Nr. 146. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- P.eislifte für 1892 unter Nr. 6662. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fern sprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage Sonnabend, den 25. Juni 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. das setzt nämlich nicht die Regierung den Tag der Neuwahl größere Rückwirkung auf die bevorstehenden Wahlen zu erfest, dies ist vielmehr in jedem einzelnen Wahlkreise Sache warten. Etliche Tausend oder zehntausend Arbeiter, die des betreffenden Wahlkommissärs. Da derselbe jedoch dabei sonst für die Liberalen gestimmt hätten, werden zu Hause Zum Quartalswechsel eröffnen wir ein neues Abonnement an gewiffe Fristen vom Tage des Empfangs der Aufforderung bleiben oder als Protest für die Tories stimmen auf den ( Brit") zur Vornahme der Neuwahl gebunden ist, so hat wird nach dieser Richtung hin vor der Hand Alles sein. es die Regierung thatsächlich in der Hand, für alle städti- Und zwar aus folgenden Gründen. schen Wahlkreise die Verlegung der Wahl auf einen Sonn- Erstens hat zwar die Bewegung für das Achtstundenabend unmöglich zu machen. Der Wahlkommissar darf die Gesch in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, Wahl nicht vor dem vierten und nicht nach dem o hten aber doch noch bei Weitem nicht alle englischen Arbeiter erfaßt. Tage nach Empfang des Wahl- Writ" ansezen; erhält er Sie hat ihren stärksten Anhang unter den unqualifizirten" dieses an einem Mittwoch, so hat er also, da der Sonntag| Arbeitern, die wiederum zu einem sehr großen Prozentsaz nicht zählt, nur zwischen den Tagen vom Montag bis fein Wahlrecht haben. Ferner haben sich eine ganze Anzahl zum Freitag der folgen den Woche freie Hand, der Sonn- Liberaler, die in solchen Kreisen kandidiren, wo die AchtUnser Blatt ist das Zentralorgan der deutschen Sozial- abend dagegen ist ihm abgeschnitten. Die" Write" werden stundenbewegung start ist, persönlich entweder für ein demokratie. Jeder Genosse und vor allem jeder Berliner am Abend nach der Auflösung verschickt" und sind am allgemeines oder wenigstens für ein Achtstundengesetz für Genosse muß es als seine Pflicht betrachten, das Zentralorgan nächsten Tage in allen städtischen Kreisen in den Händen seiner Partei zu halten. Die Unterſtügung der gegnerischen, auch der Wahlkommissäre der sogenannten parteilosen Presse heißt im Kampfe dem eigenen Sonnabends wird erreicht, wenn die Auflösung an einem der Zweck der Ausschließung des Dienstag verfügt wird, und Dienstag, der 28. Juni, soll der von der Regierung für die Auflösung in Aussicht genommene Tag sein. Neue Welt". Feinde die Munition liefern. Auf unsern Feuilleton- Theil wird besondere Sorgfalt verwandt werden. Außer einem Roman aus dem Französischen: Schlagende Wetter, das Leben, Ringen und Sterben des Bergmanns schildernd werden wir unter andern auch den trefflichen Roman: ,, Die Waffen nieder", von Freifrau von Suttner, unferen Lefern vorführen. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652.) Wir ersuchen unsere Bostabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig( mehrere Tage vor Qnartalsschluß) aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bu den Wahlen in England. II. London, den 21. Juni 1892. Vorige Woche lief die Nachricht durch die Presse, die Regierung beabsichtige das Datum der Parlantentsauflösung so zu wählen, daß die Wahl in keinem der städtischen Wahl freise an einem Sonnabend stattfinden könne. In England Feuilleton. Nadbrud verboten.) Am Webstuhl der Zeit. [ 146 Der Bergarbeiter verpflichtet, und da die Gewinnung einer Reform als Vorläufer der Geminnung der Parteihäupter möglichst großen Anzahl von Abgeordneten für eine erstrebte hier der Weg der meisten Reformbewegungen war, so werden diese Leute eben gewählt werden und wird damit in den betreffenden Wahlkreisen das Uebel von der liberalen Partei der Regierungsvertreter Balfour auf ihre Behauptung, es ja nicht blos in Bezug auf die Arbeitszeit der Schuh, sie Von den Liberalen über diesen Punkt interpellirt, gab als solcher abgewendet sein. Drittens drückt die Arbeiter sei darauf abgesehen, den Arbeitern die Ausübung ihres haben noch allerhand andere Schmerzen, und da das Wenige, Wahlrechts zu verkürzen, so lahme und ausweichende Ant- auf welches die Liberalen in dieser Hinsicht sich verpflichtet worten, daß aus allen seinen Erklärungen nur eine haben, immer noch mehr ist, als was von den Tories zu Bestätigung derselben hervorging. Sonnabend, erwarten ist, so werden die Arbeiter, mangels einer eigenen der Neffe des Premierministers, sei ein Arbeiterpartei, eben für die Ersteren stimmen. schlechter Wahltag. Da kämen die frommen Juden, Jufolge des stückweisen Ganges der englischen Wahlmenn sie ihre Wahlpflicht ausüben wollten, mit rechts- Erweiterung sind die Arbeiter in England von Anfang ihrem Gewissen in Konflikt, die Masse der kleines Laden- an zu Kompromissen mit den bürgerlichen Parteien erzogen inhaber könnten schlecht abkommen, weil der Sonnabend ihr worden. Ueberhaupt ist der Parlamentarismus in England Hauptgeschäftstag sei, und außerdem gebe es am Sonnabend mehr als irgendwo sonst aus Kompromissen zusammengesetzt. die meisten Betrunkenen, so daß bei der Erregung, die die Wie sollte es sonst möglich sein, das ganze Land, soweit es Wahl ohnehin mit sich bringe, um so mehr Exzesse zu befürchten seien. Alles sehr fadenscheinige Argumente, hinter denen nur die Angst vor einer Wiederholung der trüben Erfahrungen des 5. März 1892 steckt. meinte An dem genannten Zage haben nämlich die in meinem gestrigen Briefe erwähnten Erneuerungswahlen zum Londoner Grafschaftsrath stattgefunden, und der Erfolg der starken Betheiligung der Arbeiter war eine Niederlage der Konservativen, die faft einer Bernichtung gleichkam. Da sie nun wissen, daß politisch in Betracht kommt, auf zwei große Parteien zu reduziren? Die Wahlreform von 1832 brachte einem so kleinen Bruchtheil englischer Arbeiter das Wahlrecht, daß au die Aufstellung eigener Arbeiterkandidaten gar nicht gedacht werden konnte. Die Reform von 1868 öffnete die Thür schon weiter, aber die Hineingelassenen waren schließlich doch vom Gros ihrer Klassengenossen getrennt. Sie waren eine privilegirte Minderheit ihrer eigenen Klasse, und so waren es auch nur Vertreter der Aristokratie der Arbeiterbewegung, trotz aller Halbheit der Liberalen das Gros der Arbeiter Trade Unionsführer alten Schlages, die auf Grund des neuen auch bei den Parlamentswahlen für diese stimmen wird, so Wahlrechts ins Parlament einzogen. Kam die Wahlreform wollen die Tories wenigstens das Uebel nach Möglichkeit von 1884, die wenigstens der großen Mehrheit der Arbeiter verringern. das Wahlrecht gab. Aber wir haben gesehen, wie viel ArDie Redaktion des Vorwärts" hat in ihrer Nummer beiter auch sie noch draußen läßt, welche materiellen vom 18. Juni ganz richtig bemerkt, daß die ablehnende Schwierigkeiten der vollen Ausnutzung des Wahlrechts noch Antwort Gladstone's an die Deputation des Londoner im Wege stehen. Die Arbeiter fühlen noch nicht die Kraft Trades Council in Bezug auf die Achtstundenfrage ein in sich, mit der alten Ueberlieferung zu brechen und als großer Dienst war, den der Führer der liberalen Partei der eigene Partei aufzutreten, sie wissen sich eben gerade stark Arbeiterfache geleistet. Er hat manche Illusion zerstört, genug, auf die anderen Parteien zu drücken und ihnen allerdie noch in den Köpfen der englischen Arbeiter spukte. hand Konzessionen abzunöthigen. Und darum wählten sie Aber es wäre durchaus irrig, von dieser Lektion eine diese bequemere, aber auf die Dauer unzulängliche und mit wieder zu einem Kampfe führen, und dann zu einem Kampfe zwischen uns." Und somit sind Sie entschlossen, Ihre Erfolge bis aufs Aeußerste zu verfolgen?" fragte der König mit finsterer Miene. „ Wir könnten jetzt nicht anders, selbst wenn wir wollten," entgegnete Lange gelaffen. " Haben Sie bedacht, daß sich die Lage wenden, daß Sie bei erneutem Ausbruch der Feindseligkeiten Alles, bedenken Sie, Alles verlieren können?" nicht die Rede sein. Welches Recht hätten wir dazu? Sobald die Waffen ruhen, werden wir unsere Diktatur niederzulegen und das Volk zur Wahl eines allgemeinen Parlaments aufzufordern haben, welches die neuen Landesgesehe zu berathen haben wird. Ueber diese neuen Gesetze stimmt das gesammte Bolt in Urabstimmung ab, genehmigt oder verwirft, in welchem letzteren Falle die Vorschläge der Minoritäten zur Ürabstimmung gelangen. Zur Wahl aber, wie zur Urabstimmung sind alle Staatsbürger und folglich alle Parteien gleichmäßig berechtigt. Es ist dabei Jedem Gelegenheit gegeben, für seine Ideen eine Majorität zu erringen, und es wird sich zeigen, welche Verfassungsbestimmungen und Gesetze die meisten Verehrer finden." " Und in der Zwischenzeit?" " In der Zwischenzeit wird Alles in seinem bisherigen Bustande zu verbleiben haben, nur daß wir die Waffen zur Hand behalten werden." Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. " Darum ist uns nicht bange, Majestät. Die Arbeiter Unter Demokraten echter Farbe und namentlich unter sind seit undenklichen Zeiten zu Prügeljungen der Launen Sozialdemokraten ist der Führer nichts als ein Rathgeber und Leidenschaften ihrer Herrscher oder der privilegirten des Volkes und der Ausführer des Volkswillens. Ich Klassen verbraucht worden, Millionen von Leben sind da erklärte mich, zumal ich kein Versprechen geleistet, außer für fremde, ja arbeiterfeindliche Zwecke auf den SchlachtStande und außer Willen, für die Wiederherstellung einer feldern ohne Gewissensbisse geopfert worden; warum soll Staatsform zu wirken, welche Gefahren für das Volk jeder der Arbeiter weniger Muth entwickeln, wenn er einmal für zeit in ihrem Schooße birgt." fich, für seine Interessen, für die Seinen und die künftigen Und wer soll einstweilen die Regierung führen?" Generationen, ja für die höchsten Ziele der Menschheit die" Es wird einstweilen nicht viel zu regieren sein, da die Sie haben Ihre Worte damals sehr schlau, beinahe Waffen ergreift? Und was unsere Ideen betrifft, so Regierung nur ein Organ der vom Volke gewählten jesuitisch gesetzt, Herr Doktor," bemerkte der ehemalige sind sie in keiner Schlacht zu schlagen, durch keine Nationalvertretung sein soll und also deren Beschlüsse abzuMinister mit ziemlich bitterem Tone. Verfolgung zu ersticken, sie wachsen bei allen Ver- warten hat. Die bisherigen Staatsbeamten fungiren einstwie kräftiger, die Bäume Ganz gewiß nicht, ich sagte, was ich dachte und wie folgungen im weilen fort, und nur für die Ueberwachung derselben wird ich's dachte. Ein Vertrag ward nicht geschlossen, teine Leistung Sturm. Den Sozialismus rotten Sie nur mit dem letzten von unserer Seite eine Kommission niedergesetzt werden." von Ihrer Seite liegt vor, wenigstens teine Leistung in Arbeiter aus, und wenn das jemals geschehen könnte, müßten Die Ueberwachung meiner Behörden kommt doch wohl Blut getaucht. Sie ließen die Arbeiter ihr Blut versprißen, die Angehörigen der privilegirten Stände Arbeiter werden, um eine Partei, die Ihnen mit Recht verhaßt war, zu da gingen auch die sozialen Kämpfe wieder von Neuem ftürzen. Hätten Sie und Ihre Partei mit uns gekämpft los." " nur auf der Barrikade, wir müßten mit Ihnen ehrlich ab- Aber so laffen Sie doch hören. Was wollen Sie jetzt, rechnen. Dem ist nicht so, wir standen allein; und es ist wenn wir Ihnen das Feld räumen, für Geseze diktiren?" besser so, denn alle Konzessionen, die wir Ihnen aus Rück frug der König bitter. Republik proklamiren? das Eigenficht der Treue und Ehrlichkeit zugestehen müßten und nicht thum tonfisziren?" aus innerer Ueberzeugung, würden über kurz oder lang doch" Entschuldigen Sie, Majestät, hier kann vom Diktiren " mir zu?" Gewiß, Majestät, und je ausreichender dieselbe ge schieht, je mehr Arbeit wird unserer Kommission erspart bleiben." Und die Eigenthumsverhältnisse?" # Bleiben während des Provisoriums unverändert und werden später, dafür bürgt der gesunde Sinn des Volkes, nach den Grundsäßen der Billigkeit und Gerechtigkeit ge M Während die der Gefahr allmähliger Entnervung verbundene Taktik.[ erst schreiben: des politischen Interesses- das wäre aber p Von Jahr zu Jahr ist die Widerstandsfähigkeit der Dieselbe erscheint um so plausibler, als sie die Macht der vielleicht zu fühn gewesen. Daß dem deutschen Bolt Un- kleineren Konkurrenten schwächer geworden, und unaufhaltGewohnheit für sich hat, und bei den Führern der großen geheures und Ungeheuerliches zugemuthet werde, das wird sam steuert die kapitalschwache Klasse des UnternehmerParteien auf ein gewisses Entgegenkommen stößt. gar nicht mehr ernstlich bestritten. Man streitet sich nur thums auch der Großbetriebe bereits- dem ZusammenDiese sind in der politischen Mache erfahren genug, um um nebensächliche Dinge ob mit der Vergrößerung der bruch zu. zu wissen, daß man mit dogmatischer Exklusivität feine Präsenzstärte eine entsprechende Verkürzung der Dienstzeit Die toloffale Ausdehnung der Unternehmungen, die Armee auf die Beine bringt. Ihre Nein's sind immer nur verbunden werde, und ähnliche Fragen. Zweijährige Dienst Verkettung verschiedenartiger Erwerbszweige zu einem bedingte Nein's. Sie geben zu verstehen, daß sie aus zeit hin, zweijährige Dienstzeit her und wenn es ein großen Ganzen revolutionirt den Weltmarkt. ur eine Katastrophe meist ihrem Herzen keine Mördergrube machen, sondern mit sich jährige Dienstzeit wäre! Nicht in der Dienstzeit liegt früher den Einzelnen handeln laffen. Aber Alles nur mit der Zeit, hübsch lang- das Uebel, sondern in dem ganzen Heeressystem, in dem traf, reißt jetzt eine jede Katastrophe stets eine sam und stückweise, so daß sie immer noch etwas zu bieten Militarismus. ganze Anzahl von Existenzen in den Abgrund. Der ge übrig behalten. Kleine Konzessionen erhalten die Freund- Der Militarismus verträgt sich sehr wohl auch mit steigerte Kreditverkehr mit seinem Schmaroßer, der nimmerschaft, ist ihr Grundsatz, und ferner, es nie auf's Aeußerste turzer Dienstzeit. Aber das Wohl und die Freiheit des rastenden Spekulation, paralysirt Spekulation, paralysirt etwa auftretende ankommen zu lassen. Ist eine Sache unvermeidlich ge- Boltes vertragen sich nicht mit dem Militarismus. Das Besserungen der Produktions- und Absatzverhältnisse in einem worden, so spielt man im letzten Moment das Zuvor- ist der Kernpunkt der Sache. Gegen eine Verkürzung der Augenblick. Nirgends giebt es Ruhe, nirgends eine kommen und thut so, als gäbe man sie freiwillig und aus Dienstzeit sind wir selbstverständlich nicht, allein sie ist nur Wendung zum Bessern in der tollen Hezjagd nach Profit. gutem Herzen. ein unwesentliches Zugeständniß, das einzig zu dem Zweck Das Großfapital allein zieht siegreich durch die Lande, So auch mit der Arbeiter und selbst der sozialistischen gemacht wird, den Militarismus zu verstärken und zu und seine Laufbahn wird gekennzeichnet durch die Leichen, Kandidatur. Wie die Liberalen ehedem den alten Gewerk verewigen. Durch solche Konzessionen dürfen wir uns welche den Boden bedecken. Der Großkapitalist endlich wird vereinlern den Biffen einiger Parlamentssige zukommen nicht täuschen, nicht von der Kardinalforderung abbringen verdrängt durch die Unternehmerverbände, die Riesentrusts. ließen, so fehlt es jetzt neben diesen langjährigen Kunden lassen: Die Sozialisirung der Produktion muß der liberalen Partei nicht an etlichen Arbeiterkandidaten Prinzipieller Bruch mit dem herr- bas Endresultat sein; dafür bürgt etwas schärferer Tonart, welche auf die liberale Liste ge- fchen den Militärsystem! Weg mit dem Thätigkeit des Monstrefapitals, wie sie unseres Erachtens nommen worden sind. Selbst John Burns wird von Militarismus! in der Konkursstatistik zu so sinnfälligem Ausdruck geden Liberalen als ihr Kandidat genannt, weil sie nämlich langt. sich in das Una bänderliche gefügt und, statt ihm einen Von den Todten nichts Schlimmes! denken die Judenbordelle wir sind nicht so zimperlich, das Gegenkandidaten gegenüberzustellen, für seine Wahl ein- Beitungen und sagen zumeist über die verflossene LandVielleicht werden sie es in letzter Stunde auch tags- Session wenig oder nichts. Was läßt sich auch Wort unausgeschrieben zu lassen, so lautet der Titel mit Kair Hardie, dem Bergarbeiter der viel sagen? In den 5 Monaten seines Zusammenseins hat der jüngsten antisemitischen Hezzbroschüre, die mit so in West Ham bei London aufgestellt bei London aufgestellt ist, ebenso der Landtag, mit einer einzigen Ausnahme, blos die aller- riesigem Reklamelärm in den Straßen Berlins verkauft machen. Zur Beit haben ihm die dortigen Liberalen einen gewöhnlichste Schablonenarbeit verrichtet. Und die einzige wird. Wer den Wisch kauft, ist um sein Geld betrogen, gewissen Jos. Leicester gegenübergestellt, der einmal vor Ausnahme ist das Schulgesetz, welches ein tecker Vorstoß denn er findet darin Nichts als die seiner Zeit von allen langen Jahren Arbeiter war und sich deshalb Arbeiter des fanatischen Wuckerthums war, und ein Versuch, die Zeitungen veröffentlichten Berichte über einige Kuppler fandidat nennt, trotzdem die organisirten Arbeiter des Kreises Schule vollständig unter das Joch der Kirche zu bringen. prozesse, in denen Juden eine Rolle gespielt haben. lleber von ihm nichts wissen wollen. Weitere von Arbeiter Freilich ein Vorstoß und ein Versuch von mehr prinzipieller den Unfug selbst haben wir uns gestern schon prinzipiell kandidaten gefährdete Wahlkreise in London find: Nordost als praktischer Bedeutung. Denn thatsächlich ist die Schule ausgesprochen. Heute möchten wir einen praktischen Vorschlag Betheal Green, wo dem bekannten Gewerkvereinler in Preußen und dem übrigen Deutschland unter der Bot- machen. Man veröffentliche eine Gegenbroschüre, die alter Schule George Howell der Sozialdemokrat S. mäßigkeit der Kirche und ihrer weltlichen Zwillingsschwester, ebenso faftigen Titel und saftigeren Inhalt hat, nämlich Das Schulgesetz lieferte dem bürgerlichen eine Sammlung von Berichten über gewisse Kuppler R. Taylor gegenübersteht, Peckham und möglicher der Polizei. weise auch Wandsworth. In diesen Kreisen würden Liberalismus eine willkommene Gelegenheit, sich wieder ein- prozesse, deren Heldinnen adlige Damen waren mit einer ein lärmen- Kundschaft in hohen und und höchsten Kreisen. Diese aber, wenn von beiden Seiten an den betreffenden Kandi- mal als Verfechter der Freiheit aufzuspielen, baten festgehalten wird, voraussichtlich die Tory- Kandidaten der Entrüftungssturm wurde in Szene gefeßt, und, obgleich Broschüre- man tönnte sie vielleicht germanische Adels lasse man durch Dienstmänner ver gewählt werden. Im Wahlkreise Holborn im Herzen es nur Schauspielerei und Theaterdonner war, streckte die bordelle nennen von London ist der Schriftseter G. Bateman, früher Regierung. doch die Waffen und bekundete damit so recht theilen, die unmittelbar neben die Judenbordell- Ausrufer Mitglied der Sozialdemokratischen Föderation, Arbeiter handgreiflich die Abhängigkeit des Staates vom Kapitalis postirt werden und ebenso laut zu schreien haben. Wir kandidat der Liberalen. Dies ist das wichtigste Ereigniß der gestern ge- wetten, in 24 Stunden sind die Judenbordelle von den schlossenen Landtags Session- und dieses wichtigste Er- Straßen verschwunden. cigniß war eine Komödie. mus. sich sputen. Eine Lifte der Arbeiterkandidaten in ganz England läßt fich noch nicht geben, weil bis zum Nominirungstage, wo die Kaution hinterlegt werden muß, noch manche der einstweilen proklamirten Kandidaturen zurückgezogen werden wird. Auch muß man den Meldungen der Blätter gegenüber sehr vor sichtig sein, da, wie schon gezeigt, mit dem Namen„ Arbeiter kandidat" aller mögliche Humbug getrieben wird. Bis eine wirkliche Arbeiterpartei, die nichts anderes sein kann als eine sozialistische, zustande kommit, wird es immer auf den individuellen Fall ankommen, ob ein Arbeiterkandidat" als Vertreter der Arbeiter als Klasse betrachtet werden kann oder nicht. Zu einer solchen aber haben wir erst die Anfäße. Am nächsten scheint man ihr in Schottland zu sein, wo deum auch die kleine, aber rührige Labour Party" den Nichtarbeiter" Cunninghame Graham im Distrikt Camlachin( Ost- Glasgow) als Arbeiterkandidat aufgestellt hat. Ihm stehen, außer einem Tory, zwei Liberale gegenüber. Aber bis zum Nominirungstage wird wohl doch mindestens einer von ihnen zurücktreten, und dann kann Graham's eröffnet worden, und seit Beginn des Jahres deren 3567. Wie stellen diesen Zahlen zunächst die vergleichenden Siffern der letzten 5 Jahre gegenüber. Danach fanden Konkurseröffnungen statt: Wahl als gesichert betrachtet werden. Jm Uebrigen geht die allgemeine Annahme dahin, daß Die Liberalen wohl eine Mehrheit zusammenbekommen werden. Nur schwanken die Wahlpropheten zwischen einer Mehrheit von 30 oder 130. Das ist aber mehr für die Irländer von Interesse, deren Chancen wachsen, je mehr Bladstone von ihnen abhängt, als für die Sozialdemokratie. Darüber in einem späteren Briefe mehr. Politische Ueberlicht. Berlin, den 24. Juni. Christenthum und Galgen. Unter den Zivilisatoren Einer Weltausstellung für das Jahr 1900 redet des dunklen Erdtheils befindet sich auch, wie der Leser der Pariser Figaro" das Wort. Sie soll aber nicht in wohl wissen wird, der christlich- germanische Radaubruder Berlin stattfinden, sondern in Paris, wo ja nach Peters( Dr.) Ueber die afrikanische Thätigkeit dieſes altem Brauch alle 11 Jahre 1856, 1867, 1878, 1889 Kraftmenschen" der sich schon in Europa durch eine Weltausstellung zu sein pflege. Nun-Berlin muß Gewaltthätigkeit auszeichnete, sind von Beit zu Zeit Mittheilungen zu uns gedrungen uns gedrungen, die zwar nicht mit Bewunderung erfüllen konnten, aber mit Ver Die Konkurse in Deutschland. Die Zahl der wunderung, daß die Neger sich die Handlungen dieses Bankrotte im Deutschen Reiche schwillt lawineuartig an. sonderbaren Heiligen so lange gefallen ließen. In Bon jeher war die Bewegung der Konkurse eines der Amerika hätte er es gewiß feine drei Tage sichersten Merkzeichen für den Gang der Wirthschaftsgetrieben. Die Hundspeitsche und der Revolver politik. waren feine unzertrennlichen Begleiter. Jetzt erhalten Die Zahlen, welche eine soeben erschienene Statistik wir nun über den Herrn zwei charakteristische Wiittheilungen, darbietet, find wahrhaft vernichtend. die in engem Zusammenhang miteinander stehen.. Die Unruhen, zu deren Dämpfung Hauptmann v. Bülow mit der verunglückten Expedition ausgeschickt ward, sind in dem von Herrn Peters verwalteten Gebiete ausgebrochen. Das ist Mittheilung Nr. 1. Im Monat Mai sind von den Gerichten 665 Konkurse Im Mai des Jahres 1992: 665 Konkurse 1891: 559 " 1890: 487 " 1889: 474 " 1888: 423 " In den erflen 5 Monaten des Jahres 1892: 3567 Ronkurse 1891: 3109 " 1890: 2595 " 1889: 2257 1888: 2250 " " D. h. im Jahre 1892 fanden bisher bereits 458, oder 14,7 pet. mehr Konkurse statt, als im Vorjahr und gar 37,5 pt. mehr, als im Jahre 1890. Das Auf und Ab des Geschäftsganges, wie es der Kapitalismus mit seiner Ueberproduktion und seinen Krisen Die große Militärvorlage tritt mehr und mehr in zur Folge hat, gelangt in diesen Ziffern zu einem eklatanten den Vordergrund der politischen Diskussion wir wollten Ausdruck. Und Mittheilung Nr. 2. Herr Engen Wolf, der sich bis jetzt als zuverlässiger Afrika- Berichterstatter erwiesen hat, schreibt: Dr. Peters selbst ist Knall und Fall, und, wie man sagt, ohne daß selbst der Gouverneur es wußte, na ch Rapstadt abgereist; sein bisheriger Sekretär, Baron v. Pechmann, hat den Peters'schen Dienst quittirt und ist nach Europa zurückgekehrt. Es scheint, daß Dr. Peters am Kilimandjaro sehr viel Mißfallen erregt hat; er soll so wenig human aufgetreten sein, daß auch die Missionare ihre Ent rüftung äußerten und an ihre Vorgesetzten darüber berichteten. Es soll von Anfang an einen sehr schlechten Eindruck hervor gerufen haben, daß Dr. Peters direkt neben dem Flaggenstock, an welchem die Reichs- Kriegsflagge wehte, einen Galgen aufbauen ließ." am Ende unserer Regierung angelangt. Es wird uns leichter werden, als dem Manne, der die Krone seiner Ahnen niederzulegen geht." cegelt. Ein revolutionäres Volk ist keine Räuberschaar. äußeren Rücksichten mehr in unseren freien Ueberzeugungen Ein Bolt nimmt sich nur das Recht, einem unerhörten uns brauchen beeinflussen zu lassen. Oben auf dem Jacoberschreienden Ausbeutungssystem genügende Schranken zu berge ist alsbald nach Verkündigung der Waffenruhe von Mir wird das Niederlegen der Regierung erstaunlich jetzen." unseren braven Artilleristen die weiße Fahne aufgepflanzt Wollen die Herren ein Biertelfiündchen verziehen, bis worden. Der kommandirende General wollte zwar sofort leicht werden", bemerkte Fraut, da ich noch nicht einmal ich mit meinen Räthen nochmals Rücksprache gepflogen?" einige Bataillone Infanterie den Berg hinauffenden, aber Beit gehabt, dieselbe anzutreten". bemerkte der König. Wießner hat ihm sofort ankündigen lassen, daß bei der ge- Sie haben noch einige Stunden Beit dazu", erwiderte „ Es ist unsere Pflicht," erwiderte Lange, der, als der ringsten Bewegung der Truppen nach jener Höhe der Kampf Hanke lächelnd. Monarch sich entfernt hatte, die Stirn mit dem Tuche auf der ganzen Linie beginnen würde. Der Adjutant, den" Es ist wahr, und diese werde ich benutzen, um mich trocknete und zu den Freunden meinte: Handelte es sich wir nach dem Kabinette des Königs eilen sahen, hat ohn- ohne Ceremonien mit meiner Braut trauen zu lassen. Den nicht um das Leben von Hunderttausenden, ich hätte nicht streitig dieselbe Nachricht gebracht und uns damit viel un- Pfaffen will ich sehen, der mir jetzt Schwierigkeiten in den Kraft genug, an dieser Stelle auszuhalten. Aber was, angenehme Mühe erspart." Weg zu legen sich getraute. glaubt Ihr, wird der Ausgang dieser Berathung sein?" Hoch lebe die brave Artillerie, hoch die militärische Sie werden, Herr Frank, gefälligst diese Zeit wichtigeren „ Er wird den Frieden vorziehen, denn der kommandirende Jusurrektion!" rief Frank mit Enthusiasmus, und die Geschäften widmen wichtiger, weil dringlicher, versteht General kann nicht anders, als den Kampf verzweifelt Andern hatten Noth und Mühe, ihm begreiflich zu machen, sich von selbst," bemerkte Lange, wir begeben uns nach dem nennen," meinte Frank. Verstärkungen können den Truppen daß dieser Nuf überall besser angebracht sei, als gerade jezt Rathhause." nicht mehr zukommen, unsere Hilfsmittel dagegen sind beinahe im Empfangszimmer des Königs. " Mir auch recht," gestand der Zurechtgewiesene und unerschöpflich." Endlich erschien der König wieder. Er sah sehr nieder folgte den Uebrigen. " Wir können die günstigen Umstände nicht genug preisen," geschlagen aus, seine Räthe nicht minder. meinte Reinisch, die es uns ermöglichten, die Hauptstadt Meine Herren," begann er, ich habe mich belehren Große Aufregung herrschte inzwischen in der Stadt. so zu isoliren, wie sie es gegenwärtig ist. Ein Rückzug der laffen, daß ein weiterer Kampf ungemein blutig und ohne Aber noch ehe die Mitglieder der revolutionären Regierung Truppen ist beinahe undenkbar, denn ringsum ist das Land- sicher zu berechnenden Ausgang sein würde. Unter solchen zurückgekehrt, wurden die Truppen nach den Kasernen volk aufgestanden; alle Dörfer sind verbarrikadirt, alle Umständen gebe ich der Stimme der Menschlichkeit Gehör zurückgeführt und beurlaubt. Rein Gegner zeigte sich Wege verlegt und bedroht, der Kavallerie aber unzugänglich und lege die Waffen nieder, unter der Bedingung, daß bis mehr den Volkskämpfern. Wießuer begab sich nach dem gemacht." zum Zusammentritt des auf Grundlage des allgemeinen Rathhause. Das ist die Frucht unserer Proklamationen," bemerkte gleichen und direkten Wahlrechts gewählten Parlamentes Gegen Abend erschien die Bekanntmachung von dem, Hanke, der Landmann weiß jeßt, daß ihn mit uns solida- die Gesetze aufrecht erhalten werden und die Beamteten was geschehen. An allen Straßenecken waren die Proklas risches Interesse vereint." unter unparteiischer Kontrolle der zu gestellenden Kommission mationen in Riefenlettern zu sehen, und bald erklangen die fortamtiren. Dem Armee- Kommando ist bereits der Befehl Glocken aller Kirchen, die den ganzen Tag über Sturm ge zugegangen, die Armee zu beurlauben. Herr v. Hohens läutet, zum Friedensgeläute, während Wießner allen hausen wird sich als mein Generalbevollmächtigter bezüglich Straßenkommandanten die Wegräumung der Barrikaden der nothwendigen Auseinandersetzungen mit Ihnen oder und der sonstigen Hindernisse des freien Verkehrs ans der provisorischen Kommission in Verbindung segen. empfahl. Meine weiteren Entschließungen behalte ich mir vor. Adieu, Frank schlug den Freunden zwar noch ein frugales meine Herren, ich vertraue Ihrer Ehrlichkeit." Abendbrot vor, aber Lange, von den aufregenden Arbeiten der letzten heißen Tage erschöpft, und gepeinigt durch seine Wunden, brach an der Schivelle des Sitzungsfaales zus sammen und vermochte nur die Worte zu flüstern:„ Wir ist elend zum Sterben." # " In diesem Augenblick durchschritt ein ganz von Staub bedeckter Adjutant das Zimmer und verschwand durch die Thüre, durch welche sich der König mit seinen Räthen zurückgezogen hatte. Der sah nicht aus, als brächte er dem Könige erfreuliche Nachricht," meinte Reinisch. Lange wurde in demselben Augenblicke durch einen Adjutanten oder Ordonnanzoffizier des Königs herausgerufen. Als er zurückkehrte, strahlten seine Augen Sieg: " Triumph!" rief er den erwartungsvollen Bundesgenossen und Freunden zu:" Die Freiheit ist für dieses Mal gereitet. Wießner läßt uns melden, daß wir durch keine Der König entfernte sich darauf mit schnellen Schritten, und Herr von Hohenhausen kündigte seinen Besuch auf dem Rathhause an, worauf er sich gleichfalls mit höflichem Gruß entfernte. „ So sind denn auch wir, meine Herren," sprach Lange, Besorgt und erschrocken hoben ihn die Freunde auf und Inzwischen soll Herr Peters wieder aus Kapstadt zurück- 1 Odessa exportiren, eine unbefriedigende erntes diesen Dingen ein zuverlässiger Kronzenge" ist, enthüllt gekommen sein, jedoch nicht an den Ort der Gefahr. haben werden, auch wenn es von nun an günstige worden. Dieser Galgen als Wahrzeichen der Zivilisation, Witterung geben sollte." an deren Spitze wir marschiren und mit der. wir die um- Soweit die Zeitungsnotiz. Aber auch die Regierung Diese barbarischen Kommunarden! Unter den nachteten Afrikaner beglücken wollen, ist aber eine so geniale selbst läßt nun veröffentlichen( S. Berichte der Steuer französischen Großstädten, welche die Sozialisten bei Idee, daß wir für diesen köstlichen Wig, diese unübertreff erhebungs- Beamten), daß der Zustand des Wintergetreides den legten Maiwahlen erobert haben, befindet sich liche Perfiflage unserer Kulturmission und Kolonialpolitit in 14 Gubernien( darunter 12 der getreidereichsten Ruß- Roubaix. Die Herren Bourgeois- großprozige Fabridem unfreiwilligen geistreichen Urheber uns zu tiefem Danke lands) unbefriedigend sei. Vom Sommergetreide fanten warteten mit Bittern und Bagen auf die fürchterverpflichtet fühlen. heißt es freilich noch:" gut", aber es wird zugefügt:„ mit lichen Dinge, die von den fürchterlichen Kommunarden über Wer erinnert sich nicht des Triglaff'schen:„ Die Preßfreiheit Ausnahme" u. s. m. sie verhängt werden würden. Und siehe da was geschah? mit dem Galgen!"? Die Zivilisation mit dem Galgen- das Da die Ernte des Sommergetreides in Rußland erst Erster Schlag: Herabsetzung der hohen, Erhöhung der ist ein tausendmal schlagenderes Schlagwort. Die Zivilisation Mitte und Ende August und später erfolgt, so kann die niedrigen Gehälter; zweiter Schlag: eine Mehrbewilligung mit dem Galgen als Symbol! Wohlgemerkt die chrift Regierung bisweilen Blindekub" spielen. Es ist aber fein von 140 000 Franks für die Voltsschulen, hauptsächlich liche Zivilisation ein Hänge- Christenthum. Wie hat Geheimniß mehr, was das Ende sein wird. zum Zweck der Einführung von Schul- Kantinen man sich nicht empört über die polnischen Bänge- Gendarmen"? Scheint die Regierung ruhig und sorglos ihr Schicksal( Cantines Scolaires) d. h. von Speisung der SchulNun, was sind die Peters und Konsorten denn anders als in die Hände des himmlischen Lenkers" zu legen, so ist inder- arm und reich auf Gemeindedie Hänge- Gendarmen der christlichen Zivilisation? Den die Landbevölkerung, der eine neue Hungersnoth bevorsteht, often. Galgen hatte der alte Fuchs Windthorst wirklich ver- defto unruhiger und wendet sich an die irdischen Lenfer", Die Herren Kapitalisten und Fabrikanten sind ganz gessen, als er zum neuen Kreuzzug ausziehen wollte mit der an die Regierung. Die Landschaftsvertretung der Gubernié erstaunt, fie befühlen ihren Hals, ob der Kopf noch fest Bibel in der einen, und dem Schwert in- der anderen Hand. Woronesch hat an die Regierung ein Gesuch gerichtet, in darauf sitt. Es wird aber noch lange dauern, ehe sie sich Schade nur, daß das Hänge- Christenthum des Herrn Peters welchem fie, mit Hinweis auf die bevorstehende Mißernte, von diesen zwei boshaften Schlägen erholt haben. ein gefährliches, zweischneidiges Ding ist. Hauptmann um Unterstügung bittet, damit sie in den Stand gesetzt Wir möchten unseren französischen Freunden in den von Bülow hat daran glauben müssen, und wenn Herr werde, das Volk nach der Ernte zu ernähren und für Peters die Kourage hat, den Schauplaß seiner früheren die Aussaat zu sorgen!... Thätigkeit zu betreten, so tönnte es leicht geschehen, daß die Neger, die er zum Aufstand getrieben, ihn an seinem eigenen Galgen auffnüpfen. Für die Immunität der Reichstags- Abgeordneten ist in Deutschland ein Staatsanwalt von Amt3. wegen eingetreten. Gegen den betreffenden Abgeordneten war von Jemand eine Privatklage wegen Beleidigung vor dem Schöffengericht angeftrengt. Der Abgeordnete wollte auf seine Immunität verzichten und die Klage aunehmen. Der Staatsanwalt erhob jedoch dagegen Einspruch, weil zur Zeit der Erhebung der Klage der Reichstag versammelt gewesen sei und der verklagte Abgeordnete tein Recht habe, auf ein von der Reichsverfassung vor geschriebenes Recht zu verzichten. Das Gericht war derselben Meinung und hob die Eröffnung des Verfahrens auf. Und wo hat sich diese wundersame Historie zugetragen? Der Ort heißt Neunkirchen und der Abgeordnete Freiherr von Stumm, der vom Kaplan Dasbach verklagt war. Also, noch ist die Ernte nicht da, und schon muß man um Verproviantirung nach der Ernte sorgen... Und dennoch Aufhebung des Ausfuhrverbots!!. Gemeinderäthen bei dieser Gelegenheit den Rath geben, auch für einen jährlichen Landaufenthalt der Schulkinder zu sorgen, so daß die Wohlthat der Ferienkolonien, die in Deutschland auf den Privatbettel angewiesen sind und nur einer winzigen Minderheit zu Gute kommen, allen Schultindern zu Theil werden kann. gepumpt werden, und es muß für den Bump Stimmung Jawohl, das Bareuthum braucht Geld!... Es muß Richter Lynch im Dienste der Monarchie. Aus Zumpen zurecht, kneift sich in das abgezehrte Geficht, damit welche die Königinnen im Land machen, sogenannte Rundgemacht werden. Das morsche Barenthum macht seine Solland wird gemeldet, daß anläßlich einer Reise, es nicht so blutleer erscheint, und zwingt sich ein Lächeln gebungen des Volkswillens" gegen die Sozialdemokraten, auf die blassen Lippen, ein bitter- füßes Konvulfivlächeln! Die von den Loyalitätsbezeigungen nichts wissen wollen, Es ist dies sein Todeslächeln!.. riechen, keinen Leichengeruch vertragen können. Es giebt aber Leute, die, obgleich sie selbst nach Moder begreiflich; daß sie sich auf's Leugnen legen, ist erklärlich; Daß solche die Wahrheit nicht sehen wollen, ist wohl daß sie sich aber würdevoll in Pofitur stellen und thun, als aber damit gemeint? Ei, natürlich Herr Pindter von der ob sie selbst alles beffer wüßten ist schimpflich. Wer ist Norddeutschen"! " Herr Pindter sollte doch einmal mit Thatsachen heraus. rüden, und nicht blos mit leeren Worten!... Aber er foll sich recht zusammennehmen, denn klopfen werden wir ihn, und tüchtig klopfen! Der Zarismus als Anarchisten- Oberhaupt fo Tönnte man die Anklageschrift betiteln, welche soeben den Angeflagten in dem bulgarischen Mordprozeß ein- Aber die Leutchen ziehen es vor, nur mit ihrem Pferdefuß gehändigt worden ist. Den Gegenstand der Anklage bildet zu arbeiten und den Pferdeschwanz, an dem man sie fassen die Ermordung des Ministers Beltscheff, der an der könnte: ihre Unkenntniß, zu verbergen! Seite und an Stelle seines Kollegen Stambulow_am Der Ravachol hat seine Schuldigkeit gethan 15: März 1891 den Banditen zum Opfer fiel. Angeklagt der Ravachol kann gehen. Er ist nicht blos zum Tode verfind 18 Personen. Das Komplot wurde in Rußland geurtheilt worden das ließ sich bei der allzu urwüchsig schmiedet, das Geld tam aus Rußland, kurz die Mörderbande revolutionären" Natur seiner rettenden Thaten: etliche handelte im Auftrag des Barismus ebenso wie weiland Morde und sonstige anarchistische" Kleinigkeiten das Gesindel, welches den Battenberger entführte und später noch verschiedene, gleichschurkische Streiche ausführte. Rein Verbrechen, zu dem die Agenten des Barismus nicht bereit wären und fommandirt würden! Jetzt ganz neuerdings haben sie in Serbien einen Kurier des Fürsten von Bulgarien aufgegriffen und beraubt. soll Domela Nieuwenhuis überfallen und schwer mißhandelt organisirt worden sind. Bei einer solchen Rundgebung" Wir wissen nicht, ob lezteres wahr ist. der den worden sein. Reaktionäre Blätter reden von einem Prozeß, gelynchten Sozialdemokraten gemacht werde. die Königstreuen in Holland den Mob für sich mobil zu Jedenfalls suchen werden sie finden, daß mit der Lynchjustiz nicht zu spaßen ist. machen und haben an ,, Richter Lynch" appellirt. Eines Tags In Jeland prügeln sich Parnelliten und Anti- Parnelliten zum Gaudium der englischen Regierung. Gladstone's Wahlaufruf ist nun erschienen. Telegramm besagt darüber: Ein Der Wahlaufruf Gladstone's an seine Wähler in Midlothian stellt als die wichtigste Frage, die es zu entscheiden gilt, die irländische Frage hin, deren Lösung dem Parlamente gestatten würde, seine Aufmerksamkeit den Angelegenheiten der anderen Theile des vereinigten Königreiches zu widmen. Gladstone betont die Nothwendigkeit, die Lage ber Arbeiter zu verbessern, hauptsächlich durch eine Umgestaltung des bei der Einschreibung in die Wählerlisten befolgten Systems und durch eine Herabminderung der Arbeitsstunden, sowie durch eine Reform des Systems der Erlaubnißertheilung für den Verkauf von Getränken. Auch sei eine Verbesserung der Lage der Bergarbeiter anzustreben. Gladstone billigt die Maßnahmen der gegenwärtigen Regierung bezüglich der Gesetze über die Lokalverwaltung und den Ankauf kleiner Landgüter, Landgüter, Gladstone schließt seinen Aufruf mit einem Danfe an feine Wähler für das ihm geschenkte Vertrauen, und bittet, ihm einen neuen Beweis desselben zu geben. nicht vermeiden; es wird ihm auch an den Kragen gehn. Er hat sich zwar große Verdienste erworben um die Rettung der Gesellschaft( Maischrecken, Sozialisten- Razzias, Preß nebel- Gesetz u. s. m.), aber er ist doch unbequem geworden. Er erinnert die Bourgeoisie zu lebhaft an ihre knieschlottrige Feigheit, an ihre grotest lächerlichen Angstsprünge. Das Nuffifches. Der Verfasser unserer Artikel über die verzeiht sich nicht. Und so muß Ravachol sterben. Die Bitrone Lage in Rußland schreibt uns: Das Getreide Au3ist ausgepreßt; sie ist zu nichts mehr zu gebrauchen. Vor fuhrverbot ist, wenigstens theilweise, aufgehoben worden zwei Monaten Schuhheiliger der bürgerlichen Gesellschaft. der alte Gladstone seine Unfähigkeit, die soziale Frage zu Heute auf den Kehrichthaufen verwiesen; und zwar ist es ein so fadenscheiniger Schwindel, Schaffot. Armer Navachol! = Wenn das Telegramm den Inhalt richtig giebt, hat rung des Wahlreglements und eine Reform der Schankwie es nur einen geben kann. Dem Erlaß der russischen Ein Edelfter. Wie ein Telegramm meldete, sollte in befugniß als Mittel zur Lösung der sozialen Frage hin Regierung gegenüber theilen wir hier folgende Notiz mit, Paris Marquis Morès gestern in einem Duell gefallen zustellen, das ist wirklich stark selbst für einen großen die seit einigen Tagen durch die russischen Zeitungen geht: fein. Nach einer späteren Meldung ist aber nicht Mores Windbeutel". Und die Herabminderung der Arbeitsstunden" Die Gutsbesißer der Gubernie Besarabien schickten an gefallen, sondern deffen Duellgegner. Dieser saubere Marquis bei Verweigerung des Normal- Arbeitstags- Schwindel! ihre Kommissionäre in Odessa die Ordre, daß sie sich jedwar ein hervorragender Antisemit, Boulangist und weden Verkaufs des ihnen auf Kommission über Anarchist. Er war das Haupt der französischen Anarchisten, Aus Zentral Afien wird von Wühlereien der tragenen Getreides enthalten sollen. Der in den letzten und ihr Finanzminister. Er gab ihnen viele Tausende, und Russen berichtet, die sich immer mehr der indischen Grenze Tagen im Hafen von Odessa angelangte Mais wird eben da er, obgleich von altem Adel, doch arm war wie eine nähern. Ein Zusammenstoß zwischen dem russischen Erfalls in die Getreidespeicher gefahren( statt Kirchenmaus, so war er bei diesen milden Gaben nur der obererreich und dem englischen Weltreich wäre in nicht verladen zu werden), ohngeachtet daß sich in Odessa ein Vermittler und zwar nach zwei Seiten hin. Er hatte Bes ferner Beit unvermeidlich, wenn nicht glücklicherweise dafür Mangel an Mais zur Befrachtung der Dampfschiffe fühlbar ziehungen zur französischen Polizei und empfing bedeutende gesorgt wäre, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen. macht. Die Ursache steht im Zusammenhang mit den Fonds von- Rußland. Die russischen Geheimfonds haben Der Roloß auf thönernen Füßen" befindet sich in einer so äußerst unbefriedigenden Nachrichten über den notorisch bei der Boulangisten- Bewegung eine große Rolle verzweifelten Lage, daß jeder Versuch, seiner angeborenen Stand der Felder in Beßarabien.... Es kann konstatirt gespielt, und daß sie auch dem Ravachol- Spettafel nicht Raubsucht zu fröhnen, ihm gefährlich werden muß und werden, daß im Allgemeinen alle Getreiderayons, die nach fremd waren, ist seinerzeit von der Kreuz- Zeitung", die in feinen Busammensturz zur Folge haben kann. trugen ihn mittelst einer herbeigeholten Tragbahre nach der Findeisen'schen Fabrik, wo er der Behandlung eines Arztes und der Pflege zarterer Hände übergeben wurde. Neunzehntes Kapitel. Nach wehen. die Ehre genossen hatte, die ihm gewiß Niemand prophezeit, gesetzt bei ihm wacht, da der Arzt von der Sorgfältigkeit nämlich Regierungsblatt zu sein, wenn auch nur einer der Pflege das Genesen des Verwundeten abhängig errevolutionären Regierung, erschien jeden Morgen in klärt hat. frischer, fröhlicher Stimmung, welche ihm Frank zu ver- Zwei andere Verwundete liegen außerhalb der Fabrit. leihen mußte und welche man auch sehr natürlich fand. Jwan hat außer einigen leichten Verwundungen nur einen Alle diese Organe beschäftigten sich selbstverständlich in schweren Kolbenschlag auf die Schulter und einen auf den erster Reihe mit den bereits ausgeschriebenen Urwahlen zu Kopf davongetragen, welcher letztere jedoch eine Verlegung der Nationalvertretung, welcher die Neugestaltung aller der Schädelfnochen nicht zur Folge gehabt. Frau von Sokolow politischen und sozialen Einrichtungen als Aufgabe zu- hat sich mit allem Eruste der Pflege ihres Stiefsohnes untergewiesen war und die somit die gesammte Bewohnerschaft zogen, doch ist sie, sowie die anfangs schwer betrübte Olga des Landes in der lebhaftesten Spannung erhielten. durch den Ausspruch des Arztes und nicht minder durch das Der Fremde, welcher wenige Tage nach den eben er zählten Ereignissen die Hauptstadt betrat, tonnte nur noch wenige von den durch dieselben hinterlassenen Spuren entdecken, es sei denn, daß er an Orte tam, wo Gewehr- und Kar tätschenfeuer, das Aussprengen einer Barrikade oder das Abdecken eines Daches einen nicht so schnell zu beseitigenden An Manchem unserer Bekannten war der Aufstand auch Befinden des Kranken bereits aller Befürchtungen enthoben. Schaden angerichtet hatten. Im Großen und Ganzen nicht spurlos vorüber gegangen; in der Findeisen'schen Er hat sich an diesem Tage sogar umkleiden lassen und waren die Straßen wieder glatt und frei; die Glafer Fabrik lagen gegen 60 Voltskämpfer an schweren Wunden empfängt den Besuch Frank's, der mit großem Glücke aus hatten einige Tage zu schwitzen gehabt; und nur da, wo darnieder, so daß man ihre Ueberführung in das Hospital den beiden heißen Zusammenstößen am Markt und am Postauch der Tischler mit Hand anlegen mußte, verzögerte sich einstweilen beanstanden mußte. In der Findeisen'schen play unverwundet davon gekommen war. die Heilung. Maurer freilich konnten kaum in genügender Fabrik lagen auch der Besizer derselben und sein Sohn, Jwan streckt dem Freunde die Hand entgegen und ruft: Bahl kommen, um die so plöglich von einigenden Händen mit Beide als schwer verwundete Opfer des Kampfes auf Was macht Findeisen?" einander in direkte Verbindung gebrachten Nach- verschiedenen Seiten gefallen. Sermine theilt ihre ängst-" Schlimm, sehr schlimm steht es mit ihm; ich bezweifle, barhäuser wieder von einander abzutrennen, und liche Sorge zwischen Vater und Bruder, doch wird daß er wieder aufkommt, der Kolbenstoß jenes nichtsam längsten und lebhaftesten erinnerten wohl die täglichen fie in ihren Bemühungen um Letzteren durch Elise vielfach würdigen Rollfuß hat ihm die schwache Brust zu schwer verGespräche an ein Ereigniß, welches schnell, wie es ge- unterstüßt, die häufig auch in der Nacht als barmherzige lett, er wird der erste unserer Kampfgenossen sein, dem wir kommen, auch wieder vorübergerauscht war, ohne eines der Schwester an dem Lager des Kranken wacht. Was den Bu- das letzte Geleite geben." Schreckgespenster zu verwirklichen, mit denen die Phantasien stand des älteren Findeisen betrifft, so ist zwar eine theil- O, mein Gott, ich vermochte ihn nicht zu retten; man der Meisten ihren Kopf überhitzt hatten. Ruhig gingen weise Bertrümmerung der Hirnschale gefunden worden, doch wird denken, ich habe ihn nicht retten wollen." die Arbeiter wieder in den gewohnten Stunden an ihre giebt man sich der Hoffnung hin, ihn gänzlich wieder herArbeit, und die Stadt, welche durch Unterbrechung ihrer stellen zu können. Bei dem Sohne dagegen schütteln die Telegraphen- und Eisenbahnlinien zeitweilig außer Ver- Aerzte den Kopf, denn der Kolbenstoß des Möbelbindung mit der großen Welt gebracht worden war, stellte fabrikanten hat das Brustbein arg verlegt, und die ohne dieselben vertrauensvoll wieder her. hin schwache Brust des Kranken ist dadurch in gefährlicher" Streit hat dabei mehr Wunden davongetragen, als ich. Auch in dem geistigen Leben der Stadt zeigte fich Weise angegriffen worden. " Beneiden Sie ihn um die? Seltsamer Neid in der wenig Veränderung. Die Landeszeitung" hat ihren alten Im Zimmer nebenan liegen Streit und Lange, Beide That; ich sollte doch meinen, daß es besser wäre, Alle Chefredakteur an Stelle des entschädigten Dr. Beißer be noch im Wundfteber begriffen, jener an vier Hieb- und könnten jetzt in dieser kritischen Zeit auf dem Platze sein, tommen; die Allgemeine Zeitung" erscheint wieder, etwas Stichwunden, dieser an drei Schußwunden leidend, welche wie ich. Was sollte denn aus den Wahlen werden? Himmel, mürrisch und ziemlich zurückhaltend; sie muß erst sondiren, durch zu flüchtigen oder späten Verband schlimmer geworden wenn ich daran denke, kribbet's mir in Händen und Füßen. um den Ton zu finden, mit welchem sie am besten die Ver- waren, als es sonst der Fall gewesen sein würde. Noch ein Wenn wir geschlagen würden bei den Wahlen, wenn die gangenheit mit Gegenwart und Zukunft in Harmonie feßen Bimmer weiter liegt Noack, für welchen der Kampf auf dem alte Wirthschaft von Neuem losgehen sollte!?" kann, denn die lebhafte Abnahme ihrer Abonnentenzahl er Postplage beinahe ebenso gefährlich geworden, wie für seinen Dann hätte es nur an der mangelhaften Kontrolle von innert sie an die Bergänglichkeit aller Herrlichkeit auf Kameraden der Kampf um das Zeughaus. Er befindet sich unserer Seite liegen können." Erden. Auch das Boltsblatt", welches 24 Stunden lang hier unter der Pflege von Veronica Habicht, die unaus Was sprechen Sie für absonderliches Zeug, Freund Jwan! Jeder, der Beuge Ihrer ungeheuren Anstrengungen, sowie Ihrer todesmuthigen Kühnheit war, kann Ihnen nur Bewunderung zollen. ( Fortsetzung folgt.) Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 25. Juni. Deutsches Theater. Die Welt, in der man sich langweilt. Berliner Theater. Narciß. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Ostend- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Hierauf: Die juten Flinten oder Hirsch in der Tanzstunde. Thomas Theater. Mamzelle Nitouche. Bellealliance- Theater. Der RasinoBall. Kroll's Theater. Lorle. Adolph Ernst- Theater. Die Wett schwimmerinnen. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg) Sonnabend, den 25. Juni: 1. Theil: Specialitäten 1. Ranges. 6. Wahlkreis. Achtung! 6. Achtung! Freie Volksbühne. Sonntag, 26. Juni, Nachmittags 2 Uhr: Grosses sozialdem. Volksfest in den Lokalen: NO Morgen, Sonntag, Nachmittag präzise 1/22 Uhr, findet im BelleAlliance Theater unter gütiger Mitwirkung der Herren Bahl vom Deutschen Theater und Herrn Eggeling, Oberregisseur am deutschen Theater in New- York für die dritte Abtheilung( braune Karten) 1. Jägerhaus, Schönhauser Allee; 2. Knebel, Badstr. 58; die neunte Borstellung im 2. Vereinsjahr statt. 3. Knappe, Müllerstraße; 4. Böttcher, Seeschlößchen in Reinickendorf. Unter Mitwirkung mehrerer bewährter Gesangvereine( M. d. A.-B.). Festrede. Lebende Bilder. Lebende Bilder. Vorträge. Den Genossen des 6. Wahlkreises zur Mittheilung, daß die Feier auf dem Brocken, Tegeler Chauffee, Umstände halber nicht stattfinden kann, sondern in den oben angeführten Lokalen stattfindet. Die Billets haben, wie bei der Maifeier, zu allen vier Lokalen Giltigkeit, sodass mit einem Billet alle vier Lokale besucht werden können. Die Billets sind bei den Vertrauensleuten und in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. 475/5 Das Komitee. Achtung! Maurer. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend am Sonntag, den 26. Juni, Vorm. 9½ Uhr, Geschw. Neumann, Gesangs in der Aktien- Brauerei Friedrichshain"( vorm. Lips). Terzett. Gastspiel der Original- Burleske Excentrics: 3 Gebr. Matthias. 2. Theil: Ein Stündchen auf dem Comptoir, Posse mit Gesang von S. Haber. 3. Theil: Gr. Specialitäten- Vorstellung. Zum Schluss: Der Zauberbrunnen der Najaden, grosses Balletdivertissement, ausgeführt von dem aus 20 Damen bestehenden Corps de Ballet. Anfang: des Konzerts 61/2 Uhr, der Vorstellung 7/2 Uhr. Bei ungünstiger Witterung bieten die gedeckten Hallen Schutz für ca. 3000 Personen. Morgen: Grosse Vorstellung. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Tagesordnung: 1. Weiterer Bericht über den Stand der jetzigen Lohnbewegung und Stellungnahme zu derfelben. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. NB. Gleichzeitig machen wir alle Kollegen nochmals darauf aufmerk sam, daß sämmtliche Vorkommnisse in der jetzigen Lohnbewegung, gleichviel, ob der von den Kollegen auf den Bauten geforderte Stundenlohn bewilligt oder nicht bewilligt worden ist, an das jezige Bureau der Lohnbewegung, Gipsstraße 3, schriftlich oder mündlich einzureichen ist. Auch ist jeder Kollege verpflichtet, zu der jezigen Lohnbewegung, gleichviel, ob er dieser oder jener, oder gar keiner Organisation angehört, zum Generalfonds der Berliner Maurer beizusteuern. Die gesammelten Gelder sind an das Bureau, Gipsstr. 3, oder an die gewählten Vertrauensmänner abzuliefern. Ebendaselbst sind Sammellisten in Empfang zu nehmen. 428/12 Das Bureau der Lohnbewegung. J. A. Wilhelm Roll, Staligerstr. 33, Dietrich und Schigolski. Achtung! Berliner Maurer! Sonntag, den 26: Juni, Vorm. 10 Uhr, Zur Aufführung gelangt: Gespenster. Familiendrama in 3 Aften von Henrik Ibsen. 10t Die Vorstellungen im Juni beginnen mit Rücksicht auf das GartenRonzert eine Stunde früher als bisher, das Ausloosen der Plähe beginnt um 21 Uhr. Zur dritten Abtheilung können noch Mitglieder in den Zahlstellen und im Theater aufgenommen werden. Die Mitglieder der 1. und 2. Abtheilung können gegen 60 Pfg. Nach zahlung die Vorstellung noch einmal besuchen. Das Waldfest findet Sonntag, den 14. August, im„ Müggel schlößchen" bei Friedrichshagen statt. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule, Nordschule. Grosser Ausflug nach den Pichelsbergen und Schildhorn am Sonntag, den 26. Juni. Abfahrt von Bahnhof Wedding nach Westend früh 7,31 Minuten. Von da Abmarsch nach dem Spandauer Bock, Pichelsberge Restaurant Reichs garten, Pichelswerder Restaurant Wilhelmshöhe, Schildhorn Restaurant Langmeier, Rückfahrt von Station Grunewald. 488/6 N. Für Nachzügler bis 10 Uhr Vormittags Spandauer Bock, bis 3 Uhr Nachmittags Wilhelmshöhe auf Pichelswerder. Abfahrt der Züge von Station Wedding 1 Minute nach jeder vollen und halben Stunde. Abfahrt der Züge von der Stadtbahn alle 10 Min. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein sämmtl. Berufszweige Berlins u. Umgegend Her Filiale Moabit. I Groke Versammlung am Sonnabend, den 25. d. Mts., Abends 8 Uhr, bei Herrn Hermerschmidt, Perlebergerstraße 28. Tages- Ordnung: Vortrag von Fräulein Wabnitz über Sitte und Scham. Herren und Damen als Gäste sind willkommen. Nachher: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Um zahlreichen Besuch bittet 486/3 Die Bevollmächtigte. Fachv. der Tischler( Südost). Montag, den 27. d. M., Abends 81/2 Uhr, im Vereinshause Südost, Waldemarstraße Nr. 75: Versammlung. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Herrn Julius Türk über:„ Der Kampf gegen das in Feuerstein's oberem Saale, Alte Jakob Strasse No. 75: Verbrechen." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Zu zahlreichem und pünktlichem Besuch ladet ein 413/16 Der Bevollmächtigte. Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 382/7 1. Berichterstattung über die Lohnbewegung und wie stellen sich die Bentraliſten zu derselben? 2. Distusfion. 8. Verschiedenes. NB. Alle Maurer, besonders diejenigen, welche bis jetzt keiner Organisation angehören, sind dazu eingeladen. J. A.: H. Klingenberg, Mittenwalderstr. 33, B. Förster, Lübeckerstr. 48, Vertrauensmänner der deutschen Maurer für Berlin. Tischler- Verein. Sonnabend, den 25. Juni, Abends 9 Uhr, Melchiorstraße Nr. 15: Versammlung mit Frauen. Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn Dr. Borchard. Ausgabe der Billets zu der am 10. Juli nach Schmöchwiz stattfindenden Landpartie. Der Vorstand. 697b Moabiter Gefelligaftshaus, Arbeiter- Bildungsschule Alt- Monbit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Süd- Ost- Bezirk. Sonntag, den 26. Juni, Abends 6 Uhr: E Große Versammlung. Tages Ordnung: Bortrag über das Planeten- System. Referent: Herr Räder. Diskussion. Verschiedenes. Empfehle nach wie vor mein vergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. 488/7 dem verehrten Publikum. Vorwärts, Nachher: Geselliges Beisammensein und Tanz. Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, fomie Freireligiöse andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. C. Kramer's Restaurant Rixdorf, Herrmannstraße 140, neben den Kirchhöfen, früher Hasenhaide. Empf. sich allen Kirchhofsbesuch. Geschäfts- Verlegung! Den Genossen und Kollegen zur NachGemeinde. Sonntag, Vormittags 10 Uhr, im grossen Saal Rosenthaler- Straße 38, Quergebäude 1 Treppe, nahe dem Hacke'schen Markt: Vortrag des Herrn Waldeck Manasse: Goethe als Freidenker. Gäste sehr willkommen. 89/9 Die Schul- Kommission. Orts- Krankenkasse der Steindrucker u. Lithographen. Am 22. Juni cr. verstarb unser Mit699b glied, der Steindrucker Herr Richard Feuer. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, vom Krankenhaus Bethanien aus nach dem Emmaus- Kirchhof, Brih, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorftand. Dantjagung. Für die vielen Beweise innigster Theilnahme bei der Beerdigung meines richt, daß ich vom 1. Juli b. 3. mein Achtung, Stuckateure! unvergeßlichen Mannes Carl Gessler Restaurant, Weiß- und BairischAuf Grund einer Anregung in letter Bier- Lokal wegen zu hoher Mieths Vereinssizung, betreffs Gründung eines sage ich allen Freunden und Bekannten steigerung nach der Gitschinerstr. 98 meinen tiefgefühlten Dank. 701b part. verlege.„ Vorwärts", Einigkeit" Gesangvereins der Studatenre, u. f. w. liegen aus. Die Zahlstelle Nr. 6 werden alle stimmbegabten Kollegen, zu beg Berbanbeg ber Geschäftsbiener, welche Luft haben beizutreten, einer Backer u. Berufsg. befindet sich eben dort. diesbezüglichen Besprechung, welche am Franz Krause, Gitschinerstr. 93, Sonntag, den 26. Juni, Morgens 10 Uhr, dicht an der Alexandrinenstraße. bei Schünemann, Weinmeisterstr. 19, stattfindet, freundlichst eingeladen. 478/5 J. A.: F. Rösener. Franz Beyer, Berlin N., Chauffeeftr. 103. Billigste Bezugsquelle für Wein, Liqueure, Rum, Cognac, Fruchtsäfte. 2594L Saal Die trauernde Wittwe. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Jede Uhr zu repariren und reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gutgebens nur Mk. 50 Pfg.( außer Bruch), kleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an. do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Gold v. 24 M. an. Gold und Silber in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen. E. Rothert& Stolz, Gefchaft: Andreasstr. 62. Uhrmacher. Marheinekeplay 48 Stand: 2. " 8. " Chausseestr. 74. Chausseestr. 38 Allen Genossen bringe meine Wurst- u. FleischwaarenHandlung in freundl. Erinnerung. Mein Prinzip: Gute Waare u. streng reelle Bedienung. Wilh. Arndt. Bäcker Wilhelm Schu., zuletzt in Notterdam, wird hiermit aufgefordert, seine Adr. sofort an Rob. Sci., Berlin, abzugeben wegen dringender Geldangelegenheit. 695b Borchardt's Vereinshaus Pankow, Schulzestrasse 28. Freunden u. Gönnern beftens empfohlen. 705b Größter Saal der Umgegend. Vereinszimmer für 20-25 Perf., Restaurant Küster, Röpnickerstr. 127 a. Vereinszimmer( 50 Pers.) Simeon straße 23. 26042 Die Beleidigung, die ich gegen Herrn mit Pianino, zu vergeben. Albert Gerhardt im Lokal des Herrn Völkel, Borsigstr. 25, ausgesprochen 702b habe, nehme hiermit zurück. 706b Albert Rodrüjes. Ich erkläre, daß p. Hecht ein ehrenH. Wolf. hafter Mann ist. ACHVER H DER MAURE onats Marken z. quittiren von ParteiBeiträgen Station Stolpe. Restaurant ,, Fichtenhain". Empfehle den Berliner Vereinen, Gesellschaften und sonstigen Ausflüglern empfiehlt allen Genossen die mein idyllisch im Walde gelegenes Quittungsmarken und Restaurant. 2 neu renovirte Säle Kautschuk- Stempelfabrik mit Pianino, Theater- Bühne, großer von Conrad Müller, Schkendih- Leipzig. Preisliste gratis und franto. 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Frankfurterstr. 18. 13. A.: G. Dietrich, Willib.- Alexisstr. 40. 1712b Die Ortsverwaltung. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW', Beuthstraße 2. verlangen Lebach& Co., Ende gegen Raffe zu laufen gesucht. Offerten Müllerstraße, Tegeler Chauffee.[ 26148 u. M. L. 18, Bostamt Wallnertheaterstr. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 146. Parlamentarisches. Die Kommission für Arbeiterstatistik hat gestern Vor mittag, in ihrer zweiten Sigung die Berathung des ersten Frage: bogens für Bäckereien und Konditoreien erledigt. Derselbe enthält u. A. Fragen über die Arbeitsverhältnisse der Gehilfen und Lehrlinge, einschließlich der Arbeitszeit, Art der Entlohnung, Wohnung, Beköstigung derselben. Parteinachrichten. In Bromberg fand dieser Tage eine sehr stark besuchte sozialdemokratische öffentliche Versammlung statt, zu welcher auch Frauen erschienen waren. In derselben referirte, wie wir der Ditd. Preffe" entnehmen, der Schuhmacher Bog 3 aus Bromberg " über das Thema: 26 Millionen neue Reichssteuern und die Vertretung im Reichstage". Die Versammlung wählte einen vier gliedrigen Agitationsausschuß. Sonnabend, den 25. Juni 1892. 9. Jahrg. Die bürgerlichen Blätter drucken diese Rosenthaliade ohne solche, wie sie sich ein Arbeiter in der Stadt auch nicht einen weitere Bemerkung ab, sie entstammt nämlich der Feder des Tag gefallen lassen würde. Magistrats- Offiziofus, der im rothen Hause aus- und eingeht, wie Daß unter derart trübseligen Daseinsverhältnissen der landder Norddeutsche Allgemeine Bindter früher im Auswärtigen Amt. wirthschaftliche Proletarier ein Leben führt, das einen heiteren Die kapitalistische Presse hat immer ein Plätzchen für wunder- Lebensgenuß nicht kennt und garnicht kennen kann, ist leider nur volle Projekte, die bezwecken, aus der Haut der Arbeiter Riemen zu erklärlich. Berücksichtigt man ferner, daß Generationen hindurch ein solches Leben geführt worden ist, und daß die Genossen auf zu schneiden. Es ist wohl nicht nothwendig, den„ Hungerschuh", in welchem dem Lande in geradezu entwürdigender Weise unter der Fuchtel die wirthschaftlichen Kenntnisse des Herrn Schriftstellers Hermann des Rapitalismus stehen, so wird ein Jeder zugestehen müssen, Rosenthal aufgespeichert sind, einer ernsthaften Betrachtung zu daß die Agitation auf dem Lande eine leichte Arbeit nicht ist. unterziehen. Dieser hervorragende Sozialpolitiker au fin de siècle Und trotzdem haben wir schon ganz hübsche Erfolge zu verzeichnen. hat zwar seinem Erguß noch eine längere Ralfulation beigefügt, Natürlich müssen die Zentren der Großstädte die Brennpunkte in welcher er nachzuweisen sucht, daß sein erstrebtes Ziel sehr sein, von denen aus wir die Agitation in die Provinzen tragen. wohl zu erreichen sei, aber wir wollen uns lieber in diese Die Agitationstouren, welche unsere Berliner Freunde bei Kalkulation nicht weiter vertiefen. Dem Rechnertalent des passenden Gelegenheiten unternommen haben, sind von nicht zu Herrn sei aber von unserer Seite eine neue Aufgabe gestellt: unterschätzendem Werth. Diese Touren müssen immer weiter Wieviel hat der Arbeiter, der überhaupt nichts besigt, zu ausgedehnt werden derart, daß eine enge Verbindung mit den zahlen, um die Unternehmer Deutschlands einer sorgenfreien Bu- Vertrauensleuten der nächsten großen Stadt erzielt wird. Ist tunst entgegenzuführen dies erfolgt, dann kann die Provinz nach einer ganz bestimmten Agitationsroute in Angriff genommen werden. " Das landwirthschaftliche Proletariat ist seit Beginn unserer Bewegung verhetzt worden durch alle Faktoren und durch alle Mittel, über welche die Bourgeoisie so reichlich verfügt. In dem Augenblick, in welchem die Proletarier auf dem flachen Leute in persönlichen Verkehr mit unseren Genossen getreten find, in welchem sie begriffen haben, welche hohen Biele wir verfolgen, in welchem ihnen die Erkenntniß gebracht worden ist, wo sie die Vertreter ihrer Interessen zu suchen haben, von diesem Augenblick aber befizen wir in ihnen Parteigenoffen, wie wir sie uns nicht besser wünschen können. Deshalb fordern wir unsere Freunde auf zur träftigen, unausgefeßten Agitation auf dem platten Lande. Schmähliches Fiasko machten auch die„ Unabhängigen" von Mainz mit einer Versammlung, in welcher der Buchdruckerei besizer Wilhelm Werner aus Berlin über unsere Partei sprach. Er spielte sich dort als Biedermann auf. LandtagsAbgeordneter Jöst und Richard Fischer aus Berlin, welcher der Agitation halber Süddeutschland bereift, rissen ihm aber die Die Freifinnige Seitung" ist nun soweit herunterMaste der Ehrbarkeit ab und kritisirten seine demagogische gekommen, daß sie die Berichte, welche sie über den wiederThätigkeit mit derartiger Schärfe, daß er sein Lebtag an diese verhandelten Prozeß Heinze bringen wird, zum Anlaß einer Mainzer Reise denken wird. Die Versammlung, welche übrigens Aufforderung zum Abonnement macht. An die soziale Bedeutung aufgelöst werden sollte, nahm unter Protest gegen die Auflösung eine dieses Prozesses denkt die Mehrzahl des bürgerlichen Publikums Resolution an, in welcher sie sich mit den Ausführungen Föst's wohl faum; da den Bericht alle Zeitungen bringen, ist die und Fischer's einverstanden erklärte und mit allen Mitteln das Empfehlung auch logisch unsinnig. Wenn die nächtlichen Ausverrätherische Treiben der Werner und Konsorten zu bekämpfen rufer der Freisinnigen Zeitung" dem Reklamewink der Redaktion versprach, weil dasselbe nur den Gegnern zu Gute tomme. folgen und in der Friedrichstraße Freisinnige Zeitung! Prozeß Heinze!" brüllen, tönnten übrigens moralische Leute, wie die frei finnigen Berliner Stadtverordneten, dagegen nach der Polizei rufen. Am Ende thäte es auch Herr Richter selber, wie sich ja dieser gewohnheitsmäßige Denunziant fürzlich wegen der vorzeitigen Veröffentlichung eines Gerichtsbeschlusses selber denunzirt hat. Dem der Hektor dieselben wieder genehmigt hat, fast täglich statt. Studentisches. Studentenversammlungen finden jeßt, nach auf den Weg der Pflicht zu bringen, haben die Solinger lung einberufen, zu der die irgend einem Vereine angehörenden Eine praktische Einrichtung, um die Steuerdefraudanten 3u Montag hatten die unabhängigen Studenten eine Versamm Stadtverordneten beschlossen. Es werden die Namen der Commilitonen feinen Zutritt hatten, und in derselben ihr ProTaschen zu! Anton Schönberger aus Wester- Steuerzahler mit den von ihnen gemäß ihrer Einschätzung gramm entfaltet. Sie bezwecken eine Grneuerung des studentischen reich, vor dem wir die Parteigenossen neulich warnten, ist, au zahlenden Steuerbeträgen veröffentlicht. Dadurch ist Lebens auf zeitgemäßer Grundlage in vaterländischer Gesinnung wie das Hamburger Echo" meldet, auch in Hamburg Die Steuerdefraudanten verschafft. Den Preßorganen des Kapitals Das Wort„ national" wurde auf Beschluß der Versammlung aus der Einwohnerschaft eine nicht zu unterschätzende Kontrolle über durch Entfaltung der individuellen Fähigkeiten herbeizuführen. aufgetaucht und hat bei den Vertrauensleuten unserer Partei ist das sehr unangenehm, und sie behaupten deshalb, die erwähnte dem Wahlaufruf gestrichen, weil dasselbe durch das Treiben des um Unterstützung vorgesprochen, ohne jedoch Erfolg zu haben. Als Empfehlung führt Schönberger eine Bescheini- Veröffentlichung sei ungefeßlich. Diese Behauptung ist aber Vereins deutscher Studenten einen antisemitischen Beitlang ergung der Redaktion des Grazer Voltswillen mit sich, wonach unzutreffend, denn das Gefeß verbietet nur die Veröffentlichung langt hat. Das zunächst zu erstrebende Biel ist die Bildung eines er 32 Monate wegen Majestätsbeleidigung 2c. im Gefängniß ge- der Erwerbs, Vermögens- oder Einkommensverhältnisse seitens abgemeinen studentischen Ehrengerichtes. Damit soll dem groben geber feffen habe und aus Kärnthen und Steiermart ausgewiesen sei. der bei der Steuerveranlagung betheiligten Beamten, sowie der Duellunfug endlich ein Ziel gesteckt werden, obgleich in der ersten Ferner ist er im Besitz der Visitenkarten zweier Redakteure vom Mitglieder der Kommissionen, und zwar ausdrücklich nur dann, Bersammlung von einem Mitgliede des Vereins Deutscher Stu Grazer Boltswillen." wenn die Veröffentlichung unbefugt erfolgt. Veröffentlicht werden denten festgestellt wurde, daß das Duell u- rdeutsch sei und desaber nur die Steuerbeträge, nicht das Einkommen des Steuer- halb beibehalten werden müsse. Die anderen Ziele, die die un Bromberg zahlers selbst, und dazu muß eine Gemeinde um so mehr befugt abhängigen Studenten erstreben wollen( Vereinfachung des Testats Reinhold fein, weil Vorkommnisse wie in Bochum, Erfurt und anderen nnd Besorgung befferer Pläge in den tönigl. Theatern) sind nur Orten den Beweis lieferten, daß reiche Leute durch Steuerhinter- von untergeordneter Bedeutung. ziehung die Mehrzahl der Bevölkerung der betreffenden Orte in ganz ungeheurer Weise schädigten, denn was die reichen Leute zu wenig zahlten, das mußten die Aermeren im Wege der vor allen Dingen deshalb so übermäßig hoch normirten GemeindesteuerBuschläge mitbezahlen. Todtenliste der Partei. Verstorben: In Der Parteigenoffe Blessing. In Breslau Breyer. Am Mittwoch war vom Verein Deutscher Studenten eine allgemeine Studentenversammlung einberufen, in der alle Parteien innerhalb der Studentenschaft vertreten waren und wo es infolge dessen zu lebhaften Auseinandersetzungen fam. Es wurde schließlich eine Resolution angenommen, in welcher dem Rektor einerseits für seine Bemühungen um das Zustandekommen des Ausschusses der wurde, daß sich die hier versammelten Studenten auf Grund der Dank der Versammlung ausgesprochen, andererseits aber erklärt ihnen oftroyirten Statuten an der Wahl eines Ausschusses nicht betheiligen würden, daß sie aber bereit feien, mit den UniversitätsPolizeiliches, Gerichtliches. -In der Revisionsinstanz gegen den Genossen Kunert hat das Reichsgericht am 24. Juni dem Antrag des Rechtsanwalts Stadthagen entsprechend das Urtheil des Landgerichts zu Breslau, welches den Angeklagten zu drei Monaten Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung verurtheilte, aufgehoben Zeitungsherausgebern in Charlottenburg ist zu Ende. Wie Der Zeitungskrieg zwischen den beiden feindlichen und das Verfahren eingestellt. Die Einstellung des Ver- das bei solchen Sachen zu gehen pflegt, hat sich auch hier das fahrens erfolgte, weil während der Dauer der Reichstags merkwürdige Resultat ergeben: Die waderen Kämpen sind, wie Eession Verjährung der Sache eingetreten ist, da die Staats- fie behaupten, beide Sieger geblieben! Es handelt sich, wie behörden gemeinschaftlich neue Sagungen auszuarbeiten. anwaltschaft es unterlassen hatte, sich an das Gericht zu wir dieser Tage mitgetheilt haben, um Geldsammlungen für ein wenden, die Genehmigung zur Strafverfolgung während der zu errichten des Kaiser Friedrich- Denkmal. Session nachzusuchen. Tokales. Der freisinnige" Der Verein gewerblicher Hilfsarbeiter Berlins und Ums Zeitungsbefizer war von seinem" unparteiischen" Konturenten gegend feierte am 18. Juni im Kolberger Salon sein 3. Stiftungsfest. beschuldigt worden, er habe mit dem Gelde, was bei der frei- Der Saal war reich mit rothen Fahnen und Bannern geschmückt. finnigen" Beitungsexpedition für das Kaiser Friedrich- Denkmal Genosse Wilhelm Liebknecht, welcher die Festrede übernommen hinterlegt worden sei, allerhand Allotria betrieben. Dieser Vor- hatte, erschien um 91/2 Uhr. Nachdem man sich bei den Klängen wurf wird mit Entrüstung zurückgewiesen, denn der Verleger be- der Musik und einem Glase Bier ein Zeitlang unterhalten hatte, fitzt noch folgende gewaltige Summen: 10 M. von zwei Vereinen beſtieg Genosse Liebknecht das Podium, auf welchem in rothem und 3 Gulden von einem fiebenbürgischen Landsmann" und er Blumenschmuck die Büste unseres tapfern Vorfämpfers Ferdinand Das Berliner Tageblatt" behandelt die französischen ist stets bereit diese Gelder in vertrauenswerthe Hände nieder- Laffalle's aufgestellt war, um die Ansprache zu halten. Redner Staatsbahnen im Vergleich mit den preußischen und ist des zulegen. Mehrere andere Beiträge sind von den Spendern wieder führte ungefähr Golgendes aus: Lobes voll über die Vortheile, welche die französischen Eisenbahn- zurückgezogen worden. Ich freue mich, daß ich wieder in Ihrer Mitte sein kann. verwaltungen dem Publikum bieten. Das Beste ist aber die Leistung des Romitee's, welches die Bei Ihrem vorjährigen Feste hatten wir ein stürmisches Wetter, In Frankreich giebt es 30 Kilo Freigepäck, auch bei Rund- Denkmalsaffäre zu gedeihlichem Ende führen wollte. Dasselbe Regen und Gewitter. Nun, diese Natureignisse tönnen wir reiſebillets. Rückfahrkarten genießen in Frankreich eine höhere hat nämlich seine Thätigkeit überhaupt nicht begonnen, sondern Menschen nicht aufhalten oder hervorrufen, wohl aber können Fahrpreisermäßigung als in Deutschland. Die Giltigkeitsdauer der dreitägen Rückfahrkarten wird in Dben hin gewisse Rücksichten nehmen zu müssen glaubte", flussen und ihre Entwickelung fördern. nur Borbesprechungen abgehalten, die indessen, da man nach wir die menschlichen, sozialen und politischen, Berhältnisse beein Um dieses zu können, Frankreich bei allen Festtagen sehr erheblich verlängert, zu resultatlos verlaufen sind. Es müssen tapfere Männer sein, diese müssen wir uns organisiren, d. h. zusammenschließen. Einzeln Beihnachten z. B. gelten solche Rückfahrkarten vom 24. Dezember Helden des Romitee's. fönnen wir Nichts, vereinigt aber sind wir eine Macht. Wenn bis 5. Januar. Diese und noch andere dem Publikum vortheiljeder Arbeiter einzeln aufträte und sagte: Ich will!, so würden hafte Bestimmungen des französischen Eisenbahnwesens entlocken dem Berliner Tageblatt" den patriotischen Stoßfeufzer, daß man tönt noch immer laut durch die deutschen Lande. Wo immer Wand rennen, sie würden gegenseitig ihr Thun vereiteln, fie Das Geschrei über die Nothlage" der Landwirthschaft die Tausende dieser isolirten Ichs mit den Köpfen gegen die mit dem Gefühl der Beschämung und des Neides auf das Nachbar: zwei oder drei von den darbenden Landwirthen zusammensitzen, würden vernichten, was erhalten werden sollte, und erhalten, land blicken müsse. da erzählen sie sich bei Austern und Sekt von ihrer entseglichen was vernichtet werden sollte. Anders wenn die Tausende Wir haben teine patriotischen Beklemmungen über die Vor- Nothlage. Um den wirklich Noth Leidenden, um den landwirth- Ichs organisirt sind, wenn die Taufenden Kräfte zu einer züge der französischen Staatsbahnen, weil es sich von selbst ver- schaftlichen Arbeiter fümmert sich kein Mensch und doch steht der Kraft vereinigt sind, und diese Kraft zielbewußt angewandt steht, daß in der Nachbarrepublik die starre Bureaukratie preußi- industrielle Proletarier noch eine, vielleicht auch mehrere Stufen wird. In der Organisation mehrt sich und wächst aber nicht blos schen Unteroffizier- Wesens in der Eisenbahnverwaltung keinen höher als sein Leidensgefährte, der in Landwirthschafts- Be- die Kraft, sondern auch die Erkenntniß, und: Wissen ist Macht. Redner trieben sich ausnuten laffen muß. Die Gegenfäße zwischen Besitz meinte, wenn die 70 000 oder noch mehr Hilfsarbeiter Berlins Raum finden fann. " 4 Der Zukunftsstaat unserer Gegner. Auf der Berliner und Proletariat treten bei der Landwirthschaft in schroffster Weise organisirt wären, während es jetzt kaum ein paar Hunderte seien, Pastoral- Konferenz erzählte der Hofprediger a. D. Stöcker folgende hervor: auf der einen Seite der Ueberfluß, auf der anderen das dann repräsentirten sie eine Macht, die fordern könnte. Wenn bezeichnende Geschichte: Vor vier Wochen sagte in einer fleinen Glend in der brutalsten Form. Von dem Praffen der Besitzenden die oberen Zehntausend dieser Macht zurufen wollten: Wir geben Konferenz ein hochangesehener Mann, er glaube nicht, daß die geben