Nr. 288. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Bellage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1903 unter Nr. 8203. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 art, für das übrige Auslans 2 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 20. Jahrs. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. ,, Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Infecate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Aoreffe: ., Socialdemokrat Berlin". Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Grimassen der Opposition. Donnerstag, den 10. Dezember 1903. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1984. So erlebten wir denn das komische Schauspiel, daß Herr Schädler, bestimmungen anführen, sondern auch vorbeugende Maßregeln, fo nachdem er überraschend mit einer domkapitularen feierlich und fromm- werden die Herren gewiß dankbar sein so wäre den konservativen flehenden Fürbitte für die Heilung Wilhelms II von seinem Stimm- Rittergutsbefizern Gebrüder Käbing in Saspe( Streis Röslin) das Gelippenpolypen begonnen hatte, in fast dreistündiger Rede darlegte, fängnis erfpart geblieben, das sie sich durch verabredeten gemeinsamen daß ihm gar nichts, aber auch gar nichts an unsern Zuständen ge- Stimmenzählung im Beisein der Vertreter der Standidaten hätte Wahlbetrug so redlich verdienten, wenn nach englischer Vorschrift die falle. In keinem Lande fühlt sich der Klerikalismus mit Recht so erfolgen müssen. Weitere Unannehmlichkeiten, wie der Tadel in wohl wie im Deutschen Reiche; aber er darf es nicht sagen und öffentlicher Gerichtsverhandlung gegenüber einem konservativen muß sich in die Rolle des Bußpredigers fleiden. Eine schwierige Wahlvorsteher und seinen Helfershelfern im Kreise Jüterbog- BauchAufgabe, an der auch ein geschidterer Mann als Herr Schädler Belzig, fönnten vermieden werden, wenn nach englischem Muster der scheitern könnte. Wahlvorfigende und seine Gehilfen vor der Wahl vor einem Nichter ( in England Friedensrichter) das Gelöbnis der Verschwiegenheit ablegen müßten über alles, was sie vor der Abstimmung einzelner Wähler bei der Wahlhandlung in Erfahrung bringen". gewünschten Bestimmungen werden, wenn man solche schafft, völlig Die von der freifonservativen Partei für das Strafgesetzbuch belanglos fein, so bald nur in Preußen ein einigermaßen durchführ bares Wahlgesetz erlassen sein wird. Dagegen empfehlen sich folgende Bestimmungen aus dem englischen Recht. Als schwere Bergehen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre, eventuell durch Zwangs arbeit verschärft, oder mit Geldstrafen bis zu 2000 m. gebist alle Fälle torrupter Verabfolgung von Speisen und Getränken, bon indirekt". Zu den leichteren Vergehen, Strafe bis 200 M., gehört Fuhrwerk und dergleichen mehr in irgend einer Gestalt, direkt oder B. die Besorgung von Fahrgelegenheit mittels Mietswagens für wähler, sei es zu Wagen oder auf der Bahn". Matt und schlaff setzte am Mittwoch im Reichstag die Etatsdebatte ein. Die erfie Gelegenheit, nach dem aufrüttelnden Volls gericht der Reichstagswahlen die Situation parlamentarisch zu verten aber die Regierung und die bürgerlichen Parteien befolgen, halb aus Berechnung, halb aus innerer geistiger Ohnmacht, die Politik des Abstumpfens und Entnervens. Trotz der neuen Männer im Bundesrat und im Hause lief die Diskussion im alten Trott, als wäre gar nichts inzwischen geschehen. Daß das ver- Herr Schädler freilich spielte seine Rolle allzu fümmerlich. Seine faffungswidrige ungeheuerliche Pluralsystem, nach dem für den ſelbſtgefällige und vergnügte Miene widerrief jedes feiner scharfen Reichstag gewählt wird, die alten Mehrheitsverhältnisse noch einmal, Worte und so blieb seine lange Anklagerede ohne jeden Eindruck. trog dem socialdemokratischen Drei Millionen- Votum, durchschwindelte, Auch der Harmloseste empfand, daß der Centrumsführer nur den genügt den Bedürfnissen der herrschenden Parteien und ihrer wilden Mann mimte und daß eine Kritik, die keine zu engen Kreise ministeriellen Sachwalter. Sie sind guter Dinge, laben sich an dem zieht und gar nicht ziehen will, nur insofern gefährlich ist, als sie Besitz ihrer Macht und sehen und hören nichts von der gewaltigen die Kritik entwürdigt und das System hinterhältig schüßt, das sie Brandung, die draußen gegen die morsche Gewalt anstürmt. Morgen vorgeblich angreift. wieder luftit, so lange die Gefchäfte blühen! Zu seiner oberflächlichen, zwergzügigen Rede kannegießerte Man hätte vielleicht erwarten sollen, daß die erste große Schädler zum Teil im Traktätchen Stil der lex Heinze über Reichstagsdebatte nach den Wahlen die Regierung hätte verpflichten die Handlungen der Regierung und die Verworfenheit der Zeit. Ihm müssen, so etwas wie ein Programm zu entwickeln. Graf Bülow gefallen nicht die Eytratouren ber auswärtigen Politit, er fürchtet stürzt sich nicht in solche Unkosten. Ein Programm ja wenn er Deutschlands Jfolierung, ihn jammert die Schuldenwirtschaft, eines häfte. Und er braucht ja auch keines, die Dinge laufen Militarismus, Marinismus und Weltpolitik sind ihm unbehaglich. Eine weitere Folge dieser Strafen ist die Streichung des von selbst weiter, so lange sie eben laufen. So begann dem die Das Bilfe- Konzert von Forbach trägt er mit gesträubtem Haar vor. Schuldigen aus der Wählerliste für fünf Jahre, wobei zu bemerken, Debatte mit einer öden Rechnungslegung des nach Thielmanns Flucht Die Schreden der gehäuften Soldatenmißhandlungen schildert er daß die Wählerlisten für die Parlaments- und Gemeindewahlen zum Reichsschuldenmacher berufenen Freiherrn v. Stengel, der breit und kraß. Gegen die Rechtsungleichheit donnert er sogar und gemeint find. wie ein alter guter Onkel breit und langweilig auseinandersetzte, er droht dem Bundesrat mit der Ablehnung seiner Gesezentwürfe, wie viel ihm die bösen ungeratenen Finanzen zu schaffen machen. wenn er nicht endlich auch die Beschlüsse des Reichstags- Diäten! Er schilderte den Deficitjammer der Rechnungsjahre 1902 und 1903 respektiert. Aber niemand nimmt die Beschwerden und die Drohungen und rühmte feinen in vollzähliger leppigkeit anivesenden Minister- ernst. Hinter den Coulissen liegt sich ja doch die regierende Partei follegen nach, wie gar sparsam sie seien und welchen heroischen Bes mit der Regierung liebeheiß in den Armen. Uebrigens scheint aus schränkungen sie sich unterzogen hätten. Dann verteidigte er die Schädlers gewundenen Ausführungen hervorzugehen, daß das Centrum provisorische Reichsfinanzreform; der brave Onkel wünscht sehnlichſt, auch in der Reichs- Finanzreformfrage schließlich umfallen wird, wenn daß das deutsche Volt in den Finanzen flar sehe und darum soll es genügend bezahlt wird. Schädler schloß mit einigen Reklamedie Ordnung" fein. Aber Herr v. Stengel trug andrerseits wendungen für die flerifale Socialpolitif, versetzte dem Kwiledi Sorge, daß man nicht zu klar fähe: daß die ganze Reform Staatsanwalt Müller einen Stoß wegen seiner Aeußerungen über nur eine Vorbereitung für neue indirekte Reichssteuern ist, das wollte er durchaus nicht wahr haben. Als Herr v. Stengel geendet, ertönte irgendwo ein schüchternes Bravo; es llang wie aus dem Schlafe. katholische Meineide und forderte beweglich die endliche Rückkehr der Jesuiten. Danach vertagte sich das ermüdete Haus; drei Stunden lang die verrenkten Grimassen der Opposition zu bestaunen, das halten die zähesten Nerven nicht aus. Am Donnerstag nimmt zunächst Bebel das Wort der drei Nach dem trockenen Reichs- Bücherrevisor trat der Komödiant der Oppofition auf den Plan, der Bamberger Domkapitular Schädler, Millionen! der Radikalissimus des Centrums, den der Klerikalismus vorschickt, damit er dem Centrum den notwendigen Ruf einer Oppositionspartei wahre. Politische Ueberlicht. Berlin, den 9. Dezember. " bayerischen Liberalen als Kampfmittel gegen die Wahlrechts Vielleicht macht sich die freifonservative Partei auch die von den des amtlichen und des geistlichen Einflusses zu Wahlzwecken zu verbesserung ausgedachten Strafbestimmungen gegen den Mißbrauch muze. Dann werden alle bürgerlichen Parteien in ihrem Verhalten bei Wahlen gebessert werden, so weit durch Strafbestimmungen über haupt gebessert werden kann. Die Socialdemokratie würde sich dessen nur freuen fönnen. Zur Frage der Ungültigkeit der Wahl Bartlings in Wiesbaden wird uns geschrieben: Die Wahlprüfungs- Kommiffion des Abgegen Ordnungsstüßen, die Socialdemokraten mißhandelten. In den geordnetenhauses ist so milde wie preußische Gerichtshöfe Drucksachen des Abgeordnetenhauses 1899 findet sich unter Nr. 120 der Bericht der Mandatsprüfungs- Sommission über die Wahl in Eschwege( Stassel 5). Ein Protest hatte in der folgenden Veröffent lichung des„ Eschweger Tageblatt und Kreisblatt" vom 29. Oktober 1898 unter anderm auch Wahlbeeinflussung gesehen: Alle Wahlmänner unfres Kreises vom Land und der Stadt Waldkappel, die mit uns in Schmalkalden für die Wahl des Herrn v. Christen stimmen wollen, benachrichtigen wir hierdurch, daß ab in Hoheneiche Fahrkarten zum ermäßigten Preise Empfang genommen werden können, sofern rechtzeitig... Bestellungen darauf bei dem mitunterzeichneten Bürgermeister Mohr zu Hoheneiche gemacht werden. Die bestellten Fahrkarten werden am 3. November morgens 6 Uhr am Bahnhofe Hoheneiche bereit gehalten, dieselben lauten über die Strecke Hoheneiche- Schmalfaben und zurück und werden an unsre Ge finnungsgenossen unentgeltlich verabfolgt;... Die sämtlichen Herren Bürgermeister des Kreises werden ersucht, diese umfre Mitteilung den Wahlmännern ihrer Gemeinden bekannt zu geben und nach Möglichkeit dahin zu wirken, daß die oben erwähnten Anmeldungen in Hoheneiche rechtzeitig eintreffen. ( gez.) Th. Bierschent.( gez.) Mohr. Sehr klar ist die Aufforderung nicht; wie es scheint, sollten nur haben; diejenigen, die mit uns in Schmalkalden für die Wahl des genoffen zu fein, nur unter dem Druck der sämtlichen Herren BürgerHerrn v. Christen eintreten wollen" wohl ohne Gesinnungss genossen zu sein, nur unter dem Druck der sämtlichen Herren BürgerEbensowenig Klar ist, wenigstens im begründenden Say, das Urteil meister", sollten sich mit ermäßigten Preisen" begnügen müssen. der Kommission: Die bürgerlichen Parteien verfolgen, unter schmunzelnder Bus stimmung der Regierung, deutlich die Taktik, den Socialdemokraten Richter und Barth. Konnten feinfühligere Leser schon aus dem den Wind aus den Segeln zu reden. Indem sie die Grimassen der ersten Bericht der Freifinnigen Zeitung" über die Zusammensetzung Opposition vortäuschen, haben sie sich zu einem festen antisocialdemoes die volksparteiliche Männerbrust erfüllte, daß neben den reaktiodes Bureaus im Reichstage herauslesen, mit welcher Genugthuung fratischen Trust zusammengeschlossen, der von Kröcher bis Richter reicht. närsten Elementen zwei der ihrigen als Schriftführer füßen dürfen, Die wachsende Macht der Socialdemokratie versucht das reaktionäre während außer der Socialdemokratie auch die bisher im Bureau Kartell einmal dadurch zu bekämpfen, daß es unsre Genossen unter vertretene Freisinnige Vereinigung leer ausging, so giebt die Freis. ein parlamentarisches Ausnahmegesetz stellt, während es andrerseits Beitung" vom Dienstag diesem Gefühl ganz ohne Scham Ausdruck, die Kraft wirklicher grundsäglicher Dpposition dadurch abzustumpfen indem sie eine Notiz mit den Worten in Sperrdruck schließt: bemüht ist, daß sie den gewaltigen Ernst tiefdringender Systemkritik " Diesmal hatten die übrigen Parteien es entschieden abgelehnt, in einem Possenspiel entrüsteter Scheinnörgelei nachäfft. Je mehr der Freifinnigen Bereinigung einen Schriftführer zuzugestehen." Uns scheint im Gegenteil in dieser Wertung der Freijinnigen sich der Kampf zwischen dem Proletariat und der bürgerlichen Ge- Vereinigung durch die Majorität eine Anerkennung der Richtigkeit die Gesinnungsgenossen die Fahrkarten ganz umſonſt sellschaft zuspitzt, je realer und unmittelbarer sich die Macht der von Barths Politit zu liegen. Wenn sich auch derartige Vorgänge Socialdemokratie bekundet, um so mehr schwinden auch die Unter- häufig unter dem Schein persönlicher Rankine abspielen, fait schiede zwischen den bürgerlichen Barteien und um so brutaler treten immer liegt ihnen ein tiefer politischer Sinu zu Grunde. Die Reaktionäre ihre Interessen und Begierden ohne jeden ideologischen und ethischen erkennen eben, daß Nichter den Gedanken an eine Zukunft des Aufputz auf. Der Ausschluß der zweitstärksten Fraktion und der Liberalismus aufgegeben hat, daß er nur noch durch Anlehnung größten Partei aus dem Bureau des Reichstages ist in dieser nach rechts, unter Ausnutzung der reaktionärsten Gefeße, wie bei den Hinsicht von aufklärender politischer Bedeutung. Den Vicepräsidenten vor dem völligen Verschwinden bewahren will. Und sie erkennen worden ist, ohne die Bezahlung des Betrages ausdrüdlich zu Landtagswahlen, sein zusammenschmelzendes Häuflein möglichst lange Da im vorliegenden Falle lediglich eine Fahrkarte angeboten weigerte man uns unter dem Vorwand, daß wir die höfischen ebenso, daß die Barthsche Politit, die auf die Bekämpfung der fordern, so hat die Kommission hierin einen Grund zur BeVerpflichtungen nicht auf uns nehmen wollten; dann hat man uns Reaktion im Anschluß an die Socialdemokratie gerichtet ist, wenn sie anstandung der Wahl nicht gefunden und deshalb einstimmig be auch die Schriftführer vorenthalten nur etwa 100 Stintmen noch Antlang und Anhang im Bürgertum findet, dazu angethan schlossen", die Gültigkeitserklärung zu beantragen. Einstimmig! wurden für unsre Genossen gezählt und dies Verhalten suchte wäre, die lleberwindung der Reaktion, die ja dank dem Vorwärts- Herr Neftor Kopsch hat auch dieses Botum mitunterzeichnet. man durch die kindische Ausrede zu rechtfertigen: Die Social dringen der Socialdemokratie freilich nur eine Frage der Zeit ist, Herr Hektor Kopsch hat auch dieses Votum mitunterzeichnet. demokratie müßte dafür bestraft werden, daß sie sich beim Zoll- schneller herbeizuführen. Daß wir uns dabei weder über den Einfluß, Zur Strafprozeß- Reform. Die deutsche Strafprozeß Kampf gegen die schamlosen Rechtsbrüche der Zollmehrheit kraft- den die Barthsche Richtung gewinnen könnte, noch über den Gedanken- Kommission wird am 15. Dezember sich zu ihrer siebenten voll zur Wehre setzte. Drei Millionen deutscher Wähler haben in- gang ihrer Anhänger irgend welchen Illusionen hingeben, ist selbst- agung versammeln. Zum erstenmal trat sie bekanntlich am zwischen dies Verhalten unsrer Partei gebilligt, thut nichts, die durch lange vor den Ausführungen der Professoren, die man uns jetzt vor- mal zu vier- bis fünftägigen Sizungen, am 17. März, 5. Mat, verständlich. Schon am 10. September, also lange vor den Wahlen, 10. Februar in Thätigkeit; fie versammelte sich dann wieder, jedes die Wahlfälschung des gesetzwidrigen Pluralsystems siegreiche Mehr hält, umschrieben wir den Gedankengang unsrer wenigen liberalen 7. Juli, 29. September und 10. November. Die Reichstagswahlen heit heischt schredliche Buße. In Wirklichkeit, treten die bürgerlichen Gönner" durch folgende Säße: Parteien natürlich lediglich aus dem Grunde alle parlamentarische" Der innerlich haltlose Socialismus hat zwar die Köpfe der mal zusammentreten lassen. Da die Kommission leider zunächſt und die Gerichtsferien haben die Kommission im Sommer nur zweiBilligkeit mit Füßen, weil der Posten eines Schriftführers nicht un- Masse gefangen genommen; das kann aber unmöglich von Dauer unter Ausschluß der Deffentlichkeit tagt, ist eine Mitteilung wichtig ist und die Parteien der Geschäftsordnungsbrüche durch sein; heute wird die socialistische Agitation durch die brutale Haltung in der neuesten Nummer der Deutschen Juristen Zeitung socialdemokratische Hüter des Rechts nicht behindert sein wollen. der Reaktion gefördert. Die Reaktion muß also, was ja an sich interessant, wonach es der Kommissien gelungen sein soll, einen die Aufgabe des Liberalismus wäre, mit allen Mitteln bekämpft erheblichen Teil ihres Programms bereits in erster Lesung zu Deshalb weigerte man auch zugleich der als unzuverlässig" im werden, wenn der Socialismus für die Massen seines Reizes erledigen. Zur Beratung find bisher gelangt die Frage über den Sinne Kardorffs ertviesenen Freisinnigen Vereinigung einen Sitz im entkleidet werden soll. Beteiligen sich die Socialdemokraten mit Gerichtsstand, die Ablehnung von Gerichtspersonen, Bureau. Energie an diesem Kampf( sc. Landtagswahlen), so wollen wir sie zeugen und Sachverständigen, die Beschlagnahme, die Durchnach Sträften unterſtügen; sie hoffen zwar, uns danach zu beerben, suchung von Personen, die Untersuchungshaft, die Verthatsächlich graben sie sich ihr eignes Grab." die teidigung, öffentliche Klage, das Vor" 1 die Aber mit dieser strupelfreien Ausnüßung der Macht glaubt man doch nicht allein die Socialdemokratie bekämpfen zu können, und deshalb verlegen sich die herrschenden Parteien auf das sonderbare Wir haben stets Barth als Gegner betrachtet, als einen Gegner verfahren, das abgekürzte Verfahren. Hierzu kommen in der Geschäft, den Agitationsstoff, den sie uns täglich liefern, dadurch zu fogar, der mindeſtens theoretisch ernſter zu nehmen ist, als Richter, bevorstehenden Tagung noch die Fragen über die Hauptverhandentwerten, daß sie ihn selbst ausnutzen. Am Mittwoch hat Herr der seine Sache längst verloren gegeben hat. Barth glaubt an die lung. Es bleiben dann noch in erster Lesung zu erledigen die Schädler Centrums- Opposition getrieben, wir vermuten, daß felbft Möglichkeit einer Zukunft des Liberalismus, er hofft noch immer Fragen über die Wiederaufnahme, die Privatflage, den Strafbefeht, die Konservativen und Nationalliberalen in den nächsten Tagen über und zwar im Kampf der Geister nach Niederwerfung der Reaktion. vollstredung, die Deffentlichkeit, die Heranziehung von Laien als auf die Ueberwindung des Socialismus durch den Liberalismus, über Strafverfügungen und Strafbescheide, über die StrafMißstände beweglich flagen werden. Es ist nun gewiß nicht sehr schmeichelhaft für die gegenwärtige gründlichst verscherzt hat. Einem solchen Gegner soll man die Achtung zollen, die Eugen Nichter Richter, die Berufung, die Revision. Nach Abschluß der Regierung, daß ihre intimsten Freunde nur durch scharfe, Anklagen zweiten Lesung soll über die Stellung der Kommission au Schutz der Wahlfreiheit. Der freikonservativen Partei, die sich diesen Fragen dann auch an die Oeffentlichkeit berichtet werden. gegen sie das System retten zu können vermeinen. Aber ebenso im Reichstage in so dankenswerter Weise für die gesetzliche Durch- Diese zweite Lesung wird voraussichtlich im nächsten gewiß ist, daß diese Opposition von der Regierung bestellte Arbeit führung der Wahlen ins Zeug legen will, wollen wir einiges Herbst stattfinden, aber, wie nach dem genannten Blatte in unterfein könnte, wenn sie es nicht ist. Man opfert etliche Sündenböcke, Material aus England zur Verfügung stellen, Vorschriften, die sich richteten Kreisen angenommen wird, einen viel schnelleren Verlauf um die Sünde selbst zu hehlen. dort glänzend bewährt haben. Wenn wir dabei nicht nur Strafe nehmen als die erste Lesung. Neber die Verhandlungen werden von Beginn an ausführliche| abfällige Kritik an der Militärjustiz geübt. Denn nach dem un- ivic rein wahltechnischen Zweden gebraucht werden. Solcher MißProtokolle geführt, die später zur Veröffentlichung gelangen zweideutig ausgesprochenen Wollen des Antragstellers und der Ab- brauch wird aber immer nahe liegen, so lange die staatlichen Versollen. geordnetenkammer soll die Ausstoßung der Soldatenschinder aus dem waltungsbehörden zugleich Wahlfunktionen auszuüben haben, und Die Zusammensehung der Kommission ist bekannt- Heere eine Straf folge sein, der die Bestrafung nach den Be- die Beamten ihre verschiedenen Funktionen nicht streng auseinander fich völlig eine einseitig juristisch- bureaukratische und fommt schon ftimmungen des Militär- Strafgesetzbuches vorauszugehen zu halten wiffen. Geradezu typisch für eine derartige ungehörige dadurch mit dem Rechtsbewußtsein des Volkes sehr wenig in dirette hat. Werden diese Bestrafungen nun als„ leichter weg" be- Benutzung der Wahlaften sind folgende Fälle, die in Schleswigund irgendwie maßgebende Berührung, sie besteht zur Zeit aus trachtet, um sich vom Militärdienst befreien zu können, so wird eben Holstein vorgekommen sind, und die sich merkwürdigerweise sämtlich elf Richtern, zwei Professoren, drei Staatsanwalten und fünf Rechts- dadurch die in den weitesten Streisen bestehende Ansicht bestätigt, daß gegen die Opposition, die Dänenpartei und die Socialdemokratie anwalten. Den Vorsiz führt der Reichsgerichtsrat Kaufmann, zwei die Kriegsgerichte die feigen Soldatenschinder mit einer Milde be- richten: Vertreter des Reichs- Justizamts nehmen ständig, der Staatssekretär Handeln, Sie nicht im richtigen Verhältnis zu ihren Thaten steht. dieses Amts zeitweise an den Versammlungen teil. Bezieht sich doch der Antrag nur auf jene Offiziere und Unteroffiziere, deren Mitschuld an systematischen Mißhandlungen nachgewiesen ist. Man sieht, die Logit des bayrischen Kriegslöwen ist noch immer ungemein schwach. Das Rechtsbewußtsein des deutschen Volks ist daher für die Beschlüsse dieser Strafprozeß- Stommission in teiner Weise verantwortlich. nicht So aus dem 1. Der Landrat benußt die ihm als Wahlkommissar zugänglichen Wahlakten zu Verwaltungsmaßregeln beziv. Maßregelungen. wurde dem stellvertretenden Gemeindevorsteher, Hofbesizer Sörensen in Jels, Nordschleswig, der bei der Wahlmännerwahl einem dänischen Wahlmanne seine Stimme gegeben, aus diesem Grunde amtlich erWarum Soldaten desertieren. Am 28. März desertierte der denken geltend gemacht, Bedenken, die ursprünglich auch bei den entsetzt werden würde. Von einigen Reichsräten wurden schließlich auch ernstliche Be- öffnet, daß er, wenn er nicht seinen Abschied nehme, seines Amtes Die gleiche Mitteilung ist an den stelloffizier, Ramens Geisler, stand am Mittwoch vor dem Oberkriegs- bürgerlichen Barteien der unteren Kammer bestanden, die man vertretenden Gemeindevorsteher Hofbefizer Damm in Kapirupfeld gericht, weil er den desertierten Soldaten geohrfeigt, mit räte meinen, der Antrag Müller statuiere eine Strafe, die im dort aber schließlich doch überwunden hat. Diese Reichs ergangen. Rohrstock und Riemen geschlagen und anderweit gemiß- Militär- Strafgesetzbuch nicht enthalten sei. Schließlich einigten sich vom Inhalt der Wahlakten Mitteilung. In Apenrade eriſtiert ein 2. Der Landrat als Wahlfommissar macht andren Behörden handelt hat. Es wurden ihm acht Fälle von Mißhandlung und vier die Erblichen und Lebenslänglichen dahin, dem Plenum folgende eingeschriebener Handwerkerverein, der in seinen Statuten als Fälle von vorschriftswidriger Behandlung nachgewiesen, doch obwohl motivierte Tagesordnung vorzuschlagen:" In der Erwägung, 1. daß Hauptzweck die Veranstaltung gewerblicher Ausstellungen angiebt der Gerichtsherr strenge Bestrafung beantragte, setzte das Ober- der Kriegsminister erklärte, er werde den Soldatenmishandlungen und der außerdem kürzlich von der Aufsichtsbehörde sich den Zusatz friegsgericht die auf bier Wochen Mittelarrest lautende Strafe des mit aller Strenge entgegentreten und in den dazu geeigneten zu seinem Statut hat genehmigen lassen, daß socialdemokratische seriegsgerichts auf drei Wochen gelinden Arrest herab. In der Verhandlung tam zur Sprache, daß Jeczek auch von andren allen die Entfernung der beteiligten Offiziere aus dem attiven Agitatoren Mitglieder sein sein dürfen respektive Treffenträgern gedrillt worden ist und zwar auf Aufforderung eines Dienste beantragen, die Kapitulation der Unteroffiziere aber, geschlossen werden sollen. Nach den Urwahlen erhielt nun inzwischen entlassenen Wachtmeisters. welche solcher Berfehlungen sich schuldig machen, lösen, der Vorstand des Vereins bon der Aufsichtsbehörde, 2. daß gegen den Beschluß der Kammer der Abgeordneten sowohl Amtsgericht, die Aufforderung, fieben namhaft gemachte Mitglieder, gewichtige rechtliche als formelle Bedenken bestehen, beschließt die die socialdemokratische Wahlmänner gewählt hatten, auszuschließen, Kammer der Reichsräte, über den Beschluß der Kammer widrigenfalls der Verein aufgelöst werden würde. Das Amtsgericht der Abgeordneten zur Tagesordnung Tagesordnung über beruft sich auf seine amtliche Kenntnis von der socialdemokratischen zugehen." Abstimmung der Vereinsmitglieder, kann dieses Wissen also bloß von für socialdemokratische Wahlmänner als agitatorische Thätigkeit, die Wahlkommissar haben. Bemerkenswert ist auch, daß das Stimmen allein vom Vereinsstatut getroffen werden kann, angesehen wird. 3. Der Landrat benutzt die ihm als Wahlkommissar gewordene Kenntnis der Wählerlisten zu völlig außeramtlichen Zwecken. Solches wird aus dem Plöner Kreise gemeldet. Der dortige Landrat hat eine Reihe von Kriegervereinen aufgefordert, ihre Mitglieder listen einzureichen, um festzustellen, wer bei der Wahlmännerwahl socialdmokratisch gewählt hat. Es scheint auch bereits eine Rück äußerung des Landrats erfolgt zu sein, denn in mehreren induſtriellen Vororten Kiels, die zum Plöner Landtagswahlkreise gehören, sind aus den Kriegervereinen vermittelst gleichlautender hektographierten Schemas derartige Mitglieder zum Austritt aufgefordert bezw. ausgeschlossen worden. Da ähnliche Maßregeln überallher aus der Provinz gemeldet werden, so scheinen die Landräte bloß die aus führenden Organe einer centralen Weisung zu sein. " " Die Soldatenmißhandlungen und die Kammer der Reichsräte in Bayern. Aus München wird uns geschrieben: Die bayrische Reichsratstammer hat von jeher ihre Hauptaufgabe darin erblickt, träftig zu bremsen, wenn Bayern einmal, was ja schluß der Volksvertretung über den Haufen, denn nach den bisSo werfen die„ Edelsten der Nation" einen vernünftigen Beohnehin äußerst felten vorkommt, rascher auf der Bahn des Fort- herigen Gepflogenheiten ist nicht daran zu zweifeln, daß die schritts boraneilen will, als es die Verwaltungsbureaukratie motivierte Tagesordnung auch im Plenum der Reichsräte zur Angewöhnt ist. Im Volksmunde wird das Oberhaus des- nahme gelangt. Dann bleibt aber auch der alte Zustand bestehen. halb allgemein das Schleifzeug" genannt. Auch in Wird doch die Entfernung der an Mißhandlungen beteiligten Offiziere der gegenwärtigen Landtagssession wird cine ihrer ersten nur in den dazu geeigneten Fällen verlangt. Nun hat aber der Thaten" in der Kassierung eines einstimmigen Beschlusses der Minister wiederholt, auch im Ausschuß der Reichsräte, betont, die VerAbgeordnetenkammer bestehen, der im ganzen Volke die freudigste abschiedung von Offizieren befürworte er bei der Krone nicht aus eigner Zustimmung gefunden hat. In den letzten Tagen verhandelte der Ausschuß der Reichsratstammer über den Antrag des focialdemoTratischen Abgeordneten Ad. Müller betreffend die Entfernung der Soldatenschinder aus der Armee. Als Referent hierüber fungierte der Reichsrat General v. Fries, der sich ursprünglich nicht ablehnend gegen den Antrag verhielt. Er führte aus, ein wesentliches Hindernis einer gründlichen Besserung seien die vielen auffallend milden Urteile der Kriegsgerichte, die keineswegs auf unzulänglichkeiten der Bestimmungen des MilitärStrafgefegbitches beruhten. Die Bedeutung der Sache werde vielfach von den Militärgerichten nuterschäßt und es sei eine Schärfung nicht der Strafbestimmungen, wohl aber ihrer Anwendung nötig. Er beantrage, dem Beschlusse der unteren Stammer zuzustimmen. Herbert Spencer. Initiative, sondern nur auf Antrag der betreffenden Kommandostellen. Die Truppenkommandeure aber haben sich nicht vor dem Parlament zu verantworten und sie werden die Verabschiedung von Soldatenschindern nach wie vor nur in ganz besonders schweren Fällen beantragen. Schiffahrtsabgaben Wahlreform- Steuererhöhung. Aus Karlsruhe, 9. Dezember, meldet uns ein Privattelegramm: Im badischen Landtag wurde heute die socialdemokratische Interpellation über die Schiffahrtsabgaben von der Regierung dahin beantwortet, daß solche Abgaben verfassungswidrig feien, die Regierung würde nie darauf eingehen. Ein weiterer Gefeßentwurf verlangt eine Steuererhöhung von Mißbrauch der Wahlakten. Man sieht, die drei mitgeteilten Beispiele sind förmliche Schulfälle, die geradezu rein begreiflich, hätten konstruiert werden können für die überhaupt denkbaren Möglichkeiten, wie von den Wahlakten ein unzulässiger Gebrauch gemacht werden konnte. Leider fehlt die thatsächliche Unterlage zu der Voraussage, daß sich das Abgeordneten Haus mit diesen Dingen beschäftigen wird: die Socialdemokratie ist ja dort nicht vertreten. Aber vielleicht bringen die Dänen, die ja auch betroffen werden, die angeführten Fälle zur Sprache. Kriegsgerichtlich zum Ersatz verurteilt. Dem Börsenblatt für den deutschen Buchhandel" wird aus Wien geschrieben: Als die Militärrichter in Forbach den schriftstellernden Lieutenant zu mehrmonatlicher Haft verurteilten und die gedruckten Exemplare feines Romans zur Vernichtung bestimmten, ahnten sie nicht, daß ihr Verdikt im Laufe der Begebenheiten einem Teile des östreichis fchen Buchhandels lebhafte und rentable Thätigkeit verschaffen werde. Was in Braunschweig unterdrückt wurde, gewann in Wien neues Leben.„ Aus einer kleinen Garnison" hat, wie es scheint, in den fleinen und großen Garnisonstädten Destreichs das Intereſſe von Militär und Civil erregt. Die Wiener Stommissionäre wurden aus den Provinzstädten bestürmt. So stürmisch war der Bedarf, daß gleichzeitig in fünf Buchdruckereien und einigen Buchbindereien gearbeitet wurde. Hält die Nachfrage eine Zeitlang an, so dürfte die Auflageziffer von„ Jörn Uhl" bald erreicht sein. " Solchem guten Anfang entsprach leider nicht der Fortgang der Verhandlungen, denn die übrigen erlauchten Herren teilten durchaus nicht die vernünftigen Anschauungen des Generals v. Fries. Im Verstärkung der Ersten Kammer, die Beseitigung der indirekten Wahl Ferner wurde die Wahlrechtsreform vorgelegt. Sie bringt die trauten Verein fielen vielmehr Liberale und Ultramontane über den Kriegsminister her und machten ihm heftige Vorwürfe, weil bei der Zweiten Kammer und fügt als Verschlechterung das Erer dem socialdemokratischen Antrage nicht genügend Widerstand ge- fordernis zweijähriger Staatsangehörigkeit hinzu. Leistet habe. Striegsminister v. Asch, in solcher Weife in die Enge getrieben, fand nun plötzlich wieder, daß der Antrag Müller eigentlich 20 Proz. wohl nicht recht gangbar" fei. Damit sett er sich aber in Widerspruch zu einer vor den Abgeordneten abgegebenen ErHärung, worin er sich mit den Intentionen der Antragsteller ein- Kiel, 6. Dezember.