Ur. 135. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,20 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fcet in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sern fprech- Anschlu: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Lügner und Fälschter. An sechzig Jahre sind's her, seit das von Lassalle wiederholte Wort gesprochen ward: Die Lüge ist eine europäische Großmacht." Es war ein Franzose, der dabei an die zynische Bemerkung des Zar's Nikolaus dachte: Die europäische Preffe muß gekauft werden- Armeekorps auf dem Papier nugen mir ebenso viel wie wirkliche Armeekorps, und sie sind viel billiger." Gemalte Städte und Dörfer, Armeekorps auf dem Papier und sonstiger Lügentram war von jeher die Stärke der russischen Diplomatie, der ihre Kunst aber in anderen Ländern längst abgelernt worden ist, und zwar so gut, daß die Lehrlinge den Lehrer übertroffen haben. Fürst Bismarck, der nach Giers' unvergeßlichem Zeugniß russischer ist als bie Ruffen" -jezt beweist er es wieder hat sich auch in dieser Beziehung russischer als die Ruffen" gezeigt. Der Reptilthaler hat hundert mal mehr geleiftet, als der Rubel, und einen Chimborasso von Lügen aufgethürmt, neben dem die russischen Lügenberge, obgleich von respektabler Höhe, die reinen Maulwurfshaufen find. Und das deutsche Bürgerthum hat die Bismarck'sche Schule mit Erfolg genoffen. In seinem Rampf gegen die Sozialdemokratie handhabt es die geistigen Waffen" der Lüge und Fälschung mit einer Ausbauer und Konsequenz, die auch nicht annähernd von der Bourgeoisie irgend eines anderen Landes erreicht werden. Nicht daß wir ungerecht fein wollten. Die französische, die amerikanische, die eng lische Bourgeoisie versteht sich ebenfalls sehr gut auf das Lügen und Fälschen, wenn es die Bekämpfung der Sozialdemokratie gilt, allein in Frankreich, England und Amerika ift es doch immerhin nur ein Theil der Bourgeoisie und Bourgeoispresse, der diesem schmutzigen Handwerk obliegt, während es in Deutschland mit verschwindenden Ausnahmen die ganze Bourgeoisie und Bourgeois presse ist. Es erklärt sich das aus der eigenthümlichen geschichtlichen Entwickelung Deutschlands, die nach dem Zusammenbruch der mittelalterlichen Welt tein charaktervolles, mannhaftes Bürgerthum aufkommen ließ. Die stets wachsenden Fortschritte, welche die Sozialdemokratie trotz aller ihr in den Weg gelegten Hindernisse macht, bringen unsere Bourgeoisie völlig aus dem Häuschen, und, unfähig andere Kampfmittel zu benutzen, betreibt sie das Lügen und Fälschen immer schamloser und plumper. Finden wir da z. B. in einem Muster- Bourgeoisorgan, den Münchener Neuesten Nachrichten", vom 9. d. M. unter dem Titel 3ar und Kommunard" einen Artikel, dem wir als klassischem Zeugniß über das geistige und fittliche Kaliber unserer Bourgeoisie einige Aufmerksamkeit schenten wollen. Sonntag, den 12. Juni 1892. von elfäffer Optanten*), internationalen Abenteurern und oppofitionellen Demagogen beim Nancyer Feste vorbereitet wurden. Uns Deutschen zu Liebe that sie das wahrlich nicht; auch das ideale Interesse des Bölkerfriedens tam dabei nicht in erster Linie in Rechnung. Die französische Regierung sorgte einfach für die eigene Existenz, indem sie den Hegern das Handwerk zu Legen suchte. Der Chauvinismus ist in Frankreich, wo das Vaterlandsgefühl besonders reizbar und bei der Lebhaftigkeit des nationalen Temperaments vornehmlich leicht irrezuleiten ist, Art jeher die wirtsamste ber oppositionellen Demagogie gewesen. Im Frühling 1871 erhoben sich die Kommunards mit dem Feldgeschreides Krieges bis aufs Messer", das ihnen nur als Vorwand diente, die Regierung zu verjagen. Raum im Besitze der Hauptstadt schickten sie Friedensboten in unser Hauptquartier, um beim Bürgerkriege die Hilfe oder wenigstens die Neutralität der Deutschen zu erbetteln. Die schnöde Komödie hat sich seitdem im Kleinen mehmals wiederholt. Unter dem Vorwand patriotischer Entrüftung stürzten die Ras dikalen das Ministerium Ferry. Die chauvinistische Voltsverführung war ein Haupttrumpf im Spiel des jämmerlichen Boulanger. Das Nancyer Fest gab wiederum Gelegenheit zu einem jener Rommunardenstreiche, welche die Regierung meuchlings treffen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. fürstliche Better wohl auch keinesfalls gehandelt. Das Gegens gewicht aber, das er schaffte, ist nicht in die Wagschale der französischen Regierung, sondern in diejenige der kommu nards und gewerbsmäßigen Chauvinisten ge fallen. Db dies in der Absicht der russischen Diplomatie lag und ob es den Russen zum dauernden Vortheil gereicht, ist äußerst fraglich. Will der Zar sich dauernd mit den Franzosen vertragen, so muß er eigentlich dafür sorgen, daß dieses Bolt eine geordnete Regierung behält; er darf nicht nach plöt lichem Einfall den Umsturzleuten Gefälligkeiten erweisen und die Lenker des Staates in Ungelegenheiten bringen.. Der Jubel in der oppositionellen Bresse ist heute gewaltig, ebenso wie der Hohn, mit welchem Herr Carnot und die Minister von den Intransigeanten von links und rechts überschüttet werden. Die Regierungsblätter suchen den peinlichen Borfall zu vertuschen; sie ergehen sich nur in allgemeinen Redewendungen über dies patriotische Begeisterung, die beim Nancyer Feste geherrscht habe. Noch läßt sich hoffen, daß die frivol erregten Mogen des Chauvinismus sich allmälig wieder legen, ohne der Regierung ernstlichen Schaden zu thun. Für die französischen Staatslenter aber enthält die Nancyer Uebers raschung eine Lehre, die, so bitter sie sein mag, doch nicht unverdient und ungesund ist: Wer sich zum Spielzeug des Baren hergiebt, hat die Konsequenzen einer solchen Schwäche auch zu tragen. Der Bar hält die Franzosen am Leitseil des Chauvinismus; die Peitsche aber führt der Kommunard. Es versteht sich, daß Frieden nach außen und Ruhe im Lande die ersten Lebensbedingungen einer bürgerlichen, parlamentarischen Regierung in Frankreich sind. Entfesseln sich die chauvinistischen Leidenschaften einmal gründlich, so ist nur Ja, die Peitsche führt wirklich der Kommunard", aber noch Blah für ein Säbelregiment. Die ersten Opfer eines solchen Unheils wären bie Männer der Regierung selber, Carnot mit nicht die Peitsche, welche in den Krieg peitscht, sondern die fammt seinen Ministern, den militärischen Organisator" Frey- Peitsche, welche den Kriegshehern den Rücken verpeitscht. cinet selbst nicht ausgenommen, denn dieser müßte, sobald es Wir sind an starke Stücke gewöhnt, allein dieses zum Klappen täme, sofort einem Manne weichen, der sich weder hat uns doch einigermaßen verblüfft. Wenn wir mit Rheumatismus, noch mit Frack und Zylinder schleppt, vielmehr in Uniform mit den Soldaten aufreitet. Der Wunsch schreiben wollten, Bismard habe nie die unwahrheit der Kommunarden und der Oppositionellen von rechts und gesagt, nie gefälscht, nie Unrecht gethan, niemals lints, die mit ihnen gemeinsames Spiel treiben, geht freilich den Weltfrieden gestört, sich niemals bereichert, niemals nicht so weit. Diese Leute möchten nur im Trüben fischen, zu Reklame für fich gemacht, niemals Nepotismus ges nächst die Regierung untergraben, dann sie stürzen und fich in trieben, niemals Spigel beschäftigt, niemals Rorruption die Erbschaft theilen. Der Präsident der Republik aber und geübt, niemals den Hausmeier gespielt, niemals ein Wässerfeine Minister sind darum nicht minder bedroht, so oft das chen getrübt, niemals die Volksvertretung vergewaltigt Revanche geschrei, der Nachhall der Kom dann würden wir die Thatsachen noch nicht einmal mit der munarden- Losung vom 18. März 1871, im Lande erschallt. Thatsächlich vertheidigen sie mit dem Landesfrieden gleichen Frechheit auf den Kopf gestellt haben, wie der Schreiber jenes Artikels thut- weil es sich bei Bismarc zugleich ihr eigenes politisches Dasein. Jm Lichte dieser Thatsachen haben wir die Anstrengungen bis zu einem gewissen Grad wenigstens um politische Dinge zu beurtheilen, welche die Regierung in Nancy machte, um die handelt, die verschiedene Deutungen zulassen. Hier aber, Anschläge der Opposition und der Schmarotzer des französischen im Fall der Kommunarden, d. h. der französischen SozialPatriotenthumes, der Elsässer Optanten zu vereiteln. demokratie und des französischen Proletariats, handelt es sich um greifbare konkrete Thatsachen, um hard facts, die sonnentlar und mit Händen zu greifen sind, und die keine verschiedene Deutung, keine verschiedene Beurtheilung zu lassen. Nun folgt einiges Gesalbader über den Besuch des Großfürsten Konstantin, worauf der Artikel wie folgt schließt: Das französische Proletariat i st international, und war es vor dem Krieg von 1870/71 schon genau so wie heute. Die Pariser Arbeiter protestirten im Sommer 1870 gegen den Krieg, und manifeftirten in den Straßen für den Die Absicht, welche der Großfürst bei seinem plötzlichen Besuche verfolgte, war aller Wahrscheinlichkeit nach, der Begegnung des Zaren und des deutschen Kaisers in Kiel, die den französischen Russenfreunden ergerniß bereitete, ein Gegengewicht zu schaffen. Ohne Befehl vom Baren hat der groß*) Die Elsässer, welche nach dem Friedensschluß von 1871 Frieden, wodurch sie in blutiges Handgemenge mit der Die französische Regierung hat sich reblich bemüht, die für die franzöfifche Staatszugehörigkeit optirt"( gewählt, sich Bolizei Napoleon's und seinen weißen Blousen"( ben deutschfeindlichen Kundgebungen niederzuhalten, welche von entschieden) haben. Der Artikel, deffen Zweck es ist, dem deutschen Chau pinismus für die in Nancy( Nanzig") erlittene Niederlage ein Trostpflästerchen aufzubeften, beginnt also: Feuilleton. Nachdrud verboten.) [ 135 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. Es ist dies sehr nöthig," erklärte Lange, denn wir haben hier zur Zeit gegen 15 000 Mann Militär zu betämpfen und können wohl taum auf mehr als einige 20 000 un disziplinirte und schlecht bewaffnete Arbeiter rechnen." schon, wenn's dunkelt, fangen meine Leute an einzurücken, und morgen wird die Stadt voll. Auf den Dörfern rings herum liegen Vorräthe von Bier und Branntwein, Brot und Schinken, daß Jeder genug haben soll. Aber Waffen, Freunde, Waffen brauchen wir." Spigeln) geriethen. Sie waren allerdings, als der Krieg " Bitte um Entschuldigung, wenn ich störe, und allseitig guten Abend," rief er in seiner freimüthigen, aber doch bescheidenen Weise. Das Revolutionskomitee ist in seiner Mehrheit ver sammelt und also beschlußfähig," äußerte Frant. Sie bringen uns gewiß Neuigkeiten von Wichtigkeit, Herr An Waffen wird's nicht fehlen," versicherte Lange; dafür haben wir das Zeughaus, und Munition wird auf Wießner?" allen Dörfern bereits fabrizirt." Die Polizei des Dr. Raffmaus muß doch ganz miserabel eingerichtet sein", lachte Fraut. " Sehen Sie sich gefälligst," sprach Frau von Sokolow zu dem Ankömmling und Olga hatte so viel Respekt vor Sem stattlichen Volkskämpfer, daß sie aufstand und ihren eigenen Stuhl anbot. Wießner nahm ihn ohne Umstände an und zog dann ein großes Plakat aus der Tasche, welches er auf dem Tische ausbreitete: Sehr miserabel," bestätigte Lange; aber Biele von den höheren Sicherheitsbeamten thun auch mit Absicht nichts. Die ganze Regierung ist zerfahren. Die Konservativen fühlen fich nicht berufen, den Leuten des Herrn Staffmaus und damit seiner Politik irgend welche Förderung angedeihen" Ich habe hier eine durch Maueranschlag bekannt gemachte Aufforderung an alle gutgesinnten Bürger der Stadt Wenn Sie die nicht rechnen, welche auf meine Ber- zu lassen." anlassung hierherkommen," bemerkte der Philosoph. Und wer wird das Zeughaus nehmen? Ein entschie- oder des Landes, sich, womöglich bewaffnet, der Regierung fragte Lange erstaunt. " Wie, Herr Mensch, Sie führen uns Hilfstruppen zu?" dener und kühner Mann muß das sein," warf hier der zur Verfügung zu stellen. Jeder, der hierzu bereit, solle Philosoph dazwischen. morgen früh auf der Hauptwache erscheinen und sich wei" Nun, Sie werden doch hoffentlich nicht von mir ge- Dieses ist mein Theil," rief Iwan mit leuchtenden terer Verfügung gewärtig halten. Wir werden beim Kampfe also einen Theil der Herren Bourgeois selbst uns habe ich gesammelt, und was für welche! In alle Eisenbacht haben, daß ich meine Zeit verloren? Hilfstruppen Augen; dieses Unternehmen ist mir zugesichert worden." Ein schwerer Seufzer wurde bei diesen Worten vergegenübertreten sehen, und das ist gut; wir sind dann arbeiter- Distrikte, Hütten und Steinbrüche habe ich nommen, Alle wandten sich fragend um, ohne zu errathen, wenigstens sicher, daß nicht das Blut von Arbeitern allein nach unverheiratheten Arbeitern geschickt und ihnen, wo's wem er entschlüpft sei. Aber ein aufmerksamer Beobachter vergossen wird, sei es nun von Arbeitern in Uniform oder nöthig war, Reisegeld auszahlen lassen. In allen Brovinzial hätte bemerken können, daß Findeisen erbleichte und Elise in der Blouse." blättern habe ich Maurer und Zimmerleute zur sofortigen leise erröthete. Arbeit gesucht, Erdarbeiter in Masse, Bergleute und HolzDieses Ministerium handelt mehr aus Justinkt, als " Ift Herr Dr. Lange vielleicht hier?" fragte mit einem mit System," bemerkte Lange. Unser thatkräftiger Widerstand gegen die skandalöse Austreiberei von Arbeitern scheint ihm Respekt eingeflößt zu haben. arbeiter. Der Spaß fostet mich etwas über 60 000 Thaler Male eine tiefe Männerstimme von der Straße her. zum Anfang, dafür bekommen wir aber auch ein Heer, das Ah, guten Abend Herr Wießner; bitte, treten Sie ſich herein. Wir sind hier schon als Revolutionsfomitee in Dich doch einschränken, wie mein seliger Onkel Geibenspinner. voller Arbeit," antwortete Lange selbst, und bald darauf Dies Minifterium schiebt biefeletter at her tabt, ich trat der riefige Schmied in schlichter Blouse vor die er bringe sie ihm in verdoppelter Zahl zurück. Heute Abend wartungsvolle Gesellschaft. Außerdem habe ich mitzutheilen, daß man einen merklichen Zuwachs von fremden Arbeitern gewahr wird. Eine Erscheinung, die unter gegenwärtigen Umständen sehr viel Bedenken erregt. Sollte die Negierung geworben haben, da war und Paris belagert wurde, für die energischste Ver- würde schlimmsten Falls bei Weitem nicht so umfassend theidigung, während die Bourgeoisie aus Furcht vor den schädliche Wirkungen haben. Arbeitern gerade wie unser deutsches Angstphilisterthum Zur Eisenbahnstatistik. Nach der im Reichs- Eisen bahnamt aufgestellten Nachweisung der auf deutschen Eisenbahnen ausschließlich Bayerns im Monat April d. J. es unter ähnlichen Umständen gemacht hätte für mög Die Berichte über den Stand der Saaten in beim Eisenbahnbetriebe( mit Ausschluß der Werkstätten) vor lichst rasche Uebergabe der Stadt war. Daß die Arbeiter Deutschland lauten im Ganzen günstig. Es kann aber noch gekommenen Unfälle waren im ganzen zu verzeichnen: 6 EntEhrgefühl haben und ihr Vaterland und dessen Hauptstadt feine bestimmte Schäßung gemacht werden. Alle jetzt ge- gleisungen und 1 Zusammenstoß auf freier Bahn, 20 Ent gegen einen äußeren Feind vertheidigen, ist jedoch machten Berechnungen stehen in der Luft. gleisungen und 11 Zusammenstöße in Stationen und 139 wahrhaftig kein Beweis von Chauvinismus. Geldsammlungen und Eintrittsgeld in öffent- sonstige Unfälle( Ueberfahren von Fuhrwerken, Feuer im Die Kommune stellte sich von Anfang an auf den lichen Versammlungen. Der„ Reichs- Anzeiger" schreibt Buge, Refselexplosionen und andere Ereignisse beim EisenBoden der Jnternationalität, sie nahm einen Deutschen( den heute: bahnbetriebe, sofern bei letteren Personen getödtet oder ver Deutschösterreicher Frankel in die Regierung, und gab Anläßlich eines Erkenntnisses des fönigl. Kammergerichts letzt worden sind). Bei diesen Unfällen sind im ganzen, und ihrem Abscheu vor Krieg und Kriegsruhm imposanten Aus- hatte sich der Minister des Innern in einem Erlaß vom zwar größtentheils durch eigenes Verschulden, 150 Per druck durch die Niederwerfung der Bendomesäule. 