Kr. ä99. nMnnementS'Redingungcn: Nbonnemont-- PrciZ pränumerando: BicrWjührl. 3,30 2)1 r, nionatl. 1,10 Mk„ wöchentlich 28 Pfg. frei in? Hau?. Einzelne Nummer Z Pfg, Sonntag?» nmnmcr mit illustrierter Sonntag?- Beilage„Die Neue Well' 10 Pfg. Post» ktbonnemeiü: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in der Post-Zeitung!» Preisliste für 1SV!» unter Nr. 8S«». Unter Kreuzband für Deutschland und vcslerrcich- Ungarn 2 Marl, sür da? übrig« AuZlail«? Marl pro Monat. Ä9. Iahrg« Crldjclnl täglldi avBcr montags. * Devlinev Volksvl�tk. Die InUrtions- Gebiiljr Befragt sür die sechsgespaltcne Kolonel» zcilc oder deren Ranm 00 Pfg., sür politische luid gewcrlschafllichc Bercin?» und Versanimlimgi'-Anzeige» 20 Pig. „Ulein« 3n-«ig-n" jede? Wort b Pig. (nur da? erste Wort seit). Jnsccatc für die nächste Nummer milsscn bi? z Uhr nachmittag? in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen» tagen bi? 7 Uhr abend?, an Sonn- und Festtagen bi? 6 Uhr vormittlag? gcüssnet. Telegramm-Aorcsse: „Stttaldcinolint Berlin". Centralorgan der loeialdemokratischen Nartei Deutschlands. Redaktion: 8M. 68» Lindcnstrassc 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Expedition: SRI. 68, Lindcnstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1981. Die Kriegsgefahr in Ostafien. Tie Kriseuuachrichtcn aus Ostasien sind bald auf Dur, bald aus Moll gestimmt. Während die gestrigen Meldungen mit ziemlicher Bestinlintheit behaupteten, daß die japanische Antwort anf den russischen VermittlungSvorschlag den Charakter eincS Ultimatums trage, wird heute wiederum gemeldet, daß Japan in durchaus Höf- lichem und versöhnlichein Tone geantwortet habe. Das will nun freilich wenig besagen. Sicher ist, daß Rußland sowohl wie Japan llnailsgesetzt Ärieg»svorbereitungcn treffen. Rußland sucht seine Slelltlngen durch Alifwerfen von Wällen nach Möglichkeit zu sichern, während Japan mit fieberhaftem Eifer für Kohlenzusichr sorgt, die Docks für die Jnkricgsbereitschaftstellung seiner Flotte mit Beschlag belegt hat, kurz alle Vorkehrungen trifft, um im geeigneten Moment losschlagen zu können. Darüber, daß ein Zusammensioß zwischen Rußland und Japan über kurz oder lang unvermeidlich ist, herrscht nur eine Meinung. Die politischen und ökonomischen Interessen Japans sind durch Ruß- lands Vordringen in Ostasien, die Besetzung der Mandschurei und die Bedrohung Koreas aufs ärgste gefährdet. Abgesehen davon, daß Japan ein unantastbares Anrecht auf die uneingeschränkte Beherrschung und koloniale Exploitation Koreas zu haben glaubt, die durch Rußlands Festsetzung in der Mandschurei ständig bedroht ist. glaubt Japan auch durch eine kriegerische Manifestatton ein- für allemal seiner Stellung als moderne militärische Großmacht sowohl Rußland ivie den andern in Ostosien in Frage kommenden Staaten gegenüber Anerkennung verschaffen zu müssen. Abgesehen davon, daß Japans Hoffnungen auf die Erlangung eines überwiegenden Einflusses »uf China durch die Anncktionen der europäischen Großmächte einen argen Stoß erlitten haben: ihm droht durch die russische AnncktionS- Politik die Gefahr, bei einer durch das iingestraftc Vorgehen Rußlands möglicherweise heraufbeschworenen Aufteilmig Chinas zu kurz zu kommen. Ein erfolgreicher Krieg Japans gegen Rußland bedeutete demnach nicht nur eine Eindämmung der russischen Ranbpolitik in Ostasien, sondern mich eine wirtsame Demonstration gegen die andem Mächte, die daran denken könnten, Rußlands Beispiel zu folgen. Wie groß schon jetzt Japans Interesse an der Erhaltung Chinas, an einer Offenhaltung dcS chinesischen Marktes ist, erhellt daraus, daß Japans Ausfuhr nach China 1002 annähernd 49 Millionen Neu(ein Den— 2,40 M.) betrug, eine Ausfuhrziffer, die nur durch Japans Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten<80 Millionen Den) übcrtroffen wurde, hinter der aber die AuSsiihrziffer nach allen andern Staaten weit zurückbleibt. Japans Ausfuhr nach Korea bezifferte sich 1902 auf IO'/s Millionen Den. Zu berücksichtigen ist dabei, daß Japan sich erst mitten in seiner industriellen Enttvicklung befindet und für die Zukunft noch auf einen ganz andren Handelsverkehr mit China und Korea hoffe» darf, sofern eben die euro- päischen China-Mächtc an dem Prineip der„offenen Thür" nicht rütteln. Hinzukommt, daß Japan bereits eine bedeutende Be- volkcrungSdichtigkeit besitzt— ohne Formosa bei 328 000 Ouadrat- Kilometer ca. 44 Millionen Einwohner, also auf den Ouadrat-Kilo- incter 117 Einwohner gegen 104 Einwohner im Deutschen Reiche— daß cS also bestrebt sein muß. seinem Geburtenüberschuß Abfluß- kanäle nach Korea und China offen zu halten resp. zu eröffnen. Wie inan.sieht, sind die Triebfedern, die Japan zum Kriege treiben könnten, kräftig genug. Nach allen Nachrichten befindet sich Japan auch thatsächlich im Kriegsfiebcr. Das Tadelsvotum des japanischen Parlaments gegenüber der Zauderpolitik der Regierung, das zur Auflösung des Parlaments führte, beweist unzweideutig die Intensität der kriegerischen Stimmung der einflußreichen Kreise der Nation. Das; die erst im Aufkeimen begriffene socialistische Partei den Chauvinismus zu dämpfen versucht, kommt demgegenüber nur wenig in Betracht. Wie stark die Widerstandskraft der Regierung, über deren eigentliche Auffassung man völlig im unklaren ist, sein wird, steht dahin. Der von ihr bisher geleistete Widerstand kann ja lediglich von der Vorsicht diktiert gewesen sein, nicht eher loszuschlagen, als es der Grad der Kriegsbereitschaft gestattet. Ebenso nah wie die Erivägungen darüber, ob eS zum Kriege kommen wird oder nicht, liegen die Kalkulationen über einen etwaigen Verlauf des Krieges. Vergleicht man die Stärke der Truppen, die von beiden Mächten in Ostafien einander gegenübergestellt werden könnten, so crgiebt sich folgendes: Das stehende Heer Japans beträgt, auf Kriegsstärke gebracht, ca. 200 000 Mann mit 486 Feld- und 198 GebirgSgeschützen. Hinzu käme noch die Reserve in Stärke von 200000 Mann. Japan würde also günstigenfalls 400 000 Mann nach dem Feftlaude werfen können. Die Territorial-Armcc in Höhe von 120 000 Mann darf verfasiungsgemäß nur im Lande selbst verwendet iverden. Höchstens könnten noch die Rekrutcnrescrven in Höhe von 160 000 Mann in Frage kommen, wodurch die japanische Gesamtarmee ans dem Festland auf .',60000 Mann gebracht werden könnte, eine Ziffer, mit der die Japaner selbst rechnen. Japans Flotte besteht aus sechs Linienschiffen 1. Klasse, die ein Deplacement von 12 100—15 440 Tons aufweisen, also ein„erst- klafsigeS" Material darstellen. Zwei Schlachtschiffe 2. Klasse stammen au« der erbeuteten chinesischen Kriegsflotte und stehen nicht mehr auf der Höhe marinistifcher Anforderungen. Die sechs Panzerkreuzer 1. Klasse haben 9200—9900 Tons Deplacement und entsprechen ebenfalls modernsten Ansprüchen. Moderne Schiffe sind ferner 12 Torpedojäger. Insgesamt besteht die japanische Marine aus 74 Fahrzeugen mit 1188 Geschützen»nd 16 000 Mann Besatzung. Der' japanisch'« Flotte ist das in Ostafien stationierte russische Geschwader nicht gewachsen. ES besteht aus 8 Linienschiffen, 4 Panzerkrenzern, S geschützten Krenzern und 2 kleinen geschützten Kreuzern. lieber die Zahl der russischen Truppe« in Ostafien gehen die Schätzungen weit auseinander. Die russischen Streikräfte sollen sich nach der„Kreuz-Ztg." auf insgesamt 127 000 Mann belaufen. Rechne man davon die Festungstruppen, Grenz- und Eisenbahntnippen ab, so blieben noch 100 000 Mann zur Verfügung im freien Felde. Eine andre Schätzung berechnet die russische Gesamtstärke auf 120 000 Mann, wohingegen von dritter, angeblich wohlinformierier Seite behauptet wird, daß Rußland zur Zeit nicht mehr ats etwa 80000 Mann in Ostasien stationiert habe. Japan lvärc danach Rußland im Augenblick sowohl zur See wie zu Lande überlegen. Freilich müßte berücksichtigt iverden, ob es Japan gelingen würde, seine Landtruppcn auch in entsprechender Zahl nach den: Festlandc überzusetzen. Es wäre die Frage, ob die Zahl der zur Verfügung flehenden Transportschiffe dazu ausreichen würde. Eine andre Frage wäre die, ob die japanische Flotte in der Lage tväre, die russische Flotte cntiveder derartig zu schlagen oder aber sie in den ieindlichen Kriegshäfen Port Arthur und Wladiwostock dergestalt zu blockieren, daß sie den Transportflottillen nichts anzuhaben vermöchte. Gelänge das nicht, so dürste sich die sichere Eskortterung der Transportschiffe durch japanische Kriegsschiffe möglichcrlveise recht schwierig gestalten. Von den Erfolgen der ersten Monate hinge also vieles, wenn nicht alles ab. Denn je länger sich der Krieg unentschieden hinziehen würde, in eine desto prekärere- Sittiation käme Japan durch die Verstärkung der russischen Land- armee sowohl als durch einen SukkurS der russischen Flotte. lind in einem solchen Falle hinge der Ausgang des Krieges schließlich von der Haltung Englands ab. England sähe sich dann vor die verantwortungsvolle Alternative gc stellt, cntiveder Japans Partei zu ergreifen oder aber möglicherweise seinen ostasiatischen Verbündeten vielleicht für immer zu verlieren. Ob aber Frankreich bei einem triegerischen Eingreifen Englands neutral bleiben würde, wäre eine neue Frage.... All diese Erwägungen erklären die Zaudcrpoliti! der japanischen Regierung. ES steht zu viel ans dein Spiel, als daß sie sich drauf- gängerisch unbesonnen in ein so geivagtes Abenteuer stürzen könnte. Auf der andern Seite steht freilich auch Japans Prestige, stehen des aufstrebenden Jnselreiches vitalste Interessen auf dem Spiele. Und noch ein Moment darf bei der Abwägung der Chancen nicht außer Betracht bleiben. Zum Kriegführen gehört nach Oxcnsticrna Geld, Geld und abermals Geld. Japans Finanzen stehen aber nichts weniger als glänzend. Sein Militarismus und Marinismils haben ihm schon eine Schuldenlast von IV, Milliarden Mark aufgebürdet. Japans angebliche Versuche, in Amerika cineÄricgSanlcihc aufzunehmen, sollen vollständig gescheitert sein. Es ist nur zu begreiflich, daß die Finanziers einer so gewagten Spekulation gegenüber die äußerste Reserve beobachten. Andrerseits würdet! sich auch die jetzt verschloffenen Geldquellen zweifellos erschließen, sobald Japan die ersten entscheidenden Er- folge errungen haben würde. Man weiß ja, welche Mühe es Deutschland 1370 machte, seine erste Kriegsanleihe unterzubringen. Nach den ersten siegreichen Schlachten änderte sich indes die Situation. Nicht anders wiirde es mit Japan sein, falls es Ruß- land erst einige entscheidende Schlappen beigebracht haben würde. Wie auch die Würfel in Ostafien fallen mögen, das alte Jahr wird schwerlich noch die Kriegserklärung erleben. Roch sind nicht alle diplomatischen Mittel erschöpft, noch sind die Rüstungen nicht bis zum entscheidenden Grade gediehen. Erst das neue Jahr wird Klarheit darüber erhalten, ob die Krise sich in einer Explosion entlad oder als eine chronische sich weiterschlefipt. Peking, 21. Dezember.<„Laffan"-Meldung.) Der Thron erhielt, wie gemeldet wird, eine Depesche von dem chine- fischen Gesandten in Tokio, wonn dieser meldet, der Krieg stehe unmittelbar bevor, und dringend auf die Notlvendigkeit für China hinweist. Rüstungen für einen solchen Fall zu treffen. Der Thron habe im G e h e i m e n den Großen Rat einberufen lassen, um über die Depesche zu beraten. Die Wahrheit dieser Meldung zu ermitteln, ist unmöglich. Die höchsten chinesischen Beamten zeigen sich jedoch sehr beunruhigt und erscheinen geradezu hilflos, während der britische und der japanische Gesandte bestätigen, daß die Lage äußerst ernst ist. Ferner ist eine hier für ivahr gehaltene Meldung im Umlauf, daß rn dem Ansuchen Japans an Rußland, dieses möge seine Ant- wort auf die japanische Note in nochmalige Erwägting ziehen, eine bestimmte Zeitgrenze gesetzt worden sei. Infolge der F c i n d s e l i g k e i t e n der russischen Ber- tvaltnng in derMandschurei gcgcnden a me rikail i s ch en Handel ziehen die Amerikaner ihr Kapital aus der Mandschurei zurück. Nagasaki, 21. Dezember. Die Regierung hat eine Be- kanntmachung erlassen, daß sie alle Trockendocks des Landes sür die japanische Flotte braucht. Die Kriegs- schiffe gehen bereits zur Reinigung in die Docks. Die Russen bauen in Port Arthur einen Wall, der die Neustadt umschließt. Die Altstadt wird zerstört. Der Befehl dazu ist bereits erlassen. Londan, 22. Dezember.t Wort der Erwiderung. Höchst wahrscheinlich, weil ihr authentisches Material sie im Stiche ließ. Wcnii der Artikclschreiber der„Post" einmal Gelegenheit hätte, sich persönlich in Südafrika nach den Leistungen der Ausländer zu erkundigen, so ivürde er vornehmlich über die Deutschen Glänzendes hören. Ist es dem Herrn unbekannt, daß sich unter den 20 000, welche zum Schluß die Waffen strecken mußten, noch über 1000 Aus- I ander befanden S lind ivaren diese Leute etwa„Beduinen"? Nein, es waren Bewohner der Städte, von Beruf H a ir d- werter, K a u f l e u t e, M i n c» a n g e st c I l t e usw., jeden- falls keine Pichhirten oder Jäger. Ich behaupte nun geradezu, daß der Paradedrill nicht nur nicht überflüssig, sondern in gewisser Weise direkt schädlich ist. In den englischen Verlustlisten konnte man auch im lveitcrcn Verlauf des Krieges öfters lesen: „Hier 200 oder dort 500 söfterS auch bedeutend mehr) Mann gefangen genommen und von den Boeren am nächsten Tage ivicder freigelassen." Es handelte sich bei diesen ziemlich häufigen Por- fällen um ganze C o m p a g n i e n, auck, Bataillone, die, nachdem ihre Offiziere gefallen waren, vor Ratlosigkeit nicht ein noch aus wußten und sich schließlich ergaben, oder, wie der Specialausdruck lautete:„lkancks np"»lachten. Es geschah nicht so selten, daß bei einem englischen Truppenteil sämtliche Ossiziere fielen, da sich bei diesen Herren unmotivierter Dünkel mit außerordentlicher Bravour paarte. Trotzdem die Engländer in der zweiten Hälfte des Krieges viel Irreguläre, also Miliztruppen, verwendeten, so habe ich doch, bis auf einen Fall, niemals gehört oder selbst gesehen, daß sich von diesen ganze Truppenteile zum„llsncks up" bequemt hätten. Dieses Mißgeschick traf ausschließlich die Rc- gulär c n. Der Grund hierfür ist ziemlich einfach. Ter reguläre Soldat war derartig an sklavischen Gehorsam und infolgedessen U n s c l b st ä n d i g k c i t gewöhnt, daß er ohne seine Vorgesetzten ritte führerlose Maschine war. Wie steht es nun hiermit im deutschen Heere? � Wohl soll durch die Felddiciistübimgeit. Manöver uslv. dem Soldaten Selbständigkeit anerzogen werden, jedoch wird das natür- lich nie erreicht. Denn erstens ivird auf den Paradedrill erheblich mehr Zeit vcrlvendct, und zweitens sind alle derartigen llcbnngcn nur geeignet, falsche Vorstellungen in den Köpfen der jungen Leute zu zeitigen. Denn die Manöver sind, wie auch schon von andrer Seite vielfach nachgewiesen wurde, nur Zerrbilder, die auf falschen Voraussetzungen beruhen und infolgedesten ganz im- tncgsmäßig. Aber selbst zugestanden, daß der Soldat von diesen Ilcbungcn profitiere. Nur ein kleiner Teil der Feldarmee besteht aus L i n i e n t r u p p e n. der größte aus Reserve tutd Landwehr, die vor zehn Jahren und eventuell mehr die Fahne ver- ließen. In diesem Zcitramn hat der Mann von der Feldansbildung das meiste vergessen, und was er behalten hat, ist nicht allzu wertvoll. Denn inzwischen sind zlvei bis drei neue Gewehre eingeführt worden, und die A n s i ch t e n über die ein- zuschlagende Taktik haben sich ebenfalls geändert. Was der Mann aber nickt vergessen hat ist:„Zu Befehl" zu sagen, oder mit andren Worten, ohne seine V o r g c s c h t c n leinen Schritt, keine H a n d b c w c g u n g zu r hu u. Ruit reicht der Einfluß des Offiziers im modernen Gefecht nicht weiter als höchstens auf je drei Leute rechts und links von ihm. Der- artige Sachen, wie man sie ans Bildern, und auch nur aus Bildern sehen kann, daß der Offizier im heftigsten Feuer aufreckt hinter der Schützenlinie sieht, oder ans- und abgehend seine 80 Leute bcauf- sichtigt, giebt es im Zukmtftskriegc nicht. Denn einerseits wird dem Gegner nur das Eiuschießett erleichtert, andrerseits würde der Offizier auch nicht weit kommen, da ein derartiges Verhalten gleichbedeutend mit sicherem Tode ist. Die Ucbcrlegcnhct't der Drillarmec ist also nur eine m i l i t a- r i st i s ch e P h a n t a s i e, eine verhängnisvolleJllusion! Deutrebe» Reich. ReaktioiiärrS Gelüste regt sich in der„Post" natürlich auch bei der Ankündigung, daß die Stellung der Frauen im prcußtscken Vereins- und Versammlungsrecht ein wenig georditet weroen solle. Zwar weiß noch niemand, ob die Absichten des Ministeis Hammerstein auch nur einigermaßen die Entrechtung der Frauen im Vereins- und Versammluitgsweseu beseitigen werden, aber der„Post" ist auch diese Gelegenheit geeignet, das Unheil einer möglicherweise zu er- wartenden geringen Verbesserung durch reaktionäre Vorschläge zu lindern. Sie stößt also vor: „... Fraglicher schon kann cö sein, ob nicht wenigsten s die Bestimmung, daß Minderjährige von der Teilnahme an politischen Vereinen und politischen Versammlungen aus- zuschließen sind, wieder aufgenommen werden sollte. Die Bor- schrist ünsreS VereinSgesetzes, wonach die Teilnahme an solchen Vereinen und Berfammluitgen nur Schülern und Lehrlittgett versagt ist, gehört zweifellos gleichfalls zu den durchaus veralteten und der Verbesserung bedürfugen Teilen des VereinSgesetzes. Ter crwähnlc Abändermigsvorschlag fand seiner Zeil die Zustimmung einer beträchtlichen Mehrheit des Abgeordnetenhauses; das Herrenhaus trat diesem Beschlüsse bekanntlich aber nicht bei, und mau stellte den Entwurf in der von der sreikonservativcu Fraktion vorgeschlagenen Fassung des sogenaimten„Kleinen Socialistengesetzes" wieder her. Wenn die Staatsregierung selbst einen Vorschlag der in Rede stehenden Art einbrächte, wäre indes« diesmal auch die Zustimumtig des Herrenhauses mit Sicherheit zu erwarten. Es verdient daher ernste Erwägung, ob neben den in Aussich l genommenen Acnderungen des VereinSgesetzes nicht auch wenigstens der Gedanke wieder a u f g e n o m m e n werden sollte, die Minderjährigen von der Teilnahme an politischen Vereinen und Bersammbingcn ganz anszuschließeii." Weit willkommencr wäre der„Post" die Wiederbelebung eines „Kleinen Socialistengesetzes". Rur weil dafür die Aussichten nicht gesichert sind, will sie„weitigstenS" die jungen Leute bis zu 2l Jahren gänzlich von der Möglichkeil ausschließen, sich in Vereinen oder Versammlungen polilischc Lehre und Schulung zu gewinnen. Tie „Post" weiß auch, ivelch unglaubliches Treiben die sächsischen Be- Hörden an der Hand des vor einigen Jahren dort beschlossenen Minderjährigen-Ausschlusses gegen das Versammlungsrecht auch der Micht-Minderjähriaen und der Gewerksckaiten unternommen haben. Roch Aehnlichem steht das Gelüste der„Post", welche ein Vereins- irnd Bersamnlimgsrccht allein für ihre Klassengciwjsen will.— Die zahme Reichstagsfraktiou. Ter„Kölnischen Bolkszcitung" hat unsre Partei eine seltsame lleberraschifttg bereitet: Wir sind ihr im Reichstage zu zahm! Tie Haltung der Socialdemolrateii, schreibt das Centrumsblatt in einer Betrachtung über den ersten Abschnitt der ReichstagSsession, habe sich in nichts ausgezeichnet von ihrer Haltung in früheren Sessionen; eher könne man sagen, daß sie sich sehr viel ruhiger, gewissermaßen zahmer ausgefübrr haben, als bei manchen früheren Gelegenheiten. Was nur die„Kölnische Bolkszeitung" eigentlich von uns erwartet haben mag? Tas Blatt läßt feine Betrachtung in dieser Bemerkung gipfeln: „Aus dem Verhalten der Socialdemokrate» in dieser ersten Periode der ReichstagSsession darf man ruhig den Schluß ziehen: Sic sind zwar zahlreicher in den neuen Reichstag eingezogen, aber aktionsfähiger sind sie nicht geworden. Auch die Anträge, welche sie eingebracht haben, zeichnen sich durch unerwartete Zahmheit aus." Nichts Neues ist unter ihnen, was nicht radikale und demokratische Partei-Anbänger schon früher verlangt haben. Von„zukunstSsraatlicheit" Ideen keine Spur." Also wir sind so zahm geworden trotz unsrer gewachsenen Macht und Fraktiansmehrung. Schade nur, daß die erstaunliche Zahmheit unsrer Anträge dennoch nicht die Centrumszustimmung sindei, daß sogar die a II erzahmste Zehnsttindcntag-Resolution des Eentrums, die es kurz vor den Wahlen einbrachte, jetzt unter den Anträgen dieser Partei nicht wiederkehrt, daß diese Partei auch nach der zahmen Kritik, die von unsrer Seite im Reichstag geübt wurde, nicht ein beipflichtendes Wort zu finden vermochte. Wie säininerlich muß die Partei der„Kölnischen Volkszeittnig" geworden sein, daß sie alles aufbietet, um die Tnrchfühnmg nntrcr zahmen Forderungen zu verhindern!