( Eig. Ber.) Jm Wahlreglement ist be verstanden erklärte und die mit den Worten schloß: In diefem kanntlich genau vorgeschrieben, wie mit den Wahlaften, den WählerSinne tann ich also gegen den wohl vom ganzen Hause listen und Protokollen, nach den Urwahlen und Abgeordnetenwahlen einstimmig angenommenen Antrag mich nicht ablehnend verhalten." zu verfahren ist: sie gehen vom Wahlkommissar an den RegierungsDer Minister hat nachträglich noch ein ganz neues Argument gegen präsidenten, von diesem ans Ministerium des Innern und von da aus den Antrag gefunden. Er meinte, die Entfernung aus dem Heere Abgeordnetenhaus. Daß die Akten bloß zu Zwecken der Wahl benutzt könne unter Umständen den Bestimmungen über die Erfüllung der werden dürfen, ist im Reglement nicht ausdrücklich vorgeschrieben, mit Telegrammen und mit telephonischen„ empfohlenen" Aufträgen Militärdienstpflicht entgegenstehen; wenn ein Unteroffizier es erreichen aber selbstverständlich, denn die Atten kommen bloß in die Hände von könne, daß er auf diesem leichten Wege seiner Militär- Wahlfunktionären und an andre amtliche Stellen nur insofern, als dienstpflicht vollständig frei und ledig werden könne, so zweifle er diese bestimmte Funktionen bei der Wahl zu erfüllen haben, resp. nicht, daß in einzelnen Fällen davon Gebrauch gemacht werden würde. zur rein mechanischen Weiterbeförderung an übergeordnete In Mit diesen Ausführungen hat Herr v. Asch unbewußt eine äußerst stanzen. Es ist ein Mißbrauch der Wahlatten, wenn sie zu andren, schaft Englands in deren schwersten Tagen ein kraftvoller haben scheint, gehörte unter andern zu den Mitbegründern der Anwalt gewesen war, zeigt er sich start beeinflußt, durch" Liga gegen die Besteuerung des Wissens", die 1852 den T. Hodgskin, dem geistreichen Verfasser der 1825 herausgekommenen ursprünglich) fast nur von der Arbeiterpresse praktisch geführten Schon früh im Leben bildete sich bei mir die Gewohnheit glänzenden, Verteidigung der Arbeit gegen die An Kampf gegen den Zeitungsstempel von neuem aufnahm und mit unheraus, zur Minderheit zu gehören, häufig zu einer sehr geringen prüche des Kapitals", der Marg im Kapital" so großes ermüdlichem Eifer bis zu seinem erfolgreichen Ende fortführte. Minderheit, zuweilen sogar zu einer auf einen einzigen Menschen Lob gezollt hat und die stets ein denkwürdiges Dokument in der Herbert Spencer hatte sich dem Ingenieurfach gewidmet, es aber fich beschränkenden Minderheit." In diesem, der letzten Ver- Geschichte des Socialismus bleiben wird. Sarin zu nichts gebracht, war dann zur Journalistik übergegangen, öffentlichung des foeben verschiedenen großen englischen Als Spencer seine schriftstellerische Laufbahn begann, arbeitete von der er sich aber schon 1852 wieder lossagte, um sich völlig Denters entnommenen Satz liegt neben dem berechtigten er insbesondere für zwei Wochenschriften, den„ Leader" und den seinen wissenschaftlichen Arbeiten hinzugeben. Seine eignen Mittel Stolz eines unerfchrodenen Gegners aller geistigen Hörigkeit zugleich„ Economist". Zum Stabe des ersteren gehörten u. a. George Lewes, reichten gerade hin, ihm eine bescheidene Unabhängigkeit zu erlauben, ein gutes Stück müder Entsagung. Als der Vertreter einer sehr der Verfasser von„ Das Leben Goethes" und spätere Gatte von die freilich wiederholt materiell in die Brüche zu gehen drohte, bis geringen Minderheit finkt nach einer mehr als vierzigjährigen Wirf George Eliot, die damals als Miß Evans ebenfalls für den Leader" erst eine väterliche Erbschaft und dann der Ertrag seiner Werke ihn von famkeit Englands größter Philosoph der Jeztzeit ins Grab. Er Beiträge lieferte, sowie der Republikaner W. J. Linton, dessen Frau ernsterenGeldjorgen befreite. An Anerbietungen von größeren Geldmitteln hinterläßt viele Schüler, aber schwerlich auch nur einen, der ganz in als Verfasserin von„ Die wahre Geschichte des Josua Davidson" auch den hat es ihm übrigens nicht gefehlt; zu denen, die ihm willig ihren den Spuren des Meisters wandelte. deutschen Arbeitern nicht unbekannt geblieben ist. Zu den Haupt- finanziellen Beistand anboten, gehörten unter andren John Stuart Herbert Spencer ist als Socialtheoretiker der bedeutendste Re- mitarbeitern des Economist" aber gehörte J. Hodgsfin, und gerade Will, der, wie der Naturforscher Hurley, der Physiker Tyndall, der präsentant jener Schule, die man in England mit dem Namen er wurde, wie sein Biograph, Elin Halevy, schreibt, von Spencer, Historifer Grote, den Plan von Spencers Werk im Entwurf geprüft the philosophical radicals belegt hat die philosophischen der jahrelang täglich mit ihm verkehrte, viel um Rat gefragt und und mit großem Beifall begrüßt hatte. Radikalen, wobei das Wort„ philosophisch" dasselbe ausdrücken soll, oft um Bücher aus seiner Bibliothek angegangen. Sowohl der Ein- Als Parteimann ist Spencer nicht mehr hervorgetreten, wenn er was wir in Deutschland oft mit wissenschaftlich bezeichnen, fluß der sehr begabten Gruppe, die sich um den Leader" fcharte, auch bei Gelegenheit zu den größeren Fragen der Zeit in Revued. h. den Inbegriff der streng methodisch aus gewissen Thatsachen wie der Hodgsfins läßt sich in den Lehren Spencers genau ver- artikeln Stellung nahm. Hier sind insbesondere seine schroffe abgeleiteten Theorie. Seine erste schriftstellerische Thätigkeit entfällt folgen. Er hat die von jenen verfochtenen Ansichten vielfach ver- Gegnerschaft gegen den Socialismus und seine herbe Berin eine Zeit, wo der Liberalismus in England einen neuen geistigen tieft, ist aber kaum je über sie hinausgegangen, so daß urteilung des Boerenkrieges und des modernen britischen Aufschwung nahm, nachdem er in der Epoche des Kampfes gegen man auch ihre ihre Schwächen bei ihm wiederfindet. Man Imperialismus hervorzuheben. In beiden Punkten zeigt er sich als die Kornzölle erheblich verflacht war. Nirgends war die Reaktion, glaubt den späteren Philosophen des Agnostizismus und fonfequenter Vertreter des Liberalismus der alten Schule. Weder die auf das Jahr 1848 folgte, von kürzerer Dauer als Evolutionismus zu hören, wenn man im Programm des„ Leader" nach rechts, noch nach links hin versteht er sich zu einem Stompromis. in England. Hier hatte es ja teines besonderen Staatsretters liest, daß der Freihandel verteidigt, sonst aber die politische Dekonomie Mehr noch als der weichere Cobden ist dessen Stampfgenosse, der bedurft, um die revolutionäre Arbeiterbewegung zu Boden zu als eine Wissenschaft behandelt werden soll, die noch nicht ab- steifnackige Quaker John Bright, der politische Repräsentant des schlagen. Nicht ein mit außergewöhnlichen Vollmachten ausgestatteter geschlossen ist, sondern mit dem Fortschritt der allgemeinen Er- Geistes, der Spencer beseelte. Mit John Bright, der gleich ihm Herrscher von Gottes Gnaden hatte den Chartismus besiegt; in sich fenntnis und dem wachsenden Sinn für die socialen Bedürfnisse dem nördlicheren England entstammt, hatte auch Spencer Gladstones felbst war diese, ursprünglich so gewaltige Bewegung zusammen- fortgefeßter Weiterentwicklung bedarf". Und wenn Spencer später Homerule- Bill verworfen. gebrochen, nachdem sie zweimal vergeblich versucht hatte, der bürger- hartnäckig den Widerstand gegen die Staatseinmischung so weit trieb, Als Philosoph bietet Spencer viele Vergleichspunkte mit unserm fichen Gesellschaft den Fuß auf den Nacken zu setzen. Eine solche daß er sogar den Schulzwang bekämpfie, so wiederholte er deutschen Hegel dar. Mit ihm teilt er vor allem den encyklopädischen Situation mußte dem bürgerlichen Radikalismus überaus günstig sein; nur den Kampf, den Hodgsfin 1847 und 1848 gegen das Geist, die Geschlossenheit und Einheitlichkeit des Systems und die denn was noch von Arbeiterbewegung übrig geblieben war, vermochte damals eingebrachte Unterrichtsgeseh und dessen Werfechter Eigenschaft, daß dieses System Wissenschaft des Werdens, des nur wenig Anziehungskraft auf die jugendliche bürgerliche Intelligenz Macaulay im Namen der Freiheit geführt hatte. Will man Spencer Geschehen sein will. In einem soeben erschienenen philosophischen auszuüben, während es zugleich auch wenig Furcht einflößte. Im gerecht werden, so muß man ihn aus den Eindrücken heraus be- Wert, dessen Widmung Spencer angenommen hat(„ Der Sinn des Gegenteil, immer engere Beziehungen wurden zwischen proletarischen urteilen, die er als jugendlicher Kämpfer empfing und in sich zu Daseins, Streifzüge eines Optimisten durch die Philosophie der Führern und bürgerlichen Reformern und Reformbereinen geknüpft, einer Socialphilofophie verarbeitete, an der er mit selbst in England Gegenwart", Leipzig, J. C. B. Mohr), hat Professor Ludwig ein proletarischer Führer nach dem andern fand Unterkunft in einem faum übertroffener Bähigkeit sein ganzes Leben lang festgehalten Stein- Bern in Dem Kapitel„ Herbert Spencer und fein der Heerhaufen, die zusammen den Heerbann der sich verjüngenden hat. So viel er in Einzelheiten später hinzugelernt, so sehr er Schwanengesang" die Eigenschaft Spencers als Philosoph des großen liberalen Partei bildeten. einzelne Seiten seiner Philosophie in die Tiefe ausgebaut hat, so Geschehens zum Gegenstand einer sehr gedantenreichen Was diese Verbindung der englischen Arbeiterbewegung zeit war er doch im guten wie im schlechten Sinne im Wesen mit Gegenüberstellung von Spencer und Spinoza, dem großen Philofophen weise nahm, das lieferte sie der liberalen Bewegung. Sie gab ihr ihr fertig, als er 1860 den ersten Prospett feines des Seins, genommen. Nachdem er festgestellt hat, wie sehr beide eine geistige Spannkraft, die wir im deutschen Liberalismus der zweiten Riesenwerkes veröffentlichte. Obwohl von schwächlicher Gesund- Denker in ihrer Beharrlichkeit sowie darin einander gleichen, daß fie Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts vergebens fuchen. Sie be- heit, hat er das angekündigte Wert zu Ende führen können. ihre Systeme lange vor ihrer Ausarbeitung im Kopf abgeschlossen fruchtete sie mit Ideen von einer Kühnheit, die seit den Tagen der Ob es ein Glück für ihn und seinen Einfluß war, ist eine andre hatten, fezt Stein auseinander, wie Spinoza das letzte Wort der Encyklopädisten in keiner bürgerlich liberalen Partei Europas über- Frage. Die Geschichte der menschlichen Geisteswissenschaften tennt cleatischen Philosophie ausgesprochen, Spencer aber die oberste troffen worden sind. Es ist heute in Deutschland Mode geworden, viele Beispiele, wo grade unvollendete Werke den größten, dauerndsten Formel für die Lehre Heraklits gefunden habe. geringfchäßig auf die englische Wissenschaft herabzusehen. Sie hat Einfluß auf die folgenden Geschlechter ausgeübt haben. Der Ab-„ Nach Spinoza", schreibt er, bermag der menschliche Geist alles ficherlich ihre großen Schwächen. Aber vergessen wollen wir darüber schluß eines Systems Legt seine Mängel, seine Unvollkommenheiten restlos zu erklären und von der Substanz( Gott- Natur) eine deutnicht, daß fast alle wahrhaft revolutionären wissenschaftlichen Theorien des bloß, über denen eine spätere Zeit gern das vergißt oder unterschätzt, liche, sie sinnfällig abbildende, adäquate( entsprechende) Vorstellung 19. Jahrhunderts in England ihre Grundlegung erfahren haben. Und was was es in seiner Grundlegung Bahnbrechendes geleistet hatte. Und zu geben."" Spencer hingegen spaltet von vornherein alle Er mander Gesellschaftslehre Herbert Spencers auch vorwerfen kann, das eine vielleicht nirgends ist dies so stark und notwendig der Fall, wie fenntnis in zwei Hälften: in die der Gesetze des Erkennbaren und wird ihr schwerlich abgesprochen werden können, daß sie in ihren Grund- gerade bei Spencer, dem Philosophen der Entwicklung, des Werdens. die des Daseins eines Unerkennbaren. Von jenem absoluten oder gedanken, in der Art, wie sie das bürgerlich liberale Princip bis in Das Leben Spencers ist äußerlich ziemlich ereignislos. Er war der Substanz, von welcher Spinoza behauptet, sie sei die sicherste feine äußersten Konsequenzen zu entwickeln sucht, wo es in den im Jahre 1820 als der Sohn eines Lehrers der Mathematik geboren Wahrheit, die es für Menschen gäbe, vermag Spencer nur auszu Anarchismus ausläuft, so radikal, so ganz und gar aus einem Guß und von seinem Vater und dessen Bruder erzogen worden, welcher sagen, daß sie ist, nicht aber, was sie ist." Gleich Dubois- Reymond ist, wie man es von einer Theorie überhaupt nur verlangen kann. Letztere zu jenen fampfluftigen liberalen Geistlichen gehörte, die entscheide Spencer: wir tönnen nicht wiffen. Daher die Bezeichnung Und mit diesem Radikalismus steht Spencer unmittelbar auf gerade in England besonders häufig zu finden sind. Der Reverend der Spencerschen Philosophie als Agnostizismus. den Schultern eines Mannes, Mannes, der feinerseits der Arbeiter- Thomas Spencer, von dem Herbert Spencer manches geerbt zul ( Schluß folgt.) Ausland. machen, zu und habe Lord Roberts Rücktritt. England. Niederlande. Wie kann man am besten die Socialdemokratie bekämpfen? Durch Die Werk dieser Behauptung ein aus dem Zusammenhange geriffener Sat Eine russisch- japanische Verständigung? Morning Leader" veröffentlicht eine unrichtig citiert. In Wirklichkeit legt Vollmar nur dar, daß die Eine der„ Associated Preß" aus Petersburg zugegangene De seine Demission als Generalissimus der englischen Armee geben während viele unsrer Gegner uns gern dahin bringen möchten. Information, wonach Lord Roberts am Ende des Finanzjahres Socialdemokratie nicht an eine Politik der Gewaltthätigkeit denkt, pesche berichtet, man glaube dort, daß der Friede zwischen werde. Die Demission sei veranlaßt durch die Unzufrieden- und er legt weiter dar, daß die Socialdemokratie nicht Ziele vers Rußland und Japan gesichert sei. Es sei dies das heit Roberts mit der Haltung des Ergebnis der Initiative des Kaisers von Rußland in dieser An- abinetts zu der vorgeschlagenen Militärreform. politische Aufgaben zu erfüllen habe, die in andern Ländern schon folge, die der Entwicklung zuwiderlaufen, daß sie aber auch zunächst jezigen gelegenheit, der mit dem Grafen Lamsdorff in Barskoje Sielo eine Als mutmaßlicher Nachfolger wird der Herzog von Connaught den Abschnitt, aus dem die„ Deutsche Tageszeitung" einen Satz von bürgerlichen Parteien erfüllt worden sind. Wir citieren hier Beratung über die von Japan gemachten Vorschläge hatte. Die genannt. Konferenz habe 1 Stunden gedauert. Man habe beschlossen, unrichtig citiert hat. Der Leser wird daraus am besten ersehen, gewisse Modifikationen an den japanischen Vorwas Bollmar sagt: schlägen hinsichtlich Koreas Man weiß, daß die Socialdemokratie aller Länder- tie diese Modifikationen dem russischen Gesandten Baron v. Rosen den Glauben oder durch die Wissenschaft? Dies waren die Preis- ihr Name sagt in erster Reihe sociale und wirtschaftliche Ziele telegraphisch mitgeteilt. Sie würden den Unter- fragen, denen bei der am Sonnabend beendeten Beratung über das verfolgt. Sie geht von folgenden Gefichtspunkten aus: händlern in Tolio offiziös unterbreitet werden. Budget die bürgerlichen Parteien die größte Aufmerksamkeit wirtschaftliche Entwicklung, die des Ausgestaltung Man glaube zu wissen, daß die Modifikationen solche von widmeten. Mit Recht konnte unser Parteigenosse Troelstra gegen zeugs zur Maschine und die Verdrängung der Kleinbetriebe minderer Wichtigkeit sind, und daß, wenn Japan sie annimmt, nichts den Schluß der Verhandlungen erklären: Wir können mit den durch kolossale Großbetriebe trennt den Arbeiter in schnell zu einer vollkommenen Einigung im Wege stehe. Ueber die japanisch- Debatten zufrieden sein, mehr als irgend eine andre Partei. Wir nehmendem Maße von seinen Produktionsmitteln und verwandelt russische Verständigung meldet die„ Associated Preß" weiter, daß die befinden uns in einer eigenartigen Situation: wir haben ihn so in einen besiglosen Proletarier; die Produktionsmittel aber Konvention, zu der die Verhandlungen, wenn Japan die erwähnten hinter einen verlorenen Kampf( den Generalstreik); werden der Alleinbesitz einer verhältnismäßig kleinen Zahl von Modifikationen annehme, führen würden, fich nur auf Korea erstrecken die Niederlage wurde von unsern Feinden, und das find Kapitalisten, denen damit wesentlich auch alle Vorteile zufallen, werde. Rußland werde den vorherrschenden Ein- alle andern Parteien, ausgebeutet;„ die Socialdemokraten", sagte welche das riesenhafte Wachstum der Produktivität der menschlichen fluß Japans in diesem Lande und das Recht man, haben einen empfindlichen Schlag gekriegt", und noch gestern Arbeitskraft bewirkt. Auf diese Weise beherrscht das Kapital alle Japans, das Protektorat über Korea aus- fagte Dr. Kuyper geringschäzend:" Die Socialdemokratie Lebensquellen und zwingt den arbeitenden Klaffen und den ganzen zuüben, anerkennen, werde aber bestimmte Vorist nur eine kleine Partei von einigen Herren und Völkern ein Joch auf, das immer unerträglicher wird. Der Gegenbehalte machen hinsichtlich der Küstenverteidigung Damen, und dann auch noch Arbeitern". Ist es nicht faß zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten kommt mit der und der Marinestationen. Der Zweck dieser Vor- merkwürdig, daß das niederländische Parlament mindestens die wachsenden Bildung und Einsicht in den Zusammenhang der behalte sei die Verhinderung einer Unter Hälfte dieser Woche der Frage gewidmet hat, wie Dinge immer mehr zum Bewußtsein der Massen, und die brechung der russischen Verbindungslinie zur es am besten diese kleine, totgesagte Partei be- Gesellschaft wird so in allen industriell entwickelten Ländern in zwei See zwischen wladiwostock und Port Arthur. fämpfen tann? Bekämpfen: von Verdrängung und Ver- feindliche Heerlager getrennt, die einander immer erbitterter be Andrerseits solle Rußland Handelsfreiheit in Korea nichtung ist nicht die Rede. Hierüber sind die Herren nun eins: triegen. Dieser Klassenkampf bildet die Grundursache des Entstehens gesichert und sollten die vorhandenen russischen Kon- materiell, mit der starken Hand der Autorität können beide und fortgesezten Anwachsens der Socialdemokratie; ihn zu einem 3effionen anerkannt werden. Die Mandschureifrage bürgerlichen Parteien uns bezwingen. Aber im geistigen einheitlichen zu gestalten und ihm sein natürliches Ziel zu weisen, werde Gegenstand einer besonderen Verständigung fein; Stampfe werfen sie einander Untauglichkeit der Mittel vor. ist ihre hauptsächliche Aufgabe. Der Großbetrieb kann aus einer Japan sei damit einverstanden, die Frage der Räumung Die rechte Seite vertraut auf das Ideal ohne Wissenschaft, die linke Quelle des Elends und der Unterdrückung zu einer Quelle höchster Dieses Gebietes in der Schwebe zu lassen und erkenne Ruß auf die Wissenschaft ohne Ideale. Wir haben beide Waffen und Wohlfahrt und harmonischer Vervollkommnung werden, wenn die lands Stellung dort an. nehmen von unsrer äußerlichen Niederlage die Erkenntnis mit nach Produktionsmittel den privaten Besitz des Kapitals entzogen und in Hause, daß wir ihnen gegenüber über zwei Waffen verfügen, die die Hände der Gesellschaft übergeführt werden. unüberwindlich sind." Die gesellschaftliche Umwandlung bedeutet aber die Befreiung nicht nur des Proletariats, sondern der ganzen Menschheit, die unter den heutigen alles fäßen leidet. zersetzenden und die kulturellen Fortschritte lähmenden KlassengegenFrankreich. Lyon, 9. Dezember.( W. T. B.) Im Laufe einer von Katholifen am gestrigen Feiertage veranstalteten Sundgebung protestierten etiva 3000 Socialisten gegen die festliche Beleuchtung; fie zertrümmerten die Fenster der Kirche Notre Dame de la Fourvière fowie die eines Maristenklosters. Es kam zu einem Hans gemenge, wobei mehrere Personen, darunter eine ſchiver verletzt wurden. Italien. Die Demiffion der königlichen Erhebungskommission über die Marincverwaltung. Diese von der öffentlichen Meinung mit Mißtrauen aufgenommene Kommission, die ein wahres Schmerzenskind Zanardellis war, hat nun gestern demissioniert. Bon all ihren bisherigen Lebensäußerungen war dies jedenfalls die vernünftigste. Bloggelegt war fie durch den am 3. Dezember vom Parlament zur Kenntnis gesommenen Vorschlag, der Kommission 5 Abgeordnete und 5 Senatoren beizugesellen, um ihr dadurch größere Autorität zu verleihen. Die Kommission wollte sich nicht mit dieser nachträglichen Einführung des parlamentarischen Elements abfinden und verzichtete. " Dänemark. den Gesezentwurf an, durch welchen die Reichstags Das Folkething nahm am Mittwoch mit 70 gegen 1 Stimme diäten für die ersten sechs Monate der Session von 6 auf 10 kronen täglich erhöht werden, während sie für die übrige Zeit 6 Stronen, wie bisher, betragen sollen. Die Rechte enthielt sich der Abstimmung. Norwegen. Verwerfung des Frauen- Stimmrechts. Das Storthing verivarf einstimmig die Vorlage betreffend Einführung des staatsbürgerlichen Wahlrechts für Frauen. Der Präsident verlas vor der Abstimmung ein Schreiben des Frauen- Wahlrechts- Vereins, in dem die Hoffnung auf Annahme der Vorlage ausgesprochen wird. Parlamentarifches. Und Im Zusammenhange, in Beziehung auf das Vorhergegangene Revolutionierung der ganzen gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Durchführung dieser Forderung bedentet naturgemäß eine fanatische Vertreter des heutigen Produktionssystems mit seinen stlaſſen borrechten glauben deshalb oder geben vor zu glauben, daß die Socialdemokraten alle bestehende Ordnung gewaltsam, umstürzen" wollen. Aber niemand kann von einer solch brutalen und thörichten Das Odelsthing hat am Freitag ein Gesetz zur Walfisch Auffassung weiter entfernt sein, als die Socialdemokratie. Soweit Rom, den 6. Dezember.( Eig. Ber.) Friedigung angenommen. Das Gesez, das, wie gründliche an ihr liegt, will sie vielmehr die augenblicklichen Formen der Ges Wie erinnerlich, hatten die ersten Anschuldigungen des„ Avanti" Untersuchungen bewiesen, im Interesse der Fischereibevölkerung liegt, fellschaft auf dem einzig natürlichen und vernünftigen Wege umgegen die Marineverwaltung den Anlaß zu einem Initiativantrag wurde auf Betreiben unsrer norwegischen Genossen geschaffen. wandeln, auf welchem eine solche Ordnung überhaupt umgestaltet im Parlament geführt, eine parlamentarische Erhebungskommission Uebertretungen des Gesetzes sollen mit Geldstrafen bis zu 5000 kr. werden kann, nämlich von innen heraus, durch ein allmähliches, über die Marineverwaltung zu ernennen. Dieser Antrag ivurde geahndet werden. Das Gesetz foll am 1. Februar 1904 in Kraft organisches llebergehen und Hineinwachsen in die tommende vom Kabinett als Mißtrauensvotum bezeichnet und in der Kammer treten. Jedoch wurde die Einschränkung getroffen, daß die jetzt mit Ordnung. Die Socialdemokratie ist weder eine Sekte, welche abgelehnt. Um den widerwärtigen Eindruck dieses Verhaltens des Walfischfang und-Verwertung beschäftigten Unternehmer ihre Thätig- ihren Zukunftstempel nach vorher bestimmten Plänen bauen Einisteriums zu verwischen, ernannte man anfangs Oftober durch keit noch ein Jahr fortsetzen können, aber nicht mit mehr Fahrzeugen möchte, noch auch eine Schule, die sich anmaßt, den nots fönigliches Defret eine Kommission aus 17 Personen unter dem als im Jahre 1903. Für diese Bestimmung stimmte mit Rücksicht wendigen Gang der wirtschaftlichen Entwicklung zu unters Borjik Balhertes, die ohne Kompetenz und mit nur administrativer darauf, daß das ganze Gesez sonst vielleicht vom Lagthing verworfen brechen und in der Richtung ihrer Lehrmeinungen zwingen zu können. Vollmacht über die Marineverwaltung inquirieren sollte. werden könnte, unter andern auch unser Genosse Dr. Eriksen. Um was es sich für die Socialdemokratie handelt, das ist, das fociale Unrecht auf den von der wirtschaftlichen Entwicklung selbst vorgezeichneten Wegen und Stappen zu vermindern und schließlich darum keine Schablone, die auf alle Verhältnisse gleicherweise und zu beseitigen. Auch die Vergesellschaftung der Produktionsmittel ist gleichzeitig Anwendung finden kann. Die unmittelbare Bergesellschaftung, die juristische Befizergreifung hat dort einzutreten, wo die Produktion die Merkmale des Individuellen schon völlig abgestreift und einen socialen Charakter angenommen hat." Die Deutsche Tageszeitung" citiert nur den letzten Satz in Bedenkt man, daß jezt vor den Augen der gesamten OeffentlichDer Seniorenkonvent des Reichstags hat am Mittwoch zwei folgender Form: feit mit allen Rechten der gerichtlichen Untersuchung die Marine Sigungen gehalten. Die erste Sigung fand unter Vorsitz des AbSelbst die Socialisierung der Produktionsmittel ist für sie feine verwaltung der Durchsicht unterzogen wird, wie das im Prozeß geordneten Graf v. Stolberg statt. fefte Regel, die allgemein Es wurde ohne Widerspruch Weise und unter allen zu derselben Zeit und in der gleichen Bettolo geschieht, so muß man einräumen, daß die königliche Er- beschlossen, bei der Wahl der Abteilungsvorsitzenden und deren Stell Solche dirette Socialisierung kann nur dann angewandt werden, Imständen angewandt werden kann. hebungskommission keine Daseinsberechtigung mehr hatte. Jedenfalls vertreter es bei der bisherigen Besetzung zu belassen. Hiernach wenn die Produktion bereits selbst ihren individualistischen Charakter wird die Demission angenommen werden. Es heißt zwar, der Vor- werden für die 1. Abteilung die Abgg. Kardorff und Traeger, ſchlag einer parlamentarischen Gehebungskommiſſion fönne im Laufe 2. Abteilung die Abgg. Auer und Dr. Hintelen, 3. Abteilung die abgestreift und einen ſocialiſtiſchen angenommen hat." dieser Parlamentssession nicht noch einmal eingebracht werden, da Abgg. Schmidt- Elberfeld und Singer, 4. Abteilung die Abgg. Graf und in richtiger Form ist der Satz ganz selbstverständlich. verfassungsmäßigerweise ein abgelehnter Entwurf nicht in derselben Staniß und Bebel, 5. Abteilung die Abgg. Graf v. Hompesch und Session noch einmal vorgelegt werden darf. Dagegen soll Giolitti v. Staudy, 6. Abteilung die Abgg. Blankenhorn und v. Czarlinsky, bemerkt haben, dies gälte nur für Gefeßentwürfe, nicht für Vorschläge. 7. Abteilung die Abgg. Freiherr Dr. v. Hertling und Sieg zu VorErhebungskommission eingesetzt werden, um über die Marine- den Vorsitz der ständigen und der später zu wählenben Kommissionen Die offiziöſe," Stalie" meldet, es würde eine parlamentarische ſizenden und deren Stellvertretern gewählt. Die Bestimmung über verwaltung und über die des Kriegsministeriums zu inquirieren. foll in der nächsten Sizung, die am Freitag stattfindet, beschlossen werden. Gemeindewahlen. In Penig wurden die vier socialdemokratis Die zweite Sigung des Seniorenkonvents beschloß unter Vorsiz des schen Kandidaten gewählt und damit erlangten unsre Parteigenossen Das Finanz- Exposé. Präsidenten, vor den Weihnachtsferien nur die erste Lesung des die Mehrheit im Kollegium. Penig ist die erste sächsische Stadt mit In der Deputiertentammer gab der Schatz- und Finanzminister Etats und die drei Beratungen der Verlängerung des Handels- einer socialdemokratischen Stadtverordneten- Mehrheit. Luzzati dem Hause das Finanz- Exposé. Zu Beginn desselben vertrags- Provisoriums mit England zu erledigen. Der Vorschlag legt der Minister dar, daß das Rechnungsjahr 1902/03 nach Abzug des Präsidenten, die Etatsberatung am Freitag zu unterbrechen, die Mehrheit im Bürgerausschuß. Nunmehr haben sie auch nach der In dem badischen Orte Hagsfeld haben unsre Genossen die aller Ausgaben für die Eisenbahnen, Schuldentilgung und die China- brei Beratungen des Handelsprovisoriums zu erledigen und dann jüngsten Ergänzungswahl die Mehrheit im Stirchengemeinderat erExpedition mit einem Ueberschuß von 69 713 000 Lire abgeschlossen die Etatsberatung fortzufezen, fand die Billigung des Senioren- langt. Was werden sie damit anfangen? hat. Der Ueberschuß für 1903/1904 wird nach Deckung der gleichen konvents. Ebenso wurden die Vorschläge des Präsidenten betr. die Ausgaben voraussichtlich 6 Millionen Lire betragen, da infolge der Weihnachtsferien angenommen. Hiernach werden unter der Vorausguten Inlandsernte ein Mindereingang an Getreidezöllen von ſetzung, daß am 18. d. M. die erste Lesung des Etats zu Ende ge34 Millionen Lire angenommen wird; doch dürfte sich der Ueberschuß führt wird, an diesem Tage die Weihnachtsferien beginnen und bis mach der Ueberzeugung des Ministers infolge des sehr niedrigen An- Dienstag, den 12. Januar, dauern. Nimmt die Statsberatung nicht fazes der Eingänge noch erhöhen. Für das neue Rechnungsjahr so viel Zeit in Anspruch, so beginnen die Weihnachtsferien früher. 1904/1905 wird der Aktivrest mit 7 220 000 Lire veranschlagt, doch wird angenommen, daß diese Schätzung durch die als sicher an- Die socialdemokratische Reichstagsfraktion faßte in ihrer Sigung Siegert besprach, die Regierung beleidigt haben. Siegert ist 35 Jahre zusehende Einnahmesteigerung werde weit übertroffen werden. am Mittwoch Beschluß über die Beschickung der ständigen Kom im Dienst der fgl. Forstverwaltung und hat die Verdienstmedaille Neue Ausgaben werden in der laufenden Tagung nicht vor- missionen. In die Budgettommission werden entfandt für treue Dienste erhalten; bei seinem Bemühen um eine Rente geschlagen; überhaupt betont der Minister die Notwendigkeit, Bebel, Diez, Ledebour, Meister, Singer, Südekum. In die Gewandte er sich hilfefuchend an Kräßig. In der Verhandlung wurde alle nicht unbedingt erforderlichen Ausgaben schäftsordnungskommission: Förster, Meister, Singer. festgestellt, daß ein Bescheid, der dem Siegert zugehen sollte, irrtümlich zu vermeiden, um das Budget für die große Rentenn die Wahlprüfungskommission: Fischer- Berlin, Geher, zi den Aften geheftet war, wo er acht Wochen veronversion zu rüsten. Bezeichnend für die Finanzgebarung Goldstein. In die Rechnungskommission: David, Reiß- blieb. Ferner ist bei der Abschrift des ärztlichen Gutachtens Italiens in den letzten Jahren war, führt der Minister weiter aus, haus, Schippel. In die Petitionstommission: Fischer- aus Versehen der einzige Saz, der zu Gunsten des Klägers spricht, die Vermeidung jeglicher Anleihe- Aufnahme; dies bilde die Er- Sachsen, Herzfeld, Beus, Schwarz, Thiele, Tuzauer. weggeblieben. Das Gericht kam aber zu einem verurteilenden ErNärung für die jeßige gute Lage und darin liege auch das Geheimnis Es wurden ferner die Einbringung einer Anzahl von tenntnis, die Ausdrüde Schneckengang", berehrliche Regierung". für die Zukunft. Zur Frage der Handelsverträge führt er aus: Initiativanträgen, zu den schon früher mitgeteilten, be- es war wohl kein Unfallversicherungs- Gesetz zur Hand", seien für Die von der Regierung eingesetzte Zollfommission ist zu einem von schloffen, folgende Materien betreffend: Sicherung des Koalitions- die Regierung, die bei allen Menschen doch ein hohes Ansehen rein technischen Gesichtspunkten ausgehenden Entivurf einer be rechts, Einführung des Normalarbeitstages, Reichs- Preßgesch, Reichs- genieße, schwer beleidigender Natur. Genosse Mehrlein wurde zu schränkten Revision des Generaltarifs gelangt, Berggeset, Bauarbeiterschus. Zur Ausarbeitung eines Entwurfes sechs Wochen Gefängnis, Arbeiterfekretär Kräzig als Einivelcher auch veröffentlicht worden ist, da die Regierung nichts ge- zum Schutz der Heimarbeiter wurde eine fiebengliederige Kommission sender des Artikels zu 400 Mark Geldstrafe verurteilt. heim halten will. Die Regierung beabsichtigt aber angesichts der gewählt. So ist also auch die Schnecke in die lange Reihe der Tiere einguten wechselseitigen Wirkung der geltenden Verträge mit den mittelbürgerlichen Parteien 229-278 Stimmen bekommen haben, während mensch als Beleidigung empfindet. Die Schriftführerwahlen haben ergeben, daß die Kandidaten der gerückt, mit denen verglichen zu werden der europäische Normalvon den socialdemokratischen Kandidaten Schippel 103, FischerBerlin nur 99 Stimmen erhielten. europäischen Staaten an dem gegenwärtigen 3011 regime Italiens teine dessen Wesen verührende Aenderung vorzunehmen und glaubt, daß die Vollmachten, die fie in dieser Angelegenheit besigt, zur Wahrnehmung der italienischen Interessen ausreichen. Partei- Nachrichten. Der Artikel ist als Broschüre deutsch erschienen bei Birku. Co. deutschen Ausgabe, die sich jeder leicht verschaffen kann, der das in München zum Preise von 20 Pf. Wir citierten nach dieser deutschen Ausgabe, die sich jeder leicht verschaffen kann, der das Ganze lesen möchte. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Wegen Beleidigung der kgl. Regierung zu Liegnit standen am Dienstag der Arbeiterfekretär von Landeshut, Genosse Kräßig, und der verantwortliche Redakteur der„ Landeshuter Volks- Zeitung", Genosse Mehrlein, vor der Breslauer Straffammer. Sie sollen in einem Artikel, der den Rentenanspruch des Holzfällers 19 " Aus Induftrie und Handel. Adolf v. Hansemann. Gestern früh ist in seinem 78. Lebensa Ein für die italienischen Arbeiterorganisationen wichtiges Urteil jahre der Geheime Kommerzienrat Adolf v. Hansemann gestorben, fällte dieser Tage das Mailänder Civilgericht in einer Schadens- Ueber die Socialdemokratie und die politischen Zustände in Deutsch- der Leiter der Diskontogesellschaft und Senior ihrer Geschäftsersatzklage der Firma Gerli gegen 200 Arbeiter. Die Klage hatte land hat Genosse Vollmar auf Aufforderung des Herausgebers inhaber. 1826 als Sohn des späteren Finanzministers David folgendes Vorspiel: Die Arbeiterschaft der genannten Firma hatte in der Londoner Monatsschrift National Review" einen längeren Hansemann in Aachen geboren, trat er 1857 in die von fich organisiert und stellte gegen Ende vorigen Jahres verschiedene Artikel veröffentlicht, der von einigen bürgerlichen Blättern wieder diefem gegründete Diskontogesellschaft als zweiter GeschäftsForderungen zur Besserung ihrer Lage. Der Besizer antivortete auf zum Anlaß genommen wird, Bollmar gegen Bebel auszu- inhaber ein und wußte, nachdem ihn im Jahre 1864 der Tod diese erst in ihren Anfängen stehende Bewegung damit, daß er der ge- fpielen. Der Artikel bietet jedoch in Wirklichkeit nicht den feines Vaters an die Spitze dieses Bantinstituts gestellt hatte, dass famten Arbeiterschaft fündigte mit der in Mailand übligen Frist von geringsten Anlaß zu solchem Spiel. Für englische Leser geschrieben, felbe alsbald unter den damaligen günstigen politischen und wirts einer Woche. Darauf verließen die Arbeiter sofort die Arbeit, ohne die giebt er in Anknüpfung an die letzten Reichstagswahlen in flüchtigen schaftlichen Umständen auf stolze Höhe zu bringen. Ein Staatsmann" Tetzte Woche ihre Arbeit zu thun. Der Besizer lagte nun auf Ersatz Strichen ein Bild von der Stärke der Parteien, der Position der und Parlamentarier, wie sein Vater, war der junge Herr Hansemann" des durch diese Arbeitseinstellung ihm erwachsenen Schadens." Socialdemokratie und der gesamten innerpolitischen Zustände nicht, aber er fand, da er, wo es Einfluß zu erringen galt, sehr splendid Das Gewerbericht erklärte sich in Anbetracht der Höhe der Deutschlands und deutet die Stellungnahme der Socialdemokratie fein konnte, in den Herren Camphausen und Miquel gewandte Summe für inkompetent und so wurde die Sache vor dem Civil- zu diesen Zuständen an. parlamentarische Vertreter und Helfer. Zwischen seinem Institute gericht in Mailand verhandelt. Das Gericht verurteilte die 200 Arbeiter in solidum zur Haftung des Schadensersatzes dessen Höhe gerichtlich festzusehen ist und in die Kosten. Das Urteil befchäftigt die gesamte Presse und ist für die Arbeiterschaft sehr folgenschwer. Es ist von den Verurteilten angefochten worden. In der Deutschen Tageszeitung" heißt es über den Artikel, und der Firma Bleichröder entwickelte sich bald, da beide in gleicher daß der Socialdemokratie ein revolutionärer Charakter durchaus ab- Weise profitable Gründungen zu entrieren verstanden, eine rege gestritten werde und daß ihr nur die Aufgabe der Wegräumung Freundschaft, und als cs 1871 galt, die finanziellen Befünstlicher Hindernisse, die der wirtschaftlichen Entwicklung in den dingungen des Friedensschlusses mit Frankreich festzusetzen, Weg gelegt werden, augeschrieben werde. Dann wird zum Beweise wurde er zusammen mit Gerson Bleichröder von Bismard Sociales. Das patriarchalische Arbeitsverhältnis. Auf dem Gute Quednau bei Königsberg, bekannt durch die Bewirtschaftung durch Professor Backhaus, jest aber in andren Sänden, müssen die Instleute einen Vertrag unterschreiben, der das Musterbild eines patriarchalischen Arbeitsvertrages ist. Unter anderm heißt es darin: Die nach dem faiserlichen Hauptquartier berufen. Als Belohnung seines| Lagen. In Assam wurden im Brahmaputrathale 383 Pfund, im| Gewerkschaften zu veranlassen, dem Kartellausschuß sofort Mittel zur hervorragenden Verdienstes in dieser Angelegenheit- ivorin dieses Surmathale dagegen 478 Pfund, in Bengalen in Darjeeling 278 Unterstüßung der streikenden Zinkgießer und Stürzer zu überweisen. Verdienst bestand, ist nicht ganz llar wurde er 1872 geadelt. Pfund und in Duras 488 Pfund pro Acre geerntet. Im weiteren war das Verhalten einzelner Vorstandsmitglieder der Während der Gründerjahre, die dem Kriege folgten, stand die Dis Das in den Theepflanzungen Indiens angelegte Kapital der Hausdienerorganisation Gegenstand einer längeren Debatte. fontogesellschaft unter Hansemanns Leitung in der vordersten Reihe Aftiengesellschaften wird auf 52 Millionen Pfund Dollar geschäßt. Vorgeschichte dessen ist: In der vorhergehenden Kartellversammlung der Gründerbanken; wandte sich dann aber zu Anfang der 80er Jahre, Von diesem eingezahlten Stapital gehören etwa 88 Proz. solchen war dieser Vereinigung der Vorwurf gemacht worden, daß sie durch als die Verhältnisse die bisherige Gründerthätigkeit weniger rentabel Gesellschaften, die ihr Hauptkontor in London haben. Der Acre einige Vorstandsmitglieder bei einem Vergnügen des ,, Vereins erscheinen ließen, vornehmlich dem Anleihe- und Konversions- Theeland wäre danach mit 100 Dollar belastet. Die Anzahl der in Berliner Hausdiener"( blauer Verein) in der Philharmonie, einem geschäft zu Zugleich stellte Hansemann sein Institut in den Dienst der Theekultur Indiens beschäftigten Personen wird für 1902 auf für die Arbeiterschaft gesperrten Lokale, vertreten war und auch der Kolonialpolitik; gründete die Nen- Guinea- Compagnie und 606 830 dauernd und 90 980 vorübergehend beschäftigte Arbeiter einer derselben eine Ansprache gehalten hätte. Jene Startellsuchte in Asien und Südamerika Finanzgeschäfte einzuleiten. angegeben. versammlung verurteilte das Verhalten dieser Organisationsleiter Die Deutsch- Asiatische Bank verdankt ihre Entstehung seinem und beauftragte den Kartellausschuß, eine nähere Untersuchung vor= Wirken, und nachdem das Deutsche Reich sich im März 1898 zunehmen. lleber das Ergebnis berichtete Reuter( MöbelKiautschou gepachtet hatte, war vor allem er es, der die Gründung der Schantung Eisenbahngesellschaft und der Schantung- Bergbau polierer). Nach dessen Ausführungen haben die betreffenden Vora standsmitglieder das Fest nicht als solche, sondern als Privatgesellschaft betrieb. personen besucht. Die Hauptschuld treffe den Bevollmächtigten für Berlin, Hilbert, derselbe hat die der Organisation zugegangenen Der Handelstag und die Arbeitszeit in Comptoiren. In den Billets an die Betreffenden weiter gegeben und nicht im geringsten Sigungen, die während der beiden letzten Tage der Ausschuß des verhindert, daß das Fest besucht werde. Nachfolgende Resolution Deutschen Handelstages hier abgehalten hat, beschäftigte er sich auch fand einstimmige Annahme:" Die Delegierten erklären fich mit der mit der Frage einer Regelung der Arbeitszeit in den kaufmännischen Haltung des Ausschusses in der Hausdienerangelegenheit einverstanden Comptoiren. Der Berichterstatter, Herr Robinow- Hamburg, gab und verurteilen die Haltung Hilberts und der betreffenden beteiligten dazu im Namen des Ausschusses folgende Erklärung ab: Der AusHierauf er schuß des Deutschen Handelstages stellt entschieden in Abrede, daß ein rechtes, treues, christliches Verhältnis zwischen Brotherrn und lärt Hilbert, daß er sich gegen die Resolution und die Abstimmung Beide Teile versprechen, fich redlich zu bemühen, beiderseits Genossen in dieser Sache auf das Allerentschiedenste." ein Grund für die gefeßliche Festlegung der Arbeitszeit von Gehilfen Arbeiter zu pflegen. Ersterer forgt nach Kräften dafür, daß jener Schließlich teilte Hinrichsen mit, daß er wegen Veränderung seiner derselben wendet und feine Rechtfertigung weiter verfolgen wird. und Lehrlingen in solchen Comptoiren des Handelsgewerbes und Taufmännischen Betrieben, die nicht mit offenen Verkaufsstellen ver- gute und reichliche Notdurft und Nahrung und in Bedräng- wirtschaftlichen Verhältnisse den Posten des Obmannes des Startellbunden sind, vorliegt. Die Anlegung einer gesetzlichen Schablone niffen Rat und Hilfe habe; der Arbeiter giebt sich aus ausschusses niederlegen müsse. Weke und Kluge sind der widerstreitet dem innersten Wesen der Industrie und des Groß- frommem, treuem Herzen Mühe, durch Lust und Liebe und un- Meinung, daß Hinrichsen mit Rücksicht auf die Einigungsbestrebungen Handelsbetriebes und wird daher praktisch in vielen Fällen verdroffene Pflichttreue das Wohl des Gutes und der Herrschaft zu des Parteivorstandes so lange noch den Bosten innebehalten müsse. undurchführbar sein. Sie würde auch in ideeller und fördern." bis diese Angelegenheit durch sich selbst oder durch eine Erklärung socialer Beziehung verderblich wirken, weil sie geeignet ist, die Auf- Dieses rührende Bild christlicher Liebe hat aber eine sehr des Parteivorstandes erledigt wird; dann müsse aber zur Wahl des fassung der faufmännischen Angestellten von der Bedeutung ihrer praktische Kehrseite. Ein Instmann, dem solchergestalt Rat und Hilfe Gesamtausschusses eine außerordentliche Delegiertensißung mit den eignen Arbeit herabzudrücken und das gute Verhältnis zwischen in Bedrängnissen versprochen worden war, wurde krank; er mußte Vorständen einberufen werden. Hinrichsen erklärt sich hierzu bereit Brinzipalen und Angestellten zu stören. Der Ausschuß des Deutschen auf einige Wochen ins Krankenhaus. Vorige Woche meldete er sich und die Delegiertenversammlung giebt diesem ihre Zustimmung. Handelstages fann daher im Interesse der Industrie und des wieder gesund zur Arbeit. Handelsgewerbes, sowie der in ihnen thätigen Prinzipale und AnDie Holz und Bretterträger sind durch Eintritt in der Hafenarbeiterverband aus dem Gewerkschaftskartell ausgeschieden. gestellten, nur dringend befürworten, von dem Versuche einer gesetzZum Schluß fordert Hinrichsen alle Gewerkschaften auf, die lichen Regelung der Arbeitszeit in den obengenannten Betrieben Crimmitschauer Tertilarbeiter in ihrem gerechten Kampfe durch Abstand zu nehmen." Uebersendung von Geldmitteln zu unterstüßen. Es fehlten die Vertreter der Bauarbeiter, Bleiglaser, Kistenmacher, Maler und Zimmerer Eine vernünftigere Stellungnahme hat vom Handelstag sicherlich niemand erwartet, der den in dieser Korporation herrschenden Geist fennt; aber eine etwas gescheitere Begründung hätte sich der Ausschuß immerhin leisten können. Die Befürchtung, daß die kauf" Es giebt keine Arbeit mehr! " Der Instmann..... kann sich sofort einen andren Dienſt ſuchen und die Wohnung räumen," so schrieb ihm der Verwalter auf einen Zettel. Lohn und Deputat gab's am 1. Dezember nicht mehr. Der Mann mit neun Kindern steht nach eben überstandener Krankheit rat- und hilflos da. Das ist der Sinn des patriarchalischen Arbeitsverhältnisses: So lange der Arbeiter schuften kann, ist er der rechtlose Sklave seines Wohl männischen Angestellten, wenn ihre Arbeitszeit beschränkt würde, da- Serrn und giebt sich mit frommem, treuem Herzen Mithe, das Bob Letzte Nachrichten und Depefchen. Ein Centrumsführer wegen Unterschlagung verhaftet. Aachen, den 9. Dezember.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) In Die badische Wahlrechtsreform. durch ihre Arbeit geringer einschätzen und sich in ihrem guten Ber- seines Herrn unverdrossen zu fördern; kann ihn der fromme, christhältnis zu ihren Prinzipalen beeinträchtigt fühlen könnten, ist liche Herr nicht mehr brauchen, so wirft er ihn auf die Straße, dermaßen furios, daß kein denkender Mensch sie ernst nimmt. Die genau so wie der unchristliche Industriekapitalist. Das formale Vorbringung solcher Naivetäten beweist nur, daß es an wirklichen Recht, ja selbst die kapitalistische Moral ist auf seiner Seite. Wer Haaren wurde auf dem Heimgang aus der Kirche ein bedeutender Gründen fehlt und die ganze Stellungnahme der Herren nur dem Motiv entspringt, in der Ausnutzung der Arbeitskräfte ihrer An- kann dem Unternehmer zumuten, einen Arbeiter zu beschäftigen, rheinischer Centrumsführer wegen Unterschlagung von Kirchen- und gestellten nicht beschränkt zu werden, sondern frei nach Belieben schalten für den er keine Arbeit hat! Dann soll man aber dem Arbeiter Vereinsgeldern verhaftet. Durch Freundinnen wurden 45.000 m. zu können. Deshalb lehnt man ohne das Ergebnis der Erörterungen der auch im Arbeitsverhältnis nicht eine Stellung aniveisen, die in längst ersetzt. Frage im Beirat für Arbeiterstatistik und die Vorschläge der entschwundenen Wirtschaftsverhältnissen wurzelt, heut aber jede Regierung abzuwarten, also ohne zu wissen, was schließlich gefordert Grundlage verloren hat. Das patriarchalische Arbeitsverhältnis werden wird, schon im voraus jegliche Regelung ab, mag sie aus- in der kapitalistischen Wirtschaftsweise bedeutet nur, daß alle Vorsehen, wie sie will. teile des Kapitalismus dem Unternehmer zu gute kommen, alle Karlsruhe, 9. Dezember.( W. T. B.) Nach den in der Zweiten Nachteile aber dem Arbeiter zur Last fallen. Das gilt für das gesammengesetzt sein aus den Vertretern der drei Hochschulen, aus sechs Kammer eingegangenen Entwürfen soll die Erste Rammer zufamte Rechtsverhältnis des landwirtschaftlichen Arbeiters in Preußen von den berufenen Körperschaften gewählten Bertretern und den von und am Ende auch für die Herrenansprüche der Unternehmer im dem Großherzog ernannten Mitgliedern, deren Zahl von acht auf zehn weiteren Sinne. Die Freiheit, die der kapitalistische Unternehmer erhöht wird. Die Landtagsperiode soll vier Jahre betragen. nach seinem Recht und seiner Moral für sich in Anspruch nimmt. Die 3 weite Stammer foll fünftig aus 70 in direkter, geheimer lediglich sein Interesse wahrzunehmen, setzt notwendigerweise und allgemeiner Wahl gewählten Mitgliedern bestehen. Das Großvoraus, daß auch dem Arbeiter die volle Freiheit gewährt und das Herzogtum soll in 70 Wahlkreise geteilt werden unter ZugrundeRecht garantiert wird, lediglich seine Interessen wahrzunehmen legung einer Einwohnerzahl von 30 000. mit allen Mitteln, die sich aus seiner wirtschaftlichen Position er- Das Gesetz soll 1904 in Straft treten. Ferner verhandelte die geben. Was für den Unternehmer das Kapital ist, das ist für die Kammer über die Interpellation der Socialisten und National Arbeiter ihre Zahl und deren Vereinigung zu einem Organismus. liberalen. Kapitalismus und Organisationsrecht und-Schuh gehören zusammen. Ferner wurde ein Antrag abgelehnt, dafür einzutreten, daß der Handlungsgehilfe, der bei Dienstunfähigkeit infolge unverschuldeten Unglüds seinen Anspruch auf Gehalt und Unterhalt bis zu sechs Wochen behält, sich den Betrag anrechnen lassen müsse, der ihm für die Zeit der Dienstunfähigkeit aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt. Muf die Bemerkung, daß die beantragte Regelung namentlich mit Rücksicht darauf wünschenswert sei, daß vom 1. Januar 1904 ab alle Handlungsgehilfen und Lehrlinge mit einem jährlichen Arbeitsverdienst bis 2000 M. der gefeßlichen Verpflichtung zur Krankenversicherung unterliegen werden, erwiderte der Berichterstatter ( Michel- Mainz), daß der gleichzeitigen Zahlung von Gehalt und Krankengeld vorgebeugt werden könne, indem der Prinzipal vertragsmäßig den Anspruch auf Gehalt bei Dienstunfähigkeit ausschließe.4 " Der Arbeitsvertrag des Gutes Quednau und seine Handhabung durch den Unternehmer ist geradezu ein Schulfall für die Bedeutung des patriarchalischen Arbeitsverhältnisses, nach dem sich auch unsre industriellen Unternehmer immer noch sehnen unter der Devise des Zur Warnung für Prügelpädagogen. Neber die Geschäftslage des Kalisyudifats machte in der vor gestern hier abgehaltenen Generalversammlung der Vorsigende Gräßner verschiedene Ausführungen, die in Anbetracht der wirt- Herr- im- Hause- feins. schaftlichen Bedeutung der Kali- Industrie ein gewisses Interesse beanspruchen dürften. Nach der Magdeburgischen Zeitung" sagte er: Der Absaz an die chemische Industrie litt auch noch im Jahre 1903 unter der allgemeinen Der Professor Karl Debitius, Oberlehrer an der Nealschule der allgemeinen wirtschaftlichen Notlage in Barmen, pflegte seine Schüler mit Ohrfeigen und Faust und übersteigt den des Vorjahres geringes Quantum, wobei zu berücksichtigen ist, daß im Jahre Prozedur führte der Herr Professor ein ganzflägen unter das kinn zu trattieren. Diese humane 1902 der Gesamtumsatz für industrielle Zwecke nur 618 177 Doppel- lieutenant und Referbes Centner reines Kali gegen 723 503 im Jahre 1901 betrug. Dieser handelte Schüler mit dem Kopfe an die Wand oder an einen manchmal noch in der Weise aus, daß der mißMinderabsatz von 105 326 Doppel- Centnern wird sich am Ende des Schrank stieß. In dieser Weise behandelte er am 8. Januar 1901 laufenden Geschäftsjahres auf wenig unter 100 000 Doppel- Centner den zwölf Jahre alten Schüler Buscher, weil er an der Wandreines Kali verringern, so daß auf diesem Gebiete auch im laufenden tafel eine Rechenaufgabe schief geschrieben hatte. Darauf erkrankte Jahre ein beträchtlicher Ausfall gegenüber den Jahren 1900 und 1901 ber bis dahin gesunde und träftige Junge am andern Tage so, daß eintreten wird. Eine Besserung dieser Verhältnisse ist erst dann zu er sofort in ärztliche Behandlung genommen werden mußte. Es ertvarten, wenn die das Kali weiter verarbeitenden Industrien entwickelte sich Gehirnentzündung, die zum völligen Siechtum führte ihrerseits die Krisis überwunden haben werden. Sehr erfreulich hat und schließlich im Mai den Tod des Kindes herbeiführte. fich dagegen der landwirtschaftliche Absatz entwickelt, so daß nicht nur der im Jahre 1902 eingetretene Rückschritt im Gesamtumjas gestellt und vor die Straffammer gebracht. Die ärztlichen SachDeditins wurde nunmehr wegen Mißhandlung unter Anklage ausgeglichen, sondern ein nicht unerhebliches Mehr erzielt wurde. verständigen hatten anfangs den Zusammenhang zwischen der Miß Das laufende Geschäftsjahr wird voraussichtlich mit einem Mehr handlung und dem Tode im Zweifel gelaffen. Die Verhandlung von über 7 Millionen Mark gegenüber dem Vorjahre und von vor der Straffammer gab jedoch der Sache eine andre Wendung 21 Millionen Mark gegenüber dem Jahre 1901 abschließen." Das Gericht erkannte nach fiebenstündiger Verhandlung, daß vor Die Generalversammlung der öftreichischen Schuckertwerke nahm fäßliche Störperverlegung mit tödlichem Ausgange vorliege. Desheute einstimmig die Anträge der Verwaltung an auf llebernahme halb erklärte sich das Gericht für unzuständig und verwies des Startstromgeschäfts der Wiener Niederlassung der Firma den Fall das Schwurgericht. vor Siemens u. Halste, ferner auf Erhöhung des Aktienkapitals auf gericht au demselben Urteil über die Schuldfrage kommt, so ist die 18 Millionen Stronen, sowie auf Aenderung der Firma in„ Dester- Mindeststrafe drei Jahre Zuchthaus oder Gefängnis; nur bei Aureichische Siemens- Schudert- Werke" und entsprechende Abänderungnahme mildernder Umstände kann bis auf drei Monate Gefängnis herabgegangen werden. der Statuten. Wenn das Schwur Theekultur in Indien. Nicht nur in England und Westeuropa, Körperverlegung durch sexuelle Ansteckung. Das Landgericht sondern selbst in Rußland, das früher fast ausschließlich chinesischen München I verurteilte den Dienstfnecht Johann Gleigner, der in Thee verbrauchte, gewinnt der Stonsum der ausgiebigeren Thee- Unterbiberg mit zwei Dienstmädchen geschlechtlich verkehrte, obwohl sorten Indiens und Ceylons an Verbreitung. Die Theeproduktion er an Gonorrhöe erkrankt war, so daß eines der Mädchen angesteckt Judiens erlangt denn auch eine immer größere Bedeutung im Welt- wurde und das Krankenhaus aufsuchen mußte, wegen eines Berhandel. Die in Indien am Schlusse des Jahres 1902 von Thee- gehens der fahrlässigen Körperverlegung zu zehn Monaten Gefängnis. pflanzungen eingenommene Fläche belief sich auf 525 252 Acres, Der Strafantrag war von dem Vater des erkrankten Mädchens inovon nahezu 3ivei Drittel auf die Thäler des Brahmaputra und gestellt. Surma entfielen. Das in diesen beiden Thälern der Theekultur gewidmete Land nahm eine Fläche von 339 640 Acres ein; rechnet Eine Arbeitslosen- Zählung haben die Gewerkschaften Braunman hierzu das unter Theekultur stehende Land in Bengalen, schweige vorgenommen. Nach vorläufiger Durcharbeitung der Zählwelches für 1902 auf 135 158 Acres angegeben wird, so entfallen tarten wurden 1351 Arbeitslose festgestellt. von der gesamten mit Theefträuchern in Indien bestellten Fläche auf die beiden Provinzen Assam, welches die genannten beiden Flußthäler umfaßt, und Bengalen etwa neun Zehntel, während der Rest sich auf das übrige nördliche und südliche Indien verteilt. Verfammlungen. Abgeordnetenhans. • Interpellation des italienischen Slubs betreffend das Verbot freier Wien, 9. Dezember.( W. T. B.) Jn Beantivortung einer italienischer Vorlesungen in Innsbruck weist der Ministerpräsident darauf hin, daß in der Deffentlichkeit die Bildung einer freien italienischen Universität unter Heranziehung italienischer Professoren angekündigt worden sei. Die Veranstalter dieses Projektes hätten fich über alle gefeßlichen Normen hinweggesetzt. Der Ministerpräsident versichert, daß die Regierung ihr Versprechen betreffend Errichtung einer italienischen Universität an dem geeigneten Orte erfüllen werde. In Beantwortung einer Interpellation des Abg. Dr. Pfaffinger wegen der nur teilweisen Kreditz und der weiteren Begebung der Investitionsrente konVerwendung des für das Jahr 1902 bewilligten statiert der Ministerpräsident, daß durch Begebung von 250 Millionen Kronen Investitionsrente nicht nur für die Durchführung des Bauund Jevestitionsprogramms für 1901 und 1902, sondern auch für die Refundierung von 80 Millionen Kronen an die Kassenbestände im vollsten Maße Vorsorge getroffen worden sei. Er wäre mit Rüdficht auf alle in Betracht zu ziehenden Verhältnisse wohl faum zu rechtfertigen gewesen, wenn bereits bis zum Jahre 1902 487 will Kronen gegeben worden wären. dentendemonstrationen an der Wiener Universität am In Beantwortung einer Interpretation wegen der Stua 28. November schildert Ministerpräsident v. Störber die Vorgänge auf der Parlamentsrampe und vor der Universität und erklärt, die Wache, welcher mit Gewalt begegnet worden sei, habe einschreiten müssen, mehrere Personen seien verhaftet, drei Wachtmänner verletzt So begreiflich es sei, daß die Frage der Errichtung von neuen Universitäten die Jugend lebhaft interessiere, und so erklärlich es sei, daß das nationale Moment bei der warmblütigen Jugend ganz besonders in Betracht komme, so sei es doch Pflicht, stets die gefeßliche Ordnung zu wahren und zu verhindern, daß der parlamen tarische Boden von nicht zugehörigen zu irgend welchen Zweden benutzt würde. Die Sicherheitsbehörde schützte auch die Freiheit der Wolfsvertreter, indem sie die Parlamentsräume für Demonftrationen jeder Art möglich mache. Der Rest der Sizung wird durch die fast dreistündige Rede des Abgeordneten Forst ausgefüllt, welcher die Dringlichkeit seines Antrages auf Abänderung der Verfassung be= gründet. worden. Die Humbertpapiere. Baris, 9. Dezember.( W. T. B.) Die parlamentarische Untersuchungskommission der Humbertangelegenheit verhörte heute einen Mann namens Cros, der erklärte, in Perpignan feien Papiere der Humberts verborgen. Da die Kommission teine rechtlichen Mittel besitzt, um nach diesen Papieren forschen zu lassen, wandte sie fich in dieser Angelegenheit an die Regierung. Deputiertenkammer. Rom, 9. Dezember.( W. T. B.) Das von dem Schak- und Finanzminister Luzzatti gegebene Erposé wurde von den sehr zahlreich anwesenden Mitgliedern des Hauses mit häufigen Zeichen der Zustimmung und des Beifalls aufgenommen. Am Schlusse seiner Rede wurde Luzzatti von den Ministern sowie Deputierten der Regierungsparteien, wie der Opposition beglückwünscht. In den letzten fünf Jahren hat das Theeareal um 55 000 Acres zugenommen, in den letzten zwei Jahren jedoch nur um 2000 Acres. Das Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend hielt am Die niedrigen Theepreise, welche durch die Ueberfüllung des Marktes 26. November bei Batt feine Delegiertenversammlung ab. Biester mit diesem Artikel verursacht wurden, haben dazu geführt, daß man gab den Kaffenbericht, welcher bei einer Einnahme von 1 10372 M. den Ausbau auf weniger ertragsreichen Ländereien aufgegeben und und Ausgabe von 923,74 M. mit einem Bestande von 179,53 M. sich dafür mehr auf die Gewinnung einer besseren Qualität verlegt abschloß. Unter Sartellangelegenheiten gab der Vertreter der Zinkhat. Für die gegenwärtige intensivere Kultur spricht der Umstand, gießer und Stürzer den Bericht über die Bewegung; nach demselben daß der Ertrag seit 1885 um 167,7 Broz. zugenommen hat, während haben sie mit 53 Mitgliedern 10 Wochen lang im Stampfe gestanden sich das Areal nur um 85 Proz. vergrößert hat. und die Unterstützung der kämpfenden Kollegen aus eigenen Mitteln Zolio, 9. Dezember.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Ein Für das Jahr 1902 wird die gesamte Thee- Ernie Indiens auf bestritten. Ausgegeben haben sie hierfür die Summe von 1993,40 startes russisches Geschwader von acht Schiffen, darunter zwei Schlacht190 Millionen Pfund berechnet, eine Menge, die im Vergleich mit Mart. Jebt sei es aber notwendig, daß die noch ausständigen schiffen, befindet sich bei Tschemulpo, wie man vermutet, um dem der Ernte des Jahres 1892 eine Steigerung um 56 Pro3. ergiebt. 8 Mann unterstützt werden und da ihre Kaffe geleert sei, so appellierten russischerseits erhobenen Widerspruch gegen die geplante Deffnung von Die Durchschnittserträge pro Acre vollergiebiger Theeländereien find fie an das Gewerkschaftskartell, ihnen mit Mitteln zur Hand zu sein. Yongampho größeren Nachdruck zu verleihen. Es verlautet, die in den beiden Hauttheeprovinzen je nach der Höhenlage verschieden; Metzke( Maurer) erklärt, daß seine Organisation sofort Mittel zur Russen hätten gedroht, 3000 Mann zu landen, die nach Söul sie sind in den Niederungen der Flußgebiete höher als in den höheren Verfügung stelle. Hinrichsen fordert alle Vertreter auf, ihre I marschieren sollen, wenn Korea ihre Warnungen mißachten sollte. Berantwortl.Redakteur: Julius Kaliski in Berlin. Inseratenteil verantwortl.: Th.Glocke in Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 288. 20. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 10. Tezember 1903. Reichstag. 8. Sigung. Mittwoch, den 9. Dezember 1903, nachmittags 2 Uhr. Am Bundesratstische: Reichskanzler Graf Bülow, ReichsSchatjekretär Freiherr v. Stengel, Graf Posadowsky, b. Zirpiz, Möller, Frhr. v. Rheinbaben, v. Einem. Zunächst wird das Resultat der am Freitag vollzogenen Schriftführerwahl verkündet. Danach sind gewählt die Abgeordneten Simburg( t.), Pauli( p.), Krebs( C.), b. Thünefeldt( C.), Rimpau( natl.), Dr. Hermes( fri. Vp.), Iell( frs. Vp.), Graf Milczynski( Pole). Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des Etats. Staatssekretär Frhr. v. Stengel: Meine Herren! Es ist heute das erste Mal, daß ich die Ehre habe, in meiner neuen Stelle als Staatssekretär des Reichsschapamts die Generaldebatte zum Etat in herkömmlicher Weise durch die übliche Rede einzuleiten. Ich persönlich bedauere es, daß es mir nicht vergönnt ist, mit einem Etat zu debütieren, der einen erfreulichen Einblick gewährt.( Heiterkeit.) Bevor ich indes auf den Etatentwurf für 1904 des näheren eingehe, möchte ich in der hergebrachten Weise zunächst einen Rückblick auf die rechnungsmäßigen Ergebnisse des Jahres 1902 werfen und daran anreihend möchte ich eine Schäßung der mutmaßlichen Rechnungsergebnisse des laufenden Jahres geben. Betrag ist reichlich gegriffen und wird wohl für alle Fälle genügen. verweisen. Eine geordnete Finanzwirtschaft des Reiches begegnet Eine allgemeine Aufbesserung der Beamtengehälter konnte unter so wie so großen Schwierigkeiten dadurch, daß das Gros der Reichsden gegenwärtigen Verhältnissen nicht in Frage kommen. Einzelne einnahmen sehr schwankend ist, und dieser Nebelstand kann nicht Beamtenkategorien wollten wir nicht herausgreifen, eine Ausnahme beseitigt werden, weil er in der Natur der Reichsverfassung be ist nur gemacht bei den geringst besoldeten Unterbeamten, deren Gehalt gründet ist. Die Hauptaufgabe rationeller Finanzpolitik muß es von 700 auf 800 m. erhöht worden ist. Allein bei der Post- mun sein, die unvermeidlichen Schwankungen im Gtat verwaltung hat das eine Mehrausgabe von 11 Millionen Mart wenigstens abzusch wächen, jedenfalls alles zu vermeiden, zur Folge. Bei diesem wichtigsten Verwaltungszweig hat infolge was geeignet sein könnte, diese unvermeidlichen Schwankungen zu der vielfachen Reformen der Ueberschuß erst jetzt wieder die Höhe verschärfen, insbesondere nicht auf vorübergehende Einnahmen erreicht, die er vor den Reformen hatte. Von den Mehreinnahmen dauernde Ausgaben zu gründen. Damit kann kein Etat, sei er groß der Reichs- Eisenbahnen kommt so gut wie nichts in die Reichstasse, oder klein, auf die Dauer bestehen, und deshalb sollen die Ueberweil die Betriebsmittel wesentlich vermehrt sind. schüsse den Zwecken des ordentlichen Etats dienen und zur Ver Die Ausgabensteigerung bei der Marine beträgt minderung der Zuschußanleihe. Daß es dem Reich an solchen nur 13 Millionen. Die Belastung, die hierdurch dem Etat erwächst, Zwecken nicht mangelt, für die ein solcher Ueberschuß verwendet hält sich innerhalb der Grenzen des Flottengesetzes. Für das werden könnte, können Sie aus den letzten beiden Statsansägen Reichsheer tommt im ganzen nur eine Mehrausgabe von sehen. Dann ist es auch weniger bedenklich, mit dem Deficit aus 31 Millionen Mark in Betracht. Bei einem Etat von über einem Ordinarium in das Drdinarium des nächsten Jahres überzugehen. 600 Millionen ist das kein wesentlicher Betrag. Diese Mehrausgabe Noch ein Wort über die Matrikularbeiträge. Grundsätzlich ist hervorgerufen durch die Erhöhung der Gehälter der Oberst bleibt das Recht der Erhebung von Matrikularbeiträgen nach der lieutenants, die bereits im vorigen Jahre vorgeschlagen wurde und Vorlage bestehen. Im übrigen geht die Vorlage davon aus, daß die durch eine Mehrausgabe von 134 Millionen Mart für Besserstellung Belastung der Einzelstaaten mit ungedeckten Matrikularbeiträgen der Unteroffiziere. nicht zur Regel werde, sondern auf Ausnahmefälle beschränkt bleibe. Die Bedürfnisse der Neuregelung der Militärpenfionen ließen sich Das entspricht ohne Zweifel auch dem Grundgedanken der Verfassung, noch nicht absehen, da die Vorlagen noch nicht abgeschlossen sind. welche die Matrikularbeiträge nur als äußerstes Mittel ins Der Betrag der Anleihe beträgt demnach 214 Millionen. Das ist Auge faßt. Es entspricht auch der gebotenen Rücksicht auf die Einzelsehr ernst, wenn auch die Knappheit unsrer Finanzen zum staaten, die um so mehr am Blaße ist, als die Matrikularbeiträge großen Teil durch den Druck veranlaßt ist, unter dem unser wirt in einer etwas rohen Form ohne jede Rücksicht auf die Wohlhabenheit schaftliches Leben steht. Wir haben auf Grund des neuen 30 II der einzelnen Staaten erhoben werden. Der Etat für 1902, welcher bereits abgeschlossen vorliegt, ist in tarifs größere Einnahmen zu erwarten. Immerhin sind die Matrikularbeiträge sozusagen zu veredeln durch ihre Abstufung Man hat vorgeschlagen, Ihrer aller Hände. Ich kann mich daher auf die Hervorhebung der diese Verhältnisse Ihrer ernsten Beachtung wert. wichtigsten Punkte beschränken. Mein Herr Amtsvorgänger hatte in halb diesen Teil meiner Rede mit dem Wunsche schließen, daß es wie aber soll der Grad der Wohlhabenheit der einzelnen Ich möchte des je nach der Wohlhabenheit des betreffenden Staates. seiner Rede vom 9. Januar dieses Jahres den Fehlbetrag der den verbündeten Regierungen und dem hohen Hause nicht so bald Staaten überhaupt ermittelt werden? Und wenn man das könnte, eignen Wirtschaft des Reiches auf das Jahr 1902 wieder notwendig werden möchte, einen Etat zu entwerfen, der zum was soll mit den Ueberweisungen geschehen, soll hier der gleiche auf 30 Millionen, vielleicht auch etwas höher etwas höher ver- Balanzieren nur mit Auskunftsmitteln gebracht werden kann, die wir oder vielleicht der umgekehrte Maßstab Play greifen. Man könnte sich anfchlagen zu dürfen geglaubt. Die Wirklichkeit hat ihm für höchst bedenklich halten müssen. bollständig darin recht gegeben. Der Fehlbetrag beträgt vielleicht zur Begründung einer solchen Beredelung auf den VorDer Gesezentwurf, zu dessen Besprechung ich nunmehr übergehe, gang der Schweiz berufen, wo eine Abstufung nach Kantonen stattgenau 30 723 000 M. Dieser Fehlbetrag hat seinen Grund weit zur besseren Ordnung unsrer Finanzverhältnisse ist diftiert durch diese findet. Aber in der Schweiz weiß man von lleberweisungen nichts mehr in dem Zurückbleiben der Einnahmen als in Mehrausgaben. Sorge um unsern Etat. Diesem Gefeßentwurf ist eine ausführliche und was die Hauptsache ist, die Bundesbeiträge werden, soweit mir Der Mehrbedarf der Ausgaben beschränkte sich auf rund 834 Millionen Begründung beigegeben, auf die ich im allgemeinen verweise. Bei erinnerlich ist, seit langen Jahren thatsächlich nicht erhoben. Es Mark, wovon der größte Teil auf die heeresverwaltung den lebhaften Erörterungen, die dieser Gefeßentwurf bisher gefunden wird also wohl nicht gehen, als die Matrikularbeiträge in ihrer rohen und auf die Verzinsung der Reichsschuld kommt. Bei dem hat, kann ich mir um so weniger versagen, verschiedene Gesichts- Form fortbestehen zu lassen und vor allem durch eine thunlichst hausReichsheer machen sich namentlich höhrere Ausgaben für Natural- punkte, die allerdings in der Begründung schon enthalten, aber doch hälterische Wirtschaft im Reiche dahin zu wirken, daß die Einzelstaaten berpflegung bemerkbar. Der Ausfall bei den Einnahmen übersehen sind, ausdrücklich anzuführen. belief fich im Jahre 1902 brutto Die Vorlage giebt durch dieselben möglichst wenig belastet werden. Eine dauernde auf nicht weniger als an sich noch keine ausreichende Balanzierung im Abwälzung der Reichslasten auf die Bundesstaaten würden diese 324 Millionen. Netto indes nur auf 22 000 000 M. Es kommt Reichs- Etat, aber sie bedeutet einen ersten Schritt, und wenn nicht vertragen, das Reich müßte dann nach neuen eignen Einnahmen hier in Betracht ein beträchtlicher Ausfall bei der Zuckersteuer und nach dem neuen Bolltarif- Gesetz die Einnahmen wieder suchen. Eine große Zahl der Bundesstaaten ist schon dem Bankwesen. Dieser Ausfall hat bei der Zuckersteuer seinen reichlicher fließen werden, können wir zu einer gründiegt an der äußersten Grenze der LeistungsfähigGrund in imvorhergesehenen großen Ausgaben bei den Prämien lichen Besserung der Reichsfinanzen gelangen. und bei dem Bankwesen seine naturgemäße Ursache in der allfeit angelangt, und dabei wachsen die Ausgaben der Staaten Wir stehen ohne Zweifel immer noch inmitten der wirt- für Kulturzwecke gemeinen wirtschaftlichen Lage. Nechnen Sie die mindereinnahmen schaftlichen Depression; aber dies ist nicht die einzige Ur- gaben ständig. Es liegt auch im interesse des Reiches, den Unterrist, Erziehung, Bauwesen, sociale Aufbon 22 Millionen zusammen mit den bereits von mir erwähnten fache unsrer mißlichen Etatslage. Nach meiner Ueberzeugung beruht Einzelstaaten die Erfüllung ihrer Kulturaufgaben thunlichst zu er Mehrausgaben von 84 Millionen, so erhalten Sie den erwähnten diese zum nicht geringen Teil auf den mangelhaften gefeßlichen Ein- leichtern; das Erstarken des großen Organismus des Reiches ist Fehlbetrag von 30 Millionen Mart. richtungen.( Sehr richtig! rechts.) Heilsame Verbesserungen auf wesentlich durch das Gedeihen feiner Glieder bedingt. Ich gehe nun über zur Schäßung der mutmaßlichen Ergebnisse finanziellem Gebiete pflegen erfahrungsgemäß nur vorgenommen au tragung von Meinungsverschiedenheiten über die Vorlage im Zur Ausfür das laufende Rechnungsjahr 1903. Die Betrachtung werden, wenn die Not brennend geworden ist. Sind die Verhältnisse einzelnen wird meines Herrn Amtsvorgängers vom 19. März d. J. konnte sich auf günstig, ist man allzu leicht geneigt, sich dem Gefühl der Sicherheit Gelegenheit bieten, hoffentlich gelingt es aber, auf dem Boden des sich in der Kommission wohl noch reichlich die bekannten Ergebnisse von neun Monaten stützen. Meine jezigen hinzugeben. Wenden wir in solcher Zeit wie gegenwärtig Balliativ- Entwurfs zu einer Verständigung zu gelangen.. Damit würde Schätzungen beruhen nur auf die ersten sieben Monate des Jahres. mittel an, so kann auch die Besserung nicht von Dauer sein. Des- wenigstens einstweilen ein Fundament geschaffen, auf dem sich in Ich möchte deswegen nur die folgenden Zahlen mit allem Vor- halb untersuchen wir, welche grundlegenden Mängel behalt geben und im voraus Berwahrung einlegen gegen etwaige unsrer Etataufstellung sind. in der Folge weitere Verbesserungen im Reichshaushalt aufbauen Zur Besserung darin ist darin ist es ließen. spätere Vorwürfe zu schwarz oder zu rosig gemalt zu haben. Ich niemals es ließen. Die Vorlage hat ja sogleich nach ihrem Erscheinen lebzu früh. Der ursprüngliche 3 e d fann feinerlei Garantien für die Richtigkeit meiner Frandensteinschen Klausel war ein Doppeletat. Es Parteirichtungen veranlaßt. Dabei habe ich aber mit Bedauern der hafte Erörterungen insbesondere in der Presse der verschiedenen Schäzungen übernehmen. Zu der eignen Wirtschaft des sollte den Bundesstaaten eine billige Entschädigung für wahrnehmen müssen, daß man von einigen Seiten der Vorlage Reiches dürften sich neuerdings Fehlbeträge von über 20 Millionen das ihnen vom Reiche entzogene Recht der indirekten Be- Tendenzen untergelegt hat, die ihr vollständig fern liegen. Man ergeben. Wenn dieser Fehlbetrag hinter dem von 1902 etwas zurück- steuerung gegeben werden und das Etatrecht des Reichs- hat gesagt, daß durch Beseitigung der Matrikularbleibt, so ist er immerhin noch groß genug und ernster Grivägung tages sollte gesichert werden. Bei den zunehmenden Bedürfnissen beiträge das Interesse der Einzelstaaten an der wert. Er ist hervorgerufen mehr durch Ausfälle bei den Einnahmen und der zunehmenden Verschuldung ist der erstere Zwed nicht er- Finanzwirtschaft des Reiches vermindert werde und dabei als durch Mehrausgaben. reicht worden. Schließlich haben die Bundesstaaten mit Zuschüssen werden doch die Matrikularbeiträge grundsätzlich beibehalten. Man Die Mehrausgaben dürften den Betrag von 9 Millionen ihrerseits und mit wachsendem Risiko rechnen müssen. Für den hat weiter geltend gemacht, daß die Vorlage einer Verminderung faum übersteigen. Sie sind hauptsächlich veranlaßt durch die tonstitutionellen Zweck wurden schon 40 Mill. M. seinerzeit für aus der Reichsschuld entgegenarbeite, während das Gegenteil, wie ich Invalidenversicherung im Betrage von 18 Millionen, durch erhöhte reichend erachtet. Heute wird über/ Milliarde ohne ersichtlichen Zweck Ihnen dargelegt habe, der Fall ist. Ich hoffe, daß es gelingt, über Berzinsung der Reichsschuld infolge der früheren Ausgabe der An- zwischen Reichs- und Bundesstaaten hin- und hergeschoben. Dabei die Vorlage zwischen den verbündeten Regierungen und der Mehrheit Yeihe im Betrage von 14 Millionen usw. Dagegen ergiebt sich bei muß doch dafür gesorgt werden, daß dabei etwaige Ueberschüsse an des Reichstages zu einer Verständigung zu gelangen. Gelingt dies, den Einnahmen für 1908 ein Fehlbetrag von rund 30-32 Millionen die Reichskasse zurückgezahlt werden. Das finanzielle Verhältnis so würde damit ein Werk vollbracht sein, das nach meiner innersten Mart. zwischen dem Reich und den Einzelstaaten wird dadurch so verwickelt, Ueberzeugung dem Reiche und seinen Gliedern zu dauerndem Segen Diefen Mehrausgaben stehen Mehreinnahmen von 18 bis der Reichs- Haushaltsetat so verdunkelt, daß ein solcher Zustand nicht gereichen kann.( Bravo!) 20 Millionen gegenüber. Die Ausfälle rühren hauptsächlich von der gesund genannt íverden kann. Wer das Durcheinander der Tabellen 3udersteuer im Betrage von mehr als 14 Millionen, am Schlusse des Ihnen vorgelegten Gefeßentwurfs durchsieht, dieses der Maisch bottichsteuer von mehr als 10 Millionen Durcheinander von Ueberschüssen und Fehlbeträgen, wird sich un- An der Schwelle einer neuen Legislaturperiode des deutschen her. Die Ausfälle bei der Maischbottichsteuer finden ihre natürliche willkürlich fragen müssen: wie war es möglich, daß die bessernde Reichstages versteht es sich ganz von selber, daß der Blick fich Erklärung in der bedeutenden Produktionseinschränkung in diesem Hand hier nicht schon längst eingegriffen hat? Im Jahre 1880, richtet auf das Reich und seine Drgane, daß die Frage sich aufwirft: Betriebsjahre. Von den erwarteten Mehreinnahmen entfallen u. a. als die Franckensteinsche Klaufel in Kraft trat, betrugen was ivar bisher, was wird fürderhin sein? Unter den ganz 21 Millionen auf die Salzsteuer, 31, und 6 Millionen auf die Be- die ordentlichen Reichseinnahmen 356 Millionen Mark, darin besonderen Umständen, unter denen die Eröffnung der ersten Session triebsüberschüsse bei der Post und den Reichs- Eisenbahnen, 21%, Millionen die Ueberweisung 38 Millionen Mark. Heute betragen die unsrer Tagung vor sich gegangen ist, hebt sich naturgemäß der auf andre Verwaltungseinnahmen. Der Unterschied zwischen den ordentlichen Reichseinnahmen im ganzen eine Milliarde und vierzig Blid empor zu des Reiches Spize und darum gelte Mehreinnahmen und den Mehrausgaben beträgt also, wie ich Millionen und davon geht weit mehr als die Hälfte erst an die auch das erste Wort Seiner Majestät dem deutschen schon sagte, ungefähr 21 Millionen. Bei den Zöllen wird Bundesstaaten, muß von dort in Form der Matrikularbeiträge Kaiser. Seine Stellung im Kreise der Bundesfürsten ist eine so eine Mehreinnahme von über 30 Millionen erwartet. Demgegenüber zurückgeholt werden und kann erst dann zur Erfüllung der Bedürf- hervorragende, uns allen ist er so nahe getreten, daß wir alle an ergiebt die Tabatsteuer einen Ausfall von 9 Millionen, die Stempel- nisse des Reiches dienen. Und das alles nur, um dem Reichstag ein feinem Geschick den innigsten Anteil nehmen. Dank dem kaiserabgaben von 7 Millionen und ferner noch 31 Millionen bei den konstitutionelles Recht zu wahren( Lebhafter Widerspruch links.), lichen Befehle, dem deutschen Bolte nichts vorzuenthalten, andern Steuern, die für die Ueberweisung in Betracht kommen. wozu die Frandensteinsche Klausel 38 Millionen für ausreichend hielt. waren wir unterrichtet über fein Leiden und tiefe Dieser Ueberschuß wird den einzelnen Bundesstaaten nicht zu gute( Beifall rechts.) Nach dem Inkrafttreten des neuen Bestürzung 80g durch die deutschen Gauen. Mit dem tommen, sondern zur Verminderung der Zuschußanleihe von 1903 Bolltarifs wird dieses Verhältnis noch schlimmer deutschen Volle aber vereinigte sich auch das ganze Ausland in werden. Und gerade deshalb jetzt die vorgeschlagene Aenderung wärmster Teilnahme für die Person des Kaisers. Wir haben Wir kommen nun zu dem Etat bon 1904. Hier kann ich des auf die Dauer doch unhaltbaren Zustandes; sie will die Klausel gesehen, was der Kaiser ist für die Völler, was er mit gutem Gewissen versichern, daß alle Ausgaben mit äußerster nicht beseitigen, sondern nur beschränken. Gewiß und ohne Zweifel bedeutet für uns. Freudigen Herzens aber haben wir auch Sparsamteit angesetzt worden sind. Es kann nicht genug anerkannt wird die Uebersicht deutlicher werden und die Gefahr der fort von autoritativer Stelle aus von seiner Heilung vernommen, und werden, daß auf Seiten des Bundesrats und der Regierungen, schreitenden Verdunkelung abgewendet. wir flehen zum Himmel, daß auch die letzte Nachwirkung des Leidens soweit es irgend anging, alle Bedürfnisse bei allen Verwaltungs- Klarheit und Durchsichtigkeit des Haushalts ist jederzeit das bald verschwinde.( Bravo!) zweigen eingeschränkt worden sind. Fundament einer geordneten Wirtschaft gewesen und wird es auch Wenden wir nun den Blick zu unsren[ eignen Verhältnissen, so Aber in jedem Haushalt und insbesondere im Haushalt des bleiben. Und man zweifle nicht, daß mit der fortschreitenden Ver- erscheinen diese nicht gerade in rosigstem Lichte. Reiches mit seinen verfassungsmäßigen und sonstigen rechtlich fest- dunkelung auch das Interesse und die Freude an Aufstellung und Vor Jahresfrist hat der Reichskanzler einmal davon gesprochen, wir gelegten Ausgaben sind doch gewisse Grenzen gezogen, unter die Prüfung des Etats abnimmt. Unter vollster Wahrung des Budget- brauchten feinen roten Stopf zu bekommen, wenn etwa die eine oder nicht herabgegangen werden kann, ohne daß das Ganze Schaden rechts des Reichstages schlägt die Regierung Ihnen eine Aenderung andre Macht eine Extratour sich gestatte. Mir will scheinen, als ob erleidet. Demnach wird der Etat leider wie im vorigen Jahre nicht vor, da sehe ich keinen Grund, einer solchen Aenderung seitens des diese Extratouren jest bald die Regel werden und sich für uns immer ohne wiederholte Heranziehung der Bundesstaaten zu den Matrikular- Reichstages zu widersprechen. Gerade für ihn ist es das dringendste mehr das Gefühl einer gewissen Isolierung ergebe. Mögen die verbeiträgen und nicht ohne neue Zuschußanleihe abschließen. Interesse, das Verständnis des Reichshaushalts- Etats und feiner bündeten Regierungen darauf Bedacht nehmen, daß wir nicht zu Die Heranziehung der Bundesstaaten ist bis zur äußersten Finanzierung und des Verhältnisses von Reichs zu Bundesfinanzen Mauerblümchen werden und auf das gewissenhafteste jene Be Leistungsfähigkeit derselben gekommen. Die Anleihe nicht unnötig zu erschweren, und schließlich hat das deutsche Volt, ziehungen pflegen, die angesichts anscheinend aufsteigender Wollen beträgt 59 Millionen Mark. Wenn diese Summe die Höhe der vor das ja doch die Steuern aufzubringen hat, ein berechtigtes Interesse, uns den besten Rückhalt bieten. jährigen Anleihe von etwa 72 Millionen Mart nicht erreicht, so daß ihm diese Dinge nicht ein Buch mit sieben Siegeln bleiben und Was den vorliegenden Etat anlangt, so bedauern wir es darf daraus nicht geschlossen werden, daß die Reichsschuld das Verständnis des Etats nicht auf einige wenige Specialisten mit dem Herrn Reichs- Schatzsekretär, daß er nicht mit einem fleiner geworden ist. Diese beiden Etats von 1903 und 1904 sind beschränkt bleibe. Die ganze Reform ist nicht neu. Sie ist schon erfreulicheren Etat debütieren konnte. Wir bedauern vor allem, überhaupt nicht ohne weiteres mit einander vergleichbar. Für 1903 wiederholt Gegenstand der Beratungen der verbündeten Regierungen daß wieder eine Zuschußanleihe von 59 Millionen notwendig wird. stellte sich der aus dem vergangenen Jahre zu übernehmende Fehl- gewesen und mein früherer Amtsvorgänger, Graf v. Pofadowsky, Soviel aber muß man zugestehen, daß der Etat übertriebene betrag um annähernd 18 Millionen höher als 1904. Weiter fommt hat ähnliche Gedanken in diesem Hause schon am 21. Februar 1897 Forderungen nicht bringt. Er ist in der That vorsichtig aufgestellt. in Betracht, daß, während 1903 der Fehlbetrag dem Ordinarium ausgesprochen. Der Gedanke ist damals nicht weiter verfolgt Der Herr Reichs- Schaßsekretär hat dafür den verschiedenen Ressorts zur Last gelegt wurde, er in diesem Etat auf das Extra worden; inzwischen ist er ausgereift und ich glaube nicht, daß es den Dank ausgesprochen; wenn hier seine Hand mit dem Ordinarium übernommen ist. Endlich kommt in Betracht, daß für die Konservierung der Franckensteinschen Klausel eine bessere Sotstift weiter thätig sein wird, so werden wir das in dem vorliegenden Etat der Reichs- Invalidenfonds in Ueberein- Grundlage giebt als diefe. nur zu begrüßen haben. Es ist auch zuzugeben, daß stimmung mit der vom Reichstag am 6. März 1900 angenommenen Noch zwei Worte auf Grund persönlicher Empfindung. Wenn die Sparsamkeit gewisse Grenzen haben kann; trotzdem aber wird Resolution mit Ausgaben für Beteranenbeihilfen im ich die vorgeschlagene Aenderung der Frandensteinschen Klausel aufs so manche Position des Etats faum bestehen können. Wenn auch Betrage von 11 Millionen Mark belastet ist. wärmste empfehle, so bin ich überzeugt, daß ihr Schöpfer dasselbe gegen die Vermehrung der Unteroffiziere und ihre Besserstellung, wie sie berwendet werden. Abg. Dr. Schädler( C.): Auch in diesem Jahre begegnen wir wieder der Erscheinung, thun würde. Gerade die Pietät kommt mehr zu ihrem Recht, wenn im Stat vorgeschlagen wird, unsrerseits Einspruch kaum erhoben werden daß die Einnahmen sich nicht in dem Maße fortentwickeln, als die man dieser Klausel neues Leben einhaucht, als wenn man sie, uns wird angesichts der Anforderungen, die der straffe Dienst an sie stellt, Ausgaben steigen. Wenn man die Unterbilanz des vorigen bekümmert um ihr weiteres Schidfal, versteinern läßt.( Widerspruch so müssen wir uns demgegenüber doch wundern, daß man trotz der Jahres auf die gleiche Weise berechnet wie die diesjährige, lints.) Das Lebensfähige an der Frandensteinschen Klausel wird durch den Ablehnung vorigen Jahre die Erhöhung so beträgt sie 23 Millionen, die im neuen Etat 59 Millionn. neu vorgeschlagenen Art. 70 unter den Schutz der Reichsverfassung gestellt. Der Gehälter für 180 Oberstlieutenants, die In diesem Sommer ist eine neue Bilanz des Reichs- Invaliden- Die zweite Aenderung ist die Verwendung des Ueberschusses der nicht Regimentskommandeure find, wie der beantragt hat. fonds aufgestellt worden und es hat sich dabei ergeben, daß Vorjahre in der Wirtschaft des Reiches. Es würde mich zu weit Neue Gründe für diese Forderung sind nicht genannt; die Gegener etwa bis zum Jahre 1903 für die vom Reichstag bewilligten führen, hier des näheren einzugehen auf die Vorgeschichte und die gründe bleiben unvermindert fortbestehen, werden im Gegenteil noch Beteranenbeihilfen ausreicht. Im vorliegenden Etat ist die Summe Zweifel, die sich gegen die Ausführung und Anwendung dieser Be- verstärkt dadurch, daß wir vor einer Berlängerung des Quinquennats von 11½ Millionen für Veteranenbeihilfen ausgeworfen, dieser Stimmung ergeben haben. Ich darf hierüber auf die Denkschrift stehen. Die Erhöhung dieser Gehälter steht auch im Gegensatz zu # 9 " ber Erklärung, daß es sich nicht empfiehlt, bestimmte Beamten| Festung, weil er im Duell den beleidigten Gatten niederschießt;| für verheiratete Frauen. Im Hinblid auf das Wort der Thronrede, Kategorien bei Erhöhung der Gehälter herauszugreifen. Trotz wir haben das ehebrecherische Verhältnis eines Offiziers, das daß die sociale Gesetzgebung auf dem in früheren Stundgebungen dem tverden wir gegen die Erhöhung der geringst be- Stadtgespräch ist; wir haben den Verkehr von Dirnen in Offiziers- vorgezeichneten Wege fortgeführt werden soll, richte ich einen warmen foldeten Unterbeamten nichts einzutvenden haben. Ebenso wohnungen! Und das alles in einer Garnison! find wir mit der Erhöhung der Beihilfen für die Veteranen Appell an die verbündeten Regierungen, nicht auf die Lockung ders Und immer wieder klingt der Grundton durch, nicht wegen Ver- jenigen zu hören, die Sie so gern auf das Glatteis von Ausnahmeeinverstanden. Diejenigen, die für's Vaterland geblutet haben, leumdung, sondern wegen Beleidigung ist Lieutenant Bilfe verurteilt gesehen führen möchten, insbesondere angesichts der drei Millionen müffen vom Vaterland vor dem Verhungern geschüßt werden. Es worden. Sein Verteidiger hat auf den Wahrheitsbeweis verzichtet, socialdemokratischer Stimmen. find da Mittel und Wege zu suchen, und ich für meine Person scheue da ihm die Aufklärung über das Milieu durch die Zeugenaussagen mich nicht, auf den Boden der Wehrsteuer zu treten, der ja bereits genügten. Die Leipziger Neuesten Nachrichten" bekennen: Das des ersten Socialistengesetes gelernt, daß ein So betrübend das ist, haben wir doch aus den Erfahrungen in einem Antrage aus dem Hause betreten worden ist. Auch die Unmögliche ist zur Thatsache geworden, und wenn nicht alles, so ist Ausnahmegesez dagegen nichts hilft, und unser Entlastung des Invalidenfonds ist uns recht. Wogegen wir uns doch bewiesen, daß im preußischen Offiziercorps Zustände einreißen höchster Grundsay ist die Gerechtigkeit. Die Thronaber mit aller Entschiedenheit wenden, das sind die sogenannten konnten, wie sie die schwärzeste Phantasie kaum ausmalen konnte." rede spricht den Wunsch aus, der Reichstag möge durch Ostmarken- Zulagen, über die ich nachher noch ausführlicher sprechen Blos in Forbach? Ich bin der letzte, der hier ohne weiteres seine Verhandlungen den friedlichen Ausgleich der Gegensätze werde.( Bravo! im Centrum.) berallgemeinert. Der Stand, dem ich anzugehören die Ehre fördern. An der sonst so vorsichtigen Aufstellung des Etats hat sich habe, hat ja am Schöne Wünsche, aber ich frage nur das Eine: natürlich das Reichs- Marine- Amt nicht beteiligt.( Kriegsminister zu meisten unter solchen Verallgemeinerungen Wie behandelt uns denn der Bundesrat? Wir beschließen leiden. Eine gewisse Presse macht sich ein Geschäft zwei- und b. Einem, der neben Herrn v. Tirpiz sizzt, lacht laut auf. Große daraus, Skandale über den Klerus zu erfinden( Lachen bei den nicht aus seiner Ruhe dreimal dasselbe, und der Bundesrat tritt Heiterkeit.) Für die Marine scheint es überhaupt keine schlechte Socialdemokraten), ja zu erfinden( lebhaftes Lachen links) und nicht Beschluß über die Tagegelder geworden? Im alten Reichstage heraus. Was iſt aus unfrem Finanzlage zu geben.( Erneute Heiterkeit.) Die Beträge für die zu widerrufen, wenn die unwahrheit nachgewiesen ist.( Beifall im wollte man nicht daran gehen. Der neue Reichstag ist da, aber Schiffsbauten sind wieder gestiegen, obwohl das Material, Centrum.) Ich erinnere aber an die geradezu chnische Aeußerung über allen Wipfeln ist Ruh", und dennoch hat auch der neue Panzerplatten wie Munition, billiger geworden sind. Kiautschou eines Oberlieutenants im Forbacher Prozeß, daß er selbstverständ- Reichstag bewiesen, daß man durch Verweigerung der Tagegelder foftet uns jetzt schon 70 Millionen Mark und von Erfolgen haben lich, wie jeder Lieutenant, mit Mädchen verkehrt hase; erinnere das nicht erreicht, was man erreichen will. Wir beharren auf unsrem wir noch nicht viel gehört. Die einmaligen Ausgaben inüssen hier ferner an den Prozeß gegen die„ Harmlosen"; dies und manches Antrag. Ebenso lange ruhen im Schoße des Bundesrats eine ganze beschränkt werden. Eine noch bedenklichere Entwicklung haben die andre zeigt, wie haltlos die Behauptung ist, daß solche Dinge nur Reihe von Vorlagen. Dinge im ostasiatischen Etat genommen. Schon im Vorjahre ist der in Kleinon Garnisonen vorkommen. Wohl aber werden sich in den über Auch in den Wählerkreisen wird man Wunsch ausgesprochen worden, daß die Ausgaben bald aufhören möchten, großen Städten solche Vorkommisse leichter der Deffentlichkeit ent- ich diese Behandlung des Reichstages empört, und daß die Truppen zurückberufen werden. Nun verkenne ich keineswegs, ziehen. Der Redner bezieht sich dann auf die Ausführungen der Reichstag Vorlagen der verbündeten Regierungen gegen weiß nicht, об es noch Tange dauern wird, bis daß sich gerade in Ostasien etwas zusammenzieht, was es ratsam des Oberst a. D. Gädke und sagt: Ich weiß nicht, ob über sich auf den gleichen Standpunkt zurückziehen wird?( Leberscheinen läßt, dort drüben nicht ganz entblößt zu sein. Aber es seit dem Sternberg Prozeß fo viele muß doch darauf hingewiesen werden, daß uns jeder Mann in Ost- ciner Verfehlungen in haftes Bravo im Centrum.) Fern scheint mir diese Zeit nicht mehr asien pro Jahr ca. 6000 M. foftet.( Sehr richtig! im Centrum.) Es handelt sich um die Verrottung eines ganzen Offiziercorps. Gin Hannover die Welfen den Socialdemokraten gleichgestellt, Männer, eng umgrenzten Gesellschaft festgestellt worden find. zu sein. Der Herr Minister des Innern hat in einer Rede in Das Auswärtige Amt hat uns im Vorjahr schon eine Entlastung Schatten ist auf das deutsche Heer geworfen. Sollte Aehnliches nicht die ihrem früheren Königshause die Treue halten. Wann und wie versprochen, statt dessen hat eine Vermehrung der Ausgaben Plaz auch in großen Städten vorkommen? Sollte nicht die Zeit ge- haben diese deutsch- hannoverschen Männer Preußen den Krieg ergegriffen. Wir haben den dringenden Wunsch, daß diese Aktion, die kommen sein, die innere Reform in den Vordergrund zu ziehen? flärt, wie der Herr Minister behauptet hat? die Hauptschuld an unsrer Finanzmijere trägt, recht bald ihren Zweck Niemand vermag vor diesen krassen Thatbeständen die Augen zu erfüllt haben möge und die Ausgaben beschränkt werden. Die Reichs- schließen. Es zeigen sich Symptome einer inneren Krankheit und wenn man mit Liebe und wehmütiger Erinnerung an seinem alten Gezeigt hat der Herr Minister nur, daß er es nicht versteht, schulden haben sich in den letzten fünf Jahren in erschreckender das gefährlichste wäre, hier vertuschen zu wollen, oder helfen zu Herrscherhause hängt für alle Zeit. Weise vermehrt. Es besteht eine fünffache Steigerung gegen wollen mit Schönheitspflästerchen. Es ist gewiß anzuerkennen, daß lehnen wir ab. Ich erinnere an die Frage der polnischen Adressen; Die Ostmarkenzulage über dem vorhergehenden Luftrum. Die Weltpolitit fostet uns schon gerade auch dieser Prozeß in voller Deffentlichkeit geführt worden da wurde gesagt, das gehöre nicht in den Reichstag, und jetzt 550 Millionen, und da erscheint es angezeigt, Einkehr zu halten und ist. Gerade wenn man hier beschönigen wollte, würde man der bringen uns die verbündeten Regierungen Polen mitten in den nicht fortgesetzt mit Volldampf voraus fahren zu wollen.( Sehr Krankheit neue Nahrung zuführen. Ich habe das Vertrauen zu Reichstag hinein. richtig! im Centrum.) Daß es so nicht mehr weiter gehen kann, ist dem neuen Herrn Kriegsminister, daß er mit Energie eingreifen entwurf ist ausdrücklich ausgesprochen, daß es sich nicht unt In den Erläuterungen zu diesem Gesetzs ganz klar. Die Zuschußanleihe wird von uns keinesfalls in solcher wird. Es sind verschiedene Vorschläge gemacht worden, praktischer Teuerungszulagen, sondern ganz allgemein um Zulagen auf Grund Höhe bewilligt werden, in der sie angefordert ist, und dem und organisatorischer Natur, aber das ist nicht das Ganze. des Wohlverhaltens handelt. Wir sehen in diesen Positionen die Reichskanzler möchte ich nahelegen, daß er dafür sorgen Es erscheint wohl notwendig, mit eisernen Besen unsaubere Elemente Sanktionierung und Unterstügung der preußischen Polenpolitik, und möchte, daß daß der Etat zum letztenmal zu diesem Aushilfs- hinauszukehren. Auch das genügt nicht. Ich verkenne gewiß nicht diese halten wir für durchaus verwerflich. Würden wir eine Augens mittel greift. Das führt mich zur Frage der Reichs- Finanz- die besonders schwierige Stellung des Offiziercorps im Hinblick auf blicspolitik treiben, so hätten wir jetzt Gelegenheit zur Revanche; reform. Ich bin nicht der Meinung, da die Bondage feiner gider, aber gerade bei den einzelffent fehlt sich gar leicht cut aber wir stehen ſeſt auf unsern principien und ſtehen deshalb dieser des neuen Reichs Schazsekretärs ein Windei ist, andrerseits hat sie gewisser Größenwahn, ein geringschätziges mitleidiges Herabsehen Dstmarkenzulage genau so gegenüber wie unsre Freunde, das Centrum mich nicht freudig überrascht, wie das beim Abg. Paasche nach einem auf andre ein, und man hat nicht mit Unrecht von wachsender im preußischen Landtage. Nach unsrer Auffassung sind die Polen von ihm veröffentlichten Artikel der Fall zu sein scheint. Wir ver- Erklusivität gesprochen. Auch beim Offiziercorps tann von einer vollberechtigte Unterthanen des preußischen Staates, haben dieselben Tennen durchaus nicht die gute Absicht des Entwurfs der Schulden- ganz besonderen Ehre nicht die Rede sein. tilgung. Aber damit hat es noch gute Wege, denn wir haben keine der Künstler, der Bauer und der Arbeiter in der Bluse stehen gerade tümlichen Sitten und Gebräuche, insbesondere der Muttersprache. Auch der Gelehrte und staatsbürgerlichen Rechte und Anspruch auf Beibehaltung ihrer vollss Ueberschüsse. Wir müssen da auf den 3olltarif warten, von so hoch, und mit solchen Eremplaren wie in Forbach wäre der Ver- Die Zulagen sollen widerruflich sein. Wie muß das wirken auf den dem man weder etwas hört noch sieht. Bessert sich gleich eine Beleidigung für sie. Redner geht dann auf die Vor- Charakter der Beamten, immer daran denken zu müssen, daß die aber die Finanzlage, so lassen sich die Schulden tilgen auch ohne Finanz schläge des Generalmajors von Golz und des Freiherrn von Bulage weggenommen werden kann! reform( heiterkeit). Ist es dem Reichs- Schatzsekretär mit dem Princip Thünen ein. der Schuldentilgung wirklich ernst, so mag er dies Princip durch Selbst der nationalliberale Abgeordnete Hobrecht hat diese Zus Aber darauf wird hingewiesen werden, daß an diesen viel- lagen im preußischen Abgeordnetenhause verurteilt, weil sie gerade Beschränkung der Ausgaben fördern helfen. Die andre Tendenz der fachen Vorschlägen von so kompetenter Seite etwas dran sein muß. den zweifelhaften Charakteren, den Strebern zu gute kommt. Auch Borlage, die faktische Beseitigung der Matrikularbeiträge, die Auf Seit Monaten find diese Dinge in Forbach vorgekommen und man den Denunziationen wird dadurch Thor und Thür geöffnet. Es hebung der clausula Frandenstein gefällt uns weniger. Die jetzige darf wohl mit Recht die Frage erwägen: Wie war so etwas handelt sich einfach um eine Korruptionszulage. Ein Schreiben Reform gleicht der vom Jahre 1894/95 wie ein Ei dem andern, nur möglich in einer Grenzgarnison, möglich unter einem als scharf des Regierungspräsidenten von Bromberg an den Bürgermeister in der Größe ist ein Unterschied. Es ist zuzugeben, daß die Ein- bekannten Truppenführer. Eine große Beunruhigung geht durch von Inowrazlaw vom 28. März d. J. verpflichtet schon jetzt führung der clausula Frandenstein zu gewissen Komplikationen unser Volk. Bei den fortgesetzten Berichten über Berhand die Beamten in geführt hat, die Etatsaufstellung ist etwas undurchsichtig geworden. Iungen diesen Gegenden, für die deutschen wegen Soldatenmißhandlungen ist es durchaus Wenn aber der neue Staatssekretär vom Volt gesprochen hat, dem klärlich: denn es handelt sich nicht um ein Prätorianerheer, Sinne einer Ausgleichung der Gegensätze, von der die Thronrede er- Kandidaten zu stimmen. Dieses Aftenstück richtet sich selbst. Im der Etat nicht verdunkelt werden dürfe, so weiß ich ganz genau, daß sondern um des Volkes eigenstes Blut, sein Liebstes, seine Söhne. spricht, wäre es erforderlich, die Reichslande aus ihrer bevormundeten das Volk ein ganz andres Interesse hat an den Steuern als an Bei den großen Opfern, die das Volk bringen muß, verlangt es, Stellung zu befreien. einem durchsichtigen Etat.( Heiterkeit Sie sollten dieselbe Stellung haben wie die und Sehr richtig!) daß seine Söhne im Waffenrock anständig und human behandelt andren deutschen Bundesstaaten. Besonders müsse aufgeräumt werden Das stritte Festhalten an den 40 Millionen erscheint als ein voll- werden, nicht das Objekt von Verbalinjurien, Thätlichkeiten und oft mit dem Bust napoleonischer Verordnungen, die immer erst ständiges Verkennen der clausula Frandenstein. Nicht der Laune in raffiniertester Weise ausgeflügelter Mißhandlungen seien. Denn hervorgesucht werden, wenn etwas gegen den Strich der Res eines Augenblicks verdankt sie ihr Entstehen; nicht für den Moment darum handelt es sich, nicht um Uebereilungen, nicht um die brutale gierung geht. war sie bestimmt. Nein, sie wurde geschaffen in fluger Voraussicht That einer einzelnen Verbrechernatur. Elsaß- Lothringen ist deutsch. Dafür, daß es Ob die Fälle von auch deutsch bleibe, stehen wir alle ein. Darum soll es auch deutsch der Entivicklung der Dinge, in der Erkenntnis, daß die Zolleinnahmen Soldatenmißhandlungen mehr geworden find gegen früher, regiert werden. der wichtigste Faktor im Reichsfinanzwesen sein würden. Die clausula wage ich ( Lebhaftes Bravo!) Gegen die Verkümmerung der nicht zu bestreiten. Es wäre aber angezeigt, religiösen Freiheit, gegen die Unterdrückung Frandenstein ist eine konstitutionelle Garantie, sie ist die Sicherung daß diese Frage, die in der Gegenwart ein ganz besonderes Minoritäten, der religiösen für das Einnahme- Bewilligungsrecht des Reichstags. Sie erstrect Interesse gewonnen hat, von der Heeresverwaltung statistisch unter Toleranzantrag. In der gleichen Richtung bewegt sich der Antrag insbesondere in Braunschweig richtet sich unser fich jezt auf 600 Millionen Mark. War fie früher notwendig fucht und dem Reichstage vorgelegt würde. Jedenfalls haben wir auf Aufhebung des bei Ausnahmegefeßes gegen 40 Millionen, so ist sie jetzt erst recht notwendig. durch die Deffentlichkeit des Verfahrens gewonnen, indem die Fälle Von dem Privileg der Katholikenverfolgung müßten die Bundess die Jesuiten. ( Lebhafte Zustimmung Centrum.) Formell wird sie, authentisch zu unsrer Kenntnis kommen, wie es auch als Segen der staaten befreit werden. Unter allgemeiner Heiterkeit erinnert der das können wir dem Schazsekretär zugeben, nicht beseitigt. Wohl Deffentlichkeit betrachtet werden muß, daß nichts beschönigt werden Redner an den schneidigen Staatsanwalt Dr. Müller. Der aber materiell. Flasche und Etikett bleibt, aber der Wein wird aus kann. Denn nur dadurch ist es möglich zur Besserung zu Herr Staatsanwalt ist weit über die Grenzen seiner Befugnisse getrunken bis auf einen Anstandsschluck!( Heiterkeit.) tommen, und darum bespreche ich auch hier diese An- hinausgegangen mit seinen Drohungen und Belehrungen; aber tvir Die Herren Finanzminister der Einzelstaaten mögen die Finanz- gelegenheit. Es soll zugleich ein Ansporn für die Militär- Katholiken haben noch einen besonderen Grund.( Aha! Abg. Müllerreform ja wünschen, das ist aber ein Grund mehr für uns, ihr nicht verwaltung sein, in ihrem Bemühen unt Beseitigung fo Meiningen und die Socialdemokraten); ja, gewiß aha! Am Schlusse unbefehen zuzustimmen. Denn diese Reform beseitigt den letzten Rest brutaler Quälereien Quälereien nicht zu erlahmen. Hier muß jeder richtete der Staatsanwalt an die Geschwornen den Appell, nicht von Verantwortlichkeit der Bundesstaaten für die Finanzwirtschaft ehrliche deutsche Mann Abhilfe fordern im Interesse der Armee selbst. auf Leute zu hören, die Meineid auf Meineid häufen zu können des Reiches. Wir haben gar kein Interesse daran, sie von diefer In der offenen Besprechung derartiger Sachen wird dem Vaterlande glauben und nachher bei ihren Geistlichen beichten. Man dürfte erBerantwortlichkeit zu befreien. Das Solidaritätsgefühl zwischen ein Dienst erwiesen, wenn man nicht annehmen will, daß diese Miß warten, daß ein Staatsanwalt in Berlin wenigstens nicht den Einzelstaaten und dem Neiche muß erhalten, ja gestärkt handlungen die notwendige Folge unsres Heeressystems und das ganz so unwissend sei über die Gebräuche der katholischen werden, denn es ist das Gefühl weiter Streise, daß die ungünstige System völlig zu verwerfen sei. Ich will die einzelnen Fälle hier nicht Kirche. Für das Benehmen des Herrn Dr. Müller gebe Finanzlage des Reiches mit verschuldet worden ist durch die allzu ausführlich aufzählen, denn dann müßte ich unsren früheren Kollegen es nur einen Ausdruck, der aber nicht parlamentarisch große Nachgiebigkeit der einzelstaatlichen Finanzminister bei der Be Antric als Dauerredner übertreffen, nur einige Fälle aus der letzten Zeit. fei. Herr Dr. Müller tenne vielleicht die Pflicht, bea willigung der Ausgaben. Ich beziehe mich auf ein Verzeichnis des„ Thürmer" im 6. Jahrgang. gangenes Unrecht, auch in Worten, wieder gut zu machen. Die Vorlage ist eine lex imperfecta. Der Schatjefretär ver- Redner bespricht zunächst ausführlich den bekannten Fall Breidenbach Es ist auch keine sehr erfreuliche Erscheinung, wenn das Personal wahrt sich zwar dagegen, daß die Finanzreform einen Zwang zu und führt des weiteren eine große Anzahl von Fällen einer ganzen Redaktion und Druckerei bis herab zum Segerlehrling neuen Steuern darstelle. Aber er hat sich damit an die falsche schwerer Soldatenmißhandlungen an, die in der letzten auf Grund des Zeugniszwangs Verfahrens verhaftet Adresse gewandt. Die richtige Adresse ist der Herr Finanz- Zeit durch die Presse gegangen sind. Früher wurde uns der Rat wird, so daß eine Zeitung gar nicht erscheinen tann. Bei Gelegen minister von Sachsen.( Sehr gut! im Centrum.) Seine Mit- gegeben, Beschwerden von Soldaten über Mißhandlungen ihrer vor- heit der bevorstehenden Revision des Strafverfahrens muß dieser teilungen über den zweiten Att der Konferenz der gesetzten Behörde zu übergeben. Der Berichterstatter Rehbein aber, Bunkt vor allem geregelt werden. Und wenn beim Militärgericht Finanzminister waren ein offenes Bekenntnis, das der Vorlage ber eine solche ihm übergebene Beschwerde der Militärbehörde zur Vergehen von Soldaten in schärfster Weise, dagegen in allerdings nicht zum Vorteil gereicht hat.( Heiterkeit.) Er hat Prüfung übergab, wurde verhaftet, weil er den Namen des Be- mildester Weise Vergehen von Vorgesetzten beurteilt werden gefagt, daß eine Finanzreform nicht denkbar sei ohne den Entschluß, schwerdeführers nicht nennen wollte. Auf Grund aller dieser Vor- trägt das dazu bei, dem Manne aus dem Volke den Glauben neue Einnahmequellen für das Reich zu eröffnen( hört! hört!), die kommnisse hat die" Bossische Zeitung" eine Reihe von Vorschlägen beizubringen an die Gleichheit vor dem Gesetz? Wenn in Breslau nur auf dem Gebiet der indirekten Abgaben liegen fönnen. Er zur Ausrottung der Soldatenmißhandlungen gemacht und den streikende Arbeiter vegen unvorsichtiger Aeußerungen gegenüber hofft, daß bereits 1904 zum legtenmal die Matrikularbeiträge in felben gwed verfolgte ein socialdemokratischer Antrag in Arbeitswilligen zu drei Monaten, ja 1 Jahren Gefängnis, ein dieser Weise den Etat der Einzelstaaten bekasten werden. der Bayrischen Kammer, daß die höheren Vorgesetzten für Automobilist aber, der einen Straßenpassanten zu Tode fährt, zu Nun hat es für die Einzelstaaten aber doch auch schon fette die Ausschreitungen der mittleren und unteren Vorgesezten einer Woche Gefängnis verurteilt wird, so muß das das Gefühl der Jahre gegeben, wo sie einen ganz schönen Ueberschuß aus den Ueber- haftbar gemacht werden sollen. Alle diese Vorschläge empfehle ich Ungleichheit vor dem Gesez nur verstärken. weisungen eingeheimst haben. Ich wundere mich, daß die Finanz- den verbündeten Regierungen zur Kenntnisnahme. Es liegt im Es ist nicht viel Erfreuliches, was sich bei einer solchen Umschau minister der Einzelstaaten so glatt auf diese Vorlage eingegangen Interesse der Armee und im Interesse des Volkes, daß diese furcht- darstellt, und dazu kommt, daß man den Feind nicht dort fucht, wo find. Die fetten Jahre können doch wiederkommen! Oder baren Mißhandlungen endlich beseitigt werden. er wirklich zu finden ist. Das riesige Anschwellen der Socialfollen wir daran denken, daß im Hintergrunde gewisse Pläne Auch in der neuen Legislaturperiode liegt uns die Fortführung demokratie zeigt, so viel man auch von Mitläufern redet, daß schlummern, in deren Vorauswissen man sofort auf alles ver- alter Aufgaben ob. Die Klagen der verschiedenen Stände sind unsre wirtschaftlichen Verhältnisse noch sehr traurige sind; die zichtet?( Hört! Hört!) Das wäre aber noch gefährlicher und müßte nicht verstummt. Mit ängstlicher Erwartung sieht unsre Statistik beweist, daß die Kriminalität in den letzten uns noch mißtrauischer machen. Landwirtschaft dem Abschluß von Handelsverträgen Jahren gestiegen ist. Auch von feiten, von denen man Wir haben aus diesen Gründen die schwersten Bedenken gegen entgegen auf Grund des von uns in heißem Ringen erkämpften es sonst nicht gewohnt iſt, wird jetzt vielfach hinges die Vorlage. Nichtsdestoweniger beantragen wir ihre lleberweisung Bolltarifs. Von den Verhandlungen verlautet sehr wenig. wiesen auf die Auswüchse einer Pseudokunst und Pseudolitteratur, an die Budgetkommission, damit sie dort ihrer Wichtigkeit entsprechend Mögen die verbündeten Regierungen alles aufbieten, damit unser deren Aufgabe nur darin besteht, den Sinnenreiz zu figeln. Unfre eingehend beraten und eventuell das Gute, das sie enthält, und das Volk bald aus dein Haugen und Bangen herauskomme. Inzwischen akademische Jugend stellt 25 Broz. zu den geschlechtlichen Erich gar nicht leugne, aus ihr herausgeschält wird oder sonst Vor- dürfen aber auch kleinere Mittel nicht verschmäht frankungen. All das sind Symptome einer tiefen Fäulnis, die schläge zur Gefundung der Reichsfinanzen gemacht werden. werden, um unsrer Landwirtschaftstammer, unsern hervorgeht aus der materialistischen Weltanschauung, die ganze ind damit wende ich mich einigen andern Bunkten zu. Fürst Bismarck Bauern das Dasein erträglicher zu gestalten. Hierzu rechne ich vor Stände des Volkes ergriffen hat.( Lachen bei den Socialhat einmal gesagt:„ Den preußischen Lieutenant können sie uns allem die Abstellung der Nachteile, die sich für die Bauern aus der demokraten.) Wenn Sie auch darüber lachen, darum wird es nicht nachmachen!" Dieses Wort wird jetzt erheblich eingeschränkt Handhabe des Fleischbeschau- Gesezes, besonders in Bezug auf die nicht unwahr!( Abg. Reißhaus( Soc.): Sie verstehen ja werden müssen nach den Verhandlungen vor dem Kriegsgericht in ihnen erwachsenden Kosten ergeben, ferner auch die Verminderung der davon nichts!) Dann werde ich mir von Ihnen ein Metz über Bilses Roman Aus einer kleinen Garnison". Die Ver- Einquartierungslasten durch angemessene Erhöhung der Verpflegungs- Kolleg darüber anhören, Bescheidenheit ist eine Zier, Herr Collega! handlungen haben den Roman im großen und ganzen als Birt- fäße; auch sollte bei Einberufung der Reservisten möglichst Rücksicht auf An den Verbündeten Regierungen und an uns liegt es, den Finger lichkeit erwiesen. Wir haben da zwei Offiziere, die vollständig dringende landwirtschaftliche Arbeiten, besonders die Heuernte, ge- auf die Wunde zu legen und zur Heilung mitzuwirken. Eine Hauptverschuldet sich gegenseitig Wechsel ausstellen. Wir haben einen nommen werden. Das Handwerk verlangt nach wie vor die Re- aufgabe ist der Schutz der christlichen Sitte. Langsam wird es besser andern Offizier, der bei der von ihm verivalteten Garnisontasse eine gelung der Frage des Befähigungsnachweises. Dringend ist weiter werden und es wird sich bestätigen, daß auch im 20. Jahrhundert Anleihe macht, und als er sich weigert, zwei Kameraden eine gleiche hin die Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker gegen der ewige Jungbrunnen des Christentums Deutschland aufs neue zu Anleihe zu gewähren, von diesen denunziert wird. Wir haben einen gewissenlose Bauspekulanten. Redner fordert ferner Fürsorge für befruchten im stande ist.( Bravo! im Centrum.) Major, der vom Civil nicht eingeladen wird. Wir haben die die Angestellten der Rechtsanwalte und Versicherung der Frau Rittmeister!( heiterkeit.) Wir haben den Stommandeur, Privatbeamten, die Errichtung von Arbeitskammern, Verder im Bowlenansetzen seines Gleichen sucht.( Heiterkeit.) Wir leihung der Rechtsfähigkeit Birleihung der Rechtsfähigkeit an Berufsvereine, Sicherung des 1 Uhr.- Schluß 6% Uhr. haben einen Rittmeister, der zu einem Verweise verurteilt wird, Koalitionsrechts, Beseitigung aller engherzigen Verationen durch verweil er die Frau eines Kameraden verführt und zu 6 Monaten schiedene Vereins- und Versammlungsrechte, neunstündigen Arbeitstag H Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag Gewerkschaftliches. Daß der Deutsche Ofenfabrikanten Verband eine Kampforganisation gegen die Arbeiter ist, ja, daß er die Bekämpfung der getpertschaftlichen Bestrebungen als seine Hauptaufgabe betrachtet, geht klar und unzweideutig aus seinem Statut hervor. Da wird unter anderm als Zweck des Verbandes angegeben:„ Die thätige Bekämpfung aller Bestrebungen, welche das gute Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu stören geeignet find." Da der Unternehmern bekanntlich jede energische Vertretung der Arbeiterintereffen als eine„ Störung des guten Einvernehmens" erscheint, so bedeutet der angeführte Bassus nichts andres, als Be= Tämpfung der gewerkschaftlichen Bestrebungen, Unterdrückung der gelverkschaftlichen Organisation der Arbeiter. Mit welch rücksichtsloser Härte die Ofenfabrifanten ihren Zweck erreichen wollen, das sagt der§ 11 ihres Statuts: Wird über die Fabrik eines Mitgliedes die Sperre verhängt, so find die übrigen Mitglieder des Verbandes verpflichtet, feinen der aus ständigen Arbeiter innerhalb eines Jahres vom Beginn bes Streits oder der Sperre an gerechnet, cin 6ustellen." Als weitere Zwangsmittel gegen streifende Arbeiter bestimmt derfelbe Paragraph, daß, tveim der Versuch, die Ursachen des Streits zu beseitigen, erfolglos war, nach 14 Tagen die allgemeine Aussperrung in allen Fabriten des Bezirks, dem die vom Streit betroffene Fabrik angehört, nach 4 Wochen aber die all: gemeine Aussperrung in ganz Deutschland er folgen kann. Bei jedem Streit sind dem Vorstande die Namen der Streifenden mitzuteilen, der sie den Mitgliedern übermittelt. Wer einen auf der schwarzen Liste stehenden Arbeiter be= fchäftigt, hat eine Konventionalstrafe bon 1000 m. zu zahlen. bandes in Stuttgart die Nachricht eingelaufen, daß gegenwärtig 15,10. Rohrleger u. Helfer W. Schneidenbach 8,65. Tischleret v. Jarius b. versucht wird, deutsche Stockarbeiter nach London zu loden. Da in London und Manchester ein großer Streit ausgebrochen ist, so feien hiermit die deutschen Kollegen davor gewarnt, fich als Streitbrecher nach England anwerben zu lassen. Die Adresse der englischen Dr ganisation lautet: The Amalgamated Society of Stickmakers and Mounters, 15 Poole Street, Hoxton, London N. Crimmitschau, den 2. Dezember 1903. Liebe Mutter! Endlich sind wir hier in Crimmitschau angekommen, aber wie, in einem Briefe kann man das gar nicht schreiben, das läßt sich nur mündlich machen. Gendarmeu haben uns von der Bahn abgeholt und bis in die Fabrik geschafft. Erstens sind tvir um 7 Uhr in Chemnig angekommen und gleich per Schnellzug wieder von dortweggefahren, in Zwickau wieder eingestiegen und dann nach Crimmitschau. Wie wir hier sind angekommen, nahmen uns vier Mann gleich 20 Gendarmen in Empfang und von da in die Fabrik stets begleitet von hundert Neugierigen, Männer, Frauen und Mädchen und alle wollten Sie uns abhalten, sind jedoch glücklich hier angelangt, wir konnten aber auch nicht ausreißen, weil wir in der Mitte waren und die Gendarmen um uns herum. Im es jedoch kurz zu machen, wir sind scheußlich veralbert to orden. Erstens erhalten wir nur 14 Pf. Stundenlohn und zweitens sollen wir 14 tägige Kündigung einhalten, sollte jemand zu uns kommen, die mit hier her kommen wollen, so rate Sie nur tüchtig ab, ich rate keinen hier her zu machen, aus der Fabrik kann man nicht heraus, ist demnach stets unter Polizei Aufsicht. Rate mur hauptsächlich Kurt Zschommler und Friseur Schmidt ab. Ein Brief von das andre folgt Sonntag nach wenn wir nicht schon alle vier Mann in Freiberg sind. Ich will nun schließen( folgt Namensunterschrift und Adresse der Firma). Adresse richtig schreiben und nur Brief. Die Karte hat folgenden Wortlaut: Neukirchen a. d. Pleiße, d. 5. 12. 1903. Dir zur Nachricht, das wir Mittwoch früh 9 Uhr hier find ongekommen und am Bahnhof von 15-20 Schußleuten bis in die Fabrit estortiert worden sind. Ich rate Dir jedoch ab nach hier zu kommen, weil es bloß 14 Pf. Stundenlohn und dann 14 tägige Kündigung haben. Wir 4 Mann arbeiten blog noch Kündigung ab und kommen dann wieder nach Freiberg. Bitte schreibe mir jedoch Brief. Es grüßt...( folgt Namensunterschrift und ebenfalls Adresse der Firma). 11,30. 9,05. Bau Handler 5,75. Tischler ut. Maschinenarbeiter Gebr. Rabe 17,55. Arbeiter Und abermals Organisation gegen Organisation! Thiel u. Co. 20,40. Filzschuhfabrit Rosenberg 42,- Dampf- Tischlerei Trauhers 14,70. stegeltlub Stalt Herz" 11,-. Rohrleger ut. Helfer von Wie in allen Gewerben mit starker gewerkschaftlicher Arbeiter Mahrun it. Betsch 13,75. Mechanische Werkstatt Dr. V. Meier 37,60. Berf organisation, so steht auch, freilich erst seit wenigen Monaten, den Wiesner u.Co. 11, Klaffenbewußte Zimmerer u. Lischler, Bau Kadinerstr. 8,50. der Etuisfabrik von Weber 12,20. Buchbinder F. Fled 5,50. Bianofabrit im Töpfergewerbe beschäftigten Arbeitern eine UnternehmerBuchbinderei u. Buchdruckerei d. Bumpe 17,-. Böttcherwerkstatt Rätsch 23,30. organisation gegenüber, welche sich die Bekämpfung der organisierten Tischlerei Karl Müller, Blücherstraße 17,70.. Schulz, Rüdersdorferstrazze Arbeiter und ihrer Bestrebungen zur Hauptaufgabe macht. Als Bom Crimmitschauer Kriegsschauplate 16,50. Tischlerei Jaede u. Hampel 13,70. Tischlerei Oskar Fraenkel 11,20. die Arbeiter einer Ofenfabrik in Lauf bei Nürnberg im Frühjahr ist zur Zeit Neues nicht zu melden. Fidele Hochzeit bei Glauche 11,-. Zapezierwerkstatt Brandt 4,50. Glüh Die Fabrikanten sind eifrig licht 12,20. Branchenversammlung der Bauanschläger 19,-. Bernidlung dieses Jahres streiten, um einen Lohnabzug abzuivehren, schlossen bemüht, Arbeitswillige heranzuziehen. Der Erfolg ihrer Bemühungen Bar u. Stein 12,40. Ladierer Baggonfabrik Neuß 8,- Kunert u. Kühn sich die süddeutschen Ofenfabrikanten zu einem Verbande zusammen, entspricht aber nicht den Erwartungen. In ihrer blinden Tappigkeit 11,30. Arbeiter der Firma Schröder, Wilmersdorf 12,30. 15 Verbandsder einen Aufruf an die mittel- und norddeutschen Fabrikanten haben sie die Aussperrung so lange hingezogen, daß fast auch in den Waldesrauschen", Karlshorst 9,25. Tischlerei Unger 6,- Schlofferei genoffen der Firma Bernert, Charlottenburg 10,50. Arbeiter- Gesangverein richtete, und diese zum Anschluß an die süddeutschen Fabrikanten letzten Winkel der civilisierten Welt die Kunde von ihrem Gewaltakt Gregoleit 3, Schriftgießer E. Gursaj 55,35. 8. Bezirk Char aufforderte, um gemeinschaftlich gegen unberechtigte" Lohn- gedrungen ist. Alle anständigen Arbeiter meiden lottenburg 7,05. Tapezierer 2. Gerlach 5,50. Tischlerei Briebenom forderungen und Ansprüche der Arbeitnehmer einzuschreiten. Die deshalb Crimmitschau und mit den Elementen, 10,75. Tischlerei C. Matt 6,20. Giseleure 2,-. Beamte der Werbung der füddeutschen Fabrikanten fand bei ihren norddeutschen welche die Herren aufgabela, können sie wenig Staat machen. Abt. Busch 31,15. Pers. d. Buchdruckerei Heimann u. Sohn 10,-. Mechanikertaffe 10,50. Optische Anstalt E. B. Görk, Friedenau, Kollegen Gehör, und bald entstand dann auch der Deutsche Ofen- Jezt sind auch die Handlungs- Reisenden, welche den Crimmitschauer fischlerei Otto Müller, Görligerufer 10,50. Möbelfabrik Straßburg mit fabrikanten- Berband, dessen Leiter der Fabrikant Teichert in Meißen Fabrikanten Wolle, Farben und andre Artikel verkauften, Aktienbudiler 17,05. Stattlub bei Wittjow 3,- Metallgießerei v. Lohse, ist. Dieser Verband umfaßt den größten Teil derjenigen Fabrikanten, in den Dienst ihrer sonstigen Abnehmer getreten. Sie benutzen ihre Metallarbeiter von Böhm u. Haroste 7,60. Elisabethuser 4,80. Strauß u. Gen. 2, Bergolder A. Wertmeister 22,35. welche das zu Kachelofen erforderliche Material herstellen. Nicht Muße und spielen Streifbrecher- Agenten in Crimmitschau. Wenn Hermannstraße Töpfer vom Bau Pieske, beteiligt sind an dieser Unternehmerorganisation die zahlreichen sich jedoch wirklich ein paar Arbeitswilliger finden, so schrecken sie Tischlerwerkstatt Koch, Gldenaerstraße 9,60. Ledige Schriftgießer Berthold 21,50. Klempner von Altmann, Meister, welche sich mit der Ofenseßerei befassen. Diese gehören gerade die Maßregeln ab, die von den Behörden ihrer Meinung Buchdruckerei Jakoby u. Go. 7,25. Tischler v. Höhne u. Krämer, Bildhauer Luisenstraße 5,-. Tischler und Boliere von Zeles u. Co. 5,50. wohl meistens den Innungen an, und fördern in diesen den Wider- nach zu Gunsten des Unternehmertums getroffen wurden. stand gegen unberechtigte" Lohnforderungen und Bestrebungen der charakteristisch sind in dieser Beziehung mehrere Schriftstücke, die ein Roututscher v. Bark, Staiserstr. 6,85. ngenanit 10,- Tischlerei v. Richter, Ganz Bünsch 16,20. Tischlerei Grün u. Hedwig, Gneisenauftr., 2. State 29,20. Arbeiter. Arbeitswilliger in seine Heimat schickte und die dem Streiffomitee Rird., Reuterpl. 13,90. G. Nagler 5, Hochzeitsfeier des Gen. Davidsohn 22,50. Tischlerei v. Rühle, Eisenbahnstr. 7,50. zur Verfügung gestellt wurden. Bezirksführer Schulz bei Groblar u. Kranz 28,- Arb. d. Firma Biedermann u. Czarnikow, 2. Rate Der Brief lautet: 23,55. Lergens, elende Geburtstagsfeier 2,30. Tausendfreund, Firma B. Quehl 13, 7 Ladierer, S. W. 9. Stappler 5 Geite und Genossen, Schmargendorf, 2. Rate 7,40. Maschinenfabeit v. Balitsch, Simeonstr. 18,25. Mechaniker durch B. Egg 16,30. Arbeiter der Firma Frati u. Comp. 17,20. Eisengießerei Ludm. Löwe 107,30. Bautischlerei Schipfe 3,50. Achtzehn Bon einem Arbeitslosen 1,-. D. G. und B. F. 3, 3wei Tapezierer 2,05. Einige Stalkträger der Firma Fräntel, Bau Blumenstraße 2,-. Gesangs verein Morgenstern". Erfurt, 200, Bersonal der Ashelmschen Kontobuch Fabrit, Bedding, 4. Rate 47,25. Tischler und Polierer der Tischlerei Keup, Neue Hochstraße, 32, A. E.-G., Abt. 21. 2, 30,50. Arbeiter der Firma | Druckenmüller 30,05. 3. Rate d. Chemigr. Abt., Firma Meijenbach, Rirdorf, Reuterplak, 10,70. Bersonal d. Firma Otto Grund d. R. Buchholz. Riffart u. Co., Schöneberg, Hauptstraße, 23,15. Bautischlerci von Löhel, 15,55. Cigarettenarb..v.. Bochmann, Namtori, 12,95. Gigarettenarb. v. Carmen- Sylva 6,90. Cigarettenarb. v. Barevanides 7,20. Cigarettenarb. v. Janina 7,25. Cigarettenarb..v. Manoli, 3. Mute 39,80. Cigarettenarb. v. Calistros 5,65. Cigarettenarb. v. Garbath- Rosenthal 9,05. Cigarettenarb. v. R. Rodjmann, Problem, 2. Rate 10,75. Cigarettenarb. v. Jofetti 12, Rylestraße 3, R. W. 2, Wertstelle Siebert nebst Bierverleger Oranien itraße 8,- Tischlerei Badi 1. Söhne, Markusstraße 10,10. Reginafabrik Gubert- Bunte 11,20. Buchdruckerei Wuhelma 11.-. Münchmeier u. Co. Registriertassen 13,-. Tischlerei v. Rödel, Oranienstraße 15,50. Lederwaren 33,35. Barkettleger d. Firma Badmeier 15,- Metallwarenfabrik v. A. Zemlin 12,20. Bau Halenjee, Seibt. 10,90 Tischlerei Zarokti, 3. Rate 19.10. Arb. v. Moldenhauer u. Co. d. Mezdorf, 2. Rate 17, Schlosserei Scherler 10, Firma Zichauer 13,50. Maschinenarb., Bolierer, Tischler v. P. Syan, 3. Rate 18,25. Itschlerei Seifert u. Wolf, Fruchtstraße 22, Buchdruckerei August Haß 6,55. Tischlerei B. F. Lübtte, Gitfchinerstraße, 2. Rate 30,80. Bartel 5, Bautischlerei Bauch) 6,50. Möbelfabrit stöhlert 28,50. Baut Holsteinischestraße d. Berger 13,25.. Möbelfabrik Berndt, 2. Rate 34,25. Möbelfabrik Störner, 2. Rate 12,30. Möbelfabrik Plath. Frankfurterstraße, 2. Rate 17,-. Bauflempnerei Müller, Großgörschenstraße 10,60. Sechs elende Sänger und Wirt 2,50. Sattleriverkstatt Goldmann 6,50. Tischlerei Borsuzki, 2. Rate 4,60. Stofferfabrik. Lange, Merfer, u Cp., 2. Rate 5,50. Malerwerkstatt Mollnow 3,50, Fräulein Langer 1,50, zuf. 4,50. Bautischlerei Volkmann, Also: Aushungerung der Streifenden, allgemeine Aussperrung Schönhauser Allee 7,60. Kaminfabrit Manasse, Laufigerstraße 12,-. und Verrufserklärung der Arbeiter durch schwarze Listen. Das sind lavierarb. C. Noske u. Co., 2. Rate 12,15. Tischlerei von Schody, Weber die Mittel, mit denen der Ofenfabrikanten- Verband die Bestrebungen 2. Rate 17,60. M. G.-G., Aderstraße, Abt. Schuhmann I. 26,60. Tischlerei straße und Budiker C. Vödel 5,50. Treppengeländer- Fabrit Schmidt u. Co., der Arbeiter bekämpft, und durch hohe Geldstrafen werden die Wegener, Wilmersdorf 37,50. Tischlerei Cortots 9,80. A. E.-G., Ackerstraße, Fabrikanten gezwungen, diesen Kampf gegen die Arbeiter mitSaal 9a 80,50. Brägerei A. u. M. 5,50. Tischlerei Brämer, Stottbuserstraße, zumachen. Wenn Arbeiter derartige Mittel anwenden wollten, dann Arb. d. Metallwarenfabrit Solms 10,50. Tischfabrik A. Richter, In Crimmitschau werden also die Arbeitswilligen thatsächlich Schüler 10,20. Tischlerei von Jadsohn 5,-. Tischlerei von Butgereit Rüdersdorferstraße 30,- Nabe, Alexandrinenstraße 11,20. Bautischlerei würden sie nach der herrschenden Rechtspragis wegen Erpressung, Nötigung, Verrufserklärung usw. zu schweren Gefängnisstrafen scheußlich veralbert"; aber nicht von den Streikenden, sondern von 4, Arbeiter der Schuhfabrik Binner 11,- A. E.-G., Saal 23 den Unternehmern. Erst werden ihnen Löhne von 20 Mart 26,65. Bau Camphausen- Ede Freiligrat 3,50. Pianofabrik 2. Schmidt, Arbeiter der Firma A. Nowotny 13, Der Deutsche Ofenfabrikanten- Verband, beseelt vom Geifte der und mehr und lebenslängliche Stellung angeboten und wenn sie Stänigsbergerstraße Tischlerei Sauerwein, 3. Rate 10,- Tischlerei Fizzel, Weidenweg 7,45. Kühnemann, Felisch und Konsorten, hatte es sehr eilig, um sein nach Crimmitschau kommen, giebt man ihnen 14 Pfennig Stunden- Tischlerei Stienes, Barutherstraße 4, Tischlerei Wegitrak, stönigsbergerProgramm in die That umzusetzen. Wenige Monate erst ist diese lohn bei 14 tägiger Kündigung! Die Fabrikanten behandeln die straße 6,70. Politurleistenarbeiter Aug. König, Teltowerstraße 8,50. Unternehmerorganisation am Leben, und schon haben wir die von Streitbrecher genau so, wie sie die ehrliche Arbeiterschaft be- Tapeziererwerfitatt der Firma E. E. Lehmann, 3. Rate 16,90. Chef und ihr ins Werk gefeßte allgemeine Aussperrung, von der kein vor- handelten, die sie immer mit der Einführung des Zehnstundentages Eiseleure der Firma H. G. 6,- Schraubendreher Lüben it. Buse, Saal 20 urteilsfreier Mensch sagen kann, daß fie der Abwehr unberechtigter hintröstete, bis den Arbeitern der Geduldsfaden riß. 26,65. Fabrit chirurg. Instrumente Dewitt u. Berz 46,75. Klempner und Forderungen" der Arbeiter dient. Sie hat, wie wir schon gestern Das Bekanntwerden der Verlegenheit, in der Dreher der Gasmesserfabrit Mariendorf 63,05. Munition aus der Anton. seigten, keinen andren Zweck als den: die Arbeiterorganisation dem sich die Fabrikanten befinden, hat die ungebeugten traße durch A. Menzel 15,-. Metallarbeiter der Firma Simonis 16,70. Machtgelüft der Unternehmer zu opfern. Man vergegenivärtige Stämpfer in Grimmitschau neu gestählt. Sie wissen Arb. 6. Att.- Gef. Gladenbed, Friedrichshagen 32,05. Buhertolonne. Stärke 7,50. C. Haufschild, Neu- Weißenfee, Kronprinzenstraße 12,35. Rebel 12,-. sich, daß am 26. November wegen des Veltener Streits eingehende icht, daß der Feind nur noch eine schwache Position Tischlerei von C. Often, Brunnenstraße 7, Berliner Holzwürmer 15,65. Verhandlungen zivischen den Vertretern der Streifenden und den zu verteidigen hat. Emil Böhl, Voltastraße 20,05. Centralverband der Maurer Deutschlands, Unternehmern stattfanden, an denen auch der Vorstand des Ofen- Mögen die deutschen Arbeiter die Munitionslieferung verdoppeln! lichtfest 1,30, in Bersammlung 5,26, Verb. d. Bau- u. Hilfsarb., Zahlst. Zweigverein Germendorf 15,05. Schlosser u. Dreher v. Schwabenthan 11, fabrikanten- Verbandes teilnahm. Die Streifenden ermäßigten bei Wannsee zus. 26,56. Möbelfabr. Dtto Co. 8,20. Tischlerei Agmann, Großdieser Gelegenheit ihre Forderungen soweit, daß sie nur noch eine Für die streikenden und ausgesperrten Weber in Crimmitschau Lichterfelde, 2. Rate 10, Tischlerei A. Kuffin, 2. Rate 24,10. Maler bet Erhöhung der niedrigsten Tarifpofitionen um 3 Proz. fowie gingen bei der Berliner Gewerkschaftstommiffion folgende Gebr. G. Lau, Uhlandstraße 3,05. Bautischlerei von Gring u. Wölf 21,70. für Hilfsarbeiter eine wöchentliche Lohnerhöhung von 50 Pf. und Beiträge ein: Gesangverein Frisch auf", Weißensee 3. Borstandssitung der Fabrik, für Kutscher eine solche von 80 Pf. verlangten. Die an den Ver- Friedenau 26,50. Tischlerei Fränkel, Naunynstraße 8,75. Tischlerei Camakti Ausnahme einiger Kollegen 33,50. 8. Borkenhagen, Schneider 3-2 Tischlerei Brause, Eisenbahnstraße 5,75, Abt. Sattlerei C. P. Görk, Land- und Hilfsarbeiter Tegel 3,40. Dreherei C. P. Görz, Friedenau, mit handlungen beteiligten Vertreter der Unternehmer waren damit ein- 11,05. R. Wegner 9,15. Steindruderei Selmar Bayer 10,30. Goldleisten warenfabrit Kirschtiegel u. Stalmad 170. Tapezierer, Berlin W. 62 3,-. verstanden. Man glaubte schon, die Einigung fei vollzogen und in fabrik Leo Berg 12,-. Buchdruckerei Blosfeld u. Müller 5,60. Tischlerei Lucie Bacher, Berlin N. 58, 2ychenerstraße 2,05. Streit beim Statspiel, Belten werde die Arbeit wieder aufgenommen. Aber die Versamm Rotter 8, Bildhauerei Teßmann 5, Tischlerei Stern, Seeliger u. Co., Schöneberg 1. Goldleistenfabrit Epicfece, 2. Rate 11,70. Bergolder von Yung der Veltener Fabrikanten lehnte die von ihren eignen Ver- 2. Rate 14,60. Tischlerei Bormann, Admiralfiraße 10,20. Metallfargfabrit Fritz Stolpe 7,80, Goldleistenfabrik Ruthenberg, Weißensee 9,00, zuf. 16,80. fretern anerkannten Einigungsbedingungen ab und zerstörte dadurch fabrik 2. Gärtner u. Co. 22,20. Solon u. Co. 15,45. Bronzewarenfabrik Thiel u. Bertlich 4,-. Müßen Sleeblatt, Sebastianstraße 13,-.... Kaffel, Alexandrinenstraße 4,55. das eben erst angebahnte gute Einvernehmen". Tischlerei Weißelberg, Cuvrystraße 17,50. Berband der Glasarbeiter, Haupttafje 300,- Polarstern, Moabit 3,-. Graphische Kunstanstalt R. Labisch 1. Co. 12,05. Lorenzsche Interne 4, 3. Bf., Butligstraße Verband der Schneider, Berlin 150,-. Franz Wenn es dem Ofenfabrikanten- Verband wirklich darum zu Bohrersaal D. Köhler 17,70. Arb. d. Firma Bollgold u. Sohn 25,- Arb. Müller 1,50. Eisenmöbelfabrik Seiffert, Gr. Frantjurterstraße 5,50. Ber golder v. Gr. Ottersleben d. Späth 5,-. Kottbuser 11fer 44 5,50. Glas. thun wäre, alle das gute Einvernehmen zwischen Arbeitgebern Stodfabrit G. Noa 6,45. Arbeiter und drei Beamte der Selas 9,-. Möbel- malerei- Arbeiter Bittolia 6,- Maler, Neubau Kirchstraße, Charlottenburg d. Lederwarenfabrik A. Schwalbe 6,50. Kollegen der Schirmfabrit 9, und Arbeitnehmern störende Bestrebungen zu bekämpfen, dann hätte fischlerei Boumann 5,75. Firma Findeisen 2, Tischlerei Begner, Belle- 5 Bautischleret Franke, Schliemannstraße 11, Ciende Schneiderstube, er die Veltener Fabrikanten veranlassen müssen, die Bedingungen Alliance 33,50. Arb. d. Metallwarenfabrik a. Enes, Kreuzbergstraße 18,45. Schönhauser Allee 7, Möbeltischlerei Baul Schönwetter 10, R. B. anzuerkennen, auf welche sich der Vorstand des Ofenfabrikanten- Arb. v. Goft u. Co. 11,45. Pers. Galvano- Plaftit, Lindenstraße 21,70. Beizer 2. Rate 9,80, Summa 24,25. Schublabeit von Rotschte 6,87. Flugblatt1,- Geburtstagsfeier, Brunnenstraße 2,20. Weber u. Co. 1. Rate 14,45, Verbandes am 26. November mit den Vertretern der Streifenden Bardemann u. Co. 15,- Firma Riefenstahl, Zumpe u. Co., Abt. Buchbinderei, Verbreitung d. Konsumgenossenschaft 2,95. Buchbruckerei v. Liebheit u. Thiesen v. Baart, 4,-. Zanzlehrerverein" Solidarität", 2. Rate 10,- Arb. von geeinigt hatte. Benigstens hätte er die widerhaarigen Veltener 2. Rate 20,60. Bersonal der Buchdruckerei Riefenstahl, Zumpe u. Co. 12,55. 12,75. Socialdem. Wahlberein, Bezirk Rummelsburg 50,-. Berjakty 4,35. Fabrikanten in ihrem Kampfe, der nunmehr jedes Grundes ent- Klempner d. Badewannenfabrik Conrad u. Grübler 5, Louis Michaelis 8,- Tischlerei Bingel 11,15. Möbelfabrik Hein n. Gerken 21,-. Reubau Mainzer behrte, nicht unterſtüzen dürfen. Aber das Gegenteil geschah. Der Ladierer Motorivagenfabrik Tempelhof 15,75. Kluderbrüder 3,95. Arbeiter straße 6,70. R. Wagner 15,60. R. Risch, Restaurant 5, Ofenfabrikanten- Verband setzte seine ganze Macht zu Gunsten seiner der Firma 3. C. Pfaff, Saal IV, 4. Rate 15,30. Möbelfabrik v. Dunsti. Thomas, Gartenstr. 18,50. Arb. d. Firma Hentschte, Buchholz u. Co. 11,45. 3. Rate 22,10. Arb. it. Arbeiterinnen Buchbinderei Fritsche u. Baumbach Bier rote Schafskopfbrüder 2,- Unterstüßungsfonds d. Glasarbeiter in widerspenstigen Veltener Mitglieder ein; er verlangte von allen 2. Rate 50,60. Bildhauer Profeffor Taubert 17, Lifte Nr. 1224 12,50. Stralau 50,-. R.§. 2. 4, Buchdruckerei Gebr. Fehl 4,50. Arbeitern den Austritt aus ihrer Organisation, und als das nicht in Bau Hedmann- Ufer Maurer, Bimmerer u. einige Arbeiter. F. Henzel 31,50. Summa 5104,89. Bereits quittiert 40 972,52. Gesamtsumme 46 077,41. der von den Unternehmern gewünschten Weise geschah, warf er Arb. u. Arbeiterinnen Vorwärts", Abt. Buchbinderei 10,-. Die Schweine Weitere Beiträge werden in unserm Bureau in der Zeit von 9-1 und 1500 Arbeiter rücksichtslos auf die Straße. Der Ofenfabrikanten- 2,50. Drüder F. F. A. Schulze 11,50. Die Roten aus der Rotherstr. 7, 6-8 Uhr entgegengenommen. Gelder, welche mit der Bost cingesandt Verband hat dadurch gezeigt, daß er durch Anwendung brutaler Ge- Incasso- Agenten Singer u. Co., Leipzigerftr. 23,25. Sattler der Werkstatt werden, find an A. Rörsten, Engel- Ufer 15, zu senden. tvaltmittel die Organisation der Arbeiter, den Centralverband der Stammtisch Gerasch 3,25. Sammlung bei R. Lansti 3,-. Bautischlerei .., Mohrenstr. 4,50. 5. 6. 5,5010,-. Tischlerei F. R. Rahn, Brunnenstr.34,50. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Töpfer, zerstören will. Schüttte, Fruchtstr. 5,- Tischlerei Jelinek d. Kruse 4,-. Tischlerei Eingegangene Druckfchriften. 5 Arbeiter Bawlowsi u. Bernhartig 5,- Stammigaste v. Berscheng 12, Statflub Schmargendorf" 5, Eppenſtein u. Co., Heinersdorf 4, Gesangverein" Freiheitsklänge" 10,-. Leo Deutsch. Sechzehn Jahre in Sibirien. Stuttgart 1903. Verlag Bau Pankow, Kommunikationsweg 12,10. von J. H. B. Dick Nachf. Preis 3 M., geb. 3,50 m. Tischlerei Reichert, Schönhauser Allee 10,60. Bautischlerei Muder, Nieder- Das Bismarck Geheimnis. Preis 80 Pf. Balther Fiedler. Schönhausen 7,50. Gießereiarb. d. Firma Klette 7, Gottliebs. Leipzig 1904. Geburtstagsfeier Moltenmarkt 3,40. Nachtschicht 3,50. Adolf Wagner. Die finanzielle Mitbeteiligung der Gemeinden an Maurer, Nachtfotonne, Ausstellung d. Schwark 21,30. Baron 16,30. fulturellen Staatseinrichtungen und die Entwicklung der Gemeinde- Einnahmen. Die gesamten Metallarbeiter der vormals Kernerschen Metall- Lindner 2,-, Statgeld 0,70, zusammen 2,70. Maurer und Arbeiter Bau Preis 1,50 M. Verlag Gustav Fischer, Jena 1903. waren- Fabrit zu Crossen haben die Arbeit niedergelegt. In Betracht Herzog 9,- Büttner 8,-. Hennig u. Brückner 2,-. Bierte Revierfommen 65 Mann, Former, Drcher, Schloffer usw. Der Grund der inspektion, Zusammenkunft, Wrangelstr., 8,05. Herbstvergnügen Verband der Arbeitsniederlegung ist, daß die Fabrikleitung dem Streben der Töpfer d. Spichalski 69, Bismark bei Auguſtin 2 ,. Arb. d. Union Arbeiter nach besseren Verdiensten dadurch entgegenzuarbeiten fuchte, C.-G. Moabit, Abt. Wickelei 70,- 3 Rahmenmacher, 1 Glajer b. M. Dargah daß man die Arbeiter vor die Wahl stellte, entweder aus dem wagenfabrit, G. m. b.., Tempelhof 31,76. 5,50. Buchdruckerei Vorwärts, Hilfsarb. Rotationsabt. 10, Berl. MotorBan Charlotten- Ulfer 4,85. Metallarbeiter- Verband auszutreten oder die Fabrik zu verlassen. Frühschoppen A. Schöpple 6,10. Golzarbeiter 17,80. Org. Arb. Warenh. Als das nicht zog, warf man Leute ohne irgend welchen äußeren Bertheim, Leipzigerstr., 5,-. Klaviaturfabrit Schwohl u. Co. 22,05. PianoGrund auf die Straße, darunter Familienbäter, die sechs Jahre zur mechanikfabril. F. Krüger, ob. Saal 18,- Möbelpolierer Genossen Ostende 8,50. Zufriedenheit der Firma gearbeitet haben. Diese lettere Heldenthat, stiftenfabrik Neumann 5,-. Stiftenfabrit Stolz 5. Rate 13,95. Baumschulen Swinemde. 758 SSD 14 Tage vor Weihnachten war es, die das Faß zum überlaufen weg R. G., Tapezierer 1,50. Möbelfabrik Sauer, Grünauerstraße 7,75. Samburg 733SED Berlin 760 SSD brachte, und fordern die Arbeiter neben der Einstellung des zulegt Arb. v. E. Tiburtius, Melchiorstraße 8,75. Glasschleiferei 15,95. Drechslerei Entlaffenen das Recht der Koalition und die Abstellung der selimmsten Buchbinderei Sittenfeld 8,80. Proppen Bude, Pappelallee 6,-. Bartettleger München M. Müller, Königsbergerstraße 10,85. König, Swinemünderstraße 7, Frantf.a.M. 7573 761 SB Mißstände. Zuzug ist strengstens fernzuhalten. Strause 5,50. Benede u. Co. 51,60. Tischlerei Hecht, Andreasstraße, 2. Rate Wien 762 923 14,35. Hilfsarbeiterinnen Haasenstein u. Bogler 2,80. Arbeiter von Book 5,-. Wetter Prognose für Donnerstag, den 10. Dezember 1903. Aidkazen S. u.. 29,15. S. u.., Saal 161, 19,50. Bautischlerei Schüler 5,- Bielfach heiter, nachts Frost, am Tage ziemlich mild bei mäßigen süd Warnung für Stockarbeiter. Von der Stockarbeiter- Getvertschaft Buchbinderei in Caffe Schmolle 14,05. Herrenabend Wrobel 4, Schul- lichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. in England ist bei dem Vorstande des Deutschen Holzarbeiter Berbau Samariterftraße 7,10. Streit. d. Wolff 1,40. Arb. v. Lundershausen Berliner Betterbureau. verurteilt. Die große Bedeutung dieses Kampfes liegt daher weniger in der Zahl der Beteiligten, als in der Tendenz desselben; auch er ist ein Gefecht in dem großen Klassenkampfe. Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. brider " " 19,70. Drahtweber&. Lerm u. Gebr. Ludewig 15,- Tischlerei Gossow = Amerit. Auktion Witterungsübersicht vom 9. Dezember 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind. richtung Windstärke Better Temp. n. E. 50.24057. Stationen Barometer fab mm Wind. -1 Haparanda 765 GO richtung Windstärke Better 2bedect 4 bedeďt 2heiter 3 wolfig 3wollig 2Regen heiter 3 Petersburg 769 SD -0 Cort 740 23 5 Aberdeen -2 Paris 753 1 Mebel Sheiter 3 Regen Temp. n. C. 880 Kaufhaus Max Mannheim Frankfurter Allee 89. BERLIN O. Frankfurter Allee 89. Pelz- Stolas. 6 Schweife, Seal Kanin, 2 Meter lang 10,50 M. Skunksin, 2,20 Meter lang 6 Schweife, 2,30 Meter lang Kinder- Garnituren. Muffen. 0,85 1,50 M. • 2,50 3,50 M. 3,25 4,50 M. 27,00 M. Lammfell Muff und Kragen 3,50 2,35 M. Thibetin Muff und Kragen Schwarz Kanin 4,50 M. Nerz- Murmel Astrachan, 2,20 Meter lang 6 Schweife, 2,30 Meter lang 17,50 M. 18,00 M. 16,50 M. 16,50 M. Natur- Pahmi Muff und Kragen 5,00 M. Nutria.... Eisvogel Muff und Kragen 4,00 5,00 M. Seal Bisam Echt Thibet Muff und Kragen . 9,00 M. Nutria auf Daunen. • Krimmer Muff und Kragen... 1,75 M. Persianer • 20,00 27,00 M. Nutria, 10 Schweife, Seal, imitiert, 6 Schweife, Nerz, imitiert, 4 Schweife, 2,80 Meter lang 7,50 9,00 M. 6,00 M. Colliers. Pelzmützen. Skunks... 18,00 30,00 M. Nerz- Murmel... 1,50 M. Kanin für Herren und Knaben 1,25 M. Nutria 1,85 M. Murmel 37 97 37 1,75 M. Herren- und Knaben- Kragen. Seal, imit... 1,75, 2,25 M. Seehund " 27 2,75 M. Nerz- Murmel 4,50 M. Rasé " " 19 2,00 M. Kanin für Knaben • St. 1,75 M. Seal, imit.. 4,50 M. Nutria 99. 12 42 4,00 M. Murmel 29 " 27 3,00 M. Nutria 6,50 M. Rasé 27 11 2,50 M. Nerz- Murmel.... 6,00 M. Nutria 29 • 27 4,00 M. Nutria 10,50 M. Seal Kanin... 9,00 M. 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" Der Verteidigungsartikel des„ Berliner Tageblatts" gipfelt in der Behauptung, die Socialdemokratie habe bei der Landtagswahl Forderungen aufgestellt, die in ihrer Anmaßlichkeit und namentlich in der Tonart, in der sie gegenüber dem Liberalismus begründet wurden, liberalen Männern, die auf die Fahne ihrer Partei hielten, unannehmbar sein mußten." = Donnerstag, 10. Dezember 1903. eines am Plaz: Anklage, scharfe, unerbittliche Anklage. Wir haben den Eindruck, daß man sich auch bei der EinUnd zwar gerade bei denen, die noch an eine Mission des Freisinns richtung des Sanatoriums Beeliz in Preußen glauben, ihn zu einer solchen aufzurütteln suchen. von diesem Gedanken Zum Thema, Der Liberalismus und die preußische leiten ließ und ihn, soweit es die Umstände gestatten, vers Das„ Tageblatt" irrt sich, wenn es annimmt, daß in der Social- wirklicht hat. Freilich: Die Behaglichkeit, die das eigne Heim Landtagswahl". demokratie große Betrübnis über den Entgang der paar Mandate demjenigen bereitet, der Sinn für Häuslichkeit hat, kann eine Ans Genosse Bernstein ersuchte uns um Aufnahme nachstehenden herrscht, auf die sie nach Lage der Dinge bestenfalls hoffen konnte. stalt, und wenn sie noch so vortrefflich eingerichtet wäre, niemals Artikels, der infolge Raummangels einige Tage zurückgestellt werden So nötig es gewesen wäre und ist, daß in der preußischen Kammer gewähren. Auch in der denkbar besten Anstalt wird der Krante anußte: die Stimme der Arbeiterklasse Preußens ehört wird, so ist doch stets das schmerzlich vermissen, was ihm die eigne Häuslichkeit Das freisinnige„ Berliner Tageblatt" kommt aus Anlaß eines feiner unter uns so naiv, davon, daß ein paar Socialdemokraten im in erster Linie wert macht: das trauliche Beisammensein mit Artikels, den der Ünterzeichnete in den„ Socialistischen Monatsheften" Landtag fißen, an sich irgend welche nennenswerte Aenderungen in den lieben Angehörigen. veröffentlicht hat, auf die preußischen Landtagswahlen zurück und den Zuständen zu erwarten. Für uns hat es sich in diesem Stampf Umgebung, der Verzicht auf alle kleinen Annehmlichkeiten, welche die Die Tremmung von der gewohnten sucht die bei diesen Wahlen von seiner Partei beobachtete Taftit, die um mehr gehandelt, als um die Erlangung einiger Mandate. eigne Häuslichkeit bietet, ist es wohl hauptsächlich, was auf die 25 ursprünglich verurteilt hatte, nachträglich zu verteidigen. Es ist das ganze System, dessen Ausfluß und Stüze das Stimmung der Kranken drückt. Dieser Umstand, verbunden mit den Es giebt feine noch so schlechte Sache in der Welt, für die fich Dreiklassen Wahlsystem ist, gegen das der Landtags Wahlkampf Beschwerden, welche die Krankheit selbst verursacht, dazu vielleicht die nicht irgend welche Gründe auftreiben ließen. Aber man tann nicht socialdemokratischerfeits geführt worden ist. Die Mandatsfrage stand Sorge um die Zukunft, lassen dem Patienten manches viel ungünstiger aus der Qualität der Gründe, die für eine Sache von ihren Advokaten für uns durchaus in zweiter Reihe, der Hauptkampf galt dem Sturm erscheinen, wie es in Wirklichkeit ist. So erklärt sich jedenfalls auch ins Feld geführt werden, mit erheblicher Sicherheit auf die Qualität auf das elende Klassenivahl- System, das unsre Arbeiter sich nicht die eben besprochene Ansicht unsres Einsenders, der sich schließlich er Sache selbst schließen. Je schlechter die Sache, um so faden- mehr gefallen lassen wollen und sich nicht länger gefallen lassen noch darüber beklagt, daß die Patienten ohne Rücksicht auf ihr Alter einiger ihre Verteidigung. dürfen, wenn sie von dem Bewußsein der Bedeutung und der und die Art ihrer Strankheit in den Schlafzimmern zusammengelegt So auch hier. Eine schlimmere Verurteilung konnte die Wahl- Mission ihrer Klasse durchdrungen. Und so weit der Schreiber dieses werden, daß der Bäcker manchmal Semmeln mit Fleisch( vielleicht taltit der Freifinnigen gar nicht erfahren, als wie sie der Ver- die Stimmung in der Arbeiterschaft kennt, wird sie von dem Schwaben?) liefert und die Kartoffeln nicht schmackhaft zubereitet teidigungsartikel des Tageblatts" wider Willen ausspricht. Denn Sampf, nun sie ihn einmal aufgenommen hat, werden. giebt es einen schärferen Beweis für die Schlechtigkeit einer Sache auch nicht mehr ablassen, bis sie ihn siegreich Zum Schluß noch eine Beschwerde, die uns berechtigt erscheint: wie den, daß ihre Anwälte sich, um nur etwas zu ihren Gunsten ausgekämpft hat. Das mögen sich die Gegner der Social- Das Sanatorium bietet den Patienten Gelegenheit, zu ihrem Zeits borzubringen, immer wieder zur Preisgabe der Wahrheit ge- demokratie, das mögen sich auch diejenigen Freunde gefagt sein vertreib Drechsler, Tischler- und Stnüpfarbeiten anzufertigen. Diese nötigt sehen? lassen, die, weil wir nicht gleich im ersten Ansturm Mandate erlangt Einrichtung ist an sich gut. Wenn es aber zutrifft, was haben, mun von einem Fiasko" des Wahlkampfes reden. That unser Einsender behauptet: daß einzelne des Gelderwerbes sächlich war der Kampf nichts weniger als ein Fiasko. Unfre wegen den Arbeiter haben sich auf einem neuen Terrain bewegt, sie haben ihre dann sollten doch die einfichtigen Patienten, nötigenfalls mit Hilfe ganzen Tag bei solchen Arbeiten zubringen, Straft dort probiert und gesehen, daß trotz all seiner Richtswürdig- des Arztes, solchen arbeitswütigen Leuten lar machen, daß sie den feiten selbst bei diesem Wahlsystem mit Bucht gekämpft und, wenn Heilerfolg, also sich selbst durch ihr unvernünftiges Treiben schädigen. alle diesmal gemachten Erfahrungen berücksichtigt werden, auch Wenn wir die Klagen unsres Genossen zum Teil für begründet Da das Wahlprogramm, mit dem die Socialdemokratie in den mancher Sieg erfochten werden kann. Es liegt gar halten, so wird das allgemeine Urteil, welches wir in dem Satz Landtags- Wahlkampf eintrat, von der liberalen Presse, darunter nicht kein Grund vor, die Flinte ins Korn zu werfen. ausdrückten: Die Heilstätte Beeliz ist in ihrer Art ein Musterzuletzt das„ Berliner Tageblatt", als aus lauter liberalen For Die Forderung an die Freisinnigen, uns im Verhältnis unsrer institut", dadurch nicht beeinflußt. Wenn mant alt die berungen zusammengefeßt bezeichnet worden ist, kann sich diese Wahlmännerzahlen in den einzelnen Wahlkreisen Mandate abzutreten, Serankenhäuser und Heilstätten denkt, die den pflege Behauptung nur auf Forderungen hinsichtlich der Wahl- Unter- war ein Gebot der Selbst a chtung und zugleich die Probe bedürftigen Arbeitern bisher zur Verfügung standen, dann stützung beziehen. Und da steht sie mit den Thatsachen in auf den Ernst der Freisinnigen in dem von ihnen verkündeten, Stampf muß man, will man nicht ungerecht sein, zugeben, daß Beelitz Schroffstem Widerspruch. gegen die Reaktion". Nur eine Partei, die bereit ist, ein sehr großes einen unverkennbaren Fortschritt zuni Besseren darstellt. Es ist nicht überflüssig, diese, auch sonst in der Freisinnspresse Stück mit der Socialdemokratie zu gehen, und die den Mut hat, die Wem mant die Vorzüge dieses Instituts anerkennt, fo Yolportierte Legende in ihr Nichts aufzulösen. Partei der Arbeiterklasse auch Unter den Linden zu grüßen", könnte schließt das natürlich nicht aus, daß man nach Beseitigung von Was hat die Socialdemokratie von den Freisinnigen bei den und kann diesen Kampf ernsthaft führen. Es wäre nicht Sentimen- Mängeln, die der neuen Anstalt noch anhaften mögen, so Urwahlen verlangt? Das äußerste, was in dieser Hinsicht talität, wie das" Tageblatt" meint, sondern politische Slugheit ge- wie nach weiteren Fortschritten und Verbesserungen strebt. verlangt wurde, war, daß, wo socialistische mit konservativen Wahl- wesen, wenn die Freisimmigen in Berlin freiwillig der Social- Was in dieser Hinsicht noch zu thun ist, das können die Beteiligter manns- Kandidaten in Stichwahl kamen, die Freisinnigen für die demokratie die ihr gebührenden Mandate abgetreten hätten. Aber getrost in die Hände der dem Vorstande der Landesversicherungsersteren stimmen sollten, wofür dann umgekehrt die Socialisten bei welchen Maßstab man auch anlegt, unter allen Gesichtspunkten hat anstalt Berlin angehörenden Arbeitervertreter legen, die, soweit es Stichwahlen zwischen Freifinnigen und Konservativen die Freisinnigen der Freifinn in Preußen bei der Landtagswahl sich als die kurz ihnen möglich ist, jeder Zeit bemüht sind, die Erfüllung bezu unterstüßen bereit waren. Also lediglich demokratische fichtigste, engherzigste Partei erwiesen, die noch je als die äußerste rechtigter Wünsche der Interessenten durchzusetzen. Gegenseitigkeit. Es wäre interessant zu erfahren, ob man Linte des liberalen Bürgertums aufgetreten ist." freifinnigerfeits auch in diesem Verlangen Anmaßlichfeit" erblickt. Vielfach haben aber unsre Genossen sogar von dieser Forderung der Gegenseitigkeit Abstand genommen und sich damit begnügt, von den freisinnigen Kandidaten lediglich die Abgabe der Erklärung zu verlangen, daß sie in der Lage und bereit seien, bei der Ab- Aus Anlaß des Artikels Besuchstag in Beelitz", den wir im geordnetenwahl im Fall einer Stichwahl zwischen Socialdemokraten Vorwärts" vom 29. November veröffentlichten, richtet ein ehemaliger gebung 20 Versammlungen statt, die sich mit dem Klassenkampf in Am Donnerstag, den 17. Dezember, finden in Berlin und Um und Konservativen oder bei sonst erfolgter Berständigung für den Patient des Sanatoriums ein längeres Schreiben an uns. Der Crimmitschau beschäftigen. Die Vereins- und Gewerkschafts- Borstände Kandidaten der Socialdemokratie zu stimmen. Liegt darin etwa die Verfasser der Zuschrift stimmt unsrer Ansicht, daß die Heil- werden gebeten, an diesem Tage teine andren Bersammlungen einAnmaßlichkeit"? Oder gebot nicht die durch das Klassenwahl- stätte Beelig Beelig in ihrer Art ein Musterinstitut sei, nicht System und die offene Stimmabgabe geschaffene Situation diese zu. Er bringt Klagen über über verschiedene Angelegenheiten 3uberufen. Forderung, die zudem allerorts üblich ist, wo ähnliche Verhältnisse vor, um seine Ansicht zu begründen und meint, daß unser Artikel nicht die Zustimmung der Beelizer Patienten finden werde. Wir Seiften Drten, wo sie in die glauben dagegen, daß jeder, der unsern Artikel nicht mißversteht, mit entrat, erheblich mehr Urwähler stellte, als die feinem Inhalt, namentlich auch mit unserm allgemeinen Urteil über Freifinnigen, bedeutete die Forderung der Gegenseitigkeit bei den die Anstalt, das sich natürlich nicht auf Einzelheiten erstreckt, einverstanden Urwahlen thatsächlich eine unverhältnismäßig größere Leistung der sein kann. Um aber auch die entgegengefeßte Anschauung zum Socialdemokratie an die Freisinnigen, als von diesen an die Social- Wort kommen zu lassen, bringen wir die Klagen des Einsenders demokratie. Sie stellte diesen eine Volkskraft zur Verfügung, welcher hier zur Sprache. Sie beziehen sich nicht auf die Lungenheilstätte, sie nichts Gleichwertiges an die Seite segen konnten. sondern auf das Sanatorium, in welchem der Verfasser der Buschrift als Patient weilte. machen würden. fo " Das Sanatorium Beeliz. Zunächst beklagt er sich darüber, daß den Besuchern, die Mittwochs nach Beeliz fahren, der Eintritt in die Anstalt erst von 12 Uhr an gestattet ist, das heißt, eine Stunde nach der Ankunft des Zuges, der von den meisten Besuchern benutzt wird. Diese Beschwerde halten auch wir für berechtigt. Es ist in der That nicht einzusehen, warum die Besuchszeit am Mittwoch später beginnen muß wie am Sonntag. Berliner Partei- Angelegenbeiten. Bris. Achtung, Partei und Gewerkschaften! Die Mitgliederversammlung findet am Freitag bei weniger, Werderstr. 27, statt. Genosse Wuzky hält einen Vortrag Tegel. Die Sammelliste Nr. 6 des Wahlvereins für die Crim mitschauer Weber ist verloren gegangen, gezeichnet war noch nichts darauf. Der Finder wird gebeten, die Liste bei Paul Krause, Berlinerstr. 92, abzugeben. versammlung des Wahlvereins bei Saß statt. Die Tagesordnung Alt- Glienicke. Sonntagnachmittag 4 Uhr findet die Mitgliederwird in der Versammlung befannt gemacht. Lokales. Wie steht es nun aber hinsichtlich der Abgeordnetenwahlen? Was hat da die Socialdemokratie von den Freisinnigen verlangt? Run, hier hat sie sich soweit jeder Forderung enthalten, die auch nur entfernt nach Anmaßlichkeit" ausschauen könnte, daß sie vor den Urwahlen überhaupt nicht mit Mandatsforderungen an die Freifinnigen herangetreten ist. Auf den verschiedenen Besprechungen der Partei, die der Landtagswahl galten, ist vielmehr stets der Gedanke Das freifinnig- berlinische Gesinderecht". einstimmig zum Ausdruck gekommen, daß Forderungen in Bezug auf Vom Gefinde- Belohnungs- und Unterstütungs- Fonds" ist aus Abgeordnetenmandate vernünftigerweise nicht erhoben werden Was nun das Sanatorium selbst betrifft, so meint der dem letzten Etatsjahr nicht viel Neues zu melden. Die„ segensreiche Tönnten, nachdem die Urwahlen gezeigt hätten, welche Zahl von Wahl- Einsender, hier müßten Specialärzte angestellt werden, denn Einrichtung", wie der Fonds von einem freisinnigen Stadtverordneten männern die Partei aufzubringen im stande sei. Von vornherein haben außer Nervenleidenden, die etwa zwei Drittel der Infassen aus genannt wurde, als in der Stadtverordneten- Versammlung ein socials wir damit tundgegeben, daß wir unsre Forderung von unsrer machen, beherberge das Sanatorium Patienten, die an den ver- demokratischer Antrag zum mindesten die Beseitigung der uns positiven Leistungsfähigkeit bei der Abgeordnetenwahl abhängig schiedensten Krankheiten leiden, und diese würden alle von ein und gerechten Bestimmungen dieses veralteten Instituts forderte, wird von Die Redaktion des" Berliner Tageblatts" wird demfelben Affistenzarzt unter Leitung des Chefarztes behandelt. Uns den Dienstboten nach wie vor sehr wenig gewürdigt". Die Dienst ersucht, sich darüber zu äußern, ob sie darin die von ihr behauptete scheint, daß der Einsender den Wert ärztlicher Specialbehandlung boten sind zwar verpflichtet, zum Fonds beizusteuern, aber nach Lage Anmaßlichkeit erblickt? für Erholungsbedürftige um solche handelt es sich doch bei den Und als nun die Urwahlen vorüber waren, was hat da die Insassen des Sanatoriums- überschätzt. Immerhin verdient dieser der Sache kann man es nur begreiflich finden, daß die meisten es Socialdemokratie fattisch an Mandaten verlangt? Will das„ Tage- Beschwerdepunkt, daß er von den Sachverständigen geprüft und er nicht sehr eilig haben, die lästige Pflicht zu erfüllen. Warum soll blatt"„ behaupten", daß es anmaßlich" war, im Wahlkreise Teltow- forderlichenfalls berücksichtigt werde. man, so fragen sie sich, Beiträge für eine Einrichtung zahlen, von Beeskow- Charlottenburg die Abtretung eines Mandats zu verlangen? Eine weitere, und wie wir gleich bemerken wollen, sehr berechtigte der man voraussichtlich nichts haben wird? Dder hatten die Breslauer Socialdemokraten auf Grund der Zahl Klage ist die: Durch das Hin- und Hergehen der mit Holz- Die 50 Pfennig- Beiträge, die von den Dienstboten beim Antritt ihrer Wahlmänner nicht ein Recht, für etwaige Unterstützung der schuhen an den Füßen bekleideten Patienten auf den Freifinnigen eins der drei Mandate der Stadt Breslau zu ver- Fliesen belegten Fußböden der Korridore wird ein äußerst Fonds gezahlt werden müssen, find ja im Etatsjahr 1902/3 etwas mit ihres ersten Dienstes sowie bei jedem Wechsel des Dienstes zum langen? Wo, wo in aller Welt, steckt da die schreckliche An- störendes und für Nervenkranke geradezu unerträgliches Ge maßlichkeit? räusch verursacht. Dieser recht erhebliche Mißstand ist zahlreicher eingegangen. Im vorletzten Jahre wurden aus 50 400 Aber das„ Tageblatt" flagt auch über den Ton, in dem die auch uns, als wir die Anstalt besuchten, aufgefallen. Bir Beiträgen 25 200 M. bereinnahmt, im letzten Jahre brachten 50 820 cialdemokratischen Forderungen gestellt worden seien. Indes mit glaubten aber eine Seritik unterlassen zu können, weil wir wissen, Beiträge 25 410 M. Noch stärker hat sich aber die Zahl der in Nest t größerem Recht. Im Kampf selbst mag hüben manch' ver- daß die Arbeitervertreter im Vorstande der Landes- Versicherungs- gebliebenen Beiträge vermehrt. Im vorletzten Jahre waren es Ses Wort gefallen fein, wie es ja auch drüben an solchen nicht anstalt auf die Beseitigung dieses Uebelstandes hinwirken würden, 5440, im legten 5961. Früher wurde in den Jahresberichten über Tegem hat. Aber wo unsre Genossen mit Zumutungen an die und weil wir annehmen, daß ihnen dies auch gelinge. Hoffentlich die Verwaltung des Fonds jedesmal ein klagelied angestimmt, went Greifinnigen herangetreten sind, da haben sie auch im Ton das werden im Interesse der Kranken die Storrideinem mit ginoleicht die Reſtanten sich wieder vermehrt hatten. Der neueſte Bericht " effen gewußt. Der ebenso würdige wie höfliche Brief bald mit schalldämpfenden Decken belegt. Von einem Versuch mit Linoleum schweigt darüber. Man scheint allmählich eingesehen zu haben, daß Richtige zu h des socialdemo, ratischen Wahlkomitees für Teltow- Beeskow- Char- möchten wir abraten, da Linoleumbelag in Räumen, die infolge liberalen Wahlkomitees dieses Kreises und die ihrer Bauart jedes Geräusch erheblich verstärken- und das trifft diese Klagen recht die Aufmerksamkeit auf den famosen Fonds und darauf ergangene Antwort dieser zeigen, daß genau das Gegenteil auch in Beelitz in hohem Maße zu fast gar nicht schall- die Ungerechtigkeit seines Statuts lenten. bon dem wahr ist, was das„ Tageblatt" behauptet. Und nicht besser dämpfend wirkt. Die Verwendung von Kotusmatten würde das Der„ Segen" des Gesinde Belohnungs- und Unterstützungs steht es mit der letzten Behauptung des Tageblatts":" Hätte die unerträgliche Geräusch der klappernden Holzschuhe sicher beseitigen. Fonds, der etwa die Hälfte seiner Einnahmen aus den Beiträgen der Socialdemokratie von Anfang a. erklärt:„ Wir wollen mit Euch überall Etwas könnten aber die Patienten selber schon jetzt zur Milderung Dienstboten, die andre Hälfte größtenteils aus Kapitalzinsen zicht, zusammengehen", hätte sie nicht bis zu den Urwahlen und noch dar- des besprochenen Uebels beitragen: Wenn sie nämlich mehr wie es kommt nur einer ganz geringen Anzahl Dienstboten zu gute. Wer über hinaus erklärt, sie verzigte auf das ihr von liberaler jest geschieht, die Filzpantoffeln tragen würden, die ihnen außer den alt und arbeitsunfähig geworden ist und sich in Not befindet und Seite wahrlich eindringlich genug angetragene Wahl Holzschuhen zur Verfügung stehen. bündnis zweifelsohne wäre sie dann in den Befig einiger Mandate In einem ferneren Beschwerdepunkt können wir dem Einsender im übrigen in langer Dienstzeit es mit leiner feiner„ Herrschaften" Wir sind bereit, den schwärzesten afrikanischen Neger nicht zustimmen. Er schreibt: Im Gegensatz zum äußeren Brunt, verdorben hat, der„ kann“ aus dem Fonds unterstützt werden. für einen hellblonden Skandinaviel zu erklären, wenn uns das der jeden Besucher blendet und gefangen nimmt, ist die innere Ein- Im letzten Jahre genossen 257 Personen dieses seltene Glüd, Tageblatt" auch nur den Schatten eines Beweises für diese Be- richtung so nüchtern und unfreundlich wie nur möglich." Wir wollen 90 wurden im Gesindehospital verpflegt, 167 bezogen bare UnterHauptung liefert, die eine der tousen Umkehrungen des wahren unserm Genossen nicht zu nahe freten, aber das müssen wir stützungen von durchschnittlich noch nicht 100 M. im Jahre. Auch Daß die doch sagen: Dies Urteil enthält eine starke llebertreibung. fie mußten sich, trop der einst gezahlten Beiträge, noch als Sachverhaltes bildet, der uns überhaupt borgekommen. Daß die doch sagen: Socialdemokratie bereit war, zu jedem anständigen Wahlabkommen Bon" Prunt", der uns gefangen nehmen" tönnte, haben wir nichts Almosenempfänger betrachten. Denn zu verlangen hat kein Dienstdie Hand zu bieten, war den Führern des Freifinns lange, lange bemerkt. Ohne auch nur im mindeſten„ geblendet" zu sein, betraten bote etwas aus dem Fonds. Die Unterstüßten müssen sogar das bor Ausschreibung der Landtagswahl bekannt. Im" Borwärts" ist wir eines der Wohngebäude der Patienten durch den Haupteingang Erbrecht an die Stadt abtreten ganz so, wie es bei Almosenes den Herren zahlenmäßig vorgerechnet norden, wie viele Mandate und wir wurden angenehm überrascht durch den freundlichen empfängern üblich ist. Neu find im letzten Jahre nur 10 im Hospital durch ein solches Abkommen den Konservatiten abgenommen werden Eindruck, den das einfach, das einfach, aber geschmackvoll dekorierte, mit Lönnten. Aber wer nichts von sich hören lief das waren die Führer Gruppen von Topfgewächsen und Blattpflanzen ausgestattete zu verpflegende und 18 mit Geld zu unterstützende Personen auf -Herr Barth und feine freunde ausgenommen, Treppenhaus uns machte. Nicht minder des Freifinns angenehm hinzugekommen. So fläglich gering sind für alte, arbeitsunfähig gederen Schidjal bei der Wahl die drastischt. Widerlegung dieser wirkt der Speisesaal, ja selbst auf den Korridoren finden sich wordene Dienstboten die Aussichten, einmal aus dem Fonds„ bc= erferartige Nieschen mit einem Blumentisch in der Mitte und Sit- lohnt" zu werden. Tageblatt- Phantasie ist. Nein, die Mohrenwäsche an der Freisintaktik ist vergebene bänken an beiden Seiten. Recht anheimelnde Winkel, wo man gern Es wäre für die städtischen Behörden ein leichtes, entweder den Mühe, verehrtes„ Tageblatt". Den Neger frieg auch die stärkste ein Stündchen fitzt. Db man derartig ausgestattete Räume schön Gefinde Belohnungs- und Unterstügungs- Fonds überhaupt aufzu Seife nicht weiß. Und nicht nur vergebliche Mihe ist's. Hier gilt findet oder nicht, das ist Geschmackssache. Nüchtern und unfreundlich heben und dann die Dienstboten im hilflosen Alter wie jeden andern auch des Strafgesetzbuchs bekannte Formel: Der ersuch ist strafbar. sind sie auf keinen Fall. Sollte des Einsenders Urteil vielleicht den Den Freifinn herausreden wollen, heißt eine politik verteidigen, Schlafräumen gelten? Diese enthalten allerdings nur das Notwendige, fie Unterstützungsbedürftigen zu behandeln, oder wenigstens die Indie den bürgerlich- radikalen Liberalismus in Preuß auf eine Tiefe find ja aber nicht zum Aufenthalt am Tage bestimmt. Es ist durchaus gerechtigkeit der Beitragspflicht zu beseitigen. Aber weder das eine heruntergebracht hat, wie sie in feinem zweiten moernen Staats- richtig, wenn der Einsender meint, daß das Gefühl der Behaglich noch das andre geschieht. Der Freisinn hat, wo er als politische wesen bei den entsprechenden Parteien anzutreffen is Hier ist nur keit eine Bedingung des Heilerfolges bei Nerventranten ist. Partei auftritt, immer auf das allgemeine preußische Gefinderecht" lottenburg an die gekommen. " Als Verkäuferin. gescholten. In der Kommunalverwaltung der Landeshauptstadt hat daß dort eine 56 Jahre alie Anlegerin zur Feier ihres 25jährigen er feine Hand gerührt, um das specielle Berliner Gefinderecht" aus Arbeitsjubiläums auf die Straße gefegt wurde. Ein ähnlicher Fall, der 23 Jahre alte Staufmann Winke, der in Wilmersdorf in Die Eifersucht. In der Nacht zu gestern gegen 12 Uhr versuchte der Welt zu schaffen. Jener oben erwähnte freifinnige Stadt der allerdings schon ein paar Monate zurückliegt, wird uns aus der einem Cigarrengeschäft thätig ist, in der Sophie Charlottenstraße verordnete traf durchaus die Stimmung seiner Parteifreunde, als er Dort ist vier Arbeitern gekündigt worden, die zusammen 78 Jahre straße 88, als dieser zufällig mit der ehemaligen Braut des Winke, Druckerei der Aktiengesellschaft, National Zeitung" gemeldet. den 23 Jahre alten Kaufmann Hellmer aus der Sophie Charlottenerklärte, man solle ,, an dieser segensreichen Einrichtung nicht rütteln".( 27, 23, 18 und 10 Jahre) im Geschäfte thätig waren. Als Grund der 19 Jahre alten Verkäuferin Louise Weber, dort entlang ging, Und der Mann ist nicht einmal einer von den sogenannten für die Entlassung gab der Faktor an, daß das Personal verringert mit einem Revolver zu erschießen. Die Kugel qing aber, da Hellmer Kommunalfreisinnigen", sondern gehört zu derjenigen Fraktion, die werden müsse; es sei so wenig zu thun. Wenn auch diese Wit- sofort nach seinem Angreifer griff, nur in den Rodärmel, ohne in der Kommune den„ echten und wahren Liberalismus" zu be- teilung richtig gewesen wäre, so hätte die Auswahl gerade der ältesten Helmer zu verlegen. thätigen behauptet. Arbeiter Empörung erregen müssen; thatsächlich lagen im Betriebe Winke war lange Zeit mit der Weber, die in demselben Hause die Dinge so, daß tagtäglich zur Mittagszeit, wenn sich nach Schluß wie Hellmer wohnt, verlobt. Dieses Verlöbnis tvar vor kurzem von der Börse die Arbeit häufte, 28 Mann aus einer andern Abteilung der Braut gelöst worden. W. wollte sich aber nicht so leicht trennen, Einen Mustervertrag hat eine hiesige Spirituosenfirma dem in die Zeitung zur Aushilfe übersiedeln mußten. Personal ihrer zahlreichen Verkaufsstellen dieser Tage zur verfolgte das Mädchen fortwährend und drohte ihr brieflich, daß er UnterEiner der gekündigten alten Arbeiter richtete an den Direktor sich rächen werde. schrift vorgelegt. Filialleiterinnen erhalten neben freier Wohnung Als nun Fräulein Weber in der vergangenen der Gesellschaft, Herrn Victor Hahn, eine Zuschrift, worin er der Nacht spät aus Berlin, wo sie im Geschäft thätig war, zurückkehrte, ein Monatsgehalt von 10 bis 30 m. Nun hat die Firma Hoffnung Ausdruck gab, daß die Entlassung von ihm nicht gebilligt war es ihr angenehm, daß Hellmer, den sie vom Sehen als Sohn des ihren Angestellten eine Verbesserung" aufgehängt, für die ihr wohl dem Absender der Zuschrift zugestanden. Herr Hahn erklärte, daß wäre H. bald zum Verhängnis geworden, da ihm kurz vor dem werde. Die weiter in dem Schreiben erbetene Unterredung wurde Verwalters ihres Hauses kannte, ihr seine Begleitung antrug. Dies niemand dankbar sein wird. Sie teilt nämlich den Vertreterinnen im Betriebe gespart werden müsse, doch könne er die Entlassung Hause Winke, der ihn für einen Liebhaber seiner treulosen Braut der Niederlagen mit, daß sie sie auf" besseren Verdienst" stellen gerade der ältesten Arbeiter nicht billigen. Indem er dem Ge- hielt, mit den Worten„ Wie können Sie mit meiner Braut poussieren!" wolle, um sie mehr als bisher an dem Verkauf zu interessieren". maßregelten eine zufriedenstellende Lösung der Angelegenheit in gegenübertrat und auf ihn feuerte. Bei dem Revolverhelden, der in Diese Verbesserung" besteht darin, daß die bisherige Vergütung von ein Prozent für die 100 M. wöchentlich übersteigenden Einnahmen Aussicht stellte, verwies er ihn an den Geschäftsführer Voigt, einen Haft genommen wurde, ist außer dem noch mit fünf scharfen vom 1. Januar ab fortfallen und statt dessen ein Prozent von ehemaligen Schriftsetzer. Bei diesem kam der alte Arbeiter aller- Patronen geladenen Revolver noch eine Schachtel mit scharfen allen Einnahmen vergütet werden soll. Das würde dings schön an. Als er darauf aufmerksam machte, daß er 27 Jahre Patronen vorgefunden worden. allerbings eine, wenn auch nicht sehr bedeutende Verbesserung bleiben Sie denn so lange hier? Sie hätten ja schon im Geschäft thätig sei, antwortete Herr Voigt: Ja, warum sein, würde sie nicht in Frage gestellt durch die Klause!: lange aufhören können; im übrigen können Sie zufrieden sein, daß Dreykowitsch aus der Reichenbergerſtr. 181 auf einem Bau in CharDurch einen Sturz vom Gerüft verunglückte der Klempner Diese Vergütung ist eine freiwillige, zu welcher wir( die Firma) nicht verpflichtet sind und die jederzeit von uus widerrufen Sie so lange hier arbeiten konnten, Ihre Kollegen bummeln alle lottenburg. Er zog sich schwere Verlegungen am Kopfe zu und Augenblice. Als der Sezer dem Geschäftsführer weiter an- mußte mit einem Suadeschen Wagen nach Berlin in ein Krankenhaus Wer Aussicht haben will, diese Vergütung, deren Gewährung falls nicht einverstanden sein werde, entgegnete Herr Boigt, deutete, daß der Aufsichtsrat mit der Maßregelung jeden- gebracht werden. ganz im Belieben der Firma steht, zu erlangen, muß mindestens ein Jahr als Vertreterin einer Niederlage thätig gewesen sein. daß er sich in dieser Beziehung von Das Opfer eines Unfalls ist der 46 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Die Bergütung" wird nicht gegeben: 1. Wenn die Geschäftsleiterin die Höhe gebracht, und die Aktionäre wollten nicht jedes Jahr einen Kutscher, der Eisenstangen abfuhr. Auf dem Rüdwege fiel er feinem Aufsichtsrat Erlach aus der Hochstr. 2a geworden, der in der Eisengießerei von Vorschriften machen ließe; er habe die vor Ablauf eines Jahres entlassen wird, oder wenn sie kündigt. 180 000 M. 3ufeßen. Zuletzt kam das Anerbieten, daß der gekündigte auf dem Alexanderplatz so unglücklich vom Wagen, daß ihm das in Röffemann u. Kühnemann beschäftigt war. Erlach begleitete kürzlich 2. Wenn die Bestandaufnahme ein größeres Manko ergiebt. Seger gegen einen beträchtlich verringerten Lohn fo- linke Vorderrad über das rechte Bein ging. Das Bein wurde im 3. Wenn die Anordnungen der Firma nicht befolgt werden. 4. Wenn ersichtlich wird, daß die Geschäftsleiterin sich zur Sebung lange im Betriebe bleiben möge, bis er eine andre Stellung ge- Krankenhause am Friedrichshain abgenommen, der Verunglückte war des Geschäfts keine Mühe giebt. 5. Wenn Nachlässigkeit, Unsauber funden habe; auf dies Gnadenbrot verzichtete der alte Setzer aber doch nicht zu retten. Ob unter diesen Umständen überhaupt eine Geschäftsleiterin in Sommer dieses Jahres über die„ Borwärts"-Druderei Mitteilungen der Besselstr. 10 gerufen, wo in einer Dachwohnung des Vorder Wie tapfer konnte doch die bürgerliche Presse schreiben, als im Fenerbericht. Mittwochabend gegen 5 Uhr wurde die Wehr nach den Genuß der„ Verbesserung" kommen wird, darf wohl mit verbreitet wurden, die sich nachträglich als Lug und Trug ertvicsen. Hauses ein größeres Feuer ausgekommen war. Recht bezweifelt werden. Troydem legt die Firma den Geschäfts- Db diese Presse angesichts des vorliegenden Falles ebenfalls ihr Kleidungsstüde standen in Flammen; auch die Decke zum Boden Betten, Möbel, Leiterinnen sofort eine Gegenleistung für die fragwürdige Ver- Preſſe besserung auf. Verschiedene Kleinigkeiten", wie Schreib-, Buß- und arbeiterfreundliches Herz entdecken wird? war an einigen Stellen bereits durchschlagen. Nachts 4 Uhr hatte Reinigungsmaterial, welche die Firma bisher lieferte, follen die Inhaberinnen der Niederlagen jezt aus eignen Mitteln beschaffen. Das Almosenempfänger und Pflegemütter mit verhältnismäßig wenigen In der Potsdamerstr. 28a ging Dienstagabend der Inhalt eines, die dritte Kompagnie in der Mittenwalderstr. 28 einen Küchenbrand Zum Ankauf von Brennmaterial erhalten die hier ortsangehörigen zu beseitigen, der neben Küchenmöbeln auch den Fußboden beschädigte. heißt ein Geschäft, abern nicht für die armen Verkäuferinnen. Da die Firma einmal beim Aufhängen von Verbesserungen" Anfang Januar eine Geldunterstützung. Die Unterstützung wird nach fonnten. Sturz vorher kamen fast gleichzeitig in der Weißenburgers Ausnahmen von der städtischen Armenverwaltung alljährlich zu Schaufensters in Flammen auf, die indes bald erstickt werden: war, so hat sie sich selbst auch mit einer zweifellosen, aber durchaus dem Grade der Bedürftigkeit bemessen und beträgt 6-10 M. Im straße 28 und am Zionskirchplatz 3 Zimmerbrände aus. Tapeten, ungefeglichen Verbesserung bedacht. Von allen Verkäuferinnen Januar 1903 find an 36 110 Personen( 30 803 Almosenempfänger Decken und Wäschestücke wurden im wesentlichen in beiden Fällen und Vertreterinnen fordert die Firma, daß sie auf die Bergünstigung, und 5307 Pflegemütter) zufammen 285 499 M., durchschnittlich pro vernichtet. Die übrigen Alarmierungen, die die Wehr im Laufe des welche der§ 63 des Handels- Gesetzbuches den Angestellten gewährt, Person 7,90 M. gezahlt worden. Im Vorjahre wurden 34 500 Per Dienstags noch nach der Lychenerjir. 116, Streuzbergstraße usw. verzichten. Es handelt sich nämlich um die Bestimmung, wonach der fonen mit 272 904 M. unterstützt. durch unverschuldetes Unglück an der Leistung seiner Dienste verführten, betrafen Brände, die vor Eintreffen der Löschzüge bereits hinderte Handlungsgehilfe während dieser Zeit sechs Wochen lang von Hausbewohnern beseitigt waren. Anspruch auf Gehalt hat. werden kann." " Teit oder Inreellität ermittelt wird. " Und noch einmal Bernau. Ueber die Benutzung von Kirchen zu Wahlzwecken schrieb, längst bevor sich die Socialdemokratie an den Landtagswahlen beteiligte, ein bürgerlicher Schriftsteller( SiegfriedKönigsberg): " Ich kann nur sagen, daß mich dies auf das tiefste indigniert hat und jeder Mensch von religiösem Gefühl wird mir sicher darin recht geben, daß Kirchen sich durchaus nicht zu Wahllokalen eignen, namentlich nicht, wenn die betreffende Wahlhandlung, wie dies bei den Abgeordnetenwahlen unvermeidlich ist, zeitweise unter großer Un ruhe, sowie unter sonstigen für eine Kirche ganz ungehörigen Umständen vor sich geht." Wir haben in unsrer Nr. 187 von 1902 diefes Citat gebracht und damals unsre Frommen besonders auf die Hauptkirche in Bernau hingewiesen, während Siegfried speciell Kirchen in den Provinzen Preußen im Auge hatte. Warum haben damals die„ Kreuz- 8tg." gängen vorzubeugen? jedoch. Druckerei 17 = TULLE AL 9 " " Auf der Vorortstrecke der Görliger Bahn werden die Bauarbeiten bis in den Winter hinein fortgesezt, so lange es die Witterung Darin, daß eine Verpflichtung, die das Handelsgefeß dem irgend gestattet. An mehreren Punkten, ivo der Bahndamm FahrGeschäftsinhaber auferlegt, durch einen Federstrich einfach beseitigt straßen oder Wafferläufe treuzt, wird fleißig an den Brückenbauten findet der Liliencron Abend im Gewerkschaftshause statt. Es Freie Volksbühne. Sonntag, den 13. d. Mts., abends 7 Uhr werden kann, dürfte sich die Firma doch irren, wenn auch die An- gearbeitet, die durch die Verbreiterung und Höherlegung des Bahn- wirten recitatorisch mit: Frau Gertrud Arnold vom Schiller- Theater gestellten, von der Not getrieben, sich bereit finden, eine so rigorose förpers erforderlich geworden sind. Hinter dem Treptower Park wird und Herr Friedrich Kayßler. Die von modernen Komponisten ver Abmachung zu unterschreiben. Bezeichnend ist es, daß die Firma jetzt bei der Ueberbrückung des von Rigdorf nach dem Plänter- tonten Liliencronschen Gedichte bringt der Baritonist Hans Schröder mit ihren Berbesserungen" gerade jetzt kommt, wo die Angestellten wald sich hinziehenden auf erhöhten Absatz und besseren Verdienst aus Anlaß der Weih- der Eisenkonstruktion begonnen. Vor dem Bahnhof Baumschulentweg find wie an den bisherigen Abenden in den bekannten acht Zahl Dammiveges" mit der Aufbringung zu Gehör. Am Klavier: Richard Kursch. Eintrittskarten a 0,25 M nachtszeit hoffen und deshalb gegenwärtig ihre Stellung nicht gern sind besonders die Bauten an der Einmündung der Bahnlinie stellen erhältlich. Programme mit Terten der Lieder sind an der aufgeben. Rigdorf- Baumschulenweg- Niederschöneweide in die Görlizer Abendkasse erhältlich. Bahn in der letzten Zeit erheblich gefördert worden. nur für den Güterverkehr benutzte Linie soll nach Fertigstellung des uebung findet nicht am Freitaa. Sonden Diese bisher Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Der Unterricht in Rehe Umbaues der Görlitzer Bahn auch dem Personenverkehr dienen. Sie wird von Westen her unter den Geleisen der Görliger Bahn hintag, statt. durchgeführt und wird dann auf der Ostseite in den Bahnhof Gerhart Hauptmann als Mensch und als Künstler bildet den Schönetveide wird außer einigen kleineren Brückenbauten eine leber berg am 13. Dezember 7 Uhr in der Hohenzollernschule, EisenacherBaumschulenweg einlaufen. Zwischen Baumschulentweg und Nieder- Gegenstand des III. volkstümlichen Kunstabends der Stadt Schöne brüdung des Teltowfanals nötig, dessen Zweigstrede Brig- Blänter- straße. Außer einigen im Druck nicht erschienenen Gedichten, werden wald hier unter dem Bahndamm hinweggeleitet wird. des nördlichen Widerlagers der Kanalbrücke ist in Angriff genommen Glode" von der Hoffchauspielerin Gertrud von Hagen, Bruchſtüde Der Bau Bruchstücke aus den Dramen:„ Hannele"," Rose Bernd"," Bersunkene worden. aus den„ Webern", Florian Geher",„ Schlud und Jau", sowie die, Der Italiener Franzesto Forgerini, der in der Schönhauser Breßskizze„ Bahnwärter Thiel" 2c. von Dr. Gustav Mans gelesen. Allee feine frühere Geliebte Charlotte Nitsch durch Messerstiche Einige wenig bekannte Gedichte von May Marschalt, Robert Kahn, schtver verfekte, hat sich im Untersuchungsgefängnis erhängt. Die Hans Hermann komponiert, werden von Frau Gina Götz- Levy geNitzsch ist aus der Charité entlassen worden; sie ist noch nicht wieder fungen werden. Den einleitenden Vortrag hält Kurt Walter Goldarbeitsfähig, aber vollkommen außer Lebensgefahr. schmidt. Karten a 30 Pf. auf allen Plätzen, sind im Westen in den auf dem Plakat bekanntgegebenen Geschäften, sowie im Bureau und ihresgleichen geschwiegen, als es noch Zeit war, ähnlichen Bor- Stallschweizer Andreas Eisenmann Dienstagabend von der hiesigen zu haben. Zu dem räuberischen Ueberfall im Buch wird mitgeteilt, daß der des Vereins zur Förderung der Kunst, Brüderstr. 1, Verlag Bloch, Kriminalpolizei festgenommen worden ist. Er hatte ein VerDie Verlängerung der Stadtbahnsteige ist bekanntlich durchmittelungsbureau in der Novalisstraße aufgesucht und bemühte sich Lustspiel Der Compagnon" von Adolph L'Arronge, das Theater. Im Schiller Theater befindet sich neben dem geführt, soweit fie die Stadtbahn selbst betrifft. Um aber eine glatte um eine Stellung in einem fleinen Orte irgendwo in der Proving. Mitte nächster Woche zum erstenmal im Schiller Theater O., Ueberleitung der Vorortzüge über die Stadtbahn zu ermöglichen, ist Eisenmann bestreitet, sich eines Raubmordversuchs schuldig gemacht( Wallner- Theater) in Scene geht, die Komödie es erforderlich, sämtliche Bahnsteige der Vorortstationen Eichkamp zu haben, will vielmehr den Stallschweizer v. d. Alen nur aus Fahr- Crampton" von Gerhart Hauptmann in Vorbereitung, die eben, College und Grunewald zu erhöhen. Auf der Station Grunewald ist dies lässigkeit angeschossen haben. Diese Darstellung soll jedoch nach der falls in nächster Woche zum erstenmal im Schiller- Theater N. bereits zum Teil geschehen. Auch die Verlängerung der Bahnjieige Aussage des Verwundeten, der im Krankenhause zu Bernau vom Friedrich Wilhelmstädtisches Theater) zur Aufführung gelangt. der Ringbahn ist erst zunt fleinen Teil durchgeführt. Es ist crst Untersuchungsrichter vernommen wurde, und den weiteren Er- Maurice Ordonneau, der bekannte Verfasser der zugkräftigen etwa der dritte Teil der Bahnsteige umgebaut. Im Laufe des mittelungen nicht glaubhaft fein. Operette, Madame Sherry", sowie vieler andrer bekannter: Winters follen zunächst Halenfee, Westend, Stralau- Rummelsburg mit je zivei Bahnsteigen an die Reihe kommen. Werke, hat ein neues Operetten- Libretto Weiteres zur Revolveraffäre. Der vorgestern bei der Revolver nest" verfaßt, das noch vor den Weihnachtsfeiertagen am Central Das SchwalbenDann folgen Prenz Tauer und Landsberger Allee. Von den übrigen zwölf folgen die entladung auf dem Spittelmarkt Berunglückte ist seiner Person nach Theater zur erstmaligen Aufführung gelangt. mit dem dichtesten Verkehr zuerst. Die Erhöhung soll von jetzt an so festgestellt worden als der 14 Jahre alte Handlungslehrling Theater geht heute, Donnerstag, zum erstenmal„ Reif- Reiflingen" Im Luisen vorgenommen werden, daß neben den Geleisen Streifen in Cement- Gottlob selum part, der, aus Böhmen gebürtig, mit seinen von Gustav v. Moser in Scenc. Die Hauptrollen liegen in den. beton in einer Breite von zwei Meter bei Nacht verlegt werden. Eltern, einem Bruder und einer Schwester in der Naunynstraße 20 Händen der Damen Stauffen, Sylva, Hüftel, Bottstein und der Bei Tage wird dann der Rest durch Erdaufschüttung bewirkt. Mosaik ohnic. Der Vater, Lederarbeiter Slumpart, las Dienstagabend Herren Bartels, Kruszynski, Wald und Toussaint. pflaster bildet die Decke. Diese Bauweise geht besonders schnell von in der Zeitung den Bericht über die tragische Straßenscene und kam, statten, so daß die Belästigung der Reisenden auf das denkbar ge- da sein Sohn nicht nach Hause zurückkehrte, auf den Gedanken, daß ringste Maß beschränkt bleibt. Sie bietet gleichzeitig die größte er der Verunglückte fein könnte. Seine Befürchtungen bestätigten Eicherheit gegen Unfälle. fich. Alumpart fam gestern früh nach der Charité und erkannte in dem Toten feinen Sohn. Dieser ist ein Opfer der Neugier geworden. Achtuhr- Ladenschluß in der Nähmaschinen- Branche. Der Polizei- In dem Damenkonfektionsgeschäft von Rosenthal am Werderfchen Adlershof. Der Geschäftsbericht der Konsum- Genossenschaft von präsident erläßt folgende Bekanntmachung: Auf Grund des§ 139 Markt in der Lehre, fuhr er jeden Tag von seiner Wohnung mit dem Adlershof und Umgegend, welcher den Mitgliedern jetzt zugestellt ist, der Reichs- Gewerbe- Ordnung ordne ich hiermit an, daß innerhalb Omnibus dorthin. Vorgestern morgen sah er auf dem Spittelmarkt den läßt die erfreuliche Entwickelung der Genofferschaft im letzten der Stadtgemeinden Berlin, Charlottenburg und Schöneberg die Auflauf und stieg ab, um zu sehen, was es gebe. Der traurige Geschäftsjahre erkennen. Der Umjaz in den beiden Verkaufsstellen, offenen Verkaufsstellen der Nähmaschinen- Branche vom 1. Januar 1904 Vorfall giebt dem bedaueruswerten Schüßen, dem jugendlichen Adlershof, Hackenbergstr. 29, und Alt- Glienice, Köpeniderfir. 32, ist ab in der Zeit von 8 1hr abends bis 7 lihr morgens für den ge- Staufmann Paul A. in Riydorf, Veranlassung, von 70 195 M. im Vorjahre auf 124 778 M. im letzten Jahre gesich mit schäftlichen Verkehr geschlossen sein müssen. Zuwiderhandlungen folgender Erklärung an die Deffentlichkeit zu wenden: Als ich am stiegen; im Durchschnitt betrug der Umsatz pro Mitglied 253,60 m. werden nach§ 146a der Reichs- Gewerbe- Ordnung mit Geldstrafe bis gestrigen Morgen auf dem Spittelmarkt eine Menschenansammlung Der Mitgliederſtand stieg von 378 cuf 492, also ist eine Zunahme zu 600 M., im Unvermögensfalle mit Haft bestraft. gewahrte, sah ich, wie mitten in diefer Menge ein Schutzmann mit von 114 Mitgliedern eingetreten. In den 2 Jahren ihres BeDie Wahlen zum Direktorium der Akademischen Lesehalle haben und die Situation sah gefährlich aus. Da ich eine Gefahr abwenden dem Reingewinn zurückerstatten. An Gehältern zahlte sie 5945 M., Die Wahlen zum Direktorium der Akademischen Leschalle haben einem Lefaucheug- Revolver hantierte. Der Revolver war gespannt, stehens fonnte die Genossenschaft an ihre Mitglieder 9299,75 M. aus ihr Ende erreicht. Es wurden gewählt: acht Mitglieder des anti- wollte, sagte ich zum Schußmann:„ Legen Sie den Daumen auf den außerdem werden die Krankenkassenbeiträge sowie die Beiträge zur semitischen Vereins deutscher Studenten, zwei Mitglieder der freien Sahn, lassen Sie ihn langsam herunter und entleeren Sie dann die Invaliditäts- und Altersversicherung von der Genoſſenſchaft ganz wissenschaftlichen Vereinigung, zwei Mitglieder der katholischen Trommel." Der Schutzmann fagte darauf: er kenne Armeerevolver, gezahlt, auch hat sie das Personal gegen Unfall versichert. Bei der Korporationen und zwei Mitglieder des Vereins jüdischer Studenten. aber diese Konstruktion nicht, worauf ich mich erbot, die Waffe zu Großeinkaufs- Gesellschaft deutscher Konsumbereine, an welche die Wenn der Arbeiter alt wird, dann sucht der Unternehmer sich entladen. Wir müßten aber beiseite treten, und ich gebrauchte die Genossenschaft angeschlossen ist, betrug der Umsatz über 49 000 m., feiner zu entledigen. Je nachdem geschieht dies auf schickliche oder Vorsicht, zwischen Bank und Rasenplak zu treten. Den Rücken nach gegenüber dem gesamten Einkauf ca. 45 Proz. rohe Art. Gewiß tommt es vor, daß ein Proletarier mit einem dem Publikum gewandt, wollte ich die Entladung vornehmen, als Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Der jüngst vorEhrengeschent" von einigen hundert Mark auf's Altenteil gesetzt mich die Menge von hinten dichter umdrängte und der Aufforderung gekommene Eisenbahnunfoll bei der Station Reinidendorf- Rosenthal wird, doch sind dies die Ausnahmen; zumeist wird der bequemere des Beamten, zurückzutreten, nicht nachfam. Einer aus der Menge( Nordbahn) hat eine genaue Untersuchung der dortigen Verhältnisse Weg der einfachen Entlassung gewählt. Geschichte Unternehmer ver- rief:" Sie müssen erst die Sicherung lösen, zeigen Sie mal her." zur Folge gehabt. Der Eisenbahnpräsident Kranold hatte erst wenige stehen es auch, den auf's Storn genommenen Mann zu irgend einer Dabei fühlte ich meinen Arm ergriffen, er flog förmlich hoch, der Tage vor dem Unfall bie Strede bereist und sich bei dieser GelegenAeußerung oder Handlung des Ünwillens zu provozieren; geht der Schuß entiud sich und traf den unglücklichen jungen Mann, der heit eigens danach erkundigt, ob die Schranke im Zuge der KopenTölpel in die Schlinge, dann hat der Prinzipal den moralischen fich übrigens besonders weit vorgebeugt hatte! Ich brachte den Ver- hagenerstraße gut bedient werde. Diese Frage wurde bejaht. In Vorteil, daß er sich des unbequem gewordenen Greises mit einem unglückten selbst zur Unfallstation. Der Vorfall spielte sich so bliz: Wirklichkeit hat nun aber der Schrankenwärter, der vorläufig seiner Schein von Recht entledigen kann. Nicht allein solche Betriebe, die schnell ab, daß ruhiges Erwägen gar nicht Plaz greifen konnte. Bei Stellung enthoben vorden ist, noch eine ganze Reihe von Nebender Kontrolle der Deffentlichkeit sich nicht ausgesetzt glauben, suchen dem unvernünftigen Drängen des Publikums konnte ich gar nicht zum arbeiten zu erledigen gehabt. Das soll nun für die Zukunft sich auf diese Weise einen Stamm von brauchbaren Arbeitern Entladen schreiten, was sonst gefahrlos vor sich gegangen wäre. Den nicht mehr vorkommen. Ist doch bei viel weniger großen Verkehrszu erhalten, sondern auch Unternehmungen, deren Birksamkeit Aufforderungen des Beamten, auseinanderzugehen, leistete übrigens ftraßen, so zwischen Reinickendorf und Schönholz, ein besonderer fo zu fagen vor aller Augen offen liegt, handeln nach dem als vor das Publikum nicht Folge. So hat eine Vertettung von unglücklichen Beamter zum Schließen der Schranken angestellt. Auch die Höherteilhaft bewährten Rezept. Erft vor kurzem hatten wir über den Zufällen den tragischen Tod des jungen Mannes herbeigeführt, der legung des verkehrsreichen Bahnhofs Reinickendorf- Rosenthal ist von Drudereibetrieb des Scharfmacherblattes, Die Post" zu berichten, mich in der innersten Seele schmerzt." der Eisenbahndirettion in Erwägung gezogen worden. Es handelt " f. Hus den Nachbarorten. www.v " Die Tegeler Gemeinde- Wasserleitung ist feit Dienstag früh um 6 Uhr wieder vollständig im Betrieb. Die eingetretene Störung ist beseitigt, und der Ort wird wieder ordnungsmäßig mit Leitungswasser versorgt. Gerichts- Zeitung. " Vermischtes. Briefkaften der Redaktion. aus Cauerstraße 19. Tagsüber findet keine juristische Sprechstunde statt. Juriftifcher Teil. fich hier also ebenfalls um eine Folge des bekannten Sparsamkeits- Schuhmacher stattfindet, in der die Fragen zu beantworten sind, ob Sußland, Feuerstein, Sadbarth und Schwarzlofe systems in der Eisenbahnverwaltung. die Arbeitslosen- und Kranken- Unterstützung gleichzeitig, oder ob wurden mit dem Posten eines Hilfskassierers betraut. Um eine rabstimmung, die am 15. 5. Mts. geschlossen wird, eine Mehrheit schlossen, Bücher an jedem Sonntagvormittag von 11 bis 12 Uhr einer dieser Unterstützungszweige allein einzuführen ist. Wenn die regere Benutzung der Bibliothek zu ermöglichen, wurde bes für eine der Fragen abgiebt, dann hat die im nächsten Jahre statt- im Lotal des Herrn Fechner sowie auch an Versammlungsabenden findende Generalversammlung des Vereins die Einzelheiten über die Ein- auszugeben. Nachdem Lochner den Bericht von der letzten Kreis. führung der Unterstützung festzusetzen. In der Versammlung am Generalversammlung gegeben hatte, erreichte die gutbesuchte Ber Montag wurde hauptsächlich über die Einführung der Arbeitslosen- sammlung ihr Ende. Unterstügung gesprochen. Die meisten Redner befürworteten dieselbe als ein Mittel zur Förderung der gewerkschaftlichen Bestrebungen. tag, den 9. Dezember, abends 82 Uhr, Mt- Moabit 47-48, öffentlicher Verein für Gesundheitspflege des Volkes( Moabit). Donners Ein Triumph ist dem Hirich- Dunderschen Gewerfverein gestern Verschiedene Redner sprachen gegen die Arbeitslosen- Unterſtügung, Herrenvortrag des Dr. M. Hirschfeld. Tagesordnung: Bekämpfung, Folgen, bon einer hiesigen Straffammer bereitet worden. Wie erinnerlich weil die Schuhmacher mit ihrem äußerst geringen Einkommen die Besen und Ursachen der Selbstbefleckung. fein wird, hat der Gewerkverein der Metallarbeiter während des Lasten dieser Unterstützung nicht tragen könnten und eine Kontrolle Streits bei Mehlich diesen Unternehmer durch Zusendung von der Arbeitslosen in der ausgedehnten Hausindustrie, mit der die Arbeitswilligen unterstützt. Der Arbeitsvermittler der Hirsch- Schuhmacherei zu rechnen hat, fast unmöglich sei. Dunckerschen Organisation, Gastwirt I a von, hatte die Ehren- Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Hausdiener und Packer des pflicht, die dem Staat besonders nüßlichen Elemente dem Unter- Warenhauses H. Tiek wurden am Dienstag in einer vom Centralnehmer zuzuführen. Die Thätigkeit der Hirsch- Dunderschen hatie verbande der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter ein- Maschinenfabrik meldet die Hallesche Zeitung" noch folgende EinzelUeber die furchtbare Gußform- Explosion in der Halleschen der Eisendreher Pawlowitsch in einer Werkstattbesprechung mit berufenen, zahlreich besuchten Versammlung, die in den Arminhallen heiten: Es follte eine 120 Centner schwere Hartgußwalze für eine scharfen Worten charakterisiert, wodurch Schankwirt Klavon und der tagte, sehr abfällig besprochen. Der Referent. Werner wies Sekretär Gleich auf von der Hirsch- Dunckerschen Organisation sich darauf hin, daß Herr Tietz bei Eröffnung des Warenhauses im Buckerrohrwalzfabrik in Java gegossen werden. Das flüssige Eisen beleidigt fühlten. Die beiden verklagten Pawlowitsch. Vor dem Jahre 1900 in großen Worten von den socialen und humanitären und eine große Anzahl Arbeiter mit der Bedienung des über der war in die Form gelassen, die man zu ebener Erde eingemauert hatte Schöffengericht hatte der Rechtsanwalt der Kläger beantragt, den Zwecken gesprochen hat, denen das Unternehmen auch dienen sollte, Beleidiger doch nicht zu einer Geldstrafe, ſondern zu Gefängnis zu und wie damals in der Presse über die guten Löhne der Angestellten Form stehenden gewaltigen Hebekrans beschäftigt. Da plößlich bes verurteilen; dieſe Juſtanz that dem Herrn aber nicht den Gefallen, berichtet wurde. Es hätte sich jedoch, so führte der Referent aus, bald merkt der Gießermeister, daß die schweren Eisenteile, welche die fondern sprach Pawlowitsch frei. Weit mehr Verständnis zeigte die herausgestellt, daß die Verhältnisse feineswegs so günstige waren. Form bedeckten, fich zu bewegen begannen. Sofort erkannte er die Strafkammer als Berufungsgericht für das Verlangen auf eine recht Herr Tietz hätte aber wiederholt ausgesprochen, daß er die brohende Gefahr und rief den Arbeitern zu:" Rettet Euch, sonst empfindliche Strafe. Batlowitsch wurde gestern nämlich der Be- Organisation der Angestellten billige und in der Verhandlung mit der Nähe der verhängnisvollen Form zu fliehen, durch die seid Ihr des Todes!" In wilder Haft suchte alles leidigung schuldig befunden und zu 14 Tagen Gefängnis ihm, dem Redner, den Wunsch geäußert, man möchte, wenn Miß- Thüren und die Fenster. Doch es war erst ein Teil der Bedrohten verurteilt. Der Jubel über diesen Triumph mag die Hirsch stände vorhanden seien, nicht in den Zeitungen darüber berichten, in Sicherheit, da zersprengte die unterirdische Gewalt die aufgelegten Dunderschen über die Wertschätzung, die sie in der Berliner Arbeiter da das das Warenhaus nur schädigen könne; die Angestellten sollten Gifenteile, mit schredlichem Donner explodierte die Form. Heiße schaft genießen, hinwegtrösten. in solchen Fällen entweder persönlich oder durch den Vertreter ihrer Gafe erfüllten den Gießraum, glühender Sand, flüssiges Eisen flog Zwei journalistische Privattlagen beschäftigten gestern viele Drganisation oder auch durch eine Beschwerdekommission ihre Wünsche mit elementarer Straft durch die Luft, und auf den Erdboden rings Stunden hindurch die 150. Abteilung des Schöffengerichts unter borbringen. Darauf sei eine Beschwerdekommiſſion gewählt worden um verbreitete sich das aus seiner Hülle befreite glühendheiße Vorsitz des Amtsrichters Lohse. In beiden Fällen richtete sich die und diese hätte auch einmal kleine Vorteile erzielt, wobei es sich um Metall. Bis zum Holzdach hinauf wurden die Explosionsstoffe ge= Anklage gegen den durch seine Broschüre gegen den Gouverneur gelezwidrig lange Arbeitszeit der Schaffner und Motorv. Liebert bekannt gewordenen kolonialpolitischen Schriftsteller der Kommission, sobald sie um Abstellung irgend welcher Staubes und Sandes. Drei Arbeiter, Familienbäter, erstickten und führer handelte. Im übrigen feien schleudert und setzten dasselbe in Brand. Minutenlang herrschte in aber die Mitglieder der Gießerei völliges Dunkel infolge des dichten, die Luft erfüllenden Dr. Hans Wagner. Die erste Klage war von dem Hauptschriftleiter der„ Audeutschen Blätter", Professor Dr. Paul Samaffa eingeleitet ißstände oder Aufklärung darüber höflichst ersuchten, von verbrannten, acht wurden schwer verletzt. worden. Diesem hatte Dr. Wagner in einer heftigen Preßfehbe, zurückgewiesen und chikaniert worden durch Strafversehung" nach dem Generalgewaltigen, dem Herrn Inspektor Bidert grob bei welcher auch eine Duellrüpelei in Frage gekommen war, der Lüneburger Straße oder„ Internierung" in die Kaffeküche und gramm aus Athen meldet, kollidierten gestern im Hafen von Ithaka Fünfzig Personen im Hafen von Ithaka ertrunken. Wie ein TeleKneiferei" und" Drückebergerei" vorgeworfen, er hatte ihn auch sogar unter nichtigen Vorwänden entlassen worden. Während die bie griechischen Dampfer pyloros" und" Assos". Das Borderteil " politischer Abenteurer“ und„ czechischer Audeutscher" genannt. Nach 1stündigen Bemühungen des Vorsitzenden, des Justizrats Herren Tiez sich dahin geäußert hätten, daß es ihnen recht sei, des Pyloros", auf dem sich die Kajüten befanden, wurde schwer Kleinholz für den Privatkläger und Rechtsanwalt Thurm für den wenn jeder ihrer Angestellten der Organisation angehöre, sei dem beschädigt und fant unter Wasser. Etwa 50 Personen sind ere Beklagten fam ein Vergleich zu stande, nach dem Dr. Wagner die Leber die Löhne der Hausdiener und Packer berichtete der Redner, Herrn Bidert die Organisation offenbar ein Dorn im Auge. trunken. in feiner Broschüre Meine Erfahrungen mit der Täglichen Rund- daß verheirateten Leuten 19 bis 20, ja auch 18 M. pro Woche ge= fchau" dem Privatfläger gemachten Vorwürfe zurücnimmt. Professor boten werden. Nun haben die organisierten Hausdiener, Packer 2c., Dr. Samassa zog hierauf die Privatflage zurüd. Die Kosten des weit über 100 an der Zahl, Anfang vorigen Monats der Firma Verfahrens übernahm der Angeklagte. Die zweite Privatflage hatte einen Lohntarif eingereicht und zwar durch ihre Organisation. der Chefredakteur der„ Täglichen Rundschau", Heinrich Rippler, an- Es entspricht das gestrengt. Sie schwebt schon seit November 1902; zu einer Haupt- burg gefaßten Beschluß, wonach in allen Warenhäusern nach von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. dem auf dem Verbandstag in Ham Die furistische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends verhandlung hatte es bisher noch nicht kommen können, einerseits, tariflicher Festsetzung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse gestrebt weil sich Dr. Wagner in einem schwerkranken Zustande befindet, der werden soll. Der Tarif enthielt folgende Forderungen, die hinter gegen den Zahlungsbefehl erheben, wird er vollstreckbar. Sie können EinF. J. 43. Verjährung liegt nicht vor. Wenn Sie nicht Widerspruch ihm jede Bewegungsfreiheit nimmt, andrerseits, weil die Vorladung dem zurüdbleiben, was z. B. das Warenhaus Wertheim den Anspruch erheben und nachdem sich mit dem Gläubiger verständigen. von Zeugen wiederholt Bertagungen notwendig machte. Unter Anflage stand eine vom Dr. Wagner veröffentlichte Broschüre Meine gestellten dieser Branchen gewährt: Schwindeltaffe. Ist Ihre Frau großjährig, so muß sie zahlen. Wir Erfahrungen mit der" Täglichen Rundschau". Der Angeklagte diener 2c. von 18-21 Jahren 20 M.; für unverheiratete von über erteilt, in einer den Statuten entsprechenden Form auszutreten, weil sonst Für junge Hausdiener 2c. von 16-18 Jahren 17 M.; für Haus- haben wiederholt davor gewarnt, solchen Kassen beizutreten und den Rat Dr. Wagner hat Widerklage erhoben, und zwar auf Grund einer 21 Jahren 22 M.; für verheiratete 25 M.; für alle Hausdiener 2c. werden 6-20 M. für die Entbindung und 1-3 M. für jeden Besuch als unter dem Titel„ Der Fall Wagner" erschienenen Broschüre. Auch nach einjähriger Thätigkeit 1 M. Zulage. Für Motorwagenführer angemessen erachtet. Bar die Hebamme mit der Bezahlung vor einem weitergezahlt werden müßte. P. Sch. Als Gebühren einer Hebamme in diesem Falle kam nach langwierigen Verhandlungen ein Vergleich 27 M., nach einjähriger Thätigkeit 3 M. Zulage. Für Ueberstunden Jahre einverstanden, so kann sie nicht nachträglich Forderungen stellen. su stande. nach 129 Uhr abends 50 Pf.; für mittags durcharbeiten 1 M. Eine Erbrecht Brandenburg. Die Kinder tönnen Nachlaßregulierung noch Ein von schweren Folgen begleitetes Eifersuchtsdrama Tag der Kündigungsfrist im ersten halben Jahre von acht Tagen, dann jest beantragen, ihnen steht der gesetzliche Teil im Nachlaß ihrer Mutter zu. Anflage wegen schwerer Körperverlegung zu Grunde, welche gestern von 14 Tagen. Einen Erholungsurlaub bei einjähriger Thätigkeit Sie gehen aber von dem Irrtum aus, daß in Brandenburg Gütergemein vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I zur Verhandlung im Geschäft von drei Tagen, bei zwei- und dreijähriger Thätigkeit schaft geherrscht habe, dem ist nicht so. Lag kein besonderer Ehevertrag vor, gelangte. Auf der Anklagebank befand sich der 27jährige Eisenbahn- von acht und dann von 14 Tagen. Bei Eröffnung des Waren- bestand Gütertrennung und das sogenannte" gemeinsam Erworbene" arbeiter May Grahl. Sie stammten aus demselben kleinen Dorf hauses hat für die Hausdiener die Kündigungsfrist bestanden, später beantworten, wenn Sie ergänzend mitteilen: wann der Todesfall eintrat wurde Eigentum des Mannes. Die weiteren Anfragen lassen sich nur dann in Pommern, der Angeklagte und die jetzt 25jährige Näherin Johanna wurde sie jedoch abgeschafft. Auf die Forderungen gab die Firma Hat Regulierung des Mutternachlasses stattgefunden? Na B. Die Eltern waren Nachbarn und deren Kinder Schul- und folgende Antwort, die vom 12. November datiert: B. 27. Wenn Ihre Nichte und späterhin Sie ohne Vorbehalt Erbe geworden sind, so erben Spielgenossen. Im Jahre 1898 trat der Angeklagte bei der Den Eingang Ihrer Zuschrift vom 9. November 1903 bestätigend Sie auch die Schulden mit, müßten also die Forderung begleichen, wenn fie Artillerie in Berlin ein. Er führte sich während seiner Dienstzeit teile Ihnen mit, daß ich Engagements und Gehaltsbedingungen mit thatsächlich bestanden hat, und nicht etwa Berjährung vorliegt. Verjährung tadellos. Dann bekleidete er anderhalb Jahre hindurch eine Stellung meinem Personal selbst verhandle und jede fremde Vermittelung ab- scheint mit Ablauf dieses Jahres einzutreten. S. 8. Rigdorf. Nein. als Diener und darauf erhielt er Beschäftigung bei der Eisenbahn. lehnen muß. ( gez.) Hermann Ticz. R. B. 6. 1. Wenn in Ihrem Bertrage steht, daß Sie die Miete zu Im Herbst 1900 tvar auch die unverehelichte Naß nach Berlin ge= Nun beschlossen die Angestellten, ohne Bermittelung ihrer Organi- Steht, daß Sie am 1. zu zahlen haben, so muß am 1. das Geld in den bringen haben, so müssen Sie bei Bostanweisungszahlung 5 Pf. mehr zahlen. tommen, um sich hier einen Dienst zu suchen, den sie auch fand. fation vorzugehen und der Obmann ihrer Beschwerdekommission Händen des Empfängers sein. Ist unpünktliche oder unvollkommene Miets. Nach etwa 2 Jahren gab sie den Dienst auf und ernährte sich von da wandte sich zunächst an Herrn Bidert. Dieser aber antwortete: zahlung im Bertrage als Ermissionsgrund angegeben, so ist leider der Wirt ab als Mäntelnäherin. Sie wohnte bei der Witwe Schneider im Das lassen Sie man schön bleiben, sonst werden Sie rausgeschmissen." im Recht. 