Nr. 141. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich-= Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahr g Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. gern sprech- Anschlu Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 19. Juni 1892. Die Tage in Rukland. wirthschaftlichen Kriſis. Die unmittelbare Frage, III. Das Barenthum. wie Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. tapital braucht billiges Brot, um billige Arbeitskraft zu das Budget des folgenden Jahres zusammen bekommen; das Grundkapital braucht hohe Getreidepreise, zubringen, bleibt bestehen. Eine verzwickte Lage, aus der aber weil direkt in den Getreidepreisen sein Profit steckt. In Ruß dennoch ein Ausweg gefunden werden muß. Und dies ist land wird es einen solchen Konflikt nicht geben. Soll RußNun wollen wir eine etwas abseits liegende Folgen einzig und allein der nicht mehr ungewöhnliche" Weg land auch einer Getreidezufuhr bedürfen, so kommen dabei als reihe in unsere Betrachtung ziehen. Bis jetzt hat es einer Anleihe. Es muß gepumpt werden, gepumpt unter Bezugsländer doch nur die Vereinigten Staaten und Ostfich für uns immer nur um die ökonomische Lage Ruß- allen Umständen, unter jeder Bedingung. Die Existenz selbst Indien in Betracht. Die Transportkosten werden sich das lands gehandelt. Jetzt fragen wir uns, wie steht es mit des Barenthums steht dabei auf dem Spiel. Denn, gelingt bei so hoch stellen, daß hierdurch allein die Konkurrenz be seiner politischen Gestaltung? Es ist dies die Frage der nicht die Anleihe, so kann das Budget nicht zusammen- deutend an Kraft einbüßt( die Kosten des Transports von Erhaltung des Barenthums. Wird das Zarenthum fort- gebracht werden. Es heißt dann nicht mehr blos: Ausfall New- York nach England sind nur etwas höher, als die bestehen? Wird es fallen? so und so viel, sondern die gesammte Finanzwirthschaft ge- Transportkosten von England nach Petersburg, und beWir haben gezeigt, daß die Bauernwirthschaft ruinirt räth in Stockung. Die Binsen können nicht mehr bezahlt deutend billiger, als die Kosten von England nach Odessa). ist, daß die Macht des Kapitals zu ungeahnten Dimensionen werden die Staatspapiere fallen im Werthe, auch das Außerdem, wenn auch die Bauernwirthschaft fallit ist, so anwächst, daß die jeßige Hungersnoth feine Zufälligkeit ist, Papiergeld, vielleicht geräth Beides außer dem Rourse, die hat die russische Landwirthschaft doch noch Kraft genug, daß in diesem Jahre eine neue, vielleicht noch schlimmere Staatsbank wird bestürmt, fie muß schließen, der Handel wenn der Boden in gehörige Kultur genommen wird, mit bevorsteht. Wir wollen nun untersuchen, wie sich demgegen- stockt; die Militärausgaben können nicht aufgebracht werden jeder anderen zu konkurriren. Demnach können in Rußüber das Barenthum stellt, die Soldaten bekommen schlechte Nahrung, schlechte Klei- land das Grundkapital und das industrielle Kapital Hand Die Bauern find ruinirt, fie haben keinen Besit dung, fie murken die Disziplin ist geschädigt, die Ge- in Hand gehen. Etwas wird die Harmonie gestört durch die mehr, fie produziren nichts, oder beinahe nichts, fie müssen wehre können nicht im Stande gehalten werden, die Frage der Einfuhr landwirthschaftlicher Maschinen. Allein auf Kosten der Regierung ernährt werden. Bis die Landwirth Festungswerke sind vernachlässigt u. s. w. Und was weiter? bei dem Eisenreichthum Rußlands und dem schon jetzt sehr guten schaft vollständig auf neuer Grundlage wieder hergestellt ist, wird Der Kredit ist niedergeschlagen auf viele Jahre, und Stande der Maschinenindustrie in Rußland ist auch dieser noch ziemlich viel Zeit vergehen-wir haben gesehen, von Tag zu Tag wird es schlimmer. Nur noch ein Konflikt nicht schwer zu lösen. Erustere Gegensätze giebt daß man diesen Zeitraum sogar auf ein Vierteljahrhundert Ausweg bleibt offender Appel an das Volt, es hier nicht. Was übrig bleibt, find Lappalien. So tritt schätzt -bis das Bauernvolt in seinem vollen Umfange d. h. die Einberufung einer Boltsvertretung. Doch der Grundherr auch als Privatkonsument auf, und in sich in der Gesellschaft als Lohnarbeiterklasse ablagert, werden Also, finis Poloniae! dieser seiner Eigenschaft möchte er alles möglichst billig noch Jahre vergehen. Gelingt die Anleihe, dann ist das nächste Leid geheilt. haben. Allein dabei funktionirt er eben nicht mehr als Was für das Barenthum bei alle dem besonders deutlich Allein, noch ist das Lied nicht ausgesungen. Es muß weiter Grundbefizer, sondern als Konsument, und jeder Kapitalist bor die Augen tritt, ist daß keine Abgaben mehr vom fortgewirthschaftet werden. Man tann aber nicht durch steht als Konsument im Gegensatz zu den Anderen und zu Bauer erhoben werden können. Bildeten sich auch bisher wiederholte Anleihen einen Staatshaushalt erhalten. Die sich selbst als Produzenten. schon bei der Steuererhebung enorme Rückstände, so giebt Binfen müffen endlich aufgebracht werden, und die Zinsen Also, das Kapital muß begünstigt werden. Auf welche es jetzt nichts, als lauter Rückstände. Dabei muß noch in wachsen mit den Anleihen. Die Regierung muß sich auf Weise? Es muß seinen Wünschen nachgegangen werden, Betracht gezogen werden, daß von den indirekten Steuern eine selaffe ftüßen, welche die ökonomische Gewalt der Ge- die Regierungspolitik muß seinen Bielen entsprechen. die Branntweinsteuer mit mehr als 27 pCt. der Gesammt sellschaft bildet. Sich auf eine Klasse stützen, heißt nicht, Es müssen alle gesetzlichen Hindernisse der Kapital- Accumu Einnahme des Budgets das Hauptkontingent bildet. Aber dieselbe zum hauptsächlichsten Steuerobjekt wählen. lation beseitigt werden, so z. B. die Unveräußerlichkeit des gerade die Branntweinsteuer wird unbedingt einen bedeutend Solcher Art hatte sich das Zarenthum auf den Einzelbauern- Antheils am Gemeindeland. Es muß das minderen Ertrag bringen, weil infolge der Getreidetheuerung Bauernstand gestützt", und derselbe wurde ruinirt Kapital zu Rathe gezogen werden bei den wichtigsten und der Verarmung des Bauernstandes, der ja der Haupt- und mit ihm das Barenthum. Sich auf eine Klasse finanziellen und ökonomischen Maßregeln, z. B. bei der fächliche Konsument von Branntwein ist, die Brennereien eine st ützen, heißt dieselbe unterstützen, ihre öko- Bestimmung der Zölle( geschah auch wirklich bei der außerordentliche Krisis durchzumachen haben. Schon jetzt be- nomische Macht fördern. Indem man sich ihrer letzten Zolltarifbestimmung), der Abgaben. Es muß mit richtet man aus den nothleidenden Gegenden über abnehmenden bedient, wird man selbst zu ihrem Diener. Darin dem bureaukratischen Regime, das die freie Bewegung Branntweinkonsum. Der Bauer hat nichts zu effen, keine Rede liegt die Uebermacht der ökonomischen Verhältnisse. Welche des Kapitals stört, indem es alles nothwendigerweise unter mehr von massenhaftem Branntweintrinken. Ein starker Rück- Klasse bekommt aber nunmehr in Rußland die ökonomische die Willkür der Jollzugsbeamten bringt, gebrochen werden. gang der Branntweinproduktion steht sicher bevor. Also, Gewalt in ihre Hände? Die Kapitalistenklasse. Zu ihrem Regelung der Gerichtspflege, Beschränkung der Polizeidie Einnahmen werden sich stark vermindern, aber die Aus- Diener muß das Barenthum werden. gewalt, Gewährung eines Selbstregiments des Kapitals in gaben tönnen feineswegs geschmälert werden. Fast 30 pCt. Man sagt zwar, in Rußland gebe es, außer der den Einzelbezirken, den Städten und Gemeinden, d. h. einer der Gesammtausgabe bildet die Verzinsung der Staats- Kapitalistenklasse, noch einen Adelsstand. Allein ein Adel städtischen Selbstverwaltung" 2c. Mit dem absoluten Regime davon läßt sich nichts abzwicken, weitere 26 pCt. ohne Leibeigenschaft ist nicht denkbar, er hört damit auf ist es aus. Das Barenthum muß sich fügen und unter find Militärkoften auch hier nichts zu machen, bleibt als besonders gekennzeichneter gesellschaftlicher Stand zu das Joch des Kapitals friechen. Was bleibt ihm denn eine Anzahl kleinerer Poften, also mit einer Verringerung existiren; es bleibt nur die einfache Unterscheidung zwischen sonst übrig? Etwa dennoch versuchen, den Bauernstand zu der Ausgaben geht es auch nicht. Was thun? Es muß eine Grundkapital und industriellem Kapital. Jedoch, gerade in heben, um sich auf denselben weiter zu stüßen? Dies ist burchgreifende Steuerreform durchgeführt werden. Auch wird Westeuropa stehen diese beiden Kapitalarten in einem Kampf unmöglich. Die sozialpolitische Forderung des Bauers jetzt das Projekt einer allgemeinen Einkommensteuer aus- mit einander. Dies kann aber in Rußland, zumal in der lautet: weniger Abgaben, mehr Land. Gesetzt, es wäre gearbeitet( Rußland hat keine direkte Einkommensteuer). Aber nächsten Zeit, nicht der Fall sein. Worüber der Kampf ihm beides gewährt, was wird es nüßen? Die Landwirthsolche durchgreifende Reformen lassen sich nicht im Hand- zwischen Grundkapital und industriellem Kapital in Weftschaft kann, wie wir gezeigt haben, nur gerettet wer umdrehen vollziehen, besonders zu Zeiten einer allgemeinen europa fich bewegt, sind die Getreidezölle. Das Industrie- den durch den Uebergang zu einer höheren kapitalSchuld Feuilleton. Nadbrud verboten.] [ 141 800 stürmen ließ. Die erste Schaar, welche den kürzesten Weg recht falt, oh! wie mir's vor den Augen flimmert ha, Weg zu durcheilen gehabt, sah das große Thor noch offen ha, da kommt's." und eilte auf dasselbe zu. Als sie aber bis auf zwölf Eine zweite Salve aus dem Zeughause knatterte, und Schritt herangekommen waren, drang der Pulverdampf die Kugeln pfiffen dem Arbeiter um die Ohren, ohne ihn aus allen Schießscharten und Fenstern, und im nächsten zu verletzen. Er schüttelte die Faust gegen die Burg, Augenblicke lag die Hälfte der Schaar verwundet oder todt deren Thor inzwischen geschlossen und verrammelt worden am Boden, während die Uebrigen in ungestümer Flucht den war. Dann beugte er sich wieder zu dem Kameraden nieder, Schutz der nächsten Häuser aufsuchten. Nur Einer, der der kein Lebenszeichen mehr von sich gab, legte ihm die augenscheinlich unverwundet geblieben, stand fest im Kreise Hand auf das Herz, das aufgehört zu schlagen, seiner getroffenen Rameraden und hob einen derselben empor. und wollte dann den legten Willen des Ge Bist Du es, Wießner? Hat's Dich arg getroffen?" fallenen erfüllen, als es plötzlich rings um ihn zu knallen Nachdem auf diese Weise die Einschließung der fragte er, mußt Du satteln zur großen Reise, oder denkst und zu praffeln began. Brandraketen und HandBarrikaden durch das Militär auf der einen Seite mit un- Du, daß der Pflasterkasten Dich noch zusammen Leimen granaten, in dem offenen Vorhof des Zeughauses geworfen, geahnter Schnelligkeit durchbrochen war, ein weiterer Wider- kann?" Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. stand des Militärs aber nicht vorbereitet zu sein schien und„ Es ist vorbei, ich brauch nichts weiter, als höchstens unter den geschaffenen Umständen auch nicht mehr erwartet einen Schluck Branntwein gegen den Durst." werden konnte, stürmten aus allen Häusern Arbeiter heraus, Den sollst Du haben, Wießner, da brauchen wir nicht um hinter den vorwärtsdrängenden, auf kleinen stählernen in die Apotheke zu gehen. Aber ich habe immer gesagt, es Rollen fortgeschobenen Barrikaden alsbald feststehende an wuchsen und zu ihrer weiteren Verstärkung mit Trottoir That übergehen. Platten belegt wurden, hinter welche man Sand schüttete. Jene beiden ersten Kolonnen aber stürmten rechts und links vor, gefolgt von Arbeitern, welche auf Handwagen allerlei geblasen. Feuerwerksgegenstände und Maschinen nachschoben und Bogen. wenn wir einmal zu einer rechtschaffenen So war's das erste Mal, und so wird's Bis wir fortgehen, Noack, und bei mir ist schon dazu Aber, Noad, meine Tochter!" fortgehen." " Greine mir nichts vor, ich werde Alles besorgen. Aber wegtragen will ich Dich, denn hier giebt's gleich einen Laß mich liegen, laß mich liegen, Du bringst mich durch eine Anzahl enger und frummer Gassen, bis sie vor Die Rolonne, welche nach links geschwenkt hatte, eilte zweiten Tanz." Mauern, Thürmchen und Gebäude eines burgartigen Häuser- Messer, sowie den Tabaksbeutel und die Pfeife; Pfeife und| tomplexes lagen. brachten die Besagung in Verwirrung, und nun rollte geschoben, heran und sprengte mit dem ersten Stoße mit einem Male eine Maschine, von zwölf Mann das Thor, so daß die schweren Riegel und Querbalten barsten. Im nächsten Augenblicke pochte die Maschine mit ebenso unwiderstehlicher Gewalt an das Hauptthor des Mittel gebäudes, und nunmehr brachen unter Anführung Jwan's die Arbeiter von allen Seiten in das Innere des Zeughauses gehen pflegt, sich nur noch schwach vertheidigte und alsbald hinein, dessen Besagung, wie es unter solchen Umständen zu ergab. alle das rothe Bundeszeichen angelegt hatten, und sich hier Der ganze Platz füllte sich nun mit Arbeitern, welche mit Waffen versahen oder die Geschütze herausschaffen halfen, worauf sie, unter Leitung ihrer Führer die nächst gelegenen Gassen durch Barrikaden absperrten. Jwan aber, nachdem er Anordnung gegeben, in welcher Tabaksbeutel für Dich, das Messer für Dr. Lange, die Ordnung die Vorräthe des Zeughauses herauszuschaffen feien, eilte zurück, um dem Oberkommandanten von diesem ersten Erfolge Kunde zu bringen und sich zur weiteren VerEs war das Zeughaus des Landes, auf welches Jwan Uhr für meinen Bruder und die Brieftasche für meine ſeine Leute zu gleicher Zeit von verschiedenen Geiten los- Tochter. So, nun gieb mir noch einen Schluck, mix wird er möchte von der " = Mit der vom Reichstanzler beantragten Ausprägung von Zehn und Fünf Pfennigftücken erklärte sich die Versammlung einverstanden. Von Seiten des Ausschusses für Rechnungswesen wurde über die Verwaltung des Schuldenwesens des Reiches Bericht erstattet. Träftigen Rultur. Das kann der Kleinbauer nicht| luft zu debattiren 2c. Nun sagt man zwar noch, das zu Stande bringen. Derselbe Prozeß der Auf- Bürgerthum brauche eine billige Regierung, und die Lösung wird also von vorn anfangen, doch in demokratische sei die billigste. Allein auch dies ist nicht einem rascheren Tempo gehen und mit einem noch viel richtig. Die billigste Regierung ist die Regierung des schrecklicheren Ruin endigen. Kleinbürgerthums, dessen wirthschaftliche Weisheit im Rein Rettungsweg. Der Absolutismus steckt fest in Sparen" besteht. Das Großkapital braucht, umgekehrt, Eine folgenschwere Entscheidung. Ueber die der Klemme, und so sehr er sich auch windet, er muß Haut eine theuere Regierung, welche große Anleihen macht, Reichsgerichts- Verhandlung der Revision in dem Prozeß und Haare und Nägel darin stecken lassen. Und je mehr keine Kosten zur Hebung der Industrie scheut, 2c. Paasch S. die Politische Uebersicht" von gesterner fich wendet und windet, desto schlimmer für ihn. Am Nur eine Klaffe giebt es, für welche die Demokrati- liegt uns jetzt ein eingehender Bericht vor. Ueber verschiedene besten wäre es für ihn, er würde gleich zum willfährigen firung der Verfassung eine soziale Nothwendigkeit ist, und juristische Einwendungen des Reichsanwalts, wie die, ob Knechte des Kapitalismus. Dies ist der sicherste Weg. für welche die Freiheit keine bloße ideologische" Forderung das Berliner Gericht seine Unzuständigkeit auch gegen die Und die hungernden Bauern? ist. Dies ist die Lohnarbeiter Klasse. Sie muß die Angeklagten- es find ihrer sieben, welche nicht den Ein:: So lange der Bauer noch etwas Land besaß, träumte Freiheit haben, um sich organisiren zu können, um wand der Unzuständigkeit erhoben hatten, aussprechen er von mehr Land, jetzt, da das winzige Bischen, das er der Macht des Kapitals zu widerstehen, und sie muß eine fonnte u. 1. w. gehen wir hinweg, da die Entscheidung des hat, überschuldet ist, hegt er einen ganz anderen Wunsch: demokratische Verfassung haben, denn nur dann Reichsgerichts, welche, wie bereits mitgetheilt, das Urtheil Scholle losgebunden bekommt sie die politische Uebermacht, und sie der 3. Straffammer des Berliner Landgerichts I aufhob, werden. Nämlich, da das Land in Rußland gesetzlich nicht muß die politische Uebermacht haben, um eine durch- und die Sache an dieselbe Straffammer zur Verhandlung als im Besize des Einzelnen, sondern der Dorfgemeinschaft ge- greifende soziale Umänderung vollziehen zu und Entscheidung zurückverwies, hierauf nicht einging. Das rechnet wird, so werden auch die Steuern nicht auf den Einzelnen, können. Reichsgericht erklärte, daß bei Delikten gegen das gemeine fondern in einem Bauschalbetrag auf die Dorfgemeinschaft Das Kapitalistenthum in Rußland bekommt eine Ver- Recht, die mittelst der Presse begangen sind, nicht ohne berechnet. Die Dorfgemeinschaft vollzieht dann die Einzel- fassung. Es hat sich dieselbe nicht erkämpft, sondern sie Weiteres der Erscheinungsort auch der Thatort ist. Bei veranlagung. Es hängt also von der Gemeinschaft ab, ob fällt ihm zu, weil der Absolutismus im Bauernthum seine vielen Delikten find die allgemeinen Grundsäge über den fie den Einzelnen von der Abgabe befreit oder nicht, mag ökonomische Stüße verloren hat, und weil es die ökonomische Gerichtsstand anzuwenden, und das Landgericht durfte nicht er auch kein Land mehr bebauen, es genügt die Macht des Landes ist. Der Absolutismus läßt die Zügel annehmen, daß Leipzig der Thatort sei, nur weil die bebloße Zugehörigkeit zur Gemeinschaft. Es liegt aber feines- fallen, der Kapitalismus greift zu, wie er überall zugreift, treffenden Druckschriften in Leipzig zunächst zur Versendung wegs im Interesse der Gemeinschaft, den Einzelnen von wo etwas locker ist. gekommen sind. Die Verbreitung in Leipzig und Berlin seinem Steuerbetrag zu befreien( welchen sie dann selbst Die Arbeiterklasse wird einstmals die russische Verfassung stellt sich als eine einheitliche Handlung dar und desaubringen muß), wenn er ihr auch seinen Landantheil über- demokratifiren. Sie wird harte Kämpfe zu bestehen haben halb schon konnte Berlin als Thatort angesehen läßt. Wir haben ja gesehen, daß oft die Abgabe den Boden- mit dem an's Ruder gelangten Kapitalismus, aber der Sieg werden. Ueberdies aber ist aber ist angenommen worden, ertrag bedeutend übersteigt, und dann kommt noch in Be- muß doch der ihrige sein! daß als Thatort jeder Ort anzusehen ist, an tracht, ob die übrige Gemeinschaft auch kapitalfräftig genug ist, Und wenn die Proletarier aller Länder einstmals welchem sich einer der den Thatbestand bildenden Vorgänge um den ganzen Boden zu bebauen. Dadurch ist also der Bauer Hand in Hand fest zusammenhalten, dann genügt ein einzugetragen hat. thatsächlich an die Scholle gebunden. Von dieser Gebunden- ziger Ruck der mächtigen Schulter, und die ganze heit muß er befreit werden. Die thatsächliche Auflösung morsche Welt fällt in Trümmer!--der Dorfgemeinschaft muß gesetzlich sanktionirt, das Land dem Bauer in Privateigenthum übergeben, und nicht die Gemeinschaft, sondern der Einzelne zum Steuersubjekt gemacht werden. Geschieht dies, so wird die Proletariermasse der Bauern theilweise durch die auf Politische Webericht. verhandelt werden. Die Lage der Breffe witb blühende Industrie aufgenommen werden, währenddem auf dem Lande ein Stock von Großbauern verbleibt, der zusammen mit den Rittergutsbesigern den übrigen Theil der Proletariermasse als Knechte aufnimmt. So wird die gefellschaftliche Gefahr einer hungernden Proletariermasse befeitigt, und die Kapitalisirung der Industrie und der Landwirthschaft fanm ruhig von Statten gehen. Dies wäre in diesem Moment die einzig richtige Politit für die russische Regierung. Allein das Zarenthum fann fich keineswegs einer festen inneren Politik rühmen, es schwankt hin und wieder. Auf der einen Seite gewährt es billigen Kredit den Gutsbefizern, auf der anderen sucht es die Gewalt der Dorfgemeinschaft zu stärten. Dies wirkt unheilvoll. Der zur Verzweiflung gebrachte Bauer, der keinen Ausweg mehr sieht, rebellirtes entsteht ein gewaltiger Butsch, vielleicht eine Revolution; beides bringt Unheil über das ganze Reich, aber beides zerschlägt in Trümmer den Zarenthron. Mit dem Absolutismus ist es aus. Rußland bekommt eine Verfassung. Was für eine, ist freilich eine andere Frage. Eine durch eine Revolution hervorgebrachte Verfassung ist immer mehr oder minder demokratisch, nicht so, wenn die Dinge fich glatt" abwickeln. Ist das Bürgerthum in Rußland an einer Demokratisirung der Verfassung interesfirt? Auch nicht im Mindesten. Das allgemeine Wahlrecht, diese Grundlage jeder demokratischen Konstitution ist für das Kapitalistenthum schädlich, weil es die politische Macht in die Hände der unterdrückten Volksklassen legt. Alles, was auf ein direktes Eingreifen des Volkes in die Gesetzgebung und Verwaltung hinzielt, ist ihm daher verhaßt. Weder dem industriellen noch dem Grundkapital ist es vortheilhaft, daß die Fabrik- und Landarbeiter und die Bachtbauern eine parlamentarische Vertretung erhalten. Was nun die betannten„ Freiheiten": die Preßfreiheit, Freiheit der Meinungsäußerung, Versammlungsrecht, anbetrifft, so sind das für das Bürgerthum lauter ideologische" Forderungen. Soviel Freiheit, wie das Bürgerthum braucht, giebt es auch im russischen Reiche, nämlich: Freiheit, Preislisten und Prospekte abzudrucken und zu verbreiten, Freiheit, auf der Börse einander zu überschreien, Freihelt, Aktiengesellschaften zu gründen, und in den Generalversammlungen nach HerzensBerlin, den 18. Juni. Diese Entscheidung ist zumal für die Zeitungspresse von Bedeutung. Es kann hiernach beispielsweise gegen jede Berliner Zeitung in jedem Drte, in welchem auch nur ein Eremplar der bes treffenden Zeitungsnummer zur Verbreis tung gelangt ist, die Antlage erhoben und wird durch diesen neuen Rechtsgrundsatz wesentlich verschlimmert. Jebe Beitung hat jetzt förmlich Spießruthen zu laufen Das Abgeordnetenhaus erledigte heute das Militär- zwischen allen Staatsanwälten und Gerichtshöfen DeutschAnwärter- Gesez in dritter Lesung, das mit der vom lands. Das Chemniker Landgericht hätte, wenn dieser Herrenhaus beschlossenen Aenderung( Herabsehung der Ein- Rechtsgrundsatz früher aufgestellt gewesen wäre, in Sachen wohnerzahl der Landgemeinden, die das Gesetz nicht be- des Genossen Schmidt den Vorwärts" statt ihn in Berlin treffen soll, von 3000 auf 2000) angenommen wird. Die zu verklagen, einfach vor sein eigenes Forum ziehen können. dritte Berathung des Lehrer- Diensteinkommen- Es ergeben sich aus diesem neuen Rechtsgrundsatz so Gesetzes wird auf Montag verschoben, wo auch die monstrose Konsequenzen, daß mit aller Macht dahin gestrebt Theater zuschuß- Interpellation zur Verhand- werden muß, ihn möglichst bald wieder umzustürzen. Und lung tommen soll. Die Verfolgung des Vorwärts" wurde wenn die deutsche Presse sich regt, wird ihr die Abschütteohne Debatte nach Antrag der Geschäftsordnungs- Kommission lung dieser Kette auch gelingen. abgelehnt. Das Herrenhaus nahm in seiner heutigen Sigung Der Acht- Millimeter ist todt, es lebe der Sechs. den Gesehentwurf betreffend die Besteuerung der Reichs- einhalb- millimeter! riefen wir vor wenigen unmittelbaren nach den Beschlüssen der Kommission an. Tagen. Und heute haben wir schon zu rufen: der SechsFerner akzeptirte das Haus die von der Kommission einhalb- Millimeter ist todt, es lebe der Fünf- millibeantragte Resolution, durch welche die Regierung aufgefordert meter! Die Post" ist es, welche zuerst den revolutio wird, zu erwägen, ob aus Billigkeitsgründen den Familien nären Ruf ausgestoßen hat und auf die das Bronunziamento Bentheim- Tecklenburg- Rhoda und Sayn- Wittgenstein- Berle- also zurückzuführen ist. Da uns die betreffende Notiz der burg Entschädigungen für die früher von ihnen genossene" Post" entgangen ist, so lassen wir nachstehend folgen, was Befreiung von ordentlichen Personalsteuern zu gewähren bie Bossische Zeitung" darüber bringt: sein werden." über den vom Reichstag am 20. Januar 1890 angenom Der Bundesrath verhandelte in seiner gestrigen Situng Drdnung( Befähig ungs- Nachweis) und die auf diesen menen Gefeßentwurf, betr. die Abänderung der GewerbeGesetzentwurf bezüglichen Eingaben. Der„ Reichs- Anzeiger" berichtet darüber: Es wurde beschlossen, dem Gefehentwurf die Zustimmung nicht zu ertheilen, die Eingaben als durch diesen Beschluß erledigt zu erklären. Im Anschluß hieran wurde ferner beschlossen, mehreren Eingaben, betr. die Wiedereinführung des Befähigungs- Nachweises für das Baugewerbe, teine Folge zu geben. Ebenfalls feine Folge gegeben wurde einer Eingabe wegen des Verkaufs von Labat und Zigarren an Sonn- und Festtagen. Eingaben, welche sich auf die Gestattung von Ausnahmen von den in der GewerbeOrdnung gegebenen Bestimmungen für Arbeiterinnen in Ronfervenfabriken richten, wurde zur Zeit feine Folge gegeben. Mehrere Anträge auf Gestattung von Ausnahmen von den für die Beschäftigung von Arbeitern an Sonn- und Festtagen bestehenden Vorschriften wurden dem Reichskanzler überwiesen. " Raum ist die Bewaffnung der deutschen Armee mit dem neuen Acht- Millimeter- Gewehr vollständig durchgeführt, so tritt auch schon der militärische Berather der Post" mit einem Borschlage, betreffend die Einführung eines neuen Gewehrs mit dem Kaliber von fünf Millimeter hervor. Er knüpft an eine Mittheilung der France militaire" an, daß auf der Haupt- Schießschule im Lager von Chalons f. M. soeben inter effante Schießversuche mit einem neuen Repetirgewehr von 6,5 Millimeter Kaliber zum Abschluß gebracht worden sind. Als befondere Vorzüge dieser Waffe werden ihre große Leichtigkeit, Einfachheit und Solidität des Mechanismus hervorgehoben. Die Flugbahn fei eine sehr gestreckte, die Geschoßgeschwindigkeit eine erhebliche. Die Patrone wiege nur 20 Gramm, sei also 9 Gramm leichter, als diejenige des Lebel Gewehrs. Aber was aus diesem Gewehr ein wahres Wunder macht, ist die neue Ladeweise, die eine bemerkenswerthe Einfachheit zeigt." Bestätigt sich diese Nachricht, so wird in der Post" ausgeführt, so sei es für Deutschland von großer Wich tigkeit, diesmal in der Kaliberwahl nicht wieder, wie bei dem Gewehr von 1888, Frankreich nachzuhinken, sondern direkt zu dem anerkanntermaßen ausführbaren Kaliber von 5 Millimeter zu greifen. Wenn die europäischen Staaten in der Gewehrs fügung zu stellen. Er fand seinen Vorgesetzten in sehr in die Häuser bis vor an die Ecke, dort die Möbel zum Findeisen aber eilte bis in die Dach- Etagen hinauf, ernster Stimmung; der Sieg hatte ihm einen Bruder ge- Fenster hinaus und eine Barrikade zusammengeworfen. welchen seine Leute mit Zurüstungen beschäftigt waren. Wir müssen wenigstens antworten, sonst lachen uns die Das Militär eröffnete nunmehr ein ungemein lebhaftes toftet! Gewehr- und Kartätschenfeuer auf die von den Aufständischen Inzwischen war Lange in ähnlicher Weise und mit Soldaten aus." gleichen Glücke bis in die Nähe des Marktes gedrungen, Der zwar näher lag als das Zeughaus, aber von ihm meinte Hanke, als er ganz unerwartet neben Lange in eines en ble meisten stugeln in die Mauern einschlugen und sie Das Rathhaus wird ein saures Stück Arbeit werden," ein Feuer, welches mehr Lärmen als Schaden verursachte beherrschte Häuserfront und die sie verbindenden Barrikaden, nicht so schnell erreicht werden konnte, weil er beim Vor- der Häuser trat. wärtsdringen die Verbindungsstraßen zwischen sich und der" Es wird nicht so schlimm sein; die Beute werden schon in einer wunderlichen Weise spickten. Rosinen in den vorrückenden Kolonne Jwan's zu sichern hatte, damit nicht Platz machen, wenn wir ihnen die Schleußen, und was Kuchen," meinte Frank. zwischen Beiden das Militär vordringen und ihnen den barüber liegt, um die Ohren knallen laffen. Aber Herr Rückweg abschneiden möchte. Die Vorkehrung dieser Maß- Findeisen, find unsere Sprizen zur Stelle?" regeln war aber ihm zugefallen, weil die Gewinnung des Zeughauses weit wichtiger, als die des Nathhauses wenn wir nur erst bis dahin vorgedrungen sind." Es ist Alles in bester Ordnung, fertig und bereit, war, auf welches Lange bekanntlich zunächst sein Augenmert gerichtet hatte. So kam es, daß das Militär Zeit und ohne besondere Aufforderung, nicht wahr, Herr FindDann Sie aber wieder in die Fabrik zurück, genug gewonnen hatte, drei Seiten des Marktes durch Besetzung ber ihn einschließenden Häuser zu sichern. Ingleichen hatte es durch die Marktbuden die Gassen nach dem Markte verbis der Durchbruch nach Süden vollendet ist und die Haupt- Das Militär, " Sobald das Rathhaus genommen ist. Ich habe Zeit, durch Abfeuern der Gewehre hervorgerufen wurden. barrikadirt; Schüßen lagen hinter diesen Verschanzungen, sowie armee eingreifen kann." denn auch Kanonen gegen die von der vierten, offengelassenen Seite des Marktes einmündenden Straßen gerichtet waren. eisen?" in nieder Auch Vollkugeln wurden gegen die Barrikaden geschleudert, geworfen wurden, sich aber alsbald wieder erhoben und dabei immer fester wurden. Feinde bejezten Fronten des Marktes umzogen fich che mal ein ganz eigenthümliches Zischen, und die drei voit Endlich, mitten im schärfsten Feuern, erklang auf eins Dampfwolfen ganz anderer Art, als die waren, welches welche im die betreffenden Positionen innehatte, fühlte auf einmal auf den Händen, Barrikaden gesagt haben mag?" meinte Frank. Was der Herr General wohl zu unseren beweglichen Geficht und in den Augen ein Brennen und Nässen, „ Es wird ihm eine kleine Ueberraschung gewesen An welches die Meisten nöthigte, das Gewehr fallen zu laffen, Lange war nicht wenig betroffen, als er beim Einbiegen in eine dieser Straßen, von der aus er einen Blick sein." Er glaubte, uns da recht wie die Maus in der Falle die den Barrikaden gegenüberstehenden Truppentheile wurden auf den Markt gewann, die Vorkehrungen des Gegners beau halten und vermuthete nicht, daß wir solche Zähne von ganzen Strahlen einer heißen Lauge weggetrieben, und merkte; er sah sich nach Deckung um und fand sie in einer haben würden, um die Drähte zu zerbeißen, die er durch nun öffneten sich alle Hausthüren und Barrikaden auf der feine Soldatenlinien gezogen. Aha, ba kommen schon die vierten Geite und unter lautem Hurrah stürmten die Ar Thorwölbung. Aber er hatte diese Deckung noch nicht zu erreichen Sophas und Schränke herunter; unser Freund Rollfuß beiter den feindlichen Bosten zu. vermocht, als von der gegenüberliegenden Seite ein würde sich freuen, wenn er das sähe. Neues Geschäft", Zwar suchten bei diesen Angriff die Truppen ihre Die Kartätschen pfiffen würde er denken. Aber nun eilen Sie, theure Kameraden, Kanonenschuß abgefeuert wurde. heran, und eine derselben streiste so nahe an seinem Auge wir müssen den Markt von vorn sehen." brennende Lauge machte es ihnen unmöglich; keine Flinte, vorbei, daß er ein Knacken der Zähne vernahm und das Sofort eilte Lange, gefolgt von seinen Begleitern, die feine Kanone ward abgefeuert, und als die Arbeiter an den Fleisch vom Backenknochen gestreift wurde. Dieser Treppe hinauf und durch die Mauerdurchschläge, welche feindlichen Bosten angelangt waren, stellten sie sofort neue Schmerz war war so heftig im ersten Augenblicke, daß seine Leute bewirkt, bis vor nach der Front des vordersten Deckungen her. er nur nach und nach merkte, wie ihn der Kartätschen Hauses, auf dessen Balkon er heraustrat. Da blieb den Soldaten nichts weiter Die ganze übrig, als auch die hinter ihnen liegenden Straßen zu hagel auch an der Schulter und am Schenkel verwundet Stellung des Feindes wirkte jetzt mit überraschendem Eindruck räumen und ihre Besayung aus den Häusern zurückzu " auf seine Seele, und er fonnte sich sobald von dem ziehen. hatte. , Donnerwetter," rief er, das war gut gemeint, da Anblick nicht trennen, obwohl von drei Seiten des Marktes heißt's Kopf weg und Leib, wenn man nicht durchlöchert zugleich auf ihn und seine Begleiter geschossen wurde, sein will, wie ein Sieb. Nun, Leute, jetzt rechts und links namentlich vom Rathhause, welches zu seiner Rechten lag. ( Fortsetzung folgt.) Und der Taliberfrage fich thatsächlich auf das von der" Post" vor- theils nicht mehr gehofft und sich mit dem Gedanken voll-] tönnen, wenn nicht leicht entzündliche Stoffe umhergelegen geschlagene Herunterlizitiren einlassen sollten, dann würden kommen vertraut gemacht, daß das schwurgerichtliche Ur- haben. fie bald bei dem Kaliber Rehposten oder Hafenschrot theil demnächst an ihm vollstreckt werde. Er wird in den anlangen, was übrigens nicht das Schlimmste wäre, nächsten Tagen in das Zuchthaus zu Sonnenburg übergeführt wenn fich die Nationen nur nicht vorher finanziell werden. " ftehen, als darin, daß wir uns fortan durch nichts mehr in " G Polizeianarchistische Späße. Ein Telegramm aus Rom vom heutigen Nachmittag lautet: zweites wuchtiges Belaftungsmoment brennende Schacht war nur durch die Gänge der anderen Schächte oft auf stundenlangem Weg" zu ei reichen! verblutet haben würden. Die" Post" hat fürzlich in einem So die Reporter. Neulich lafen wir von einem an- Warum war nicht für einen Stothschacht Allerlei Zeichen und Wunder" überschriebenen Artikel ausgeführt, für die Erhaltung des Weltfriedens gebe es nichts deren zum Tode Verurtheilten, der, als ihm die Begnadi- gesorgt, der für alle Fälle den Rückzug sicherte? Vor Wirtfameres, als daß wir für Freund und Feind den ficht gung" zu lebenslänglichem Buchthaus mitgetheilt ward, 50 Jahren schon sind in England im Intere ffe der Sicher baren Beweis erbringen, daß wir uns auf den Frieden ver- halb rasend wurde und die sofortige Vollstreckung des Urheit der Grubenarbeiter Doppelschächte gefordert lassen, weil wir die Kraft in uns fühlen, feindliche Anschläge theils forderte. Und diese ganz besondere Wirkung" worden. Niemand hat die Zweckmäßigkeit, ja Nothnicht nur abzuwehren, sondern auch schwer zu ahnden. Das scheint uns mindestens so natürlich, wie die andere. Eine wendigkeit dieser Einrichtung zu bestreiten vermocht, fie ist Erbringen dieses Beweises aber kann in nichts anderem be- energische, kräftige Natur wird unter allen Umständen den in vielen Bergwerken eingeführt-die neisten großen unferer Friedensarbeit stören lassen, sondern daß wir dieselbe Tod langwieriger, oder gar lebenslänglicher Gefangenschaft Grubenkatastrophen find notorisch durch das Fehlen von Doppelschächten verursacht,-warum fehlte: in Brzibram mit voller Entschlossenheit und Zuversicht aufnehmen." Sollte vorziehen. der Doppelschacht? Wäre einer vorhanden gewesen, die die" Post" dabei nicht ausschließlich an die Friedensarbeit der Gewehrfabriken gedacht haben? Deutschnationaler Patriotismus. In Wien ge- 319 Bergleute, die dort verbrannt sind, let den noch heute. Nun vorläufig ist die Arbeit der Gewehrfabriken denken die Deutschnationalen alias Antisemiten einer Freilich, der Fistus hätte hunderttausend Gulden mehr thatsächlich eine Friedensarbeit" und zwar die einzige deutschen Ex- Größe, die jetzt auf eine Familien- und Ausgaben oder weniger Profit gehabt. wirksame. Es ist das die blutigste Satire auf unsere Bu- Agitationsreise gehen will, lärmende Reklame- Huldigungen stände, aber wer wollte die Wahrheit im Ernste bestreiten? darzubringen, und haben zu diesem Zweck große Vorbereitungen Rönnte irgend eine Regierung sicher sein, für ihre Armeen getroffen. Radau und Radaupolitiker das gehört zu die besten Waffen und folglich die besten Chancen des sammen. Die Herren Deutschnationalen" an ber blauen aber möchten wir fragen, ob sie nicht Sieges zu haben, fo hätten wir längst den Krieg. Bei der Donau vollständigen Abwesenheit aller idealen und ethischen wissen, daß es einen Mann giebt, der im Jahre Momente in dem, was sich heutzutage hohe Politit" nennt, 1866 mit Hilfe der Italiener, Czechen, Ungarn, Franzosen ist es die Furcht allein, die von einer internationalen und Ruffen dem Bruderstaat" Desterreich einen„ Stoß in's Welt- Mezelei abhält die Furcht vor der Friedens- Herz" versehen wollte und auch ziemlich nah an das Herz arbeit" in den Gewehrfabriken des lieben Nachbars. fam? Einen Mann, der die deutschen Brüder in Desterreich" aus Deutschland, dem gemeinsamen Vaterlande, Zur Softheaterfrage wird ein Ministerialerlaß vom hinauswarf, weil er auf Kosten dieses Vaterlandes einen Januar 1867 veröffentlicht, in dem es wörtlich heißt: dynastisch- junkerlich- militärischen Sonderstaat errichten wollte? " Bei den Verhandlungen mit der Staatsverwaltung Einen Mann, der die von dem Stamme losgelösten" deutschen wegen Erhöhung der Krondotation war seitens Brüder in Desterreich den Czechen, Russen, Magyaren, des gedachten Ministeriums an die Uebernahme der drei che Italienern zur Beute hinwarf und dem Deutschthum in maligen Hoftheater zu Hannover, Kaffel und Wiesbaden in das Desterreich einen wirklichen Stoß in's Herz versetzte, der diesseitige Reffort die Bedingung geknüpft worden, daß zur mitten in's Herz traf? Bestreitung der Kosten dieser Institute aus der Staatstasse noch ein besonderer Zuschuß von 300 000 Thaler jährlich gewährt werde. Die Staatsverwaltung glaubte jedoch hierauf nicht eingehen zu können, und hatte das Ministerium des Königlichen Er ist es, den sie jetzt feiern wollen! Er, dem ein Hauses sich darauf zu beschränken, mit Allerhöchster Ge- russischer Staatsmann das Brandmal auf die Stirn gedrückt nehmigung nur noch die Geneigtheit zu erkennen au geben, das hat: Russischer, als wir Russen. Pfui dieser CharakterTheater zu Wiesbaden, Hannover und Raffel nach Erlosigkeit, Pfui dieser Heuchelei, die sich erdreistet, das Wort höhung der Krondotation um eine Million Thaler burch angemessene Subventionen aus dem Kronfideikommißfonds deutschnational" in den Mund zu nehmen! möglichst zu erhalten." Aus diesem, wie aus weiteren Altenstücken, die eben falls vorliegen, erhellt mit absoluter Sicherheit, daß die Krone zur Unterhaltung der drei Hoftheater, die jetzt abgeschüttelt und der Staatskasse aufgehalst werden sollen, verpflichtet ist. M Eine gesetzwidrige Verwendung aus den Mitteln der lex Huene wird wie wir der Freifinnigen Beitung" entnehmen-in diesem Augenblick in dem Kreis Garde Tegen geplant. Dort scheidet am 1. Juli der bisherige Landrath v. Gerlach aus dem Amte. Der Kreisdeputirte von Goßler hat nunmehr Namens des Kreisausschusses" zu Gardelegen an die Kreistags Abgeordneten unter dem 2. Juni ein metallographirtes amtliches, der Redaktion jenes Blattes vorliegendes Rundschreiben gesandt, in welchem er einzelnen Kreistagsdie Abgeordneten ersucht, möglichst umgehend ihr Einverständniß ihm schriftlich erklären zu wollen, daß aus den Einnahmen des Kreises aus der lex Huene dem bisherigen Lande rath v. Gerlach bei Gelegenheit eines Abschiedsessens am 30. Juni 5000 Mart baar " behufs Verwendung nach eigenem Ermessen zur Verfügung gestellt werden". Zur Begründung führt der Kreisdeputirte v. Goßler an, daß in den legten Jahren reichliche Einnahmen aus der lex Huene zur Areistasse gefloffen sind und die Zinsen dieser 5000. voraussichtlich dem Kreise wieder zu Gute kommen werden". Da der Kreistag vor dem 1. Juli nicht mehr zusammentritt, so wird um die schriftliche Ermächtigung gebeten. " " Eine folche Verwendung zu Gunsten einer Privatperson ist jedenfalls gesetzwidrig, und nicht im Sinne der lex Huene", das heißt des auf des Zentrumsmannes Huene Antrag be schlossenen Gesetzes, wonach ein bestimmter Theil der Reichseinkünfte aus den Zöllen zc. den einzelnen Bundesstaaten zur Vertheilung an die Städte und Gemeinden herauszuzahlen ist. Aus dem Reptilsumpf. In einem hiesigen Blatt, bas seit Jahrzehnten teinen Ruf mehr zu verlieren hat, wird in Bezug auf unsere gestrige Notiz gegen eine Flegelei der Frankfurter Zeitung" geschrieben: " " 1 Kennen die Deutschnationalen oder Nationaldeutschen in der Kaiserstadt Wien diesen Mann? Ueber die Ursache der Przibram- Katastrophe schreibt der Korrespondent des hiesigen Tageblatts" aus Brzibram, wohin er sich begeben hat, wie folgt: Der Kassirer der Bank in Viterbo wurde vom Sohne eines Amtsdieners er do Icht. Als der Mördes: entdeckt wurde, erhängte er sich. Ein in der Tasche das Selbstmorders gefundener Bettel brachte die Polizei auf die Eipur eines weitverzweigten anarchistischen Komplotts, bem durchweg junge Burschen angehören." Wenn's wenigstens ein sozialdemokratisches Romplott wäre! Mit dem„ Anarchismus" lockt man teinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Welcher Schwindel überhaupt mit anarchistischen Rom plotten, nihilistischen Attentaten zc. getrieben wird, und wie sehr die verbrecherische Thorheit der Bresse, derartige Lügennachrichten zu verbreiten, dem Gaunerthum 314 statten kommt, zeigt drastisch folgende Nachricht: Wie das Wiener Tagebl." meldet, beschäftigt sich die Wiener Polizei mit der Unschädlichmachung einer Bande so genannter Attentats- Schwindler, birch beren falsche Denunziationen bereits zahlreiche angesehene Fa railien unglücklich gemacht wurden. Die Bande hat die russische Regierung unter dem Vorwande, Attentaten gegen das Leben des Zaren und revolutionären Anschlägen gegen das russische Reich auf die Spur gekommen au sein, um große Summen geprellt. Zwei Personen sind bereits verhaftet und weitere Veshaftungen sollen bevorstehen.Die Wahlbewegung in England wirft immer höhere Wogen. Es zeigt sich jest, daß die Tories ihre Zeit nicht verloren haben. Sie haben begriffen, daß der Kampf sich Ein brennender Dochtreft hat über 300 hauptsächlich um die Homerule drehen wird, und sie haben Menschen das Leben gekostet. Nicht ohne psycho- fich entsprechend eingerichtet. Sie rechnen dabei auf die logisches Intereffe ist die Entdeckung der Ursache der Katastrophe. Uneinigkeit der irischen Homeruler und den Gegensatz Ein junger Bergmann legte in der Beichte das Geständniß ab, daß er sorglos einen noch glimmenden Docht weggeworfen und zwischen protestantischen und katholischen Jrländern. Die hierdurch unfreiwillig den Brand und seine Folgen verursacht protestantischen Frländer, faft lauter eingewanderte Enghabe. Der Geistliche wollte seinem Beichtfinde nicht eher Abso- länder und Schotten, bewohnen den Nordofteri, hauptsächlich Tution ertheilen, als bis es feine Schuld offen und ehrlich der die Provinz Ulster mit der Hauptstadt Belfast sie bilden Behörde eingestanden habe. Die Kirche siegte, die Kraft des ein gutes Viertel der Gesammtbevölkerung, find wohlhabend blinden Glaubensgehorsams, welche namentlich auf die unteren und streitbar. Der Appell des Lord Salisbiory an sie ist Klaffen einen mächtigen, moralischen Druck ausübt, machte den nicht ungehört verhallt; sie haben für den geftrigen Tag jungen Bergmann start. Er wollte seine Schuld büßen und eine Riefenfundgebung gegen die Homerule in Belfast verstellte sich freiwillig seinen weltlichen Richtern. War es feige Angst oder blöde Sorglosigkeit, welche den Unvorsichtigen veranstaltet eine Protestversammlung von 30 000 Personen, anlaßten, von dem, was sich da unten ereignen könnte, oben keine die sehr kräftige Beschlüsse faßte; und außerdem tagt bort Mittheilung zu machen?! Das steht fest! Hätte der Bergarbeiter eine Art Sicherheitsausschuß, der von 12 000 Delegirten sofort berichtet, daß er leichtsinniger Weise in einen Spalt einen gewählt worden ist. brennenden Doch geworfen habe und Brandgefahr drohe, dann Wir würden auf solche Rundgebungen, die sich mithätten durch rechtzeitiges Heraufziehen der Fahrkünfte und unter ja künstlich machen lassen, kein Gewicht legen, wenn Schalen nach menschlicher Berechnung Alle gerettet werden die Bewohner von Ulster nicht schon bei vielen Gelegen Lönnen. Viele der in den unteren Horizonten arbeitenden heiten bewiesen hätten, daß es ihnen ernst ist mit der BeBergleute wurden von flüchtenden Kameraden auf die drohende Feuersgefahr aufmerksam gemacht, sie hielten aber eine solche theurung, sich durch die Kelten" nicht vergewaltigen, d. h. in einem Metall- Bergwert für eine Unmöglichkeit, machten von majorisiren zu lassen. Und dieser imposante Proteft gegen dem Glockensignal, dem Zeichen, daß sie nach oben befördert Homerule wird in England ein Echo finden. werden wollen, keinen Gebrauch und büßten dafür ihr Leben. Hierzu kommt, daß die orthodoxen Parnelliten- die Der 29. Horizont, in dem der brennende Docht weggeworfen selbstverständlich von den Tories begünstigt" und unterwurde, ist ganz aus Holz gezimmert. Das Feuerstützt werden mit verdoppeltem Nachdruck auf Gladstone hatte also einen günstigen Nährboden und und die an die englischen Liberalen verkauften falschen fonnte sich auch mit Leichtigkeit an den diden Somerule- Brüder" lospauken. Kurz, die Tories haben Holzbalken der das Ein- und Auffahren langen fonnten". Wir wissen nicht, ob dieser Bericht der Wahrheit entforgenden Fahrtünfte ausbreiten. Die einzelnen nicht geschlafen, und die Liberalen würden, auch wenn Schächte sind zwar tausende Schritte von einander entfernt, Gladstone ihnen nicht den bösen Streich gespielt hätte, die jedoch unterirdisch mit einander verbunden. Diesem Umftande Arbeiter im letzten Moment vor den Kopf zu stoßen, einen ist die Rettung Einzelner sowie die Bergung der Leichen zu sehr schweren Stand haben. danken. Der brennende Marienschacht war nur Die Auflösung des Unterhauses erfolgt, wie die Ne durch die Gänge der anderen Schächte zu er gierung amtlich erklärt hat, zwischen dem 24. und reichen, die zur Rettung hinabgefahrenen 28. b. M. Die Wahlen werden in England nicht wie bei hatten also in Qualm und Rauch oft einen uns an einem und demselben Tage im ganzen Lande vor stundenlangen Weg zu machen, ehe sie von ihrem Schachte aus zu der Unglüdsstätte ge- Königin verkündigt, so sendet der Sprecher des Unterhauses genommen. Ist die Auflösung durch einen Erlaß der writs"( Bollmachten) an die Wahlvorsteher, welche fofort dem fünften und achten Tage, auf dem flachen Lande fratischen Organe hätten der Reklame sebr nöthig, da doch ein andere Meldungen bestätigt wird, und daß der Verfasser zwischen dem siebenten und fünfzehnten Tag nach Empfang Bisher war man vielfach der Meinung, die sozialdemo- spricht. Fest steht, daß er in den Hauptpunkten durch die Wahl ausschreiben, die dann in den Städten zwischen ſehr großer Theil der sozialdemokratischen Partei, Ber- feine Voreingenommenheit gegen die Verwaltung des Berg: des Sendschreibens des Speakers stattfinden muß. fammlungs- und Agitationsthätigkeit nichts Anderes als solche werks bekundet. Er geht sogar augenscheinlich von der AnReklame zu dem Zwecke ist, den Brotkorb der Parteigrößen zu ficht aus, daß die Bergwerksverwaltung ganz unschuldig ist, genommen, die Auflösung wird am Dienstag, den 28. d. M., füllen. und daß die Katastrophe, welche er möglichst sensationell veröffentlicht, so ist Mittwoch, der 29. Juni, der Tag, an dem die writs in Händen der Wahlvorsteher sind, und der Der Bursche, der das schrieb, heißt Pindter. Das ge- aufputzt, wie das seines Reporteramts, durch einen Zufall früheste Wahltag in den Städten ist dann der 4. Juli, der nügt. Dieses Doppelreptil ist sogar unter einem Pfui! herbeigeführt wurde, für den kein Mensch verantwortlich Ein politisches Wetterzeichen, ein Barometer, wie gemacht werden kann außer im Sinn einer einfachen späteste der 6. Juli; erfolgt jedoch die Auflösung Freitag, es nicht leicht besser sein kann, ist im europäischen Reich Fahrlässigkeit. Und doch enthält dieser Bericht die denkbar den 24. d. M., so fallen die Wahlen zwischen den 29. Juni letzte Wahltag. Die Bedeutung des Sonnabends besteht der Mitte vorhanden. Bei schlechtem Wetter, wenn es den schwerste Anklage gegen die Verwaltung des Bergwerks und den 2. Juli; im letzteren Falle ist der Sonnabend der ehrlichen Leuten unheimlich wird, wenn die Räuber und Brzibram. Der einfache Umstand, daß durch das fahrlässige barin, daß die Arbeiter an ihm mehr Zeit haben als an Spigbuben Festtage haben, und schwere Gewitterwolfen am Wegwerfen eines brennenden Dochtreftes über 300 Menschen jedenfalls unschädlich gemacht. AnHimmel stehen, so daß es den ordentlichen Menschen angst dem Tod überliefert werden konnten, schließt eine erdrückende jedem anderen Wochentag, weil der Nachmittag meist frei und bange wird, dann ist von dem Wetterzeichen gar nichts Schuld in fich. Rede man nicht von Fahrlässigkeit des ft. Freilich, da die Liberalen sich das Arbeitervotum" verzu bemerken. Ist aber gutes Wetter und freuen die ehr- Bergmanns. Auf derartige Fahrlässigkeiten, die durch scherzt haben, werden sie diesmal auf den Sonnabend keinen lichen Menschen sich ihres Lebens zum Merger der Räuber feinen Befehl und keine Disziplin ganz zu verhüten sind, so hohen Werth legen, wie sie es sonst thaten. Die Revolution in Venezuela ist vorläufig beendigt; und Spitzbuben, die ihr Gewerbe im Licht der Sonne nicht muß eine Bergwerksverwaltung gefaßt sein. Bei jedem ausüben fönnen, dann kommt in das Wetterzeichen felt einfachen Wohnhaus, aus welchem im Falle der Feuers der Er- Diktator auf der Flucht, oder gefangen, vielleicht fames unheimliches Leben es puftet und knistert und gefahr das Entrinnen doch viel leichter ist, als aus einem auch todt fnurrt und schimpft und fnattert und prasselt, daß man Bergwert, dessen Arbeitsstätten tausende von Fuß unter der denken könnte, das jüngste Gericht sei nahe, wenn der Erdoberfläche liegen, müssen gewisse, von der Baupolizei Himmel nicht so blau wäre. Und das Wetterzeichen? Es vorgeschriebene Sicherheitsvorrichtungen gegen Feuersgefahr ist die alte Raketenkifte im Sachsenwald. Je mehr fie angebracht werden in vielen Städten müssen die Treppen Briefkaffen der Redaktion. rumort, desto vergnügter dürfen wir sein- ist sie von Stein sein, jedenfalls der Bau ein solcher, daß das aber still, so dürfen wir sicher sein, daß Schlimmes ge- Rückzug nicht abgeschnitten werden kann. Nun betrachte nothwendig. Die Anträge hat der Kläger oder dessen Rechts. Feuer sich nicht leicht ausbreiten und den Bewohnern der R. H. Bei jeder Ehescheidungsflage ist ein Sühnetermin man sich dieses Bergwerk Przibram. Der 29. Horizont, anwalt zu stellen. Um Ertheilung des Armenrechts haben Sie Eine ganz besondere Wirkung schreiben Re- d. h. der Schacht, in dem das Feuer ausbrach, war ganz sich an den Prozeßrichter zu wenden, Sie können das Gesuch hat die Bekanntgabe der in lebenslängliches Bucht aus Holz" gebaut und bot dem Feuer einen günstigen auch vor dem Gerichtsschreiber zu Protokoll erklären. haus durch den Raiser umgewandelten Todesstrafe bei dem Nährboden" warum war der Schacht nicht so gebaut, müffen jedoch vom Magiftrat ein Beugniß Ihres Unvermögens Mörder Jarczet hervorgerufen. Als ihm am Mittwoch daß, wenn das Holz sich als Baumaterial auch nicht ver zur Bestreitung der Prozeßkosten beibringen. F. M. Manteuffelstraße. Wenn, was aus Ihren An Abend gegen 6 Uhr die bezügliche Kabinetsordre durch meiden ließ, doch wenigstens die Möglichkeit einer Entden Staatsanwalt verkündet wurde, war er völlig fassungs- zündung durch einen brennenden Docht oder ein brennendes gaben nicht hervorgeht, Kündigung ausgeschlossen war, und Sie während einer Altordarbeit entlassen werden, so kann der Meister los und nicht eines einzigen Wortes mächtig. Wie Jarczek Bündholz ausgeschlossen war? Eine einfache Holzdiele oder von dein ausgemachten Affordlohn soviel abziehen, als die Fertigfich später ausließ, hat er, nachdem seit seiner Verurtheilung Holzwand würde durch einen weggeworfenen brennenden stellung der Arbeit beansprucht. Ob die Arbeit jest oder erst geraume Zeit verstrichen ist, auf eine Aenderung des Ur- Docht auch nimmermehr haben in Brand gesetzt werden später fertiggestellt und polirt wird, ist hierfür unerheblich. braut wird. porter Sie Für den Inhalt der Inserate über. Neue Welt. Bergschloss- Brauerei Hasenhaide.] Sonntag: Konzert. nimmt die Redaktion dem Publikum Im Champêtre: Ball. Monstre- Feuerwerk. gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 19. Juni. Opernhaus. Der Maurer. Montag: Martha. Berliner Theater. Der Hüttenbesizer. Montag: Nacciß. Deutsches Theater. Julia. Montag: Fauft. Romeo und Friedrich- Wilhelmädt. Theater. Die Fledermaus. Montag: Dieselbe Borstellung. Oftend- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Hirsch in der Tanzstunde oder die juten Flinten. Thomas- Theater. Heißes Blut. Montag: Die selbe Borstellung. Sellealliance- heater. Der Abenteurer. Montag: Dieselbe Borstellung. Kroll's Theater. Der Wildschüß. Adolph Ernst- Theater. Groß Wien. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Berl. Soramer- Theater ( Bock- Brauered, Tempelhofer Berg) Sonntag, den 19. Juni: Velociped- Gesellschaft: Abyl. Luftgymnastik: Miss Barbara. Mimiker: Bolten. Antonio- Trio: Riese. Die Japaner Yokohama. Pantomime: Liebesabenteuer im Garten. Th. Keller's Hofjäger, " Entree 25 Pf., Vorverkauf 20 f. Mittwoch: Kinderfest. Hasenhaide, Bergmann- StraßenEdke. Heute, Sonntag, den 19. Juni 1892: I Großes Garten- Konzert. Jm großen Saale: Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Ball. Anfang 4 hr. Entree 15 Pf., vorher 10 Bf. A. Fröhlich. Mittwoch, 22. Juni: Drittes großes Kinderfen mit Gratisverloofung. Keller's Hofjäger, Hasenhaide. Montag, den 20. Juni 1892: Großes Sommerfest Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Dienstag, den 21. Juni, Abends 81/2 Uhr, in Bohne's Salon, Hafenhaide 45/47. Zages Drdnung: 1 1. Vortrag des Genoffen Sieger ist, über: Die wirthschaftliche Lage. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragen. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den III. Berliner Reichstags- Wahlkreis. am Dienstag, 21. Juni, Ab. 8 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobftr. 48a. Große Versammlung Tagesordnung: 1. Bortrag, über: Geschlechtskrankheiten und die bürgerliche Gesellschaft. Referent Genoffe Dr. Zadek. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. 399/15 Sozialdemokratischer Wahlverein Der Schneider und Schneiderinnen Berlins für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. bestehend in Gr. Instrumental- Konzert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Veremigung der Zivil- Berufsmufiter unter Leitung des Herrn J. Jahnke. Der größtentheils aus Kollegen bestehende Gesangverein ,, Freiheitsklänge" bringt während der Baufen mehrere Arbeiterlieder zum Vortrag. Anfang 4 Uhr Nachmittags. Die Kafferküche ist den Damen von 2 Uhr an geöffnet. Den Herren stehen 9 Kegelbahnen zu Verfügung. Bei eintretender Dunkelheit: Große Fackelpolonaise, wozu jedes Kind beim Eingang in das Lokal eine Stocklaterne gratis erhält. 180/1 Bon 5-6 Uhr: Kindertany. Nach 6 Uhr: Tanz- Kränzchen. Herren, welche am Tanz theilnehmen zahlen 50 Pf. nach. Billets à 30 Bf. find in allen mit Plataten belegten Handlungen, Zu zahlreichem Besuch ladet ein Grosse Vorstellung. bei den bekannten Kollegen und an der Kaffe zu haben. 1. Theil: Grisse Specialitäten- Vorstellung. 2. Theil: Ein weisser Othello. Posse in 1 Akt von Hermann. Inscenirt von Paul Pauly. Die Agitationskommission. Aftien- Brauerei Friedrichshain. 4. Theil: Zwölf Mädchen in Uni- Vor dem Königsthor.( früher Lips). Vor dem Königsthor. form. Vaudeville- Burleske in Akt von L. Angely. 5. Theil: Der Zauberbrunnen der Najaden, grosses Balletdivertissement. arrangirt von Marie Ala, mit Wunder- Fontaine von Direktor Max Rössner. Anfang: des Konzerts 5/2 Uhr, der Vorstellung 62 Uhr. Bei ungünstiger Witterung bieten die gedeckten Hallen Schutz für ca. 3000 Personen. Morgen: Grosse Vorstellung. Wallner- Theater. Ben- Ali Bey's orientalische Zauber und Wunder. Kasseneröffnung 18 Uhr. Anf. 8 Uhr. Preise: Parqu. 3, 1,50 und 1 M. Range: 3, 2, 1 M. und 50 Pf. Loge 4 und 8 M. Rinder die Hälfte. Vorverkauf: Invalidendant und an der Theaterkaffe. 615M PassageMontag, den 27. Juni 1892: 1. Stiftungsfest der 457/8 Freien Vereinig. d. Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Grosses Doppel- Konzert ausgeführt von 2 Mufit- Korps der Freien Vereinigung unter Zeitung der Dirigenten G. Schonert und G. Graß und unter gütiger Mitwirkung mehrerer Gesangvereine( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes) unter Leitung ihres Dirigenten G. Gartmann. Festrede gehalten vom Stadtverordneten Fritz Zubeil. Während und nach dem Konzert: Grand Ball. Bei eintretender Dunkelheit große Fackelpolonaise, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Programme sind bei nachstehenden Mitgliedern zu haben: C. Böhm, Borigftr. 31a; G. Grass, Acterstr. 120; P. Blanschefsky, Stralsunderstr. 52; H. Soppe, Reichenbergerstr. 158; W. Schulz, Ackerstr. 36; A. Kessler, Lausitzer ftraße 61; E. Vogel, Röpenickerstr. 178; G. Gartmann, Weberstr. 58, sowie bei allen mit Plakaten belegten Geschäften. Das Komitee. Verband deutscher Kürschner ( Filiale Berlin). Montag, den 20. Juni cr., im ,, Elysium", Landsberger Allee 89/40: Versammlung am Dienstag, den 21. Juni, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47/49. Tages Drdnung: 1. Die Stellung der Sozialdemokratie zu Stichwahlen zwischen gegnerischen Randidaten. Referent Dr. Lütgenau, Rorreferent Stadtverordneter Vogtherr. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 4. Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. 424/5 NB. Die Zahlstelle, welche sich beim Genossen Gnadt befand, ist zu Raabe, Schönholzer- und Ruppinerstraße- Ecke verlegt. Agtung! Putzer! Achtung! Große öffentliche Versammlung der Putzer Berlins und Umgegend am Montag, den 20. Juni, Nachm. 42 Uhr, in Königshof, Bülowstr. 87. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Stadtverordneten Vogtherr. 2. Die Verhältnisse in unserem Gewerbe. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiche Theilnahme wird gebeten. B. Förster. 658b Deutsch. Tischlerverband Zahlstelle Berlin. Versammlungen Süd- Welt und Weffen: Montag, den 20. Juni cr., Abends 8½ Uhr, " Königshof", Bülowstraße 37. Morden: 469/9 Dienstag, den 21. Juni cr., Abends 8½ Uhr, bei Keller, Bergstraße 68. Zagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung Gäste haben Zutritt. Panopticum. IL Stiftungsfest verbunden mit Sommerfest Fachverein der Tischler. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. bestehend in Konzert, Gesangsvorträgen und Ball = Ausserordentliche General- Versammlung unter gütiger Mitwirkung der Männer Gefangvereine elfenburg", Montag, den 20. Juni, bei Norbert, Beuth- Strasse Nr. 22. " ,, Tyrania", Sängerchor der chirurg. Branche und der Kürschner ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes) Dirigent: E. Beutner. Festrede, gehalten vom Stadtverordneten Zubeil. Programms, à 25 Pf., find in den mit Plakaten belegten Stellen zu haben. Anfang 4 Uhr.- Eröffnung der Kaffeeküche 2 Uhr. Das Komitee. 444/9 Castan's Freie Vereinigung aller in der chirurg. Branche beschäftigten Berufsgenossen. Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Dienstag, den 21. d. M., Abends 812 Uhr, in Seefsldt's Salon, Grenadier- Strasse Nr. 33, Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bereingangelegenheiten. reichen Besuch wird gebeten. Vorstand. Viktoria- Brauerei. Fachv. d. Klempner Berlins u. Umg. Im Konzertgarten: Heute sowie täglich ( Sonnabends ausgeschl.): Stettiner Sänger. Versammlung am Dienstag, den 21. Juni, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 78. Tagesordnung: 1. Der Vorwärts" und unsere Berichte. 2. Vortrag: Ueber Sozialismus und Anarchismus. Referent Herr Th. Meyner. 3. Disfuffion. 3. Stellung Stets wechselnd.nahme zum Verband. 5. Verschiedenes. Programm. Gäste haben Zutritt. 187/20 Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Vorverkauf- Billets heute keine Giltigkeit. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Achtung! 2 große Riesen- Kegelbahnen sind an Bereine zu vergeben Ibinger str. 14, bei R. Fischer, Schantwirth. 630b Der Vorstand. Der Arbeitsnachweis befindet sich im Vereinslotal Ritterstr. 123. RAUERE ACTION- BRA DRICHS CHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute, Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert. Anfang 42 Uhr. Eintritt 30 f. Kinder frei. Programm unentgeltlich. u. Sommerfest. [ 2593L Kinderwagen gebr. Rottbuserstr. 13. Jeden Freitag: Gr. Militär- Frei- Konzert. Konzert- Part ,, Vittoria" Frankfurter Allee 72. Größtes und schönstes Etablisse= ment im Osten Berlins, mit prächtig schattigem Garten und großen Sälen.[ 24972 Jeden Sonntag E Konzert, Vorstellung, Ball. Entree im Vorverkauf 10 Pf. Wochentags Frei- Konzert. Raffeeküche täglich von 2 Uhr. Weiß Bier! Bairisch Bier 0,4 Liter 15 Pf. = = Tages- Ordnung: 413/3 1. Vortrag des Dr. Lütgenau, über: Das älteste Leben der Welt. 2. Diskussion. 3. Anträge. 4. Vereinsangelegenheiten. Um rege Betheiligung ersucht 413/3 Der Vorstand. Verein z. Wahr. d. Interessen d. Schuhmacher. Montag, den 22. Juni, Abends 8½ Uhr, Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großer Saal). 278/3 Tagesordnung: 1. Vortrag über: Wie schützt man sich gegen Schwindfucht? 2. Dis tuffion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung! Achtung! Textil- Arbeiter! Grosse Versammlung der Filialen der Wirker, Weber und Stider Montag, den 20. Juni, Abends 8½ Uhr, bei Heise, Lichtenbergerstraße 21. brei Filialen. 4. Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Die Verschmelzung ber Hinsichtlich der Tagesordnung ist das Er scheinen Aller nothwendig. 620b Der Einberufer: G. Liebers. Große öffentliche Mitglieder- Versammlung der Orts- Krankenkasse für die Wäschefabrikation Dienstag, den 21. Juni, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Brauerei Friedrichshain, Vor dem Königsthor. Tagesordnung: 1. Haben wir unserem vorjährigen Antrage gemäß freie Arztwahl? 2. Hat das Vorstandsmitglied der Wäschefabrikant A. R. Freyer nebst seinem Bolzenmann Falk die Kaffe geschädigt oder nicht? 3. Kritische Besprechung unserer schönen Raffenverhältnisse. Zu dieser Versammlung sind sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche, welche Mitglieder der Kasse sind, freundlichst eingeladen. Es trifft jeden Einzigen die Schuld, welcher von dieser Versammlung fort felben jetzt sind. Die Herren Wäschefabrikanten Buchholz, Philippsohn und Freyer, sowie der Rendant Herr Donath und der Bolzenmann Falk find extra eingeladen. 349/13 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW', Beuthstraße 2. Der Einberufer. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 141. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Militäranwärter. 77. Sigung vom 18. Juni. 11 Uhr. Am Ministertische: Herrfurth und Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht die Berathung des vom Herrenhause in veränderter Fassung zurückgelangten Gesetzes betr. die Das Herrenhaus hat die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses dahin abgeändert, daß die Vorschriften des Gesetzes auf Gemeinden bis zu 2000 Einwohnern feine Anwendung finden sollen. Die Vorlage wollte das Gefeß auf alle Landgemeinden ausdehnen; bas Abgeordnetenhaus hatte alle Gemeinden unter 3000 Seelen davon ausgeschlossen. Abg. Eberhard( t.) erklärt, daß die Konservativen noch jetzt auf ihrem prinzipiellen Standpunkt stehen, wonach die Landgemeinden unter 3000 Einwohnern mit dem Gesetze zu verschonen find. Um aber das Zustandekommen des Gesetzes zu ermöglichen und namentlich um die Hoffnung nicht zu täuschen, welche die Militärverwaltung auf das Gesetz baut, werde die Partei für die Herrenhausbeschlüsse stimmen. Die Abgg. Hammacher( ntl.) und Eberth( fr.) geben eine gleiche Erklärung ab, indem fie gleichzeitig beklagen, daß bei der Lage der Dinge die Wiederherstellung der Vorlage aussichtslos erscheint. Abg. Sperlich( 3.): Auch das Zentrum wird für die Beschlüsse des Herrenhauses stimmen, obwohl es ihm lieber gewesen wäre, man hätte es bei der Grenze von 3000 Einwohnern gelaffen. Redner fragt, wie es hinsichtlich der Zweckverbände zwifchen verschiedenen Landgemeinden gehalten werden solle. Geh. Rath Nöll erklärt sich außer Etande, auf diese„ Doktorfrage" eine bindende Antwort zu geben. Damit schließt die Generaldiskussion. Ohne Spezialdistuffion wird das Gesetz im Einzelnen und darauf im Ganzen nach den Beschlüssen des anderen Hauses angenommen. Sonntag, den 19. Juni 1892. Geh. Rath Nöll bittet gleichfalls, es bei dem Antrage der Rommission bevenden zu lassen. er Nur ein AU 9. Jahrg. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. -Aus„ öffentlichen Rücksichten" wurde in Mist et( Mähreg Abg. Rickert: Der vorliegende Fall ist recht geeignet zu eine Voltsversammlung verboten, in welcher über die verfän- n zeigen, mit welcher liebevollen Schonung ein Regierungspräsident lichen Themata: Die Lage der Arbeiter und Kleingewerbe behandelt wird, wenn er, wie hier zweifellos, die Gesetze über- treibenden" und" Lebensmittel Bertheuerung" gesprochen werden; treten hat. Das ist der Unterschied zwischen uns und England; follte. bort In Wien wurde im Redaktions- Zotale der Delnicky Minister oder Schußmann, wenn er solchen Deliftes sich schuldig Listy" nach dem bekannten Przibramer Brief gehaussucht, welcher gemacht hat. Der Regierungspräsident muß ebenso angeschnauzt auf dem Wiener sozialdemokratischen Parteitage zur Verlesung sammlung angeschnauzt hat.( Zustimmung links.) Wollen Sie werden von oben, wie er seinerseits die Stadtverordneten Ver- gelangte. Denn lauter Kriecher vor den Behörden haben? selbständiges und sich dessen bewußtes Volt ist eine wirkliche Stüße für den Staat. Wenn die Sache so gehandhabt werden die Neigung für die Selbstverwaltung herkommen? Der Schutz soll, wie sie vom Minister gehandhabt worden ist, wo soll dann des Ministers ist der Stadtverordneten- Versammlung nicht ge- elfwöchentliche Gefängnißstrafe zu verbüßen hat, und tritt nach R. Cronheim verläßt am Montag Plößensee, wo er eine währt worden. Was soll man dazu sagen, wenn ein so hoher dieser unfreiwilligen Muße wieder in die Redaktion ein. Er sei Beamter aus persönlicher Liebhaberei für eine Herberge zur uns willkommen in der Freiheit! Seimath sich beikommen läßt, in so unzulässiger und gesetzwidriger Beise unter Ueberschreitung seiner Amtsgewalt die Merseburger Stadtverordneten wie Schuljungen zu rüffeln! Hat man denn nicht wenigstens dem Herrn zu erkennen gegeben, daß er seine diese Kompensationstheorie des Kommissars gelten zu lassen. Befugnisse überschritten hat? Ich würde es unerhört finden, Das Minimum dessen, was wir annehmen können, ist der Antrag Meyer. B Tokales. Drahtbericht des Braunschweiger Tageblatt". Dasselbe läßt sich Wie Nachrichten aus der Luft gegriffen werden, zeigt ein telegraphiren: " Berlin, 17. Juni. Der Redakteur Cronheim vom sozialdemokratischen Vorwärts" follte nach Verbüßung einer ihm wegen Preßvergehens zubiftirten längeren Freiheitsstrafe von seinen Parteigenoffen in feierlichem Zuge vom Gefängniß abgeholt werden, die Polizei hat Ansicht, daß der Stadtverordneten Versammlung zu Merseburg Abg. Friedberg( ul.): Auch wir sind in der Mehrheit der aber die Ausführung dieses Vorhabens verboten. eine größere Genugthuung zu geben, als sie bisher erhalten hat. dem Wunsche unseres Genossen vollständig widerstreben Wir wissen nichts von dem erwähnten Vorhaben, das auch Weder formell noch materiell war der Regierungspräsident zu würde, der in derselben Stille, wie er seinen Einzug ins Geseinem Verfahren berechtigt; die Freude an der Selbst- fängniß hielt, auch seinen Auszug halten möchte. verwaltung muß davon auf's Bedenklichste geschwächt werden. Sier stehen wichtigere Intereffen auf dem Spiele, als das bloße Einem alten Weber, der Langestraße 96 einen kleinen formelle Recht. Handel mit Brot und Wurst betreibt, sind in der Nacht zum Abg. Graf Limburg- Stirum hält den Antrag Meyer für Sonnabend eine Quantität von Brot und Wurstwaaren, sowie gegenstandslos, weil der Minister ja das Schreiben des Regie- ein großes Schlächtermesser vom Flur gestohlen. Der Bestohlene, rungspräsidenten schon geprüft habe. ein alter Mann in den ärmlichsten Verhältnissen, erleidet durch Abg. Meyer- Berlin bestreitet dies; das Schreiben sei nur den Diebstahl der auf Kredit bezogenen Waaren einen höchft nach der persönlichen Seite hin auf seinen Inhalt angesehen empfindlichen Schaden. Abg. von Heereman( 3.) beantragt die Absetzung des der gesammten Linken auch Zentrum, Polen und einige FreiDer Antrag Meyer wird angenommen, dafür stimmen außer Gegenstandes von der heutigen Tagesordnung, da das Herren- tonservative. haus erhebliche Veränderungen an der Vorlage vorgenommen habe und man über die Motive des anderen Hauses noch nichts Görlitz um Erhöhung seiner Pension, sowie über die Petition des Ueber die Petition des Vermessungsrevisors a. D. Antel in Genaueres vor Augen habe. Nach längerer Debatte beschließt das Haus demgemäß. Bürgermeisters Schneider und Genossen in Massenheim, Auf Grund mündlichen Berichts der Geschäftsordnungs- welcher beantragt wird, das verkäufliche Holz aus fiskalischen Rommission wird beschlossen, die von der Staatsanwaltschaft Forsten im Walde zu versteigern und den Erstehern aus dem nachgesuchte Ermächtigung zur strafgerichtlichen Verfolgung der Kleinbauernstande das Kaufgeld zu stunden, geht das Haus zur Beitung Borwärts, Berliner Voltsblatt" wegen Beleidigung des Tagesordnung über. Hauses nicht zu ertheilen. Auf der Tagesordnung steht sodann die Berathung des ebenfalls in veränderter Faffung vom anderen Hause zurück gelangten Gesetzes, betreffend das Diensteinkommen der Lehrer an nicht staatlichen höheren Lehranstalten. Eine Reihe von Petitionen wird als zur Erörterung im Plenum als nicht geeignet erachtet. worden. Die Petition des pensionirten Eisenbahnbremsers Wolff und Genossen in Breslau um Erhöhung der Pension der infolge von Körperbeschädigungen dienstunfähig gewordenen Beamten, beMaterial für die Revision der einschlagenden Gesetzgebung zu antragt die Petitionskommission der Staatsregierung als überweisen. Zu einer Berliner Bürgerversammlung, die am Freitag „ Germania", Chauffeeftr. 