—' Verbotene Weihnachten. Auch der konservativen Presse ist das Verbot der Weihnachtsfeier in Crimmitschau recht unbehaglich; sie schweigt enttveder darüber oder mißbilligt in verschämter Form die Maßregel. Nur das Hauptorgan des Junkertums, die„Kreuz- Zeitung" verteidigt auch bei dieser Gelegenheit ihr berühmtes Christentutn der rohen Gewalt, dcS Brotwuchers, des Polizeisäbels. Sie cütdcckt. daß die Weihnachtsfeier in Crimmitschau gar nicht verboten worden sei, sondern nur die„Störung" dieses„herrlichen christlichen Festes", seine Ausnutzung„zu politischen und gewerkschaft- lichen Zwecken". Gewiß, auch der Kaiser Nero hat sicher nichts dagegen gehabt, daß die Urchristen Roms in den Tiefen ihres Busens christlich dachten. Nur die„Störung" des Christentums durch christliche Bcthätigung. die Ausnutzuitg der Religion zu politischen Zwecken war ihm unangenehm und darum entzündete er die„christlichen Fackeln". Die Crimmttschaner Weber wollten dem Weihnachtsfeste seine tiefste, christlicksic Weihe geben, ein Licktfcsl der Aermsten und Bedrängtesten, ein HofsmitigSfesl der Erlösung sollte es werden; das ist es aber gerade, was die„Krenz-Ztg." fürchtet, lind darum vermutet sie, sächsischer als die sächsischen Behörden, die Weberkindcr könnten durch Spielzeug und Pfefferkuchen das Fest stören und ztt politischen und gewerkschaftlichen Zwecken mißbrauchen. Aber sollten auck lelvst„politische ttttd gewerkschaftliche Zwecke" verfolgt werden, so ist das kein Mißbrauch, sondern die edelste Er- süllttng der christlichen Idee, sofern sie überhanpi einen echten und ernsten Sinn hat. Die politischen tntd wirtschaftlichen Zwecke des Proletariats sind die Solidarität der Unterdrückten, die Erfüllung des Ideals der Humanität. Und weint sich diese Religion des SocialiSmuS nur im K a in p f e mit den Feinden durchzusetzen vermag, sv ist auch solcher Kampf keineswegs dem Chrtstcnttun entgegen, dessen Stifter verkündete, er bringe nicht den Frieden, sondern das Schwert'— Die Viilowflut. Zu der MassenanSgabe der Bülow-Rcdcn, die der Mittlersche Verlag besorgt, kommt noch eine andre Ausgabe des höchsten Ergebnisses deutschen Geistes im Verlag von R. v. Decker. Diese Ausgabe erscheint unter dem Titel:„Deutsche Männer, be- wahret Euch die Freude am Vaterland 1" Ihr ist ein„Gespräch zweier Deutscher" über die allgemeine Lage des Arbeiterstandes angefügt. Gewiß bewilligen die preußischen Junker nunmehr dem Grafen Bülow die lange verweigerten Kanäle, damit die befruchtende Flut, wenn sie zu hoch steigt und verheerend wird, schlemiigen Abzug zu gewinnen vermag.— Wcltpolitik. Endlich hat man ein Mittel gesunden, um der deutschen Wcltpolitik Schwung zu verleihen. Wie die„Rordd. Allg. Zeitmig" erfährt. ist den diplomatischen B e a in t e n des Reiches in den Tropen und andren heißen Gegenden das Anlegen einer besonderen, dem Klima angepaßte» Tropcnuniform gestaltet worden. Eine Beschreibung wird bei der ReichSdruckerei demnächst erscheinen und daselbst auch känslich zu haben sein. Für die Konstilar- beamten besteht eine Tropeminiforin bereits seit 1800. Eine preußische Verfitssungstvidrigkeit. Die preußischen Landtagswahlkreise sind zwar gesetzlich festgelegt, doch widerspricht die Art der gesetzlichen Festlegung in anfälliger Weise dem Artikrl 60 der Verfasniiig. In diesem, der nicht etwa wie die Artikel 70, 7l und 72 bis zum Erlaß des„verheißenen" Wahl- gcsctzcs gußer Kraft gesetzt ist, heißt es für die Wahlkreise: „sie können aus einem oder mehreren Kreisen oder aus einer oder mehreren der größeren Städte bestehen". Unter den größeren Städten köniten nur die Städte ver- standen sein, die selbständige Stadtkreise bilden: denn ivollte man die Stadtkreise unter die Kreise tchlechiweg rechnen, so wäre mit dem ersten Teil des Satzes:„Sie köttitett aus einem oder mehreren Kreisen bestehen", alles erschöpft gewesen; dann hätten, wie dies auch durch das Gesetz von 1860 bereits geschehen ist, Wahl- kreise gebildet werden können, die aus einem oder mehreren LattdratSkreiscn bestanden, die aus einem oder mehreren Stadt- kreisen bestanden,»nd solche, die sich ans Landrats- und Stadtkreisen zitsainittensetzten, wie Stadt und Kreis Königsbergs- Fischhausen, Stadl Danzig-Kreise Danziger Höhe und Tanziger Niederung. Stadt Frankfurt-Kreis Lebns usw. Diese letzteren aber wollte die Verfassung offenbar ausschließen, die Wahlkreise sollten mir LandratSkreise oder nur Stadtkreise— je einen oder mehrere— uinspannen. Mit der Entwicklung einer großen Anzahl von früheren kleinen Städten und andren Gemeinden zu selbständigen Stadtkreisen sind natürlich eilte ganze Reihe weiterer Wahlkreise in Widerspruch mit der Berfasttmg zusammengesetzt. Ob bei der bcvorstehettdeit Nettcintcilnng der Wahlkreise auf den Artikel 60 der Verfassung Rücksickt genommen wird, wenn auch nur in der Weise, daß mau ihn aufhebt, oder ob man sich auch hier mit der Außerachtlassung der Verfassung abffnden wird? Als Kuriosum sei noch erwähnt, daß die Eintciluitg Berlins in Pier Wahlkreise natürlich auch verfassungswidrig war und ist; nach Artikel 60 der Verfassung durfte ganz Berlin nur eilten Wahlkreis bilden. Wollte man noch heute die Konsequenzen ziehen und alle Berliner Abgeordneten durch alle Berliner Wahlinänner ivählen lassen, so würde diese Wahlntättnerversaittmluttg freilich ein Ereignis fein, dem nicht einmal der Landrat Stitbenrauch gewachsen wäre.— Ministerkrisr in Sachsen wird den„Leipziger Neuesten Nachrichten" aus Dresden angekündigt. Der(Fittanzinintster Dr. Rüget trage sich mit Rücktrittsgedanken und werde trotz aller etwaigen ossiziötcn Dementis in abichbarer Zeil sein Amt quittieren. Auch der Minister des Innern, v. Metzsch, will, wie schon vor Monaten bekannt wurde, vom Amte zurücktreten, wenn die Wahlrechtsreform im Landtage dnrckgcbrackt sei. Das Leipziger Blatt legt nun den Rückirittsabsichten beider Minister die Stellung der Landtagspartcicii rcsp. der konservativen Mehrheit zur Wahlrechtsreform als Ursache unter. Das stimmt in keinem Fall. Herr v. Metzsch ist nach dem völligen Zu- sammenbruch seiner Wirtschaft, deren Bankrott am 16. Juni dieses Jahres besiegelt ward, unmöglich noch lange in seiner Stellung zu halten und hat die Frage der Wahlrechtsreform nur benutzt, sich noch eine Zeillaitg im Amte halte» zu können. Er ist jetzt selbst Konservatiben unbequem, die mit einem neuen Minister aus dem Kreise der Ihrigen besser glauben rcussiercii zu können und außer« dein eine Reihe Ministerasviranteii haben. Also Herr v. Metzsch mutz ehestens weichen. Mögliclierwcise werfen ihm die Konservativen noch die Wablrechtsrcfortn zlvischcu die Beine, die aus diese Weise nock weiter hinausgeschoben werden würde. Etwas Vernünftiges kommt so wie so nicht zu stände und— Herr v. Metzsch muß doch gehen. Cr ist den Behörden im Laude keine Autorität, seine Anweisungen iniponieren niemand und im Landtag war er nur immer dazu da, die sclbständigeti Masjnahittcu der Behörden zu rechtfertigen, obgleich sie oft im Widerspruch zu den vom Minister geäußerten Ansichten standen. Dieser Zustand kann nicht lange mehr bestehen. Anders steht es mit dem Rücktritt des Finanzmitüstcrs. Es ist barer Ilnsitm, die Wahlrechtsreform als Ursache seines beabsichtigten Rücktritts anzugeben. In Wahrheit drängt ihn das unvermeidliche Deficit im Staatshanshalt von seinem Sitze. Die Luderwirtschast der Konservativen hat die Staatsfinanzen völlig zerrüttet und der Finanzminister mußte bei der Etatsberatung den Schwindel zugeben, daß die Jahre angeblicher lleberschüsse nur Jahre verhüllten DefieitS waren und„sorgloses Schuldcnmachen" die Lage sehr ernst gestaltet habe. Zwar hat er acht Millionen Marl durch Hcrabdrückung der Ztöhne und der Arbeiterzahl tmd durck Erhöhung der Fahrpreise in der letzten. Finattzperiode herausgeschunden, aber das ist sa nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es bedürfte einer gründ- lickeit Finanz- rcsp. Steuerreform, um die sächsischen Finanzen in Ordnung zu bringen, dazu ist jedoch jetzt nicht die geringste Aussicht. denn die Konservativen, überhaupt der Drciklasscn-Landtag hat durck die Steuerättderuiigen der vorigen Laudtagsscssion für die nächste Zeit jeder Reform den Weg absichtlich verlegt. Die Konservativen und ihre Klassengenossen Ivollcii dauernd die Staatslasten von sich abwälzen und den breiten Massen zuschieben. Das geht nickt so leicht, und dabei gerät die Finanzlage in immer größere Kalamitäten. Das muß der Fitianzittittister einsehen und das verbittert ihm sein Amt; er sieht sich außer stände, den Etat in Ordnung zu bringen, und aus Jahre hinaus immer vor leeren Kässen zu stehen.- mag ihm wohl keine Freude machen. Die Eisenbahnarbeiter, denen er die Löhne kürzte, iverden wohl nicht um itm trauern. Wir können einem eventuellen Personenwechsel ruhig zusehen; eine Aenderung des Systems knüpft sich nicht daran, so lange der Drei- klassen-Landtag im Lande haust. Finanziell wie politisch wird der Staat durch die Dreiklassenwirtschaft ruiniert. Ob das durch alte oder itcue Minister bestätigt wird, macht leinen Unterschied.— Die Ordmmgswähler des Grafen Orioln. Aus H esse n wird uns geschrieben: Wer erinnert sich nicht mehr der Schauergeschichten, die nach den Wahltagen im Juni d. I. über den„VandaliSmus der Socialdemokraten" von allen OrdmingS» blättern kolportiert worden find? Das war ja geradezu toll, lvas sich die Socialdemokraten alles an Roheit geleistet haben sollten. Wenn dann die Geschichten aufgeklärt tmd als Märchen enthüllt wurden. schwiegen sich die gutgesinnten Organe selbst- verständlich schämig aus. So auch jetzt wieder, da vor Gericht festgestellt toorden ist, wie iiotiouallilicralc Wähler des natiotialliberaleu Agrariers Grafen Oriola am 14. und 16. Juni dieses Jahres gehaust haben. Hier in Kürze der Sachverhalt: In Burggräfenroda, einem Dorfe im Wahlkreise Fricdberg-Büdingcn (Oberhessen) fand am 14. Juni eine soctaldentokrattsche Wähler- Versammlung statt und zwar bei dem Gastwirt Kohl. Geschlossen kam uitler Führung seines Vorsitzenden der Kriegerverein angerückt und störte die Versammlung. Dank der besonttenen Haltung unsrer Genossen ivttrde jedoch ein Zusammenstoß vermieden. Zwei Tage später, am Wahltage, wollten die tapferen Krieger aber unter allen Umstänoen eine Heldenthat verrichten. Und als sie abends gegen 1l Uhr in der richtigen Stimmung zu sein glaubten, zogen sie in cot-pors vor das Versammlungslokal unsrer Genossen, skandakiertcn erst und demolierten dann das Kohlschc Wirtshaus, schlugen den Wirt und andre Personen und zogen sodann vor das Haus des Arbeiters Stiller. der als Social- demokrat sehr bctännt ist. Hier setzten die national- liberalen Wähler des Grafen Oriola ihren Heldenthaten die Krone aus, indem sie die bejahrte Frau unsrcS Genossen und ihren jüugstc» Sohn mißhandelten. Vor dem Schöffengericht in Friedberg Ivurden am 22. September dann wegen„Sackbeschädignng und Körperverletzung" eine Anzahl der Oriolaschen Staatsstützen, Landivirte und Knechte, zu Geldstrafen bis zum.Höchstbetrage von 250 M. verurteilt. Gegen diese überaus milden Urteile legten der Obcrftaatsattwalt_ und einige der Ver- urteilten Berufung ein. So kam die Sache vor der Straf- kammer in Gießen nochmals zur Verhandlung. Der Ober- slaatsanwalt war der Ansicht, daß die Vorgänge hart an Land- friedcitsbruch grenzten.«Wirklich nur„grenzten"?> Das Urteil wurde schließlich ein wenig in die Höhe geschraubt. Es wurden für die Anführer folgende Strafen ausgesprochen: für Landwirt Kost eine Woche Gefängnis und 150.M. Geldstrafe, für Landwirt Moscherosch zwei Wochen Gefängnis niid 50 M. Geldstrafe.— Wir wollen uns jeglicher Kritik des milden Urteils enthalte», dafür aber diese Frage auswerfen: Ivenn die Socialdemokraten die Angreifer tmd das demolierte Haus Eigentum eines OrdtuutgsparteUers gewesen wäre, würden dann die svcialdentolralischcit Arbeiter ebenso milde be» urteilt worden sein wie die n a t i o n a l! i b c r a l e n Krieger« V e r e i n l e r und Wähler des Grasen Oriola? Ein Nachtrag. Um zu zeigen, wessen Geistes natioiiaNtbcrale Wähler in Burggräfenroda sind, sei bicr noch festgestellt, daß einige der Verurteilten den Wjahrigen Wirt Kohl, dessen Haus sie demolierten, ivegen einer Ma j e slä tsb e l e id i g u ng. die er einmal begangen haben soll, denunzierten. Kohl bestritt seine Schuld auf das cntschiedcitste, aber da zivci Oriola-Wähler die Richtigkeit ihrer Denunziation beschworen, so mutzte das Gericht verurteilen und eS verhängte die Strafe von zlvei Monaten Gc- fängnis. Der Vorsitzende leitete die Begründung des Urteils mit den Worten ein:„Ter vorliegende Fall hat nickt die Sympathie des Gerichts. � Es kann nicht ertennen, daß die Anzeige gegen den Angeklagten aus Patriotismus geschah; dieser Prozeß gereicht seinen Urhebern keineswegs zur Ehre." Wir gratulieren dem nationallibcralcn Grafen!—_ Vorwirkung der Wahlrechtsreform. Ans Baden wird uns ge« schrieben: Die Reform des badischen LandtagS-Wahl« r c ch l s, die zu dem allgemeisten. gleichen noch das direkte Wahl- reckt bringen soll, ist noch in weiter Ferne: je mehr sich die ein- zelnen Parteien in ihren Organen dattttt beschäftigen, um so klarer tritt die starke Abneigung gegen eine derartige Reform hervor. Trotzdem richten sick die bürgerlichen Parteien vorsichtS- halber sckon jetzt aus allgemeine, gleiche und direkte Wahlen ein. Eine wahre Siurmflnt von Anträgen nnt den populärsten Forde- rungen bricht über den Landtag herein. Vor zwei Fahren noch lehnten dieselben Parteien Forderungen ab, die sie jetzt selbst er- heben— aus Furcht vor der Wirkung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts. So brachte am Sonnabend dic� national- liberale Fraktion einen Antrag ein, nach welchem die Schüler» zahl pro Lehrer vermindert, die daraus er- ivachscndcu M e h r l a st e n aber aus den Staat über» n o m m c n werden sollen. Auch in der bisherigen Verteilung der Schullastcn soll nach diesem Antrage cnic Verschiebung zu Gunsten der Gemeinden und zu Lasten des Staates eintreten. Als die s o c i a l d e in o k r a t i s ch e Fraktion im letzten Landtage unter aitderm Uebernahme der Schullasten auf den Staat beantragte, wurde dieser Antrag von den jetzigen nalionalliberaleii Antragstellern platt abgelehnt.— Hinter den Nationalliberalcn bleiben das Ecntrmn und die Deinolraten nicht zurück. Die Demokraten beantragten direkte Wahl der Biirgentieister und Gemeiitderäte auf dem Lande und Aushebung der Klaffen wohl zum Vertrctcrkollegiuin in den großen Städten. Uebrigens Forderungen, die wiederholt und aus- führlicher die Socialdemokraten stellten, ohne daß sie dabei auf Gegenliebe bei diesen Parteien gestoßen wären. Ganz besonders amüsant ist die folgende Scene aus dem An- trags- Wettrennen zwischen Nalionalliberaleii und Centruin: Die Naftonallihcralcn brachten, um die Bauern zn ködern, einen Antrag ein, m dein die Rcgienmg ersucht wird, in Zukunft für Beschleunigung der Flurschäden- Abschätzung nach militärischen Uebunger und für schleunigere Entschädigung der Bauern zu sorgen. Ann braucht aber auch das Centruin die Bauern und darum sucht es die Rational- liberalen dadurch zu übertrumpfen, datz es in einem andren Antrag von der Regierung verlangte, bei der Reichsregierung für Erhöhung der Quarticrlasten zu wirken. Das tonnten sich die Rationalliberalen nicht bieten lassen und so kam flugs ein neuer Neberrrumpfungsantrag, in welchem verlangt wurde, das; die badische Regierung eine Summe in den eignen Rachrragsctat einstellen möge, falls die Reichsregicrung den Bauern nicht entgegenkomme. Diese Parteien scheinen dabei noch nicht einmal zu bemerke», das; sie sich heillos lächerlich machen. denn so dumm sind auch die Wähler im rückständigsten badischen Wahlkreise nicht, daß sie nicht den Zweck dieses Antrags-Feuerwerks durchschauen sollten. Die socialdem akratische Fraktion läßt sich durch das Vorgehen der Gegner nicht in der ruhigen Arbeit stören; sie ist dabei, einen im letzten Landtag Zeitmangels halber zurückgestellten Plan auszuführen und eine u rn fassende Aeuderung der G e m c i n d c- G e s c tz g c b u n g zu beantragen. Ter die Städte- Qrdnung bctresfende Teil wurde bereits am Sonnabend ein- gereicht.— Nebcr de« Prozeß Franzky, der sich der löOtJsnchcn Soldatenschindcrei schuldig gemacht, wird dem„Hamb. Echo" von einem Kameraden der Mißhandelten ge- schrieben: „Ich trat gleichzeitig mit dem Verurteilten Franzky in die 2. Compagnic des Sä. Regiments als Musketier ein. Wie ein Mensch, ivie Fr., zur Kapitulation und zur Beförderung zngclasicn werden konnte, ist mir unverständlich. Ich weiß heute nicht mehr, welche seiner Eigenschaften ihn weniger zum Vorgesetzten befähigte, seine Dummheit oder seine grenzenlose Eingebildethcit. Doch wundert mich die durch diese Beförderung bethätigte Mjenschen- Unkenntnis seiner Vorgesetzten kaum mehr, wenn ich mich der andren ähnlichen Fälle erinnere. Der Verhandlungsführer wirst wiederholt die erstaunte Frage aus:„Wie können sich die Soldaten eine solch viehische Behandlung gefallen lassen?" Ich will annehmen, daß das Erstaunen ehrlich war. Aber die Beantwortung dieser Frage hieße ja eigentlich Eulen nach Athen tragen, lind doch will ich hier einige Thatsachcn an- führen, welche diese erstaunte Frage voll beantworten! In der 2. Compagnic diente ein Unteroffizier I Einst übten wir Rekruten auf der Stube Griffe, und zwar ließ I, aus Bosheit den Ofen rotglühend heizen. Seine diesbezüglichen hämischen Worte, sein Befehl, der jeweilig schlechteste Greifer solle in unmittelbarer Rühe des Ofens stehen, ließ die'Absicht deutlich erkennen. An diesem Abend schlug er Musketier Gr. mit der Faust unter nicht wicderzugevcnden Worten ins Gesicht, daß das Blut aus Rase und Mund floß, dann warf er mit Gr. eine Spindthiir in Stücke! Gr. war entschieden ein überaus williger Soldat; es gelang ihm nur nicht so gut wie den andern, und deshalb ritt der Unteroffizier I. stets auf ihm herum! „W a r u m meldete nun der Mann nichts?" Erstens weil er zu denen gehörte, welche Herr Unteroffizier I. sich als Blitzableiter für seine Ouäkereiev aussuchte—. etwas .Intelligentere suchte I. sich instinktiv nie aus! Zweitens weil I. uns. wiederholt mit rohen Worte» versprach, daß es uns n u r u m s 0 s ch l i m m c r e r g c h e n würde, wenn wir von unserm Beschwerde-„Recht" Gebrauch machen würden. > Ein Sergeant W.. gleichfalls von der 2. Compagnic, er- klärte mir einmal alles Ernstes i» freundschaftlicher Weise": Ein Kerl, dem er nicht lvvbl wolle, möge sich in acht nehmen, er toürde ihn durch beständigen,„erlaubte!;" Drill und Oluälereien in den Tod treiben! ... Ist es da ein Wunder, wenn beschränkte und schüchterne Rekruten lieber die widerlichsten Ouälercicn und Mißhandlungen schweigend ertragen, ehe sie die Sache durch Meldung vermeintlich noch ärger machen? Warum kümmern sich die Herren Hauptleute und Ofsizierc nicht mehr um den inneren Dienst? Herr Hauptmann V. Homeyer war ganz bestimmt kein Mann, tvelcher Soldatenmißhandlungcn schweigend zugegeben hätte! Aber er war während meiner halb- jährigen Dienstzeit— und gerade während der Rckrutenzcit wäre es doppelt angebracht gelvescu— auch nicht ein einziges Mal unangemeldet auf meiner Stube, außer bei offiziellen Anlässen(Spindrevision usw.). Von den Lieutenants gar nicht zu reden! Was Wunder, wenn er mit ruhigem Gewissen behaupten kann, er wisse nichts von Mißhandlungen? „Wenn die Herren sich mehr mit den einzelnen Leuten abgäben und des öfteren abends unvermutet die Stuben beträten, so würden Prozesse so ekelhafter Art nicht nötig s ein." Ein klassischer Fall. Wegen 17l) Perbreche» und 50 Vergehen der körperlichen Mißhandlung Untergebener,:'>0 Vergehen der vorschriftswidrige» Bchaiwlung und einer Anzahl weiterer Fälle wegen unbefugter BefchlSainnaßung, unerlaubten Gcldborgens und An- ftiftung eines Untergebenen zur Begünstigung ist in Ulm nach dem „Beobachter" der Unteroffizier Knapp vom 13, Pionier- bataillon zu 1 Jahr 2 Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt worden. Knapp drangsalierte bei der Rekrutenausbildung seine Korporalschaft in der gewissenlosesten Weise. In der JnstruWonsstundc pflegte er die Leute, die nicht schnell genug oder gar nicht antworteten, mit der Faust auf die Brust zu stoßen oder ihnen das I n st r u k t i o n s b u ch i n s G c s i ch t z u s ch l a g e n. In zwei Fällen ließ der Angeklagte die ganze Korporalschaft wegen ganz genngsügiger Verfehlungen, von denen sich die eine als ans einem Irrtum Knapps vernhend herausstellte, so lange„Gewehr pumpen", bis die Leute dem Um- sinken nahe waren. In einem Falle dauerte die Prozedur mit gc- ringen Unterbrechungen eine Stunde, bis sich der Missethäter meldete. Dabei lieh er sich von Leuten, die er in dieser Weise fort- gesetzt quälte. Geld, zahlte es aber erst während der Untersuchung zurück. DaS Treiben des Angeklagten wäre jedenfalls gar nicht ans Tageslicht gekommen, wenn sich nicht der zur Korporalschaft gehörige Pionier Stütz den Chikaniercreien dadurch entzogen hätte, daß er sich am i. Februar d. I. aus dem Fenster seiner im zweiten Stock gelegenen Stube stürzte. Bor seinem Tode, der am nächsten Tage im Garnison-Lazareit erfolgte, g e sc and er, nachdem er anfänglich glauben zu machen versucht hatte, es liege ein Unglücks- fall vor, zu. daß er sich aus dem Fenster gestürzt babe,«eil er es nicht mehr habe aushalten können. Die eingeleitete gerichtliche Untersuchung führte zu keinem Resultat, da säimticve Leute von der .Horporalfchast des Angeklagten aussagten, sie härten nicht wahr- genommen, daß Stütz vorschriftswidrig behandelt worden sei. In- folge eines Briefes des Vaters des Stütz, der die An- gelcgcnhcit nicht ruhen ließ, lvurde die Untersuchung wieder aufgenommen und jetzt rückten die Leute mit der Sprache heraus. Nun- mehr wurden auch zehn ehemalige Angehörige der Korporalschaft Knapps wegen Begünstigung zu einem Tag, ein elfter, der Pionier Gebhardt, wegen zweier derartiger Vergehen zu zwei Tagen Gc- fängnis verurteilt. Sie sagten übereinstimmend aus, daß, sie aus Furcht vor Knapp nicht die Wahrheit gesagt hätten.