30. Oftober v. J. dahin ausgesprochen, daß, falls im Interesse fonen verunglückt, sowie 45 Eisenbahn- Fahrzeuge erheblich der öffentlichen Ordnung ein Bedürfniß vorliegen sollte, die und 121 unerheblich beschädigt. Von den beförderten Veranstaltung von Geldfammlungen und die Erhebung eines Reisenden wurden 1 getödtet und 5 verlegt, und zwar ent Eintrittsgeldes von unbestimmter Höhe in öffentlichen Ver- fallen: die Tödtung auf den Verwaltungsbezirk der Königsammlungen von ortspolizeilicher Genehmigung abhängig zu Und seitdem hat das französische Proletariat keine GeLegenheit verabsäumt, sein internationales Solidaritätsgefühl und seine Friedensliebe zu bekunden und zu bethätigen. Der französische Chauvinismus ist zu Schanden geworden an dem französischen Proletariat. M Der Sturz Gambetta's, die Zerschmetterung Boulanger's, ist das Werk der französischen Arbeiter, die in den deutschen Arbeitern allezeit ihre Brüder sahen. Der internationale Arbeiterkongreß, der 1889 in Paris tagte, ist, dank der Haltung des französischen Proletariats, zum groß artigsten Friedenskongreß geworden, den die Geschichte fennt. Auf ihm wurde endgiltig jener Bundesvertrag der Arbeiter aller Länder geschlossen, welcher mehr zur Erhaltung des Weltfriedens gethan hat und thut, als alle Fürstenund Diplomatenkongreffe der letzten hundert Jahre zufammengenommen, und aus welchem der Weltfriede, zu den die kapitalistische Welt nicht zu bieten vermag, einst als Wirklichkeit hervorgehen wird. " Und da wagt ein so erbärmlicher Göldling ber Bourgeoisie in die Welt hinauszulügen, die französischen Arbeiter wollten den Krieg! Wagt, fie des Einverständnisses mit dem Zarenthum zu beschuldigen die französischen Arbeiter, die nicht aufgehört haben, die unnatürliche Allianz der Republik mit dem Knutenreich" zu brandmarken und der öffentlichen Verachtung zu überliefern! So schreibt die Bourgeoisie die Geschichte der Gegenwart. Das ist ihre Wahrhaftigkeit bei Beurtheilung des Sozialismus. Und so verfährt sie stets uns gegenüber. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." machen, dies durch den Erlaß von Polizeiverordnungen erreicht lichen Eisenbahndirektion zu Berlin, eine Verlegung auf die werden könne. Neuerdings hat bas tönigl. Kammer- großherzoglich oldenburgischen Staatseisenbahnen, zwei gericht, entgegen dem in dem vorgedachten Erkenntniffe aus Berlegungen auf den Berwaltungsbezirk der königlichen gesprochenen Grundfaze, dahin entschieden, daß derartigen Eisenbahndirektion zu Elberfeld und je eine Verlegung auf Polizeiverordnungen, welche das Erheben die Verwaltungsbezirke der königlichen Eisenbahndirektionen oder Einfammeln von Geldbeträgen bei öffent- zu Frankfurt am Main und zu Köln( linksrheinisch). Von lichen Versammlungen ohne Genehmigung der Dris- Bahnbeamten und Arbeitern im Dienst wurden beim eigent polizeibehörde bei Strafe verbieten, die Rechtsgiltigkeit zu versagen sei. Demgemäß sind die königl.lichen Eisenbahnbetriebe 23 getödtet und 106 verlegt, von Regierungspräsidenten und der fönigl. Polizeipräsident von fremden Personen( einschließlich der nicht im Dienst befindBerlin von dem Minister in einem Erlaß vom 10. März er- lichen Bahnbeamten und Arbeiter) 8 gefödtet und 7 ver sucht worden, geeignetenfalls das Erforderliche zu verfügen, leht. Außerdem wurden bei Nebenschäftigungen 1 Beamter getödtet und 38 Beamte verletzt. Von den sämmtlichen Rothe Fahnen. Im„ Reichs- Anzeiger" von heute ist Unfällen beim Eisenbahnbetriebe entfallen auf: A. Staats lesen: bahnen und unter Staatsverwaltung stehende Bahnen( bei Das Ober- Berwaltungsgericht hat in einer Entscheidung zusammen 33 900,92 Rm. Betriebslänge und 889 615 096 vom 9. Januar anerkannt, daß die Ortspolizei befugt ist, die Entfaltung oder Vortragung einer rothen Fahne bei geförderten Achstilometern) 166 Fälle, davon sind vereinem Aufzuge zu verbieten und durch zwangsweise hältnißmäßig, d. h. unter Berücksichtigung der geförderten Wegnahme der Fahne thatsächlich zu verhindern, sofern nach Achstilometer und der im Betriebe gewesenen Längen, in bem pflichtmäßigen Ermessen der Polizeibehörde aus diesem den Verwaltungsbezirken der königlichen Eisenbahndirektionen Aufzuge eine Gefährdung der öffentlichen Sicher zu Köln( rechtsrheinisch), zu Elberfeld und zu Erfurt die heit oder Ordnung oder eine Beeinträchtigung meisten Unfälle vorgekommen. B. Privatbahnen( bei zu der Verkehrsrücksichten zu befürchten steht. sammen 2531,40 Km. Betriebslänge und 26 905 479 ge Bugleich ist in dem Erkenntniß darauf hingewiesen worden, förderten Achstilometern) 11 Fälle, davon sind verhältniß Daß nach einer Ober- Tribunals- Entscheidung vom 11. Sep- mäßig auf der Kiel- Flensburger, auf der Lübeck- Büchener tember 1877 eine zu einer Festfeier vereinigte Menschenmenge, und auf der Hessischen Ludwigs Eisenbahn die meisten Unwelche sich in einer Weise bewegt, die die Aufmerksamkeit des Publifums zu erregen und die öffentliche Ordnung, insbesondere fälle vorgekommen.den Verkehr zu gefährden geeignet ist, als ein Aufzug im Sinne des§ 10 des Bereinsgefehes vom 11. März 1850 zu betrachten ist.Zölle und Verbrauchssteuern. Es liegt nunmehr die gesammte Nachweisung der zur Anschreibung gelangten Das russische Getreide Ausfuhrverbot soll dem nächst aufgehoben werden. Wenn der Speicher leer ist, braucht man ihn nicht mehr zuzuschließen.Das Wettkriechen. Der geheime Chefredakteur der Politische Webericht. Einnahmen( einschließlich der kreditirten Beträge), an Zöllen Hamburger Nachrichten läst jest zur Abwechſelung die Berlin, den 11. Juni. und gemeinschaftlichen Verbrauchssteuern, sowie anderer Bügenreklame verbreiten, er habe in den 70er Jahren ein Die Berliner Weltausstellung. Die„ Kreuz- 3tg." Einnahmen im Deutschen Reich für das Etatsjahr 1891/92 mal, als Rußland unverschämt gewesen, dem Kaiser die behauptet, der Plan einer Weltausstellung in Berlin habe vor. Hiernach haben ergeben: Bölle 406 448 441.( gegen das Etatsjahr 1890/91 hat vor Rußland allezeit gekrochen, und das schmachvolle Mobilmachung angerathen. Ist ihm nicht eingefallen. Er nur in Berliner Lokalinteressen und zwar wesentlich +17 024 597 9.), Zabatsteuer 11 437 240 m.(-505 944 m.), gemeinster Art-- seinen Ursprung und habe außerhalb Buckermaterialsteuer 6 387 007 m.(-9785 494 M.), Ber- Wettkriechen", das vor mehreren Jahren in einem lichten Berlins keinen Anklang gefunden. Diese Auffassung müssen brauchsabgabe von Bucker 55 999 556 m.(+1 269 880 m.), Augenblick von der„ Kölnischen Zeitung" gegeißelt ward, wir aufs Entschiedentste zurückweisen. Wir wollen der Salzsteuer 43 582 496 D.(+604 373 M.), Maischbottich und ist von ihm erfunden und eingeführt worden, und kein Kreuz- Zeitung" nicht mit einer Retourtutsche dienen und Branntwein- Materialsteuer 23 611 518 m.(+2 567 402 m.), Bweiter hat es dabei zu solcher Bollkommenheit gebracht. nicht, was sehr leicht wäre, den Nachweis liefern, daß ihre Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zuschlag zu berselben Das Russischer als Russisch" des russischen Diplomaten Gegnerschaft gegen den Ausstellungsplan auf bornirte Vor116 021 807 9.( 7 835 196 M.), Brausteuer 25 761 126 M. brennt dem„ nationalen" Säfularmenschen auf der Stirn (-144 723 9.), Uebergangsabgabe von Bier 8 411 918 m. ein unauslöschliches Brandmal. urtheile und nichts weniger als ideale Beweggründe zurück(+61 813 M.); Summe 692 610 604 m.(+3 256 908 M.) zuführen ist mir wollen einfach die Thatsache konstatiren, daß, wenn wir und mit uns Hunderttausende von Genossen außerhalb Berlins den Plan sympathisch aufgenommen haben, das einzig deshalb geschehen ist, weil wir der festen Ueberzeugung find, daß eine Weltausstellung in Berlin, wenn richtig organisirt, der Sache der Kultur, des Friedens und der Völkerverbrüderung ein mächtiger Vorschub sein würde. In dem Leitartikel, welchen wir seiner Zeit dem Plane widmeten, haben wir dies des Näheren dargelegt. Daß bei Manchen, die für die Berliner Weltausstellung eintreten, unlautere Motive im Spiel sind, das wissen wir so gut wie die Kreuz- Zeitung", allein wir sind auch der Ansicht, daß es sehr leicht wäre, die Berechnungen der Bauspekulanten und Bodenwucherer zu durchkreuzen. Statt das Kind mit dem Bad auszuschütten, sorge man dafür, daß kein Schmutz in das Badewaffer kommt. Und schließlich ist der Bodenwucher und die Bauspekulation, welche die Kreuz- 3tg." befürchtet, nicht schlimmer als der Großkornwucher und die Schnapsspekulation, für welche die Kreuzzeitung" allezeit Reklame gemacht hat, und um den Arbeitern Arbeiter entgegen zu stellen, Uneinigkeit in unsere Reihen zu bringen oder gar Berräther in unsere Mitte?" Haben Sie feine Sorge, Herr Wießner; diese Leute habe ich zusammengetrommelt, Sie werden morgen noch zehn mal mehr sehen," beruhigte der Philosoph, " Nun, dann desto besser. Ich habe außerdem noch zu melden, daß ich meine Stelle als revolutionärer Polizeimeister der Hauptstadt abgegeben habe und zwar an Habicht den Aelteren, da man mir nachstellt und ich somit nicht mehr in meiner Wohnung verweilen kann." Es ist dies auch ganz gut, da wir am Tage des Kampfes für Sie doch einen Ersatzmann haben müßten, und Herr Habicht wird sich in der Zwischenzeit einzurichten wiffen." Spieltartenstempel 1 324 221 M.(+48 452 M.), WechselStempelsteuer 8 175 592 m.(+856.947 m.), Stempelsteuer mit ber Abwirthschaftung des Kapitalismus geht die der Der internationale Todtentanz. Hand in Hand für Werthpapiere 4583 617.(-746 538 m.), b. Rauf und sonstige Anschaffungsgeschäfte 11 021 162 m. modernen Kapitalistenstaaten. Die Erhaltungskosten werden (-2 434 802), c. Loofe zu Privatlotterien 1478 201 m. immer größer, die Quellen des Wohlstandes verstegen mehr (+922 879 M.), Staatslotterien 7 327 267 m.(+ 194 619 M.), und mehr unter dem Einfluß ungesunder Finanzgrundsäße, Post und Telegraphen Verwaltung 234 997 962 M. immer stärker muß die Steuerschraube angefeßt, immer (+10 275 666 M.), Reichs- Eisenbahnverwaltung 57 469 525 M. intensiver die Ausbeutung betrieben werden das Niesen (+2799 420 9.). Die zur Reichstaffe gelangte Fit Einnahme abzüglich der gebäude des Ausgabebudgets wird zu groß für das schwache Ausfuhrvergütungen und Verwaltungskosten beträgt bei den Fundament und der Kladderadatsch muß eintreten. Mit nachbezeichneten Einnahmen für das Etatsjahr 1891/92: Ausnahme Englands, Frankreichs und des Deutschen Reichs, Bölle 878 470 828.(+10 188 352 M.), Tabalsteuer welch letzteres allerdings an der äußersten Grenze feiner 11 481 686 m.(+438 695 9.), Zucker Materialsteuer Leistungsfähigkeit angelangt ist, find jest sämmtliche 9 805 652 M.(+3440 878 M.), Verbrauchsabgabe von Bucker Staaten Eurapas entweder thatsächlich bankrott oder am 55 139 614.(+ 2 947 877.), Salzsteuer 42 866 198 M. Ende ihres Kredits. Portugal und Spanien find (+878 178.), Maischbottich und Branntwein Material- bankrott Italien mit seinen dreizehn tausend Millionen fteuer 19 886 321 m.(+2 387 255 M.), Berbrauchsabgabe von Schulden steht vor dem Bankrott- Desterreich und Ruß Branntwein und Zuschlag zu derselben 99 504 868 m. land bekommen in der ganzen Welt keinen Groschen mehr (-8 872 893.), Brausteuer und Uebergangsabgabe von Bier 24 772 015 M.(-66 350 M.); Summe 641 376 682. geborgt außer gegen Wucherzinsen- das ist das Bild (+16 287 892 M.). Spieltarten Stempel 1245 481. welches Europa jetzt darbietet. Dabei heißt's aber nach wie (+41 581 M.). vor: Immer luftic!" und immer luftic" geht's in tollem wir sie finden. Das macht selbst den nicht zu uns haltenden Bauern Spaß, denn Sie wiffen oder wissen nicht, daß es auf dem Lande keine gehaßtere Erscheinung giebt, als diese sich aufblähende, überall Obrigkeit spielen wollende und sich wahrscheinlich auch dünkende Gendarmerie, die sich aus dem Unteroffizierſtande rekrutirt." „ Sie denken so ziemlich an Alles, Herr Mensch," be lehrte Lange, aber hier und da bleibt doch noch etwas übrig, an das Sie nicht gedacht haben, und das ist unser Trost, denn wir müßten sonst wirklich vor Ihnen die Segel streichen. Es ist wahr, daß Nächste und Nöthigste ist vorgesehen. Wie aber, wenn etwas unerwartetes an uns Sehr gut, Herr Reinisch; ich sehe, daß die An- herantritt, wozu wir einen fähigen und durchaus sicheren strengungen zusammenklappen, wie nicht besser zu wünschen." Mann brauchen? Oder wenn Einem von uns etwas zu Jst sonst etwas in der Arrangirung und Bertheilung stößt und ein Erfah nothwendig wird? Da muß ein Mann verändert?" da sein, der die Fähigkeit besitzt, in jeder Funktion Nichts, Herr Reinisch, es bleibt Alles so, wie wir seinen Mann zu stellen. Das nennt man in festgesetzt hatten. Ich habe die ganze Schlachtordnung hier Reserve halten; und Sie und Herr Frank bleiben aufgezeichnet, Sie können Abschrift nehmen: Hauptleitung: Lange, Findeisen'sche Fabrit, und sobald wie möglich Rathhaus. deshalb in Reserve, unterstützen aber selbstverständlich auch in dieser Eigenschaft unsere Freunde überall da, wo es noth thut. Sie z. B. besitzen allem Anscheine nach ein bedeutendes Drganisationstalent und werden des halb unserem Freunde Hanke, der heute zu viel mit Druck fachen beschäftigt ist, um uns seine Gesellschaft schenken zu tönnen, in der Organisirung des Arbeiter- Heeres die wesent Am Liebsten hätte ich ein Rommando übernommen", Waffen und Munition: Findeisen, Findeisen'sche meinte der Philosoph," da mir das etwas ganz Neues sein Fabrit. Jetzt ließ sich auch Joseph Reinisch aus Bleichungen Stellvertreter und Sekretäre: Streit und Barth eben anmelden. Der schlichte Landmann hatte seit dem Tage, daselbst. The da wir zum ersten Male seine Bekanntschaft in der Oberkommando des Nevolutionsheeres: in der Stadt: Schreiberstube des Dr. Raffmaus zu machen Ge- Wießner. Auf dem Lande: Reinisch. legenheit hatten, eine entschieden andere Haltung Haupt- Verpflegungsamt: Mandel, Lokal des Konsum- lichsten Dienste leisten." angenommen und bewegte sich mit einer selbstbewußten vereins. männlichen Würde, die aber frei von allem Dünkel blieb. Nur in der Begrüßung der eleganten und schönen Damen, die er unvermuthet an diesem Orte vorfand, konnte er einige bäuerliche Verlegenheit nicht bemeistern. Quartieramt: Draht, Lokal des Volksblatt. Sicherheitsamt: Habicht, Bureau des„ Boltsblatt". Hauptordner: Hanke. gemacht." würde." Sie werden dazu immer noch Zeit haben, wenn erst einmal die Arbeiter- Kompagnien formirt sind und die Nun, Herr Reinisch, was haben Sie Gutes zu verAftion begonnen hat. Wir haben die Ernennung melden?" fragte Lange den Bundesgenossen, nachdem er dem- Ich glaube, die Thätigkeit ist so am Besten vertheilt, der Kommandanten der Wahl der Leute oder der des selben die Hand geschüttelt und ein Diener ihm einen Rohr wenigstens hat man bis jetzt keine besseren Vorschläge Ober- Kommando's überlassen und nur die Stelle eines stuhl gebracht. General Adjutanten für unseren Freund Jwan vor " Ich darf eine lebhafte Betheiligung von Seiten der Und ich bin bei Seite gefeßt; das ist der Welt behalten." ländlichen Bevölkerung anmeldent; Hunderte schmieden bereits Lohn", rief der Philosoph mit einem Ausdruck komischer Und wer besorgt die Befreiung von Barth und ihre Sensen gerade; wer nicht mit in den Kampf zieht, der Verzweiflung. Das kommt davon, wenn man nicht da ist; Streit?" fragte Jwan. hat sich bereitwillig gefunden, an den nothwendigen Arbeiten die Abwesenden behalten leere Teller." Diese haben sich die Herren Wießner II und Noack theilzunehmen. Die Bahnwärter Häuser werden noch in" Was wollen Sie denn, Herr Mensch; ich war mit ausgebeten; ich glaube, fie liegt in guten Händen." dieser Nacht besetzt, und das Aufreißen von Schienen tann zugegen, hatte Rath und Stimme im Romitee und bin Wie wär's, Herr Mensch, wenn wir als Freiwillige eine Stunde nach erhaltenem Befehle ins Wert gesetzt bennoch bei Anweisung der speziellen Bosten übergangen uns dieser Expedition anschlössen?" fragte Iwan thaten sein. Diese Nacht legen wir längs den Straßen Erdwälle worden," entgegnete Frank lachend. burstig. " 1900 an, um die Kavallerie zu hindern, dort zu manöveriren und" Ja, es ist wahr," rief der Philosoph ebenfalls lachend. Es soll mir ein ganz besonderes Vergnügen sein," etwaigen Buzug abzuschneiden. Mit der Gendarmerie Wie in aller Welt ist denn das zugegangen? Man erklärte der Aufgeforderte und erhob sich schnell. machen wir jetzt kurzen Prozeß, wir fangen sie weg, wol brauchte Sie doch sonst zu allem Möglichen?" ( Fortsetzung folgt.) tobteutauj wirbelnd und schiviudtlnd vorwärts— zum »llgemeinen Bankrott.— Sozialdemokratischer Eid. Die„Sächsische Arbeiten Zeitung' schreibt unter dieser Spitzmarke über einen hoch «tteressanten Prozeß: c t �nt unter den vielen anderen Unsitten in dem Ver- fahren. der herrschenden Klassen gegen die Sozialdemokratie cnich die Unsitte überhand genommen, daß Staatsanwälte und Gerichtshöfe den Eid der Angehörigen dieser Partei als minder- oder gar als gänzlich unbeachtlich hinzustellen wagen. •»"räl'ch wieder hat ein Magdeburger Staatsanwalt in einer Schwurgerichtsverhandlung sich ungefähr dahin geäußert, dap der Eid eines Sozialdemokraten nichts gelten könne, worauf ihm verschiedene Parteigenossen ganz gehörig die Wahrheit geigten. Einen erfreulicherweise anderen Standpunkt nahm das L a n d g er i ch t in N a u m b u r g bezüglich dieser Frage ein. Der Parteigenosse Ad. Hoff mann in Zeitz war im August v. I. vom Schöffengericht zu 43 M. Geldstrafe bezw. 16 Tagen Gefängniß bestraft worden, weil er der Beerdigung einer Genossin einen Kranz mit rother «chleife in das Grab geworfen und dabei die Worte„Im otamen der Sozialdemokratie widmen wir diesen Kranz' ge- sprachen haben sollte. Letzteres wurde als das Halten einer mcht genehmigten Laienrede aufgefaßt. Bor dem Landgericht hielt nun Hoffmann daran fest, daß er diese Worte gar nicht gesprochen habe, und brachte Zeugen dafür im Gegensatz zu den Belastungszeugen. Ueber die Aussagen dieser Zeugen und die Glaubwürdigkeit derselben spricht sich nun das Urtheil wie folgt aus: »Im Gegensatz aber stehen die Anssagen der Zeugen über die von der Anklage weiter zu Ungunsten des Angeklagten herangezogene, von diesem bestrittene Thatsache, daß der An- geklagte beim Hineinwerfen des Kranzes in das Grab die Worte gesprochen habe:„Im Namen der Sozialdemokratie widmen wir diesen Kranz!' Diese Thatsache wird von den Zeugen Hoppe(Polizei- sergeant, der die Anzeige gemacht hatte). Henniger, John, Bogen- Hardt und der Zeugin Meinecke bekunder, von den Zeuginnen Nikodemus und Hartenstein, sowie den Zeugen Schindler und Siltig in Abrede gestellt. Der Umstand, daß von den letzt- genannten Zeugen der Zeuge Sittig Mitglied der sozialdemo- kralischen Partei ist und daß zu eben dieser Partei, welcher auch der Angeklagte angehört, der Zeug« Schindler wenigstens in Beziehung steht, kann für das Gericht nicht in Betracht kommen. Im Uebrigen aber ist das Für und Wider der ein- ander entgegenstehenden Zeugenaussagen«inander gleich. Alle äeugen haben sich, als der Angellagte den Kranz in das rab warf, in unmittelbarer Nähe deffelben, also an einem solchen Ort befunden, wo ihnen von den in Betracht kommenden Vorgängen nicht? entgehen konnte. Wenn die Zeugen Hopp« und Henniger, und die Zeugin Meinecke dem Angeklagten gegenüber am Kopfende des Grabes gestanden haben, so kommt auf der anderen Seite in Betracht, daß sich der Zeuge Schindler zwischen den ersteren und dem Angeklagten und die Zeugin Nikodemus gar nur 1 bis L Schritt seitwärts hinter dem Angeklagten befand. Wenn weiter zwischen den Angeklagten, dem Zeugen Sittig und dem Zeugen Schindlet dadurch, daß sie einer Partei, abgesehen davon, daß dieselbe die sozialdemokratische ist, angehören, oder zu ihr in Ve- ziehung stehen,«in gewisses Band besteht, so ist ein Band, wenn auch anderer Art, auch zwischen den Zeugen Hoppe, Henniger, John, Bogenhardt und der Zeugin Meinecke vor- Händen. Es sind nämlich die drei letztgenannten Zeugen lediglich vom Zeugen Hoppe»ruirt(ermittelt) worden, und de- fremden mußte es, daß, so oft in der jetzt vor dem BerufungS- gericht stattgehabten Hauptverhandlung eine Frage an den Zeugen Henniger gerichtet wurde, dieser sich mit seinen Blicken erst an den Zeugen Hoppe wandte. Bei dieser Lage der Sache konnte nicht für erwiesen erachtet werden, daß der Angeklagte die inkriminirten Wort« wirklich gesprochen hat." Austreten des Vertheidigers Herrn Rechtsanwalts G. Hoffmann. Leipzig zu verdanken. Dieser erklärte nämlich, als der Staatsanwalt die Werthlosigkeit der sozialdemokratischen Eide gegenüber den olizeilichen betonte, kurzer Hand dem Gerichtshose, er müffe a u f ede Aertheidigung überhaupt verzichten, wenn sich as Gericht auf diesen staatsanwaltschaftlichen Standpunkt stelle. Diese äußerst richtige Abfertigung verfehlte ihren Ein- druck auf die Richter nicht. Und man muß sagen, daß die Berichte alle Veranlassung hätten,«her die Eide der Polizei- beamten als diejenigen der Sozialdemokraten etwas zu bearg- wöhnen. Denn durch das übergroße Vertrauen, das man den Polizisteneiden zugewendet hat, kann es kaum ausbleiben, daß manche Polizeibeamte verlernen, es mit ihrem Eide hübsch ge- nau zu nehmen. Wir haben genug Fälle erlebt, wo in erster Instanz Polizeibeamte Dinge beschworen haben, die in zweiter Instanz von vielen anderen Personen als unwahr erwiesen worden sind.— Die Kannegiehereie» eine? Theiles der deutschen Presse über die Kieler Kaiser-Zusammenkunft geben den französischen Blättern unerschöpflichen Stoff für gute und schlechte Witze. Verdient ist die Strafe — sie wird aber nichts nutzen. Das Kannegießern und daS politische Prophetenthum sind Krankheiten, von denen noch »einer kurirt worden ist.— Ueber die Politik der Sozialdemokratie, Haupt- sachlich mit Bezug auf die schweizerischen VerhäU- süsse, hielt Genosse Steck aus Bern am 1. Mai einen Portrag, den wir im„Schweizerischen Sozialdemokrat' und Baseler„Volksfreund' veröffentlicht sinden. Obgleich der Gegensatz einer„revolutionären' und einer„reforme- rischen" Richtung innerhalb der sozialdemokratischen Partei n» Teutschland nicht vorhanden ist, so haben die Aus- sührungen Steck's doch auch für uns Interesse. Er komnit folgenden Schlußfolgerungen: „Die revolutionär« Sozialdemokratie braucht die wirk- uchen, wenn auch verhältnißmäßig geringfügigen Erfolge der reformerischen Richtung nicht zu verschmähen, wenn sie schon die Resultate einer von ihr nicht als die beste und, vor allem, nicht als die einzig richtige anerkannten Taktik sind. Sie kann auch, ohne Aufgabe ihres Standpunktes, einzelne politische Altionen der Resormpartei wohl unterstützen. „Andererseits muffen die ehrlichen und«insichtigen Sozialdemokraten reformerischer Richtung die Gefahren ihres Verhaltens, wie ich sie geschildert habe, auch wohl einsehen. Sie müssen, wenn es ihnen um die Sozial- demokrati« Ernst ist, froh sein darüber, daß eine revo» lutionäre Partei diesen Gefahren entgegenwirkt. Wir dürfen von den aufgeklärten Führern der Reformpartei sogar ver- langen, daß sie revolutionär denken, wenn sie auch ihr« politische Praxis von opportunistischen Gesichtspunkten zunächst bestimmen lassen. Denken sie aber revolutionär, so kann ihnen auch daS Verständniß für die revolutionäre Richtung nicht fehlen, und dieses Verständniß muß ihnen sagen, daß diese Richtung un B runde die rechte ist, wenn sie auch den heute noch bestehenden kapitalistischen Machtverhältnissen gegenüber ihrer eigenen Taktik den Vorzug geben. »Auf diese Weise haben beide Richtungen neben einander der sozialdemokratischen Bewegimg Raum._ Jede hat in igte Aufgabe und ihr Verdienst. Ihr Streit kann daher mit Bezug auf die praktische Politik zu einem Wettstreit sich gestalten. Die Reformrichtung wird die praktisch politischen Erfolge für sich haben, die revolutionäre Richtung wird in der Propaganda siegen, je weiter die praktischen Dinge fort schreiten. „Wir wünschen in erster Linie eine starke revolutionär sozialdemokratische.Partei und halten diese für die Haupt- unserem Programm nicht widerspricht, besten Erfolg.'Wir können uns also mit der Sozialreform wohl vertragen, wo sie uns nicht in den Weg tritt. Wir wünschen aber und streben danach, daß die revolutionäre Partei die mächtigste werde. Wir wünschen, daß die Sozialreform unnöthig werde und der Sozialrevolution im sozialdemokratischen Sinne Platz machen dürste.— „Indem wir aber eine Revolution für unser Ziel als unumgänglich nothwendig, ja, als unsere eigentliche Aufgabe betrachten, vergessen wir keineswegs, daß auch eine Revolution ihre Zeit braucht. Sie kann nicht von heute auf morgen sieges- fähig werden. Sie muß wachsen und sich heranbilden Jahre lang, bis sie zur Reife, zur vollen Kraft und zum endlichen Entscheidungskampfe gelangt. Die Entscheidung kann auch nicht durch ein Kommandowort herbeigeführt werden, wie etwa wohl einzelne, nichts entscheidende Krawalle und Putsche. Die realen Verhältnisse müssen sie bringen und werden sie bringen zur rechten Zeit, wenn wir zu warten verstehen. Wir können uns nur bereit halten.— „Unsere Partei soll eine revolutionäre Partei sein dadurch, daß sie an entschlossenem revolutionären Wollen festhält immer- dar und daß alle ihre politischen Handlungen und Aeußerungcn von einem solchen Wollen Zeugniß ablegen. Halten wir stets das Banner der reinen, unverhüllten Sozialdemokratie hoch, bekennen wir uns frei und offen zu ihm und verleugnen wir es niemals! Unsere Propaganda sei immer eine revolutionär« und unsere Forderungen seien revolutionäre! Gedenken wir ohne Unterlaß unseres einzigen, großen Zieles und handeln wir nur so, wie es dieses Ziel von uns verlangt! Der gerade Weg ist der beste. Seien und bleiben wir stets, in Gesinnung und That, revolutionär« Sozialdemokraten, nichts Anderes! Das Weitere wird sich finden.' Unseres ErachtenS kann von einem Gegensatz Sozialreform und Sozialrevolution nur dann die ede sein, wenn den beiden Worten die Bedeutung ver- schiedener Ziele beigelegt wird. Eine„Sozialreform' welche die Erhaltung und Fe st igung der kapitalistischen sgrundlage zum Zweck hat, ist der Sozialdemo- kratie natürlich ebenso feindlich, wie der Staatssozialismus, der mit Sozialismus nichts Anderes gemein hat, als den Namen. Zwischen einer„Sozialreform' dagegen, welche die Umgestaltung der kapitalistischen Gesellschaftsgrundlage und die Beseitigung des Kapitalismus durch den Sozialismus erstrebt, und einer„Sozialrevolution' besteht kein prinzipieller Gegensatz, sondern nur«in Unterschied des GradeS und der Methode.-- Eine angeblich amtliche Erklärung bezüglich der Przibramcr Katastrophe bestreitet die Richtigkeit der auf dem österreichischen Arbeiterkongreß von unseren Genossen vorgebrachten Thatsachen. Da diese„amtliche' Er- klärung nicht daS Ergebniß der noch in vollstem Gange befindlichen Untersuchung, sondern blos die einseitige Darstellung von Beamten ist, die selber Partei, und zwar angeklagte Partei sind, so hat sie für uns wie wohl für jeden denkenden Menschen gar keinen Werth, und kann die schweren Anklagen, welche erhoben worden sind, in keiner Weise erschüttern.— Bauernunruhe» in Italien. Bei Palermo— auf der Insel Sizilien— find Bauernunruhcn ausgebrochen. Die armen Landlente, die am Verhungern sind und dabei noch Steuern für Soldaten bezahlen sollen, find irgendwie in Konflikt mit dem Militär gekommen. Vier wurden todt- geschossen, viele verwundet, vierzig verhaftet. Der Staat ist gerettet— und der Dreibund hoffentlich auch.— Die italienisch« Krisis. Heute soll die Abstimmung über das Steuerprovisorium erfolgen. Die Regierung rechnet für ihre sechs Zwölftel auf eine Mehrheit von 20 Stinimen, sie hat aber zugleich erklärt, daß sie eventuell auch mit einem Zwölftel sich begnügen werde und daß die Kammer dann sofort in die Berathung des Etats einzutreten habe. Demüthiger und schwächer kann man nicht sein. Die Neuwahlen sollen, wie schon mitgetheilt, im Oktober erfolgen.— Die Nachricht von Emin Pascha's Tod hat bis jetzt keine Bestätigung gefunden, so daß Zweifel an der Richtigkeit austauchen.— Die Borbereitung eines internationalen Streiks ist, einem Londoner Telegramm zufolge, vom Kohlen- arbeiter-Kongreß mit großer Mehrheit für den Fall beschlossen worden, daß die Regierungen den Acht- stundentag verweigern. Die Nachricht ist nicht recht klar. Wir müssen weitere Mittheilungen abwarten.— Wieder einmal! Dieser Wahlkampf ist der wichtigste, bedeutungsvollste, den England jemals ge- habt, orakelt der alte G t a d st o n e, der bei jedem der vielen Wahlkämpfe in seinem langen politischen Leben regelmäßig dasselbe orakelt hat. Dabei hämmert er tüchtig ans die Freihandelspauke— genau wie vor 50 Jahren. Wenn er nur die große liberale Partei zusammenhämmern könnte! Sie ist das Bild vollständigster Zerfahrenheit.— Die Präsidentenwahl in Amerika findet alle vier Jahre im November statt, und zwar in folgender Weise: Am Dienstag, der auf den ersten Montag im Monat November folgt, in diesem Jahr« also am 6. November, wählt das Volk in den verschiedenen Staaten die„Elektoren'(Wähler, Wahlmänner), welchen die direkte Wahl eines Präsidenten und «ize-Präsidenten obliegt. Jeder Staat hat so viele Elektoren, als ihm zusammen Senatoren und Repräsentanten im Kongresse zukommen. Jeder Staat hat demnach etwa denselben Einfluß aus die Präsidentenwahl als er Einfluß bei der National- Gesetzgebung besitzt. Bei der diesmaligen Wahl sind die ver- sckiedenen Staaten zu insgesammt 444 Mitgliedern des Elektoralkollegs berechtigt, wovon auf Pennsylvanien 32 ent- fallen. Die Nomination der Elektoren erfolgt durch die ver- schiedenen Staatsorganisationen. Die erwählten Elektoren versammeln sich in ihren ver- schiedenen Staaten am ersten Mittwoch des Monats Dezember nach ihrer Wahl und geben dann ihre Stimmen für den Prä- sidenten und Vize-Präsidenten ab. Dies« Stimmenabgab« ist jedoch rein« Formsache; es war wohl die ursprüngliche Absicht der Berfasser der amerikanischen Konstitution, daß diese Elek- toren bei ihrer Zusammenkunft über den Charakter und die Fähigkeiten der verschiedenen Kandidaten berathen und nach bestem Wissen und Gewisien für den einen oder den anderen der Kandidaten ihre Stimmen abgeben, doch mit der Zeit und durch strikte Abgrenzung der verschiedenen politischen Parteken rde diese Absicht vereitelt, da die Elektoren nur mit Rück- die wurde stcht auf die von ihnen vertretenen Kandidaten er- wählt werden, und verpflichtet sind, für jene Kan- didaten ihre Stimmen abzugeben. Unter diesen Um- änden würde eine Uebertretung dieser wohlverstandenen erpflichtung seitens eines Elektors als politische Usurpation, als ein Betrug seiner Wähler und als entehrend für das be- treffende Individuum betrachtet und verdammt werden. Nachdem die Elektoren sich versammelt und ihre«stimmen abgegeben haben, werden drei Bescheinigungen der Stimmen- abgäbe ausgestellt und versiegelt und ein Bote ernannt, welcher eins dieser Zertifikate vor dem ersten Mittwoch des folgenden Januars an den Präsidenten des Senats in Washington ab- zuliefern hat. Ein zweites wird per Post sofort an den Senatspräsidenten abgesandt und das dritte wird bei dem Ver. Staaten Distrikts- Gerichte des betreffenden Distriktes hinterlegt. Am zweiten Mittwoch des Monats Februar werden sämmtliche Zertifikate bei einer gemeinschaftlichen Sitzung des Senats und Repräsentantenhauses geöffnet und diejenigen Kandidaten als erwählt erklärt, die eine Majorität sämmtlicher Elektoralstimmen erhallen haben. Sollte kein Kandidat eine solche Majorität erhalten haben, dann bestimmt die Konstitution, daß das Repräsentantenhaus die Wahl vornimmt. Dabei müssen mindestens zwei Drittel aller Staaten vertreten sein und jeder Staat ist zu nur einer Stimme berechtigt. Eine Majorität sämmtlicher Staaten, ob vertreten oder nicht, giebt den Ausschlag. Dieser Fall ereignete sich im Jahre 182S, als John Quincy Adams vom Repräsentantenhause für den zehnten Präsidentschafts- termin erwählt wurde, und in 1300, als Thomas Jefferson zum ersten Male Präsident wurde. Die Konvention von M i n n e a p o l i S hat nach verschiedenen Wahlgängen H a r r i s o n, den jetzigen räsidenten, e i n st i m m i g als Kandidat der republikanischen artei aufgestellt. Es fragt sich nur, wie lange die Einigkeit vorhalten wird. Blaine ist nicht der Mann, der sich dem Partei-Jntereffe unterordnet.-- PavfetnsHöviäifen; »rford- venoig ge- Weae» der ReichStagS-Nachwahl, die in Halle». W. infolge des Todes Kleist-Retzow's nothwen worden, wird am 1». Juni Nachmittags in Herford, und im Saale deS Herrn Ströter.~ Parteikonferenz al aus den benachbarten! zwar Die dcmokratis sammlung «n Arbeiter Bremen» haben einen «rein gegründet, dem in der betreffenden öfort 25 Mitglieder beitraten. sozial« ii Ver- Fortgesetzte Ausbreitung der Sozialdemokratie in Württemberg wurde auch auf dem Ravensburger Katholikentag« konstatirt. Mau nahm daselbst eine Re- olution, in welcher um Agitatton für den katholischen VolkS- verein aufgefordert wird, mit der Begründung an, daß„die Gefahr der Sozialdemokratie immer noch wächst' und die an- Leblich„verderbliche Gesellschaft' unserer Parteigenossen„auch 'chon in Oberschwaben mit aufreizenden Schriften, Agitationen, Vereinen und Versammlungen rührig an der Arbett ist'; ein Sieg der Sozialdemokratie dort würde auch in anderen Gegenden eine Wirkungen allenthalben üben.— Di« schwäbischen Sozial- demokraten können mit dieser guten Zensur zufrieden sein. Der Bertheilnng von Druckschriften unter der länd- l i ch e ii Bevölkerung haben sich an beiden Pfingstfeiertagen zahlreiche Bielefelder Parteigenossen gewidmet. Sie wurden von den eigentlichen Landarbeitern überall auf» freundlichste aufgenommen. Zur Bekämpfung der Sozialdemokratie hat sich auf Grund einer Anregung der letzten Provinzialsynode in Schlesien ein„Evangelisch-sozialer Provinzialausschuß' gebildet, an dessen Spitze Graf Edwin von Rothkirch-Trach steht und zu dessen Mitgliedern u. A. gehören Graf Arn»m-Mustau, General- uperintendent D. Erdmann, Konsistorial-Präsi- v en t Dr. Stolzmann, RegierungS-Präsident a. D. von Flottwell, Professor Dr. Elster— kurz alles Leute mit den pompösesten Titeln. Da diese Herrschaften die Sozialdemokratie doch jedenfalls mit Erfolg bekämpfen wollen, so sind wir selbstlos genug, we- nigstens den beiden Grafen, und namentlich dem Grafen Arnim- Muskau als nach sozialreformerischer Annahme bestes Mittel vor« Einkommeneverbältnisse ihrer Land- zuschlagen, doch die und sonstigen fem. Versammlungen, kurz alle die! ausschuß die Sozialdemokratie lich Nicht». Positive» wolle» nzieh müge rbeiter recht bald auszubess Schriften, die Bildung von mig' von sozialen Fragen in mit welchen der Provinzial- todlzümachen hofft, sie Helsen wirk- wolle» die Arbeiter haben, eß-, trink-, .bares— gut« Nahrung, gute Kleidung, gute Wohnung, genügende Muß««. s. w. Also nicht gesäumh frisch voran mit Arbeitszeits-Berkürzung ur....... lich Nicht« wohn- und und Lohnerhöhung! Es gilt a das Wohl der arbeitenden Klassen, um das Ihr edlen und rommen Herren Euch so schwere Muhe� macht. Polizeiliche», Gerichtliche» it. Donnerstag hat der veranlworllich« Redakteur des derBolksblatt', H. Becker, ein« vierwöchig« — Am Saalfell Freiheitsstrafe im dorttgen Amtsgerichtsgefängniß verbüßt. Gegen hn schwebt noch ein Prozeß wegen angeblichen Vergchens gegen den Z 131 St.-G.-B.; hoffentlich erfolgt in dieser Angelegenheit �— E. S?öller, der frühere Redakteur der„MSrk. Volks- timme', ist am 3. Juni aus dem Zentralgesängniß zu Kottbus enilässen worden, woselbst er wegen Beleidigung der Pastoren Hirsch und Kalifch zufolge eine? Urlheils der Strafkammer Frank- urt a. O. 6 Monate Gefängniß verbüßt hat. — In Braunschweig wurde der Redakteur des dorttgen .Volksfreunds', P. B ra u n, auf Veranlassung der Staatsanwalt- chaft Saarbrücken verhaftet, um in die Strafanstalt zu Trier überführt zu werden. Braun war als Redakteur von„Schlägel und Eisen" wegen Majestätsbeleidigung in Saarbrücken zu sieben Monaten Gefängniß verurtheilt worden und hatte dagegen beim Reichsgericht Revision eingelegt. Dieselbe ist vom Reichsgericht verworfen worden; Braun war jedoch bis zu seiner Verhaftung noch nicht im Besitz dieses Urtheils. Augenblicklich schweben eaen ihn in Braunschweig noch zwei Anklagen.— Von der Ver- astung Braun'? erfuhr die Redaktton des Braunschweiger„Volks- reunds' erst durch andere Blätter. Weder ihr noch Braun war ei der Sistirung desselben Seitens des betr. Kriminalbeamte» mitgetheilt worden, um was es sich handle. — Der Antrag des Redakteurs G r o t h, von der V i« l e« selber„Volksmacht', den Antritt einer wordenen Gefängnißstrase auf einige Wochen sein« Familienverhältnisse zu verschieben, ist abgelehnt worden. Demgemäß wird Groth in den nächsten Tagen in das Herforder Gefängniß übersiedeln müssen. — Das Landgericht zu F r a n k e n t h a l hat die Berufung kostenfällig verworfen, welche Landtags-Abgeordneter Dr. R übt gegen den Spruch des Ludwigshasener Schöffengerichts einlegt� „as ihn zu 200 M. Geldstrafe verurtheilt«. rechtskräftig ge- mit Rücksicht auf Für den Juhalt der Juserate über. Neue Welt. Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. Heute, Sonntag: nimmt die Redaktion dem Publikum Bon 4 Uhr Konzert, Spezialitäten, Feuerwerk. gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 12. Juni. Opernhaus. Ritter Pásmán. Montag: Cavalleria rusticana. Hierauf: Das Nachtlager in Granada. Schauspielhaus. Narziß. Montag: Imogen( Cymbelin). Berliner Theater. Demetrius. Montag: Der Hüttenbefizer. Deutsches Theater. Wildniß. Der Sohn der Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Leffing- Theater. Irrlichter. Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. Montag: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst Theater. Gigerin von Wien. Montag: Groß- Wien. Ofend- Theater. von Berlin. Die Kellnerinnen Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Heißes Blut. Montag: Dieselbe Borstellung. Bellealliance- Theater. Der Aben teurer. Montag: Diefelbe Vorstellung. Kroll's Theater. Undine. Montag: Lorle. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg) Sonntag, den 12. Juni: 1. Theil: Grosse Specialitäten- Vor14stellung. 2. Theil: Die Sonntagsjäger. Posse Nachmittag: Im Bal champêtre: Grosser Ball. Mimiker Bolton. Neu! Yokohama Truppe. Sensationell! Liebesabenteuer im Garten, gr. Pantomime. Montag: Sommerfest der freißtunigen Bürgerschaft Seriins. Th. Keller's Hofjäger, Achtung! Achtung! Die Arbeiter- Bildungsschule veranstaltet am Sonntag, den 24. Juli, in Friedrichshagen( Müggelschloß), ein großes Volks- Fest Entree 25 Pf., Vorverkauf 20 Pf., Kinder in Begleitung 5 pr. aus dem Mittelalter d. 19. Jahrhunderts, verbunden mit Festzügen, 鑼 Hasenhaide, darstellend: Einige Episoden aus der Geschichte, lebende Bilder, Bergmann- Straßen- satyrische Schaustellungen, Jahrmarktstreiben und sonstige Volks. Edke. Belustigungen. Fadj-, politische und Vergnügungs- Vereine werden ersucht, an diesem Tage keine Vergnügungen abzuhalten. 488/2 Der Vorstand. Hente, Sonntag, den 12. Juni 1892: Großes Garten- Konzert. Jm großen Saale: Ball. Marionziten- Theater. Volksbeluftigungen. Mittwoch, den 15. Juni cr.: 2. gr. Kinderfest m. Gratis- Berloosung. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf. A. Fröhlich. Konzert- Park ,, Viktoria", Frankfurter Allee 72. Sonntag, den 12. Juni 1892: Grosses Garten- Konzert. Spezialitäten- Vorstellung und Ball. Dirigent: Hr. Gelfort. Artistischer Leiter: Hr. Robentisch. Auftreten der Mr. Fey and Miss State, phänomenale, unerklärliche Gedankenübertragung u. Gedächtnißkunst. Mr. Wallini, Evolutionen auf dem 60 Fuß hohen Flugfeil, fo= wie Tanzen und Manöveriren auf dem englischen Drahttabel. Auftreten fämmtlicher Spezialitäten. Raffeeküche von 2 Uhr ab. 4/10 Bier 15 Pf. Weißbier. Anfang 4 hr. Montag, den 13. Juni 1892: Grosses Kinderfest. Restaurant Treptow. ,, Park- Schloss" In 1 Akt von Kalisch u. Moser. Grösster Garten. Legen aller Art. Jeden Sonntag: Tauz. Volksin Segelbahnen. 3. Theil: Zwölf Mädchen in Uni- Konzert. 1 Akt von L. Angely. beluftigungen NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen fassend, ist zu FestArbeiter- Bildungsschule ( Ost- Bezirk). Am Sonntag, den 19. Juni: Grosses Waldfest im ,, Müggelschlösschen" in Friedrichshagen, unter Mitwirkung des Gesangvereins Freya"( gem. Chor) und„ Karthaus'scher Gesangverein ,,( Mitglieder des A.-S.-B.), sowie des Musikver. Hoffnung". Gesellschaftsspiele aller Art. Abends: Kinder- Fackelzug. Kaffeeküche steht zur Verfügung. Abfahrt Schlesischer Bahnhof Vormittags 9,32 und 10,2 Uhr. Billets à 10 Pf. find in den Schulen, sowie in den mit Plakaten versehenen Handlungen zu haben. Um zahlreiche Theilnahme bittet 459/20 Die Schulkommission. Verein gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 18. Juni 1892, im Saale und Garten des Herrn Schwarzmüller, Kolbergerstraße 23: III.Stiftungs- Fest, verbunden mit humoristischen Vorträgen und Tanz, Sängerbundes). form. Vaudeville- Burleske in lichteiten 2c. von Mitte Juni ab an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. unter Mitwirkung des Gesangvereins Sorgenlos( Mitglied des ArbeiterAn der Verbindungsbahn. Treptow. Köpnicker Landstrasse. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. 4. Theil: Specialitäten Vorstellung. Zum Schluss: Der Zauberbrunnen der Najaden, grosses Balletdivertissement, ausgeführt von dem aus ff. Lagerbier 0,42it. 15 Pf. Münchener 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Kegelbahnen. W. Jacob. 20 Damen bestehenden Corps de Ballet. Anfang: des Konzerts 62 Uhr, der Vorstellung 72 Uhr. Bei ungünstiger Witterung bieten die gedeckten Hallen Schutz tür ca. 3000 Personen. Treptow Restaurant Karpfenteich. Jeden Sonntag: Tanz. Kaffeeküche täglich geöffnet. An den Wochentagen für Bereine, Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Otto. Jeden Sonntag: Tauz. strasse. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Morgon: Grosse Vorstellung. Treptow. ParkWallner- Theater. Bade's Volksgarten. Berglides Wei. BairischBen- Ali Bey's orientalische Treptow. 2023L B. Zornow's Restaurant, Neue Krug- Allee. Kegelbahnen, Kaffeeküche, Tanz- Salon.[ 2412L Zauber und Wunder. Friedrichshagen. Kasseneröffnung 18 Uhr. Anf. 8 Uhr. Friedrichshagen. ,, Restaurant ,, Restaurant Gesellschaftshaus", Festrede, gehalten vom Reichstags- Abg. Wilh. Liebknecht. Anfang 8 Uhr. Herrenbillets 50 Pf. Damenbillets 25 Pf. inkl. Tanz Billets find zu haben in den mit Blafaten belegten Stellen, sowie bei den Vorstandsmitgliedern F. Solisch, Admiralstr. 