103, einberufen war, hatten sich etwa Abend nach dem großen Festsaale des Bäcker- Innungshauses 400 Personen eingefunden. Auf der Tagesordnung stand die Resolution angenommen: Berliner Weltausstellung". Es wurde folgende " " " Die in dem großen Festsaale des Bäcker- Jnnungshauses Germania" versammelten Bürger Berlins sind der Ueberzeugung, daß die Veranstaltung einer Weltausstellung in Berlin besonders geeignet ist, der Gesammtheit des deutschen Gewerbes zu einem fräftigen Aufschwunge zu verhelfen, und die namentlich in Berlin seit Jahren mehr und mehr gefährdete Lage der kleinen und mittleren Gewerbetreibenden und des gewerblichen Arbeiterstandes gesunder zu gestalten. Die Versammlung richtet deshalb an den Magistrat und die Stadtverordneten- Bersammlung Berlins die Bitte, ihrerseits Alles aufzubieten, um das nochmalige Scheitern des Ausstellungsplanes zu verhüten und im Besonderen zur Aufwendung hinreichender Geldbeträge aus städtischen Mitteln sich bereit zu erklären." Ueber die Petition des Gerichtsvollziehers Krings zu Meinersen, Provinz Hannover, betreffend die Gewährung von Alterszulagen an die Gerichtsvollzieher, die Versetzung und die Eintheilung der Bezirke für dieselben wird zur Tagesordnung stadt um Abänderung des Normalreftripts vom 8. März 1778 Ueber die Petition von Bruns und Genoffen zu Kroppenübergegangen. Die Petition von Gerichtsaktuaren des Oberlandes- Gerichts- betr. die Theilung und Nußung der dortigen Reiterbufen erstattet begirts Breslau, betreffend die Einkommens und Anstellungs- Kommissionsantrag geht dahin, die Petition der Regierung zur meist dahin, den hiesigen Geschäftsleuten den großen Werdienst, Namens der Gemeindekommission Abg. Eberty Bericht. Der Die Debatten waren ziemlich öde; die Ausführungen gingen verhältnisse der Gerichtsattuare beantragt die Juftigkommission der Regierung dahin zur Berücksichtigung zu überweisen, daß eine Erwägung zu überweisen. welchen sie durch das Zuströmen von Fremden erlangen würden, thunlichst baldige Verbesserung der Lage der Attuare, entsprechend Das Haus tritt dem Kommissionsvorschlage ohne Debatte bei. als Rockung vorzuhalten. Der Hauptredner, Bürgermeister a. D. der schon im vorigen Jahre geäußerten Absicht der Regierung Durch Uebergang zur Tagesordnung wird erledigt die Pe- Bobertag, erklärte die Frage nur vom speziellen Berliner Standangestrebt werde und namentlich in dem nächsten Etat bereits tition des Weichenstellers Rosenberg in Ottensen um Festschung punkte und zwar vom Standpunkte der Handels- und Gewerbehöhere Mittel zur Vermehrung von Stellen der ständigen Diätare feines Gehalts nach seiner Gesammtdienstzeit, sowie die Betition treibenden Berlins zu behandeln. Die Weltausstellungs- Frage und der etatsmäßigen Bureaubeamten eingestellt werden, im der Vertretung der Stadt Hagen um Abänderung des Projekts sei in erster Reihe vom fozialpolitischen Gesichtspunkte aus zu übrigen zur Tagesordnung überzugehen. für das daselbst zu erbauende Geschäftshaus für das Eisenbahn- behandeln. Es sei selbstverständlich, daß die Großindustrie fein Betriebsamt; beides auf Antrag der Budgetkommission. besonderes Interesse an einer Berliner Weltausstellung habe, den Der Kommissionsantrag wird angenommen. Die Einwohner von Heintchen petitioniren um Abtrennung der Gemeinden Heintchen und Hasselbach vom Bezirke des Amtsgerichts in Usingen. Die Justizkommission beantragt einstimmig Uebergang zur Tagesordnung. Abg. Lieber befürwortet einen Antrag auf Ueberweisung zur Berücksichtigung und wird darin von dem Abg. Beckmann( t.), Landrath des Usinger Kreises, und dem Abg. Caheusly( Bentr.) unterstützt. Auf Antrag der Unterrichtskommission wird auch über die Hauptvortheil werde die mittlere und Kleinindustrie haben. Petition des Gutsbesizers Bieting in Schönwalde betreffend die Allein die Großindustrie steuere ebenfalls schließlich ihrem UnterSchulabgaben der Besitzer von Privatgrundstücken im forst- gange zu, wenn nicht bald etwas geschehe, das geeignet sei, die fistalischen Gutsbezirke Czersk zur Tagesordnung übergegangen. breiten Schichten der Bevölkerung konsumtionsfähiger zu machen. Dasselbe beantragt die Petitionskommission bezüglich der Die immer schlechter werdende Lage der deutschen Eiſenindustrie Petition des Steuerauffehers Montag in Hannover, welcher ver- sei ein deutlicher Fingerzeig hierfür. Es komme allerdings nicht ber Steuer- und Grenzauffeher in Hannover der Betrag heraus- winne, die Hauptsache sei, daß der mittlere und kleinere Bürgerlangt, daß ihm aus den Ueberschüssen der Uniformirungskaffe darauf an, daß der Großkapitalist durch die Weltausstellung gegezahlt werde, der den von ihm zu dieser Kasse eingezogenen stand durch die Ausstellung gewinne(?). Wenn das nicht erBeiträgen entspricht. reicht werden könne, bann sei es besser, daß die Ausstellung Er unterbleibe.( Redner) habe aber die Ueberzeugung, den deutschen Produkten daß die Weltausstellung Weltmarkt erobern und es dadurch der mittleren und Kleinindustrie gelingen werde, mit der Großindustrie den Konkurrenzkampf aufzunehmen. Die Befürchtung, daß aus Anlaß der Weltausstellung eine große Anzahl Arbeiter nach Berlin kommen werde, könne doch nicht maßgebend sein. Wenn man derartige Kleinliche Bedenken geltend machen wolle, dann Abg. Sattler tann nicht begreifen, wie man den Betenten nicht einmal einen Billigkeitsanspruch zuerkennen will, und beantragt leberweisung zur Erwägung. Der Antrag Lieber wird fast einstimmig angenommen. Die Stadtverordneten- Versammlung zu Merseburg fühlte sich durch eine Verfügung des Regierungspräsidenten von Diest an den Magiftrat beleidigt, in welcher dieser ausspricht, daß die Gründe eines von ihr gefaßten Beschlusses in einer Sparkassengelder- Angelegenheit den Ernst und den Eifer vermissen laffen, welcher zur Durchführung einer solchen für die brotlose und be fchäftigungssuchende, reisende und heimische Bevölkerung so überaus fegensreiche Maßregel( die Errichtung einer Herberge zur Heimath in Merseburg) allerdings unerläßlich erscheint", und zu weiter sagt, daß die Verwendung von Sparkassenüberschüssen zu anderen Zwecken nicht eher genehmigt werden würde, als bis in Merseburg eine Herberge zur Heimath errichtet sei. Am Schluß der Verfügung ist der Magistrat angewiesen, hiervon der Stadtverordneten- Versammlung Kenntniß zu geben. Das Haus beschließt demgemäß. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß 22 Uhr. Nächste Sißung Montag 11 Uhr. ( Interpellation Sattler wegen der Subvention der Hoftheater Hannover, Kassel und Wiesbaden, Lehrereinkommens Gefeß.) Parteinachrichten. müsse man jede gewerbliche Entwickelung bekämpfen. Auch die Befürchtung, daß durch die Weltausstellung die Wohnungs- und Sittlichkeitsverhältnisse in Berlin schlechtere werden könnten, sei grundlos. Die Hauptursache dieser Mißstände sei immer die wirthschaftliche Noth. Er halte es nun für geboten, sich nicht einem Sommerschlaf hinzugeben. Es könnte sonst leicht geschehen, daß eine andere Nation Deutschland zuvorkomme. Wenn die müsse man sich bescheiden. Gegen diese Verfügung wandte sich die Versammlang ohne Mitwirkung des Magistrats beschwerend an den Minister des Innern. Der Oberpräsident hat die Beschwerde vom Minister In Mannheim ist ein Verein sozialistischer Frauen deutsche Reichsregierung fich grundsäglich u weiteren Veranlaffung erhalten, die Ertheilung eines Be- und Mädchen der Stadt Mannheim und Umgegend" gegründet segen die Ausstellung erklären würde, bann cheides aber abgelehnt, weil der Magistrat bei der Ginreichung worden, welcher bereits gegen 200 Mitglieder zählt. Die wichtigsten nicht mitgewirkt habe; der Regierungspräsident habe übrigens Paragraphen des Statuts lauten: jede Absicht der Beleidigung in Abrede gestellt. § 1. Die Frauen und Mädchen der Stadt Mannheim und Auf erneute Beschwerde an den Minister hat dieser erklärt, daß Umgegend bilden zur Vertretung ihrer Interessen einen Verein, bie Remebur, so weit sie sich auf die Beleidigung beziehe, bereits der sich der sozialdemokratischen Bartei Deutschlands anschließt, um erfolgt sei, die Stadtverordneten Versammlung außerdem aber in Gemeinschaft mit derselben ihre wirthschaftliche und politische aur selbständigen Beschwerdeführung nicht berechtigt sei. Sier- Freiheit zu erlangen. gegen hat die Merseburger Versammlung sich petitionirend an§ 2. Bur gegenseitigen Aufklärung und Belehrung werden selbständiges Beschwerderecht anzuerkennen und den Minister zu träge gehalten. selbe Häuser des Landtages gewendet mit dem Antrage, ihr in den regelmäßig abzuhaltenden Versammlungen geeignete Bor: ersuchen, der Versammlung einen sachlichen Bescheid auf die Be Schwerbe zu ertheilen. Der Arbeiter Günther sprach die Meinung aus: Der Arbeiter werde von einer Ausstellung keinen Vortheil haen. Die Ausein leines Pflasterchen auf den kranten sozialen Rörper brücken. stellung werde höchstens die Krisis noch etwas hinausschieben und Bemerkung entgegen, daß der Vorredner wohl zu denjenigen ArDieser Ansicht trat der Drechsler- Obermeister Meyer mit der beitern gehöre, bie die Arbeit scheuen! Diese Bemerkung des Innungs Obermeisters, die ohne Rüge blieb, kennzeichnet ben Charakter dieser Versammlung. A Wir haben uns wiederholt zu Gunsten einer Berliner WeltSozialdemokratische Partei Oesterreichs. Sämmtliche lichen und kulturellen Standpunkte aus, als dem spießbürgerAusstellung ausgesprochen, freilich von einem höheren, wirthschaftDie Gemeindekommiffion hat in Uebereinstimmung mit dem Briefe, welche Partei- Angelegenheiten betreffen, sind zu richten lichen, der in dieser Bürgerversammlung seinen Ausbruck fand. Beschluß des Herrenhauses den Uebergang zur Tagesordnung be an atob Reumann, Wien, VI. Bezirt, Amerlinggaffe 5, 3hm gegenüber waren denn auch die Bemerkungen des Arbeiters Schloffen unter Aboptirung der in dem letzten Bescheide des Geldsendungen an Julius Popp, Wien, VI. Bezirt, Günther vollauf berechtigt. Ministers enthaltenen Ausführungen. Gumpendorferstr. 60. Abg. Meyer- Berlin findet, daß den Betenten mit diesem Beschlusse nicht ihr volles Recht werde; es hätte sich wohl beffer Die Vertrauensmänner des 5. Wahlkreises senden uns In Wien findet demnächst die Konstituirung der Sozial- folgende Erklärung: Bezüglich der Notiz im Vorwärts" Nr. 97 empfohlen, wenn die Worte des Regierungspräsidenten in dem demokratischen Wahlvereine für den fünften und vom 26. April, nach welcher sich der Restaurateur Appler, Marienerwähnten Bescheide vom Minister ausdrücklich gemißbilligt wor- zehnten Bezirke statt. Diese beiden Vereine sind, wie die Wiener burgerstraße 23, dem Franz Schmidt gegenüber geweigert haben den wären. Aus diesem Grunde beantragt Rebner die Neber- Arbeiter- Beitung" mittheilt, die ersten in Desterreich genehmigten foll, Maibillets in Vertrieb zu nehmen, haben wir zu erklären, weisung der Betition an die Regierung mit dem Ersuchen, die politischen Bereine sozialdemokratischer Richtung, welche fich offen daß nach vorheriger gegenseitiger Auseinandersetzung sich heraus genannte Verfügung nach Form und Inhalt nochmals einer als solche bezeichnen und die Propagirung sozialdemokratischer gestellt hat, daß dieser Angelegenheit ein Mißverständniß, auf Prüfung zu unterziehen. Jdeen zum Zwecke haben. beiden Seiten beruhend, zu Grunde gelegen hat. Somit fällt jeder Grund, gegen Herrn Appler in irgend welcher Weise vorzugehen. Todtenliste der Partei. In Iserlohn ist der ParteiAbg. Schlabitz( frk.): Auch meine Freunde sehen in dem berechtigten und tadelnswerthen Eingriff in die garantirten Rechte genosse Fischmann, Schriftführer der dortigen Filiale des der Selbstverwaltung. Sie werden in der Erwartung, daß die deutschen Tischlerverbandes, beim Baden in der Lenne in einem Betenten damit zufrieden gestellt sind, für die motivirte Tages- Strudel ertrunken. ordnung ftimmen. Die Scheiben der ,, Judenflinten" wurden am Sonnabend Nachmittag aus der Fabrik von Ludwig Löwe u. Co. zum Zwecke der Untersuchung beschlagnahmt. Die Lokalkommiffions Mitglieder der Umgegend 128. d. Mts. sein diesjähriges Sommerfest im benachbarten hat, und auch einige Silbersachen, die aus einem von ihm ver Berlins werden ersucht, etwaige Beränderungen in der Lokal- freundlichen Grünau. Das Programm verspricht mancherlei übten Einbruchsdiebstahl herrühren, im Erdreich etwa 1/4 Meter Liste bis spätestens Mittwoch, den 22. d. M., dem Unterzeichneten unterhaltende Genüsse. tief vergraben habe. Diese Angaben haben sich als wahr erwiesen einzuschicken, und bitten wir, nicht allein die Liste der Wirthe und sind auch diese Gegenstände, worunter das Messer als corpus einzuschicken, welche ihre Gäle zu Versammlungen hergeben und Im Kampfe gegen die Uusittlichkeit weiß sich das delicti in dem Mordprozeß eine hervorragende Rolle spielt, auch welche Arbeiterzeitungen auslegen, sondern auch derjenigen, welche Muckerthum, wenn man seinen Versicherungen trauen darf, eins an der von Wagenschütz bezeichneten Stelle aufgefunden und in gesperrt sind und ihre Säle zu Arbeiterversammlungen nicht mit der Sozialdemokratie. Das„ Korrespondenzblait zur Be- gerichtliche Verwahrung genommen worden. An der Stralsunderhergeben. tämpfung der öffentlichen Sittenlosigkeit", offizielles Organ der Straßen- Ecke bestiegen die Beamten mit dem Arrestanten wiederum Da die Zusammenstellung der Liste immerhin ein Stück deutschen Vereine zur Hebung der Sittlichkeit", hat sich wieder- dieselbe Droschte und in schleuniger Fahrt wurde der KapitalArbeit verursacht, wird gebeten, möglichst deutlich und getrennt holt in zustimmendem Sinne über diesen Theil der Agitation der verbrecher nach dem Untersuchungsgefängniß zurückgebracht. Bei anzugeben, welche Lokale den Arbeitern zu empfehlen, und welche Sozialdemokratie ausgesprochen und sich gelegentlich sogar die der Rückfahrt wurde die Droschte von zwei reitenden Schuhleuten gesperrt sind. Die Einsender tragen selbst die Schuld, wenn einschlägigen Ausführungen sozialdemokratischer Blätter zu eigen zu beiden Seiten esfortirt. Inforrektheiten in der Liste vorkommen, wenn die Angaben nicht gemacht, wie es in seiner neuesten Monatsnummer auch wieder deutlich erfolgen. Die Gesammitliste wird Sonnabend, den 25. b. M., wiederum im Vorwärts" veröffentlicht. Die Berliner Sofaltommission. J. A.: J. Wernau, Rosenstr. 30. einen Artikel des Vorwärts" über„ Die Nera des Massenmords" Sechszehn wegen Mordes beztv. Mordverfuchs zum abdruckt und mit theilweise anerkennenden Zufäßen begleitet. Theil abgeurtheilte, zum Theil des Urtheils harrende Personen Leider müssen wir aber die Bundesgenossenschaft des Mucker befinden sich gegenwärtig im Untersuchungsgefängniß zu Moabit, thums selbst in dem Kampfe gegen die Unfittlichkeit zurück- eine Anzahl, welche bisher noch niemals erreicht worden ist. Von weifen, einmal aus prinzipiellen Gründen, da wir unter Sitt- diesen gehören zu dem Ressort des Landgerichts I: Das lichkeit und Unfittlichkeit etwas vollständig Anderes verstehen, Heinze'sche Ehepaar, der Gärtner Redlich aus der Holzmarkt Arbeiter Bildungsschule. In der Versammlung am als das Muckerthum, und dann auch aus der rein traße, der Arbeiter Udrow, die Burschen Wagenschütz und Neu 13. Juni im großen Saale Rosenthalerstr. 38 hielt Herr Dr. praktischen Erwägung, daß die Bundesgenossenschaft des tamm, schließlich der Bäcker Zuchowski. Bei allen handelt es Pinn( Lehrer der Schule) den vierten Zyklusvortrag über„ Die Muckerthums im Kampfe gegen fittliche Berkommenheit ein- fich um Mord; nur der Letztere wird wegen Mordversuchs vor Hauptepochen der Geschichte", wofür er reichen Beifall erntete. fach werthlos, ja sogar hinderlich ist. Wie wenig mit Frömmig- Das Forum der Geschworenen treten. Noch größer ist die Anzahl Redner sprach diesmal hauptsächlich über die Kultur und sozialen feit und Betonung des Religiösen in sittlichen Dingen ausgerichtet der Verbrecher, welche dem Landgericht II angehören. Es sind Zustände der alten Deutschen. Die rege Fragestellung, welche wird, lehren die zahlreichen Sittlichkeitsverbrechen, welche von dies die bereits abgeurtheilten Mörder Wetzel, Jarczet, Ruttle nach dem Vortrage aus der Versammlung an den Referenten Pfaffen, Lehrern und verwandten Kreisen verübt werden. Wer und Christine Schütt; ferner das Kind Klara Wernecke aus Briz, zur Beantwortung gemacht wurde, sowie die Zahl Derer, welche die Moral heben" will, der muß den Hebel ganz wo anders der Gastwirth Werner aus Weißensee, der Knecht Nohl aus fich als neue Mitglieder einzeichnen ließen, bewiesen wieder aufs ansetzen. Wenn Müßiggang aller Lafter Anfang ist, wie von der Nauen, der Arbeiter Dende aus Bergen und der Bäckergeselle Neue, was für großen Bildungs- und Wissensdrang die Abends Kanzel und dem Ratheder herab gelehrt wird, so ist der beste Hoffmann aus Friedenau, welcher in diesen Tagen aus dem nach schwerem Tagewert abgespannten Arbeiter trotzdem noch Nährboden für die Entstehung von Lastern aller Art die be- Wilmersdorfer Amtsgefängniß gleichfalls nach Moabit gebracht befizen. Am Montag, den 20. b. M., Abends 8 Uhr, findet in stehende Gesellschaftsordnung. Den obersten" Gesellschafts- worden ist. demselben Lokale wieder eine Versammlung statt, in welcher Dr. Pinn über Muhamed und seine Lehre" sprechen wird. Mitglieder haben" bei Vorzeigung des Mitgliedbuches freien Eintritt, Gäste zahlen 10 Pf. Entree. Neue Mitglieder werden an der Raffe aufgenommen. Das sozialdemokratische Volksfest des 6. Reichstags. Wahlkreises, welches Sonntag, den 26. Juni, abgehalten wird, findet nicht, wie angekündigt war, im Brocken, sondern in folgen den Lokalen statt: Jägerhaus, Schönhauser Allee; Knebel, Badstr. 58; Knappe, Müllerstraße; Böttcher, Seeschlößchen, Reinickendorf.( Siehe auch Annonce in nächster Nummer.) Gerichts- Beitung: schichten ermöglicht sie den Müßiggang, während sie ihn den untersten" aufzwingt. Der reiche Wollüstling und die arme Polizeibericht. Am 16. d. M. Nachmittags fiel ein breis Prostituirte, sie gehören nicht nur deshalb zusammen, weil es die jähriger Knabe aus einem Fenster der im zweiten Stock des Lettere ohne den Ersteren überhaupt nicht geben würde, sondern Rauses Andreasstraße 38 belegenen Wohnung seiner Eltern in auch deshalb, weil sie beide ein Produkt der tapitalistischen den Garten herab und erlitt einen Beinbruch. Am 17. d. M. Wirthschaftsweise sind, die dem Einen Alles giebt und dem Nachmittags sprang ein Mädchen aus dem Küchenfenster der im Anderen Allez nimmt. Wir wissen nicht, welche Gründe das ersten Stock des Hauses Kreuzbergstraße 76 belegenen Wohnung Muckerthum und insbesondere das Korrespondenzblatt" haben seiner Dienstherrschaft auf den Hof herab und erlitt einen kann, uns in irgend einer Sache" beizupflichten. Es können schweren Bruch des Knöchelgelenks, so daß es nach dem Kranken zweifellos nur jefuitische Gründe sein. Daß wir ihm in feiner hause am Urban gebracht werden mußte. Am 18. d. M. und Sache beipflichten, braucht nicht erst betont zu werden. Das n der darauffolgenden Nacht fanden vier Brände statt. Muckerthum, das sich zur Vertheidigerin der bestehenden GesellWas einem Berliner Stadtverordneten Alles paffiren indem es predigt, daß arm und reich von Gott gefeßet feien", schaftsordnung aufwirft und ihren Fortbestand zu sichern sucht, tann! Unsere Leser erinnern sich noch des großen Schüßen- dieses Muckerthum darf sich in dem Kampfe gegen die Bestrummels, der vor mehr denn Jahresfrist in Berlin, oder beffer gesagt, beulen dieser Gesellschaftsordnung nicht neben die Sozialdemokratie in Pankow tobte. Die ganze Geschichte fiel fläglich ins Wasser, stellen. Es darf sich in diesem Kampfe überhaupt kein Verdienst und sämmtliche Beitungen Berlins waren einig darüber, daß solch beimessen. Es ist im Gegentheil mit daran Schuld, daß er noch ein Rummel nach Posemuckel gehöre, aber nicht nach Berlin. Das nicht fiegreich zu Ende geführt ist. Wer den Kapitalismus verRomitee war seiner Aufgabe nicht im Geringsten gewachsen ge- theidigt, ist mitschuldig an dem Ueberhandnehmen der Unfitt- ftaminte eine Anflage wegen Beleidigung, die dem Beschuldigten, Aus der Zeit des Ausstandes der Buchdruckergehilfen wesen, es ging Alles darüber und darunter und selbst den„ Ber- lichkeit. dem Schloffer Emil Heinsdorf, durch schöffengerichtliches tretern" der bürgerlichen Presse war eine solche Behandlung zu toll. Sie proteftirten mit aller Entschiedenheit gegen das beErkenntniß eine Verurtheilung zu 50 Mark Geldstrafe eingetragen liebte Borgehen des Komitee's. Das half aber nicht viel. mittag 4/2 Uhr in der Auguststraße 93, Ecke der Dranienburger- lungen zur Unterstützung der Streifenden ins Wert gefeßt, so aud Eine gewölbte Kellerdecke stürzte' am Sonnabend Nach- hatte. Zu jener Zeit wurden von Gesinnungsgenossen Samm auch Das Komitee war nirgends zu finden, nirgends anzutreffen, tein traße ein. In dem Steller befanden sich ein Maurerlehrling und von dem Angeklagten in der Fabrit, in der er arbeitete. Heins. Mitglied konnte irgend welche Vollmachten ertheilen, teins fagte ein Arbeiter, die von dem einstürzenden Gewölbe verschüttet dorf machte auf der Liste den Anfang mit einer Zeichnung von Ja, feins fagte Nein, furz und gut, es war ein gottes- wurden. jäminerliches Lohuwabohu. Diese Geschichte war selbst der Bourretten. Gtwa 1/4 Stunde dauerte es, bis es gelang den Lehrling biefer, daß er fein Gelb habe, worauf Heinsdorf erwiderte, er Mit Hilfe der Feuerwehr fuchte man diefelben zu einer Mark. Als er zu seinem Kollegen Butter fam, erklärte geoisie zu dumin. Der Macher von's Jange" war der Herr Stadtverordnete u befreien; er hatte schwere Quetschungen erlitten und wurde brauche ja nur seinen Namen zu zeichnen und könne nach angelegtem Verband ins Krankenhaus gebracht. Der Ar- den am Beitrag Diersch, einer von den" freisinnigen" Helden im Rathhause, die beiter wurde erst 20 Minuten später, aber als Leiche, ans Tages- Schreib Du doch für mich!" geben. Luzker durch die Gedankenlosigkeit und Dummheit unserer Mitbürger licht gebracht. worauf Heinsdorf dessen hineingewählt worden sind. Und wie wurde bei den offiziellen" Namen mit einem Beitrag von 50 Pfennig auf die Liste Veranstaltungen Herr Diersch gefeiert! Es war eine Freude, zu fetzte. Als Heinsdorf am Sonnabend die 50 Pf. einziehen wollte, Zum bevorstehenden Umzugstermine bringt das Polizei- weigerte sich Luyker mit der Begründung, daß Heinsdorf, der für hören, wie sich die Herren in Seft hoch und noch hocher leben präsidium zur öffentlichen Kenntniß, daß der am 1. Juli be- ihn geschrieben habe, nun auch für den Beitrag aufkommen könne. Herrn Diersch um den Berliner Schützenfest- Rummel sind noch Bubehör bestehenden Wohnungen an demselben Tage, bei haben, daß er ein solches Subjekt noch nicht kennen gelernt habe nicht vergessen. Die„ Vossische Zeitung" verkündet uns das durch mittleren, aus drei oder vier Zimmern nebst Zubehör bestehenden Der Beleidigte erstattete Anzeige, und die Staatsanwaltschaft hielt folgende Notiz: Das deutsche Bundesschießen in Berlin hat noch jüngst einen ohnungen am 2. Juli, Mittags 12 Uhr, bei großen Wohnungen auch ein öffentliches Intereffe für vorliegend. Die Berufungsinstanz aber am 4. Juli, Mittags 12 Uhr, beeendigt sein muß. Nachtlang gehabt. Herr Diersch, der Präsident desselben, hielt zwar die Berurtheilung des Angeklagten für gerechtfertigt, weilte türzlich in Rom zum italienischen Bundesschießen. Vergiftet. Die 17jährige Minna Helm aus Ronis, welche bas Strafmaß aber bei Berücksichtigung der begleitenden Umstände bei dem Kaufmann S. in der Landsberger Allee als Röchin dient, für zu hoch. Das Urtheil wurde auf 25 M. festgesetzt. stattete jüngst, als ihre Herrschaft gerade abwesend war, der Speisekammer einen Besuch ab. Anstatt einer bort stehenden dem Gattfermeister Otto Röbler eine Anklage wegen Betruges Unwahre Angaben bei Aufnahme einer Hypothek haben Liqueurflasche, aus der sie schon wiederholt getrunken hatte, ergriff zugezogen, welche gestern vor der vierten Straffammer des Landsie in der Eile eine gleichgestaltete Flasche, in welcher sich Thymol gerichts I verhandelt wurde. Die Ehefrau des Angeklagten ist befand. Sobald sie von dieser Säure genossen, brach sie mit einem Besitzerin eines Grundstückes in Friedrichshagen. Köhler suchte Aufschrei zusammen und verfiel in die heftigsten Krämpfe. Die als Bevollmächtigter seiner Ehefrau im Mai 1891 auf jenes furz darauf zurückkehrende Herrschaft ließ schnell einen Arzt holen, Grundstück eine Sypothet in Söhe von 15 000 m. wie er der sofort die Ueberführung des Mädchens, bei dem durch den angabzur ersten Stelle. Gin in Wittenberg wohnhafter Gelbe Genuß der Säure eine Berfeßung der Blutgefäße stattgefunden, mann trat mit Köhler in Verbindung, der Letztere bestätigte nach dem Krankenhause anordnete. An dem Aufkommen der wiederholt, daß das Grundstück schuldenfrei sei und nachdem der Unglücklichen wird gezweifelt. Geldmann dasselbe besichtigt hatte, gab er die 15 000 m. her, König Humbert ließ Herrn Diersch sich vorstellen und sprach ihm seinen besonderen Dank für die herzliche Aufnahme der italienischen Schüßen aus. Das ist der Lohn der edlen That! Der alte Nordbahnhof in der Bernauerstraße ist seit dem 16. Juni wieder für den Personenverkehr eröffnet, und hat einen Theil des Borortsverkehrs der Nordbahn übernommen; nur die 6.25 früh ab Stettiner Bahnhof 1.25 Nachm. 4.25 Büge die Züge 10 n 7.25 Abbs. 11.25 " P " " 6.19 früh an Stettiner Bahnhof Sonnabend erklärte: gehen auch jetzt noch vom Stettiner Bahnhof" ab; ebenso kommen neuen gorabe von einer Profchte 1. Staffe eine gut ge- su überzeugen, ob die Angaben des Angeklagten auf Wahrheit Neberfahren wurde Freitag Abend gegen 10 Uhr an der ohne sich vorher durch Einblick in die Grundbuchaften fleidete ältere Frau. Ein Schußmann, welcher sich der an- beruhteu. Als der Geldgeber nach längerer Zeit das Hypothekenscheinend nur start tontufionirten Veruuglückten annahm, stellte instrument erhielt, sah er, daß er getäuscht worden war, denn fest, daß dieselbe taubſtumm ist, und veranlaßte ihre Ueberführung es waren vor seiner Summe bereits 21 000 m. eingetragen. nach einem Strankenhause. Die Verunglückte soll eine Frau Fr. aus der Zionskirchstraße sein, 7.40 3.39 Nachm. 6.42 Abbs. " " " " " " nach wie vor auf dem Stettiner Bahnhof an." Der Angeklagte berief fich darauf, daß auch die 15 000 M. noch unzweifelhaft sicher ständen. Der Gerichtshof hielt den Betrug für vollendet und den Vertrauensbruch für einen so groben, daß Antrage des Staatsanwalts auf vier Monate Gefängniß erkannt trotz der bisherigen Unbescholtenheit des Angeklagten nach dem Alle anderen fahrplanmäßigen Züge, fowie sämmtliche Extrazüge werden von dem wieder eröffneten Bahnhof in Leiche eines unbekannten Mannes aus dem Wasser gezogen und Leichenfund. Am 15. b. M. wurde am Rottbuser Ufer die der Bernauerstraße abgefertigt. Die fahrplanmäßigen Büge find nach dem Schauhause gebracht. In dem Todten ist der 27 Jahre wurde. folgende: a b Berlin( Nordbahnhof) 5,32, 7.32, 9,07, alte Arbeiter Hermann Prüfer, Cuvryfir. 13 wohnhaft gewesen, 10.02, 12.32 Bormittag3. 2.82, 8.82, 5.27, 6.82, 8.82, 9.52 Nach festgestellt worden. Wie sich ergeben hat, ist Prüfer, der ſeit Kaufmann David& pefer vor der vierten Straffammer be Unter der Auflage der Bestechung stand gestern ber mittags nach fämmtlichen Stationen bis Oranienburg. Sonnabend Abend verschwunden war, noch an demselben Abend Loeser des An Berlin( Nordbahnhof) 5.17, 8.81, 9.32, 11.12 um 92 Uhr im Schlesischen Busch anwesend gewesen, hat die Landgerichts I. Wie der als Zeuge auftretende Gerichtsvollzieher Vormittags. 1.31, 2,31, 4.31, 5,44, 7.31, 9.22, 10.07, 11.31 Nach- bort nächtigenden Bersonen ausgesucht und ihnen Geldmittel zur bekundete, hatte er eines Tages bei dem Angeklagten eine Fo mittags von sämmtlichen Stationen einschließlich Oranienburg. Beschaffung von Lebensmitteln verabreicht. Nach Aussage einiger rung einzuziehen. Da der Schuldner nicht zahlen konnte, habe Der Eingang zum Bahnhof ist an der Schwedterstraßen- Ecke dieser Teute ist der junge Mann, welcher etwas augetrunken ge- der Beuge ein Pianino gepfändet und dabei erklärt, daß n Leider find die Einrichtungen desselben derartig unzulänglich, daß wesen sein soll, im Besize einer Geldtasche mit 18 M. Inhalt dasselbe innerhalb einer bestimmten Frist abholen werbe, wee es faum möglich sein wird, damit einen einigermaßen lebhaften gewesen. Diese ist nun bei der Leiche nicht vorgefunden worden. bis dahin nicht wenigftens eine Theilzahlung geleistet werbe Andrang zu bewältigen. Der Billetverkauf findet in einer Well- Bieraus war der Schluß zulässig, daß Prüfer beraubt und in Als der Beuge sich zum Gehen wandte, habe der Angeklagte int blechbude, wie sie die Bahnwärter haben, statt. Der Bahnsteig das Wasser geworfen worden sei, und es gelangten bezügliche einen Thaler in die Hand drücken wollen, er habe das Geschen faft alle diejenigen Bequemlichkeiten, welche die Bahnhöfe des haben aber bisher keinen Anhaltspunkt für die Richtigkeit jener Zentrums resp. des Fernverkehrs auszeichnen. Nun die Reifenden Annahme ergeben. der Nordbahn sind ja auch in anderer Beziehung von der Eisenbahndirektion nie verwöhnt worden. Motiv der That: Glend, Krankheit, Sunger, Obdachlosigkeit und Verzweiflung. Bitte meinen Körper nicht zu zerschneiden, es ist Alles in bester Ordnung. Dstar R." Eine berebtere Schilderung des sozialen Glends in unſerer kapitalistischen Gesellschaftsordnung giebt es wohl taum, als sie in diesen Worten enthalten ist, die man auf einem Bettel in der Tasche eines Gelbstmorders fand, der sich in der Nacht zum Sonnabend im Humboldtshain erhängt hatte. Selbstmordverfuch. Freitag Abend gegen 9/2 Uhr sprang der arbeitslose Silberschmied Karl Wusterrock in den Humboldt Safen, wurde jedoch von dem Schiffer Gottlieb Heidrich gerettet. in zwei Zu Hause angelangt, mit habe er einen Thaler in der Tasche seines Ueberziehers gefunden, zweifello habe der Angeklagte ihn heimlich hineingesteckt. Am Abende beffelben Tages habe der Angeklagte aus dem Bureau des Beugen das Protokoll über die stattgehabte Pfändung abgeholt und ihm bei dieser Gelegenheit wieder heimlich einen Thaler in die Tasche geſtedt. Die 6 M. habe er erhalten, aber für Gebühren in rechnung gebracht, wie er im Protokoll vermerkt und feinem im Humboldthain anwesend sei, hatte sich am Freitag in der Die Nachricht, daß der Nanbmörder Otto Wagenschütz Auftraggeber auch angezeigt habe. vierten Nachmittagsstunde mit Windeseile unter den Bewohnern Der Angeklagte versicherte hoch und theuer, daß an der der Rosenthaler Borstadt verbreitet. Eine nach vielen Hunderten fallens zählende Menschenmenge war nach dem Hain geeilt, um ihn zu tein wahres Wort Theile wenig glaubwürdig erscheine, Als der Beamte zur Pfändung sehen. Von zwei Transporteuren war der Mörder auf Befehl schritt, habe er demselben sechs Mart gegeben Aus der Großbourgeoisie. Der geadelte Groß- Bankier bes Untersuchungsrichters Amtsgerichtsrath Dr. Frommel um Angabe, daß er zur Zeit weiter fein baares Gelb befize. Aber und vielfache Millionär F. W. von Krause hat einen Sohn, 3 Uhr vom Untersuchungsgefängniß in einer Droschte 1. Klasse der Beamte sei angetrunken gewesen. Wahrscheinlich habe bet der im Garde- Küraffier- Regiment als Lieutenant diente und so nach dem Humboldthain gebracht. Die Droschte tonnte nicht felbe am Abende das Geld in seiner Tasche gefunden, ohne sich flott lebte, wie es eben die Blüthe der jeunesse dorée thut. weiter die Straße hinauffahren, weil von dort aus der obere llar entfinnen zu fönnen, woher dasselbe stamme, und da möge e Er machte folossale Schulden, die der Vater bezahlte, bis es ihm Theil des Straßendammes wegen Neupflasterung zur Beit gesperrt fich vielleicht in einer Wahnvorstellung die Geschichte so zurecht. zu viel war. Der Sohn quittirte den Dienst und ging nach ist. Die Beamten entstiegen mit dem Mörder dem Wagen und gelegt haben, wie sie der Anklage zu Grunde gelegt worden sei, London. Dort lebte er von eigenem mühseligen Erwerb; er begaben sich auf dem linksseitigen Bürgersteig bis zu der Bedürfniß- Der Zeuge beftritt, daß er berauscht gewesen, ber An erbot fich aber, den Beweis wurde gegen ein Pfund( 20 M.) als Lohnschreiber bei einem anstalt vis- à- vis der Rügenerstraße. Es waren ihm die Hände geklagte der Beuge bei einer anderen Reporter beschäftigt. In London verheirathete er sich mit einem auf dem Rücken mit englischem Patent- Schließzeug eng gefesselt, daß jungen armen Mädchen. Jest beantragt der Water die Nichtigkeit außerdem hielten ihn zur Sicherheit noch die Transporteure berauscht gewesen, daß er nicht nur dienstunfähig gewesen, sondern der Ehe, weil fein 27jähriger Sohn noch nicht aus der väterlichen an den Ellenbogengelenken mit den Knebel- Darmfeffeln feft. An sogar zur Wache gebracht worden sei. Der Vorsitzende erklärte, Gewalt entlassen ist. Ob der Herr v. Krause an der Person seiner der qu. Bedürfnißanstalt wurde Wagenschütz mit den Trans- baß dieser Beweisantrag nicht gut abzulehnen sei, da hier Auf Schwiegertochter was auszusehen hat außer dem Umstande, daß sie porteuren schon von der Gerichtskommission, bestehend aus dem fage gegen Aussage stehe; er mache aber den Angeklagten darauf Untersuchungsrichter, dem Gerichtsschreiber und dem Staats- aufmerksam, daß schwere Folgen für ihn entstehen würden, che arm ist, das erfahren wir nicht. zu liefern, Gelegenheit fo Der Berliner Bezirksverein des deutschen Schrift gegeben, daß er im Humboldthain in der Nähe der Bedürfniß- ficher zu sein, worauf der Gerichtshof noch beschloß, zum nächſter. steller- Berbandes feiert am Dienstag, den anstalt das Messer, mit dem er die scheußliche That ausgeführt Termine die Personalaften des Gerichtsvollziehers' einzufordern. Soziale Leberlicht. 40 Glasarbeiter der Firma Jordan in Stolberg ( Rheinland) haben wegen Verweigerung einer Lohnerhöhung die Arbeit niedergelegt. Wie man dem Fachgenossen" mittheilt, perdienten sie bei einer Arbeitszeit von früh 7 bis Abends 7 Uhr durchschnittlich nur 2 M. pro Tag. Die Arbeiter forderten pro 100 Stück 20 Pf. ständige Zulage; die Firma bot 5 Pf. auf 6 Wochen. Sendungen find zu richten an Josef Voffen, Stolberg ( Rheinland), Cocuerillstraße 539a. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet trüger. straße 150. Schleiermacherftr. 2. Panik in der Kirche. In der Wallfahrtskirche Kremesnit Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung Sinten bei Bilgram entstand am Frohnleichnamstage während des Tambour- und Vergnügungsverein Gut Seit, alle 14 Tage bet Wendt, Gottesdienstes, dem 3000 Wallfahrer beiwohnten, eine große Panit. Während des herrschenden Unwetters verbreitete sich die falsche Meinung, der Blizz habe in die Kirche eingeschlagen. Alles stürzte den Ausgängen zu, die Fenster wurden zerbrochen und Hunderte von Personen sprangen ins Freie. Viele wurden dabei zu Boden geworfen und niedergetreten. Einige sind schwer, zahlreiche Personen leicht verletzt. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Geselliger Verein 8mtebelfische, Nixdorf, Abends% 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner straße 120. Vergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bet Abraham, Straßburgerstr. 5. Möring, Admiralstr. 18c. Geselliger Klub Na mentos, jeden Montag bet Bitherflub Frethettstlänge, jeben Montag Abend bet E. Frante, Apofteltirche 7b. Pfeifentlub Felsen feft, Abends 9 Uhr, Graudenzerstraße 15, Restaurant Dreißig. Mord. Jm Gasthause„ Zum rothen Kreuz" in Troppau Rauchklub Brüderit tett, Abends 9-11 Uhr bet Willi Schmidt wurde der Grundbefizer Anton Ueltel aus Seitendorf vom ErsatzDie Aussperrung der Flink'schen Former in Mann- Wrangelſtr. 141. Rauchklub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Letterer wurde im Besitz beim ist beendet. Durch Vermittelung des Genossen Hänsler Bernauerstr. 14. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bet Lehmann, reservisten Franz Krause ermordet. der Börse des Ermordeten betroffen und in der Kaserne verist eine beiderseits befriedigende Einigung erzielt worden. DemVerein der Maschinisten und Heizer Berlins. Bersammlung am haftet. zufolge wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Doch können Sonntag, den 19. Juni, Nachmittags 5 Uhr, in Schulthets' Braueret, Neue vorerst aus Mangel an Arbeit nur 27 Leute angenommen werden. Satobitraße 24-25. Herr Flink hat sich aber verpflichtet, keinen neuen Arbeiter ein zustellen, bis alle Ausgesperrten wieder in Arbeit sind. Friedrichsfelderstr. 27. Riedorf! Bentral- ranken- und Sterbekaffe der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter. Dertliche Berwaltung Rigdorf. Mitglieder Versammlung am 19. Juni, Bormittags 10% Uhr, bei Barta, Bergstr. 120. Bericht des Delegirten von der General- Versammlung. Wahl des Gesammt vorstandes. Mitgliedsbuch legitimirt. Busammenfunft bet Bodenburg, Kommandantenstraße 10-11. Daselbst AusFreie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag Abend: Gesellige leihung der Bibliotheksbücher. Verband der in Buchbindereien und verw. Betrieben befchäftigten bends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Ergebnisse der Statistit in unserem Gewerbe und deren Behren für uns. Intereffen der Schuhmacher am Montag, den 20. Juni, in den Armin Achtung, Schuhmacher! Versammlung des Vereins zur Wahrung der Hallen", Kommandantenstr. 20. Wegen der rigorosen Arbeitsordnung haben, wie das im Bant erscheinende„ Nordd. Voltsblatt" berichtet, sämmtliche Arbeiter der Torfstreu- Fabrik von Gebr. Meyer& Co. in Moslesfehn, ca. 40 Mann, einschließlich des Aufarbeiter und Arbeiterinnen. Bersammlung am Montag, den 20. Juni, sehers, die Arbeit niedergelegt. Sie hatten es verweigert, die Arbeitsordnung zu unterschreiben, worauf Herr Meyer meinte, wer nicht unterschreiben wolle, tönne in 14 Tagen gehen. Die Arbeiter legten hierauf sofort die Arbeit nieder. Streits in Defterreich- Ungarn. In Ternig streifen bie Arbeiter der Fein- und Mittelstrecke des Eisenwerkes Schöller u. Cie. wegen der erbärmlichen Lohnverhältnisse, in Budapest die Weicheisengießer der Firma F. L. Brünner. Die Arbeiter Deutschlands werden um Fernhaltung des Zuzuges ersucht. In Chikago streiken die Hotel kellner. wurden: Versammlungen. Freie Vereinigung der Graveure und Ciseleure. Versammlung am montag, den 20. Juni, Abends 8 Uhr, Dresdenerstr. 45. Borberathung der gestellten Anträge zur Generalversammlung. macher Serlins und Umgegend. Montag, den 20. d. M., Abends 10 Uhr, Freie Vereinigung selbständiger Sarbiere, Friseure u. Perrückenbei Seefeldt, Grenadierfir. 33: Monats- Bersammlung. ben 20. Junt, in Rudolf's Gaal: Deffentliche Versammlung. Bortrag des Brih! Volksbildungs- Verein für Brit und Umgegend. Montag, Herrn Otto Grundmann über Impfung und Impfgegner". Allgemeine Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter ( E. H. 29 und 89 Hamburg). Filiale Berlin 3. Montag, den 20. b. m., Abends 8 Uhr, Manteuffelfir. 90: Versammlung. Kaffenbericht und Stichwabi zur diesjährigen General- Bersammlung. Mitgliedsbuch legitimirt. Freier Diokutivverein. Montag, den 20. Junt, Abends 8 Uhr, bet Leopold, Markgrafenftr. 88: Vortrag über Frauenrechte". Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Montag, den 20. Junt, Abends 8½ Uhr, bet Reßner. Annenstr. 16: Bersammlung. Sozialdemokratischer Wahlverein für ben dritten Berliner Reichs8 ühr, tags- Wahlkreis. Große Bersammlung am Dienstag, den 21. Junt, Abends in Detgmüller's Salon, Alte Jafobstraße 48 a. Vortrag über: Geschlechtstrantheiten und die bürgerliche Gesellschaft. Referent: Genoffe Dr. Badet. Vermischtes. Ueber den Gattenmord in Oberweiler, der von uns in Duellunfug. Aus Budapest wird gemeldet: Jn Folge eines Wortwechsels über die gegenwärtige Politik in PreußischPolen hat im Hotel- Restaurant zu Abazia zwischen dem reichsDeutschen Gutsbesitzer Graf Roon( einem Entel des verstorbenen Galizisch- Podolien zuerst ein Pistolen, dann ein Säbelduell Kriegsministers Roon) und einem polnischen Edelmann aus den Tod seines Bruders zu rächen, hat darauf der jüngere stattgefunden, bei welchem Graf Roon gefallen ist. Um Graf Roon den polnischen Edelmann gefordert, wurde aber im einem Freunde des getödteten Grafen. Zweikampfe selbst schwer verwundet, ebenso erging es Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Bern, 18. Juni. Derationalrath hat mit 75 gegen 13 Stimmen die für die Befestigung von St. Maurice( Wallis) geforderten 2 100 000 Frants bewilligt und den Bundesrath beauftragt, die Frage der fortifikatorischen Sicherung des Straßens zuges St. Bernhard- Martigny- Tetenoir- Chamounig zu prüfen. Bern, 18. Juni. Die Ratifikationen des schweizerischen Handelsvertrages mit Italien werden dem Vernehmen nach heute Der Vertrag würde demnach heute Nacht um ausgetauscht. 12 Uhr in Kraft treten. Arras, 18. Juni. In der Zitadelle fand heute eine Explosion statt, infolge deren mehrere Soldaten getödtet und mehrere verwundet wurden. Briefkaffen der Redaktion. D. Schley. Wir bitten um Ihren Besuch. Sprechstunde: 12-1 Uhr und 7-8 Uhr. J. M. 100. Allerdings können Sie zum Offenbarungseid gezwungen werden. Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenoffen hielt am 14. Juni eine gut besuchte Mitglieder versammlung ab, in welcher zunächst bekannt gegeben wurde, daß die Kollegen Bendig und Glashagen ihr Amt als Vorstandsmitglieder niedergelegt haben, ferner daß die nächste Generalversammlung am 5. Juli stattfindet und 3 Kollegen frank sind. Hierauf referirte Stadtverordneter Fris 3ubeil unter rauschendem Beifall über die Sonntagsruhe im faufmännischen Gewerbe und die Beschlüsse der Stadtverordneten- Versammlung. Derfelbe führte u. A. aus, daß bei der vielfachen Verklauselung der politischen Uebersicht der Nr. 134 besprochen wurde, wird des§ 1550 der Gewerbe- Ordnung für die Hausdiener nicht viel uns aus Oberweiler noch geschrieben: Der pensionirte Hauptvon der Sonntagsruhe herauskommen werde, und schilderte, wie mann Ferdinand Grundler hat seine junge, schöne Frau die freisinnige Berliner Stadtverordneten- Majorität den Antrag auf die gemeinste Art erschlagen. Zur Ausführung diefer That Singer und Genossen auf Einführung eines bezüglichen Drts: bebiente er sich nämlich eines Instrumentes, mit welchem der H. W., Hamburg. Sie müssen ein Gesuch an die Militärstatuts mit der Motivirung unter den Tisch fallen ließ, daß das Bäcker das Biot aus dem Backofen herausholt. Damit schlug behörde richten. Ob Sie damit Erfolg haben, ist eine andere ganze Gewerbe lahm gelegt und das Unternehmerthum geschädigt Grundler seiner Frau so lange auf den Hinterkopf, bis Sache. würde, wenn am Sonntag nicht mindestens fünf Stunden diefelbe ihren Geist aufgab. Der Kopf dieser Unglücklichen, 100 Charlottenburg. Auf welcher Seite der eigentliche gearbeitet werden dürfe. Redner forderte alle Anwesenden auf, welche ebenso brav wie schön gewesen ist, var nur alte Spandauer Bock gelegen ist?" Das wünschen Sie infolge trotzdem alle Kraft daran zu sehen, daß das Drtsstatut doch noch noch ein blutgefärbter Klumpen. Der Mord wurde aus einer Wette" zu wissen. Wir haben aber durchaus nicht den geschaffen wird. geführt Morgens um 5 Uhr, in einem Waschhaus, in welches Wunsch, wegen müffiger Wetten Arbeitszeit zu vergeuden. In der Diskussion sprach Genoffe BIum im Sinne des die gemordete Frau, nur mit Strümpfen und Hemd bekleidet, Stralfunder. Anzeigen von Festlichkeiten können, wie schon Referenten, worauf folgende Refolutionen einstimmig angenommen vor dem Wütherich geflohen war. Einige in der Nähe wohnende oftmals bekannt gemacht wurde, in den Vereinskalender nicht Perfonen hörten einige Hilferufe; bei dem angesehenen Stand mehr aufgenommen werden. I. Die am 14. Juni d. J. in Mundt's Salon tagende, zahl- des Mörders hatte aber fein Mensch eine Ahnung, daß es sich S. Mattutat. Ist in dieser Form nicht aufnahmefähig. reich besuchte Versammlung des Verbandes der Geschäftsdiener, um ein Verbrechen handle. Die Motive zu dieser That find nur Wir bitten um Ihren Besuch. Packer und Berufsgenossen beauftragt den Vorstand des Ver zu finden in der Schuld des Mörders selbst, der ein dem Trunke Viktor Glafer. Wir bringen den Bericht, sobald Authentisches bandes, unverzüglich noch einmal bei der Stadtverordneten- ergebener Mensch war und damit auch das meiste Vermögen im Organ jener Gewerkschaft vorliegt. Bersammlung vorstellig an werden und unter eingehender Dar- feiner Frau durchgebracht hatte. Ferner lebte er mit Mägden N. N. Sie können ben Miethethaler abziehen. Den Lohn legung der einschlägigen Verhältnisse zu verlangen, daß die in ganz intimem Verhältnisse. für die Zeit, in der das Mädchen im Krankenhause war, brauchen Stadtverordneten Berlins dem vom Magistrat vorgeschlagenen man sezirte den Leichnam und die Zeitungen veröffentlichen nun Grundler hat sich im Amtsgefängniß Müllheim erhängt. Sie nicht zu zahlen. Drtsstatut, wonach die Zulassung einer Sonntagsarbeit 2. 1000. Wenn Ihr Bachtvertrag darüber nichts anderes bis zu 5 Stunden ausgesprochen ist, die Zustimmung versagen folgendes interessante Gutachten der Aerzte: Bei der Schädel- bestimmt, so tönnen Sie bis zur Polizeistunde, b. h. bis 11 Uhr, und veranlassen mögen, daß die Arbeit in Fabrik, Bank- und öffnung ergaben sich abnorme Verwachfung der Kopfschwarte mit tegeln laffen. Den Wirth tönnen Sie von der von Ihnen geEngros- Geschäften und Rellern ganz verboten werde, ebenso in dem Schädel als ein Rest von Kopfrose, die früher Grundler pachteten Regelbahn fortweifen. Detail- Geschäften, welche nicht Lebensmittel feilhalten; in legteren infolge eines Sturges mit dem Pferde durchgemacht hatte, beider- A. S., Borfigstraße. In sämmtlichen Fällen war der darf dann aber die Arbeitszeit nicht länger als 3 Stunden seitige chronische Entzündung und Verdickung der weichen Hirn betr. Geistliche berechtigt, zu liquidiren. Ob er die richtigen dauern. Die Bersammlung erklärt sich mit den Ausführungen häute sowie Schwund eines erheblichen Theils der Hirnoberfläche. Gebührensäge verlangt hat, fönnen wir nicht wissen, da Sie uns des Referenten vollständig einverstanden und erwartet, daß das Ein solcher Zustand finde sich erfahrungsgemäß häufig vor während diefelben nicht mitgetheilt haben. berechtigte Borgehen und Verlangen der Stadtverordneten Singer verschiedenster Art, besonders folcher, die später mit Blödsinn der Entwickelung schwerer Gehirnleiden mit Geistesstörungen Südost 50. Das müssen Sie in Ihrem Kontrakte nachsehen, und Genossen Erfolg haben werde. Dieser Befund hat die von Anfang II. Die Versammelten verpflichten sich, Mann für Mann und Lähmung enden. B. F. 15. Monatsweise gemiethete Wohnungen können am dafür einzutreten, daß jeder Hausdiener bei etwa stattfindenden an bestehenden Zweifel in die Zurechnungsfähigkeit des Unglück 15. zum folgenden 1. gekündigt werden. Wahlen gleichviel ob zur Kommune oder zum Reichstag lichen bei Begehung der That voll bestätigt, Zweifel, die auch von M. M. Der Vormund des unehelichen Kindes kann noch, feine Stimme nur den sozialdemokratischen Kandidaten giebt, da behördlicher Seite nach Lage des Falles von vornherein getheilt wenn dasselbe 10 Jahre alt ist, flagen. Nur die länger als nur diese die Interessen des arbeitenden Wolfes vertreten fönnen. worden sind, so daß die Unterbringung des Genannten in eine 4 Jahre rückständigen Alimentenraten sind verjährt. Lohnarrest Hierauf wurde vom Kollegen D. Grauer folgende Ab- Irrenanstalt zum Zwecke seiner Beobachtung in Aussicht genommen ist nicht zulässig. rechnung über die Winterfestlichkeiten gegeben: Einnahme war. 2. P., Waldemarstraße. Wenn Sie einberufen werden, 1356,60 m., Ausgabe 751,30 M., Ueberschuß 605,30 M. Dem Wir zweifeln nicht an dem Befund der Sektion und begrüßen sind Sie auch gezwungen. Was die Unterstützung anbetrifft, so Raffirer wurde Decharge ertheilt. Die Mitgliederzahl beträgt das darin liegende Zugeständniß, daß außergewöhnliche Verbrechen finden Sie das Gefeß in der Nummer vom 18. Mai des Vorjetzt 1158. nur aus franthafter Beschaffenheit törperlicher Organe des Ver- wärts". Wir haben schon oft genug die einfchlägigen Fragen im brechers zu erklären sind. Was nämlich für den Hauptmann a. D. Brieffaften beantwortet. Richten Sie Ihr Gesuch nur an den Sozialdemokratische gefe- und Diskutirklubs. Sonntags. Mar gilt, hat selbstverständlich auch Giltigkeit für jeden anderen Magistrat. Für die Frau werden 30 Pf., und für jedes Kind in Rayfer, Nachmittags 3 Uhr, Schneetoppe, Nofttaftr. 29, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von solcher Verbrecher. Die Todesstrafe ist durch jenen Sektions- Berlin 24 Bf. pro Tag gezahlt. 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein befund wieder einmal als großartiges Unrecht erwiesen. ber Glas arbeiter zu Stralau Borwärts 7" Rummelsburg, bet Borgmann. 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. bet Ehrenberg. Norddeutsche Moabiter Biebertafel, Arminiushallen. Aus Mannheim wird berichtet: Mit Ablauf der Saison ärbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, aben wird der Intendant Baron Stengel von der Leitung des hiesigen Schleife, Naunynftr. 86 bet Bubeil.iederlust, Fichteftr. 29 bei strösche. Hoftheaters zurücktreten. Die Zeitungsmeldung, daß das hiesige Siebertafel ber Maler und verw. Berufsgen. Annenstraße 14 of- und Nationaltheater eingehen solle, ist völlig unbegründet. Harmonie 2 Landsbergerstraße Nr. 31 bet Musehold. Tonblüthe, Es wird in gleicher Weise wie bisher fortgeführt werden. Direktor Görligerstr. 58 bei Zoltsdorf- Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bet Riebet. Prasch aus Straßburg ist nach dem W. T. B. an Baron Stengel's Sängerchor ber Chirurgischen Branche, Alte Schönhauser Stelle auf drei Jahre gewonnen worden. ftraße Nr. 43 bet Reimann. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80.- Sängergruß, Friedrichshagen bet Blant. Froh' Hoffnung der Bimmerer Berlin West. In Belgrad hat dieser Tage ein Soldat Namens Gleichheit, Wappel- Alee 3-4 bet rufe. burg, Charlottenburger- Ufer 35 bet Benzin. Charlotten: Jovanovic, welcher auf Posten stand, verhütet, daß der bergerfir. 21 bet Pathold. Sotosblume, Kleine Sturstraße 10 bei tönig mit seinem Wagen über den Eisenbahndamm fuhr, als Ranzom. Liebesfreiheit II, Straußberg, im Restaurant Krüger. gerade ein Zug passirte. Dafür beförderte ihn der König an Frohe Hoffnung,( der Zimmerer Berlin Weft), Kulmstraße 36 bet Ort und Stelle zum Gefreiten, verlieh ihm den Takowa- Orden und Myrihenblatter, Belforterftraße 15, bet Schneider. Felsenburg, Roppenstr. 43c.- Brüderschaft( Hausdiener), Fischer- schenkte ihm 300 Napoleons. Man spricht hier in Serbien nur Süd- Ost 2, Cuvryftr. 48, bet Seidler. Ganges biüthen, von dem neuen Gefreiten, der auf so friedliche Weise die Treppe Raumann. Gängerhain, Reichen hinaufgefallen" ist, ohne dabei sich oder andere zu verletzen. deffen Bestimmungen maßgebend find. B. S., Wrangelstraße. Der Anspruch auf Arbeitslohn 31. Dezember des Jahres, in dem die Arbeit geleistet ist. Die verjährt in zwei Jahren. Die Frist beginnt aber erst mit dem Berjährung wird durch jedes Anerkenntniß, z. B. auch durch eine Theilzahlung unterbrochen, und es beginnt von der letzten der= artigen Unterbrechung an eine neue zweijährige Frist. beantworten. Zu mündlicher Auskunft sind wir bereit. D. O. 39. Ihre Fragen lassen sich nicht in der Kürze S. 6. Der Wirth ist nur theilweise im Recht. Die Anbringung der Spülvorrichtung und dazu gehöriger Zeitung ist freilich Ihre Sache. Dagegen brauchen Sie weder das dadurch beanspruchte Wasser extra zu bezahlen, noch einen Wassermesser auf Ihre Roften aufstellen zu lassen. können Sie durch unsere Expedition, sowie durch jede Buchhand3.. 2. Schönebeck. 1. Das neue Genossenschafts- Gesetz firaße 41.Generalversammlung berechtigt sind, hängt von dem Inhalte lung beziehen. Ob Sie zur Stellung von Anträgen in der Stoppenftr. 35, bet Reller. Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. Ihres uns nicht bekannten Statuts ab. Gewöhnlich wird ge ( Alle Zuschriften, den Bund der geselligen Arbettervereine betreffend, find zu richten an Wax Geng, Berlin N. Belforterfir. 26, 1 Tr.) Sonntag: Wieder Einer und kein Kleiner! Altregierungsrath fordert, daß Anträge von einer bestimmten Anzahl von Genossen Theaterverein Boruffia bet Odert, Beughofstraße 8.- Gefelliger Berein Sturzenegger, Fabrikant in Herisau im Kanton Appenzell, ist, gestellt und rechtzeitig vorher eingereicht und bekannt gemacht Neue Welt bet Strohschänt, Roteftr. 48. Derein Elmenhorst in dem Dranienfalon, Drantenstraße 170( alle 14 Tage). Theater- und Bergnügungs- wie aus Bern gemeldet wird, wegen Betrugs verhaftet worden. werden. Wir rathen Ihnen daher, zuvörderft die Bestimmungen Tambourverein Ruf bet Sperling, Inselstr. 1( Sigung nach dem 1. Sturzenegger schuldet der St. Gallener Filiale der Eidgenössischen Ihres Statuts genau zu studiren. Falls Sie sonst fein so muß Ihnen das und 15). Turnverein Fichte, von 4-6 Uhr in Schölzel's Seeschlößchen Bant drei Millionen Franks. Er stand in Geschäftsbeziehung Gremplar derfelben erhalten können ( Hungriger Wolf), in Lichtenberg. mit dem ebenfalls verhafteten St. Gallener Filialdirektor Schent. Amtsgericht( Genossenschaftsregister) Einblick gestatten. 2. Daß eine Frau, um Ihre Neugierde zu befriedigen, Kommoden 2c. Schiffsunfälle. Das Panzerschiff Bayern" ist am revidirt, ist noch keine strafbare Handlung. Nur wenn sie sich 16. Juni außerhalb Bülck( an der Ostsee bei Friedrichsort) auf dabei auch Sachen rechtswidrig aneignet, könnte Diebstahl als Grund gerathen und bekam ein Leck. Das Schiff„ Aurelius" vorliegend angenommen werden. Ihre diesbezüglichen Angaben aus Barth( Reg.- Bez. Stralsund) sant bei den Lofoten- Inseln. find jedoch zu unvollständig, um uns einen klaren Einblick in die Der Verbleib der Mannschaft ist unbekannt. Sachlage zu gewähren, Stauchtlub Blaue Quaste, Müde, Wöhlerstr. 2. Sund der geselligen Arbeitervereins Berlins und Umgegend. Montag: Theaterverein Proletariat bet föhn, Naunynftr. 83. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theatergesellschaft Walhalla, jeben Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Lautenbach, Cuvryftraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden Sonntag 4 Uhr bet Foge, Röpenickerstr. 191. Theater und Bergnügungsbei Bade, Beughofftr. 8. Möbl. Zimmer f. 1 oder 2 Herren zu E. möbl. Schlafft. f. 1. oder 2 Herren, Derm. Dresdenerstr. 1, v. 3 r. rechts. fep. Eing. Vortstr. 44, 2. Hof, 4. Ging. Aussicht Rottbuser Play. 574b 1 Tr. bei Thiel. 5986 Eine leere Berliner Stube zu verm. Eine freundliche Schlafftelle zu verReichenbergerstr. 40/41, 2 Tr. b. Hauffe. miethen bei Große Brunnenstr. 124, 6326 Gine freundl. Stube od. Schlafft. f. Serren b. Kubein, Stalizerstr.72, v. 1 Tr Frol. möbl. Schlafft. f. 1. a. 2 H. vorn 4 Tr. 1 Schlafft. 3. verm. Langeftr. 52, Hof 2 Tr. r. 6336 Freundl. Schlafft. Dresdenerstr. 105, 6256 H. r. 4 Kr. 6256 Reichenbergerstraße 167, vorn 2 Tr. bei Poniatowszi. 608b Saubere Schlafst. f. Gen. Branden burgstraße 70, H. 2 r. 5976 Freundl. Schlafstelle für Herren( sep. 1 Möbl. Schlafft. f. Herren, Preis 7 M. Ging.) bei Thomas, Manteuffelstr. 44, b. Schwarz, Kottbuses Ufer 53, 3 r., an vorn 3 Treppen. 6246 der Admiralstraße. 2 folide achtb. Herren finden gute Möbl. Schlafft. für 2 Herren à 9 M., Frol. Schlafft. f. 2 Herren 3. 1. Juli bill. möbl. Schlafft. Elifabeth- Ufer 18, o. möbl. Bimmer à 18 M. a. Damen. zu verm. Lausitzerstr. 41, v. 1 Tr. 1.§. 2 Tr. r., am Wasserthorplatz. Charlottenftr. 79, v. 4 Tr. b. D. Leps. bei Ww. Pick. Möbl. Schlafft. z. verm. b. Selchow, Chorinerfir. 23, v. 4 Tr. 626b 2 Genossen frol. Schlafft. Rottbuser Damm 20, 3 Tr. b. Bobeth. 6226 6026 G. Genosse findet Schlafft. Büschingstraße 5, v. 3 Tr. r. 631b G. Schlafft. f. H. b. Schulz, Koppens. straße 15, 1 Tr. 635b 2 Herren finden Schlafftelle Kraut 629b straße 42, 3 Tr. r. b. Buchtscheck. E. möbl. Schlafft. für 1 H. Prinzenstraße 111, 4 Tr. b. Berbe. Fachverein der Stellmacher.Sozialdemokratischer Wahlverein Versammlung Dienstag, den 21. Juni, Abends 82 Uhr, bei Keller, Berg- Strasse Nr. 68. Zages Ordnung: 1. Berhandlungen über den Antrag von der vorletzten Versammlung betreffs unferes Arbeitsnachweises. 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschiedenes. Billes zu dem am 2. Juli in Rönigsbant, Gr. Frankfurterstr. 117, stattfindenden Sommernachtsball werden in dieser Versammlung ausgegeben. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. 481/3 Der Vorstand. für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Mittwoch, den 22. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale Rosenthalerstr. 38, 1 Treppe. Zagesordnung: 385/20 1. Die Entwickelung des Eigenthums. Referent Genoffe Th. Glode. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. NB. Am Sonntag, den 10. Juli, findet in der Brauerei Friedrichshain" das Sommerfest des 5. Wahlkreises statt, worauf die Genossen besonders aufmerksam gemacht werden. Unterstützungsver. deutsch. Tabakarbeiter Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg und Umgegend. ( Bahlstelle Berlin). Mitglieder- Versammlung Mittwoch, den 22. Juni, Abds. 81/2 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: Berichterstattung der Delegirten von der Generalversammlung zu Halberstadt, insbesondere über die Beschlußfassung der Generalversammlung zur Einführung der Arbeiter- Schuhmarke. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden auf[ 560b] Der Bevollmächtigte. genommen. Berliner Spar- und Bauverein. ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.) Die Mitglieder werden zu der am Montag, den 20. Juni cr., Abends präzise 81/2 Uhr, im großen Saale des Handwerkervereins, Sophienstr. 15, stattfindenden Versammlung hiermit ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 623b 1. Was erstrebt der Spar- und Bauverein? Ref. Genosse Steinfeldt. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Mittheilungen. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung Hurrah! Ein leiner Schnubbe in ba! Die vergnügte 2. 5916 zogen. Frik Hansen Helene Hansen, geb. Haad Vermählte. Danksagung. 5926 Allen Freunden und Genossen, welche unferem Vater und Schwiegervater Karl Reichert die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir hiermit unseren besten Dant. 25962 Die hinterbliebenen Kinder. Ich bin von der Köpenickerstr. 166 nach der Neuenburgerstr. 23 vers Dr. Gebert, Arzt. Teleph. A. IX Nr. 876. 5965 Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artilleriefir. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Allen Genossen empfehle mein Blumengeschäft und Kranzbinderet. A. Krause, Wienerstraße 11. 108/19 Möbl. Schlafstelle f. H. Adalberts Straße 3, Quergeb. 2 r. b. Frau Mirich. am Montag, den 20. d. Mts., Abends 81/2 Uhr, in der„ Schloßbrauerei", Hauptstr. 60-63. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Reinh. Schöpfe über die Ursachen der französischen Revolution. 2. Disfussion. 3. Abrechnung des Kassirers. 4. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen aller Arbeiter Schönebergs ersucht Der Vorstand. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. KS Versammlung E Montag, den 20. Juni, Abends 81/2 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umg. taften.Bahlreiches Erſcheiner. erwünſcht. Montag, den 20. Juni 1892, präzise Abends 8 Uhr, in dem Lokale des Herrn Schirrmeister, Andreasstr. 26. Versammlung. Tagesordnung: 1. Die verschiedenen Anſichten über die verschiedenen Formen der gewerkschaftlichen Organisation. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Maskenball. 4. Gewerkschaftliches. Diejenigen Kollegen, welche noch mit Maskenball- Billets im Rückstande find, werden ersucht, spätestens in der Versammlung abzurechnen. 233/5 Der Vorstand. Gauverein Berliner Bildhauer. Herrn Dienstag, den 21. Juni, Annenßr. 16: Vortrag des bekannten Meteorologen Professor Rud. Falb über seine Theorie. Auf Wunsch des Vortragenden wird die Versammlung um 8 Uhr eröffnet. Die Stellenvermittelung findet aus obigem Grunde von 7-8 Uhr statt. Des interessanten Vortrags halber bittet um zahlreichen Besuch 460/3 Der Vorstand. Maler und Anstreicher! Große öffentliche Versammlung am Mittwoch, den 22. Inni, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Zages Drdnung: 222/13 1. Stellungnahme zur Affordarbeit. 2. Verschiedenes. Ein jeder Kollege ist verpflichtet in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 19. Juni, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Rommandantenstraße Nr. 20, Vortrag des Herrn Dr. T. Binn über: Die Bedeutung der Feste in alter und neuer Zeit." Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und 438/13 Der Vorstand. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Innere Vereinsangelegenheiten. 4. Frage: Das Sommerfest findet Sonnabend, den 16. Juli, in der Brauerei Friedrichshain statt. = Bentral- Kranken- u. Sterbekasse] Interessen Verein der der Tischler n. anderer gewerbl. Arbeiter. E. H. Hamburg. Oertliche Verwaltung Berlin B. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 20. Juni 1892, Abends präzise 8 Uhr, im Saale Märkischer Hof, Admiralstraße 18c. Tagesordnung: Beschlüsse der General: Versammlung. 1. Bericht des Delegirten über die 2. Wahl der gesammten Ortsverwal tung, des Vertrauens Arztes und der Beitragsammler. Kistenmacher. Mitglieder Versammlung Dienstag d. 21. d. M. Abds. 8½ U. bei Bolz, Alte Jakobstraße 75. Tages Ordnung: = 1. Bortrag des Genossen 8ubeil über„ Wie fördern wir am besten unsere Drganisation"? 2. Abrechnung vom Mastenball. 3. Wie denken die Kollegen über die Auflösung des Vereins, event. Wahl eines 1. Vorsitzenden. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend nothwendig. Der Vorstand. Noh- Tabak 6176 Möbl. Schlafft. f. 2 S. Stalizer 618b straße 133, v. 4 Tr. b. Arendt. Frdl. möbl. Schlafft. für Genoffen bei Büttner, Kottbuser Damm 92, vorn 6166 1 Treppe. Theilnehmer a. möbl. Zimmer( sep. 628M Eing.) Kroll, Prinzenstr. 8. Möbl. Schlafstelle für Herren zum 1. Juli b. König, Wafferthorstr. 67, 6155 vorn 3 Tr. Möbl. Stube als Schlafft, f. 2 Herren b. Krüger, Josephstr. 4, v. 4 Tr. Gen. findet frdl. Schlafft. b. Stöckel, Reichenbergerstr. 177, 1. Seitenfl. 2 Tr.r. Saubere Schlafft. bei Ulrich, Zions firchstraße 41, 3 r. 491b Moritstr. 18, v. 4 Tr. I. ist eine möbl. Schlafstelle für Herren zu verm. Separater Eingang. 5846 Wilhelmstr. 142, Querg. I b. we Gebhardt, finden zwei Herren möblirte Schlafstelle( sep. Eing.). 583b Frd!. möbl. Schlafft. f. 2 H. zum 1. Juli Mariannenstr. 11, v. 1 r. r. 578b b. Seiffert. Schlafft. f. Herren Dresdenerstr. 78, 623M Für drei Genossen gut möbl. Schlaf stelle( sep. Ging.) Vorwärts" liegt aus. Kroll, Prinzenstr. 8. 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. empfiehlt zu den billigsten Preisen. Hof Seitenfl. 3 Tr. r. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Er- 627b scheinen ersucht 301/14 Die Ortsverwaltung. Kranken- Unterstügungsbund der Schneider. Dienstag, den 21. Juni 1892, Abends 82 Uhr, n den Armin- Hallen, Rommandantenstraße 20: Mitgliederversammlung. Tages Ordnung: 1. Delegirtenwahl zu der am 18. Juli stattfindenden Generalversammlung. 2. Raffenangelegenheiten. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend nothwendig. Mitgliedsbuch legitimirt. 274/17 Die Lokalverwaltung. 9002 L J. Fränkel, Berlin, Klosterstr. 72. Kinderwagen, größt.Lager Berling, zu " 627 Möbl. Schlafstelle für 1 Theilnehmer zu verm. Brizerstr. 1, vorn 2 r. Fabrikpreisen, bei Kurz. Theilzahlung gestat626 M 609b tet. 200 Stück Reise- Freundliche Schlafftelle zu vermiethen törbe billig zu Rauf und Miethe. Andreasstr. 53, parterre u. 1. Etage Charlottenburg. Rechtsbureau des früheren Bureauvorstehers 0. Münch Frobenstr. 25, v. 4 Tr. Möbl. Schlafst, 2f. Zimmer, freundl fep. Eing., à 7,50, f. 2 Herren Tempelherrnstraße 10, Hof r., 4 Tr. 6105 Möbl. Schlafft. f. H. Adalbertstr. 73, v. 4 Zr. r. 612b Frol. Schlafft., Kotula, Veteranenstr. 5, H. 4 Tr. 611b befindet sich Schillerstr. 102, Portal I. Es werden alle in das Rechtsfach einschlagenden Arbeiten wie Prozeß-, Straf, Konturs, Testaments u. Grund- Möbl. Schlafft. Manteuffelstr. 9, H. buchfachen auf dem promptesten und 4 Tr. L. billigsten Wege erledigt. 6136 Herren, sehr willkommen. Zur Deckung der Unkosten findet Zellersammlung statt. Verband Deutscher Korbmacher Rath wird unbemittelten unentgelt ftelle bei Tauchert, Gneisenauft.146 Arbeiter- Bildungsschule. Am Montag, den 20. Juni, Abends 8 Uhr, wird in dem 2otale Rosenthalerstr. 38 im großen Saal Herr Dr. Pinn über Mohamed und seine Lehre" sprechen, als Fortsetzung einer Reihe von Vorträgen über: Die wichtigsten Epochen aus der Geschichte." Gäste zahlen 10 Pf. Entree. 488/4 Der Vorstand. Gesangvereine, welche bei dem Volksfest der Arbeiter- Bildungsschule am 24. Juli 1892 im Müggelfchlößchen( Friedrichshagen) mitwirken wollen, ersuchen wir, ihre Adresse bei H. Gumpel, Barnimftr. 42 abzugeben. 8/16 Der Vorstand. Filiale Berlin. Montag, den 20. Juni, Abends 81/2 Uhr, bei Roll, Adalbertstraße Nr. 21: Versammlung. Tages- Ordnung: lich ertheilt. Jung. Mann findet angenehme Schlafs 25922 Hof Seitenfl. 1 r. Kohlengeschäft, gangbares, veränderungshalber preiswerth fof. verkäuflich. Näh. Chorinerstr. 30, Restaurant.[ 588b Ein schöner Stand Betten, neu, fof. Zwei frdl. Schlafft. f. Herren sind zu verm. Schönebergerstr. 16a, 3 Tr. bei Rickert. 607b 2 frdl. Schlafft., fep. Eing., Mehners 1. Stellungnahme zum Kartell der f. 22 Mt. zu vert. Brigerstr. 10, v. part. ftraße 15 u. 16, 3 Tr. links. Holzarbeiter Organisation. 2. Urabstimmung über die Beitragsleistung zur Generalfommission. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist bringend nothwendig. 196/5 Der Vorstand. Central- Kranken- und SterbeRestaurant zum kleinen Prälaten!!! Kaffe des Deutschen SenefelderLiebenwalderstr. 43. Sonntag, den 19. uut 1892: Erstes diesjähriges Sommerfest veranstaltet vom Gesangverein Steinnelke( Mitglied d. Arbeiter- Sängerb.) verbunden mit großem Konzert, sowie Auftreten bedentender Spezialitäten, u. A. des Gesangskomiters Herrn Lewandowsky, der Chansonnette Frl. Schalow, des Zanzkomikers Herrn Schubert und des Schlangenmenschen Herrn Emilius in seinen außerordentlichen Leistungen als Equilibrist. Während und nach der Vorstellung Tanz ohne Nachzahlung. Anfang 4 Uhr. Billet 20 Pf, solche sind bei den Mitgliedern zu haben. Es ladet ergebenft ein Hermann Imbs' Oftbahn- Park Rüdersdorferstr. 71 am Rüftriner play. Bequemste Verbindung. Fahrverbindung nach allen Richtungen. Rapellmeister Fr. Völkerling. Artist. Leiter Gust. Gross. Der Vorstand. Fest- Säle 26032 zur bevorstehenden Saison empfiehlt gratis Weberstr. 17. B. Nieft, Weberstr. 17. Bundes( E.§.) Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 21. Juni, Abends 9 Uhr bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Außerordentiche Tischlerei, Rundenarbeit, sofort für jeden annehm baren Preis Umstände halber bill. z. verf. Junkerstr. 1, Zigarrengeschäft. 5486 606b Schlafft. z. v. Straßburgerstr. 26, H. 600b 5996 Genoffe f. Schlafkollegen Gitschiner Kinderwagen, dreiräd., bill. z. verk. ftraße 66, Quergb. b. Müller Böttner, Schützenstr. 37 II. in 593b Englische Gardinen- Reste, Arbeitsmarkt. zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst Eingang vom Flur. der Fabrit Grüner Weg 80 parterre. 1 Lederarbeiter, 1 Giseleur, 25982 blos erste Kräfte, werden verlangt. In der Pfandleihe Gerichtstr. 32, I, am Nettelbeckplatz, werden täglich die verfallenen Sachen unter Zage verkauft. Offerten beliebe man unter P. P ohne Retourmarke, an die Expedition dieser Zeitung zu richten. Gefelle a. Krimmer verl. Brunnen straße 75, Seitenfl. 4 Tr. 6366 Mitglieder Versammlung. Tages- Ordnung: Generalversammlungs- Angelegenheiten insbesondere Be schlußfaffung über die Frage: 287/2 Waldvögel von 50 Pf. an. Junge Züchtige Tischler a. Schreibtische Soll sich die Kaffe den Bestimmungen Droffeln, Staare. Schnelle, Große verl. Beege, Rüdersdorferstr. 48. 6346 der Novelle anpaffen oder in Zukunft Frankfurterstr. 183. nur den Charakter einer Zuschußkasse 621b Ein ftrebfamer Männer- Gefangverein traße 54 b. Hörnide. haben, welche vom Versicherungszwang reparirt und reinigt alle Arten Uhren fucht Dirigenten. Zu erf. Staliger in einer Ortstaffe nicht befreit?" Für d. Veriv. Paul Möhring. Graveure, Ziseleure! Versammlung F. Meißner, Uhrmacher, für 1 M., mit neuer Feder einsehen 1,50 M. Reichenbergerstr. 187, Ede Laufigerstraße. Kein Laden. 0 590b Flanellhemden und Blousen Nähe 5876 rin gesucht. Tieke, Grüner Weg 40, Eisbein m. Schweinstöpfen, gepökelt Montag, den 20. Juni, Abds. 8 Uhr, Preise, von 7 M. an, auch Theilzahl. und frisch, Pfund 20 Pf., b. 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