Nr. 47. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 M., toöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagsnummer mit illuftrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Postbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsBreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Solonel geile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ., Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Bfg., jebes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 25. Februar 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. wenn sie zu Gunsten des siegreichen Kandidaten stattgefunden Gesagt wird das freilich nicht so offen, aber alle die schiefent Ein Gewaltstreich der Wahlprüfungs- habe, nicht aber, wenn fie gegen den fiegreichen Kandidaten geübt Argumente find Firlefanzereien, welche die Willkürakte der Majorität Kommission. " Die später gemachten Anstrengungen hätten den Nachteil nicht wieder wettmachen tönnen, so daß der Einfluß desselben auf den Wahlausfall flar zu Tage liege, weshalb die Wahl für ungültig gegen verhüllen sollen. Alle bisherigen Grundsätze der Kommission sind über den Haufen geworfen, und bloß deshalb, weil es dadurch möglich wurde, einen Socialdemokraten zu entfernen. Die Wahlprüfungs- Kommission hat mit diesem Mehrheitsbeschluß geradezu eine Prämie darauf gesetzt, amtliche Wahlbeeinflussung zu inscenieren; Erfolg hat sie immer: entweder durch den Sieg des Ordnungskandidaten oder durch die- Kassation der socialdemokratischen Wahl. Das ist die Konsequenz des Falles Helldorf- Buchwald. Eine angebliche schwere japanische Niederlage Soeben wird aus Port Arthur gemeldet, daß ein ernenter Angriff der japanischen Flotte abgeschlagen worden ist. Bier japanische Panzerschiffe und zwei japanische Trausportschiffe sind zum Sinten ges bracht. Besonders das Panzerschlachtschiff ,, Retwisan" hat sich mit Ruhm bedeckt. An der Nachricht fällt zunächst auf, daß sie zu erwähnen vergißt, worden sei; oder aber wenn anzunehmen sei, daß ohne die amtliche Wahlbeeinflussung der unterlegene Kandidat gesiegt hätte, In der Mittwochs Sigung der Wahlprüfungs- nicht aber, wenn die Partei, zu deren Gunsten die WahlRommission kam die Wahl unfres Genossen Buchwald beeinflussung stattgefunden habe, gleichwohl in der Minderheit ge( Sachsen- Altenburg) zur Verhandlung. Von 43 695 Wahlberechtigten blieben sei. wurden 36 217 gültige, 187 ungültige Stimmen abgegeben. Davon Was mun die Frage der amtlichen Wahlbeeinflussung selber behatte Buchwald 18 695, der Bündler v. Blödau 14 498, der Frei- treffe, so habe die Majorität der Kommission und des Hauses es finnige 2993 Stimmen erhalten, so daß Buchwald mit 586 Stimmen bisher grundsätzlich abgelehnt, in der allgemeinen Ausübung eines über der absoluten Mehrheit als gewählt proklamiert wurde. Gegen staatsbürgerlichen Rechtes durch einen Beamten an sich schon eine diese Wahl ist von seiten der Bündler ein Protest eingegangen, der ungehörige Wahlbeeinflussung zu erblicken; nur wenn ein solcher in sich darauf stützt, daß in einer Versammlung des Deutschen Reichs- einseitiger Weise zu Gunsten einer bestimmten Partei vereins am 22. Januar 1903 zu Altenburg, in welcher v. Blödau oder gegen eine bestimmte Partei bezw. deren Kandidaten seine Bericht erstattete über seine Abstimmung zum Amtsgewalt und seinen Einfluß mißbrauche, habe bisAntrag Kardorffer gehörte zu den Bündlern, welche her die Majorität den Begriff der unzulässigen Wahlbeeinflussung gegen den Antrag Kardorff gestimmt hatten der damalige als gegeben erachtet. Das sei hier aber nach Lage der wird wieder einmal von Petersburg aus geneldet. Die altenburgische Minister und Bundesratsbevoll Dinge nicht geschehen. Wolle aber die Mehrheit ihren bisherigen offiziöse russische Telegraphen Agentur verbreitet nach einer mächtigte v. Helldorf gegen v. Blödau aufgetreten fei. Standpunkt verlassen und jetzt den Grundsak festlegen, daß die Be- Wolfffchen Mitteilung folgende Nachricht: Es heißt im Proteste wörtlich: amten bei allen Wahlen jeglicher öffentlicher Bethätigung und Be„ Herr v. Helldorf meldete sich zum Wort und machte dem fundung ihrer politischen Anschauungen sich zu enthalten haben, so Redner, Herrn v. Blödau, seine Abstimmung zum Antrag Kardorff würden die Socialdemokraten solch' einem allgemein verpflichtenden in rückhaltlosester Form zum Vorwurf, insbesondere mit Nachdruck Beschlusse sich anschließen. Wogegen fie fich wenden, sei die Praxis, bedeutend, daß v. Blödau Seite an Seite mit den nur in den Fällen von diesem Grundsatze Gebrauch zu machen, wenn Socialdemokraten gestimmt und durch seine Stellung- es sich handle um Kassation socialdemokratischer Wahlen, die trot nahme dargethan habe, daß er für die bevorstehende Wahl im amtlicher Wahlbeeinflussungen zu stande gekommen feien. Altenburger Kreise nicht der geeignete Kandidat sei." Die Mitglieder der Centrums partei haben natürlich, ihrer von wem die Meldung ausgeht. Eine Meldung Alexejews Intensiver behaupten die Protesterheber weiter- konnte gewohnten Tattik entsprechend, auch hier rundweg abgelehnt, eine wäre doch zweifellos als solche charakterisiert worden. Klingt es Bie offizielle Agitation gegen die Kandidatur v. Blödau grundsätzliche Festlegung herbeiführen zu helfen; sie wollen ferner schon unglaubhaft, daß vier japanische Panzer zum Sinten nicht in Erscheinung treten, als durch die Stellungnahme Sr. Excellenz immer den Specialfall, die besonderen Verhältnisse" beurteilen; gebracht worden feien, so begreift man erst recht nicht, des Herrn Staatsministers und Bundesratsbevollmächtigten v. Helldorf natürlich bei der Wahl Ballestrems haben sie Kamele geschluckt, wie zwei japanischen Transportschiffen dies Schicksal geschehen. Zum Beweis dafür wird auf die damaligen Preßstimmen hier suchen sie ihre Virtuosität darin, Müden zu seigen. Der Hirtenbrief widerfahren sein soll. Denn mit Transportschiffen werden hingewiesen, namentlich auch auf die socialdemokratische Alten- des Kardinal- Erzbischofs Kopp, die Drohung der Pfarrer auf der Kanzel die Japaner doch schwerlich den russischen Panzern und burger Volkszeitung" und die späteren socialdemokratischen Wahl- mit Verweigerung der Absolution, wenn statt der Stimmzettel für schweren Küftenbatterien gu Leibe au rüden versucht flugblätter, die dieses Argument gegen den Bündlerkandidaten be- Ballestrem solche für den Polen abgegeben würden, die polizeiliche haben! Das ganze Gefecht aber wird doch als Angriff der japanigreiflicherweise sich nicht entgehen ließen. Abtreibung der Säle durch Drohung von Konzessionsentziehung zc.fchen Flotte auf Port Arthur dargestellt. Und nur bei einem direkt Interessant ist weiter in dem Protest das Zugeständnis das waren ihnen alles haltlose Behauptungen, nicht eimal der Unter- bei Port Arthur sich abspielenden Kampfe könnte ja der auf der Führer des Bundes der Landwirte, daß ohne die Untersuchung wert; wenn aber hier ein halbes Jahr vor der Wahl ein Grund geratene Panzer„ Retwisan" getvissermaßen als Strandstützung seitens der Regierung und ihrer Beamten tonservativer Minister in einer tonservativen Versammlung batterie in Attion getreten sein. Die russische Nachricht enthält die bündlerische Agitation erfolglos bleibe. Der Protest fleidete auftritt und, um den socialdemokratischen Sieg zu also so viel unwahrscheinliches, daß man erst ihre anderweitige Bedieses niedliche Geständnis in die bezeichnenden Worte: berhindern, einen hierzu nach seiner Ansicht besser geeigneten stätigung abwarten müssen wird! „ Während- unzweifelhaft ungewollt- der socialdemokratischen fonservativen Kandidaten verlangt, so erflärt der Centrumsmann: Niutschwang. Partei ein bequemes und in hohem Grade zugkräftiges Agitations- die Motive gehen uns gar nichts an, die Thatsache steht fest, Die Konsuln in Niutschwang beschlossen, eine Neutralitätsmittel dargeboten worden war, war durch die markante Stellungnahme v. Blodau hat ca. 1400 Stimmen verloren, der Socialdemokrat hat erklärung des Hafens von Riutschwang zu for Sr. Excellenz des Herrn Staatsministers v. Helldorf die Agitation 4000 gewonnen, ergo ist die Wahlbeeinflussung ihm zu gute ge- dern, weil dortselbst eine japanische Landung erwartet auf seiten des Reichsvereins in den Städten für längere Zeit voll- tommen, außerdem sind über 7000 Wähler gar nicht zur Wahl wird und die Russen die Stadt verteidigen wollen; man befürchtet ständig lahmgelegt." gegangen. Zwar sind alle diese Schlußfolgerungen falsch; durch ein Bombardement die Zerstörung von internationalem die Wahlbeteiligung war starter als bei der letzten Eigentum. Wahl: 88,5 Prozent 76 Prozent im Jahre 1898; Die Londoner Morgenblätter halten Japan für berechtigt, die Stimmen der Socialdemokraten find bei jeder Wahl besezt haben. Man ist der Meinung, daß eine NeutralitätsNintschwang einzunehmen, weil die Russen es bereits gestiegen, die der Bündler bezw. Konservativen von Wahl zu Wahl erklärung gleichbedeutend wäre mit einer Parteinahme zu Gunsten Der Bündler v. Blödau war in einer Versammlung des gefallen; die Steigerung der socialdemokratischen Stimmen in Rußlands. In Pinhang ist eine Banik ausgebrochen, die die Flucht Bundes der Landwirte zu Altenburg am 10. Januar 1903 zum Altenburg entspricht der in ganz Deutschland, genau so wie sie von der meisten Einwohner zur Folge hat. Kandidaten ernannt worden. Im gleichen Saale fand am 22. Januar 1887 auf 1890 fogar von 4000 auf 10 000 gestiegen war; von einem die von dem tonservativen Reichsverein einberufene Ver- llebergehen der für Blödau weniger abgegebenen 1400 Stimmen Shanghai, 24. Februar.( Meldung der„ Agence Havas".) Laut fammlung statt, in welcher dann der Minister v. Helldorf oben er kann um deswillen keine Rede sein, weil der freifinnige Kandidat Nachrichten aus Korea haben die in schemu Ipo ausgeschifften wähnte Opposition machte. Nach dem Berichte der konservativen ca. 1500 Stimmen mehr erhalten als 1898 und fast 2000 mehr als japanischen Truppen, ungefähr 30000 Mann, fich zwischen thut nichts: die Socialdemokratie hat gefiegt, ergo hat sie Soul und Phjong- Jang entwidelt; legten Ott ,, Altenburgischen Landeszeitung", der ebenfalls dem Proteste beigelegt 1893 thut nichts: die Socialdemokratie hat gefiegt, ergo hat sie Soul war, trat der Minister gegen den Abgeordneten v. Blöbau auf, weil gefiegt in folge jenes Auftretens des Ministers. haben ihre Avantgarden schon passiert. Infolge von er nicht glaube, daß Herr v. Blödau( infolge seines schroffen Auf- Die Konservativen mußten bei diesem Umsturz aller bis- Tauwvetter sind die Wege in Storea teilweise sehr schlecht, was den tretens gegen den 3olltarif) bei der bevorstehenden Reichstags- herigen Grundsäge der Wahlprüfungskommission natürlich auch ihr Transport von Lebensmitteln und Munition erheblich erschwert. wahl die Mehrheit erhalte", b. Blödau könne deswegen Bädlein bringen. Zwar pflegen sonst die Konservativen regelmäßig Das Völkerrecht. , nicht als geeignete Persönlichkeit für einen Kom- das Recht der Beamten zu betonen, ihre politische Anschauung ebenso promißkandidaten gelten", er erschwere das Zustande gut wie andre Staatsbürger zu bethätigen, fie bestreiten fonft regeltommen einer Einigung der Ordnungsparteien" mäßig fogar Begriff und Wirkung der amtlichen Wahlbeeinflussung, gegen die Socialdemokratie, denn bei seiner Abstimmung gegen selbst wenn alle andern Parteien darüber einig in ihrem Urteil sind; den Antrag Kardorff habe v. Blödau Seite an Seite fie betrachten es sonst sogar als ihr Recht, Minister, Regierungs- 1. vor der Eröffnung der Feindseligkeiten gegen mit der Socialdemokratie gestanden", dem ,, Borgehen präsidenten, Landräte bis berunter zum Nachtwächter für ihre Rußland seine Truppen in dem selbständigen Reich Korea, der Umsturzpartei habe aber ein Ende gemacht werden müffen". Kandidaten eintreten zu sehen und bestreiten jede Wirkung welches sich neutral erklärt hatte, gelandet, Man sieht also, das Auftreten des tonfervativen Herrn folcher amtlichen Wahlbeeinflussung, wenn diese amtliche Wahl- 2. mit einer Abteilung ihres Geschwaders am Staatsministers in einer tonservativen Versammlung war von beeinflussung zu ihren Gunsten gewirkt hat; hier aber hat der 8. Februar, d. h. drei Tage vor der Kriegserklärung, der Absicht geleitet, im Interesse der konservativen socialdemokratische Kandidat gefiegt und nun finden die konservativen auf zwei russische Kriegsschiffe einen Angriff Bartei und des Bundes der Landwirte einen andren Kandidaten zu Wahlkommissionsmitglieder plötzlich, diese Ausübung des Staats- gemacht, die sich im neutralen Hafen Tschemulpo befanden und erhalten, damit der Sieg des socialdemokratischen Kandidaten ver- bürgerrechts ein halbes Jahr vor Ausschreibung der Wahlen sei als deren Kommandanten von dem Abbruch der Beziehungen mit Japan hindert werde. amtliche Wahlbeeinflussung aufzufassen, und da der konservative nicht unterrichtet waren, da die Japaner böswillig die Uebermittelung Standidat trotzdem nicht gefiegt hat, muß die socialdemokratische russischer Telegramme durch das dänische Kabel verhinderten und Wahl tassiert werden. die Zeitung des koreanischen Regierungs- Telegraphen unterDaß die Nationalliberalen, wie in allen Fragen, auch brachen( Einzelheiten des empörenden Angriffes auf die oben erhier gegen eine grundsäßliche Festlegung sich wandten, ist natürlich, wähnten russischen Schiffe sind in den veröffentlichten amtlichen Der Referent der bauernbündlerische Abgeordnete für Heil sie wollen sich das Recht wahren, von Fall zu Fall- umzufallen. Telegrammen des russischen Gesandten in Söul enthalten), bronn Dr. 23 o Iff stellte sich auf den Boden des Protestes; ohne So wurde denn nach sehr eingehender und erregter Debatte, diefes Auftreten des Ministers hätte der Bündlerkandidat mehr Stimmen bei der nur die Socialdemokraten und der Freifinnige Bargmann fich erhalten; ein Teil der Beamten, namentlich der kleineren, die vielleicht gegen den Umsturz der bisherigen Praxis der Wahlprüfungs Heimlich socialdemokratisch gesinnt seien, hätte jedenfalls nach solchem fommission für diesen speciellen Fall aussprachen, mit den Auftreten des Ministers für den Socialdemokraten gestimmt, ebenso Stimmen des Centrums, der Konservativen, Nationalliberalen und 4. dem Kaiser von Korea durch den japanischen Gesandten in ein Teil der kleinen Bauern aus Merger über den Minister, andre, Reichspartei gegen die Stimmen der drei Socialdemokraten und des Söul erklärt, Korea befände fich nunmehr unter japanischer 3. B. Kleinbürger, hätten vielleicht für den Freisinnigen gestimmt, Freifinnigen Bargmann die Wahl unsres Genossen für ungültig erklärt. Verwaltung, und ihm angekündigt, daß, wenn er sich nicht noch mehr Wähler hätten sich wahrscheinlich der Abstimmung überhaupt Die Thatsachen stehen nach dem Beschlusse der Mehrheit der fügen sollte, japanische Truppen seinen Palast beseßen würden, enthalten furz: bei der geringen Mehrheit wäre sehr wohl die Wahlprüfungskommission nunmehr so: 5. durch Vermittelung des französischen Botschafters den Möglichkeit einer Stichwahl gegeben gewesen, wenn eben nicht der Wenn für einen bürgerlichen Kandidaten Minister, Landräte russischen Vertreter in Söul aufgefordert, mit dem Personal der Minister durch sein Auftreten der Socialdemokratie ge- oder andre Beamte eintreten, so unterliegt die Frage, ob das eine Gesandtschaft und des Konsulats das Land zu verlassen. nügt hätte. amtliche Wahlbeeinflussung darstelle, erst noch der Prüfung weiterer Da die kaiserliche Regierung der Ansicht sei, daß alle an Der Korreferent( Fischer Berlin) vertrat den bisherigen begleitender" Umstände, falls die Wahl mit dem Siege des bürger- geführten Thatsachen einen empörenden Bruch des Standpunkt der Wahlprüfungs- Kommission: 1. daß ihrer Entscheidung lichen Kandidaten endet; siegt aber trotz solchen Eintretens oder geltenden internationalen Rechtes bilden, halte nur die Vorgänge von der Zeit der Ausschreibung der Wahl bis amtlicher Wahlbeeinflussung socialdemokratische fie es für ihre Pflicht, bei allen Mächten gegen die Handlungsweise zum Abschluß derselben unterliegen; 2. daß eine Stassation der Wahl Kandidat, so muß die Wahl kassiert werden- eben weil ein der japanischen Regierung Protest einzulegen in der festen Ueber infolge amtlicher Wahlbeeinflussung nur stattfinden könne, entweder Socialdemokrat gewählt ist. erklärt werden müsse. " Liegt also nach Auffassung der Wahlprüfungs- Kommissionsmehrheit eine amtliche Wahlbeeinflussung vor, so jedenfalls eine amtliche Wahlbeeinflussung zu Gunsten der Konservativen gegen die Socialdemokraten. 1 der Vormarsch der Japaner. Der russische Minister des Auswärtigen hat in einem Rundfchreiben an die Vertreter Rußlands im Auslande Japan in folgenden Punkten des Völkerrechts- und Vertragsbruchs beschuldigt. Japan habe 3. trob der bestehenden internationalen Regeln vor der Eröffnung der kriegerischen Aktion russische Handelsschiffe, welche sich in neutralen koreanischen Häfen befanden, als Kriegsbeute gefangen genommen. zeugung, daß alle Mächte, welchen die ihre Beziehungen garantierenden Grundsätze wert sind, Rußlands Standpunkt teilen werden. Dieser Protest gegen Japans Völkerrechtsbruch schließt sich der famosen Friedensposse würdig an. Er wird freilich nur das Achselzucken der fremden Staaten hervorrufen. Japan selbst verteidigt sich in einem amtlichen Communiqué gegen den Hauptvorwurf, ohne vorherige Kriegserklärung die Feindfeligkeiten begonnen zu haben, wie folgt: achten wird." Politische Uebersicht. Berlin, den 24. Februar. Reichstag. an Einfuhrhindernissen enthält, bringt das neue Warenverzeichnis und die dazu gehörige Anleitung zur Zollabfertigung, eine Art Instruktionsbuch für die Zollbeamten. Eine der seltsamsten Vorschriften betrifft die gollabfertigung von Maschinenteilen. Nach dem jezigen Warenverzeichnis werden auch Wider alles Erwarten kam der Reichstag heute noch Maschinenteile wie Maschinen verzollt, wenn sie als solche ernicht zum Justizetat. Nachdem das Haus gestern auf Erkennbar sind, außer ihrer Verwendung zur Zusammensetzung mahnung des Präsidenten mit bemerkenswerter Geschwindig von Maschinen einen andren Gebrauch nicht zulassen und bei andren Tarifnummern nicht besonders namhaft gemacht Was den Vorwurf betrifft, welcher in dem letzten russischen feit den Etat des Reichs- Eisenbahnamtes erledigt hatte, blieb find. In Zukunft sollen alle allein eingehenden Maschinenteile nach Communiqué wiederholt wird, daß die japanische Regierung es heute bei der Verwaltung der Elsaß- Lothringischen Reichs dem Stoff, aus dem fie gearbeitet sind, verzollt werden. Nur für bor einer formellen Kriegserklärung die Eisenbahnen stecken. Nicht weniger als sechs in den Reichs- die Teilsendungen ganzer Maschinen werden die Zollfäße für Feindseligkeiten landen gewählte Abgeordnete fühlten sich verpflichtet, zum Maschinen zugestanden. Da aber die ersten Teilsendungen vielfach eröffnet habe, so wird darauf erwidert, daß einerseits Teil wiederholt zu längeren Ausführungen das Wort zu er- nicht bis zum Eingange der letzten am Eingangsort verbleiben und im Völkerrecht eine formelle Kriegserklärung nicht unbedingt als notwendig erachtet wird, wie greifen. Die Abgeordneten Riff und Blumenthal von in einer Fabrik Aufstellung finden, in deren Nähe kein Zoll- oder das Beispiel Rußlands im Jahre 1877 gegen die den Freisinnigen, Wiltberger und Jaunez von den Steueramt sich befindet, so ist diese Vergünstigung illusorisch. Ferner heißt es in der betreffenden Anweisung: Türkei beweist, andrerseits aber die Note, in welcher der Schlumberger, traten für die Interessen des Reichs- oder," sofern diese in Teilsendungen eingeführt wird, der Anmeldung Klerikalen und der Hospitant der Nationalliberalen, Herr " Der Eingangsanmeldung einer zerlegt eingehenden Maschine, japanische Gesandte dem russischen Minister des Aeußern den Ab- landes ein; ganz zum Schluß versuchte auch noch der Reichs- der ersten Teilsendung ist eine vollständige Zeichnung der Maschine bruch der Verhandlungen notifiziert, die Absicht der japanischen nach Grundriß usw. sowie ein Verzeichnis der Hauptbestandteile nach Regierung, militärische Maßregeln zu ergreifen, parteiler Dr. Höffel zum Wort zu kommen. Im Mittelpunkt der Debatte stand, wie nach den gestrigen Beschaffenheit, Nummern und Einzelgewicht und eine ungefähre deutlich genug ausspricht. Der Schlußsah lautet: Erklärungen des Ministers Bud de in der Budgetkommission Angabe des Gesamtgewichts der fleinen Rebenbestandteile beizufügen. " Indem die kaiserliche Regierung diesen Entschluß( die Ver- des Abgeordnetenhauses zu erwarten war, das Koalitions- Alle Teilsendungen sind innerhalb einer Frist, welche bei der Anhandlungen abzubrechen) gefaßt hat, behält sie sich das recht der Eisenbahner. Auf eine Anfrage des Abg. Müller- meldung der ersten Teilsendung zur Verzollung anzugeben ist und Recht vor, nach ihrem Ermessen solche Aktionen Meiningen( frs. Bp.) hielt es der Minister zunächst für das zwei Monate nicht übersteigen darf, bei der gleichen Bolstelle voreinzuleiten, wie sie diefelben zur Befestigung flügite, zu schweigen. Als ihm dann aber unsre Genossen auführen und zur Verteidigung ihrer bedrohten Stellung Sildenbrand und Molkenbuhr schärfer zu Leibe Maschinen erfolgt erst nach dem Eingange der letzten Teile. Für " Die Feststellung des Zolles für die in Teilsendungen eingehenden fowie zum Schube ihrer wohlbegründeten Rechte gingen, suchte er sich über den Widerspruch seiner früheren die vorher eingehenden Teile ist der Zoll zu hinterlegen oder sicherund legitimen Interessen für notwendig er- Ausführungen im Reichs- und Landtage dadurch hinweg zustellen, und zwar, wenn der Zoll für die Teile bei Nichtberückzuhelfen, daß er die Frage für eine rein theoretische erklärte fichtigung ihrer Zugehörigkeit zu den vollständigen Maschinen höher Das französische Bürgertum und der Krieg. und betonte, er hätte noch nie mit einem seiner Arbeiter des- sein würde, mit dem höheren Betrage. Sind innerhalb der anParis, 23. Februar.( Eig. Ber.) Die Empfindsamkeit der wegen einen Konflikt gehabt. Von der durch die Veröffent- gegebenen Frist nicht alle Teile zur Verzollung gestellt worden, so Bürgerlich radikalen Parlamentarier gegenüber jeder demagogisch lichung eines Geheimerlasses bekannt gewordenen Verbindung werden die bereits eingeführten Teile nach Beschaffenheit des Stoffes gezeigt. Nur daraus ist es zu erklären, daß die radikale Linte" troß genauester Kenntnis aller Erlasse nicht das mindeste eingehenden Maschine anzuwendenden Zollfayzes hat in der Regel chauvinistischen Heze hat sich wieder einmal im traurigsten Lichte seiner Verwaltung mit Unternehmer- Organisationen will er verzollt, soweit nicht im Tarif etwas andres beſtimmt iſt. Der endgültigen Festsetzung des bei der Verzollung einer zerlegt der Deputiertenkammer auf Jaurès Nede in Saint- Etienne wissen. eine nach der Zusammenseßung der Maschine auf Kosten des Rollmit einem feierlichen Treuschwur für die russische Alliance ge- Außerdem brachten unsre Genossen, unterstützt von dem pflichtigen vorzunehmende Revision zu dem Zweck vorherzugehen, antwortet hat. mit unsrer Hilfe gewählten Demokraten Blumenthal, die von der Zugehörigkeit aller eingeführten Teile Ueberzeugung zu Zunächst die Bemerkung, daß nicht das in der Schlußßigung schlechte materielle Lage der Reichs- Eisenbahnarbeiter zur nehmen." des Kongresses von Saint Etienne votierte Jaurèssche Manifest, Sprache. Auch hier wusch der Minister seine Hände in Un- Noch rigoroser sind die Vorschriften über die Pferde- Einfuhr. sondern seine Versammlungsrede am Vorabend des schuld: Er habe das redlichste Bemühen, alles mögliche heute Bekanntlich besteht bis jetzt für Pferde der einfache Stückzoll; Pferde Kongresses den chauvinistischen Zorn entfacht hat. tlingt nämlich für chauvinistische Ohren erheblich verlegender sekretär vereitle seine edelsten Absichten. Ganz pathetisch rief Berte unter 1000 M. beträgt der Zoll 90 m. pro Stück, im Werie Die Rede für„ feine" Arbeiter zu erreichen, aber der Reichs- Schatz- unter 2 Jahren werden mit 10 M., ältere mit 20 M. pro Stüd verzout. Der neue Zolltarif führt den Wertzoll ein: für Pferde im als das Manifest. Ja, zwischen der ersteren und dem legteren er aus:" Ich werde jederzeit für meine Arbeiter fämpfen." Berte unter 1000 M. beträgt der Zoll 90 M. pro Stück, im Beric bon 1000-2500 M. gleich 180 M., für noch wertvollere Gäule 360 M.; ist in Bezug auf die Alliance ein fachlicher Unter- Soffentlich macht er seine schönen Versprechungen wahr; in doa dürfen nach näherer Bestimmung Pferde im Werte bis 300 Mr. schied vorhanden, Der den Unterschied zwischen einer feiner bisherigen Amtsthätigkeit hat man freilich von seinen und mit weniger als 1,40 Wieter Stockmaß zum Zollsatz von 30 M. oratorischen Auslaffung in einer Volksversammlung und einem Bemühungen um die Arbeiterwohlfahrt sehr wenig gemerit. für das Stück eingeführt werden. Diese Bestimmungen haben Verdiplomatischen Dokument entspricht. In der Rede heißt es nämlich Als er die Angaben unsres Genossen Molfenbuhr über anlassung zu einer Reihe Verordnungen gegeben, für die der Ausdruck nach dem stenographischen Bericht der„ Tribune" von Saint- die Höhe der Unfallziffern bei der Reichs- Eisenbahn bestritt, Krähwinkelei noch zu milde erscheint. Etienne( einer Jaurès freundlichen Zeitung):... Nachdem dieser stellte sich als Ergebnis der Kontroverse heraus, daß die In den Vorschriften heißt es z. B.: Sturm( des ostasiatischen Krieges) vorübergegangen ist, werden wir Unfallziffern pro Kopf höher, pro tausend Kilometer niedriger nach und nach die Bande einer ausschließlichen und unvorsichtigen feien als im Reiche. Damit wurde festgestellt, daß die ReichsAlliance lockern fönnen( peu à peu relâcher les liens), die auf Eisenbahnbeamten die längsten und weitesten Fahrten zurück gehört hat, eine Schuhwehr zu sein, wenn sie es gewesen ist, um zulegen haben. eine Gefahr und eine Drohung zu werden..." V " = " Landes- Finanzbehörden dazu ermächtigten Bollstellen an Die Verzollung von Pferden findet bei den von den obersten bestimmten Tagen statt, welche von den Bolldirektivbehörden im Einvernehmen mit der von der Landesregierung hierzu bestimmten Verivaltungsbehörde festgesetzt werden. Dabei können im Falle der Verzollung an der Grenze für die Einfuhr auf der Eisenbahn bestimmte Züge, für die übrige Einfuhr aber begrenzte Abfertigungsstunden vorgeschrieben werden. Die dadurch entstehenden Kosten sind von dem Ein bringer zu tragen. Nebenbei wurde über die Einführung der vierten WagenAlso auch in der Versammlungsrede sprach Jaurès nicht von klasse im Reichslande und über ein Erpropriationsgesetz zu einer Kündigung" der Alliance- wie der Telegraph in der Gunsten der dortigen Kleinbahnen diskutiert. Bei dieser GeDepesche des Korrespondenten der" Petite République" das Wort legenheit bereitete Herr Schlumberger, der bekannte Loderung" irrtümlich wiedergegeben hat sondern von einer nationalliberale Abgeordnete für Mülhausen, dem Hause " Lockerung" derselben in späteren Zeiten. Die Berichtigung der einige angenehme Viertelstunden. Sachlich weckte dieser viel der Pferde oder diejenigen Wertgrenzen der Tarifnummer 100 an Der Einbringer hat in der Eingangsmeldung entweder den Wert " Petite République" hat jedoch nichts geholfen. Von der nationa- fache Millionär den größten Beifall unsrer Fraktion, als er zugeben, innerhalb welcher dieser Wert liegt. Beansprucht er die listischen Presse schon gar nicht zu sprechen, hat der in der aus für eine Expropriation der Besigenden zu Gunsten der All- Ablaffung der Pferde zu dem Zolliage des Absatzes 2 der Anwärtigen Politik hochoffiziöse Temps" wegen der in Aussicht gemeinheit eintrat er meinte es natürlich nur in Bezug auf mertung zu Tarifnummer 100( d. 5. zum Zoll von 30 M. D. Red.), genommenen Lockerung" der Alliance Jaurès dem„ Gericht das zu Kleinbahnen nötige Land. so hat er außerdem in der Eingangsmeldung die Größe der Tiere. des Patriotismus“ überliefert. Und die braven Radikalen Ganz besonders drollig aber wirkte die Form, in, der er nach dem Stockmaße anzugeben. meldeten sich prompt zum Richteramt, um ihren eignen sein geistiges Eigentum" vortrug. Nachdem es ihm im schreitet, ist bei der Zollstelle behufs Festsetzung der Zollgefälle stets Sofern der angemeldete Wert die höchste Wertgrenze nicht überpatriotischen Ruf zu retten, δα fie mit Jaurès in vorigen Jahre bei der Zolltarif- Debatte bekanntlich miklungen schreitet, ist bei der Zollstelle behufs Festsetzung der Zollgefälle stets eine Wert abschäzung der Pferde durch einen Ober demselben„ Bloc" sißen. Der rechte Flügel des Blocs, die„ demo- war, sich auf einer der elektrischen Bogenlampen als Trapez- beamten der Zollverwaltung in Gemeinschaft kratische Union", und die gemischte Gruppe der„ radikalen Union" fünstler zu zeigen, bewies er heute hervorragende Fähigkeiten mit einem beamteten Zierarzt oder mit einem andren wiederholten den franto- russischen Schwur mit besonders lebhafter zum Pantomimiker und Ercentrifer. Er schnitt dem Prä- Sachverständigen vorzunehmen, welcher von der zuständigen Begeisterung. Nur die Linksradikalen haben wenigstens bis auf fidenten die sonderbarsten Gesichter, hüpfte die Rednertribüne Regierungsbehörde ernannt oder verpflichtet wird. weiteres sich geweigert, den Schwur zu leisten. Sie werden wohl herauf und herunter und stürmte wie ein Wettläufer durch gemerkt haben, daß die patriotische Desavonierung der Jaurèsschen den Sitzungssaal. Rede, wie einige radikale Zeitungen richtig sagen, entweder finnlos Auch der Abg. Blumenthal, der wieder, um nicht sei oder aber darauf hinauslaufe, Frankreich zu einer Einmischung aus der Gewohnheit zu kommen, mit seinen flerifalen Reichsin den Krieg zu Gunsten Rußlands für verpflichtet zu erklären.... tagswahl- Gegnern einen lebhaften Zusammenstoß hatte, sorgte, Indes ist die knutenbegeisterte Klerikal- nationalistische Opposition halb durch gelungenen Wortwig, halb unfreiwillig durch mit dem franko- russischen Treueid der Radikalen noch immer nicht Naivetät, für die nötige Erheiterung. zufrieden. Sie erklärt, den Patriotismus der letzteren nicht für echt erachten zu können, ehe sie das Kabinett Combes gestürzt haben. Denn das Kabinett stehe nicht auf der Höhe der nationalen Kosakenstimmung. Am offensten aber haben die Nationalisten ihre Starten aufgedeckt, indem ihre Fraktion eine Interpellation beschlossen hat, die im Interesse der„ Landessicherheit" den Rücktritt des Marineministers Pelletan fordern will. Die demagogische Bande schützt mit gewohntem Cynismus die vaterländischen Interessen vor, um ihre eignen reaktionären Geschäfte zu besorgen. Ist die Zollstelle mit einem Oberbeamten nicht besetzt, so ist der Bezirks- Oberkontrolleur oder ein andrer ihm gleich gestellter oder übergeordneter Beamter der Zollverwaltung heranzuziehen. Falls der Zollpflichtige eine anderweite Wertabschätzung beansprucht, so hat er zur Vermeidung des Verlustes seines Anspruchs auf eine solche dies alsbald protokollarisch zu erklären und den von der Eingangsstelle ermittelten Zollbetrag zu hinterlegen. Dabei ist ihm zugleich zu eröffnen, daß er die durch die nochmalige Morgen dürfte der Rest des Reichs- Eisenbahn- Etats rasch Bertabichäßung entstehenden Kosten zu tragen erledigt und dann der Justiz- Etat in Angriff genommen habe, falls diese zu seinen Ungunsten ausfalle. 