Nr. 10. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pränumerands! Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Belt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat, Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Geträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ., Kleine Anzeigen", das erste( felt. gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm- Adreffe: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Vergleichende Socialpolitik. II. Mittwoch, den 13. Januar 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. bestimmt, daß es verboten ist, bei Anwerbung von Arbeitern un- taschen, drehte Herrn Dowe den Rücken zu und wandte sich wahre Angaben über die Arbeitsbedingungen oder über bestehende lächelnd an Posadowsky. Auch Herr Spahn beteiligte sich Streits und Aussperrungen zu machen und belegt die Uebertretung an dieser Debatte. In keinem Lande ist die socialpolitische Gesezgebung im ver- mit Gefängnis bis zu einem Jahre. dieser Bestimmung mit einer Geldstrafe bis zu tausend Dollar oder Nach Erledigung der Rechnungsfachen sollte die Interflossenen Jahre besonders fruchtbar gewesen. Allüberall hai man pellation des Centrums zum Koalitionsrechte behandelt werden. sich mit dem Ausbau des Vorhandenen begnügt und mit den beschau nicht im wilden demokratischen Kalifornien, sondern im frommen daß er sie erst im Laufe der nächsten 14 Tage an einem noch Welches Glück für die Crimmitschauer Fabrikanten, daß Crimmit- Es tam jedoch nicht dazu, da der Reichskanzler erklären ließ, sonnen Fortschritten", deren Richtungslinie durch Arbeiterschutz- und monarchischen Sachsen liegt! Arbeiterversicherungs- Geseze früherer Zeit bestimmt ist. Es handelt näher zu bestimmenden Tage beantworten wolle. fich da in erster Linie um Erneuerung und Erweiterung des Frauen- 10. März 1903 für alle Staatsarbeiten, auch solche, die im Sub- unsrer Fraktion eingebrachten Interpellation betreffend die Nimmt man noch dazu, daß in Kalifornien durch Gesetz vom Der Reichstag ging deshalb über zur Beratung der von oder Kinderschutzes und um Vorschriften für den Betrieb gesundheits- missionswege vergeben werden, der Acht stundentag ein- Maßregeln gegen die Wurmkrankheit. gefährlicher Industrien. Als eine größere Attion spielt aus dem geführt worden ist, so erhält man eine nicht üble Jllustration zu begründete die Interpellation. Er wies auf das Ungenügende Genosse Sachse Vorjahre das französische Zehnstundentags- Gesetz hinüber, das am der fühnen Allgemeinbehauptung Bülows: 1. April 1904 in Kraft tritt. der bisherigen Maßregeln zur Bekämpfung der Seuche hin, Deutschland erreicht den Höhepunkt seiner Kraftanstrengung im Es giebt keine Republik, wo so viel für die arbeitenden schilderte ihre Ausdehnung, ihre Gefahr für das Volkswohl Klassen geschehen ist, als bei uns geschehen ist. Kinderschutzgeseze. Auch dieses bedeutet mir die weitere und forderte das Einschreiten des Reiches auf Grund Anerkennung und den dürftigen Ausbau eines schon durch die Gewerbe- allgemeinern und eine freie Staatsverfassung schon an und für fich Reichsmitteln. Freilich wäre es nicht minder falsch, wenn man umgekehrt ver- des Reichs- Seuchengesetzes und die Aufwendung von Ordnung festgelegten Princips, wonach der Ausbeutung kindlicher für einen sicheren Schuß gegen arbeiterfeindliche Geseze halten hervor, welche Summen für die Bekämpfung der Seuche schon Im einzelnen hob er noch besonders Arbeitskräfte gewisse gesetzliche Schranken gezogen werden. Das würde. So hat der Staat Victoria den Streit im Staatseisenbahn- aus der Knappschaftskasse, also in der Hauptsache aus den neue Gesetz dehnt das Schutzgebiet auch auf die Hausindustrie, Betriebe verboten, freilich nicht unter Androhung von Gefängnis- Groschen der Arbeiter, aufgewendet worden feien und zwar nicht aber auf die Landwirtschaft und die häuslichen Dienstleistungen strafen, wie die Niederlande, sondern gegen Strafe der Entlassung. aus. Ebensowenig ist die Grenze des Schuhalters von 18 Jahren zu Einzelzwecken, die auf keinen Fall Sache der KnappschaftsZahlreich sind die Gesetze und Verordnungen, die im Interesse tasse seien, z. B. die Errichtung von Seuchenbaracken und heraufgesetzt worden. Mit der gleichen Frage haben sich in demselben Jahre auch Deutschland dem Phosphor zu Leibe, in Belgien und Neuenburg direkt statutwidrige Ausgabe. Sogar direkt persönlich nimmt des beruflichen Arbeiterschutzes erlassen wurden. So ging man in fogar Unterstüßung wurmtranker invalider Tagearbeiter, eine andre Staaten beschäftigt. So wurde zum New Yorker Gesez vom dem Bleiweiß. 13. Mai 1897 unter dem 24. April 1903 eine Novelle erlassen, beschäftigte sich Mit den Arbeitsverhältnissen der Eisenbahnen man den Arbeitern Geld ab, indem sie gezwungen die Schweiz, mit denen der elektrischen werden, wonach die Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter bis zum 16. Jahre Stationen England, mit denen der Metallindustrie New York, sich beim Wechsel von einer Zeche zur andern von 60 Stunden wöchentlich auf 53 Stunden oder 9 Stunden täglich mit denen der Papier, Leder- und Textilindustrie Belgien. suchen zu lassen. auf ihre Kosten auf den Murm unterreduciert wird. Die gleiche Novelle schränkt die Befugnis, Kinder Auch die Einführung des Achtuhr- Ladenschlusses in Lübeck als ein Mittel, ihre Freizügigkeit zu beschränken. Noch zahlDas empfänden die Arbeiter geradezu im Alter von 12 bis 14 Jahren während der Schulferien zu be- verdient hier erwähnt zu werden. fchäftigen, derart ein, daß sie nur mehr den Dörfern und den kleinen auf diesem Gebiete ist aber wohl die endgültige Einführung des Arbeitern Kosten aufbürdet für eine Stalamität, die sie nicht Die wichtigste Neuerung zeiche Einzelbeispiele vermochte er anzuführen, wie man den Städten zusteht. Zur Ergänzung dieses Gesetzes am Achtstundentags in allen staatlichen Marinebetrieben des republika- verschuldet haben. 1. September 1903 ein Gesetz vom 8. April 1903 in Kraft, wonach nischen" Frankreichs, die begründet wird mit den günstigen Eres für Knaben im Alter von unter 10 und Mädchen im Alter unter fahrungen, die mit der probeweisen Durchführung des Achtstunden- der Seuche zu, der mit allen Mitteln entgegengetreten werden Graf Pofadowsky gab zunächst den ernsten Charakter 16 Jahren verboten ist, auf Straßen und öffentlichen Plätzen tags in der Kleinen Hafenteffelschmiede in Toulon und in der Direk- müsse, behauptete aber dann, daß das Reich nicht eintreten Zeitungen feilzubieten, und die Erlaubnis hierzu für Knaben zwischen tion der Hafenartillerie zu Lorient gemacht worden sind. 10 und 14 Jahren von einer besonderen Bewilligung abhängig fönne, weil ihm die Berghoheit nicht zustehe; da Auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung ist allerdings nur im ihm aber dieser Einwand wohl selber nicht plausibel macht, deren Bedingungen gefeßlich festgelegt sind. Bemerkenswert ist monarchischen" Deutschland durch die Krankenversicherungs- Novelle scheinen mochte, holte er noch auch eine neue Bestimmung( Gesetz vom 7. Mai 1903), wonach die ein gewisser Fortschritt erzielt worden. noch einen zweiten heran, der aber nicht besser tvar. Er meinte nämlich, Unternehmer verpflichtet werden, beim Einstellen jugendlicher Arbeiter Wie man sieht, ist die Socialpolitik des Jahres 1903 ein Gebiet, es seien zur der Bekämpfung von 14 bis 16 Jahren den Nachweis zu verlangen, daß das zu be- das nicht allzu viele Lichtpunkte und feine allzu stürmischen Fort- Reihe zusammenhängender Einzelmaßregeln nötig, daß Seuche eine solche schäftigende Kind den Schulbesuch absolviert hat oder leichte eng- schritte aufweist. das lische Prosa lesen und schreiben könne und die Grundregeln des gändern wird man da schwerlich einen generellen Unterschied machen der Meinung, daß das Reich größere Aufgaben leichter beZwischen monarchischen und republikanischen Reich sie nicht ausführen könne. Bisher waren wir immer Rechnens fennt". fönnen, nicht zu Gunsten der Republik, aber schon ganz gewiß nicht wältigen könne, wie die Einzelstaaten, jegt hören wir es umzu Gunsten der Monarchie. Hier wie dort ist aber das demokratische gekehrt. Die Behauptung Sachses, die Zechen wollten durch die Brincip, das die erstarkende flassenbewußte Arbeiterbewegung in sie Forderung der Bezahlung der ärztlichen Untersuchung die Freihineinträgt, die einzig mögliche Grundlage allen socialpolitischen zügigkeit der Arbeiter beschränken, erschien Herrn v. Pojadowsky Fortschritts. Für die Arbeiter" geschieht nichts in der Welt, was als eine außerordentlich schwere Beschuldigung, die selbst der nicht im legten Grunde durch fie geschieht! Leiter des Centralverbandes der Industriellen nicht temperament boller hätte zurückweisen können. Eine Vollziehungsverordnung zum italienischen Kinderschutz Gesetz im Vorjahre fordert, daß noch vor dem Inkrafttreten des Gefezes die Einstellung von Kindern unter 10 Jahren und die Verwendung von Kindern unter 15 Jahren zur Nachtarbeit unterbleiben möge. Auch England hat sich im letzten Jahre mit der Materie des Kinderschutzes beschäftigt. Ein Gesetz vom 14. August 1908 ergänzt den Kinderschutz der Fabrik- und Werkstättengesetzgebung, indem es die Möglichkeit des Verbotes der Kinderarbeit in einer Reihe bisher ungeschützter Beschäftigungsgebiete schafft und in gewissen Gebieten sie direkt verbietet. Die Nachtarbeit ist nun allen Kindern Politifche Ueberlicht. Reichstag. Berlin, den 12. Januar. Aus Herrn Möllers Darlegungen, der in langer, monotoner, auf der Tribine fast unverständlicher Rede eine große Menge Einzelheiten vortrug, sei nur eins erwähnt. Er meinte, eine ganze Grube zu desinfizieren, sei unmöglich, verboten, der Straßenhandel Kindern unter 11 Jahren. Das Heben, Der Reichstag erledigte am Dienstag, nachdem er das weil sie zu groß sei. Er sollte sich einmal bei der MilitärEragen und Fortbewegen von Lasten, das ein Kind schädigen tann, bisherige Präsidium nach altem Brauche bestätigt, erst eine verwaltung erkundigen, wie man es anfängt, ein ganzes feine Verwendung bei Verrichtungen, die seinem Leben, feiner Anzahl Rechnungsfachen. Zunächst führte das Centrum ein Manövergelände gärtnerisch herzurichten; mit den Mitteln und Gefundheit oder Erziehung schaden können, sind verboten. Sobald fleines Scherzspiel auf, indem die Herren Bachem und Kräften, die dazu nötig sind, wird man auch ganze Gruben die Lokalbehörde ein von einem approbierten Arzte ausgestelltes Dasbach bei Erledigung der Rechnungslegung über den desinfizieren können. Die auf Antrag Singers beschlossene Besprechung der Zeugnis über die Gefahr einer bestimmten Arbeit für ein Kind Etat von 1901 die vorgekommenen Etatsüberschreitungen feinem Arbeitgeber übersendet hat, hat es bei einem späteren Ver- rügten. Herr Dasbach drohte sogar mit zufünftiger Ver- Interpellation wird morgen erfolgen. weigerung der Genehmigung solcher Ueberschreitungen. Man muß sich dabei erinnern, daß das Centrum die Hauptschuld an der steigenden Belastung des deutschen Volkes mit unproduktiven Ausgaben trägt. fahren Beweistraft. Es läßt sich nicht leugnen, daß die englischen und amerikanischen Bestimmungen in mancher Beziehung Deutschland noch zum Vorbilde dienen fönnen. " Ein Regierungsbericht über Crimmitschau. Der Bericht, den Geheimrat Dr. Roscher über seine ergebnislofe Versöhnungsaktion in Crimmitschau der fächsischen Kammer zu Auf dem Gebiete des Koalitionsrechtes ist zunächst in Auf diese unfruchtbaren Monologe folgte bei der Beratung gestellt hat, ist in seinem wesentlichen Inhalt durch das gestrige den Niederlanden ein Rückschlag zu verzeichnen. Infolge jener auf der Denkschrift über die Ausführung der Anleihegefeße eine Telegrammm wiedergegeben worden. Der Bericht kennzeichnet die regenden Ereignisse vom Februar des letzten Jahres wurde eine Plänkelei über Börsengefeße und Börsensteuer, die von Herrn Geschehnisse in Crimmitschau ebenso sehr durch das, was er nicht Novelle zum Strafgesetzbuche erlassen, deren eine Bestimmung jeden Kämpf, der einzigen Säule des Freisinns in Berlin, nach fagt, als durch das, was er fagt. Wäre in Crimmitschau irgendwie Angestellten des öffentlichen Eisenbahnbetriebes, der mit der Ab- einer kleinen Geschäftsordnungs- Debatte eröffnet wurde. Der ein Unrecht der Arbeiterschaft erweisbar, die sächsische Steficht, Störung im Dienste oder im Verkehr zu veranlassen, es unter- fleine dicke Herr fuchtelte gewaltig mit seinem Blatt gierung und ihr Sendling würden es freudig feststellen und läßt oder auf rechtlich erteilte Aufforderung verweigert, eine Arbeit Papier in der Luft herum, als er sich das Recht zu der Welt übermitteln. Wer die sächsischen Zustände kennt, zu leisten, zu der er ausdrüdlich oder kraft seines Dienstverhältnisses feiner Jungfernrede in einer Geschäftsordnungs- Bemerkung wer den fächsischen Regierungskurs in Arbeiterfragen kennt, verpflichtet ist", mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit einer erkämpfte. Der Schriftführer hatte nämlich seine Wortmeldung wer der ungeheuerlichen Maßnahmen gedenkt, welche die Geldstrafe bis 600 Gulden bedroht, Anführern oder Anstiftern der nicht an den Präsidenten weitergegeben und so war er über- fächsischen Behörden in Crimmitschau zur Sicherung der öffentlichen Verschwörung" gar 4 Jahre Gefängnis in Aussicht stellt. Gine andre fehen worden. Die bereits geschlossene Debatte wurde deshalb Ordnung" getroffen haben, der wird auch die Thatsache richtig einBestimmung geht dahin, daß wer einen andern durch Behinderung, auf Antrag Richters nochmals eröffnet, nachdem Graf Ballestrem zuschätzen wissen, daß der Bericht des Dr. Roscher nicht in der MögBelästigung oder Anwendung von Mitteln, die geeignet find, Furcht bedauernd konstatiert hatte, daß dem Schriftführer etwas lichkeit ist, irgend ein Wort der Anklage gegen die Arbeiterschaft zu zu erregen, widerrechtlich nötigt, etwas zu thun, zu unterlassen oder Menschliches passiert" sei. Herr Stämpf fämpfte für die Börse, richten. zu dulden", mit drei Monaten, wenn das Verbrechen in einer Ver- die ihm das nationale Interesse verkörpert. Nachdem Weit entfernt natürlich, daß der Bericht das Recht der Arbeiter einigung von zwei oder mehreren Personen verübt wurde, mit sechs der Reichs- Schaßfekretär ihm geantwortet hatte, anerkennt. Das darf unmöglich von einer sächsischen Regierung geMonaten Gefängnis bestraft werden soll. trat Herr Arendt auf mit der Behauptung, daß fordert werden! Vielmehr findet sich in dem Bericht nur ein einziger Diesem furchtbaren Zuchthausgesetze, das eine völlige Erdrosse- Kämpfs Ansichten allenfalls in einer Versammlung Abschnitt, in dem der Verfasser den Ton nüchterner Berichterstattung Yung des Koalitionsrechtes beabsichtigt, steht ein andres Gesetz gegen von Handelskammern, niemals aber im deutschen verläßt und des Herzens warmes Empfinden beweist: er erzählt. über, das sich von dieser dunklen Unterlage desto heller abhebt. Reichstage auf Verständnis rechnen dürften, was Herr daß er fin Einzelgesprächen mit verschiedenen„ Arbeitswilligen" Das Scharfmachergefeß entstammt diesmal leider freilich monarchischem Semmler darauf mit der Bemerkung parierte, daß mancherlei Bedauerliches erfahren" habe, und er spricht vor den Boden und der engsten deutschen Nachbarschaft, während das neue das nur an dem Sachverständnis der Handelskammern liege. schlichten Arbeitern, die solche Festigkeit( gegenüber angeblichen Gesetz zum Schutze der Koalitiousfreiheit im wildesten demokratischen Handelskammersyndikus Do we von der Freisinnigen Ver- Nötigungsversuchen der Kämpfenden) bewähren, die ruhig und entWesten entstanden ist. In Kalifornien, von wo die bürgerlichen einigung verlangt vom Reichsschatzsekretär präcise Auskunft schieden ihren Weg gehen", seine hohe Achtung" aus. Mit den Blätter mitleiderregende Berichte zu bringen pflegen über die darüber, wann eine Novelle zum Börsengeset zu erwarten fei. Stämpfern von Crimmitschau scheint Dr. Roscher feine Einzelgespräche Schreckensherrschaft, die die Arbeiter dort entfalten, ist durch ein Er hatte das unter umständlichen Präliminarien, während geführt zu haben! Die Psychologie der Streifbrecher intereffierte Gesetz vom 12. Februar 1903 festgestellt worden, daß die Ausübung des deren Herr v. Stengel, dicht neben ihm sigend, gespannt an ihn mehr und er begeistert sich in hoher Achtung" für diese Leute. Koalitionsrechtes, fofern dabei Zwang, Gewalt oder Drohung nicht seinem Munde hing, um die angekündigte Frage ja nicht zu aber, wie gesagt, wer wäre vermessen genug, von dem Vertreter in Anwendung kommen, in keinerlei Weise strafbar ist und ins- überhören, vorgebracht. der fächsischen Regierung„ hohe Achtung" vor Männern und Frauen besondere nicht den Bestimmungen der Gesetze über Verschwörungen Ms es endlich heraus war, stand der Schatsekretär, von zu erwarten, die zur Erringung fultureller Verbesserungen heroisch unterliegt. Ein weiteres Kalifornisches Gesez vom 20. März 1903 feiner Spannung befreit, auf, steckte die Hände in die Hosen- ringen? Wenn Dr. Roscher nichte gegen die Kämpfenden zu sagen hermag, so ist dieses Verstmmne» jeder Anklagemöglichkeit die glänzendste Bestätigung des Recht» der Arbeiter. Das Entscheidende im Bericht de» Geheimrat» Dr.- Roscher ist die offizielle Erklärung, daß die Arbeiterschaft nach wie h»r bereit ist zu Eiuigungsverhandlungen, daß sie sogar, um die Einigung zu erleichtern, ihre Forderungen erheblich herabgemindert hat, daß dagegen die Unter- «rhmcrschaft in brutalster Ablehnung jeder Einigungsversuche verharrt. In der wichtigsten Streitfrage, der Verkürzung der Arbeitszeit, sind die Arbeiter von der Forderung des Zehnstundentages auf die eines Lehneinhalbstundentage» zurückgetreten, unter der Voraussetzung, daß nachAblauf einesJahreS über die Verkürzung aus zehnStunden zwischen beiden Teilen beraten und Beschluß gefaßt werden soll. Die Arbeiter- schaft kommt also dein Unternehmertum so weit entgegen, daß jede Ausflucht, ihre Forderungen seien unerfüllbar, unmöglich wird. Die Unternehmer aber lehnen jede Vermittelung ab/ Ja. diese Unter- nehmer behaupteten selbst, nach dem Bericht des Dr. Roscher:„Ter Zehnstundentag sei den erbitterten Kampf gar nicht lvert, zümal da die Arbeitszeit in Crimmitschau schon jetzt meistens nur IQ'/» und 10V4 Stunden betrage." Wäre diese Behauptung wahr, dann würde da» Verhalten der llnternehmer nicht nur auf kapita- listischen Größenwahn, sondern auf bemitleidenswerten• Irrsinn deuten, da ohne Kampfobjelt die Entstehung des Kampfes und die Verweigerung von Verhandlungen völlig u n- erklärlich bleiben. Natürlich ist diese Unternehmerbehauptung aber nicht wahr, sie widerspricht nicht nur den Thatsachen, sondern der Gesamtheit der sonstigen Darlegungen der llnternehmer- Vertreter, durch die gegenüber Dr. Roscher der Beweis geführt werden sollte, daß bei Erfüllung der Arbeiterforderungen die Crimmitschauer Industrie zu Grunde gehen müßte! Die Industrie soll zu Grunde gehen dnrch Erhebung von Forderungen, die eigent- lich fast erfüllt seien und um deretwillen cS sich gar nicht lohne zu kämpfen— der lauge Kampf scheint die Hirnfunktionen des Unter- «chmertumS von Crimmitschau nicht wenig geschädigt zu haben. So in sich widerspruchsvoll ist alles, was Dr. Roscher von den Ausführungen der Uiiteniehiuerverfceter mitteilt. Was die Unternehmer über die Schwierigkeiten ihrer Industrie sagen, ist Wiederholung früherer Uebertreibungeu, die wir wiederholt richtiggestellt haben. Wären solche Bchaupiungeit irgendwie zu- treffend, so bliebe wiederum durchaus unbegreiflich, warum die Unternehmer nicht schon im Anbeginn des Kampfes in Berhand- lungen mit den Arbeitern eingetreten sind und ihnen den genauen Nachweis der Unerfüllbarkeit ihrer Forderungen erbracht haben. Sie sind in diese Verhandlungen nicht eingetreten, weil jener Nachweis ernsthast nicht geführt werden kann; und weil er nicht geführt werden kann, daher d i e A u s f l u ch t zur dreisten Täuschung, daß die Socialdemokratie eine Machtprobe unternommen habe und daß ihr nicht nachgegeben werden dürfe. Diese Entstellung der Wahrheit haben die Untcrnehmervertreter auch gegenüber Dr. Roscher versucht. Der Regierungsvertreter sagt kein Wort, ob er ihnen Glanben schenkt, denn er dürfte wissen, daß durch viele Wochen seit Beginn des Kampfes die Socialdemokratie nicht iin geringsten mit den Geschehnissen in Crimmitschau be- saßt war. Die Unternehmer hoffen die Oeffenilichkeit über ihre Schuld zu täuschen durch Wahrheitswidrigkeitelt über Ursachen und Verlauf des Kampfes. Doch die Täuschungsversuche werden sich gegen sie selbst lehren, indem die Socialdemokratie, die mau durch Ablehnung jeder Wer- befferung der Arbeiterlage zu treffen gedenkt, in jedem Fall aus dem Verlauf diese» Kampfes Stärkung gewinnt. Jeder Tag dunkel- hafter Verweigerung der Arbeiterforderungen und der Einigung»- Verhandlungen bedeutet Gewinn um Gewinn für die Socialdemo- kratie. Die Arbeiterschaft im ganzen Reiche erkennt, daß allein durch die Eroberung politischen Einflüsse» ihre gerechtesten Wünsche gefördert und erfüllt werden können.— Ostasien. Der Pekinger ,,Time»"-Korrespondent sandte ein Telegramm, da? in London alle vom Kontinent kommenden friedlich lautenden Meldungen in den Hintergrund drängt, da e» die erste zu- gegebener maßen amtliche Darlegung der Stellung Japans zu der j ü n g st e n russischen Note ist. Das »Times"-Telegramm lautet: Der chinesische Gesandte in Tokio telegraphiert unter dem 11. an den Präsidenten des Auswärtigen Amtes, Prinzen Lsching, daß er auf Ersuchen des japanischen Auswärtigen Amtes folgendes mitteile:„Die zioeite russische Antwort auf die japanischen Vorschläge ist in Tokio eingetroffen, lautet aber ungünstig und kann deshalb von Japan nicht angcnomtnen werden; falls Rußland nicht zurückweicht, würde Japan gezwungen sein, unverzüglich seine Zuflucht zu den Waffen zu nehmen. Mit Hinsicht auf eine solche Eventualität dringt Japan in China und erwartet von ihm, daß es st reng st e Neutralität bewahren, überall im Reiche die Ordnung aufrechterhalten, die im Innern wohnenden Fremden schützen und besondere Sorge tragen werde, die Provinzen Schantung und Dünnan zu sichern, damit nicht fremde Mächte etwaige Unordnung als Vorwand benutzen und aggressive Bewegungen in diese Provinze» machen. Vicomte H a h a s ch i, der japanische Gesandte in London, ve- stätigt. daß von Tokio eine Depesche an die chinesische Regierung gesandt worden ist, in ivelcher China für den Fall des Kriegs- ausbruchS strikte Neutralität anempfohlen wurde, er glaubt aber. daß die Wendung betreffend die schleunige Ergreistmg der Waffen au» einer telegraphischen Verwechselung chinesischer Schriftzeichen entstanden sei. Der Gesandte fügt seiner Er- klärung hinzu, es sei entschieden nicht der Fall, daß der Krieg beschlossene Sache sei; Japan sei viel- mehr noch immer bemüht. Frieden zu halten. Aussische Mobilisation. Aus Petersburg meldet der„New Jork Herald'(Pariser Ausgabe): Das ganze zehnte russische ArmcecorpS in Charkow unter dem Befehl des General» SlutschewSky mit Artillerie- bestand hat seine kriegsmäßige Ausrüstung erhalten und wird so schnell wie tnöglich nach der Mandschurei befördert. Das Corps ist 37 000 Mann stark. Die Kosten der Reise werden pro Mann auf ISO Rubel angegeben. Für den Transport ist eine Summe von fünf Millionen Rubel bereitgestellt worden. Balfour über die ostasiatischr Krise. Premiermini st er Balfour hielt in Manchester am Montag eine Rede, in der er ausführte, er wolle sich nicht äußern über die AuSsichteit des Frieden» oder Krieges im fernen Osten. Niemand könne die Möglichkeit eine? Krieges zwischen zwei großen civilisterten Mächten ohne ein Gefühl der Gedrücktheit und der Niedergeschlagenheit, das jeder Friedensfreund empfinden müsse, betrachten. Er hoffe, es werde nicht nötig sein, zu versichern, daß England in vollem Maße gegenüber allen seinen Verbündeten alle seine Verpflichtungen erfüllen w e r d c. die sich auS den Ver- trägen ergeben. Er würde der Sache des Friedens, setzte Balfour hinzu, keinen großen Dienst erweisen, wenn er die russisch-japanischcn Streitigkeiten öffentlich erörtere. Ratifikation des chhiesisch-japanischen Handelsvertrag?. Peking, 12. Januar.(Meldung des„Rcnterschen Bureaus".) Wie jetzt bekannt wird, sind die Ratifikationen des Handelsvertrags zwischen Japan und China gestern ausgetauscht worden, da der japanische Gesandte das Ersuchen Chinas, die Erledigung um einen Tag Hinauszuschieben, abgelehnt hat. Die Ratifikationen des amerikanischen Vertrags sollen in Washington ausgetauscht werden. Der amerikanische Gesandte ersuchte die chinesische Regierung, sie möge den ungewöhnlichen Weg einschlagen, den Wortlaut des Ver- trageS telegraphisch anstatt brieflich nach Washington zu übermitteln, und den chinesischen Gesandten ermächtigen, auf Grund der tele- graphischen Ausfertigung den Bertrag zu ratifizieren. Japan hat also jetzt daS chinesische Versprechen, Japans Handel auch die Mandschurei zu öffnen. Ob aber Ltußland so liebenswürdig sein wird, die chinesische Zusage seinerseits zu erfüllen?— * Oeuticken Reich. Ein neuer Geheimbund. Dem„Offenbacher Abendblatt" hat ein günstiger Wind ver- schiedene Rundschreiben, die allgemeinere Beachtung verdienen, auf den Redaktionstisch geweht. Der Breslauer Professor Julius Wolf lädt in streng vertraulichen Cirkularen namens eines 42 Mann starken„Jnitiativ-Komitees des Mittel- europäischen WirtschaftSvcreins in Deutschland" Ilnternehmerorganisationen zur Teilnahme an einer Versammlung ein, in der am 21. Januar d. I. in Berlin der oben genannte Verein konstituiert werden soll. Die Ziele sind natürlich hoch „patriotischer" Natur und deshalb ist eS auch„patriotische Pflicht" der Unternehmer, mitzumachen. Die Ziele des Vereins werden in dem allgemeinen, mit der Aufschrift:„Mit der Bitte um streng vertrauliche Behandlung!" versehenen Aufruf kurz so angegeben: ..... Eine Verbesserung der Wsatzgelegenheiten, aber auch der Produktionsbedingungen, eine Verstärkung der handelspolitischen Position jedes der mitteleuropäischen Staaten soll von dem Bereine ausgehen. Diese» Programm gewinnt die volle Aktualität in einem Augenblicke, loa Großbritannien iin Begriffe ist, nach Halbhundert- jähriger Freihandelspause wieder Zölle aufzurichten, bezüglich deren Höhe und Art alles in Frage steht, und der Zeitpunkt immer näher rückt, wo auch Amerika für den Absatz eine» wachsenden Teile» seiner Produkte, ob cS will oder nicht, auf auswärtige Märkte angewiesen sein wird. Der Verein ist. indem er daS hervorhebt, weit entfernt davon, Zollkonflikten das Wort zu reden. Er will, bei allerdings nachdrücklichster Verfolgung seiner Ziele, allem aus dem Wege gehen, was politische Verstimmung schaffen kann. Aber er hält dafür, daß es unverantwortlich wäre, sich ohne Not der Vorteile zu be- geben, die ein wirischastspolitisches Einvernehmen einer Anzahl Staaten schaffen kann, und daß es patriotische Pflicht ist, alles aufzubieten, um jenen Staaten gegenüber, die über einen viel größeren Jnnenmarkt oder über reichlichere und vielseitigere Natur- schätze oder andre Vorteile verfügen, dem eignen Lande die Eben- bürtigkeit zu gewinnen oder zu bewahren... In cinein zweiten Cirkular wird dann gesagt: „Der zu gründende Berein bezweckt unter unbedingter Ablehnung aller wie immer gearteten politischen Ziele die öffentliche Auftnerksamkeit und die der Regierungen auf solche wirtschaftliche Gegenstände zu lenken, hinsichtlich deren die mitteleuropäischen Staaten nicht einander wider- streitende, sondern übereinstimmendeJnteressen haben. Eine Antastung de» wirtschaftlichen Selbstbesiimmungsrechtes der einzelnen Staaten bleibt dabei genau so vollständig außer Betracht, wie das politische Gebiet. Auch will der Verein, wo Interessen- gegensätze bestehen, die Geltendmachung und Vertretung dieser in keiner Weise stören. Jede Propaganda für die Idee einer mittel- europäischen oder europäischen Zollunion liegt danach außerhalb seines Programms. Aber seine Begründer sind von der Heber- zeugung durchdrungen, daß die mitteleuropäischen Staaten ihr Gedeihen in höherem Maße sicherstellen, können als dies jetzt ge- schieht, loenn sie 1. in weiterem Ilmfang als bisher gewisse Gegenstände des Wirtschaftswesens und des Wirtschastsrechtes gleichmäßig regeln. wenn 2. die Staaten Einrichtungen, welche sie besitzen, wechselseitig auch den andren dienstbar machen, was aus den verschiedenen Gebieten möglich ist(vgl. z. B. Grenzwachdienst, Kontrolle der Eilt und Ausfuhr, Clearings von einem Staate in den andern), wenn sie 3., 4., 3., 6., 7., für die Schlichtung internationaler Streitigkeiten auf dem Gebiete des Wirtschafts-, insbesondere des Zollwesens ständige Schiedsgerichte einsetzen. Es ist zweifellos, daß bei systematischer Arbeit auf allen diesen Gebieten jeder der Staaten gewinnender sein mutz, zweifellos, daß Gelegenheiten und Aufforderungen zu solcher Arbeit in sehr großer Zahl vorhanden sind, und'weiter auch klar, daß jene Arbeit gethan werden kann, ohne das wirtschaftspolitische, geschweige denn politische SelbstbestiminungLrecht der Staaten im geringsten zu gefährden." Und in besonderen„Erläuterungen zum Aufrufe für einen Mitteleuropäischen WirtschastSverein" wird ausgeführt: 1. Der Mitteleuropäische WirtschastSverein erstrebt keine Zollunion der mitteleuropäischen Staaten. Er hält den Plan einer solchen aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht für durchführbar. 4. Die Meistbegünstigung als solche will der Mitteleuropäische Wirtschaftsverein nicht in Frage stellen, aber ernsthaft prüfen, ob ihre Gewährung nicht an die Forderung zu knüpfen sei, daß gewisse Zoll- maxima auch vom Ausland nicht überschritten werden oder, wenn das der Fall, daß dann auf andrem Gebiete Gegenleistungen gewährt werden(Reciproeitätsverträge), ein Grundsatz, der Aus- ficht aus Annahme dann nur hat, wenn eine Anzahl Staaten ihn genteinsam proklamieren. 10. Den Staaten selbst will er durch Vereinfachung des Grenz- Wachdienstes Kosten von Bedeutung sparen in der Erwägung, daß auch der Grenzwachdienst deS einen Staates bis zu gewissem Grade fiir den andren arbeiten kann. 11. Der Verein will die Errichtung von amtlichen Zoll- AuSkmtstsstellen und vor allem von Zoll-Schiedsgerichten erwirken. 13. Er will die vielerlei andern Aufgaben wahrnehmen, die sich einem Vereine mit dem bezeichneten Programm aus der stets wachsenden intemationalen Verflechtung der Wirtschaften er- geben. 14. Er will sich dabei keiner einzelnen Partei oder Partei- firnppe verschreiben, vielmehr alle auf dem Boden positiver Arbeit tehenden politischen Parteien zur Mitarbeit heranziehen. 13. Er vertritt auch wirtschaftZpolitisch keinerlei Tendenz. Jedenfalls ist es auffällig, daß die zweifellosesten Patrioten ihre patriotischen Thaten jetzt stets so geheimnisvoll einleiten. Man iveiß nicht, was die Herrschaften eigentlich zu thun beabsichtigen. wenigstens sind die Cirkuläre zweideutig wie irgend möglich. ES scheint fast, als sei das„Initiativkomitee— eine sehr ge- mischte Gesellschaft— aus Verzweiflung über den Zolltarif zusammen geschweißt worden. Für das deutsche Initiativkomitee haben 42, für des östreichische 32 und für das ungarische 17 Herren unterzeichnet, Für die Bonität des Geheintbundes bürgen diese Namen, die wir unter den 42 deutschen Patrioten herausgreifen: Prinz v. Arenberg, Ballin, Baffermann, Dr. Hammacher, v. K a r d o r f f, Prof. Lexis, Graf zu Limburg-Stirum, Dr. M e h n e r t. Dr. Paaschs, Dr. S ch ä f f l e(f), Schlumberger, Freiherr v. Schorlemer(Mitgl. d. preuß. Herrenhauses), Vopelins(Centralverb. d. Jndustr.), Prof. Jul. Wolf.— Schnellbahne». Die Schranken_ de» kapitalistischen Systems offenbaren sich vielleicht am krassesten in seinem Unvermögen, technische Fortschritte gesellschaftlich auszunutzen. Also gerade aus dem Gebiete, wo die kapitalistische Menschheitsepoche die größten Er- folge erzielt hat, zeigt sich der innere Widersinn dieser Ordnung, die technische Wunder erfindet, die doch nicht für die Gesellschaft praktisch durchführbar sind. Eines der bedeutsamsten technischen Ereignisse der letzten Zeit sind die Schnellfahrtversuche auf der Berlin-Zossener Militärbahn. Sie haben erwiesen, daß eS technisch möglich ist, Geschwindigkeiten von 200 und mehr Kilometer in der Stunde zu erreichen. Die Versuche sind gelungen, dennoch ist— so wird offiziös geschrieben— keine Aussicht vorhanden, das Ergebnis praktisch zu verwerten, weil die Ausführung zu— teuer ist. Mit andern Worten: weil die technische Entwicklung gehemmt wird, durch ein ihr fremdes, wider« natürliches Element, dnrch die kapitalistische Zwangsordnung. Der elektrische Schnellbetrieb würde, erklären die„Berliner Politischen Nachrichten", selbst auf der dafür am günstigsten liegenden Linie Berlin— Hamburg, namentlich deshalb, weil eine völlig neue Bahn gebaut werden müßte, sich so kostspielig stellen, daß seine Einrichtung sich wirtschaftlich nicht rechtfertigen ließe. Aber die Anwälte der kapitalistischen Ordnung wissen sich zu trösten. Eine A b s ch l a g s z a h t u n g aus die ganze technische Möglichkeit läßt das kapilastische System noch zu. Mit mehr als 200 Kilometer könnten die Menschen sich schon heute im Raum bewegen, die Rücksicht auf die„Rentabilität" verbietet das zwar, aber sie ge« stattet immer noch eine Beschleunigung bis zu 130 Kilometer. Gegen» wärtig finden auf der Linie Kassel— Hannover Versuche mit neuen gewaltigen Schnellzugslokomotiven und damit fest verbundenen sechsachsigen Wagen statt, welche eine durchschnittliche Schnelligkeit von 130 Kilometer auf die Stunde gewährleisten. Bei solcher Schnelligkeit kann man die Strecke zwischen Berlin und Hamburg in etwa zwei Stunden zurücklegen. Fallen, wie anzunehmen, die Versuche auf der erwähnten Strecke günstig aus, so erscheint es selbst nicht ausgeschlossen, daß schon im nächsten Sommer mit der Ein- richtung solcher besonders schnellen Züge auf einzelnen dazu geeignete» Strecken vorgegangen wird, und zwar umsomehr, als nach den an- gestellten Ermittelungen die vorhandenen Geleisanlagen, soweit sie mit schweren Schienen ausgestattet sind, für einen solchen schnellen Betrieb völlig ausreichen. Ein klassisches Beispiel, wie der technische Fortschritt künstlich durch die kapitalistische Zwangsjacke gefesselt wird. Es ist dieselbe Sinnlosigkeit, die sich in der Erscheinung der„Ueberproduktion" an- kündigt, das„Zu viel" an Gütern in einer Gesellschaft, deren große Masse kaum die nackte Notdurst befriedigen kann.— Für die Schcrlsche Sparlotterie ist nach Mitteilungen der„Frank- furter Zeitung" der Vorstand des„Deutscheu Sparkassen-Verbandes" gewonnen. Ein aus seinen Vkitgliedern gebildetes Komitee hat schon mehrfach Sitzmigcn abgehalten, um die Einführung der Scherlschen Erfindung zu organisieren. Die„Frantf. Ztg." hebt hervor, daß der Vorstand des Verbandes setneu Mitgliedern, den Sparkassen, bisher keinerlei Mitteilung von den geheimen Plänen gemacht habe. UebrigenS verlautet, daß der litterarische Agent der Scherischen Gründung ein bekannter socialpolitischer Projektenmacher ist, der offenbar in diesem Humbug eine praktische Ueberwindung des Marxismus entdeckt hat, den er bisher bloß theoretisch, nach seinen Versicherungen, vernichtet hat.— Freifinnige KanchseSweise. Aus Halle, 11. Januar, wird unS ge« schrieben: Wie alljährlich, so hatte sich daS Hallesche Stadtverordneten- Kollegium auch heute in der zweiten Sitzung in diesem Jahre mit der Wahl der Kommissionen zu befassen. E» sind etwa rund 70 Kommissionen zu besetzen: darunter befindet sich auch die ominöse Weinprüstingskommissiou, der die„schwierige Aufgabe" zufällt, die Weine, die im Ratskeller zum Ausschank gelangen sollen, einer „gewissenhaften Prüfung" zu unterziehen. Unsre Parteigenossen hatten nun angeregt, die socialdemokratischen Mitglieder bei einigen wichtigen Kommisfionen— Finanz-, Baukommission usw.— zu berücksichtigen. Die Vorberatungs-Äommission lehnte das billige Ver» laugen aber ab, und glaubte unsre Genossen mit Plätzen in der „Schuttabladungs-Kommission" usw. abspeisen zu können. Durch die Gegenvorschläge unsrer Genossen mußten nun eine ganze Reihe Stimmzettelwablen veranstaltet werden und die heutige vierstündige Sitzung kam infolgedessen über die Wahl der 28. Kommission nicht hinaus. Das freisinnige Kollegium rumorte über diese„Obstruktton" und beantragte deshalb zur nächsten Sitzung, die Abänderung der Geschäftsordnung.—_ Ein eigenartiges Urteil. Ein Berliner Blatt bringt folgenden KriegsgerichtS-Bericht: „Der Kürassier auf Minnefahrten. Ein Urteil deS Kriegsgerichts in Halle gegen den Kürassier Otto Rückler au» Halberstadt wird allen VaterlandSverteidigern, die gewohnt sind, bei ihren Schätzen ohne Wissen der Herrschaft zu speisen, gelinden Schrecken einjagen. Rückler hatte eine Braut, die bei dem Major b. Horn als Köchin diente. Otto besuchte seine Minna bisweilen dann, wenn es bei Majors etwas Gutes zu essen gab. Einmal war Otto auch in der Burschenstubc auf Besuch, wo er sich nützlich machte, indem er beim Tellerabtrocknen— es war gerade Gesellschaftsabcnd gewesen— mithalf und dafür Essen und Trinken bekam. Aber seine Besuche in der Küche gefielen Majors nicht, und leider war der wackere Kürassier utworsichtig genug, sich bei einem dieser Besuche von dem zwölfjährigen Sohne der Herrschaft überraschen zu lassen. Zwar versuchte er sich eiligst hinter den Rücken Minnas zu verstecken, jedoch das wäre höchstens einem schmächtigen Husaren, nie aber einem großen, breitschulterigen Kürassier ge- lungen. So wurde denn Otto entdeckt; der Herr Major erstattete Anzeige, es laut zu einer großen Verhandlung vor dem Kriegs« gericht und der unternehmende Kürassier muß seine Minnefahrt i» Majors Küche mit 13 Tagen Gefängnis büßen(wegen Haus» friede nsbruchs). Wir finden das Urteil ebenso unbegreiflich, wie den humoristische» Ton, in dem das liberale Blatt den seltsamen Fall behandelt. Zunächst geht aus dem Bericht nicht hervor, ob überhaupt der Thatbestand des Hausfriedensbruchs vorlag, d.h. ob dem betroffenen Kürassier von dem Major verboten worden war, sein Haus zu betreten. Aber selbst wenn er gegen daS Verbot gehandelt und damit Hausfriedensbruch begangen hätte, so erscheint die Strafe—> 13 Tage Gefängnis— ganz unverhältnismäßig hoch. Nach einer andren Meldung soll Rückler seine Braut überhaupt nur zweimal besucht haben. Und wenn er sich dabei etwas Eßbares hat zustecken lassen. so wird dadurch der Herr Major nicht verarmt sein, außerdem hat dieser Gesichtspunkt ja mitdemHausfriedenbruch selbst gar nichts zu thun. Da zudem die Köchin alsbald entlassen worden ist, so hätte auch der Major das stnchtbare Verbrechen wohl als hinreichend gesühnt be« trachten können. Oder aber— Rückler hätte ja ivegen Mißachtung deS Befehls eines Vorgesetzten disciplinarisch bestraft werden können. Die Konstruktion des„Hausstiedensbmchs" aber und seine unglaublich schwere Ahndung durch 13 Tage Gefängnis ist geeignet, daS größte Aufsehen zu erregen!—_ Eine überaus harte Strafe verhängte am Freitag das Kriegs- gericht zu Lieg nitz gegen den Grenadier Andreas Mloszinski von der 7. Compagme des dorttgen Königs-Grenadier-Regiments wegen Widersetzung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: Der Angeklagte war am 22. November 1903, eines Sonntags, mit noch andren Kameraden in einer Obst- Weinstube in der Sophienstraße gewesen, wo mau dem Zhder star! zugesprochen hatte, so daß die Soldaten angetrunken waren. Abend-5 gegen 8 Uhr begab sich der An- geklagte mit seinen Kameraden in angeheitertem Zustande nach der B e d ü r f n i S a n st a l t ani FriedrichSplatz, woselbst er das Klosett benutzen wollte. Da aber die Wärterm dafür 5 Pf. verlangte, die er nicht zahlen wollte, machte er einen Mordsskandal, infolgedessen die Wärterin sofort nach der Polizeiwache lief und dem dort an- wesenden Polizeisergeanten Mitteilung machte. Der Beamte ging zunächst aus die Hauptwache und forderte den Wacht- habenden auf. eine Patrouille nach dem Thatorte'zu entsenden. Ms diese hinkam, nahm sie den Ruhestörer fest, med da dieser nicht gutwillig mitgehen wollte, faßte ihn der P o l i z e i b e a m t e am Kragen. Jetzt drehte sich der Angeklagte heruin, faßte den Polizeibeamten an der Brust und wollte mit der andern Hand sein Seitengewehr ziehen, was aber von der Patrouille verhindert wurde. Mit Gewalt wurde der Angeklagte nach der Hauptwache abgeführt, doch versuchte er unter- wegs nochmals, sich zu befreien, wobei er auch wieder thätlich an der Patrouille sich vergriff. Der Angeklagte, der behauptete, sinnlos betrunken gewesen zu sein, wurde zn sieben Monaten Gefängnis verurteilt.— Der Aufstand in Deutsch-Südwestafrika ist nicht nur noch immer nicht unterdrückt, sondern es scheinen be- achtsame Anzeichen dafür vorzuliegen, daß er sogar einen weiteren gefahrdrohenden Umfang annehmen kann. Auch die H e r e r o im Centrum des Schutzgebietes, im Damaraland, haben eine bedrohliche Haltung angenommen. Und diese Meldung stammt nicht aus englischer Quelle, sondern wird von dem offiziösen„Wolffschen Bureau" in folgender Form verbreitet: Nach einer t e l e gr ap h is ch en Meldung des Gouverne- m e n t s in Windhuk wird die Erhebung der Hercro- bevölkerung für möglich gehalten, ohne daß es bisher zu offenen Feindseligkeiten gekommen wäre. Gemeldet sind Ansamm- lungen bewaffneter Herero- Abteilungen von mehreren hundert Gewehren bei Okahandia und O t j o s a b u. Zur Verfügung stehen an weißen Streitkräften im Norden etwa 400 Mann, die mobil gemacht sind, mit einem Gebirgs- geschütz und drei Maschinengewehren. Die Besatzung von Okahandia ist auf 00 Mann und die von Windhuk auf 100 Mann gebracht worden.— Königsberg i. Pr., 12. Januar. Die Strafkammer des Land- aerichts verurteilte den Schneidemüller Karl Eisenberger aus Königs- berg zu einem Monat Gefängnis, weil er bei der R e i ch s t a g s- Stichwahl auf Grund zweier ihm irrtümlich zugesandter Wahl- einladungskartcn in zwei Bezirken, einmal als Arbeiter, das andre Mal als Schneidemüller gewählt hatte.— Hifdland. Das englische Wirtschaftsjahr 1903. London, 9. Januar. Die Veröffentlichungen über Industrie Nud Handel im verflossenen Jahre zeigen den merkwürdigen Gegensatz zwischen Außenhandel und innerer Wirtschast. Jener war blühend, diese im Niedergange begriffen. Der Außenhandel der letzten drei Jahre stellte sich folgendermaßen: Jahr Einfuhr 1903.. 542 903 825 Pfd. Sterl. 1902.. 528391274.. 1901.. 521990193.. vtwtuhr Gesamtausfuhr 2�- englischer Waren wtl. ftemderund�kolonialer 1903.. 290 890 281 Pfd. Sterl. 360 447 313 1902.. 283 423 96«.,„ 349 238 779 1901.. 280022 376„„ 347 864268 Gesamtaußenhandel �*(Ein- und Ausfuhr) 1903.. 903 353 641 Pfd. Sterl. 1902.. 877 630 063 1901.. 869 854 466„ Lei der Ausstellung der englischen Handelsbilanz muß in Er- wägung gezogen werden, daß die Einfuhr in sich günstige Elemente für England schließt, wie Dividenden, Zinsen aus englischen Anlagen im Auslande, ebenso Versicherung und Frachten, die zum großen Teil englischen Instituten und Reedern zufallen. Die Ausfuhr ist frei an Bord. also ohne Versicherung und Frachten, die den Wert der Ausfuhr um etwa 20 Prozent erhöhen und ebenfalls Eng- land zu gute kommen. Der Außenhandel des Jahres 1903 zeigt eine scheinbar ungünstige Handelsbilanz— einen Ueberschuß der Einfuhr über die Ausfuhr— von rund 182 Millionen Pfund Sterling, wovon an 100 Millionen auf Dividenden und Zinsen, 82 Millionen auf Frachten und Versicherungen entfallen, so daß in Wirklichkeit Einfuhr und Ausfuhr sich decken. Hervor- zuheben ist noch, daß England im Berichtsjahr Nahrungsmittel und Getränke für rund 223 Millionen Pfund Sterling(4,6 Milliarden Marl) eingeführt hat l Dagegen war das innere Wirtschaftsleben im Niedergang be- griffen. Dies zeigte sich in der ununterbrochenen Zunahme der Arbeitslosigkeit, die sin Durchschnitt höher war als in den letzten zehn Jahren; ferner in der Abnahme der Staats- einnahmen in allen Etatspostcu. mit Ausnahme der Post- Verwaltung; besonders empfindlich war die Abnahme der Lcrbrauchssteueni, die offenbar eine Abnahme des Konsums be- deutet. In einem detaillierten Bericht der„Times" vom 7. Januar über das Geschäftsleben des Jahres 1903 wird erklärt:„Es scheint, daß die meisten Produzenten sich das ganze Jahr hindurch mit geringen Profiten begnügen und oft sich bequemen muhten, mit Verlust zi» arbeiten", besonders in der scharfen Konkurrenz mit Amerika. Deutschland und Belgien.„Im ganzen genommen kann kaum ein Zweifel darüber obwalten, daß die wirtschaftlichen Er- gebnisse des Berichtsjahres nur sehr wenige Interessenten zufrieden- stellen konnten."--- Frankreich. Polizei gegen Gewerkschaften. PariS, 11. Januar.(Eig. Ber.) Die zeitweilige Verhaftung oezw. die noch immer schwebende gerichtliche Untersuchung gegen die vier Mitglieder der Verwaltung der Pariser Arbeitsbörse stellt sich nun heraus als die Folge eines Polizeikomplotts. Die polizeilich- gerichtliche Altion beruhte, wie seiner Zeit gemeldet, auf den Aus- sagen einiger verhafteten Bursefcn, die erklärt haben sollen, zu den wahrend des Gencralstreikvers uchs begangenen Ausschreitungen von jenen vier Gewerkschaftlern„aufgereizt" worden zu sein. Bei der Konfroutation der„Aufgereizten" mit den„Aufrcizcrn" vor dem Untersuchungsrichter protestierten nun die ersteren gegen dieihnenindenpolizcilichenProtokollen unterschobenen Aussagen. Sie waren übrigens nicht in, stände, die einzelnen Gewerkschaftler richtig zu erkennen. Ferner hatte der Polizeikommiffar während des Verhörs cm cineai der Burschen stillschweigend, aber beredt, eine kleine Geldbcstechung versucht, indem er vor sich in der Richtung des Verhörten ein Z w c i f r a n k st ü ck h e r s ch o b. Zwei andren Schwurzeugen wurde von Polizeispitzeln in der Nähe der Arbeitsbörse ein- geblasen, daß der Gewerkschaftler Laporte in einer Versammlung-- rede aufgefordert hätte.„Bomben in die großen Restaurants zu werfen"!... Besagte Zeugen hatten aber zuerst behauptet, diese Aufforderung selber direkt aus Laportes Munde gehört zu haben. Mst einem Wort, die Polizei des Herrn Lepine, des Präfekten des Herrn Eombes, hat zu ihren blutigen Unthaten vom 29. Oktober (Ueberfall auf die Arbeitsbörse) eine verbrecherische Zettelung gegen die Gewerkschaften hinzugefügt. Inzwischen wird bekannt, daß die „Enquete" des Chefs der Kriminalpolizei über den 29. Oktober mit der Reinwaschung seines Kollegen Lepine enden soll, was zu bc- weisen war—_ Eine Programmrcde des Ministerpräsidenten. Auf dem Bankett des republikanischen Komitees für Handel und Industrie hielt der Ministerpräsident Eombes eine Rede, in welcher er zimächst feststellte, daß die Wiederannäherung zwischen den Handeltreibenden und den I n d u st r i e l l e n einer- s e i t s und der politischen Welt andrerseits glückliche Er- gebnisse gezeitigt habe. Redner kam dann auf die Angriffe und die Schmähungen zu sprechen, welche gegen die Regierung gerichtet würden. Trotz aller Angriffe einer Opposition, welche einen Wust zersplitterter Parteien bilde, die angebliche Gefahren für die Besitzer französischcr Rente witterten, sodaß französischen Werten zum Vorteil ausländischer Papiere geschadet werde, sei der Kredit Frankreichs n i e m a l s st ä r k e r g e w e s e it. Der Ministerpräsident erwähnte die Angriffe der Opposition auf die Staatskassen und die Sparkasten, legte dar, daß sie hinfällig tvären. und führte das Ansehen und die Festigkeit des französischen Kredits auf das republikanische System zurück, welches die Ruhe im Innern und den Frieden nach außen hin geschaffen habe. Frankreichs Friedensliebe habe sich durch den Ab- schluß zweier Schiedsgericht-verträge und den mehreren Herrschern bereiteten sympathischen Empfang bekundet. Alle Gedanken und alle Träume Frankreichs seien trotz der Nationalisten auf den Frieden gerichtet. Nur die Nationalisten wollten ihn nicht, weil sie den Bestand der Republik erschüttern wollten. Der wahre Feind d e r N e p u b l i k sei aber größer. Das sei nicht der Nationalismus und auch nicht die alten monarchischen Parteien, sondern die klerikale Reaktion, die sie alle sich unterordne. Sie sei allerdings gescheitert dank der Mehrheit im Parlament. Redner legte dann das Programm für die Arbeiten der nächsten Session dar, wobei er des näheren auf die Einführung der zweijährigen militärischen Dienstzeit, die Aufhebung des Unter- richtS durch die Kongregationen und die anzustrebende Trennung von Kirche und Staat einging. Um aber alle diese schweren Aufgaben zu verwirklichen, sei das Zusammenhalten der vier Gruppen der Linken durchaus ebenso not- wendig wie der Zusammenschluß der Handel- treibenden und Industriellen gegenüber der klerikalen, monarchischen und nationalistischen Koalition und als eine wesentliche Bedingung für die Durchführung der demokratischen Reformen und des republikanischen Fortschrittes.— Paris, 12. Januar. Die Trputiertenkammer wählte mit 257 Stimmen Brisson zum Präsidenten. 219 Stimmen fielen auf Bertrand.— Rußland. Arbeiter-Unruhen. Dem„Berk. Tagebl." wird aus Petersburg gemeldet: Vierzig Werst von Jekaterinoslaw brachen auf den Werken der mechanischen Werkstätten Kamcnskoje große Arbeiter- unruhen infolge von Lohnherabsetzungen aus. Durch Prokla- mationen aufgestachelt, stellten zehntausend Arbeiter die Arbeit ein, demolierten die fertigen Waggons und die Werkstätten und legten Feuer an die Fabrik, von der ein Teil niederbrannte. Aus Jekaterinoslaw gingen zwei Bataillone Infanterie ab. Doch waren bei ihrem Eintreffen die Unruhen bereits beigelegt und die Arbeit teilweise wieder aufgenommen. Das Unternehmen hat große Verluste erlitten. Kamenskoje zeichnete sich bisher dadurch aus, daß es von Ärbeiterunruhcn gänzlich unberührt gewesen war. Selbst das„Berliner Tageblatt" bemerkt zu dieser offenbar tendenziösen Darstellung:„Sollten es wirklich allein Proklamattonen gewesen sein, die die Arbeiter zu diesem Auftuhr veranlaßten?"— Türkei. Saloniki, 12. Januar.(Meldung der„Ageneia Stefani".) Hier sind Meldungen eingelaufen, daß bei Djumaibala an der bulgarischen Grenze Zusammenstöße stattgefunden haben zwischen Banden von Aufständischen und türkischen Truppen. Auch geht das Gerücht, daß in Komanva ein Pulver- depot von Aufständischen durch Dynamit in dir Luft gesprengt wurde. Truppen seien bereits zur Verstärkung abgegangen, andre würden aus Asien erwartet.— Afrika. Einen ernsten Zusammenstoß mit Truppen deS Mullah hatte General E g e r t o n. Derselbe griff mit 2200 englischen und 1000 eingeborenen Truppen heute 5 0 0 0 D e r lo i s ch e bei Dschidballi an. welche anscheinend die Hauptmacht des Mullah bildeten. Der Feind ging zum Angriff bor, ergriff aber die Fluckt, als er in der Flanke und in der Front beschossen wurde. Die englische Kavallerie verfolgte den Feind 10 Meilen weit. Die Lcr- Inste des letzteren werden auf 1000 Mann geschätzt. Zahlreiche Gefangene und 400 Gewehre fielen den englischen Truppen in die Hände. Die englischen Verluste betragen 41 Mann, darunter 2 Offiziere tot, 9 Offiziere verwundet und einer vermißt. Die englischen Verluste sind also nicht gering, da zu den 41 Toten noch mehrere Hundert Verwundete kommen werden.— parlamentarilekes. Die WahlprüsiiugS-Kommission hielt am Dienstag ihre erste Sitzung ab und setzte den Arbeitsplan fest. Die Kommission beschloß, wöchentlich drei Sitzungen abzuhalten und zwar Dienstags, Mitt- wachs und Donnerstags, vormittags 10 Uhr. ES wurde die Frage aufgeworfen, ob eS nicht geraten sei, behufS größerer Beschleunigung der' Wahlprüfungen die Niedersetzung einer zweiten WahlprüfnngS- kommission ins Auge zu fasten, respektive in Anregung zu bringen. Darauf wurde erwidert. daß mit der Nieder- setzung einer zweiten Kommission die Einheitlichkeit in den Grundsätzen für die Wahlprüfung verloren gehen könne, übrigen- scheine die Frage verfrüht, es müsse sich doch erst während der Arbeit der Kommission zeigen, ob die Arbeit rasch genug vorwärts schreite oder ob die Arbeitslast für die Kommission zu groß sei. Erst wenn hierin Erfahrungen gemacht seien, könne die Frage venttliert und im Plenum, das darüber zu befinden habe. eine entsprechende Anregung gegeben werden. Ferner wurde an- geregt, der Vorsitzende möge, wenn die Kommission Wahlen geprüft und an das Plenum zur Beratung überwiesen habe, bemüht sein, daß dann die Wahlprüfungen recht bald auf die Tagesordnung der Plenarsitzungen gesetzt würden; daS sei in der letzten Legislatur- Periode nicht immer geschehen. Von andrer Seite wurde dazu be- merkt, daß die Beschlußunfähigkeit des Hauses der Grund der Vcr- schleppung der Wahlprüsungen im Plenum gewesen sei. Die erste Wahl, die in der Kommission zur Prüfung gestellt werden wird, ist die deS Grasen Ballesttem, zu der ein Protest vorliegt. Es liegen im ganzen der Kommission 81 Wahlproteste vor. Polizei und Pfaffentum. Der Preßprozeß gegen den„Vorwärts", der am Freitag vor der m. Strafkammer des Landgerichts I verhandelt wurde, ist von hoher Bedeutung für die Beurteilung polizeilicher und geistlicher Uebergriffe, wie sie in Oberschlesien bei dem letzten Reichstags- Wahlkampf in die Erscheinung getreten sind. In holder Eintracht haben polizeiliche Organe und katholische Geistliche alles aufgeboten. um der ehemals reichsfeindlichen, heute regierenden CenttumSpartei die Herrschast zu sichern. Von den Kanzeln herab wurde in geradezu schamloser Weise gegen Nationalpolen und Socialdemokraten gewütet, Lehrer hetzten unmündige Kinder zu Gewaltthätigkeiten auf, vor den Kirchen konnten Agitatoren de§ Eenttums ungehindert während deS Gottesdienstes Flugblätter verteilen, obgleich eine Verordnung des Regierungspräsidenten dies ausdrücklich verbietet. Die Polizei schritt gegen diesen Mißbrauch der Kirche nicht ein, während sie auf der andren Seite die Agitation der Nationalpolen und Socialdemokraten auf jede nur denkbare Weise erschwerte. Es ging so weit, daß kein Saalbesitzer aus Furcht vor polizeilichen Chikanen den Gegnern de- Eenttums seinen Saal zu Versammlungen herzugeben toagte, so daß während der ganzen Wahlzeit in Oberschlesien nicht eine einzige polnische oder social- demokratische Versammlung stattfinden konnte. Diese beiden Parteien standen thatsächlich unter einem Ausnahmegesetz. Ja, noch inehrl Man schreckte nicht einmal davor zurück, die auf Grund des Vereinsgcsetzes einzureichenden Mitglieder- Verzeichnisse der Bergarbeiter-Organisationen zu politischen Zwecken zu mißbrauchen. Die Namen der organisierten Arbeiter wurden deren Vorgesetzten genannt, und die Folge davon waren Maßregelungen aller Art. Behörden, die so vorgehen, scheinen lein Gefühl dafür 7zu besitzen, wie sehr sie durch ein derartiges Verhalten gegen Recht und Gesetz der- stoßen. Charakteristisch ist in dieser Beziehung die eidliche Aussage des Auitsvorstchcrs von Laurahütte, des Herrn Schröter, der es vor Gericht als ganz selbstverständlich hinstellte, daß er„privatim" Auskunft über die Zugehörigkeit eines Ardeiters zur Organisation geben dürft. Der Herr lveiß also nicht, daß seine„privaten" Auskünfte auf Mitteilungen zurückzuführen sind, die ihm in amtlicher Eigenschaft zu teil geworden. Bei der Wichtigkeit des Prozesses geben wir die eidlichen Aus« sagen der Hauptzeugen, der Führer der großpolnischen Bewegung, ausführlich, auf Grund stenographischer Aufttahme, wieder: Der Zeuge Dr. Karras, ein bekannter Agitator der nattonalpolnischen Partei, bestätigte unter seinem Eide, daß ihm Fälle bekannt seien, in denen Gastwirte auf Veranlassung der Polizei ihre Säle den Polen und Socialdemokraten verweigert haben. In Tarnowitz z. B. hatte ein Wirt seinen Saal zur Verfügung gestellt, hinterher aber sein Versprechen sofort auf Wunsch der Polizei zurück- gezogen. In Kattowitz hat ein Wirt sich eine Ueberlegungsfrist aus- gebeten und am andren Tage geantwortet, er könne seinen Saal nicht hergeben, die Polizei würde ihm sonst Schwierigkeiten machen und ihm die Konzession nehmen. In ganz Obcrschlesicn hätten in- folge des Verhaltens derPolizei seit drm18.Januar 1903 keine polnischen oder socialdrmokratischcn Versammlungen stattfinden können, während das Centtum in dieser Zeit zahlreiche Versammlungen abgehalten habe. lieber die Agitation der Eentrums-Geistlichen bekundete Dr. Karras eidlich, daß das Centtum unter Duldung der Polizei vor den Kirchen agitiert habe und daß von den Kanzeln herab die Katholiken auf- gefordert seien, die CenttumSversammlungen zu besuchen. Der Zeuge selbst sei dabei gewesen, als am Sonntag nach Erlaß des Koppschen Hirtenbriefes der Pfarrer Karl Schmidt in Kattowitz, wenn auch nicht in klaren Worten, fo doch so, daß jeder, der zwischen den Zeilen lesen konnte, es verstehen mußte, gegen die Socialdemokraten und Polen sprach und die Leute auf- forderte, sie sollten nur„richsig" wählen. Ein andrer Geist- licher habe über die Pflichten der Katholiken gesprochen und erklärt, daß die Katholiken auch politisch austreten müssen, damit die Centrumspartei die alte Macht behalte. Auf den Kirchhöfen seien Flugblätter des Centrums ohne weiteres verteilt worden. Den Polen jedoch wurden sowohl von der Polizei, als auch von den Kirchendienern allerhand Schwierigkeiten gemacht. Es wurden nicht nur Wahlflugblätter, sondern auch Wahlzettel von Gemeindevorstehern konfisziert, ihre Freigabe erfolgte erst auf Einspruch. Der Verleger des„Gornoslacek", Herr Kowalczyk aus Kattowitz, bekundete- gleichfalls, daß die Polizei den Gastwirten, die Polen ihre Säle zur Verfügung stellen wollten, mit Entziehung der Konzession drohte und auf diese Weise das Vereinsrecht illusorisch machte. In Kattowitz sei sogar eine Versammlung, die in den Reichs» hallen stattfinden sollte, von der Polizei verboten worden unter der Begründung, daß ansteckende Krankheiten am Orte herrschen. Erst auf Beschwerde an den Regierungspräsidenten sei die Abhaltung der Versammlung gestattet worden. In Taniowitz hatte man einen Gastwirt bewogeit, seinen Saal herzugeben, im letzten Augenblick aber ttat er von seinem Ver» sprechen zurück. In einem andren Orte konnte der Zeuge die Be» scheiniguug von der erfolgten Anmeldung einer Versammlung erst erhalten, nachdem er mit Beschwerde beim Minister gedroht hatte. Am nächsten Morgen sei dann der Amtsvorsteher zu dem Gastwirt gefahren mtd habe diesen bewogen, seinen Saal zu verweigern. Der Amtsvorsteher soll sogar persönlich das Abstandsgeld ge» zahlt haben. Das Ceutrum habe stets Versammlungen abhalten können. DaS Centrum habe auch entgegen den bestehenden Vorschrifen des Sonntag? während des Gottes- diensles auf den Plätzen vor den Kirchen Flugblätter ver� teilen können, während die polnischen Flugblattverteiler unter Anllage gestellt und bestraft wurden. In den Kirchen selbst hätten die Geistlichen lebhafte Agitation betrieben. In Rybnik habe der Pfarrer nach der Predigt die Leute direkt aufgefordert, für den Kandidaten de? Eenttums zu stimmen. Das Volk sei darüber empört gewesen und habe als Antwort darauf den polnischen Kan» didaten hochleben lassen. Auch der Beichtstuhl sei zu Agitativns- zwecken ausgenutzt worden, rS sei Leuten die Absolution verweigert, weil sie einen Polen gewählt hatten. DaS Volk sei über die Haltung der Geistlichen noch jetzt empört. Der Zeuge hat auch gehört, daß Mitglieder der Bergarbeiter-Organisation von der Polizei den Behörden angegeben sind und daß infolge dessen Maß- regclungen stattgefunden habe». Aus eigner Anschauung kennt er solche Fälle nicht. Vielfach sei auch darüber geklagt, daß Lehrer dir Schulkinder aufgefordert hätten, auf ihre polnischen Mitschüler Steine zu werfen. Vom Hörensagen ist dem Zeugen auch bekannt, daß Geistliche gelegentlich sogar geradezu zu Gewaltthättgleiten gegen die Nattonalpolen aufgefordert hätten. In Nicolai habe der Kaplan einen Mann, der polnische Flugblätter verteilte, geohrfeigt. Auch der Gegenkandidat des Grafen Ballesttem, der Verleger Siemianowski, sagt auS, daß in verschiedenen Fällen Gastwirte aus Angst vor der Konzessionsentziehuitg den Polen ihre Säle ver- weigert haben. Im ganzen seien ihm stinf Fälle bekannt, in welchen ein Druck aus die Saalbesitzer ausgeübt sei, ihre Säle nicht zur Verfügung zu stellen. Der Gastwirt Schimmer in Beuthen habe seinen Saal hergegeben, aber dann sei sofort der Polizeikommiffar gekommen und habe erklärt, daß ihm zur Straft dafür das Kaiscreffcn der städtischen Behörden entzogen werden würde. Die Erregung in der Bevölkerung sei eine ganz kolossale gewesen. Von der Kanzel herab sei besonders mit dem Hirtenbrief gegen die Polen agitiert worden; die politische Ausnutzung dieses Brieses von der Kanzel herab durch verschiedene Geistliche sei eine ungeheure ge- Wesen. In dem Wahlprotest gegen die Gültigkeit der Wahl des Grafen Ballestrem sei reichliches Material zum Beweis dafür vor- handen. Auch der Beichtstuhl sei zu politischen Zwcken benutzt, und ferner werde darüber geklagt, daß Kinder von den Lehrern zu Ge» waltthätigkeiten gegen die Polen aufgereizt seien. Diese Zeugenaussagen sind geradezu vernichtend für die Polizei und die Geistlichen in Oberschlesien. Mußte doch selber der Gerichts» " " Soziales. Die Kaufmannsgerichte und die Konkurrenzklausel. Der Gesezentivurf leidet nicht nur an den äußerlichen VerBeschäftigt Euch deshalb neuerlich in gründlicher Weise mit der Frage der Heimarbeit und den Mitteln und Wegen zur Eindämmung des vielgestaltigen entsetzlichen Elends, das ihr Begleiter ist. In manchen Orten haben die Genossinnen bereits seit längerer stande sind. Elends der Ausgebeutetsten unter den Ausgebeuteten muß die Frucht Genossinnen, thut Euere Pflicht! Die Milderung des furchtbaren auch Euerer Arbeit, Eneres Stampfes sein! Verfammlungen. Hof anerkennen, daß in dem Verhalten der Geistlichen, welche in den Kirchen politische Agitation getrieben haben, sowie in der Beschränkung polnischer und focialdemokratischer Versammlungen ein nicht ganz forreftes" Vorgehen zu erblicken sei. Den Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen und den so furchtbar bestraften schlechterungen gegenüber dem Gewerbegerichtsgesetze, er bedeutet Zeit den Bedingungen der Heimarbeit ihre besondere Aufmerksamkeit Wahlkrawallen wird kein unparteiisch Denkender in Abrede stellen gegenüber dem, was dieses Gesez den gewerblichen Arbeitern bietet, zugewendet und durch Erhebungen wertvolles Material darüber können. Es läßt sich nich leugnen, daß moralisch Polizei und Geist- für die Handlungsgehilfen auch eine erhebliche Minderleistung, zu sorgen, daß dieses Material dem Kongreß dadurch nutzbar gezusammengetragen. Die weiblichen Vertrauenspersonen haben dafür lichkeit für die Erzesse die Verantwortung tragen. Wenn auch der indem er die Vorschrift über die Konkurrenzklausel aus dem zu sorgen, daß dieses Material dem Kongreß dadurch nutzbar gemacht wird, daß die Genofsinnen es zur Sichtung und Verarbeitung Redakteur des Vorwärts", der in Erfüllung seiner Pflicht das Gewerbegerichts- Gesetz übernimmt. Verhalten der Obrigkeit öffentlich kritisierte und hierbei einen AusDer Bundesrats- Entwurf bestimmt in dem Schlußsatz seines den Vorständen der in Betracht kommenden Gewerkschaftsverbände überweisen. drud gebrauchte, über dessen Bedeutung die Ansichten auseinander welche" der Handlungsgehilfe oder Handlungslehrling für die Zeit die Genoffinnen Stellung zu dem einberufenen Kongreß nehmen § 5: Streitigkeiten über Ansprüche aus einer Vereinbarung, durch Die Vertrauenspersonen haben des weiteren zu veranlassen, daß gehen, mit schwerer Freiheitsstrafe belegt wurde, so ändert das doch nach Beendigung des Dienst- oder Lehrverhältnisses in seiner gewerbund, wo es nötig und möglich ist, eigne Delegierten zu demſelben nichts an der Thatsache, daß in Wahrheit nicht der Vorwärts"-lichen Thätigkeit beschränkt wird, gehören nicht zur Zuständigkeit entsenden, die sich fachkundig an den Beratungen zu beteiligen im Redakteur, sondern oberschlesische Polizeibeamte und katholische der Kaufmannsgerichte". Geistliche als Angeklagte vor Gericht standen und von dem Urteil Inhaltlich deckt sich diese Anordnung, die alle Streitigkeiten des Volkes für schuldig erklärt sind, schuldig durch die geschilderten, aus der sogenannten Konkurrenzklausel der Rechtsprechung der eidlich erwiesenen Maßnahmen- wenn auch nicht der Absicht, so Staufmannsgerichte entzieht, einer Vorschrift des§ 3 des Gewerbedoch der Wirkung nach die Erregung verschiedener Bevölkerungsgerichts- Gesetzes. schichten bis aufs höchste gesteigert und zu Gewaltthaten gereizt zu haben. feine Schwierigkeiten in der Verfolgung ihrer Rechtsansprüche entFür die gewerblichen Arbeiter sind aus diesem Zustande bisher Diese oberschlesischen Bilder eines strupellosen Centrums- standen, weil nur für einen verschwindend fleinen Teil von gewerb Terrorismus geben zugleich eine erwünschte Ergänzung zu jenem lichen Arbeitern die Stonkurrenzflaufel in Frage kommt. Es handelt Der Verband der Möbelpolierer hielt am Montag feine erste türzlich in Saarbrücken verhandelten Prozeß, wo ein Centrums- sich hier immer nur um einzelne, sehr wenige Arbeiter, die als diesjährige Generalversammlung ab, die sehr stark besucht war. Aus Redakteur vor Gericht stand, weil er den Bergbehörden Wahl- Werkmeister, Vorarbeiter 2c. thätig sind in Betrieben, bei denen dem Jahresbericht, den der Vorsitzende Schulz erstattete, geht hervor, terrorismus gegen die Klerikalen zu Gunsten der Nationalliberalen wichtige Betriebsgeheimnisse zu wahren sind. In dem Arbeits- daß die Organisation im vergangenen Jahre befriedigende Fortschritte borgeworfen hatte. Vor Gericht zwang der Eid auch einen Geist einer herrschenden Erscheinung geworden, von der nicht einzelne weist eine Einnahme auf von 10 259,85 M., dazu kommt ein Bestand vertrage der Handlungsgehilfen aber ist diese Konkurrenzklausel zu gemacht hat. Der vorliegende Sassenbericht für das 4. Quartal 1903 lichen des Saarrebiers zuzugeben, daß er den Beichtſtuhl zu Wahl- Angestellte, sondern häufig das gesamte Personal großer Unter- bon 16 356,30 M. Demgegenüber steht eine Ausgabe von 3467,95 pressionen mißbraucht habe. In Oberschlesien aber begnügt sich das nehmer betroffen werden. Schon bei der Beratung des neuen Mark, darunter für Arbeitslosenunterstügung 655,25 M., StreifCentrum damit nicht. Dort ist es regierende Partei und erlaubt sich Handelsgesetzbuches hat die socialdemokratische Fraktion ent- unterstüßung 512,50 M., Krantenunterſtüßung 611 M., für die Ausalles, was ihm seine Macht möglich macht. Sein Vorgehen ist in sprechend den Wünschen der Handlungsgehilfen nichts un- gesperrten in Crimmitschau 400 M. Der Kassenbestand am Schluß; Oberschlesien noch weit brutaler als das der Nationalliberalen im versucht gelassen, die Konkurrenzklausel zu beseitigen. des Jahres beträgt 23 148,20 m. Gine lebhafte Diskussion Saarrevier. Das Centrum hat nach den eidlichen Feststellungen in gelang aber nur sehr geringfügige Milderungen herbeizuführen, füpfte sich an einen Antrag, welcher die Anstellung eines befoldeten dem Vorwärts"-Prozeß nicht den mindesten Anlaß mehr, sich über Dant des Verhaltens der bürgerlichen Parteien, die eine Konkurrenz- Beamten fordert. Der kürzlich abgehaltene Delegiertentag hat die Unterdrückung, Wahlbeeinflussung, Terrorismus zu beklagen. flausel als eine sittliche Notwendigkeit im Arbeitsvertrag bezeichneten. Erledigung dieser Angelegenheit der Generalversammlung überEs lautet jezt§ 74 des Handelsgesetzbuches: wiesen. Für die Anstellung eines besoldeten Beamten wurde geltend „ Eine Vereinbarung zwischen dem Prinzipal und dem Hand- gemacht, daß sich die notwendigen Verbandsarbeiten in chrenamt lungsgehilfen, durch welche dieser für die Zeit nach der Beendigung licher Thätigkeit nicht mit der wünschenswerten Bünktlichkeit und des Dienstverhältnisses in seiner getverblichen Thätigkeit beschränkt Schnelligkeit erledigen ließen, und der Verband deshalb im eignen wird, ist für den Handlungsgehilfen nur in so weit verbindlich, als Interesse einen Beamten anstellen müsse. Andrerseits wurde bedie Beschränkung nach Zeit, Ort und Gegenstand nicht die Grenzen über- dauert, daß dieser Antrag auf dem Delegiertentage nicht vor dem schreitet, durch welche eine unbillige Erschwerung des Fortkommens des Antrage auf Anschluß an den Holzarbeiter- Verband erschienen sei; Handlungsgehilfen ausgeschlossen wird. Die Beschränkung kann nicht auf die Abstimmung über den letzteren bekanntlich abgelehnten einen Zeitraum von mehr als drei Jahren von der Beendigung des Dienst- Antrag würde dann wohl anders ausgefallen sein. Für eine Organiverhältnisses an erstreckt werden. Die Vereinbarung ist nichtig, fation von 1400 Mitgliedern sei die Besoldung eines Beamten doch wenn der Handlungsgehilfe zur Zeit des Abſchluſſes minderjährig zu koſtſpielig. Nach längerer Debatte wurde der Antrag von der ift."$ 75. Giebt der Prinzipal durch vertragswidriges Verhalten Tagesordnung abgesetzt; er soll zunächst in den Filialversammlungen dem Handlungsgehilfen Grund, das Dienstverhältnis gemäß den beraten und dann in einer außerordentlichen Generalversammlung Vorschriften der§§ 70, 71 aufzulösen, so fann er aus einer Ber- erledigt werden. Hinsichtlich der Arbeitslosenunterstüßung wurde einbarung der im§ 74 bezeichneten Art Ansprüche nicht geltend beschlossen, daß dieselbe innerhalb eines Kalender= machen. Das Gleiche gilt, wenn der Prinzipal das Dienst- jahres für acht Wochen bezogen werden kann. verhältnis fündigt, es sei denn, daß für die Kündigung ein erheblicher Anlaß vorliegt, den er nicht verschuldet hat, oder daß während der Dauer der Beschränkung dem Handlungsgehilfen das zuletzt von ihm bezogene Gehalt fortbezahlt wird. Hat der Handlungsgehilfe für den Fall, daß er die in der Vereinbarung übernommene Verpflichtung nicht crfüllt, eine Strafe versprochen, so kann der Prinzipal nur die verwirkte Strafe verlangen; der Anspruch auf Erfüllung oder auf Ersatz eines weiteren Schadens ist ausgeschlossen. Die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über Die Herabsetzung einer unverhältnismäßig hohen Vertragsstrafe bleiben unberührt. Vereinbarungen, welche diesen Vorschriften zu widerlaufen, sind nichtig." " Partei- Nachrichten. Arbeitersekretariate. Nachstehend veröffentlichen wir die Adressen der zur Zeit in Deutschland errichteten Arbeiterfekretariate. Die Veröffentlichung foll periodisch erfolgen, jedesmal bei Beginn eines neuen Quartals. Wir ersuchen die Interessenten, uns in der Vervollständigung des Verzeichnisses zu unterstützen und Techzeitig Stenbutis geben zu wollen einer Adreſſenänderung uns Arbeitersekretariate bestehen in: Altenburg( S.-A.), Unterm Schlosse 1. Altona, Große Bergstr. 204 I. Berlin SO., Engel- Ufer 15. Bochum, Johaimiterstr. 22. Bremen, Dsterthorstr. 26 I. Breslau, Meffergasse 18/19 I. Bromberg, Jakobstr. 17. Caffel, Wildemannsgasse 20 II, Darmstadt, Elisabethstr. 31. Dortmund, 1. Kampftr. 73 I. Effen, Rottstr. 16. Frankfurt a. M., Am Schwimmbad 8/10. Gera, Hospitalstr. 21 I. Gelsenkirchen, Vereinsstr. 29. Gotha, Erfurterstraße( altes Gerichtsgebäude). Halle a. S., Geiststr. 21. Hamburg, Gänsemarkt 35 II. Hanan, Mühlenstr. 2. Hannover, Artillerieſtr. 13. Harburg a. Elbe, Erste Bergstr. 72. Iserlohn, Karrenstr. 2. Jena, Saalbahnstr. 3. Kattowik, Rathausstr. 6. Kiel, Gasstr. 24 parterre. Köln a. Rh., Perlengraben 20 I. Kronach, Kirchenplatz 74. " Landeshut i. Schl., Gasthof zur Sonne", I. Leipzig, Härtelstr. 12, part. Lübed, Johannisstr. 46, part. Mannheim, S. 3, 10. Mühlheim a. Main, Wiesenstr. 3, München, Baaderstr. 1 I. Nen- Ruppin, Karlstr. 13. Nürnberg, Egydienplatz 22. Bosen, Breitenstr. 21. Remscheid, Kölnerstr. 18. Striegau, Ziganstraße. Stuttgart, Eglingerstr. 17/19. Tuttlingen, Schaffhäuserstr. 24. Waldenburg- Altwasser. Wolgast, Maarbrückerstr. 17, I. Würzburg, Brüdnerstr. 6, I. Berlin, den 11. Jamuar 1904. Der Parteivorstand. Streuzbergstr. 30. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Sonntägliche Flugblattverbreitung. E3 Diese Vorschriften gestatten die weitgehendste und verschiedenste Auslegung. Die Auslegung dieser Vereinbarungen soll mit dem§ 133 des Bürgerlichen Gesetzbuchs in Einklang stehen, b. H. es soll der wirkliche Parteiwille erforscht und nicht nach dem buchstäblichen Sinne des Ausdruckes entschieden werden. An sich flingt das alles sehr schön und gut, es fommt nur eben darauf an, tver die zur Beurteilung und Entscheidung Berufenen sind. Die Pragis hat mun gezeigt, daß auf Grund des Konkurrenztlaufel- Paragraphen Urteile gefällt werden, die mit dem praktischen Leben und den Bedürfnissen der Angestellten in schreiendem Gegensaße stehen. -Die Zahlstelle Weißensee des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes hielt am 5. Januar ihre Generalversammlung ab. Stusche hielt einen Vortrag über: Rückblick in das Jahr 1903 und was haben wir von 1904 zu erwarten". Er schloß mit dem Appell an die Versammelten, die Agitation immer mehr zu entfalten, da den Arbeitern große Kämpfe bevorstehen und ihrer Organisation auch ein organifiertes, fapitalkräftiges Unternehmertum gegenübersteht. Eine Dis fussion fand nicht statt. Im weiteren Verlauf der Tagesordnung gab Schröder den Jahresbericht. Danach haben stattgefunden 15 Lohndifferenzen, die teils ohne Ausstand geregelt wurden. Nur zwei Werkstätten sind es, wo die Sperre bestehen bleibt und deren Ende noch nicht abzusehen ist. Es sind dies die Betriebe von Hahn u. it. Metkow sowie von Straus. Die letzte Betvegung im vorigen Jahre war die der Billardqueuemacher. Die Organisation ist hier wenig vertreten. Trotzdem fah sich die Verwaltung gemüßigt, den Kollegen den Zweck der Organisation flar zu machen, was zur Folge hatte, daß Lohnforderungen gestellt wurden bis zu 20 Proz. Die Firma Heine bewilligte sofort, während es bei Weiß zur Arbeitsniederlegung kam. Nach einer Woche, und nachdem verhandelt worden war, wurde auch hier bewilligt. Der Erfolg war: Anerkennung des Lohntarifs, und sämtliche Kollegen organisierten sich. Am 1. Mai waren waren 46 Kollegen ausgesperrt. Es haben Die Konkurrenzklausel ist für die Handelsangestellten zu einem 12 Mitgliederversammlugen, 4 Vororts- Zusammenkünfte, 26 VorAusnahmegesez geworden. Vielfach führen die Unternehmer standssigungen und 4 gemischte Berwaltungssigungen statts Arbeitslos diese Klausel ein, um ihren Konkurrenten das Engagement von Personal gefunden. waren 132 Kollegen 1673 Tage. zu erschweren, in den meisten Fällen aber in der bewußten Absicht, Die Mitgliederzahl ist von 258 im ersten Quartal auf nahe den Angestellten durch Einengung der Arbeitsgelegenheit noch ge- 400 im letzten Quartal gestiegen. Beschlossen wurde dani, fügiger zu machen, als es Handlungsgehilfen gegenüber der Unter den 1. Bevollmächtigten mit 20 M. vierteljährlich und den 2. Bes nehmertvillfür ohnedies schon sind, und zu dem ausgesprochenen vollmächtigten mit 5 M. pro Vierteljahr zu entschädigen. Das Re3wed, Gehaltsforderungen der Angestellten abzuwenden. Angestellten, sultat der Wahlen war folgendes: May Schröder, 1. Bevoll die ein monatliches Einkommen bon 75-100. beziehen, wird diese mächtigter; Franz Schlemminger, 2. Bevollmächtigter; Albert Konkurrenzflaufel auferlegt, deren Nichtinnehaltung mit Kirchner, Staffierer; Nichard Daefchner, Schriftführer. Als Konventionalstrafen, deren Höhe in keinem Verhältnis zu den Revisoren fungieren Mallissa, Paul Schulz und Ernst Ramtte. geringen Gehältern stehen, belegt. Sodann wurde beschlossen, das Verbandslokal nach Die Angestellten geraten durch diese Inebelnden und nechtenden dem" Prälaten", König- Chauffee, Ecke Lehderstraße, zu verlegen. Beftimmungen geradezu in ein Hörigkeitsverhältnis. Zu welcher Auffassung die ordentlichen Gerichte über die Geltung der Konturrenz Letzte Nachrichten und Depeschen. Bor der Entscheidung. Ausstandsbeendigung. flausel kommen, dafür diene nur ein bekannter Fall. Die Konkurrenz flausel soll wirkungslos bleiben, wenn der Prinzipal fündigt. Doch dieser Sag hat Ausnahmen: Die Klausel behält Wirksamkeit, falls der Prinzipal für die Kündigung einen erheblichen, von aus Tolio besagt: Heute nachmittag hatte der Kaffer mit allen London, 12. Januar. Ein Telegramm des„ Reuterschen Bureaus" ihm selbst nicht verschuldeten Grund hat. Dieser erhebliche, nicht selbst verschuldete Grund braucht nun nicht etwa ein Mitgliedern des Kabinetts, fünf alten Staatsmännern, zwei AdmiDer Parteigenoffe Kreis aus der Gegend von Hanau war in Vergehen des Angestellten zu sein, das Anlaß zu seiner Entlassung ralen und dem General Kodama eine lange Besprechung. Es heißt, in dieser Beratung sei die gestern entworfene Antiv ort ztveiter Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er an bietet. Wenn ein Prinzipal z. B. infolge seiner geschäftlichen Lage einem Aprilsonntage bei der Verbreitung von Wahlflugblättern solche sich zur Verringerung seines Personals genötigt sieht, so bleibt der Japans an Rußland gebilligt worden. Diese Antwort wird auch auf öffentlicher Straße an daherkommende Personen abgegeben Angestellte, welcher gekündigt wurde, unter der Knute der Stonkurrenz- als der letzte Schritt in den Verhandlungen betrachtet. Das Interesse des Volkes an dem Ausgang ist bis zur Siedehige gehatte. Die Regierungsverordnung vom 31. Dezember 1896, auf flausel. Grund deren die Verurteilung erfolgte, bestimmt:" Auf öffentlichen Das Unternehmertum steht nun nicht an in immer größerem stiegen. Straßen und Plägen ist an Sonn- und Feiertagen das Aus- Umfang von dieser Befugnis Gebrauch zu machen. Diese Zustände tragen und Berteilen bon Flugschriften berboten." Der gebieten mit Notwendigkeit, daß Streitigkeiten aus derartigen Verurteilte legte Revision ein und bestritt u. a. die Gültigkeit Gefeßen vor einem aus beiden beteiligten Barteien zusammengesetzten der Bremer Jutespinnerei und Weberei in Hemelingen ist heute Bremen, 12. Januar.( W. T. B.) Der Ausstand der Arbeiter dieser Bestimmung. Das Kammergericht verwarf die Revision Gerichte entschieden werden. Sie schreien geradezu nach sachSie schreien geradezu nach fach und erklärte die Verordnung für rechtsgültig, da sie in zu verständigen Richtern, die Zwved und Wirkung solcher Bestimmungen mittag, nach Beilegung der Differenzen mit der Fabrikleitung, beendet worden. lässigerweise dem Schuße der äußern Heilighaltung der Sonn- und fraft ihrer Thätigkeit beurteilen können. Feiertage diene. Solche Verordnungen müßten auch während der Wenn nun in der Begründung des Bundesrats- Entivurfs Diätenantrag vor der badischen Kammer. Zeit von der amtlichen Bekanntgabe des Wahltermins bis zur Wahl behauptet wird, daß in Anbetracht der wichtigen Interessen, die für Karlsruhe, 12. Januar.( W. T. B.) Die Kammer verhandelte beachtet werden; die Bestimmung der Gewerbe- Ordnung, wonach in die Handelsangestellten dabei auf dem Spiele stehen, diese Ent- heute über einen Antrag Blankenhorn auf Gewährung von Diäten dieser Zeit zur öffentlichen Verteilung von Druckschriften zu Wahl- scheidungen ben ordentlichen Gerichten vorbehalten werden und freie Eisenbahnfahrt an die Abgeordneten. Der Minister zwecken feiner polizeilichen Erlaubnis bedürfe", ändre daran nichts. müssen, so bedarf es nur einer Würdigung der thatsächlichen Ver- des Innern erklärte, daß die Regierung dem Gedanken, welcher Wegen Nebertretung derselben Verordnung war auch der Genosse hältnisse, um die Richtigkeit dieses Einwandes zu erkennen. in dem Antrage zum Ausdruck gebracht werde, nicht abgeneigt sei. Hebig angeklagt worden. Die Dinge lagen nun in seinem Falle in Außerdem fällt aber diese bundesrätliche Begründung für die Aus- Sie wäre deshalb in der Lage, einem solchen Gesezentwurf, bors thatsächlicher und darum auch in rechtlicher Beziehung wesentlich schaltung der Kaufmannsgerichte in diesen wichtigen Fragen zu behaltlich eingehender Prüfung, zuzustimmen. Die Kammer nahm Er hatte die Wahlflugblätter nicht öffentlich versammen durch die vorgeschlagenen andren Bestimmungen desselben den Antrag einstimmig an. teilt. Ihn verurteilte das Landgericht schon deshalb, weil er mit Entwurfes. In allen Konkurrenzklausel- Klagen wird die Höhe des den Blättern von Haus zu Haus gegangen sei, er also gegen die Streitgegenstandes die Summe von 300 M. übersteigen, dieselbe Summe Vorschrift verstoßen habe, soweit sie das Austragen von Flug- aber berechtigt zur Berufung an die ordentlichen Gerichte gegen jedes schriften auf öffentlicher Straße an Sonntagen verbiete. Dadurch Kaufmannsgerichts- Urteil. Sollten die flagenden Angestellten sich durch werde auch das Austragen zum Verteilen in den Häusern getroffen. Die faufmannsgerichtlichen Urteile in ihrem Rechte geschmälert sehen, -Das Kammergericht gab jedoch der hiergegen eingelegten Revision bann bleibt ihnen für ihre hohen Interessen der Rechtsspruch des statt, hob die Vorentscheidung auf und verwies die Sache zu noch ordentlichen Gerichtes vorbehalten, das dann aber immerhin durch maliger Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht das von Sachverständigen gefällte Urteil einen bis jetzt völlig entzurück. Begründend wurde ausgeführt: Die Feststellungen des behrten Einblick in das kaufmännische Leben, in die wirtschaftliche Borderrichters trügen die Verurteilung nicht. Zur Bestrafung Wirklichkeit gewinnen wird vielleicht nicht zum Nachteil der An genügte nach dieser Verordnung allerdings schon das öffentliche gestellten, die sich so großer aber unfruchtbarer bundesrätlicher SorgAustragen und Verteilen der Flugschriften. Da Angeklagter erfreuen. feine öffentlich verteilt habe, so bleibe nur das öffentliche Elberfeld, 12. Januar.( W. T. B.) In dem heute hier vor dem Austragen. Das wäre strafbar, wenn Angeklagter die Blätter Zum Heimarbeiterschuh- Kongres veröffentlicht die Vertrauens- Schwurgericht verhandelten Prozeß gegen den Oberlehrer Deditius öffentlich sichtbar getragen hätte. In der Richtung fehle person der Genofsinnen Deutschlands in der Gleichheit" folgenden aus Barmen wegen Mißhandlung eines Schülers mit tödlichem Ausaber noch jede Feststellung, deshalb die Zurüdverweisung an das Aufruf: gange wurde der Angeklagte freigesprochen. Landgericht. Das Heimarbeiterelend, deffen Bekämpfung der in vorstehendem Baris, 12. Januar.( W. T. B.) Deputiertentammer. Tragen darf man also, nur sehen darf's niemand; man darf einberufene Kongres gilt, ist in sehr großem Umfange Frauenelend, Zu Vicepräsidenten werden erwählt Etienne mit 405, Lodroh mit fogar über diese Rechtsaktionen seine Meinung sagen, nur hören Kinderelend. Klar ist Euer Interesse, Euere Pflicht, an den Arbeiten 265, Gerville Réache mit 255 und Guillain mit 254 Stimmen. darf's niemand. Ider Tagung teilzunehmen und ihren Erfolg zu fördern. Jaurès blieb mit 119 Stimmen in der Minderheit. Verantw. Redakteur: Julius Kalisti, Berlin. Inferatenteil verantwo.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt anders. Opfer eines Verbrechens. Oldenburg, 12. Januar.( W. T. B.) Es hat sich herausgestellt, daß die bei dem heutigen Brande in der Rosenstraße tot aufgefundenen beiden Frauen durch Zertrümmerung der Schädeldede ermordet waren. Allgemeiner Ausstand. Barcelona, 12. Januar.( W. T. B.) In Valls( Provinz Tarragona) brach infolge des seit drei Monaten andauernden Streifs der Webereiarbeiter ein allgemeiner Ausstand aus. Die Arbeit ist in allen Industrien eingestellt. Nr. 10. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 9. Sigung. Dienstag, den 12. Januar 1904, nachmittags 2 1hr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky, Möller, Freiherr v. Stengel. Präsident Graf Ballestrem: Ich eröffne die Sizung und rufe allen verehrten Herren Kollegen ein recht herzliches Profit Neujahr! zu.( Bravo!) Auf der Tagesordnung steht zunächst die definitive Wahl des Präsidiums für die Dauer der Session. Auf Antrag des Abg. v. Normann( f.) beschließt das Haus, den bisherigen Präsidenten Grafen Ballestrem und die bisherigen Vicepräsidenten Grafen zu Stolberg- Wernigerode und Dr. Paasche durch Acclamation wiederzuwählen. Präsident Graf Ballestrem: Meine Herren, ich nehme die auf mich gefallene Wiederwahl hiermit an und beziehe mich auf das, was ich bei der ersten Wahl gejagt habe. Auch für den ersten Vicepräsidenten, Herrn Grafen zu Stolberg, fann ich die Erklärung abgeben, daß er die Wahl an nimmt. Ich frage den zweiten Vicepräsidenten, Herrn Dr. Paasche, ob auch er die Wahl annimmt. Vicepräsident Dr. Paasche: Ich nehme die Wahl mit Dank an. Es folgen Rechnungsfachen. Bei der ersten Beratung der Uebersichten der Einnahmen und Ausgaben in den Kolonien für 1900 refp. 1901 rügt Abg. Dr. Bachem( C.) wird. Reichs- Schatzsekretär Freiherr v. Stengel: ist denn unter Mittwoch, 13. Januar 1904. lands Börsen. England hingegen deckt den größten Teil seiner Knappschaftstassen, zu denen die Arbeiter Beiträge leisten, zu solchen Handelsunterbilanz durch die Vermittelung der Geschäfte der ganzen Zwecken zu benutzen. Da die Wurmkrankheit eine Volfsseuche ist Welt. Mit der Konzentration der Geschäfte an einem Blag ist not- und da sie ohne Schuld der Arbeiter in Deutschland eingeschleppt wendig verknüpft der Zusammenschluß großer Kapitalien, und je worden ist, da fernerhin nicht nur die Bergarbeiter, sondern die mehr Kapitalien an einem Plaz zusammenfließen, umsomehr wird ganze Bevölkerung dabei in Gefahr kommt, so muß diese Seuche das Kreditsystem des Landes geschützt, der Kredit für auf Grund des Seuchengesetzes behandelt werden, und die ReichsIndustrie, Handel Handel und Landwirtschaft, für die Gemeinden regierung muß Mittel zur Verfügung stellen, um der Seuche Einhalt und Bundesstaaten. Eine so starke Börse haben wir in den zu thun. Das tvar eine achtziger Jahren gehabt. Zeit, wo die Unter den Bergarbeitern ist infolge der immer schlimmer Gine Berliner Börse die stärkste der Welt war und wo kein Geschäft so werdenden Zustände eine große Erregung entstanden. kompliziert war, daß es nicht in Berlin hätte ausgeführt werden Verordnung des Ober- Bergamtes zu Dortmund brachte zwar um die Seuche einzudämmen, fönnen. Das ist durch die genannten Geseze gestört worden. Die etwas strengere Vorschriften, Börsen Deutschlands find herabgefunken zu Lokalmärkten, die ihre brachte aber auch für die Arbeiter solche Schädigungen mit sich, daß wirtschaftlichen Aufgaben im Interesse des Volkes nicht erfüllen die Arbeiter es nicht mehr aushalten konnten und zum Streif Bei einer Untersuchung stellte sich heraus, daß können. Würden sich Vorgänge wie die bei der Emission der letzten greifen wollten. Reichsanleihe in einer Zeit wirtschaftlicher Krisis wiederholen, so manche Zechen bis zu 70 Prozent der Belegschaft verseucht waren. könnte daraus ein nationales Unglück entstehen. Mit einer Die Kranken mußten teils ins Krankenhaus wandern, teils konnte gründlichen Revision der Börsen Gesetzgebung darf nicht ihnen erst für später eine Krankenhausbehandlung in Aussicht gestellt länger gewartet werden, und ich bedauere fehr, daß unter den Druck werden. Denn die Krankenhäuser waren überfüllt und es waren sachen, die heute dem Reichstag zugegangen, sich noch immer nicht nicht genügend Leute noch Einrichtungen vorhanden, um alle Kranken eine solche Vorlage befindet. zu behandeln. Es kommt hinzu, daß das Mittel zur Austreibung des Wurms, ein Farrentrant- Extrakt, sehr schädlich und gefährlich ist und schon verschiedene Lähmungen herbeigeführt Ich muß zugeben, daß der Verlauf der Emission der letzten hat. Ich habe mit meinen eignen Augen gelähmte Leute gesehen. Reichsanleihe allerdings ein unerwünschter gewesen ist, wenn ich auch Die Leute müssen oft drei bis viermal ins Krankenhaus; es entsteht nicht einstimmen kann in die Kritik, wie sie besonders in den letzten ihnen ein Lohnausfall von 5, 6, ja 16-18 Wochen. All das müssen Worten des Herrn Vorredners hervortrat. Es ist richtig, daß im Anfang eine ganz exorbitante Ueberzeichnung der Emission stattfand sie ruhig hinnehmen, trotzdem sie die Krankheit ohne ihr Verschulden ertvorben haben. Selbst der Bergknappe", das Organ des Gewerks und daß dann ein sehr starker Kurzsiurz erfolgte. Persönlich trifft vereins, hat neulich wieder einen wahrscheinlich durch die Wurm mich ja nicht die mindeste Verantwortung, da ich damals nicht die krankheit verursachten Todesfall festgestellt. Am 2. Januar d. J. Leitung des Reichsschazamts hatte, ich kann aber gerade deswegen begab sich ein 34jähriger wurmtranter Bergarbeiter, Vater von vier ein freies und unbefangenes Wort hierüber sprechen. Nach meiner Kindern, ins evangelische Krankenhaus in Mühlheim; er nahm den die zum Teil recht erheblichen Etatsüberschreitungen bei der Kolonial- Ueberzeugung würde auch bei Einschlagung eines andren Verfahrens Farrentrautertrait ein und am Tage darauf erlosch sein Augenlicht. Da ist verwaltung. Es kommen Etatsüberschreitungen von über 100 Proz. voraussichtlich das Endergebnis ein andres gewesen sein. Ich mache es kein Wunder, wenn viele Arbeiter lieber die Würmer behalten wollen, gegenüber dem Etatssoll vor.( Hört! hört!) Redner regt an, daß darauf aufmerksam, daß sich zu gleicher Zeit ganz ähnliche Er wobei sie doch ihre Arbeit behalten, als daß sie in das Krankenhaus gehen, Diese Rechnungen in der Budgetkommission anstatt wie bisher in scheinungen auf dem Geldmarkt andrer Staaten gezeigt haben, so bei um sich blind machen zu lassen.( Hört! hört! bei den Socialdemo der Rechnungskommission geprüft werden. Ser Kursbewegung der französischen Rente und vor allem der fraten.) Daß ein solcher Mann mit seiner Familie Zeit seines Lebens Transvaal- Anleihe. Bei Dieser war der Kurssturz noch Abg. Dasbach( C.): der deutschen Reichsanleihe. Ich will geschlagen ist, liegt auf der Hand. Bei den Arbeitern herrscht auch immer noch ein großes Mißtrauen gegen die Aerzte, unter denen Es ist klar, daß alle Anstrengungen des Reichstags auf Er- biel größer als bei der deutschen Reichsanleihe. Itun nicht bestreiten, daß es wohl Mittel zielung von Ersparnissen nutzlos sind, wenn die Beamten sich nachher geben kann, um für die Zukunft eine bessere Kurshaltung für unsre haben und sie sehr lay behandeln. und Wege viele noch gar nicht das richtige Verständnis für die Wurmkrankheit Bei einer Neuanlegung müssen doch die Summen nehmen, welche sie nötig zu haben glauben. Das Emission zu verbürgen. Erwägungen in dieser Beziehung sind auch Sie Leute jegt, trotzdem sie in der Knappschaftstasse sind, die ärzt richtigste wäre, wenn das Haus solche erheblichen Etatsüber- im Schoße der Reichsregierung bereits eingeleitet worden. Was in lichen Untersuchungen aus ihrer Tasche bezahlen.( hört! hört! bei fchreitungen einfach nicht genehmigte, dann würde sich ja heraus- der Folge geschehen fam, um eine günstigere Abwicklung der lichen Untersuchungen aus ihrer Tasche bezahlen.( Hört! hört! bei stellen, wer die Summen zu bezahlen hat. Ich hoffe, daß das Haus Emissionsgeschäfte zu verbürgen, soll geschehen. Nur möchte ich den, Socialdemokraten.) Dieſe Atteste tosten 2, 3, ja 6 Mark. So eventuellen derartigen Anträgen der Rechnungskommission zustimmen bitten, die Erwartungen in dieser Beziehung nicht zu hoch zu spannen, durchgedrungen, daß den Bergleuten immer mehr die Meinung man die Wurmkrankheit benußen will, um das Gesetz von Angebot und Nachfrage werden wir nie herumDamit schließt die Diskussion. Die Rechnungen werden ge- kommen. Das Wichtigste ist die Wahl des richtigen Zeitpunktes der um die Freizügigkeit der Bergarbeiter aufzuheben.( Lachen rechts.) nehmigt, desgleichen eine Reihe weiterer Rechnungssachen. Emission. In dieser Beziehung ist die Reichsregierung in feiner Die toloffalen Stoften, welche die Knappschaftstassen bisher zur Bes Beratung der Denkschrift über die Ausführung der Anleihegeseze der Etat bewilligt ist, und dann im April ist in der Regel die hat anerkannt, daß das Deutsche Reich verpflichtet sei, angesichts der Als der Präsident Graf Ballestrem Punkt 7 der Tagesordnung, günftigen Lage. Wir können mit der Anleihe nicht kommen, bevor Lämpfung der Seuche haben aufbringen müssen, müssen ihnen vom ist in der Regel die Reiche ersetzt werden. Selbst die" Rheinisch- Westfälische Zeitung" seit 1875, bereits für erledigt erklärt hat, erfchallen auf der Linken günstigste Zeit für die Begebung der Anleihe bereits vorüber. Ich Wurmkrankheit mit seinen Mitteln einzutreten. Bisher ist aber weder Yaute Rufe des Widerspruchs. Abg. Richter( frs. Vp.) ruft dem hoffe, auf diesen Punkt bei einer späteren Zeit zurückommen zu vom Reiche noch von Preußen irgend etwas in dieser Hinsicht ges Präsidenten zu: So passen Sie doch auf! Abg. Kämpf( frs. Vp.) tönnen. schehen. Dabei ist bekannt, daß diese gefährliche Krankheit nicht nur bittet ums Wort zur Geschäftsordnung. Abg. Dr. Arendt( Np.): im Ruhrrevier, sondern auch in Oberschlesien, in Sachsen, in NiederPräsident Graf Ballestrem: Wenn es nicht zu diesem Gegenstand ist, warten Sie bitte noch einen Augenblick:" Wir haben noch über des ersten Berliner Wahlkreises schon heute das hohe Lied von der Die Verbreitungsfähigkeit dieser Krankheit wurde bereits 1896 feſtNiemand von uns hat wohl erwartet, daß der neue Vertreter schlesien, neuerdings auch in Böhmen und Steiermart aufgetreten ist. Einleitung und Ueberschrift dieser Dentschrift abzustimmen. Abg. Kämpf( fri, Bp.)[ zur Geschäftsordnung]: Ich habe mich Börse anstimmen und gegen das bestehende Börsengeſetz Sturm gestellt. Dabei ist noch heute nicht einmal die Versorgung der zu Punft 7 rechtzeitig gemeldet, das Wort ist mir nicht erteilt laufen würde. Wir werden auf die Materie selbst erst bei der ja Bergleute mit gutem Trinkwasser durchgeführt. Vielfach müssen sie, bevorstehenden Revision der Börsengefeßgebung eingehen. Die recht um ihren Durst zu löschen, das Berieselungswasser trinken.( Hört! worden.( Große Unruhe links.) Präsident Graf Ballestrem: Ich bedaure sehr, daß mir diese einseitige Darstellung des Herrn Kämpf ist ja durch die Aus- hört! bei den Socialdemokraten.) Das sind Zustände, die die BergDer Bergarbeiter Wortmeldung nicht zur Kenntnis gebracht worden ist, sonst hätte ich führungen des Herrn Reichs- Schatzsekretärs schon richtig gestellt behörde gar nicht mehr verantworten kann. Wortmeldung nicht zur Kenntnis gebracht worden ist, sonst hätte ich worden. Mit Argumenten, wie er sie vorbrachte, kann man wohl Verband hat sich alle Mühe gegeben, die Arbeiter über die Gefahren Ihnen das Wort selbstverständlich erteilt. Jetzt ist es leider zu spät in Versammlungen von Handelskammern Eindruck machen, aber der Krankheit aufzuklären, wir haben Aerzte in den Organisationen dazu, ich kann Ihnen das Wort nicht mehr erteilen.( Dho- Rufe und nicht im deutschen Reichstag.( Unruhe links.) Wir sind der Ansicht, sprechen lassen. Als aber dann natürlich in der Diskussion von den große Unruhe links.) daß das Börsengesetz durchaus segensreich gewirkt hat.( Dhol links.) Arbeitern auch die Mißstände in den Gruben zur Sprache gebracht Abg. Richter( frs. Vp.)[ zur Geschäftsordnung]: Nur wo es sich um die Sicherung von Treu und Glauben handelt, wurden, verboten die Zechenbesizer den Knappschaftsärzten, weiterhin werden kleine Verbesserungen nötig sein.( Bravo! rechts.) Vorträge über die Wurmkrankheit vor den Arbeitern zu halten. ( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) In Niederschlesien gab der Oberarzt Dr. Müller ein Flugblatt heraus, worin er darauf hin wies, daß die Bergarbeiter das Brot nicht mit schmutzigen Fingern anfassen sollen, weil dadurch die Larven in die Eingeweide kommen könnten. In der That aber ist es den dortigen Arbeitern ganz unmöglich, dieser Anordnung des Arztes Folge zu leisten, fie haben eine ununterbrochene Arbeitszeit von 12 Stunden und bekommen teine Brotpause, geschweige denn eine Pause, um ihre Finger waschen zu können. Auch die Heeresverwaltung thut nichts in der Sache. Vielfach ist es vorgekommen, daß vom Militär als gesund mit Anlegung entlassene Bergarbeiter frankheit behaftet gefunden wurden. Die Militärbehörde lehnte es aber ab, ihnen irgend eine Strantenunterstützung zu zahlen. Bisher hat das Reich noch nicht einmal etwas dazu gethan, damit. die Aerzte genügend ausgebildet werden zur Bekämpfung der Krankheit. In einem Privatinstitut, das einen Kursus über die Wurms frankheit für Aerzte einrichtete, meldeten sich 35, es fonnten aber bestreitet, daß die nationalen Interessen und die Interessen der nur 12 untergebracht werden. Nichts ist geschehen, um die aus Börse sich immer decken. Einzelne Härten in der Börsengesetzgebung Italien einwandernden Arbeiter zu untersuchen. Die fremden Ochsen seien gewiß zuzugeben. werden untersucht, die Arbeiter aber, die mit der Wurmfrankheit Damit schließt die Diskussion. Die Denkschrift über die Anleihe- behaftet, aus andern Ländern kommen, werden einfach eingestellt steden ihre Mitarbeiter an. gesetze wird genehmigt. Nun geht durch die Zeitungen die Mitteilung, daß die Wurms Es folgt die Interpellation Trimborn( C.) betreffend die Rechts- frankheit start im Verschwinden begriffen ist. Das Organ der fähigkeit der Berufsvereine und die Errichtung von Arbeitskammern. Knappschafts- Berufsgenossenschaft„ Der Kompaß" brachte vor kurzem Auf Anfrage des Präsidenten Graf Ballestrem erklärt Herr Präsident, sie würden in große Verlegenheit tommen, wenn num fünftig jeder sich persönlich bei Ihnen zum Worte melden sollte. Es ist doch vorgeschrieben, daß eine Meldung beim Schriftführer genügt. Wenn der Schriftführer Ihnen das nicht mitteilt, so tamn das doch der Nedner nicht entgelten.( Sehr richtig! links.) Präs. Graf Ballestrem: Das ist alles sehr wahr, was Herr Richter sagt, aber auch Schriftführer sind Menschen und auch ihnen tann etwas Menschliches passieren.( Heiterkeit.) Aber jetzt kann ich nicht mehr zu einem Gegenstand, der bereits erledigt ist, das Wort geben. Abg. Richter( zur Geschäftsordnung): Gewiß sind wir alle Menschen; aber deshalb muß es doch möglich sein, wenn bedeutsame Interessen dadurch verletzt werden, eine Nummer der Tagesordnung in Uebereinstimmung aller Mit glieder wieder aufzunehmen und demjenigen, dem sein Recht nicht geworden ist, wieder dazu zu verhelfen.( Sehr richtig! links.) Präsident Graf Ballestrem: Das ist gewiß möglich, und wenn Herr Richter diesen Antrag nicht gestellt hätte, so hätte ich selbst gefragt, ob sich kein Widerspruch dagegen erhebt, daß wir den Abg. Kämpf seine Bemerkungen zu Nr. 7 noch machen lassen. Abg. Singer( Soc., zur Geschäftsordnung): Herr Präsident, ich widerspreche selbstverständlich nicht, sondern möchte nur bitten, die ganze Diskussion zu Punkt 7 wieder zu eröffnen, damit eventuell auf die Ausführungen des Abg. Kämpf noch erwidert werden kann. Die Diskussion über Punkt 7 der Tagesordnung wird hierauf wieder eröffnet und es erhält das Wort Abg. Kämpf( frs. Vp.): Abg. Dr. Semler( natl.): Nach meiner Meinung sind die Handelskammern gerade die richtigen Sachverständigen für die Materie der Börsengesetzgebung, hier im Reichstage habe ich oft eine ganz verkehrte Auffassung der Börse gefunden. Ich kann nur dankbar anerkennen, daß die Ausführungen des Herrn Kämpf im wesentlichen, ohne zu weit zu gehen, das richtige getroffen haben.( Bravo!) Abg. Dove( frs. Vg.) schließt sich den Ausführungen des Vorredners an. Ich habe mich gefreut, daß selbst Herr Arendt eine Revision der Börsengesetzgebung für angebracht hält, und ich möchte die Regierung bitten, uns eine präcise Auskunft darüber zu geben, wann die Vorlage einer Börsen gefez- Reform zu erwarten ist. Eine solche Reform ist dringend notwendig, es handelt sich hier um eine Frage von nationalem Interesse. Abg. Dr. Spahn( C.) Graf Posadowsky: Der Reichskanzler ist bereit, die Interpellation zu beantworten. sch werde im Laufe der nächsten Tage dem Präsidenten mitteilen, zu welchem Termine er dazu bereit sein wird. Präs. Graf Ballestrem: Es folgt die Interpellation Auer und Genossen( Soc.) betreffend Maßregeln gegen die Wurmkrankheit. Sie lautet: Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu thun, um die unter den Bergleuten Deutschlands start grassierende und bereits in das Heer eingedrungene Wurmtrantheit wirksam zu befämpfen? Graf Posadowsky bei der Wurme cine Notiz, die geradezu gemeingefährlich bezeichnet werden muß, wonach die Krankheit im Ruhrrevier so gut wie erLoschen wäre. Thatsächlich sind noch Hunderte und Tausende von Bergarbeitern mit Wurmkrankheit behaftet. Die Hauptsache ist, daß das Reich den Zechen ein wirksames Desinfektions mittel zur Verfügung stellt und daß ein Institut geschaffen wird, um die Aerzte auszubilden. Die Berieselung, die manche Zechenbefizer gerne los fein möchten, darf unter feinen Umständen aufhören: nur durch fie können die schlagenden Wetter verhütet werden. Ich hoffe, daß die Regierung energische Maßregeln ergreift, damit unter den Bergarbeitern und auch in der allgemeinen Bevölkerung eine gewisse Beruhigung eintritt.( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) Staatssekretär Graf Posadowsky: Es fann feinem Zweifel unterliegen, daß die Wurmkrankheit unter den Bergarbeitern einen so ernsten Charakter angenommen hat, daß Wissenschaft und Technik unzweifelhaft verpflichtet sind, dafür zu sorgen, daß alles geschieht, was zur Bekämpfung dieser Strankheit nüßlich und notwendig ist, und daß namentlich Fistus und Private feine Opfer scheuen dürfen um alle Maßregeln zu ergreifen, die Wissenschaft und Technik für notwendig halten. Es wird Ihnen interessant sein, zu erfahren, wie sich die Verhältnisse der Herr in den nichtpreußischen Staaten gestaltet haben; In der ersten Hälfte des Jahres 1903 wurde ein Betrag von Da die Geneigtheit des Herrn Reichskanzlers, die Interpellation 290 Millionen 3prozentiger Reichsanleihe an die preußische Seehandlung und an 25 Banken und Bantfirmen begeben mit der Ver- 3 beantworten, erklärt worden ist, die Beantwortung aber erst zu pflichtung, den ganzen Betrag zur öffentlichen Substription auf einem späteren Termine geschehen soll, so fällt für heute die Interzulegen. In dieser Substription, die am 17. April stattfand, find pellation weg und wir verlassen diesen Gegenstand. statt der verlangten 290 Millionen Mark nicht weniger als 13750 Millionen gezeichnet worden.( Hört! hört!) Troß dieser enormen Ueberzeichnung ist der Kurs der Anleihe nur univesentlich über den Emissionsturs gestiegen und ist später sogar unter den Emissionsfurs gesunken. Heute noch steht die dreiprozentige deutsche Reichsanleihe ca. 1/2 Proz. unter dem Emissionskurs. Dieser Mißerfolg ist um so bemerkenswerter, als die deutsche Neichsanleihe eins der fichersten Papiere ist. Auch die Reichs- Schatzverwaltung hat sich mit erklärt sich bereit, die Interpellation sofort zu beantworten. dieser Sache beschäftigt und Beratungen mit Männern der Braris Zur Begründung der Interpellation nimmt das Wort darüber eingeleitet. Wenn das Uebel an der Wurzel angegriffen werden soll, so muß die ganze wirtschaftliche Gesetzgebung der Abg. Sachse( Soc.): Tehten zehn Jahre gründlich revidiert werden.( Sehr richtig! links.) In der vorigen Session hat meine Fraktion den Antrag gestellt, Je weniger reich wir sind, je mehr wir angewiesen sind auf die Mittel zur wissenschaftlichen Erforschung und zur Bekämpfung der Handelsminister wird dann über die Verhältnisse in Preußen Intelligenz und Thatkraft der Bevölkerung, um so mehr muß die Wurmkrankheit zur Verfügung zu stellen. Das Centrum stimmte nähere Mitteilungen machen. In Bayern sind zwei Fälle von in der Pfalz konstatiert worden. Darauf Gesetzgebung bemüht sein, alle Hilfskräfte des Landes zu erschließen damals sehr auffallenderweise, angeblich aus Versehen, gegen Wurmkrankheit ist die Beschäftigung ivurmkranker Arbeiter unter und die wirtschaftliche Thätigkeit nicht zu erschweren, sondern zu er- unfren Antrag. Man kann sich schwer denken, wie das Centrum hin Tage untersagt, und eine ärztliche Untersuchung der seit 1902 von leichtern.( Sehr richtig! links.) Solche Erschwerung hat aber statt ein so grobes Versehen begehen kann. gefunden durch die Gesetzgebung der letzten zehn Jahre, durch die Wenn unser Antrag angenommen worden wäre, so hätte die auswärts zugezogenen Bergarbeiter angeordnet worden. Neu Ans Börsengesete und Börsensteuer- Gesetze( ha! rechts; Sehr richtig! Regierung sicher mehr gegen die Wurmkrankheit gethan, als bisher ziehende werden vor der Annahme ärztlich untersucht und dürfen, links), die in direktem Zusammenhang mit dem Sinfen der Reichs- geschehen ist. So aber hat die Krankheit nur immer weiter um sich falls Verdacht der Wurmkrankheit besteht, in Bergwerken nicht bes anleihe stehen.( Sehr richtig! links.) Jeder, der wirtschaft gegriffen. Gegenüber den Abgg. Hilbck und Franken, die beide fchäftigt werden. In Sachsen sind bisher vier Fälle von Wurma liche Zusammenhänge fennt, weiß, daß die Geschäfte sich glücklicherweise nicht wiedergewählt worden find, habe ich früher frankheit ermittelt, alle betreffen Arbeiter, die vorher in den rheinischda konzentrieren, wo sie die größte Rechtssicherheit und bereits darauf hingewiesen, daß aus den Knappschaftstassen westfälischen Gruben gearbeitet hatten. Eingehende Ermittelungen geringste Schwierigkeit finden. Der Börsenmarkt ist die 200 000 M. zur Bekämpfung der Wurmkrankheit bewilligt worden zur Bekämpfung der Seuche sind angeordnet. Alle Bergarbeiter, natürliche Stelle für den Umsatz des mobilen Kapitals. Erschweren sind. Von dieser Summe find über 29.000 M. zu Baraden- welche seit 1901 aus verdächtigen Revieren zugezogen sind, müssen Sie den deutschen Börsenverkehr, so wird das inländische Kapital, so bauten auf den Zechen verwandt worden, ferner Summen untersucht werden. Die Mitarbeiter der Erkrankten sowie die mit dem Reinigen der weit es nicht direkt gezwungen ist, an deutschen Börsen zu bleiben, für Fahrkosten- Erstattung, für Lohnausfall- Erstattungen usw. ins Ausland gehen und der internationale Verkehr meidet Deutsch- Es ist als ein großes Unrecht anzusehen, Mittel der Abortkübel betrauten Personen wurden untersucht, aber gesund be= Auf Antrag des Abg. Singer befchließt das Haus die Besprechung der Interpellation und vertagt sich sodann auf Mittwoch 1 ühr. Auf der Tagesordnung steht die Besprechung der Interpellation betreffend die Wurmkrankheit und die weiteren Interpellationen. Aus Induftrie und Handel. Die Gründungsthätigkeit im Jahre 1903. hmben. Arbeiter, welche nach 1900 in dent theinisch- westfälischen als ungemein fräftig anerkannt worden. Wir hoffen, die Krankheit| Gruben beschäftigt gewesen sind, dürfen ohne ärztliches Zeugnis in bald wieder auf den kleinen Herd zu beschränken, den sie vor sechs den fächsischen Bergwerken nicht angelegt werden. Auch in Elsaß Jahren hatte. Lothringen find neuerdings und zwar ausschließlich bei neu aus Westfalen zugezogenen Bergarbeitern sieben Fälle von Wurm Irantheit festgestellt worden. Auch hier sind bergpolizeiliche Borbeugemaßregeln getroffen. Aus den übrigen in Betracht kommenden Staaten sind keine Fälle von Wurmfrankheit gemeldet worden. Der Herr Kriegsminister hat mir in cinem Schreiben mitgeteilt, daß die Militärärzte auf die Wurmfrankheit aufmerksam gemacht worden sind. Bisher sind 40 Fälle von Wurmkrankheit in der Armice gemeldet worden, 39 der Erkrankten stammen aus deni rheinis vestfälischen Stohlenrevier. Sechs der Erkrankten mußten wegen hochgradiger Blutarmut entlassen werden. Bei 28 nach Ab Leistung ihrer zweijährigen Dienstzeit als gefund Entlassenen vurde gelegentlich ihrer Untersuchung durch Knappschafts- Aerzte der Nach weis von Burmeiern erbracht. Diese waren nicht wurm frank, sondern fonst ganz gefunde Leute von meiſt blühender Gesichtsfarbe, sogenannte Wurmträger. Daj int der Armee oder durch die Armee in der Civilbevölkerung die Wurmkrankheit verbreitet werden kann, ist nicht zu befürchten. Denn eine Ansteckung von Person zu Person ist nach den bisherigen wissenschaftlichen Feststellungen ausgeschlossen. Die über Tage ab gefegten Burmeier gelangen nicht zur Entwicklung. Der Herr Vorredner hat verlangt, daß die ganze Bekämpfung der Wurmfrankheit in die Hände des Reiches gelegt werde. Das ist nicht notwendig und auch nicht ausführbar. Nicht notwendig, weil die Einzelstaaten vollkommen im Besitz des ärztlichen Materials wie der wissenschaftlichen Institute sind, und nicht ausführbar, weil die Berghoheit nicht in den Händen des Reiches, sondern der Einzelstaaten liegt. Aus den Mitteilungen, die ich Ihnen gemacht habe, geht hervor, daß die Einzelstaaten außerhalb Preußens alles fhun, was zur Belämpfung der Seuche notwendig ist. Herr Sachse hat aber tveiter behauptet, daß die Wurmkrankheit Benutzt wird, um die Freizügigkeit der Arbeiter zu beschränken. Eine folche die Ehre der beteiligten Zechenbefizer so schwer verlegende " Das ist„ borläufig" alles, was am Niederrhein geschehen ist. Aber im Verein mit den an andren Plätzen vorgenommenen Erweiterungen genügt das auch völlig, um den früher von Crimmitschau aus gedeckten Bedarf zu befriedigen und den dortigen Spinnereien, wenn sie später wieder als Konkurrenten auf dent Marit erscheinen sollten, schwere Verlegenheiten zu bereiten, oder denkt vielleicht das ehrenwerte Zechenorgan, daß die niederrheinischen Spinnereien, sobald die Crimmitschauer Fabrikanten wieder auf dem Plan erscheinen, diesen selbstlos das Feld überlassen und ihre neu angeschafften Maschinen stillsehen werden? Vom Frachtenmarkt. Die Lage der Frachtschiffahrt, die schon Mit der Besserung der wirtschaftlichen Konjunktur im legten Bremen als eine sehr migliche bezeichnet wurde, scheint sich noch fürzlich in den Berichten der Handelskammern von Hamburg und Jahre hat sich zugleich auch die Gründungsthätigkeit wieder etwas mehr zu verschlechtern. Wie die„ Neue Hamburgische Börsen- Halle" gehoben; allerdings vorläufig mur in bescheidenem Maße und nur mitteilt, wurden die Frachten von den deutscher. Häfen und von so weit die Gesamt- Kapitalsumme in Betracht kommt; die Antwerpen nach Australien bis zu 10 Schilling per Tonne ermäßigt Anzahl der Gründungen ist noch um drei hinter die im Hinblick auf die unter den englischen Reedereien zur Zeit des Jahres 1902 zurüdgeblieben. Nach einer Zusammen herrschende Konkurrenz, die bereits zu einer Herabsehung der Raten stellung des Deutschen Dekonomist" sind nämlich im letzten von englischen Häfen nach Australien geführt hat. Jahre 84 neue Aktiengesellschaften mit einem Gesamtkapital Zur Lage des deutschen Arbeitsmarktes. Auch im Ichten Monat von 300 Millionen Mark gegründet worden, gegen 87 Gesellschaften des Jahres 1903 hielt, nach dem Bericht der Arbeitsmarktmit 118 Millionen Mark Kapital im Jahre 1902, 158 Gesellschaften Korrespondenz", die Besserung des Beschäftigungsgrades an, die feit 340 Millionen Mart im Jahre 1900, in dem bekanntlich die Wirt- nachweise, dessen Mitglieder allmonatlich an das Verbandsorgan, mit 158 Millionen Mark im Jahre 1901 und 261 Gesellschaften mit Jahresbeginn von Monat zu Monat auf dem Arbeitsmarkt be obachtet werden konnte. In dem Verbande deutscher Arbeitsschafts- Strife einsetzte. Das voraufgehende Jahr, das letzte der den„ Arbeitsmarkt", berichten, kamen im Dezember auf je 100 Aufschwungsperiode, hatte 364 Gründungen mit einem Kapital von offene Stellen 166,9 Arbeitsuchende gegen 198,7 int Jahre 1902. 544 Millionen Mark. An diesen Gründungen waren beteiligt: Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage erscheint noch günstiger, wenn man den männlichen Arbeitsmarkt ausschließlich betrachtet. Hier ging das Angebot von 273,8 im Jahre 1902 auf 215,2 zurüd, tvährend auf dem weiblichen Arbeitsmarkt eine kleine Zunahme des Andranges stattgefunden hat, und zwar von 83,2 · Behauptung dürfte nicht ohne einen schlüssigen Beweis aufgestellt Landwirtschaft, Viehzucht werden.( Sehr richtig! rechts.) Eine solche Handlung von seiten Bergbau, Hütten, Salinen. einer Zeche würde von ganz ehrloser Gesinnung zeugen, bisher ist Industrie der Steine und Erden aber nicht die Spur eines Beweises dafür erbracht worden. Wenn Metallverarbeitung, Maschinenbau man dazu beitragen will, die Erregung unter den Bergleuten zu Chemische Industrie, Heiz- und mildern, darf man eine solche Behauptung nicht aufstellen ohne einen Leuchtstoffe positiven, klaren, bündigen Beweis. Elettricitäts- Gesellschaften Tertilindustrie Papier, Leder-, Holz- und SchnitzNahrungs- 2c. Mittel ftoffe Darunter: Brauereien Preußischer Handelsminister Möller: Wenn irgend eine Angelegenheit zu leidenschaftlicher Behandlung ungeeignet ist, so ist es diese. Ich erkenne hier nochmals dankbar an, daß die Bergarbeiter- Zeitung" namentlich zu Anfang viel dazu beigetragen hat, den Arbeitern die Gefahren der Wurmkrankheit vor Augen zu führen und sie zur Reinlichkeit anzuhalten. Die Aufrechterhaltung und Durchführung der Reinlichkeit ist der Hauptpunkt bei der Bekämpfung der Seuche. Ich werde mich darauf beschränken, das, was in Preußen zur Bekämpfung Baugewerbe der Burmkrankheit geschehen ist, anzuführen. Staum jemals ist seitens Polygraphische Gewerbe der Behörden eine Krankheit mit folcher Energie befämpft worden. Banken 1901 Anzahl Kapital 1902u16 11 300 2 1902 Kapital 1000 M. 19v2u16 1903 Kapital 1000 M. 7 900 4 36 300 7 795 7 3 610 12 235 11 182 650 7155 auf 86,0. Recht günstig wurde der Beschäftigungsgrad durch den lebhaften Verlauf des Weihnachtsgeschäftes beeinflußt. In den Großstädten verzeichneten nicht nur die großen Warenhäuser und Bazare wieder größere Umjäße, als in den Jahren seit 1900, auch die kleinen Laden- und Specialgeschäfte blickten diesmal zufriedener auf ihren Abschluß zurück. Eine Besserung des Arbeitsmarktes ist zivcifellos im Jahre 1903 eingetreten; ob aber die Lage thatsächlich zur Zeit so viel 6 120 günstiger ist, wie das obige Zahlenverhältnis anzeigt, erscheint recht 8000 fraglich; die Angaben der Arbeitsnachweise reichen zur Beurteilung der Situation feineswegs aus. 2 7 000 ° 7 17 13 998 14 19 19 010 6 11 4 355 6 18 614 8 10 6450 10 13 690 3 8 15 270 3 9 075 3 7 4 810 4 23 17 643 11 13 10 253 6 1941 8 1820 19 985 8 10 550 2495 8 10 550 10 7 390 5 9 7 036 7 100 3 6 12 000 2 2 1700 1 17 490 6701 8 15 250 780 3 420 2 200 4 2 300 3000 9 17 065 8 1800 8113 5 Sonstige Nahrungs- und Genußmittel 3 15 754 2 9446 2 470 1 100 2 1 100 4.296 8 7 500 14 12 315 12 Goldausbente Transvaals. Nach den Kabelmeldungen aus Johannesburg betrug die Ausbeute der in der Minenkammer vereinigten Minen im Monat Dezember 278 710 Unzen Gold im Werte bon 1 183 887 Pfund Sterling. Für das ganze vergangene Jahr stellt sich somit die Produktion auf 2963 719 Unzen gegen 1704 410 Unzen im Jahre 1902 und 238 991 Unzen im Jahre 1901. Die hohe Ausbeute vor dem füdafrikanischen Kriege ist damit allerdings noch immer nicht erreicht, denn in 1899 betrug die Produktion 4 069 166 Ungen, obgleich die letzten drei Monate dieses Jahres, nach Ausbruch der Feindseligkeiten, nur 155 356 Unzen ergaben. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau 158 158 257/87 118 429| 84| 300 036 Wilhelmine Hessberg Eine Vergleichung der Gründungen während der letzten beiden Jahrzehnte ergiebt folgende Schwankungen, in denen deutlich die Berioden des wirtschaftlichen Aufschwunges und Niederganges zum Ausdruck kommen: Die Krankheit ist nicht so neu, wie es manche Aeußerungen der Presse Versicherungs- Gesellschaften vermuten lassen könnten. Ursprünglich ist die Wurmtranfheit wohl Eisenbahnen. nur in den Tropen zu Hause. Möglicher, aber nicht wahrschein- Sonstige Transportanstalten licherweise haben italienische Arbeiter, die überall in die überall in der Beherbergung und Erquidung Welt umherreisen, um Arbeit zu suchen, die Seuche aus Diverse den tropischen Ländern zu uns gebracht. Sie muß schon früher nicht nur in Deutschland, sondern vor allen Dingen in belgischen Gruben vorhanden gewesen sein. Die ersten bemerkenswerten Spuren traten bei uns zu Anfang der 90er Jahre in die Erfcheinung. Man hat die Sadje alsbald aufmerksam verfolgt; befonders Prof. Löffler hat die Krankheitserscheinungen untersucht. Man untersuchte aber damals nur die anämisch aussehenden Arbeiter und schloß daraus irrtümtlicherweise auf eine sehr geringe Zahl von Burmkranken. Im Jahre 1895 erklärte Prof. Löffler die ernsteste Belehrung der Arbeiter über den Charakter der Krankheit, ferner eine Kontrolle der Kranken und Reinlichkeitsmaßregeln, ins besondere die Anlage von Aborten im Innern der Zechen für notwendig. Diese Anregungen des Prof. Löffler sind 1896 die Ursache zu entsprechenden Verordnungen des Ober- Bergamtes gewesen. Man ist allerdings in der ersten Zeit nicht mit dem vollen Ernst an die Sache herangegangen, wie man es heute thun würde. Es liegt eben in der menschlichen Natur, daß man an die Dinge erst herantritt, nachdem man die volle Gefahr erkannt hat. Aber die volle Gefahr wurde damals noch nicht erkannt. Attien- Kapital durchschnittlich auf jede Gesellsch. Millionen Mark Zahl der gegründeten Gesell schaften insgesamt 1903 84 300,04 3,57 1902 87 118,43 1,36 1901 158 158,25 1,02 1900 261 340,46 1,30 1899 364 544,39 1,49 1898 829 463,62 1,40 1897 254 380,47 1,50 1896 182 268,58 1,48 1895 161 250,68 1,56 1894 92 88,26 0,96 1893 95 77,26 0,81 1892 127 79,82 0,63 1891 160 90,24 0,56 1890 236 270,99 1,16 1889 360 402,54 1,12 1888 184 193,68 1,05 1887 168 128,41 0,76 1886 113 103,94 0,92 1885 70 53,47 0,76 1884 153 111,24 0,72 geb. Latarius am 11. d. Mis., abends 8, Uhr, nach langen schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 15. Januar, nachm. 3, Uhr, von der Leichenhalle des Schöneberger Friedhofs, Marstraße, aus statt. 9195 Dies zeigt tiefbetrübt an Karl Hessberg und Geschwister. Verband der Sattler ( Ortsverwaltung Berlin). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Kollege Wilhelm Bressgott ( Werkstatt Pitter) am Sonntag, den 10. Januar, verstorben ist. Chre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 14. Januar, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Andreas- Kirchhofes in HöhenSchönhausen aus statt. 0 Um zahlreiche Beteiligung ersucht 156b Die Ortsverwaltung. Am 11. Januar, abends 74, 1hr, entschlief fanst nach langem Leiden unser lieber Sohn und guter Bruder Alfred Moebius im 22. Lebensjahre. 9455 Dies zeigen tiefbetrübt an Leberecht Moebius und Frau Auguste geb. Schrödter nebst Kindern. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. d. Mts., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofes, Rirdorf, Hermannstraße, aus statt. Danksagung. 1900 ist man wieder zu einer Verschärfung der bergpolizeilichen Bestimmungen geschritten und hat insbesondere die Badeeinrichtungen einer scharfen Untersuchung unterzogen. Trotzdem zeigte sich bis 1902 wieder eine erschreckende Zunahme der Wurmfrankheit, so daß von neuem in noch schärferer Weise auf die Durchführung der polizeilichen Vorschriften gedrungen wurde. 1903 wurde ermittelt, daß zwar die Seuche wiederum zugenommen habe, daß aber die Mehrzahl der Wurmträger nur wurm behaftet, aber nicht wurmtrant waren, das heißt sie waren äußerlich vollständig wohl, bildeten aber nichtsdestoweniger eine Gefahr für ihre Mitarbeiter. Im Jahre 1902 wurde ferner nicht nur von seiten der Behörden, sondern auch von seiten des Knappschafts- Verbandes ein Ausschuß eingesetzt zur Bekämpfung der WurmTrankheit. Die Anregungen im Reichstage haben gewiß auch dazu Beigetragen, die Aufmerksamkeit der Behörden auf die Mißstände zu Der erheblich größere durchschnittliche Kapitalsbetrag, der Tenten, aber ich muß es doch für die Behörden in Anspruch nehmen, im Jahre 1903 auf die einzelne Gründung entfällt, erklärt sich daß fie auch ihrerseits den Verlauf der Seuche mit voller Auf- daraus, daß im Juli ds. Js. das Kruppsche Unternehmen in eine mertfamteit verfolgt haben. Zu Beginn des Jahres 1903, nach den Verhandlungen hier im Reichstage, wurde eine Konferenz vom Handels- Aktiengesellschaft umgewandelt worden ist, die bekanntlich allein ein minifterium einberufen; das Ergebnis der Verhandlungen diefer Kapital von 160 Millionen Mark repräsentiert. Berücksichtigt muß ferner bei Vergleichung der obigen Zahlen Konferenz habe ich der Deffentlichkeit sofort übergeben. Es wurde eine ärztliche Untersuchung eines bestimmten Prozentsatzes der werden, daß seit einer Reihe von Jahren die Form der Gesellschaft Arbeiter angeordnet zweifellos eine harte Maßnahme, mit beschränkter Haftung immer mehr Anklang gefunden hat, und die aber notwendig tvar, um die Verbreitung der Krant zweifellos eine große Anzahl von Unternehmungen, die früher als heit sicher festzustellen. Unter 63 000 unterfuchten Arbeitern Attiengesellschaften gegründet worden wären, jetzt als Gesellschaften wurden 12 100 oder 19,3 Prozent als turmfrank befunden. m. b. H. ins Leben getreten sind. Es ist nötig, sich dies zu verNach der ersten Behandlung dieser Kranten sank der Prozentjag der gegenwärtigen, um nicht zu falschen Schlüssen zu gelangen. Wurmbehafteten auf 7,6 Proz.; das heißt 60 Proz. der Kranken gelang es uns zu eliminieren.( Die folgenden Ausführungen Die Konkurrenz der München- Gladbach- Rheydter gegen die des Winisters, die mit sehr leiser Stimme gemacht werden, Crimmitschauer Baumwollspinnereien. Während im politischen Teil bleiben im Zusammenhange auf der Tribüne unverständlich.) der großen Unternehmerblätter bestritten wird, daß in einzelnen Mit Sicherheit aber kann ich das eine fogen: Die große Gefahr ist rheinischen Revieren, vornehmlich im München- Gladbacher Bezirk, überwunden. Wenn wir nicht eingeschritten wären, was nicht nur den Crimmitschauer Spinnereien eine gefährliche Konkurrenz entben Grubenbesitzern, sondern auch den Arbeitern teilweise- standen ist, die sich mehr und mehr ausdehnt, wird in den Berichten angenehm war, so bestand die große Gefahr, daß in einem Jahre des Handelsteils über die Lage der rheinischen Textilindustrie die alles verseucht wäre. Diese Gefahr ist jetzt beseitigt, aber auch jetzt Verdrängung der Crimmitschauer Industriellen aus ihren bisherigen noch besteht die Gefahr, daß durch die schon Verseuchten die Krant- Absatzgebieten ziemlich offen eingestanden, wenn auch mit allerlei Deshalb dürfen diese nach unsren Wenn" und" Aber". Selbst das völlig im trüben Fahrwasser des heit weiter verbreitet wird. polizeilichen Berordnungen nicht neu eingestellt werden und der Centralverbandes deutscher Industrieller fegelnde Essener ZechenAbgeordnete Sachse wird mir zugeben, daß diese Verordnungen blatt, die chrsame Rhein- Westf. 3tg.", gesteht in einent Situationsabsolut notwendig waren. Immerhin wird es noch mehrere Jahre bericht aus München- Gladbach zu, daß die dortigen Imitatgarnbis zur Heilung der Seuche dauern. Was die anzuwendenden Mittel spinnereien ihre Betriebe ausdehnen und die niederrheinischen anbetrifft, so ist es unmöglich, die ganzen Zechen zu desinfizieren, Webereien eine eigne Imitatgarnspinnerei für ihren Bedarf zu er denn die Strecke einer einzigen großen Zeche hat 182 Kilometer. richten beabsichtigen. Redner bestreitet die Angabe des Abgeordneten Sachse über die" In den Baumwollspinnereien gingen in letzter Zeit", heißt es Ansteckungsgefahr, die Behandlung und Heilung der Krankheit. in dem Bericht, nur wenig neue Aufträge ein. Die meisten GarnEr sucht durch zahlreiche statistische Angaben die Heilerfolge als verbraucher haben sich eben auf längere Zeit hinaus gedeckt. Die günstig darzustellen.( Die Abg. Hué und Sachse, die unmittelbar Angebote von andren, die jetzt größere Bestellungen machen möchten, vor dem Redner stehen, widersprechen wiederholt und er tvendet sich werden vielfach von den Spinnern nicht angenommen, weil diesen die Allen lieben Freunden und Bekannten, mit feinen Grwiderungen ausschließlich an sie.) Die Absicht, Preise zu niedrig sind. Dagegen tourde auf bestehende Kontratte dem Holzarbeiterverband, den Sängern die Freizügigkeit zu beschränken, liegt uns gewiß völlig fehr gut abgerufen, so daß die Beschäftigung andauernd flott ist. und den früheren Mitarbeitern sowie fern, aber die indirekte Erschwerung des Wechsels der Ar- Die Imitatgarnspinnereien in Westdeutschland hatten infolge des Herrn Kuhn und seinen Gästen für beiter ist nicht zu leugnen, das läßt sich einmal nicht Crimmitschauer Streits andauernd start zu thun; auch die Preise die innige Teilnahme und zahlreichen ändern. Die fremden Arbeiter, von denen die Gefahr der Ein- gingen weiter in die Höhe. Die jüngst veröffentlichten Meldungen Kranzspenden bei der Beerdigung schleppung in die andern vorläufig ziemlich freien Bezirke droht, von Berliner Blättern, wonach niederrheinische Webereien infolge Kunze sagen wir herzlichsten Dank. unfres lieben Baters Wilhelm follen ja auch nach den Wünschen des Abg. Sachse genau unter der Vorgänge in Crimmitschau in größerem Umfange dazu über- Die trauernden Kinder. fucht werden. Die Regierung wird sich auch weiterhin bemühen, gingen, eigne Smitatspinnereien zu errichten, sind jedoch zum ihr Möglichstes zur Bekämpfung der Seuche zu thun. Ich bitte mindeſten übertrieben. Einige bestehende Imitatgarnspinnereien Dr. Simmel, Prinzen Sie( zu den Abgeordneten Sachse und Hué) nur, ungerechte Vor- find oder sollen etwas vergrößert werden, und vielleicht wird auch twürfe zu unterlassen, Sie werden damit den Arbeitern einen erheb ein neues Etablissement dieser Branche errichtet. Das ist jedoch vorlichen Dienst leisten. Auch im Auslande ist unser Vorgehen überall läufig alles, was in dieser Hinsicht am Niederrhein geschehen ijt." " Für die rege Beteiligung an der Beerdigung meines lieben Mannes Oskar Kinne jage ich allen Freunden und Bekannten fomie den Stollegen der Bereinigung Bitwe Marie Kinne geb. Mierke der Maler meinen aufrichtigsten Dant. 9536 nebst Töchterchen. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und reichen Aranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Wilhelm Singert fage ich allen Stollegen und Freunden sowie dem Bauernverein" Feldschlößchen" und dem Sängerchor von Herrn Ostar Die trauernde Witwe Auguste Singert. Schulz meinen tiefgefühlten Dank. Socialdemokratisch. Wahlverein Rixdorf. Nachruf. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser langjähriges Mitglied, der Stellmacher Fritz Jack am 4. Januar 1904 verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 232/2 Der Vorstand. Am Sonntag früh 7, Uhr entschlief fanst nach langem Leiden im 56. Lebensjahre mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater, der Saffenbeamte Gustav Wolf. Dies zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme an 9226 Helene Wolf, Marie Kryska, geb. Wolf. Die Beerdigung findet am Don nerstag, den 14. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Halle der hl. Kreuz- Gemeinde in Mariendorf aus statt. Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Kamerad August Sube, gen. Neumann am 9. ds. Mts. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle Marstraße in Schöneberg aus statt. 257/1 Der Vorstand. Central- Kranken- u.Sterbekasse der Zimmerer Deutschlands. ( Eingeschr. Hilfskasse No. 2.) Verwaltungsstelle Schöneberg. Todes Anzeige. Den Mitglied zur Nachricht, daß unser Kamerad, der Zimmerer August Sube genannt Neumann am 9. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle, Marstraße zu Schöneberg, aus statt. 259/1 Die Ortsverwaltung. mit Werkzeugen, Für Schreiner! 10 Hobelbänke Holzdrehbänke, attes fast nen, billig abzugeben. Besichtigung u. Bescheid: Str. 41. Greifswalderstr. 140/41, Specialarzt für[ 41/10 Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4 Gebäude 12. Vormittags 9-12 Uhr. Zelephon VII. 1035. 50/ 1* Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 13. Januar.. Anfang 7, Uhr: Schauspielhaus. Bann wir altern. Die Romantischen. Neues Königl. Opern Theater. Geschloffen. 3 Deutsches. Rose Bernd. Berliner. Göß von Berlichingen. Leffing. Zapfenstreich. Westen. Die Jüdin. Nenes. Der Strom. Residenz. Der leusche Casimir. Central. Das Schwalbemteft. Thalia. Der Hochtourist. Belle- Alliance. Der reichste Ber liner. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.): Ein Sonnenstrahl. Ein Duell. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Der Compagnon. Luisen. Der Verschwender. Kleines. Rachtafyl. Trianon. Madame X. Deutsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Carl Weik. Die Leni von Oberammergau. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Metropol. Durchlaucht Radieschen. Cafino. Wie einst im Mai. Die Bengel. Apollo. Frühlingsluft. Vision nach dem Balle. Specialitäten. Winter Garten. Dtéro. Dtto Reutter. Specialitäten. Baffage Theater. Enthauptung. Specialitäten. Anfang 3 Uhr. Gebr. Herrnfeld. Bapa Noa. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Der Erdball als Träger des Lebens. Um 4 Uhr im Theater: An den Seen Oberitaliens. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Salome. Borher: Der Kammersänger. Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Minna von Barnhelm. Central- Theater. Abends 7%, Uhr: Das Schwalbennest. Operette in 3 Alten von Maurice Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Zum erstemmal: Ein Duell. Schauspiel in 3 Atten v. Franz Wolff. Vorher: Ein Sonnenstrahl. Schauspiel in 1 Aft von Robert Wach. Donnerstagabend 8 Uhr: Ein Dueil. Vorher: Ein Sonnenstrahl. Freitagabend 8 Uhr: Kollege Crampton. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Amt IV 4440. Direktion Jean Kren Heute und folgende Tage 7%, Uhr: Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch abend 8 Uhr: Der Compagnon. Cirkus Busch. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Mittwoch, den 13. Januar cr., abends 72 Uhr: Bum 21. Mal: Lustspiel in Donnerstagabend 8 Uhr: Der Compagnon. Freitagabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Uriel Acosta. Luſiſpiel in 4 Atten v. Ad. L'Arronge Aus den Alpen. 8um 1. Mal: Der Todessprung mit dem Automobil. Mr. Richard Sawade mit seiner berühmten Donnerstag, den 14. Januar 1904, abends 8%, Uhr: Bezirks- Versammlung bei Haberland, Wilhelmstr. 38 in Friedrichsfelde. Zages- Ordnung: 1. Borirag. 2. Verbandsangelegenheit. 3. Verschiedenes. Sämtliche Kollegen, die in Berlin arbeiten und in Neu- Lichtenberg und Belle- Alliance- Theater. Tiger, Löweu- und Bären- Dressur. Friedrichsfelde wohnen, sind hierzu eingeladen. Belle Allianceftr. 7/8. Amt VI 283. und Alfred Schönfeld. Heute und folgende Tage 7, Uhr: Der Hochtourist. Der reichste Berliner. Guido Thielscher in der Titelrolle. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Charleys Tante. Große Ausstattungs- Posse in 4 Aften. Sonntagnachm. 3 Uhr bei II. Breisen: Ein toller Einfall. Cirkus Schumann. Immer das Neueste Immer das Original! Deffnung 6 Meter. Die offene Loop. Createur Mr. Ancillotti. feinen Herr Jul. Seeth 25 Löwen. Dressierte Tiere des Clowns Gontard. Babel. Brachio. Ausst.- Pantomime. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr: Der Erdball als Träger des Lebens. Um 4 Uhr( kleine Preise): An den Seen Oberitaliens. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. CASTANS Eine Wanderung durch acht Jahrtansende. Deutsch- Amerikanisches Theater. Anfang 8 Uhr!| Köpnickerstr. 67. GASTSPIEL AD. 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Nachdrud verboten. 39 253 65 629 1038 227 56 31 94 256 447 504 671 786 843 2176 89 261 675[ 100] 3167 304 670 970 4086 342 734 914 5231 46 464 94 718 21 35 807 6223 502 62 70 839 66 972 95 7011 116 20 239 342 05[ 100] 503 99 622 89 891 96 8057 316 414 23[ 2001 758 9053 233 81 551 630 790 10011 37 282 529 31 663 725 59 926 11103 264 516 653 65$ 21 913[ 200] 12290 300 454 558 671 800 75 13065 99 143 342 79 861 63 986 90 14044 208[ 100] 347 725 29 876 936 42 72 15058 259 99 442 891 987[ 100] 16060 446 67 657 17081 103 259 374 417 614 940 118349 554 862 85 19020 176 869 20227 3SS 21266 743 93 803 903 12 71 90 22100 420 762 825 949 23298 603 971 24017 180 586 761 844 25079 263 614 S16 26277 322 550 99 634 817 79 95 27060[ 100] 219 54 325 35 594[ 100] 739 73 80 831 64 975 28005 101 378 412 40 534 867 78 29140 99 296 394 400 567 746 30035 246 76 315 415 627 78 721[ 100] 907 31003 401 552 881[ 200] 956 66 32014 199 201 414 757 33087 241 329 90 404 610 40 727[ 100] 841 50 34005 30[ 100] 42 180 87 224 84 371 532 699 760 832 35014264 434 516 34 683 735 36074 185 406 714 929 51 37155 219 35 93 336[ 100] 738 979 80 38138 220 82 353 667 848 957 39204 366 642 930 40023 264 92 99 336 523 680 749 954 41113 85 97 297 440 509 605 871 42204 425 551 604 35 SS 743 43058 560 649 73 729 51 922 44105 507[ 100] 23 818 21 45014 23[ 100] 258 429[ 2001 509 12 47 859 46049 57 76 125 38 304 28 830 88 47762[ 200] 817[ 100] 48101 249 66 590 651 706 952[ 100] 58 67 85 49714 78 50301 568 862 51085 124[ 100] 201 376 417 527 625 69.791 52147 281 378 058 743 850 60 84 954 53221 373 438 699 762 950 83 54052 156[ 100] 88[ 100] 286 456 521 96 719 45 923 55276 337 583 635 54 56087 457 512 27 818 57069 144 201 80 95 351 653 67 776 854 989 58615 12001 98 702 59059 63[ 100] 81 97 213 543 616 74 712 60320 30 63 439 533 79 664 79 882 956 63 80 61431 [ 300] 504 90 62021 247 309 81 688[ 1001 820 63148 361 424 573 665 64127 258[ 100] 473[ 2001 628 841 86 994 65210 686 792 924 61 66 66086 416 527 83 91 677 67140 44 247 508 687 68146 367 886 69264 84 559 637 99 710 904 70088 313 26 427[ 100] 71039 51 126 235 620 843 72023 150 241 60 313 489 541 52 615 704 5 29 929 73108 547 709 74149 50 205 356 495 983 75163 497 756 874 961 76025 91 229 401 640 803 20 777713 78256 654 976 79033 97 330 425 42[ 100] 610 96 790 937 80037 78 330 750 57 851 77 81003 61 346 54 79 543 78 620 789[ 100] 947[ 200] 56 82265 72 440 630 727 42 975 83014[ 100] 392 773 82 84031 74 Sl 327 547 600 50 51 70 85056 221 372 408 517 719 86058 044 634 925 87159 391 787 88302 555 029[ 400] 33 7718 89110[ 100] 459 528 685 90027 54 109 327 437 662 72 886 919 91047 258 635 92086 209 493[ 100] 527 C3 703 801 4S 93370 79 575 809 94152.226 306 501 677 724 872 86 95010 533 40 772 883 910 96156 421 538 631 818 913 97038 96 105 319 34 417 625 818 39 46 29 98002 104 310 26 461 73 517 56 730 801 46 99034 215 368 97 592 716 94 100049 88 121 209 339 453 76 530[ 400] 716 881 919 101014 134 81 91 239 419 532 853 995 102192 93 249 352 488 535 619 862 103388 434 578 686 953 72 104094 481[ 100] 90 590 650 714 852 85[ 100] 105371 407 48[ 100] 64 520 784 925 106079[ 100] 371 540 66 672 738 60 12001 107058 194 235 551 944 108038 89[ 100] 203 667 860[ 100] 109129 259 513 696[ 100] 773 851667 8 110383 414 19 99 934 99 111396 563 642[ 200] 733 867 79 112107 12 83 370 400 567 747 113208 347 1001 702 78 114023 84 319[ 100] 62 632[ 100] 93 922 94 115016[ 100] 224 639 747 838 116257 740 Jedes Wort: 5. 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Berichtigung. In der Liste vom 11. Januar nachmittags lies 145 935 statt 145 835. Ecke Koppenstrasse. 2. Bichung 1. Klaffe 210. Kgl. Preuß. Botterie. 750 341 112048 324 541 620 113273 393 431 571 Biehung vom 12. Januar 1904, nachmittags. Nur die Gewinne über 50 wt. find den betreffenden Nummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nadbrud verboten. 177 262-383 490 727 69 978 1421 500 97 657 862 86 2076 332 82 510 677 791 3252 539 677 887 4156 226 694 715 903 5085 188 249 432[ 100] 86 589 619 797 810 6119 88 377 529 746 48[ 400] 905 25 7003 144 319 636 49 60 716 27 65 805 42 98 8004 5 64 101 44 331 409 547 716 886 9181 241 68 74 76 433 99 506 624 53 57 833 996 10047 60 335 39 77 499 742[ 100] 72 814 50 11294[ 200] 393 446 87 762 840 95 924 12013 252 [ 200] 310[ 100] 60 978 13427 14081 160 491 579 654 56[ 300] 930[ 100] 15064 67 121 37 735 887 16128 204 376 424 607 77 749 913 17077 147 65 344 760 98 972 18096 389[ 300] 707 19219 765 916 20121 414 601 51 21159 88 421 22 614 98 797 940 22044 46 73[ 100] 118 85 313 37 90[ 100] 522 689 989 23267[ 100] 312 28 486[ 100] 594 956 24430 503 5 64 675 974 25065 70 441 529 943 91 90 393 417 662 917 27134 66 609 719 845 135 210 25 455 502 648 99 750[ 200] 978 29127 73229 765 26169 28092 30050 642 812 31029 164 269 327[ 100] 673 752 811 995 32142 885 33024 40 175 362 982 34013 17 536 69 35048 68 227 336 446[ 100] 68 80 536 659 75 36018 225[ 100] 87 442 600 22 90[ 100] 955 90 37004 18 35 100 1[ 300] 249 71 435 41 50 [ 100] 81 528 38 708 38002 84 214[ 200] 809 985 39066 76[ 100] 307 425 563 747 985 41245 378 409 40009 156 452 627 745 949 92 88 946 42140 286 457 517 665 43342 432 783 984 44315 485 660 971 45206 338 410 19 559 675 709 47115 292 527 785.915 46167 208 534 703 52 935 52 20 88 48043 88 113 28 571 783 49190 209 371 555 763[ 200] 70 861 50105 34 211 658 773 51229 52 432 902 52071 196 268 86 365 766 53020 145 225 46 380 422 584 741 44[ 100] 963 54259 62 78 83 92 505 88 816 22 55193 284 91[ 200] 444 51 639 776 921 91 94 56021 176 396[ 100] 475 621 796 833 979 57033 145 47 73 347 58253 517 637 85.723 890 951 59209 307 450 500 672 892 93260036 51 157[ 100] 396 663 791 61110 303 45 567 80 688 823 89 62546 999[ 200] 63129 295 561[ 100] 86 817 64020 24 214 315 506[ 100] 26 65029 52 57 371[ 300] 493 697 66248 731 912[ 100] 68038 62 67031 81[ 100] 213 79 94[ 200] 603 847 109 27 243 53 334 406 69338 597[ 400] 864 82 83 995 826 70035 127 83 94 271[ 100] 97 367 538 647 82 757 71163 261 540 849 964 72137 229 34 468 568 83 614 755 819 905 73017 172 698 74194 290 300 748[ 100] 75298 832 51 57 76107 70 82 206 14 388 [ 40 0001 422[ 2001 642 53 93 77029 60 181-222 374 403 504[ 100] 79 642 63 766 996 78022 237 603 701 79118[ 1001 94 98 473 822 80013 40 261 331 417 790 861 81064 280[ 100] 381 84[ 100] 808 50 55[ 100] 64 82071 239 723 812 83082 108 228 718 818 84015 71 323 71 90[ 200] 92 99 428 40 604 907 83 85112 330 421 99 519 86003 296 376 673 87030 76 81 274 337 60[ 100] 71 433 762 909 67 88593 670 739 825 953 89297 514 17 929 40 90001 14 280 782 815 91014 49 206 93[ 1000] 353 86 520 89 722 871 958 92194 226 43 72 90 644 748 856 925 93399 455 515[ 1001 744 856 12001 917 94016 [ 100] 108 63 350 86 442 508 628 773 824 95025 79 197 227 370 592 857 79 946 96010 285 420 97[ 100] 816 39 97045 218 11001 348 63 99 409 508 614 753 855 952 98050 190 219 06 323 408 578 621 49 955 99046 175 223 303 63 507 768 885 992 100125 71[ 200] 371 441 101168 302 574 705 992 102060 191 201 66 300 748 840 54 923 97[ 100] 103655 T2001 835 104124 486 502[ 100] 92 105073 581 765 106076 81 292 420 107023[ 2001 77 294 340 544 95 675 798 1001-879 108281 354 565 603 56[ 100] 109030 251 307 39 56 71 666 Kleine Anzeigen. 9346 Ringschiffchen, Bobbin, Schnell- Rechtsbureau! 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. links. am Verschiedenes. Schlafstellen. Zwei Herren finden Schlafstelle. 50/5 Hinge, Andreasstraße 62. 9386 Mietsgesuche. Nr. 10. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Crimmitschau. Eine Versammlung des nationalliberalen Redner recht beträchtliche Zustimmung fand, trotzdem Arbeiter gar nicht vertreten waren, denn die Einladungen hatte man durch Karten bewirkt. * 營 Berlin und Umgegend. Mittwoch, 13. Januar 1904. Die Gesellen unterbreiteten laut Versammlungsbeschluß der Preezer Innung ein Gesuch um 1. Wiedereinführung der zwölfstündigen Arbeitszeit, einstündigen Mittagspause und Junehaltung der gefeßlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe; 2. Be mäßige Wasch- und Schlafräume. aahlung der Ueberstunden mit 50 Pf.; 3. vorschriftsbreiteten die Arbeitgeber den Gesellen folgenden Revers: Anstatt diesem berechtigten Verlangen nachzukommen, untermittelungsversuche, als er Crimmitschau kaum den Rüden bisherigen Bewilligungen steht das offizielle Berhalten der Zöpfer während und nach der Weihnachtszeit die Gesellen brotlos zu halten. Nach einem Privat- Telegramm der" Post" aus Crimmitschau Reichsvereins in Dresden beschäftigte sich am Sonnabend verurteilte das dortige Schöffengericht den Geschäftsführer der mit der Aussperrung. Die Versammlung war besonders dadurch Crimmitschauer Filiale des deutschen Tegtilarbeiter- Verbandes, interessant, daß Professor Böhmert dort seine Erfahrungen Albin Hecht, wegen Beleidigung von 75 Crimmitschauer Fabrizum besten gab: kanten, verübt durch ein Anfang September des vorigen Jahres erDie Aussperrung fei der größte Fehler von allen, die gemacht schienenes Ingblatt, zu zwei Wochen Gefängnis und den Nachdem ich am heutigen Tage bei dem Schlächtermeister N. N. in Preez in Arbeit getreten bin, erkläre ich hiermit wurden, gewesen. Die Verständigung sei an Nebenpunkten durch üblichen Nebenstrafen. Der Färbereibefizer Selbmann der Wahrheit gemäß, daß ich dem deutschen Gewerk die Schuld der Unternehmer gescheitert. Ein Haupt- wurde wegen Beleidigung des Hecht zu 100 M. Geldschafts Verbande der Schlächtergesellen nicht fehler war auch die Ablehnung des Gewerbegerichts strafe verurteilt. angehöre, auch demselben, so lange ich bei obigem Meister als Einigungsamt durch die Unternehmer. Er habe sich in Arbeit stehe, nicht ohne dessen Erlaubnis beitreten werde" usw. bemüht, einen ehrlichen Frieden herbeizuführen, und habe die Einmütig haben die Schlächtergesellen dieses Anfinnen zurückArbeiter dabei sehr vernünftig" gefunden, Zur Lohnbewegung der Töpferträger. In der Branchen- Ber- gewiesen, worauf ihre Entlassung erfolgte. während er bei Bereits dreimal seit der Aussperrung ist mit Hilfe des Gewerkden Unternehmern auf großen sammlung am Montag erstattete eidemann den Situations schaftskartells versucht worden, die Unternehmer zu veranlassen, in Widerspruch gestoßen sei. Er habe sich auch unter vier Augen bericht. Demnach arbeiten bereits 127 Träger bei 87 Firmen zu eine Einigungsverhandlung einzutreten und die Maßregelung zurückmit Arbeitswilligen unterhalten, von diesen aber eine Klage den neuen Bedingungen, nur ein geringer Bruchteil derselben muß zuziehen. Die Innung selbst ist machtlos, denn auch sie hat verüber Belästigung nicht gehört.- Weiter Weiter wandte sich Herr noch mit den alten Lohnfäßen vorlieb nehmen, und zwar lediglich sucht, die Unternehmer zur Verhandlung zu bewegen, was ihr nicht Böhmert gegen die bürgerliche Presse, deshalb, weil diese ihren Arbeitgebern die Neuforderungen noch gar gelungen ist. Die Herren Arbeitgeber haben es durchgesetzt, vor, die feine Ber- nicht unterbreitet haben. In einem eigenartigen Gegensatz zu den gelehrt, ganz entstellt wiedergegeben habe. Jede Scharfsinnung. Diese hatte anfangs jede Verständigung mit den Trägern macherei sei das größte Verderben. Weder die Unternehmer noch resp. der Organisation rundweg abgelehnt, weil ihr die geforderte Die Ausgesperrten werden vom Verband unterstützt. die Arbeiter dürften sich einbilden,„ Herr im Hause" fein zu wollen. durchschnittlich 10 prozentige Lohnerhöhung als unannehmbar erschien. Arbeiterschaft gemieden. Doch dieser Druck allein hilft nicht, da Die Geschäfte der betreffenden Unternehmer werden von der Preezer Nach ihm nahm der Dresdener Stadtrat und nationalliberale Doch schon nach wenigen Tagen resp. mur Stunden unterzeichneten die Preezer Wurstwaren zum größten Teil nach einigen größeren Landtags- Abgeordnete Dr. Vogel das Wort zu einer Rede so recht die hervorragendsten Jnnungsfirmen anstandlos den neuen Tarif; Warenhäusern und Delikateßwaren- Geschäften, in den Großstädten, nach dem Herzen der Unternehmer. Der Zehnstundentag sei wünschens- sicher der beste Beweis dafür, daß die Forderungen keineswegs wie Berlin, Kiel, Hamburg, Lübed 2c., versandt werden. wert, aber streiken dürfe man deswegen nicht. Die bösen Social- ber Referent, werde schließlich wohl die Jumung nicht umhin mit ihrem Umfaß erheblich zurückgegangen, ein Zeichen, daß die Konsuzu hoch geschraubt waren. Unter diesen Umständen, so meinte In Kiel find bereits einige Geschäfte, die Preezer Wurstwaren verschleißen, demokraten seien an dem ganzen Streit schuld. können, den Tarif auch offiziell anzuerkennen. Folgende Resolution Herr Fabrikant Lukas Schmidt kam dann an die Reihe. wurde einstimmig angenommen:" In Anbetracht deſſen, daß der menten den Ausgesperrten ihre Sympathie erweisen. Die Waren werden Er mißbrauchte die Versammlung zu einer Hezerei gegen die weitaus größte Teil der Firmen die Forderungen der Träger bereits als Holsteiner" Sped, Schinken oder Wurst ausOrganisation der Arbeiter, die ihm schwere Sorgen zu machen scheint. unterschriftlich anerkannt hat, erwartet die Versammlung auch von gezeichnet. Der Hecht( Vertrauensmann der Arbeiter) habe den Unfrieden auf den noch zu den alten Bedingungen arbeitenden Kollegen, daß diese gedrungen". Die Arbeiter wären so vermessen gewesen, Forde ihren Arbeitgebern den neuen Tarif ebenfalls unverzüglich unter rungen zu stellen, die Wahl eines Arbeiter- breiten, damit auf der ganzen Linie einheitlich nach den neuen ausschusses zu verlangen( schrecklich!) usw. Je bereitwilliger die Tariflägen gearbeitet werden kann. Ferner ermächtigt die VerForderungen gewährt worden seien, desto begehrlicher seien die Ar- arbeiter- Berbandes, den Tarif mit der Innung festzulegen, sofern sammlung die Bezirksleitung und die Ortsverwaltung des Baubeiter geworden. Das„ angenehme Verhältnis" in der Fabrik sei legtere dazu geneigt sein sollte." gestört, seit ,, der Hecht über unsre Fabrik gekommen".( Große Heiterfeit.) In seiner Fabrik habe besonders Göbner(?) in dieser Weise gearbeitet. Der„ Kert" sei immer hübscher geworden und in allen Fabriten habe man dasselbe Theater" gemacht.- Redner schildert dann Entstehung und Verlauf des Kampfes in dem bekannten Unternehmerjargon. Die Führer haben die Arbeiter verhetzt, die socialdemokratischen Blätter drehen alles um, die Arbeitswilligen seien in ciner gehässigen, bodenlos gemeinen Weise belästigt" worden. Die Gendarmen hätten erst leidliche Ruhe geschafft. Was solle den ,, armen Arbeitswilligen" werden, wenn man jet die Gendarmen zurüdzöge!- Herr im Hauſe müßten die Unternehmer bleiben, das habe ihm auch der Fabrifinspektor gesagt.( 1) Jetzt könnte es biegen oder brechen, man werde die Heßereien der Führer nicht mehr dulden. Sei doch gesagt worden, daß man den Arbeitswilligen die Knochen zerhauen wolle, numerieren sollten sie die Knochen, wenn die Gendarmen weg wären. Redner meint auch, daß sich die Arbeiter ganz wohl fühlten, Arbeit erhalte gesund. Auch der bekannte Brief des Pfarrers Schink aus Crimmitschau hat ihm natürlich gefallen. aus Bekanntgegeben wurde sodann, daß auch den Mitgliedern des Lokalvereins, die zu den neuen Tariffägen arbeiten, die Arbeitsberechtigungskarten vom Verband ausgehändigt werden. Die Erledigung einer Angelegenheit wegen angeblicher Solidaritätsverlegung, die ein leitendes Vorstandsmitglied des Töpferverbandes betrifft, wurde auf Vorschlag Beutler und andrer bis zu der am Freitag stattfindenden öffentlichen Töpferversammlung verschoben. " und da jezt die Dauerwurst- Fabrikation beginnt, hoffen die AusStreifbrecher haben sich bis jetzt sehr wenige angefunden gesperrten, daß der Kampf bald zu ihren Gunsten entschieden sein wird. Der Hauptvorstand des Centralverbandes der Fleischer und Berufsgenossen Deutschlands. J. A.: Paul Hensel, erster Vorsitzender, Berlin. Terrorismus. Der Vorsigende Schikorr der Danziger Filiale des Hafenarbeiter- Verbandes, der gegenwärtig wegen einer anderen Angelegenheit in Untersuchungshaft ist, hatte anfangs Juli auf einem Dampfer Handzettel mit der Einladung zu einer Versammlung des Hafenarbeiter- Verbandes verbreitet. Dieser Tage hatte er sich nun dieserhalb vor dem Schöffengericht wegen Hausfriedensbruchs zu verantworten. Schiforr erklärte, er habe sich nur Die Arbeiter der Geschirr, Wagen-, Rüstzeug- und Sattel- auf der Laufplanke des Dampfers aufgehalten, das Gericht branche haben sich bereits in mehreren Versammlungen mit ihren nahm an, er habe das Verdeck selbst betreten. Zwischen Lohn- und Arbeitsbedingungen beschäftigt und die Frage einer Lohn- dem Amtsanwalt und dem Verteidiger entbrannte ein. hefbewegung beraten. Das Resultat der Beratungen ist die endgültige tiger Streit um die arme Seele. Der Amtsanwalt erklärte das Aufstellung folgenden Tarifs: 1. Der Mindestſtundenlohn für Aus- Betreten eines Schiffsdecks für einen Hausfriedensbruch, den er mit gelernte beträgt im ersten Jahre 40 Pf. 2. Die übrigen Arbeiter brei Monaten Gefängnis geahnt wissen wollte. Der Verteidiger bes und Arbeiterinnen erhalten zu ihren bisherigen Bezügen einen Zu- rief sich auf ein Reichsgerichtsurteil, wonach ein Schiff weder ein schlag von 5 Prozent bei Lohnarbeit, einen solchen von 10 Prozent Wohn- oder Geschäftsraum, noch ein umfriedeter Besitz sei, fonach ein bei Accordarbeit. 3. Der Durchschnittsstundenlohn für Lohnarbeit Hausfriedensbruch auf einem solchen überhaupt nicht möglich sei; muß von jetzt ab 50 Pf. betragen. 4. Wo bereits günstigere Lohn- er verlangte reisprechung. Das Gericht stellte salomonisch und Arbeitsbedingungen vorhanden, bleiben diese bestehen und erfolgt fest, das Schiff sei die Wohnung des Kapitäns und der Mannschaft, auch hier ein Zuschlag von 5 bezw. 10 Prozent. 5. Ueberstunden er- und erkannte gegen den Sünder, der sich in dem Irrtum des halten einen Zuschlag von 25 Prozent. 6. Die tägliche Arbeitszeit darf Reichsgerichts befand, auf eine Woche Gefängnis. Die 9 Stunden nicht übersteigen, auch nicht bei Lehrlingen. Scharfmacher werden nun triumphierend einen neuen Terrorismus7. Auf je 5 Gehilfen darf nur 1 Lehrling gehalten werden; bei Be- fall tonstatieren. rechnung der Lehrlingszahl ist die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Gehilfen maßgebend. 8. Die Arbeitgeber verpflichten sich, verschärft sich. Die 28 Ausgesperrten haben Succurs erhalten. Acht Der Kampf um den Arbeitsvertrag im Schneidergewerbe zu Jena Arbeitskräfte nur vom Arbeitsnachweis der Gehilfen einzustellen. ihrer Kollegen, die vor zwei Wochen den berüchtigten Vertrag des 9. Der 1. Mai gilt als Feiertag. 10. Die Arbeitgeber verpflichten Arbeitgeberverbandes unterschrieben, haben am Montag die Arbeit sich, ihre Arbeiter nur zu den vorstehenden Lohn- und Arbeitsbedingungen zu beschäftigen, während die Arbeiter die Pflicht über- niedergelegt. An eine Kündigungsfrist waren sie bei Auflösung des nehmen, nur bei solchen Arbeitgebern zu arbeiten, welche diesen schäft des Vorsitzenden des Arbeitgeberverbandes, Hoflieferant EbArbeitsvertrages nicht mehr gebunden. In Frage kommt das GeTarif innehalten. 11. Dieser Tarif tritt am 1. April 1904 in Kraft hardt jr., der sich schon sicher fühlte. In auswärtigen Zeitungen und hat zwei Jahre Gültigkeit. In der Versammlung, die Montagabend stattfand, wurde u. a. sucht der Arbeitgeberverband eifrig Arbeitswillige. das Verhalten eines Arbeitgebers( Hoffattler Erb) scharf kritisiert. gekommenen find bisher wieder abgeschoben worden. Bei dieser Firma haben sich sämtliche Arbeiter schriftlich verpflichten Bierhundert Arbeiter der Bremer Jutespinnerei und Weberei in müssen, sich nicht an der diesjährigen Lohnbetvegung zu beteiligen, Hemelingen find wegen Differenzen mit der Fabrikleitung ausandrenfalls ihnen Entlassung drohe. Aus der Jnnungs- Sibung ständig. Es ist Aussicht vorhanden, daß die Differenzen bald bewurde mitgeteilt, daß die Forderung der 9 stündigen Arbeitszeit bei feitigt werden. mehreren Wäätgliedern der Innung günstige Aufnahme gefunden habe. = Ausland. Alle AnGenosse Fleißner erörterte dann unter großer Aufmerksamkeit das Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Socialdemokratie, um zu beweisen, daß es fompletter Unsinn ist, unfrer Partei nachzusagen, sie heße und schüre zum Streit. Wie ein roter Faden ziehe sich aber diese unsinnige Behauptung durch alle Auslaffungen der Unternehmer, der bürgerlichen Presse, der Behörden und auch der Regierung. Aus dieser unrichtigen Behauptung ziehe man dann zum Schaden, der dieser unrichtigen Behauptung ziehe man dann zum Schaden der Sache ganz falsche Schlüsse, suche die Aufmerksamkeit von dem Kern punkt abzulenten und nebenbei der Socialdemokratie eins auszitivischen. Die Socialdemokratie als solche habe nichts weiter ge= than, als den kämpfenden Arbeitern im Augenblick der größten Not beizuspringen; das sei ein Verdienst um die Sache der Arbeiter. Denn wer soll ihnen denn helfen, als ihre Klassengenossen? Die deutsche Arbeiterschaft durchkreuzte mit Hilfe der politischen und gewerkschaftlichen Organisation den Plan der Unternehmer, die Arbeiter auszuhungern und ihre Gewerkschaft lahmDie Regierung habe ihre Pflicht nicht gethan. Arbeiterinnen beabsichtigen, in diesem Frühjahr in eine Lohnbewegung zulegen. Die in der Album- Branche beschäftigten Arbeiter und Die Lehrlingsfrage in der Diamantindustrie. Statt Gendarmen mußte fie eine Die Amsterdamer Juweliers- Vereinigung hat sich vor einigen VermittelungsKommission beim damaligen Stand des Kampfes nach Crimmit- einzutreten. Eine zahlreich besuchte Versammlung, die im Gemert Tagen an die Vorstände des Allgemeinen niederländischen Diamantschau senden, die sich natürlich ihre Informationen nicht nur bei den Arbeitszeit von 10 auf 9 Stunden, sowie die Festlegung eines gewandt, um eine Verhandlung anzubahnen zwecks Aufhebung des schaftshause tagte, forderte in erster Linie die Verkürzung der arbeiter- Verbandes und der kleineren Organisationen des Berufs Internehmern zu holen und lediglich deren Interessen zu vertreten Minimallohnes. Die Lohnforderungen sollen in der gleichen Höhe feiner Zeit von den organisierten Arbeitern durchgesetzten vollhatte.( Lebhafte Zustimmung.) Man schiebt die Socialdemokratie gehalten werden, wie die im Buchbindergewerbe festgelegten. Ein ständigen Verbotes der Anlernung von Lehrlingen. Wie eine vorvor's Loch. Was würde man aber sagen, wenn wir den Spieß um- Cirkular wird in den nächsten Tagen an alle Unternehmer gesandt läufige Besprechung ergab, scheint es nicht die Absicht der Juweliere tehren und behaupten würden: die nationalliberale oder konservative werden, worin die Wünsche der Arbeiter in allgemeinen Umrissen zu fein, eine unbegrenzte Zahl von Lehrlingen einzustellen; fie Partei hetzt die Unternehmer in diesen Kampf, weil die beteiligten enthalten sind. Bräcise Forderungen sollen erst später gestellt wünschen nur, daß solche Kinder von Diamantarbeitern, die körperlich Unternehmer zufällig dieser oder jener Partei angehören. Wenn werden. Eine schriftliche Antwort wird bis zum 1. März d. J. er- und geistig gut entwickelt sind und genügenden Schulunterricht geman die Socialdemokratie schon mit dem Streit verquiden wartet. Zugleich wurde eine Lohntommission gewählt, die mit den noffen haben, nach einer gewiffen Probezeit als Lehrlinge an= Prinzipalen zu verhandeln hat. Ueberläufer aus andren Berufen genommen werden können. Die Angelegenheit hat gleichwohl eine ivolle, dann gehe das nur in dem Sinne an, daß befürchtet man nicht, da der Branche nur Specialarbeiter angehören, große Aufregung unter den Diamantarbeitern wachgerufen. Zu, der die gute politische Schulung der Crimmitschauer Arbeiter welche schwer zu ersehen sind. Versammlung, die sich am Donnerstag voriger Woche mit der Frage die auf sie einstürmenden Provokationen wirkungslos abprallen befaßte, war der Andrang so start, daß eine zweite Versammlung ließ. Wer weiß, was bei einer nichtsocialdemokratischen Arbeiternotwendig wurde, die dann am Sonnabend stattfand. Vom Vorstand schaft unter solchen Umständen passiert wäre. Die Machtfrage haben des Diamantarbeiter- Verbandes war der Vorschlag gemacht, mit die Unternehmer aufgerollt. Eine Einigung werde mit einem Stand der Juweliers- Vereinigung zu verhandeln; innerhalb der Mitgliedpunkt„ biegen oder brechen" natürlich nicht erzielt. fchaft wurde dagegen eine heftige Agitation gegen jede Verhandlung Jedoch wurde in beiden Versammlungen über die Frage entfaltet. der Vorschlag des Vorstandes angenommen, und zwar mit zusammen Organisationen religiöser Färbung haben ebenfalls beschlossen, zu 3572 gegen 1399 Stimmen. verhandeln. Die Diamantarbeiter von Antwerpen haben auch bereits zur Lehrlingsfrage Stellung genommen und am Freitag mit 1178 gegen 188 Stimmen den Beschluß gefaßt, den Borstand des Antwerpener Diamantarbeiter Verbandes zu er= mächtigen, in Verhandlungen über die Regelung des Lehrlingswesens einzutreten, falls die Arbeitgeber es verlangen. Endgültige Beschlüsse sollen jedoch sowohl in Antwerpen als auch in Amsterdam nicht gefaßt werden, bevor ein internationaler Kongreß der Diamantarbeiter sich über die Frage geäußert hat. Stuffateure, Rabiker und Spanner! Wir weisen auf die heutige Sperre- Annonce hin, welche durch die Stuffateure Schreiber und Sobojched veranlaßt ist. Beide Genannten haben beim Unternehmer H. Vogt ein größeres Stüd Arbeit in Accord übernommen, wollen aber den andren dort beschäftigten Leuten ihren knappen Tariflohn bewilligen, um für sich Berufe, diesen Bau so lange zu meiden, bis die Angelegenheit durch den Mehrverdienst einzustecken. Wir ersuchen alle Kollegen obiger die Organisationen beigelegt ist. Darauf ging Herr Dr. Naumann mit den Unternehmern recht wirkungsvoll ins Gericht. Sehr interessant waren Redners Plusführungen gegen Pastor Schink. Wenn sich ein Geistlicher in parteiischer Weise in solchen Streit einmischt, so verstoße er gegen seinen Beruf und habe die Konsequenzen zu ziehen er müsse von der Kirche scheiden, wie Redner es auch gethan habe; das Wort vom ..Herrn im Hause" sei eine einseitige Formulierung. Nicht Herren und Stuechte soll es geben, sondern Unternehmer und Arbeiter sollen sich als zwei gleichberechtigte vertragichließende Parteien schreiberstraße 28, ist nach wie vor gesperrt. gegenüberstehen.( Lebhafte Zustimmung.) So sei die moderne Rechtsauffassung. Man habe die Arbeitswilligen vom Standpunkt des fittlichen Rechts sogar von der Kanzel zu verteidigen gewagt. Vom fittlichen Standpunkt aber ist der Arbeitswillige ein Deserteur. Die Ortsverwaltungen der Stuffateure, Rabitzer und Spanner. Filiale Berlin. Achtung, Delateure! Die Werkstelle Adolf Mühlberg, StallDer Vorstand. J. A.: Franz Lezzien, Büschingstr. 5. Deutfches Reich. An die organisierte Arbeiterschaft! Die drei kleinen Diamantarbeiter= Seit dem 13. beztv. 20. Dezember v. J. find in Preek( HolMarseille, 12. Januar. Die Werftarbeiter der Schiffahrts( Zustimmung.) Es sei auch nicht ſittlich, die Forderung des Zehn stein) 24 Schlächtergesellen wegen Zugehörigkeit zur Gesellschaft Fraissinet haben heute vormittag die Arbeit eingestellt, stundentages als Heßerei und Aufiviegelung zu bezeichnen. Mit der Drganisation( Centralverband) ausgesperrt. um sich den ebenfalls ausständigen Arbeitern von Ajaccio und Bastia Forderung des Zehnstundentages diene man unter allen Umständen Die Breezer Schlächtergesellen sind seit Jahren fast alle anzuschließen. Man glaubt, der Ausstand werde nur von furzer der Kultur. Die Unternehmer vertrösten immer auf den gesetzlichen organisiert. Sie hatten bereits bessere Arbeitsverhältnisse erDauer sein. Zehnstundentag. Haben sie aber denn schon Schritte gethan, um fämpft, darunter festgesette Arbeitszeit, sowie die Für die streifenden und ausgesperrten Weber in Crimmitschau ihren großen Einfluß für diese Forderung geltend zu machen? Es stritte Junehaltung der gefeßlichen Sonntags- gingen bei der Berliner Gewertschaftstommission folgende handle sich hier doch wohl mur um einen platonischen Wunsch. ruhe. In letzter Zeit behagte das den Arbeitgebern, meist Beiträge ein: Centralverband d. Maurer, Zweigverein Hermsdorf i. M. 30,-. Ver Nachts 12 Uhr fand die äußerst interessante Versammlung nach Wurstfabrikanten, welche ihr Absatzgebiet in größeren Städten vierstündiger Dauer ihr Ende. Ihr Verlauf war bei aller Sachlich die Gefellen weit über haben, nicht mehr. An Wochen und Sonntagen mußten band deutschen Buchdrucker 175,-. Hausdiener Jandorf u. Co., Bellealliance über die Zeit hinaus arbeiten. Bei straße, 4. Rate 24,75. Strauß 1, Rohrleger u. Helfer Krh. Westend, v. Ieit zum Teil recht lebhaft. Die Anwesenden waren offenbar fehr einer Kontrolle an einem Feiertage fand unser Vertrauens. 2. 221,25. Ges. v. Puberkolonne Höning d. Däumig 12,-. Maler d. R. 1. H., 3. Rate 6,50. Samml. bürgerl. Frauen, übermittelt v. A. S. und von den Ausführungen der einzelnen Redner beeinflußt, die alle mann, daß in fast allen Wurstfabriken während des ganzen Vor- Bagner 11,85. Bau Nachodstraße 34A 7,65. Ges. b. 60. Geburtstag lebhaften Beifall fanden, trotz der grundverschiedenen Auffassungen. mittags noch gearbeitet wurde, ja in einer Wurstfabrit sogar Urbanstr. 65 3,- Bautlempnerci Müller, Großgörschenstraße 4,70. Gea Besonders bemerkenswert ist, daß auch der socialdemokratische noch sämtliche Maschinen im Gange waren. burtstagsfeier b. Thomas 3,-. Braun u. Wolf, 6. Rate 10,-. Bild Hauter von Böttcher 9.-. Durg M. Schröder 15,80. Schellinger 200 Berliner Partei- Angelegenheiten. analiſationswerte und Rieſelfelder für das Gtatsjahr 1902, 9 Lokales. zu fowic Da die Im Anschluß hieran findet feitens der Versammlung die Wahl eines Stadtsyndikus und eines befoldeten Stadtrats statt. " A. 2,90. Hauses. Vorlagen betreffend: den Jahresabschluß der städtischen Hahn 9,- Klaviatur Fabrik Reinke 5. 17,90. Tischler, Polierer u. Maschinenarb. v. P. Hyan, 6. Rate 16,30. Stattiub 4 Wenzel", 2. Rate 6,-. Gefundene Priemdose b. Biggel 7,-. Streich Friedrichshagen. Vom 15. bis 30. Januar liegen auf dem Rat- Stadtgemeinde geschenkten Grundstüde Büschingstraße 1 und 2 den Erlaß der Umsatzsteuer für die von dem Kentier C. 2. Beckler der 7,45. Riftenfabr. Neumann, 3. Rate 5,50. Pflanzerber. Feldblume" 6,75. Hause, Zimmer 13, die Gemeindewählerlisten während der Drei Brüder a. d. Adalbertstr., Skatspiel 5, Pianofabr. Rösener, Listen Dienststunden zur Einsicht der Gemeindewähler öffentlich aus. die Zusicherung des Erlasses der Nr. 2351 u. 8577 40,85. Möbelfabr. F. Mauf, 6. Rate 14,25. Arbeiter von im Monat März die Ergänzungswahlen zur Gemeindevertretung Grundstücke Büschingstraße 31, 32/34 und 35, der Umsatzsteuer für von demselben unentgeltlich noch zit übereignenden Ad. Milde 14,30. E. D. S., Charlottenburg 3,-. G. D.-, 50. Verein die An Arbeitsscheue v. Röhlinghausen i.. u. Umg. 12,05. Ein Breslauer stattfinden, ist es Pflicht der hiesigen Parteigenossen, sich davon zu stellung eines landwirtschaftlichen Direktors für die städtischen RieselMediziner 15, Schade, Groß- Lichterfelde, für einen Tanz 7,-. Tischlerei überzeugen, ob ihr Name in die Wählerliste aufgenommen ist. Tierchens Grünauerstr. 7,-. Arb. v. Hoffmann u. Co., 4. Rate 8,30. güter und die Ausstellung des Gemäldes„ Europäischer Kongres Werkstatt Fulle, 6. Rate 18,25. Geburtstag b. Willing, Fruchtstr. 30 4,10. Saale des Herrn Richter, Chausseestr. 104, seine Mitglieder Ausschusses für die Wahlen von unbesoldeten Gemeindebeamten, Der Wahlverein Groß- Lichterfelde hält heute abend 8 Uhr im zu Berlin 1878" in St. Louis.- 14 Rechnungen. Vorschlag des Tischlerei Alb. Schulz, Krautstraße 12,75. Bianofabr. Heindorf, Dresdenerstraße, 3. Rate 14,50. Filiale Sawahli 5,50. Möbelfabr. Sirota, 8. Nate Bersammlung ab. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung: betr. die Wahl von drei Mitgliedern für eine Armenkommission. 6,90. Müßenfabr. A. Grotehenn, 4. Rate 6,30. Stammgäfte d. Jeffener i Stellungnahme zu den Gemeindewahlen und Aufstellung der( Gegen den bezüglichen Wahlvorschlag ist in der Sitzung der VerGewerkschaftshause 3,- Reisebazar Brager, 4. Rate 10,35. Arb. v. C. Quehl, Kandidaten, wird zahlreiches Erscheinen der Mitglieder crwartet. fammlung am 29. Dezember 1903 Widerspruch erhoben worden.) 4. Rate 11,-. Bautischlerei Bendir Söhne, Elbingerstraße, 3. Rate 15,05. Bauarb. d. Darmstädter Bant, 3. Rate 21,25. Ges. b. Völker, Tempel Außerdem findet um 6 Uhr eine gemeinschaftliche Sigung des Treptow. Die Mitglieder- Versammlung findet Donnerstagabend Magistrats und der Stadtverordneten- Bersammlung statt behufs der hof 12,75. Ein. Berb- Mitgl. a. d.„ Kreuz- Zeitung" 4,50. Tischlerei 82 Uhr bei Ressel, Kiefholzstr. 6, statt. In derselben spricht Genosse Wahl von 25 Mitgliedern und 14 Mitglieder- Stellvertretern für die 6. Bormann, Admiralstraße, 5. Rate 7,35. Töpfer Bau Doring, Ludwig Hofmann über: Unser Programm. Un zahlreiches Einkommensteuer- Berufungskommission. Lippehnerstr. 23-24 8,50. Möbelfabr. Hoffnung", 6. Rate 16,35. Erscheinen wird gebeten. Lifte 8587 13,75. Tellersamml. d. Einsetzervers. v. 10. Januar 1904 30,50. Pflanzerber. Bauers Rub SO.", 2. Rate 13,50. Werkst. v. Rich. Schmidt, Fruchtstraße, 2. Rate 11, Bauklempnerei Dietrich, Mariannenstraße, 4. Rate 7,50. Schraubendreher von Lüben u. Buchse, Saal 20, 4. Rate Vom Wahren Jacob" ist soeben Nummer 2 dieses Jahrgangs 21,55; Saal 16. 19, 3. Rate 16,-; Saal 5. u. 13, 3. Rate 18,50. Tischlerei Dunsfh, 10. Rate 22,45. Buchbinderei v. E. Jagert 9,60. PianoDas Schwebebahn- Projekt vor dem Forum der Hausbesitzer. erschienen; sie wird heute in allen Partei- Speditionen sowie in der fabrit v. Gara 13,50. Riste 2730 10,25. Möbel- und Pianoarb. Gebr. Für die Bemühungen, der Bevölkerung Berlins und der Vor- Vorwärts- Buchhandlung, Lindenstr. 69, ausgegeben. Neukirch( intl. Schwart), 4. Rate 14,35. Bers. v. Hellmann 2,15. Rohr- orte neue Verkehrsmittel zu schaffen, können heute im wesentlichen Jeger u. Helfer v. Naruhn u. Betsch( dar. cin Rohrl. v. Jung, Ritterstr.) 41,21. nur noch Schnellbahnen in Betracht kommen. Wie einst den durch richtung einer städtischen Abdeckerei beschäftigt. Es wurde Der Magistrat hat sich in seiner legten Sigung mit der Ers Lokal v. Wünsche d. Pleschte 9,50. Tischlerei Fiße, Weidenweg, 3. u. 4. Rate 15,75. die Straßen rumpelnden Omnibus der auf Schienen fortbewegte beschlossen, von der Entsendung Sachverständiger zum Studium Gesammelt von Batienten der Heilstätte Lichtenberg bei Berlin 5,-. Ber- Pferdebahnwagen überholte, wie dann die Pferdebahn durch die bezw. Besichtigung andrer städtischer Abdeckereien und Vernichtungsband der Glasarbeiter auf Listen 79,30. Buchdruderei Wilhelma" 15,80. eine raschere Beförderung ermöglichende elektrische Straßenbahn abArbeiter von F. E. Schlick, Oranienstraße 8,45. Tischlerei Delschlägel, gelöst wurde, so wird auch die elektrische Straßenbahn einmal den anstalten abzusehen, weil diese schon genügend bekannt sind 4. Rate 15,15. Schwechten, Stochstraße 16,60. Bautischlerei Schüler, Graunund die Frage bereits genügend geflärt ftraße, 3. Rate 8, Bolierer von Helter u. Blathen 15,-. Treibriemen wirklichen Schnellbahnen, die natürlich nur Hoch- und Untergrund- Stadtverordneten- Versammlung soll eine erscheint. Der Borlage gemacht Fabrit Tegel 6,70. Liste 2731 7,90. Betroleum- Lagerhof Süd- User d. Grothe bahnen sein können, weichen müssen und sich mit der Rolle begnügen werden, in 4,20. Arbeiter u. Arbeiterinnen von Sarotti 59,60. Durch E. Fint 1,20. müssen, die seit einigen Jahren der mit seinen Sechserstrecken fast außerhalb Berlins auf Grund der die Errichtung einer städtischen Abdeckerei St.-B. D., Saal 12, 4. Rate 18,10. Rabelwerk Oberfpree, Abt. Drahtfabrit, nur noch dem engeren Lokalverkehr dienende Omnibus übernommen Präsidenten vorgesehen wird. Abgelehnt wurde der Vorschlag, die cines Restriptes des PolizeiSäle 9 u. 6 20,- Klaviaturfabrik Hermann u. Bartow, 6. Rate 9,70. hat. Vorläufig ist erst ein bescheidener Anfang dazu gemacht worden Abdeckerei auf dem städtischen Central- Viehhof zu errichten. Die Masch. Arb. v. W. Hildebrandt, Reichenbergerstraße, 5. Rate 5,-. Möbelpolierer Berkit. Jahn, 4. Rate 7,50. Rohrleger von Roeside, Nieder- Schöne Ost nach Charlottenburg wir haben erst die eine Hoch- und Untergrundbahn von Berlin- von Stadtverordneten erhobenen Befürchtungen, daß auch bei einem weide 6,- Silvesterseier bei Thomas, Gartenstr. 71 4,-. Geburtstag bei aber schon spürt die" Große Berliner" Transport Unterschleife vorkommen können, sollen durch besondere Thomas 3,50. Lustige Sieben bei Thomas 4, hlmann 18,65. Möbel- die Wirkungen der Konkurrenz und sieht auf ihren in derselben Vorkehrungen, Einführung eines sicheren Systems begegnet werden. polierer Dischleit u. Co. 14,70. Rauchflub" Gemütlichkeit II", Abendtisch Richtung verlaufenden Linien den Verkehr sich mindern. Süd- Ost 7,20. Rohrleger u. Helfer v. Angrich, Kreuzbergstr., 2. Rate 23,90. Gegenwärtig liegen Ueber die Einzelheiten sollen den Stadtverordneten noch nähere Mitbesonders drei Schnellbahnteilungen in der Vorlage gemacht werden. Tischlerei G. Dehlert, 4. Rate 3,55. Statflub„ Einigkeit" bei Bachgänger 5,-. Projekte vor: die Weiterführung der bestehenden Hoch- und Tischlerei Dieke, Königsbergerstraße, 4. Nate 7,30. Schneider von Untergrundbahn vom Potsdamer- Play bis ins Herz der Stadt, bis Wo wohnen die reichsten Leute in Preußen? Ueber diese Frage Biehler 4,-. Kronleuchter Fabril Niemanu u. Co.( einschließlich zum Hausvogtei- Platz, zum Spittelmarkt; eine von der Stadt- giebt die soeben erschienene Statistik der Einkommensteuer- Veranlagung 2,- bon cinem Arbeiterfreund), 5. Rate 31,35. Drudereiperi d. C. Regenhardts Berlags- Buchhandlung, 2. Rate 17,70. Arbeiter gemeinde zu bauende Untergrundbahn vom Wedding durch die für 1903 Auskunft. Wir meldeten bereits, daß in allen Stadtkreisen Mollenhauer it. Metdorf, 6. Rate 31,30. Tischlerei Körner, Chauffecftr., Friedrichstadt nach Schöneberg; die von einer Privatgesellschaft ge- zusammengenommen 36 Personen wohnen, welche von einem Ein10. Rate 13,65. Ges. b. Burghart 2,10. D. Niegelsky jun. 2, Sogen. plante Schwebebahn vom Gesundbrunnen über Bahnhof Alexander- kommen von mehr als einer Million Mark( über 40000 m. blaue Fliesenleger b. Villeroy u. Boch, 2. Rate 14,- D. Wilde 8, Platz nach Nixdorf. Die Stadtgemeinde ist, wie man sieht, Jahressteuer) Steuer zahlen( im Vorjahre waren es 39 physische Bianofabr. Wiesner u. Co., 4. Mate 8,-. Tischlerei Neumann u. Buna, wenigstens mit dabei". Die alte Streitfrage, ob die städtische Ver- Personen). Die Zahl der juristischen Personen, die sich in der Lauftzerpl., 4. State 40,-. Rahmenfabr. H. Gost u. Co. 7,50. b. Kleinmann 2,50. Firma Erdmann, Stallschreiberstr. 4,-. Bei Schulz, lassen soll, ist für die Straßenbahn Fidelitas waltung noch länger das Verkehrswesen privaten Unternehmern über- gleich glücklichen Lage befinden, beträgt 51( im Vorjahre 63). Von leider etwas sehr den 36 reichsten Leuten im Staate kommt allein ein Drittel auf den Wiesenstr. 19 2,20. Buchdruckerci H. Bergmann, 4. Rate 5,75. Firma spät, Stampfmeier, 5. Rate 41,-. sagen wir lieber: W. Bernhard Co., Luruspapierfabr., 5. Rate spät im verneinenden Stadtkreis Berlin, der im Vorjahre sogar zwei dieser Höchst 11,45. Biffardjabr. Danneberg 7,30. Möbelfabr. R. Seelisch, Rügenerstr. 21,70. Sinne entschieden worden. An der Schaffung von Schnell besteuerten mehr zählte. Berlin hat daneben noch 18 Gesellschaften, Brägerei Littauer u. Bohsen, 5. Rate 15,-. Tischlerei Berner, Frankfurter- bahnen will die Gemeinde sich zeitiger beteiligen. Aber noch ist das welche von einem Millionen- Einkommen Steuern zahlen; auch ihre straße, 5. Rate 6,80. 2. Sorgenfrei 2,35. Tischlerei Wolf, Andreasstraße Unternehmertum auf dem Posten und macht alle Anstrengungen, auch Zahl hat sich verringert, im Vorjahre betrug sie 26. Nach der 2,- Ges, b. S. Thornerstraße 1,50. Drg. Etuisarb., 2. Rate 16,40. hier wieder sich einzunisten. Reichshauptstadt kommt Frankfurt a. M., twoselbst von zwölf Tischlerei Kaiser, Kreuzbergstraße, 4. Rate 25,45. Anschläger Bau SchüßenFür das Schwebebahn- Projekt, das vorläufig nicht noch elf jener Krösusse fizen; hier ist die Zahl der reichen Aktien- 2c. Ede Charlottenstraße 4,-. Bautischlerei Knoll u. Bittner, 4. Rate 10,60. viel Freunde hat, wird von der betreffenden Unternehmergruppe, der Gesellschaften von 7 auf 4 zusammengeschmolzen. Von den übrig Dst. Haggenmiller 8,-. Tischlerei Bark, Graunstraße 2,-. Tischlerei Groschtus, Gollnowstraße 75,50. Stodfabr. v. Phillipp u. Co. 4, Mörs- agitiert. Da es in Verkehrsfragen darauf ankommt, vor allem das je zwei auf und der Rest dieser wertgeschätzten Mitbürger verteilt " Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen", cifrig bleibenden 13 Millionären" weisen Wiesbaden und Breslau berger Hochzeit, Stohltopf 2,60. Rauch Klub Abguß", Weihnachtsfeier 3,50. Bergolder u. Berufsgen. v. A. Berkmeister, Brunnenstraße, 3. Nate 23,30. Hausagrariertum auf seiner Seite zu haben, so hatte die Gesellschaft sich auf die Städte Magdeburg, asset, Duisburg Bautischlerei Enders 10,25. Tischlerei Schaub, Feilnerstr. 8,20. Bohm 6,90. sich entschlossen, durch den Leiter ihres technischen Bureaus, den Re- Düsseldorf, Bonn, Köln, Essen, Redlinghausen C.-K.-K. der Maurer, Reinickendorf 5,65. Brauer des Böhmischen Brau- gierungs- Baumeister Schaar, den Herren Hauswirten in einer von und Gibing, von denen jede nur einen diefer dünn gefätenz Hauses 18,30. Heinrich 10,55. Stiftenfabrit Stolz, 9. Rate 8,95. Buchdruckerei Mitgliedern zahlreicher Grundbesizerbeine stark besuchten Versammlung Steuerzahler aufzuweisen vermag. 2. Bobach, 6. Nate 7,25. Budach u. Co. 6,75. Fabrilpers. A. u. D. Huff, einen„ informatorischen Vortrag" halten zu laffen. Herr Schaar 5. Rate 7,50. C. Bartels u. Co. 5,30. Buchdruckerei W. Kolm, Neue versicherte, er sei erst durch den Bund der Berliner Grundbesitzervereine zu witterung rüstig vorwärts. Die Arbeiten an den Stadtbahnhöfen schreiten dank der günstigen Promenade, 3. Rate 5, Tischlerei Heinz u. Beier, 4. Rate 8,75. Sattler diesem Vortrag aufgefordert worden, aber auch so vermochte er mit seinen der Bahnsteige an der„ Janowitzbrücke", an welcher selbst nachts, Die Verbreiterung und Verlängerung von F. Hartmann, Hof I. 4,60. Goldleiſtenfabrik von Spieside, 7. Rate Ausführungen der Mehrheit seiner Zuhörer nicht sonderlich zu bei elektrischen Licht gearbeitet wird, dürfte voraussichtlich schon 10,55. Bimmerplak. Görisch, Charlottenburg 10,50. Buchdruckerei A. B. Schade, 6. Rate 14,-. Buchdruckerei H. Theinhardt 5,50. Sparver. imponieren. Sein Versuch, das Mißtrauen zu zerstreuen, dem die Ende März d. J. vollendet werden. Blühe", Reichenbergerstraße 25,- Liste 12 573 22,95. Pianofabrit Lang- Schwebebahn noch begegnet", ist bei den Hausbefizern einstweilen der Brüdenstraße, hat man schon jetzt einen Ueberblick über den Vom jenseitigen Ufer, an frit 7,-. Haffe 11. Wrede( darunter 1,- von 3acher) 16,90. mißlungen. Graphische Kunstanstalt Baudouin, 2. Rate 20,-. Schneidemühle v. Jäckel, Die Einzelheiten des Projektes sind den meisten unsrer Leser Fortgang dieser interessanten Arbeiten, für welche die Materials Fräserei C. Pohl u. A. Espig, 4. Rate 8,95. Drei rote Statspieler v. Adlers- Ringbahnhof Gesundbrunnen beginnen, über Rosenthaler und Schön- bringen sie an Ort und Stelle. Ebenso werden die großen AuflegeLandsberger- Allee 5, Maskenball G. J., Elysium 2, Möbelfabrik u. wohl noch aus früheren Mitteilungen bekannt. Die Bahn soll am zufuhr in der Nacht erfolgen muß. Zwei ſtattliche Krähne heben die schweren Längs- und Querträger direkt von den Eisenbahnwagen und hof 3,- Frl. E. Mattersdorf, Dresden 100,-. Tapeziererwerfft. Matschke, Hauser Thor durch eine neue Straße des Scheunenviertels nach steine gleich an Ort und Stelle dirigiert und verlegt. Ein Bahnsteig auf Lügowftr. 5,05. Korbmacher v. Schlieter1,40. Amerit. Autt. eines Sechser fäse d. Daberkow 4,95. Sotonne Otto Sloß u. Neumann, 2. Rate 4,50. Bahnhof Aleranderplah gehen( Umsteigebahnhof für die Stadtbahn!), Station Halensee ist inzwischen bereits erhöht worden, der andre Gemütliche Tischgesellschaft d. Grebie 2,20 Arme Druder, Köpenider fich neben der Stadtbahn bis nach der Jannowiß- oder Michaelkirch- wird folgen, sobald der Frost nachgelassen hat. Dann sollen auch Linoleum- Bert 2,70. D. A. Bandtlow 1,10. Die verwundete Brücke hinziehen, die Luisenstadt durchqueren und in Rigdorf am die Stationen estend und Stralau Rummelsburg in Folia et Flora", Gr. Lichterfelde, Ringbahnhof Hermannstraße enden. Die Berliner Schwebebahn ist Angriff genommen werden. Auf Station Grunewald werden Maskenball 18,50. Bautischlerei Kannengießer, Stralsunderstr. 6,45. gedacht nach dem Langenschen System der Schwebebahn von die Aufhöhungsarbeiten bei dem Vorort- Bahnsteige beginnen, der R.-R. Often, M. d. Arb.-R.-B. 4,20. Ban- Stuffateure v. Walz, 3. Rate Elberfeld- Barmen. Der Bahnkörper" liegt über dem Straßen- später Stadtbahnsteig für die Züge in der Richtung von Potsdam 3,50. Töpfer Bay Dornbusch d. Guttowsky 13,50. A. E.-G., Aderstraße I. damm und und II, Schicht Abt. Dobert 7,50. Steinmeßen Bau Jandorf 3,-. Stamm wird getragen entweder von je einer Stüße, wird, dann folgt der Stadtbahnsteig, der als solcher für die Züge tisch Wolff, Bankow 2,60. Tischlerei Billard, Stegli 7,30. Datar Beise, die in die Mittellinie des Dammes kommt, oder von ie in der Richtung von Berlin beibehalten wird. Längere Zeit wird Weißensee 17,-. Buchdruderei F. A. Günther u. Sohn, 5. Rate 10,- zwei Stützen, die auf den Trottoirs errichtet werden. Die Züge noch der Bau der Spreebrüde am Bahnhof" Jungfernheide" Karl Schwedler, Tschicherzig 35,50. Lotteriellub Fortuna 1903", Fidelitas hängen unterhalb des Bahnkörpers“ und„ schweben" unter ihm hin. in Anspruch nehmen, da hier die Arbeiten schwieriger sind und nur b. Haserodi 4,05. Friedenau, Bau Haustein, Ringstr. 5, 3. Rate 7,25. Herr Schaar suchte seine Zuhörer zu überzeugen, daß eine solche immer auf einer Geleisstrede vorgenommen werden können. Lotterieklub Wiesenburg", Wiesenstraße 6,10. Stuffateure v. Admiral- Bahn besser sei als die Berliner Hochbahn, daß das Bauwerk geschulz( dar. 1, v. Gaftw. Biele) 5,37. D. Radite( dar. Tischler von fälliger aussehe und weniger Licht wegnehme, daß der an cin Deß, Lichterfelde, 4. Rate 2,50 u. gej. b. Richter, Gr. Lichterfelde 3,50) 7fchienigem Geleife hinrollende Zug ohne Verlangsamung scharfe Emma Duda, Breslau 2,50. A. E.-G., Boltastraße, Schuppen I- IV 25,60. H. C. d. Dr. 2. A. 100,-. Stuffateure b. Snape 4,-. Stunden d. Cigarren- Kurven befahren könne, der Betrieb gefahrlos fei, und so weiter. geschäfts Kirchstr. 13 6,25. Lithographen und Steindruder, Verw. Berlin, Bor den Untergrundbahnen habe die Schwebebahn voraus, daß fie auf Listen 300,- Familie Gerstenberger, 2. Rate 2,-. Amerit. Autt. b. rascher zu bauen sei, kein Aufreißen der Straßen erfordere, sich auch Schaller, Gräfeftraße 5,98. Einseker v. Schütt 12, Handtuch- Berleih billiger herstellen lasse und daher billigere Tarife haben könne. institut Emensio", 4. Rate 5,-. Möbelfabr. Plath, Frankfurterstraße, Der Redner fand nur mäßigen Beifall, in den sich Zischen im Bau. Die gesamte Sternflotte wird also int nächsten Sommer 4. Rate 2,-. Glasbläserei Siemens u. Halste 26,10. D. Bast 1,50. mischte. Die Diskussion zeigte noch mehr, daß es ihm nicht geglückt 49 Fahrzeuge zählen. Die Zahl der bei der Gesellschaft beschäftigten Lifte 2742 4,05. Silvesterf. b. Joh. Saß 4, Schnaderhüpfl b. F. Saß war, die Berliner Hausbefizer für das Projekt zu gewinnen. Anfangs Personen beträgt in den Betriebsmonaten im allgemeinen 255 und 1, Inkasso- Agenten d. Singer Co., Leipzigerstraße, 3. Rate 20,94. Sürtler u. Schleifer v. Brendel u. Lerwig 14,95. Sparv." Guter Wille", sprachen mur eifrigste Gegner der Schwebebahn. Sie brachten steigt bis 275. Maskenball 12,60. A. E.-G. B. F. II.( dar. v. roter" Verlobung d. durch ihre heftigen Angriffe die Versammlung in cine Zu den Eisbahn- Unfällen werden noch einige EinzelStrauß 5,50) 28,65. A. E.-G., Hilfsarbeiter, 3. Rate 31,75. animierte Stimmung und ernteten jubelnde Zustimmung. Es waren heiten mitgeteilt, Fünfter Wahlkreis, auf Listen 2. Rate 650,-.( Nachfolgend die Details aber nicht in erster Linie die das Auge und Ohr beleidigenden eine Rolle 1. und 2. Rate: 2ifte 2802 7,20. 2803 13,80. 2806 15,65. 2807 25,80. Eigenschaften der Schwebebahn, die den Hausbefizern das Projekt dorf haben die Großfischer in gerader Linie von Süden nach Norden 2816 4,20. 2817 4,30. 2818 13,60. 2819 4,65. verleideten. Noch weniger sprach die Erwägung mit, daß man einer 2821 14,70. 2822 3,20. 2851 19,95. 2852 5,20. 2854, Maurer u. Arbeiter privaten Erwerbsgesellschaft nicht die Straßen der Stadt ausliefern Bau Ecke Friedrich u. Stronenstraße 18,-. 2855, v. d. Firma Sahlmon, Alte Jakobstraße 4,40. 2856 2,70. 2857 1,45. 2858 4,90. 2859 9,50. dürfe; denn ein Redner fand lebhafte zustimmung, als er ausführte, 2862 14,- 2863 8,55. 2864 8,30. 2865 5,65. 2866 1,80. 2867 8,50. auch die Stadt folle die Schwebebahn nicht bauen, sie solle über2868 7,60. 2870 1,50. 2871 7,11. 2873 13,70. 2874 23,25. 2875 6,75 haupt keine Bahnen bauen. Die Hausbesiger möchten von jeden 2876 10,50. 2878 12,35. 8971 14,75. 8972 7,50. 8975 16,70. 8977 2,30. neuen Verkehrsmittel profitieren; fie fürchten aber, daß durch Schnell 8980 11,25. 2971 9,- 2972 11,40. 2973 7,35. 2975 2,40. 2976 13,80. bahnen den Berlinern noch mehr als bisher das Wohnen in Bor2977, Neubau Hundekehlenstraße, Schmargendorf 6,10. 2979 14,70. orten erleichtert werde. Erst zuletzt tamen noch ein paar Freunde 2980 7,15. 2981 12,90. 2982 4,75. 2983 6,80. 2985 10, 2986 5, der Schwebebahn zu Worte. Aber die Hausbesizer wollten nichts 2987 14,-. 2988 15,- 2989 15,-. 2990 20,- 2993, Arbeiter u. Arbeiterinnen d. Cigaretten- Fabr. Manoli, 4. Rate 35,45. 2994, Carmen- Sylva mehr hören und brachen in Maſſen auf. Der Rest begnügte sich mit J. Rochmann- Namlori 11,15. 2995, Cigarettenarbeiter von Garbath 16,50. der Erklärung, daß man von dem Vortrage des Herrn Schaar 2996 10,25. 2999 5,50. 3000, A. E.-G., Brunnenstraße, Anterbau 12,60: Stenntnis genommen" habe. 2881 7,30. 2882 7,10. 2883 6,20. 2884 21,70. 2885 3,30. 2886 17,65. Man braucht nicht zu den Freunden der Schwebebahn zu ge2889 21,20. 2890 9,35. 2891 4,85. 2892 12.-. 2893 17,15. 2901 13,35. hören und kann doch von dem Verlauf dieser Bersammlung fehr un2903 16,10. 2904 11,70. 2905 11,20. 2906 Werkzeugfabrik Beber u. Co. befriedigt sein. Wenn Hausbesizer zu Verkehrsfragen Stellung nehmen, 31,85. 2907 22,25. 2908 6,20. 2910 5,45. 2911 6,95. 2912 8,20. 2913 10,25. 2916 Arbeiter der Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Grund- giebt es allemal ein sehr unsympathisches Schauſpiel. Gewinnsucht befizer 9,60. 2918 Arbeiter der Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Grund- und Rückständigkeit pflegen da um die Balme zu ringen. Es ist, befizer 14,15. 2919 7,75. 2920 Firma S. H. Schraubendreher B. 23. 25,25. wie gesagt, nicht die Schwebebahn allein, die von der Mehrzahl der 8987 11, 8988 6. Herbert Torrey, Köpniderftr. 37 10,50 8999 11,70. Grundbesitzer bekämpft wird. Die meisten von ihnen schwärmen 2894 8,85. 2899 7,30. 2921 17,25. 2922 6,35. 2930 Neubau Badel, Spandauerstr. 18 19,- 2931 9,60. 2923 8,50. 2925 10,60. 2927 33, 2928 Werkstätte F. Flohr 24,45. 2932 Zertilfabrik Start Dito 7, Hand 50. Gärtnerverein " 2810 6,-. 2813 4,40. abgelaufenen Jahre nach vorläufiger Die Spree- Havel- Dampffchiffahrts- Gesellschaft ,, Stern" hat im Feststellung insgesamt 1 300 000 Perfonen befördert. Die Zahl der verkauften Fahrscheine beträgt 1 153 000. Die Flotte der Gesellschaft besteht zur 3eit aus 39 Schraubendampfern und 4 Motorbooten, zusammen also 43 Fahrzeugen. 5 weitere Schraubendampfer und 1 Motorboot find die zeigen, daß auch die Waghalsigkeit spielt. Zwischen Friedrichshagen und Rahns eine Reihe von größeren und fleineren Löchern geschlagen für den großen Brassenzug, der im Laufe dieser Woche stattfinden foll. Zwischen diesen Löchern, die durch die herausgeschlagenen Eisblöde eingefriedet sind, ist Plab genug für Läufer und Segler. Eine breite Fläche am Nordufer, das wegen seiner Seichtigkeit mit festem Sanduntergrund auch bei einem Einbruch ganz gefahrlos ist, enthält überhaupt kein Hindernis. Der Wirt von Müggelwerder, Schiffseigner Heddig, ließ wiederholt Leute, die er in einer unsicheren Richtung sich bewegen sah, durch Boten warnen. Die Mehrzahl war auch vernünftig genug, auf die Warnung zu achten, andre aber schlugen sie leichtfertig in den Wind. Ein junger Mann aus Berlin ging fogar soweit, den Uebergang über ein solches Eisloch, das nur mit einer dünnen Schicht bedeckt war, den Warnern zum Troß erst recht er3tvingen zu wollen. Natürlich brach er ein und erhob nun als echter held ein jämmerliches Geschrei, bis er gerettet war und auf Müggelwerder im warmen Bett lag. Uebrigens wird der Versuch gemacht werden, den Bächter der Wüggelbahn nachdrücklich an seine Pflicht, für die Sicherheit der Bahn zu sorgen, zu erinnern. Von dem Pächter der Wannsee Eisbahn wird uns geüberhaupt nicht für die Idee, Berlin mit einem Netz von Schnell- schrieben: Die Unglüdsfälle, die am Sonntag auf der Havel bei bahnen, sei es Hoch, sei es Untergrundbahnen, zu überziehen, und Sakrow und auf dem Wannsee vorgekommen, sind wieder am allerwenigsten wollen sie einsehen, daß auf diesem Gebiete die nur auf die große Unachtsamkeit und den Uebermut zurückzuführen. 2933 25,- 2935 12,-. 2940 18,90. 2941 9,45. 2942 15,85. 2943 20,25. Stadtgemeinde Aufgaben und Pflichten hat. Man wird hier In früheren Jahren, als die Strecke Pfaueninsel- Safrom_nicht anstalt Gebr. Baudt, Alexanderstr. 26 6,45. 2951 12,35. 2954 Giammgäste an die Geschichte des Berliner Pferdebahnwesens erinnert, an den verpachtet war, war von dem Restaurateur in Moorlake die sichere von Frik Koch 22,50. 2955 Dewitt ut. Her3, 3. Rate 34,90. 2959 Stephan u. Widerstand, auf den die Pferdebahn bei den Hausbesizern zunächst Bahn nur notdürftig durch Strohivische gekennzeichnet. Anders Co. 7.50. 2960 durch Herrn Spät 26,80. 2966 10,20. 2969 38,55. fties, an die Fehler, die bei der Ausgestaltung des Pferdebahnnetzes in diesem Jahre. Wer von Wannsee kommt, wird durch auffallende 2970 29,90. 8951 25,05. 8952 durch Frik Pohlle 10,15. 2952 Dewitt u. die Gemeinde beging. Plakate bei Pfaueninsel am Sterndampfer- Steg ermahnt, nur auf Herz, 4. Rate 23,95. 11 764 Ban Schmargendorf, Millionenschmidt 3,50. der abgesteckten Bahn zu bleiben. Kommt man über die fleine Land Summa 3880,70 M., bereits quittiert 195 406,39 M., Gesamtsumme Die Stadtverordneten- Bersammlung hat sich in ihrer Sigung am zunge bei Pfaueninsel, so fängt gleich die abgesteckte Bahn an, und 199 287,09 M. Donnerstagnachmittag 5 Uhr u. a. mit folgenden Gegenständen der zwar ist dieselbe von 5 zu 5 Meter zur rechten Hand durch hohe Tagesordnung zu befaffen: Berichterstattung über die Vorlage be- Rohrbüschel gekennzeichnet. Die Bahn ist bis zu 100 Meter breit treffend die Abänderung der Umsatzsteuer- Ordnung. und führt bei Moorlake vorbei nach der Landzunge vis- a- vis Sakrotv Berichterstattung über zwei Anträge von Mitgliedern der Ver-( Dr. Faust) und geht dann weiter auf den Jungfernfee bis zur ſammlung betreffend die Erweiterung des Kaiſer und Kaiserin Glienicker Brücke. Es wird hin und wieder durch Plakate darauf Friedrich Kinder Krankenhauses und die Errichtung einer hingewiesen, nicht von der Bahn abzuweichen, da das Eis außerhalb Station für Geschlechtskranke in dem Krankenhause Moabit. An- derselben unsicher ist. Die in Satrow verunglückten haben nun trag von Mitgliedern der Versammlung betreffend die Ausführung alles dieses außer acht gelassen und sind von Pfaueninsel gleich von der Fußböden in den Krankensälen des Rudolf Virchow- Kranken- der Bahn abgewichen, quer über die Havel auf Satrow zu gelaufen 2946 19,55. 2949, darunter M. 4,25, ges. vom Personal d. graph. KunstBeitere Beiträge werden in unserm Bureau in der Zeit von 9-1 und 6-8 Uhr entgegengenommen. Gelder, welche mit der Post eingesandt werden, find an A. Störsten, Engel- Ufer 15, zu senden. Der Ausschuß der Berliner Gewertschaftskommission. 3 werden. Aus den Nachbarorten. und direkt ins offene Wasser hinein. Tausend andre Leute haben Saler jemals vorher gesehen habe, habe mit dem Kopf nach untes am Sonntag dieselbe Tour gemacht, aber durch Besonnenheit die gelegen und fürchterlich geblutet, während Saler weniger schwer vers gefährlichen Stellen vermieden. Es ist empörend, wenn von Leuten Bei der Briefbestellung zu Neujahr muß das Publikum ge- lett tvar. Während der Hilfeleistung seien immer mehr Leute besseren Standes die Bemerkung, sie befinden sich auf falscher Bahn, wöhnlich ein Auge zudrüden. Man berücksichtigt die anormalen herbeigekommen und schließlich habe man auch den Nieder- Jugeleinfach zurückgewiesen wird und sich verbitten, fie damit zu be- Zustände und wundert sich nicht weiter, wenn ein Stadtbrief, der heimer Arzt Dr. Lambert herbeigeholt, in dessen Wohnung die Verläftigen. in drei Stunden sein Ziel erreichen könnte, erst nach 24 Stunden an unglückten geschafft wurden. Der verunglückte Albert, der uni etiva Sittenwächter auf der Stadtbahn. Auf der Stadt- und Ring- den Adressaten abgegeben wird. In Charlottenburg am 1500 Frank beraubt sein soll, ist seinen Berlehungen bald erlegen. bahn haben die stetig zunehmenden Klagen der Fahrgäste, besonders Postamt II hat sich diesmal in der Neujahrszeit die Briefbestellung Vorf.: Vorher follen Sie nun dem Albert die Uhr und die übrigen von Damen, über Ausschreitungen junger Leute, Beraubung von aber derart verzögert, daß auch die geduldigsten Leute kopfschen Wertgegenstände abgenommen haben? Angell.: Ja, als ich die schlafenden Fahrgästen und sonstige Vorkommnisse zu einer ver- wurden. Es soll in gar nicht seltenen Fällen Tage gedauert haben, vielen Leute sah, und einer davon sprach, daß er den Stoffer des stärkten Ueberwachung der Züge Veranlassung gegeben. Besonders daß ein Brief oder eine Postkarte ans Biel gelangte. Als etliche Albert mitnehmen wolle, sagte ich mir, daß eine Beraubung stattist das Bahnpersonal angewiesen worden, auf alleinfahrende Damen Einwohner sich nach der Ursache so ungewöhnlicher Verzögerungen finden könnte. Ich machte ihm also die Uhr nebst Kette ab und nahme zu achten und bei Beschwerden über Ungehörigkeiten sofort vor- erfundigten, erfuhren fie, daß sie einer ganz unbegreif- ihm das Portemonnaie und die Brieftasche fort, die ich sofort int zugehen. Ein besonderes Augenmerk ist auf solche Fahrgäste zu lichen Maßnahme der Postbehörde zuzuschreiben war. An meine Wohnung hinauftrug. Vorf.: Das Portemonnaie soll nun, lenken, die sich allein im Wagenabteil befinden. Die zahlreichen diesem Poſtamte wird alle Augenblicke mit dem Personal als Sie es dem Schiververivundeten abnahmen, dick gefüllt gewesen Diebstähle an Messingteilen, die von den Thüren und Wänden der gewechselt. Aus welchen Gründen dies geschieht, ist nicht sein, während es auf der Bürgermeisterei ganz dünn von Ihnen abWagen abgedreht wurden, das Zerschneiden der Lederriemen und bekannt; gegen den häufigen Wechsel spricht die einleuchtende That- geliefert wurde. Angefl.: Ich habe es so abgeliefert, wie ich) cs ähnlicher Unfug soll durch die verschärfte Ueberwachung verhindert sache, daß ein Beamter um so besser und zuverlässiger feines Amtes gefunden habe. Gegen den Angeklagten wird geltend gemacht, daß walten kann, je genauer er im Laufe der Zeit feinen Bestellbezirk er sich in schlechten Vermögensverhältnissen befunden und mehrfach fennen gelernt hat. Aber unglaublich ist es, daß etwa der fünfte manifestiert habe. Der als Zeuge vernommene Bürgermeister SaalDer Roman eines Deserteurs. Der Kommandantur in Spandau Teil des Bestellpersonals gerade am Tage vor Neujahr wächter- Nieder- Ingelheim bezeichnet es als höchst auffällig und verhat sich jetzt ein Fahnenflüchtiger gestellt, der vor nahezu 7 Jahren gewechselt wurde. Hat unter gewöhnlichen Umständen ein Brieffräger dächtig, daß man ihm als höchsten Polizeibeamten des Ortes, der von der Disciplinarabteilung des Gardecorps aus dem Fort Hahne- fchon große Mühe sich in einem neuen Bezirk einzuarbeiten, so wird ganz in der Nähe der Unfallstelle gewohnt, feine Mitteilung von der berg entwichen war. Vor ungefähr 9 Jahren trat der damalige es ihm bei der Neujahrs- Briefbestellung selbstredend unmöglich, Sache gemacht habe. Da man sonst alles mögliche gethan habe, müsse Unteroffizier- Schüler Stanislaus Niedbalski beim 4. Garde- auch nur annähernd seine Pflicht zu erfüllen. Den Schaden aber er annehmen, daß man ihn nicht an der Unfallstelle haben wollte. regiment 3.. cin. Er beging Mißhandlungen von Untergebenen von solcher seltsamen Maßnahme der Postbureaukratie hat das Als er dann schließlich doch gekommen sei, habe Hauptmann Mayer und wurde zu neun Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt. Publikum zu tragen; kommen dann Beschwerden, so muß der Unter- fein Wort von dem Beiseiteschaffen der Albertschen Effekten gesagt. Die Strafe verbüßte er in Spandau und wurde darauf für den Rest beamte bei seiner 15 stündigen, kaum durch eine Erholungspause Erst nach einiger Zeit sei Maher zu ihm aufs Bürgermeisteramt gefeiner Dienstzeit der Disciplinarabteilung überiviesen. Von hier unterbrochenen Dienstzeit obendrein noch herhalten. entfloh er und führte drei Jahre lang ein unftätes, an Not und Entkommen und habe verlangt, zu Protokoll vernommen zu werden. behrungen reiches Leben, bis er in Zuremburg festen Fuß faßte. Er Das Geständnis der Grabschänder. Die Kirchhofsschändungen Dabei habe er dann die Effekten nach und nach vorgelegt. Rechtsbekam dort Arbeit in einem Hütteniverk und rückte vom Lohnarbeiter in Nowaives sind, wie sich jetzt herausgestellt hat, nur von den zwei anivalt Claß fragt den Zeugen, ob er nicht den Eindruck gehabt habe, zu besseren Stellungen auf. Vor drei Jahren heiratete er seine Verhafteten, den Arbeitern Neumann und Hein, begangen worden. daß Hauptmann Mayer seine militärische Autorität in vielleicht mißJugendliebe aus der westpreußischen Heimat und lebte glücklich und Weitere Complicen haben diese bei der That nicht gehabt. Die verstandener Auffassung seiner jetzigen Stellung am Thatort geltend frei von Sorgen. Aber die Sehnsucht nach Deutschland ward immer beiden Thäter, die nach dem Potsdamer Gerichtsgefängnis gebracht gemacht und geglaubt habe, eines Polizeibeamten unter diesen Umgrößer, und vor vier Wochen gab er feine einträgliche Stellung auf, burden, sind verheiratet und Familienväter, aber arbeitsscheue, rohe ständen nicht zu bedürfen. Der Zeuge erwidert, daß Maher allerum die Strafe tegen Fahnenflucht abzubüßen und seiner Militär- Trunkenbolde, die schon viele Borstrafen erlitten haben. Es wurde dings fehr oft gethan habe, als wenn die Gefeße für ihn nicht pflicht zu genügen. Der Mann zog mit seiner Frau und seinen num festgestellt, daß sie die Verwüstungen auf dem Kirchhof in der existierten. Er müsse ihm jedenfalls das schlechteste Zeugnis ausbeiden kleinen Kindern nach Berlin, wo Verwandte seiner Frau an- Zeit von 9 Uhr abends bis 1 Uhr nachts vollführt haben. Wie stellen. Das Urteil wurde in später Abendstunde gefällt und lautete auf sässig sind, und nachdem er seine Familie für die schwere Zeit, die amtlich ermittelt wurde, sind 52 Grabstellen demoliert. Namentlich bei den älteren Gräbern hausten die beiden Männer unheilvoll. ostentose Freisprechung des Angeklagten. In der ihm jest bevorsteht, materiell gesichert, stellte er sich der Militär- Das Geräusch der Arthiebe und der Sägen wurde in der Nachbar- Urteilsbegründung kam die Ansicht des Gerichts zum Ausdruck, daß behörde in Spandau. schaft des Kirchhofes, der an die bebaute Mittel- und Plantagenstraße Albert wohl eine größere Geldsumme bei sich trug, daß auch schiverDas Los einer Russin. Vermißt wird seit gestern abend eine angrenzt, wohl gehört, aber niemand wagte es, ihm nachzuspüren. wiegende Verdachtsmomente gegen den Angeklagten bestehen, das Ruffin, die um 8 Uhr 15 Minuten auf dem Lehrter Bahnhofe hier zur Ueberführung der beiden Verhafteten wurden auch photo- Geld genommen zu haben, daß aber alle Umstände nicht zu einer Verantam. Es ist eine 35 Jahre alte Irma Hirsch, die vor längerer graphische Aufnahmen von Handabdrücken, die sich an einigen mit urteilung des bisher unbestraften Angeklagten ausreichen. Zeit nach Amerika ausgewandert war. Da es ihr dort schlecht ging, Reif überzogenen Denksteinen vorfanden, gemacht. Bei den bisso versuchte sie ihr Glück in England, geriet aber hier in noch traurigere herigen gerichtlichen Vernehmungen räumten Hein sowohl wie NeuVerhältnisse. Eines Tages vollständig entkräftet auf der Straße mann, tvenn auch zögernd, Einzelheiten der abscheulichen That ein. aufgefunden, wurde sie in eine Anstalt gebracht. Diese benachrichtigte ihren Vater, einen Handelsmann, der dann nach England fuhr um Montag die erste und zweite Abteilung der Einzeletats zu; es immer neue Handlungen unsres Großherzogs aufzustöbern, die ge= Der Schöneberger Stadtverordneten Versammlung ging am Aus Hessen wird uns geschrieben: Noch ist die Presse dabei, feine Tochter nach der russischen Heimat zurückzuholen. Auf dem wurde jedoch nicht in eine Generaldebatte darüber eingetreten. Lehrter Bahnhofe ging der alte Mann nach dem Schalter hinumter, Diese soll nach der im Ausschuß vorgenommenen Vorberatung eignet sein könnten, den" Hamburger Nachrichten" und verwandtent am cine Starte zur Weiterfahrt zu lösen und Geld wechseln zu laſſen, erfolgen, wo auch verschiedene von unsern Parteigenossen vor- Seelen das Leben zu vergällen, da kann ich Ihnen eine Kunde überwährend das Mädchen mit dem Gepäck auf dem Steig blieb. Als er gebrachte Wünsche zur Erörterung kommen werden. Sodann erfolgte mitteln, die geradezu Entschen bei den" gut"," best" und" allerzurückkehrte, war das Gepäck noch da, seine Tochter aber verschwunden. Die Wahl der ständigen und besonderen Ausschüsse, an denen auch bestgesinnten" Staatsstüßen hervorzurufen geeignet fein dürfte. Nach vergeblichem Warten und Suchen machte der Handelsmann der unsre Vertreter beteiligt sind. Zum erstenmal ist n. a. in den Wahl- Zunächst sei bestätigt, daß der Großherzog die Aufführung von Polizei Anzeige. Die Vermißte, die wahrscheinlich durch den lang- ausschuß auch Genosse Obst gewählt worden. Eine erheiternde Beyerleins 3 a pfenstreich" im Darmstädter Hoftheater, wenn tägigen Hunger etwas schwachsinnig geworden und planlos weg Unterbrechung der eintönigen Ausschußwahlen bot sich bei der nicht direkt gewünscht, so doch als etwas Selbstverständliches ge gelaufen ist, hat schwarzes Haar, spricht englisch und deutsch und trägt ein schwarzes Jadett, einen schwarzen Hut mit Feder und einen Zuſammenſeßung eines Ausschusses, der wegen der Heranziehung der nehmigt hat. Weiter ist richtig, daß im Laufe der verflossenen Woche frägt ein schwarzes Jadett, einen schwarzen Hut mit Feder und einen Nathandel- Kirchengemeinde zu den Anliegerbeiträgen eingesetzt werden der Großherzog eine mit schwerer Last versehene alte Bauersa grünen Rod. sollte und zu welchem an Stelle des damit einverstandenen Stadtv. frau zu sich in den Wagen nahm, um fic ein gut Stück Weges mitVermißt wird seit dem 19. November die unverehelichte Helene Dr. Richter unsrerseits Genoffe Hoffmann in Vorschlag gebracht zunehmen. Doch das sind schließlich Dinge, die nicht sonderlich schwer Winkelmann, 26. August 1886 in Jankendorf geboren, Steinstr. 11 wurde. Einige Kirchenfreunde meinten aber, daß ein Socialdemokrat viegen. Gerade unter den„ monarchisch bis auf die Knochen" ges bei der Mutter, Frau Luise Müller geb. Winkelmann, wohnhaft ge- wegen feiner Stellung zur Kirche überhaupt nicht für jenen Aus- finnten Staatsbürgern ist ja die Species reichlich vertreten, die die wefen. Dieselbe ist 1,60 Meter groß, hat blonde Haare und Augen- schuß geeignet sei; sie hätten einen frommen Stadtverordneten vor- Handlungen der Fürsten aus dem merkwürdigsten Gesichtswinkel brauen, blaue Augen, breite Nase, runde Gesichtsbildung, gefunde geschlagen. Bei der Kirchenfreundlichen Haltung der Mehrheit war betrachtet und mit verflucht ziveideutigem Achselzucken Berichte über Gesichtsfarbe, schmale Hände, fleine Füße, und war bekleidet mit natürlich an ein loyales Entgegenkommen nicht zu denken und unser leutselige" Handlungen entgegen nimmt. Aber Schlimuneres weiß schwarzem Rod, blauer Taille, schwarzem Jadett, weichem blauen Genoffe blieb bei der Zettelwahl in der Minderheit. ich zu berichten. Merken Sie auf! In Mainz ist Karneval und Filzhut mit schwarzem Bande, schwarzen wollenen Strümpfen, daran nehmen alle Bevölkerungsschichten teil. Das läßt fich fein Schnürstiefeln, Wäsche gez. H. W. Etwaige Nachrichten sind schriftlich Mainzer nehmen. Mit der Schellenkappe auf der Denterstirn ſizen zu den Aften 8946 IV 26. 03 oder mündlich im Polizeipräsidium, die radikalsten und die revisionistischsten Soci Karneval- Revisio Zimmer 246, oder in einem Polizeirebier abzugeben. nisten existieren nicht neben dem goldschiversten Stapitalisten. Und die gleiche Heiterfeit bricht durch, wenn vom Podium herunter rote und schwarze Schuster und Schneider, liberale Kaufleute und die Narren" ihre Kalauer zum besten geben. Diese" Narren" sind Selbstmord einer Krankenschwester. Den Wirkungen des Giftes erlegen ist eine Pflegeſchwester des Kinderasyls in der Küraffierstraße 21/22. Die junge Dame, die aus der Provinz stammt und der Anstalt seit einem Jahre angehörte, trank in der Nacht zum 29. b. Mts. eine Sublimatlösung. Wärterinnen, die auf ihr Geschrei herbeieilten, fanden sie ohnmächtig auf dem Sopha liegen und ließen sie nach Bethanien bringen. Dort ist sie jest gestorben. Durch Ueberfahren tödlich verunglückt ist der sieben Jahre alte Sohn Otto der Arbeitertitive Hoffmann aus der Tresdomstraße 56. Nach einer oft gerügten Unfitte hängte sich der Knabe, als er am bergangenen Sonnabendmittag aus der Schule kam, in der Fransedi straße an einen Rollwagen, glitt ab, fiel hin und geriet unter einen nachfolgenden Milchwagen, dessen Räder ihm über den Unterleib gingen. Der Verunglüdte wurde nach dem Strankenhaus am Friedrichshain gebracht, wo er feinen Verlegungen erlag. 9 4 Gerichts- Zeitung. lehrers Dediti u 3 vor dem Schwurgericht in Elberfeld. Er Ein Prügelpädagoge stand am Montag in der Person des Oberunterrichtete an der Realschule zu Barmen und soll dort seit langem wegen seiner Prügeleien berüchtigt gewesen sein. Am 8. Januar vorigen Jahres hat er während des Rechenunterrichts den 13jährigen Quintaner Walter Busche geohrfeigt, so daß der Knabe mit solcher Gewalt gegen den Schrank flog, daß dieser ins Wanken kam. Am zu Hause angekommen, wurde er ins Bett gebracht; am Tage darauf nächsten Tage erkrankte der Knabe in der Schule sehr bedenklich. fonstatierte der Arzt einen Influenza- Anfall. Der Knabe wurde immer schwächer und mußte unaufhörlich das Bett Hüten. Nach einiger Zeit trat eine Gehirnhaut- Entzündung hinzu und schließlich stellte sich vollständige Erblindung ein. Am 3. Juni 1903 starb der Junge.. Vermischtes. ja jetzt kommt das Schreckliche die höchsten Civil- und Militärbeamten des wilden Landes. Da schau her: die Rednertribüne hat die Form einer Eule und darüber leuchten uns die tiefsinnigen Verse entgegen: Sei luftig, Du Schode, was leidste denn Not, Du lebst ja so turz und so lang biste tot. D'rum alleveil fidel, und gar nicht zu knapp, Vermach Deinen Erben Dein' Stern' und Dein' Kapp'. Und nun tritt getpichtigen Schrittes auf die Eulentribüne haltet Euch fest in Sachsen, Preußen usw. der Provinzialdirektor v. Gagern, ein Sohn des 1848 gefallenen Generals, der in Hessen die Stellung bekleidet, die in Preußen ein Regierungsoder Oberpräsident einninumt. Und er hebt also an: Narrhallesen! Nur zagend betrete ich die Eule, sie ist das Symbol der Weisheit und nicht jedem ist es gegeben, im Gewande der Narrheit Weisheit zu verzapfen. Gern komme ich in die Narhalla ( Mainzer Stadthalle), denn das ist die einzige Versammlung, wo Bourgeois und Soci in Brüderlichkeit tagen. Gagern verulfte dann die Bürgermeister von Mainz und dem Nachbarort Ginsheim, um schließlich das Feld zu räumen dem Generalmajor v. Zastroin, der die Garnison Mainz und die hübschen Mädchen feiert. Er kriegt feine Hiebe von prächtigen Narren, die die neuen Achselstücke verulken und das Wort Garnison verpönen, weil die Mainzerinnen sonst gar zu leicht an die„ lleine Garnison" denken könnten. " 1 Nun frage ich einen gut gesinnten Menschen, was aus dem Hessenlande werden soll, wenn das so weiter geht! Der Landesvater unterhält sich mit Socialdemokraten und läßt den Zapfenstreich" aufführen. Die höchsten Staatsbeamten feiern in Brüderlichkeit" mit den Soci und der Plakkommandant ja, wenn das wenige Wochen nach den Bülow- Reden, die nicht von der Eule herunter ullig, sondern merkwürdigerweise ganz ernsthaft vorgetragen wurden, passiert, dann ist es wahrhaftig die höchste Zeit, daß Hessen annettiert und in Preußen oder Sachsen einverleibt wird. Der dritte volkstümliche Vortragsabend von Marin Holgers Elberfelder Landgerichts. Nach beendeter Beweisaufnahme, befindet Sonntag, den 17. Januar, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftsantragte der Staatsanwalt 6 Monate Gefängnis, während der VerHause, SO., Engel- Ufer 15 statt. Sum Vortrag gelangen Dichtungen teidiger, Rechtsanwalt Dr. Primavesi, für Freisprechung Sprach. von Goethe, Ada Negri und Ernst Preczang. Als musikalische Mit Der Gerichtshof erklärte fich aber nach längerer Beratung für ungu wirkende find Herr Jean Ell und Herr Künide gewonnen. Herr Jean ständig, da die Möglichkeit vorliege, daß der Tod die ursächliche Folge Ell wird die ,, Fantasia appasionata"( für Bioline und Klavier) von der Mißhandlung gewesen sei. Die Sache qußte daher por das Bieurtemps spielen, Herr Sünide den Zug der Zwerge" von Grieg Schwurgericht verwiesen werden. und Frühlingsrauschen" von Sinding. Eintrittstarten zu 30 f., Deditius hat sich nun auf Grund der§§ 340 Abs. 1 und 226 des Garderobe eingeschlossen, bei Maria Holgers, W., Kurfürstenstraße 114, III, im Gewerkschaftshause bei Horsch und abends an der Da den Aerzten das Krankheitsbild nicht recht klar tvar, fragte ctwa 12 Tage vor dem Tode der Vater den Knaben, was ihm eigent Feuerbericht. Dienstag früh um 5% Uhr wurde die Wehr nach lich passiert sei. Der Knabe erzählte nun, daß er von dem Oberder Bazenhofer Brauerei, Landsberger Allee 27, gerufen, lehrer Deditius in der geschilderten Weise gemißhandelt worden sei. wo das Verwaltungsgebäude infolge eines Wasserrohrbruches über- Deditius habe ihn mit hochgestelltem Daumen unter das Kinn geschwemmt toorden war. Kurz darauf wurde der 7. Zug nach der stoßen, so daß er mit dem Hinterkopf an die Wand angeprallt sei. Mehnerstraße 2 gerufen, wo durch Umfallen einer Petroleumlampe Da er jetzt seinen Tod vor Augen sehe, wolle er es sagen, damit seine Feuer ausgekommen war. Gleichzeitig mußte in der Stallschreiber Mitschüler es besser hätten. Der unglückliche Vater teilte dies dem straße 30 ein gefährlicher Brand gelöscht werden. Dort Leiter der Schule mit. Dieser begab sich sofort an das Krankenlager hatten dic Flammen ant Matulatur Vorräten, die in des Knaben, und nun schilderte letzterer dem Leiter in gleicher Weise einem Verschlage lagerten, reiche Nahrung gefunden. Von den Vorfall. Daraufhin wurde gegen Deditius Anzeige erstattet. dem Qualm tvar das Haus bei Anfunft der Feuer- Die Aerzte, die den Knaben behandelt haben, gaben ihr Gutachten tehr schon angefüllt. Unter Benutzung eines Giersbergschen dahin ab, daß der Tod durch einen Stoß auf den Kopf erfolgt sei. Atmungsapparates drangen die Sappeure bis zum Brandherd vor Der Gerichtsarzt Dr. Braun war der Meinung, daß die Mißhandlung und löschten durch kräftiges Wassergeben die Flammen. Früh um des Walter Bufche sehr wahrscheinlich eine Gehirnentzündnug hervor 2 Uhr mußte in der Swinemünderstraße 114 ein Kellerbrand gelöscht gerufen habe, an der der Snabe gestorben sei; mit voller Sicherheit werden. Ferner hatte die Feuerwehr in der Adolfstraße 22, in der lönne aber dies nicht behauptet werden. Es sei nicht ausgeschlossen, Brandenburgstr. 29, Schönleinstr. 15 und Wiclefstr. 31 zu thun, wo daß die Influenza die eigentliche Ursache für die Entstehung der tödMöbel, Spähne im Heizungsraum, Balken, Decken, stohlen usw. lichen Gehirnentzündung gewesen sei. Aus diesem Anlaß konnte die brannten. Außerdem mußte ein Brand gelöscht werden, der in Anklage nur wegen vorfäßlicher, in Ausübung seines Lehramtes einem Mannschaftszimmer der Garde- Pionier Kaserne, Köpnider- gegen einen Schüler begangener Körperverlegung, auf Grund des straße 12, ausgekommen war. § 340 Abs. 1 des Str.-G.-B., gegen Diditius erhoben werden. Dieser stand deshalb vor einiger Zeit vor der Straftammer des Untergang des kanadischen Dampfers Clallam". Die Stadt Victoria in Britisch Kolumbia ist durch den Untergang des Schraubendampfers Clallam", der den Verkehr zwischen Victoria und Seattle besorgte, in tiefe Trauer versetzt. Eiwa nach zwanzig Minuten Fahrt bon Victoria erreichen die Schiffe eine Stelle, die besonders gefährlich ist, weil sich dort zwei starke Meeresströmungen treffen. Bei bewegter See ist diese Stelle natürlich noch gefährlicher, und die Clallam" wurde, als fie am Sonnabend die Stelle reichte, vollständig unlenkbar, Getvaltige Wogen trieben sie Dampfer war deutlich vom Lande aus zu sehen und es wurden ihm wie einen Spielball vor sich her in die Straße von San Juan. Der fofort Schlepper zur Hilfe geschickt. Die Wellen waren aber so stark, daß sie das Schiff buchstäblich zerschlugen. Der Kapitän entschloß Theater. Das Schiller Theater hat in dieser Woche zwei sich, Frauen und Kinder an Land zu setzen. Aber die Rettungsboote Erstaufführungs- Abende. Mittwoch wird im Schiller Theater O. In Mainz hatte sich am Montag der Hauptmann der Land- waren kaum 600 Meter von dem Schiffe entfernt, als sie fenterten. ( Wallner- Theater) das dreiaktige Schauspiel, Ein Duel!" von wehr Rudolf Maher aus Nieder Ingelheim unter der Anklage, Die Fahrgäste auf dem Schiff, die ihre Frauen und Kinder vor ihren Franz Wolff und das einattige Schauspiel, Ein Sonnenstrahl" einen verunglückten Automobilisten beraubt zu haben, zu verant- Augen ertrinken sahen, wurden nur mit Mühe daran verhindert, sich von Robert Wach, ersteres überhaupt zum erstenmal, letzteres zum worten. Der 44 Jahre alte Angeklagte bestritt seine Schuld und selbst ins Meer zu stürzen. Die Not und die Notwendigkeit, erstenmal in Berlin, gegeben. Freitag geht im Schiller äußerte sich über den Vorfall wie folgt: Am Morgen des 15. Mai das Schiff über Wasser 311 halten, Tenkte sie von ihren Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater) das Trauerspiel vorigen Jahres habe er wie immer seinen beiden Söhnen, die mit verzweifelten Gedanken ab. Sechs Stunden lang arbeiteten Fahra Acosta" von Karl zum erstenmal in Scene. dem 5 Uhr Zuge Schule nach Mainz fuhren, das Thor seiner gäste und Mannschaften verzweifelt daran, das In zublvis alibas neutem Schauspiel Robella d'Andrea", Billa geöffnet und habe sich darauf wieder ins Beit gelegt, wenige Schiffe zu entfernen. Enolia), gelang es einem" lepper, eir das im Deutschen Theater am nächsten Sonnabend, den Minuten später habe er laute Hilferufe feiner beiden Söhne ver Schleppfeil dem Dampfer zuzuiverfen und mit diesem dem Hafen 16. d. M., zum erstenmal in Scene geht, wirken mit die Damen nommen, die aus der Mulde an der Steig kamen. Er habe seine zuzusteuern. Man erkannte aber bald, daß das Schiff nicht zu Teresina Geßner, Else Heims, Hermine Medelsky, Luise von Pöllnitz, Söhne aber der Bäume wegen nicht sehen können und sei nun in retten war, zerschnitt das Schleppjeil und rettete unter fürchterlichen und die Herren Start Forest, Hans Godeck, Dstar Hofmeister, halbangekleidetem Zustande zum Rhein hinuntergelaufen, wo er seine Anstrengungen die noch auf dem Schiffe befindlichen Fahrgäste und Leopold Zwald, Adolf Kurth, Paul Marr, Karl Meinhard, Paul Söhne im Verein mit den Tagelöhnersleuten Görch aus Mieder Mannschaften, che das Schiff verfant. Im ganzen ertranfen Bauli, Franz Reßner, Paul Schwaiger, Otto Sommerstorff, Kurt Ingelheim an einem umgestürzten Automobil getroffen habe. Der 56 Menschen, darunter einige der angesehensten Bürger Victorias. Stieler, Robert Wach, Wilhelm Werthmann, Bruno Ziener. Rennfahrer Paul Albert, den er ebensowenig wie seinen Chauffeur! Der untergegangene Dampfer war erst sechs Monate alt. Rasse. " 0 17 Str.-G.-B. zu verantworten. Er ist am 9. Januar 1845 zu Kreuzburg geboren, evangelisch, Oberlieutenant der Reserve und wegen eines Jagdvergehens bestraft. Ueber den Ausgang der Schwurgerichts- Verhandlung werden wir berichten. " 19 ev Eingegangene Druckfchriften. " in Zwei Frauen verbrannt. Bei einem Zimmerbrande in der Mottenburg im Verein für innere Mission in Crimmitschau" und mehrere| Ihrer Anfrage. Robert. Leider ist der Anspruch Ihres Bekannten an P. 2. 33. Besagt der Vertrag nicht Rosenstraße zu Oldenburg i. Gr. sind gestern vormittag zwei fleinere Beiträge. As historisches Dokument aus der Geschichte der deutschen Unfallrente verjährt. Frauen, eine Witwe mit ihrer 19jährigen Tochter verbrannt. Letztere Beberbewegung ist außerdem der Driginaltert des Lied der Weber in Berlin ist das die Regel das Gegenteil, so braucht sich der zu lassen. E. Ja. hatte eine Lampe anzünden wollen, die aber explodierte, wodurch Peterswaldau und Langenbielau", wie er im„ Deutschen Bürgerbuch für 1845" Mieter bauliche Veränderungen nicht bieten zur Veröffentlichung gelangte, wiedergegeben. Außerdem bringt die vermutlich der Brand entstand. H. M. Nach Artikel 72 des Handels- Gesetzbuches berechtigt eine Ver Nummer noch die beiden farbigen Bilder Deutsch- russische Handelsvertrags- hinderung eines Handlungsgehilfen an der Verrichtung seiner Dienste durch Verhandlungen"," Auf den Trümmern des Liberalismus", die Fortsetzung eine die Beit von acht Wochen übersteigende militärische Dienstleistung zur der Serie Bourgeois- Typen", die Illustrationen zur Finanzlage im Reiche", Entlassung ohne Einhaltung der Kündigungsfrist. Die Vergütung während Richters Freude"," Die Jagd auf den Vogel Bülow" und das ganzseitige der achtwöchentlichen Dienstzeit zu zahlen, ist üblich. Ob im Einzelfall der Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das Bild„ Die Verteilung von Bülows Reden". Der textliche Teil enthält die Gehilfe einen Anspruch auf Bahlung besikt, hängt davon ab, ob die Uebungs. 15. Heft des 22. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben Gedichte„ Im Vorort" von Klara Müller, Das Gespenst auf dem Armen- zeit als eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit" erachtet wird. Länge mir hervor: Marr im Hühnerhof. Die Socialdemokratie Hamburgs und ball"," Bülows Rede", die Feuilletons„ Die Ursachen der Leuteflucht"," Eine der Stellung, Kündigungsfristen und Drtsüblichkeit spielen bei der die Bürgerschaftswahlen. Von Otto Stengele. Aerzte und Krankenkassen. wahre Geschichte" und zahlreiche Kleinere Beiträge. Der Preis der 12 Seiten Beantwortung eine Rolle. Ihr Fall eignet sich nicht zur Veröffentlichung, Von Johannes Timm( München). Die Gewerbe Aufsicht im Deutschen starken Nummer ist 10 Pf. tragen Sie ihn Ihrer Gewerkschaft vor. Albert Neumann. Beantragen Reiche 1902. Von Emanuel Wurm. Die Spaltung in der bulgarischen Socialdemokratischen Arbeiterpartei. Von Janko Satasoff( Sofia). Sie bei dem Gericht eine voüftredbare Ausfertigung oder wenden Sie sich Litterarische Rundschau: Die Ergebnisse der amtlichen und der gewerkschaftlichen an Ihren Anwalt. 2. 19. Verlangen Sie vom Arbeitgeber die au viel erhobenen Beiträge erstattet, eventuell Streifstatistik für 1902. Von C. Legien. Warner, Dr. Brainard H., Die flagen Sie auf N. W., Forsterstraße. Es ist wohl angebracht, daß Sie Ihre Sache Zahlung, als Teil Ihrer beim Organisation und Bedeutung der freien öffentlichen Arbeitsnachweisämter zunächst dem Vorstand der Kasse vortragen, eventuell auch der GeneralIhrer Lohnforderung Gewerbegericht. in den Bereinigten Staaten von Nordamerika. Von ad. br. Dr. Hugo Gold- versammlung. E. G. 17. Der Komplize des Burschen Wagenschütz bei mann, Die Hygiene des Bergmanns. Von O. H. Das Sociale Museum der 1892 erfolgten Ermordung der Postschaffnersfrau Manzel hieß Neuin Frankfurt a. M., seine Aufgaben und seine Organisation. Von W. Notizen: famin. Die Zunahme der Sparkasseneinlagen. = Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle BuchHondlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten ist die Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen, jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Hest tostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. " Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Diet' Verlag), ist uns soeben die Nr. 2 des 14. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Aufruf der Generalfomission. Aufruf der Vertrauensperson. Neujahrsgruß des Genossen Leßner. Damenbedienung" von E. G. Sybille Heß. Fortseßung.) Aus der Bewegung. Feuilleton: Zukunft. Gedicht von Otto Krille. Der Stoď. Von Otto Krille. Notizenteil: Der Zehnstundenlampf der Tertilarbeiter in Crimmitschau.- Sociale Gesetzgebung. Gewerkschaftliche Arbeiterinnenorganisation. Die hygienische Notwendigkeit aerkürzter Arbeitszeit. Frauenbewegung. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich shite Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. Briefkaften der Redaktion. schweigische 20 Thaler- Lose von 1868 handeln, deren Kurs zur Zeit auf 151 J. Wulf- Milf. Ihrer Angabe nach dürfte es sich um Braunsteht. Betreffs der Ziehungen( ie finden am 1./2., 1./5., 1./8. und 1./11. statt), der Auszahlung zc. erfahren Sie Näheres in jedem Bankgeschäft. Juriftifcher Ceil. Briefkaften der Expedition. Bertrand. Ja. Marktpreise von Berlin am 11. Januar 1904 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. * Weizen, gut D.- Ctr.| 16,35| 16,31 mittel gering " Kalbfleisch Hammelfleisch " * Roggen, gut 16,27 16,23 16,19 16,15 12,90 Kartoffeln, neue D.- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg 7,00 5,00 1,80 1,20do. Bauch 1,50 1,10 " Schweinefleisch 1,60 1,00 " " mittel " 1,80 1,20 " 7 " gering 1,80 1,10 " " 14,00 12,90 Butter 2,80 2,00 " mittel " " Hafer, gut gering " " mittel " 11 12,80 11,80 11,70 10,70 15,50 14,60 14,50 13,60 Eier 60 Stud 5,00 3,00 Karpfen 1 kg 2,40 1,20 Aale 2,80 1,40 " Bander 2,80 1,20 " gering " 13,50 12,60 Hechte 2,40 1,20 " Barsche " 1,80 0,80 Schleie 03 3,00 1,40 " 40,00 28,00 Bleie 1,40 0,80 " " 9 50,00 26,00 Strebje per Schod 15,00 3,00 " Heu Speisebohnen * ab Bahn. " 60,00 20,00 † frei Wagen und ab Bahn. Witterungsübersicht vom 12. Januar 1904, morgens 8 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabende von 7 bis 9½ 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Magistrat ist zuständig. O. 3. 4. 1. Ja, aber nur gegen Arbeitskarte. 2. Polizeibehörde oder vom Vormund geschlossenen und 5. W. 100. 1. So lange nicht durch einen vom Vormundschaftsgericht bestätigten+ Gerste, gut Vergleich der Inhalt des vollstrecbaren Alimentenurteils geändert ist, kann Das Vermögen Ihrer Braut und Ihrer Frau haftet nicht für Ihre Schulden. Bollstreckung wegen aller noch nicht gezahlten Alimenttenbeträge erfolgen. Berträge, die zweds Benachteiligung des Gläubigers Ihr Vermögen auf Ihre Braut oder Ihre Frau übertragen, sind ungültig. A. 3. Nein. J. Fink. Leider ja. Eugen E. Benn nicht etwa aus Ihrem nicht Richtstroh mitgeteilten Vertrage fich Gegenteiliges ergiebt, würden die von Ihnen anbem vertraglich vereinbarten Termin im Wege der Klage durchzusehen. geführten Gründe nicht ausreichen, um eine Aufhebung der Gesellschaft vor Erbsen Hermann K. 1. Soweit ohne Einblick in den Vertrag sich beurteilen läßt, Linjen Annalen des Deutschen Reiches 1904. Nr. 1. München. J. Schweißer fönnten Sie Schadensersatz beanspruchen. 2. Die Adressen finden Sie im Verlag( Arthur Sellier). Inhalt: I. Die amtlichen Erhebungen über das Adreßkalender. Karl 57. Sie sind zur Bezahlung der Schulden Ihrer deutsche Kartellwesen. Referat, erstattet vom Staatsrat Dr. Robert v. Land- Frau nicht verpflichtet. H. B. 1. Wir lehnen es grundsäßlich ab, bestimmte mann in München. II. Die Banten der Pfalz und ihre Beziehungen zur Bersonen, als Aerzte, Rechtsanwälte, Patentanwälte usw. zu empfehlen. 2. Ja. Pfälzer Industrie von Dr. Emil Herz in Ludwigshafen a. Rh. III. Zur J. S., Weißenfee. Zweds Ausstellung des Passes und Erteilung von lippeschen Thronfolgefrage. Bon Conrad Bornhat, Professor in Berlin. Urlaub auf etwa zwei Jahre müssen Sie sich zunächst an die Militärbehörde IV. Die württembergische Steuerreform, insbesondere das Einkommensteuer- wenden. 5. S. 73. Eine Beleidigungsflage gegen Sie hätte keine geset vom 8. August 1903 von Dr. Eichmann, Finanz- Assessor in Münster. Aussicht auf Erfolg. Sie würden gut thun, das Schloß ändern zu lassen. V. Stizzen und Notizen. Die Untersagung fernerer Benutzung gewerblicher. R. 22. Ja, wenigstens fönne das Begehr seitens des Mündels gestellt Anlagen nach Reichs- Gewerbe- Ordnung§ 51. Reform der Stempel- Gesetz werden. E. K. 29. 1. Simsonstraße. 2. Bayrischer Bahnhof. gebung im Reiche. Neue Vorschläge auf dem Gebiete der Brivatversicherung. Badenser, G. 5. 16, G. b. Nein. VI. Aus den Gesezblättern. VII. Miscellen. Hühn. Erst nach vollendetem Die Edelmetallproduktion 70. Lebensjabr ist die Altersvente fällig. Es wird aber nicht Alters- und Swinemde. 757 SS 4 bededt- 1 Haparanda 750 SSW 4 bedeckt der Erde. Das Statistische Jahrbuch des Deutschen Reichs für 1903. Invalidenrente zusammen gezahlt. Ob es vorteilhafter ist, die Alters- oder Hamburg 756 Zu einem Crimmitschau Gedenkblatt hat der Wahre Jacob" Invalidenrente zu erhalten, hängt von der Anzahl der geklebten Marken ab. Berlin 759 S die soeben erschienene zweite. Nummer seines 21. Jahrgangs gestaltet. Dem Klabautermann 1000. Die Gebühr der Hebamme ist keineswegs Franki.a.M. 762 SW denkwürdigen Klassenkampf der fächsischen Weber sind folgende Beiträge eine höhere, wenn das Kind außer der Ehe geboren ist. Als angemessen München gewidmet: Die ganzseitigen Bilder Molochsdienst"( Wie in Babel, so in wird, je nach Art der Entbindung und den Vermögensverhältnissen des Wien Crimmitschau!) und Sachsen unterm Belagerungszustand", die Zeichnung Verpflichteten ein Sag von 6 bis 20 M. für die Entbindung und 1 bis 3 M. Wetter: Prognose für Mittwoch, den 13. Januar 1904. Aus Crimmitschau"( die Berhaftung des Knechtes Ruprecht darstellend), für jeden Besuch erachtet. D. M. Welche Kündigungsfrist für Ihr Ein wenig wärmer, vorherrschend wolkig mit geringen Niederschlägen. sowie die Gedichte„ Crimmitschau"," Das Christkind flog nach Crimmitschau", Arbeitsverhältnis gilt, hängt davon ab, was sie sind( gewerblicher Arbeiter? und ziemlich lebhaften südwestlichen Winden. das Feuilleton„ Aus einer Weihnachtspredigt des Hofprediger Breihals aus Werkmeister? Handlungsgehilfe? Gesinde?). Die Angabe hierüber fehlt Berliner Wetterbureau. " Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better Temp. n. C. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter 2 Petersburg 764 SSD 2bedeckt 3 bededt- 1 Cort Temp. n. 6. alego= 40 N. 762 2 767 DGD 4 bebeďt 3 bedeckt-2 Aberdeen 3 heiter-6 Paris 1 wolfig 752 SS 2Dunst 758 4 bededt Lachmann& Scholz Turmstrasse 76. Kurzwaren. Warenhaus Moabit. In allen Abteilungen aussergewöhnlich billige Extra- Preise. Kurzwaren. Weisswaren. Ottostrasse 1. Handarbeiten. 28 Pf. Gestickte Stubenhandtücher . 55, 48 Pf. 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