Nr. 27. Abonnements- Bedingungen: $ bonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 t., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus, Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat, Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene stolonels zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 ẞfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Handelsvertrags- Verhandlungen in Sicht. Dienstag, den 2. Februar 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. " nellen" Destreich mit dem§ 14„ bewirkt" hat. Ganz genau so wird lesung aus dem„ Simpliciffimus" ungefähr so wie dem bekannten Vierfich die Sache auch jetzt abspielen: die ungarische Regierung wird füßler, wenn er ein rotes Tuch erblickt; sie verloren alle Besinnung und einfach ein Ermächtigungsgesuch vorlegen und Mangels dessen den stürmten blind drauf los und warfen dabei ein parlamentarisches Notwendigkeiten gehorchen, die stärker sind als Formeln und Para- Recht über den Haufen, das sie selbst vielleicht noch einmal sehr nots -st- Wien, 29. Januar. graphen. Wie wir meinen, daß es gar nicht ausgeschlossen ist, daß wendig brauchen können. Solches Vorgehen kann gewiß nicht scharf Was aus der Debatte des Reichstags über die konservative beide Parlamente zur Beschließung des Bolltarifes erst genug getadelt werden. Der„ Liberalismus" aber hat sicherlich keine Interpellation schon deutlich zu erkennen war, wird jezt auch in Wien gelangen werden, wenn die Handelsverträge vor Ursache, dem Centrum wegen dieser Vorgänge Vorhaltungen zu und in Budapest bestätigt: daß von Seite des Deutschen Reiches liegen werden, also Grundlage und Ergebnis gleichzeitig machen und wenn er es doch thut, so geschieht es nur aus dem an Destreich- Ungarn die dringende Aufforderung gerichtet worden ist, sich zu sanktionieren haben werden. Doch das ist Zukunfts- Grunde, um die Deffentlichkeit über die höchst fatale Thatsache zu wegen des Termines der Verhandlungen über den neuen Handels- mufit, wie auch die Frage, auf welchem Wege schließlich der täuschen, daß bei der ganzen Geschichte niemand sich mehr vertrag schlüssig zu werden. Die erste dieser Anfragen ist schon im jest obstruierte Tarif in Destreich Gesetz werden wird. Entweder blamiert hat, als der verflossene liberale April des vorigen Jahres gestellt worden; fie ging damals freilich mit dem Parlament, oder ohne Parlament- aber daß geschehen 3icepräsident v. Leistner. nicht weiter, als ob Destreich- Ungarn bereit sei, in Verhandlungen wird, was geschehen muß, ist selbstverständlich. Ueber die Vorgänge nämlich, die sich gewissermaßen hinter den einzutreten. Die Antwort konnte natürlich nicht mehr als die Ueber die Aussichten der Verhandlungen mit Deutschland ist Coulissen abgespielt haben, ist jetzt folgendes authentisch festgestellt: theoretische Geneigtheit auszusprechen; über den Termin vermochte dieser Tage auch in der Delegation gesprochen worden und die be- Herr v. Leistner legte anfänglich dem Genossen Segi nahe, Destreich- Ungarn aus dem einfachen Grunde keine Zusicherung treffenden Ausführungen heischen deshalb Beachtung, weil sie von auf die Verlesung der Thomaschen Fastenpredigt zu verzichten, gab geben, weil die Grundlage für Verhandlungen, der autonome dem Marquis b. Baque hem ausgehen, der unter Taaffe Handels- dann aber doch seine Genehmigung dazu. Während nun Segit Bolltarif, noch nicht fertiggestellt ist und die unsicheren minister war und die 1892er Vertragscampagne geführt hat. Die den Artikel verlas, ließ ein Ministerialrat durch Vermittlung des politischen Verhältnisse in beiden Staatshälften es un- Ausführungen sind auch für deutsche Leser von Interesse: Zeigen sie ultre nontanen Schriftführers Fuchs dem Vicepräsidenten mitteilen, möglich machen, über die voraussichtliche Beendigung doch, wie gerechtfertigt die Bedenken gegen den überagrarischen Tarif er halte die Verlesung eines tonfiszierten Artikels für gesetzder gesetzgeberischen Aufgabe eine Vorhersage zu wagen. waren, die von den Anhängern der Vertragspolitik geäußert wurden. widrig. Als echter„ Liberaler" bekam Leistner daraufhin natürBaquehem erklärte: lich Angst und und äußerte in seiner Bellemmung zu dem Wenn man erwägt, daß Mindestzölle angeboten, aber nicht ultramontanen Abg. Lerno, dem Referenten zum Justizetat: ermäßigt werden sollen, daß Deutschland ein großes Gewicht auf„ Wenn nur einer der Herren das Wort zur Geschäftsordnung erdie Viehzölle, seine Mälzereien, auf seine Brettsägen zu legen griffe, dann unterbreche ich Segit", dieser Wunsch wurde denn a... h scheint, dann weiß man wirklich nicht, wie Deutschsofort durch den Centrumsführer Dr. b. Daller erfüllt und die land in seinem autonomen 8olltarife eigentlich Sache entwickelte sich weiter in der bereits bekannten Weise. die Mittel finden soll, um ermäßigte 8ölle für Der erste Bruch der Geschäftsordnung und der parlamentarischen feine Industrie zu erlangen, da doch die deutsche Sitten, die Unterbrechung eines Rebners zu dem Zweck, daß ein Industrie des Exportes fodringend bedarf. Jch andres Mitglied des Hauses eine Geschäftsordnungsdebatte provoziert, glaube also allerdings, daß die neuen Verträge, denen man nicht ging also von einem Liberalen aus. mit zu großen Hoffnungen entgegensehen darf, mehr Bindungen Doch damit noch nicht genug. Die liberalen„ Münchener als Ermäßigungen der Zölle enthalten werden und daß das Neueste Nachrichten" fühlen das lebhafte Bedürfnis, ihren Parteiwesentlichste Moment bei ihnen die Beständigkeit für eine längere Zeit freund aus der unangenehmen Situation herauszuhauen, und dabei und die Sicherheit, daß mindestens während dieser Zeit Erhöhungen gehen sie so tölpelhaft vor, daß sie das genaue Gegenteil erreichen. der Zölle nicht eintreten werden, sein wird. Es hat allerdings den Das Blatt fagt nämlich, Leistner habe die Absicht gehabt,„ eine Anschein, als ob die künftigen Tarifverträge mit dem, was man unzwedmäßige und an sich nicht zu billigende früher unter einem Tarifvertrage verstanden hat, nur mehr Sandlung zu verhindern aufgeschäftsordnungs. den Namen und nicht das Wesen gemeinsam mäßigem Wege". haben werden und als ob die handelspolitischen Jdeen, die mit dem Beginne des neuen handelspolitischen Kurses im Deutschen Reiche zu Beginn der neunziger Jahre nach längerem Schlafe ein fröhliches Wiedererstehen feierten, bei der raschen Abnüßung, welcher heutzutage die Ideen nicht minder wie die Menschen unterliegen, bereits mit Abschied entlassen seien und im Nebel der Vergangenheit berdämmern. Die Sachlage hat sich jedoch seither wesentlich verschärft und wenn es auch gewiß ist, daß sich das Reich nicht entschließen wird, den Vertrag zu kündigen bekanntlich ist er abgelaufen und kann jeden Tag mit einjährigem Ablaufstermin gekündigt werden- so will es dennoch mit den Verhandlungen angefangen sehen. Die Verträge sollen, wie Graf Posadowsky darlegte, überhaupt nicht gekündigt, sondern durch neue ersezt werden so daß sie alle so lange gelten würden, als nicht neue ratifiziert sind. Das ist natürlich hauptsächlich durch die eigenen Intereffen bedingt wenn es auch in der Wirkung einer Rücksichtnahme auf das verbündete Destreich- Ungarn gleichkommt; eine Rücksicht, die im Budgetausschuß der östreichischen Delegation von dem Berichterstatter über den Voranschlag des Ministeriums des Aeußern rühmend anerkannt wurde gegenüber den czechischen Dreibundkritikern, welche es nicht gelten lassen wollen, daß das Bündnis auch Destreich nüße und genutzt habe. " g " Politifche Ueberlicht. Mit dieser schönen Absicht des Vicepräsidenten vergleiche man bie Thatsache, daß derselbe Mann dann bei der Abstimmung dreimal für die Verlesung gestimmt hat! Die„ M. N. N." sagen nun weiter, er sei eben bei der Abstimmung für das formale, durch die Geschäftsordnung begründete Recht des Abg. Segit eingetreten. Wenn das der Fall ist, dann hätte er es gewiß nicht nötig gehabt, das Centrum zu einer Verlegung der Geschäftsordnung quasi erst aufzufordern. Und wenn er also fachlich mit der Haltung des Centrums völlig einverstanden war, dann hätte er auch gar nicht nötig gehabt, abzudanien, weil der Präsident Dr. b. Orterer in der von ihm selbst und doch nur zu diesem 3wved Faraufbeschworenen Geschäftsordnungsdebatte die Ansicht vertrat, Wie wird sich nun die Sachlage in Destreich Ungarn gestalten? Es ist unzweifelhaft, daß man der Anregung" Deutschlands folgen und sich zum Eintritt in die Verhandlungen bereit erklären wird. Für morgen ist nach Wien bereits die Bollkonferenz der östreichischen und ungarischen Delegierten einberufen, welche die ersten vorbereitenden Schritte feststellen soll. Da die Verhandlungen wenn nicht im Februar, so doch sicher schon im März beginnen sollen, so ist feine Möglichkeit vorhanden, in die Verhandlungen mit dem fertigen autonomen Zolltarif einzutreten; man wird also die VerHandlungen einfach auf Grundlage des Bolltarifentwurfes führen was fachlich auf dasselbe herauskommt, da an Bu bemerken wäre noch, daß sich mehrere Redner- Baquehem den Säßen, über welche sich die Regierungen zwei Jahre lang und Baernreither- gegen die Snertung 3 Grafen Kanitz wandten, geftritten haben, durch die Parlamente ohnedies nichts geändert Deftreich- Ungarn sei an den landwirtschaftlichenẞöllen Deutschlands, nicht werden kann. Kompliziert wird die Sachlage nur durch das interessiert". Graf Kaniz, führte Vaernreither aus, habe sich auf ein famose ungarische Ausgleichsgesetz, das unter dem Namen Szelliche gefährliches Gebiet gewagt, er hat von Staaten und BollFormel bekannt ist. Als nämlich das erste Ausgleichsprovisorium fäßen" gesprochen, die nicht ernst zu nehmen sind". Das die Verlesung sei unstatthaft. 1898 abgelaufen war und die Ungarn sich auf die§ 14- Wirtschaft sei nicht die Art, wie man den Abschluß von Handelsverträgen vor- Die Thatsachen zeigen somit, daß Herr v. Leist ner durchaus in Destreich diese weiter einlassen wollten, regelten sie die wirtschaft- bereitet, wenn man alle Bolle s andren Teiles nicht für ernst nicht der aufrechte Held ist, als ben ihn jetzt seine Breffe hinstellen lichen Beziehungen zu Destreich selbständig": das heißt, fie ber- erklärt, die eignen aber als über alle Anfechtung erhaben darstellt möchte. längerten nicht Gemeinsamkeit auf Grundlage der Reciprocität bis und am allerwenigsten sollte das im deutschen Reichstage geschehen, Zu allem Ueberfluß kommt jezt ein Centrumsblatt noch mit der Ende 1907, aber dieses Verhältnis ist kein Vertrag mehr, was sonst denn Deutschland ist es doch eigentlich gewesen, das durch seinen Behauptung, eine Reihe von liberalen Abgeordneten hätten Centrums der„ Ausgleich" war, sondern eine aus dem Selbstbestimmungsrechte Tarif das Signal zu all den Erhöhungen gegeben hat". Mit viel Icuten versichert, sie seien mit ihrer Haltung ganz einverstanden! Ungarns hervorgegangene freie Verfügung. In diesem Gesetze findet Hoffnungen geht also Destreich- Ungarn zu den Verhandlungen nicht.- Der Ultramontanismus ist gewiß reaktionär bis auf die Knochen; fich mun folgende Bestimmung: Vor Beginn der Verbas ist die Storfequenz feiner principiellen Auffassung der Dinge. handlungen mit dem Auslande ist der autonome Zolltarif Die Liberalen aber behaupten, sie seien die Träger freiheitlicher Ge durch einen neuen autonomen 3oIltarif zu fimmung; in ihrem Innern aber, das haben die Vorgänge im ersezen, welcher die landwirtschaftlichen und industriellen Berlin, den 1. Februar. bayrischen Landtag aufs neue bewiesen, sind sie ebenso rückschrittlich Interessen beider Staaten gleichmäßig schüßt." schützt." Der Sinn gesinnt wie die Ultramontanen, die vor ihnen wenigstens noch den der, Destreich dieser Bestimmung war natürlich nur Vorzug haben, ihre Gesinnung zu bekennen. Kein Rechtsbruch, kein zwingen, Das Abgeordnetenhaus erledigte am Montag in zweiter Berrat der Rechte des Voltes und des Parlaments, den der Libera in die Verfassung eines neuen Tarifes zu willigen, bei den Unterhandlungen darüber auf den Compagnon Lesung den Etat der Forstverwaltung. In der De- lismus nicht wenigstens„ sachlich" für berechtigt hält. einen Drud ausüben zu könnenwogegen früher, im vertrags- batte wurde wieder das Verlangen nach einem Quebrachomäßigen Ausgleich, die Sache so war, daß der alte golltarif in a o II laut. Daneben wurden die Gehälter der Förster von Geltung blieb, wenn kein neuer zu stande gekommen war. Was bei den Rednern der Linken einer scharfen Kritik unterzogen, und einem Staate selbstverständlich ist daß man sich, bevor man es gelang auch, gegen die Stimmen der Herren von der hat sich nach einer Darstellung der„ Norddeutschen Allgemeinen in Verhandlungen mit dem Auslande eintritt, das Gefez giebt, das Rechten und unter dem Widerspruch der Regierung einen An- Beitung" folgendermaßen gestaltet: Ersichtlich ist der ganze etwa 120 Kilometer breite den Verhandlungen entspricht und die Stellung innerhalb ihrer aufs trag durchzubringen, der die Regierung ersucht, dafür Sorge and strich ungefähr von der Linie Karibib- Wilhelms= tragen, vorteilhafteste gestaltet muß im Verhältnisse zweier Staaten durch zu daß für die nächsten fünfzehn Jahre feste( faobis) östlich bis zur Linie Okahandja WindForstassessoren eine die Dauer einen mechanischen 8wang herbeigeführt werden; welchen den Don sechs hut von den Hereros beherrscht. Aus dem Gebiet östlich von der überschreitende Zeit der 3wved eben die citierte Bestimmung verfolgt. Die Buchstaben- Jahren diätarischen Be- zuletzt genannten Linie, aus den militärisch befeßten Orten und PostInterpretation, in der man sich in Ungarn gefällt und die ins- schäftigung bei der Festsetzung des Besoldungs- Dienstalters stationen Otjofafu, Neudamm, Hohewarte, Gobabis, Epuliro, Seets 2c., besondere von denen geübt wird, welche an der Vermehrung der in Anrechnung gebracht werde. Im übrigen ist aus den Ver- liegt bisher nur eine einzige Nachricht vor, aus Dtiosasu östlich von Schwierigkeit des Dualismus ein Interesse haben von seinen handlungen nur der schwache Versuch des Abg. Gold- Okahandja, und zwar in der Meldung, welche am 12. b. M. die erste be stimmte Angabe über den Aufstand der Herero brachte. Sie führte zu Gegnern also, hat nun aus der Bestimmung herausgelesen, daß schmidt( frs. Vp.) zu erwähnen, die erbärmlichen Löhne ber Annahme, daß in jener Gegend der Aufstand ſeinent ursprung Verhandlungen, noch so provisorischer, unverbindlicher Art, so lange der Forstarbeiter zur Sprache zu bringen. Da das und seinen Mittelpunkt hat. Von dorther famen wohl die mehrere nicht zulässig sind und also nicht begonnen werden dürfen, so lange Dreiklaffen- Parlament keine Volksvertretung ist, ist es weiter hundert Köpfe zählenden Hererobanden, die am 11. v. Wits. bei der neue golltarif nicht Gesetz iſt. nicht wunderbar, daß weder ein Redner des Hauses, noch ein tahandja erschienen. Dieses wurde nun von den dort an Die Schwierigkeit wird aber die Verhandlungen nicht hindern- Mitglied der Regierung es für geboten hielt, auf diese wichtige fäffigen Hererohäuptlingen verlassen, die sich wohl den Aufständischen angeschlossen haben. Zu diesen dürfte auch der Oberhäuptling so wenig sie die Verhandlungen mit Italien gehindert hat, mit dem Frage einzugehen. Am Mittwoch wird der Etat der landwirtschaft sein. An der Hand der Meldungen kann man nun berfolgen, wie der Vertrag Ende 1903 überhaupt abgelaufen wäre er war bor Samuel Maharero, der seinen Siß in Dkahandja hatte, au zählen einem Jahr gekündigt worden und mit dem bis Ende September lichen Verwaltung beraten. der Aufstand sich nach Süden und Westen weiter verbreitete. zu ein provisorisches Uebereinkommen bereits geschlossen ist. Die un garische Regierung hatte damals einfach um die gesegliche Ermächtigung angesucht, die Verhandlungen führen zu können Abgeordnetenhaus. Die andre Seite. Aus München wird uns geschrieben: in Destreich ist dies nach dem Wortlaute des einschlägigen§ 14- Die Vorgänge in der bayrischen Abgeordnetenkammer, die den Gesetzes nicht nötig gewesen und hat die Ermächtigung natürlich Rücktritt des liberalen Vicepräsidenten v.& e ist ner herbeigeführt nicht bekommen; die Vorlage ist von der Obstruktion ebenso haben, geben der liberalen Preffe Anlaß zu heftigen Auslaffungen verschlumgen worden wie andre Notwendigkeiten". Sie hat über das Centrum und über die Gefährlichkeit des Ultramontanis trotzdem die Verhandlungen geführt, die Vereinbarung ge- mus. Nun haben sich die Ultramontanen bei dieser Affaire zu einem schlossen und handhabt sie bereits- ohne daß dieser die gefeß- Streich hinreißen lassen, der zweifellos ebenso brutal wie ungerecht geberische Natifitation geworden wäre, die man in dem„ konftitutio- fertigt ist. Den schwarzen Herrschaften ging es bei der Segitschen VorDie Situation in Südwest- Afrika Gegen Windhuk zu zerstörten die Herero am 12. b. Mts. die Telegraphenleitung und die große Eisenbahnbrüde bei Osona( fiinf Kilometer füblich von Okahandja). Die südwärts giehenden warfen an diesem und dem folgenden Tage ein schwaches Entias. corps zurüd, das mit einem Maschinengewehr von Windhuk herbeieilte, und brangen in das Farmgebiet von Windhut ein. Von da konnte noch am 14. der Sergeant Dietrich mit einer Botschaft nach Karibib abgehen; er scheint unterwegs verwundet worden zu fein. Am 15. waren die Herero bereits bis zur Farm Hoffnung. etwa 10 Stilometer nordöstlich von Windhut, vorgedrungen und stießen dort auf eine ihnen entgegengesandte Erkundigungsabteilung. 0 Kein vernünftiger Mensch und fein ernster Politiker wird gegen eine verständige, besonnene Socialreform etwas einzuwenden haben. Der Lohnarbeiter, der nichts hat als seine Arbeitskraft, muß vor dem Wucher mit ihr unbedingt geschütt werden." Wenn das daraus sich entspintende Gefecht von dem stellvertretenden Erstens gewinnt der Vorwärts"- Bericht durch seine ganze| Fortführung der Socialreform in der demagogischen Methode, durch Kommandanten von Windhut, Oberlieutenant Techow, trotz des Ver- Appretur den Anschein des beabsichtigt Sensationellen, die das Bündlertum die Reaktion vergeblich aufzufischen versucht. luftes von acht Mann als erfolgreich" bezeichnet wird, so darf man während bisher über theoretische Vorträge in kleineren geschlossenen Er beginnt mit dem schönen Gedanken: wohl annehmen, daß die Herero an weiterem Vordringen verhindert Mitgliederversammlungen kaum ein Wort gesagt wurde. Ich betone worden sind. Seit dieser Meldung, die hier am 25. v. M. ein deshalb nochmals, wie ich in der Versammlung gleichfalls betonte, gelaufen ist, haben wir keine Nachricht aus Windhuk; doch darf man hoffen, daß der Ort, der infolge des Landfturm- Aufgebots und Ein- daß ich für Dienstagabend nur als 2ückenbüßer für einen stellung sämtlicher Pflichtigen und Boeren über eine zum Teil be- verhinderten Fraktionsfollegen einsprang noch dazu mit der rittene Streitkraft von 230 Mann und zwei Maschienengewehre ver- Erwartung, daß die Erledigung des vorangehenden geschäftlichen Teiles Aber Herr Dr. Dertel zieht aus diesem verheißungsvollen fügt und start befestigt ist, jedem Angriff stand gehalten hat, den Vereinsabend vollständig ausfüllen würde. Vordersaiz nicht den Schluß, daß die Auswucherung der Arbeitskraft obgleich fünf neue Haufen gegen ihn in Anzug waren. Inzwischen Zweitens läßt der Bericht meine breit ausgeführten Eingangs- wirklich beseitigt oder auch nur durch Vorschläge, wie sie jetzt im dürften die 2. Compagnie, die sich laut der am 17. von Windhut worte zu sehr zurückstehen. Diese gingen etwa dahin:„ Man kann Reichstage beraten werden, ein wenig gemildert werden soll, viels abgesandten Meldung bereits auf dem Marsche vom Süden befand, Bollfragen einfach kritisch, gemessen an unsren Partei- mehr hat er nicht ein Wort der Fürsprache für die Forderungen zu sowie die Gebirgsgeschüße aus dem nur 25 Stunden von Windhukt anschauungen, behandeln. Damit will ich Sie heute nicht weiter Gunsten der Arbeiterschaft und fordert lediglich Hilfe für den entfernten Rehobot, bereits daselbst eingetroffen sein. Mittelstand". Man weiß aber, daß diese agrarische MittelstandsGleichzeitig mit dem Zuge gegen Bindhuk sind die Herero von aufhalten, darüber sind wir alle einig und als organisierte Partei- hilfe nichts ist als schwerste Schädigung der arbeitenden Klassen und Diahandja gegen das 102 Kilometer das 102 Kilometer südwestwärts gelegene genossen alle aufgeklärt. Man muß aber auch die treibenden des Gemeinwohls. Herr Dertel droht schließlich, daß der MittelOtjimbing we vorgegangen. Dieses war bereits am 15. v. M. ökonomischen Kräfte, die Denkweise, die Stärke der wirtschafts- stand, wenn ihm nicht geholfen wird, zur Erbitterung und Verbedroht; doch scheint es dort zu einem eigentlichen Kampfe noch politischen Strömungen bei unsren Gegnern studieren, denn bitterung" übergehen wird. nicht gekommen zu sein, denn eine von dort am 27. v. M. Hier ein- sonst kommt man zu einer ganz falschen Schäßung ihrer Widerstands- In besonderer Brutalität gelangt die socialpolitische getroffene Meldung wußte nur von der Ermordung des dort an- traft, speciell auch zu einer ganz falschen Bewertung Feindseligkeit in der Konservativen Korrespondenz mordungen festgestellt, 70 werden vermißt. In Otjimbingwe ſtehen und Agrariern. Darauf möchte ich heute abend ihre fäffigen Farmers Kronewitter zu berichten. Es sind aber 16 Er- der Lockerheit des Bündnisses zwischen Industriellen dem offiziellen Organ der deutschkonservativen Partei zum Ausdruck: 35 Gewehre zur Verteidigung bereit. Die dort wohnenden Bastarde Aufmerksamkeit lenken, und ich bitte Sie, das nie aus dem Auge find treu geblieben. " „ Sollte es nicht an der Zeit sein, diesen thörichten und zeitverschwenden den Wettlauf aufzugeben und den Reichstag, der zur bloßen Arbeiterversorgungs- Anstalt herabzusinken droht, zu seinen erhabenen, nationalen Aufgaben wieder zurückzuführen und ihn wieder von einer reinen Arbeitervertretung in eine Vertretung des gesamten Volkes umzuwandeln?" Solch gänzlich unverdiente Belobigung hätte der Reichstag nie" " Von Okahandja find die Herero westwärts längs der Bahn zu verlieren". Wäre das im Bericht, vielleicht durch reichliche borgegangen, die sie, wie wir jüngst berichteten, vielfach zerstört Sperrung und Fettdruck unterstützt, derart herausgearbeitet, daß haben. Der am weitesten westlich gelegene Ort, an dem sie gehaust dieser Vorbehalt als deutliche Umrahmung und Einhaben, war Kubas( 147 Stilometer von Swakopmund). Inzwischen schränkung des Ganzen gewirkt hätte, so konnte wohl jede ist der Teil der Eisenbahn von der Küste bis Karibib( 194 Kilo- Unannehmlichkeit verhindert werden. Statt dessen verschwindet die meter) gesichert worden. Oberleutenant v. Bülow, der am 13. v. M. Vorbemerkung im„ Vorwärts" so gut wie ganz und die Sperrungen mal erwartet als er durch diesen Tabel des konservativen Organs von Swakopmund mit einer Abteilung nach Okahandja abgegangen werden Aeußerungen zu teil, die nur unter diesem ausdrücklichen war, hat nach heftigem Kampfe bei der Eisenbahnstation Waldau Für die Konf. Korresp." bedeutet es drohendes Herabsinken", am 15. v. M. Okahandja besetzt. Er hat 200 Mann zur Ver- Vorbehalt gelten.