3ur Dedung werden. Dabei dürften unsre Genossen den Ministern dieser kosten kann von ihm die hinterlegung oder v. Hammerstein und Schönstedt die nötige Antwort auf ihre Sicherstellung eines angemessenen Betrages ber neulichen Ausführungen über den Königsberger Geheimbunds. langt werden. Prozeß und die russische Spitzelwirtschaft erteilen. Preußisches Abgeordnetenhaus. Dem Abfertigungspapier ist eine genaue Beschreibung des Pferdes unter Hervorhebung etwaiger besondrer Kennzeichen und unter Angabe seines Stockmaßes beizufügen. Außerdem ist das Tier mit einem Identitätszeichen zu versehen. Jedoch kann auf Antrag des Einbringers von der Anlegung eines solchen abgesehen werden, wenn das Pferd alsbald in Gebrauch genommen werden soll und gegen die Zuverlässigkeit des Antragstellers teine Bedenken bestehen. Das Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch die Beratung Es kann nicht mehr zweifelhaft sein, daß die nationalistische des Etats der Justizverwaltung fortgesetzt. In der Kriegshazz innerpolitischen reaktionären Berechnungen entspringt. sogenannten Generaldebatte, die sich an den Titel MinisterHaben doch diefelben nat o alistischen Blätter in früheren Situationen gehalt anknüpfte, unterhielten sich die Herren zunächst über die russische Alliance selbst heruntergesetzt, sobald es ihnen nämlich in einen Antrag Seydel( natl.) u. Gen., der die Regierung öffnen, daß er das Pferd bis zum Austrag der Sache Ferner hat die Zollstelle dem Einbringer zu Protokoll zu erihren parteipolitischen Stram paßte. Jetzt aber heißt es wieder wie auffordert, baldmöglichst gegen solche Ausschreitungen des zur Verfügung der Bollbehörde zu halten habe, und in den Flitterwochen der Zarenalliance: Keiner ist Patriot, der nicht Automobilsports vorzugehen, durch welche eine Ge- daß, wenn er durch vorherige anderweite Verfügung über das Tier auf die Alliance schwört!" meingefahr gegen Leben, Gesundheit und Eigentum der Be- die nochmalige Wertabschäßung wesentlich erschwere, seine BeOffiziell hat sich Frankreich für neutral erklärt in derselben völkerung hervorgerufen wird. Nach einstimmiger Annahme ich werde als zurüdgezogen angesehen werden lakonischen Form übrigens wie die deutsche Regierung, im Gegensatz des Antrages wandte sich die Debatte den Verhältnissen würde." zur langen und eindringlichen Neutralitätserklärung im spanisch der Richter zu. Abg. Keruth( frs. Vp.) hatte einen Recht billige Forderungen. Vielleicht ließen sich noch einige amerikanischen Kriege. Aber die gewerbsmäßigen Patrioten und Antrag eingebracht, die Regierung um eine Vorlage zu er empfehlen noch außerdem zu verlangen, daß von jedem zur Einfuhr fleine Erweiterungen anbringen. Wir würden z. B. der Regierung ihre feigen Nachahmer sprechen und handeln so, als ob fuchen, welche unter Abänderung des Gesezes über die bestimmten Gaul der Zollbehörde zwei Photographien im sogenannten Frankreich bereits für Rußland Partei ergriffen hätte. So hat auf Regelung der Richtergehälter die Richter und Staatsanwalte Salonformat eingereicht werden müssen, und zwar zur Feststellung die Initiative des berüchtigten Arthur Meyer, des Direktors im Gehalt den höheren Verwaltungsbeamten gleichstellt und der Farbe des betreffenden Pferdes forgfältig foloriert. Damit aber des klerikal- monarchistischen„ Gaulois", das Syndikat der Pariser für alle Richter und Staatsanwalte das System der Dienst nicht trogdem Verwechselungen vorkommen, muß jedem Pferd eine Zeitungsdirektoren eine Geldsammlung eröffnet ausaltersstufen einführt; ferner in den nächsten Etat eine der gleiche Photographie auf den Hinterteil geklebt werden nebst einem schließlich zu Gunsten der russischen Verwundeten. Bevölkerungszunahme und der Steigerung der Geschäfte ent 3dentifikations- Certifikat, das von mindestens einem Geheimrat, Und auf der Syndikatsversammlung hat einzig der Direktor der sprechende Anzahl von Richter- und Staatsanwaltsstellen und einem Bollinspektor, dem Leiter einer Pferdezuchtanstalt und drei " Aftion", H. Bérenger, gegen die einseitige und daher un- den hierzu sowie zur Durchführung des ersten Antrages er- Tierärzten unterzeichnet ist. schickliche, Japan herausfordernde Geldsammlung votiert. Desgleichen forderlichen Mehrbedarf an Geldmitteln einzustellen. sammelt die fenatorische Linke Geld ausschließlich für die Wie immer, wenn es sich um Gehaltserhöhungen oder russischen Verwundeten, von der gleichen Geldsammlung der hiesigen Besserstellung von Beamten handelt, verhielten sich auch diesFiliale der russisch- chinesischen Bank schon gar nicht zu sprechen. mal die angeblich so beamtenfreundlichen Konservativen dem Nebenbei: In den Subskriptionslisten glänzen an erster Antrage gegenüber ablehnend. Auch die Regierung machte in Stelle mit die Namen jüdischer Börsen- und Finanzgrößenwohl der Hauptsache finanzielle Bedenken geltend. wohl der Hauptsache finanzielle Bedenken geltend. Obwohl der aus Dank für die Judenmezzelei in Kischineff und anderwärts. Antrag feine Aussicht auf Annahme hat, wurde er doch einer Kommission überwiesen. Donnerstag wird die Beratung des Justizetats fortgesetzt.Deutfchen Reich. Um den socialdemokratischen Parteivorstand streiten die reaktionären Blätter in grotest erheiterndem Wetteifer. Der Parteivorstand foll nach der Andeutung des preußischen Justizministers an der Verbreitung russischer, staatsgefährlicher"," anarchistischer" Schriften teilgenommen haben. Es gilt für die Reaktionspresse, diese An der zarenfreundlichen Stimmungsmache in der Preffe ist am Enthüllung gegen den verhaßtesten Vorstand der verhaßten Partei Bedeutsamsten die Enthüllung des Figaro" über den diplomatischen gründlich auszunüßen. Im Eifer des Gefechts begegnet aber den Depeschenwechsel zwischen Paris und Petersburg zur Zeit des Verfolgungseifrigen das Mißgeschick, daß sie gegeneinander laufen und einer des andren Waffe niederschlägt. englisch- franzöfifchen Konflikts wegen Faschoda( 1898). Danach wäre Die Konservative Rußland bereit gewesen, an Frankreichs Seite gegen England zu Korrespondenz" erklärt offiziell im Namen ihrer Partei, es sei Dem„ Offenbacher Abendblatt" ist eine Abschrift des geheim durch den Justizminister festgestellt, daß der Parteitämpfen. Und zwar ist der„ Figaro" in der Lage, den authentischen Text der vertraulichen Depeschen zu veröffent- gehaltenen Entwurfes des Warenverzeichnisses zum neuen Bolltarif vorstand an der Herstellung und Verbreitung der hochverräterischen" auf den Redaktionstisch geflogen, und sittlich defekt, wie bekanntlich Schriften beteiligt sei. lichen! Es ist also klar, daß hinter dem„ Figaro" das Auswärtige nun einmal socialdemokratische Blätter sind, fann sich unser Partei- erwartungsvoll, daß das Strafverfahren gegen die Vorstandsmitglieder Die Konservative Korrespondenz" wünscht Amt von Paris oder Petersburg steden muß. Der frühere Marine- Organ nicht versagen, daraus einzelne charakteristische Teile zum eröffnet werde. minister, Lanessan spricht im„ Siècle" offen vom" gouverne Abbrud zu bringen. Nach diesen Auszügen hat man am grünen Die„ Berl. Polit. Nachr." münzen den Fall umgekehrt. Sie sagen mentalen" Ursprung der tendenziösen Enthüllungen, die daher in Tisch gar niedliche Plänchen zur Erschwerung der Einfuhr und fich. daß jene Hoffnungen aussichtslos find. Also gilt es, den Vorerster Linie die neuliche Börsenpanit ermöglicht hätten. der Bollabfertigung ausgeheckt. Was der neue Zolltarif nicht stand zu schmähen, weil er nicht die angeblichen Verbrechen Bollschikanen. Der Parteivorſtand hat die einzige Gelegenheit verpaßt, sich die Verherrlichung durch die„ Berliner Politischen Nachrichten" zuzuziehen. Alles Lob würde über seine Häupter sich ergießen, wenn er der Reaktion den Gefallen thäte, Unsinnigkeiten zu begehen, die feinen Grundsägen zuwiderlaufen, die aber die Wünsche der Reaktion erfüllen. Es iſt köstlich, wie die konservativ- ſcharfmacheriſchen Helden, da fie gegen den Vorstand mächtig auszuholen gedenken, sich gegenseitig die Schwerter aus der Hand schlagen und an den eignen Hieben niederfinken. Minister und Bauernbündler. Ausland. Frankreich. beabsichtige vom Parlament einen Kredit von 10 Millionen Franks Ein Ostasienkredit. In Deputiertenfreisen heißt es, die Regierung Saigon als Stüßpunkt für die ostasiatische Flotte Frankreichs. zu verlangen zur Vervollständigung des Verteidigungszustandes von England. Der Minister mag wählen. und falscher Namen erst nachträglich ermittelt worden und unmittelbar worden. begangen hat. In diesem besonderen Falle glauben wir dem zurückverwiesen worden. Staatsanwalt Fipper vertritt die An- gegeben. Der Minister hat offenbar den Artikel überhaupt nicht ges Borwärts" aufs" Bort", fagen die„ Berl. Polit. Nachr.", denn die flage; angeklagt find 22 Personen. Für die Ver- lesen und sich von seinem Geheimrat unzutreffend unterrichten laffen. Vorstandsmitglieder sizen behäbig im Reichtum und hüten handlungen sind vier Tage in Aussicht genommen. Sonst wüßte er, daß der betreffende Gentleman den mich auf fich, ihr behagliches Wohlleben durch Aussicht auf Unannehmlichsuchenden russischen Studenten, bevor er unter einem nachgewiesenen feiten oder gar Strafbarmachung stören zu lassen". Der Vorstand lich fächsische Regierung zur Gewährung von Anwesen= Großherzogtum Sachsen- Weimar. Wie stellt sich die großherzog Vorwand mein Bureau betrat, schon durch die ganze Stadt auf bleibt in ewigen Festen an goldenen Tischen" und läßt die armen Nur in einem Bunkte könnte der Arbeiter in die Gefahr ziehen. heitsgeldern an die Reichstags- Abgeordneten und Schritt und Tritt verfolgt hatte. treter im Bundesrate erteilt? Diese Frage, richtete jezt im Land- geſchloſſen, ja ſelbſt wahrscheinlich, daß in den Fällen 2 und 3 etc. was für Juſtruktionen hat sie in dieſer Ungelegenheit ihrem Ver Herr Miniſter recht behalten. Es ist nämlich durchaus nicht austage der Abgeordnete Baudert an das anwesende Staatsministerium. Spigel keine russischen, sondern deutsche Polizei- Agenten waren. or drei Jahren, führte derselbe weiter aus, habe die Regierung 4. Der Minister des Innern behauptet, im Falle Krassitoff ſich auf diese Frage ausgeschwiegen, er hoffe, daß numehr die und Schekoldin sei die Strafthat, nämlich die Führung falscher Päſſe Regierung so weit ſet, um eine Antwort geben zu können. Die so antwortete der Herr Staatsminister Rothe Regierung habe in dieser Angelegenheit dem Bundesrats- Bevollmächtigten noch nach ihrer Ermittelung seien die Russen dem Richter vorgeführt Regierung gekommen sei.(?!) keine Instruktion erteilt, da diese Frage überhaupt noch nicht an die Das trifft nicht zu. Mir ist, als ich unmittelbar nach der Verhaftung den Dirigenten der VII. Abteilung des hiesigen Polizeipräsidiums aufsuchte, von diesem bereits der Thatbestand der den beiden Russen zur Last gelegten strafbaren Handlung mitgeteilt Man schreibt uns aus Stuttgart: Eine heftige und gereizte worden, und zwar gerade zur Motivierung der polizeilichen Zeitungsfehde ist zwischen dem bauernbündlerischen Reichstags= Abgeordneten Dr. Wolff und dem württembergischen Staatssolle, wurde mir von demselben Herrn eröffnet, das fei nicht habe, Haft. Auf meine Frage, ob denn ein Strafverfahren eingeleitet werden minister Dr. v. Pischet entbrannt. Wolff hatte im Reichstag einem„ Vertreter der württembergischen Regierung" die Aeußerung man werde die Verhafteten festhalten, bis man über ihre Persönlichkeit im flaren sei und sie dann, wenn sich nicht ein Anlaß zur Auslieferung zugeschrieben, daß in die Handelsverträge höchstens ein Viertel geben würde, aus Preußen ausweisen. Erst später, also mehrere der im Zolltarif aufgestellten Viehzölle Aufnahme finden würde. Tage, nachdem ein hinreichender Verdacht der erwähnten Strafs Auf eine Anrempelung im württembergischen Staats- Anzeiger' Gegen die Konkurrenz der Kulis. Unter der Arbeiterschaft thaten begründet war, ist das Strafverfahren eingeleitet worden. bezeichnete er den Minister v. Pischek als diesen Regierungs- Englands macht sich eine tiefgehende Bewegung gegenüber den Uebrigens hat nach ausdrücklicher Mitteilung des erwähnten vertreter und führte als Zeugen einen im November v. 33. ver- Absichten der Regierung, in Südafrika Chinesen einzuführen, bemerkbar. Dirigenten der Minister selbst diese ganze Angelegenheit storbenen Domänenpächter an, der die angeblich bei einer Tisch- Da das Unterhaus den Antrag auf Verbot der Einführung von geleitet. rede in Geislingen gefallene Aeußerung gehört habe. Der Minister Kulis in die neuerworbenen Kolonien abgelehnt hat, rüsten sich die 5. Der Minister hat behauptet, die Ausweisung des antwortete mit einer mit seinem Namen gefertigten ungemein scharfen Arbeiter zu großen Demonstrationen. Solche Demonstrations- Ver- Dr. Wetschesloff ſei„ in der allerhumansten Form" erfolgt. Erklärung, in der er Dr. Wolff als den Typus der„ bezahlten sammlungen sind seitens des Parlamentarischen Komitees im HydeDiese allergrößte Humanität des Herrn v. Hammerstein bestand Wortführer" des Bundes der Landwirte bezeichnete und ihn park geplant. Die Arbeiterschaft befürchtet, daß, wenn die Stulis darin, daß Dr. Wetschesloff am 31. Dezember v. J. die Ausder„ ehrverlesenden" Lüge zieh. Der Minister citierte wörtlich die einmal in Transvaal zugelassen sind, diese auch bald in England weisungsorder für sich, seine Frau, die krant war, und seine einzige in seiner Geislinger Rede enthaltene Stelle, die sich auf die Eingang finden werden. Es sei das der erste Schritt zur Wieder- Kinder, von denen eines gleichfalls bettlägerig war, mit Zölle bezieht. Diese beschränkt sich auf die einfache& esteinführung der Sklaverei. einer Frist von sechs Tagen( sage und schreibe: sechs Tagen) stellung, daß der in den Zolltarif aufgenommene Viehzoll von bei Vermeidung der zwangsweisen Beförderung nach der russischen 18 Mart um mehr als das dreifache über die Zollfäße hinausGrenze" erhielt. Dr. Wetschesloff wohnte feit circa 4 Jahren in Berlin und Hermsdorf; eines seiner Kinder besuchte die Landrat zurückgewiesen.- Allerdings hat Dr. Betschesloff am 22. d. M. eine neue, die frühere aufhebende Ausweisungsorder mit einer Frist von 28 Tagen erhalten, in der jene Androhung zwangsweiser Beförderung fehlt. Ich würde Ihnen für den Abdrud obiger Zeilen verbunden sein. Ihr Dr. K. Liebknecht. 3 geht, die von den landwirtſchaftlichen Gauverbänden Württembergs Die Aften des Herrn v. Hammerstein. Schule. – Diese Beschwerde gegen die Ausweisungsorder ist vom in ihren vom Ministerium eingeforderten offiziellen Gutachten aufgestellt wurden. Zehn Gauverbände forderten einen Viehzoll von 5 Mart, ein einziger einen solchen von 8 Mart pro Doppelcentner. Dr. Wolff versucht nun einen Rückzug, indem er am 22. cr. im .Staats- Anzeiger" eine zweite Erklärung veröffentlicht, in der er darauf hinweist, daß die vom Minister als Lüge bezeichnete Behauptung schon am 14. Dezember in einem Artikel des württem bergischen Organs der Bündler enthalten gewesen sei, leider aber unwidersprochen geblieben ist. Ihm antwortet in derselben Nummer der Minister, daß es interessanter gewesen wäre, wenn Wolff aufgeklärt hätte, warum diese agitatorisch so verwendbare angebliche Aeußerung ein halbes Jahr nach der Rede unerwähnt geblieben und erst ausgetramt worden sei, als der einzige Zeuge, der sich ihrer angeblich entsinnen konnte, am 21. November 1903 gestorben war. Die lange, ungemein scharfe, mit heftigen Ausfällen gespickte Antwort des Ministers schließt mit der Wendung, daß das Auftreten Wolffs nicht geeignet erscheint, das Urteil des Ministers über die Agitationsweise der„ bezahlten Wortführer des Bauernbundes" zu modifizieren. II. Wir erhalten folgende Zuschrift: Hermsdorf i. M., den 23. Februar 1904. Werter Genosse! Gegenüber den Erklärungen des preußischen Ministers des Innern, die er gestern im Abgeordnetenhaus abgegeben hat, sehe ich mich zu folgender Richtigstellung genötigt: Ich habe weder im Auswärtigen Amt noch im Ministerium des Innern jemals gebeten, von der Ausweisung Abstand zu nehmen, oder die Ausweisungsfrist zu verlängern. Ich habe nur meine Be schwerde persönlich vorgetragen und über die Ausweisungsangelegenheit Auskunft erhalten. Ich Herr Theodor Weber, Hermsdorf, erklärt u. A.: Meiner Erinnerung nach war es im Frühjahr 1902, als ich mich zufällig in dem Trefffchen Lokal zu Hermsdorf befand, und zwar, soviel ich mich entsinne, in den frühen Nachmittagsstunden. beobachtete damals zwei Herren im gleichen Lokal, die sich in lebhaftester Unterhaltung befanden und von denen der eine besonders aufgeregt war, den ich späterhin als den„ Baron" genauer kennen gelernt habe. Es war dies die erste Beobachtung, die ich in Bezug auf die Bespigelung der Russen in Hermsdorf gemacht habe. Späterhin kam ich mit Wolz mehrfach in Gespräche über die sogenannten Haussuchungen. Ich fragte ihn, woher kann man denn eigentlich wissen, daß jemand Anarchist ist? Er entgegnete, dann wird eben Haussuchung abgehalten. Ich fragte, ob das auch bei Dr. Wetschesloff geschehen sei, was er bejahte. Nunmehr bat ich ihn, mir zu sagen, in welcher Weise man die Haussuchungen abhalte und er beschrieb mir wie folgt: Es wird gewartet, bis alle weg find, dann bolt man einen Schlosser und läßt sich die Thür aufmachen, der kriegt dann 10 bis 20 Mart Schweigegeld. So wird es überall ge macht. Er rühmte sich noch, daß er genau Bescheid wisse, wie es in der Wohnung von Dr. Wetschesloff aussehe, und beschrieb mir auch mehrere Einzelheiten, die ich demnächst, als ich Zutritt in der Wohnung von Dr. Wetschesloff fand( bei geschäftlichen Besuchen) bes stätigt fand. Dies Gespräch fand statt, noch bevor Herr Dr. Wetschestoff seine gegenwärtige Wohnung bezog, so daß die Haussuchung unzweifelhaft stattgefunden haben muß in der alten Wohnung Auguste Victoriaftr. 17. Bei Zubeil verkehrten die Spigel regelmäßig und Woltz schon längere Zeit, bevor er dauernd nach Hermsdorf übersiedelte. In Ergänzung meiner obigen Ausiage bemerke ich: Woltz beschrieb mir, wenn etwas gefunden werde, dann werde es sofort mit Beschlag belegt. Wenn man nichts finde, so bringe man alles wieder in schöne Ordnung, damit niemand etwas merkt. Als ich am 20. Januar d. J. Kenntnis erhielt von den Aeußerungen des Freiherrn v. Richthofen vom 19. Januar, begab ich mich fofort nach dem Auswärtigen Amt, protestierte bei dem Chef der gebeimen Registratur Nr. III wie dem Herrn v. Jacobs gegen diese Aeußerungen, insbesondere gegen meine Kennzeichnung als Anarchist, und betonte, daß die auf meine Frau bezügliche Mitteilung des FreiHerrn v. Richthofen unzutreffend sei. Meine Frau sei ebenso wie Die bayrischen Wahlrechtskämpfe. Am Mittwoch erflärte im ich über die Haussuchung" unterrichtet gewesen, und habe die beLandtag Ministerpräsident v. Podewils, daß das Ministerium von hauptete Erklärung gegenüber dem Beamten niemals abgegeben. den Grundsätzen der bisherigen Regierungspolitik nicht ab= Ich wurde nach dem Ministerium des Innern und zwar zu dem gewichen sei, daß es feines Amtes mit größter Objektivität Polizeidirektor Eckhardt geschickt, dem ich eine gleiche Versicherung ohne Rücksichtnahme auf eine Partei zur Förderung des abgab. allgemeinen Wohles walte. Die Schaffung kleinerer Wahl- Ich erklärte mich zu jeder Auskunft bereit, sofern eine Straffreise entspreche dem Wunsche aller Parteien. verfolgung gegen Woltz eingeleitet werden sollte. Herr Eckhardt Wagner( lib.) rust: Das ist nicht wahr! Präsident Drterer bezeichnete das als ausgeschlossen, da die dreimonatliche Berbezeichnet diesen Zwischenruf als unzulässig. Der Ministerpräsident jährungsfrist verstrichen sei. fährt fort, der Wunsch nach Schaffung kleinerer Wahlkreise Bei dieser und mehreren späteren Unterredungen mit Herrn sei auf dem Wege der Verwaltungsmaßnahme Eckhardt und dem Geheimrat Heinrichs im Ministerium des Innern erfüllbar. Das besage die Regierungserklärung, die er zu habe ich stets betont, daß das Material sich in den Händen der Beginn der Debatte abgegeben habe. Die Angriffe dagegen feien socialdemokratischen Reichstagsfraktion befinde und ich anheimstellen unbegründet. Was die Angriffe auf seine Person betreffe, so sei müsse, sich dort oder bei dem Rechtsanwalt Dr. Liebknecht zu teine auf seinen Einfluß zurückzuführende Thatsache wahrzunehmen, informieren. Ich habe also niemals die Offenlegung des Materials welche im Gegensatz zu den Grundsäßen der bisherigen Regierungs- verweigert, sondern nur und zwar auf Anraten meines Vertreters, Dr. Liebknecht, politik stehe. abgelehnt, das Material anders als Siben( C.) faßt unter Polemik gegen die Liberalen nochmals durch die Vermittelung der Reichstagsfraktion oder Dr. Liebknechts, alle Gründe zusammen, welche das Centrum bestimmen, an der die genau informiert waren, auszuantworten. Vorlage und Wahlkreiseinteilung festzuhalten. Bech( fr. Vgg.) Ich hob bei einer der letzten Unterredungen ausdrücklich hervor, lehnt den Entwurf ab, damit die historische Stellung des Bauern- daß Herr Dr. Liebknecht das Material mit meiner ausdrücklichen standes nicht zu Gunsten der Städte und der Socialdemokratie Genehmigung mitzuteilen bereit sei. beeinträchtigt werde. Müller- München( Soc.) betont, daß in Herr Eckhardt bezeichnete es als nicht wahrscheinlich, daß man Bezug auf das Wahlrecht alle socialdemokratischen Organisationen Lust haben werde, bei dem Anwalt zu recherchieren; darüber habe in Bayern geschlossen und einig seien, und weist die Angriffe der er selbst indessen nicht zu befinden. Liberalen auf das Bündnis zwischen Socialdemokratie und Centrum Ich nahm an, daß durch meine eingangs wiedergegebene Erzurück. Nachdem er seine Rede unter lebhafter Bolemit gegen die klärung der unrichtigen Darstellung über die angebliche Aeußerung Liberalen geschlossen, wird ein Antrag Daller auf Schluß der meiner Ehefrau ein für allemal ein Ende bereitet sei und unterließ Generaldiskussion durch die Centrumsstimmen angenommen. Die es daher, mich dieserhalb auch sogleich an die Deffentlichkeit zu Specialdiskussion beginnt am Donnerstag. wenden, was nach der wiederholten Unterstreichung jener unrichtigen Lotterie- Terrorismus. Der Vorstand des Deutschen Flotten- Darstellung durch den Minister des Innern allerdings nicht umvereins" veranstaltet eine Gesellschaftslotterie"," deren Lose nur an gangen werden kann. Mitglieder des Vereins abgesegt werden direkt wenigstens. Der Reingewinn der Lotterie soll zu Seemannshäusern, SeemannsFerner geht uns folgende Zuschrift zu: In der ersten Zeit der Anwesenheit des Woltz in Hermsdorf, also missionen 2c. verwendet werden. Der Vorstand animiert die MitWerter Genosse! im August, fam eines Morgens, etwa zwischen 11 und 12 Uhr, glieder in dringendster Weise zur Losentnahme und sagt schließlich: Nachdem es der Herr Minister des Innern für angezeigt ge- N.N. eilig in meine Wohnung hinaufgestürzt, wo sich Woltz " Schließlich bemerken wir, daß u. a. unser Schusherr, Se. halten hat, mich im preußischen Abgeordnetenhaus öffentlich anzu- in seinem Zimmer befand und rief: Schnell runter kommen, er Königl. Hoheit Prinz Heinrich von Preußen, im laufenden Jahre greifen, wird er sich gefallen lassen müssen, daß ich mich öffentlich fährt ab, er hat eine gelbe Tasche." Bolt machte sich sofort zu für die Seemannshäuser eine sehr ansehnliche Zuwendung seitens des Deutschen Flottenvereins er- gegen diese Angriffe wehre. Ich will durch diese Abwehr aber recht und eilte hinunter. Ich sah zum Fenster hinaus und wurde wartet und daß Se. Königl. Hoheit der Großberzog von Olden- feineswegs anerkennen, daß die Ausfälle und Darlegungen des gewahr, wie Dr. Wetschesloff schon wieder vom Bahnhof zurüd kam Ministers auf kritische und unbefangene Menschen irgend welchen und in der Richtung nach dem Postamt ging. Er war hierbei schon burg dasselbe für den Schulschiff- Verein erhofft." Eindruck machen können. nahe am Postamt. Demnächst sah ich, wie Wolz hinter Dr. Wetschesloff, Ob die aktiven Offiziere des Flottenvereins diese Art des Vorder aber ein erhebliches Stück voran war, herging. Ehe Wolz noch standes des Flottenvereins, zum Ankauf von Losen zu animieren, an der Ecke bei der Knüppelbude war, war Dr. Wetschesloff nicht als gelinden Terrorismus empfinden werden? bereits im Postamt. Bald darauf kehrte Woltz zurück und teilte mir mit, Wetschesloff habe soeben telegraphiert: Bug verpaßt, fomme morgen( oder morgens)" an einer Dr. M. Wets chestoff. Wolz hat bei mir gewohnt von Ende Juli oder Anfang August bis zum 4. oder 5. Oftober 1902. Während dieser Zeit ist er fast täglich morgens zwischen 9 und 10 Uhr fortgegangen. Seinen Mitteilungen entnahm ich, daß er hierbei das Postamt aufzusuchen pflegte. Des weiteren habe ich beobachtet, daß Wolz vielfach mit vera schiedenen Bostboten in der snüppelbude zusammen war, wo er auch Skat spielte. Auch sonst habe ich ihn in der Unterhaltung mit Poſtbeamten öfter beobachtet, insbesondere auf der Straße. Es geschah dies vielfach in der Weise, daß Wolk, der sich stundenlang in der Stnüppelbude aufzuhalten pflegte, weil sie einen guten Beobachtungspunkt darstellte und eine rasche Verfolgung des etwa vorbeigehenden Dr. Wetschesloff ermöglichte, herausfam und die vorbeigehenden Postbeamten anhielt. Herr v. Hammerstein behauptet, ich hätte geantwortet, daß ich jede Auskunft verweigere, und mich nicht vernehmen lassen wolle; wenn der Minister aber irgend einen höheren Beamten zu Militärjustiz. Wegen Soldatenmißhandlung wurde mir schicken wolle, dann würde ich vielleicht bereit sein, dem nähere von dem Kriegsgericht in Trier ein Unteroffizier des Jufanterie- Auskunft zu geben". Regiments Nr. 161 zu se ch 3 Wochen Mittelarrest verurteilt. Das ist unwahr, ich habe dem Minister überhaupt nicht„ ge- Herr Dr. Wetschesloff trug, als ich ihn auf der Straße fah, Es wurde von einer Gefängnisstrafe abgesehen, weil es sich nach antwortet", weil ich von ihm nicht gefragt worden bin. Ich eine gelbe Reisetasche. Meiner Auffassung nach ist es ausgeschlossen, der Ansicht des Gerichts nur um leichte Fälle" handelte. habe mich niemals geweigert, irgend eine Auskunft zu geben daß Wolk noch zu einer Zeit das Postamt erreichte, wo sich Das nämliche Kriegsgericht verurteilte einen Soldaten wegen oder mich vernehmen zu lassen, sondern mich ausdrücklich Dr. Wetschesloff dort befand. Jedenfalls hatte Dr. Wetschesloff Achtungsverletzung vor bersammelter Mannschaft in bereit erklärt, und zwar durch den Mund des Herrn Dr. Wet- ausgiebig geit, das Telegramm niederzuschreiben und abzugeben, handelte es Wirklichkeit sich um einen dummen Wenn der Re- bevor ihn Woltz erreichen fonnte. Streich fchesloff, jede erforderliche Auskunft zu geben. zu sechs Monaten Gefängnis. Der Soldat hat bei gierung des Aufklärung Sachverhalts gelegen Dr. Wetschesloff erklärt hierzu: Ich entsinne mich bestimmt, daß, der in einem Wirtshause veranstalteten Kaiser Geburtstagsfeier seiner wäre, hätte sie wohl den Weg zu wohl den Weg zu mir gefunden. Das während ich im Postamte depeschierte, sich feine andre Person dort Compagnie während der Rede des Compagniechefs diesem die letzten Reichspostamt hat diesen Weg, der allein sachgemäß war, befand. Ich bin stets sehr vorsichtig und bin bei jener Gelegenheit Worte immer nachgesprochen, und als der Festredner aufforderte, aus eignem Antrieb gewählt und beschritten. Es mag eine Naivetät gewiß ganz besonders vorsichtig gewesen. Uebrigens ist meine Handdas Gelöbnis der Treue dem obersten Kriegsherrn zu erneuern, von mir gewesen sein, zu glauben, daß, was einer obersten Reichs- fchrift eine solche, daß ich es für ausgeschlossen halte, daß sich eine sagte der Soldat: Das thue ich nicht!" Er führte zu seiner Ent- behörde recht ist, einem preußischen Minister billig sei. Person beim flüchtigen über die Schulter sehen" den Inhalt hätte schuldigung an, daß er angetrunken und sich seiner Worte nicht be= Daß ich zu einer näheren Aufklärung der Sache wohl im stande einprägen können. Weber fährt fort: was ihm jeder wußt gewesen seiCivilist aufs Wort glauben gewesen wäre, dürfte inzwischen publik geworden sein. wird. 2. Der Minister behauptet, der Vorgang, bei dem mir auf dem Wenn Woltz von der Post kam, ging er manchmal sofort in die Heimweg vom Gericht von einem Spizel über die Achsel in meine Alten hineingesehen wurde, habe sich vor Jahr Dr. Wetschesloff nach Berlin gefahren war. Manchmal äußerte er hängte, hat der Vorwärts" vor einigen Wochen berichtet. Der und Tag abgespielt, und ſei erſt jetzt, nachdem nähere zu mir, unmittelbar nachdem er von der Post zurückgekommen war: Unteroffizier Tscharnke, der einen Rekruten wegen einer dummen Antwort so ohrfeigte und zu Boden stieß, daß dieser sechs Woch en feststellungen wegen der Länge der Zeit nicht mehr möglich seien, Heute war es sehr wichtig, oder dergleichen. Einmal teilte er mir der Deffentlichkeit unterbreitet worden. in heller Freude mit, heute habe er etwas Gutes herausbekommen: im Lazarett lag und eine dauernde Zerstörung Trommelfells davontrug, wurde damals zu 43 Tagen Ge- Das ist unwahr. Der Vorgang hat sich Ende Oktober 1903, Dr. Wetschesloff habe gerade foeben eine Depesche bekommen von der d. H. vor nunmehr knapp vier Monaten, ereignet und ist am Tage russischen Grenze. Er schrieb hierbei den Wortlaut der Depesche fängnis berurteilt. Jezt sezte das Ober- Kriegsgericht die Strafe danach sofort im ,, Borwärts" eingehend besprochen worden. auf, der dahin ging: Sofort Geld senden, sonst passiert etwas! sogar auf drei Wochen Mittelarrest herab. Es handelte sich eben Dort ist auch der Grund angegeben, aus dem ich des Burschen Dr. Wetschesloff erklärt hierzu; Ich erhielt die fragliche Depesche wieder um einen„ minder schweren Fall." leider nicht habhaft werden konnte. nicht, wie ich ursprünglich angegeben hatte, aus Bajohren, sondern Die nochmalige Verhandlung des Laurahütter Wahlfrawall- 3. Der Minister behauptet, ich hätte ohne jede nähere Be aus Schirwind, und nicht, wie ich anfangs irrig gemeint hatte, Prozesses begann am Mittwoch vor der dritten Straffammer des gründung den Besuch eines unbekannten in meinem Bureau als Ende August, sondern am 24. September 1902. Die Depesche traf bei mir in früher Morgenstunde ein, und ich fuhr unmittelbar darauf nach Beuthener Landgerichts unter dem Vorsitz des Landgerichts- russisches Polizeimanöver bezeichnet. Direktors Dr. Billing. Das im September gefällte Urteil war bom Das ist unwahr. Die ausführliche Begründung meiner Auf- Berlin, wo ich vom Postamt 4 in der Invalidenstraße einen GeldReichsgericht zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht fassung ist in dem von dem Minister besprochenen Artikel wieder betrag von 40 M. absandte. Hierbei bin ich keinesfalls in einer Von einer milden Strafe, die das Breslauer Kriegsgericht verdes Knüppelbude, wo er dann bis Mittag ſizen blieb, das heißt bis Herr Weber erklärt: Wolz ist fast niemals vor 8, 1/9 Uhr aufgestanden, und ich entfinne mich feines Falles, wo er vor 10, äußerstenfalls 9 Uhr heruntergegangen sei. An diesem Tage jedenfalls ist er nicht besonders früh weggegangen, und die mir von ihm gemachte Mitteilung hat, wie ich bestimmt weiß, um die Mittagszeit stattgefunden. Es ist ausgeschlossen, daß er etwa vor 8 Uhr oder auch nur vor 9 Uhr durch Erbrechen des Briefkastens bei Dr. Wetschesloff sich Kenntnis von der Depesche verschafft hat. Dr. Wetschesloff erklärt zu legterem Punkte: Ich habe niemals eine Depesche in meinem Briefkasten vorgefunden. Die hier fragliche Depesche habe ich, wie ich ganz bestimmt weiß, persönlich vom Postbeamten in Empfang genommen. Die Depesche enthielt keine Angabe des Absenders. das mit er Beise Beobachtet worden, daß etwa die an mich gerichtete Depesche durch Alkoholgenus erzeugten zufriedenen Stimmung gar nicht sieht, Gegen wenige Stimmen wurden wiedergewählt als: erster Bebol auf diese Weise zur Kenntnis des Woltz hätte gelangen fönnen. Ich wie schlecht es ihm geht. Jeder denkende Arbeiter weiß, daß gerade mächtigter Cohen, zweiter Kaffierer Hennig, Revisor Zernice hatte die an mich gerichtete Depesche vom Augenblick ihres Ein- die mäßigen Gewohnheitstrinfer weder für die gewerkschaftliche Dr- und Beifizer Menz und Korikowski. Als Bureaubeamte treffens an bei mir in der Tasche. Ich habe keinesfalls die an mich ganisation noch für die politischen Bestrebungen der Arbeiterklasse zu wurden wiedergewählt Scheffler, Seine, Müller und gerichtete Depesche bei Niederschrift der Antwortdepesche neben mich haben sind. Der Alkohol macht sie so zufrieden, daß fie fein Ver- Pawlowitsch. Schließlich nahm die Versammlung noch offen hingelegt. langen nach einer Aenderung ihrer Verhältnisse haben. Die Unzu folgende Resolution einstimmig an: friedenheit mit den bestehenden Verhältnissen ist aber die" Die heute in der Neuen Welt versammelten 3590 bis 4000 MitVorbedingung des Strebens nach Verbesserung. Da mun der Alkohol glieder des deutschen Metallarbeiter- Verbandes sprechen dem ruſſiſchen die Arbeiter zufrieden macht, so ist er ein Feind der Arbeiterklasse Proletariat und der russischen studierenden Jugend für ihre gegenund eine Stüße der heutigen Gesellschaft. Man kann sich gegen wärtige Agitation zur Befreiung von dem russischen Zarismus ihre diese Folgen des Alkoholgenusses nur dadurch wehren, daß man begeisterte Sympathie aus." feinen Alkohol trinkt. Mit dem Princip der Mäßigkeit ist erfahrungsWeißensee. Anläßlich der bevorstehenden Wahlen zur Gemeindegemäß nichts gegen den Alkoholismus auszurichten, denn jeder vertretung fand am 18. Februar im Schloß Weißensee eine gut be glaubt mäßig zu sein, und so bleibt alles beim alten. Da der suchte Versammlung statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung Alkohol, auch wenn er mäßig genossen wird, das Gehirn, die Waffe ehrten die Anwesenden das Andenken des verstorbenen Genossen der Arbeiter im Kampf für ihre Klassenforderungen, abstumpft, so Rosenow durch Erheben von den Plätzen. Hierauf referierte muß unsre Lofung lauten: Weg mit dem Alkohol. Genosse Dr. Südefum in fesselnder Weise über Der Vortrag des Genossen Fröhlich fand sehr lebhaften Thema:„ Die Aufgaben der Gemeinde". Die Beifall. In der Diskussion nahmen nur zwei Redner das Wort, Meine Depesche war adreffiert: Gastwirtschaft NN zu Schirwind von denen der eine dem Vortragenden zustimmte, während der Versammelten folgten den Ausführungen des Redners großer Aufmerksamkeit und erntete derselbe für seinen für Herrn X. Etwa vierzehn Tage nach der Geldsendung haben in andre, Genosse Müller, die Ansicht vertrat, daß der Alkoholismus Vortrag ungeteilten Beifall. In der Diskussion ergriffen zuerst die Schirwind bei dem NN Recherchen über die Depesche, die Geld- eine Folge der schlechten socialen Verhältnisse sei, und da wir diese focialdemokratischen Gemeindevertreter Genossen Taubmann und sendung und die Persönlichkeit des X stattgefunden. als Socialdemokraten bekämpfen, so hätten wir keine Ursache, Schumann das Wort. Beide Redner erörterten an der Hand Weber erklärt weiter: Wolz war, wie bemerkt, schon mehrfach, bevor einen besonderen Kampf gegen den Alkohol zu führen. Der ihrer Erfahrungen unter vielfacher Zustimmung der Anwesenden die er dauernd in Hermsdorf Wohnung nahm, in Hermsdorf zu Recherchen Redner berief sich hierbei auf den Genossen Bebel, der auf gewesen. Etwa einen Monat, bevor er bei mir einzog, erschien Seltmann, einem Parteitage gefagt habe, mit solchem Kleinfram wie die Be Schäden und Mängel der Intereffenvertretung in der GemeindeDer damals viel in Hermsdorf war, bei mir und bat um eine Wohnung fämpfung des Alkohols könne die Socialdemokratie sich nicht be- verwaltung. Von den spärlich anwesenden Gegnern meldeten sich zur Diskussion ein Herr Büttmer und ein Herr Goldstein. für einen guten Freund( oder Kollegen?). Ich wies die Bitte ab. fassen. Diesen Ausführungen trat Genosse Fröhlich entgegen. Der erstere hatte mit seinen fraufen Ausführungen nur einen Nach vier Wochen etwa kam Woltz indessen mit Sack und Back, mit Besonders hielt er die Berufung auf Bebel nicht für überzeugend. feiner Frau und seinen zwei kleinen Schwägerinnen von damals Bei aller Anerkennung der Bedeutung Bebels müſſe er fagen: Eine Seiterteitserfolg und entfernte sich, ehe ihm geantwortet werden fonnte. Herr Goldstein erklärte sich im ganzen mit elf und dreizehn Jahren an und bat mich, ihn aufzunehmen, Angelegenheit von der Bedeutung des Alkoholismus, der jedem unfrem Programm einverstanden, lehnte es aber ab, weil ihm die Aussicht gerade hier so besonders gut gefalle. Ich zehnten Manne das Leben koste, sei kein Kleinkram. in Kreisen feinen hierfür Propaganda zu machen; ging schließlich darauf ein. Er hatte monatlich 30 M. zu zahlen; wünsche, daß man von unsrer Seite Kandidaten auch aus fein Zimmer ging nach dem Plaz am Bahnhof hinaus, so daß er Unternehmer und Koalitionsrecht. Das Beispiel der Crimmitschauer ehrenhaften bürgerlichen Kreisen aufstelle. Von Taubmann alle bom und zum Bahnhof Gehenden beobachten konnte. Bald Fabrikanten, den Arbeitern die Mitgliedsbücher ihrer Gewerkschafts- wurde ihm treffend erwidert, daß man von uns nicht verlangen gewann ich sein Vertrauen und er erzählte mir alle möglichen organisation abzunehmen, scheint auch auf Berliner Unternehmer- tönne, für die Herren die Arbeit zu thun. Es fand nune Dienstlichen Angelegenheiten. Unter anderm berichtete er, daß für freise ansteckend gewirkt zu haben. Am Montag mußte sich eine vom mehr die Aufstellung der Kandidaten statt. Es wurden aufihn besonders wichtig sei, Dr. Wetschesloff auf seiner Reise nach Metallarbeiter- Verbande einberufene Werkstattversammlung der gestellt für die dritte Abteilung, wo zwei Hausbefizer in Rußland verhaften zu lassen, dann würde er 500 m. bekommen. Woly Firma Buzke u. Co., Kronleuchterfabrik, Hitterstr. 12, mit einem Frage kommen, die Genossen Franz und Thiermann, war auch besonders stolz darauf, daß er zu den sogenannten schweren derartigen Fall beschäftigen. Der Verbandsvertreter Behrend für die zweite Abteilung die Genoffen Sorrer, Peutert, Sachen benutzt werde. Er nannte den Dr. Wetschesloff„ mein Kert". schilderte die Sache folgendermaßen: Schmuz, Taubmann und Reste, für Alt- Weißenfee Genosse Einmal glaubte er, Dr. Wetschesloff sei unbeobachtet entkommen und Block. Mit der Aufforderung, bei den Wahlen energisch für die oben teilte mir bedauernd mit:" Mein Kerl ist weg". Damals unter Genannten einzutreten und eventuell auch in die zweite Abteilung nahm er mit zwei Personen, unter denen sich ein Bostbeamter mit Bresche zu legen, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Namen Jab befand, der gegenwärtig wegen Verbrechens im Amte in Strafhaft sigt, den Versuch, vom Hofgarten aus in die befragt, ob sie Wohnung des Dr. Wetschesloff hineinzusehen und zwar dieje es bejahen, so wird ihnen der Austritt unter nicht Versammlung für alle in den Dampf- Waschanstalten beschäftigten indem er oder seine Helfershelfer einen Baum bestiegen. mißzuverstehenden Andeutungen auf die eventuelle Dauer des Personen. Frau Emma Ihrer- Pankow sprach über" Die MißWoltz wurde, als er abfuhr, von einer Anzahl von Be- Arbeitsverhältnisses nahegelegt. Der gute Meister erbietet sich dann stände in den Waschanstalten Köpenicks". Die Referentin zeigte an tannten zum Bahnhof begleitet, darunter von mir, von einem den etwaigen wantelmütigen Arbeitern gegenüber zur weiteren der Hand zahlreichen Materials; daß die Bestimmungen der GewerbeBostbeamten, der in Hermsdorf noch wohnt, aber jetzt in Regelung der Sache, indem er sie auffordert, die Verbandsbücher Ordnung für die Arbeiterinnen Köpenids nicht innegehalten werden. Waidmannslust thätig ist. Wir faßen längere Zeit zusammen ihm nur getrost auszuhändigen. Aufsteigende Bedenken der Leute Die Arbeiterinnen arbeiten von früh 5 bis abends 9-10 Uhr bei in dem Wartesaal bei Strüger und tranten zusammen. Hierbei nahm zerstreut er mit dem Bemerken, er habe schon einen ganzen Baden" einem täglichen Verdienst von 1,25 M. inklusive Kost. Pausen finden Woltz den Postbeamten einmal beiseite. Ich sah, wie er ihm Geld folcher Bücher in Händen! Zu dieser Sachdarstellung bemerkte der nicht statt und bom Chef gelieferte Mittagbrot in die Hand drückte, und hörte noch die Worte:" Also wenn etwas Steferent, seines Wissens sei dies der erste Fall in Berlin, wo Unter- in einem für die Wäsche bestimmten Trockenraum eingenommen und borkommt, geben Sie mir Nachricht, Sie wissen Bescheid." nehmer bezw. deren Angestellte sich in solcher Art den Arbeitern gleich nachdem weitergearbeitet. Die männlichen Arbeiter verdienen Woltz ist, wie ich bemerken will, von mir polizeilich überhaupt gegenüber benehmen. Wohl sei es vorgekommen, daß Mitglieder des pro Woche 18 bis 20 m. Die Arbeitszeit der Kutscher beginnt früh weder an- noch abgemeldet worden. Es ist dies auf ausdrückliche Bühnemänner- Verbandes und auch andre Unternehmer hin und wieder 3 Uhr und kommen dieselben oft erst gegen 12 bis 1 Uhr nachts Beranlassung von Wolz geschehen, der sich nach seiner Mitteilung Vertrauensmänner oder Kommissionsmitglieder der Arbeiterorgani- von Berlin zurück. Die Nachtruhe müssen sie größtenteils auf selbst auf der Polizei angemeldet hat, und zwar unter dem Namen fationen aus den Betrieben direkt oder indirekt hinausgemaßregelt dem Wagen verbringen. Bei freier Station bekommen dieselben " Hansen" oder" Wolz, genannt Hansen". Seine Postsendungen haben, jedoch einen solchen Eingriff in das Koalitionsrecht der pro Woche 4,50-6.00-9,00 M. Nach angestellten Berechnungen waren adressiert:" Hansen" oder" Woltz, genannt Hansen", oder Arbeiter, ihnen durch einen sanften Druck auf den Magen die soll der Gewinn der Köpenifer Waschanstaltsbesizer derartig sein, Bolt". Verbandsbücher abzunehmen, habe bis jetzt noch kein Berliner daß man den Wochenlohn der Arbeiter als Trinkgeld betrachten Boltz hat mir mehrfach versichert: wenn ich dem Dr. Wetschesloff Unternehmer riskiert. Diesen Uebergriffen eines untergeordneten fann. Rednerin schloß mit einer Aufforderung, fich der gewerkschaftBescheid fagen würde, so würde ich bestraft werden. Ich wurde das Betriebsangestellten gegenüber seien unbedingt entschiedene Abwehrlichen Organisation anzuschließen.( Beifall.) In der Diskussion be durch in der That zunächst veranlaßt, reinen Mund zu halten, maßregeln am Blaze. Die zahlreich erschienenen Arbeiter der stätigten alle Redner die Ausführungen der Referentin. Einige Schließlich aber, als ich von verschiedenen Seiten hörte, Dr. Betschesloff Firma pflichteten den letzteren Ausführungen bei, weil sie nicht hoben noch hervor, daß abfolut keine Siggelegenheit vorhanden sei, sei doch gar kein böser Mensch, hielt ich es für meine Pflicht, ihn zu gewillt find, eine etwaige Uebertragung der Praktiken des Meisters auch fehlen für die Arbeiterinnen die Ankleideräume. Eine Arbeiterin warnen und that dies durch Vermittelung der Frau Heidenreich. Salewski auch auf die andren Abteilungen des Betriebes ruhig hin- erzählte, daß ihre Schwester 3 Tage bei einem Waschanstaltsbesitzer Insbesondere sah ich mich veranlaßt, ihn auf diesem Wege zu einer zunehmen. Im übrigen aber sprachen sie ihre scharfe Mißbilligung gearbeitet hat, darauf wurde sie krant. Sie schickte nuit zum Chef besonderen Vorsicht in seiner Korrespondenz zu bestimmen. darüber aus, daß es noch Berliner Metallarbeiter geben könne, die Dr. med. M. Metschesloff. Theodor Weber. sich derartige Eingriffe eines Unternehmerbediensteten in ihre Organisationsrechte überhaupt gefallen lassen. Gewünscht wurde ferner, daß sich die Verbandsleitung noch eingehender mit der Angelegenheit befassen möge. Verfammlungen. Alkoholismus und Klassenkampf. Seit etwa 14 Tagen werde in der Abteilung Salewski der genannten Firma ein förmlicher Druck auf die Arbeiter auszuüben versucht, aus dem Metallarbeiter= Verbande aus zutreten. Neu eingestellte Arbeiter werden von dem Meister ob sie auch Verbandsmitglieder seien, und tenn der Gürtler und Köpenid. Am Mittwoch, 17. Februar, tagte hier eine öffentliche wird das und ließ das für die drei Tage verdiente Geld holen. Sie bekam für die drei Tage 60 Pf., pro Tag 20 Pf. Ein Herr Margraf, ehemaliger Inhaber einer Waschanstalt, jetzt Waschmeister, erzählt, daß die Arbeiter es hier sehr gut hätten. Man sollte nicht von Berlin hierher kommen und die mit den Fabrikanten in Frieden lebenden Arbeiter aufhezen. Genosse Werner erwiderte dem Herrn, daß die Köpnicker Arbeiter es satt hätten, von den Herren Unterweisen, daß von früh 5 Uhr bis nachts 11 Uhr gearbeitet ist, sogar ganze Nächte durchgearbeitet wurde. Genosse eller empfahl den Anschluß an den Verband der Wäschebranche und traten sofort 35 Mitglieder bei. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Die Verwaltungsstelle Berlin hielt am Sonntag im Riefensaale der Neuen Welt ihre General- nehmern weiter derartig ausgebeutet zu werden. Er könne nach Am Dienstag sprach Dr. Fröhlich aus Wien in einer vom versammlung ab, die von gegen 4000 Personen besucht war. Der Bertrauensmann des fünften Wahlkreises einberufenen Volks- Jahresbericht der Ortsverwaltung wurde den Mitgliedern in versammlung, die im Schweizergarten tagte und sehr gut besucht einer 68 Druckfeiten starken Broschüre zugestellt. Wir haben den war. Der Vortrag des Genossen Fröhlich hatte die Tendenz, felben auszugsweise schon in unsrer Sonntagsnummer wieder der Der größte der Streiks, nachzuweisen, daß der Alkoholgenuß nicht nur der unmäßige, gegeben. Friedrichshagen. Die hiesige socialdemokratische Arbeiter sondern besonders der mäßige ein Feind der Arbeiter- Drücker, ging, wie der Bevollmächtigte Cohen in seinem Bericht Classe insofern ist, als er ihren Befreiungskampf auf- bemerkte, zwar verloren, machte den Arbeitgebern jedoch die Stärke Bildungsverein hielt am Sonnabend, den 20. Februar, seine außer hält. Der Vortragende trat zunächst der Ansicht entgegen, der Arbeiterorganisation so fühlbar, daß fie es für notwendig er- ordentliche Generalversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesdaß mit der Beseitigung des socialen Elends auch der achten, ihre eigne Organisation noch stärker als bisher zu gestalten. ordnung wurde das Andenken des verstorbenen Genossen Rosenow Alfoholismus mit seinen schlimmen Folgen schwinde, und Wie aus einer Veröffentlichung in der letzten Nummer der Hilfe" in üblicher Weise geehrt. Der Bericht über die Thätigkeit der socialdaß deshalb der von der Socialdemokratie geführte Kampf für Er zu entnehmen ist, haben die Metallwaren- Fabrikanten einen Plan demokratischen Gemeindevertreter während der letzten zwei Jahre ringung befferer focialer Zustände zugleich ein Kampf gegen den entworfen, der an Rigorosität die bisherigen Bestimmungen ihrer wurde vom Genossen Barth gegeben. Ergänzt wurden seine Auss Alkoholismus sei, den man daher nicht besonders bekämpfen brauche. Organisation weit übertrifft und das bei Lohnbewegungen so häufig führungen durch die Genossen Sonnenburg und Kramm und Diese Anschauung bezeichnete der Redner als irrig. Wenn das von Unternehmerseite geforderte Recht, Herr im eignen Hause" zu drückte die Versammlung ihre Zufriedenheit mit ihrer Thätigkeit aus. Die Als Kandidat für die Neuwahl in der dritten Abteilung wurde wieder sociale Elend die einzige Ursache des Alkoholismus wäre, dann sein, bei Lohnkämpfen und Streits vollkommen vernichtet. müßte er ja in jenen Voltsschichten, welche in guten Ver- Unternehmer wollen einen Streit- und Aussperrungsfonds errichten, Genosse Barth aufgestellt. Als Kassierer wurde Genosse Mar hältnissen leben, nicht vorhanden fein; er übt aber auch wozu jeder Arbeitgeber wöchentlich pro Arbeiter einen Beitrag von Grau, als erster Schriftführer Genosse Albert Schulz gewählt. in diesen Kreisen seine verheerende Wirkung aus. Andrer 15 Pf. zahlen soll, was bei den ca. 12 000 in der Branche thätigen feits ist zu beachten, daß doch gerade die Frauen zu Arbeitern im Jahr 93 600 M. ergeben würde. Der Fonds soll jedoch ben am schlechtesten bezahlten Arbeitskräften gehören, daß auf 600 000. erhöht werden. daß auf 600 000 W. erhöht werden. Bricht bei einem Unternehmer Letzte Nachrichten und Depeschen. es " Stadtverordnetenwahl in Kaffel. Dementierter russischer Sieg. Petersburg, 24. Februar, 9 Uhr 27 Min. abends.( Meldung der Ueber die Zurückweisung des Russischen Telegraphen- Agentur.) japanischen Angriffes auf Port Arthur war bis 9 Uhr abends eine amtliche Bestätigigung hier noch nicht bekanntgegeben. fie also zu denen gehören, die unter den schlechtesten socialen Verhält ein Lohnkampf oder Streit aus, so hat der Unternehmer dies nissen leben; trotzdem ist der Alkoholismus unter dem weiblichen sofort der Vertrauenskommission zu melden, die dann in der fie für notwendig Raffel, 24. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Bei der Geschlecht nur sehr wenig verbreitet. Es ist allerdings richtig, daß Werkstätte alle Anordnungen trifft, die in den Gegenden, wo die Arbeitslöhne am niedrigsten und die erachtet, und verfügen kann, berfügen kann, daß zunächst 10 Prozent der heutigen Stadtverordnetenwahl wurden die socialdemokratischen Arbeitsbedingungen am ungünstigsten find, viel Alkohol genossen noch thätigen Arbeiter ausgesperrt werden, nach Verlauf einer Woche Kandidaten Schöne, Huhn, Weddeg und Bachmann gewählt. wird, aber die schlechten socialen Verhältnisse sind es nicht abermals 10 Broz, nach einer weiteren Woche 20 Broz. und dann allein, welche die Verbreitung des Alkoholismus bedingen; noch 30 Broz., im ganzen also 70 Proz. der Arbeiter ausgesperrt tommt noch ein Umstand die hinzu, nämlich Ge- werden, vorbehaltlich weiterer Beschlüsse. Der Arbeitgeber soll dann der Aberglaube, daß eine Unterstützung erhalten, und zwar bei bis zu 2000 Arbeitern 7,50 m. legenheit, Alkohol zu genießen, und der Alkohol eine stärkende Wirkung auf die förperlichen pro Arbeiter wöchentlich, von 2000 bis zu 3000 Arbeitern 6 M., bei und geistigen Kräfte ausübe. So lange dieser Aberglaube herrscht, über 3000 Arbeitern 4 M. pro Arbeiter. Den Arbeitgebern, die so lange die Trinffitte der Männer fortbesteht, fann der Alkoholismus unter 20 Arbeiter haben, soll diese Unterstüßung ohne weiteres, den nicht allein durch den Kampf gegen das sociale Elend beseitigt übrigen auf Antrag gewährt werden. Auch den un organi werden. Will man den Alkoholismus bekämpfen, so muß man Auf- fierten Ausgesperrten, die durch Einschreibung in die Petersburg, 24. Februar.( W. T. B.) Die Japaner haben gestern flärung darüber verbreiten, daß der Alkohol kein Stärkungsmittel Bücher der Fabrikanten sich als unorganisiert bezeichnen, foll Unter den Versuch gemacht, vier mit Brand- und Explosivstoffen gefüllte ist, sondern daß er im Gegenteil die größten Schädigungen der stützung gewährt werden, und zwar werden hierfür ähnliche Unter- Dampfer nach Port Arthur hineinzubringen. Dieser Versuch ist Boltsgesundheit zur Folge hat. Die vorhandenen Wirkungen, ftigungsfäße wie die im Statut des Metallarbeiter Verbandes fest- dank der Wachsamkeit der russischen Flotte zu nichte geworden. Die welche der Alkohol ausübt, stehen hinter denen der Schwind- gesetzten aufgeführt. Der Hauptzweck dieser ganzen Ein- Dampfer haben nicht nur teinen Schaden angerichtet, sondern sind sucht nur wenig zurück. Während jeder siebente erwachsene Mann richtung ist, wie ausgesprochen wird, die Ausschaltung dabei selbst zu Grunde gegangen. 8wei von den Schiffen sind ( über 20 Jahre) an der Schwindsucht stirbt, fällt jeder zehnte der der organisierten Arbeiter". Es handelt sich hier gesunken und zwei gescheitert. Von den japanischen Torpedobooten, um eine permanente Kriegserklärung. Das felben Altersstufe dem Alkohol zum Opfer. In der Altersklasse also Ziel welche diese Dampfer begleiteten, find zwei von der russischen Flotte zwischen 30 und 40 Jahren stirbt sogar jeder fünfte Mann an den wird wohl faum erreichbar sein, da es doch unmöglich erscheinen vernichtet worden. Stockholm, 24. Februar.( W. T. B.) Jm Reichstage ist von Folgen des Alkoholgenusses. Das ist durch statistische Erhebungen muß, von den 12000 in der Branche thätigen Arbeitern und in der Schweiz festgestellt. Für Deutschland, wo wir in dieser Hin- Arbeiterinnen, die ungefähr 11 000 organisierten einfach aus dem Socialisten Branting und Genossen ein Antrag auf Einführung ficht teine Statistit haben, dürfte ungefähr dasselbe gelten. Bei der zuschalten". Traurig ist es, daß die Metallarbeiter nicht nur mit des allgemeinen Wahlrechts für jede unbescholtene männliche Person, Bekämpfung des Alkohols darf man nicht nur gegen den Schnaps dem Unternehmertum um ihr Koalitionsrecht kämpfen müssen, sondern die das 21. Lebensjahr erreicht hat und teine Armenunterstützung bezu Felde ziehen und das Bier in Ruhe lassen. Wenn auch der Schnaps auch im verflossenen Jahre einen schweren Kampf mit den Polizei- zieht, eingebracht worden. Branting hat ferner den Antrag gestellt, daß die feche bis achtmal soviel Alkohol enthält wie das Bier, so ist doch der behörden um das gefeßlich gewährleistete Vereins- und Ver- Regierung in der nächsten Reichstagssession in Verbindung mit der Biergenuß nicht minder schädlich wie der Schnapsgenuß, denn das Bier sammlungsrecht zu führen hatten. Wenn auch die aus vollkommen Einführung des allgemeinen Wahlrechts eine Vorlage einbringe, nach wird ja in viel größeren Mengen genossen wie der Schnaps; der nichtigen Gründen erfolgten Verbote von Versammlungen vom Ober- welcher die ungleiche Behandlung von Stadt und Land bei den Biertrinler führt also seinem Körper ebenso große Mengen reinen verwaltungsgericht schließlich aufgehoben wurden, fo war doch der Wahlen aufgehoben, das ganze Land in neue Wahlkreise eingeteilt, Alkohols zu, wie der Schnapstrinker. Thatsächlich ist der Bier- Zweck der Polizei, die Versammlungen zu der Zeit, wo sie für die in jedem Wahlkreise nur ein Abgeordneter gewählt werden und bei alkoholismus heut ebenso verbreitet wie früher der Schnaps- Arbeiter notwendig waren, zu verhindern, erreicht. Des weiteren den Wahlen absolute Majorität entscheiden soll. Der Reichstag hat alkoholismus. Der Alfohol ist ein Feind der Arbeiterklasse; nicht mußte bekanntlich ein harter und fast unaufhörlicher Kampf aus Anlaß des russisch- japanischen Krieges Karlskrona, Farösund, nur da, wo er unmäßig genoffen wird und den Menschen zum um das Recht des Streitpostenstehens geführt werden, der teils zu Slite und Stockholm für Kriegshäfen erklärt. Batras, 24. Februar.( B. H.) Der 60jährige Mönch Gianopulos Säufer macht, sondern hauptsächlich da, wo man ihn mäßig genießt. Verurteilungen, teils zu Freisprechungen der Beteiligten führte. In fleinen Mengen genoffen erzeugt der Alkohol eine gewisse Stimmung; An den Jahresbericht schloß sich eine rege Debatte, die sich wesentlich versuchte wegen geschäftlicher Differenzen den Advokaten Dudoemis Die mittels einer Dynamitpatrone zu töten, wobei beide schwer verer täuscht den Arbeiter über seine drückende Lage hinweg, er auf die Tatik beim Gürtler- und Drückerstreik bezog. legt sich wie ein Schleier über das Gehirn des Arbeiters, der in der Ergänzungswahlen zur Ortsverivaltung hatten folgendes Ergebnis. wundet wurden. Verantwo. Redakteur: Julius Kalisti, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagenu. Unterhaltungsblatt Nr. 47. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donuerstag, 25. Februar 1904. Reichstag. 41. Sigung. Mittwoch, 24. Februar 1904, 1 hr. Am Bundesratstische: Budde. ( Bravo! im Centrum.) er es eine Abg. Schlumberger( natl.): Die Einführung der vierten Klasse Wünsche für nächstes Jahr merken und für meine Angestellten kämpfen, in Elsaß- Lothringen würde eine entschiedene Verbesserung bedeuten. fo viel ich kann. Die Wünsche der einzelnen Beamtentategorien müssen gründlich Ich habe vergessen, auf die Anfrage des Dr. Müller- Meiningen geprüft werden. Redner trägt eine Reihe von Einzelwünschen vor. wegen des Koalitionsrechtes zu antworten. Das, was ich in der ( Präsident Graf Stolberg rührt die Glocke; der Redner dreht sich Sizung vom 4. März hier über das Koalitionsrecht gesagt habe. Die zweite Etatsberatung wird fortgesetzt beim Etat der Ver- mit unglaublicher Geschwindigkeit um, legt beide Hände als Schall- halte ich voll aufrecht und brauche dem nichts hinzuzufügen. Es ist Die zweite Etatsberatung wird fortgesetzt beim Etat der Ver- trichter an die Ohren und blickt erwartungsvoll zum Präsidenten ganz deutlich und klar. Ich habe nicht ausführlich geantwortet, waltung der Eisenbahnen. weil Herr Niff meine Aeußerungen durchaus richtig kommentiert hat. Im Abg. Erzberger( C.): Ich möchte anregen, daß die Verwaltung empor. Stürmische, andauernde Heiterkeit.) Präsident Graf Stolberg( mühsam ernst bleibend): Herr Ab- übrigen ist es eine rein theoretische Deduktion, da ich gar nicht genötigt der eljak- lothringischen Bahnen in ihrer jährlichen Uebersicht uns auch Auskunft gebe über die Urlaubszeit der mittleren und geordneter, ich wollte Sie nur bitten, diese Dinge bei den einzelnen gewesen bin, bei den Reichseisenbahnen irgendwie einzuschreiten. Ich habe Titeln vorzubringen.( Heiterfeit.) weder einen Arbeiter entlassen müssen, noch irgend welchen unteren Beamten sowie genauere Angaben mache über Arbeitszeit und Löhne. Das Bestreben der Verwaltung, die Dienstzeit Seiterkeit) und sage: Der Herr Minister hat mich vor zwei Jahren durchaus ordentlicher Weise zusammengethan haben, um ihre Wünsche Abg. Schlumberger( fortfahrend): Ich fahre nun weiter( große Stoalitionen entgegenzutreten brauchen, weil die Arbeiter fich in einzuschränken, verdient Anerkennung. Immerhin kommen noch Arbeitszeiten von über 12 Stunden vor. Das ist zu viel. Manche Arbeiter als ein bescheidenes Kerl bezeichnet.( Stürmische Heiterkeit.) Das auszusprechen. Ich habe auch in Preußen, wie der soeben in Staffel haben im Monat nur einen einzigen Ruhetag. Es hat mich zwar etwas gefigelt( erneute Heiterkeit), aber ich gegründete große Verband beweist, gegen Bestrebungen, die auf die muß doch meine damaligen Wünsche wegen ber follte in der Regel auf sechs Arbeitstage immer ein Ruhetag fallen. feitigung der Niveau- llebergänge in Elsaß- Lothringen wiederholen. nichts einzuwenden. Um das Koalitionsrecht handelt es Be Besserung der Lage der Beamten und Arbeiter gerichtet sind, gar Abg. Dr. Müller- Meiningen( frf. Bp.): Am 4. März 1903 hat Privatbahn- Anschlüsse in Elsaß- Lothringen. Ich hoffe sicher, daß Gegenstand verlassen, zumal er gar nicht zu den Reichseisenbahnen Redner wünscht schließlich Ausbau des Kleinbahnnetzes und der sich in dieser Frage gar nicht. Ich möchte damit diesen der Eisenbahnminister auf eine socialdemokratische Anregung erflärt, biefe Wünsche erfüllt werden. Ich habe es meinen Wählern natürlich gehört.( Beifall rechts.) bezüglich des Koalitionsrechtes der Eisenbahnschon vorher versprochen.( Stürmische langandauernde Heiterkeit.) Die arbeiter unterscheide er wie sein Vorgänger brei Gruppen: 1. im Bevölkerung wird ungeduldig! Jezt ist Aussicht, daß es keine 20 Jahre bahngesetz ist von dem elfaz- lothringischen Landesausschußz abgelehnt Das von Herrn Schlumberger so eingehend besprochene Kleineigentlichen Eisenbahnbetrieb angestellte Arbeiter, 2. eigentliche Be- mehr dauert( heiterkeit) oder höchstens sechshundert Tage.( Erneute worden. Das reichsländische Bahnnes soll nach einem einheitlichen triebswerkstätten- Arbeiter und 3. Arbeiter, die nicht eigent- Heiterkeit.) Redner duckt sich mit tiefer Kniebeuge hinter das Redner- Programmi planmäßig ausbebaut werden. Daß das Wagenmaterial lich in Betriebswerkstätten angestellt seien. Den ersten beiden Gruppen will der Eisenbahnminister das Koalitions pult zurück und schwingt die geballte Fauft des rechten Armes tief in den Reichslanden vielfach minderwertig ist, gebe ich zu. Ich hoffe, recht nicht zugestehen, der der dritten dritten Gruppe will nach unten; dann taucht er plötzlich mit heftigem Ruck zu voller im nächsten Etat mehr Mittel für die Neubeschaffung von Material nicht absprechen. Ich möchte den Minister um Höhe empor und recht den Arm zur Decke, wobei er in die hastigen zu erlangen. Mit Tarifermäßigungen tann eine so kleine authentische Interpretation dieser Unterscheidung bitten, damit Worte ausbricht: Helfen Sie der Bevölkerung!"( Allgemeine Ver- Eisenbahnverwaltung wie die reichsländische nicht gut voran gehen. Die Kilometerhefte halte ich für einen betrieblichen Nüdjuristisch festgestellt werde, für welche Kategorien von Eisenbahn- gnügtheit; fröhliches Bravo! bei den Nationalliberalen.) Arbeitern nach der Anschauung des Ministers§ 6 der Gewerbe- ein fremdes Land genannt. Man könnte also die heutige Debatte Abg. Blumenthal( fübd. Vp.): Der Minister hat Elsaß- Lothringen fchritt. Ordnung nicht gelten solle. Für diese Kategorien gilt dann selbst eine Auslandsdebatte nennen. Abg. Hildenbrand sprach von einer zwölfstündigen ( Oho! rechts.) Gerade in Elsaß- Arbeitszeit. In den Wertstätten aber haben wir nur verständlich das Landesrecht, für die Reichs- Eisenbahnen also das Lothringen sollte man der Bevölkerung jede Enttäuschung ersparen. 10 Stunden Arbeitszeit, die ich vor einigen Wochen noch elsaß- lothringische Landesrecht. In PreußenPräsident Graf Ballestrem( unterbrechend): Ich bitte Sie, nicht Wenn der Minister dort die vierte Klasse nicht einführen will, so reduziert habe auf 91 Stunden. Viele Betriebsbeamte haben nur auf die preußische Eisenbahn- Verwaltung einzugehen. Wir beschäftigen mag er doch die dritte Klasse um die Hälfte verbilligen.( Heiterfeit.) 8 Stunden Dienstzeit. Es ist auch ein Jrrtum, daß ich unberechtigterDer Minister sagte, die Arbeiter dürften nicht wunschlos sein. Nun: dann ge- weise die Arbeitslöhne der Arbeiter verkürzt hätte, während Abg. Dr. Müller- Meiningen: Ich wollte eben die Brücke schlagen. In den Vereinen kommen die Wünsche der Arbeiter der Betrieb zurückgeht, so verlieren auch die Beamten, indem sie bei währe er im weitesten Umfange das Koalitionsrecht!( Sehr richtig! links.) die Beamten ihre bisherigen Bezüge weiter bekämen. Präsident Graf Ballestrem: Bitte, schlagen Sie die Brücke. am besten zum Ausdruck. Die Stellung des preußischen den Kilometergeldern und Fahrgeldern Einbuße erleiden. ( Große Heiterkeit.) Abg. Dr. Müller- Meiningen( fortfahrend): Es besteht eine Eisenbahnministers ist infolge der Personalunion auch für Elsaß- unterschiedliche Behandlung zwischen Beamten und Arbeitern zu UnPersonalunion zwischen der Verwaltung Preußens und den elsaßothringen von Wichtigkeit. Deshalb hat Dr. Müller Meiningen gunsten der Arbeiter liegt durchaus nicht vor. Frage mit Recht aufgeworfen. Je mehr den Eisenbahnarbeitern Abg. Wattendorff( C.) protestiert gegen die Behauptung des Lothringischen Bahnen. Die Erklärung des Eisenbahnministers wird Freiheit, ihre Wünsche vorzubringen, gegeben wird, desto mehr wird Abg. Blumenthal, daß in der Petitionsfommission Petitionen bealso für beide Eisenbahnverwaltungen authentisch sein. Abg. Riff( frs. Vg.): Die Arbeiter in den Werkstätten der verbotenen Frucht! Sie Unzufriedenheit abnehmen. Man nehme der Koalition den Reiz graben würden und daß die Mitglieder dieser Kommission von der Eisenbahnen, welche als Fabrikarbeiter anzusehen sind, unter tommen, mit dem sie ohne Nahrungssorgen standesgemäß leben Die Unterbeamten müssen ein Gehalt be Dingen sprächen, von denen sie nichts verſtünden. stehen zweifellos der Gewerbe- Ordnung und haben können. Insbesondere darf es nicht erforderlich sein, daß die BeamtenAbg. Molkenbuhr( Soc.): somit das Koalitionsrecht; die übrigen Angestellten der Eisenbahnen unterstehen der Gewerbe- Ordnung nicht. Eisenbahnbetrieb muß der Dienst der Beamten und Arbeiter nach und die Unternehmer darauf, es den Arbeitern zu nehmen. Ebenso Das Koalitionsrecht ist doch keine theoretische Frage, sonst würden frauen zum Verdienst beitragen. Gerade in dem so verantwortlichen die Arbeiter nicht solches Gewicht darauf legen, es zu bekommen, Uebrigens haben die Ausführungen des Herrn Vorredners für Elsaß Verdienst belohnt werden. In den unteren Regionen des elfaz- loth- wie die Eisenbahnverwaltung sich mit den Unters Lothringen wohl nur prophylaktische Bedeutung, denn es ist mir ringischen Eisenbahnpersonals ist so gut wie niemand mit seinem nehmer- Verbänden to aliert und Arbeiter ganz nach den nicht bekannt geworden, daß die Verwaltung der Reichs- Eisenbahnen Schicksal zufrieden. Redner befürwortet im weiteren eine Anzahl Befehlen der Unternehmer entläßt, so muß sie auch ihren Arbeitern ihren Arbeitern das Koalitionsrecht geschmälert hätte.( Sehr richtig! von Petitionen einzelner Eisenbahnbeamten- Kategorien. U. a. wünschen von Petitionen einzelner Eisenbahnbeamten- Kategorien. U. a. wünschen rechts, Widerspruch bei den Socialdemokraten.)- Leider bringt der die Eisenbahn- Werfführer den Werkmeistern gleichgestellt zu werden, das Recht der Koalition zugestehen. Das Koalitionsrecht ist für die Etat für 1904 feine nennenswerte Aufbesserung der Gehälter der diese aber wünschen selbst aufgebessert zu werden.( Heiterkeit.) Dann habe mancherlei Mißstände bestehen. Eisenbahn- Angestellten um so notwendiger, da doch noch Eisenbahnbeamten in Elsaß Lothringen. Die Diätare flagen, ich zu sprechen von einer Petition Herr Budde hat in seinen ( Buruf rechts: Gehört in die sie allzu lange auf ihre Anstellung zu warten haben Betitionskommission!) Nein; da würde es ja begraben sein. Das Angaben absolute und relative Zahlen ganz durcheinander daß ihnen für die Bemessung des Dienstalters nicht will ich eben nicht. Ich spreche auch nicht von den Petitionen als geworfen, so daß es nicht möglich war, sich ein richtiges die ganze Zeit der diätarischen Anstellung angerechnet wird. So ge folchen, sondern nur von dem Material, das darin enthalten Tangen die Beamten erst mit 60 Jahren in den Besiz des Höchstgehalts. Außerdem bestehen Ungleichheiten in Bezug auf ledige Frauen im Gisenbahndienst so lange nicht fest ist.( Heiterkeit.) Eine Petition beschwert sich darüber, daß das Dienſtaltersstufen- System, die nicht zur Förderung der gestellt werden, als männliche Bewerber für die betreffenden Stellen Kollegialität beitragen. Redner wünscht des weiteren gleich vorhanden sind. Auch die Magazinaufseher haben mancherlei hohe Bezahlung der männlichen und weib= Wünsche. Endlich möchte ich noch erwähnen, daß eine arme lichen Hilfsarbeiter, da auch ihre Arbeitszeit die Barrierenwärterin, die sich an mich gewandt hat, keinen Pfennig gleiche ist. leber die Personentarife will ich mit Rücksicht auf die Geschäftslage des Hauses nicht ausführlich versieht. Damit habe ich einen Teil der mir zugegangenen BeEntschädigung dafür erhält, daß fie Tag und Nacht ihren Dienst sprechen. Ich betone nur, daß die Vorenthaltung der Vergünstigungen, schwerden vorgebracht. Möge die Verwaltung ihnen bald Rechnung wie sie in Baden und Württemberg gewährt sind, fortgesetzt zur wirtschaftlichen Schädigung der elfäffischen Bevölkerung führt und tragen!( Bravo! links.) uns mit den Reichs- Eisenbahnen. daß und Abg. Hildenbrand( Soc.): Wenn Eine Minister Budde: Von einer Verbindung der Reichs- EisenbahnBeispiel nur in den Direktionsbezirken Berlin und Danzig die Bild zu machen. Was die Unfälle betrifft, so sind zum Unfälle relativ höher als in den Reichslanden. Im übrigen Norddeutschland und in Süddeutschland sind sie viel niedriger. Die Angaben des Ministers über die Löhne waren auch nicht zu kontrollieren, Soch hat man ja aus der Unfallstatistik einen gewissen Anhalt. Aus den an die Witten bei Unfällen getöteter Arbeiter gezahlten Entschädigungen geht hervor, daß der durchschnittliche Jahres- Arbeitsverdienst der reichsländischen Eisenbahnarbeiter 945 M. betragen gezahlt werden. Am verwerflichsten ist es, daß die Eisenbahnverwaltung muß, so daß also jest jedenfalls auch noch niedrigere Löhne die Krise dahin ausnüßt, daß sie die Löhne der Arbeiter fürzt. Das auch nicht im Interesse der Eisenbahn- Verwaltung selbst liegt. ist umsoweniger zu verteidigen, da ja die Eisenbahntarife nicht erDie Wagen vierter lasse sollten modern ausgestattet und auch in die Schnellzüge eingestellt werden. Auch das große Wohlwollen, das der Herr Minister gegenüber den Beverwaltung mit den Unternehmerverbänden ist mir nichts bekannt. Aus den Ausführungen des Herrn Vorredners geht hervor, daß mäßigt werden.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) der kleine Mam, der auf die Benutzung dieser Klasse angewiesen ist, amten und Arbeitern hier proklamiert hat, doch nicht so ergiebig Es wird bei der Anstellung von Arbeitern nur darauf geachtet hat ein Interesse daran, sein Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. fein kann, wie es nach seiner Rede den Anschein hatte. Was will es werden, daß sie einen ordnungsgemäßen Ausweis über ihr legtes ( Bravo! links.) Preußischer Eisenbahnminister Budde: Es war durchaus dankens- beweisen, wenn der Minister sagte, daß die zwölfftündige Arbeits- Arbeitsverhältnis beibringen. Eine schriftliche Bescheinigung über wert, daß die Abgg. Erzberger und Niff Wünsche der Eisenbahn- zeit in einem Jahre um 7,2 Prozent verringert worden ist den Grund des Ausscheidens aus der Stellung wird entsprechend Beamten und Arbeiter hier vorgebracht haben. Dazu find die Ab- 12 Stunden beschäftigt werden, ist daraus nicht zu ersehen. Besprechung des Koalitionsrechtes der Eisenbahner nur genannt, Theoretisch habe ich die geordneten berufen. Nur durch eine innige Verbindung der Ver- Und wenn jedes Jahr nur 7% Prozent weniger zwölf Stunden weil es bisher nie inhibiert worden ist. Die Angaben des Herrn waltung und des Personals fönnen sociale Verbesserungen beim arbeiten, dann dauert es ja noch eine Ewigkeit, bis Vorrebners über die Zahl der Unfälle waren nicht richtig. Diese Eisenbahnpersonal erreicht werden. Ich habe manches für die die zehn stündige Arbeitszeit allgemein durch sind bei den Reichseisenbahnen geringer als bei den bayerischen, Beamten und Arbeiter bessern tönnen, aber auch auf viele Wünsche verzichten müssen. Die Reichs- Eisenbahnverwaltung ist aber geführt ist.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Auch die sächsischen und badischen Bahnen. Man darf auch nicht beliebige fein selbständiger Faltor innerhalb der Reichsverwaltung. So ist es Thatsache, daß die Ausgaben für das Personal fich von 35 000 auf Eisenbahnstationen vergleichen, wie der Herr Vorredner es gethan kein selbständiger Faktor innerhalb der Reichsverwaltung. So ist es 40 000 m. erhöht haben, will bei einer derartigen Verwaltung gar hat, sondern muß die Berkehrsdichte in Betracht ziehen. natürlich, daß es nicht dazu kommen konnte, daß die Beamten der Verwaltung wunschlos gegenüberstehen.( Seiterkeit.) Das Personal Bahl der Angestellten beträchtlich vermehrt worden. Der Minister ringer als bei den bekannt gewordenen übrigen deutschen Bahnen, nichts besagen. Infolge der Verkehrssteigerung ist doch auch die besteht aus Menschen, und ich möchte faum wünschen, daß die Menschen wunschlos werden.( Heiterkeit.) In der Reichs- Eisenbahn- müßte nachweisen, wie sich die Lohnerhöhungen im einzelnen gestalten. 5,38 zu 6,21, wenn die Verkehrsdichte bei den Reichs- Eisenbahnen Iverwaltung ist die Zahl der Ruhetage um 54 Proz. erhöht, die Zahr Als eine besondere Wohlthat stellte es der Herr Minister hin, daß die Werk 23 Proz. höher ist. Daß die Unfallziffer unabhängig ist von der stätten- Arbeiter auch bei schlechter Konjunktur fortbeschäftigt werden. der auf Sonntage fallenden Dienstbefreiungen um 61 Broz. Die schlechtest besoldeten Beamten, die Bahnwärter, find in ihrem Einkommen um 100 M. Leider hat er nicht gesagt, daß sie auch mit demselben Lohne be- Länge der Dienstzeit, habe ich neulich schon im preußischen Landtag schäftigt werden. Weiter hätte ich eine Bitte vorzutragen. In dem nachgewiesen. Auch die Behauptung des Herrn Moltenbuhr ist unerhöht worden; ferner ist die Penfion bezi. Pensionsberechtigung legten Jahre hat sich eine große Bewegung in Süddeutschland auf richtig, daß wir die Krisis zur Verminderung der Löhne bei gleicher der Lokomotivführer und Heizer erhöht. Die etatsmäßigen Stellen Arbeitszeit ausgenügt haben. Die Arbeiter fonnten gar nicht daseine allgemeine Eisenbahn- Tarifreform herausfind in einem Jahre um 456 vermehrt worden. Diese Bermehrung ( Bravo! rechts.) tommt namentlich den Beamten des äußeren Dienstes zu gute. Ich gebildet. Württemberg, Bayern, Baden haben eine ganze Reihe felbe leisten, weil nicht so viele Lokomotiven zu reparieren waren. Abg. Blumenthal( südd. Bp.),[ mit lautem Lachen und Unruhe stehe in ständiger, persönlicher Fühlung zu den Arbeiterausschüssen. bon Tarifverbesserungen geplant. Diese Bestrebungen kommen nur Stagnation bei den reichsländischen und den Viele Wünsche dieser Ausschüsse habe ich bereits erfüllen können. Ich wegen ber rechts empfangen]: Ich habe noch nichts gesagt, was einen Teil ja durch eine Personal Union berbundenen habe mich mit den Arbeitern auch eingehend über die Löhne unter preußischen Eisenbahnen nicht recht vom Fled. dieses Hauses zu solchem Wohlwollen berechtigen fönnte( Heiterkeit). halten. Alle Ausschüsse haben mir erklärt, daß die wünschenswert, daß sich der Chef der Reichs- Eisenbahn Es wird doch noch erlaubt sein, daß ein persönlich Angegriffener fich Arbeiter in der Privatindustrie schlechter den gemeinsamen Konferenzen entgegenkommender zeigen möge. Wir hier verteidigt. Auch Herr Wattendorff wird sich bei ruhiger Uebergestellt im als Die Eisenbahndienst. Arbeiterwohnungen sind vermehrt worden. wünschen billige Tarife für die ganze Bevölkerung, wie fie legung, soweit er deren fähig ist, überzeugen, daß er mir Unrecht Arbeiterwohnungen enthalten durchschnittlich einen Raum von 45 Quadratmeter, 4. Klasse, die der Minister betonte, gilt nicht der 4. Klasse als solche, im Centrum.) Wenn auch die gesamte Centrumsfraktion, 100 Mann Baden durch die Kilometerhefte eingeführt hat. Die Beliebtheit der gethan hat. Ich habe nicht gefagt, daß die mangelnde Arbeitskraft der Petitionskommission schuld an den jezigen Zuständen sei.( Dhol Wohnungen von Unterbeamten von 60 Quadratmeter, Woh sondern dem 3 weipfennig- Tarif.( Sehr richtig! bei den jeder stärker als der andre( Heiterkeit), dies als meine Aeußerung mittlerer Beamten von 80. Quadratmeter. nungen Auch fonstatiert und affirmiert, so beweist das doch nur, daß ein gewisser den Wohlfahrtseinrichtungen, wie den Bädern, gilt meine volle Für Am bemerkenswertesten aber war, was der Minister nicht gefagt Teil des Hauses geneigt ist, mich sehr ungünstig zu beurteilen. forge. Die vierte Klaffe ist in Elsaß- Lothringen noch nicht einhat. Für Preußen hat er ja in der Budgetkommission des( Seiterkeit und Beifall links.) Die Leftion, die Herr Wattendorff geführt. Ich habe nur die von Preußen einlaufenden Wagen vierter Alaffe bis zu den reichsländischen Endstationen weiter laufen laffen abgeordnetenhauses eine Aeußerung gethan, wonach den Eisenbahnern glaubte mir geben zu müssen, ist doch ganz wirtungslos.( Dho! das Koalitionsrecht überhaupt nicht gewährt werden soll. Aber in und angeordnet, daß diese Wagen vierter Stlaffe auch in Elfaß- Elfaß- Lothringen haben die Arbeiter längst eine Organisation geschaffen. Arbeitstraft der Kommissionsmitglieder und meiner, fo rechnet er Klasse rechts und im Centrum.) Wenn er ein Verhältnis zog zwischen der Lothringen benutzt werden können. Bisher mußten die Insassen der vierten Klasse an den elsaß- lothringischen Grenzstationen aussteigen Ich glaube herausgehört zu haben, daß man mit ihrer Wirkung mit unbekannten Faktoren.( Sehr gut! und Heiterkeit links.) Gr und ein Billet dritter Klasse zur Weiterfahrt lösen, während die nicht so unzufrieden ist. Es wäre zweifellos wünschenswert, daß weiß gar nicht, welchen Fleiß ich entwickeln würde, der Herr Minister auch dem Reichstag, wo die Vertreter des allge- ich Mitglied der Petitionsfommission wäre. Mit meinen Wagen vierter Klasse leer weiter liefen.( Heiterkeit). Wann die meinen Wahlrechts und nicht die des Dreiklassen- Wahlsystems fißen, wählern werde ich mich schon darüber auseinandersehen, daß ich vierte Klasse einmal in Elsaß- Lothringen selbst eingeführt werden eine Erklärung über das Koalitionsrecht der Arbeiter abgiebt. Auch geglaubt habe, trog der, wie ich nun weiß, folossalen Arbeitskraft fann, hängt von der Personenverkehrs- Reform ab. Diese aber haben beim Bostetat waren sich ja alle Parteien darüber einig, die Beamten ber Petitionskommission die Beschwerden der Eisenbahnarbeiter hier Maybach und Thielen in 15 Jahren nicht zu stande bringen können. nicht als Staatsbürger zweiter Klaffe behandeln zu lassen. Schon im Plenum vorbringen zu müssen.( Heiterkeit und Beifall links.) Es hat also seine großen Schwierigkeiten damit. der Vorredner hat die Notwendigkeit gründlicher Verbesserung der Nedner polemisiert des weiteren gegen das Verlangen des Abg. Abg. Wiltberger( Elf.): Die Einführung der vierten Wagenklasse materiellen Lage der Eisenbahnarbeiter hervorgehoben. Wir wollen, Schlumberger nach einem Expropriationsgesetz zu Gunsten der Kleinin Elsaß- Lothringen wäre sehr wünschenswert. Die Gründe, die daß fie frei über ihre Person verfügen und sich und ihre Familie bahnen. früher gegen diese Einführung geltend gemacht wurden, tommen heute nicht mehr in Betracht, da diese Klasse bedeutend verbessert anständig ernähren tönnen.( Lebhafter Beifall bei den Socialworden ist. Redner wünscht eine bessere Verbindung zwischen den Rheinlanden und der Pfalz. find Abg. Dr. Jaunez( Elf., auf der Tribüne fast unverständlich) tritt 11. a. für die Besserstellung der Beamten der elsaß- lothringischen Eisenbahnen ein. Abg. Dr. Dahlem( C.) betont gegenüber dem Abg. Niff, baß die unteren Beamten der Reichs- Eisenbahnen besser gestellt feien, als die Beamten aller übrigen Eisenbahnverwaltungen. Dagegen ist das Wagenmaterial in Elsaß- Lothringen durchaus nicht so gut, wie es Herr Niff darstellte. Socialdemokraten.) demokraten.) Es wäre bei wenn Abg. Moltenbuhr( Soc.): Der Minister sagte, ihm sei von einer Verbindung der Reichs Eisenbahnverwaltung Breußischer Eisenbahnminister Budde: Ich habe bereits vorhin mit den Unternehmerverbänden nichts bekannt. erklärt, daß ich alle von den Beamten vorgebrachten Wünsche sorg- Ich weiß wohl, daß auf den betreffenden Schriftstücken das Wort fältig prüfen werde. Auch mir erfüllt der Etat nicht alle Wünsche, Geheim" steht. Aber ich hätte nicht gedacht, daß sie so geheim die ich für das mir unterstellte Personal habe. Er ist ein Stompromiß wären, daß selbst der Chef der Verwaltung nichts davon weiß. aller Verwaltungen und unterliegt der Kontrolle des Reichs Schab( Sehr gut! bei den Socialdemokraten.) Ueber die Unfälle habe amtes. Ich werde selbstverständlich immer für meine Arbeiter und ich lediglich nach der uns zugegangenen Drucksache über das Jahr Darin sind die Eisenbahnunfälle nicht nach Beamten arbeiten; wie weit ich dabei Erfolg haben werde, hängt ja 1902 gesprochen. von der Etatsaufstellung ab. Auf die Einzelheiten lann ich erft 1000 stilometer, fondern nach Stopf und Zahl der verficherten Arbeiter in der Petitionstommiffion eingehen; icdenfalls werde ich mir alle berechnet. Danach beträgt der Durchschnitt der Unfälle auf 1000 ber4 fie Die Resolution trurde einstimmig angenommen. ficherte Arbeiter bei allen Eisenbahn- Verwaltungen zusammen 8,23,1 Antrag unterstützen die Referenten, die Kommission nimmt Die gleiche Wirkung auf das Steinsehergewerbe, wie der bei der Reichs- Eisenbahnverwaltung 10,27. Wenn bei der Berech den Antrag an. Pflastersteinzoll, hätte auch die Einführung von Schiffahrtsabgaben nung auf 1000 Zugfilometer Elsaß- Lothringen gerade den Durch- Bei dem Etat der Militär- Justizverwaltung der oft auf natürlichen Wasserstraßen. Gemeinsam mit dem das deutsche schnitt aufweist, bei Berechnung auf 1000 Versicherte aber mehr als asiatischen Besatzungsbrigade beantragt Abg. Müller- Fulda die Steinsehergewerbe nahezu völlig lahmlegenden Pflastersteinzoll den Durchschnitt, so beweist das, daß die elfaz- lothringischen Bahn- Streichung eines Ober- Kriegsgerichtsrats und eines Militärgerichts- würden solche Abgaben dasselbe vollends ruinieren. arbeiter durchschnittlich eine größere Zahl von Zugkilometern zu fahren schreibers, Ersparnis zusammen ca. 20 000 M. Der Referent trift für die Der VI. Verbandstag des Verbandes der Steinseher, Pflasterer haben, als der Durchschnitt bei allen Eisenbahnverwaltungen beträgt. Regierungsvorlage ein, weil sonst kein ordentliches Gericht gebildet und Berufsgenossen Deutschlands, als die berufene Vertretung der Die elsaß- lothringischen Eisenbahnarbeiter sind also schlechter gestellt werden könne. Müller- Fulda macht dagegen darauf aufmerksam, daß ein Arbeiterschaft des deutschen Steinseßergewerbes, erwartet daher von als die Eisenbahnarbeiter im allgemeinen.( Bravo! bei den Social- ordentliches Gericht in Kiautschon vorhanden sei, das man in An- den gesetzgebenden Körperschaften des Deutschen Reiches, daß diedemokraten.) spruch nehmen könne. Ein Regierungskommissar tritt für die selben beim Abschluß von Handelsverträgen auf die Interessen des Minister Budde: Mir sind sämtliche geheime Aftenstücke nicht Vorlage ein. Der Kommandeur der Brigade habe die gerichts- deutschen Steinfegergewerbes Rücksicht nehmen; insbesondere erklärt nur zugänglich, sondern auch bekannt. Die Voraussetzung des Vor- herrlichen Funktionen eines Armeebefehlshabers und danach müsse der Verbandstag, daß nicht nur der vorgeschlagene, sondern- bei redners bezüglich dieser geheimen Aktenstücke oder einer Verbindung auch der richterliche Apparat eingerichtet werden. Abgeordneter dem relativ geringen Wert und der Schwere des in Betracht mit den Unternehmern ist vollständig hinfällig und nicht bewiesen. Dr. Südekum fragt an, wie stark das Sondergericht der kommenden Materials überhaupt jeder Zoll auf Pflastersteine von Zweitens hat der Vorredner auf Grund der Statistik des ostasiatischen Besagungsbrigade beschäftigt gewesen ist. Abg. Gröber prohibitiver Wirkung ist und deshalb die dem Steinsehergewerbe Reichs- Versicherungsamtes seine Angaben gemacht; meint, daß die begutachtende Thätigkeit sehr wohl von Kiautschou drohende dringende Gefahr nicht durch eine Ermäßigung, sondern diese Statistik umfaßt nicht nur die Eisenbahnunfälle, sondern auch die aus gemacht werden könne. Auf die Anfrage des Abg. Dr. Südefum nur durch völligen Wegfall des Bolles beseitigt werden kann. Verlegungen in den Werkstätten, die mit Eisenbahn- teilt ein Kommissar mit, daß im vorigen Jahre 27 Bestrafungen Ter Verbandstag ermächtigt den Centralvorstand, alle in der unfällen ja gar nichts zu thun haben.( Hört! hört! rechts.) Damit vorgekommen seien( alle 14 Tage ein Fall! Red. d.„ Vorw."). Scche nötigen Schritte zu unternehmen. fällt auch die Behauptung des Vorredners, daß die Betriebssicherheit Abg. Müller- Fulda weist nach, daß ein Militärgerichtsschreiber in in den Reichslanden geringer sei als anderswo. China ungefähr 10 000 Mark Kosten jährlich verursache. Zu den Positionen 5 und 6 der Tagesordnung wurden, nachdem Abg. Erzberger( Soc.) bemerkt gegenüber dem Abg. Blumen- Abg. Gröber weist darauf hin, daß die 27 Fälle denn doch keine von Knoll begründet waren, eine Anzahl von Leitsätzen bethal, Petitionen würden nicht in der Betitionskommission begraben, Beschäftigung für ein Gericht seien. Jeder Fall koste dem schlossen, von denen wir die wichtigsten hier wiedergeben wollen: sondern im Plenum, wenn dieses keine Zeit mehr für die Petitionen nach ein paar Tausend Mark. Abg. Müller- Fulda Der Verband der Steinsetzer, Pflasterer und Berufsgenossen habe. meint, nach den Auskünften müsse man eigentlich( eigentlich"?! erklärt sich nach wie vor zum Abschluß eines Tarifvertrages auf Abg. Schlumberger( natl.): Gegenüber Herrn Blumenthal nur Red. d.„ Vort.") zum Streichen des ganzen Militärjustiz paritätischer Grundlage bereit. Derselbe ist zum Abschluß eines ein Wort. Gewiß ist die Expropriation ein Unrecht. Aber die etats kommen; da das aber nicht zu erreichen sei, derartigen Vertrages namens der Arbeiterschaft berechtigt, da demSonderinteressen haben auch ihre Grenzen.( Lebhafte Zustimmung so möge man wenigstens den einen Oberkriegsgerichtsrat felben zur Zeit ca. 50 Prozent der Arbeiter des Steinsehergetverbes bei den Socialdemokraten.) Das allgemeine Wohl geht über Sonder durch einen Kriegsgerichtsrat ersetzen. Der Kriegsminister( Steinseher und Rammer) angehören. rechte!( Stürmische Heiterkeit und großer Beifall bei den Social- möchte später erwägen, ob die Kompetenz des ostasiatischen Generals Solange ein allgemeiner Tarif nicht zu erreichen ist, sind demokraten.) herabgesetzt werden könne; wenn die Brigade dort dauernd möglichst lokale Tarifverträge anzustreben. Dieselben gelten als stationiert bleibe, so sei das ohnehin nötig. Nachdem der Referent Zwischenstufen zur Erreichung der unter 2 aufgestellten Grundfür Bewilligung eingetreten war, schließt sich auch der Korreferent forderung und sind deshalb möglichst kurzfristig abzuschließen. an; in Rücksicht darauf zieht Abg. Müller- Fulda seinen An- Bei den Lohn- und Lohntarifbewegungen der nächsten drei Jahre trag zurück.( Alte Centrumstaktik! Redaktion des„ Vorwärts".) sind unter Zugrundelegung der zum großen Teile schon jetzt anAbg. Blumenthal( frf. Bp., mit Heiterfeit empfangen): Das Wort Abg. Müller Sagan bemerkt, daß ihm berichtet worden sei, die erkannten Lohn- und Arbeitsverhältnisse folgende Forderungen ,, beziehen" will ich gar nicht aufrecht erhalten. Ich bilde mir auch Beschäftigung des Oberrichters in Kiautschon sei sehr gering; zu stellen: gar nicht ein, die Gebräuche des Reichstags genau zu kennen; im deshalb sei doch ernsthaft die Uebertragung der gesamten Gerichts- 1. für Croßstädte( über 100 000 Einwohner, einschl. Vororte), Gegenteil, ich bin bestrebt stets neu zu lernen und habe auch heute wieder barkeit nach Kiautschou zu erwägen. Die Position wird be- Mindest- Stundenlohn für Steinseher 75 Pf., für Rammer 60 Pf.; mit großem Nußen den Verhandlungen beigewohnt.( Große Heiterfeit.) willigt! 2. für Orte von 50 000-100 000 Einwohner( einschl. VorHerr Schlumberger hat sich heute zum erstenmal auch den Beim Titel„ Generalstab" beantragt der Abg. Müller- Fulda die orte), Mi..Sest- Stundenlohn für Steinsetzer 70 Pf., für Rammer ungetrübten Beifall der Socialdemokraten errungen, indem er Streichung eines Stabsoffiziers und eines Hauptmanns. General 55 Pf.; auftrat als Mann des Fortschritts, der am starren Eigentumsbegriff Sirt v. Armin behauptet die Notwendigkeit eines Generalstabes für 3. für Orte von 20 000-50 000 Einwohner Mindest- Stundennicht festhält. Hoffentlich tritt er nun auch in seinen die Brigade. Abg. Müller- Fulda bietet wiederum 50 Proz. Ermäßigung lohn für Steinsetzer 65 Pf., für Rammer 50 Pf.; Fabriken als Reformator auf.( Große Heiterkeit.) seines Abstrichantrages an. Nach einigen Aufklärungen" modifiziert 4. für Orte mit unter 20 000 Einwohner Mindest- Stundenlohn er seinen Antrag so, daß nur der Hauptmann gestrichen werde. So für Steinsetzer 60 Pf., für Rammer 45 Pf. wird beschlossen. Die Taner der täglichen Arbeitszeit soll nicht mehr als neun Beim Titel 10 des Kapitels 15, das den Bestand der Truppe Stunden betragen. feststellt, beantragt der Abg. Müller- Fulda erhebliche Abstriche: Ueberlandarbeit soll entsprechend den den Arbeitern 4 Majore, 7 Compagniechefs, 13 Oberlieutenants. General Sirt durch dieselbe erwachsenden erhöhten Ausgaben höher bezahlt werden. von Armin legt dar, daß die Militärverwaltung auf eine Dem Univesen der Ueberzeitarbeit ist durch möglichst eigne Depotdirektion bestehen bleiben müsse. Eine Verminderung hoch bemessere Aufschläge prohibitiv entgegen zu wirken. der Stabsoffiziere fei nicht angängig. 13 Oberlieutenants Die Lohnsäte sub 1-4 und Arbeitszeit können staffelweise fönnten wegfallen, wenn dafür Lieutenants eingesetzt würden. Abg. zur Durcführung gelangen. Dr. Paasche meint, es müßte mindestens von den acht Bataillonskommandeuren, die nur vier Bataillone zu kommandieren hätten, einer gestrichen werden; bei 13 Compagnien rund 23 Hauptleute sind aufgeführt! Auch dabei ieien Ersparnisse zu machen. Abg. Wattendorff( C., Vorsitzender der Petitionskommission): Von einem„ Begraben" von Petitionen kann weder in der Kommission noch im Plenum die Rede sein. Es bleiben immer nur ganz geringe Reste unerledigt.( Bravo! und Heiterkeit.) Abg. Dr. Müller- Meiningen( fri. Vp.): Der Herr Minister hat die authentische Interpretation seiner früheren Ausführungen über das Koalitionsrecht der Eisenbahner nicht gegeben, ich muß also annehmen, daß er nicht in der Lage ist, eine solche authentische Interpretation zu geben.( Sehr gut! links.) Damit schließt die Diskussion. Präsident Graf Ballestrem: Das Wort zu einer persönlichen Bemertung hat Abg. Schlumberger. Abg. Schlumberger begiebt sich eiligst von seinem Platz auf die unterste Stufe der Tribünentreppe und beginnt: Herr Blumenthal Zur Sicherung der bestehenden Tarifverträge und weiteren Ausdehnung derselben haben Centralvorstand( durch Herausgabe einer diesbezüglichen Denkschrift) und lokale Verwaltungen fortgesetzt auf die in Betracht kommenden Behörden dahin einzuwirken, dak öffentliche Strczenbauarbeiten nur an solche Unternehmer vergeben werden, welche den Nachweis führen können, daß sie die bestehenden Lohntarifverträge anerkennen. Wo es thunlich ist, kann dieses Einwirken auf die Behörden auch zugleich oder gemeinsam mit dem Unternehmer geschehen. Präsident Graf Ballestrem: Wollen Sie doch lieber bitte etwas höher heraufkommen!( Große Heiterkeit.) Abg. Schlumberger hüpft mit einem einzigen Sage auf die oberste Die Beratung wird abgebrochen und auf Donnerstag vertagt. Stufe der Treppe und sagt: Herr Blumenthal sagte, ich hätte mich für die Die Petitionskommission des Reichstags verhandelte in ihrer Expropriation ausgesprochen. Allerdings: aber für eine solche im letzten Sigung eine Petition betreffend die Einführung einer VerAllgemeinintereſſe, nicht zu Gunsten einer Klasse!( Bravo! und sicherung gegen Arbeitslosigkeit unter Ausschluß der Meister( WerkHeiterfeit.). Abg. Schlumberger stürmt von der Treppe hinunter und führer) von dieser Versicherung; sie soll dem Reichskanzler als eilt unter stürmischer Heiterkeit des Hauses durch die Bankreihen Material überwiesen werden. Desgleichen eine andre Petition, Unter Punft 7, 23ie betreiben wir unsre Agitation", begründet hindurch. welche die Einführung des Befähigungsnachweises für das Bau- stellten Antrag, einen dritten befoldeten Beamten als Gauleiter für der Vorjiseni., Genosse se no II, einen bom Centralvorstand geDas Ordinarium wird bewilligt. Darauf vertagt sich das Haus. Ferner lagen Petitionen vor welche die Einführung des Be- Rheinland und Westfaler anzustellen. Der Antrag ruft eine sehr " Nächste Sizung Donnerstag 1 Uhr.( Rest des Eisenbahnetats; fähigungsnachweises für das gesamte Handwerk fordern. lebhafte Debatte hervor, die die Sigung am Nachmittag vollständig Die Kommission beschloß Uebergang zur Tagesordnung. Schluß 6 Uhr. Derselbe Beschluß wurde gefaßt bezüglich einer Petition, nach der der Befähigungsnachweis für Maschinisten und Heizer gesetzlich eingeführt werden soll. Justizetat.) Parlamentarifches. gewerbe betrifft. Aus Junungstreifen wird petitioniert um Verschlechterung der Gewerbe- Ordnung durch strenge Bestrafung des Streitpostensteheus und Verschärfung der Strafbestimmungen. Die Kommission beschloß und Verschärfung der Strafbestimmungen. auch hier Uebergang zur Tagesordnung. ausfüllt und mit der Arnahme des Antrages endet. Außerdem wird auf Antrag sen o II beschlossen, den Filialen, die aus eignen Mitteln Centralkasse zu bezahlen. Als dritter befoldeter Beamter wird der einen Beamten anstellen wollen, die Kosten für Agitation aus der Hauptkassierer angestellt. " Marktpreise von Berlin am 23. Februar 1904 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Kartoffeln, neue D.- Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg Budgetkommission. Die Budgetkommission sette am Mittwoch die Beratung des Etats des ostasiatischen Expeditionscorps fort. Der Referent Graf v. Oriola geht näher auf die sogenannten Eine Petition des Centralverbandes deutscher Gewerkvereine Sie beträgt für Offiziere und Teuerungszulagen ein. höhere Beamte pro Mann und Tag 10 M., für Unterbeamte und fordert weiteren Schutz des Koalitionsrechts; Strafbestimmungen Portepee- Unteroffiziere 4 M., für andre Unteroffiziere 1,75 M. und für die Verhinderung des Koalitionsrechtes und Ausdehnung der* Roggen, gut für Mannschaften 1 M. Bis 1903 war diese Teuerungszulage Koalitionsfreiheit auch auf die in landwirtschaftlichen Betrieben benoch besser" abgestuft: Offiziere und höhere Beamte 14,20 M., für schäftigten Arbeiter usw. Diese Petition soll nach dem Beschlusse der Unterbeamte und Bortepee- Unteroffiziere 4 M., für Unteroffiziere Rommission dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen werden. 1 M. und für Mannschaften 75 Bf.(!!) Nach einem Antrage Baaiche wird von jetzt ab die Teuerungszulage für Offiziere und höhere Beamte 9 M. pro Tag betragen; die andren Säge werden in der bisherigen Weise belassen. Für Offiziere scheint die Teuerungszulage eine Art Sportzulage zu sein! Red. d.„ Vorw.".) Für die große Zahl der Intendanturbeamten, die sich im Troß der Besatzungsbrigade befinden, wurde u. a. als Begründung angeführt, daß infolge der Währungsverschiedenheiten sehr viel Rechenarbeit in Ostasien zu leisten sei: es müsse fortgesetzt multipliziert und dividiert werden. Beantragt wird, zwei Intendantur räte und vier Intendantursekretäre zu streichen, wodurch ungefähr 60 000 m. im Jahre gespart würden. General Gall wit teilt als das Ergebnis einer gründlichen Prüfung mit, daß eigentlich der Weg, am Beamtenpersonal zu sparen, nicht gangbar sei; die Verwaltung wolle Vorschläge zu Ersparnissen an fachlichen Ausgaben machen. Das Rechnungswesen sei sogar noch stark im Rückstande, fast um ein ganzes Jahr. Man suche auch die fremden Verhältnisse zu studieren und verlange viele schriftliche Berichte von den Beamten. Nur einen Intendantursekretär könne man erübrigen, wenn die Reste aus früheren Jahren aufgearbeitet seien. Sechster Verbandstag der Steinfeger, Pflasterer und Berufsgenossen Deutschlands. " Braunschweig, 23. Februar 1904. Ueber den vierten Punkt der Tagesordnung: Pflastersteinzoll und Schiffahrtsabgaben in ihrer Bedeutung für das Steinfegergewerbe" referierte no II Berlin. Er empfiehlt die Annahme folgender Resolution: Der am 21. Februar 1904 und folgende Tage in Braunschweig tagende VI. Verbandstag des Verbandes der Steinfeger, Pflasterer und Berufsgenossen Deutschlands frei von jeder parteipolitischen Stellungnahme, unbeeinflußt von jeder handelspolitischen Doktrin, lediglich vom Standpunkte als Produzenten ausgehend, im Interesse der Erhaltung des Steinfebergewerbes als eines Zweiges der gesamten deutschen Produktion und der in demselben bethätigten Arbeiterschaft, zugleich in Uebereinstimmung mit Besizern und Leitern zahlreicher größter deutscher Steinbruch- und Straßenbau- Unternehmungen und größten deutschen Kommunalverwaltungen, erklärt: 14,10 13,20 13,10 12,20 Kalbfleisch Hammelfleisch Butter Eier Karpfen mittel gering * Weizen, gut D.- Ctr. 18,10 18,06 mittel 18,02 17,98 gering 17,94 17,90 13,80 13,76 13,72 13,68 13,64 13,60 " " " " + Berste, gut " mittel gering 12,10 11,20 " 15,50 14,60 14,50 13,60 Aale Bander 13,50 12,70 Hechte 4,00 3,50 Barsche thafer, gut nittel gering Nichtstroh Heu Erbsen Speisebohnen Linsen * ab Bahn. 7,00 6,00 1,80 1,20 do. Bauch " 1,40 1,10 Schweinefleisch 1,60 1,00 1,80 1,20 9 1,80 1,20 2,60 2,00 60 Stud 5,00 3,00 1 kg 2,40 1,20 3,00 1,40 " 3,00 1,20 2,40 1,20 1,80 0,80 3,00 1,40 1,40 0,80 7,40 4,80 Schleie 40,00 28,00 Bleie 50,00 26,00 Krebse 60,00 25,00 + frei Wagen und ab Bahn. per Schod 15,00 3,00 Briefkaften der Redaktion. Schneider. 1. Der Drt heißt Scranton, Hauptstadt des County New York. 2. Suchen Sie das hiesige amerikanische Konsulat auf, um Lackawanna in Nordamerika, Staat Bennsylvanien, liegt 240 Kilometer von Ihre Briefadresse festzustellen. Englisch schreiben. 3. Die Porto- und Rüdportofrage regeln Sie auf dem Boftamt. Wanne 1.( G. A.) Leider ist Ihre Fragestellung falsch. Wahrscheinlich meinen Sie, daß die eine Wiegeschale um 20 Gramm zu viel wiegt, so daß an Ware nicht 500, sondern verstärkte Versuche mit Lauge und Sodawaffer, im Notfall mit grüner nur 480 Gramm abgewogen werden. M. G.( 9182) 1. Machen Sie Abg. Müller Fulda: Die Streichung ist erst vom 1. Oktober Faßseife. 2. Davon fann nicht die Rede sein, dazu hat der Staat weder die 1904 ab beantragt, so daß Zeit vorhanden ist, einen Beamten Macht noch irgend ein Recht. Wikmannstraße. Für das größere Bublikum zurückzuziehen. Db man auch beim Kriege gegen Frankreich Ter im deutschen Zolltarif festgesetzte Boll auf ausländische, geöffnet, sobald das Parlament teine Sigungen mehr abhält. Während der für jedes einzelne Regiment einen derartigen Troß mitgenommen feewärts eingehende Pflastersteine ist in seiner Wirkung ein reiner Tagungen erhalten Sie ebenfalls Einlaß, auch Karten. Näheres durch die Bortiers. habe? Gerade die Einrichtung einer so großen Verwaltung lasse Brohibitivzoll schärfster Art. Die Wirkung desselben ist gleich- F. T. 1. Ein solches Mittel ist uns leider nicht bekannt, P. P. 56. den Verdacht nicht aufhören, daß man sich dauernd in China bedeutend mit dem völligen Ausschluß ausländischen Pflasterstein- Auskunft fönnen Sie erhalten zwischen 11 und 1 Uhr auf der Redaktion. einrichten wolle. Bald sage man, man sei dort im Kriegs- materials. Ein preiswerter Ersatz desselben ist infolge der hohen D. 3. 30. 1. bis 3. Benden Sie sich an einen zuverlässigen Vogelhändler bezw. an einen Tierarzt. A. S. Ohne jede nähere Kenntnis der Person zustande, bald wieder im Friedenszustande- eins könne denn Transportkosten für deutsches Steinmaterial aber ausgeschlossen, die läßt sich das nicht sagen. Bielleicht orientieren Sie sich selbst im Adreßbuch. doch nur sein. Abg. Müller- Fulda meinte, man müffe infolge des Bolles eintretende Verteuerung auch des inländischen( II. Bd. 2. Teil Seite 134-139). R. G. 100. Auskunft erhalten Sie den Etat ganz gründlich prüfen, ganz gleich, ob Pflastersteinmaterials ist daher gleichbedeutend mit einer Steigerung durch Herrn Eugen Simanowski, Hochstr. 46. R. R. 100. Nochmals: der Etat rechtzeitig fertig werde oder nicht, und wenn der Herstellungskosten für Pflasterungsarbeiten um 15 bis 20 Proz. Nicht Kürassiere, sondern Husaren. Kalender. Der julianische Kalender es noch vier Wochen dauere. General Gallwig weist auf die und darüber hinaus, eine Verteuerung, die unfehlbar und unmittel- blieb hinter dem gregorianischen seit 1700 um 11, ſeit 1800 um 12, feit 1900 Einflüsse des Klimas, auf die Gesundheit der Beamten hin und bar die Verdrängung des Steinpflasters durch andre Pflasterarten, um 13 Tage zurück, die sich in entsprechender Zeit auf 14 Tage vermehren R. N. Nein. Sidi. Ja. P. O. 1. Nein. 2. Nein. warnt vor ungeeigneten Vergleichen. Eine Angliederung der Ver- namentlich Asphalt, im Gefolge haben muß. Eine derartige Um- werden. B. W. 1. Nein. 2. Ja. G. F. 1. Ja. 2. Ja. waltung an die deutsche Centrale sei nicht leicht und jedenfalls wälzung in der Straßenbautechnik unter gleichzeitiger vollständiger Lage sei guter Dinge, und den bösen nimm auch für gut.( Pred. Salomo 7, 15). Bibel. Am guten auch nicht billiger. Der Beamtenkörper sei unbedingt nötig; die be- Lahmlegung eines Produktionszweiges herbeizuführen kann aber nicht F. M. Hans Leuß: Aus dem Zuchthause. Bu beziehen durch Buchantragte Absetzung sei nicht acceptabel. Kriegsminister v. Einem plaidiert Aufgabe und Zweck einer sich national nennenden Handelspolitik sein. handlung Borwärts. G. 1874. Bernhard: Die Accordarbeit in Deutschfür einen Mittelweg" in den Streichungen. Abg. Beumer Durch diese Umwälzung aber, wie auch weiter durch die Re- land. Leipzig, Dunder u. Humblot. Das ist ein neues Specialwerk. Sonst bersucht durch Bezugnahme auf ausländische Verhältnisse die Forde- prefsivmaßnahmen des Auslandes ist eine Ausdehnung des Absatz- über Arbeitslohn Marg, Stapital, erster und dritter Band, wie auch verrung der Regierung zu rechtfertigen. Abg. Müller- Fulda läßt gebietes der deutschen Stein- Industrie ausgeschlossen, wie es von den fchiedene größere nationalökonomische Werke. Specielle Formen behandelt " Posen." Handelsschule und kauf50 Broz. seiner Abstrichsforderung fallen und verlangt nur noch die Vertretern des Pflastersteinzolles auch ausdrücklich ausgesprochen ist, auch B. Böhmert, Gewinnbeteiligung. Streichung von einem Intendanturrat und zwei Jntendantursekretären daß es sich für sie dabei nicht sowohl um eine Ausdehnung des Ab- männische Fortbildungsanstalt für Mädchen, im Hause der Sophienschule, Weinmeisterstraße. M. 2. 36. Heimathaus für Mädchen, am Bahnhof Mittelweg". Der Kriegsminister verwahrt sich dagegen, daß fakes als darum handelt, selbst bei geringerem Abfah höhere Preise Börse, Eingang von der Spandauer Brücke. 2. S. 333. Fleischfeine Aeußerungen im Gegensatz zu denen des Generals Gallwiß stehend zu erzielen ein Verlangen, das durch irgend eine Notlage der beschauer haben einen Ausbildungskursus durchzumachen und eine Prüfung angesehen würden; er habe nur das schlimmste verhüten wollen, daß deutschen Steinbruch- Industrie in Wahrheit nicht begründet werden abzulegen. Für Berlin Meldung beim Kuratorium des Schlachthofes, durch allzu große Streichungen die ganze Arbeit lahmgelegt werde. kann. Eldenaerstraße, das auch die Anstellungs- und Gehaltsverhältnisse mitteilt. General Gallwig sagt, daß eine Teilung der Arbeit zwischen der Aus allen diesen Erwägungen ergiebt sich, daß der Pflaster- Ausgabe und Firma ist uns unbekannt. Sie können aber die angegebenen Werke in brauchbaren Ausgaben für 34,85 Mart von unsrer ParteiZutendantur in China und der Centrale in Berlin unmöglich fei. steinzoll in Deutschland außer einer Handvoll Interessenten Der Rechnungshof des Deutschen Reiches babe in einem niemandem Nußen, dagegen aber vielen Tausenden von Arbeitern buchhandlung, Buchhandlung Borwärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, erhalten. einzigen Jahre 1624 Monita gegen das ostasiatische des deutschen Steinseßergewerbes und der deutschen Stein- Industrie, Expeditions corps gezogen. Das müsse doch alles auf zugleich auch den zahlreichen Kleinmeistern des Steinsehergewerbes, gearbeitet werden. Solle durchaus gestrichen werden, dann ginge es schwersten, unberechenbaren Schaden bringen muß. Den wirklichen am besten noch bei den oberen Stellen. Abg. Müller- Nußen von dem Pflastersteinzoll hätten nur die im Auslande mit Fulda schränkt seinen Antrag weiter um 66% Broz. ein, indem er ausländischem Kapital betriebenen Asphaltgruben und Straßenbaunur an der Streichung eines Intendanturrates festhält. Diesen Unternehmungen. " " Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Pankow. 1. u. 2. Nein. Pankow 100. 1. Ja. 2. Nein. 3. Wenn erefutiert wird, entstehen unnüße Mehrkosten.- 5. 100. 1. Jawohl. 12. Die Ehefrau tann, falls fie Pflegerin ist, ohne weiteres, sonst auf Grund einer Bollmacht des Pflegers flagen. Es dürfte sich empfehlen, den Pfleger S. K. 6. Die Witwe soll schleunigst bei der Berufsgenossenschaft beflagen zu lassen, damit die Ehefrau als Zeugin vernommen werden kann. antragen, die Witwen- und Kinderrente und noch einen Vorschuß ihr zu H. Frost. Die Beitreibung entspricht dem Gesez. Zahlen Sie also zahlen. Erhält sie dann innerhalb 14 Tagen keinen Bescheid, so ist zu einer zur Vermeidung unnötiger Soften. C. M. Am 2. April. N. 100. Beschwerde an das Reichs- Versicherungsamt zu raten. M. F. 21. Der Sie haften nicht für die Schulden Ihres Mannes. Sollten Ihre Sachen Gläubiger und sein Anwalt find im Recht. G. D. 37. Die Mietsgepfändet werden, so fönnen Sie mit Erfolg Interventionsklage erheben. stempelsteuer wird für das Kalenderjahr berechnet. Da Sie zum 1. April 3. G. 31. 1. und 2. Ja. 3. Eine solche ist uns nicht bekannt. ziehen, müssen Sie für die Zeit vom 1./1. bis 1./4. 50 Pf. zahlen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 25. Februar. Anfang 7, Uhr: D Neues Königl. Opern Theater. Geschlossen. Schauspielhaus. Göz von Berlichingen mit der eisernen Hand. ( Anf. 7 Uhr.) Deutsches. Der einsame Weg. Berliner. Waterkant. Lessing. Zapfenstreich. Westen. Der Templer und die Jüdin. Neues. Schwester Beatrix. Vorher: Der Schlachtenlenter. Residenz. Der feusche Casimir. Borher: Die Empfehlung. Central. Das Schwalbennest. = Belle Alliance. Götterweiber. Thalia. Der Hochtourist. Anfang 8 Uhr: Schiller O. ( Wallner- Theater.) Die Kinder der Excellenz. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) König Lear. Kleines. Nachtasyl. Luisen. Eine leichte Berson. Trianon. Madame X. Carl Weik. Zwei Frauen. Deutsch Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Gebr. Herrnfeld. Nur eine Nacht. Casino. Cirkusfee. Winter- Garten. Cléo de Mérode. Specialitäten. Apollo. Frühlingsheft. Blüten hochzeit. Specialitäten. Metropol. Durchlaucht Radieschen. Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage Theater. To To. Fred Edlawi. Specialitäten. Anf. 5 Uhr. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr: Der Erdball als Träger des Lebens. 3 Invalidenstraße 57/62. SternUrania. athreiners Malzkaffee Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Der Erdball als Träger des Lebens. InvalidenSternwarte str. 57/62. CASTANS PANOPTICUM Friedrichstr. 165. Ein Naturwunder: Die bildschönen HerkulesBrüder Der Indianer- Riese, Mianko Karoo. ist der beste und nützlichste Hausfreund, der in unzähligen Familien gern gesehen und hoch geschätzt ist. Passage- Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochentags 5 Uhr. Anfang d. Abendvorstellung 8 Uhr. To To der mysteriöse Zitherspieler. Fred Edlawi der beste Verwandlungskünstler. Sonnabend, den 27. Februar: Gr. Artisten- und Künstler- Ballfest. Apollo- Theater. Nach dem Zapfenstreich." Abends 8 Uhr: Frühlingsluft mit dem Blütenhochzeit. Ballett 9-11 Uhr: Die erstklassigen Specialitäten. Robert Steidl mit neuen Schlagern. Cronin. Joscarys. X Legays. Drei Zagas. X Messters Kosmograph. ??? Nordini??? der Mann mit den Wundermuskeln. Original- Trick: Befreiung aus der Zwangsjacke. Sonntag, den 28. Febr., nachm. 3 Uhr: Ermässigte Preise: Lysistrata und Specialitäten mit Nordini. W. Noacks Theater Direktion: Robert Dill. warte. Täglich geöffnet von 7 Brunnenstrasse 16. bis 11 Uhr. Extra- Elite- Vorstellung: Neues Theater, Lenore oder: Die Grabesbraut. Schiffbauerdamm 4a- 5. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Nach der Vorstellung: Familienball. Schwester Beatrix. Casino- Theater. Borher: Der Schlachtenlenker. Anfang 7%, Uhr. Morgen: Minna von Barnhelm. Central- Theater. Täglich 7 Uhr: Das Schwalbennest. Operette in 3 Aften v. M. Drdoneau. Musit von Henry Herblay. Sonnabendnachm. 4 Uhr halbe Preise: Kindervorstellung. Jeder Erwachsene ein Kind mit Ertraplaz frei. Der geftiefelte Rater. Abends: Das Schwalbennest. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Eine leichte Person. Freitag: Benefiz f. Willi Kruszynsky gum erstenmal:" Uriel Acosta". Sonnabend: Kean. Sonntagnachmittag: Die goldene Eva. Abends: Uriel Acosta. Montag: Eine leichte Person. Deutsch- Amerikanisches Theater. Heute: Zum 183. Male: Köpnickerstrasse 67. Anfang 8 Uhr. Ende 10 Ühr 30 Min. GASTSPIEL Ad. Philipp. Uebern grossen Uhr: 37. Die tomische Operette Die Cirkusfee. Borh. Das glänz. Februarprogramm. Sonntagnahm. 4 Uhr: Wie einst im Mai. Metropol- Theater Durchlaucht Radieschen! Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Reichshallen Stettiner Sänger Zum Schluß neu: Die Berliner bei den Hereros. Ansang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. TEICH. Dr. Schünemann Residenz- Theater Direktion S. Lautenburg. Abends 7, Uhr: Specialarzt für Haut, Harn- und Frauenleiden, Seydelstr. 9. Palast- Theater Burgstraße 22, früher Feen- Palast. Heute und folgende Tage 8%, Uhr: Goldener Boden. Bosse mit Gesang in 4 Aften von Elh und Werel. Musik von Fr. Brandt. Vorher Konzert und im Specialitätenteil: Les Raffaels, Duo- Landschaftsmaler. Lilli Eriston, Gesangs- und TanzSoubrette. Mr. C. Jörgensen, Mimiker. Die Familie Humbert. 0. C. Shields, Excentrique- Jongleur. Grete Walter, Intern. Liedersängerin. ,, Nach dem Zapfenstreich." Signora Ernesto mit ihrem mysteriösen Eintritt 5, reservierte Terrasse 10 M. Billets bei A. Wertheim, Invaliden dank, Künstlerdank und Passage- Theater. Carl Weiss- Theater. Große Frankfurter Straße 132. Abends 8 Uhr: Zwei frauen. Schauspiel in 5 Aften von Elsbeth Borchart. Morgen: Zwei Frauen. Sonn abendnachm. 4 Uhr: Frau Holle. Sonntagnachm.: Der Liebe Gebot. Elefanten. Freitag, den 26. Februar, abends 8 Uhr: Kabale und Liebe. spiel von Fr. v. Schiller. ragende Gäste, halbe Stassenpreise. Trauer: Hervor ist . 1000. Nein. J. 2. 28. Pensionsberechtigung läge nicht vor. M. 2. 100. 1. Ja. 2. Nein. 3. Das, was in die Ehe eingebracht ist, zurückzugeben. R. J. 37. Ja. N. B., Drehsestraße. Leider ja. C. P. 1. Sie könnten um Civilversorgungsschein einkommen. 2. Wenn Sie großjährig( 21 Jahre alt) sind, ja. P. 9. Die Ehefrau müßte fich auf dem Einwohner- Meldeamt erkundigen. Rigdorf 99. Wenden Sie sich schleunigst ant die dortige Gewerkschafts- Kommission. Unfrem Genossen August Dirke zum heutigen Tage die besten Wünsche! Die Genossen vom 458. u. 466. Bezirk. Am Dienstag, den 23. Februar, verstarb nach kurzem, schwerem Leiden an Herzlähmung unsre unvergeßliche Tochter Martha Ludwig im 20. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Freitag, 26. Februar, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause Putbuserstr. 12 aus nach dem Friedens- Kirchhof in Niederschönhausen statt. Um stille Teilnahme bittet 2063b Familie Ludwig. Englisch. Unterricht im und außer dem Hause ( Einzel- oder im Cirkel) erteilt 28112* Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Genosse, der Arbeiter Karl Kinzel Sorauerstraße 8 plöglich gestorben ist. am bon CentralDie Beerdigung findet Freitagnachmittag, 3 Uhr, der Leichenhalle des Friedhofes in Friedrichsfelde aus, ſtatt. J. A.: Frik Pflüger. Am 20. Februar schied freiwillig aus dem Leben der Buchbinder Emil Kött. Pflanzer- Verein Storchnest 6. Swienty geb. Liebknecht, Kranz- u. Blumenbinderei Schöneberg, Sedanstraße 57, III 98. Kottbuser Damm 98. Neue Welt EUREKA Hasenheide 108/114. ( Hrnold Scholz.) Jeden Donnerstag: Bernhard Rose- Theater- Ensemble. Trianon- Theater.$ 20 000 Mark Belohnung. Georgenstraße, zwischen Friedrich. und Universitätsstraße. Madame X. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag: ,, Biscotte." Gebrüder HerrnfeldAnfang Sonntags 8 11hr. 7 Uhr. Posse in 4 Akten von Treptow. Nach der Vorstellung: Familienkränzchen. Tanz frei. Entree 30 Pf. Anfang 8 Uhr. Vorzugskarten hab. Gültigkeit. ist und bleibt die Krone aller WASCHMITTEL! Theater. Cirkus Busch. II. Arbeiter- Sportfest. Die anerkannt erfolgreichste Novität Nur eine Nacht! Nur eine Nacht! 2 Afte aus einer Ehe. Komödie von A. und D. Herrnfeld mit den Prachtfiguren Willi Waldheim. Tuschek Dambitsch. Donat Herrnfeld. Anton Herrnfeld. Ferd. Grünecker. Ferner: Das neue FebruarKünstler- Programm. Lyrico Quartett, Italienisches OpernEnsemble. 5 Schwestern Longonells in ihren Drig.- Gesängen u. Tänzen. Marka Freya. Hilda Stadthagen. Bendix als ,, Monna Vanna". Vorverkauf 11-2 Uhr. WITH CARTEN Die letzten Vorstellungen von Nur noch wenige Tage! Wunderdressur des Mr. Richard Sawade mit seinen wilden Königstigern. Dle berühmten 16 Hengste des Direttor Busch. Herr Burkhardt- Fottit auf Neapo litano Soja", echt Lippizaner Hengst von Neapolitano Trompeta a. d. Soja v. Pluto. Mule. de Holstein auf ihrem berühmten Springpferd Milton". Wiener Damenkapelle Grösster Lacherfolg! sämtlichen Clowns. Bum 64. Male: höchft fomisches Intermezzo von Aus den Alpen. Bemerkenswert: Der Hutomobilsturz. Soweit Vorrat reicht: Cléo de Mérode, InventurCostantino Bernardi und das 1,12-3, 6-8. Gonnt. 9-11 ausgezeichnete Februar- Programm. Schiller- Theater. Schiller Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Ausnahmepreis! Reichgestickte abgeortieren Die Empfehlung. Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 Uhr: passte Abends 8 Uhr: Der keusche Cafimir. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/49. Donnerstag, den 25. Februar: Bernhard Rose- Theater- Ensemble. Lenore ober: Die Grabesbraut. Die Kinder der Excellenz. Lustspiel in 4 Aufzügen von E. v. Wolzogen u. W. Schumann. Freitagabend 8 Uhr: Die Wildente. Sonnabendabend 8 Uhr: Die Wildente. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Amt IV 4440. König Lear. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Freitagabend 8 Uhr: Wilhelm Tell. Sonnabendabend 8 Uhr: König Lear. Por Dekoration Die komplette ( bestehend aus 2 Flügeln und 1 Querbehang) Belle- Alliance- Theater. in Plüsch Belle- Alliancestr. 7/8. Amt VI 283. f. 7% br. Direktion Jean Kren und Alfred Schönfeld. Inf. 7%, Uhr. Zum 177. Male: Der Hochtourist. Täglich: Götterweiber. Morgen u. folg. Lage: Der Hochtourist. Guido Thielscher in der Titelrolle. Ausstatt.- Boffe mit Gesang und Tanz. Sonntagnachm. 3 Uhr, fleine Preise: Baterländisches Schauspiel in 4 Atten Sonntagnachmittag: Charleys Tante. Hofgunst. bon C. von Holtei. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Sanssouci. Nottbuser Thor- Stat. der Hochbahn. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Tanzkränzchen. Dienstags: Theaterabend. Borzugskarten gültig. in schwerer = • • 35( Wert 16.00) Wollserge 625( Wert in Victoriatuch . 10.50) 25( Wert 13.50) Eine Partie Wollportieren, 3 Meter lang, mit allerliebster Blumenkante per Shawl 2 Mk. 4235L* Cirkus Schumann. Teppich- Special- Haus Heute Donnerstag, den 25. Februar, abends 7, Uhr: Grosse Gala- Fest- Vorstellung: Anläßlich zum 200, Male: Auftreten des berühmten Löwenbändigers Herrn J. Seeth 25 männlichen Löwen mit feinen Direttor Albert Schumanns hervorragende Dreffuren. Das phänomenale Programm. in Berlin. Babel. Grösste Ausstattungs- Pantomime der Gegenwart, Emil Lefèvre, Berlin Oranienstr. 158. S. Nach auswärts per Nachnahme. Inventur- Extraliste ca 600 gratis und u. Katalag mustration franco. . Katalag Delegierten- Versammlung morgen Freitag, 26. Februar, abends 29 Uhr, bei Merkowsky, Andreasstr. 26. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sonntag, den 28. Februar, vormittags 10 Uhr, in der ,, Neuen Welt", Hasenheide 108/114: Ausserordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl der Delegierten zum Verbandstage. 2. Stellungnahme zum Verbandstage( Statutenabänderungs- Anträge). 3. Verbandsangelegenheiten. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 79/16 Die Ortsverwaltung. Fliesenleger- Hilfsarbeiter! Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschl. Donnerstag, den 25. Februar 1904, abends 71%, Uhr: Gruppen- Versammlung der Fliesenleger- Hilfsarbeiter in den Industrie- Festsälen, Beuthstr. 19/20. Tages- Ordnung: 1. Das Ergebnis der Verhandlungen mit den Arbeitgebern und unfre Stellungnahme zu demselben. 2. Unser weiteres Vorgehen bei den gesperrten Firmen. 3. Verbandsangelegenheiten. Gesperrt sind die Firmen N. Rosenfeld& Co., E. Ende und Villeroy& Boch. Die Firma G. Bielski& Co. hat bewilligt, so daß sie nicht mehr zu den gesperrten zählt. 32/16 Das Erscheinen aller Fliesenleger- Hilfsarbeiter ist erforderlich. Die Ortsverwaltung. J. A.: K. Heidemann. SteidlLinienstrasse 132 Theater Oranienburger Thor. Gänzlich neues Programm. Anfang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf.( Borvert. 40 Bf.) Kleines Theater. Unter den Linden 44. Nachtasyl. Anfang 8 Uhr. Morgen: Elektra. Königstadt- Kasino Holzmarktstr. 72, Ede Alexanderstraße. Täglich: Franz Sobanski. Neu! The Byrons, Flimm u. Flumm, Eugen Nigthon. Die Februar- Specialitäten. Neu! Der Ehrenpokal. Neu! Nach der Vorstellung: Mittwochs, Sonnabends u. Sonntags: Tanz. Zu vermieten Fröbels Allerlei- Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Gastspiel der Freien Vereinigung für Litteratur und Kunst. Adrienne Lecouvreur. Drama in 5 Aften. Nach der Vorstellung: Freitanz. Anfang 8 Uhr. 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Die am Aschermittwoch begonnene Fastenzeit der fatholischen Kirche ist zwar in Berlin nicht so merkbar, wie in fatholischen Gegenden, doch auch bei uns werden nun offizielle Festlichkeiten seltener, und man beschränkt fich mehr auf Diners und Soupers, welche letteren sich tief in die Nacht hinein verlängern. Bei solchen Bergnügungen wird der Körper nicht nur durch verminderte Nachtruhe angegriffen, sondern leidet fast noch mehr durch die unvermeidliche Ueberladung des Magens. Als ein vorzüglich ausgleichendes Gesundungsberfahren für die bei so vielem Vergnügen nur zu leicht geschädigte Gesundheit dient die Fastenzeit, während der nicht ein wirkliches Fasten, sondern nur das Enthalten des Fleisches geboten ist. Papst Gregor der Große beſtimmte im Jahre 598 den Aschermittwoch als den Anfang des 40 tägigen Fastens, welches in erster Linie selbstderständlich als eine Borbereitung für das heilige Osterfest gilt. Die letzten Wochen vor dem Fasten nennt man Karneval ( italienisch carne Fleisch, vale lebewohl während dessen man sich durch lärmende Festlichkeiten für die Ent behrungen der folgenden Fastenzeit gewissermaßen entschädigen will. Die Bezeichnung carnevale erflärt also deutlich, daß es sich zumeist darum handelt, während der kommenden 40 Tage fein Fleisch zu essen. Das ist in diätetischer Hinsicht sehr praktisch, denn das Fleisch ist zwar nahrhaft, aber auch schwer verdaulich. Hat man nun bei den Winterfestlichkeiten noch mehr Fleisch als sonst gegessen, so ist es sehr weise, fich dessen für einige Beit ganz zu enthalten und es durch leichter verdauliche Nahrungsmittel zu ersehen. Das pazt für alle Menschen, ohne Unterschied der Konfession. Der beste Ersatz für das Fleisch find die Fische, welche zeit stark begehrt In Berlin werden Fische, trotzdem es einst ein Fischerdorf war, verhältnismäßig wenig gegessen, besonders im Winter wegen der dann hohen Preise; darum tamen fie auch bis vor kurzem während der Fastenzeit selbst für gut fatholische Familien seltener in Frage. Das ist aber anders geworden, seit wir in Berlin täglich frische und sehr billige Seefische haben können durch den Maffenimport der Deutschen Dampffischerei- Gesellschaft Nordsee" in Nordenham. Diese Firma hält in ihrem großartigen Etablissement am Bahnhof Börse( Bogen 8/10) eine imposante Auswahl aller Arten Seefische zu erstaunlich billigen Preisen; so fostet z. B. der besonders nahrhafte Schellfisch und kablja u pro Pfund nur 20 bis 30 Pfennige. Alle andern Seefische entsprechend ebenso billig, darunter auch verschiedene erst neuerdings in entfernteren Fischgründen gefundene, hier Blaufisch, Sonnensisch 2c. noch weniger bekannte Arten, wie Adlerlachs, Seekarpfen, " Eine solche Reichhaltigkeit der Auswahl ist nur möglich bei einem so ausgedehnten Betriebe, wie ihn die Gesellschaft Nordsee" unterhält, welche als größte Hochseefischerei Deutschlands über eine Flotte von 32 eignen Fischdampfern verfügt, die ihr täglich eine enorme Menge von Seefischen hereinbringen. Alle Seefische haben nach wissenschaftlicher Feststellung hohen Nährwert, und enthalten besonders von den in der neueren Diätetik immer mehr zur Geltung gelangenden Nährsalzen mehr als das Fleisch, dem fie auch an Eiweißgehalt nicht nachstehen. Einzelne Arten, wie z. B. der Stockfisch( getrockneter Schellfisch oder Kabljau) übertreffen jogar an Proteingehalt fast alle andern menschlichen Nahrungsmittel. Was die Seefische ferner als Volfsnahrungsmittel empfiehlt, das ist ihre leichte Verdaulichkeit, WAS IST EUREKA? Antwort siehe Rückseite! Germania- Pracht- Säle Chausseestr. 103. Arnold Scholz. Jeden Donnerstag: Chausseestr. 103. Grosses Militär- Konzert. Nach dem Konzert: Familien- Tanzkränzchen. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Borzugsfarten gelten. E Das beste Husten- Mittel find die altbewährten, echten Spitzwegerichsaft- Bonbons, borzüglich im Geschmack, sicher in der Wirkung und billig im Gebrauch, nur allein echt zu haben bei Gustav Behm, Frankfurter Allee 120 Nixdorf, Hermannstraße 46. Jedes Wort: 5 Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. 42862* How zu wenig beachtet wird. Ganz abgesehen von religiösen Gebräuchen, follte man darum auch bei uns aus hygienischen Gründen dem Magen hin und wieder eine Schonzeit gönnen, das heißt ihm weniger Fleisch und dafür lieber die leichter verdaulichen Seefische zu führen, welche außerdem noch den Vorzug der Billigkeit haben. Für Kliniken, Krankenhäuser und Hospitäler liefert die Gesellschaft, Nordsee" schon lange ihre Seefische als fräftigen de Krankenkost und andrerseits für gesundeste, träftige Männer, das find die Soldaten, liefert sie an die verschiedensten Truppenteile des Gardecorps und des dritten Armeecorps, welche schon lange die Seefischspeisung der Mannschaften in bestimmten Beitabschnitten eingeführt haben. Einer interessanten Truppenspeisung mit Seefisch en fonnte auch das Publikum am 8. Februar in der Kochkunst- Ausstellung beiwohnen, bei welcher Gelegenheit circa 800 Pfund von der Gesellschaft„ Nordsee" gelieferten Kabljau mit ersichtlichem Behagen von den Soldaten verzehrt wurden. In der Kochkunst- Ausstellung hatte die Gesellschaft außerdem in einem sehr geschmackvollen Arrangement allerlei Seefische zur Schau gestellt, wofür sie auch mit dem großen Preise des Gastwirtverbandes prämiiert wurde. Die im allgemeinen nur Spree- und Havelfische kennenden Berliner, welche schon staunen, wenn fie gelegentlich einen großen Rheinlachs sehen, waren überrascht von den wunderlichen Formen und mächtigen Dimensionen mancher Seefische. Man sah dort z. B. See Aale von fait 3 Meter Länge und 60 Centimeter Dide, ferner See- Rochen, Adlerlachs und andre turiositäten aus dem Wellenreiche. Es ist das unbestreitbare Verdienst der Fischereis Gesellschaft Nordsee", solche früher hier unbekannten Seefische nicht nur zur Ansicht zu bringen, sondern 800 Stück Teppiche und Vorlagen, darunter hervorragend schöne Exemplare in allen Grössen, bis 5 Meter lang, kommen zu fabelhaft billigen Preisen zum schleunigen Verkauf im Teppichhaus 28 J. 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Intereffenten erhalten fostenfrei ein Kochbuch mit 105 Anleitungen für die Zubereitung von Seefischen und allerlei daraus herzustellenden schmachaften Gerichten. Als solche empfehle fich auch für Frühstücď, kalt Büffett und Abendbrot die von der genannten Firma gleichfalls sehr billig gelieferten, geräucherten und marinierten Seefische sowie ish- konserven, B. Fisch- Coteletts, delikater Bratfchellfisch, Aal und Forellen in Aspic 2c. 2c. Nicht nur bei festlichen Gelegenheiten soll man also zur Vervollständigung des Menu Seefische als Delitateffen- Zwischengang einschalten, sondern sie vielmehr für den Familientisch mindestens ziveimal wöchentlich statt des Fleisches verwenden, womit in diätetischer Beziehung der Entstehung von Magenund Darmleiden vorgebeugt und, wenn folche bereits vorhanden sind, ihre Besserung gefördert wird. Besonders jetzt, während der noch anhaltenden Häufigkeit von Diners und Soupers, bei welchen dem Magen schweres zugemutet wird, wähle man für die tägliche Stoft als Ausgleich leicht berdau liche Nahrungsmittel, wie die Seefische, damit durch das Bergnügen die Gesundheit nicht leidet. WUK BouillonKapsel PI ortion Einzig in Qualität und Wohlheisses geschmack. Nur Wasser aufgiessen! Das billigste und vollkommenste Präparat. Eine Tasse feinste Kraft- Bouillon kostet nur 5 Pfennige. Jede WUKKapsel soll ein Pionier des vorzüglichen WUK- KraftExtrakts in Töpfen(, Pfund 65 Pfg.) und Flaschen( für 15 Portionen 50 Pfg.) sein und wird deshalb so billig abgegeben. Man verlange ausdrücklich WUK- Bouillon- Kaspseln. Ueberall erhältlich. General Depot für Berlin und Vororte: Berlin N., Fennstr. 43. Fernspr. II, 1226. PrinzenDr. Simmel, Str. 41, Specialarzt für[ 70/ 13* Hant- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12 2-4 11 St. 10 M. J. 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Neben der Ausdehnung der Unter stügungsdauer auf 26 Wochen ist die Berlängerung der Unterstützung für Wöchnerinnen von 4 auf 6 Wochen angeordnet. 271/9 Berlin, den 18. Februar 1904. Der Vorstand. Poppe, Borsigender. Braun, Schriftführer. 2808M Künstl Zähne tadellose Ausführung von 3- MK.Plomben y.2 Mk.an. Lausitzer Max Guckel, Platz 2. Vorzeiger dieses erhält 4Mk. Ermässigung bei Auffrag v.20- Mk., unter 20-2MK Teilzahlung gestattet, 6 Mart St., Straßenland gratis, v. Centrum Berlins 212 Meile, idyllische Lage, prima Boden, vert. Schulz, Rigdorf, Lenauftr. 12. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis1 Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. Wäsche wird sauber gewaschen, im Freien getrodnet. Großer Bezug 0,15, Laken, Leibwäsche 0,10. Abholung Sonnabends. Emil Bankrath, Köpenid, Müggelheimerstraße 40. 20626 Vermietungen. Wohnungen. 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Dresdenerstraße 38. 20246 2iegnigerstraße 43. +19 Verantw. Redakteur: Julius Kalisti, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. waren, 20676 79/15 Dr. 47. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 25. Februar 1908. Schippel und kein Ende. Es ist in der That schwer, zu Ende zu kommen in einer Diskussion, bei der die eine Seite nie auf die Fragen und Argumente der andern erwidert, sondern durch Vertröstung und Aufwerfung neuer Fragen die Nichtbeantwortung der früheren vergeffen zu machen sucht. der Mittel", 11.11 Soziales. Die Maßregeln und das Verhalten des Vorstandes der Drtskaffe Magdeburg find in einer außerordentlichen zahlreich besuchten Generalversammlung einstimmig gutgeheißen worden. Bei der Krankenkasse in Witten, die gleichfalls von den Aerzten zur Einführung der freien Arztwahl gezwungen werden soll, haben sich viermal so viel Bewerber zur festen Anstellung ger meldet, als die Kasse brauchen kann. früher Geschäftsführer des Wilkauer Konsumvereins, konnte aber teilt die„ Leipziger Volkszeitung" mit, daß das höchste Gehalt bei in den letzten Jahren wegen Kränklichkeit diesen Posten nicht mehr der dortigen Ortstasse 5000 m. beträgt. Dies bezieht der Verversehen.nort waltungsdirektor; der Rendant bekommt erheblich weniger. Und diese Gehälter werden nicht von der Kasse, sondern bom Rate der Stadt Leipzig Leipzig bezahlt, dessen Angestellte diese Beamten find. Da die Leipziger Kasse Die größte Stasse Deutschlands ist, dürfte wohl schwerlich eine Das Berbot der Bleifarbenverwendung, das in einer Betition Rasse in Deutschland existieren, die höhere Gehälter zahlt wie diese. des Vorstandes der Vereinigung der Maler, 2adierer, Wie schlecht der preußische Handelsminister orientiert ist und So erwidert Schipper jetzt keine Silbe auf meine Darlegungen Anstreicher, Tüncher und Weißbinder Deutschlands wie er Behauptungen aufstellt, die in keiner Weise begründet sind, über Schutz- und Bereicherungszoll, sondern sucht ein neues Schlupf gefordert wurde, tam am Mittwoch in der Petitions- Rom- bewiesen auch seine Angaben über die Verhältnisse in stöIn. Sagte loch, indem er erflärt: Nichts war seiner Zeit für die Agitation unbequemer, als die mission zur Verhandlung. Genosse Tuzauer und Wurm er doch, daß die Erhöhung der Arzthonorare in Köln deswegen be Kautskyiche Darlegung der Notlage der Landwirtschaft"( unter( letterer als Ueberreicher der Petition) begründeten in eingehender gründet sei, weil die Erhöhung der Unterstüßungsdauer von 18 auf dem 31 Mart- Roll) und seine Bereitwilligkeit, ein volles Weise die Forderung. Sie wiesen darauf hin, wie die Blei- 26 Wochen einen Zuwachs an ärztlichen Leistungen von 15 Proz bedeute. In Wirklichkeit gewährten bereits im Jahre 1902 Aequivalent des 5 Mart( 11) Bolles, des späteren Roggen Erkrankungen gerade im Malergetverbe immer größeren Umfang an fast sämtliche Ortstassen Kölns für 26 Wochen Unterstützung. G Minimalzolles(!!), nämlich jährlich 500 Millionen Mart nehmen und weit häufiger vorkommen als die Krankenkassenstatistik gewährten von den 17 Orts- Krantentassen vierzehn der bedrängten Landwirtschaft"" von Staats wegen zuzuführen, zeige, da in sehr vielen Fällen die Aerzte nicht die Bleivergiftung, 26 o chen lang, zwei gewährten 20 28 ochen Lang. wenn natürlich auch in besonderer Aufbringung und Verwendung sondern eine ihrer Folge- Erscheinungen in den Krankenschein schreiben, nur eine fleinere Ortskaffe( Bayenthal mit etwa 1300-1400 itDieser Aufwand an Ausrufungszeichen, Fettdruck und sonstigen mitunter auch die erstere gar nicht erkennen. Im Deutschen Reiche gliedern) gewährte 13 Wochen Unterstützung. Der Borstand der Ortskasse für die in Fabriken beschäftigten Aeußerungen des Entsegens könnte den Leser in dieser Darstellung bestehen nicht einmal einheitliche und alle Betriebe umfassende glauben machen, ich hätte vorgeschlagen, den Agrariern 500 Millionen hygienische Schutzvorrichtungen bei der Bleifarbenverwendung, sondern Berfonen hat, wie die Rheinische Zeitung" mitteilt, sein Amt niederMart jährlich zu schenken. Da die betreffende Stelle nicht allgemein nur einige wenige Landes- Polizeiverordnungen, die aber wie alle gelegt. Folgende Begründung steht im Protokoll der Sizung vom bekannt und in Erinnerung sein dürfte, sei sie hier wörtlich wieder Vorbeugungsmaßregeln dieser Art, unzureichend sind, schon deshalb, fichtsbehörde seine ihm verbliebenen Befugnisse nicht erkennen tann Montagabend:" Da der Vorstand aus den Verfügungen der Auf gegeben: weil ihre Durchführung auf Bauten 2c. ganz unmöglich ist. Deshalb bleibe und auf eine zweimalige Anfrage es die Behörde nicht für wert er „ Ein Getreidezoll von 5 M., ganz abgesehen von andern nur ein Weg zum Schutz der Arbeiter übrig: das Verbot der Blei- achtet hat, eine Antwort zu erteilen, legt der Vorstand hiermit sein Agrarzöllen, würde allein schon eine Steuer auf die Be- farbenverwendung. In Frankreich und der Schweiz sei ein solches Amt nieder." völkerung des Deutschen Reiches im Betrage von rund 500 Millionen Mark darstellen. Verbot für Staatsbauten bereits erfolgt. Einen Ersatz für Bleiweiß Daß diese Summe jahr aus, jahrein zur Hebung der Landwirtschaft ausgegeben bietet vor allem das Lithopon( Zinksulfat); aber selbst wenn dies weniger würde, dagegen hätten hätten wir nichts einzuwenden. Aber dauerhaft und auch teurer als Bleiweiß wäre, müßte die Verwendung wir müssen uns dagegen erklären, daß dies durch den Zoll ge- des letzteren verboten werden, da Gesundheit und Leben der Arbeiter schieht; einmal, weil dieser eine Kopfsteuer darstellt, die alle, ob wichtiger find.. reich oder arm, gleich belastet, ja die Aermeren eher noch mehr Als Vertreter der Regierungen war Geheimer Ober- Regierungsals die Reichen, weil sie mehr Brot, weniger Fleisch essen, dann rat Sprenger erschienen, der folgendes ausführte: Die Regierung aber, weil die so aufgebrachte Summe auf die Dauer nicht der beschäftige sich schon seit längerer Zeit mit der Bleiweißfrage. Die bedrängten Landwirtschaft zu gute tommt, sondern den Hypotheken- Erwägungen seien aber noch nicht zum Abschluß gelangt. Er glaube, gläubigern, Güterspekulanten und Fideikommiß- Besizern, den dag in einigen Monaten eine Entscheidung erfolgen werde. Ein Ver- Buchthäusern 37 697 Gefangene gezählt, die schon mindestens drei Im Laufe der letzten zehn Jahre wurden in den preußischen reichsten und überflüssigsten Teilen der Nation. " Wir hätten aber nichts dagegen, daß die 500 Millionen durch bot der Bleifarbenverwendung sei eine sehr einschneidende Maßregel, Borstrafen hinter sich hatten. Darunter befanden sich 12 237, die eine progreffive Einkommensteuer aufgebracht und da die Bleiweißfabriken, die Bleihütten und auch der Bleierzbergbau schon mehr als zehnmal bestraft waren, und unter diesen 919, die zum Vorteil der Masse der landwirtschaftlichen Be z. B. im Harz dadurch sehr geschädigt würden. Deshalb werde man mehr als dreißigmal bestraft waren. bölkerung und der Landwirtschaft verwendet werden, etwa wohl nur hygienische Vorschriften für die Verwendung von Bleiweiß Anstaltsbeamten sind von der Gesamtzahl 35 745 als unverbesserlich zum Bau von Schulen, zur Vermehrung der Lehrer, erlassen können. Auch seien ja namentlich für Metalle die Bleifarben- Anstaltsbeamten sind von der Gesamtzahl 35 745 als unverbesserlich Ausdehnung des Landwirtschaftlichen Bildungswesens, anzusehen. Und diese Kolonie der unverbesserlichen" Zuchthäusler zum Bau von Arbeiterhäusern, die dem Landarbeiter anstriche gar nicht zu entbehren, da sie gegen Rost schüßten. erhält immer neuen Zuwachs, denn die Zahl der Vorbestraften wird zum Bau von Arbeiterhäusern, die dem Landarbeiter Bei der demnächst im Reichstage zur Verhandlung stehenden social- immer größer. Aber man straft ruhig weiter. Es hilft zwar nichts, menschenwürdige Wohnungen böten, in denen sie frei blieben von jeder demokratischen Resolution betreffend Bundesratsverordnung für schadet vielmehr, macht das lebel immer schlimmer; zu Reformen Unternehmerwillfür, zum Ausbau eines ausreichenden Netzes von Kleinbahnen, Straßen und wegen, zur Vergiftige Betriebe werde darüber noch weiter verhandelt werden. besserung der Armenpflege und des Heilwesens, Abg. Erzberger erklärt sich gegen das in der Petition ge- hat jedoch die herrschende Klasse teine Kraft mehr. Im ganzen hält man in preußischen Strafanstalten zur Zeit zur Betreibung einer rationellen Wasserwirtschaft, forderte Verbot. Es müßte doch erst versucht werden, ob nicht durch durchschnittlich rund 60 000 Menschen gefangen, die sich dort zur Ün welche die Gefahr von Hochfluten beseitigt und billige Wasser Bundesratsverordnung geholfen werden könne. Selbst Lithopon verbesserlichkeit vorbereiten. fräfte schafft 2c.( Handelspolitik und Socialdemokratie, S. 63, 64.) fabriken hätten sich gegen ein Bleiweißverbot ausgesprochen. Ich sage also, wenn das deutsche Volk schon mit einer Steuer Wurm wies nochmals darauf hin, daß die hygienischen Vor- Ueber die Wirkung der bedingten Begnadigung wird mitgeteilt: bon 500 Millionen für die Landwirtschaft belastet werden soll, dann bringe man sie durch eine progressive Einkommensteuer auf, schriften höchstens in geschlossenen Betrieben durchzuführen sind. In Seit der Einführung dieser Maßregel ist insgesamt bis zum nicht durch den Zoll, und verwende sie in einer Weise, die den preußischen Artilleriewerkstätten seien ganz vortreffliche Schutz- 31. Dezember vorigen Jahres 66 047 Verurteilten die Aussetzung nicht bloß den Landwirten, sondern der Gesamtheit zum Vorteil vorschriften vorhanden, auch werde dort den mit Bleiweißarbeiten der Strafvollstreckung mit Aussicht auf Begnadigung gewährt gereicht. Das ist doch etwas andres, als bas, was Schippel an- beschäftigten Arbeitern täglich je ein Liter Vollmilch von der Ver- orden. Für die Zeit bis zum legten Dezember ergaben fich durchschnittlich 6041 Fälle. Seitdem hat die Zahl stark zuwaltung umsonst geliefert, Mundspülen, Händewaschen mit warmem genommen; im letzten Jahre betrug fie 13 779. Der Natur Unbequem fonnten diese Darlegungen nur für jene sein, die der Wasser ermöglicht und kontrolliert, wöchentlich zwei lauwarme Bäder Ber Sache nach waren es überwiegend Männer, denen Landbevölkerung einreden wollten, außer dem Zoll gebe es kein fostenlos geliefert, auch Schwefelbäder und trotzdem heiße es im die Vergünstigung zu gute fam, nämlich 77 Broz., in erster Mittel, ihrer etwaigen Notlage abzuhelfen. Aber das kann doch Bericht für 1901:„ Es wird angestrebt, die Verwendung von Reihe aber wurden jugendliche Personen berücksichtigt, es betreffen nicht für einen so überzeugten Gegner der Agrarzölle wie Schippel bleihaltigen Farben thunlichst einzuschränken und sie durch andre alfo vier Fünftel aller Fälle Jugendliche. Nach den bis zum Ende gelten! Damit kommen wir wieder zur Grundfrage zurück, die durch geeignete Mittel zu erfezen." Es bleibe, wie bei der Phosphorverwendung Schippels Vortrag im dritten Wahlkreise aktuell geworden und die nur ein absolutes Verbot der Anwendung von Bleifarben möglich, noch immer nicht beantwortet worden ist: Wie steht Schippel zu den wenn den schweren Gesundheitsschädigungen der mehr als hundert Agrarzöllen? Seine neueste Enunciation im Vorwärts" scheint tausend Arbeiter, die mit Bleifarben allein im Malergewerbe zu fie endlich zu beantworten, aber sie scheint bloß so. Sie beginnt thun haben, Einhalt geboten werden soll. mit den Worten: deutet. 11 daß Die Hilflosigkeit der Strafjuftiz. Nach dem Gutachten der des vorigen Jahres vorliegenden Ermittelungen find rund 76 Proz von den bedingt Begnadigten endgültig begnadigt worden, die übrigen haben die ausgesetzte Strafe wegen schlechter Führung nachträglich abbüßen müssen. Hoffentlich führen diese Erfahrungen, die übrigens in andern Ländern längst gemacht worden, zur weiteren Ausdehnung dieser Maß regel und zu ihrer Ausgestaltung zur bedingten Verurteilung. Nachdem noch die Genossen Tugauer, Fischer( Sachsen) " Ich erkenne gern an, daß die neueste Parteibelehrung und Thiele sowie Dr. Mugdan( fri. Vp.) für das Verbot einKautstys jede Unterstellung vermeidet, als ob ich gewillt fei, getreten waren, tam der Antrag zur Abstimmung, die Petition dem und der Partei zumuten wollte, für agrarische 3 ölle, seien Wie man die Konsumvereine socialdemokratisch macht. fie nun Erhaltungs- oder Bereicherungsaölle, Reichsfanzler zur Berüdsichtigung zu überweisen. Dieser Die Kleinkrämer in Magdeburg hatten vom Magistrat geeinzutreten." Antrag wurde gegen sieben Stimmen abgelehnt und der Antrag fordert, daß er den städtischen Angestellten die Mitgliedschaft im Also ist wohl Schipper gegen jeglichen agrarischen Zoll? Aber Erzberger, die Betition dem Reichskanzler zur Erwägung zu Stonsumverein verbiete. Der Magistrat hat dies abgelehnt, weil er nicht bloß die Genossen Reinte und Rühle haben ihn anders ver- überweisen mit dem Ersuchen, sofort dahin zu wirken, daß auf in die persönliche Freiheit seiner Angestellten nicht einzugreifen ge standen, sondern auch die mit seinen„ theoretischen Schutzzoll- Grund des§ 120 der Gewerbe Ordnung ausreichende Schuß- willt ist. Darauf haben die Krämer den großen Bruder" zu Hilfe neigungen" so vertraute Redaktion der Chemnizer Boltsstimme". vorschriften gegen die Gefährdung bei Verwendung von Bleifarben gerufen und von diesem erlangten fie folgende Anordnung: Sie schreibt: Natürlich ist auch Schippel nur dann für 3ölle, erlassen werden, angenommen. Im Plenum des Reichstags wird wenn sie wirklich Schuß-, nicht Bereicherungszölle sind." Magdeburg, den 15. Februar 1904. Diese Widersprüche sind bloß dann zu begreifen, wenn wir die Petition wohl erst im April zur Berhandlung kommen. annehmen, nach Schippels Ansicht seien zwar Schutzölle für die Landwirtschaft notwendig, aber er sei durchaus nicht gewillt", für diese seine Ueberzeugung einzutreten". " R. Kautsky. Partei- Nachrichten. Aus den Organisationen. Der socialdemokratische Verein für den ersten hamburgis schen Wahlkreis steigerte seine Mitgliederzahl im abgelaufenen Jahre von 3156 auf 3892. Die Jahreseinnahme des Vereins betrug 17 430 M., die Ausgabe 11 248 M. Die Organisation des zweiten hamburgischen Wahlfreises zählt 4309 Mitglieder gegen 3749 am Beginn des Jahres. Die Einnahme betrug einschließlich des Kassenbestandes von 2097 M. 20 868 M., die Ausgabe 17 177 m., darunter 9500 M. an die Haupttaffe. 0 Ein Central Wahlverein für den fünften schleswigHolsteinischen Reichstags- Wahlkreis wird am 1. April in Thätigkeit treten. Er ist auf dem Föderativsystem aufgebaut. Der einheitliche Mitgliedsbeitrag ist auf 20 Pf. pro Monat feftgefett. Der Landesvorstand der socialdemokratischen Partei Badens hat soeben seinen Jahresbericht im Drude erscheinen lassen. Die Stimmenzahl unsrer Partei ist in allen Kreisen stark gewachsen. Hübsche Erfolge wurden insbesondere auch bei den Gemeindewahlen erzielt. In drei Drten wurden socialdemokratische Bürgermeister gewählt. Die Einnahmen und Ausgaben des Landeskasse balancieren in Höhe von 17 508,30 m., darunter sind jedoch 6500 W. vom Hauptvorstande. Der Landesorganisation gehören 93 Vereine mit insgesamt rund 6700 Mitgliedern an. Das Partei- Drgan, der Boltsfreund", hat solche Fortschritte gemacht, daß es erstmals einen Ueberschuß in Höhe von 4100 m. abwirft; es zählt jetzt fast 9000 Abonnenten. Der„ Voltsfreund" soll auf 1. Juli d. J. vergrößert und in einer der Partei gehörigen Druckerei hergestellt werden. Totenlifte der Partei. In Forst i. 2. verstarb am Dienstag Genosse Gustav Belling, der Leiter des Forster großen Konsumvereins. Er war von Hause aus Tuchscherer und hat viele Jahre wader für die Partei gewirkt, hauptsächlich unter dem Socialistengesez. Das Vertrauen der Genossen übertrug Belling wiederholt Parteiämter, u. a. als Stadtverordneter und als Firmenteilhaber der Märkischen Volksftimme". Seine letzten Lebensjahre verbitterte ein schweres Magenleiden, das ihn schließlich bezwang. Aerzte und Krankenkassen. Ueber den Stand des Konflikts in Leipzig orientiert die nachfolgende amtliche Erklärung: Leipzig, 22. Februar. Die städtische Schul Deputation. J.-Nr. 17. Auf Anordnung des Herrn Ministers der geistlichen pp. Ante gelegenheiten sind wir von der fönigl. Regierung hierselbst beauf tragt worden, Ihr Ausscheiden aus dem Konsumberein MagdeburgNeustadt herbeizuführen, weil dessen Verwaltung ganz in den Händen von Socialdemokraten liegt und es mit den einem Lehrer obliegenden Pflichten unvereinbar ist, einem solchen Vereine an zugehören. Wir fordern Sie daher hierdurch auf, Ihren Austritt aus dem Vereine unverzüglich anzumelden und daß dieses geschehen, uns binnen acht Tagen anzuzeigen. Die Vorlage diefer Anzeige hat durch Vermittelung Ihres Schulleiters zu erfolgen. Frante. An Die tönigl. Kreishauptmannschaft hatte gehofft, daß durch eine Revision des unterm 4. Mai 1901 von der Orts- Krantentasse mit den Kassenärzten abgeschlossenen Vertrags zu einer solchen Vereinigung diefer in Meinungsverschiedenheiten geratenen Parteien zu gelangen sein würde, durch welche einerseits die Mitglieder der Drts- Krankenkasse mit ärztlicher Hilfeleistung dauernd bersorgt, andrerseits aber berechtigte Wünsche der Aerzte in Bezug auf Zulassung zur Kassenpragis und Erhöhung des von der Kasse Da die bei der zu gewährenden Arzthonorars erfüllt würden. Orts- Krankentajie prattizierenden Aerzte ihre Stellung für den den Lehrer Herrn 1. April dieses Jahres gekündigt hatten und der Vorstand der Drts- Krantentasse, eingedent seiner ihm durch das Gesetz auferlegten Verantwortung, so bald als möglich durch Anwerbung auswärtiger Aerzte für den Ersatz der hierdurch in Wegfall gekommenen ärztlichen Hilfskräfte sorgen zu müssen geglaubt Wenn diese Kriegervereinsmethode noch weiter um fich greift, hatte, so war das Zustandekommen dieser Einigung von der dann bleiben am Ende nur noch Socialdemokraten übrig als MitBoraussetzung abhängig, daß die Kassenärzte sich mit der Ein- glieder für die Konsumvereine. Da darf man sich doch nicht wundern, rechnung solcher Gehalts- und Entschädigungsbeträge in die Bauschal- daß auch die Verwaltungsbeamten die Verwaltungsbeamten der Vereine Socialdemo fumme für Arzthonorar einverstanden erklärten, zu welchem sich traten sind. die Kasse neu angeworbenen Aerzten gegenüber in unauflöslicher Weise verpflichtet hatte. Hierbei war in dem Verhandlungstermine am 17. Februar als der Höchstbetrag der Zahlungen, mit welchen das Pauschale belastet werden dürfe, die Gesamtsumme von 150 000 m. jährlich angenommen worden. Die tönigl. Kreis- Rechnungsabschluß des A. Schaaffhausenschen Bankvereins. hauptmannschaft hat hierauf von den seitens des Kassenvorstandes Im wesentlichen zeigen die bisher von den Großbanken vera mit auswärtigen Aerzten gepflogenen Verhandlungen Einsicht geöffentlichten Jahresabrechnungen für 1903 sämtlich dasselbe Geficht: nommen. Auf Grund hiervon ist hierdurch festzustellen, daß Ver- eine nicht unbeträchtliche Ausdehnung des Geschäfts ohne entsprechende handlungen dieser Art bereits in folchem Umfange statt Gewinnbeteiligung. Das gilt auch von der foeben veröffentlichten gefunden und zu solchen Ergebnissen geführt haben, daß eine Rechnungsablegung des A. Schaaffhaufenschen Bankvereins, der Sicherstellung der Kaffenärzte gegen die fünftige Uebersteigung der legten, welche die Bant als selbständiges Institut veröffentlicht, denn angegebenen Magimalsumme von 150 000 m. jährlich in feiner mit Beginn des Jahres 1904 ist ihre Interessengemeinschaft mit der Weise würde übernommen werden können. Unter diesen Um Dresdner Bank in Kraft getreten. Wie bei den andren Großbanken ständen hat sich ein Zurüdkommen auf den eingangs gedachten hat auch bei dem A. Schaaffhaufenschen Bankverein sich im legten Vertrag vom 4. Mai 1901 erledigt und ist, nachdem die nachdrück- Jahr der Geschäftskreis ziemlich ausgedehnt. Die den Debitoren in lichen Bemühungen der königl. Streishauptmannschaft für Aufrecht laufender Rechnung eingeräumten Kredite haben sich z. B. im Ver erhaltung des Systems der beschränkt freien Arztwahl durch die gleich zum vorjährigen Rechnungsabschluß um ungefähr 19 Millionen eingetretene Sachlage vorläufig aussichtslos geworden sind, der Mark erhöht, während andrerseits unter den Paffiven die Kreditoren von ihr unternommene Versuch, die bestehenden Differenzen durch um 10, die Accepte um 3 und die Depofiten um über 17 Millionen gütliche Vereinigung zu beseitigen, für gescheitert zu erachten. Königliche Kreishauptmannschaft. ( gez.) v. Ehrenstein. Auch den dortigen Staats- und Reichsbeamten foll, wie der Central- Anzeiger" mitteilt, der Austritt aus dem Verein anbefohlen worden sein. Zu den Behauptungen über die hohen Honorare von Kassen Aus Induftrie und Handel. Mart zugenommen haben, nämlich von 4,97 auf 22,44 Millionen Mart: eine Zunahme der Depofiteneinlagen, die jedoch, da sich die Depositenzinsen nur von 165 636 auf 350 863 M. erhöht haben, erst in den letzten Monaten erfolgt sein dürfte, zu einem großen Teil Ein alter Parteigenosse, Gustav Lepehne, ist in Wilkau im 50. Lebensjahre gestorben. Lepehne war Cigarrenmacher und schon unter dem Socialistengesetz eifrig in Dresden thätig. 2. war rendanten, die vom Handelsminister Möller aufgestellt worden ist, I wahrscheinlich erst nach dem Bekanntwerden der zwischen dem Schaaffhaufenschen Bankverein und der Dresdner Bank abgeschlossenen| noten auszugeben. Außerdem besteht auch noch die Möglichkeit sich die Erde unspannen! Indessen wird es gut sein, das Sekretariat, Geschäftsvereinbarung. Geld zu beschaffen vermittelst des sehr erheblichen Bestandes an welches sich jetzt in London befindet, nach Deutschland zu vers Troz dieser Ausdehnung des Geschäftsgebietes hat der eigent- Rententiteln und Eisenbahn- Obligationen, die zur Stützung des legen, wo man an weit intensivere Arbeit gewöhnt sei. Ein diesliche Bruttogewinn nur unt rund 180 000 Mart zu Marktes aufgenommen worden waren, und die sich pensionieren lassen bezüglicher Antrag wird die nächste internationale Konferenz bes genommen. Wenn er gleichwohl auf dem Gewinn- und Verlust könnten." schäftigen, welche im Anschluß an den internationalen Kongreß bezw. Conto um ca. 767 000 m. höher erscheint, so erklärt sich dies daraus, Sicherlich werden derartige Gerüchte in Paris folportiert, aber kurz vor demselben stattfinden wird. Die Bewegung im Bunde ent daß das Institut im letzten Jahr eine einmalige Extra- Einnahme deshalb scheint es uns keineswegs angebracht, daß solche im Dienste widelt sich kräftig. In Stockholm ist beispielsweise ein Streit nach aus Steuer- Zurückzahlungen( vom Fistus zurückerstattete Agiosteuer) der russischen Regierung betriebene Stimmungsmache über die zehnmonatlicher Dauer gewissermaßen doppelt gewonnen, denn nicht in der Höhe von 586 620 M. gehabt hat. Sonst weist das Gewinn- Pariser Börsenkreise und ihre Presse hinuasgetragen wird. Von nur wurde von den Kollegen die ihnen zugemutete Lohnreduktion und Berlustconto an Provisionsgewinn einen Rückgang von 18.000 M. andrer Seite wird die Reise des Direktors Steinthal mit dem abgeschlagen, sondern auch noch eine Lohnerhöhung errungen, an die und an Zinsen von 263 000 m. gegenüber der vorjährigen Ab- starken Interesse der Deutschen Bank an den in letzter Zeit in Paris man vorher nicht gedacht. Die Amsterdamer Konferenz ist sehr rechnung auf eine Abnahme, die indes durch den höheren Gewinn beträchtlich gefallenen türkischen Wertpapieren in Verbindung wichtig, denn die sociale Gesetzgebung soll auch in rückständigeren von 292 000 auf dem Effekten- und Konsortialconto ausgeglichen gebracht. Und die Meldung von dem Anerbieten einer Milliarden- Ländern vorwärts gedrängt werden, damit auch wir vorwärts wird. Das Resultat ist dadurch erzielt, daß es dem Institut gelang, Anleihe durch die französische Großfinanz ist jedenfalls nichts als fommen! Große wirtschaftliche Kämpfe stehen uns bevor, und wir einen Teil seiner Effektenbestände vorteilhaft abzustoßen und zugleich ein furioses Märchen. Wir sind keineswegs der Ansicht, daß es brauchen nur an Crimmitschau zu denken, um uns einzurichten. Wir größere Konsortialbeteiligungen profitabel zu Ende zu bringen, wie Rußland, wenn es sich dazu gezwungen sieht, schließlich nicht müssen auf der Konferenz und dem Parteitage mit zwei Delegierten denn auch das Konsortialconto eine Abnahme um ungefähr gelingen würde, eine neue Anleihe aufzunehmen, aber gar so erpicht vertreten sein! 2 Millionen Mark aufweist. sind die Pariser Großfinanziers nach den Vorgängen der legten Zeit denn doch nicht darauf, sich damit zu belasten. Die einzelnen Bosten des Bruttogewinns betragen: Vortrag aus 1902. Provisions- Conto Zinsen- Conto Gewinn auf Wechsel- Conto, einschließlich Distont- Zinsen Gewinn auf Effekten- Conto, einschließlich Konsortial- Gewinne Immobilien- Revenuen- Conto Steuer- Rüdzahlungs- Conto werden. Attiva. Kassa- und Wechsel- Vorrat. Guthaben bei Bankiers und Vorschüsse auf Effekten Debitoren in laufender Rechnung Debitoren für geleistete Avals Konsortialbeteiligungen . Dauernde Beteiligungen bei Banken Effekten- Conto Effetten- Conto des Beamten- Pensions- und Unterstügungsfonds Sypotheken- Conto Immobilien- Conto Kommandit- Beteiligungs- Conto Kapital- Conto des Syndikats- Comptois des A. Schaaffhaufenschen Bankvereins. Passiva. Reserve- Conto Special- Referbefonds Dividenden- Conto Attien- Kapital Kreditoren in laufender Rechnung Check- Conto Depofiten- Conto Abals Accepte Unterstützungsfonds für Beamte Getvinn- und Verlust- Conto. 1903 gegen 1902 M. 816 321 M. 808 351 Achte General- Versammlung 2449 357 des Verbandes der 2 431 563 3.266 420 3 529 552 1 479 158 1 322 718 1 546 996 20 212 1 255 057 15 679 586 620 10 147 292 9 380 716 1903 gegen 1902 M. 53 949 742 48 506 514 151 093 234 21 993 460 15 752 042 9 080 018 32 810 514 400 000 551 989 M. 52 116 103 35 654 178 132 052 775 22 718 509 18 212 471 6 080 658 33 816 424 400 000 1113 269 4 897 578 4 777 787 1 000 000 1 600 000 · 1.000.000 340 915 305 100 000 000 17 552 061 2 500 000 16 198 1 000 000 309 661 965 100 000 000 17 550 434 2 500 000 15128 115 073 278 105 708 796 4 201 798 22 439 275 21 993 460 49 014 807 400 000 7 724 424 2 547 069 4 968 718 22 718 509 46-101 895 7 151 416 340.915 305 309 661 965 Die Flüssigkeit der Mittel der Bank im Vergleich zu ihren Verpflichtungen, die sogenannte Liquidität hat also beträchtlich nach gelaffen, besonders wenn man die starke Zunahme der Depositen gelder in Betracht zieht. der Vorstandswahl. Hafenarbeiter etc. Deutschlands Verbandes der deutschen Seeleute das Wort, um folgende Resolution in Hamburg. Hamburg, 23. Februar 1904. ( Dienstag- Sigung.) M 20 Aus der Frauenbewegung. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, Gewerkschaftliches. Internationale Streikstatistik. " Die Wahl dieser beiden Delegierten erfolgt zusammen mit der Nach der Berichterstattung über den Stuttgarter Gewerkschaftstongreß durch Deites- Magdeburg, die nur Bekanntes brachte, nimmt Müller- Hamburg als Vertreter des zu empfehlen:„ Die Generalversammlung möge beschließen: der Centralvorstand wird beauftragt, in Gemeinschaft mit dem Centralvorstande des Seemanns- Verbandes sich mit den Verbänden aller sonstigen in und an der Schiffahrt und dem Schiffsbau beschäftigten Arbeitergruppen sobald als thunlich zwecks Einberufung eines Zunächst erstattet in der Vormittagssigung der Redakteur des allgemeinen Schutzkongresses aller in und an der Schiffahrt und dem Fachorgans Der Hafenarbeiter", Görlig Hamburg, seinen Be- Schiffsbau beschäftigten Arbeiter ins Einvernehmen zu setzen. Dieser richt. Die Auflage des Fachblattes ist in der letzten Geschäftsperiode Kongreß würde spätestens für das Frühjahr 1905 nach Berlin einum 1500 Eremplare gestiegen und beträgt jett 21 500. Die Kosten zuberufen sein, und zwar für einen Zeitpunkt, wo der deutsche ReichsSiervon find abzuziehen die Handlungsunkosten mit 1438 660 dafür belaufen sich auf 12 882,43 M. Die gegenwärtige dreigliedrige tag versammelt ist." Redner steht nicht auf dem Standpunkt, den Mark( i. V.: 1270 437), Steuern mit 633 345 M.( 793 226), Breßkommission fönne vielleicht vom Verbandstage auf fünf oder Bebel in Dresden aussprach, der die Dinge an sich heranDepositenzinsen mit 350 863 M.( 165 637), das sind zusammen sieben Personen erhöht werden, denn in ihrer jetzigen Form ſei ſie kommen lassen will, sondern meint, es fei Zeit, die 2422 868.( i. B.: 2229 300). Es bleibt ein Reingewinn von weniger im stande, den Entscheid über Ablehnung von Beiträgen zu Offensive zu ergreifen, um wirklichen Arbeiterschutz zu schaffen! Das 7 724 424 20.( 1902: 7151 416 22.), von dem eine Dividende treffen. Hähnel als Obmann der Preẞkommission verbreitet sich ist speciell bei der Schiffahrt eine dringende Notwendigkeit, und die von 6 Prozent( für 1902: 5 Prozent) verteilt werden soll, in der Hauptsache über den Streitfall mit den Lübecker Kohlen- Entwickelung der Arbeitgeber- Bewegung mahnt dringend zur Eile. während 548 552 M.( im Vorjahre 816 321 M.) neu vorgetragen arbeitern, auf welchen sich auch ein Antrag der Vorlage bezieht, Die Konferenz wird auch in rein agitatorischer Hinsicht befruchtend nach welchem die Wahrheitsliebe der Lübecker Kohlenarbeiter nicht wirken und soll eine Etappe zum festeren Zusammenschluß sein. Die per 31. Dezember 1903 aufgestellte Bilanz weist folgende bezweifelt wird. Auch das Verhältnis zwischen Preßkommission Der Verbandstag beschließt einstimmig die Beteiligung. Ziffern nach: und Vorstand ſei nicht immer ungetrübt geweien. Die Sodann entspinnt sich eine längere Debatte über die Mais Preßkommission wünscht ein Regulativ, das ihre Rechte genau feier. Meyer- Bremen stellt den Antrag, daß die wegen der präcifiert, andernfalls die Auflösung der Institution, die in ihrer Feier Gemaßregelten auch die Verbandsunterstützung erhalten, was gegenwärtigen Form zwecklos sei. In der Diskussion wird laut Döblin Berlin unter Hinweis auf die Konferenz der VerbandsAntrag Magdeburg das wöchentliche Erscheinen des bisher 14tägig vorstände als überflüssig bezeichnete, welche in Amsterdam einen erscheinenden Fachblattes, von Duisburg wird es sogar wöchentlich Antrag auf Abänderung dieser Feier zu stellen gedenkt. Schließlich achtfeitig gewünscht. Der Vorsigende sieht sich angesichts der wird ein Antrag angenommen, wonach die Erledigung dieser Frage neuerlichen Aufrollung des Lübecker Streitfalles veranlaßt, die Sache bis nach dem internationalen Arbeiter- Kongreß verschoben werden definitiv flarzustellen. Schon auf der vorigen Generalversammlung soll. Damit wird diese Nachmittagssigung geschlossen. hat sich der damalige Lübecker Delegierte arg verbauen. Der vom Vorstand den damals leitenden Personen der Lübecker Kohlenarbeiter gemachte Vorwurf der mangelhaften Wahrheitsliebe ist begründet und muß aufrecht erhalten werden. Als Beweis legt er eine Anzahl Quittungen über bezahlte Lokalmiete vor, von welchen es sich später gelegentlich des Besuches eines Ausschußmitgliedes in Lübeck den 29. Februar, abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Komman herausstellte, daß gar keine Lofalmiete gezahlt sei und die bantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Conrad Schmidt über:" Gefragliche Summe auf das Conto" Behrungskosten" hätten gebucht schichtsauffassungen". Gäste willkommen. Der Vorstand. werden müssen. Auch hat man ihm gegenüber Zugeständnisse verschwiegen, die von seiten der Unternehmer gemacht wurden und ruhig weiter gestreift. Man sagte: Und wenn der ganze Kram zum Teufel gebtstreifen thun wir doch. Das Verschweigen der angeführten Thatsachen involviere einen Mangel an Pflichtgefühl und WahrheitsTrotz des Druckes, der während des Monats Januar auf dem liebe! Nur auf Grund der erfolgten Aufrollung habe er diese Thatsachen vorgebracht, mit denen jetzt schon zwei Generalversammlungen internationalen Arbeitsmarkt lastete, hat die Streifbewegung im behelligt wurden. Man geht von der Lübecker Seite mit einem Vergleich zum Vorjahre nach der Arbeitsmarkt- Korrespondenz" erRechenfehler von drei Mark krebsen. Dieser lumpige Thaler hat heblich zugenommen. Allerdings überwogen die Abwehrstreiks, die uns durch dadurch notwendig gemachte Vorstands, Ausschuß- insbesondere gegen Lohnherabsetzungen und Verlängerungen fizungen und breiteste Aussprache auf den Generalversammlungen Hunderte von Mark gekostet und fostet immer noch Geld! der Arbeitszeit unternommen wurden. In Deutschland, vorgebrachten Ber Frankreich und England zusammengenommen, begannen 400 000( lgemeine Heiterfeit.) Bezüglich aides Streits Januar 96 gegen 52 im fehens gegenüber der. Preßkommission hat der Vorstand das im Januar 1903. selbe rückhaltlos als Fehler anerkannt und sich entschuldigt. Mehr Die Zahl der Beteiligten betrng in England und Frankreich, könne doch wohl kaum geschehen. Auf die geschäftliche Seite des für welche Länder schon Angaben vorliegen, 21 706 gegen nur Blattes eingehend, wünscht er dringend, daß die Delegierten allen 7032 im Vorjahr. Bemerkenswerterweise war die Streikbewegung Schriftführern thunlichste Sefirzung ihrer Berichte zur Pflicht machen, in Deutschland, wo die gewerbliche Lage weit weniger ungünstig als denn über Zwed und Nutzen der Gewerkschaften fann man in dem in England und Frankreich ist, recht geringfügig. In England einen Orte nichts andres jagen als im andren. Nach kurzer Dis- wurde ein größerer Bergarbeiterstreit wegen einer Lohn Stahlwerks Berband. Nachdem der Antrag auf Verlängerung fussion wird nahezu einstimmig ein Antrag angenommen des Inhalts, von 5 Proz. begonnen, der aber schon nach der Schienengemeinschaft abgelehnt worden ist, find die bis jetzt auf daß die Sache der Lübeder Kohlenarbeiter durch die gepflogene herabsetzung von 5 Proz. begonnen, der Grundlage des Vertragsentwurfs für den Stahlwerks- Verband Erörterung auf der Generalversammlung als erledigt betrachtet vier Tagen mit der Niederlage der Arbeiter endete. Von den zahl geeinigten 20 Werte der„ Köln. 8tg." zufolge dahin übereingekommen, wird. Der Vertreter der Generalkommission, Döblin reichen Ausständen in Frankreich sind vor allem die häufigen der Aktiengesellschaft Friedr. Krupp eine Erhöhung ihrer Beteiligung Berlin, giebt der Meinung Ausdruck, daß bei der Organi Arbeitseinstellungen der Weingärtner hervorzuheben, um 50 000 Tonnen und dem Phönix um 25,000 Tonnen über die fation zu viel Instanzen vorhanden sind, welche lediglich den weniger als 30 solcher Streits mit 8 bis 9 Tausend Beteiligten bisher vorgesehene Ziffer hinaus anzubieten, um sie auf der Grund- Mechanismus der Verwaltung überflüssigerweise erschweren. Man möge fanden im Laufe des Januars statt. Die Streifenden Tage dieser erhöhten Beteiligung zu Beitritt zu veranlassen. bedenken, daß in Fragen der taktischen Haltung des Fachblattes fordern eine Lohnerhöhung, die den täglichen Verdienst je nach der der Vorstand die volle Verantwortung trage und es ist daher nicht mehr Nachträgliches zur letzten Panik an der Pariser Börse. Der wie recht und billig, daß er auch in letter Linie die Entscheidung Gegend auf 2 bis 3 Fr. bringen würde. In Beziers hat eine starke Sturssturz der Rentenpapiere am Sonnabend beschäftigt noch zu treffen hat. Nach allem halte er die Breßkommission für eine Bersammlung von 2000 folcher Landarbeiter folgende Forderungen immer die Pariser Bresse, und, wie immer in solchen Fällen, werden ziemlich überflüssige Institution, die am besten ganz aufgehoben wird. aufgestellt: minimale Arbeitszeit von sechs Stunden gleich dem in die verschiedenartigsten Erklärungen für den plöglichen Abfall der Die Frage der Erscheinungsweise und inneren Ausgestaltung Südfrankreich landesüblichen Arbeitstag der Winzer, marimale Surse versucht. Eine der wichtigsten Ursachen trifft der Matin". des Fachblattes füllte den Rest der Vormittagssigung. Arbeitszeit von 8 Stunden, Stundenlohn von 50 Cts. Für einzelne Im Jahre 1801," schreibt er, gab es an der Pariser Börse Arbeiterkategorien und für die verschiedenen Jahreszeiten wurden 90 Agents de change, später 60 und heute 70. Seit 100 Jahren ist die Zahl der Agents dieselbe geblieben. Damals wurden ca. 10 Werte Teil auch persönliche Momente bezüglich der Entlassungsgeschichte des umfangreich war die Streitbewegung auch im Tertilgewerbe mit elf Ziemlich Die Debatte über die Presse wird fortgesezt und zeitigt zum noch besonders modifizierte Forderungen erhoben. umgefeßt, heute aber Tausende Papiere, die Milliarden Franks vorigen Redakteurs. Bei der Abstimmung über die eingelaufenen Ausständen. In Italien legten die Arbeiter der staatlichen ausmachen. Die Folge ist, daß die Agents gezwungen sind, enorme Geschäfte zu machen, und daß hierbei ihr Risiko in kritischen Zeiten Anträge kam es in den meisten Fällen zur glatten Ablehnung; be- Tabakfabrik in Venedig die Arbeit nieder; in Regalbuto( Catania) sonders bleibt es bezüglich der Erscheinungsweise des Fachorgans unbegrenzt ist. Um so weit wie möglich die Schwierigkeiten dieser beim alten. Es erscheint vierzehntägig je nach Bedarf im Umfange streikten 6000 Schwefelarbeiter, um eine Lohnherabsetzung zu verSituation abzuschwächen, find die Agents gesetzlich untereinander wie bisher, also nur ausnahmsweise achtheitig. Dagegen wurde der hindern; in den Marmorwerken von Carrara die Säger und in Neapel solidarisch haftbar erklärt worden. Sie befißen eine gemeinschaft- Antrag, die Preßkommission aufzulösen, mit allen gegen zwei ca. 1000 Kohlenarbeiter. In Spanien streitten vor allem die liche Staffe( angeblich 100 Millionen), die dazu bestimmt ist, denjenigen Stimmen angenommen. Die Ueberwachung der taktischen und Schiffsarbeiter, und zwar in den Häfen von Barcelona, Agents zu Hilfe zu kommen, welche solche Verluste erlitten haben, principiellen Haltung des Fachblattes wird dem Hauptvorstande Bilbao, Cadiz, Alicante, Sevilla, Santander und Valencia. In daß sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Diese Maß- übertragen. nahme ist eine Garantie für das Publikum. Aber was gefchieht? Sobald Barcelona allein beträgt die Zahl der Streifenden ca. 4000. eine Krisis im Anzuge ist, sieht die Chambre syndicale der Agents die der Mandatsprüfungs- Kommission überwiesen, nachdem aus der allgemeiner Ausstand ist in der Stadt Balls( Taragona) ausges Die Anträge zur Statutenänderung wurden zur Vorberatung ueber 100 Schiffe liegen in den spanischen Häfen nutzlos da. Ein gemeinschaftliche Kasse bedroht und revidiert die Engagements der Agents. Um die Kaffe zu retten, zwingt fie in aller Gile die Braam- Duisburg und Needel- Stettin hinzugewählt wurden. brochen. In den Vereinigten Staaten fanden zahlreiche, diefelben Störner- Lübeck ausgetreten und Ripken- Bremerhaven, Agents, die große Positionen haben, dieselben zu reduzieren. Dies Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Berichterstattung über aber wenig umfangreiche Abwehrstreiks gegen die fortgesetzten Lohnift immer mit einer gewiffen Brutalität verbunden. Die Kundschaft die internationale Konferenz der Hafenarbeiter herabfegungen statt, meist von furzer Dauer und mit ungünſtigem wird aufgefordert, Einschüsse zu machen oder augenblicklich zu in Stockholm, referierte der Verbandsvorsißende Döring. Ausgang für die Arbeiter. In Südamerika dauerte der Streik liquidieren. Diese Liquidationen treffen dann einen Markt, der bereits großes Mißtrauen zeigt, und das Angebot begegnet dann bereits großes Mißtrauen zeigt, und das Angebot begegnet dann Derselbe geht zunächst kurz auf die Entstehungsgeschichte des inter- der Hafenarbeiter in Buenos Aires noch weiter an. Das Geschäftszunächst keiner Nachfrage. Es muß aber verkauft werden, und die nationalen Zusammenschlusses der Hafenarbeiter ein und konstatiert leben wurde völlig lahmgelegt; die Getreidebörse mußte geschlossen Agents fegen die Preise herab, bis sie einen Stäufer gefunden haben. dann, daß die im Juli 1902 in Stockholm stattgefundene Konferenz werden. einen guten Erfolg hatte bezüglich der Konsolidierung der anDas sind die Ursachen der letzten Baisse." gebahnten Verhältnisse. Die internationale Verständigung ist erst im Stimmungsmache für die ruffischen Börsenpapiere. Aus Paris Entstehen begriffen und um so schwieriger, als, abgesehen von den Achtung, Schuhmacher! In der Filz- und Reiseschuhfabrik von wird der Frankfurter Zeitung" von ihrem Korrespondenten be- nordischen Ländern, nur wenige nationale Centralorganisationen richtet: Die von mir vor einigen Tagen signalisierten Entnahmen eriſtieren, wie bei uns in Deutschland. Sie sind meist lokal bezw. Arbeiterinnen die Arbeit wegen Lohndifferenzen niedergelegt. Die Jakobowski, Reichenbergerstraße 121, haben sämtliche Arbeiter und ruffischer Guthaben find in der Art erfolgt, daß von Berlin aus föderativ organisiert. Gegenwärtig sind indeſſen bereits 126 000 Differenzen haben darin ihre Ursache, daß Herr Jakobowsti für darüber verfügt wurde. Wie von letzterem Blaze hierher gemeldet Stollegen ter verschiedensten Länder im Bunde zusammengeschlossen. Es einen neu eingeführten Artikel einen bedeutend niedrigeren Lohnwurde, scheinen dagegen lange Trassierungen vorgenommen worden gilt jest, alle noch fehlenden kontinentalen Organisationen dem Bunde anzu sein. Es gilt für nicht sehr wahrscheinlich, daß weitere erhebliche zugliedern und speciell müßte man dafür sorgen, daß die Organisationen fag zahlen will, als es sonst üblich iſt. Verfügungen erfolgen werden; von kompetenter Seite werden die der amerikanischen Kollegen zum Bunde kommen, was speciell für uns Die Ortsverwaltung des Vereins Deutscher Schuhmacher. russischen Ausland- Guthaben auf 500 Millionen Frank geschätzt, hier von größter Wichtigkeit ist. Die Finanzen des Bundes find in was für die Couponzahlungen im Laufe eines Jahres nicht zu Anbetracht der minimalen Beiträge von 2 Pf. pro Kopf und Jahr, Die Tarifverhandlungen der Einsetzer sind, wie der Vertrauens viel ist. Alle in Umlauf gesezten Anleihegerüchte sind als unrichtig sowie der großen Hafenarbeiterstreits in Marseille, Amsterdam, mann Böste am Dienstag in einer außerordentlichen Versammzu betrachten, obwohl es an Anträgen nicht fehlt. So ist gegen- Stockholm 2c. sehr geringe. Die Thätigkeit des internationalen lung der organisierten Einfeßer Berlins und Umgegend berichtete, wärtig Herr Direttor Steinthal von der Deutschen Bank hier, um Sekretariats darf nicht unterschätzt werden, hauptsächlich ihr danken soweit gediehen, daß über die besonderen Bestimmungen des Tarifs wegen einer durch eine deutsch- französische Gruppe zu vermittelnden wir den inzwischen stattgefundenen Anschluß einer Reihe amerikani- eine Einigung zwischen den Vertretern der Parteien zu stande kam. Anleihe zu fondieren; andrerseits hat man von hier aus bereits scher Berufsorganisationen. Es sind viele Deutsche in denselben Was die Hauptpunkte anbetrifft, wurde vereinbart, daß für das Propofitionen für eine Anleihe von einer thätig und dadurch wurde die Verbindung bedeutend erleichtert. Die Abladen und Hinaufschaffen der Arbeit in die Stockwerke der Milliarde in Petersburg gemacht. Rußland hat alle Koalition des Großkapitals im Reedereibetriebe zwingt uns die Meister zu sorgen hat; wo das nicht möglich ist, soll durch VerAnträge zurückgewiesen, da es den Augenblick nicht für geeignet Pflicht auf, uns enger aneinander zu schließen. Als Beispiel einbarung mit dem Einsetzer die Vergütigung dafür festgesetzt erachtet. Da es feine erheblichen Ausgaben im Ausland zu wird das Vorgehen der Amerika Linie und des Lloyd an- werden; daß der Meister für den Transport der größeren Werkzeuge machen hat, so wird es sich mit den Hilfsmitteln im gezogen. Nachdem jetzt die Verbindung mit Amerika her- von der Werkstätte zum Bau zu sorgen hat; daß, wenn der Ein eignen Lande begnügen. Die Statuten der Staatsbank gestatten ihr, gestellt ist und ausgebaut wird, handelt es sich noch um setzer ohne eignes Verschulden nicht weiter arbeiten kann, für die noch 450 Millionen Rubel über ihren Goldbestand hinaus in Bant die andern Erdteile. Wir müssen ein Neg bilden, dessen Maschen Wartezeit Lohn gezahlt wird, vorausgesetzt, daß der Einsetzer den " M " Nachmittagssigung. 日 Berlin und Amgegend. Wir ersuchen den Zuzug fernzuhalten. Nicht Meister zwei Tage vorher auf den Eintritt der Arbeits- Dritter Wahlkreis. Heute, Donnerstag, hält der Wahlverein stodung aufmerksam macht. Die Abschlagszahlung hat am feinen 3 a hla bend ab. am feinen 8 a hlabend ab.-Zahlreicher Besuch ist erwünscht. Sonnabend gegen 5 Uhr, wenn möglich auf der ArbeitsDer Vorstand. stelle zu erfolgen, andernfalls ist das Fahrgeld nach dem Kontor des Bierter Wahlkreis( Osten). Nicht am Mittwoch, sondern hente, Arbeitgebers zu vergüten. Die Preise des Tarifs sollen für Bauten Donnerstagabend, wird in den bekannten Lokalen aller Bezirke der einfachster Art in Berlin und seinen Vororten gelten, so weit die Bahlabend abgehalten. Zahlreichen Besuch erwartet Arbeitsstätte mit 20 Pf. Fahrgeld zu erreichen ist; bei weiteren EntDer Vorstand. fernungen finden besondere Vereinbarungen statt. Hinsichtlich der einzelnen Positionen wurde über die Preise für Fenster und Thüren beraten, doch kam es hierüber zu keiner Einigung; die Verbandlinigen wurden vorläufig ausgefeßt, um die Meinung der Versamms lung zu hören. Nach längerer Debatte erklärte sich die Versammlung mit den besonderen Bestimmungen einverstanden. Bezüglich der einzelnen Positionen wurden die Vorschläge der Meister nur teilweise gebilligt; unter anderm wurde verlangt, daß für die am meisten in Betracht kommenden Thüren der Preis auf mindestens 2,35 Mt. festgesezt wird. Die Verhandlungen mit den Meistern sollen fort gefeßt werden. V Zur Lohnbewegung der Bautischler in Weißensee ist zu berichten, daß der Nettotarif bereits am Montag in den drei maßgebendsten Betrieben ohne Arbeitsniederlegung eingeführt wurde und nur noch die Arbeiter zweier Betriebe fich im Ausstande befinden. In Betracht konnten nur diese fünf Betriebe mit ca. 50 Arbeitern kommen, da in der Weißenfeer Holzbearbeitungs Fabrit eine andre Arbeitsmethode vorherrschend ist. Im Ausstande befinden sich die Arbeiter der Bautischlereien von Schipple, Friedrichstr. 40, und von Reichmut, König- Chauffee 74 und Straßburgstr. 2. Die Zahl der Ausständigen ist zur Zeit 10. Zuzug von Bautischlern ist deshalb fernzuhalten. Wegen des Bautischlerstreiks von Steglik und Umgegend fanden am Dienstag Verhandlungen zwischen den Parteien statt. Herr Sebastian, der Vorsitzende des Arbeitgeber- Schußverbandes, verweigerte dem Gauvorsteher des Holzarbeiter- Verbandes, Stufche, die Teilnahme an den Verhandlungen. Die Herren selbst verhandeln durch die Vertreter ihrer Organisationen, die Arbeiter aber tollen sie einzeln" haben. Wie würden sie über" Terrorismus“ schreien, wenn die Arbeiter es zurückweisen wollten, mit den Vorständen ihrer Verbände zu unterhandeln und statt dessen verlangten, die Unternehmer sollten einzeln mit den Gewerkschaftsvorständen verhandeln. Lokales. Hilfe bei Unfällen in der Schule. für Schafe- erhöht werden und zwar für ein Rinderviertel von 0,40 M. auf 0,50 M., für ein Kalb von 0,25 M. auf 0,30 m., für ein Schwein von 0,40 M. auf 0,55 M., einschließlich der Trichinenschaugebühr von 1 auf 1,15 M. In der Badezelle erschossen hat sich gestern nachmittag um 2 Uhr der 51jährige Buchbinder Julius Bier aus der Brizerstr. 25. Er hatte mit seiner Ehefrau fortgesetzten Streit, so daß sie mit einem 13 Jahre alten Sohne den Mann am 15. d. M. verließ. Aus Aerger darüber erschoß er sich in einer Bade- Anstalt mit einer Pistole, die er mit Wasser gefüllt hatte. Das Liebesdrama in einem Gasthof der Breslauer Straße hat jezt seine volle Aufklärung gefunden. Der junge Mann ist der am 25. Februar 1882 in Königsberg i. Pr. geborene Kaufmann Gustav Markgraf, Sohn eines im Ruhestand lebenden Lehrers, der Weißen burgerstr. 34 eine Schlafstelle inne hatte. Seit 2 Jahren hielt er sich in Berlin auf und war anfangs Buchhalter in einem Versand haus in der Hirtenstraße. Dort lernte er die am 2. März 1882 in Daß Schulkinder in der Schule verunglücken, ist nicht so ganz Berlin geborene Verkäuferin Margarete Mittelstädt, die Tochter eines selten in Berlin. Das ist auch nicht weiter verwunderlich; denn Goldschmiedes aus der Wörtherstr. 42 kennen und verlobte sich mit gegenwärtig haben wir hier über 400 Schulen mit rund 260 000 ihr. Beide gaben nach einem halben Jahre ihre Stellungen frei Schülern und Schülerinnen, wovon rund 218000 auf die 265 Gemeinde- willig auf. Markgraf war seitdem nur vorübergehend hier und da beschäftigt. schulen kommen. Weniger begreiflich ist aber, daß von seiten der Schule und ihrer Organe nicht alles gethan wird, um auch bei fleineren Unfällen sofort fachverständige Hilfe zu beschaffen, damit durch zweckmäßige Behandlung ernstere Folgen verhütet werden. Unzweifelhaft ist die Schule hierzu verpflichtet. Werden die Eltern genötigt, ihre Kinder aus der eignen Obhut herauszulassen und sie der Schule anzuvertrauen, so versteht es sich ganz von selbst, Südöstliche Verkehrsfragen. Die Ausdehnung des 8 ehne daß dann die Pflicht der Obhut an die Schule übergeht, und daß pfennigtarifs auf Adlershof will die dortige Gemeindebei Unfällen auch die Beschaffung erster Hilfe zu der Obhutpflicht vertretung bei der Eisenbahndirektion erwirken. Der Bahnhof des der Schule gehört. Diese Verpflichtung ist, soviel wir wissen, Ortes liegt nur 200 Meter hinter der Zehnpfennigzone und der grundsäglich anerkannt, und bei schlimmeren Unfällen wird danach größte Teil des eingemeindeten forstfiskalischen Terrains fällt noch verfahren. Aber die erste Entscheidung darüber, ob ein Unfall zu in diese Zone. Wenn daher der Fahrpreis von 20 Pfennig für den leichten gehört oder nicht, steht natürlich dem Lehrpersonal zu, eine Fahrt vom Schlesischen oder Görlizer Bahnhof nach Station also Leuten, die in der Regel nichts davon verstehen. Die Lehrer Adlershof bestehen bleibt, so ist zu erwarten, daß der Ort sich noch und Lehrerinnen werden uns das nicht übel nehmen. Ist doch aus mehr nach dem benachbarten Nieder- Schöneweide hin entwickelt. ihren eignen Reihen die Klage laut geworden, daß die Kenntnis der Das bedeutet aber, daß Adlershof sich in zwei kaum miteinander in Zusammenhang stehende Hälften teilt, ein Zustand, der für die Samariterhilfe in der Lehrerschaft noch wenig verbreitet ist. Wenn Gemeinde finanziell höchst unerwünscht ist. Es soll daher an die einmal ein ernsterer Unfall leicht genommen wird, dann zeigt sich Eisenbahndirektion ein Gesuch gerichtet werden, worin befürwortet recht deutlich, wie bedauerlich es ist, daß diesem Mangel nicht längst wird, daß entweder der jetzige Bahnhof verlegt oder der Zehnpfennigdurch offizielle Maßnahmen der Schulverwaltung abgeholfen wurde. tarif auf Adlershof ausgedehnt werde. Anlaß zur Erörterung dieser Frage giebt uns ein Unfall, der fürzlich in der 170. Gemeindeschule am Görliger Ufer vor Herr Sebastian verhielt sich auch nach Eintritt in die Ver- gekommen ist. In der 10 Uhr- Pause fiel beim Zedspiel im Klassenhandlungen wie ein fleiner Vogel Chemniz. Er erklärte furzweg, zimmer eine Schülerin der 5. Klasse von der Bank und erlitt einen daß von einer Einigung nicht die Rede sein könne, wenn die Arbeiter Schlüsselbeinbruch. Das Mädchen flagte über Schmerzen und Durch besondere Kennzeichen verraten wurde nach beinahe vier auf Abschaffung der Maschinengelder beständen. Da dies aber die bat den eintretenden Lehrer, nach Hause gehen zu dürfen. Jahren der Schweizer Matscheck, der bei seiner Ankunft in Berlin Hauptforderung der Streifenden ist, konnte eine Verständigung nicht Der Lehrer einen Bekannten traf und mit ihm in die Wohnung ging. Als der machte nicht den Versuch, die Art des Unerzielt werden. Es wurde der 1. März als Termin für eine neue freundliche Gastgeber am nächsten Morgen auf Arbeit ging, benutzte falls zu ermitteln, und er rief auch keine Lehrerin, um Verhandlung angesetzt. Herr Sebastian erklärte noch, daß die UnterMatscheck die Zeit des Alleinseins zur Ausführung von Diebstählen. nehmer eventuell bereit wären, früher in Unterhandlungen zu trete durch sie das Mädchen untersuchen zu lassen. Er begnügte und stahl auch noch anderweit. Er war aber nicht aufzufinden, obwenn die Arbeiter den Punkt Maschinengeld von ihren Forderungen sich, die Verunglückte nach Hause zu schicken und zur Be- gleich der Steckbrief stets erneuert wurde. Jezt gelang der Polizei streichen würden. gleitung eine andre Schülerin mitzugeben. Zu Hause ergab sich die Ermittelung einer Milchschwester des Gesuchten, bei der er Zur Aufklärung sei bemerkt, daß das Maschinengeld das Geld dann sofort, daß ein ernsterer Unfall vorlag. Die Mutter führte fürzlich zu Besuch gewesen war, und diese wußte, daß er Tato ist, das für die Bearbeitung von Holzstücken durch Maschinen bezahlt das Kind zum nächsten Heilgehilfen, der einen Schlüffelbeinbruch fest- wierungen auf den Armen hatte. Bei den Nachforschungen in den wird, die nicht im Besitz der Tischlermeister, sondern andrer Unter- stellte und vorsichtig genug war, das Kind einer Unfallstation zu- Molkereien tam ein Beamter nach Briz, wo die angestellten Schweizer nehmer sind. Das Geld für diese Waschinenarbeit wird nun nicht zuweisen. Dort wurde der erste Verband angelegt und die Be- erst auf Anordnung ihres Inspektors sich herbeiließen, die Arme zu efma von den Meistern bezahlt, sondern der Geselle, der ein zeigen. Dort war ein Tatowierter, der aber Zänker hieß und auch Stück Arbeit in Accord hat, muß dasselbe für seinen Meister bezahlen. Handlung eingeleitet. Gegen Mittag ging der Heilgehilfe zum ausreichende Papiere besaß. Trotzdem wurden weitere Feststellungen Die Gesellen verlangen nun, was jedem Unbefangenen eigentlich Reftor, um Klarstellung und Protokollierung der Angelegenheit durch den polizeilichen Erkennungsdienst vorgenommen, die zu dem selbstverständlich scheint, daß in Zukunft die Meister die ihnen von den zu veranlassen. Dabei gewann er den Eindruck, daß dem überraschenden Ergebnis führten, daß Zänker und Matscheck ein Maschinenbefizern gelieferte Arbeit aus eigner Tasche bezahlen, statt Reftor noch nicht einmal Mitteilung davon gemacht war. und dieselbe Person sind. M. hatte sich damals Papiere auf 3. sie sich von den Gesellen bezahlen zu lassen. Diese Forderung Der Lehrer scheint also den Unfall wirklich für ganz un verschafft und war ruhig in Berlin geblieben, während er überall Tehnen die Meister a b. In den zahllosen„ Eingesandts" erheblich gehalten zu haben. Der Rektor dankte dem Heilgehilfen gesucht wurde. an die Lokalpresse hüten sie sich wohl, auf diese Frage einzugehen; dafür, daß er sich der Sache so annehme. Aber der Heilgehilfe Arbeiter Risiko im Eisenbahn- Betriebe. Beim Nangieren tödlich dagegen prunken sie mit angeblich gezahlten hohen Löhnen, von denen lehnte den Dant ab und gab zu verstehen, daß es besser gewesen verunglückt ist in der vergangenen Nacht auf dem Anhalter Güterdie Gesellen den Meistern die Maschinenarbeit bezahlen müssen, so bahnhof der Bahnarbeiter Otto Weißenborn aus der Königgräger daß ihr eigentlicher Verdienst sich weit geringer stellt, als er in den wäre, wenn die Schule sich des Kindes mehr angenommen hätte. Man kann, wie gesagt, dem Lehrer kaum einen Vorwurf machen. straße 56. Er hatte einen von der Rangiermaschine abgestoßenen Lohnbüchern der Meister verzeichnet steht. Er hat nach bestem Wissen gehandelt, das in diesem Falle freilich Güterwagen an einen Bug festzukoppeln und geriet durch einen uns ein schlechtes war. Die Schuld trifft die Schulverwaltung. Ueberall, glücklichen Zufall zwischen die Puffer der zusammenfahrenden Wageit, ständig größere Menschenmassen versammelt sind, wird darauf wobei er schwere Brustquetschungen und mehrere Rippenbrüche erlitt. Bedacht genommen, fachmäßig vorgebildete Personen zur Samariter- bracht wurde, erlag bereits auf dem Transport den qualvollen Vers Der Bedauernswerte, welcher nach dem Elisabeth- Krankenhause ges hilfe zur Hand zu haben; nur in der Schule nicht. Man steckt letzungen. Weißenborn stand zehn Jahre im Dienste der königlichen 1000 Kinder für einen halben Tag in ein enges Schulhaus und Staatsbahn und hinterläßt Frau und Kinder. überläßt sie der Obhut von 20 Erwachsenen, von denen manchmal nicht ein einziger weiß, wie nur der gewöhnlichste Ohnmachtsanfall bekämpft wird. Deutfches Reich. Zur Aussperrung der Schneidergehilfen in Jena haben die Arbeit geber vor einigen Tagen erklärt, daß sie an dem Austrag der Differenzen tein Interesse mehr hätten, da die Stellen sämtlich befeyt wären. Die Ausgesperrten erwiderten darauf, daß der„ Ersatz" weder quantitativ noch qualitativ ausreichend sei. In der That stehen 45 Ausgesperrten 21 Arbeitswillige gegenüber. Bei dieser Sachlage suchen die Ausgesperrten, um wenigstens ihren Führern ein Unterkommen zu sichern, sich selbständig zu machen; sie wollen jezt ein Geschäftslokal mieten und appellieren an die Unterstützung der organisierten Arbeiterschaft. Crimmitschau nach dem Streit. Die Gerichte arbeiten immer noch weiter. Merkwürdigerweise fängt sich in ihren Schlingen kein Arbeitgeber. Neuerdings wurden wegen Beleidigung und Bedrohung Arbeitswilliger, Bergehen gegen die Straßenpolizei- Verordnung und Beamtenbeleidigung verurteilt: der Färber Georg Friedrich Wilhelm Schinke zu einem Tage Gefängnis, der Ofensezer Mag Karl Neubauer zu 10 M. Geldstrafe eventuell 2 Tagen Haft, der Weber Karl Hermann Nobst, sowie der Färbereiarbeiter Franz Emil Gräfe zu je einem Tage Gefängnis, und der Glaser Robert Schönfeld zu sechs Tagen Gefängnis und drei Tagen Haft. Der Weber Heinrich Mar Schiller, der als Verleger der am 11. Januar 1904 mit der Ueberschrift ,, An die kämpfende Arbeiter schaft von Crimmitschau und Umgegend" verbreiteten Flugblätter sich eines Vergehens nach§ 153 der R.-G.-D.( Streifvergehen) schuldig gemacht haben soll, wurde deshalb zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. Husland. Die Aussperrung in der Diamantindustrie. Der socialdemokratische Gemeindevertreter 2a u be regte in der Gemeindevertretung an, wegen Fortführung der elektrischen Bahn über Adlershof bis Alt- Glienicke mit der Stadt Köpenick in Verbindung zu treten. Die Opfer der Explosion in der Dextrinfabrik von Otto Kußner zu Potsdam, die Arbeiter Gustav Hagedorn, Ernst Kuhlbach, Ludwig Schnizker und Leopold Topel, haben im städtischen Krankenhause, Die städtische Verkehrsdeputation hat gestern unter dem Vorsitz wohin sie nach der Katastrophe, die durch Selbstentzündung von des Oberbürgermeisters Kirschner dem Antrage der Stadt- Dextrinstaubgasen entstanden sein soll, gebracht wurden, ganz unverordneten- Bersammlung, die Verkehrsdeputation um zwei Stadt geheuerliche Schmerzen zu erdulden und befinden sich noch immer verordnete und ein Magistratsmitglied zu verstärken, zugestimmt. teilweise in Lebensgefahr. Am schwersten ist Hagedorn verlegt Außer dem Oberbürgermeister Kirschner gehören der Deputation an worden, denn ihm wurde durch die Gewalt der Explosion der er schon auf dem Transport der Stadtbaurat Krause mit den Stadträten Alberti, Bohm und Unterleib aufgerissen, so daß Die anderu Kolle sowie die Stadtverordneten Cassel, Dinse, Csmann, Heilmann, nach dem Krankenhaus das Bewußtsein verlor. Der drei Arbeiter erlitten im Gesicht und an den Händen schwere Jacobi, Kreitling, Kyllmann, Raft, Rosenow und Singer. Stadtverordnete Dinse berichtete gestern über die Erfahrungen der Brandwunden, so daß sich die Haut völlig ablösen ließ. Drei von Münchener Trambahn- Aktiengesellschaft mit der Perronabschluß- Thür den Verlegten sind verheiratet und Familienväter. Ein fünfter an den Straßenbahnwagen. Einem Antrage der Großen Berliner Arbeiter, Namens August Richter, wurde nur leicht verlegt. Die Straßenbahn- Gesellschaft auf Beibehaltung der provisorischen Geleise erste Hilfe erhielten die Verlegten durch einige im Samariterdienst verbindung in der Lothringerstraße am Rosenthaler Thor und der ausgebildete Arbeiter der Sarauschen Holzschneidemühle, von wo Berlegung von Haltestellen wurde zugestimmt. Außerdem genehmigte aus auch die Feuerwehr telephonisch herbeigerufen wurde, da durch die Deputation den Antrag der Straßenbahn zur Anlage von Ge- die Explosion in der Kuznerschen Fabrik die dortige Leitung zerstört leisen von der Neuen Königstraße über den Blag am Königsthor war. Der Schaden, der durch die Explosion angerichtet wurde, ist und die Straße Am Friedrichshain bis zur Brauerei Friedrichshain groß; Thüren und Fenster wurden herausgedrückt, die Wände er unter der Bedingung der Mitbenuzung der Geleise durch hielten Klaffende Risse und die eisernen Deckplatten der Abzugskanäle wurden hochgehoben. die Stadt. In der gestrigen Situng der städtischen Hochbau- Deputation unter Die Centralfommiffion der Krankenkassen macht hierdurch bea dem Vorsitz des Stadtrats Namslau wurde der vom Stadtbaurat kannt, daß sie vom 23. Februar bis 25. März 1904 mit Unters Die langwierigen Verhandlungen, die zwischen dem Vorstand Ludwig Hoffmann vorgelegte Entwurf und Kostenanschlag in Höhe stützung der Herren Aerzte und Professoren hygienische Vors des Antwerpener Diamantarbeiter- Verbandes und dem Ver- von 27 000 m. für den Neubau für Versuch stiere beim Rudolf tragskurse in den städtischen und Vororts- Gemeindeschulen abwaltungsrat der Volksdiamantschleiferei geführt wurden, haben zur Virchow- Krankenhause genehmigt; ferner wurde der Kostenanschlag halten läßt. Es werden im ganzen sieben folcher Kurse in Folge gehabt, daß man übereingekommen ist, die Fabrik in der für die Anlage einer Entleerungsleitung vom Schwimmbaffin der verschiedenen Stadtgegenden Berlins abgehalten werden. Jeder Da nicht in allen Schulen Ban Immerseelstraat mit 650 Mühlen wieder zu öffnen und den Volks- Badeanstalt in der Bärwaldstraße bis zum Urbanhafen in Kursus wird fünf Vorträge umfassen. Betrieb fortzusetzen. Bis zum Freitag soll den Antiverpener Juwelieren Höhe von 10 000 m. gebilligt. Der Entwurf für die Erweiterung diefelben Vorträge gehalten werden, findet ein Teil derselben an den Kosten Donnerstagen, der andre Teil an den Freitagen statt, damit jedem Gelegenheit gegeben werden, dort die Arbeit zu den Bedingungen des Trichinenschauamtes auf dem Vieh- und Schlachthofe des Verbandes wieder aufnehmen zu lassen. Nach diesem Tage punkt: 67 000 m. wurde gleichfalls angenommen und der Anlage die Gelegenheit geboten ist. jedes Thema hören zu können. Die Vor sollen die noch nicht besetzten Mühlen von Amsterdamer Ausgesperrten, einer Treppe vom Innern des Rathauses aus nach dem Ratskeller träge beginnen präcise 8 Uhr. Im Anschluß an den etwa eine die zu diesem Zwed dann vorläufig nach Antwerpen übersiedeln, be- genehmigt. Jezt kann der Ratskeller nur noch von der Königstraße stündigen Vortrag fann eine furze Diskussion bezw. Fragestellung setzt werden. Durch dieses Uebereinkommen mit der Boltsdiamant- aus betreten werden. Die neue Treppe soll nicht weit vom Eingang stattfinden. Die Vorträge resp. Diskussionen oder Fragestellungen müssen um 10 Uhr beendet sein. Die Teilnahme an diesen Kursen schleiferei ist die Position der Arbeiterorganisationen bedeutend ver- des Hauptportals angelegt werden. steht allen Strankenkassenmitgliedern von Berlin und Umgegend so stärkt worden. Die Zahl der thätigen Arbeiter wird sich dadurch in Die mächtige Entwicklung des Berliner Verkehrs in dem letzten wie deren Angehörigen unentgeltlich frei. Heute finden Vorträge beiden Städten zusammen auf reichlich 1000 erhöhen und damit nicht nur Jahrzehnt zeigt am deutlichsten der Ausweis der Straßenbahn, statt in folgenden Schul- Aulen: 80. Gemeindeschule, Wrangelſtr. 128; die zur Unterstützung notwendige Summe bedeutend vermindert welcher auch der Löwenanteil zufällt. Während im Jahre 1894 die 84. Gemeindeschule, Keibelstr. 31/32; 168./182./189. Gemeindeschule, werden, sondern auch die Summe der Extrabeiträge zur Streitkasse Große Berliner Straßenbahn noch nicht 132 Millionen beförderte, Quißowstr. 115; 110./174. Gemeindeschule. Schönhauser Allee 166. bedeutend steigen. Die Vorstände des Allgemeinen Niederländischen Diamant- brachte das Jahr 1903 312 Millionen Fahrgäste. Fast verdreifacht jahr". arbeiter- Verbandes und der religiösen Bruderverbände find über- hat sich die Zahl der gefahrenen Kilometer: von 27 auf 70 Millionen. Bortragsthema ist in allen Schulen:„ Das Kind im ersten Lebens Es waren denn auch 2237 Wagen an Stelle von 1079 notwendig, eingekommen, vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Mitglieder die fast 7 an Stelle von 4 Millionen Fahrten ausführten. Die Der Bund der Kaninchenzüchter für die Provinz Brandenburg bersammlungen die Unterstützung der Ausgesperrten auf fünf Gulden wöchentlich und 25 Cent. für jedes Kind bis zum Höchstbetrage von länge der in Benuzung befindlichen Geleise ist von 273 auf 489 veranstaltet vom 1. bis 5. April 1904 im Etablissement Buggenhagenwöchentlich und 25 Cent. für jedes Kind bis zum Höchstbetrage von 6,50 Gulden festzusetzen. Von den arbeitenden Mitgliedern soll eine kilometer gestiegen. Betriebseinnahmen, Ausgaben und Ueberschuß Berlin, S. Moripplah, seine II. Bundesausstellung Zwed der haben sich verdoppelt. An Stelle von 14,9 Millionen wurden 291/2 Ausstellung soll sein, dem Publikum vor Augen zu führen, wie weit progressive Extrasteuer erhoben werden. Am Dienstag erhielt der Allgemeine Niederländische Diamant- eingenommen, während die Ausgaben von 8 auf nahezu 16 Millionen sich die Staninchenzucht in den letzten Jahren in der Proving Brandengestiegen sind und somit der Ueberschuß von 6,8 auf 13,6 Millionen burg entwickelt hat. arbeiter Verband ein Telegramm der amerikanischen Mart sich erhöht hat. Diamantarbeiter- Organisation, worin den Ausgesperrten reichliche finanzielle Unterstügung zugesagt wird; ein beachtenswertes Zeichen internationaler Solidarität. Dei hier eingegangenen Schimpansen Consul widmen Pariser Die Trichinenschau für das von außerhalb hier eingeführte Fleisch ist Blätter ausführliche Nachrufe und erklären feierlich, daß er ein infolge des Gesetzes vom 28. Juni 1902 fast gänzlich weggefallen. echter Pariser" gewesen sei. Ginige Blätter versteigen sich in ihrem Der Gebührentarif bedarf der Genehmigung des Oberpräsidenten. Schmerz zu den fühnsten Phantasien. Ein Boulevardblatt ist bei Zur Berechnung der Gebühren für 1904 fehlt es zur Zeit noch an der Todesnachricht so fonfus geworden, daß es Consul nach einem Besuche beim Kaiser von Destreich in Wien sterben läßt. Ein stehenden Beratungen zur Abänderung des preußischen Schlacht- andres Blatt behauptet, daß der Affe in Berlin von den bes diese deutendsten Professoren der medizinischen Fakultät behandelt worden Erster Wahlfreis. Heute, Donnerstag, abends 81%, Uhr, findet in hausgefeges wird zivar voraussichtlich versucht werden, den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, eine öffentliche ungünstigen Bestimmungen aufzuheben oder doch wesentlich einzu sei. Und ist doch nicht gerettet worden! Die besonders gut unterBersammlung des Wahlvereins statt. Vortrag des Reichstags- schränken, jedoch kann jetzt nur mit den bestehenden Bestimmungen richteten Blätter wollen wissen, daß Consul, der nach ihnen dem Abgeordneten Georg Schöpflin über:" Der Krieg in gerechnet werden. Treten fie am 1. Oktober d. J. in Kraft, so Cirkusbesizer Bostock gehörte, monatlich 20 000 bis 30 000 Fr. ber Ostasien." Diskussion. Gäste willkommen. Zahlreichen Besuch bleiben etwa zwei Drittel des eingeführten Fleisches gebührenfrei. diente und bereits bis 1906 Engagements abgeschlossen hatte. Sein Der Vorstand. Es sollen nun die Preise für die Trichinenschau mit Ausnahme Wert wird ziemlich allgemein auf 625 000 Fr. geschägt. Natürlich Berliner Partei- Angelegenheiten. einer sicheren gefeglichen Grundlage. Bei den bevor erivartet " 1 war er auch in einer Lebensversicherung, aber nur" mit 500 000 Fr. auf dem Grundstüd an der Ecke der Westfälischen- und Münsterschen die Anklage wegen Bedrohung aufrecht, erkannte an, daß der An Also sprach Bostock, der bereits an die Zukunft denkt und einen straße errichtet werden. Damit wird den Wünschen derer Rechnung geschuldigte schwer gereizt worden sei und beantragte gegen ihn eine Consul II. in die Welt hinausschicken will. Zum Schluß sei aus getragen, die auch den Ortsteil Halensee bei den Schulneubauten Gefängnisstrafe von einem Monat. Der Verteidiger, einem Nekrolog des Gaulois" folgende Stelle wiedergegeben: bedacht wissen wollen. Für die Gemeindeschullehrer ist das Rechtsanwalt Runge, schloß sich diesem Antrage an und bat noch, Consul ist in Berlin gestorben. Ohne Zweifel wird ein Herr Grundgehalt um 100 m. erhöht worden, die Alterszulagen steigen die Strafe so niedrig zu bemessen, daß sie durch die erlittene UnterDoktor" voll Ernst und Würde dekretieren, daß Consul gerade in bei den Rektoren fortan um 250 M., bei den Lehrern um 220 W., suchungshaft für verbüßt erachtet werden könne. Der Angeklagte sei dem Augenblicke sterben mußte, in dem er starb, und zwar bei den wissenschaftlichen Lehrerinnen um 125 M. und bei den ja ohnehin schwer genug bestraft. infolge eines organischen Leidens. Glaubt das nicht! Consul frankte technischen Lehrerinnen um 100 M. Die Schuletats balanzieren Der Gerichtshof tam nach längerer Beratung zu der Ansicht, daß an Heimweh; es gefiel ihm nicht im Vaterlande Goethes, im Lande derart, daß an Zuschüssen zu leisten ist für das Bismarc- Gymnasium die Frage, ob nicht doch versuchte Tötung vorliege, nicht genügend des Sauerkrauts und der Philosophie. Die Kant- Feier gab ihm den 39 885,84 W., für das Reform- Gymnasium 38 250 W., für die höhere largelegt sei, es sei deshalb beschlossen worden, die Sache de m Rest..." Töchterschule 12 080 M. und für die Volksschulen 272 777,10 M. Schwurgericht zu überweisen. Der Angeklagte wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Cirkus Busch. In wenigen Tagen wird Richard Sawade mit seiner dressierten Raubtiergruppe Berlin und den Cirkus Busch verlassen. Volle drei Monate hindurch bildeten seine Löwen, Kragenund Eisbären eine Zugkraft des Cirkus.. Herr Dr. Gazert, der ärztliche Begleiter der deutschen Südpolar Expedition der„ Gauß", hat sich bereit erklärt, seine interessanten Schilderungen über das Leben der Expeditionsmitglieder im ewigen Bolareis, welche mit vielen neuen Lichtbildern begleitet sind, am Montagabend 8 Uhr im großen Theatersaal der Urania" in der Taubenstraße noch einmal zu wiederholen. Der Vortrag„ Radium" wird von Herrn Dr. Donath im Hörsaal der Urania- Sternwarte in der Invalidenstraße am Sonnabendabend 8 Uhr gehalten werden. Billets zu beiden Vorträgen sind im Vorverkauf an der Kasse der Urania", Taubenstraße, bereits von heute an erhältlich. " Aus den Nachbarorten. Zum Bürgermeister von Köpenick ist an Stelle des Herrn Borgmann, der am 1. April in den Ruhestand tritt, der bisherige Stadtrat Herr Dr. Langerhaus gewählt worden. Er ist ein Sohn des verstorbenen Reichsgerichtsrats Dr. Langerhans und ein Neffe des Berliner Stadtverordneten- Vorstehers. Bom 1. Mai 1900 bis zum Herbst 1902 war er in der Berliner Verwaltung thätig und wurde dann zum besoldeten Stadtrat in Köpenick gewählt. In Chemnitz hat die Straffammer den 28jährigen noch un bestraften Posthilfsboten Schubert, der am Weihnachtsfeiertag den mittags zwischen Stolberg und Chemnitz berkehrenden Bostzug beraubt hat. zu 2 Jahren 9 Monaten Buchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Vermischtes. Die Gemeinde Adlershof hat beschlossen, die Rudower Chaussee und den Glienicker Weg von 12 auf 15 Meter zu verbreitern und die Kosten hierfür durch eine Anleihe von 5000 M. zu decken. Das Oppensche Terrain wird durch den neuen Bebauungsplan in sechs Straßen zerlegt; außerdem bleibt dem Bahnhof gegenüber ein freier Platz für Anlagen reserviert. Der betreffende Bauunternehmer soll verpflichten; die Kosten der Pflasterung stellen sich auf 128 988 W. sich auf Wunsch der Gemeinde zur sofortigen Pflasterung der Straßen das bedeutet gegen das Vorjahr eine Steigerung um 8410 M. Der Der Etat stellt sich in Einnahme und Ausgabe auf 173 810 M., Der Unfug der Schleifenfahrt. Bei der gestrigen Borstellung Gemeindesteuer- Buschlag beträgt wie im Vorjahre 150 Broz.; man im Walhalla- Theater zu Magdeburg stürzte bei der Motorfahrt in hofft hieraus eine Einnahme von 56 000 W. zu erzielen. Dazu der rotierenden Trommel der Führer Riscelli aus seinem Wagen und tommen 1200 M. Lustbarkeitssteuern und 4500 M. Biersteuer; unter fam unter das Automobil zu liegen. Er zog sich eine Schädel- und den Ausgaben stellen sich Berzinsung und Amortisation auf 32 184 M., Rüdgratsverletzung, sowie einige Rippenbrüche zu, doch soll der zus Schul- und Kirchenverwaltung auf 74 411 M., Gemeindeverwaltung stand nicht hoffnungslos sein. Wann wird der Sensationshunger des auf 28 297 M., Armenverwaltung auf 12 825 M. Hier betragen die Cirkuspublifums sich endlich andren Objekten zuwenden? Einnahmen 2770 m. Gerichts- Zeitung. " Ein Nashornsfelett. In unmittelbarer Nähe von Gera wurde, der Magdeb. Zeitung" zufolge, dieser Tage bei Erdarbeiten ein vollständiges Stelett vom wollhaarigen Nashorn( Rhinoceros tichorhinus) aufgefunden. Das Tier ist in der Diluvialzeit jedenfalls an die Fundstelle hingeschwemmt worden. Der Ausgrabung der nochen wohnte Gymnasialoberlehrer Dr. Löscher bei. Es wurde festgestellt, daß das Gewicht des Fundes mehr denn zwei Centner betrug. Das Stelett ist der von Dr. Löscher verwalteten Landesfammlung zugewiesen worden. Wozu Gendarmen in den Vororten da find. Radfahrers KlageLieder über sogenannte" Fangbeamte" in den einzelnen Vororten Berlins ertönten gestern vor der siebenten Straffammer des Landgerichts I bei der Verhandlung einer Anklage wegen Beleidigung durch die Presse. Diese richtete sich gegen den Schriftsteller Adolf Schulz Ueber die Armen- und Waisenpflege in Rigdorf entnehmen wir und den Rechtsanwalt Dr. Remling. Schulz ist Redakteur der Madeleine G. Aufsehen, eine Somnambule, die im Zustande des In München erregt gegenwärtig die Schlaftänzerin Frau dem Verwaltungsbericht des Magistrats: Die im vergangenen Jahre Rad- Welt", Remling bearbeitet den in dem Fachblatte enthaltenen magnetischen Schlafwachens die Fähigkeit erhält, musikalische Eins eingeführten Waisenpflegerinnen haben sich bewährt. Nach den juristischen Briefkasten. Der Fahrer eines Motorrades war in brücke und dramatische oder andre Suggestionen in erstaunlich lebensvon den Waisenräten eingezogenen Berichten waren sie diesen Haupt- Wannsee wegen nicht genügender Beleuchtung seines Rades von einem volle und reiche Gebärdensprache umzusetzen. In ihrer strengfächlich bei der Beaufsichtigung der im Kindesalter stehenden Mündel Fußgendarm angezeigt und mit der dort ortsüblichen Strafe von rhythmischen Tanzinterpretation der Musik tritt sie in unmittelbare und bei der Ueberwachung weiblicher Mündel behiflich. Meinungs- 6 M. belegt worden, die dann auf erhobenen Einspruch auf 2 M. Stenfurrenz mit der Duncan. Frau G. ist eine aus Tiflis gebürtige verschiedenheiten zwischen ihnen und den Waisenräten sind nicht vom Gericht ermäßigt wurde. Er machte der Rad- Welt" Mitvorgekommen und es haben sich auch den Pflegerinnen bei Ausübung teilung über dieses Vorkommnis und erhielt im juristischen Brief- mit ihren Darstellungen wenigstens vorläufig fein Geld ver Russin, die mit Mann und Kindern in guten Verhältnissen lebt und ihres Amtes besondere Schwierigkeiten nicht entgegengestellt. Von fasten eine Antwort, in der u. a. gesagt wurde:" Sie haben sich über dienen, sondern nur fünstlerisch erfreuen und anregen will. Ihre den Waisenräten wird die Beibehaltung der Errichtung warm empfohlen. den Gendarm beschwert? Der Mann bekommt natürlich feinen merkwürdige Veranlagung wurde von dem Pariser Magnetopathen - Die Armenkommissionen hatten eine umfangreiche Thätigkeit zu Nüffel, sondern eine Belobigung und 300 M. Weihnachts- Gratifi- Magnin anläßlich einer Behandlung entdeckt; derfelbe Magnetifeur entfalten. Sie arbeiteten in gutem Einvernehmen mit der Armen fation!" In diesem Satz fand der Staatsanwalt eine Beleidigung hat sie auch nach München begleitet, wo es der Psychologischen Gesellverwaltung. Die Einnahmen betrugen im Rechnungsjahr 1903 des Fußgendarm Hoffchild und der königl. 3. Gendarmerie- Brigade. gaben 202 787 M. Laufende Unterstützungen bezogen am 1. April 1903 Mann" für beleidigend, da der Gendarm zweifellos Anspruch auf eine wichtige Telephon- Verbesserung. Das kaiserliche Batentbis Ende Dezember 55 541 W., die in dieser Zeit geleisteten Ans- Der Staatsanwalt hielt sogar die Anwendung des Ausdrucs per fchaft gelang, sie für wiederholte Demonftrationen zu gewinnen. 700 Personen, am 31. Dezember desselben Jahres 721 Personen. Die Bezeichnung der Herr" habe, die ihm aber nicht gewährt amt hat( wie wir bereits in Kürze meldeten) dem Prof. Michael Die Ausgaben hierfür betrugen bis zum 31. Dezember 1903 worden sei, um ihn herabzuseßen. Die Notiz brüde deutlich aus, daß 3. Pupin in New York das von ihm nachgesuchte, vielbesprochene 56 842 M. An einmaligen Unterstützungen wurden vom 1. April der Beamte eigentlich einen Rüffel verdiente und die vorgefekte Be: Patent in vollem Umfange erteilt. Wie noch erinnerlich sein dürfte, 1903 bis Ende Dezember 4037 M. ausgegeben, während für hörde ihn statt dessen noch belobige. Der Staatsanwalt beantragte handelt es sich bei diesem Patent um eine Methode, die Telephon denselben Zeitraum des Vorjahres die Summe 5392 M. betrug. gegen den Angeklagten Schulz 50 Mart Geldstrafe event. Fernleitungen durch Einschalten von Selbstinduktionsspulen in Die Zahl der Pflegekinder betrug am 1. April 1903 in Rigdorfer 10 Tage Gefängnis, gegen Dr. Remling 300 M art ebent. längeren, regelmäßigen Abständen in einer früher nie für möglich Pflegestellen 152, in auswärtigen 89, zusammen 241, während es 60 Tage Gefängnis. Beide Angeklagte bestritten eine beleidigende gehaltenen Weise zu verbessern. Sowohl bei langen Stabellinien, am 1. April 1902 242 waren. Am 31. Dezember 1903 waren Absicht und sprachen ihr Erstaunen darüber aus, daß der Ausdrud wie bei ausgedehnten Freileitungsverbindungen läßt sich mit Hilfe 165 Pflegefinder in Rigdorfer Pflegestellen und 74 in auswärtigen der Mann" schon eine Beleidigung enthalten solle. Im Gegenteil dieser verhältnismäßig sehr einfachen Methode die Güte der BerStellen untergebracht, zusammen also 239 Kinder, während die Zahl würde die Anwendung des Ausdruces„ der Herr" in jener Notiz ständigung und die Sprachlautheit um ein Bielfaches verbessern, so ein Jahr vorher 259 betrug. Die verausgabten Pflegegelder be- weit eher einen hämischen und tränkenden Beigeschmack gehabt haben. daß ein bestimmter Grad von Deutlichkeit der Sprache fünftig auf die trugen vom 1. April bis zum 31. Dezember 1903 rund 17 300 M., Ferner entwarfen die Angeklagten ein Bild von den vielen Un- ca. vier- bis fünffache Entfernung gegenüber der bisher möglichen für den gleichen Zeitraum des Vorjahres dagegen 18 800 M. In annehmlichkeiten und Verdrießlichkeiten, denen die Radfahrer in ein- Uebermittelung übertragen werden kann. Außerdem ermöglichen es Krantenanstalten mußten im Wege der Armenpflege in der Zeit vom zelnen Vororten Berlins ausgesetzt seien. Während die Berliner aber die„ Pupin- Spulen" auch, bei Neuanlagen zur Erzielung einer 1. April bis zum 31. Dezember 1903 zuſammen 615 Personen unter- Polizei sich außerordentlich entgegenkommend zeige, entwickelten ein- bestimmten Sprachgüte erheblich dünnere Leitungen als bisher zu gebracht werden, in Provinzialanstalten 125 Personen( Irre, Epileptische, zelne Polizeiorgane in den Vororten einen Ueber- Pflichteifer, der die benutzen und dadurch bedeutende Ersparnisse zu erzielen; unter UmIdioten, Sieche, Taubſtunime, Blinde). Der Pflegegelderbeitrag für die Radfahrer oft in berechtigte Erregung bringe. In den Vororten ständen ist es möglich, eine längere Fernsprechverbindung von be= letteren betrug vom 1. April bis zum 31. Dezember 1903 zusammen würden oft Strafmandate gegen Radfahrer erlassen, die in ihrer stimmter Güte etwa für zwei Drittel oder die Hälfte der früheren 21 290 M. Obdachlose Personen, die nicht dauernder Anstalts- Adjustierung allen Anforderungen der Berliner Polizeibehörde ent- Stoſten und womöglich für noch billigeres Geld herzustellen, und da die pflege bedurften, sind im verflossenen Berichtsjahr 1903 nur im Db- sprächen, ja, in einigen in der Radfahrwelt wohlbekannten Bezirken Kosten der Telephon- Fernleitungen nach Hunderttausenden beziffert dach Emserstraße 132 untergebracht worden. Es waren dort Anfang tomme es vor, daß die Polizeibeamten sich hinter Bäumen verſtedt zu werden pflegen, kann man sich eine Vorstellung davon machen, April 80 Personen gegen 86 im Vorjahre, Anfang Juli 68 Personen halten und dort aufpassen, ob nicht ein Radfahrer irgend eine un- welche Bedeutung der Erfindung Pupins beizumeſſen ist. Die Gre gegen 109 im Vorjahre, Anfang Oftober 28 Perfonen gegen 63 im bedeutende uebertretung begeht. Je mehr Radfahrer abgefangen findung ist auf theoretischem Wege gemacht worden. Daß aber die Vorjahre, Anfang Januar 1904 nur 22 Personen gegen 76 im Vor- würden, desto mehr bereicherten sich die betreffenden Gemeindefaffen. Anwendung der wissenschaftlich- theoretischen Resultate in der Praxis jahre. Im Siechenhause befanden sich im April 21, im Die an die„ Rad- Welt" in dieser Beziehung einlaufenden Klagen die Erwartungen, die man daran knüpfen durfte, in jeder Beziehung Juli 23, im Oktober 24 und Anfang Januar 28 Personen; im seien Legion und das Fachblatt habe die Pflicht, diese Mißstände vollauf rechtfertigte, wurde vor allem durch Siemens u. Halste beArmenhause Anfang April 16, Juli 17, Oktober 16, Januar öffentlich zu besprechen. Der Gerichtshof kam zur Verurteilung wiesen, welche vom Erfinder schon im Jahre 1901 die außer 19 Personen; in der dazu gehörigen Krantenabteilung Anfang der beiden Angeklagten. In dem Ausdruck der Mann" wurde amerikanischen Patentrechte zur Verwertung des Pupin- Systems" April 12, Juli 9, Oktober 16, Januar 25 Personen; im Wöchnerinnen zwar teine Beleidigung erblidt, dagegen die Brieftastennotiz selbst erworben hatten und die technische Seite der Erfindung in der glückheim Anfang April 1, Juli 0, Oktober 3, Januar 2 Wöchnerinnen. als beleidigend erachtet. Der Gerichtshof verurteilte Herrn Schulz lichsten Weiſe weiter ausgestaltet haben. Zunächst an dem FernKeine Gemeindefteuern erhebt das märkische Städtchen Münches au 10 Mart Geldstrafe event. zwei Tagen Gefängnis, Herrn fprechkabel Berlin Potsdam, dann an der Fernsprech- Freileitung berg im kommenden Verwaltungsjahre. Die Einnahmen aus den Dr. Remling zu 100 Mart Geldstrafe event. 20 Tagen Ge- Berlin- Magdeburg und darauf an einer Reihe von andren noch erForsten betragen 40 000 M. Außerdem hat die städtische Sparkasse fängnis. Den Beleidigten wurde die Befugnis zur Veröffentlichung heblich längeren Freileitungen und Kabeln, im Inlande wie im Auslande, zeigten Siemens u. Halste, daß das Pupin- System gegenüber erhebliche Ueberschüsse, so daß von einer Heranziehung der Ein- des Urteils auf Kosten der Angeklagten zugesprochen. den gewöhnlichen Fernsprechverbindungen in technischer wie in öfowohner zu den Gemeindelasten Abstand genommen werden kann. Ein Ehedrama. Eine That des Jähzorns und der Verzweiflung nomischer Sinsicht so weit überlegen ist, daß es von vornherein für Die günstige Lage der Finanzen der Stadt hatte die städtische Verlag einer Anklage zu Grunde, die gestern vor der zweiten Straf alle Neuanlagen von größerem Umfange fortan ausschließlich noch in waltung veranlaßt, die Errichtung einer höheren Schulanstalt beim kammer des Landgerichts II verhandelt wurde. Aus der Unter- Frage kommen kann. Natürlich war der Kampf um Erteilung oder Kultusministerium zu beantragen, aber ohne Erfolg. fuchungshaft wurde der 38jährige Arbeiter Albert Fiedler aus Richterteilung eines Batentes von so außerordentlicher Bedeutung Ueber die höhere Lehranstalt in Rigdorf teilt der Verwaltungs- Rigdorf vorgeführt, welcher beschuldigt war, feine Ehefrau mit dem ein ungewöhnlich lebhafter, wenn auch niemand das große Verdienst bericht des Magistrats mit: Die höhere Lehranstalt ist seit dem Verbrechen des Totschlags bedroht zu haben. Die Anklage hatte Bupins leugnete, und die Originalität des technischen Gedankens 1. Oftober 1902 ein Realgymnasium, verbunden mit einer Realschule. ursprünglich auf versuchten Totschlag gelautet. Der Angefchuldigte, vollste Anerkennung erfuhr. Im Beisein zahlreicher technischer wie Für beide Anstalten besteht eine gemeinsame Vorschule. Die Anstalt ein bisher völlig unbescholtener Wann, erfreut sich allseitig des besten juristischer Sachverständiger, u. a. auch des Erfinders selbst, der die führt den Namen„ Kaiser Friedrich- Realgymnasium und Realschule". Rufes. Der Vorsitzende stellte fest, daß man ihm nachrühme, ein Reise von New York nach Berlin nicht gescheut hatte, um der entDie Verwaltung unterliegt einer besonderen Deputation( diefer gehört braver, fleißiger Arbeiter und ein guter Familienvater zu sein. scheidenden Sizung persönlich beizuwohnen, hat nun das Batentamt auch ein Mitglied der socialdemokratischen Stadtverordneten- Fraktion Fiedler hat sich in höchster Erregung eine Revolverfugel in die linfe am 5. Februar endgültig entschieden, daß die Ansprüche des Eran). Am 1. Februar 1904 betrug die Schülerzahl: an der Vorschule Schläfe gejagt, seine Absicht, sich zu töten, aber nicht erreicht, er hat finders in vollem Umfange anzuerkennen feien, und daß demnach das Patent zu erteilen sei. 229, an den Realgymnasium 186, an der Realschule 273, zusammen fich nur das eine Auge ausgeschossen. Das Geschoß stedt noch in 688. An Klassen waren vorhanden: sechs Vorschulklassen, sechs Real- feinem Kopfe. Es war ein trübes Bild aus dem Cheleben, welches der Angeklagte dem Gerichtshofe vortrug. Im Jahre 1893 habe er Münchener Polizeiverhältnisse werden scharf durch eine Zuschrift gymnasialklassen( Serta bis Obertertia) und neun Realschulklassen( Serta die Emilie Stalweit, feine jezige Ehefrau, geheiratet. Seine Che, der illustriert, die der Münchener Post" zuging. Ein junges, unbis Unterfelunda.) Die Obertertia des Realgymnasiums wurde zu Ostern 1903 der Anstalt angegliedert. Zu Ostern 1904 wird die awei Mädchen entsprossen seien, sei im Anfang eine glüdliche gewefen. bescholtenes Mädchen schreibt dem genannten Blatte:" Ich ging jüngst Unterselunda des Realgymnasiums eingerichtet.-2egen Heber Dies habe sich aber geändert, als er im vorigen Jahre zwei Schlaf- abends gegen 6%, Uhr durch den Centralbahnhof, als mich ein großer, füllung der Sexta gymnasialis mußte Michaelis 1903 diese Klasse burschen bei sich aufgenommen habe. Seine Ehefrau habe ihm gegen blonder Herr auffallend scharf anjah. In der Befürchtung, er werde Er habe mich anreden, beschleunigte ich meine Schritte und verließ den Bahnin zwei parallele Coeten geteilt werden, ebenso im Mai vorigen über bald ein gänzlich verändertes Benehmen gezeigt. Jahres die dritte Vorschulklasse. An Lehrkräften hatte die Anstalt begründeten Verdacht schöpfen müssen, daß sie zu einem der Schlaf- hof durch den Mittelbau. Doch kaum auf dem Bahnhofplah anAls er feiner gelangt, wurde ich von einem andren Herrn direkt angehalten. neben dem Direktor 12 Oberlehrer, 2 wissenschaftliche Hilfslehrer, burschen in einem unerlaubten Verhältnisse stand. einen Zeichenlehrer und 9 Vorschullehrer. An Schulgeld werden für Frau einmal Borhaltungen machte, habe sie sich durch die Gegen- ftellte sich als Kriminalschuhmann vor und erklärte mir, daß ich ihm jeden Schüler des Realgymnasiums und der Realschule 100 Mart äußerung verraten: Wenn Du mich nicht so vernachlässigt hättest, auf die Wache folgen müsse, weil ich vor dem Herrn Polizeikommissar erhoben, während das Schulgeld für die Vorschule 80 Mart beträgt. iväre es nicht so weit gekommen!" Von diesem Zeitpunkt ab sei der 3obel davongelaufen fei. Der Kriminalschuhmann führte Frieden aus dem Hause gewesen. Schließlich habe seine Frau darauf mich zu meinem nicht geringen Schreden auf die Bahnhof PolizeiFreistellen wurden 38 gewährt. bestanden, daß er sich von ihr und den Kindern trennen solle. Er wache, wo ich zunächst warten mußte, bis Herr Kommissär Zobel „ Warum habe sich von ihr überreden lassen, ihr fast sämtliche Mobilien mit- kommt". Schließlich tam er auch und schrie mich grob an: zugeben und sie habe sich dann eine andre Wohnung genommen. laufen Sie vor mir davon, was haben Sie sich vor mir zu fürchten?" Bei Monate lang habe er es ohne seine Familie ausgehalten, dann, Herr Bobel fragte weiter, was ich im Bahnhof zu schaffen habe. am 13. Dezember, habe ihn die Sehnsucht übermannt. Es sei der Sodann mußte ich meine Personalien angeben, worauf es hieß:„ So, Natürlich hielt niemand es für Geburtstag feiner jüngsten Tochter gewesen. Wait einem kleinen jegt fönnen Sie wieder gehen. Geschenk für das Geburtstagskind versehen, habe er sich nach der nötig, fich bei der Arretierten wegen dieser unerhörten Belästigung Wohnung feiner Frau begeben. Er habe sie gebeten, die Stinder zu entschuldigen. Die junge Dame fann ohnehin von Glück fagen; anzuziehen, da er mit ihnen ausgehen wolle. Die Frau habe sich in andren Städten wäre es ihr vielleicht noch schlimmer ergangen. geweigert, feinen Wunsch zu erfüllen, es sei zu einem Wortwechsel gekommen und schließlich habe sie sich so weit vergessen, ihm den Bris. Die Liste zu den Gemeindewahlen umfaßt 1630 Wahlberechtigte mit einer Steuersumme von 216 501,69. Die erste Abteilung zählt neun Wähler, die zweite 118 und die britte 1503 Wähler. Durch die Anlage des Teltow- Kanals ist eine folche Steigerung des Grundwerts eingetreten, daß vier der größten Terrainfpetulanten in der ersten Abteilung eine bedeutend höhere Steuersumme als früher abführen müssen. Dadurch ist bewirft worden, daß fünf Steuerzahler von der ersten in die ziveite Abteilung hinunterrückten, und diese Degradation hatte wieder zur Folge, daß 30 Wähler aus der zweiten Abteilung zum Plebs der Sritten Abteilung geschlagen wurden. Der höchste Steuersatz beträgt in der ersten Wählerklasse 25 309,77 W., in der zweiten Klasse 1978 M. und in der dritten Klasse 271,84 M. " = Witterungsübersicht vom 24. Februar 1904, morgens 8 Uhr. nhalt einer Schüssel mit Abwaschwasser ins Geficht zu gießen. Jetzt sei ihm jede Ueberlegung geraubt worden. Er habe den Revolver, ben er feit längerer Zeit bei sich trug, weil er beabsichtigte, sich das Stationen Leben zu nehmen, aus der Tasche gezogen und einen Schuß in der Barometer stand mm N • quF richtung Windstarte Better Temp. n. G. 5°. 4°. Stationen Barometer. stand mm Wind 2Schnee-1 Haparanda 779 Still Bump Windstärke Better Temp. n. C. Er wollen!-21 1 bedeckt -7 763S 4 Dunst 8 765ND 3wollen! 2 Schnee-1 Betersburg 770 ND 3 bedeckt 0 Cort 2heiter 0 Aberdeen Schnee- 4 Baris 3 wolfig 400 19 Friedrichshagen. Die Gemeinde Wählerliste weist Richtung, wo seine Frau stand, abgegeben. Da er sie aber nicht 2620 Wähler auf mit einer Gesamt- Steuersumme von treffen wollte, habe er die Waffe so hoch gehalten, daß die Kugel 303 132,68 M. Hiervon entfallen auf die erste Stasse, welche nur oberhalb ihres Stopfes in die Wand einschlug. Dann sei er zur Küche Swinembe. 767 D 72 28ähler zählt, 121 048,38 M., auf die atveite Selasse mit 519 Wählern hinausgestürzt und habe sich auf dem Flur eine Kugel in die linke Samburg 768 D Berlin 121 019,82 M., und auf die dritte Klasse mit 2029 Wählern Schläfe gejagt. In bewußtlojem Zustande sei er nach dem Kranken- Frantj.a.M. 766 61 064,47 M. Der Steuersatz des höchstbesteuerten Wählers beträgt hause gebracht worden. München 762 Still in der ersten Klaffe 45 235,80 m., in der zweiten Klasse 529,60. Die Beweisaufnahme vereinfachte sich dadurch erheblich, daß die Bien 761 NN und in der dritten Klasse 119,20 m. Ehefrau des Angeklagten sowie deren Verwandte vom Recht der Wetter Prognose für Donnerstag, den 25. Februar 1904. Kühl und vorherrschend wolkig mit leichten Schneefällen und mäßigen Wilmersdorf. Das neu zu erbauende Reform Rea Beugnisverweigerung Gebrauch machten und auf die Leumundsgymnasium soll nach einem Beschluß der Gemeindevertretung zeugen verzichtet wurde. Der Staatsanwalt hielt auch jetzt nur noch nordöstlichen Winden. Verantwo. Redakteur: Julius Kaliski, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW,