Nr. 18. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerando? Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungsa Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Kunstdiktatur. Die socialdemokratischen Vertreter haben am Mittwoch durch ihre Anfrage in der Budgetkommission des Reichstages eine Frage in Fluß gebracht, die bisher kaum über die Kreise der unmittelbaren Interessenten hinausgedrungen. Jetzt wird nun im Plenum des Reichstages gründlich und, wie zu erwarten, entschieden über die Angelegenheit gesprochen werden. Freitag, den 22. Januar 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Studt nach Weimar gereist sei, um gegen den Bund zu wirken. Der Entwurf geht jetzt an eine Kommission von 21 MitDie Reise sei aus andren Gründen erfolgt. Und dann? Als ob gliedern. Auf der Tagesordnung der morgigen Sigung steht man damit eine Nachricht aus der Welt schafft, daß man einzelne die Prüfung der Wahl des Abg. Will- Lauenburg( f.), dessen Nebenumstände bestreitet! Gut, Minister Studt kam aus einem andern Grunde an den großherzoglichen Hof; gut, er sprach nicht Wahlprüfung sich durch die ganze vorige Session schleppte andern Grunde an den großherzoglichen Hof; gut, er sprach nicht und der deshalb jetzt zuerst an die Reihe kommen soll. Ferner zu dem Großherzog über künstlerische Fragen; aber der " Minister so gut als sein Rat benutten doch ihre Anwesenheit in die Novelle zum Servisgesetz und die Vorlage betreffend VerWeimar, um gegen den Bund zu reden, sprachen zu diesem Zwecke längerung des Quinquennats. mit den Beratern Seiner königlichen Hoheit und warnten eindringlich Es handelt sich um den Versuch byzantinischer Hofgünstlinge, vor den Folgen der Bundesgründung. Das ist aus un zweifel= Bom südwestafrikanischen Kriegsschauplak. teilweise auch von Künstlern, die für ihre eigne Ware sich ein haft sicheren Quellen von uns in Erfahrung gebracht; darauf Dbamboleute haben einen Brief des Wagenbauers allein kam es bei der ganzen Frage an, und das hätte Herr Studt Bieber nach Swakopmund gebracht, durch den die BeVerkaufsmonopol zu verschaffen suchen, im Reiche der freien Künste sofort zugestehen und sagen sollen. den Militarismus zur Herrschaft zu bringen, den persön Eine Scene, über die göttliches Gelächter braust: der preußische Lagerung von Omaruro bestätigt wird. Die heliolichen Geschmack eines Höchstkommandierenden zum entscheidenden Kultusminister verhandelt mit den Kollegen im weimarischen Bundes- graphische Verbindung nach diesem Ort ist unterbrochen. Auch wird Richter in allen ideellen und materiellen Fragen der deutschen staat, um die die Plünderung Etiros, etwa 25 Kilometer nördlich Karibib, geAussperrung einer in Berlin unbeliebten Kunstübung zu erheben; diese Kunstjunker wünschen Kunstrichtung zu veranlassen! Gut, daß die Seceffionisten deutsche Swakopmund eingetroffen war, hat am folgenden Tage zwei meldet. Das Kanonenboot, Habicht", das am 18. abends in den König absolut, wenn und damit er ihren Willen thut. Die Reichsangehörige find, sonst würde sie Herr v. Richthofen vermutlich Offiziere, einen Arzt, 52 Mann, ein Maschinengewehr und zwei preußische Krone ist ein guter Privatläufer. Wird der Träger der als lästige Anarchisten" über die Grenze schaffen lassen. Krone in seinem individuellen Empfinden gerade durch die Künstler Das Mittel offiziellen Boykotts- der beiläufig auch in den Revolverkanonen nach Karibib entsandt, wo die Expedition und die Kunstrichtungen abgestoßen, die jetzt- um mit dem Grafen Bahnhofsbuchhandlungen mit dem äußersten Terrorismus gehandhabt glücklich eingetroffen ist. Ein später eingelaufenes TeleBülow zu sprechen in der Welt voran gehen, so ist das vielleicht wird trifft neuerdings sogar ganz harmlose Theaterstücke, die gramm meldet die Entfendung von noch 29 Mann von S. M. S. nachteilig für die materiellen Interessen der betreffenden Künstler nur infolge eines Mißverständnisses anrüchig geworden sind." Habicht" nach Karibib unter dem 1. Offizier mit einem Maschinendas faufträftige Publikum ist ja gering, aber dieser Zufall Der Besuch von Beyerleins„ Zapfenstreich" ist nur nicht in allen gewehr und einer Revolverkanone. Es soll wenn möglich, von tann nicht den Rang einer allgemeinen öffentlichen Angelegenheit Garnisonen für Mannschaften und Offiziere verboten worden. In Kinder kommen von Karibib nach Swakopmund. Nachrichten aus Karibib aus ein Vorstoß versucht werden. Frauen und beanspruchen, ebensowenig wie die Mäcenatenneigungen eines Frankfurt a. M. hat man sogar versucht, die Aufführung des Stüdes Geheimen Kommerzienrats, der Kunstwerke kauft. Wilhelm II. hat zu hintertreiben, und in Hannover hat man dieser Tage dem Versuche kahandja, von der Expedition Bülow und aus Winddas Recht, für sich zu kaufen, was ihm gefällt. fündigende Residenz- Theater der Militärboykott ganz allgemein ver- ein Telegramm eingetroffen. Dasselbe stammt vom Hauptmann a. D. insofern Nachdruck verliehen, als über das mit dem„ Zapfenstreich" boek liegen nicht vor. Ferner ist bei dem in Berlin wohnenden Major a. D. François hängt wurde. Diese denkwürdige Kunde bringt ein Telegramm der„ Post" aus Hugo v. François, dem Bruder des Majors aus Windhoek, und ist Hannover: durch einen„ Läufer" zur Beförderung nach Swakopmund durchDas Garnisonkommando, das vor einigen Tagen der Garnison gedrungen. Danach gelang es den Familienmitgliedern v. François den Besuch der Vorstellung von Beherleins" Bapfenstreich" ver- Windhoek noch rechtzeitig zu erreichen, woselbst sie sich alle wohlbot, hat nunmehr den Offizieren den Besuch des Residenz- Theaters behalten befinden. Ueber die Einschließung und sonstigen Verhält überhaupt untersagt. Gleichzeitig sollen die Regimenter die Ab- nisse sind teine weiteren Mitteilungen im Telegramm enthalten. machungen lösen, die sie mit der Direktion für Abonnements auf Doch berechtigt die Nachricht zu der Hoffnung, daß es den meisten Bläge usw. getroffen haben. Ebenso sollen in Zukunft keine Farmern gelungen sein wird, Windhoek rechtzeitig Soldaten mehr für Aufführungen gestellt werden." Militärbehörden maßen sich also bereits an, durch das Mitter au erreichen, da die betreffende Farm ziemlich weit von Winde hoek entfernt liegt. des Boykotts Theaterdirektoren zur Nichtaufführung von Stücken zu Prinz Heinrich hielt in Kiel an die Expeditionstruppen folgende zwingen, die in der Armee" mißliebig sind. Ansprache: Das öffentliche Intereffe aber beginnt, wenn der Kunstgeschmack eines Einzelnen in der Deffentlichkeit sichtbar feine Macht zeigt. Es ist nicht ganz gleichgültig, Straßen und Pläze Berlins mit Marmorwerken verziert zu sehen, die von einem so individuellen bestimmten, historisch und psychologisch übrigens durchaus erklärlichen Geschmack diftiert sind, daß sie bei einem Publikum, das nicht in den besonderen Familientraditionen des Hohenzollernhauses erzogen ist, kein Verständnis finden können, wenigstens nicht das Verständnis, das unmittelbar zur ästhetisch erziehenden Wirkung ohne Buhilfenahme der Abschreckungstheorie führt. Die Deffentlichkeit geht es auch an, wenn Museen und Bildergalerien das Gepräge einer derartigen persönlichen Neigung zeigen. Dringt aber dieser Einfluß gar in die allgemeinen, aus öffentlichen Mitteln der Nation unternommenen Veranstaltungen entscheidend ein, so wird der Kunstgeschmack des Monarchen zu einer politischen Angelegenheit von ernster Bedeutung und die verantwortliche Regierung hat dann die auffälligen Vorgänge zu decken. " warten ist, über die immer mehr um sich greifende KunstDie bevorstehende Kunstdebatte im Reichstage wird, wie zu er diktatur das sagen, was dem Ansehen des deutschen Boltes geschuldet wird. Politifche Ueberlicht. Berlin, den 21. Januar. Der Reichstag zu Jm Verlauf von wenigen Jahren ist es das vierte Mal, daß das Seebataillon berufen ist, auf Befehl des Kaisers Schäden zu decken, wo solche in unsern Kolonien entstanden sind. Ich freue mich dessen mit Euch, ich kann fagen, ich beneide Euch, daß Ihr berufen seid, deutschen Ruf und deutsche Ehre aufs neue herzustellen. Ich weiß, daß Ihr freiwillig hinauszieht, das erfordert der Soldatenstand, das ist alte Tradition, auf die wir Deutschen stolz sein dürfen. Wenig wird Euch erspart bleiben: Hunger, Durst und schiverste Entbehrungen. Denkt an Eure Pflicht, denkt an Euren Eid, denkt, daß Ihr Söhne Eures Vaterlandes seid. Seid gehorsam, seid treu untereinander und haltet Kameradschaft. Vergeßt nicht, daß der Weg zum Erfolg bei Euch liegt. Eine jede Kugel, die ihren Lauf verläßt, erfülle ihre Pflicht. Glückliche Reise und Heimkehr! Gott sei mit Euch!" Ostasien. Es ist durch die gestrigen Verhandlungen in der Budgetkommission des Reichstages überall bekannt geworden, daß es der modernen Kunst Deutschlands unmöglich gemacht worden ist, auf der Weltausstellung au St. Louis, zu der beträchtliche Reichsmittel bewilligt worden sind, den gebührenden Platz zu finden. Der Graf Posadowsky und der WeltausstellungsKommissar haben sich vergeblich bemüht, durch Anführung krauser führte am Donnerstag die Debatte über die kaufund dunkler Formalien die Regierung zu entlasten. Die beiden männischen Schiedsgerichte zu Ende. Viel Interesse Herren haben es für notwendig befunden, ihre Reden noch in der wurde den Verhandlungen von den bürgerlichen Parteien Nacht durch das„ Wolffsche Bureau" stenographisch verbreiten zu nicht entgegengebracht. So waren die Bänke der Antisemiten, Taffen, allerdings nur mit dem Erfolge, daß jetzt die beteiligten die sonst so viel mit ihrem Interesse für den Kaufmannsstand Künstler auch das Thatsächliche der ministeriellen Auslassungen agitieren, anfangs völlig leer. Erst im Laufe des Nachmittags korrigieren. Es steht eben fest, daß die Beteiligung der sogenannten füllte sich langsam das Haus. Die ersten drei Redner: der Abg. Dove von der Frei- der japanische Gesandte Hayashi, die Lage fei, fo Einem Vertreter des Reuterschen Bureaus" gegenüber erklärte " Secessionisten" an der Ausstellung in St. Louis dadurch unmöglich gemacht wurde, daß man die Entscheidung über die Aufnahme ihrer sinnigen Vereinigung, der Pole Brejski und Dr. Storz weit Japan in Betracht komme, unverändert. Japan erwarte Bilder in die Hände ihrer rüdsichtslosesten Gegner legte, die aber von der Süddeutschen Volkspartei, stellten sich der Vorlage noch die Antwort Rußlands; er wisse also auch nichts über den Inder Gunst Wilhelms II. teilhaftig sind. Die Regierungskommissare sympathisch" gegenüber; in Einzelheiten trat dabei halt der letzteren. Ebenso wenig wisse er etwas von der Meldung, haben nicht den Mut und die Kraft gezeigt, gegenüber dieser Vor- natürlich das verschiedene Wesen dieser Parteien hervor. daß Japan beim Ausbleiben der Antwort entschlossen sei, an einem Herrschaft der am Hofe angesehenen Künstler die Interessen der Kunst Nachdem alle Parteien sich dem Gefeßentwurf freundlich bestimmten Tage fur Aktion zu schreiten. Es sei schwer möglich, zu gegenübergestellt hatten, mochte es scheinen, als ob die entscheiden, was eine angemessene Frist wäre, innerhalb welcher die Auf allen Weltausstellungen der letzten 15 Jahre ist die deutsche Rückständigkeit der Handelskammern, die alle Kaufmanns- Antwort Rußlands einzugehen hätte. Auf allen Weltausstellungen der letzten 15 Jahre ist die deutsche gerichte von vornherein ablehnen, im Reichstage gar von hier abgegangen und neun russische Torpedoboots- Zerstörer find Suez, 20. Januar. Heute ist das russische Transportschiff„ Dret" Kunst durch Einflüsse, die außerhalb ihrer selbst liegen, in den feinen Widerhall finden sollte. Aber wofür ist denn der hier angekommen; der Kreuzer Awrora" ist noch im Kanal. Hintergrund gedrängt worden. Wenn in Chicago und St. Louis die Dr. Semler da? Er machte sich ganz den Standpunkt moderne Kunst die Zeche bezahlen muß, so ist daran zu erinnern, daß auch seiner Hamburger Kaufmannsgilde zu eigen. Ihm trat sein gestern meldet, genehmigte der Geheime Rat die dringliche VerLondon, 21. Januar. Wie der Standard" aus Tokio von die Hoflünſtler und Hofgünstler einmal von dieſem eigentümlichen Ber- Fraktionskollege Dr. Lucas Hanau bei, der dort unsern Ge- fügung, nach welcher die Kommandeure der Flottenstationen er hängnis betroffen worden sind, das über der deutschen Beteiligung an den Weltausstellungen waltet. Es waren die Anton v. Werner und nossen Hoch verdrängt hat und nun sogleich zeigen wollte, mächtigt werden, fremde Kriegsschiffe während der Begas, die 1889 berhindert wurden, ihre Werke zur Pariser 50 Jahren ihrer Wirkang sicher gewesen wären, wie Gleiches wisse Säfen eventuell durch Gewalt zu hindern. weß Geistes Kind er ist. Liberale Gemeinpläge, die vor 3eit der Verwidlungen an der Einfahrt in ge Weltausstellung, der Hundertjahrfeier der französischen Revolution, " Daily Telegraph" meldet aus Tokio vom Mittwoch, die Antwort zu schicken, weil jene Ausstellung durch den preußischen Hof boykottiert Recht für alle"," Trennung von Justiz und Verwaltung". Rußlands werde am 21. d. M. erwartet. bon worden war. Begas freilich hatte ein Werk nach Paris geschickt, ber Chefs und ihrer Angestellten, kennzeichnen ihre Reden. aus labiwostod telegraphiert, aus Japan eingegangene vermischt mit einigen Phantasien der Harmonie Petersburg, 21. Januar. Der Nowoje Bremja" wird das er aber nach kurzer Zeit wieder als loyaler Unterthan zurückzog. Der augenblicklichen Mode entsprechend fehlte auch die Furcht Nachrichten beseitigten die Kriegsbefürchtungen. Damals hatten in Paris die deutschen Kunst rebellen so viel vor dem„ Klassenstaat Bebels" nicht. Und alles das wegen der Kaufmannsgerichte, die ihr Führer Bassermann einst so lebhaft befürwortet hat. lebhaft befürwortet hat. zu wahren. Raum, wie sie nur wünschten. Das Verfahren vor 15 Jahren verdient entschieden den Vorzug Damals wurde eine Weltausstellung boyfottiert und blieb deshalb von den Hoffünstlern befreit. Heute wird eine Kunst richtung boyfottiert und die Weltausstellung von den Hoftünstlern beherrscht. " " Der Frieden sei augenscheinlich auf lange Zeit gesichert. New York, 21. Januar. Ein Telegramm der Associated Preß" aus Tokio meldet, die Annahme, daß der Konflikt friedlich beigelegt Genosse Lipinski hatte leichte Mühe, diese Schein werden würde, habe ein Steigen der Kurse veranlaßt; indessen werde erklärt, daß eine bloße Annahme der Vorschläge von argumente zu zerstören. Nicht die Harmonie der Interessen, seiten Rußlands nicht ausreiche. Japan bestehe unsondern die große Schwierigkeit der Prozeßführung drückt die zweifelhaft darauf, daß Rußland mit der Herabminderung Daß insbesondere die preußische Regierung unablässig thätig ist, Bahl der Rechtsstreitigkeiten so start herab, und gerade darin einer Flotte in den japanischen Gewäffern bor den„ Secessionisten" Schwierigkeiten zu bereiten, ist nicht zu be- iegt ein Hauptargument für die Einführung dieser neuen Ge- gehe. Die Regierung ziehe die Notwendigkeit eine Einmischung streiten. Vergebens hat die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" fich richte. Gestüzt auf seine langjährige Gewerbegerichts- Praxis auf Korea in Erwägung, zögere aber damit noch mit Nücficht auf die Finger wund dementiert, um zu versichern, der preußische Minister hob er die sociale Bedeutung der Rechtsprechung der„ Sonder- die heitle Lage. Studt jei nicht in Weimar gewesen, damit er die Organisation der gerichte" hervor. Secessionisten verhindere. Es stellt sich heraus, daß das Regierungs. Eine harmlose Bemerkung des Abg. v. Gerlach in der„ Berliner Zum Schluß gab es noch einen erbaulichen Zwischenfall. organ ein paar ungenaue Buchstaben dementiert hat, um die Zeitung" hatte schon gestern den Antisemiten Lattmann zu unleugbare Thatsache aus der Welt zu schwindeln. Die bösen Anzapfungen verlockt. Als sich heute Herr v. Gerlach Ende, indem sie erklärt: Deutfchen Reich. Wahlrechtswühler. Unter dem Vorwand, das unhaltbare preußische Wahlrecht zu " Weimarische Landeszeitung" macht jetzt dem unehrlichen Spiel ein zu wehren suchte, fielen Graf Reventlow, Liebermann ändern, giebt der Stratege der Kanalrebellen, Herr v. 3edlis, ein „ Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" dementiert die Nach. Sonnenberg und wiederum Herr Vattmann in Prosa und Rezept an, wie man das Reichstagswahlrecht ändern lönne, indem richt des„ Berliner Tageblatts", Minister Studt hätte vor dem Versen über ihn her. Wenn auch kein Zweifel darüber be- man das preußische reformiere: Das Pluralsystem fei unser Wahlrecht der Zukunft. Vorläufig fei es allerdings aussichtslos: Großherzog gegen die Begründung des Deutschen Künstlerbundes" stehen kann, daß Herr v. Gerlach fachlich im Recht war, so Es sei denn," fährt Zedlig fort„ daß es gesprochen und sei von Seiner königlichen Hoheit abfällig be- konnte er doch gegen den großen Mund und die Grobheit schon in der laufenden Legislaturperiode zu einer Aenderung schieden. Die„ Nordd. Allg. Ztg." hatte auch bestritten, daß Minister Liebermann v. Sonnenbergs nicht aufkommen. des Reichswahlrechts tommt. Als einheitliches Wahlrecht entwurf vorzulegen, der an Stelle des Verordnungsweges durch Birna, 21. Januar. Die Dffiziere für Eheheiligkeit, den Bundesrat sowohl für die Volkszählung, wie für die Berufs- vier an der Zahl, sollen nach Antrag des in dieser Angelegenheit und Betriebszählung eine gefeßliche Grundlage mit dauernder einberufenen Ehrengerichts aus dem Dienst entlassen werden. Wirksamkeit schafft, und im Unterschied von den Rahmengesezen vom 13. Februar 1882 und 8. April 1895 den statistisch- methodischen Inhalt der Erhebungen regelt und beide so gestaltet, daß sie sich gegenseitig ergänzen und eine Vergleichbarkeit der wichtigsten Daten zulassen. Ausland. Destreich- Ungarn. Bauernunruhen find in Zalucz bei Sniatyn( Galizien) unter der für das Reich und für Preußen könnte Preußen könnte das Pluralstimmen- System unmittelbar praktische Bedeutung gewinnen; als Mittel zur Erfezung des gleichen Wahlrechts durch dasselbe würde den in Preußen mit einem stärkeren Wahlrecht ausgerüsteten Schichten der Bevölkerung der damit verbundene weitgehende Verzicht auf dies wertvolle Recht zugemutet werden können. Aber dieses wichtige Mittel, das Aufgeben des gleichen Wahlrechts zu erleichtern, vorzeitig aus der Hand geben, wäre politisch zu vertehrt, um bei dem Landtage auf Erfolg rechnen zu können." Ein Pfiffifus in der Roßtäuscherei, dieser Herr v. Zedlizz! Man Einnahmen aus den staatlichen Bergwerken. Dem Ab ruthenischen Bauernschaft ausgebrochen. Die Bauern versammelten stürze das Reichstagswahlrecht um, indem man gleichzeitig zum geordnetenhause ist die Uebersicht über den Betrieb der unter sich in großer Zahl im Dorfe und beſchloſſen, ſtatt der üblichen Schadensersatz eine Reform in Preußen verspreche. Ist dann im der preußischen Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung stehenden fingen. Das thaten sie auch und forderten die Entfernung eines jährlichen Kolende, revolutionäre Lieder von Hütte zu Hütte zu Reich das Wahlrecht geändert, so ist ja dann leicht die versprochene Staatswerte während des Etatsjahres 1902 zugegangen. Der Reform in Preußen abzulehnen. Gesamtwert der Erzeugnisse der staatlichen Bergwerke, Hütten und miliebigen Geistlichen, sowie die Herauslassung der im Vorjahre Salinen betrug im Berichtsjahre 204 870 475., die Belegschaft wegen ähnlicher Unruhen verhafteten Bauern. belief sich auf 77 064 Köpfe. Der rechnungsmäßige Ueberschuß betrug zur griechisch- katholischen Kirche überzugehen. Der Bezirkskommissar und gegen den Etatsvoranschlag um 715 067 M. zurück. Die 33 970 279 M., er blieb gegen den des Vorjahres um 7 302 859 r. stoß zwischen der Gendarmerie und den Bauern. ordnete zahlreiche Verhaftungen an. Es tam zu einem Zusammen Zur Proteftlerlegende. Mülhausen i. E., 20. Januar.( Eig. Ber.) Ein eigentümlicher Vorläufig glaubt allerdings Herr v. Zedliß an die Verwirklichung dieses sauberen Handels nicht. Darum versucht er die preußische Monstrosität durch etliche tosmetische Operationen am Leben zu er halten. Seine sofort in Angriff zu nehmenden Reformvorschläge für Preußen sind: Durchschnittslöhne entsprachen im allgemeinen denen des Vorjahres. Das Sachsengängerleben der galizischen Saison- Arbeiter in Alle Wähler mit Hochschulbildung seien jedenfalls der zweiten Arbeiterentlassungen konnten, wie der Bericht hervorhebt, von einigen Deutschland wurde in einer Verhandlung vor dem Krakauer Abteilung und die Spigen der Staats- und Kommunalbeamten- unbedeutenden Fällen abgesehen vermieden werden, obwohl der Gericht erörtert, in der ein Auswanderer wegen Diebstahls schaft, von Kunst, Wissenschaft und Technik in die erste Abteilung feit Mitte des Jahres 1900 beobachtete empfindliche wirtschaftliche in Fischbrücke zu zwei Monaten schweren Kerkers verurteilt wurde. einzuordnen. Es käme dadurch die Bildung auch direkt und nicht Niederschlag auch im Verlaufe des Jahres 1902 keinen wesentlich Die Arbeiterinnen erzählten vor Gericht, daß sie 70 Pf. pro Tag bloß indirekt wie jetzt zu ihrem Recht, und es würde so dem wirk günstigeren Verhältnissen Platz gemacht hat. verdienten; 20 Arbeiter und 20 Arbeiterinnen hatten samsten Agitationsmittel gegen das preußische Wahlrecht, daß eine gemeinsame Schlafstelle in einer Scheune nämlich das Wahlrecht sich allein nach dem Geldsack bemesse, die Der frühere preußische Eisenbahnminister Maybach ist gestorben. auf einem großen Strohlager. So schliefen Männer Spitze abgebrochen. Sodann aber werde die Drittelung in Er war 1879 bis 1891 Verkehrsminister; unter ihm wurde die Ver- und Mädchen neben einander und waren für die Nacht von dem den Urwahlbezirken, deren bisweilen groteske Ergebnisse eine staatlichung der Privatbahnen durchgeführt. Aufseher eingeschlossen. Nette Zustände in dem Lande, das an der breite Angriffsfläche gegen das Wahlsystem selbst bieten, entweder Spitze der Socialreform marschiert! entbehrlich oder, wenn man davon nicht abzugehen geneigt sein sollte, wenigstens von den schlimmsten Auswüchsen befreit. Frankreich. Diesen Ausbau vorzunehmen, werde ebenso die Aufgabe des Zur Interpellation Delfor. Die Delegierten der vier Gruppen jezigen Landtages fein wie die Beseitigung einiger offen- Zwischenfall in der Affäre Delfor beschäftigt im Augenblick die der Kammermehrheit traten am Donnerstag zu einer Sitzung zufichtiger Fehler der bestehenden Ordnung der Dinge. Die Teilung elfäffifche und französische Presse. Im nationalistischen„ Echo de Paris" sammen, um sich über die Interpellationen, die morgen in der übergroßer Wahlkreise werde unter mäßiger Vermehrung ließ der Reichstags- Abgeordnete Delfor nach seiner Ausweisung Kammer in dem Fall Deljor besprochen werden, zu beraten. Die der Gesamtzahl der Abgeordneten herbeizuführen sein. Es würde aus Frankreich den Ministerpräsidenten Combes beschuldigen, Versammlung beschloß einmütig die Regierung zu unterſtüßen und auch sicher den Widerspruch gegen das Wahlsystem in vielen Kreisen daß er durch einen Polizeibeamten im Elsaß Nach- beauftragte die Präsidenten der vier Gruppen mit der Redaktion wesentlich mindern, wenn ihnen die Teilnahme an der Wahl so leicht forschungen anstellen lasse nach seinem( Delfors)„ politischen Glaubens- einer Tagesordnung, die morgen eingebracht werden soll. und bequem gemacht würde wie bei den Stadtverordnetenwahlen. bekenntnis"; ein dahingehender Brief dieses Agent de la Sûreté fei Um nicht mehr Schaden als Nutzen anzurichten, werde aber von ihm selbst zu Gesichte gekommen, und eine Mülhauser Zeitung, die Englische Arbeitsverhältnisse im Jahre 1903. England. einer entsprechend allgemeinen Aenderung des Wahlverfahrens abgesehen und die Einführung eines dem bei den Kommunalwahlen sich in der Angelegenheit zu Vermittlerdiensten für die London, 19. Januar. Die laufende Nummer der„ Labour nachgebildeten Wahlverfahrens nur fakultativ zuzulassen sein." französische Regierung hergab, habe an den Archivar Gazette" bringt einen vorläufigen Bericht über Lohn- und Arbeitszeit So weit die Kurpfuscherei des Herrn v. Zedlig. Man sieht, der des Reichstags telegraphiert, um Auskunft über gewisse änderungen und Streits im Jahre 1903. Das Reinergebnis der Herr will die Wahlentrechtung des Proletariats in Preußen dadurch Abstimmungen zu erhalten. In einem am Montag vom„ Echo Lohnänderungen war eine Herabschung von 39 800 Pfd. Sterl. die verschärfen und verewigen, daß er den besitzenden Klassen de Paris" veröffentlichten Briefe Delfors sagt dieser wörtlich:" Herr Woche und betraf 872 000 Arbeiter, die in den Hauptindustrien das Wahlsystem erleichtert und bequemer macht. Die sinkende Lohntendenz der letzten Diefe Spekulationen beweisen die Notwendigkeit, daß endlich Combes hat in der Kammer erklärt, er lasse im Auslande feine Englands beschäftigt find. drei Jahre zeigt fich in folgender Tabelle: das Reichstagswahlrecht in Preußen eingeführt wird. Das Reich Erkundigungen über mich einziehen. Das ist eine Lüge. Gestern Zahl der Arbeiter, die felbst hat ja ein unmittelbares Interesse daran, auf die Einführung( Donnerstag) habe ich in Berlin mit eignen Augen eine Depesche Arbeitszweig des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts in gesehen, die fragte, wie ich über das Kriegsbudget abgestimmt hätte; Preußen zu bringen; denn in dem preußischen Dreillaffen- die Depesche kam aus Mülhausen und rührte von einem offiziöfen System liegt eine dauernde Bedrohung der sichersten Grundlage des Agenten des Herrn Combes her." Reichs, seines Wahlrechts. Ist. Preußen erst mittels des Reichstagswahlrechts von den Feinden aller Kultur gesäubert, so wird man auch von den hartnäckigen Intriguen gegen das Wahlrecht im Reich befreit werden. Mord aus Geistesschwäche". 