„ Der Redner begann heißt es im Bericht wenn der Reichstag sich mit Arbeiterfragen befaßt. Der Reichstag, fügung und kann sich, wie er am 20. v. M. meldete, noch einige allzu unentschieden und vielleicht auch mißverständlich mit der wenn er irgendwie die gemäßigsten Mittel berät, um die Arbeiter Zeit halten. Um die Verbindung mit Karibib herzustellen, Bemerkung, er wolle die handelspolitischen Strömungen gegen Wucher, wie die Deutsche Tageszeitung" selbst sagt, zu entsandte er am 21. b. M. auf der Eisenbahn eine Ab- besprechen, mit denen wir zu rechnen haben, ohne daß er schützen, wird zu einer Arbeiter- Versorgungsanstalt", zu einer teilung von siebzig Mann westwärts. Diese stieß etwa 40 Kilo- sie von unsrem parteipolitischen Standpunkte kritisieren reinen Arbeitervertretung" und die Konserv. Korrespondenz" muß meter westlich von Okahandja bei Kawatuerasane( zwischen Waldau wolle." Hier ist die sedes materiae, und drei oder vier mahnen, daß er wieder zu erhabenen, nationalen Aufgaben", das und Olasise) mit den Herero zusammen. Bei dem Gefecht, das sich geilen hätten den ganzen 3wischenfall erledigen welche Worte werden die Konservativen haben, wenn der Reichstag heißt zu Zollerhöhungen und Militärbewilligungen zurückkehre! mun entwickelte, verlor die Truppe vier Tote und drei Verwundete. Es wurde festgestellt, daß die Eisenbahnverbindung mit Karibib hier durch Zerstörung einer 20 Meter langen Brücke unterbrochen Nun eilt der Genosse Kautsky mit einigen Scheiterchen ist. Neuerdings ist gemeldet worden, daß sich bei den Herero herbei, nämlich mit ein paar Aeußerungen von mir, die 2½ und vor Okahandja Kaffern", entweder Bergdamara oder Betschuanen, 3. Jahre, auch noch beträchtlich weiter zurückliegen. Ich denke, wenn es jahrelang Zeit damit hatte, so wird es nunmehr wohl auch nicht staribib, die durch die Hauptwerkstatt besonders wichtige auf Tag und Stunde ankommen. Also bei Gelegenheit. Station der Eisenbahn, wird voraussichtlich den Ausgangspunkt May Schippcl. der weiteren Operationen bilden. Der Ort, in dem die umwohnenden Farmer versammelt sind, war um den 16. v. Mts. ebenfalls von den von Johann Albrechts- Höhe westwärts anrückenden Herero bedroht. Zwar ist bei einem Patrouillenritt bei Karibib befänden. fönnen. Neuestes vom Kosakenkurs. Aus Königsberg i. Pr. wird uns berichtet: Jn Ostpreußen werden der russischen Regierung immer weitere der Tierarzt Kämpny gefallen, aber auf den Ort scheint Liebesdienste erwiesen. Am 21. Januar erschien der im Dorfe Es befanden sich dort Freiwillige aus Swakopmund, die der Lieutenant der Reserve Laubschat dahin führte, ferner 58 Reservisten und 30 Pferde unter Stabsarzt Kuhn und das 84 Mann starte Detachement von S. M. S. Habicht" unter stapitän Gudewill mit zwei Maschinengetvehren und zwei Revolverkanonen. Aus dem Hererogebiet im Norden der Bahn liegen keine neuen Meldungen vor. Schon am 21. v. M. war gemeldet worden, daß einmal wirklich Socialreform betreiben würde? Nebenbei sei noch dieses Wort aus dem Artikel der„ Konserv. Storrespondenz" über die Socialpolitik der bürgerlichen Parteien angemerft: " „ Es hat sich in verschiedenen bürgerlichen Parteien die Meinung gebildet, eine möglichst fräftige socialpolitische Initiative fei not wendig, um der socialdemokratischen Agitation den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die letzten Reichstagswahlen aber haben gezeigt, daß dieses Mittel ein uns taugliches ist." Sonst sagt man gern, die bürgerlichen Parteien betreiben Socialpolitik und Arbeiterfreundlichkeit. Die„ Kons. Korrespondenz gesteht das wahre Motiv bürgerlicher Socialpolitik in dem Augens Schäcken( Kreis Tilſit) ſtationierte preußische Gendarm Bannert in blick zu, da die schreckliche Gefahr erscheint, daß die Mittelparteien der hart an der russischen Grenze liegenden Ortschaft Kuttern bei des Reichstags Socialpolitik nicht nur zum Schein und Schwindel einem Bauern, um in dessen Hause eine Revision abzuhalten. Der betreiben könnten. Die„ Kons. Korrespondenz" gesteht zu, daß die artige Revisionen werden abgehalten, um Schornsteinanlagen. Stroh bürgerliche Socialpolitik, sobald sie einigermaßen ernst wird, aus der dächer, Dunghaufen, Brunnenanlagen usw. auf die polizeilichen Vor- Absicht entspringt, den Wind aus den socialdemokratischen Segeln zu schriften hin zu prüfen. Gewöhnlich werden solche Revisionen vornehmen. In falschem Zungenschlag" plaudert das konservative genommen, tvennt von irgend einer Seite Her Anzeige bei Partei- Organ die gern bestrittene Thatsache aus, daß die Social das etwa 25 Kilometer nördlich von Karibib gelegene Etiro ge- dem Amtsvorsteher oder einer sonstigen Behörde erfolgt ist. Bei demokratie die Urheberin aller Socialreform war und ist. plündert worden ist. Omaruru, der Standort der 2 Feldcompagnie und Siz des Kapitäns Michael, ist zwischen dem 14. und dem erwähnten Bauer in Kuttern war solch eine Revision schon seit Die Freifinnige Zeitung" befindet sich nicht zum erstenmal 19. b. M. von den Herero angegriffen worden. Da die heliographische mehreren Jahren nicht erfolgt. Der Gendarm schien es aber nun Verbindung mit den 60 Kilometer von Karibib entfernten Drt fehr genau zu nehmen. Ganz besonders wurde der Boden des in finanzieller Schwierigkeit. Es handelt sich diesmal um die nicht unterbrochen ist, sind seit 21. v. M. von dort keine Meldungen ein- Hauses genau untersucht. Hier fand er denn auch eine Anzahl die für den Ruin des Liberalismus unentbehrliche Zeitung zu halten. geringe Summe von 60 000 m., die aufgebracht werden muß, unt gegangen. Auch aus Warterberg, zu dessen Verteidigung 50 Reservisten Pakete liegen. Auf die Frage des Gendarmen erklärte der Bauer: Herr Abg. Kämpf ist einer von denen, die besonders bemüht bereit waren, liegt seit 15. v. m. keine Meldung vor. daß die Pakete Bücher enthalten, die er mit seinem Fuhrivert bis find, die Summe zusammenzubringen. Doch die Geldleute scheinen Der Kommandant des„ Habicht" meldet: Bei Ausfall- zu seiner Wohnung transportiert und beauftragt sei, sie so lange nicht gebeeifrig und es wird ihnen, damit ihr Vertrauen in die gefechten bei Olahandia bis 21. Januar gefallen: Eisen- lagern zu lassen, bis sein Auftraggeber sie abholen lassen werde. Freisinnige Zeitung" wiederkehre, zugeflüstert, daß der Einfluß gefechten bei Olahandia bis 21. Januar gefallen: Eisen- Darauf machte der Gendarm die Pakete auf, nahm einige russische des Herrn Richter auf die Zeitung in Zukunft eine Verminderung bahn Sekretär Rod, Kug, Spockamp. Omaruru ist am 27. mit großer Macht angegriffen, Angriff Schriften heraus und meinte, die Sache könne dem Bauer Unannehmlich- erfahren werde. abgeschlagen. Von Otjimbing we teine Nachricht, teiten bereiten, er werde einige Sachen zur Untersuchung mitnehmen. unter der Herrschaft Richterscher Politif jemals existenzfähig werdeir Man kann die Sorge der Geldleute begreifen, ob die Zeitung wahrscheinlich belagert. Bahnbau hinter Karibib wieder in Angriff Dann erschien derselbe Gendarm wieder am 26. Januar und kann. Wird aber ihre Besorgnis durch die Aussicht beseitigt werden, genommen, da Regen nachläßt. tonfiszierte sämtliche 17 Pakete, die bei dem Bauern lagerten und daß die Herren Kopsch und Müller Sagan die Erbschaft überfeiner Obhut anvertraut gewesen waren. Der kaiserliche Generalkonsul telegraphiert aus Stapstadt, daß nach einer Mitteilung der dortigen Regierung die Boudelzwart- Hottentotten am Dranje unter ihrem Häuptling sich am 28. Januar ergeben haben. Die llebergabe der in den Khara 3. bergen wohmenden Aufständischen wird erwartet. Ostasien. Die Pakete enthielten Exemplare der russischen Zeitung„ Jakra", die hier in Deutschland nicht verboten und in jeder größeren Buchhandlung käuflich zu haben ist, sowie socialdemokratische Bücher, die gleichfalls in Deutschland nicht beanstandet werden, in russischer und litauischer Sprache. Aus Tokio, den 31. Januar, wird dem Daily Telegraph" Bemerkenswert ist noch die Aeußerung des Gendarmen bei der berichtet: In der Wohnung des Premierministers wurde gestern, Revision. Als er ein in russischer Sprache gedrucktes Bitchelchen aus Sonnabend, ein Ministerrat abgehalten, der fast acht Stunden einem Paket nahm, sagte er:„ Das ist ja, was ich brauche, das ist dauerte. Dem Blatte Jijishimpo" wird unter dem 30. Januar ge- ja sehr interessant." Russisch lesen konnte der Gendarm aber augendrahtet, daß der Vicekönig von Tschili Juanfchikai eine Lieferung scheinlich nicht. Bei seinem Fortgehen schärfte er dem Bauern ein, von 20000 Gewehren in Auftrag gegeben habe. Ferner wird die Meldung er dürfe die Sachen nicht früher über die Grenze lassen, bis er ihm bestätigt, daß sieben russische Regimenter auf dem die Erlaubnis gebe, so lange seien die Pakete beschlagnahmt. Mariche nach dem Falu Flusse seien, um Antung und andie Punkte, einschließlich mehrerer am Südufer des Fluffes, zu befeßen; einige Abteilungen seien bereits dort. Eine Depesche des Jijishimpo" aus Peking besagt, der Chef der kaiserlich chinesischen Zollverwaltung, Sir Robert Hart, habe zum ontrolleur des Zollamtes in Niutschwang Gilchrist an Stelle des Russen Valoff ernannt. erste " V Der Reichstag eine Arbeiter- Versorgungsanstalt. Die konservative Feindseligkeit gegen jede Socialpolitik zu Nußen der Arbeiterschaft ist genugsam bekannt und erst am Sonnabend im Reichstage durch die Reden der Abgeordneten v. Richthofen und Kardorff im llebermaß bekundet worden. Dennoch wird die Kenntnis der konservativen Wut mider die Socialpolitik durch einige Aeußerungen vervollständigt, die sich konservative Blätter zu den jetzigen Reichstagsverhandlungen leisten. „ Daily Mail" läßt sich aus Tschifu vom 31. Januar melden: Die japanische Flottenreserve ist in der vergangenen Woche mobilisiert worden. Auch die Armeereserve ist zum Teil mobilisiert Die„ Kreuz- Zeitung" ist noch einigermaßen zurückhaltend in der worden, und zwar mit großer Heimlichkeit; die Mannschaften Offenbarung ihres Mißmuts, sie sagt im Leitartikel vom Montag treffen als Kulis verkleidet an den Bestimmungsorten ein. Der abend über Socialpolitik im Reichstag": übrige Teil der ersten Armeereserve hat Befehl erhalten, sich zur Einberujung bereit zu halten. Vierzig Transportschiffe mit der Division von Kumamoto liegen im Hafen von Lakeshiti zur Invasion bereit. Petersburg, 1. februar. Der 1. Russischen Tefe. graphen Agentur" wird aus Charbin von heute gemeldet. Aengstliche Japaner verlassen das Territorium der oftchinesischen Bahn. Aus Wladiwostok meldet die Agentur von gestern: Hier um laufenden Gerüchten zufolge wird in diesen Tagen die Kundgebung der Mobilisierung der Reservisten aller Gebiete des fernen Ostens erwartet. werden Vorbereitungen zur Mobilisierung der der Aushebung unterliegenden Pferde getroffen. Im Februar wird in Wladiwostok die Ankunft von mehr als 50 000 Maun zur Verstärkung der Garnison erwartet. * Deutfches Reich. " " nehmen? Wenn man uns braucht. Im Wahlkreise Osnabrüc findet am heutigen Montag der zweite Wahlgang in der ReichstagsErsatzwahl statt. Es fämpfen dort ein konservativer Agrarier und der Nationalliberale Wamhoff gegen einander, und die sociai demokratischen Stimmen fönnten den Ausschlag geben. Nun sind auch die Nationalliberalen stets zu allen Verlästerungen und Wahrheitswidrigkeiten gegen die Socialdemokratie bereit. Aber, um unsre Stimmen in Osnabrück zu loden, bläst man eine ganz andre Melodie. Die nationalliberale Dsnabrücker Zeitung" schreibt: ,, Welchen Wert die Socialdemokratie als Partei der unab hängigen und unerschrockenen Kritik besitzt, darüber ist sich nie mand im Zweifel, und was speciell ihre Anregungen auf socialpolitischem Gebiete betrifft, so müßte derjenige blind sein, der nicht bemerkte, daß sie befruchtend nach mehr wie einer Seite hin gewirkt haben. Noch auf vielen andren Gebieten sind die Liberalen in der glücklichen Lage, den Bestrebungen der Socialdemo fraten nicht entgegentreten zu müssen, und wer da Gelegenheit hat, im Reichstage zuzusehen, wie die Socialdemokraten sich um Unterstützung ihrer Anträge bei den Liberalen und diese umgekehrt bei deit Socialdemokraten bemühen, zu bemerken, wie höflich und zuvor tommend die Unterhändler beider Parteien miteinander verkehren, der weiß auch, wie oft socialdemokratische und liberale Abgeordnete bei der Abstimmung für ein und dieselbe Sache eintreten." Serrschaften wieder bie Socialdemokratie der unfruchtbaren Politik Man darf an diese Aeußerung erinnern, wenn die liberalen und des rohen Tones bezichtigen. Es kann unfres Erachtens auch keinem Zweifel unterliegen, daß, wie in Abgeordnetenkreisen, auch in weiten Volksschichten das Uebrigens haben unsre Parteigenossen in Dsnabrück Stimm Interesse an den socialpolitischen Parlaments- enthaltung beschlossen, weil sie nicht in der Lage sind, die debatten in den letzten Jahren immer mehr ab nationalliberalen Liebenswürdigkeiten zu erwidern. Herr Wamhoff ist gestumpft worden ist. Wenn man sich darauf gefaßt für den Wucherzolltarif eingetreten und sein Liberalismus ist so machen muß, alljährlich dieselben Vorschläge, dieselben Ein- reaktionär, daß es unsrer Partei gleichgültig ist, ob er oder der wände und dieselben Nuzzanwendungen der Socialdemokratie Agrarier gewählt wird. vortragen zu hören, so bekommt man allmählich die Geschichte fatt. Die Socialreformer leisten also ihrer Sache feinen guten Dienst, wenn sie glauben, durch die Menge ihrer Vorschläge und durch unaufhaltsames Drängen auf deren Ausführung imponieren zit sollen." Streitfonds des Unternehmertums. Die Berl. Pol. Nachr." schreiben: " Wie der Centralverband deutscher Industrieller feinen Mitgliedern mitteilt, wird er den nicht mehr zur Anwendung geDie weiten Volksschichten", auf die sich das fonservative langten Rest der für Crimmitschau eingangenen Gelder als Ver Blatt berufen kann, beschränken sich auf die an Zahl so geringen mögensbestand für die Centralstelle der deutschen Gruppen des herrschenden Grund- und Induſtriekapitals, Arbeitgeberverbände zur Abwehr unberechtigter Angriffe der deren Interesse für Arbeitersocialpolitik nicht erst abgeſtumpft" Arbeiter und ihrer Organisationen aufbewahren. Der Centralverband erwerden konnte, weil es niemals vorhanden gewesen ist. Man sucht diejenigen seiner torporativen Mitglieder, die eine geregelte Er bekommt allmählich die Geschichte satt" erklärt die Kreuz- hebung von Beiträgen anläßlich des Crimmitschauer Vorfalles in die Zeitung" chnisch von der Verhandlung der allerwichtigsten Gegen- Wege geleitet haben, damit fortzufahren; denn es werde jetzt stände des allgemeinen Volfsinteresses. Wenn die„ Strenz- Zeitung" wesentlich darauf ankommen, die in Gang geratene Bewegung schnell das Abwechselnde in den parlamentarischen Dingen liebt, und mit sicherer Hand zum Ziele zu führen. Dabei würden die warum peinigt sie denn seit Jahrzehnten den Reichstag mit den forporativen Mitglieder zu erwägen haben, ob sie, in der Aussicht, Ich möchte zum Frieden noch um ein legtes Wort bitten. Forderungen auf Berteuerung von Brot und Fleisch? selbst einen Arbeitgeberverband bilden zu können, die Beiträge als Ich habe es, soweit möglich, stets abgelehnt, Zeitungsreferate ind warum legt sie der Erfüllung der socialpolitischen Forderungen Vermögensstock für diesen ansammeln wollen, oder ob sie dieselben, über meine Aeußerungen richtig zu stellen weil darin meist eine, stets die Uebermacht ihrer Partei in den Weg? Sie brauchte nur wenn nach ihrer Zusammensetzung und Art die Bildung eines Arbeits wenn auch ganz unbeabsichtigte Stränkung des Berichterstatters liegt, endlich diese Forderungen erfüllen lassen, so wird sie sich nicht mehr geber- Verbandes ausgeschlossen erscheint, dem Vermögensstod für die erwähnte Centralstelle zuführen wollen. Jedenfalls ersucht der der so wie so schon eine der undankbarsten Positionen in unserm über die alten Geschichten" ärgern müssen. Zeitungswesen einnimmt. Da oft eine bloße ungewollte Nuancierung Die Deutsche Tageszeitung" giebt ihren social- Centralverband, ihm über die entsprechenden Entschließungen baldigst der Borte hinreicht, einen Gedanken wesentlich zu verändern, so babe politischen Verdruß in agrarisch erregterem Temperament zu Mitteilung zukommen zu lassen." der Worte hinreicht, einen Gedanken wesentlich zu verändern, so habe erkennen. Sie spricht von dem„ unermüdlichen, manchmal schier Genosse Schippel schreibt uns: " ich auch dem Genossen Reinke gegenüber jeden Vorwurf ausdrück- frankhaften Streben", das keineswegs die Hoffnung erfüllen werde, In die Sklaverei verkauft! lich bestritten. Meines Erachtens wäre an seinem Bericht nicht viel daß die Socialdemokratie dadurch Schaden nehme, das dagegen den Ju der Kriegsgeschichte der alten Zeiten liest man oft davon, mehr auszusetzen, als das bei jedem Referat unvermeidlich ist, wenn Mittelstand immer schwerer bedroht und die Proletarisierung daß die Angehörigen unterworfener Völker, namentlich in Kriegss er atvei Thatsachen mehr hätte hervortreten laffen: fördere. Freilich der Dr. Dertel betreibt den Unwillen gegen die gefangenschaft geratene Rebellen" in die Sklaverei verkauft wurden. Diese edle, angeblich durch das Christentum beseitigte Sitte, foll, wie ein Blatt versichert, von der deutschen Regierung als modernstes System der' Kolonialpolitik wieder eingeführt werden. " Bon wohlunterrichteter Seite" will die Ostpreußische Zeitg." erfahren haben, daß man in den maßgebenden Kreisen der Kolonialverwaltung bereits über die Maßnahmen, die die Bestrafung der Hereros in besonders exemplarischer und wirksamer Weise betreffen, einig sei. Es heißt darüber: feinen Sieg zit verhindern, das ist ein totaler] Um sein arbeiterfeindliches Werk zu verhüllen, hat der Senar 11 n sinn. Da wird Sie siegende Partei für die auf der andren Seite einen Antrag des Generals Mercier Sünden des Gegners bestraft und dieser Gegner direkt( freilich mit geringer Mehrheit) votiert, der die Vermittelungskosten und unmittelbar angereizt, es das nächste Malebenso zu machen. den Unternehmern zur Last legt. In Wirklichkeit aber werden die Man vergegenwärtige sich nur die Konsequenzen. In einem Wahl- Unternehmer die Kosten auf die Arbeiter abwälzen, und zwar desto kreise, wo den Socialdemokraten oder Freisinnigen die Mehrheit ficher ist, brauchen Landräte oder sonstige Regierungsbeamte nur sicherer, als die private Arbeitsvermittelung ja von nichtein Flugblatt herauszugeben und mit ihren Namen und ihrer amt- organisierten, zum Widerstand unfähigen Elementen benutzt wird. lichen Qualität zu unterzeichnen, und die Wahl wird für ungültig Für das entschiedene Vorherrschen des alten socialpolitisch erklärt. Bei der Neuwahl machen sie dasselbe und der Erfolg ist reaktionären Geistes im Senat zeugt der Umstand, daß die ärgste wieder der gleiche. So kann das ad infinitum weiter gehen und Verschlimmerung der Reform, die Ersetzung der obligatorischen durch der Wahlkreis käme nie zu einer geordneten Vertretung. Das wäre die fakultative Abschaffung, mit einer 3 weidrittel- Mehrheit ein feines Mittel, die Wahl von Socialdemokraten oder sonstiger votiert wurde! Selbst die„ demokratische Linke" hat nicht in ihrer ,, mißliebiger" Elemente zu verhindern." daß der Urheber des arbeiterfeindlichen senatorischen Tertes, Gesamtheit für den Kammerentwurf votiert. Es sei noch erinnert, Ancoin, ein straffes Mitglied des Blocs ist. In erster Linie wird der reiche Viehbestand der Hereros dazu benutzt, um den beraubten Farmern aufzuhelfen. Man wird das Vieh an sie und dann an die übrigen Ansiedler berteilen. Ferner muß die durch Schutzverträge garantierte halbe Souveränetät der Häuptlinge vernichtet werden. Die Hereros verlieren dann auch das Eigentumsrecht an Grund und Boden. Das Land geht an den Fiskus über. Die Mit solcher principiellen" Auffassung müssen die Gegner der Ansiedler müssen sich also behufs Ankauf von Hercro- Land in Zu Socialdemokratie unter allen Umständen gewinnen, und fie funft an diesen wenden. Hierdurch hofft man einen Teil der wären Esel, wenn sie nicht fortan in jeder Wahl amtliche Kriegskosten decken zu können. Ms nachhaltigste Strafe aber Beeinflussung üben würden. Hat die Beeinflussung Erfolg und dem Senat den Kammerentwurf zu verteidigen. Sie kam aber dieser Die Regierung hatte sich verpflichtet, mit aller Kraft vor wird die energische und rücksichtslose Herauziehung der Hereros zu öffentlichen Arbeiten bezeichnet. Man muß fie fest herannehmen unterliegt der ſocialdemokratische Kandidat, so stellt die Wahl- Verpflichtung ganz ungenügend nach. Ministerpräsident Combes und sie nicht für Lohn sondern nur für Kost und Bekleidung arbeiten prüfungs- Kommission, die eben nicht principiell in jeder ist der Debatte überhaupt ferngeblieben. Und der einzige lassen. Auch hierdurch würde man erhebliche Ersparnisse Wahlbeeinflussung an sich einen Grund zur Üngültigkeitserklärung Bertreter der Regierung, Handelsminister Trouillot, hat nichts erzielen. An Arbeiten wird nach dem Aufstande gewiß fein sieht, mit größter Gewissensruhe fest, daß die gerügte Wahl von der versprochenen Kraft merken lassen. Mangel sein. Außer der Wiederherstellung der zerstörten beeinflussung keinen Einfluß auf den Ausgang der Wahl gehabt pflichtete" er sich gar im Senat, die senatorisch verhunzte ReformZuguterlegt„ verBauten usw. kämen noch besonders Damm- und Eisenbahnarbeiten hätte; das Mandat des Reaktionärs bleibt gültig. Siegt aber der vor der Kammer zu verteidigen und das wiederum„ mit aller in Betracht. Diese Art der Strafe wäre besonders deshalb eine Socialdemokrat, so wird aus den gegen ihn geübten Wahlpassende, weil sie jeder einzelnen Person des Stammes tüchtig führbar wird. Man glaubt und das mit vollem Recht daß die geplanten Maßnahmen besser als die sonst beliebte Erschießung der Rädelsführer wirken werden und eine neue Er hebung für später völlig ausschließen." Das wäre die Wiedereinführung der barbarischen Kriegsjitten bon ehemals, nur in noch verschärfter Form. Denn während man in Rom und Griechenland die Kriegsgefangenen nach außer halb als Sklaven verkaufte, will man nach der schier unglaublichen Behauptung der„ Ostpreußischen Zeitung" in Südwestafrika den Verstlavten noch den grausamen Hohn anthun, sie auf ihrem ehemaligen Besiz als Stlaven fronden zu lassen! Weimar, den 31. Januar.( Eig. Ber.) Der Landtag des GroßHerzogtumns wurde heute durch das Staatsministerium eröffnet. In der„ allerhöchsten Propositionsschrift" werden einige neue Vorlagen außer dem Etat angefündigt und darauf hingewiesen, daß die finanzielle Lage. Staatsfinanzen ein besseres Bild wie bei Eröffnung des letzten Landtages biete. Der Stat schließt mit 12 313 380 M. gegen den letzten Etat mit 11 743 050 M. ab. Anstatt bisher 400, sollen in Zukunft 600 m. steuerfrei verbleiben. Die Wahl in Frankfurt- Lebus. beeinflussungen die ungültigkeit der Wahl gefolgert, weil ohne die Kraft"! " " Wie das Senaisvotum auf die Arbeiter gewirft hat, zeigt deuts 3u Gunsten eines gegnerischen Kandidaten erfolgte Wahl- lich und treffend ein Artikel des Gewerkschaftsorgans„ Boix du beeinflussung das Ergebnis hätte anders sein können. Peuple", überschrieben:„ Republik und wirtschaftliche Reaktion". Nun wird der Fall in Frankfurt- Lebus allerdings dadurch ein wir konstatieren wieder einmal, daß zwischen der Bourgeoisrepublik, wenig kompliziert, daß die in der Stichwahl ausgefallene Partei, die das heißt der von den Regierenden, den Gesetzgebern, insbesondere Nationalliberalen, sich beschteren, daß durch die Namensunterschrift vom Senat vertretenen Republik, und den Bestrebungen, ja auch nur des Regierungspräsidenten zu Gunsten des konservativen Kandidaten den Bedürfnissen des Proletariats eine Stuft liegt. fie benachteiligt wären. Man kann die Frage ganz auf sich beruhen den Nachweis führen zu wollen, wie findisch wir handelten, als wir Sie scheinen lassen, ob nicht auch dann, wenn die Beschwerde berechtigt wäre, das dem Rufe folgten, ihre Republik in Longchamps und auf dem Mandat des Siegers, das weder indirekt noch direkt durch die von Nationsplatz zu retten."( Anspielung auf die Teilnahme der Pariser gegnerischer Seite versuchte Beeinflussung gefördert worden ist, Gewerkschaften an den antinationalistischen Massentundgebungen von dennoch für gültig erklärt werden müßte. Im gegenwärtigen Fall 1899, am Vorabend und in den ersten Monaten des Ministeriums fann gar nicht die Rede davon sein, daß die Beschwerde der aus- Waldeck- Rousseau- Millerand.) gefallenen Partei begründet ist, schon deshalb nicht, weil und zutreffend die Haltung der Regierung: Sonst stelle Combes Ferner kritisiert der Artikel bitter die Nationalliberalen mit denselben und stärkeren amt= lichen Wahlbeeinflussungen gearbeitet haben, in jeder rein politischen Angelegenheit die Kabinettsfrage und seine so daß die Wahlbeeinflussungen der bürgerlichen Parteien sich kompensieren. Wehrheit folge ihm, auch im Senat. Jetzt aber habe er sein förm Sodann aber beweisen die Wahlziffern keinerlei Einfluß zu Un- liches Versprechen nicht gehalten und sei der Debatte ausgewichen. gunsten des Nationalliberalen. Der Konservative ist im Gegenteil seiner Freunde vom Senat, der Urheber der arbeiterfeindlichen Er bleibe der würdige Mitschuldige des bourgeoisen Konservatismus zurückgegangen, der Liberale hat Fortschritte gemacht. Dazu kommt, Scheinreform. daß der Regierungspräsident ein halbes Jahr vor der Wahl den Verstoß begangen und ihn durch Zurückziehung seiner InterEngland. schrift sofort wieder gut gemacht hat. Daß die Unterschrift des Re-( Liberal) mit 3221 Stimmen gegen Younger( fons.) gewählt, der Bei der Parlamentswahl in Ayr- Burghs wurde Dobbie gierungspräsidenten unter dem konservativen Wahlaufruf überhaupt 3177 Stimmen erhielt. Bei der letzten Wahl hatten die konser keinerlei Beeinflussung gegen die Nationalliberalen darstellt, vativen mit einer Mehrheit von 590 Stimmen über die geht aus folgender, von unserm Forster Partei- Organ festgestellten Liberalen gesiegt. Die Liberalen haben also einen Sitz geThatsache hervor: „ Der Wahlaufruf für Felisch mit der Unterschrift des ReRußland. gierungspräsidenten v. Windheim und des Landrats v. d. Marwitz Aus Sibirien entflohen ist Heinrich Czernianski, der im Jahre 1902 ist von Januar 1903 datiert und anfangs Februar 1903 verzu mehrjähriger Verbamming für socialistische Propaganda in Bis dahin war eine nationalliberale oder Warschau verurteilt war.. liberale Kandidatur noch durchaus ungewiß, fest standen lediglich die Kandidaturen Braun für die Socialdemokratie und Felisch für Konservative, Freikonservative und einen Teil der National liberalen. Sotveit also durch die Unterschriften des Regierungspräsidenten und des Landrats Beeinflussung erfolgt ist, ist sie ausschließlich erfolgt zu Ungnuften des Kandidaten Braun. Ein Parteiblatt erinnert uns daran, daß wir die Entscheidung der Wahlprüfungs- Kommission über die Reichstagswahl in Frankfurt Lebus principiell behandeln müßten. Das Partei- Organ beruft sich dabei anscheinend zustimmend auf Auslassungen der Frankfurter Zeitung" und" Berliner Zeitung", die sich gegen die Anschauung der socialdemokratischen Kommissionsmitglieder richten, und es sucht den Kredit dieſer bürgerlichen Preßäußerungen dadurch zu erhöhen, daß es hinzufügt, die genannten Blätter hätten„ alle mögliche Sympathie speciell für den gegenwärtigen Inhaber des Frankfurt- Lebuser Mandats bekundet" breitet worden. als ob Personenfragen hier überhaupt ins Spiel kommen könnten. Dies socialdemokratische Zeugnis für die heroische Unbefangenheit des Frankfurter und Berliner Organs übersicht nur den Umstand, daß es die unverständliche Haltung der ihnen nahe stehenden freisinnigen Parteien zu verteidigen galt. Unser Parteiblatt- die, Reipziger Boltszeitung" stilisiert, ohne im übrigen die Principienfrage selbst zu beantworten, ihre, insbesondere auch an den Vorwärts" gerichtete Mahnung zur principiellen Einkehr wie folgt: " Rede war. tvonnen. Aus dem Sieradzer. Gefängnis( Russisch- Polen) ist Genosse Walery Slawek geflüchtet, der vor acht Monaten im Dombrowacr Industriebezirk als" loyaler" verhaftet wurde. In Charkow fanden am 1. Januar zahlreiche Verhaftungen statt. Gehaussucht wurde bei dem Ingenieur Chotkiewicz und dem Rechtsanwalt Michnowski, verhaftet wurden die Studenten Gebrüder Michnowski, P. und S. Andrejewski, Antonowicz, B. Martos, Janowski, Chomenka, Hordijenka. Amerika. Erst am 25. Februar 1903, also einen ganzen Monat später, wie v. Windheim und v. d. Marwig ihre Unterschrift unter den Felisch- Aufruf setzten, und drei Wochen nach Verbreitung dieses Aufrufs kam die Kandidatur Schwabach zu stande. Daß v. Windheim und v. d. Marwiz im Januar die Kandidatur Schwabach Bom Bürgerkriege in Uruguay. Die„ Times" melden aus Wenn wir um der Billigkeit willen von den bloßen Tiraden bekämpft haben, davon fann jedenfalls keine Rede sein, sintemal Montevideo vom 31. Januar: Es läuft hier allgemein das Gerücht absehen, womit der st.- Korrespondent der Frankfurter Volkszu dieser Zeit von Schwabachs Kandidatur noch gar nicht die von heftigen Kämpfen in den Städten San Ramon stimme" am Ziel vorbeischießt, so geht auch der Vorwärts" in und San José in der Nähe der Hauptstadt nm. Zwei dem langen Leitartikel, den er dem Beschluß der WahlprüfungsDiese ausschließlich gegen die Socialdemokratie gerichtete Wahl- Der größere Teil der Regierungstruppen folgt ihnen. starke Rebellenhaufen zichen gegen Montevideo. Kommission widmet, nicht auf die entscheidende Principfrage ein. Er macht mur mehrere Einzelheiten geltend, wie sie ja die einzelnen beeinflussung soll nun also zur Kaſſierung des jocialdemokratischen Regierung ergriff ganz außerordentliche Maßregeln, jandte mehrere Fälle, die unter dasselbe Princip fallen, zu unterscheiden pflegen; Mandats führen. Ein tollerer Abertis ist nicht denkbar als dieses Bataillone Nationalgarden und zwei Bataillone Polizeimannum ein Beispiel anzuführen, so hebt er hervor, daß in der Wahl-„ Princip". schaften in das Zunere und entblößte hierdurch die Hauptstadt von prüfungs- Kommission zwar der Nachweis für den Druck, aber nicht Aber noch mehr! Das Forster Parteiblatt stellt weiter feft, Polizei. Das Pressen von Leuten zum Soldaten ist an der Tagesfür die Verbreitung des von dem Regierungspräsidenten als daß die Anhänger der nationalliberalen Kandidatur die Zurück- ordnung. Viele hervorragende Nationalisten, darunter zwei Mitsolchen unterzeichneten Wahlflugblattes geführt worden sei. Das ist aber ein ganz nebensächlicher Umstand, da thatsächlich das Flugblatt, ziehung der Unterschrift des Regierungspräsidenten vom konservativen glieder der Stadtverwaltung, sind verhaftet worden. Die scharfen über das seiner Zeit lang und breit in der Presse verhandelt Wahlaufruf als eine Mißbilligung der konservativen und als und übertriebenen Maßregeln rufen große Unzufriedenheit hervor. Buenos Aires, 1. Februar.( Telegramm der„ Agence Havas".) wurde, verbreitet worden ist. Mit solchen und ähnlichen bureau- eine Förderung der liberalen Kandidatur gepriesen wurde. Wenn Aus Montevideo wird amtlich gemeldet, daß eine Regierungstruppe tratischen Einwänden kommt man nicht um das Princip herum. also wirklich in einem früheren Augenblick die Namensunterschrift von 1500 Mann eine Niederlage bei San Ramon ers Die Frage kann sich einzig darum drehen: Ist die Kassierung zu Ungunsten der Liberalen gewirkt hätte, so ist durch die litten hat. des Frankfurt- Lebujer Mandats nach einer bisher schon beobachteten demonstrative Zurückziehung nach liberalem Bekenntnis- der Praris erfolgt, die auch von der socialdemokratischen Fraktion ge Schaden tausendfach gut gemacht worden. Die Geschichte von der billigt oder gar befürwortet ist? Wenn nein, so kann der Beschluß gegebenen und zurückgezogenen Unterschrift wäre danach eine Wahlder Wahlprüfungs- Kommission weit wirksamer angefochten werden, beeinflussung zu Ungunsten der Konservativen, zum Vorteil der als mit irgend welchen weit hergeholten Tüfteleien; wenn ja, so steht die Wahrung des Princips selbstverständlich über der lin bequemlichkeit, die den Genossen jenes Wahlkreises mit einer neuen Wahl verursacht werden mag. Nationalliberalen. Frivoler ist niemals eine Wahl kassiert worden, als die in Frankfurt- Lebus. Der Mehrheitsbeschluß ist nur von dem einen Princip" diktiert: Unter allen Umständen gegen die Socialdemotratie! Die Socialdemokratie hat, scheint ums, keinen Anlaß, ihrerfeits diesem Princip" beizutreten. " " Husland. Eine verhungte Reform. Soziales. Aerzte und Krankenkaffen. Wir werden um Aufnahme folgender Erklärung ersucht: Das Heraustreten des„ Vorwärts" aus der dankenswerten Reserve, welche er in der Frage:„ Krankenkassen und Aerzte" früher bewahrte, seine numehr einseitige Vertretung des Standpinktes der Kaffen Verwaltungen zwingt die unterzeichneten focialdemo kratischen Aerzte zu einer furzen Darlegung ihres abweichenden Standpunktes. V Wir sehen in der freien Arztiahl" das zur Zeit erstrebenswerte System der Krankenversorgung, durch welches den Interessen der beiden beteiligten Faktoren am besten gedient wird. Es besteht darin, daß jeder Arzt, welcher sich bereit erklärt, unter den von Krankenkassen und Aerzten vereinbarten Bedingungen Kassenmitglieder zu behandeln, auch dazu die Berechtigung hat; daß ebenfo jeder Versicherte das unbeschränkbare Recht hat, unter diesen Aerzten den Arzt seines Vertrauens aufzusuchen. Eine Frreführung ist es, In Wirklichkeit handelt es sich in diesem Falle lediglich um den Versuch, unter dem Vorwande eines Princips die eignen Geschäfte zu treiben. Parteiische Interessen werden in die heuchlerische Sorge um die Wahrung principieller Reinheit gekleidet. Die Leipziger Boltszeitung" hätte ein minder großes Zutrauen zu der Mehrheit der Kommission haben sollen, dann würde sie gar nicht auf den Gedanken gekommen sein, daß der Beschluß der Mehrheit irgend Paris, 30. Jamuar.( Eig. Ber.) Der Senat hat richtig die etwas mit principieller Auffassung zu thun hatte. Der ge- von der Deputiertenkammer votierte Arbeitsnachweis- Reform meinsame Haß gegen die Socialdemokratie und die Hoffnung sowohl arg verhunzt. der Konservativen wie der Liberalen bei einer Neuwahl das Mandat Im Folgenden die wichtigsten Verschlimmerungen des Kammerzu ergattern, hat den grundsazlosen Beschluß veranlaßt. Daß es entwurfes. Die obligatorische Abschaffung der privaten Arbeits ein Beschluß der Parteirantine, nicht des Princips ist, folgt schon nachweisbureaus( innerhalb einer fünfjährigen Frist) wurde beseitigt. aus der Thatsache, daß die Konservativen für die Annullierung der Anstatt dessen wird den Gemeinderäten bloß die fakultative Befugnis die Wahl unter einer beschränkten Anzahl fest angestellter Aerzte als Wahl eintraten, obwohl sie grundsäglich der Ansicht sind, daß der Abschaffung gewährt. Damit aber die Gemeinderäte von der freie Arztwahl zu bezeichnen. die Regierungsbeamten das Gewicht ihres Namens und ihres Amtes Befugnis teinen unmäßigen Gebrauch machen, werden die an die in die Wagschale werfen dürfen. Im Gegensatz zu den Ausführungen des„ Vorwärts"; welcher Juhaber der Bureaus zu zahlenden Entschädigungskosten ausschließlich das Vertrauen des Stranken zu einem bestimmten Arzt als nebenThatsächlich hat die Wahlprüfungs Kommission niemals das dem Gemeindesäckel zur Last gelegt im Gegensatz zum Kammer- sächlichen Faktor Hinstellt, halten wir dieses Vertrauen für die GrundPrincip vertreten, daß jede amtliche Beeinflussung unter allen entwurf, der eine finanzielle Beteiligung des Staates und der De- lage einer erfolgreichen Krankenbehandlung. Eine Berechtigung Umständen zur Kassierung der Wahl führen müßte. Sie hat viel- partements vorgesehen hat. Ferner dürfen nach wie vor neue haben jene Ausführungen allenfalls für Notfälle; der Verfasser übermehr jeden einzelnen Fall besonders geprüft und immer fest- private Bureaus genehmigt werden, nur daß dieje im Falle eines ficht indes vollständig, daß neben den akut Grkrankten die größte zustellen versucht, ob die Wahlbeeinflussung für den Ausgang der Gemeindebeschlusses auf Abschaffung ein Recht auf Entschädigung Anzahl der Patienten aus chronisch Kranken besteht, die in ein Wahl entscheidend gewesen sei. So hat die Kommission unmittelbar haben. Ebenso dürfen bestehende Bureaus nach wie vor vererbt dauerndes menschlich- ethisches Verhältnis zu ihrem Arzt treten. Wie nach der Kassierung der Wahl Brauns, das Mandat Balleſtrems für oder käuflich abgetretet werden. Gänzlich von der Wirkung des kann sich ein solches Verhältnis zum Beispiel dort ausbilden, wo gültig erklärt, obwohl der Hirtenbrief des Fürstbischofs Stopp eine Gesetzes ausgeschlossen sind die theatralischen, lyrischen" und Cirkus jedes Familienmitglied sich von einem andern Kassenarzt behandeln Wahlbeeinflussung allerschwerster Art darstellt. Noch niemals aber Bermittelungsagenturen, die das Proletariat des Artiſtentums lassen muß? ist es vorgekommen, so lange es einen deutschen Reichstag giebt, daß ebenso grausam auspowern wie die Arbeitsnachweis- Anstalten die Im Interesse der Aerzte ist die freie Arztwahl eine Notwendigdaß die Wahl eines Abgeordneten kassiert worden ist, gegen den Arbeiter und obendrein die Prostituierung ihrer weiblichen Kunden feit, weil sie allein allen Aerzten die Möglichkeit der Ausübung ihres fich die Wahlbeeinflussung gerichtet hat. freien Berufes und die für die ärztliche Thätigkeit mum einmal unerläßliche Unabhängigkeit nach jeder Seite gewährleistet. " fördern. Zutreffend hat das Hamburger Echo" die Konsequenzen Es liegt auf der Hand, daß von der Befugnis der Abschaffung des Beschlusses der Wahlprüfungs- Kommission gezeichnet: mtr die Städte mit einer stärkeren Arbeiterbewegung Gebrauch „ Gewiß müssen amtliche Wahlbeeinflussungen der Art, wie sie machen werden. Speciell in Paris ist die Abschaffung sicher zu hier in Frage stehen, mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen erwarten. Aber Paris und das Seine- Departement zählen bloß werden und, um sie zu verhindern, ist die ungültigkeitserklärung 292 von den 1455 privaten Bureaus des ganzen Landes. Und dann, der Wahl durchaus berechtigt, wenn die Partei, in deren was die Hauptsache ist, genügt das Fortbestehen der räuberischen Interesse die amtliche Wahlbeeinflussung verübt wurde, den Sieg davon trägt, also die Annahme berechtigt ist, der Sieg fei Anstalten in einer benachbarten reaktionären Gemeinde, um den eine Folge der Beeinflussung. Aber die trotzdem erfolgte Wahl Abschaffungsbeschluß der arbeiterfreundlichen Gemeinde illusorisch zu des Gegners für ungültig erklären, weil die amtliche machen. Noch mehr. Entlegene Anstalten der Provinz können nach Wahlbeeinflussung ihm nicht genügend geschadet hat, um wie vor den Arbeitsnachweis für Paris vermitteln. Daß die freie Arztwahl durchführbar ist und ihre Durchführimg im Interesse der Arbeiter liegt, geht schon aus der Thatsache hervor. daß sie bei zahlreichen und nicht den besifundierten Kassen seit vielen Jahren besteht. Speciell in Berlin hat sie während ihres 13jährigen Bestandes es zuwege gebracht, daß das früher so verbreitete Mißtrauen gegen den„ Kassenarzt") in Arbeiterkreisen mehr und mehr *) Eben den„ fest besoldeten Bezirksarzt", für welchen der Vorwärts" schwärmt. schwindet, und selbst in denjenigen Kaffen, in denen die wirkliche mitgliedern zu behandeln, sondern alle Kassen haben wollen, freie Arztwahl noch nicht zur Durchführung gelangt ist, hat sie indirekt fo ging die Regierung dazu über, den vollständig mit Aerzten verso infolge der Konkurrenz ganz wesentlich zur Verbesserung der sorgten Kaffen die freie Arztwahl aufzuhalsen. ärztlichen Versorgung der franken Arbeiter geführt. Aber die Kassen werden den Kampf nicht aufgeben. Die neu Bei fortschreitender Schulung und sachgemäßer Kontrolle der engagierten Aerzte haben sich ehrenwörtlich verpflichtet, sich nicht Aerzte und Patienten bietet die freie Arztwahl dieselben ausreichenden abkaufen zu lassen, trotzdem 30 000 Mark für jeden bereit liegen Garantien gegen Verschleuderung von Kaffenmitteln wie jedes andre und die Kassenmitglieder werden dazu beitragen, daß die Kölner Arztsystem. Der auch vom„ Vorwärts" erhobene Vorwurf der Points- Aerzte sich nicht zu überarbeiten brauchen. jägerei erledigt sich dadurch, daß die Bezahlung nach Einzel- Die Kassenvorstände haben beschlossen, gegen die Verfügung der Teistungen durchaus nicht mit dem System der Regierung im Wege des Verwaltungsstreitverfahrens vorzugehen. freien Arztwahl organisch verknüpft ist, vielmehr Es wurde noch ausdrücklich beschlossen, an den Verträgen mit den die Art der Honorierung von dem Arztsystem vollkommen unab- bisherigen Aerzten festzuhalten und diese, die gleichfalls bereit sind, hängig ist. Die Honorierung der Aerzte regelt sich nach den auch die Verträge zu erfüllen, den Mitgliedern besonders zu empfehlen. sonst für das Wirtschaftsleben geltenden Gesetzen und die dabei sich In öffentlichen Versammlungen soll noch besonders auf die Mitergebenden Streitigkeiten unterscheiden sich nicht wesentlich von den ylieder eingewirkt werden. Auf diese Weise ist es möglich, daß den Lohnkämpfen der Arbeiter. Auch die Angestellten von gemeinnützigen, Herren Siegern" in Köln ihr Sieg arg verwässert wird. staatlichen und kommunalen Wohlfahrtseinrichtungen ebenso wie die Beamten der Kassen selbst haben das Recht und die Pflicht, unwürdige Arbeitsverhältnisse eventuell auch auf dem Wege der Arbeitseinstellung zu bessern. Paul Bernstein. Beutler. Mag Cohn. Christeller. Fleck. Albert Freudenberg. Julius Friedeberg. Glaser. Kollwiz. Pleßner. Röder. Silberstein. Sußmann. Herm. Weyl. Martha Wygodzynski. Badek. Bepler. Anlaß gehabt, in dem " Fahrstuhl- Verordnungen. Die Anstellung akademisch gebildeter Frauen als mit den Männern gleichberechtigte Beamte der Gewerbe- Inspektion sowie die Anstellung von Affistentinnen aus dem Arbeiterstande wurde von der zweiten sächsischen Kammer in Uebereinstimmung mit der Regierung abgelehnt. Danach hat nur die Einnahme an Zinsen sich einigermaßen gehoben eine Folge der höheren Wechseldiskontfäße. Dagegen ist der Gewinn auf Konsortialbeteiligungen und Effekten um ungefähr 429 000 Mark zurückgegangen: eine Abnahme, die sich teilattien abgestoßen hat, und zwar jedenfalls schon zu Anfang des weise daraus erklären läßt, daß die Bank einen Teil ihrer Industries Jahres 1903, als die Kurse noch relativ niedriger standen, der Hauptausfall aber dürfte auf ungünstige Konsortialbeteiligungen zurückzuführen sein. Die Bilanz zeigt folgende Attiva und Passiva: Attiva 1903 M. Kassa und Reichsbankguthaben. 4257 771 Sorten und Zinsscheine Guthaben bei Banten u. Bantiers Wechsel Wertpapiere: a) eigene. b) reportierte 1902 M. 8 199 735 264 668 347 410 10 230 121 12 033 520 22 462 128 24 545 601 22 643 418 16 804 541 15 968 842 15 448 810 3 937 608 3 937 608 1 030 000 · 9 051 900 7 680 177 • 46 035 980 37 213 286 9175 771 Aktien der London and Hanseatic Bank. Auffiger Zucker- Raffinerie. Konsortialbeteiligungen Debitoren: Vorschüsse auf Wertpapiere Vorschüsse auf Waren Vorschüsse auf sonstige Sicherheiten Vorschüsse ohne Unterpfand Bürgschaftsdebitoren Grundstück„ Posthof" in Hamburg Immobilien in Hamburg Bankgebäude in Hamburg Bankgebäude in Berlin. Mobiliar. Passivä Aktienkapital Referbefonds Delfrederefonds • Kreditoren auf feste Termine Kreditoren in laufend. Rechnung Accepte Bürgschaftsverpflichtungen. Beamten- Pensionsfonds Dividenden- Rückstände. Gewinn... • . 7 352 620 30 662 970 27 738 010 21 057 072 21 826 449 4 512 236 1075 000 580 500 1 580 000 5021 547 1090 000 665 000 1 600 000 1 616 000 1 616 046 • 3 3 90 50 000 000 50 000 000 56 915 192 6 000 000 6 000 000 1 178 212 1 106 400 63 298 532 35 913 753 30 303 906 38 508 479 • 4487 936 323 179 3.929 37 243 384 5 021 547 297 081 1 641 3 579 817 3 584 366 auf die Verschlechterung der Lage des Siegerländer Eisenmarktes Siegerländer Eisenindustrie. In der letzten Nummer wurde schon hingewiesen. Wie die„ töln. 8tg." mitteilt, fieht sich in Anbetracht dieser Verhältnisse der Verein für den Verkauf von Siegerländer Eisenstein genötigt, genötigt, feinen eine Einschränkung feinen Mitgliedern der Förderung aufzuerlegen. Diese Maßnahme, die in der Höhe von 15 Broz. mit Rückwirkung bis zum 1. Januar in Aussicht genommen wird, ist, nach Angabe des betreffenden Blattes, weniger auf dem geringeren Verbrauch der großen rheinisch- westfälischen Hütten, als auf ein stärkeres Nachlassen der Bezüge der Siegerländer Hochofenwerke zurückzuführen. Für die Mitglieder des offiziell noch die Einschränkung von 20 Proz., indes haben in der Vereins für den Verkauf von Siegerländer Roheisen besteht zwar Wirklichkeit manche Werke die Erzeugung freiwillig in höherem Maße eingeschränkt, um das Lagern größerer Borräte zu bermeiden. Das Ausbleiben der amerikanischen Aufträge, die in den letzten Jahren den hiesigen Hütten reichliche Arbeit geboten haben, macht fich empfindlich bemerkbar, abgesehen von dem abnehmenden Verbrauch der Siegerländer Walzwerke, die den verlustbringenden Buddelbetrieb immer mehr einschränken. Die Gültigkeit der in allen Provinzen( auch in Brandenburg) von den Oberpräsidenten erlassenen Fahrstuhl- VerordDie hier und da laut gewordene Forderung nach Bezahlung der nungen stand in einem Strafprozeß gegen den Spinnereibejizer ärztlichen Einzelleistung nach der gesetzlichen Mindesttage halten auch v. Delden in Frage. Diese Oberpräsidial- Verordnungen, die sich wir bei den Krankenkassen für undurchführbar. Ebenso wenden wir gleichen und wahrscheinlich einer höheren Weisung ihr Dasein'in dieser uns entschieden gegen jede Einmischung der Behörde zu Gunsten Fassung verdanken, sind alle erlassen, ohne daß vorher die Berufseiner der streitenden Parteien, wie gegen jede zwangsweise Aufschwerden auf dem Allgemeinen Genossenschaftstage Anlaß gegeben genossenschaften gutachtlich gehört wurden. Das hat schon zu Bedrängung der freien Arztwahl gegen den Willen der Versicherten. und selbst Präsident Gäbel vom Reichs- Versicherungsamt hatte sich Wir erwarten die weitere Ausbreitung der freien Arztwahl, welche dagegen ausgesprochen, daß den Berufsgenossenschaften ihr Recht aus den kranken Arbeiter wenigstens in diesem Punkte nahezu auf die§ 120e der Gewerbe- Ordnung beschränkt werde durch die allgemeine felbe Stufe ftellt wie den Privatpatienten, lediglich von ihrem Fassung von Verordnungen, die dem Schuße der Arbeiter gegen erfolgreichen Wirken und der zunehmenden Einsicht der Kassen- Betriebsgefahren dienen. Herr v. Delden zu Gronau hat nun in mitglieder. einem gegen ihn eingeleiteten Strafverfahren wegen Uebertretung der Fahrstuhl- Verordnung vom 20. Februar 1900 die Sache auf Beschluß um eine principielle Entscheidung herbeizuführen. Das Landgericht der Textil- Berufsgenossenschaft bis vor das Kammergericht gebracht, erklärte die Verordnung für rechtsgültig. Es handele sich nicht um eine Verordnung im Sinne des§ 120e der GewerbeWenn es sich lediglich darum handelte, so wie die Einsender Ordnung, denn sie wolle nicht nur Arbeiter schüßen, sondern alle wünschen, an die bessere Einsicht der Kaffen zu appellieren und die Menschen, die einen Fahrstuhl benutzten oder irgendwie damit in Einführung der freien Arztwahl oder irgend eines Arztsystems durch Berührung kämen. Sie bezwecke also eine generelle Regelung des Ueberredung zu erreichen, dann hätten wir nicht den geringsten gesamten Fahrstuhlwesens und finde ihre rechtliche Grundlage im allgemeinen Polizei- Verordnungsrecht, wonach der Polizei die AufStreite Partei zu ergreifen. gabe zufalle, das Publikum gegen ihm drohende Gesundheits- und Wenn die Mitglieder irgend einer Kaffe sich freiwillig Lebensgefahren zu schützen. Demnach brauchte die Berufsgenossenzur Einführung ber freien Arztwahl entschließen und schaft nicht vorher gehört zu werden, wenn auch die Verordnung zu die eventuellen finanziellen Folgen auf sich nehmen wollen, dann gleich den Schutz der gewerblichen Arbeiter mit umfasse. tönnte uns das an sich und unter andren Umständen gleichgültig Das Kammergericht verwarf die hiergegen eingelegte Revision. sein. Indessen ist der wirkliche Sachverhalt anders. Die ärztlichen Es fand in dem Urteil keinen Rechtsirrtum. Standesorganisationen wollen den Kassen gegen ihren Willen die freie Arztwahl aufdrängen. Dazu haben sie das unbestreitbare Recht, und sie brauchten es gar nicht zu leugnen. Nur giebt uns dieser Kampf der Aerzte unsrerseits das Recht und legt uns die Pflicht auf, Stellung zu nehmen und uns gegen die Ziele dieses Kampfes zu wenden. Außerdem bedienen sich die Aerzte unTauterer Mittel, um die Beschwerden aufzubringen, die den formalen Anhalt zum Einschreiten der Behörden bieten, wofür wir erst in unsrer Sonntagnummer wieder Beweise geliefert haben. Diese Thatsachen sind doch wohl auch den parteigenössischen Aerzten, von denen die Erklärung ausgeht, nicht unbekannt geblieben. Indem Bürgerliche Blätter melden aus Staßfurt: man dann fünstlich einen Gegensatz zwischen Kassenverwaltungen Am schwarzen Brett" der Vereinigten chemischen Fabriken" und Kassenmitgliedern konstruiert wie es leider die Unterzeichner im benachbarten Leopoldshall ist jetzt eine Bekanntmachung angeder Erklärung durch unterstreichung des Wortes„ Verwaltungen" schlagen, die weit über die Kreise der Beteiligten Aufsehen erregt. gleichfalls thun zwingt man den Kaffen mit Hilfe der Vorschriften Unter den Arbeitern herrscht bereits große Erbitterung. Auf Grund des Krankenversicherungs- Gesetzes gegen ihren Willen die freie Arzt- erlitten haben, mit 1 M. Strafe( 1) belegt werden! Als der Ukas der Bekanntmachung sollen nämlich fünftig Arbeiter, die einen Unfall wahl auf und zwingt sie, den Aerzten Honorare zu zahlen, die fie den Arbeitern vorgelesen wurde, wurde ihnen zugleich mitgeteilt, daß nach den pflichtgemäßen Darlegungen der Verwaltungen nicht leisten obendrein jedem, dem ein Unfall passiert, eine Lohnfürzung zugedacht Berlin) hielt am Sonntag im Englischen Garten" eine außer Der Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter( Bahlstelle können, die aber auch- wie wir mehrfach dargelegt haben- un- würde. Thatsächlich sind bereits verschiebene Arbeiter, die im Be- Berlin) gerechtfertigt find. Unter diesen Umständen brauchen wir unsre triebe verunglückten, mit Strafe belegt worden. Die Meister, die E. Legien sprach zunächst über die Aufgaben der Gewerkschaften"; ordentliche Generalversammlung ab. Reichstags- Abgeordneter Parteinahme für die Kassen mit einem Worte weiter zu recht den betreffenden Revieren, wo der Unfall passiert, vorstehen, werden sodann verlas Rühle den Kassenbericht vom 4. Quartal v. J. Die fertigen. Daß wir keine Vergewaltigung der Aerzte wollen, haben ebenfalls und zwar mit zwei Mark für jeden Unfall bestraft! wir oft genug gefagt und wir haben auch mehr als einmal durch Hoffentlich nimmt sich die Gewerbe- Inspektion dieser wider die Einnahme betrug 3113,77 M., die Ausgabe 1058,18 M. An den Hauptborstand wurden 960,32 M. abgeschickt, sodaß am Orte ein Bestand von die That bewiesen, daß wir auch für die Aerzte eintreten, wo guten Sitten verstoßenden Strafandrohung an. 1095,27 m. verbleibt. Für Ausgesperrte sind 341,75 M. an Unteruns ihre Beschwerden im einzelnen Falle gerechtfertigt erscheinen. stüßung gezahlt worden. Auf Antrag der Revisoren wurde der Staffierer entlastet. Die Zahlstelle hat gegenwärtig ettva 1000 Witglieder. Da es infolge des stetigen Anwachsens der Mitgliederzahl dem Vorstande äußerst schwierig geworden ist, die Verbandsgeschäfte Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik. Nach dem Ge- fernerhin noch nach Feierabend zu erledigen, andrerseits auch der schäftsbericht ergiebt sich für das letzte Geschäftsjahr, das am Leiter der Zahlstelle infolge der im Verbandsinteresse mehrfach not30. September 1903 endete, ein Verlust von 474 665 Mart, der sich wendig gewordenen Arbeitsverfäumnis von seiner bisherigen Arbeitsdurch die erforderlichen Abschreibungen von 505 822 Mart auf stelle entlassen wurde, so beschäftigte sich die Versammlung mit der 980 487 Mark erhöht. Zur teilweisen Deckung desselben soll der Frage der eventuellen Anstellung eines VerbandsReservefonds von 435 773 Mark herangezogen werden, so daß nach beamten. Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, hierüber Genehmigung der Bilanz durch die Generalversammlung eine Unter- eine Urabstimmung vorzunehmen. bilang von 544 714 Mart verbleibt. Der Verlust ist hauptsächlich auf die schlechte Beschäftigung der Abteilungen für Kriegsbedarf zurückzuführen. Es gelang nur einen hereinzuholen, der aber noch nicht zur Effektuierung gelangt ist. Unter den bestehenden Umständen war es aber auch notwendig hervorzuheben, daß die Vorteile, die den Versicherten aus der freien Arztwahl angeblich erwachsen sollen, sehr problematisch find; wir find der der Meinung, daß unter diesen Umständen die Gefahr besteht, die Kassen gänzlich den behördlich bevorzugten ärztlichen Standesorganisationen auszuliefern, wenn sie um einer vermeintlichen Annehmlichkeit willen der Forderung der freien Arztwahl entgegenkommen. Deswegen raten wir den Kassen von solchem Entgegenkommen auch dort ab, wo, wie etwa in Betriebskaffen, ein wirklicher Gegensatz zwischen Verwaltung und Versicherten besteht. Wir empfehlen den in Betriebskassen Versicherten, lieber zu versuchen, durch Geltendmachung ihres gefeßlichen Rechtes auf die Verwaltung dieser Beschwerden ohne Einführung freier Arztwahl Abhilfe zu schaffen. falls fie Beſchwerden über ungenügende ärztliche Hilfeleistung haben, doch Ob freie Arztwahl und Bezahlung der Einzelleistung nicht organisch mit einander verknüpft zu sein brauchen, bleibe ununtersucht; in den Forderungen der Aerzte sind sie mit einander verдnüpft. * Ueber die Verhältnisse in Köln wird uns unterm 31. Januar von einem Vertreter der vereinigten Orts- Krankenkasse der Handwerker noch geschrieben: der Frage zugesagt, ob Arbeiter als Hilfsbeamte der GewerbeDie badische Regierung hat dagegen wohlwollende Prüfung Inspektion angestellt werden sollen. Krüppelstrafen. " Aus Induſtrie und Handel. Verfammlungen. " " Auftrag auf 50 Schnellfeuergeschütze ſeitens der Vereinigten Staaten Letzte Nachrichten und Depeschen. Reichstags- Nachwahl. Osnabrück, 1. Februar.( W. T. B.) Bei der heutigen ReichstagsDie Bilanz der Kommerz- und Diskontobank. Stichwahl wurde Wamhoff( natt.) mit 15 503 Stimmen gewählt; beweist, daß fie ebensowenig wie sie von dem Ausbruch der Der von der Bank veröffentlichte Jahresrechnungs- Abschluß v. Bar( Centrums- Hospitant) erhielt 15 137 Stimmen. leßten Wirtschaftskrise berührt worden ist, im vergangenen Explosion an Bord des Kreuzers Prinz Adalbert". Jahre bon der Besserung der wirtschaftlichen Lage pro Kiel, 1. Februar.( W. T. B.) An Bord des in der kaiserlichen fitiert hat. Der Roh- wie der Reingewinn ist fast der Werft liegenden großen Kreuzers Prinz Adalbert" entstand heute felbe geblieben wie im vorigen Jahre, und ebenso die Divi- nachmittag gegen 4 Uhr in einem Reserve- Kohlenbunker eine leichte dende, die wieder auf 6 Proz. festgesetzt wird. Zu einem sehr Explosion. Hierbei erlitten die Heizer Polanowski, Schmidt( Hans), wesentlichen Teil erklärt sich diese Stabilität aus dem besonderen Schwerdtfeger, Kraul und der Matrose Fedder Verbrennungen. Charakter des Instituts, das noch immer seinen Schwerpunkt in Lebensgefahr besteht für die Verlegten nicht. „ Der Kaffenverband, eine lose Vereinigung von ca. 40 Drts, Samburg hat und das weit mehr das Kredit- und Wechsel Betriebs- und Innungstassen Kölns, wollte, nachdem die Kölner geschäft pflegt, als die Beteiligung an industriellen Unternehmungen. Serbische Erklärungen. Aerzte gekündigt und zu Verhandlungen nicht zu haben waren, während die Gesamtvorschüsse sich am Ende des letzten Jahres auf Belgrad, 1. Februar.( W. T. B.) Amtlich wird erklärt: Die Mits gemeinschaftlich neue Aerzte anstellen. Zu diesem Zwede mußten ca. 105 und der Wechselstand auf beinahe 221 Millionen belief, stellte teilung der Pforte, nach welcher in Branja und andren Orten nach den Satzungen übereinstimmende Beschlüsse sämtlicher General- sich das Konsortialconto auf 9 und der Wert der eignen Effekten Gerbiens Dynamit und Bomben hergestellt würden, die in den drei versammlungen der beteiligten Kassen herbeigeführt werden. Dies auf 22,6 Millionen, von welchen aber nur 6,8 Millionen in Wilajets zur Verwendung gelangen sollen, entbehrt jeder Begründung. hintertrieben die Aerzte, indem sie den Vorsitzenden einer Betriebs- Anteilen an industriellen Unternehmungen bestanden, der größte Sie soll nur dazu dienen, die Blicke der öffentlichen Meinung in Teil dagegen aus Anleihepapieren( deutsche Staats- und Stadt- Europa von der Zusammenziehung türkischer Truppen an den kaffe, der nebenbei mit einem Arzt verwandt ist, bewogen, einen anleihen), vom Staate garantierten Eisenbahn- Obligationen, Bank- Grenzen Serbiens abzulenten und die Roheiten zu entschuldigen, solchen Beschluß nicht herbeizuführen. Nun gingen vier große attien usw. welche die türkischen Truppen täglich im Wilajet Kossowo begehen. Die Drtstassen dazu über, Aerzte für sich anzustellen, was Im einzelnen zeigt das Gewinn- und Verlustconto folgende ferbische Regierung bleibt ihrem Grundsaz treu, nichts zu thun, was ihnen auch in vollem Maße gelang. Diese vier Kassen giffern: haben rund 44 000 Mitglieder und 24 000 Familienangehörige, welche Anspruch auf ärztiche Behandlung haben. Hierfür sind 24 gemeinschaftliche Aerzte angestellt. Außerdem hat jede Kasse noch eine Reihe von Aerzten, die nicht gekündigt haben, so z. B. die Vereinigte Handwverfertaffe 14. Hierdurch ist jeder noch so weit gehenden Anforderung Genüge geleistet. Die andren Kassen ließen ihre Patienten privat behandeln gegen Zahlung der Mindesttare. Die Kölner Regierung rechnete nun 120 000 Personen heraus, die nicht genügend mit ärztlicher Hilfe versorgt seien. Angenommen, diese Zahl wäre richtig, so würde sie in folgender Weise zu teilen fein: 68 000 Perfonen mit vollständig ausreichender ärztlicher Versorgung Taut festgelegter Verträge, und 52 000 Personen, für die nach Ansicht der Regierung nicht genügend Aerzte vorhanden find. Während nämlich bisher in vielen Bezirken bis zu 5000 Mitglieder und Angehörige auf einen Arzt tamen, erachtet die Regierung 2000 als die höchst zulässige Bahl. Da nun aber die Kölner Aerzte nicht zu haben sind, nur einen Teil von KassenVerantw. Redakteur: Julius Kaliski, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Gewinnvortrag Zinsen. Provision. Gewinn auf Wertpapiere und Konsortialsbeteiligungen. Kursgewinn auf Wechsel Kursgewinn auf Sorten und ginsscheine. Uutosten Steuern Abschreibung auf zweischafte Forderungen Abschreibung a. d. Bankgebäude in Hamburg Abschreibung a. d. Bankgebäude in Verlin Abschreibung auf Mobilien. Reingewinn 1903 M. 1902 158 492 8 355 979 1 256 239 M. 148 120 3 052 232 1 207 312 942 402 298 752 50 262 5 699 082 1 669 839 299 977 78 109 20000 513 330 288 943 46 595 5 614 581 1 663 898 293 085 15 921 20 000 17 317 24 541 8 579 817 5 614 581 31 728 15 060 8 584 366 5 699 082 die Durchführung der begonnenen Reformen in Frage stellen tönnte. Mitteilungen, wie jene von der Pforte in Umlauf gefeßte, tönnen die Regierung nicht von ihrem Wege abwendig machen, obwohl fie ihre Aufgabe zweifellos in beabsichtigter Weise erschweren. Straßburg, 1. Februar.( B. H.) Der Straßburger Post" zus folge ereignete sich auf dem Eisenwert Karlshutte in Diedenhofen ein schwerer Unglücksfall. Zwei Schlosser waren mit einer Reparatur von Hochöfen beschäftigt, plöglich fenkte sich dieser und eine Feuersäule entströmte der sich öffnenden Klappe. Beide Arbeiter wurden schredlich verbrannt, so daß sie bald darauf starben. Buenos Aires, 1. Februar.( W. T. B.) Nach einer weiteren Meldung haben die Aufständischen in Uruguay die Division des Generals Muniz angegriffen. Den Regierungstruppen gelang es, ihre Geschüße zu retten, doch ging die Munition verloren. In Montevideo find zwei Regimenter Nationalgarden aufgelöst worden, da sie sich zu empören versuchten. Die Regierung beruft die im Felde stehenden Truppen zurüd. Die Lage ist ernst." Nr. 27. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Nachrichten. Erklärung. Dienstag, 2. februar 1904. dienten der Belehrung der Mitglieder. Zum Zweck der Agitation Kandidaten an den Obmann des Kartells bis zum 3. Januar ab für die Reichstagswahl gab der Verband ein Flugblatt in geben sollten. 4000 Exemplaren heraus. Durch das Verbandsbureau wurde Kurz darauf, am 16. Dezember, fand eine persönliche Aussprache 705 Mitgliedern Arbeit nachgewiesen. In 157 Fällen hatte die zwischen Hinrichsen, dem Obmann des lokalen Berliner Vor dem Vorstand des socialdemokratischen Wahlvereins Verbandsleitung bei Differenzen auf Bauten einzugreifen, die gößten- Gewerkschaftstartells, und Henkel, dem Obmann des Kartells in Charlottenburg wurde heute über die Broschüre des Genossen Goerke teils in befriedigender Weise erledigt wurden. Schöneberg, statt, wo ersterem von Henkel erklärt wurde, daß die " In eigner Sache" verhandelt. Die Arbeitslosen- Statistit, welche sich auf 2366 Mitglieder er- Lokalisten ihre Kandidaten nominieren und ihm bis zum 3. Januar Genoffe Goerke erklärte: Ich bedauere die von mir nicht ge- ſtreckt und die erſten drei Quartale des Berichtsjahres umfaßt, weist Mitteilung darüber machen sollten. Am 29. Dezember erhielt Henkel wollten Folgen, die meine Broschüre durch ihre Ausschlachtung in 773 Arbeitslose nach. Davon waren 236 eine Woche, 151 2 Wochen, von Hinrichsen ein Schreiben, worin mitgeteilt wurde, daß die der bürgerlichen Preise gehabt hat und erkläre gleichzeitig, daß ich 98 3 Wochen, 86 4 Wochen arbeitslos usto. 387 Mitglieder waren lokalen Gewerkschaften den Zimmerer W. Schäfer als Kandidaten feine Verbindung mit der Germania" und Charlottenburger„ Neuen einmal, 214 zweimal, 85 dreimal, 48 viermal, 27 fünfmal, 7 sechs- vorschlügen. Eine am 3. Januar stattgefundene Sigung des Zeit" unterhalten habe. Auch erkläre ich, daß die von diesen Blättern mal, 7 fiebenmal und 3 achtmal in der Berichtszeit arbeitslos. Gewerkschaftskartells nahm zu den Vorschlägen der Getverkschaften wie gegen den Genossen Sellin erhobenen Anschuldigungen in meiner Die Mitgliederzahl zeigt eine erfreuliche Zunahme. Sie stieg auch zu dem Schreiben der lokalistischen Gewerkschaften Stellung. Wie Broschüre nicht enthalten sind und bedauere, daß der Wortlaut der im Jahre 1902 von 2419 auf 2845 und betrug in den vier Quartalen wohl selbstverständlich, wurde beschlossen, bei der Besetzung des selben eine solche Deutung erfahren hat. des Jahres 1903: 2884, 3104, 3306, 3348. Das ist eine Jahres- Gewerbegerichts, wie bisher, möglichst allen Berufen Rechnung zu zunahme von 524. tragen. Da nun auf 15 Getverbe nur 13 Beisiger entfallen, so Der Kaffenbericht weist eine Einnahme auf von 84 612,68 22., mußten schon einige Berufe ausfallen. Nun ist aber die lokale eine Ausgabe( einschließlich des an die Hauptkasse abgelieferten Teils Richtung unter den Schöneberger Gewerkschaften fast gänzlich ohne der Einnahmen) von 70 058,44 M. Das Jahr brachte demnach für Bedeutung; in Frage käme vielleicht nur die Zahlstelle der Zimmerer die Lokaltasse einen Ueberschuß von 14 554,24 M., dazu den Kaffen mit etwa 120 Mitgliedern( die genaue Zahl können wir nicht anbestand aus dem Jahre 1902 im Betrage von 39 451,82 m., sowie geben), während die Zahlstelle des Zimmererverbandes, die bisher Anteile am Berliner Gewerkschaftshause und am Charlottenburger im Gewerbegericht nicht vertreten war, 252 Mitglieder zählt. Wohl Volkshause in Höhe von 1250 M. ergiebt ein Vermögen von mit Recht beanspruchten die centralorganisierten Zimmerer ebenfalls 55 255,56 M. Von den Ausgaben sei erwähnt, daß 1000 m. für den eine Vertretung. Die Lokalisten hätten also nur auf Kosten Wahlfonds, und 2120,25 M. für Streits andrer Gewerkschaften, ihrer centralorganisierten Berufsgenossen eine Vertretung erhalten darunter 1020,25 20. für Crimmitschau gezahlt worden sind. fönnen, oder aber es hätte eine andre Gewerkschaft, Genosse Sellin erklärte: Ich habe gegen den Genossen Goerke nicht den Vorwurf des „ Geschäfts- Socialismus" erheben wollen und bedauere es, wenn meine Worte eine derartige Auslegung zugelassen haben. 1. Der Vorstand des Wahlvereins erklärte: Gegen den Genossen Sellin liegt nichts vor, was ihn unwürdig macht, Ehrenämter der Partei zu bekleiden. 2. Die gegen den Genoffen Goerke erhobene Beschuldigung, daß er die Spandauer Genossen beim Druck der„ Laterne" überteuert habe, ist nach keiner Richtung hin erwiesen worden; im Gegenteil ist festgestellt, daß sich Genosse Görke bei Berechnung des Druckpreises unter den ortsüblichen Säßen gehalten hat. 3. Nach der Erklärung, die Genosse Goerke abgegeben hat, steht seinem Wiedereintritt in den Wahlverein nichts im Wege, da mit Recht von ihm erwartet werden kann, daß er sich eines ähnlichen Berstoßes gegen die Parteidisciplin, wie in der Veröffentlichung feiner Broschüre erblickt werden muß, in Zukunft enthalten wird. Diese Erklärungen wurden von den Genossen Sellin und Goerte unterschriftlich erhärtet und vom Vorstande einstimmig zugestimmt. Charlottenburg, den 30. Januar 1904. Für den Vorstand des socialdemokratischen Wahlvereins Charlottenburg Curt Baate. Zu der Angelegenheit der Kolonialkredite hatte die Freisiunige Beitung" behauptet, daß der Nachtragsetat zur Niederwerfung der Hereros schon in dritter Lesung erledigt sei. Da diese Angabe von Barteiblättern übernommen wird, stellen wir fest, daß die Angabe der Freifinnigen Zeitung" auf einem Irrtum beruht. Beide in Frage tommende Etats sind erst in ziveiter Lesung erledigt. Bei der Gelegenheit sei auch mitgeteilt, daß sich außer den bereits erwähnten Parteiblättern jezt noch mehrere gegen die Stellung der Fraktion ausgesprochen haben. Ebenso wendet sich Genosse Barbus in einem längereen Artikel feiner Wp.- korrespondenz gegen die Fraktion. folgendes Ergebnis: W. Witt, erster Vorfigender; F. Wellfow, wurde. Die hierauf vorgenommenen Vorstandswahlen hatten die endgültige Aufstellung der Kandidaten zu überlassen. Der vorstehend im Auszuge mitgeteilte Bericht lag der am die bisher int Gewerbegericht vertreten war, auf die Aufs Sonntag abgehaltenen Delegiertenversammlung der Bahlstelle Berlin ftellung ihres Kandidaten verzichten müssen. Da jedoch keine und Umgegend vor. An derselben knüpfte sich eine rege Diskussion, Gewerkschaft auf ihr Recht verzichten wollte, wurde beschlossen, der in der die Geschäftsführung des Vorstandes einstimmig gutgeheißen am 6. Januar stattfindenden allgemeinen Gewerkschaftsversammlung In der Versammlung am 6. Januar wurde von Henkel die Ein erster Staffierer; P. Reimann, erster Schriftführer; F. Schulze, leitung zur Aufstellung der Kandidaten gemacht. Im unmittel zweiter Vorsitzender; H. Kube, zweiter Kassierer;. Bergebaren Anschluß hieran stellte ein Mitglied der lokalistischen mann, zweiter Schriftführer; Kirchhoff, Beyer und Engel- Bimmererorganisation den Antrag:„ Die Versammlung möge behard Rebisoren; Kontrolleure: F. Salewsti, R. Knopf. schließen, den Zimmerer Schäfer als Kandidaten aufzustellen." Die bisherigen Witglieder der Achtzehner- Kommission wurden wieder hierüber entspann sich eine heftige Diskussion und wurde schließlich gewählt. Die Versammlung billigte die von der Konferenz bes nach Amtahme eines Schlußantrages diefer Antrag mit ca. 300 gegen schlossene Bewilligung von 500. für die Crimmitschauer Weber. ettva 45 Stimmen abgelehnt. Nun erst wurden sämtliche von den Angenommen wurde folgender Antrag: einzelnen Berufen vorgeschlagenen Kandidaten verlesen und mit nicht über den Kandidaten der Lokalisten abgestimmt worden sei." derfelben Mehrheit angenommen. Es ist also völlig unwahr, daß Bahlstelle Berlin und Umgegend von den betreffenden Organisationen Wird bei Streits und Aussperrungen in andren Berufen die um Unterstügung angegangen, so ist der Vorstand berechtigt, Unterfügung zu gewähren in Höhe von 25 Pf. pro Kopf der sich im Ausstand befindlichen Arbeiter. Weitergehende Unterstützung kann nur von der Zahlstellen- Versammlung beschlossen werden." Mastenball am 20. Februar in der Brauerei Friedrichshain statt Zum Schluß machte der Vorsitzende bekannt, daß der diesjährige findet und daß am 25. Februar eine allgemeine Mitgliederversamm lung in Kellers Festsälen stattfindet, woselbst der Reichstags- Abgeordnete Bebel über die Socialpolitik im Deutschen Reiche referieren halten der centralorganisierten Gewerkschaften. Aber auch aus ihr Diese Darstellung giebt allerdings eine Erklärung für das Vers geht zwingend hervor, daß man den bisher von den Zimmerleuten gestellten Beifizer lediglich deswegen durch einen andern ersetzt. um die Organisationsform ist es also thatsächlich ge hat, weil derselbe Iotal organisiert ist. Der heillose Streit wesen, der hier wieder sonst auf einem Boden stehende Arbeiter veranlaßte, die Waffen gegen einander zu erheben. Dabei geben in persönlichen Auseinandersegungen beide Teile die Geneigtheit nach Ginigung und Frieden zu erkennen, beide Teile find aber auch gleicherweise überzeugt, die andre Seite wünsche dies nicht in weis darüber die Situation und bringt die streitenden Parteien bem Maße, wie man selbst es thue. Vielleicht klärt ein offener Hineinander näher. Im Interesse der Arbeiterbewegung ist das bitter Deutfches Reich. Bergarbeiterstreit in Sicht. Der Genosse Otto Braun- Königsberg hat der dortigen Staats- wird. anwaltschaft mitgeteilt, daß er sich in einer Heilanstalt befindet. Genosse Braun ist deshalb zur Zeit nicht in der Lage, Partei- oder Branchenversammlung am Sonntag machte die Lohnkommission Zur Lohnbewegung der Einscher. In der start besuchten Gewerkschaftsangelegenheiten zu erledigen, und da außerdem die Mitteilung von dem Beschluß der Bautischlermeister, wonach diese Briefsperre über ihn noch fortdauert und alle an ihn gerichteten Zu- am 5. Februar eine Kommission wählen wollen, die dann am notwendig. schriften dem Untersuchungsrichter ausgeliefert werden, sezen Partei- 8. Februar mit den Vertretern der Einfeßer den Tarif durch beraten genoffen die Erledigung ihrer Angelegenheiten unnützen Verzöge- soll. Obwohl die Lohnkommission auch diesmal empfahl, ben von rungen aus, wenn sie sich damit an Braun wenden. den Meistern zur Beratung festgesetzten Termin abzuivarten, entschied die Versammlung anders. Die Mehrheit sah in dem Verhalten der Mit dieser Frage hatte sich eine am Sonntag in Oberhausen Meister einen Trick zur absichtlichen Verschleppung der Tarif von ca. 1000 Belegschafts- Mitgliedern der Zeche„ Oberhausen" bes angelegenheit, ähnlich wie bei der Arbeitsnachtveisfrage. Allgemein fuchte Versammlung zu beschäftigen. Vor drei Wochen hatte die trat die Ansicht hervor, sich von den Meistern nicht so lange hinhalten Verwaltung der genannten Zeche durch Anschlag eine Arbeitszeit zu laffen, bis die jetzige gute Konjunktur wieder vorbei fet; wäre verlängerung sowie noch sonstige, die Intereffen der Arbeiter es den Meistern wirklich Ernst mit den Verhandlungen, dann hätten schädigende Maßnahmen angekündigt. In einer start besuchten fie schon längst in solche eintreten könnten. Die Bersammlung be- Belegschafts- Versammlung wurde beschlossen, eine Kommission zu schloß daher mit großer Majorität, am Montag, den 1. Febr., wählen, welche mit der Verwaltung zweds Zurüdnahme der anges von fämtlichen Arbeitgebern die unterschriftliche Anerkennung des Tarifes zu verlangen und überall, wo diese verweigert werde, sofort die Arbeit nieberzulegen. In der Buchhandlung der Magdeburgischen Volksstimme" ist wieder einmal der Pfaffenspiegel" tonfisziert worden, der seit Jahren durch gerichtliches Urteil freigegeben ist. Bei der Gemeinderatswahl in Wald bei Solingen wurde an Stelle des verstorbenen ultramontanen Stadtverordneten ein Parteigenosse gewählt. Unfre Partei hat jetzt sieben Vertreter in diefer Gemeinde. Socialistische Zeitung auf Martinique. Anfangs diefes Monats erfchien auf Martinique die erste Nummer einer socialistischen Zeitung Le Proletaire", die von der socialdemokratischen Partei von Fort de France veröffentlicht wird. Die neue Zeitung, die jeden Sonnabend erscheinen wird, tritt an die Stelle einer andren Zeitung mit dem gleichen Namen, die zu Saint- Pierre gedruckt wurde und gemeinsam mit der unglücklichen Stadt in der entsetzlichen Katastrophe von Martinique ihr Ende gefunden hat. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Centralverband der Zimmerer. drohten Verschlechterungen der Arbeitsverhältnisse verhandeln sollte, auch war man sich einig darin, daß die Ablehnung der von der Verwaltung angekündigten Veränderungen in den Arbeitsbedingungen Die Einfeger haben gestern morgen den am Sonntag ge der Kündigung des Arbeitsverhältnisses gleich zu achten sei. Falls faßten Beschluß auf der ganzen Linie durchgeführt, indem sie sämt- mithin die Verwaltung auf ihrem Standpunkt beharren würde, lichen Arbeitgebern den neuen Tarif zur sofortigen unterschriftlichen sämtliche Arbeiter mit dem 1. Februar sich als entlassen Anerkennung vorlegten. Der Holzarbeiter- Verband meldet darüber: betrachten. Bewilligt durch Unterschrift haben im Laufe des Tages 71 Firmen; In einer Versammlung am 17. Januar sprach anerkannt, aber nicht unterschrieben haben 19 Firmen. Somit arbeiten man sich eingehend über die Angelegenheit aus. Die Vertreter der zu den neuen Bedingungen 525 mit Berechtigungskarten versehene beiden Arbeiterverbände erklärten, daß unter den obwaltenden Unt Giniezer bei 90 Firmen. Nicht bewilligt haben 24 Firmen; bei ständen die Arbeiter einem Kampfe nicht aus dem Wege gehen diesen stehen 54 Einsetzer im Streif. könnten und werde event. die Gesamtorganisation den Kämpfenden in Lohnbewegung der Steinhauer. Im vorigen Jahre wurde den weitgehendster Weise zur Seite stehen; es gelte hier, einem folgen. Steinhauern von ihren Arbeitgebern die Herabsetzung des seit 1900 Schweren Schritt energisch entgegenzutreten. Würden die Arbeiter Die Zahlstelle Berlin und Umgegend hat über ihre Thätigkeit in Geltung gewefenen Tarifs vorgeschlagen. Sie lehnten es jedoch einer Zeche sich erst willig in eine Schichtverlängerung fügen, dann im Jahre 1903 einen Bericht herausgegeben, dem wir das Nach- ab, darauf einzugehen, und zogen es vor, ohne Tarif weiter zu würden die übrigen Verwaltungen schnell folgen; aus der ehemaligen stehende entnehmen: Die Bauthätigkeit im vergangenen Jahre war arbeiten. Ein energisches Vorgehen gegen die Lohnreducierung Achtstundenschicht sei heute schon eine Neun- bis Zehnstundenschicht nicht geringer wie im Jahre 1902. In den ersten Monaten des erschien des schlechten Geschäftsganges wegen nicht empfehlens- geworden, die Arbeitszeit noch weiter ausdehnen zu lassen, dürfe Berichtsjahres wies das Baugetverbe fast in allen Städten Deutsch wert. In Schlesien hatten die Steinhauer den redu man unter keinen Umständen dulden. lands normale Beschäftigung auf. Dagegen stellte sich ausgangs cierten Tarif Wie verlautet, soll der Tarif ebenfalls abgelehnt; dort kam März in einer Reihe von Stadten eine außerordentliche Flauheit ein, schließlich noch zu einer Einigung mit den Unternehmern, die thatsächlich nur das Präludium fein zu einer gemeinsamen Aftion jedoch Versuch der Verlängerung der Arbeitszeit auf Zeche Oberhaufen" die sehr nachteilig auf den Arbeitsmarkt wirkte. Die Ursache dieses sich freilich inzwischen als ziemlich wertlos für die Arbeiter der Grubenmagnaten zweds allgemeiner Schichtverlängerung. Mehr Rüdganges lag darin, daß im vorhergegangenen milden ertoiesen hat. Die schlesischen Steinhauer haben ihren neuen Winter viel Bauarbeit fertiggestellt werden konnte, sowie in Tarif jetzt wieder, und zwar auf den 1. März gekündigt. Die malige Vorstellungen der gewählten Kommission bei der Verwaltung den hochgeschraubten Preisen des Baumaterials. In Berlin Steinarbeiter Berlins befaßten sich nun am Sonntag in einer Wit- waren ohne jeden Erfolg, man ließ dabei der Direktion auch mitteilen, und in den Vororten herrschte in den Monaten April und Mai ein gliederversammlung, die im Englischen Garten" tagte, mit der daß die Arbeiter event. am 1. Februar die Thätigkeit einstellen würden. so hoher Grad von Arbeitslosigkeit, wie man ihn sonst zu dieser Zeit Frage, ob es zwvedmäßig ist, in diesem Jahre in eine Lohnbewegung Weitere Beschlußfassung sollte der für den 31. Januar anberaumten Vers nicht gewohnt war. Diese unangenehme Erscheinung wurde noch einzutreten. Der Referent Walter sprach sich dahingehend aus, fammlung vorenthalten bleiben. Man stand somit vor einer folgen gesteigert durch einen starten Zuzug auswärtiger Zinimerer nach daß eine Einigung mit den Arbeitgebern nur dann Berlift und Umgegend. Im Juni sezte die Bauthätigkeit in vollem Wert ist, von schweren Entscheidung. Dabei konnte man sich im Verband darüber wenn die Arbeitgeber sich auch in Umfange und mit großer Intensität ein, so daß die Nachfrage nach mit den Steinhauern einigen, da Schlesien tlar sein, daß aus einer allgemeinen Arbeitsniederlegung am sonst die Arbeiten nach 1. Februar schon aus rechtlichen Gründen nichts werden konnte. Zimmerern zeitweise das Angebot überstieg. Dieser Umstand war für dort vergeben werden und der in Berlin eventuell er= die Gesamtorganisation auch insofern von großem Vorteil, als die zielte Vorteil durch Arbeitsmangel vernichtet würde. Sachlich ist selbstverständlich die Ablehnung einer Veränderung des streitenden und ausgesperrten Zimmerer aus Dresden, Bremen, Han- Blagvertreter hat sich dafür ausgesprochen, den Arbeitgebern Arbeitsverhältnisses einer Sündigung gleich zu betrachten, im vors nover und Kassel in Berlin Arbeit fanden. Obgleich laut den Tarif von 1900 wieder vorzulegen, dabei aber liegenden Falle lag jedoch ein Formfehler vor, indem die Arbeiter Beschluß der Unternehmerorganisation Streifende aus andren Orten Sie Erhöhung des Stundenlohnes von 70 auf 75 Pf. durch einen Dritten( der Kommission) ihre Kündigung hatten ausnicht eingestellt werden sollten, sind Maßregelungen aus diesem zu verlangen. Diese Vorschläge wurden von der Versammlung sprechen lassen. Massenkündigungen von einer oder mehreren Per Grunde nicht vorgekommen. Im Ottober machte sich allmählich ein gutgeheißen. Weiter wurde nach gründlicher Debatte beschlossen, sonen mündlich übermittelt, sind aber nicht rechtsverbindlich. Heberangebot von Arbeitskräften bemerkbar, jedoch im November zu fordern, daß bei Accorbarbeiten ein Minimal folchen Umständen durfte man auf den Verlauf der jedenfalls be Unter und Dezember stieg die Bauthätigkeit infolge der milden Witterung ohn von 30 Mart pro Woche garantiert werde. wieder bermaßen, daß sich Angebot und Nachfrage die Wage Die, Accordlöhne find in einzelnen Werkstätten so gebrüdi deutungsvollen Versammlung gespannt sein. worden, daß, wie in der Versammlung mitgeteilt wurde, Zu Anfang des Jahres begannen die Verhandlungen der Acht- Wochenverdienste 18 M., darunter 15 M. und Diejenigen, die gehofft hatten, die Verwaltung würde den zehner- Kommission über die Verlängerung des Tarifvertrages, welche kommen. Bei diesen ganz erbärmlichen Löhnen für eine Gesundheit Arbeitern entgegen kommen, hatten sich getäuscht. Die Kommission bahin führten, daß der Tarif auf 2 Jahre verlängert wurde mit einem und Leben schwer gefährdende Thätigkeit schien es der Versamm fonnte berichten, daß ihre Bemühungen erfolglos waren. Die Vers Stundenlohn von 67% Pf. für 1903 und 70 Bf. für 1904. lung doch zweckmäßiger, um überhaupt zu einer Garantierung eines waltung hat sogar für einen Schacht eine sofort eintretende Schichts Die bon den Unternehmern beschlossene Aussperrung der Mai- Minimallohnes für Accordarbeiten zu kommen, diesen niedriger verlängerung angeordnet. Auf dem andern Schacht soll es für feiernden wurde bei weitem nicht allgemein ausgeführt. Bon anzufeßen, als es dem Minimalstundenlohn entsprechen würde. Februar noch bei der alten Arbeitszeit bleiben, dann soll für die 102 Arbeitgebern wurden. 294 Verbandsmitglieder die meisten Der Geschäftsgang im Steinhauergewerbe hat sich im letzten Mittagschicht die Arbeitszeit um 14 Stunde, für die Nachtschicht für einen Tag- ausgesperrt, während sich 2924 Mitglieder an der Jahre gehoben, so daß eine Lohnbewegung aus diesem Grunde nicht um 14 Stunde verlängert werden. In der Versammlung machte Maifeier beteiligt hatten. Die Aussperrung erforderte 1127,25 M. aussichtslos erscheint. Unterstützung, außerdem wurden 192 Arbeitslose mit 512,25 9. eine Kommission von sieben Personen gewählt, in welcher der schweifend die Verwaltung an die Aenderung der Arbeitsverhältnisse Zur Einreichung der Forderungen wurde sich eine sehr starte Strömung für Streifen bemerkbar. Wie ausMeine Zum erstenmal beteiligte sich der Verband der Zimmerer, ebenfo Gefellenausschuß sowie die Ortsverwaltung vertreten find. denkt, geht auch daraus hervor, daß die Schichtzeit für Lampenpuger wie der Verband der Maurer an den Wahlen zum Gesellenausschuß Ueber den Streit aus Anlaß der Gewerbegerichtswahl in Schöne- um vier Stunden verlängert werden soll. Die Vertreter der Organider Immung, und zwar mit dem Erfolge, daß die Kandidaten des Ver- berg erhalten wir jezt auch von centralorganisierter Seite eine Dar- fationen gaben sich die größte Mühe, den Anwesenden den Ernst der bandes einstimmig gewählt wurden. Den gleichen Erfolg hatten Wahlen stellung. Es heißt in derselben: zum Innungs- Schiedsgericht, an denen sich die Organisation gemeinsam Das Schöneberger Gewerkschaftskartell, welchem 15 Gewerk- Situation vor Augen zu führen. Den Vorschlägen entsprechend be= mit den Verbänden der Maurer und Bauarbeiter zum zweitenmal schaften mit rund 3500 Mitgliedern angeschlossen sind, nahm recht- schloß man nach langer Verhandlung, die gewählte Kommission zu beteiligten. zeitig zu der vom hiesigen Magistrat veröffentlichten, die Gewerbe- verstärken; diese soll dann nochmals in Unterhandlungen mit der Die geschäftlichen Angelegenheiten der Organisation wurden er- gerichtswahl betreffenden Bekanntmachung Stellung und beschloß, Verwaltung, eintreten. Sotveit die Arbeitszeit einzelner Beleg ledigt in 7 Bahlstellen- und 237 Bezirksversammlungen, 11 Bezirks- baß die einzelnen Gewerkschaften in ihren Versammlungen ebenfalls schaften hinter der allgemein üblichen zurücksteht, will führer- Konferenzen und 22 Vorstandssitzungen. 11 Bersammlungen dazu Stellung nehmen und die Adressen der eventuell vorzuschlagenden man in eine Verlängerung derselben um eine Viertel hielten. unterſtüßt. " Der vors * δα flunde einwilligen, unter feinen Umständen aber der Abstimmung gebracht und angenommen. Unfre Genossen bemühten Schon zu Beginn der Versammlung Sprachen die Einberufer Verwaltung noch mehr entgegen kommen. Es ist trotzdem nicht aus- sich vergeblich, dem Bureau Klarzulegen, daß man über die Resolution derselben in schärfster Tonart gegen den hier erscheinenden„ Dziennik geschlossen, daß auf dem Schachte, wo man plötzlich die Arbeits- erst nach Schluß der Diskussion abstimmen dürfte. Als das Bureau Berlinski", der nicht einmal eine Annonce für die Versammlung verhältnisse ändern will, es nicht doch schon zum Streit tommt. aber entgegen allen demokratischen Formen sich von seinem Stand- veröffentlichen wollte. Es wurde beschlossen, in Kürze eine specielle Für die eine Zeche kommen ca. 2500 Personen in Betracht. Falls punkte nicht abbringen ließ, beteiligten sich die anwesenden Versammlung einzuberufen, die sich mit der Haltung des„ Dziennik es zu ernsten Konflikten kommt, wird die Bewegung aber kaum auf begründete ein Mitglied des Bureaus in scharfen, gegen Socialdemokraten überhaupt nicht an der Abstinumung. Dann Berlinski" befassen soll. eine Zeche zu beschränken sein, da auch schon von andren Seiten Klagen die polnische Reichstags- Fraktion gerichteten dritten Wahlkreises vom 28. Januar fendet uns der Genosse Kräker Zu dem Bersammlungsbericht über die Parteiversammlung des über Schichtverlängerung laut wurden. Worten eine Resolution, in welcher die Versammlung ihr im Auftrage mehrerer Genossen folgende Ergänzung: Bei dem Bedauern der polnischen Fraktion ausspricht, diese anläßlich der socialdemokratischen Inter- Bericht der Vertrauensleute lenkte er die Debatte auf die Vorgänge pellation über das russische Spigelwesen in in der Parteiverſammlung vom 29. Oktober 1903, in deren weiteren Preußen nicht das wort ergriffen hat. Auch diese Genossen lam. Hierbei wurde von den unterzeichneten Genossen Verlauf es zu einer lebhaften Aussprache unter den einzelnen Resolution wurde nach vorangehender Geschäftsordnungs- Debatte über den Zeitpunkt der Abstimmung ohne Widerspruch angenommen. folgende Erklärung abgegeben: Schließlich sprach Dr. 3 atnewsti über das Verhalten der preußischen Regierung zur polnischen Jugend, über die bekannten Akademiker- und Gymnasiastenprozesse und die feige Stellung der polnischen bürgerlichen Kreise, an denen die verfolgte Jugend feinen Anhalt finde in diesen Fragen. Eine diesen Ausführungen entsprechende Resolution wurde ebenfalls zum Beschluß erhoben. Der Zuzug nach Hamburg ist für Kürschner und Zurichter streng fernzuhalten, da die Hamburger Kollegen noch immer in Unterhandlung mit ihren Arbeitgebern stehen, betr. Einführung eines neuen Lohn tarifs, welchen dieselben als Antwort auf die 61/ wöchentliche Aussperrung erhalten sollen. Darum, Kollegen, meidet Hamburg! Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Drtsverwaltung. In Crimmitschau ift nun endlich der Belagerungszustand aufgehoben. Die Amtshauptmannschaft 3 widau und der Stadtrat zu Crimmitschau beröffentlichen folgende Bekanntmachung. Die von den unterzeichneten Behörden unter dem 4. De zember vorigen Jahres erlassene Bekanntmachung, die Abhaltung bon öffentlicher Tanzmusik und die Beranstaltung von Bersamm lungen und Aufzügen, sowie die Einführung einer Polizeistunde betreffend, wird hiermit wieder außer Kraft gesezt. Zwickau und Crimmitschau, den 30. Januar 1904. Dr. Schnorr von Carrsfeld. Beckmann. SOWAY " " Unterzeichnete sehen sich durch das Verhalten des Vertreters des 3. Berliner Wahlkreises, Reichstags- Abgeordneten Wolfgang Heine, in der Parteiversammlung am 29. Oftober vorigen Jahres, sowie die Unterbindung jeder weiteren Diskussion resp. einer Fortsetzung derselben und durch die Hardensche Angelegenheit gezwungen, ihr Amt als Bezirksleiter resp. Stellvertreter niederzulegen. Bis dahin hatten die Bureaumitglieder und ihre Anhänger die Wilhelm Börner. Gustav Müller. Albert Harndt. ganze Zeit in Anspruch genommen und erklärten mun, daß für die Ernst Tschernig. Julius Mittag. Gustav Schüße. übrige Diskussion, zu der sich fünf Redner gemeldet hätten, nur Otto Kräfer. Karl Thieme. Justin Braun. eine halbe Stunde zur Verfügung stände. Schließlich erhielt Gentoffe Bericht über die Thätigkeit der Preßkommission von ihm in der Außerdem bittet der Genosse räter uns, mitzuteilen, daß der Georg Haase das Wort und ging nach einigen Bemerkungen über Bersammlung ebenfalls gegeben wurde. die preußische Polenpolitik und das Hammersteinſche: Wir haben zu befehlen und sie haben zu gehorchen ( Wir haben von den oben mitgeteilten Vorkommnissen in der Die fönigl. Amthauptmannschaft. Der Stadtrat zu Crimmitschau. scharf ins Gericht. Unter lautloser Stille der bis dahin durch die Veranlassung, die Mitteilung derselben etwa zu unterdrüden, lag bei mit den polnischen befizenden Klassen und der polnischen Fraktion Versammlung deswegen keine Notiz nehmen können, weil unfer Berichterstatter dieselben unerwähnt gelassen hatte. Irgend eine fonfuse Geschäftsführung des Vorsitzenden erregten Bersammlung der Redaktion nicht vor. Ned. d. 2.) erörtert der Redner, wie der Klaffenegoismus der polnischen Magnaten alle Freiheitsbestrebungen des polnischen Volkes zu Schanden werden ließ und daß es der Klaffenegoismus auch heute ist, der die polnische Fraktion von einer wirklich oppositionellen Politik, die das polnische Bolt fordert, abhält. Der Redner erinnert an die Wahl des Oberopportunisten und Oberagrariers Fürst Radziwill zum Vorfizenden der polnischen Fraktion, an dessen Ausspruch bei Beratung der Wreschener Interpellation:„ Wir haben Vertrauen zu dem Herrn Reichskanzler," an dessen Teilnahme am diesjährigen Ördensfest, an die opportunistische Rede Starzynskis im Reichstag, an die demütigenden Reden des Abg. Jazdzewski in der Budgetkommission schreibt man uns vom Sonnabend aus Amsterdam: In der und im Landtag, an die unklare Haltung der polnischen Fraktion heute abend stattgefundenen zweiten Mitgliederversammlung des bei der Handelsvertrags- Interpellation, an das erbärmliche Allgenteinen Niederländischen Diamantarbeiter Bundes, welche Schweigen der Fraktion anläßlich der socialdemokratischen Spizzelwiederum von 3000 Mitgliedern besucht war, wurde auch vor dieser Interpellation und an die mangelhaften Anträge im Reichstage. Richtſtroh die vom Bundesvorstande vorgeschlagene Resolution behandelt und Die mit stürmischem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Heu schließlich zur Endabstimmung geschritten. Die Resolution wurde socialdemokratischen Redners flangen in einer Resolution aus, die Erbsen mit überwältigender Mehrheit angenommen. Die totale Stimmen auf Grund vorgenannter Thatsachen sagt: zahl ist 5134, wovon sich 4845 für und nur 264 Stimmen gegen diefelbe erklärten bei 25 Stimmenthaltungen. Die Gendarmen bleiben noch in Crimmitschau. Um die Mitglieder des Tertilarbeiter- Verbandes vor der Rache der Fabrikanten zu schüßen, hat der Verband die Filiale Crimmitschau aufgelöst. Die dortigen Mitglieder gehören nunmehr dem Verbande als Einzelmitglieder an und brauchen als solche nicht mehr den Crimmitschauer Behörden gemeldet zu werden. Die Zahl der Ausgesperrten soll sich jetzt nach Angabe der Leipz. Boltszeitung" auf 1900 belaufen. Husland. Zur Diamantarbeiter- Bewegung Verfammlungen. " Die polnische Fraktion hat auch im neuen Reichstag und Landtag ihre unterwürfig- opportunistische Haltung gegenüber der Regierung bewiesen. Marktpreise von Berfin am 30. Januar 1904 Weizen, gut D.- Ctr.| 16,25 16,21 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Sartoffeln, neue D.- Ctr. Sindfleisch, Keule 1 kg " mittel gering * Roggen, gut Gerste, gut Sammelfleisch Butter 7,00 5,00 " 16,17 16,13 16,09 16,05 12,65 12,64 1,80 1,20 do. Bauch 1,40 1,10 " mittel 9 gering ˊ 12,63 12,62 12,61 12,60 Schweinefleisch Stalbfleisch n 1,60 1,00 1,80 1,20 1,80 1,10 13,80 12,80 2,60 2,00 " mittel 12,70 11,70 60 Stud 5,00 3,00 " gering " 11,60 10,70 1 kg 2,40 1,20 2,80 1,40 " 3,00 1,20 2,40 1,20 " 1,80 0,80 3,00 1,40 1,40 0,80 + Hafer, gut mittel gering Speisebohnen Linsen 15,50 14,50 14,40 13,50 13,40 12,50 Eier Karpfen Aale Zander Hechte 3,82 3,50 Barsche 6,80 4,80 Schleie 40,00 28,00 Bleie 50,00 26,00 Streble 60,00 20,00 * ab Bahn. † frei Bagen und ab Bahn. Hamburg Berlin Barometer. stand mm Wind richtung Windstärke DGD 754 DSD 756 SD Wir verurteilen auf das energischste das Verhalten der polnischen Fraktion und fordern die polnische Bevölkerung in der Stationen Heimat und in der Fremde auf, sich unsrem Protest anzuschließen." Eine polnische Bolfsversammlung, die von über 1200 Bersonen Diese Resolution wurde mit großer Mehrheit Besucht war, füllte am Sonntagnachmittag den großen Keller' schen angenommen. Der Vorsitzende aber der schon vor der AbSaal. Die Versammlung war von dem polnisch- demokrastimmung außerhalb der Rednerlifte gegen die Annahme sprach Swinemde. 758 tischen Verein einberufen. Nach einer Vorlesung des Herrn erklärte nun in größter Verlegenheit, das Resultat der Abstimmung Chwaliszewski über den Schriftsteller Mi Ito tosti referierte wäre zweifelhaft und ließ ohne Rücksicht auf die vorgemeldeten Frankf.a.M. 754 SD Herr Runowsti unter dem lebhaften Beifall der Versammlung Diskussionsredner eine ganze Anzahl Herren gegen die Resolution München 754D über die angekündigte Versammlungsgesetz- Novelle, welche den sprechen, ohne die Gegenpartei zu Worte kommen zu lassen. Bei Wien Gebrauch einer nichtdeutschen Sprache( also vor allem der polnischen) dieser" demokratischen" Geschäftsführung wurde die Resolution bei in Versammlungen verbieten soll. Nach dem Referat wurde wiederholter, Abstimmung abgelehnt und die Versammlung geeine Protestresolution gegen die drohende Entrechtung zur schlossen. Inserate Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Berantwortung. Theater. Dienstag, 2. Februar. Anfang 72 Uhr: Nenes Königl. Opern Theater. La Traviata.( Violetta.) Schauspielhaus. Läftige Schönheit. Die Schule der Ehemänner. Herbitzauber. Dentiches. Novella d'Andrea. Berliner. Maria Theresia. Leffing. Zapfenstreich. Weften. Die schöne Helena. Nenes. Der Sírom. Refidenz. Die Empfehlung. Der feusche Cafimir. Central. Das Schwalbennest. Thalia. Der Hochtourist.. Belle Alliance. Berliner. Der reichfte Anfang 8 Uhr: 0 Schiller O.( Wallner Theater.) Der Kompagnon. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Basantasena. Luifen. Die relegierten Studenten. Kleines. Elektra. Trianon. Madame X. Carl Weik. Die Bauernbrünhilde. Metropol. Durchlaucht Radieschen. Dentsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Cafino. Wie einft im Mai. Badeturen. Reichshallen. Stettiner Sänger. Gebr. Herrnfeld. Nur eine Nacht. Enthauptung. Paffage Theater. Specialitäten. Anfang 5 Uhr. Frühlingsluft. Apollo. hochzeit. Specialitäten. BlütenWinter- Garten. Cléo de Mérode. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Better Temp. 11. 6. 50.4° R. Stationen ::: per Schod 15,00 3,00 Barometer stand mm Wind 744 DSD Windstäcke Better Temp. n. C. 1 bedeckt 2bededt 3halb bd. 1 752 SS 3bededt 2bededt-4 Haparanda 767DSD 4 bedeckt 1 Betersburg 769 N 3bedeckt-1 Cort 1 bedeckt 2 Aberdeen 3Nebel-2 Paris 755 DSD 2Nebel-3 Wetter- Prognose für Dienstag, den 2. Februar 1904. Ziemlich trübe mit leichten Schneefällen und mäßigen öftlichen Winden; Temperatur wenig veränderlich. Berliner Wetterbureau für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Größere Inserate bitten wir vorher anzumelden und bis 4 Uhr nachmittags einzusenden. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Der Erdball als Träger des Lebens. Hörsaal: Dr. B. Donath: Hermann v. Helmholtz. InvalidenSternwarte str. 57/62. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Compagnon. Lustspiel in 4 Aften v. Ad. L'Arronge. Mittwochabend 8 Uhr: Uriel Acosta. Donnerstagabend 8 Uhr: Uriel Acosta. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Amt IV 4440. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Vasantasena. Drama in 5 Aften nach einer Dichtung des Königs Sudrata. Frei bearbeitet von Emil Pohl. Mittwochabend 8 Uhr: Die Expedition. Theater Apollo- Theater. SteidlFrühlingsluft mit dem Blütenhochzeit. Ballett Specialitäten- Debüts: Cronin, Jongleur. 3 Joscarys, kom. Akrobaten. Linienstrasse 132 Oranienburger Thor. Riesenerfolg! Das teure Vaterhaus. Dramolet von Frik Steidl. Vollständig neues Programm. Die Kinder der Excellenz. Steidl mit neuem lustigen Repertoir. Casino- Theater. Donnerstagabend 8 Uhr: Die Kinder der Excellenz. Belle- Alliance- Theater. Belle- Alliancestr. 7/8. Amt VI 283. Anf. 7 Uhr. Heute Dienstag: Ein Naturwunder: n. 7 Uhr. Direktion Jean Kren und Alfred Schönfeld. Die bildschönen HerkulesDienstag, Donnerstag u. folg. Lage: Legay, Tänzer. 3 Zagas, Luftakt. Martin Kettner mit seinen Schlagern. Messters Kosmograph. Eröffnung 7 Uhr, Anfang 8 Uhr. Lothringerstr. 37. Anf. 8, Sonnt. 7. Das neue Februar- Programm. Friedrich Vulcanus 2C. Neu! Badekuren. Der Hochtourist. Der reichte Berliner. Trianon- Theater. Wie einst im Mai. Guido Thielscher in der Titelrolle. Brüderitkooch: Gastspiel Isadora Duncan. Der Indianer- Riese Mianko Karoo. Residenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Abends 72 Uhr: Die Empfehlung. Abends 8 Uhr: Der keusche Casimir. Mittwoch: Der Hochtourist mit Guido Thielscher in der Titelrolle. Sonntag 3, Uhr: Charleys Tante. Donnerst. 3. erstenmal: Götterweiber. Cirkus Schumann. Der Debüt. Nur kurzes Gastspiel. Einzig und allein dastehendes größtes Naturwunder der Jeztzeit. Chimpanse Consul gen. Die größte Sehenswürdigkeit, Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Madame X. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag: ,, Biscotte." Palast- Theater Burgstraße 22, früher Feen- Palast. 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GASTSPIEL Ad. Philipp. Uebern grossen TEICH. Die relegierten Studenten. W. Noacks Theater. 4 Mittwoch: Opern Gastspiel des Theaters des Westens: Der Freischüß. Donnerstag: Die relegierten Stu benten. Freitag: Gastspiel Christians, Benefiz Stauffen, zum erstenmal: Die goldene Eva. Sonnabend: Die goldene Eva. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Zum legtenial: Das bemoofte Haupt. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Mittwoch: Keine Vorstellung. Babel Größte Ausstattungs- Pantomime der Gegenwart. Eine Wanderung durch 8 Jahrtausende. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Central- Theater. Hente Jubiläums: Vorstellung! Abends 7 Uhr: Zum 25. Male: Elefanten. Mr. C. Jörgensen, Mimifer. Freitagabend 8 Uhr: Elite- Vorstellung Deborah. Schauspiel in 4 Aften von Mosenthal. njang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Abends 8 Uhr: Borlegtes Gastspiel Die Bauern Das Schwalbenneft. des Oberbayrischen Bauern- Theaters. Sonntagnachm. 4 Uhr: Der ver. tauschte Sohn. Fröbels Allerlei- Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Inhaber: Wilhelm Fröbel. Großer humoristi- Harburger Sänger scher Abend der Extra- Familien- Programm. Nach der Vorstellung: Frei- Tanz Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Pf. Königstadt- Kasino Holzmarktstr. 72, Ecke Alexanderstraße. Täglich: Franz Sobanski. Mita Roselli. Georg u. Pepi Wagner. Bertoletti- Mallardo- Renas. Zum Schluß: Die zweite Fran. Nach der Vorstellung: Mittwochs, Sonnabends 1. Sonntags: Tanz. Berliner lk- Trio. Felix Scheuer U Stralsunderstr. 1. Englisch. Unterricht und außer dem Der Strom. Operette in 3 Atten v. M. Ordonneau. Boltsitud mit Gelang umb Tanz in( Cinzel- oder im Cirkel) erteilt 28112 Anfang 7 Uhr. Morgen: Minna von Barnheim. Metropol- Theater Durchlaucht Radieschen! Burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Holländer. In Scene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. Im 4. Bilde: Grosses Ballett Wie damals im Monat Mai. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Musik von Henry Herblay. Morgen und folgende Tage 7, Uhr: Das Schwalbennest. Achtung! 4 Atten von Neal. Morgen: Regtes Gastspiel. Die G. Swienty geb. Liebknecht, Leni von Oberammergau. Schöneberg, Sedanstraße 57, III Fliesenleger. Achtung! Da die Versammlung am Sonntag von der Polizei verboten wurde, findet am Mittwoch, den 3. februar, abends 8 Uhr, in Wendts feftfälen, Am Königsgraben öffentliche Versammlung der Fliesenleger Berlins und Umgegend eine Nr. 14a, ftatt. 285/9 Tages- Ordnung: 1. Protest gegen die Abmachungen der Freien Bereinigung( blau) mit den Firmen Rosenfeld, Villeroy& Boch und Emil Ende. 2. Diskussion. Der Vorstand der Freien Vereinigung ist zu dieser Versammlung schriftlich eingeladen. Alle Fliesenleger sind zu dieser Versammlung eingeladen. Der Einberufer: Franz Wegner, Vertrauensmann der Fliesenleger Deutschlands. Zahlreiches Erscheinen erwartet IX. Berliner Saison. Cirkus Busch. Achtung! Zum 43. Male: Aus den Alpen. Bemerkenswert: Des Wilderers Schuld und Sühne. Der Hutomobilsturz. Mr. Richard Sawade mit seiner berühmten Tiger-, Löwen- u. Bären- Dressur. Mons. Satan aus Paris Offene Schleife 8 Meter Sprung, Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochentags 5 Uhr. Anfang d. Abendvorstellung 8 Uhr. To To, der mysteriöse Musiker, vorgeführt von Frl. Lucie. Fred Edlami, d. beste Verwandlungskünstler, schneller als der Blitz. Künstlerin. Eva Haller, VortragsWilly Prager prolongiert. 14 neue erstklassige Nummern. Frauen! Männer! Mittwoch, den 3. Februar, abends 8 Uhr, bei Raabe, Kolbergerstraße 23: Volks- Versammlung. Zages Ordnung: Socialdemokratischer Verein im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 3. Februar, abends 8%, Uhr: General- Versammlung Leydecker, Tagesordung: 1. Bildung und Proletariat. Referent Stadio. Genosse Hugo Heimann. gitationsfommission. 3. Wahl des gesamten Borstandes. 4. Partei- und 2. Diskussion. Um recht zahlreichen Besuch bittet 1/2 Die Vertrauensperson. Charlottenburg. Donnerstag, den 4. Februar, abends 8% Uhr, im Voltshaus, Rosinenstr. 3: 1. Vorstands- und Kassenbericht. 2. Bericht der Preß-, Lokal- und Vereinsangelegenheiten. 5. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Pünktlichen und zahlreichen Besuch erwartet 245/ 2* Der Vorstand. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei: Wendland, Marient burgerstr. 32; Richter, Neue Königftr. 90; Reul, Barnimstr. 42; Knötzsch, Hirtenstr. 10; Wirth, Auguststr. 51; Wittchow, Elsasserstraße, Ede Kleine Hamburgerstraße; Wiese, Luisenstr. 20. Socialdemokratischer Wahlverein Volks- Versammlung. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis Dienstag, den 2. Februar, abends 8 ,, Die Kulturschmach Preußens und die Socialdemokratie." im Lokale von Wernau, Schwedterstraße Nr. 23/24: Referent: Genosse Dr. Alberty. Um zahlreichen Besuch bittet Gebrüder HerrnfeldAnfang Theater. Sonntags 8 Uhr. 7 Uhr. Die anerkannt erfolgreichste Novität Der Einberufer. Achtung! Weissensee. Achtung! Mittwoch, den 3. Februar, abends 8% Uhr: Stadt- Theater Moabit Nur eine Nacht! Volks- Versammlung Alt- Moabit 47/49. Dienstag, den 2. Februar 1904: Bernhard Rose- Theater- Ensemble. Der Walzerkönig. Große Bosse mit Gesang in 4 Aften von W. Mannstädt. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Mutterliebe. WING! 8765 2 Afte aus einer Ehe. Komödie von A. und D. Herrnfeld mit den Prachtfiguren. in Weissenfee im Prälaten, Lehderstr. 122. Sages- Ordnung: lnfre Waffen im Befreiungskampfe Willi Waldheim... Donat Herrnfeld. des Proletariats". Diskussion. Tuschek Anton Herrnfeld. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. Ferd. Grünecker. Dambitsch. Ferner: Das neue FebruarKünstler- Programm. Lyrico- Quartett, Italienisches OpernEnsemble. 5 Schwestern Longonells in ihren Drig.- Gesängen u. Tänzen. Hárka Freya. Hilda Stadthagen. Neu! Neu! Bendix 105/12 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 3853. Mittwoch, den 3. 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Bericht der Kontrollkommission. 2 Bericht der Ber trauensleute. 3. Bersiedenes. Moabit: bei Jodasch, Turmfir 84. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission und der Vertrauensmänner. 2. Berbands- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Wedding und Gesundbrunnen: bei Sen Raabe, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- und Werk statt- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: bei Wernau, Schwedterstr. 23/24. Tagesordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Ber bands- Angelegenheiten. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Osten u. Nordosten: bei Mann, Strausbergerstr. 3. Tagesordnung: 1. Bericht der Obleute. 2. Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Verbands- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Buch und Karte legitimiert. Südosten: bet c. Behrend, Manteuffelstr. 95. Tagesordnung: 1. Werkstatt- und Verbands- Angelegenheiten. 2. Ver fchiedenes. Süden: bei Doberstein, Wafferthorftr. 68. Tagesordnung: 1. Bericht des Obmanns und der Vertrauensleute. 2. Verbands- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Tuchfabrik- Niederlage Arbeitervertreter- Verein. Branche der Modell- Fabriktischler Versammlung Berlin C., Rossstrasse 2 am Donnerstag, den 4. Februar 1904, abends 8 Uhr, im Koch& Seeland. Bruch- Pollmann * empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, sowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. MS Eigne Werkstatt. Lieferant f. Drts- u.Hilfs- Krankentassen Berlin C., Etablissement Buggenhagen 30. Linien- Straße 30. Moritzplatz. Jm Kaisersaal: Künstler Ensemble ,, Nordsterne" unter Leitung d. Herrn Rudolf Schauss. Kaffeneröffn. 5 Uhr, Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. NB. Alle Bruchbänder mit elastischen Belotten, angenehm und weich am Körper. von 38252* Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages- Ordnung: 1. Eine Mitteilung des Vorstandes betreffs der in der letten Versammlung gestellten Anfrage. 2. Bericht über die Thätigkeit der SchiedsgerichtsBeisiger. Berichterstatter Kollege C. Albrecht. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Gäfte haben Zutritt. NB. Den Schiedsgerichts- Beisitzern wird es besonders zur Pflicht gemacht, vollzählig zu erscheinen. 53/3 Der Vorstand. J. A.: F. Pieschel, Borsigender. Verband der Schneider u. Schneiderinnen. ( filiale Berlin). Mittwoch, den 3. Februar 1904, abends 8%, Uhr: bei Dieke, Ackerstraße 123. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Verbands- Angelegen heiten. 3. Berschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Musikinstrumenten- Arbeiter im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15( Saal V). Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Branchen Angelegen heiten. 3. Verschiedenes. NB. Da in dieser Versammlung die neuen Vertrauensmänner- Starten ausgegeben werden, so ist es Pflicht der Kollegen dafür zu sorgen, daß ihre Werkstatt vertreten ist. Die Kollegen machen wir darauf aufmerksam, daß in der Versammlung die Billets vom Weihnachtsvergnügen abgerechnet werden müssen. Drechsler. Kranz- und Blumenbinderei Mitglieder- Versammlung osten: bei Matthes, Stoppenstraße 41. H. Rodewald, in den Arminhallen, Rommandantenftr. 20. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Duartal 1903. 2. Der Alexandrinenstrasse 1a. bevorstehende Heimarbeiterschutz- Kongreß und Wahl von zwei Delegierten Riänze mit Widmungsschleifen, zu demselben. 3. Anträge und Bekanntmachungen der Ortsverwaltung. Nach der Vorstellung: Arrang. zu Festlichkeiten, Bouquets, Die Mitglieder aller Branchen werden ersucht, zahlreich und Tanzkränzchen. Topfgewächse jeder Art 2c. preiswert. pünktlich zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne das: selbe oder mit 13wöchentlichem Rückstande ist der Eintritt nicht Die Ortsverwaltung. Kranz- und Blumenbinderei gestattet! Wir haben verschiedenene umfang reicheFassadenpuzarbeiten zu vergeben. 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Gründen den Unterricht empfangen und in welchen Fächern.- Gänzlich sah Schäfer ihn an und ergab sich mit den Worten:„ Ach so, Herr Achtung, 6. Wahlkreis! Die Wahlvereins- Versammlung findet nicht wie in dem Inserat der Sonntagsnummer irrtümlich angegeben ist am Donnerstag, sondern heute abend statt. Der Vorstand. Wilmersdorf. Mittwochabend 8%, Uhr hält der Wahlverein bei Witte, Berlinerstr. 40, eine Versammlung ab, in der ReichstagsAbgeordneter Südekum referiert. Außerdem erfolgt die Bericht erstattung von der Generalversammlung des Kreises. Auf zahlreichen Besuch wird gerechnet. Nowawes. straße, Versammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: 1. Geschäft liches. 2. Kommunale Angelegenheiten. 3. Besprechung über die bevorstehenden Gemeindevertreter- Wahlen. 4. Aufstellung von Kandidaten hierzu für Nowawes und Neuendorf. schiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet 5. Ver= borhergegangener Krankheit, oder aus welchen sonstigen besonderen ein alter Beamter auf und nahm beide am Kragen. Ganz verdugt außer Berücksichtigung bei den statistischen Erhebungen bleibt der Neumann, Sie sind wieder da, na, dann ist die Sache ja wieder Nachhilfe- Unterricht bei Kindern durch unbezahlte Lehrkräfte, wie richtig!" in sein Schicksal. Der Beamte hatte ihn schon zweimal ins Brüder, Eltern oder sonstige Verwandte. Zuchthaus gebracht. Die beiden Unverbesserlichen wurden wieder Der Vorstand. Hermsdorf. Mittwoch, 3. Februar, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Dimle( Forsthaus), Auguste Victoriastraße, Boltsversammlung. Tagesordnung: Vortrag eines Reichstags- Abgeordneten über die bevorstehenden Gemeindewahlen. 2. Diskussion. Da es die erste Normaluhr erhalten wird. öffentliche Versammlung hier ist, wird ersucht, für guten Besuch dieser Versammlung Sorge zu tragen. Der Einberufer. NB. Die Genoffen werden gebeten, am Dienstagabend zur Handzettelverteilung zur Stelle zu sein. Lokales. Sonntagsheiligung und Versammlungsrecht. für die Arbeiter einschränken. = In dem Artifel Nicht normale Normaluhren. Der Bericht über die Leistungen eingesperrt. Bei ihnen fand man noch ein braunes und schwarzes der Berliner Normaluhren, den der Direktor der Sternivarte, Bügelportemonnaie mit einem Zehnmart- und einem Zehnpfennigstid. Geheimrat Dr. Förster, wohl zum letzten Male erstattet, äußert Druckfehler- Berichtigung. In dem Berichte über die Gemeinde sich sehr befriedigt über die Uhren vor dem Stammergericht rats- Sigung zu Wilmersdorf muß es heißen, daß der Fortbildungs und am Hackeschen Markt, die bis auf einige Zehntel- Sekunden Schulunterricht in die Stunden von fünf bis acht Uhr fallen soll mit der Centraluhr der Sternwarte übereinstimmten. Auch die und daß dieser Unterricht in Berlin von sieben bis neun Uhr ab Mittwochabend 8% Uhr bei Otto Hiemke, Wall- Leistungen der Uhr am Spittelmarkt dürfen noch als be- gehalten wird. Gesetzt waren die Stunden von 5 bis 9 Uhr für Störungen auf, welche auf Nebenschlüsse in den Stabelverbindungen" Das Elterngrab" ist auf Zeile 23 herzlose Gefühlsseligkeit statt friedigend gelten, bei allen übrigen Normaluhren treten zeitweise Wilmersdorf und von 7 bis 8 Uhr für Berlin. zurückzuführen sind. zurückzuführen find. Die Unregelmäßigkeiten beeinfinßten nicht nur herzlose Gefühlslosigkeit zu lesen. die Sekunden angabe. Am Schlusse des Berichts spricht der scheidende Direktor die Hoffnung aus, daß es im Laufe dieses Feuer bei Siemens u. Halste. Sonntagnachmittag 4½ Uhr fam Jahres gelingen möge, zu einer neueren und völlig gesicherten Ge- auf dem Grundstück der Firma Siemens u. Halske in der Lindenstaltung der Regulierungseinrichtungen für die Sekundenuhren zum Seiten- und Duergebäude des dritten Hofes hat die Firma straße 16/17 ein Brand aus, der beträchtlichen Schaden verursachte. gelangen. Dazu gehören vor allem neue, vervollkommnete Kabel, Siemens u. Halske große Fabrikräume, in denen Maß- und Zähl wiesie voraussichtlich demnächst die für den Lützow- Platz geplante apparate für elektrische Maschinen fertiggestellt werden. Große Posten von fertigen Apparaten waren auf Stellagen aufgeschichtet. Um Die Schwebebahn definitiv abgelehnt hat in ihrer legten Sigung 2 Uhr hatte der Wächter die Fabrikräume noch kontrolliert, ohne die Hamburger Bürgerschaft( Stadtverordneten- Versammlung) etwas Berdächtiges wahrzunehmen. Kinder, die auf dem Hofe mit 90 gegen 41 Stimmen. In der Debatte resumierten die Staats- spielten, faben dann bald nach 4 Uhr einen roten Schein hinter den technifer ihr Gutachten nochmals dahin, daß die beiden vorliegenden Fenstern des dritten Stockwerks und machten dem Pförtner Mits Projekte( von Siemens u. Halste beztv. der Kontinentalen Gesell- teilung davon. Dieser alarmierte schleunigst die Feuerwehr, die in schaft in Nürnberg) sich hinsichtlich der Kosten annähernd gleich wenigen Minuten mit mehreren Löschzügen zur Stelle war. Ueber stellten, verkehrstechnisch aber sei das Schwebebahnsystem minder eine mechanische Leiter hinweg verschaffte sie sich Eingang in die total wertig. Das letztere gelte namentlich in Rücksicht auf das verqualmte Fabrik. Erst nachdem durch Einschlagen der Fenster Luft Funktionieren der Schwebebahn- Weichen und die allgemeine Betriebs- gemacht war, konnte man das Feuer mit drei Schlauchleitungen Am Sonntag, vormittags um 10 Uhr, sollte im Wendtschen sicherheit. Das Gutachten der hannoverschen Profefforen habe in erfolgreich angreifen. Wenn auch nach stündigem Wassergeben die Saale Am Königsgraben eine Fliesenleger Versammlung tagen. technischen Kreiſen keine gute Aufnahme gefunden. Hamburg Gefahr beseitigt war, so hatte doch die Feuerwehr drei Stunden mit Der Einberufer hatte eine öffentliche Versammlung angemeldet werde sich nicht zum„ Versuchskaninchen" hergeben. Der Senats- dem vollständigen Ablöschen und den Aufräumungsarbeiten zu thun. und wohl nicht daran gedacht, daß seit einigen Jahren in Berlin tommissar, Oberingenieur Vermehren, einer der bedeutendsten Die Entstehungsurfache des Feuers konnte mit Sicherheit bisher nicht cine Polizeiverordnung besteht, welche die Abhaltung öffent: Verkehrstechniker Deutschlands, wies darauf hin, daß die am ermittelt werden. licher Versammlungen am Sonntag vor 12 Uhr mittags nicht gleifig ausgebaut und höchstwahrscheinlich auch elettrifiert burgstraße 33 aus und beschäftigte die Wehr fast zwei Stunden. burger Stadt- und Vorortsbahnen in Bälde vier Ein größeres Fener, brach gestern abend in der Branden gestattet. Die Versammlungsbesucher, welche auf Grund der An- werden würden; die Bahnhöfe der Standbahn( Siemens u. Halste) Dort befindet sich im Duergebäude im ersten Stod die Kistenfabrik fündigung tamen, wurden durch einen vor dem Lokal postierten und der Eisenbahn könnten dann ein zusammenhängendes Ganze von M. Ba ch, während darunter die Zuschneideräume liegen. Bald Schuhmann zurückgewiesen und damit war der Polizeiverordnung bilden. Die Uebergänge von der Schivebebahn zur StaatsGenüge geschehen. eifenbahn hingegen würden sehr schwierig sein. Dies habe ein Mit- nach 9 Uhr schlugen nun plöglich helle Flammen aus den Fenstern Hier ist wieder eines jener Kleinen Mittel zur Anwendung ge- glied der königl. Eisenbahn- Direktion Altona in einer Konferenz be- des ersten Stocks; dichter Rauch erfüllte den Hof. Die in mehreren Zügen alarmierte Feuerwehr ging mit einer Schlauchleitung gegen den fommen, welche das Versammlungsrecht in seinem Gebrauch tätigt. Auch Bürgermeister Dr. Möndeberg faßte die Ueberzeugung Brandherd vor. Sie erstickte zwar die Flammen, die an Spähnen, swar fein allzu großes Interesse an der Abhaltung öffentlicher wie oben erwähnt, abgelehnt und der Antrag angenommen, lange Zeit, da der Fußboden und die Ballenlage zum Parterres war fein allzu großes Interesse an der Abhaltung öffentlicher Hamburg nicht brauchbar fei. Danach wurde der bezügliche Antrag, einer halben Stunde, doch dauerten die Aufräumungsarbeiten noch Verſanumlungen, da sie ihre Angelegenheiten zumeist in Mitglieder- eine neue Borlage nach dem Standbahn- System versammlungen erledigen, auf die sich das polizeiliche Verbot nicht( Hoch- und Untergrundbahn) zu fordern. Dabei soll die vom Senat geschoß vollständig freigelegt werden mußte. Der Brand soll an erstrect. Immerhin kann der Fall eintreten, daß die Abhaltung vorgeschlagene Linienführung unter Berücksichtigung der lokalen Verhält geblich durch einen Leimofen entstanden sein. ciner öffentlichen Versammlung am Sonntagvormittag aus be- nisse einer nochmaligen Prüfung unterzogen werden. stimmten Gründen erwünscht ist. So war es auch in dem vorWas das Berliner Schwebebahn- Projekt GesundIm Berein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern liegenden Falle. Es sollte eine Angelegenheit erörtert werden, bei der brunnen- Rigdorf anbetrifft, so verlautet, daß in den Kreisen der beginnt am Dienstag, den 2. Februar, abends 81%, Uhr, Herr Privatman die Anwesenheit möglichst vieler Berufsangehöriger ohne Aufsichtsbehörden die Sympathie für dies Projeft in letzter Zeit fehr dozent Dr. Th. Weyl seinen Vortragsfurfus über" Sociale Sygiene". erfaltet sei. Der Kursus, der in der Aula des Friedrich- Werderschen Gymnasiums Rücksicht auf ihre Organisationszugehörigkeit wünschte, und dazu stattfindet, umfaßt 6 Abende von je anderthalb Stunden. Eintritts hielt der Einberufer gerade den Sonntagvormittag für die geeignetste stolportagebuchhändler Walter Berner aus der Charlottenstraße 9/10 bei: Georg Belling, W. Leipzigerfir. 128; A. Schütz, O. SolzmarktEinsames Ende. Vierzehn Tage hat der 34 Jahre alte farten für den ganzen Kursus zum Preise von 1 M. find zu haben Zeit. Dem stand aber die Verfcommungsverordnung entgegen. Das Verbot öffentlicher Versammlungen im Intereffe der tot in seiner Wohnung gelegen, bis man gestern die Leiche entdeckte. straße 60; Chr. Tischendörfer, C. Sophienstr. 20. G. Leberer, Der Mann wohnte ganz für sich allein und hatte auch keine Be- W. Kurfürstenstr. 70; Bernhard Staar, SW. Friedrichstr. 250; Sonntagsheiligung ist so grundlos, wie ein polizeilicher Eingriff in dienung. Vor vierzehn Tagen sagte er zu Bekannten, daß er in die Centralstelle für Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen, SW. Deffauers die Versammlungsfreiheit nur sein kann. Daß Vereinsversammlungen Provinz reise, ließ aber dann nichts mehr von sich hören, während straße 14( 8 bis 3 llhr). die Heiligkeit des Sonntages nicht beeinträchtigen, darüber ist auch er sonst zahlreiche Postkarten gesandt hatte. Besuch, der hin und die Polizei nicht im Zweifel. Warum solf dem aber eine öffentliche wieder tam, fand keinen Einlaß. Der Briefkasten war schließlich Im Berliner Zoologischen Garten giebt es im großen Raubtiers Versammlung, die sich doch in ihrer äußeren Erscheinung nicht ganz gefüllt. Am Sonnabend wandte sich ein Gerichtsvollzieher, der hause wieder ein reizendes Familienbild: eine Löwenmutter im geringsten von einer Vereinsversammlung unterscheidet, mit einer großen Forderung schon fünfmal an der Thür gewefen mit zwei allerliebsten träftigen Jungen, die am ben Sonntag entheiligen? Man wird vergebens nach einer war, an den Hausverwalter, der aber auch keine Auskunft geben 14. Dezember vorigen Jahres zur Welt gekommen find. Wenn die tonnte. Gestern morgen ging endlich ein Bekannter Berners zur mißtrauische Alte auch ihre Sprößlinge noch vor den Blicken des Beantwortung dieser Frage suchen. So wenig das Verbot in den Revierpolizei, und als diese num durch einen Schlosser öffnen ließ, Beschauers zu sichern sucht, so krabbeln die täppischen Kinder doch thatsächlichen Verhältnissen einen Grund findet, ebenso wenig ist es fand man den Gesuchten als Leiche auf dem Fußboden liegen. In schon recht eigensinnig aus der Wochenstube heraus, um sich die Welt rechtlich begründet. Das Versammlungsrecht ist durch besonderes der rechten Hand hielt er einen Revolver, aus dem er sich eine Kugel und ihre Bewohner anzusehen. Merkwürdigerweise zeigt nur ein Gesetz geregelt, und die Polizei darf nicht durch Verordnungen, in die Schläfe geschossen hatte. Wahrscheinlich haben Schulden den Töchterchen die typische Fleckenzeichnung junger Löwen, das andre welche sich auf ihre allgemeinen Befugnisse stützen, in dies Recht Mann in den Tod getrieben. ist fast ganz ungefleckt. Wie alle Raubtiere kommen auch die jungen eingreifen. Das ist der Standpunkt des Kammergerichts, welches Einfam gestorben ist auch die 66 Jahre alte Witive Wilhelmine Löwen mit gefchloffenen Augen und Ohren zur Welt; erst nach etwa schon vor Jahren Urteile gefällt hat, nach denen solche Sonntags- Wieprecht geb. Schulz aus der Noftizstr. 22. Die alte Frau bewohnte 14 Tagen erlangen fie den Gebrauch dieser Sinnesorgane. Die Verordnungen, wie die hier erwähnte, rechtsungültig sind. Trotzdem für sich allein seit sechs Jahren ein Stübchen und sprach mit niemand Tragezeit beträgt etwa 120 Tage, die Zahl der Jungen eines Wurfes besteht die Verordnung fort und sie wird gelegentlich ohne ver- im Hause. Wenn einmal eine Nachbarin fie fragte, was ihr Mann zwei bis vier. Die Vermehrung der Löwen ist demnach eine ziemlich gewesen sei, so antwortete fie nur:" Hören sie auf, weg ist weg!" beträchtliche. nünftigen Grund als fleines Mittel gegen das Versammlungsrecht Seit Dienstag war die alte, die Armenunterstützung erhielt, nicht Die Herakliden", die beiden Herkulesknaben in Caftans in Anwendung gebracht. mehr gesehen worden. Als man am Sonnabendnachmittag ihre an optikum, bliden, troß ihres findlichen Alters, bereits auf Wohnung öffnete, fand man sie angekleidet tot auf dem Fußboden eine recht bewegte und ungemein intereffante Vergangenheit zurüd. liegen. Ein Arzt, der gerufen wurde, konnte die Todesurfache nicht Seit mehreren Jahren befinden fie fich mit ihrem Impresario auf feststellen; die Zeiche wurde daher beschlagnahmt und nach dem Reisen und haben namentlich dem für derartige Schauobjekte jebr Schauhaufe gebracht. empfänglichen russischen Volke längere Besuche abgestattet. Auf diesen ihren Wanderschaften gelangten sie auch in die Steppen am Ural, zu den Kalmüden und Kirgisen. Der Khan oder Häuptling der letzteren nahm fie in besonders chrfurchtsvoller Weise auf und wollte trotz aller Gegenbelehrung nicht daran glauben, daß diese beiden Riesenknaben gewöhnliche Menschenfinder aus fernen Landen; er blieb dabei, daß sie entschieden Söhne des Dalai Lama aus dem Tibet feien, der sie abgesandt habe, damit ihnen die Kirgisen Ehrfurcht und Unterivürfigkeit bezeigen sollten. Reich beschenkt vom Khan zogen Impresario und die beiden Knaben von dannen. Von hier aus gehen die Herafliden" demnächst nach Paris und dann zur Weltausstellung in St. Louis. Die Kosten der städtischen Straßenreinigung werden und zwar besonders in den Wintermonaten durch die Witterungsverhältnisse wesentlich beeinflußt. So sind z. B. in den letzten 24 Jahren von der Stadtgemeinde wiederholt Ausgaben für Schneeabfuhr im Befrage von 500 000 m. und darüber einmal sogar von nahezu 900 000 m. geleistet worden, während die zur Beseitigung der Schneemaffen eingestellten Hilfsarbeiter nicht selten Beträge von 100 000 M. und darüber im Jahre 1894 fogar 234 134. erforderten. Im vorigen Winter( 1902-1903), der uns nur wenig und unbedeutende Schneefälle gebracht hat, war nur ein Kosten aufwand von 84 263. für Schneeabfuhr und von 22 608 M. zur Löhnung der Hilfsarbeiter erforderlich. Jeder dieser Arbeiter erhielt einen Tagelohn von 2,60 M. " Ueber eine Weiber- Revolte auf der Krankenstation des städtischen Obdachs berichtet die Volts- Beitung" von gestern abend. Danach seien nachmittags auf dieser Station acht Fenster im ersten Stockwerk zertrümmert worden, Schemel und andre Utensilien auf die Straße geflogen. Diese Nachricht ist, wie uns von zuverläffiger Seite mitgeteilt wird, stark übertrieben. Es handelt sich um zwei gefchlechtstrante Mädchen, die glaubten, daß ihre Stur sei beendet und fie nun entlaffen werden müßten. Da dies aber nicht geschah, wurden fie renitent und schlugen zwei Fensterscheiben ein. Daraufhin erfolgte ihre Abführung in Arrest. V Aus den Nachbarorten. Submissionsblüten. Von zwölf Tischlermeistern sind bei der Ausschreibung der Lieferung für die Fenster der Gemeinde- Doppel- Um in den Kampf gegen die Hereros zu ziehen, hat der noch schule in der Greifenhagenerstraße recht verschiedene Gebote ab nicht 16 Jahre alte Sohn Erich des Bureauvorstehers Schubert gegeben worden. Die Firma Bahn verlangte 21 938 Mart und heimlich das Elternhaus, Ritterstraße 96, verlassen. Der bei einem Gebrüder Faul mur 16 158 Mart, d. h. rund 25 Proz. weniger. Justizrat als Schreiber beschäftigte Jüngling las viele Kriegs- und Aus der Spandauer Stadtverordneten- Versammlung. Eine auss Die Opfer des Berliner Straßenverkehrs. Die Zahl der im Marinegeschichten, die ihm ein Freund besorgte. Er befigt keinerlei gedehnte Krankenkassen- Debatte gab es bei der Beratung des Monat Januar im Straßenverkehr Berlins schwerverunglückten Ber- Ausweispapiere, auch haben bereits alle Hafenbehörden sein Bildnis rankenhaus- Etats. Spandau erhebt, getren seinem Grundfonen hat gegen den Vormonat wiederum einen, wenn auch nur erhalten. Der jugendliche Durchbrenner ist 1,60 Meter groß und fat, nicht die mindeste sociale Einsicht zu bethätigen, von den MitKleinen Rüdgang erfahren. Es tamen im ganzen 51 Personen zu ſchlant gewachsen, hat blondes Haar und graublaue Augen und gliedern der hiesigen Krankenkassen, welche das städtische Krankenhaus Schaden gegen 54 im Dezember, von denen 8 ihr Leben einbüßten. trägt einen schwarzen Winterüberzieher, einen braunen Jadettanzug, aufzufuchen gezwungen find, eine Verpflegungsgebühr von 3 Mart pro Tag, für die Mitglieder auswärtiger Saffen sogar 4 Mart. Von den tödlichen Unfällen entfallen diesmal drei auf den Betrieb einen schwarzen Schlapphut und schwarze Schnürstiefel. der Stadt- und Ringbahn, einer( Selbstmord) auf denjenigen der Von einem Schlächterwagen überfahren wurde gestern vormittag Hierbei tritt das Unglaubliche ein, daß Arbeiter, welche in Spandan Großen Berliner Straßenbahn. Ein Mann, der auf der Plattform auf dem Opernplatz ein etwa 60jähriger Herr. Die Deichfel des feit Jahren wohnen und hier auch ihre Steuern zahlen, aber eines Straßenbahnwagens stand, wurde von der Deichselstange eines Wagens traf den Inglücklichen vor die Brust, so daß er zu Boden auswärts in Beschäftigung stehen und also auch einer aus vorbeifahrenden Lastwagens tödlich am Kopf getroffen. Zwei stürzte und die Räder ihm über den Hals und das Geficht gingen. wärtigen Kaffe angehören, völlig orts fremden Personen gleichPersonen wurden durch Laftfuhrwerke und eine durch die Räder Der Tod trat sofort ein und die Leiche wurde in das Schauhaus geachtet werden und 4 Mark pro Tag an Krankenhaus- Kosten ent eines Geschäftsfuhrwerkes getötet. Bon den 48 schweren Unglüds gebracht. Wie verlautet, ist der Zote ein Rentner aus einem Drt richten müssen. Die hiesigen Ortstassen, welche überdies durch eigne fällen ereigneten fich 17 beim Laftfuhrverkehr, 7 im Verkehr mit bei Bremen, der erst gestern hier angekommen war, um sich Berlin Schuld, infolge ihrer höchst unglückseligen Zersplitterung( es bestehen hier für etwa 6000 Mitglieder acht Ortskaffen. D. B.) ein Geschäftswagen; je zwei wurden durch Automobile und Radfahrer anzuschauen. höchst kümmerliches Dasein fristen, suchen sich nun seit Jahren damit und einer durch einen Omnibus verursacht. Jm Betriebe der ,, Die Sache ist wieder richtig". Zwei alte Taschendiebe, die im zu helfen, daß sie ihre der Krankenhauspflege bedürftigen, aber Charlottenburger Straßenbahn verunglückten zwei, in demjenigen der Buchthaus ergraut sind, hat die Kriminalvolizei wiederum verhaftet, reisefähigen Mitglieder nach Krankenhäusern in Potsdam oder Großen Berliner Straßenbahn 12 Personen, von welchen nicht den 69 Jahre alten Schneider Adolf Schäfer und den 3 Jahre Now awes schicken, woselbst der Verpflegungssatz zur Zeit nur weniger als 10 durch Ab- resp. Aufspringen auf in der Fahrt befindliche jüngeren Drechsler August Rehmel. Schäfer hat 36, Rehmel 27 Jahre 1,75 W. pro Tag beträgt. Das hiesige Strankenhaus steht dafür zu Wagen zu Fall kamen. feines Lebens im Zuchthause zugebracht. Zu gleicher Zeit entlassen, einem guten Teil leer; gegenwärtig, zu einer Zeit, wo alle Berliner Statistit über Nachhilfestunden. Interessante statistiche Er hatten sie sich anfangs in einer Fürsorgeanstalt für entlassene Straf Krankenhäuser start überfüllt sind, find hier noch circa vierzig hebungen find am gefirigen Tage in fämtlichen höheren gefangene ganz wohl gefühlt. Aber bald erwachte in ihnen doch Betten frei. Lehranstalten Berlins angestellt worden. Auf Grund einer wieder der Trieb zu der alten Beschäftigung und sie machten sich Bei den Etatsberatungen unternahmen nun unfre Parteigenossen Ministerialverfügung sollen Feststellungen über die Fähigkeiten abermals zu gemeinsamer Arbeit auf. Die alten Sünder tannten einen fräftigen Vorstoß gegen diese rückständige Socialpolitik der der Schüler in höheren Lehranstalten gelvonnen werden die mit der Verfolgung der Taschendiebe seit langem beauftragten Be- städtischen Körperschaften, indem sie die Herabsetzung der Verpflegungsund ist zu diesem Zweck zu ermitteln, wieviel Kinder Nachhelfe- amten genau so gut, wie sie von jenen gekannt wurden. Sie nahmen sich fäße auf den einheitlichen Betrag von 2,50 M. beantragten. Von stunden erhalten. Bei der Feststellung soll gleichzeitig Material daher sehr in acht und waren nicht leicht zu faffen. Erft als junge bürgerlicher Seite wurde zwar die Notwendigkeit der Herabſegung darüber gewonnen werden, inwieweit angestellte Lehrer Nachhilfe Beamte vorgeschickt wurden, während sich die alten im Hintergrunde des Tarifs nicht bestritten, aber man befürchtet, wenn nun stunden erteilen. Es wird deshalb ermittelt, ob die Kinder den hielten, gelang es, fie unschädlich zu machen. An einer Straßenbahn auch die hiesigen Kassen ihre Kranken dem hiesigen Krankenhause Hilfsunterricht von Studenten, von ihrem eigenen Lehrer, dem Haltestelle am Alexanderplatz hatte Rehmel die Aufgabe übernommen, überweisen, eine Ueberfüllung; und dann müßte Lehrer einer andren Klaffe der gleichen Schule, oder dem Lehrer Sie Fahrgäste anzurempeln und im Gebränge aufzuhalten, Schäfer man so folgern diese erleuchteten bürgerlichen Socialpolitiker einer fremden Schule erhalten.-Die Fragestellung lautet auch griff unterdessen in die Taschen und holte heraus, was er fand. Als weiter einen neuen Pavillon bauen, dieser foftet viel Geld, ferner dahin, ob die Kinder wegen schlechter Faffungsgabe, wegen er eben einer Dame das Portemonnaie weggenommen hatte, sprang und Geld haben wir für solche Zwede eben nicht mehr übrig. Der Auch die Debatte über den Gasanstalts- Etat rief einige aufregende Momente hervor. Gegen die Anstellung einer SchreibTraft statt eines Materialienverwalters in der Gasanstalt machte Stadtv. Reine de die geschmackvolle Einwendung: das wäre ebenso, als wenn„ ein Ochse in einen Porzellanladen" käme. Stadtv. Scholz( Soc.) empfahl auch einen Materialienverwalter, und zwar möglichst gelernten Schloffer, der zuweilen auch kleine Reparaturen 2c. ausführen könne, anzustellen. Dieses benutzte Stadtv. OberIngenieur Große zu folgendem Antwurf: Die Socialdemokraten wollen nur deshalb einen Schlosser haben, weil sie damit für sich einen Spion in die Gasanstalt einschmuggeln möchten, der ihnen alles zuträgt, was auf der Gasanstalt zugeht." Genosse Du dich wies eine solche frivole Verdächtigung mit aller Entschiedenheit zurück. Mit 15 gegen 12 wird hierauf die Anstellung eines Materialienverwalters beschlossen. 3m Charlottenburger Polizeigefängnis in der Kirchhofstraße Herrschen, was Sauberkeit und Rücksicht auf die hygienischen Anforderungen betrifft, recht bedenkliche Zustände. Ein Leser unsres Blattes, der wegen einer geringfügigen Hebertretung, drei Tage in den ungaftlichen Räumen des Charlottenburger Polizeigefängnisjes weilte, teilt über seine Erfahrungen folgendes mit: Bei der Aufnahme wurde mir der mitgebrachte Stamm abgenommen; ich mußte von dem mir gelieferten Kamm Gebrauch machen, der von sämtlichen Inhaftierten gemeinsam benutzt wird, was weder appetitlich, noch in Als Schlafstätte wurde mir abends ein Strohsack in die Zelle gegeben nebst zwei zum Teil zerrissenen wollenen Decken ohne Ueberzug. Trinkwasser war in der Belle nicht vorhanden, aber auf dem Hausflur wurden mir Wasserbehälter gezeigt, die ich für alles andre, nur nicht für Trintgefäße gehalten hätte. Einige metallene, mit Farbe an gestrichene Kannen, an denen, obgleich sie anscheinend ein hohes Ulter haben, meiner Ansicht nach selten Reinigungsversuche gemacht worden sind, dienen den Häftlingen als gemeinsame Trinkgefäße. Etel überfam mich beim Anblick dieser bon Schmuz starrenden Wasserkannen. Ich würde lieber Durst leiden, als eines diefer Gefäße an den Mund bringen. Für etwa zehn Häftlinge waren nur zwei nicht gerade saubere Waschbecken und ebenso viel gleichfalls nicht faubere Handtücher vorhanden. Als Nachtgeschirr wurde mir ein Holzeimer geboten, den ich nicht anders als mit der Zange hätte anfassen mögen. Was ich angesichts des geschilderten Nachtlagers befürchtet hatte, ist eingetreten; nach meiner Entlassung fand ich Läuse in meiner Leibwäsche. Das ist zwar eine recht unangenehme Zugabe zur Haftstrafe, immerhin fann ich noch froh sein, daß ich nicht mit einer Strantheit angestedt worden bin, was bei dem Zustande der Lagerstätten ebenfalls befürchtet werden tonnte. Wir wollen hoffen, daß das Innere des Charlottenburger Polizeigefängnisses eine Revision durch die zuständige Behörde unterzogen wird, und daß die Mißstände, welche vielleicht durch Nachlässigkeit untergeordneter Personen verschuldet find, abgestellt werden. Daß auch in einem Gefängnis den notwendigsten Anforderungen der Sauberkeit und Hygiene Rechnung getragen werden muß, dürfte wohl als selbstverständlich erscheinen. " Stoder | Centralverband deutscher Maurer, Zweigverein Berlin, Zahlstelle der Maurer. Heute, Dienstag, den 2. Februar, abends 8 Uhr, findet im großen Saale des Gewerkschaftshauses eine Mitgliederversammlung für die Bezirke Often, Südosten und Süden ftatt, in welcher Genosse S. Ka tenstein über Bildung und Bildungsmittel spricht. Vermischtes. Aalesund. Der Dampfer Weimar" des Norddeutschen Lloyd meldet heute aus Aalesund: Wir beköstigten gestern 1687 Personen; nachts hatten wir 208 Schlafgäste, einschließlich 52 Hospitalfranker. Wir empfingen gestern zwei Vertreter der norwegischen Regierung aus Christiania, welche uns den Dank der Regierung aussprachen. focialdemokratische Antrag wurde denn auch mit großer Majorität den giveiten Angeklagten. Stocker hat eliva zehit Moifate, Zander Sachen ein höheres Kunstinteresse erfordern. Hier fei aber im abgelehnt. Zwischendurch gab es noch einen heftigen Zusammenstoß etiva drei Monate in Untersuchungshaft gesessen. Als Sach- übrigen genügend festgestellt, daß Dr. Frih Friedmanns Solofcene zwischen unsren Genossen und denr Stadtv. Reinecke, der unsre verständige wohnten Post- Bauinspektor Lerche. Prof. Dr. Georg ein folches Interesse nicht hatte. Genossen in seiner bekannten Manier grob anfuhr und dafür vom v. Knorre. Dr. Karl Schoch, Prof. J. Rothe und als Dol Eine Brinzessin wegen Untreue vor Gericht. Unter der Ans Stadtv. Rieger unsanft heimgeschickt wurde. metsch der französischen Sprache Prof. Dr. Lamprecht der Verhandlung bei. Den Angeklagten wurden sechs Betrugsfälle, bei denen maligen regierenden Fürstenhauses, Prinzessin Alexandra Isenburgschuldigung der Untreue hatte sich gestern eine Angehörige eines chees sich um bedeutende Summen handelte, zur Last gelegt. hat ein besonderes Studium für Chemie nicht betrieben; er hat die Büdingen- Wächtersbach, vor der Straffammer des Landgerichts zu Die im 48. Lebensjahre Frankfurt a. M. zu verantworten. Volksschule besucht, war in einer Knopfmacher Fabrik beschäftigt, hat stehende Angeklagte hatte einen unverhältnismäßig großen Aufwand drei Jahre gedient und sich alsdann aufs„ Erfinden" gelegt. Außer ſtehende Angeklagte hatte einen unverhältnismäßig großen Aufwand andren Erfindungen hat er eine angeblich fäure-, wasser- und feuer- getrieben, der sie schließlich zwang, ihre alten Stammbeſitztümer zu feste Isoliermasse erfunden und dazu auch noch im Jahre 1898 vom fie mit Wechseln in einer Art, die der Staatsanwaltschaft Ver= veräußern. Bei dem Abschluß eines derartigen Verkaufs operierte Restaurateur Barthels ein Mittel zur Herstellung einer Impräg: anlassung gab, gegen die Prinzessin wegen Untreue Anklage zu ernierungs- und Feuerlöschmasse erworben. Er hat sich alsdann zur Verwertung dieser beiden Erfindungen mit dem Angeklagten Zander heben. Ueber den Ausgang des Prozesses werden wir berichten. verbunden, der seinerseits 5000 m. eingeschossen haben will. Für seine eigne Erfindung, die er, Stockerin ,, nannte, erwarb er Patente in Oestreich, Ungarn, Belgien, England, Frankreich, Italien, Schweden, Norwegen und Luxemburg, für dieselben Staaten wurde die Barthelsche Flüssigkeit patentiert. Dagegen gelang es beiden Angeklagten nicht, für Deutschland das Patent zu erlangen. Das Reichs- Patentamt hat dahingehende Anträge wiederholt abgelehnt. Obgleich die Angeklagten nach Ansicht der Anklage hierdurch von der Untauglichkeit beider Mittel zur sicheren Imprägnierung von Stoffen gegen Feuer, Wasser und Säuren überzeugt sein mußten, haben fie eine Reihe von Personen durch glänzende Ausmalung der aus den Erfindungen zu erivartenden Millionen- Verdienste dazu bewogen, mit Der Leiter der Hilfserpedition der Phönicia", v. Holzendorff. ihnen Verträge abzuschließen und sie zur Sergabe großer Summen telegraphierte an die Direktion der Hamburg- Amerika- Linie: Ein zu überreden. Inhalts: Millionen Verdienst durch Beteiligung mit dänische Hilfsdampfer„ Cimbria" wird heute nach Ablieferung feiner Dies geschah zunächst durch ein Inserat folgenden dänisches Kriegsschiff ist gestern hier in Aalefund angekommen. Der Das Hospital am Lande wird Montags 20-50 000. an einer in allen Staaten patentierten, Ladung heimkehren. betriebsfähig sein, fvir überführen dann unfre Glektricität und Wärme nicht leitenden feuer, wasser- und säure- abend beständigen Masse für Hartgummi, Schiefer, Marmorimitation, Kranten dorthin. Unire an Land erbaute Volksküche, die durch Accumulatorzellen usw. Bestes Wand- und Dachdeckungsmaterial, Einwohner in Betrieb genommen ist, arbeitet vortrefflich, sie wissenschaftlich geprüft, Fabrik vorhanden, Verkauf nicht aus: fann jeweilig 350 Menschen speisen. Die Mannschaften des Kriegsgeschlossen. Darauf traten verschiedene leistungsfähige Personen schiffes und unfre Leute haben in den Ruinen neben der Volkstüche mit den Angeklagten in Verbindung und wurden sehr bald durch die eine Speisehalle erbaut, welchee ebenfalls Einwohnern zum Betriebe Schilderungen derselben voll davon überzeugt, daß sie in einen übergeben wurde. Ein Damenkomitee ist aus Bergen gestern hier Glückstopf griffen", wenn sie größere Summen zur Verwertung der eingetroffen und hat sofort die Leitung der Landtüche übernommen. Batente hergäben. Ihnen schwebte der Riesenerfolg vor, der seiner Die Stadt Christiania hat vier große vorzügliche Volksküchen geBeit mit dem Auerschen Patent erzielt worden ist, und da cin ihnen sandt, die binnen etwa zehn Tagen durch die Einwohner aufvorgelegter gedruckter Prospekt Wunderdinge erzählte, waren sie ganz gestellt sein sollen. Der Paradenbau macht überall rasche sicher, auf dem besten Wege zu den Gefilden der Millionäre zu sein. Fortschritte. Unfre mitgebrachten sechs Baracen wurden durch In dem Prospekt wurde das„ Stockerin" als ein für alle nur denk- Mannschaften des deutschen Kriegsschiffes fertig gestellt. Das baren industriellen Zivede verwendbarer Stoff von fast unverwüst Striegschiff leistete uns überhaupt durch Stellung von Mcunschaften licher Haltbarkeit und Unzerstörbarkeit durch Wasser, Feuer und außerordentliche Hilfe. Wir verpflegten gestern 1714 Personen und Säuren angepriesen. Ferner war in dem Prospekt als Quintessenz beherbergten 297. Wir konnten in den vergangenen Tagen dadurch, eines vom Prof. v. Knorre von der technischen Hochschule erstatteten daß wir alle Hungernden und Obdachlosen zusammen mit der Gutachtens der Satz aufgestellt: Die Masse weise für die meisten Weimar" aufnahmen, dem Organisations- Komitee an Land die technischen Zwecke wesentliche wertvolle Eigenschaften auf und liege nötige Bewegungsfreiheit schaffen. demzufolge ein großer technischer Erfolg vor." Mit diesem Gutachten hatte es aber einen Haken: es war gefälscht. Thatsächlich hatte Prof. b. Snorre nur zum Zwecke der Patenterwerbung ein Gutachten darüber abgegeben. worin sich eine neuere von dem Angeklagten Stocker konstruierte Masse von einer früheren unterschied und worin Die tgl. Eisenbahndireftion Berlin macht bekannt: Freiwillige die Vorzüge der letteren gegenüber der ersteren bestanden. Erst nach längerer Zeit erhielt Prof. v. Snorre von diesem Prospekt des Stoder Gaben an Lebensmitteln, Kleidungsstüden, Deden, Betten, Hausgeräten, und dergleichen, die zur Kenntnis. Er schrieb an diesen sofort einen geharnischten Brief, in Handwerks zeug, Belten, Baraden dem er die in dent Prospekt enthaltenen ihm zugeschriebenen inderung der Not in Aalesund bestimmt und an die mit Neu- Weißensee. Die letzte Gemeindevertreter- Sigung hatte Aeußerungen als total falsch bezeichnete und dem Stoder mit gericht der Verteilung oder Weiterbeförderung der Liebesgaben betrauten 14 Tagesordnungspunkte zu erledigen, von denen der Punkt: Bericht lichen Schriten drohte, falls er nicht den gefälschten Prospekt ver- Komitees oder Behörden oder an eine Reederei in Hamburg oder des Schularztes und Beschlußfassung über weitere Anstellung von nichten würde. Stocker schrieb hierauf an Prof. v. Snorre einen Bremen, insbesondere an die Hamburg- Amerika- Linie in HamSchulärzten, wohl der wichtigste war. Aus dem sehr ausführlich de- und wehmütigen Brief, in dem er erklärte, allen Wünschen des- burg. Passagier- Wartehalle( Aalesund) oder an den Norddeutschen gehaltenen Bericht war zu ersehen, daß die Schularztfrage teine felben nachkommen zu wollen. Lloyd oder das tönigl. schwedisch- norwegische Konsulat in Bremen Wie Prof. v. Snorre gestern er „ Modeſache" mehr ist, sondern zur Aufdeckung der socialen Schäden flärte, giebt es zahlreiche Isoliermassen. Die Stockersche Erfindung( Hauptbahnhof, Lloydschuppen) gerichtet sind, werden auf den nusrer heutigen Gesellschaftsordnung sehr viel beitragen kann, mußten fei insofern feine neue und habe nur einen relativen Wert, falls die preußisch- hessischen Staatseisenbahnen bis zum doch von 126 eingeschulten Kindern nicht weniger als 13, gleich Herstellung der Masse eine besonders billige ist. Der Prospeft und 30. April d. J. frachtfrei befördert. 10 Broz, auf Antrag des Arztes auf ein halbes Jahr dispensiert der in Aussicht gestellte„ Glücks- Topf" hatten aber schon ihre werden, da die förperliche Beschaffenheit den Schulbesuch Schuldigkeit gethan und den Angeklagten flossen die Gelder in der nicht zuließ. In Summa war die körperliche Beschaffenheit wünschenswerten Höhe zu, ohne daß schließlich irgend welche ernstber Mädchen eine bessere als die der Knaben. Der hafte Erfolge erzielt oder von den Angeklagten auch nur die Proben Arzt hatte ferner wöchentlich zwei Sprechstunden in der Schule eingerichtet, welche regelmäßig von ca. zwölf Kindern besucht wurden. Auch hatte der Arzt in seinem Berichte um Beseitigung verschiedener Mißstände ersucht, u. a. in Bezug auf Lüftung und Reinigung der Schulräume, ferner regte er die Errichtung von Brausebädern usw. an. Aus der regen Diskussion ging dann auch der Antrag hervor, für jeden Schulbezirk einen Arzt anzustellen, so daß vom 1. April drei Schulärzte in unsrem Ort fungieren werden. Eine Betition verschiedener Beamten an den Reichstag, um Einreihung unfres Ortes in die erste Servisklasse, wurde von der GemeindeBei der Ergänzungswahl zur Schulvertretung unterstützt. tommission und zum Kuratorium der Fortbildungsschule wurden die vorgeschlagenen Genoffen abgelehnt, und kam es hier wiederum zu einem Wortgefecht mit dem Vorsteher betreffs des Parteistandpunktes, am liebsten wäre ihm gar leine Parteizugehörigkeit", scheint in letzter Zeit ein stereotyper Ausdruck zu werden. Der Antrag der Gastwirte auf Herabsetzung der Betriebssteuer wurde der Etatskommission zur Berücksichtigung überwiesen. Von unsrer Seite war beantragt worden, sofort zu verhandeln und den Zuschlag zur Betriebssteuer auf 331 Proz. herabzusetzen. Die bürgerlichen Herren folgten dem Rate des Vorstehers und steckten den Zuruf: KommandoAbstimmung" auch ruhig ein. Für das zum 1. April zu errichtende Reform- Realgymnasium wurden die im Hauſe König- Chaussee 19 befindlichen Räume des Parterregeschosses und die erste Etage gemietet. Auch hier war die bestehende Kommission keineswegs in Kenntnis gesezt und Genosse Taubmann, der der Kommission angehört, protestierte Kommiffion hierüber nichts zu bestimmen hat, da sie nur mit den gegen diese Handlungsweise, erhielt jedoch zur Antwort, daß die Borarbeiten zur Errichtung der höheren Schule betraut war. Bertretung nahm ferner Kenntnis von verschiedenen Anträgen der Lehrerschaft und von Beamten um Aufbesserung ihres Diensteinkommens und verwies diese Anträge an die EtatsberatungsKampf für Ordnung, Religion und Sitte. Ein Pistolenduell hat an Kaisers Geburtstag in der Brandenburger Stadtforst am Gränert zwischen einem Offizier vom 3. Feld Artillerie- Regiment GeneralFeldzeugmeister( I. Brandenburgisches) und einem Herrn aus Berlin, welcher früher bei dem Regiment als Einjähriger gedient hatte, ftattgefunden. Die Duellanten mit Sekundanten begaben sich bis zur Forst in je einer Droschke, stiegen dann aus und legten den 3 Monaten Untersuchungshaft. Weg bis zum Gränert zu Fuß zurück. Es fand ein einmaliger Kugelwechsel, bei dem niemand verlegt wurde, statt. Die Veranlaffung zu dem Zweikampfe soll in Vorkommnissen aus der Dienst zeit des früheren Einjährigen liegen. Daß sich die Gegner gerade ben Geburtstag des Kaisers zum Zweikampfe ausgesucht haben, ist recht bezeichnend. Kommission. V = Die Die bürgermeisterlose Zeit für Luckenwalde geht zu Ende. Zum Ersten Bürgermeister von Luckenwalde wurde mit sämtlichen 29 Stimmen von der Stadtverordneten Versammlung der Bürgermeister Dr. Werner aus Geithain im Königreich Sachsen gewählt. Der bisherige Bürgermeister Suchsland hat sich bekanntlich als Socialistentöter einen weit über den Ort hinausgehenden Ruf erworben. Briefkaften der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahh anzugeben, unter der die Antwort erteilt werden soll, und die letzte Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant. wortet und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. D. 63. Die Mitteilung traf ein, besten Dank. Wir sind im Begriff die näharen Verhältnisse zu erkunden. Juristischer Teil. von 7 bis 9% or abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. 1. Ja. 2. Nein. angefertigt wurden, die für die Verwertung der Patente im Auslande notwendig waren. Die Summen, die von den Interessenten hergegeben wurden, schwankten zwischen 3000 und 15 000 m. Der jenige, der die lettere große Summe hergegeben, hat schließlich die Ueberzeugung gewonnen, daß er hineingefallen" sei und den Stein dadurch ins Rollen gebracht, daß er seine Erlebnisse dem Kriminalkommissar Bonberg mitgeteilt und dieser hat dann auf Grund der angestellten Prüfung des Geschäftsbetriebes der Angeklagten und des Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends darüber erstatteten Berichts die Unterlage zur Anklage gegeben. Ginzelne der Geldgeber behaupten, daß sie die Gelder nur zu ganz Jus confluentiae. 1. Ja. 2. In der Regel nein. F. E. 2. bestimmten Zwecken Anschaffung von Maschinen und Formen, In Ihrem Falle hat der Witwer das Pecht zu wählen, ob er von dem Bestreitung der Kosten für Erlangung von Batenten hergegeben, beiderseitigen Bermögen, das am Todestage vorhanden war, die Hälfte daß die Gelder aber zu ganz andren Zweden, u. a. zu Privatzwecken lassen will. Zu diesem Bermögen, gehört nach Ihrer Darstellung jedoch nur erben oder ob er das Vermögen der Berstorbenen den andern Erben überder Angeklagten verwendet worden seien. Nach den Berechnungen das Eingebrachte abzüglich der Schulden, insbesondere der Begräbniskosten. der Anklage find den Angeklagten 78 000 M. zugeflossen, nachweisbar A. M. 100. Čire vor dem legten Termin der Zulässigkeit einer verausgabt für das Unternehmen find 33 000 M., während nach der Kündigung erfolgte sündigung ist stets rechtzeitig. Es tann also bei Behauptung der Anflage 45 000 m. nicht nachweisbar sein sollen. fechswöchentlicher Kündigungsfrist zum Beispiel acht Wochen vor dem 2. 1904. Die Angeklagten bestreiten in jeder Hinsicht ihre Schuld und be- Bertragsablauf gekündigt werden. haupten, daß sie alle Gelder, die sie erhalten, im Interesse des Unter- Ja beantwortet. Auch die zweite Frage ist zu bejahen. R. 99. Ihre erste Anfrage ist bereits in Nummer 15 unter N. 99 mit Wartburg. nehmens aufgewendet hätten. Insbesondere versicherte der An- Civil- Ersakkommission ist die zuständige Behörde. Schulz, Herzfelde. geflagte Stocker, daß er durchaus nicht von der Wertlosigkeit seiner Dem Genossen steht leider eine Bensionsberechtigung nicht zu. Nach§ 110 Erfindung überzeugt gewesen sei, sondern im Gegenteil noch heute an des Militärpenfions- Gefeßes tönnen Unteroffizieren und Soldaten, welchen der Großartigkeit der Erfindung und deren glänzendsten Aussichten nach dem Gesek ein Anspruch auf Invalidenversorgung nicht zusteht, im gar keinen Zweifel habe. Er habe keinerlei falche Vorspiegelungen Falle ihrer Entlassung wegen Dienstuntauglichkeit bei dringenden Bedürfnis gemacht. Die Beweisaufnahme ging durch ein Labyrinth der kom- bo. übergehend den Berhältnissen entsprechend Unterstüßungen bis zum Be pliziertesten geschäftlichen Maßnahmen. Durch eine Reihe von Ent- trage der Invalidenpension dritter Klasse gewährt werden. Ein nochmaliger, scheidenes, geregeltes Leben geführt und große Ausgaben nicht ge- Paul D. Sie find zur Zahlung verpflichtet. fastungszeugen wurde bekundet, daß die Angeklagten ein sehr be- direkt an das Kriegsministerium gerichteter Antrag könnte also Erfolg haben. Leseholz. Berufung erscheint nicht aussichtslos. K. W. 101, B. E., Abonnent Moabit. macht haben. Aus der Beweisaufnahme ist hervorzuheben, daß Steuerpflicht liegt vor. O.. 1000. 1. und 2. Ja. 3. Nein. einer der mit den Angeklagten in Verbindung getretenen Interessenten 2. P. 728. 1. Jft in Ihrem Stassenstatut Kürzung für den Fall einer die Aufgabe übernommen hatte, die Heeresverwaltung und königliche Doppelversicherung ausgeschloffen, so empfiehlt sich der Beitritt zu einer Behörden für die Erfindung zu interessieren und war schon mit der zweiten Kaffe. Welche freie Hilfskaffe zu empfehlen ist, erfahren Sie am Ausarbeitung einer Ansprache beschäftigt, die er auf dem Döberizer besten durch Ihre Gewerkschaft. 2. Offenbacher Frauenkasse, Brinzenstr. 66 bei Hinz. A. F. 100. Das hängt von der Höhe des Lohnes ab. Schießplay an den Kaiser halten sollte und wollte. Max Grothau. 1. Ja. 2. Etwa 40 M. 3. Ja. 4. Bis zu einer zweiten antalt Bahr vertrat die Ansicht, daß die Angeklagten nicht guts Beirat. 5. Ja. E. T. Soweit ersichtlich, müssen Sie für die Waren gläubig gewesen seien, sondern gemeinschaftlich in betrügerischer Weise forderung, nicht aber für die Darlehnsforderung einstehen. Machen Sie dem Recht der gerichtlichen Beschränkung des Borgerechts gegen die Geschädigten vorgegangen feien. Er beantragte gegen von ( Anhang zum Arbeiterrecht" S. 225 Nr. 22.) Stocker als den Hauptschuldigen 2 Jahre 6 Monate, gegen Ihrer Frau Gebrauch. 5. 104. Das Borgerecht Ihrer Frau können Sie nur durch ent Zander 1 Jahr Gefängnis unter Anrechnung von 6 bezprechende Eintragung in das Heiratsregiſter einschränken oder aufheben. Der Gerichtshof schied bei Stocker, Beispiele finden Sie in dem dem Arbeiterrecht" beigefügten Führer S. 222. der nicht von Anfang an auf Betrug ausgegangen sei, drei Fälle des Das Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. Ob Sie mit einer Betruges als unerwiesen aus und hielt den Angeklagten Zander nur Cheicheidungsilage Erfolg haben werden, ist bei den von Ihnen ges in einem Falle für schuldig. Das Urteil lautete gegen Stoder auf schilderten Berhältnissen mit Sicherheit nicht zu sagen. Der Ehescheidungs10 Monate, gegen 3 ander auf 2 Monate Gefängnis. flage muß ein Sühnetermin beim Amtsgericht Ihres Wohnorts( Amts. gericht II, allesches User 29/31) vorangehen. Nach fruchtlosem Berlauf des Die Strafen wurden für verbüßt erachtet. Termins erwirten Sie das Armenrecht und strengen die Scheidungsflage an A. Lankes. Keineswegs. B. 23. Ihr Bruder müßte als Baus unternehmer der Berufsgenossenschaft Beiträge zahlen, sowie für die von ihm beschäftigten Arbeiter die Kranken- und Invaliden- Versicherungsbeiträge Ein lediglich die Pflichten eines Bauunternehmers schriften beobachten. zahlen, die baupolizeilichen Bestimmungen und die gefeßlichen Vorbehandcindes, zuverlässiges Buch ist uns nicht bekannt. M. Nein. Celle. Ohne Kenntnis des Wortlauts des Innungsstatuts und des -O Staats26. 1. Die Dr. Frih Friedmann als Conferencier und das höhere Interene der Kunst. Der ehemalige Rechtsanwalt Dr. Friz Friedmann war auf seinen letzten Kunstreifen auch nach Kiel gekommen, wo ihn ein Theaterunternehmer, der im Saal von Gläsener Vorstellungen gab, Verteidigung eines während einer Theaterpause die Soloscene: Verbrechers" mimen ließ. Der Theaterunternehmer hatte der Polizei Anzeige gemacht, die Polizei nahm jedoch trotzdem den Saalinhaber Bertrages sowie der Androhung, ist Ihre Frage nicht zu beantworten. Gläsener in eine Strafe wegen Nichtanmeldung eines theatralischen. B. D. Da das rechtzeitige Kleben der Marken unterlassen ist, ist leider Vortrags, der ein höheres Interesse der Kunst nicht beanspruchen ein Rechtsmittel gegen den zutreffenden Bescheid erfolglos. tönne. Der Polizeipräsident berief sich auf eine Polizei- Verordnung, Heimarbeiter der Textilindustrie find seit dem 2. Juli 1894 invalidenvers ficherungspflichtig. Haben Sie in Ihrem Fall Zweifel, ob Sie versicherungs. die für solche Vorträge den Saalinhabern die Anzeigepflicht auferlegt. pflichtig sind, so steht es Ihnen frei, eine Anfrage an das Reichs- Ver Der Angeklagte beantragte richterliche Entscheidung und machte icherungsamt oder an die Versicherungsanstalt( Breitestr. 24a) zu richten. geltend, daß erstens die Soloscene Dr. Friz Friedmanns an sich ein G. S., Erdmann und andre Hebammenluftigen. Ber Hebamme Ein umfangreicher Betrugsprozeß, bei dem es sich um eine höheres Interesse der Kunst beanspruchen könne, und daß sie zweitens werden will hat sich zunächst an das Polizeipräsidium zu wenden. Dann sogenannte„ Millionen- Erfindung" handelte, tam gestern vor der ein Bestandteil der ganzen Theaterveranstaltung sei, der ein solches wird sie zu einem Voreramen beim Streisphyfikus zugelassen. Nach Be Das Landgericht als Berufungsinstanz stehen dieses Boreramens wird sie beim Polizeipräsidium zur Zulaffung bei fiebenten Straffammer des Landgerichts I unter Borjizz des Land- Kunstinteresse zulomme. gerichtsdirektors Heidrich zur Verhandlung. Die Anflage richtete beließ es jedoch bei der Verurteilung und das Kammergericht verwarf dem Kurs vornotiert. Der Kurs in der Charité dauert 6 Monate, erfordert rund 300 M. Kosten. Besteht die Kandidatin nach abgelegtem Kursus die fich gegen den„ Chemifer" Johannes Stoder, aus Oestreich ge- die Revision des Herrn Gläsener mit folgender Begründung: Fall Prüfung, so wird sie als Hebamme zugelassen, wenn sie dann unter bürtig, und den Hauseigentümer Hermann Zander. Die Auflage sei allerdings die Auffassung des Landgerichts, daß solche Vorträge 30 Jahren alt ist. Bei der großen Ueberfüllung ist kaum anzunehmen, daß vertrat Staatsanwalt Bahr, die Verteidigung führten Rechtsanwalt niemals ein höheres Intereffe der Kunst hätten, denn wie jemand Debammenbeslissente, die bei der ersten Meldung älter als 25 Jahre sind, ihr Sonnenfeld für den ersten, Rechtsanwalt Dr. Schwindt für etwas vortrage, das fönne unter Umständen selbst bei ganz banalen Biel erreichen. Gerichts- Zeitung. Berantw. Redakteur: Julius Kalisti, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW