. Weswegen ist der Mann verurteilt worden? Können Sie uns näheres mitteilen? Warschauerstraße. Uns ist der Allgemeine Berlinsche Unterstützungsverein nicht bekannt. fieben östlichen Provinzen besteht nach§ 49 der Landgemeinde- Ordnung aus S. Sirschbach. Die Gemeindevertretung einer Landgemeinde in den dem Gemeindevorsteher und den Schöffen, sowie den gewählten Gemeinde. verordneten, deren Zahl mindestens das Dreifache der Zuerstgenannten bes tragen muß und durch Ortsstatut auf 12, 15, 18, 24 crhöht werden kann. Die Gemeindevertretung ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend find. Die Beschlüsse werden nach Stimmenmehrheit Borfikenden. Die der Stimmabgabe fich enthaltenden Mitglieder werden der Anwesenden gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des als anwesend betrachtet, die Stimmenmehrheit jedoch nur nach der Zahl der abgegebenen Stimmen seitgestellt. 23. M. 1000. 3ft nicht möglich. 2. E. 700 und A. M. 101. Verein gegen Berarmung, deutscher Dom, Gendarmenmarkt; Nikolai- Stiftung; ferner Friedrich- Wilhelms- Anstalt Ein Verzeichnis der Darlehnskassen im zweiten Band, zweiter Teil, Seite 163 und Biederfee- Stiftung; die lekteren drei im Rathaus. Bürger- RettungsInstitut, Große Präsidentenstr. 7, nachmittags 4-6 Uhr, eine Darlehnskaffe. des Adreßbuches. Juristischer Teil. F. K. von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends 2. 1. 137. 1. Ja. 2. Nach der herrschenden Ansicht fa. .. 62. M. Wird ein Haus im Wege der Zwangsvollstreďung ( Subhastation) veräußert, so kann der Ersteher( nicht aber der Mieter) den Mietsvertrag unter Einhaltung der gefeßlichen Kündigungsfrist aufheben, also bis am 3. des ersten Monats fündigen, der auf das Quartal folgt, in dem der Zuschlag erteilt ist. Ist der Zuschlag in diesem Quartal erfolgt, so kann demnach der Eigentümer des Hauses bis am 3. Januar zum 1. April fündigen. Martha 50. Der Wirt ist im Recht. Sie können nur zum 1. Oktober bestehen, und zwar fünf Mitgliedern des Magistrats und zehn von Die reiche Polin. Als eine ganz raffinierte Diebin entpuppte 1901 fündigen. P. H. Jn beiden Fällen kann Strafbarkeit als vor der Stadtverordneten- Versammlung zu wählenden Mitgliedern. Von sich die Köchin Katharina Steffanska, die fich wegen wiederholten liegend angenommen werden. B. Sch. Klagen Sie beim Gewerbegericht letzteren muß die Hälfte Armenkomunissions- Vorsteher sein. Ihre worten hatte. Die Angeklagte diente seit zwei Jahren bei dem ab, ob das Verhalten des Chefs nach Ansicht des Gerichts ein Verschulden Diebstahls vor der 3. Strafkammer am Landgericht II zu verant- auf Herausgabe oder Schadensersatz. Der Erfolg der Klage hängt davon Wahl erfolgt aus einer Vorschlagsliste, die doppelt so viele Namen Kaufmann Kühl in Groß- Lichterfelde. Herr Kühl besitzt hier eine Bolizei einen Schein geben lassen. enthält. B. u. J. 1. und 2: Ja. enthält als Mitglieder zu wählen sind und die von der Verſamlung Billa, in deren Parterregeschoß sich ein Geschirrzimmer befindet, in sie wäre mit Ablauf des 31. Dezember 1903 eingetreten, wenn der Zahlungs. Sie müssen sich von der der Armenkommissions- Vorsteher aufgestellt wird. In ähnlicher dessen Wand zwei Kassetten angebracht sind, von denen die eine befehl nicht zugestellt worden wäre. O. S. Verjährung liegt nicht vor: Weife foll die Deputation für die Waisenpflege gebildet Frau Kühl, die andre Herr Kühl benußte. Der Referveschlüffel des hebung des Bertrages aus dem von Ihnen erwähnten Grunde hat nicht viel A. F. 78. Eine Klage auf Aus werden; fie sezt sich zusammen aus vier Mitgliedern des Magistrats und acht von der Stadtverordneten- Versamm Herrn Stühl befand sich in der Kasse der Frau Kühl. Am 20. Oktober Aussicht auf Erfolg. Anders steht es mit einer Schadensersatzklage. lung zu wählenden Mitgliedern, von denen vier Waisenräte sein waren die Eheleute Stühl zu einer Feier geladen und feien et starfoſten auszukommen, kann aber den Lohn in Abzug bringen. Zwei Streitende. Sechs Wochen hindurch hat die Herrschaft für die miffen. Bei der großen Bedeutung der Thätigkeit der Waisen gegen 41 Uhr des Nachts nach Hause zurüd. Gegen 11 Uhr legten K. 2. 