19 von Lohnänderungen be troffen wurden 1903 4 638 3476 1902 15 575 3112 1901 39 681 5 409 53 493 70 009 86 1 833 6 386 22 624 753 000 735 524 704 681 Zunahme(+) oder Abnahme(-) des Wochenlohnes in Pfund Sterling 1903 1902 1901 304+ 926 1943 89+ 291+ + 74.927 9 310 32 822 21 244 7121 16 098 534 15 357 11 963 3492 6 733 • 1 219 2107 3 098 + 53 133 4 971 971 600+ -32 488 4326 729 691 -20 344 10+ 9 -73 872-57 081 2419+342 5 253 426250 27+ 145 170+ 12+ 306 1120 298 142+290 +386+ 791+3480 -38 395-72 701-77 343 Baugewerbe. Gegenüber diesen bestimmten Anschuldigungen erklärt der Mül- Bekleidung Hauser Expreß" nun heute, daß am letzten Donnerstag in der Glas Eisen und Stahl Redaktion des„ Expreß" ein Herr erschienen sei, der sich als einer Kohlenförderung der Redakteure des Pariser( nationalistischen)" Gaulois" Maschinen- und Schiffbau. vorstellte und sofort freimütig angab, er sei nach dem Eliaß ge- metallförderung Das Reichs Militärgericht hat jetzt den Antrag auf tommen, um sich im Hinblick auf die an demselben Tage in der MetallWiederaufnahme des Verfahrens gegen den Prinzen französischen Kammer zur Verhandlung stehende Interpellation über bearbeitung. Prosper Arenberg für begründet erklärt. nie Lertil die Ausweisung Delfors nach dessen Parteistellung im deutschen Reichstag Steinbrüche Der Beschluß stützt sich auf das Gutachten einer Kommission des zu erkundigen. Im Laufe der Unterredung habe der Herr sich als der Berschiedenes. 11 944 18 426 wissenschaftlichen Senats bei der Kaiser Wilhelm- Akademie in Berlin, politische Sekretär des Marquis de Dion, eines bekannten millionenInsgesamt 891 550 890 356 932 126 welches dahin geht, daß der Prinz, als er das Verbrechen beging, schweren Nationalisten, auch regelrecht legitimiert und die BeJm Berichtsjahre war demnach die Lohnabnahme nicht so be fich in einem Zustand gestörter Geistesthätigkeit befunden fürchtung ausgesprochen, daß Ministerpräsident Combes in der Lage trächtlich wie in den beiden vorhergegangenen Jahren, dafür aber hat, durch die seine Willensbestimmung ausgeschlossen war. Hiernach sein könnte, den Interpellanten in der Kammer zu antworten:" Sie war sie allgemeiner. würde nach§ 51 des Reichs- Strafgesetzbuches eine strafbare Handlung kommen mir gerade recht mit Ihrem Protestler! Er hat ja im Die Aenderungen in der Arbeitszeit waren unbedeutend. Sie nicht vorhanden sein. Mitglied der erwähnten Kommission war u. a. Reichstag das letzte Heeresbudget bewilligt." Auf das Ersuchen betrafen im ganzen etwa 7000 Arbeiter, die eine Abnahme von der jüngst versiorbene Geheime Medizinalrat Jolly. des französischen Kollegen hin ermächtigte die Redaktion des„ Expreß"- 2 Stunden die Woche erhielten. Auch liegen gleichartige Privat- Gutachten bedeutender Gelehrter nun diesen, in ihrem Namen sich mit der Bitte um Auskunft einem der letzten zehn Jahre. Es brachen nur 360 Streits aus, die Die Zahl der Streits im Jahre 1903 war geringer als in je vor. Der Prinz sei auch jetzt, so wird gemeldet, noch nicht telegraphisch an баз Reichstags- Bureau in 113 873 Arbeiter betrafen und 2316 792 Tage dauerten, während vollständig von seiner Geistestrankheit genesen und gelte als Berlin zu wenden. Wie der Expreß" weiter mitteilt, dauernd geistesschwach. antwortete das Bureau des Reichstags nicht, sondern ließ das Formular der bezahlten Antwort an die Adresse des" Expreß" zurückgehen. Aus den vorerwähnten Mitteilungen Delfors muß aber andrerseits geschlossen werden, daß man im Reichstags- Bureau dem Abgeordneten Delsor die telegraphische Anfrage vorgelegt hat und daß durch sein Zuthun seine nationalistischen Verteidiger in Paris um die gewünschte telegraphische Auskunft über seine Stellung zu Heeresfragen gekommen sind. " die Streiftage im Durchschnitt der letzten zehn Jahre sich jährlich auf 8 839 347 beliefen, und die Zahl der Streits auf 724. Das Resultat des Streits im Berichtsjahre zeigt die folgende Tabelle: Resultate Zahl der Streits Zahl Prozent Zahl der direkt betroffenen Arbeiter Zahl Prozent 28 241 83 23,1 31,0 156 43,3 25 699 28,2 92 25,6 17 380 19,1 8,0 19 780 zu Gunsten der Arbeiter Zu Gunsten der Arbeitgeber Kompromiß. Unbestimmt und unerledigt 29 Schweden. • 21,7 Wenn unparteiische Gelehrte feststellen, daß Prinz Arenberg die afrikanische Unthat an seinem unglücklichen Diener im Zustande der Geistesgestörtheit gethan hat, so muß die Feststellung der Wissenschaft gewiß geachtet werden. Höchst auffällig aber ist, daß während des ganzen ersten Prozeßverfahrens die schwere Geisteskrankheit des Prinzen völlig unentdeckt bleiben konnte und daß noch früher diese Krankheit sich so wenig bemerkbar gemacht hatte, daß der Prinz im Kolonialdienst verwendet wurde und als Vorgesetzter über Leib und Leben Abgesehen von der köstlichen Fronie, die in diesem Mißgeschick deutscher Soldaten und schwarzer Einwohner verfügen durfte. Wie konnte des vermeintlichen" agent officieux de M. Combes"( in der das geschehen, wenn der Prinz geistesschwach war, so geistesschwach," Gaulois"-Redaktion!) liegt, hat der Abgeordnete Delfor Das Staatsbudget für 1905 schließt mit einer Bilanzfumme von daß die freie Willensbestimmung in seinen Handlungen aus allerdings allen Grund, mit seiner Stellung zum deutschen Heeres- 178 070 700 Stronen. Unter den Einnahmen stehen die Zölle mit geschlossen war? und Marinebudget vor seinen nationalistischen Verehrern in Frank- 53 500 000 Str. an erster Stelle, dann kommt die Branntweinsteuer Wenn aber die spät entdeckte Geistesschwäche wirklich zur Zeit reich hinterm Berge zu halten. Die guten Verteidiger des„ Protestlers" 161, dem Eisenbahnwesen auf 11 Millionen veranschlagt; die mit 25 700 000 kr., die Einnahmen aus dem Postwesen werden auf des verübten Verbrechens bestanden haben sollte, so läßt der Verlauf Delfor in Frankreich wissen in der That nicht, daß die Deljor, Wetterlé, Buderproduktions- Steuer soll 11, die Malzsteuer 3, die Punschsteuer dieses Falles einen andern schweren Mangel unsrer Strafrechtspflege Vonderscheer, Wiltberger usw. bei der letzten Reichstagswahl ganz 1,3 Millionen einbringen; die Einkommensteuer für 1905 11, die umsomehr hervortreten. Nur dem Reichtum des Prinzen und im Einklang mit dem deutschen Centrum sich zwar gegen allgemeine Steuer für 1904 81 Millionen. Unter den Ausgaben seiner Anverwandten war es möglich, den wissenschaftlichen Apparat weitere" Heeresvermehrungen und gegen eine„ uferlose" Flotten- stehen die für militärische Zwecke obenan. Für das Heer werden aufzubieten, durch den die Geistesschwäche festgestellt werden soll. politik ausgesprochen haben, daß sie aber das jetzige Heeres- und 57 636 500 Str., für die Marine 21 524 300 Sr., zusammen also über Wie mancher arme Teufel schmachtet im Kerker, der sich auf Marinebudget in seinem ganzen Umfange annehmen und daß, wie 71 Millionen Kr., das find 1800 000 Ser. mehr als im vorigen mindestens den gleichen Grad von Willensunfreiheit berufen kann bei dem deutschen Centrum, auch bei ihnen mit Sicherheit auf den 1400 000 kr., für Arbeiter- Unfallversicherung und Krankenkassen Jahre, verlangt. Zum Arbeiterversicherungs- Fonds wie Prinz Arenberg, ohne jedoch die Möglichkeit des Beweiſes zu bekannten„ Umfall" gerechnet werden kann, wenn die Regierung 350 000 kr. vorgeschlagen. haben. Es ist gut, daß wenigstens prinzliche Kolonialmörder die auf erhöhte Bewilligungen im Ernste wieder dringt. Der nötigen Mittel haben, um ihre geistige Minderwertigkeit zu be- ahlaufruf des Centralkomitees der Elsaß- Lothringt Montag in der Thronrede angekündigt, soll der Vorschlag zur Auf dem Boden des allgemeinen Wahlrechts, so wurde am schen Landespartei", auf Grund dessen der Abgeordnete Delfor Reform des Wahlrechts zur Zweiten Kammer stehen, der den dies im Juni legthin gewählt wurde, erklärt ausdrücklich:„ Wir stehen jährigen Reichstag beschäftigen soll. Doch soll die Erfüllung auf dem Boden der durch den Frankfurter Friedensvertrag ge- ber Steuerpflicht in Staat und Kommune zur Be schaffenen verfassungsmäßigen Verhältnisse." Bom feligen Protestler- dingung des Wahlrechts gemacht werden, außerdem ist die Antum ist da wirklich nichts mehr zu finden, und um über ihre Stellung wendung eines Proportionalsystems in Aussicht genommen. Die zum Deutschen Reiche jeden, aber auch den letzten Zweifel Arbeiterschaft ist bekanntlich mit diesen Vorschlägen nicht einverstanden zu zerstreuen, ruft das Wahlmanifest die Wähler Wähler im und sieht darin eine Verfuschung der Wahlrechtsfrage, und auch ein Stanislausordens, dem berittenen Gendarm Pagalies in Podgorz die große filberne Medaille am Bande des St. Annen- Gliaß auf zur Berteidigung der höchsten Güter und der Teil des freifinnigen Bürgertums ist dagegen. ordens und dem Fußgendarm Boente in Stewken dieselbe kostbarsten Freiheiten des Volkes, die mit Füßen getreten würden Medaille am Bande des Stanislausordens. Diese Ordensauszeich in ,, andren Ländern". Gerade mit Anspielung auf Frankreich mungen für den Gendarmerieberitt Thorn, welche gestern durch heißt es in diesem Schriftstück:„ Die heiligsten Rechte und Herrn Landrat Dr. Meister den Dekorierten übergeben wurden, find Freiheiten der Bürger sind da ein Spielball geworden in wieder ein Beweis für die fortgesetzt guten grenznachbarlichen Be- den Händen brutaler Regierungswillfür und der nur von ziehungen hier an der deutsch- russischen Grenze." weisen! Russen- Lohn. In der„ Thorner Presse" vom 20. Januar ist zu lesen: Russische Ordensauszeichnungen. Vom Kaiser von Rußland ist verliehen worden: dem Oberwachtmeister Niederhausen in Thorn die große goldene Medaille am Bande des Berufs- und Betriebszählung. " Parlamentarifches. Budgetkommission. werden 23 urmtrankheit. Wohnungsfürsorge. fanatischer Verfolgungssucht geleiteten radikalen und socialistischen Unfre Vertreter in der Budgetfommission haben den Antrag Parteien." Es wird darauf hingewiesen, daß es in Elsaß- Lothringen eingebracht, der Reichstag möge die Regierung auffordern, einen " Leute und Parteien" gebe, die jenen namenlosen Schandthaten Nachtragsetat von 150 000 M. zur Förderung der Erforschung der Die socialdemokratische Reichstags- Fraktion beantragt zum Etat freudig zujubeln", und der Aufruf schließt: Wähler! Der Tag Wurmkrankheit dem Parlamente noch in dieser Session vorzulegen. des Reichsamts des Innern diese Resolution: der Wahl ist ist der Tag der Abrechnung mit diesen ver- In der Begründung dieser Resolution führte am Donnerstag Abg. Der Reichstag wolle beschließen: in Erwägung, daß eine biffenen Feinden der religiösen und bürgerlichen Freiheit. Singer aus, die Bekämpfung der Wurmkrankheit ſei zwar Anperiodische Wiederholung der Berufs- und Betriebszählung gelegenheit der mit der Berghoheit ausgestatteten Einzelstaaten; neben den Volkszählungen in gesetzlich bestimmter Frist einem Darum auf zur Wahl!" Gegen die äußere oder innere der Bekämpfung müsse aber eine gewissenhafte und gründliche Erbringenden allgemeinen Interesse entspricht und für eine gedeihliche Reichspolitik irgendwie Geschütz aufzufahren, daran denken diese forschung erst die Wege ebnen, und das sei Sache des Reiches. Lösung der Aufgaben der Gesetzgebung und Verwaltung unerläßlich vermeintlichen Protestler" gar nicht, und man muß fagen: cs Durch die Einsetzung von 150 000 M. zu diesem Zwecke würde die ist, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen: Vertrauensmänner der Klerisei haben sie dazu auch gar keine Ver- Teilnahme des Reiches an dem Schicksal der schwergeprüften Berg1. sogleich eine Kommission einzuberufen, die aus amtlichen anlassung. arbeiter dokumentiert und zugleich würden die dem Reiche zu solchen Vertretern des Reiches und der Bundesstaaten, aus Mitgliedern Nein, über die Protestlerei find die reichsländischen Kerifalen Zweden wissenschaftlicher Untersuchung zur Verfügung stehenden des Reichstages, Vertretern der Wissenschaft und Praxis, ins- durch die Entwicklung in Deutschland und Frankreich während des Personen mobil gemacht. besondere auch der Organisationen der Unternehmer und Arbeiter das sollte allmählich doch sich zusammensetzt und den Auftrag erhält, die methodischen letzten Jahrzehnts endgültig hinaus, Grundfäße für eine im Juni 1905 vorzunehmende Berufs- und auch in Frankreich endlich aller Welt flar geworden sein! Betriebszählung und für die im Dezember 1905 anzuberaumende Volkszählung festzusetzen; Ausweisung. Der„ Dziennik Poznansti" teilt mit, daß der in 2. nach Vollendung der Arbeiten dieser Kommission und Ver- Posen bekannte Kunstmaler Stollofinsti ausgewiesen worden ist. öffentlichung der Protokolle und Resultate ihrer Beratung wo- Er hat das Gebiet des gastlichen Preußenstaates bis zum 2. Februar möglich noch in dieser Session des Reichstages einen Gesetz- zu verlassen. Stoklosinski ist russischer Staatsangehöriger. Man hätte meinen sollen, daß sowohl die Regierung als auch die andren Parteien mit Freuden auf die Anregung der Socialdemokratie eingegangen wären. Aber die Regierung, die sich doch sonst so gerne Gelder bewilligen läßt, zeigte sich hier abwehrend und spröde. Graf Posadowsty erkannte die Notwendigkeit der WurmkrankheitsBekämpfung ebenso wie die Untauglichkeit der bisherigen Mittel an, meinte aber, es fomme weniger auf das Geld als auf den geeigneten Mann an. Die Einstellung von neuen Mitteln sei überflüssig, da Genosse ReichstagsKommunales. Stadtverordneten- Bersammlung. nachmittags 5 hr. das Reich zu den angegebenen Ziveden über genügende Fonds ver- 1 Sie veranstaltet in den Wintermonaten eine Anzahl von Agitationsfüge. Dasselbe meinte auch der Präsident des Reichs- Gesundheits- versammlungen. Der Genosse Gustav Link spricht in diesen Veramtes, Dr. Köhler. Es machte fast den Eindruck, als ob die, Res sammlungen über:„ Kranken-, Unfall- und Invaliden- Vergierungsvertreter meinten, die Bewilligung bedeute zugleich auch ficherung". Genosse August Ritter über:„ Die kulturelle Be 3. Sigung vom Donnerstag, den 21. Januar 1904, die Nötigung zur Ausgabe des Geldes. Abg. Dr. Müller- Sagan deutung der Gewerkschaftsorganisation". Genoffe Kasenstein machte darauf aufmerksam, daß man ja das eventuell ersparte Geld ohnehin zurüdrechnen müsse; umfassende Untersuchungen seien schon über:" Bildung und Bildungsmittel". Zu Beginn der Sizung, welche vom Vorsteher Dr. Langer. deshalb nötig, weil man sich bisher auf die Bekämpfung der Krank- Abgeordneter Eduard Bernstein hält sechs wissenschaftliche hans gegen 16 Uhr eröffnet wird, erfolgt die Einführung und heit durch Desinfektionsmittel beschränkt habe, während vielleicht die Vorträge, in welchen er nacheinander folgende Themen bespricht: Verpflichtung des wiedergewählten Stadtv. Friedberg, der an Bekämpfung durch Züchtung eines Schädlings des Wurmes rationeller 1. Die verschiedenen Formen der Wirtschaft. 2. Die Grund- der Einführungsfeierlichkeit am 7. d. Mts. teilzunehmen ver betrieben werden könne. Jedenfalls müsse das untersucht werden, bedingungen des Wirtschaftslebens. 3. Die Natur der modernen hindert war. und das koste Geld- die Regierung möge es nur nehmen. fapitalistischen Wirtschaft. 4. Die Lehren vom Wert und ihre Be- Borweg beantragt der Vorsteher, die Vorschläge des Aus Aber das Centrum ließ durch Dr. Spahn erklären, das deutung. 5. Der Mehrwert und seine Geschichte. 6. Der Klassen- schusses zur Vorbereitung der Geld brauche schon deshalb nicht bewilligt zu werden, weil das kampf in der Gegenwart und der Weg zur socialistischen Wirtschaft. Abordnung der Mitglieder in die ständigen Ausschüsse, Deputationen Reichs- Gesundheitsamt Etatsüberschreitungen machen könne. Abg. Beumer( natl.) war natürlich auch gegen die Bewilli wahlen nur für solche Ausschuß- und Deputationsmitglieder vorzu erledigen. Der Ausschuß hat sich dahin schlüssig gemacht, Neugung Zechenbesizer sind nicht wurmtrank, hielt es aber für angebracht, auf die großartigen Wohlfahrtseinrichtungen" der zuschlagen, die nicht freiwillig zurücktraten. westfälischen Kohlenkönige hinzuiveisen. Desgleichen sprachen Abg. Arendt( freik.) und Abg. v. Richthofen( f.) gegen die Bewilligung. Abg. Bebel rechnete gründlich mit den Gegnern der Bewilligung ab und entwarf in großen Zügen ein Bild dessen, was das Reichs- Gefundheitsamt eigentlich sein sollte, leider aber nicht ist. Schließlich erfolgte die Ablehnung der socialdemokratischen Resolution, für die zehn Mitglieder stimmten. Ein Teil dieser Vorträge hat bereits stattgefunden. Möge das Beispiel der Berliner Maurer fruchtbringend wirken, nicht nur für die Berliner Gewerkschaftsbewegung! Berlin und Umgegenti. Den Achtstundentag und Kuratorien Stadty. Singer( Soc.): Die Voraussetzung für uns, die Sache heute zur Erledigung zu bringen, hat sich dadurch verschoben, daß inzwischen in der Parteistärke sich Veränderungen vollzogen haben. hat der Sargfabrikant Herr Moris Klee feit dem 1. Januar 1904 Die Verteilung beruht ja trotz der Stellungnahme des Ausschusses, eingeführt. Für die am niedrigsten bezahlten Arbeiten erhöhte er die allerdings der Tradition entspricht, auf dem Princip der Stärke die Löhne. Ferner hat er die Bestimmung getroffen, daß jedem der Fraktionen. Nun haben wir gelesen, daß die Neue Linke, welche Arbeiter im Krankheitsfalle 5 M. pro Woche zum Krankengelde von mit 26 Mitgliedern an der Verteilung beteiligt war, inzwischen der Firma hinzubezahlt werden. Bemerkt muß noch werden, daß von verkleinert worden ist. Da es wünschenswert erscheint, diese den Arbeitern auf die Einführung dieser Neuerungen nicht Frage im Wege der Verständigung zu lösen, beantrage ich gedrungen worden ist. Die Arbeiter hatten früher einmal, Burüdverweisung der ganzen Vorlage an den Ausschuß. Diese als sie den ersten Mai feiern wollten, mit Herrn lee eingehend Forderung entspricht der Gerechtigkeit. Jedenfalls würde ich der über den Zweck der Maifeier diskutiert und ihm gesagt, daß Wahl der Mitglieder in die Schuldeputation heute widersprechen, die Maifeier eine Demonstration für die Einführung der achtstündigen weil ich nicht für richtig halte, daß die Versammlung, dem Befehl Arbeitszeit sein soll. des Ministers folgend, keine Socialdemokraten in die Deputation wählt. Wir halten dafür, daß dieses Verbot von der Versammlung nicht ohne weiteres hingenommen werden sollte, selbst auf die Gefahr hin, daß dem Gewählten der Eintritt verwehrt würde und zeitweilig ein Plaz in der Deputation leer bliebe. Für die Deputation be antrage ich Zettelwahl, die in acht Tagen vorzunehmen wäre. Stadtv. Wallach( A. L.): Wir haben in dem Ausschuß uns dahin geeinigt, daß die bewährten Mitglieder in den Ausschüssen verbleiben, wenn sie nicht freiwillig ausscheiden, unbeschadet ihrer Parteis stellung. Eine Berücksichtigung der Stärkeverhältnisse wollen wir gern bei jeder neuen Valanz eintreten lassen. Es handelt sich hier um sechs alte Mitglieder, welche wir doch trotz der vor gekommenen Spaltung wiederwählen würden. Ich bitte also Herrn Singer, seinen Einspruch zurückzuziehen. Gegen die Zettelwahl habe ich nichts. Herr Singer weiß ja, daß wir selbst früher einen Socialdemokraten in die Schuldeputation gewählt haben. Leeres Stroh wollen wir aber nicht dreschen. Ueber die Bewilligung von 5 Millionen Mark für Unterstützung von Baugenossenschaften zur Herstellung von Kleinwohnungen entspann sich eine lebhafte Debatte. Abg. Singe erkannte die Töbliche Tendenz des Unternehmens an, machte aber darauf aufmerksam, daß die Unterstützung von Genossenschaften zum Eigen criverb von Häusern nicht den Intentionen des Reichstags entspreche; außerdem verlangte er Nachweise über die Verwendung der für solche Zwecke gegebenen Mittel der Landes- Versicherungs- Herr Klee hat dann Erkundigungen aus den Berufen und Anstalten. Graf Posadowsky bemerkte, daß es ihm vor- Fabriten eingezogen, die den Achtstundentag bereits haben. Das nehmlich auf die Einbürgerung des Erbbaurechts ankomme. Die Resultat dieser Ermittelungen war, daß auch Herr Klee die acht Angriffe der Hausbesitzer, die Singer schon gekennzeichnet hatte, stündige Arbeitszeit einführte. ließen ihn ganz kalt, denn die zeugten von völligem Unverständnis für die großen Aufgaben der Socialpolitik. Dem Eigencrwerb von Häusern durch Baugenossenschaften erstand im Abg. Müller Fulda ein Verteidiger, dem Abg. Südetum mit durchschlagenden Gründen entgegentrat. Die geforderten 5 Millionen wurden schließlich einstimmig bewilligt, nachdem der Staatssekretär Graf Posadowsky noch darauf aufmerksam gemacht hatte, daß die jetzt im Reichsamte des Innern ausgearbeitete große Dent= schrift über das Wohnungswesen und die Wohnungsfrage in Deutschland auf alle angeregten Fragen ausführliche Antwort bringen werde. = Es Herr Klee muß den Einwand der Crimmitschauer Fabrikanten, daß fie der Konkurrenz wegen in eine Werkürzung der Arbeitszeit nicht willigen könnten, nicht getannt haben, oder hält ihn für so lächerlich, wie alle verständigen Menschen. los bleiben. Deutfches Reich. Nachtlänge aus Crimmichau. Ueber die gegenwärtige 2age in Crimmitschau wird dem„ Confettionär" telegraphisch gemeldet, daß es infolge der durch den Streit geschaffenen Situation unmöglich ist, sofort wieder alle Arbeiter einzustellen. Die Fabriken haben bei weitem nicht Wahlprüfungs- Kommission. Die Prüfung der Wahl des Grafen genug Ordres, um alle Arbeiter in frühenem Umfange beschäftigen Ballestrem wird wegen Behinderung des Storreferenten zurückgestellt. zu können. Mit der Zahl der Aufträge, die doch voraussichtlich jetzt Dem Ersuchen der Staatsanwaltschaft in Danzig, ihr eine An- in größerem Maßstabe einlaufen werden, wird auch die Zahl der zahl von Stimmzetteln resp. Wahlcouverts, die äußerlich gekenn- beschäftigten Arbeiter, deren Einstellung succeffive je nach Bedarf zeichnet sein, als Beweismaterial für einen auf Grund des§ 108 erfolgt, steigen. Zur Zeit dürften noch 2000 Arbeiter beschäftigungs des Reichs- Strafgesetzbuchs anhängig gemachten Prozeß zuzuschicken und auf einige Zeit zu überlassen, wird stattgegeben. Das hat, wie wir mitteilen können, natürlich die Leitung der find Stimmzettel aus dem Wahlkreise Schwetz( 5. Wahlkreis des ausgesperrten vorausgesehen. Es wird für die Opfer der brutalen Regierungsbezirks Marienwerder), wo der Konservative Holz ge= Aussperrung fo gesorgt werden, daß eirie zweite derartige Machtwählt ist gegen den Polen v. Saß- Jaworski mit 186 Stimmen probe seitens der scharfgemachten Crimmitschauer Unternehmer allen Mehrheit. Die Stommiſſion prüft die Zettel und Couverts und ich in werd die eren es fonstatiert ohne Widerspruch, daß die gettel und Couverts durch sich hoffentlich in Zukunft zehnmal überlegen werden, ob sie aber Durchstechung mit einem äußeren Kennzeichen versehen worden seien. mals der Parole aus Chemnitz Folge leisten oder sich nicht lieber Die Prüfung der betreffenden Wahl soll durch die Ueberlassung der mit ihren Arbeitern friedlich verständigen sollen. beanstandeten Stimmzettel feine Verzögerung erfahren. Danach tritt die Kommission in die Prüfung der Wahl des Abgeordneten Brejski, Fraktion der Polen, 4. Wahlkreis des Regierungsbezirks Marienwerder( Thorn- Kulm- Briesen), ein. Brejsti ist mit 29 Stimmen Majorität gewählt gegen den Nationalliberalen Graße mann, dessen Bartei Protest gegen die Wahl erhoben hat. Die Prüfung der Wahl ist durch die Untersuchung der von den Wahlvorständen für ungültig erklärten Stimmzettel so weit vorgeschritten, daß dem Gewählten nur noch eine Majorität von 4 Stimmen bleibt; allein es sind außerdem eine Reihe Verstöße gegen die Vorschriften des Wahlgesetzes und des Wahlreglements vorgekommen, daß, wenn ein einziger dieser Verstöße im Wege der Erhebung attenmäßig festgestellt wird, die ungültigkeitserklärung der Wahl voraussichtlich unabwendbar ist. Die Kommission beschloß, daß Erhebungen über diese Verstöße angestellt werden sollen. Gewerkschaftliches. Aufflärung in den Gewerkschaften." Je umfaffender eine gewerkschaftliche Organisation ist, d. h. je größer der Prozentsatz der Berufsangehörigen ist, die sich in der Organisation zusammengefunden hat, desto mächtiger wird natürlich dieselbe sein. Die Gewerkschaften haben deswegen auch alle das möglichste Bestreben, die Mehrheit det Berufsangehörigen oder gar alle an ihre Fahne zu fesseln. Eine ganze Reihe von Kasseneinrichtungen in unsren modernen Gewerkschaften wurden bei der Einführung von den Befürwortern auch mit dem Hinweis empfohlen, daß solche Vorteile für die Mitglieder auf die Indifferenten einen agitatorischen Einfluß ausübten und geeignet waren, den Kreis der Gewerkschafts- Angehörigen zu vergrößern. Allein, eine bloße Zunahme der Gewerkschaften in Bezug auf ihre Mitgliederzahl macht sie noch nicht ohne weiteres geeignet, ihre Hauptaufgabe, die Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen für den ganzen Beruf zu erfüllen. Es ist auch notwendig, die neugewonnenen Mitglieder für den unausbleiblichen Stampf mit dem Unternehmertum zu schulen. Eine wirre, wild zusammengewürfelte Schar von Menschen eines Berufes ist an sich noch nicht geeignet, allein durch die Masse für Verbesserung ihrer Lage zu wirken. Wo rohe Kräfte sinnlos walten, Da kann sich kein Gebild gestalten! Die Crimmitschauer Geistlich beit erklärt sich mit ihrem Amtsbruder Schin solidarisch. In der Hilfe" veröffentlichen die Herren folgende Erklärung: Herr Pfarrer Schink von Crimmitschau, Mitglied unfrer Crimmitschauer Pastorenkonferenz, hat auf dringendes Ersuchen der Redaktion in der„ Chriftlichen Welt" einen die hiesigen Streit verhältnisse beurteilenden Brief veröffentlichen lassen, der das weiteste Interesse erweckt hat und als ein offenes Manneswort von vielen mit Dank begrüßt worden ist. Schink. erklären hierdurch unsre uneingeschränkte und rückhaltlose Zu Wir unterzeichneten anderen Mitglieder der genannten Konferenz ſtimmung zu dem vollkommen fachlich gehaltenen Brief des Pfarrers Indem wir diese Erklärung einstimmig abgeben, bemerken wir 1. die Gemeinden, in denen wir leben und wirken, im Gebiete des Crimmitschauer Streits liegen und an diesem Streit mehr oder minder beteiligt sind, daß wir noch, daß Stadtv. Dinse( N. L.): Es ist Thatsache, daß bei uns sechs Mann über Bord gegangen find( Große Heiterkeit), und unfre Fraktion könnte nicht mehr den bisherigen Anspruch auf die Aemter in den Ausschüssen usw. machen. Ich bitte Sie aber doch, es bei der vorgeschlagenen Verteilung zu belassen, da es sich um sechs alte, gute, tüchtige, bewährte Kollegen handelt. Stadtv. Cassel( A. L.): Was die Schuldeputation angeht, fo betone ich, daß auch unsrerseits an und für sich eine Vertretung des Herrn Singer und seiner Freunde in derselben durchaus für am Blaze erachtet werben müßte; wir haben dieſen Standpunkt vertreten, indem er selbst von uns in die Deputation gewählt wurde. Wir haben auch die Nichtbestätigung nicht einfach hingenommen, sondern die Rechtsfrage prüfen lassen und da gefunden, daß Rechtsmittel dagegen nicht zur Verfügung stehen. Es würde sich also bloß um eine leere Demonftration handeln. Den andern Widerspruch sollte Herr Singer aus dem Grunde zurückziehen, weil die Neue Fraktion der Linken uns gebeten hat, die alten Vorschläge aufrecht zu erhalten. Wenn die Herren nach wie vor bei dieser Aemterbeſegung einheitlich zu zählen wünschen, kann doch von andrer Seite nichts dagegen ge fagt werden. Stadtv. Singer: Diese Ausführungen stehen in diametralem Widerspruch zu den Handlungen der Fraktion des Herrn Cassel. Jm aber im Ausschuß nicht beliebt. Parlament wird das Princip auch praktisch anerkannt, das hat man Was die Schuldeputation betrifft, so glaubte ich bisher nicht, daß Herr Caffel das Festhalten eines Standpunktes als leere Demonstration bezeichnen würde. Jetzt bin ich bereichert um die Wissenschaft, daß er auf jeden ferneren Versuch berzichtet. Würde die Versammlung ihren Standpunkt wahren und einen Socialdemokraten wählen, so würde der Regierung klar gemacht werden, daß fie die grundsätzliche Auffassung der Versamm lung durch ein solches Verbot nicht brechen kann. Es wäre ein geringerer Verlust für die Stadt, eine solche Stelle zeitweise nicht zu befeßen, als jedem Wink des Ministeriums nachzukommen. Ich ziehe meinen Antrag auf Zurückverweisung zurüd. 3. die Angriffe, die besonders von nationalsocialer Seite Stadtv. Dr. Preuß: Als einer der über Bord Gegangenen gegen Pfarrer Schink wegen seines Briefes gerichtet werden, als( Heiterkeit), muß ich ein Wort zu den Bemühungen um die Rettung unberechtigt zurüdweisen müssen, weil sie den reinen Thatsachen Schiffbrüchiger sagen. Unrichtig ist, wenn Herr Singer meint, es widersprechen und gegen die Wahrheit und Gerechtig- seien inzwischen weitere Vereinbarungen zwischen uns und unfren feit, sowie gegen die unverfälschte, christliche früheren Freunden getroffen worden. Wir sind ebensowenig unters Sittlichkeit verstoßen. richtet wie er. Da unsre eignen Interessen in Betracht kommen, werden wir uns der Abstimmung enthalten. 2. auf Grund zum Teil langjähriger eigner Anschauung und Erfahrung die wirtschaftlichen, socialen, politischen und kirchlichen Verhältnisse hinreichend kennen und daß wir der Ausständigen betrifft, so stimmen wir vollkommen den behördlichen Was insbesondere das vielumstrittene Verbot der Chriftbescherung Maßnahmen zu, weil dadurch verhindert worden ist, daß aus dem Fest der Liebe ein Fest des Hasses wurde. Crimmitschau, am 15. Januar 1904. Pastor Frost, Pfarrer von Grünberg Bei Crimmitschau. Bastor Dr. Gütte, Pfarrer von Frankenhausen bei Crimmitschau. Bastor Hirsch, Pfarrer von Lauenhain bei Crimmitschau. Bastor reißig, Pfarrer von Lauterbach bei Crimmitschau. Pastor Morgner, Pfarrer von Gablenz bei Crimmitschau. Bastor Voigt, Pfarrer von Neukirchen bei Crimmitschau. Cand. rer. min. Albrecht, Professor und Realschul- Direktor in Crimmitschau. Cand. rer. min. Witlof Müller, Realschul- Oberlehrer in Crimmitschau. Bastor Dertel, Archidiakonus in Crimmitschau. Pastor Klings ohr, 1. Diatonus in Crimmitschau. Pastor Körner, 2. Diatonus in Crimmitschau. Pastor Ludwig, 3. Diafonus in Crimmitschau. ermahnen. Statt die Stadtv. Caffel: Wir nehmen nicht Abstand von der Wahl eines Socialdemokraten, weil wir uns den Diktaten der Regierung fügen, sondern weil wir dagegen fein Rechtsmittel haben. Bei der Verteilung ist die Stärke der Fraktion berücksichtigt mit Ausnahme einiger weniger Fälle, too es nicht möglich war, verdiente Kollegen aus den Posten zu entfernen bloß mit Rücksicht auf dieses Stärkes verhältnis. Damit schließt die Debatte. Die Ausschußvorschläge werden angenommen. Die Verkehrsdeputation, in der Singer verbleibt, soll um zwei Mitglieder verstärkt werden. Die Wahlen zur Schuldeputation werden in acht Tagen durch Bettel erfolgen. Aus den drei Sigungen des Ausschusses für die Vorberatung der Anträge Dr. Nathan und Dr. Landau betreffend die städtische Krankenpflege für Kinder und Syphilitische ist als Resultat folgender Mehrheitsbeschluß hervorgegangen: Die Versammlung ersucht den Magistrat baldthunlichst um eine Will man etwas erreichen, dann muß man die gewonnenen Die Herren Pastoren in Crimmitschau waren es gerade, die geMassen schulen, muß die zahllosen Sträfte fähig machen, an einem Punkte anzugreifen. Das soll und darf, wenn ein bleibender Erfolg holfeu haben, aus dem Feste der Liebe ein solches des Haffes zu Vorlage über den weiteren Ausbau des Kaiser und Kaiserin machen. Wenn sie überhaupt in dieser Sache irgend etwas thaten, Friedrich- Kinderkrankenhauses unter Ersegung der Magnefiterzielt werden soll, nicht mit Hilfe militärischer Disciplin, durch so konnte dies vom Standpunkte der vergebenden christlichen Liebe baraden ohne wesentliche Bermehrung der Bettenzahl und um dumpfen Gehorsam der Masse erreicht werden, sondern jedes Glied nur ein Akt der Vermittelung sein. Nicht den Finger Einsegung der nötigen Mittel für die erste Bauperiode in den der Organisation muß wissen, welche Wege einzuschlagen sind und haben sie gerührt dazu! Ihr Amt war es nicht, die Schuld- nächsten Etat. aus welchen Gründen man gerade diesen und keinen andren Weg frage aufzuwerfen, sondern die Parteien zum Entgegenkommen dafür zu sorgen, daß bis zur Eröffnung der GeschlechtskrankenDie Versammlung ersucht ferner den Magistrat baldthunlichst fich auf zur Erreichung des Zieles zu beschreiten hat. Eine Bewegung, von zu so geschulten Kräften unternommen, bedarf keiner Führer und wird Seite des Unternehmertums, das feine Bröße damit zu decken suchte, Abteilung im Rudolf Virchow- Krankenhause ohne Verminderung der nie in Verwirrung geraten, wenn einer oder der andre der an die daß es den Brief des Herrn Pfarrers hint als Flugblatt ver- für andre Zwecke vorhandenen Bettenzahl in Anlehnung an eins Spitze Gestellten versagt; diese Masse wird immer und unaufhalt- breiten ließ. Die Crimmitschauer Pastoren mögen auf den Stampf der städtischen Strankenhäuser provisorisch eine Abteilung in Grimmitschau zurückblicken mit dem Bewußtsein, daß sie aus für Geschlechtskranke unter Vermehrung der bisher hierfür fam, durch keinen Zwischenfall gestört, auf ihr Ziel losmarschieren. Anlaß desselben dem Kapitalismus einen guten Dienst vorhandenen Bettenzahl und zwar bei Behandlung der Kranken durch Es muß zugestanden werden, daß die große Mehrzahl unsrer zu erweisen versuchten, ihrer Kirche aber einen einen specialistisch vorgebildeten Arzt eingerichtet werde. Gewerkschaften stets bestrebt war, an einer theoretischen Aufklärung fehr, sehr bösen Dienst thaten! Von den Stadtvv. Augustin u. Gen. liegt ein Gegenantrag vor. Referent ist Stadtv. Cassel. ihrer Mitglieder zu arbeiten. Es kann aber nicht geleugnet werden, Stadtv. Koblenzer( Soc.): Wir sind bei der Beratung der Ausa stimmen. Im Ausschuß wurde zunächst wiederholt, daß die Vorlage abgelehnt worden sei aus Gründen der gegenwärtigen Finanzlage, aber auch aus sachlichen Gründen, weil der Magistrat neuerdings fich überzeugt habe, daß die Wünsche der Krankenhaus- Deputation zu weit gingen. Die Angelegenheit hat eine eigentümliche Vorgeschichte. Der Stadt wurde mit dem Kaiser und Kaiserin Friedrich- KinderKrankenhaus ein Geschenk gemacht; die Vermutung, daß es der Stadt bald leid werden könnte, dieses Geschent anzunehmen, hat sich nur zu bald als richtig erwiesen. Das Krankenhaus verdankt seine Entstehung einigen Privatpersonen als eine Schöpfung der Privatwohlthätigkeit unter Mitwirkung von Virchow. Die geplante Einrichtung war musterhaft; die finanziellen Mittel flossen aber bald Inicht mehr reichlich und schließlich sollte die Stadt einspringen. Heute Husland. daß dies in der Regel nach wenig geordneten Grundsägen geschah. Lohnbewegung der schwedischen Steinhauer. Der schwedische schußanträge zu der Entschließung gekommen, gegen dieselben zu Man nahm die Artikel für die Fachpresse, man nahm die Redner Steinhauer- Verband hat den Arbeitgebern der Groß- und Feinsteinfür die Versammlungen, wie sie sich gerade darboten. Gelang es branche Vorschläge zu einem neuen Tarif für die Westküste übersandt. einem geweckteren Kopf, das oft nur für Vorgeschrittenere Begreif- Es wird eine Erhöhung des Stundenlones von 45 auf 50 Dere liche teilweise zu fapieren, gut, gelang es nicht, so konnte man fich verlangt, ferner im Pflasterstein- Tarif eine Erhöhung der Affordeben nicht helfen. Die Begabteren flickten sich aus Stückwerk ein löhne für einige deutsche Steinsorten, wogegen für englische Steinmanchmal erstaunliches Wissen zusammen; die Unbegabten blieben sorten eine Herabsehung angeboten wird. in der Schulung für den wirtschaftlichen Kampf zurück, wie sie es vorher vielleicht schon in der Schule und in der Lehre für den Kampf Nowawes. Beim Gewerkschaftskartell gingen noch ein 161,80 M.( darunter ums Leben geblieben waren. ut. a. vom Turnverein Freiheit" 20, Dachdecker 10,50, Lustige Turnertneipe Da ist es denn mit Dank zu begrüßen, daß die Berliner Zahl- 5,50, von Stürnemann gesammelt 2,50, Ueberschuß von dem Musikverein stelle des Verbandes der Maurer damit vorging, ihren Mit- Bereits quittiert 365., hierzu 161,80 M., Gumma 526,80 M. " Crescendo" zum Besten der Ausgesperrten veranstalteten Stonzert 82,52 M.). gliedern einen systematischen Bildungsstoff zu bieten. Aus Induftrie und Handel. = Bören wir, daß an einen Ausbau des Hauses, für den ja längst die| Prostituierten wollen wir ja ein besonderes Haus mit 600 Betten erste Rate bewilligt war, überhaupt nicht mehr gedacht werden banen, wofür schon ein Bauplatz ausersehen ist. Tönne. Dem muß entgegengetreten werden. In neun Monaten sind Stadtv. Sachs empfiehlt die Ablehnung der unausführbaren 780 Kinder abgewiesen worden. Das Bedürfnis ist also sehr dringend. socialdemokratischen Anträge. Die Fälle syphilitischer Ansteckung von Petroleum Kartellierungen. Die hier geführten Verhandlungen Mit der Resolution können wir uns nicht einverstanden erklären. Frauen durch ihre Chenzänner, wovon Herr Landau früher gesprochen, der Destreichisch- Ungarischen Petroleumraffinerien mit der Standard Wir haben gar nicht notwendig, irgend einen bestimmten Beschluß seien doch sehr selten. Auf den Stationen für freie trante Frauen Dil Co.( die zugleich als Vertreterin der Deutsch- Russischen Naphthazu fassen, der eine Direktive giebt, was in Angriff genommen lägen fast ausschließlich Mädchen, also Elemente, die auch nicht als Importgesellschaft fungiert) scheinen bisher zu keinem Resultat ge werden soll. Für uns genügt es, daß der Umbau in die Wege ge- durchaus anständig gelten fönnen. Man fönne doch das Obdach führt zu haben. Soweit bekannt, handelt es sich bei diesen VerTeitet und so gestaltet wird, daß er den Anforderungen genügt. nicht räumen ohne zu wissen wohin. Das Verwaltungsgebäude entspricht nicht entfernt den AnHandlungen um ein Angebot der Standard Dil Co., den östreichischen Stadtv. Hoffmann( Soc.): Ich hätte heute nicht das Wort ge- Raffinerien den Teil ihrer Produktion, den sie nicht in Destreichforderungen; die Schlafräume für das Personal find un nommen, wenn nicht Herr Professor Behrendt aus dem Munde des Ungarn selbst absetzen, also für den Export verfügbar haben, insgenügend, desgleichen die Baracken. Wir verlangen, daß diese Herrn Ecard seine Beschwerden vorgebracht hätte; nur schade, daß Zustände geändert werden. Daß eine wesentliche Vermehrung der Herr Profeffor Behrendt dasselbe schon vorher an den Kollegen Bernstein geſamt zu bestimmten Preiſen abzunehmen, wenn die östreichischen Bettenzahl nicht eintritt, darüber schon heute zu beschließen, haben geschrieben hatte!( Heiterkeit.) was der Kollege Bernstein und Raffinerien dafür auf jeden eignen Export nach Deutschland wir ebenfalls teine Veranlassung. Man verweist uns auf den ge- ich gethan haben, würden wir jeden Augenblick wieder thun. verzichten und zugleich der Standard Oil Co. resp. deren deutscher planten Neubau des Kinder Krankenhauses in Treptow mit Was Herr Sachs hier von den syphilitischen Mädchen sagt, die Tochtergesellschaft einen Einfluß auf die Preisfestsetzung ihrer Inlands 200 Betten. Aber wir denken an die„ Schnelligkeit", mit der unsre auch nicht mehr weit von den Dirnen ab sind, so möchte preise gestatten. Der Zweck, den die Standard Oil Co. mit diesem Verwaltung arbeitet, deshalb können wir uns mit einem solchen ich dazu sagen: manches Mädchen wird angestedt Hinweis nicht zufrieden geben. Wir schlagen Ihnen daher vor: von Angebot verfolgt, ist natürlich der, sich in Deutschland die östreichische jemand, der weit mehr die moralische Verurteilung des Konkurrenz vom Leibe zu halten, um ganz nach eignem Ermessen den Magistrat zu ersuchen, den Ausbau des Krankenhauses Herrn Sachs verdiente als das Mädchen, das einen einzigen die Preise diftieren zu können. schleunigst in die Wege leiten zu wollen und die dafür not- Fehltritt durch solch einen Schweinigel für das ganze Leben büßen wendigen Mittel in den nächsten Etat einzustellen. muß.( Große Heiterfeit.) Wenn man, wie Herr Sachs, alle Die östreichischen Raffinerien verspüren jedoch vorläufig noch Die Unkosten im Kinderkrankenhaus sind für jedes einzelne freien franken Mädchen als unanständig, als von den Dirnen feine rechte Neigung, die Offerte der Standard Oil Co. anzunehmen. Rind allerdings wesentlich teurer als für Erwachsene in andren nicht weit entfernt betrachtet, so muß das zurückgewiesen werden Sie vertreten, wie die„ Neue Freie Presse" erfährt, den Standpunkt, Krankenhäusern, denn die Kinder erfordern eine ganz andre Pflege,( Burufe des Stadtv. Sachs). Ich habe ganz ganz in Ihrer daß die selbständige Führung des Exports ihren Interessen mehr und es muß für sie ein ganz andres Personal gehalten werden. Nähe gesessen, und wenn Sie das Stenogramm nicht ändern, entspricht, als die Uebernahme des Exportüberschusses durch die Bei einer Vergrößerung würden sich aber diese Kosten auch wohl so wird fich zeigen, was Sie gesagt haben. wesentlich mindern. lleber die Frage der Station für Geschlechts- Eckard Herr deutsch- amerikanischen Interessenten, welche dann das Petroleum für meinte, wir hätten feinen Beweis gebracht frante ist gewiß recht viel gesprochen worden; ich beschränke mich die skandalösen" Zustände. Ueber die Reinlichkeit kann ich nicht ungarischen Raffinerien von dem direkten Absage in Deutschland für standalöfen" Zustände. Ueber die Reinlichkeit fann ich nicht eigne Rechnung verkaufen würden. Dadurch wären die östreichischaufs Mernotwendigste. Wir beantragen hier über den Ausschuß- urteilen; über die Schmierbeden haben Fachleute merkwürdige Aeuße antrag hinaus: den Magistrat zu ersuchen, schleunigft"( statt„ bald- rungen gethan- doch ich erlaube mir fein Urteil darüber. Standalös ausgeschaltet, und der große Kundenkreis, den sie sich bis jetzt thunlichst") dafür zu sorgen, daß ohne Verminderung der für andre habe ich es genannt, daß die Station untergebracht ist in denselben erworben haben, würde ihnen verloren gehen, ohne daß sie Aussicht Zwecke vorgesehenen Bettenzahl in Anlehnung an eins der Etagen, in denen sich die Obdachlosen- Familien mit ihren Kindern hätten, ihn wieder zu gewinnen, falls nach einer Reihe von Jahren städtischen Krankenhäuser eine Abteilung für Geschlechtskranke befinden. Wenn da auf der Station Standalscenen solcher Art auf das Verhältnis zwischen den östreichischen Exportraffinerien und den unter wesentlicher Vermehrung der bereits hierfür vorhandenen geführt werden, daß nach dem Zeugnis des Inspektors alle Fenster deutsch- amerikanischen Interessenten sich ändern sollte. Die Annahme Bettenzahl, und zwar unter Behandlung durch einen specialistisch zertrümmert werden, wenn dann nur dünne Korridorthüren eines Vertrages auf der Basis, wie ihn die deutsch- amerikanischen vorgebildeten Arzt eingerichtet werde." Wir haben hier das die Abteilungen trennen, so hören die Kinder der Obdach Interessenten gegenwärtig anbieten, ist nach ihrer Ansicht mit einem " provisorisch" des Ausschusses entfernt, denn wir wollen etwas losen das alles mit an! Dauerndes schaffen. Und endlich geht unser Antrag dahin: wenn Sie nicht eingreifen, so wird die Behörde eingreifen müssen, direkten Absatz in Deutschland und dem Verlust der dortigen KundDas ist ein Standal, und vollständigen Berzicht der östreichisch- ungarischen Industrie auf den den Magistrat zu ersuchen, ,, möglichst schnell Vorkehrungen um dem ein Ende zu machen. Jetzt sollen Baracken gebaut werden; zu treffen, damit die Station für Geschlechtstranke aus das Obdach wird also immer wieder mit neuen Geschlechts- schaft gleichbedeutend. Sem städtischen Obdach entfernt werden kann." Im Aus- franken belegt. Ein nettes Provisorium da draußen, das Dieses jetzige Sträuben der östreichischen Raffinerien besagt schusse hat Stadtrat Weigert angegeben, daß wir augen schon 12 Jahre dauert.( Heiterkeit.) So lange ich dem Sturatorium natürlich nicht, daß sie an ihrer Meinung festhalten werden. Ihre blicklich im Krankenhaus„ Moabit" eine Barade für 30 Frauen, im angehöre, ist stets und ständig beantragt: Die Station soll hinaus. Aber Stellungnahme hängt ganz von dem Profit ab, den ihnen die ,, Urban" 20 Betten für Männer, 24 für Frauen, außerdem im Ob- was ist geschehen? Nichts. Wir können also nicht anders, als immer und Standard Dil Co. in Aussicht zu stellen vermag. Stellt diese die bach 183 für geschlechtskranke Männer und 278 für geschlechtstranke immer wieder diese standalösen Zustände annageln. Der Magistrat soll Bedingungen derart, daß für die östreichischen Raffinerien ein an prostituierte Frauen haben. Diese Zahlen ergeben zusammen 485, also einfach Gebäude dazu mieten. Die Verwaltung des Obdachs kann ziemlich die 500, welche im Virchow- Krankenhaus an der Seestraße ihre Aufgabe nicht erfüllen, weil sie an dieser Station eine Aufgabe sehnlicher Nugen herausspringt, werden sie ihre heutigen Bedenken bereit gestellt werden sollen. Wir wären also keinen Schritt weiter hat, die ihr gar nicht obliegt. und ständen vor derselben Kalamität wie jetzt. Die Zahlen beweisen über die Zustände im Obdach hätte Herr Eckard es sich dreimal Nach den neuesten Mitteilungen schon überwinden. Unabhängig von diesen Verhandlungen wird übrigens, wie die zunächst, daß für Männer gar feine Betten für solche überlegen sollen, sich zur Ehrenrettung des Herrn Professors Behrend" Frankfurter Zeitung" berichtet, von der Deutschen Bank im Verein Zwecke frei sind. Im Obdach ist keine Station für Männer, fondern herzugeben. Nach einer unwidersprochenen Nachricht soll das mit der Nationalbank für Deutschland, der Darmstädter Bank und es sind dort blos 20 Betten für freie Frauen. Wer da auf- Personal des Obdachs eines Nachts in die Säle der Prostituierten der Mitteldeutschen Kreditanstalt die Gründung eines Petroleumgenommen werden will, rangiert sofort unter die Zuhälter und eingedrungen fein und sein und dort Dinge getrieben haben, die trusts angestrebt, in den auch die zwei Millionen Kronen neue Aftien muß sich alles gefallen lassen, was unter Umständen dieser Gesell- ich hier nicht mitteilen fann. Das Personal fellschaft widerfährt. Die Station hat vor 12-13 Jahren mit gedrungen und führte dabei einen Raften Bier mit sich!( Lebhafte schließt sich übrigens auf alle Fälle der Entscheidung der gegenist ein der Schodnica"-Petroleumgesellschaft gelegt werden. Die Schodnica" 10 Kranten angefangen, heute find 400 Betten da! Längst Bewegung.) Ist dies das erste Mal gewesen? Es ist wohl nur das wärtigen Verhandlungen an. hätte Bandel geschaffen werden müssen in dem ganz andren erste Mal, daß fie erwischt wurden. Ich gratuliere Herrn Eckard, wärtigen Verhandlungen an. Zwecken dienenden Obdach! Der Magistrat kann sich also nicht Herrn Sachs und den andren warmen( Redner hält einen Gelsenkirchener Gußstahl- und Eisenwerke. Die am Mittwoch in über unberechtigte Ansprüche beflagen. Außer der Petition der Moment an; die Versammlung bricht in stürmische Heiterkeit Essen abgehaltene Generalversammlung der Gesellschaft genehmigte Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten hat auch der aus) ich wünsche diesen Befürwortern der Zustände da draußen die mit einem Verlust von 197 700 W. abschließende Bilanz. Wie Gewerkskrantenverein, 44 Kassen in Berlin umfassend, 140 000 Personen nicht, daß sie geschlechtstrant werden( Stürmische Heiterkeit); wenn der Vorsitzende weiterhin mitteilte, sind seit einigen Monaten verstart, an uns petitioniert. Herr Straßmann ist ja sein Vorsitzender; es ihnen aber mal passiert( Erneute Heiterkeit), dann wünsche schiedene Stahlwerke an das Wert mit dem Wunsche der Herbeider Magistrat hätte sich also sehr leicht informieren können, aber ich, daß fie draußen im Obdach sich furieren lassen mögen, führung einer Intereffengemeinschaft herangetreten, und halte die das ist nicht geschehen. Die Petition erscheint so sanft wie möglich; dann werden fie geneigt werden, diesen Zuständen endlich ein Ende Verwaltung es für wahrscheinlich, daß die schwebenden Verhandsie konstatiert einfach die Thatsache, daß die Krankenhäuser im zu machen, die eine Schmach für die große Stadt Berlin find. lungen mit dem einen oder andern Werke zu einem positiven Reallgemeinen nicht und die Station für Geschlechtskranke den An-( Lebhafter Beifall bei den Socialdemokraten.) fultat führen werden. Eine außerordentliche Generalversammlung sprüchen nicht im entferntesten genügen. Wir verlangen also Stadtv. Bernstein( Soc.): Die Herren Gegner haben vergeblich würde dann definitiv darüber Beschluß zu fassen haben. die Einrichtung einer Station in Anlehnung an ein städtisches versucht, das Danaidenfaß voll zu schöpfen. Die Zustände im Ob Die Direktion berichtete ferner über den Stahlformguß- Verband, Krankenhaus, die nicht nur provisorisch, sondern auf die Dauer be- dach sind, das ist allbekannt, unwürdig der Stadt. Leider hat dem 40 der größten Werke in Deutschland, Luxemburg und der stehen soll, auch wenn das Krankenhaus in der Seestraße fertig ist. der ärztliche Leiter der Anstalt nicht verschmäht, zweierlei Schweiz beigetreten feien. Mit den östreichisch- ungarischen Werken Wir verlangen aber auch daneben, daß die Station aus dem Obdach Wege einzuschlagen für feine Ehrenrettung. Einmal dürfte man im Laufe des Februar zu einer Verständigung gelangen. Der endlich entfernt wird. Die Verhältnisse dort mußten endlich einmal ersucht er mich brieflich um Zurücknahme dessen, was ich hier gesagt Stahlräder- Verband halte Ende der Woche eine Generalversammlung öffentlich angenagelt werden. Der Magistrat hat die Verpflichtung, habe, dann hat er weiter den Herrn Stadtrat Weigert und Herrn ab, worüber demnächst weitere Mitteilungen zu erwarten seien. diejenigen, die wider ihren Willen auf der Stufe von Zuhältern be- Eckard als Sprachrohr benutzt.( Große Unruhe.) Es liegt handelt werden, aus dieser Lage zu befreien, und das kann nur System darin; ich kann aber sein System nicht billigen. Wenn afrika- Linie wir gestern berichteten, bereitet sich bereits, wie aus Der östreichische Lloyd, dessen Zwist mit der Hamburger Ostdurch Verlegung der Station geschehen( Beifall bei den Social- er feine Sache würdig vertreten will, mag er es an Wien gemeldet wird, auf einen Konkurrenzkampf mit legtgenannter andrer Stelle thun; ich bin zu jeder Aussprache bereit. Stadtv. Dr. Neumann will für die Ausschußvorschläge stimmen, aus ihm zugleich eine Gewissensverhärtung und das böse Gewissen hauptsächlich nach Indien, China und Japan exportieren, eine VerEs spricht Gesellschaft vor. Er hat mit jenen östreichischen Zuckerfabriken, die wenn fie Fingerzeige für den Magistrat sein sollen, kann sich aber heraus. Den Ausdruck moralische Herabwürdigung" halte ich einbarung abgeschlossen, nach welcher er denselben wesentlich nicht mit jedem Punkte derselben identifizieren. Die Detail- aufrecht. Hat Herr Fischbed nicht gesprochen von der Gesellschaft", ermäßigte Tarife bis Mitte des nächsten Jahres zugesteht, wogegen ausführungen des Redners find im Zusammenhange nicht voll ver- die fich da befindet? These ist ein Produkt der sogenannten guten fich die Zuderfabriken verpflichten, ihre Zuderexporte nur durch den ständlich. Gesellschaft.( Lebhaftes ho!) In den unglücklichen Prostituierten Lloyd befördern zu lassen. Stadtrat Straßmann: Der Magistrat hat seine Ansichten über und ihren Zuhältern achten wir immer noch die Menschen.( Unruhe.) die Notwendigkeit von Kinderkrankenhäusern nicht geändert, er ist Sie haben die innerste Falte Ihres kapitalistischen Herzens hier Der amerikanische Eisenmarkt, dessen Wiederbelebung vor kurzem aber jetzt der Anschauung, daß der Bau mehrerer kleiner decentrali- offenbart.( Stürmische Zurufe.) Wir sind es zufrieden, wenn Sie gemeldet wurde, ist wieder in seine frühere Apathie verfallen. Die fierter Kinderkrankenhäuser dem eines größeren vorzuziehen ist. Eine mit ihrem Verhalten Wasser auf unsre Mühlen treiben. ettvas stärkere Nachfrage nach Roheisen, die zu Anfang dieses Monats eigne Apotheke bedarf das Kaiser Friedrich- Haus nicht, da nur Stadtv. Langerhans( A. 2.): Es wird doch hier in einer Weise auf dem füdlichen Roheisenmarkt hervortrat, hat nur kurze Zeit an8-9 Rezepte täglich dort verschrieben werden. Findet die Vergrößerung gesprochen, wie man dies nicht erwarten sollte von den Vertretern gehalten und einer neuen Abschwächung weichen müssen. Wie die nicht statt, so können wir auch den Oberarzt und die Wohnung für der Bürgerschaft; wenn Herr Hoffmann solche Angriffe erhebt, wenn amerikanische Fachzeitschrift„ Iron Age" meldet, herrscht besonders ihn entbehren. Eine solche Verringerung des Bauprojekts wird auch Herr Bernstein fagt, wir seien schuld daran, daß die Prostituierten im Stahlschienengeschäft große Flauheit, ebenso im Blattenhandel, die Kosten erheblich vermindern. Es soll alles geschehen, die Aus- überhaupt da find behandelt werden. Es wäre während sich die Nachfrage nach Stahlbarren etwas zu bessern scheint. führung thunlichst zu beschleunigen, wenn nur die Mittel zu Gebote ja möglich, daß die kapitalistische Berwaltung etwas dazu beistehen. zuschieben wollen( Widerspruch bei den Socialdemokraten), fo demokraten.) und fo 17 getragen hat; wenn Sie aber die Schuld daran hier dem Einzelnen Letzte Nachrichten und Depefchen. ist das unerhört, das können wir nicht auf uns fizen lassen. Leipzig, 21. Januar.( W. T. B.) Aus Finanzkreisen ist dem Wir haben mindestens ebenso viel Humanität wie die Social- erbande der Aerzte Deutschland 3 ein Kredit von zwei demokratie. Wir können uns doch in Ruhe verſtändigen, aber wer millionen Mart in Aussicht gestellt worden. so vorgeht ist nicht der Mann, die Verhältnisse unsrer Mitbürger zu Millionen Mark in Aussicht gestellt worden. verbessern, sondern trägt überall nur Zwist hinein. Stadtv. Eckard( A. 2.): Man läuft jetzt gern Sturm gegen die Geschlechtstrantenstation im Obdach. Es ist ja da mancher Mißstand, Der Abstellung verlangt; aber die Säle und Korridore find sauber, die Kranten sind gut untergebracht und von Ueberfüllung keine Rede. Die freien Kranken find räumlich von den Prostituierten getrennt. An der Spiße der Station steht ein hervorragender Arzt. Zur Beschleunigung der Verlegung liegt für uns fein Grund vor, wir stimmen also gegen den Antrag Augustin. Die Bemerkung des Kollegen Dr. Bernstein, daß die Kranken dort moralisch durch die Behandlung herabgewürdigt woerden, ist ganz haltlos. Herr Hoffmann meinte sogar, die Zu stände seien standalös. Dafür hat er keinerlei Beweis erbracht. In ihren früheren Berichten haben die Herren.Hoffmann und Stadtv. Nathan kann etwas Ehrenrühriges in dem Verfahren Augustin nichts Skandalöses zu monieren gehabt; man soll also doch nicht solche Anklagen in die Welt hinausposaunen. Stadtrat Weigert: Ich habe Herrn Professor Behrend seit Jahren nicht gesehen, nie einen Brief von ihm bekommen und bin auch nicht indirett von ihm oder für ihn in Anspruch genommen worden. Herr Dr. Bernstein hat also wie in der vorigen Sitzung die Unwahrheit gesagt. des Professors Behrend nicht finden. Stadtb. Ecard: Herr Professor Behrend, den ich vor einigen Tagen sprach, hat mich feineswegs zum Sprachrohr benußen wollen; das versichere ich auf Ehrenwort. Die Polizei hat erst vor acht Tagen revidiert und hat nichts Standalöses gefunden. Die Aufhebung der Stellenvermittelungs- Bureaus. Paris, 21. Januar.( W. T. B.) Der Senat beriet den Gesetzentwurf betreffend die Aufhebung der Stellenvermittelungs- Bureaus. Der Handelsminister Trouillot bekämpfte den Kommissionsentwurf, welcher die Aufhebung dieser Bureaus in das Belieben der Gemeindes räte stellt, und unterstügte einen von Martin( Republikaner) eingebrachten Gegenentwurf, der den bereits in der Deputiertenkammer an nommenen Gesezentwurf wiederherstellt, der die Aufhebung der Stellenbermittelungs- Bureaus obligatorisch macht, aber eine Entschädigungssumme zugesteht. Der Minister wies im Laufe der Debatte auf die in den Stellenvermittelungs- Bureaus vorgekommenen Stadtv. Dr. Nathan: Das Obdach ist doch nicht für Geschlechtsfranke da; es handelt sich nach wie vor um ein Provisorium, das freilich beinahe schon ein Definitivum geworden ist. Der Antrag Augustin follte dem Magiftrat in seinem letzten Teil zur Berücksichtigung über- Stadtv. Bernstein: Ich habe natürlich, wie ich dem Vorsteher Mißbräuche hin. Nachdem der Berichterstatter der Kommission gegen wiesen werden. Der Antrag Augustin bezüglich des Kinder- erwidern muß, nicht die findische Anschauung vertreten, Sie den Gefeßentwurf gesprochen hatte, wurde letterer mit 116 gegen trantenhauses unterscheidet sich nur unwesentlich von dem hier im Saale feien für die Prostitution verantwortlich, 85 Stimmen abgelehnt. Nächste Sigung morgen. Ausschußantrage, den ich anzunehmen bitte, und ich bitte sondern ich habe die bürgerliche Gesellschaft im allgemeinen ( Große Unruhe; Rufe: Dazu Die Situation in Ostasien. Sie ferner, den Magistrat zu ersuchen, die Syphilitischen möglichst dafür verantwortlich gernacht. aus dem Obdach zu entfernen. wir doch London, 21. Januar. Das„ Reutersche Bureau" erfährt, in gutDie Darlegung der Vorzüge des gehören anch!) Herr Eckard teilt jetzt mit, Ausschußantrages vor dem der Socialdemokraten findet den wieder- daß unterrichteten Kreisen sei man seit mehreren Tagen ziemlich aller mit Professor Behrend gesprochen hat; was er holten lebhaften Widerspruch der letzteren. anführte, steht auch in dem Briefe, den ich von Professor gemein der Ansicht geworden, daß die ostasiatische Frage Stadtv. Prof. Landau hält Herrn Eckard gegenüber aufrecht, Behrendt erhalten habe. Meine Vermutung, daß Herr Behrendt friedlich geregelt werden würde. Nachrichten aus unantastbarer daß die Klagen über die Behandlung der Kranken usw. begründet sich eines Mitgliedes als Sprachrohr bedient hat, bestätigt sich also. Quelle, die hier eingingen, hätten es über allen Zweifel sind und beseitigt werden müssen. Es sei niemand ein Vorwurf( Fortdauernde große Unruhe.) Unfre Anschauungen fönnen sich gestellt, daß die Friedenspartei in Rußland an Macht gewinne, weil sich herausstelle, daß Rußland auf einen Krieg nicht vorbereitet sei. daraus zu machen, es liege alles an der Entwicklung, die nicht decken, weil wir ganz verschieden denken gelernt haben. die Frage der Unterbringung der Syphilitischen seit zehn Jahren geStadtv. Ecard: Herr Bernstein bleibt troß meiner Erklärung In Streifen, welche die Noten Rußlands und Japans eingesehen nommen. Redner empfiehlt den einstimmigen Anschluß an den An- bet seiner Behauptung. Ich muß das als eine dreiste Unterstellung haben, werde erklärt, Rußland habe thatsächlich der Ansicht zus gestimmt, welche Japan gegenüber der Souveränität und Integrität trag Augustin bezüglich der schleunigen Evaluierung des Dbdachs. bezeichnen. Der Magistrat hätte allerdings, nachdem er den Notstand erkannt, Damit fchließt die Debatte. Der Antrag Augustin wird ab- Storeas einnehme. Die Frage der neutralen Zone, die zuerst von für provisorische Abhilfe, eventuell durch Baradenbau, sorgen müssen. gelehnt; für den zweiten Teil stimmen außer den Antragstellern Japan aufgestellt und später von Rußland in größerem Umfange von neuem aufgeworfen worden sei, sei aus den Verhandlungen Stadtrat Weigert: Wir wollen ja alles Thunliche thun; aber noch Prof. Landau, Dr. Nathan, Dr. Preuß, Ulstein. verschwunden. wie wir die Bettenzahl für Syphilitische vermehren sollen, ohne die Die Ausschußanträge gelangen darauf zur Annahme. Japan bestehe aber auf der Anerkennung der andern Betten zu vermindern, weiß ich nicht. Wir sind auf unsern Dhne Debatte angenommen wird die Vorlage wegen An- Souveränität Chinas in der Mandschurei und verlange über diese AnTerrains mit der Möglichkeit von Erweiterungsbauten ziemlich stellung eines eignen Verwaltungsdirektors für die gelegenheit eine bestimmte, unzweideutige Zusicherung von Rußland. zu Ende. Die ganze Anzahl von 138 Männer- und 20 Frauenbetten städtischen Rieselgüter in der Person des Prof. Badhaus. fofort aus dem Obdach zu entfernen, geht wirklich nicht an. Herr Die übrigen Gegenstände werden verlagt. Koblenzer übersieht, daß die 280 Brostituiertenbetten nicht ein- Schluß nach 29 Uhr. gerechnet sind in die 500 Betten im Virchow- Krankenhause; für die l Köln, 21. Januar.( W. T. B.) Auf der Strecke Mehlem- Rolandsed wurden heute nachmittag bei Kilometer 45 zwei ReichsTelegraphenarbeiter von dem Zuge 110 überfahren. Der eine Arbeiter war sofort tot, der andre wurde schwer verletzt. Beranti. Redakteur: Julius Kalisti, Berlin. Inferatenteil verantwo.: Th. Glode, Berlin. Druck u.Berlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 18. 21. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 16. Sigung. Donnerstag, den 21. Januar 1904, nachmittags 1 hr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. Freitag, 22. Jaunar 1904. worden. Eine Statistik würde ergeben, daß die Zahl der Prozesse Gewerbegerichten zu entscheidenden Fälle. Die Juristen führen für prozentual sehr gering ist. die Angliederung an die Amtsgerichte die Einheitlichkeit der RechtOder fehlt es den Handlungsgehilfen etiva an Organisationen, sprechung an, aber die Schnelligkeit der Rechtsprechung, die viel um ihre Standesinteressen wirksam zu vertreten? Die Regel im wichtiger ist, geht durch diese Angliederung verloren. Wenn man Kaufmannsgelverbe ist eine friedliche Schlichtung etwaiger Streitige andrerseits Saufmanusgerichte ohne Zusammenhang feiten. Das bestätigen insbesondere die Verhältnisse bei den großen mit den Gewerbegerichten schaffen wollte, so würde vielfach Der Präsident erbittet und erhält die Ermächtigung, dem sorgen schon durchaus für die Wahrnehmung ihrer Interessen. In der Gerichte beeinträchtigen. Auch bei den InnungsFirmen der Großstädte. Die Korporationen der Handlungsgehilfen die geringe Häufigkeit der lagen das Funktionieren Raiser zu seinem Geburtstag die Glückwünsche des Hauses dar- dieser Hinsicht bestreite ich also das Vorliegen eines Bedürfniffes. Schiedsgerichten besteht ja die Gefahr, daß, wenn einmal ein zubringen. Die erste Beratung des Gesetzes betr. die Kaufmanns- darauf berufen, in der Gegenwart trete die Organisation der Stände lich die Beisiger des Gerichts sind. Der Staatssekretär hat diesen Einwand auch empfunden und sich Streitfall vorkommt, man taum weiß, wer eigents gerichte in Verbindung mit dem Initiativantrag 2attmann wieder mehr hervor und rechtfertige auch diese Sondergerichtswird fortgesetzt. Bei den Gewerbegerichten wie bei den Kaufmannsgerichten foll gebung. Das bringe der Geist der Zeit so mit sich. Meine Herren! das sociale Moment in erster Linie hervortreten. Diese werden auch Abg. Dove( frs. Vg.): Was mait den Geist der Zeiten heißt, Ich kann für meine Freunde die Erklärung abgeben, daß Grund' der Herren eigner Geist!" Ich bestreite Teineswegs die führen. Nach der Statistik der Gewerbegerichte für 1900 wurden das ist im in sehr vielen Fällen zu einer Einigung der streitenden Parteien wir der Vorlage sympathisch gegenüberstehen, uns aber ge- Verdienste gerade des gegenwärtigen Staatssekretärs um die Social- 1,3 Proz. der Fälle allerdings durch Anerkennung der Schuld seitens wichtige Bedenken gegen Einzelheiten des Entwurfs nicht politik, aber die grundlegende Forderung der neuen Zeit seit der der Arbeitgeber, 27 Proz. durch Zurücknahme des Antrags seitens verhehlen. Für die kaufmännischen Angestellten ist, ebenso wie für französischen Revolution lautet doch viel cher: Gleiches Recht für der Arbeiter, 44 Broz. durch Vergleich erledigt. Es wurden also im gewerbliche Arbeiter, Schnelligkeit und Wohlfeilheit des schieds- alle!( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) Warum kann man ganzen 73 Proz. der Klagen von vornherein ausgeschieden und ohne richterlichen Verfahrens notwendig; handelt es sich doch dabei oft sich immer noch nicht zu einer wirklichen Reformierung der Amts- Ürteil erledigt. Ein außerordentlich hoher Prozentsatz aller Fälle um ihre ganze Existenz. Es fragt sich nun: Anschluß an die Amtsgerichte aufraffen? Damit würde auch die kaufmännische Gerichts- tam in weniger als zwei Wochen zur Erledigung. gerichte oder an die Gewerbegerichte? Ich glaube, daß auch die barkeit ihrer Lösung entgegengeführt. Herr Trimborn hat ja schon und kostspielig ist dagegen die Rechtsprechung der Amtsgerichte! Wie langwierig Gewerbegerichte ebenso wie die Kaufmannsgerichte an die gründin seiner geiftvollen Art wieder von lich zu reformierenden Amtsgerichte angeschlossen höheren Einheit für Kaufmannsder Schaffung einer Die Befürchtung, daß durch die Richterwahlen der Gegensatz zwischen werden müßten. und Gewerbegerichte ge- Arbeitern und Unternehmern verschärft wird, ist dadurch auss Sonst kommen wir immer mehr zu einer sprochen. Wozu denn jetzt der Lärm und die unvermeidliche geschlossen, daß von unsrer Seite das obligatorische ProportionalKonservierung des Schlechten bei den Amtsgerichten, wenn wir Agitation von rechts und links? Den Frauen soll das Wahlrecht Wahlsystem gefordert ist. die dringendsten Bedürfnisse durch Sondergerichte befriedigen. Der genommen und dieses auch in ihrer Vertretung den männlichen AnVorsitzende der Kaufmannsgerichte braucht nicht immer praktischer gestellten zugewiesen werden. Damit werden also die weib- gegen die Zuständigkeit der Gewerbegerichte. Principiell läßt sich also nichts Durchschlagendes geltend machen Jurist zu sein, denn die Fragen bei den Kaufmannsgerichten find lichen Handlungsgehilfen durch ihre schärfsten nicht mehr juristischer Natur als bei den Gewerbegerichten. Die Kokurrenten, die männlichen Kollegen, vertreten! wurfs wenden. Ich will mich nun zu den einzelnen Bestimmungen des EntStreitigkeiten aus der Konkurrenzklausel müssen Ich hoffe, daß es in der Kommission gelingen wird, in der Vorlage 50 000 Einwohnern würde den wesentlichsten Teil der HandlungsDie Beschränkung auf Ortschaften mit mehr als der Kompetenz der Amtsgerichte verbleiben, schon den Charakter der Sondergerichtsbarkeit mehr in den Hintergrund gehilfen ausschließen. Der Weg der fakultativen Einführung ist der um der Einheitlichkeit der Rechtsprechung willen. An allzu kleinen treten zu lassen. Besonders bedenklich scheint uns der§ 16, wonach ungangbarste und ungünstigste, das hat sich z. B. beim GewerbeOrten möchte ich die Errichtung faufmännischer die Kaufmannsgerichte auch Gutachten abgeben und Anträge an die gerichtsgesetz gezeigt. Auch bei der Verkürzung der Arbeitszeit und Schiedsgerichte nicht nicht befürworten; ich ich schließe Regierung stellen können. Damit wird die Trennung von Justiz der Sonntagsruhe haben eine ganze Steihe von Gemeinden jeden mich hier im allgemeinen den Gründen des Staats- und Verwaltung, die einem alten liberalen Grundsaz entspricht, socialen Sinn vermissen lassen. So hat z. B. tn Leipzig, trogfefretärs alt. Ebensowenig möchte ich den Kaufmanns- durchbrochen. Wir sollten es uns doch sehr überlegen, dem die Mehrheit der Prinzipale dafür war, die gerichten die Funktion als Schiedsgerichte zuweisen; Schieds- auf diese Weise immer mehr in Klassen- und Sonder- Verwaltungsbehörde den Achtuhr- Ladenschluß abgelehnt.( Hört! hört! gerichte fönnen, wenn sie ersprießlich wirken sollen, immer nur gerichte hineinzugeraten und damit jenen Staat zu etablieren, bei den Socialdemokraten.) Wenn die Angliederung an die Gewerbeim tonkreten Fall geschaffen werden. dessen Existenz die Socialdemokraten behaupten, wenn sie die Arbeit gerichte erfolgt, so entstehen auch keine besonderen Kosten. Wenn Was das Wahlrecht anlangt, so befürworten wir im Gegen nehmer gegen die Arbeitgeber aufrufen. Was würde die Rechte wirklich die Zahl der kaufmännischen Streitigkeiten so gering ist, faz zur Wahl durch Berufsgenossenschaften und sagen, wenn in derselben Weise besondere Gesindegerichte und damit wie versichert wird, so verstehe ich nicht, warum die Juristen Gehilfenverbände das allgemeine, gleiche Wahl- jene Organisation der ländlichen Arbeiter geschaffen würde, die Sie sich dagegen sträuben, von Ihnen ausgeschlossen zu werden. recht. Die Altersgrenze von 25 Jahren scheint uns zu den Socialdemokraten) so sehr wünschen? Wir sind auf einem Ein Schiedsgerichtsvertrag, so gerechtfertigt er auch in der Civilzu hoch, sie scheint uns mit 21 Jahren hoch genug gegriffen zu Wege, der die Gerichte geradezu zum Tummelplatz der Parteien Prozeßordming etwa beim Gesellschaftsvertrag ist, ist beim Arbeitsfein. Auch für das Wahlrecht der Frauen treten macht. wir ein. Ich begreife nicht, wie der Staatssekretär daraus eine vertrag ein Unding. Die Vorlage ist in der jetzigen Form für einen Teil meiner Kabinettsfrage für das Zustandekommen der Vorlage machen konnte. Freunde unannehmbar. Wir hoffen, daß die Vorlage wesentlich verSelbst Herr Trimborn hat sich trotz des fanonischen Grundsages: ändert aus der Kommission herauskommt.( Beifall bei den Nationalmulier taceat in ecclesia namens eines großen Teiles seiner liberalen.) Freunde für das Frauenstimmrecht ausgesprochen. Wie kann hier die Regierung fanonischer sein wollen als das Centrum?( Heiterfeit und Sehr gut! links.) Für die Zulassung von Rechtsanwalten sind in einer von mir besuchten Versammlung seitens einer Kategorie kaufmännischer Angestellten, und zwar seitens der Reisenden, außer ordentlich gewichtige Gründe angeführt worden. Man darf sich doch nicht auf den Standpunkt der Fliegenden Blätter" stellen, wonach die Rechtsanwalte immer nur Gebührenschinder und Prozeßverschlepper sind. Abg. Brejski( Pole): Abg. Lipinski( Soc.): gerichte hat keinerlei Bedenken, da das Streitobjekt meistens höher Die Unterstellung der Konkurrenzklausel unter die Kaufmannsals 300 m. ist und somit berufungsfähig. Die Rechtsanwalte gänzlich auszuschließen, ist ein dringendes Verlangen der Handlungsgehilfen. Wenn dem Prinzipal die Die Ausführungen des Herrn Vorredners deckten Möglichkeit gegeben wird, einen Anivalt hinzuzuziehen, so wird sich fast ganz mit der Stellungnahme der Handelskammer die Folge sein, daß auch der Handlungsgehilfe dazu in Hamburg. Auch in diesem Bericht war davon die Rede, daß gezwungen ist; so wird das Verfahren verteuert. Der Chef, der eine gedeihliche Entwicklung des guten Einvernehmens zwischen den Reisen macht, kann sich ja von einem seiner Angestellten vertreten Staufleuten und ihren Angestellten durch diese Vorlage gestört werden lassen, und der reisende Handlungsgehilfe kann sich ja an den Verwürde. Voraussetzung dafür wäre doch aber, daß überhaupt trauensmann seiner Organisation wenden. Mir ist kein Fall der ein patriarchalisches Verhältnis im Raufmannsstande Rechtsprechung bekannt, wo diese als berufsmäßige Vertreter aufheute noch besteht. In der That aber giebt es heute eine gefaßt worden sind. Auch der Einwand, daß die Anwalte mit den ganze Reihe von Großbetrieben, wo der Prinzipal vollständig aus- socialen Fragen in Berührung bleiben müssen, ist nicht durchscheidet im Verkehr mit den Angestellten. Wir haben bis 1903 schlagend, handelt es sich doch nur um wenige Fälle. nahezu 5000 Seutzutage verzichtet mancher Handlungsgehilfe auf sein Recht, 91% Milliarden Mark, in denen es gar keinen Arbeitgeber im Wahl der Beijißer an Verbände der Handlungsgehilfen ist schon 5000 Attiengesellschaften mit einem Kapital von Sehr wichtig ist das Wahlverfahren. Eine Uebertragung der um nicht wochen- oder monatelange Prozesse zu führen, die umso Sinne des patriarchalischen Berhältnisses mehr giebt. schädlicher für ihn sind, weil kein Chef einen jungen Mann engagiert, haben weiter 988 Gesellschaften mit beschränkter Haftpflicht. gar nicht organisiert ist. Eine solche Bestimmung würde zudem Wir deshalb nicht angängig, weil der größte Teil der Handlungsgehilfen der mit dem früheren Chef in Prozeß liegt. die gegen die polnischen Kaufleute den Boykott organisieren, sind Auch die Genossenschaften spielen im Handelsgewerbe eine bedeutende nichts sein als eine Prämie für diejenigen Verbände, die sich die nicht geeignet, unparteiisch Recht zu sprechen über polnische Rolle. Gunst der hohen Obrigkeit erworben haben. Noch einige Worte Handlungsgehilfen. Steinesfalls sollte der Magistrat den Vorsitzenden Die Einkommensverhältnisse der Handlungsum Frauenwahlrecht. Daß die männlichen Gehilfen ernennen, denn die Kommunalverwaltungen sind nichts weiter als gehilfen sind außerordentlich niedrige. Das beweist die Intereffen der weiblichen vertreten sollen, ist ganz die Vertreter der Chefs. Für Zulassung der Rechtsanwalte bin ich unter anderm eine Enquete der Berliner Krankenkasse der Kaufleute, ausgeschlossen bei dem scharfen Gegensatz, der zwischen den gerade im Interesse der Angestellten. Das aktive Wahlrecht wonach 661 Proz. der Kranken Wohnungen hatten, die nicht einmal männlichen und weiblichen Angestellten im Kaufmannsgelverbe befollten alle männlichen Handlungsgehilfen über 21 Jahre, aber auch den Ansprüchen der Wohlfahrtspolizei genügten. Nun ist gesagt steht. Zudem handelt es sich doch auch häufig um Angriffe der die weiblichen Angestellten haben, die z. B. in meiner Heimat Thorn worden, es liege ein Bedürfnis für die Errichtung von Kaufmanns- Chefs auf die Sittlichkeit ihrer weiblichen Angestellten, und in all die große Mehrheit überhaupt bilden. Gerade bei ihnen steht oft viel gerichten nicht vor. Man hat damit zu beweisen gesucht, daß man diesen Fällen sind die männlichen Gehilfen sicher nicht die geeigneten mehr auf dem Spiele, die weibliche Ehre. Ich könnte in dieser Beziehung einfach feststellt, bei den Amtsgerichten sind nur so und so viel Vertreter ihrer weiblichen Kollegen. Auch der Einwand trifft nicht haarsträubende Vorfälle erzählen, unterlasse es aber mit Rücksicht. Ein typischer Fall, wie täuschend eine solche Beweisführung ist, Durchgangsstadium zur Ehe ansehen. Wie bei der Post fo giebt es Klagen von Kaufleuten vorgebracht, also liegt kein Bedürfnis vor. zu, daß die Frauen die Beschäftigung als Handlungsgehilfin nur als hat sich bei der Errichtung eines Gewerbegerichts in der Umgegend auch im faufmännischen Beruf recht viele Frauen, die weit über das von Leipzig gezeigt. jugendliche Alter hinaus sind.( Sehr richtig! bei den Socialeingehend zu prüfen sein.( Beifall bei den Socialdemokraten.) demokraten.) All diese Gesichtspunkte werden in der Kommission auf die Tribünen. Wir behalten uns vor, in der zweiten Lesung eine Anzahl von Verbesserungsanträgen zu stellen; jedenfalls werden wir gern am Zustandekommen der Vorlage mitarbeiten.( Beifall! bei den Polen.) Abg. Dr. Storz( südd. Vp.): Abg. Lucas( natl.): gerichts verneint. Als aber doch mit knapper Majorität die Errichtung Dort wurde auch ein Bedürfnis für die Errichtung eines Gewerbebeschlossen wurde, war die Folge, daß im Laufe des nächsten Jahres Meine Freunde stehen im großen und ganzen auf dem jede Woche einige Sigungstage notwendig waren, um überhaupt die Standpunkt, den Herr Dove für die Freifinnige vorhandenen Streitigkeiten zu erledigen. Der Verein der Der Entwurf erregt in mir recht erhebliche Bedenken. Vereinigung dargelegt hat. Die Gefahr ist ja nicht ganz handlungskommis von 1858, der im vergangenen Jahre Die deutschen Richter sehen den Entwurf doch etwas anders an als von der Hand zu weisen, daß eine gewisse Rechtsunsicherheit sich erst die Rechtshilfe eingeführt hat, war in der Lage, bei einer An- Herr Lattmann. Die Gründe für Angliederung an die aus diesen neuen Sondergerichten ergiebt, wenn die Beisiger Partei- zahl von 66 000 Mitgliedern gleich im ersten Jahre 2478 Klagen zu Amtsgerichte sind viel stärker als die für den Anschluß an Teute sind. Die Rechtsprechung soll Sache des Staates und nicht erledigen. Das beweist, daß die Zahl der Streitfälle im lauf- die Gewerbegerichte. Wohl oder übel aber müssen sich unfre einzelner Parteien sein. Die Einheitlichkeit der Rechtsprechung wird männischen Leben doch nicht so gering sein kann. Der Verband der Richter auch mit den neuen Verhältnissen, die die Vorlage schafft, vielleicht darunter leiden, daß das Reichsgericht nicht mehr wie deutschen Handlungsgehilfen in Leipzig giebt in seinem abfinden; die Vorlage ist ja leider die unabweisbare Konsequenz bisher die letzte Instanz für Streitigkeiten innerhalb des fauf- lezten Jahresbericht die Zahl der Rechtshilfefälle auf 1500-1800 der Schaffung der Gewerbegerichte. Die Hinzuziehung von Laiens männischen Berufes sein soll. Ein Interesse an Beschleunigung des durchschnittlich pro Jahr an, ebenso haben der deutschnationale Verband und Beisitzern begrüße ich. Allerdings darf man sich von ihrer SachProzeßverfahrens haben die Handwerker und Dienstboten genau so der Centralverband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen eine ganze fenntnis nicht die übertriebene Vorstellung machen, wie es der wie die Kaufleute, es wäre also viel besser, das ordentliche Verfahren Reihe von Rechtsauskünften im Laufe des Jahres zu erteilen und Entwurf zu thun scheint. Für den Anschluß an die Gelverbegerichte bei den Amtsgerichten zu beschleunigen, als fortgesetzt neue Rechtshilfe zu leisten. Die Handlungsgehilfen in ihrer Gesamtheit ist die notwendige Schnelligkeit des Verfahrens angeführt worden. Sondergerichte zu schaffen. Mehrere Redner der Redner der Parteien halten die Kaufmannsgerichte für eine Notwendigkeit, und sie müssen aber bei andren Berufsständen ist eine billige und schleunige haben fich gegen die Zulassung bon Rechts- doch schließlich am besten wissen, was ihnen notthut. Nun behauptet Rechtsprechung ebenso gerechtfertigt wie bei den Handlungsgehilfen. anwälten zu den Kaufmannsgerichten ausgesprochen. Ja, in der man, die Gewerbegerichte sprächen nicht Recht, sondern urteilten( Sehr richtig! links.) socialdemokratischen Presse ist sogar der Regierung der Vorwurf parteiisch. Diese Behauptung geht aber vor allem von kleinen In der Vorlage beschränkt sich die Verbindung mit den Gewerbegemacht worden, daß sie besondere Rücksicht auf die Rechtsanwälte Gewerbetreibenden aus, die meist keine Ahnung von gerichten auf die Personalunion im Vorsitz des Gewerbe- und des genommen habe. Nun die Regierung hat bisher wenig den Rechtsverhältnissen in ihrem Berufe haben Staufmannsgerichts. Die Frage der Zuständigkeit, die man regein Vorliebe für diesen Stand gezeigt, aus dem häufig hervor- und wenn sie dann mit ihren Ausprüchen vor dem Gewerbegericht wollte, wird durch die Vorlage noch komplizierter: man wird jetzt ragende Mitglieder der Opposition hervorgegangen find.( Sehr richtig! nicht durchkommen, schimpfen sie natürlich auf die parteiische Recht- unter Umständen die Wahl zwischen drei Gerichten haben. In links.) Daher verstehe ich am wenigsten den Ton der socialdemo- sprechung. In der That aber lassen sich jedenfalls die Arbeitnehmer, vielen Fällen wird man, wenn der Vorsitzende des Gewerbegerichts kratischen Presse, den sie häufig gegen die Rechtsanwalte anschlägt. soweit sie von den Gewerkschaften als Beisiger gewählt werden, bei kein Jurist ist, auf den Amtsrichter des Bezirks als Vorsitzenden des Ja, ein socialdemokratischer Gigarrenfabrikant hat sogar neulich ihren Entscheidungen nie von Parteifragen leiten, sondern prüfen Kaufmannsgerichts zurückgreifen müssen. Dann wird de facto eine gefagt: die Rechtsanwalte eigneten sich nicht gut zu Voltsvertretern, stets objektiv den Thatbestand. Personalunion der Kaufmanns- und der Amtsgerichte bestehen. Denn sie lebten vom Unglück ihrer Mitmenschen. Dieser Cigarren- In der Rechtsprechung der Amtsgerichte tritt stets bas Immer lauter wird den Amtsrichtern der Vorivurf gemacht, fie fabrikant hätte gut gethan, daran zu denken, daß er davon lebt, daß formale Moment in den Vordergrund, die socialen Momente berlören jede Fühlung mit den Bedürfnissen des Volkes.( Sehr er mit seinen Erzeugnissen es seinen Mitmenschen ermöglicht, fich dagegen, die bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsvertrag doch maß- richtig! bei den Socialdemokraten.) Für die Richter, die ich kenne, selbst und den andren einen blauen Dunst vorzumachen.( Heiterkeit.) gebend sind, treten zurück. Ich möchte durch einen Fall ausweise ich diesen Vorwurf zurück.( Heiterkeit.) Wenn es aber wahr Trok mancher Bedenken scheint es mir besser, die auf meiner eignen Kenntnis beweisen, wie schwer sich manche Amtsrichter ist, so lann es durch Beschränkung der amtsrichterlichen Zuständigkeit mannsgerichte schon für alle Städte mit mehr als in sociale Verhältnisse hineinfinden. Ich bin in meiner Eigenschaft hierin nur noch schlimmer werden. Je seltener die Nichter in der 20 000 Einwohnern obligatorisch zu machen. Die als Journalist etwa 10 Jahre lang ständiger Gast der Gewerbe- Judikatur mit den arbeitnehmenden Volksschichten in Berührung Gemeinden, die Kosten tragen, müßten auch das Recht haben, die gerichts- Verhandlungen gewesen und habe wiederholt wahrgenommen, fommen, desto fremder werden sie diesen Voltstreifen werden.( Buruf Vorfizenden endgültig ohne Genehmigung der hohen Verwaltung zu wie Richter, die die gewerbegerichtliche Thätigkeit mit großem Inter- des Abg. Singer.) Im übrigen aber, Herr Singer, ist das Leben bestellen. Das aftive Wahlrecht muß vom 21. Jahre an und auch esse ergriffen, nach kurzer Zeit am liebsten die ganze Sache beiseite der Gegentart immer noch vielgestaltig genug, um die Richter nicht den Handlungsgehilfinnen gegeben werden, das passive Wahlrecht gelegt hätten und zu ihrer früheren Stellung zurückgekehrt wären. geistig einrosten zu lassen! Ueberzeugen wir uns in der Kommission, daß wirklich ein mag weiter an die Erreichung des 26. Lebensjahres gebunden sein. Sie gewöhnen sich schwer an einen Wirkungsfreis, in dem das Der einzige Fortschritt des neuen Gesezentwurfs gegenüber dem vor- Formale ganz zurücktritt. Ich kannte einen Amtsrichter, der heute andrer Weg als der des Entwurfs nicht gangbar ist, so werden wir jährigen besteht darin, daß die Kaufmannsgerichte das Recht haben, wegen Bürgermeister ist und der mit aller Entschiedenheit erklärte, er uns, wenn auch mit schwerem Herzen, zu diesem Entwurf verstehen Unzuständigkeit Klagen mit zwingender Kraft vor die Gewerbegerichte wolle wieder in seinen früheren Beruf zurüd- und ihn an der Frage der Angliederung an die Gewerbegerichte zu verweisen. Die Streitigkeiten aus der Konkurrenzklausel den kehren. Er that es allerdings nicht und wurde nachher ein vor- nicht scheitern lassen. Gegenüber dem Vorredner betone ich noch: Kaufmannsgerichten unterstellen, hieße die Gehilfen benachteiligen, züglicher Getverberichter. Es bedurfte jedoch einer Zeit es giebt in Deutschland nicht zweierlei Necht, nicht Gerichte, die die dadurch nur der höheren Berufungsinstanzen beraubt würden. von über drei Jahren, bevor er sich in die Materie formelles, und solche, die materielles Recht anwenden. Vor allem aber ist§ 17 zu bekämpfen, der eine Kadi- Rechtsprechung der Arbeitsverträge hineinarbeitete. der Drtsvorsteher an fleineren Orten mit vorläufig vollstreckbaren Man hat behauptet, Deutschland marschiere mit der Vereinigung Abg. Hug( C.) Urteilen zulassen würde.( Beifall links.) der Gewerbegerichte und Kaufmannsgerichte wieder einmal an der( auf der Tribüne unverständlich) erörtert die Frage der KaufmannsSpize der Socialreform. Aber in Deftreich und der Schweiz haben gerichte mit Bezug auf seine Heimatstadt Konstanz. Abg. Dr. Semler( ntatl.): die Gewerbegerichte bereits die Möglichkeit, Streitigkeiten Abg. Roellinger( Els.): Wir billigen die Errichtung von KaufGestern und heute ist von allen Rednern das treffliche Ver- der Handlungsgehilfen zu entscheiden. Diese Streitigkeiten mannsgerichten. In Elsaß- Lothringen befizen wir bisher noch nicht hältnis zwischen Chefs und Handlungsangestellten hervorgehoben bilden 4 bis 14 Proz. der Gesamisumme der von den dortigen einmal Gewerbegerichte; wir haben noch die alten französischen Ein richtungen. Hoffentlich werden mit den Kaufmannsgerichten auch bei uns Gewerbegerichte geschaffen werden. Im schließe ich mich allem an, was bisher gesagt worden ist. Heiterkeit.) Abg. v. Gerlach( Hosp. der Frs. Vg.): = Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.): zugleich| Politit", steht auf der Höhe der meisten antisemitischen ein zweites Verzeichnis erfordere, obwohl der Verein feiner übrigen Behauptungen: sie ist unwahr. Jener Artikel hat vielmehr Rechtspflicht bereits nachgekommen sei. Immer aber müßten dies ( Große den jetzigen Redakteur der„ Kreuz- Zeitung", Prof. von Frmer, Fälle sein, wo die Polizeibehörde ein andres Mittel Auskunft zu er zum Verfasser. Glücklicherweise kann ich diese unwahrheit gleich halten, nicht habe, wo das Verzeichnis der Mitglieder verloren richtigstellen, da ich mich zufällig der Sache erinnere. gegangen oder unbrauchbar geworden sei. Hier sei nun von einem Der Abg. Lattmann hat gestern einen Artikel von mir über die Stellung der deutsch nationalen Handlungsgehilfen angegriffen. Bolizeisergeanten gesagt worden, daß erhebliche Zweifel beständen, ob das Verzeichnis der Polizei noch zutreffend sei, sowohl in der Ich habe nur gewisse Seiten der Thätigkeit dieses VerWenn Herr v. Gerlach nachgewiesen hat, daß er nicht der Ver- Richtung, daß einzelne Leute dem Verein nicht mehr angehören bandes getadelt, im übrigen erkenne ich seine außer- faſſer des betreffenden Artikels ist, so gebe ich gern zu, daß ich mich wollen, die noch im Verzeichnis der Polizei stehen, als auch nach der ordentlichen Verdienste für die Handlungsgehilfen an. Ich geirrt habe; aber ich kann tausendfach nachweisen, daß man ihn Richtung, daß andre als Mitglieder des Vereins gelten, die nicht im bedauere nur das Eine, daß er noch nicht seines Ursprunges damals allgemein als den Verfaſſer nannte und sich über die Verzeichnis stehen. Das genüge nicht zur Verurteilung des Angänzlich bar geworden ist.( Unruhe bei den Antisemiten.) Herr schneidige Feder freute, die er führte. Man hat sich geirrt; er geklagten. In diesem Fall wäre doch das erste Mittel der Polizei Lattmann meinte, ich hätte in Bezug auf politische Wandlungen Herr v. Gerlach hat alle Veranlassung. damit unzufrieden zu sein, Witglieder? und find D. und E. und F. dem Verein beigetreten? war auch damals zu unbedeutend.( Bravo! bei den Antisemiten.) gewesen, den Vorstand zu fragen: Sind A. und B. und C. noch alles mögliche geleistet. Vielleicht findet er aber in seiner eignen, engsten Parteiverwandtschaft auch politische daß im Reichstage auch einmal ein Scherz gemacht wird. Er wird Erst dann, wenn hierauf keine genügende Feststellung erfolgte, konnte Wandlungen sehr tiefgehender Natur. Wenn ich nicht falsch berichtet immer das Objekt derselben sein, Herr v. Gerlach wird immer aus- die Polizei ein neues vollständiges Verzeichnis fordern. So lange bin, bin ich hierin gegen den Grafen Reventlow ein gelacht werden.( Lebhaftes Bravo! rechts.) nicht dieser Versuch der Klarstellung gemacht wurde, habe W. die Waisenknabe.( Bravo! bei der Freisinnigen Vereinigung und Einreichung eines neuen Verzeichnisses verweigern können. Heiterkeit.) Selbstverständlich ist es geradezu lächerlich, jemand Landgericht Stade müsse nun prüfen, inwieweit und ob ein neues einen Vorwurf daraus zu machen, daß er politisch etwas hinzuVerzeichnis nötig war, und eventuell wieweit dem Angeklagten Klar gelernt hat.( Lebhafte Zurufe bei den Antisemiten.) gelegt worden sei, daß eins nötig war. Vicepräsident Graf Stolberg bittet, den Redner nicht zu unterBrechen. Abg. v. Gerlach( fortfahrend): Präsident Graf Ballestrem: Ich bitte den Herrn Abg. Liebermann v. Sonnenberg, sich im Verkehr mit seinen Kollegen einer etwas gewählteren Sprache zu bedienen. Soziales. Das Abg. v. Gerlach( Hospitant der frs. Vg.): Herr Liebermann b. Sonnenberg hat keine Ahnung von dem, was ich sagen will, und schon meldet er sich wieder zum Wort. Mein früheres Lob ist Herrn Liebermann doch nicht so gleichgültig ein Zusammenarbeiten mit mir. gewesen, wie er sagte. Früher legte er doch ziemliches Gewicht auf Er war es, der mich ein Ueber die ärztlichen Ehrengerichte urteilen drei Aerzte, dringlichst bat, im Jahre 1893 ein Reichstagsmandat Dr. H. Meyer, Dr. J. Fränkel und Dr. Rt. Thisquen in Köln in aus seiner Hand anzunehmen, und als ich mich der rein einer öffentlichen Erklärung wie folgt: formalen Bedingung nicht fügte, mich christlich- deutsch- social zu nennen, sandte er mir ein sehr pitiertes Telegramm. Es wäre doch unverantwortlich von Herrn Liebermann seiner eignen Partei gegen über gewesen, wenn er einem so schlechten Kerl wie mir damals ein Mandat gegeben hätte.( Sehr gut!) Ich wollte indessen vor allem zu der Erklärung des Grafen Pojadowsky über das Frauen- Wahlrecht mich außern. Graf Bosadowsky hat die Vorlage für untannehmbar erklärt, wenn das Frauen- Wahlrecht beschlossen wird. Nun nach den Vorgängen beim Bolltarif werden nur sehr naive Leute solche Unannehmbarkeitserklärungen besonders tragisch nehmen. Wenn das Haus nur fest bleibt, so wird die Regierung schon nachgeben, wenn ich auch zugebe, daß die Regierung agrarischen Forderungen fich gefügiger zeigen wird als liberalen. Die Ausführungen des Abg. Liebermann v. Sonnenberg: Herr v. Gerlach hat versucht Herrn Semler über das Frauen- Wahlrecht waren so durchschlagend, nachzuweisen, daß ich auf ihn früher gewisse Hoffnungen gesetzt habe. daß er wohl auch auf seine Freunde Eindruck gemacht haben wird. Das ist richtig. Damit verträgt sich aber sehr gut meine wiederholte Wenn die verehrte nationalliberale Fraktion doch hart bleiben würde Behauptung, daß mir sein Lob immer gleichgültig gewesen ist. Es gegenüber dem Widerstand der Regierung, ich gebe ja zu, das ist ist auch richtig, daß er eine Standidatur für die Antisemiten abgelehnt eine sehr starke Zumutung.( Heiterfeit links.) Ebenjo hoffe ich von hat, weil er sich nicht christlich- deutschsocial, sondern nur christlichHerrn Trimborn, der sich ja sonst sehr leicht von seinen Partei- social nennen wollte. Herr v. Gerlach sagte, er habe viele Dummfreunden eines Beſſeren belehren läßt, daß seine Sympathie für das heiten gemacht. Je älter man wird, desto mehr hütet man sich für Frauenwahlrecht stark genug sein wird, um ihn jeglicher gewöhnlich, Dummheiten zu machen; Herr v. Gerlach scheint mir Belehrung unzugänglich zu machen.( Heiterkeit.) Was Graf immer jünger zu werden.( Heiterkeit.) Bosadowsky ausgeführt hat, sprach eigentlich alles für Damit schließt die Diskussion. Persönlich bemerkt das Frauenwahlrecht. Er gab zu, daß immer weitere Kreise von Frauen dazu getrieben werden, sich einen Erwerb zu fuchen. Die Frage des Wahlrechts ist überhaupt für die Handlungsgehilfen die Kardinalfrage. In einer von Handlungsgehilfen aller Richtungen einberufenen großen Versammlung, der ich gestern beiwohnte, sprach man sich entschieden dahin aus, daß ohne das allgemeine Wahlrecht der Entwurf für die Taufmännischen Angestellten jeden Wert verliert. behauptet, daß der Centralverband der Handlungsgehilfen und Abg. Lipinski( Soc.): Herr Warbeck hat erklärt, ich hätte unwahr Gehilfinnen Deutschlands die einzige Organisation sei, die auch weibliche Mitglieder aufnimmt. Ich habe aber nicht von kaufmännischen Verbänden schlankweg gesprochen, sondern nur von Verbänden kaufmännischer Gehilfen. es den Aerzten z. B. untersagt sein, ohne vorhergehende Genehmigung ,, Nach der von den Ehrengerichten erlassenen Standesordnung soll der Aerztekammer Verträge mit Kassen zu schließen, zahlungsfähige Patienten unter den Minimalsäzen der ärztlichen Gebührentage oder unentgeltlich zu behandeln, Zeugnisse über die Wirksamkeit von Heilmitteln, Genuß- und Nahrungsmitteln zum Zwecke der Reklame auszustellen, zu annoncieren usw. Zeugnisse von Professoren, z. B. für die Brandtschen Schweizerpillen, über Es ist nun noch nicht bekannt geworden, daß man gegen derartige staatliche und private Heilquellen und Heilanstalten, gegen die großen Reklamen für das Heilſerum und Tuberkulin, Phencaetin usw. ehren gerichtlich vorgegangen ist, doch sind Aerzte, welche aus Selbsthilfe, um eristieren zu können, zu dem Mittel des Annoncierens griffen zu ganz exorbitant hohen Geldstrafen mit Publikation des Urteils Durch das Annoncieren soll nämlich nach einem Urteile des Ehrenin den Tageszeitungen vom ärztlichen Ehrengericht verurteilt worden. gerichtshofes das„ Erwerbliche" von seiten eines Arztes zu sehr hervortreten. Bei Aerztestreiks ist das ja nicht der Fall!?" Die Erklärung wirft ein Schlaglicht auf die humanitäts schwitzenden Redensarten, mit denen die gegenwärtige Aerzte Präsident Graf Ballestrem: Das Schlußwort hat jetzt für seinen Antrag der Abg. Lattmann. Bemerkungen zu beschränken und nicht auf die persönliche Debatte Ich bitte aber, sich nur auf fachliche bewegung verbrämt wird. einzugehen, da auf das Schlußwort niemand in längerer Rede erwidern kann.( Bravo!) " Warnung vor Schwindelkassen. Herr Semler fagte: Die Konsequenz dieser Sondergerichte würde sein, daß man auch für Dienstboten und ländliche Arbeiter Sondergerichte einführen würde. Ich glaube Einem in Hannover wohnenden Mitgliede der Krankenkasse allerdings, daß kein Teil unsrer Bevölkerung Abg. Lattmann( Antis.)( Schlußwort): Herrn Lucas gegenüber Wettin" in Dresden ging auf eine Beschwerde bei der Aufsichtsfolche Vertretungen besser brauchen könnte als betone ich, daß ich hier nicht für die Richter, sondern für die Kauf- behörde eine Antwort zu, in der es heißt: unsre Landarbeiter. Das könnte für den Osten außer mannsgerichte spreche.( Sehr gut!) Wenn man die Rechtsanwalte In Ihrer Beschwerdesache gegen die Wettin" teilen wir Ihnen: ordentlich aufrüttelnd und erfrischend wirken. Manche politischen zuläßt, so sollten wenigstens die Kosten dafür der Partei, die den mit, daß der Kassenvorstand am 11. d. M. und schon früher in Wahlen würden dann ganz anders ausfallen, wenn es den Land- Rechtsanwalt bestellt, aufgebürdet werden. Herrn v. Gerlach gegen andern Beschwerdesachen erklärt hat, Zahlungen mangels vorhandener arbeitern möglich gewesen wäre, sich als Interessenten bei Wahlen über bemerke ich nur das eine, daß er mich vor vierzehn Tagen in Mittel nicht leisten zu können. Wir geben Ihnen daher dringend zu Sondergerichten zuſammenzufinden. Doch das liegt in weitem Kassel provoziert hat. Ich bitte das Haus um Entschuldigung, daß anheim, beim hiesigen königlichen Amtsgericht die Eröffnung des Felde, und wir nehmen zunächst das Gute, was uns hier geboten ich durch meine Bemerkung ihn veranlaßt habe, zu reden.( Bravo! Konkursverfahrens über das Vermögen der Kasse zu beantragen." Besser ist es, auf dem durch das Statut vorgeschriebenen Wege Die Vorlage wird hierauf einer Kommission von sofort den Austritt aus der Kasse anzumelden. Das ist der sicherste Mitgliedern überwiesen. Weg, um sich vor weiterem Schaden zu bewahren. wird.( Bravo! links.) bei den Antisemiten.) Das Haus vertagt sich. Abg. Barbeck( frf. Vp.): Schon im Jahre 1890 wurde in Nürnberg ein kaufmännisches Schiedsgericht errichtet, das sich bis jetzt 21 erhalten hat. Mit um so größerer Freude haben wir den jezigen Entwurf begrüßt. Der Redner, dessen einzelne Ausführungen auf Nächste Sizung: Freitag 1 hr.( Tagesordnung: Bericht der der Tribüne unverständlich bleiben, spricht sich über die Frage der Wahlprüfungskommission über die Wahl des Abg. Will( Konf.). Erste Angliederung an die Amtsgerichte und über die Beurteilung der Lesung des Servistarifs. Erste Beratung des Gejezzentwurfs Konturrenzklausel aus. betreffend Verlängerung des Quinquinnats auf ein Jahr. Schluß 5 Uhr. Partei- Nachrichten. Auswanderung aus Schweden. Im verflossenen Jahre find übe die Häfen Göteborg, Malmö, Helsingborg und Stockholm 29 944 Personen nach fremden Erdteilen ausgewandert, die höchste Zahl in den legten zehn Jahren. Zum Vergleich sei erwähnt, daß im Jahre 1894 nur 8246 Auswanderer gezählt wurden. Seitdem ist der Strom der Auswanderung, der die arbeitskräftige Bevölkerung Schwedens aus dem Vaterlande und aus Europa führt, beständig gewachsen. Achtzig Prozent der Auswanderer reisten über Göteborg. Aus der Frauenbewegung. Eine sehr gut besuchte Bolfsversammlung, einberufen von den Abg. Graf Reventlow( Antis.): Herr v. Gerlach gab sich den Anschein, als ob er hier fachlich über die Vorlage spräche. Er konnte sich natürlich nur den Anschein geben: Denn auf diesem Gebiete ist er sehr stark ausgebildet.( Sehr gut! bei den Antisemiten.) Herr v. Gerlach sprach davon, daß ich früher auf einem andern Die badische Wahlrechtsvorlage war, wie die„ Mannheimer politischen Boden gestanden habe. Auf welchem politischen Boden ich Volfsstimme" berichtet, der Gegenstand einer engeren Konferenz von irgendwo und wann einmal gestanden haben sollte, ist für die Politik Vertretern der socialdemokratischen Partei, die dieser Tage in Karlsder Gegenwart so vollkommen gleichgültig, wie alle Meinungen, die Herr ruhe stattfand. Außer den Mitgliedern der Landtagsfraktion nahmen v. Gerlach in ferner Zukunft vielleich noch haben wird.( Große Vertreter der beiden Partei- Organe sowie des Landesvorstandes usw. Heiterkeit und Beifall bei den Antisemiten.) daran teil. Man einigte sich darin über die Stellung der Partei Vertrauenspersonen der proletarischen Frauen Berlins, fand am Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.): Wenn mehrere meiner zum Entwurf der Regierung sowie über das taktische Verhalten 19. Januar im großen Saale von Kliem, Hafenheide, statt. Genosse Freunde sich jetzt gegen Herrn v. Gerlach wenden, so soll er daraus unsrer Abgeordneten bei der Beratung der Vorlage in der Zweiten Arthur Stadthagen referierte über:„ Du sollst deinen Nächsten lieben nicht den Schluß ziehen, daß er ein bedeutender Mann ist, sondern Kammer. Das Ergebnis der Besprechung wurde in einer Resolution wie dich selbst!" Von diesem Wort der Bibel behaupte man, es ſei lediglich denjenigen, daß man ein so humoristisches Objekt, wie es sowie einer Reihe von Leitsätzen niedergelegt. Sobald über die die Moral, wonach die heutige Gesellschaftsordnung zu leben habe. sich felten im Reichstag darbietet, nicht unbenugt lassen Stellung der einzelnen Parteien zum neuen Wahlgefeßentwurf einige Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" das heiße: verlange für deine foll.( Sehr gut! und Heiterleit bei Antisemiten.) Klarheit herrscht, wird die socialdemokratische Partei im Lande mit eigne törperliche und geistige Entwicklung keine besseren Bedingungen Herr v. Gerlach sprach von seinen Ueberzeugungen. Herr einer lebhaften Agitation für ihre Wahlrechtsforderungen in Volks- wie für die deiner Nebenmenschen. Daraus folge: verlange, v. Gerlach und Ueberzeugungen!( Heiterkeit bei den Antisemiten.) versammlungen an allen größeren Orten einsetzen und dabei die ſeze durch die Gleichberechtigung. Redner wies dann in seiner von Die giebt's ja gar nicht bei ihm! Herr v. Gerlach war tonservativ, erwähnte Resolution der Wählerschaft zur Abstimmung vorlegen. äßendem Spott überfließenden Rede nach, daß die Beftzenden, Edelmann, er hat es ja nachher verleugnet, christlichsocial, Antisemit. Mächtigen und Herrschenden der heutigen Gesellschaft gerade das Damals schrieb er im Volk" einen Artikel: Der Schnaps, Die Stuttgarter Gemeinderats- Wahlen wurden, wie bürgerliche Gegenteil von dem thäten, was jene christliche Moral, die übrigens das Schwein und die deutsch freisinnige Politit". Blätter berichten, am Mittwochabend in eine Parteiversammlung auch die andrer Religionen sei, verlange. Er schloß seinen Vortrag, ( Große Heiterfeit.) Damals hat er mich auch vielfach ge- erörtert, die stürmisch verlaufen sein soll. Die Versammlung soll der mehrfach von Beifall unterbrochen wurde, mit dem Mahnruf. Lobt. Herr v. Gerlach, Ihr Lob hat mich stets so falt nach diesen Berichten Verwahrung eingelegt haben gegen die durch andauernde Agitation und Belehrung beizutragen gelaffen, wie mich alle Ihre Angriffe in Zukunft lassen Empfehlung der Parteikandidaten als echte Vertreter des Klein- der Erringung der Macht zur Beseitigung des Privateigentums werden. Dann wurde er nationalsocial und jetzt ist er bürgertums durch den Wahlaufruf. In der„ Tagwacht" fann der an den Produktionsmitteln, zur Herbeiführung der socialistischen jüdisch- social geworden. Da gilt das Wort von der Linken:„ Mausche Bericht erst morgen vorliegen. Gesellschaft, und damit die Bedingung schaffen zu helfen für die wird social".( Große Heiterkeit bei den Antisemiten.) Er drängte Fräulein Fanny Imle hat, wie berichtet wird, dem socialdemo- allgemeine Durchführung des Grundsatzes: Liebe deinen Nächsten sich an den selbstbewußten Flügel der deutsch- freisinnigen Partei fratischen Verein in Düsseldorf angezeigt, daß sie aus unsrer Partei wie dich selbst!( Lebhafter Beifall.) Diskutiert wurde nicht. Genoffin heran, wurde abgeschüttelt, und jetzt ist er an den unfruchtbaren austrete. Wir hatten von dieser Thatsache zunächst keine Notiz ge- engels, die Leiterin der Versammlung, wandte sich gleich dem Gestaden der freisinnigen Vereinigung gelandet.( Erneutes, lautes nommen, da die Austrittserklärung in diesem Falle ein ganz über- Referenten mit dem Mahuruf, ins öffentliche Leben herauszutreten, Lachen bei den Antisemiten.) Da liegt er nun, und wer weiß, flüssiger Aft ist. Da aber die gesamte Presse darüber als besondere an die anwesenden Frauen, sie anfeuernd, sich den Gewerkschaften was Sonne und Regen noch einmal ans machen Neuigkeit berichtet, so möchten wir doch darauf aufmerksam machen, anzuschließen und dem Bildungsverein der Frauen und Mädchen werden. Heute hat er den Reichstag mit einem Variété- daß Fräulein Jmle schon vor der Neichstagswahl von der Rednerliste beizutreten. Mit stürmischen Hochs auf die Socialdemokratie, in die Theater verwechselt: auch politische Verwandlungskünstler gehören der brandenburgischen Agitationskommission gestrichen worden ist. sich solche auf Stadthagen mischten, schloß die Versammlung. in das Variété. Von der Tribüne aus ist mir eben eine Grabschrift Bei dieser Gelegenheit haben wir dem Fräulein im Vorwärts" ausauf Herrn v. Gerlach zugesandt worden: drücklich erklärt, daß für ihre politischen Auffassungen innerhalb unsrer Partei Organisation kein Raum sei. Dabei hat sie sich beruhigt und es fehlt deshalb der jetzigen Austrittserklärung gänzlich die materielle Unterlage. Von einem Lager seh' ich Dich Bekehrt ins andre wandern, Du änderst Deine Meinung oft, Doch niemals die der andern!" ( Große Heiterkeit bei den Antisemiten.). Abg. v. Gerlach( Hosp. der frf. Vg.): " Totenliste der Partei. In Chemnitz starb der Parteigenosse Franz Kragl, der seit seiner Jugend dort stets in den vordersten Reihen der Partei gefämpft hat. Seine Thätigkeit für die Partei brachte ihm häufige Maßregelungen durch die Unternehmer und auch mehrere Gefängnisstrafen ein. Die„ Chemnitzer Boltsstimme" gedenkt seiner mit ehrenden Worten. Briefkasten der Redaktion. an 2. R. 18 und 1 R. M., Rigdorf. Hat bei uns nicht gestanden.!- Raupach. D Berstellung, dein Name ist Siedebusch. Im Hamlet: Schwachheit, dein Name ist Weib. 2. Erlunden Sie das Erforderliche bei einem der nachstehenden Institute: Treuer P. G. 1. Fragen Sie bei der„ Victoria" an. a) Bürger- Rettungs- Institut, b) Friedrich Wilhelms- Anstalt für Arbeitsame, e) Biedersee- Stiftung. Alle drei im Rathaus. Dresdenerstraße. Orientieren Sie sich selbst darüber: Berliner Adreßbuch II. Band, Teil II, Seite 138, Schulwesen, gewerbliche Fachschulen usw. Köpenick. C. W. Richten Sie Ihre Anfrage an: W. Hagedorn, Fabrik von Stinematographen, Nebelbilder- Apparaten für Theater usw., Alte Jakobstr. 5. P. R. 3. Unmittelbar vorher unter„ Treuer P. G." beantwortet. Bei dem Metallarbeiter- Verband fragen Sie wohl selbst nach. Sigmund Meyer. Grrrößter Redner dieses, des vergangenen und des zukünftigen Jahrhunderts. 1900 2.( China.) Abg. Kunert zu mündlicher Auskunft gern bereit zwischen 10 und 2 Uhr. Friedenau. Ersuchen Sie um Auskunft den Stadtverordneten Baul Hirsch zu Charlottenburg, Rosinen straße 3. S. A. II. Die Sprache ist außerhalb ihres riesigen geographischen Sprachgebietes wegen der großen Schwierigkeiten der Aussprache, Betonung usw. ohne Lehrer nicht zu erlernen. Die Menge der Stümper foll man nicht vermehren. Wir könnten Ihnen dagegen gern jemand empfehlen, der englischen Unterricht billig und sehr gut erteilt. Moral insanity( pr. moröl inßänete) moralischer Irrsinn.- W. K. Ja. Juriftifcher Teil. Ich weiß, daß bis jetzt der Hauptberuf der Antisemiten in diesem hohen Hause der war, wenn die Stimmung etwas lau zu werden drohte, durch Späßchen das Publikum wieder zu beleben.( Sehr gut! lints.) Das war ja heute auch das Bemühen des Grafen Reventlow Polizeiliches, Gerichtliches ufw. und des Herrn Liebermann v. Sonnenberg. Beide thaten so, als Mehrmalige Einforderung des Mitgliederverzeichnisses. wenn ich ihnen Anlaß zum Reden gegeben hätte. Wer war denn das Karnickel, das angefangen hat? Doch wohl ihr eigner Der Vorstand des Socialdemokratischen Vereins zu Harburg a. E. Parteigenosse Lattmann, der absolut überflüssigerweise hatte seiner Zeit gleich nach Stiftung des Vereins der Polizei ein provokatorisch aufgetreten ist! Dagegen habe ich mich fachlich ge- Witgliederverzeichnis eingereicht und es sind der Polizei auch stets wehrt.( Zustimmung links.) Es ist mir erzählt worden, daß z. B. die Veränderungen im Mitgliederbestande angezeigt worden. Trotzdem auch Herr Lattmann früher einer andern, der nationalliberalen verlangte im Juni des vorigen Jahres die Polizei ein neues vollPartei angehört hat. Jedenfalls nimmt man in jenen Reihen Lente, ständiges Mitgliederverzeichnis, weil sie Zweifel hatte, ob ihr Verzeichnis die von anderswo herkommen, mit offenen Armen auf, und versucht noch richtig und zutreffend sei. Sie betrachtete dies Verlangen als das mur, sich lustig zu machen über die Leute, die einen entgegengesezten Erfordern einer„ Auskunft über den Mitgliederstand gemäß§ 2 des Weg genommen haben. Vereinsgesetzes. Der Vorsigende, Genosse Weniger, lehnte indessen Herr v. Liebermann sprach von meiner politischen Vergangen- die Einreichung eines neuen Verzeichnisses ab. Das Landgericht heit, ich sei alles mögliche gewesen. Gewiß, ich habe viele Stade als Berufungsgericht verurteilte jedoch den Angeklagten 34 von 7 bis 9½ 11hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Dummheiten in meinem Leben gemacht.( Große einer Geldstrafe wegen Uebertretung des§ 2 des Vereinsgefezes. Heiterkeit und Rufe: Sehr richtig! bei den Antisemiten.) Vielleicht Auf die Revision, die Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht ein- A. B. 22. Wenn der Arbeitgeber in der That Ihnen den Krankenist Abg. Liebermann v. Sonnenberg der einzige in diesem Hause, gehend vor dem Kammergericht begründete, hob das Kammer- faffen- Beitrag in voller Höhe vom Lohn abziehen sollte, so flagen Sie beim Gewerbegericht auf Herausgabe und stellen bei der Staatsanwaltschaft der von sich behaupten möchte, er habe noch keine Dummheit gericht die Vorentscheidung auf und verwies die Sache mit folgender Strafantrag. A. 3. 78. Wenn Sie als Selbstzahler unterlassen haben, gemacht. Die Behauptung, ich fei der Verfasser des wichtigen Begründung an das Landgericht Stade zurück: Es die Staffenbeiträge zu zahlen, fo find Sie als Mitglied ausgeschieden und Artikels Der Schnaps, das Schwein und die deutschfreisinnige gäbe allerdings Fälle, wo es zulässig sei, daß die Polizei werden erst mit Wiederbeginn der Arbeit wieder Kaffenmitglied. " 1 Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Nein! 100. Wenn nichts vereinbart ist, so besteht für den Werk-| Gie beim Polizeipräsidium Berichtigung der grer sechswöchentliche Kündigungsfrist zum Quartals ersten.- WilmersInvaliditätskarten.| Hernach ist der Weg etwas F. K. umständlicher. Nein, nur muß das eigenhändige Testament den FormTeltow. dorf. In der Regel in fünf Jahren. G. Uns nicht bekannt. vorschriften genügen. Beispiele für eigenhändige Testamente finden Sie am fich aus deren Statut. Die Mindestdauer ist seit dem 1. Januar 26 Wochen. A. B. 28. 1. Die Dauer der Unterstübungspflicht einer Kasse ergiebt E. A. 26. Das Recht, Ehescheidung zu begehren, geht durch Verjährung Schluß des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Das Buch liegt in 2. In der Heilstätte erwachsen Ihnen keine Kosten. Die Kosten trägt die und Berzeihung verloren. Die Verjährung tritt ein, wenn die Scheidungs- den öffentlichen Lesehallen aus. flage nicht innerhalb sechs Monaten von dem Zeitpunkte an erhoben wird, verpflichtet, den Erzeuger ihres Kindes zu heiraten und bedarf seiner Ge- die Krankenkasse über. 2. K. 1. Ein Mädchen ist keineswegs Versicherungsanstalt, auf sie geht aber der Anspruch des Unterstüßten gegest an dem der Ehegatte von dem Scheidungsgrund Kenntnis hatte. Anders nehmigung zur Heirat mit einem andern nicht. - R. 3. 1. Nein. 2. Ein Drittel der Krankenkaffen liegt die Sache nur bei Chescheidung wegen Geisteskrankheit. Anna 53. dann Alimente für das von ihm außerehelich erzeugte Kind zu zahlen, ersehen Sie aus dem Statut. 3. Hospitant der Freisinnigen Bereinigung. 2. Der Erzeuger hat auch beiträge hat der Unternehmer zu zahlen. Die Höhe der Gesamtbeiträge Das Eigentum des Ehemannes kann wegen dieser Schuld der Ehefrau wenn die Mutter geheiratet hat. das Kind der fort 4. Solcher bekannt. K. 15. Aussicht auf Erfolg. Das Eigentum der Ehefrau, einschließlich der Ja: erkennen Sie bor oder bei der Heirat Ihr Kind Erbschaft, haftet für die Erbschaftssteuer. A. 2. Beantragen Standesbeamten an beim von mehr als 300 bis 500 M. 50 Pf., bei einer Miete von über 500 bis und beantragen Umschreibung bei der Heirat. zu 1000 M. 1 M., bei 1000 bis 1500 M. 1,50 M. 2. 3. Leider nicht. Heute Freitag giebt es wieder Blut- u. Lebernicht gepfändet werden. Eventuell hätte eine interventionstlage zunehmen, hat der außereheliche Erzeuger mitt se utter fo4. grein istute bis einschließlich 300 m. nichts, bei einer Miete Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 22. Januar. Anfang 7, Uhr: Schauspielhaus. Nathan der Weise. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Berliner. Maria Theresia. Lessing. Zapfenstreich. Westen. Die schöne Helena. Neues. Salome. Logit des Herzens. Residenz. Der keusche Casimir. Central. Das Schwalbenneft. Thalia. Der Hochtourist. Belle- Alliance. Der reichste Berliner. Anfang 8 Uhr: 9 Schiller 0.( Wallner Theater.) Die Stüßen der Gesellschaft. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Uriel Acosta. Luisen. Kean. Kleines. Elektra. Trianon. Madame X. Carl Weiß. Bruder Martin. Apollo. Frühlingsluft. hochzeit. Specialitäten. Blüten Gebr. Herrnfeld. Nur eine Nacht. Reichshallen. Stettiner Sänger. Deutsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Metropol. Durchlaucht Nadieschen. Casino. Wie einst im Mai. Wenzel. Winter Garten. Dtéro. Reutter. Specialitäten. Paffage Theater. Die Dtto Enthauptung. Specialitäten. Anfang 3 Uhr. Urania. Taubenstraße 48/49. Der Erdball als Träger des Lebens. 8 Uhr im Hörsaal: Dr. G. Naß: " Acetylen und andre moderne Lichtspender." Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitagabend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrik Jbsen. Deutsch von Wilhelm Lange. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Sonntagabend 8 Uhr: Was ihr wollt. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Amt IV 4440. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Freitagabend 8 Uhr: Uriel Acosta. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Karl Gußkow. Sonnabendabend 8 Uhr: Uriel Acosta. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Kollege Crampton. Sonntagabend 8 Uhr: Die Ehre. Belle- Alliance- Theater. Belle- Alliancestr. 7/8. Amt VI 283. Direktion Jean Kren und Alfred Schönfeld. Heute und folgende Tage 72 Uhr: Heute und folgende Tage 7%, Uhr: IX. Berliner Saison. Cirkus Busch. SteidlDie OriginalOffene Schleife 8 Meter Sprung. Zum 30. Male: Aus den Alpen. Bemerkenswert: Der Automobilsturz. Mr. Richard Sawade mit seiner berühmten Tiger-, Löwen- u. Bären- Dressur. Gobert Belling mit seinem spanischen Stierkampf. Gebrüder Fratellini m. ihren neuesten kom. Intermezzi. Der Hochtouriſt. Der reichte Berliner. Kleines Theater. Guido Thielscher in der Titelrolle. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Charleys Tante. Sonntagnachm. 3 Uhr: Krebse. Hierauf: Der Raub der Sabinerinnen. Cirkus Schumann. Immer das Original. Die besten 25 Löwen des Herrn Seeth dressierten Dressierte Tiere des Clown Gontard. Die phänomenale offene Loop. Createur Monf. Ancillotti. Adolf und Coco, die besten Clowns in Berlin. Babel. Gr. Ausstattungs- Pantomime der Gegenwart. Metropol- Theater. Morgen Sonnabend, den 23. Januar cr ,: Zweiter grosser Neues Theater. Metropol- Theater- Ball. Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 11 Abr. DerStrom. Alles Nähere besagen die Plakate an den Säulen. Anfang 7, Uhr. Morgen: Salome. Der Kammersänger. Central- Theater. Täglich 7 Uhr: Das Schwalbenneft. Sonnabendnachmittag 4 Uhr: Kinder vorstellung, jeder Erwachsene ein Kind frei. Halbe Preise: Durchlaucht Radieschen. Urania. Metropol- Theater Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr: Der Erdball als Träger des Lebens. Der geftiefelte Kater. 8 Uhr im Hörsaal: Dr. G. Nass: Märchenspiel in 4 Bildern mit Gesang ,, Acetylen und andre moderne Licht und Tanz. spender." Luisen- Theater. Sternwarte Abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Kean. Sonnabend: Der Beilchenfresser. Sonntagnachm.: Der Veilchenfresser. Abends: Rean. Montag: Der Veilchenfreffer. Residenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Heute und folgende Tage: Invalidenstr. 57/62. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Unter den Linden 44. Elektra. Anfang 8 Uhr. Morgen: Nachtasyl. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Borletzte Woche des Oberbayrischen Bauern- Theaters. Bruder Martin. Volksstück mit Gesang in 4 Aften von Karl Costa. Anfang 8 Uhr. Morgen nachmittag 4 Uhr: Kindervorstellung: Die sieben Raben. Trianon- Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Madame X. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag: ,, Biscotte." Gebrüder Linienstrasse 132 Neu! Das Theater Oranienburger Thor. Neu! teure Vaterhaus. Lebensbild von Frit Steidl Letzte Woche: ,, Der grosse Cohn". Anf. 8 Uhr. Sonnt. 7 Uhr. Palast- Theater Burgstraße 22, früher Feen- Palast. Heute abend 8 Uhr: Grosse Extra Elite Vorstellung, Othello. Trauerspiel in 5 Atten v. Shakespeare. Bedeutende Gäste. Halbe Kassenpreise. Morgen abend 8 Uhr: Das Millionenmädel. Auftreten erstklassiger Specialitäten. Sonntag 2 Vorstellungen: Nachmittags 3 Uhr: Die Grille. Abends 8 Uhr: Das Millionenmädel. Berliner Prater Kastanien- Allee 7-9. Freitag, den 22. Januar 1904: Bernhard Rose Theater- Ensemble. Der Lumpensammler von Paris. Drama in 5 Akten und einem Vorspiel von Felix Pyat. Anfang 8 Uhr. Monntag, den 25. Januar: Eine leichte Person. Vorwärts- Buchhandlung SW. Lindenstraße 69, Laden. Herrnfeld- riften Anfang 8 Uhr. 99 Theater. Sonntags 7 Uhr. Wieder ein neuer grosser Erfolg!" lautet die einstimmige Kritik der gesamten Presse über die A. und D. Herrnfeldsche Novität: Durchlaucht Radieschen! Nur eine Nacht Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. Im 4. Bilde: Bus Grosses Ballett Wie damals im Monat Mai. Anfang 7 Uhr. Rauchen überall gestattet. Sonnabend, den 23. Januar 1904: Ein Naturwunder: II. grosser Metropol- Theater- Ball. Die bildschönen HerkulesBrüder Der Indianer- Riese Mianko Karoo. Der keusche Casimir. ALT- CHINA Anfang 7, Uhr. Apollo- Theater. Um 8 Uhr: Frühlingsluft mit dem reizenden Ballett Blütenhochzeit. 9 Uhr: Die glänzenden Januar- Specialitäten. Programm: Selma Braatz. Miss Blanche Sloan. X Les Perez. Little Pich X X Martin Kettner mit neuen Schlagern. Messters Biophon und Kosmograph. Neue Bilder- Serie. Anfang 8 Uhr. Kasseneröffnung 7 Uhr. Sonntag, den 24. Januar, nachm. 3 Uhr, bei ermässigten Preisen: Gesinde- Ball. Kunst- Ausstellung LEIPZIGER STRASSE 12 Täglich geöffnet 10-8. Passage- Theater. Anfang Sonntags 3 Uhr, Wochentags 5 Uhr. Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Enthauptung einer lebenden Dame! Willy Prager mit seinem Schlager: Die kleine Garnison. 14 neue erstklassige Nummern. Casino- Theater. Lothringerstr. 37. Anf. 8, Sonnt. 7/2 Zwei Akte aus einer Che mit den Autoren in d. Hauptrollen. Ferner: Januar- Attraktionen mit Bendix. Borverkauf 11-2 Uhr mittags. Fröbels Allerlei- Theater f. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Jeden Sonntag 5 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung der beliebten Norddeutsch. Sänger. Zimmermanns Um 10 Uhr: Grosser Ball. Entree 30 Bf. Sperrfit 50 Pf. anssouci. Kottbuser Thor- Stat. der Hochbahn. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Hoffmanns Schriften von Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Dekonomie. 233/ 1* 1. Bd.: Der Brobuftionspro des Kapitals. 4. Aufl. M.; in Halbfrz. gebd. M. 11.2. Bd. Der Cirkulationsprozeß des Kapitals. 2. Aufl. M. 8,-; in Halbfrz. gebd. M. 10, 3. Bd. Der Gesamtprozeß der fapitalistischen Produktion. Zwei Teile. M. 10,-; in Halbfrz. gebd. Frische in bekannter tadelloser Qualität. 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Dazu neu: Die Wenzel und das brillante Januar- Programm. Sonntagnachm. 4 Uhr: Der verEntree 1 M., Sonntag 50 Pf. tauschte Sohn. 11 W. Noacks Theater. WINT ARTEN Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Zum letztenmal: 8 T 65 Reichshallen Die Schule des Lebens, Neues Programm: Stettiner Sänger. Ansang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonnabend: Harry Rochez I Sonntag, den 24. Januar 1904, in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49: Wohlthätigkeits- Matinee für Crimmitschau arrangiert vom Gesangverein ,, Vereinte Sangesbrüder Moabit" ( M. d. A.-S.-B.) unter Leitung des Dirigenten E. Himmel unter gütiger Mitwirkung der Hauskapelle O. Tugendheim sowie mehrerer Mitglieder des Turnvereins Fichte und des Charakter- Humoristen R. Schreiber. Anfang prac. 12 Uhr. Billet 25 Pf. Hundedresseur. 285/7 Polk& Collins, Banjo- Virtuosen. Lorraine's Lebende Bilder. Die beiden Freydos Gymnastiker. Reine Vorstellung. Cook u. Clinton Amerik. Kunstschützinnen. Drahtseilkünstler. Humorist. Meister- Jongleur. Deutsch- Amerikanisches Theater. Meers u. Omo Köpnickerst. 67. Stat. Jannowitzbrücke. Otto Reutter Anfang 8 Uhr! GASTSPIEL Salerno Montag: SOUVENIRUeber'n Das Komitee. Gewerkschafts- Kartell für Berlin und Umgegend. Bureau: Berlin C. 22. Dragonerstraße 15, Hof pt. Telephon: Amt III, Nr. 5028. Freitag, den 22. d. M., abends 8 Uhr, bei Karl Patt, Dragonerstr. 15: AD. PHILIPP Annette Gillard Pariser Opernsäng. Delegierten- u. Vorstände- Versammlung Mlle. Otéro Spanische VORSTELLUNG. GROSSEN in ihrer Pantom.„ Opiumrausch". Tänzerin Zum 150. Male TEICH der im Kartell vereinigten Gewerkschaften. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem bevorstehenden Heimarbeiterschutz Kongreß. Referentin: Thereses Komischer Hypnotiseur. Frau Dr. Lily Braun. 2. Diskussion. 3. Startellangelegenheiten. ,, Karnevalsgeister" Wiener Ballett. Das Erscheinen sämtlicher Delegierten und Vorstandsmitglieder ist dringend erforderlich. 285/10 Biograph. Der Ausschuss. 3. A.: Jonny Hinrichsen. F Kranken- und Sterbekasse aller gewerblichen Arbeiter für Vorwärts- Buchhandlung Schoneberg u. Berlin. SW., Lindenstrasse 69. Die Russen- Interpellation hat das Interesse für Rußland und feine Verhältnisse getvedt. Wir empfehlen zu diesem Thema folgende Bücher: Erster Wahlkreis. Dem Genossen Franz Riemer aut seinem heutigen Wiegenfeste ein reis mal donnerndes Hoch! Seine Bezirksgenossen: 40502 E. H.-K. Hente abend 8%, Uhr in den Arnimhallen", Kommandantenstr. 20: A. H. G. M. F. B. J. G. F. B. Nr. 115. Sonntag, den 31. Januar, vormittags 10 Uhr: General- Versammlung im Lokale des Herrn Krüger, Grune waldstr. 110. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Jähr licher Staffenbericht. 3. Neuwahl des 4. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Sechzehn Jahre in Sibirien. Erinnerungen eines Gesamtvorstandes. russischen Revolutionärs von L. G. Deutsch. 3 M., geb. 3,50 M. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen ersucht Ein im Jahre 1884 in Deutschland verhafteter und nach Rußland aus gelieferter russischer Student schildert in dem Buche seine Erlebnisse in 285/ 9* deutschen, russischen und sibirischen Gefängnissen, in denen er ein halbes Menschenalter entflohen ist. General- Versammlung des Wahlvereins. Tages- Ordnung Deutscher 1. Bortrag des Genossen Grunwald über:" Weltmachtspolitik und Belt Buchbinder- Verband. wirtschaft". 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 236/1 Der Vorstand. VI. Wahlkreis. ( Schönhauser Vorstadt.) Der Vorstand. Sonntag, den 24. Januar 1904, abends 5 Uhr, im„ Jägerhaus", Schönhauser Allee 103: sterfgematter hindurch geschmachtet hat, vis er über Japan and Amerita Orts: Kranfenfaffe Versammlung für Männer und Frauen. Kennan: Sibirien Russische Gefängnisse gebunden 1,50 M. <-, 60 1, " Zeltleben in Sibirien " Lehmann- Parvus: Das hungernde Rußland. Reiseeindrüde, Beob. achtungen und Untersuchungen. Illustriert. 3 M., geb. 4,50 M. Jadrinzew, N.: Sibirien. Geographisch- enthnographische und historische Studien. Mit zahlreichen Abbildungen. Statt 16 M. nur 6 M. Leroy- Beaulieu, A.: Das Reich des Zaren und die Ruffen. 2 Bände. Statt 10 W. nur 4 M. Ein die russischen Verhältnisse überaus trefflich schilderndes Werk: Lankenau und Delsnik: Das heutige Rußland. 2 Bände. Statt 6 M. nur 3 M. Der erste Band schildert das europäische, der zweite das asiatische Rußland. Lansdell, Henry: Durch Sibirien. Eine Reise vom Ural bis zum Stillen Dcean. Statt 20 M. nur 6 M. 233/ 2* Prosit Böhmisches Brauhaus BERLIN 39141* Empfehlen unser helles u. dunkles Tafelbier: Gambrinusbräu( Münchener) Nepomukbräu( Pilsener) Böhmisches Brauhaus NO. Fass Abteilung: Landsberger Allee 11/13. T. VII. 5088. FlaschenFrieden- Strasse 93. T. VII. 1670. Unsre Original- Abzug- Flaschenbiere in fast allen Kolonialwaren- Handlungen. Freundliche Wohnungen. 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Februar, abends 6-8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 6) statt, behujs Wahl von 81 Vertretern derselben pro 1904. Für die Mitglieder legitimiert das Kaffenbuch, für Arbeitgeber die ( E. H. 89.) Sonnabend, den 23. Iganar, abends 8 Uhr, Melchiorstr. 15: Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Maurenbrecher über: Recitation über" Faust". Vereinsangelegenheiten. 198/2 Ausgabe der Billets zu dem am 30. Januar, abends 9 Uhr, stattfindenden Maskenball in Sanssouci. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und andrer gewerblicher Arbeiter ( E. H. Nr. 3 Hamburg Berwaltungsstelle Berlin D Moabit). legte Quittung der Kasse über ge- Sonntag, den 24. Januar, vormittags 10 Uhr, in der Brauerei zahlte Beiträge. Friedrichshöhe( Abth. Moabit), Turmstr. 25/26( II. Saal): 11655 Montag, 25. Januar, abends 7-8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer15: Versammlung jämtlich, großjähriger Mitglieder der Kasse behuss Aufstellung von Kandidaten zur Vertreterwahl pro 1904. Un recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 3. A. Gustav Tiedt, Hafenheide 49. HALT! Wollen Sie Jhren Husten, Jhre Erkältung oder das Kitzelri im Halse los sein?-Wollen Sie. eine klare Stimme haben and von Jhrer Verschleimung befreit ( Zahlstelle Berlin.) Hiermit den Kollegen und Kolleginnen die traurige Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Kollege Stefan Grass am 17. d. Mis. plötzlich berschieden ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 22. d. Mis., nachmittags um 32 Uhr, auf dem neuen Friedhof zu Tempelhof statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 23/2 Verein der Chemigraphen Berlins. Am Dienstag verstarb unser Mitglied, der Retoucheur Philipp Pracht. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3, Uhr von der Leichenhalle des neuen Schöneberger Kirchhofs, Marstr., aus statt. Die Vereinsmitglieder, welche an der Beerdigung teilnehmen, treffen fich 2, Uhr in der Schloßbrauerei Schöneberg. 155b Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Verwaltung. Mitglieder- Versammlung Invaliden- Unterstützungskasse Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1903. 2. Wichtige Staffenangelegenheiten. Ulm zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Sonnabend, den 6. Februar, findet in der Kronen- Brauerei", Alt- Moabit 47/49 Maskenball statt. Billets sind in der Versammlung zu haben. Das Komitee. Um zahlreichen Besuch bittet 1000 182/0 der Steindrucker u. Lithographen. Die Beerdigung des am 19. d. M. verstorbenen Lithographen Wilhelm Gürtler findet am Sonnabend, 23. d. M., nachm. 3 Uhr, von der LeichenBankom aus statt. 11515 Achtung! Einsetzer! Achtung! balle des Gemeinde- stitchhoſes in Heute, Freitagabend S Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal): Oeffentliche Versammlung sämtlicher Einfeger Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: Unfre Tariffrage. Es ist Pflicht, daß jeder Kollege pünktlich erscheint. Der Obmann. the- gebrauchen Sie bitte Deutscher Holzarbeiter- Verband. Pascoe's Brust- Pastillen a PACKET 25 PFENNIG. Sie werden den Versuch nicht ⚫bereuen! Za hahen in Apotheken und Drogerien. Heute, Freitagabend 81% Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Arbeiter- Radfahrerverein Charlottenburg ( Mitgl. d. Arb.- Radfahrer- Bundes„ Solidarität"). Sonnabend, den 23. Januar 1904, im Voltshaus", Charlottenburg, Rosinenstraße 3: Stoff- Reste Großer Wiener Maskenball für Herrenanzüge, Paletots usw. spottbillig. Tuchfabrik- Niederlage Das Komitee. Danksagung. Sagen hiermit allen Kollegen, Freunden u. Bekannten für die rege Teilnahme, insbesondere für die reichen Stranzspenden bei der Beerdigung unfres lieben Bruders, Schwagers und Onkels Richard Uhlrich unsern tiefgefühlten Dank. Die trauernben Hinterbliebenen Familie Pritzkow. 11465 Danksagung. Allen Leidtragenden, welche unfrem unvergeßlichen Bruder Paul Müller bei seiner am 19. Januar erfolgten Beerdigung die letzte Ehre erwiesen haben und besonders dem Gesangs verein von Siemens u. Halske sowie dem Herrn Manasse für seine troftreichen Worte und den Spendern der Stränze sagen wir hiermit unsren herzand 11476 Geschwister Müller. bestehend aus Ball, humoristischem Reigenfahren umb Kaffeepause. Dr. Simmel, S. 41, Anfang 8 Uhr. Hierzu ladet freundlichst ein Eintritt 50 Pfg. Das Komitee. 11/6 Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 118). Mittags 2 Uhr: Prenzlauer Thor nad Berlin C., Rossstrasse 2 Schöneberg, Kaiser Friedrichstr. 8 bei Horleat ab in Karow bei Stels. Jedes Pfennig. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 1164b 11326* Kunststopferei von Frau Korosty, Steinmegstraße 48, Duergebäude hochparterre. Schlafstellen. Teilnehmer für möblierte Schlaf- Stromstraße 38, Dstar Schröder.+ 8sAchtung, Stockarbeiter! Nr. 18. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 22. Januar 1904. Berliner Partei- Angelegenheiten. cialdemokraten wählen werde. Die Wahl soll in acht Tagen vor- ben Dienſtſtunden der einzelnen Anstalten möglich ist. Der Nachtschiedenes. Der Vertrauensmann. Sechster Wahlkreis, Schönhauser Borstadt! Sonntagabend 5 Uhr findet im" Jägerhaus", Schönhauser Allee 103, eine Bersamm Iung für Männer und Frauen statt, in welcher Genosse Bartels feinen dritten Vortrag über„ Das Erfurter Programm" halten wird. Nach der Versammlung: Gemütliches Beiſammensein. Um rege Beteiligung ersucht Der Central- Wahlverein für Teltow- Beeskow- Storto w- Charlottenburg hält Sonntagnachmittag 3 Uhr in Nowawes bei Bernhard, Priesterstraße 31, seine Generalversammlung mit folgender Tagesrdnung ab: 1. Berichte des Vorstandes, des Kassierers und der Revisoren. 2. Berichte der Funktionäre des Streises. a) Antrag Schöneberg, betreffend anderweite Zusammensetzung des Vorstandes. b) Antrag, betreffend Anstellung eines befoldeten Beamten. c) Antrag Nowawes: Die Genossen sind verpflichtet, träge Rigdorf und Schöneberg, betreffend die Delegation zu den sich in dem Wahlverein ihres Wohnortes zu organifieren. d) AnGeneralversammlungen. e) Antrag Neu- Zittau, betreffend Landagitation. Antrag Schöneberg, betreffend Aufnahme des Programms in die Mitgliedsbücher. 4. Neuwahl aller Vorstandsmitglieder und Funktionäre. 5. Verschiedenes. Jeder Verein ist berechtigt, bis zu drei Delegierten zu entsenden. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Lankwik. Der Gemeindevorstand hat auf unfren Antrag auch die Sonntage zur Einsichtnahme der Wählerliste freigegeben, so daß die Lifte bis 31. Januar wochentäglich von 10-3 Uhr und Sonntags von 8-10 1hr eingesehen werden kann. Grünau. Am Sonnabend, den 23. Januar, abends 9 Uhr, hält der Wahlberein bei Stabbert Zur grünen Ecke" feine Mitgliederversammlung ab. Da in dieser Versammlung die Aufstellung des Kandidaten zur Gemeindevertreter- Wahl erfolgt, so ist zahlreiches Erscheinen notwendig. Der Vorstand. Bezirk Waidmannsluft. Sonntag früh 8 Uhr Flugblattberbreitung. Treffpunkt für Dalldorf: bei Koll. Borsig walde: bei Waage. Waidmannslust: bei Schmidt, an der Chauffee. Hohen Neuendorf: Gasthof Schwarzer Adler". Die nicht in Frage kommenden Ortschaften begeben sich nach den nächstgelegenen Bezirken. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist Ehrenpflicht. 0 Lokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. " 11 , er andre Patienten von der Teilnahme am Beten abzuhalten verwaren. " D daß er sich dem Widerstande der Regierung fügen und feinen So- standen, nehmen dann auch den Nachtverkehr auf, soweit dies nach genommen werden. dienst braucht also nicht mehr in jedem einzelnen Fall angeordnet Erster Wahlkreis. Heute, Freitag, abends 8% Uhr, findet die zu werden. Die Anstalten stellen Verbindungen mit einander her, Generalversammlung des Wahlvereins in den ArminZu der Verquidung von Krankenhaus und Bethaus, soweit sie überhaupt bei Nacht Dienst haben. Nach dem hallen, Stommandantenstr. 20, statt. Tagesordnung: 1. Bortrag des die wir am Mittwoch an dem Musterbeispiel des katholischen gleichen Gefichtspunkt wird auch bei neueinzurichtenden Sprech Genossen Grunwald über Weltmachtspolitit und Hedwigs- Krantenhauses besprachen, haben sich zunächst verbindungen bei solchen Anstalten erforderlich, die während der beziehungen verfahren. Sind für den Nachtverkehr LeitungsWeltwirtschaft". 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Ver- nicht die katholischen Blätter geäußert, sondern die Staats3. Ver- nicht die katholischen Blätter geäußert, sondern die" Staats- Nachtzeit den Dienst schließen, so werden die zu benutzenden bürger- Zeitung". Nachtzeit den Dienst schließen, bürger Zeitung". Die Antwort, die da gegeben wird, ist als Zeitungen während der Dienstruhe dieser Anstalten dauernd mit journalistische Leistung denn den Sittlichkeitsmaßstab legen wir einander verbunden. Die gleiche Diensterweiterung findet ebenfalls nicht an die Leistungen der Staatsbürger- Zeitung" an- geradezu vom 1. Februar an auch im Verkehr mit bayrischen, württem standalös. eines Menschen zu ergreifen, der sich durch ein Vaterunser usw. unter einander und mit denjenigen Bayerns und Württembergs Das Blättchen nennt es unglaubliche Gemütsroheit, die Partei bergischen und östreichischen Fernsprechanstalten statt. Auf den Nacht belästigt fühle; aber es verschweigt, daß eine Schwefter" versucht finden die Bestimmungen über die Benutzung der Fernsprech verkehr der Vermittelungsanstalten des Reichs- Telegraphengebietes hat, auf den in der Anstalt als freireligiös bekannten Patienten, über deffen Schicksale wir berichteten, direkt einzuwirken verbindungs- Leitungen zur Nachtzeit", auf den inneren Verkehr im Reichs Telegraphengebiet auch und ihn zur Teilnahme am Gebet zu veranlassen. Die Staatsbürgerdie Bestimmungen über Ver Beitung" schiebt uns den von ihr mit Gänsefüßchen versehenen Aus- bindungen zur Nachtzeit im Nachbarorts, Vororts- und Bezirksfindet; offenbar war ihr der ruhige Ton unsrer Ausführungen die gleichen wie für den Tagesverkehr. Gesprächsabonnements find brud fortgesetzte Betereien" unter, der sich in unfrem Artikel nicht berkehr" Anwendung. Für den Nachtverkehr mit östreichischen Vers brud fortgesezte Betereien" unter, der sich in unfrem Artikel nicht mittelungsanstalten sind die Gebühren und sonstige Bedingungen zurechtmachen, um die Bosheit des" Vorwärts" zu kennzeichnen. Die nicht zulässig. Von den Berliner Bororten haben folgende Anstalten NachtStaatsbürger- Beitung" schwindelt, nach den Behauptungen des dienst: Charlottenburg und Wilmerrdorf ohne Unterbrechung, Adlers" Vorwärts" sei der Mann entlassen worden, weil er an den Gebets- of, Röpenid, Friedenau, Friedrichshagen, Friedrichsberg, Groß- Lichter richtet, im Krankenſaal habe sich, nachdem seine Entlassung verfügt Rigdorf, Rummelsburg, Spandau, Steglitz, Tegel, Tempelhof, andachten nicht habe teilnehmen wollen. Wir hatten lediglich be- felde, Grünau, Hoppegarten, Neu- Weißensee, Nowawes- Neuendorf, OberSchöneweide, Oranienburg, Pankow, Potsdam, Reinickendorf( Dft), war, die Nachricht verbreitet, daß man ihn deshalb entlasse, weil Wannsee und Zehlendorf bis 10 Uhr abends und von 7 Uhr morgens fucht haben solle". Wir fügten hinzu, das habe er nicht gethan und an, wenn dann nicht der Tagesdienst beginnt. Im Bezirk Potsdam die Krankenhausverwaltung möge sich hierzu äußern. Die„ Staats- haben außerdem Drense, Eberswalde und Brieros im Winter Nachtbürger- Zeitung" versichert, die Leitung der Anstalt stelle in Abrede, berkehr von 7 oder 7 Uhr früh an. Im Bezirk Bremen werden daß irgend jemand" wegen eines Vorkommnisses von der Art des im Bezirk Breslai: Bernstadt, Bingerau, Breslau,( in Aussicht gebetroffen Bremen, Bremerhaven, Geestemünde und Fischereihaven; oben geschilderten" ungeheilt entlassen worden sei. Ist hier der Aus- im oder auf die erlogene Darstellung der Staatsbürger- 3tg." zu beziehen? firche, Trachenberg( Schlesien), Waldenburg( Schlesien) und Wünscheldruck„ oben geschildert" auf die im Vorwärts" gegebene Schilderung nommen) Brieg( Bezirk Breslau), Deutsch- Lissa, Glaz, Hundsfeld, Königszelt, Pontwig, Neichenbach( Schlesien), Schweidnik, SteinEs wäre beffer, wenn die Krankenhausverwaltung sich uns gegen burg; im Bezirk Dresden Dresden und Meißen; im Bezirk Ham über äußern und auf unsre Darstellung antworten wollte. Wenn burg' Altona( Elbe). Buchholz( Kreis Harburg), Hamburg, Harburg, sie dann das von uns wiedergegebene Gerücht als unzutreffend bezeichnet, wollen wir ihr das gern glauben. Die Staatsbürger- übeck und Wandsbed; im Bezirk Magdeburg Aschersleben, Lezingen und Magdeburg. Beifung" erzählt schließlich, es sei recht bezeichnend, daß vor einiger Zeit im Krankenhause ein Vorwärts"-Mann erschienen sei und die Zwei Berlinerinnen verschleppt. Der Mädchenhändler Louis Kranken zu Mitteilungen über Mängel aufgefordert habe. Sein Auf- Breier aus Ungarn, ein bereits mehrfach vorbestrafter Mann, dessen treten sei so merkwürdig gewesen, daß die Patienten selber seine Bild sich im Berliner Verbrecheralbum befindet, hielt sich kürzlich Ausweisung verlangt hätten. Steiner Person, die in unsrem Auftrage in Berlin auf. Die Polizei hatte von seiner Ankunft Kenntnis er oder mit unsrem Wissen das Hedwigs- Krankenhaus aufgesucht hat, halten, beobachtete ihn und fand auch Veranlassung, Breier als der Teilum dort Erfundigungen einzuziehen, ist es jemals widerfahren, daßnahme an einem Uhrendiebstahl verdächtig festzunehmen. Hierbei stellte sie ausgewiesen wurde oder daß Patienten die Ausweisung ver- sich heraus, daß der Verhaftete Zugang in einer Familie F. gefunden langten. Der„ merkwürdig" auftretende„ Vorwärts"-Mann, den die und sich mit Fräulein Jenny F. verlobt hatte. Bei den erforderlichen Staatsbürger- Zeitung" ihren Lesern vorstellt, ist uns unbekannt. Bernehmungen des jungen Mädchens und auch seiner Angehörigen Er verdankt seine Entstehung einem Schwindel. Im übrigen sind wurden diese darauf aufmerksam gemacht, daß Breier schon längst über die in Rede stehende Angelegenheit von uns nur Batienten be- berheiratet und ein berüchtigter Mädchenhändler sei. Dennoch glaubte fragt worden, die bereits aus dem Hedwigs- Krankenhause entlassen die junge Dame ihrem inzwischen wieder wegen Mangel an Beweisen aus der Untersuchungshaft entlassenen Verlobten. Der Doch genug von dem Blättchen, mit dem man sich nur ungern Ungar verstand es, Fräulein. derartig zu umgarnen, daß sie sich befaßt. In der Sache, um die es sich handelt, wird uns jeder bei- bereit erklärte, dem Bräutigam überall hin zu folgen. Dieser überstimmen, dem die öffentliche Krankenpflege am Herzen liegt. Krante redete das Mädchen, mit ihm nach Wien und London zu fahren, wo Bor bierzehn Tagen, in der ersten Sigung des neuen Jahres, soll man gesund madjen, aber mit Dingen verschonen, die diesem sie sich ohne Beibringung irgend welcher besonderen Papiere verheiraten richtete der Vorsteher, der alte Langerhans, an die Stadtverordneten wed nicht dienen. Wer im Krankenhause beten will, möge es fönnten. Die Hochzeit sollte sofort nach Ankunft in der östreichischen Versammlung die Mahmung, immer friedlich und in Ruhe zu ber- thun wer's nicht will, den lasse man in Ruhe. Und auch wer Hauptstadt erfolgen. Von Wien aus schrieb Breier an die jüngere handeln, aber seitdem sind nun schon zum drittenmal die Gegenfäße nicht beten will, soll den ungeschoren lassen, dem das Gebet ein Schwester seiner Braut, fie möge sofort nachkommen, um Trauzeugin zu scharf aufeinandergeplagt. Es ist ein Jammer, daß die socialdemo- Bedürfnis iſt. Wollen die konfessionellen Strankenhäuser diesen fein; doch folgte sie nicht der Aufforderung. Vor furzem erhielten die fratische Minderheit das Bemängeln und Bemäleln nicht lassen kann. Grundsatz gegenseitiger Toleranz nicht anerkennen, dann sind sie nicht Angehörigen des Fräulein F. eine Postkarte der Verschwundenen aus Gestern drehte sich der Streit wieder einmal um die Kranken- Interesse daran, daß man im Strantenhause jeben, der nicht mit tiefunglückliche Jenny". wert, weiterzubestehen. Auch die Gläubigen haben übrigens ein Budapest, die nur die wenigen Worte enthielt:„ Es grüßt Euch Eure weiterzubestehen. Alle Bemühungen der Berwandten, über anstalten, und den Anlaß dazu gab die Berichterstattung über beten will, in Ruhe läßt. Welches Geschrei würde die katholische den gegenwärtigen Aufenthalt der Vermißten etwas zu erfahren, die einem Ausschuß zur Vorberatung überwiesenen Anträge der Preffe anstimmen, wenn in evangelisch- tonfeffionellen Krankenhäusern waren bisher vergeblich. Breier, der übrigens auch auf den Namen " Alten Linken" bezw. der Neuen Linken", betreffend die Erbie nicht- evangelischen Patienten am evangelischen Gebet teilnehmen Dr. Oppermann reist und jedenfalls noch andre falsche Namen führen weiterung des Friedrich Kinderkrankenhauses sollten! Wie würden die teutsch- chriftlichen Blätter zetern, wenn dürfte, wird von der ungarischen Staatsanwaltschaft gesucht.- Vermißt und die Errichtung einer Geschlechtskrantenim jüdischen Krankenhause den nicht- jüdischen Patienten gleiches wird seit 8 Tagen eine 19 Jahre alte Singspielsängerin Anna Henze Station im Krankenhaus Moabit Die Vor- widerführe! Und wir würden ihnen recht geben. aus der Chauffeestraße 2. Die Tochter einer Arbeiterwitwe, war schläge, die der Ausschuß dem fie früher Näherin, sang aber seit einem halben Jahre im Chor des Plenum zu machen Bariété Theaters Friedrichsgarten, Friedrichstr. 125, und wohnte bei hatte, gingen nicht hinaus über Städtische Betriebe Musterbetriebe. die Mindestforderungen, dem Inhaber des Theaters, Gastwirt Stephan, in der Chausseestraße. die in dieser Beziehung gestellt werden müssen. Man merkte ihnen Die Arbeiter der städtischen Ranalisationswerte Nachdem sie am vergangenen Freitag zum erstenmal als Einzelan, daß das Deficit- Gespenst auch hier wieder auf die ohnehin nicht richteten im Juli vorigen Jahres eine Eingabe an die Direktion, sängerin aufgetreten war, unterhielt sie sich abends viel mit einem beträchtliche Thattraft der freisinnigen Mehrheit einen lähmenden welche die Bitte um Einführung von Wochenlöhnen und feingefleideten Gast, kam nicht mehr nach Hause und auf die Bühne Einfluß ausgeübt hatte. um Lohnerhöhung enthielt. Am 12. Dezember endlich und ließ auch nichts mehr von sich hören. Es ist nicht ausgeschlossen, Die socialdemokratische Fraktion hatte durch ihre Vertreter im erhielten sie Bescheid, daß ihren Wünschen nicht Rechnung getragen daß der feine Herr das hübsche Mädchen, eine schlanke Blondine mii Die socialdemokratische Fraktion hatte durch ihre Vertreter im werden könne. Gründe anzugeben, welche diese Ablehnung recht- blauen Augen, ins Ausland verschleppt hat. Ausschuß weitergehende Forderungen gestellt und hielt auch nach fertigten, hält man in den Betrieben der Stadt nicht für nötig. Da den ablehnenden Beschlüssen des Ausschusses daran fest. Genosse Arbeiterausschüsse, welche in fachlicher Weise die Berechtigung der Zu einer aufregenden Scene fam es gestern abend im Cirkus Koblenzer, der nach dem Ausschuß- Berichterstatter Gaffel als Forderungen erörtern tönnten, bei der Kanalisation leider noch nicht Busch. Dort tritt, wie bekannt, augenblicklich Mr. Satan" aus erster zu Worte tam, begründete sie in wirksamer Weise. Gegen bestehen, so sehen sich die Arbeiter genötigt, auf diesem Wege den Paris auf, der die gefährliche Fahrt über die oben geöffnete Schleife über der Flickarbeit, die für das Kinder- Krankenhaus vorgeschlagen Deputationsmitgliedern die Lohn- und Arbeitsverhältnisse vor ausführt. Gestern verlor er nun beim Abspringen die Richtung und wird, empfahl er einen schleunigen Ausbau in dem ursprünglich ge- Augen zu führen. Die Beschäftigung der Kanalisationsarbeiter ist stürzte zum Entfezen des Publikums aus der gewaltigen Höhe planten Umfang. Bur Frage der Errichtung einer Geschlechtskranten- äußerst schmutzig und ungesund. Nicht allein, daß diefe Arbeiter mit herab. Glücklicherweise hatte der Sturz dem kühnen Radfahrer Station wurde von unserm Redner gefordert, daß die Station haben, laufen sie noch häufig Gefahr, durch die gefährlichen sich sehr und wagte noch einmal die Fahrt, die er mun mit der größten den in Fäulnis übergehenden Fäkalien jahraus jahrein umzugehen nichts geschadet. Er erholte sich sich nach einer fleinen Pause wieder dauernd bestehen bleiben und die Geschlechtskranken- Station des schnell entwidelnden Gafe ihr Leben zu riskieren. Des öfteren Sicherheit ausführte. Obdachs aus dieser Anstalt herausgenommen werden solle. schon waren solche Fälle zu verzeichnen. Aber auch die Ge Die Debatte verlief zunächst sehr ruhig. Stadtrat Straß- sundheit wird durch diesen Beruf wesentlich beeinträchtigt. 6 Uhr in die Endhaltestelle Warschauerbrücke einfahrenden Zuge Betriebsstörung auf der Hochbahn. Bei dem gestern morgen manns Erwiderung war zahm und fand wenig Beachtung. Von früh 6 Uhr bis abends 5 Uhr inklusive 1 Stunden Pause wurde dessen Wagen zweiter Klasse von dem Vorderteil eines Erst als Herr Edardt( Alte Linke") unter heftigen An- oder bei Nacht acht Stunden bei Wind und Wetter ohne jeden Schuß rangierenden Leerzuges, der aus dem Wagenschuppen ohne Signal griffen auf unsre Parteigenossen die in Geschlechts- auf der Straße seinen Dienst zu verrichten, das gehört wahrlich zu zu weit vorgefahren war, seitlich gestreift, so daß einige Seitenfenster franken- Station des Obdachs herrschenden Zustände beschönigte, den unangenehmisten Arbeiten. Keine Bude, in der bei starkem zerbrachen. Außerdem wurde eine Weiche beschädigt, wodurch der franken- Station des Obdachs herrschenden Zustände beschönigte, Regen oder Schneegestöber das Frühstück oder Mittagessen Betrieb zwischen Warschauerbrücke und der benachbarten Haltestelle gestaltete sich die Debatte erregter. Herr Nathan, der nun nicht eingenommen werden könnte, steht den Arbeitern zur Ver- Stralauer Thor bis 9,36 Uhr unterbrochen war. Auf den übrigen mehr zur Neuen Linken" gehört, empfahl bezüglich des Kinder- fügung. Am Tage sind sie daher gezwungen, Schankwirtschaften Streden war der Zugverkehr während dieser Zeit nicht gestört. Eine Strankenhauses die Flidarbeit des Ausschusses. Bezüglich der aufzusuchen, um dort die Mahlzeiten einzunehmen, was erhöhte Verlegung von Personen ist nicht erfolgt. Geschlechtskranken- Station trat er unserm Antrage bei. Dasselbe that Ausgaben im Gefolge hat. Daß solche Thätigkeit frühzeitiges Herr Landau(„ Alte Linke"), der seine Fraktion gründlich im Stich Siechtum zur Folge hat, wird jeder objettive Beobachter beEin amerikanischer Hochstapler. Wiederum festgenommen wurde ließ und in furzer, aber eindrucksvoller Rede die skandalösen Zustände stätigen. Regenpelerinen, wie sie in andren Städten und auch bei gestern von der hiesigen Kriminalpolizei der 34 Jahre alte amerikader Geschlechtskranken- Station des Obdachs schilderte. Stadtrat Weigert der Straßenreinigung im Gebrauch sind, scheint man hier nicht zu schaffen gemacht hat und wegen Hochstapelei, Urkundenfälschung und nische Major May v. Schiemang, der den Behörden schon viel zu fennen. So vollzieht sich jene Arbeit das ganze Jahr, hin und wieder antwortete; der Sinn seiner Rede war: wir können nicht. Herr einmal durchbrochen von einem freien Sonntag, der aber nicht bezahlt Betrugs wiederholt bestraft ist. Er verübte mit Briefen, die er sich Sachs, ohne den eine Krankenhausdebatte nicht denkbar ist, be- wird, troydem man von dem Arbeiter verlangt, daß er stets aur bon Militär- und Civilbeamten zu verschaffen wußte, die größten Schwindeleien. Start tvar Hand ist, wenn er gebraucht wird. Plazt ein Drudrohr oder ist ein Seinen und Herrn Edardts Angriffen traten unsre Genossen Hausanschluß verstopft, so hat der Arbeiter nach der Meldung fofort Patenten. Nach seiner legten Strafe von drei Jahren Hoffmann und Bernstein entgegen. Was sie sagten, mißfiel zu erscheinen, ganz gleich, ob er halbtot vor Müdigkeit nach Hause Suchthaus aber ging er so vorsichtig zu Werke, daß es nicht mehr der freisinnigen Mehrheit so, daß sie zu lärmen und zu toben gekommen ist, oder ob er frei hat. Berücksichtigt man diese im gelang, ihn zu überführen, bis er sich jetzt auf den Heiratsschwindel begann, Herr Langerhans schalt, nicht auf die lärmende Mehrheit, Betriebe vielleicht unabwendbaren Erschwerungen und Anforderungen verlegte. Durch ein hiesiges Bureau hatte der Major die Tochter sondern auf die socialdemokratischen Redner. Herr Weigert wies an die Kanalarbeiter, so muß man zugeben, daß die Lohnentschädi- einer Kapitänswitwe im Westen der Stadt fennen gelernt. Er ging einen ihm gemachten Vorwurf zurüd, auch Herr Edardt fuchte gung dafür ganz ungenügend ist. Der Anfangslohn beträgt 3,50 m. alsbald aus und ein und gewann die Zuneigung der Tochter in einen ihm gemachten Vorwurf zurück, auch Herr Edardt suchte und steigt nach fünf Jahren auf 3,75 M. und nach acht Jahren auf hohem Grade. Obwohl er in Amerita verheiratet ist, hatte er nichts sich zu verteidigen, und Bernstein erwiderte beiden, wieder unter 4 M. Wie da ein Familienvater zurechtkommen soll, wo bei einer dagegen, daß alle Borbereitungen für die Verlobungsfeier getroffen fortwährendem Lärm. Dann kam das Schlußwort und die Ab- solchen Lohnentschädigung die Berufsfreudigkeit- die ja doch bei wurden. Die Kapitänswitwe war auch bereit, 10 000 M. für die stimmung, die die Ablehnung unsrer Anträge und die Annahme der den städtischen Arbeitern besonders betont wird herkommen soll, Bürgschaft herzugeben, die der Major seiner Behauptung nach bei herkommen soll, Ausschußvorschläge ergab. das überlassen wir der Beurteilung der Kanalisations- Deputation, der Verheiratung stellen müßte. Die Frau war aber doch vorsichtig Zu Beginn der Sigung hatte sich über die Neubesetzung die ja doch auch aus Herren mit praktischer Erfahrung zusammen- genug, fich endlich nach seiner Persönlichkeit etwas näher zu er fundigen. Zufällig kam sie dabei auch mit einem Kriminalbeamten. der in den Verwaltungsdeputationen frei gewordenen gesezt ist. zusammen, der das Vorleben des Majors genau kannte und ihr beim Centralfomitee zur Belämpfung des Mädchenhandels Anzeigen überraschende Aufschlüsse geben konnte. Um dieselbe Zeit gingen ein, daß ein Mann versuche, viele junge Mädchen unter allerhand Vorspiegelungen nach New York zu loden. Dieser Mann konnte nach der Personalbeschreibung fein andrer sein als der amerikanische Allgemeiner Nachtdienst im Fernsprechverkehr des Reiches mit Major. Daher ging ihm die Kriminalpolizei nun auch von dieser Fraktionen sich verschoben habe. Sein Antrag auf Zurüdverweisung an Bayern, Württemberg und Destreich. Eine allgemeine Einführung Seite aus zu Leibe. Er war aber nicht so leicht zu finden, da er den Ausschuß stieß allenthalben auf Widerstand, aber die Forderung, daß des Nachtdienstes im Fernsprechverkehr des Reichs- Telegraphengebietes den Namen Schumann angenommen hatte und unter dieſem eine für die Stellen der Schuldeputation, deren eine die socialdemokratische mit Bayern, Württemberg und Destreich ist vom Reichspostamt mit feine Junggesellenwohnung in der Invalidenstraße inne hatte. Gestern Frattion beansprucht, eine Bettelwahl stattfinde, mußte geschäfts- Wirkung vom 1. Februar an angeordnet worden. Sämtliche An- ging die Stapitänswitwe zur Bant, um die 10 000 M. für die Bürgordnungsgemäß berücksichtigt werden. Herr Cassel fündigte an, stalten, die bisher nur bei Tage untereinander in Verbindung schaft abzuheben. Nach der Auszahlung sollte in einem Weins stätigte es ihm. A M. Stellen eine kleine, aber nicht uninteressante Debatte ent- Genehmigung einer städtischen Anleihe. Wie berichtet wird, hat der sponnen. Unser Genosse Singer wies darauf hin, daß Kaiser nunmehr die vor längerer Zeit vom hiesigen Stadtverordnetendie der Versammlung zur Annahme empfohlenen Vorschläge Kollegium beschlossene Anleihe der Stadt Berlin in der Höhe von des Ausschusses vor der Spaltung der„ Neuen Linken" 228 Millionen Mark genehmigt. gemacht worden seien, daß aber inzwischen das Stärkeverhältnis der " er auch in der Verwertung von ansfchant im Familienkreise die Verlobung gefeiert werden. Als sich daher infolge des Unglücksfalles in besonders schwieriger Lage. Jahren der Fall vorgekommen ist, daß ausständige Arbeiter ähnlich aber Schiemang fam, um das Geld abzuholen, empfing ihn nicht Der Urheber des Unfalles konnte nicht festgestellt werden. milde behandelt worden sind? die Kapitänswitwe, sondern die Kriminalpolizei. Auf den Vorhalt, daß er doch verheiratet sei, erklärte er den Kommissaren v. Tresckow und Dr. Kopp, er habe sich von seiner Frau in Amerika verabschiedet, und das sei so gut wie geschieden. Ein Motor- Zweirad gestohlen wurde am Mittwochabend 71 Uhr aus dem Hausflur des Hauses Oranienstr. 5. Der Eigentümer hatte sich einige Minuten von dem Motor entfernt, um eine Besorgung zu erledigen. Die kurze Zeit benutzte der Dieb, um sich des Rades zu bemächtigen und unerkannt zu verschwinden. Der Kasten des Rades trug die Aufschrift:" G. Severain, Berlin C.", die andre Seite in großer Schrift die Marke:„ Ziel" und die Nr. A. 237. Feuerbericht. Gin größeres Feuer beschäftigte Donnerstag nachmittag die Wehr lange Zeit in der Zimmerstr. 79. Dort bewohnt die 70 jährige Witwe Tapfer im rechten Seitenflügel eine kleine Parterrewohnung: Während sie nun gegen 2 Uhr weggegangen war, um Einkäufe zu besorgen, entstand durch einen in der Küche aufgestellten stark geheizten eiferren Ofen der Brand. Hausbewohner alarmierten schleunigst die Feuerwehr, die nach wenigen Minuten mit einer Dampfspriße zur Stelle war. Es dauerte doch über eine Stunde, bevor die Flammen erstickt waren. Der ganze Rarn ist ausgebrannt, auch ist die Decke zum ersten Stockwerk start beschädigt. Die Witwe ist sehr betroffen, da sie fast ihr ganzes Hab und Gut verloren hat und nicht versichert ist. Vorher wurde die dritte Compagnie nach dem Urbanhafen gerufen, wo in der Kajüte eines Spreekahnes Kleidungsstüde und Decken in Brand geraten waren. Allerlei Gerümpel brannte abends in der Laufizerstraße 44 und Gardinen in der Aleranderstr. 63. Außerdem liefen in den letzten 24 Stunden noch Alarmierungen von der Dranienburgerstr. 39, Rüdersdorferstr. 24, von der Luther- Brücke und noch von verschiedenen andren Orten ein, doch handelte es sich in diesen Fällen durchweg um ganz unbedeutende Anlässe. Gerichts- Zeitung. Verfammlungen. " Das Aufführungsrecht von Theaterstücken in Brivat- Theatervereinen. Der Maurer Robert Meißner stand vor der neunten Straffammer des Landgerichts I. Meißner ist Vorstand eines kleinen, Profeffor Dr. Ruhland, der Gelehrte des Bundes der Land- aus 15 Mitgliedern bestehenden Theatervereins. Am 12. April Aus Furcht vor der Verhaftung sprang gestern nachmittag ein wirte, steht im Mittelpunkt eines ganzen Kranzes von Beleidigungs- v. J. ließ der Verein in den Concordiajälen Frau Potiphar" von Dienstmädchen, Hulda Heinz, aus der Hohenfriedbergstr. 2 in Schöne- flagen, zu dem die gestern vor dem hiesigen Schöffengericht ver- Carlo Duchow in Scene gehen. Das Puplikum bestand aus Anberg zum Fenster hinaus. Das Mädchen wurde in dem Geschäft, handelte Privatklage des letzteren gegen den Redakteur Dr. Walter gehörigen und Bekannten der Mitwirkenden. Eintrittsgeld wurde in dem es für die Dienstherrschaft einkaufte, bei einem Diebstahl er- Man cke gehört. Dieser ist Chefredakteur der„ Bank- und Handels- in Form eines Programms erhoben, das mit 40 Pf. zu lösen war. tappt und zur Anzeige gebracht. Als nun gestern nachmittag zeitung" und gleichzeitig bei der Centralstelle der Deutschen Land- Hierdurch kennzeichnete sich die Aufführung nach Ansicht der StaatsKriminalbeamte tamen, um es nach der Polizeidirektion abzuholen, wirtschaftskammer angestellt und in gewissem Sinne ein Antipode anwaltschaft, welche von dem übergangenen Verfasser angerufen war, sprang es zum Fenster hinaus, brach sich die Beine und mußte zu- des Professors Ruhland, denn er bearbeitet die Preise auf dem als eine öffentliche. Der Maurer Meißner, welcher wegen der unnächst als Polizeigefangene nach der Charité gebracht werden. Getreidemarkte in der Notierungsstelle der Centralstelle, während berechtigten Aufführung zur Verantwortung gezogen wurde, wollte Ein gefährliches Abenteuer hatte ein junger Berliner in Rom zu der Privatkläger der Direktor einer von ihm ins Leben gerufenen geglaubt haben, daß alle Theaterstücke, deren Tert im Buchhandel zu bestehen. Der 23jährige Bankbeamte Paul Person aus Berlin, der Gesellschaft mit beschränkter Haftung," Der Getreidemarkt", haben sei, Gemeingut seien. Der als Nebenkläger auftretende Vermit zwei Landsleuten fürzlich aus Neapel in Rom eingetroffen war, ist, an der der Bund der Landwirte materiell beteiligt ist. Zwischen fasser war nur bereit, den Strafantrag zurückzuziehen, wenn der wurde in der letzten Nacht durch drei Burschen, mit denen er gezecht beiden besteht eine sehr zugespitzte Gegnerschaft. Zu den Gegnern Angeklagte ihm eine Entschädigung von 65 M. zahle. Nach längerem hatte, vor der Stadtmauer beraubt und verwundet. des Prof. Ruhland gehört auch Prof. Biermer, der gegen ihn Hin und Her einigten sich die Parteien auf 60 M., worauf der Ver= eine Broschüre herausgegeben und darin in nachdrücklichster Weise fasser den Strafantrag zurüdzog. sachliche und wissenschaftlich- geschäftliche Differenzen zum Austrag zu bringen versucht hat. Teile dieser Broschüre hat Dr. Mancke in seiner Zeitung zum Abdruck gebracht, und Prof. Dr. Ruhland hat auf Grund dieser Thatsache zuerst gegen Prof. Biermer und dann auch gegen Dr. Mance Beleidigungsklagen eingeleitet, die Der Verband aller in der Stickereibrauche beschäftigten Ber noch in der Schwebe sind. In dem gegen Prof. Biermer schwebenden sonen hielt am 13. Januar er. in den Arminhallen seine GeneralVerfahren hat nun Dr. M. dem Beklagten zur Charakteristik des versammlung ab. Nachdem Massuthe den Kassenbericht gelägers schriftlich mitgeteilt, daß Prof. Ruhland von einwands- geben hatte, aus welchem zu ersehen war, daß die Einnahme im freien Zeuten als notorischer Lump" bezeichnet worden 4. Quartal 1903 inkl. Bestand 1358,91 M., die Ausgaben 342,97 m. sei. Diese Thatsache kam bei dem Prozeß kontra Biermer zur betrugen, der augenblickliche Bestand also 1015,94 M. ist, erstatteten Sprache und veranlaßte den Prof. Ruhland, wegen dieses Ausdrucks die verschiedenen Kommissionen Bericht über ihre Thätigkeit im gegen Tr. Mande flagbar zu werden. Nur um diese Beleidigung letzten Quartal. Aus dem Bericht der Agitationskommission ist handelte es sich zunächst im gestrigen Termin. Der Angeklagte hervorzuheben, daß 12 Werkstuben- Versammlungen abgehalten hatte seinerseits Widerklage erhoben, und zwar auf Grund folgenden wurden, welche jedoch meistens leider nicht den Erwartungen entThatbestandes: Als Beilage zur" Bank- und Handelszeitung" er- sprachen. Hierauf hielt Genosse W. Rössel einen beifällig aufscheint seit langen Jahren ein" Landwirtschaftlicher Anzeiger", deffen genommenen Vortrag über den„ Nußen der Centralorganisationen". Inhalt der Angeklagte seit einiger Zeit auch unter dem Titel„ Land- Gleichsam als Einleitung zu dem Vortrage sette der Referent der wirtschaftlicher und Handelsanzeiger" erscheinen läßt. In diesem Versammlung auseinander, aus welchen Gründen der Deutsche letzteren hatte er einen Angriffsartikel gegen Prof. Ruhland er- Tertilarbeiter- Verband nicht umhin konnte, gegen den vom Verband scheinen lassen und daran dann in der nächsten Nummer der„ Bank- der in der Stickereibranche beschäftigten Personen bei der Generalund Handelszeitung" Besprechungen geknüpft. Prof. Ruhland war fommission gestellten Antrag behufs Anschluß an die Generalder Ansicht, daß der neue Titel der Beilage, für die zeitweilig ein kommission Widerspruch zu erheben. Daran anschließend führte er andrer Redakteur bestellt war, nur eine Art Zeitungsmaste dar- ferner aus, wie schwer es für einen kleinen Verband ist, in andren stellte, zu dem Zweck, gewissermassen incognito Artikel in die Deffent- Städten Filialen zu gründen, da erfahrungsgemäß die Unternehmer lichkeit zu bringen, zu denen man sich nicht bekennen, aber Gelegen- die Leiter dieser neugegründeten Filialen aufs Pflaster setzten und heit erhalten möchte, fie in der eigentlichen Zeitung zu besprechen. dadurch dem Verbande durch Gemaßregelten- Unterstützung große Prof. Ruhland ersuchte darauf das Börsen- Ehrengericht, diesen Ausgaben erwachsen, die in Verbindung mit den Agitationskosten Fall zu untersuchen. Er führte in der betreffenden Anzeige aus, dem Verbande über den Kopf wachsen würden. Ebenso wäre dies daß dies ein Verfahren sei, das mit Treu und Glauben nicht ver- der Fall bei einem Streit, der größere Dimensionen annimmt. Dem einbar sei, sprach von„ gemeingefährlicher grober Fälschung der gegenüber hob Rössel die Vorteile hervor, die erwachsen durch AnSo würden z. B. bei In der Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung führte Das Börsen- Ehrengericht hat, wie Dr. Mande gestern behauptete, Streitigkeiten die Unternehmer in vielen Fällen eine Verständigung öffentlichen Meinung", von häßlicher und schlechter Absicht usw. schluß an einen großen Centralverband. pellation betreffend die Entlassung von vorbestraften glatt„ in den Papierkorb geworfen". die Besprechung der socialdemokratischen Inter- eine Untersuchung gar nicht eingeleitet, sondern die Denunziation" fuchen, wenn sie wissen, daß eine große Waſſe hinter den Arbeitern Er selbst habe dann bei der steht. Am Schlusse seiner Ausführungen machte der Referent die Arbeitern zu einer lebhaften Auseinandersetzung zwischen unsrer Landwirtschaftskammer eine Disciplinaruntersuchung beantragt, die Versammlung noch mit den im Textilarbeiter- Verband eingeführten Fraktion und dem Magistrat. Die Interpellation lautet:" Hat der das Ergebnis gehabt habe, daß sein Verfahren bei der Herausgabe verschiedenen Unterſtützungen bekannt. In der Diskuſſion ſetzte Magiftrat eine Anordnung erlassen, wonach gerichtlich vorbestrafte der Zeitungsbeilage als vollständig korreft anerkannt worden sei. Prillwitz der Versammlung auseinander, daß sich der Vorstand, Personen in Zukunft im Dienſte der Stadt nicht mehr beschäftigt Was den klagepunkt betrifft, so berief sich Dr. Mande auf den nachdem der Antrag auf Anschluß an die Generalfommission durch werden dürfen? Ist es richtig, daß auf Grund einer solchen Ver- Dekonomierat Steinmeyer- Danzig und Präsident Georg den Gewerkschaftsausschuß abgelehnt worden war, die Frage vorlegte, ordnung bereits Arbeiterentlassungen erfolgt sind?" In seiner Begründung wies Stadtv. Hirsch an der Hand eines umfangreichen b. Arnim als diejenigen Personen, die bei einer von ihm näher was nun zu thun sei. Nach verschiedenen Besprechungen tam er zu Materials nach, daß der Magistrat, der stets die Pflege social- bezeichneten Gelegenheit den Ausdruck motorischer Lump" in Bezug dem Entschluß, der Generalversammlung zu empfehlen, sich dem Tie Diskussion über diese politischer Aufgaben betone, in Wirklichkeit antisocial und in- auf Prof. Ruhland gebraucht hätten. Beide wurden gestern als Tertilarbeiter- Verband anzuschließen. human handle. Zeugen vernommen. Defonomierat Steinmeyer entsann sich Frage war von kurzer Dauer, da die Kolleginnen und Kollegen durch Auf Grund einer Verfügung würden Ar- nicht, diesen Ausdruck öffentlich gebraucht zu haben; wenn er ihn Vorbesprechungen genügend über die Sachlage aufgeklärt waren. beiter, die einmal mit dem Gesetze in Konflikt ge privatim gebraucht haben sollte was er nicht glaube so sei Nachdem Gen. Rössel vom Hauptvorstand des Tertilarbeitertommen sind, auch zu vorübergehenden Dienstleistungen Dienstleistungen das nur bedingungsweise geschehen. Als der Zeuge auf sein Verbandes noch einige an ihn gerichtete Fragen beantwortet hatte, nicht mehr eingestellt, und eine ganze Reihe von Arbeitern, die Zeugnisverweigerungsrecht hingewiesen wurde, wenn er selbst eine wurde fast einstimmig( es waren dagegen 4 Stimmen, unJahre lang ihre Pflicht im Dienste der Stadt erfüllt hätten, seien Berfolgung wegen einer strafbaren Handlung befürchten müßte, gültig 2 Stimmen) ein genügend unterstützter Antrag F. Müller um die Weihnachtszeit wegen lange zurückliegender gerichtlicher machte er von diesem Rechte Gebrauch, erklärte aber, daß er keinen angenommen, welcher besagte, daß der Verband sich nach Ablehnung Strafen entlassen worden. Der Magistrat gehe planmäßig vor, ohne thatsächlichen Anhalt für den Gebrauch des beleidigenden Inhalts des an die Generalfommission gerichteten Antrages dem Deutschen die Folgen seiner Handlungsweise zu bedenken. Redner sprach am Schluß die Erwartung aus, daß der Magistrat das den Arbeitern funft darüber, ob er den beleidigenden Ausdruck gebraucht habe. Zeuge v. Arnim verweigerte von vornherein die Aus- Tertilarbeiter- Verband als selbständige Filiale anschließen wolle. Es wurde hierauf der Vorstand und weitere 5 Mitglieder damit bezugefügte Unrecht wieder gut machen und die Entlassenen wieder Generalsekretär Dr. Jürgens entsann sich nur einer vor etwa auftragt, mit dem Hauptvorstand des Textilarbeiter- Verbandes in Schuste hrus zugeben, daß in der That eine derartige stattgehabten Privatunterhaltung, wobei scharfe Kritik an dem Ver- tann. In seiner Antwort mußte Oberbürgermeister fünfviertel Jahren vor einer Kuratoriumsizung der Tentralstelle Verbindung zu treten, damit der Anschluß am 1. März cr. erfolgen Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten erfolgte Verfügung erlassen ist; fie sei aber, da sie zu Härten halten und dem Charakter des Prof. Ruhland geübt worden sei. Schluß der Versammlung. geführt habe, bereits abgeändert. Im übrigen müsse die Friedrichshagen. Der hiesige socialdemokratische ArbeiterVerwaltung schon mit Rücksicht auf die eventuelle Schadens- Möglich sei es auch, daß dabei das Wort„ notorischer Lump" geerfaßpflicht wissen, welche Art von Arbeitern sie beschäftige. die ihm unterschobene beleidigende Absicht. Prof. Ruhland wolle mäßige Mitgliederversammlung ab, in welcher Genoise Dr. Friede Der Angeklagte Dr. Man de verwahrte sich gegen Bildungsverein hielt am Sonnabend, den 16. Januar, seine regelDaß gerade zu Weihnachten Entlassungen erfolgt sind, bedauere nur die von ihm bekleidete Stellung in der Centralstelle haben, und berg über„ Tattit, Barlamentarismus und Generalstreit" einen beier. Diesen Ausführungen schloß sich namens der Liberalen Stadtv. aus diesem Grunde habe er, der enragierte Gegner der Börse, sich fällig aufgenommenen Vortrag hielt, an welchem sich eine rege Dr. Crüger an, während Stadtv. Buka, der Führer der Fraktion an das Börsen- Ehrengericht gewandt. Das Gericht verurteilte Diskussion schloß.. Alt- Charlottenburg und Stadtv. Hirsch das Verhalten des Magistrats den Angeklagten Dr. Man de zu 180 M. Geldstrafe. Es Bericht. Sodann gab der Kassierer seinen Halbjahreseiner scharfen und abfälligen Kritik unterzogen. Eine zweite hielt nicht für erwiesen, daß der beleidigende Ausdrud von andrer Bestand 52,71 M. Mitgliederbestand 251. Die Einnahme betrug 299,64 M., Ausgabe 246,93 M., In die Lokalkommission socialdemokratische Interpellation bezog sich auf den letzten Unfall Seite gefallen, und versagte dem Angeklagten den Schutz des§ 193. wurde Genoffe Newis neu gewählt. Die Listen für die beim Neubau des städtischen Krankenhauses. Gebildete Leute müßten sich doppelt hüten, mit persönlichen Ver- Gemeindevertreter- Wahlen liegen bis zum 30. Januar aus. Für die Stadtv. Baake begründete die Interpellation und forderte nach- unglimpfungen vorzugehen. Auf die Widerklage billigte das Gericht Genossen, welche keine Zeit haben, find die Genossen Werkmann, drücklichst den Erlaß von Vorschriften zur Verhütung von Unfällen. dagegen dem Prof. Ruhland den Schutz des§ 193 zu und erkannte Kurzestr. 4 und Bellmann, Konsumverein, bereit, dieselben einWie der Magistratsvertreter, Stadtbaurat Bratring, mitteilte, bei ihm auf Freisprechung. zusehen. ist der Magistrat mit seinen Erwägungen über Schutzmaßnahmen noch zu feinem Resultat gediehen. am Mittwoch einstellen werde. Aus den Nachbarorten. habe. fallen sei. " 7 9 Arbeiter Bildungsschule Berlin, Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Der Unterricht in Rede- lebung beginnt heute, Freitagabend 9 Uhr im Saal 1. Socialdemokratischer Agitationsverein für den ReichstagsWahlkreis Kalau Luckau. Sonntag, den 24. d. M., abends 6 Uhr, findet beim Genossen Weihnacht, Grünftr. 21, unsre General- Versammlung statt. Gäste find willkommen. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. Vermischtes. Das Vereinsgesetz gegen die Geselligkeit polnischer Katholiken. Unter den Vorlagen, die der Versammlung unterbreitet waren, Der Vorsitzende Sliwka vom katholischen Gesellenverein Harift die wichtigste die betr. anderweite Festsetzung der in den monia zu Gleiwib wurde vom Landgericht als der Berufungsinstanz städtischen Krankenhäusern zu erhebenden Pflege- zu einer Geldstrafe von 75 m. verurteilt, weil er der Polizei das säge. Die Sätze der III. Klasse sollen vom 1. April ab von 2 M. Mitgliederverzeichnis nicht binnen drei Tagen nach Aufforderung einauf 2,50 M. für Einheimische und auf 3 M. für Fremde erhöht gereicht hatte. Den Einwand, daß der Verein lediglich die Pflege werden. Stadtv. Otto gab die Erklärung ab, daß die Liberalen zum Gericht nicht gelten. Er erklärte vielmehr: Daß" Harmonia" eine der Geselligkeit und die Belehrung der Mitglieder bezwecke, ließ das 2. Neuwahl zc. 3. Verschiedenes. großen Teil gegen die Erhöhung stimmen würden. Jn Wirklichkeit jedoch ließ die Mehrzahl der Liberalen ihren Fraktionsredner im Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten, und zwar im großStich, denn von den 21 Mitgliedern bekannten sich nur 8 als polnischen Sinne bezwecke, ergebe sich zunächst aus der offiziellen Gegner der Vorlage. Im Namen unsrer Fraktion wies Genosse Beteiligung des Vereins an einem Kongreß der oberschlesischen Opfer der Lawinen. Lawinenstürze verursachten in Ampezzo Hirsch nach, daß für den Magistrat einzig und allein der finanzielle polnischen Vereine, welcher bezweckte, einen engeren Zusammen und auf dem Monte Baldo je einen tödlichen Unglücksfall. Auf dem Standpunkt maßgebend sei, hinter dem alle übrigen Gesichtspunkte schluß dieser Bereine herbeizuführen. Es sei ein derartiger Bund Gardasee sant ein Getreideschiff. zurücktreten müßten; er ersuchte die Vorlage aus Gründen der auch gegründet worden. Arrangiert habe die ganze Veranstaltung öffentlichen Volkshygiene und im Interesse der Krankenkassen und ein groß- polnischer Agitator und der Bund sollte die Hebung der der Arbeiterklasse, die die Kosten dafür zu tragen hätten, abzulehnen. nationalen Gesinnung der Polen bezweckt haben, wenn das auch nicht Die übrigen Fraktionen hielten es nicht für nötig in die Debatte direkt ausgesprochen worden sei. Dann aber hätten sich auch 15 Miteinzugreifen. In namentlicher Abstimmung wurde die Vorlage mit glieder des Vereins in Krakau( Oestreich) an dem dort jeden 34 gegen 18 Stimmen angenommen. Pfingsten stattfindenden groß- polnischen Fest beteiligt, dessen aus Bei der Vorlage betreffend die Anstellung eines Hausgesprochener Zwed die Stärkung des Nationalgefühls der Polen im arztes für das Bürgerhaus hielt unser Genosse Dr. Bepler groß- polnischen Sinne sei. Damit bekunde der Verein ebenfalls, daß feine Jungfernrede, die in der Forderung der Anstellung mehrerer er auf öffentliche Angelegenheiten einwirken wolle. Aerzte statt eines einzigen, vor allem auch eines Nervenarztes, gipfelte. Die Vorlage wurde einem Ausschuß überwiesen. Endlich erklärte die Versammlung die Wahl des liberalen Stadtverordneten Dr. Spiegel, der in der Stichwahl über den socialdemokratischen Kandidaten gesiegt hat, für gültig. Eine folgenschwere Explosion wird aus Johnstown( Pennsylvanien) gemeldet. Ein Dampfcylinder in dem Kesselraum der Cambria Steel Company explodierte. Etwa 12 Beamte sollen getötet und 25 berletzt sein, unter legteren viele lebensgefährlich. Opfer der Arbeit. Zu dem gestrigen Unfall im Frielendorfer Brauntohlenbergwerf teilt die Direktion folgendes mit: Auf der Zeche Frielendorf stürzte eine Kohlenwand von 10 Meter Höhe ein. Verschüttet wurden vier Bergleute und ein Beamter; drei Bergleute Leichen ist schwierig. erlitten leichte Verletzungen, zwei blieben tot. Die Bergung der Marktpreise von Berlin am 20. Januar 1904 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Ctr. 16,40 16,34 Startoffeln, neue D.- Ctr. 16,28 16,22 Rindfleisch, Keule 1 kg 16,16 16,10 Bauch 12,85 12,84 Revision des Angeklagten mit folgender Begründung: Es sei ohne Das Kammergericht, welches S. nun anrief, verivarf die Rechtsirrtum festgestellt, daß der Verein eine Einwirtung auf öffentliche Angelegenheiten bezwecke. Falsch sei die Auffassung des Angeklagten, daß durch die Reise nach Seratau höchstens auf östreichische öffentliche Angelegenheiten eingewirkt sein könne und deshalb das preußische Vereinsgesetz darauf gar nicht anwendbar sei. Das Vereinsgesetz mache feinen Unterschied zwischen inländischen und ausländischen öffentlichen Angelegenheiten. Auch wenn ein preußischer Roggen, gut Verein auf östreichische öffentliche Angelegenheiten einwirken wolle, unterfalle er dem§ 2 des preußischen Vereinsgesetzes. " do. Schweinefleisch Stalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Karpfen 7,00 5,00 mittel gering 1,80 1,20 " " 1,40 1,10 " " 1,60 1,00 " mittel 12,83 12,82 " " P 1,80 1,20 gering 12,81 12,80 " " 1,80 1,10 + Gerste, gut 14,00 12,90 " 2,60 2,00 mittel 12,80 11,80 60 Stud " gering 11,70 10,70 1 kg 2,40 1,20 15,50 14,60 Male " " 2,80 1,40 14,50 13,60 Bander " " 3,00 1,20 13,50 12,70 Hechte " R 2,40 1,20 4,00 3,50 Barsche " 1,80 0,80 7,20 5,00 Schleie " 3,00 1,40 40,00 28,00 Bleie " 1,40 0,80 Wieviel Monate Gefängnis erhält ein organisierter Arbeiter, wenn er einem Streifbrecher droht, ihn niederstechen zu wollen? Die Antwort ist im Zeichen der heutigen Justiz gar nicht afer, gut 5,00 3,00 Protest gegen das Scherlsche Sparsystem". In der Stadt verordneten- Versammlung zu Charlottenburg stellte die liberale Frattion gestern folgende Anfrage, die in einer der nächsten Sizungen eantwortet werden soll, an den Magistrat:„ Mit Rücksicht darauf, daß das Scherlsche Sparsystem sich an die öffentlichen Sparkassen anlehnen will, und daß große Schäden mit diesem Sparsystem verbunden sind, fragen wir beim Magistrat an, ob er beabsichtigt, gegen dieses sogenannte Sparsystem vorzugehen, und welche Schritte er in mittel dieser Angelegenheit zu ergreifen gedenkt." auszudenken. Man vergleiche aber mit den Verurteilungen, die gering Rirdorf. Auf dem Neubau Ziethenstr. 55/56 hatte der bürgerliche Richter über organisierte Arbeiter aussprechen, eine An- Richtstroh Arbeiter Standke aus der Prinz Handjerystr. 60 das Unglück, infolge gelegenheit, die nach der Berliner Zeitung" vorgestern vor dem Heu der Glätte mit einer Mulde Steine auszugleiten und sich den rechten Schöffengericht in Wriezen a. D. zum Austrag fam. Der Erbsen Fuß zu brechen. Die Unfallstation XII leistete dem Verunglückten wiederholt wegen Körperverletzung bestrafte Polizei Speisebohnen die erste Hilfe. Auf dem Bahnhof Hermannstraße verunglückte der fergeant Handschud war angeklagt, den Polizeibeamten Elsholz Linjen * ab Bahn. Barbier Bernburg aus Charlottenburg dadurch, daß ein unvorsichtiger im Amtszimmer aus Anlaß eines Streitfalles mit der Faust ins Passagier die Abteilthür eines Ringbahnzuges hinter sich zuwarf, Gesicht geschlagen und ihm außerdem mit Niederstechen bedroht zu ohne zu sehen, daß B. die Hand am Thürrahmen hatte. Deni be- haben. Der Amtsanwalt, Bürgermeister und Polizeichef Dormann dauernswerten B. wurde durch die Thür der Mittelfinger der rechten beantragte, nachdem der Thatbestand der Bedrohung festgestellt Hand zum Teil abgequetscht. Der Verletzte, der längere Zeit worden, gegen Handschuck 10 Mart Geldstrafe; der Gerichtshof er- und mäßigen westlichen Winden. arbeitsunfähig sein wird, hat sich erst fürzlich etabliert und befindet tannte auf 15 Mark Geldstrafe! Ob schon jemals in den letzten Berantwo. Redakteur: Julius Kalisti, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Varwärts Buchdruckerei u Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 50,00 26,00 Strebse per Schod 15,00 3,00 60,00 20,00 † frei Wagen und ab Bahn. Wetter- Prognose für Freitag, den 22. Januar 1904. Ein wenig wärmer, vorherrschend wolkig mit geringen Niederschlägen Berliner Wetterbureau.