Nr. 33. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m., monatl. 1,10 r., toöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 8 Mart, für das fibrige Ausland 648 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solonel. geile oder beren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebrudte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für ble nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1983. Emil Rosenow. Harter Verlust trifft unsre Partet. Strankheit. reichster Jugendkraft unter uns stand, den die reichste Zukunft Dienstag, den 9. Februar 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. Krieg in Ostasien. ling die Möglichkeit, sich auch litterarisch zu entwickeln und zu bethätigen. Künstlerische Neigungen und Fähigkeiten lebten in ihm gleich start wie die politischen. Früh keimte in ihm der Gedanke, das große Leben der modernen Arbeiterklasse auch in betriebene diplomatische Vertuschungs- und Fälschungstaktik nicht Was von dem einfichtigen, durch die von Berlin und Paris aus Bor drei Wochen erfaßte schwere Strankheit unfren Freund der Dichtung darzustellen. Er schrieb die Romane Frühlings getäuschten Beobachter der ostastatischen Strise für jeden Augenblic Emil Rosenow. Wir hofften, bie jugendliche Straft werde der Stürme" und" Die Lüge", in deren Gestalten die socialen erwartet werden mußte, ist inzwischen eingetreten: bie diplomatischen Strankheit Herr werden, doch in den letzten Tagen ver- Stämpfe unsrer Zeit sich spiegeln. Viele unsrer Parteiblätter Beziehungen zwischen Petersburg und Tokio find abgebrochen worden, schlimmerte sich sein Zustand und ärztliche Hilfe erwies sich gaben diese Romane wieder und machten so thren Verfaffer der Ausbruch der Feindseligkeiten ist damit in unmittelbarste Nähe gerückt. Db Japan erst noch eine besondere Kriegserklärung erlassen als ohnmächtig. Am Sonntagvormittag erlag er der zu einem Vertrauten der ganzen deutschen Arbeiterschaft. Als die Reichstagswahlen von 1898 famen, übertrugen wird Rußland scheint die Abberufung des japanischen Gesandten ihm die Genoffen des 20. sächsischen Wahlkreises Bschopau- nicht durch eine Kriegserklärung beantworten zu wollen, um bis zum Ein jähes Geschick reißt einen Mann dahin, der in Marienberg die Kandidatur. Der Kreis war zuvor in kon- letzten Augenblick den Schein der„ Friedensliebe" zu wahren iſt fraglich. In der Kriegsgeschichte der neuesten Zeit sind Kriegserklärungen erwartete. Nicht ward es ihm gegönnt sich auszuleben und ſervativen Händen, und es war eine schwierige Aufgabe, ihn nur in Ausnahmefällen ergangen, Japan verstieße also keineswegs auszuschaffen, um nach vollbrachter Arbeit zu ruhen, allzu au bearbeiten und zu gewinnen. Nicht zum geringsten durch gegen das Bölkerrecht, wenn es nunmehr ohne weiteres zum Angriff Rosenows unermüdliche Arbeit, durch sein zündendes Wort überginge. Es brauchte deshalb in keiner Weise zu überraschen, grausam ist diesem Leben das Ende gesetzt, gerade da es zur mit nur sehr geringer Majorität- wenn uns der Telegraph meldete, daß die ersten Schüsse bereits ge bollsten Entfaltung erblühte. Fast scheint es unmöglich, daß gelang es, den Kreis wechselt worden seien. so frische Jugend so schnell dahinwelten, so viel Hoffnungen zu erobern. Rosenow siedelte nun nach Berlin über. Er so plötzlich zusammenbrechen können. Erschüttert steht die deutsche Arbeiterschaft an der Bahre der Benjamin des Reichstages nahm fleißigen Andieses Mannes, dessen Herz ihr gehörte und dessen Wirken viel teil am parlamentarischen Beben und besonders wurden erfolgte burch folgende vom„ Regierungsboten" veröffentlichte die Specialfragen bes kaufmännischen Berufes das Cirkularbepesche des Ministers des Aeußern an gute Frucht versprach: Gebiet, auf dem Emil Rosenow ist unter den Vorkämpfern unsrer Partei Kommission an, welche die Ladenschluß- Novelle behandelte, er hervortrat. Er gehörte der die russischen Vertreter im Auslande vom 6. Februar: einer der Allerjüngsten. Wenn sein Name dennoch schon seit und sprach wiederholt wirksam für den Schutz der Angestellten fast eineinhalb Jahrzehnten wachsende Bedeutung gewann, so im Handelsgewerbe. Bugleich bewährte er sich in zahlreichen geschah es, weil er schon in selten jungen Jahren die Ueber Berliner Versammlungen als Redner und wurde so auch zeugungsfestigkeit und die Kampfestüchtigkeit gewann, durch die der Sproß des Proletariats in unsre Reihen, in die unsern Berliner Genossen ein guter Freund. Die freundliche Liebenswürdigkeit seines Wesens öffnete thm alle Herzen. bordersten Reihen geführt wurde. Er war ein Proletarierkind. Am 9. März 1871 in Stöinen immer dieser prächtige Mensch traf, den eroberte er im Fluge. ,, Beobachter", übernahm. 0 Die Nachricht von der Abberufung des japanischen Gesandten in Petersburg " Im Auftrage feiner Regierung übergab der japanische Gesandte am allerhöchsten Hofe eine Note, welche die kaiserliche Regierung von der Entscheidung Japans in Kenntnis fezt, weitere Verhandlungen einzustellen und den Gesandten und das ganze Gesandtschaftspersonal ans Petersburg abzuberufen. Infolgedessen beliebte es seiner Majestät dem Kaiser allerhöchst zu befehlen, daß der russische Gesandte in Tokio mit dem gesamten Personal der kaiserlichen Mission unverzüglich die Hauptstadt Japans verlasse. Eine derartige handlungsweise der Tolioer Regierung, welche nicht einmal das Eintreffen ber biefer Tage abgesandten Antwort ber kaiserlichen Re gierung abwartete, wälst Japan die ganze Berantwortung für die Folgen zu, welche durch den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Reichen entstehen können." Die Behauptung, daß Rußland bis zum legten Augenblick begeboren, erlebte er die Kindheit der Armut und der Entbehrungen. Dabei berblieb er in guten Beziehungen zu den sächsischen Die Eltern starben, da er noch ein Knabe war. Er befuchte Barteiverhältnissen und in stetiger Fühlung mit seinem Wahldie Volksschule und trat dann in ein kaufmännisches Geschäft. kreise. Bei der letzten Wahl im Juni 1903 erneuerte sich der Die Eindrücke der Jugend, der helle Sinn, in dem er sie Wahlkampf in diesem Streise auf das heftigste. Die vereinigten aufnahm, die begeisterungsrege Seele, die in ihm lebte, führten Gegner hofften durch die reichen Geldmittel des Generalden noch nicht zwanzigjährigen zur Arbeiterbewegung, zu den sekretärs Jende, thres Kandidaten vom Scharfmacherverband, mfiht gewesen sei, den Frieben zu erhalten, daß dagegen Japan Idealen der Socialdemokratie. Wagemutig stürzte sich der Idealen der Socialdemokratie. Bagemutig stürzte sich der süngling in den Kampf, der seine Zeit erfüllt und der seines Arbeiterschaft wählte ihren Rosenow von neuem und mit weit vozieren, wird dann von der„ Nowoje Wremje" ausführlicher Jüngling in den Kampf, der seine Zeit erfüllt und der seines unsrer Partei den Kreis wieder zu entreißen, aber die bestrebt gewesen sei, um jeden Preis den Krieg zu proLebens Inhalt wurde. Schon bald war er in Versammlungen als Redner thätig und ebenso bald erwies er, daß er die überholender Majorität; Rosenow erhielt 13 616 Stimmen wiederholt: Feder zu führen verstand. Die Redaktionen der Parteiblätter, gegen 9076 gegnerische. Mit uns andern jubelte der Sieger an die er sich wandte, erkannten in seinen Beiträgen viel zu den herrlichen Erfolgen über die sächsische Reaktion, an beren Erringung er zu gutem Teil mitgewirkt hatte. Gewandtheit, viel Fleiß, viele Kenntnisse; er wurde gern Während der letzten Jahre war Rosenow zugleich ein empfangener Mitarbeiter der Sächsischen Arbeiter Zeitung" fleißiger Mitarbeiter unsrer Presse geblieben. Er schrieb für in Dresden und der Fränkischen Tagespost" in Nürnberg. fächsische Partei- Organe und auch der Vorwärts" erhielt aus Im Jahre 1891 bereits trat er vollständig in die Partei- feiner Feder manch guten Beitrag. Desgleichen setzte er feine thätigkeit ein, indem er einem Rufe nach Chemnik folgte, wo litterarische Produktion fort; die Neue Welt" beröffentlichte er die Redaktion unfres Parteiblattes, des damaligen häufig gute kulturhistorische Studien und in der UnterhaltungsIn dieser Thätigkeit blieb Rosenow bis 1898. Das war beilage unfres Blattes erfreute er oft durch realistische In dieser Thätigkeit blieb Rosenoto bis 1898. Das war die Zeit seiner Entwicklung zum ganzen Kämpfer in der Bilder aus dem ihm heimatlich gewordenen Leben der Partet. Er gewann sich durch Eifer und Tüchtigkeit das Ver- arbeitenden Bevölkerung des Erzgebirges; das waren köstliche trauen der Chemnitzer Arbeiterschaft nicht nur, sondern weithin ben der Sohn des Rheinlandes sich inmitten harter Stämpfe Wirklichkeitsschilderungen, bergoldet durch sonnigen Humor, über die Nachbargebiete ging sein wirken und besonders hinauf in die Bezirke des Erzgebirges, dessen armes Volt ihm beUnd gerade in neuester Zeit wurde seinem künstlerischen sonders in das Herz wuchs. Ein unermüdlicher Sünder des Schaffen schöner Erfolg. Die volkstümliche Charakterkomödie Socialismus stieg er in die fernsten Ortschaften des Gebirges, burch Regen, Schnee und alle Wetter schlug er sich, um der Stater Lampe", deren Stoff und Ton er ebenfalls von seinen bitterarmen Bevölkerung von Holzarbeitern, Webern, Strumpf- Erzgebirgshöhen geholt hatte, fand weithin die Anerkennung wirkern das Wort der Ermannung und Aufrichtung zu bringen. Bolts ward der Lorbeer des Dichters und strenge Stritit verder litterarischen Deffentlichkeit. Dem tapferen Kämpfer des Seiner Arbeit als Redakteur und als Agitator verdankt unsre fündete unsrem Genossen bedeutende Zukunft. Partei in Chemnitz und in den benachbarten Landstrichen über- fündete unfrem Genossen bedeutende Zukunft. Froh des Erreichten und lebensvoll zu neuen mannigDie Gegner erkannten denn auch bald in dem befähigten faltigen Arbeiten schreitend sahen wir unsern Freund noch Jüngling einen Umstürzler von besonderer Gefährlichkeit. Die vor kurzem in unfrer Mitte. Nach heißem Mühen schien ihm fächsischen Gerichte und Verwaltungsbehörden widmeten ihm sich die sonnige Höhe zu öffnen... Da ergriff ihn das ihre volle Aufmerksamkeit. Es ereilten ihn fleinere und tragische Geschick. Unvollendet liegen in seinem Bult mancherlei Arbeiten. größere Gefängnisstrafen, wir erinnern uns insbesondere einer Bestrafung mit drei Monaten Gefängnis tegen Verächtlich des Bapsittums und der Mönchsorden, die demnächst im Vor8u Dreifünfteilen ist ein Buch über die Geschichte machung von Staatseinrichtungen", welche Bestrafung noch wärtsverlage erscheinen sollte, vollendet. Ein Drama liegt ein Nachspiel herbeiführte, das in den Spielen der sächsischen fertig, mancherlei Entwürfe harrten der vollendenden Hand. Reaktion einen besonderen Platz gewann. Rosenow wurde aus der Fülle all dieser Thätigkeit ward er dahingerafft! es war im Sommer 1896- als Vorbestrafter" durch die Wie viel Treffliches und Schönes durften wir von diesem Chemnizer Amtshauptmannschaft aus allen Ortschaften, die bewahrte. Drei Monate bemühte fich bie russische Diplomatie, die japanischen Vorschläge fried. liebend zu prüfen und alle möglichen Bus geständnisse zu machen, welche zulässig find, ohne die Würde Rußlands zu schädigen. Rußland wurde beschuldigt, daß es die Verhandlungen zum Zwecke friegerischer Vorbereitungen hinziehe. Dhne sich durch niedrige Verleumdung beirren zu lassen, er füllte Rußland seine Pflicht gewissenhaft im Vertrauen auf die Gewissenhaftigkeit des Gegners. Wie es sich erweist, war der ganze Notenwechsel eine Komödie. Japan, nicht Rußland, mußte den Moment abwarten, bis zwei in Italien getaufte Kreuzer die chinesischen Gewässer erreichen. Die Kreuzer haben Singapore erreicht; die Japaner warfen die Maste ab; sie warteten nicht einmal die russische Antwortnote ab, sondern beriefen die Gesandten ab. Die Afiaten zeigten sich als Asiaten, sie vermochten nicht einmal ben äußeren Anstand zu beobachten. Die Geschichte kennt keinen Fall eines ähnlichen Betragens. Wir sind überzeugt, daß die öffentliche Meinung Rußlands den Japanern die gebührende Antwort geben wird. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen bedeutet noch nicht Krieg. Die Geschichte kennt Beispiele des Abbruchs der Bes ziehungen auf Jahre ohne nachfolgenden Krieg. Solche Beispiele aber sind selten. Bei normalem Gang der Dinge bedeutet der Abbruch der diplomatischen Beziehungen entweder den Beginn eines Krieges oder die Notwendigkeit der Vermittelung dritter Mächte. Somit stehen wir mit dem heutigen Tage vor drei Lösungen: Krieg, Vermittelung oder sich in die Länge ziehender Konflikt. Letzterer ist am wenigsten wahrscheinlich. Die Interessen beider Staaten sind allzu intensiv und allzu entgegengesetzt, als daß die Möglichkeit zugelassen werden könnte, fie im Wege fattischer Besizergreifungen in Ginklang zu bringen. Vermittelung wird wahrscheinlich nicht eintreten. Somit bleibt die ultima ratio der Völfer und Staaten. Eines nur scheint unziweifelhaft: nach dem gestrigen Schritt der Japaner wird es kein ehrenhafter Ausländer für möglich halten, uns aggressiver Haltung zu beschuldigen. Rußland steht an der Grenz scheide großer Greignisse. Jeder Sohn Rußlands ohne Unterschied der Ueberzeugungen wird heute bewußt und aufrichtig sagen: Die Japaner haben es selbst gewünscht. So sei es. Gott helfe uns." Es verlohnt kaum, dieser fauftdicken Heuchelet die ja allgemein bekannten Thatsachen gegenüberzuhalten. Es stellt den Gipfel unverschämter Verdrehungen dar, Japan eines in der Geschichte beispiellosen Trenbruches zu zeihen. Thatsache ist nur, daß Nußland feit Monaten bemüht gewesen ist, die Entscheidung in Ostasien hinauszuschieben. Natürlich nicht im Vertrauen auf die Einfalt Japans, fich durch belanglofe Bugeständnisse vorläufig abfpeisen zu lassen, fondern im Interesse der mit fieberhaftem obere Behörde bestätigte die Maßregel, die natürlich, fo un- Doch Dein Angebenken bleibt in unserm Herzen! Du bist von uns genommen, lieber Genosse und Freund! Gifer betriebenen russischen Rüstungen. angenehm sie zunächst unfren Genossen traf, ihm nur neue Sympathien bei den Arbeitern erwarb. aus viel. " Er um Chemnitz liegen, auf die Dauer von zwei Jahren aus- jugendlich ragenden Manne erwarten! Es soll nicht sein. gewiesen, also in Chemnitz interniert. In diesen Ortschaften ist von uns geriffen. An seiner Bahre trauert mit der jungen Witwe und dem gerade hatten unfre Parteigenossen ihre Versammlungs fünfjährigen Töchterchen, das er hinterläßt. die deutsche Arbeiterschaft. Totale, und die Behörde erklärte in ihrer Weisheit, daß der Vorbestrafte in diesen Orten in besonderem Grade Die deutsche Arbeiterschaft, schmerzvoll bewegt, dankt dem Gelegenheit zur Wiederholung von Rechtsverlegungen habe. ihr allzufrüh Gutrissenen für alle Kämpfe, die er für sie gekämpft, Es wurde im Fall der Zuwiderhandlung zwangsweise für alle Erfolge, die er für sie errungen. Ausbringung" und achttägige Haftstrafe angekündigt. Die Inmitten dieser eifrigen politischen Bethätigung und trot aller feindlichen Verfolgungen erhielt sich der vielseitige JüngWas Japan verlangte, verlangen mußte und zu verlangen berechtigt war, war Rußland seit Beginn der Verhand lungen ganz genau bekannt: die Räumung der Mandschurei. Blieb Nußland im Besitz der Mandschurei, so war Japans Position nach wie vor bedroht. Die Mandschurei zu räumen nicht nur also darauf hinaus, Zeit zu gewinnen, um seine Macht in Ostasien derart zu stärken, daß es später Japans Drängen hohnlachend abweisen konnte. Zudem war Rußland gerade in der letzten Zeit chnisch genug, seine Rüstungen und Truppentonzen trationen an der koreanischen Grenze offen zuzugestehen. Während es die japanische Diplomatie, die auf Beantwortung ihrer letzten Note drängte, Woche um Woche hinhielt, gab es ihr durch die Blume zu verstehen, daß es nunmehr ja getrost die Lösung der Frage; die der Diplomatie nicht gelingen wolle, dem Entscheid der Waffen überlassen könne. Es blieb den russischen Offiziösen in Berlin und Paris vorbehalten, die Ehrlichkeit der russischen Friedensbemühungen zu preisen und über Japans Mißtrauen und Drängen erstaunt zu thun trotz Rußlands schoflem Vertragsbruch in der Mandschurei, trotz der frechen Annektion jenes Gebietes, das Rußland 1895 mit Hilfe Frankreichs und Deutschlands(!) Japan erst abgejagt hatte! Ueber die Tragweite des russisch- französischen Bündnisses besitzt man auch in Paris keine Kenntnis. " Die Agence Havas" veröffentlichte am 19. März 1902 folgende halbamtliche Notiz: " das Rußlands selbst eins auf dem Papier, sondern in Wirklichkeit fiel Rußland aber feinen| mittelung mache, sei wahrscheinlich. Man hat indessen nur äußerst| Sprache, fragte Lansdowne, würde dann nicht Großbritannien Be Augenblic ein. Dies Zugeständnis dürfte auch die berühmte letzte geringe Hoffnung, daß ein solcher Schritt irgend einen Erfolg rechtigt sein angesichts der russischen Uebergriffe in der Mandschurei, Antwortnote Rußlands nicht enthalten. Rußlands ganze Taktik lief haben kann. in Turkestan und in Persien? Ein Telegramm des Vizekönigs von Indien an den Staatssekretär für Indien vom 13. Dezember 1903 besagt, daß nach einem Bericht des Obersten Younghusbane russische Waffen in Tibet eingeführt würden und daß sich die Tibetaner auf Versprechungen von russischer Unterstützung verließen. Die diplomatischen Vertreter Frankreichs und Rußlands teilten Der ostasiatische Krieg und das Proletariat. am Mittwoch den Ministern des Aeußern derjenigen Mächte, die Das internationale Proletariat das Protokoll vom 7. September vorigen Jahres unterzeichnet geschlossen könnte es mir mit der größten Genugthuung erfüllen, haben, folgende Erklärung mit: Die verbündeten Re- wenn Rußlands imperialistische Raubpolitif in gierungen Frankreichs und Rußlands, denen der Ostasien eine schwere Niederlage erleben würde. Fristet englisch- japanische Vertrag vom 30. Januar 1902 zur Kenntnis ge- doch der zarische Despotismus seine fluchwürdige Eristenz nur noch bracht worden ist, haben mit vorbehaltloser Befriedigung wahr durch seine skrupellose Weltpolitik. Das Land der Knute hätte längst genommen, daß in diesem Vertrag, der abgeschlossen wurde, um sein inneres Jena erlebt, wenn nicht der thönerne Koloß des den status quo und den allgemeinen Frieden im äußersten absolutistischen Reiches durch seine Weltpolitik den Bankrott immer Orient zu sichern und die Unabhängigkeit Chinas und noch hinauszuschieben vermocht hätte. Koreas aufrecht zu erhalten, im wesentlichen dieselben Grund- revoltiert seit Jahrzehnten, die idealistisch veranlagten EleDie russische Intelligenz sätze anerkannt werden, die sie selbst zu wiederholten Malen auf- mente der studierenden Jugend schmachten in den Kasematten Japanische Kundgebungen gegen die russischen Beschimpfungen. ſtellten und die die Grundlage ihrer Politik bilden. Die beiden Regie- der Feftungen oder in den Bergwerken Sibiriens. Die rungen sind der Ansicht, daß die Respektierung dieser Grundsätze Bauern werden werden durch eine chronische Hungersnot decimiert, zugleich als eine Garantie für ihre speciellen Interessen im äußersten selbst innerhalb der Bourgeoisie, der Priesterseminare und Orient sich erweist. Gleichwohl sind sie genötigt, ihrerseits des Offizierscorpse gärte es Benn trotzdem das absolutistische den Fall ins Auge zu fassen, in dem eine aggressive Attion Regiment noch nicht zusammengebrochen ist, so liegt das lediglich dritter Mächte oder neue Wirren in China zu einer an der Entfaltung jenes weltpolitischen Va banque Spiels, das Gefahr für ihre Interessen werden könnten. Beide bis jetzt das Elend und den inneren Zersetzungsprozeß durch äußere Baron Komura hat gestern keine Note von Baron Rosen erRegierungen behalten sich vor, eventuell auf die zu ihrem Schutz Gloire erfolgreich zu verbergen und durch uferlose militärische und halten; teine Antwort der russischen Regierung Diese Verlautbarung ist so umbestimmt wie möglich gehalten. gefüge zu stützen vermocht hat. Hinzukam, daß Bismards erforderlichen Mittel bedacht zu sein. marinistische Rüstungen das in den Fugen krachende Staatsist meiner Regierung zugestellt worden. Die „ Havas"-Depesche, die das meldete, beging einen Irrtum. Wir Inwieweit die französische Regierung durch den Kriegsfall kurzsichtige Politik Frankreich in die Arme Väterchens trieb, so daß haben die Antwort, die wir erwarteten, nicht erhalten, und zu Gunsten Japans sich engagiert fühlen könnte, ist daraus absolut der französische Revanche- Gedanke durch Nußland finanziell ausweil wir nichts erhalten, haben wir uns für ein thatkräftiges Bor- nicht zu entnehmen. Jedenfalls hätte Frankreich alle Veranlassung, gebeutet werden konnte. Die großen und fleinen Kapitalisten Frantgehen entschlossen. Rußland hat es dahin treiben wollen und Rußland schon deshalb eine Unterstützung zu verweigern, weil es reichs lieferten dem thönernen Koloß die Milliarden, durch die es trägt allein die Verantwortung. Rußland hat, unsre durch sein Verbleiben in der Mandschurei ja selbst den seine prahlende Scheineristenz fristen und seine dreiste Raubpolitik Die diplomatischen Vertreter Japans sind die Antwort auf die heuchlerischen Beschimpfungen Japans durch die russischen offiziösen und halboffiziösen Erklärungen natürlich nicht schuldig geblieben. Herrn Villiers, dem diplomatischen Mitarbeiter des„ Temps", erflärte ein Mitglied der japanischen Gesandtschaft in Paris: " status quo verlegt hat. in immer größerem Maßstabe fortsegen konnte. letzte Note vom 13. Januar spätestens am 15. empfangen, seither find 25 Tage verstrichen. Wiederholt hat Herr Kurino Die französische Regierung wird sich einstweilen die Zeit nehmen, Die wirkliche Macht Rußlands auch in militaristischer Bes den Grafen Lamsdorff gedrängt, um eine Antwort sich den Fall zu überlegen, um sich nicht durch Erklärungen in der ziehung ist lange nicht so groß, als man gewöhnlich annimmt. zu erhalten, diese Antwort ist mehrmals versprochen worden, aber vor der heutigen Sigung der Deputiertenkammer bildeten die Er- das bewiesen. Kammer vorzeitig festzulegen. Ein Pariser Telegramm meldet: Der Krimkrieg und der letzte russisch- türkische Krieg haben nie gekommen. Anfangs der vorigen Woche wurde sie uns in beEs ist deshalb auch gar nicht ausgeschlossen, stimmtester Form angekündigt; nichts erfolgte. Inzwischen wurden eignisse im äußersten Osten das allgemeine Gesprächsthema in den daß der russische Bär von dem kleinen, aber behenden Japan furchtdie militärischen Rüstungen fortgesetzt und Truppen am Yalu an- Wandelgängen. Alle Abgeordneten sprachen sich dahin aus, daß es bar zerzauft wird. Damit wäre aber Rußlands Prestige vernichtet gehäuft. Nach mehr als dreiwöchentlichem geduldigen Warten hat Aufschluß darüber gebe, welche Haltung Frank brochen. Frankreich würde sich dann wahrscheinlich bedanken, durch wünschenswert sei, daß der Minister des Aeußeren und sein unheilvoller Einfluß auch auf die europäische Politik ge man in Tokio geglaubt, daß es nun genug wäre. Der Mitarbeiter des" Temps" fragt: Der Inhalt der reich einnehmen werde, wollen ihm aber die immer neue Milliarden- Anleihen den Absolutismus Väterchens zu russischen Note ist also nicht die Ursache des Bruches? Das Wahl des Zeitpunktes für eine solche Erklärung füßen, und auch die deutsche Regierung würde dann vielleicht ein Mitglied der japanischen Gesandtschaft, offenbar der Gesandte überlassen. ſelber, antwortet: Wir kennen noch nicht den Inhalt In dem morgen stattfindendeu Ministerrate mus seit den Zeiten der heiligen Alliance zumutet. Vielleicht Gefühl der Scham für die Demütigungen empfinden, die ihm der Zaris der Note. Die Ursache des Bruches ist erstens das Hinaus wird Minister Delcassé feststellen, in welchem auch käme dann endlich in Rußland selbst die innere Krise zum zögern Rußlands, das wir für beleidigend halten, zweitens die Sinne er dem Deputierten Cochin auf dessen Ausbruch, eine Krise, die das Selbstherrschertum und die verfaulte bedrohliche Lage, in die wir durch die militärischen Maßnahmen& rage über den russisch- japanischen Konflikt Beamtenhierarchie hinwegfegte und durch Schaffung eines fonſtiin der Mandschurei und Korea geraten. Die Russen haben in antworten werde. Deputierte aller Parteien sprachen ein- tutionellen Regiments die natürlichen Vorbedingungen für den, polialledem kein ehrliches Spiel gespielt." stimmig die Hoffnung aus, daß die europäischen Mächte sich dahin tischen und socialen Fortschritt schüfe. Aehnlich wie der japanische Gesandte in Paris hat sich auch der bemühen werden, daß der Konflikt lokalisirt bleibe. Es ist deshalb zu hoffen, daß vor allen Dingen auch das fapanische Gesandte in London geäußert: England und Japan. französische Proletariat jedem eventuellen Versuch der Regierung, " Japan und Rußland sind uun im Kriegs- Daily Mail" erklärt in einem Artikel über den Abbruch sich zu Gunsten der russischen Raubpolitik in Ostasien einzumiſchen, zustand. Ich habe diese Nachricht bereits in den letzten Tagen der Beratungen zwischen Japan und Rußland: Japan ver- energisch entgegentritt! erwartet, habe aber bis jetzt noch feine offizielle Benachrichtigung. teidige augenblicklich nicht nur die eignen Inter- Das internationale fecialistische Bureau hat Wir treten in den Kampf, durch das Gesetz der Selbst- essen, sondern auch diejenigen der ganzen, speciell denn auch bereits am Sonntag in dieser Beziehung Stellung geerhaltung gezwungen. Es scheint richtig, daß meine Regierung den aller Mächte, welche Interessen in der Mandschurei besitzen. nommen. Das Bureau, das aus Deutschland durch Singer, entscheidenden Entschluß gefaßt hat, ohne Rußlands Antwort auf Es verteidige das Princip der offenen Thür, für welches Stautsty und Rosa Luxemburg beschickt war, hat folgende von dem die letzte Note abzuwarten. Rußlands Verschleppung ist für die man jahrelang eingetreten sei. Die englischen Sympathien stehen französischen Genossen Vaillant vorgeschlagene Tagesordnung anWendung, welche die Dinge genommen haben, ausschließlich die auf feiten Japans, England müsse bereit sein, seinen genommen: Dinge beizumeffen. Während der legten vierzehn Tage Verpflichtungen gegenüber Japan nachzukommen. Das Falls durch ein Verbrechen der Herrschenden und des Kapitalismus haben wir täglich Petersburg um Antwort ersucht und haben täglich zur Antwort erhalten, daß die Note sofort abgehen würde. Während wir gewartet haben, hat Rußland seine Position verstärkt und seine Armee eine strategische Position längs des Yalustusses nehmen lassen. Wir können unmöglich länger diesem feindlichen Vorgehen zusehen, das unsre Existenz bedroht. Es ist uns nichts übrig geblieben, als die Angelegenheit nunmehr selbst in die Hand zu nehmen und technisch gesprochen die Kriegsinitiative zu ergreifen. Ein unmittelbarer casus belli als solcher existiert nicht. Aber die ganze Welt weiß, wofür wir fechten." Die Situation in Ostasien. Blatt fügt hinzu, der füdafrikanische Krieg habe bewiesen, welchen Gefahren ein Krieg zwischen Japan und Rußland ausbrechen sollte, man sich aussege, wenn man unvorbereitet in einen Krieg ziehe; England müsse sich auf alle Eventualitäten in Europa wie Oftafien beizeiten vorbereiten. wäre es die Pflicht der Socialisten aller Länder, besonders der franzöfifchen, englischen und deutschen Arbeiterpartei, mit allen Kräften die Einbeziehung ihrer Länder in den Krieg zu verhindern. iot Politische Uebersicht. mapili minor Berlin, den 8. Februar. Der Reichstag. Bekanntlich verpflichtet der englisch- japanische Vertrag die beiden Kontrahenten nur dann, dem andren Teil zu Hilfe zu kommen, wenn eine dritte Partei in den Austrag des Konfliktes kriegerisch eingreift. Andrerseits läge es natürlich im Interesse Englands, Sapan auch dann bereits beizustehen, wenn sich der Erfolg auf die Seite Rußlands neigen sollte. Hat doch England alles Interesse daran, die Macht Japans, seines einzigen BundesLondon, 8. Februar." Standard" berichtet aus Tokio, in Japan Erfolg bedeutete die schwerste Bedrohung von Englands asiatischen unsres Genossen Rosenow begann die heutige Sigung. genoffen in Ostasien, nicht brechen zu lassen. Ein russischer Mit der Trauerkunde von dem plötzlichen Tode herrsche rührige Thätigkeit, die Eisenbahnen schafften mit großer Bes Interessen. Nicht nur in China, sondern auch in Indien, Persien Die Meldung von dem Ableben des zweitjüngsten aller Abschleunigung Truppen nach den Einschiffungshäfen. Die Straßen der und Tibet. Gerade für den gegenwärtigen Augenblick des Abbruchs geordneten nur der Pole Korfanty ist jünger als der Hauptstadt wimmelten von Soldaten. Nach der„ Daily Mail" der diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und Rußland ist es Verstorbene war- wedte allseitige Teilnahme.sid 19 werden der russische Gesandte Baron v. Rosen, das Gesandtschafts- außerordentlich interessant, daß die englische Regierung ihren diplo personal und der Generalfonful in Yokohama am Freitag ab- matischen Schriftwechsel wegen Tibet veröffentlicht. Diese Schrift- mußte über das Schicksal der Refolutionen entschieden Bevor an die eigentliche Arbeit gegangen werden konnte, reisen. Am Sonntag hat in Tokio eine lange außerordentliche Stücke ergeben, daß infolge der in den Jahren 1900/1901 vom Dalai werden, die mit dem Gehalt des Staatssekretärs verknüpft Sigung des Kabinetts stattgefunden. Der russische Gesandte soll 2ama nach Petersburg gesandten Mission Groß- waren. Der Seniorentonvent hatte ihre Vertagung bis nach vor der Abreise vom Kaiser nochmals in Audienz empfangen britannien Rußland und China davon verständigt hat, daß es irgend Ostern beschlossen und das Haus stimmte zu. Es gab dabei werden. Daily Telegraph" erfährt aus Tokio, ein den Jiji welchen Maßnahmen, die darauf gerichtet seien, den bestehenden eine kleine Auseinandersetzung zwischen unserm Genossen Bebel Schimpo aus Shanghai zugegangenes Telegramm besage, daß die Zustand in Tibet zu ändern, nicht gleichgültig zusehen könne. Die und den Centrumsführern Spahn und Gröber. Unstreitig Russen den chinesischen Affiftenten des Zollkommiſſars in Nutſchwang indische Regierung hat unter dem 8. Januar 1903 die Reichs- trägt neben der Regierung, die den Reichstag viel zu spät entfernt und an seiner Stelle den russischen Beamten Stepanoff an- regierung benachrichtigt, daß der einzige Weg, der den britischen zusammenberufen hat, das Centrum die Hauptschuld an der gestellt hätten. Es verlaute, daß russische Truppen bereits die Grenze Interessen drohenden Gefahr zu begegnen, derjenige sein werde, Geschäftsklemme, weil es feine Initiativanträge, statt in die überschritten hätten. Die Vertretung der russischen Interessen in daß Großbritannien die Initiative ergreife und Einschiebung von mehr Schwerinstagen zu willigen, in die Tokio soll nach demselben Blatte dem östreichisch ungarischen Ge- Chinas Vorschläge wegen einer Sonferenz annehme. Form von Resolutionen gekleidet hat, vielleicht von der stillen sandten übertragen worden sein. Die" Times" melden aus Tokio, Lettere sollte in 2hassa und im Beisein eines Vertreters der Hoffnung getragen, daß es nach außen hin den Ruhm der das ruffische Kanonenboot„ Mandschur" liege zur Zeit im Dod in tibetanischen Regierung stattfinden. Die indische Regierung legte Priorität in socialpolitischen Dingen in Anspruch nehmen Nagasaki. Wahrscheinlich werde es nicht im stande sein, den Hafen nahe, daß die Verhandlungen nicht nur die Frage der Grenze von fönne. Bebel stellte das fest, nachdem Herr Gröber so naiv vor Ausbruch der Feindseligkeiten zu verlassen. Sikkim, sondern die Beziehungen zwischen Großbritannien und gewesen war, eine gewisse Dankbarkeit von uns zu verlangen, Frankreich und Rußland. Tibet im allgemeinen zum Gegenstand haben sollten, und daß in weil das Centrum dafür gesorgt habe, daß die socialpolitischen Während die französische Regierung im Verlaufe des bis- hassa ein ständiger Vertreter Großbritanniens Fragen noch in dieser Session zur Beratung gelangen. herigen Konflikts durch die von ihr inspirierte Presse eine eingefegt werde. Ein russisches Memorandum vom Die Debatte über den Etat des Innern setzte dann beim rußland freundliche Haltung eingenommen hat, nimmt 2. Februar 1903 enthält die Mitteilung, daß Rußland infolge des Kapitel Gesundheitsamt ein. Zunächst brachte Genosse die Presse angesichts des nunmehr eingetretenen Kriegsfalles eine Vorgehens Englands vielleicht Schritte ergreifen könne, um seine Scheidemann die Verunreinigung der Flüsse durch Fabritgeteilte Haltung ein: Interessen zu schützen. Lansdowo ne teilte daraufhin dem ruffischen abwässer und den besonderen Hinweis auf die Wupper und Die lintsrepublikanischen Blätter weisen je de Botschafter mit, wenn Rußland irgend welche Thätigkeit entfalten den Main zur Sprache und forderte ein Reichsgesetz. Graf Idee an eine Beteiligung Frankreichs am Striege sollte, werde Großbritannien gezwungen sein, seinerseits eine Posadowsky gab eine entgegenkommende Erklärung ab. tveit zurück, einige, wie der„ Radical", sprechen ungeniert von Thätigkeit zu entfalten, die über diejenige Rußlands hinaus- Weniger entgegenkommend stellte sich der Vorlage der freidem unersättlichen russischen Ehrgeiz, von russischer gehe. So lange dieser Meinungsaustausch in Gange war, sinnige Abgeordnete Dr. Müller- Meiningen gegenüber, Ländergier. Dann ist die Kategorie der Blätter zu er wurde es nicht für wünschenswert gehalten, eine Deputation der die vom Reichs- Gesundheitsamt festgelegte Liſte derjenigen wähnen, die, wie der Matin", Eclair", das Petit nach Lhassa zu senden. Einige Wochen später unterbreitete Geheimmittel, deren Anzeige in der Zeitung verboten ist, einer Einige Journal", Japan alle Schuld zuschieben und den Russen der russische Botschafter eine Darlegung der Anschauungen eingehenden Kritik unterzog und darin von dem Abg. Gothein die herzlichsten Wünsche in den Kampf mitgeben. Rußland", schreibt Rußlands, in der erklärt wurde, daß, wenn auch Rußland nicht wünsche, unterstützt wurde. " " " " das" Petit Journal", verteidigt Europa und unsre Civilisation sich in Tibet einzumischen, doch irgend welche Verlegung Die Hauptfrage, die zur Erörterung gelangte, waren das gegen den ersten Angriff der gelben Rasse, und schließlich ist des status quo in Tibet Rußland zwingen werde, Fleisch beschau- Gesetz und seine Ausführungsals vereinzeltes Phänomen der„ Gaulois" zu nennen, der in eine feine Interessen in Asien zu schützen. Lansdowne bestimmungen. Der konservative Abgeordnete Rettich hatte wahre Kriegsbegeisterung geraten ist und todesmutig schreibt:„ Wenn erwiderte, Großbritannien müsse darauf bestehen, daß Tibet seine Ber- sie angeschnitten und dem Verlangen seiner Freunde nach gegen alle Wahrscheinlichkeit die Ereignisse, die im Alliance- tragsverpflichtungen erfülle. Als die britische Expedition nach Tibet weiterer Verschärfung des Fleischbeschau- Gesetzes Ausdruck bertrag vielleicht vorhergesehen sind, uns zu einer weniger passiven marschierte, erhob der russische Botschafter Graf Benden- gegeben. Genosse Scheidemann wies in einer vorHaltung nötigen, hieße es Frankreich beleidigen, wollte man nur dorff ernste Vorstellungen bei Lansdowne. Dieser trefflichen Rede die agrarischen Anmaßungen zurück. Er einen Augenblick glauben, es könnte seine Unterschrift nicht an- entgegnete, es scheine ihm über die Maßen sonderbar, daß diese führte den Nachweis, daß das Fleischbeschau- Geseß nicht der Einsprüche von einer Macht erhoben würden, die auf der ganzen Welt Fürsorge für die Konsumenten, sondern dem Profit der erkennen. 〃 Der vorzüglich unterrichtete Petit Parisien" schreibt: niemals gezögert habe, in die Rechte ihrer Nachbarn einzugreifen, Junker dient, und zeigte im einzelnen, welch chikanöser BeFrankreich werde bis zum letzten Augenblick bemüht sein, den wenn die Umstände dies zu erfordern schienen. Wenn die russische handlung die Fleischeinfuhr ausgesezt sei. Er schloß mit der Konflikt zu verhindern, und werde, wenn das unmöglich Regierung ein Recht habe, sich darüber zu beklagen, daß Groß- Forderung, daß die Einfuhrbedingungen so rasch wie möglich sei, den Konflikt zu lokalisieren trachten. Daß Delcassé britannien Schritte thue, um durch Eindringen in tibetanisches erleichtert und eine gründliche Revision des ganzen momentan noch einen Verfuch zu einer freundschaftlichen Ver- Gebiet Ersatz von den Tibetanern zu erlangen, zu welcher Fleischbeschau- Gesetzes vorgenommen würde. Im Sinne = = ber Agrarier äußerten sich der Nationalliberale Dr. Beder, jer nun zügellos aus der Schule. Er beschuldigt seinen früheren der der Socialdemokratie wieder einmal den Vorwurf machte, Busenfreund und Mitdirektor, die" Action" durch Vermittelung der Weltgeschichte allerdings In einer Hinsicht hat die aristotelische Mission in der daß sie in dieser Frage die Partei des Auslandes nehme, Madame Durand den Börsen Coulissiers verkauft zu haben. Beruf des Grafen Bülow. Der griechische Philosoph der mittleren die fatalste Aehnlichkeit mit dem der christlich sociale Abgeordnete Burckhardt. Es soll sich um eine von den Coulissiers bezahlte Pre- Linie war der Schutzgeist des ganzen Mittelalters, dessen philosophische Staatssekretär Graf Posadowsky konnte nicht in campagne gegen das Privilegium der 70 Wechselagenten handeln, ueberwindung erst durch die Rückkehr zu Plato möglich würde, der Abrede stellen, daß für die Untersuchung des importierten das 1898 unter dem Kabinett Meline eingeführt wurde zum Nach- Diagonalsystem der Anwalt der finstersten und zähesten Reaktionszeit, nichts von der mittleren Linie wußte. Aristoteles wurde bei seinem Fleisches hier und da zu hohe Gebühren genommen teil der Coulissiers. Die Campagne wurde in der" Action" im welche die Menschheit erduldet hat. So ist auch der mittlere Graf worden seien. Auf eine Anregung des freisinnigen Abgeord- vorigen September eingeleitet und mit wachsender Intensität be- Bülow berufen, der Staatsmann äußerster Reaktion und klerikaler neten Dr. Mug dan hin teilte er noch mit, daß die Reform trieben unter anderm auch vom Senator Delpech, einem Vorherrschaft zu sein. des Apothekenwesens in Preußen in Aussicht genommen sei hohen Würdenträger der Freimaurerei und einem Viceund daß auch die Einführung einer einheitlichen Prüfung für Präsidenten der Nationalen Freidenker- Association. Väterchen Gamp bewirbt sich um die Ehre, Mitarbeiter des alle Krankenwärter im Plane liege. Delpech Vorwärts" zu werden. Wir hatten uns neulich mit seinen Meinungen hat auch in der„ demokratischen Linken" des Senats Dienstag wird die Debatte fortgesetzt. die auf seinen Wunsch eingehender beschäftigt, weil er im Abgeordnetens Einsetzung einer Kommission zum Studium des Monopols der Hause geklagt hatte, daß die socialdemokratischen Blätter seine ErWechselagenten veranlaßt. Charbonnel beschuldigt mun der Korruption widerung auf die Rede des Freisimmigen Hirsch vielleicht gar nicht Preußisches Abgeordnetenhaus. auch den Senator Delpech. Und man muß sagen, daß seine Be- bringen. Im Abgeordnetenhause ereignete sich am Montag der weise überzeugend erscheinen, was von den Gegenbeweisen frieden zu stellen. Wir haben, so meint er, seine Anschauungen noch Aber der Rittergutsbesitzer auf Hebron- Damnis ist schwer zu feltene Fall, daß durch sogenannten Hammelsprung die der Beschuldigten nicht im entferntesten gesagt werden kann. Diese frieden zu stellen. Wir haben, so meint er, seine Anschauungen noch Beschlußunfähigkeit des Hauses konstatiert wurde. Zur Be- ergehen sich vielmehr in pathetischen Schmähungen wider den„ Agenten flüssiger und formell unberechtigter Berufung auf das Preßgesetz nicht ausführlich genug mitgeteilt, und so wünscht er- unter überratung standen die Gesetzentwürfe betreffend die Abänderung der Jesuiten", als welchen sie den Er- Abbé nunmehr behandeln. daß wir seine Darlegungen über das Verhältnis des Gutsherrn des Gesetzes über die Regelung der Richtergehälter Ferner hat die„ demokratische Linke" auf den Antrag Delpechs be- zu seinen Arbeitern wörtlich bringen. Wir thun das natürlich und über die Dienstaufsicht bei den größeren fagte Studien- Kommission infolge der Enthüllungen Charbonnels mit Bergnügen. Amtsgerichten. Während die erstere Vorlage, die die prompt aufgelöst, was diese jedenfalls nicht zu entkräften vermag. Herr Gamp erklärt, er habe über das Koalitionsrecht der LandGehaltsregelung für einige höhere Richter durch Dienst- Alters- Charbonnel aber ist seinerseits allerdings noch die Erklärung arbeiter kein Wort gesagt. Das hatten wir auch nicht behauptet, stufen vorsieht, eine rein finanztechnische ist, ist die letztere schuldig, warum er sich zum Anwalt der Tugend erst dann aufvon einschneidenderer Bedeutung. Es soll danach bei geworfen hat, als ihm der Direktorstuhl vor die Thür geſetzt war. den mit mehr als 15 Richtern besetzten Amtsgerichten das Nach seinen eignen Angaben war er schon drei Wochen vor seiner Recht der Aufsicht einem Amtsrichter zustehen, der den Amts- Austreibung vollständig im klaren über den schoflen Hintergrund der titel„ Amtsgerichtsdirektor" führt. Heute führen die Land- Coulissiers- Campagne. In der„ Action", die an Stelle von Leitartikeln eine freie gerichtsdirektoren die Aufsicht. Schon seit Jahren bemüht sich die Regierung, die Dienstaufsicht im Sinne ihrer jezigen Vor- Tribüne für sämtliche republikanische Meinungen" hat, arbeiteten Yage zu regeln. Aber vergebens! Nur die Konservativen sind auch socialistische Schriftsteller aller Richtungen mit. Seit dem Bruch dafür zu haben, während alle übrigen Parteien davon eine zwischen den beiden Direktoren haben jedoch nur die revolutionärMinderung des Ansehens der Amtsrichter und eine Gefahr socialistischen Abgg. Sembat und Allard das richtige für die Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Richter indem der Richter getroffen, fie jegliche Parteinahme in dem häßerblicken. Als ob die Richter heute dieser Gefahr nicht ausgesetzt lichen Streit verweigerten und von der ,, Action" zurückfind! Der eigentliche Grund des Widerstandes dürfte, wie traten. Die übrigen socialistischen Mitarbeiter( aller Richtungen) aus den Ausführungen einer Reihe von Rednern hervorgeht, haben teils und in der Mehrheit für Charbonnel Partei ergriffen, vielmehr in der Furcht zu suchen sein, daß die neuen Amts- teils find sie der Bérenger-, Action" treu geblieben, ohne sich übrigens gerichtsdirektoren das Material für zukünftige Landgerichts- über die Verwaltungsschwierigkeiten" aussprechen zu wollen. Das Sirektoren abgeben und andren Richtern im Avancement vor- war jedoch vor den neuesten Enthüllungen Charbonnels. Jedenfalls gezogen werden könnten. ist es traurig genug, daß eine Reihe socialistischer Journalisten, darunter namhafte politische Persönlichkeiten, infolge des bekannten Zustandes der socialistischen Presse ihre Mitarbeit einem sich socialistisch" nennenden Blatt, wie die" Action" und dergleichen, leihen müssen. Bei der Abstimmung darüber, ob die Vorlagen, die gemeinsam beraten wurden, der Justizkommission oder einer besonderen Kommission überwiesen werden sollten, blieb das Bureau zweifelhaft, auf welcher Seite die Mehrheit war. Infolgedessen erfolgte die Auszählung, die die Anwesenheit von nur 164 Mitgliedern ergab. Dem " Hammelsprung" wohnte übrigens, in der Annahme, daß es sich um eine Angelegenheit seines Ressorts handle, der Landwirtschaftsminister v. Podbielski bei. Eine Viertelstunde später fand eine zweite Sigung statt, in der die Ueberweisung der Richter- Geseze an eine Sommission von 21 Mitgliedern beschlossen und eine Reihe von Kapiteln des Etats der landwirtschaftlichen Verwaltung ohne allgemeines Interesse erledigt wurden. Die Fortsetzung der Etatsberatung findet am Mittwoch statt. Der Dienstag bleibt für die Beratungen der Budgettommission frei. Der Herero- Krieg. Ueber die letzten Rämpfe bei Omaruru meldet der Kommandant des Habicht" aus Swakopmund: Compagnie Franke ist nach heftigem Kampf in Omaruru cingedrungen. Feind große Verluste an Toten, Verwundeten, Groß- Bieh. Häuptling Michael ziemlich sicher tot. Auf unfrer Seite tot: Feldwebel Müller, Unteroffizier Dtto Bries, Gefreiter Linke, Scherrer, Reservist Seelmand, Landwehrmann Gerlitz. Berwundet: Lieutenant Griesbach, Nathusius, Wollwarth, Sergeant Tante, Unteroffizier Heder, Ulrich, Gefreiter Milke, Kaul, Reservist Hoffmann, Lazemann, Wahl. Bermißt: Patrouille 1 Unteroffizier, 3 Mann. Verwundete scheinen außer Gefahr. Der Feind schließt Omarurn ein. Habe Corps Habicht und Winkler nach Karibib zurüdberufen, von wo voraussichtlich morgen Vormarsch nach Omaruru. Bahn bis Windhut wieder befahrbar; ist nach Möglichkeit in Sicherheit gebracht. Allgemeine Verlustliste. Außer den im Gefechte bei Omaruru Gefallenen weist die Berlustliste, die der Kommandant des„ Habicht" nach letter Bu sammenstellung telegraphisch hierher übermittelt hat, folgende Namen auf: Gefallen: Karl Engbart, Gefreiter Tröltzsch, Lieutenant Boysen, Gefreiter Zülott, Gefreiter Rudolf, Reiter Gerwinsky, Unteroffizier Bäch, Reiter Weiß, Lokomotivführer Tadert, Assistent Rock, Schliepen, Freiwilliger Foffati, Pietro, Feldwebel Kuhnel, die Reservisten Grundmann, Hellige, Unteroffizier Hottler, die Reiter Nacete, Hiescher, Dormschte, Sergeant Plazent, Unteroffizier Gaß, Reiter Nordbruch, Tierarzt Kämpny, Freiwilliger Stokamp, Ganshorn. " Deutsches Reich. Eine Denkschrift über die Witwen- und Waisenversicherung wird, wie man uns mitteilt, in etwa 14 Tagen vom Reichsamt des Innern veröffentlicht werden. # sondern nur berichtet, daß er gegen die Ausführungen des Abhabe. Das aber hat Herr Gamp auf das nachdrücklichste gethan, geordeten Hirsch über das Koalitionsrecht der Arbeiter gewütet indem er die Gesinde- Ordnung und das Brügelrecht gegenüber den ländlichen Arbeitern verteidigte. Herr Gamp behauptete nämlich zunächst, daß die Gesinde Ordnung von 1854 keine Anwendung mehr findet. " Ich bin jetzt zwölf Jahre praktischer Landwirt, ich tenne eine solche Behandlung der Arbeiter gar nicht, auch in meiner ganzen Gegend ist sie ganz unbekannt.( Sehr richtig! rechts.) Daß der Inspektor sich mal an einem Arbeiter, der sich unangemessen benimmt, vergreift, das kommt ja bor; es ist aber auch erklärlich und entschuldbar; denn wenn hier irgend etwas passiert, so hat man die Polizei im Neben Hause; wenn aber, was ja auf dem Lande auch vorkommt meistens sind das die halberwachsenen Jungens, diese einmal in obstinater Weise gegen den Inspektor auftreten, dann weiß ich auch tein andres Mittel, als daß diefelben etwas abbekommen.( Unruhe; Heiterkeit rechts.) Ich meine, der Inspektor hat an sich vielleicht nicht einmal das Recht dazu; aber ich meine, es ist durchaus entschuldbar und begreiflich, wenn der Inspektor sich selbst hilft." und diese Feststellung ist in der That wertvoll, daß bei ihm Herr Gamp legt also anscheinend Wert auf die Feststellung nicht auf Grund der Gesinde- Ordnung, sondern ohne jedes Recht geprügelt wird. Das vereinfacht die Sachlage. Wenn fein geschriebenes Recht zur körperlichen Züchtigung besteht, sondern nur eine Art ostelbisches Naturrecht auf Prügeln entgegen den Gesetzen geltend gemacht wird, so ist damit den Arbeitern gleichfalls die Erlaubnis eingeräumt, da sie ja auch keine Polizei zur Verfügung haben, gegen obstinate Gutsbeamte und gegen obstinate Gutsherrschaften handgreiflich zu werden. Wie aus den Andeutungen des Grafen Posadowsky hervorgeht, handelt es sich um eine Denkschrift gegen die vom Centrum zur ordnete Dr. Mag Jänede, Verlagsbuchhändler und ZeitungsMandatsniederlegung. Der nationalliberale Reichstags Abge Hintergehung seiner Wähler befürwortete Versicherung aus den verleger in Hannover, hat sein Mandat, das die WahlprüfungsMitteln des Bollwuchers. In der Denkschrift wird also vermutlich Kommission zu fassieren empfohlen hatte, niedergelegt. Er ist am die Unmöglichkeit nachgewiesen, überhaupt eine wirkliche Witwen- 16. Juni 1903 zum erstenmal in den Reichstag gewählt worden und und Waisenversicherung einzuführen. Dagegen will man unter bertrat den Wahlkreis 16 Hannover( Lüneburg- Winsen- Bleckededer Voraussetzung, daß Arbeitgeber und Arbeiter Beiträge leisten Soltau- Amt Bergen bei Celle.) Sein Gegentandidat war ein für, bedürftige" Witwen eine Versicherung in beschränktem Welfe. Maße einführen. Mithin dürfte sich auch diese Socialreform nur als Die belagerte Kleine Garnison. Der im Verlag von Sattler in eine Umänderung der Armenpflege darstellen. Braunschweig erschienene Roman des Lieutenants Bilse ist auf Beschluß des Kriegsgerichts konfisziert worden. Das Leben für den Zaren." Die preußische Justiz fährt fort, intellektuell die Grenze zu überschreiten und sich als Hüterin zaristischer Interessen zu fühlen. 0 Aus Königsberg i. Pr. meldet uns ein Privattelegramm, daß die Voruntersuchung auf alle in den Geheimbunds Prozeß verwickelten Personen wegen och verrats gegen das russische Reich und Barenbeleidigung erfolgt ist. Der Verleger verkaufte sein Werk an einen Wiener Verlag. worden ist, so werden trotzdem auch die Wiener Exemplare von den Obwahl nun dieses Buch durch kein Gerichtsurteil beschlagnahmt Behörden, wo sie ihrer habhaft werden können, fortgenommen. Dagegen ist jegt völlig korrekt- in Meiningen die Wiener Ausgabe vom Gericht freigegeben worden, weil das Striegsgericht in es nur die Konfiskation des Braunschweiger Buchs ausgesprochen hat. Uebrigens ist das Bilsesche Buch so völlig wertlos, daß die Be Als weiteren Beitrag zum Kosakenkurs meldet die„ Frankfurter hörden nicht durch die fortgesetzte Reklame neue Stäufer anloden Zeitung": Aus Breslau wird uns gemeldet: Die russischen Studenten werden neuerdings streng überwacht; mehrere wurden von russischen Geheimagenten auf der Straße angehalten und vor einem weiteren Besuch socialistischer Versammlungen, sowie dem Weiterhalten revolutionärer(?) Zeitungen gewarnt. Die Herren russischen Spizzel fühlen sich in Deutschland also wie zu Hause und treten bereits als Gesetzgeber auf, indem sie die Studenten unter eine verschärfte Gesinde- Ordnung stellen. follten. Weimar, 6. Februar.( Eig. Ber.) Nach drei langen Sigungen hat unser Landtag die erste Lesung des Etats beendet. V Die erste Sigung verlief ziemlich ruhig. Anders wurde das Bild, als der Abg. Baudert auf die Einzelheiten des Etats näher einging und in ausführlichster Weise Mißstände geißelte und Bes schwerden vortrug. Die Versammlungsverbote spielten dabei wieder eine große Rolle. Am zweiten Sißungstage nahmen nun die ver= schiedensten Redner die Gelegenheit wahr, um das von Baudert einer Kritik Unterzogene in ein etwas besseres Licht zu stellen. Am ungeschicktesten ging dabei der Abg. von Boyneburg vor. Er erklärte Aristoteles II. In eine Betrachtung über den 90jährigen Erweiterung der indirekten Steuern. fich gegen eine Reichs Einkommensteuer, für tanzler persönlich befreundete Professor Ludwig Stein folgenden fammlungsverboten im Neustädter Kreise, Iveil Philosophiegelehrten Eduard 3 eller hatte der dem deutschen Reichs- seine unverhohlene Freude gegenüber den Vers Er sprach Saß der Weisheit eingefügt: Wie man dem Grafen Bülow so häufig gesagt hat, er ber- sei der Todfeind der bürgerlichen Gesellschaft dies so nahe bei Crimmitschau sei, aus. Die Socialdemokratie trete die Politik der mittleren Linie", so könnte man die Philo- auf dem Dresdener Parteitage gesagt, zur Bekräftigung das habe Bebel sophie Eduard Zellers als die Weltanschauung der Diagonale las der Herr die Worte vor bezeichnen, aber nicht in malam partem( zu seinen Ungunsten). nicht wie andre Parteien behandelt werden. Genosse Baudert, -, deshalb könne die Socialdemokratie Denn der Stammvater dieser Lehre von der Diagonale ist kein der am dritten Tage der erste Redner war, ließ sich die Gelegenheit Geringerer als Aristoteles." herrschenden Parteien sonst nur in großen Parlamenten zu hören nicht entgehen, den Herren das zu sagen, was die Junker und die bekommen. Daß die Worte gesessen hatten, bewies der Herr Staatsminister, der seine Unbeholfenheit damit verdeckte, daß er zu schimpfen begann und Baudert vorwarf, er heße und schüre zum Klassen hab. Der Bürgermeister Frische aus Berga, Ich danke Ihnen für die freundliche Zusendung Ihrer von genommene Redner dort gänzlich unbekannt sei der durch sein neuestes Versammlungsverbot- weil der in Aussicht schöner Bietät zeugenden Auffäße über unsern verehrten Eduard Bau dert Gelegenheit gab, noch einmal auf dieses Gebiet zu dem Abgeordneten Zeller und für die anerkennende Grundgesinnung, mit der Sie kommen, verteidigte sich in einer recht originellen Weise. Wenn bei dieser Gelegenheit der Bestimmung meiner politischen Psyche man bisher die Behörden der Willkür beschuldigte, dann wurde dies näher treten. Ihre Freundschaft bringt mich freilich in gar immer bestritten, der Herr Frißsche hat es jetzt aber im Landtage erhabene Zusammenhänge. Dem großen Stagiriten( d. 5. bestätigt. Dieser Herr stellte sich als der Bürgermeister vor, der h. Aristoteles) darf ich mich doch nur in dem Sinne verwandt fühlen, die Versammlung verboten habe." Ich würde diese Ver= daß auch er ein Mann des staatlichen Lebens war, und daß viel sammlung auch ohne jede gefeßliche Handhabe verboten leicht gerade seine politischen Erfahrungen ihm nahelegten, das haben!" Richtige in allen menschlichen Dingen als ein Mittleres zwischen er seit 18 Jahren dort als Bürgermeister amtiere und dies seine So sagte dieser Herr wörtlich, indem er noch betonte, daß zwei Extremen zu suchen. Was den guten Politiker macht, ist ja erste Versammlung sei, die er verboten habe. im Grunde nicht das Ziel das tönnen Phantasten sich immer höher und schöner steden, als je ein Einführung des geheimen Wahlrechts bringt ein Gesetzentwurf, Staatsmann es zu erreichen vermag; fondern die Be- der dem Koburg- Gothaer Landtag zugegangen ist. nukung der Mittel. Der rührige Erzieher des macedonischen Imperators ,, Aristote qui remue toutes choses"( Aristoteles, der alle Dinge bewegt), sagt Montaigne von ihm besaß eine Lebenserfahrung wie wenige Große im Klassischen Altertum und verpflichtete sich auf einen nüchternen Wirklichkeitssinn, der wohl mehr erworbener Charakter als natürliches Temperament war. Wenn Sie ihn mit solchen Attributen als einen Lar familiaris ( Familiengeist) ausstellen wollen, bin ich bereit, den Meister zu loben. Ermordet: Hermann Koszarsti, Richard Tausendfreund mit Sohn, Max Vorberg, Moritz Pilet, Ferdinand Dames, Ernst mit irgend einem klassischen Denker zusammengenannt zu werden, Blohm, Eduard Stüber, Meßgehilfe Mosenhauer und Hackelberg, ist die höchste Freude unsres gegenwärtigen Reichskanzlers. Kein Legationsrat Höpner und Watermeyer, Farmer Lange mit Wunder daher, daß Graf Bülow sofort folgendes ebenso gedankenKind in Kl.-Barmen, Kaufmann Dieckmann mit Frau und schwere wie höchst bescheidene Dankschreiben an den Profeffor Stein Kind, Boer Ung, Farmer Lange in Snehrivier, Ernst Uh mit Frau, sandte: Berlin, den 31. Januar 1904. Diamanten- Schulze, Händler Kunze, Ansiedler Bremen und Kur, Mein lieber Herr Professor! Ansiedler Peters, Hermann Uhlhorn in Kierstein, Farmer Müller und Lecking, Händler Rosenhauer, Bertermann, Garmeier und Nieste, Farmer Zimmermann, Biermansky, Koczerowsky, Hubner, Gräfe, Schautvecker, Stredenwärter Lehmann, Händler Menter, Frau des Farmers Müller, Kronewiller, Joost, May Schröder, v. Faltenhausen, Händler Külbel, außerdem 51 bermißt. Breßkorruption. Baris, 4. Februar.( Eig. Ber.) Wo Partei- Organisationen nicht start genug sind, um die Existenz einer Tagespresse zu ermöglichen, da ist jedes Tageblatt notwendig ein kapitalistisches Unternehmen, das unter dem Aushängeschild idealer Ziele geschäftliche Interessen verfolgt oder aber im besten Falle sich in mehr oder minder dunkle Geschäfte und Subsidienschachereien einläßt, um egiftieren und für seine politischen Ziele wirken zu können. Ausland. Benjamin Bidard. Den neuesten Beweis für die permanente, sozusagen organische fapitalistische Korrumpierung der Presse liefert der Skandal, der in London, 4. Februar.( Eig. Ber.) Der auch in Deutschland bes der„ antiklerikalen, republikanischen, socialistischen" Zeitung, Action" fannte Bergarbeiterführer und Parlamentsabgeordnete Mr. Benjamin ausgebrochen ist. Der Skandal begann mit der gewaltsamen HinausBickard ist gestern abend in London an einem Herzleiden gestorben. werfung des ehemaligen Abbé Charbonnel, des eigentlichen Er war ein typischer Vertreter der liberalen Arbeiterperiode und Gründers des Blattes, durch seinen Mitdirektor Henry Bérenger, zeigte alle ihre Tugenden und Schwächen: treues Festhalten an seiner der im Einverständnis mit dem Verwaltungsrat handelte, an Gewerkschaft, Klugheit im Unterhandeln mit den Besitzern, aber auch deffen Spitze seit einem halben Jahre Madame Durand, eine fleinliche Ambitionen und politische Unreife. Die Woods, Burt, Fenwick, frauenrechtlerische Leuchte, steht. Diese Madame war es nämlich, die im Sommer durch eignes oder fremdes Kapital die" Action" Staatstieffinn des Grafen Bülowo zu erreichen, ist ohne weitläufige auch hie und da kleine Abweichungen vorkommen. Alle haben sie Wie weit es dem alten Aristoteles vergönnt gewesen ist, den Bell, Wilson, Abraham sind aus demselben Holz geschnigt, wenn bor der Pleite gerettet hatte. Dem Er- Abbé Charbonnel Untersuchungen nicht zu erweisen. Wir entnehmen aber dem Reichs- den Ehrgeiz, am Sonntag in der Bibelschule zu unterrichten, dann eignes antiflerifales Wochens tanzler- Brief das stolz- demütige Bekenntnis, daß er sich als rühriger als Laienprediger in irgend einer Seltenkapelle aufzutreten und von In diesem Blatt plaudert| Erzieher eines neuen Alexander des Großen fühlt. der Kanzel über Brüderlichkeit und Gerechtigkeit feierliche blieb aber zur Verfügung sein blatt, die Raison"( Vernunft). = Mit freundlichen Grüßen auch von meiner Frau Ihr aufrichtig ergebener Bülow." Worte herabzulaffen. Der Weg von der Kapelle führt seinen Gewährsleuten in der unverfrorenften Art düpiert worden. 1 direkt in die liberale Partei, in der die Nonkonformisten Die von ihm gegen die Kassenärzte erhobenen Beschuldigungen ( Seften) die Mehrheit bilden und ba gegen gegen die Ueber- mögen auf Aerzte zutreffen, die sich auf die Gesuche der Kölner macht der Hochkirche, mit der sich die Konservativen identifizieren, Kassen gemeldet hatten. Die von den Kassen angestellten Schutz zu suchen. In den Werttagen ist man strammer Gewert Aerzte aber tönnen es an fittlicher und beruflicher Tüchtigkeit mit schaftler und fämpft gegen hochkirchliche und nontorformistische den Kölner Vereinsärzten getrost aufnehnten. Herr Dr. Rügenberg Unternehmer. Kommt ein solcher Arbeiterführer ins Parlament, so aber hat im Reichstag von der„ Hefe des Aerztestandes", von sitzt er schön stille und stimmt mit den Liberalen, die seine Setten-„ Elementen" und" katilinarischen Eristenzen" geredet, die von brüber find. den Kölner Kassenvorständen herangezogen und den kranken Dies ist thatsächlich ein Abriß des Lebens von Benj. Picard. Arbeitern als ärztlicher Beirat aufoktrohiert" worden seien. Er wurde im Jahre 1842 in Kippar bei Wakefield geboren. In Wirklichkeit sind diese Berufskollegen des Herrn Dr. Rügenberg Sein Vater war Bergarbeiter, der ihn bis zum zwölften Lebensjahre in die Schule schickte. Bom Jahre 1854 bis 1873 war er als Rohlenarbeiter beschäftigt; er schloß sich seiner Gewerkschaft an, dann der religiösen Sette des Wesleyaner, der er bis an sein Lebensende treu blieb und als Laienprediger( local preacher) diente. Im Jahre 1873 ernannte ihn seine Gewerkschaft zum zweiten Sekretär und drei Jahre später zum ersten Sekretär. Picard besaß ein bedeutendes Organisationstalent. Er vereinigte die verschiedenen Bergarbeiter Organisationen von Yorkshire zu einer Gewerkschaft, und im Jahre 1881 gelang es ihm, eine Einschränkung der Kohlenförderung herbeizuführen, um die Preise und Löhne zu heben. Im Jahre 1885 und 1893 war er einer der Streitführer und befürwortete dann die Einsetzung eines Schiedsamtes, das in den letzten zehn Jahren mit verhältnismäßig gutem Erfolge funktionierte. Der Erfolg ist indes zum großen Teil der Geschäftsblüte zuzuschreiben. Denn als im Jahre 1902 die Krise einsette, tam es in Yorkshire zu mehreren Streifs, von denen der wichtigste fich in Denaby und Cabeby abspielte, der zu dem jetzt schwebenden Gewerkschaftsprozesse den Anlaß gab. Pickard sollte diese Woche als Beuge bor dem Oberhofgerichte auftreten, wurde aber daran durch sein Herzleiden berhindert, dem er gestern erlegen ist. Ruin des größten Teils der deutschen Strankenkassen unvermeid lich sein. Bu bemerken wäre noch, daß wir durchaus nicht grundsätzlich Gegner der freien Arztwahl sind, daß wir nur nach unsern praktischen Erfahrungen diese, wie die Verhältnisse der Kranten kassen und der Gesetzgebung heute Itegen, zur allgemeinen Ein führung unter feinen Umständen empfehlen können. Wie die Sache sonst auch auslaufen mag, jedenfalls muß die uneingeschränkte Möglichkeit für die Kassen zu erhalten gesucht werden, nach eignem Bedürfnis Aerzte anzustellen und unter ge wissen Umständen die Beziehungen zu einzelnen Aerzten auch jederzeit wieder lösen zu können."") rund Es gehört wirklich ebensoviel Unverstand wie Unverfrorenheit dazu, den Kassen solche Zumutungen zu machen. Gesetzgebung gegen das Schwit- System. von den Kassenvorständen zurückgewiesen worden. Nach dem Berichte der Kölnischen Beitung" hat der Abgeordnete Dr. Rügen Man vergegenwärtige sich die Wirkungen der Jenaer Erfolge in berg im Reichstage weiter behauptet, der Kölner Regierungspräsident ihrer Uebertragung auf die gesamte Krankenversicherung. Jest zahlen habe den Stassen Beit gelaffen zur Heranziehung der von ihm ge- die Krankenkassen bei rund 10 Millionen Versicherten forderten weiteren dreißig Aerzte.„ Er erließ" so heißt es in 35 Millionen Mark ärztliches Honorar. Nach Jenaer Muster dem Reichstagsbericht der„ Kölnischen Zeitung" eine Aufforderung wobei die Säße der Mindesttage noch nicht erreicht sind an die Stassenvorstände, in so und soviel Tagen die als einst- würde das Arathonorar 175 Millionen Mark betragen. Das bes weilen nötig erachtete Bahl von 30 Aerzten nachzuweisen..." In Wirt deutete für jeden der rund 30 000 deutschen Aerzte beinahe 6000 m. lichkeit ging diese Aufforderung den Vorständen Sonnabendvormittag zu, Jahreshonorar allein aus der Behandlung der 10 Millionen Berund Montagvormittag um 10 Uhr sollten die 30 Aerzte beschafft sicherten und ihrer Angehörigen, alle Militärärzte, alle Profefforent, sein. Wenn man den Sonntag und die Nachtzeit abzieht, so blieb Anstaltsärzte und Amtsärzte eingeschlossen. den Kassen eine Frist von zehn Stunden. Bei behördlichen Aufforderungen zählt der Tag der Zustellung nicht mit. Demnach hatten die Kassen also nur die Spottfrist von höchstens zwei Stunden am Montagvormittag bis 10 Uhr. Ueberdies: wenn die Kölner Regierung in ihrer eignen Verfügung noch 30 Aerzte für nötig hielt Jm Staate Maryland trat mit dem 1. Juli 1902 eine Novelle zur Abstellung des Aerztemangels, weshalb hat sie sich dann nicht zum Fabritinspektions Gesetz in Kraft, wonach die sogenannten auf diese Zahl beschränkt, statt den Kassen die 220 Aerzte des Kölner sweating- shops der Aufsicht der Fabrikinspektoren unterstellt wurden, Aerztevereins bei einer horrenden Honorarerhöhung aufzugwingen? Nach in den Räumen beschäftigt werden dürfen, wo Manufakturarbeiten außerdem wurde die Zahl der Arbeiter bestimmt, die im Höchstfall der Rede des Abg. Dr. Rügenberg soll die Kölner Regierung im Intereffe angefertigt werben. Aus dem soeben beröffentlichten Bericht der Kaffenmitglieder" die freie Arztwahl eingeführt haben. Dieser des Fabrikinspektors für das erste halbe Jahr seit Bestehen Im Jahre 1885 wurde Pickard im Wahlkreise Normanton zum Behauptung stellen wir die Thatsache gegenüber, daß in all den in des obigen Gefeßes geht hervor, daß in dieser Beit in Arbeiter- Abgeordneten gewählt. Der Wahlkreis ist ihm seitdem treu Köln abgehaltenen Versammlungen sämtliche Krankenkassenmitglieder Baltimore 1423 Häufer mit 1831 Arbeitsräumen besichtigt geblieben. Im Unterhause sprach er äußerst felten, thatsächlich nur die Maßnahmen der Regierung verdammt haben. wurden. In den kontrollierten Häusern wohnten insgesamt bei den Debatten über den Achtstundentag für die Bergleute. Das Eine am Sonntag in Köln im Krystallpalast abgehaltene 1598 Familien mit 7335 Personen. Von 9172 Personen, welche in gegen war er in Wahltämpfen im Interesse der Liberalen mit Versammlung, die von tausend Personen besucht war, hat bereits diesen Räumen beschäftigt waren, gehörten 2273 zu den Familien, Eifer thätig, auch wo einem liberalen Kapitalisten ein Gewerkschafts- zu den Beschimpfungen des Abgeordneten Rügenberg Stellung Fremde. Bezüglich des Alters der in den Schwißhäusern" bes denen die Räume gehörten, der Rest von 6899 Personen waren tandidat gegenüberstand. Die liberale Partei zeigte sich denn auch genommen und mit allen gegen die Stimmen von drei Aerzten schäftigten Personen wurde festgestellt, daß 367 Personen im Alter im Jahre 1897 erkenntlich und schenkte dem Bergarbeiter- Tribun folgende Resolution beschlossen: von unter 16 Jahren und zwar 147 männliche und 220 weibliche, 10 000 Mart. Ein Jahr später wurde er der Königin Victoria in fich befanden; 26 waren Kinder unter 12 Jahren( 7 männlich und Windsor borgestellt. 19 weiblich). In 213 Fällen war das Gesetz durch Ueberfüllung der Räume mit Arbeitspersonal verlegt worden. Pickard bekleidete noch kleinere lokale Aemter, an der Schulfommission, im Gemeinderat 2c. Sein Hauptamt war indes das Generalsekretariat des Bergarbeiter- Verbandes von Großbritannien, bem etwa eine halbe Million Arbeiter angehören. Als Träger dieses Amtes nahm er an den internationalen Stongressen der Bergleute lebhaften Anteil. Italien. Das Ende des Mailänder Militärsfandals. Rom, 8. Februar. ( Eig. Ber.) Das Disciplinarverfahren gegen den Oberst Marchese Terzi, dem unsittliche Handlungen gegen Soldaten zur Laft gelegt waren, hat seinen Abschluß gefunden. Der heute bekannt gewordene Entscheid der Kommission lautet auf Ausstoßzung des Offiziers aus dem Heere wegen ehrenrühriger Handlungen. Db gegen den Offizier ein Strafverfahren eingeleitet wird, ist noch nicht zu ersehen. Die bloße Thatsache widernatürlicher Geschlechtsbeziehungen ist nach italienischem Gesetz nicht strafbar, wenn die Beteiligten bolljährig waren und kein Zwang auf sie ausgeübt wurde. Oberst Terzi wird sich bei dem Beschluß der militärischen Untersuchungstommission nicht beruhigen. Er wird gegen die beiden Korporale, auf deren Aussage der Beschluß erfolgte, Berleumdungsflage anstrengen. Wenn er in diesem Prozeß siegreich ist, will Terzi auch die Zeitungen verklagen, bie die Anklage zuerst erhoben, und schließlich einen Verleumdungsprozeß gegen das Kriegsministerium anstrengen. Da man nicht annehmen kann, daß bei der Disciplinaruntersuchung parteiliche Voreingenommenheit gegen Terzi im Spiele war und also die ihm zur Last gelegten Handlungen wirklich von ihm begangen sein dürften, ist es wenig wahrscheinlich, daß Terzi seine Drohungen ausführt. Soziales. Aerzte und Krankenkaffen. W auf die Entlaffung von Aerzten begeben. *) Die Beißfche Krankenkaffe hat sich nämlich jeder Einwirkung auf die Entlassung von Aerzten begeben. Der russisch- japanische Konflikt. Die Versammlung protestiert mit aller Entschiedenheit gegen die Ausführungen, die der Abgeordnete Dr. Rügenberg in der Reichstags- Sigung vom 6. Februar 1904 über die Kölner Strantentassen angelegenheit gemacht hat. Die Ausführungen des genannten Abgeordneten kennzeichnen sich als Ausfluß völliger Untenntnis that sächlicher Verhältnisse. Die Versammlung weist insbesondere zurück, daß das Verhalten der Krankenkassenvorstände auf egoistische und parteipolitische Intereffen zurückzuführen sei. Diese Behauptung enthält einen schweren Vorwurf gegen die Vorstände, die im GegenAmtliche Auslaffungen in Paris und London. teil einzig auf das Wohl und die Rechte der ihnen anvertrauten Paris, 8. Februar. Der Minister des Aeußern Kassen bedacht gewesen sind. Ebenso weist die Versammlung die Delcassé hatte eine lange Unterredung mit dem Deputierten Behauptung des Abgeordneten Rügenberg zurück, daß unter den Denys Cochin, welcher beabsichtigte, die ostasiatische Frage in der neuen Aerzten eine ganze Anzahl mit Vorstrafen wegen Sittlich eine nochmalige Besprechung zwischen Delcassé und Cochin stattfinden. Sittlich- Rammer zur Sprache zu bringen. Bor Ausführung diefer Abficht wird teitsverbrechens und andrer Delikte sei. Diese Behauptung ist unIn den Wandelgängen der Kammer erzählt man sich, daß wahr. Bei dem Engagement der Aerzte ist mit peinlicher Gewissen Delcassé wahrscheinlich morgen die Anfrage Cochins beantworten haftigkeit und sorgfältiger Erwägung der fittlichen und beruf und dabei auf die Erklärungen zurückgreifen wird, welche er der lichen Befähigung verfahren worden; und es ist unter den Kammer am 25. März 1908 bei Gelegenheit der Erörterung des von den Krankenkassen gewonnenen Herren nicht einer, bem in französisch- russischen Uebereinkommens betreffend Ostasien gegeben hat. irgend einer Beziehung ein Mrakel anhängt. Die Versammlung ist Delcassé erklärte damals, um Frankreich zum thätigen Eingreifen nicht der Ansicht des Abgeordneter Rügenberg, daß die Regierung zu veranlassen, müßte der Fall eintreten, daß China angegriffen und zu Gunsten der Kölner Krankenkassen eingefchritten sei; fie erblickt seine Integrität verlegt würde und daß die Interessen Frankreichs im Gegenteil in dem Vorgehen des Herrn Regierungspräsidenten rung der Interessen Frankreichs und Rußlands in China fei es in Gefahr gebracht würden. Delcaffé fügte noch hinzu, zur Waheine einseitige und ungerechte Parteinahme zum Schaden der nicht unnützlich, daß darüber keine 8weifel bestehen tönnen, daß Krankenkassen. Die Versammlung spricht daher die Erwartung aus, fie einen Gegenstand gemeinsamer Gorge beider Staaten bildeten. daß alles gethan werde, um die Maßnahmen der Aufsichtsbehörde Uebrigens hätten alle Mächte das gleiche Interesse, daß China un rückgängig zu machen, die nicht nur eine ruinöse Belastung der verfehrt, unabhängig und offen für den internationalen Handel Strantentassen, sondern auch die völlige Bernichtung ihres Selbst bleibe. Cochin drückte in feiner damaligen Erwiderung sein Be verwaltungsrechts bedeuten. Diese Reſolution foll heute noch zur Ausdehnung der Verpflichtungen Frankreichs im Kriegsfalle gegeben habe. bauern aus, daß Delcaffé der Stammer feine Auskunft über die Kenntnis der Fraktionen des Reichstages sowie geeigneter Mitglieder, vor allem des Vertreters von Stadt- Köln, des Abg. Trimborn, gebracht werden." Nachdem die Kassenborstände in Köln in dieser Resolution be fannt haben, daß sie bei der Anstellung der Aerzte mit peinlicher Gewissenhaftigkeit die berufliche und fittliche Qualifikation der An zustellenden geprüft haben, werden wir wohl demnächst wieder einen Racheschrei der ärztlichen Standesorganisationen hören über die unwürdige Abhängigkeit der Aerzte von den Kassenborständen. In Köln ist nun thatsächlich den von den Stassen angestellten Aerzten von der Aufsichtsbehörde die Anweisung zugegangen, fich jeber Kassenpraxis zu enthalten. Wir haben unsre Meinung über die jeder gefeßlichen Grundlage entbehrende Anordnung bereits ausgesprochen. Erklären können wir uns dieses Vorgehen der Behörde nur mit voll- Für Einführung der freien Arztwahl und Bezahlung der ständiger Statlosigkeit, denn baß es ein Mittel giebt, ben betreffenden Einzelleistung nach der Mindesttage hat sich jetzt auch eine BerAerzten gegen ihren Willen die Erfüllung der eingegangenen Ver- sammlung des ärztlichen Bezirksvereins Dresden Stabt aus pflichtungen zu verweigern, kann die Behörde doch unmöglich angesprochen. Mehrere Mitglieder wandten sich dagegen. Herr nehmen. Die Versammlung der Kassenmitglieder am Freitag, in der die Absendung des Telegramms an den Kaiser beschlossen wurde, tagte unter Vorsitz des Unternehmers Herrn Gerber, der auch im Auftrage der Kaffenverwaltungen in Berlin war, um mit dem Minister zu unterhandeln. Das Telegramm hat folgenden Wortlaut: Die 100 000 Mitglieder der Kölner Krankenkassen erflehen von Ew. Majestät Schuß gegenüber den im Widerspruch mit der allerhöchsten Botschaft vom 4. Februar 1890 und dem Krantenfaffen gesetz stehenden Verfügung der töniglichen Regierung, wodurch die Kaffenmitglieder und ihre Familien auf Gnabe und Ungnade ben ärztlichen Standesorganisationen ausgeliefert werden." " Dr. Pfrezschner erklärt die Einführung der obligatorischen freien Arztwahl weder im Interesse der Kassenmitglieder noch der Berwaltungen liegend, die niedrige Bezahlung der ärztlichen Leistung fei eine Folge der Ueberfüllung Folge der Ueberfüllung des ärztlichen Standes. Die Einführung der freien Arztwahl werde daran nichts ändern. Obligatorische Einführung der freien Arztwahl und ungekürzte Bezahlung nach der Mindesttage hielten alle ohne Voreingenommenheit Urteilenben für unmöglich. Die Einführung der freien Arztwahl werde eine weitere Ueberfüllung des ärztlichen Standes und den Eintritt weiterer fittlicher Schäden mit sich bringen. Der Redner erreichte aber nichts weiter, als daß man sich dafür aussprach, die Durchsetzung der Forderungen nur im friedlichen Einvernehmen mit den Kaffen zu erstreben. Es wird seiner Zeit schon noch anders kommen. . erklärt, die Regierung sei von dem Abbruch der diplomatischen Bes London, 8. Februar. Staatssekretär des Innern Afers Douglas ziehungen zwischen Rußland und Japan amtlich in Kenntnis gesezt worden, er habe aber dem Hause keine weitere Mitteilung zu machen. Bowles fragt, ob die Regierung die Behörden in den britischen Häfen und Kohlenstationen instruiert habe, welche Haltung fie im Falle eines Krieges den Schiffen der Kriegführenden gegenüber zu beobachten hätten. Der Staatssekretär des Innern erwidert, die Frage sei der Aufmerksamkeit der Regierung nicht entgangen. Japanische Rüstungen. Köln, 8. Februar. Der Kölnischen Zeitung" wird aus Wien bom heutigen Tage gemeldet: Der Kommandant der Kriegsmarine Freiherr von Spaun erhielt heute von dem Kommandanten des welcher Japan seine Garde und zwei Divifionen auf 40 Dampfern Wachdetachements der Pefinger Gesandtschaft eine Depesche, nach eingeschifft haben soll. Die russische Kreuzerdivision sei bei Port Arthur ausgelaufen; der Krieg sei stündlich zu erwarten. Washington, 8. Februar.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Das Staatsdepartement hat ein Telegramm von der amerikanischen Gesandtschaft in Söul erhalten, wonach dort verlautet, daß japanische Kriegsschiffe auf der Höhe von Majampho angekommen feien; die telegraphische Verbindung sei jedoch unterbrochen und eine Beſtätigung des Gerüchts daher unmöglich. Petersburg, 8. Februar, 10 Uhr 45 Minuten.( W. T. B.) Aus Port Arthur vom heutigen Tage wird gemeldet: Die Abreise der Japaner dauert fort, sonst ist alles ruhig. Das zaubernde Rußlaud. Köln, 8. Februar.( W. T. B.) In einem längeren Telegramm Mehrere Redner wandten sich gegen die Anrufung des Kaisers. des Petersburger Korrespondenten der„ Kölnischen Zeitung" von Berschiedene Redner, unter andren auch der Vorsitzende, proheute heißt es: Anscheinend sieht man den jezigen Bustand an testierten lebhaft dagegen, daß der Kampf der Krankenkassen gegen Was diese Forderungen für die Kassen bedeuten, das zeigt der maßgebender ruffischer Stelle noch nicht als Striegszustand die Vergewaltigung als ein Kampf der socialdemokratischen Partei gerabe zur rechten Zeit bekannt werdende Verwaltungsbericht der an Gestern abend foll foll im Winterpalais cine Beratung hingestellt werde. Dieser Protest tommt auch in der von der Wer- Betriebs- Krankenkasse der Firma Zeiß in Jena. Dort beſtreht freie Graf Lambsdorf, General Kuropatkin und Admiral Avellan teilüber die Lage stattgefunden haben, an welcher unter anderm fammlung angenommenen Resolution zum Ausdruck. Arztwahl mit Bezahlung der Einzelleistung. Dabei konstatiert der nahmen, worauf nachts Allegejem die telegraphische Weisung erhalten Die Vossische Zeitung", die es bisher so genau wußte, daß es Bericht ein fortwährendes Steigen der Ausgaben für ärztliche habe, er folle die Bewegungen der Flotte und des Landheeres derartig fich nur um socialdemokratischen Terrorismus handle, macht seltsame Honorare im Zusammenhange mit dem Zuzuge von Aerzten, Teiten, daß aus ihnen Japan feinen Anlaß für die Annahmo ge= Bodsprünge. Das Telegramm an den Kaiser paßt so gar nicht zu der zum Wachstum der Bevölle cung in gar feinem Ber- winnen fönne, als ob Rußland den Kriegszustand als bereits bedem von ihr angesponnenen Faden. Aber anstatt nun zuzugeben, hältnis steht. Die finanzielle Lage der Rasse hat sich stehend ansehe. daß sich das schöne Märchen vom socialdemokratischen Terrorismus infolgedessen fortgesezt verschlechtert, so daß bereits die Aufsichts- Wie aus aus japaninscher Quelle zugegangenene Nachrichten be nicht aufrechterhalten lasse, fällt ihr folgendes ein: behörde dazu Stellung genommen hat. Die Staffe hat Familien- stätigen daß die japanische Regierung ebenfalls versicherung. Seit 1898 ist das ärztliche Honorar pro Stopf der Ver- in dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen ficherten von 11,57. auf 17,53 M. im Jahre 1902 gestiegen. Möglichkeit, auch jezt noch einen frieblichen Ausgleich zu noch einen Kriegsanstand erblidt, vielmehr die M. Dabei konstatiert der Bericht ausdrücklich, daß die gezahlten Sätze finden, anerkannt. Wie mir aus russischen Kreisen versichert für die Einzelleistung der ärztlichen Mindesttage noch nicht entsprechen. wird, türde eine Landung japanischer Truppen in SüdDer Bericht schließt deshalb: Korea selbst heute noch seitens Rußlands als casus belli nicht unbedingt angesehen werden. Nur ein Vorgehen Japans gegen die Mandschurei und Nordkorea werde die russischen Intereffen derartig berühren, daß Rußland dann jedenfalls an der Grenze der geduldigen Zurückhaltung angelangt sein würde. Roch eins ist von Interesse. In Köln sind bei der letzten Reichstagswahl neben rund 19 000 Centrumsstimmen 16 500 social demokratische Stimmen abgegeben worden. Haben sich auch die Kölner Socialdemokraten an dem Beschluß beteiligt, daß die Krankenkassen den Kaiser um Schutz anrufen sollen?" Nein, verehrte Bossin, das haben die Kölner Socialdemokraten nicht gethan. Die das Telegramm abzusenden beschlossen haben, sind eben feine Socialdemokraten, was beweist, daß man nicht Socialbemokrat zu sein braucht, um das Vorgehen der ärztlichen Standesorganisationen zu bekämpfen. Zu den Schimpfereien des Centrums- Abgeordneten Dr. Rügen berg im Reichstag wird uns aus Krankenkassenkreisen aus Köln geschrieben: Der Abgeordnete und Arzt Dr. Rügenberg hat offenbar von den Kölner Vorgängen nicht die leiseste Ahnung, und er ist von Da fonach selbst unter den bei uns außerordentlich günstigen Verhältnissen es find bei hohen Beiträgen absolut feine Ver waltungskosten aus der Kasse zu zahlen, Saisonarbeit und ArbeitsLoftgleit üben nicht ihre nachteiligen Folgen, die Polikliniken be handeln eine große Anzahl Kranke gegen ein nur ganz mäßiges Hererokrieg. Bauschale- bei der Herrschaft der freien Arztwahl unter Honorierung Letzte Nachrichten und Depefchen. nach Einzelleistungen kein dauernd zufriedenstellender Zustand zu erreichen gewesen ist, so können wir zu einer allgemeinen Einführung Berlin, 8. Februar.( W. T. B.) Der Kommandant des berselben nicht raten. Die darauf abzielenden einseitig egoistischen Habicht" meldet aus Swakopmund: Der Feind hat die Umgegend Bestrebungen der deutschen Aerzteschaft verdienen die entschiedenste von Omaruru verlassen, Operation gegen Gobabis wieder aufs Bekämpfung. Bei Verwirklichung dieser Bestrebungen würde der genommen. Berantwo. Redakteur: Julius Kaliski, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin. ruck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblo Nr. 33. 21. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. Dienstag, 9. februar 1904. regung geblieben. Was den Hinweis auf die Dauer Hausmittel neben wirkliche Schwindelmittel gestellt. Zwei vom reden betrifft, so hat Herr Gröber Hugerweise hinzu- Reichs- Patentamt geschützte Mittel hat das Reichs- Gesundheitsamt gefügt, er wolle nicht auf eine bestimmte Partei eremplifizieren. verboten.( hört! hört! links.) Bainerpeller, ein ganz unschädliches In der That haben, glaube ich, in dieser Debatte gerade Mitglieder Mittel, hat man verboten, und was das traurigste ist, selbst Brandts 27. Sigung. Montag, den 8. Februar 1904, 1 Uhr feiner Partei genügend lange und mit Aufwand gehöriger Lungenkraft Schweizerpillen! Ich frage die Herren vom Reichs- Gesundheitsamt Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. geredet.( Heiterfeit.) und den Herrn Staatssekretär, ob sie jemals diese Schweizer reichen Resolutionen eintreten würden. Abg. Scheidemann( Soc.) " " Der Präsident teilt mit, daß der Abg. Rosenow( Soc.) Abg. Dr. Spahn( C.): Wir sind nie im Zweifel darüber ge- Billen" ohne Erfolg angewandt haben.( Große Heiterfeit.) gestern vormittag nach schwerem Leiden verschieden ist. Das Haus wesen, daß andre Parteien unfrem Vorgehen folgen werden. Wir Diese famosen Anti- Obstruktionsmittel müßten die Herren doch bes ehrt das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von den Plägen. wollten aber vermeiden, daß wie in früheren Jahren beim Reichs- fonders hochschäzen.( Heiterkeit.) Auf der andren Seite läßt man Die zweite Beratung des Etats des Reichsamts des amt des Innern über alles Mögliche zum Teil recht einseitig die größten Schwindelmittel wie die verschiedenen Voltas Innern wird fortgesezt. debattiert wurde und hofften durch gruppentveise Zusammenfassung treuze usw. ohne weiteres zu. Der Verkauf der Mittel ist dabei Präsident Graf Ballestrem: In der vorigen Sigung haben wir der verschiedenen Materien ein schnelleres Tempo der Debatten zu gar nicht verboten, nur darf der Apotheker nicht sagen, daß er die die Debatte über Titel 1 geschlossen und den Titel bewilligt. Nach erzielen. Sachen verkauft. Der Erfolg dieses ganzen Vorgehens ist, daß die früheren Beschlüssen des Reichstags würden wir jetzt in die Debatte Präs. Graf Ballestrem: Ich habe gegen meinen Vorschlag keinen Mittel einfach unter andrem Namen angekündigt werden. Die Presse über die Resolutionen eintreten müssen, die zu diesem Titel gestellt Widerspruch gehört, die Resolutionen sind abgesetzt.. wird in einer Weise chikaniert, die geradezu arg ist.( Sehr richtig! links.) find. Wie Ihnen allen bekannt, sind diese Resolutionen sehr zahlDie Beratung des Etats des Reichsamts des Innern Der Polizeipräsident von Berlin hat sich veranlaßt gesehen, im reich, und sie behandeln fast ausschließlich die socialpolitische wird fortgesetzt. Gegensatz zum Wortlaut der Verordnung zu bestimmen, daß die Gesetzgebung. Nun bin ich gewiß der lezte, der die Wichtigkeit dieser Beim Kapitel Allgemeine Fonds" beantragt Abg. Graf Oriola, Beitungen erst verwarnt werden. Die Ankündigung des Elektro Vigor, Fragen verkennt. Ich glaube, die Fortbildung der socialpolitischen den Titel 4a 20 000 M. als Unterstützung für die Beteiligung welche der Freifinnigen Zeitung" verboten wurde, erfolgt in einer Gesetzgebung wird die Hauptaufgabe der gefeßgebenden Faftoren im der deutschen Kunst an internationalen aus ganzen Reihe Berliner Zeitungen ungestraft. Regeln Sie die Sache 20. Jahrhundert sein, und ich verstehe es vollständig, daß die Mittellungen des Auslandes" bis zur Beratung der Forderung für endlich durch ein Reichsgesetz und geben Sie uns unsre Schweizerglieder des ersten im 20. Jahrhundert gewählten Reichstages das die Beschichung der Weltausstellung in St. Louis unter den Ein- pillen wieder!( Seiterfeit und Beifall lints.) Bedürfnis fühlen, sich sowohl vor dem Lande als den verbündeten maligen Ausgaben" zurückzustellen. Das Haus beschließt demgemäß. Staatssekretär Graf Posabowsky: Nicht aus der Initiative der Regierungen gegenüber über diese Fragen gründlich auszusprechen. Beim Kapitel, Gesundheitsamt" weist berbündeten Regierungen, sondern auf eine Anregung aus der Mitte Und deshalb halte auch ich es für durchaus notwendig, daß diese des hohen Hauses hin ist seiner Zeit gegen den Geheimmittelschwindel Fragen hier im Reichstage erörtert werden. Aber, meine Herren, auf die zahlreichen Petitionen des Vereins zur Reinhaltung der mit allem Nachdruck vorgegangen worden. wir haben auch noch andre Verpflichtungen.( Sehr richtig!) Der deutschen Flüsse hin. Regierungspräsident v. Bergen in Lüneburg ist jetzt das Verzeichnis aufgestellt, auf Grund von Gutachten der Früher wußte die Presse nicht, was ein Geheimmittel ist, daher Reichstag hat die Verpflichtung, den Reichshaushalts- Etat rechtzeitig, hat jüngst gesagt, so wie wir die Wasserverpester und die Luftverseucher ist jezt das Verzeichnis aufgestellt, auf Grund von Gutachten der d. H. zum Beginn des neuen Etatsjahres fertig zu stellen. Dies ausrotten, so müssen wir auch die Socialdemokratie ausrotten. Umgekehrt ausgezeichneten Sachverständigen des Reichs- Gesundheitsamts. Auf würde nicht möglich sein, wenn wir jetzt in die Beratung der zahl hätte diese geschmackvolle Aeußerung mehr Sinn gehabt. Würde man fich Einzelheiten der Liste lasse ich mich naturgemäß nicht ein, und ich doch wenigstens ebenso wie man sich bemüht die Socialdemokratie zu glaube auch der Herr Präsident des Reichs- Gesundheitsamtes wird späten Termin zur Vertagung vor Ostern annehmen. Nach früheren zuhalten. In den Petitionen kehrt der Refrain ständig wieder, daß Daß die Fabrikanten der verbotenen Mittel fich beschweren würden, Wir haben nur noch 39 Beratungstage, wenn wir einen sehr vernichten, sich auch bemühen, die öffentlichen Wasserläufe rein- bazu nicht in der Lage sein. Durch Gesetz die Frage zu regeln wird unmöglich sein. Das Verzeichnis müßte doch stets geändert werden. in zweiter und dritter Lesung zu verabschieden. Wenn wir jetzt in Dr. Holz mehren sich die slagen über die Verunreinigung der Flüsse ein solches Maß von Täuschung und Ausbeutung der Dummheit Erfahungen werden die kaum genügen, um den Reichshaushalts- Etat lediglich ein Reich 3 gesek gründlich Abhilfe schaffen kann. Nach Daß die Fabrikanten der verbotenen Mittel fich beschweren würden, haben wir allerdings vorausgesehen. Es wird mit diesen Mitteln die Beratung der Refolutionen eintreten, würde die Weiterberatung durch die Industrie von Jahr zu Jahr. Das Reichs- Gesundheitsamt des Etats in unabsehbare Ferne gerückt sein und wir würden der sollte etwas mehr Initiative entwideln. Nach§ 65 der Ausführungs- getrieben, das nicht mehr geduldet werden konnte. Verpflichtung, den Etat fertigzustellen, nicht nachkommen können. Ich bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches ist das Wasserrecht Staatssekretärs sehr wenig befriedigt. Es ist eine unglaubliche Abg. Gothein( frs. Wg.): Ich bin durch die Erklärungen des habe die Absicht, diese Resolutionen, nachdem der Etat ber der Reichsgesetzgebung allerdings entzogen und zu Landesrecht ge- Bevormundung der Konsumenten einerseits, der Fabrikanten andrer abschiedet ist, zur Debatte im Hause zu stellen, und zwar mit macht worden. Aber wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg. feits. furzer Unterbrechung der andren legislatorischen Arbeiten, die uns so wenig ich mit dem Vorbilde Preußens für das übrige Deutsch Wenn der Staatssekretär sich auf eine Anregung aus dem Hause Die Aerzte verschreiben doch selbst solche Geheimmittel. zum Teil zugegangen sind, zum Teil noch zugehen werden. Deshalb land einverstanden bin, muß ich doch sagen, daß auf diesem Gebiete beruft, so war das eben eine der unvermeidlichen, unpraktischen. telle ich den Antrag, für heute die Resolutionen von der Preußen wenigstens den Versuch gemacht hat, für Verbesserungen ch bin überhaupt kein Freund dieser bureaukratisch- polizeilichen Tagesordnung abzusezen. durch die Verfügung vom 20. Februar 1901 zu sorgen. Der Wille Abg. Spahn( C.): Meine politischen Freunde waren an sich ist jebenfalls nicht schlecht, wenn die Verfügung auch ungenügend ist. bereit gewesen, die Resolutionen jetzt zu beraten. Wir verkennen Redner schildert eingehend, in wie hohem Maße besonders die gewiß nicht die Gründe, die der Herr Präfident für seinen Vorschlag upper berunreinigt ist. Schon im Jahre 1885 flagte der angeführt hat, aber wir hätten es doch für möglich erachtet, den preußische Gewerbe- Inspektor darüber und hob Herbor, daß Etat rechtzeitig fertigzustellen, wenn die entsprechende Stimmung zur dieser fleine Fluß 150 Tonnen Schmus mit sich schleppen muß Verkürzung der Reden im Hause vorhanden gewesen wäre. Eine Gin furchtbarer Gestant lagert über der Gegent Besprechung unter den Parteien, die heute stattgefunden hat, hat er- Wenn die Wupper mit ihren Schlammmassen die Ufer überflutet, geben, daß sämtliche Parteien auf dem Standpunkte stehen, dem dann wird die Landwirtschaft schwer geschädigt. Vor 18 Jahren Vorschlage des Herrn Präsidenten zuzustimmen, und in diesem Sinne schon wurde konstatiert, daß der Kornbau dort ganz unmöglich ist. hat sich auch meine Partei schlüssig gemacht. Dazu kommt die Gefährdung der Gesundheit. In Elberfeld sind Abg. Bebel( Soc.): Wir haben schon in der Beratung der Ver- 12,8 Proz. aller Todesfälle auf Infektionskrankheiten zurückzuführen, trauensmänner erklärt, daß wir keinen Widerspruch gegen den Vor- während der Prozentsaz hierfür in Düsseldorf nur die Hälfte beträgt. schlag des Präsidenten erheben werden. Ich will bei diefer Gelegen Eine Cholera- Epidemie würde für das Wupperthal geradezu ver heit nur darauf hinweisen, warum dieser Vorschlag des Präsidenten hängnisvoll sein. Nicht ein einziges Fischchen ist in der früher so überhaupt notwendig wurde. Zu Anfang der Seffion wurden, wie fifchreichen Wupper noch anzutreffen; bie einzigen Lebewesen, die früher, die jetzigen Resolutionen als Initiativanträge ein darin Hausen, sind Natten. Es macht einen traurigen Einbrud, gebracht. Zuerst begann das Centrum mit der Umwandlung. wenn man bont dent stolzen Bauwerk der 107 Meter Wir beschlossen, diesem Beispiel nicht zu folgen und erhoben durch hohen Eisenbahnbrücke bei Müngsten, die hoch über die Wupper unfre Genossen Wurm und Fischer hier im Hause Widerspruch. hinwegführt, auf den schwarzen stinkenden Fluß Als aber die andren Fraktionen ebenfalls diese Umwandlung vor herabfieht. nahmen, waren wir, um unsre Anträge nicht einfach ausfallen zu lassen, geradezu gezwungen, auch unsrerseits Resolutionen zu stellen, obwohl wir keine Minute im Zweifel waren, baß es ein Ding der Unmöglichkeit sein würde, den Etat rechtzeitig fertig zu stellen. Nachdem der Präsident erklärt hat, nach Ostern die verschiedenen Resolutionen zur Beratung zu stellen, haben wir keinen Grund, uns gegen seinen Vorschlag zu sperren. d. Die Wupper ist so schwarz bei Elberfeld: Wenn Sie da einen Nationalliberalen eintauchen, siehen Sie ihn als Centrumsmann wieder heraus.( Große Heiterteit.) Seit 10 Jahren ist trotz aller Versprechungen nichts geschehen. Einmischung. Zur Frage der Flußreinigung halte ich die reichsgefeßliche Regelung für dringend notwendig; denn die Flüsse kehren fich einmal nicht an die Grenzen von Anhalt und Braunschweig. in der bisherigen langfamen Weise fortzufahren, sondern uns mögJedenfalls richte ich an die Reichsregierung die dringende Bitte, nicht lichst bald einen Entwurf vorzulegen.( Beifall links.) die Thätigkeit der biologischen Abteilung des Reichs- GesundheitsAbg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): Die Hoffnungen, die ich auf amtes gesetzt habe, sind mehr und mehr einer Enttäuschung gewichen. flagen. Die Beiratsverhandlungen ber biologischen Abteilungen müffen Besonders ist über eine gewisse bureaukratische Arbeitsweise zu öffentlich sein, damit auch die weitere Deffentlichkeit davon Stenntnis erhalte und sich für die betreffende Frage intereffiere. nicht um die Resultate der Untersuchungen, sondern auch die pro jettierten Untersuchungen müssen der öffentlichen Kritit zugänglich gemacht werden.( Bravo! lints.) Verzeichnis der von der biologischen Abteilung in diesem Jahre ges Präfident des Reichs- Gesundheitsamts Dr. Köhler verliest das planten Arbeiten. Es find lauter große Probleme, bei denen wir der freien wissenschaftlichen Forschung so weit wie möglich Raum gewähren. Von Bureaukratismus ist keine Rede. Die Tagesordnungen werden, weil es sich dabei nicht nur um wissenschaftliche Erörterungen, Ser Beiratssitzung können nicht in der Zeitung veröffentlicht sondern auch um Verwaltungsmaßnahmen handelt. Wir stehen gern allesamt zur Verfügung, wenn einzelne Herren sich für irgendeine Frage speciell interessieren. Abg. Scheidemann( Soc.): Ich verstehe es, daß bon tonservativer Seite die Frage der Fleisch beschau vorgebracht wurde. Es ist bereits im Landtage und im preußischen Dekonomie- Kollegium großen Respektes, den ich vor der Arbeitstraft des Grafen Posabowsky empfinde, gegenteiliger Meinung. Die hervorragende Intelligenz des Staatssekretärs würde uns im Bulunftsstaat gewiß außerordentlich nüßlich sein können.( Große Seiterkeit.) Aber die bisherigen Erfahrungen mit dem Fleischbeschau- Gesetz genügen sowohl den Konsumenten wie den Fleisch- Importeuren, zumal in den Hansestädten, als auch dem weitaus größten Teile der deutschen Schlächtermeister. Das Fleischbeschau- Gesez sollte nach dem Willen der Agrarier nicht der Boltsgesundheit dienen, Ein zweites Beispiel ist der Main, der manchmal dunkelrot, manchmal ganz schwarz ist. Hier ist es umgekehrt wie bei Die Verpflichtung, für die rechtzeitige Fertigstellung des Etats zu der Wupper. Stecken sie einen Centrumsmann in den Main, so forgen, die der Präsident für uns hervorhob, haben aber auch die bringen sie ihn als Hospitanten der nationalliberalen Partei heraus. berbündeten Regierungen. Sie hätten die Möglichkeit dazu gehabt, Die weißen Badehosen werden geradezu gefärbt. wenn fie früher den Reichstag einberufen hätten. Es wird freilich sehr schwer sein, hierüber ein Reichsgesetz zu darüber gesprochen worden; nun bringen Sie( nach rechts) Die verbündeten Regierungen wissen so gut wie wir selbst, daß in schaffen. Denn die Mehrheitsparteien hier im Hause find die Ver- die Sache auch im Reichstage vor, um für die bevorstehende jedem Jahre die Etatsberatung Anlaß gegeben hat, Materien zu treter der Industriebarone, die an der Verunreinigung der Flüsse große Woche in Cirkus Busch gründlich gerüstet zu sein.( Oho! erörtern, die auf andrem Wege zu erörtern nicht möglich ist. schuld find. Freilich vor den letzten Landtagswahlen haben die rechts.) Graf Posadowsty erklärte, noch nicht genügend Erfahrungen Von dieser Möglichkeit hat früher während des Kulturkampfes auch Nationalliberalen in jenen Gegenden sich viel darauf zu gute gethan, mit dem Fleischbeschau- Gesetz gemacht zu haben, um die Einfuhr von das Centrum ausgiebig Gebrauch gemacht, so daß mehrfach die daß durch den Einfluß ihres Herrn v. Eynern ein preußisches Gesez Fleisch aus dem Auslande erneut zu regeln. Ich bin tros des rechtzeitige Fertigstellung des Etats dadurch nicht möglich wurde. betreffend die Reinigung der Wasserläufe verhindert worden ist. Ich muß dringend wünschen, daß die verbündeten Regierungen ihre Aber auch wir sind keine Feinde der Industrie, einen Freibrief zur Pflicht empfinden und früher als bisher den Reichstag einberufen. Verseuchung können wir ihr allerdings nicht geben; dem Kapital Abg. Dr. Sattler( natl.): Auch wenn der beste Wille gezeigt muß auch auf diesem Gebiet eine Grenze gesteckt werden. Es ist werden follte die Beratungen einzuschränken, würde es ganz un endlich an der Zeit, daß das Reich hier die Initiative ergreift. Wir möglich sein, im Verlaufe weniger Tage die Erörterungen zum Abdürfen uns nicht darauf berlassen, daß Preußen schluß zu bringen. Unter diesen Umständen halten wir es für not borangeht.( Beifall links.) wendig und richtig, dem Vorschlag des Herrn Präsidenten zu folgen. Staatsfetretär Graf Posabowsky: Abg. v. Normann( t.): Meine politischen Freunde werden dem Vorschlag des Herrn Präsidenten zustimmen auf Grund der gesamten öffentlichen Wafferläufe wird von Tag zu Tag wichtiger. Das Reichs- Bülow of fiatöfe Samburgische Correspondent" Ich bin vollkommen der Ansicht des Vorredners. Die Frage der fondern dem agrarischen Profit.( Unruhe rechts.) Selbst der Geschäftslage des Hauses. Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): Meine politischen Freunde Gesundheitsamt hat sich mit dieser Frage beschäftigt und über die fchrieb, das Fleischbeschau- Gesetz sei einer der traurigsten Triumphe haben schon bei den ersten Grörterungen durch den Mund des Verhältnisse in Mannheim, Dresden, Mainz usw. eingehende Gutachten der reaktionären Wirtschaftspolitit, und müsse, je eher desto besser, Abg. Müller- Meiningen die Befürchtung ausgesprochen, daß die erstattet. Am 4. und 5. vorigen Monats fand in Mainz eine Konferenz beseitigt werden. In der That stellt das Gefes den Vorläufer des Geschäftslage fich so gestalten würde, wie sie sich gestaltet hat. Auch zur Aufstellung der Regeln über die Beobachtung der systematischen Bolltarifs dar. Man hat auf Grund desselben Verordnungen er wir sind der Meinung, daß es jetzt unmöglich wäre, den Etat recht Berunreinigung, des Rheins statt. Man ist übereingekommen, daß lassen, wonach ausländisches Fleisch und Schmalz, das auch zeitig zu verabschieden, nachdem die verbündeten Regierungen den mindestens achtmal im Jahre bei verschiedenen Wasserständen der nur die geringste Spur von Borfäure 0,004 ProzentReichstag so spät einberufen haben, trotz des frühzeitigen Oster- artige Untersuchungen stattfinden müssen, und hat dazu die Strecke enthielt, von der Einfuhr zurückgewiesen wurde. Dagegen erfolgte von der Grenze bis Mainz in verschiedene Sektionen eingeteilt, um Freisprechung inländischer Fleischermeister, deren Fleisch mit 0,14 Broz. Abg. Gröber( C.): Herr Bebel hat uns den Vorwurf gemacht, Klarheit zu gewinnen 1. über das Maß der Verunreinigung des Borsäure verjeht war.( Hört! hört 1) Gegen die chifanöse durch Einbringung der Resolutionen die Etatsberatung verzögert zu Rheinstromes in verschiedenen Sektionen; 2. über die sentreinigende Behandlung der Einfuhr von Kälbermagen, Gallbrüfen, Därmen zc. haben. Aber was wir hier gethan haben, ist zum Nutzen der Gesamt- Kraft des Stromes und 3. über die Ursachen der Verunreinigung. haben sich die deutschen Darm- Importeure mit Recht gewandt. heit ausgefallen. Die Initiativanträge hätten wir unmöglich an Das soll die Grundlage für ähnliche Untersuchungen an andern Die Herren, welche die Verantwortung für das Fleischbeschau- Gesez tragen bloßen Schwerinstagen gründlich beraten fönnen. Durch die Um- Strömen schaffen. Wenn die Zustände so weiter gingen, und die sich stets als besondere Mittelstandsretter aufspielen, wird es termins. wandlung in Resolutionen haben wir erreicht, daß diese Materie würden die Ströme kein lebenspendendes Element für die interessieren, daß durch dieses Gefeß die Wurstfabrikation schwer ges eine Gefahr für die öffentliche Geschädigt worden ist. Was die Gebühren bei der Fleischbeschau an noch in dieser Seffion zur Beratung kommt. Wenn Herr Bebel sich Fische mehr fein und sundheit werden. Es machte große Schwierigkeiten, diese Thatsache bergegenwärtigt, fann er uns nur dankbar sein. die langt, so hieß es in einer nicht für die Deffentlichkeit bestimmten Abg. v. Kardorff( Np.): Auch meine Freunde haben wie Herr Intereffen der Landeskultur, der allgemeinen Gesundheitspflege und Begründung des Entwurfs, es werde an einzelnen Grenzstellen viel Bebel den Weg nicht für richtig gehalten, bie Initiativanträge in der Industrie zu vereinigen. Ich hoffe aber, daß eine definitive leicht der nötige Mehraufwand an Beamten durch entsprechende Interpellationen umzuwandeln; das führt zu einer Art unlauteren Grundlage sich finden läßt und sehe in den Untersuchungen des Einnahmen an Gebühren aufgebracht werden Wettbewerbs.( Sehr richtig! rechts.) Dem Vorschlag des Herrn Reichs- Gesundheitsamts einen erfreulichen Anfang. Ich bin fest müssen.( Sört! hört! lints.) Die offizielle Begrünentschloffen, diesen wichtigen Fragen meine fortgefeßte Aufmerksam.( dung lautete natürlich ganz anders; nach welcher Präsidenten werden wir zustimmen. Abg. Bebel( Soc.): Ich habe gar keine Veranlassung, Herrn feit zu schenken. jaber in der That vorgegangen wird, das hat die Praris Gröber und seinen Freunden dankbar zu sein für den Weg, den fie Abg. Rettich( f.): Meine Freunde vermiffen den uns feiner Beit gelegentlich gezeigt. Eine Firma in Königsberg flagt, daß sie pro eingeschlagen haben, indem sie ihre Anträge in Refolutionen ver für Anfang dieses Jahres in Aussicht gestellten Gesezentwurf Rilo amerikanisches Schmalz 1 Pf. Untersuchungsgebühren hat zahlen wandelten. Sie( zum Centrum) werden doch nicht behaupten, daß betreffend über das Fleischbeschau Gesetz hinausgehende müssen, das ist für eine Sendung 162 W., während nach ihrer Be Sie vorausgesehen haben, daß 3hr böses Beispiel von andern nach Bestimmungen über die Einfuhr ausländischen Fleisches. Insbesondre rechnung die Gebühren höchstens 30 W. betragen durften. Die geahmt werden würde.( Lebhafte Burufe im Centrum.) Sie haben hätte die Bestimmung des bestehenden Gesetzes entfernt werden Strefelder Handelskammer stellt fest, daß die Margarinefabrikanten bei Einbringung der Refolutionen allerdings geglaubt, mit diesem müssen über die Einführung von Pötelfleisch. Wir haben dieser Be- in der dortigen Gegend 200 000 m. jährlich für Untersuchung ausSchritte allein zu stehen( Lebhafter Widerspruch im Centrum) und ſtimmung seiner Zeit nur zugestimmt, um das Gesetz nicht scheitern zu lassen. ländischen Fettes zu entrichten haben, während diese Untersuchung Ihre Resolutionen innerhalb der Etatsberatung fertig stellen zu gar nicht notwendig sei. Der Herr Staatssekretär tömnen. Ich glaube annehmen zu dürfen, daß Sie diesen Staatssekretär Graf Posadowsky: Mit der Einfuhr von Bötel fagte einmal, ein Lot Erfahrung ist mehr wert als ein Weg schwerlich ein andres Mal wieber be- fleisch unter vier Pfund sind bisher noch nicht genügend Er- ganzer Centner Theorie; da meine ich, diese vielen Tausende treten werben.( Abg. Gröber: Das wollen wir sehen!) fahrungen gemacht worden, um die Regierung zu ver- von Lot Erfahrung, die bisher schon gemacht worden sind, Wie die Debatte über die Resolutionen überhaupt noch ausgeht, anlassen, das Gesetz schon jetzt zu ändern. Eine Untersuchung sämt- hätten Bundesrat genügen milffen, um ihn längst Ein leibhaftiger ob die Möglichkeit bestehen wird, sie wirklich gründlich zu be- lichen ausländischen und inländischen Fleisches mit Ausnahme der zu einer neuen Vorlage zu veranlassen. raten, das wollen wir erst mal abwarten. Auf dem Wege der Hausschlachtungen würde einen ganz enormen Verwaltungsapparat preußischer Geheimer Finanzrat( Heiterkeit), Dr. Georg Initiativanträge hätten die Materien fachlich weit beffer erledigt erfordern. Schmidt, hat einen vorzüglichen Kommentar zum Fleischbeschau werden können, wenn nur speciell auch das Centrum dafür eingetreten Abg. Dr. Müller- Meiningen( fr. Vp.): Bom Neichs- Gesundheits- Gesetz geschrieben, worin er nachweist sicher ganz ungewollt wäre, daß die genügende Zahl von Tagen zur Beratung der amt ist eine Liste aufgestellt worden, welche die Arzneimittel, daß eine große Anzahl von Bestimmungen des Gesetzes so schnell Initiativanträge zur Verfügung gestellt werde. Wir sind aber im die sogenannten Geheimmittel, enthält, deren Ankündigung verboten wie möglich beseitigt werden sollten. Vor allem fehlt es an jeder festen Seniorentonvent wiederholt allein mit einer solchen An- list. In dieser Liste sind ganz wahllos die harmlosesten, beliebtesten Begriffsbestimmung. Bald ist der Sped Sped, bald Fett, bald ist Svedk bem Schluß 6 Uhr. Jahre vorher. Partei- Nachrichten. wieder zubereitetes Fleisch, ganz wie der junge Karpizli schrieb:| Staatsexamen gemacht haben, von dem einen praktischen Jahre Persönlich bemerkt bald ist der Katz eine Kaz, bald ist die Katz ein Kater( Heiterkeit). befreit werden. In der neuen Prüfungsordnung für Mediziner Abg. Erzberger( E.) gegenüber einer Aeußerung des Abg. Schelbe Nach dem Fleischbeschau- Gesez ist Renntier und Wildschwein gleich findet sich die Bestimmung, daß die Approbation versagt werden mann, nicht er, sondern der Abg. Wurm habe das Wort des Bischofs Schivein, nach dem Zolltarif gleich Wildpret. Auch das Denatu- tann, wenn schwere strafrechtliche oder sittliche Vergehen vorliegen. Ketteler falsch citiert. Es heißt in Wirklichkeit: Wie die Habsucht, rierungsverfahren macht außerordentlich große Schwierigkeiten. Ge- Das ist ein ganz unbestimmter Begriff. Es sollte bestimmt gesagt Genußsucht und Selbstsucht die Reichen von den Armen abgewendet heimrat Schmidt erklärt, daß von den Zoll- und Fleischbeschau- werden, was für Verfehlungen das sind.( Bravo! links.) hat, so hat Habsucht, Genußsucht und Selbstsucht in Verbindung Behörden zivei verschiedene Arten der Denaturierung nebeneinander Staatssekretär Graf Posadowsky: Herrn Scheidemann gegen mit großer Not den Haß der Armen gegen die Reichen hervorwerden angewandt werden. Knochenöl, von dem ein Liter bis zu über bemerke ich, daß Knochenmehl jetzt nicht mehr als Fleisch gerufen." Den ersten Teil dieses Sages habe Abg. Wurm völlig unter160 M. fostet, soll Fleisch sein; das glaubt ja der stärkste Mann nicht. angesehen wird. Die Gebührenfestsetzung sollte von vornherein nur drückt. ( Heiterkeit.) Das ist geradezu lächerlich außer für die Betroffenen. eine vorläufige sein. Wir wußten nicht vorher, ob und in welchem Nächste Sizung: Dienstag 1 Uhr.( Fortsetzung der heutigen Die Zahl der Zollstellen, über die eingeführt werden kann, sind viel Maße die Einfuhr sinken würde usw. Grundsatz ist jedenfalls, daß Beratung.) zu gering. Zahlreiche Bollämter sind Beschränkungen hinsichtlich der nur die baren Auslagen in Form von Gebühren zurückverlangt anzimehmenden Gegenstände unterworfen. Auch die Räucherwaren, werden sollen. Ich werde mich sofort mit den verbündeten die nur vorübergehend zum Räuchern eingeführt sind, müssen ver- Regierungen über eine neue Festsegung der Gebühren in Verbindung zollt werden. Das wird eine Anzahl unsrer Küstenbewohner geradezu sehen. Auch ich habe den Eindruck, daß ein Teil der Gebühren zu zur Auswanderung zwingen. Schlimmere Erfahrungen als mit dem hoch gegriffen wird. Die Reform des Apothekenwesens ist eine Fleischbeschau Gesez sind wohl noch nie mit einem Geseze gemacht sehr schwierige Frage. Das internationale socialistische Bureau hielt, wie uns ein PrivatDer Kultusminister hat den Entwurf eines worden. Auch die Hamburger und Bremer Handelskammern haben Gefeßes betr. Ablösung der in Preußen vorhandenen Apotheken aus- telegramm meldet, am Sonntag in Brüssel eine Sigung ab. Die außerordentlich lebhafte Klagen über dieses Gesetz geführt. gearbeitet, eine Maßregel, die im Reichsamt des Innern als Tagung des internationalen Kongresses wurde für die dritte Woche Die verschiedensten Zweige der Einfuhr aus den verschiedensten unumgängliche Voraussetzung für die Einbringung eines Reichs- des September, eventuell für Mitte August festgesetzt. Für die Ländern leiden erheblich unter dem neuen Gesez. Eine national- Apothekengejeges angesehen wird. Gegen dieses Gesetz aber ergaben Tagesordnung des Kongresses wurden eine Anzahl Resolutionen liberale Zeitung hat das Fleischbeschau- Gesetz einen Hohn auf unsre sich die ernstesten Bedenken. Der Herr Kultusminister ist jetzt damit acceptiert. Auf Antrag von Singer, Kautsky und Rosa Luxemburg ganze Wirtschaftspolitik genannt, auf unser zum großen Teil auf beschäftigt, die Reform des Apothekenwesens auf einer ganz neuen wurde ein Protest gegen die Russenverfolgungen in Deutschland beExport angewiesenes deutsches Volk. Man habe über die Er- Grundlage vorzubereiten. Wie weit diese Verhandlungen schlossen. Am Abend fand eine große öffentliche Versammlung statt, schütterung unsrer Stellung auf dem Weltmarkt noch keine genügende gebiehen sind, im einzelnen nicht sagen. Was Vorstellung. Es ist bewundernswert, welch' christliche Nächstenliebe das praktische Jahr der Aerzte anlangt, ist von mir in der Singer unter stürmischem Beifall sprach. Die Versammlung die Agrarier in dieses angeblich hygienische Gesetz hineingelegt haben. in allen Fällen, wvo besondere persönliche Verhältnisse gestaltete sich schließlich zu einer Ehrung des Proletarierdichters Es gehört eine eiserne Stirn dazu, nach dem, was man in den die rechtzeitige Ablegung des Eramens verhinderte oder wo der Be- Pottier durch eine wohlgelungene Aufführung seiner Internationale. agrarischen Blättern gelesen hat, hier den hygienischen Standpunkt in treffende Aussicht auf eine feste Stellung hatte, Dispensation erteilt den Vordergrund zu schieben. Für Sie( nach rechts) kam es in worden. Eine Reform des Krankenpflegewesens wäre gewiß und 13. sächsischen Reichstags- Wahlkreis( LeipzigAus den Organisationen. Das Agitationskomitee für den 12. lekter Linie auf die Volksgesundheit, in erster Linie auf wünschenswert, namentlich mit Rücksicht auf die sogenanten wilden Stadt und Land) hatte im verflossenen Jahre eine Gesamteinnahme Ihren Profit, die Steigerung der Fleischpreise, an.( Sehr Krankenpflegerinnen. Im vorigen Jahre wurde vom Abg. Schrader von 60 337 M. richtig! bei den Socialdemokraten.) Unter den Ausgaben werden 12 000 m. an die Auch Staatssekretär beantragt, daß das Reichs- Gesundheitsamt im Interesse der allge- Partei- Hauptkasse genannt. Partei- Hauptkasse genannt. Das Komitee, das auch für die Graf Posadowsky und der Centrumsabgeordnete Gerstenberger meinen Gesundheitspflege prüfen solle, ob und inwieweit ein Agitation im 11. und 14. Kreise mit thätig war, bewältigte haben das deutlich und offen genug zugegeben. Die Worte Eingriff des Reiches bei Vergebung der Arbeitszeit und eine Wurden Riesenarbeit. doch in den bier Kreisen ,, national" und Patriotismus" gebrauchen Sie( nach rechts) ja mur, Arbeitsleistung und in Bezug auf eine Prüfung und Ge- 2 677 000 192 000 Flugblätter, wenn Sie dem Volke ein Stück Fell über die Ohren ziehen wollen. währung Handzettel, 7800 Plakate einer besonderen Berechtigung für das Kranken- und 754 000 Stimmzettel verteilt. In den Münchener Blättern stand neulich ein Inserat der Schlächter- personal zulässig sei. Das Reichs- Gesundheitsamt hat sich dahin fanden 78 Wahlversammlungen statt; im 11. und 14. Kreise Jm 12. und 13. Kreise Innung, daß minderwertige preußische Schweine nach München ein- geäußert, daß für alle Krankenwärter im Wege der Vereinbarung wurden 216 Versammlungen angemeldet, davon wurden 63 vergeführt worden seien. So ist's überall. Für Preußen taugt unter den Bundesregierungen eine Prüfung nach einheitlichen Plänen boten. das bayrische, für Bayern das preußische und für einzuführen sei, und eventuell für solche Personen, die als OberDie„ Leipziger Volkszeitung" gewann über 10 000 neue Abonnenten. Deutschland das auswärtige Schwein nichts. Das wärter geeignet erschienen, eine zweite Prüfung mit erhöhten An- 7000 Abonnenten auf die„ Volkszeitung für das Mauldenthal". Sie zählt deren jegt 33 000; dazu kommen noch nationale Schwein ist das einzige anständige!( Heiterfeit.) Sie forderungen einzuführen sei. Am 18. November 1903 ist ein Rund( nach rechts) behaupten, daß wir von der Landwirtschaft nichts ver- schreiben an die Regierungen ergangen. Ich muß die Antwort der Magdeburg wurden Mitteilungen gemacht über die Verhältnisse In der Generalversammlung des socialdemokratischen Vereins für stehen, aber wir haben aus Büchern, sehr guten Büchern, mindestens Regierungen abwarten. Es wird sich dann zeigen, ob der Bundesrat der Magdeburgischen Volksstimme". An Stelle des aus der Redaktion so viel gelernt, wie Sie in den Kavallerie- Regi geneigt sein wird, durch übereinstimmenden Beschluß solche Prüfung ausgeschiedenen Genossen Markwald ist Genoffe Müller, jetzt in mentern. Auch Ihnen könnte Davids Buch über die Landwirt- einzuführen. schaft nichts schaden.( Zwischenrufe rechts: Schippel ist sehr gut!) Präsident des Reichs- Gesundheitsamts Professor Köhler verZürich, wieder engagiert worden, der früher schon der Redaktion anSchippel ist auch nicht von Pappe; dessen Kenntnisse wünschte ich teidigt die Organisation des Reichs- Gesundheitsamts gegenüber dem Redakteur eingetreten. Zur Hebung des Blattes sollen nach und gehört hat. Außerdem ist Genosse Bader wieder als leitender Ihnen.( Heiterfeit.) Abg. Mugdan. Wir legen den größten Wert darauf, ständig Fühlung Das vom Bunde der Landwirte herausgegebene mit der Wissenschaft zu halten. Das gilt insbesondere von der Er- nach 12 000 m. aufgewendet werden. Die Gehälter der Angestellten agrarische Handbuch sagt unter der Ueberschrift" Schlachtvieh forschung der Tuberkulose. Es ist ein besonderer Ausschuß für find wesentlich aufgebessert worden. Die Einnahmen des Unterund Fleischbeschau“:„ Es kam darauf an, den Nachweis zu liefern, Tuberkulose eingesetzt, der verstärkt ist durch hervorragende Männer, nehmens waren im abgelaufenen Jahre um 23 000 m. höher als im daß die deutsche Viehzucht im stande sei, den Konsum der Bevölke z. B. früher durch Virchow und jezt seinen Nachfolger. Der socialdemokratische Wahlverein Hannover zählt jetzt rung aus ihren eignen Beständen zu decken. Erst unter dieser Herr Mugdan berwechselt Publikationen von Mitgliedern 3100 Mitglieder. Die Einnahmen des Vereins betrugen im abVorausseßung ist die deutsche Landwirtschaft berechtigt, den Aus- des Reichs Gesundheitsamtes mit der offiziellen Stellung schluß des ausländischen Fleisches zu verlangen, ohne den eine wirt nahme dieses Amtes; aber die Mitglieder sind so vorsichtig gelaufenen Jahre 10 234 M. In der letzten Generalversammlung wirt- nahme fame Organisation des heimischen Viehmarktes nicht wohl möglich vorgegangen, daß sie sich noch in teiner Weise in der Frage der llebers wurde ein ungewöhnlicher Modus für die Wahl der Vorstandsmitglieder festgelegt. ist, und darf sie hoffen, daß die deutsche Regierung zu Maßnahmen tragung der Tuberkulose auf die Menschen festgelegt haben. Eine " Die Wahl des Vorstandes wird in zwei aufeinander schreiten wird, um die deutsche Landwirtschaft vor der Konkurrenz Kommission von Fachmännern hat einen Versuchsplan bis ins Detail des unter geringeren Produktionskosten arbeitenden Auslandes ausgearbeitet und kommt jedes Jahr zusammen, um ihn zu ergänzen lung macht die Vorschläge der für die Aemter geeigneten Personen. Die erste Versamm folgenden Versammlungen vorgenommen. zu schützen."( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Die Be- und zu modiffzieren. Die Entscheidung wird jedenfalls nicht nach Die Vorschläge sind dem Bureau der Versammlung schrifthauptung, daß die deutsche Viehzucht den Bedarf der Bevölkerung einseitigen Gesichtspunkten erfolgen. decken könne, ist falsch. Trotz der Zunahme der Bevölkerung ist bei Kälbern, Rindern, Schafen die Produktion von 1902 zu 1903 ge- Wurstfabrikanten zunächst eine gewisse Erregung hervorgerufen, aber lifte fommen nur solche Personen, deren Vorschlag von mindestens Abg. Dr. Becker( natl.): Das Verbot der Vorsäure hat bei den lich zu unterbreiten. Der Vorstand hat dann eine Liste der vorgeschlagenen Personen aufzustellen. Auf diese Vorschlagssunken, und nur die Schweineproduktion ist gestiegen. Selbst auf man hat sich jetzt vollständig damit abgefunden. Bezeichnend ist, liste kommen nur solche Personen, deren Vorschlag von mindestens 25 Versammlungsbesuchern unterstützt worden ist. der Versammlung des Landesökonomie- Kollegiums mußte zugegeben daß die Socialdemokratie auch hier wieder die Partei des Auswerden, daß der Rindvichbestand von 1900 bis 1902 um 4,1 Proz. landes nimmt. Wir müssen doch den ausländischen Importeuren Die Besucher der zweiten Versammlung erhalten beim Betreten des In der zweiten Versammlung wird die Wahl vorgenommen. zurückgegangen ist.( hört! hört! bei den Socialdemokraten.) Sie wenigstens dieselben Bedingungen auferlegen, wie den inländischen Saales gegen Vorzeigung ihres Mitgliedsbuches eine Vorschlagsliste, fönnen in dem Wert meines Freundes Dr. David nachlesen, wie Produzenten. In vielen Fällen ist thatsächlich eine gesund die als Stimmzettel gilt. viel günstiger die Landwirtschaft die Viehproduktion betreiben tönnte, heitschädliche Wirkung der Borsäure festgestellt worden( hört! wenn wir diese verfluchte Schutzollpolitik nicht hört! bei den Nationalliberalen), so von Professor b. Norden 1903 feine Mitgliederzahl von 503 auf 723. Der socialdemokratische Verein Karlsruhe steigerte im Jahre hätten.( Laute Dhol Nufe rechts. Bravo! bei den Social- in Frankfurt a. M., der seine Patienten im Krankenhaus demokraten.) mit einer dreiprozentigen Borsäurelösung gurgeln ließ. Weiterhin Die Vertretung der schweizerischen Socialdemokratie in den Bes Die Schädlichkeit des ausländischen Fleisches ist nicht nach möchte ich um den Erlaß einer Bestimmung bitten, wonach allen hörden ist nach einer zusammenfassenden Darstellung des Berner gewiesen. Warum soll uns schaden, was den Ausländern sehr gut denjenigen Medizin- Kandidaten die Ableistung des praktischen Jahres Universitätsprofessors Dr. Reichesberg folgende: Jm Nationalbekommt? Legen Sie( nach rechts) einmal jemand auf den Tisch des erlassen wird, die vor Erlaß der neuen Prüfungsordnung ihr rat siyen 7 Socialdemokraten unter 167 Mitgliedern(= 4,2 Proz.), Hauses nieder, der sich an dem ausländischen Fleisch den Magen ver- Studium begonnen haben. Erfreulicherweise ist meinem Assistenten in den Kantonsregierungen von Zürich, Basel und dorben hätte.( Heiterkeit.) von der hessischen Regierung bereits das praktische Jahr erlassen St. Gallen fizt je 1 auf je 7 Mitglieder, in den Kantonsräten Redner weist im weiteren den starken Rückgang der Einfuhr von worden. Das praktische Jahr bedeutet eine große Erschwerung von 17 Kantonen figen 158 socialdemokratische Vertreter: 39 in Würsten, Konserven, Büchsenfleisch, frischem Schweinefleisch und und finanzielle Belastung des medizinischen Studiums. Ich Zürich, 22 in Basel, 20 in Neuenburg, 16 in Bern, 10 in SchaffSchweineschinten statistisch nach. An Würsten wurden 1899 noch hänge bei dieser Gelegenheit das Elaborat eines socialdemo- Hausen, 9 in Solothurn, 8 im Waadtland, 7 in Genf, 6 in Luzern, 68 000 Doppelcentner eingeführt, 1903 nur noch 921 Doppelcentner!| fratischen Blattes niedriger, das allerdings ohne Nennung meines je 5 in St. Gallen und Zug, je 3 in Baselland und Thurgau, 2 in Die Bevölkerung ist mithin durch das Fleischbeschau- Gesetz ganz Namens- unter dem Titel: Die Ausbeutung" behauptete, es gebe Appenzell, je 1 in Freiburg, Aargau und Graubünden. Die prozentuale enorm geschädigt worden; Konserven und Würste sind so gut wie Aerzte, die ihr Geschäft in großkapitalistischer Weise betrieben, indem Stärke der socialdemokratischen Vertretung in den kantonalen Barlamenten ganz ausgeschlossen und der Einfuhr die Fleisch- sie sich in den Reichstag wählen und die Praxis zu Hause durch beträgt von 0,5 bis 17 Proz. in Basel. In sechs Städten ſizen preise sind bedeutend in die Höhe gegangen. Aller- Assistenten ausüben ließen. Ich reise trotz der weiten Ent- neun Socialdemokraten in den Egekutivbehörden( Magistrat) dings haben auch die Schlächter, als nach der Fleischnot die fernung jede Woche mindestens einmal nach Hause. Schon und zwar drei in Zürich, zwei in Winterthur und je einer in Bern, Schweinepreise wieder santen, den Preis des Fleisches nicht ent- der junge ärztliche ärztliche Nachwuchs muß sich besonders mit Biel, Genf und Freiburg. In den Stadtparlamenten ſizen sprechend herabgesetzt. Ein Schlächter gab mir als Grund dafür an, den Schwierigkeiten der Kassenpraris vertraut machen. Nur dadurch 136 socialdemokratische Vertreter und zwar an 13 Orten in folgender daß man einen Ausgleich für die Erhöhung der Rindviehpreise habe tann eine Harmonie zwischen Aerzten und Kassenmitgliedern an- Stärke: Zürich 31, Bern 25, Winterthur 16, Biel 15, Lausanne 13, suchen müssen. Sie( nach rechts) rufen immer nach dem Schutz des gebahnt werden. Luzern 10, Lugano 6, Genf 5, Schaffhausen 4, Solothurn 3, Freis nationalen Schweins und des nationalen Ochsen. Aber wer schützt den deutschen Arbeiter vor der ausländischen Konkurrenz? Jest haben Sie das neue Schlagwort von der Freizügigkeit des Fleisches erfunden, um damit die Nachschau in den Städten zu befämpfen. Die deutschen Oberbürgermeister haben in einer Eingabe δας an Herrenhaus die dieser Notwendigkeit Nachschau überzeugend nachgewiesen. Redner erwähnt darauf die Resolution des Centrums über das Fleischbeschau- Gesez. Vicepräsident Graf Stolberg( unterbrechend): Ich kann es nicht hindern, über den Inhalt dieser Resolution zu sprechen, möchte Sie aber bitten, nicht über die Resolution als solche zu reden. ( Heiterteit.) Abg. Scheidemann( fortfahrend): Wir befürworten- ich glaube hier im Namen meiner Fraktion sprechen zu können auch eine Abänderung des Fleischbeschau- Gesezes in der Weise, daß der§ 2 der ehemaligen Regierungsvorlage wieder hineinkommt und daß die Kosten für die Untersuchung der Hausschlachtungen den Landesberbänden überwiesen werden. Weiter verlangen wir Erleichterungsbedingungen für die Einfuhr von frischem, unzubereitetem Fleisch aus dem Ausland. Mit der Aufstellung dieser Forderung leisten wir wieder ein Stüd positiver Arbeit im Interesse der Volksgesundheit.( Beifall bei den Socialdemokraten.) 0 von Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): Wir richten unsre An- burg und Chur je 2. Das prozentuale Verhältnis der socialdemo griffe nicht gegen die Specialisierung der Geheimmittel an fich, fratischen Vertretung beträgt 2,5 bis 35,5 Proz. Die Gesamtzahl fondern dagegen, daß auf der Liste auch vollkommen unschädliche Mittel dieser socialdemokratischen Vertreter beträgt 311. Dazu kommen aber enthalten sind. Wir bestreiten keineswegs, daß mit einzelnen Mitteln noch die Socialdemokraten in den Gerichtsbehörden usw. Im Lichte großer Schwindel getrieben wird. Diese Mittel sollten Sie ganz dieser Zahlen zeigt sich, daß die Socialdemokratie in der Schweiz berbieten! Statt dessen werden solche Mittel hier in Berlin unter doch fortschreitend an Terrain und Einfluß gewinnt. den Augen des Polizeipräsidiums angepriesen! Ich frage jetzt den Präsidenten des Reichs- Gesundheitsamtes, warum so unschädliche Mittel wie Brandts Schweizerpillen und Painerpeller auf die Geheimmittel- Liste gesezt worden sind. Wir verlangen ein tontradiktorisches Verfahren über das, was ein Geheimmittel ist und was nicht, und eine reichsgesetzliche Regelung, die vor allen Dingen die Breffe vor derartigen Chikanen des Bundesrates sichert.( Bravo! links.) Präsident des Reichs- Gesundheitsamts Dr. Köhler: Ich muß mich entschieden dagegen verwahren, daß der Bundesrat chikanös vorgehe. Das Reichs- Gesundheitsamt hat die Liste nicht selbständig aufgesteйt, sondern ist nur gutachtlich gehört worden. Vor Verfertigung der Liste ist jedem der beteiligten Produzenten genau mitgeteilt worden, daß sein Mittel zur Einsetzung in die Liste vorgeschlagen sei. Wenn auch nicht alles Erforderliche geschehen ist, so ist doch jedenfalls ein Fortschritt erreicht worden. Polizeiliches. Gerichtliches ufw. " Zu 2000 Mart Geldstrafe wurde am Sonnabend der verantwortliche Redakteur der Sächsischen Arbeiter- Zeitung", Genosse Dübel I berurteilt. Er soll durch einen Artikel über das Eisenbahnunglück in Buchholz die Generaldirektion der sächsischen Staatsbahnen beleidigt haben. Näherer Bericht liegt noch nicht vor. Gerichts- Zeitung. Das forrette Haarausreißen. Die Anwendung des Wortes Dippoldismus" auf das Verhalten eines Lehrers hat dem Kaufmann Hermann Sello eine Anflage wegen Beleidigung zugezogen, die gestern die siebente Straffammer des Landgerichts II Abg. Dr. Mugdan( frs. Bp.): Jch stimme im allgemeinen ben Abg. Dr. Burckhardt( Wirtsch. Vg.): Bei den Schweizer Billen beschäftigte. Ein Sohn des Angeklagten besucht das Köllnische Gyms Ausführungen des Herrn Vorredners zu. Einen Teil der Schuld wird das Publikum um 80 Proz. übervorteilt und so ist es bei fast najium und fist jetzt in der Untertertia. Er war bis dahin als be= trägt die nicht richtige Organisation des Reichs- Gesundheitsamtes, allen Geheimmitteln. Vor einer derartigen Ausbeutung muß fähigter und fleißiger Schüler bekannt, in der neuen Klasse das zum Teil Verwaltungsbehörde, zum Teil wissenschaftliches das Bublifum geschützt werden. Die Mängel und Härten erhielt der Junge von dem Oberlehrer Dr. Jahn, der im Griechis Institut ist. Beim Borsäureverbot ist das Reichs- Gesundheitsamt des Fleischbeschau- Gesetzes will ich nicht verteidigen; ich nicht verteidigen; gegen schen Unterricht erteilt, mehrfach tadelnde Bemerkungen und ziemlich zweifellos nicht richtig vorgegangen, ebenso neuerdings in ungesundes importiertes Fleisch brauchen wir aber eine Sicherung. zahlreich häusliche Straf arbeiten zudiftiert, an welchen er der Frage der Uebertragung der Tiertuberkulose auf den Die Herren Socialdemokraten berufen sich immer auf die längere Zeit zu thun hatte. Der Vater glaubte zu bemerken, daß Menschen. Dringend notwendig ist eine Reform des Kranken- Wissenschaft, von den deutschen Nationalökonomen aber steht niemand unter dem Regime des Dr. Jahn die Lernfreudigkeit des Knaben litt pflegepersonals durch das Reich. Es müssen bestimmte Vorschriften auf dem Boden der Socialdemokratie, auch Brentano nicht, der und er eingeschüchtert und verängstigt wurde. Am 22. Oktober v. J. über die Ausbildung des Personals erlassen werden. Für die all- übrigens ein reiner Theoretiker ist. Die praktisch erfahrenen Wissen- war der Junge in der Klasse etwas vorlaut; als der Dr. Jahn außer gemeine Hygiene spielt das Krankenpflegepersonal eine mindestens schaftler wie Professor v. d. Goltz in Poppelsdorf stehen auf unfrem den Vorbereitungen zu einem Extemporale noch andre Aufgaben so große Rolle wie der Arzt. In Preußen denkt man ja zur Zeit Standpunkt. Die Landwirtschaft tann nicht ohne Schutzoll bestehen, zur häuslichen Bearbeitung gegeben hatte, war dem Knaben ein an eine Reform des Krankenpflegewesens, besser wäre es aber, wenn das hat auch Herr Schippel anerkannt. Eine Partei, die einen bedauerndes Ach!" entschlüpft. Dr. Jahn ließ ihn vortreten und hier allgemeine Bestimmungen geschaffen würden. Wir haben das größte besseren Staat einführen will...( Glocke des Präsidenten.) riß ihn bei den Haaren, so daß ihm einige davon Interesse daran, den Kreis der Personen, die sich der Krankenpflege Präsident Graf Ballestrem: Ihre Ausführungen stehen doch mit in den Fingern blieben. Er warf die Haare an die Erde, anvertrauen, nach Möglichkeit zu erweitern. Reformbedürftig ist der Etatsposition nur in äußerst losem Zusammenhang.( Heiterkeit.) der Junge las jie aber in der Zwischenpause auf und erklärte dem auch das Apothekenwesen. Das Reichs Gesundheitsamt aber Abg. Dr. Burchardt( fortfahrend): Ich wünsche nur, daß die Lehrer in etwas trobigem Tone:" Ich habe mir alle die Haare, die ergreift auch hier nicht die Initiative, sondern überläßt das den Herren Socialdemokraten, die so stark in der Kritik find, uns Sie mir ausgeriffen haben, aufgehoben." Er flagte feinen MitEinzelstaaten. praktische Mittel zur Hebung der Landwirtschaft angeben.( Bravo! schülern, daß er Kopfschmerzen habe und nahm die von ihm Die Verlängerung des Studiums der Mediziner um zwei rechts.) Aber dazu sind sie politisch noch nicht reif genug. Ich aufgelesenen Haare mit nach Hause, wo er sie seinen Eltern unter Semester sollte nur auf die Studierenden Anwendung finden, hoffe, daß das deutsche Volk sich nicht mehr lange von ihnen ver- Hinzufügung einer Darstellung seiner Erlebnisse vorlegte. Als. nach welche nach Erlaß der Verfügung, also nach dem 28. Mai locken lassen wird.( Lachen bei den Socialdemokraten. Bravo! einigen Tagen der Knabe wieder mit einer Strafarbeit nach Hause 1901 das Studium begonnen haben. Ich behalte mir einen rechts.) tam, hielt es der Vater für angezeigt, einmal den Oberlehrer Antrag in der Richtung vor, daß alle Mediziner, die bis 1906 ihr Dr. Jahn aufzusuchen und sich bei ihm über die Behandlung seines A Hierauf bertagt sich das Haus. " * Roggen, gut " + Gerste, gut " Marktpreise von Berlin am 6. Februar 1904 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue D.- Ctr. Sammelfleisch Butter Eier Karpfen Aale Zander mittel gering " " " mittel " gering " " mittel " gering " " mittel Weizen, gut D.- Ctr. 16,35 16,31 16,27 16,23 16,19 16,15 12,70 12,68 12,66 12,64 12,62 12,60 13,80 12,80 12,70 11,70 11,60 10,70 15,40 14,40 14,30 13,30 7,00 5,00 Rindfleisch, Keule 1 kg do. Schweinefleisch Kalbfleisch 1,80 1,20 Bauch 1,40 1,10 " " 1,60 1,00 1,80 1,20 " 1,80 1,10 2,60 2,00 60 Stüd 5,00 3,00 1 kg 2,40 1,20 2,80 1,40 " 3,00 1,20 " " gering 13,20 12,30 Hechte 2,40 1,20 " " 4,32 3,66 Barsche 1,80 0,80 " " 6,80 4,60 Schleie 3,00 1,40 40,00 28,00 Bleie 1,40 0,80 " per Shod 15,00 3,00 " Hafer, gut " Sohnes zu beschweren. Er traf ihn auf dem Korridor des Köllnischen die Wirtin Feierabend gebot, erklärten die Angeklagtent, fie feien Gymnasiums und brachte seine Beschwerde vor, wobei er von„ Drang- selbst Polizeibeamte, für sie gäbe es keine Polizeistunde. Erst auf falieren", unerhörte Art und Weise" usw. sprach. Ein Wort gab wiederholtes Auffordern der Wirtin verließen sie das Lokal. Draußen das andre und als der Lehrer auch auf das Haarausreißen zu sprechen wollten sie die Arbeiter Wizleben und Rieger, die gleichfalls im Lokal tam, erklärte der Angeklagte, daß dies seiner Meinung gewesen waren, feststellen, weil diese sie angeblich gehänselt hätten. nach beinahe an Dippoldismus grenze". Die beiden weigerten sich aber, ihre Namen zu nennen. Darüber kam Dr. Jahn lehnte hierauf jede weitere Unterhaltung mit dem An- es zu Thätlichkeiten. Der letzte Angeklagte stieß den Wikleben vor geklagten ab und trug den Sachverhalt dem Direktor Dr. Meusel die Brust und als dieser sich wehren wollte, wurde er von den übrigen vor. Dieser riet dem Angeklagten, dem Dr. Jahn Abbitte zu leisten Feuerwehrleuten umringt. Dasselbe Schicksal hatte Rieger, als und die Sache damit aus der Welt zu bringen; dies wurde abgelehnt, er seinem Freunde zu Hilfe eilen wollte. Plötzlich ergriff der zweite infolge dessen wurde der Vorfall dem Provinzialschulkollegium unter Angeklagte sein Feuerwehrbeil und versezte mit diesem dem breitet und es erfolgte die Strafanzeige. Der Angeklagte bestritt, Rieger einen so muchtigen Schlag gegen den Hinterkopf, daß der bei dem Gebrauch des Wortes" Dippoldismus" eine beleidigende Ab- Getroffene sofort bewußtlos zusammenbrach. Nunmehr riß sich Wiß- Nichtstroh sicht gehabt zu haben. Nachdem der Direktor Dr. Meusel, der Ober- leben von seinen Gegnern los und stürzte sich auf den Angeklagten, eu lehrer Dr. Jahn, mehrere Mitschüler des May Sello, dieser selbst erhielt aber von Wende und Franz Kolberg mit Schirmen und Erbsen und seine Mutter zur Sache selbst vernommen waren und festgestellt Stöcken so heftige Schläge, daß auch er, aus mehreren Kopfwunden Speisebohnen worden war, daß bei dem„ Ziepen" dem Jungen etwa 10-12 Haare blutend, zu Boden sank. Als ein Polizeibeamter, der durch die Linsen ausgerissen worden sind, beantragte der Staatsanwalt gegen den Hilferufe der Mißhandelten aufmerksam geworden war, herbeieilte, Angeklagten 300 M. Geldstrafe, wobei er die durch die Er- nahmen die Feuerwehrmänner Reißaus, der Beamte konnte aber die zählung des Sohnes verursachte Erregung als Milderungsgrund drei Angeklagten als die Schläger feststellen. Ihre beiden Opfer find gelten ließ. Rechtsanwalt Meyerstein war der Ansicht, daß längere Zeit arbeitsunfähig gewesen, Rieger ist auch jetzt noch nicht eine Züchtigung in der Form des Ausreißens von Haaren über das völlig wiederhergestellt. Das Schöffengericht zu Köpnick hatte seiner normale Maß hinausgehe und beantragte die Freisprechung, da dem Zeit den Angeklagten Eduard Kolberg zu 6 Monaten, die Angeklagten der Schutz des§ 193 voll gewährt werden müsse. Der beiden andern Angeklagten zu je 3 Monaten Gefängnis verGerichtshof hielt in keiner Weise erwiesen, daß Dr. Jahn urteilt. Dies Urteil ist gestern von der 3. Straffammer bestätigt scine Befugnisse überschritten und den Knaben gemißhandelt worden. habe. Der Lehrer habe sich richtig und korrekt betragen und der Angeklagte habe, indem er ihn durch das Wort„ Dippoldismus" einer brutalen und rohen Behandlung beschuldigte, die Grenze der berechtigten Interessen überschritten. Mit Rücksicht aber auf die Er- Stationen regung, in der sich der Angeklagte befunder verurteilte ihn der Gerichtshof nur zu 150 M. Geldstrafe eventuell 15 Tagen Gefängnis. Barometer Better 5° C. 4° R. Stationen 734NW Better Temp. n. T. 5º C.= 4° R. 5 1 Dunst 1 Haparanda 760 2 1 Nebel 2 Petersburg 750D 753 3 2 bedeckt 3 Cort 2bedeckt-14 1Schnee-7 3wolfig 747 S 4 heiter Kampflustige Feuerwehrleute sind die Arbeiter Gustav Wende, Swinemde. 752 23 Eduard Kolberg und Franz Kolberg, die gestern wegen Hamburg 752 DGD Körperverlegung mittels gefährlichen Werkzeugs vor der dritten Berlin Straffammer des Landgerichts II standen. In der Nacht zum Frankf.a.M. 752 SD 1. September v. J. hatte die freiwillige Feuerwehr zu Ober- München Schöneweide eine lebung abgehalten. Einige Feuerwehrleute, Wien unter ihnen die Angeklagten, kehrten noch in einem Schanklokal ein, um sich nach gethaner Arbeit durch einen guten Trunk zu stärken. Als Socialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 9. Februar, abends 9 Uhr: General- Versammlung im Hofjäger- Palast", Hasenheide 52/53. Zages Drdnung: 1. Vorstands- und Kassenbericht. 2. Beschlußfassung über den neuen Drganisationsplan sowie das neue Statut des Wahlvereins. 3. Wahl des Borstandes sowie 4. Wahl von je zwei Mitgliedern für die Lokalfommission und Breßlommission sowie ein Mitglied für die Agitationskommission und drei Revisoren für die Zeitungs- Spedition. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Rege Beteiligung erwartet 238/ 2* Der Vorstand. 1 Regen 2 Aberdeen 3wollig 1 Paris Dunst 3 10 756 S 758 Still Wetter- Prognose für Dienstag, den 9. Februar 1904. Ziemlich warm, teilweise heiter, aber sehr veränderlich mit Regenfällen und lebhaften südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau Socialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. Mittwoch, den 10. Februar, abends 8%, Uhr, bei Herrn Thiel, Bergstraße 151-152: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Mar Alberth über: Die preußische Kulturschmach und die revolutionären Strömungen in Rußland. 2. Disfuffion. 3. Bericht von der Kreis- Generalversammlung. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Vereinsangelegenheiten, Berschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. 232/6 Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand.. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Adtung! Produktenhändler! Achtung! Morgen Mittwochabend 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Mittwoch, den 10. Februar, abends 9½, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Oeffentliche Versammlung aller Produktenhändler und Händlerinnen Berlins und Umgegend. Zages Drdnung: 1. Bortrag über: Wirtschafts- u. Organisationsfragen. Referent: Herr Ludwig Bartels. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. 50,00 26,00 Strebse 60,00 20,00 * ab Bahn. † frei Wagen und ab Bahn. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. stellen. 2. Die Adressen der Zeitschriften finden Sie im vierten Teil des N. W. 12. 1. Ihr Bruder müßte Ihnen eine Legitimationstarte aus. Adreßbuchs. R. 2. 101. Vielleicht Spind, Spiegel und Bilder. F. S. Wilmersdorf. Ja. F. W. Sch. Die von Ihnen mitgeteilten Etiketts, auf Kunstprodukte geklebt, würden den Anschein erweden, als handle es sich um Naturprodukte. Eine Anklage wegen Nahrungsmittel- Verfälschung, unlauteren Wettbewerbs oder Betrug würde wahrscheinlich zur Verurteilung führen. Abraham 43. Wenden Sie sich an das Polizeipräsidium mit einer Beschwerde. Sie hatten nicht nötig, den Schein herauszugeben. Haben Sie es gethan, so lohnen sich weitere Schritte nicht. D. G. Ja. E. W. Nach Ansicht des Ober- Verwaltungsgerichts sind beide Fragen zu bejahen. N. W. S. Die beiden ersten Fragen wollen Sie unter genauer Angabe des Alters Ihrer Tochter, der Stellung und der von Ihnen getroffenen Abreden wiederholen. Zum Abzug des 2, Krankengeldes ist der Restaurateur berechtigt. G. K., Marienfelde. Wenn Sie Ihren Wohnsiz aufgeben, sind Sie zur Abmeldung verpflichtet. Behalten Sie ihn neben Ihrem neuen bei, so ist die Abmeldung nicht ers forderlich. H. E. 99. Der Wirt ist nicht berechtigt, zu verlangen, daß Ihre Schwester von Ihnen ziehe, insbesondere dann nicht, wenn er ge stattet hatte, daß sie zu Ihnen ziehe. A. 5. 99. Soweit sich ohne Kenntnis des Wortlauts der alten und neuen Statuten erkennen läßt, sind Sie zur Zahlung verpflichtet. Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 7. Februar, früh 9 Uhr, starb nach schweren Leiden an Herzlähmung mein innigst geliebter Mann und Vater, unser Schwiegersohn und Schwager Emil Rosenow im Alter von 33 Jahren. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. Februar, nachmittags 3 Uhr, auf dem Schöneberger Friedhofe in der Maxstrasse statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Schöneberg- Berlin- Glashütte i. S. Sitzung der Ortsverwaltung Achtung! Kleber. Achtung! 78/18 und der Kontrollkommission. Die Ortsverwaltung. Donnerstag, den 11. d. M., abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75: Achtung! Einsetzer! Achtung! Oeffentl. Versammlung. Mittwoch, den 10. Februar, abends 6 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Oeffentliche Versammlung der Einsetzer Berlins u. Umg. Tages Ordnung: Tages- Ordnung: 1. Die Situation in unsrem Beruf und wie verbessern wir dieselbe". 2. Diskussion. Die Kollegen der Werkstätten Martin Otto, Steeger, Haubenreißer, Helm, Bölligke, Haase, Cohn, Schulz Sohn, Löber, Witt, Minuth, Schley, Gronau, Schwarzer, Kalmbach, Siebert, Achilles, Seifert, Fürstenau, Erscheinen in der Versammlung ist Ehrensache eines jeden Klebers! Der Einberufer. Kollegen und Kolleginnen! Da es sich in dieser Versammlung um Eure wichtigsten Lebensbedingungen handelt, bitten wir Euch, Mann für Mann zu erscheinen und schließe sich dort jeder der wirtschaftlichen Organi- 1. Bericht über die Lohnbewegung. 2. Bericht der Verhandlungskommiffion. Random u. Rosky, Winterfeld und Knauer sind ganz besonders eingeladen. sation an. 286/1 Der Einberufer: Robert Deutsch, Reinickendorferstraße 46e, I. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Morgen Mittwoch, den 10. Februar, abends 8%, Uhr: Es ist Pflicht, daß jeder Sollege erscheint. Der Einberufer. 78/19 101/2 Genoffinnen! Genoffen! Donnerstag, den 11. Februar, abends 8%, Uhr, in Kellers Festsälen, Koppenstraße 29: Mitglieder- Versammlung Protest- Versammlung. im„ Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15( Saal 1). Tages- Ordnung: 23/6 1. Bortrag des Stollegen Drautz über: Die Fortschritte unfrer Organisation in Berlin in den Jahren 1902/03". 2. Die bevorstehende Urabstimmung. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 3353. Mittwoch, den 10. d. M., abends 8½ Uhr, im Volkshause, Rosinenstr. 3: Bezirks- Versammlung für Charlottenburg. Tages Drdnung: 1. Vortrag des Genossen Bänge: Monistische Weltanschauung". 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegierten zur hiesigen Gewerkschaftskommission und Neuwahl derselben. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Mittwoch, 10. b. M., abds. 81% Uhr, bei Schellhafe, Steglik, Ahornstr. 15a: Bezirks- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Crimmitschau und seine Lehren". Referent: Kollege Wuschick. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! Wir erwarten das Erscheinen aller Mitglieder, da die wichtige Tages- Ordnung es erfordert. Mehr wie bisher muß von Euch für einen guten Besuch der Mitglieder- Versammlungen agitiert werden. 111/9 Mit follegialem Gruß Die Ortsverwaltung. Central- Kranken- und Sterbekasse der Zimmerer( E. H. Nr. 2, Hamburg.) Oertliche Verwaltung Berlin. Donnerstag, 11. Februar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause ( Saal 3), Engel- Ufer 15: Mitglieder Versammlung. Zages Ordnung: 259/ 2* 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1903. 2. Wahl der Revisoren. 3. Vers schiedene Kaffenangelegenheiten. Der Vorstand. Tabakarbeiter und Tabakarbeiterinnen! Mittwoch, den 10. Februar, abends 82 Uhr, bei Wilke, Brunnenstraße 188: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 187/1 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Hermann Förster- Hamburg über den am 7. März und folgende Tage in Berlin stattfindenden Heimarbeiterschutz- Kongreß und die Notwendigkeit der Beschickung desselben. 2. Delegiertenwahl J. A. Carl Butry. Tages- Ordnung: 1/4 Nach langem, schwerem Leiden entschlief am Sonntag mein lieber Mann, der Maurer 1644b August Warmbier. Heilig Beerdigung: Mittwochnachmittag 3 Uhr in Mariendorf, Kreuz- Kirchhof. 2. Warmbier, Hagelsbergerstr. 3. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei der Beerdigung meines 1. Vortrag der Genossin Klara Zetkin( Stuttgart): Der Zar in lieben Mannes und unsres guten Deutschland voran. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht ngelhardt & CaramelMalz- Bier pasteurisiert, ganz alkoholarm Die Vertrauensperson. Vielfach ärztlich empfohlen. Seit vielen Jahren bevorzugt. Ueberall käuflich! 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie die Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben, unvergeßlichen Mannes August Salomon fage ich allen meinen herzlichsten Dank. 16306 Auguste Salomon nebst Tochter. Künstliche Zähne, Blomben, 20. Carl Goeringer, Dentist, N., Eichendorffstr.21, früherBrunnenstr. ünstlich. Zähne Karl Winzer, Alexanderstr. 27h L. Schonendste Behandlung. Teilzahlung gestattet. Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 9. Februar. Anfang 7, Uhr: Menes Königl. Opern Theater. Don Juan. Schauspielhaus. nichts. Biel Lärm um Deutsches. Novella d'Andrea. Berliner. Maria Theresia. Lessing. Zapfenstreich. Weften. Die lustigen Weiber von Windsor. Neues. Der Strom. Residenz. Die Empfehlung. Der Teusche Casimir. Central. Das Schwalbennest. Belle Alliance. Der Hochtourist. Anfang 8 Uhr: $ Schiller 0.( Wallner Theater.) König Lear. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) 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Februar statt in den Gesamträumen der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee( am Schönhauser Thor), wozu wir die Mitglieder, Freunde und Gönner unsres Vereins freundlichst einladen, recht zahlreich zu erscheinen Schumann. Wilden Königstigern. mitgliederm ga bo Nur kurzes Gastspiel. Einzig und allein dastehendes größtes Naturwunder der Jektzeit. Chimpanse Consul gen. Die größte Sehenswürdigkeit. 25 Löwen wunderbar dressiert von Herrn Julius Seeth. BABEL, Grosse AusstattungsPantomime. Eine Wanderung durch 8 Jahrtausende. Gebrüder Urania. HerrnfeldTaubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Der Erdball als Träger des Lebens. Hörsaal: Dr. B. Donath: , Neuere Versuche mit flüssiger Luft, insbesondere die Verflüssigung des Ozons." Herrnfeld 8 Uhr. Theater. Gonntags 7 Uhr. Die anerkannt erfolgreichste Novität Nur eine Nacht! 2 Afte aus einer Ehe. Cafino. Wie einft im Mai. Bade- Sternwarte Invaliden- Romödie von A. und D. Herrnfeld furen. Meichshallen. Stettiner Sänger. Gebr. Herrnfeld. 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Reichshallen Stettiner Sänger Zum Schluß nen: Die Berliner bei den Hereros. Ansang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Stadt- Theater Moabit Victoria- Säle Alt- Moabit 47/49. Dienstag, den 9. Februar 1904: Bernhard Rose- Theater- Ensemble. In einer Komödie mit 9 Personen Die Schule des Lebens. v. Bernardi allein dargestellt. Zauberkünstler. Georg Hartmann Athleta& Brada Kraftproduktion. Oléo de Mérode Biograph. Schauspiel in 5 Aufz. v. E. Raupach. Anfang 6 Uhr. Donnerstag, den 11. Februar 1904: Mit Vergnügen. Rixdorf, Hermannstraße 49: Dienstag, den 23. Februar: Grosses Humoristisches Konzert und Bockbierfest. Fettrollmops. Busamm. 4 M. franco. 134/ 9* Å Å Å Å Å Ge తితతతతతత Jedle Ultr zu reinigen kostet bei mir unter Garantie nur 1,50 Mk., aufer Bruch. Kleine Reparaturen billiger. Trauringe in jedem Gold und Doublé zu billigsten Façonpreisen in jeder Preislage und Nummern stets am Lager. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr.33. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 9. februar 1904. Aus Induftrie und Handel. und Börsenblätter Kapital und Preffe. Insbesondere werden gesucht: Schlosser, Maschinenbauer, Dreher, Stesselschmiede, Schuriede, Schiffbauer, Nieter, Former, Gelbgießer, Supferschmiede und Modelltischler. Auf welchen Wegen diese Werbearbeit vollzogen wird, zeigt uns ein Plakat, das in Minden i. W. auf dem Bahnhof aushängt, da ist zu lesen: amerikanischer Zeitungen eine neue Anleihe von 50 Millionen an der Unterweser, Bremen, Vegesack, Bremerhaven, Geestemünde, Dollar plant, nach einigen Meldungen, 1m auf dem Lehe usw. heranzuziehen, obgleich hier bereits eine große ArbeitsUmwege über die von ihr beherrschte Norfolk und Western Bahn die losigkeit herrscht. Western Maryland Bahn von sich abhängig zu machen, nach Wenn die Agrarier zur Verdeckung egoistischer Motive mit dem andren Meldungen um die Hudson und Manhattan Railroad Co. fogenannten nationalen Gedanken operieren und in patriotischen unter ihre Herrschaft zu bringen. Wie ein am Sonnabend einBusttönen die hohen Verdienste des nationalen Schweine- und gelaufenes Telegramm aus New York anzeigt, ist inzwischen diese Sindviehs um die deutsche Volkswirtschaft preisen, spöttelt gerne die Anleihe mit der Bankfirma Kuhn, Loeb u. Co. auf der Basis von Börsenpresse mit hämischer Ueberlegenheit über die trauſe 48 Broz. abgeschlossen worden. Arbeiter oben genannter Berufe wollen sich wegen Arbeit an Argumentation der oftelbischen Herren; liegt aber das Ausspielen Welcher Wert danach den neuen Obligationen der Long Jeland die Arbeitsnachweisstelle des Arbeitgeberverbandes Unteriveser" in bes nationalen Gedankens im Interesse der Profitpolitik der Hoch- Railroad Co. beizumessen ist, bedarf keiner weiteren Erörterung. Um Bremen, Vegesack und Bremerhaven wenden, bezw. fich dieserhalb finanz, dann berfährt fie genau nach demselben Rezept. so sonderbarer ist, daß fast die ganze Handels- und Börsenpresse, von unter Vorlage des Militärpasses, Führungsattestes und der ZeugDer Beweis dafür liefert das Verhalten der liberalen Handels- den sogenannten demokratischen bis zu den gemäßigten liberalen nisse ihrer früheren Thätigkeit bei einer dieser Stellen melden. Arbeitgeberverband Unterweser. zut den Eriverbungen von Petroleum Blättern die Refunding Mortgage Gold Bonds Gold Bonds anpreisen feldern in Rumänien durch die Deutsche Bank und die Berliner oder ohne Anmeldungen beim Vorsitzenden des Kriegervereins Minden in Kommentar Auszüge aus dem Prospekt im Westfalen, R. Rumpf, Königstraße 40. Disontogesellschaft. Ganz im Stile der agrarischen Hochschutzöllner Handelsteil abdrucken. Allerdings haben sich die Banken ihre( Im Stempel: Bremischer Landes- Krieger- Verband.) wir in den meisten der jüngst erschienenen Auslassungen jener Inserate, in denen sie zur Zeichnung einladen, recht respettable Die Kriegervereine werden als williges Werkzeug" benutzt, Bläter von der Verlegung der nationalen Interessen durch die Ge- Summen kosten lassen. Nur einige wenige Blätter wagen um gefügige Arbeitskräfte zu dem Heer der Arbeitslosen an die Unters schätspolitik der Standard Dil Co. und ihrer deutschen Tochter eine schüchterne Anzweiflung des Wertes der neuen Obligationen. weferorte heranzuziehen. gesellschaft, der Deutsch- amerikanischen Petroleumgesellschaft, geredet So schreibt das„ Berliner Tageblatt": und die Gründung der neuen Petroleumgesellschaft durch die Deutsche Bail als eine verdienstvolle Befreiung des deutschen Konsums von Ratefellers Weltmonopol gefeiert, obgleich die neue Gesellschaft be= tauntlich feineswegs zur Förderung der deutschen Petroleumindustrie, sondern zum Import rumänischen, vielleicht auch galizischen Petroleums gegründet ist, und niemand weiß, ob sie thatsächlich einen Konkurrenzkampf gegen die Standard Dil Co. zu eröffnen gedenkt oder nicht bielmehr in stiller Bescheidenheit vorziehen wird, mit dieser sich friedlich in der Ausbeutung des lieben Publikums zu teilen. " " Danach gehört die Bennsylvania- Bahn zu den prosperierendsten Bahnen Ameritas. Die von ihr für die Long Island Bonds geTeistete Garantie ist deshalb nicht zu unterschäßen. Trotzdem vers mögen wir im Hinblick auf die Eigenartigkeit amerikanischer Eisenbahnverhältnisse auch die Long Jsland Bonds nur als eine relativ sichere Anlage zu bezeichnen." Um Ihnen ein Bild von der Arbeitslosigkeit zu geben, diene 2952 W" " " # " " 2059 992 #P " " " " folgendes: Die Arbeitsnachweisbureaus in Bremerhaven haben über ihre Thätigkeit in den letzten Monaten folgende Bahlen veröffentlicht: Es meldeten sich an den genannten Stellen im Oftober v. J. 3511 Arbeits., 1335 erh. Arbeit, 2176 bl. arbeitsl. Novbr. 893 Dezbr." 1676 684 Etwas deutlicher wird der Deutsche Dekonomist": Im Monat Januar hat sich die Zahl der um Arbeit Nach„ Der Subskriptionspreis von 99,60 Proz. erscheint jedenfalls suchenden wieder bedeutend vermehrt, während die Arbeitsgelegenheit sowohl im Vergleich mit unfren besten heimischen Anleihen wie eine viel schlechtere geworden ist. Aehnlich traurig liegen die Verim Vergleich mit andren guten amerikanischen Bonds wir erhältnisse an den übrigen Arbeitspläßen der Unterivefer. In ihrem innern nur an die vierprozentigen San Louis und San Francisco Bonds viel zu hoch." Das ist alles ein interessanter Beitrag zum Kapitel: Rapital und Breffe. Allein schon, daß es sich um eine deutsche Gesellschaft, um deutshes Kapital handelt, genügt in diesem Fall der Handelspreffe, eignen Interesse warnen wir die Arbeiter allerorts davor, dem Liebesdie erwähnte Gründung als nationale That zu feiern. Zwar findet werben des Arbeitgeberverbandes Unterteser" Gehör zu schenken und man in den betreffenden Artikeln nebenbei noch allerlei energische nach hier zu kommen, da bei den oben veröffentlichten Zahlen es Weigerungen gegen amerikanische Monopolbestrebungen; aber auch aussichtslos ist, hier sobald lohnende Beschäftigung zu finden, die hier liegt nicht etwa, wie naive Gemüter annehmen könnten, der Lebens- und Wohnungsverhältnisse am Plaze aber die denkbar teuersten sind. Wir haben schon Protest- und Arbeitslosen- Versamms Nahdruck auf dem Worte, Monopol", sondern lediglich auf dem Der japanisch- russische Krieg und die Börse. lungen abgehalten. Weiter sind Eingaben an den Stadtrat von Wort amerikanisch". Gegen deutsche Monopolbestrebungen, Die Meldung von dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen Bremerhaven, die Magistrate von Lehe und Geeftemünde ergangen, migen sie auch den deutschen Konsum und die deutsche Industrie zwischen Rußland und Japan hat heute an allen großen europäischen die letzteren haben uns mit einer Antwort beglückt, die besagt, daß utgleich härter treffen, haben die meisten jener Blätter absolut nichts Börsen zu starken Kursfällen der Staatspapiere geführt, besonders es nicht schön ist, zu dem Heer der Arbeitslosen immer neue Scharen einzuwenden, wie sie denn auch nicht nur die Praktiken des Rheinisch natürlich der russischen und japanischen Papiere. In London heranzuziehen, erklären sich aber außer stande, um hier einzugreifen, nestfälischen Kohlensyndikats ganz gerechtfertigt finden, sondern auch schwankte der Kurs der vierprozentigen Japaner längere Zeit außerdem ist ihnen noch nicht einmal bekannt, ob überhaupt Arbeits in den letzten Monaten Tag für Tag in der unverfrorensten Weise zwischen 66 bis 70 Broz., hielt sich dann zum Schluß aber auf 68 Proz. geber von fraglichen Städten in dem Arbeitgeberverband find, trozs für das geplante Stahlwerks- Kartell agitiert haben. In Paris fiel die vierprozentige ruffische Staatsanleihe auf 93, während dem es die Spaßen von den Dächern pfeifen. Der Stadtrat von Doch nicht immer ist die liberale Börsenpresse patriotisch und die breiprozentigen Anleihen, die am Sonnabend noch 793, notiert hatten, Bremerhaven, der Stadt, wo die Streifbrecherbureaus domizilieren, national; wenn es im Interesse ihrer Gönner von der hohen Finanz auf 75 Broz. geworfen wurden. Auch hier in Berlin begann die Börse hat bis jekt überhaupt nicht geantwortet. liegt, macht sie auch zur Abwechslung in Kosmopolitismus, sogar in da man in Anbetracht der trüben Finanzlage Rußlands und Frank Amerikanismus. Ein solcher Fall läßt sich gerade jegt wieder reichs noch immer auf einen Ausgleich der Streitigkeiten im fernen konstatieren, wo die Hochfinanz dabei ist, das deutsche Publikum für Osten gerechnet hatte, mit einer allgemeinen Baisse, die indes amerikanische Eisenbahn- Obligationen recht fragwürdiger Qualität zu weniger aus einem überstarken Angebot als aus einer völligen interesseren. Besonders handelt es sich um die vierprozentige Burückhaltung der Käufer entſprang. So erlitten die Aktien Refunting Mortgage Gold Bonds der Long Jsland Railroad der hiesigen großen Banken gleich bei Beginn der Börse mehr Company, von denen zur Zeit die Diskonto- Gesellschaft im Verein mit prer Filiale, der Norddeutschen Bank in Hamburg und des Banklaufes M., M. Warburg u. Co. für 10 Millionen Dollar eingeeilt in 7500 Bonds a 1000 Dollar und 5000 Bonds a 50 Dollar- zum hohen Zeichnungskurs von 99,60 Proz. auf dem deutschen Markt abzuseßen sucht. prozentige Kursstürze, z. B. die Deutsche Bank um 5 Broz., Distonto- Gesellschaft um 3% Proz., Dresdner Bant um 6 Proz., der Schaaffhaufensche Bankverein um 32 Broz. Ein nicht minder starker Rückschlag machte sich auf dem Montanmarkte geltend, die Aktien der Laurahütte büßten zum Beispiel 5%, des Gelsenkirchener Bergverks 51, der Hibernia 7, der Harpener Bergwerks des Gesellschaft 5/4 Bochumer Vereins 8 Proz. ein. Die vierprozentigen russischen Anleihen und die russischen Eisenbahnprioritäten, für die offiziell erste Kurse nicht festgestellt worden, fielen im Markte um 2 bis 2% Proz., während gleich zu Beginn die Aktien der Russenbank auf 1232 fanten, also beinahe 9 Proz. einbüßten. Selbst die breiprozentige deutsche Reichsanleihe und die Die Long Island Railroad Company gehört zu den mit am höchten verschuldeten amerikanischen Eisenbahn- Unternehmungen; das Attentapital beträgt 12 Millionen Dollar, die Bondsschuld stellte fich nach dem Prospekt am 30. September vorigen Jahres auf 21,77 millionen Dollar, die Bondsschuld der von der Long Island Milroad Co. gepachteten Eisenbahnlinien auf 4,48 Millionen Tollar. Von diesen sind 4,18 Millionen Kapital wie Zinsen preußischen Konsols verloren 90 Pf. durch die Long Jsland R. N. Co. garantiert, ferner hat sie für '82 500 Dollar eine jährliche Dividenden- Garantie von 38 462 Dollar ibernommen. Die gepachteten Bahnen tragen eine hypothetarische Belastung von nicht weniger als 41,38 millionen Dollar, und die unbeglichenen Rechnungen hatten nach der Bilanz vom 30. Juni vorigen Jahres die Höhe von 34,66 Millionen Dollar erreicht. Dividenden hat die Long Jeland R. R. Co. benn auch schon seit acht Jahren nicht mehr verteilen können, während ihre Passiva stetig anschwollen. Sie hat sich deshalb bei ihren früheren Bondsausgaben mehrfach schon zu 5 und sogar 7 Proz. Zinsen verstehen müssen. Bon den neuen vierproventigen Refunding Mortgage Gold Bonds werden für 45 Millionen Dollar ausgegeben, die im Range der cben genannten Bondsschuld nachstehen, also minderer Güte find. Allerdings sollen von diesen 45 Millionen etwa 26,6 Millionen zum Rüderwerb der früher ausgegebenen Bonds dienen, doch kann diese Konvertierung der alten Bonds in neue nicht zwangsweise vor genommen werden. Nur ein Teil von rund 6,8 Millionen Dollar fann gekündigt werden; betreffs des übrigen Teils steht es ganz im Belieben der Bondsbesitzer, ob sie ihre höher verzinslichen Bonds behalten oder umtauschen wollen. Soweit fie nicht auf die Konversion eingehen, behalten ihre Bonds das Vorrecht vor den neuen Mortgage Bonds. Auch auf dem Caffamarkt wurden eine Reihe Karse geworfen, vielfach um mehr als 10 Proz. Dagegen hatten an der Produktenbörse die Nachrichten aus Petersburg und London ein Steigen der Preise für Weizen, Roggen und Hafer um 2-3 M. pro Tonne zur Folge, da man in den beteiligten Streifen damit rechnet, daß infolge des Krieges die Getreide- Ausfuhr aus Rußland abnehmen und zugleich die Preise für amerikanischen Weizen und Hafer steigen werden, weil den Bereinigten Staaten von Amerika in erster Linie die Verproviantierung Japans mit diesen Cerealien zufallen dürfte. - Wir sehen also, daß von dieser Seite ein Einschreiten gegen die standalöse Heranziehung immer mehr Arbeitsloser nicht zu erwarten ist. Dieserhalb wenden wir uns im vorstehenden an sämtliche Gewerkschaftskartelle, Partei- und Gewerkschaftsblätter Deutschlands mit der dringenden Bitte um möglichste Verbreitung dieser Thatsachen. Die Vorstände der Gewerkschaftskartelle ermächtigen wir, sollten in nächster Zeit durch Inserate oder Plakate Arbeitskräfte vom Arbeitgeberverband nach hier gesucht werden, auf unsre Kosten im Inseratenteil einer geeigneten Zeitung durch Veröffentlichung obiger Zahlen die Arbeiterschaft vor einer Reise nach hier zu warnen, denn was dieselben hier erwartet, ist alles andre als beneidenswert. Lehe/ Bremerhaven, im Februar 1904. Mit Parteigruß Das Gewerkschaftskartell Bremerhaven und Umgegend J. A.: Wilh. Angeloh, Lehe, Weserstr. 23. Berlin und Amgegend. Eine Organisation der Zuschneider Berlins, die auf dem Boden Zur Zeit der modernen Arbeiterbewegung steht, wird angestrebt. eristieren hier drei getrennte Gruppen der Branche, die man zu einem Verband vereinigen will. In einer außerordentlichen Versammlung der Zuschneider- Vereinigung Berlins wurde der Vors schlag gemacht, aus allen drei Gruppen eine vorbereitende Kommission zu wählen, deren Beratungen als Grundlage für eine Vereinigung derselben dienen sollen. Später wird dann eine gemeinsame öffentliche Versammlung endgültig über die Frage Beschluß fassen. Deutfches Reich. Ein Sängerstreit in Aachen. Im Aachener Stadttheater kam es jüngst zu einem Streit der Chorsänger. Die Direktion des Theaters veranstaltet von Aachen aus auch Kunstfahrten in be= nachbarte Orte, für die natürlich dem Personal eine besondere Entschädigung gezahlt werden muß, da dasselbe in solchen Fällen auch besondere Auslagen hat, seine Mahlzeiten in Wirtshäusern nehmen, eventuell auch Logiskosten bezahlen muß usw. Die Höhe dieser Entschädigung war indes nicht vorgesehen. In einem Falle zahlte die Direktion dem Chorpersonal Diäten von 3,50 M. für die Fahrt nach M.- Gladbach, womit die Leute jedoch nicht zurecht komen. Bei einem zweiten Abstecher nach Krefeld verlangten sie 5 M. pro Person, und nun kam es zu dem Streit, den wir, um jedem Vorwurf der Parteilichkeit von vornherein borzubeugen, nach dem Briefe eines Vertreters der Direktion an die Allgemeine Deutsche Chorverbands= Beitung" schildern wollen. Es heißt in demselben: 11 " Der Stahlwerks- Verband ist nach vielen Jrrungen nun doch zu ftande gekommen; allerdings nicht in der Ausdehnung, in der er anfangs geplant worden. Eine Reihe der größten Werte bleibt ihm fern, boch ist es immerhin den um jeden Preis zur Gründung entschlossenen 15 Werken gelungen, aus dem Lager der Schmollenden noch fünf Firmen zu sich herüberzuziehen, so daß an dem Zusammenschluß jetzt 20 Werte beteiligt sind, nämlich: Aachener Sütten- Aktienverein„ Rote Erde", Deutscher Kaiser, Gutehoffnungshütte, Hörder Verein, Eisen- und Stahlwerk Hösch, Rheinische Stahl werke, Dortmunder Union, Burbacher Hütte, Röchlingsche Eisen- und Stahlwerke, Rombacher Hüttenwerte, Gebr. Stumm, De Wendel, Am Tage des Abstechers kam ein Schreiben, daß sich die Peiner Walzwerk ,. Deutsch- Luxemburgische Bergwerks- und HüttenChordamen und Herren( mit einigen Ausnahmen) weigern, Aktiengesellschaft, Düdelinger Eisenhütten- Aktienverein, Magimiliansnach Krefeld zu fahren, falls sie nicht sofort gleichzeitig mit der Unter diesen Umständen dürften sich wohl nur ganz wenige naive hütte, Lothringer Hüttenverein Aumetz- Friede, Dillinger Hüttenwerke, Fahrkarte die Diäten von 5 M. ausbezahlt bekommen. Se I 6 st= Hasper Eisen- und Stahlwerke, Eisenwerk Krämer. Diese 20 Werte Seelen zur Anlegung ihres Geldes in den neuen bierprozentigen beschlossen, den Verband zu bilden und die Konstituierung am 24. verständlich that" Herr Direktor dies nicht. Nachmittags 2 1hr 18 war die Abfahrt nach Krefeld, die Chorsänger hatten sich Werten, gefunden haben besonders nicht bei einem Einsaß und 25. Februar vorzunehmen. Die Forderungen von Krupp und in einem Wirtslokal in der Nähe des Bahnhofes versammelt und furs von 99,60 Prozent. Die Long Jsland N. St. Co. läßt Phönig wurden einstimmig als unangemessen hoch bezeichnet und abließen nochmal Herrn Direktor, welcher am Bahnhofe war, sagen, deshalb ihre neuen Obligationen durch die Pennsylvania- Eisenbahn gelehnt. Die Verhandlungen mit den übrigen rheinisch- westfälischen er solle in das Wirtshaus sofort die beanspruchten 5 M. und die garantieren. In den meisten Blättern wird diese Garantie als eine Werken sollen unverzüglich aufgenommen werden; auch sollen bis Fahrkarte jedem schicken, was Herr Direktor selbstverständ durchaus sichere hingestellt; thatsächlich aber gehört eine starte Dofis zur nächsten Hauptversammlung Vorschläge ausgearbeitet werden, lich wieder nicht that und kein Direktor der Welt gethan hätte. bon Unkenntnis oder Optimismus dazu, eine solche Sicherheit zu auf Grund deren der Beitritt der oberschlesischen Gruppe angestrebt Die Abfahrt erfolgte schließlich ohne die nun offiziell streikenden Damen und Herren vom Chor. Unter Führung des Herrn Scafa behaupten. Das emittierte Aftientapital der Pennsylvania Railroad werden solle. Preußische Pfandbriefbant, Berlin. Der Jahresbericht weist begab sich eine Deputation zu Herrn Bürgermeister, welcher dieCo. betrug am 30. November v. J. 296,4 Millionen Dollar, die selben abweislich beschied." fundierte Schuld 115,6 Millionen Dollar. An Dividenden find von eine nicht unbeträchtliche Ausdehnung der Geschäfte nach. Im 1894-99 alljährlich 5 Broz., in den legten Jahren jedoch 6 Broz. Hypothekengeschäft wurden 29 346 800 M.( i. 23. 22 788 000 2.) neu Das„ Selbstverständlich" in der Ablehnung jeder Forderung verteilt worden. Das erscheint ganz paffabel; es tommt aber hierbei abgeschloffen und 8 829 800 M. prolongiert. Zur Auszahlung tamen ist töstlich. Auch die Herren Kunstindustriellen, die sich Theaters in Betracht, daß die Jahre seit 1898 infolge der amerikanischen Hoch- pochelen begudezabit juben 4709 800 M., so baß der Direktoren nennen, handeln nach dem berühmten Unternehmerinert tonjunttur ganz besonders günstig für die amerikanische Eisenbahnen Gesamtverkauf an Bfandbriefen über den Rückauf hinaus belief Schroetter nach der" Chorverbands- Zeitung" mit diesen Abstechern gewesen sind, vor allem für jene Bahnen, denen, wie der sich auf 26 367 500 Mart. Bon 31% prozentigen und 33% prozentigen in einer Saison ca. 16 000.! Bennsylvania Railroad Co., der Gütertransport in den Hauptrevieren mündelsicheren Kommunalobligationen wurden per Salbo 10564 200 m. Uebrigens fanden sich auch in diesem Falle Streifbrecher". begeben. Der Bestand an Darlehnsforderungen ist um 30 691 000 m. Vier Herren und drei Damen vom Düsseldorfer Stadt= der amerikanischen Eisenindustrie zugefallen ist. Immerhin tönnte die Garantie als sicher gelten, wäre nur nicht die gegen 20 524 600. im Vorjahre, der Umlauf an Emissionspapieren theater bilbeten an Stelle der streitenden Aachener Künstler den Chor im Heimchen am Herd". Bennsylvania- Bahn anderweitig in höchstem Maße finanziell engagiert, um 35 039 800 m. gegen 16 008 700 M. gestiegen. ein Punkt, der sowohl im Prospekt der Banken, als in den Aeußerungen 1864 277 Mart im Vorjahre, bon dem nach Abzug verschiedener Bergleute bestehen darin, daß dieselbe die alte Schicht bis zum Der Reingewinn beläuft sich auf 1 889 313 Mark gegen Die Zugeständnisse der ,, Gute Hoffnungs- Hütte" an die streifenden der Presse mit Stillschweigen übergangen wird. Ende 1902 besaß Rückstellungen eine Dividende von 7 Proz. zur Verteilung gelangt. 31. März weiter bestehen läßt. Während dieser Zeit soll bei der z. B. die Bahn nicht weniger als 67 Proz. des sich auf 48 Millionen Dollar belaufenden Aktienkapitals der von ihr abBergbehörde der Antrag gestellt werden, daß die jetzt eine Stunde behängigen Pittsburgh, Cincinnati, Chicago und St. Louis Railway Co., tragende Seilfahrtauf, Bonderort" auf 3/4 Stunden verkürzt werden darf. Wird dieser Antrag genehmigt und läßt sich die Abkürzung der Seildie in den letzten Jahren trop des Aufschtvunges des amerikanischen fahrtszeit auf 3/4 Stunden auf Grund dieses genehmigten Antrages Wirtschaftslebens, auf ihre Vorzugsattien nur 2 Proz. Dividende berteilt hat, auf ihre Stammattien durchweg nichts. Außerdem aber Wie der hier nie gekannte Buzug von Arbeitern aus allen auch durchführen, dann tritt vom 1. März 1904 auch dieselbe Schicht hat die Bennsylvania Railroad Co. die Garantie für 25 Millionen Gauen Deutschlands beweist, ist die aller Menschlichkeit Sohn zeit und Seilfahrtszeit auf Vonderort" wie auf„ Oberhausen" I/ II Dollar 4prozentige Goldbonds und für 75 Millionen Dollar sprechende Werbearbeit des Arbeitgeberverbandes Unterweser" in( Rönigsberg) ein. Läßt sich diese Abkürzung der Seilfahrtszeit that Consolidated Mortgage Bonds der genannten Bahn übernommen. Den iveitaus meisten Fällen von Erfolg. Derselbe sucht fortgefeht sächlich nicht durchführen, dann tritt vorläufig, und zwar bis die Hinzu kommt noch, daß die Pennsylvania- Bahn nach Mitteilungen in allen Teilen Deutschlands Arbeitskräfte nach den Arbeitsplägen neuen maschinellen Anlagen auf" Bonderort" in Betrieb treten( etwa Gewerkschaftliches. An die Arbeiterschaft Deutschlands. Der vom„ Herr im Hause sein". 22 Dabei verdient Herr Direktor nach drei Monaten), mit Wirkung vom 1. März 1904 ab diejenige Schichtzeit und Seilfahrtszeit in Kraft, welche jetzt schon mit Geltung vom 1. Februar 1904 in Aussicht genommen war. Mit Inbetriebnahme der neuen maschinellen Anlagen auf ,, Bonderort" wird die Seilfahrtszeit auf 4 Stunden und dementsprechend der Anfang und das Ende der achtstündigen Schicht(§ 7 Absatz 1 Ziffer 1 der geltenden Arbeitsordnung) geregelt werden, so lange sich diese Dauer der Seilfahrtszeit mit dem Bedürfnis deckt. Damit ist der Kampf zu Gunsten der Arbeiter entschieden. Verbollständigt wird der Erfolg dadurch, daß die Kommission auch für die Zukunft anerkannt wird und Beschwerden vermitteln und Vorschläge zur Abhilfe machen soll. Die Direktion erklärt, daß Maßregelungen ausgeschlossen seien. Am Sonnabend sah die Lage sehr bedenklich aus. Ohne Zugeständnisse der Direktion war zu befürchten, daß etwa 40 3edhjen der Umgegend von Oberhausen sich der Bewegung anschlossen. Das schnelle Eingreifen der Bergbehörde bildet einen erfreulichen Gegensatz zu dem Verhalten der sächsischen Behörden in Crimmitschau. Nachklänge von Crimmitschau. Der bekanntlich unpolitische" töniglich sächsische Militärverein fah seiner Zeit ruhig mit an, daß die ihm angehörigen Fabrikanten feine Mitglieder mit der Masse der übrigen Spinner und Weber aussperrte. Als dann die Fabrikanten die Fabriken wieder öffneten, berlangte er von seinen ausgesperrten Mitgliedern die bedingungsLose Wiederaufnahme der Arbeit. Jetzt schließt er diejenigen als Socialdemokraten aus, die dieser tapferen Parole seiner Zeit nicht Folge leisteten. Das Vorgehen der Fabrikanten gegen den Tegtilarbeiter Verband übersteigt mit der Zeit das Maß dessen, was man noch in parlamentarischen Formen kritisieren kann. So ging der Leitung des Verbandes in Crimmitschau folgendes Schriftstück zu: Crimmitschau, 2. Februar 1904. Spinner- und Fabrikantenverein Crimmitschau. Ortsgruppe Crimmitschau des Verbandes bon Arbeitgebern der sächsischen Textilindustrie zu Chemniz. Herrn Albin Hecht, hier. Hierdurch teilen wir Ihnen mit, daß die Quittungsbücher Her Arbeiter von morgen, Mittwoch, vormittag ab Ihnen zum Aufkleben der fehlenden Marken und Bescheinigung des Austritts durch die betreffenden Firmen nach und nach vorgelegt werden. Die Bücher werden als Eigentum der Arbeiter betrachtet und müssen uns zurückgebracht werden, um sie zur Verfügung der betreffenden Arbeiter halten zu können. Achtungsvoll Der Vorstand des Spinner- und Fabrikantenvereins Lukas Schmidt, Vorsitzender. Der Vorstand des Textilarbeiter- Verbandes hat sich darauf jede Einmischung der Herren in seine Geschäftsführung verbeten. Die Herren dürften denn doch zu schwach sein, dem Verband das steife Rückgrat zu brechen. Husland. " = Lokales. Reichstags- Abgeordneter Rosenow+. Für die Zustände in dem städtischen Institut ist der Vorfallaber bezeichnend und unwillkürlich erhebt sich die Frage, warum inmer nur dort und fast nie im Asyl des Asylvereins in der Wiesenstaße Parteigenossen Emil Rosenow erfolgt Mittwochnachmittag 3 Uhr straße geht alles in Ruhe und Ordnung zu; in das städtiſche ſyl Die Beerdigung unsres so plöglich aus dem Leben geschiedenen unter den Obdachlosen Ausschreitungen vorkommen. In der Wienauf dem neuen Gemeindefriedhof an der Magstraße in Schöneberg die Schilderungen unsrer Parteigenossen Augustin und Hoffman dagegen kann ein noch nicht gänzlich verkommener Obdachloser, vie und zwar von der Leichenhalle dieses Friedhofes aus. Auswärtige zeigen, sich nur mit Grauen hineinwagen. Der hier mitgeteilte VrParteigenossen seien darauf aufmerksam gemacht, daß der Friedhof gang spricht vor allem dafür, daß die Geschlechtskrankenſtation ais gegenüber der Südringbahnstation Ebers straße liegt. dem Obdachlosen- Asyl entfernt werden muß. " Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Berliner Straßenreiniger. Der Verein ehemaliger Heilstätten- Pfleglinge schreibt uns: Unter der Stichmarke„ Heilstätten- Pfleglinge, Geisteskranke und Social Vermehrung des Reinigungspersonals zur Folge. Während für das auf eine von uns am 17. Januar in den Vorwärts" eingerüdte Das gewaltige Wachstum der Stadt Berlin hat eine ständige demokratie" brachte die" Post" in ihrer Nr. 34 einen Artikel, der sich Etatsjahr 1902 benötigt wurden 113 Vorarbeiter, je 602 Arbeiter Anzeige bezog. Der in diesem Inserat angekündigte Maskenball ererster und zweiter Lohnklasse, 70 Arbeiter dritter Lohnklasse und schien der Phantasie des Scharfmacherblattes als ein bestialisches 379, Arbeitsburschen, zusammen 1766 Personen, ist für 1903 das Wüten gegen unsre eigne Gesundheit, als eine Drgie, auf welche hin, Personal um 20 Vorarbeiter, 10 Arbeiter und 38 Arbeitsburschen wie die" Post" sich ausdrückte, wir ins Gras beißen müßten. Das vermehrt worden. An Löhnen sind dafür 2219 789 M. oder Blatt mag die fürzlich aus dem Kölner„ Gürzenich" geschilderten Vcr101 794 M. mehr wie im Vorjahre eingestellt. Die Lohnfäße gänge vorgeahnt haben; bei uns stehen nach dem von uns abgehaltenen betrugen für die ältere Hälfte der Vorarbeiter 4,25 M., für die zahmen Bergnügen die Dinge so, daß noch kein Vereinsmitgled jüngere Hälfte 4,00 M.; Arbeiter der ersten Lohntlasse erhielten der" Post" den Gefallen gethan hat, das Zeitliche zu fegnen. Ueler3,75 M., der zweiten 3,50 M., der dritten 3,00 M. Die älteren Arbeits- haupt ist es eine närrische Annahme, daß der Zweck unfrer Vereinsburschen werden mit 2 M., die jüngeren mit 1,75 M. entlohnt, während die gründung das Tanzen sei. im Hauptdepot vorhandenen Handwerker 4,25 M. erhalten. Wir haben aus unsrer Tasche sdon Kleidung wird gewährt alle acht Monate Drillichrod, Drillichhose, fortfahren, unbekümmert darum, ob das Scharfmacherblatt albeme An häufig bedürftige Mitglieder unterstützt und werden in diesem Wiren Tuchmüze und Halsbinde und alle 12 Monate ein Gummifragen und Entrüstung markiert. Wenn dies Blatt aber nun einmal meint, diß für die Wintermonate eine Hofe aus englischem Leder. Die es berufen fei, Tugend und Enthaltsamkeit zu predigen, so möge es Arbeitszeit war, wie der Geschäftsbericht hervorhebt, in der sich in solchem Thun zunächst bei der ihm näher stehenden golden Regel eine a cht stündige. Bezüglich des Ruhegeldes ist Jugend versuchen und erst, wenn es den letzten verbummelten insofern eine wesentliche Veränderung eingetreten, als durch Beschluß Studenten bekehrt hat, bei der Arbeiterschaft mit dem Moralprediger der Gemeindebehörden angeordnet ist, daß auf Antrag Ruhegeld beginnen. Empfängern, denen die vollen Bezüge durch die Bestimmungen des § 48 des Invalidengefezes nicht gewährt werden können, als Er= Ein Straßenbild. Am Sonntag fuhr in der zweiten Nachmittags gänzung eine laufende Unterstützung bis zur Höhe der stunde ein Brauerwagen die Charlottenburger Chaussee unte: begeschehenen Kürzung und jedesmal auf eine begrenzte Zeit zu be- denklichen Umständen hinunter. Sowohl der Kutscher als der Mitwilligen. Es steht zu hoffen, daß die Gemeindebehörden diesen fahrer waren schwer betrunken und schliefen auf dem Bock. Jeden anerkennenswerten Beschluß auch auf die übrigen Arbeiter Augenblick schien es, als ob sie herabstürzen würden. Das Publikum der städtischen Betriebe ausdehnen, wie denn überhaupt nur gewünscht machte einen Schuhmann auf die Gefahr aufmerksam und der Beante werden kann, daß sich die andern Verwaltungen in der Arbeiter- schritt mit der imponierenden Ruhe, die einen Schußmann aisfürsorge die Straßenreinigung zum Vorbild nehmen. Die Direktion zeichnet, auf das Gefährt zu. Inzwischen aber hatte schon ein Midder Gaswerke hat die überaus berechtigte Forderung ihrer Betriebs- fahrer den Bierwagen angehalten. Auch der Schuhmann erreite arbeiter auf Verkürzung der Arbeitszeit abgelehnt, und das aus Gründen, allmählich den Wagen und ergriff nun die am Boden liegerde. die jeder Berechtigung entbehrten. Für die Straßenreinigung bildet die Leine, um das Fuhrwert nach der nächsten Polizáachtstündige Arbeitszeit bereits die Regel. Den Kanalisations- station zu bringen. Obgleich ein Herr aus dem Publikum dan arbeitern hat man, trotz des Versprechens des Magistrats, auf Beamten darauf hingewiesen hatte, daß es notwendig sei, de einen dahingehenden Wunsch überall Arbeiter- Ausschüsse zu errichten schlafenden Bierfahrer zu weden, damit sie die Gefährlichkeit der und trotzdem die Arbeiter über ein Jahr darum bitten, bisher keinen Situation begreifen lernten, ließ der Mann die Leute ruhig weite: Ausschuß gewährt, den Ausschuß der Straßenreiniger dagegen hat schlafen. Bald trat denn auch ein, was befürchtet worden war: der man was auch den Intentionen des Gesetzgebers entspricht Kutscher fiel vom Bock herab und kam zwischen Wagen und Pferd fogar den Entwurf einer Arbeitsordnung beraten lassen. Hier also zu liegen. Zum Glück waren die Verlegungen beim Fall gering und die Anfänge socialpolitischen Verständnisses, während dort noch jede der Betrunkene konnte wieder auf den Wagen geladen werden. Als socialpolitische Regung vermißt wird. Trotzdem auch noch für die das Fuhrwerk vor der Polizeiwache hielt, begaben sich einige Pers Arbeiter der Straßenreinigung viel zu thun bleibt, kann man sie in fonen mit nach oben, um die näheren Umstände der Angelegenheit den städtischen Arbeitern" bezeichnen. Das bedeutet für die Stadt Bezug der Arbeitszeit und Löhne fast als die" Aristokraten unter zu Protokoll zu geben. Berlin kein Lob. Die Differenzen in der Diamantindustrie entwickeln sich, wie es scheint, jetzt doch zu einem ernsten Kampf. Wie aus Vom Schicksal ereilt wurde das„ zärtliche Ehepaar", das hier Antwerpen berichtet wird, haben die Juweliere dort in ihrer in Berlin auftrat und zuletzt in Charlottenburg ein gemietetes Versammlung am Freitag einen Antrag, mit der Arbeiterorganisation Was Straßen kosten. In der Zeit vom 1. Oftober bis 31. De- Bimmer zur Nachtzeit ausräumte. Der Mann gab sich als Monteur weiter zu verhandeln, abgelehnt und beschlossen, am Montag zeber 1903 find vom Magistrat auf Grund von Beschlüssen oder aus und hatte nach langer Trennung den Besuch der liebenden Lehrlinge in die Fabriken zu bringen. Damit richterlicher Entscheidung nicht weniger als 681 432 M. für Straßen- Gattin aus Bernburg erhalten. Von hier hatten sich die Liebesleute ist der Krieg erklärt. Auch wurde eine Delegation ernannt, land gezahlt worden. Für die Abtretung von 1253 Quadratmeter nach Magdeburg und dem nahen Burg begeben. Hier wurden fie, die das Rohstoff- Syndikat in London ersuchen soll, keinen rohen Terrain Alexanderstr. 12, das zum Teil zur Verbreiterung der als man ihnen auf Grund einer Zeitungsnotiz scharf auf die inger Grundstoff mehr auf den Markt zu bringen. Alexanderstraße gebraucht wird, sind den Lessingschen Erben sah, bei einem Diebstahl abgefaßt. Wie hier in Berlin gleid anDie Streitbrecher von der Hafenarbeiter- Aussperrung in 577 055 M. gezahlt worden, nachdem im Enteignungsverfahren genommen wurde, ist es kein Ehepaar, vielmehr der Arbeiter Mitow Stockholm haben sich jetzt, wo die Unternehmer sich nach Abschluß der Preis für das Straßenland festgesetzt worden war. Für und die unverehelichte Albrecht, seine Braut. Beide haben eine An des neuen Tarifvertrages mit ihren alten Arbeitern genötigt sehen, die Abtretung von 79 Quadratmeter Straßenland vom Grundstückzahl Diebereien eingeräumt. sie zu entlassen, eine eigne Organisation gegründet, einen Ver- Alexanderstraße 12 a mußten nicht weniger als 64 455 Mark Den Absatz von Damenwäsche versuchten gestern zwei finge trauensrat gewählt und beschlossen, einen Arbeitsnachweis zu er- gezahlt werden. Für die Erwerbung von 90 Quadratmeter Straßenrichten. Der Vertrauensrat soll an die nichtsocialistischen Arbeit- land Potsdamerstraße 30/ 30a find dem Eigentümer, der rund Burschen in der Volksküche am Bahnhof Börse. Dort hielten sich geber mit der Bitte um Unterstützung herantreten". 94000 Mart forderte, durch Urteil des Kammergerichts nur unerkannt mehrere Polizeibeamte auf, die den mit G. S. und L. S. Hinter dieser Streifbrecher- Organisation stehen offenbar eine Anzahl 8100 M. zugesprochen worden, wovon rund 4000 M. auf die Straßen- gezeichneten Vorrat sowie eine wollene Jacke mit dem Zeiden Schiffsreeder, die vielleicht die Absicht haben, einen neuen Konflitt bahn entfallen. Die Stadt hat mit den Zinsen etwa 6400 M. zu" Jäger früh auf Garde- Jägerbataillon 1. Kompagnie" an sich heraufzubeschwören. In einigen bürgerlichen Blättern sucht man zahlen, spart also in diesem Falle. Jandorf u. Co. bernahmen. Hinsichtlich des rechtlichen Erwerbes der Sachen, die de Mitleid wachzurufen für die braven Arbeitswilligen, die nun, nach- angten für 64 Quadratmeter Straßenland in der Bellealliance- jungen Leute gekauft haben wollen, bestehen Zweifel. Desweger dem sie den Unternehmern zehn Monate lang mit Hundetreue ge- straße 1/2 nicht weniger als rund 42000 m. Durch Urteil des werden die Eigentümerinnen etwa gestohlener Wäsche gebeten, ihr dient haben, wieder ihrer Wege gehen müssen. Sie haben aber, Kammergerichts wurden der Klägerin, die ihren Anspruch an den Ansprüche im Zimmer 36 des Polizeipräsidiums geltend zu machen wie die Unternehmer selbst behaupten, während der ganzen Zeit gut Baumeister Fr. Flatom abgetreten hatte, nur 2000 m. zugesprochen. verdient, da für die unzureichende Zahl von Arbeitswilligen fast In diesem Falle hat die Stadt rund 40 000 m. gespart. Sammlerfleiß. Nach langjährigen Diebereien wurde in seiner immer mehr als genug Arbeit vorhanden war und sich die ArbeitsWohnung in der Keibelstraße der Geschäftsführer Julius F. ber Lofigkeit, unter der die Hafenarbeiter sonst jedes Jahr während diesem Jahre zu den bestehenden öffentlichen Normaluhren noch lung in der Leipzigerstraße ein und arbeitete sich zum Geschäftsführer Neue Normaluhren. Der Berliner Magistrat beabsichtigt in haftet. Er trat vor 18 Jahren als Lehrling bei einer Kunsthandmehrerer Monate zu leiden haben, nur wenig fühlbar machte. 17 neue Uhren in den verschiedenen Stadtteilen aufstellen zu lassen. empor. In dem Geschäft wurden fortdauernd Diebstähle an der Die Kosten für die Errichtung und Herstellung der Uhren sind zum Kasse und an Kunstgegenständen ausgeführt, ohne daß der Thäter Teil schon am 10. Mai 1900 von der Stadtverordneten- Versammlung ermittelt werden konnte. F. verdächtigte stets die Angestellten des bewilligt und mit 45 000 m. in den Etat eingestellt. Die Gesamt Geschäfts, und dabei blieb es. Eine Kassiererin, bei der die fosten sind mit 78 000 m. veranschlagt, so daß noch 33 000 m. in Kontrollfasse einmal nicht stimmte, hegte Verdacht gegen den Ge den Etat für 1904 eingestellt werden müssen. Der Stadtverordneten- fchäftsführer und stellte ihm eine Falle, indem sie ein gezeichnetes Versammlung wird hierüber noch eine ausführliche Vorlage zugehen. Zwanzigmarkstück in die Kaffe legte. F. konnte nicht widerstehen und wurde auf diese Weise entlarvt. Nach der Festnahme wurde bei ihm aussuchung gehalten. Dabei wurden in Risten berpadt viele ge stohlene Kunstsachen im Wert von 8000 M. zu tage gefördert. Er räumte ein, daß er seit zwölf Jahren insgesamt etwa 600 solcher Diebstähle ausgeführt habe. Die Maler in Göteborg befinden sich in einer Lohnbewegung. Die Meister haben die Vorschläge zu einem neuen Tarifvertrag abgelehnt; die Gehilfen haben jedoch beschlossen, ihre Forderungen aufrecht zu erhalten und den Meistern anheimgestellt, Delegierte zu einem Verhandlungskomitee zu ernennen. Landgerichtsrat Hermann Krecke ist in ziemlich jungen Jahren Bei der Charlottenburger Gewerkschafts Kommission gingen für die ausgesperrten Crimmitschauer Zegtilarbeiter plöglich verstorben. Dieser preußische Richter verdient in unsrer Zeit folgende weitere Beiträge ein: um deswillen hohe Beachtung, weil er eine durchaus selbständige A. Auf Listen gesammelt: Maurer durch Wille 4,10. Bautischlerei und vornehme Natur war und Anschauungen zu vertreten wagte, Staller 7, Dieb, Progreß Charl. 22,30. Bautischlerei Staller 6, Ges. mit denen er unter seinen Berufsgenossen ziemlich allein stand. Er d. Miffal 4,90. Ges. b. Rumor 10,95. Bimmerer b. Wilke 5,- Maler d. war Anhänger der Freilandbewegung, stand auch dem Oberst- Ein tragischer Borfall hat sich Sonntag in Wilmersdorf Schubert 6,90. Bimmerer und Maurer d. Photogr. Gesellschaft Stegliz 8,70. lieutenant v. Egidh sehr nahe und scheute sich nicht, für seine Jdeen ereignet. Jm Quergebäude des Hauses Uhlandstr. 70 wohnt die Senete, Silvesterfeier 8,25. Arbeiter d. Firma D. Grove 23,85. Gef. d. in öffentlichen Bersammlungen einzutreten. Grund genug, ihm bei junge Witwe Prochnow mit ihrem elfjährigen Söhnchen. Die Frau Bergemann 6,65. Gef. d. Krüger 12,90. Schmiede d. Menge 15,85. Bau der Regierung und damit auch unter seinen wohlgesinnten Kollegen war als ruhige und fleißige Person im Hause, in dem sie schon tischlerei Staller 5,50. Maler d. Drömert 13,40. Ges. d. Grieger 5,50. Maler d. Flemming 3,10. Maler d. Feige 5,35. Gef. d. Diek 6,50. Gei eine so bedenkliche Nummer zu geben, daß seiner Zeit fogar bon lange wohnt, bekannt. Mit ihrem Schlafburschen unterhielt sie ein d. Brussetis 5,40. Bimmerer d. Scheible 1,- Gef. d. Barkiel 4,25. Gef einem Disciplinarverfahren gegen ihn die Rede war. Seit längerer Verhältnis, das nicht ohne Folgen blieb, obgleich Frau Prochnow es d. Frede 8,05. Ges. d. Sonnenberg 6,20. Gef. d. Schulz 7, Durch Zeit hielt Krankheit diesen seltenen Richter vom öffentlichen Auf- allen gegenüber, die fie deswegen befragten, energisch abs Unverbährt 21,75. Durch Hante 7,35. Handlungsgeh. d. Löwenberg 9,55. treten zurüd. Ob in Berlin noch ein zweiter seinesgleichen vor- leugnete. Sonntagmorgen nun klopfte der fleine Prochnow an die Tischlerei Betsch, Zwiebusch 10,10. Gef. d. Vollbrecht 6,10. Gef. d. Stapalle handen ist? 6,- Möbelfabrit M. Schulz u. Comp., 3. Rate 13,90. Motorenfabrik Daimler 32,-. In Summa 403,01 M. Bereits quittiert 2874,70 M. Gesamtsumme 3277,71 9. Die Liſteninhaber werden ersucht, dieselben sobald als möglich bei Franz Jost, Wallstr. 68, abzuliefern. Gewerkschaftstommission Charlottenburg. Thür der Nachbarin und erzählte schluchzend, seine Mutter läge im Fromme Spizbuben. In manchen Kirchen ist es üblich, daß sandte schleunigst nach einem Arzt und fand bei näherem Nachsuchen Blute und antworte ihm nicht. Man folgte ihm in das Zimmer, B. Sonstige Zuweisungen: Maler Bau Meißner, Rigdorf, 2. Rate 4,50. eine Anzahl von Gesangbüchern bereit gehalten wird, um sie leih in der Küche in einem mit Wasser gefüllten Blecheimer die Leiche Berbotene Tellersammlung b. evang. Arbeiterperein 6,33. Ortsverein der weise denjenigen Besuchern zur Verfügung stellen zu können, die eines neugeborenen Kindes. Während die Nachbarn über der Leiche Gastwirtsgehilfen Charl. 15,- Amerit. Auktion b. Maskenball d. Fabrik ohne Gesangbuch kommen. arb. Charlottenburgs 28, In einem hiesigen Blatt hatte nun des kleinen Kindes gebeugt standen, starb im Zimmer nebenan die Maler Bau Meißner, Rigdorf, 3. Rate 3,50. jemand durch ein Eingesandt seinem Unmut darüber Luft gemacht, Mutter, die heimlich das Kind geboren hatte. Es wird angenommen, Ein Student für die Crimmitschauer 3,- Ges. auf dem Maskenball der Handels- u. Verkehrsarb., Charlottenburg 4,65. Ges. b. Restaurateur Rohr, daß in der Staiser Wilhelm- Gedächtniskirche Gesang daß die Frau das Kind umgebracht hat. Die Leichen sind beschlagBleisehlstraßen- Ede 5,68. bücher nur in geringer Zahl und nur vorn an der Kanzel ausgeliehen nahmt worden. würden. Darauf antwortet jest in demselben Blatt eine„ der Kirche nahestehende" Persönlichkeit, die in der Kaiser Wilhelm- Gedächtnisfirche im Jahre 1897 vorhanden gewesenen 200 Stück Gesang wir, daß sich der Verdacht gegen den Arbeiter Grünberg, den Tod Zu dem angeblichen Gattenmord in Charlottenburg erfahren bücher hätten sich schon in zwei Jahren um 35 Stück vermindert, seiner Frau durch schwere Mißhandlungen herbeigeführt zu haben, die von Kirchenbesuchern aus Versehen" mitgenommen worden seien. durch die Untersuchung verstärkt hat. Gegen Grünberg schwebte Da sei es begreiflich, daß die Kirchenverwaltung Gesangbücher nur bereits ein Verfahren wegen Mißhandlung seiner Ehefrau. Da der noch in geringer Bahl ausleihe, nur so weit, daß die Entleiher über- Beschuldigte zu dem festgeseßten Verhandlungstermin nicht erschien, wacht werden können. Auf die Kreise, aus denen die Kaiser war seine Verhaftung beschlossen worden. Bevor jedoch die FestWilhelm- Gedächtniskirche Zulauf hat, wirft diese Antwort ein eigen- nahme des G. stattfand, erfolgte der Tod seiner Ehefrau unter den Berliner Partei- Angelegenheiten. artiges Licht. Es find ja wohl die beſſeren und beſten Schichten der geschilderten eigenartigen Umständen. Der Wirt des Arbeiters hörte, wie in der Wohnung gelärmt wurde, und als er, um Ruhe zu gebieten, Aus dem städtischen Obdach. Ein Trupp junger Raufbolde zog das Zimmer des betrat, Ehepaares fand gliederversammlung des Wahlvereins, in welcher Genosse Sonntagabend kurz vor 8 Uhr lärmend und fingend die Fröbel vor. Die Behauptung des Grünberg, seine Frau sei in der Trunkendie Frau besinnungslos quer über dem Bett liegend, Alberty über„ Die preußische Kulturschmach und die revolutionären straße entlang und marschierte durch die Pforten des Obdachlosen- heit gefallen und habe sich dabei die Verlegungen zugezogen, hat nach Strömungen in Rußland" referieren wird. Wir ersuchen die Partei- Asyls. In dem Augenblick, als diese zwanzig Burschen den Hof des dem Befund der Leichenschau keine Bestätigung gefunden. genoffen, für regen Besuch der Versammlung Sorge zu tragen. Asyls betraten und sich zu den hunderten dort harrenden ObdachOber- Schöneweide. Der Wahlverein hält Mittwochabend 81%, Uhr losen gefellten, gab es eine merkwürdige Ueberraschung. Oben im Feuer im töniglichen Schauspielhause. Immer mehr bricht sich feine Mitgliederversammlung ab. Tagesordnung: Vortrag über die dritten Stockwerk, wo sich die Geschlechtskranken- Station für Mädchen die Erkenntnis Bahn, daß die transportablen elektrischen Beleuchtungspreußische Landgemeinde- Ordnung, Diskussion und Vereinsangelegen befindet, wurden die Fenster aufgerissen und im selben Augenblick einrichtungen weit gefährlicher sind als man früher anzunehmen heiten. Die Versammlung findet bei Kaufhold, Wilhelminenhof- bagelte es Pantoffeln, Fußbänke und andern Hausrat auf die im berechtigt war. Vorgestern abend kam im töniglichen Schauspielhause straße 18, statt. Zahlreiches Erscheinen der Gäste und Mitglieder Regen Harrenden Obdachlosen herab. Auch etliche Fensterscheiben der Bühne Feuer aus. während der Vorstellung- es wurde" Margarete" gegeben- auf Der Vorstand. gingen in Trümmer. Ob diese Revolte der Prostituierten mit dem elektrischen Linie, die einer Birne Strom gab, fing Feuer. Die anEin Seitenvorhang( Gardine) über einer provokatorischen Lärm der erwähnten Raufbolde in Zusammenhang wesende Feuerwache bemerkte die Gefahr und erstickte die Flammen, steht, wissen wir nicht und ist an sich ja auch gleichgültig. ohne daß vom Publikum etwas bemerkt wurde. Rigdorf. Die Parteigenossen verweisen wir auf die heute Mittwochabend 81 1hr bei Thiel, Bergstr. 151, stattfindende Miterwartet er Mit einer schweren Gehirnerschütterung wurde gestern abend eine unbekannte, etwa 50jährige Frau in das Krankenhaus am Urban eingeliefert. Die Verunglüdte passierte gestern abend gegen 1/10 Uhr die Solmsstraße und versuchte an der Ecke der Gneisenaustraße un mittelbar vor einem Straßenbahnwagen der Linie MarheinekePlaz- Moabit den Fahrdamm zu überschreiten. Die Frau wurde von der Vorderplattform des Motorwagens erfaßt und zu Boden gerissen. In besinnungslosem Zustande wurde sie nach der Unfallstation in der Belle- Alliancestraße und von dort nach dem Krankenhause am Urban gebracht. " D dürfen, sowie auf Verlangen beider Parteien Alagen, die zu der Zu-| Feuersbrunst ausgebrochen. Das Feuer brach morgens in der Nähe ständigkeit beider Gerichte gehören, zusammengezogen werden. der Station der Baltimore and Ohio- Bahn aus, von wo es fich Streitigkeiten aus der Konkurrenzklausel sind unbedingt dem Kauf in nordwestlicher Richtung verbreitete. Das Hauptgeschäftsviertel der mannsgericht zu unterstellen. Den weiblichen Angestellten ist das aktive und passive Wahlrecht zu geben, ebenso soll die Wahl der Stadt ist zerstört. 609 Häuser sind bereits niedergebrannt. Das Beisitzer im Sinne des Gewerbegerichtsgesezes erfolgen. Sodann Feuer verbreitet sich nordwärts und bedroht die katholische Kathedrale wird verlangt, daß in Städten über 20 000 Einwohnern ein Stauf- fowie die John Hopkins Universität. Aus Philadelphia und mannsgericht errichtet werden soll. Washington trafen Feuerwehr- Hilfsabteilungen in Sonderzügen um Aus Spandau. In der Stadtverordneten- Versammlung brachte Richtung über. Der Bürgermeister empfahl, zwei Straßenviertel 8 Uhr abends ein. Die Flammen greifen jezt auch in östlicher unser Parteigenosse Linz zur Sprache, daß die Bautenkontrolle von Ueber den Ursprung der Syphilis. Die seit Jahrhunderten viel der städtischen Baupolizei nur mangelhaft geübt werde. Er forderte mit Dynamit in dir Luft zu sprengen, um ein weiteres Umsichgreifen erörterte Streitfrage, ob die Syphilis eine schon im Altertum be- eine wirksamere und aufmerksamere Beobachtung der bestehenden der Flammen zu verhindern. Die Sprengung wird jetzt ausgeführt. kannte oder eine neuzeitliche Krankheit der europäischen Kulturtvelt Arbeiterschutzbestimmungen durch die behördlichen Organe. Arbeiterschutzbestimmungen durch die behördlichen Organe. Der Die Feuerwehr ist machtlos. Die Miliz ist zur Auferhaltung der ist, wurde auf dem von der Berliner Ortsgruppe der Deutschen Ge- Verkauf der Predigergärten wurde gegen den ausdrücklichen Proteft Ordnung einberufen worden. Der Feuerschaden wird auf 50 Millionen fellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten veranstalteten der socialdemokratischen Fraktion beschlossen, und zwar mit der Be Dollar geschätzt. Innerhalb zwei Stunden wurden 70 GeschäftsVortragsabend von Dr. Jwan Bloch, der diese Frage in seinem gründung, daß die Stadt Geld brauche. Dabei kann Spandau sehr häuser vernichtet. Acht Feuerwehrleute wurden getötet. Bahlgrundlegenden Werke über den„ Ursprung der Syphilis" neuerdings lichkeiten ein Grundstück in derselben Gegend teuer kaufen zu der Stadt scheint der Vernichtung geweiht zu sein. Heute in früher leicht schon in allernächster Zeit in die Lage kommen, für eigne Bau- reiche Personen erlitten Verlegungen. Das ganze Geschäftsviertel mit den Hilfsmitteln der modernen Wissenschaft zu lösen versucht hat, müſſen. Bei der Beratung des Antrages Jenne u. Gen. betreffend Morgenstunde wütete das Feuer immer noch. Zwanzig Häuſerblocks in sehr interessanter Weise behandelt. Im Beginne des Vortrages Aerderung der Geschäftsordnung in einem rein formalen Punkte wies der Redner auf die große praktische Bedeutung der Frage hinnahm Genosse Rieger die Gelegenheit wahr, der bürgerlichen des Geschäftsviertels sind zerstört, darunter mehrere öffentliche Ge da die sichere Erkenntnis des neuzeitlichen Ursprungs der Syphilis Mehrheit einige ihr unangenehme Wahrheiten über das Betragen bäude. Der Brand ist eine der größten Katastrophen, die das Land auch die Hoffnung auf endgültigen Erfolg in der Bekämpfung und einzelner der ihrigen und über die Handhabung der Geschäfts- heimgesucht haben. Der bis Mitternacht angerichtete Schaden wird Ausrottung dieser Seuche bedeutend stärke und den Beweis liefere, ordnung überhaupt zu sagen. Genosse Linz beantragte, den Be- auf mehr als 40 Millionen Dollar geschäßt. daß keinerlei geschlechtliche Sünden“ oder Laster sie hervorgerufen ginn der Sizungen von 4 auf 5 Uhr nachmittags zu verlegen. Da hätten. Redner verbreitete sich sodann über den unendlichen Segen die Versammlung die Reformbedürftigkeit der jeßigen Geschäfts- und ist nach der Einwohnerzahl die sechste Stadt der Vereinigten Baltimore liegt im Staate Maryland, hat einen guten Hafen einer systematischen Volksaufklärung hinsichtlich des Wesens und der Gefahren der Geschlechtskrankheiten und ging dann zu dem ordnung auch in zahlreichen andren Punkten anerkannte, wurde diese Staaten. Infolge seines Handelsverkehrs hat es eine überaus eigentlichen Thema, der Mitteilung seiner Forschungen über den gange Angelegenheit einem fiebengliedrigen Ausschuß zur Vor- schnelle Entwickelung genommen. Seine Einwohnerzahl stieg von Ursprung der Syphilis, über. Nach Bloch lassen sich für beratung überwiesen. eine Eristenz der Syphilis im Bereich der alten Welt während des Mangel an Lehrstellen. Der Magistrat von Charlottenburg feine Bevölkerungsziffer noch rapide zugenommen. 267 354 im Jahre 1870 auf 508 959 im Jahre 1900. Seitdem hat Altertums und Mittelalters keinerlei Beweise beibringen. Weder ersucht uns um die Aufnahme folgender Mitteilung: Ein Mangel bei den antiken noch den mittelalterlichen Schriften findet sich die an geeigneten Lehrstellen ist am städtischen Arbeits- Brande von Chicago im Jahre 1871 ist in den Vereinigten Staaten Ein weiteres Telegramm vom Montag meldet: Seit dem großen geringste Erwähnung der Syphilis. Auch hat man niemals einen nachweis Charlottenburg hervorgetreten. Insbesondere erhalten syphilitischen Knochen aus diesen Epochen aufgefunden. Das erste Schlosser, Tischler und Maurermeister daselbst keine solche Feuersbrunst mehr erlebt worden, wie diejenige, von Auftreten der Syphilis von epidemischer Form knüpfte sich an den Lehrlinge nachgewiesen, ebenso wie Rech 3 anwälte, Notare, welcher jetzt Baltimore heimgesucht ist und die noch ungeschwächt Feldzug Karls VIII. von Frankreich nach Italien in den Jahren Gerichtsvollzieher usw. auf Zuweisung von Schreiber fortdauert. Die Gebäude, die zerstört sind, bedeckten zusammen 1494 und 1495. Redner schilderte die Umstände, die die plötzliche Lehrlingen rehnen können. Von sonstigen Berufen, für welche sich 60 Acres Land. Der bisher entstandene Schaden wird mit etwa Verbreitung dieser ersten Syphilis- Epidemie begünstigten, besprach zum bevorstehenden Ostertermine Lehrlinge gemeldet haben, sind zu 50 Millionen Dollar angenommen. Das Zollhaus, Bank- und Theaters die näheren Einzelheiten derselben und ging dann zu einer Dar- erwähnen: Töpfer, Ladierer, Steindruder, Köche, Gärtner, Musiker, gebäude, sämtliche Zeitungsdruckereien und viele Warenspeicher sind dem stellung des eigentlichen Ursprungs der Syphilis über, die, wie er Friseure. Die Vermittelung am in überzeugender Weise nachwies, aus Central- Amerika, speciell Charlottenburg( Kirchstr. 5) ist für beide Teile unentgeltlich. städtischen Arbeitsnachweis Feuer völlig zum Opfer gefallen. Auch das Stadthaus steht in Haiti, durch die Mannschaft des Kolumbus nach Spanien eingeschleppt hellen Flammen. Sonderzüge brachten die Feuerwehren von worden ist, wofür als Hauptgewährsmänner die Berichte des Arztes Verlagsbuchhändlers Kirmse- Halensee und ein junger Mechaniker ihr Doch sind alle Bemühungen gegenüber dem wütenden Feuermeere Die Sawower Eisbahnkatastrophe, bei welcher die Tochter des Washington, Philadelphia, New York und andren Städten hierher. Diaz de Jela, des Schriftstellers Oviedo, des Bischofs Las Casas Diaz de Jala, des Schriftstellers Oviedo, des Bischofs Las Casas Leben einbüßten, hat der Potsdamer Staatsanwaltschaft Ver- vergeblich, das gleich einer Flutwoge von zweihundert Fuß Höhe und andrer mitgeteilt wurden. Auf der andren Seite brachte der Redner einwandsfreie Beugnisse für das Bestehen der Syphilis auf anlaffung gegeben, gegen den Gisbahnpächter Adolf Steinberg bergeblich, das gleich einer Flutwoge von zweihundert Fuß Höhe die Straßen entlang fegt, an den himmelhohen Wolkenkrazern dem Festlande von Amerika in der Zeit vor Kolumbus bei, wo in aus Berlin ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung ein die Straßen entlang fegt, an den himmelhohen Wolfenkrazern Merito bereits eine wissenschaftliche Medizin sich entwickelt hatte, zuleiten. hinaufleckt und sie gleich Streichholzschachteln verzehrt. Heute früh und schilderte sodann die Ausbreitung der Syphilis in der alten Welt, wo sie überall als eine neue Krankheit in bösartigster Form tragte Gemeindebertreter Holtfötter, Erhebungen darüber anzustellen, Waſſerſeite der Stadt entlang, so daß jetzt auch deren südöstlicher Bankow. In der letzten Sigung der Gemeindevertretung bean- halb sieben Uhr sprang der Wind um und trieb die Flammen der auftrat. Großes Interesse erregten die Ausführungen des Vor- ob es gemäß§ 53 des Kommunalabgaben- Gesezes angängig sei, die tragenden über die kulturgeschichtliche Bedeutung der Syphilis als Stadt Berlin zu den Schullasten der Gemeinde Pankow heranzuspecifischer Krankheit der Neuzeit sowie die zum ziehen. Der Antragsteller wies darauf hin, daß Weißensee und Nixdorf Schluß gegebenen hoffnungsvollen Ausblicke auf das endgültige Ber- im gleichen Sinne vorgegangen seien. Gemeindevorsteher Gottschalt schwinden der Krankheit, an das schon Männer wie Birchow geglaubt erwiderte, daß diese Erhebungen bereits im Gange wären und er haben. Es wurde mitgeteilt, daß die diesjährige Jahresversammlung ber zur Zeit der Vertretung das Resultat mitteilen werde. In nun folgenden Diskussion stellten fich sämtliche der Deutschen Gesellschaft am Sonntag, den 6. März, vormittags Redner, auch die unsrer Partei, auf den logischen Standpunkt, daß 11 Uhr, im Berliner Rathause stattfinden werde. nichts gegen die Stadt Berlin zu unternehmen sei. Wenn wir auch Die Tierbestände des Berliner Aquariums sind durch Ankäufe in der kommunalen Verwaltung getrennt seien, so bildeten wir doch und Zuwendungen wieder mehrfach bereichert worden, und zwar in ein Groß- Berlin. Berliner Lehrer und andre Berliner Beamte, erster Linie die Abteilungen der Wirbeltiere. Ordnung, die der Affen, welche durch die vorhandenen Menschen- zungen werden, nach Berlin zu ziehen. Auch die Berliner Kranten Gleich die oberste welche in den Vororten wohnen, könnten andernfalls leicht ge= affen einen großen Anziehungspunkt bildet, hat durch einen von häuser, auf welche wir angewiesen sind, tönnte man uns verschließen; Frau Ottilie Meyer- Guben überwiesenen Afrikaner eine Lücke die wirtschaftliche Entwicklung von Groß- Berlin beweise, daß wir schließen können. Der neue Gaft gehört zu einer westafrikanischen, ein Ganzes bildeten. Es wurde beschlossen, die Erhebungen fallen von den Händlern„ Mangabeh genannten Gruppe, deren vers zu lassen. schiedene Arten aber noch nicht genügend auseinander gehalten und auch hinsichtlich ihrer geographischen Verbreitung noch nicht ausreichend festgestellt sind. Vielfach werden sie mit den bekannten langgeschwänzter Meerkazen in einer Gattung vereinigt, als deren größte und stärkste Form sie gelten dürfen. Herr Bernhard- Berlin übersandte dem Aquarium eine ganze Anzahl jener im südöstlichen Asien heimischen Labyrinthfische, welche wegen ihres reichen Flossenwertes Großflosser" genannt werden. werbung besteht in sechs Stück einer bisher im Aquarium noch nicht Eine intereſſante Ergezeigten Species Schildkröten, die im südlichen China zu Hause ist und nur selten zu uns gelangt. Sie gehören einer dem südöstlichen Asien eigenen Gattung( Cyclemys) an, die wie unsre gewöhnliche Sumpfschildkröte zu den Wasserschildkröten zählt. Pantow. Die Gehälter der Gemeindebeamten und Volksschullehrer sind nunmehr auf folgender Basis geregelt worden. Es erhalten die Gemeidesekretäre als Anfangsgehalt 2100 m. gegen 1800 m. der früheren Gehaltsskala; ihr Gehalt steigt bis 3700 m. Die Assistentengehälter sind um 200 m. erhöht und die der Unterbeamten um 100 M. Der Standpunkt, die früheren Dienstjahre der älteren Beamten nicht anzurechnen, ist aufgegeben worden. Das Gehalt tommen noch 450 M. Wohnungsgeldzuschuß. Das Gehalt Grundgehalt der Lehrer ist von 1300 auf 1400 m. erhöht; zu diesem der Lehrerinnen ist von 1100 m. auf 1200 m. erhöht worden. Durch diese Erhöhung der Gehälter wird der Gemeinde- Etat jährlich um 13 750 m. mehr belastet. Teil bedroht ist. Zwei seit dem 1. Februar auf der 3 ug spike vermißte Touristen Opfer des Alpensports. Ein Telegramm aus Garmisch meldet: wurden gänzlich zerschmettert einige hundert Meter unterhalb der Wiener- Neustädter Hütte hinter der Luhdenergrube aufgefunden. Beide waren von Sachverständigen vor der Tour eindringlichst ge warnt worden. nach Ehrwald gebracht wurden, sind rekognosziert worden: es sind Die Leichen der Verunglückten die gestern abend der Sohn eines Bädermeisters Zimmermann und der Sohn eines Brauereibesizers Meir aus Ingolstadt; beide studierten an der Technischen Hochschule in München. der Hilfsaktion nach Aalesund in den Hamburger Hafen zurückgekehrt. Aalesund. Der Dampfer Phönicia" ist Sonnabendabend von der Hilfsaktion nach Aalesund in den Hamburger Hafen zurückgekehrt. Direktor Wolff von der Hamburg- Amerika- Linie empfing die Teilnehmer der Expedition und sprach ihnen für ihre aufopfernde Thätigs feit seinen wärmsten Dank aus. Aus den Berichten der Heimgekehrten geht hervor, daß die an sie herangetretenen Anforderungen recht groß waren, jedoch erfolgreich gelöst wurden. den 10. Februar, abends 10 Uhr, bei Buggenhagen am Morigplak: Die Barbier und Friseurgehilfen. Deffentliche Versammlung am Mittwoch, Freigabe der drei zweiten Feiertage. Ueber die freie Arztwahl und das Schicksal der Krankenkassen hält Herr Dr. med. Prager, Mittwoch abend 8, Uhr, in Gräskes Centralbeträgt 20 Bf. Festfalen, Alte Jakobstr. 32, einen öffentlichen Vortrag. Der Eintrittspreis Eingegangene Druckfchriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist, foeben das Der Berliner Zoologische Garten hat jetzt zum erstenmal eine Sigung mit der Frage zu beschäftigen, ob die Arbeitszeit der Kautsky. 1. Bedenken gegen die Konsequenzen des proletarischen Regimes. Reinickendorf. Die Gemeindevertretung hatte sich in ihren legten 19. eft des 22. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Antonio Labriola. Allerhand Revolutionäres. Von Karl Pfeifdrossel erworben, die im neuen Vogelhaus, gegenüber den Bureaubeamten von acht auf sieben Stunden zu verkürzen sei. Papageien, in einem verglasten Flugraum untergebracht ist. Dieser Ein Vertreter der ersten Wählerklasse, Herr Dr. Berliner, brachte( Fortsetzung.) Die Arbeiterbewegung im modernen Japan. Von Gustav Eckstein. prächtige, vom Himalaja stammende Bogel ähnelt in seinem Aeußeren für die Arbeitszeitverkürzung einige Argumente vor, die am Ende winter. Die Einkommensverteilung in Destreich. Von Dr. Frib Die Krankenversicherung in Basel- Stadt. Beitrag zur Frage der unsrer Schwarzdrossel, ist aber viel ansehnlicher, da er an Größe für industrielle Arbeiter, welche 10 oder 11 Stunden in staubiger freien Arztwahl oder Kassenärzte. Von Dr. J. Herk( Herisau). Litterarische einer Turteltaube etwa gleichkommt. Die Färbung ist ein tiefes, Fabrit schaffen müssen, gut zu verwerten sind. Er führte an, daß Rundschau: Dr. E. Roth, Die Wechselbeziehungen zwischen Stadt und Land metallisches Schwarzblau, das an Kopf und Flügelbug etwas heller burch größere Intensivität und Arbeitsfrische in sieben Stunden in gesundheitlicher Beziehung und die Sanierung des Landes. Von Dr. G. erscheint; der Schnabel ist gelblich, längs der Firste schwarz; die dasselbe zu leisten sei wie jetzt in acht Stunden. Der Antrag wurde Wagner. Hubert Röd, Der unverfälschte Sokrates. Von P. Das Geschlecht Amselfigur deutet schon darauf hin, daß die Pfeifdrossel sich abgelehnt. Ein Antrag, die umfassteuer für unbebaute Grundliche in der Jugendlektüre. Bon Sj. Tr. viel am Boden, auf dem sie hurtig schrittweise dahinläuft, unter stücke von 1 Prozent auf 2 Prozent zu erhöhen, fand Annahme. Handlungen, Bostanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25. pro Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchdichtem Gebüsch aufhält. Diese versteckte Lebensweise bringt es Die Vertretung beschloß ferner, für die Gemeinde Schul- Quartal zu beziehen. In der Zeitungspreisliste der Bostanstalten ist die wohl mit sich, daß diese Art nur sehr selten lebend zu uns gelangt. Lehrer das Anfangsgehalt auf 1300 m. zu belaffen, die Alters- Neue Zeit" unter Nr. 5575 eingetragen; jedoch kann dieselbe bei der Post Eine tonleiterartige Reihe von Pfiffen bildet den Gesang dieses zulage von 200 auf 250 und die Wohnungsgeld- Zulage von 400 auf nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft tostet 25 Pf. Vogels. 500 M. für verheiratete, von 270 M. auf 350 M. für unverheiratete Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. 0 " " " FaschingsDas Paffage- Theater thut sich etwas darauf zu gute, seinem Lehrer zu erhöhen. Für die sieben Lehrerinnen wird das Gehalt( Stuttgart, Dies' Verlag), ist uns soeben die Nr. 4 des 14. Jahrganges Bon der ,, Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen Bublifum mit Rätseln zu kommen. Nach Aga, dem Motomädchen, von je 1000 m. auf 1100 m., die Alterszulage von 100 auf zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: und der graufigen Hinrichtung eines weiblichen Wesens tommt jetzt 125. und die Wohnungsgeld- Bulage auf 350 M. erhöht. Für die Die Hausindustrie II. Von ad. br. Die Konsumgenossenschaft und die eine problematische Natur männlichen Geschlechts an die Reihe. Es Gemeinde beträgt die Mehrausgabe zusammen 9581 M. Gleichfalls Frauen des arbeitenden Voltes. Von Simon Kabenstein( Berlin). Zur ist dies der Zitherspieler To To, der angeblich eine Puppe sein soll, wird die Wohnungsgeld- Bulage für die Gemeindebeamten entsprechend Lage der Heimarbeiterinnen in Görlig. Von Anna Scholz. Aus der Bewegung. aber mit so lebhaftem Gefühl eine junge Dame auf der Zither be- erhöht. Feuilleton: Berta. Von Guy de Maupassant. Deutsch von gleitet, daß man ob seiner Künstlichkeit bange wird. Berufenere Ober Schöneweide. Mit einer wichtigen Tagesordnung hat die Fabrikinspektoren. Wilhelm Thal. Notizenteil: zur Lage in Crimmitschau. Weibliche Sociale Gesetzgebung.- Gewerkschaftliche Arbeiterinnen Leute als wir mögen die Zweifel zu lösen suchen. Weiter machen Gemeindevertretung sich in ihrer heute nachmittag 5 Uhr in der organisation. Vereinsrecht der Frauen. die Specialitäten wie immer im Passage- Theater bunte Reihe. Schulaula stattfindenden öffentlichen Sigung zu befassen. Es steht Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer Raum ein Fach, das nicht auf der Bühne vertreten ist, zur Beratung die Erhöhung der Zahl der Gemeindeverordneten und 10 Pi., durch die Bost bezogen beträgt der Abonnementspreis viertelfährlich und zumeist in vorzüglicher Nummer. Die Amerikanerinnen die Bewilligung von 110 000 M. für Kirchenbauten. ohne Bestellgeld 55 Pf., unter Kreuzband 85 Pf. Madge und Nelly Perry find vortreffliche Gesangs- und TanzDie Fastnachtsnummer des" Wahren Jacob" ist soeben erschienen. künstlerinnen, die Geschwister Straß tüchtige Rollschuhläufer, Leyton In Zoffen fezt eine Polizeithat die Bevölkerung in Aufregung. Aus dem Inhalt derselben erwähnen wir die beiden farbigen Bilder„ Das und Egelton ausgezeichnete Turner. Einen Komponistentongreß läßt Am Sonntagabend hielt der Gesangverein, Freie Sänger" im Scharfmachertum von vorne und von hinten" und" In der Maskengarderobe der Verwandlungstünstler Fred Edlawi auftreten und der Gesangs- Lotal von Rüffer seinen Maskenball ab. Keiner der Besucher ganz egal"," Die neueste Finanzreform"," Denkmalsfeuche", der deutschen Socialreform" sowie die Illustrationen Unter Kameraden humorist Willi Prager kommt mit bekannten Schlagern. Diesen ahnte etwas Arges, bis der Polizeiſergeant Jane de ein feltsames zoologie"," Cine Königströnung“,„ Stonservative Stonialpolitik",„ stönig und Stünstlern reihen sich andre nicht minder tüchtige an und besonders Interesse für das Bergnügen bekundete und vor dem Eingang Nach- Narr", Aschermittwoch"," Nationalliberal", Bülows Rede", und Von die holde Gesangskunst findet in Quantität und zuweilen auch in richten einzog, ob die Besucher auch mit Karten versehen seien und Fasching" bis Aschermittwoch". Der tertliche Teil der Nummer bringt die Qualität eine Pflege, wie kaum auf einer andern Specialitäten von wem sie in diesem Falle solche erhalten hätten. Um Gedichte Der Sput in der Wilhelmstraße"," Crimmitschau"," Das Nilpferd", bühne. zehn Uhr füllte sich der Hofraum des Lokals plöglich mit Des Kampfes Ende",„ Der Narr der Narren"," Der Zukunftsstaat", Gendarmen und Polizisten. Was war geschehen? Hatte b. Einem"," Juſtiz- Ungeziefer"," Der Gipfel der Socialreform" und außer man es in den freien Sängern mit der Räuberbande des zahlreichen fleineren Beiträgen noch die größeren Feuilletons StammtischAus den Nachbarorten. seligen Karl Moor zu thun oder war die Zoffener Polizei sonst Uniformveränderungen". rede des Meggermeisters a. D. Burstler in München", Der Preis der 12 Seiten starken Nummer ist einem verruchten Verbrechen auf die Spur gekommen? Die er- 10 f. Nigborf. Der Magistrat hat die Vorberatung des städtischen staunten Besucher des Vergnügens wurden bald aufgeklärt. Der Hans Seelmann, Das Streitverfahren in den Reichs- Versicherungs. Etats für 1904 nunmehr beendet und für das neue Steuerjahr erwähnte Polizeibeamte verkündete, daß er im Auftrage seiner Be- gesezen. Bweite gänzlich umgearbeitete und verbesserte Auflage. 320 Seiten. folgende Gemeindeſteuern in Vorschlag gebracht: Zuschlag zur hörde komme, um den Maskenball unter allen Umständen auf- Karl Lang, Die Rechtsprechung zum Krankenversicherungs- Gesek. Tert Staatseinkommensteuer 130 Proz.( bisher 150 Proz.); Gemeinde- zulösen, denn hier ströme alles zu und anderswo sei gar nichts Grundsteuer 2,90 M. pro Tausend des gemeinen Wertes; 200 Pro3. Los; es wären auch an Nichtmitglieder auf der Straße EintrittsZuschlag zu der vom Staate veranlagten Gewerbesteuer; Umfab farten verkauft worden. Die Einwendungen der Festbesucher halfen steuer 1 Proz. des Umsatzwertes der bebauten und 2 Proz. der un- nichts; man mußte sich der Polizeigewalt fügen und in dem bebauten Grundstüde. Warenhaus-, Betriebs-, Lustbarkeits-, Bier- tröstenden Bewußtsein nach Hause gehen, daß die Polizei zwar und Hundesteuer werden in gleicher Höhe wie im Vorjahre erhoben. harmlosen Leuten die Laune verdorben, zu gleicher Zeit jedoch an Das Schöneberger Gewerbegericht hat zum dem Entwurf über unfreiwilliger Agitation gegen die heutige Ordnung der Dinge aus die Kaufmannsgerichte Stellung genommen. In einer gezeichnetes geleistet hatte. து Vermischtes. Ausschußsizung wurde beschlossen, dem Reichstag cine Petition zu übersenden, in welcher acht Abänderungen der Regierungsvorlage beantragt werden. Zunächst wird verlangt, daß die Frage der Vorfizenden im Sinne des Gewerbegerichtsgesetzes geregelt wird und daß Rechtsanwälte beim Kaufmannsgericht nicht zugelassen werden. Ferner sollen Magistratsmitglieder, die im Autrage des Magistrats Nachricht von einem schweren Brandunglück: In dem Stadtteile, ein kaufmännisches Geschäft betreiben, als Vorsitzende fungieren in dem die großen Manufakturwarenhäuser sind, ist Sonntag eine Fenersbrunst in Baltimore. Wieder kommt aus Amerika die " Das Attentat" und ausgabe des Gesezes mit einer Sammlung der auf dem Gebiete der Strantenversicherung vom Jahre 1893 ab ergangenen Entscheidungen des zahlreicher andrer Gerichte und Verwaltungsbehörden. 172 Seiten. Beide Reichsgerichts, der Ober- Verwaltungsgerichte, Verwaltungsgerichtshöfe sowie im Verlage der Arbeiter- Bersorgung A. Troschel, Berlin- Grunewald 1904. et Documents No. 1 Janvier 1904. Editeur: Arthur Rousseau, Musée Social, Annales No. 1, Janvier 1904. Memoires Paris, 14, Rue Soufflot et Rue Touillier, 13. Briefkaften der Redaktion. Stralan. Benden Sie sich an den Vorsitzenden der Offenbacher Frauen faffe, W. Hinz, Prinzenstr. 66. Briefkaften der Expedition. 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Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 186/3