Nr. 63. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Breis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 m., monatt. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. abilisda sl21. Jahrg. Vorwärts 館 Berliner Volksblatt. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett, gebruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Friede in Ungarn. Dienstag, den 15. März 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. Gesetz geschlossen worden, aber dessenungeachtet wird im ungarischen seite mit dem Feind und beschossen ihn so energisch, daß die Abgeordnetenhause lange nicht obstruiert werden. Vor allem, weil Maschinen von einigen feindlichen Torpedo bootsdafür in dem national homogenen und politisch wenig zersetzten zerstörern beschädigt wurden, einige in Brand Hause nicht leicht ein Anlaß tommt; zum zweiten aber, weil sich gerieten und unter Abgabe von Notsignalen mit nach den heroischen Anstrengungen einer Obstruktion unwiderruflich ihren Dampfpfeifen( Sirenen) in schwer habariertem der Katzenjammer einstellt, worin die tiefsinnigen, aus der Geschäfts- 3 u stand fortdampften. Auch auf unsrer Seite erlitten ordnung geholten Praktiken verflucht unbedeutend erscheinen. Dazu wir mehr oder weniger Verluste; 7 Unteroffiziere wurden gekommt noch, daß Ungarn an dem jungen Tisza unzweifelhaft einen tötet, der erste Ingenieur Minamisawa und 8 Leute wurden Mann von Schlauheit und Gewandtheit erworben hat, der in der verwundet. Auf der„ Akatsuki" wurden das Hilfsdampfrohr parlamentarischen Kleinkunst zu Hause ist und es verstehen wird, das zerschoffen und vier Heizer getötet. Trotzdem haben alle von der unfruchtbaren Obstruktionsrederei erschöpfte Haus mit nüß- unsre Torpedobootszerstörer ihre Gefechts und licher gesetzgeberischer Arbeit zu beschäftigen. Manövrierfähigkeit behalten. Als um 7 Uhr morgens die Gruppe 2 unsrer Boote im Begriff war, die Hafengrenzen zu verlassen, entdeckten sie zwei der feindlichen Torpedobootszerstörer, die im Begriff waren, in den Hafen zurückzukehren; sie dampften sofort querherüber, um ihnen den Weg zu verlegen. auch sogleich an, auf sie zu schießen. Obgleich eins von diesen Booten entkam, erlitt das andre, die Steregutschi" schwere Havarie. Unser Torpedobootszerstörer„ Sazanami" versuchte es zu schleppen, aber infolge des lecken Zustandes in der groben See brach die Schleppleine, worauf sie vier Gefangene an Bord nahm; die Steregutschi" sank schließlich um 10 Uhr 10 Min. vormittags. " Sie fingen Aus Wien wird uns vom 13. März geschrieben: Merkwürdig wie der ganze einjährige Obstruktionskampf, der nicht gegen etwas, weder gegen eine gesetzgeberische Maßnahme, noch gegen eine Regierung geführt wurde, sondern dessen einziger Zived nationale Eroberungen für den Staat waren, mert würdig wie der Kampf selbst war sein Abschluß. Die Vorgänge, die zu der theatralischen Scene am Donnerstag führten, sind bekannt. Nachdem es Tisza nicht geglückt war, die Obstruktion zu entwaffnen, brachte er einen Antrag ein, der nicht weniger bedeutet hätte als die Proklamierung des parlamentarischen Ausnahmezustandes. Interessant war jene Rührscene mur deshalb, weil sie über die Die lex Tisza war beileibe feine Aenderung der eigentliche Natur des ungarischen Parlaments, die eine ganz andre Geschäftsordnumg; sie war nicht weniger als eine Su- ist als sie äußerlich auftritt, Aufschluß giebt. Sie konnte sich nur in einem spension aller Bestimmungen der Ordnung des Hauses, auf Parlament ereignen, das social nicht zersetzt ist, in einem Parlament, welcher das individuelle Recht aller einzelnen Abgeordneten und auf dem der Klassen gegenfaz noch nicht genaht ist. Das ist welcher insbesondere der Einfluß der Minorität beruht. Der An- auch mit diesem Reichstag der Fall: er rekrutiert sich fast austrag bezweckte, für eine Reihe von Gesetzentwürfen und, was das schließlich aus einer Klasse und im Wesen bilden die Abgeordneten wichtigste war, für die Beratung einer neuen Geschäftsordnung und Magnaten, alle Politiker und Parteien eine große Clique; die die Geltung der bisherigen Bestimmungen außer Kraft zu setzen, sogenannte gute Gesellschaft, die herrscht, ausbeutet, Land und und ein schwacher Trost war es, daß dieses standrechtliche Menschen exploitiert. Keine Vertretung in der Welt nimmt den Verfahren auf die Dauer eines Jahres beschränkt werden sollte. Daß Mund so voll wie die der magyarischen Gernegroßnation; nirgendswo Der Schaden, den die zweite Gruppe erlitten, ist die Durchsetzung dieses Antrages, der alle irgendwo in Europa an- wird das zufällige Parlament so feck als der Ausdruck des Willens nicht erheblich, zwei Matrosen tot und Unterlieutenant Shima und gewandten Mittel gegen die Obstruktionskrankheit in sich vereinigte, der souveränen Nation hingestellt und angerühmt: und nirgendswo drei Matrosen verwundet. Kurz bevor sich dieses zutrug, kamen auf dem glatten Wege der Abstimmung nicht durchzusetzen gewesen ist das weniger der Fall als bei diesem Reichstag, der alle Nationen Nowid“ und„ Bayan" aus dem Hafen und liefen mit Vollwäre, ist selbstverständlich; thatsächlich hatte die Einbringung des nullifiziert und einer nationalen Minderheit eine unbegrenzte Macht dampf gegen die zweite Gruppe, tehrten aber, als sie sahen, Antrages genügt, um alle oppositionellen Gruppen und das sind giebt, der alle arbeitenden Klassen ausstößt und die Volksvertretung daß die japanischen Kreuzer sich geschlossen näherten, alsbald trotz der großen Regierungspartei immerhin etliche 150 Mann zu zu einem Monopol des grundbesitzenden Adels und der Budapester in den Hafen zurück. Das Hauptgeschwader und das einer gemeinsamen Obstruktionspartei zu formieren und der Minister- Beutemacher entwürdigt. Daß dieser Reichstag, der gewählt wird Kreuzergeschwader rückten sodann um 8 Uhr vormittags nach präsident mußte mit einem Kampfe gegen sein Umsturzgesetz rechnen, von einer schmalen Oberschichte der Bevölkerung, des Zusammen- der Außenreede von Port Arthur vor und zwar ging das der nach den Proben, die man seit Jahr und Tag genossen, auf eine hanges mit den realen Interessen der breiten Massen völlig verlustig Kreuzergeschwader näher an den Hafeneingang heran zur UnterTotrededebatte von ein paar Monaten zu schätzen war. Der Antrag gegangen ist, zeigt am besten jene Ugron- Obstruktion, deren absolute stützung der Torpedobootszerstörer- Flotte, während das Hauptwurde am Mittwoch begründet und Donnerstag hatte das Haus Ergebnislosigkeit vorweg feststand, deren völlige Sinnlosigkeit ja geschwader sich in die Nachbarschaft von Liautieschan legte und das darüber abzustimmen, ob es den Antrag er war nach der Sachlage schon daraus hervorgeht, daß sie bei dem ersten schroffen Bombardement eröffnete, indem es indirekt in der Richtung auf den der Antrag des Abgeordneten Stephan Tisza, teine Regierungs- Auftreten zusammengebrochen ist, drei Monate fortgesezt Hafen von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr 40 Minuten mittags vorlage in meritorische Verhandlung nehmen wolle. Die Frage werden konnte, obwohl sie in der Zurückbehaltung der feuerte. Obgleich die Batterie des Feindes das Feuer mit war mit großer Mehrheit bejaht worden und es war nur noch der ausgedienten Soldaten und Einberufung der und Einberufung der Ersatzreservisten Bausen erwiderte, wurde den japanischen Schiffen Tag zu bestimmen, wann die Verhandlung beginnen solle. Und nun schweres Unheil der Bevölkerung bereitet hat. Wo würde sich doch nicht der geringste Schaden zugefügt. geschah das Merkwürdige, den nüchternen europäischen Parlamenten eine Partei von zwölf Mann derlei frivole frivole Späße er Eine Kreuzerabteilung ging gegen die Talien Bay vor und völlig unerklärliche: Ein Abgeordneter erbat sich das Wort zur lauben können, ohne von den Wählern zur Rechenschaft gezogen zu begann das Feuer mit dem Erfolge, daß die feindlichen Geschäftsordnung" und binnen einer halben Stunde war die werden als wie eben in dem gelobten Lande der Nichts- als- Baulichkeiten auf der Sanzanto- Jusel zerstört Obstruktion beseitigt, der Antrag, welcher der Ob- Politiker, wo das Volksvertreten ein isoliertes Gewerbe ist, bei dem wurde Die Kreuzer" Takasago" und" Chihaya" refognoscierten struktion für immer den Garaus bereiten hätte follen, zurüd niemand weniger zu schaffen hat als eben das Volt? Und wo wäre die Westküste von Port Arthur, trafen aber nichts vom Feinde. gezogen, und die Sigung, die im Zeichen des unversöhnlichsten es möglich, daß ein Mensch wie dieser Ugron einem nationalen Der russische Torpedobootszerstörer, der in der Stampfes begonnen hatte, in einem Jubel- und Freudentaumel ge- Kampfe als Führer voranschreiten darf, den die Staatsanwaltschaft Pigeon Bucht gefunden ist, war der„ Vnushitelny"; derschlossen, als ob dem Parlamente ein unermeßlicher Sieg beschieden wegen verbrecherischer Grida verfolgt? Und wo wäre es felbe zeigt über dem Wasser nur noch die oberen Spißen der Masten worden wäre. Der mit einfachen Worten so Großes erreichte, ist der möglich, daß er weiter beachtet und respektiert bleibt, obwohl das und den Schornstein. Die japanischen Geschwader Abgeordnete Koloman Thaly, der„ Ehrenpräsident" der Un- Haus zu der strafgerichtlichen Verfolgung seine Zustimmung gegeben brachen das Feuer um 2 Uhr nachmittags ab und abhängigkeitspartei, ein alter, redlicher Mann, der als nationaler hat? Jm ungarischen Abgeordnetenhause sizzen derzeit über zehn kehrten in guter Verfassung zurück. Die Führung Historiker großes Ansehen genießt. Was sprach er nun? Er er- Abgeordnete, die wegen größerer und großer Betrügereien berfolgt aller Offiziere und Mannschaften während des ganzen Gefechtes war innerte an das Schicksal der infolge der Verhinderung der Affen werden. Aber sie zählen zur guten Gesellschaft", find wadere über jedem Lobe erhaben, und jedermann war eifrig bestrebt, seine tierungen zurückbehaltenen ausgedienten Soldaten und einberufenen Patrioten und jene kleinen„ Unzufkömmlichkeiten" verzeiht man ihnen Obliegenheiten trotz des feindlichen Feuers zu erfüllen. Ersatzreservisten, beschivor die Ugronpartei( das ist das kleine Häuflein gern. Der ungarische Reichstag ist start gegen Wien, aber innerlich Obstruktionisten, die den Kampf" noch fortsetzten, als die wirkliche ist er wohl die korrupteste Gesellschaft, die jemals Volksvertretung Obstruktion, die Unabhängigkeitspartei, abgerüstet hatte), die weitere posiert hat. Verhinderung der Militärvorlagen aufzugeben, und appellierte an den Ministerpräsidenten, in diesem Falle auf seinen Antrag zu verzichten. Das war alles, und daß der alte Mann dabei geschluchzt hat, erhöhte den Inhalt seines Appells nicht. Aber es genügte. Graf Tisza erklärte, daß er, wenn ihm die Versicherung erteilt wäre, daß die Obstruktion gegen die Rekrutengesetze die für das Jahr 19031- aufhöre, auf den Geschäftsordnungs- Antrag verzichte; die einzelnen Parteiführer gaben diese Versicherung, und der Friede war hergestellt. In einem einzigen Sigungstage hat also der Kampf geendet, der vordem ganz umlöslich schien! -# Die Räumung Port Arthurs? London, 14. März. Mehrere hiesige Blätter beröffentlichen Telegramme aus Tokio, Tientsin, Shanghai und Tschifu, wonach unter den Japanern das Gerücht gehe, die Russen hätten Port Arthur geräumt. " Aus dem ungarischen Obstruktionskampfe ist übrigens sehr deutlich zu erkennen, wie es der Habsburgischen Großmacht ergeht. Wo giebt es noch einen Staat in Europa, der sein Parlament Daily Mail" meldet aus Tschifu vom 12. März: Ein von hindern würde, die, wie es im Jargon der Patrioten heißt, zur Ver- der Daily Mail" gechartertes Boot hat sich am Sonnabend Port teidigung des Vaterlandes nötigen Soldaten heranzubilden? Ist Arthur genähert und hat die beiden äußeren Forts aus der Nähe in vielleicht der ungarische Reichstag militärfeindlich? Gott bewahre, schien unbeschädigt; die Stücke befanden sich in ihren Stellungen. ugenschein nehmen können. Das weiter nach innen liegende Fort die Gesellschaft, die dort die alleinige Macht besitzt, ist voll des Das Fort auf der Spitze des Breadhill genannten Hügels hat aber Enthusiasmus für das herrliche Kriegsheer, und um ungarische augenscheinlich durch Feuer der Japaner schwer gelitten. In die Offiziere in genügender Menge zu haben, wird es sich Ungarn fortan Befestigungen ist Bresche gelegt. Die Erdwälle sind zerstört und jährlich eine halbe Million Kronen an Stipendien kosten lassen. fein Geschütz ist sichtbar. Das flingt wie ein Märchen, aber analysiert man den Vorgang, Der Kampf ging um nationale Eroberungen, seine Triebfeder war so steckt wenig wunderbares darin. Daß die Obstruktion so plötz- also ganz eigentlich der Haß gegen den Dualismus, der lich" aufgehört hat, beweist nur, daß sie eben zu Ende war wenn Haß gegen die" Großmacht". Um die im Geiste des bürgerlichen auch eine kleine Anzahl verstockter und eitler Streber das nicht an- Staates eigentlich ganz selbstverständliche Sache, Moloch frisches erfennen wollte und den„ Kampf" zu persönlich- politischen Zwecken Menschenfleisch zu liefern, mußte ein Jahr gekämpft, mußten zwei weiterführte. Und plöglich? Am 12. März 1904 ist im ungarischen Regierungen geopfert werden, mußte Wien ein specifisches magyariAbgeordnetenhaufe das Gesetz beschlossen worden, womit die Regierung sches Militärprogrammi anerkennen. Beweist das nicht, mehr als ermächtigt wird, im Jahre 1903 Rekruten auszuheben: besonders, plötzlich" alles dröhnende Eljen- Geschrei, wie es der Großmacht ergeht, wie scheint es gerade nicht, daß ein aus zwei Baragraphen bestehendes es um ihre Anziehungskraft bestellt ist? Ihr thut niemand was zu Gesetz um ein Jahr zu spät fertig wird! Und über das Gesetz, lieb; und daß der Erfolg des Friedensschlusses so viel Freude macht, das an dem Bestehenden gar nichts ändert( denn das Rekruten- zeigt doch nur, daß und wie man bescheiden geworden ist. kontingent ist dasselbe, das seit vierzehn Jahren anstandslos bewilligt wurde) sind zwei Ministerien gefallen: daß also auch dieser Aus der Neustadt stieg eine große Rauchwolke in drei Säulen zum Himmel empor. Man bemerkte nirgends Truppen oder irgendwelche Anzeichen von Leben; nicht einmal eine Fahne wehte. einem in Port Arthur gestern abend 7 Uhr aufgegebenen und Tientsin, 14. März.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Nach heute vormittag 11 Uhr hier eingegangenen Telegramm ist das Gerücht, daß die Japaner Port Arthur besetzt hätten, gänzlich unbegründet. Kurapotkin als Rede- Marschall. Moskau, 13. März. Bei der Begrüßung Kurapotkins durch Vertreter des Adels und andrer Stände führte Kurapotkin in einer längeren Ansprache aus, Rußland habe schon viel schwerere Prüfungen als diejenigen durchgemacht, welche ihm jezt auferlegt Heldenkrieg einmal zu Ende kommen mußte, ist selbstverständlich. Der letzte Kampf bei Port Arthur in find. Es sei aber immer als Sieger daraus hervorgegangen. Ohne japanischer Darstellung. die bevorstehenden Schwierigkeiten zu unterschätzen und die Stärke und als er zu Ende kam, nicht erstaunlich. Die Wahrheit ist, daß und die Eigenschaften des Feindes herabzusetzen, könnten die Russen die Obstruktion alles erreicht hat, was eben zu er auch diesmal in völliger Ruhe und Zuversicht den Ausgang des von reichen war, die Fortsetzung des Kampfes also gar keinen Sinn Der von der japanischen Regierung veröffentlichte Bericht über Japan begonnenen Stampfes abwarten. hatte, der Kampf also sofort eingestellt wurde, als die Gefahr be- das letzte Gefecht bei Port Arthur hat folgenden Wortlaut: Kurapotkin scheint ebenso viel Ovationen entgegenzunehmen stand, daß er Folgen haben könnte. Die Folgen" waren eber Am 10. März wurde, wie vorbereitet, ein Angriff auf Port und Reden halten zu wollen, wie weiland der verstorbene Walderjener Retyarenantrag des Tisza, der, so unverträglich er mit der Arthur unternommen. Die Flottille der japanischen Torpedoboots- se e. Dies Beispiel sowohl wie das des unter soviel Ovationen parlamentarischen Freiheit scheint, in der Frivolität der Db- zerstörer bestand aus zwei Teilen, Gruppe 1 und 2. Beide nach dem Kriegsschauplatz abdampfenden Generals Buller sollte struktion doch seine Rechtfertigung fand. Für die Bewilligung, in langten um Mitternacht des 9. März außerhalb des Hafens von ihn eigentlich schrecken! Ungarn die alljährlichen Rekruten auszuheben, haben die Magyaren Port Arthur an und obgleich sie rings Umschau hielten, wurde kein Die japanische Staatsanleihe. einen völligen Umfturz der bisherigen Militärberfaffung erzielt: das Feind erblickt. Bei Tagesanbruch des 10. März gelang es der Gruppe 2, Die Resultate der Zeichnungen für die Staatsanleihe sind am ist zum Schlusse Preis genug. Die Obstruktion hatte aufgehört, trotz des ununterbrochenen Feuers der Festung Streumienen an Sonnabend bekannt gegeben worden. Von der Insel Formosa und als Habsburg den Preis gezahlt hatte, wenigstens so- verschiedenen Stellen auszulegen. Um 4 Uhr 30 Min. aus gewissen andren japanischen Bezirken liegen die Ergebnisse noch viel als es zu zahlen vermag; daß zu dem formellen Abschluß noch früh stieß die 1. Gruppe mit sechs Torpedo boot- nicht vor. Die Gesamtsumme der Zeichnungen, die bei der Bank von Japan angemeldet worden sind, erreicht den Betrag von die pathetische Scene nötig war, der folenne Friedensschluß, das zerstörern des Feindes südlich von Liautieshan 452 235 625 Yen. Eine große Anzahl von Angeboten geht über den gehört auf das Conto des theatralischen Sinnes unsrer guten Nadarn, 3 us a mmen und sie beschossen sich heftig 20 Minuten angesetzten Emissionsturs von 95 Proz. hinaus. Infolgedessen die an Dingen Gefallen finden, welche auf nüchterne Leute eher lang. Unter anderm fochten die japanischen Torpedobootszerstörer werden die Subskriptionen zum Kurse von 95 Proz. nur für 6 Proz. abstoßend wirken. Scheinbar ist freilich nur Frieden für das eine" Asasiwo",„ Kasumi" und„ Akatsuki" Breitseite an Breitel des gezeichneten Kapitals Berücksichtigung erfahren. Politifche Ueberficht. Berlin, den 14. März. = Wenn die„ Nordd. Allg. Ztg."„ das Luftschloß in Pichelswerder" triumphierend übernimmt, so sei immerhin daran erinnert, daß dieses Luftschloß" auf einem vor Gericht als unzweifelhaft echt erwiesenen Aftenbogen des Hofmarschallamts des deutschen Kronprinzen angekündigt worden ist. Die englische Presse über die deutsche Armeedebatte. London, 12. März.( Eig. Ber.) Die Auseinandersetzungen des deutschen Reichstags über den Militäretat wurden hier mit großer Dem Reichstage Aufmerksamkeit verfolgt. Ebenso hat Bebels Erklärung, daß die wurde am Montag vom Kolonialdirektor Stübel, der in deutsche Socialdemokratie ihr Vaterland mit allen Mitteln berBegleitung des Grafen Posadowsky als Stellvertreter Wenn ferner die„ Nordd. Allg. Ztg." sich das Wort zu eigen teidigen werde, viel Aufsehen erregt. Was aber dem eng des Reichskanzlers erschienen war, offiziell mitgeteilt, daß das macht:" Für ein Regierungsdementi zu dumm" und dennoch eine lischen Publikum ganz unverständlich blieb, ist die Verlangen des Obersten Leutwein nach einer weiteren Ver- Notiz bringt, die den Anschein eines Regierungsdementis haben soll, Haltung der Regierungsvertreter. Die, Times" widmen stärkung seiner Truppen um 800 Reiter und zwei reitende so entwertet sie selbst ihre Veröffentlichung völlig. Da kaum zu diesem Gegenstande einen besondren Leitartikel, dem wir folgendes Batterien erfüllt werden müsse. Die Rechnung für den vermuten ist, daß der Reichskanzler ein Regierungsdementi erläßt, entnehmen:" Die Debatten über den Armee- Etat zeichneten sich Herero- Aufstand wird immer größer. Am Schluß der Sitzung dessen Erlaß er für eine zu dumme Handlung hält, so ist die wieder durch dieselbe Bitterteit und Provokation der Regierungsvertreter wurde noch mitgeteit, daß dem Hause ein weiterer Nachtrags- holt äußerst seltsame Art, in der die„ Norddeutsche All- gegen die Socialdemokratie aus, wie dies in den neulich gepflogenen und Ergänzungsetat für Südwest- Afrika, der aber die neuen gemeine Zeitung" sich verhält, nur aus dem Gefühl großer Un- Debatten über die russischen Polizeiagenten in ostentativer Weise der Forderungen noch nicht enthält, zugegangen sei. sicherheit zu erklären. Fall war. Der Kriegsminister General v. Einem, dem Beispiele des Die Weiterberatung des Militär Etats brachte zuEs fällt sehr auf, daß die wohl unterrichtete„ Norddeutsche All- Grafen Bülow und des Barons v. Richthofen folgend, hält es seiner nächst die Wiederholung der Abstimmung über den Antrag gemeine Zeitung" über unsre weitere, im engsten Zusammenhange unwürdig, eine Versöhnung der Socialdemokratie, der stärksten deutſchen Driola auf ungefürzte Bewilligung der neugeforderten Unter mit dem Auflösungsplan stehende Mitteilung hinsichtlich der Diäten- Partei, zu versuchen.... Auf Bebels patriotische Erklärung gab er offizierstellen, bei der der Reichstag am Sonnabend auf- frage nichts äußert. Wir haben behauptet und halten die Be- eine Antwort, die absichtlich beleidigend zu sein scheint. Es ist für geflogen war. Das Haus war beschlußfähig. Bei der Hauptung aufrecht, daß in sehr maßgebenden Kreisen jetzt die Ausländer ungemein schwierig, die Absichten zu würdigen, die die schwachen Besetzung der Linken hing es aber an einem Haar, Diäten zugestanden werden, doch nicht dieser Reichstag folle Regierung haben mag, indem sie mntwillig und ſyſtematiſch einen und der Antrag Oriola wäre angenommen worden. Er fiel sie haben, es müsse erst ein besserer zusammengebracht werden! großen und machtvollen Teil der deutschen Nation zur Bermit Stimmengleichheit. Angenommen wurde der Spahnsche Die Nachricht aber über den Plan einer baldigen Reichstags- zweiflung treibt. Wenn es schon der Regierung schwer Kompromißantrag. Die Konservativen bekamen es doch nicht auflösung ist uns aus denkbar bester Quelle zugegangen. Obschon sein sollte, ohne die Socialisten Krieg zu führen, übers Herz, dem Kriegsminister den recht fetten Sperling aus wir selbst, trotz bedeutendem Vertrauen in die Kopflosigkeiten der so ist doch sicher, daß sie ohne daß sie ohne socialistische Mitarbeit focialistische Mitarbeit der Hand zu schlagen, und straften die Kanitzsche Politik des Regierung, so viel Kurzsichtigkeit nicht erwartet haben, wie sie das Land nicht in friedlicher und zufriedenstellender Weise regieren " Alles oder nichts" Lügen. der Plan beweist, so war es dennoch unsre unausweichliche könnte. Wir können uns kein innerpolitisches noch irgend ein andres Die weiteren Debatten beschäftigten sich mit Einzelheiten. Pflicht, daß wir von der uns zugegangenen Meldung, an deren Biel denken, dem durch eine derartige Haltung gedient wäre. Die Die Konservativen trugen die gewohnten Slagen über nicht Richtigkeit ein Zweifel unmöglich ist, unsrer Partei Kenntnis Socialdemokraten bilden nun einmal ein mächtiges Element im genügende Berücksichtigung des Handwerks bei Militär- gaben. Es wäre ein Verbrechen an unsrer Partei und an der ge- nationalen Leben. Sie können weder ignoriert noch unterdrückt lieferungen vor, denen gegenüber die Militärverwaltung ver- famten deutschen Deffentlichkeit gewesen, hätten wir diese Meldung nicht werden. Ist es weise, sie zu provozieren und ohne Ursache sie zu sicherte, daß sie ihr möglichstes schon jetzt im Interesse des zur allgemeinen Kenntnis gebracht. beleidigen?" Handwerks thue. Der neue Herero- Kredit. So die„ Times". Sie urteilen vom Standpunkte eines wirklich parlamentarisch d. H. demokratisch regierten Landes. In einent solchen Lande ist es ganz ausgeschlossen, daß die Regierung mit einer starken Oppositionspartei so umspringt wie die deutsche Regierung mit der Socialdemokratie. Aber Deutschland ist eben kein parlamentarisch regiertes Land, der Reichstag ist nicht die Schuhmauer des Volkes, sondern die des Monarchen, und das Kabinett ist nicht der Ausschuß der parlamentarischen Mehrheit, Vernehmungen von Russen Wichtiger war die Kritik, die von unsrer Seite 3ubeil und Dr. Braun an der Ausnutzung der Heimindustrie durch Wie heute im Reichstage angekündigt wurde, wird dem Hause die Militärverwaltung übten. Der Heimarbeiter- Kongreß hat wahrscheinlich morgen bereits eine neue Vorlage zugehen, die weitere ja erſt jüngst unglaubliche Mißstände auf diesem Gebiete enthüllt. Herero- Kredite verlangen wird, worin aber die Kosten für die EntAber die Militärverwaltung bleibt auf dem alten manchester- sendung fernerer 1000 Mann- 800 Mann Infanterie, zwei lichen Standpunkte stehen, den schon Herr v. Goßler eingenommen reitende Batterien und 1200 Pferde nach dem südwestafrikanischen hat. Sie glaubt ganz aus der Schußlinie zu kommen, wenn sie Striegsschauplatz noch nicht miteinbegriffen find! feststellt, daß sie den Lieferanten selber anständige Preise be- Siebzehnhundert Mann sind bekanntlich bereits abgegangen, die sondern der Handlager der Krone. zahlt. Uns erscheint die Wahrheit dieser Behauptung nach Verstärkungen für Deutsch- Südwestafrika werden sich demnach auf den Angaben, die auf dem Heimarbeiter- Kongreß hierüber ge- ca. 3000 Mann belaufen. Die rücksichtslose Wirtschaft in dieser macht worden sind, sehr zweifelhaft. Um die Löhne, die die Kolonie hat also einen richtigen Feldzug großen Stils verursacht, in Sachen der beiden bekannten Protestrefolutionen finden feit Freitag Lieferanten den Heimarbeitern zahlen, will sich die Verwaltung dessen Kosten noch gar nicht abzusehen sind, sich jedenfalls aber auf täglich auf dem Berliner Polizeipräsidium statt. Soweit es bekannt nicht kümmern. So ist es mit dem socialpolitischen Geist im viele Millionen belaufen werden und, ganz abgesehen von den sehr ist, bekennen diejenigen von den Vernommenen, die in den Versammlungen, welche die Resolutionen beschlossen hatten, anwesend Striegsministerium bestellt, den auch der Centrunisabgeordnete erheblichen dauernden Ausgaben, die dem Reich durch die bereits waren, ihre eigene Teilnahme an der Abstimmung, lehnen aber die Erzberger nicht ganz nach seinem Geschmacke sand. Das bestimmt in Aussicht genommene Verstärkung der südwestafrikanischen Beantwortung von Fragen, die sich auf andre Personen beziehen, ab. würdige Gegenstück hierzu ist, daß den Arbeitern in den Be- Schußtruppe erwachsen werden. Es werden aber auch solche Russen vernommen, die weder an den kleidungsämtern Vorschriften über ihr politisches Verhalten Die abermalige Verstärkung der Mannschaften in Südwest- Afrika Versammlungen teilgenommen, noch die Resolutionen unterschrieben außerhalb der Arbeitszeit gemacht werden, die sich natürlich wurde heute von dem Regierungsvertreter damit motiviert, daß es haben. gegen den Umsturz richten. notwendig sei, den Aufstand so rasch und so vollständig als Wir müssen es als ungehörig bezeichnen, daß die Vernommenen möglich niederzuwerfen. Durch ein möglichst energisches im Brotokoll über einen Russen zu lesen ist, er habe die Beants mitunter auch über ihre politische Gesinnung befragt werden. Wenn Borgehen werde auch überflüssiges Blutvergießen ver- wortung der Frage, ob er Socialdemokrat sei, verweigert, so wird mieden werden. das dem Betreffenden in den Augen der russischen Regierung, die ja wahrscheinlich Einsicht in die Protokolle haben wird, sicherlich ganz besonders schaden. Nachdem Genosse Südekum noch die Frage der Ausbreitung der Geschlechtskrankheiten im Heere besprochen hatte, wurde die Weiterberatung auf Dienstag vertagt. Für Mittwoch fündigte der Präsident die Erledigung der noch ausstehenden Wahlprüfungen an. Seine Bitte an das Haus, für die notwendige Präsenz zu sorgen, weckte verständnisvolles Lächeln. Preußisches Abgeordnetenhaus. Ob der Krieg wirklich unblutiger verläuft, wenn die verlangten weiteren 1000 Mann gegen die Hereros ins Feld geschickt werden, erscheint uns sehr fraglich. Möglich ist allerdings, daß Es ist uns auch unerklärlich, was für einen Zwed die Fragen die Verluste unsrer Truppen geringer sein werden, wenn der Krieg über die erstmalige politische Bethätigung in Rußland und die dort statt durch eine sich in die Länge ziehende Campagne durch eine den dafür erlittenen Strafen, die an manche auch an solche, die an der Im Abgeordnetenhause verlief die am Montag fortgesette Gegner umklammernde Strategie mittels mehrerer entscheidender Resolution gänzlich unbeteiligt sind, gestellt werden, haben sollen. Sollte Im Abgeordnetenhause verlief die am Montag fortgesetzte Schläge zu Ende geführt wird; allein ob in einem solchen Falle mit grundsages: Ne bis in idem die Russen, die nach der Ansicht die preußische Regierung beabsichtigen unter Durchbrechung des RechtsBeratung des Etats des Ministeriums des Innern im Gegen- dem Blute der Eingeborenen sparsamer umgegangen wird, ist der russischen Regierung selbst ihre Verbrechen" bereits verbüßt satz zu den beiden voraufgegangenen Sitzungen wieder in der Langweiligkeit, die diesem Parlament feinen Stempel auf sehr fraglich. Dagegen ist es durchaus wahrscheinlich, daß der haben, zum zweitenmal etwa durch Ausweisung aus Preußen dafür drückt. Eine Anzahl von berechtigten Beschwerden der Dänen Krieg nicht nur rasch, sondern vor allen Dingen auch ohne jedes zu bestrafen, daß sie die Frevelthat begangen hatten, dem Oberund Polen that der Minister, dem durch seine„ Erfolge" in unnüße Blutvergießen beendigt werden könnte, wenn herrscher aller Russen und Deutschen einmal vor vielen Jahren nicht der Russen- Debatte anscheinend der Kamm gewaltig geschwollen man wie das die Absicht Leutweins zu sein schien ganz gehorsam gewesen zu sein! ist, mit einigen Redensarten ab, in denen deutlich die Ueber- weniger auf eine schneidige", als auf eine durch die Humanität Die Arenberge. Aus Brüssel wird gemeldet:" Gestern abend hebung des sich seiner Macht bewußten gegen einen ohn- gebotene Beilegung des unseligen Konflifts Gewicht legte, das heißt, fand beim erzog von Arenberg zu Ehren des Prinzen mächtigen Gegner zum Ausdruck kommt. Auf die Sache selbst wenn man mit den Hereros in Friedensverhandlungen eintreten Eitel Friedrich ein Festessen statt, 22 Geladene waren zugegen, würde. Selbstverständlich in ehrlich gemeinte Unterhandlungen, darunter der deutsche Gesandte, das Personal der Botging Herr v. Hammerstein nicht ein, insbesondere schwieg er hinter denen nicht eine treulose Ueberlistung der gutgläubigen schaft usw." Dieſer Herzog von Arenberg ist der Bruder des Idiotens sich über die Aufhebung des Versammlungsrechts für die Polen Schwarzen lauerte. Mörders, der diesen in das Regiment des Herrn v. Einem als Offizier in Oberschlesien völlig aus. Die Fälle, die durch die geDie kolonialwütige Presse verbreitet jetzt emsig allerhand eingebracht hat. Der kleine Vorgang in Brüssel zeigt, mit wie guten samte Bresse gegangen sind, die sogar gerichtsnotorisch sind, find dem preußischen Polizeiminister nicht bekannt, es steht Schauergeschichten über die Greuel der schwarzen„ Bestien". Daß Beziehungen Prinz Arenberg gesegnet ist. man diese von Haus aus harmlosen und gutmütigen Schwarzen Generalmajor v. Endres soll, nach einer Meldung aus München, infolge seiner übertriebenen einseitigen Verherrlichung Zu einer Heinen Stazbalgerei zwischen den Konservativen durch brutalſten Raub, durch skandalöſeſte Ausbeutung erſt au des preußischen Offiziercorps und der Hohenzollerndynastie die solchen Blutthaten getrieben, erwähnt man natürlich und den Freisinnigen gab der Fall der Nichtbestätigung des Abberufung von seinem Bosten als Bundesratsbevollmächtigter zu nicht. Ebensowenig rechnet man früheren Landtags- Abgeordneten Wenzel als Gemeindevorsteher der Missionare zu gute, die Schonung so manchen weiteren burg werden, als sein Nachfolger wird Oberstlieutenant Frommel, ihnen ihre Schonung erwarten haben. v. Endres soll Divisionskommandeur in Regens Veranlassung. Zroz aller Ablengnungsversuche der Herren von der Rechten unterliegt es feinem Zweifel mehr, daß Herr Menschenlebens, das in die Hand der Aufständischen gegeben Abteilungschef im bayerischen Striegsministerium genannt. Wenzel wegen seiner Agitation gegen den Bund der Land- war. Und daß schon jetzt die Zahl der im Kampfe ge= Die ungültigkeitserklärung der Wahl des elsässischen Abgeord nichts davon in den Aften. unsres Genossen Singer zum Mitglied der Schuldeputation. " 1 wirte nicht bestätigt ist, und Abg. Dr. Wiemer( fri. Vp.) fallenen Hereros die Zahl der weißen Opfer des neten Blumenthal und namentlich der Umstand, daß auch die hatte durchaus Recht, als er eine Reform der preußischen Aufstandes weitaus übersteigt, berücksichtigt man ebenso- socialdemokratischen Mitglieder der Wahlprüfungskommission hatte durchaus Recht, als er eine Reform der preußischen Verwaltungsgrundsäge, eventuell eine Aenderung der gesetz die rigorosen Friedensbedingungen, unter denen der Gouverneur presse Befremden hervorgerufen. Die Auffassung, als ob die socialVerwaltungsgrundsäge, eventuell eine Aenderung der gesetz- wenig. Man verlangt eine exemplarische Sühne. Selbst für die Kassierung gestimmt haben, hat in einem Teil der Parteilichen Bestimmungen verlangte. Im Interesse des Ansehens des Freisinns hätte es allerdings gelegen, wenn die Frei- eutwein mit den Bondelzwarts seinen Frieden schloß, er- demokratischen Mitglieder durch die Behauptung der Centrumssinnigen mit ihren Forderungen schon früher hervorgetreten lärte man für viel zu mild. Und diese Friedensbedingungen ent- blätter und des Protestes, Blumenthal sei Regierungstandidat wären, als Socialdemokraten zu irgendwelchen Aemtern die hielten doch die bedingungslose Auslieferung aller an den gewesen, irregeleitet worden seien, ist selbstverständlich hinfällig; so dumm ist kein Genosse, anzunehmen, der Demokrat Bestätigung versagt wurde. Wir erinnern nur an die Wahr Exceffen Beteiligten, sowie die Annektion eines Blumenthal, der offen von den Socialdemokraten unterstützt der Bondel zwarts und selbstverständlich die vollständige Ent- Mitglieder der Wahlprüfungs- Kommission wußten schon, daß der Bei dem Kapitel Polizeipräsidium in Berlin und den Vororten" stand die Debatte auf derjenigen Höhe, die dem waffnung. Man sollte meinen, daß solche Friedensbedingungen Regierung der famose Herr Stauß der genehmere Kandidat Niveau des Dreiklassen- Parlaments entspricht. Abgeordneter selbst vom Standpunkte unsrer stolonialschwärmer aus streng war. Und ebenso unsinnig ist die jetzt im Elsaß tolportierte gemeine Hammer( f.) entwarf wahre Schauerbilder über die an- genug feien. Aber nein: man will die blutige Niederwerfung der Verdächtigung, aus den Alten seien eine Reihe, Herrn Blumenthal gebliche Unsicherheit in den Straßen Charlottenburgs, Banditen", die völlige Expropriation und Verfklavung des ganzen ganz besonders gravierende Thatsachen zur Kenntnis der Kommission Abg. Goldschmidt( frs. Bp.) stellte tiefsinnige Betrachtungen Hereroſtammes. Das Gefühl der Nache und des unbeschränkten Beute- gebracht Darüber an, weshalb die Schuhleute gezwungen sind, die machens beherrscht unsre„ Kulturpioniere". Es versteht sich am Rande, daß die Socialdemokratie das AnDienstbücher in die Seitentaschen des Rockes zu stecken, und Abg. Kopsch( fri. Vp.), der Erwählte der Hausagrarier, trat finnen der Regierung mit einem schroffen„ Nein" beantworten im Interesse seiner Gönner gegen den Straßenhandel auf. Es scheint, als ob die Freisinnigen an der Polizei absolut nichts mehr auszusetzen haben. Abg. Cassel( frs. Vp.) versuchte, sich über das Vorgehen der Regierung gegen die Stadt Berlin, namentlich wegen der Verlängerung der Konzession an die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft, zu verbreiten, mußte sich aber belehren lassen, daß diese Angelegenheit zur Kompetenz des Verkehrsministers gehört. Am Dienstag soll die zweite Beratung des Etats des Ministeriums des Innern beendet werden. Ueber den Plan der Reichstags- Auflösung hatte die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" Tage lang durch Schweigen und dann durch unklare Bemerkungen hinwegzuhuschen versucht. Heute endlich veröffentlicht sie diese gesteigerte Leistung der Dementierfunst: wird! Deutfches Reich. worden. Ganz niederträchtig und ihre fleritale Urheber charakterisierend ist die Insinuation, als ob Herr Blumenthal die Unterstützung der Socialdemokraten mittels klingender Münze gewonnen habe. Nicht das Geringste davon steht in den Atten, nicht das Geringste, was Herrn Blumenthal oder das liberale Wahlkomitee irgendwie belasten fönnte. Zur Kassation hat einzig und allein der Umstand geführt, daß eine Anzahl Bürger meister mit ihrem Amts charakter den liberalen Wahlaufruf für Blumenthal unterschrieben haben, und des weiteren der Umstand, daß autch der Direktor und eine Anzahl Der Scharfmacherei ein Lied singt die„ Kreuz- Zeitung". Sie Wertmeister der Eisenbahn- Betriebswerkstätten wehrt sich gegen die„ Kölnische Volkszeitung", welche die Kröcherei unterschrieben hatten, alle diefe ebenfalls unter Beifügung ihrer als Waffer auf die socialdemokratische Mühle abgewiesen hat, und amtlichen Stellungen. Und da diese amtliche Beeinflussung nach alter Bragis bei den verhältnismäßig fleinen Vorsprung, den Herr versucht der Welt aufzureden, als schlottere die Socialdemokratie in Blumenthal in der Stimmenzahl hatte, allerdings die Auffassung Angst vor dem Kröcher und andren starken Männern. Freilich, rechtfertigte, daß dadurch das Stimmenverhältnis beeinflußt sein darin allein beruht ja die Stärke der starken Männer, daß sie könnte, so mußten auch die Socialdemokraten, wollten sie nicht glauben machen wollen, die andren zitterten vor ihnen. Sobald die wegen der Person des Kandidaten ihre Grundsäze preisStarken ihre Stärke erproben sollen und die Arbeiterklasse durch geben, für die Kassation stimmen. Das ist der einfache und klare Brutalitäten sich in heroischem Widerstand erhebt, dann bleibt von Thatbestand. Weiteres wurde in der Kommission nicht behauptet den starken Männern nur- die Dummheit. Herr v. Kröcher und nicht behandelt. kennt ja das Wort: Dumm, aber start! Das Socialistengeset tönnte allerdings selbst sehr " Zu der Nachricht des Vorwärts", die Reichsleitung gehe Dumme belehren, aber die„ Kreuz- Zeitungs"-röchers find so b. Bülow, wie ein Berliner Blatt meldet, geäußert haben:" Für verschärftes Socialistengesetz fordern. Als Rest bleibt dann damit um, den Reichstag aufzulösen, soll der Reichskanzler Graf start, daß sie, wenn ein Socialistengesetz versagt, ein doppelt ein Regierungsdementi zu dumm." Eine andre Zeitung hat zu der Mär des Vorwärts" bemerkt: Der Schauplatz der Auflösung doppelte Dummheit. v. wäre wohl nicht der Reichstag, sondern das Luftschloß in Bichels- Wenn Deutschland durch Stärke und Dummheit zu Grunde zu werder. In beiden Angaben ist die Auffassung des Reichskanzlers richten wäre, die Kröcher und die„ Krenz- Zeitung" brächten es richtig getroffen worden." fertig.Kulturkämpfchen. Jena, 14. März.( Depesche.) Der Senat der hiesigen Universität beschloß: Studentische Verbindungen, welche wesentlich religiösdürfen feine Farben tragen. konfessionelle Zwecke verfolgen, sowie solche, welche als Mitglieder statutengemäß ausschließlich Angehörige einer Konfession aufnehmen, dürfen keine Farben tragen. Damit wird die katholische Studentenverbindung Lugambria" der Farben und Ehre beranbt und die andren farbentragenden Studentenverbindungen, die seit Wochen gegen die katholische Verbindung wüten, feiern einen wahren Triumph studentischer Kultur. " 1 Spanien. Eine Neuauflage der Grenelscenen von Montjuich. -Deutfches Reich. Achtung, Kupferschmiede! der Kupferschmiede in Ein eigenartiger Selbstmordversuch östreichischer schulpflichtiger Kinder ohne Unterricht waren! Weist| würde. Es gebe auch ganze Organisationen auf ihrer Seite, die in beschäftigte am Sonnabend, den 12. März das Kriegsgericht in doch z. B. allein der Landesschulrat von Istrien in seinem amtlichen feinen Verband eintreten könnten. Man müsse es der Zeit überlassen, Chemniz. Der zwanzigjährige Unteroffizier Emil Hermann Bericht über 10 000 Kinder auf, die gesetzlich vom Schulbesuch die vorhandenen Gegenfäße zu beseitigen. Andrerseits ergab die Diskussion, daß in einzelnen Drgani Vogel von der 11. Kompagnie des 9. Infanterie- Regiments Nr. 133 befreit sind, weil die nächste Schule mehr als vier Kilometer entfernt ( 3widau) hatte am 27. Januar( Kaifers Geburtstag) bei dem Fest- ist". Das beste daran ist, daß das östreichische Gesetz einen solchen fationen der lokalistischen Richtung, namentlich bei den Maurern, essen im Unteroffiziersfafino mehr getrunken, als er ber Entschuldigungs"-Grund gar nicht kennt. eine starke Strömung vorhanden ist, welche die Verschmelzung mit dem Verbande herbeisehnt. Dazu wurde von Verbandsseite betragen konnte. In diesem Zustande versuchte er, einen Kameraden um 3 M. anzuborgen, hatte damit aber keinen Erfolg. Hierauf äußerte merkt, daß, wenn die gegenwärtige Berhandlung fein Resultat ergiebt, er: Da muß ich mich erschießen." Auf diese Aeußerung hatte der diejenigen Organisationen, welche der Verschmelzung geneigt sind, Der Maurer- Verband sei Kamerad aber mit Rücksicht auf den Zustand des V. keinen Wert In Alcala del Valle trat am 1. August 1903 die Arbeiterschaft für sich über dieselbe verhandeln können. gelegt. 2. kam kurz nach 8 Uhr zur Compagnie zurück. Auf dem in einen Solidaritätsstreit ein, um gegen die ungerechten Verfolgungen jederzeit bereit, mit der andern Organisation zu verhandeln, wenn Korridor nahm er ein Gewehr und lud dasselbe von Kameraden zu protestieren, die lediglich eine geringe Aufbesserung fie die Verschmelzung wünsche. mit einer scharfen Patrone. Hierauf forderte er ihrer Lebenshaltung durch Niederlegen der Arbeit erstrebt hatten. Da eine allgemeine Einigung nach Lage der Sache nicht möglich nach einander drei seiner Untergebenen auf, nach Obwohl die ausständigen Arbeiter sich durchaus friedlich verhielten, war, so wurde, nachdem die Diskussion dreiviertel Stunden gewährt ihm zu schießen. Das war in der Mannschaftsstube. Der befahl dennoch der Bürgermeister der Gendarmerie, mit allen hatte, ein Antrag auf Schluß der Verhandlungen angenommen. erste Soldat weigerte sich mit den Worten:„ Nein, auf meinen Mitteln, selbst mit denen der Gewalt, die Leute zu Paaren Unteroffizier fchieß' ich nicht!" Ein andrer erkannte auch das zu treiben. Nunmehr begann ein wahres Schreckensregiment. Bedenkliche der Situation, nahm schnell die Patrone Die Gendarmerie begann ihre ordnungsretterische Thätigkeit damit, heraus und steckte sie in die Hosentasche. Zur Aussperrung V. daß sie auf eine friedliche Ansammlung von Arbeitern ohne jeden hatte es aber bemerkt und nahmi ihm die Patrone wieder Anlaß Feuer gab, wobei ein fünfzehnjähriger Junge Kopenhagen. Von zuverlässiger Quelle ist uns mitgeteilt ab, um das Gewehr aufs neue zu laden. Dem dritten tötlich getroffen und mehrere Männer schwer worden, daß von den acht Streifbrechern, welche von der Firma Soldaten, dem V. befahl, auf ihn zu schießen, riefen die Kameraden verlegt wurden. Natürlich ließ das Volk sich das nicht hetmann nach Kopenhagen als Rausreißer der bedrängten zu: Schieß nicht, oder vorbei!" Der Soldat schoß gefallen. Boll gerechter Erbitterung griff es die Gendarmen an Schiffswerft Burmeister u. Wain verschafft wurden, sechs in weit nach rechts und das Geschoß drang durch die und schlug sie in die Flucht. Als dann später wieder eine ge- Arbeit gestanden haben, daß sie ferner nicht mal wie bei solchen Thür eines Mannschaftsschrankes in die Wand. wisse Beruhigung eingetreten war, traf von auswärts Ver- Gelegenheiten mit Entlassungen im Weigerungsfalle bedroht wurden, Hätte der Soldat auf V. gezielt, wären die schrecklichsten stärkung für die Gendarmerie ein, und nunmehr nahm eine mit sondern sie sind von dem betreffenden Meister ausdrücklich darauf Folgen eingetreten, denn hinter V. standen die andern blinder Leidenschaft durchgeführte Razzia auf die Arbeiter ihren aufmerksam gemacht worden, daß in Kopenhagen bei der Firma, bei Soldaten( 28) eng zusammengepfercht. V. tadelte den Anfang. Binnen turzem waren alle Gefängnisse der sie arbeiten sollen, gestreift wird. Andre Kollegen, die von Mann, ließ die Spuren des Schusses beseitigen und gebot dem Soldaten, überfüllt. Männer Frauen und Kinder waren in engen den Meistern gefragt wurden, ob sie hinfahren wollten, die es jedoch Stillschweigen über den Vorfall zu bewahren. Den Schuß hatte Räumen zusammengepfercht, viele von ihnen ohn- abgelehnt haben, arbeiten noch heute bei der Firma. Drei von den aber der Unteroffizier vom Dienst gehört, der dazu kam. V. wurde mächtig wurden. Dann begannen die Verhöre. Und da die hilfsbereiten Kollegen, Koch, Behrend und Heise, sind nicht alsbald verhaftet und zunächst im Garnisonlazarett auf seinen willkürlich Verhafteteten sich nicht dazu bequemen wollten, sich im organisiert, zwei,& aiser und Kurzweg, gehören dent Verband Geisteszustand untersucht, als normal befunden und Sinne der gegen sie erhobenen Anklage schuldig zu bekennen, der Kupferschmiede an, einer, C. Müller, dem Metallarbeiterdann in Untersuchungshaft genommen. Er hatte sich nun wegen wurden sie, ebenso wie vor sieben Jahren die Verband( Bahlstelle Köpenick), Wirth dem Transport- und Hilfsmilitärisch ausgezeichneter Unterschlagung der scharfen Patrone, Opfer von Montjuich, in der scheußlichsten arbeiter- Verband; der achte ist unbekannt. Den Kollegen wurden die er auf dem Zeithainer Schießplatz gefunden haben will Weise von den Gendarmen gefoltert. Ungefähr bis zum Augenblick ihrer Abfahrt von Verbandsmitgliedern über und Mißbrauchs der Dienstgewalt zu verantworten. Das Gericht die gleichen bestialischen Foltermethoden wie damals wurden das Üngehörige ihres Vorhabens Vorhaltungen gemacht, leider verberurteilte ihn wegen des ersten Delittes zu 14 Tagen Mittelarrest, auch jetzt wieder in Anwendung gebracht. Wenn die mit geblich. In Kopenhagen wurden sie mit den bei solchen Gelegenwegen des zweiten aber erkannte es auf Freisprechung; es hatte an der Vernehmung der Angeschuldigten betrauten betrauten Lieutenants heiten üblichen Ehren- Droschken durch Betriebsbeamte, Schußleute genommen entgegen dem ärztlichen Gutachten daß bei W. zur ihnen das geforderte Schuldbekenntnis nicht ablisten oder abpressen und Ausgesperrte empfangen und nach dem ausrangierten Dampfer Zeit der That die freie Willensbestimmung ausgeschlossen war. fonnten, ließen sie die Angeschuldigten in einen Nebenraum schaffen, Edda" gebracht, auf welchem für 25 Mann Betten aufgestellt sind. Bei Vergehen der Soldaten gegen Vorgesezte gilt damit sie dort eingehender„ befragt", das heißt in der raffinier Sie kommen mit der Außenwelt gar nicht in Berührung. Wie vereine durch Trunkenheit verursachte Ausschließung der Willens- testen Weise allen nur erdenkbaren scheußlich sten lautet, soll in dieser Woche abermals ein Transport von acht Mann freiheit befanntlich nicht als Milderungsgrund! Foltern unterworfen wurden. nach Kopenhagen abgehen. Ueber die Namen dieser Helfer ist noch nichts bekannt. Wir ersuchen die Kollegen dringend, unsern aus Die gesperrten Arbeitsbrüdern nicht in den Rücken zu fallen. Arbeitsgelegenheit ist zur Zeit besonders günstig und Arbeitslose sind nur in geringer Zahl vorhanden. Der Fall Biermann Durch einen Zufall ist es den Gefangenen von Alcala del Valle gelingen, einen Bericht über ihre Leidensgeschichte einer Zeitung zustellen zu lassen. Sie erzählen darin, was sie an Leiden und Qualen erduldet haben und zum Teil noch erdulden müssen. Die Glaubwürdigkeit ihrer Mitteilungen, für die sie mit ihren vollen Namen eintreten, wird erhöht durch die früher festgestellten Greuelthaten von Montjuich. Gewerkschaftliches. Die Einigungsverhandlungen zwischen den beiden auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehenden gewerkschaftlichen Richtungen haben leider ein negatives Resultat gehabt. Streit der Kupferschmiede auf der Schiffs. werft von Schichau in Danzig. In den letzten Jahren wurden die Löhne und Accordpreise von seiten der Werftleitung fortgesezt reduziert, so daß in letzter Zeit für die auf der Werft ausgelernten Kupferschmiede ein Stundenlohn von 25 Pf. gezahlt wurde. Bei der jetzt eintretenden besseren Geschäftskonjunktur find von den Kupferschmieden folgende Forderungen gestellt worden: Abschaffung der Accordarbeit, ein Stundenlohn von 35 bis 50 f., für Ausgelernte 30 Pf. die Stunde. Für Ueberstunden, Sonntag und Nachtarbeit und Montagen entsprechende Zuschläge. Forderungen sind von der Direktion abgelehnt und befinden sich die Kollegen seit Sonnabend, den 12. März cr., im Streik. Es wird gebeten, den Zuzug von Kupferschmieden nach Danzig und Elbing fern zu halten. Alle Arbeiterzeitungen werden um Abdruck dieser Diese bor dem oldenburgischen Landtag. Oldenburg, 13. März. Die Behandlung des Redakteurs Biermann im Vechtaer Gefängnis hat den socialdemokratischen Abgeordneten Hug veranlaßt, im Landtage einen Antrag einzubringen, die Regierung zu ersuchen, so lange der Strafvollzug im Deutschen Reiche nicht einheitlich geregelt sei, auf dem Wege der Verordnung die Hausordnungen der Untersuchungsgefängnisse und Strafanstalten im Sinne des bom Reichstage angenommenen Antrages Gröber einer Revision zu unterziehen. Die Verhandlung über diesen Antrag wurde besonders interessant dadurch, daß der in diese Angelegenheit persönlich verwickelte Minister Ruh strat sich an der Debatte beteiligte. Abg. Hug, der seinen Antrag begründete, Bekanntlich hat der Parteivorstand die Vertreter beider Richhob mit Genugthuung hervor, daß dem Redakteur Biermann jetzt tungen veranlaßt, über die Einigungsfrage mit einander zu verbereits in einem Punkte eine andre Behandlung zu teil werde; er handeln. Zu diesem Zweck fand am 22. März 1903 eine Sigung brauche wenigstens seine Frau nicht mehr hinter einem Gitter zu statt, an der außer dem Parteivorstand Vertreter der Berliner Ge- Mitteilungen gebeten. empfangen. Aber, so meinte er, es hätte der Blamage im Reichs- werkschaftskommission( Centralverbände) und des Gewerkschaftskartells Die Berliner Filialverwaltung tage doch nicht erst bedürfen sollen, um diese Besserung für Berlin( Freie Vereinigung, früher lokale Organisation) teilnahmen. des Verbandes der Kupferschmiede Deutschlands. herbeizuführen. Der socialdemokratische Redner erklärte aus- Die vorherrschende Ansicht in dieser Sizung war die, daß die Einigung drücklich, er wolle die Gegensäße nicht verschärfen, nicht verschärfen, sondern nicht in der Form eines bloßen Kartellverhältnisses, sondern als Brauerei- Arbeiter. Die Arbeiter der Malzfabrik von Kunze( ne wünsche Versöhnung, und dies sei möglich, wenn die dauernde Verschmelzung beider Richtungen zu stande kommen solle. haber Westphal) in Nordhausen legten sämtlich die Arbeit nieder. Staatsregierung Biermann die erbetenen Vergünstigungen( Halten In dieser Hinsicht waren die Vertreter des Gewerkschaftskartells ge- In diesem Betriebe herrscht noch die durchgehende Arbeitszeit. einer Zeitung und Licht bis 10 Uhr abends) zu teil werden lasse. teilter Meinung, während die Mitglieder des Parteivorstandes, sowie Sonntag wie Wochentag haben die Arbeiter 12 Stunden zu arbeiten. Minister Ruh strat erklärte, daß er die Vorfälle, die der Sache zu die Vertreter der Gewerkschaftskommission sich dahin aussprachen, Ein Gesuch um Verkürzung der Arbeitszeit wurde abgelehnt, Grunde lägen also seine Beteiligung am Hazardspiel 2c. be- daß die Centralisation, der Zusammenschluß der Organisationen worauf die Arbeiter die Arbeit niederlegten. Zuzug ist fern zu daure. Zu Frau Biermann habe er allerdings gesagt, ihr beider Richtungen das Ziel der Einigung sein müsse. Die damalige halten. Mann sei ein ump. Ich erkläre offen," fuhr der Minister fort, Sigung endete damit, daß den Vertretern des Gewerkschaftskarteйs Oberschlesische Justiz. Der Maurer Josef Scholz, der den vor„ daß ich auch dieses sehr beda ure." Selbstbeschäftigung aufgegeben wurde, sich mit ihren Organisationen darüber zu ber- jährigen Streit der Maurer in Beuthen( Oberschlesien) leitete, hat könne den Gefangenen nur ganz ausnahmsweise gestattet werden, ständigen, ob sie die Verhandlungen mit dem Ziele, eine einheitliche des dabei geübten" Terrorismus" wegen wohl schon ein Duzend sofern sie nicht wegen ehrloser Handlungen bestraft seien. Organisation zu bilden, weiter führen wollten. Eventuell sollte dann male vor oberschlesischen Richtern erscheinen müssen. Kürzlich verMinister Willich, der in Vertretung des Justizministers der Parteivorstand eine neue Sigung einberufen. Die Bereitwillig- urteilte ihn das Schöffengericht in Beuthen zu drei Monaten Ruhstrat die Vergünstigungen für Biermann abgelehnt hat, erklärte, feit, weiter zu verhandeln, haben die Vertreter der dem Kartell an- Gefängnis, weil er Arbeitswillige durch Bedrohung mit einem er habe dies gethan, weil Biermann thatsächlich ehrlos gehandelt geschlossenen Gewerkschaften später erklärt. Verbrechen zum Aufgeben der Arbeit genötigt haben sollte. Er soll habe. Nach dreistündiger, teilweise sehr erregter Debatte wurde mit Die Fortsetzung der Verhandlungen hat sich nun dadurch ver- den Leuten gesagt haben, wenn sie nicht gleich aufhörten die Leute allen gegen eine Stimme ein Vermittlungsantrag des Ab- zögert, daß der Parteivorstand durch die Reichstagswahlen und den wollten erst zur Frühstückszeit die Arbeit einstellen folle der geordneten Burlage angenommen, wonach die Staatsregierung Parteitag mit Arbeiten überhäuft war, so daß erst am vergangenen Teufel infiefahren, auch:" Wenn Ihr nicht aufhört, werdet ersucht wird, im Bundesrat für die Ausführung der Re- Sonntag eine Sigung stattfinden konnte, in der die vor bald einem Ihr sehen, was passiert"," Man wird Euch in der Wohnung auf den solution Gröber einzutreten. Minister Ruhstrat hatte zuvor Jahre eingeleiteten Verhandlungen beendet wurden. Stopf kommen". Scholz legte gegen das Urteil Berufung ein, weil erklärt, daß er gegen diesen Antrag nichts einzuwenden habe.- In der Zwischenzeit hat auch die Gesamtvertretung der er entschieden bestritt, derartige Aeußerungen gemacht zu haben, dann Lokalistischen Richtung, nämlich der im September 1903 abgehaltene aber auch, weil erstens solche Aeußerungen, selbst wenn sie gemacht Kongreß der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften zu den worden wären, nicht den nach§ 240 des Strafgesetzbuchs erforderlichen schwebenden Einigungsverhandlungen Stellung genommen und eine Thatbestand der Nötigung durch Bedrohung mit einem Verbrechen erResolution beschlossen, welche folgende Grundlage für die Einigung füllen und zweitens, weil das Schöffengericht zu einer Verurteilung festsetzt: 1. Es bleibt unfren Vereinen wie jedem andren die voll- aus§ 240 R.-Str.-G.-B. gar nicht zuständig feil tommene organisatorische Selbständigkeit und das Recht, sich nach speciellen Berufen über ganz Deutschland centralisiert, zu organisieren, ihre eigene Verwaltung, eigene Kaffe, und nach ihrem Gutdünken eigene Bresse zu haben. Sie haben für den Gesamtverband natürlich festgestellte Leistungen zu machen und dafür das Recht, zu den Kongressen, Ausschüssen, Kommissionen und Körper schaften Miglieder zu delegieren, ihrer Stärke entsprechend, nach durch Vereinbarung festzustellenden Grundsätzen. Vor der Berufungskammer des Landgerichts in Beuthen blieben die Belastungszeugen, ein 17jähriger Arbeitsbursche und eine Mörtelträgerin, bei ihren Aussagen in der Vorinstanz, während drei EntTaftungszeugen bekundeten, daß die arbeitenden Maurer ganz von selbst ihre Absicht erklärt hätten, die Arbeit einzustellen und daß von Scholz keinerlei Drohungen ausgesprochen wurden. Die Entlastungszeugen wurden jedoch nicht bereidigi, weil das Gericht sie der mitthäterschaft für verdächtig hielt. Das Gericht kam daher denn auch zu einer Verurteilung des Angeklagten. Das Urteil des Schöffengerichts, so hieß es in der Begründung, sei in formeller Beziehung allerdings mangelhaft und mußte aufgehoben werden, denn thatsächlich war das Schöffengericht zu einer Verurteilung aus§ 240 R.-Str.-G.-B. nicht zuständig. Sachlich aber war das Urteil durchaus gerechtfertigt. Scholz habe thatsächlich 3. Korporative Arbeitsverträge sind nur als notwendiges Bedrohung geübt, die nach§ 153 der Gewerbe- Ordnung und§ 240 Uebel zu betrachten, die mit vieler Vorsicht zu behandeln und nur des Strafgesetzbuchs bestraft werden müßten. Auch die Höhe der in auf sehr kurze Fristen abzuschließen sind. 2. An den Unterstützungskassen, die in den modernen Verbänden überwuchern, sind sie nicht gezwungen, aber berechtigt, Anteil zu nehmen nach besonderen Festsetzungen. Konsum- und Produttivgenossenschaften sind nicht Zweck der gewerkschaftlichen Organisationen. der ersten Instanz erkannten Strafe rechtfertige sich durchaus, denn der Angeklagte, der für sich selbst das Recht persönlicher Freiheit in vollstem Umfange in Anspruch nahm, wolle dasselbe Recht den andren nicht lassen. Er mußte daher wieder zu drei Monaten Gefängnis verurteilt werden. München, 14. März. Kammer der Abgeordneten. Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Kriegsminister Freiherr v. Asch eine längere Erklärung ab über den Fall Dr. Pichler und Einjährig Freiwilliger Eras. Er führte dabei aus, am 11. November v. J. habe der Abg. Pichler ihm in der Kammer der Abgeordneten einen Brief des Einjährig- Freiwilligen vom Infanterie Leibregiment übergeben. In diesem Brief schrieb Eras, er habe in der Jugend einen Arm gebrochen, könne deswegen die Gewehrgriffe nicht richtig machen und werde von seinem Unteroffizier chikaniert. Der Stabsarzt wolle ihn nicht für dienstuntauglich erklären. Der Brief besage im Eingange ausdrücklich, er sei an Dr. Pichler geschrieben, damit dieser ihn an geeigneter Stelle zur Würdigung unterbreiten möge. Beim ersten Lesen des Briefes habe er, der Kriegsminister, den Eindruck gehabt, daß es sich um einen törperlich untauglichen, widerrechtlich bei der Truppe zurückgehaltenen Mann handele, der unter den Chikanen der Unteroffiziere zu leiden habe. Er, der Minister, habe sich in diesem Sinne zu Dr. Pichler geäußert, habe versprochen, der Sache nachzugehen, und seines Wissens vor den Augen Dr. Bichlers den Brief dem betreffenden Referenten im Kriegsministerium übergeben. Sotvohl Dr. Pichler als erfahrener Parlamentarier wie der Einjährig- Freiwillige Eras hätten sich über die Folgen des Vorbringens einer solchen Beschwerde klar sein müssen. Bei der an- 4. Arbeitsnachweise sind den örtlichen Organisationen zu gestellten Untersuchung habe sich ergeben, daß der Einjährig Freiüberlassen und ihre Centralisation innerhalb der Gewerkschaften willige Gras feinen Unteroffizier mit Unrecht beschuldigt und ein ist anzustreben. körperliches Gebrechen vorgeschützt habe. Eras wäre bekanntlich Als Genosse Pfannkuch am Sonntag die Sigung eröffnete, verurteilt. Dr. Pichler hätte gegen das ganze Verfahren sicherlich bemerkte er, daß sich die vorstehende Resolution nicht im Rahmen Vor derselben Straffammer des Landgerichts Beuthen wurde nichts einzuwenden gehabt, die von Eras angestrebte dessen halte, was in der ersten Sizung als Ziel der Einigung be- dann noch über einen weiteren Terroristen", den Maurer Gustav wenn Entlassung oder die Bestrafung des Unteroffiziers erreicht zeichnet wurde. Die Resolution lasse darauf schließen, daß man Preiß, verhandelt, der ebenfalls im Beuthener Maurerstreik Arbeitsworden wäre. Vei der Vernehmung vor Gericht habe Dr. Pichler feitens der Freien Vereinigung die Einigung nicht wünsche, und daß willige dadurch bedroht haben soll, daß er nach der Anklage äußerte: das Vorgehen des Kriegsministers als größte Indiskretion und als die heutige Verhandlung deshalb wohl überflüssig sei. Er frage„ Wenn sie die Arbeit nicht einstellten, könne er für ihre Vertrauensbruch bezeichnet. Er habe sich darauf berufen, daß ein aber die Vertreter der Parteien, ob sie noch weiter verhandeln Knochen nicht garantieren". Das Schöffengericht in ähnlicher, aber viel schwererer Fall vom Kriegsminister vertraulich be- wollen. Dazu erklärten sich die Vertreter beider Richtungen bereit. Beuthen hatte Preiß dafür zu einem Monat Gefängnis handelt worden sein soll." Wegen dieser Angriffe auf meine Ehre, Von Verbandsseite wurde gefordert, daß die andre Seite eine nähere verurteilt. In der Berufungsinstanz lehnte das Gericht die be= schloß der Kriegsminister, wird sich Dr. Pichler vor Gericht zu ver- Erklärung darüber gebe, wie einzelne Punkte der Resolution zu antragte Ladung von Zeugen ab, die bekunden sollten, daß der Anantworten haben. Dr. Pichler hat mir auch bezüglich des verstehen seien, vielleicht könne man nach einer befrieanalogen Falles, auf den er sich berufen hat, keine Angaben ge- digenden Erklärung dennoch zu einer Verständigung kommen. geklagte die Aeußerung nicht im Sinne der Anklage gemacht habe, und kam darauf zur Verwerfung der Berufung. In der Begründung macht. Er wird das vor Gericht thun müssen." Dr. Pichler ersucht Die gewünſchte Erklärung wurde jedoch nicht abgegeben, sie sei heißt es, die inkriminierte Aeußerung mußte als eine Drohung anden Präsidenten, ihm Gelegenheit zu geben, auf die Erklärungen des überflüssig, da der Standpunkt der Freien Vereinigung in der gesehen werden und es sei dabei ganz gleichgültig, ob der Angeklagte Ministers zu erwidern. Resolution zum Ausdruck komme und der Gegenseite auch aus den die Drohung selbst ausführen wollte oder ob er meinte, sie werde Veröffentlichungen der„ Einigkeit" bekannt sei. Es wurde auch kurze von andren ausgeführt werden. Die Höhe der Strafe rechtfertige Zeit diskutiert, aber über die Resolution kam man natürlich nicht sich aus den schon gegenüber Scholz angegebenen Gründen. hinweg. Die Verbandsvertreter hielten daran fest, daß die erste Sigung eine völlige Verschmelzung beider Richtungen als Ziel gesetzt Der vorläufig letzte Terroristenprozeß in Breslau richtete Das Volksschulwesen Destreichs in seiner ganzen Erbärmlichkeit habe, und daß sich demgemäß nur über die Bedingungen reden sich am Freitag gegen den Gauleiter der schlesischen Maurer, den schilderte Lehrer Kraus lezthin in einer Versammlung der Wiener ließe, unter denen die andre Richtung in die Verbände über- Breslauer Vorsitzenden und einen dritten Kollegen, die zu ber= Bädagogischen Gesellschaft: Der allgemeine Schulzwang treten wolle. schiedenen Zeiten drei Hamburger Streifbrecher belästigt und in fieht nur auf dem Papier( obwohl er offiziell seit 35 Jahren Die Vertreter der Freien Vereinigung erklärten, daß sie an die Verruf erklärt haben sollten. Der Staatsanwalt beantragte gegen eingeführt ist!). Wie die vergleichenden Resultate der letzten Volks- von ihrem Kongreß angenommene Resolution gebunden feien. einen Angeflagten 2 Monate Gefängnis, gegen den zweiten 14 Tage zählung ergeben, haben die Schulbehörden von der Existenz vieler Einzelne Redner dieser Richtung bemerkten, wenn sie selbst den und für den dritten Freisprechung. Das Gericht sprach die beiden Tausenden von Schulkindern im Reiche überhaupt keine Ahnung! Uebertritt befürworten würden, so wüßten sie doch, daß ein großer Verbandsfunktionäre frei und verurteilte den Maurer Bienet zu So ist es denn erklärlich, daß noch im Jahre 1900 fast eine Million Teil ihrer Mitglieder denselben unter keinen Umständen mitmachen 14 Tagen Gefängnis. Ausland. Oestreich- Ungarn. " Achtung! Tapezierer! In Elberfeld find, wie uns telegraphisch| entnehmen. Für das Kunstverständnis einiger Herren war be- 1 Auch eine Frau Winnat erhielt von ihm Arbeit, die sie sich im Be mitgeteilt ist, Montagabend 60 Tapezierer in den Ausstand ge- zeichnend die Aeußerung, daß es doch egal sei, wenn da oder dort hinderungsfalle durch ihre kleine Tochter aus der Fabrik abholen treten. Zuzug ist streng fernzuhalten. Alle arbeiter- ein Pferd oder eine Kuh weniger aufgestellt werden könnte." ließ. Als diese eines Tages den Angeklagten alein antraf, hat freundlichen Blätter werden um Abdruck der Meldung gebeten. Bei den Gas werken wurde der Wunsch ausgesprochen, den letzterer sich an dem Mädchen in schnödester Weise vergangen. Das Zur Lohnbewegung der Bäckergesellen in München sei mitgeteilt, Arbeitern nicht erst im letzten Augenblick den Zeitpunkt des Urlaubes Kind hat bei der Heimkehr sofort der Mutter weinend erzählt, wessen sich der Angeklagte schuldig gemacht hatte, und daraufhin war die daß nun vor dem Gewerbegerichte als Einigungsamt die Ver- mitzuteilen. Nach Möglichkeit soll dem entsprochen werden. Die Schulverhältnisse auf den Rieselgütern bedürfen dringend Strafanzeige erstattet worden. Der Angeklagte bestritt die schwere handlung zur Festsetzung eines neuen Lohntarifs stattfand. Die der Verbesserung. Der Magistrat versprach, da, wo er das Patronat Beschuldigung, die er als einen Racheaft bezeichnete und versuchte Forderungen der Gehilfen sind bekannt, seitens der Innungs- habe, alles zu thun, um andre Verhältnisse herbeizuführen. Eine einen Alibibeweis, der aber nicht glückte. Dazu kam, daß dem vorstandschaft liegen folgende Vorschläge vor: I. Klasse: 6 Gehilfen und mehr: Schießer 27 M., Mischer 23 M., Vorderpostler Resolution, Heizern, Druckrohr- Aufsehern usw. eine Lohnerhöhung Mädchen von seinem Schulrektor das denkbar günstigste Zeugnis ge= 20 M., Mitterpoftler 18 M., Hinterpostler 16 M. II. Iafie: zukommen zu lassen, fand keine Gnade bei der Mehrheit; sie wurde geben wurde und der Angeklagte schon einmal wegen Sittlichkeitsvergehens mit einem Jahr Gefängnis vorbestraft ist. Der Gerichts4 und 5 Gehilfen: Schießer 25 M., Mischer 21 M., Vorderpostler abgelehnt. Damit war die Beratung der Werk- Etats erledigt. Die Position: Verschiedene Einnahmen und Ausgaben" gab hof erachtete es mit dem Staatsanwalt für besonders strafwürdig, 18 M., Mitterpoftler 17 M., Hinterpostler 16 M. III. Klasse: 3 Gehilfen und weniger: Schießer 23 M., Mischer 19 M., Postler 15 M. Beranlassung zu dem Hinweis, daß sich die Einnahmen aus der wenn ein Arbeitgeber in dieser schamlosen Weise gegen die Tochter Mischer als Ofenarbeiter erhalten pro Woche 2 M. mehr; jedem Abgabe der Großen Berliner Straßenbahn um 338 000 M. erhöhen einer Arbeitnehmerin vorgeht. Der Angeklagte wurde daher zu Gehilfen steht pro Tag Brot im Werte von 30 Pf. und FrühstücksMit 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust und zwar weil diesmal 8 Proz. Dividende verteilt werden. Kaffee zu. Nach vierstündiger Verhandlung einigten sich die Parteien diesem Betrage will man die Schulden für Abladepläge teilweise verurteilt. im großen und ganzen auf die oben angeführten Jnnungsvorschläge, Ein Roheitsakt mit recht betrübenden Folgen beschäftigte gestern jedoch sind in der ersten Klasse dem Hinterpoftler 17 M. zu bezahlen. verstärken, wurde mit Stimmengleichheit abgelehnt. Die von einer Neumeister und drei Mitangeklagte gerichteten Anklage wegen Ein Antrag, die Kunstdepntation um zwei Bürgerdeputierte zu die neunte Straffammer in einer gegen den Möbelpolier Hans Von den Gehilfenforderungen wurde sodann noch bewilligt, daß die Seite ausgesprochene Hoffnung, daß doch später der Kunstdeputation gefährlicher Körperverletzung bezw. gemeinschaftlichen HausfriedensArbeit an Wochentagen regelmäßig um 10 Uhr beginnt und an eine höhere Summe als bisher zu Kunstzwecken zur Verfügung ge- bruches. Am Abend des 15. Oktober befanden sich die Angeklagten, Sonn- und Feiertagen früh 8 Uhr im Sommer, 9 Uhr im Winter endet. Auch das sehr wichtige und viel umstrittene Tarifamt, welches stellt werden würde, wurde als eine trügerische bezeichnet, Streitigkeiten aus dem Tarife zu schlichten hat, wurde von den Meistern zugestanden. Das Tarifamt besteht aus drei Meistern und drei Gehilfen, als nächste Instanz steht über dem Tarifamt das Gewerbegericht als Einigungsamt. Der Tarif wird mit Gültigkeit vom 1. April 1904 auf drei Jahre abgeschlossen. Sämtliche Forderungen sind nochmals den Versammlungen der Meister und Gehilfen zu unterbreiten, stimmen diese zu, so tritt der oben slizzierte Tarif in Kraft. Husland. Schneiderstreit in Budapest. decken. Gerichts- Zeitung. Im Kurpfuscherprozeß Schröter zu Tilsit ist der Angeklagte, wie wir bereits am Sonntag gemeldet haben, zu zwei Jahren Gefängnis, unter Anrechnung von einem Jahre vier Monaten auf die Unterfuchungshaft, verurteilt worden. In seinem letzten Verteidigungswort führte Schröter aus, daß er sich vollkommen unschuldig fühle, soweit die gegen ihn erhobenen Anklagen auf Betrug lauteten. Was die fahrlässigen Körperverlegungen anlange, so habe er stets das Budapest, 13. März. 4000 Schneidergehilfen und 1200 Klein- Beste seiner Patienten gewollt, und die Thatsache, daß er nach einer meister beschlossen den allgemeinen Ausstand. Berechnung des Sachverständigen Dr. Behrendt in 33,13 Proz. aller Fälle Heilerfolge erzielt habe, muß doch wenigstens etwas zu seinen Gunsten sprechen. Daß er daneben auch einige Fehler gemacht habe, wolle er nicht bestreiten. Aber die wissenschaftliche Medizin sei doch auch nicht frei von Irrtümern und Fehlern, und wollte man den Aerzten so nachspüren wie ihm, würde wohl bis zum obersten Geheimrat niemand rein dastehen. Daß thatsächlich ein Tendenzprozeß gegen ihn geführt werde, wisse er aus der Andeutungen der Ge von denen der eine um Mitternacht seinen Geburtstag feierte, im Böhmischer Brauhause in der Landsberger Allee. Sie waren in animierter Stimmung und lärmien in einer Weise, daß sich andre Gäste dadurch belästigt fühlten. Der Dekonom, Herr Dertler, sah fich infolgedessen veranlaßt, die Angeklagten aufzufordern, sich ruhig zu verhalten, oder sofort das Lokal zu verlassen. Sie fühlten sich durch diese zurechtweisung gekränkt und bestritten deren Berechtigung. Als der Eigentümer Heinr. Schulz zu den Angeklagten herantrat und ihnen Bescheid sagte, daß ihr Verhalten unqualifizierbar wäre, ergriff Neumeister in voller Wut ein Bierglas und schlug damit auf Herrn Schulz ein, so daß dieser sofort zu Boden stürzte. Neumeister hatte mit dem Seidel direkt in das Auge seines Gegners geschlagen und dieses lief aus. Der Schwerverletzte wurde sofort nach der Königlichen Klinik transportiert und hat dort acht Wochen gelegen, da infolge dieser Verletzung auch die Sehkraft des andren Auges ge fährdet war. Neumeister konnte erst durch einen Zufall als der Schläger festgestellt werden. Er wurde zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis, die drei Mitangeklagten nur wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruches zu je 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Die Anssperrung in der Diamantindustrie. Aus Antwerpen wird gemeldet, daß die Versammlung der Arbeitgeber am Freitag mit 67 gegen 63 Stimmen befchloffen hat, die Fabriken noch eine Woche geschlossen zu halten. Wie von andrer Seite hierüber berichtet wird, hatte eine kombinierte Vorstandssitung von Arbeitgebern der Diamant- Industrie, an der auch Fabrikbefizer teilnahmen, der kombinierten Mitglieder- Versamm mahlin eines hochstehenden Beamten, den er aber nicht nennen wolle. Letzte Nachrichten und Depefchen, lung vorgeschlagen, auf verschiedenen Fabriken vom Montag ab Er bitte um eine milde Beurteilung und schließt in großer Bewieder arbeiten zu lassen und zwar 10 Stunden täglich. Begründet wegung:" Ich bin ja noch jung und habe Fehler begangen, weil wurde der Vorschlag damit, daß verschiedene selbständige Meister ich jung war. Berücksichtigen Sie auch, was ich geduldet habe, und nicht mehr widerstandsfähig seien. Die Versammlung verwarf jedoch daß ich thatsächlich nicht so schlecht bin, wie man mich hier hingestellt den Vorschlag und faßte den oben erwähnten Beschluß. hat. Wenn man mir nicht zubilligen würde, daß ich das redliche Bemühen hatte, mich fortzubilden, würde dies ein Verkennen meines Charakters sein." Während der letzten Worte brach fast die ganze weibliche Zuhörerschaft in Thränen aus. Das Uebereinkommen, das die Antwerpener mit den Amsterdamer Arbeitgebern hinsichtlich der Aussperrung gefchloffen haben, läuft am Dienstag ab. Bemerkenswert ist, daß ein unbedingt für die Unternehmerinteressen wirkendes Blatt, wie das Amsterdamer„ Handelsblad", zu der Einsicht gelangt, daß die Haltung der Unternehmer in diesem Kampfe nicht die richtige ist. Das Blatt schreibt:„ Die Amsterdamer Juweliervereinigung, die die Aussperrung proklamierte und die Vorschläge des Diamantarbeiter- Verbandes abwies, weil sie die Sache zu sehr verschleppen würden, kann sich nicht die Illusion machen, daß durch den jezigen Kampf die Frage schneller entschieden wird als durch eine Schlichtungskommission. Und zur Erreichung ihres Ziels: die schnelle Regelung des Lehrlingswesens, wäre es also wünschenswert, daß fie die Verhandlungen, die sie abgebrochen hat, wieder anknüpfen würde, und, unter Festsetzung eines Termins für die Beschlußfaffung, die Entscheidung einer Schlichtungskommission über tragen würde. werde. Die Ehe Selbstmordversuch des Generallieutenauts v. Alten. Wiesbaden, 14. März.( B. B.) Generallieutenant a. D. v. Alten, bekannt als Gerichtsherr im Krosigk- Prozeß- Insterburg, zuletzt Kommandeur der 1. Division in Insterburg, schoß sich heute mittag eine Kugel in den Kopf und verletzte sich schwer. Aus dem öftereichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 14. März.( W. T. B.) Die ganze heutige siebenstündige Sihung wurde von der wörtlichen Verlesung des Einlaufs und namentlichen Abstimmungen ausgefüllt. Am Schlusse der Sigung beantragte Stala die Einsetzung eines Mißbilligungsausschusses gegen den Abgeordneten Wolf, welcher ihn in der Sitzung am Sonnabend einen alten Schurken" genannt habe. Der Präsident wird diesem Verlangen Rechnung tragen. Der Abgeordnete Malit versuchte eine nicht zugelassene Interpellation zu verlesen; der Präsident entzog ihm das Wort, was lebhafte Proteft rufe der Aldcutfchen hervorrief. Die nächste Sibung findet morgen statt. Solidarität. Budapest, 14. März.( V. H.) Die Eisen- und Metallarbeiter, 15 000 an der Zahl, haben gestern in mehreren Versammlungen beschlossen, sich mit den von den Meistern ausgesperrten Schloffergesellen solidarisch zu erklären und 3 Proz. ihres Wochenlohnes als Beitrag für die Streiffasse zur Verfügung zu stellen. In dem nach fünfstündiger Beratung verkündeten Urteil heißt es: Bei der Strafabmessung hat das Gericht erivogen, daß das Treiben des Angeklagten ein gemeingefährliches gewesen ist, daß er als beschäftigungsloser Staufmann dadurch zu einem gewissen Wohlleben gelangt ist, und daß er sich unwahrer Angaben, auch noch dem Gericht gegenüber, schuldig gemacht hat. Auch mit den hier vor geführten Erperimenten hat er nach Ansicht des Gerichts feinen guten Glauben nur fingieren wollen, sonst wäre es nicht erklärlich, wie er zu solchen naiven Vorführungen kommen konnte. Andrerseits hat das Gericht mildernd in Betracht gezogen die große Jugendlichkeit des Angeklagten und die dadurch bedingte gewisse Leichtfertigteit. Dies hat auch das Gericht davon abgehalten, auf Ehrverlust zu er kennen, damit ihm seine Zukunft nicht zu sehr dadurch erschwert Rechtsanwalt Bold beantragt nunmehr die Haftentlassung des Ein Vorschlag zu einem internationalen Uebereinkommen der Angeklagten mit Rücksicht auf dessen schwankenden GesundheitsSchneiderverbände von Schweden, Norwegen, Dänemark und zustand sowie auf die Thatsache, daß er nur noch acht Monate zu Deutschland wurde in der letzten Nummer des Drgans des verbüßen habe. Staatsanwalt Tolki tritt diesem Antrage jedoch Den Kongregationen Erteilung von Unterricht verboten. Schwedischen Schneidereiarbeiter- Verbandes veröffentlicht. Es handelt entgegen, da gegen Schröter noch in weiteren 31 Fällen ein. Versich hierbei hauptsächlich darum, daß, wenn mehr als 30 Proz. der fahren anhängig sei und da er jedenfalls das Rechtsmittel der Re- Paris, 14. März.( W. T. B.) Die Deputiertentammer fette Mitglieder eines Verbandes streiken oder ausgesperrt sind, die übrigen vision benutzen werde. die Beratung der Vorlage betreffend das Verbot der UnterrichtsBerbände zur Unterstügung verpflichtet sein sollen. Gleichfalls soll die Der Antrag auf Haftentlassung wurde vom Gerichtshof a berteilung durch die Kongregationen fort und nahm mit 318 gegen 231 Stimmen den Paragraph 1 der Vorlage an, welcher lautet: Reiseunterstützung international geregelt werden. Der Vorschlag stand gelehnt. bereits auf dem schwedischen Verbandstag von 1901 zur Beratung; damals war jedoch Deutschland nicht mit berücksichtigt. Im schwe- wärtig das fönigliche Ober- Landesgericht zu Dresden. Es handelt Art untersagt. Die Folgen einer prinzlichen Eheirrung beschäftigen gegen- Den Kongregationen ist in Frankreich Unterrichtserteilung jeglicher dischen Verband findet jetzt eine Urabstimmung über die Frage statt sich um die Anerkennung des vierjährigen Sohnes der Italienische Kolonialgrenel vor der Deputiertenkammer. und dann wird sich der im August abzuhaltende Verbandstag damit Brinzessin Alicia von Schönburg- Waldenburg, Rom, 14. März.( W. T. B.) Chiesi bringt eine Interbeschäftigen. geborenen Prinzessin von Bourbon, seitens der Agnaten des Prinz pellation ein an den Minister des Auswärtigen, Tittoni, über Die Heimarbeit und die Tariffrage im Schneidergewerbe zu lich Schönburg- Waldenburgschen Hauses, deſſen Haupt der alte die Grundsäge, welche für die Ernennung der BeStockholm. Die Schneidermeister- Vereinigung hat der Gehilfen- Prinz Schönburg auf dem Schloffe zu Gauerniz ist. amten in den Kolonien und für das Vertrauen organisation ihren revidierten Tarif zugesandt, der unter anderm des Sohnes des letzteren, des Prinzen Friedrich Ulrich, mit der maßgebend feien, das man ihrer Stellung entgegenbringe. auch die Bestimmung enthält, daß Gehilfen, die in der Werkstatt im Prinzessin von Bourbon, der Tochter des spanischen Thron Chieft wünscht zu wissen, welche Gründe die Regierung veranlaßt Stücklohn beschäftigt werden, dem Arbeitgeber für Be- prätendenten Don Carlos, wurde vor kurzem vom Landgericht hätten, zum Generalkonsul in Aden einen Marine- Offizier zu ernennen, nuzung der Werkstatt samt Licht und Heizung fünf Dresden geschieden und die Prinzessin als schuldiger Teil" auf bessen Thätigkeit in Merka und Mogadischu( Benadir) scharfe BeProzent ihres Wochenverdienstes zu zahlen haben. Grund einer begangenen Eheirrung" erklärt. Auf Grund dieses schwerden hervorgerufen habe. Man beschuldige denselben, daß er Die Meistervereinigung spricht die Hoffnung aus, daß dadurch die Urteilsspruches erhoben sogleich die Agnaten des Schönburg- Walden- einen Somali durch Stockschläge habe töten und 30 Gefangene, freiwillige Einführung von Werkstätten, das heißt also: die Be- burgschen Hauses Protest gegen die Legitimität des ohne ihnen den Prozeß zu machen, habe hinrichten lassen. schränkung der Heimarbeit, erleichtert werde. Die Antwort der Sohnes des prinzlichen Ehepaares, der, wie die ersteren Der Minister des Auswärtigen Zittoni erklärt Gehilfen wird bis zum 12. März verlangt. behaupten, aus der" Theirrung der Prinzessin unter gespannter Aufmerksamkeit des Hauses, die gegenwärtige Remit einem italienischen Sabalier" hervor gierung habe niemals zur Ernennung dieses Beamten als Gouverneur Schwedische Arbeitgeber wünschen ein permanentes Einigungsgegangen fein soll. Der Prozeß spielt fich hinter von Benadir geraten. Derselbe sei von seinem Vorgänger zum amt. Die schwedische Allgemeine Arbeitgeber- Vereinigung" befaßte verschlossenen Thüren ab. Am Sonnabend stand nun Ver= Konsul in Aden ernannt worden. Der Konsul in Sansibar sich auf ihrer dieser Tage abgehaltenen Jahresversammlung mit handlungstermin vor dem Ober- Landesgericht Dresden an, habe über die erwähnten Beschuldigungen eine Untersuchung eingeleitet. einem Vorschlage ihres Vorstandes, wonach in Malmö, wo der Vor- das jedoch die Oeffentlichkeit nicht zulich. Nur so viel ist be Der Bericht hierüber sei erst am 7. d. M. eingetroffen und habe die stand seinen Sitz hat, ein aus vier Vertretern der Arbeitgeber- Ver- fannt geworden, daß ein Urteil noch nicht gesprochen und von Chiesi erwähnten Thatsachen bestätigt.( Erregung.) Dieser einigung und ebenso vielen Vertretern der Malmöer Arbeiter- auch vor Monat Mai nicht zu erwarten ist, weil das Gericht Beamte werde daher dem Gericht überwiesen werden. Die Regierung Tommune zu bildendes Einigungsamt errichtet werden soll, das zur weitere Beweiserhebungen anzustellen beschlossen hat. müsse das Ergebnis des Prozesses abwarten, ehe fte DisciplinarBeratung über korporative Arbeitsverträge, sowie zur Schlichtung von Differenzen dienen und, zugleich als Schiedsgericht fungieren Ein mit großer Verwegenheit ausgeführter Raub beschäftigte maßnahmen verhängen könne.( Buſtimmung.) soll. Der Vorschlag fand allgemeine Zustimmung und die Jahres- gestern das Schwurgericht des Landgerichts I. Angeklagt war der versammlung beauftragte den Vorstand, ihn nach Ausarbeitung der 22jährige Maurergeselle Franz Sägermann, ein Mensch, der Einzelheiten der Arbeiterkommune zu übermitteln. mit seinem scharfgeschnittenen, bartlosen Gesicht den Eindruck eines balbreifen Burschen macht. Er ist bereits wegen schwerer KörperAm Morgen berlegung mit acht Monaten Gefängnis vorbestraft. des 1. Januar d. J. schritt er zur Ausführung eines Verbrechens, welches von ihm sorgfältig überlegt und vorbereitet worden war. Er wollte einen Juwelier in seinem Laden berauben. Seine Wahl fiel auf den Juwelier Keonnicke, weil dieser ein älterer Herr war, dessen Geschäft in einer wenig lebhaften Gegend, der WeißenburgerTokio, 14. März. Aus einem weiteren Bericht des Admirals straße 23, lag, wo die Flucht mehr Aussicht auf Erfolg bot. Sägermann betrat zur angegebenen Zeit den Laden und erklärte, einen Togo über das Gefecht bei Port Arthur bom 10. d. M. geht hervor: Die Etats der Wasser-, Gas-, Kanalisationswerke und Riesel Ring zum Preise von etwa 20 M. faufen zu wollen. Herr Koennide Laut Meldung der Torpedoboot- Flotille sind die vier Russen Steregutschi", welche durch die Japaner felder waren gestern Gegenstand der Beratungen des Etats- Aus- holte einen Stab hervor, auf dem eine Anzahl Ringe zum Gesamt- bom Torpedojäger schuffes. Bei den Wasserwerken wurde der Wegfall der aus der werte von 300 M. aufgereiht waren. Er legte dem Besucher mehrere gerettet wurden ein Torpedomechaniker und der Heizer. Von diesen föniglichen Kronkaffe geleisteten 1000 m2. Zuschuß zur Bewässerung Ringe zur Ansicht vor. Plötzlich griff dieser in die Tasche und warf waren zwei verwundet. Auf dem„ Steregutschi" war fein Lebender daß sich die Mannschaft ins dem Ladeninhaber eine Handboll gemahlenen Pfeffer zurückgeblieben. Man vermutet, des Lustgartens moniert. Der Magistrat foll ersucht werden, sich ins Gesicht. Der Geblendete schrie laut auf. hielt seine Ringe Meer gestürzt hat. Der Versuch, weitere Russen aus dem Wasser zu mit der Tiergartenverwaltung in Verbindung zu setzen, aber noch trumpfhaft fest. Die Gewalt des Räubers war aber retten, mußte infolge des heftigen Geschüßfeuers der Strand= um das Geld zu bekommen. Ne Weiter gelangte eine größer, er entwand dem Verkäufer die Ringe und stürzte mit seiner batterien und des Herannahens des Nowit anfgegeben werden. Die folution nach Annahme, die Bestimmungen, die für den Zusammentritt der Arbeiterausschüsse maßgebend find, Beute zur Thür hinaus. Die Hilferufe des Beraubten verhallten ärztliche Behandlung der verwundeten Russen verläuft günstig, und den für andre städtische Betriebe geltenden angepakt werden sollen. nicht ungehört, einige Passanten nahmen die Verfolgung des Räubers die Gefangenen haben sich über ihr Schicksal vollständig beruhigt. Die Arbeiterausschüsse der Wasserwerke können nur zusammentreten auf und machten ihn nach längerer Jagd dingfest. Dieser versuchte mit Genehmigung des Betriebsleiters, während die Ausschüsse der noch im letzten Augenblick, seine Verfolger durch Werfen mit Pfeffer- Angabe in dem Bericht des Statthalters Alexejew, daß während des pulver von sich abzuhalten, hatte damit aber keinen Erfolg. Die vierten Angriffes auf Port Arthur ein japanischer Torpedobootsübrigen Werte beraten können, wenn drei Mitglieder einen Antrag Ringe hatte er während der Flucht von sich geworfen, sie sind bis Berstörer vernichtet der Kreuzer" Takasago" schwer Zu diesem Etat war eine Vorlage eingegangen, 25 000 m. für Geschworenen versagten dem Angeklagten die Bubilligung von ſtellt. Die beschädigten japanischen Torpedoboots- Zerstörer sollen im Zu diesem Etat war eine Vorlage eingegangen, 25 000 m2. für auf vier Stück wieder in den Besitz des Beraubten gelangt. Die beschädigt worden sei, wird hier von amtlicher Seite in Abrede geein Hebetert einzusetzen zu dem zwed, die Kosten für Wasserspeisung mildernden Umständen, worauf der Gerichtshof ihn zu zwei Laufe dieser Woche repariert werden, ohne daß es notwendig wäre, des Herkulesbrunnens zu vermindern. Schon jetzt werden 55 000 20. Jahren Zuchthaus und vierjährigem Ehrverlust verurteilte. sie ins Trockendock zu bringen. mehr als beabsichtigt für Wasser verbraucht. Die Kosten würden Wegen eines Sittlichkeitsverbrechens an einem Schulmädchen Hamburg, 14. März.( W. T. B.) Heute nachmittag brach an Bord # 1 Die Arbeitgeber befinden sich hier offenbar in Unkenntnis über die Organisationsformen der Arbeiterschaft. Die Arbeiterfommune", die eine wesentlich politische Körperschaft ist, wird sie jedenfalls darauf aufmerksam machen, daß sie sich mit ihrem beachtenswerten Vorschlag an die Gewerkschaften wenden müssen. stellen. zur Kommunales. welcher sich durch diese Anlage auf 8000 m. vermindern. Die Vorlage Marineminister Mirabello bestätigt, daß die Gerechtigkeit ihren Lauf nehmen werde; man dürfe dem Urteile über die Verantwortlichkeit dieses Offiziers nicht vorgreifen, der noch nicht daß die verhört sei und der vielleicht nachweisen könnte, Anschuldigungen unbegründet seien. Redner erinnert dann daran, daß dieser Offizier dreimal Gegenstand von thätlichen Angriffen der Eingeborenen gewesen, und daß er auch für die Militär- Verdienstmedaille vorgeschlagen worden sei. Die Kämpfe bei Port Arthur. wurde aber abgelehnt mit der Motivierung, daß diese Ein- hatte sich gestern der Fabrikbesitzer May Lewinski vor der dritten des im Zollfanal liegenden Leichters Klara beim Laden von Zuder ein richtung Sache der Kunstdeputation, die für den Betrieb des Straffammer des Landgerichts I zu verantworten. Der Angeklagte Gerüst zusammen und stürzte in den Schiffsraum. Drei Arbeiter Brunnens zu sorgen habe, jei. Sie möge diesen Betrag aus den ihr zu ist Inhaber einer Filzschuh- und Pantoffelfabrik am Mariannen- wurden verschüttet, von welchen einer schwer und zwei leicht verleşt Stunstzwecken zur Verfügung stehenden Summe von 100 000 M. plaz und beschäftigt eine Anzahl Frauen als Heimarbeiterinnen. I ivurden. Verantw. Redakteur: Julius Kaliski, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Bortvärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 63. 21. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. 57. Sigung. Montag, 14. März 1904, 1 115r. Am Tische des Bundesrats: v. Einem, Graf Posadowsky, Kolonialdirektor Dr. Stübel. Bor Eintritt in die Tagesordnung erhält das Wort Kolonialdirektor Dr. Stübel: Dienstag, 15. März 1904. betrieb überzugehen. Daß den Handwerkern damit sehr gedient missionsbedingungen dieser Artilleriewerkstätten sind geradezu elend; wäre, wenn ihnen mehr Aufträge übergeben würden, ist flar, aber die Militärverwaltung bietet in ihren Submissionsbedingungen den Fa die Militärverwaltung hat in erster Linie auf das Interesse der britanten weniger als sie selbst ihren Arbeitern zahlt. Es müssen unbedingt Armee, auf das fiskalische Interesse Rücksicht zu Bestimmungen in die Submissionsverträge aufgenommen werden, nehmen. Wir müssen darauf sehen, daß wir möglichst gute Arbeit wonach die Unternehmer den Arbeitern anständige Arbeitsbedingungen zum billigsten Preise bekommen. und angemessene Löhne gewähren müssen. Fiskalische Rücksichten Der Herr Abg. Braun hat neulich behauptet, bei den Militär- dürfen dem nicht entgegenstehen. Der Reichstag muß gesetzgeberisch werkstätten seien in der Heimarbeit Frauen beschäftigt, welche einschreiten, um die Ausbeutung der Heimindustrie seitens der Ich habe dem hohen Hause im Namen der verbündeten Regie- wöchentlich 8 bis 9 Mark, und Männer, welche 14 bis 20 Mart Heeresverwaltungen ein- für allemal zu verhindern.( Bravo! bei rungen eine Mitteilung über den Aufstand in Südwestafrika zu machen. bekämen. Ich kann nur annehmen, daß es sich hier um Persönlich den Socialdemokraten.) Nach einer telegraphischen Meldung des Gouverneurs Leutwein, der feiten handelt, welche diese Arbeiten nicht als ausschließliche Be- Das Kapitel wird bewilligt. die militärischen Operationen in den Schußgebieten leitet, stehen im schäftigung im Hause betreiben, sondern noch neben ihren Beim Kapitel Garnisonverwaltungs- und Serbis. ganzen 5000 Hereros unter Waffen und zwar trotz der bereits ge- häuslichen Verrichtungen. Wir bezahlen die Heimarbeit wesen wünscht lieferten Gefechte immer noch in guten Stellungen auf nicht nach Stunden, sondern im Stücklohn, und nach den Abg. v. Gerstorff( f.), daß in der Provinz Bosen nicht nur beiden Seiten der Eisenbahn. Wir erachten bei dieser Löhnen, die wir gezahlt haben, müssen wir annehmen, daß, wenn Städte mit überwiegend polnischer Bevölkerung mit Garnisonen beSachlage zur vollständigen Niederwerfung der Auf- jemand den Tag über zu Hause arbeitet, er wöchentlich mehr als dacht würden. Im Interesse der Germanisationspolitik liege es, ständischen die Aussendung einer weiteren Verstärkung der Schutz- 8 bis 9 Mark einnimmt. Wir würden Herrn Braun dankbar mehr die deutschen Städte zu berücksichtigen. Redner kommt des truppe, bestehend aus 800 Reitern und zwei reitenden Batterien, sein, wenn er positive Unterlagen zu feinen Behaup- weiteren auf das vom Abg. Mielzynski fürzlich erwähnte Renkonter für unerläßlich. Als der Herr Reichskanzler am 18. Januar tungen beibrächte. Wenn verlangt wird, daß die Militär- zwischen einem polnischen Geistlichen und einem Offizier zu sprechen. dieses Jahres diesem hohen Hause eine Erklärung über verwaltung dafür sorgen möge, daß die Unternehmer ihre Arbeiter Der betreffende Geistliche sei als fanatischer polnischer Agitator die Ereignisse in Südwestafrika abgab, bezeichnete er die damals ausreichend bezahlen, so haben wir bereits früher unfren Stand- bekannt. eingeleiteten Maßnahmen als das Mindestmaß dessen, was, soweit punkt folgendermaßen festgelegt: Unfre Einwirkung auf die Abg. Mielzynski( Bole) tritt dieser Behauptung entgegen. Er sich die Verhältnisse damals übersehen ließen, zum Schutze der Unternehmer beschränkt sich darauf, daß wir ihnen aus tenne den Geistlichen persönlich. weißen Bevölkerung in der Kolonie und zur Aufrechterhaltung des reichende Preise bewilligen. Einen weitergehenden Ein- Abg. v. Gerstorff( f.): Mir ist von diesem Geistlichen erzählt Ansehens der deutschen Flagge erforderlich wäre. Die influß darauf, wie der Unternehmer das von uns eingenommene worden, daß er als Sohn eines deutschen Feldwebels geboren, zwischen eingetroffenen Nachrichten lassen indessen erkennen, Geld verwendet, üben wir nicht aus. Herr Zubeil hat nun heute deutsch erzogen und dann nach Besuch des katholischen Priesterdaß der Gegner so gut bewaffnet, so zahlreich und so gut auch die Löhne in den Bekleidungsämtern kritisiert. Das Bekleidungs- seminars polnisch geworden ist. Jezt verlangt der Herr, wenn er organisiert ist, daß wir nicht umhin fönnen, eine Ver- amt in Straßburg, von dem er sprach, ist noch neu, die in die Eisenbahn steigt, ein Coupé für polnisch Sprechende, und hat stärkung unsrer Schußtruppe nach Südwestafrika hinauszusenden. Leute müffen sich erst einarbeiten. Wenn sie die Handhabung der ein Brot, das ein Kind ihm von einem deutschen Bäcker brachte, in Die berbündeten Regierungen sind der Ansicht, daß zur Wahrung Maschinen usw. beherrschen, dann tritt erfahrungsgemäß eine erhebliche den Schmuß geworfen.( hört! hört! rechts.) der Würde des Reiches und zur Vermeidung langwieriger Kämpfe Steigerung ihrer Arbeitsleistung und damit ihres Verdienstes ein. Abg. Mielzynski: All dies find lediglich Gerüchte, Herr und unnötigen Blutvergießens, nicht minder aber im Hinblick auf Beim Bekleidungsamt des Gardecorps in Berlin v. Gerstorff hat nicht die Spur eines Beweises dafür erbracht. Ich die möglichen Rückwirkungen, die Ruheſtörungen in einer Kolonie betrug im November vorigen Jahres nach zweimonatlichem Bestehen protestiere dagegen, daß ein Geistlicher auf diese Weise vor dem auf den Frieden in unsren überseeischen Gebieten ausüben können, desselben der durchschnittliche Verdienst der Schuh ganzen Reichstag bloßgestellt wird.( Bravo! bei den Polen.) nicht versäumt werden darf, was zur raschen und vollständigen macher 4,15 M., der Schneider 4,39 M. pro Tag. Mitte Abg. v. Gerstorff( f.): Ich habe diese Gerüchte von nur durchaus Niederwerfung des Aufstandes erforderlich ist. Seineswegs können Januar dieses Jahres war der Verdienst gestiegen auf 4,86 M. glaubwürdig und einwandsfrei erscheinenden Personen. wir die Verantwortung für die Folgen übernehmen, die sich aus der bei den Schuhmachern und 4,47 M. bei den Schneidern. Zum Titel: Mieten für Kasernen liegt folgende ReVerzögerung in der Aussendung der von den militärischen Leitern im Im Bekleidungsamt zu Straßburg verdienten im November Schuh- solution der Budgetkommission vor: Schutzgebiete für unerläßlich erklärten Streitkräfte etwa ergeben könnten. macher 3,74 M., Schneider 4,00 M.; im Januar Schuhmacher a) Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dahin wirken zu wollen, Auch dies hohe Haus wird die Verantwortung hierfür wohl nicht über- 4,28 M., Schneider 4,25 M. Also die Löhne find nicht so niedrig, daß in Zukunft Kafernen Neubauten und sonstige im Interesse der nehmen wollen. Die verbündeten Regierungen glauben daher auch das Ein- wie Herr Zubeil nach seinen Juformationen glaubte. Herr Zubeil Heeresverwaltung notwendige größere Neubauten möglichst nicht verständnis dieses hohen Hauses voraussetzen zu dürfen, wenn ohne hat sich dann darüber beschwert, daß wir auf die Leute durch städtische Verwaltungen, sondern durch das Reich errichtet Verzug die erforderlichen Maßnahmen für die Aussendung der er auch außerhalb ihres Dienstes Einfluß übten. fann werden und die erforderlichen Mittel bei den einmaligen Ausgaben wähnten Truppenteile in die Wege geleitet werden. Die Koften fich da nur auf die Bestimmung beziehen, daß sich die Leute von der des ordentlichen Etats angefordert werden. dieser neuen Maßnahmen lassen sich jetzt noch nicht übersehen. So- Teilnahme an allen auf den Umsturz der Staats- und Gesellschafts- b) Für den Fall der Annahme dieser Resolution den Herrn bald dies der Fall sein wird, wird dem hohen Hause eine Vorlage ordnung gerichteten Bestrebungen fernzuhalten haben. Daran werden Reichskanzler zu ersuchen: zugehen, in welcher seine nachträgliche Genehmigung dazu erbeten wir allerdings unter allen Umständen festhalten.( Sehr richtig! werden wird. Ich darf noch besonders hinzufügen, daß in den auf rechts.) Im übrigen werde ich in einigen Wochen das neu einden Aufstand in Südwestafrika bezüglichen zwei Nachtragsetats und gerichtete Bekleidungsamt in Straßburg besichtigen und dabei die in dem Ergänzungsetat für das Rechnungsjahr 1903/04, die dem Berechtigung der übrigen Beschwerden des Herrn Zubeil hohen Hause demnächst zugehen werden, die Ausgaben für die jetzt prüfen. Daß die Leute verpflichtet sind, den Plaz, den sie in der notwendig werdenden Maßnahmen noch nicht berücksichtigt werden Werkstatt einnehmen, selbst zu reinigen, ist richtig, das ist doch keine entehrende Anforderung. Im übrigen liegen eine Menge Neumeldungen von Arbeitern zu den Bekleidungsämtern vor, woraus wohl der Schluß zu ziehen ist, daß dort gesunde Verhältnisse vorliegen. fonnten. " Er 9 N 1. vor endgültigem Abschluß diefer Mietsverträge die betreffenden Pläne, Kostenanschläge und Vereinbarungen dem Reichstage zur Prüfung und Beschlußfaffung vorzulegen; 2. bei allen fünftigen Bereinbarungen, welche Dienstwohnungen und Kasernen nebst Zubehör und deren mietweise Ueberweisung an die Heeresverwaltung betreffen, dafür zu sorgen, daß die Heeresverwaltung sich ein Vorlaufsrecht zum Buchwerte, unter Anrechnung der vertragsmäßig amortifierten Beträge, sichert; Die zweite Beratung des Militär- Etats wird fortgefeßt bei Kap. 24 Geldverpflegung der Truppen", Tit. 7 Mannschaften". 3. dem Reichstage in der kommenden Seffion eine Uebersicht Zunächst wird die Abstimmung über den Antrag Graf Oriola vorzulegen, in welchem Umfange für die in den Jahren 1898 bis 1901 ( natl.) auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage, die 765 neue Abg. Erzberger( C.): Die Militärverwaltung sollte doch nach hergestellten Dienstwohnungen und Kasernen nebst Zubehör die Unteroffizierstellen forderte, wiederholt.( Bei der Abstimmung östreichischem Muster einen Teil ihrer Arbeiten durch Handwerker ursprüngliche Höhe des Kostenvoranschlages überschritten worden ist. über diesen Antrag am Sonnabend hatte sich die Beschlußunfähigkeit herstellen lassen. Nach den östreichischen Lieferungsverträgen werden Bei diesem Titel hatte die Militärverwaltung die Mietung einer des Hauses herausgestellt.) dabei mur solche Handwerker berücksichtigt, die nicht durch Heim- von der Stadt Saarbrücken zu erbauenden Kaserne beantragt. Für den Antrag stimmen die Konservativen und arbeiter oder Zwischenmeister, sondern in eignem Betriebe arbeiten Die Budgetkommission hat diese Forderung gestrichen, weil sie der Nationalliberalen. Auch nach Vornahme der Gegenprobe lassen. Die Militärverwaltung muß auch Bestimmungen in die Ansicht war, daß diese Kaserne in Saarlouis zu errichten sei. bleibt das Bureau über das Resultat der Abstimmung zweifel- Verträge aufnehmen, wonach den Arbeitern auskömmlicher Lohn Generalmajor v. Gallwit giebt die Erklärung ab, daß die haft( die Linke des Hauses ist sehr schlecht befett), es erfolgt daher und gute hygienische Verhältnisse der Arbeitsräume garantiert Militärverwaltung daran festhalte, die Kaserne in Saarbrücken zu die Auszählung( Hammelsprung). errichten. Präsident Graf Ballestrem: Das Resultat der Abstimmung ist folgendes. Es haben gestimmt mit Ja" 104, mit„ Mein" ebenfalls 104 Abgeordnete.( Große Heiterkeit.) Der Antrag Oriola ist daher mit Stimmengleichheit abgelehnt. angenommen. Eine Reihe weiterer Titel werden debattelos genehmigt. Beim Kapitel Naturalberpflegung wünscht Abg. Gamp( Rp.) Auskunft darüber, warum die Militärverwaltung neben den Konserven aus Rindfleisch nicht auch solche aus Schweine fleisch verwende. werden. Abg. Dr. Becker( C.) beschwert sich über verspätete Auszahlung der Entschädigungen. Generalmajor Gallwik: Die Anträge auf Entschädigung für Flurschäden werden stets mit der größten Gewissenhaftigkeit und dem größten Entgegenkommen behandelt. Abg. v. Derken( wildt.): Ich bin als Mitglied der Abschätzungstommission stets für die Intereffen der Landleute eingetreten. Allerdings, wenn die Soldaten einmal ein paar Aepfel, Birnen oder Pflaumen vom Baum pflücken, so darf man das nicht tragisch nehmen. ( Heiterkeit.) Abg. Graf Oriola( natl.): Für diese Aepfel, Birnen oder Pflaumen müssen die Bauern aber doch entschädigt werden. Abg v. Kardorff( Np.): Völlig wird man die Klagen nie bes feitigen können. Aber wo es geht, erfolgt gerechte Abhilfe. Das Kapitel wird bewilligt. Abg. Gamp( Rp.) tritt für die Interessen des Handwerks ein. Bei der Abstimmung wird der Kommissionsbeschluß gegen die Generalmajor v. Gallwik: Die Militärverwaltung berücksichtigt Stimmen der Rechten und der Nationalliberalen aufrecht erhalten. weder einseitig die Interessen des Fiskus noch die des Handwerks. Die Resolution der Kommission wird angenommen. Sie bedenkt, so weit möglich, auch das kleine Handwerk. Es ist aber Es folgt der Titel„ Manöverkosten". Hierauf wird über den Antrag Spahn( C.), auf Betvilligung auch zu bemerken, daß die Leistungsfähigkeit des letteren gewisse Abg. Dr. Wallau( natl.): Herr Ledebour hat neulich behauptet, von nur 650 neuen Unteroffizierstellen bei der Infanterie abgestimmt. Grenzen hat. der Parlamentarismus leide darunter Für denselben erhebt sich außer dem Centrum auch die Mehrheit der Abg. Zubeil( Soc.): Präs. Graf Ballestrem: Ich bitte Sie, bei dem Titel zu bleiben, Konservativen und der Nationalliberalen sowie die Freifinnige Ver In der Heimindustrie Ausstellung im Gewerkschafts- der uns beschäftigt, das sind die Manöverkosten. Der Parlameneinigung. Der Antrag Spahn ist daher angenommen. Im hause kann man sehen, was für erbärmliche Löhne in der Heim- tarismus hat damit nichts zu thun.( Heiterkeit.) übrigen wird der Titel nach den Kommissionsbeschlüssen bewilligt industrie auch für militärische Lieferungen gezahlt werden. Redner Abg. Wallau( fortfahrend) flagt über die geringe Ent= und die Resolution der Kommission auf Vermeidung geht auf die Verhältnisse im Civilbekleidungsamt in Straßburg fchädigung für Flurschäden. von Truppenübungen während der Erntezeit einstimmig näher ein. Im Civil- Arbeitsamt in Straßburg wurde in den ersten vier Wochen nur gegen 2ohn gearbeitet, nicht ein einziger Arbeiter wurde im Accord beschäftigt. Die Arbeiter erzielten pro Tag 4 M. Lohn. Nach vier Wochen wurde die Accordarbeit eingeführt und die Löhne derart festgefeßt, das tüchtige Arbeiter in den letzten 16 Wochen in 14 Tagen 38, 36, 37, 40, 34, 42, 41 und 38 Mart bei nicht zu furzer Arbeitszeit verdient Generalmajor von Gallwik: Konserven lassen wir allerdings haben. Werden die Accordlöhne nach den Leistungen des jetzt lediglich aus Rindfleisch herstellen. Aber wir verbrauchen doch tüchtigsten Arbeiters berechnet, so müssen sie notwendig fehr auch Schweinespeck und Schinken. Die Einführung von Schweine- niedrig ausfallen. Die Militärverwaltung glaubt nach dem Wortfleisch- Konserven halten wir deshalb für faum ratfam. laute der Arbeitsverträge mit der Arbeitskraft den Menschen auch Beim Kapitel Bekleidung und Ausrüstung der Truppen" wünscht außerhalb des Betriebes kaufen zu fönnen. Damit werden Abg. Dr. Dröscher( f.) jede mögliche Förderung des Handwerks die Arbeiter bloß zu Heuchlern erzogen. Aber weder eine tönigbei Bergebung der Lieferungen. Wenn man die Socialdemo- liche Verwaltung noch irgend ein Privatunternehmer hat das Recht, tratie bekämpfen will, muß man den Mittelstand über das Thun und Lassen der Arbeiter außerhalb des Betriebes zu schützen. Dadurch, daß man fortgesezt auf die Schwierigkeiten bestimmen. Wenn Ihnen aber Heuchler lieber sind, so ist das Jhre der Bekämpfung der Warenhäuser und der Konjum Sache. Hauptmann v. 3angen hat vor zehn Wochen im bereine, sowie der Einführung des Befähigungsnachweises hin- Straßburger Bekleidungsamt den Befehl anschlagen lassen, weist, stärtt man das Handwerk nicht. Die Heeresverwaltung sollte daß jeder Arbeiter nach 14tägiger Strankheit sich als nach Möglichkeit ihre Eigenproduktion einschränken und das Hand- entlaffen zu betrachten hat. Auf andren Bekleidungswert mehr bei Lieferungen berücksichtigen.( Bravo! rechts.) ämtern wird ein schon länger als vier Wochen franker Arbeiter nicht Abg. Zubeil( Soc.): entlassen; hier handelt es sich also um die reine Willkür. Die vom Borrebner jo gepriesenen Innungsmeister be- Herr v. Zangen hat im Arbeiterausschuß erklärt, dieser Befehl sei schäftigen nur borübergehend Arbeiter im eignen ihm vom Kriegsministerium in Berlin zugegangen. Db das wahr ist, Die Methode, wie heutzutage der Gesundheitszustand der Betriebe und laffen die meisten Waren durch Heimarbeiter her- weiß ich nicht, Sie können es ja leicht feststellen. Nur in Militär- Mannschaften kontrolliert wird, ist eine reine Harce. Die Militärärzte stellen. Wie die Innungsmeister unter bieten, zeigt sich u. a. instituten kann es vorkommen, daß zum Reinigen der Werkstellen bei den Submissionen der Stadt Berlin. Wir können Handwerker verwendet werden, kein andrer Arbeitgeber follten ihre Stellung dazu benutzen, um Vorurteilen, die sich bei dem Militär heute in hohem Maße zeigen, entgegenzutreten. Es ist dem Borrebner auf seinem Wege nicht folgen. Wir wünschen die stellt das Berlangen, daß die Handwerker noch offenes Geheimnis, daß von vielen Borgesetzten die sexuelle ErEinführung von Civilbekleidungsämtern und die Beschaffung von Scheuerarbeit und aus bur schendienste leisten sollen. tranfung eines Mannes als eine Art disciplinäres Berhygienisch genügenden Arbeitsräumen für die Arbeiterschaft auf Kosten Der Befehl wurde übrigens nicht befolgt. Natürlich waren gehen aufgefaßt und bestraft wird. Ich erinnere mich aus des Reiches. Leider geht die Militärverwaltung jest der Maßregelungen die Folge.( Hört! hört! b. d. Socialdemokraten.) meiner Militärzeit des Wortes eines Hauptmanns, der bei dem Manöver privaten Industrie und dem Handwerk mit dem schlechtesten Abg. Dr. Braun( Soc.): in einem Orte fagte: Macht mir, was Ihr wollt in dem Beispiel voran. Bei einem Bekleidungsamt in Straßburg Es ist dem Generalmajor v. Gallwig nicht gelungen, die neulich Drte, aber wer mir feguelt frank wird, den sperre ich, erhielt ein Arbeiter bei angestrengtester Arbeit 22,02 M. von mir gemachten thatsächlichen Angaben zu widerlegen. Ich habe so bald wir nach Berlin tommen, rüdsichtslos im Durchschnitt bei vierzehntägiger Lohnung. Damit kann ein der Heeresverwaltung den Vorwurf gemacht, daß fie die Heim ein. So ist es erklärlich, daß Soldaten, die sexuell krank Familienvater nicht existieren. Möge der Kriegsminister die arbeit direkt und indirett begünstigt und für sich werden, sich möglichst der Kontrolle der Aerzte Verhältnisse bei diesem Bekleidungsamt untersuchen. Es wurde ausnut. Ich habe ausgeführt, daß bei dem Bekleidungsamt in zu entziehen suchen, und darin liegt eine große Gefahr dort ein Befehl ausgegeben, der vom Striegsministerium aus Berlin Breslau Löhne von acht bis neun Mark an die Arbeiterinnen gezahlt der Verschleppung, besonders in dicht belegten Rafernen. gelommen sein soll, wonach jeder Arbeiter und je de werden, und atvar sowohl in der Betriebswerkstätte wie Daher wäre es sehr gut, wenn die Heeresverwaltung dafür Beim Kapitel, Garnison- Bauwesen" tritt Abg. Pauli Potsdam( fons.) für die Interessen der Garnisons Baubeamten ein und bemängelt, daß die Unternehmer, die im Submissionswege Bauten für die Garnisonverwaltung übernehmen, oft nicht einmal ihre eignen Kosten decken könnten. Das Kapitel wird bewilligt. Beim Kapitel Militär- Medizinalwesen" ergreift das Wort Abg. Dr. Südekum( Soc.): Arbeiterin, die länger als zehn Tage trant sind, sich sofort als bei der Heimarbeit. Der Generalmajor meinte, folche sorgte, daß in Zukunft all den Rekruten, die in das Heer entlassen zu betrachten haben und nur wieder eingestellt werden, Löhne fämen 11 ur bei Rebenbeschäftigung vor. eintreten, das vortreffliche Merkblatt der Deutschen wenn nach der Geſundung eine Stelle frei ist. Ich habe Im Gegenteil, die Frauen müssen sehr angestrengt in der Gesellschaft zur Betämpfung der Geschlechts30 Jahre als Tischlergefelle gearbeitet, habe aber Heimarbeit thätig sein, um überhaupt nur Säße von 8 bis frankheiten" ausgebändigt wird. Dieses Merkblatt ist feinen Arbeitgeber gefunden, der seine Leute, wenn sie frank wurden, Mark zu erzielen. Herr Gallwig hat auch nicht widerlegt, daß nach dem Muster der vom Reichs- Gesundheitsamt herausgegebenen als verbrauchte Menschen einfach auf die Straße gesezt hätte. bie militärischen Bekleidungswerkstätten dadurch, daß fie Arbeiterinnen Tuberkulose, Typhus-, Alfohol- Merkblätter bearbeitet. Mindestens Dazu kommt, daß dem Arbeiter aus der Unterstügungskasse, für die Arbeit mit nach Hause geben, die gefeglichen Vorschriften in jeder Mannschaftsstube müßte ein solches Merkblättchen vorhanden er jahrelang Beiträge geleistet hat, nach bierzehn Tagen nichts mehr über die Arbeitszeit umgehen. Der Generalmajor Gallwiß sein. Weiter müßte das außerordentlich große Menschenmaterial, gezahlt wird. hat die von mir angeführten Thatsachen in Bezug auf die Berichte das durch die Hände der Militärärzte geht, besser als bisher zu Ich bitte den Herrn Kriegsminister, fein aufmerkjames Auge der Fabrikinspektoren aus Konstanz einfach bestätigt. Er fagte, die anthropologischen Untersuchungen ausgenutzt werden. auf dies neu eingerichtete Betleidungsamt in Straß Erzielung höherer Löhne sei nicht Aufgabe der Militärverwaltung, Die Frage, ob sich Degenerationsmerkmale in der burg zu richten. Möge er dies Institut so ausbauen, daß endlich sondern der Fabritinspektion und der Polizei. Nein, Fabril aus industriellen Gegenden stammenden Be das königliche Wort: die Staatswertstätten sollen Musterwerkstätten inspektion und Polizei haben über die Ausführung der völkerung bemerkbar machen, ist noch heute trotz aller sein, eingelöst wird.( Bravo! bei den Socialdemokraten.) Gefeße zu wachen, sie haben aber keine Möglichkeit, Einfluß auf die Arbeiten von Brentano und andren kontrobers. Die MilitärLöhne zu üben, die die Militärverwaltung zahlt. Auf die sehr charakte- Medizinalstatistik läßt uns hier vollständig im Stich, obgleich Virchow ristischen Verhältnisse in den Artilleriewerfstätten zu Spandau ist der bereits 1863 auf die Bedeutung dieser Frage hinwies. Hier muß Generalmajor Gallwig mit keinem Worte eingegangen. Die Sub- leine wissenschaftliche Statistit einsetzen. Wir können Preußischer Generalmajor v. Gallwis: Herrn Dröscher möchte ich erwidern, daß die Militärbertvaltung bemüht ist, mehr und mehr in den Bekleidungsämtern zum Civil Abg. Cassel( frf. Vp.): dem Resultat einer solchen Untersuchung um so vorurteilsfreier entgegen- 1 Es folgt das Kapitel ,, Polizeiverwaltung von Berlin und Um- betreffenden Punkte. Die vom Parteivorstand im Jahre 1901 zur sehen, als wir die Schäden des Industrialismus gar nicht bestreiten gegend". Untersuchung der Frage, ob und in welcher Weise das Programm in und aus der etwaigen Feststellung der Thatsache, daß die industrielle dieser Hinsicht abgeändert werden sollte, eingesetzte Kommission hat Thätigkeit auf die Volksmassen schädlich wirkt, nur einen neuen Anreiz nehmen würden, um Mit Recht hat der Minister auf die unbefriedigenden Verkehrs- dieser Tage ihren Bericht und ihre Vorschläge veröffentlicht. Die neue Arbeiterschutzgesetze zu fordern. verhältnisse Berlins hingewiesen. Aber Voraussetzung der Besserung Kommission bestand aus den Genossen Gorter, Tat, Melchers, ( Bravo! bei den Socialdemokraten.) ist doch, daß die Afte der Selbstverwaltung nicht in der Weise ge- Troelstra, Vliegen und dem Genossen Kalsbeek, der jedoch wegen Generalmajor Sixt v. Arnim: Ich muß den Vorwurf zurück- hindert werden wie bisher. Zur Ergänzung der Ausführungen der Krankheit nur wenig Anteil an den Arbeiten nehmen konnte. Es hat weifen, daß die Militärverwaltung die Geschlechtskrankheiten Kollegen Rosenow und Kreitling nur drei Punkte: Troßdem ein sich bei den Beratungen gezeigt, daß innerhalb der Kommission eine nicht genügend beachte oder nicht genügend bekämpfe. Es Schreiben des Polizeipräsidenten die Genehmigung zur Verbindung so gut wie absolute Einstimmigkeit über die Entwicklungstendenzen fann statistisch nachgewiesen werden, daß in der Armee die der beiden städtischen Berliner Straßenbahnlinien in Aussicht stellte, der landwirtschaftlichen Betriebe vorhanden war." Alle gaben zu, Geschlechtskrankheiten von Jahr zu Jahr zurückgegangen sind. Eine ist diese schließlich verweigert worden und das Kapital von neun daß das principielle Programm der S. D. A. P., das ein gleiches Nachweisung des Statistischen Amtes aus jüngster Zeit lehrt, daß die Millionen Mark ist nun fast muzlos ausgegeben. Urteil fällt über alle Betriebe, in dieser Hinsicht unrichtig ist", sagt Gesundheitsverhältnisse der Armee in dieser Beziehung günstiger sind Dadurch, daß der Straßenbahngesellschaft plötzlich erlaubt wurde, der Bericht. Auf Grund einer Anzahl statistischer Tabellen wird als die der Gesamtbevölkerung. Bestraft werden Soldaten nur, den Accumulatorenbetrieb durch die oberirdische Leitung zu ersetzen, sodann nachgewiesen, daß eine Konzentration der Arbeitsmittel in die wenn sie Geschlechtskrankheiten verheimlichen oder Kameraden ist die Stadtkasse um 550 000 m. geschädigt worden. Hände einer verhältnismäßig immer kleiner werdenden Anzahl von infizieren oder bei den Erhebungen die Uniwahrheit sagen. Das Die schlimmste Rücksichtslosigkeit war aber die Verlängerung Personen, wie sie in der Industrie stattfindet, in der Landwirtschaft Mertblatt, das Dr. Südekum erwähnte, ist allen Generalkommandos der Konzession der Großen Berliner Straßenbahn. Redner führt aus, nicht zu konstatieren ist. In Niederland nahm während der Jahre zur weiteren Verbreitung überreicht worden. wie sehr die Stadtverwaltung durch die Verlängerung der Kon- 1898-1899 die Zahl der Selbständigen innerhalb der Landwirtschaft zession der Straßenbahn- Gesellschaft geschädigt worden ist. Der von 161 399 auf 182 127 zu, also um 12,8 Proz.; die der Unſelbzwischen der Stadt und der Gesellschaft geschlossene Vertrag sei da- ständigen stieg von 363 225 auf 388 151, also nur um 7 Proz. Es durch zu einer stumpfen Waffe geworden. Bei der Konzessions- tann also hier von einer Konzentration der Betriebe in einzelne verlängerung sei feineswegs eine mittlere Linie zwischen den Ver- Hände keine Rede sein. Wir wollen," fährt der Bericht fort, hier trägen mit den Vororten gezogen worden. Die längste Vertrags- aber gleich bemerken, daß nichtsdestoweniger die Landbaubetriebe, dauer bestand für die Linie Dalldorf. Selbst da ist nicht eine wenn auch in geringerem Maße als die meisten Industrien, der kapitamittlere Linie gezogen worden, denn die Vertragsdauer betrug listischen Aneignung unterworfen find; allein es geht anders vor sich 40 Jahre, die mittlere Linie 20 Jahre, während bekanntlich die Kon- und es geht vielleicht nicht so rasch. Zunächst wird das bewiesen durch zession um 30 Jahre verlängert worden ist. Ich richte an die die schnelle Zunahme des Pachtsystems. Von 1892-1901 ber Staatsregierung die Bitte, nicht einseitig über den Kopf der Stadt- mehrte sich hier zu Lande die Zahl der landwirtschaftlichen Unterverwaltung hinweg Verträge, die mit der Stadt geschlossen sind, zu nehmer mit eignem Grund und Boden von 96 409 auf 96 704, verlängern. also um 0,30 Proz., die Anzahl der Pächter von 70 832 auf Minister Freiherr v. Hammerstein: 75 697, also um 7 Proz. Der Prozentsatz der vom Kapital abhängigen Menschen nimmt also hiernach auch in der Landwirtschaft zu. als noch wichtiger wird von der Kommission der Umstand hervorgehoben, daß einige Zweige der Landwirtschaft sich immer mehr industrialisieren, was namentlich hinsichtlich der Butter- und Käsebereitung der Fall ist. Nach der letzten Berufszählung vermehrte sich die Zahl der an der fabrikmäßigen Herstellung von Milchprodukten beteiligten Unternehmer während der Jahre 1889-1899 um rund 150 Broz., die der Arbeiter um 300 Proz Beim Kapitel Pferdebeschaffung" vertagt das Haus bie Weiterberatung auf Dienstag 1 Uhr. Präsident Graf Ballestrem teilt mit, daß er die Absicht habe, morgen bei Schluß der Sigung vorzuschlagen, für übermorgen die noch ausstehenden Wahlprüfungen auf die Tagesordnung zu sezen. Ich glaube, daß wir diese Wahlprüfungen doch noch vor der Osterpause erledigen müssen und bitte die Herren nur, für die nötige Präsenz zu sorgen. Eingegangen find ein weiterer Nachtrags- und Ergänzungsetat für Südwestafrika; diese Etats enthalten aber noch nicht die heute angekündigten Forderungen. Schluß 6 Uhr. Abgeordnetenbaus. 41. Sigung, Montag, 14. März 1904, vorm. 11 Uhr. Am Ministertische: Frhr. v. Hammerstein. Die Specialberatung des Etats des Ministeriums des Innern beginnt bei den dauernden Ausgaben. Abg. Nielsen( Däne) führt Beschwerde über die Nichtbestätigung dänischer Amtsvorsteher in Nord- Schleswig. Wenn bei Stimmengleichheit Losziehung stattfinden mußte, sei mit Hilfe eines gekennzeichneten Loses immer der deutsche Kandidat gewählt worden. Schließlich bringt der Redner den Fall des Pastors Jakobsen in Scherrebek zur Sprache. Die Ausführungen des Vorredners betreffen mein Ressort nicht. Ich bin aber den Ausführungen mit Interesse gefolgt und werde den Minister der öffentlichen Arbeiten darauf aufmerksam machen. Abg. Hammer( kons.) beklagt die ungenügende Besetzung der Charlottenburger Polizeireviere. Dem Unwesen des Pöbels und der Zuhälter in Charlottenburg sei die jetzt vorhandene Schußmannschaft nicht gewachsen. Der Charlottenburger und Berliner Polizeipräsident haben erklärt, zur Abhilfe außer stande zu sein. Es bleibe also nichts übrig, als an den Minister heranzutreten. Abg. Kopsch( freis. Vp.): Herr Hammer hat uns ein erschreckendes Bild von Charlotten" Troßdem nun in der eigentlichen Landwirtschaft in Niederland der Großbetrieb keine nennenswerten Fortschritte gemacht hat, ist doch auch hier, wie in einer Reihe statistischer Tabellen nachgewiesen wird, eine starke Zunahme hinsichtlich der Anwendung von Maschinen, sowie hinsichtlich des Produktionsergebnisses zu konstatieren, was 3 einem großen Teil auch auf den Ausbau des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens zurückzuführen ist. Auf Grund ihrer Untersuchungen macht nun die Kommission burg gemalt. Da find wir Berliner doch bessere Menschen, als es Minister v. Hammerstein: die Charlottenburger zu sein scheinen.( Heiterkeit.)( Abg. Hammer: Die Klagen, die soeben hier vorgetragen wurden, sind ja nur Es find alles Berliner, die nach Charlottenburg gezogen sind!)( Große dem Parteitage den Vorschlag, den principiellen Teil des Parteider Schwanengesang der immer mehr zurückgehenden dänischen Heiterkeit.) Redner wendet sich gegen Auswüchse des Berliner programms durch Einfügung des in folgendem Paffus durch SperrAgitation. Der Vorredner hat mich getadelt, daß ich die Selbst- Straßenhändlern; ordentliche stehende Geschäfte, die den übrigen Straßenhandels. Es würden jetzt große Wagen aufgefahren von brud hervorgehobenen Zwischenfazes abzuändern: verwaltung in Schleswig nicht schüße, hat aber zugleich gegen die Straßenhändlern; ordentliche stehende Geschäfte, die den übrigen Neben diesen Zeichen vom Untergang der bestehenden ProSelbstverwaltungsorgane die schwersten Vorwürfe erhoben. Durch Gewerbetreibenden erhebliche Konkurrenz machen. Auch den Markt- duktionsweise führen die Notwendigkeit, die maschinelle Technik in feine Agitation gegen die Kreis- Sparkasse in Hadersleben will er hallen werde dadurch erheblicher Eintrag gethan. Die Schuljugend großem Maßstabe in Anwendung zu bringen, die schnelle Konzenhoffentlich nicht die Konkurrenz beseitigen, die seiner dortigen werde durch diesen Straßenhandel zur Naschhaftigkeit verführt. Er tration, wenigstens denke dabei an den Eisverkauf auf den Straßen. tration, wenigstens der industriellen ArbeitsBant erwachsen ist.( hört! hört! rechts.) Ich will annehmen, daß mittel, in Händen einer verhältnismäßig immer Kleiner werdenden er sich lediglich von ideellen Motiven leiten läßt. Aber überall Minister v. Hammerstein: Anzahl von Personen und die Vereinigung dieser zu alle Konkurrenz haben diese staatlichen Institute segensreich gewirkt, der Zusammen- Die Klagen des Vorredners find begründet und wir haben eine ertötenden Gesellschaften( Trusts usw.) notwendig zur gesellschaftbruch der Sparbank in Scherrebeck ist eben dem Umstande ver- Abhilfe vorbereitet. Es ist eine entsprechende Polizeiverordnung lichen Organisation der Produktion( socialistische Gesellschaft)." schuldet, daß sie eine Privatbank in unrechten Händen war. ausgearbeitet worden, die dem Magistrat und den Gemeindebehörden Außerdem schlägt die Kommission vor, das Wahl- und das Jedenfalls hoffe ich, daß es gelingen wird, auch diese Bank über vorgelegt wird. Ich wäre dem Vorredner dankbar, wenn er feinen Kampfprogramm in eins zu verschmelzen und die auf die LandwirtWasser zu halten. Bezüglich der Bestätigung von Amtsvorstehern Einfluß dahin geltend machte, daß die Polizeiverordnung auch von schaft bezüglichen Forderungen des so entstehenden Kampfwill ich heute nur das eine sagen: In kurzer Zeit wird das Ober- der Berliner Stadtverwaltung acceptiert wird. programms" wie folgt zu fassen: verwaltungsgericht entscheiden, ob es nicht ein Dienstvergehen ist, sich öffentlich zur antipreußisch- dänischen Partei zu bekennen. Die Mit teilungen über Wahlfälschung sollen, wenn ich recht verstanden bemängelt die ungenügende Beleuchtung und Reinigung einzelner habe, der Staatsanwaltschaft übermittelt werden. Gewährs Polizeibureaus. Die Reviervorstände erhielten 1200 M. Pauschale, mann für sie ist aber nutr ein unsicherer Kantonist es heiße, daß mancher Vorstand von dieser Summe etwas erübrige. ( Heiterfeit rechts), der jahrelang die deutsche Fahne vorangetragen Er bitte die Vorgesetzten anzuweisen, mit ihren Untergebenen in hat und jetzt dänischer Kandidat geworden ist. angemessenem Tone zu verkehren. Redner tritt für die Gehaltsaufbesserung bei den Schuhleuten ein. Die Dauer des Dienstes betrage 97 Stunden in 7 Tagen. Auch die Wachtmeister müßten höheres Gehalt erhalten. Schließlich bemängelt Redner, daß den Polizeirevieren Berlins bis jetzt noch keine Informationen zugegangen seien über die Ausführung des Kinderschutz- Gesetzes, das doch bereits am 1. Januar d. J. in Kraft getreten sei. Abg. Korfanty( Pole): Die Willfür der Landräte und Amtsvorsteher in Oberschlesien tacht es einfach unmöglich, polnische Versammlungen einzuberufen. Im Dienste der Grubenbefizer verhindern sie das polnische Proletariat, sich zur Erringung besserer Löhne zu organisieren. Die Säle zu Versammlungen werden mit den gemeinsten Mitteln abgetrieben, die polnischen Vereine unter den lächerlichsten Vorwänden berboten. Die Arbeiter sollen in die Kriegervereine hinein!( Sehr wahr! rechts.) Der Zwischenruf charakterisiert Sie!( Lautes Lachen rechts, das sich bei den folgenden Ausführungen des Redners ständig steigert.) Den polnischen Bauern wurde nach der letzten Ueberschwemmung jede Unterstüßung verweigert, den Gastwirten die Konzession entzogen. Ein Gastwirt wurde viermal vom Landrat in Geldstrafe genommen und viermal vom Gericht freigesprochen. Das Verfahren gegen den Landrat wegen Meineides wurde einfach nieder geschlagen.( Große andauernde Unruhe und Lachen rechts.) Daß man den hakatistischen Geist jetzt sogar in unsre Kirche hineinzutragen sucht, ist eine Schande. Mögen die preußischen Behörden wenigstens bor unsrer Kirche Halt machen!( Lebhafter Beifall bei den Polen. - Fortdauerndes lautes Lachen rechts.) Vicepräsident Dr. Krause: Sie haben das Wort„ Schande" in Verbindung mit den preußischen Behörden gebracht, dafür rufe ich Sie zur Drdnung. ( Lebhaftes Bravo! rechts.) Minister v. Hammerstein: Abg. Goldschmidt Partei- Nachrichten. Die Verhältnisse unsrer Parteipresse. Technisches Personal sich mit der Herstellung von Parteizeitungen und was dazu gehört Das Personal in denjenigen Buchdruckereien Deutschlands, die beschäftigen, stellt sich nach einer vor wenigen Tagen aufgenommenen Statistik des Parteivorstandes ziffernmäßig wie folgt dar: Es werden zur Zeit beschäftigt: Geschäftsführer und Faktore Sezer Seßerlehrlinge Druder Druckerlehrlinge Stereotypeure Buchbinder • • 41 Personen „ Einstellung von Pachtkommissionen, gewählt durch und bestehend aus Vertretern von Grundbesizern, Pächtern und Arbeitern, mit der Bestimmung, daß kein Pachtkontrakt gültig ist, der nicht durch die kommunale Pachtkommission gutgeheißen ist. Eriveiterung der Artikel 1628 und 1629 des Bürgerlichen Gesetzbuches im Interesse der Mieter, mit dem Verbot, diese Artikel außer Kraft zu sehen. Recht des verziehenden Pächters auf Vergütung für die auf dem Mietsobjekt angebrachten Verbesserungen. Verbot des Verkaufs von Grund durch öffentliche Körperschaften Private. an Buerkennung des Jagdrechts an den Bebauer des Bodens. Beförderung des Landbau- Unterrichts. Hierauf wird die Weiterberatung auf Dienstag 12 Uhr in drei Punkten: erstens wurde die Forderung der" andDiese Forderungen unterscheiden sich von den alten wesentlich vertagt. Schluß 5 Uhr. nationalisation" fallen gelassen, weil, wie es im Bericht heißt, die gesellschaftliche Entwicklung nichts aufweist, was dafür spricht, daß der Boden eher und notwendiger in gesellschaftlichen Besitz tommen muß, als andre Arbeitsmittel"; zweitens die Forderung, daß nur vom Nettoertrag eines Gutes Pacht gezahlt werden soll, eine Forderung, die, wie der Bericht sagt, wohl gestellt aber nicht be= und das Risiko auf jemanden übertragen würde, der sich selbst nicht willigt werden kann, weil dies den Bächter von jedem Risiko befreien um den Betrieb bemüht und bemühen mag; Betriebsrisiko iſt etwas. was, solange Privatbetrieb besteht, auf dem Unternehmer ruhen muß"; drittens soll die Forderung fallen gelassen werden, Landarbeitern so viel Boden zu geben, daß sie von dem Ertrag selbständig leben fönnen." Diese Forderung," sagt der Bericht, ist 1897 aus Verhältnissen entstanden, die sich seitdem stark verändert haben. In erster Linie aus der großen Arbeitslosigkeit, die seitdem, wenn auch nicht einem Mangel an Arbeitskräften Plaz gemacht hat, doch jedenfalls nicht mehr den Charakter wie damals aufweist. Die Forderung wurde seitens der Landarbeiter auch deswegen gestellt, weil Neigung bestand, Boden an Arbeiter zu geben, doch nur so viel, daß der Ertrag davon eine Ergänzung des Lobus bildete, und dadurch der Arbeitstag der Landarbeiter unſagbar lang wurde. Wir meinen aber, daß ein Heilmittel hierfür erstens in der Fachorganisation liegt, die für Verfürzung der Arbeitszeit fämpft, und zweitens in der Arbeitsgesetzgebung, die wir für alle Arbeiter in unserm Programm haben. Weiter hat sich der Zustand auch in der Hinsicht verändert, daß die Schwierigkeit, zu Grund und Boden zu kommen, lange nicht mehr so allgemein ist, wie früher, während die Frage der Pachtpreise eine Frage so lokaler und privater Natur ist, daß sie unmöglich einen Teil eines Programms ausmachen kann, das für ein ganzes Land aufgestellt ist. Diese Fragen müssen nach durch Gesetz festzustellenden Regeln, im besondern auf kommunalem Gebiet, gestellt und ausgefochten werden." Der Ruf, der dem Abgeordneten Korfanty boranging, überhebt Silfsarbeiter mich der Mühe, ihm zu antworten.( Lebhafter Beifall rechts.) Ich Hilfsarbeiterinnen bestreite alle seine Behauptungen und ersuche ihn, künftighin mir unbekannte Einzelbeschwerden hier nicht zu erörtern.( Bravo! rechts.) Abg. Hanssen( Däne) polemisiert gegen die Ausführungen des Ministers v. Hammerstein gegenüber seinem Freunde Nielsen und geht dann näher auf den Fall des Pastors Jakobsen ein. Abg. Bachmann( natl.) verteidigt die Maßnahmen der Regierung in Nordschleswig. Pastor Jakobsen habe vielleicht leichtfertig aber nicht eigennützig gehandelt. Die Untersuchung werde ja zeigen, was er sich habe zu Schulden tommen lassen. Abg. v. Löbell( t.) 865 58 " 107 " 12 " 7 40 28 158 " " 167 " 1476 Personen Redaktions- und Expeditions Personal 151 Personen 124 54 Redakteure Expedienten Hilfspersonal " 329 " zufammen. 1805 Personen Im Betrieb befinden sich 16 Segmaschinen, 36 Rotationsmaschinen und 140 Flachdruckmaschinen und Tiegeldruckpressen. Gesamtauflage der politischen Blätter 599 880 Eremplare. 19 Buchdruckereien gewähren den 8- Stundentag. 2 6 " 20 " haben eine Arbeitszeit von 8 Stunden 81/2 9 " " 〃 " Ferien gewähren 26 Buchdruckereien je eine Woche;" 5 Buchfordert die Regierung auf, der dänischen Agitation streng aber gerecht brudereien je brei Tage. In 16 Geschäften werden Ferien übergegenüber zu treten. haupt nicht gewährt. Abg. Dr. v. Niegolewski( Pole) " führt Klage über die gesetzwidrige Abgrenzung der Urwahlbezirke in der Provinz Posen bei der letzten Landtagswahl. Vielleicht ist man im Interesse der„ bedrängten Deutschen" gegen die aggressiven Polen" wieder nach dem Grundsatze verfahren, daß es im Stampfe auf ein Titelchen nicht ankommt". Genugt hat all das natürlich nichts. ( Bravo! bei den Polen.) Minister v. Hammerstein: Die einzelnen Beschwerden sind zur Untersuchung an den Oberpräsidenten weitergegeben. Im übrigen hätten ja die Herren einen Wahlprotest einreichen können.( Lachen bei den Polen.) Ich kann nicht jede Urwahlbezirks- Einteilung in der Provinz Posen kennen. Abg. Dr. Fritsch( natl.) bedauert, daß der Teltower Kanal zu teuer gebaut worden sei. Statt 21 Millionen werde er 30 Millionen kosten. Da der Bau auf Kosten des Kreises gebaut sei, werde man zu einer Erhöhung der Kreisabgaben schreiten müssen. Solche Bauten sollte der Kreis überhaupt nicht in eigner Regie ausüben, sondern einem Privat- Unternehmer übergeben, höchstens dabei eine limitierte Beihilfe leisten. