Nr. 142. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fern fpred- Anschlu Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 21. Juni 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Tage in Rußland. lhe für jedes von beiden entsteht, wenn Rußland giebt es nichts das IV. Folgen für Europa. möge das Ausfuhrverbot beibehalten sich mit dem anderen verbündet. Daher sucht jedes von oder fallen gelassen werden! Trifft das Letztere zu, Beiden, Rußland für sich zu gewinnen. Und das Baren- so wird Rußland sicher im Herbst eine Menge Getreide thum benutzt vortrefflich die Situation. Schmunzelnd sieht ausführen, aber nur, um es im Winter und höchstens im Die nächste Folge ist die bevorstehende Anleihe. Eine es zu, wie diese zwei mächtigsten Staaten Europa's sich um Frühling zum doppelten Preis wieder zurückzukaufen, denn innere Anleihe ist in Rußland nicht gut möglich, schon aus seine Gunst bewerben; schon steht es mit einem Fuß in das ganze 90- Millionen- Bolt Rußlands kann man nicht dem einfachen Grunde, weil dem Kapital dort beffere An- Deutschland und mit der Zehe des anderen Fußes in Frank- mit einem Mal Hungers sterben laffen. Aber nicht nur in lage- Arten freistehen und jetzt in großem Umfange eröffnet reich( oder umgekehrt?), schon sind seine Hände zum Zu diesem Jahr, sondern für eine ganze Reihe von Jahren werden. Es muß im Auslande gepumpt werden. Allein greifen ausgebreitet, und es überlegt nur noch, auf welcher kann auf die russische Getreide- Ausfuhr nicht mehr gerechnet so gern auch das Geldkapital sich verwerthen möchte, wird Seite es tie fer hineingreifen soll! Und vielleicht ist dies werden, bis die russische Landwirthschaft nach der schon ihm doch bei Betrachtung der verzwickten Lage Rußlands gerade gar kein schlechtes Geschäft für das Geldkapital. früher geschilderten Art wieder hergestellt ist. Aus der weh und bange. Es zittert in seinem Innersten, es ver- Jedenfalls, ob gut oder schlecht, das sind im Grunde ge- Liste der Getreide für den Weltmarkt liefernden Länder friecht sich in die dunklen Winkel der Geldschränke. Um es nommen nur interne Angelegenheiten des Kapitals. muß Rußland für eine Zeit lang gestrichen werden. flüssig zu machen, bedarf es eines besonderen Druckes, z. B. Aber Folgen weit ernsterer Natur wird die wirth- Was bedeutet nun das für Europa? einer Ermunterung von einer besonders autoritativen Stelle, schaftliche Krisis Rußlands für Europa zeitigen. Rußland feitens einer Regierung 2c. Daß dabei manchmal auch etwas war bis jetzt das hauptsächliche Getreide- Ausfuhrland Land, welches Getreide in einem nennenswerthen Betrag In Europa selbst giebt es, außer Rußland, nur ein mehr Handgreifliches als eine bloße moralische" Ermunte- der Welt. Rußland liefert mehr als die Hälfte des Gesammt- Zufuhrausführt, nämlich Desterreich, welches 1/ 15-1/ 14 des rung vorliegen kann, ist eine Frage, die wir hier nicht erörtern Tragweite einer solchen beurtheilen zu können, muß man sich ver- Staaten mit 1/5 bis 14 und Ostindien mit fast 1/7. Wir Ausfuhr Desterreichs feine besonders sichere, da sie, wollen. Genug, es bedarf einer Ermunterung. Um die ganze bedarfs der Welt an Getreide, dann erst folgen die Vereinigten Sesammt- Einfuhrbedarfs liefert. Dies ist nun freilich kaum eine beachtenswert he Quantität, und dazu ist die gegenwärtigen, daß bei allen riskanten Kreditgeschäften es immer sehen, daß Rußland mit vollem Recht die Ernährerin anerkanntermaßen, durch besondere Umstände, als da sind: hauptsächlich auf das kleinere Kapital abgesehen ist, trotzdem Euro pas genannt werden kann. Dies war für Rußland die Krisis von 73, außerordentlich glückliche Ernten 2c., in Rapital je kleiner, desto furchtsamer. Das ein höchst anormaler Zustand. Wir haben schon gesehen, die Höhe getrieben worden ist. Noch vor 5, 6 Jahren haben Rapitalistensyndikat, welches eine Anleihe übernimmt, wie die Billigkeit des russischen Getreides zu Stande fam. garantirt eigentlich nur die Verwirklichung derselben. Nicht beffer steht es mit der Größe der Ausfuhr. Es war sich die Getreide- Ein- und Ausfuhr Desterreichs ziemlich die Durch die allgemeine Subskription wird dann das kleine das eine absolute Ueberausfuhr, eine Ausfuhr bei mangelnder Waagschale gehalten. Das übrige Europa braucht unbedingt Rapital aus seinem Versted herausgelockt. Das Kleine Deckung des Selbstbedarfs. Währenddem 3. V. die Ver- eine Getreidezufuhr. Hier zunächst die Induſtrieſtaaten: EngRapital ist nun wohl sehr ängstlich, aber es ist auch einigten Staaten ta um 8 pt. ihrer Ernte ausführen, aber auch Italien, Spanien und Portugal, Schweden, Norland, Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, die Schweiz, niemals im Stande, die Geschäftslage zu überblicken, daher exportirt Rußland gewöhnlich il ber 20 p Ct. seiner Ernte. hört es leicht aufs Wort, wenn das Wort von erhabener Was diese Biffern bedeuten, erhellt daraus, daß, indem die wegen zc. Der Bedarf dieser Staaten an Getreide- Einfuhr Stelle tommt. Es muß aber Stimmung geschaffen werden. Bereinigten Staaten nicht unter 1360 Kilogramm Getreide steigt von Jahr zu Jahr. Die Getreide- Einfuhr Englands Belingt es dann, den bieberen Philister mobil zu machen,( inkl. Biehfutter) für sich selbst pro Kopf behalten, Ruß hat sich während der letzten 30 Jahre auf das Doppelte so wird die Anleihe gezeichnet, vielleicht überzeichnet, das land nur ungefähr 490 Kilogramm pro Kopf behält. während desselben Zeitraums, troß der inzwischen einvermehrt. Es ist interessant, daß auch in Deutschland Großkapital steckt sich eine beträchtliche Summe in die England nebst Irland, daß Getreide- Einfuhrland par getretenen Einführung und zweimaliger Erhöhung der GeTasche als Entschädigung für das" Risiko" und reibt sich excellence, bergnügt die Hände, während das Kleinkapital luftig mit seinen Kopf, dabei wird ganz Irland durch Kartoffeln ernährt. treidezölle( zuerst 1 M., dann 3 M., schließlich 5 M. pro Goldsäcklein nach den Bankhäusern trabt, um das blanke Deutschland bedarf, bei seinem enormen Kartoffelverbrauch 100 Kilogramm Weizen und Roggen; in neuerer Zeit be Gold gegen bunte Papierstücke auszutauschen. von mehr als 480 Kilogramm pro Kopf der Bevölkerung, einer kanntlich auf 3 M. 50 Pf. reduzirt), sich die WeizenAber wo liegt das Land, in welchem„ Stimmung" für Ruß- Getreidequantität von 414 Kilogramm pro Kopf. Es ist einfuhr auf das Zweifache, und die Roggeneinfuhr sogar ist land gemacht werden kann? Außer den brei Industriestaaten, offenbar, daß Rußland mit seinen 490 Kilogramm Getreide mindestens auf das Dreifache vermehrt haben. Daraus kann bie einzig und allein bei einer Anleihe in Betracht kommen:( inkl. Bichfutter) pro Kopf bei seinem minimen Kar- un freilich keineswegs die Folgerung gezogen werden, daß England, Frankreich und Deutschland, giebt es fein ein- toffelkonfum nicht auskommen kann. Und wir haben noch die Getreidezölle ohne jegliche Wirkung blieben. Die jedessiges, in dessen Interesse es wäre, Rußlands Macht zu unsere Berechnung nach der sehr guten Ernte des malige Erhöhung des Bolls brachte der Einfuhr einen ge stärken, denn Rußland ist ein ausgesprochener politischer Jahres 1888 aufgestellt! Die Getreide- Ausfuhr Rußlands waltigen Schlag, von dem sie sich aber sogleich erholte. So und wirthschaftlicher Gegner ganz Europas. Allein, zwischen geschah thatsächlich auf Kosten des hungernden Bauern. bewirkte die Zollerhöhung des Jahres 1885 eine Verminbiefen drei Staaten befinden sich zwei, Deutschland und Der Bauer hat mit seinem Getreide nicht nur sein Land, derung der Weizeneinfuhr um die Hälfte, aber schon im Frankreich, in einer ganz besonderen, anormalen Lage. Ge- sondern auch sein Leben an das Ausland verkauft. Aber Jahre 1887 überfstieg sie sogar um etwas ihre frühere trennt durch die Elsaß- Lothringische Frage, stehen sie drohend nunmehr kommt das Ende vom Spiele: der Bauer stirbt Höhe, es erfolgte die zweite Erhöhung 1887- darauf zuund bedroht einander gegenüber. Sie sind dadurch ge- Hungers- jetzt geht es nicht mehr. Bei dem bestimmt nächst Rückschlag, und im Jahre 1889 wieder als ob nichts zwungen, die ganze zwischenstaatliche( nicht internationale", zu erwartenden äußerst knappen Ertrag der nächsten Ernte geschehen! Dies beweist, daß für Deutschland Die Getreide- Einfuhr eine Existenznoth denn das Volk hat nichts damit zu thun) Politik vom be- wird es in Rußland kein Getreide mehr zur Ausfuhr geben. schränkten Standpunkte ihres beiderseitigen Rivalisirens Der Ertrag wird nicht einmal ausreichen zu einer halbwegs zu betrachten. Sie sehen die Gefahr nicht( oder genügenden Ernährung des Bolts und zur nächsten Aussaat. Das industrielle Europa lebt eigentlich seit Langem schon wollen sie nicht sehen!), die allen zusammen seitens Es soll uns nicht Wunder nehmen, wenn Rußland im nächsten in einer permanenten Getreidenoth, die Einführung fremden Rußlands erwächst, und sehen nur die Gefahr, Jahre sogar Getreide einführt. Jedenfalls, zur Ausfuhr Getreides ist für dasselbe eine Lebensbedingung. Feuilleton. Nachbruc verboten.) [ 142 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. pro Frank, Streit und Barth meldeten sich sogleich als Freiwillige, und nur ein ernſtes Verweigern der Erlaubniß von Seiten des neuen Regierungspräsidenten hielt den Letzt genannten in der Kanzlei zurück. " Nun, so tommen Sie, meine Herren," rief Iwan, " Freund Findeisen ist mit einigen Geräthschaften und Maschinen voraus." wendigkeit ist. Viel Durst," rief der Philosoph zurück, indem er in Ermangelung eines anderen Instrumentes die Hand an den Mund brachte. " Nur noch 5 Minuten, dann laß ich sprigen und sprengen," tröstete Findeisen und ging zurück, um sich nach seinen Feuerwehrmännern umzusehen. Mensch aber verfehlte nicht, wohin er kam, die frohe Eine Anzahl Maurer und Zimmerleute waren bereits Kunde von den fünf Minuten mitzutheilen, binnen welchen mit dem Durchschlagen der Mauern vorgegangen, während sichere Aussicht auf Entsatz und auch Erfrischung eröffnet Findeisen seinen Weg zum Theil über die Dächer nahm, wo sei; und als viele Arbeiter noch zweifelten, fonnte er auf sich die Leute durch Stricke, an denen Alle anfaßten, vor eine rothe Fahne zeigen, welche plöglich aus eben dem Fallen schützten. jenem Fenster herausgesteckt wurde und den Argbedrängten Um den Entsatz der sicheren Beute zu verhüten, war von wie ein Regenbogen erschien. Und dieses Aufmunterungsmittel war wirklich nicht Mit einer Widdermaschine stürmten indessen die Arbeiter gegen das Thor des Rathhauses, welches augen blicklich barst; die Besatzung desselben zog sich in die den Truppen um die Eingeschlossenen ein doppelter BarrikadenNachbarhäuser und von da nach den Positionen ihrer gürtel gezogen worden, da ein Eindringen in die Häuser vergebens, denn eben stürmte eine Kompagnie Grenadiere Kameraden zurück, bis sie auch von hier dem allgemeinen wegen der isolirten Lage des von den Insurgenten be- auf die vorderste Barrikade los. Rückzuge folgen mußte. setzten Häuserkomplexes nicht länger möglich und zur" Guten Tag, meine Herren," rief ihnen Mensch entHier im altehrwürdigen Rathhause hatten Lange, Barth Aufführung und Anwendung des Geschützes kein Raum vor gegen ,, wollen Sie eintreten? Thut mir leid, hier ist und Streit ihre Waffen niedergelegt und zur Feber ge- handen war. Dagegen knatterte das Gewehrfeuer unauf- kein Play." griffen: Erſterer erließ, nachdem eine Wunden nothdürftig hörlich, welches freilich beiben Theilen wenig Schaden zu- Und nun alle disponiblen Leute herankommandirend, verbunden worden, bie erſte offizielle Broklamation der fügte, da die Arbeiter zu schlecht schoffen, selbst aber zu gut zog er den Revolver und suchte nach den Offizieren, von revolutionären Regierung und bezeichnete das„ Volksblatt", gedeckt waren, um viele Verwundete zu bekommen. denen er alsbald zwei kampfunfähig machte. Aber beim dessen Erscheinen bis auf Weiteres dreimal des Tages stattHerr Mensch war außer sich darüber, daß er sich in Umwenden traf ihn eine Kugel in die Schulter, die ihn finden würde, als das Amtsblatt derselben. dieser Weise hatte fangen lassen. Er lief von einer Barris aufs Aeußerste erbitterte. Währenddem erschien Jwan im Auftrage des Ober- fade zur andern und versprach den Leuten ein fürstliches Wie?" rief er, Rerle, könnt Ihr mich nicht von Rommandanten der Revolutionsarmee, uerbend, daß der Mahl, wenn sie aushielten, bis der Entsatz gekommen sei. vorne treffen, wie sich's gehört? Soll Olga vielleicht mich fübliche Theil der Stadt von Truppen befreit und bereits und die vom vielen Laufen, Arbeiten, Feuern und Platz mit Wizen zu Tode jagen, weil ich wie ein Feigling von von den in Maſſen einrüdenden Arbeitern und Candleuten wechseln, sowie vom Durst geplagten Arbeiter erhoben sich hinten verwundet bin? Hurrah, Leute, wer Kourage hat, Erfüllt sei; sodann aber, daß am Poſtplage der Herr Mensch immer wieder mit erneuter Energie. Endlich entdeckte ihn mir nach!" und damit stürmte er, ohne zu fragen, wer ihm sei, und daß man ihm nur von der Seite des Marktes in dem Sprachrohr zu: burch überlegene Truppenmaſſen umringt und abgeschnitten Findeisen vom Dache eines hohen Hauses und rief ihm mit folge, über die Barrikade weg nach den Grenadieren. der hier erwünschten schnellen Weise zu Hilfe kommen könne,| Wie geht's, Herr Mensch, noch immer frischen weshalb er um alle entbehrlichen Leute bat. Muthes?" " Sein Wunsch wurde reichlich erfüllt; ein Stich in die Brust, einer in den Schenkel und endlich ein gewichtiger Kolbenschlag über den Kopf stürzten ihn zu Boden, und Nun, da aus Rußland in nächster Zeit kein Getreide mehr| eingeführt werden kann, woher das Brot nehmen? 00 Politische Ueberlicht. = nimmermehr. Herbert Spencer ist ein alter Knabe, ein sehr bemoostes Haupt, 1820 geboren, alfo 72 Jahre alt, Rußland beherrschte bis jetzt den Getreidemarkt, beBerlin, den 20. Juni. und hat schon zu Anfang der 50er Jahre die Literatur un sonders den Roggenmarkt( es lieferte 3/4 der gesammten Roggenzufuhr), ein Umstand, der speziell für Deutschland theater Interpellation zu vorher vereinbarter hat er selbst sich übrigens niemals ausgegeben. Im Abgeordnetenhaus kam heute die officher zu machen begonnen. Für einen Nationalökonomen von großer Bedeutung ist. Jetzt, wo Rußland aus dem Besprechung. Es war inzwischen ein Kompromiß ab Verkehr ausfällt, sind es eigentlich nur noch die Vereinigten geschloffen worden, dahingehend, daß Verwaltung und sein hat Dr. Hübner, ein eifriger Jmpfgegner, zu Gis. Nicht geimpft sollen die Kinder des deutschen Kaisers Staaten, dann Ostindien und vielleicht Australien, welches unterhaltung der Hoftheater in Wiesbaden, Kassel und leben in öffentlicher. Bersammlung gesagt. Bürgerliche in den letzten Jahren seine Getreide Anbaufläche sehr aus- Hannover von diesen drei Städten zu übernehmen sei, und Eltern, die ihre Kinder nicht impfen ließen, find deshalb gedehnt hat( Ernte- Erträge wegen klimatischer Verhältnisse daß die Krone Zuschuß zu leisten habe. Dieser Zuschuß soll bestraft worden. Da das Impfgesetz für alle Angehörigen sehr schwankend), die den ganzen Zufuhrbedarf decken allerdings, wie Ministerpräsident von Eulenburg sagte, die des Deutschen Reichs gilt, so flingt müssen, Länder, die bis jetzt zusammen kaum 12/28 Söhe der bisherigen Zahlungen erreichen, ob das aber Dr. Hübner's nicht glaubhaft. Wir erwarten eine Bes des gesammten Getreidezufuhr Bedarfs dauernd sein soll und ob unbedingt bindende Verpflichtungen richtigung. Europas lieferten. Es ist klar, daß unter solchen Um eingegangen sind, das wurde nicht klar. Die Debatte verständen für die nächsten Jahre eine große Brot- lief vollständig im Sande. Nach Erledigung oder richtiger eine Art Berichtigung, welche die Sache aber nicht aufklärt. Nachdem obiges geschrieben, bringt die„ Kreuz- Zeitung" theuerung zu erwarten ist. Wie hoch die Preise nicht erledigung dieser Angelegenheit nahm das Haus Es sei falsch, daß sämmtliche Brinzen" ungeimpft seien. steigen werden, ist schwer jetzt zu schätzen, aber sicher ist, daß in dritter Lesung das Lehrer Diensteinkommen- Also doch einige? Aufklärung ist also um so dringender fie eine ungeahnte Höhe annehmen werden. Gesez in der Fassung des Herrenhauses an. " " die Mittheilung nöthig. Das europäische Grundkapital wird sich nun selbstverständlich freuen. Wenn auch die Getreidezölle ficher fallen Der Moloch. Nachdem monatelang das Publikum Worte und Thaten. Meine Aufgabe ist Schweigen", werden, wird es doch gute Geschäfte machen. Ganz anders widersprechende Nachrichten empfangen, wird jetzt die Thatsache sagte der Ex- Hausmeier und gab ein Dugend Schimpfartikel aber steht es mit dem industriellen Kapital. Der Preis der eingestanden, daß die große Militärvorlage" auf die Post, die er mit seinen Reptilien gegen seinen NachArbeitstraft muß steigen, weil die Kosten ihrer Erhaltung im preußischen Kriegsministerium bereits fir und fertig ist; folger und überhaupt gegen die neuen Steuerleute des alten wachsen. Somit steigen auch die Produktionskosten der daß sie den Kriegsministerien von Sachsen, Bayern und Kurses geschrieben. Und mit Dem sollte der wahrhaftige Waaren, der Produktionspreis. Eine Erhöhung des Markt- Württemberg, deren Zustimmung selbstverständlich, un- Stöcker sich ernsthaft veruneinigt haben? preises der Waaren ist bei der gegenwärtigen Lage des mittelbar vorgelegt werden wird falls es nicht schon geWeltmarktes, wo derselbe mit Waaren überfüllt ist und schehen-; daß der Bundesrath, dessen Zustimmung ebender Absatz stockt und die Industriestaaten einander auf das falls selbstverständlich, sich demnächst mit der Maßregel beTollste unterbieten, unmöglich. Gleichzeitig prosperirt schäftigen wird; und daß alle Vorbereitungen auf's Aeußerste Amerika infolge der ungeahnte Dimensionen annehmenden beschleunigt werden, damit der Reichstag, den man schon i m Getreide- Ausfuhr. Indem das europäische Kapital geschwächt Oftober zu berufen gedenkt, bei seinem Zusammentritt wird, wird sein schon jetzt überlegener Gegner ungemein gestärkt. den betreffenden Gesezentwurf fertig vorfindet. Und währenddem dies geschieht, erwächst in Rußland ein neuer mächtiger Industriestaat, der rivalisirend auf den Weltmarkt tritt. Unverschämt wird die Reklame- Trommel von den Altkanzlerischen anläßlich der Agitationsreise ihres Chefs gerührt. Die Baare und Konsorten müssen für den Friedrichsruher Reptilfonds doch ziemliche Gelder zusammengebracht haben. Die inländische und noch in höherem Maße die ausländische Presse denn die Hilfe des Aus Ueber den Umfang der neuen Opfer, die dem deutschen landes wird von diesen Patrioten nach Art ihres Chefs mit Volk zugemuthet werden, verlautet noch nichts. Aber gerade besonderer Vorliebe gesucht ift gefüllt mit Bumbum der Umstand, daß das Geheimniß so sorgfältig gewahrt berichten über den großartigen Empfang, den„ das Volk in Es stehen schlimme Zeiten bevor. Infolge der er wird, spricht für die enorme Größe der Mehrbelastung, seiner Gesammtheit" dem reisenden Er- Hausmeier zolle. höhten Preise der Lebensmittel müssen die Löhne steigen. burch deren offene Darlegung man das Publikum zu er Wer diesen Berichten glaubt, muß denken, die fünfzig Millionen Deutschen ersehnten die Rückkehr des armen Das Kapital aber, das durch die Marktlage nicht nur daran schrecken fürchtet. verhindert, die Waarenpreise zu erhöhen, sondern vielleicht Möge das deutsche Volt sich rechtzeitig regen! Wenn( 50 Millionen Mark reichen) Belisar", während es blos sogar gezwungen wird, dieselben herabzusetzen( wachsende die Zeit bis zum Beginn der nächsten Reichstagsession un- die Schienenflicker, Schnapsbrenner, furz Boltsausbeuter Macht der amerikanischen Konkurrenz), also nur auf Kosten genußt verstreicht, so ist es zu spät. Und dem deutschen und Volksunterdrücker mit ihren verblendeten Opfern sind, der Mehrwerthsrate, d. h. durch deren Verminderung, eine Volt wird unerträgliche Bürde aufgeladen, unter der es die den Sturz des Millionärzüchters und ausnahmegesez Lohnerhöhung zugeben kann, wird sich bis aufs Aeußerste ebenso elend zusammenbrechen muß, wie das italienische zu- lichen Blut- und Eisenpolitikers bedauern. dagegen stemmen. Es entsteht ein gewaltiger Kampf zwischen fammengebrochen ist. den Kapitalisten und den Arbeitern. Indem die Arbeiterschaft auf die Brottheuerung verweist, klagt das Kapital über schlechte Zeiten, verweist auf die ungünstige Lage des Daß der Arbeiter hungert, berührt das Kapital sehr wenig. Der Kapitalift leidet keinen Hunger, wenn seine Arbeiter hungernd arbeiten. Es entstehen jedenfalls daraus auch für das Kapital manche Uebelstände, und darunter ist der Wichtigste die Arbeiterauswanderung. Allein, so lange diese Auswanderung sich in gewissen Dimens fionen hält, ist dies für das Kapital von keinem großen Belange. So ein echter, rechter Industriestaat besitzt für alle Fälle auch eine genügend große Reserve- Armee. Für den Arbeiter dagegen ist es keine Kleinigkeit, wenn er gezwungen ist, den Staub von seinen Pantoffeln abzuschütteln. Es gestaltet sich also die Situation für den Arbeiter noch ungünstiger, als für das Kapital. Weltmarktes. Mag da kommen, was will wenn die Arbeiterklasse fest zusammenhält, so giebt es teine andere Macht in der Gesellschaft, außer ihr!... Bäterchen als Friedensfreund das ist die neue Ein Beschluß des internationalen Bergarbeiter- Rolle, in welcher der Selbstherrscher und Staatsgefangene Rongreffes fordert die Anstellung von Grubeninspektoren, aller Reußen sich der Welt vorführt. Mit himmlischer die aus der Wahl der Bergarbeiter hervorgegangen sind. Unparteilichkeit und Gnade läßt er seine Sonne scheinen Wie uns ein Telegramm aus Köln meldet, ist seitens der über Gerechte und Ungerechte, über Deutsche und Franzosen, deutschen Bergarbeiter bereits der erste Schritt zur Ver- ja über die Desterreicher, die er am Meisten im Wagen hat, wirklichung dieses Beschlusses geschehen. Das Telegramm weil sie ihm den Weg nach Konstantinopel verlegten, ben der gute Bismarck ihm mit seinem„ Bischen Herzegowina" Röln, 20. Juni. In einer öffentlichen Versammlung von so dienſtfertig geöffnet hatte. Offiziös erhalten wir aus Bergleuten theilte der Vorsitzende des alten Bergarbeiter Ver- Petersburg die Sensationsnachricht: " Der Kaiser von bandes, Schröder, mit, er werde in einer Eingabe an die Desterreich ist von dem Zaren zu den Herbstjagden nach Spala Minister des Innern und des Handels die Anstellung von eingeladen." Wir wissen nicht, wo Spala liegt, aber wit lautet: Grubeninspektoren fordern, welche von den Arbeitern gewählt und kontrollirt und vom Staat besoldet würden. In der Gin- wissen, daß Bäterchen sich gut Kind machen will, daß es in gabe soll auf die günstigen Resultate in Frankreich, Belgien grimmigster Finanznoth ist, und daß die Völker des Westens, die leider noch nicht freien, von ihm mit und England hingewiesen werden. Auch in den anderen Gewerken liegt es im Interesse der Arbeiter, daß sie sich das Recht erkämpfen, die Fabrit inspektoren( Gewerberäthe) aus ihrer Mitte zu wählen. Es wäre gut, wenn das Beispiel der Berglente allgemeine Nach ahmung fände. - einem Riesenpump beehrt werden sollen. einem attiven, nicht einem passiven " Und zwar einem Es steht der Arbeiterklasse ein schwerer Kampf bevor. Und in diefem, wie überall, liegt die Macht der ArbeiterPump, den sie Väterchen" geben sollen, nicht von ihm nehmen. Ja, der kommende Riesenpump- oder wenigstens schaft nur in der Organisation. Aber nicht in der der nothwendige, denn wenn die Völker nicht sehr dumm find, wird er nicht tommen gewerkschaftlichen Organisation einzig und allein, sondern der geplante Riesenin der vereinigten politischen und gewerkschaft An die falsche Adreffe. In einer Berliner Studenten- pump beherrscht augenblicklich die russische Politit, und finte lichen Organisation! Denn gerade da, wo es nicht mehr Versammlung ward vorige Woche von einigen Studenten malen die Annexion von Elsaß- Lothringen dieses bankrotte einen Kampf gegen den einzelnen Kapitalisten, oder die gesagt, die sozialdemokratische Presse werfe den Studenten Barenthum zum Schiedsrichter Europas gemacht hat, bis einzelne Kapitalistengruppe, sondern den allgemeinen Faulheit und Rohheit vor. Die sozialdemokratische Bresse zu einem gewissen Grade auch die Politik Europas. Die Kampf der Arbeiterklasse gegen die Kapitalistenklasse gilt, hat allerdings einer gewissen Klasse von Studenten solche Nachricht von der Aufhebung des Getreide- Ausfuhrverbots muß die Arbeiterschaft sammt der ökonomischen ihre politische Vorwürfe gemacht, und macht sie auch heute noch. Und gehört ebenfalls hierher. Die Maßregel ist ganz be Macht bethätigen. Dekonomisch tritt die Arbeiterklasse auf zwar stüßt sie sich dabei auf den jezigen Kultus- deutungslos. Was Rußland momentan ausführen kann, als die einzige Reichthum schaffende Kraft, minister Preußen 3, an den die getränkten Herrn ist nicht viel, und was es heute ausführt, muß es morgen politisch- als das als das einzige staatsbildende Studiosen sich gefälligst wenden mögen. wieder zu weit höherem Preis einführen. Es ist der reinſte Element, das Volk. Was sie als ökonomische Macht Schwindel. Doch mundus vult decipi, bas zivilifirte im Kampfe mit den Kapitalisten nicht erhalten Ein neuer kapitalistischer Prophet. Unter dieser Europa muß betrogen werden eingeseift für den Riesen fann, erlangt sie sich als politische Macht durch den Staat, Bezeichnung marschirt seit einiger Zeit Herbert Spencer, pump. Von dem Standpunkt des geplanten Riesenpumps durch die Gesetzgebung. ein englischer Philosoph" oder gar„ Gesellschafts- Philosoph" müssen jezt alle amtlichen und halbamtlichen Nachrichten durch die deutsche Presse. Daß Spencer ein fapitalistischer aus Rußland betrachtet werden. Im Uebrigen verweisen Prophet" ift- fonfus wie alle Propheten das soll ihm wir auf unsere Artikel- Serie über die Lage in Rußland. nicht bestritten werden. Aber neu" oder gar jung Da findet der Leser nicht bloß ein auf Thatsachen sich zum Ueberfluß bekam er noch einen heißen Strahl auf den postirten Infanterie- Abtheilung schlug zwar in ihre Reihen des Schlages zu pariren, der sein Haupt mit solcher Wucht Rücken, der ihm schnell bis auf die Haut drang, ihn aber und verminderte ihre Zahl, das beirrte indessen die traf, daß er nunmehr sammt seiner Last zu Boden fiel. auch vor weiteren Wißhandlungen schützte, denn zwei Sol- Wackeren nicht, die ihren Brüdern zu Hilfe kamen; im Rollfuß sollte jedoch seinen Triumph nicht lange ges baten stürzten, von demselben Strahl im Gesicht getroffen, Augenblicke waren Streit und Jwan an des Bedrängten nießen, denn troß des Handgemenges, in welchem die Ar über ihn weg und bedeckten seinen Körper, ihm zur Last, Seite; Findeisen's Leute faßten neuen Muth, so daß sie beiter durch die Uebermacht von zwei Seiten immer mehr aber auch zum Schutze. nunmehr, vereint mit den neuhinzugekommenen Gefährten, nach der Post zugedrängt wurden, war es Streit gelungen, Bur selben Zeit sprengten die Leute Findeisen's den mit Wuth auf die Bürgerwehr eindrangen, die sich nur sich nochmals zu den Beiden heranzuarbeiten, und nun fiel Theil der Schleuse, über welche sich zwei Schuhwehre des unbehilflich vertheidigte und schrittweise vor der kaum auf den blutgierigen Fabrikanten, der nur noch seine Opfer Militärs erhoben hatten. Menschen, Balken und Steine halb so starken Zahl der Arbeiter zurückzuweichen begann. fah, ein mächtiger Säbelhieb, der zwar am Gesichte abglitt flogen hoch in die Luft, ein furchtbares Geschrei machte die„ Steht, Männer, steht," rief Howald ergrimmt; wollt aber doch ziemlich tief in die Schulter drang und ein Ohr Luft erzittern, und an der Spitze einer entschloffenen Schaar Jhr vor Euren eigenen Arbeitern ausreißen?" vollständig vom Kopfe trennte. von Maschinenarbeitern und Bergleuten stürmite Findeisen Diefer Ruf stachelte die Bürgerwehr auf, und sie begann Der hierdurch gewährte kurze Augenblick der Erholung über den Poſtplatz der Post zu, um dieses, im Mittelpunkt ge- zu stehen, theilweise sogar wieder vorzubringen. Der alte genügte Jwan, sich wieder zu erheben und unter dem Schuße Legene massive Gebäude in Besitz zu nehmen. Da mit einem Male Findeisen war durch diese Stöße und Gegenstöße von seinem Streit's den verwundeten Kameraden weiter zurückzuführen. Löfte sich von einem Wintel des Blazes eine geschlossene Sohn getrennt worden und gerieth in das Handgemenge, Aber wenig war damit gewonnen, denn wenn auch Streit Schaar von drei- bis vierhundert Männern, ausgezeichnet wobei ihm ein Schlag mit einer Eisenstange die Flinte aus statt des Degens die dem Möbelfabrikanten entfallene Flinte burch weiße Binden und durch eine mehr bürgerliche als der Hand schlug, ein anderer ihm aber den Kopf ver- erfaßt hatte und die Bürger ihrerseits immer mit einiger militärische Kleidung. Diese Schaar eilte gleichfalls dem leyte, so daß er zurücktaumelte. Ein Dritter wollie ihm Vorsicht vorwärts draugen, mußte er sich, bereits aus Boſtgebäude mit dem augenscheinlichen Bestreben zu, es vor das Bajonett durch den Leib rennen, aber da stand der mehreren Wunden blutend, sagen, daß ihre Lage troftlos den Angreifern zu erreichen. In der Nähe der Post mußten sie zusammentreffen. Findeisen sah sich um; höchstens 80 bis 90 Mann waren ihm gefolgt, er schwenkte dem offenen Thore zu. Wohin, Herr Findeisen?" rief ihm eine Stimme zu, und ausblickend jah er die hohe Gestalt Howald's, der ihm mit dem Degen in der Hand den Weg vertrat. " Play, Play," rief Findeisen nach der ersten Ueber raschung und erhob den Säbel, ihn über dem Haupte des Gegner's schwingend. " Halt!" rief eine andere Stimme, die ihn im Tiefsten der Seele erbeben ließ. Findeisen sah sich seinem Vater gegenüber, und der erhobene Arm fiel matt am Störper nieder. „ Ergieb Dich!" rief der Vater und faßte nach dem bewehrten, des Widerstandes nicht mehr fähigen Arm, um ihm die Waffe zu entwinden. Sohn, der sich mit Riesenkraft herangearbeitet hatte, vor geworden. dem Vater, hielt das Bajonett an und rief: Zurück! es ist mein Vater!" Und unvermeidlich schien ihr Untergang und die Vers Der Arbeiter wich zurück; die Bürgerwehr nahm den mehr zusammenschmolz. Aber im lezten kritischen Augennichtung der kleinen todesmuthigen Schaar, die mehr und Berwundeten in ihre Reihen ein und konnte es um so un- blick erscholl von neuem, lauter und muthiger als zuvor, der gehemmter thun, als gerade in diesem Augenblicke jene Ruf:" Freiheit, Freiheit!" Einige hundet Erdarbeiter Infanterie Abtheilung, welche die Galve gegeben, einen von der Eisenbahn waren es, die, zum Theil nur mig Bajonett- Angriff in die Flanke der Arbeiter ausführte. Schaufeln, Hacken und Stangen bewaffnet, unter Frank's Findeisen wandte sich nach seinen Leuten um; aber Führung heraustürmten und das Treffen wieder zum Stehen Howald, der ihn unvermuthet bei dieser Wendung in die brachten. Kleidung am Hals faßte, riß ihn zurück und schrie den Bürgern zu: Nehmt den Rebellen mit." D Und Freiheit, Freiheit!" donnerte es von Nenent, " Ach was, mitnehmen, feine Schomung!" rief der auf den denn jetzt eilten, geführt von dem Philosophen, der sich Möbelfabrikant Rollfuß und stieß dem Bedrängten mit Schultern tragen ließ, die wohlbewaffneten Leute herall, aller Kraft den Büchsenkolben vor die Brust, so daß er zu deren Entsetzung das ganze Gefecht war unternommen wankte und ihm das Blut aus dem Munde hervorquoll. worden. Diesem Doppelstoße hielt die Bürgerwehr nicht Stand, „ Meuth, Muth! Freiheit, Freiheit!" erscholl es von einer hatte, flug ihn im Arm auf und streckte ihm zum Schuße sie ihrer anderen Seite, und an der Spige von etwa 50 bis 60 vom den Säbel vor. Bulverrauch geschwärzten Arbeitern stürmte Jwan und stürzte mit gehobenem Büchsenschaft von Neuem auf die rückten in ihrem Rücken einige Bataillone frischer Truppen Streit heran. Eine Gewehrsalve von einer seitwärts Beiden. Iwan's Degen war nicht im Stande, die Wucht heran und breiteten sich in der ganzen Länge des Poſt gründendes Urtheil, sondern auch die Thatsachen selbst, nach| werkschaften zum Prinzip des gesetzlichen staatlichen Normal- 1 Abg. Nichter( dfr.): Es handelt sich hierbei um zwer denen Jeder ein eigenes Urtheil sich bilden kann. Arbeitstages. Wenn die Bourgeoisblätter die Bedeutung Fragen: um die Zentralisation und um die Höhe des Zuund Tragweite dieser Thatsache nicht einsehen, so bekunden schufjes. Die Selbständigmachung der Theater als städtischer Italienische Anleihe in Sicht. Die Finanzlage fie blos ihre bodenlose Unwissenheit, die auch daraus erhellt, dann möglich sein, das Anwachsen der Zuschüsse zu ver Institute Es würde würde einen Fortschritt bedeuten. Italiens ist eine so verzweifelte, daß nur noch durch außer daß sie behaupten, der gefeßliche Normal- Arbeitstag sei im hindern, man wird im Stande sein, sich den Bedürfnissen der ordentliche Mittel der Bankrott auf einige Zeit ferngehalten Prinzip längst von den englischen Gewerkschaften angenommen Bevölkerung anzupassen und höhere Einnahmen zu erzielen. werden kann. Ein großes, ein sehr großes Anleihen ist worden. Besagte Blätter ihre Ehrlichkeit vorausgesetzt Anders verhält es sich mit der Bemessung der Zuschüsse. nöthig. Im Jnland, das ganz erschöpft ist, läßt sich nichts verrathen hiermit blos, daß sie den Unterschied zwischen Dieselben sollen bemessen werden den Mitteln der Kronaufbringen. Die Franzosen geben natürlich keinen Pfennig einem privat vereinbarten und einem gesetzlich dotation entsprechend. Dadurch wird wohl dementirt die Nachfür die Zusammenflickung des Dreibundes. Die Engländer vorgeschriebenen Achtstundentage nicht kennen und richt, daß der Zuschuß entsprechen soll den Kosten für die Unterfind vorsichtige Leute. Bleiben die gemüthlichen Deutschen, die Berichte der letzten englischen Gewerkschafts- Kongresse haltung einer Hofloge. Die Zuschüsse haben fich feit 1867 erund in Italien ist man allgemein der Ansicht, die Reise nicht gelesen oder nicht verstanden haben. des Königs Umberto hänge mit einer Anleihe zusammen. Das hat viel für sich. Also: Taschen zu! " Kommunaler Arbeiterschutz in der Schweiz. Unser Bruderorgan, die in Zürich erscheinende Arbeiterftimme" theilt mit, daß die Abgeordneten- Bersammlung von Neu Zürich( die Vororte von Zürich werden infommunalisirt und die in Rede stehende Körperschaft bildet. die demnächstige städtische Vertretung) auf Antrag der Arbeitervertreter folgenden Beschluß gefaßt hat: M Der Stadtrath bestimmt die Lohnansätze für die im Tagelohn beschäftigten Bediensteten und Arbeiter, wobei als Mindestlohu für erwachsene Angestellte ein Ansatz von viereinhalb Franks- drei Mart sechszig Pfennige für den zehn stündigen Arbeitstag zu Grunde zu legen ist. Bei der Austellung sind vorzugsweise Einheimische zu berücksichtigen. Für Bauunternehmer und Akkorbanten, welche für die Stadt Arbeiten übernehmen, ist in obigem Sinne ein Pflichtenheft aufzustellen." werden. = Daß in Paris sowie in London in den städtischen Vertretungen ähnliche Einrichtungen zum Schutze der Arbeiter existiren, ist unseren Lesern bekannt; in London hat der County Council( Grafschaftsrath) erst vor wenig Wochen auf Antrag unseres Genossen John Burns beschlossen, daß die bei Ausführung städtischer Arbeiten beschäftigten Ar beiter die von den Trades Unions, also den Arbeitervereinigungen der betreffenden Gewerkschaften, festgesetzten Arbeitslöhne erhalten müssen. Berkürzung der Arbeitszeit und Erhöhung der Löhne war cine der ersten Thaten des im vorigen Jahre neugewählten Grafschaftsrathes, wie fich die Leser aus den Korrespondenzen unseres Londoner Mitarbeiters erinnern Die meisten Großstädte des zivilisirten Auslandes er achten es für ihre Pflicht, dafür zu sorgen soweit die Stadt als Arbeitgeber und Unternehmer in Frage kommu die Arbeiter gegen übermäßige Inanspruchnahme ihrer Arbeitskraft zu schüßen; nur in der Hauptstadt des deutschen Reiches, welches angeblich an der Spike der Zivilisation und Sozialreform marschirt, in Berlin ist man allen dahinzielenden Anträgen der Sozialdemokraten in der Stadtverordneten- Versammlung gegenüber auf beiden Ohren taub. Jm Berliner Rathhaus steht einer der Hochaltäre des Kapitalismus; die Bourgeoisie in der Stadt der Intelligenz, vertreten durch den Liberalismus vulgo Freisinn, lehut es erfahrungsgemäß grundsätzlich ab, den Arbeitern zur Erringung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen behilflich zu sein. Die Wohlfahrt des Kapitalismus ist das höchste Gesetz. Nach diesem Prinzip verhindert man im rothen Haus" jeden Versuch, cin Loch in die Ausbeuterfreiheit zu schlagen. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 78. Sigung vom 20. Juni. 11 Uhr. Am Ministertische: Graf zu Eulenburg, v. Bötticher, Miquel, Herrfurth, Bosse. Auf der Tagesordnung steht die Verlesung der Interpellation der Abgg. Sattler, Wallbrecht und Enneccerus: heblich gesteigert, aber mit Rücksicht darauf ist ja die Dotation wiederholt erhöht worden. Virchow hat 1889 angeregt, daß die Kosten der Hoftheater auf die Staatstasse übernommen werden, so daß eine Erhöhung der Krondotation nicht zu erfolgen brauche. Das fand damals feinen Anklang. Jeht muß ich mich dagegen verwahren, daß etwa ein Theil der Kosten auf die Staatstaffe übernommen wird. Unsere Finanzen gestatten nicht einntal die Erfüllung der bringendsten Bedürfnisse, da sind wir nicht in der Lage, für die Theater Zuschüsse zu bewilligen. Wir haben schon 10 Millionen für den Dom bewilligt, für dessen Bau auch in erster Linie die Krondotation hätte in Anspruch genommen werden müffen. Die Kosten der persönlichen Hofhaltung sollten nicht in so großem Maße gesteigert werden, daß sie die Erfüllung der moralischen Verpflichtung der Krondotation beschränken. Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Woher entnimmt der Vor1. 3ft die fönigl Staatsregierung von dem Plane unterrichtet, Fideikommiß- Fonds sich den moralischen Verpflichtungen, die ihm An die fönigl. Staatsregierung wird die Anfrage gerichtet: rebner die Berechtigung, den Vorwurf zu erheben, daß der Kronben bisher von dem Kronfideikommiß- Fonds für die Theater in obliegen, entziehen wollte? Die Erklärungen des MinisterHannover, Kassel und Wiesbaden gezahlten Zuschuß einzuziehen. präsidenten bezeugen das Gegentheil und werden überall eine 2. Im Falle der Bejahung der ersten Frage, welche Schritte große Beruhigung hervorrufen. Daß zur Ersparung von Kosten beabsichtigt sie zu thun, um die dadurch hervorgerufene Gefähr- eine Aenderung der Verwaltung herbeigeführt werden soll, ift dung der berühmteu und mit der Geschichte der betreffenden durchaus zu billigen, aber ich hoffe, daß, was bisher geleistet Städte und Landestheile eng verbundenen Runstinstitute zu ver- worden ist, auch ferner geleistet wurden wird, daviit die hüten? Theater ihren Zweck als Kunstinstitute erfüllen können. Interpellation sogleich zu beantworten. Ministerpräsident Graf zu Eulenburg: Ich bin bereit, die Interpellation sogleich zu beantworten. Es folgt die Berathung des aus dem Herrenhause zurückgekommenen Gesetzentwurfes betr. das Diensteinkommen der Lehrer an den nicht staatlichen öffentlichen höheren Schulen. Abg. Sattler: Der Vorredner befindet sich im Irrthum, wenn er glaubt, daß die Zuschüsse nicht wegfallen sollen; bei Abg. Sattler( natlib.): Die Form der Anfrage gebe ich voll- den Verhandlungen mit Wiesbaden hat der Herr Hausminister ständig preis, sie mußte gewählt werden, weil die Geschäftsordnung dies ausdrücklich erklärt. Die Absicht, die Theater in die Verfür die Behandlung solcher Fragen teine andere Möglichkeit giebt. waltung der Städte überzuführen, wird nicht überall Antlang Die Antwort, daß die Regierung amtlich keine Kenntniß von finden, denn dadurch wird der Charakter eines Kunstinstituts den angeführten Dingen habe, würde uns wenig befriedigen. immer etwas herabgedrückt. Daß für die dauernde Erhaltung Die Frage ist angeregt durch die Verhandlungen des Haus der Runstinsttute gesorgt werden soll nach der Absicht der Regieministers mit der Stadt Wiesbaden, aus welchen man schließen rung, hat mich gefreut. Daß der Ministerpräsident gegen die muß, daß man nicht mehr geneigt ist, die Verwaltung der drei moralischen Verpflichtungen teinen Widerspruch erhoben hat, läßt bezeichneten Hoftheater fortzuführen, oder höchstens für einen mich darauf schließen, daß er dieselben anerkennt. vorübergehenden Zeitraum. Das hat in den drei Städten große Abg. Richter: Graf Limburg scheint nicht zu wissen, daß Beunruhigung hervorgerufen, welche die Vertreter dieser Städte die Dinge offiziell in den Verhandlungen der städtischen veranlaßt hat, diese Frage zu stellen. Sehr trefflich hat ein Körperschaften zu Wiesbaden und Raffel bekannt geworden Nichthannoveraner, Herr von Wildenbruch, den Eindruck geschil- find, 100 die Verminderung ber Zuschüsse begründet dert, den eine solche Maßregel machen würde. Die Städte, in wurde mit den wachsenden Ausgaben der Hofverwaltung. welchen die Fürsten die Theater errichteten, haben nicht nur Diese Ausgaben sind uns aber schon vorgeführt worden bei der wirthschaftliche Vortheile von diesen Kunstanstalten, sondern sie Erhöhung der Krondotation. Ich habe den Eindruck, daß diese find mit denselben eng verwachsen. Bei der Annexion wurde die Sache vom Hausminister gründlich verfahren ist; im Intereſſe Absicht ausgesprochen, daß in diesen Dingen Nichts geändert der Krone wäre es besser gewesen, wenn man die ganze Sache werde, daß feine größere Zentralisation eintreten solle. Redner nicht angeregt hätte. beruft sich auf die Aussprüche des verstorbenen Kaisers Wilhelm Darauf wird die Debatte geschloffen, die Interpellation ist gegenüber der Abordnung der Stadt Hannover, welche auf eine damit erledigt. Dauer der bestehenden Einrichtungen hoffen ließe. Die Maßregel, welche der Hausminister in Aussicht stellte, tam wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch die politische Wirkung einer solchen Maßregel bat Herr von Wildenbruch geschildert; es giebt in Hannover noch Elemente, welche mit den neuen Verhältnissen Im§ 1 hatte das Abgeordnetenhaus die Anwendung des unzufrieden sind; sie werden die entstehende Unzufriedenheit für neuen Normaltarifs auf die Zeichenlehrer, die technischen, ihre Agitation ausnutzen, nachdem durch die Aufhebung des Elementar- und Vorschullehrer beschlossen, die in der RegierungsBelfenfonds eine gewisse Beruhigung herbeigeführt worden ist. Vorlage ausgeschlossen war. Das Herrenhaus hat in diesem Man sagt jetzt, die Ausgaben für die Theater sind auch aus dem Punkt die Vorlage wieder hergestellt, und bezüglich der betreffenden Welfenfonds gemacht worden. Ich glaube das nicht, aber die Gleich- Lehrer folgende Vorschrift als Absatz 5 aufgenommen: Die zeitigkeit der Maßregeln bietet für solche Ausstreuungen einen Anhalt. Besoldung der übrigen technischen Elementar- und Vorschullehrer In Hannover und Kassel sind die Theatergebäude Staatseigen- ift innerhalb der für die entsprechenden Kategorien an den staatthum, in Wiesbaden ist allerdings das Gebäude Eigenthum der lichen höheren Schulen bestimmten Grenzen dergestalt festzustellen, Stadt. Als Aufsichtsbehörde schon kann die Regierung nicht daß dieselbe hinter derjenigen der Volksschullehrer in den be,, Ein regelrechtes Fiasko der Sozialdemokratie" ruhig dabei sein, wenn den Städten eine so hohe Laft auferlegt treffenden Orten nicht zurückbleiben darf und ihnen außerdem eine nennt die Bourgeoispresse den internationalen wird, wie die Unterhaltung der Theater sie darstellt. In die nicht pensionsfähige Bulage von 150 m. jährlich gewährt wird. Verwaltung des Kronfideikommiß Fonds wollen wir uns nicht Abg. Arendt( frt.) beantragt die Wiederherstellung des BeBergarbeiter Rongreß, weil die englischen Berg- einmischen, aber aus den angeführten Gründen können wir wohl schluffes des Abgeordnetenhauses. arbeiter sich geweigert haben, den Achtstundentag für die Auskunft über die Absichten des Hausministers verlangen. Es Abg. Lieber beantragt, den Beschluß des Herrenhauses in Gesammtheit der Arbeiter zu fordern. Ebenso tönnte gefragt werden, ob nicht flagbare Rechtsansprüche für die feinem letzten Theile etwas abzuändern dahin:„ daß dieselbe gut hätte es die gegnerische Presse ein regelrechtes Fiasto Erhaltung der Hoftheater vorhanden sind. Wenn auch nicht hinter dem um eine nicht pensionsfähige Zulage von 150 Mark der Sozialdemokratie" nennen können, daß wir bei den rechtliche, so liegen doch jedenfalls moralische Verpflichtungen vor. jährlich für sie vermehrten Einkommen der Bolksschullehrer in letzten Wahlen blos 12 Millionen und nicht die Majorität Bei der Erhöhung der Krondotation 1867 und 1889 hat die Frage dem betreffenden Orte nicht zurückbleiben darf. aller Stimmen erlangten. Daß die englischen Bergarbeiter der Theaterunterhaltung eine Rolle gespielt. Wir können des auf einem Gewerkschaftstongreß nicht für den allgemeinen halb die Regierung nur bitten, eine genaue Prüfung der Rechtslage Achtstundentag offiziell eintreten würden, das wußte jeder mit eintreten zu laffen und das Ergebniß derselben dem Hausminister der englischen Arbeiterbewegung nur einigermaßen Vertraute von vornherein. Der große Erfolg dieses letzten Kongresses vom sozialistischen Standpunkte ist, wie wir seinerzeit ausführten,- neben der Schaffung eines internationalen Bandes die Bekehrung der mächtigsten englischen Gegegenüber zu verwenden. = Nach längerer Debatte werden die Anträge Arendt und Lieber abgelehnt und§ 1 nach dem Beschlusse des Herrenhauses gegen einen Theil der Konservativen genehmigt. Die Wiederherstellung des§ 7 wird, nachdem die Abgg. Lieber und Arendt sie empfohlen, mit großer Mehrheit abgelehnt und die Vorlage endgiltig nach den Beschlüssen des anderen Hauses angenommen. Schluß gegen 4 Uhr. Nächste Sigung nach Erledigung des Kleinbahngesetzes im Herrenhause. Briefkaffen der Redaktion. Ministerpräsident Graf zu Eulenburg: Ich könnte mich auf eine Berneinung der ersten Frage beschränken; ich theile indeß den Wunsch, daß die Sachlage flar gestellt werde und füge deshalb Folgendes hinzu: Die Theater in Hannover, Kassel und Wiesbaden stehen unter königlicher Verwaltung. Die Kosten werden, abgesehen von gewissen Zuschüssen und eigenen Einnahmen, aus Der Krondotation bestritten. Diese Kosten und übersteigen jetzt das, plates aus. Aber auch von der entgegengesetzten Seite haben erheblich zugenommen quoll es in schwarzen Waffen aus allen Straßenmündungen was früher dafür ausgegeben worden ist. Die Schwierig feiten werden dadurch gefteigert, daß die oberste und drohte den ganzen Platz zu überschwemmen. Geschüße wurden von beiden Seiten in's Bereich des Schlachtfeldes Leitung fich nicht in dem Besitz der Kunstinstitute befindet. Des= halb ist vom Hausministerium in Aussicht genommen worden, A. B. Sie müssen der Ortstrankenkasse spätestens am gezogen, und aus den dunklen Massen der Arbeiter ritt mit den betreffenden Städten in Verhandlungen zu treten wegen 30. September zum folgenden 1. Januar kündigen, und müssen auf einem schwarzen Streithengst, den er als ehemaliger Uebernahme der Verwaltung auf die Städte unter Zuschuß aus bis dahin sich einer freien Hilfstasse angeschlossen haben. Küraffier sehr wohl zu regieren verstand, Wießner, der der Krondotation, um den Bestand der Theater bauernd zu Ein Abonnent, Lausitzerstraße. Ob Abdrücke von KautschukOberkommandant des Arbeiterheeres, in stiller Gelassenheit, sichern. Dazu bedarf es nicht der Mitwirkung der Staats- stempeln in Bedürfnißanstalten Sachbeschädigung oder grober Unwie es immer feine Gewohnheit war, sei es bei der täg- regierung, welche nur einzutreten haben wird, wenn staatliche fug sind? Ueberlassen Sie solche Denunziationsfragen, wenn sie lichen Arbeit, sei es im fröhlichen Kreise seiner Freunde. Buschüsse gefordert werden. Die Staatsregierung wird aber auch sich auch nur gegen Antisemiten kehren, doch Herrn Eugen Richter Bei seinem Anblick überkam die Boltsstreiter erst das die weiteren Interessen, welche hierbei in Frage kommen, nicht und der übrigen freisinnigen" Presse. M. R. 22. Sie können den Vater des Kindes für die BeBewußtsein des Großen, was ihnen in Ansehung ihrer gänz- aus den Augen laffen. Auf Antrag des Abg. Sattler tritt das Haus in die Beschädigung nur verantwortlich machen, wenn Sie nachweisen, lichen Mittellosigkeit, ihrer Bereinzelung und Unerfahrenheit fprechung der Interpellation ein. daß derselbe die Pflicht der Erziehung und Beaufsichtigung über bereits gelungen war, und dieses freudige Bewußtsein gab sein Kind gröblich vernachlässigt hat. fich in lauten Burufen an den erwählten Führer, der ihre Uniform, die Blouse unter der glänzenden Schärpe trug, sowie in lautdröhnenden Hurrah's Luft. " K. 3., Wittstockerstr. Das werden Sie auf der betreffenden Krantentasse am besten erfahren können; es fommt darauf an, welche Säge zwischen der Kasse und ihrem Arzt vereinbart find. Die gesetzliche Tare ist nicht überschritten, da das Impfen als Operation gerechnet wird. A. N., Manteuffelstraße. Natürlich kann Ihr Rechtsanwalt nur für die thatsächlich für Sie aufgewendete Thätigkeit Gebühren fordern; er muß nachweifen, was er gethan, z. B. daß Abg. Euncccerus( natl.): Durch die Antwort des Minister präsidenten scheint mir die Gefahr beseitigt zu werden, daß nicht blos die Verwaltung auf die Städte übertragen wird, sondern daß der Zuschuß nur auf eine Reihe von Jahren gezahlt wird Wohl mochten sich auch die gegenüberstehenden Truppen und dann aufhört. Das würde eine unerträgliche Belastung für wundern, als sie den feindlichen Führer so ruhig hervor- die betreffenden Städte und für die Provinzen sein. In Hessen tann man es garnicht begreifen, daß das Theater aufhören soll, reiten und halb bis in die Mitte des Blazes rücken sahen, während doch die großen Staatswaldungen zc. in preußischen von wo aus er das Terrain mit Muße refognoszirte, als Befits übergegangen sind. Ueberall hat die Meinung obgewaltet, wenn er sich nicht in dem Schußbereich des Feindes, und daß die Hoftheater in der alten Weise weiter geführt werden, er Jnterventionsbriefe geschrieben hat. zwar von etwa 2000 Gewehren, befände. Aber es dachte namentlich nach den Auslaffungen des Kaiser Wilhelm. A. W. Der Wirth hat wegen seiner Miethsforderungen das bort drüben Niemand an's Feuern, und so ritt Wießner Abg. Wallbrecht( natl.): Die moralische Verpflichtung ist Retentionsrecht an den Sachen des Miethers, solange diefelben ungestört nach dem Postgebäude, welches die Genoffen be- dadurch anerkannt, daß der Zuschuß für die Theater 25 Jahre fich noch im Miethshause befinden. Er fann Sie also, obgleich Sie in reits besetzt hatten, während die Führer noch alle vor dem lang gezahlt ist. Ich hoffe, daß die Verhandlungen zu einem dem Haufe eine andere Wohnung bezogen haben, wegen des alten, noch nicht verjährten Miethsrückstandes an Fortschaffung der Thorwege versammelt waren und sich ihre Wunden, so schnell günstigen Ergebnisse führen werden. Abg. Lieber( 3): Der Hauptzweck der Interpellation ist Sachen hindern. und gut es ging, verbinden ließen. wohl erreicht, da das Fortbestehen der Kunstinstitute als solcher Zwei Wettende. Die Forderung verjährt in zwei Jahren „ Ei, ei, Herr Mensch!" rief Wießner, als er den etwas gesichert zu sein scheint. Mir will es scheinen, als ob die Erfeit Ausstellung des Scheins. Wird in der Zwischenzeit die bleicher und ruhiger gewordenen Philofophen erblickte. Sie höhung der Krondotation 1889 auch mit dem Hinweis auf die Schuld Seitens des Schuldners ausdrücklich oder durch Leistung haben uns gehörig in Trab versezt. Was in aller Welt Unterhaltung dieser orei Hoftheater begründet wurde. Ich habe einer Theilzahlung anerkannt, so beginnt von da ab eine neue hatten Sie gerade hier zu thun, als gäb' es für Sie nirgends damals an den Finanzminister die Frage gerichtet, ob es sich zweijährige Verjährung zu laufen. dabei um eine dauernde Belastung des Kronfideikommiß- Fonds G. M., Gräfeftr. Das mündlich Abgemachte kann, wenn anders Gelegenheit zum Kampfe?" " Ja, ja, es war dumm", meinte dieser; ich hatte mir banble. Ich weiß aber nicht, ob ich damals eine Antwort er es dem schriftlichen Kontrakt widerspricht, jederzeit widerrufen vorgenommen, den Truppen so ganz heimlich in den Rücken balten habe. Besonders Wiesbaden verdient Berücksichtigung, da werden, es gilt alsdann nur der Kontrati. Lesen Sie denselben es jetzt auf städtische Kosten das Theatergebäude umbauen muß. aufmerksam durch; wir können, ohne dessen Bestimmungen zu zu fallen." Wenn der Zuschuß sich nur beschränken soll auf die Kosten der kennen, Ihnen keinen zuverlässigen Rath geben. Ein trener Abonnent. ( Fortsetzung folgt.) Unterhaltung der königlichen Hofloge, so wäre das teine Sicherung Als langjähriger Abonnent" für das Wiesbadener Theater. sollten Sie sich doch nicht an den Vorwärts" mit der Frage wenden, ob das Manöver Kaiser Wilhelm I. bei Breslau 1882 oder 1883 war? Abg. Brandenburg( 3.) erklärt sich für befriedigt durch die Erklärung des Ministerpräsidenten. Sozialdemokratischer Wahlverein Fachverein d. Tischler( Often). Für den Inhalt der Inſerate über für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. .nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 21. Juni. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Cosi fan tutte( So machen es Alle!) Berliner Theater. Narciß. Versammlung am Dienstag, den 21. Juni, Abends 81/2 Uhr, in Bohne's Salon, Hafenhaide 45/47. Tages Drdnung: = 1. Bortrag des Genoffen Siegerist, über: Die wirthschaftliche Lage. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragen. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein TOS Versammlung am Mittwoch, den 22. Juni, Ab. 81/2 Uhr, in Haberecht's großen Saal, Große Frankfurterstr. 30. 413/4 Tagesordnung: 1. Vortrag über: Freiheit und Autorität. Referent Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Bevollmächtigte. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Freie Vereinigung sämmtlicher in der Papier- Industrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins u. Umgegend. MS Versammlung Deutsches Theater. Der Weg zum für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. am Mittwoch, den 22. Juni, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Lokal, Infelftr. 10. Herzen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Ostend- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Die juten Flinten oder Hirsch in der Tanzstunde. Thomas- Thenter. Heißes Blut. Bellealliance- Theater. Der Abenteurer. Kroll's Theater. Der Wildschütz. Adolph Ernst- Theater. 23ien. GroßKaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Berl. Sommer- Theater Versammlung am Mittwoch, den 22. Juni, Abends 8 Uhr, im Lokale Rosenthalerstr. 38, 1 Treppe. Tagesordnung: Th. Glocke. 385/20 1. Die Entwickelung des Eigenthums. Referent Genoe 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. NB. Am Sonntag, den 10. Juli, findet in der Brauerei Friedrichshain" das Sommerfest des 5. Wahlkreises statt, worauf die Genossen besonders auf mertfam gemacht werden. Sozialdemokratischer Wahlverein " Tagesordnung: 1. Vortrag der Genoffin Ottilie Baader über: Die Gleichberechtigung der Frau". 2. Bericht über die Unterhandlungen mit dem Vorftande des Buchbinder- Fachvereins. 3. Verschiedenes und Fragekasten. ilm recht zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. De Versammlung findet am 22. statt, nicht wie irrthümlich angegeben- am 28. 267/7 Große öffentliche Unserm Genoffen und Statklub Gründer Heinrich Keller( genannt der Volksversammlung Rable) zu feinem heutigen Wiegenfefte in Weissensee Dienstag, den 21. Juni 1892, im Saale des Herrn Dusedann ( Vereinshaus), Charlottenburgerstr. 149. Zages Ordnung: ( Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg) für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. über Zahlen beweisen. 2. Distuſſion. Dienstag, den 21. Juni: Grosse Vorstellung. 1. Theil: Specialitäten I. Ranges. Gastspiel der französischen Liedersängerin Mlle Valerie Pasqual. Gastspiel der Original Bourleske- Excentrics: 3 Gebr. Mathias. 2. Theil: Zwölf Mädchen in Uniform. Vaudeville- Burleske in 1 Akt von L. Angely. Musik von verschieden. Komponisten. Inscenirt von Paul Pauly. 3. Theil: Specialitäten- Vorstellung. Bersammlung am Dienstag, den 21. Juni, Abends 8 Uhr, im großen Saale der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47/49. Tages Ordnung: 1. Die Stellung der Sozialdemokratie zu Stichwahlen zwischen gegnerischen Kandidaten. Referent Dr. Lütgenan, Rorreferent Stadtverordneter Vogtherr. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 4. Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. 424/5 1. Vortrag des Genoffen A. Gerisch 3. Ergänzungswahl der Lokalkommission. 4. Unsere Breffe. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 484/2 Achtung! Genossen und Kollegen vom Wedding und Moabit! Den Genossen u. Kollegen von Moabit u. Wedding hierdurch die Mittheilung, daß ich, da ich in meinem Berufe verNB. Die Bahlstelle, welche sich beim Genossen Gnadt befand, ist zu unglückt und Krüppel geworden bin, Raabe, Schönholzer- und Ruppinerstraße- Ecke verlegt. Zum Schluss: Der Zauberbrunnen Achtung! der Najaden, grosses Balletdivertissement, ausgeführt, von dem aus 20 Damen bestehenden 6. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, 26. Juni, Nachmittags 2 Uhr: Anfang: des Konzerta 6½ Uhr, Grosses sozialdem. Volksfest 61/2 der Vorstellung 71/2 Uhr. Mittwoch: Gala- Vorstellung u. Italienische Nacht. Wallner- Theater. Ben- Ali Bey's orientalische in den Lokalen: 1. Jägerhaus, Schönhauser Allee; 2. Knebel, Badstr. 58; 3. Knappe, Müllerstraße; 4. Böttcher, Seeschlößchen Mater Mitwirkung mehrerer bewährter Gefangvereine( M. d. A.-B.). in Reinickendorf. Festrede. Lebende Bilder. Vorträge. Zauber und Wunder. Den Genossen des 6. Wahlkreises zur Mittheilung, daß die Feier auf Kasseneröffnung 1/8 Uhr. Anf. 8 Uhr. dem Brocken, Tegeler Chauffee, Umstände halber nicht stattfinden kann, sondern in den oben angeführten Lokalen stattfindet. Preise: Parqu. 3, 1,50 und 1 M. Ränge: 3, 2, 1 M. und 50 Bf. Loge 4 und 3 M. Kinder die Hälfte. Borverkauf: Invalidendant und an der Theaterkaffe. Die Billets haben, wie bei der Maifeier, zu allen vier Lokalen Giltigkeit, sodass mit einem Billet alle vier Lokale besucht werden können. 615M 475/5 PassagePanopticum. Achtung! Neu! Das Komitee. Maurer! Achtung! Blaue Grotte Große öffentliche Versammlung mit Waffer, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Der Gine Sriminal Maurer Berlins u. Umg. geschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. am Donnerstag, den 23. Juni, Ab. 8 Uhr, in Joël's Salon, Tagesordnung: Andreasstraße 21. 1. Berichterstattung über den Stand der jetzigen Lohnbewegung und weitere Stellungnahme zu derselben. 2. Diskussion. Geöffnet von 9 Uhr Morgens zu erscheinen. bis 10 Uhr Abends. Victoria- Brauerei. NB. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen pünktlich in dieser Versammlung Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß laut Versammlungsbeschluß die Sperre nur im Einverständniß mit dem unterzeichneten Bureau verhängt werden kann. 428/10 639b die besten Glückwünsche. Die Genoffen vom Statklub, Grand". Statt jeder besonderen Meldung, zeige ich hiermit allen Verwandten und Bekannten an, daß mein lieber Mann, unfer guter Schwager und Schwiegersohn, der Destillateur Karl Gessler in Verrichtung seines Berufs verstorben ist. 6406 Die Beerdigung findet Diens tag, den 21. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des alten Elisabeth- Kirchhofs, Ackerstraße, statt. Die trauernde Wittwe Hermine Gessler und Verwandten. vom 1. Juli ab einen Beitungs- und Für die unerwartet große TheilBroschüren- Verkauf an d. Müller- nahme bei der Beerdigung unseres u. Lindowerstr.- Ecke( Krause) ein unvergeßlichen Freundes 641b richte. Abonnements auf Vorwärts, Johann Weber forge, for päriſibe Bu Bauhandwerker, Der wahre Jakob, Süddeutscher Postillon, Glühlichter, sowie fagen wir hiermit unsern innigften alle übrigen Arbeiterblätter nehme ich Herrn Manasse für seine erhebende Dant. Besondern Dant noch dem entgegen und sorge für pünktliche Bus Grabrede, sowie Dant dem Gesang stellung. Indem ich die Genossen und verein" Nord" und dem 1. Wahlverein. Kollegen bitte, mich in meinem Unternehmen nach Kräften zu unterstüßen, zeichnet achtungsvoll 647b Carl Weisse, Tegelerstr. 27. Carl Weisse, Tegelerstr. 27. Sonntag, den 26. Juni, findet in Seine Getreuen. Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. 538 L Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. Friedenau im Kurhaus ein großes NB. Um häufigen Irrthum zu ver Volksfest statt. Gesangvereine, die meiden, bitte ich meine Freunde und gewillt sind, dasselbe zu unterstützen, Genoffen, genau auf meine Adresse zu werden ersucht, ihre Adresse an Richter, Steglit, Schloßstraße 12b gelangen zu laffen. 422/15 Bur Reise und zu den Ferien. Saison- Ausverkauf. Hochf. kompl. Anzüge jett v. 10 M. an. Salon- Anzüge Promenaden- Anzüge. Eleg. Gesellschafts- Anz. Baletots Schuwaloffs. Bellerine- Baletots.. Staubmäntel 15 " " " " Englische Reise- Anzüge 20 Touristen- Anzüge. 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Eidtner, Forsterstr. 4, v Reichenbergerstr. 50. 6466 3 Tr. lints. von J. Adler, Oranienstraße 47. Auch Theilzahlung gestattet.[ 2509L Berantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 142. Parteinachrichten. 3 An die Turner der Mark Brandenburg und Berlin! Turngenoffen! Wir treten nochmals mit der Aufforderung an die arbeiterfreundlichen Turnvereine heran, den am 26. Juni cr. ftattfindenden Kongreß beschicken zu wollen. Es haben sich schon einige Orte gemeldet. Der Bund wird den Namen führen: " Märkischer Arbeiter Turnerbund." Der Kongreß findet in Mengert's Voltsgarten in Brandenburg a.. ftatt. Die Tagesordnung wird den an dem Kongreß betheiligten Vereinen zugestellt. Wir bitten, die Anmeldungen der Delegirten beschleunigen zu wollen. Alle Mitglieder der an dem Kongreß betheiligten Vereine haben zu dem Kongreßlokal Zutritt. Brandenburg a. H., den 9. Juni 1892. Dienstag, den 21. Juni 1892. 9. Jahrg. hat, den Staub Desterreichs- wo ihn die Genossen mit Schimpf Markthallen. Mit dem 30. September d. J. erreichen die und Schande aus ihrer Mitte jagten von den Füßen zu dem Markthallen- Kuratorium ertheilten und wiederholt verschütteln, ist vorläufig dafür gesorgt, daß die Herren, welche am längerten Verwaltungs- Vollmachten ihre Endschaft. Da das Damit aber Herr Anton Schönberger sein Treiben unter deutschen trachten ist, der Verkehr in den an der Peripherie errichteten Narrenfeil ziehen möchten, bis auf Weiteres nichts zu thun haben. Markthallen- Unternehmen noch immer nicht als konsolidirt zu beGenossen nicht weiter fortseßen tann, sei hiermit auf ihn auf- Markthallen sich vielmehr noch im Anfangsstadium befindet und merksam gemacht. Dieser saubere Bursche hat vor Pfingsten die der Erweiterungsbau der Zentral- Markthalle voraussichtlich erst Genoffen in ganz Bayern, Thüringen, Sachsen( Königreich und im Laufe des nächsten Jahres wird fertig gestellt werden können, Provinz), abgeklopft; fura vor den Pfingsttagen sich dann hier sollen die Vollmachten der Deputation nochmals und zwar bis eingefunden und auch da die Parteis und private Unterstützung zum 1. April 1894 verlängert werden. der Genoffen nachgesucht und gefunden wofür er jetzt die erst An- und Abgefchnorrten beschimpft. Leider erfuhren wir zu spät, Krankenkassen. Die Betriebsergebnisse der in Berlin vor daß Schönberger von den österreichischen Genossen als räubiges handenen, unter der Aufsicht der Gewerbebeputation stehenden Schaf längst abgethan ift; um demselben aber in Deutschland Krantentassen zeigen folgendes Bild: Den 61 Orts Die Rongreskommission des Brandenburger fei vor ihm gewarnt. Herr Schönberger's Wunsch soll erfüllt an. Die Raffen hatten eine Einnahme von 5493 233 M., und unter Genoffen das Schnorren weiterhin unmöglich zu machen, Krantentassen gehörten im Jahre 1891 269 044 Mitglieder Alle Anfragen und Meldungen nimmt entgegen D. Garbherzige Genoffen am Narrenfeil zu führen. und ihm die Gelegenheit genommen werden, noch weiterhin gut eine Ausgabe von 5 558 712 M., ihr Gesammtvermögen einschl. Wilhelmsdorferstr. 5 N. Refervefonds betrug am 31. Dezember 1891 3 353 840 M. 21 Betriebs( Fabrik-) Krantentassen gehörten 26 869 Mitglieder Männer Turnvereins. Die arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abbruck gebeten. * * an B " Den In Jeder der Polizeiliches, Gerichtliches 2c. der Gemeinde Krantenvers Am 20. Juni trat der frühere Redakteur des„ Sonne- sicherung 42, den 11 Jnnungs Krankenkassen 8595. Aus Leipzig wird uns geschrieben: Die hiesigen Arbeiter von ihm wegen Preßsünden noch zu verbüßende Reststrafe von berger Boltsfreunds", August Burkhardt, eine Summa betrug die Mitgliederzahl dieser vier Kaffenarten 304 550, ihre Einnahmen 6 448 553 m., ihre Ausgaben find jetzt eifrig mit den Vorarbeiten zu den Stadtverordneten- bezw. 5 Tagen 6 Stunden und 34 Minuten, ferner zwei weitere 6479 417 M., ihr Gesammtvermögen am Schluſse des Jahres Landtagswahlen beschäftigt. Im„ einigen" deutschen Vaterlande Strafen von je 4 Wochen Gefängniß in Sonneberg an. Gin 4042 529 M. Bei sämmtlichen Kaffen waren 110 334 Krankheitsfind befantlich eine Menge Formalitäten zu erfüllen, um in Urtheil, welches weitere 7 Wochen gegen ihn verhängt, unterliegt fälle und 3352 Sterbefälle zu verzeichnen. diesem oder jenem Ländchen die politischen Partikularrechte ausüben noch der Beschlußfaffung des Jenaer Oberlandesgerichts. Falls zu können. Die Weitläufigkeiten mit dem Bürgerwerden" sollen uns dasselbe bestätigt wird, ist Burkhardt erst am 8. Oktober wieder Studentisches. Die Neuwahlen für das Direktorium der. hier weniger genieren, aber die Erwerbung des Staatsbürger ein freier" Mann. 22 Wochen Gefängniß hat er bereits verbüßt. Akademischen Lefehalle fanden am 15., 16. und 17. ds. Mts. Rechts, die Beschaffung des Heimathscheines zc. hat oft die denkbar größten Schwierigkeiten. So mancher Arbeiter, dessen Wiege Norddeutschen Bolts- Zeitung" gezeichnet hat, wurde vom Schöffen- deutscher Studenten" und sein antisemitischer Anhang, auf der Genosse Molkenbuhr, der kurze Zeit als Redakteur der statt. Es standen sich gegenüber auf der einen Seite der Verein in Leipzig oder sonstwo in Sachsen stand, glaubt die sächsischen gericht Altona wegen Beleidigung eines Gendarmen zu 500 M. anderen Seite die die Intereffen der gesammten Studentenschaft politischen Rechte zu besitzen. Will er aber wählen, Geldstrafe event. 40 Tagen Gefängniß verurtheilt. Er hatte eine vertretende Freie wissenschaftliche Bereinigung". so wird ihm bedeutet: Sie sind ja gar fein Sachse; Ihr Korrespondenz aus Uetersen aufgenommen, in welcher behauptet beiden Parteien gelang es, zwei ihrer Kandidaten durchzubringen, Vater oder Großvater ist ein Preuße, berger 2c.; er hat sich nicht naturalisiren laffen, folglich sind auch so mit der Waffe geschlagen worden wäre, daß Blut durch die Hofe die Verwaltung der Lefehalle fast ausschließlich in den Händen Württem- war, daß ein vom Delirium befallener Arbeiter vom Gendarmen eine Thatsache, die in Anbetracht dessen, daß in den letzten Jahren Sie Preuße, Württemberger zc. Bisweilen macht die Beschaffung gedrungen sei. Der Gendarm stellte Strafantrag und die Staats- der Antisemiten lag, eine entschiedene Niederlage dieser Partei des Heimathsscheins des Vaters weniger Schwierigkeiten, aber anwaltschaft erhob dann die Anklage. Das Strafmaß des Urtheils beweist. Trotzdem bildet auch jest wieder der Verein deutscher manche Behörden, an die man sich wendet, find so zähe in der wurde, nach dem„ Hamburger Echo", unter Anderem damit be: Studenten" die Majorität im Direktorium, da bei der Ausloofung Ausstellung eines solchen, daß es vielen Arbeitern verleidet wird, gründet, daß als straf mildernd die unbescholtenheit der beiden übrigen Site das Loos gegen die Freie wissenschaftfich weiter um die Erwerbung der politischen Rechte zu bebes Angeklagten, als erschweren b, aber in Betracht gezogen liche Vereinigung" entschied. Bei der Verkündigung des Resultats fümmern. Zuweilen wird es ihnen auch geradezu unmöglich sei, daß er, obgleich er lange Jahre sich von Beleidigungen der Ausloosung vernahm man aus dem Munde einiger frommer gemacht, die nöthigen Papiere herbeizuschaffen, zumal man sich fern gehalten habe, nicht auf demselben Wege geblieben Theologen den ebenso geistreichen als bezeichnenden Ausspruch: früber gar nicht um die Nationalität" gefümmert hat. Daß die sei und daß er zu einer Partei gehöre, die systematisch die Ver- Gott verläßt den Deutschen nicht". vielen Schreibereien den Arbeitern auch eine Menge Rosten ver- he hung der Arbeiter gegen staatliche und gesellschaftliche Einursachen, sei noch nebenbei erwähnt. In allen Bezirken haben es deshalb einzelne Genossen übernommen, bezüglich der Beforgung der Staatsangehörigkeits- Papiere Auskunft zu ertheilen. Diese Einrichtung empfehlen wir auch den Genossen anderer Städte. Die größten Schwierigkeiten sind mit der Beschaffung der Papiere für Defterreicher zu überwinden. Ein Desterreicher wird z. B. nicht eher aus dem Staate entlaffen, bis er seine Militärzeit vollständig beendet hat, das ist unter Umständen nicht vor dem 35. Jahre. Und auch dann wird es zuweilen dem Betreffenden noch unmöglich gemacht, Sachfe" zu werden. Welche Nachtheile dies oft für einen Mann haben kann, mag Folgendes beweisen. Ein in Wien geborener Arbeiter ist seit 25 Jahren hier und verheirathet. Sein Sohn muß Soldat werden, folglich hat sich der legtere in Desterreich zu stellen. Wird er tauglich" befunden, so hat er vielleicht das Bergnügen, seine Beit" in der Herzegowina oder sonstwo in einem entlegenen Winkel Desterreichs abzudienen. " " " richtungen betreibe.- Diese Begründung ist einzig. prozesses, in welchem das Magdeburger Schwurgericht in erster In Sachen des Staßfurter MeineidsVerhandlung drei, in zweiter acht Arbeiter zu mehrjährigen Zuchthausstrafen verurtheilte, hat das Reichsgericht am 20. Juni das Urtheil gegen Fritsch und vier Genossen, welche von unserem Barteigenoffen Stadthagen vertheidigt worden waren, auf dessen Berufung hin aufgehoben und die Sache zur anderweiten Verhandlung nach Magdeburg zurückverwiesen. M Tokales. Fürst Bismarck passirte am Sonnabend Nachmittag Berlin, um sich zur Hochzeit seines Sohnes nach Wien zu begeben. Auf brüder begeben, um Bismarck anzuhochen. Bismarck sah aus dem den Anhalter Bahnhofe hatten sich an 400 patriotische" RadauFenſter feines Wagens, als der Ruf ertönte:" Silentium! Seine Ich soll sprechen? Ich habe nichts mehr zu sagen." Es soll furchtbar rührend gewesen sein. Der Fürst trank ein Glas echtes Bier, und eine Thräne funfelte in seinen Augen. Dann ging es fort nach Dresden, wo sich eine andere Komödie abspielte. Derselbe Fürst, der vor wenigen Stunden nichts mehr au fagen hatte, hatte in Dresden sehr viel zu sagen, weil dort, wenigstens in der Bourgeoisie, der nationalliberale Schwindel noch zieht. Während des furzen Aufenthalts hielt der treue Diener seines Herrn" eine ganze Anzahl Reden, in denen er die verstorbenen Kaiser Wilhelm I sowie auch den Kaiser Friedrich Besuch der höheren Schulen. Der Magiftrat hat der feierte, dessen furze Regierungszeit wohl nicht am wenigsten Die Reserve- Uebungen fommen noch als Extravergnügen dazu. Stadtverordneten Bersammlung eine Busammenstellung der gerade durch Bismarck getrübt war. Besonders hoch hob er den Daß es den Eltern nicht gleichgiltig sein kann, wo fie Frequenzen sämmtlicher Gymnasien, Realgymnasien, Ober- Real- König Albert von Sachsen, mit deutlich erkennbarer Absicht hervor. ihren Sohn in der Ferienkolonie" haben, ist selbstverständlich, schulen und städtischen höheren Bürgerschulen Berlins zugestellt. Er fühlt sich sicher, daß ihm gegenüber das Exempel, das er an denn wenn die Angehörigen in dem Staate ihrer Militärpflicht Nach derselben hat die Zunahme der Schülerzahl( abgesehen von Arnim, Geffcfen u. A. ftatuirte, nicht zur Anwendung kommen wird. genügen, wo man felber wohnt, läßt sich gegen Mißhandlung den höheren Bürgerschulen) in den Jahren 1887 und 1888 einen Des Fürsten Bismarck Ehrgeiz ist der Besiz der Macht, derfelben durch ihre Vorgesezten leichter mit Erfolg vorgehen, Stillstand erfahren; sodann trat eine Abnahme ein, so daß und um dieses Besiges willen läßt er alle Minen springen. Seine als im anderen Falle. Nach Allem müssen die Genossen aller die Gesammtfrequenz in den drei Jahren 1889-1891 von patriotischen" und" nationalen" Anhänger vergessen, in der orts eifrigst bemüht sein, unter den Arbeitern zu agitiren, daß 14 784 auf 14 419, also um 365 gesunten ist, während die Be- Hoffnung, durch Bismarck in die Höhe zu gelangen, jede Rücksich dieselben naturalifiren laffen, eventuell müssen sie in ihrer völferung um 154 082 ftieg. Die Zahl der Schüler der höheren ficht; sie, welche die eigentlichen Kämpfer für Kaiser und Reich" Gesammtheit für die Kosten des Einzelnen aufkommen, dem es Bürgerschulen ist von 1314 im Jahre 1888 auf 3234 im Jahre sein wollen, wenden jedes Mittel an, um Kaiser und Reich zu nicht möglich ist, diese selbst zu bestreiten. Wenn man systema- 1891 gestiegen. Die Gesammtzahl der Schüler der höheren Lehr- Falle zu bringen. Die Sozialdemokratie wird wenig Arbeit beim tisch vorgeht, wird auch der Erfolg nicht ausbleiben. Die Land- anstalten( ohne Vorschulen) einschließlich der höheren Bürger- Sturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung brauchen tagswahlen werden es zeigen. Bu früh kann nicht angefangen schulen betrug 1888 16 098( 1,095 pet. der Bevölkerungszahl), werden, denn es währt oft sehr lange, ehe man auf ein Schreiben 1891 17 653( 1,087 pet. der Bevölkerungszahl). Der Prozentsatz die herrschenden Klassen machen die Hauptarbeit selbst. Antwort erhält. Also frisch an's Wert allerorts! hat sich also in der gedachten Zeit nicht wesentlich verändert. Die öffentliche Versammlung fämmtlicher Gast: und Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben: Schaukwirthe Berlins und Umgegend, welche gestern NachDer Buchbinder G. Hufenbed, der seit vier Jahren als alte Pfingstbrauch deutscher Korpsstudenten", der alljährlich auf beschloß nach einem Referat des Verbandsvorsitzenden Wiese durch ,, Eine Verhöhnung kirchlicher Juftitutionen" ist der mittag bei Lips tagte und von 2000 Gastwirthen besucht war, Attenhefter bei der Reichseisenbahn arbeitete, wurde Mitte Mai ber Rudelsburg bei Kösen am Pfingstfonntag stattfindende Fuchs- eine vom Anwalt des Verbandes Rechtsanwalt Meyer aus entlassen, weil er sicher ist Mitglied eines Arbeiter- Gefang- sturm", auch" Fuchstaufe" genannt, also nicht, und die firch- gearbeitete Petition beim Oberpräsidenten Achenbach, des gefanglich an der Maifeier betheiligt hat. Derselbe liche Behörde hatte demnach keine Veranlassung, gegen diesen gleichen durch eine von Direktor Liebmann im Auftrage der war noch nie agitatorisch" aufgetreten, und ebenso wenig that über 40 Jahre bestehenden Pfingstscherz" zu protestiren und den Berliner Brauereien verfaßte Petition gegen die neue Polizeier dies am 1. Mai, wo hier jedes öffentliche Reden überhaupt felben, wie es in diesem Jahre des Heils zum ersten Male ge- verordnung Protest zu erheben. polizeilich verboten war. Das Anfuchen des p. Hufenbeck um schehen ist, durch die Polizei unterdrücken zu laffen. So erklärt Ausstellung eines Arbeitsattestes nebst Angabe des Grundes der der S.-C. zu Jena durch das präsidirende Korps Thuringia" Entlassung hat die Generaldirektion nicht einmal beantwortet, im Namen und Auftrage des Kösener S.- G.- Verbandes" in einem Spülapparate im Gastwirthsgewerbe, hat auf eine Eingabe des In Sachen der Polizeiverordnung, betreffend die neuen trobem der vorgeschriebene Stempelbogen blanko dem Gesuche fangathmigen Zeitungsinferat, das gleichzeitig in dem ernsthaftesten Verbandes der Gast- und Schankwirthe Berlins der Polizeibeigelegt war. Wir fragen nun die Generaldirektion, ob sie ge- Tone eine genaue Beschreibung der erwähnten studentischen präsident unterm 13. d. M. einen Bescheid dahin ertheilt, daß er willt ist, das verlangte Attest auszustellen odernicht? U. A. w. g. Kinderei giebt. Das ist brav! Wir freuen uns, daß die deutes ablehnen müsse, die Aufhebung der Polizeiverordnung vom Seit zirka zwei Jahren sind wir in Geburtswehen mit einem schen Korpsstudenten in so mannhaften Worten sich gegen den 11. April d. J., betreffend die Reinigung und Spülung der Trink sozialdemokratischen Wahlverein. Am 29. November 1890 wurden Verdacht der Herunterziehung einer der heiligsten Institutionen gefäße in den Gast- und Schankwirthschaften, bezw. die Hinausbie Statuten des Arbeiter- Wahlvereins" Vorwärts" eingereicht. Der Kirche"" verwahren. Es war auch wahrhaftig hohe schiebung ihres Inkrafttretens herbeizuführen. Er habe jedoch Der Polizeidirektor Feichter stellte uns die Genehmigung in Aus- Beit, daß die allgemein verbreitete Ansicht endlich wider- Borsorge getroffen, daß in allen Fällen, wo nicht gerade böser ficht, wenn wir den Baragraphen umänderten, welcher die Mit- legt wurde, daß den zukünftigen Stüßen der Gesellschaft, Wille und Widerfehlichkeit gegen die Ausführung der Verordnung gliederaufnahme behandelt. Wir glaubten damals, diese Ab- so lange sie noch auf der Universität sich„ studirenshalber" auf- flar zu Tage trete, diese während eines Uebergangsstadiums den. anderung nicht nöthig zu haben, und fußten dabei auf§ 17 des halten, die Religion, die sie später dem Volfe zu erhalten so thatsächlichen Verhältnissen entsprechend, ohne unnöthige Reichstags- Wahlgesetzes. Die Genehmigung wurde versagt und eifrig sich bemühen, nichts gelte. Behauptete man doch sogar, daß Strenge gehandhabt werde. vereins " " wurde in einer Bersammlung in Kehl beschloffen, noch einmal Ausnahme machten, und daß sie überhaupt, soweit sie einer Ver- Sechszig Personen, Bewohner der Umgegend des Den Versuch zu machen, den Verein genehmigt zu bekommen. bindung angehören, rein garnichts von dem späteren Ernst eines Ostbahnhofes, find am Sonnabend wegen„ bandenmäßigen Man reichte daher am 5. April die nach Wunsch des Polizei- hochwürdigen Herrn Pfarrers an sich hätten. Zwar verüben die Diebstahls", sowie theilweise wegen" Bedrohung mit präsidenten abgeänderten Statuten ein. Am 26. April erhielten Wingolfiten", die Vereinigung der Berliner Studirenden der dem Tode" festgenommen worden. Wir erfahren über diesen wir den dürren Bescheid, daß dem sozialdemokratischen Wahl- Theologie, alljährlich am Tage vor Himmelfahrt auf Pichels- Borfall, der sich am Freitag Abend hier abgespielt hat, berein die vereinspolizeiliche Genehmigung nicht ertheilt werden werder eine Kinderei, die dem" Fuchssturm" auf der Rudelsburg Folgendes: tönne.( Verfügung des Bezirkspräsidenten, unterzeichnet Feichter.) würdig an die Seite gestellt werden darf. Sie erklettern insBir gaben uns damit selbstverständlich nicht zufrieden und gesammt eine hohe Giche, lassen sich, jeder ein Glas Bier in der Straße 14 hatte die hiesige Dugholzhandlung Emil und Martin Auf dem der Ostbahn gehörigen Grundstück Brombergerdes Innern. Auch das war erfolglos. wandten uns in einer Beschwerde an das Kaiserliche Ministerium Hand, auf den Zweigen nieder, hören andächtig einer Rede auf Seligsohn, Friedenstraße 89, einen Lagerplay inne, den dieselbe das Deutsche Reich zu, die einer der Herren hält, und schleudern jezt räumte, da die Stätte zum 1. Juli dieses Jahres an einen So steht es mit dem Vereinsrechte in Elsaß- Lothringen. dann die geleerten Gläser zu Boden. Aber es wäre Bosheit, hiesigen Maurermeister S. vermiethet war. Am Freitag Abend wenn Jemand behaupten wollte, daß der Scherz", an dem in um sechs Uhr hatte das Personal obiger Firma den Lagerplay, Unabhängiges". In der letzten Nummer des Organs der diesem Jahre nach einer seiner Zeit von der Volts- auf welchem sich noch für 800 M. Waare befand, verlassen und Unabhängigen befindet sich ein Aufruf:" An die Genossen in Beitung" gebrachten Notiz 30 tünftige Seelsorger theil- die Eingangsthür ordnungsgemäß verschloffen. Gegen 1/27 Uhr Desterreich", der die Unterschrift eines gewiffen Anton Schön genommen haben, einer Parodie auf die Himmelfahrt noch viel sammelte sich eine nach mehreren Hunderten zählende Menschen berger trägt. In dem Aufruf wird Bezug genommen auf die ähnlicher sehe als der so unverschuldet in üblen Ruf gekommene menge an, welche sich ständig verstärkte und wohl 500 Köpfe strüben Erfahrungen", welche die Arbeiter Desterreichs seit dem Fuchssturm" einer Parodie auf die Taufe. Man bedenke, daß betragen mochte. Ohne Weiteres riß die Menge nun den Geldſack des Dr. Victor Adler und seiner intimſten Anhänger" auf den Tag vor Himmelfahrt verlegt haben, weshalb sie auch begann eine Plünderung, wie dieselbe wohl noch kaum in Berlin gemacht haben. Herr Anton Schönberger meint weiter, daß es bisher mit Recht von der kirchlichen Behörde nicht behelligt wor- vorgekommen sein dürfte. Man riß die Holzstapel ein, trug bie die höchste Zeit sei, daß die Arbeiter Desterreichs darüber unter den find. Die gleiche Vorsicht will von nun an auch der köfener Nußbölzer einzeln fort, andere Personen wieder, denen dies GeLetztere S.- G.- Verband gebrauchen. Er hat, den von kirchlicher Seite schäft zu langweilig war, hielten vorüberkommende Fuhrwerke an Aufgabe, welche Schönberger zu erfüllen vorgiebt, erscheint uns gehegten Bedenken sofort Rechnung tragend", auch den Fuchs- und ließen auf denselben die geraubten Waaren fortbringen. non weniger wichtig, denn nachdem unsere österreichischen Ge- turm" für alle Zukunft auf den Sonnabend vor Pfingsten ver- Nachdem so die gesammten Holzstapel gestohlen worden waren, noſſen auf dem letzten Wiener Parteitag mit den Hanser und Ge- legt."" uf diese Weise bleibt den deutschen Korpsftudenten nicht riffen die Plünderer noch eine Holzbude ein, zertrümmerten elé mann( den hinter den Kouliffen intriguirenden Schneider Riß nur das„ über 40 Jahre bestehende" findliche Vergnügen des Balken derselben und ſtahlen auch dieses Holz. rabann lent bie mann mit inbegriffen) so gründlich aufgeräumt haben und Fuchssturmes", sondern auch der erst aus neuerer Zeit Menge einen Zaun um, welcher das Grundstück Nr. 14 von der nachdem Herr Schönberger es schon vorher vorher vorgezogen stammende Ruf der Gottesfurcht und frommen Sitte erhalten. daranstoßenden uhholz- Handlung A. Krüger, Nüdersdorferstr. 70, Der Gerichtshof trennte und machte sich auch an die Plünderung dieses Platzes. lebensfroher kräftig gebauter Mann von 53 Jahren, der vornehmlich| darnieder." Besonderen Erfolg scheinen die beiden Angeklagten Es waren hier auch schon bedeutende Borräthe geraubt worden, ein Freund weiter Fußtouren gewesen ist und in lezter Zeit weder mit diesem Wisch nicht gehabt zu haben, denn sie erklärten gestern, als der Befizer dieses Plates, Herr K., mit vier Angestellten er einen Arzt konfultirt hat, geschweige denn an irgend einer Krant- daß sie sich die Nase verbrannt" und noch Geld zugesezt hätten. schien und vier die Stätte bewachende Hofhunde losfettete, um so heit gelitten hat. Mit einer nervösen Haft soll nun gleich nach Der Staatsanwalt erblickte aber in diesem Fruktiftziren der die weitere Plünderung zu verhindern. Die Thiere wurden jedoch dem Tode der Sargtischler geholt, auch die Grabstelle auf dem falschen Nachricht eines Charlottenburger Blättchens den Thatvon der Menge durch Steinwürfe zurückgetrieben und so konnte Friedhof der Friedensgemeinde bestellt worden sein, noch ehe der bestand des versuchten Betruges, er erachtete das Vorgehen der nichts gegen den Janhagel ausgerichtet werden. Gegen vorschriftsmäßige polizeiliche Todtenschein ausgefertigt war. Als beiden, Redakteure" auch für gemeinfährlich, da die Zahl Derer, 1/210 Uhr Abends kam der neue Miether des Plates, Herr schließlich der qu. Schein natürlich dennoch beschafft werden die nicht alle werden", bekanntlich sehr groß ist, und beantragte Maurermeister S. mit seiner Gattin, an dem geplünderten mußte und zu diesem Behufe der praktische Arzt Dr. Hentschel, daher je drei Monate Gefängniß. Grundstück, auf welchem noch immer die Menge ihr Unwesen Brunnenstr. 90, gerufen worden, verweigerte dieser nach der nahm nur groben Unfug als vorliegend an, erkannte aber trieb, vorüber, und derselbe fühlte sich veranlaßt, einen Besichtigung der Zeiche die Ausstellung des Todtenscheins und auf die höchste zulässige Strafe: je sechs Wochen Haft. Knaben, der gerade ein geraubtes Brett forttrug, zurückzujagen; er erstattete darüber dem Polizei- Reviervorstand pflichtgemäß die forderte dann die Plünderer auf. den Platz zu verlassen, da aber Anzeige. Nun durchschwirrten alsbald die ungeheuerlichsten Ge- Ein schlechter Scherz führte gestern den 18jährigen Handbrang die Menge unter den Rufen:" Haut den Hund todt!" rüchte jenen Stadttheil, von denen wir hoffen, daß sie grundlos lungsgehilfen Baumkamp unter der Anklage der fahrauf S. ein, der sich jetzt mit seiner Frau nach einem Hause in sind und die geschwägige Fama in diesem Falle recht start über- läffigen Körperverlegung vor die 124. Abtheilung des der Memelerstraße flüchten mußte, verfolgt von ungefähr sechzig trieben hat. Genug, die Polizei trat der geheimnißvollen Angelegen Schöffengerichts. Als das 10jährige Töchterchen eines SchuhPersonen, die die Absicht, den Maurermeister niederzuschlagen, zu beit näher und ermittelte, daß der verstorbene Eigenthümer F. Kupke mannes eines Tages das Kolonialwaaren Geschäft besuchte, in verwirklichen suchten. Nun wurde dieses Hans von den wüthen fich erst vor kurzer Zeit und zwar ziemlich hoch in eine Lebens- welchem der Angeklagte beschäftigt war, hatte der Letztere gerade den Erzedenten förmlich belagert, bis endlich gegen 3/410 Uhr ein versicherungs- Gesellschaft eingekauft hat, ferner aber auch dunkle einen sogenannten Seifenstein in der Hand. Er strich damit dem Schuhmann erschien; der Beamte konnte natürlich allein nichts Momente, die erst durch die eingeleitete Untersuchung aufgeklärt Rinde über die Wange. Die Wirkung war eine unerwartete, ausrichten, er gab das Nothsignal, durch welches fieben Nacht werden können. Am Sonnabend gegen 9 Uhr, als der Leichen- denn die berührte Stelle wurde wund. Die äzende Masse verursachte wächter herbeigerufen wurden, bei deren Erscheinen die Menge wagen vor der Hausthüre hielt, um den Todten nach der Leichen- eine völlige Zerstörung der Haut, es mußte ärztliche Hilfe in Annun schleunigst flüchtete. Der gleichfalls von der Polizei befreite halle des Kirchhofs zu transportiren, wurde die beabsichtigte spruch genommen werden; die zurückgebliebene Narbe wird nach S. mußte aber den Heimweg unter Begleitung derselben antreten. Ueberführung in letzter Stunde polizeilich verboten und, wie dem Gutachten des Sachverständigen erst nach Jahren völlig Im Laufe des gestrigen Tages wurde bei 40 Familien der Umgegend oben bemerkt, wurde der Gala- Leichenwagen fammt der Leiche, schwinden. Der Staatsanwalt nahm zu Gunsten des Angeklagten des Ostbahnhofes von der Kriminalpolizei Haussuchung gehalten, zwecks der angeordneten Leichenöffnung, nach der Morgue dirigirt. an, daß derselbe in jugendlichem Uebermuth gehandelt, er beanwobei sich herausstellte, daß die Plünderung keineswegs Gin Polizeibeamter in Zivil begleitete den Transport. tragte gegen denselben eine Geldstrafe von 100 Mart. Der Ge durch die arme Bevölkerung jener Straßen verübt worrichtshof erkannte auf 30 M. Geldstrafe. den ist, sondern daß viele sehr gut fituirte Personen an Die Vollstreckung des Todesurtheils an dem Raubdem Naubzug betheiligt gewesen, zu denen unter Anderen mörder Wegel foll heute, Dienstag, früh 6 Uhr durch den Die Gefährlichkeit der Hängegerüste zeigte sich wieder ein reicher Bäckermeister und ein sehr wohlhabender Scharfrichter eindel in dem Hofraum des Strafgefängnisses in einer Verhandlung, welche gestern vor der III. Straftammer Schlächter gehören. Nach eingehender Vernehmung sind zu Plößensee erfolgen. Am Montag Mittag 12/2 Uhr begab sich des Landgerichts I stattfand. Der auf der Anklagebank befinddie polizeilich Siflirten, deren Zahl mehr als 60 beträgt, der Erste Staatsanwalt am Landgericht II, 2ademann, in liche Dachdeckergehilfe Otto Riegel sollte durch Fahrlässig auf freien Fuß gesetzt worden. Da die Ermittelten fort Begleitung des ersten Gerichtsschreibers, Kanzleiraths Heil- feit einen schweren Unglücksfall verschuldet haben. während neue Angaben machen, glaubt die Behörde mindestens mann, zu dem Delinquenten in die Zelle des Untersuchungs 14. Oftober vorigen Jahres hatte der Angeklagte im 200 Theilnehmer an dem Raub der Staatsanwaltschaft gefängnisses und theilte ihm mit, theilte ihm mit, daß, nachdem durch Auftrage feines Meisters an dem Hause Gontardstraße übergeben zu können. Allerhöchste Ordre bestimmt worden, daß der Gerechtig- Nr. 3 ein Hängegerüst anzubringen. Dasselbe wurde dann die Fassade zu Die Entstehung des unerhörten Vorfalles ist darauf zurück- feit freier Lauf zu lassen, die Vollstreckung des Todes- von drei Malergehilfen betreten, welche zuführen, daß sich eine größere Anzahl Kinder vor dem Platze urtheils am Dienstag Morgen stattfinden würde. Wetzel, der streichen hatten. Nach kurzer Thätigkeit der Maler gab die angesammelt hatte, welche unter den Rufen: Hier giebt es diese Eröffnung ohne große Erregung entgegengenommen haben Rüstung nach, das Laufbrett nahm eine so schräge Stellung ein, Brennholz für umsonst" den Zaun überstiegen;" es tamen nun foll, ist um 2 Uhr Nachmittags mittelst des grünen Wagens nach daß die darauf Befindlichen sich nicht zu halten vermochten, einer auch noch erwachsene Personen hinzu und nach ganz kurzer Zeit Plößensee übergeführt worden, um dort in einer Belle des Ge- hielt sich krampfhaft an einem Tau fest, die beiden anderen hatte sich die Zahl der Raubenden auf 500 angesammelt. Mit fängnißgebäudes Mr. III seine letzten Lebensstunden hinzubringen. türzten aus bedeutender Höhe auf das Pflaster. Der Maler welcher Frechheit die Plünderer vorgegangen, beweist der Um- Der Delinquent ist noch nicht ganz 25 Jahre alt. Die Mord- Scholl verstarb bald nach dem Sturze, fein Unglücksgefährte tam stand, daß sechs Zoll starte Balfen, an welchen sechs Mann zu that an dem Kaufmann Hermann Hirschfeld in Spandau verübte mit schweren Verlegungen davon. Es zeigte sich, daß einer der Schleppen hatten, gestohlen und bis drei Treppen hinauf, wie er am 23. August 1891, seine Verhaftung erfolgte am 25. Oftober Böcke, die auf dem Dach angebracht waren und an welchen die Nach dem Gutachten 3. B. in einem Haufe der Memelerstraße, geschafft worden sind. und seit dem 7. November vorigen Jahres befand er sich im Rüstung befestigt war, umgefallen war. Die fommiffarischen Vernehmungen der bis jetzt ermittelten Plün- Moabiter Untersuchungsgefängniß. Am 2. Februar diefes des Sachverständigen, Baurath Sönderup, war die Befestigung derer werden am Dienstag beginnen. Jahres hat das Schwurgericht am Landgericht II das des Bodes eine unzulängliche gewesen, es hätte noch ein Ne Todesurtheil über den Raubmörder ausgesprochen. Den riegel angebracht werden müssen. Der Angeklagte entfchuldigte Wegen Veröffentlichung der gerichtlichen Beschlüsse Borsiz führte damals der Landgerichtsdirektor Grünhagen, sich mit der Behauptung, daß er ausdrücklich gesagt habe, bie bezüglich der Verhaftung und Haftentlassung des Rektors Ahl- die Anklage vertrat der erst kurz vorher nach Berlin berufene Rüstung sei nur für zwei Personen bestimmt. Trotzdessen hätten wardt wird der Bost" zufolge gegen einen sehr großen Theil Erste Staatsanwalt Woytasch, die Vertheidigung führte drei Gehilfen auf der Rüstung gearbeitet. Der Gerichtshof geder Bresse das Strafverfahren eingeleitet. Vorladungen an die Rechtsanwalt Heimbach. Wezel hat seit seiner Berurtheilung wann durch die Beweisaufnahme die Ueberzeugung von ber Redakteure der Zeitungen zum Borverhandlungstermin vor dem noch 138 Tage Lebenszeit gehabt. Schuld des Angeklagten und verurtheilte denselben zu einer Ge Untersuchungsrichter, Amtsgerichtsrath von Podewils, seien schon fängnisstrafe von neun Monaten, während der in großer Anzahl ausgefertigt worden. Die Staatsbürger- Auf der Straße verstorben ist Sonnabend Mittag gegen Staatsanwalt nur 6 Monate beantragt hatte. Zeitung" theilt mit, daß am Montag früh die Nummern ihrer 1 Uhr der auf der Schlesischen Bahn angestellte Streckenbeamte Zeitung, welche die Beschlüsse wegen Verhaftung Ahlwardt's St. Derselbe wollte sich, aus feiner Wohnung am Grünen Weg enthielten, mit Beschlag belegt worden sind. tommend, in den Dienst begeben, als er vor dem Hause Frucht Straße 20 vom Herzschlage getroffen plötzlich todt zusammenbrach. Die Leiche wurde nach der Morgue geschafft. Aufsehen verursacht die Verhaftung des in der Gollnow straße wohnenden Partiewaaren- Händlers Lachmann, welcher beschuldigt ist, größere Posten gestohlener Weißwaaren, Sammet: stoffe und Spitzen von Dieben zu Ramschpreisen aufgekauft zu haben. Der Prozeßt, welchen der frühere Direktor der Kaiser bazar Aktiengesellschaft durch den Rechtsanwalt Dr. Gotthelf gegen die Gesellschaft auf Gehaltsentschädigung wegen unberech tigter Entlassung angestrengt hatte, ist jest burch Vergleich beendet worden. Der Konkursverwalter und der Gläubiger- Ausschuß der Gesellschaft, welche zuerst behauptet hatten, daß die Entlassung gerechtfertigt gewesen sei, haben nach genauer Prüfung der Sachlage dem Kläger eine entsprechende Entschädigungs: fumme für seine Ansprüche gezahlt. M Die im Prozeß Polfe so viel besprochene Berliner Meffinglinien Fabrik und Façonfchmiede- Aktiengesell schaft wird pro 1891/92 eine Dividende überhaupt nicht vertheilen. Der Zigarrenfabrikant Franz Noffee, wohnhaft Borfig. ftraße 28, theilt uns mit, daß er mit dem in Nr. 140 des Vorwärts" erwähnten Noffte weder identisch noch verwandt ist. " Ein Abonnent des Vorwärts", welcher in der Lage ist, die Adresse desjenigen Fabrikanten anzugeben, welche die Köpfe von Marx und Lassalle auf Spazierſtöcken anfertigt, wird gebeten, die Adresse im Briefkasten des Vorwärts" bekannt zu geben. Auswärtige Genossen wünschen die Adresse zu wissen. Mangel an Zimmergesellen, schreibt uns ein Leser dieses Blattes, nuß doch in Berlin vorhanden sein. Sonft, meint er würde auf dem Play von J. Ch. Zöpke, Müllerstraße 152-154, nicht jeden Sonntag gearbeitet werden. An letzten Sonntag arbeiteten dort wieder 10-15 Gefellen. Sollte es nicht arbeite. lose Gefellen genug in Berlin geben, durch deren Ginstellung an den Wochentagen die Sonntagsarbeit entbehrlich gemacht werden tönnte? Am Als ein Schlafstellendieb von besonderer Gemein gefährlichkeit zeigte sich der Brauer May Roy, welcher gestern Der dritten Straffammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Der Angeklagte pflegte sich für den Thierarzt Krüger auszugeben, der auf dem Wiehhofe beschäftigt sei. Unter dieser Maste miethete er bei einer alten Dame ein Zimmer. Zu sechs verschiedenen Malen wußte er dieselbe zur Hergabe von Geld zu bewegen, wobei er immer neue Vorspiegelungen zur Anwendung Zustande. Er erzählte, daß er auf dem Biehhofe gespielt und brachte. Eines Tages erschien er vor ihr in höchst aufgeregtem fremdes Geld verloren habe, er müsse sich erschießen, wenn ihm teine Silfe würde. Er zog auch einen Revolver hervor und drohte, sich vor den Augen der alten Dame das Leben zu nehmen, Das Mittel wirkte, feine Wirthin gab ihm wiederum etwas baares Geld. Schließlich verschwand der Angeklagte, ohne seinen Verpflichtungen nachzukommen und unter Mitnahme verschiedener ihm nicht gehöriger Gegenstände. Als„ Thierarzt Krüger" beging der Angeklagte dann noch mehrere andere Schlafstellen- Diebstahle. Das Urtheil lautete auf zwei Jahre Gefängniß und dreijährigen Ehrverluft. Die nene Schwurgerichtsperiode des Landgerichts welche gestern unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Ried Die Voruntersuchung gegen den ,, Bankier" Hugo Löwh Polizeibericht. Am 18. d. M. früh wurde ein Haus- begann, hatte sich zunächst mit einer Antlage wegen Kindes ist nunmehr abgeschlossen und die Anklage erhoben worden. Die eigenthümer in seiner Wohnung in der Demminerstraße erhängt mords und Beiseite schaffung eines Leichnam felbe lautet auf einfachen Bankrott und auf Unterschlagung, vorgefunden. – Vor dem Hause Staligerstr. 71 gerieth ein vier au beschäftigen, welcher Strafthaten die unverehelichte Marie Untreue und Betrug in 27 Fällen. Die Vertheidigung hat Rechts- jähriger Knabe, als er von einem vorbeifahrenden, mit Heu beehrens beschuldigt war. Die Verhandlung, die unter Au labenen Wagen Hen herauszupite und dabei fiel, unter den schluß der Deffentlichkeit stattfand, endete mit der Verurtheilung deutend verlegt. Nachmittags wurde anwalt Dr. Gotthelf übernommen. werden können. Am Die Angeklagte heirathete Das Befinden des Kommerzienraths Anton Wolff, Wagen, wurde überfahren and be in breijähriger Rabe 4 Wochen Haft. Die an beiden Unterschenkeln ber Angeklagten zu drei Jahren Gefängniß und dessen Strafsache das Schwurgericht nach den Gerichts- beim Ueberschreiten des Fahrdammes an der Ecke der Jerusalemer- Untersuchungshaft für verbüßt erachtet. ferien beschäftigen wird, hat sich in letzter Zeit so ver- und Kochstraße von einer Droschte überfahren und am rechten Die zweite Sache, welche verhandelt wurde, richtete sich schlechtert, daß dem Vernehmen nach die Gerichtsärzte Oberschenkel bedeutend verlegt. Infolge von Ueber- gegen Die Zimmermanns Ehefrau Ernestine Finer, augenblidlich mit der Frage beschäftigt sind, ob nicht lastung brach Nachmittags auf dem Neubau Auguststr. 93 das Hof- welche der chweren Urkundenfälschung in angesichts dieser Sachlage eine Haftentlassung gegen Kaution ge- tellergewölbe zusammen und verschüttete den unter demselben be- zwei Fällen bezichtigt wurde. boten erscheint. Auch der Gesundheitszustand des Mitangeklagten schäftigten Maurerlehrling Barezki und den Arbeiter Schulz. Der ihren Ehemann als Wittwer. Sie fand unter feinen Leipziger soll ein außerordentlich schlechter sein. Wir herbeigerufenen Feuerwehr gelang es, nur den garesti, welcher Sachen ein haben gewiß nichts gegen die Anwendung der Humanität auch geringe Berlegungen erlitten hatte, lebend herauszuziehen, während aus erster Che gehörte. gegen Verbrecher. Aber unvergeßlich wird es uns doch bleiben, dinge bereits to oni, Gin obdachloser Böttchergeſelle wurde Mark, nachdem die früheren Gintragungen wieder abgehabth, " Die letzte Eintragung betrug fieben Schulz todt war. baß so mancher unserer Genoffen, der nicht gestohlen und den betrogen hatte, im Gefängniß sein Leben einbüßte, daß bei An- auf dem Flur des Hauses Friedrichstraße 110 frant aufgefunden worden waren. Als die Angeklagten in Geldverlegenheit gerieth, und nach had Chariter gebracht. Nut 19. b. Wt. Morgens ver- benußte sie bas Sparkassenbuch zu einem Betruge. Nachdem e wendung der Humanität ihm und seiner Familie hätte erhalten fuchte ein Arbeiter auf dem Boden des Hauses Wollinerstr. 68 die letzte Eintragung in der Weise umgeändert hatte, daß sie als fich zu erhängen; er wurde jedoch noch rechtzeitig aus seiner der sieben" eine fiebenzig" machte und der Zahl 7 eine 0 a Ein Verbot, welches den Absturz mittelst Fallschirmen be age befreit und nach der Charitee gebracht. Vor dem Hause hängte, gelang es ihr ein Darlehn darauf zu erhalten. In trifft, wird anläßlich der Katastrophe in Weißensee noch in dieser Potsdamerstr. 125 wurde Vormittags ein Korbmachermeister von ähnlicher Weise verfuhr sie mit einem zweiten Sparkaſſenbuche. Saison für die Umgebung Berlins, soweit diese dem einer Kutsche überfahren und an beiden Unterschenkeln an- Die Angeklagte, der die Geschworenen mildernde Umstände Berliner Polizeipräsidium untersteht, erlassen werden. Gs dürfte fcheinend bedeutend verleht. Auf der Schloßbrücke wurde zubilligten, wurde zu einem Jahr Gefängniß und zwei übrigens nicht unintereffant fein, zu erfahren, daß im vorigen Abends ein Droschkenfuhrherr, dessen Pferd durchgegangen war, jährigem Ghrverlust verurtheilt. Sommer bereits in dem oben erwähnten Vorort sich ein Fall vom Bock geschleudert und erlitt an der Hand und am Kopfe schirm Absturz ereignete, der nur durch einen glücklichen Zufall bedeutende Verlegungen. In der Nacht zum 20. d. M. brachte nicht tödtlich verlief. Als sich Pfingsten 1891 Der Zuftschiffer sich ein Schuhmacher vor dem Hause Prenzlauer Allee 14a Lattemann im Schloß Weißensce mittelst Fallschirm herabstürzen mittelst Revolvers einen Schuß in die Brust bei. wollte, fiel derfelbe in den Apparat des Letzteren hinein, Abends fanden zwei kleine Brände statt. der sich über 2. zusammenschloß. Dem in Todesangst fich trampshaft bewegenden Luftschiffer gelang es jedoch während des Sturzes, sich aus dem ihn umschlingenden Tauwerk zu befreien, und so stürzte er, allerdings sehr unfanft, auf das Dach eines Hauses der Langhansstraße in Weißenfee nieder. Damals playte auch noch der Ballon, in dessen Gondel sich noch ein Mitfahrer befand, und dieser kam auch nur dadurch mit dem Leben davon, daß der obere Theil des Ballons sich auf blähte und so als Fallschirm wirkte. Für Berlin ist das Berbot des Absturzes bereits im Jahre 1889 erlassen worden, gelegentlich des verunglückten Absturzes des Luftschiffers Herzberg, der durch den herrschenden Wind mit solcher Gewalt gegen die Brander erhebliche Verlegungen erlitt. Wien, 17. Juni. Vor den Geschworenen wurde heute der - Am 19. d. M. zügen der Arbeitslosen vor dem Rathhause, wegen mehrerer Aeußerungen in Versammlungen verhandelt. Die Anklage war wegen Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung erhoben. Die Geschworenen sprachen das" Nichtschuldig" aus, und es wurde auf Freisprechung erkannt. Gerichts- Beitung. Zwei Extrablatt Fabrikanten und empfehlenswerthe Redakteure" standen gestern in den Personen des mehrfach vorbestraften Dienstmanns Hebel und des Händlers G. Bod vor dem hiesigen Schöffengericht. Hebel, welcher gewöhnlich an den Charlottenburger Renntagen daselbst Blumen feil hält, fand im blutige aber desto unwahrere Soziale Ltebersicht. Achtung, Maurer! mauer eines Hauses in der Pantstraße geschleudert wurde, daß Motis über ein angeblich auf die russische Kaiserin verübtes ft raße 4 haben sämmtliche Kollegen die Arbeit eingestellt, weil Auf den Bauten Potsdamerstraße 39 und Man ste ins Mysteriöser Todesfall. In einem reichdrapirten, schönen Attentat. Er befand sich gerade in Gelbverlegenheit und da sein die betreffenden Unternehmer die an fie gestellten Forderungen, eichenen Parade- Sarg und mittels des Gala- Leichentransport- Beide, jene schöne Notiz in Form eines Extrablattes den willigten und jede Unterhandlung mit den Gesellen zurückwiesen. " zu verhängen. Gie begaben sich in die Es haben daher die Kollegen beider Bauten beschlossen, die Sperre lange zu meiden, bis die Sperre aufgehoben ist. Alle Kollegen sind dringend ersucht, die betreffenden Bauten wagens ist am Sonnabend Spätabend die Leiche des in der erstaunten Berlinern zu versehen. Demminerftr. 62 wohnhaften Hauseigenthümers und Handels- Jätel'sche Buchdruckerei, hierselbst und bald priesen heifere Kehlen mannes F. Kupte, unter friminalpolizeilicher Begleitung nach dem in den Straßen Berlins ein Extrablatt an, welchem die als behördlichen Leichen- Schauhaufe in der Hannoverschen Straße ge- Redakteure" darauf verzeichneten beiden Angeklagten folgenden schafft worden. Der Eigenthümer F. Kupfe, welcher früher in Inhalt gegeben hatten: Attentat auf die Kaiserin von Rußland der Kronenstraße ein flottgehendes Restaurationsgeschäft betrieben und dem Thronfolger. hat und eine stadtbekannte Persönlichkeit war, ist am Sonnabend dem Thronfolger den Bormittag 10 Uhr angeblich von seiner Ehefrau todt auf dem ein Mensch eine Bombe Zußboden- Teppich der Wohnstube als Leiche aufgefunden worden glücklicher Weise in den Schnee fiel, ohne zu explodiren. Die und soll am Schlagfluß verstorben sein. Der Verstorbene war ein Raiserin liegt infolge des gehabten Schreckens Schreckens frank fo Ferner haben auf dem Bau Thiergartenstraße 10 Als neulich die Kaiserin mit bei Held u. Frante 14 Rollegen aus demselben Grunde die Newski- Prospekt durchfuhr, warf Arbeit niedergelegt, und wurde diesen vom Bureau Arbeit( pro Wagen, welche Stunde 55 P.) nachgewiesen; etwa 40 Gefellen arbeiten weiter. Berlin. Das Bureau der Lohnbewegung. nach dem J. A.: W. ROIL An die Gewerkschaften Berlins! Lohn voll ausbezahlt haben wolle, ein ungünstiges Zeugniß aus- erklären, die Arbeit niederzulegen, damit die Sperre schon in der Genoffen! Nach Uebereinstimmung sämmtlicher Intereffenten gestellt werde. Dagegen aber bekomme sie ein befferes Beugniß, Versammlung verhängt werden könne. Den Kollegen von Held wird die Berliner Streit Kontrollkommission die Agitation und wenn sie sich zu Gunsten der Herrschaft vom Lohne eine Mart und Franke empfahl er, sich an das Bureau zu wenden, das die Vorbereitung für die Wahlen zum Gewerbegericht in die Hand abzwacen ließe. Die Böß ging auf den unschönen Handel nicht ihnen Arbeit für 55 Pf. nachweisen werde, die sie schon Montag nehmen, um ein geregeltes Vorgehen sämmtlicher Berliner Ge- ein, weshalb man ihr ins Buch schrieb: wurde wegen beginnen fönnten. Des Weiteren wurden 7 Maurer, welche in werkschaften in dieser Sache herbeizuführen. Zu diesem Zwecke Streunens entlassen". Da das Wort Streunen die der Mansteinstraße bis 8 und 9 Uhr arbeiten, scharf getadelt. würde es angebracht sein, wenn in allen Gewerben Arbeiterin mit einer Prostituirten auf gleiche Stufe stellte, Auf dem Bau in der Kaiserstraße beim Maurermeister Otto öffentliche Versammlungen mit entsprechender Tages- war die Böz selbstverständlich mit diesem Zeugniß nicht einver- Lindner haben sich die Maurer, als einer ihrer Kollegen sie aufordnung stattfinden. In diesen Bersammlungen tönnten sich die standen und erhob Klage. Vor dem Gewerbegericht stellte sich forderte, eine Lohnerhöhung zu verlangen, deffen geweigert. Theilnehmer derselben bereits über die, sich zu Arbeitervertretern heraus, daß das Streunen" darin liegen sollte, daß die Böß, Hiermit war die Diskussion über die Verhältnisse auf den qualifizirenden Personen einigen, ohne jedoch schon bestimmte wie viele Jhresgleichen, zweimal an Sonntagen Morgens 4 Uhr einzelnen Bauten beendigt. Die weitere Debatte, die bisweilen Kandidaten aufzustellen. aufstand und im englischen Garten die Morgenmufit anhörte, einen erregten Charakter annahm, drehte sich fast ausschließlich aber jederzeit wieder zur rechten Zeit zur Arbeit zurückkehrte. um die Frage der Betheiligung der Anhänger der Sentralisation Da sich Mehlhart in feiner Weise herbeiließ, im Vergleichswege an der Sammlung zum Generalfonds. Dieselben sollen sich bisdas Zeugniß zu ändern, obwohl das Mädchen weinend darum her vielfach geweigert haben, Beiträge dazu zu geben. bat, wurde Urtheil erlassen. Das Urtheil lautet: Mehlhart ist Herr Schöler wies darauf hin, daß die Maurer verpflichtet schuldig, an die Klägerin 10 M. Lohn zu bezahlen. Das fritische feien, den Kampf gemeinsam aufzunehmen; deshalb müßten auch Zeugniß wird sofort von Amtswegen aus dem Buche getrennt und die vom Verband zu dem Unterstüßungsfonds beitragen. ist Beklagter verpflichtet, binnen 24 Stunden, unter Vermeidung Inzwischen waren drei Anträge eingelaufen: einer Entschädigungspflicht bis zu 60 M. an die Bößt, das 1. eine Resolution, in welcher erklärt wird, für baldige VerBeugniß im Sinne der Klagsbitte auszustellen." wirklichung der Beschlüsse vom 12. und 14. Juni( u. a. Steuern zum Generalfonds) einzutreten; vertreten bleiben. Da die Wahleintheilung auf Grund des dem Oberpräsidenten anr Genehmigung vorliegenden Entwurfs des Ortsstatuts für die Gewerbegerichte gemäß den 42 Kommunal Wahlbezirken stattfinden soll, wonach 210 Arbeiter zu wählen wären, so würden felbst die fleinsten Gewerkschaften im Gewerbegericht nicht unAls Grundlage für die Zahl der Vertreter der einzelnen Gewerbe würde event. die Zahl der in denselben Beschäftigten zu gelten haben. Es wird den Gewerkschaften jedoch, nach Beröffentlichung des Wahlreglements, darüber eine Bekanntmachung augehen, laut welcher dann die endgiltige Aufstellung der Kandidaten in den Gewerkschaften erfolgen fönnte. Außerdem werden die Delegirten nochmals hierdurch aufgefordert, die auf den Aufruf vom 15. Juni cr. im Vorwäris" bezüglichen Mittheilungen möglichst bald an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. Mit solidarischem Gruße Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner J. A.: Hermann Faber, N. Antonstr. 34, v. part. Die Brauer der Janssen'schen Brauerei in Hamburg sind seit 18. Juni ausständig. Um Fernhaltung des Zuzugs wird dringend ersucht. Streit- Kontrollkommission. Auf einem Neubau in Blase wit bei Dresden( Weißes Schloß), der von der Firma Heber und Ledig ausgeführt wird, wurde nach der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" ein Lactirer entlassen, weil er einen Vers der Arbeitermarseillaise gesungen hatte. 2. eine Resolution, in welcher die Herren Silberschmidt und Schigolski beantragten, die Unterstützung der Kollegen solle gemeinsam von den Berliner Maurern in die Hand genommen werden, in der Lohnkommission solle für einen Vertreter des Berbandes Sig und Stimme geschaffen werden und die Beiträge sollen getrennt vom Generalfonds verwaltet werden. Eine furchtbare Selbstauflage leisten sich die böhmischen Glasindustriellen in der Zeitschrift Diamant". Dort wird be= 3. Ein Antrag des Herrn Blauroc, folgendermaßen lautend: richtet, daß der Grund des Streites der Glasperlen- Arbeiter die Die Versammlung verurtheilt die Handlungsweise derjenigen Durchbrechung der Minimallöhne und die daraus entstandene Kollegen, welche( beispielsweise im Baugeschäft von Held fortlaufende Lohnherabdrückung sei, so daß es den Arbeitern bei u. Franke) die Arbeit unter den alten Bedingungen dort aufeiner täglichen Arbeitszeit von 17 bis 18 Stunden sage und nehmen, wo andere Kollegen wegen Lohnaufbefferung diese Arbeit schreibe sie benzehn bis achtzehn Stunden nicht niedergelegt haben. Die Versammlung fordert die Kollegen bei einmal möglich sei, mehr als 94 bis 96 tr. per Held u. Frante auf, sich mit den Bestrebungen der Maurer Woche(!!!) zu verdienen. Eine Luxusfabrik(!!!) z. B. zahle so Berlins solidarisch zu erklären und den Stundenlohn von 55 Pj. schlechte Löhne, daß die Arbeiter mangels nöthiger durchzusetzen und im Falle der Nichtbewilligung die Arbeit Die Schneider Ungarns halten am 21. und 22. August in sleidungsstücke nicht einmal in der Lage waren, die Ber- niederzulegen. Die Versammlung erklärt ferner, gegen diejenigen Budapest einen Kongres ab. Die Tagesordnung desselben sammlungen besuchen zu können. Und dabei schwelgen die Unternehmer, welche rücksichtslos jede Lohnaufbefferung verLautet: Bericht über die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen des böhmischen Glasmagnaten im unerhörtesten Luxus.( Der Fach- weigern, die strengsten Maßregeln zur Anwendung zu bringen." Schneidergewerbes und über den Stand der Organisations- genoffe", Nr. 38 vom 18. Juni 1892.) bewegung, die gewerkschaftliche Organisation, die Fachpresse, die Arbeiterschuß- Gesetzgebung, Anträge. Die Szür-( Bauernmäntel-) Schneider in Debreszin ( Ungarn) haben ihren Streit siegreich beendet, da sich im Ganzen nur 3 Streitbrecher gefunden hatten. Die Forderungen mußten indeß etwas ermäßigt werden. Bewilligt wurden: 15 pCt. Lohnerhöhung, Erhöhung der Tagelöhne bei Jahrmarkttsreisen von 1 auf 2 ft., die Meister ziehen den Gehilfen nicht mehr die Steuern vom Lohn ab. Versammlungen. • Herr Kerst an führte aus, die Zentralisten fönnten mit der am 12. Juni beschlossenen Zahlung von 50 Pf. zum Generalfonds nicht einverstanden sein; sie seien nicht zugezogen worden. ( Zwischenrufe: Haben sich ja an der Diskussion betheiligt.) Ja, es tönnten ein oder zwei anwesend gewesen sein, das mache aber nichts aus. Herr Klingenberg trat für diese gleichfalls ein. Er habe geglaubt, aus der Lohnbewegung werde nicht viel werden, habe sich aber aus dem heutigen Referate überzeugt, daß dieselbe bisher schon sehr erfolgreich gewesen sei. Herr Wilke rieth, wenn ein Geschäft zwei oder mehr Bauten habe, sollten sich die Kollegen von denselben ins Einverauf dem Tivoli tagte und von gegen 2000 Personen besucht war, heben. Was die Streitfrage anlange, so gebe es nur eine LohnEine öffentliche Maurerversammlung, die am 19. Juni nehmen setzen und dann zu gleicher Zeit ihre Lohnforderung erbeschäftigte sich mit dem Resultat der Lohnbewegung. Dem Refe- bewegung der Maurer Berlins im Allgemeinen; die OrganisaDie Konferenz der Vorstände der eingeschriebenen rate, welches Herr BI a uro of hierüber gab, entnehmen wir, daß tionsfrage kommne dabei gar nicht in Betracht. Es sei sonderbar, Hilfstassen Thüringens, welche zu Pfingsten in die Bewegung sehr gut in Gang gekommen ist; wo die Kollegen daß die Sentralisten sagten, sie seien nicht gefragt worden: die Erfurt stattfand, nahm nach einem bezüglichen Referate des geschlossen vorgingen, sind die geforderten Löhne anstandslos be- Bersammlungen vom 12. und 14. Juni seien doch öffentliche geHerrn Goldammer Erfurt eine Resolution an, welche allen willigt worden. Gine Ausnahme machte die Firma Held und wesen, zu denen jeder Maurer Zutritt gehabt habe. Hilfstassen, die nicht materiell durch die neuen Bestimmungen Franke. Als bei dieser die auf dem Moabiter Kasernenbau Herr Schigolsti forderte die Zentralisten auf, sich nicht des Krankenkassen- Gesetzes geschädigt werden, das weitere Be beschäftigten Maurer auch Erhöhung des Lohnes von 50 Pf. auf abseits zu stellen, verlangte aber dagegen die Annahme der in fiehen empfiehlt. Die Gründung von Zuschußkassen wurden von 55 Bfg. forderten, bewilligte die Firma nicht, sondern ließ, als seiner Resolution erhobenen Forderungen und die Wahl Klingender Konferenz nicht für zweckmäßig gehalten. Herr Goldammer infolge dessen die Maurer die Arbeit niederlegten, die Kollegen berg's in die Kommission. hatte u. A. ausgeführt: Es wäre ja höchst wahrscheinlich, daß von einem ihrer anderen Bauten dort die Arbeit aufnehmen. Herr Silberschmidt: Die Anhänger der Zentralisation nach Inkrafttreten des Gesetzes die petuniär schlecht bestellten Das geschah so schnell, daß diese Maurer nicht rechtzeitig von hätten schon seit dem Frühjahr darauf hingearbeitet, eine VerRaffen eingehen würden, es gebe aber auch viele Kassen, die nach ihren Kollegen unterrichtet werden konnten. Gleichwohl sei es, ständigung zu erzielen. Heute sei es noch Zeit dazu. Die Anwie vor recht gut weiter bestehen könnten, und denen empfehle betonte der Referent, nicht recht, daß die Kollegen von dem hänger der Zentralisation seien über die Art, wie vorzugehen er, es auf ein Jahr zu versuchen; sei dann nicht auszukommen, anderen Bau die Arbeit an der Kaserne aufgenommen hätten. fei, anderer Ansicht als die bestehende Lohnkommission. Redner wäre es immer noch Zeit zur Auflösung. Im Falle der Auf- Was durch geschlossenes Vorgehen ชิน erreichen, das empfahl gleichfalls seine Resolution. lösung sei auch die Gründung einer Zuschußtasse nicht zu zeige unter Anderem das Beispiel vom Bau der empfehlen, da dieselbe nur zur Entlastung der Ortskrankenkassen Nordbahn Brücke am Gesundbrunnen. Dort führen würde. war der Unternehmer zwar bald bereit, die geforderte Er höhung des Lohnes auf 55 Pf. eintreten zu laffen, als er nämlich Aus Gelsenkirchen wird uns geschrieben: Bei der Knapp fah, daß die Maurer sonst die Arbeit einstellen wollten; er wollte Herr Blaurock: Wenn man die Verpflichtung mitzutha ten schafts ältesten 23a hI am 26. März siegten die Kandidaten aber die beiden Maurer, welche ihm die Forderung der Kollegen anerkenne, bann verstehe er nicht, wie man fagen könne:" Sum des Bergarbeiterverbandes im Wahlbezirk 74. Zufolge des von überbracht und Arbeitseinstellung in Aussicht gestellt hatten, nicht Generalfonds gebe ich überhaupt nichts." Die Lohnkommiffion Seiten der Gegner wegen angeblich eigenmächtiger Veränderung die Arbeit wieder aufnehmen lassen. Infolge dessen ließen auch sei von einer öffentlichen Versammlung, an der die Zentraliſten des Wahlbezirks eingelegten Protestes war zum 18. Juni eine die sämmtlichen Kollegen die Arbeit ruhen; nachdem sie einen Theil genommen, gewählt. Die Zentralisten seien beim Beginne Neuwahl ausgeschrieben, in der die Kandidaten des Bergarbeiter- halben Tag gefeiert, wurden ihre Forderungen bewilligt und die der Lohnbewegung unthätig gewesen, jest, wo diefelbe gut im verbandes nicht allein die früher auf sie abgegebenen Stimmen be- Maßregelung zurückgenommen. Es fomme eben nur darauf an, Gange fei, wollten sie mitrathen.( Lauter Widerspruch seitens hielten, sondern noch eine ganze Anzahl Stimmen dazu bekamen. daß die Kollegen energisch vorgehen. Aber es gebe auch in eines Theiles der Anwesenden.) Wenn man bedenkt, daß die Gegner( Bechenpartei) einen Beamten differente Kollegen, welche nicht den Muth dazu besitzen. So Die Diskussion war damit geschlossen. Zur Geschäftsordnung als Kandidaten aufgestellt hatten, und ferner, daß als Wahl- hätten auf einzelnen Banten die Unternehmer beim Polier an- meldeten sich Mehrere zum Wort, erhielten es aber nicht, da die vorsteher der Betriebsführer der Zeche fungirte, auf welcher die gefragt, ob die Maurer denn noch nicht höheren Lohn gefordert Bersammlung vor der Abstimmung eine Geschäftsordnungsmeisten Wähler arbeiten, so ist der Sieg um so bedeutungsvoller. hätten, was der Polier verneinen mußte. Als dann die be- Debatte ablehnte. Nesolution I wurde angenommen, desgleichen, treffenden Kollegen fich dazu aufschwangen, eine Erhöhung ihres und zwar einstimmig, der Antrag Blaurock. Die Resolution der Bu einem internationalen Kongrek, der am 28. August 2ohnes auf 521/2 Pf. zu verlangen, habe man sofort bewilligt Herren Schigolsti und Silberschmidt wurde dagegen mit Majorität in Brüssel stattfindet, sind die deutschen Handschuh und sie hätten auch 55 Bi. bekommen, wenn fie folche nur ge- abgelehnt. macher eingeladen worden. Der bezügliche Aufruf ist unter: fordert haben würden. Maurermeister Ferdinand, der 45 und Herr Harnisch erklärte, nicht einmal zur Zellersammlung zeichnet von dem Präsidenten A. Heetezonne sowie den Sekretären 50 Pfg. zahlte, habe, als die Gesellen 55 Pfg. verlangten, hätten Beniralisten gezahlt.( Widerspruch und großer Lärm.) E. Lefèvre und E. Grange in Brüssel, welche das Ginberufungs nur einem Drittel der Maurer dies bewilligt, die Uebrigen fomitee bilden, und giebt als Zweck des Kongresses die Bildung erhielten hinfort 52/2 Pf. Herr Behrend beantragte, obwohl er eine Verpflichtung Nur vier Bau- Unternehmer dazu nicht anerkenne, daß ein Kollege, welcher dem Verbande an= einer allgemeinen Vereinigung der Handschuhmacher an. Zur hätten die Lohnerhöhung nicht bewilligt. Die Sammlungen zum gehört, zu den Berathungen der Kommission zugezogen werde, Begründung dieses Vorhabens wird hauptsächlich auf die bedauer- Generalfonds nähmen in erfreulichem Maße zu, was ein weiteres wogegen die Verbandskollegen fich verpflichten sollen, zum Generallich traurige Lage der deutschen Handschuhmacher Bezug genommen und darauf hingewiesen, daß nach den jetzigen Verhältnissen der Beichen für den solidarischen Geist, der unter den Maurern fonds zu steuern. herrscht. Doch gäbe es einige Maurer, die von Solidarität Herr Silberschmidt: Wenn gesagt worden sei, ZenSchnittpreis in Deutschland genau die Hälfte des Schnittlohnes nichts wissen. Zu diesen gehörten einige auf dem Bau Gneist traliften hätten nicht einmal zur Tellersammlung etwas gegeben, in Belgien beträgt. Die deutschen Handschuhmacher werden, wie Gneist- tralisten wir zuverlässig erfahren, den Kongreß auf alle Fälle beschicken. Straße 25 beschäftigte Maurer, die bei Tage in Lohn mitarbeiten so dürften die Kollegen das nicht auf sich beziehen. Das treffe und nach Feierabend und Sonntags Afford arbeiten; darunter ihn; er habe in Königshof kein Geld gegeben, aus Gründen, die Die Gehilfenorganisation derselben ist die stärkste dieses Berufs. Von 3500-4000 Gehilfen gehören 2500 dem Verband an, welcher seien einige Personen, die in der politischen Aktion sich stets in er nur vor sich selbst zu verantworten habe. Der Antrag Behrend wurde angenommen und Herr Schi1869 gegründet wurde. Im Ausland existirt soviel wie gar keine den Vordergrund zu drängen fuchten und mit dem, was sie Organisation, und in Frankreich, wo die Handschuhmacherei ihre gethan haben, prahlten. In der gewerkschaftlichen Bewegung golsti als der zu den Berathungen Zuzuziehende ernannt. Wiege hat und wo es die meisten Handschuhmacher giebt, soll es feien sie die Ausbeuter ihrer eigenen Kollegen. Da fei ferner der damit am schlechtesten bestellt sein. Was die internationale Ver- Bau auf dem Mühlendammn, wo die Maurer am Sonntag ständigung anbetrifft, so war dieselbe bisher bei den Handschuh- noch um 10 Uhr Morgens gearbeitet hätten, der Schloßbau, wo und Umgegend vom 19. b. M. nahm die Rechnungslegung der machern sehr mangelhaft. Man weiß über die Lage der Hand- um 7 Uhr Abends Maurer die Arbeit noch bis 8, 10, ja bis Lohnkommission entgegen. Den Revisionsbericht erstattete Rau f machern sehr mangelhaft. Man weiß über die Lage der Hand- 11 Uhr fortsetzen für 52 Pf. Stundenlohn. Doch glücklicher mann. Nach diesem betrugen die Gesammt- Einnahmen 165,47 M., schuhmacher in England, Rußland, Italien, Frankreich u. s. w. nichts einigermaßen Genaues. So begrüßen die deutschen Hand- Weise komme Derartiges nur auf einzelnen Bauten vor. Es die Gesammt- Ausgaben 163,31 M., sodaß ein Bestand von 2,16 M. schuhmacher schon aus diesen Gründen den Kongreß. Natürlich handle sich nun vor allen Dingen um die Firma Held u. Franke; verblieb. Von den ausgegebenen Berliner Listen stehen noch 20 geben sie sich aus den eben angeführten Gründen bezüglich seiner alle Maurer sollten dazu behislich sein, die Kollegen von dort in aus. Auf Listen von außerhalb sind 143,15 M. eingegangen. Resultate feinen allzu großen Hoffnungen hin, denn auf einen Wirthschaften oder wo sie dieselben sonst treffen, aufzuklären Doch stehen auch hier noch alle Listen aus. Da die Abrechnung Resultate feinen allzu großen Hoffnungen hin, denn auf einen und jeden anderen Kollegen darauf aufmerksam zu machen, eine mangelhafte war, beschloß die Versammlung, daß bis zum Hieb fällt kein Baum. daß die Bauten der Firma Held und Franke zu meiden sind. 15. Juli eine spezialisirte Abrechnung in der Allgemeinen DachDie öffentliche Versammlung der Dachdecker Berlins Zur Einführung der Sonntagsruhe. Die Kreishaupt- Legten die Kollegen bei Held und Franke die Arbeit nieder, so becker- Beitung" zu erfolgen habe. Demgemäß wurde auch die mannschaft Leipzig erläßt an die ihr unterstellten Verwaltungs- würden die Verheiratheten aus dem Generalfonds schadlos ge- Auflösung der Lohnkommission bis zur erfolgten verbindlichen. Nachdem sodann Rack wit den, behörden eine Verordnung, betreffend die am 1. Juli ins Leben balten werden. Seien fie aber jetzt mit Löhnen von 50 und Rechnungslegung vertagt. tretende Regelung der Sonn- und Festtagsruhe im Handels- 45 Pf. zufrieden, so würden sie im Winter 35 Pf. und noch Bericht der Streit- Kontrollkommission erstattet hatte, bewilligte gewerbe( nicht in anderen Gewerben). Um den im Handels- weniger erhalten. Unter lautem Bravo schloß Redner seinen inter- auf deffen Antrag die Versammlung den streikenden Rixdorfer Webern vorschußweise aus den vorhandenen öffentlichen Geldern gewerbe beschäftigten Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern eine effanten Bericht. Sonntagsruhe zu Theil werden zu lassen, sollen sämmtliche zu In der Diskussion' wurden zunächst die Verhältnisse einiger 30 m. Hieran schloß sich die Ausgabe der Karten und Marken Dieser Gattung gehörenden Geschäfte an Sonntagen Nachmittags Bauten besprochen, wobei die betreffenden Redner durchweg den zum Generalfonds Berliner Dachdecker. Die Wahl einer Agi4 Uhr geschlossen werden. Gs läßt jedoch hiervon bis auf Kollegen den Anschluß an den Fachverein empfahlen. Bezüglich tationstommission wurde bis zur erfolgten Auflösung der LohnWeiteres die Verordnung solche Betriebe außer Betracht, auf des Kasernenbaues der Firma Held und Franke wurde das Ver- fommission vertagt. Angeregt wurde von Ract wiß noch die welche die Bestimmungen in den SS 41 a, 55 a, 105 a folgende halten des Maurers Wilfch gerügt. Derfelbe hatte mit am Ernennung eines Vertrauensmannes, die Einfeßung einer Preß= der Gewerbe- Ordnung feine Anwendung finden, z. B. Gast- und meisten unter den Kollegen darauf gedrungen, eine Lohnerhöhung tommission und die Gründung eines Preßfonds. Hierüber wird Schankwirthschaft, Verkehrsgewerbe( 105 der Gewerbe- Ordnung), zu verlangen, und unterschrieb sich ebenso wie sämmtliche andere eine spätere Versammlung zu befinden haben. der Apothekenbetrieb, sofern Gehilfen und Lehrlinge verwendet Kollegen( bis auf einen) auch mit auf dem Schriftstück, das dem Im Verein Berliner Hansdiener hielt am 13. Juni cr werden. Bezüglich der Berkehrsgewerbe ist dabei zu beachten, Unternehmer übersandt wurde. Als aber die Arbeiter, nachdem Herr Dr. Pinn einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen daß Spedition und Kommission und das Gewerbe der Packer, fie die Unternehmer, der Geschäftsführer und der erste Polier Träger, Martthelfer& c. als Hilfsgewerbe des Handels nicht den lange hingehalten hatten, die Arbeit niederlegten, da ihre Vortrag über das Bildungsmonopol der heutigen Gesellschaft". Berkehrsgewerben im Sinne des§ 105 der Gewerbe- Ordnung, Forderung schließlich abgelehnt worden war, ist Wilsch der Im Anschluß daran wurde eine Resolution angenommen, welche sondern dem Handelsgewerbe beizuzählen sind. Einzige gewesen, der sofort weiter arbeitete; später haben dann den Anschluß an die Arbeiter Bildungsschule als Ehrensache noch einige andere Kollegen die Arbeit wieder aufgenommen. jedes zielbewußten Hausdieners erklärt. Nachdem acht neue MitGegenwartsbild and der bürgerlichen Gesellschaft. Wilsch habe auch auf der Straße Maurer angeredet, sie sollten glieder aufgenommen waren, beschäftigte sich die Bersammlung mit diversen internen Angelegenheiten, wobei u. A. über die doch nicht so dumm sein; auf dem Kasernenbau hätten die Kollegen " Münchener Post" schrieb in Nr. 134 vom 14. Juni: Um eine Mart wird die Ehre und Existenz gefchmiffen", sie sollten dort nur anfangen. Vom Bau des Landpartie berichtet, sowie mitgetheilt wurde, daß das diesjährige einer Arbeiterin vernichtet. Davon gab eine( vor dem Maurermeisters Krempel in der Thauenzienstraße, der dieser Tage Stiftungsfest am 2. Oktober in den neuerbauten Sälen des Herrn Säger, Andreasstraße, stattfindet. Wünchener Gewerbegericht stattgehabte) Berhandlung der Kellnerin erst in Angriff genommen ist, wurde mitgetheilt, daß dort nur Im Zentralverein der deutschen Böttcher, Filiale Bers Böz gegen den Gastwirth Mehlhart einen schlagenden Beweis. 45 Pf. gezahlt werden. Maurermeister Klemens hat am Schlosse Als die Böy außer Dienst kam und ihren Lohn von zehn Mart jetzt Nachtschichten eingerichtet, aber die Zeit von 6 bis 6 Uhr lin, fand am 12. Juni eine Versammlung statt, welche fich u. A. forderte, wurde ihr, nach eigener Aussage, von der Frau des wird nicht inne gehalten. Herr Behrend wünscht, die Kollegen damit beschäftigte, daß sich in vielen Werkstätten wieder die Sonn Mehlhart bedeutet, daß ihr, wenn sie ihre 10 m. verdienten der betreffenden Bauten sollten sich in der Versammlung bereit tags- und Ueberstundenarbeit bemerklich macht, obwohl es arbeitsDie Iofe Böttcher genug giebt, die eben so gut ein Recht auf Arbeit| bet 3. Winkler, Manteuffelftr. 60. haben, wie die Gehilfen, welche in dieser Weise die Arbeitszeit 8 hr, bet Behager, Reichenbergerstr. 62.- Lefe- u. Diskutirklub Spinoza, faßt" oder veranlaßt hat, es ist ihm vielmehr von den Ver Agitationsverein 8affalle, bends 1. E3 ift falfch, daß Herr Fritsch das Rundschreiben vers verlängern bezw. auf Geheiß dieselbe verlängern müssen. So find Abbs. 8% Uhr, bet triple, Reichenbergerstr. 47. 3. B. in Levi's Faßfabrit, wie die deutsche Böttcher- Zeitung" in 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft 1, bet Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend, Dienstag, Abends anlaffern lediglich zur Verbreitung übergeben worden. Nr. 25 vom 18. Juni schreibt, vor den Feiertagen fortwährend ftraße 5 bei Bartels.-Olympia, Alte Jakobftr. 68 bei Richter.- Schild- schriften versehenes Schriftstück vor:" Die Unterzeichneten er: Dswald Berliner Brunnenstraße 114. 2. Es liegt uns folgendes, mit 16 eigenhändigen Unters Harmonia, FlottwellUeberstunden den des in Sachsen entlassen worden. In der unter Leitung des Herrn Direktors gro, Wrangelfir. 141, bet Schmidt. Rösicke stehenden Tivoli- Brauerei sind 3 Wochen vor den Pfingst. Bruderherz, Straußbergerstr. 3 bet Birt. Alpenglode, Grüner Weg 29, bei und Thüringen gerichteten Rundschreibens selbst veranlaßt haben Saeger. Berliner Buchdrucker, Alte Jakobftr. 83 bei Wienecte. feiertagen drei Kollegen entlassen worden, dagegen sollen die dort bergerstraße 3 bet Birt. und für die Richtigkeit aller Unterschriften bürgen. Leipzig, den Ihn'scher Humor, Straußnoch Beschäftigten 12 und 14 Stunden täglich arbeiten müssen. Soffnung 2, Deutsch Wilmersdorf, Brandenburgftraße bei Gräß. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. 4. Juni 1892. Folgende Resolution wurde in jener Versammlung einstimmig an- albtapelle 1, Berliner Bockbraueret. genommen: Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. ftraße 6 bei D. Klein. Vorwärts 2. feiner Arbeiterfreundlichkeit und wird Herr Rösicke hiermit entlich, Naunynftr. 44. Gneisenaustraße 88 bei Rärger. Sängerfreibett, 9 Uhr, bei Fröh: schieden ersucht, Remedur zu schaffen." 3. Der im Berliner Tageblatt" mit H. bezeichnete Reisende, deffen Name angeblich gefälscht sein soll, ist in der Kaliko- Firma Karl August Becker in Leipzig angestellt. Derselbe hat persön lich bekundet, daß er das Schriftstück unterzeichnet hat und wird vor Gericht seine Unterschrift anerkennen müssen. H. hat aber Herrn Fritsch inständigst gebeten, ihm aus den Schwierigkeiten Herauszuhelfen, die ihm durch seine Firma wegen dieser Angelegenheiten bereitet würden. Das Schreiben, das Herr Fritsch aus Gutmüthigkeit dem H. ausfertigte, ist nun, entweder von der Firma Becker oder von H., was sich bei der Gerichtsverhandlung herausstellen wird, widerrechtlich dem„ Berliner Tageblatt" zu gestellt worden. Arbeiter Maibund, Gängertette, Schönlein" Die heutige Mitgliederversammlung des 3.-B. d. d. B. er- Winter. Kreuzberg, Lichterfelberstraße 7-8 bet Freiheit 2, Adlershof, bet Albrecht. flärt die Handlungsweise des Herrn Direktor Rösicke für sehr Mariannenftraße 31-32 bet Doberstein. Alte inde, Borwärts 4, Rathenow, ungerecht, indem in der unter seiner Leitung stehenden Brauerei Wusehold. Reftaurant ,, Walhalla". Ginigteit 2, Landsbergerstraße 31 bei Tivoli drei Böttcher 3 Wochen vor Pfingsten entlassen wurden, Gefangverein der Böttcher Steinei che, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. Sorgenlos, Köslinerstraße 17 bei Wendt. trotzdem Arbeit genug vorhanden war, da die noch weiter be- Borwärts 8, Marwig, bet Wilhelm Nölte. schäftigten Böttcher, 15 an der Bahl, 12 bis 14 Stunden täglich Schönhauser Allee 28 bet Kuhlmey.- Silaria, Blumenstraße 46 bei Went, arbeiten mußten. Herr Rösicke ist stets für eine geregelte Arbeits- Sänger- Chor der Töpfer," Neue Friedrichstr. 44, bet Rollig. Fretes Sied 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bei Feder. zeit eingetreten, dieses Vorkommniß harmonirt jedoch nicht mit Wiederhall, Eisenbahnstraße 20 bet Siegmund. 8ufriedenheit, Freiheitsgruß, Schönhauser Allee 46 bet Buffe. Echo 3. Zehlendorf, Anglersruh" Alfenftraße bei Ghmte. Gesangverein Senefelder, bet Althoff, Brüderftr. 26. Noblesse oblige. In Paris wurde ein Individuum Johanni, RüdersdorferStraße 45, Geſellſchaftshaus Ostend. Freiheit 1, Kulmftr. 36 bei Rau- verhaftet, welches an der Ecke der Rue Saint Augustin und der Gefangverein Rothe Nelle 2, Schönholzerstr. 7. Vorwärts 8, Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 10 bei Momber. Rue Saint Queue bettelnd sang, um einen Gaffenhauer La Valse des Haricots" abseßen zu können. Vor dem Polizeiane Buschriften, den Bund betreffend, fino su richten an mar Gens: fommissär des Viertels Gaillon geftand der zerlumpte, 29jährige Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Dienstag: Theaterverein taste bei Sänger, er sei der Vicomte Gontran Thomas de la B. und Odert, Beughofftraße 8. Theaterverein Blumen lefe bet Ringe, von seinem Vater schmählich im Stich gelassen worden. Auf die Dresdenerfir. 105. Tambourverein Deutsche Eiche bet Niederschuh, Babet, Frankfurter Allee 90Fürbringerstr. 7.( Uebungsstunde). Geselliger Berein Mehr Licht bei Frage, warum er nicht lieber arbeite, antwortete er, das wäre Weidenweg 12( Uebungsstunde). Tambour- Verein Boruffia bet Feldhahn, feiner Ahnen unwürdig. Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstr.( Uebungsstunde). Schiffsuntergang. Die Brigg„ Aurelia" aus Rostock, mit Zambourverein Wirbel, bet Müller, Gartenftr. 52( Uebungsstunde). Rauchtlub Graue Wolfe bei statte, Raltsteinen belastet, wurde am vorvergangenen Montag 3/4 Meilen Krautftr. 48. Stattlub Kreuz- Golo bet Mühle, Krautstr. 2. Theatergesellschaft Luftfptel bet Soffmann, Oranienftr. 180. Privat: westlich von den Lofoten treibend und von der Mannschaft vers anatreon, abends 9-11 uhr, bei Reßner, Annenstraße 16. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangverein Tische in der Kajüte fand man das Schiffsjournal, dessen Inhalt laffen angetroffen. Kurz darauf sant die Brigg. Auf einem Norb 8-11 Uhr, Briesenerftr. 6, bei Sendte. ausgeschnitten war. Ueber den Verbleib der Mannschaft fehlen jegliche Nachrichten. Eine gut besuchte Versammlung der Glaser und aller in der Glasbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen fand am 18. Juni statt. Trozdem zum ersten Male zu einer Glaserversammlung die Arbeiterinnen eingeladen waren, hatten sich dieselben zahlreich eingefunden. Fräulein Baader referirte unter großem Beifall über die Gleichberechtigung der beiden Geschlechter. An der lebhaften Debatte nahmen Theil die Herren Leischte, Wach, Stampehl, Haase, Förster und Fräulein Ba a der. Sie war dadurch von besonderem Interesse, daß Herr Haase entgegen den Anschauungen der anderen Redner die Meinung vertrat, die Frau sei heute noch nicht reif für die Theilnahme am politischen Leben, zum Beispiel für Wahlen zu den gesetzlichen Körperschaften. Alle anderen Redner, sowie die Referentin traten dagegen für die uneingeschränkte Betheiligung der Frau am öffentlichen Leben ein. Herr Leischte regte die Frage an, ob nicht den in Glasschleifereien, Aeßereien, -Malereien 2c. beschäftigten Arbeiterinnen durch den Glaserverband die Möglichkeit gefchaffen werden tönne, sich mit Be rufsgenoffen zusammen zu organisiren. Dies wurde von anderer Seite bejaht, und man stellte dahingehende Schritte in Aussicht. Jm Weiteren wurden noch die Vertrauensleute mit der Einberufung einer Versammlung von Berufsgenossen und Genossinnen für den 23. Juli beanftragt. in der Frau Ihrer referiren soll. Nach der Versammlung fand ein gemüthliches Beisammensein statt. mann.- Musikverein Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Bankſtraße 9-10. Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bet Tägers, Gartenstr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Sumor, Abends 9 Uhr, Köpnicer: buferstr. 35, bet Schulz. ftraße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Grescendo. Abends, PuttBergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. Bergnügungsverein Reich strone, Abends 9 Uhr, in Reichert's FestDeutscher Reichsabler, Beuffelftr. 9. fälen, Müllerstr. 7. Gefelliger Berein Brüderschaft, im Restaurant heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6. Bergnügungsverein Saturnalia, Vergnügungsverein Fidelio. Dienstag Abends Uhr Sizung mit Damen bei Seifert, Dranienftr. 21. Alle Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Reichenbergerstr. 24, bei Schröder. Rauchklub Eldorado, Abends 8% Uhr, im Restaurant W. Schulze, Ostbahnhof 7. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Böchstr. 51. Rauchtlub Dammerwolte, Rauchflub Bruderbund, Abends 9 Uhr, Laufigerftr. 50, 3entral Krantentasse der Maurer, Stein.bet Grande. Rauchtlub Bettget ft, abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant hauer u. s. w. Deutschlands( Zahlstelle Berlin) be- Reichenbergerstr. 73a, bet Faustmann. zum Beitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchtlub Ambalema, Abend 9 Uhr, schäftigte sich am 16. Juni mit der Tagesordnung: Das Fort 9 Uhr, Manteuffelstr. 112, bet Bohl. Rauchtlub Portorico, Abends bestehen der Kasse nach Annahme der Novelle unter der Vorlage bet Thiele, Brandenburgstr. 56. Tambourverein Rothe Reite, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, zu einem Statut. Der erste Redner, Herr Wilknis, hoffte, daß die Kasse auch unter den neuen Bestimmungen weiterbestehen und Schönhauser Allee Ecte. Touristenklub Wanderlust, Abends 9 Uhr, bei Biehrat, Fransectstraße tönne. Nach einer sehr ernsten Debatte, an welcher zehn Redner theilnahmen, erklärte sich jedoch die Versammlung gegen zwei Stimmen dafür, daß an die Generalversammlung der Antrag auf Auflösung der Kasse gestellt wird. Die Versammlung des Fachvereins der Tischler, welche auf gestern Abend in Norbert's Saal einberufen war und in welcher Genosse Lütgenau referiren sollte, durfte aus polizeitechnischen Gründen nicht stattfinden. 5 Vermischtes. nach Berlin bestimmter Schnellzug bei der Station der Bergisch Bug- Zusammenstoß. Nach einer Aachener Meldung ist ein Märkischen Bahn, Lindern, mit einem Rangirzuge, wahrscheinlich infolge falscher Weichenstellung, zusammengestoßen. Mehrere Reisende sollen erheblich verletzt und der verursachte Material schaden soll bedeutend sein. Berichte der Times" aus Teheran melden, daß die offiziellen Angaben über die durch die Cholera verursachte Sterblichkeit die Wahrheit nicht enthüllen. In Meshed seien 550 Todesfälle vorgekommen statt der offiziell zugestandenen hundert. Auch in Rangoon find Cholerafälle aufgetreten, doch breitet sich die Epidemie nicht in westlicher Richtung aus. Die Nachricht von dem Meteorstein, der ins Kaspische Meer gefallen sein sollte, scheint wahr gewesen zu sein. Die Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg nahm, wie der N. Pr. 3." berichtet wird, selbst Veranlassung, eine offizielle Anfrage über das feltene Ereigniß zu machen. Der Gouverneur von Baku hat der Akademie daraufhin geantwortet, daß am nördlichen Ufer der Apscheron- Halbinsel aus dem Meeresboden eine neue Insel von 750 Faden Länge und 50 Faden Breite emporgestiegen sei und daß dieses Naturereigniß gegenwärtig wissenschaftlich erforscht werde. Raub. In London wurde der hochbetagte Kaffenbote der Fondsmakler Satterthwaite u. Co., als er sich mit einem Packet, welches für 15 000 Doll. Atchison Income- Bonds enthielt, auf dem Wege zu der Bankfirma Speyer u. Co. in Lothbury bes fand und schon die Treppe hinaufstieg, hinterrücks von einem Manne angefallen, der ihm die Tasche mit den Werthpapieren entriß und dann flüchtete. Durch eine Feuersbrunft wurden in dem im Butler County gebüßt, doch ist zum Glück teiu Verlust an Menschenleben zu be erstört. Zahlreiche Familien haben Obdach und habe eins in Pennsylvanien gelegenen Städtchen Chicora 100 Häuser flagen. Jm Union Dod in Baltimore brach ein großes Feuer aus, welches Eigenthum im Werthe von einer Million Dollars vernichtete, darunter viele Konsignationswaaren ausländischer Exporteure. Ehlers, welcher vor anderthalb Jahren von der afghanischen Der deutsche Forschungsreisende, Lieutenant Otto Grenze ausgegangen war, ist am 9. Mai au Pferde in Son- Lai ( Tonkin) eingetroffen. Literarisches. Eine Versammlung der Freien Vereinigung der Rauflente" nahm am 16. b. Mis. einen Vortrag des Herrn Rand. Reichelt über Kirche und Deutschfreifinn" entgegen, in welchem derselbe das Verhalten der Kirche zu den Arbeitern und Thierquälerei. Ein empörender Anblick wurde gestern' die Heuchelei des Deutschfreisinns gegenüber beiden geißelte und auf dem Müllhausener Bahnhofe den Personen, welche einen vom bie anwesenden freifinnigen Raufleute aufforderte, fich der Dammerkircher Viehmarkt durchkommenden und für Müllheim beSozialdemokratie anzuschließen, denn diese sei die einzige Partei, stimmten Biehwagen zu revidiren hatten. Das Vieh lag nämlich welche die Interessen der ganzen arbeitenden Bevölkerung treuz und quer über und neben einander todt in dem Eisenbahnenergisch vertrete. Der Vortrag fand stürmischen Beifall. An Wagen, in welchem ein Händler aus Müllheim, um Transportder Diskussion betheiligte sich der freisinnige Herr Angreß, fosten zu sparen, die doppelte Zahl von Hornvieh hatte verladen welcher seine Partei rein zu waschen versuchte. Er wurde von laffen, für die der Wagen bestimmt war, denn anstatt 8, waren den Herren Borchardt, Hinze, Blum und Adler 16 Stück schönes Großvieh in demselben. Nur noch 2 der armen widerlegt. Darauf gelangte eine Resolution zur Annahme, in Thiere gaben schwache Lebenszeichen, mußten aber sofort ge- Bei der Redaktion eingegangene Schriften: welcher die Versammlung ihr volles Einverständniß mit den schlachtet werden. Der Händler soll durch diesen Verlust einen Ausführungen des Referenten erklärt, das heuchlerische Berhalten Schaden von etwa 8000 Mt. erleiden. Man fragt sich wie es J. van Groningen u. Co., Berlin. ,, Sibirien in Preußen." Von Ed. Mund. Verlag von der freisinnigen Partei sowohl im Reichstage wie in der Stadt- demselben möglich geworden, diese vorschriftswidrige Verladung verordneten Versammlung- namentlich in Bezug auf die zu bewirken. Sozialpolitisches Centralblatt( herausgegeben von Dr Sonntagsruhe im Handelsgewerbe- als ein die Wohlfahrt Aus Sachfen wird der Frankf. 3tg." unterm 16. Juni Heinrich Braun, Verlag von J. Guttentag in Berlin). eines großen Theils der Bevölkerung schädigendes verurtheilt berichtet: Meiner Meldung über die Ausschreitung eines Offiziers Die foeben erschienene Nummer 25 enthält u. A.: Der Gesetzund ferner erklärt, daß nur durch die Sozialdemokratie eine der Zwickauer Garnison, die neuerdings auch von dem dortigen entwurf über die direkten Personalsteuern in Desterreich. Von Prof. Befferung der Lage der arbeitenden Bevölkerung zu erwarten ist. Amtsblatt bestätigt wird, ist die Nachricht von einem weiteren Dr. Ernst Mischler. Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Maurer Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemo- Exzeß von Soldaten derfelben Garnison an die Seite zu stellen. Deutschlands. Von Dr. Adolf Braun.- Arbeitszeit der eng fratie wurde die Versammlung geschlossen. Gin Soldat hat am letzten Sonntag verschiedene friedliche Bürger lischen Eisenbahn- Bediensteten. Der internationale Bergarbeiter angerempelt. Als diese Widerspruch gegen das unziemliche Be- Rongreß in London. Gewerkverein schwedischer Dienstmädchen Im Verein ,, Vorwärts" zu Rigdorf fand am 14. Juni nehmen erhoben, zog der Soldat blant und brachte mit feinem in Chicago. Kaufmännische Zeugnisse und Schiedsgerichte. der letzte Vortragsabend über Nationalötonomie statt. Referent Seitengewehr verschiedenen Personen Verlegungen bei. Einem Gehaltsverhältnisse der Handlungsgehilfen. Verordnung über war Dr. Lütgena u. Im Weiteren diskutirte man über die hinzukommenden Schußmann war es unmöglich, einzuschreiten, die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe für Preußen. Kauf Frage: Ist es von Nutzen, bei der Stichwahl für einen gewissen weil die Kameraden des Angreifers eine drohende Haltung ein- männische Sonntagsruhe.Wohustatistik des Deutschen Reiches. Kandidaten zu stimmen, welcher auf unsere Forderungen eingeht?" nahmen. Auch der Schuhmann trug schließlich am Arme eine Eine neue Gewerbefrankheit. Genoffe Siegrist hielt unter Umständen ein diesbezügliches schwere Verlegung davon. Die Schuldigen sind ermittelt und Kartell für nützlich, die Mehrheit der Redner sprach sich aber sehen ihrer Bestrafung entgegen. dahin aus, daß man lieber auf eine solche Wahl verzichten, als Die Unterschlagungen bei der Gumbinner SparKompromisse mit den Gegnern schließen möge. taffe betragen nach der Frantf. 3tg." 142 000 M. Ganverein Berliner Bildhauer. Heute Annenftr. 16, Abends 8 Uhr: gestern gegen Abend auf der Station Lampertheim. Als der um Unglück auf den Schienen. Ein Unglücksfall ereignete fich Bortrag von Prof. R. Falb.( Siehe Inserat vom Sonntag.) Dienstag, den 21. Junt, Abends 8 Uhr, im Spizig'schen Saale: Bortrag Personenzug 191 sich bereits in Bewegung gesetzt hatte, sprang Friedrichsberg! Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg. 6 Uhr 53 Minuten in der Richtung nach Worms abgehende des Genoffen Bahnarzt Rob. Wolf über: Wie schütt man sich gegen die ein Passagier mit Namen Hartmann Zilles, der sich etwas verSchwindsucht." Zentral- Kranken- und Sterbekaffe des Deutschen Senefelder- spätet hatte, noch auf das Trittbrett eines Wagens. Er glitt J. K. 10. Für einem minderjährigen Haussohn gelieferte Stöllich, Neue Friedrichfir. 44: Außerordentliche Mitglieder: Bersammlung: unter die Räder, daß ihm beide Beine abgequetscht wurden. es sich um Bestreitung dringendster Lebensbedürfnisse handelt. Bundes( E. 2.), Perw.- Stelle Berlin. Heute Abend 8 Uhr im Restaurant dabei aus und fiel so unglücklich zwischen den Wagen hindurch Roft und Logis muß dessen Vater aufkommen, jedoch nur soweit Novelle anpassen oder in Bufunft nur den Charakter einer Zuschußtaffe haben, Der Bedauernswerthe ist aus Lampertheim gebürtig und in H. H., Schillingstr. Sie brauchen die von Ihrem Kinde zerbrochene Scheibe nicht zu bezahlen. Beantragen Sie im Termin In einer Erklärung bezeichnen es die antisemitischen Abweisung der Klage. Deutschsozialen Blätter" als Verleumdung", daß der AntiArbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8%-10% Uhr: Sübfchule, semitenführer Theodor Fritsch in Leipzig in einem an Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Südost- hule, die sächsischen nnd thüringischen Gastwirthe gerichteten RundReichenbergerstr. 183: Unterricht in Deutsch( mittleres); Ost- Schule, Martusfir. 31: Unterricht in Phyftologte; Nord- Schule, Müller- schreiben die Namen einer Anzahl Geschäftsreisender ohne deren ftraße 179a: Unterricht in Geschichte( mittlere). In allen Lehrfächern, Wissen als Unterschrift gefeht hätte und dies in einem Falle somit Ausnahme Mathematik und Buchführung, fönnen noch Schüler und gar schriftlich habe bestätigen müssen. Jene Zeitschrift sagt durch uns beziehen. Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Johannes Wedde, 9 Uhr, dann u. A.: Beschlußfaffung über die Frage: Soll sich die Kaffe den Bestimmungen der welche vom Versicherungszwang in einer Ortstaffe nicht befreit?" Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse. Dienstag, den 21. Juni, Abends 8 Uhr, im Restaurant Norbert( früher May), Beuthstr. 21: Borstands- Sigung. Echt Stonsdorfer Bitter- Liqueur Liter 1,20, 10 2iter 10 m. Ingber- Liqueur, magenstärkend, Liter 1,10, 1,60, 2,00 m. Tokayer, med. süßer Üngarwein, Literfl. 2,10 m. Worms wohnhaft. Cognac fine Champagne, 3/4 Literfl. 3,50, 4,50, 5,50, 7,50, 12 m. Himbeer-, Kirsch-, Johannsbeersaft, Liter 1,20 m. Eugen Neumann& Co., 6a Belle- Alliance- Platz 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81.[ 591 Franz Beyer, Berlin N., Chaufferstr. 103. 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