— Hueland. Frankreich. Tie Perwrltlichung der Schule. Wir hatten schon kürzlich mitgeteilt, daß ein Gesetzentwurf in Vorbereitung sei, wonach eine vollständige Aushebung der unter- richtenden Kongregationen angestrebt wird. Dieser Entwurf ist nun- mehr der Kammer zugegangen. Der erste Artikel dieses Gesetzes untersagt den Kongregationen in Frankreich irgend lvclchen Unter- richt. primär, sekundär oder höheren, zu erteilen. Alle Unterrichts- -zstitutx derKongregationcn(autorifiertc oder nichtautonstcrte) müssen in längstens 5 Iahren, pon der Publikation des Gesetzes an gerechnet, geschlossen sein. Die bcigegebcne Statistik weist eine Männer- kongrcgation mit 1152 Instituten und 37 l weibliche Kongregationen mit 571 Instituten auf; daneben bestehen noch 323 Ordens- gescllschaften mit 2213 Instituten, die sich zugleich mit der Kranken- pflege usw. und dem Unterricht befassen.?llleS dies sind a u t o r i- sicrte Kongregationen, die durch daS Gesetz von 1301 nicht ge- troffen wurden. Die dem Gesetzentwurf beigcgcbcneu Motive weisen daraus hin, daß es in der Ocffentlichkeit schlecht verstanden würde, lote eine große Anzahl von derartigen. Instituten verboten he- ziehcntlich aufgelöst seien, während andre weiter bestehen, nur lveil diese sich vor 50— 80 Jahren die staatliche Anerkennung verschafft haben. In vielen Fällen, wo heute Laienschulcn eingerichtet lvcrden, machen die autorisierten Kongrcganisten von ihrem Rechte Gebrauch und eröffnen neue Schulen und machen so den staatlichen Instituten eine schädliche Konkurrenz. Im übrigen wird aus die Inferiorität der Äongregationsschnlen gegenüber den Laienschulen hin- gewiesen und die Notwendigkeit einer vollständigen Beseitigung der ersteren betont.— Die guten Schwestern. Roch sind die Mißhandlungen, welche die Schlvester Sainte-Rose und ihre Mitschwesicrn in Tours an ihren„Pfleglingen" vor- genommen baben, in aller Erinnerung, und schon wieder wird die öffentliche Aufmerksamkeit aus eine andre klösterliche Anstalt gelcntt. in der Bestialitäten vorgekommen sind, welche die von Tours bei weitem überragen. Der Sckmnplatz der Thäligkeit der frommen Schwestern ist diesmal in Mnstapha<> Algier. Gegen die Nonnen des dorrigen Klosters Säini-Bincent-de-Paul ist auf Grund der An- zeige einer Mutter, die ihr Kind der Obhut der Schwestern anvertraut hatte, eine Untersuchung eingeleitet, die ein grelles Schlaglicht auf die Ausbeutung und Grausamkeiten Wersen, die in jenem„ZufluchtS- bans" au Kindern verübt werden. Das betreffende Kind, ein Mädchen, erhielt eines Tages Suppe, in der große Käfer herum- schwammen. Es verweigerte diese Suppe zu essen und wurde nun in eine dunkle Kammer gesperrt, in der sie drei Tage verblieb und unter Schlägen gezwungen tv n r d e, die ekelhafte Suppe zu sich zu nehmen, 11x10 dem Mädchen naturgemäß vieles Erbrechen verursachte. Schläge sind in der Anstalt an der Tagesordnung und zwar bedienen sich die„guten Schwestern" dabei eines mit K noten verscbeiicn Instrumentes, ähnlich der russischen Knute. Mir dieser Peitsche oder auch mit Stöcken, die mit Nadeln versehen waren, wurden den Kindern est 30— 50 Schläge verabfolgt. Wie schon erwähnt, ist die richterliche Untersuchung im Gange, die Bevölkerung vcrlmigr aber auch, daß den Schwestern die Annahme von Kindern sofort untersagt tvcrdc.— Serbien. Rußliiiip will keine Aktion gegen die Königsmörder! In einer Zuschrift an das ofnziöse Blatt„Samouprava" giebt der Leiter des Preßbureau>?, Balngdschitsch. eine Erklärung des russischen Geschäfts- trägers Murawjew bekannt, worin Mnrawjew jedwede Verbindung mit der oppositionellen serbischen Presse in Abrede stellt und mitteilt, daß Rußland oisiziell niemals die Entfernung gewisser Offiziere aus der serbischen Armee verlangt habe, und daß die Gefühle des Kaisers Nikolaus für König Peter unverändert seien. Schließlich erklärt Murawjew, er habe bezüglich seiner Haltung zu der Frage der Oftizierc keine speciellcn Instruktionen erhalten.,— Asien. Tic drmsche Expedition nach Tibet hat, einer Meldung aus Kalkutta zufolge, ein Lager bei Rinchengong bezogen, d. b. nicht weit von dem Dorfe Tschumbi, wo der tibc- lanische Provinzgouvernenr sein Hauptquartier hat. Aon Rinchen- gong erstreckt sich ein offenes Thal nach Norden und durch dieses führt die Straße nach dem 110 Meilen entfernten Gyangise. Die Straße bietet keinerlei Schwierigkeiten, da der einzige zu über- schreitende Paß leicht passierbar ist. Oberst Donnghusband hat 500 Mann bei sich, aber stets eine Reserve von 1000 Mann zur Ver- siignng, da die nach Sitkim vorgeschobenen Truppen an- nähernd 3000 Mann stark sind. In Indien ist man der Ansicht, daß die Tibetaner selbst dem Verlege» des cngli- scheu Lagers nach Gyangtse keinen Widerstand entgegensetzen würde». Außerdem ist die Bewaffnung der Tibetaner durch- au? primitiv. Im Feldzuge von 1888 verwendeten sie Gewehre mit Feuerschlössern. Schwerter, Messer, Speere, Pfeile und Bogen. Die über das ganze Land in Klöster verteilten Mönche sind zwar kriegerisch genug gesinnt, aber die Bevölkerung im allgemeinen ist ftiedlich und furchtsam. Die kleinen Abteilungen chinesischer Truppen, die in Lhassa und an andren Orten des Landes stehen, sind zu unbedeutend, um in Bewacht gezogen zu werden. Ihr ganzer Dienst beschränkt sich darauf, Wachen zu stellen und Würdenträger zu eskortieren. Ans Siktim einlaufende Depeschen melden, daß in den äußeren Ketten des östlichen Himalaya bisher «bis zum 18, d. M.) kein heftiger Schneefall zu verzeichnen war. so- daß der Nachschub nach dem Tschumbithale noch leine Störung er- litt. Die britischen Truppen halten vorläufig das kalte Wetter gut aus, weil man für warme Wintcrklcidung gesorgt hatte. Es ist allerdings noch bedeutend größere Kälte zu crlvarten. In der lim- gebung' von Rinchengong ist noch alles ruhig und die Bevölkerung macht einen durchaus friedlichen Eindruck.— parlamentarisches. Tu? Verzeichnis der Bevollmächtigten zum Bundesrat sowie das alphabetische Verzeichnis der Mitglieder des Reichstages und angehängter F r a l t i o n s l i st e, abgeschlossen am 18. Dezember dieses Jahres, ist im Reichstage ausgegeben worden, llnter den preußischen Bundesbebollmachtigten sind neu Staats- und Kriegs- minister Gencrallicntenant v. Einem genannt v. Rothmaler, Staats- selretär des Reichs- Schatzamts Wirkt. Geh. Rat Frhr. v. Stengel, Präsident des Reichs-Militärgerichts General der Kavallerie v. Massow. Nach der Fr a k t i o n s li st c zählen die Deutsch- Konservativen 51 (einschließlich zwei Hospitanten), Deutsche Reichspartei 20(einschließlich zwei Hospitanten!, Deutsche Resormpartei 5, Wirtschaftliche Per- einigung 13, das Eentrum 100(inklusive eines Hospitanten), die Polen in, die Rationalliberalen 50(einschließlich drei Hospitantens. Freisinnige Vereinigung 10(einschließlich der Hospitanten v. Gcrlach und Dr. Potthofs, Teutich-Freisinnige Volkspartei 21, Deutsche�Bolks- parket 8(einschließlich des Hospitanten Blumenthali. Social- demokraten 80, keiner Fraktion gehören 23 Mitglieder. Erledigt sind drei Mandate: 22. Sachsen(Hofmann-Chemnitz 1 am 4. November d. I.). 7, Posenl die Rede sein I Die Arbeitgeber haben bisher jede Vermittlung hintertrieben! TaZ fei einem Artikel in der„Täglichen Rundschau" gegenüber hier ausdrücklich festgestellt. Der Verfasser desselben, welcher sich bemüht, objektiv zu sein, wirft die Frage auf:„Gab es wirklich kein Mittel, den Streikenden in die Arme zu fallen und den Zwist örtlich und sächsisch zu begrenzen?" Er weist dann auf die Befug- nisse des Gewerbcgcrichts-Vorsitzcnden hin, die Parteienzwecks Bei leguug des Streites vor ein Forum zu laden und frägt weiter „Stehen die Befugnisse nur auf dem Papier? Warum machte man nicht energischer von ihnen Gebrauch, ehe man die Verhältnisse sich so heillos zuspitzen ließ?" Nun, das Einigungsamt war im Crimmitschauer Fall thätig. Zweimal trat es in Funktion, und beide Male waren die Arbeiter zum Entgegenkommen bereit, und beide Male scheiterten die Der Handlungen an dem Starrsinn der Fabrikanten! Das erste Mal er- klärten sich die Arbeiter mit einer Verkürzung der Arbeitszeit von einer halben Stunde einverstanden. Die Arbeitgeber wollten ihnen eine Viertelstunde unter Fortfall der Waschzeit bewilligen. Die Waschzcit beträgt 10 Minuten; das„Entgegenkommen" mit einer effektiven Verkürzung der Arbeitszeit von fünf Minuten konnten die Arbeiter also nur als eine Verhöhnung auffassen. Noch einmal riefen dann in, Verlaufe des Kampfes die Arbeiter das Gewerbe- gericht an: da lehnten die Fabrikanten— inzwischen durch die Hilfsaktionen der Behörde ennutigt— jede Lcrhand- l u n g ab! Aber:„In den Anfängen hat die Schuld offenbar bei den Arbeitern gelegen", sagt der Artikelschreiber der„Täglichen Rund schau". Und:„Die Frage, ob die Crimmitschauer Industrie ohne Gefährdung ihrer Konkurrenzfähigkeit eine Erhöhung ihrer Produktionskosten vertrüge— eine grundsätzliche Frage, an der eine von den zu Vernunft und Jahren gekommenen alten englischen Gewerkschaften kaum vorübergegangen wäre— ist längst von allerlei„Fechtarg, imenten". wie Brentano sie einmal nennt, der- drängt worden." Verzeihung. Herr R. B. l Aber die Geschichte von den zu Ver nunft und Jahren gekommenen alten englischen Gewerkschaften ist ein Märchen I Keine englische Gewerkschaft hätte den Kampf mit solcher Ruhe und so unter strengster Wahrung der Gesetzlichkeit ge- führt, wie die Weber in Crimmitschau! Und keine englische Gewerk- schaft hätte die Rücksicht auf das Unternehmertun, genommen! Im Jahre 1899 baten die Weber zuerst um den Zehnstundentag. Die Bitte wurde mit der bekannten Ausrede abgelehnt, die Industrie könne die Belastung nicht tragen. Nun machten sich die Arbeiter an die Prüfung der Verhältnisse und stellten fest, dasi sie diesen Einwand mit vollem Recht als unberechtigt zurückweisen könnten. Sie baten 1900 erneut um den Zehnstundentag. Sie wurden abermals zurück- gewiesen und baten im darauffolgenden Jahre wieder vergeblich. Im Jahre 1992 baten sie nur noch um eine Verlängerung der Mittagszeit um eine halbe Stunde, und wären auch in diesem Jahre damit zufrieden gewesen, wenn man sie nicht so brüsk abgewiesen hätte. Jetzt wird mit„Fechterargumenten" gekämpft I Ei zum Teufel! Glaubt denn Herr R. B., die Crimmitschauer Unternehmer, glaubt er, die Leute in der„Post", in der„Arbcitgcber-Zeitung" durch ver- niinftige Aussprache überzeugen zu können? Wir hätten unsre Pflicht den Ausgesperrten gegenüber in diesem Kampfe schwer verletzt, wenn wir den Scharfmachern gegenüber uns auf„überzeugende Dar- legungen" beschränkt und nicht draufgeschlagen und die Arbeiterschaft Deutschlands Tag für Tag aufgerüttelt hätten!— Das ist eben der Krieg! Auch jetzt gilt es für die Arbeiterschaft nach wie vor, Pulver zum Kampfe zu schaffen. Niemand glaube an eine Einigung eher, alS bis sie zu stände gekommen ist! Zu Gunsten der Kämpfenden in Crimmitschau veröffentlicht der Ccntralverband deutscher Textilarbeiter und Arbeiterinnen soeben eine Broschüre. Die Schrift wird eröffnet durch ein Gedicht von Klara Müller, es folgt eine Darstellung der Ursachen und des Verlaufs der Aussperrung aus der Feder G. SchöpflinS, ferner ein Artikel„Der Streik als Klassenkampf" von Franz Mehring, endlich ein Bild au? dem Wcberleben „Wir halten aus" von Rosenow. Die Broschüre ist ausgezeichnet durch charakteristische Illustrationen, die ans Grund von Photo- graphien gezeichnet sind, deren Aufnahme während des jetzigen Weberkampfcs erfolgt sind. Der Preis der im Kommissionsverlag der Buchhandlung Vorwärts erschienenen Schrift beträgt 15 Pf., in Partien bezogen 9 Pf. Der lieber schuft ist für die Crimmitschauer Ausgesperrten bestimmt. Be- stellungen sind an die Buchhandlung Vorwärts zu richten. Serlln und llmgegend. Wer terrorisiert? Die Fliesenleger Verlins haben bekanntlich in diesem Sommer eine Lohnbewegung durchgemacht, bei der es sich um Einführung des Minimallohnes von 89 Pf. pro Stunde und um Anerkennung ihrer Organisation handelte. Es wäre leicht gewesen, diese Forderungen bei allen Firmen durchzuführen, wenn nicht die auf Anregung der Ilulcrnehmcr gegründete sogenannte„Freie Vereinigung der Fliesen- leger" der Bewegung Hindernisse bereitet hätte. Die Arbeits- willigcndienste. die die Mitglieder dieser blauen Organi- sation den Unten, ehmern leisteten, suchten sie mit den, .Hinweis auf einen Tarifvertrag zu entschuldigen. der erst nm 1. Februar 1991 abläuft: und obgleich ihnen in den gemeinsamen Fliesenleger- Versammlungen nachgewiesen wurde. daft die Arbeitgeber den Vertrag in verschiedenen Punkten durch« brochen hatten, gaben sie sich doch den Anschein, als könnten sie un- möglich vor der Zeit irgend welche Forderungen stellen, versprachen jedoch, das Versäumte nach Ablauf des Vertrages nachholen zu wollen. Die der modernen Organisation angehörenden Fliesenleger glauben jedoch nicht recht an dieses Nachholen. Als zene blaue Organisation gegründet wurde, erklärte man unter anderm,„man wolle sich mm nicht mehr von den Socialdemokraten terrorisieren lassen". Borgänge der neuesten Zeit haben nun bewiesen. dafteS gerade die lieben Kinder der Unternehmer, die Arbeitswilligen von der Freien Vereinigung sind, welche Kollegen, weil sienichtihrerOrga- uisation von Unternehmers Gnaden beitreten wollen, auftcr Lohn und Brot bringen. Wie uns der Vertrauensmann der Mosaikfliesenleger Deutschlands mitteilt, sind bei der Firma R o s e n f e l d mehrere teils den, Centralverbande der Maurer, teils dem Verein der Mosaikfliesenleger Berlins und Unigegend angehörende Fliesenleger durch Androhung der Entlassung gezwungen worden, aus ihrer Organisatton auszutreten und sich der Freien Vereinigung anzuschließen. In der vorigen Woche versuchte man bei der Firma Emil Ende, Kochstrafte, denselben Zwang auszuüben. ES handelte sich um drei Kollegen, die erst kürzlich dort eingestellt worden waren. Sie wurden auf Betreiben der Leute von der Freien Vereinigung plötzlich entlassen, einzig und allein weil sie ihrer Organisation nicht untreu werden wollten. Freilich wurde als Grund der Entlassung ArbeitSmangel angegeben, jedoch ist dieS offenbar mir ein Vorwand, denn eS soll der Firma durch- aus nicht an Auftragen mangeln......«.... Die„Germania" dürfte es besonders interessiere», daß die M,t- glieder der Freien Vereinigung größtenteils fromme Katholiken find. Wir können eS freilich nicht als besonders christlich ansehen, daft diese ihre andersdenkenden Kollegen kurz vor Weihnachten außer Arbeit bringen. Der Vertrauensniann der Fliesenleger fordert die Bauarbeiter aller Branchen auf, die Fliesenleger in ihrem Kampf für Anerkennung ihrer Organisation und gegen den TerroriSmus der blauen Organi- sation nivralisch zu unterstützen. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck dieser Notiz gebeten._ Die Folgen eines„verlorenen" Streiks. Die Direktton der Allgemeinen Omnibus-Gcsellschaft hatte ihre Angestellten in der Nacht zum Dienstag nach dem Feenpalast zu einer Versammlung zusammengerufen. Herr Direktor Schmoll teilte den Erschienenen mit, daft die Dividende der Gesellschaft dieses Jahr auf 11 Proz. geschätzt werde. Als Gewinnanteil werde jedem Angestellten, der ein Jahr imunterbrochen im Dienste der Gesellschaft thätig gewesen sei, die Summe von 42 Di. ausgezahlt werden. Was die Wcihnachts-Gratifikation anlange, so müßten leider diesmal diejenigen davon ausgeschlossen werden, die sich an dem großen Ausstände beteiligt hätten. Die hier- durch erübrigten Gelder würden zu erhöhten Gratifika- tionen der übrigen Ange st eilten verwandt werden. Die Gesellschaft habe nun beschlossen, allen Angestellten vom 1. Januar künftigen Jahres ab ivcscntliche Gehaltszulagen zu ge- währen. Außerdem sei in Aussicht genommen, einen Unter- stützungS- und Pensionsfonds zu schaffen, wofür wahr- scheinlich ein Grundstock von 199999 M. von der Gesellschaft be- willigt werde. Redner gab hierauf eine Uebersicht über die künftige Gestaltung der Gehälter. Die Kutscher erhalten hiernach ein AufangSgehalt von 99 M., das sich in fünf Jahren auf 193 M. und in weiteren Intervallen bis ans 12S M. erhöht. Schaffner werden künftig mit 75 M. angestellt und erreichen nach 15 Dienstjahren 199 M. monatlich. Das Anfangsgehalt der Stallleute beträgt ebenfalls 75 M. und steigt in fünf Jahren bis auf 99 M. Wie Direktor Schmoll besonders hervor- hob, sind diese Lohnerhöhungen um so beachtenswerter, weil sich unter den Angestellten eine große Zahl älterer Leute befindet, die sofort in die oberen Gehaltsstufen einrücken. Ueber 199 Schaffner und Kutscher, die seit länger als zehn Jahren in, Dienste der Gesell- schaft stehen, erhalten sofort eine Lohnerhöhung von monatlich 15 M. Viele andre erreichen sofort die Maximalstufe und daher eine Zulage von monatlich 29 bis 25 M. Die Bewilligung dieser Gehaltszulagen zeigt, daft die Direktion seiner Zeit wohl in der Lage gewesen lväre, ihren Angestellten ent- gegen zu kommen. Hätte sie dies gethan, so wäre der Streik sicher vermieden worden. Die Dankbarkeit, mit der seine Mitteilungen von der Versammlung aufgenommen wurden, hat Herrn Direktor Schmoll zweifellos bewiesen, wie leicht sich die Omnibus- Angestellten zufrieden stellen lassen!— Wertvoller für die An- gestellten der Gesellschaft, als daS, was ihnen in der Nacht zum Dienstag als Wcihnachtsbotschast verkündet wurde, wäre freilich eine Erhöhung der himmelschreiend niedrigen A n f a n g s gehältcr gewesen. 75 und 99 M. sollte man doch in Berlin nicht als eine ausreichende Entlohnung für erwachsene Menschen ansehen! Vielleicht tritt auch hier noch eine Aenderung zun, Besseren ein— hoffentlich ohne Streik. Die Angestellten der Omnibus-Gesellschaft— auch die, welche seiner Zeit ihren Kollegen in den Rücken fielen und die Arbeits- willigen spielten— aber sollten aus diesem„Entgegenkommen" der Direktton sehen, wie notivendig die Organisation und ein einiges und geschlossenes Vorgehen ist. Selbst ein verlorener Streik kann Nutzen stiften! Ohne den„verlorenen" Streik wäre die Direktion der Allgemeinen Omnibus-Gesellschaft schwerlich auf die Idee gekommen, daß ihre Angestellten Anlaß zur Unzufriedenheit hätten und ohne diese Erkennttiis wäre ihr kaum eingefallen, in dieser Beziehung durch Zulagen Abhilfe zu schaffen! Diese Zulagen sind die Folgen eines„verlorenen" Streiks! Zum Streik der Droschkenkutscher. Aus den, Streikbureau wird uns berichtet, daß bis Dienstagabend 38 Fuhrhöfe, wo gegen 399.Kutscher beschäftigt werden, gemeldet worden sind, die die Forderungen bewilligt haben: 32 Fuhrherren nehmen eine abwartende Stellimg ein oder haben Bedenkzeit ver- langt. Aus acht Fuhrhöfen sind gegen 190 Kutscher im Streik. Gegenüber der Angabe der Fuhrherren. die Kutscher hätten außer Trinkgeldern einen Wochenlohn von 28 bis 32 M., erklärt die Streikleitung, daft der durchschnittliche Tage- lohn 3,59 M. beträgt und die Trinkgelder ganz minimal seien. Die Streikkominission hat beschlossen, de« Streikenden an Unterstützung, soweit sie unverheiratet sind, 2 M. pro Tag, den Verheirateten 2,59 M. und für jedes Kind 15 Pf. zu zahlen. Vom ziveiten Tage des Streiks an wird die Unterstützung gezahlt. Der„Verband der Tarameterdroschken-Besttzer" hat in seiner Sitzung eine Resolution angenommen, in der die Forderungen der Kutscher angesichts ihrer günstigen Verdienstverhälttusse für unannehmbar erklärt werden, da die Fuhrherren nicht in der Lage seien, einen höheren Lohn zu zahlen. Sämtliche Kuttcher, die der Verband beschäftigt, sollen am Mittwochmoraen entlassen und ihnen anheimgestellt werden. an, nächsten Tage, unter Wegfall des Tagelohneö bei 19 Prozent der Tageseinnahme, wieder in Dienst zu treten. Dann wird noch erklärt: Sollte die Arbeit nicht wieder in, vollen Umfange ausgenommen werden bis zum 28. d. M.. so erfolgt eine anhaltende Generalaussperrung aller Kutscher, die bei Verbandsmitgliedern beschäftigt werden.— Der Verbandsvorstand hat an seine Mit- glieder gedruckte Formulare des neuen DienstvertragcS gesandt, den jeder Streikende bei Arbeitsantritt unterzeichnen soll. Die Mit- glieder des Verbandes haben sich bei hohen Konventional- st r a f e n schriftlich verpflichtet, den AuösperrungSbeschluft strengstens durchzuführen._ Hud Induftrlc und Handel SapitalSerhöhung der DiSkontogefellschast. Daft der Vereinigung der Dresdner Bank und des A. Schaaffhauscnschen Bankvereins zu einer Interessengemeinschaft bald ähnliche Vereinigungen andrer Großbanken oder zum mindesten Kapitalserhöhungen und neue Bank- angliederungen folgen würden, war vorauszusehen. Den ersten Anfang mit einer solchen weiteren Vergrößerung macht die Diskonto- gefellschaft, die durch eine offizielle Mitteilung anzeigt, daß sie ihr Grundkapital um 29 Millionen Mark auf 179 Millionen Mark vermehrt. In der letzten AuffichtsratS-Sitzung der Diskonto- gefellschaft wurde nämlich auf Antrag der Geschäftsinhaber be- schloffen, der auf den 11. Januar 1991 einzuberufenden General- Versammlung eine Erhöhung des Kommanditkapitals auf 179 Millionen Mark vorzuschlagen durch Ausgabe von 29 Millionen Mark neuer Kommanditanteile mit Dividendenberechtigung von, 1. Januar 1991 an. Maßgebend für diesen Anttag war neben der Erweiterung der Geschäfte die in Aussicht genommene Ucbcrnahme weiterer zehn Millionen Kommanditanteile der Norddeutschen Bank in Hamburg sowie die Er- richtung einer Filiale in Bremen durch Uebernahme der Firma I. S ch n l tz e u. Wolde. Bon den neuen Kommandit- anteilen soll ein Betrag von 7 599 999 M. von einem Konsortium übernommen und den bisherigen Kommandittsten zum Kurse von 165 Proz. dergestalt angeboten werden, daft auf je nom. 21999 M. alte Anteile ein neuer Anteil von 1299 M. entfällt. Einen weiteren Südrußland.. Ural..... Pole».... Centraler Bezirk Nördlicher„ Südwestlicher„ Nordwestlicher„ Sibirien. 11588 17 235 8 371 1877 200 Beittag von 7 999 200 M. erhält die Norddeutsche Bank in Hamburg im Umtausch gegen 19 990 999 M. Kommanditanteile der Nord- deutschen Bank in Hamburg, während der Restbetrag zum Teil in den Besitz der gegenwärtigen Inhaber der Firma Schnitze u. Wolde in Bremen übergeht, zum Teil an oben erwähntes Konsorttnn, frei- händig begeben wird. Der sich aus diesen Transaktionen ergebende Buchgcwim, wird dem Reservefonds tantiemeftei zugeführt werden. Der General- Versammlung soll die ZuWahl des Herrn I. G. Wolde, Senior- chefs der Firma I. Schultze u. Wolde, in den AuffichtSrat in Vor- schlag gebracht werden, während die Leittmg der Bremer Filiale von den bisherigen Teilhabern der Firma, den Herren H. A. Wolde und I. C. H. Schlingmann, übernommen wird. Die Geschäftsinhaber brachten ferner zur Kennst, is des Aufsichtsrats, daft sie beschlossen haben, bis auf weiteres, unbeschadet ihrer vertragsmäßigen Rechte. die ihnen zustehende Gewinnbeteiligung von 29 Proz. auf 16 Proz. zu ermäßigen. Die Kapitalsvergrößerung der Norddeutschen Bank in Hamburg, deren Grundkapital sich bekanntlich auf 10 Millionen Mark belänft, wird einfach damit mottviert, daß die bereits erfolgte und die baldigst zu erwartende fernere Ausdehnung der Geschäfte notwendig eine Kapitalsvermehrung verlangt. Die 10 900 000 M. neuen Kommanditanteile sollen der Direktion der Diskontogesellschaft gegen Gewährimg von nominell 7 999 299 M. ihrer Kommanditanteile überlassen werden, beiderseitig mit Dividendenberechttgung ab 1. Januar 1991. Die Norddeutsche Bank in Hamburg hat— vorbehaltlich der Genehmigung durch die Gcneralvcrsammlmigen— diese Diskontokommandit-Anteilc an ein Konsorttum zu einem dem gegenwärtigen Wert entsprechenden Kurse veräußert. Der sich hierbei über 19 Millionen Mark hinaus nach Abzug der Kosten ergebende Erlös wird tantiemeftei den Reserveconten zugeführt ivcrden. Wann wird die Deutsche Bank mit einer KapitalSerhöhung folgen? Teutschlands Kohlcnproduktio». Nach den vom Reichsamt des Innern herausgegebenen„Nachrichten für Handel und Industrie" ivurden in den Monaten Januar bis Ende November dieses JahrcS gefördert: an Steinkohlen 196 711 278 Tonnen(97 827 672 Tonnen m der entsprechenden Zeit des Vorjahres», an Braunkohlen 11621913 Tonnen(39 969111), an Coaks 19 599 981 Tonnen(8 328 793) und an Briketts und Naßpreßsteinen 9 531 359 Tonnen(8 379 372). Die Produktion zeigt also in allen vier Arttkcln bemerkenswerte Steige- rungen. Russische Eisenproduktion. Weit schwerer als die deutsche hat die russische Eisenindustrie unter der Krise der letzten Jahre gelitten. Nach der„Rigaschen Jndustrie-Zeistmg" stellte sich z. B. die russische Roheiscn-Produktion in den letzten fünf Jahren au): _ 1898 1399 1900 1901 1902 Menge in tausend Pud(1 Pud— 16,88 1?) 61 330 82 185 92 573 91 978 81 221 41191 15 181 50 213 19 016 15 918 18 796 18 220 19 773 11321 11851 11011 10 578 1519 1 861 2 010 1116 188 170 106 11 61 18 15 51 726 300 310 250 Insgesamt 135 287 163 701 177 518 172 779 15619s Nachdem die russische Roheisen-Produktion im Jahre 1999 ihren Höhepunkt erreicht hatte, trat unter dem Einfluß der Einschränkung der Bauthätigkeit infolge der Ärists des Geldmarktes im Herbst 1899 ein Rückgang ein. der im Jahre 1992 zu einer Verminderung der Produktton um 21 Millionen Pud Roheisen=- 11,8 Proz. der Maximalproduktion führte. Würde genügender Absatz vorhanden sein, so könnten die russischen Hochöfen ihre gegenwärtige Produktion auf 269 Millionen Pud, also um 199 Millionen Pud steigern. Von den in Südrußland vorhandenen Hochöfen waren am 1. Januar 1992 noch 31 in Thätigleit, am 1. Januar 1993 dagegen nur 29: 18 Hochöfen standen still. Auch die Ural er Eisenhütten haben ihre Produktion in demselben Verhältnis(11,3 Proz. gegen 1999) einschränken müssen: am 1. Januar 1992 waren dort 116 Hochöfen, an, 1. Oktober desselben Jahres nur noch 78, am 1. Januar 1993 wiederum 99 in Thätigleit. In Polen erfolgte die größte Produktion im Jahre 1991, 1992 jedoch ging die Produktion erheblich zurück.(12,8 Proz.) Den größten Rückgang der Produktion— 13 Proz. gegen 1899, wo die größte Produktionsmenge erreicht wurde— weist der centrale Bezirk aus._ Letzte JNfacbricbten und Depefcben. Ungarisches Abgeordnetenhaus. Budapest, 22 Dezember.(W. T. B.) Die Generaldebatte über die Vorlage bclrcsfciid Feststellung des Rekruten- kontin gents wird nach einmonatiger Debatte geschlossen. Ter LaiidesvcrteidigungSministcr Gcneralniojor Nyiri begründet die Zurückhaltung der Soldaten des dritten Jahrganges und die Ein- bcrufung der Ersatzrcserve, indem er sich einerseits auf die An- fordcrungcn des Dienstes im Frieden, der Konttnuität der Llu»- bildung und der Sicherung der Kriegstüchtigkcit. andrerseits aber auf die Ungewißheit der politischen Lage auf der Balkanhalbinsel beruft, die es als fahrlässige Leichtfertigkeit erscheinen lassen würde, für die Schlagfcrtigkeit der Armee nicht vorzusorgcn. Ter Minister ersucht schließlich unter dem Beifall der Rechten die Lbstruktionijten. den Kampf nicht länger fortzusetzen. Prag, 22. Dezember.(B. H) Wie„Narodni Listt' au» Jglau meldet, wurde gegen die Schüler des dortigen Gym- n a s i u m s und der Realschule eine strenge Untersuchung eingeleitet, weil einige von ihnen, wie den Direktoren der Anstalten angezeigt wurde, einem geheimen polittschen Verein mit revoluttonärcr Tendenz angehörten. Paris, 22. Dezember.(W. T. B.) Die Gruppe der Dcpu- tiertenkainmer für auswärttgen Handel hat ihr Bureau beauftragt, mit dem Minister des AuSwärttgen über den deutsche,, Zoll- tarif zu beraten, dessen Anwendung auf ftanzösische Weine nach Ansicht dieser Gruppe gegen die McistbegünsstgungS- Klausel ver- stoßen würde. Paris, 22. Dezember.t Kollegen Prietze nicht entgegenzuarbeiten. ES soll ferner der Ober-Bergrat Raiffeisen im Ministerium für Handel und Gewerbe als Zeuge darüber befragt werden, daß auf einer Generalbesahrung in Saarbrücken im Mai 1901 die Angelegenheit Adams. seine Stellung zur Wahl und paritätische Behandlung der Beamten in leiner Gegenwart zur Sprache gekommen ist, und daß damals aus- drücklich u. a. auch von dem Geheimrat Hilger erklärt ivorden ist: „Wir wollen warten, wie er sAdam«) sich zur Wahl stellt: je»ach- dem iverden wir ihn versetzen." Schließlich wurde vom Gericht die Einsichtnahme des von Hilger über das politische Verhalten des Adams an den Minister erstatteten amtlichen Berichts für erheblich erklärt. In den Artikel» war Geheimrat Hilger UnWahrhaftigkeit vorgeworfen deshalb, weil er behauptet hatte, die D a S b a ch- Presse hetzte durch lügenhafte Aufsätze. In den„Hetz"-Artikeln ist behauptet worden, daß centrumS- freundliche Bergarbeiter wegen ihrer politischen Stellung geschädigt würde», und daß von den Beamten ein Einfluß auf die Wahl und zum Eintritt in den nationalliberalen Wahlverein aus- geübt würde. Hilger hat sich der öffentliche» Klage als Nebenkläger an- geschlosseu. sein Rechtsbeistand ist Geheimer Justizrat B o l tz lReichstags-Abgeordneter für Saarbrücken) und Rechtsanwalt Trier aus Z w e i b r ü ck e n. Dem Angeklagten stehen die Rechtsanwälte K r iif e m a n n aus Krefeld und von Coellen aus Köln zur Seite. Der Angeklagte, der auch jetzt wieder, wie in der Vorvcrhandlung, lebhaft in die Untersuchung eingreift, ist wegen Beleidigung durch die Presse vorbestraft. Hilger hatte ursprünglich die drei Artikel der., Neunlirchener Zeitung" vollständig der Anklage unterbreitet, während er später nur acht Punkte für beleidigend bezeichnete und diese jetzt auch noch ver- minderte. So wurde der Satz:„Was wir bekämpfen, find die im Saargebiet seitens bestimmter in den Wahlakten genau gekennzeichneter Bergbeaniten ausgeübten gesetzwidrigen Wahl- beeinslussungen". ausgeschieden. Ebenso die Behauptung, daß der Wahlkampf von Gehennrat Hilger in einer eines Gentlemans nicht würdigen Weise geführt werde: in diesen Stellen wurde die Absicht der Beleidigung als nicht vorhanden angesehen. Geheimrat Hilger war femer vorgeworfen worden, daß er an- gebliche Aeuherungen des Dr. Muth und Pfarrer Die die r verwertet habe, von denen er wissen mußte, daß sie nicht gefallen seien. Punkt 5 der inkriminierten Aeuße- rungen betrifft die Behauptung. daß die Bergleute schlechte Löhne bezöge», so daß viel« bergmännische Familienväter bei schmaler Kost, die häusig au« Kartoffeln, Brot und Kaffer bestehe, die schwere, lebensgefährliche Grubenarbeit verrichten müßte». Zu den mehr als 109 Zeugen gehört auch Kaplan Dasbach. Als Dasbach dem Borsitzenden crklärie, er habe ei» Interesse daran. der Verhandlung beizuwohnen, und bäte deshalb um inöglichst baldige Vernehmung, entspann sich zwischen Staatsanwalt und Verteidigern ein Streit, der damit endete, daß die Vernehmung des Zeugen überhaupt abgelehnt wurde, weil das Bestreben der Staatsauwalt- schaft, den Verfasser der angeklagten Artikel festzustellen, als nicht statthaft bezeichnet wurde. Es gelangt ein Telegramm des HaudelSministers Möller zur Verlesung, in dein dieser seine Genehmiguiig zu Aussagen der Bcrgbeamten, aber nur bei bestimmten Fragen, giebt. Geheimrat Hilger ist beaustragt, über die Emhaltting dieser Anordnung zu wachen— eine Aufgabe, der er sich auch mit löblichem Eifer hingiebt. Bei dieseni Prozeß ist überhaupt nicht allein das interessant, was ausgesagt wird, sondem besonders auch das, was nicht gesagt werden darf. ES konunt deshalb wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen den Parteien. Dabei stellt der Vorsitzende die Auffassung des Gerichts dahin fest, daß diesem nicht di« Aufgabe zufallt» könne, Material für politische Parteien zu sammeln. So wird auch die Erheblichkeit der beleidigenden Aeußerung Hilgers bestritten, in der dieser die„schwarzen Mistkäfer auf eine Stufe mit den roten Mistkäfern gestellt hat". Ferner wird als„nicht erheblich" die Ausklärnng betrachtet„wie die Unterschriste» zum nationalliberalen Wahlaufruf zu stände gekommen sind" und daß „Brrgbeamtr im Wahllokal gesessen haben, um die Abstimmung zu tonttollieren". Die Aeußerung eines Obersteigers,„es sei Pflicht, den zu wählen, dessen Brot man effe". wird natürlich nur für die Privat- anficht dieses Obersteigers erklärt. Hinsichtlich der Erheblichkeit der BeweiSanttäge entschied daö Gericht, bei den Beleidigungen Hilgers und der Bergwerksdirektton nur die Borfälle seit dein Jahre 1900 (seitdem Hilger Vorsitzender der Bergwerksdirektion Saarbrücken ist) zur Sprache zu bringen, dagegen bei den Beleidigungen Hilgers als Privatperson die Zeit nicht zu beschränken. LlS Zeugen werden alle Bergwerlsdirektoren und Bergräte, die der Bergwerks- direktion Saarbrücken unterstehen, vernommeit, um zu bekunden, daß Ks„NsmUs" sie niemals eine Anweisung erhalten haben, Leute wegen ihrer politischen Stellung zu maßregeln, daß sie niemals selbst eine derartige Anweisung gegeben,»nd daß ebenso niemals von ihnen oder auf ihre Anweisung von andren Beamten auf die Bergleute eingewirkt worden sei, dem nationalliberalen Wahlverein beizutreten. Auf Wunsch der Verteidigung werden noch die Fragen beigefügt,„ob die Betreffenden vielleicht einen Rat gegeben hätten, dem nationalen Verein beizutreten, in einer Art, daß der Beratene durch Nichtbefolgung dieses RatcS Unannehmlichkeiten hätte befürchten müssen", und„ob ihnen eine Aeußerung HilgerS gelegentlich eines Gartenfestes bekannt sei: wer nicht mitthut (m nationalliberalem Sinne), der stiegt". Sämtliche Zeugen wissen nichts von einer Schuld der Direktion oder ihrer selbst. Bergwcrksdirektor Schäfer wird befragt, ob eine Anweisung vorgelegen habe, über die politische Stellung von anzulegenden Berg- lcuten zu berichten und ob solche Berichte von feiten der Steiger und Obersteiger vorgelegen hätten. Die Beantwortung dieser Fragen wird auf Veranlassung Hilgers abgelehnt. Der Präsident meint, daß eine Behörde berechtigt sei, sich über die politische Stellung ihrer Leute zu infonnieren, ohne daß deshalb Vergewaltigungen vorkommen müßten. Zeuge Bergrat Jahns erklärt, daß ein in Rede stehendes Flugblatt nicht allein an die Gewerkschaft, sondern an alle Bewohner des Ortes verteilt worden sei. Rechtsanwalt Ärüsemann: Die Zeugen schauen immer nach dem Tische des Herrn Geheimrat Hilger! Der Vorsitzende: Die Oualität der Zeugen ist doch wohl derart, daß eine Beeinflussung ausgeschlossen ist. Rechtsanwalt Knisemann fragt den Zeugen Bergwerksdirektor Lies enh off,„ob Ober-Berginspektor Blul, m in seiner Gegen- wart bei der Grubenfahrt seinen Leuten erklärt habe, er«warte, daß sie in die an jenem Abend stattfindende nationalliberale Versammlung gingen",„ob er.einen nationalliberalen Wahlaufruf auf den Gruben habe anschlagen lassen",„ob er dem Steiger David gegenüber die Aeußerung gethan habe:„Dafür könnte mag sie aber knuten!" und„ob er dann am andern Morgen gekommen sei. um Entschuldigung gebeten und ersucht habe, von seinen Worten leinen Gebrauch zu machen". Die zweite Frage wird abgelehnt, die Aeußerung B l u h m s als eine ganz harmlose Privatäußerung des Herrn hingestellt, der den Leinen auch gesagt habe, sie sollten dann ein andermal in eine ultramontane Versammlung gehen. Die Knutenäuherung endlich ist vor langer Zeit dem„Herrn Assessor" gelegentlich einer„Kaiser-GeburtsiagSseier" entfahren.(ES ivird dabei offenbar stillschweigend vorausgesetzt, daß der Herr Assessor bei einer so feierlichen Gelegenheit in„animierter" Stimmung war.) Eine Anzahl Obersteiger werden darüber vernommen, ob sie eine Anweisung erhalten oder weitergegeben hätten, Leute wegen ihrer politischen Stellung irgendwie zu benachteiligen oder den Bei- tritt zum nationalliberalen Wahlverein zu veranlassen. Sämtliche Zeugen verneinen diese Fragen. Zeuge Bergmann HanS ist vom Direktor Diedxich nach Grube „König" verlegt worden, wie er meint, wegen der Wahl. Auch von andern, die wegen der Wahl verlegt wurden, hat er gehört. Danach wird eine Reihe von Steigern darüber vernommen. e r st e n S: ob auf ihren Gruben eine Verabredung zwischen den Steigern bestanden habe, c e n t r n m ö s r e u n d l i ch e B e r g l e n t e zu drangsaliere», sich dabei aber nach außen hin den Anschein z» geben, als geschähen die betreffenden Maßnahmen im Interesse des Dienstes. Zweitens: Ob dem Zeugen eine solch« Verabredung hätte bc- in erlbar werden müssen, falls sie bestaiiden hätte. Drittens: Warum dem Zeugen dies hätte bekannt Iverden müssen. Die Antworten lauten ausnahmslos zu 1: nein: zu 2: ja; zu 3: Wegen des dienstlichen und kameradschaftliche» Verkehrs. Zeuge Obersteiger G r o o s wird befragt, wie die Beitritts- erklärungen zu dem nattonalliberalen Berein zu stände gekommen seien, ob eS wahr sei, daß die Namen schon vorgeschrieben wären. Der Gerichtshof lehnt dir Frage ab. Obersteiger Lemmert sagt u. a. aus, daß Bergmann Lehmann nicht wegen seines polittschen Verhaltens entlassen worden sei, sondern wegen seiner ungebührlichen Acutzerungen über Geheimrat Prietz.(Prietz war ReichStags-Kandidat.) Die Vorstände des nationalliberalen Vereins in W e m m e l s- Weiler und M a r s ch>v e i l e r, Fahrstciger Kern und Bau- Unternehmer Ackermann, sagen aus. daß ein Zwang zum Bei- tritt in den Berein von feiten der Bergbeamten nicht ausgeübt worden ist. * Zweiter Tag. Saarbrücken. 21. Dezember.(Eig. Ber.) Pfarrer Didier soll Beichtkindern mit der Entziehung der Sterbesakramente und der Kommunion gedroht haben. Es geht aus den ZeiiaenauSsagen zweifellos hervor, daß Didier versucht hat, durch seinen Einfluß als Geistlicher zu feinem Sprengel gehörige Bergleute sogar vom Besuche von Wahl- Bersamm- lungen zurückzuhalten. Wie weit das ging, erhellt die Aussage des Zeugen Willi«, dem die Berweigerung der Sterbesakramente in Aussicht gestellt wurde, obwohl er nicht einmal krank war und im besten Maimesalter steht. Dem Zeugen ist sogar zu Ohren gekommen, daß Didier versucht haben solle, ihm die Avlegung der österlichen Beichte bei seinen Konftatres unmöglich zu machen. Thatsächlich ist dem Zeugen eine Ablegung der Beichte jedoch möglich gewesen. Auch Zeuge L i l l i g bekundet, daß sich Didier das Recht vor- behalten habe, ihm die Sterbesakramente zu verweigern, wenn er eine nationalliberale Versammlung besuche. Zeuge Pfarrer Didier erinnert sich der Vorgänge nicht mehr genau: er habe sein Bedauern wegen der Verweigerung der Kom- munion ausgedrückt. Zeuge Bürgermeister Offermann aus Wiebelskirchen darf nur über das befragt werden, was er„als Privatmann" gethan. Er hat also„al» Privatmann" durch seinen Sekretär festgestellt, wie die Leute gewählt haben und hat das Ergebnis an die BrrgwcrkS-Berwalwng mit- geteilt, das heißt, nicht etwa der Direktion, sondern nur der In- spektion, soweit diese Beamten, soweit Zeuge weiß, Mitglieder des nationalliberalen Vereins waren, Die Frage nach den Gründen der bürgermeisterlichen Wißbegierde wird nicht beantwortet. Unterdessen hat sich Kaplan Dasbach, der mit dem Angeklagten und den Verteidigern eifrig korrespondiert, auf die Anklagebank ge- setzt, um sich besser verständigen zu können. Zeuge Steiger Kurz sagt aus, daß 18—20 Mau» ungefähr ein Jahr nach der Wahl verlegt worden feien, aber nicht mit Rücksicht aus ihre politische Stellungnahme. Zeuge Franz R u f i n g. Bergmann, sagt ans, daß sein Kollege Aug. Braun ihm gesagt habe, die Bergleute würden beobachtet. wenn Prietze nicht gewählt würde, würden fie alle verlegt. Am andern Tage wurde er(Ruftng) zum Pastor Windscheid gerufen, dem er die Aeuherungen erzählte. Sociales. Erhebung über Monganvergiftuiigen. In zahlreichen Fällen sind schwere Erkrankungen der beim Mahlen von Braunstein bescväfttgten Arbeiter durch Einatmen von Manganstaub festgestellt worden. Wir haben mehrfach darüber berichtet. Mittwoch, 23. Dezember IM. Das hat Veranlassung gegeben zu Erhebungen, denen hoffentlich bald einheitliche Schutzvorschristen folgen. Der preußische Handels« minister ersucht die Regierungspräsidenten um Vornahme von der« artigen Erhebinigen, denen die folgenden, voni Kaiserlichen Gesundheitsamt formulierten Fragen zu Grunde gelegt Iverden sollen: 1. Welche Braunsteinmühlen oder sonstige Betriebe, in denen die Arbeiter der Einwirkung von Bramistei» oder andern Mangan« verbindimgeu ausgesetzt sind, bestehen im dortigen Bezirk? 2. Wieviel erwachsene Arbeiter und Arbeiterinnen und wieviel jugendliche Arbeiter werden in diesen Betrieben überhaupt nnd ins- besondere mit der Bearbeitung der bezeichneten Materialien be« schäftigt? 3, In welchen derartigen Betrieben sind bisher unter den Arbeitern Erkraiikungsfälle beobachtet worden, die aus die Ein« Wirkung von Braunstein oder von andern Mangaiivcrbiiidimgcn zurückzuführen waren? 4. Welcher Art waren diese Erkraiikimgen, wie lange haben sie gedauert, haben sie zur Wiederherstellung oder zur dauernden Erwerbsuiisähigkeit der Erkrankten geführt? 