Nr. 139. Grscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich) 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterretch= Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts S 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. fernfprech- Anschluß: amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 17. Juni 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Tage in Rußland.orben find. Das Gebiet, auf welchem das Winterfeld älfte einer gewöhnlichen Ernte des Wintergetreides in einem nicht befriedigenden" Bustande sich befand, um übersteigen tann, was eine vollkommene Mißernte Die ganze Welt beobachtet jetzt mit einem Interesse, faßte im Herbst, nach dem letzten offiziellen Bericht, bedeutet. wie nie zuvor, die Ereignisse im großen russischen Reiche. alle neurussischen, südwestlichen und kleinrussischen Gubernien, Wie steht es nun mit dem Sommergetreide? Sogar für den mit den Verhältnissen am wenigsten Ver- mit Hinzufügung zu diesen der Gubernie Woronesch und Diese Frage ist doppelt, dreifach wichtig, denn erstens trauten ist es flar, daß nunmehr in Rußland etwas ge- der füdlichen Theile der Gubernien Tschernigoff, Kurst, geht in Rußland gewöhnlich unter das Sommergetreide schieht, was Folgen von ungeahnter Tragweite nach fich Ssaratoff, und auch theilweise die Gubernien Minst, Wilna mehr als 60 pCt.( in manchen Gubernien sogar über ziehen kann. Und alle Welt erwartet mit Ungeduld den und den südlichen Theil der Gubernie Kowno". Es ist dies 90 pet.) des gesammten Ackerarcals, und zweitens wird Ausgang der nächsten Ernte. Von dieser soll Alles ab- ein gewaltiges Gebiet, welches ungefähr zwei Fünftel des dieses Areal in diesem Jahre noch vergrößert durch das hängen: gelingt die Ernte, giebt sie ein ordentliches Resultat, gesammten Ackerareals des europäischen Rußlands umfaßt. frühzeitige Bugrundegehen des Wintergetreides, wodurch so sei das Schrecklichste überstanden, und Rußland kommt Nach demselben letzten( Ende Mai) offiziellen Bericht also die Nothwendigkeit einer neuen Bestellung der schon allmälig in sein früheres Geleise; mißlingt die Ernte so waren nun von diesem ganzen Gebiet die Erute- Aussichten im Herbst besäeten Felder eröffnet wird. Wir wollen aber erfolgt der Zusammenbruch. Die Ernte selbst aber hänge ab des Wintergetreides gut"( follen fich also bedeutend in unseren Betrachtungen von dieser„ Neubestellung" abvon der zufälligen kombinirung der natürlichen Verhält gebeffert haben) in den Gubernien Kieff und sehen, da wir schon das Wintergetreide als Mißernte in uiffe. Rußland wird also gleichsam zu einem Spielball Bodolien. Jedoch führt jetzt der Bericht zwei neue bie Rechnung gestellt haben. Wir nehmen also der klimatischen Verhältnisse gemacht: giebt es zur rechten Gubernien als" ortsweise unbefriedigend" auf, nämlich an, daß es gilt, bie gewöhnliche Arealgröße Zeit genug Sonnenschein und genug Regen, so sei Alles Orjel und Tula. Dagegen feien im äußersten Süden sowie für Sommergetreide zu bestellen. Hier zunächst die Frage: gerettet, wenn nicht gehe Alles verloren. Dies ist die im Osten und Norden Rußlands die Erute- Aussichten des Jst bezw. war die vorräthige Aussaatmenge ausreichend, Meinung des gewöhnlichen, zumal des westeuropäischen Wintergetreides gut", mancherorts sehr gut", jedoch, um das gewöhnliche Ackerareal zu bestellen? Der offizielle Beobachters. fügt der Bericht hinzu, mit Ausnahme der Gubernien Bericht sagt zwar, daß die Anbaufläche des Sommergetreides Sie enthält unter manchem Wahren vieles Falsche. an der Weichsel, der Littauer Gubernien, Kurlands, Lief- sich nicht vermindert habe, allein diese Behauptung kann Sie ist falsch in ihrer allgemeinen Auffassung der Verhält lands, der Gubernien: Witebst, Pstoff und Minsk." Dieses tlar genug auf ihre Falschheit reduzirt niffe. Es ist erstens nicht wahr, daß das Ergebniß der mit Ausnahme" zeigt nun, übersetzt aus der Kanzleisprache werden. jebigen Ernte hauptsächlich von der Konstellation der in die gewöhnliche, daß der Zustand der Winterfelder auf Noch Ende des vorigen Jahres hat ein russischer tlimatischen Verhältnisse, die sich freilich jetzt noch nicht diesem großen, zuletzt genannten Gebiete keineswegs zu Statistiker, Prof. Fortunatoff, auf Grund offizieller Angut vorausschen laffen, abhänge. Dieses Ergebnis friedenstellend" war. Hat man aber schon im Herbst vorigen gaben und unter allen denkbaren Rechnungsbegünstigungen hängt vielmehr von einer Menge von Umständen ab, Jahres Befürchtungen gehabt wegen des Wintergetreides, so so hat er z. B. bei seinen Berechnungen nur den Bebie wohl ist schon genügend bestimmbar sind, und haben sich diese Befürchtungen, selbst dem offiziellen Bericht völkerungsstand von 1886 genommen) ausgerechnet, daß ber bie wir weiter unten erörtern wollen. Die Ernte läßt sich zufolge, nummehr in einem viel ausgedehnteren im ganzen Reiche, nach Abzug der Ausfuhr, verbliebene demnach auch auch jehr schon in bestimmten Grenzen Grade bewahrheitet! Wie sehr aber die Zustände Getreidevorrath nicht einmal zur Verproviantirung der mit ziemlicher Sicherheit voraussagen. Und zweitens ist es schlecht sind, erhellt daraus, daß man, immer noch nach Bevölkerung bis zu ber neuen Ernte ausreichend ist, felbft nicht wahr, daß von dem Ergebniß der nächsten Ernte dem offiziellen Bericht, in den Gubernien: Boltawa, wenn man den jährlichen Verbrauch an Getreide für die Alles abhänge. Wohl ist dieses Ergebniß von immenser Charloff und Tschernigoff schon jetzt gänzlich auf die Ernte des hungernden Gubernien um 1/3 gegenüber dem gewöhnlichen der russischen Landwirthschaft geschehen, sind so tiefgreifen- für das Sommergetreide zu bestellen sucht! Und indem ich tüchtig gehungert, mehr als der Herr Statistiker es sich vorber Natur, daß sie durch keine Ernte in der Welt, und dies niederschreibe, wird von der russischen Freien Deko- ftellen konnte, und noch in einem weit erhöhten Grade wird nicht einmal durch mehrere gute Ernten nacheinander weg- nomischen Gesellschaft" veröffentlicht, daß auch in den oben sie in den noch verbleibenden Monaten hungern, dennoch geschafft werden können. nach dem offiziellen Bericht als„ ortsweise unbefriedigend" aber, da Rußland während dieser Zeit, abgesehen von den Wir wollen nun auf Grund vorliegender Thatsachen augeführten Gubernien Drjel und Tula und außerdem in amerikanischen Schenkungen, kein Getreide eingeführt hat, allgemeines Urtheil über die jetzige Lage Rußlands ge- der Gubernie Woronesch das Wintergetreide nunmehr voll- bleibt die Frage offen, woher das Getreide zur Aussaat nehRußland, wie auch für Europa, ziehen. pinnen und die daraus sich ergebenden Folgerungen für tommen verloren ist. Allein auch für jene Gegenden, wo men? Der Bauer selbst besitzt keinen Borrath mehr, dies ist die Ernte- Aussichten des Wintergetreides verhältnißmäßig auch offiziell anerkannt worden, und die Versorgung mit gut sind, muß noch die Frage aufgeworfen werden, inwiefern Aussaat geschieht in den hungernden Gubernien durch die die Felder im vorigen Herbst nach der sehr unglücklichen Regierung. Daß die Regierung ihrerseits die nöthige Ernte auch wirklich besät waren? Und es erhellt aus Menge Aussaat nur aus der schon jetzt äußerst knapp be einer Menge von Zeitungs- Korrespondenzen aus verschiedenen messenen( felbst nach offiziellen Mittheilungen) MonatsGegenden, daß in der That die Menge der Aussaat für das ration der Verproviantirung absparen kann, ist klar. Bei der Entscheidung dieser Frage muß zunächst Wintergetreide eine bedeutend geringere war, als ge- Welche Folgen dies zeitigt, laffen wir bisweilen unerwähnt. zwischen dem Winter- und dem Sommergetreide unterschieden wöhnlich. So wurde z. B. in der Gubernie Cherson nur 1½ Wir fragen aber, wie hat sich die Regierung dieser Aufwerden. Die Bestellung des Winterfelbes geschah( sage ein Siebentel) der gewöhnlichen Fläche mit gabe entledigt? Nach dem offiziellen Bericht waren zum 1. April eingekauft und an Ort Unter den sehr ungünstigen klimatischen Verhältnissen Wintergetreide bestellt! Wenn man all dies erwägt, so bis 43 gebracht bes vorigen Herbstes. Sein Zustand verursachte daher erscheint die Schlußfolgerung keineswegs übertrieben, daß Stelle Millionen Pud Aussaatgetreide, schon im Herbſte äußerste Besorgnisse, bie burch den ber Grute- Ertrag des Wintergetreides, selbst unter den und es verblieben noch einzukaufen 32 Millionen Bud, damit weiteren Verlauf der Dinge fast zur Sicherheit ge- günstigsten klimatischen Verhältnissen, kaum um Bieles die alles besorgt sei. Also zusammen 46% Millionen Bud cin I. Die nächste Ernte. Welches ist das wahrscheinliche Ergebniß der nächsten Ernte in Rußland? Feuilleton. Nachbruc verboten.] und Mann opfern und die Fabrik in Brand schießen lassen. Maßregeln find so getroffen, daß wir Alles beim hellen Wollen Sie das mit allen Folgen riskiren?" schrecken." [ 139 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. start besetzen." " In solchen Fällen sollte man vor Nichts zurück" So! Nun, dann suchen Sie sich den Mann, der das thut, ich gebe mich nicht dazu her." " worden. * Tageslicht vollenden können." Ich habe rechte Sorge um meinen Bruder," bemerkte Fräulein Findeisen, er hat diesen Morgen mit meinem Vater eine heftige Szene gehabt und mag wohl sehr erregt sein, da er gegen seine Gewohnheit ohne Abschied von mir ges gangen ist." " Er wird auf dem Lande sein bei dem Komitee," bes merkte Streit, oder er ist bereits nach der Fabrik gekommen, wo er morgen früh und wahrscheinlich noch in dieser Nacht wichtige Pflichten zu erfüllen hat." Es wäre mir lieb, wenn er einen treuen und besonnenen Ich würde ihm geri alle Aufmerksamkeit widmen, die könnte." Gewiß, Herr Advokat, es würde mir das ein großer Troft sein." Es war ja nicht so gemeint; wenn Sie glauben..." " Denken Sie, Exzellenz, daß ich mein Geschäft verstehe?" " Gewiß, gewiß, sonst hätten wir Sie nicht an diese äußerst wichtige Stelle berufen, wie Sie denken können." Der Kommandant schäumte vor Zorn bei dieser Nach " Nun, dann bitte ich auch, mir dieses Vertrauen zu bericht und befahl, sechs Batrouillenführer, sowie den sie fon- weisen und danach zu handeln, bis Sie anderer Meinung ge- Freund zur Seite hätte; seine Nerven sind seit einigen trollirenden Offizier sofort in Arreft zu bringen und dem wie ein Stacheltreis erheben? Diese Sente wiffen etwas Tagen in furchtbarer Aufregung", bemerkte Hermine weiter. Sie da, diese Leuchtraketen, die sich Kriegsgerichte zu übergeben. Auch Raffmaus eilte auf die vom Geschäft. Aber ich werde sie morgen früh zerdrücken erhaltene Kunde sogleich an die Seite des Generals und rief: wie eine taube Nuß. Und nun, Exzellenz, entschuldig en ich ihm in dieser Zeit schenken kann, wenn Sie glauben, Lassen Sie sofort, Herr General, diese Barrikaden Sie mich, jede Minute ist mir jetzt kostbar." mit Kanonen zusammenschießen und die Findeisen'sche Fabrik Bei Helene Howald waren inzwischen die„ barmherzigen " In der Dunkelheit mit Kanonen vor eine Barrikade Schwestern", wie sie der Philosoph genannt, mit der Zudie Tage jetzt viel zu lang." tiden? Das werde ich bleiben lassen, Exzellenz; dazu sind rüstung zu ihrer wichtigen Thätigkeit am Tage des Kampfes beschäftigt. Ihre Freunde ließen ihnen zuweilen einen auffortige Büchtigung verlangt." " Es ist der unerhörten Frechheit wegen, die eine fo- munternden Gruß, oder, wenn es ging, einen flüchtigen muß jenen Leuten auch etwas zutrauen." " Die Leute werden schon wissen, worauf sie fußßen; man Besuch zu Theil werden. " Dank, tausend Dank, liebste Elise", rief Hermine, indem Gegen Abend stellten sich Barth und Streit ein und sie zu der Freundin hinlief und sie an sich preßte,„ Du „ Aber es giebt ein böses Beispiel, wenn nicht der erste meldeten mit größerer Ausführlichkeit die Begebnisse des Tages. warst immer ein liebevoller Engel, auch wenn Du ſelbſt Versuch von Widerstand sofort zerschmettert wird." Wegen der großen Hiße, die auf der Stadt lastete, hatte Kummer und Sorge in Menge hattest. Also, Herr Streit", Es mag ein böses Beispiel geben oder nicht; jedenfalls man sämmtliche Fenster geöffnet und hörte deshalb ein fort- fuhr sie fort, sich zu dem Advokaten wendend und ihm die genügt es, wenn dieser Barrikadengürtel während der Nacht währendes Brausen und Summen, hier und da ein lärmen- Hand reichend, thun Sie das Ihrige." ordentlich im Zaume gehalten wird, so daß er nicht weiter des Hurrah und dann und wann Flintenschüsse. um sich greifen kann. Glauben Sie, daß mehr zu thun| " ist, Ich müßte ein paar Straßen demoliren, einige Tausend „ Wir werden wohl noch in dieser Nacht Arbeit betommen," meinte Helene. „ Das glaube ich nicht," erwiderte der Advokat, unsere Ich eile, ihn zu suchen, Fräulein; verlassen Sie sich auf meine ernstliche Fürsorge." ,, Sagen Sie ihm auch", fügte Elise hinzu, daß ich ihn Innern Gehör zu schenken." besonders bitten lasse, feiner verzweifelnden Stimme seines Streit füßte die gütige Hand und empfahl sich. " Ich gehe mit Ihnen", rief Barth, und beide Männer eilten davon, die Frauen ihrer emsigen Arbeit überlassend. Nur wenige Miniten waren vergangen seit dem Ab Anbaufläche von gleich 762,6 Millionen Kilogramm Aussaatmenge für eine Jauch die am Leben verbliebenen Pferde stellen ein im[ wie der„ Reptilienfonds" des Junkers Bismard. Eine große mindestens( eigentlich weit über) höchsten Grade trauriges Bild dar: Es find lebendige Geeschlange", die aber nicht blos in den Spalten der 9,3 Millionen Hektar. Es läßt sich aber durch eine ein Gerippe, elend, mit welker Haut bedeckt, zu keiner Arbeit Zeitungen lebt, sondern einen gewaltigen, riesenhaften fache Rechnung zeigen, daß dieser Vorrath höchst ungenügend tauglich, und von diesen muß noch eine ungeheuere Körper mit gewaltigen, riesenhaften Muskeln hat, und sich sei. Nämlich, wenn man diese Aussaatmenge in die Anbau- Prozentzahl während des Säens infolge der schlechten um die Völker der Erde gelegt hat, wie die Boa Constriktor fläche theilt. so erhält man ungefähr 82 Kilogramm Aus- Ernährung unterliegen. Die Bauern sehen daher mit um das erbeutete Wild, und die ihre tödtlichen Ringe saat pro Settar, währendden man z. B. in Deutschland Schrecken, daß nunmehr die Säezeit kommt u. s. w.," u. a. m. zusammenzieht, daß die Knochen im Leib knacken, bis das im Durchschnitt 101 Kilogramm Roggen und Weizen, sogar Daraus folgt, daß es erstens zu wenig Dungmaterial geben Opfer sich nicht mehr regt, und ruhig verschlungen werden 170 Rilogramm pro Hektar zur Aussaat braucht, in Ruß- muß, daß zweitens der Dünger nicht rechtzeitig ausgefahren kann von der fürchterlichen Schlange. und land aber noch mehr( Roggen ungefähr 145 Rilogramm). werden kann, daß drittens die Felder nicht zur rechten Ja er will neues Futter, der fürchterliche Moloch, Also kann der vom offfziellen Bericht angegebene Aussaat- Beit und nicht intensiv genug bearbeitet werden können, u. a. m. ja sie ist auf Raub aus, die fürchterliche Schlange! vorrath kaum für etwas mehr als die Hälfte der resp. Dazu kommt noch, daß schon vor dieser Hungers- Sei auf der Hut, Michel! Anbaufläche ausreichen, die andere die andere Fläche noth in 13 Gubernien nur 43 pet. des Ackerareals gebleibt unbesä et. Dies ist die wahre Sachlage, und dem düngt werden konnten" und daß, wiederum noch vor der Wie's gemacht wird. Einige Blätter versuchen es, entsprechen auch die volt den russischen Beitungen Hungersnoth, 8 Gubernien aus Mangel an Vieh nur 3/4 der sich ob des Trinkgelder Unwesens in Entrüstung zu ver Zeitschriften veröffentlichten Privatmittheilungen. Feldarbeit zur rechten Zeit vollziehen konnten." sehen. Wohlgemerkt, nicht Entrüstung über das Unwesen, Diese Privatberichte sprechen geradezu von einer Die für die Landwirthschaft auch sonst so wichtige sondern Entrüftung über die Kreuz- Zeitung", die wenn Berringerung der Anbaufläche um die Hälfte", und Frage der Menschenkraft gewinnt bei dem eben auch in sehr zaghafter Weise, der Kage die Schelle angehängt wo die Zahlenangaben fehlen, ist die Rede von„ bedeuten geschilderten Zustande der Bichhaltung in weitem Grade und das Trinkgelder- Unwesen aus dem Dunkel gezogen und der", oder auch ungemeiner Verringerung der Anbau- an Bedeutung. Wie steht es mit dem Bauer? Daß er beim richtigen Namen genannt hat. Diese Entrüstung ist fläche Genügt dieser Umstand allein schon, um jegliche gehungert und noch jetzt hungert und hungernd seine ein ebenso charakteristisches Symptom der in dieser Hoffnung auf die rettende Gewalt einer günstigen Arbeit machen muß, das weiß man. Wie hat das aber auf fapitalistischen Gesellschaft herrschenden Rorruption, wie das Ernte zu vernichten, so treten noch verschiedene andere seine Arbeitskraft eingewirkt? Die Nachrichten sind grauen- Trinkgelder- Unwesen selbst. Es ist die elendeſte Heuchelei, hinzu, die theilweise fast ebenso wichtig sind. Der voll. Zum Hungertyphus hat sich der Flecktyphus und in hinter der Fäulniß und das Bewußtsein der Fäulniß sich Bauer wird von der Regierung mit Aussaatgetreide verber legten Zeit der Storbut gesellt. Die Zahl der Kranken verbirgt. Wenn wir Bewußtsein sagen, so soll damit nicht forgt, die Regierung kauft das Getreide aus verschiedenen mehrt sich mit jedem Tag und wird sich noch um das Biel gesagt sein, Bewußtsein ehrlosen Handelns. Denn den An Gegenden zusammen und bringt es an Ort und Stelle. fache vermehren. Denn nach der Aussaat bleibt wenig Gedes goldenen Kalbs ist ihr Kultus Bei der ungeheuren Ausdehnung des russischen Reiches find treide übrig und die Noth wächst und gewinnt an Aus- durchaus Ehrenhaftes, ja Verdienstvolles, und sie verachten alle Diejenigen, welche den Kultus nicht betreiben aber die klimatischen und Bodenverhältnisse der verschie dehnung. Die Zeitungen berichten immerfort von neuen denen Gegenden innerhalb desselben sehr abweichend, daher Gubernien, in denen die Hungersnoth einen akuten Zustand und arme Teufel geblieben find. Nur der Konkurrenzneid werden an den verschiedenen Orten verschiedene Getreide- angenommen hat, und die bis jetzt nicht zum Hungerrayon treibt mitunter zur scharfen Kritik des Kollegen, der in Arten und verschiedene Sorten derselben Ge- gezählt worden sind. Halb Rußland ist in ein Kranken- einer anderen Abtheilung des Mammon- Tempels dem treide Art gebaut. Was für die eine Gegend paßt, lager verwandelt. Auf einen Kranken giebt es, nach ärzt- goldenen Kalb feinen Tribut darbringt. Der Junker, der wird in der anderen keine Früchte tragen. lichen Berichten, zehn, die im Begriffe sind, krank zu werden. feinen adeligen Gift- Fusel dem Volk zu Monopolpreisen # Frage ist leider nur allzu leicht zu entscheiden. betern etwas " Es ist kaum möglich, in den mittleren und nördlichen Die Bevölkerung ist furchtbar abgeschwächt. Die Bauern aufzwingt, und für jeden Bissen des täglichen Brots dem Gebieten Rußlands nicht nur indisches, sondern nicht ein- haben schon jetzt beobachtet, daß Arbeiten, welche früher hungernden Bolt eine Steuer auspreßt, verdammt hochmal unser eigenes Getreide aus der Kubanj( Kaukasus) zu 2 Personen in einem Tag machen konnten, jetzt 4 kaum müthig den Börsenspekulanten, und hält sich selbst für einen bauen." Daß aber diese Verschiedenheit bei den Aussaat zu Stande bringen. Die Gutsverwalter erzählen, daß Gentleman comme il faut; Herr Baare betrachtet die sendungen keineswegs genügend beachtet wird bezw. ward, fie gezwungen sind, die gemietheten Arbeiter zunächst eine Zeit Schienenflickerei, die Steuerhinterziehung als ein selbstift, zumal wenn man erwägt, daß das Aussaatgetreide lang zu nähren", und erst dann vermögen dieselben etwas verständliches Naturrecht, dünkt sich ein„ Befter der Nation" gemeinsam mit dem für Verproviantirung bestimmten, für zu leisten. Viele sind nicht einmal im Stande, sich selbst und findet den Arbeiter sehr unmoralisch, der aus der Werkwelches diese Unterscheidung von keinem Belange ist, ver- aus der Stube hinaus zu tragen", u. f. w. Der franke ſtätte für ein paar Pfennige Abfall mit nach Haus nimmt. sendet wird, und bei der bekannten Bureaukratie der Bauer verläßt sein Krankenbett, oder vielmehr den Boden, und die Zeitungsredakteure, welche von Hansemann die russischen Vollzugsorgane wohl mit Sicherheit an auf dem er sich in Fieberhitze herumgewälzt hat, um die Gratifitationen" annehmen, würden sich sicherlich für bes zunehmen. Dies ist jedenfalls ein Nebenumstand, der Arbeiten für sich und sein verloren gegangenes Arbeitsvieh leidigt erachten und auch Klage erheben, wenn man ihnen aber unter russischen Verhältnissen ungeahnte Folgen zu verrichten- ob er damit etwas erreichen wird? Die in gutem Deutsch sagte: Ihr seid Schufte! tragen kann. Fort mit der Maste! So wird's gemacht, und Eine weitere Frage von ausschlaggebender Wichtigkeit Keine Aussaat, fein Dünger, fein Arbeitsvieh, der Bauer zwar nicht blos, wenn es gilt, werthlose oder minder ist die Dezimirung des Viehstandes. Da Rußland schwach und hinfällig, das Wintergetreide in vielen Gegenden werthige Werthpapiere" dem Publikum aufzuschwindeln. fast ausschließlich Miſtdünger gebraucht, dann bei der schon verloren, in anderen faum vegetirend- es unterliegt So wird's in allen Geschäften gemacht. Zum Beispiel jetzt äußerst knappen Verbreitung der landwirthschaftlichen feinem Zweifel mehr: die diesjährige Ernte, und bereitet die Welt sich vor auf die Chicagoer Ausstellung. Maschinen und der Zersplitterung des Bodens, so daß der mögen die klimatischen Verhältnisse noch Ist der Leser vielleicht so naiv zu glauben, die GeschäftsBauer mehrere Parzellen, manchmal meilenweit von so günstig sein was übrigens nicht der Fall ist- leute, die dort ausstellen wollen, thäten dies um der schönen seinem Hofe entfernt, befahren muß, ist der Biehstand grund- muß noch schlimmer ausfallen, als die vor Augen der zweifelhaften Jungfrau Germania willen? Für legend bei der Beurtheilung der russischen Landwirthschaft. jährige. den Ruhm der heimischen Industrie? Dieser Viehstand ist nun zu Grunde gerichtet. Nach einer Hungersnoth die andere, nachdem man sich Der Bauer suchte nach Möglichkeit sein Bieb, besonders bis zum Sommer fortgehungert hat, wieder von Neuem die Pferde zu erhalten: er riß das Strohdach seiner Woh- anfangen. Aber, nachdem man den Hungertyphus, den nung ab und gab es dem Bieh, er suchte jeden Strohhalm Flecktyphus und den Scorbut durchgemacht hat, was bleibt auf den Feldern, im Hause, im Hofe auf und gab es dem noch? Es bleibt nur das Einzige: Sterben!... Und Vieh, er führte es in seine eigene Stube, um es zu erfo fagt auch der russische Bauer:" Jezt geht's ans Sterben", wärmen, er erfanu noch tausend allerlei Mittelchen es jest sterben wir alle aus"," jekt kommt der Tod". half nichts, der Viehstand ist furchtbar gelichtet, Biele werden wohl sterben, allein die Meisten werden was übrig geblieben find abgemagerte, abdoch bleiben. Was mit diesen vermuthlich geschehen wird, gezehrte Rader, die faum ihre Beine bewegen. Nach das wollen wir im Folgenden erörtern. den in einigen Gubernien von den Semstwos vorgenommenen Bählungen ergiebt sich, daß sogar in den sonst pferdereichsten Gubernien die Zahl der Pferde sich durchschnittlich um 3 vermindert habe, und noch viel bedeutender ſei der Berluſt an Rindvich. Es giebt Gegenden, wo außer Politische Ueberlicht. und wildes Fluchen vernahm. " So" dumm" sind die Leutchen nicht. Sie wollen Gelb verdienen. Und glaubt man etwa, sie wären jo„ grün", bei dieser Gelegenheit nicht dem Glück nachzuhelfen, es à la Riccaut de la Marlinière ein wenig nach Kräften zu Wir haben einen uns sehr nahe forrigiren"? erhielt, über eine der großen Weltausstellungen zu berichten. ftehenden Freund, der als Journalist den Auftrag Sobald seine Eigenschaft und sein Zweck bekannt geworden, sah er sich plöglich von Seiten der Aussteller und ihrer Agenten dergestalt mit Aufmerksamkeiten bedrängt, daß er Anfangs sich wunderte, dann, als die Aufmerksamkeiten flingende, gleißende Körperlichkeit anzunehmen drohten, fittlich entrüftet wurde, und schließlich, als man ihm an vertraute, das geschehe allgemein so und es werde ja nichts Unrechtes verlangt, blos wahrheitsgetreue Anerkennung -sich lachend von den liebenswürdigen Herre vers abschiedete:" Ich danke für die Belehrung, werde aber von heute an feinen Bericht mehr schreiben, denn wenn das all gemein geschieht, hält Jeder, der weiß, daß ich Berichte und das will ich schreibe, auch mich für einen Schuft doch lieber vermeiden". -Siebenzehntes Kapitel. Auf den Barrikaden. Bei diesem Ausruf erinnerten sich erst die übrigen scheuchen." Frauen, in welcher ausgesetzten und gefährlichen Stellung sie sich befanden; die Arbeitswerkzeuge entfielen ihren Händen, es nicht mit Absicht gethan," rief das Mädchen, und der und zitternd horchten sie auf jedes Geräusch, das aus der Straße zu ihnen herauftlang. bem Menschen feine Anzeichen eines lebendigen Wesens zu finden seien"( Bericht des Sanitätsarztes Gratianoff). Das Berlin, den 16. Juni. restirende Bieh ist so abgezehrt, daß es kaum mehr arbeiten Das Molochspiel wird immer toller und die Romfann." Bauernwirthschaften ohne Pferde giebt es hier mentare zum: Er will-- er will nicht- er will- immer mehr, als 3/4 der Gesammtzahl", schreibt man einer russischen länger und verwirrender, so daß die Nationalliberale Zeitschrift aus der Gegend hinter dem Ural, einem Gebiet Korrespondenz" die große Militärvorlage"" bereits für eine von mehreren Tausend Quadratkilometern. Aus dem Bezirk große Seeschlange" erklären kann, was auch zum Moloch- Und da wir gerade bei der Sache sind, so sei hier Schzadrin der Gubernie Perm, wohl der pferdereichsten spiel gehört. Ja, er will der Moloch, er will immer noch erwähnt, daß Herr Polke, der Held des famosen Gubernie Rußlands, wird mitgetheilt:" Jetzt werden von Menschenfleisch und Menschenblut, der große Menschenwürger Prozesses, der die Moralität unserer Gesellschaft und unserer der 307 000- köpfigen Bevölkerung unseres Bezirkes an die und Menschenfresser. Eine große Seeschlange"-nun, der Justiz so grell beleuchtete, sein altes Metier fortsetzt und 200 000 gezählt, die keine Pferde mehr besitzen. Aber Ausdruck ist vielleicht gar nicht so unrichtig, wahr wider Willen, bessere Geschäfte macht als je. Der Prozeß war für ihn schied der beiden Genoffen, als man auf der Straße vor Jch fam in ganz guter Absicht; ich wollte Ihnen hier in Dampfhämmer, klirrte das Eisen und zischten die Feuer wie der Stadt Flintenschüsse, wilde Schreie, dann Pferdegetrappel den Garten einige zwanzig Scharfschützen legen, damit nie zuvor in der Blüthezeit der Fabrik. An den DampfSie ungestört arbeiten könnten. Es sind tüchtige Leute, maschinen aber saß der Zeitgeist mit seinen ehernen Zügen „ Um Gotteswillen!" rief Olga,„ der Kampf geht hier mit denen ich eben eine Husaren- Patrouille von der Straße und schmiedete die Räder der Zukunft. los und wir sind ohne Schuh, ganz allein!" vertrieben habe, damit sie mir nicht meine Arbeiter verHier, Herr Mensch, haben Sie meine Hand, ich habe Noch kämpften die ersten Strahlen der früh heraufsteigenden Philosoph war von der Berührung der kleinen Hand so Morgensonne mit den Nebeln des Morgens und einigen schweren entzückt, daß er in seiner Aufregung das Mädchen an sich Wolken, die der West über Nacht gebracht und die so trohig 30g und einen Kuß auf ihre Lippen drückte. und düster aussahen, daß man Zweifel empfand, ob dieser Aber, Herr Mensch, Sie sind ja ein ganz abschenlicher Rampf der Allesverklärerin siegreich ausfallen würde. Mensch," rief Olga, und nur die Dunkelheit verbarg die Aber nach und nach drang das goldene Sonnenlicht purpurne Röthe ihres Gesichts. durch eine dünne Stelle dieses Nebelschleiers, glühte darin mit einem feurigen Roth und säumte bald lichtgelb die äußersten Ränder. Dann begann es in das Himmelstuch, das sich dunkelblau zu färben anfing, die feinsten Striche zu zeichnen, so daß dort Alles aussah, wie ein golddurchwirkter Teppich, auf dessen Grunde sich die Figur eines feltfamen Ungeheuers von dunkelvioletter Farbe, umgeben von brillanten Lichtreflexen, abzeichnete. Aber die Strahlen der Sonne durchwärmten auch die Garten einzutreten im Begriff stand. Mit Riesenkraft, die Begehen Sie so viel Sie wollen: aber erst erfüllen umgebenden Luftschichten, so daß sie langsam das Une ihr der Schreck verlieh, warf sie das Thor vor, so daß der Sie Ihre Pflichten, es ist jetzt keine Zeit zu Dummheiten." geheuer erhoben, welches bald nur noch am Horizonte wie Eindringling zurückgeschleudert wurde und das Schloß ein-" Das ist wahr. Holla! 20 Mann vor. Ihr besetzt ein dunkler Punkt schwebte. Mein Gott, und ich habe nicht einmal das Thor schließen laffen," rief Helene, und kein Diener, keine Dienerin im Hause!" " Warten Sie, ich werde gehen," rief Olga gleich wieder ermuthigt. " " Wir Alle wollen gehen," riefen die Anderen. Um Gotteswillen nicht, da könnten wir gleich das Unglück selber heraufbeschwören," entgegnete Helene; ,, ich selber werde gehen, ganz allein." " Soll ich mich erschießen, sagen Sie nur ein Wort", rief der Philofoph, selber im höchsten Grade erschrocken über seine Unbesonnenheit. " Ich werde Ihnen zu anderer pafsenderer Zeit meine Meinung fagen, jetzt seien Sie so gut und lassen Sie einige Aber Olga war bereits fortgelaufen, eilte den Gang Leute zurück. Das Abschiednehmen schenke ich Ihnen." neben dem Garten entlang, flüchtig wie ein Reh, und hatte" Ich begebe eine Dummheit heute Abend, das weiß eben das eiserne Gitterthor erfaßt, als ein Mann in den ich," rief der Philosoph verzweifelnd. einige neue Gedankenbuckel bekommen haben." das Gitter durch. diesen Garten. Kein Mensch darf ohne Erlaubniß der EigenSprang. " Die Barbarei flieht vor der Sonne der Aufklärung," mur " Nun, wahrhaftig", rief der Zurückgeschleuderte, das thümerin, die dort in den erleuchteten Fenstern zu finden, melte Lange, der mit dem ersten Strahl der Sonne err war wirkich grob; einen solchen Empfang hätte ich mir hier herein. Erich Schlegel, Sie haben heute eine schlimme wacht und nach dem Glockenthurm des Hauptgebäudes der die nicht vermuthet. Ich glaube, ich muß an meinem Kopf Geschichte angerichtet; Sie bürgen, mit Ihrent Kopf Findeisen'schen Fabrik gestiegen war, von dem aus er hit für die Sicherheit des Hauses, und wenn Sie Ihren Auftrag halbe Stadt und einen Theil der Umgebung überblicken Sind Sie es denn, Herr Mensch?" frug Olga durch getreu vollzogen haben, sollen Gie morgen wie ein unschule konnte. Aber welche Kämpfe toftet es, wie viel Opfer! diges Kind dastehen. Gute Nacht!" Wieder stehen wir an der Schwelle vieler blutiger zu sammenstöße, bei denen ein Theil der Nation freiwillig „ Gute Nacht!" sagten nur wenig Menschen diesen eintritt für das, was er für recht hält, und der Andere weil er muß. Geist der echten, wahren und lärmte in den Straßen, trog Belagerungszustand und Menschheit, schwebe Du hente freundlich über unferen Na, so denten Sie an die unschuldigen Teller, Taffen Standrecht, Polizei, Nachtwächtern und Patrouillen. Hinter Fahnen, laß uns der Freiheit eine Gaffe brechen!" und Gläser, die Sie gestern so unbarmherzig zerbrachen. dem von Truppen umringten Barrikadengürtel aber, in ( Fortsetzung folgt.) Aber es thut mir aufrichtig leid: Tommen Sie herein." der Findeisen'schen Fabrik, rauchten zum ersten Male wieder Nein, ich danke, ich bin jetzt für ein Weilchen versorgt. seit langer Zeit die Essen, hämmerten die gewaltigen " Nun freilich; und Sie hätten das wohl etwas früher fragen fönnen, statt mir die Thür an den Kopf zu werfen." Olga beeilte sich, das Gitterthor wieder zu öffnen, und meinte dann tröstend: " * Es Anstellung durch unseren Vertrauensarzt in Betreff ihrer Gesundheit und Tauglichkeit zum dem betr. Berufe untersucht werden. der Antrag ohne weitere Debatte angenommen. Nach kurzer Begründung durch den Stadtv. 2 angerhans die befte Reklame. Und man sagt, Herr Polfe habe auf Der Ausfall der belgischen Wahlen hat die seinem Arbeitstisch das Bild des sinnreichen Staatsanwalts fleritale Partei, welche seit vielen Jahren das Monopol stehen, der ihm diesen Dienst geleistet hat. Und da giebt's der Regierung in Belgien hat, aus dem Häuschen gebracht. Leute, die glauben, die Gesellschaft mit Wucher- und Prügel- Mit Ingrimm konstatiren die Organe dieser Partei, daß wird gesehen zur Sittlichkeit bringen zu können! Die Sozialisten mit den Liberalen Hand in Hand gegangen seien, wodurch der Wahlbewegung ein revolutionärer" 1892 erforderlichen Erweiterungs- und Erneuerungsbauten auf Die speziellen Kostenanschläge und Zeichnungen zu den für Ein Zeugniß. Die einzige Partei, die heute in Charakter aufgedrückt worden sei. Das ist dummes Beug. den 4 städtischen Ga 3 anstalten werden genehmigt. Der Sachsen die Kraft befigt, mit dem Antisemitismus Die belgischen Sozialisten gingen, soweit sie überhaupt an Bedarf beläuft sich auf 905 135 M. wenigstens in seinem äußeren politischen Auftreten fertig zu den Wahlen sich betheiligen fonnten, mit dem radikalen Für die Erweiterung der Albuminfabrik auf dem städtischen werden, ist nach unserer Ueberzeugung die Sozialdemo- Bürgerthum Hand in Hand, weil dieses gleich ihnen das Bichhofe werden noch 8000 M. aus dem Refervefonds des Bieh fratie" schreibt die Frankfurter Zeitung" in einer allgemeine Wahlrecht erstrebt Notiz über den Mehnert'schen Parteitag". Parteitag". - und„ revolutionär" ist es marktes bewilligt. Zum Ankauf der dem Kuratorium der Hofpitäler Zum heiligen Stimmt, und doch wahrhaftig nicht, eine Einrichtung zu erftreben, die in Geist und St. Georg gehörigen Grundstücke Spandauerstraße 2 die Sozialdemokratie in Sachsen wird nicht blos mit den dem deutschen Polizei- und Militärreich durch den reaktio- und 2a und Heilige Geifigaffe 10 und 11 zum Preise von 350 M. Antisemiten fertig, sondern auch mit deren Hintermännern, närsten aller modernen Staatsmänner eingeführt worden pro Quadratmeter wird die Ermächtigung der Versammlung nachdie allein des Kampfes werth find. ist allerdings unter dem eisernen Druck der Ver- gesucht. hältnisse. " Bismarckbeleidigung ist in Deutschland kein be Stadtv. Sa ch 3 I beantragt, da es sich um ein Objekt von fonderes Verbrechen mehr- der Erkanzler kann nur noch Die Klerikalen, die in der früheren Kammer 94 Size 1 300 000 m. handelt, Ausschußberathung der Vorlage. Redner beleidigt werden wie Hinz, Kunz und jeder andere Sterbliche. gegen 44 Liberale einnahmen, werden in der neuen, um bezweifelt die Zweckmäßigkeit des Ankaufs; die Grundstücke seien In Rußland aber, wo man den Staatsmann, der russischer um 7 Mitglieder vermehrten Senat 45 gegen 31, ftatt, wie bisher, worden, sobald der Magiftrat von der Kaufsmöglichkeit erfuhr. 11 Mitglieder stärkeren Kammer 92 gegen 57 sein, und in dem weder billig noch gut gelegen. Bürgermeister Belle: Die Vorlage ist eitig beschlossen als die Ruffen" ist, begreiflicher Weise ans Herz geschlossen 48 gegen 21. Sie haben also immerhin noch eine erfleckliche Beabsichtigt ist dort Bureauräumlichkeiten für die demnächst in hat, wird die Bismarckbeleidigung noch als besonderes Ber- Majorität, allein sie haben und das macht ihre Nieder- Wegfall kommenden Bureaus im Köllnischen Rathhaufe unterbrechen bestraft sogar mit Ausweisung. Herr Bigelow, lage so bedeutungsvoll der Amerikaner, der neulich in einem englischen Blatte über durch welche sie jede Verfassungsänderung entweder hinter der Stadt wegschnappe, bestehe allerdings in hohem Maße, und -die Zweidrittel- Mehrheit verloren, zubringen. Die Gefahr, daß ein Anderer den Grundstücstomplex Bismarck die Wahrheit sagte, ist soeben aus Rußland treiben oder in ihrem Sinne durchführen konnten. Sie sind eine Ausschußberathung könne fie nur vermehren. ausgewiesen worden. Wir lesen darüber in der National- jetzt gezwungen, auf die Radikalen Rücksicht zu nehmen, zeitung": Ausweisung aus Rußland großes Aufsehen. Herr Poultney rechts in Belgien immer mächtiger wird, immer weitere " In hiesigen( Berliner) amerikanischen Kreisen macht eine und da die Bewegung zu Gunsten des allgemeinen Stimm Bigelow, der in letterer Zeit durch eine Reihe von Artifeln Kreise mit fortreißt, so kann der Sieg des allgemeinen in englischen Zeitschriften viel von sich sprechen machte, in Stimmrechts, wenn nicht auf den ersten Anlauf, doch in mit Antäufen von Grundstücken im Innern der Stadt zu andenen er heftige Angriffe gegen den Fürsten Bismarck richtete nächster Zeit schon mit Bestimmtheit erwartet werden. Ganz und den Kaiser Wilhelm II. verherrlichte, hatte sich im Auf- Belgien hat gegenwärtig blos 130 000 Wähler, das heißt trage des größten amerikanischen illustrirten Blattes Harpers ungefähr den zehnten Theil der Zahl, die es bei Monthly" nach Rußland begeben, um von dort in Wort und Bild Land und Leute zu schildern. In seiner Begleitung be- unserem deutschen Reichstags- Wahlgesetz haben würde. Die Bild Land und Leute zu schildern. In seiner Begleitung be- vom Stimmrecht ausgeschlossenen Million besteht aber fast fand sich ein hervorragender Zeichner, Herr Remington. Wie auf derselben Mission durch Desterreich nach dem schwarzen durchweg aus Katholiken, und da die Ausgeschlossenen fast Meere, so sollte auch hier die ganze Reise auf eigenem Boote ausnahmslos das Wahlrecht für sich fordern, so würde die zurückgelegt werden. Die Empfehlungen der beiden Herren katholische Mehrheit ihre eigene Sache schwer schädigen, waren die vorzüglichsten. Trotzdem find sie sehr schnell aus wenn sie den Widerstand gegen die Forderung des Rußland ausgewiesen worden. Ein Grund ist ihnen nicht an- allgemeinen Stimmrechts auf's Aeußerste triebe. gegeben worden nnd ihnen auch nicht bekannt. In ihrer journalistischen Thätigkeit, soweit sie Rußland betrifft, ist er nicht zu suchen, da bisher noch nichts von ihnen veröffentlicht ist." In anderen Blättern wird direkt angegeben, daß der Artikel gegeu Bismarck die Ursache war. Sehr schmeichelhaft für den Säkularmenschen". Stadtv. Kalisch schließt sich diesen Ausführungen an, städtische Verwaltungszwecke nicht anzuerkennen vermag. während Stabv. Langerhans sich für Ausschußberathung ausspricht, da er besondere Vorzüge des Grundstückes für Stadtv. Meyer II ist für sofortigen Erwerb, da die Stadt gemessenen Preisen sich niemals einen Schaden thun könne. Sonst werde stets gegen die Verwaltung der Vorwurf erhoben, daß ste, menn fie Grundstücke brauche, erst im letzten Augenblicke und zu theuer faufe. Offerte eines Herrn Jacobson, der zu entsprechend an gemessenem Stadtv. Schwalbe verweist auf eine gleichzeitig vorliegende Breise die Grundstücke Nene Friedrichstr. 43/44 zum Raufe ans bietet, und empfiehlt aus Rücksicht hierauf Ausschußbe cathung. Stadtv. Schönfließ hebt hervor, daß von letzterem Grundstück die Quadratruthe nur 2765, von dem Hospitalgrund. stück aber 4970 M. toftet; man müsse also doch jene Oferte auch gleich Anfangs gedacht: die üblichen Prügeleien zwischen Bürgermeisters, noch aus denjenigen verschiedener Mitglieder hat Mit den sogenannten Wahl- Krawallen war es, wie wir berücksichtigen. Liberalen und Klerikalen. Letztere scheinen ganz rabiat Stadtv. Singer: Weder aus den Ausführungen des fie merken, daß die Zügel ihnen entschlüpfen. Sie haben die Verwendung braucht allerdings erst gerebet zu werben, wenn fich die Ueberflüssigkeit der Ausschußberathung ergeben. Ueber dieselben nur zu lange in der Hand gehabt. Wer sehen wir die Grundstücke besitzen. Aber es ist doch ein etwas außerwill, was der Klerikalismus, den unsere Zentrumsleute als gewöhnlicher Vorgang, wenn ein Antauf für mehr als eine Ueber die ruffifchen Ernte- Aussichten bringt der aus einem Lande und aus einem Volte machen kann, der lichkeit für jeden Ginzelnen in der Versammlung, das Für und Heilmittel für alle politischen und sozialen Uebel anpreisen, Million ohne Ausschußberathung befchloffen wird, ohne die Mög Londoner Standard" in seiner gestrigen Nummer einen betrachte sich Belgien- den„ Musterstaat" der Verrohung, Wider gründlich zu prüfert. Die Haft, mit der von verschiedenen Brief aus Petersburg, welcher, auf Grund amtlicher An- des Elends und der Unwissenheit. Seiten der Antauf empfohlen wird, ist mir recht verdächtig, und gaben, zu dem Schluß kommt, daß die Ernte- Aus= gerade deshalb muß ich doppelt wünschen, volle Zeit für die fichten noch weit schlechter sind als im Dorigen Jahr. Die englischen Postbeamten sind, im Hinblick auf Prüfung zu gewinnen. Wenn der Vorstand den Ausschuß erAuch im Kaukasus steht diesmal eine die Wahl, von dem General- Postmeister angewiesen wor- nennt, fo tönnen wir, ohne Etwas zu verfäumen, in 8 Tagen Mißernte bevor. Wir wollen uns nicht in Betrachtungen den, sich auf die Bewältigung ungewöhnlicher Maffen von auf Grund besserer Information in ber Angelegenheit ent ergehen und verweisen auf die von bestunterrichteter Seite Briefen, Zeitungen und sonstigen Drucksachen gefaßt zu scheiden. tommende Arbeit über Rußland, deren Abdruck in heutiger machen und rechtzeitig ihre Vorbereitungen zu treffen. In Nummer begonnen wird. Deutschland pflegt die Regierung den Parteien nicht so entgegenkommend an die Hand zu gehen wenigstens nicht denen der Opposition. Die Krisis in Italien. Rönig Humbert Umberto auf italienisch - muß die Lage entweder sehr rosig ansehen, oder für sehr gefährlich halten. Er hat sich über Nacht entschlossen, die Reise nach Deutschland doch zu machen, Daß dies- zumal bei der verzweifelten Finanzlage Italiens den Feinden der Regierung und der Dynastie Waffen giebt, liegt auf der Hand. In der Kammer hat es deshalb schon einen Standal gesetzt.Inzwischen hat die Kammer sich gestern, nach Erledigung der nöthigen Formalien, auf unbestimmte Zeit vertagt. Die Vorbereitungen für den Wahlkampf beginnen. Zur amerikanischen Präsidentenwahl. Die Vorkonvention, die der erst am 21. d. M. zusammentretenden demokratischen Wahlkonvention vorausgeht, hat gestern in Chicago begonnen. Die Zahl der Konventions Delegirten beträgt 898, von denen eine Zweidrittel Mehrheit, also mindestens 599, zur Ernennung des Kandidaten nöthig find. Für Cleveland scheint die Mehrheit gesichert. Kommunales. Gassel für Ausschußberathung gesprochen, wird der betr. Antrag Nachdem noch die Stadtv. Scheiding und Leo gegen, abgelehnt. Stadtv. Singer erklärt, nunmehr gegen bie Borlage stimmen zu müssen, da er der Versammlung das Maß von Verantwortung, welches in einem zustimmenden Beschluffe liegen würde, nicht aufbürden wolle. Stadtv. Langerhans giebt eine gleiche Erklärung ab. Die Vorlage wird darauf mit schwacher Mehrheit an= genommen. anstalt gehörig, war von dieser der Stadt für 360 000 m. zum Das Grundstück Breitestraße 21, ber WadzeckRaufe angeboten, bevor indeß die Beschlußfaffung der Versamm lung erfolgt war, für 870 000 M. an den Kaufmann Louis Oppenheim veräußert worden. Derselbe will seine Slechte an die Stadt zediren, falls ihm die veraußlagten Stempel und Notariatsgebühren mit 3754,90 m. erstattet werden. Der Magiftrat empfiehlt die Zustimmung zu diesem Vorschlage. Die Vorlage geht an den mit den früheren Verhandlungen in dieser Grundstücsangelegenheit betrauten Ausschuß. Die Vorlage, betr. die Festsetzung der Etats für verwird en bloc angenommen. Die Lügner entlarvt. Die neuesten Telegramme aus Barcelona lauten durchaus„ friedlich", und selbst deutsche Bourgeoisblätter müssen jetzt zugeben, daß über die Vorgänge im spanischen Industrie- Zentrum schmählich gelogen worden ist. So lesen wir heut in der„ Vossischen Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, den 16. Juni, schiedene Stiftungen und Fonds der Hauptstiftungstaffe Beitung": ihnen Stadtverordneten Versammlung. Nachmittags 5 Uhr. Um die Verbreiterung der Röpniderstraße vor den Grundstücken 187 und 188 ist mehrfach petitionirt worden. Der Magistrat hält die Verbreiterung nicht für nothwendig, überläßt aber der Versammlung die Entscheidung. Nach kurzer Debatte wird beschlossen, das fragliche Terrain im Wege der Enteignung zu erwerben. Brücke dem Verkehr übergeben und sodann die sehr schabhafte Noch vor Beginn des nächsten Winters soll die PaulstraßenMoabiter Brücke gesperrt und abgebrochen werden. In Berücksichtigung des lebhaften Fußgängerverkehrs und der Nähe des Bahnhofs Bellevue foll noch vor Abbruch der Moabiter Brücke eine 4 Meter breite Nothbrüde oberhalb der letteren bergestellt werden, wofür die Kosten auf 20 000 m. veranschlagt find. Die Versammlung stimmt dem Magistratsvorschlage zu. Tagestlasse für Monteure der Etektrotechnit Bei der ersten Handwerkerschule wird die Errichtung einer genehmigt. Ueber die Vorgeschichte des Ausstandes in Barcelona, Bezüglich der Neuwahl des ersten Bürgermeisters welcher zu schweren Ruheſtörungen(?) geführt hat, giebt ein schlägt Vorsteher Dr. Stryd vor, einen Ausschuß von 15 MitSchreiben des Stadtraths Balls von Barcelona, das der gliedern nieberzusetzen, der sich ministerieller Instruktion gemäß Imparcial" veröffentlicht, Aufklärung. Stadtrath Balls zunächst mit der Gehaltsfrage, danach mit der Personenfrage zu fchreibt unter anderm: Im Jahre 1890 perlangten die beschäftigen hat. Demselben Ausschuß wird die Vorbereitung zur Arbeiter eine Ausbesserung der Löhne. Im Wahl von Stadträthen an Stelle der ausscheidenden Magistrats Jahre 1891 rieth ihnen der Generalfapitän der Proving, mitglieder Weber, Beelig, Haack, Rämpf, Mamroth, de Nève, Blanco, fie möchten den Abschluß des Vertrages mit Frankreich Röftel, Schäfer und Weigert übertragen. abwarten, und sie gehorchten. Als sie nun in Zum 1. Oftober d. 3. soll die völlige Trennung der städtischen diesem Jahre eine Erhöhung der Lohnfäße verlangten, Baugewerkschule von der Sandwerkerschule und die Gr Gr: schlossen die Fabrikanten, weit entfernt, öffnung der zweiten Handwerkerschule stattfinden. Da sich feit 1880 irgend welche Aufbefferung zu der Kreis der in der Handwerkerschule eingehend berücksichtigten augestehen, ihre Fabriten während 8 Wochen Gewerbe erheblich ausgedehnt hat, hält der Magistrat eine Er und verlangten bei Wiedereröffnung ber- weiterung des Kuratoriums für wünschenswerth; er hofft, selben Vermehrung der Arbeitsstunden und daß das so erweiterte Kuratorium sich mehr und mehr zu einer Verminderung der seit 11 Jahren hier gelten- Kommission für den gewerblichen Unterricht gestalten wird, welche den und vereinbarten Lohnfäße. Daß infolge des auch die Entwickelung der Fachschule zu leiten und das VerAusstandes große Bestellungen aus Amerita und den Stolonien hältniß der Handwerkerschulen zu einander und zu den Fachunausgeführt blieben, braucht nicht erst hervorgehoben zu schulen zu regeln vermag. Nach dem Magistratsantrage foll das will aber die aufgestellten Grundzüge für die Aufnahmeprüfung Stadtv. Schwalbe empfiehlt die Annahme der Vorlage, werden. Die letzten Meldungen aus Barcelona drücken die Kuratorium vom 1. Oktober ab bestehen aus 3( bisher 2) und für das Programm der Klasse dem Kuratorium der HandSoffnung aus, es werde General Blanco gelingen, ein Ein- Magistratsmitgliedern, 6( 4) Stadtverordneten, 6( 4) Bürger- werkerschule unterbreiten. bernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zu schaffen. deputirten und den Direktoren der beiden Handwerkerschulen Gestern Vormittag ist ein Geschwader in den Hafen von sowie der Baugewerkschule. Nachdem Stadt Schulrath Bertram sich hiermit einBarcelona eingelaufen. Die Versammlung tritt den Vorschlägen des Magistrats verstanden erklärt hat, wird entsprechend beschlossen. Mit der Herrichtung einer Sohlenniederlage und Mit anderen Worten, die„ anarchistischen" Revolutions- ohne Debatte bei. Ausbrüche bestanden darin, daß die Fabrikanten in ihrer einverstanden zu erklären, daß als fester Staatszuschuß zur Bahnstrecke Schönholz- Kremmen erklärt sich die Versammlung einDer Magistrat ersucht ferner die Versammlung, sich damit eines Anschlußgeleifes für unmittelbaren Kohlenbezug für die Anstalt zu Dalldorf an der gleichnamigen Haltestelle der neuen fapitalistischen Begehrlichkeit, um die Hungerlöhne der Ar- Baugewert- Schule ein Bauschquantum beantragt werde.. beiter noch mehr herabzudrücken, ihre Fabriken schloffen und welches in 3wischenräumen ron 3 zu 3 Jahren bestimmt de verstanden und stellt die erforderlichen Geldmittel in Höhe von die Arbeiter ganz brotlos machten. Das war allerdings zumnächst auf 20 000 M. bemessen wird. Bisher werden die 53 950 M. zur Verfügung. anarchistisch", aber es war der Anarchismus des kapita- Unterhaltungskosten nach Abzug der eigenen Einnahmen der Die Vorlage geht auf Antrag des Stadtv. Gericke an einen liftischen Ausbeuterthums. Schule und abgesehen von den Kosten des Lokals zu gleichen Ausschuß. Theilen von Staat und Stadt getragen; dieses 1883 mit dem Hinter die schweren Ruheſtörungen" haben wir ein Ministerium getroffene Abkommen würde die Entwickelungs- dem Begräbnißplak Seilige Kreuzkirche in Mariendorf Fragezeichen gesetzt nicht um Zweifel auszudrücken, ob fähigkeit der zum 1. Oktober ein eigenes Lokal erhaltenden An- wird ein Zuschuß von 30 000 M. beantragt. es überhaupt zu Ruheftörungen gekommen ist, sondern um stalt insofern einschränken, als der Gtat eines jeden Verwaltungs- antragten Zusatz genehmigt, daß die Summe dem LeichenhallenDie Vorlage wird mit dem vom Stadtv. Namslau be anzudeuten, daß die schweren Ruheftörungen", welche die jabres schon bis spätestens zum 1. Juni des vorhergehenden dem Baufonds entnommen werden soll. Herren Fabrikanten mit den unter ihrem Einfluß stehenden Minister vorgelegt werden muß, also zu einem Zeitpunkte, wo Militär- und Zivilbehörden herbeigeführt haben, nicht auf die Bedürfnisse des neuen Jahres noch nicht mit Sicherheit Ruhestörungen in dem Sinne waren, welchen das Ordnungs- geschlossen werden kann. Philisterthum mit diesem Worte verbindet. Die„ Ruhe- Ohne Debatte wird der Magistratsantrag genehmigt. ftörer" waren die Herren Fabrikanten, die Arbeiter waren und sind die Opfer. Uebrigens scheinen die Behörden gemerkt zu haben, daß es nicht flug war, die Arbeiter im Interesse der Herren Unternehmer so brutal zu behandeln, wie es thatsächlich wirklich erheben und den Republikanern die Hand reichen, dann könnte die Königin Regentin mit ihrem Söhnchen schnell nach der Eisenbahn fahren und machen, daß sie so schnell als möglich aus Spanien hinauskommt. Zu den Kosten der Errichtung einer Reichenhalle auf Zur Erwerbung des zur Freilegung der Straße 87 zwischen Brunnen- und Swinemünderstraße erforderlichen Terrains zum Preise von 18 M: pro Quadratmeter, event im Wege der Enteignung, giebt die Versammlung ihre Zustimmung. Eisenbahnanschluß hergestellt werden; der Magiftrat beFür die Frrenanstalt Herzberge bei Lichtenberg soll ein Ebenso werden 120 660 M. für den freihändigen Erwerb des antragt die Bewilligung der auf 61 150 m. veranschlagten Kosten zur Anlegung der Straße 88 erforderlichen Terrains von dem für das Anschlußgeleise. Krafft und Knust'schen Grundstücke Ackerstraße 96 bewilligt und Die Vorlage wird ohne Diskussion angenommen. der Vertrag mit dem Eisenbahnfistus genehmigt, wonach der Die Stadtverordneten Langerhans und Genossen haben selbe zu den Regulirungskosten der Straße 88 die Summe von 30 000 M. beiträgt, andererseits aber von der Verpflichtung zur Die Stadtverordneten- Versammlung wolle beschließen, Herstellung gewisser provisorischer Anlagen entbunden ist, den Magistrat zu ersuchen, an die zuständigen Behörden welche aus Anlaß der Senkung der Ackerstraße behufs Erhaltung das Ersuchen zu richten, daß die bei der Feuerwehr der Zugänglichkeit des Schwarzkopff'schen Grundstücks und des anzustellenden Beamten und Arbeiter unter Fest Grundstücks Ackerstr. 96 nothwendig werden. haltung einer Altersgrenze bis zum 30. Jahre vor ihrer Schluß 7 Uhr. folgenden Antrag eingebracht Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 17. Juni. Opernhaus. Cavalleria rusticana. ( Bauern- Ehre.) Rigoletto. Schauspielhaus. Der Kaufmann von Venedig. Berliner Theater. Demetrius. Deutsches Theater. Don Carlos. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Mikado. ,, Neue Welt", Hasenhaide. Sonnabend, den 2. Juli 1892: Großes Sommer- Fest 138/20 der Vereinigung der Drechsler Deutschlands ( Ortsverwaltung Berlin). Grosses Konzert und Ball. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten des Etablissements. Drei Kindertheater- Borstellungen. Monstre- Feuerwerk bei einbrechender Dunkelheit. Den geehrten Damen ist die Kaffee Küche von 3/2 Uhr an geöffnet. Billets im Vorverkauf 20 Pf., an der Kaffe 25 Pf. Kollegen und Genossen sind hiermit freundlichst eingeladen. Das Komitee. Oftend- Theater. Die Kellnerinnen Billets find zu haben in den Zahlstellen der Bereinigung der von Berlin. Hirsch in der Tanz- Drechsler" und der Hilfstaffe der Drechsler"; bei G. Schulz, Admiralftr. 40 stunde oder die juten Flinten.( Big.- Gesch.); W. Schweizer, City- Passage( 3ig.- Gesch.); F. Berndt, Neue Schönhauserstr. 18( 3ig. Gefch.); Fahrenwaldt, Rottbufer Damn 14( 3ig.Thomas- Theater. Heißes Blut. Belleallinure- Theater. Der Aben- Gesch.); Schonheim, Gräfeftr. 9( Big.- Gesch.); W. Gampe, Landsbergerstr. 57 ( Reft.); 0. Klein, Schönleinstr. 6( Reft.); Grube, Mariendorferstr. 10( Rest.); A. Kehr, Röpnickerstr. 126( Hut Geschäft); bei den Kollegen C. Fischer, Schlesischestr. 5, H. III.; Trolle, Grüner Weg 19 v. I.; Klotsch, Roppenstraße 73, Quergeb. III.; bei den Komitee Mitgliedern Baumberg, Gräfeftraße 10, III.; Germey, Gneisenauftr. 63, Quergeb. IV., und in den mit teurer. Kroll's Theater. Der Wildschütz. Adolph Ernst- Theater. GroßWien. Berl. Sommer- Theater Blafaten belegten Geschäften. ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg) Freitag, den 17. Juni: Grosse Vorstellung. 1. Theil: Ein weisser Othello. Posse in 1 Akt von Hermann. Inscenirt von Paul Pauly. 2. Theil: Specialitäten- Vorstellung ersten Ranges: Gebrüder Karl u. Camillo Schwartz, Grotesk- Komiker. Curt Ellis, Verwandlungskünstler. Masini, Original- Jongleur. Miss Elvira, in ihren ausser= ordentlichen Evolutionen am Trapez. Amanda Contrelly, Soubrette. Ballet- Divertissement, arrangirt von Marie Ala. 3. Theil: Die Kunst geliebt zu werden. Liederspiel in 1 Akt von Gumbert. Inscenirt von Paul Pauly. Fachv. d. Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, den 18. Juni, Abends 8 Uhr, in Deigmüller's Saal, Alte Jakob Strasse No. 48 a Ordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: B 1. Ergänzungswahl des Vorstandes und der Rommissionen. 2. Abrechnung vom Weihnachtsvergnügen. 3. Vereinsangelegenheiten u. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Montag, den 20. Juni: 436/10 24 Verkäufer. Elektrische Beleuchtung. Telephon- Amt I 9642. Zum Prophet Welthans in fertigen Herren- und KnabenGarderoben, Grösstes derartiges Etablissement in Deutschland, 1. Etage am Dönhoffplatz 1. Etage ( Ecke Leipziger- u. Kommandantenstraße) beginnt mit seinem Großes Sommer- Fest Sommer- Ausverkauf. in der ,, Neuen Welt" verbunden mit Konzert, Spezialitäten und Feuerwerk. Um 9 Uhr: Grosse Fackelpolonaise, wozu ein jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Den geehrten Damen steht die Kaffeeküche von 3 Uhr ab zur Verfügung. Nach dem Feuerwerk: ,, Die Freiheitsgöttin" bei großer bengalischer Naja.den, grosses Balletdiver- Beleuchtung. Die Gefänge hierzu werden von dem Gesang- Berein, Liederluft", Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes, ausgeführt. Eröffnung 2 Uhr. 4. Theil: Der Zauberbrunnen der tissement, arrangirt von Marie Ala, mit Wunder- Fontaine von Direktor Max Rössner. Anfang: des Konzerts 6/2 Uhr, der Vorstellung 72 Uhr. Bei ungünstiger Witterung bieten die gedeckten Hallen Schutz für ca. 3000 Personen. Morgen: Grosse Vorstellung. Wallner- Theater. Ben- Ali Bey's orientalische Zauber und Wunder. Kasseneröffnung 18 Uhr. Anf. 8 Uhr. Preise: Parqu. 3, 1,50 und 1 M. Range: 3, 2, 1 M. und 50 Pf. Loge Anfang des Konzerts 4 Uhr. Billets à 30 Pf. sind zu haben bei den Kollegen Wittig, Wienerstr. 38 und Böker, Naunynstr. 24. Der Vorstand. Kümpel's Part- Schloß, Treptow, Alter Treptower Weg. An der Verbindungsbahn. Sonnabend, den 16. Juli cr.: Zweites großes Sommerfest des Verbands aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Vokal- und Instrumental- Konzert, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Bivil- Berufsmusiker, 4 und 3 M. Rinder die Hälfte. Vor- unter Mitwirkung von 5 Gefangvereinen, Mitgl. des Arbeiter- Sängerbundes. verkauf: Invalidendant und an der Theaterkaffe. 615M PassagePanopticum. Neu! Festrede. Im neu erbauten Saal: Grosser Ball. J Große Verloosung. Den geehrten Damen ist die Kaffeeküche von 2 Uhr an geöffnet.- Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach.- Fahrgelegenheit durch Blaue Grotte Stadt, Ring- und Pferdebahn. mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Billets à 20 Pf. find in allen Zahlstellen, sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 479/6 Eine Kriminal- werden. geschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. F Eröffnung 2 Uhr. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Sämmtliche Waaren werden mit grossem Rabatt um damit vor Saisonschluß zu räumen ausverkauft. Für diese Woche kommen zum Ansverkauf: His Knaben- Anzüge von den einfachsten bis zu den elegantesten in Waschstoffen, Tuchen,( Cheviot, Kammgarn 2c. von nur einer Mark pro Stück an. Es bietet sich heuer eine Gelegenheit wie nie zuvor, darum eile, wer Kinder hat oder sich als Kinderfreund erweisen will und benutze diese billige Einkaufsgelegenheit. Ferner unter Anderem: Hochfeine kompl. Anzüge jegt Salon- Anzüge jezt Rod- Anzüge jezt Paletots jezt Bellerin- Baletots jett 11182 === " von 10 Mark an. 15 " " 〃 20 " " " " " " 2 Mark Mark an. Alles Nähere die Programme, welche beim Eintritt gratis verabsolgt Hosen bis zu den elegantesten von nur Hierzu ladet freundlichst ein Castan's Achtung! Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Victoria- Brauerei. Das Komitee. Achtung! Die Arbeiter- Bildungsschule veranstaltet am Sonntag, den 24. Juli, in Friedrichshagen( Müggelschloß), ein großes Volks- Fest aus dem Mittelalter d. 19. Jahrhunderts, verbunden mit Festzügen, darstellend: Einige Episoden aus der Geschichte, lebende Bilder, Lühowtraße 111/112. fatyrische Schaustellungen, Jahrmarktstreiben und sonstige Volks ( ImKonzertgartenrefp.Saal) Beluftigungen. Freitag, 17. Juni: Fach-, politische und Vergnügungs- Vereine werden ersucht, Gr. Doppel- Konzert an diesem Tage keine Vergnügungen abzuhalten. 488/2 Der Vorland. gegeben von den Stettiner Verein zur Wahrung der Juteressen der Berliner Dachdecker. Sängern Sonnabend, den 18. Juni cr., in Joel's Salon, Andreasstr. 21: 9. Stiftungsfest, u. b. gesammt. Kapelle d.Hrn. A. Müller Friedenau. bestehend in Nach dem Konzert im Saale: Ball, Vorträgen, Gesang, Kaffeepause u. versch. Ueberraschungen. Familien- Tanzkränzchen. Anf. 1/28 Uhr. Entree 50 Pf. Billets à 40 Pf.( S. Platate.) Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Festrede, gehalten vom Stadtv. Fritz Zubeil. Anfang 8 Uhr. Ende wenn's aus ist. 358/8 Freunde und Genossen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Herrenbillets 50 Pf., Damenbillets 25 Pf. Der Vorstand. Gegr. 1876. 000000000000000000000000000 mit Kontrollmarken aus der Genossenschafts- Hutfbr. zu 3, 3,50, 4, 5, 6 M. Cylinder eigener Fabrikation zu 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 u. 12 M., empfiehlt OranienHüte Paul Drenske Nachf., fr. 172. 00000000000000000000000 2C. 2C. Leinen-, Lustre- und Wasch- Anzüge, sowie einzelne Joppen, Hosen 2c. für Herren und Knaben zu noch nie dagewesenen Preisen. Reise- und Staubmäntel von 2 Mark an. Knaben- Paletots mit und ohne Bellerine von 3 M. an. Saison- Ausverkauf nur kurze Zeit danert Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß dieser und es in Jedermanns Interesse liegt, ob arm ob reich, seinen jetzigen und zukünftigen Bedarf bei uns zu decken, da Niemand sein Geld zinsbringender anlegen kann, als wenn er jetzt bei uns einkauft. Ueberzeugung allein macht wahr! Zum Prophet Welthaus fertiger Herren- und Knaben- Garderoben. 1. Gtage am Dönhoffplat 1. Gtage Ecke Leipziger- und Kommandantenstrasse. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW', Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 139. Freitag, den 17. Juni 1892. ist: Die Sonntagsruhe im Handels- eine fünfftündige Beſchäftigungszeit zuläfftig if: gewerbe. Die preußischen Minister des Innern, des Kultus und des Handels haben an den königl. Oberpräsidenten eine Anweisung betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe" zur Kenntniß nahme und zur Ausführung der in derselben enthaltenen Beftimmungen überfandt. I. Feststellung der zulässigen Beschäftigungszeit. (§§ 105 b Abs. 2, 41 a a. a. D.) werden. 2. Für den ersten Weihnachts, Oster- und Pfingsttag: 1. Die Feststellung der fünf Stunden, während welcher im und Wurst, mit Borkostartikeln und mit Milch darf von a) Der Handel mit Back- und Konditorwaaren, mit Fleisch Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern und ein Gewerbebetrieb in 5 Uhr Morgens bis 12 Uhr Mittags- jedoch ausschließlich der offenen Verkaufsstellen zulässig ist, erfolgt für den Umfang der für den Hauptgottesdienst festgesetzten Unterbrechung zugelassen Regierungsbezirke durch den Regierungspräsidenten, für die Stadt werden. Berlin durch den Polizeipräsidenten. den unter Biffer 5 zugelassenen AusnahmenSie ist abgesehen von für alle Zweige des Handelsgewerbes einheitlich zu treffen. 2. Die Feststellung der Beschäftigungszeit erfolgt durch Beftimmung des Anfangs- und des Endpunktes derselben mit dem Borbehalte, daß die Beschäftigungszeit durch eine von der OrtsBolizeibehörde nach Biffer 3 für den Hauptgottesdienst festzusetzende Pause von in der Regel zivei Stunden unterbrochen werde. 9. Jahrg. Parteinachrichten. 1. für diejenigen Sonntage und Festtage, an denen gesetzlich a) Der Verkauf von Back- und Konditoriaaren, von Fleisch und Wurst, der Milchhandel und der Betrieb der Vorkost Hand- an dasselbe inszenirten sogenannten Geheimbundsprozesse haben Nachklänge vom Sozialistengesetz und die im Anschlusse lungen darf außer den allgemein zugelassenen fünf Stunden dieser Tage vor rheinischen Gerichtshöfen gespielt. Unsere schon vor deren Beginn, von fünf Uhr Morgens ab, gestattet Leser werden sich noch der famosen Kronzeugin Wind erinnern, für den Milchhandel darf ferner bis auf Weiteres noch eine weitere wurden. Der Leumund der Wind war zwar zu jener Zeit schon auf deren Aussage hin im großen Elberfelder und im Düffelb) Für den Verkauf von Back- und Konditorwaaren, sowie dorfer Geheimbundsprozeß eine Anzahl von Arbeitern verurtheilt nach den örtlichen Verhältnissen festzusetzende Stunde des Nach der denkbar getrübteste. Es wurden ihr die Unterhaltung ehe mittags freigegeben werden. brecherischer Beziehungen sowie eine Reihe anderer schwerer moralischer Vergehen nachgewiesen, aber das that dem Werthe Spionage benüßenden Polizei- Organe nicht den geringsten Eintrag. dieser Zeugin in den Augen des Staatsanwalts und der sie zur war die Wind doch bereit, gegen die angeklagten„ Geheimbündler" die gravirendsten Aussagen zu beschwören, so daß schließlich die Richter zur Verurtheilung einzelner Angeklagter fommen mußten. Mit dem b) Der Handel mit Rolonialwaaren, mit Blumen, mit Falle des Sozialistengefezes sind für Personen vom Schlage der Wind Zabal und Bigarren, sowie mit Bier und Wein darf während die Erwerbsquellen versiegt und es galt für sie neue Einnahmen zweier Stunden jedoch nicht während der Pause für den zu schaffen. Durch ehrliche Arbeit den Unterhalt sich zu ge Hauptgottesdienst und nicht über 12 Uhr Mittags hinaus gewinnen, dazu war die Wind durch ihren früheren Beruf, der sie stattet werden. c) Hinsichtlich der Zeitungs- Spedition darf dieselbe Rege übrig, als zu Betrug und Diebstahl zu greifen. Mit 1 Jahr und reif zur Kronzeugin" machte, verdorben, und so blieb ihr Nichts ung eintreten, wie an sonstigen Sonn- und Festtagen( f. o. 3 Monaten Gefängniß wurde sie deshalb am 14. Juni vom I 5a). Düsseldorfer Landgericht bedacht und damit wäre bis auf Weiteres die Laufbahn dieser würdigen Hilfsperson zur Durchführung des Sozialistengesetzes zum sachentsprechenden Abschluß gebracht. Wir aber haben noch eine kleine Mittheilung anzufügen. Faft an demselben Tage, wo in Düsseldorf die Kronzeugin Wind als mehrfache Diebin und Betrügerin auf der Anklagebank saß, trat in Elberfeld in ungewöhnlich früher Morgenstunde der Gerichtshof zusammen, um gegen den legten Angeklagten aus dem großen Elberfelder Geheimbundsprozeß Recht zu sprechen. Der betr. Angeklagte hatte sich seinerzeit der Verhandlung durch die Flucht entzogen und erst in den letzten Wochen sich der zu ständigen Staatsanwaltschaft wieder gestellt. Galten die Geheimbunds Prozesse seinerzeit als Prunkstücke für die Gerichtsfäle, in deren Glanze fich so mancher Staatsanwalt zu fonnen bemüht war, so bewahrheitet sich auch in diesem Falle das Wort: Sic transit gloria mundi wieder im vollen Umfange. Eine halbe Stunde vor der sonst üblichen Zeit, ohne daß ein Reporter oder sonst ein Besucher der Gerichtsverhandlungen anwesend war, IV. Ausnahmen von dem Verbote des§ 55a. Der Anfangspunkt der Beschäftigungszeit ist in der Regel Die unteren Verwaltungsbehörden werden ermächtigt, das auf 7 Uhr Vormittags, der Endpunkt auf 2 Uhr Nachmittags Feilbieten von Waaren auf öffentlichen Wegen, Straßen, festzusetzen. Die Bestimmung eines früheren Anfangs- und End- Bläßen und an anderen öffentlichen Orten oder von Haus zu puntts- 6 und 1½ oder 6 und 1 Uhr- sei es für das Haus an Sonn- und Festtagen in folgendem Umfange zuzu ganze Jahr, sei es nur nur für das Sommerhalbjahr, ist lassen: zulässig, falls nach den örtlichen Verhältnissen die Zeit vor 1. Das Feilbieten von Milch, Fischen, Obst, Backwaaren 7 Uhr Vormittags für das Handelsgewerbe nicht bedeutungs- und sonstigen Lebensmitteln, insoweit es bisher schon ortsüblich los ist. war, bis zum Beginn der mit Rücksicht auf den Hauptgottes 3. Die für den Hauptgottesdienst festzusehende Pause wird dienst für die Beschäftigung im Handelsgewerbe festgesetzten Unter durch die Orts- Polizeibehörde nach Benehmen mit den kirchlichen brechung, Behörden bestimmt und öffentlich bekannt gemacht. Sie soll 2. das Feilbieten von Blumen, Badwaaren, geringwerthigen nicht nur die Dauer der gottesdienstlichen Feier, sondern auch die Gebrauchsgegenständen, Erinnerungszeichen und ähnlichen Gegenfür etwaige Vorbereitungen, sowie für den Kirchgang erforderliche fiänden Zeit vor und nach der gottesdienstlichen Feier umfassen. Im a) bei öffentlichen Festen, Truppen- Bufammenziehungen oder Allgemeinen werden im Ganzen zwei Stunden hierfür genügen. sonstigen außergewöhnlichen Gelegenheiten, G In Gemeinden, in denen mehrere Kirchengemeinden des b) für solche Ortschaften, in denen an Sonn- und Festfelben oder verschiedenen Bekenntnisses sich befinden, oder in tagen regelmäßig durch Fremdenbesuch ein gesteigerter Verkehr trat der Gerichtshof zusammen, um den letzten Angeklagten aus denen der Gottesdienst in verschiedenen Sprachen abgehalten stattfindet. zu machen. V. Sonstige Bestimmungen. dem Riesenprozesse nach kurzer Prozedur freizusprechen. Ohne wird, ist darauf hinzuwirken, daß der Hauptgottesdienst Im Falle der Biffer 2 darf das Feilbieten während des neue Beweiserhebung beantragte der Staatsanwalt selbst die in den verschiedenen Kirchengemeinden, Bekenntnissen und Gottesdienstes sowohl des vor- als des nachmittägigen nicht Freisprechung. Gegen den jeht Freigesprochenen hat seinerzeit Sprachen thunlichst zu gleicher Stunde abgehalten wird. Wo zugelassen und im Uebrigen auf einzelne Stunden beschränkt im großen Prozesse die p. p. Wind die gleichen belastenden Ausdieses Ergebniß nicht erzielt werden kann, bleibt den höheren werden. fagen gemacht, auf welche hin damals die Düsseldorfer MitVerwaltungsbehörden überlassen, nach der Besonderheit der obangeklagten zu schweren Gefängnißstrafen verurtheilt wurden. waltenden Verhältnisse über die Festsegung der für den Haupt- 1. Die selbstthätigen Verkaufsapparate die sogenannten Heute sitzt diese Wind, einer Reihe gemeiner Verbrechen übergottesdienst freizulassenden Bause nähere Bestimmung zu treffen. Automaten-, mittelst deren namentlich Konfitüren, Bigarren, führt, im Gefängniß, ihr letztes Opfer aber wird unter Formen 4. In Ortschaften, in denen zwei Stunden für die Ab- Streichhölzer und ähnliche Gegenstände abgesetzt werden, müssen freigesprochen, welche nur zu sehr den Eindruck machen, wie sehr haltung des Hauptgottesdienstes und die Zeit des Kirchganges als offene Berkaufsstellen im Sinne des§ 41a der Gewerbe- Richter und Staatsanwaltschaft das Bestreben haben, die Ernicht ausreichen, fann die für den Hauptgottesdienst bestimmte Ordnung angesehen werden. Die Besitzer derselben werden innerung an jene unglückselige Zeit nicht ohne zwingende Noth Baufe über zwei Stunden hinaus verlängert werden. In deshalb darauf aufmerksam zu machen sein, daß sie sich strafbar aufzufrischen. solchen Fällen ist der Anfangspunkt der zulässigen Beschäftigungs- machen, wenn sie nicht geeignete Vorkehrungen treffen, um Während die Sozialdemokratie stola erhobenen Hauptes und zeit entsprechend früher( vor 7 Uhr) zu legen. Ein Hinaus die Entnahme der feilgebotenen Gegenstände an Sonn- und stärker als je zuvor aus der Periode des zwölfjährigen Rampfes, schieben des Endpunttes über 2 Uhr ist nur in Ausnahmefällen Festtagen außerhalb der zulässigen Beschäftigungszeit unmöglich beispiellofer Verfolgungen und Unterdrückung hervorging, fucht und nicht über 2/2 Uhr hinaus zuzulaffen. man die letzte Erinnerung an die größte und umfangreichste 5. Eine Feststellung der fünfstündigen Arbeitszeit, die von der 2. Die Konditoren, die Kleinhändler mit Branntwein sowie Kampagne, welche von Polizei und Staatsanwaltschaft zur Ver in 3iffer 2 und 4 bestimmten abweicht, darf nur erfolgen andere Kaufleute, welche gleichzeitig eine Schantgenehmigung nichtung der Sozialdemokratie auf Grund des Schandgefehes a) für die Zeitungsspeditionen, für welche es fich empfiehlt, besigen, find in Beziehung auf ihren kaufmännischen Betrieb den Jahre lang vorbereitet und dann mit bekanntem schmählichem die fünfstündige Beschäftigungszeit vor Beginn des Hauptgottes- gleichen Beschränkungen wie die übrigen Kaufleute unterworfen. Erfolge zu Ende geführt wurde im Zwielicht einer in früher dienstes, etwa auf die Stunden von 4 biz 9 Uhr Vormittags zu Wenn sie daher ihr kaufmännisches Gewerbe außerhalb der zu Morgenstunde stattgehabten Gerichtsverhandlung zu begraben. Tegen; lässigen Stunden betreiben, so ist ihre Bestrafung auf Grund Eine größere Genugthuung fonnte sich die deutsche Sozialb) für den Handel mit Blumen und Kränzen. Für diesen des§ 146a der Gewerbe- Ordnung herbeizuführen. Sie werden demokratie nicht wünschen, sie entschädigt für alle erlittene Unbill fönnen die Beschäftigungsstunden dem örtlichen Bedürfnisse ent- ferner anzuhalten sein, in den Schaufenstern oder in den Laden und die Erinnerung an sie wird in späteren schweren Stunden sprechend gelegt werden, jedoch so, daß der Schluß spätestens um thüren Verkaufsgegenstände während der Stunden, während zu 4 Uhr Nachmittags eintritt; welcher der kaufmännische Betrieb untersagt ist, nicht zur Schau c) für den gesammten Handelsverkehr in Badeorten, Luft- zu stellen. Aus deutschen Gefängnißfen. Die„ Sächsische Arbeiterfurorten und Blaßen mit starkem Touristenverkehr. Für diese Dieser Anweisung sind folgende Bemerkungen der drei Beitung" erhebt Protest dagegen, daß ihrem früheren Redakteur, Pläge darf die Festsetzung der fünfstündigen Beschäftigungszeit Minister vorangeschickt: dem Parteigenossen Ernst Noeller, während seiner sechs für die Dauer der Saison je nach dem örtlichen Bedürfniß mit monatlichen, wegen Paftorenbeleidigung über ihn verhängten der Einschränkung erfolgen, daß der Schluß der Beschäftigung Hinsichtlich der Feststellung der Beschäftigungsstunden ist an- Gefängnißhaft im Gefängniß zu Kottbus die erbetene Selbstspätestens um 5 Uhr Nachmittags stattfinden muß. Diese Borgeregt worden, zwischen dem Komptoir- und dem in offenen Ver- beschäftigung und Selbstbeköstigung verweigert wurde, ferner daß schrift findet indeß auf größere Städte, die gleichzeitig Badeorte faufsstellen thätigen Personal zu unterscheiden und für das erstere man demselben- wie seiner Zeit schon berichtet worden beim find, wie Aachen, Wiesbaden u. ä. keine Anwendung. die Beschäftigungsstunden ohne Berücksichtigung des Haupt- Transport zu einer in Frankfurt a. D. stattgehabten GerichtsAuch in den unter a bis e erwähnten Fällen ist die für den gottesdienstes und demzufolge ohne Unterbrechung festzusehen. verhandlung Fesseln angelegt hat. Noeller ist nach Verbüßung Hauptgottesdienst festgesetzte Beit( Biffer 3) jedenfalls freizulassen. Dieser Anregung kann nicht entsprochen werden, da die gefeßlich der sechs Monate sofort ins Krankenhaus übergesiedelt und die 6. Bei statutarischer Feststellung der durch Statut ein- geforderte Berücksichtigung des Hauptgottesdienstes nicht nur im" Sächf. Arb.- 3tg." vermuthet nun, daß seine Erkrankung in der geschränkten Beschäftigungszeit haben die Regierungspräsidenten Interesse der äußeren Heilighaltung der Sonn- und Festage vor Hauptsache wohl durch die Gefängnißtoft verursacht worden sei.darauf hinzuwirken, daß nur solche Statuten die Bestätigung geschrieben ist, sondern auch den Zweck verfolgt, dem fauf daß dem genannten Parteigenossen die Selbst beschäftigung Bezirksausschusses erhalten, die eine wirksamere männischen Personal- und zwar auch dem im Komptoirdienst nicht gewährt wurde, ist unseres Erachtens selbst für die preußische die gefeßliche Sonntagsruhe herbeizuführen geeignet beschäftigten die Möglichkeit eines regelmäßigen Besuchs des Art und Weise des Strafvollzugs außergewöhnlich. Selbstfind. Dies gilt beispielsweise nicht von Statuten, durch Hauptgottesdienstes zu gewähren. beköstigung dagegen giebt es in Preußen überhaupt nicht. Warum welche die Arbeitsstunden in mehr als zwei Abschnitte getheilt diese barbarische Maßregel nicht schon längst aufgehoben oder oder vorwiegend auf den Nachmittag, insbesondere den späteren wenigstens die Gefängnißkost entsprechend verbessert worden ist, Nachmittag gelegt werden sollen. begreife wer tann. Dem Gesetz geschieht doch wahrhaftig Genüge schon durch die Einsperrung des Verurtheilten. Des als 1. Zu Ziffer I. 2. Bu Biffer III. 3 neuen Heldenthaten begeistern. Außer für die in Biffer III 1 der Anweisung berücksichtigten Zweige des Handelsgewerbes sind mehrfach noch II. Zulassung einer verlängerten Be andere Ausnahmen auf Grund des§ 105e der Gewerbe schäftigungszeit(§ 105 b). Ordnung befürwortet worden, so namentlich für den Handel 1. Von der Ermächtigung, für die letzten vier Wochen vor mit Tabak und Bigarren, Kolonialwaaren, Apothekerwaaren, Bet den Gewerbegerichts- Wahlen in Elmshorn wurden Weihnachten, sowie für einzelne Gonn- und Festtage, an denen chirurgischen Instrumenten, Konfitüren, Selterwasser in fo- in der Klasse der Arbeiterbeifizer die sozialdemokratischen Gegen den Ausmachen, eine Vermehrung der Beschäftigungsstunden bis auf zehn Apothekerwaaren als Arzneimitteln" im Hinblick auf§ 6 der fall der Wahl der Unternehmerbeifizer wird unserseits protest erStunden zuzulassen, ist nur mit der Begrenzung Gebrauch zu Gewerbe- Ordnung und der Ausschank von Selterswasser in hoben, weil viele Innungsleute mit gewählt haben sollen, troßmachen, daß für feinen Ort an mehr als jährlich sechs Sonn- Selterbuden als Schankgewerbe gemäß§ 105i a. a. D. durch dem sie noch nie einen Arbeiter beschäftigten. Das Statut des oder Festtagen eine verlängerte Beschäftigungszeit zugelassen die Vorschriften über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe nicht Gewerbegerichts verlangt, daß nur solche Unternehmer wählen werden darf. getroffen. Für die übrigen erwähnten Artikel kann ein Bedürfniß können, welche mindestens 1 Arbeiter beschäftigen. 2. Die Bestimmung der Sonn- und Festtage, für welche zur Bulaffung von Ausnahmebestimmungen auf Grund des§ 105 e durch die höheren Verwaltungsbehörden( Oberpräsidenten eine erweiterte Beschäftigungszeit zugelassen werden soll, erfolgt nicht anerkannt werden, weil das Publikum durch die für den Handel freigegebenen fünf Stunden ausreichende Gelegenheit er die hält, feinen Bedarf daran zu decken. unteren Verwaltungsbehörden. Es empfiehlt sich, für diejenigen Von einer Seite ist angeregt worden, für die Spedition frischer Fische und frischen Obstes mit Rücksicht darauf, daß stattfindet, namentlich also für einige Sonntage vor Weihnachten, diese dem Verderben leicht ausgefeßten Waaren schnell befördert die Verlängerung der Beschäftigungszeit einheitlich für den Um- werden müssen, eine zehnstündige Beschäftigungszeit an Sonn- Die Parteifonferenz für den 8. badischen Reichstagsfang der Provinzen oder der Regierungsbezirke zuzulassen, im und Festtagen zuzulaffen. Ein Bedürfniß für eine solche Aus- Wahlkreis, welche am 12. Juni in Muggensturm abgehalten Uebrigen aber die Geftattung einer verlängerten Arbeitszeit den nahmevorschrift liegt jedoch nicht vor, da die keinen Ausschub wurde, war sehr zahlreich besucht und wählte Baden- Baden als unteren Verwaltungsbehörden zu überlassen. duldende Spedition von frischen Fischen und frischem Obst, in- Vorort für das Agitationskomitee. soweit sie nicht als Verkehrsgewerbe gemäß§ 105 i a. a. D. freigegeben ist, nach§ 105 c 3iffer 4 daselbst kraft Gesetzes zulässig sein wird. 3. Zu Ziffer II, III und IV. die Bestimmung darüber überlassen, 3. Dem Ermessen der höheren Verwaltungsbehörden bleibt a) ob die vermehrte Beschäftigungszeit für alle Zweige des Handelsgewerbes zu gestatten oder auf einzelne Zweige zu beIn Waltershausen( Thüringen) soll nach der Ansicht des Magistrats ein Bedürfniß zur Errichtung eines Gewerbegerichts gleichfalls nicht vorhanden sein. Die Arbeiter, die in diefer Sache doch die kompetentesten Beurtheiler sind, werden nun beim herzoglichen Ministerium Beschwerde führen. Die Delegirtenversammlung der Sozialdemokratie des 2. württembergischen Wahlkreises, abgehalten am 12. Juni Schränken ist, zu Cannstatt, war aus den Orten Beinstein, Cannstatt, Durch die Anweisung sollen, wie wir ausdrücklich hervor Hedelfingen, Ludwigsburg, Münster, Obertürkheim, Rohracker, stunden zuzulaffen ist, b) um wieviel Stunden eine Ueberschreitung der fünf Arbeits- heben, nur die Grenzen, über welche hinaus Ausnahmen nicht Untertürkheim, Waiblingen, Winnenden und Zuffenhausen durch zuzulassen sind, festgelegt werden. Die Behörden sind nicht ge- insgesammt 22 Delegirte beschickt. Die Berichterstattung über Letzteres mit der Maßgabe, daß bis zu der gefeßlich zu- nöthigt, Ausnahmen in dem in der Anweisung gestatteten Um unsere Bewegung fonstatirte erfreuliche Fortschritte hinsichtlich läigen Obergrenze von 10 Stunden nur in Ausnahmefällen fange zuzulaffen, sie werden vielmehr zu prüfen haben, ob nicht fast aller Drte, wo Mitgliedschaften der Partei beſtehen. Zur geben, und daß die Beschäftigung in der Regel nicht über unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse ihrer Ber- noch wirksameren Betreibung der Agitation wurde ein fünffechs Uhr und niemals über sieben Uhr Abends hinaus zuzu- waltungsbezirke, mit geringeren Ausnahmen dem Bedürfnisse gliedriges Komitee gewählt; den Vorsiz varin führt der Vertreter genügt werden fann. laffen ist. 11. Ausnahmen auf Grund des§ 105e. Ausnahmen für Handelsgewerbe auf Grund des§ 105 e in Berlin von dem Polizeipräsidenten- und nur in folgendem Umfange Jugelaffen werden: von Cannstatt. * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen Beleidigung der Geistlichkeit hat der Redakteut Ewald von der Brandenburger Zeitung" 100 wt. zu zahlen. Lokales. # " In dem bekannten wiselnden Ton bringt die bürgerliche Preffe eine Statistik über die Frequenz der Berliner Gefängnisse. Danach zählte das Polizeigewahrsam am Moltenmarkt 389 Jufaffen, das Untersuchungsgefängniß beherbergte 1207 Menschen und Plößensee wies 2327 Girafgefangene auf. An diese Statistik werden von den bürgerlichen Zeitungen die üblichen Wige" geknüpft, der Bourgeois lieft die Sache beim Morgenfaffee und ist sehr vergnügt darüber, daß ihn das Schicksal des Eingesperrtwverdens noch nicht getroffen hat. Volfes! nur einmal will, man wird stets eine mehr oder weniger geist- I wurde Anklage erhoben. Der Staatsanwalt legte Berufung ein, reiche Abhandlung über den Fall Manzel und die Berliner weil ihm das Strafmaß zu gering schien. In der gefirigen Die Arbeiterschutz Gesetzgebung", wie die jüngste Ge- Kriminalpolizei" darin finden. Wir haben unsere Meinung über zweiten Instanz hielt der Staatsanwalt dafür, daß die schwere werbegesetz- Novelle vielfach genannt wird, und insbesondere die das Institut der Kriminalpolizei dieser Tage erst geäußert und Beleidigung mit einer Geldstrafe nicht unter 50 M. gefühnt mit dem 1. April in Kraft getretenen Bestimmungen über die da wir weder Anlaß noch Beruf haben, die Herren Beamten als werden müsse. Der Gerichtshof war aber mit dem Vertheidiger, Arbeitsordnungen, hat eine große Masse Buschriften mit„ Arbeitsstaat erhaltende Elemente" anzuerkennen, ist unser Urtheil ein Rechtsanwalt Stadthagen, der Ansicht, daß die Angeklagte sich ordnungen", Beschwerden, Anfragen u. 1. 1. an uns veranlaßt, fehr ungetrübtes gewesen. über die Tragweite ihrer Aeußerung nicht recht klar gewesen und daß wir sie zum großen Theil einzeln nicht berücksichtigen konnten. Bei der bürgerlichen Bresse liegt die Sache aber doch etwas beließ es deshalb bei dem ersten Strafmaß. Eie bildeten aber den Anlaß zu dem Leitartikel Die Arbeits- anders. Das scherwenzelt Tag für Tag im Polizeipalaft herum, Leipzig. Wie bereits berichtet, fand vor dem hiesigen Landordnungen" in der gestrigen Nummer dieses Blattes und die ein- das Kreuz frumm, um eine„ Nachricht" zu erschnappen. Die gericht( 2. Straftammer) am 15. Juni die Hauptverhandlung gegen gegangenen Zuschriften finden in demselben ihre Erledigung. wird dann brühwarm nach der Redaktion gefahren und dann den verantwortlichen Redakteur des„ Wählers", O. Pollender, geht das Prahlen los: Wie uns die Kriminalpolizei foeben mit wegen Beleidigung des sächsischen Landtages theilt u. f. w." Das imponirt den dentfaulen Lefern und macht statt. Die Anflage stützte sich auf den in Nr. 55 des Wählers" für die Zeitung feine schlechte Reklame. Denn es muß doch veröffentlichten Leitartikel, welcher überschrieben ist:„ Gin nobles immerhin ein Faftor sein, mit welchem zu rechnen ist, wenn uns" Parlament". Die Anklage führte Ober- Staatsanwalt Hänschel. die Kriminalpolizei etwas mittheilt. Die Bertheidigung des Angeklagten führte Rechtsanwalt Stadt. Wenn also diese Lateien über die Kriminalpolizei sich luftig bagen- Berlin, welcher zunächst beantragte, das Verfahren, weil machen, so liegt etwas in der Luft. Die Ratten verlassen das ungesetzlich, einzustellen event. Die zweite Kammer des Landtags finkende gräfliche Schiff, das unter einem anderen Steuermann zu veranlaffen, einen neuen Beschluß zu faffen. Die Kammer wahrscheinlich gern einen neuen Kurs- einschlagen würde, wenn habe die Genehmigung zur Verfolgung mehrerer Blätter gegeben, das überhaupt möglich wäre. Für uns steht es fest, daß die Leistungen allein sie habe übersehen, daß drei Lesungen nöthig sind, ehe ein der Kriminalpolizei sich weder bessern noch sich verschlechtern würden, definitiver Beschluß gefaßt werden könne. Die§§ 12 und 14 mag nun. Graf Schulze oder Fürst Müller an der Spitze derselben der Geschäftsordnung bestimmten dies ausdrücklich. Jm stehen. Es thut auch wenig zur Sache, ob Droschfengelder be- Verlaufe der Bertheidigung stellte er fodann noch zahlt werden oder nicht, es handelt sich um ein Anhängsel an eine Reihe Eventualanträge, u. 2. die Abg. Mehnert und Acker ben bürgerlichen Staat, der nicht entbehrt werden kann. Es steht maunn als Zeugen zu laden; ferner sollten behufs Beleuchtung Denen schlecht an, die Kriminalpolizei anzuzapfen, die sie jeden des Charakters des Abg. Mehnert Beweise erbracht werden 2c. Augenblick brauchen. Wenn der Artikel einige scharfe Wendungen gegen einzelne Mit Wo war denn die bürgerliche Presse, als die polizeiliche glieder der Kammer enthalte, so sei dies dem Angeklagten nicht Sozialistenhatz inszenirt wurde? Sie fand all das gut und schön so schlimm anzurechnen; der Artikel spreche in der Hauptsache und traute sich feinen. Ton zu sagen. Die jest inszenirte Treib. von Schreiern, von Personen, die sich in der Bekämpfung der jagd gegen die Kriminalpolizei seitens der bürgerlichen Preffe Sozialdemokratie besonders hervorthun, und diese hätten durch ist überflüssig, diefe Organe der öffentlichen Meinung" sollten die Art und Weise ihrer Polemit scharfer Ent beffer schweigen und vor ihrer eigenen Thür kehren. gegnung geradezu herausgefordert. Redner erklärte weiter, der erwähnte Leitartikel tönne nicht als Beleidigung des gesammten Landtags angesehen werden, denn einige Mitglieder desselben feien ausdrücklich ob ihres Verhaltens im Landtage be lobt worden. Wenn die als Schreier" zc. bezeichneten Berfonen geflagt hätten, so sei demgegenüber nichts einzuwenden gewesen, aber der Landtag als solcher sei nicht beleidigt worden. Redner besprach noch ausführlich den Liebknecht'schen Ausschluß und überreichte schließlich die gestellten Anträge dem Präsidenten. Die Bernehmung des Angeklagten und die Plaidoyers Das Gefeß, das natürlich auf den Leib der bürgerlichen Ge- Eine erschütternde Szene hat sich in der Nacht vom Sonn- dauerten zusammen 5/4 Stunden, die Berathung des Gerichtshofs fellschaft zugeschnitten und gemacht ist, kennt nach dieser Richtung abend zum Sonntag auf einer Sanitätswache des Nordens ab- 2 Stunden. Pollender wurde, wie bereits gemeldet, zu 6 Wochen bin feinen Unterschied. Diebstahl ist und bleibt Diebstahl. Alles, gespielt. Gegen 12 Uhr Nachts wurde heftig an der Klingel ge- Gefängniß verurtheilt. Sämmtliche von der Vertheidigung ge was der Besitzende sein Eigenthum nennt ganz gleich, auf 8ogen; dem fofort öffnenden Heilgehilfen fiel ein 70 jähriger, stellten Anträge wurden abgelehnt. In der Begründung heißt welche nicht direkt mit einem Paragraphen des Strafgesetzes bedürftig gekleideter Mann in die Arme. Der Greis, der ganz er es, daß der Kammerbeschluß als zu Recht bestehend angesehen drohte Weise er diesen Besitz an sich gebracht und vergrößert und Schwäche durch Hunger hervorgerufen fei, und er erholte fich In die gegen Mehnert vorgebrachten, denselben ziemlich blos schöpft war, vermochte nur mit Mühe anzudeuten, daß seine werden fönne. Die Eventualanträge feien belanglos. vermehrt hat, ist wohl und zu Recht erworben". sichtlich wieder, als ihm etwas Speise und Wein verabreicht stellenden Momente wurde kein Zweifel gesetzt, aber sie seien in Die Berliner medizinische Gesellschaft( beendete in ihrer worden war. Der Unglückliche war nach seinen Angaben zwei dieser Sache als unwesentlich zu verwerfen. Einzelne von der Sizung am letzten Mittwoch die mehrmonatliche Diskussion über Tage und zwei Nächte in der Millionenstadt umbergeirrt ohne Anklage herausgegriffene Stellen wurden nicht für beleidigend die Prostitution und die Bekämpfung der Syphilis, eine Die Nahrung und ohne Schlaf; er hatte, als er halb ohnmächtig auf angefehen. Sodann wurde die vom Herrn Oberstaats fuffion, welche sich an einen von Dr. N. Blasch to über dieses einer Bank des Elisabethkirchplatzes zusammengebrochen, auf anwa It auf§ 185 R. St. G. B. eingereichte Klage auch auf Thema gehaltenen Vortrag angeschlossen hatte. Diese legte Anrathen einer Frau nach langem Zögern die Hilfe der$ 186 erweitert. Ein Zeichen also, daß die Anklage des Herrn Sigung gewann dadurch besonders an Interesse, daß unser Sanitätswache in Anspruch genommen. Der Greis erzählte Säntschel ziemlich defett war. Revision gegen das Urtheil wird Parteigenoffe Dr. 8 adet in der Debatte das Wort nahm und dann seine Lebensgeschichte. Er ist ein in Magdeburg wohnen- eingelegt. feinen Standpunkt zu dieser Frage entwickelte. Er führte, was der Rentner Ernst Kruse, der bei seinem ältesten Sohn, dem Am 22. Juni findet gleichfalls Verhandlung wegen Landunferen Lesern fast felbstverständlich erscheint, was aber im Kreise Maschinenbauer Aldolf Kruse, wohnte, dem er fein feines tags- Beleidigung gegen den Redakteur der Burgener der gelehrten Herren als etwas unerhörtes gelten mußte, ganz Bermögen zur Begründung einer Schlosserei gegeben. So lange Beitung". Genoffen Thiele, vor dem hiesigen, und gegen folgerichtig aus, daß innerhalb der heutigen Gesellschaft eine der Junge unverheirathet war, ging es ja," erzählte der alte den Redakteur der Sächsischen Arbeiterzeitung" vor Ausrottung der Syphilis ebenso wenig möglich sei, wie die Be- Mann weinend, als aber das Weib ins Haus kam, da wollten dem Dresdener Landgericht statt. feitigung der Prostitution. Er wies auf die engen Beziehungen Beide von dem Vater nichts mehr wissen. Vorgestern hat mich zwischen der modernen Großindustrie und der Prostitution hin, zeigte, die schlechte Person zum Hause hinausgeworfen, und mein Adolph wie die lettere heute eine natürliche und nothwendige Begleit- ftand dabei und hat es gelitten! Da bin ich denn nach Berlin erscheinung der ersteren sei und alle Versuche einer zwangsweisen gefahren, wo meine einzige Tochter an einen Werkführer in der Stafernirung sowohl wie einer awangsweisen Behandlung an der Brunnenstraße verheirathet ist, und habe bei diesen Kindern Komplizirtheit unserer wirthschaftlichen Verhältnisse scheitern wohnen wollen. Aber die Anna hat mich nicht aufnehmen wollen, müßten. Wenn innerhalb der heutigen Gesellschaft etwas erzielt weil ihr Mann es nicht erlaubt, und hat mir gesagt, ich solle werden könne, so wäre dies möglich nur durch eine ausgiebige wieder nach Magdeburg zu Adolph zurückfahren! Ja wovon? leber den Rigdorfer Weberstreik wird uns vom Streif und humane Behandlung der Geschlechtskranken. Mit scharfen, Ich hatte ja nicht einen Pfennig in der Tasche. Und da bin ich fomitee gefchrieben: Bis jetzt befinden sich noch 34 Weber und aber treffenden Worten geißelte er die heute allgemein übliche in Berlin umbergeirrt und habe fremde Leute um ein Stückchen 13 Spulerinnen im" Ausstande, welche noch nicht eingestellt Methode, die den Geschlechtstranten als Sünder betrachtet und Brot anbetteln wollen, aber der Muth dazu hat mir gefehlt!" werden konnten, weil noch eine Anzahl Fremde, welche während in feiner Krankheit nicht einmal eine ausreichende Strafe für seine Am folgenden Morgen wurde der Greis nach dem städtischen Sünden sieht, sondern ihn noch dazu als Verbrecher in Gefäng- Asyl geschickt. Die beregte Notiz konstatirt dann ferner, daß die Zahl der Zuchthausgefangenen in Berlin ebenso wie im ganzen preußischen Staat von Monat zu Monat abnimmt. Und dabei finden die Frommen im Lande nicht Lamento's genug, die sie anstimmen tönnten über die zunehmende Entfittlichung und Verrohung des Eine Statistik darüber, was die 2827 Plöhenfeer verbrochen haben, vermissen wir leider. Aber es ist mit Sicherheit an awnehmen, daß die überwiegende Mehrzahl wegen Eigenthum vergehen bestraft worden ist. Das fann allerdings nur den Wunder nehmen, der vor den wirthschaftlichen Verhältniffen einfach die Augen verschließt: was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Der fapitalistische Staat züchtet geradezu Eigenthums: verbrecher. Auf der einen Seite ein Wohlleben, ein Genuß ohne Schranken, auf der anderen Seite die bitterste Moth, die entsetzlichste Armuth. Rann es von einem Menschen, dem das Der Mörder Jarczek, welcher zum Tode verurtheilt wurde, Gemeinwesen Alles versagt, der den Hund des reichen für den aber die Geschworenen selbst ein Begnadigungsgesuch Mannes um Futter und Lager beneiden muß, schließlich eingereicht haben, ist, nach einer gestern Abend der Staatsanwalt Wunder nehmen, wenn er meint, fein fchaft beim Landgericht II aus dem Justizministerium zugegangenen Unrecht Zu begehen, indem er dem in Ueberfluß Lebenden eine solche Kleinig- Nachricht, durch den Kaiser zu lebenslänglicher Bucht feit fortnimmt, die dieser kaum bemerkt und in der That gar hausstrafe begnadigt worden. Die Nachricht ist ihm nicht empfindet? Und mag man das schon für Unrecht gelten fofort mitgetheilt worden. laffen, ist dieses Unrecht nicht wenigstens erklärlich? niffe sperrt. Großes Aufsehen erregte es, als Dr. 3 adet des " " " Soziale Lebersicht. des Streits hier angefangen haben, thätig sind. Die Meister ver sprechen, dafür zu forgen, alle Streifenden wieder einzustellen. Wir bitten noch um weitere Unterstützungen. Zuzug ist streng Protestes erwähnte, den die männlichen Insassen dieser Charitee Die Stelle eines befoldeten Gemeindevorstehers in dem fern zu halten. Briefe und Gelder sind zu richten an Karl Abtheilung in ihrem offenen Briefe an unsere Redaktion hatten etwa 6000 Einwohner zählenden Vororte Friedenau bei Keller, Biethenstr. 66, Hof 4 Tr., bei Nowag." ergehen lassen, worin sie sowohl gegen dieses Zwangssystem wie auch Berlin gelangt nunmehr zur öffentlichen Ausschreibung und foll Aus dieser Mitheilung geht hervor, daß Verhandlungen gegen die Bezeichnung Bubalter" Einspruch erhoben hatten. Der fobald wie möglich besetzt werden. Das pensionsfähige Gehalt zwischen den Streifenden und den Meistern stattgefunden haben, Charitee- Arzt Profeffor& e win entgegnete darauf ganz kleinlaut. Dieser Stelle ist auf 3600 M. festgesetzt, dem eine Wohnungs- bie ein bestimmtes Resultat hatten. Warum theilt das Streil Dr. Zadet wies schließlich darauf hin, daß die Berliner Stadt Entschädigung, einschließlich der persönlichen Arbeitsräume für komitee darüber nichts mit? Natürlich ist es unter solchen Um verwaltung die Pflicht habe, in den städtischen Kranken- den Gemeindevorsteher, von 1200 M. hinzutritt. ständen, wenn die bürgerlichen Blätter meldeten, der Streit sei häusern Abtheilungen für Geschlechtskranke zu errichten, da man beendigt. die bisherigen Zustände nicht weiter gehen lassen und auch nicht 4-5 Jahre warten könne, bis ein neues Krankenhaus mit einer folchen Abtheilung gebaut sei. Die Gesellschaft wählte zum Schluß eine Kommiſſion, welche sich mit der Ausarbeitung geeigneterer Besserungsvorschläge befaffen soll. Wir werden unseren Lefern seiner Zeit berichten, was dabei herausgekommen sein wird. wurde mitgetheilt, daß auf dem Bau Sandftr. 1 am Sonntag, In dem Bericht einer öffentlichen Maurerversammlung den 12. d. m., an der Façade gearbeitet worden sei. Der Puger An alle Maurer Berlins und Umgegend! Schmidt erfucht uns nun, da er diese Façade pust, mitzutheilen, Baumeister Noßteuscher beschäftigte Maurergefellen. Auf dem Bau Gesundbrunnen- Brücke haben fämmtliche beim feinerseits nicht gearbeitet worden ist, sondern daß nur der Arbeit niedergelegt, weil der geforderte Stundenlohn von 55 Pf. nicht bewilligt worden ist. Stuckateur und die Bauherrn der Façade Veränderungen vor genommen hatten. Ferner haben 21 Mann auf dem Kasernenbau Moabit, at entfänt. mehr giebt es nicht, und wenn kein Mann auf dem er bisherige Stundenlohn betrug 50 Pf. Der Geschäftsführer Rathenowerstraße, bei Held n. Granter, die Arbeit niedergelegt. Bau arbeitet. Die Maurer Berlins und Deutschlands werden wissen, wie Alle arbeiterfreundlichen Blätter sind um Nachdruck des Bor Das Bureau der Lohnbewegung. J. A.: Wilhelm Roll. stehenden gebeten. Zu der Frage der Behandlung politischer Gefangener dem Grindstück Stottbufer Ufer 33 die Zeiche eines unbekannten, Polizeibericht. Am 15. d. M. Morgens wurde gegenüber liefert ein Prozeß, der zur Zeit beim Zivilgericht fchwebt, einen etwa dreißigjährigen Mannes angeschwemmt. Vormittags bemerkenswerthen Beitrag. Ein Redakteur hatte wegen eines wurde ein Zimmermann auf dem Boden des Hauses Urbanſtr. 83 Breßvergehens eine Freiheitsstrafe zu verbüßen. Als er das betrat, war er völlig gejund, als er es verließ, das erhängt vorgefunden.- Im Keller der Brauerei von Gabriel er mit einem schweren anfteckenden Leiden behaftet, von dem er auf bisher noch nicht aufgeklärte Weise unter die mehrere Zentner Bersammlungsbeschlüsse hochzuhalten wissen. u. Jäger, nach monatelanger Behandlung noch nicht voll genesen ist. Nach fchwere Trageplatte des Fahrstuhls und wurde am ganzen Körper dem Gutachten eines beamteten Arztes hat der Redakteur sich die und Kopf so bedeutend verlegt, daß er nach der Charitee gebracht Krankheit wahrscheinlich dadurch zugezogen, daß er im Gefäng- werden mußte. Als der Kutscher Gehrke mit einem mit niffe mit groei an ansteckenden Krankheiten Behafteten zusammen- Klobenholz beladenen Arbeitswagen, von der Warschauer Brücke gelegt und gezwungen war, gemeinsam mit ihnen ein Trinkgefäß Straße 12 einbog, zerriß die Leine zu benußen. Die Krankheit ist an den Lippen zum Ausbruch ge tommend, in die unbeen die Bferde in scharfer Gangart Die ab- ber be, Der Vorstand der Zentral- Kranken- und Sterbekaffe kommen und hat sich sodann dem gesammten Körper mitgetheilt. Ichijige traße hinab. Dierbei gerieth pie Zabung in Bewegung, Mitgliedern durch Zirkular den Vorschlag, unter Beifügung neuen Der betreffende Redakteur verlangt jetzt durch seinen Bertreter, Straße erfelben figence Stutſcher herabfiel und über dem entsprechenden Abänderungsantrages, die Kaffe ben er Rechtsanwalt Arthur Stadthagen, vom Fiskus oder dem betr. obrer litt bedeutende Verlegungen am Fuß und Gelegeslekimmungen anzupassen und in dem Sinne weiter 8 Beamten vollen Schadenersay, indem er geltend macht, daß es neute nach bem Strankenhause am Friedrichshain arbeiten: Demgegenüber beantragen die Ortsverwaltu Bflicht jeder Gefängnißverwaltung fei, bafür zu sorgen, daß absorbte dem Neubau Zudenwalderfir. 11 fiel Beifi, Die Raffe aufzulösen und in eine Zuschustaff der Auf Berlins, werden. Nachmittags ein Maurerlehrling von der Rüftung des 2. Stods zuwandeln. Dieser Antrag liegt ben hiesigen Mitgliedern iner Lokale mit Damenbedienung. Dem vom Polizeipräsidium etwa 4 Meter hoch herab und erlitt anscheinend innere Wer- aun nächsten Sonntag, Vormittag 10 Uhr, bei Seefeldt, Grenading aufgestellten Entwurfe einer Polizeiverordnung, betr. das Halten legungen, die feine Ueberführung nach der Charitee erforderlich straße 38, stattfindenden außerordentlichen Mitgliederversammen von Kellnerinnen in Schantlokalen, hat der Magistrat bis auf machten. Beim Eindecken einer Dachrinne, auf dem Hause und haben dieselben in dieser wichtigen Frage sich in eis bie§§ 2 und 8 zugestimmt. Der§ 2 ſeht im Entwurse fest, daß Adalbertstr. 72 stürzte der Dachdecker Feller auf den Hof hinab einen oder anderen Einne zu entscheiden,. Inserat der Frei 1. Kellnerinnen in derartigen Lokalen nur in der Zeit von und verstarb bald darauf. Morgens 7 bis Abends 11 Uhr anwesend sein sollen bezw. bedienen dürfen, 2. das Polizeipräsidium in Ausnahmefällen diese Beit bis auf 12 Uhr Nachts ausdehnen kann. Der Magistrat hat den Paragraphen dahin abgeändert, daß die Zeitdauer von Morgens 7 bis Nachts 12 Uhr für alle derartigen Lokale gleichmäßig festgesetzt werde, eine ausnahmsweise Verlängerung dieser Gesunde nicht mit Kranten zusammengelegt werden. fahren wurde. Er Berbietet den Kellnerinnen, fich 8it den Gäften an den Tisch zu Jegen. Dieses Berbot wünſcht der Magistrat aufgehoben, da er die Der Anſicht ist, daß es genüge, wenn den Kellnerinnen werboten werde, von den Gästen Speisen oder Getränke anzunehmen. Gerichts- Beifung. tags- Nummer.) Zentral Kranken- und Sterbe- Rasse der Zabalarbeiter Deutschlands, örtliche Verwaltung Berlin. Bürsten nud Pinselmacher! Der am 22. Mai cr. in Berlin zusammengetretenen Liquis Wegen Beleidigung der Polizeibeamten Berlins war der Bürsten- und Pinselmacher Deutschlands bationskommission des Unterstühungsvereins lung, die in der Nacht zum 19. Dezember in einem Lokale in der Gesammtsumme( 209,85 M.) hat laut§ 53 Absatz 4 des Statuts In einer Kellnerinnen- Verfamm- noch 49 M. für in Rechnung gestellte Utensilien kämen. Die Ahlwardt ist gestern( Donnerstag) Mittag aus der UnterSebaftianstraße stattfand, trat auch die Angeklagte als Rednerin unter denjenigen Mitgliedern, welche bis 1. April 1892 ihren ſuchungshaft entlassen, nachdem die vom Gericht verlangte Kaution Birthe zu gelbe, welche ihres Vortheils wegen dem unfitlichen kommen. Wir haben nun, indem wir den Bestimmungen und von 10 000 Mart hinterlegt worden ist. Treiben in ihren Lokalen Vorschub leisteten. Die Angeklagte be- Statuts sowie den Wünschen des Magdeburger Kongresses und Die Manzel'sche Mordgeschichte hat der bürgerlichen nannte dann einen Wirth, der bei ihrem Eintritt in sein Ge- der Generalversammlung Rechnung trugen, befchloffen, die in Presse willfommene Gelegenheit gegeben, mit der Berliner Stri- zu sein, denn er stehe sich gut mit der Polizei. minalpolizei mal ordentlich ins Gericht zu gehen. Von allen Wirthin habe dies bestätigt und hinzugefügt: 11 Seiten hagelt's jetzt Vorwürfe und am Alexanderplatz kann man etwas los ist, dann geht mein Mann nach dem Bureau und Arbeiter und Arbeiterinnen in der Bürsten- und Pinfelindustrie Wenn Gelder resp. die Gesammtsumme werden dem Zentralverband der eine„ tonangebende" Zeitung in die Hand nehmen, welche man giebt den Schuhleuten zu trinken." Wegen dieser Behauptung als derjenigen Organisation, in welche unser Verband über gegangen ist, überwiesen werden. Alle Mittheilungen, Reflamationen 2c. find zu richten an E. Anhalt, Altona, Lerchenstraße 61, I. r. Die Liquidationstommission. J. A.: E. Anhalt. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck dieses ge beten. Bauhandwerker werden ersucht, Stralsund bis auf Weiteres nicht zu bereisen. Daselbst find Lohndifferenzen aus gebrochen. Wegen der Arbeitsordnung hat ein Theil der Arbeiter der Steinmezwerkstatt von C. A. 2a ng u. Holzmann in Kelheim die Arbeit niedergelegt. Der Vertrauensmann des Verbandes der deutschen Steinmegen ersucht um Fernhaltung des Zuzugs, bis die Differenzen behoben find. 1. Das gewerkschaftliche Vorgehen der Agitations- Kommission nahe der Nordstraße ereignet. Drei Offiziere gingen daselbst, der Schneider zur Aufbefferung der, besonders in der Konfektions- zwei in Zivil, einer in Uniform, und der lettere wandte sich an branche herrschenden überaus traurigen Zustände, sowohl gegen einen dort sigenden Bergarbeiter mit den Worten: was er dort die Zwischenhändler im Allgemeinen, als auch gegen die Inhaber zu machen habe, er möge aufstehen und sich entfernen. Der Bergder Firma Bär Sohn durchaus gerechtfertigt ist. arbeiter antwortete furz:„ Das geht Sie den Dr.. an", worauf 2. Daß die Fünfer- Kommission sich veranlaßt fühlt, den In- der Offizier in größter Erregung blant zog und auf den wehrhabern der Firma Bär Sohn eine Rüge zu ertheilen, und zwar: losen Mann mit dem Degen einhieb. Der Bergarbeiter hat ziema) weil es als erwiesen betrachtet wird, daß die Inhaber der lich bedeutende Berlegungen davongetragen, da ein Hieb das GeFirma, D. und G. Bär, nicht nur nicht darnach streben, daß die bei ficht getroffen hat. Die Sache ist bereits an zuständiger Stelle ihnen beschäftigten Arbeiter sowohl politisch, als auch gewerk zur Anzeige gebracht. schaftlich organisirt sind, sondern daß sie sogar die in ihren Geschäften thätigen Arbeiter von der gewerkschaftlichen und politischen Organisation fernzuhalten fuchen, trotzdem die Inhaber derselben fich als Parteigenoffen geriren; Nachdem in dem bekannten Erlaffe des Herzogs Georg die Mißhandlung von Soldaten unter schwerste Strafe gestellt ist, erwarten wir, daß die Mißhandlung von Zivilisten in der gleichen Weise geahndet wird. b) weil die Inhaber der Firma Bär Sohn in einem Flug- In Magdeburg- Sudenburg wollten die Sergeanten Fint blatt die größten Beleidigungen und Verdächtigungen gegen ein- und Möhring von der Fußartillerie in der Kasernenstube ein Die Brauerei- Arbeiter Nürnbergs gründeten einen Zweig- zelne Personen, die bei den im Punkt 1 gekennzeichneten Be- Sprenggeschoß entladen, wobei daffelbe explodirte. Möhring verein des Deutschen Brauerverbandes. Demselben traten sofort ftrebungen hervorragenden Antheil nehmen, verbreitet haben. wurde der Kopf abgerissen, Fink und ein Feldwebel wurden nber 60 Brauerei- Arbeiter bei. Der kürzlich daselbst vorgekommene über die fernere Zugehörigkeit der Inhaber der Firma Bär 3. Daß die Kommission es der Versammlung überläßt, schwer verletzt. Streit dürfte dazu wohl den Anstoß gegeben haben. Ueber die Zwiftigkeit, die unter den sächsischen Konser Sohn als Parteigenossen der sozialdemokratischen Partei zu ent- vativen herrscht, wird noch berichtet, daß der Antisemit Zimmermann die Getreuen des antisemitischen Herrn v. Friesen mit dem Namen Rohn ſervative" bezeichnete. Hr. v. Friesen erblickte darin eine Beleidigung". Zum Streit der Perlenarbeiter des böhmischen scheiden. fargebirges wird der Reichenberger Zeitung" gemeldet, daß derselbe ungeschwächt fortdauert. Das Streiffomitee erhält von Auswärts zahlreiche Unterstützungen, so aus England und Frankreich, und verfügt überhaupt über größere Geldmittel. Das Streitgebiet ist sehr groß, es umfaßt etwa 30 Ortschaften. Ronstatirt wurde, daß die Perlenarbeiter bei 16 stündiger Arbeit Hunger leiden mußten. H. Rasche. Leininger. Julius Rogatt. Zahnarzt Robert Wolf. Czichanowsky." Ueber jeden einzelnen dieser Punkte wurde besonders abgestimmt, und die Annahme erfolgte entweder mit großer Majorität oder einstimmig. Im Anschluß an vorstehendes Urtheil wurde noch folgender Antrag angenommen: " In objektiver Würdigung dieser Thatsache ist die VerIn Venedig streiken die Arbeiter der Baumwoll- fammlung der Ansicht, daß die Herren D. und E. Bär fernerhin pinnerei. Sie fordern die Entlassung des Direktors, wozu nicht mehr als Parteigenossen zu betrachten sind." fie ihre guten Gründe haben werden. Die Verwaltung der Gefellschaft will das Etablissement angeblich schließen. Die Behörde unterstützt die Ausbeuter dadurch, daß sie die nicht in Benedig zuständigen Arbeiter per Schub aus Venedig entfernen läßt. Edle Italianissimi! Versammlungen. B ersucht: Wir werden um Aufnahme nachstehender Einsendung " In der am 8. Juni d. M. abgehaltenen Versammlung der polnischen Sozialisten war, nachdem Herr A. Jackobey die Erklärung des deutschen Töpfer- Kongresses in Sachen des Herrn B. Przytulsti auf die nachmalige Antwort des Herrn Morawski gerechtfertigt hatte, folgender Beschluß gefaßt: " In Trenen hatte eine Mutter ihre Kinder, vier bez. ein halbes Jahr alt, in die Schlafkammer eingeschloffen und war ihren Berrichtungen nachgegangen. Bei ihrer Zurückkunft stellte es sich heraus, daß das kleinste Kind aus dem Bettchen und mit dem Kopfe in das Nachtgeschirr gestürzt war; die vierjährige Schwester hatte ihm nicht zu helfen gewußt, und so war das Kindchen elendiglich ums Leben gekommen. Wegen großer Unterschleife wurden, wie aus Bremer haven gemeldet wird, Angestellte des Norddeutschen Lloyd Der Verlust des Lloyd an und Mittelspersonen verhaftet. Material soll gegen hunderttausend Mark betragen. Der Blitz erschlug in dem Drte Slupia( Schlesien) drei Arbeiter und ein Kind, in Töschwitz die 19jährige Gutsbesitzerstochter Leuschner nebst ihrem Rutscher. Brückeneinsturz. Die neue Brücke, welche New- York mit Cobuilton( Kentucky) verbinden soll, ist vor ihrer Vollendung zufammengebrochen. 30 Arbeiter sind todt; 16 Leichen wurden bis jetzt geborgen. Die heute am 8. Juni 1892 im Lotale des Herrn Feuerstein tagende Versammlung polnischer Sozialisten spricht ihre Mißbilligung aus über die Antwort des Genossen Morawski auf die Ehrenerklärung des Kongresses 3000 M. Belohnung ist auf die Ermittelung des Aufent der deutschen Töpfer in Sachen B. Przytulski, indem die halts ber Gebr. Erwig, die wegen betrügerischen Banterotts Bersammlung seine zur Geltung gebrachten Ansichten nicht und Fälschung steckbrieflich verfolgt werden, vom Düsseldorfer theilt. Des Weiteren erklärt die Versammlung ihr volles Untersuchungsrichter ausgesetzt. Johann Erwig befindet sich wahrVertrauen zu dem Genossen B. Przytulsti. Insbesondere scheinlich in Begleitung seiner Chefrau, Rudolf Erwig in Be erklärt sich die Versammlung mit der vom Genoffen gleitung einer Frauensperson mit einem 10 Monate alten Kinde B. Przytulski ausgeworfenen vierwöchentlichen Frist zur und einer Magd. Die Frauensperson giebt er für seine Ehefrau Beweiserbringung der gegen ihn vorgebrachten Beschuldi- aus und nennt sich Stecher oder Steeger. gungen einverstanden, um alsdann die ihr für nüßlich erscheinenden Maßnahmen zu ergreifen."" Adamczewski, Vorsitzender. Kraszewki, Schriftführer." Redaktion des Vorwärts". " Erklärung. Der Bericht über die am 24. v. M. stattNoch Einer? Der deutsche Konful C, J. Haffelquist in Kalmar, bedeutender Unterschlagungen beschuldigt, hat sich erschossen. Der Tod erfolgte augenblicklich. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Eine allgemeine Buchdrucker Versammlung in der Berliner Refsource, Kommandantenstr. 58, beschäftigte sich mit dem Vorgehen der Leipziger Prinzipale gegen die Mitglieder des Unterstügungsvereins deutscher Buchdrucker. Der Referent, Herr Döblin, schilderte ausführlich, wie die Vertreter der Leipziger Buchdruckereibesizer auf alle mögliche Weise die dortige Organi fation der Buchdruckergehilfen zu vernichten fuchen und sich in Bezug auf die Anerkennung des Tarifs gegenüber ihren früheren Erklärungen in den größten Widersprüchen bewegen. Der Referent brachte hierbei einen Artikel der" Frantf. 3tg." zur Kenntniß der Bersammlung, in welchem dieses Blatt das gewaltsame Verfahren, welches die Vertreter der Buchdruckereibefizer Wir geben dieser Erklärung Raum, müssen aber hinzufügen, den Gehilfen gegenüber auch nach dem Streit noch zur daß die darin erwähnte Resolution nur mit 2 Stimmen Anwendung bringen, und das einfach auf die rücksichts- Majorität, nämlich mit 16 Stimmen bei 14 Gegen lofeste Beseitigung der freien Selbstbestimmung der Arbeiter stimmen und bei etwa 10 Stimm- Enthaltungen, hinausluafe, in der schärfsten Weise geißelt. Dieses Vorgehen des angenommen worden ist. Unternehmerthums, erklärte der Refernt, folle jeden Kollegen zur Ertenntniß dessen bringen, daß es sich dabei mit um fein eigen Wohl und Wehe handelt; im Anschluß aller Kollegen an die Brienz, 16. Juni. Heute fand die Eröffnung der BrienzOrganisation sei der Gehilfenschaft das Mittel gegeben, gemeinsam gehabte Versammlung des VI. Wahlvereins ist infofern abzu- Rothhorn- Bahn statt; dieselbe erreicht die Höhe von 2252 Metern den Ansturm des Prinzipalsthums abzuschlagen. In der Dis- andern, als mit Bezug auf die Ansicht Dr. Lütgenau's, die und ist somit die höchstgelegene Bahn Europas. fuffion betonten die Herren Schmidt, Dolinski, Maffini und Stellung der Sozialdemokratie zu Stichmahlen zwischen Gegnern Belgrad, 16. Juni. Der Regent Protitsch ist heute früh in Giesecke gleichfalls die Nothwendigkeit eines festen Zusammen- betreffend, ein Beschluß nicht gefaßt wurde. Der Wahlverein dem Badeort Brestovacka- Banja infolge eines Herzschlages plöglich ftebens aller Gehilfen, worauf die von etwa 1000 Berfonen hat sich vielmehr vorbehalten, in seiner nächsten Versammlung gestorben. Seine Bestattung erfolgt auf Staatstoften. besuchte Versammlung einstimmig folgende Resolution annahm:( fiehe heutige Annonce) nach einem Referat Dr. Lütgenau's Madrid, 16. Juni. Gegen 800 Arbeiter der Schiffswerften " Die am 15. Juni in der" Ressource" in Berlin Stellung zu dieser Frage zu nehmen. von Ferrol haben die Arbeit niedergelegt. In Barcelona ist die tagende allgemeine Buchdruckerversammlung spricht ihre tiefste Der Vorstand. J. A.: Ad. Scholz. Arbeitseinstellung vollständig beendet. Entrüftung über die aller Moral hohnfprechende Vergewaltigung London, 16. Juni. Gladstone empfing im Laufe des NachFrau Dmoch ersucht uns um die Mittheilung, daß fie in mittags eine Deputation des Londoner Gewerkvereinsrathes, Der Gehilfen hinsichtlich des Koalitionsrechtes seitens eines Theils der Kellnerinnenversammlung den Kassenbericht fammt den Be- welcher ihn um seine Bemühungen für den achtstündigen Arbeitsder Leipziger Prinzipale aus und erblickt in dem Vorgehen legen, soweit sie solche besaß, laut zum Vortrag gebracht habe tag anging. Gladstone erklärte, er habe den Reſt feines Lebens Leipzigs den erneuten Beweis, daß die dortige Prinzipalsführung und derfelbe geprüft und von den Revisoren unterschrieben sei. Der Homerule- Frage gewidmet und könne dieselbe in seinem ein Interesse daran hat, friedliche Zustände im Gewerbe nicht Sie habe ihn auch an Herrn Stadtverordneten Zubeil, Naunyn- Alter nicht mehr mit der Frage des Achtstundentages vertauschen. Blas greifen zu lassen. Von den anständig denkenden Prinzipalen firaße 86, gesandt, woselbst jeder Arbeiter Ginsicht in denselben Die Gesetzgebung biete in dieser Frage große Schwierigkeiten; er erwartet sie im Interesse des Friedens eine Verurtheilung dieses nehmen fönne. In der letzten Kellnerinnenversammlung feien rathe den Arbeitern, die Angelegenheit im eigenen Interesse unwürdigen Treibens. Die Verantwortung für die Folgen der übrigens nicht 3, sondern anfänglich 5 Kellnerinnen dagewesen, nochmals gründlich zu prüfen. infzenirten Aussperrung muß fie der Leipziger Prinzipalsführung wozu im späteren Verlaufe der Versammlung noch mehrere geüberlassen. tommen wären. Frau Dmoch erklärt, daß sie durch die Theil Gleichzeitig empfiehlt die Versammlung die Handlungsweise nahme an der Kellnerinnenbewegung einen Vortheil nicht im geder Leipziger Prinzipale den Behörden und der Presse zur ringsten gehabt habe, sondern noch gegen 200 m. persönliche Beachtung, die während der letzten Bewegung alles Unrecht auf Schulden habe machen müssen. Seiten der Gehilfen fanden." Briefkaffen der Redaktion. Die Versammlung wählte noch Herrn Massini zum De- Berichtigung. Im Bericht über die am 13. Juni statt2. 2. Wenn der Verstorbene feinen letzten Wohnsiz in der legirten zur Streit- Kontrollkommission und Herrn Teufert zu gehabte öffentliche Drechslerversammlung wurde unter den ge- Mart hatte, so wird er von seinem Bruder und seiner Großdeffen Stellvertreter. wählten Kollegen zur Agitationskommission Herr Plagens mutter je zur Hälfte beerbt. In anderen preußischen Landesaufgeführt. Der Name des betreffenden Kollegen ist aber theilen erbt der Bruder allein, Jander. Langeftr. 88. Die Miethssteuer ist richtig berechnet Vereinigung der Drechsler and Berufsgenossen Deutschlands, Schreiben Sie das nächste gefl. mit Dinte. 8ahlfelle für Rigdorf und umgegend. Versammlung am Sonn- C. R. Sie sind bis zum 1. Oktober verpflichtet; sie wären abend, ben 18. Junt, Abends 8 Uhr, be Biedermann( früher Weiß), Prins auch nicht länger verpflichtet, wenn der Miethskontrakt Ihres Sandjeryfir. 7. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8-10% uhr: Süd- verstorbenen Mannes auf längere Zeit liefe. Schule, Hagelsbergerfir. 48: Unterricht in Buchführung( doppelte); Gid= ute, Martusjraße 81: Unterricht in Geschichte( mittlere); Nordhule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Deutsch( unterer); Physiologie. allen Lehrfächern, mit Ausnahme von Mathematik und Buchführung, treten. Nord, . St. 4444. Die niedrigste Zuchthausstrafe beträgt ein H. N. Wir fühlen uns gar nicht veranlaßt, uns um müssiger H. W. G. 159. Melden Sie sich bei dem Standesamt Ihres Bezirks; dort werden Sie alles Nähere erfahren. O. E. 15. Wenn Sie das Geschäft eines Einzelfaufmanns mit sämmtlichen Aktivis und Passivis übernehmen, so haften Sie Wetten willen in unserer Thätigkeit stören zu laſſen. ab, daß die Handelsgesellschaft ihre Offerte zurückgezogen habe männerchor, Schönhauser Alee Kuhlmey. 38, bei Gnadt. Borwärts 1, S.D. Adalbertstraße 21, bei Roll.- machten Schulden. Wir rathen Ihnen aber, in dem Vertrage ( Buyer), Seybelstr. 30. und Die Genossenschafts Bäckerei für Berlin Umgegend( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haft pflicht) hielt am 15. d. M. eine außerordentliche General versammlung ab. Dieselbe nahm zunächst den Bericht über die mit der Handelsgesellschaft Kattein geführten Verhandlungen entgegen. Laut Beschluß der vorigen Bersammlung waren Aussichtsrath und Vorstand mit der Handelsgesellschaft Rattein in Verfchule, Reichenbergerfir. 188: Unterricht in Deutsch( unterer); ft. Jahr. Die Zufaystrafen können geringer sein. bindung getreten behufs einer Erweiterung der gemietheten Geschäftsräume, die sich als unbedingt erforderlich herausgestellt hat. Die Verhandlungen hatten kein Ergebniß, weil der Aufsichtsfönnen Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, ein rath in Uebereinstimmung mit dem Vorstande den Kattein'schen Forderungen nicht zustimmen zu können geglaubt hat, vornehmlich Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends sy uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 10. Westen, bet F. Kiging, Bülowstr. 52, in Anbetracht der erhöhten Miethsforderung und anderer Punkte Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag, Uebungsin der Kattein'schen Offerte. Herr Kattein gab die Erklärung unde Abends of Uhr. aufnahm 23, bet Rubinen. 28th, Brunnen nur für die anläßlich dieses Geschäfts von Ihrem Vorgänger geund auf die Genossenschaft nicht weiter reflektire. Die General- kummetscher Gesangverein, bet tempel, Sangefiraße 65. Buchentweder ausdrücklich die einzelnen von Ihnen zu übernehmenden verfammlung ging demzufolge über die Kattein'sche Angelegen binder- Männerchor Berling, bet Witte, Gemüthithteti Passiva auszuführen, oder, wenn dies nicht angängig ist, eine heit zur Tagesordnung über. Anderweitige Offerten lagen vor. Maiglöckchen, Hochstr. 32a, Fris, Köpnickerstr. 127a, bei Küfter. Collegia, unzweideutige Bestimmung darüber zu treffen, daß Sie nur die Aussichtsrath und Vorstand wurden beauftragt, der nächsten Beughofftraße 8 bet Rod). Generalversammlung ein vollständig ausgearbeitetes Projettaftshaus Ditenb.- a'i me, in Belten, bei Schröder.- Blaue Gleife, feit dann und dann mit Bezug auf das dort und dort betriebene die fernere Gestaltung des Bäckereibetriebes vor- in Pantow, Mühlenstr. 24, bet Stöhr. Vorwärts6,( Gem. Chor), Nieder Geschäft eingegangenen Schulden übernehmen. Der Vertrag kann Sänger Freiheit, Naunynftr. 43, privatschriftlich gemacht werden. Zuziehung eines Zeugen oder zulegen. Zur Berathung standen ferner in der Generalversammlung bei Fröhlich. Morgenroth 4, Stopnic bei Wiedemann in Adlershof. notarielle Beglaubigung der Unterschriften ist zwar nicht nöthig, Karthaus= bom 30. Mai unerledigt gebliebene Anträge. Gumpel und 28ahrheit, An der Zwölf- Apofieltirche 7b, bet Framte. Moabit", aber doch empfehlenswerth. Genoffen beantragten, baß Mitglieder des Aufsichtsrathes nicht der Gefangverein, Eichtenbergerfir. 21, bei Geiſe. Ag. 28. Zweifellos fönnen Sie die Mutter Ihres früheren In Betriebe der Genossenschaft als Arbeiter beschäftigt werten bürfen. Dieser Antrag gelangte mit großer Majorität zur AnTambour lich von der Mutter Etwas zu holen ist, tönnen wir unmöglich nahme. Infolge deffen schieb Schlüter aus dem Aufsichtsathe aus. Un feine Stelle wurde Spielermann gewählt. Ein Antrag, denjenigen Brotverkäufern, welche mehr als für 25 m. Brot pro Tag verkaufen. von 25 M. an aufwärts nur 5 pt. dagegen der Antrag, denjenigen Brotniederlagen, welche feinen Inderen Verdienst als den durch den Vertrieb von Genossenschaftsbrot haben, täglich eine bestimmte Anzahl Brote zu liefern und schaft nicht im Stande ist, mehr Brote als bisher zu liefern.| feine weiteren Niederlagen zu eröffnen, so lange die GenossenVert Schönweibe, bei Siebenbaum. withelmshavenerſtr. 28, bet Brosch. Arbeitervereine 9 Berliner -w " 45, ane zuschriften find zu senden an War Geny. Berlin, Belforterſtraße: Pflegefindes auf Erstattung Ihrer Auslagen verklagen. Db freiFreitag: Grüne Lanne bei Lepner, Martusfraße§. Berein Boruffia bei Feldbahn, Weibenweg 12( Uebungsstunde). Tambour beurtheilen; der Dienstlohn kann nicht gepfändet werden. Verein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1( Nebungsstunde). Zambourverein P. 26. Sie müssen die Erbschaftssteuer von der Ihnen ir bet bei Mühle, Gartenstr. 52( Uebungsstunde). Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gefang- vermachten Summe zahlen, wenn nicht diese Pflicht im Testament. Quartettverein den beiden Haupterbinnen auferlegt ist. evening, abends 8 ubr, bet stönig, Gerichtstraße 35. Männerchor A. M., Prinz Eugenftr. 1. Sie haben unsere Antwort wat bestauschen, Abenb's Uhr, bei Weigt, wartgrafenfir. 87. Theaterverein Crescendo, Abends 9 uhr, bet Schulz, Buttbuſerſtr. 35. ufitveretu zufd, Freitag bend 9 ihr, Reſtaurant Nebelin, Lange 108.- Buchbinder Männerchor, Abends 9 Uhr, Restaurant Richter, Atte Jakovfir. 68. Berliner Zurngen offenfchaft. Die erfte Männerabtheilung Turnverein Gesundbrunnen Leffing- Gymnasiums Pantjir. 9-10. Privat -turnt Freitag und Dienfis Abend von 8-10% up in ber Turnhalle beğ die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Vergnügungsverein Esperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, Bergnügungsverein Beilchen, Abend 9% Uhr, bei Brauns, Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% Uhr, Die Volksversammlung im 6. Wahlkreise, welche am heit Juni im Anschluß an ihre Vorgängerin über die Angelegen im Reftaurant. Dranienstr. heit Bär Sohn kontra Agitations- Rommission et mitter, Mauerftr. 86. Unterhaltungstlub Schiller, jeden Freitag ber Schneiber unserinnen weiter ver- Ribeno s uhr im Feſtaurant Holzbächer, Dreiſeſtr.§. handelte, stimmte folgendem Beschluß der Untersuchungs- Rom-| miffion au: öffentlichen sozialdemokratischen Versammlung gewählte FünferDie am 25. März im Feldschlößchen, Müllerstraße, in einer Kommission ist nach eingehenden objektiven Prüfungen des ge fammten Streitfalles zwischen den Inhabern der Firma Bär Sohn au der Ueberzeugung gekommen, daß Vermischtes. Ueber eine Säbel Affäre in Zwickau berichtet das „ Zwickauer Tageblatt und Anzeiger" wie folgt: Gin überaus bebauerliches Vorkommniß hat sich dieser Tage in der Bosenstraße, ganz richtig verstanden. 2. Da läßt sich schwer ein Rath_geben; Der Vater tönnte, wenn er das will, den Gohn wegen Bettelné anzeigen. 3. Das Reichstags- Wahlrecht haben auch Solche, die feine Steuern zahlen. R. P., Haiderenter- Gaffe. Wir können Ihre zahlreichen Fragen unmöglich hier beantworten. Wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt. 100 A. M. Der Schankwirth hat die Kosten zu tragen. Quittung für die Arbeiter Bildungsschule. Erhalten von Herrn Leibfried, Luxemburg 100 M., Herrn Voß 2 M., einem Russen 3 M., G. Widulla 1,12 M., den Hausdienern Berlins 4,10 M., in Summa 110,22 M. Besten Dant. H. Gumpel, Barnimstr. 42. Briefkaffen der Expedition. G. Henoch, Bieschen- Dresden 3,70 M. erhalten und an Kellner Nixdorf abgeführt. Achtung! Achtung! Achtung! Maurer. Achtung! Verein der Bananschläger Große öffentliche Versammlung Berlins und Umgegend. Außerordentliche General- Versammlung Unferm Freund und Genossen Georg Neubauer ein donnerndes Hoch zu seinem heutigen Wiegenfefte. 553 b F. G. A. G. A. W. D. W. F. Sch. Der Maurer Berlins und Umgegend Wahlverein des I. Berliner am Sonntag, den 26. Juni, Vorm. 10% Uhr, bei Pyrteck, Gipsstraße 3. am Sonntag, den 19. Juni cr., Vormittags 9½ Uhr, E Tagesordnung: im großen Saale der Brauerei Tivoli am Kreuzberg. Tagesordnung: 181/7 Beschlußfaffung über die Landpartie. Der Vorstand. Allgemeiner Deutscher Sattlerverein. Versammlung mit Frauen am Sonnabend, 18. Juni, Abends 82 Uhr, bri Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Zages Ordnung: 205/20 1. Die Pariser Kommune. Referent Genosse Timm. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. NB. In der Versammlung sind Billets( à 75 Pf. inkl. Fahrt und Tanz) zu der am 9. Juli stattfindenden Dampferpartie verbunden mit SommernachtsBall in der Borussia- Brauerei zu haben, sowie bei Heller, Petriplaz 6; Wienecke, Alte Jakobstr. 83 und Gründel, Dresdenerstr. 116. Die Mitglieder, welche mit ihren Beiträgen vom 1. und 2. Quartal noch rückständig sind, werden ersucht, dieselben in der Versammlung zu begleichen. Verein der Einsetzer( Tischler). Auserordentl. Generalversammlung am Sonntag, den 19. Juni, Vormittags 10 Uhr, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Abrechnung des alten Vergnügungs- Komitees. 2. Wahl eines Ver1. Berichterstattung über das Resultat unserer Lohnbewegung und weitere Stellungnahme zu derselben. 2. Verschiedenes. Wir ersuchen alle Kollegen von den Bauten, sämmtliches Material so schnell wie möglich nach dem Bureau, Gipsstraße Nr. 3, schriftlich oder persön428/9 lich einzureichen. Auch werden ebendaselbst die gesammelten Beiträge zu der jetzigen Lohn bewegung in Empfang genommen, auch Sonntags früh von 7-9 Uhr. Säulenanschlag findet zu dieser Versammlung nicht statt. Der Einberufer: Wilhelm Roll, Staligerstr. 33. Fachverein der Tischler. Montag, den 20. Juni cr., bei Norbert, Beuthstr. 22: Außerordentl. Generalversammlung. Zagesordnung: 413/2 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Anträge. 4. Vereinsangelegenheiten. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Schöneberg. Reichstags- Wahlkreises. Am Dienstag früh 1 Uhr verstarb nach langem Leiden unser Genosse, der Schneider Johann Weber. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 3/2 Uhr vom Krankenhaus Friedrichshain nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, Pappel- Allee, statt. 474/5 Um zahlreiche Betheiligung der Ge nossen ersucht Der Vorstand. In der Nacht zum Dienstag starb nach langen Leiden unser guter Freund und Genoffe, der Schneider Johann Weber, im Alter von 40 Jahren. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3/2 Uhr vom Krankenhaus am Friedrichshain aus nach dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde in der Pappel- Allee statt. Sein edler, freier Geist und sein humaner Charakter, wodurch er sich im Leben so viele Freunde erworben, lassen uns eine zahlreiche Betheiligung erwarten. gnügungskomitee- Mitgliedes 3. Verlesung event. Abänderung verschiedener Freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Ecko. Krieg. Wahnfried. Stoltenberg Beschlüsse. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. Verband deutscher Zimmerlente. Lokalverband Berlin. Schönebergs und Umgegend. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 19. Juni, Mittags 12 Uhr, in Jakob's Salon, Grunewaldstr. 110. Tages Drdnung: F 1. Vortrag des Genossen Dr. Wolff, über: Die Geschichte der Ehe und Sonntag, den 19. Juni, Vorm. 10 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Stellung der Frau in der Vergangenheit. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen heiten. 4. Verschiedenes und Fragetasten. Gäste durch Mitglieder eingeführt haben Zutritt. 121/12 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. General- Versammlung. Zages Drduuug: 1. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 2. Vortrag des Genossen Roopmann. über: Die Rämpfe der Arbeiterorganisationen in der Gegenwart. 3. Diskussion und Verschiedenes. Die Quittungsbücher legitimiren. Verein Bekanntmachung. 458 der Bau- Anschläger. Die auf unserem Grundstück KloſterIn Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Mitglieder unbedingt nöthig. Der Vorstand. Fachverein der Marmor- u. Granitarbeiter. Sonntag, den 19. Juni, Vormittags 10% Uhr, 20 in Deigmüller's Lokal, Alte Jakobstr. 48a: Mitglieder- Versammlung. 544b Berlin West. Versammlung am Sonntag, 19. Juni, Vorm. 10 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstraße 33. Tagesordnung:) straße 41 stehenden Baulichkeiten, bisher Miethszwecken dienend und hauptfächlich aus Vorderhaus nebst 2 Seitenflügeln und Quergebäude bestehend, 1. Vortrag des Herrn Sparfeld, sollen zum Abbruch meistbietend verfiber Freiland- Bewegung". 2. Ver- tauft werden. Gäste willkommen. Um regen Besuch bittet Die Kollegen werden dringend ersucht, die noch rück- schiedenes. 3. Fragekasten. ständigen Fragebogen abzuliefern; ferner wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Versammlung punkt 11 Uhr eröffnet wird. Der Vorstand. Militär- Schneider. Große Versammlung am Sonnabend, Abends 82 Uhr, bei Müller, Johannisstraße 20. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Herrn Herrmann über: Die Bewegungen. 2. Distuffion. 3. Abrechnungen des letzten Quartals und des Stiftungsfeftes. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Die Kollegen werden ersucht recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. 419/11 Achtung! Achtung! Fachver.d. Holz- u. Bretterträger Berl. u. Umg. Vereins- Versammlung am Sonntag, den 19. Juni 1892, Vormittags 10 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180. Tages Ordnung: 1. Bereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. Gäste sind herzlich willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet 173/14 Der Vorstand. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umg. Wander- Versammlung am Sonntag, den 19. Juni 1892, Nachmittags 2 Uhr, im Kurhaus zu Friedenau, Rheinstraße. Tages- Ordnung: 448/11 1. Bortrag über„ Die Arbeiter im Kampfe gegen die kapitalistische Ge fellschaft". 2. Vorschläge zu einem Hilfskassirer. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreiches Erscheinen der Rollegen erwartet -O Der Vorstand. Verband der Bauarbeiter, Zahlstelle Berlin. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 19. Juni, Vorm. 11 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum Stiftungsfest. 4. Verbandsangelegenheiten. Gäfte haben Zutritt. Mitglieder werden dort aufDie Lokalverwaltung. [ 404/9] genommen. Bentral- Krankenkasse der Tabafarbeiter Oertliche Verwaltung Berlin I und II. Ausserordentliche Mitgliederversammlung am Sonntag, den 19. Juni, Vorm. 10 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tages Ordnung: Antrag der beiden Verwaltungsstellen zu der Generalversammlung in Braunschweig auf Auflösung der Zentral- Krankenkasse. 541b Die Ortsverwaltungen Berlin 1. und II. J. A.: Karl Butry. Empfehle mein Garten- Restaurant für Gesellschaften und Vereine. Badeanstalt und Kegelbahn. Gute Küche. 25491] Gustav Schöne, Gastwirth, Rüdersdorf, Karlstraße 8, ( vormals Wwe. Erpel). 556b Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden, Kollegen und Genossen, welche meinem Mann die legte Ehre er wiefen haben, insbesondere den Mitgliedern des 4. Wahlvereins und des Metallarbeiter- Verbandes für ihre Theilnahme sowie für die überaus reichen Kranzspenden sage ich meinen herzlichsten Dank. 5576 Ww. Trenherz nebst Kind. Empfehle mein Geschäft in friscaеn Blumen und Kränzen. 533 L Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Frrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Die Besichtigung der zum Verkauf und Abbruch gelangenden Baulichkeiten Die Beleidigung wider die Frau des fann auf vorherige Meldung in unserem Maurers W. John nehme ich hiermit Bureau Moltenmarkt 1, I, an den zurück. Ortstrankenkasse der Maler. geschehen. Ein Verzeichniß der sämmtVersammlung fämmtlicher Kaffenmitglieder und Arbeitgeber am Sonntag, den 19. Juni 1892: Vormittags 10 Uhr, Ebert's Klubhaus, Kommandantenstr. 72. Zagesordnung: 1. Stellungnahme zur Beseitigung Der bestehenden Schädigung der Kasse. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nur Kaffenmitglieder und Arbeit geber haben Zutritt. Der Vorstand. 558b 542b Werktagen von 9-1 Uhr Vormittags Berlin, den 14. Juni 1892. Auguft Wiesener. lichen zum Verkauf und Abbruch gelangenden Baulichkeiten, sowie die Ich nehme die Beleidigung gegen demselben zu Grunde gelegten Be- Frau Jalakowsky, Eisenbahnstr. 37, dingungen liegen in unserem Bureau zurück. zur Einsichtnahme in den Stunden von 8-3 Uhr aus. F. R. 5556 Größtes Lager Berlins Andreasftr.23.§.p. 2578 Kinderwagen.3 Rauflustige werden hierdurch ersucht, ihr Gebot, in welchem der Betrag in für Herren, Damen und Worten ausgedrückt sein muß, ver- Alte Stiefel Kinder reen und billig. fchloffen unter der Aufschrift: Angebot auf den Abbruch der Baulichkeiten bis zum Klosterstr. 41 23. Juni cr., Mittags 12 Uhr, in unserem Amtszimmer Moltenmarkt 1, 1 Tr., abzugeben, woselbst die Eröffnung und Bekanntmachung der AnNaunynstraße 2. Bestens empfohlen. 544b Borchardt's Bereinshaus 5435 in Pankow. Größter Saal der Umgegend. Tüchtige Weißbier- Trinker gebote, sowie die eventuelle Buschlag- tönnen fich melden bei Vater Jahn, ertheilung gegen Hinterlegung der Bossenerstraße 6. Kauf, Haft und Stempelgelder erfolgen wird. Freie Vereinigung sämmtl. in der Papier Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den 19. Juni, Vormittags 812 Uhr, findet die Besichtigung der Deutschen Hutfabrik, Pappel- Allee Nr. 3 und 4, statt. Treffpunkt daselbst im Lokale. Da die Maschinen in Be- Versicherungs- Anstalt Berlin. trieb gesetzt werden, so ist die Be Die fichtigung höchſt intereſſant. Berlin, den 15. Juni 1892. Invaliditäts- und AltersDer Vorstand. Kolleginnen und Kollegen werden des Nordhäuser halb erfucht, pünktlich 81/2 lhr zu er- Getr.- Kümmel scheinen. Gäste willkommen. 267/6 Das Komitee. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Töpfer ( Filiale Berlin). Sonntag, den 19. d. M., Vorm. 1012 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstr. 77/79: Mitgliederversammlung. Zages- Ordnung: 1. Jahresbericht pro 1891, Bericht des Raffirers. 2. Bericht der Delegirten der ordentl. Generalversammlung. Das Borgehen der Mitglieder der Dresdener Filiale. 3. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 318/19 Buckow. den Genoffen empf bei Ausflügen nach Buckow meinen 2574L Gasthof zur Märkischen Schweiz zur gütigen Beachtung. C. Klotz. Mobel- Aufbewahrung Transport Verpackons Achien Gesellschaftfur Möbeltransportu.Aufbewahrung Ohne Umladungs Boderu Spinal BERLIN.S.0. Köpnicker Str. No 127. 551b Reftauration m. Vorgarten, voller Ronz., paff. für Parteigen., fof. 3. verni. Näh. Charlottenburg, Sophie- Char lottenstraße 34 im Lotal. 550 b Brauerei- Ausschant, volle Ronz anschließ. Wohn., Miethe 1000 Mart, Liter 65 Pf. wöchentl. 4 Zonnen Bier, wenn Früh ftückstisch eingef, wird, bedeutend mehr Umfah, Nähe Eckardt's Fabr., Zentral Viehh. Näheres b. Jähnichen, Königs bergerstraße 8. 65 Franz Beyer, Chaussee- Str. 103. 1832 L Sophabezüge! Reste in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! " Bitte lesen Sie! Jedem, der billig und gut kaufen will, empfehle mein sehr reichhaltiges Lager von circa 1000 Sommer- Paletots, 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Jaquetts, Hosen, Westen etc. Ferner Uhren, Ketten, Ringe, Betten, Wäsche, Stiefel, Hüte, Reise- u. Holzkoffer, Waschkeel 2c. täglich frisch, Maitrank, Flasche 60 Pf. Franz Beyer, Chauffeeftr. 103. Freunden und Genossen empfehle meine Cigarren eigener Fabritation. 522b] C. Reinicke, Manteuffelstr. 9. Tischlerei, Rundenarbeit, fofort für jeden annehm Junkerstr. 1, Bigarrengeschäft. baren Preis Umstände halber bill. 3. vert. 5486 Stube, Küche, eign. Ging. u. Klosett, fol. Lübbenerstr. 20 freundl. Wohnung. Arbeitsmarkt. Sämmtliche Sachen in alt und neu, Jahre die auch werden verfallene Pfänder verkauft. A. Wergien, Schneidermeister, 127Stalizerstraße 127. Bestellungen nach Maah werden gut und billig ausgeführt. Bitte sehr, recht genau auftNamen und Hausnummer zu ach en. 25789 Junger Parteigenoffe, der 1½ Administration eines tägl. erscheinenden Partei ständig führte, fucht anderweitig „ Vorwärts" unter A. 20 erbeten. ev. Offerten durch die Exped. des Steinmegen, Granit. Schrifthauer Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. 1 Nr. 163, A. Zabel. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, finden Beschäftigung Schönhauser Allee Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 549b