die Bauernhochzeiten" Kunde, die sich die reichen Groß- Euch Nichts von dem, was ihr fordert; lieber nehmen wir Alles, Reformation fich dauernd in Deutschland halten könne. In bauern leisten können. So standen auf der Speisekarte einer Gold und Werthgegenstände und ziehen aus, so tönnten wir 300 bis 400 Jahren würde Deutschland wieder katholisch sein. Hochzeitsgesellschaft, die sich dieser Tage in einem Dorfe des Arbeiter sagen: Nun, ziehet mit Allem, was Ihr habt, unseretGrund und Boden bleibt doch hier Das ist die Meinung Wieler. Wer so wie ich in politischen reises Westhavelland zusammenfand, folgende Kleinig wegen nach Kamerun Kreisen verkehrt, die nicht theologisch urtheilen, hört oft solche leiten: 1 Rind, 2 Schweine, Kälber, 2 Hammel, wir brauchen Euch mit dem Mammon nicht, wir sind im Stande, verschiedene Arten Urtheile. Wenn Deutschland auch nicht wieder katholisch wird, eine Menge Federvieh und in kurzer Frist Alles, was Ihr mitnehmt, reichlich wieder zu er Fische. so viel ist gewiß, daß die evangelische Kirche immer weiter in Ferner wurden verbraucht: für 400 M. Butter, 8 3entner Mehl, zeugen. Anders wäre es, wenn die Arbeiter den Staub von Ohnmacht finkt, wenn wir so weiter machen, wenn wir in diesem Tonnen Bier und ungezählte Flaschen Wein und Selter. Es ihren Pantoffeln schütteln wollten; dann müßten die oberen oder selbst wie die Arbeiter Quietismus verharren." Die Germania" druckt diese Menße- waren 400 Theilnehmer eingeladen, welche geglaubt haben müssen, Behntausend verhungern rung hochvergnügt ab. Weder die Hoffnungen der Ultramontanen sich im Schlaraffenland zu befinden. Das Gesinde" hat wohl arbeiten, denn ihre Vorräthe würden in furzer Zeit ver schlungen sein. Redner streifte dann die englische Gewerknoch die Befürchtungen der Lutherischen werden sich erfüllen. In das abbekommen, was die Herrschaften übrig lassen mußten, schaftsorganisation und meinte, daß, trotzdem dieselbe viele 300-400 Jahren wird es von Beiden wohl nur noch heißen: auch das Eßvermögen hat seine Grenze. Märchen sagt, es war einmal." So darbt" die arme Landwirthschaft, soweit sie aus Be- Taufende zu Mitgliedern zähle, die englischen Arbeiter nicht viel sitzenden besteht. Das ländliche Proletariat ist desto übler daran. beffer ständen als wir, und was sie heute den fapitalistischen Als einen schnurrigen Kauz stellen wir uns einen in Groß geworden inmitten der verdammten Bedürfnißlosigkeit, die Rapital entrissen würde, weil sie den politischen Kampf gegen Ausbeutern abrängen, ihnen in kurzer Zeit wieder von dem Berlin wohnenden Schriftsteller Hermann Rosenthal vor, der fein als etwas Erftrebenswerthes gepriesen wird von den Eltern, in ihre fapitalistischen Gegner vernachlässigt und nicht einmal das armes Gehirn seit Jahr und Tag damit gemartert hat, ein der Schule, in der Kirche, vom Gutsbesizer u. s. w., führt der ihre kapitalistischen Gegner vernachlässigt und nicht einmal das Mittel ausfindig zu machen, um der Sozialdemokratie entgegen- landwirthschaftliche Arbeiter ein Leben, das mit einer mensch- allgemeine Wahlrecht errungen hätten. Der deutsche Arbeiter betreten zu können". Jezt hat er endlich das schwere Räthsel lichen Existenz kaum mehr Aehnlichkeit hat. Bei harter, auffie diefes Recht, wende es aber noch nicht genügend an. Darum gelöst und ist bei den städtischen Behörden mit einer Druckschrift reibender Thätigkeit ist der Lohn ein so farger, daß es Aufgabe der Aufgeklärten und Aufgeweckten, die Schlummernden aufzuwecken. Darum rufe ich Ihnen, sagte niedergekommen, welche er den Hungerschutz" benamset hat. Herr die Arbeiterfamilie, ohne um ihre Meinung gefragt Liebknecht zum Schluß, wie im vorigen Jahre, so auch in diesem Rosenthal beabsichtigt, den einen Theil der sozialen Frage zu zu werden, einfach zu den Wegetariern bekehrt wird. lösen, indem er etwas ausgeflügelt hat, was ihm geeignet er- Fleisch kommt oft nur an den hohen drei Festtagen auf das vierte Stiftungsfest feiern, die Mitgliederzahl sich verJahre zu: Sorgen Sie dafür, daß wenn Sie im nächsten Jahre scheint, dem unendlichen Glend in den Arbeiterfamilien bei ein- den Tisch, und gar mancher landwirthschaftliche Arbeiter tretender Arbeitslosigkeit steuern zu können". nehmer läßt Herr Rosenthal wohlweislich aus dem Spiel, er hält den blauen Heinrich" Plößensees. Die Wohnungsverhältnisse töstlich amüsirt hatte, verließen die Festtheilnehmer mit frohem Die armen Unter: tommt Jahr für Jahr nicht hinaus über den" Rumsutsch" und zehnfacht hat. Nachdem man sich bis früh 6 Uhr bei Tanz und Gesang sich nur an die reichen Arbeiter, denen er die Zumuthung stehen mit den Ernährungsverhältnissen auf gleicher Stufe. Die stellt, von jeder Mark ihres Verdienstes zwei Pfennige zu zahlen Knechte haben häufig im Stalle zu fampiren, die Mägde in einer Herzen, wieder ein würdiges Arbeiterfest gefeiert zu haben, zur Bildung eines Kapitals, aus dem in Zeiten der Arbeits- Kammer", die von einer Tenne sehr oft nicht zu unterscheiden losigkeit jeder unfreiwillig feiernde Arbeitnehmer unterstüßt wer ist. Die Arbeitszeit ist eine so lange, wie sie in industriellen Der Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und den soll". Betrieben garnicht durchführbar ist, und die Behandluna oft eine umgegend veranstaltete am Sonntag, den 19. Juni, eine Agi" fei das Lokal. tationstour nach Marienfelde, Birkholz, Mahlow. Die Betheili- 1, Ostbahnpark", Rüdersdorferstr. 71, wurden zahlreiche Bäume die Mittheilung brachte, daß soeben bei den Belten ein Boot gung der Genoffen war eine geringe zu nennen, da die Mehrzahl entwurzelt oder umgeknickt, Tische und Stühle zertrümmert. gefentert fei und zwei Menschen ertrunken seien. Er verlangte das Fleckchen Land, das sie gepachtet, am Sonntag bearbeiten Auf den Bauten mußte die Thätigkeit der Arbeiter wegen zu für die Nachricht 1 Mart. Der Berichterstatter war vorsichtig muß; jedoch waren diejenigen, welche sich eingefunden, um so großer Gefahr meistentheils eingestellt werden. Am Kustriner genug, ihn erst mit an Ort und Stelle zu nehmen, wo sich denn thatfräftiger, und so ist wohl auf keiner Tour derartiges Material plas wurde durch ein von dem Sturm herabgerissenes Ladenschild herausstellte, daß die Mittheilung auf Schivindel beruhte. Während gesammelt wie auf dieser. der Arbeiter Echaus am Kopf verlegt, so daß er nach einem der Staatsanwalt gegen den Angeklagten wegen Betrugs eine Krankenhause geschafft werden mußte. Ein ganz ähnlicher Unfall fechsmonatliche Gefängnisstrafe beantragte, hielt der Gerichtshof ereignete sich in der Frankfurter Allee, wo durch einen herab- die ersten Fälle für verjährt und im Uebrigen nur drei Fälle fallenden Ziegelstein eine ältere Frau schwer am Kopf verletzt des groben Unfugs und einen versuchten Betrug für vorliegend. wurde. Das Urtheil lautete auf drei Monate Haft und zwei Von der Telegraphenbehörbe wurde gestern bekannt Monate Gefängniß. gemacht: Infolge von Leitungsstörungen, hervorgerufen durch Sturm, verzögert sich die telegraphische Korrespondenz nach allen Richtungen. Marienfelte ist ja fchon bekannt; bort steht man den Maurer, welcher Sie ganze Woche in Berlin sich gequält, am Eonntag Morgen den Pflug ziehen, um ja nicht aus seiner Gewohnheit als Lastthier heraus zu kommen. Doch dieser kann sich noch glücklich schätzen gegenüber den sogenannten Gutsangehörigen von Birkholz. Es ist garnicht nöthig, daß man nach Schlesien oder HinterGegen einen Schuhmann wurde gestern vor der 135. Abpommern geht, nein, 2 Stunden von Berlin sind die Arbeitertheilung des Schöffengerichts eine Privatklage verhandelt, welcher verhältnisse derartige, daß selbst manchem Bourgeois die Haare sich ein ungewöhnlicher Sachverhalt zu Grunde lag. Der Fabrikant gesträubt hätten, sofern er noch welche hat, wenn er ein Eine Untersuchung wegen Wechselfälschung schwebt Saß betrieb im vorigen Jahre in der Köprickerstraße ein Ge derartiges Glend gefehen hätte. Eine Wittwe mit sechs Stindern, gegenwärtig gegen den Inhaber und Profuristen einer hiesigen schäft mit Eisenmöbeln und bediente sich hierzu eines Fuhrwerts, von denen das älteste 12 Jahr und das jüngste 2 Monate, muß Spritfabrit. Bei der Reichsbank befand sich im November v. J. welches er auf seinem Hofe zu stehen hatte. Sein Wirth verfiel des Morgens von 6 Uhr bis Abends 8 Uhr arbeiten, um den ein von dieser Spritfabrik gezogener, von den Juhabern einer plöglich auf die Idee, ihm den Zutritt des Fuhrwerts auf den. riefigen Lohn von 0,40 m. pro Tag, alfo 2,40 m. pro Woche, Rornbranntwein Brenneret afzeptirter Wechsel über 5262,50 M. Hof zu verivehren, schloß eines Tages die Hausthür zu und erum 7 Personcu tas Leben zu fristen, zu verdienen, und von Diefer wurde einen Tag vor dem Fälligkeitstermin im Aufklärte dem zurückkehrenden Saß, daß er den Wagen nicht mehr dem geringen Lohne gehen noch 0,18 m. ab für Kranken- und trage der Ausstellerin durch die Berliner Bank eingelöst. auf dem Hofe dulde. Saß versuchte nunmehr, mit Gewalt einInvalidengeld. Der verstorbene Mann hatte 2 Jahre für das Das erregte den Verdacht, daß das Papier gefälscht sei, und man zubringen, im Nu waren aber mehrere Schuhleute zur Hand und Interesse des Gutsherrn gearbeitet, wofür er täglich 0,75 9. er- benachrichtigte die Akzeptantin. Giner der Inhaber der letzteren verwehrten dem Saß, welcher mit einem Schraubenzieher das halten hat; nun muß die Familie überhaupt noch froh sein, daß theilte denn auch der Reichsbank mit, daß der Werdacht begründet Schloß öffnen wollte, den Zutritt. Es entspann sich ein Handder Herr noch so gütig ist, ihr ein Unterkommen zu gewähren. fei. Die Brennerei habe früher mit den Inhabern der Sprit gemenge, in welchem Saß zu Boden geworfen wurde. Ein Die meisten dieser Gutsangehörigen trafen wir auf dem Felde fabrit in Verbindung gestanden, aber feit längerer Beit feden Einschreiten gegen die betheiligten Schuhleute war von der an, bei Bearbeitung des ihnen vom Gute auertheilten 11/2 Morgen Geschäftsverkehr abgebrochen. Infolge einer bei der Staats- Staatsanwaltschaft abgelehnt worden und so beschritt denn Feldes( natürlich das beste zum Gute Gehörige). Ueberall fanben anwaltschaft erstatteten Anzeige wurde eine Untersuchung ein Herr Saß den Weg der Privattlage. In der gestrigen Ber wir das freundlichste Entgegenkommen. geleitet, welche soviel Verdachtsmomente gegen den einen Jn handlung wurde durch einen unbetheiligten Beugen festgestellt, Nun ging es nach der Dampfsiegelet Mahlow, baber der Spritjabrik und gegen den dritten Prokuristen zu Tage daß der angeklagte Schuhmann den Saß nicht nur gestoßen und welche dem dortigen Amtsvorsteher gehört. Auch hier förderte, daß Beide in Untersuchungshaft genommen wurden, geschlagen, sondern auch, als Saß am Boden lag, denselben noch fanden wir wieder das graue Glend vor, Arbeitszeit aus welcher fie nach Leistung einer Raution wieder entlassen mit den Fäusten bearbeitet hatte. M.-A. Dr. Haase, als Ver von früh 4 bis Abends 81/2 Uhr bei einem Verdienst worden sind. treter des Privattlägers, beantragte die Bestrafung des Schuhmanns und war der Meinung, daß die Polizei bei diesem ganzen von 13-16., der höchste Lohn beträgt 18 M. Natürlich ist auch hier der Biegelmeister zu gleicher Beit Stantinenbefizer. In Zu dem bereits gemeldeten Betenge, welcheim daß hiesige Borfalle ihre Funktionen, die durchaus nicht darin beständen, in dem Dorfe Mahlow hatten wir gleich einen freundlichen Empfang Haupt- Postamt zum Opfer gefallen, wird uns mitgetheilt: Wie Privathändel einzugreifen, überschritten habe. Daß der Wirth von Seiten des Herrn Dorfschulzen, welcher einen unserer Genossen sich nunmehr herausstellt, ist das fragliche Telegramin an das chikanös gegen Herrn Saß verfahren, sei daraus ersichtlich, daß nach seinem Namen fragte; als berselbe genannt wurde, Haupt- postamt nicht auf dem Amit in Grünberg i. Schles. auf derselbe in dem anhängig gewefenen Zivilprozeß wegen Nichtglaubte der alte Herr, er solle gefoppt werden und faßte unsern gegeben, vielmehr ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß öffnens des Hausthors zu einer Geldstrafe von 155 M. ver Genossen sofort beim Kragen; fofort rückten auch schon einige einen Telegraphisten verübt worden sein dürfte. Der Betreffende, Berathung die Entscheidung dahin, daß der Gerichtshof dem die Depesche von Berlin aus abgesandt und die Fälschung durch urtheilt worden set. Der Vorsitzende verfündete nach längerer Senechte zu feiner Silfeleistung heran. Einige Genossen legten ber bas Telegramin aufgegeben, muß unbedingt eine Berson fein, Beugen, welcher gesehen, daß der Schußmann den Privatkläger fich jet och ins Mittel und machten dem alten Gerin far, baß er nicht geforpt sei, worauf er den Genossen wieder frei ließ; welche in den Dienſtſtunden Zutritt zu den Amtsräumen hat mit den Fäusten trattirt habe, zwar vollen Glauben schenke, daß auch hier fanden wir sonst das freundlichste Entgegenkommen. Der zweite Theilnehrer an dem Betruge, welcher gleichzeitig aber dennoch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen sei, daß diefer Von allen Seiten wurde uns die Frage vorgelegt: Wie lange Empfänger des Geldes war, dürfte ein Berliner fein, jedoch ist Benge sich in dem Beobachten der Vorgänge geirrt habe. Aus es nicht erwiesen, daß auch dieser ein Bostbeamter war. Leider biefem Grunde erfolgte die Freisprechung des angeklagten Schuhsoll dieser Zustand nur noch dauern? ift es der Kriminalpoliget fehr schwer gemacht, eine Beschreibung manns. In dem Nachlaffe eines Rentners wurde zu Anfang des ter Personalien dieses Komplicen zu erhalten, da bas Hotel vorigen Jahres ein auf den Namen eines jungen Mädchens personal den Mann nur furze Beit und dann nur sehr ober Eine umfangreiche Auklagefache wegen betrügerischen lautendes par kaffenbuch gefunden, auf das in einzelnen lächlich gesehen hat. Der raffinirte Betrüger hatte, um jeder Bankrotts und Beihilfe an diesem Verbrechen beschäftigte heute fleineren Beträgen etwa 800 wt. eingelegt waren. Die Erben Refognossirung durch den Postbeamten, der ihm das Geld über das Sch wurgericht am Landgericht I. Hauptangeklagte war ermittelten das Mädchen und forderten es auf, etwaige Ansprüche brachte, vorzubeugen, fich bekanntlich den Kopf mit einem Tuche die Fuhrwerksbesitzerin Karoline Globig, neben ihr befanden darzulegen. Das Mädchen nahm das Buch als sein Eigenthum verbunden, angeblich, weil er von Bahnschmerz geplagt sei. fich ihr Ehemann, ihr Sohn Gruft Globig und die Pferde in Anspruch, forderte die Erben zur Herausgabe auf, und als händler 2 efsel und Großkreuz auf der Anklagebant. Diese fich weigerten, beschritt es den Klageweg. Sie führte an, Zu der Plünderung des Solzplatzes in der Bromberger Frau Globig betreibt feit etwa 8 Jahren hierselbst ein ausdaß der Verstorbene the bei Lebzeiten für geleistete Dienste in traße wird gemeldet, daß die Zahl der bis jetzt ermittelten er gedehntes Fuhrgeschäft vor dem Stralauer Thor 21. Die Ge Form von Einzahlungen auf das Spartassenbuch Geschenke ge- fonen, welche sich an der Plunderung betheiligt, 116 beträgt, schäftsführung durch ihren Ehemann wurde durch den mißlichen macht habe. Die verklagten Erben bestritten die Rechtmäßigkeit zumeist Frauen und Kinder. Bei den Verhören gaben die Umstand vereitelt, daß derselbe wegen Raubes mit zehn Jahren daß der Erblasser beabsichtigt habe, der Klägerin später mit dem geglaubt, weil schon andere Personen bei dem Raube thätig sehr viele Schulden hatte. So begnügte er sich denn mit der bescheidenen Buche ein Gefchent zu machen. Die Klägerm ist darauf, nach waren, als sie hingukamen. Die Polizei will beshalb erst spät Rolle eines Stallmannes bei seiner Frau, scheint aber doch die dem die Erben beschworen hatten, daß ihnen von einem Ge- eingetreten fein, weil sie von dem Borgang nichts gewußt bat, eigentliche Seele des Geschäfts gewesen zu sein. Das Geschäft fchenke nichts bekannt sei, vom Landgericht I abgewiesen worden, und die vorübergehenden Schuyleute annahmen, baß der Menge, bestand darin, daß Frau Globig für eine Anzahl von Geschäften, schenke nichts bekannt sei, vom Landgericht I abgewiesen worden, die sich ja im Ganzen und Großen ruhig verhielt und in aller welche Mörtel u. dergl. zu fahren hatten, die Pferde stellte. Im da der eingetragene Name Nichts beweise und die von der Gemüthlichkeit stahl, die Abräumung des Holzplages der Firma S. Juli v. J. befanden sich in ihren Ställen noch 86 Pferde, von Klägerin behauptete Schenkung nach dem von den Verklagten ge- gestattet sei. Das mag ja wohl stimmen. Sätten aber die Schuß tenen ein Theil ihr Eigenthum war, während sie einen anderen leisteten Eide widerlegt sei. Der Kreuz- Zeitung" entnehmen wir diefen Bericht. Tas leute bei einem Streit drei Arbeiter, die durch 20 Schritte von Theil auf Leihvertrag von Wessel und Anderen entnommen hatte. fromme Blatt hat keine Bemertung für das Berhalten der einander getrennt auf dem Trottoir auf und abgehen, bemerkt, Am 30. August präfentirte der Kaufmann Mendelsohn ohne Gra Erben, welche die Sinterlassenschaft des Verstorbenen zwar mit ba würde sie wohl der Gedanke erfaßt haben, daß hier irgenb folg einen Wechsel über 1200 Mart und auf seinen wurde über das Freuden in Besitz nehmen, um den Willen beffelben aber, so weit eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorliege. Antrag das Vermögen der Angeklagten er nicht in einer Form ausgesprochen ist, daß die Ausführung Polizeibericht. An 22. b. Mts. Abends sprang ein auch ber Konkurs eröffnet. Inzwischen gingen mit dem Erben find vielleicht auch recht fromme christliche Leute im in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen Werth hatte, bei Seite gebracht. Mit dem Berkaufe von Pferden erzwungen werden kann, sich nicht im mindesten kehren. Die Handlungsgehilfe gegenüber dem Grundstück Kronprinzen- Ufer 30 Geschäft die merkwürdigsten Beränderungen vor und mit staunenswerther Geschwindigkeit wurde Alles, was irgend welchen Sinne der Kreuz Beitung", von denen es schon in der Bibel und nach dem Krankenhause Moabit gebracht. Um 28. 6. Whatte Frau Globig schon vorher begonnen, am 30. Auguft räumte heißt, daß sie Gebete und Opfer spenden, aber die habe der Mittags versuchte ein Drehorgelspieler auf dem Abort des batte Frau Globig schon vorher begonnen, am 30. Auguſt räumte Wittwen und Waisen an sich reißen. fie mit dem Pferdebestande gänzlich auf. Gerade an diesem Tage Hauses Wollinerstr. 14 sich mittelst Revolvers zu erschießen. Gr sie mit dem Pferdebestande gänzlich auf. Gerade an diesem Tage Für die Entlaffung Ahtwardr's verlangt das Kammer- brachte sich zwei Schüsse in den Kopf bei und wurde schwer ver- pferde zurück und kaufte noch 24 Pferde zum Gesammtpreise von vernahm der Angeklagte Wessel die von ihm gelieferten 14 Leihleht nach der Gharitee gebracht. Vor dem Grundstück Skalizergericht eine Raution von 50 000 wt. firaße 68 wurde bends ein zweijähriger Snabe von einem Roll 7500 M. hinzu. Diese 38 Pferde sind am nächsten Morgen schon Die Panke. In diesen Tagen hat sich mit der Beschaffen wegen überfahren und auf der Stelle getödtet. In der Nacht gegen 3 Uhr theils nach der Stöpniderstraße, theils nach Charlottenheit der ante vor ihrem Gintritt in Berlin und ihrem sun 24. D. W. stürzte sich ein Landwirth aus dem Fenster seines burg in die Wessel'schen Ställe gebracht und in den nächsten 8 Tagen weiteren auf die Kominission behufs der Feststellung der im britten Etock des Hauses Beugboffit. 6 belegenen Wohn- verkauft werden. An demselben Morgen wurden 9 Pferde, 1 ArbeitsRanalisationsfrage für den Vorort pantow be simmers auf den Hof, hinab und erlitt einen Bruch des Unterwagen, 1 Amerikan und 1 Kummetgeschirr nach Alt- Landsberg zum fchäftigt. In der Sigung, in welcher außer Bertretern des joyentels, so daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause fünften Angeklagten gebracht, und es sind dafür 3500 W. an Ministeriums des Innern und des Polizeipräsidiums der Geh. Bethanien erforderlich wurde. Auf dem Hofe des Hauses Frau G. gezahlt worden. Nachdem diese Pferde weggeschafft Ober- Regierungsrath Thiele, Landrath von Waldow, Baurath Dorotheenstr. 89 wurde die Leiche eines Kaufmanns vorgefunden. worden waren, beorderte fie per Telephon den Pferdehändler Sobrecht, Ober- Baubirettor Wiebe, Geh. Regierungsrath Franke, Der Verstorbene war am vorhergehenden Abend in dem im ge- Anhalt, von welchem sie auch Pferde auf Leihvertrag hatte, zu Geh. Ober- Medizinalrath Dr. Strzeczta u.. anwesend waren, dachten Hause belegenen Hotel abgestiegen und hat sich anscheinend sich, um seine Pferde sich abzuholen, weil die Gerichtsvollzieher wünschte Baurath Sobrecht, daß die ganze Angelegenheit aus dem Fenster seines im zweiten Stock belegenen Bimmers auf Alles fortholen." Anhalt holte sich denn auch 13 Pferde ab und Kanalisirung Pankows vertagt werde, da bet der den Hof hinabgestürzt. Am 23. d. M. Abends und am darauf zwei Pferde wurden noch an demselben Tage für 1200 m. ver fauft. Als am 2. September eine Gerichtsperson bei Frau G. bevorstehenden Einverleibung der Wororte in Groß- Berlin folgenden Morgen fanden zwei kleine Brände statt. erschien, um feftzustellen, ob eine ausreichende Masse zur Ronkurs Eröffnung vorhanden sei, war der wohl besetzte Stall vollständig ausgeräumt; es fanden sich nur noch drei abgetriebene Schindmähren vor, und auch in der Privatwohnung sah man nur die nackten Wände. Alle befferen und werthvolleren Sachen hatte Frau G. nach dem Boden bringen Taffen, bewahrte aber über diese Lokalveränderung größtes Stillder 1 Gerichts- Beitung. der städtischen Verwaltung es besondere Mühe machen würde, bie Einverleibung zu ชิน beschleunigen. Dagegen betonte der Gemeindevorsteher Gottschalk, daß Pankow zur Zeit nicht das geringste Interesse an der Einverleibung in Berlin hätte; ebenso sprach sich Landrath von Waldow gegen die Bertagung aus; die Lösung der Kanalisationsfrage für Pankow set nicht so weit hinauszuschieben, bis Berlin in die Lage täme, Abhilfe zu schaffen. Eine Rundfahrt, die sich an die Ein Fabrikant von„ Ogtrablättern" stand gestern schweigen. Es hat sich schließlich eine Paffivmaffe von 50 000 m. Berathungen anschloß, follte über die Frage Aufschluß geben, ob wiederum in der Person des Handelsmannes August echt ergeben, welcher nur eine Attivmasse von 7000 m. gegenüber die Banke im Stande fet, die abfließenben Gewäffer der event. vor ber 124. Abtheilung des Schöffengerichts. Der Angeklagte stand. Frau G. hat an dem fritischen 80. Auguft 11 000 m. angulegenden Miefelfelder für Bankow in fich aufzunehmen. Die hat, wie der Vorsigende hervorhob, in geradezu unverschämter eingenommen, ohne daß sie im Stande ist anzugeben, wo dieses Kommission fam, wie eine Lofaltorrespondenz berichtet, zu der Weise das Publikum zu täuschen versucht. Am 2. Januar ver- Gelb geblieben. Sie hat behauptet, daß sie damit Schulden beUeberzeugung, daß angesichts der schlimmen Beschaffenheit des faßte er ein Extrablatt, welches er mit den Worten: Original glichen habe, vermochte aber nur 3211 M. als auf diese Weise Bantewaffers bei ihrer Wündung im Nordhafen die Stadtgemeinde bericht von A. Hecht" unterzeichnen ließ und auf welchem er auch verausgabt nachzuweisen. So viel steht fest, daß der erst zwanzig Berlin unmöglich dagegen Ginspruch erheben tönnte, wenn ale Berleger bezeichnet war. Der Käufer erfab daraus, daß es jährige mitangeklagte Sohn feitdem Fuhrherr geworden ist etwaigenfalls die gereinigten Abiväffer einer Pantower Ranali- fich um einen aufgebaufchten Eisenbahn- Busammenstoß im Olden- und ein Fuhrgeschäft mit zwanzig Pferden begründet hat. sationsanlage in das Flüßchen geleitet würden. burgifchen handelte, ein Greigniß, daß schon mehrere Tage Der Angeklagte Weffel hatte dem jungen Globig beim Die Pante aber bekümmert sich nach wie vor nicht um die vorher in allen Berliner Blättern mitgetheilt war. Dret Tage Kaufe der Pferde schon 1000 M. zugewendet, das Atzept von Kommission sie stinkt fort. später zogen die Abnehmer des Angeklagten wiederum 2100 m., womit Weffel den Kauf im Uebrigen beglich, ist aus unter den Rufen: Allerneuestes!" burch die Straßen. Diesmal der Hand der Frau Globig in die ihres Ehemannes und von Der orkanartige Sturm, mit welchem der Johannestag hatte der Angelfagte eine alte Geschichte von einem angeblichen diefem auf den Sohn übergegangen. Die Anklagebehörde zieht bei uns seinen Einzug gehalten hat, hielt, wenn auch mit etwas Attentat auf den Raifer von Rußland aufgewärmt. In gwei aus allen diefen Vorgängen den Schluß, daß es sich um eine verminderter Gewalt, den ganzen Tag über an. Der Sturm hat weiteren Fällen geigte ber Original- Berichterstatter und Verleger sehr dreifte Verschiebung zur Benachtheiligung der Gläubiger mannigfaches Unheil angerichtet. Die Wetterfahne an dem Hause fich auch als„ Grfinder". Die Anklage nimmt an, daß er sich bandelte und macht dafür die sämmtlichen fünf Angeklagten ver der New- Yorker Berficherungsgesellschaft an der Ecke der Leipziger ben Inhalt zweier anderer Ertrablätter einfach aus den Fingern antwortlich. Von diesen bequemte fich Frau Globig, welche bei und Wilhelmstraße wurde fo heftig herumgeworfen und dadurch gesogen hatte, Das eine Blatt brachte die Mittheilung, daß ein dem Inquifitorium fehr in die Enge getrieben wurde, langfam gelockert, daß sie auf die Straße herabzustürzen drohte. Um dieser Personenzug bei Thoen entgleift und eine Böschung hinabgestürzt zu einem theilweisen Geständniß, während die übrigen Angeklagten, Gefahr vorzubeugen, ließ ein Polizeilieutenant die Straße für so sei. Es war daran die beunruhigende Vermuthung geknüpft, namentlich die beiden Pferdehändler, entschieden ihre Schuld be= lange absperren, bis die herbeigerufene Feuerwehr die Wetter- daß sich der Feiertage wegen es war gegen Dstern ftritten. Die Verhandlung nimmt zwei Tage in Anspruch. Den fahne mit Stricken befestigt hatte. In der Möckernstraße ent viele Berliner int dem Buge besunden baben Angeklagten stehen die Rechtsanwälte Steinschneider, wurzelte der Sturm awei mächtige Pappeln. Auf dem Schinkel- dürften. Das legte Extrablatt des Angeklagten enthielt räntel, Gordon und Blingner zur Seite. platz riß er gegen 1/10 Uhr eine große Platane um. Der die Nachricht, daß im Often der Stadt ein Raubanfall Die Ermordung ziveler Reisebegleiterinnen Baum fiel auf einen Decsigwagen der Pferdebahnlinie Schinkel- stattgefunden habe. Ein etwa 20jähriger junger Mensch habe vor dem Schwurgericht. platz- Rigdorf, der gerade vorüberfuhr, und zertrümmerte den einen Bäckerladen betreten, eine Kleinigkeit getauft und ein Stück Bordertheil des Waggons; die Pferde wurden zu Boden ge- Geld zum Wechseln gegeben. Als die Bäckerfrau vor der Kaffe 8 weiter Tag der Verhandlung. schleudert, die Baffagiere famen mit dem bloßen Schreden eine gebückte Stellung einnahm, habe der Käufer ihr mit einem Magdeburg, den 24. Juni 1892. davon, der Kutscher erlitt eine leichte Kontusion an der Schulter. verborgen gehaltenen Hammer einige Schläge gegen den Kopf Heute wird mit der gestern abgebrochenen Beugenvernehmung Die Feuerwehr hatte die Aufgabe, den Wagen von dem verfest, daß die Getroffene zu Boden gesunken. Dann habe der fortgefahren. Unter den Beugen befinden sich auch der Vater Baume zu befreien, was längere Beit in Anspruch nahm. In Angreifer die Raffe beraubt und fei geflüchtet. An beiden Mit- und die Schwester der ermordeten Klages, der Bruder der Bunt der Brandenburgstraße wurde ein Schaffner eines Sommerwagens theilungen war tein wahres Wort. Der Angeklagte be- rock und bie Tante des Erbe. Die Angeklagte Buntrock fieht ber Blingbahn, als er das Trittbrett entlang schritt, durch einen hauptete, daß ihm die Mittheilung von dem Eisenbahn- heute sehr niedergeschlagen aus. In dem überfüllten Zuhörer Windstoß vom Wagen geriffen und auf das Straßenpflaster ge- unfall von einem Laufburschen von Wolff's Telegraphenbureau raum bemerkt man den Scharfrichter Reindel, der sich die Anschleudert, wodurch er einen Bruch bes rechten Armes erlitt. sugegangen fei, die Naubanfallgeschichte habe er von einem geklagten mit großer Aufmerksamkeit betrachtet. In der Lothringerstraße zerriß der Sturm die Schuhvorhänge Brauer gehört. Einen kleinen Separatschwindel hatte der Die Beweisaufnahme wird zunächst bezüglich des Mordes eines Sommerwages der diingbahn, wodurch die Baffagiere zum Angeklagte sich außerdem noch zu Schulden kommen lassen. Eines Kasten geführt. Der erste Zeuge ist der Amtsrichter Demelier Werlaffen des Wagens gezwungen wurden. Im Restaurant Tages erschien er bei einem hiesigen Lokalberichterstatter, dem er( Neuhaldensleben). Dieser hat das Augenscheinsprotokoll über bcn Befund der Leiche der ermordeten Kasten aufgenommen. Er flnite den Eindruck gewonnen, dajj Füchse oder Wildschweine den Leichnam angefressen hatten. Eine Anzahl weißer Lappen, angen- scheinlich Reste eines ehemaligen Hemdes, fand man bei der Leiche. Ter Kopf� der Leiche sei etwa 14 Tage später an einer anderen Stelle gesunden worden.— .m äsende Zeuge ist der Gastivirth Zimmermann (Neuhaldensleben). Dieser, Vesiker des Gasthofes„Zun, Deutschen Kai-er" in Neuhaldenslebcn, bekundet mit vollster Bestimmtheit. va« beide Angeklagte am Donnerstag, den 21. Mai, Abends gegen 10 /e Uhr, zu ihm gekommen seien und ein Zimmer gefordert haben, das ihnen auch gewährt wurde. Er erinnere sich ganz genau, daß die Angeklagten am Donnerstag nach Pfingsten, also am 21. Mai 1801, bei ihm gewesen seien. Frall Klings mann, Tochter des Vorzeugen, bestätigt die Bekundungen ihres Vaters. Sie habe die Angeklagten, die sie mit Bestimmtheit wieder erkenne, nicht am Abende des . t"�QL?8n1' �ber am folgenden Morgen beim Frühstück ge- sehen. Die Angeklagten machten ans ste eine» verstörten Eindruck. Es erscheint alsdann als Zeuge Arbeiter Eggermann: Er erinnere sich ganz genau, daß er am Donnerstag, den 21. Mar IL9I, Abends gegen 6 Uhr, den Angeklagten im Neu- haldenslebener Walde begegnet sei. Die Buntrock habe ihren Hut in der Hand, Erbe eine Handtasche getragen. Es sei ihm auf- gefalle», daß die Kniee des Erbe mit Erde beschnnitzt waren. Tie Angeklagten kamen vom Börner Wege und gingen nach Neu- Haldensleben zu.— Präs.: Angeklagte Buntrock, die Bekundung des Zeugen Zimmermann stimmt mit Ihren Angaben überein. Sie sagten auch, daß Sie gegen 10 Uhr in den Gasthof„Zum Deutschen Kaiser" gekonimcu seien. Nun ist Ihnen der Zeuge Eggerl gegen 6 Uhr Abends im Walde begegnet. Wo haben Sie sich so lange ausgehalten?— B u n t r o ck: Ter Zeuge Eggert irrt sich vielleicht in der Zeit.— Eggert: Ich erinnere mich ganz genau, daß ich gegen 6 Uhr Abends den Leuten begegnet bin.— Der Zeuge bekundet im Weiteren, daß von der Stelle aus, wo er de» Angeklagten begegnet sei, etwa eine halbe Stunde Weges nach Neuhaldeusleben sei. Die folgende Zeugin ist eine Frau Trensch. Bei dieser hat die Buntrock vom März bis Ende Mai 1891 hier in Magdeburg an der Stephansbrücke gewohnt. Die Buntrock habe geschneidert, sei aber sehr nachlässig gewesen, sodaß sich oftmals Kunden, die bei ihr Kleider anfertigen ließen, über ihre Nachlässigkeiten be- klagten. Tic Bnntrock bekam sehr häufig Briefe und Karten von ihrem Bräutigam Erbe. Dieser besuchte sie auch sehr häufig und „pousfirte" mit ihr. Tie Bnntrock habe ihr(der Zeugin) erzählt, daß ihr Bräntigain nnt der Erfindung einer Maschine beschäftigt sei. Wenn diese Erfindung zu Stande gekommen sei, dann werde sie der Erbe heiralhen. Die Buntrock sei, mit Ausnahme eines einzigen Tages in der Psingstwoche, stets des Nachts zu Hause aewesen. Als sie die eine Stacht einmal ausgeblieben war, sagte sie nach ihrer Rückkunst, sie sei mit ihrem Bräutigam bei ihren Schwiegereltern gewesen. Ihr(der Zeugin) habe das Treiben der Buntrock, ganz besonders ihr Verkehr mit Erbe, nicht gefallen, sie habe ihr deshalb zum I. Juni gekündigt. Am Sonntag nach Pfingsten habe die Buntrock heftig geweint. Präs.: Buntrock, weshalb weinten Sie?— Buntrock: Es war mir so traurig zu Mulhe.— Präs.: Weshalb war Ihnen so traurig zu Mulhe?— Bnntrock(weinend, nach längerem Zögern): Wegen nicineS Verhältnisses mit Erbe.— Präs.: War denn dies Verhältniß nicht ein ganz gutes?— Buntrock: In einer Weise nicht.— Prä s.; Weshalb denn nicht?— Bnntrock(unaufhörlich weinend): Wegen des fort- währenden Todtmachens. Bewegung ini Auditorium.— Präs.: Weshalb haben Sie denn das Todtmachen mitgemacht? Sie konnten doch den Erbe auch davon abhalten?— Buntrock: Das habe ich auch von da ab gethan. Die Zeugin Trensch bekundet im Weiteren, daß die Bunt- I Tages, wie ste glaubt, von Erbe eine Post- welcher sie zu einer Rheinreise ein. auf rock eines karte erhalten habe, geladen wurde. Frau Heideck, bei der die Buntrock vom I. Februar bis Mitte März 1891 in der Schrotdorferstr. 19 gewohnt, bekundet, daß ihr der Verkehr der Buntrock mit dem Erbe nicht gefallen habe. Sie habe zu der Buntrock auch kein Vertraue» gehabt, deshalb habe sie ihr gekündigt. Eines Tages sei sie mit der Bnntrock wegen rückständlgcr Mielhe in Streit gerathen. Bei dieser Gclegcnheit habe sie die Buntrock mit einem Revolver be droht. Ob der Revolver geladen gewesen, könne ste(die Zeugin) sagen. Frau L n b b a, bei der die Buntrock im August 1831 vier- zehn Tage lang gewohnt, vermag nichts von Belang zu be künden. Fräulein Sonnen(Stieftochter der Vorzcugin): Sie kon ditionire seht als Kinderfräulein in Berlin, irüher in» Hotel „zum weißen Schwan" in Magdeburg. Sie habe einmal mit der Buntrock verabredet, daß sie letztere in Hannover besuchen solle. Da„Fräulein Buntrock' sie aber nicht direkt eingeladen habe, so bade ste dieselbe auch nicht besucht. Agent M a y f f a r t h(Hannover): Er sei im Jahre 1390 mit Erbe kurze Zeit zusammen für das Bankhaus Zimmermann gereist. Erbe habe niit ihm über die Buntrock gesprochen. Erbe habe geäußert: Die Buntrock sei ihm zu dumm, er werde dieselbe nicht heiralhen.— Präs.: Er hat aber trotz- dem noch weiter mit der Buntrock verkehrt, ihr geschrieben u. s. w.? — Zeuge: Ja.— Auf weiteres Befragen bekundet der Zeuge: Er sei im Sommer 1890 mit Erbe einmal von Hannover nach Eelle gefahren.— Bei dieser Gelegenheit habe er gesagt: Hier scheint eine sehr öde Gegend zu sein. Erbe habe daraus er widert: O, die Gegend ist hier sehr schön, ich bin hier schon einmal mit meiner Braut eines Sonntags spazieren gegangen Vo» Eschede sei keine Rede gewesen. Des Datums jenes Ge- sprächs wisse er(Zeuge) sich nicht mehr zu erinnern.— Ver- t h e t d i g e r R.- A. Leist: Was mag wohl Erbe als Loose- Agent verdient habe»?— Zeuge: Erbe hat einen sehr hübschen Verdienst gehabt.— Vertheidiger: Sind Sie am 13. August 1890 mit Erbe zusammen gewesen?— Zeuge: Das weiß ich nicht.— Vertheidiger: Sie sollen am 13. August 1890 mit Erbe in der in der Knochcnhauerstraße zu Hannover belegenen Jrnhoff- scheu Gastwirthschast gewesen sein und dort mit Erbe über den Loosehandel gesprochen haben. Bei dieser Ge- legeuhcit will Erbe zu Ihnen gesagt haben: Jetzt ist mit Bar- lettn-Loosc» das beste Geschäft zu inachen, denn hente über acht Tage ist Ziehung?— Zeuge: Das ist mir nicht erinnerlich. Es erscheint alsdann als Zeuge Agent Andersen- Hannover: Erbe habe ihm am 10. August 1890 eine Bertretung stir Loose übergeben. Das ihm vorgelegte Notizbuch habe ihm Erbe übergeben, um dadurch den Beweis führen zu können, daß er viele Kunden habe. Er könne es sich aber nicht erklären, wie- so die Blätter vom 12. bis 18. August 1890 aus dem Notizbuch fehlen, er(Zeuge) habe dieselben jedenfalls nicht herausgerissen. Erbe habe zur Zeit an einer Maschine gearbeitet, d»e, wie Erbe angab, ohne Wasser oder eine sonstige mechanische Kraft, sondern sich von selbst bewegen solle. Wenn die Maschine fertig sein werde, dann dürfte die Negierung für dieselbe Millionen bieten. Er habe infolge dessen sich verleiten lasten, dem Erbe 310 Mark behufs Fertigstellung der Maschine zu leihen.— Präs.: Sie sagten auch einmal, daß Erbe stets niehrere Taschenmesser bei sich sührle?— Zeuge: Das ist richtig.— Präs.: Erb» soll die Messer ostmals geschlissen haben?— Zeuge: Jawohl, Erbe sagte: es ist eine große Hauptsache, daß die Messer immer scharf sind. Erbe hat auch die Messer oftmals probirt, ob ste gut schneiden. Der Zeuge be- kündet im Weiteren, daß die Buntrock dem Erbe einmal gedroht habe, st» werde ihn anzeigen. Er habe schließlich de» Umgang »»t Erbe gemieden, da dieser oftmals mit seinem Revolver sich i» schaffen gemacht habe. Dieses Vorkommniß habe ihn, de» -tfeugen, mißtrauisch gemacht.— Die Frage des Vertheidigers: ob Erbe ihm eines Tages im Monat August 1390 gesagt habe: heute über acht Tage ist Ziehung der Barletta-Loose, vermag der Zeuge nicht zu bejahen.— Präs.: Kennen Sie einen Mann namens Karl Behrens?— Zeuge: Nein.— Präs.: Haben Sie einmal dessen Namen gehört?— Zeuge: Nein.— Präs.: Haben Sie einmal gehört, daß die Bnntrock sich mit anderen Männern eingelassen habe?— Zeuge: Nein. Zeuge Schneidermeister Weber(Magdeburg): Erbe habe bei ihm im Mai 1891 kurze Zeit in der Regierungsstraße hier- selbst gewohnt. Am dritten oder vierten Psiugstfeiertage sei Erbe des Morgens fortgefahren und erst Ende der Woche wieder- gekommen. Genau könne er(Zeuge) sich des Tages, an dem Erbe abgereist, nicht mehr erinnern, jedenfalls sei es in der Pfingst- woche gewesen. Die folgende Zeugin ist Fräulein Emilie Reuter: Sie habe sich infolge einer am 17. Mai im hiesigen„General-Anzeiger" enthaltenen Annonce, in welcher eine Reisebegleiterin gesucht wurde, gemeldet. Darauchin habe sie von einer Johanna Krüger einen mit Bleistift geschriebenen Brie? erhalten, in dem diese sich als die Stellenvennittlerin ausgab und sie einlud, nach dem Alt- märker Bierhalle zu kommen. Sie sei dieser Aufforderung gefolgt und dort habe ihr die Krüger, die mit der Angeklagten Buntrock identisch sei, gesagt, daß sie für eine ältere Dame, die bei Köln eine Villa habe, eine Reisebegleiterin suche. Die angebliche Slellenvermittlerin habe sie, die Zeugin, genau nach ihren Ver- hältnissen gefragt, ob sie ein Sparkassenbuch besitze u. s. w. Dies habe sie, die Zeugin, verneint. Die Slelleuverimttlerin habe ihr darauf gesagt, sie werde ihr am nächsten Sonnabend Reisegeld schicken. Die Slellenvermittlerin habe aber das Reisegeld nicht geschickt, überhaupt nichts mehr von sich hören lassen. Die Zeugin würde aber, auch wenn sie das Reisegeld erhalten, die angebliche Stellung nicht angetreten haben, da sie zu der Stellen- Vermittlerin kein Vertrauen hatte. Die Tante des Erbe, Frau Slahlberg, bekundet, daß Erbe in seiner Jugend ein sehr ordentlicher Junge gewesen sei. Der folgende Zeuge ist der Juwelier Pfannschmidt. Dieser soll von den Angeklagten im Mai 1391 zwei goldene Ringe und ein goldenes Kreuz gekauft haben. Zeuge bekundet: die Angeklagten seien einmal bei ihm gewesen, um etwas zu verkaufe», was ste ihm verkaust haben, wisse er nicht mehr. Arb. S u t h a n: Im Januar d. I. habe er im hiesigen Polizeigesängniß einige Tage niit Erbe zusammen in einer Zelle gesessen. Ein kleiner Herr mit grauem Bart habe ihm gesagt: er solle sich mit Erbe unterhalten, damit dieser nicht den Kops verliere. Erbe sei wohl Tag und Nacht geschlossen gewesen, trotzdem habe er sehr fest geschlafen. Als Erbe eines Tages vom Verhör gekommen, habe er gesagt:„Die Buntrock scheint nicht mehr recht bei Verstände zu sein."— Präs.: Bei dem Verhör hatte wohl Erbe vernommen, daß die Buntrock bereits Alles ge- standen habe?— Zeuge: Das ist möglich. Schneidermeister Müller(Neuhäldenslebeu): Als ihm die Photographien der Angeklagten aus dem Polizei-Amt zu Neuhaidensleben vorgelegt wurden, da habe er sofort gesagt: Das seien die zwei Leute, denen er am 12. August im Riesen- gebirge begegnet sei. Tie Leute seien ihm damals höchst ver- dächtig vorgekommen.— Präs.: Sehen Sie sich nun einmal die Angeklagten an.— Zeuge: Die Buntrock ist es jedenfalls nicht gewesen. Erbe hat dagegen große Aehnlichkeit mit dem Manne. Frau Müller, die Gattin des Vorzeugin, bekundet dasselbe. Tie Angeklagten bemerken auf Befragen des Präsidenten, daß sie niemals in Schlesien gewesen seien. Es erscheint alsdann als nächster Zeuge der Bruder der Bnntrock, Tapezierer Friedrich Buntrock ans Holzminden. Dieser bekundet auf Befragen des Präsidenten: Erde sei mit seiner Schwester Dorothea einmal kurze Zeit in Holzminden im Hause des Vaters gewesen. Erbe habe auf ihn(den Zeugen) keinen guten Eindruck gemacht. Seine Schwester habe als Kind an Krämpfen gelitten und sei auch etwas eigensinnig ge- ivcsen. Im übrigen sei sie stets ein sehr gutes Mädchen gewesen. Als seine Schwester mit Erbe in dem Hause des Vaters wohnte, habe sie dem Vater ein Sparkassenbuch entwendet. Er habe die Ueberzeugung, daß dies seine Schwester auf Anstiften des Erbe gethan habe; auch sei er überzeugt, daß Erbe von seiner Schwester einen großen Theil des auf das Sparkassenbuch erhobenen Geldes erhallen habe. Seine Schwester sei jedenfalls, ehe ste den Erbe kannte, ein ganz ordentliches Mädchen und auch niemals lügen- hast gewesen.— Der Zeuge tritt, während der Gerichtshof über die Vereidigung einiger Zeugen beräth, an seine Schwester heran. Diese fällt dem Bruder um den Hals und weint bitterlich. Es tritt alsdann eine längere Pause ein. (Fortsetzung folgt.) Sozi«!« Rtebevstihk. Achtung, Schneider und Echneiderinncn! Der Streik der Kollegen in St. Gallen(Schweiz) dauert unverändert fort. Die dortigen Kollegen klagen sehr über Zuzug aus Deutsch- land. Da jedenfalls auch von Agenten den Berliner Kollegen Ancrbietunge» gestellt werden, fordern wir auf, alle solche Offerten zurückzuweisen, um den dortigen Kollegen den Kampf nicht zu erschwere». Ferner fordern wir auf, bei allen Anerbietnngen, welche von Außerhalb kommen, gleichviel von welchem Ort es auch sei, auf dem Arbeitsnachweis- und Auskunstsbureau Mark- graseustr. 83 Erkundigungen einzuziehen. Die Kollegen von Außerhalb werden aufgefordert, bei Lohndifferenzen sofort Mit- theilung an unser Bureau zu machen. Die nächste öffentliche Schneider- und Schneiderinnen-Ver- sammlnng tagt am Montag, den 27. Juni, Abends 8Vl Uhr, in den Arminhallen. In derselben wird über die Thätigkeit des 'Arbeitsnachweis- und Auskunstsbureaus der Jahresbericht er- stattet. Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Arbeiter und Arbeiterinne» der Textilindustrie! Schon wieder sind wir gezwungen, an Euer Solidaritätsgesühl zu appelliren, denn noch ist der Ausstand der Rixdorfer Weber nicht ganz vollendet, so haben wir schon wieder einen solchen und zwar in Schwelm. Wir bitten daher, auch diesen Streik, welcher mivenueidlich war,»u unterstütze». Es sind nur wenige Mann, ca. 26—30, doch sind wir auch hier gezwungen, die Oeffenllichkeit für die in der traurigsten Lage sich befindenden Arbeiter in Anspruch zu nehmen. Der Grund des Streiks ist eine Lohnreduktion von 40— VO pCt. Zu bemerken ist, daß die Firma, trotzdem alle anderen Firmen am Orte den Arbeiter» zulegten, sich weigerte, dasselbe zu thun. Wir bitten daher, den Streik nach besten Kräften zu unterstützen. Mit kollegialem Gruß Der Vorstand und Ausschuß des Verbandes deutscher Textilarbeiter. I. A.: Paul Petersdorf. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Sendungen sind zu richten an Julius Frech, Schwelm, Neue Schulstr. 2. In Spanien ist ein großer Streik der Telegraphen- b e a m t e n ausgebrochen. Neueren Nachrichten zufolge ist die Beilegung desselben demnächst zu erwarten, da die Einigkeit der Telegraphisten die Telegraphenbehörde zum Nachgeben zwingt. Etwas vom Befähigungsnachweise. Die Frage, wer in Oesterreich Backöfen reparire» darf, hat die käruthnerische Handelskammer, der„Oesterr. Müller-Zeitung" zufolge, in wahr- Haft salomonischer Weise entschieden. Auf die Frage der Bäcker« genoffenschafr zu Klagensurt, ob bei einer Backofen- Reparatur, wo weder Mörtel, Kalk«. in Verwendung kommt und nur die alten Ziegel durch neue ersetzt werden, es erforderlich sei, hierzu einen Maurer-zu verwenden oder ob hierzu auch ein anderer Fachkundiger herangezogen werden kann, und ob eine Konzession hierzu erforderlich sei, wurde nämlich erwidert:„Zufolge der Eingabe handelt es sich darum, daß bei einem aus Ziegel, also gemauerten Backofen, einzelne Ziegel schadhaft geworden sind und durch neue ersetzt werden müssen. Es ist nun die Frage, mit welchem Bindemittel waren die nun schadhaft gewordenen Ziegel gegenseitig verbunden? Es istdoch ein ansZiegel hergestellter Backofen uud dabei muß, um die einzelnen Ziegel gegenseitig zu binden und die Fugen zu schließen) entweder Mörtel oder Lehm oder Chamotte verwendet gewesen sein, und werden nun die neu einzufügenden Ziegel sicher abermals eines Bindemittels bedürfen.' Zu solchen Arbeiten ist nur ein Maurer berechtigt. Hat jedoch der Besitzer dieses Backofens einen Hausgenossen im Dienste, welcher«ne solche Arbeit leisten kann, so kann derselbe auch durch diese Person die fragliche Reparatur vornehmen lassen".'! Die Volkszahl der Großstädte in den Vereinigte» Staaten vo» Amerika. Nach Nr. 165 des„Zensus Bulletin" wurden, wie die„Statist. Corr." mittheilt, gelegentlich der Volks-. Zählung vom 1. Juni 1890 in den Vereinigten Staaten von Amerika 3715 Gemeinden mit 1000 oder mehr Bewohnern er- mtttelt, in denen insgesammt 26 109074 Ortsanweseude gezählt wurden: 1799 dieser Gemeinden mit zusammen 2 515 469 Personen zählten zede weniger als 2090 Bewohner. Die übrigen Gemeinden, welche wir als„Städte" bezeichnen wollen, vertheilten sich auf nachstehende Größengruppen: mit 100 000 und darüber: 28 Städte mit 9 697 960 Bewohnern, „ 50 000 bis 100 000 30.., 2 022 822„ „ 25 000„ 50 000 66„, 2 208 786, „ 15 000„ 25 000 92„„ 1 801 582„ „ 10 000„ 15 000 138„„ 1 659 020, „ 5 000„ 10 000 359,„ 2 501 547, „ 4 000„ 6 000 192„„ 847 579, „ 3 000„ 4 000 333„„ 1 153 477„ „ 2 000„ 8 000 673„„ 1640 832 Sieben von de» 23 nordamerikanischen Großstädten besaßen bereits mehr als 400 000 und zusammen 5 803 144 Einwohner. Ordnet man die Großstädte nach ihrer Volkszahl, so erhält man folgende Reihe: New-Iork(1 515 301), Chicago(1099 850), Philadelphia(1046 964), Brooklyn(806 343), St. Lonis(451 770), Boston(448 477), Baltimore(434 439), San Francisco(293 997), Cincinnali(296 908), Cleveland(261 353), Buffalo(255 664), New-Orleans(242 039), Pittsburg(233 617), Washington (230 392), Detroit(205 876), Milwaukee(204 468), Newark (181 880), Minneapolis(164 738), Jersey City(163 003), Louis- ville(161 129), Omaha(140 452), Rochester(133896), St. Paul (133 156), Kansas City(132 716), Providence(132 146), Denver (106 713), Jndtanopolis(105.436), Alleghany(10S 287). VersÄ»ttnlungen. In der Versammlung des Deutsche» Tischler-Verbandes, Branche der Parquettvodenleger, welche am 13. Juni bei Seeseldt, Grenadierstraße, stattfand und ziemlich gut besucht war, hielt Kollege A h r e n s einen Vortrag über die Kämpfe der Gewerkschafts- Organisation in England, Frankreich und deren Folgen. Dann wurden zum Theil recht grelle Uebelstände, die in der Parquettbodenleger- Branche herrschen, zur Sprache ge- bracht.— Der Deutsche Tischler-Verband hielt ferner am 16. Juni«in« Bezirksversammlung im O st e n Berlins ab, in welcher Gen. Willi Wach in sehr eingehender Weise über�die Entwickelung der Produktionsweise reserirte. An der Diskusston betheiligte sich Kollege Mertens im Sinne des Referenten. Kollege Kling er sprach dann über die Vermehrung der Zahlstelle», welche er jetzt noch nicht für angebracht hielt. Ihm schloffen sich die Kollegen Mertens, Schichholz, Heß, W i tz l a u und König an. Beschlossen wurde auch, alle 6 Wochen eine Bezirksversammlung abzuhalten. In der Versammlung des S ü d w e st- B e z i r k s, die am 20. Juni stattfand, reserirte Kollege König über das Thema: „Die Krisen und wie verhalten sich die Ardeiter dazu?" In der Diskussion, an der sich die Kollegen Günther, Fischer, Schräder, Kühn, Heß, Rogge mann und der Referent betheiligten, erfuhr die jämmerliche Haltung mancher Arbeiter, welche beim Vorlegen der famosen Fabrikordnungen zu bemerken gewesen, eine scharfe Kritik. Alle Redner verurtheilten das immer mehr in Schwung kommende Nachfeicrabend-Arbeiten, und verschiedene Werkstätten, wo dies stattfindet, wurden namhaft gemacht. Auch die Unsitte des Einkeilens wurde gerügt und jeder Kollege aufgemuntert, irgend welche fühlbaren Uebel» stände dem Werkstattkontroleur, Kollegen Wiedemann, im Arbeits« Nachweis, Wallstr. 7—3, mitzutheilen oder direkt bei der Orts- Verwaltung vorstellig zu werden. Der Vorsitzende, Kollege Belitz, macht noch bekannt, daß jeden Donnerstag, von 8 bis 10 Uhr Abends, die Bibliothek in Schönina's Lokal, Stallschreiberstr. 29, geöffnet ist und ersuchte die Anwesenden, in der Agitation für den Verband nicht zu ermüden, der auch seinerseits dann die ihm 'Angehörenden bei irgend welchen Vorkommnissen nicht im Stiche lassen werde. In der Versammlung im Norden, welche am 21. d. Mts. abgehalten wurde, sprach Herr Wenzel über die soziale Lage im Miltelaller. Die Versammlung solgle den Aus- führungen des Referenten mit Interesse. Zum Schluß ersuchte Kollege Witte um bessere Agitation für die nächste Versammlung. In der Mitgliederversammlnng der OrtSkrankenkafse der Maler, welche am 19. Juni zur Frage der Beseitigung der bestehenden Schäden der Kasse Stellung nahm, wurde vom Re- ferenten Herr» Töpfer die Art und Weise einzelner Arbeit- geber beleuchtet, durch welche die Kasse direkt geschädigt wird. Dieselben ziehen den von ihnen beschäftigten Arbeitern die gesetz- lichen Beiträge ad, führen dieselben jedoch nicht der Kasse zu, sonder» verwenden das Geld zu ihrem eigenen Nutzen. Mehrere Exekutionen, die deshalb beantragt wurden, blieben stets erfolglos. Vom Rendanten sowie von den Borsitzenden der Ortskaffe wurde dieS noch näher klargelegt und auch auf das Kranlenkässen-Gesetz vom 15. Juni 1333 verwiesen, welches gegen ein solch'unerhörtes Verfahren der in Frage kommenden Arbeitgeber keinen Schutz gewährt. Zum Beweije dessen wurde ein von der Königlichen Staatsanwaltschaft an den Vorstand gerichtetes Schreiben verlesen, welches dieS leider bestätigt. Auf Antrag des Herrn R u b e faßte dann die Versammlung einstimmig folgend« Resolution: „Die heute am 19. Juni 1892 in Ebert's Klub-Haus tagende Versammlung der Orts- Krankenkafle der Maler Berlins ersieht in den bestehenden Schädigungen der Kasse nur die Folge der den Arbeitgebern gegenüber lückenhaften Gesetzgebung, was sich darin dokumentirt, daß 99 Arbeitgeber die Summe von ca. 4000 M. unterschlagen konnten, von denen zwei Drittel den Arbeitern gehören. welche Summe auf gesetzlichem Wege, durch mehrfach angestrengte Zwangsvollstreckung, nicht beizutreiben gewesen ist. Die heutige Versammlung beschließt, mit ganzer Kraft für Beseitigung dieser schädigenden Zustände der Kasie einzutreten und solche Arbeit- geber zu zwingen, den Offenbarungseid zu leiste», da laut Gesetz kein anderes Mittel geboten wird." Im Fachverein der Marmor- nnd Granitarbeiter verlas am 19. Juni kkollege M u d r a die Abrechnung vo» der Maiseier. Dieselbe ergab: Einnahme 32,50 M.. Ausgabe 37,20 M., mithin Defizit 4,70 M. Im Weiteren wurde über die mangelhaste Betheiligung einzelner Vereinsuritglieder an den Beiträgen für f den Reservefonds gesprochen und beschlossen, die vorjährigen Karten einzuziehen und diese vom Vorstand aufbewahren zu lassen. Die nächste Versammlung findet am 17. Juli statt. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 26. Juni, Abends 8 Uhr, im großen des Fräulein Wabnig über Sitte und Scham". Blumenstraße 38; 17; Trescom- Diedenhofenerstraßen- Ecte; Raabe, Schönholzer Wir warteten Vom Pezibramer Grubennuglück. Die öffentliche Ge Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Vortrag des Herrn richtsverhandlung gegen die angeblichen Urheber der Katastrophe Dr. Borchardt über„ Spinoza's Weltanschauung". Allgemeiner Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend. Heute findet am 2. Juli in Prag statt. Jm 24. Horizont des Abend 8 Uhr, bei Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28: Versammlung. Bortrag Adalbertschachts, 700 Meter vom Marienschacht entfernt, wurden, In einer gut besuchten Versammlung der freien sede connabend Ben 10 lb in Stuttgart), 3 able totalen Beiträge briefe verunglückter Bergleute, Franz Soukup und Deutscher Tischler- Verband( Sig ahlstelle 78. wie der Köln. 3tg." berichtet wird, zwei AbschiedsVereinigung aller in Buchbindereien, Karten, affirt und neue Mitglieder aufgenommen: Schöning, Stallschreiberstr. 29: Franz Liska, auf 31 dünne Patronenhülsen geschrieben, aufLederwaaren und Luxuspapier Fabriken bes( bter jeden Donners ag Bibliothet- Ausgabe); Lorenz, Koppenstr. 43 e; Senfe, schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielt Quinquéritage 3: Stramm, Bitterstraße 123( Berberge); Scheuer, Gneisenau- und Auskunft über die entsetzlichen Stunden im Schachte an gefunden. Die Zeilen enthielten Abschiedsworte an die Familien am 22. Juni Fräulein Ottilie Baader einen mit großem straße 35; Klein, Schönleinstraße 6 KiBing, Bulowstr. 52; Holzbecher, Drense- gesichts des bevorstehenden Todes." Wir waren an unserem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Gleichberechtigung der Straße 3; Gleinert, Fenn- und Müüerstraßen- Ece; Brückner, Lothringerstr. 67; Werfe," schreibt Soukoup, als Leute zu uns tamen und mit Frau". Unter dem zweiten Punkte der Tagesordnung, Bericht- Sumter resende perenneita una feber pajammlung. theilten, sie könnten nicht heraus. Wir irrten hin und her und erstattung der Unterhandlungen mit dem Fachverein der Buch- Der wöchentliche Beitrag 15 Bf.( intl.„ Neue Tischler- Bettung"). Die Ausendung versuchten zum Schacht zu gelangen, vergeben. binder, theilte der Vorsitzende mit, daß eine fombinirte Sigung der Zeitung erfolgt durch Spediteure fret ins Haus. Die Aufnahmegebühr auf Hilfe, sie kam aber nicht. So lange es ging, beteten wir, beider Vereine stattgefunden habe, in welcher beschlossen worden nachweis befindet sich Wallstr. 79. Reise- Unterſtüßung zahlt G. Schöning, dann wurde Giner nach dem Anderen von Schwäche übermannt beträgt 30 Statut und wird. Der sei, beide Vereine aufzulösen, und daraus einen großen Verein Stallschreiberstr. 29. mit Frauen zu gründen. Kollege Treu billigte die Auflösung Arbeiter- Bildungsschule. Connabend, Abends 8%-10% nhr. Süd- Weib! Die letzten Worte schreibe ich in großer Angst. Der und fant um." Zum Schluß heißt es in dem Briefe:" Theures des Vereins nicht, denn man wisse, was man habe, aber nicht, Schule, Reichenbergerir. 133: Unterricht in Buchführung; Ost- Schule, Kopf schmerzt, der Geist wird schwach, die Ewigkeit naht." Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost= was man wiederbekäme. Demfelben wurde jedoch von den Markusstr. 31: Unterricht in Deutsch( unt.); Nordschule, Müllerstraße Kollegen Drews, Meyer, Marwitz u. A. erwidert, daß Nr. 179a: Kein Unterricht. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme Mathematit Heizer des Dampfers Baumwall" vom Hamburger Gericht Wegen Mißhandlung eines Kohlentrimmers wurde ein da zwischen beiden Vereinen stets Reibereien vorgekommen seien, und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. unter diesen Verhältniffen es nicht weiter gehen könne. Hierauf zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Der rohe Bursche hatte wurde folgende Resolution mit Stimmenmehrheit angenommen: Nouvelle Bofte", Ede von Rue Montmatre und Rue Ettenne Marcel, Gin- und gestoßen und ihm schließlich noch einen Bruch getreten, so daß er Cafe de la den Kohlentrimmer fortgefeht in erbärmlichster Weise geschlagen Nach Anhörung des Berichts über die Unterhandlungen seche Bibliothet, Seitungen, deutscher Unterricht. De beutsche Arbeiter, der sich einer schmerzlichen Operation unterwerfen mußte, ferner ihm mit dem Vorstand des Fachvereins der Buchbinder behufs Einigung fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, Rath und Be- mit dem Ueberbordwersen gedroht, für den Fall, daß er die Mißin der Organisationsfrage erklärt die heutige Versammlung der lehrung. Vereinigung einer event. Auflösung zu Gunsten einer Gesammt Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends handlungen zur Anzeige brächte. vereinigung zuzustimmen. Die Versammlung erwartet aber auch, dorf, Hermann- und Knesebeckstr.- Ecke bei Beyerle. 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eich e, Rirdaß die verwandte Berufsorganisation ein Gleiches thut. Der Straße 31 bet mufehold. Ganges- Echo, Naunynstraße 86, bei gubeil. 2yranta, Landsberger Borstand wird deshalb beauftragt, die nächste Versammlung als Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfübn.- GIüd su, bei Senebel, Badstraße 58( Gesundbrunnen). außerordentliche Generalversammlung mit der Tagesordnung der Bredlow. Phönir, Bülowstraße 65 bei Auflösung einzuberufen und die Mitglieder durch Karten einzu bergerstr. 24.Teltow in Teltow, Schwarzer Adler.- Esmeralda, KönigsBiebertranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. 200 000 strl. laden." Libertee, Wrangelstr. 84, bet Ulrich." Hand in Hand 2", Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 21, bei Deckert. Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. gang Marcel. Sonnabend Privattheater- Gesellschaft Legat für die Arbeiter. Der verstorbene Tuchhändler David& e w is, der in Liverpool und Manchester Geschäfte bes trieb, hat sein gesammtes Vermögen, abzüglich einiger Legate und einer Jahresrente für seine hinterlassene Wittwe, für die Arbeiter der beiden genannten Städte bestimmt. Das Legat beträgt Seil bei Lehmann, Fruchtstr. 69.Barzantria, bet Grothe Kastanien- Allee 75. Geselliger Berein Gut Heizer waren in dem Kesselraum eingeschlossen. Man dachte nicht Das Fallissement des Londoner City Bankhauses Im Verein zur Wahrung der Interessen der Stock alle Bufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Barker& Co. wird gemeldet. Die Verbindlichkeiten belaufen arbeiter und verwandter Berufsgenossen hielt am 20. Juni find zu richten an Mar Geng, Berlin N., Belforterstr. 26, 1£ r. Sonn- sich auf 650 000 Pfd. Sterl. Genosse Millarg einen Vortrag über Boltsernährung und Tambourverein Deutsche Giche bei Saberg, Fürbringerstr. 7.- Rauchflub Lome" ereignete, ist es zu schrecklichen Szenen gekommen. Die abend: Vergnügungsverein uftige 13 bet Blöß, Dresdenerstr. 28. Bei der Keffelegplosion, die sich auf dem Dupuy de Volfseinkommen, welcher mit Beifall aufgenommen wurde. Unter Dornröschen bei Krech, Schulftraße Nr. 104. Bergnügungsverein bei der Explosion verwundeten und verbrühten Maschinisten und Anderem kamen dann die Verhältnisse der Hausindustrie zur Grüne Schleife bei Sperling, Inselstraße 1. Sprache, z. B. daß der Hausmeister Stiebling in den Geschäften die Artikel billiger anbiete, als die betreffenden Arbeiter in den jahn, Weibenweg 12( Sizung nach dem 1. und 15. im Monat). Vergnügungs- anderen Schiffstheile ausbrach, zu befsen Bekämpfung die MannTambourverein Boruffia bei Feld- daran, ihnen zu Hilfe zu eilen, da gleichzeitig ein Brand in einem Fabriken arbeiten, und dadurch die Preise herunterbringe. verein Belgoland bet Miegels, Stralauerstr. 67( alle 14 Tage).- Rauchschaft an die Pumpen befohlen wurde. Ein Zimmermeister jedoch, Hierauf wurde den Kollegen gerathen, sie sollten es so viel wie lub Anita bei Rägte, Weberfir. 15. Theaterverein Iphigenia", möglich vermeiden, bei diesem Herrn zu arbeiten. Als Ver- Deutsches Wirthshaus", Bergstr. 120( Nixdorf). der sich plöhlich an die Eingeschlossenen erinnerte, zerschlug die Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul gnügungsfomitee wurden die Kollegen Schwarzer, Hize, Liebe Nickel'scher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Thür ihres Gefängnisses mit einer Art, wobei er selbst erheblich und Mizner gewählt. Zur Entfaltung einer energischen Agitation Ecke Forsterstraße. verwundet wurde; man zog die Unglücklichen hervor. In ihrem soll in nächster Zeit eine öffentliche Versammlung stattfinden; die von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Schrecken und in dem Schmerz ihrer Brandwunden hatten sie Kollegen sind ersucht, in derselben vollzählig zu erscheinen. Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bei einander gebiffen. Sie wurden ins Krankenhaus zu Brest geZeichniß, Königsbergerstr. 24.- Privattheatergesellschaft Schneeglödchen", bracht. Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Die Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure und Aus London schreibt man der Frankfurter Zeitung": Gin Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimstr. 16. Verkäufer hielt am 20. Juni eine Monatsversammlung ab, in Bergnügungsverein& ustige Jugend Abends, 9 Uhr, im Restaurant Deutscher, Namens Georg Wenzel aus Koblenz, der erst vor drei welcher der Vorsitzende zunächst mittheilte, daß der Rechtsanwalt Sautenbach, Cuvryftr. 3.- Bergnügungsverein Lustige Becher Abends Wochen nach England gekommen sein soll, wurde von einem Herr Dr. Marcuse, Dresdenerstr. 71, sich bereit erklärt habe, Sonnabend Abend 9-11 Uhr bei Schulz, Brenzlauer Allee. Vergnügungsverein Jugendfreunde, jeden Freunde beargwöhnt, während seines Besuchs eine Kassette mit jede von uns an ihn gelangende Klage ohne Kostenvorschuß anzue Geselligkeitsverein Pallifaden Eiche, Abends 9 Uhr, Ballisaden- 9 Litrl. gestohlen zu haben. Der Lettere begab sich darum in nehmen. Jin weiteren fritisirte Kollege Schönstein die neue Freta), Lindenstraße 106 bei Poppe. ftraße 103 bei Radke. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Begleitung eines Geheimpolizisten nach Charing Croß Road, wo betreffs der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe ergangene Berber 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurl, Stoppen- gefunden hatte. Nach anfänglichem Leugnen brachte Wenzel das -Verein ehemaliger Schüler Wenzel in der Fleischwaaren- Handlung von Rühmann Stellung ordnung. Er war der Meinung, daß die Arbeitszeit bis 9 Uhr ftraße 58. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant früh, wie die Verordnung vorschreibt, nicht für das Spediteur- Boite, Stolbergerſtr. 23. Geld, sowie eine Uhr Rühmann's zum Vorschein; als ihn nun Gewerbe genüge, indem die Boten doch nicht schon um 4 Uhr Abends Reichenbergerstr. 73, bei Faumann. Stattlub Kreuzbube bet Steuer, Weinstr. 22.- Statflub Revolution der Detektiv zu seffeln versuchte, zog Wenzel plöglich einen ReMorgens, sondern frühestens um 6 Uhr anfangen könnten, die Rauchflub Dornröschen, Abends 9 1hr, Schulstraße 104 beim Re- volver bervor, feuerte vier- oder fünfmal und verwundete den Polizisten Zeitungen den Kunden zuzustellen. Zur Aufnahme meldete sich ftaurateur Strech. seinen Arbeitgeber und seinen Freund. Herr Kopp, Friedrichsberg, Borhagenerstr. 20. Detektiv ist bereits seiner Wunde erlegen, während Herr Rühmann, am Hinterkopfe lebensgefährlich verwundet, darniederliegt. Nur mit Mühe gelang es, den Werbrecher dingfest zu machen. 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Literarisches. # In der Atmosphäre der Ueberfatten. Der Sozialismus in Spanien. Der Durch einen Erdrutsch wurden in Montesasso, Eisenbahnlinie Bologna- Florenz, mehrere Häuser verschüttet. Die Zahl der Todten und Verwundeten wird auf 30 beziffert. Im Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend sprach am 20. Juni Kollege Weber über die verschiedenen Anfichten bezüglich der zweckmäßigsten Form der gewerkschaftlichen Organisation. In dem Referate und der darauffolgenden Dis- Berliner Volks Tribüne, Sozialpolitisches Wochenblatt. Eussion, an welcher sich Kollege Reuter betheiligte, wurde Vierteljahr 1 M. 50 Pf., monatlich 50 Pf. Inhalt der Nummer 26 hervorgehoben, daß die Zentralsation die beste Form der gewerk vom 25. Juni 1892: Aus der Woche.-Großgrundbesitz II. Im Kohlenbergwerk von Amercoeur bei Rour in schaftlichen Organisation sei, jedoch innerhalb der Bentralisation- Zum Parteitag der österreichischen Genossen. II.- Arbeits- Belgien stieg am Donnerstag der Fahrstuhl mit einer Anzahl den verschiedenen Branchen vollständige Bewegungsfreiheit gewahrt verhältnisse in Rußland.- Gewerkschaftliches.- Vom Schlacht: Arbeitern und Arbeiterinnen mit so großer Geschwindigkeit aus bleiben müsse, um die indifferenten Kollegen zur Organisation felde. dem Schacht empor, daß er gegen das Gebält schlug. Mehrere heranzuziehen. Hierauf wurde die Abrechnung vom Maskenball Gedicht. Novelle. Arbeiter und eine Arbeiterin sollen getödtet sein. gegeben; dieselbe konstatirte einen Ueberschuß von 86,35 M., Sozialismus und Darwinismus. Zwei geheimnisvolle Morde sind in Belgrad dieser welcher auf Antrag dem Generalfonds überwiesen ist. Unter Von der Bewegung. Tage vorgekommen. Der Franks. 8tg." wird darüber ge Gewerkschaftlichem wurde zunächst das Unterstützungsgesuch eines schrieben: Bei dem vor vierzehn Tagen stattgehabten Pferde Kollegen abgewiesen, während dasjenige des seit 18 Wochen franken Bon der ,, Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Ber: rennen gewann ein junger, bei der Belgrader Damenwelt be Kollegen Schnürle angenommen und demselben 20 M. überwiesen lag) ist soeben das 39. Heft des 10. Jahrgangs erschienen. Aus sonders in Gunst stehender Kavallerie- Lieutenant Namens Todic wurden. Bezüglich einer den Polirmeister Mozikatis betreffenden dem Inhalt heben wir hervor: Militär- und Polizeistaatliches. Den ersten Preis von 1000 Fr. Eine lustige Gesellschaft von Angelegenheit beschloß man, in nächster Zeit im Südosten eine Am Vorabend der englischen Neuwahlen.- Arbeitskräfte für Kameraden nebst einigen Damen war sofort beisammen, um in Bersammlung einzuberufen, wozu die betheiligten Personen ein- das Kapital in den Tropen! Zwei historische Dramen von einem bei Belgrad gelegenen Ausflugsorte den Gewinn zu verzuladen sind. Durch diese Bersammlung sollen ferner die Kollegen Theodor Gurti. Von E. Bernstein. Feuilleton: Die Leffing jubeln. Am nächsten Morgen fanden Gendarmen in der Allee des Südostens, welche den Bestrebungen des Verbandes noch Legende. Eine Rettung von Franz Mehring.( Fortsetzung.) von Topschider den jungen Offizier todt und arg verstümmelt theilnahmlos gegenüberstehen, für denselben gewonnen werden. Europäische Wanderbilder Nr. 198, 199. Kursaal auf dem Boden, daneben sein Pferd, ebenfalls getödtet. Der Des Weiteren wurde beschlossen, am 17. Juli einen Familien Maloja im Oberengadin und seine Umgebung, Verdacht lenkte sich auf den Wirth des Gasthofes, der ausflug nach Johannisthal zu unternehmen, desgleichen schloß von Wilh. Altenburg, mit Plänen, 14 Jllustrationen und auch verhaftet wurde. Aber in der Presse wird jetzt auf sich die Mehrzahl der Kollegen der Ansicht an, Mitte Auguft einer Exkursionskarte. Zürich, Verlag des Art. Instituts Orell andere Personen als angebliche Urheber des Mordes hingewiesen. eine Partie mit Damen nach Buckow zu unternehmen. Die Ver- Füßli. Preis 1 Fr. Die Kameraden des Ermordeten haben das größte Interesse sammlung bewilligte noch das Rechtsschutzgesuch der Kollegen daran, Klarheit in diese geheimnißvolle Angelegenheit zu bringen. Hennig und Fähse. Ferner ist Nachts inmitten der Stadt ein Praktikant der Ein wenig mehr Licht über: Bismarck, Caprivi und Polizei ermordet worden. Demselben war der Bauch aufgeschlißt. In einer öffentlichen Versammlung aller im Buch die eben erlebte Mobilmachung des Liberalismus. Verlag druckgewerbe beschäftigten Arbeiterinnen erörterte Herr bei Friedrich Stahn, Berlin. Silberberg am 22. d. M. die Frage, was den Arbeiterinnen noth thut. Als solches bezeichnete Redner die Organisation und begründete dies in einem eingehenden Vortrage, welcher seitens der Versammelten lebhafte Bustimmung fand. Redner rügte es sehr, daß die bestehende Organisation, welche so blühend wie P., Boyeuftr. Sie können wegen Ruppelei bestraft werden. teine andere von Arbeiterinnen dastand, nach dem verunglückten Wir rathen Ihnen daher, sich mit Ihren Miethern gütlich zu Buchdruckerstreit von den Arbeiterinnen im Stiche gelassen worden einigen und dieselben lieber Beide bis zum 1. August wohnen zu sei, daß sie den Arbeitsnachrveis der Organisation nicht benußen, Zwei Soldatenezzeffe meldet die Aachener Post" in lassen. sondern den der Prinzipale, wodurch sie schlechtere Lohn- und Nr. 139 aus Aachen. In dem einen Falle hat ein Hufar einen P. W. Die Frau braucht für diese Schulden nicht auf Arbeitsbedingungen erhielten, und richtete einen dringenden Appell auf der Elfaßiraße ruhig feines Weges gehenden Herrn, der ihn zukommen. Werden ihr gehörige Sachen gepfändet, so kann fie an die Arbeiterinnen, sich wieder aufzuraffen und die Organisation mit dem Regenschirm leicht gestreift hatte, mit dem Säbel ohne interveniren. auf den Stand zu bringen, den sie vor dem Buchdruckerstreit Weiteres derart über den Kopf gehauen, daß der Hut durch- M. M. Ihre Fragen find längst beantwortet. gehabt habe. In der Diskussion wurden die Arbeiterinnen be- schnitten wurde und eine vom Hinterkopf bis zur Stirn reichende G. H., Oranienstraße. Der Betreffende fann ohne Paß fond ers ersucht, in den Druckereien Vertrauenspersonen zu wählen, Wunde entstand. Im zweiten Falle wurde in der Adalbertstraße in das Ausland gehen. Eventuell wird ihm ein solcher von der ein Beschluß, der schon früher gejaßt, aber wenig zur Ausführung ein Zivilist, der mit drei Soldaten in Wortwechsel gekommen Behörde seines Aufenthaltsortes ertheilt. gebracht worden ist. Um die Organisation zu stärken, sollen den war, von den Soldaten mit der Faust geschlagen, ohne VerMitgliedern die event. Reste erlassen werden. Am 10. Juli legungen davonzutragen. findet ein Ausflug nach Friedrichshagen statt. Treffpunkt Schle= fischer Bahnhof, 9 Uhr Bormittags. In der Redaktion eingegangene Schriften: Vermischtes. " Briefkaffen der Redaktion. 2. 1000. Eine Scheibe, die das Kind im Wohnhause des Vaters zerbrochen hat, muß der Bater nach den üblichen Bestimmungen Heftige Stürme sind am 23. und 24. Juni aufgetreten. der Miethskontrafte bezahlen. Ist die Beschädigung in einem In Hamburg und Umgegend richtete ein Südwest- Sturm von anderen Hause geschehen, so haftet dagegen der Vater nicht dafür. ungeheurer Gewalt großen Schaden an. Bäume find zu Hunderten F. N. Das steht Alles in dem betreffenden Miethskontraft. Im Fachverein der Tischler( Often) sprach am Mitt- entwurzelt. Bahlreiche Unfälle haben sich in der Stadt Hamburg Fast ausnahmslos ist darin bestimmt, daß der Wirth die Wohnung woch Abend Genoffe Dr. Lütgenau uter" Freiheit und und im Hafen ereignet. Jun Oldenburgischen und Bre- nach erfolgter Kündigung jederzeit, d. h. zu jeder verständigen Autorität". An der Debatte betheiligte sich neben mehreren Gemischen verursachte ein furchtbarer Orfan, begleitet von Regen- Tageszeit selbst besichtigen und Miethsluftigen zeigen kann, und noffen ein Unabhängiger, dessen fonfuse Ausführungen Seiterkeit güffen, große Verheerungen. Ebenso litt die Grjäsan Bari- daß der Miether fich Reparaturen jederzeit, auch wenn sie für hervorriefen und vom Genossen Koblenzer und dem Refe- ynbahn enormen Schaden. Wolkenbrüche unterwuschen den ihn störend find, gefallen lassen muß. Als ausgeschlossen gelten renten zurückgewiesen wurden. Während des Schlußworts des Bahntörper. In Serbriakowo find alle Stationsgebäude total nur solche Reparaturen, deren Vornahme dem Miether die Be Referenten unterbrach ein Anarchist lebhaft und verlangte noch zertrümmert, reichhaltige Waarenläger durch Wasser vernichtet. nutzung aller oder einzelner Miethsräume zeitweise unmöglich das Wort. Als der Rejerent ihn anhören zu wollen erklärte und Viele Menschen sollen auf der Strecke ums Leben gekommen sein. macht. die Versammlung damit einverstanden war, daß er noch das Wort erhalte, verzichtete der tapfere Held, was natürlich großes Gelächter hervorrief. Uhr, Vereins- Verfammlung Beunnenfir. 9. Bort.ag des Herrn Dr. S. GerſtVerein Bildung und Gefelligkeit Berlin. Heute Sonnabend, Abends mann über: Aus der Meteorologie. Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler. f. w.( E. 6. Nr. 3, Hamburg.) Die Mitglieder der Ortsverwaltungen Berlins verfammeln fich am Sonntag, den 26. Juni, Nachmittags 4 Uhr, Stralauerstraße 43 bei Quandt. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E. 6. Nr. 29.) Filiale irdorf. Sonnabend, den 25, Juni, Abends 8 Uhr, Ber jährigen Generalversammlung. 2. Berschiedenes. ſammlung bei Filide, Kirchhoffir 26. Tagesordnung: 1. Stichwahl zur dies Ein Meineid wegen zweier Heringe fam vor dem E. K., Weinbergsweg. Der Pfandleiher ist berechtigt, Aachener Schwurgericht zur Verhandlung. Ein Knecht auf Ihnen das Pfand gegen Zahlung der Pfandsumme und Zinsen einem Bauerngut in Langerwehe entwandte von dem Echiebkarren sogleich gegen Vorzeigung des Pfandscheins herauszugeben. Macht eines umherziehenden Händlers zwei Heringe und verzehrte sie. jedoch ein anderer Eigenthumsrechte innerhalb 3 Wochen feit Düren beschwor ein zweiter Knecht, um seinen Genossen zu ent- Herausgabe, so müssen Sie allerdings gegen Denjenigen, der die Er wurde zur Rechenschaft gezogen, und vor der Straffammer in Fälligkeit geltend, und verweigert der Pfandleiher deshalb die laften, er habe einen Hering gekauft und ein Stück davon dem Angetlagten gegeben. Vor dem Schwurgericht gestand der betreffende seine damalige wissentlich falsche Aussage und wurde wegen Meineids zu drei Jahren Zuchthaus verurtheilt Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( G. S. Nr. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 6. Sonnabend, den 25. Junt, Abends werfen. 8% Uhr, Versammlung bei Reimann, Alte Schönhauserstr. 42. Stichwa hl. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 28. Junt, Borm. 10 Uhr: Vortrag des Herrn Waldeck Manasse über Göthe Lese- und Diskutirklub„ Spineta". Sonntag, den 26. Junt, Nachals Freibenter". mittags 4 Uhr: Bersammlung. ( Gouvernement Betritau) verhaftet. Vor seiner Festnahme verEin Falschmünzer wurde in dem Flecken Gorzkowitz fuchte er, einen Sack mit 2000 falschen Münzen ins Wasser zu Hinrichtung. In Posen wurde der Schlossergeselle Joseph Motyl alias Bisson aus Galizien hingerichtet, der wegen Grmordung des Gefangenenaufsehers Frankowski zum Tode verurtheilt worden war. Ansprüche erhebt, flagen. H. 23. 38. Ja. Vergl. die Antwort E. W. 58. E. W. 58. Die von der Frau des Miethers in die Miethswohnung gebrachten Möbel unterliegen dem Pfand- und der Verheirathung die Wohnung inne hatte. Einzige Ausnahme Retentionsrechte des Wirthes, auch wenn der Miether schon vor bilden die zum persönlichen Gebrauch der Frau dienenden Wäscheund Kleidungsstücke, sowie diejenigen Sachen, welche in einem vor Eingehung der Ehe abgeschlossenen gerichtlichen oder notariellen Vertrag als vorbehaltenes Vermögen der Frau be zeichnet worden sind. 2. N. Holen Sie sich mündlichen Bescheid. Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.