5. Welche besonderen Schutzmaßnahmen sind bisher aus Anlaß solcher Erkrankungen vorgeschrieben worden? Bericht wird zum 1. Mai 1904 gefordert. DerOrganisationSimsschiist für den allgemeiiic» deutschen WohimngS- kongrest hat jetzt das Programm für den Kongreß aufgestellt und die Gnmdzüge für zu behandelnde Themata sttzziert. Er vcr« sendet darüber eine umfangreiche Mitteilung an die Presse. Wir ersehen daraus. daß zwar eine ganze Anzahl Einzel« fragen. die ftir die Wohnungsfrage in Betracht kommen, behandelt werden sollen, aber von den grundlegenden Fragen de» Zusammenhanges zwischen Wohnungselend imd Privateigemum an Grund und Boden, zwischen Wohnungselend und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage der Arbeiterklasse steht kein Wort in diesem Progranim. AuS dcni Mnseu« für Völkerkunde. Eine Kuriosität, die selbst in Preußen ihresgleichen nicht findet, ist die Versammlung von Erb» weisen, die zeitweilig auf Befehl des Grohhcrzogö in den inecklen« burgischen Erblmiden ziisainmenkommt. um nach Urvätcrweisc unter Formalitäten, die das Entzücken jedes Ältertumsforschers erwecken» über allerlei Landesangelegenheiten zu beschließen. In dieser Ver- sanimlung, die jedem historischen Festzugc Ehre machen würde, vcr- handelte man jüngst über eine feudalsociale Aiigelcgcnbeit, die einen Einblick in die socialen und rechtlichen Auffassungen dieser lebenden Altvordern gestattet. In dem offiziellen LandtagSbericht Wird bei Sachverhalt so geschildert: „Es erstattete Bericht die Justizkommitte*) über die betr. Ein- führung eines iieiicn GriindbriefformularS für Büdnereien und Häuslereien in den K'lostergüter». ES handelt sich um Feststellung deS Inhalts der Büdner- und HäUSlerbriefe für das Gebiet der drei LandeSklöstcr. Stände hatten im vorigen Jahre beantragt, daß, wie bei den Erbpachtgrundbriefcn, auch hier die Bestimmung ausgenommen werde, daß Büdner»der HänSler Mietsleute ohne Genehmigung des zuständigen Klostcramtes nicht aufnehmen dürfen.(!) Eine gleiche Beschränkung für An- gehörigemd Arbeiter die weiteste Verbreitung der Wochenschrift„In Freien Stunden" in den Kreisen ihrer Freunde und Familien unterstützen. Wir empfehlen unsern Lesern den vor- liegenden Band, der auch ein geschmackvolles Weihnachtsgeschenk ist, und außerdem das Abonnement auf die Wochcnhefte, die zum I. Januar init zwei nenen Romanen„Die Flußpiraten des Mississippi" von Fr. Gerstäckcr und„Gabriele Lambert, der Galeerensklave" von Alexander Dumas erscheinen. GemeiiidettmHlen in Baden. Bei der GcmeinderatSwahl in R i e t h e i m bei Karlsruhe wurden fünf Socialdemokratcn und ein Gegner gewählt. Unsre Parteigenossen erlangten damit die Mehrheit im Gemeinderat. Bei den Bürgerausschußwahlcn in Niesern wurden 21 Socialdcmokraten und 12 Nationalliberale gewählt. polireilicbes. Sericlitlicbes ulw, — Wegen vorzeitiger Veröffentlichung von Prozeßakten(Beruflings- schrift des Amtsanwaltss wurde der verantwortliche Redakteur der „BreSlauer Volksmacht", Genosse M c h r l e i n zu 100 M. Geldstrase verurteilt. kommunales. Der Ausschuß zur Borprüfung der Wahl deS Stadtverordneten Kerfin hat gestern mit vier Stimmen lCajsel, Hermes, Michclet, Modlers gegen drei Stimmen(Liebknecht, Marggraff, Stadthagen) sich für die Ungültigkeit der Wahl des Stadtverordneten Kerfin erklärt. Das Plenum wird sich mit der Wahl am 29. d. M. beschäftigen. Tritt es dem.Vorschlage seines Ausschusses bei, so tritt es einem so ungerechten Beschluß bei, wie ein gleicher auch im Schuldbuch des Freisinns wohl kaum anzu- treffen sein dürfte. Alle Ausschußmitglieder waren darüber einig, daß alle Protestpunkte mit Ausnahme des ans die Aus- spräche des Namens Kcrfin teils wissentlich unwahre, teils unerhebliche Punkte betreffen. Sic waren auch darin einig, daß der Wahlvorsteher Kobligk zu Unrecht in der ersten Abteilung des 17. Gemeinde-Wahlbczirks bei acht oder neun dem Namen Kersin ähnlicher Namen sich nicht danach erkundigt hatte, wer die Benannten seien, wo sie wohnen usw., sondern einfach für— ungültig erklärt hatte. Trotzdem lehnte der Ausschuß einen von socialde in akratisch er Seite gestellten Antrag ab, d u r ch I n st r u k t i o n dahin zu wirken, daß ähnliche kl n r e g e l in ä ß i g k e i l e n i n Zukunft unterbleiben. Tie Ungültigkeitserklärung der Wahl will der Ausschuß aus folgendem Sachverhalt in der zweiten Abteilung ableiten, über den eine umfangreiche Beweisaufnahme stattgefunden hat. Nach der Bekundung des Wahlvorstehers, Bezirksvorstehers Marx, des stellvertretenden Wahlvorstehers Lehrers Klose und des Bezirks- vorsteher-Stcllvertreter Papajewski haben eine Reihe Wähler— etwa 20 bis 30— meist mit einem Zettel in der Hand statt Kcrfin ähnlich klingende Namen, wie Kersin. Karsin, Kerschin, Kresin, Kärfin und Karpin genannt. Sie sind dann befragt: also Kerfin? oder ähnlich. Als gewählt ist dann ohne Protest irgend eines Mitgliedes des Wahlvorstandes Kerfin verzeichnet. Freisinnige Lislensührer und in andrer Weise für die Wahl des Freisinnigen thätige Wähler behaupten, es habe beim Aussprechen des Namens Kcrfin als Kerwin keine Rücksprache stattgefunden, eS seien auch Namen wie Korfin, Persin, Posin und Bersin genannt, aber als Kerfin protokolliert. Hierin c r b li ck t e d i e M c h r h c i t des Ausschusses eine erhebliche Unregelmäßigkeit der Wahlhandlung, ja einige eine Beeinflussung der Wähler. Vergeblich wies die Minderheit auf folgendes hin: diese Zeugen können nur bekunden, was sie gehört zu haben glauben, während der Wähler ihnen den Rücken drehte. Kein einziger hat substantiiert anzugeben vermocht, welcher Wähler denn eigentlich einen andern als Kerfin gewählt habe oder habe wählen wollen. Nach dem Gesetz imd der Entscheidung des Ober-Verwaltungsgerichts(Band 31 und 34 und preußisches Verwaltungsblatt Band 1ö) habe lediglich das pflichtgemäße Ermessen des Wahlvorstandes zu entscheiden, wem der Betreffende die Stimme gegeben habe und wen er meine, und dies zu protokollieren. In allen Fällen ist ohne Einspruch irgend eines Wahlvorstands- Mitgliedes Kerfin als gewählt protokolliert. Wenn das Ermessen eines freisinnigen Wahlkomitees statt des Wahlvorstandes für solche Entscheidung maßgebend sein solle, so käme das einer herabsetzenden Beleidigung des Wahlvorstandes gleich. Die Be- Häuptlingen der vielleicht schwerhörigen Protestler über den angeblich falschen Zungenschlag des einen oder andren Wählers seien völlig un- erheblich. Ein Benutzen der provinziell verschiedenartigen Aussprachen oder des falschen Ablösens sei illoyal und chikanös. Der Wahlvorsteher habe ebenso berechtigt wie verpflichtet, sich pflichtmäßig davon überzeugt, ob Kerfin gewählt werden sollte und den Namen nach dem bejahenden Ergebnis dieser Prüfung als Kerfin eingetragen. Half alles nichts— da der Protest von freisinnigen Vertrauensleuten eingereicht ist, hatte er trotz seiner offenbaren Hinfälligkeit Erfolg. Man darf gespannt darauf sein, ob das Plenum durch einen ähnlichen Beschluß dem Ober- VerwaltungSgcricht Gelegenheit geben wird, dein Berliner Freisinn darzulegen, daß formalistische rabulisiische Wortklauberei dem Gesetz widerspricht. L-oKaies. Wrihnachtsspenden für Crimmitschau. Die Fabrikanten wollen dafür sorgen, daß die Crimmitschauer Ausgesperrten in diesem Jahre kein Weihnachten feiern können. Was in ihrer Macht liegt, haben sie ja auch gethan, um ihren Willen in die That umzusetzen, und Stadtrat und Amtshauptmannschaft haben bekanntlich die �„christliche" Absicht der Unternehmer durch das Verbot der Weihnachtsfeier verständnisvoll gefördert. Die wcrklhätige Solidarität des gesamten deutschen Prole- tarials hat aber einen dicken Strich durch die von einer blindwütigen linternehmcrelique ausgestellte Rechnung gemacht. Trotz Fabrikanten- und Polizeiwillkür werden die Crimmitschauer Arbeiterfamilien ein Weihnachtsfest feiern. und der Weihnachtstisch wird ihnen reichlicher gedeckt werden, als sie ihn selbst sich hätten Herrichten können, wenn sie zu den von den Unternehmern diktierten Bedingungen in die harte Fron der Fabrikarbeit zurückgekehrt wären. Die Arbeits- brüder der Ausgesperrten sorgen dafür, daß die Crimmitschaner nicht nur ihr Fest feiern, sondern daß sie auch darüber hinaus den Kampf, den ihnen die Fabrikanten aufgedrungen haben, unermüdlich fortsetzen können. Die Sammlungen, welche die Berliner Arbeiterschaft zu Gunsten der Crimmitschauer Ausgesperrten ins Werk gesetzt hat, fließen nach Ivie vor reichlich. Allein am vergangenen Sonnabend, Sonntag und Montag zusammen sind gegen 20 000 M. bei der Berliner Gcwerk- schaftskommission abgeliefert worden. Aber nicht nur in der Hergabe von Barmitteln, sondern auch in der Spende von Gegenständen für die Weihnachtsbescherung der Ausgesperrten bethätigt sich die Hilfs- bcreitschaft der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen. Wenn auch die eigentlichen Weihnachtsgaben bei weitem nicht in so reichem Maße einlaufen wie die Gelder, so hat sich doch im Cigarrengeschäft von Horsch während der letzten Tage eine beachtenswerte Sammlung derartiger Spenden angchänft. Außer mancherlei nützlichen Gegen- ständen, wie Kleidungsstücken und dergleichen, sind es besonders Spielsachen, die gespendet werden. Nicht durch große Mengen oder hohen Geldwert fallen die Weihnachtsspenden auf, sie sind vielmehr, den Verhältnissen der Geber entsprechend, im einzelnen recht bescheiden. Aber was diesen Weihnachtsgaben einen hohen Wert verleiht, das ist der Umstand, daß hier die Armut von dem ivcnigen, was sie ihr Eigen nennt, noch etwas erübrigt, um den be- drängten Klasseugenosieii in Crimmitschau das Weihnachtsfest ver- schönern zu helfen. Besonders sind eS Proletarier f r a u e u, die hier ihre werkthätige Nächstenliebe bekunden. Sie bringen Puppen, die sie selbst hübsch und geschmackvoll angekleidet habe», und so trägt manche Proletarierin, die an' barem Gclde nichts übrig hat, durch ihre Arbeit dazu bei, daß unter den Aus- gesperrten helle Weihnachtsfreude verbreitet werde. Eine Frau brachte eine hübsche Puppe, welche die eigne zwölfjährige Tochter vor einem Jahre zu Weihnachten bekommen hatte. Das Kind muß auch schon für den Erwerb arbeiten und hatte deshalb keine Zeit mehr, mit der Puppe zu spielen, und deshalb schenkt sie das eigne Spielzeug einem noch ärmeren Webertinde. Zwölf Gc- Nossen aus Adlershof sandten eine gemeinsame Spende von öl Stück Spielsachen, 32 Pfefferkuchen und zwei Düten Niisie nebst einem Begleitschreiben, worin sie ihrer Entrüstung über das Verbot der Weihnachtsfeier in Crimmitschau Ausdruck geben. Das sind nur einige Beispiele aus der größereu Zahl ähnlicher Fälle. So vereint sich proletarisches Klassengefühl mit wahrer Nächsten- liehe, so finden selbst arme Arbeiter und Arbeiterinilen noch Gelegen- hcit, den bedrängten Brüdern beizuspringen, und so wird das Fest der Liebe, welches christliche Fabrikanten, bestärkt durch das Vorgehen der Behörden eines christlichen Staates, ihren Lohnsklavcn vereiteln wollten, dennoch gefeiert. Die Solidarität des gesamten Proletariats deckt den Crüninitschancr Ausgesperrten den Weihnachtstisch, die Bruderliebe der Klaffengenosien zündet ihnen die Weihnachtskerzen an trotz Unternehmer und Polizei. Wer noch in der Lage ist. Weihnachtsgaben für die Ans- gesperrten zu spenden, möge sie im Cigarrengeschäft von Horsch, Engel-Ufcr 15 iGewerkschaftshaus), abliefern, sie werden von dort als Eilgut an ihren Bestimmungsort gesandt. Tie städtische Sparkasse besitzt für Rückzahlungen an die Einleger nur eine Stelle(für schwarze und rote Bücher die Sparkasse am Mühlendamm, für blaue Bücher die in der LrnI- straße 7/8), wogegen für Einzahlungen rund 9t) über die ganze Stadt verbcitete Annahmestellen bestehen. Jede dieser letzteren nimmt, ohne sich auf bestimmte Kassenstunden zu beschränken und ohne Rücksicht auf die Wohnung der Sparer, Einzahlungen ans jedes Buch, auch auf iicuanzulegende Bücher, entgegen. Selbstverständlich leistet hinsichtlich der Einzahlungen an die Annahmestellen die Stadt- gemeinde die gleiche Gewähr als bei Einzahlungen an die Haupt- stellen. Auch sind die Verwalter der Annahmestellen gleich den Beamten der Sparkasse zur Verschwiegenheit verpflichtet. Dazu kommt, daß d ieSparcr bei der Benutzung der Annahmestellen den oft weiten Weg zur Hauptstclle vermeiden, und die Abfertigung dort unverzüglich vor sich geht. Da. dessen ungeachtet, so schreibt uns das Kuratorium der städtischen Sparkasse, erfahrungmäßig noch nicht die Hälfte aller Einzahlungen bei lasse, erfahrungSmäßig noch nicht die Hälfte aller Einzahlungen bei den Annahmestellen geleistet wird, sieht sich das Kuratorium der Sparkasse mit Rücksicht auf die leider häufig unmögliche schnelle Abfertigung der in den Hauptstcllen erschienenen Sparer veranlaßt. das Publikum zu ersuchen, fortan die Einlagen möglichst in allen Fällen bei einer Wixn ah m e st e l l e zu leisten. Tics ist im allgemeinen Interesse der Beteiligten dringend wünschenswert. Einmal mindestens kommt jeder Sparer in die Lage, Abhebungen von seinem Guthaben zu bewirken, vielleicht zu einer Zeit, wo dringende Ilmstände, Not oder Krankheit ihm jede Minute kostbar machen. Welche Sorge und Pein muß er dann er- leiden, wenn er an der Kasse eine Stunde oder noch länger zu warten hat, bis die vor ihm erschieucncn Personen ihre Ein- Zahlungen bewirkt haben! Ist es nicht eine allen Sparern zu gute kommende Pflicht, sich gegenseitig die Benutzung der beliebten Ein- richtnng der Sparkasse zu erleichtern? Jeder handelt für sich selbst, wenn er Einzahlungen grundsätzlich bei den Annahmestellen leistet. Das Kuratorium der Sparkasse will gern vermeiden, daß die Haupt- stellen bei allzu großem Andränge zeitweilig geschlossen werde» müßten, ist dagegen jederzeit bereit, die Annahmestellen nach Bedarf weiter zu vermehren. Es sei also hiermit nochmals darum gebeten, Einzahlungen zur Sparkasse nur an die Annahmestellen zn leisten. Die Umsatzsteuer. Der Stadtverordneten-AuSschuß zur Vor- Beratung der Magistratsvorlage über die Acnderung der Umsatzsteuer hat Montagabend unter dem Vorsitz deS Stadtverordneten-Vorstchcrs Dr. Langerhans und in Gegenwart des Oberbürgermeisters Kirschner und Stadtkäinmerers Maas sowie des Stadtrats Tonrbis mit acht gegen vier Stimmen beschlossen, der Stadtverordneten-Versammlnng die Annahme der Borlage vorzuschlagen. Die Vorlage sieht die Er- höhung der Umsatzstcncr ans 1 Proz. für bebaute und 2 Proz. für unbebaute Grundstücke vor, das heißt eine Verdoppelung der jetzigen Steuer. Zum Berichterstatter wurde der Stadtverordnete Rechts- anwalt Gallaud gewählt. Die Vorlage wird die Stadtverordnete»- Versammlung in der nächsten Sitzung in der nächsten Woche, der letzten vorNaijahr, beschäftigen. Ein Geisteskranker verursachte vorgestern im Opcrnhause Auf- rcgung. Während der Vorstellung zielte der im zweiten Rang sitzende ehemalige Mittelschullehrer T. mit einem geladenen Revolver auf einen andren Theaterbesucher. T. wurde sofort aus dein Hause entfernt und von zwei Schutzleuten aus die Wache des 2. Polizei- revierS gebracht, wo ein Arzt feststellte, daß er gemeingefährlich geisteskrank ist. Er ist nach Dalldorf gebracht worden. Auf dem Bau tödlich verunglückt. Montaguachmittag halt der 31 Jahre alte Arbeiter Hermann Schellack ans der Hcnnigsdorfcrstr. 24 auf dem Neubau Kamerunerstr. 40 beim Balkcnkegen für den vierten Stock. Dabei stürzte er rückwärts ab, schlug aus einen Balken, der auf dem Hofe lag. ans und blieb mit zerichmcttcrtcm Schädel tot liegen. Tic Leiche wurde von der Revierpolizei beschlagnahmt und nach dem Schanhause gebracht. Ein gefährlicher Brand kam gestern früh um 7>/., Uhr im Keller des Warenhauses von Heyn u. Goldschmidt, Danzigerstr. 98, Ecke der Pappcl-Allee. durch Fahrlässigkeit zum Ausbruch. Bei Ankunft der Feuerwehr brannten dort Packmaterialien, Holzwolle, Papier, Kisten:c. Der dritte Dampfspritzenzug nahm sofort unter Leitung des Brandmeisters Runge mehrere Schlauchleitungen vor, und es gelang, durch kräftiges Wassergeben die Flammen aus den Stellen zn beschränken. Vorgestern abend wurde die vierte Eompagnie nach der Chaussccstraße 2 gerufen. Tort stand ein Keller in Flammen, die zum Glück bald gelöscht werden konnten. Die Ermittelungen nach der Entstehung des Brandes ergaben, daß vorsätzliche Brandstiftung die Ursache>oar. An zwei verschiedenen Stellen hatte der Brand- stifter das Feuer angelegt. Die Kriminalpolizei hat sofort eine Untersnchnng eingeleitet. Noch an zahlreichen andren Stellen hatte gestern die Feuerwehr sich zn bethätigcn. Beim Baumbeschneiden lebensgefährlich verunglückt ist am Montaguachmittag der 50 Jahre alte Gärtner August Kautz aus der Dalldorferstr. 11/12. Kautz stand im Humboldthain am Straßen- saum nenn Meier hoch auf einem Ast, um die Krone eines Baumes zu verputzen. Der Ast brach unter seiner Last und er stürzte auf den Bürgersteig hinab und zog sich einen Schädelbruch zu. Der Ver- unglückte wurde mit einer Droschke nach der nächsten Unfallstation, und von dort mit einem Lückschcn Rettungswagen nach der Eharits gebracht, wo er sehr schwer daniederliegt. Die Tragödie in der Turmsttaße, über die mehrfach berichtet wurde, hat jetzt ihren Abschluß erreicht. Die ö und 7 Jahre alten Knaben Bruno und Walter Lindemann, die von ihrer wahnsinnigen Mutter durch Beilhiebe getötet wurden, sind aus dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde beerdigt worden. Einbrecher haben in der Nacht zum Montag den Schneider« meister Donner in der Fehrbellinerstraße 77 heimgesucht. Donner, der in der Fehrbellinerstraße 20 wohnt, verließ sein Geschäft am Sonntagabend um 8f/„ Uhr. Am nächsten Morgen um 8 Uhr ent- deckte er einen große» Verlust. Diebe, die wahrscheinlich durch eine im Hanse gelegene Schankwirtschaft den Weg nach dem Hausflur fandeit, erbrachen die hier unter der Treppe gelegene Kellerthür. drangen vom Keller aus durch die Fallthür in den Laden ein und erbeuteten aus diesem und der Werkstatt für 1000 M. fertige Anzüge und Stoffe, ans dem Schanfcnster zwei Regenmäntel und aus der Kasse 98 M. bares Geld. Der Einbruch ist wahrscheinlich um 12f-z Uhr nachts ausgeführt worden; denn um diese Zeit hörte ein Dienstmädchen im ersten Stock ein Geräusch und auch ein Hund schlug an. Ein schwerer Unglücksfall hat sich gestern früh in der Bergstraße in Rixdorf ereignet. Der dortselbst wohnende Arbeiter Pfau befand sich gegen V/,1 Uhr nachts aus dem Wege nach seiner Wohnung und wollte vor dem Hanse Bergstraße 23 den Fahrdamm kreuzen. P. lief um einen in der Richtung Britz fahrenden Straßenbahnwagen herum, ohne zu beachten, daß ans dem Nebengeleise ein Gegenwagen der Linie 48 herangesanst kam. Der Arbeiter lief blindlings gegen die Seitenwand der Vorderplattform, wurde zur Seite geschleudert und fiel zu Boden. P., der besinnungslos blieb, hatte einen komplizierten Schädelbruch erlitten; er wurde nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Mit dem gestrigen Tage hat bei dem Paket-Postamt der eigent- kiche Weihncichtsverkehr begonneil. Zur Bewältigung der Pakct- mengen wurden bereits 100 Kremser in den Tagesbestelldienst gc- zogen. Am heutigen Tage wird der Wagenpark der Berliner Paket- polt um weitere 50 Kremser verstärkt und gleichzeitig 200 Mann Hilfspersonal eingestellt werden. Vor einigen Tagen ist auch die neue Paket-Verladestelle des Lehrter Bahnhofs eröffnet und in vollem Umfange in Betrieb genommen worden.— Die ausgedehnte Ausladerampe ermöglicht die gleichzeitige Entladung von zehn Postwagen und kann infolgedessen die Abfertigung der eintreffenden Postzüge wesentlich schneller erfolgen, als bisher. In dem Betriebe der Stadt- und Ringbahn wird während der Weihnachtsfeiertage der gewöhnliche Sommcr-Sonntags-Fahrplan in Kraft treten. Im Stadtbetricbe zwischen den Stationen Schlesischcr Bahnhof-Charlottenburg werden die Züge in Abständen von 2—3 Minuten, zwischen Stralau-Rummelsburg— Westend in Ab- ständen von 2—10 Minuten verkehren. Der Südring erhält eine wesentliche Verstärkung in der Richtung Halensee— Charlottenburg— Schlesischcr Bahnhof— Rixdorf und umgekehrt. Es werden nach jeder Richttmg stündlich sechs Züge, auf dem vollen Südriug stündlich vier Züge abgelassen werden.— Der Nordring erhält gegen den WochentagSverkehr eine geringe Einschränkung. In den Morgen- stunden folgen sich die Züge nur in Abständen von einer halben Sttmde und erst von mittags 1 Uhr ab wird ein 15 resp. 10-Minutcn-Verkehr hergestellt werden.— Für die Richtungen Grunewald und Grünau bleibt der Wochentags-Fahrplan bestehen. Im Vorortverkehr werden Sondcrziige nach Bedarf eingestellt. Märchenbücher und Bilderbücher. Welches Kindcrherz schlägt nicht höher, wenn es auf dem Weihnachtstisch ein Bilderbuch vor- findet, mit den vielen Tieren, bekannten und unbekannten, oder mit den Scencn aus dem häuslichen Leben, in denen die Mutter ihre weisen Sprüchlein zu Nutzen und Frommen der Kinder vorträgt. Welchen Jubel aber erst erweckt ein Märchenbuch, mit den von Grimm gesammelten Volksmärchen, oder den phantastischen Märchen Hauffs oder Andersens. Ein ganz besonderes Vergnügen aber wird bei Knaben erweckt durch den Robinson, Münchhausens Reisen oder gar die Lcdcrstrumpf- Erzählungen. Alle diese Bücher haben, wenn sie nicht durch die Spekulation verbannt und wenn sie durch gute Bilder illustriert sind, einen hervorragenden erzieherischen Wert. In unsrer Buchhandlung Lindenstr. 69 finden sich alle diese Herrlichkeiten und werden bei Bedarf zur Auswahl empfohlen. Auch die im Gcwerkschaftshause ausgestellten Bücher sind vorrätig. Die Urania schafft mit Eifer und Umsicht, um für ihre Be- strebnngen immer von neuem das Juteresse der Berliner Bevölkerung zu wecken. Es sind jetzt vierzehn Jahre,'daß das Institut besteht, und in der bunten Fülle der Ausstattungsvorträge, die uns seitdem als Spiegel der Natur vorgeführt worden sind, mußte sich manches wiederholen, mancher Gedanke in neuer Variation� entwickelt werden. Aber dennoch gelang es zumeist» in ansprechender, unterhaltender Rede die Wißbegier bei denen, die über- Haupt der Natur ihren Sinn zukehren mögen, in neue Richtungen zn lenken. In dem gestern zuerst gehaltenen Vortrag „Der Erdball als Träger d e s L e b e n s" erschien gewiß hin und wieder ein Bild, das wir ähnlich schon bei andern Gelegen- heiten gesehen hatten, und doch ging so ein frischer Zug durch das Ganze, als ob uns völlig neue Weisheit verkündet worden wäre. Das mag vor allem an dem Verfasser des Vortrages liegen. Denn Wilhelm Bölsche versteht wie wohl selten einer, schwierige Probleme der Wisseiisckaft nicht allein bersländlich zumachen, sondern uns auch mit allen Fasern an den GegcnstanA. den er in die Hand nimmt, zu fesseln. Seine Sckiristen sind zn lesen wie liebe Märchen der Kindheit; wie diese in schlichten Worten einen ticscn Sinn ent- hüllen, so enträtselt auch unser naturwisicnschaftlichcr Dichter die kleine und die große Welt rings um uns her. Er nimmt die Mutier Natur bei der Hand, wenn sie bei guter Laune ist, sucht sie vorher zn bereden, daß sie ein wallend weißes Gewand anzieht und sich einen bunten Blumenkranz ins Haar flicht und lockt ihr dann im nonchalanten Plauderton die wundersamsten Geheimnisse ab. In unserm Bortrag erscheint das Leben, wie es als ur- ewige Kraft durch den Weltraum daher kommt, sich, auf der Erde niederläßt, sobald diese ihm nur in irgend einem Winkel eine Stätte bietet, und dann in millionenfachen Formen sich allen verheerenden Gewalten zum Trotz ausdehnt.„Der Luft, dem Wasser und der Erden entwinden tausend Keime sich im Trocknen, Feuchten. Warmen,.Lallen." Wir sehen das Leben in seiner niedersten Form im Mecrleuchtcu, es erscheint uns in der Tiessee unter tausend Atmosphären Druck, auf der Korallenbank und in der Tropssteingrottc. Und dann überfliegen wir wieder die Geschichte der Erde; die Riescnsanricr, die Fabel- gestalten der Vorwelt starren uns an, die schrecken der Eiszeit, und mitten in dieser entsetzlichen Wüstenei erscheint ein Menschenpaar, das mit dem Griffel in der Hand die groteske Gestalt des Mammilth abkonterfeit: das erste der Skunst dargebrachte Opstr. Dann durchwandern wir im zweiten Teil des Vortrages die Erde der Gegenwart. Die Kreuz und Oucr geht es, von der sibirischen Tundra zum Südpol, von den heißen Onellcn des Rotornahana aus Neuseeland zn den Riesenbäumen von tviarigosa in Kalifornien, von der Hochgebirgsmatte zur afrikanischen Wüste. Dichter, Necitator und Delorationsmalcr teilen sich in den Dank, den sie sich in reichem Maße erworben haben, wenn der gut zweistündige Vortrag zu Ende ist. Unter den Dioramen und Wandclbildern sind einige von über- wältigender Schönheit. Theater. In den beiden Schill er-Theatern gelangen während der drei Wcihnachts-Feiertage in zwölf Vorstellungen neun verschiedene stücke zur Aufführung. Im Schiller-Theaterd (Wallner-Theatcrj geht Freitagnachinittag„College Cranrpton", abends„Tie Stützen der Gesellschaft", Sonnabcndnachmittag „College Crampton", abends„Die Chre", Sonntagnachmittag „Basantasena", abends„Der BMiothekar" in Scene. Im Schiller- Theater bi.(Friedrich Wilhelmsü Theater) wird Freitag-, Sonnabend- und Sonntagnachmittag„Der Compagnon", abends„Ter Pfarrer von Kirchfeld",„Was ihr wollt" und„Im weisen Rötzl" gegeben.— Central-Theater. An den drei Feiertagen gelangt jeden Abend„Der Rastelbinder" zur Aufführung, mit den Gästen Eduard Stein berger und den beiden Kindern Hansi Hanke, Annie v. Babos. Als Nachmittags-Vorstellungen werden am ersten Feiertag„Die Fledermaus" mit'Ma Werber als„Adele", am zweiten Feiertag„ D e r B e t t e l st u d e n t" und am dritten Feier- tag„ D i e G e i s h a", mit Mia Werber als„Mimosa" gegeben.— Direktor F e r e n c z y hat mit Frl. Mia Werber, deren Vertrag für das Central-Theater nächsten Herbst abläuft, einen Vertrag auf weitere zwei Jahre abgeschlossen, so daß diese beliebte Künstlerin vorläufig' noch einige Jahre Berlin erhalten bleibt. — Im Bellealliance-Theater findet heute, Mittwoch- abend 7>/z Uhr, unter der Direktion Kren u. Schönfeld die Eröffnungs- Vorstellung statt. Die große Ausstattungsposse „Der reichste Berliner" enthält vier Bilder:„Raus in die Frühlingsluft",„Berlin, Stettin und Ärotoschiu",„Das Schwimmfest" und„Der reichste Berliner". Tie Titelrolle spielt Fritz H e l m e r d i n g, die weibliche Hauptrolle Gerda Walde: sonst sind in Hauptrollen die Damen Else Waimovins, Helene Ballot und Else Scholz, und die Herren August Reiff. Heinz, Gordon, Arthur Winklcr, Curth Alfers und Emst Kettner beschäftigt. Die durchweg neue Musik ist von Einödshofer und Schmidt komponiert, die Aus- stattuug von Hugo Baruch u. Co. Donnerstag(Heiligabend) bleibt das Theater geschlossen. An allen drei Weihnachts- Feiertagen gehen um 3 Uhr nachmittags bei kleinen Preisen Vorstellungen in Scene. Am 25.„Max und Moritz", am 26.„ D i e H a u b e n- lerche" und am 27.„ D o r f u n d Stadt". An allen Abenden „Der reichste Berliner". Rixdorf. Ter dritte volkstümliche Kunstabcnd am dritten Weihnachtsfeiertage(Sonntag, den 27/ Dezember) im Saale des Realgymnasiums heißt„Weihnachten". Er beginnt uni 6>/z Uhr. Jnstrunrentalvorträge werden mit Rccitationen abwechseln.' Eine Sängerin singt Weihnachtslieder. Auch Kinder haben zu diesem Abend Zutritt. Eintrittskarten a 30 Pf. sind sowohl für Erwachsene als auch für Kinder in der Erpedition des„Vorwärts", Prinz Handjcrystraßc 7, zu haben.. Hiia den Nachbarorten. Tie in den amtliche» Nachrichten der Charlottenburger Armen- Verwaltung veröffentlichten Jahresberichte der S t a d t ä r z t e cnt- halten manche interessante Taten. Epidemische Krankheiten sind nahezu überall nur in ganz geringem Umfange, in einzelnen � Bezirken überhaupt nicht aufgetreten; aus einem Bezirke wird das im Gegensatz zu der eignen Privatpraxis des Berichtenden besonders hervorgehoben. Auch die Säuglingssterblichkeit hielt sich überall in mäßigen Grenzen. Die Zahl der behandelten Kranken hat, loic ein Vergleich mit dem vorigen Jahre zeigt, wesentlich zu- g c n o in m e n. Ein Bericht weist zur Erklärung auf den allgemeinen schlechten Gesundheitszustand der Armenbevölkerung des Bezirks, ein andrer auf den Mangel an guter und ausreichender Nahrung und die zum Teil überaus schlechten Wohnungs- Verhältnisse des Bezirks hini in ganz neu erbauten Häusern laufe von den Wänden das Wasser herab, und die feuchren und stockigen Wohnungen seien die Ursache zahlreicher rheumatischer Leiden. Ein andrer Bericht lvcist darauf hin, daß sich der Kreis der Personen, die die Hilfe des SradtarztcS in Anspruch nehmen, anscheinend vergrößere und daß die Hilfe jetzt meist frühzeitig nach- gesucht I verde; auch für die. Hallelinder werde häufig ärztliche Hilfe begehrt. In einem andren Bcricln wird die zunehmende lieber- tvcisung schwächlicher Schulkinder durch Vcrmittelung der Schulärzte hervorgehoben. Manche Berichte erwähnen das außerordentlich häufige Vorkommen von Blutarmut und Tuberkulose: in einem einzigen Bezirke allein 16 Ivcit vorgeschrittene Fälle, darunter 12 weibliche Kranke im jugendlichen Wer zwischen 16 und 33 Jahren. Ter hier berichtende Arzt ist in solch hoffnungslosen Fällen bemüht gewesen, durch ausgiebige Gewährung von Milch und Krankenkost den Zustand wenigstens erträglich zu machen. Günstige Erfolge der reichlichen Gewährung von Milch- und Krankenkost sowohl im allgemeinen als inbcsondcre bei Tuberkulose werden auch sonst mehrfach berichtet; sie sowie die Erholungsstätten werden als wesentliche Unterstütz ungsmittcl der häuslichen Krankenpflege bezeichnet, durch deren Anweitdung oft Kraukcnhauspflege habe vermieden werden können. In einem Bericht wird dabei auf die Schwierigkeit der Kontrolle hingewiesen, ob die verordnete Milch wirklich von den Patienten allein getrunken wird, und vorgeschlagen, wenn trotz monatelangcr Verabreichung von Milch, namentlich bei Kindern, der Erfolg Wider Erwarten ausbleibe, vielleicht den Genuß der ver- ordneten Milch unter Aufsicht anzuordnen. Bezüglich der Wohnungs- Verhältnisse stellen mehrere Berichte eine langsame Besserung fest. Erfreulich ist, daß ein Bericht in den meisten Wohnungen Sauber- kcit und Orduuugslicbc der Insassen hervorhebt und zwei andre Berichterstatter wenigstens Unordnung und Vernachlässigung seltener als früher gefunden haben. Unter dem Verdacht des Kindesmordes verhaftet wurde im Charlottenburger Krankcnhausc das Dienstmädchen Anna Lehmann, daö. wie wir vor einiger Zeit meldeten, anfangs Dezember im Hause Spandaucrberg Nr. 13 von einem Mädchen entbunden worden toar und das Kind in einem Sandhausen im Keller verscharrt hatte. Die Obduktion scheint demnach den ursprünglich rege gewordenen, Verdacht bestärkt zu haben, daß das Neugeborene nach der Geburt udch gelebt hat und vorsätzlich getötet ivorden ist. Die Verhaftete wurde dem Moabitcr Untersuchungsgefängnis zugeführt. Ncil-Weißeiisce begeht am 1. Oktober 1005 da-s Fest seines 25jährigen Bestehens als selbständige Gemeinde. Aus diesem Anlaß ist von maßgebender Stelle aus der Meinung Ausdruck gegeben worden, daß eine Ortschtonik herauszugeben sei. Ein bekannter Schriftsteller in Charlottenburg hat sich bereit erklärt, unter Zuhilfe- nähme seines bis zu 500 Jahren zurückliegenden Materials für 500 Mark diese Zeitgeschichte unsres Ortes herzustellen. Die Gemeindevertretung sah jedoch auf Anraten des Vorstehers von diesem Angebot ab. da der zum 1. April 1004 an- zustellende besoldete Schöffe sich dieser Aufgabe unterziehen soll. Die meisten Bürger von Neu-Weitzensee und zwar in der Hauptzahl die nicht ganz Alteingesesseneu. hegen de» Wunsch, daß unsere Orts- qescinchle auch wirtlich objektiv wiedergegeben werde und nicht in Schönfärberei ausarte. Wenn mau anderseits die in letzter Zeit von den, Eigentümer Mertens herausgegebenen Flugschriften sich zum Muster'nähme, so könnte leicht eine Cirrorngns scandalcuse zu stände kommen Da von der Gemeindevertretung der Klagewcg gegen Mertens beschritten wird, so muß man allerdings abwarten, ob und wie weit er recht hat. Zu bedauern ist, daß der Verfasser des ersten Pamphlets. Gemeinde- verordneter Grobe, inzwischen verstorben ist.— Die hiesige Volks- Bibliothek, welche sich in, Mädchcnschulhause Langhansstraße befindet, hat gegenwärtig rund 2500 Bände aufzuweisen; sie ist im verflossenen Geschäftsjahr von 383 Lesern 5716 mal benutzt worden. Im ganzen wurden ca 7000 Bände ausgeliehen. Für die Benutzung der Bibliothek sind jährlich 25 Pf. zu entrichten. Lichtenberg.„Streiks der Gemeinde- Arbeiter sind den im- abwendbaren Naturereignissen gleich zurechnen!" Die Bedingungen, unter denen das Gemeindc-GaSwerk an die Konsumenten Gas ab- giebt, sollen geändert werden. Das Kuratorium schlägt vor, die Bestimmung aufzunehmen, daß wie bei Kriegsfällen. Naturereignissen und Feuersgefahr auch bei„Arbeitcrausständeu" die Gasanstalt von der Gaslicferung und der Einhaltung der Lieferungsbedingungen entbunden sein soll. Die GaSabnchmer brauchten ja solche Bedingungen nicht zu unterschreiben, wenn ihnen diese nicht passen, meinte einer der Herren, während ein andrer auf die sich immer mehr zuspitzende„Machtfrage" hinwies und dann die Redens- art von„unberechtigten Forderungen" wieder aufmarschieren ließ. Gegen eine Stimme wurde diese Streikklausel angenommen. Ver- tagt wurden die Anträge der Gasanstaltsarbeiter ans Fortfall der Vicrundzwanzigstundenschicht, Schaffung von Arbeiter-Ausschüssen und Gewährung der Differenz zwischen Lohn und Krankengeld im Falle der Erkrankung. Zu elfterem Verlangen soll angeblich kein Grund vorhanden sein; schon heute könne, wer wolle, sich frei machen. Aber andre, die gerne 24 Stunden arbeiten wollten, daran hindern, das ginge nicht; auch fehlten dann die Ersatzkräftc. Der Arbeiter-Ausschuß koste zwar nichts aber— man wolle noch„Er- wägungen" pflegen. Die Differenz zwischen Lohn und Krankengeld soll aus ihre fiuauzielle Tragweite geprüft werden. Ebenso das Gtsuch der Laterueuanstecker. Aus Fricdrichsfclde wird uns zu den, Todesfall des polnischen Arbeiters, der infolge Rauchvergiftung erfolgte, noch mitgeteilt, daß die Leiche nach eingetretener Dunkelheit in eine Decke gewickell und auf einen, den, Totengräber gehörigen Hunde wagen nach dem Kirchhofe gefahren wurde. Dieser Vorgang hat unter den Zu- schauern helle Empörung hervorgerufen. Pankow. Eine Erhöhung der Gehälter der Gemeindebeamten ist durch die Gemeindevertretung bereits beschlossen worden. Sie soll am 1. April 1004 in Kraft treten. Aus der Gchaltsskala heben wir hervor, daß das Anfangsgehalt des Rendanten, welches 2200 M. beträgt, in dreijährigen Z'iviichenränmen um je 200 M. bis auf 3800 M. steigt. In Zukunft wird Anfangs- und Eudgehalt um 300 M. erhöht. Den Sekretären, bei welchen das Grundgehalt 1800 M. beträgt, soll dieses ebenfalls um 300 M. erhöht werden. Die Gehälter der übrigen Bcaintciikatcgoricn steigen in"derselben Weise um 200 M. und weniger. Wem, auch die Gehalts- aufbesserung von den Beamten mit Freuden begrüßt wird, so macht sich bei den alten Beamten doch eine Mißstiminung bemerkbar, welche man begreift, wenn man hört, daß eine Anrechmnig der bisherigen Dicnstja'hre nicht vorgesehen ist, so daß dreizehn alten Beamten drei, auch vier Dienstjahre verlustig gehen, während die erst kürzlich An- gestellten in einigen Monaten Zulagen von vier- bis fünfhundert Mark verzeichnen können. Eine nochmalige Revision der neuen Gchaltsskala, in welcher man den älteren Beamten ge- recht wird, würde nur vorteilhaft wirken. Der Gemeinde- Etat wird durch die Erhöhung der Gehälter jährlich mit 0000 M. belastet. Es muß besonders hervorgehoben werden, daß die„Proletaricr-Bcamten", die Nachtwächter, keine Zu- läge erhalten, jedenfalls sind die 540 M. Jahresgehalt nach Ansicht einiger Vertreter eine genügende Besoldung, denn ein in der letzten Sitzung gestellter Antrag,„den Nachtwächtern eine Gratifikation von 100 M. zukommen zu lassen", wurde mit der Motivierung vertagt, „daß man sich die Sache reiflich überlegen müsse, denn so könne man doch mit dem Gelde nicht herumwirtschaften". Friedenau. Nach langen und breiten Vorcrörterungen hat die G'e n, eindevertretung in ihrer letzten Sitzung einstimmig den bemerkenswerten Beschlutz gefaßt, ein Elektrieitätswcrk in eigner Regie der Gemeinde zu erbauen; mit der specicllen Vorbereitung der Ausführung dieses principiellen Beschlusses wurde die Beleuchtungskommission betraut und für diesen Gegenstand un, zwei Mann vermehrt. Die Beratung über diesen Gegenstand in der Gemeinde- Vertretung entbehrte nicht gewisser größerer Gesichtspunkte, besonders der G e ni e i n d e v o r st e h e r schwang sich zu einer anerkennenswerten Stellungnahme der Frage: Gemeinde- oder Privatbetrieb auf. Er führte unter andern, aus, daß er sich die Frage, warum Friedenau kein eignes Werk haben solle, vergeblich vorlege. Es sähe sonst aus, als ob in Friedenau alles Privatgesellschaften machen müßten; wer mit diesen aber schon Verträge abgeschlossen habe, dem könne die Lust nach weiteren vergehen. Diese Lust habe sich denn auch in letzter Zeit bedeutend gelegt. Plan müsse auch mal„ach etwas Idealem Appetit haben, auch könne es sich hier nicht darum handeln, zu verdienen, sondern den Ort zu heben, und den Gaul der Entwicklung könne die Gemeindeverwaltung selbst reiten.— Das sind sicherlich Ausfilhrungen und Anschaunngen, die sich die Vor- stehcr weit größerer Gemeinden zum nacheifernden Vorbild nehmen könnten._ Gerichts-Zeitung. An den Streik der Oinnifius- Angestellten erinnerte eine Verhandlung, die gestern vor dem Schöffengericht gegen acht halb- wüchsige Burschen Ivegcn Sachbeschädigung geführt wurde. Tic Aiigcklagteu gehörten zu jenen Leuten, die durch ihr ver- urtcilcnswertcs Verhalten die gute Sache der Streikenden gefährdeten und der Polizei zun, Einschreiten Veranlassung gaben. Obendrein werden den Streikenden die Ausschreitungen, an denen sie ganz unbeteiligt sind, zur Last gelegt und bei Begründungen von Zuchthausvorlagen verwertet. Die obenbczcichuctcn Angeklagten hatten sich in hervor- ragender Weise an den Ausschreitungen beteiligt, die im Anschluß an den Streik der Q in u i v u s- A u g c st c l l t e n in der Nacht zum 2. Oktober im Wcdding-Stadttcil sich abspielten und blutige Zusammenstöße mit der Polizei im Gefolge leiten. Die Angeklagten haben zugestandenermaßen die Gaslaterncn erklettert, die Flammen ausgelöscht, ganze Straßenzllge entlang die Scheiben der Gaslatcrim, zertrümmert, das Papier von den Anschlagsäulen herabgerisscn, die Anschlagsäulen in Brand gesteckt und derartigen Unfug mehr betrieben. Tie jungen Burschen hatten keine andre Entschuldigung, als daß sie es aus Lust am Radau gethan hätten.— Ter Gerichtshof war mit dem Staats- anwalt der Ansicht, daß die Thaten der Angeklagten durch eine hohe Gefängnisstrafe gesühnt werden- müßten, wenn es sich um erwachsene Angeklagte handelte. Mit Rücksicht darauf, daß die Angeklagten noch so unreife junge Burschen sind, begnügte sich der Gerichtshof damit, ihnen einen Verweis zu erteilen und sie zu ermahnen, danach zu streben, ordentliche Menschen zu werden, und nicht durch derartige pöbelhafte Excesse sich gegen die öffentliche Ordnung zu vergehen. Eine Geschichte von der Liebe Lust und Leid wußte die NähterinHclcne Dumte zu erzählen, welche sich gestern wegen ver- suchtcr Nötigung vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten hatte. Die bereits im 43. Jahre stehende An- geklagte entbrannte in heftigster Liebe zu ihrem fast 20 Jahre jüngeren Schwcstersohn Max Dmnkc, als dieser vor etwa zwei Jahren nach Berlin kam, um hier eine Stellung als Rollkutscher anzutreten. Sie überredete ihn, zu ihr zu ziehen. Etlva ein Jahr lang lebte das Paar zusanmien, dann wurde der Neffe der liebe- bedürftigen Tante überdrüssig und trennte sich von ihr. Von der Zeit an wurde er von der Angeklagten, die sich fest eingebildet hatte, daß der Neffe sie heiraten würde, nicht außer acht gelassen. Sic wartete des Abends vor dem Speditionsgeschäfte, in welchem der Nesse thätig war, bis dieser den Heimweg antrat, schloß sich ihm dann an und behelligte ihn mit Hciratsanträgen. Der Neffe blieb standhaft, er ließ sich nicht erweichen. Schließlich kaufte die An- geklagte sich einen Revolver, den sie geladen stets bei sich führte; sie wollte sich, wie sie angab, vor fmen Augen erschießen. In der Nacht zum 10. September hatte sie bis 11 Uhr auf der Straße gc- wartet, bevor der Nesse das Geschäft verließ. Es Iviedcrholtc sich derselbe Austritt wie früher, sie ging neben ihm her und beschwor ihn, mit ihr die Ehe cinzugehei/ sie könne ohne ihn nicht leben. Er verstieg sick, zu der wenig freundlichen Antwort:„Heiraten thuc ich Dich nicht, und wenn Tu ins Wasser gehst oder Dich aufhängst!" Nun machte die Angeklagte eine schnelle Bewegung und rief:„Wenn Du mich nicht heiratest, passiert etwas!" Ter Neffe sah einen Re- volver in ihrer.Hand blitzen, blitzschnell entriß er ihr die Waffe. Er nahm an. daß die Tante ihn zur Heirai hatte zwingen wollen und er in Lebensgefahr geschwebt habe. Cr erstattete Anzeige. Vor Gericht gab die Angeklagte an, daß sie gar nicht daran gedacht habe, den Neffen zu erschieße»; sie habe sich selbst vor seinen Augen erschießen wollen und hierauf habe sich ihre Acußcrung:„sonst passiert etwas", bezogen. Der Staatsawvalt hielt diese Auslegung nicht der Wahrheit entsprechend, sondern beantragte gegen die Angeklagt« eine Geldstrafe von 100 M. Der Gerichtshof trat aber den Aus« führungen des Verteidigers, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, dahin bei, daß ein Beweis dafür, daß die Angeklagte die Unwahrheit gesprochen, nicht erbracht sei. Die bedauernswerte Tante wurde daher frei- gesprochen._ Hus der Frauenbewegung. Köpenick. Am Mittwoch hielt der Frauen- und Mädchen- Bildungsvcrein für Köpenick und Umgegend im Lokal Stippekohl seine Mitgliederversammlung ab in welcher Genosse Bürger einen Vortrag hielt über die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Vortragende erntete für seine leichtverständlichen Aus« führungen reichen Beifall. In der Diskussion sprach im gleichen Sinne der Genosse Sudrow. Unter Vercinsangelcgcnheiten forderte Frau Tinius auf, sich recht lebhaft an den Sammlungen für die ausgesperrten Textilarbeiter in Crimmitschau zu beteiligen und machte den Vorschlag, nach Schluß der Versammlung eine Tellersammlung zu diesem Zwecke vorzunehmen; bei dieser sind 11,50 M. zusammen- gekommen._. Freireligiöse Gemeinde. Freitag, den 25. Dezember, vorm. lO3/, Uhr. in der Schul-rlula, Kleine Jranksurterstr. 6: Versammluiig. Fcstvortrag des Herrn Waldcck Atannssc.— Sonnabend, den 2ö. d. MtS., vormittags 108/4 Uhr, ebendaselbst: Versammlung. Fcstvorirag des Herrn E. Vogthcrr- Stettin.— Sonntag, den 27. d. Mts., vorinittags tO3/, Uhr, ebendaselbst: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:„Die Unendlichkeit der Welt." Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Vermischtes. Hindernisse im Simplon-Tunncl. Wie seiner Zeit dem Durchstich des Gotthard sich unvorhergesehene Schwierigkeiten entgegenstellten und den Bau des Tunnels wesentlich verzögerten, so scheint dem Simplon- Tunnel ein gleiches Schicksal zu erblühen. Erst kürzlich mußte deswegen der Vertrag auf Fertigstellung des Unter- nehmens geändert und der Termin hinausgeschoben werden, weil man ans starke Wasseradern gestoßen Ivar, die das ganze Werk überschwemmten. Gegen dieselben Miseren bat man, wie ein Telegramm aus Brieg berichtet, neuerdings lviedcr anzukämpfen: Im Haupttunnel Nummer 1 des Simplon ist man aus erhebliche Schwierigkeiten gestoßen. Infolge Ueberschwcmmung ist der Vortrieb seit vier Wochen eingestellt. Versuche, das Wasser durch Pumpen zu entfernen, sind erfolglos geblieben. Man hofft, vom Tunnel Nummer 2 aus die Quellen anbohren zu können. Gelingt dies nicht, und sollte» vielleicht noch mehr Quellen zufließen, waS nach geologischen Aufstellungen sehr lvahrscheinlich ist, so wird man gezwungen fein, den Vortrieb im Tunnel Nummer 1 aus der Nordseite gänzlich einzustellen. Der Durchschlag wäre dann nicht vor dem August zu erwarten.— Der Meldung über außergewöhnliche Hindernisse, die sich dem Weiterbau des Harawaiilen-Tunnels ent- qcgcnstcllen und so schwer sein sollen, daß die Gefahr eines Ein- jturzeS bestehe, und daß deshalb eine Aenderung des Bauprogramms und eine Hinausschiebung des Termins der Vollendung bis 1008 eintreten werde, wird, einem Telegramm aus Wien zufolge, von der Eiscnbahndirektion entschieden entgegengetreten und mitgeteilt, daß als Termin der Eröffnung der 1. Oktober 1005 in Aussicht genommen worden ist. Lynchjustiz an einem Bürgermeister. Aus Saaz wird telegraphiert: Einem Alt der Lynchjustiz ist gestern der Gemeinde- Vorsteher des Dorfes Hermannsdorf bei Kuneschowitz zum Opfer gefallen. Die Bauern, die den Gemeindevorsteher eines ungerechten Vorgehens bei der Verteilung von Notstands-Tnbventioncn bc- schuldigten, rotteten sich zusammen und prügelten ihn mit Knüppeln und Stöcken zu Tode. In bewußtlosem Zustande wurde er in das Saazer Krantenhaus transportiert, er starb aber bereits während des Transports. Die gerichtliche Untersuchung wurde eingeleitet. Marktpreise nach Er" von Berlin Mittelungen des am LI. Dezember 1903 kyl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue D.-Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg dv. Baiich„ Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter � ab Bah». + frei Wagen und ab Bah». Eier Karpfen i'lalc Zander Hechte Barsche Schleie Bleie Krebse SV Stück 1 kg per Schock 7.00 1,80 1 ,50 1,60 1,80 1.80 2,80 5,00 2,20 2,80 2,80 2,00 1,80 0,00 1,40 15,00 5,00 1,20 1,10 I 1,00 1,20 1,10 2,00 3,00 1,20 1,10 1,20 1,00 0,80 1,40 0,80 3,00 Wittcrungsübcrsicht vom LS. Tezember 1903, morgens 8 Uhr. Stationen Swinemdc. Hamburg Berlin Franks.a.M. München Wien LS L L Q'S Sa s?--3 776 L-i »-c 778 776 777 SSO SO 775 O 778-NW S) SScllcc 1 Dunst 4 bedeckt 2bcdcckt 2tvolklg 5Ncd-l 1 bedeckt 5 8» M Ss 1 — 0 1 — 3 — 7 1 Stationen S 0 I s q fä §£ §S Hiapttionda 1 700«ä Petersburg 775'SSB Cor! Abcrdccn Paris 758 SSW 773OSO Weiler 4 Rege» l'wolkenl IRcgeu 2Ncbcl d->Si ö && 0 -8 » 0 Wetter- Proanose für Mittwoch, den S3. Dezember 1903. Trocken und vielfach heiler, zunächst kälter bei ziemlich irischen sndöst- lichcn Winden. Berliner Wette rbureau. Bnefhaften der Redaktion. Herr Hugo Bcliug, Wullcnweberstrafic. Wir bestätige» Ihnen gern, daß Ihre Firma in dem Artikel„Als Berkäuserin" nicht ge- meint war. Juriktikeber Ceti. Tie jutiftlftfie Sprechstunde fiudet täalich mit Ausnahm« des Souiiadend« vou?>/- vis»>/, Nhr abends statt. lSeöfsuet: 7 Uhr. H. K. Wie stets, falls keine andre Vercillbarung vorliegt, am Letzten dcS Monats.— F. H. 100. Eine Frist für die Ausbcwahrung giebt es naht. Sie könnten lediglich aus Rücknahme(eventuell durch öffenlliche Ladung) klagen. Mit Rücksicht aus die Kosten ist zu solcher Klage nicht zu ralcn. Erst nach 30 Jahren verjährt das Rücksordcrungsrccht.— Äcker- straffe. Das Schriftstück ist völlig unverbindlich, weil Verträge über GrundstückSkäuse zur Gültigkeit der notariellen oder gerichtlichen Form be- dürfen.— P. A. R. 37. Die Wahl ist mit Aussicht aus Erfolg anzufechten. — E. L.. 8. 1. Ja, Sic könnten höchstens eine Berichtigung lffir den Nachtrag) durch Mitteilung an den Verlag des„Adreßbuches" erwirken 2. u. 3. Nein.— L. G. 30. Wegen der noch nicht länger als ein Viertel- lahr rückständigen steuern ist Lohnarrest zulässig. Zahlt der Arbeitgeber trotzdem den Lohn aus, so setzt er sich der Gefahr einer Doppctzahlung ans. — D. 100. t. Das Borgerecht Ihrer Frau römien Sic durch eine notariell oder gerichtlich beglanbigte Eingabe an das Güterrechtsregister ausheben. Ein Beispiel hierfür finden Sie<->. 225 Nr. 20 des dem sin den öffcnllichen Lesehallen auSlicgcndcn)„Arbeiterrecht" angehängten Führers. 2. Ehebruch ist nur strafbar, wenn die Ehe infolge des Ehebruchs geschieden und vom schuldlosen Ehegatten Sstasantrag gestellt lvird. Strashöpc t Tag bis 6 Monate Gefängnis.— N. Z. 1000. Mit dem 3t. Dezember d. Js. 5. IOOO. Wenn Sie innerhalb sechs Wochen naä eine M WM> MW schalt gericht einreichen, so haften Sie für nichts. Sind Sic aber Erde, fo haften Sic für die Schulden des Nachlasses. Zu diesen gehört die MictSschuld, Die Erben hätten nur das Recht, in der Art den Vertrag vorzeitig zu lösen, dah sie bis am 3. Januar zum 1. April kündigen. Das Anerbieten des Wirts bleibt demnach hinter seinem Recht zurück,— A. 100. Ist die Ehe nach dem ill, Dezember 18g? geschlossen, so erbt, wenn kein Testament vor. liegt, der kinderlose Ehegatte wie solgt: Die Schwiegereltern, beziehentlich die Geschwister oder Geschwisterkinder dcS verstorbenen Ehegatten erhalten die eine, der überlebende Ehegatte erhält die andre Hälfte des Nachlasses. U e b c r d i e s erhält der Ehegatte als Voraus alle Gegenstände, die zum ehelichen Haushalt gehörten und die Hochzcitsgcschcnkc, War die Ehe früher geschlossen, so erzielen Sie dasselbe Ergebnis dadurch, dag sie in notoricll oder gerichtlich beglaubigter Form innerhalb sechs Wochen dem Nachlastgericht ein Schriftstück einreichen, in dem Sie erklären: Ich wähle die Erbfolge nach deni Bürgerlichen tSesctzbuch statt der Rechte, die inir nach den früheren Gesetzen in den Nachlast meiner am.., zu,,, verstorbenen Frau zustehcit,— M. S. 1. Fahrräder werden in Deutschland z, Z, nach Beschafsenheit dcS Stofss verzollt, 2. Kantstraste,— M. M. 1000. Nein, — Pankow 334. Der Beamte ist durchaus im Recht. Sic können sich die Bescheinigungen, wenn Sie es für praktisch halten, selbst zusammen- besten,— H. S. Ober-Zchöncweide. Den freien Kassen, die nicht das Recht aus H 75a K.-K.-G. haben, steht eS frei, Aufnahme-Anträge abzulehnen, Welcher Grund in Ihrem Falle mastgebend war, vermögen wir nicht zu ermessen.— Musik. 1, und 2, Ist zulässig, 3. Solchen Tarts giebt cZ nicht. Wenden Sic sich unter Darlegung der Verhältnisse ai« da-Z Kriegsministerium und an den Reichstag.— London M.>, In der Regel ja. 2, Nein.— St. R. Ihr und Ihrer Frau Sparkassenbuch kann nicht wegen Schulden Ihrer Schwiegermutter gesperrt werde», ivcnn Sie nach deren Tode sinnerhalb sechs Wochen und notariell oder gerichtlich beglaubigt) aus die Erbschaft verzichten,— M. A. S. 103. Ja. — M. SO. 13. UnS nicht bekannt,— B. 33. Es genügt, wenn Ihre Frau ihre Eltern aus das Pflichtteil in der Art setzt, wie Sie es in dem Beispiel aus S- 238 Nr, 58 des dem„Arbeiterrcchr angehängten Führers finden. Das Pflichtteil beträgt die Hülste der gesetzlichen Portion,— M. 46. Eine Klage aus Rückzahlung hätte tvcnig Aussicht aus Erfolg,— G. N. Nein, aber fragen Sie beim Magistrat, Stistnngsdeputafton, an,— Haben Sie nicht ctlva durch Unterschrist sich zu weiteren ahlungen verpslichtet, so liegt Ihnen keine Zahlungsverpjlichlnng mehr ob,— Z. Z. 106. Wenn, was wahrscheinlich, gerichtliche Beschlagnahme vorlag, so war der Rcndant durchaus im Recht, — Tcheodor ftz. 1.— 3. Die baupolizeilichen Vorschriften für Schantlokalc sind in den verschiedenen Orten verschieden. Die bezüglichen Baupolizei- Ordnungen erfahren Sie aus dem Polizei-Amte, sie sind auch in den Amts- blättern abgedruckt. In Berlin dürsen Keller nur konzessioniert werden, ivcnn sie gegen dos Eindringen und Aussteigen der Erdseuchtigkcit geschützt sind und die Fustböden nicht tiefer als 0,50 Meter unter dem umgebenden Erd- Hoden gelegen sind. Ist ei» mindestens einen Meter breiter Lichtgraben mit gut zu entwässernder Sohle vorhanden, so kann bis zu einem Meter Tiefe gegangen werden. Die lichte Höhe der Gasträume, die im übrig« den baupolizeilichen Vorschriften sür Wohnungen zu entsprechen haben, mutz mindestens 2,80 Meter betragen. Mindestens ein Zimmer mit 20 Quadrat- metcr Bodcnfläche must vorhanden sei», 4, In der Regel nein, 5, Empsehlungcn von Persoiic» lehnen mir grundsätzlich ab,— Fortschritt 33. Der Aus- tritt aus der Landeskirche kostet seit dem Jahre 189? in Preusten 3 M. Fernere 3 M, Kosten erwachsen, falls man sich eine Bescheinigung über den Austritt(AuSsertigung) geben lästt. Lassen Sie sich nur Abschrist dcS Protokolls geben, so haben Sic nur Schreibaebühr(«eite 19 Pfennige) zu zahlen. Um aus der Kirche auszutreten, teilen Sic Ihre Austrittsabsicht dem Amtsgericht mit und finden sich. auch wenn Sie keinerlei Ladung erhalten, innerhalb vier bis sechs Wochen auf dem Amts- gericht ein, um dort Ihren Austritt zu gerichtlichem Protokoll zu erklären. Stargarderstr. 3l. Sie können mit Aussicht aus Erfolg Zahlung ab- lehnen und Ihrerseits Schadensersatz im Wege der Widerklage beanspruchen. Als Zeugen und Sachverständigen benennen Sie in erster Reihe den Mechaniker, der die Maschine endlich in Ordnung gebracht bat.— A. B. 1000. Eine Klage wäre nicht ohne Aussicht aus Erfolg,— Sch. Di« Veranstalter, also der Vorsitzende, möglicherweise auch die Vorstandsmitglieder, haften für die Veranstaltung der össcntlichcn migcnchmigten Lustbarkeit,— Fett. Als Ausländer können Sie sich in Deuijchland aushalten, sreilich wie jeder Ausländer ausgewiesen werden. Eine Versolgung wegen im Ausland er- solgter miltlärischcr Vergehen, Dersertton usw., erfolgt in Deutschland nicht, I. Z. Nein. 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Firma W. Bernhard u. Co.) 27,—. Pers. d. Firma Müntcl 5,—.'Arb. d. GlaSnialcrci Wittoli 5,25. Fromme Leute, 2 Indifferente, 1 Lösselschullcr 7,50. Die Monteure am Stammt, b. Gretchcn 3,20. Puvertolonne P. Hecht, Ltulmstrabe, 20,—. Einige Arbeiter und Arbeiterinnen d. F. L. Lewin d. G. W. 7,75. Porzcllanarbcitcr-Lerband Berlin II 25,—. Marniorarbeiter, 4. Rate 105,—. Tischlerei von Richter, Rcuter-Platz, 2. Rate 13,75. F. Lamollle 10.50. Charlottenb. Radsahrer-Vercin..Nord-Wcst" 5,—. Ucberjchusi v. Sliitungö- scst des socialdcinokr. WahlvcrcinS Treplow-Bamnschulcnwcg 30,—. Taschen« sabril S. Hirsch 9,75.'Arbeiter von Gray u. Co.. Boeckhslrabe 24,15. Vor- flandt-Siwlna der Aäschcbranche 5,50. Liste 2060 10,80. Ges. b. Rest. Schmidt, Fruchtstrabe 4,80. Arbeiter und Arbeiterinnen von Bacr u. Sohn 12,25. Arbeiter von Gust. Trohe 9,—. Arbeiter von M. Gens u Co., Aosscncrstrabe 3,75. Ricnaer 2,20. Arbeiter der Borsigschen Fabrik aus Listen, 2. Rate 200,—. Awci PostillonSlämmer a. D.. Melchiorslrage 5,-. A. Ackcrslrahe, Saal 18, Schalterbau 12,—. Liste 3508 7,50. E. Lohse, Liste 2766:>, Unterstützung»« Bercw der Bicrabzichcr Berlins(darunter amerikanische Aullion eines VercinS-SpindcS) 5l,—. Einige rote Stcuv�aphcu und Poldianer 9,50. Tischlerei Borsutzkh, 3. Rate 6,30. Werkslaltperler« der Elektrischen Strabenbahir A.-G., Treptow 50,—. Rüchcnmöbel-Fabrik A. R etzband 12,30. Personal Schwan u. Eo. 7,85. Skntklub.Revolution", Grünauerstrabe 10,—. Mäuncrchor„St. Urban" 1t,—. TcUersammIuua V. Wahlkreis 142.2>. Kutscher v. Roichstagogebäude II,-. A. E.-G. Kabelwerk Obcriprce, Saal 26 u. 27 29,85. Famllig Spo. 3,—. GcburtStagSjeier bei Zknton, Rcichcnbcrgerstrabe 2,—. Weltsirma O. 6,—. Vorstand der OrtS-Krankcnkassc d. B. 10,-. Rendaut C. St. 5,—. Spar- verein„Fortuna", Langcstr. 91 10,80. Handwerker von Wcrthcim, Leipziger- strabe, 2. Rate 22,—. P. Baumgart, Fürstenwaldcrstrabe 7,—. ..FmmunitaS", Gerichlstrabe 15,—. Tcllersammlung I. Wahlkreis, Fudustrie- Festsäle 130,—. Tcllcrsammlung Ebarlotlenburg, Volk»- bans 90,—. Lotterievereiii„Endlich Glück", Grünauerstrab« tO,—. Skatklub„Null", Fürbrlngcrslratze 12,55. Gebr. Saucrland, Sebastian- straste 2,25. Schcsslcr, Petcrsburgerstraße 5,45. Scheibe 9,40. Teller- j a in m l u n g, Weibensce, VcrcinShauS 46,55. D. Klingebeil b. Sorrer gcf.. 2. Rate 10,25. Fidele Fungens 3,—. Arb.«. L. Lunitz, Ritterstrabc 18,30. Tcllcrsammlung. Verl. in Tcmpclhof 40,—. Liste 8132 8,25. Malcrgch. v. Bcndisch d. Haderplann 24,65. Lottcricvcrcin„Fidel" 0,—. Buchdruckerhcim, Raunynjlrabc.L,—. Eluiarb o. Tlnius 7,50. Frei« Bereinig, der Flicsculegcr Berlins u. Umg. 50,—. Masch.-Arb. von F.(£. Pfast 6,50.„Frei-LoS"' 10,45. P Liffiu 3,—. Zahlstelle d arg. Albumarb. 10,—. Stukkateure v. Wandrcy 7,—. Lrg. Fciislcrputzcr v O. Arnhcim u. Eo., 2. Rate 14,25. Zimmerer 26 2.-. Tvrnerkncipe, Belcraneukneipe 3,60. Lottericklub ..Turiiec" 4,—. Liste 2773 2? K. Hcndschubniachcr b. Samtcr 4,50. Tischlerei Gossow, 2. Rate 25,80. Kolonlstemcr.„Wiesenpalme" 10,—. Möbclpvliercr v. Hüisciibcck u. Kroll, 4. Rate 20,—. Stockjabril Gcmbicki 10,—. Lottericv. „Irisch gewagl" 3.—. B. d. uersumpste» v. O. Klopsch 1,50. MetallbUd- baucr« Tbielc 7,50. Tischlerei Saucrwci», 4. Rate 0.—. Frau Aichmann 9,20. Bessin u. Eo., Gasmessersabrik, Höchsteslrab« 12,50. Tischlerei Delling u.Hirsch, 2. Rate.9,30. Henkel 11,30. Gcs b. Tornow d. Bärbaum 8,17. 4 christlicher Eisenbahner von Tcmprlbos 3,5V. Druckerei der„Bcrliucr Börscii-Zeitung" 22,85. HSichmucksabrik I. Facobsohn 6.50. Stein- druck-Abicilung Mellenbach, Rifiart u. Co. durch E. Müller ll,—. Lottcricvercin„Pechvogel" d. Lieble 20,—. Lottcricvcrcin„Immer raus", Panlow 3.75.'Angestellte v. S. u. C. 20,50. Pers. d. U.ue Königstrabc 3.—. Drei Maler 2,50. Felix Schachnow 1,55. Vergolder n. Köster, 2. Rate 3,—. Bauarb. d. Neubaues Alt-Moabit 40/41 5,—. E. F. u. Kinder 5,—. Chcmigr. Kunstanst. v. E. Schütte 9,80. Stukkateure Bau Wcrthcim, Leipzigerstratze 8,—. Lottcriever. Prämerle 3,50. Arb. d. Finna A. Drnckcnmüller, G. in. b. H. 63,05. Schuhmacher von Kring, Cronenberg, Rhld. 6,50. Kollegen der Berliner BetriebSwerkst. ?(. Wcrthcim 9,—. Soiintagsschülcr d. städtischen Webeschule 8,35. Bild« Hauer b. Finna Tchönar u. Koppen 7,—. Setzer d. Buchdruckerci Röster, Rixdorj, 2. Rate 6,25. Ltto Schicmann, Schöucberg 3,—. Schleifer der vereinigten Tbonwarcu- Werkstätten, früher E. March Söhne. Chnrlottcnburg 7,50. Dr. v. Mangold. Dresden. zur Zeit Frantsurt am Main 10,—. Tifchlcrei Rösile, Chnrlottcnburg 5,70. „Berliner VottSsängcr-Ecsellschast Lewandowsky" lO,—. Arbcitcr-Raofahrer- Verein„Gloria" 10,—. Maschinciiarbciter der Schneidemühle C. Maychczal nebst Budiker 7,50. Gesangverein„Jugcndsrcudcn" 12,—. Putzer„Bau Zellestr. 12" 8,—. Stulkateure Firma' Schinncr, Bauten Kurze u. Knopp 15,—. Organisierte Buchdrucker Gclsciikirchcn 32,36. dito 2. Rate 20,—. Heizer u. Rohrleger v. Förster u. Runge 13,80. Bau Nachodilr. 34» 10,20. 'Arbeitcr-Radsahrcrverein Ehnrlottcnburg 20,—. Wahlverciu Pankow, Filiale Franz.-Buchholz 4,20. Silberhochzeit des Landtags-Abgeordnetcu Fr. ErHardt 20,—. Stciulrägcr Bau Slcgliv. Albrecht- u. Bclsortcrstr.-Ecke 11.—. Bau Nikolai Steglitz, 2. Rate 12,30. Tischlerei Ww. Eichel, Stettinerstratze, 2. Rate 6,75. Auktion einer Cigarrc bei Fatosch durch Alf. Richter 7,—. Bon den 'Angestellten der Wildhaudluug B. Pscmfcrt>3,35. Wagenbauer d. Gesund- brunnenö 20,—. Arbeiter d. Eisendrahtziehcrel Obcr-Schöucwcidc 25,85. Tcllcrsamml. d. VolkSversammlmig in Lbcr-Schüiicwcidc 42,30, Honorar des Referenten P, LItftn 7,70, 50,—. Ceittral-Vcrband der Zimmerer, Zahlstelle Potsdam 100,—. Marie Büsch er, Calvinstratze 1,—. S. D. 20,—. Friede aus Er-den, Tr. Bertram, 2. Rate 10,—. Ganz elende Holzarb. auS Bonn 10,85. Fr. Pfemsert, d. d. lustige Rede d. Reichskanzlers 1,65. Malerwcrkslatt Rolst 6,—. Fonds d. Lolalvcrb. der Stukkateure Bcrl. u. Umgegend 50'—. Bau O. Hausherr, Stcgl. Maurer u. Bauarb. 17,55.'Tischlere! Kortzig, Steglitz, dar. 12 Maler 6,50, 3. Rate 20,70. Matrizcubau Moabit durch O. F. 7,—. Maler Neubau Kirch sttatzc 7,10. Wiener HandelSgchilsc 1 2,56. Skatklub „In der Tinte" 3,— Ad. Simon u. P. Klcincr 1,05. Drei Ciscleurc 1,50. Tischlerei Schultze, Steglitz. 2. Rate 3,40. G. Schulz, Bäcker, Gleditschslratze 3,—. Arb.-Gcsaiigvcr.„Morgenrot", Köpenick 8,—. Arb.-Gcsangfckt.'Arb.- BildungSsch.„Eintracht", Zürich 50,—. Biertisch Zabrze, O.-S., d. Ch. W. 2,90. R. Schlich, Wilhelmstr. 2,55. 15 Proz. Glühlampenwerk S. U. H. 4,05. Wcihnachts-Gratisikation d. R. S. 4,70. Stammgästc d. Restauration Nils Ohlssen, 18 Roscnstr. 3,20. Bau Brandis, Pankow, Mendelstr. 4,50. Powe HietzcnS Mutter 1,—. Rohrer v. Schmidt u. Braun 3,—. Skatbrüder und Kibitze b. Tauchcrt. Köpenick 3,—. D. W. Danncbcrgcr 4,95. Sld. Witts, Etgarrcnarb., Beelitz 5,—. I. Kahl, Wilmersdorf 5,—. Geselleii der Tischlerei LinkiS 3,50. Lager der Leder-fabrik Eick u. Strastcr 7,10. A. Rianccke 2,—. Tnbalarb. u. Arbeiterinnen d. Stadt Schwerin a. W. 9,50. Töpfer d. Firma Grapp, Bau Liebcuwalderstr. 7,50. Tischlerei von Osten, Bruimenstratze, d. G. Vogel 7,—. Tischlerei Miticistcdt, Stcgl. 4,50. Maschiiicusabr. v. Steinrück, Urbanstrabc 6,50. Balitischlerei v. Reist, Stral- sunderstrabe, 2. Rate 7,50. Arb. v. Broich Gebr. 5,50. Gesangvcr.„Treu und scst" b. Abendroth 10,—. Pers. d. Buchdruckerci Horn». Raasch, Grün- slratzc 4,30. Ceiitr.-org. Töpfer d. Berksllibc E. Schöstcl 10,—. Arb.-Rads.« Per.„Frisch aus I", Baumschulenwcg 6,—. Werkzeugmacher d. Firma iL Wasscrvogcl 10,-. Maurer u. Arb. d. Firma Merker, Backoscnbau 6,50. P. Böhme, Wilmersdors 4,—. Tabatarb. d. Cigarrensabr. Schlicmannstt'atze, 2 Rate 10,—. Org. Lauanschlägcr v. Klemme, Friedenau 15.50. Durch Jost, Gr.-Lichtcrfclde, Gesangverein„Eintracht II" 15,—. Durch Iöst, Gr.« Lichtcrsclde. HIntz Fabr.. II. Rate 9,50. Durch O. Löst. Gr.-Lichtcrfelde. 'Arb.-Turnver. 22,60. Durch Jöst, Gr.-Lichtcrselde, Kunstschm. Bächler u. Paascheu, 2. Rate 18,—. Arb. d. Firma Hlclschcr u. Gudde. Strausberg 13,35. Gring u. Wölk, Bautischlerei, 3. Rate 21,80. Tischlerei Stähr, Gr.-Lichtcrselde, 3. Rate 4,50. Tischlerei Gunitau, Gr.-Lichterselde, 2. Rale 8,—. Tischlerei Fiedler, Gr.-Lichlcrselde. 3. Rate 3,75. Tischlerei Mannert, Gr.-Lichterselde, 3. Raie 2,50. Tischlerei Lobs, Gr.« Lichtcrfelde 6,50. Kollege» d. Firma G. SlicklaS, R.-Wcibenjee, 2. Rate 4,—. 3 Gäste v. Patzenhoscr Aussch., Auguststratze 1,50. Liste 11 265 26,40. Cigarrensabr. Mahlmann 4,50. Arb. v. Goltz u. Breul- mann, 4. Rate 12.80. Pers. Fr. Schneider Nchsg. 9,—. Tclcgr.-'Bauanstalt Hammachcr, Pctzold 10,80. Für die Brüder in Crimmitschau 16,50. Tischlerei Banilemami u Hossniann, 3. Rate ll,—. Schlosser u. Gürtler E. Scherler 7,55. Metallwareistavr. v. A. Zenilin, 2. Rate 18,20. Werkst. R. A. Roller, 5. Rate 12,30. Schlciserei v. S. u. H., Markgrafenstr., 9,—. Dreherei Korsawa 8,70. H. S. Ball, 4. Rate 22,50. Tischlerei v. Homann, Stall- schrelberftratze, 4,10. Tischlerei v. Stchniann, Aorkstr., 11,75. Stauge u. Wagner, Lilhographie-Abt, 4. ZIate 16,50. Tischlerei v. Hausmann, 3. Rate 7,25, Welkst, v. F. R. Konrad, 2. Rate 12.75. Arb. der Steppereien v. Rade u. Geiszler 8,20. Tischlerei Rotter, 2. Rate 6,25. Möbclsabr. I. C. Pfast, 4. Rate 20,15. R. Rohkohl, Töpfer 3,—. Gcnosten- schaststijchlerei„Einigkeit" 8,70. Aus der Inselslratze, 3. Rale 8,75. Von Stephan u. Co., Kommalidantenstratzc, 2. Rate 7,—. Firma K. ZI. Berg- mami 17,—. Chbgr. Ccntt.-Hciz.-Gesellsch., 2. Rate 7,50. Heuer u. Kube, 6 Kollegen 5,50. Mommscn-, Ecke Blcibtrrnslrabe, Maurer d. Otto 9,35. Bon d. Elenden a. d. Neuen Königstratze, 6. Rate 7,55. Schlosser v. AuraS u. Witte, 2. Rate 6,—. Möbelsab. Hilsenbeck u. Kroll, 4. Rale, Saal 2 20,—. Desgl. Saal 3 12,70. Schlosserei v. O. Berg 8,—. Zllbumsabrik Dittmar 22,15. Neubau Straße 4 A,»vu den Träger» 3,60. Firma Nitsch, 3 Elende 3,—. Mlmttio» aus der Antonstratze d. A. Mentzel, 2. Rale 10,80. Tischlerei Lüdle, Luise»- User 8,25. Ges. d. Graoieranstalt Darm. städl 7,—. Frost u. Söhne,.Kronleuchter- Fabrik, 2. Rale 44,25». 5. Wahlkreis aus Listen gesammelt(darunter Liste 2833, Kunst- schlosscrcl Bauer 35,25 M. intl. Bicrprozcnle— Mnschinenfabr. Rud. Hart- manu 24,50) 1. Rate 1000,—. 4. Wahlkreis Süd-Oft aufListen gesammelt, 2. Rate") 1600,—. In heutiger Nummer quittiert 8029,85 M. Bereits quittiert 109 684,61 Mark. Gesamtsumme 117 744.47 M. Weitere Beiträge werden in unser», Bureau in der Zeit von 9—4 und 6—8 Uhr ciitgegeiigcnomme». Gelder, welche mit der Post eingesandt lverde», sind an A. Körslcn, Engel-Uscr 15, zu senden. Nachstehend d c t a i I i e r c u wir noch den in gestriger Rummer quittierten Posten:„Verband der Buchdrucker 232,10". Vom Personal der Buchdruckerei Julius Bahlke 4,25. Hermann Berg- inann 6,40. W. Büxenstein, Maschinenmeister aus der 5 Ps.-Kaste 15,—. Deutscher Verlag,„Deutsches Blatt" 8,75.„Deustche Warte". 