2. Steht im Vertrage die in des Wirtes Schreiben erwähnte Duergebäude des Grundstücks Kirchbachstraße 12. Schon vorher Wie weiter berichtet wurde, hat Herr Pickert die Angestellten denn Stlaufel, so ist er auch bezüglich der Aftermiete im Recht. Veritas. Sie hatte sie sich mit dem Jugendgespielen verlobt, die beiderseitigen auch unter Hinweis auf die verlorenen Streits der Omnibus- würden mit Aussicht auf Erfolg Ihr Gehalt bis 31. Dezember einflagen Eltern waren mit dem Berhältnis einverstanden. Es währte nicht angestellten, der Gürtler und Drüder usw. vor'm Streit gewarnt, tönnen, weil Ihre Entlassung erst nach gehobener Arbeitsunfähigkeit auslange, bis die Einigkeit zwischen dem Brautpaar eine Trübung obgleich die Angestellten noch gar nicht an Arbeitsniederlegung den jebigen Absichten der Mitglieder entsprechend geändert werden. gesprochen ist. K. Sch. 1000. Die§§ 14 und 15 des Statuts müßten erfuhr. Wie die Zeugin Naß bekundete, quälte ihr Bräutigam sie gedacht, geschweige denn davon gesprochen hatten. Die Angestellten R. R. 34. Um Hebamme zu werden, müssen Sie sich an das Polizei mit unbegründeter Eifersucht. Wiederholt hatte sie angedroht, daß wandten sich dann in einem höflichen Schreiben an Herrn präsidium menden; dann erfolgt Voreramen befm Physikus. Nach be sie den Verkehr mit ihm aufgeben würde. Nach einem solchen Auf- H. Tietz und ersuchten um Verhandlung. Das hatte zur Folge, standenem Examen werden Sie zum Lehrkursus( sechs Monate Dauer, tritt hatte sie der Angeklagte auf dem Flur des Hauses Kirchbach- daß Herr Pidert eine Zusammenkunft der Angestellten berief und Stostenpunkt 300 M.) zugelassen, sobald die Reihe Sie trifft. Dann erfolgt straße 12 erivartet, trat ihr mit dem geöffneten Messer in der Rechten eine Rede hielt, worin er mitteilte, daß die Herren Tie sich nicht die Schlußprüfung und eventuelle Zulassung. Bei der Zulassung dürfen entgegen und richtete an sie in drohendem Tone die Frage, ob sie auf schriftliche Verhandlungen einlaffen wollten und ihn ermächtigt ist für diejenigen, die bei der Anmeldung älter als 26 Jahre find, eine Sie das 30. Jahr nicht überschritten haben. Bei der Fülle der Anmeldungen den Verkehr mit ihm fortseßen wolle oder nicht. Die Furcht habe sie hätten, auf das Schreiben zu antworten. Im Grunde genommen Meldung voraussichtlich zvedlos. getrieben, die Frage zu bejahen. Am 21. Juni, einem Sonntage, werde das ja schon gewährleistet, was man verlange; wenn Herr erlitten haben, können Sie unbeschadet Ihrer Ansprüche Arbeit suchen. Der erschien der Angeklage gegen Mittag bei seiner Braut und forderte sie Tiez aber auf die Forderungen eingehe, werde er dafür sorgen, daß Vorfall vom 6. Mai und ein Bericht hierüber ist uns nicht erinnerlich. auf, mit ihm auszugehen. Seine Braut erwiderte ihm, daß sie zu möglichst unverheiratete Leute eingestellt werden, weil die billiger Boot. 1. und 2. Nein. 100. D. D. 1. Nur wenn die Statuten Hause bleiben müsse, da sie zu nähen habe. Der Angeklagte ging feien. Das ganze Verhalten der Firma Tiek und ihres Ver- dies besagen. 2. Uns ist die Stasse nicht bekannt. 3. Nein. 4. Die Sachen dann allein fort. Ein Zufall wollte es, daß er gegen Abend sich nach treters wurde vom Referenten sowie in der dem Referat folgenden unterliegen der Pfändung; jedes Rechtsgeschäft, das zum Nachteil ber dem Tivoli am Tempelhofer Feld begab und hier seine Braut traf, lebhaften Debatte scharf verurteilt. In der einstimmig angenommenen Gläubiger unternommen wird, also Uebertragung des Eigentums auf die welche im Tanzsaal neben einem Dragoner faß. Es tam zwischen Resolution tourde namentlich die Zurückweisung der Organisation Kinder, Ehefrau usw., ist nichtig und kann Strafe nach sich ziehen. dem Paar zu einer unliebsamen Auseinandersetzung, sie tanzten getadelt. Das Verhalten der Firma soll der Berliner Gewerkschafts- gericht eine einftiveilige Verfügung durchgesetzt hat, durch die ihr das Ere E. R., Wilmersdorf. Solange die Frau nicht beim Vormundschafts trotzdem aber mehrmals zusammen. Als die Naß dem Angeklagten kommission zur Kenntnis gebracht werden, damit diese geeignete ziehungsrecht im Interesse des Kindes zugesprochen und ihr das Getrenntunzweideutige Beweise ihrer Gleichgültigkeit gab, zog der letztere Schritte unternehme. Schließlich wurden die dem Verbande nicht leben vom Ehemann gestattet ist, steht das volle Erziehungsrecht dem Manne es vor, sich stillschweigend zu entfernen. Er irrte, um seiner Gemüts- angehörigen Kollegen zum Anschluß an das Vorgehen desselben und zu. P. P. 03. Invalidenrente tönnen Sie nur verlangen, bewegung Herr zu werden, stundenlang auf dem Tempelhofer Feld zur Bethätigung der Solidarität aufgefordert. wenn mindestens 200 Marken geklebt sind und Sie entweder dauernd umber und begab sich dann kurz vor 10 Uhr nach dem Grundstück erwerbsunfähig im Sinne des Invalidengesezes find oder wenn Sie während Adlershof. Der hiesige Wahlverein hielt am 3. d. M. im Lokal 26 Wochen ununterbrochen erwerbsunfähig gewefen find, im lepteren Fall für Kirchbachstraße 12, wo er sich hinter der Eingangstür des Quer des Herrn Fechner eine außerordentliche Generalversammlung ab, in die Dauer der Erwerbsunfähigkeit. Dauernde Erwerbsunfähigkeit im Sinne gebäudes verborgen hielt. Er mußte bis nach 1 Uhr warten, bis welcher die Funktionäre des Vereins Bericht erstatteten und die des Invalidengefches liegt nur dann vor, wenn Sie infolge von Alter, feine Braut in Begleitung ihrer, Birtin nach Hause kam. Als die Neuwahlen vollzogen wurden. Lawin gab den Bericht Krankheit oder andren Gebrechen so erwerbsunfähig sind, daß Sie nicht beiden Frauen den Flur des Hauses betraten, versetzte der An- des Vorstandes, geklagte der Frau Schneider mit der Linken einen Stoß gegen die dung von drei neuen Wahlvereinen im Agitationsbezirk. aus welchem erwähnenswert ist die Grün- mehr im stande sind, durch eine Ihren Sträften und Fähigkeiten entsprechende Thätigkeit ein Drittel desjenigen zu erwerben, was förperlich und geistig Brust, daß sie zurüdtaumelte und mit der Rechten, die ein geöffnetes 2öwenthal gab den Kaffenbericht für das vierte Quartal, welcher Gegend gesunde Personen derselben Art mit ähnlicher Ausbildung in derselben Meffer hielt, führte er einen Schlag gegen das Gesicht seiner Braut. mit einer Einnahme und Ausgabe von 313,10 M. abschließt. Aus haben Sie zu beanspruchen, wenn Sie das 70. Lebensjahr vollendet durch Arbeit gu verdienen pflegen. Altersrente Er traf ihr linkes Auge. Mit dem Aufschrei:„ Mein Auge! Meine dem Jahresbericht des Kassierers ist zu entnehmen, daß nach Deckung und mindestens 1200 Beitragswochen hindurch versichert gewesen sind. Die Mutter!" fant die Getroffene zu Boden. Sie sprang aber gleich aller Unkosten für die Agitation im Bezirk, welcher 23 Orte um- Länge dieser Wartezeit vertürzt sich für diejenigen Personen, welche zu der svieder auf und eilte auf den Hof hinaus, gefolgt vom Angeklagten. faßt, fowie für die Neichstagswahl noch 451,10. an die Streis- Beit, als die Versicherungspflicht für ihren Berufszweig in Straft frat, das Hier entwickelte sich ein schrecklicher Auftritt. Das Mädchen lief taffe abgeliefert werden konnten. 40. Lebensjahr vollendet hatten und drei Jahre vor diesem Inkrafttreten schreiend auf dem Hofe im Kreise herum, hinter ihr her der An- trägt zur Zeit 220. Der Mitgliederbestand beeine Beschäftigung hatten, für die inzwischen die Versicherungspflicht eine Nach Berufen geordnet gehören dem geführt ist. Die Stürzung ist folgende: Für jedes volle Jahr, um welches geflagte, der jedesmal mit dem Messer auf sie einbieb, wenn er fie Verein an: 85 Arbeiter, 24 Tischler, 13 Schloffer, 12 Maurer, 3hr Lebensalter zu dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Versicherung das erreichen konnte. Als die Aermste schließlich zu Boden sank, blutete 6 Klempner, 6 Drechsler, 6 Schriftfeger, 4 Metallarbeiter, vollendete 40. Lebensjahr überftieg, werden 40 Wochen und für den überfie aus vielen Wunden, vier Messerstiche waren ihr in den Rüden 4 Metalldreher, 3 Heizer, 3 Schuhmacher, 3 Kupferschmiede, 3 Litho- fchießenden Teil des Jahres bis 40 Wochen angerechnet. Die Versicherungsgedrungen und ihre Hand, mit der sie unwillkürlich ihren Hinterkopf graphen, 3 Möbelpolierer, 3 Kaufleute, 3 Former, 2 Lager- pflicht ist für die Hausgewerbetreibenden der Tabatindustrie mit dem 4. Ja hatte schützen wollen, war zerfetzt. Der Angeklagte ließ von seinem halter, 2 Buchbinder, 2 Steindruder, 2 Maler, 2 Formstecher, Techniker, Lehrlinge, Erzieher und sonstige Angestellte mit dem 1. Januar 1900, muar 1892, der Textilindustrie mit dem 2. Sali 1894, für Werkmeister, Opfer ab, als es am Boden lag. Er rannte wieder auf den Haus 2 Ciseleure, 2 Gürtler, 2 Lederarbeiter, 2 Weber und je für alle übrigen Gattungen Versicherungspflichtiger mit dem 1. Januar 1891 flur, riß fich die Oberkleider vom Leibe herunter und brachte sich i Vergolder, Glasschleifer, dann selbst über 20 Stiche in die Brust bei, bis er bewußtlos zu Bleilöter, Cigarrenmacher, Stodarbeiter, eingetreten. An der Hand dieser Darlegungen wollen Sie sebst prüfen, ob Metalldrücker, Gastwirt, Lackierer, Mustermacher, Ihnen ein Anspruch zusteht, oder mit den Karten um Austunst ersuchen. fammenbrach. Beide Berletzten schiebten zwischen Leben und Tod, Schneider, Graveur, Mechaniker, Bäcker, Schmied, Sattler, Mar 1900. Nach Ihren Darlegungen ist es unwahrscheinlich, daß ein es ist der ärztlichen Kunst aber doch gelungen, sie zu retten. Das Stuffateur, Färber, Expedient, Zimmermann, Tapezierer, Bitherlehrer. Strafverfahren eingeleitet ist. Feuerversicherung 100. Zur einseitigen linke Auge der Johanna Naß ist ausgelaufen. Der Angeklagte behauptete, daß ihm feine furchtbare Erregung ausgeliehen wurden, und die Lokalkommission fonnte mit 4 gewonnenen 1. Januar 1900 geborenen außerehelichen Sohnes nach deffen zurückgelegtem Die Bibliothekare berichteten, daß im Laufe des Jahres 81 Werke Aufhebung des Vertrages find Sie nicht berechtigt. Sie müssen weiter zahlen. Paul B. Die Frage, ob die Herausgabe eines vor dem jede Ueberlegung geraubt habe, eine Behauptung, die durch die Be- Versammlungslokalen aufwarten, deren Zahl sich jetzt auf 19 erhöht vierten Lebensjahre in Breußen verlangt werden kann, ist von den Grundiveisaufnahme feineswegs unterstützt wurde. hat. Die Zeitungsspedition hat eine Zunahme von 60 Abonnenten fäßen des Bürgerlichen Gesetzbuchs über das Erziehungsrecht aus zu ver Das Urteil lautete auf eine Buchthausstrafe von zu verzeichnen und brachte einen Ueberschuß von 185 M. Nachdem meinen. Sie wird aber in der Praxis sowohl bejaht, wie verneint. Jebenvier Jahren. Verfammlungen. " - Ader 85. Wenn Sie einen Unfall die vom Vorstand beantragte Statutenänderung genehmigt, erfolgten falls hat die Mutter das Recht, beim Vormundschaftsgericht den Antrag zu die Neuwahlen. Es wurden als Vorsitzende Tost und Otto, stellen, im Interesse des Stindes ihr das volle Erziehungsrecht unter Fort als Schriftführer Steuer, als Kaffierer Fuchs und hilde- zahlungspflicht des Erzeugers zu belassen, wenn sich aus den gesamten brandt und als Beisitzer as per gewählt. As Revisoren Umständen ergiebt, daß der Bater nicht um zu erziehen, sondern um sich wurden 2öwenthal, Size und Bollmann, von der Zahlungspflicht zu befreien, die Herausgabe begehrt, und als zur Erziehung ungeeignet erscheint. Solche Umstände sind: Notwendigkeit weib Ueber die Arbeitslosen- Unterstützung debattierte am Montag eine Bibliothekare och und Knispel, als Zeitungsspediteur licher Pflege für das Kind, bisheriges Nichtkümmern um das Wohl des öffentliche Schuhmacher- Versammlung. Den Anlaß dazu bot der Schmidt und in die Lokalkommission a win, Driest Kindes, Rädständigkeit in der Alimentenzahlung usw. Ob die Rüdforderung Umstand, daß gegenwärtig eine Urabstimmung im Verein deutscher und Krüger gewählt. Ad. Schulz, Gottfr. Jänsch, am vierten Geburtstag oder später geltend gemacht wird, ist unerheblich. als Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 10. Desember. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. von Venedig. Deutsches. Faust. Der Kaufmann Berliner. Ein Wintermärchent. Leffing. Zapfenstreich. Westen. Der Trompeter von Säkfingen. Neues. Früchte der Bildung. Nefibenz. Ein Seitensprung. Central. Der Rastelbinder. Thalia. Der Hochtourist, Anjang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.): Der Bibliothekar. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Die Chre. Carl Weiß. Der Kreuzelschreiber. Quisen. Reif- Reiflingen. Kleines. Nachtasyt. Trianon. Biscotte. Deutsch: Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Cafino. Weihnachtsglocken. vertauschte Sohn. Der Metropol. Durchlaucht Radieschen. Apollo. Frühlingsluft. Palast. Wünsche und Träume. Winter- Garten. Specialitäten. Baffage Theater. Specialitäten. Meichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: An den Seen Oberitaliens. Invalidenstraße 57/62. Stern tarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 115r. IX. Berliner Saison. Cirkus Schumann. Cirkus Busch. Heute Donnerstag, den 10. Dezember, abends 7, Uhr: Zum 9. Male: Babel oder: Die Pracht, der Untergang und die Wiedererwedung des Weltreiches von Babylon. Eine Wanderung durch acht Jahrtausende in Form einer großen Ausstattungs- Pantomime in 11 Abteilungen. Nach einer Jdee von A. Moszkowski. In Scene gefekt vom Direktor Alb. Schumann. 25 männliche Abessinier- Löwen des Herrn Julius Seeth. Mlle. Dutrieu phänomenal. Rekordsprung, 50 Fuß mit dem Fahrrad. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Der Bibliothekar. Schwank in 4 Atten von G. v. Moser. Freitagabend 8 Uhr: Vasantasena. Sonnabendabend 8 Uhr: Vasantasena. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Die Ehre. Schauspiel in 4 Aften von Hermann Sudermann. Freitagabend 8 Uhr: Wilhelm Tell. Sonnabendabend 8 Uhr: Wilhelm Tell. Freie Volksbühne. Sonntag, den 13. Dezember, 23 Uhr: Metropol- Theater. 13./14. Abteilung. Der Widerspenstigen Zähmung. Lessing- Theater. 6./7. Abteilung. Ein Verbrecher. Sonntag, den 13. Dezember, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15 Donnerstag, den 10. Dezember, abends 7 Uhr: Karl Hagenbecks größte Raubtier- Schau. 6 ausgewachsene Königstiger, noch nie in dieser Vollendung gezeigt!!! 3 Riefen- Löwen, 2 Niesen- Eisbären, 3 schwarze Bären. Die größte und sensationellite Raubtiergruppe, vorgef. von dem rühmlichst bekannten Dompteur Bern Richard Sawade Herr Gustav Goebel aus Berlin, Schulreiter, Schüler des berühmten James Fillis. Direktor Busch: 2 Perferhengste. Die berühmten Clowns Fratellini. Vorwärts- Buchhandlung Sa., Lindenstr. 69, Laden. Schriften von K. Kautsky: Die Vernichtung der Social: demokratie durch den Gelehrten des Centralverbandes deutscher Mr.-, 20 Industrieller. Die katholische Kirche und die Socialdemokratie. Mt.-, 75 Dasselbe. Agitations-Ausgabe. Mt.-30 Die sociale Revolution. I. Social reform und sociale Revolution. II. Um Tage nach der socialen Revolution. f. 1,50 Socialreform und sociale Ne: volution. Agitations Ausgabe. Mt.-40 Am Tage nach der socialen Revolution. Agitations- Ausgabe. MRT.-, 30 Berliner Winterfreuden art Marg Detonomiſche Lehren. humorist. Manege- Schaustück. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Gastspiel des Oberbayrischen BauernTheaters.( Schlierseer u. Tegernseer.) Die Kreuzelschreiber. Bolksstück mit Gesang und Tanz in 5 Aften von 2. Anzengruber. Morgen: Der Pfarrer von Kirchfeld. Fröbels Allerlei- Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Sonntagnachmittag 5 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung der beliebten Zimmermanns Neues Theater. Liliencron-( Kunstabend) Norddeutschen Sänger Schiffbauerdamm 4a- 5. Salome. Borher: Logik des Herzens. Anjang 7 Uhr. Freitag: Früchte der Bildung. Central- Theater. Heute 7, Uhr: Der Rastelbinder. Ed. Steinberger a. G. Morgen: Abonnements Vorstellung: Abends 7%, Uhr: Der Vogelhändler. Sonnabendnachmittag 4 Uhr, halbe Breise, jeder Erwachsene ein Kind frei, Stindervorst. Der gestiefelte Kater. Mitwirkende: Recitation: Frau Gertrud Arnold u. Herr Friedrich Kayssler, Gesang: Herr Hans Schröder. Begleitung: Herr Richard Kurscb. Anfang präcise 7 Uhr abends. Billets a 25 Pf. in den Zahlstellen: C. Beyer, Pfarr, Kumke, Böttger, G. Schulz, Horsch, Vogel II, Löwenberg. Kostüm- Fest am 9. Januar 1904 in der Neuen Welt( Hasenheide). Festmarken a 50 Pf. in allen Zahlstellen. Der Vorstand. I. A.: G.. Winkler. 230/11 Luisen- Theater. Urania. Kleines Theater. Zum erstenmal: Reif- Reiflingen. Anfang 8 Uhr. Freitag: Reif- Reiflingen. Sonnabend: Alpenkönig und Menschenfeind. Sonntagnachmittag: Nomeo und Julia. Abends: Reif- Reiflingen. Montag: Reis- Reiflingen. Taubenstrasse 48/49. Um 8 Uhr im Theater: An den Seen Ober- Italiens. Sternwarte Invalidenstrasse 57/62. CASTANS Metropol- Theater PANOPTICUM Durchlaucht Radieschen! Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz.. Im 4. Bilde: D Grosses Ballett Wie damals im Monat Mai. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Friedrichstr. 165. Der Indianer- Riese Unter den Linden 44. Elektra. Anfang 8 Uhr. Freitag: Nachtasyl. Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Biscotte. Anfang 8 Uhr. Mianko Karoo vom Stamm der Sonntagnachmittag: Die Notbrücke. Sioux- Indianer. Lebend! Die zusammenge- Casino- Theater. wachsenen Schwestern nur noch bis Ende Dezember. Grosses Promenaden- Konzert. ALT- CHINA Kunst- Ausstellung Apollo- Theater. ER- STRASSE 12 Um 8 Uhr: Frühlingsluft mit dem Ballett Blütenhochzeit. Um 9%, Uhr: Mit grossem Orchester: Vision nach dem Balle. Bantomime, Musik von, Drei Kronen". Um 10 Uhr: Die neuen glänzenden Specialitäten: Ivan Tschernoff, ein Morgen auf dem Sport- Stallhof. 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April 1903 weiter gezählten gleichen Wohnungen Arbeitszeit, zumeist wird bis 8 Uhr, oft auch bis 9 und Die Thätigkeit der Charlottenburger sogar 21,07 m. betragen. Unter den 86 Wohnungen befinden sich 10 Uhr gearbeitet. Infolgedessen und infolge des aufreibenden gestiegen. Armenverwaltung ist dem soeben veröffentlichten Verwaltungsbericht zufolge auch im Jahre 1902 außerordentlich stark in Anspruch genommen worden, so daß die durch den Etat zur Verfügung gestellten Mittel wieder überschritten werden mußten. Die Zahl der in irgend einer Form Unterstützten ist sowohl an sich als im Verhältnis zur Einwohnerzahl, wenn auch nicht übermäßig und bei weitem nicht so wie im Vorjahre, gestiegen, und auch die Höhe der gesamten Ausgaben weist sowohl absolut als auch auf den Stopf der Einwohnerzahl bezogen wiederum eine Steigerung auf; doch bleibt die Steigerung auf den Kopf der Einwohnerzahl gleichfalls gegen die im varigen Jahre ein getretene sehr wesentlich zurück. Die Gesamtausgabe einschließlich der nach den vollen Selbstkosten berechneten Anforderungen für dic Verpflegung von Armenkranken im städtischen Krankenhause und von Hoſpitaliten und Siechen im städtischen Bürgerhause hat 956 926 Dr. gegen 850 115 M. im Jahre vorher betragen, hat also um etwa 12,6 Proz. zugenommen. Die Mehrausgaben gegen das vorige Jahr entfallen in der Hauptsache auf die Positionen: Bare Unterstübungen, Pflegegelder, Arzneien, Milch und sonstige HeilUnterstüßungen, Pflegegelder, Arzneien, Milch und sonstige Seil mittel, Unterbringung von Geistestranten, Verpflegung der Siechen und Hospitaliten im Bürgerhause, Erstattungen an andre Armen= verbände und Kosten für die Unterbringung von Armenkranken in nicht städtische Heilanſtalten. Die Zahl der Unterstützungsgesuche einschließlich der die Waifenpflege betreffenden ist um 16 Prog. Zum Eingreifen der Armenpflege( von den Pflegekindern ab gesehen) haben auch in diesem Jahre hauptsächlich Krankheit, Alterssachen Anlaß gegeben. In Uebereinstimmung damit weist auch die schwäche und Gebrechen allein oder in Verbindung mit andren UrTabelle über die Inanspruchnahme der Stadtärzte in der offenen Armenpflege eine außerordentliche Steigerung auf. Ein leiner Teil der vermehrten Inanspruchnahme der Stadtärzte darf wohl auf die vermehrte Fürsorge für Lungenkranke zurüdgeführt werden. Neben dem Umstande, daß in der That bei dem Teil der Bevölkerung, mit dem es die Armenpflege zu thun hat, Strankheitsfälle in wesentlich vermehrtem Umfange vorgekommen sein dürften, wird die er höhte Inanspruchnahme der ärztlichen Thätigkeit in erster Reihe darauf zurückzuführen sein, daß sich auch die ärmere Bevölkerung mehr und mehr daran gewöhnt hat, den Arzt rechtzeitig und auch in solchen Fällen aufzusuchen, wo es früher unterblieben und dadurch nicht selten der Grund zu dauerndem Siechtum gelegt worden ist. Auch das Vorhandensein der Schulärzte hat einen nicht univesentlichen Einfluß auf die Inanspruchnahme der Armenärzte ausgeübt. Wie sich gezeigt hat, leidet ein großer Prozentsaz der Gemeindefchüler an chronischen Krankheiten, die bisher nicht beachtet worden waren. Jetzt wird von dem Befunde der Schulärzte den Eltern Mitteilung gemacht und auf die Notwendigkeit ärztlicher Hilfe hingewiesen. In fehr vielen Fällen erwerben die Eltern zwar so viel, um den notdürftigen Lebensunterhalt ohne Armenunterstützung bestreiten zu fönnen, sind aber außer stande, daneben noch einen Arzt zu be= zahlen; sie sind daher genötigt, einen Armenschein zu erbitten, um die Hilfe des Stadtarztes nachzusuchen. 33 im Preise von über 20 M., 15 im Preise von über 25 M. und Maschinenschreibens sind die Erkrankungen des Nervensystems be2 im Preise von über 30 M., unter den 58 Wohnungen 30 im Preise sonders häufig. 1901 wurden von der Drts- Krankenkasse 5092 von über 20 W., 12 im Preise von über 25 M. und 1 im Preise Krankheitstage wegen dieser Leiden gezählt. Die Lage der weibvon über 30 M. Die Armenverwaltung ist durch das unveränderte lichen Berufsgenossen ist also sehr verbesserungsbedürftig. Dazu Fortbestehen solcher hohen und in keinem Verhältnis zu dem Gin- aber ist notwendig, daß sich auch diese der Berufsorganisation an kommen der arbeitenden Bevölkerung stehenben Mietspreise nicht schließen. Da nun der Centralverein der einzige Verband ist, der in gleicher nur außer stande gewesen, in den laufenden Unterstüßungen, die Weise die Interessen der männlichen wie der weiblichen Angestellten bieffach infolgedessen eine wesentliche Erhöhung erfahren hatten, vertritt, hatte er diese eingeladen, um zu der Bewegung der männ eine Herabsetzung eintreten zu lassen, sondern hat auch, wie im lichen Angestellten, die auf Abschluß eines Tarifvertrages hinzielt, Vorjahre; Unterstützungen an Personen bewilligen müssen, die bei Stellung zu nehmen. In der Diskussion wurden von verniedrigen Mietspreisen überhaupt nicht genötigt gewesen wären, ihre schiedenen weiblichen Angestellten zahlreiche Mißstände zur Sprache Hilfe anzurufen. Zur Beschaffung eines neuen Unterkommens haben gebracht und zum Schluß eine Resolution angenommen, die den Andaneben in 92 Fällen zusammen 1994 M., zur Abwendung der schluß an den Centralverein empfiehlt. Ermission in 232 Fällen 6430,88 m. bewilligt werden müssen. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Jahre 1902 verDie Dienstmädchen Kopenhagens und das kommunale Wahlecht. hältnismäßig wenig als Ursache zum Eingreifen der Armenpflege Einberufen durch Kopenhagens Dienstmädchen- Fachberein, fand am bemerkbar gemacht. Es sind nur 161 Fälle gezählt worden, in denen Sonntag im Studentenhause eine von 600 Personen, meist Dienſt= wegen Arbeitslosigkeit allein oder in Verbindung mit andren Ur- mädchen, besuchte Versammlung statt, um zu dem Regierungsentwurf fachen unterstützt werden mußte. Allerdings find noch 443 Fälle zur Reform des kommunalen Wahlrechts und gegen den darin vor( davon 327 bei weiblichen Personen) gezählt worden, in denen gesehenen Ausschluß dienender Personen vom Wahlrecht Stellung zu vegen zu geringen Verdienstes Unterstüßungen eintreten nehmen. Bekanntlich hat das Follething inzwischen bei der zweiten Lesung des Gesetzes diese Einschränkung aufgehoben und fich der Waisenpflege ist die Ursache zu einem Teil in der notwendig geFür die Erhöhung der Ausgaben für Pflegegelder in einstimmig sowohl für das kommunale Wahlrecht der Dienst boten tvie der verheirateten Frauen, denen die Regierung wordenen Erhöhung der Pflegegeldsätze zu suchen. Daß die 3 a hl dieses Recht ebenfalls vorenthalten wollte, ausgesprochen. der Pflegefinder, die sich allerdings zum Teil nur kurze Zeit in der Vereinigung Fräulein Marie Christensen, Frau Nina Lang jowie Die Versammlung, int der unter andren die Vorsitzende städtischer Pflege befunden haben, zugenommen hat, ist sicher zu einem Teil, wenn auch bestimmte Angaben darüber nicht gemacht der socialdemokratische Folkethingsmann N. C. Chriſtenſen- Aarhus werden können, auf den Einfluß der Wohnungsverhältnisse sowie sprachen, faßte eine Resolution, worin die Regierung dringend ersucht eine vorübergehende Unterbringung der Kinder bedingen, zurück- die Steuerpflicht gebunden ist, die in Kopenhagen erst bei 800 Kr. auf die vermehrte Zahl der Krankenhaus- Aufnahmen, die nicht selten wird, dafür zu sorgen, daß auch den Dienstboten das kommunale Wahlrecht zu teil wird. Da das Wahlrecht nach den Entwurf an zuführen. Daneben darf aber auch der Einfluß des Fürsorge- die Steuerpflicht gebunden ist, die in Kopenhagen erst bei 800 Str. Rechtsprechung des Kammergerichts, der sich das Bundesamt für das Erziehungs- Gesetzes nicht unterschäßt werden. Nach der ständigen gefordert, hierin eine Aenderung zu treffen und auch in Kopenhagen Einkommen beginnt, werden die geseggebenden Körperschaften aufs Heimatwesen angeschlossen hat, ist es Aufgabe der Armenpflege, die Steuerpflicht und damit das Wahlrecht auf alle mündigen Männer Kinder, die selbst noch nicht verwahrlost, aber durch das Bhalten und Frauen auszudehnen. ihrer Eltern der Gefahr der Verwahrlosung ausgesetzt sind, unter: zubringen, sobald die Trennung von den Eltern im Interesse der Kinder geboten erscheint. Die Zahl solcher Fälle ist erheblich ge= wachsen, seitdem die Aufmerksamkeit der Organe der Armen- und Waisenpflege und der Schule mehr als bisher auf solche häuslichen Mißstände gelenkt worden ist. mußten. Erwähnenswert ist aus dem Bericht noch, daß laut Beschluß der städtischen Körperschaften die Beiträge, die von dritter Seite für die in städtischer Pflege genommenen Kinder gezahlt werden, bis zum Betrage von 300 M. für jedes Kind zinsbar angelegt werden, um später zum Besten der Kinder Verwendung zu finden. Aus der Frauenbewegung. Entwurf des Justizministers, der allgemein verurteilt wurde. Die Versammlung befaßte sich ferner mit dem PrügelgesetzEntwurf des Juſtizministers, der allgemein verurteilt würde. Marktpreise von Berlin am 8. Dezember 1903 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. * Weizen, gut D.- Ctr.| 16,20| 16,16 Startoffeln, neue D.- Etr. 16,12 16,08 Rindfleisch, Keule 1 kg 16,04 16,00 13,05 13,03 " * Roggen, gut " mittel gering mittel gering + Gerste, gut mittel gering + Hafer, gut mittel gering den 14. Dezember, abends 81% Uhr, in den Arminhallen, Komman- Heu Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse, Montag, Nichtstroh bantenſtr. 20: Vortrag von Frau M. Hofmann über:„ Wirtschaft- Grbsen liche Entwicklung der Neuzeit. Gäste willkommen. Der Vorstand. Linsen Neben der erhöhten Inanspruchnahme der Armenpflege infolge von Krankheit muß auch in diesem Jahre die notwendig gewordene erhöhte Ausgabe mindestens bei der Hauptposition der baren Unter- Die Frauenarbeit im Bureaudienst bildete den Gegenstand einer stützungen auf den Einfluß der Wohnungsfrage zurüd- Versammlung, die am 2. Dezember von den Bureau- Angestellten geführt werden. Allerdings darf die Wohnungsnot in dem Sinne, unter zahlreicher Anwesenheit der weiblichen Berufsangehörigen abbaß fleine Wohnungen überhaupt nicht in genügender Zahl vorhanden gehalten wurde. Bauer schilderte das Vordringen der Frauen waren, zur Zeit wohl als überwunden angesehen werden. Die Zahl arbeit in dem Beruf. Nach der Statistik der Orts- Krankender in den städtischen Unterkunftsräumen als obdachlos unter- tasse der Anwälte wurden 1893 nur 23 weibliche Angestellte beschäftigt, gebrachten Personen hat sich fortgefekt vermindert. Dagegen be- dagegen 1902 522. Die weiblichen Angestellten werden zumeist als steht eine Wohnungsnot in dem Sinne, daß die Mietspreise außer- Maschinenschreiberinnen und Stenographistinnen verwandt. Die Entordentlich gestiegen und mindestens bei den kleinen Wohnungen auch lohnung ist eine ebenso miserable wie bei den Männern. Nach der jetzt noch nicht niedriger geworden sind, unverändert fort. Der oben erwähnten Statistik bezogen im Jahre 1902 nur 40 weibliche monatliche Durchschnittspreis von 86 im Jahre 1902 neu gezählten, Angestellte über 100 M. Gehalt monatlich, 209 50-100 M. Verband der Schneider und Schneiderinnen( Filiale Berlin). Todes Anzeige. 3 Am 6. d. M. starb nach langer Strankheit unser langjähriges, trenes Mitglied, der Bügler Hermann Preuss ( Schönleinstr. 8) im 37. Lebensjahre. 163/17 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung erfolgt Sonnabendnachmittag 2 Uhr auf dem neuen Friedhofe der St. Jakobi- Gemeinde in Rigdorf. Socialdemokrat. Wahlverein f.d.4.Berl. Reichstagswahlkreis. ( Südost.)[ 244/14 Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Genosse, der Arbeiter August Friedrich wohnhaft Manteuffelstr. 103, Stadtbezirk 98, durch Sturz vom Dache geftorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstagnachmittag um 3 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes in Rigdorf aus statt. Um zahlreiche Beteiligung erfucht Der Vorstand. Verband der Bau-, Erd- und gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschl. Bezirk Westen- Schöneberg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Johann Roeske am 7. Dezember nach langem Leiden verstorben ist. am Die Beerdigung findet Freitag, den 11. Dezember, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Luther- Kirchhofes in Lantwik aus statt. 43/3 Um rege Beteiligung bittet Die Ortsverwaltung. Hiermit bedaure Herrn Andrezke beleidigt zu haben. 2685 2. v. Henikowsky. Die Ortsverwaltung. Socialdemokrat. Wahlverein für Nowawes- Neuendorf. Hiermit machen wir den Mitgliedern die traurige Mitteilung, daß am 7. Dezember nach kurzem Leiden unser Mitglied Paul Haase im Alter von 30 Jahren an Lungenentzündung verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des neuen Friedhofes aus statt und ersuchen wir die Genoffen, sich recht zahlreich an dem Begräbnis zu beteiligen. 205/2 Der Vorstand. Am 8. Dezember starb nach furzem, aber schwerem Leiden im Mter von 51 Jahren unser verehrter Chef, der Pianoforte fabrikant 36212 Leo Pechmann. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. 23622 Das Personal der Pianofabrik Eroika", Schlesischestr. 28. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3, Uhr von der Halle des neuen Luisen Kirchhofes, Westend, Fürstenbrunner Weg, aus statt. ú Kranz- und Blumenbinderei Kranz- und Blumenbinderei Verband der im Vergoldergewerbe Verband der Portefeuiller beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin. Todes- Anzeige. Am Sonntag früh entschlief nach langen Leiden an der Proletarier frankheit unser Verbandskollege Rudolf Richert. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Donners tag, nachmittags 2, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rigdorfer Friedhofes, Mariendorfer Weg aus statt. 226/6 Eine zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Achtung! Zahlstelle Berlin. Am 7. Dezember starb nach Tangen Leiden im Alter von 33 Jahren unser Mitglied, der Galanterie- Arbeiter, Kollege Julius Braun an der Proletarier- Strankheit. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 10. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Rirdorfer Kirch hofes, Mariendorfer Weg aus statt. Um recht zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Brillanten, Goldwaren, beUhren, deutend unter regulárem Preis. Leihhaus Graff, Beuthstr. 5.* Moabit. Atung! Freitag, den 11. Dezember 1903, abends 8 Uhr, im Saale der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/48: Grofser Herren- Vortrag. Thema: Ursachen, Wesen, Folgen und Bekämpfung der Onanie( Selbstbefleckung). Referent: Herr Dr. M. Hirschfeld, Charlottenburg. Wie ein Krebsschaden zehrt das Laster, die Onanie, am Marke der Voltsgesundheit. Vielfach liegen die Ursachen in socialen Verhältnissen, aber auch in der Unkenntnis des Geschlechtslebens und dem Mangel an Aufflärung. Um diesem weitverbreiteten Uebel entgegenzutreten, hat es der bekannte Referent übernommen, durch seinen Vortrag belehrend und aufflärend auf diesem Gebiete zu wirken. Um zahlreichen Besuch bittet 2766 Der Verein für Gesundheitspflege des Volkes Berlin- Moabit. Aeltefte Special Steppdeckenfabrik bon Ph. Bernfeld, jest nur Andreasstr. 22 1. Gr. 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Adolf Damaschke. Aufgaben der Gemeindepolitik. Berlag Gustav Fischer, Jena. Kathreiner Kathreiners Malzkaffee Malzkaffee Arbeiter- Bau- Genossenschaft Paradies" zu Berlin.( E. G. m. b. S.) Sonntag, den 13. Dezember 1903, vormittags 9, Uhr, in Voigts Nittersälen, Ritterstraße 75: Außerordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. a) Anträge des Vorstandes, betreffend Aenderung unfres Statuts. b) Antrag G. Bracht und Gen. zu§ 23 des Statuts. 2. Unser Kaufvertrag. 3. Verwaltungsangelegenheiten und Verschiedenes. Genossen! Die außerordentlich wichtige Tagesordnung dieser Versamm lung sowie die Tragweite der Beschlüsse, welche dort zu fassen sind, erfordert das pünktliche Erscheinen aller Mitglieder. Ohne Mitgliedskarte hat niemand Zutritt! 295/13 Der Vorstand. J. A.: G. Kosska, 1. Borf., Wienerstr. 29. Central- Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Freitag, 11. Dezbr., abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: 32482* 297/4 Moabit. Die Ortsverwaltung. 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