Nr. 144. Grscheint täglich außer Montags. Breis pränumerande: Stertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Blg. Sonntags- Nummer mit illufir. Sonntags- Betlage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreichs Ungarn a Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Gingetr. In der Boft- Beitungs- Besitfte für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Juferate für dte nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund gefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. gern spred- Anschluß: Amt I, Nr. 4 186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Moderne Menschenfresseret. Donnerstag, den 23. Juni 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. fach die Arbeiter selbst die Schuld tragen. So veröffentlicht der aller Rohlenstaub beseitigt und ein Grad der Sicherheit Rompaß", das Organ der Kna, pschafts. Berufsgenoffens gegen Exploftonen erreicht wird, bei dem wir sagen fönnen, fchaft, in feiner neuesten Nummer einen Auszug aus Bro- daß nach unserer heutigen Kenntniß von dem Wesen des tokollen über die legten Sigungen des Vorstandes der Kohlenstaubes eine große Ratastrophe unter gewöhnlichen Es stellt sich immer deutlicher heraus, daß das namen zweiten Settion( Bochum), in welchem festgestellt wird, daß Verhältnissen ausgeschlossen erscheint." Aber wie steht es nach lofe Unglück, welches die Bergleute der staatlichen Silber- nach amtlichen Untersuchungen zwei Explosionen schlagender unserem Fachmanne mit der Durchführung dieser Sicherheitsgrube bei Przibram in Böhmen betroffen, und das beinahe Wetter durch verbotswidriges Deffnen der Sicherheitslampen maßregel speziell in den preußischen Steinkohlengruben? 400 Arbeiter einem grauenvollen Untergang geweiht hat, seitens der Arbeiter und eine durch verbotene Abgabe eines Seine Antwort lautet:" Auf vielen Gruben glaubt man mindestens zu einem guten Theil durch den Mangel an Schusses, gleichfalls seitens eines Arbeiters, erfolgt find. ein Uebriges gethan zu haben, wenn man die Sohle Sicherheitsvorkehrungen verschuldet ist, der in dem staat- Durch die drei Explosionen sind insgesammt 12 Arbeiter an den Arbeitsstellen vor Abgabe eines Schusses benetzt... lichen Bergwert herrschte. Die Einzelheiten, mit denen dies verlegt worden. Hätten die an der Explosion schuldigen Es muß beklagt werden, daß die Betriebsbeamten im Allbelegt werden kann, find an anderer Stelle unseres Blattes Arbeiter nicht leichtfertig gehandelt, so hätten sie nicht außer gemeinen dem Vorhandensein des Kohlenstaubes noch zu fortlaufend mitgetheilt und mit dem nöthigen Kommentar den eigenen noch neun andere Berlegungen herbeigeführt. wenig Beachtung schenken und oft an die Gefährlichkeit versehen worden. Der Kapitalismus mit seiner Profitwuth Die Leichtfertigkeit, mit welcher sich manche Arbeiter über desselben erst glauben, wenn sie durch eine Explosion er hat auch im staatlichen Betriebe seine Orgien ge- die Sicherheitsvorschriften hinwegsehen, ist überhaupt noch wiesen ist." Was meinen Ehren- Pindter und Eugen Richter feiert und seine Mission als Menschenfresser erfüllt. immer weit verbreitet. Die sozialdemokratische Presse würde zu dieser Aeußerung? Sie können überzeugt sein, die Die Bergleute müffen auf diese Weise auch in sich, meinen die Berl. Pol. Nachr.", viel eher, als durch Arbeiter wissen die Moral aus diesem fachmännischen ben zurückgebliebenen Gegenden Großczechiens merken, ihre nebelhaften Bersprechungen, dadurch ein Verdienst um Gutachten zu ziehen. Wissenschaft und Erfahrung lehren to der Hase im Pfeffer liegt, daß es ein System zu be die Gesammtheit der Arbeiter erwerben, wenn sie dieser den Unternehmer, daß das Benegungsverfahren im inten tämpfen gilt und daß dieses System nur ausgerottet werden Leichtfertigkeit entgegentreten würde." Das Pindterblümchen, fivsten Maßstabe zur Sicherheit der Arbeiter in den Stein fann durch eine kräftige sozialistische Bewegung. Die Waisen sozialdemokratische Blätter hätten aus solchen Anlässen fohlen- Gruben eingeführt werden muß. Dennoch geschieht es ber 360 Opfer von Przibram find ein Heer neuer Rekruten behauptet, daß bei der sozialdemokratischen Wirthschafts- nicht. Weshalb? Weil es Geld toftet und Arbeiterleben für die mächtige, sozialdemokratische Armee. Ordnung solche Unfälle nicht vorkommen würden", wollen billig find. Ist das nicht moderne Menschenfresserei in Noch etwas Anderes gilt es aber angesichts der Rata wir uns nebenbei pflücken. Vorläufig dreht es sich um den Preußisch- Deutschland wie in Desterreich? Und der bürgerstrophe in Böhmen zu betonen, und zwar speziell für uns in Nachweis, daß die kapitalistische Wirthschaftsordnung liche Klassenstaat, der die Unternehmer durch Gesez zur Deutschland. Unsere Bergwerksunternehmer sind auch keine die Unfälle geradezu provozirt, und um diese unangenehme Einführung der Sicherheitsmaßregel zwingen fönnte, schaut besseren Menschen, als diejenigen in Desterreich, und es ist Wahrheit möchten sich Pindter- Richter gern herumbrücken. mit verschränkten Armen ruhig dem frevlen Spiele zu. immer gut, dies bei Zeiten, namentlich unter dem Eindruck Es dreht sich um den Nachweis, daß die Gewiffenlosigkeit Es müßte ja tein Klassenstaat sein. Uebrigens dementirt solcher erschütternder Ereignisse, wie das letzte, festzustellen. und Gewinnsucht der Unternehmer die Hauptursache, die der Gelsenkirchener Bergmeister die Pindter, Richter und Dann ist doch die Verantwortlichkeit für jeden Fall rein- Borbedingung dafür sind, daß Unvorsichtigkeiten der Ar- Konsorten bis auf ihre Lampengeschichte herunter, lich gegeben und die Wahrheit der Bourgeoisie zum Trog beiter überhaupt folche grauenhafte Folgen haben tönnen. indem er sagt, daß Lampen ohne innere Zündvorrichtung aus ihren Hüllen herausgeschält. Machte doch die ganze Und da wirft denn nun ein fachmännisches Urtheil, das wir nicht mehr auf der Höhe der Zeit stehen. Man rechne noch Bourgeoispresse erst kürzlich wieder einmal so einen schönen mitten in einem Bechenbefizerorgan finden, die ganze Beweis- viel zu wenig mit der Bequemlichkeit der Arbeiter, Beit Berdunkelungsversuch. Eugen Richter Arm in Arm mit führung" Ehren Pindter's und Ehren- Richter's über den oder einen ihnen unbequemen Weg zu sparen". Ehren- Pindter, diese beiden Helden brachten in der Frei- Haufen. Im Essener Glückauf", dem Fachorgan der rheinisch- Als ob nicht jede halbe Stunde Versäumniß dem Berg finnigen" und in der Norddeutschen Algemeinen Zeitung" westfälischen Grubenbefizer, wird ein Vortrag des Berg- arbeiter einen Verlust am färglichen Verdienste brächte! eine jener gehäffigen Notizen, in deren Wiedergabe das meisters Meißner- Gelsenkirchen über Bergwertsunfälle wört Das beste Mittel dagegen ist, den Leuten eine Lampe in würdige Brüderpaar mit einander zu wetteifern pflegt. Da lich veröffentlicht, welcher der Wahrheit die Ehre giebt. bie Hand zu geben, die sie gefahrlos von innen entzünden hieß es: Man fann häufig in sozialdemokratischen Blättern Dieser Bergmeister hat zunächst die oberbergamtliche Vor- können." Was den Unternehmern natürlich gar nicht einder Behauptung begegnen, daß von den Unfällen, von schrift vorbereiten helfen, die für den Oberbergamts- Bezirk fällt es ist ja so bequem zu sparen und dann auf die welchen die Arbeiter leider in den einzelnen Berufszweigen Dortmund vorschreibt, daß Arbeiter, welche des Deutschen Nachlässigkeit der Arbeiter zu schimpfen oder schimpfen zu betroffen werden, die heutige Wirthschaftsordnung oder die nicht mächtig sind, unter Tage nicht beschäftigt werden lassen! $ " " Gewinnsucht" der Arbeitgeber die Schuld trage. Nament- dürfen. Bekanntlich haben die Bechenbefizer die polnischen Noch manche andere Art moderner, tapitalistischer lich ist diese Anschauung zum Ausdruck gekommen, wenn es Arbeiter nach 1889 maffenhaft eingestellt, die Menschenfresserei kann vorläufig in dieser schönsten aller. sich um die Verunglückung von Bergarbeitern durch einheimischen, die sich Bergarbeitern durch einheimischen, die sich am Streit betheiligt hatten, Welten" forteristiren trotz der Kultur des 19. Jahrhunderts. schlagende Wetter handelte. Dann konnte man in der ihre Nache fühlen zu lassen. Leben und Gesundheit der Aber sie wird auch noch ihren gerechten Richter auf dem fozialdemokratischen Presse spaltenlange Ausführungen lesen, übrigen Bergleute galt ihnen bei diesem Manöver gar Tribunale der Weltgeschichte finden. welche die Arbeiter glauben machen wollten, daß bei der Nichts, und der Bergmeister Meißner sagt ganz richtig: fozialdemokratischen Wirthschaftsordnung solche Unfälle nicht vorkommen würden. Nun ist es ja sehr leicht, Versprechungen dieser Art zu machen, weil an die Möglichkeit ihrer EinLösung nicht gedacht werden kann. Indessen zeigen doch die Thatsachen, daß an den durch schlagende Wetter hervor gerufenen Unglücksfällen nicht die heutige Wirthschaftsordnung, auch nicht die Gewinnsucht" der Arbeitgeber, sondern viel Feuilleton. Magbrua verboten.) [ 144 Am Webstuhl der Zeit. Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " Das ist nun vorüber, damit habe ich auch nichts zu thun, es tommt nun auch überhaupt nicht mehr in Frage. Ich habe hierüber auch fein Urtheil." Rönnen Sie nicht noch einen energischen Versuch machen?" " Eine derartige Beschäftigung widerspricht völlig dem Geiste der bergpolizeilichen Vorschriften. Denn wie will man eine Befolgung der legteren von Leuten erwarten, welche solche wegen mangelnder Sprachkenntniß gar nicht verstehen?" Aber das ist nur ein Theil der Ausführungen des Fachmannes. In dem anderen wendet er sich zu dem Benegungsverfahren, durch welches in den Steinfohlen- Gruben Wie?" rief der Ministerpräsident, was meinen Sie? Se. Wajestät? Wohin sollen wir reisen?" Se. Majestät haben geruht, soeben in Ihre Residenz zurückzukehren", erklärte der Adjutant steif. " In die in Aufruhr begriffene Stadt? Nun, das ist ja wunderbar. Kommen Sie, Exzellenz. Wir eilen, Herr Adjutant, Sr. Majestät unsere unterthänigste Aufwartung zu machen." In der That war der Monarch auf erhaltene Runde von den bevorstehenden ernsten Konflitten in seine Residenz zurückgekehrt, ohne in irgend einer Weise von den Insurgenten behelligt worden zu sein. Nur kurz vor den Thoren wurde der Wagen angehalten und an den Landkommandanten davon Nachricht gebracht. Reinisch ritt sofort nach dem Punkte und rief schon von Weitem: Laßt die Wagen frei; wir führen keinen Krieg mit Wenn es gewünscht wird, muß ich's thun. Ich müßte dem König, sondern nur mit seinen schuftigen Ministern." meine Truppen zusammenziehen und durch Bombenwerfen Berwirrung in die Reihen der Arbeiter zu bringen ver Der Monarch hatte sich hierauf aus dem Wagen gesuchen. Aber großen Schaden verursacht's und viel Blut beugt, den Kommandanten zu sich bitten lassen, und ihn, foster's, das muß ich vorbemerken, damit mir später tem der mit dem Hute in der Hand erschien, gefragt: Borwurf daraus entsteht." Und den beregten Rückzug würden Sie dann immer noch ausführen können?" Ich würde ihn auf jeden Fall im Auge zu behalten haben." Nun, dann in Gottes Namen, noch einmal mit aller Entschiedenheit; es wird schon gehen. Und wenn die Stadt in Trümmern gehen sollte, der Staat muß unter allen Umständen gerettet werden." " Wer sind Sie?" " Joseph Reinisch ist mein Name." Was find Sie" " Bauer und Müller zu Bleichungen, Ew. Majestät." " Und gegenwärtig?" Mitglied der revolutionären Regierung und OberKommandant über die Mannschaften in der Umgebung der Stadt." Wollen Sie mich in die Stadt begleiten?" " Bu Diensten, Majestät; ich will nur den StellverUnd Reinisch war im Gefolge des Königs in die Stadt Raum war diese Erklärung abgegeben, als ein Flügeladjutant eintrat und die beiden Exzellenzen ersuchte, sofort bei treter beauftragen." feiner Majestät zu erscheinen. Politische Uebersicht. Berlin, den 22. Juni. Die Junischlacht. Der 23. Juni ist ein Gedenktag, mit blutrothen, blutigen Lettern eingeschrieben in die Ges gekommen, war mit ins fönigliche Schloß geritten, wo er abstieg und eingeladen wurde, einzutreten. Kurze Zeit darauf erschienen infolge der erwähnten Bestellung der Minister und der General. Letzteren forderte man zuerst auf, einzutreten, um dem Könige ausführlichen Rapport zu erstatten. Nach Anhörung desselben runzelte der König die Stirn und sagte: Also beinahe geschlagen? Das ist das Allerschlimmste bei der Sache. Gehen Sie, Herr General, und suchen Sie sogleich einen längeren Waffenstillstand zu Stande zu bringen. Sprechen Sie mit Herrn Reinisch, der im Schlosse anwesend ist, und eilen Sie, ich bitte." Darauf wurde Dr. Raffmaus gerufen, der mit ziemlich verlegener Miene eintrat. Der König ging rasch auf ihn zu und rief: Ach, Herr Minister, in welchem Zustande muß ich meine Hesidenz wiederfinden; es hat mich sehr betrübt." Mich gewiß nicht minder, Ew. Majestät können ver sichert sein." Und für mich so unvermuthet, da mir darauf vor bereitende Nachrichten in feiner Weise zugegangen." " Die Besorgniß, Ew. Majestät in vielleicht gänzlich unbegründete Unruhe zu versehen, und später das Unter brechen der Telegraphen- und Eisenbahnlinien sind die Ursache." " Befanden Sie sich, Herr Minister, und befinden Sie sich noch bei Ihrem Vorgehen in Uebereinstimmung mit den Herren Kollegen?" Jm Anfang waren wir etwas getheilter Meinung, die sich indessen mit der Zeit ausglich, und so darf ich sagen, daß ich mich, nachdem der Handelsminister, Herr Dr. Luz, sein Portefeuille definitiv niederzulegen sich trot der Abwesenheit von Ew. Majestät nicht abhalten ließ, mit schichte des Proletariats. Morgen vor 44 Jahren am 23. Juni 1848- begann die Junischlacht. Von der Februar- Republik, die es selber gegründet hatte auf's Pflaster geworfen, nahm das Proletariat den Handschuh auf, welchen die Bourgeoisie ihm in's Geficht geschleudert hatte. Trotzdem es sich erdrückender Uebermacht gegenüber sah, ftellte es sich zum Gefecht kühn und todesmuthig. Die ganze Macht des Klassenstaates war gegen die Arbeiter vereinigt, und den Linientruppen, die in Erwartung des langer Hand vorbereiteten Kampfes nach Paris waren gezogen worden, fügte der mordluftige Rapitalismus den zur Menschenschlächteret aberichteten Rehricht der Straßen" hinzu die militärisch organisirten Lumpenproletarier der Garde Mobile", die, selber Opfer der Gesellschaft materiell und moralisch durch fte gut Grunde gerichtet, geistig durch sie gefnechtet, in blinder Wuth über das Elend, zu welchem sie verurtheilt waren, statt auf die Urheber ihrer Schmach und Noth auf die tlassenbewußten Mitopfer der Gesellschaft, auf die eigenen Brüder losschlugen, die ihnen wie sich die Freiheit und das gleiche Menschenrecht erkämpfen wollten. " Der ,, Reichs- Anzeiger" schreibt: Bergnügungsreisen nach England. In der General I. In einem Erlaß vom 12. Juni hat der Finanzminister versammlung des Vereins für die bergbaulichen Interessen ber Auffassung Ausdruck gegeben, daß es der Billigkeit nicht im Ober- Bergamtsbezirk Dortmund" vom 18. d. Mts. war entsprechen würde, den im§ 30 Abs. 2 des Einkommen nach einem Bericht der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" steuer Gesezes vom 24. Juni 1891 vorgesehenen Buber Geschäftsführer des Vereins, Dr. Reismann, wieder fchlag von 25 pet. zur veranlagten Steuer auch denjenigen anwesend. Derselbe ist von seiner Vergnügungs Steuerpflichtigen aufzuerlegen, welche die in der nochmaligen reise nach England"( vgl. unseren fürzlichen LeitAufforderung zur Steuererklärung gestellte Frift ganz ohne ihr Steuererklärung gestellte Frist einzuhalten. " 1 Unter den Verschulden versäumt haben. Dies könne auch nicht die Abartitel) zurückgekehrt und faßte bie Eindrücke, welche er auf ficht des Gesetzes sein, zumal der im Abs. 1. a. a. D. feiner jüngst ausgeführten Bereifung der bergbautreibenden angedrohte Rechtsnachtheil ausgeschlossen ist, sobald Um- Bezirke Englands gewonnen habe, dahin zusammen, daß ftände vorliegen, welche die Versäumniß entschuldbar machen. das Verhältniß zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in Eng Die föniglichen Regierungen werden deshalb ermächtigt, den land bei weitem nicht so günstig sei, wie man es bisher hier Zuschlag von 25 pet. zur Einkommensteuer nicht festzu- in Deutschland darzustellen pflegte. Die Trade Unions, fehen, wenn dargethan wird, daß der Steuerpflichtige durch die englischen Gewerkvereine, seien in den letzten Jahren von Naturereignisse oder andere unabweisbare Zufälle verhindert sozialdemokratischen Bestrebungen ergriffen war, die in der nochmaligen Aufforderung zur Abgabe der worden; man könne getrost behaupten, daß zwei Drittel der englischen Bergarbeiter ber II. Nachdem das Gesetz wegen er anziehung von Sozialdemokratie angehören. Militärpersonen zu Abgaben für Gemeindewede vom 29. Juni 1886 infolge der Bestimmungen des nichtigsten Vorwänden seien in England Streits aus Einkommensteuer- Gesetzes vom 24. Juni 1891 und des Gesetzes gebrochen. So z. B. aus dem Grunde, weil die Gewerk vom 22. April, 1892 mehrfache Abänderungen erlitten, hat der vereinler sich geweigert hätten, mit Nichtgewerkvereinlern Ueber die Vorgeschichte und den Verlauf der Juni Finanzminifter die zu ersterem Gesetz erlassene Ausfüh- auf demselben Fahrstuhl in die Grube zu fahren; ferner, schlacht wollen wir uns nicht weiter auslassen. Im vorigen rungsanweisung vom 1. Februar 1887 einer Um- weil die Gewerkvereinler verlangt hätten, jeder solle vor Jahr brachten wir einen ausführlichen Aufsah, den die arbeitung unterzogen und die neue, vom 9. Juni datirende der Einfahrt die Quittung zeigen, woraus der Beitritt zum Anweisung den tgl. Regierungen für die Vorsitzenden der Ver- Gewerkverein hervorging, oder weil die verlangte Entlassung älteren unserer Abonnenten nachschlagen und auch die anlagungskommiffionen zugehen lassen. jüngeren sich leicht verschaffen können. Ein Bild jener cines Direktors nicht gewährt worden sei u. s. w. Die Tage bietet die geniale Skizze Turgenieff's, die wir Kolonialpolitisches. Die neuesten Siob3. Arbeitgeber von Durham haben erklärt, sie hätten den heute an anderer Stelle veröffentlichen, und die zuerst in posten aus Afrita sind von weit größerer Trag- legten Streit durchgefochten, um Herren auf ihren eigenen der„ Neuen Welt" vom Jahre 1876 erschienen ist. weite als anfänglich vermuthet ward. Die Niederlage der Werken zu bleiben." Soweit der Herr Geschäftsführer. Genug die Junischlacht, in der 50 000 Arbeiter deutschen Schuhtruppen unter Bülow war eine vollständige, Hoffentlich giebt er seine Eindrücke" noch ausführlicher gegen 150 000 Mann Soldaten und Mobilgarde standen, indeß das wäre zu verschmerzen. Das Schlimmste sind die von sich. Ueber die nichtigen Vorwände" für die Streits bauerte 4 Tage lang vom 23. bis zum 27. Juni 1848. moralischen Wirkungen- daß die Eingeborenen nun allen in England wollen wir mit ihm als Beauftragtem eines Es war die blutigfte Straßenschlacht, welche die Geschichte Respett" vor der militärischen Uebermacht der Deutschen Rapitalistenvereins nicht rechten. Defto werthvoller sind nicht blos der Neuzeit, sondern aller Zeiten, fennt. verloren haben, und sich zu weiteren Unternehmungen er- seine Angaben über die Fortschritte der Sozialdemokratie Die Arbeiter, von vornherein durch die dreifache Ueber- muthigt fühlen. In einem Briefe aus Afrika, der schon in England. Wir hoffen und wünschen, daß der Herr macht in die Abwehr( Defensive) gedrängt, vertheidigten por dieser letzten Niederlage geschrieben war, heißt es, die Geschäftsführer bei seiner nächsten Studienreise immer neue mit zäher Tapferkeit jeden Bollbreit ihrer Stellungen. Die Neger verlören mehr und mehr die Furcht vor den Fortschritte in dieser Richtung festzustellen hat. Das VerSoldaten und Mobilgarden verloren 15 000 Todte und Ver- europäischen Waffen und Truppen, sie hätten begriffen, daß gnügen" wird dadurch immer auf unserer Seite bleiben. wundete allein sechs Generale befanden sich unter den sie beffer zusammenhalten und eine flügere Tattit befolgen Zum Fall Baare. Gegen den ablehnenden Beschluß Todten. Von den Arbeitern fielen 6000 im Rampf und müßten, und das sei sehr gefährlich. Allerdings ist das des Landgerichts Essen hat der Ober- Staatsanwalt gut 4000 wurden nach dem Kampfe niedergemegelt; und von sehr gefährlich". Waffen sind leicht beschafft, die Kunst Beschwerde beim Ober- Landesgericht in Hamm erhoben. den Ueberlebenden wurden 10 000 auf die Bontons und zu tödten ist eine so niedrige, daß auch die Wilden sie es ist eine Eigenthümlichkeit dieses kulturgeschichtlich so be auf die trockene Guillotine nach Lambesfa und Cayenne ge- leicht lernen können, und Hauptmann Bülow, der Führer deutungsvollen Prozesses, daß es stets wiederholter Anstöße schickt. Die siegreiche Bourgeoisie wüthete ähnlich, wie sie der verunglückten letzten Expedition, hat jetzt zu seinem bedarf, um ein dem Laien selbstverständlich erscheinendes im Mai 1871, nach dem Fall der Kommune, gewüthet hat. Schaden erfahren, daß die Eingeborenen gelernt haben. Vorgehen gegen den einst allgewaltigen und noch immer Die Pariser Arbeiter aber, geschlagen nicht besiegt Der neue Sieg wird diesen noch größere Rampfluft einflößen, gewaltigen Baare zu veranlaffen. die fiegenden Geschlagenen" Freiligrath's hatten den die Einigkeit unter ihnen befördern, das Zusammenbringen Arbeitern aller Länder ein leuchtendes Beispiel von Auf- größerer Maffen erleichtern. Und die Moral der Geschichte Der hessische Landtag hat in Sachen der Jm. opferungsfähigkeit gegeben, das nimmer vergessen sein wird. ist, daß unsere jetzt in Afrika befindlichen Streitkräfte bei munität seiner Mitglieder fich tapferer gezeigt, als ihm Und der Bourgeoisie hatten sie die Macht des Proletariats Weitem nicht ausreichen, und daß, wenn wir, d. h. wenn zugetraut worden. Nach einem uns vorliegenden Telegramm gezeigt. Wie der gefeffelte Simson den Bau niederriß, in die Reichsregierung die Kolonialpolitik fortsetzen will, die hat er es mit 23 gegen 20 Stimmen- abgelehnt, in welchem die Feinde schwelgten, so riffen die Junikämpfer in sogenannte Schußtruppe erheblich verstärkt werden muß- bie gerichtliche Zwangsvorführung der Abgeordneten ihrem Fall die Republik mit sich, die sich zum Schergen und bis zur nächsten Niederlage, wo eine abermalige Verstärkung Müller und Joest zu willigen. Henkersknecht der Bourgeoisie herabgewürdigt hatte. Durch nothwendig würde. die Niederwerfung des Proletariats hatte die Februar Eid und machte sich zum Staatsstreichs- Kaiser. Die Niederlage des Pariser Proletariats bedeutete aber nicht blos den Untergang der französischen Republik sie bedeutete die Unterdrückung der revolutionären Bewegung des Jahres 1848. In Deutschland, in Italien war mit der Funischlacht das Schicksal der Volkserhebungen des tollen Jahres" besiegelt die Bedingungen des Siegs waren nicht mehr vorhanden. Kurz, durch diese Niederlage wird die Frage der Der badische Landtag ist heute geschlossen worden. Republik das Fundament ihres eigenen Bestandes Rolonialpolitik plöglich zu einer brennenden gemacht, und Weichthiere. In Sachsen hat ein, nationalliberaler gerstört der Triumphator und Diktator Cavaignac werden wir vor die Wahl gestellt, entweder die Kolonial- Parteitag" eine„ kraftige Resolution gegen den Antisemis war blos der Thürsteher, der dem„ Neffen des Onfels" die politik ganz aufzugeben, oder sie in größerem Stil zu betismus" angenommen. Włorgen kommt vielleicht ein anderer Pforten des Elysée- Balastes zu öffnen hatte. Und der treiben. Die Fortdauer des jetzigen Zustandes, der nicht nationalliberaler Parteitag" und nimmt eine ebenso„ träftige Bräsident Bonaparte brach seinen der Republik geschworenen Fisch und nicht Fleisch ist- eine platonische Rolonial Resolution" für den Antisemitismus an. Wir kennen die politik- ist unmöglich geworden. nationalliberale, Kräftigkeit". Es ist die Kraft der Gallerte.Die neue Auflage des alten Kurses unterschied sich Der Bismarck- Ning der Ackermänner, Baare, Meding dadurch von der alten, oder besser: suchte sich dadurch und Komp. sucht der Welt weißzumachen, der Dresdener von ihr zu unterscheiden, daß fie, ohne mit dem Fackelzug, die Bahnhofsradaue in Berlin, Wien und anderen Prinzip zu brechen, in der Praxis die schlimmen Konse- Orten seien imposante Kundgebungen des deutschen Bolts quenzen und Wirkungen des Prinzips beseitigen, wenigstens herzens". Papperlapapp! Wenn das Bolt- und nicht mildern wollte. Es war das ein logischer Nonsens, an die Meding und Konsorten das Wort gehabt hätten, deffen Folgen die Regierung schwer zu leiden hat, den sie würden außer allenfalls in Dresden, wo mit hoher aber bisher nicht zu erkennen vermochte. Eine eigenthüm- obrigkeitlicher Erlaubniß und Gunst die Zunftzöpfe und liche Verfettung der Dinge hat es nun gefügt, daß die prak- Judenfresser einstweilen zwar nicht die Majorität haben, tische Unmöglichkeit einer solchen Kompromißpolitik der aber doch eine Scheinmajorität vorstellen können, guten Vorsätze und des fehlerhaften Handelns, des alten Meding und Konsorten ausgepfiffen und mit faulen Giern Kurses ohne die Konsequenzen des alten Kurses, unserer beworfen worden sein. Man muß sich nur die Leute ansehen, Reichsregierung in Afrika noch früher ad oculos demonstrirt welche die Reklamepoffe in Szene setzen. und handgreiflich ffar gemacht wird, als in Europa. Go offenbarte fich schon damals die Solidarität der Böller und der ausschlaggebende Einfluß des Proletariats, bas direkt oder indirekt die Geschichte der Neuzeit beStimmt. # Das Herrenhaus hatte heute eine Sigung, in welcher bas Klein Eisenbahngesetz abermals durchberathen wurde. Da an der Fassung des Abgeordnetenhauses zwei Aenderungen vorgenommen wurden, so muß das Gefeß nochmals an's Abgeordnetenhaus zurück und kann infolgedessen die vor Session erst morgen geschlossen werden. meinen sämmtlichen Herren Kollegen in Uebereinstimmung befinde." Der König ging hierauf mit großen Schritten im Bimmer auf und nieder. Dann blieb er vor dem Minister stehen und erklärte: Vollständiger Bruch mit der Kolonialpolitik, oder mehr Geld und mehr Truppen nach Afrika. Das ist die Wahl, welche wir gestellt sind. Ein Drittes giebt's nicht. so ziemlich Vertrauen auf eine vernünftige Entwickelung, Berbesserung und Milderung beklagter Zustände einflößt?" " Ich glaube dies Ew. Majestät versichern zu können; doch gestatte ich mir behufs besserer Orientirung den Vorschlag zu unterbreiten, die Führer des Bolfes, welches jetzt in Waffen aufgestanden, zu hören, damit nach ihrem eigenen Urtheil festgesetzt werden kann, was räthlich und was möglich ist." " Herr Minister! Als ich Sie aufforderte, ein volts thümliches Ministerium zu bilden, that ich es, obwohl ich Die alten treuen Räthe nur mit Schmerzen gehen sah, einzig und allein, weil ich mit meinem Volke in Frieden zu leben" Ja, ich mill diese Leute sprechen, ich muß sie hören. wünschte, was, meiner Ansicht nach, nicht nur in allen Wollen Sie, Herr Baron, die Einladung übernehmen?" Dingen nüßlich, sondern, wie ich denke auch Ew. Majestät haben befohlen; ich eile, mich dieser möglich ist. Sie, Herr Minister, hielt ich, wichtigen Mission zu unterziehen. In einer Stunde spätestens wegen Ihrer Stellung in der Ständekammer, für hoffe ich die Männer bei Ihnen einführen zu können. den Vertrauensmann des Boltes und ließ Sie rufen. Doch einen Sicherheitsbrief werden dieselben verlangen." Ich habe mich, wie ich jetzt leider mit großem Bedauern Sie werden denselben diktiren und mir dann die zu bemerken habe, in Ihrer Stellung zum Volte arg ge- Unterschrift vorlegen." täuscht und will Sie deshalb gebeten haben, Ihren Herren Kollegen mitzutheilen, daß ich es nicht ungern sehen sein." würde, wenn Sie mir Alle eine Bitte um Entlassung aus Ihrer verantwortlichen Stellung vortragen wollten." " Ich werde dem Wunsche Ew. Majestät aufs Schleunigfte nachzukommen bemüht sein." schien. Die Gegenzeichnung eines Ministers dürfte nöthig " Ich habe keinen Minister, man wird sich mit der Gegenzeichnung des kommandirenden Generals begnügen." Dr. Raffmaus war inzwischen, in allen feinen Hoff* die Eine große Friedenskundgebung hat gestern in Jütland- Dänemark stattgefunden. Hauptrebner war der bekannte norwegische Dichter Björnstjerne Björnson, der in seiner etwas phantastischen Weise es bedauerte, daß die Kirche der Friedenssache nicht diene. und war der Segnungen einer solchen zu sehr gewiß gewesen, als daß ich nicht Ihrer Richtung, die meiner Ansicht nach zu extrem war, entschieden entgegenzutreten für meine Pflicht erachten zu müssen geglaubt hätte. Sie haben es für nöthig gehalten, zum offenen Kampfe gegen mich zu schreiten. Und was ist nun die Folge dieses unheilvollen Konfliktes zwischen Liberalen und Demokraten, den ich, wie Sie wissen, schon einmal durch eine gütliche Besprechung zu verhindern im Stande war und ein zweites Mal vergeblich anstrebte? Gin tonservatives, unter solchen Umständen reaktionäres Ministerium steht vor der Thür!" " Und was weiter, Exzellenz?" fragte Lange sehr kühl. " Ich sehe jetzt ein, daß bei solchen Kämpfen nur die extremen Barteien zum Siege gelangen, und dann zehn tausend Mal lieber Republit, als trostlosen Rückschritt. Deshalb komme ich, Ihnen die Hand zur Versöhnung 3 bieten, Sie zu ermahmen, ja dringend anzuflehen, als letter Hort der Feiheit, den Sieg bis auf's Aeußerste zu ver folgen, keinen gütlichen Vorschlag, der nur eine Falle sein tönnte, anzunehmen, und die Republik zu proklamiren. Die liberale Partei wird Ihnen, dafür bürge ich, nicht nur feinen Widerstand mehr entgegensetzen, sondern Sie unter Diese Der Minister verbeugte sich und ging. Der Monarch nungen und Entwürfen getäuscht, aus dem Schloffe weg- Umständen sogar unterstügen." entließ ihn mit einer leichten Vereinigung und ließ dann gegangen. Wuth und Grimm, Neid und Merger bewegten Herr Minister," entgegnete Lange ruhig, nut den Herrn von Hohenhausen rufen, der unverzüglich er- feine Seele, in welcher der Wunsch nach Rache obenauf eine Partei im Staate hat uns die Waffen in die Hand schwamm. Ohne zu wissen, wohin seine Füße ihn trugen, war gedrückt, das war die Ihrige; nur eine Partei hat unser Lieber Herr Baron", begann der Monarch, ich habe er bis zu den Vorposten der Arbeiter gelangt, wo er Blut vergoffen, das war wieder die Ihrige. Sie als einen treuen und flugen Diener jeder Zeit erprobt; angehalten wurde. Partei ist von uns auf dem Schlachtfelde besiegt, sie ist ges Sie haben es so recht eigentlich verstanden, die Monarchie" Ich muß nach dem Rathhause zu dem Herrn Dr. Lange," schieben von uns durch einen Strom von Bruderblut, fie aus der Zeit ernster Strenge in die Ideenwelt der Neuzeit sprach er, von einem plößlich auftauchenden Gedanken er muß aufhören zu sein, damit wir aufhören können, ihr herüberzusteuern, bis die beständigen Konflikte mit der faßt, und alsbald wurden zwei Arbeiter kommandirt, ihn Feind zu bleiben. Was die Konservativen oder Reaktionäre Mehrheit der Kammer mich daran denken ließen, ein par- dorthin zu begleiten. betrifft, so haben wir noch mit ihnen abzurechnen und wer Lamentarisches Ministerium vorzuziehen, wobei ich mir durch Lange, welcher eben erst vom Postplate zurückgekehrt den mit ihnen abrechnen, jetzt, da wir noch die Waffen in Ihre Versetzung in den Staatsrath Ihren werthvollen war, empfing die Anmeldung des Ministerpräsidenten mit den Händen haben. Aber von Ihnen und Ihrer Partei Nath erhielt. Nachdem ich indessen gesehen, daß ich durch nicht geringer Befremdung, ließ ihn jedoch nichtsdestoweniger nehmen wir in dieser Sache weder Rath noch Hilfe an. Berufung jenes Ministeriums weit mehr und ernstere Diffe eintreten. Vor meinen Augen flimmern noch die Blutwellen der renzen gezeitigt, als durch Aufrechterhaltung Ihrer lang-" Ich komme zu Ihnen," rief Raffmaus, wie Aeschines, massenhaft dahingeschlachteten Pariser Arbeiter, jährigen Vertrauensstellung, frage ich Sie auf Ehre und Ge- der besiegte und überzeugte Redner, zu Demosthenes: reue Kommunekämpfer, welche Ihren Gesinnungsgenoffen die wiffen, ob Sie sich getrauen, meine Regierung in einer voll und zerknirscht. Ich hatte bis zum letzten Moment an Republik erkämpfen halfen und niedergemeßelt wurs Weise weiter zu leiten, die der großen Masse des Volkes die Möglichkeit der Herrschaft einer Mittelpartei geglaubt den, weil sie den sie den verwegenen verwegenen Anspruch erhoben, der ist von den siegreichen Bürgern gefangen und ohne Umstände nicht todtgeschossen, dazu erschien die Sache nicht ernst genug- auf ein Schiff gebracht worden, das die Anker lichtete. Man gab ihm das nöthige Reisegeld und den guten Rath, wenn er sich blicken lasse, tönne die Sache weniger gemüthlich ablaufen. " Der Expräsident der Republik Benezuela, Palacio, Wenn zwei daffelbe thun, so ift das in Preußen- Deutsch land jedenfalls dann nicht dasselbe, wenn der eine Thater den bunten Rock trägt, der andere dem 3ivil angehört. Die Thüringer Tribüne" giebt hierfür in Nr. 73 vom 19. Juni einen neuen Beleg. Sie schreibt dort: fonirenden Thür. Ülanen Reg. Nr. 6 wurde vor einiger Zeit Den Mannschaften des zum Theil in Langensalza garni perboten, bei dem Schneider 2. arbeiten zu lassen, da derfelbe Sozialdemokrat fei. Genosse Hülle( früherer Redakteur der Thüringer Tribüne"), welcher nur die Auftrinken, wurde wegen groben Unfugs zu 15 Mark Geldstrafe verforderung an seine Parteigen offen richtete, teine Zeich mann'sche Zichorie zu laufen und fein Zeichmann'sches Bier zu urtheilt." Die Friedenssache, so läßt ein Telegramm ihn reden fei eine große Sache, aber ihr fehle die Hilfe der Kirche. Vielleicht deshalb, weil der Krieg allmächtig ist, das Argument des Faustrechts im Streite, das Mittel, die unteren Klaffen zu unterdrücken, denn die Kirche verbände sich mit der Macht und stüße sich auf den Staat, während sie frei sein sollte." Björnson richtete dann scharfe Angriffe gegen die Kirche, deren Diener er auf forderte, sich der Kirche des Friedens anzunehmen. Mit Bezug auf den Krieg bemerkte er, daß dieser ein Brot für viele Tausende wäre, aber der Friedensgedanke gegen die Artikel, welche wir in den letzten Tagen über die Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" pindtert fönne fiegen, wenn die Völker wollten. Die Friedenssache Zustände in Rußland und über die politische Lage des könne auch die Liebe in Dänemark zusammenketten. Weil Knutenreiches brachten; namentlich die Schlußfäße von zwei in Dänemark so viel Schlechtes über den Sozialismus ge- Artikeln erregen den ehemaligen polnischen Insurgenten, fagt, wolle er feierlich erklären, daß er Sozialist sei, dessen Zorn sich in einem ebenso charakteristischen als lächeraber nicht in der Art, daß er sich um die Träume des lichen Denunziatiönchen äußert. Sozialismus fümmere, sondern weil auf dessen Programm das allgemeine Stimmrecht stehe, etwas, gegen das die Rechtgläubigen, die Konservativen seien. Björnson schloß, die Friedensbewegung müsse von den fleinen Staaten ausgehen. Dänemark biete besonders einen fruchtbaren Boden für die Friedenssache. Nach der Rede brach die Versammlung in Hochrufe auf Björnstjerne Björnson aus. Daß Björnson fich offen zum Sozialismus befannt hat, wird ihm von der bürgerlichen Presse sehr verargt. Wir Legen auf dieses Bekenntniß teinen allzuhohen Werth. Der Sozialismus der Dichter und Romanschreiber ist nicht immer waschecht man erinnert fich des Bola'schen Sozialismus, der aus einigen allgemeinen Phrasen gefolgert ward. Allerdings, Björnson hat sich, indem er für die Friedenssache eintritt, wenigftens auf Seiten der Menschlichkeit und der Kultur gestellt, während Bola es vorgezogen hat, den Massenmord als Noth wendigkeit zu feiern und dem Moloch Tribut zu zahlen. Auch für sein Friedensapostolat wäre Björnson etwas mehr Klarheit zu wünschen. Er möge sich einmal ernsthaft mit den Träumen" des Sozialismus beschäftigen, dann wird er willigen Agitator unferer Sache, indem er folgende Sätze Herr Bindter macht sich wieder einmal zum unfreiunserer Artikel in seinem Weltblatte abdruckt: Und wenn die Proletarier aller Länder einstmals Hand in Hand fest zusammenhalten, dann genügt ein einziger Ruck der mächtigen Schulter, und die ganze morsche Welt fällt in Trümmer! sowie Mag da kommen, was will wenn die Arbeiterklasse feft zusammenhält, so giebt es keine andere Macht in der Gesellschaft, außer ihr!..." Aus eigener Weisheit leistet sich die Norddeutsche Allgemeine Beitung" hierzu folgende Bemerkung: " Zu den sonst von sozialdemokratischer Seite neuerdings so freigebig abgegebenen, jede Absicht einer Gewaltthat ab leugnenden Versicherungen stimmen diese Perspektiven sehr oder will man nur dem eigenen Anhange ein Weniges wenig oder will man nur dem eigenen Anhange ein Weniges an Muth einreden?" " Dem arbeitenden Volke bleibt gegenüber solcher Rechtsungleichheit nichts weiter zu thun übrig, als in die öffentlichen Körperschaften nur solche Vertreter zu wählen, welche dem herrschenden System keinen Mann und keinen Groschen bewilligen. Das wirft! Eine Landagitationstone, welche Sozialdemokraten aus nahmen, hatte guten Erfolg. Frankfurt a. D. vorigen Sonntag nach Müllrose unterDie von denselben mitgebrachten Schriften wurden in dem Orte sämmtlich vertheilt; die Landleute, namentlich die kleinen Acferbürger, famen unseren Genossen sympathisch entgegen. * Todtenlifte der Partet. Verstorben: in Würzburg der Buchdrucker Wilhelm Pagel aus Woldegt( Mecklenburg) 25 Jahre alt; derselbe konditionirte auch in Frankenthal und Dresden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " In Magdeburg wurde der verantwortliche Nedakteur der Voltsstimme", Genoffe 2oeste, von der ihm zur Last gelegten Majestätsbeleidigung fostenlos freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte neun Monate Gefängniß beantragt. Es handelte sich um den der Sächsischen Arbeiter Zeitung" entnommenen Daß wir keinen Grund haben, eine sich aus den Ver- Artikel über die Rede Stumm's, weswegen Genoffe Dergel, hältnissen des Barenreiches mit unerbittlicher Logit ergebende welcher für diese Nummer der Sächsischen Arbeiter- Beitung" als Schlußfolgerung zu verleugnen, könnte doch selbst Herr verantwortlich gezeichnet hatte, zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden war. Die Freisprechung Loeste's wurde damit Pindter wissen. finden, daß nicht wir Sozialdemokraten die Träumer find, Wilhelmstraße aus dem umfangreichen Material der Artikel- die Aufnahme des von ihm gemachten Ausschnittes veranlaßt habe. Uns überrascht es übrigens nicht, daß man in der begründet, daß es nicht festgestellt fei, ob derfelbe auch wirklich and auch in Bezug auf die Frage des Weltfriedens werden reihe Nichts lernt, und es scheint fast, als ob es Herrnarl Zhiel, einen Bolizisten dadurch beleidigt haben, daß in In Breslau sollte der Redakteur der Volkswacht", Die Schuppen ihm von den Boetenaugen fallen. Bindter nur darauf ankommt, dem eigenen Anhange ein Rarl Thiel, einen Polizisten dadurch beleidigt haben, daß in einer Lokalnotiz, worin über den Transport eines auf der Straße Weniges an Muth einzureden". ertrantten Proletariers berichtet wurde, gesagt war:" Der Polizist verschwand wieder von der Bildfläche". Der Polizist fand darin den Vorwurf der Pflichtverletzung. Der Staatsanwalt beantragte 30 M. Geld bezm. 6 Tage Gefängnißftrafe. Die Beugenaussagen ergaben, wie die„ Schlesische Bolfswacht" mittheilt, die Richtigkeit der ganzen Notiz. Das Urtheil lautete auf Freisprechung. Die Stichwahlen in Belgien, die gestern vorgenommen wurden, haben den Liberalen neue Siege gebracht. Die Stellung derselben in der neuen Kammer ist noch etwas stärker, als nach der Hauptwahlschlacht angenommen wurde. Die Liberalen haben in der Rammer 60 Size- gegen 92 der Klerikalen, und im Genat 30 gegen 46. Angesichts der Sachlage hat das Ministerium das sogen. Dktupations Wahlrecht bereits fallen lassen, ohne sich jedoch für das allgemeine Stimmrecht zu entscheiden. Ehe dieses zum Sieg gelangt, wird es noch eines träftigen" Drucks von Außen" bedürfen. in " Parteinachrichten. = - Das Magdeburger Landgericht verurtheilte die Parteigenoffen Kunert- Breslau, Pape und Krüger: Halle wegen Dem Moniteur der Hirsch- Dunckerianer, dem Gewerk. Theilnahme an einer am 22. Sept. 1889 im Kablert schen Gaftverein", liest der„ Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker" hof zu Döllnis ftattgehabten, verboten gewefenen BoltsverfammNr. 72 vom 22. Juni recht amüsant den Text: lung zu je 1 Monat Gefängniß. Die Strafe wurde auf das Unter dem Stichwort Ginigungsamt für die Buchbrucker ni brigfte Maß bemeffen, weil das Sozialistengefeß nicht mehr in der Schweiz" entnimmt das Hirsch Dunder'sche Organ besteht, auf Grund deffen das Verbot der Bersammlung erfolgt Anläßlich der englischen Neuwahlen wird viel Gewertverein" der bürgerlichen Bresse die Notiz, daß die war. In derselben Sache war vom Halle'schen Landgericht ein fach die Frage diskutirt, was wohl auf dem Gebiet der Generalversammlung des Schweizerischen Typographenbundes freisprechendes Urtheil gefällt worden; das Reichsgericht hob auswärtigen Politik die Folge eines Sieges der Liberalen einer Anregung des schweizerischen Prinzipalvereins auf Gin dasselbe jedoch auf und verwies die Angelegenheit vor das Magdesein würde. Auch in freifinnigen deutschen Blättern ist die fegung eines Ginigungsamtes zustimmte. Das ist unwahr. Unsere burger Gericht. Befürchtung ausgesprochen worden, durch Gladstone's be- fchweizerischen Kollegen werden sich hüten, auf diesen HarmonieHokuspokus hineinzufallen, fie haben ein derartiges honigfüßes Wegen Beleidigung des sächsischen Landtags verurtheilte fannte Vorliebe für Rußland und Frankreich könnte der Angebot gleichgiltig zur Kenntniß genommen und sind dann in das Leipziger Landgericht den Redakteur Thiele von der Weltfriede gefährdet werden. Das heißt den Einfluß eines der Tagesordnung fortgefahren. Das ehrenwerthe Blatt erwähnt 28 urgener Beitung" zu 2 Monaten Gefängniß. Wegen Mannes denn doch arg überschäßen. Trotz des Parlamentaris- auch die Ablehnung des Beschluffes auf obligatorischen Anschluß besselben Vergehens verurtheilte das Dresdener Landgericht den mus ist die auswärtige Politif Englands eine weit stetigere an die sozialdemokratische Partei, unterschlägt jedoch früheren verantwortlichen Redakteur der Sächsischen Ar. als die irgend eines der fonftitutionellen oder absolutistischen den positiven Beschluß, wonach sich der Bund mit better- 8eitung", Dergel, zu 4 Monaten Gefängniß. Staaten. Die englische Politik hat niemals solche Sprünge der Partei solidarisch erklärte und dieser außer moralischer gemacht, wie z. B. die deutsche, und käme Gladstone ans Ruder, er würde in der auswärtigen Politik ebenso gut wie in der inneren wesentlich so ziemlich dasselbe thun müssen, was die Tories gethan hätten. Er wird aber nicht ans Ruder kommen. Die politische Ronstellation müßte sich denn unerwartet verändern. Unterstügung jährlich einen Beitrag zu Agitationszwecken zueine Barteimitgliedschaft aufgezwungen werden sollte und das ist wenden wird. Der Unterschied liegt eben darin, daß Niemand nur forrett. Weiter spricht der Gewerkverein" behaglich die Vermuthung aus, daß die Sigverlegung nach St. Gallen ein ruhigeres", b. h. wohl nach seinem Ge allen fumpfiges Fahr wasser für den Bund bringen werde, ist aber hierin gleichfalls Nach Berichten aus London ist die Erbitterung der auf dem Holzwege, denn aus berufenen Kreisen wird dem Arbeiter über Gladstone groß. Er habe sich in der Frage St. Gallener Stadt- Anzeiger" geschrieben: St. Gallen des Achtstundentages unehrlich benommen" sagte vorgestern zu erhalten wissen, unbekümmert darum, ob von Seiten des wird das fortschrittliche Panier des Typographenbundes aufrecht in einer Boltsversammlung ein Redner unter allgemeinem Brinzipalvereins 2ob oder Zadel fließt." Aus diesen Thatsachen zu Beifall. fann Jeder ermessen, wie das Blatt für Arbeiterbeduse lung, das von der Inspiration unferer ersten Führer" Zur amerikanischen Präsidentenwahl. Aus Chikago, funterte, seine Gläubigen über den Fortschritt der klassenbewußten wo die demokratische Konvention gestern zusammentrat, wird Arbeiterbewegung täuscht, um so lange als möglich die gemeldet, die Stimmung sei so entschieden für Cleveland, lächerliche Hirsch Dunder' sche Vereinsspielerei daß dessen Nominirung schon im ersten Wahlgang, der am Leben zu erhalten." wahrscheinlich heut Abend sein wird, zu erwarten sei. M . " in dieser Republik leben zu dürfen. Sie behaupteten Frage an Lange; den seine Wunden nicht wenig zu schmerzen ein Recht auf Arbeit, ein Recht auf Brod, und ihre ehe- begannen: maligen Verbündeten und Mitrepublikaner schossen ihnen Sie haben, Herr Doktor, die hervorragendste Rolle in Blei in den hungrigen Magen. Mit der liberalen Bour- dem Kampfe übernommen, der sich gegen meine Regierung geoisie giebt's für den Arbeiter hinfort kein Bündniß, feinen entsponnen, ein Kampf, der leider nicht ohne Opfer geVertrag; entschließen Sie sich zu sterben als dritter Stand blieben, ja, wie es scheint, auch nicht an Ihrem Haupte und in dem vierten oder letzten oder vielmehr in dem all- ohne Spuren vorübergegangen ist?" gemeinen Stand der Menschheit aufzugehen. Und noch eins: Sie haben die Wuth gegen uns so weit getrieben, um Tausend Thaler auf unseren Kopf zu setzen in der Hoffnung, daß sich ein armer Teufel finden würde, der diesen Sünder lohn zu verdienen trachten möchte. Es hat sich Reiner gefunden. Auf Ihren Kopf stehen noch zehn Thaler ausgefeßt. Hüten Sie sich, daß nicht einer die zehn Thaler lieber verdient, als jene Tausend. Ich will deshalb Ihnen einen Begleiter bis zu unseren Vorposten stellen. Und nun schonen Sie meine Zeit, sie ist mir in diesen Augenblicken fehr tostbar, weil sehr kurz zugemessen." Darauf schellte der Chef der revolutionären Regierung und ließ den Ex- Ministerpräsidenten nach den Vorposten zurückbegleiten. " Ich habe", erwiderte Lange, feine andere Stolle gespielt, als die mich meine Fähigkeit und Kraft befähigte zu übernehmen. Das Andere, die Berufung an einen so hervorragenden Platz, hat das Vertrauen des Volkes zu meinem Charakter und zu meiner Kraft bewirkt." " " Sie find also mit meinem Ministerium unzufrieden?" Was mich betrifft, so berührt mich persönlich es wenig, ob ein gutes oder ein schlimmes Ministerium über meinem Haupte regiert. Aber das Bolt, an dessen Leiden und Freuden ich innig Antheil nehme und deffen Sache zu führen ich mir vorgenommen, nennt dieses Ministerium ein unerträgliches, ein volksfeindliches schlimmster Sorte." Soziale tebersicht. An die Töpfer Berlins und Umgegend. Auf den Bauten des Töpfermeisters Hermann Holz in der Wolgasterstraße und der Alten Schönhauferstraße fämmtliche Kollegen die Arbeit wegen Lohndifferenzen niederhaben mit Ausnahme von Paul Arnold und Oskar Kästner gelegt. Dies den Kollegen zur Nachricht. Berein aur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend. Der Vorsitzende: H. Hoffmann, Gipsstraße 3. Wegen Lohndifferenzen legten, wie die Bremer Bürger zeitung" berichtet, in Bremen die Gehilfen des Malermeisters Dietmann, Landwehrstraße, die Arbeit nieder. tomme ich ohne alle Vorbereitung in die ungewohnte Lage, einem Monarchen etwas von Volkswünschen vortragen zu sollen, wo ich doch weiß, daß eine freie, ungeheuchelte Aeußerung kaum am Platze sein dürfte." Ich habe Ihre Gewehre knallen hören und diese freie und ungeheuchelte Aeußerung, wie Sie sehen, mit Ruhe hingenommen. Das, meine ich, tönnte Sie beruhigen!" „ Ich danke Ew. Majestät für diesen ermuthigenden Wink und werde ihm gehorchen. Zunächst eine nothwendige Unterscheidung: Das Volt, in dessen Namen ich spreche, weil es mich erwählte, das ist das Volk nicht, welches durch feine Vertreter in den Kammern spricht, es würde sonst nicht in dieser Stunde unter den Waffen zu stehen brauchen. Das Bolt, welches heute auf den Barrikaden wacht, sprach zu Ihnen noch zu feiner Beit, weil ihm die Organe fehlten; denn es hatte weder Vertreter in der Landeskammer, noch eine Presse. Sein Seufzen und sein Klagen drang nicht hinauf bis zu den Höhen des Thrones, seine Wünsche und seine Bestrebungen wurden verfälscht in die Deffentlichkeit gebracht, und " Und eben dies mußte mich überraschen, da ich daher kommt es, daß oft die besten Monarchen, trotz der es berief, als das Volk in ziemlich unzweideutiger Weise humansten Abfichten, das Volk zum Straßenkampfe treiben. nach einem Systemwechsel in der Regierung verlangte; und Diejenigen aber, die sich als die Mandatare und Fürsprecher ich berief es, weil ich den Wunsch fühlte, in Frieden zu des Boltes ausgaben, die privilegirten Bourgeois, die in leben mit meinem Bolte. Wie kommt es, muß ich fragen, den Rammern sitzen und die Presse beherrschen, diese waren daß dieses liberale Ministerium schnellere und energischere es, welche, wie ehemals der Adel, über die wahre Stimmung Nachdem er Barth mit der Fortführung der Geschäfte Demonstrationen hervorruft, wenn Demonstration das noch im Volte täuschten, während sie zu gleicher Zeit die ärgsten betraut, schickte er nach Hanke und Frank, die alsbald zu nennen ist, als selbst die Männer, die man konservativ Feinde des Boltes sind." herbeieilten und ging mit ihnen, sowie mit Josef Reinisch nennt? Hat man dieses erste Nachgeben als Schwäche Und doch haben diefelben sich gegeben, als sprächen sie mir im Namen der großen Menge des Boltes, haben aber auch nach dem Schlosse, während man das fünfte Gied der re- angesehen und, darauf fußend, unternommen, volutionären Regierung, Wießner, der aus vielen Gründen noch mehr abzutrohen, abzufämpfen muß ich sagen? Kundgebungen aus der Mitte des Boltes hervorgehen lassen, nicht zu entbehren war, zurückließ. Glaubt man mich dahin bringen zu können, daß wie sie nicht unzweideutiger sein konnten." ich alle Verpflichtungen gegen die historischen Träger unseres Weil der Liberalismus immer einige Jbeen gehegt Als die Führer des Voltes das Schloß betraten, prä- Ruhms, unserer Bildung, unserer Thaten und gegen die und vertreten hat, die theils dem Denker wichtig, theils auch sentirte die Schildwacht das Gewehr und ein Adjutant ge Inhaber des einmal vertheilten Eigenthums auflöse und den wirklichen Fortschritt, wenn auch nicht in für das Voll leitete sie nach dem Zimmer, wo der König in Gesellschaft eine Gleichheit anerkenne, die schon die Natur versagt? wesentlichen Dingen, im Auge hatten. Zudem wirft der einiger seiner Räthe, denen er das meiste Vertrauen zu Sprechen Sie, Herr Doktor, wurde der Aufstand mit solchen unerfahrene Arbeiter in seiner Naivität Alles, was ihn schenten pflegte, fie empfing. Der Monarch heftete Hoffnungen unternommen?" drückt, auf die Schultern der Regierung, betrachtet jeden Kurze Zeit darauf erschien ein Abgesandter des Herrn von Hohenhausen mit der Einladung und dem Schußbrief, worauf Lange erklärte: Wir werden fommen!" * feine Blicke auf diese vier Gestalten mit einiger Neu- Ew. Majestät wollen mich gefälligst entschuldigen, Kampf gegen die Regierung als in seinem Interesse geführt gier, dann bat er seinen Erminister, ihm die Herren vor- wenn ich nur kurz und flüchtig diede ſtehe, da mehrfache und bleibt zum Theil, trot vielfacher herber Enttäuschungen, austellen, und wandte sich, nachdem dies geschehen, mit der Verwundungen mein freies Denken beeinträchtigen. Auch noch immer in diesem Wahne.( Fortfegung folgt.) " TV Beachtenswerth file Totale Mitgliedschaften von Bersprochenen Gefegentwurf für die im Gastwirthsgewerbe be bänden. Nach einer Entscheidung des Rammergerichtschäftigten Arbeiter baldmöglichst vorzulegen." Briefkaffen der Redaktion. find die Mitglieder solcher allgemeinen Bereinigungen, Es begreift fich, daß diese armen, aufs Schofelfte aus Freie Liedertafel. Das Eingefandt müßen Sie als Jafire welche Berbesserung der 2ohnverhältnisse gebeuteten Menschen die hinsichtlich des Arbeiterschutes befanntlich aufgeben. beaweden, wenn fie fich als 8 weigvereine" an ver- äußerst geringwerthige Gewerbe Ordnung noch als Wohlthat Robert Kleiebrüder. Jm preußischen Landtage fikt fchiedenen Orten zusammenthun und eine besondere Raffe führen, empfinden. Welch' eine Demüthigung für den chriftlichen Staat tein Sozialdemokrat. Wir wüßten auch teinen Fall, wo in irgend nicht etwa mehr nur als Mitglieder des allgemeinen Berbandes, liegt aber in der Angabe, daß es in Deutschland einem Unter- einem Wahlkreis sich die Sozialdemokraten ernsthaft an einer sondern als besondere fich mit öffentlichen Angelegenheiten nehmer möglich ist, Andere täglich 16-20 Stunden lang preußischen Landtagswahl betheiligt hätten. befassende Bereine au erachten, die den lokalen Borschriften ununterbrochen und ohne jegliche Bezahlung für fich arbeiten unterworfen und namentlich zur Angabe jeder Aenderung in der zu lassen! Bahl ihrer Mitglieder verpflichtet find. Ein Berliner Arbeiter schreibt uns hierzu: Das aus dem Menschenhandel in Deutschland. Ein in Saalfeld er Erkenntniß für faft alle Filialen fich ergebende Dilemma läßt scheinendes Antifemitenblatt brachte, wie das„ Saalfelder fich befeitigen, wenn alle Angelegenheiten, zu denen eine felb- Boltsblatt" berichtet, in seiner Beilage Landwirthschaftlicher ftändige Kaffenführung gehört, z. B. Bergnügungen und andere Rathgeber" folgendes Inferat: rein örtliche Unternehmungen, in öffentlichen Bersammlungen oder durch ständige, mit dem Berband nicht in Beziehung tretende Kommiffionen, erledigt werden refp. wenn neben den Filialvereinen noch besondere Lokalvereine ad hoc egistiren. Dienstpersonal, als: Groß und Kleintnechte, Ochsenjungen, Hans und Viehmägde, Tagelöhner, Fabrils, Rüben- und Feldarbeiter, Arbeiters familien zc., durchaus brauchbare Leute, hat abzugeben und besorgt schnellfiens bei billigster Berechnung das landwirthAus dem Arbeiterleben- ben Herren am grünen schaftliche Placirungs- Institut von E. Schmidt- Predari, behördLische zur Beachtung empfohlen! Die Kellner lich tongessionirte Firma, Erfurt in Thüringen. Rückporto erund 2ohndiener Wandsbeds fasten, wie das„ Sam- beten." burger Echo" berichtet, in einer Bersammlung folgenden Beschluß: Depeschen. ( Wolffs Telegraphen- Burean.)| Die heute, 17. Junt, im 2efale des Herrn Dänede verfammelten Gastwirthsgehilfen von Wandsbed erfuchen den Herrn Minifter von Berlepfch, fein im Reichstage gegebenes Bersprechen, ein Spezialgefeh für die im Gastwirtbsgewerbe beschäftigten Urbeiter dem Reichstage zu unterbreiten, bald zu erfüllen, da die Londen, 22. Junt. Der Bergarbeiter Berband Großin Rede stehenden Arbeiter schwer darunter zu leiden haben, weil sie ausgefchloffen sind von den Wohlthaten der neuen Ge- britanniens hat einen Bahlaufruf an seine Mitglieder erlassen, 16-20 Stunden täglich, ohne Ruhepaufen und Stimme zu geben, welche den Achtstundentag befürworten werden werbe- Ordnung. Sie machen befonders auf die lange Arbeitszeit, in welchem er dieselben auffordert, nur solchen Kandidaten ihre ohne jegliche Bezahlung, aufmerksam. Sie ersuchen beshalb den Herrn Minister von Berlepsch dringend, ben ver Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 28. Jani. Deutsches Theater. KollegeGrampton. Berliner Theater. Narcis. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Die Fledermaus. Opend- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Hierauf: Die futen Flinten oder Hirsch in der Lanzftunde. Thomas Cheater. Mamfelle Nitouche. R. 8. 1000. 1. Er fann zum Reichstag, aber nicht au den Stadtverordneten wählen. 2. Es ist auch möglich, daß ein Nicht- Wahlberechtigter irrthümlich in die Wählerlifte eingetragen ist, und dann auch eine Aufforderung zur Wahl erhielt. O. R. Roupons werden an den Billetschaltern der Bahnhöfe nicht angenommen. Adelheid. Das preußische Gefeh schließt alle Alimentations ansprüche eines Mädchens aus, wenn sie schon vorher von einem anderen Manne ein Rind gehabt hat. G. B., Charlottenburg. In geftriger Nummer, wie Sie sehen, veröffentlicht. C. M., Gitschinerstraße. Gegen solche Nichtswürdigkeiten giebt es feinen Rechtsschuß. Das Mädchen hat nur auf Alimente für das Kind Anspruch und fann auf Ersatz der für den gewiffenlofen Berführer gemachten Ausgaben lagen. 6. S. 24. Der Kläger braucht fich auf Ratenzahlung nicht einzulaffen. Die Gerichtsgebühren haben Sie zu zahlen. 3. 6. Wenn Sie nichts besonders abmachen, so wird an genommen, daß Sie die Arbeit unter denselben Bedingungen wie bisher annehmen. R. A. S., Pallisadenstraße. Wenden Sie sich an Herrn Neumann, Brunnenstr. 101, 11. B F. 1. Es ist gleich, ob Sie Bormittags oder Nachmittags tündigen. Cuittung für die Arbeiter Bildungsschule. Erhalten vom Bentral Bergnügungskomitee, durch D. Fröblich, 85,25 M. Bon der Werkstatt Barth, Fruchtstr. 8, 10 M. 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AuZ dem Russischen deZ Jwan Turgöniew für die .Neue Well" übersetzt.»') Der dreiundzwanzigste Junitag des JahreS 1843 brach an. «wer jener Tage, die mit blutigen Strichen in die Tafeln der französischen Geschichte eingegraben find. Ich wohnte damals w dem jetzt nicht mehr existirenden Hause, Eck» der Rue de la Paix und des Boulevard des Italiens. Schon seit Anfang Juni hing in der Luft von Paris so etwas wie Pulvergeruch; ew Jeder fühlte, daß ein entscheidender Zusammenfloß unaus- bleiblich sei. Und jetzt nach der Konserenz, welche die Delegirten der eben aufgelösten Nationalwerkstätten mit dem Mitglied« der provisorischen Regierung Marie gehabt, und in welcher von diesem das unvorsichtige Wort„vsolaves"(Sklaven) gebraucht worden— war nunmehr die Frage nicht: wieviel Tage, sondern wieviel Stunden wird das Unausbleibliche und Unabwendbare auf sich warten lassen? »Est-c» pour aujoard'hui?"(Kommt's noch heut« zum Schlagen T) waren die Worte, mit denen Bekannte sich jeden Morgen beim Begegnen anredeten. „Ca a commence!"(Es ist losgegangen!) sagte mir meine Waschfrau, als sie Freitag, den 23. Jun>, Morgens die Wäsche brachle. Sie erzählte, daß eine große Barrikade quer Über den Boulevard, unweit der Porte St. Denis errichtet worden wäre. Ich begab mich gleich dahin. Zuerst konnte ich nichts Auf- fallendes bemerken. Dieselbe Volksmenge vor den offenen Ein- gängen der Eafäs und Läden, wie an gewöhnlichen Tagen; dieselbe Bewegung der Wagen und Omnibusse. Die Gesichter schienen nur etwaS mehr belebt, die Gespräch« wnrden etwas lauter geführt, aber— merkwürdig 4— man schien auch heiterer zu sein,— sonst war jedoch nichts Besonderes wahr« Iunehmen. Allein, je weiter ich vordrang, desto veränderter er- chien mir das Aussehen des Boulevard. Die Wagen wurden Seltener, die Omnibusse verschwanden ganz; die Laden, sogar die lasös waren schon geschlossen oder wurden es eiligst. Die Straßen fingen an leer zu werden, nur alle Fenster in den Häusern, von oben bis unten, waren weit geöffnet. In diese» sowie in den Thüren und Thoren drängten sich fortwährend Menschenhaufen, die vorzüglich aus Frauen, Kindern, Dienst- Und Kindermädchen bestanden. Das Alles schwatzte und lachte, rief sich gegenseitig an, schaute lebhaft um sich und geftiknlirte so, als handelte es sich hier um irgend ein Schauspiel. Eine sorglose, müßige Neugier schien sich dieser ganzen Menge bemächtigt zu haben. Bunte Bänder, Tücher, Hauben, weiße, rosarolhe. himmelblaue Kleider wischten sich und schimmerten im hellen Sonnenlichte, bauschten s'ch auf, flatterten und raschelten beim leisesten Sommerivinde gleich den Blättern der überall hingepflanzten Pappeln.— der „Frelheitsbäume". Ist es denn möglich, daß man sich bald, in fünf, in zehn Minuten hier schlagen, daß hier Blut fließen wird? dachte ich. Unmöglich! Es handelt sich nur um ein Schauspiet... an ein Trauerspiel ist nicht zu denken... einst« weilen. Aber nun erhob sich da vorn« vor meinen Augen, daS Boulevard quer in seiner ganzen Breite durchziehend, ein« in nn- «rader Linie gebaute Barrtlade in der Höhe von vier Klaftern. So recht in der Mitte derselben, umgeben von goldgestickten Trikoloren, züngelte unheimlich rechts und links eine kleine rolhe (iahue. Hinter dem Kamine der aufgethürmlen grauen Pflaster- steine tauchten zuweilen Gestalten in Blousen aus. Ich ging ein wenig näher heran. Vor der Barrikade selbst war es ziemlich leer. Ungefähr fünfzig Männer schlenderten hin und her über das Slraßenpflaster, damals gab es noch kein Macadam (Ehaussirung) auf den Boulevards. Di« Blousenmänner unter- hielten sich lustig mit den herankommenden Zuschauern. Einer, umgürtet mit einer weißen Patronentasche, hielt ihnen eine ent- korkte Flasche mit einem halbgeiüllte» Glas vor, als wollte er sie zum Herantreten und Austrinken einladen; fein Nebenmann, Mit einem doppelläufigen Gewehr auf dem Rücken, schrie in langgezogenem Ton:„Es leben die Nationalwerlstätten! Es lebe die soziale und demokratische Republik!'— Neben diesen Zweien stand eine schlanke, brünette Frau in einem gestreiften Kleide, und auch sie war mit einer weißen Patronentasche um- gürtet, hinter der noch eine Pistole steckte. Nur sie allein lachte nicht und richtete, wie im Nachdenken, ihr« großen, dunklen Augen vor sich hin. Ich durchschritt die Straße nach der linken Seite zu und drückte mich, mit noch süns oder sechs Personen. an die Wand des Hauses, von welchem an der Boulevard sich zu beuge» deginnt, und wo sich damals die Handschuhjabrik befand, die heute noch da ist; die Fensterjalousien dieses Hauses waren geschloffen. Noch jetzt wollt« ich, ungeachtet der bedenklichen Symptome der letzten Tage, nicht glauben, daß die Sache eine ernste Wendung nehmen würde. Schon seit dem frühen Morgen erscholl in allen Straßen jener»igenlhfimliche, dreifache Trommelschlag, jenes Ratata (l« rappel), mit dem die Nationalgarde zusammengerufen zu werden pflegte. Jetzt trommelte es in unserer unmittelbaren Näh«; und siehe da! Langsam sich krümmend und streckend, wie ein langer, schwarzer Wurm, rückte, von der linken Seite des Boulevards her, brs auf»ngechhr zweihundert Schritt« von der Barrikade eine Kolonne von Nationalgarden heran. Wie feine, strahlende Nadeln blitzten über derselben die Bajonette. An der Spitz« ritten einige Offiziere. Die Kolonne erreichte die entgegen- gesetzte Seite des Boulevard und, ihn voUsländig besetzend, wendete sie ihre Front« der Barrikade zu und machte Halt, immer von hinten anwachsend und sich verdichtend. Trotzdem baß jetzt eine so beträchtliche Menschenmasse hinzukain, würbe es rings umher doch merllich stiller; die Stimmen sanken, seltner Und kürzer wurde das Lachen. Es war, als ivenn wir plötzlich 'u eine andere Atmosphäre gerathen wären, die alle Laute ver- bumpft«. Die Strecke zwischen der Lrnie der Nationalgarde und der Barrikade verwandelte sich plötzlich in einen großen Raum, auf dem, leicht wirvelnd, zwei bis drei kleine Staub- Wölkchen glitten— und, ängstlich sich umsehend, ans seinen üNl>en Beinchen ein kleines, schwarzbraunes Hündchen herumlief. Plötzlich«in Krachen— es war schwer zu unterscheiden, woher es kam, od von oben oder unten, vou vorn oder hinten— «N kurzes. Harles Bersten, das eher dem Geräusch einer schweren •JMgeuurzlen Eisenstange, als einem Schusse ähnlich war; und jst�ch nach diesem Donnerlaut trat eine cigcnthümliche, athem- ose igtille ein. Alles war wie versteinert vor Erwartung— es l?tkn, als wenn die Luft selbst die Ohren spitzte. Da, gerade Oer meinem Kopf, ein unausstehlich heftiges Knattern, Bersten, Prasseln, fast wie wenn ein ungeheures Leinwandstück mit � ein Ruck zerrissen worden wäre.,. Das war eine von r.e:i Insurgenten abgefeuerte Salve ans den Jalousien der mbrck bes oberen Stockes der von ihnen besetzten Handschuh- Ich bin von den Unsrigen geschickt. sind? � ist das die'....... W» bereits erschienen. ? Es ist dÄ'die"erste vollsländigt Uebersetznng; Bruchstücke Mein Begleiter, die FlaneurS') und ich. wir entfernten«ns unverzüglich an den Häusern des Boulevards entlang(ich erinnere mich noch, vorne im leeren Raum einen auf allen Vieren kriechen- den Mann, einen herabgefallenen Czako mit rolher Feder und daS sich im Staube wälzende schwarzbraune Hündchen bemerkt zu haben), und als wir das nächste Eackgäßchen erreichten, schlüpften wir hinein. Es gesellten sich zu uns ein paar Dutzend anderer Zuschauer,— der Hut des Einen, eines jungen Mannes von ungefähr zwanzig Jahren, war von einer Kugel durchlöchert. Auf dem Boulevard hinter uns knatterte es unaufhörlich von Kleingewehrfeuer. Wir begaben uns in eine andere Straße, wenn ich nicht irre. in die Rue de l'Echiquier. An dem einen Ende derselben war eine ziemlich niedrige Barrikade zu sehen; ein Gamm*) von zwölf Jahren sprang auf ihrem Kamme herum, riß alle möglichen Possen und fuchtelt« mit seinem türkischen Säbel in der Lust herum. Ein dickleibiger Nationalgardist, furchtbar blaß, lief vor- bei, jeden Augenblick stolpernd und laut stöhnend— aus dem Aermel seines Militärrockes träufelte dunkelrothcs Blut. Die Tragödie halte begonnen— an ihrem Ernste war nicht mehr zu zweifeln, obschon kaum Jemand noch ahnte, welche Dimensionen sie annehmen würde.— Ich hatte mich weder diesseits noch jenseits der Barrikaden zu schlagen und ging nach Hause. Ter ganze Tag verstrich in fürchterlicher Aufregung. Di« Hitze war unerträglich, dabei eine Schwüle— ganz der Lage entsprechend. Ich verließ nicht den Boulevard des Italiens, aus dem sich ein buntes Menschengewühl drängte. Die unmöglichsten Gerüchte wurden verbreitet und immer auf's neue durch andere, womöglich noch phantastischere, verdrängt. Gegen Abend war Eines aber ganz sicher: fast die Hälfte von Paris befand sich in den Händen der Insurgenten. Barrikaden tauchten überall auf, besonders am andern Ufer der Seine: die Truppen nahmen strategische Positionen ein: ein Kampf aus Leben und Tod war in Vorbereitung. Am folgenden Tage war schon vom frühen Morgen das Aussehen der Boule- varbs— überhaupt das Aeußere derjenigen Theile von Paris, die nicht von Insurgenten besetzt waren, wie durch Zauberei ver- ändert. Ein Besehl des kommandirenden Generals der Pariser Truppen, Cavaignac's, untersagte allen Privatverkehr auf den Straßen; Nationalgardisten, Pariser, sowie aus der Provinz, bewachten, auf den Trotloirs aufgestellt, die noch bewohnten Häuser Die regulären Truppen und die Mobilgarde waren im Kampfe. Ausländer, Frauen, Kinder, Alte und Kranke saßen zu Hause, wo alle Fenster, zur Verhütung eines Hinterhaltes, offen bleiben mußten; die Straßen waren wie ausgestorben. Nur selten eilte ein Postomnibus oder die Kutsche eines Arzles vorbei, welche aber sortwährend von den Posten auf- gehalten und nur nach Vorzeigung von Passirscheinen durchgelassen wurden, oder mit schwerem Getöse rasselte ein Geschütz zum Kampfplatz, eine Abtheilung Soldaten durchzog die Straße, oder ein Adjutant, ein Kurier sprengte vorüber. Es trat eine pein- liche, qualvolle Zeit ein; wer eine solche nicht erlebte, der kann keine richtige Vorstellung davon haben. Den Franzosen war es begreiflicherweise bange zu Muthe: sie tonnten glauben, daß ihre Hauptstadl, daß ihr Vaterland, daß die ganze Gesellschaft nun zerstört und in Nichts zerstieben würde; aber die Qual eines zu unwillkürlichem Müßiggang verurtheilten Ausländers war, wenn nicht noch schrecklicher, so doch gewiß ermüdender alS ihr Aerger und ihre Verzweiflung. Eine drückende Hitze— jede? Ausgehen unmöglich— durch die geöffneten Fenster ergießt sich ungehindert erne brennende Gluthwelle, die Sonne blendet, an eine Beschäftigung, an Lesen oder Schreiben ist nicht zu denken. Fünf Mal, zehn Mal in der Minute ertönen Kanonenschüsse, zuweilen eine Gewehrsalve, ein dumpfes Kampsgetöse.— Auf der Straße herrscht Todesstille; die glühenden Pflastersteine werden gelb, die Luft kocht in den Sonnenstrahlen— die Trottoirs entlang verstörte Gesichter der unbeweglich dastehenden Nationalgardisten— und keinen einzigen gewöhnten Lebenslaut! Rund um mich herum ein weiter leerer Raum— und doch hat man das Gefühl von etwas Druckendem, wie in einem Geiängniß oder einem Grabe. Seit zwölf Uhr ein neues Schauspiel: Tragbahren mit Ver- mundeten und Todten erscheinen. Hier trägt man einen Mann mit ergrautem Haar und einem Gesicht, so weiß, wie das Kiffen, auf dem er liegt,— das ist der tödtlich verwundete Deputirte Charbonnel— die Häupter werden stumm vor ihm entblößt,— allein er sieht dies Zeichen mitleidsvoller Verehrung nicht, seine Augen sind geschloffen.— Da geht ein Häuflein Gefangener, sie werden von Mobilgardisten geführt, diese sind noch ganz junge Burschen, fast Knaben; sie flößten zuerst wenig Vertrauen ein, aber sie schlugen sich wie die Löwen. Einig« tragen aus den Bajonetten die blutigen Czakos ihrer gefallenen Kameraden— ober die Blumen, die ihnen anS den Fenstern von den Frauen zugeworfen wurden. „Vivo 1a röpubli— i— ique!" rufen auf beiden Seiten de? Boulevard die Nationalgarden, indem sie die letzte Silbe eigen- thümlich und traurig ausziehen.„Vivo 1a rnobi— i— ile!"— Die Gefangenen gehen aneinandergedrängt wie die Schafe, ein ord- nungsloser Haufe, finstere Gesichter, viele in Lumpen, ohne Kopf- bedeck.mg, einige mit gebundenen Händen. Die Kanonade, das schwere, eintönige Dröhnen, hörte indessen nicht auf. Gegen Abend ist von meinem Zimmer aus etwas Neues zu hören; zu dem Dröhnen gesellen sich schneidige, viel nähere und kurz andauernde Salven.„Das ist", sagte man mir, „das Erschießen der gefangenen Insurgenten in den Mairies(Bürgermeistereien)." Und so eine Stunde nach der andern, Stunde auf Stunde. Auch Nachts ist es nicht zum Schlafen. Versuche ich auf den Boulevard zu gehen oder bis zur nächsten Straße, um entweder Etwas zu erfahren oder mich ein wenig zu erfrischen,— so werde ich angehalten und befragt: wer und was ich bin, wo meine Wohnung ist und warupi ich nicht im Dienstrock stecke? Hatte man nun erfahren, daß ich Ausländer war, so wurde ich arg- wöhnisch angesehen und barsch nach Hause geschickt. Einmal sogar wollte mich ein Nationalgardist aus der Provinz— das waren die allereifrigsten— durchaus verhaften, weil ich ein Morgenjaquel anhatte.„Sie haben den Rock angezogen, um sich bequemer mit den Insurgenten verständigen zu können(paotisor)!" schrie er mich, wie besessen, an.—„Wer weiß, Sie sind vielleicht ein russischer Agent, und in Ihren Taschen ist Geld, bestimmt, unsere Zwietracht anzufachen(pour komontor vos troublss)!" — Ich bat ihn, meine Taschen zu durchsuchen... aber das ärgerte ihn noch mehr. Russisches Gold, russische Agenten haben damals, mit vielem anderem Unsinnigen'") und Ungeheuerlichen, das in den ausgeregten Geistern Platz gefunden, in allen Köpfen gespukt. Ich wiederhole: es war eine peinliche, qualvolle Zeit! ') Sprich flanöhr: der in den Straßen herumwandelnde, neugierige Müssizgänger—„Bummler" im besseren Sinne des Worts. ") Sprich Gamäng. Gaffenjunge; besonders Pariser Gassenjunge. "') Trotzdem steht es fest, daß russische sowohl wie bonapar- tistische Agenten während der Jnnischlacht thätig waren. Red. d. N. W. Unter solchen Umständen vetain«n volle drei Tage, der vierte (28. Juni) rückte heran. Die Neuigkeiten vom Kampfplatz ge- langten ziemlich schnell zu uns, indem sie die Trotloirs entlang von Mund zu Mund liefen. So wußten wir z. B. schon, daß das Pantheon genommen, daß das ganze linke Ufer der Seine in den Händen der Truppen war, daß General Brea von den Insurgenten') erschossen worden, daß der Erzbischof Affre ver« wundet und daß nur noch das Fanbourg St. Antoine von Auf- ständischm besetzt sei.— Ich erinnere mich, wie wir die Pro- klamation von Cavaignac lasen, der zum letzten Mal an das patriotische Gefühl appellirte, das auch aus dem verstocktesten Herzen nicht verschwinde. Ein Kurier, Husarenofflzier, sprang plötzlich quer über den Boulevard heran und schrie, indem er mit den Fingern seiner Rechten einen KreiZ, groß wie«in Apfel, bildete:„Mit solchen Kugeln schießen sie auf uns!" In dein Hause, wo ich wohnte, auch in derselben Etage, lebte der deutsche Dichter G., mit dem ich bekannt war; ich de- suchte ihn oft, um doch einige Beruhigung zu finden, das eigne Ich ein wenig zu vergessen, die drückende Qual des NichtsthunS und der Einsamkeit zu betäuben. Und so saß ich auch am Morgen des 28. Juni bei ihm. Er hatte soeben gefrühstückt, als der Gurion plötzlich und mit aufgeregtem Gesicht hereintrat. „Was giebfs?" „Monsieur G., ein Blousenmann fragt nach Ihnen!" „Ein Blousenmann? Was für ein Blousenmann?' „Ein Mann in einer Blouse, ein Arbeiter, ein Graukopf fragt nach dem Bürger G. Befehlen, ihn hereinzulassen?" G. und ich sahen uns verwundert an.„Lassen Sie ihn herein," meinte er endlich. Ter Garyon ging, vor sich hinbrummend:„Ein Mann in einer Blouse...!" Er war ganz erschreckt. Ach, und vor we- »igen Monaten erst, im Rausch der Februarrevolution, hatte die Blouse als das modernste, anständigste und sicherste Kostüm ge« gölten! Wie lange war es her, daß ich selber, in einer Gratts- Vorstellung, die lm Theatre Franqais für das Volk gegeben wurde, mit eigenen Augen«ine Menge der ausgesuchtesten Mode» menschen, der sogenannten Beau-monde(schönen, vornehmen Welt) sah, die in weißen und blauen Blousen steckten, aus denen so eigenthümlich ihre gestärkten Kragen und Jabots hervorragten? Ader mit den Zeiten wechseln auch die Sitten; zur Zeit der Junischlacht wurde die Blouse zu einem Kainszeichen, erregte sie die Gefühle des Schreckens und der Wuth. Der Garpon kam zurück, und mit einem stummen Schaudern ließ er einen Maurer, einen Mann, der wirklich eine Blouse an- hatte, eine zerfetzte und schmutzige Blouse, vortreten. Di« Hosen, die Schuhe des Mannes waren ebenfalls schmutzig und geflickt; den Hals umschlang ein rother Fetzen und der Kopf war mit einem Wald von schwarzgrauen, verworrenen, bis aus die Augen- brauen herabhängenden Haaren bedeckt, unter denen sich eine lange, höckrige Nase erhob und ein Paar kleine, vor Alter ent- zündete, fahle Augen hervorblickten. Eingefallene Wangen, Run- zeln, tief wie Narben, am ganzen Gesicht; em breiter, zuckender Mund, der Bart struppig, rothe, schmutzige Hände und jene eigenthämliche Rückgratskrümmung, die den Druck langdauernder Ueberarbeitung verräth.... Kein Zweifel— wir hatten vor uns einen jener zahlreichen, hungernden und unheimlichen Arbeiter, die so häufig sind in den niedrigen Schichten„zivilistrler" Gesellschaften. „Wer von Ihnen ist Bürger G.?" fragte er mit heiserer Stimme. „Ich bin G." antwortet« der deutsche Poet, nicht ohne einig« Verlegenheit. „Erwarten Sie Ihren Sohn mit seiner Bonne aus Berlin?" „Jawohl,— woher wissen Sie das? Er sollt« vor einigen Tagen herfahren, aber ich glaubte..." „Ihr Knabe ist gestern angekommen, aber da die Eisenbahn« station von St. Denis in den Händen der Unsrigen ist"— bei diesem Worte wäre der Gargon fast vor Schreck umgefallen— „und es unmöglich war, ihn hierher zu schicken, so hat man ihn zu einer unserer Frauen gebracht— hier auf dem Papier- streifen finden Sie seine Adresse. Mir haben aber die Unsrigen gesagt, ich möchte zu Ihnen gehen, damit Sie nicht unruhig seien. Auch seine Bonne ist nnt ihm, er hat eine ganz gute Wohnung, das Essen wird Beiden gegeben. Es ist auch keine Gefahr vorhanden. Wenn Alles zu Ende fein wird, können Sie ihn abholen. Hier, nehmen Sie den Papierstreifen. Adieu, Bürger!" Der Alte begab sich zur Thür. „Halt, halt!" rief jetzt G. ängstlich.„Gehen Sie doch nicht fort!" Der Alte blieb stehen, wendete sein Geficht aber nicht zu uns. „Also Sie sind bloS deshalb hierhergekommen," fuhr G. kort, „um mich, einen Ihnen ganz unbekannten Menschen, wegen memes Sohnes zu beruhigen?" Der Alle erhob sein gebeugte? Haupt: „Ja! Je suis envoyös par les nötre I"(Ich bin von den Unsrigen geschickt.) „Bios um dessentwillen?" „Ja!" G. war ganz erregt.„Aber ich bitte Ei«... ... ich weiß wirklich nicht, was ich denken soll. mich, wie Sie unversehrt hierhergelangen konnten, doch gewiß an jeder Ecke angehalten?" ich... ich Es wundert man hat Sie gewiß ,Ja!" „Man fragte Sie auch, wohin Sie gehen wollten und was Sie zu thun hätten?" „Ja. Man hat mir immer die Hände angesehen, ob Pulverspuren da wären. Ein Offizier droht«, mich erschießen zu lassen." G. wurde stumm vor Schreck und Verwunderung; auch der Garyon glotzte ihn mit großen Augen an.„C'est trop fort!" (das ist zu stark), lispelten seine erblaßtm Lippen. „Adieu, Bürger!" sagt« der Alle und wendete sich nach der Thüre. G. eilte auf ihn zu und faßte ihn bei der Hand. „Warten Sie... bleiben Ei«... erlauben Sie mir, Ihnen meinen Dank auszudrucken." Er fing an, in seinen Taschen herumzusuchen. Der Alte machte«ine ablehnende Bewegung mit seiner breiten, schwie- ligen Hand:„Bemühen Sit sich nicht, Bürger; ich nehme kein Geld an." „So erlauben Sie-doch wenigstens, daß ich Ihnen ein kleines Frühstück anbiete oder ein Glas Wein... kurz, irgend etwas." „Ja, das werde ich ihnen nicht versagen," meinte nach eini- gem Zögern der Mann.„Ich glaube, es ist schon der zweite Tag, daß ich nichts gegessen habe." G. schickte gleich den Gar'�on nach einem Frühstück und bat seinen Gast, einstweilen Platz zu nehmen. Jener ließ sich auf dem angebotenen Stuhle nieder, legte seine Handflächen aus die Kniee und versank in düsteres Nachdenken. ') Brea wurde notorisch von bonapartistischen Agenten ge« tödtet; die Prozeßverhandlungen haben dies festgestellt; die Kugel, welche den Erzbischof Affre traf, kam erwiesencrniaßen nicht von Seiten der Insurgenten. Red. d. N. W. : . fing an, ihn zu befragen, aber der Alte antwortete, wie| Antisemiten und anderen Oppositionsparteien gemessen wird, nach Imüssen vom Absender frankirt werden. Der Absender fann auch es schien, nur ungern und in mattem Ton; man fah, daß er Verdienst zu kritisiren. Der Freifinn ist eben unter der Richters bei Po stanweisungen nachträglich das Berlangen der Absehr ermüdet sein mußte, daß er jedoch weder aufgeregt war noch schen Führung so herunter gekommen, daß man sich scheuen muß, änderung der Aufschrift stellen. Bostanweisungen, telegraphische Furcht verspürte und sich zu Allem ganz gleichgiltig verhielt. als Kampfgenosse in seine Gesellschaft zu kommen. Bostanweisungen und Sendungen mit Werthangabe bis 400 M. Uebrigens mochte das Gespräch mit dem Bourgeois" nicht nach dürfen bei Behinderung des Empfängers u. f. w. an ein er seinem Geschmack sein. Beim Frühstück wurde er, nachdem er mit Zum Schulinspektor ist vom Berliner Magiftrat der deutsch- wachsenes Familienglied des Empfängers oder des Bevoll großem Behagen gegessen und getrunken hatte, etwas lebhafter freifinnige Reichstags Abgeordnete und Gymnasial Lehrer am mächtigten desselben bestellt werden. Sendungen gegen und gesprächiger. grauen Kloster, Dr. Mar Ruge in Steglig gewählt. Gegen diese Rückschein dürfen nur an den Empfänger selbst oder dessen Im Februar," so erzählte er, versprachen wir der provi- Wahl haben nun Stöcker und andere fromme Brüder wegen der Bevollmächtigten bestellt werden. Erblindete Personen dürfen forischen Regierung, drei Monate zu warten, nun find sie vor- Nichifirchlichkeit des Dr. Ruge Protest erhoben. Zu einer Beit, wo auch ohne Begleiter zur Reise mit der Post zugelassen werden. über, aber die Noth ist noch dieselbe, ja, sie ist noch größer ge- die ganze freisinnige Partei sich für den Konfessionalismus der Bolts- Für die Freibeförderung von Kindern mit den Bosten ist das worden. Die provisorische Regierung hat uns betrogen, ver- schule erklärt hat, kann die Anfechtung der Wahl eines Nicht- Alter von 8 Jahren auf 4 Jahre erhöht worden. fprach viel hielt aber nichts. Sie that nichts, gar nichts für Gläubigen kein Wunder nehmen, und sie dürfte wohl auch Er- förderung von Estafettensendungen und Kurierreifenden durch die Die Arbeiter. Unsere Mittel find nun verzehrt, Arbeit giebt es folg haben. Poft findet nicht mehr statt. Zur Anbringung von Beschwerden teine, die Geschäfte stocken. Eine schöne Republik das! Nun entder Poftreifenden fommen besondere Befchwerbebücher fchloffen wir uns, verloren sind wir so wie so!" Der Berliner Polizeipräsident v. Richthofen soll, wie Erlauben Sie," versuchte G. einzuwenden, welchen Mugen verlautet, demnächst aus dem Amte treten. Als sein Nachfolger konnten Sie von einem solch unsinnigen Aufstande erwarten?" wird der Landrath in Teltow, Herr Stubenrauch, bezeichnet. sich den Mund recht sauber, legte die Serviette nieber, danktet nur ein Schritt. Auch Herr v. Richthofen hat seinen BeBe. Verloren find wir so wie fo," wiederholte der Alte, wischte Bom Landrath in Teltow bis zum Polizeipräsidenten von Berlin und erhob sich. fähigungsnachweis für das Berliner Polizeipräsidium als Land" Gehen Sie schon?" fragte G. rath in Hinterpommern geführt. Bleiben?" " " Ja, ich muß zu den Unsrigen. Was soll ich denn hier Aber man wird Sie auf dem Rückweg ganz gewiß anhalten " Ift möglich. Vielleicht. Aber was hat das zu bedeuten? Lebt man, so muß man für seine Familie Brot erwerben, aber wie und wo? Wenn man uns aber todtschlägt, so werden die Leute schon für unsere Waisen sorgen. Adieu, Bürger!" So fagen Sie mir doch wenigstens Ihren Namen! Ich möchte wissen, wie der Mann heißt, der so viel für mich geEs ist nicht nöthig, daß Sie meinen Namen wiffen; in Wahrheit, was ich that, das that ich nicht für Sie, sondern weil die Unsrigen es befahlen. Adien!" Und der Alte ging, vom Garçon begleitet, hinaus. und vielleicht noch wirklich erschießen!" than." " innern!" * * Eine Be nicht mehr zur Anwendung. Die neue Postordnung enthält auch eine vollständige Bu bekanntlich unzulässig, wenn dieselben nach ihrer Fertigstellung Die Versendung von Drucksachen gegen die ermäßigte Tare ift fammenstellung der gestatteten Menderungen an Drucksachen. im Druck irgend welche Zusätze oder Aenderungen erfahren haben. Es find jedoch nach der neuen Postordnung vierzehn Ausnahmen Nach einer unter dem 15. b. Mt8. erlassenen Bekannt davon gestattet, während die alte Postordnung deren nur neun an Sonn- und Feiertagen Buschlagskarten zur zweiten der Drucksachenfendung die bei Briefen zulässigen Vermerke anger machung des Betriebsamtes der Stadt- und Ringbahn werden tannte. Es foll nämlich geftattet sein: 1. auf der Außenseite Wagentlaffe auf den Perrons nicht mehr ausgegeben, sondern bringen; 2. auf gedruckten Visitenkarten die Anfangsbuchstaben find solche lediglich an den Schaltern zu haben und bei dem Be- üblicher Formeln zur Erläuterung des Zwecks der Uebersendung treten der Bahnsteige durch die Kontrolleure zu kopiren. Wer an der Karte handschriftlich anzugeben; 3. auf der Drucksache ſelbſt Sonn- oder Feiertagen mit einer Fahrkarte pritter Wagenklaffe ben Ort, den Tag der Absendung, die Namensunterschrift oder oder ungefochter 3ufchlagstarte in einem Wagen Firmazeichnung, sowie den Stand des Absenders handschriftlich oder weiter Klasse angetroffen wird, hat ohne Weiteres die für solchen auf mechanischem Wege anzugeben oder abzuändern; 4. den KorrekturFall ausgesetzte Mindeststrafe von 6 M. oder auch mehr zu bogen das Manuskript beizufügen und in denselben Abänderungen zahlen. Die Veranlassung zu dieser Verfügung ist in dem Um- und Zufäße zu machen, welche die Korrektur, die Form und stand zu suchen, daß durch das Nachlösen von Zuschlagstarten den Druck betreffen, folche Zufäge in Ermangelung des Raumes auf den Bahnsteigen zu große Ueberfüllungen der zweiten Wagen auch auf besonderen Betteln anzubringen; 5. Druckfehler zu be flasse an Feiertagen stattfinden. richtigen; 6. gewiffe Stellen des gedruckten Tertes zu durchstreichen, um diefelben unleserlich zu machen; 7. einzelne Stellen des In balts, auf welche die Aufmerksamkeit gelenft werden soll, durch Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Zur Ausführung Noch an demselben Tage wurde der Aufstand unterdrückt. Der SS 105b Abfas 2, 105e, 41a und 55a der Reichs- Gewerbe- Striche tenntlich zu machen; 8. bei Preislisten, Börsenzetteln und Sobald der Verkehr frei wurde, holte G. fein Söhnchen, nach Ordnung wird vom Polizeipräsidenten für den Stadtkreis Handelszirkularen die Preise, sowie den Namen der Reifenben der ihm übergebenen Adresse, bei der Frau, die es beherbergte. Berlin folgende Berordnung über die Sonntagsruhe im Handels- und den Tag ihrer Durchreife handschriftlich oder auf mecha Der Mann und der Sohn dieser Frau waren gefangen, ein gewerbe zur öffentlichen Kenntniß gebracht:§ 1. Feststellung der nischem Wege einzutragen oder abzuändern; 9. in die Anzeigen zweiter Sohn, sowie ein Neffe auf der Barrikade gefallen. Auch gefeglich zulässigen fünfstündigen Beschäftigungsüber die Abfahrt von Schiffen den Tag der Abfahrt handschrift fie wollte kein Geld annehmen, aber, indem sie auf zwei im eit. Im Handelsgewerbe dürfen Gehilfen, Lehrlinge und lich anzugeben; 10. bei Quittungskarten die durch das InvaliditätsBimmer herumspringende Mädchen Töchterchen ihres gefallenen Arbeiter am ersten Weihnachts, Ofter und Pfingsttage überhaupt und Altersversicherungs- Gesetz zugelassenen Eintragungen hand Sohnes hinwies, fagte fie: Wenn ich einmal für diese zu nicht, im übrigen an Sonn- und Festtagen nicht vor 7 Uhr Vor- fchriftlich oder auf mechanischem Wege vorzunehmen, die Beitrags bitten genöthigt sein werde, so möge Ihr Sohn fich ihrer er mittags und nicht nach 2 Uhr Nachmittags, sowie nicht während und die Doppelmarken aufzutleben und die aufgeflebten Marten der für den Hauptgottesdienst bestimmten Zeit beschäftigt werden. zu entwerthen oder zu vernichten; 11. in die Sendungen mit Das Schicksal des Alten, der G. auffuchte, blieb unbekannt. Für den Hauptgottesdienst ist nach der landespolizeilichen Ber- Büchern, Musikalien, Beitschriften, Landkarten und Bildern eine Es war unmöglich, diese seine That nicht zu bewundern, jene ordnung vom 22. Februar 1889 die Zeit von 10-12 Uhr Vor- Widmung handschriftlich einzutragen, auch diesen Sendungen unbewußte, fast heroische Einfachheit, mit der er die That voll- mittags bestimmt. Abweichend von der Regel des ersten Absages eine auf den Preis der überfandten Gegenstände bezügliche brachte. Es fam ihm augenscheinlich nicht im Mindesten in den dürfen die dafelbft bezeichneten Personen in dem Handelsgewerbe Rechnung beizufügen und letztere mit solchen handschriftlichen Sinn, daß er etwas ungewöhnliches gethan, daß er sich geopfert. der Beitungsspedition nicht vor 4 Uhr früh und nicht nach Bufägen zu versehen, welche den Inhalt der Sendung betreffen Aber man fann auch jene Männer nicht genug bewundern, die 9 Uhr Vormittags beschäftigt werden. Sobald durch ftatutarische und nicht die Eigenschaft einer befonderen, mit diefem in feiner in dem Getümmel eines furchtbaren Kampfes fich der Angst Bestimmung für einzelne Zweige des Handelsgewerbes die Beziehung stehenden Mittheilung haben; 12. bei Bücherzetteln eines ihnen unbekannten Bourgeois" erinnerten und bar zulässige Beschäftigungszeit über das gefeßliche Maß eingeschränkt( offen gedruckten Bestellungen auf Bücher, Zeitschriften, Bilder auf bedacht waren, denselben zu beruhigen. Freilich haben wird, verlieren die vorstehenden Vorschriften hinsichtlich dieser und Mufitalien) die bestellten oder angebotenen Werke auf der Leute vom felben Schlage zweiundzwanzig Jahre später Paris Gewerbezweige ihre Giltigkeit.§ 2. Sulaffung einer ver- Rüdfeite handschriftlich zu bezeichnen und den Bordruck ganz oder angezündet und die Geifein erfchoffen, aber Derjenige, ber nur längerten Beschäftigungszeit. An den beiden lehten theilweise zu durchstreichen oder zu unterstreichen; 13. Modebilder, ein wenig das Menschenherz kennt, wird diesen Widerspruch zu Sonntagen vor Weihnachten, dem letzten Sonntage vor Ostern Landkarten u. f. w. auszumalen und 14. bei Drucksachen, Löfen wissen. und dem letzten Sonntage vor Pfingsten dürfen im Handels- welche von Berufsgenossenschaften oder Versicherungsanstalten oder gewerbe die im§ 1 Absatz 1 bezeichneten Personen, abgesehen von deren Organen auf Grund der Unfallversicherungs- Gefeße von der ebendaselbst festgesetzten Beit, noch von 2 Uhr Nach ober des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesezes abgesandt mittags bis 6 Uhr Abends beschäftigt werden. Die gleiche Ver- werden und auf der Außenseite mit dem Namen der Berufs längerung der Beschäftigungszeit findet für den Handel mit genossenschaft oder der Versicherungsanstalt bezeichnet sind, Bahlen Blumen und Krängen auch an dem zum Gedächtniß der Ge- oder Namen handschriftlich oder auf mechanischem Wege einzus storbenen bestimmten Sonntage, sowie am 31. Dezember, fofern tragen oder abzuändern und den Vordruck ganz oder theilweise Dieser Tag auf einen Sonntag fällt, Anwendung.§ 3. Aus- zu durchstreichen. nahmen von der Regel des§ 1. 1) An denjenigen Tokales. Bismard contra Erfinder. Während Fürst Bismard mit In der Straffache gegen den Rechtsanwalt Dr. Stein feinem Sprößling in Wien zur Kirche fuhr, ereignete sich, wie Sonntagen, an welchen im Handelsgewerbe die Beschäftigung der bie Beitungen meldeten, ein eigenthümlicher Zwischenfall. Ein Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter während 5 Stunden zugelassen war der Termin zur Hauptverhandlung auf Donnerstag angefeht. Schloffergefelle warf ein Packet, das Schriften enthielt, in den ist, darf deren Beschäftigung über den in§ 1 Ab. Der Termin ist jedoch aufgehoben worden, weil auf Antrag bes Wagen des Fürsten. Der Fürst bog fich zurück, während Graf fat 1 vorgeschriebenen Beitraum hinaus a) im Betriebe Bertheidigers, Rechtsanwalts Sello, vorher erst noch gerichts Herbert das Packet aufbob und es wieder zum Wagen hinaus des Sandels mit Back- und Konditorwaaren, mit Fleisch ärztliche Erhebungen über die Geiftes und Gemüthsverfaffung, roarf. Bermuthlich schwebten die Herrschaften einige Minuten und Wurst, mit Milch, sowie im Betriebe der Bortofthandlungen: in welcher sich der Angeklagte zur Beit der That befunden, statts in der Angst vor einem Dynamit"-Attentat. Ein später fchon um 5 Uhr Morgens beginnen, b) im Betriebe des Handels finden sollen. eingegangenes Zelegramm meldete, daß der betreffende mit Back und Konditorwaaren, sowie des Handels mit Milch Die Untersuchung gegen den Partiewaarenhändler ach Schloffer Lorenz heiße, ein geborener Wiener fei und geistes- bis um 3 Uhr Nachmittags dauern. 2) Am ersten Weihnachtsmann, dessen Verhaftung wir vorgestern meldeten, nimmt gang gestört zu sein scheine. Das Erstere ist richtig, das Lehtere trifft Ofter- und Pfingsttage darf die Beschäftigung der unter Nr. 1 bedeutende Dimensionen an, da es jetzt bereits als feftftehend jedoch nicht zu und Lorenz ist dem Fürsten Bismarck fein Fremder. bezeichneten Bersonen a) im Betriebe des Handels mit Back- und gilt, daß 2. fein Lager fast nur aus gestohlenen Waaren ergänzte. Die zur Holzpflasterung bestimmten Buchentlöße, die von Ronditorwaaren, mit Fleisch und Wurst, mit Milch und mit Der Verhaftete tauste hauptsächlich von Hausdienern und Friedrichsruh aus in die Welt geschickt werden, tragen die Be- Borkostwaaren: von 5 Uhr Morgens bis zum Beginne der für Kommis, deren eine große Anzahl mit in die Untersuchung vers zeichnung Patent Soreng. Der Erfinder des paten- den Hauptgottesdienst bestimmten Zeit, b) im Betriebe des wickelt find. In dem Geschäft find große Mengen Waaren, tirten Verfahrens Verfahrens ist derselbe Lorenz, der eben in Handels mit Rolonialwaaren, mit Blumen, mit Tabat und Wien dem Fürften einige schreckliche Minuten bereitet hat. Bigarren, sowie mit Bier und Wein: während der letzten beiden welche nachweislich aus Diebstählen herrühren, beschlagnahmt Lorenz, das Schicksal aller Erfinder theilend, erhielt für fein Stunden vor dem Beginne der für den Hauptgottesdienst bes worden, ebenso eine ganz bedeutende Geldsumme, welche 8. auf Patent eine winzige Summe, um welche es in den Besitz bes ftimmten Beit, c) im Betriebe der Beitungsspedition: von der Deutschen Bank zu liegen hatte. Fürsten Bismarck überging, während ein von Lorenz gestelltes 4 bis 9 Uhr Vormittags stattfinden.§ 4. Beschränkung Beifall aller Fachkenner gefunden hat. Eine Belohnung von 300 m. hat sich die Köpnicer Gesuch um irgend eine, und sei es auch nur untergeordnete Bedes Gewerbetriebes im fehenden Handel. ber schäftigung bei der Herstellung des von ihm erfundenen Pflasters Soweit nach den den vorstehenden Bestimmungen Gehilfen, übrigens gestern in bas hiesige Untersuchungsgefängniß ein von Bismarck abschlägig beschieden wurde. Jedenfalls hat die Lehrlinge und Arbeiter im Handelsgewerbe an Sonn- geliefert ist, erwirkt. Der wirtliche Name des Festgenommenen ihm zugefügte Unbill Lorenz zu seiner Demonftration ver- und Fefttagen nicht beschäftigt werden dürfen, ist gemäß ist jedoch nicht Krüger, sondern Stieber; derfelbe ist eine von bet anlaßt. Lorenz, der als echtes Grfindergenie eine etwas 41 a der Reichs- Gewerbe- Ordnung an diesen Tagen in offenen Berliner Polizei schon längst gesuchte Persönlichkeit, die an sabl exzentrische Natur ist, befindet sich erst seit Gröffnung der Aus- Berkaufsstellen, zu welchen auch die selbstthätigen Verkaufs- reichen, vorwiegend in den östlichen Stadtvierteln verübten Gin stellung für Musik und Theaterwesen in Wien, und zwar geschah apparate gehören, der Gewerbebetrieb verboten.§ 5. Be brüchen betheiligt war. Bei der in der Wohnung des St. vor die Ueberfiedelung auf Wunsch des in jener Ausstellung fungiren schränkung des Gewerbes des nicht stehenden Handels. Von dem genommen Haussuchung wurde eine Liste aufgefunden, auf den deutschen Reichskommissars. Lorenz hat nämlich eine neue Verbote des§ 55 a Absatz 1 der Reichs- Gewerbe- Ordnung wird welcher eine ganze Reihe Köpnicker Geschäftsleute verzeichnet sind, Borrichtung zum Spannen der Saiten an Streichinftrumenten auf Grund des Abfah 2 dafelbst ausgenommen: 1) das Feil bei jedem einzelnen Namen findet sich ein Bermert, um welche erdacht, die ebenso Die ebenso einfach wie ingenios ift und den bieten von Wilch auf öffentlichen Wegen, Straßen und Blagen Beil der betreffende Geschäftsmann feine Lokalitäten zu schließen Dieser legte an allen Sonn- und Festtagen für die Zeit bis zum Beginne pflegt und hatte der Berhaftete jedenfalls die Absicht, auf Grund Umstand veranlaßte den Reichskommissar, Lorenz von Berlin der für den Hauptgottesdienst bestimmten Stunden; 2) das Feil- Diefer Lifte in Röpnick einen förmlichen Raubzug auszuführen. bieten von Blumen, Backwaaren, Dbst, Spielwaaren, gering: Frau und Tochter des St. find gestern wieder auf freien Fuß nach Wien kommen zu lassen. Wir empfehlen den Telegraphenbureaus, welche über die werthigen Gebrauchsgegenständen und ähnlichen Sachen auf gefegt. Reife Bismards so geschäftig berichten, vorstehende Mittheilung öffentlichen Wegen, Etraßen und Plägen an den beiden legten des Vorwärts" gleichfalls brühwarm nach allen Richtungen der Sonntagen vor Weihnachten bis um 6 Uhr Abends mit Ausschluß Polizeibericht. Am 20. d. Mts. Abends fand vor dem Windrose zu depefchiren. Sie wird überall mehr Interesse er der für den Hauptgottesdienst bestimmten Zeit. Die besonderen und regen, als dies bezüglich der Depeschen über Bismarck und seine polizeilichen Borschriften hinsichtlich der Übhaltung des Weib- Schulz eine Schlägerei statt, wobei der Legtere von seinem Gegner nachtsmarktes werden durch die Bestimmung unter Nr. 2 nicht durch einen Schlag mit einem Mauerstein so schwer am Ropie Familienfestlichkeit der Fall sein fonnte. berührt.§ 6. Diese Verordnung tritt in Gemäßheit der faiser- verlegt wurde, caß et, nachdem der Arat einen Schädelbruch Der Stadtverordnete Dr. Friedemann hat folgenden, lichen Berordnung vom 28. März d. J.( R.- G.- 8. 6. 339) am festgestellt hatte, nach dem Krankenhause in Moabit gebracht haft von 52 Mitgliedern der Stadtverordneten- Versammlung unter 1. Juli d. J. in Kraft. den mußte. Bei einer Schlägerei vor der Schantwirthschaft ftüßten dringlichen Antrag eingebracht:„ Die StadtverAus der neuen Postordnung, die mit dem 1. Juli in bei, bain Rylestr. 10 brachte der Arbeiter Gärtner einem anderen Arbeiter ordneten- Versammlung ersucht den Magistrat, mit dem Königlichen Polizeipräsidium in Verbindung zu treten, um der Be- Kraft tritt, find folgende Bestimmungen von allgemeinem Schwerverlegte wurde nach dem Krankenhauſe am Friedrichshain läftigung des Publikums durch Verbreitung Scham verlegender Interesse: Unfrantirte Postkarten und solche Postkarten, welche ben wurden brei Männer erhängt aufgefunden, und ens gebracht und ber thäter am nächsten Tage verhaftet.- Am Schriften auf den Straßen der Stadt zu steuern." Diefer Antrag ist wieder einmal echt freifinnig. Diese Herren äußeren Anforderungen nicht entsprechen, unterliegen dem Porto Bormittags in den Anlagen des Hippodroms ein Mann, Namen wissen sonst nicht Worte genug zu machen für das Recht der für unfrantirte Briefe. Für unzureichend frantirte Postkarten Rehfe, Nachmittags in seiner Wohnung in der Waffergasse ein unbeschränkten freien Meinungsäußerung, sobald aber dieses wird dem Empfänger der doppelte Betrag des fehlenden Porto: Kaufmann, und Abends im Thiergarten, in der Nähe von Cher Recht in einem ihnen unbequemen Sinne ausgeübt wird, dann theils in Ansatz gebracht, wobei Bruchtheile einer Mart auf eine lottenhof, ein Arbeiter. Die bei dem Begteren angestellten Wieber: schreien sie nach Polizei und Staatsanwaltschaft, just wie die durch 5 theilbare Pfennigsumme aufwärts abgerundet werden. belebungsversuche waren von Erfolg und schlimmsten Reaktionäre. Wir wissen uns von jeder Sym- Außer Flüssigkeiten dürfen Dele, fette Stoffe, trockene, abfärbende Charitee gebracht. but abfärbende Bulver ſowie lebende Bienen als anten pathie gegenüber der antisemitischen Schundliteratur gewiß frei Baaren proben versandt werden, sofern ihre Berpackung Melenchi Tie Brust bei und mußte nach dem Lazarus- van brei In der Nacht zum 22. d. M. brachte sich und die garte Schonung, veren fich diese Erzeugniffe- im Verben von der Boftverwaltung vorgeschriebenen Bedingungen ent- eerſtich in die prent. Am 21. d. M. Abends fanden drei gleich 3. B. mit unserer Parteiliteratur- feitens der Polizei spricht. Pofin a chnahmen find fortan auf Briefen, Druck- leine Brände statt. der Polizei hause gebracht werden. – Um erfreuen, wiffen wir gebührend zu würdigen. Aber die Polizei um Hilfe zur Unterdrückung eines politischen sowie bei Postkarten und Packeten zulässig. Für Postaufträge sachen und Waarenproben bis zum Gewicht von 250 Gramm Gegners anzurufen, bas erfcheint uns und mit uns gewiß allen politisch anständig Denkenden- so unwürdig, daß es ur Ginholung von Wechselakzepten wird fünftig weder eine schwer ist, daneben das zweierlei Maß, mit dem gegenüber den Porto für die Rücksendung des Poftauftrages erhoben. Den a n dBorzeigegebühr, noch, im Fall der vergeblichen Vorzeigung, briefträgern dürfen zur Ablieferung an die Postanstalt Sendungen mit Werthangabe im Einzelnen bis zum WerthDas betrage von 400 M. vom Publikum übergeben werden. Berlangen der Beschaffung eines Rückscheines ist nicht nur bei Wegen öffentlicher Beschimpfung von Einrichtungen und Einschreibsendungen, sondern auch bei Packeten ohne Werth- fteller Martin Hildebrandt vor ber 1. Straftammer leiner Gebühr von 20 Pf. zulässig. Sendungen gegen Rückschein geklagten verfaßte und Herrn M. von Egidy gewidmete *) Paris, das ist jeht erwiesen, ist nicht von den Pariser Arbeitern angezündet"; und die Geifeln, das ist eben falls erwiesen, sind nicht von den Pariser Arbeitern erschossen woorden. Die volle und ganze Schuld der damaligen Greuel ruht auf der sogenannten„ Ordnungspartei". Neb. d. N. 28. Gerichts- Betfung. Broschüre Reher- Briefe". In derselben vertritt der Berfasser worden war. Eines Rommentars bedarf dieser Borgang[ ja zuzugeben, daß, wer den Rampf gegen ähnliche Mißstände die Ansicht, daß die heutige religiöse Auffassung, speziell aber die nicht, jeder ist in der Lage, sich denselben hierzu selbst zu machen." außerhalb der Parlamente unternähme, stets auf Wunden im Auffassung über den Gottesbegriff eine verfehlte sei und eine Gin in derselben Nummer enthaltener zweiter Artikel, Kampfe zu rechnen habe, auch wenn er siege. Die Ausführungen Bedeutung für das Bolt nicht mehr haben tönne. Dies sucht er welcher nicht unter Anklage stand, wurde in der Beweis des angefochtenen Artikels feien buchstäblich wahr und durch die an der Hand der Schöpfungsgeschichte und der jüdischen Urgeschichte zu aufnahme auf Antrag der Staatsanwaltschaft ebenfalls verlesen, Beugenaussagen bestätigt. Er beantrage die Freisprechung des beweisen und seinen Gottesbegriff als natürlichen und vernünftigen um als Beweis für die behauptete Strafbarkeit des ersten Artikels Angeklagten. dem gegenüber zu stellen. In zahlreichen Stellen dieser Broschüre, verwerthet zu werden. Das Urtheil lautete dem Antrage der herzoglichen Staatsin welchen die Anschauungen des Verfassers in einer recht Vor dem Altenburger Schöffengericht tam die Anklage am anwaltschaft gemäß auf 50 M. As ftrafmildernd wurde in der fräftigen Beweisführung vertreten werden, erblickte die Anklage 9. Juni gegen den Redakteur Bogeniz zur Verhandlung. Begründung desselben bemerkt, daß das Verhalten der Polizei in behörde den Thatbestand der Beschimpfung von Einrichtungen Das unter Gid abgegebene Zeugniß des ersten Beugen der Angelegenheit allerdings ein tadelfreies nicht ge= der christlichen Kirche. Die Verhandlungen fanden unter Aus- Polizei- Inspektor Beckert ergab Folgendes: Am 23. Juni v. J. wesen sei". ( Wähler"). schluß der Deffentlichkeit statt. Der Gerichtshof verurtheilte den meldete mir der Schuhmann Kühn, daß ein älterer Herr mit Angeklagten zu fechs Wochen Gefängniß, den mit langem grauen Bart an zwei Kindern unzüchtige Handlungen angeklagten Verleger der Broschüre zu 1 Woche Gefängniß und vorgenommen haben sollte. Darauf beorderte ich sofort den ordnete die Beschlagnahme bezw. Vernichtung fämmtlicher vorfind- Schuhmann Kühn I, die nöthigen Recherchen vorzunehmen und lichen Gremplare, Platten und Formen an. Der Gerichtshof hatte bestellte die Frau Müller au mir. Bugleich war mir mitfeinen Zweifel daran, daß es dem Angeklagten bei der ihm inne getheilt worden, daß betreffender Herr diefelben Rinder wohnenden Intelligenz ohne Weiteres tlar sein mußte, daß er durch seine Ausführungen die Einrichtungen der chriftlichen Kirche beschimpfe und die relegiösen Gefühle vieler gläubigen Christen verlege. Als strafmildernd führte der Gerichtshof an, daß der von dem Angeklagten vertretene und an einer Stelle der Broschüre bargelegte Gottesbegriff als ein erhabener anzuerkennen fei. Versammlungen. " für den nächsten Tag wieber nächsten Tag wieber bestellt habe, um mit ihnen nach dem Schloßgarten zu gehen. Zwei dahin beorderte Unter der Flagge eines Fachvereins der Klempner Schuhmänner( einer in Uniform und einer in Bivil) konnten haben am Dienstag eine Anzahl" Unabhängige" wieder eine jedoch nichts wahrnehmen, da der Herr nicht fam. Fluth von Schmähungen über den Vorwärts" ergossen. Der Ich habe alle Recherchen ganz allein geleitet und geführt, ohne Vorwärts" ift den" Unabhängigen" wegen seiner politischder Staatsanwaltschaft Mittheilung zu machen. Dem Herrn fozialen Haltung, die er gegenüber ihren verrückten Jbeen einOberbürgermeister, meinem Vorgesetzten, habe ich erst a cht nimmt, fehr unbequem, aber gleichwohl glauben sie ihn nicht ents Ein Erbschaftsstreit, an welchem die Stadt Berlin mit Tage nach Gmpfang der ersten Melbung von dieser behren zu können, um für ihre fogenannten„ gewertschaftlichen" Der Kleinigkeit von 14 Million Mart intereffirt ist, hat Gache Mittheilung gemacht, diese Mittheilung geschah nur münd- Bildungen die erforderliche Reklame zu machen. Soweit nun durch Erkenntniß der 11. Ziviltammer hiesigen Landgerichts I. lich. Das Verhör der Kinder befestigte in mir die Anschauung, Versammlungsberichte auch seitens solcher fragwürdiger Gewerkam Dienstag seinen vorläufigen Abschluß gefunden. Der verstorbene daß die ganze Sache nicht wahr sei, indem sich dieselben in ihren schafter eingehen, werden sie wie alle Uebrigen behandelt und Direktor Schmidt hat der Stadt Berlin fein gesammtes Ver- Aussagen widersprachen. Ich ließ dann noch bei den Lehrern aufgenommen. Auch beim Fachverein der Klempner, trotzdem wir mögen im Betrage von 14 Million Mark mit der Auflage verber Kinder Grfundigungen einziehen über den Zeumund derselben. wissen, daß er eine Arena ber Unabhängigen" ist, wird davon macht, dafür ein Findelhaus zu errichten. Die Annahme an die Staatsanwaltschaft erstattete ich Bericht am 27. Juli. feine Ausnahme gemacht. Neulich dagegen mußten wir einen Berdes Vermächtnisses ist auch genehmigt worden, jedoch mit der Der damalige Erste Staatsanwalt Löber ließ mich eines Tages sammlungsbericht des genannten Fachvereins ablehnen, weil unEinschränkung, daß die Bezeichnung Findelhaus" vermieden es wird, wie mir der Wertheidiger vorhält, am 24. Juli ge- gehörige Angriffe auf den Metallarbeiter Verband( von dem sich einige werde und die Einrichtung und Organisation von derjenigen der wefen fein- als ich zum Dienst ging, in seine Wohnung Klempner loftgelöst haben, die dann den Fachverein gründeten) vorbildlichen Findelhäuser, wie sie in anderen Staaten bestehen, wefent- heraufrufen und fragte mich, ob ich von der Sache Anzeige er- darin enthalten waren. Auch sonst stand irgendwie Mittheilens lich abzuweichen habe. Die Anverwandten des Erblaffers vertraten halten hätte. Er forderte, als ich die Frage bejahte, die werthes nicht in dem Bericht, und die Angriffe selbst waren für die Anschauung, daß unter diesen Einschränkungen die vom hierüber ergangenen Atten. Es waren aber noch eine die Deffentlichkeit ohne jedes Interesse. Es handelt sich nämlich Erblasser gestellte Bedingung nicht als erfüllt zu betrachten sei atten barüber ba, außer meinen stenographi darum, daß der Fachverein der Klempner vom Metallarbeiter und flagten gegen die Stadt Berlin auf Herausgabe der Erb- fchen Privatnotizen. Ich versprach Bericht anzufertigen. Berband Utenfilien wiederhaben will, die jener bei der Verschaft. Bei dem Streit wurden die Kläger durch den Rechts- Da ich aber damals sehr wenig Beit hatte, fo fonnte einigung mit der früheren Klempnerorganisation übernommen anwalt Dorn I, die Stadt Berlin durch den Juftigrath ich das nicht sofort thun und nach 8 Tagen erhielt ich eine hatte. Diefe fubtile Streitfrage im Vorwärts" in der üblichen Humbert vertreten. Wie uns mitgetheilt wird, ist das Er schriftliche Aufforderung, die Anzeige zu machen. Darauf habe Breite und Gereiztheit zum Austrag gebracht zu sehen, konnten fenntniß der 11. Biviltammer au Ungunsten der Stadt ich dann ben schriftlichen Bericht erstattet, ber vom 27. Juli wir unseren Abonnenten nicht wohl zumuthen, und so Berlin ausgefallen. datirt ist. Auch nach dem 30. Juni haben noch Nachforschungen statt- wurde denn einem der Mitglieder des Fachvereins ber gefunden und zwar durch den Schuhmann Kühn. Auf Befragen Klempner, der wegen der Gründe nachfragte, weshalb Ein höchft gefährlicher Mensch ftand gestern in der des Herrn Staatsanwalts bemerkt der Beuge: In Bukunft bin auch ein bezügliches Gingesandt der Klempner nicht aufgenommen Berfon des Buchhalters Karl ofmann wegen Diebstahls ich verpflichtet, von allen Anzeigen der Staatsanwaltschaft sofort worden war, erflärt, daß die ganze Sache lebiglich eine Anund Unterschlagung vor der I. Straftammer des biefigen Land- Meldung zu machen. Auf Befragen des Bertheidigers, wo die gelegenheit beider Organisationen fei, nicht aber eine Sache, gerichts I. Der bekannte Restaurateur Adolf Moris in der von ihm gemachten stenographischen Notizen feien: Wenn ich sie wofür sich Berlin intereffirt, und daß der Fachverein der Klempner Friedrichstraße hatte für fein Restaurant ben Angeklagten, ber nicht mehr brauche, so vernichte ich sie, dieselben sind nur Privat den richtigen Weg einschlagen würde, wenn er ein Schiedsgericht sich unter dem Namen Achilles Lotfoot eingeführt hatte, notizen. Auf weiteren Borhalt des Herrn Vertheidigers, daß er oder dergleichen anriefe. Zu einer darauf bezüglichen Erklärung als Buchhalter engagirt. Nach wenigen Wochen erhielt Herr doch diese Verhöre und Recherchen in seiner amtlichen Eigen würde ihm der Borwärts zur Verfügung gestellt. Eine solche Moris von einer ihm unbekannten Person die Mittheilung, daß fchaft vornehme und daß dann diese Notizen amtlich e feien Bufchrift erfolgte jedoch nicht, wie auch keine weitere, sondern er einen höchft gefährlichen Menschen bei sich aufgenommen habe, und ob er nicht ein Notiz oder Rapportirbuch führe: Das sind dem Fachverein der Klempner beliebte es, in einer feiner Berber nur die Gelegenheit abpaffen wolle, um einen lohnenden meine a m t I ichen Privatnotigen, welche ich nur auf lose fammlungen über den Vorwärts" als ein Bourgeoisblatt" herKoup gegen die Kaffe feines Chefs auszuführen und dann Blätter mache und dann vernichte. Ich habe zu solchen Notizen zuziehen in der üblichen ruppigen Form und mit denselben mit einem in der Münzstraße wohnenden Frauenzimmer nach lein Buch! Auf weiteres Befragen des Vertheidigers auf Grund des schlechten Gründen, wie sie bei den" Unabhängigen" gang und Amerika zu verschwinden. Herr Moris inftruirte deshalb feinen vom Zeugen nach Erscheinen unseres unter Anklage stehenden gäbe find. Wären die betr. Herren wirkliche Sozialdemokraten, erften Buchhalter zu besonderer Vorsicht, letterer aber entjernte Artikels an den Herrn Oberbürgermeister erstatteten Berichts so würden sie auf den Raum des Vorwärts" felber die nöthige fich am 17. März auf wenige Minuten aus dem Romtoir, ohne über feine Thätigkeit. Die erste Meldung an den Herrn Polizei Rücksicht üben, um dieses Blatt nicht durch solchen Kleinkram eine Summe von 1560 m., welche auf einem Bahlbrett lag, in direktor Oswald machte ich am 30. Juni, und zwar erst, nach- textlich zu schädigen, als welcher sich die in Frage kommende Sicherheit zu bringen. Der Angeklagte benutte biefe günstige dem die Person des Herrn v. Leipziger als Thäter mir namhaft Angelegenheit darstellt. Das aber sind sie nicht, sondern sie sind Gelegenheit, und als der erste Buchhalter in's Romtoir zurück gemacht worden war. Der err Polizeibirettor Gesinnungsgenossen der Unabhängigen", und so ertlärt sich der tehrte, war das Gelb und der Angeklagte verschwunden. Herr M. Oswald fagte mir, ich folle vorläufig teine ganze Verlauf jener Versammlung, die sich u. A. auch die alberne machte fich fofort an die Verfolgung, er beftieg eine Drofchte angeige machen. Der Bertheidiger giebt dem Herrn Ersten Behauptung leistete, daß unser Parteigenoise Gerisch an der Nichtund hatte das Glück, dem Angeklagten in der Münzstraße zu Staatsanwalt anheim, zu erwägen, ob nicht noch weitere neue aufnahme der beiden Ginsendungen schuld sei. Das ist schon desbegegnen. Dieser widerfeste fich feiner Festnahme auf das Hef Weifungen an feine Hilfsbeamten, die Polizei, zu erlassen sein halb unfinnig, weil die Redaktion des Vorwärts" über alle Dinge tigste und schien nicht übel Lust zu haben, einen Revolver, den möchten hinsichtlich der wenig angemessenen Weise, in welcher selbständig entscheidet. er bei sich führte, in Anwendung zu bringen. Er wurde schließ- die Thätigkeit seiner Hilfsorgane aufgezeichnet werde. Der Herr lich überwältigt und auf der Polizei stellte es fich heraus, daß Erste Staatsanwalt erflärt, er werde den Hinweis in Erwägung Berliner Reichstags- Wahlverein sprach am 21. Juni Ge Im sozialdemokratischen Wahlverein file den zweiten ber angebliche Achilles Lotfoot der Buchhalter Karl Hofmann nehmen und wenn er weitere Weisungen für nöthig erachte, da noffe Sieger ist unter großem Beifall fiber die wirthschaftwar, welcher in Potsdam noch ein größeres friminalistisches mit sicher vorgehen. liche Lage des Arbeiters. Redner zeigte an der Hand der Schuldkonto zu begleichen hatte. Der Angeklagte, welcher bei Die eidliche Aussage des Beugen Herrn Oberbürgermeister Statistit die Schädlichkeit der heutigen Produktionsweise und Herrn Morih auch noch mehrere fleinere, ihm von Kellnern DB wa Ib ergab im wesentlichen Folgendes: Durch die vielen An- schloß mit der Aufforderung an die Anwesenden, kräftig für den überwiesene Beträge unterschlagen hat, ist inzwischen vom griffe, die der Wähler" namentlich gegen die Polizei erhebt, ausbau der gewerkschaftlichen und politischen Vereine zu Potsdamer Gericht au 2 Jahren Gefängniß verurtheilt worden. fühlte ich mich veranlaßt, Strafantrag zu stellen, weil ich in dem agitiren. An der sehr lebhaften Diskussion betheiligten sich bie Das hiesige Gericht legte nun noch 5 Jahre Gefängniß zu. Borwurf, die Polizei habe auf erhaltene Anzeige nichts gethan, Genossen Rosenthal, Glashagen, Dastig, Haupt eine Beleidigung erblickte. Ich weiß nicht mehr genau, es ist ja und Klein. Einige Auslassungen des Genossen Rosen. Der Gemeinde Schullehrer Paul Schulze stand gestern schon so lange her, an welchem Tage mir die Meldung vomthal, der die Müglichkeit der Verkürzung der Arbeitszeit untervor der dritten Straftammer des Landgerichts I in einer Anklage- Polizei- Inspektor Beckert über das angebliche Sittlichkeitsvergehen schätzte, gaben den Genoffen Klein und Siegerist die Gefache, die schon einmal diefelbe Kammer beschäftigt hatte. Der gemacht wurde. Bei der ersten Meldung, welche sofort nach der legenheit, die Bedeutung derfelben für die Arbeiterbewegung in Angefchuldigte ist der Verfasser einer Broschüre, in welcher er ersten Anzeige durch Beckert an mich kam, wußten wir noch längeren Ausführungen zu begründen. Mit einem Hoch auf die Rathfchläge ertheilt, wie einem Familienzuiwachs vorzubeugen ist. nicht, wer die verbächtige Berfon war. Ich ordnete Arbeiterbewegung schloß die gutbesuchte Bersammlung. Er sandte das Büchelchen an eine große Anzahl seiner Kollegen Recherchen an und leitete fie. Birta fechs Tage später, es mit dem Ersuchen, ihm den darauf bezeichneten Betrag zu tönnen auch acht gewesen sein, meldete mir Beckert, daß Herr In einer Versammlung des dritten Berliner Wahl. zuschicken. Ein Theil der Adressaten fand sich durch die Zu- v. Leipziger der Thater sein sollte und beauftragte ich hierauf freifes referirte am 21. Juni Dr. Zadet unter reichem Beisall muthungen, welche an sie durch die ertheilten Nath- den Polizei- Inspektor, in distreter Weise nach dem Leumund über Geschlechtskrankheiten und Prostitution in der bürgerlichen Schläge geftellt geftellt wurden, wurden, so unangenehm berührt, daß der Kinder, der Eltern und der Großmutter des einen Kindes Gesellschaft". Da die praktischen Ergebnisse des Vortrags, infofie Strafantrag wegen Beleidigung stellten. In der zu forschen. Ich bin der direkte Vorgefeßte des Beugen weit sie die Wahrung der Gesundheitspflege betreffen, in der von ersten Berhandlung wurde gegen den Angeklagten auf Beckert. Schriftlich werden mir diese Meldungen nicht ge Dr. 3 adet und Dr. Blasch to herausgegebenen Schrift: eine Haftstrafe von 4 Wochen ertannt, da das Gericht eine Geld- macht. Auf Befragen des Herrn Bertheidigers: Da mir die Bie schützt man sich gegen Krankheiten?" niedergelegt find, die ftrafe bei der ganzen Sachlage nicht für angemessen hielt. Auf ganze Sache zweifelhaft erschien und bei der hohen Stellung vom Verlage des Vorwärts" für 10 Pf. zu bestehen iſt, ferner bie eingelegte Reviston hob das Reichsgericht das Urtheil auf, des Beschuldigten hielt ich ein möglichst distretes und der organische Zusammenhang der Prostitution mit der bürgerweil es die Begründung des Nachweises vermißte, daß der An- fubtiles Vorgehen für geboten. Bei meinem ausgezeichneten Ge- lichen Gesellschaftsverfassung in früheren Artikeln des Vorwärts" getlagte das Bewußtsein einer vorhandenen Beleidigung gehabt. bächtniß fällt es mir nicht schwer, ohne solche Aufzeichnungen zu ebenso eingehend erörtert worden ist wie die Thatsache, daß nur In der gestrigen Verhandlung wurde auch nach dieser Richtung amtiren. Wir untersuchen immer erst selbständig, ob sich die die sozialistische Gesellschaft die Prostitution abzuschaffen vermag, hin die Schuld des Angeklagten festgestellt, auch angenommen, Anzeigen, welche an uns gelangen, einer Meldung an die Staats- fo darf von der Wiedergabe der interessanten Ausführungen daß derselbe aus materiellen Intereffen gehandelt. Das Urtheil anwaltschaft verlohnen. Protofolle werden über diese Unter: Dr. Badets Abstand genommen werden. Gine Diskussion über lautete wieder auf 4 Wochen Haft. fuchungen nicht geführt. Es haben auch nach dem 30. Juni den Vortrag fand nicht statt. Nach Erledigung einiger Fragen noch Erhebungen, allerdings nur über den Leumund der wurde die Versammlung geschlossen. Im Lese- und Diskutie Klub ,, Spinoza" sprachen am Rinder, st attgefunden. Abende des 16. November vorigen Jahres die Tischlergesellen Der dritte Zeuge, Schuhmann Kühn I, befundet, daß er am Der Ganverein Berliner Bildhauer hatte am 21. b. m Schitttowsti und Rindt über die neue Werkstattsordnung 28. Juni dem Polizei- Inspektor Meldung von den fraglichen Bor. Gelegenheit, einen Vortrag des Meteorologen Professor Rudolf und kritisirten dabei auch in fräftiger Form die Polizei, was gängen gemacht habe, darauf fei er beauftragt worden, Nach& alb über dessen Theorie zu hören. Es hatte sich ein zahlihnen eine Anflage wegen Beleidigung zuzog, die gestern vor forschungen anzustellen. Die Angaben der Kinder, daß sie sich in reiches Auditorium eingefunden, das den Ausführungen des Vorder VIII. Straftammer des Landgerichts I gegen sie verhandelt verschiedenen Läden Nahrungsmittel gekauft hätten, feien durch tragenden mit gespanntem Interesse folgte. Redner führte ben wurde. Wie der Kriminalschußmann, der jene Versammlung über- die Ladeninhaber bestätigt worden. Alle seine Nachforschungen bisherigen geringen Fortschritt in der Bitterungskunde auf die wacht hatte, befundete, hätte Schitttowski gefagt, daß Denun- in dieser Sache fanden noch im Monat Juni statt. Im so lange maßgebend gewesenen lokalen Einflüsse zurück, welchen sianten und Polizeispigel Lumpen feien und ebenso die Kriminal- Monat Juli hat der Beuge Schumann Kühn bdie Gelehrten unterstanden hätten. Erst in neuerer Zeit sei man beamten und Kommiffare, welche auf die Aussagen dieser teinerlei Nachforschungen in dieser Sache mehr dazu gelangt, auch die Anziehung der Sonne und des Mondes Leute bin Anzeige erstatteten. In dem Vortrage des Hindt habe zu unternehmen gehabt. auf den Luftozean, gleichwie auf das Wasser, in Betracht zu diefer ausgeführt, daß wir viel zu viel Schuyleute hätten und Damit war die Beweisaufnahme gefchloffen. ziehen. Der Einfluß des Mondes, an welchen von Alters her daß auf die Verminderung derfelben hingearbeitet werden müsse. Der Erste Staatsanwalt Börngen will zwar keine bas Volt glaube, wie sich das in verschiedenen Witterungsregeln Die uniformirten Schußleute, welche von den Bürgern unter Pflichtwidrigkeit der Polizei zugeben, läßt aber die Möglichkeit fundgebe, beschränke sich nicht allein auf die Grdoberfläche, sondern halten würden, ständen herum wie die Eckensteher, diefelben zu, daß der Angeklagte in gutem Glauben gehandelt, indem es auch auf das Innere der Erde. Hierauf bafirt Falb's Theorie fönnten ebenfogut arbeiten wie die Handwerker. Die Angeflagten ja wirklich den Anschein habe, als sei die Polizei nicht ganz von den Erdbeben. Redner betonte befonders, daß ein großer behaupteten, daß der Zeuge ihre Ausführungen aus dem Bus forrett verfahren. Er beantrage daher nur eine geringe Strafe Unterschied sei zwischen der theoretischen Durchschnittsberechnung fammenhange geriffen und falsch wiedergegeben habe. Der Ge- von 50 M. oder 10 Tagen Gefängniß. und den Thatsachen, wie sie täglich stattfinden. Seine diesbezügrichtshof hielt sie indessen für überführt und erkannte auf eine Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Hofmann, führte unter lichen. Berechnungen hätten ihn der Voraussage der Geloftrafe von je 50. Anderem aus, daß es sich hier handle um die Anfechtung von kritischen Lage" geführt, und er habe bei dem Einamtlichen Handlungen, um die Thätigkeit der Behörden bei treten der kritischen Tage die Beobachtung gemacht, daß diesen Tagen auch eine besondere Luftbewegung Ein Mann über Bord". Durch einen Artikel mit dieser Behandlung einer über ein schweres Verbrechen gemachten An- an Spizmarte, welcher in Nr. 36 des Wähler" im Jahre 1891 zeige, um die Frage, ob sie so energisch, umsichtig und rücksichts- zu verzeichnen sei. Die regelmäßig auftretenden Luftströmungen unter der Verantwortlichkeit des Genoffen Bogenit erschienen los unparteiifch vorgegangen feien, wie ihnen dies vom Gesetze, feien der Nord- und Südstrom, welche dort zusammenträfen, war, fühlte fich die Altenburger Polizeidirektion beleidigt und vor dem alle gleich sein sollen, vorgeschrieben werde. Und nicht wo die gemäßigte Bone in die heiße Zone übergehe, sie seien den aroar speziell burch nachfolgenden Sat: Vier Wochen blos das. Die heutige Verhandlung und insbesondere auch die Schiffern als Pasjatwinde wohl bekannt. Von diesen beiden borher, ehe die Angelegenheit in unserem Blatte zur Sprache Erklärungen des Herrn Ersten Staatsanwalts, der persönlich die Strömungen hänge im Großen Ganzen das Wetter auf der Erde tam, war Anzeige beim hiesigen Stadt- Polizei- Amt erstattet Bertretung der Klage, tros Bermeifung blos vor das Schöffen- ab. Die Zusammenwirkung von Wärme und der Anziehungskraft worden; vergeblich warteten die Eltern auf eine Nachricht, was gericht, führe, ergäben noch weiter, daß fogar die Frage der bes Monoes bewirke an fritischen Tagen in der heißen Zone eine in dieser Sache geschehen sei und als wir davon Kenntniß er- Güte ober Mangelhaftigkeit von Staatseinrichtungen, des schnellere Buftbewegung, und hierin liege der Schlüssel der Wetterhielten, konnten wir den Eltern keinen anderen Rath geben, als Verhältnisses der Staatsanwaltschaft zur Polizeibehörde fowie bestimmung und auch seiner Theorie, da alles Weitere nur Konbie herzogl. Staatsanwaltschaft von den Vorgängen in Kenntniß deren inneren Einrichtungen und amtlichen Gepflogenheiten auf- fequens jener Vorgänge sei. Der Einfluß des Mondés auf den zu feyzen und Strafantrag bei derselben gegen den Herrn gerollt und flargestellt worden feien, so daß der unter Anklage Golfstrom set bewiesen und mithm der Einfluß desselben auf den inifter( von Seipziger, früher preußischer Regierungs- tehende Artikel und die von ihm behandelte Strafanzeige dem Aequatorial- und Polarstrom eine logische Folgerung. Die präsident) zu stellen. Nicht gering war unser Erstaunen, als wir öffentlichen Wohle dauernden Nugen gestiftet habe, für den jeder Glaubwürdigkeit seiner Theorie veranschaulichte der Vortragende erfuhren, daß die Herzogl. Staatsanwaltschaft Einsichtige dem Angeklagten selbst dann Dank schulde, wenn ihm durch Mittheilung der Ergebnisse vieler wissenschaftlicher Beobteine Renntniß von den Vorgängen hatte, daß nach dem Buchstaben des Strafgesetzes eine Strafe auferlegt achtungen. Als besonders kritischen Tag bezeichnete er den bei derselben vorher teine Anzeige erstattet werden müsse- was er freilich entschieden leugne. Jedoch sei 6. Oktober d. J. und den 16. April 1893, wo seine Theorie ge " wiffermaßen die Fenerprobe zu befteben haben werde, wie fie eine] ber " Vereinigung selbständiger 9 Uhr. weg Treptow. " Orbents -OW Bei der Redaktion eingegangene Schriften: Verlag von Fr. Semminger, Berlin. Sur Psychologie unserer Zeit. Bon Dr. R. U. Saitschit. Ein Beitrag zur Lösung der Judenfrage. Bon Cäsar ff alt in Köln. Selbstverlag des Berfaffers. Deutsche Weltansstellung in Berlin. Bon G. Stiegler. Berlag von Hugo Steiniz, Berlin. Vermischkes: süfter. Kornblume, Blumenfiraße 64, bet Wuttke. Annenstraße 9, bet Bros. unverzagt, Köpenickerftraße 127a, bei Nervenpathologie. Zombroso( Zurin) schreibt: Ich habe Weiße Rofe, Reinickendorf, Resibenaftr. 101, bet Carus. falche bereits am 28. März d. J. glänzend beflanden habe. Redner in einer Boltsversammlung über das Thema:„ Bahlen beweisen. liche Stellen weggelaffen, wesentliche Renderungen gemacht worden. In Weißenfee refertrte am 21. Sunt Genoffe. Gerisch die Folgerung oder Infinuation geknüpft, es felen von mir wesent entwickelte des Weiteren auch seine Theorie betreffs des Zusammen- Der Rebner beleuchtete, unter Buhilfenahme eines guten Zahlen. Das ist eine Annahme oder Behauptung, die den Thatsachen hanges der Grubenexplosionen mit den kritischen Tagen und materials, die ungerechte Bertheilung des sogenannten National nicht entspricht und gegen die ich entschiedende Berwahrung ein empfahl besonders hierfür Berücksichtigung feiner Theorie. Der etwa reichthums in den Ländern mit fapitalistischer Wirthschaft und legen muß. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die blos amtlich zweistündige hoch intereffante Vortrag wurde mit stürmischem Beifall die physischen und moralischen Schäden, welche für die ver- die Wahrheit sagen was ich im Vorwort gesagt, ift die volle belohnt. Die hierauf gestellten zahlreichen Fragen wurden von schiedenen Gesellschaftstlaffen daraus erwachsen. Die interessanten und ganze Wahrheit- nur Anftößiges, d. h. gegen den Geschmack Profeffor Falb bereitwillig beantwortet. Dann verhandelte man Ausführungen fanden lebhafte Bustimmung. iber Vereinsangelegenheiten. Dienstag, den 28. d. M., findet verstoßendes und persönlich Gehässiges ist von mir entfernt eine außerordentliche Generalversammlung ftatt bebuss Auflösung schäfte der Lokalkommission für Weißensee in der Hauptfache geschont, so daß ich mit gutem Gewissen fagen tann: an dem Bur Unterstügung des Genoffen Gampe, welcher die Ge- worden, und auch hier habe ich aufs Sorgfältigfte den Sinn des Lokalvereins und Gründung einer Verbandsfiliale. Es wurde allein geführt hat, da die zwei übrigen Mitglieder der Kom Bild ist absolut nichts geändert, blos einige klecse und Schmutz diesbezüglich der allgemeine Beitritt zum Zentralverein empfohlen. mission ihren diesbezüglichen Pflichten nicht nachgekommen find, flecken, die zu dem Bild nicht gehören, es aber verunzieren, sind Am 9. Juli findet in der Neuen Welt( Hasenhaide) ein Sommer wählte die Versammlung drei Parteigenoffen. Gampe ersuchte entfernt worden. Fest statt, am Sonntag Vormittag eine Besichtigung des Botani- noch um Unterstügung der Rommission dadurch, daß die Partei- Rüftow's, Schimpfereien B. Beder's auf Fri. v. Dönniges, die So habe ich B. zynische Straftausdrücke schen Gartens. Nähere Bekanntgabe erfolgt durch Inferat im genoffen solche Lotale nicht besuchen, wo feine Arbeiterblätter Gräfin Haßfeldt, Johann Bh. Becker u. f. m. entfernt, jedoch mit " Borwärts". ausliegen. Darauf nahm man Stellung zum Bertriebe der Parteis folcher Rücksicht auch auf B. Becker's Individualität, daß Inhalt Der Verband aller in Buchbindereien und verwandten literatur, speziell des Boltsblattes für Teltow- Beeskow 2c." Nach wie Färbung und Charakter des Geschriebenen in feiner Weise Betrieben beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen( Ber- Schluß der längeren Debatte beschloß die Bersammlung gegen alterirt worden find. An Laffalle's Briefen ift überhaupt nicht waltungsstelle Berlin) hielt am 20. Juni eine Bersammlung ab, awei Stimmen, die Rolportage der sozialistischen Literatur und ein Wort geändert worden, wie denn selbstverständlich auch die in welcher die Herren Radtke und Mittrisch das Resultat Die Verbreitung der Zeitung fünftig nur einem Barteigenoffen übrigen Aftenstücke textgetreu unter Außmerzung manchen der diesjährigen Statistik mittheilten, die über die Berhältnisse in au übertragen. Ausersehen für diese Stellung ist der Genosse Druckfehlers- mitgetheilt find. Rurz ich habe die Wahrheit den Berliner Buchbindereien, wie auch in anderen Betrieben der Schaum. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie ging man meinen Leitftern sein laffen und das Amt bes Herausgebers mit hiesigen Papier- und Lederwaaren- Industrie aufgenommen worden auseinander. dem Bewußtsein der Berantwortlichkeit, welche es auferlegt, auße ift. Dieselbe erstreckt sich über 225 Betriebe, in denen 8522 Pergeübt, auch auf die Gefahr hin, in befreundeten Kreisen hier und fonen der verschiedensten Branchen der Papiers und Leder- thal und Umgegend, welche am 18. b. M. ftattfand, referirte In einer öffentlichen Bollsverfammlung für Johannis ba durch Zerstörung von Jaufionen schmerzlich zu berühren. waaren- Industrie thätig find. Davon find 1450 Gehilfen, Genoffe Jahn Berlin unter reichem Beifall über Die Sozial- erweitern, unter dem dann mein Name stehen wird. Einweilen Für eine zweite Auflage der Schrift werde ich mein Borwort 207 Hilfsarbeiter, 1675 Arbeiterinnen. 1052 der Gehilfen arbeiteten demokratie und ihre Ziele". In der Diskussion machte sich der zeichne ich noch als anonymer in Beitlohn, 398 in Stücklohn. Bei den im Zeitlohn thätigen Führer der dortigen Unabhängigen", Herr Mielenz, mit den be Herausgeber." Gehilfen betrug der niedrigfte Wochenlohn unter 12 M., der tannten abgedroschenen Borwürfen gegen die Führer" der„ hofhöchste über 30 M. Der Durchschnittslohn betrug 20 M. Hier- fähiggewordenen" Sozialdemokratie wiederum bemerkbar. Als er bei sind jedoch die Werkführer mit zum größten Theil hohen auch ferner in der üblichen phantasievollen Weise der Un Löhnen eingerechnet, wodurch der Durchschnittslohn höher erscheint, abhängigen" auf die" Korruption" der Partei zu sprechen tam, als er thatsächlich ist. Referenten geflagt wurde, daß infolge des Indifferentismus so daß er es vorzog, zu schweigen. Hahn antwortete ihm in Dazu kommt noch, wie von beiden wurden ihm von allen Seiten feine eigenen Sünden vorgehalten, großen Maffen gerade die Betriebe mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen in der Statiftit nicht auf entsprechender Weise und wies dabei namentlich auf das Ungeführt find. Bei den Gehilfen im Stücklohn ist die ftrationen" hin, an diesen die Frage richtend: warum die Un finnige der von Mielenz als nothwendig erachteten Demon Durchschnitts- Lohnhöhe pro Woche 22,50 M. Auch hier beträgt abhängigen ihre geplanten„ Demonftrationen" nicht selber aufder niedrigfte Wochenverdienst noch unter 12 M., während der führten. Mielenz antwortete darauf ganz naiv:„ Wir wollen höchfte über 30 M. hinausgeht. In Betracht zu ziehen ist beim uns nicht abschlachten lassen!" Die Hoffähigkeit" erblickte der Berdienst der Stücklohnarbeiter, daß sie gleich den Arbeitern für geistreiche Mann in der Betheiligung der drei Stadtverordneten Beitlohn Ueberstunden machen müffen, ohne diese besonders be an Fordenbeck's Begräbniß, was die Versammlung in nicht Jahlt zu bekommen. Vielfach halten sie auch die Baufen nicht geringe Heiterfeit verfeste. Unter allseitigem Beifall erwiderte Ueber die Frage, wie weit ein Hypnotifirter ben ane. Dazu tommt noch, daß fie bei flauer Geschäftszeit eher Jahn gebührend auf diese neue Albernheit der„ Unabhängigen" illens beeinflussungen durch Dritte Folge russehen müssen als Arbeiter auf Beit. Alles das läßt er worauf die Versammlung mit einem fräftigen dreimaligen Hochleiste( Suggestion), bezw. ob ein in solchem Zustand von ihm fennen, daß sie durchaus nicht beffer gestellt find als Lohn auf die Sozialdemokratie geschlossen wurde. arbeiter. Und dabei ,, racksen" sie mehr als diese. Die 207 Hilfsverübtes Bergeben oder Verbrechen strafbar sein toune, und was von der Suggeftion in medizinischer und sonstiger Hinsicht überarbeiter stehen sämmtlich imzeitlohn; derselbe beträgt bei ihnen, he wonats cistas Donneries, Den as. Junt, Abends to north haupt zu halten sei, hat, wie der Bester Lloyd mittheilt, die wenn der Lohn der unter ihnen sich befindenden jugendlichen" Nagel's Gartenlotal, Schwedteritr. 23. Arbeiter mit in Betracht gezogen wird, durchschnittlich pro Woche Redaktion des ungarischen medizinischen Fachblattes Dro. Musterzeichner- Verein Serlin. Donnerstag, ben 28. Suni: Sigung Hetilap" eine Umfrage unter Gelehrten veranstaltet, deren Ergeb 16,75 M., im anderen Falle etwa 18,70 m. Unter 12 M. er- tm Bereinslotal Bum Schultheiß", Landsbergerstr. 73.- Säfte willkommen. halten von diesen 207 Personen 28, über 30 M. 3. Arbeiter- Bildungsschale. Donnerstag Abends-10% Uhr: süb. nisse in der neuesten Nummer der genannten Fachschrift mitin Betracht, daß die Hilfsarbeiter feine Lehre" durchzumachen Reichenbergersir. 133: Unterricht in Geschichte( alt); Dft- Schule, Martus hat die Anfragen der Redaktion beantwortet. Charcot( Paris) Zieht man schule: Hagelsbergerir. 48: Unterricht im Rechnen; soft- sule, getheilt find. Eine große Anzahl hervorragender Fachgelehrter brauchen und daß sie nicht so oft ihre Stelle wechseln wie die firaße 31: unterricht in Rechnen; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; unter: identifizirt sich mit der Ansicht seines vormaligen Schülers Gehilfen, so tommt man zu dem Schluß, daß sie nicht schlechter der Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, Pitres, wonach die Suggestiv- Therapie( Benutzung der Hypnose richt in Deutsch( mittlere) und Chemie. In alle Lehrfächer, mit Ausnahme dastehen, als Lettere. Von den Arbeiterinnen find be- auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. schäftigt im Beitlohn 904( Durchschnitts- Wochenverdienst 9,50 M.), bet Schröder, Wiesenstr. 39. Sele- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dies gen, Abends 8 Uhr, zu Heilzwecken) lediglich in einer geringen Anzahl von Fällen im Stücklohn 771( Durchschnitts- Wochenverdienst 10,25 M.) Gieshoit. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenftr. 40, bei erfolgreich angewendet werden könne, und zwar namentSüd- Ost, bei Tolfsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ece. 13 Fällen ,, verdienten" Arbeiterinnen lich bei Hysterie, ob zwar auch da nicht jeder Fall eine nur erwegh, Abends 8½ Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ecke Laufigerstraße, bet hypnotische Behandlung zulaffe. Pitres( Bordeaux) übersendet 3 M. pro Woche. Aus den Mittheilungen über die Arbeits- Schayer. Aug. Geib, Donnerstag bei Bubeil, Naunynftraße 86, Abends zeit ist ersichtlich, daß in den größeren Betrieben die fürzeste, in Hasenclever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen- fein Buch„ L'hystérie et l'hypnotisme", welches seine diesfälligen den fleinsten die längste vorherrscht. 2 Betriebe hatten eine Ansichten in sich faßt, und jügt noch hinzu, daß im Hypnotismus Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegenb. Bonnertag. Nebungs nichts Wunderliches sei, denn derselbe sei einfach ein Kapitel der Sftündige Arbeitszeit, 14 eine 9ftündige, 28 eine 91/2 stündige, ftunde Abends Ühr. Aufnahme neuer Witglieder. St. Urban, 66 eine 10 stündige, 88 eine 10/2 stündige, 38 eine 11 ftündige, 2 eine 11/2 stündige und 2 eine 12stündige. Die Pausen find tuft, Flottwellfiraße 5, bei Bartel. grüblings noch nie ein Verbrechen gesehen, das auf Grund hypnotischer Brezelschluß, Annenr. 16, Suggestion begangen worden. Allerdings tonnen solche Experis mit eingerechnet. Bemerkenswerth ist, daß in Betrieben mit bet fteßner. Tanger Arbeitszeit gerade die kleinften Bausen vorhanden glodiein, Bulmersdorf, Berliner- u. Augufifir.- Ede bei Schulz. 2, Batient die Ausführung der ihm fuggerirten That, wenn diese Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerftr. 9, bei Frtefecte. Dort mente begangen werden, allein im Allgemeinen verweigert ber find. Ueberzeit und Sonntagsarbeit, welche vielfach indirekt alte Schönhauferstr. 42, bet Stermann. Einigtett,( Butmacher), Bappeb mit seinem individuellen Empfinden nicht übereinstimmt. Ein ehr erzwungen wird, findet in ca. 35 pet. aller Geschäfte flatt, allee 3-4, bet Strauſe. 8utunft 1, Steglts, turhaus Friedenau. wofür den im Beitlohn Beschäftigten ein zwischen 5 und 50 put bufer Damm 39, bet Salob.-3 ufnufta, teb.- Schönhausen, Buchbolzerstr. bei rischen Handlung zurück und unterläßt diese, während ein böser armonte, Tempelhof, Dorfitt. 10, bet Serth. Betlen blau, Rottlicher Mensch scheut demnach vor der ihm suggerirten verbreche variirender Zuschlag gewährt wird. Die Kleinmeister fuchen fich empel.- Ostpreußischer Männer- Gefangverein, Jüdenftr. 66, bei Mensch die ihm fuggerirte gute That nicht ausführt, ja selbst der meiftens vor dieser Wiehrbezahlung zu drücken, fie, welche die Frischmann. Edelweiß, Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Ueberzeitarbeit während der Saison zu einer festen Einrichtung ftraße 66 bel Zempel von 9-11 Uhr. Maiglodden 2, G.-D., Manteuffel- glaube jedoch freilich, daß durch langer währende bypnotische Admiralstraße 38, bei Bülow. Ban Aufforderung, die Wahrheit zu gestehen, nicht Folge leiftet. Jch Seeger'fcher Gefangverein, Bange machen. Auch die gefeßlichen Feiertage werden am wenigften raße 67, bei Springftubbe.- Eintracht, Glienicke bei Ablershof, bet Keller. Erziehung viele Individuen dazu bewogen werden können, wider von Kleinmeistern bezahlt. Die Zahl der in den 225 in Einigkeit 2, Groß- Lichterfelde, Amaltenstraße, bet hann.-off ihren Willen zu handeln; auf einmal und für die Dauer läßt sich Betracht kommenden Betrieben nung 8". Brandenburg, Neufi. Martt 2, bet Weyomers. angewandten Hilismaschinen angestr. 108, bei Mebelin. Freie Sänger, Butunfts, Belten, bei W. Grunow. aber diese Wirkung nicht erzielen." Grashey( München) tritt ( Werkzeug Maschinen) beträgt 1456. Die fanitären Zu- reuzberger harmonie, Lindenstr. 106, bet Boppe. Nordstern, für die Strafbarkeit der suggerirten Berbrechen ein. Vor dem stände find meistens schlechte. Aus 50 Betrieben 22 pet. Müllerfir. 7 bet Reichardt. Morgengrauen,( Bäder), 3 bis 6 Uhr Gerichte pflegen solche Leute die Rolle der Berleiteten zu spielen; Trene Brüber, Ahrendtwird über schlechte Luft geklagt und faft vom gleichen Prozentsatz Nachmittags, Barnimftr. 16, bet Seindorf. 2ibertee, Eisenbahnstraße 20 bet Siegmund. Stebes wohlan, fie find denn auch ebenso strafbar, wie Andere, die sich heißt es, daß das Licht ein miserables sei. Die Prinzipale ho, Reichenberger- und Forsterftraßen- Ece, bet Spindler. zeichnen sich oft durch Grobheit und Brutalität aus, hauptsächs eft end, Blumenthalftr. 5 bei Behrendt. Borwärtss, Charlotten verhindert nicht, daß der Urheber eines Berbrechens fich ber Stedertafel zu friminellen Handlungen haben verleiten laffen. Die Hypnose lich den Arbeiterinnen gegenüber. Der Organisation gehören von burg, Schillerstr. 102 bet Stahl. den angeführten Arbeitern 425, von den Arbeiterinnen 104 an. Alle zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: May Gens, Bedeutung des letzteren bewußt werde: ber hypnotische Ver Das sind bedauerlicher Weise knapp 16 p& t. der Gesammtzahl führungsversuch mißlingt ebenso häufig, wie die nichthypnotische Sund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. Berlockung, und wenn er gelingt, so darf der Verführte ebenso dieses in Betracht kommenden Personals. Betheiligt find den Donnerstag: Sumoristischer Verein Bautenschwengel, bet Sommer, wenig straflos ausgehen, wie irgend einer, der auf gewöhnliche Branchen nach an der Statistit 135 Buchbindereien, Stallschreiberstr. 58.- Musikverein Animo, bei Schmidt, Wrangelstr. 141. Geselliger Verein Grüne Eiche,( vor dem halle'schen Thor), bei Art 22 Luruspapier- Fabriken, 5 Albumfabriken, 28 Lederwaaren- Ragorte, Solmsfir. 1.ชิน verbrecherischen That verleitet Bergnügungsverein ilaritas, bet Tempel, Beneditt( Wien) nennt die hypnotische Suggestion einen und Etuifabriken, 7 Geschäfte der Galanteriebranche, 6 der Breslauerfir. 27. Theaterverein Fibeler Geist, bei Schneider, Adalbert: ungeheuerlichen Nonsens. Hihig( Halle) leugnet die Heils Kartonbranche und 22 diverse". Der höchste Durchschnittslohn Straße 8.- Musikverein Dftris, Abends% 9 Uhr, bei Roll, Adalberstr. 21. für Gehilfen kam in der Album- Industrie vor, der höchste Attord- Gefangverein Alt- Dessau, Abends Uhr, bet A. Niemann, Görliger- hegt er auch zweifel hinsichtlich der kriminellen Seite der Frage. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine, Donnerstag. Männer fraft der Suggestion bezüglich organischer Krankheiten, ebenso verdienst in der Luxuspapier- Industrie. Die Lohnarbeiterinnen traße 42.- Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins standen sich am besten in der Album, der Lederwaaren- und für weißenfee und umgegend. Donnerstags und Sonnabends abends Moebius( Leipzig) meint, die Möglichkeit sei nicht in Zweifel Etui-, und in der Galanteriebranche, die Attordarbeiterinnen in yrolienne, abends uhr bet Fauffmann, Meichenbergerstr. 73a. bei Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Männer Gesangverein zu ziehen, daß durch hypnotische Suggeftion Verbrechen fich ins Werk fezen lassen, doch betont er, daß es ein Unfinn sei, zu bes der Luruspapier und in der Albumbranche. Beide Redner Muftverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bet Ehrenberg. schloffen ihre Ausführungen mit einem Appell an die Ver- Theaterverein 8effing, Abends 9 Uhr, bet musehold, Landsberger- haupten, daß das hypnotische Individuum seine Willenstraft ein fammelten, thatfräftig für die Drganisation einzutreten. Es mä fifchen Hof, Admiralfir. 18. Privat- heaterverein, Fibeler Geista", Abends uhr, im gebüßt habe. Binswanger( Jena) beschränkt die Suggerirs werde dann mit der Zeit auch das dieser Statiftit an Turnverein Gesundbrunnen( Behrlings- Abtheilung) turnt Montag ragendem Maße pathologisch prädisponirt( burch frankhaften barkeit von Verbrechen auf Individuen, die dazu in heroors lebende Mangelhajte verschwinden, da die Gleichgiltig und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Zurnhalle, Bantftr. 26. teit der Kollegen an demselben am meisten Schuld trage. ftraße 44. Gefelliger Berein Freiheit, abends s uhr, bei Thierbach, Schwedter- Bustand besonders empfänglich gemacht) find. Was die Therapie Gefelliger Verein Regina, Drantenstr. 121, bei Seifert. In der betrifft, so laffen sich selbst bei nervösen Ertranfungen lediglich Diskussion wurden Bedenten Geselliger Klub Blau- Bettchen, Abends 9 Uhr, Annenftraße bet einzelne Symptome im Suggestionswege beseitigen, doch heile die einige formelle gegen die Fragebogen laut und ging man dann zur OrganisationsBerein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, puntt 9 Uhr, bet Schröder, Stegltherstr. 18. frage über. Herr Riese berichtete hierzu, daß die Verhand- s uhr, bet Helterhoff, Antonſtr. 5. Pfropfenverein Webbing, Abends Hypnose die Krankheit selbst niemals endgiltig. Freundschaft, Abends 9 Uhr, Lungen der Vorstände der verschiedenen in Berlin bestehenden bet Busse, Schönhauser Allee 48. Bergnügungs- Verein Renata teden im uneingeschränkten Besitz seiner Sinne und deshalb scheint ung Nach unserer Ansicht ist ein Hypnotifirter jedenfalls nicht Vereine der verwandten Branchen der Papier- und Lederwaaren- Donnerstag Uhr Abends im Restaurant Göz, Drantenſtr. 153. Industrie, zwecks Herbeiführung eines allgemeinen. Arbeiter und Staligerstr. 41. Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's deftillation, von allen Urtheilen der genannten Gelehrten dasjenige Grashey's Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% ühe, Restaurant( München) das ungerechtfertigste zu sein. Arbeiterinnen in sich vereinigenden Verbandsvereins, einen. Stablert, Reichenbergerfir. 113a.- Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, günftigen Ausgang genommen hätten. Einhellig sei beschlossen s½ Uhr, bet 2. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2. Die Brennbarkeit des Stickstoffs ist, wie man der„ Frank Rauchflub Kernipige, Abends worden, daß sich die einzelnen Vereine bei gelegener suhr, bei Stemenlinstt, Reichenbergerstr. 71. Rauchklub Arcona, Abends furter Beitung" aus London schreibt, von Profeffor Grootes Rauchtlub Arabi Bafcha, mittelft Experiments nachgewiesen worden. Zeit aufzulösen haben und daß dann die Begründung Abends 9 Uhr, bet Berndt, Perlebergerstr. 17. Die Chemifer haben Klub hneftreit, jeben bisher stets angenommen, daß Stickstoff unverbrennlich, in der That eines solchen allgemeinen Vereins vorgenommen Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brigerstr. 32. werde. Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bet Flick. Diese Mittheilung wurde von allen Seiten mit Genugthuung Statflub Tournee, abends 8% Uhr, bet unrich, Wrangeltr. 84.- Stat bedt, daß die Flamme, welche zwischen den Endpunkten einer ein völlig indifferentes Gas wäre. Prof. Grootes hat jedoch ents aufgenommen und schließlich folgende Resolution einstimmig flub Rückwärts, Abends 8 Uhr, bei Arndt, Palisadenstr. 47. Induktionsrolle entsteht, wenn die lettere von Wechselströmen von angenommen: " Judem die Versammlung aus dem Resultat der diesjährigen größerer Geschwindigkeit durchtreift wird, nichts anderes ist, als Berbandsstatistik erfieht, daß dieselbe, den Berhältnissen entbrennender Sticftoff. Die Sache unterliegt feinem Zweifel, ba die Verbrennungsprodukte aus salpetriger und Salpetersäure be fprechend, teine maßgebende sein tann, erachtet fie es für drin stehen. Man möchte fragen, warum die Flamme fich nicht über gend geboten, dahin zu wirken, daß für Berlin baldmöglichst eine große, Arbeiter und Arbeiterinnen umfassende Verbandsbie ganze Atmosphäre ausbreitet, wenn Stickstoff in Brand gesezt wird. Prof. Grookes' Antwort lautet: Weil der Brennpunkt de vereinigung geschaffen wird; die Versammlung hofft, daß bie angeknüpften unterhandlungen der einzelnen Vereinsvorstände zum Laffalle's." Die jo betitelte Schrift 3. Beder's, welche in neuer erzeugte Temperatur. Die Flamme ist deshalb nicht start gene Enthüllungen über das tragische Lebensende Ferdinand Stickstoffs höher liegt, als die burch die Berbrennung des Stidftoffes angeftrebten Biele führen." Auflage bei Wörlein und Co. in Nürnberg erschienen ist, wurde die nächsten Stichstoffmoleküle in Brand zu setzen." Die von dem Der Allgemeine deutsche Sattlerverein( Filiale Berlin) bereits, so weit es in den Rahmen unseres Blattes past, von genannten Gelehrten bei dem Experiment angewandten Wechselhielt am 18. Juni eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher uns besprochen und als werthvoller, das gesammte auf jene ströme wechselten eine Million Mal in der Sefunde. Genosse Zimnm über die Pariser Kommune referirte. Die Tragödie bezügliche Quellenmateriall enthaltender Beitrag zur Verschollenes Schiff. Das Memeler Schiff Marianne Debatte, welche sich an den mit reichem Beifall aufgenommenen Beitgeschichte und zur Geschichte unserer Partei empfohlen. Die Bertha", von Georgia mit Ladung unterwegs, ist auf hoher See Bortrag schloß, bewegte sich im Sinne der Ausführungen des Schrift hat, auch in gegnerischen Kreisen viel Beachtung gefunden verloren gegangen. Der Verbleib der Mannschaft ist unbekannt. Referenten. Weiter verhandelte man über die Ausarbeitung einer und obgleich im Allgemeinen die Objektivität der Darstellung zu- Die Pariser Polizei hat sich eines ansehnlichen Fanges Statistik und forderte die Kollegen auf, der hierzu gewählten gegeben wird, so ist doch von mehreren Seiten die Behauptung zu rühmen. Eine Diebesbande von 27 Mitgliedern, sämmtlich Kommission nach Möglichkeit ihre Arbeit zu erleitern. Kollege aufgestellt worden, das Material sei von dem Herausgeber will schon bestrafte und sehr gefährliche Subjekte, die seit drei Monaten Matschulat theilte mit, daß in nächster Zeit wieder eine fürlich und tendenziös zurechtgekocht" worden. Der Herausgeber, in mehreren hauptstädtischen Arrondissements zahllose Berbrechen Bersammlung aller im Wagenbau beschäftigten Personen statt- welcher auch Verfasser des kritisch- historischen Vorworts ift, schiet begangen hatte, ist vollständig hinter Schloß und Riegel gebracht findet und bat um zahlreichen Besuch, da in derselben haupt- uns nun in Bezug auf diesen ihm gemachten Vorwurf nachstehende sächlich die zur weiteren Agitation nöthigen Schritte berathen Erklärung: In Montjoie stellte die im Jahre 1817 gegründete große werden sollen. Die nächste Versammlung findet am 2. Juli bei An meine Bemerkung im Vorwort zur Becker'schen Tuchfabrit von Joh. Wilhelm Jansen Mangels Beschäftigung Wienecke, Alte Jakobftr. 83, statt. Am 9. Juli wird eine Dampfer- Schrift, daß das Anstößige" entfernt worden sei, haben partie nach Nieder- Schönweide( Boruffia- Brauerei) unternommen; hämische Kritikusse, die sich nicht die Mühe nahmen, genau zu es wird hiermit zu zahlreicher Betheiligung eingeladen. lesen, oder ihrer Natur nach um jeden Preis schimpfen müssen, 0 straße 23. Straße 31.6. Proz. Berlin N., Belforterstr. 26, 1 r. Literarisches. Rauchtlub worden. einer den Betrieb ein. Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beutbftraße 2. worden.