4. Rat« 17,10. Oswald Dictzc, 2. Rate 5,20. Gebrüder Ernst 5,50. Rcinhold Kühn, Ber- bands-Mitglicder, 3. Rate 7.50. Ernst Litsab' Erben 12,40. Karl Marschncr 13,70. Mittler u. Sohn 49,60.„Norddeutsche" Rcichstagsiaai, Abteil. V 6,10. W. Röwer 5,45. Scydcl u. Eie. 10.25. W. Simon 7,30. A. Scherl, Maichiiienmeistcr von„Tag" und„Woche", 5. Rate 18,25. A. Scholcm 11,40. Stent 6,80. Trowitzsch ll. Sohn, Verbandsmitglieder 3,25. Gebrüder Ungcr 17,90. Der Au» schütz der Berliner Gewer kschafttkommlsfi»». Geiverkschaftskartell fiir Berlin und Umgegend. Folgende Bei- träge gingen ein: Für die ausgesperrten Zinkgieber und Stürzet: Bon den Bauarbeitern 20,—. Maurer aus Grob-Lichterfeldc u. Umg. 30,—. Isolierer und Rohrumhüller, 2. Rate 25,—. Für die streitenden und ausgesperrten Weber tu C r i m in i t f ch a u: Tischlerei Teichmann, Friede, istratzc 3,20. Vom Gesang- verein Gewerkschaft der Maler durch Fr. Iahnkc 10,50. Bau La»dcS-ver- sichmmgsanstall durch A. Platb auf Lifte 1 18,60. Bau Ticrgartenbos durch E. Wächter aus Liste 2 10,10. Bau Fränkel, Maatzenslr., 2. Rate d. Weinhold, Liste 6 11,60. Tischl. Hübner, Fruchtstr. 36. 2. Rate(dar.». Müller 1,—) 12,70. Gesammelt in der Schirmsabril Lichteiisteiii u. Co., Biichosstr. 19/20 aus Liste 10 4,95. Isolierer und Rohrumhüller, 2. Rate 25,00. Gciangverciu der Töpfer Frei durch Lahrson 10,00. Lokalorganisierle Töpfer Bau'Arnold, Schöne- bcrg, Sedanstratze, durch M. Richter 10,00. Fliesenleger nebst Arbeitern der Firma Bielsli». Co., 2. Rate ij.OO. Gesammelt in einer Versammlung der Maurer von Birkenwcrder u. Umg. durch Heinrichs 27,—. Weitere Beiträge ivcrdcn in unserm Bureau, Dragonerstr. 15, Hos Part., Mittwochs und Sonnabends i» der Zeit von 8—10 Uhr abends entgegen- genommen. Ferner werden aus Wunsch auch Listen ausgegeben. Gelder, welche mit der Post eingesandt werden, sind an den Kassierer Arthur P i c s l e r. Chorincrstr. 61 zu senden. � Für die Ausstäudigeu tu Crimmitschau: Ms Antwort aus die Maßnahmen der sächstschcn Behörden auS bürgerlichen Kreisen In Frank- surt a. M. 105,50(abzüglich 30 Pf. Porto). Berlin durch Otto Elz« 12,—. Eharlottcnbnrg durch Brand, Kassierer des F. L. u. H.-Verd. 50,—. Am 1. Dezember Bautischlerei R. Hermau» durch Roykc 13.2a. Lokalorganisterle Maler, Eharlottenburg. Bau Suarezstratz« 43, durch Genz 10,05. Mechaniker- Werkstatt F. u. M. Lautcnschlägcr durch Pfeifer 15,—. Gr.-Lichtcrselde, Maurcr-Bauarbciter 11,10. Georg Treue, Berlin 0., Kroiiprinzeustr. 47. *) In Nr. 297 mutz eS in der zweite» Spalte. Heiken:„4. Berliner ReichStagS-Wahltrcis( S ü d- O st) gesammelt aus Listen, 1. Rate 700 M." Fiir den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gcgenübc» keinerlei Berantlvortimg. Zheater. Mittwoch, den 25. Dezember. Ansang 7'/, Uhr: Opernhaus. Maren. Schauipielhalis. Wallcnslcini Tod. Rcncs Königl. Opern- Theater. Geschlossen. Deutsches. De, Meister. Berliner. Maua Theresia. Nachmittags 3 Uhr: Die sieben Rabe». Lrsftng. Zapfenstreich. ZLeften. De: lustige Krieg. Nachmittags 3 Uhr: Rotkäppchen. ReueS. Der Strom. Residenz. Craluqucbille. Ein Seiten- Iprung. Central. Der Raftelbinder. Nachmittags 4 Uhr: Der gefti ftlic Kater. Thalia. Der Hochtourist. Ansang 8 Uhr: Schiller O.(Dallncr- Theater.): Vasantasena. Schiller N.(Friedisch-Silhclmstädl.) Ter Compagnon. Carl«Äeist. Geschlessen. Luise». Lllicllo. Nachmittags 3 Uhr. Schneewittcheii und die lieben Zwerge. Kleines. Rachtasy'. Trianon. BiScottt. Deutsch- Ameriktnischcs. Ucbcr'n großen Teich. Casino. WcihsachtSglockcii. Der vertauschte Lohn. Metropol. Durchlaucht Radieschen. Apollo. Frühlngslust. Palast. Geschlossen. Winter-Garern. Spccialitäte». Pastage-Theater. Specialitälen. Rcichshallv«. Stettiner Sänger. Urania. Tanbenftrasie 48/4». Gcichlosen. Jnvalidrisiraste S7/G2. Steni- warte Täglich aeöffnet von 7 bis 11 Uhr. esnirsl-Tkester. Heute zwei Borstcllunac». Nach- mittag 4 Uhr halbe Preise: Jeder Erwachsene ein.'»Und srci. Ter gestiefelte Kater. Märchcnspiel in 4 Bildern mit Gesang und Tanz. „ Abends T/j Uhr:, Ter Rastelbinder. Eduard Stcinberger a. G. Donnerstag: Geschlossen. Ali allen drei Feiertagen: Nachmittag. und'Abend-Vorstclluiigcn. km Theater. SchiWauerdamm 4a— 5. Oer Strom Ansang 7'/, Uhr. _ Donnerstag: Geschlossen._ Kleines Theater. Unter den Linden 44. Ißsoktsszsl. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Geschlossen. nm! Burleske Aiustattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scone gesetzt von» Direktor Kicnard Schultz. Im 4. Bilde: Grosses Ballett"MF Wie damals im Munal Mai. Anfang 8 Uhr. — Rauchen überall gestattet.— Morgen; Gesehlossen. Freitag und folgende Tage: Durchlaucht Radieschen. Urania. Taubenstrasse 48,49. Heute: Geschlossen.. CASTANS PANOPTICUM Friedriohstr. 165. Der Indlancr-Ricse Mianko Karoo vom Stamm der TSJT" Sioux-Indianer.*SHB I oliorirl r znsammenge- LCUCIIU. wachsonen »"«j- Schwestern MDt- nur noch bis Ende Dezember. Grosses Promenaden-Konzert. 1{UT- CHlNf\ Kunst-Hitsstellnng ßt«T STRASSE tk Täglich geöffnet 10-8. Entree 1 M.. Sonntag SOPf. Königstadt-Kasino Holzmarllslr. 72, Ecke Alexanderstrabc. Täglich: �VeUinaebtsvorsteKInneei,. DeS Menschen Schicksal. Volksstück mit Gesang in 2 Bildern. Zifeue Speclallttttcu. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag: Tanz. Schiilep-Theater. Schiller-Theater O, -(Wallner-Theater). Mittwochabend 8 Uhr: Vasantasena. Drama in 5'Akten nach einer Dichtung des Königs Sudraka. Frei bearbeitet vo» Emil Pohl. Donnerstag: Geschlossen. F r c i t a g>, a ch m i t t a g 3 Uhr: lilollere Eraaipton. Freitagabend 8 U h r: vie Stützen der Gesellschalt. Schill er-Theater M. (Fricdrich-WilHelinstüdtijches Theater). Mittwochabend 8 ll h r: Der Eoinpaxaon. Lustspiel in 4 Akten v. Ad. L'Auoiigc. Donnerstag: Geschlossen. Freitagnachmittag 3 Uhr: Der Gompagaon. Freitagabend 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfcld. (Zirkus Sehumann. Heute Mittwoch, de» 23. Dezember, abends 7l/a Uhr: Zum Male: Grasser Erfolg I Das Bacchanal S ar danapals. 'SV Prunk-Akt.— wteilu, 3»,» xx. ivjoic: Säbel.' Grosser Erlolg! An den Wassern dos Enphrat. Feenhafter Wasser• Akt. Ausslattuiigspaittoniinle ii, 1)'Abteilungen. Direktor Alb. Schumanns neue„Iid niodernc Drestnren. Herr dnllus Seeth niil seinen iiü Eiinen. Billcts zu de» drei Wcihiiächts-Fcicrtagci, sind ab hcntc an der CirknS- fasse und de» bekannten Verkaussstellen zn babc». _ Morgen Donnerstag; Keine Borftelluug._ Apollo-Theater, Um S Uhr: I�fülilinxslust mit dem sensationell. Ballett Blütenhochzeit. Um 9'/, Uhr: Vision nach dem Balle. Musik v. Joachim Albreeht v. Preussen. Ilm 10 Uhr: Die glanzenden Specialitälen. Kastenerftilnung 7 Uhr. Anl. 8 Uhr. Voranzeige! An olle» drei Weih- nachtsseiertage»: Nachmittagsvorstellung. Erniähigte Preise. Eysistrata und hervorragende Specialitäten. Billet-Vorverkaus für dl« WeihnachtS- Feiertage vonnitlags von 10—2 Uhr. Borverlaussgebühr. werd. nicht erhob. Saierno Meisten Johnson u. Dean Cake-Walk-Tänzor. Wood u. Gates Amerik. Excentrics. Tho Saphos Rockturnkünstlor. Otto Reutter Humorist. Uttle Fred Komisehe Hundedrossur. Kremo Familie Ikarischo Spiele. Piwitt Pierrot. AuneUe Gillard X«ritt von der Oper» Coraique in Paris. 4 Schwestern Merkel Equilibristin. Bokken lassen Strassensängonn. „Pariser Luft" Ballettdivertisscm. Biograph mit neuen interess. Aufm i i IX. Berliner Saison.— Cirkus Bnseh. Mittwoch, bfi: 23. Dezember, abends 7'/, Uhr: Gvosser Rala-Jlbetul Mr. Richard Sawade mit seiner berühmten Tiger-Dressur. Berliner Wmterfrenden Humorist. Manege-Schaustück. Her, Gustav Goeiiel ans Berlin, Schulretter, Schüler des berühmten James Fillis. Mllc. de ttolsteln, Schulreiterw. Die berühmten Zebra-Vressuren DlrcllorBnsch: 2 Pers.-Hengste. Quadrille aus der Zeit Friedrich de» Greesen. geritten in historisch. Kostümen mit 8 Schulpferden. Morgen Donnerstag, 24. Dezemd.: yeseblossen. Rtsldkllz-Thkattr Direktion S. Lautenburg. Abends VI, Uhr. Crainqnebllle. Schauspiel in 3 Bildern v. Anal. Franc«. Hieraus: Ein Seitensprung. Schwank in 3 Akten. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Grainquedille. Vorher: Ein Seitensprung. Nachmittags-Vorstellungen 3 Uhr: Freitag: Bas grosse Geheimnis. Sonnabend: Lutli, Sonntag: Seine Kammerzofe. Luisen-Theater. McndS 8 Uhr: Nachm. 3 Uhr zu ganz kleinen Preisen: SeboeewittetieD uiiil tlle 7 Zwerge. MendS 8 Uhr: Othello. Donnerstag; Geschlossen. svreitagnachmitlag: Romeo und £u(ia. Abends: Der Mersch Wender. Zonnabcndnachmittag: Die Jung- srau non Orleans. Abends: Ter Akiienbudikcr. Eonntagnachmiltag: Reif-Reislingcn. Abends: DaS Käthchcn von Heilbronn. Trianon-Theater. Kscorgcnstraße, zwischen Friedrich- und Ilnivei'sitätsstrasze. kissotte. Ansang 8 Uhr. An allen drei Keihnachis- Feiertagen nachmiitags: Tic Notbrücke. Abends: Bisco tte. tsr! Veiss-skestei'. Groftc Frantfnrtcr Strafte 1ZS. Mittwoch u. Donnerstag: Geschlossen. Freitag: Nachmittag 3 Uhr, Parkett 60 Pf, Abends 71/, Uhr: Gastspiel des Oberbnvrischcn Baiiern-Thealers. Die Kergwen. Volksstück mit Gelang in t Akten von Hilpert. Sonnabcndnachmittag: Tie Jung- fra« von Orleans. Abeods: Ter Gewisscnswurm.«onntagnach- unttag: Tie Waise aus Lowood. Abends: Tic Bergfexe». Billet-Borvcrkaus jeden Vormittag von U—t'/z Uhr an der ttasse. veiitüell-jllveckilMw sdeilter. iaöpnickcrstr. 67. Etat. Jannowitzdrückc. Sftf~ Ansang 8 Uhr. OaBteplel AD. PHILIPP. 116. Male; Zum ..l'cbern Brossen Teich." Sin allen drei Wcihnachts-Feiertagen: Nachmittags-Vorstellunge». „Uvdern Brossen Teleh." Jeder Erwachsene c i n Kind frei. VilletS jetzt schon zu haben. p3S8axe--TKe2ter Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 6 Uhr. Anfang der Abendverstellung 8 Uhr. Berlin hat wieder seine Sensation! .Hortonclios Enthauptung einer lebenden Dame! Ausserdem 14 neue erstklassige Xumracrn. Pertina. Lucia della Sera. Hasson u. Jenny etc. etc. Casino-Theater. Lothringerstr. 37. Ans. 8, Sonnt. 7'/,. 8 Uhr; Weihnachtsglocken. 8'/,: Nuscha Melitta— Loro-Quartett. Corradiiil. v'/. Uhr: Der DfitaufdjtfSol)«. Am dritten Feiertag nachm. 4 Uhr: Feftvorftellung._ Fröbei8 Allerlei-Theater fr. Puhlmami. Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. All allen drei Feiertagen: Crosse Fest-Vorstellung. • Am zweiten Feiertag: Norddeutsche Sänger. Grosses Weihnachls-Programm. Nach der Vorstellung: Großtl Mra-M-Tiun. Anfang' der Vorstellung: 7 Uhr, Tanz 10 Uhr. Am Silvester-Zlbend: Hemütliche SilvkÜtr- Ftier. Familien Haskenbali. I Direktion: Robert Dill. Brnnnenstrasse 16. Heute:(Of THj IfCU. Wicdercröslnung: Am ersten Feiertage! Air allen drei Weihnachts-Feiertagc»: Kroße Ftst-Vorstellullgen. keruherdHose-Ihealer Gcsulldbruunei!, Ladstraszc S8. Vom 23. bis einschliessl. 24. d. Mts. geschlossen. 1. Feiertag: Nchm.: Maria Stuart. Abds.: Einer von nntre leut'. s. Feiertag: ?!chn..-Ka«b d. Sabiukrimltn. mds.: Her Goidonke!. 6. Feiertag: Nchm.:|Jie Slinde nou Paris. klbds.- Chier von untre feuf. Deutscher Kotzarbeiter Verband Fernsprecher IV 3578. Bureau:(ingcl-User 15. Fernsprecher IV 3578. Der Feiertage wegen bleibt das Bureau am 25., 26. und 27. Dezember, sowie am I. Januar den ganzen Tag, am 21. und 31. Dezember nachmittags geschloffen. Am 3. WeihnachtssFeiertag in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Grosse Weihnachtsfeier. Anfang 4 Uhr. Bittet 30 Pf. Musikittstrumeute»- Arbeiter ' Sonntag, den'Z7. Dezember 1903(dritter Wcthnachts-Jeiertag)-MW im Gewerkfchaftshans, Engel-Ufer 15(großer Saal): Gr osses W eihnachts-V ergnüg-en (mit Kinderbescherung) unter Mitwirkung des KSerffner Ulk-Trio. Nach dem Konzert: Tanz. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billets.30 Pf. Grösfiiung 5 Uhr.-Anfang« Uhr. BilletS sind bei den Wcrfstattdclegierten und im Bureau dcS Verbandes zu haben. 31/2' _ Zu zahlreichem Besuch der Kollegen und Kolleginnen ladet ein__ Pas Fest-Komitee. Freitag, den 1. Januar 1904(9!eujahrstag), mittags präc. 12 Uhr, in kouls Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Grosse WohlShätijbeils-Jdatinee zum Besten der WSgchmtell TkUillirbkiter in Crimiiiitslijau unter Mitwirkung des Isrliner Uik-7rio, solvie des Zitherklub Sdehveiss und der Civil-Berufsmusiker. Die gesamte Ginnahme fllcsst den Zehnstanden- Kämpfern In Crimmitschau zu. Um zahlreichen Besuch bitten Tie Borständc der vier Filialen 197/11 beb Centralverbandes dentfcher Textilarbeiter. Programme a 30 Pf. sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Gehrttder| Kerrnfeld r Anfang Jhgrjjgj- Sonntags 8 Uhr. 7'/a Uhr. fapa Koa. Eine Komödie in 2 Attcn von Anton und Donat Herrnfeld. Vorher im Künstlcrteil: «insdergs-yuintett. Larl vernhard. Do« Corhetta. Martin Bendix. Am 3.Wcihnaehtsfelertag: Gr. Matinee. Anfang 12 Uhr mittags. Zur Aufführung gelangt: StidUch allein! und Der?all Blumentopf in der Lriginal-Bcsctzung und Ktinstler-Tell. Au allen drei Fcicriagcn: Papa Ava. Steidl-�Iheaterl a. Oranien-.imLranicn burger Thor' burger Thor. Täglich 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr: Tritz Steidl-Sänger. 10 Herren. Grossart. Programm. II. A.: Der g roste Cohn. Vorher: Am Weihnachtsabend. Donnerstag, d. 31. Dez.: Groffe Silvesler-Ul!-. Soiree und Ball. Palast-Theater Burgstrafte'i'i, trüber Feen-Palast. Vom 21, bis cinschiiefflich 24. De- zcnlbcr bleibt das Theater geschlossen. Xtiehste Vorstellung: 1, Weihnachtsfeiertag abends 8 Uhr. Etablissemeut Suggeuljagtu Koritzplatz. Im Kais ersaal: Rudolf Schnauss' Künstler- Gnsemble ..Vordsterne". Kaiseneröffnung 5 Uhr. Ansang 3;,7 Uhr. Nach der Vorstellung: Tanz. In den unteren Sälen um 6 Uhr: Militär■ Konzert. Reichs hallen ir. Weihnachts- Programm. Sonnobend(2. Feicrlags 12 Uhr: Crosse Fest-Klatlnee. te.aUa ein- Puppe im Steck- lyllUUt fiffen, ca. 18 Lentimctcr gros!. crbäi» von beute ab jeder Käufer beim Einkauf von über 1 äWr. Steiners Kaffee, Kakao- und Sbototaden-Berfanb. Rixdorf, Hermamistraffe 232. i lZsWses hWiiflsllsch-Allslsehss Keuplirz-?e5t arranKisrl: von A. Hoffnmnn und B. Schröder zum Besten des Baufonds der Freireligiösen Gemeinde Sonnabend, den 2. Januar 1904 in Louis Kellers sämtliehen Sälen, Koppenstrasse 29. Hnfang abends 8 Uhr. Grosses insiAs ausgeführt von der Berliner Sinfonie-Kapelle unter persönlicher Leitung des Dirigenten Hrn. Max Fischer. Zar AaffUhrang gelangt: Hans Wurzelbrecher Der nene Abgeordnete. Fastnachtsspiel von Fr. G r u n d m a n n. Serenissimus und der Dichter! Serenissimus und die Sehanspielerl 8mi»MMÄR»W Serenissimus: Kindermann: durch freundliche Mitwirkung dargestellt von den Herren Tietor Arnold üdh Edgar Licho vom Kleinen nnd Keuen Theater. Zulasskarten nnr gegen Vorzeigung der 3Iit- glicdsqnittnng In den bekannten Zahlstellen für einen Extra-Beitrag von 50 Pf. lohne Unterschied des Alters.) Am Abend des Festes werden Karten nicht mehr ausgegeben. Es werden nur so viel Karten ausgegeben, als Sitzplätze vorhanden sind. 62/7 Sine„Uihprogramm-Zeitung" an der Kontrolle gratis! X- Sanssouci. Kottbufcr Thor— 3 tat. der Hochbahn. Am ersten Feiertag: Wünsche und Träume. Am Zweiten Feiertag: Wünsche undlräume. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Am dritten Feiertag: Holtmanns Nordd. Sänger. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen Billeloorberkaus täglich von 11 bis 2 Uhr. ! Stoff-Beste »...•*.. für Herren-Ane.ugc,\\ mtor- Paletots, Kinder- Anzüge, Damen-Kostüme usw. Damm- Tnche. Berlin Ross-StraMwe 2 Koch A Meeland. KhrPtl brillante». Goldwaren, bc- UijUU. deutend unter regulärem Preis. Leihhaus Grast, Beuthstr. 5.* Ortskraakellkasse für die üerkliiigteu Geverbt- betriebe Eharlottenburgs. Wir bringen hierdurch zur all- meinen Kenntnis, daff das von den Kassenorganen beschlossene 281/4 »kiie MenflM t den zuständigen Behörden jmigt worden ist und am !. Zmiuiir 1904 in Kraft tritt. Die wichtigsten, durch das neue Äassenstatut herbeigeführten Aende- rungen sind folgende: 1. Es ist eine Lohnflasse errichtet. Zu dersewen gehören s ä in t- I i ch e Kassenmitglieder, deren?l r- b e i t s v e r d i e n st s ü r d e n?l r- b e i t s t a g mehr alS 4,00 M. beträgt. Die Beiträge betragen zu dieser Lohnklasse 81 Pfennige pro Woche. Für diese neuerrichtete Lohnklasse A wird an Krankengeld pro Wochentag 2,25 M. und ein Sterbegeld von 135,00 M. gewährt. Die Beitrags- und Unterstützungssätze der übrigen 5 Lohnklassen bleiben unberührt bestehen.§ 30 des Kassenilatuts lautet nunmebr: Die wöchentlichen Kassenbetträge betragen sür Mitglieder der Lohnklasse A 81 Pf. 1 63„ II 51„ Hl 45 ,. IV 36„ V 24„ Die Beiträge sind sür jede Boche, innerhalb welcher der Versicherte der Kasse angehört hat, auch wenn ein Mitglied im Lause einer Boche ein- tritt oder ausscheidet, ihrem vollen Betrage nach zu entrichten. Dabei flt als Boche der Zeitraum von ontag bis Sonntag einschließlich. 2. Die Krankenunlerftützung wird. abgesehen von der im§ 16 des Statuts vorgesehenen einzigen Ausnahme durchgängig aus die Höchstdauer von 36 Wochen und die im§ 19 vorgesehene Wöchneriimen- Unterstützung aus die Höchstdauer von 6 Wochen gewährt. Die zur Kasse meldepflichtigen Arbeitgeber sind verpflichtet, die Meldungen der von ibnen beschäsilgten Personen nach Maßgabe des neuen KassenstatuiS bis zum 31. Dezember 1003 zu ergänzen. DaS neue Statut steht den Jnter- effenten nach ersoigter Trmflegung— in etwa 14 Tagen— unentgeltlich in unserm Kassenlorale zur Bersügiing. Eharlottenburg, 19. Dezember 1903. Der Kassen-Vorstand. H Scheel, Vorsitzender. $ Damen! Ausverkauf... u. Jacketts im GngroSgeschäft von £. Schwarz,"T, 1 Treppe, kein Laden. Die Sachen. die früher für 8—40 M., werden jetzt nach beendeter Engrossaison von 4—20 M. verlaust. Rur gute Stoffe lind beste Berarbeituug. Verband der Sehneider nnd Schneiderinnen Oeutschlands. (Filiale Berlin.) Todew-Anzelge. Am 2t. d. Mls. verstarb plötzlich unser Mitglied, derMilitärschneider Usinrick öckrelber (Teltowerstt. 18) im 62. Lebensjahre. /, llbr auf dem Friedhos der Heiligen Kreuz- Gemeinde in Maricndors. 163/18 Die Ortsverwaltung. Orts-Kraukenkasse der Sattler und verw. Gewerbe zu Berlin. Am Sonnabend, den 19. d. M., verstarb unser Mitglied Frani Sahr Fabrik Aug. Loh Söhne. Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des alten Thomas-Kirchhofes in der Her- inannsttaße aus statt. 281/2 I. A.: H. Werner. Ich sage hiermit allen für die rege Beteiligung und reichen Kranzspenden, sowie dcmGcsangverGn.Unvcrdrosscn" sür seinen Gesang bei der Bcerdigmig memcr lieben Frau meinen herzlichsten Dank. 1«. Hermann Bütow, Ost-Casino Jnh.: Carl Plrnan. 106, frankfurter Allee 106. Empschlc meine Säle sür Festlich- keilen unter günstigen Bcdingungeil. Im Restaurant täglich: Vro«««» Künstler- Konzert. - 37222* = Familien-iverkchr.= „Viktoria-Säle" Moabit, Pcrlcbergerstrafte 14, an einigen Somiabcndcn noch frei! Zur llrolie! tuipj. fitflcn Rochnatzvll od. vi-ltz. Posta: Fritz S->minr»rastr,Foch,, Soling«», TIastlwarcnsalint und Vrvlond. viamanlslahI.Rosirincster M H—, detgl. Silberslahl 9JI 9.— mit ttztui. Streichriemen mit PaftaM I.So, Fintel u. Tinpia 0.50, Stift 0.25, Abziehflein M 2 50. Nompl. Raste. garnitur IN feinem Stlii M. 8.—. -Katalog mit über WW KegenstSnben, wie: Meffer. Schee. rcn. Senfen. Waffen. Leder-, Sold. u. Sikberivarr». erhält jeder trc«. um- fönst. Litte zu verlangen. 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M.—,50 Glosse» zu AveS Guhots und Sigismond Laeroix'„Die wahre Gestalt des tthriften- tums». Nebst einem Anhang: Ueber die gegenwärtige und künftige Stellung der Frau. M.—,30 Die Handhi'Sang des Vereius- und Versammlungsrechts im Königreich Sachse». M 1,— Der September- Kurs vor dem Reichstage. M,—,15 Christentum und SoeialiSmus. Eine religiöse Polemik zwischen Herrn Kaplan H o h o s s in Hüffe und Bebel, Nene Auslage mit einem neuen Vorwort. M.—,10 Die Zoldateiilnihhandluiigcn. Verhandlungen des Reichstages vom 10. und 21. März 1903. M.—.25. Charles Fourier. Sein Leben und seine Theorien. Mit einem Porträt Fouriers und einer Abbidung des Phalansteres. Gebd. M. 2,50 Die Frau und der SocialisinuS. M.2.-: gebd, M. 2,50 Zur Lage der Arbeiter in Backe- rcien. M. 1,— Gewerkschaftsbewegung und politische Parteien. M.—,15 Socialdcmokratie und Ceutrum. 234/2» M,—,20 Frditte Besichtigung obne jeglichen Kaufzwang! und eigne Fabrik für Dameninäntd, Jacketts, Röeke9 Mostüme • Geschäft; W«, SfEohvsustrasse 37a, an den Kolonnaden. Grosse?ranUfuderstrasse 115, an der Andreasstrasse, Ich bitte genau auf Firma und Hausnummer zu achten!~9Q1 empfiehlt direkt an das werte Privatpublikum ihre grossen Vorräte in Damenmänteln, Jacketts, Röcken. Kostümen. Modellen, Kopien allererster Schneider, Reisemustern(etwas durch die Reise gedrückt), soweit der Vorrat reicht, bis zum 28. Dezember, nachmittags 7 Uhr, zu S, 6, 8, 9!_ weit über das Doppelte. 1, 13, 16, 18' z. 21, 24, 28. 35 bis 161 Mk., früherer Wert Grosso Auswahl speciell in Frauenmänteln bis zu den weitesten Grössen. Des grossen Andranges wegen In den A'achniittags-Stnnden wird das werte Publikum höflichst ersucht, den Einkauf möglichst in den Vor- mittags Stunden zu bewirken. 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