100. Ihre Frau müßte einen Antrag an das Vormundschaftspflegerinnen in der Waisenpflege hält es der Magistrat für erwünscht, sich dieselben zur Ruhe, nachdem kurz vorher sich die Steffansta und gericht einreichen. Slamint das Kind von Ihnen, so wird es durch Ihre auch ihren Rat in der Deputation nicht zu inissen. das andre Dienstmädchen auch nach oben begeben hatten. Am Anerkennung ein eheliches. Sie als ſtimm 21. Oktober früh gegen 18 Uhr erschien plötzlich die Steffanska zulässig. 2. Sie können lediglich Ihren Wirt auffordern, die Reparaturen N. N. 1. Nochforderung ist fünf Jahre lang berechtigte Mitglieder mitwirken zu lassen, ist jedoch nach den gesez vor dem Schlafzimmer der Herrschaft und erzählte unter größter vorzunehmen, ihm audrohen, falls er dies innerhalb einer bestimmten Frist lichen Bestimmungen unzulässig. Der Magistrat beabsichtigt deshalb, drei Waisenpflegerinnen zunächst für je ein Jahr ständig mit Bestürzung, daß in der Villa eingebrochen sein müsse, die Fenster nicht thut, würden Sie die Reparaturen auf seine Kosten vornehmen lassen beratender Stimme zu den Sizungen der Deputation abzuordnen. des Geschirrzimmers feien eingeschlagen. Herr Kühl fand die und Ihre Drohung ausführen. Ein Grund zum Rücktritt vom Vertrage Die Deputation für die Waisenpflege soll die Leitung der gesamten Doppelfenster eines Flügels eingeschlagen; aber in der Weise, daß liegt nicht vor. 3. Da Ihre Frau minderjährig ist, haftet sie nicht für den von Alb. H. Nein: Berufung wäre daher zwedklos. Baisenpflege haben und in allen grundsätzlichen Fragen, in denen dies nicht von außen, sondern nur von innen geschehen sein konnte. ihr unterschriebenen Vertrag. 3. 5. 100. Nein. Ottmann, Manteuffelstraße. Standesamts. bisher der Decernent allein unter unmittelbarer Aufsicht des Magistrats Die sofort benachrichtigte Polizei war der Meinung, daß das Fenster, zeugen erhalten keine Gebühren. Winnicki. Die Gegenpartei ist bc. zu entscheiden hatte, gehört werden. Die Zuständigkeit der Armen- welches zwei Meter vom Erdboden entfernt ist, und vor dent keine rechtigt, die ihr entstandenen Stoften erfekt zu verlangen. Verjährung ihres Direktion soll dieselbe bleiben wie bisher. Spuren von Fußtritten bemerkbar waren, nur von innen zer- Anspruchs liegt keineswegs vor. Hat Ihr Anwalt bereits die Kosten be Bei den neuen Kanalbauten in der Umgebung Berlins hat der tönnte. schlagen sein konnte und nur ein Hausdieb in Betracht kommen zahlt, so fann die Zahlung nicht nochmals gefordert werden. Hat Ihr Frost den Arbeiten jegt etwas Einhalt gethan. Auf dem fertig Mohr aus Groß- Lichterfelde schloß aus verschiedenen Umständen, daß welcher Höhe Zahlung an den Gegner erfolgt ist. In der Kasse fehlten circa 600 M. Kriminalkommissar Anwalt die Zahlung unterlassen, so fann die Gegenpartei von Ihnen Zahlung begehren. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anwalt ob und in gestellten Teil des Teltowkanals, zwischen Albrechts- Teerofen und nur ein Hausdieb in Frage kommen könnte und vernahm zuerst das 9 m. können bis zum Erlaß des Urteils nicht gegen 70 M. Kosten entstehen, Bei einem Objekt von Griebnitzsee, werden trotz des Eisganges die elektrischen Treidel Dienstmädchen Gerschow, und als diese ihm unverdächtig erschien die es sei denn, daß die Zeugengebühren ungewöhnlich hohe find. Die Anwaltsversuche fortgesetzt, und zwar werden jest Borbeifahrten mehrerer Angeklagte Steffansta. Diese gab an nur 60 M. Geld zu besitzen, und Gerichtskosten( ohne Zeugengebühren und sonstige Auslagen) können fich entgegenkommender Kähne eingeübt. Zwei Kähne wurden von verwickelte sich dann aber so in Widersprüche der elektrischen Lokomotive, zwei entgegenkommende von einem fogar 260 m. haben gulegt wollte sie insgesamt taum 25 M. erreichen. Wilh. Schmidt. Das Gehalt ist bis daß sie verhaftet wurde. Bei der Durch zur Entlassung zu zahlen. 5. Y. 50. Bei dem Gericht des Wohnorts efektrischen Boot geschleppt. Das Ausbiegen und die Vorbeifahrt suchung ihres Schlafzimmers fand man noch eine bedeutende Anzahl von des Verkäufers können Sie auf Rüdnahme der Ziege und vollen Schadensder Fahrzeuge ging anstandslos von statten, so daß dem Wirtschaftsgegenständen, die sie ihrer Herrschaft entwendet hatte. Die An- erfab flagen. Gerichtskostenvorschuß und die Gebühren für Ihren Anwalt nächst die Versuche mit je vier und dann mit je geklagte gab zu, die Wirtschaftsgegenstände gestohlen zu haben, bestritt aber haben Sie zu verauslagen, der unterliegende Gegnerjist zum Ersak verpflichtet. fortgesetzt werden sollen. Die Brücke bei 2. P., Beuffelstraße. Die Stasse ist nach Ihren Darlegungen im Recht. den Einbruch fingiert und die Kassette beraubt zu haben; das Geld, Albrechts- Teerofen ist im Unterbau noch nicht vollendet, welches bei ihr gefunden worden sei, habe sie sich gespart. Der Schwiegereltern können überdies Witteilung über die Höhe der Erbschaft zc. 5. B. 40. Nein. Sie müssen die Papiere sich selbst beschaffen. Die und die Kälte hält die Arbeiten zurück. Dies ist auch bei dem Staatsanwalt war der Meinung, daß, wenn die Angeklagte Geld als Miterben verlangen. Weißensee. Zweds Ausscheidens aus der Kanal, welcher den Wannsee mit dem Griebnitzsee verbinden soll, der gehabt hätte, sie nicht bei der Schneiderin 2c. gefchuldet hätte, fremde Landeskirche richten Sie an das Gericht Ihres Wohnsizes die Mitteilung, Fall, da hier die Maurerarbeiten bei den Brückenbauten eingestellt Diebe tönnten es nicht gewesen sein, sonst hätte man vor dem daß Sie aus der Landeskirche ausscheiden wollen und erklären dann innerwerden mußten. Dagegen gelang es, die im Zuge der Chaussee Fenster Spuren finden müssen, er beantrage ein Jahr Gefängnis. halb vier bis sechs Wochen nach Eingang dieses Antrages zu Protokoll des fängnis. Bei der Abführung ins Gefängnis machte die Verurteilte 3 M. und Schreibgebührenersat. Der Austritt fostet einen solchen Standal, daß man ihr Geschrei weithin hören konnte.( nach§ 43 St.-B.-G.). 2. Es ist nur Beschwerde zulässig, aber falls bie Krankenversicherung 1904. 1. Ja Schöneberg. Die letzte Sigung der Stadtverordneten- Versamm Yung brachte zunächst die Einführung des im 10. Bezirk an Stelle Henning vor dem Amtsgericht Eberswalde wegen Beleidigung zu Angabe unter Ergänzung, um welchen Staatsbürger und um welchen Staat Der gebildete Förster. Am 7. d. M. hatte sich der Hilfsförster Gemeinde auf ihrem Beschluß beharrt, aussichtslos. 3. Jm Guttentagschen Verlage ist das K.-B.-G. nebst Novelle erschienen. 4. Wiederholen Sie Ihre des bisherigen Stadtverordneten Maurenbrecher gewählten Stadt verantworten. Wie aus der Beweisaufnahme hervorging, hat der es fich handelt. verordneten Turnlehrer Zobel. Nach einer Uebersicht über die Beklagte zu den Zengen und dem Privatkläger folgende Aeußerungen die Zeit vom 1. Oftober 1901 bis 1. Oftober 1903 ist nichts mehr zu machen. 5. D. 30. Sie haben die Zeit verstreichen lassen, für Frequenz unsrer Volksschulen zählen dieselben zur Zeit 10 449 Kinder, gethan: Ihr seid Strolche, im Auguste Viktoria- Heim" find wenn Sie nunmehr eine neue Starte fich geben lassen, innerhalb zwei die in 213 Klassen von 229 Lehrern, darunter 64 wissenschaftlichen weiter nichts als Strolche. Ihr seid nicht frank, Strolche seid Jhr." Jahren mindestens 40 Marken Kleben und die Karte umtauschen, so lebt Lehrern und 5 technischen Lehrerinnen, unterrichtet werden. Aus- Das Gericht belegte den Beklagten mit der überaus milden Strafe Ihre Auwartschaft wieder auf. W. Y. Leider nicht mehr möglich. schließlich drei hilfstassen, in denen je 25 Kinder unterrichtet werden, von 6 M. Welche Strafen hätten wohl die Arbeiter bekommen, die W. R. 10. Eine in England zu schließende Ehe muß nach Wahl der entfallen mithin auf eine Klasse 48,7 Schüler gegen 49,6 im Vorjahr, einen Förster mit diesen Ausdrücken belegt hätten, ganz zu schweigen Cheschließenden vor einem Standesbeamten( registrer) oder vor einem 50,26 in 1901, 52,09 in 1901 und 52,27 im Jahre 1899. Da im letzten von den Strafen, welche gegen streifende Arbeiter verhängt werden. Geistlichen geschlossen werden. Der Ehe hat ein Aufgebot von drei SonnJahre die Zunahme der schulpflichtigen Kinder 782 betrug, so ist, bei tagen voraufzugehen. Dieses Aufgebot fann durch den Erzbischof von Annahme einer ebensolchen Steigerung im kommenden Jahre, nach Canterbury( special licence, Rostenpunkt etwa 29 Pjund und 8 Schilling) oder durch den Bischof des Sprengels( common licence, Rostenpunkt etwa der Magistratsvorlage die Errichtung von 11 Lehrer und 8 wissendie Hälfte) oder durch den Standesbeamten erfolgen. Der letzte Fall ist der schaftlichen Lehrerinnenstellen erforderlich, und zwar schon zum 1. April 1904 beziv. 1. Oftober 1904. Ein Konflikt in der Strohhutfabrik von Engel u. Co. bildete registrars certificate aus, welches bejagt, daß bei ihm das Eheschließungs billigste( 30 bis 50 Schilling). Gegen diese Gebühr stellt der registrer cin Ohne nennenswerte Dis Tussion gelangte die Magistratsvorlage zur Annahme. den Gegenstand der Besprechung in einer Mitglieder- Versammlung Gejuch eingereicht ist und der Ehe nichts im Wege steht, sowie daß er die ausschuß gehören von unsern Vertretern Genosse Masuch, dem des Centralvereins der Hutmacher, die am Sonntag abgehalten dreiwöchentliche Frist auf 24 Stunden herabseht. Notwendig ist GeburtsAusschuß betreffend die Errichtung einer Baugewerksschule gehört ivurde. Es handelt sich um Lohnstreitigkeiten der Strohhut- zeugnis sowie die Heirats- und Todesurkunde betr. des ersten Mannes. Arbeiter. Der Fabrikant will, unt mit den in Genosse Küter und dem Ausschuß zur Beratung des Antrages hergestellten Erzeugnissen konkurrieren zu können, nicht höhere richtlich errichten. Ein Beispiel zu solchem Vertrage finden Sie S. 225 des Breslau Den Gütervertrag können Sie vorher hier in Deutschland notariell oder gebetreffend Ausschließung von Stadtverordneten an der Uebernahme Breise zahlen, als sie in den Breslauer Fabriken üblich sind. Resehallen aus. Der registrer fann Ihnen eidesstattliche Versicherungen dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Das Buch liegt in den öffentlichen von Arbeiten und Lieferungen Genosse Hoffmann an. Die Arbeiter der Engelschen Fabrik fordern aber etwas höhere Preise, abnehmen. Liegt etwa für Deutschland ein Ehescheidungsgrund vor, so ist die in Steglitz. Im Jahre 1901 gelang es der Hausbefizer- Mehrheit weil sie hier unter ungünstigeren Verhältnissen arbeiten müssen, wie London geschlossene Ehe, auch wenn sie formell richtig geschloffen ist, nichtig. unfres Gemeindeparlaments, allerdings nur mit Hilfe des von ihre Breslauer Kollegen. Den letzteren komme der Umstand zugute, Mietern gewählten Herrn Fischer, der mit seiner Stimme daß sie von ein und derselben Sorte große Posten anzufertigen haben, Witterungsübersicht vom 8. Dezember 1903, morgens 8 Uhr. den Ausschlag gab, eine Verschlechterung des Wahlrechts der Gemeinde- während in der Engelschen Fabrik in der Regel nur fleine Posten wähler der dritten Klasse durchzudrücken, indem beschlossen wurde, von derselben Sorte angefertigt werden. Der fortwährende Wechsel statt des einfachen den 1½ fachen Durchschnitt der Gesamtsteuer- der Sorten erschwere die Arbeit und bedinge höhere Preise. summe bei der Dreiteilung der Wählerlisten zu Grunde zu legen. Einigung mit dem Fabrikanten fonnte nicht erzielt werden, Damit trat in beträchtliche Vermehrung der Wähler der dritten auch den Vorschlag, einstweilen in Wochenlohn arbeiten Abteilung ein, was selbstverständlich für die erste und zweite Ab- zu lassen, bis mant fich ein sicheres Urteil über den teilung eine Verminderung bedeutete, so daß heute ein Wähler der festzuseßenden Accordpreis bilden könne, lehnte die Firma ab. Swinemde. 752 SD ersten Klasse soviel Wahlrecht befizt wie 5 Wähler der zweiten oder Sie fündigte sämtlichen Arbeitern, die nunmehr nach Ablauf der Hamburg 750 DSD 45 der dritten Klasse. In der letzten Sigung der Gemeinde- Sündigungszeit entlassen sind. An Stelle der Entlassenen sind bis Berlin 752 SD vertreter beantragte nun Gemeindevertreter Weinhausen, jest drei Arbeiter aus Breslau eingestellt, die zu Breslauer Preisen Mündjen Franti.a.M. 752 in Zukunft wieder den einfachen Durchschnitt zu Grunde zu legen. arbeiten. Diese Arbeiter waren auch zur Versammlung eingeladen. Wien Der Antragsteller appellierte nach ausführlicher Begründung an Sie verwahrten sich dagegen, daß man sie als Streifbrecher ansehe. das Gerechtigkeitsgefühl der Hausbesizer Mehrheit, Sie hätten nicht gewußt, daß hier ein Konflikt vorliegt; die von der unt den Wählern der dritten Klasse zu ihrem Rechte Firma Engel bezahlten Preise seien auch derart, daß sie( die Arbeiter) Potsdam- Spandau liegende neue Brücke über den Kanaldurchstich Der Gerichtshof verurteilte die Angeklagte zu neun Monaten Ge- fönnen Sie bei Hoffmann, Blumenstr. 14, erhalten. Gerichts Ihren Austritt. Eine Borladung erhalten Sie nicht. Formulare bei Nedlitz noch rechtzeitig fertig zu stellen, so daß diese am Sonnabend dem Verkehr übergeben werden konnte. Dem EtatsVerfammlungen. Eine Stationen Better Stationen 2Nebel Better Temp. n. 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Dezember, abends 8%, Uhr, in den Arminiushallen, Bremerstraße 70/71: Donnerstag, den 10. Dezember, abends 81 Uhr: Bezirksversammlung für Charlottenburg im Voltshause, Rosinenstraße 3. H Zages Ordnung: 1. Bericht des Gewerbegerichts- Beisigers und Aufstellung eines Kandidaten zur Gewerbegerichts- Wahl. 2. Die Lohnbewegung der Gürtler und Drücker. Referent: Sollege Scheffler. 3. Bericht der Bezirksleitung und Neuwahl derselben. Dhne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Volks- Versammlung. Am 8. d. Mts. starb nach langem, schwerem Leiden mein heißgeliebter Mann, unser herzens guter, treusorgender Bater, Schwieger- und Großvater, der Schriftfeger Oswald Reff im vollendeten 61. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 13. d. Mts., nachhalle des St. Georgen- Stirchhofes in Neu- Weißenfee aus statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen mittags 3 Uhr, von der LeichenGoldstein( Zwickau) über: Die Frau in der heutigen Gesellschaft. 2. Distuſſion. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Metallarbeiter- Versammlung Abermals drei Tage!! Roppenstraße 29. Tages- Ordnung: 1. Der Streit der Gürtler und Drücker. Referent: Kollege Cohen. 2. Diskussion. 161/18 Es ist Pflicht der Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Vorwärts- Buchhandlung SW., Lindenstr. 69( Laden). DF Zum Weihnachtsfest: Bilderbücher mit und ohne Text von 15 Pf. bis Mk. 5, Märchenbücher Jugendschriften für Knaben do. für Mädchen. Reise- u. Erdbeschreibungen, naturwissenschaftliche Werke für Kinder, in plaudernder Form mit Fragen u. 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Dezember 1903, abends 8, Uhr, in den BorussiaSälen", Aderstr. 6/7: Ausserordentliche General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Abänderung und nochmalige Abstimmung über die in der ordentlichen Generalversammlung vom 21. November 1903 gefaßten Beschlüsse. 2. Verschiedenes. 2565 Die Herren Arbeitgeber sind hiermit eingeladen. Um stilles Beileid bittet im Namen der Hinterbliebenen 255b Marie Reff geb. Kunert. Am 8. Dezember starb nach langem Leiden unser lieber Kollege Oswald Reff im 62. Lebensjahre. unfrer besten Stollegen. Wir verlieren in ihm einen Sein biederer Charakter, feine Gesinnungstreue, fein stets follegiales Wesen sichern ihm ein treucs, chrendes Andenken. Berlin, den 8. Dezember 1903. Das Personal der Buchdruckerei Hempel& Co. Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 3/2 Uhr von der Leichenhalle des St. GeorgenKirchhofes( Neu- Weißensee) aus ſtatt. 2665 Socialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Bergolder Um pünktliches und zahlreiches Er Rudolf Richert scheinen ersucht Der Vorstand. Metzners Korbwaren- Magazin Kinderwagen, Kinderbettstellen, Puppenwagen, Triumphstühle, Kindermöbel etc. Grösstes Spezialgeschält Berlin 0., Andreasstr. 23. II. Geschäft: Brunnenstr. 95, III. Beusselstr. 67, IV. Leipzigerstr.54-55 Verkauf Hof, Fabrikgebäude 1000 Mark Belohnung zahlejedem, der mir in Berlin ein grösseres Spezialgeschäft in der Branche, als d. mein, nachweist. Billigste Preise. Katalog gratis. 35022* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. Plüsch- Reste! Satteltaschen. WolleMuster bei näherer Angabe franco. Berlin, 158. Emil Lefèvre, Oranienstr. ( 7. Bezirk) verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstagnachmittag 22 Uhr von der Leichenhalle des neuen Nigdorfer Kirchhofes( Mariendorfer Weg) aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 235/12 Der Vorstand. Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser Sohn und Bruder Reinhold Hoffmann ant 7. d. M. gestorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. d. M., nachmittags 3 Uhr, bom Krankenhaus Moabit aus nach dent Friedhof der Friedens- Ge gemeinde, Schönhausen, statt. G. Hoffmann und Familie. Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 5. Dezember starb nach schwerem Leiden im Alter von 58 Jahren unser Mitglied, der Zimmerer Herr Heinrich Drews Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. Dezember, nachmittags 23 Uhr, von der Leichenhalle der fgl. Charité aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 254b Der Vorstand. Danksagung. Für die zahlreiche Teilnahme sotvie für die Kranzspenden bei der Bes erdigung meines lieben Mannes, unfres guten Baters und Sohnes Wilhelm Schuhmacher fagen wir allen Berwandten, Freun den, Bekannten sowie den Kollegen und Bereinen unsern herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 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