36; G. Rumland, Oranienstraße 19; E. Busche, Mariannenstr. 7; Haase, Lausigerstr. 45; D. Schulze, Thurmistr. Triftstraße 2. t. 18; 23. Arndt, Wöhlertstr. 16'; A. Guhn, Grenzstr. 2;. M. Maive, NB. Es findet am Montag, den 18. d. M., Abends 82 Uhr, bei endt, Köslinerstr. 17, eine Mitglieder- Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag. Referent Otto Thierbach. 2. Diskussion. 3. Bereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Die Kollegen, namentlich aus dem Norden, werden gebeten, sich dort einzufinden. 158/10 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Große öffentliche Versammlung Preise: Barqu. 3, 1,50 und 1 M. empfiehlt den Besuchern seine schattigen Vor- u. Sintergärten, Saal, 2 Reger- des Sozialdem. Wahlver. für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis Ränge: 3, 2, 1 M. und 50 Pf. Loge bahnen, Billard 2c., Kaffeeküche à Str. 60 Pf. einer fról. Benutzung. P. Jlges. 4 und 3 M. Rinder die Hälfte. Borverkauf: Invalidendant und an der Theaterkaffe. 615M Viktoria- Brauerei. Lüßow Straße 111/112. Im Konzertgarten: Heute sowie täglich ( Sonnabends ausgeschl.): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 7 Uhr. Borverkauf Billets heute keine Giltigkeit. Tempel's Bierhaus u. Garten. Langestrasse 65. 2544L I am Dienstag, den 14. Juni cr., Abends 81/2 Uhr, B bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75.. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Rechtsanwalt Arthur Stadthagen über Angelegenheiten.- Gäste sind gern gesehen. 474/3 Allen Parteigenossen empfehle mein Weiss- und" Finden gelehrte Gerichte die Wahrheit selten"? 2. Diskussion. 3. VereinsBairisch- Bierlokal. Großes Vereinszimmer frei. Bis 12 Uhr Nachts geöffnet. Gustav Tempel, Langeſtr. 65. Landsberger Allee 39/40 Elysium Landsberger Allee 39/40 Sonnabend, den 18. Juni 1892: VII. Stiftungs- Felf des Gesang- Vereins ,, Lorbeerkranz" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Entree 50 Pig Zum Besten d. in d. Kochstrasse verunglückten Maurers Rathmann. Im Garten: Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 1hr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Täglich: Alt- Moabit 80/81. Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. 164/19 ACTIEN Um 10 Uhr: Kinder- Fackelzug. Im Saal: Gr. Ball. Programm 20 ẞf. Es labet alle Kollegen und Freunde freundlichst ein RIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute, Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert. W. Bölime. Anfang 42 Uhr.[ 25621 Eintritt 30 ẞf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Nordhäuser Getr.- Kümmel • Liter 65 Pf. 65 Franz Beyer, Chaussee- Str. 103. Das Komitee. Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung der Wirker u. Wirkerinnen am Montag, den 13. Juni cr., Abends 8 Uhr, T im Restaurant Feindt, Weinstraße 11. Tagesordnung: 1. Rechenschafts- Bericht des Vertrauensmannes. 2. Diskussion. 8. Ber schiedenes.-Um zahlreiches Erscheinen ersucht 510b Der Einberufer: G. Janz. Grosse öffentliche Versammlung der Drechsler Berlins Skeg am Montag, den 13, d. Mts., Abends 81/2 Uhr, S bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tages- Ordnung: 138/19 1. Abrechnung des Vertrauensmanns. 2. Wahl einer Agitationstom mission. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Konzert- Part ,, Biftoria" Bentral- Kranken- u. Sterbekasse d. Tapezirer zc. Frankfurter Allee 72. Größtes und schönstes Etablissement im Osten Berlins, mit prächtig schattigem Garten und großen Sälen.[ 24972 Jeden Sonntag Konzert, Borstellung, Ball. Entree im Vorverkauf 10 Pf. Wochentags Frei- Konzert. Kaffeeküche täglich von 2 Uhr. Weiß- Bier! Bairisch Bier 0,4 Liter 15 Pf. = Achtung! Allen Freunden und Bekannten die Mittheilung, daß, ich wegen zu hoher Miethssteigerung Mittwoch, den Maitrank, täglich frisch, 15. Juni, mein Botal räume. Flasche 60 Pf. Franz Beyer, 25682 Chauffeeftr. 103. J. Gnadt, Brunnenstr. 38. Verwaltungsstelle Berlin. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 18. Juni, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, Tagesordnung: 1. Neuwahl der Ortsverwaltung, sowie der Revisoren u. f. w. 2. Innere Raffenangelegenheiten. Quittungsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 482b Die Ortsverwaltung. Charlottenburg. Grosse öffentl. Versammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins für TeltowBeeskow- Storfow- Charlottenburg am Dienstag, den 14. Juni 1892, Abends 81/2 Uhr, in der„ Gambrinus- Brauerei", Wallstr. 46 u. Bismarckstr. 23a. Tages.Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen A. Bebel. 2. Dis tuffion. 3. Deffentliche Angelegenheiten. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW', Beuthstraße 2. 456/3 Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 135. dotation handelte, war es Herr Belle, der sie befürwortete, mit Sonntag, den 12. Juni 1892. um 3 9. Jahrg. er Er set Alz Lokales. Bf. billiger als früher, und sogar um 13 Pf. Am Tage darauf wurde sie ermordet. Wagenschütz legte folgendes billiger als jedes Rezept des Gewerts Krantenvereins, der Geständniß ab: Am Montag Abend, nachdem Frau Manzel Flugblatt- Vertheilung. Parteigenoffen, welche sich an der großen Bereinigung von Kassen, die alle festangestellte erzte faum seine Eltern verlassen, habe ihn sein Freund Neukamm beBertheilung eines Flugblatts im 4. Reichstags- Wahlkreise be haben. Die Aerzte haben als Honorar 11 497. 75 Pf. fucht. Derfelbe habe zu ihm gesagt: Mensch, ich habe keine theiligen wollen, werden ersucht, sich heute, Sonntag, Morgens erhalten. Natürlich waren hauptsächlich nur solche Aerzte Arbeit und auch kein Geld, weißt" Du nicht, wie man 8 Uhr, bei Schayer, Reichenbergerstr. 54, einzufinden. Bahlreiche beschäftigt, die in den Arbeitervierteln wohnten, während der welches beschaffen tann?" Er habe geantwortet, daß er ihm Betheiligung ist erwünscht. große Theil derjenigen, die in besseren Gegenden praktiziren, faft nicht helfen könne. Weißt Du denn nicht, wer Geld leer ausging. Ein Arzt hat im ersten Vierteljahr über 800 m., hat?" habe Neutamm ihn weiter gefragt. Jawohl, die Frau Serr Zelle soll nach allem, was vermuthet wird, Ober- fünf über 200 M., fünf über 150-200 m. und acht 100-150 M., Manzel, bie eben bei meinen Eltern war, die hat Geld" habe er bürgermeister werden. Brauchen wir uns diesen muthmaßlichen zwölf 75-100 M., vierundzwanzig 50-75 M. eingenommen. entgegnet, ohne sich weiter etwas dabei zu denken. Neutamm sei Nachfolger Fordenbed's noch näher anzusehen? Wir denken, Aus den oben angegebenen Gründen war der Werth eines Boints nachdentlich davongegangen. Am folgenden Vormittag habe Neufein Name strahlt ohnehin in heller Glorie, und Berlin, mit 11 Pf., d. h. 66 Pf. für einen Besuch. So gering auch dieses tamm ihn auf dem Bau aufgesucht und habe ihm gesagt, daß die Ausnahme der Handvoll Sozialdemokraten, wird das hohe Glück Honorar ist, so ist es doch fast viermal größer, als dasjenige, Frau Manzel unter allen Umständen Geld hergeben müsse. zu ermessen wissen, Herrn Zelle zum Oberbürgermeister zu be- das der Gewerts- Krantenverein feinen Aerzten bezahlt. Es ist Saft Du ein Messer?" habe Neutamm ihn gefragt. Wagentommen. Wir wollen nur an zwei Leistungen erinnern, die für auch sicher, daß in diesem Vierteljahr der Werth eines Points fchüß habe sein Messer aus der Tasche geholt und es dem Neuden Mann charakteristisch sind und die mehr reden als Bücher. ca. 18 Pf. sein wird. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß dem tamm gezeigt. Dieser habe das Messer auf seine Schärfe geprüft Herr Zelle war bei den neuen Schloßplänen hinter den Koulissen Beispiele der Maschinenbauer sicher eine Reihe anderer Kassen und dann gesagt es ist nicht scharf genug, wir müssen es weßen." mit dabei; er war ein anderer vor der Deffentlichkeit im nächsten Jahre folgen werden, so z. B. die der Klempner, der Sie seien dann beide auf den Hof des Neubaues gegangen und und im engen Kreise der Vertrauten und Gleichstrebenden. Goldarbeiter, der Lacirer und Sattler, die in ihren General- während Neutamm den dort befindlichen Schleifstein in Be Das hat erst fürzlich seine zutreffende Beurtheilung erhalten, und versammlungen bindende Beschlüsse schon gefaßt haben mit wegung feste, habe er, Wagenschüß, das Messer gegen den Stein wir wollen nicht unlängst Gesagtes wiederholen. Aber ein zusammen 12 000 Mitgliedern und daß die übrigen hiesigen gedrückt, bis es haarscharf gewesen. Gegen Mittag feien sie anderer Punkt verdient in die Erinnerung zurückgerufen zu werden. Kaffen nur das Ergebniß dieses Jahres abwarten wollen, um dann zusammen nach dem Hause Gartenstraße 53 gegangen, in Als es sich im preußischen Landtage um die Erhöhung der Kron- dann ebenfalls die freie Arztwahl einzuführen. welchem die Manzel'schen Eheleute eine Wohnung in der dritten Etage inne hatten. Neutamm habe ihm gesagt, er solle nur dem ewig denkwürdigen Argument, daß die Lebensmittelpreise so Die Eheschließungen zwischen Ausländern, namentlich touragirt sein und die Frau niederstechen, und er habe sich auch. gestiegen feien. Die Begründung der Erhöhung im Herrenhause: russischen Unterthanen und deutschen Frauen, haben viel bazu bereit erklärt. Während Neutamm unten vor der Thür Damit der Kaifer würdig repräsentire das deutsche Bolt, das Deutsche fach dadurch Mißstände im Gefolge, daß die Frauen gemäß§ 13 wartete, fei er die Treppen hinaufgegangen und habe die Reich", steht logisch und nationalökonomisch wahrlich ellenweit zurüd Biffer 5 des Bundesgesetzes vom 1. Juni 1870 über die Er- Klingel der Manzel'schen Wohnung gezogen. Frau Manzel habe hinter dieser weisen Begründung des Herrn Zelle. Herr von werbung und den Verlust der Bundes- und Staatsangehörigkeit ihm geöffnet. Sein Besuch sei ihr bei dem freundschaftlichen Fortenbeck leugnete den Nothstand; Herr Belle dagegen giebt die die deutsche Staatsangehörigkeit verlieren, oft schon nach kurzer Berkehr, der zwischen ihnen stattfand, nicht aufgefallen. Er sei allgemeine Theuerung zu und leitet daraus als nothwendig her Beit mit ihren Kindern als lästige Ausländer ausgewiesen hineingetreten, habe sich aber nach einigen allgemeinen Redensdie Erhöhung des Einkommens des Monarchen. Herr Zelle werden und in dem fremden Lande, dessen Sprache sie nicht arten wieder verabschiedet. Er sei heruntergegangen, wo Neutamm foll auch„ oben" sehr beliebt sein. Das wird ja eben als vor- tennen, dem Glend entgegen gehen. Um der Gefahr zu be- ihn mit den Worten angeredet:" Nun? Wie ist es?" Er habe waltender Grund angeführt, warum man gerade ihn zum Ober- gegnen, daß die einen Ausländer heirathenden deutschen Frauen ihm gesagt, es sei ihm leid geworden, er könne die That nicht bürgermeister wählen müsse. Um dieser Beliebtheit willen wird aus Unwissenheit in eine solche Lage gerathen, sind die Standes- begehen, Neutamm habe wiederum auf's Gindringlichste auf ihn er sogar Herrn Baumbach vorgezogen. Nun, wir unsererseits beamten mit Anweisung dahin versehen worden, bei Ghe- eingeredet, er möge doch noch einmal hinaufgehen und tönnen dem Urtheil nur beistimmen: Herr Zelle ist in der That schließungen deutscher Frauen mit Ausländern die Bräute auf diesmal Ernst machen und unter allen Umständen Geld ein würdiger Nachfolger Forckenbeck's. den durch ihre Berehelichung eintretenden Verlust ihrer Staats- fchaffen. Endlich Endlich habe er sich überreden lassen, angehörigkeit und die damit verbundenen Folgen aufmerksam zu fei nochmals hinaufgegangen und habe wiederum ges Herr Eugen Richter erklärt es für durchaus unberechtigt", machen. flingelt. Nun? bist Du schon wieder da?" habe die ihm daß man in dem Ausspruche von May Hirsch in seinem„ Gewerk verein", welcher es als unvernünftig bezeichnet, sich in fruchtloser Der Kleine Gipsfiguren Verkäufer, der vor ca. drei öffnende Frau Manzel gesagt; was hast Du denn?" Opposition gegen ein in absehbarer Zeit nicht mehr zu beseitigendes Wochen verschwand, scheint aufgefunden zu sein. Ein Hotel bineingegangen, Frau Manzel fei zum Ausgehen fertig gewefen. Prinzip( das der Alters- und Invalidenversicherung) aufzulehnen, befizer in Bahna bat infolge der vor einigen Tagen gebrachten" Ja, ich bin in zu großer Geldverlegenheit" habe er gesagt, als er ihr in der Stube gegenüber stand, willst Du mir nicht ein den Ausdruck der in der freisinnigen Partei herrschenden An- Notiz die Mittheilung hierher gelangen lassen, daß der Kleine Baar Groschen borgen?" Frau Manzel habe in die Tasche gea fichten erblickt. Die freisinnige Bartei stehe durchaus im Einklang seit drei Tagen dort sei und dort bleiben wolle. griffen, ihrem Portemonnaie Geld entnommen und es ihm ges mit dem Vorgehen der Nürnberger Genossen. Da Herr Eugen Bichter bekanntlich nie lügt, so muß nothwendig Herr Wax jezt in der Proving, ist eine untersuchung wegen Wein eidé jie ihr Portemonnaie wieder einstecken wollte, sei ihr das SchlüffelHirsch flunkern, wenn er ſeine Gewerkvereinler in die Arme des effet. Bor einiger Zeit ist ein tieiner Beamter wegen Er bund entfallen. Sie wollte es wieder aufheben und als sie sich von dem Gegen einen Pfarrer, der früher in Berlin angestellt war, geben mit den Worten: Hier haft Du achtzig Pfennige. " Freisinns" führen will. preffung zu einer Gefängnißstrafe verurtheilt worden. Er hatte Besucher in gebückter Stellung befand, jagte derfelbe ihr das im Der Vorstand des Kreises VIII( Brandenburg) des an den Pfarrer einen Brief geschrieben, er möge seine Tochter, rechten Aermel versteckt gehaltene, geöffnete Meffer in den Rücken. deutschen Buchdruckervereins hat an den Bundesrath das die er geschwängert habe, mindestens in ihrer bitteren Noth Der Mörder gestand dem Untersuchungsrichter dann weiter, daß Gesuch gerichtet: unterstützen, wenn er sie nicht heirathen wolle. Der Pfarrer war er sich um sein Opfer, welches mit einem dumpfen Aufschrei auf Derselbe wolle, da 1. in sämmtlichen Buchdruckereibetrieben nämlich unverheirathet. Der Pfarrer denunzirte den Brief- ein neben ihm stehendes Bett gefunten sei, nicht weiter gefümmert der Provinz Brandenburg vor Verkündigung des Gefeßes betr. fchreiber wegen Erpressung, beschwor als Zeuge, daß er mit der habe. Er habe in den verschiedenen Behältern nach Geld gesucht Abänderung der Gewerbe- Ordnung vom 1. Juni 1891, Ar- Tochter des Angeklagten feinen geschlechtlichen Umgang gepflogen und auch etwa 180 M. gefunden. Während er hiermit beschäftigt beiterinnen über 16 Jahre in den Anfangsstunden der Nachtzeit habe, und so erfolgte die Verurtheilung. Mittlerweile hat der fei, fei Frau Manzel wieder insoweit zu sich gekommen, daß sie beschäftigt worden sind, und 2. die Fortführung des Buch- Berurtheilte fo viel Material herbeigeschafft, daß gegen den anfing, mit Armen und Beinen zu aucten. Er habe nun einen bruckereibetriebes im bisherigen Umfange bei Beseitigung der Pfarrer die Untersuchung wegen Meineids eröffnet wurde. Dem eisernen Ofenvorseher genommen und der halbtodten Frau Nachtarbeit Betriebsänderungen bedingt, welche ohne unverhältniß- Beamten ist einstweilen, bis zur Erledigung des Verfahrens gegen Manzel damit vier oder fünf wuchtige Schläge gegen den Kopf mäßige Kosten nicht früher hergestellt werden können, für das den Pfarrer, Straßaufschub bewilligt worden. Auch nehmen verfekt. Sie fei bald ganz still geworden. Er habe sich entfernt Buchdruckgewerbe der Proving Brandenburg die Ermächtigung fich feiner jegt bereits ein Bastor und ein Rüfter an, die von und die Rorriborthür hinter sich zugeschlagen. Unten habe er ertheilen, bis zum 1. April 1894 Arbeiterinnen über 16 Jahre seiner Unschuld. überzeugt zu fein scheinen, die ihm aber den auf ihn wartenden Neutamm angetroffen. Er habe ihm Seine mitgetheilt, was er begangen und ihm den größten Theil der in ber bisherigen Anzahl während der Nachtzeit und insbesondere noch nicht eine Stelle wieder verschaffen tönnen. an den Vorabenden der Sonn- und Festtage weiter zu be- frühere Stellung hat er durch die Verurtheilung verloren. Die Beute gegeben. Auf den Rath Neutamm's habe er seine mit Schäftigen. Untersuchung wegen Meineids richtet sich zugleich gegen eine Blut besudelten Hände in einer in der Nähe befindlichen BedürfnißIn der Begründung dieser Petition wird u. A. ausgeführt: zweite Person, die um den Umgang des Pfarrers mit dem anstalt gereinigt und dann hätten sie sich getrennt. So lautet das Geständniß des jugendlichen Mörders, der im Bon einer Ueberbürdung der Arbeiterinnen, wie sie in anderen Mädchen gewußt haben soll, dieses Wissen aber als Beuge eidlich nächsten Monat das achtzehnte Lebensjahr vollendet. Industrien vorhanden ist, könne beim Buchdruckgewerbe nicht in Abrede gestellt hat. gesprochen werden; denn dasselbe hat durchgängig eine zehnstündige Eine Skandalaffäre aus den Kreisen der feinen Bours Arbeitszeit, ſtehe alſo ſehr vielen Gewerben und Induſtrien hin- deckt und festgenommen. Vor einigen Lagen wurde ver Argeoisie erregt großes Aufsehen, da sie mit der Verhaftung mehrerer fichtlich der Arbeitszeit voran. Wenn der Bundesrath allen derartigen Gefuchen entsprechen wollte, würde die Einführung und im Untersuchungsgefängniß untergebracht. Beſtern Nach- Ueber die mit großer Diskretion geführte Untersuchung der Ans beiter Neutamm Verdachts des Diebstahls verhaftet den besseren" Kreisen angehöriger männlicher Personen geendet. des ohnehin mageren Arbeiterinnenschutzes schwerlich noch in diesem Jahrhundert erfolgen tönnen. Die Buchdruckereibefizer, mittag ließ er sich dem Untersuchungsrichter, Amtsgerichtsrath gelegenheit erfahren wir Folgendes. Seit einiger Zeit fiel es welche das Gesuch stellen, verdienen Geld genug; fie fönnen Frommel, vorführen, indem er angab, in Betreff der Ermordung den Anwohnern des Müggelsees auf, daß ein dort ankerndes daher die geringfügigen Opfer, welche ihnen das Gefeß auferlegt, der Poſtſchaffnersfrau Manzel wichtige Mittheilungen machen zu Segelboot, das einem Berliner Kaufmann gehört, häufig nächt. et sehr wohl tragen, ohne zu Beütartoffeln und Häring als Haupt- tönnen. Vor dem Richter legte er sodann ein Geständniß ab, liche Fahrten unternahm und daß sich dann in einiger Entmahlzeit greifen zu müssen, wie das bei ihren Arbeiterinnen die wodurch er sich selbst belastete. Er sei zwar nicht der Thäter, fernung von dem Lande auf dem Fahrzeug ein ohrenbetäubender Regel sein wird. aber der Anstister zu diesem Verbrechen gewesen. Der Mörder Lärm erhob, der die ganze Nacht andauerte. Ueber das Wesen sei der kaum achtzehnjährige und Treiben auf dem Segelboot wurde Vieles gemunkelt, und so Stuckateurlehrling Otto dem in der Streliger gelangte die Angelegenheit auch zur Kenntnißnahme der Köpe Die Kommission freier eingeschriebener Hilfskaffen agent necht, welcher Stuckateur Schulz in Arbeit ftehe. nicker Behörde; Ende voriger Woche nun, als die Nacht gegen für Berlin und Umgegend hat in ihrer legten stattgehabten traße wohnhaften Sigung den Beschluß gefaßt, nunmehr für die in Berlin Amtsrichter Frommel unterwarf den Neutamm einem eingehenden 11 Uhr Nachts' die Segel gelüftet und auf den See hinausfuhr, Domizilirenden freien eingeschriebenen Hilfskaffen einen Verband Verhör und gelangte zu der Ueberzeugung, daß dessen Angaben nahm ein Röpenicker Gendarm ein kleines Boot und ließ sich zu gründen. Der Zweck dieses Verbandes soll sein, den ge- auf Wahrheit beruhten. Nach kurzer Zeit war der Staatsanwalt unbemerkt an das größere Fahrzeug heranrudern. Es gelang ammten Hilfe und Krankenkassen, sowie Verwaltungsstellen von Jesch verständigt, die Gerichtssekretäre Riffel und Frischauf dem Beamten, an Bord des legteren zu kommen und hier fand Sentralfassen Bortheile zu verschaffen, welche die einzelnen Kassen wurden beauftragt, sich zu einer Amtshandlung bereit zu halten derselbe die Passagiere der Yacht in Stellungen und Handlungen burch private oder selbständige Vereinbarung zu erreichen außer und der Gerichtsdiener Strehlte erhielt den Auftrag, eine vor, die ihn sofort veranlaßten, vier männliche Personen zu verStande sind. Der Vorstand der qu. Kommission hat bereits Droschke zu besorgen. Die genannten fünf Personen haften und zwar wegen groben Verstoßes wider die Sittlichkeit. da Die Theilnehmer an den nächtlichen Orgien sollen durchweg Statuten entworfen, und dieselben den Mitgliedern zur Begut fuhren zunächst nach dem Neubau Stephanstraße 7, achtung zugehen lassen. Neutamm angegeben hatte, der Stuckateur Schulz Berliner sein. dort mit seinen Leuten beschäftigt sei. Diese Voraussehung traf Ein Menschenleben hat wiederum der Eisenbahn Betrieb Die Orts- Krankenkasse der Maschinenbaner, welche ca. nicht zu. Die Justizbeamten fuhren dann nach dem Hause des 15.000 Mitglieder zählt, gewährt schon seit Beginn des Jahres Stucateurs Schulz, Anflamerſtr. 32. Während der Wagen mit auf dem hiesigen Anhalter Bahnhofe gefordert. As am ihren Mitgliedern die in vielen anderen hiesigen Stassen gleich- den übrigen Insassen in einiger Entfernung hielt, begab sich der Freitag Morgen um 7 Uhr 17 Minuten der Schnellzug aus fall erftrebte freie Arzt wah!, indem sie ihnen erlaubt, Gerichtsbiener Strehlle in das Schulz'iche Haus. Auf dem Flur Frankfurt a. M. einlaufen sollte, überschritt der auf der Güterjedes Mitglied des Vereins der freigewählten Kaffenärzte zu traf er einen jungen Mann in Arbeitskleidung, der sich auf Ver ſtation angestellte 42 Jahre alte Rangirer Bebro Balater aus Bergen in Norwegen, welcher verheirathet ist und in dem Hause tonfultiren. In diesen Verein wird jeder Arzt Berlins und der fragen als den Sohn des Stuckateurs Schulz bezeichnete. Bororte aufgenommen, der sich verpflichtet, den von dem Bor- bei Ihnen ein Lehrling Wagenschüß beschäftigt?" fragte Bergmannstr. 103 wohnte, an der die Yorkstraße überführenden Eisenbahn- Brücke die Schienenstränge. In diesem Augenblick ftande des Herztevereins mit der Kasse geschlossenen Kontrakt, die der Beamte." Jawohl, erividerte der junge Mann, 70tuten und die Inſtruktion zu beobachten, und es gehören ca. und auf einen gleichaltrigen Menschen eigen, näherte sich der um 7 Uhr 10 Minuten von hier nach Frankfurt abgelaffene Bug. Diesem wollte Walater ausweichen, wurde 700 Aerzte dem Verein an. Die Kasse bezahlt am Schluß jedes dem Hofe arbeitete, rief er demselben zu:" Du Otto! aber dabei von einem Buffer der einlaufenden Maschine an den Pf., Inzwischen Werztevereins 75 Bi., und dieser vertheilt die Sunume unter seine als er sich einem fremben Manne gegenüber befand, Jugoichen Kopf getroffen und derart zur Seite geschleudert, daß er todt Mitglieder nach Wlaßgabe ihrer Leistungen; zu diesem Swede waren auch die übrigen Berſonen ins Haus getreten. liegen blieb. Arztes in Der Mörder der Postschaffuersfran Manzel ist ent der auf sichtlich befangen, " beſteht eine Tage, in der das Honorar, der meisten ärztlichen Otto Wagenschütz?" fragte der Gerichtsdiener Strehlte.„ Ja= Die Obduktion der Leiche des Schuhwaarenhändlers Forell, Leistungen angegeben ist, nur nicht, wie gewöhnlich in Mart wohl, was wollen Sie von mir?" fragte Wagenschüß in trotzigem Friedrichstr. 177 hat ergeben, daß der Tod des F. durch Verspiel ein Besuch des und Pfennig, sondern in Points ausgedrückt; so gilt zum Bei- Tone. Jest trat Staatsanwalt Jesch vor, zeigte seine Marte härtung der Blutgefäße des Herzens eingetreten ist. Uebrigens ist des und sagte: Sie sind verhaftet; Gerichtsdiener, binden Sie ihn!" der Tod des Mannes tein jo plöglicher gewesen, F., der unPatienten 6, eine Konsultation in der Sprechstunde des Arztes Im Nu war Wagenschüß gefeffelt. Er betrug sich dabei verheirathet war, tlagte seiner Schwester, als er am Abend vor3 Points. Dividirt man die Gumme sämmtlicher Boints in bas höchft renitent und tnirschte mit den Zähnen. Wagen her einen Spaziergang machte, über Unwohlsein und mußte mit von der Kaffe gezahlte Honorar, so ergiebt sich für jedes Biertel- fchüß," fragte jetzt der Amtsrichter Frommel, fennen Sie die einer Droschte nach Hause zurückkehren, wo er am andern Jahr der Werth des Points. Vor einiger Zeit fand sowohl die Poſtſchaffnersfrau Manzel?" Der Gefragte wurde kreidebleich Morgen todt in seinem Bett aufgefunden wurde. Die Leiche ist Generalversammlung der Staffe, als auch die des Aerztevereins und erwiderte stotternd:" Ja, die tenn ich."" Wissen Sie, was nunmehr natürlich von der Staatsanwaltschaft freigegeben worden flatt. In beiden sprach man sich allseitig sehr günstig über die Sie mit der Frau gemacht haben?" Tautete die weitere Frage. und hat die Beerdigung darauf stattgefunden. Neueinrichtung aus; dabei muß man berücksichtigen, daß das Wagenschütz sentte den Kopf und wurde noch bleicher. Er mußte erste Unverhofftes Feiertagsgeld ist zwei hiesigen Droschken günstigste feit langer Beit gewesen ist, wozu nicht bloß die angenommen und dann fuhren die Beamten mit dem Berhafteten tutfchern zu Theil geworden. Dieselben fanden in ihren Droschken Influenza- Epidemie, sondern auch, und mehr noch die große nach dem Kriminalgebäude. Es war fieben Uhr, eine halbe nämlich jeder ein Bortemonnaie, das eine mit über 1000 Mart, Arbeitslosigkeit beigetragen hat, die immer ein Unwachsen des Stunde später hatte Umtsrichter Frommel ein eingehendes Ge- das andere mit über 400 Mark Juhalt. Im Fundbureau des Raffe geht deutlich hervor, daß die Einführung der freien Arzt- nommen. Krantenbestandes zur Folge hat. Aus dem Kassenbericht der ständniß des jugendlichen Verbrechers erwirkt und zu, Protokoll ge- Vereins Berliner Droschkentutscher, Schüßenstr. 58, woselbst die Fundgegenstände von den ehrlichen Findern abgeliefert wurden, wahl, natürlich mit Ausnahme des erhöhten Aerztehonorars, Wagenschütz ist der Sohn anständiger und arbeitsamer dieselben von den Verlierern bezw. Eigenthümern reklamirt eine Eltern, sein Vater ist Maurer. Die ermordete Frau Manzel und ist bafür 100 bezw. 50 M. Sinderlohn gezahlt worden, Ausgabeposten für Kranten, ausbehandlung vermindert und ebenso verkehrte freundschaftlich mit seinen Eltern, am Montag Abends, welches von den Droschkentutschern begreiflicherweise nicht zurückwaren die Rezeptenkosten, auf das einzelne Rezept berechnet, den 2. Mai, hatte sie denselben noch einen Besuch abgestattet. gewiesen wurde Drehorgelfreiheit. Aus Anlaß eines Spezialfalles hat der 1 während der Wahlzeit, am 9. und 14. Februar 1890, dadurch Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler und anderer Minister des Innern entschieden, daß die Einschränkung des verübt sein, daß Stadthagen in einer Wählerversammlung der gewerblicher Arbeiter etc.( E. 5. Nr. 3) Dertliche Berwaltung Berlin G. Mitgliederversammlung am Montag, den 13. Junt, Abends 8 Uhr, im Fret Drehorgelspiels auf einzelne Stunden an bestimmt bezeichneten Aufforderung des Vorsitzenden( der ihm das Wort verweigerte), schüs, Fruchtstr. 36a. Tagen unter Verbot des Einsammelns von Geldbeiträgen in den das Lokal zu verlassen, nicht folgte, und daß er wiederholt. Filiale Berlin 1. Montag, den 18. Juni cr., Abends 8 Uhr, bet Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter„ Vulkan" Häusern nicht gerechtfertigt sei. davon gesprochen hat, er werde wegen seiner dann gewaltsam winter, Lichterfelderstr. 8: Außerordentliche Mitglieder- Bersammlung. auf Anordnung des Bürgermeisters durch einen Gendarmen er- Ruderverein Vorwärts". Sigung Montag Abend 9 Uhr bet Boden Die Boruntersuchung gegen den Freiherrn Mag folgten Entfernung aus dem Saal wegen Amtsmißbrauchs gegen burg, Sommandantenstr. 10-11. v. Köller und das Fräulein Adele von Quigow, welche des den Bürgermeister vorgehen. Diesbezüglich ist Diesbezüglich ist auch vor Betruges in unzähligen Fällen angeklagt sind, nimmt einen länger als 2 Jahren Strafanzeige gegen den Bürger: immer größeren Umfang an. Der Abschluß des Verfahrens ist meister Wagner von Stadthagen erstattet; hierauf noch gar nicht abzusehen, da eine große Anzahl auswärts aber Bescheid noch nicht ergangen. Der wohnender Zeugen vernommen werden muß. Nachdem die Ver: Staatsanwalt beantragte wegen Hausfriedensbruchs auf haftung der Angeschuldigten bekannt geworden ist, melden sich vier Wochen und wegen jeder Beleidigung auf je zwei täglich noch Personen, welche durch dieselben geschädigt sein wollen. Wochen Gefängniß zu erkennen. Der Gerichtshof sprach Stadt Die Angeklagten haben dem Rechtsanwalt Dr. Friz Friedmann hagen wegen des Hausfriedensbruchs frei, legte die diesbezüglichen ihre Vertheidigung übertragen. Kosten der Staatstasse auf, verurtheilte ihn aber wegen der Beleidigungen zu insgesammt 300 M. Geldstrafe. Revision ist ein gelegt. Auf die Verhandlung, die drei Stunden lang dauerte, tommen wir noch ausführlicher zurück. Von einem schweren Schicksalsschlag sind am Donnerstag Abend die in der Stralsunderstraße 23 wohnenden Postschaffner Ladewig'schen Eheleute betroffen worden. Ihr einziger Sohn Franz, Tertianer des Humboldts- Gymnasiums, war nach dem Friedrichs- Bad in dem Reinickendorfer Schäfersee zum Schwimmen gegangen. Franz Ladewig, ein Pfuel'scher Fahrtenschwimmer" dieses Jahrganges, erklomm, nachdem er sich entfleidet, den großen Thurm und stürzte sich mit Kopffprung ins Wasser. Er kam nicht wieder empor und muß wohl, weil er bei zu großer Körper temperatur ins Wasser gegangen ist, sofort von einem Schlag: anfall betroffen worden sein. Troß sofortigen Absuchens des Waffers ist die Leiche des Verunglückten erst am Freitag Mittag gefunden worden. aufer, Nachmittags 3 Uhr, Schneetoppe, Moftizfir. 29. 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. mann. 1 ftraße Nr. 43 bet Reimann. Bismarckhöhe, Wilmersdorferfir. 80. Freie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag, Abends 9 Uhr, Dafelbft Ausleihung der Bibliotheksbücher. geselliges Beifammensein im Restaurant Bodenburg, Kommandantenstr. 10-11. Schneider und Schneiderinnen. Bersammlung des deutschen Schneider und Schneiderinnen Berbandes am Montag, den 13. Junt, Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tagesordnung: Der nächste Verbandstag und wie erhalten wir unsere Organisation?" Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter( G. 5.3, Hamburg). Dertliche Verwaltung Berlin Montag, den 13. Juni, Abends 8 Uhr: Mitglieder- Bersammlung im totale des Herrn Roll, Adalbertftr. 21. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Sonntags. Mar Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von Gesangverein der Glasarbeiter zu Stralau Borwärts.7" Rummelsburg, bet Borg Borwärts 8, Friedrichsberg, Berlinerstr. 10, bei Momber. Ein durch das tolle Fahren eines Schlächterwagens 9 nhr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Montag, Abends Norddeutsche herbeigeführter Unglücksfall gelangte gestern zur Kenntniß der Schleife, Naunynftr. 86 bei Zubeil.- Liederlust, Fichteſtr. 29 bei strösche. zweiten Straffammer des Landgerichts I. Der Schlächtergeselle tebertafel der Maler und verw. Berufsgen. Annenſtr. 14 bet Ehren. Franz Beigel war der fahrlässigen Tödtung beschuldigt und berg.- Moabiter Siebertafel, Wilhelmshavenerstr. 25 bei Brosch, Sarmonie 2 Landsbergerstraße Nr. 31 bei Musehold. Zonblüthe, feine ebenfalls auf der Anklagebant befindlichen Prinzipäle, die Börligerstr. 58 bet Tollsdorf.- Blüthe, Brenzlauer- Allee 26 bet Riebel. Schlächtermeister Grünmeyer, sollten sich dadurch der BeSängerchor der Chirurgischen Branche, Alte SchönhauserMorgenroth 2, Charlottenburg, günstigung schuldig gemacht haben, daß sie den Beigel der BeSängergruß, Friedrichshagen strafung zu entziehen versucht haben sollen. Gegen die beiden bei Blant. Froh Hoffnung der Zimmerer Berlin West. Leyteren fonnte im Sinne der Anklage nichts erbracht werden, Gleichheit, Bappel- Alee 3-4 bet Kruſe. 2 yra 2, Charlotten Sängerhain, Reichen sie wurden freigesprochen. Dagegen wurde Beiyel durch die burg, Charlottenburger- Ufer sb bet Benzin. bergerstr. 21 bet Pazhold. Lotosblume, Kleine Surstraße 10 bei Siebesfreiheit II, Straußberg, im Restaurant Krüger. Die Verhaftung eines Vize- Wachtmeisters vom Garde- Beweisaufnahme arg belastet. Am Morgen des 29. Januar war Ranzow. er in übertrieben schneller Weise durch die Ritterstraße gefahren. Frobe Goffnung( der Bimmerer Berlin West), Kulmstraße 36 bet Rürassierregiment wegen Sittlichkeitsverbrechens an einem zwölf- An der Ecke der Alten Jakobstraße wollte der Komptoirdiener Raumann. Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bet Schneider. stürmenden Fuhrwerk des Angeklagten nicht rechtzeitig mehr aus Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Vom Verdeck eines Omuibuffes gestürzt ist am Freitag weichen, wurde von der Deichsel erfaßt und mit solcher Wucht( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Geselliger Verein der in der Juvalidenstr. 124 wohnende Mechaniter Bruch mann. auf das Pflafter geschleudert, daß er besinnungslos liegen blieb. richten anwar Gent, Berlin N. Belforterstr. 26, 1 Tr) Sonntag: Theater- und Vergnügungs Derfelbe bestieg am Oranienburger Thor mit einem Bekannten Der Angeklagte fümmerte sich nicht um das Unheil, das er an- neue Welt bei Strohschänt, Sykestr. 48. einen Omnibus der Linie Stettiner Bahnhof Yorkstraße und gerichtet, er trieb vielmehr das Pferd zu einer noch schnelleren verein Elmenhorst in dem Oranienfalon, Oranienstraße 170( alle 14 Tage). Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1( Sigung nach dem 1. hatte bereits den Decksitz erreicht, als plöglich der Wagen eine Gangart an, um sich den Folgen seiner Fahrlässigkeit zu ent- und 15). Turnverein Fichte, von 4-6 Uhr in Schölzel's Seeschlößchen Schwenkung machte und B., das Gleichgewicht verlierend, herab- ziehen. Es gelang der Polizei erst am folgenden Tage, ihn als( Sungriger Wolf), in Lichtenberg. stürzte. Hierbei fiel derselbe so unglücklich, daß er mit der rechten den Thäter zu ermitteln. Der Verlegte hatte einen Schädelbruch Der Hand unter eines der Hinterräder einer vorüberfahrenden erlitten, an welchem er nach wenigen Stunden starb. Equipage gerieth und mit dem Kopfe auf den Rand der Bord: Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu einem Jahre Ge schwelle schlug. Mit zerquetschten Fingern und einer schlimmen fängniß und ordnete seine sofortige Verhaftung an. Kopfwunde wurde der Verunglückte nach dem nächsten Krankenhause geschafft. jährigen Kinde wird von hiesigen Blättern gemeldet. Der Ber- Siegmann den Fahrdamm überschreiten. Er konnte dem heran- raße 41.- Süd- Ost 2, Cuvryftr. 48, bet Seidler. Felsenburg, Roppenstr. 43c. Brüderschaft( Hausbiener), Fischer: hastete soll selbst Familienvater sein. Polizeibericht. Am 10. b. M. Morgens wurde der Bahnarbeiter Walaker auf dem Anhalter Außen- Bahnhofe von der Lokomotive eines einfahrenden Schnellzuges erfaßt und mit solcher Gewalt zur Seite geschleudert, daß er auf der Stelle verStarb. Vor dem Hause Invalidenstr. 5 glitt Mittags eine Frau auf einer Apfelsinenschale aus und erlitt durch den Fall eine so bedeutende Berlegung am Fuß, daß sie nach dem Lazarus Krankenhause gebracht werden mußte. Nachmittags wurde ein 77 Jahre alter Herr vor dem Hause Potsdamerstr. 57/58 von einem Pferdebahnwagen überfahren und erlitt zwei Rippen brüche. In der Brauerherberge in der Urbanstraße erschoß sich ein Brauer mittelst Revolvers. Vor dem Hause Fruchtstr. 75 gerieth ein 7jähriger Knabe unter die Räder eines Schlächter wagens und erlitt anscheinend schwere inuere Verlegungen, welche feine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichs hain erforderlich machten. Im Laufe des Tages und in der darauffolgenden Nacht fanden sechs Brände statt. Theater. - Soziale Ltebersicht. Mainz, 10. Juni. Die Generalversammlung des neugegründeten 3 entralvereins der Bildhauer Deutschland 3 tagte gestern und heute im Weißen Rößchen. Den Vorsib führte Dupont- Berlin. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Stellungnahme zu den Halberstädter Stongreßbeschlüssen" sprach eine Hamburg die Meinung aus, soweit als möglich ein gemeinsames Handeln eintreten zu lassen, und hierzu erscheine ihm die Reise- Unterstützung als das einzig geeignete Mittel. Die Angelegenheit tönne jedoch der Vorstand durch Reglements regeln. Dupont ist der Ansicht, es genüge vollkommen, wenn der Bentralverein erkläre, daß er in Streifjällen bestimmt unterstütze; auch die Durchführung des gemeinsamen Arbeitsnachweises halte er für undurchführbar, wenn man bedente, daß die einzelnen Organisationen jetzt schon mit unüberwindlichen Schwierigfeiten zu kämpfen hätten. Sch m ente Köln will ein ZentralTheaterverein Borussia bet Ddert, Beughofstraße 8. Rauchklub Blaue Quafte, Mücke, Wöhlerstr. 2. Montag: Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Theaterverein Proletariat bei Stöhn, Naunynstr. 83, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theater gesellschaft 28 alhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Lautenbach, Cuvrystraße 77.- Privat- Theatergesellschaft Preciofa jeben Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpentderstr. 191.- Theater und Bergnügungsverein Harletin, heute Nachmittag 6 Uhr bei Bade, Beughofstr. 8. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 6 bet Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung Linienfiraße 150. Tambour und Bergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bei Wendt, Schleiermacherstr. 2. Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein 8wtebetfische, Mirdorf, Abends% 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner Bergnügungsverein Freundestreue, feden Montag bet traße 120. Möring, Admiralfir. 18c.- Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag bet Abraham, Straßburgerstr. 5. Bitheiflub poneifirche 7bbettstränge, jeden Montag bend bet G. Frante, dreißig. 70 Pfeifentlub Felsen fest, Abends s uhr, Graudenzerstraße 15, Restaurant Rauchflub Brüderlichkeit, Abends 9-11 1hr bei Willi Schmidt rangelfir. 141. Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Friedrichsfelderstr. 27. Rauchtlub Elvira, Abende 9 Uhr bet Lehmann, Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) dis organ geschaffen wissen; die Einzelorgane folle man eingehen München, 11. Juni. Von den aus dem Bergwerte in laffen. Dupont bezweifelt die Opportunität einer solchen Hausham zu Tage geförderten 6 Bergleuten find 2 unverlegt, Einrichtung. Ein Antrag Heine- Hamburg, den nächstjährigen 4 dagegen haben durch eine Explosion von Gafen infolge Neus Holzarbeiter- Kongreß zu beschicken, wurde einstimmig an- anzündens des verlöschten Grubenlichtes bedeutende Brand Im Thomas- Theater schuf das erste Gastspiel des Fräul. genommen. Bei der Berathung der Statuten erhielt der§ 1 wunden erlitten. Einer von diesen schwebt in Lebensgefahr. Die Jika ven Palma y aus Wien und das Wiederauftreten des folgende Fassung: Der am 7. Juni 1892 gegründete Bentral übrigen 6 verschütteteten Bergleute sind noch nicht herausgeschafft; verein. d utscher Bildhauer Deutschlands hat zum Zweck die all- 5 hofft man zu retten, da sie durch Bochen Lebenszeichen geben, Direktors Emil Thomas nach seiner Amerikafahrt am feitige Wahrung der Interessen seiner Mitglieder. Bur Er den sechsten giebt man verloren. 400 Menschen sind bei den Freitag ein ausverkauftes Haus. Die vorgeführte Novität Heißes Blut", Posse von Leopold Krenn und Karl Lindau, blieb reichung dieses Zweckes dienen: a) Erzielung möglichst günstiger Rettungsarbeiten thätig. Arbeitsbedingungen auf Grund des§ 152 der Gewerbe( Wolff's Telegraphen- Bureau.) allerdings selbst hinter sehr schwachen Erwartungen zurück. Ein Ordnuna. b) allgemeine Arbeitsvermittelung. c) Pflege der Be Barcelona, 11. Juni. Der Ausstand dauert fort. Die ungarisches Mädchen fühlt sich im ersten Bilde des Stückes ver- rufsstatistik. Ferner tann der Vorstand, sofern die Kassen Streifenden versuchen die noch arbeitenden Personen zum Auffucht, am Vorabend ihrer Hochzeit ihrem Bräutigam den Rücken verhältnisse solches gestatten, Unterſtügungen gewähren: 1. als geben der Arbeit zu bewegen. Kavallerie- Patrouillen durchziehen zu fehren und einem Werführer zu folgen, der ihr große Erfolge Rechtsschutz an Mitglieder in gewerblichen Streitfällen, in welche die Umgebung der Stadt. auf der Bühne verspricht; die nächsten 5 Bilder schildern ihre fie infolge ihrer Thätigkeit für den Verein gerathen, oder Grlebnisse, ihre Versuche von ihrem Talent zu überzeugen, ihren welche Stranten-, Unfall- oder Alters- und Invaliditätsverhält- gierung, nach welchem die Dauer des provisorischen Budgets big Rom, 11. Juni. Deputirtenkammer. Der Antrag der Re Triumph und verschiedene Konflikte, und das 7. Bild läßt sie niffe betreffen, wie auch bei Anklagen wegen Verstöße gegen den Ende Dezember ſeſtauſeßen sei, wurde in geheimer Abstimmung auf dem Schauplatze des ersten erwachen sie hat alles daniffe zwischer Erlebte nur geträumt. Es ist also ganz der Vorgang der Reise, sofern sie mindestens 26 Wochen, und am Drte, wenn mit lebhaftem Beifall auf der Linken aufgenommen. Vor und § 158 der Gewerbe- Ordnung. 2. An arbeitslose Mitglieder auf mit 261 gegen 189 Stimmen angenommen. Das Resultat wurde wie in dem Stück„ Von Stufe zu Stufe", nur daß in diesem die nie mindestens 52 Wochen hintereinander dem Berein angehören während der Abstimmung herrschte lebhafte Bewegung in der Borgänge des Traumes naturgemäßer und weniger erzivungen und Beiträge bezahlt haben. 3. An Mitglieder bei Arbeitslosig- Rammer. fich entwickeln. Auch die Art, in welcher die junge Ungarin teit, welche durch einen Streit, eine Aussperrung oder Maß- provisoriums wurde im Ganzen in geheimer Abstimmung mit Die Vorlage der Regierung in Betreff des Budget von ihrem ihrem Talente überzeugen will, die Verwand lungen und Bermummungen sind ein fehr abgebrauchtes regelung entstanden ist, ohne Rücksicht auf die Dauer der Mit- 256 gegen 72 Stimmen angenommen und darnach die Sizung und komödiantenhaftes Mittel. Es gab Frl. v. Palmay Gelegen in besonderen Nothfällen. 5. An arbeitsunfähig gewordene Mitgliedschaft. 4. An Mitglieder nach 52wöchentlicher Mitgliedschaft aufgehoben. heit zu zeigen, daß sie das ganze Handwerkszeug der Schauspielfunft in virtuofer Weise handhaben kann, aber erwärmen fonnte glieder. 6. An Ehefrauen verstorbener Mitglieder, sofern letztere ihren Pflichten dem Verein gegenüber durch die regelmäßige fie nicht, eben weil fie nur zu zeigen hatte, daß sie alle Schau Bahlung von mindestens 260 Wochenbeiträgen nachgekommen spielerfunftstückchen fennt, daß sie die Tonleiter und die Griffe ind. Bei gang besonderen Anlässen fann eine bedeutendere und ergreifendere Wirkung ausüben wird, wenn Ueber die Höhe und Dauer der oben aufgeführten Untertühungen gewähren. fie in anderen Stücken, die ihr Gelegenheit geben einen Charakter entscheidet einzig und allein der Zentralvorstand. Alle diese It entwickeln und, in seiner Mannigfaltigkeit darzustellen, auf unterstüßungen find freiwillige und steht demnach ein Rechts- mit Se treten wird. Reicher Beifall wurde Frl. v. Palmay zu Theil, anspruch auf dieselben den Mitgliedern beren HinterEltern oder Pflegeeltern, deren Kinder fortab in der Schule und sie verdiente ihn auch; aber über ihren höheren künstlerischen bliebenen nicht zu. 3ft das Vermögen des Vereins auf 5000. ſtraſe bis zu zwanzig Mark oder mit Haftstrafe bis zu acht Tagen Neben Frl. v. Palmay nahm Herr Thomas das Hauptstützungen nach Absatz 5 und 6 gewähren. Bur Regelung ber heruntergegangen, dann darf der Vorstand nur noch Unter- für jeden einzelnen Fall bestraft werden. Penzlin, den 4. Juni 1892. interesse in Anspruch. Gleich bei seinem Auftreten begrüßten ihn geschäftlichen Verhältnisse wird der Verein in Gauvereine nicht endenwollender Applaus und zwei riefenhafte Lorbeerkränze. und Mitgliedschaften eingetheilt." Die Abstimmung ergab reisen, wird Benzlin fein schlechter Markt sein. Herr Thomas ist aus Amerita als der Alte" zurückgekehrt. Bon die einstimmige Annahme Den anderen Mitwirkenden ist noch Herr Grünfeld hervor der Statistik wurde auheben; er gab die Rolle des früheren kleingebauenen Holz Jahre eine g der Borstand beauftragt, alle zwei das Naumburger Kreisblatt" mittheilt, soll der Lieutenant zuhebes, bet Rentier geworden und nun nur für Theater und Statut wurde im Ganzen angenommen. Die dann angenommenen friebliche Naumburger Bürger ſeiner Zeit Gegenstand der bon Reglements bestimmen folgendes: Reise- Unterstüßung wird 75 Pf. Im Sommertheater Bockbrauerei gelangte am Freitag, resp. 1 Mart 90 Tage lang gewährt. Arbeitslosen- Unterstüßung gedehntesten öffentlichen Stritit war, mit dem Schiff Lissabon den 10. Juni, bei gutem Befuche die alte einattige Boffe mit au Orte giebt es 33 Tage lang 1 Mart. In besonderen am 68 vor einigen Tagen in See gegangen fein, um, dem Vernehmen Da die Bewohner der Tropenländer indessen keine gemüthlichen pflefft" zur Darstellung. Es ist das ein ziemlich derbes Gericht, Wittwenunterstützung werden 200 Mart gewährt, Rechtsschutz in Naumburger sind, dürfte sich trotz der tropischen Sonne die thres Fachs beherrscht. Wir zweifeln nicht, daß Frl. v. Palmay stand auch an Nichtmitglieder Unterstützungen der BorWerth urtheilen fönnen wir nach diesem Stücke nicht. die Theaterschönen schwärmt, mit charakteristischer Romit. KGefang von Kalisch und Moser: Sonntagsjäger" oder„ Ver- fällen kann der Vorstand eine Unterstützung feststellen. 8 An Vermischtes. Die ,, Peuzliner Zeitung" veröffentlicht in Nr. 67 folgendes reizende Publitandum. " Für Commis voyageurs, welche" in" Jnfettenpulver Einen schweren Verlust hat Deutschland erlitten. Haber'sche Bosse:„ Ein Stündchen auf dem Komtoir" gegeben. feit( Krankheit) 182 Tage lang 1 Mart, bann pro Tag 30 iunge Kraft" früher oder später doch bedeutend abkühlen. Pj. Dieses Stück übrigens( auch kein heuriger Hase) ist Damit waren die Verhandlungen erschöpft. Möge die neue ist in der Südsee mit neun Mann Besagung untergegangen., Schiffsuntergang. Der Hamburger Schooner bedeutend besser, und wurde auch flott Namentlich waren es Seege- Pauli, Komtoirdiener, und blühen und gedeihen. Echwuppe- Winkler, Reisender, welche ein paar prächtige Chargen lieferten. Auch die übrigen Herrschaften thaten ihr Bestes. Von den„ Spezialitäten" hatten die reizende Miß Elvira, Gebrüder Schwarz und Curt Ellis, der Verwandlungskünstler, vielen Beifall. Zum Schluß sei noch die farbenprächtige Wunderfontäne" mit ihren wechselnden Lichteffekten und den dabei ge Versammlungen. Wie Uvea" österreichischen Gastwirth, der angeblich wegen Spionage vers haftet worden war, zur Verbannung nach Kamschatta. Briefkaffen der Redaktion. G.§. 833. Das läßt sich nur mit genauer Renntniß aller Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin) Montag, den 13. Juni, Verhältnisse im einzelnen Falle beurtheilen. Inferatentheil. Das müffen Sie botenen Ballets und Gruppirungen als gut gelungen erwähnt. Rabends 8% Uhr, Barnimstraße Nr. 16, Berfammlung. Tagesordnung: Siehe doch selbst am besten beurtheilen können, was im vorliegenden Gerichts- Beitung. Fachverein der in Buchbindereien, der Papier- und Lederwaaren- Falle ein angemessenes Pflegegeld ist. Industrie beschäftigten Arbeiter. Montag, den 18. Junt, abends 9 Uhr, 1. Juli di se igen te fich persönlich in der Dr. Wolff: Wie schüßt man fich gegen die Schwindsucht". Theater- und Vergnügungsverein Leffing 2. Sonntag, den 12. Juni, Expedition. Abends& Uhr, in Lehmann's Restaurant, Alexandrinenstr. 86, Gigung. Vergnügungsverein Suftige Jugend". Heute, Nachmittag 6 Uhr, Generalversammlung bei Weit, Köpniderstr. es. Neichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen hatte sich Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen gestern vor der Straflammer des Landgerichts Berlin II wegen befchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale Berlin 1). angeblichen Hausfriedensbruchs und zweier Be- Montag, ben is. Junt er., Abends 8½ Uhr, Grüner Weg 29, Wortrag über: leidigungen des Bürgermeisters Wagner zu Gewerbegerichte". Liebenwalde zu verantworten. Diese Miffethaten sollen total. Vortrag des Genossen Millarg. Briefkaffen der Expedition. Vereinigung der Maler( Filiale e). Montag, den 13. Juni, im Bereins. Herrn Kassirer, fich gelegentlich in unserer Expedition einfinder Fachverein der Filzschuharbeiter. Wir ersuchen den zu wollen. Hüte alte Arbeiter Kontrollmarken mit aus der Genossenschafs- Hutfabrik Cravatten Kragen u. 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Wahl im Lokale des Herrn Schweizberger, der Ortsverwaltung und Aerzte. 4. Verschiedenes. 305/9 Die Mitglieder werden ersucht, der wichtigen Tagesordnung halber in der Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Achtung! Buch- u. Papier- Arbeiterinnen! Verein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiterinnen. Donnerstag, den 16. Juni cr., Abends 8 Uhr, im Restaurant Feuerstein, Alte Jakob- Strasse No. 75: Vereins- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Th. Metzner:" Unsere Pfingsten." 2. Diskussion.- 3. Verschiedenes und Fragekasten. 407/8 Nach der Versammlung: Geselliges Beifammensein mit Tang. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Gäste willkommen. Der Vorstand. Deutscher SchneiderRöpnickersir. 3. Zages- Ordnung: au ſeinem beutigen Wiegenfeste ein dreiUnſerem Pfropfenbruder Karl Mato Verlagsbuchhandlung mal donnerndes Hoch. 503 b Der Pfropfenverein Wedding. Karl, derf'st aber nich roth werden. Allen Freunden und Verwandten die traurige Mittheilung, daß mein lieber Mann, der Kohlenhändler Ferdinand Stockmaun am 9. d. M. sanft_entschlafen ist. Die Beerdigung findet 1. Festsetzung der Gehälter für die Sonntag Nachmittag 5 Uhr von der Ortsbeamten. 2. Wahl der Ortsbeamten Krankenhaus- Leichenhalle am Urban und der Beitragsammler. 3. Wahl des nach dem Neuen Thomas- Kirchhof statt. Vertrauensarztes. 4. Verschiedenes. Die trauernde Wittwe Die Mitglieder werden aufgefordert, abreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 307/15 Die Ortsverwaltung. J.A.: Fr.Hafelopb, Grünauerstr.2, H. II. Verein Berliner Hausdieuer. Montag, den 13. d. M., Abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 512b des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstr. 2. Von folgenden Lieferungswerken find die Fortsegungen erschienen: Heft 18 von Cäcilie Stockmann, geb. Kowalsky. Ferd. Laffalle's Reden u. Schriften, herausgegeben von Ed. BernsteinLondon. Preis pro Heft 20 Pf. Danksagung. Allen Kollegen der Geldschrank Fabrik des schönen Kranzes und für die BeG. Fuhrmann für die Spendung theiligung bei der Beerdigung unserer lieben Mutter sagen wir hiermit unferen tiefgefühltesten Dank. 4816 Bernhard Nitsch nebst Schwestern. Mitgliederversammlung. Arbeiter- Bildungs- Shule. Tages- Ordnung: 1. Mittheilung. 2. Vortrag über:„ Das Bildung monopol der heutigen Gesellschaft." Referent Herr Dr. Finn. und Schneiderinnen- Verband.. Diskussion. Versammlung am Montag, den 13. Juni, Abends 82 hr, in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstraße Str. 77-79. Tagesordnung: 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes u. Fragkasten. 4996 Ich ersuche alle Diejenigen, welche noch im Besitz von Billets der Matinee am 1. Osterfeiertag sind, umgehend abzurechnen. J. A.: G. Ladewig, 4886 Ritterfir. 70. Achtung! Bei der am zweiten Pfingstfeiertag in Adlershof stattgehabten Verloosung find noch 5 Gewinne, welche auf die Verein der Arbeiter Nummern 568, 503, 643, 637, 250 e1. Der nächste Berbanstag und wie gestalten wir unſere Organisation. und Arbeiterinnen fallen find, barbaren bei Referent: J. Timm. 2. Diskussion. 3. Statutenberathung. Bu zahlreicher Betheiligung fordert auf 180/2 Die Lokalverwaltung. Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Außerordentliche General- Versammlung in der am Mittwoch, den 15. Juni, Abends 81/2 Uhr, Brauerei Friedrichshain" vor dem Königsthor. Tagesordnung: 1. Bericht über die Berhandlungen mit der Handelsgesellschaft Kattein. 2. Beschlußfaffung über die am 30. Mai gestellten Anträge. 3. Berschiedenes. Zur Legitimation ist der Antheilschein oder die Mitgliedskarte erforder lich. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß Frauen von Mitgliedern, wenn die Frau nicht selbst Mitglied ist, teinen Zutritt haben. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. Der Vorßland. Der Aufsichtsrath. Ethische Gesellschaft. H. Gumpel, 488/8 der Wäschebranche. Sigarrengeschäft, Barnimstr. 42. Dienstag, den 14. Juni, Abends 81/2 Uhr, bei Paster, Neue Rönigstraße Nr. 7: " Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Fräul. Baader über: Die Gleichstellung der Geschlechter". 2. Diskussion. 3. Unser Sommervergnügen. 4. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht 349/12 Der Vorstand. Gauverein Empfehle allen Genossen bei Bedarf mein Sargmagaziu u. Beerdigungs fomtoir, Swinemünderstr. 140. 2. Geschäft Eberswalderstr. 16. 23062 Jedes Stück, welches nicht 95/19 Berliner Bildhauer. gefät, Sonntag, den 12. Juni, Abends 71/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79: Dienstag, den 14. Juni, Annenstr. 16: Berichterstattung der Bevoll nehmen mächtigten von der General- Ver- fofort retour. fammlung in Mainz. Bahlreiches erscheinen erwünscht 460/2 Der Vorstand. 488/11 Große Ladirer- Bersammlung! Vortrag des Herrn Julius Türk über:" Strafe und Verbrechen". Nachher: Gesellige Unterhaltung und Tang, Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Zur Deckung der Unkosten findet Zellerfammlung statt. Verband deutscher Kürschner ( Filiale Berlin). Montag, den 20. Juni cr., im ,, Elysium", Landsberger Allee 39/40: II. Stiftungsfest verbunden mit Sommerfest bestehend in Konzert, Gesangsvorträgen und Ball unter gütiger Mitwirkung der Männer Gesangvereine ,, Felsenburg", Lyrania", Sängerchor der chirurg. Branche und der Kürschner ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes) Dirigent: E. Beutner. Feftrede, gehalten vom Stadtverordneten Zubeil. Programms, à 25 Pf., sind in den mit Plakaten belegten Stellen zu haben. Eröffnung der Kaffeeküche 2 Uhr. 444/9 Anfang 4 Uhr. Achtung! -O Das Komitee. Verband Versammlung des Fachvereins der Kürschner. der Firmenschilder- Branche am Dienstag, den 14. Juni, Abends 8 Uhr, Mitglieder- Versammlung Montag, den 13..., Abends 81/2 r, in Stachel's Restaurant, Neue Friedrichstraße 44 bei Röllig. Raupachstr. 6, Hof geradezu. Tagesordnung: Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Wernau: Die 1. Vortrag des Rollegen Riem über: Bedeutung der Arbeiterbewegung, mit Arbeitstheilung". 2. Diskussion. besonderer Berücksichtigung der Orga 3. Verschiedenes. nisation der Firmenschilder- Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, pünktlich zu erscheinen. Neue Mit glieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. 444/8 Die Ortsverwaltung. Große öffentliche Versammlung Billets zum 2. Stiftungsfest am der Filzschuh- Arbeiter Sonnabend, den 25. Juni, bei Feuer stein, oberer Saal, werden in der Ber- und-Arbeiterinnen fammlung ausgegeben. 497b Der Vorstand. am 13. Juni, Abends 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 38. Die Tagesordnung wird in der Bersammlung befannt gemacht. Verband d.in Holzbearbeitungs- Dringende licht der Kollegen ist Fabriken u. a. Holzplägen besch., zu erscheinen. 184/15 Arbeitern. Arbeiterinnendtschl. Bauarbeiter- Verein d. Ortsverwaltung Berlin II( Nora). Rosenthaler Vorstadt. Versammlung Versammlung Dienstag, den 14. Juni, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Hrn. Rehlitz, am Sonntag, den 19. Juni, Borm. Bergstr. Nr. 12. Tages: Ordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ewünscht. Die Mitglieder werden hierdurch auf§ 6 unseres Statuts aufmerksam gemacht. 466/5 Der Vorstand. 11 Uhr, in Wilke's Lokal, Hochstr. 82a. Tages- Ordnung: Filiale IV. Katalog mit naturgetreuen Abbildungen ver senden gratis und franto J. Schumacher. Fernrohr, am Montag, den 13. Juni, Abends Kirberg& Co., 81/2 Uhr, in Gnadt's Salon, Brunnenstraße Nr. 88. Tagesordnung: Grafrath- Central bei Solingen. per Stück 3,20 Mark. Mit 4 fein. Linsen u. 3 Auszügen. Vergrößert 12 mal unter Garantie! Heft 11 von Die Dentfde Revointion. Geschichte der deutschen Bewegung von 1848 u. 1849. Von Wilhelm Blos. Preis pro Heft( alle 14 Tage) 20 Pf. Nr. 37 ( 10. Jahrgang, II. Band) von Die Neue Zeit. Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Erscheint wöchentlich. Preis pro Heft 20 Pf. Nr. 11 Don Die Gleichheit. Zeitschrift für die Interessen d. Arbeiterinnen. Heraus gegeben von Emma Ihrer Belten. Redaktion: Klara Bettin- Stuttgart. Erscheint alle 14 Zage, Preis pro Nummer 10 Pf. Nr. 24 von Sozialpolitisches Centralblatt. Herausgeber: Dr. Keinrich BraunBerlin.( Inhalt: Aufsätze über Soziale Wirthschaftspolitik und -Statistik, Arbeiterzustände, politische und gewerkschaftl. Arbeiterbewegung und Arbeiterschutz Gesezgebung, Handwerkerfragen, Gewerbe In spektion, Wohnungszustände und Gesetzgebung 2c.) Erscheint wöchent lich. Preis pro Nummer 25 Pf. # Heft 6 von Eine Welt- n. Lebensanschauung für das Volk, mit besonderer Berücksichtigung der wirthschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Bon J. G. Vogt.( Erstes Buch: Die menschlichen Triebe.) Bu beziehen durch die Expedition des Vorwärts", Berlin SW., Beuthstr. 3. Alle Buchhandlungen, Rofporteure Be 1. Berichterstattung vom Provinsial E. Strauss, Schneidermstr., and Zeitungsspediteure nehmen e tag zu Stettin. 2. Filialangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 203/17 Nochmals werden die Kollegen gebeten, ihre Beiträge bis zum Juli Quartal zu regeln, indem sonst die Streichung erfolgen muß. A CADENA Rein Feilschen fein Handeln, sondern streng feste, febr billige Preise. Der Vorstand. Geschäfts- Hauser 1. Bereins- Angelegenheiten( Abrechunj. in Bablen nung vom Monat Februar u. März cr.). 2. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste tönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 123/7 J.A.:W.Genz,Schriftf.,Bernauerstr.114,1, fichtb. Preise find Kontrolle und Schut gegen Uebervortheilung. entgegen. Blumenstr. 46, part.,[ 2508L Stellungen auf obige Lieferungswerke empfiehlt sich zur Anfert. eleg. HerrenGarderoben. Für guten Sitz u. saubere Arbeit wird garantirt. Lager v. Stoffen in grosser, geschmackvoller Auswahl. Koulante Zahlungsbedingungen! Wiederverkäufern Rabatt. Bei Aufträgen von Auswärts bitten wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages( Porto extra). Baer Sohn 24a. 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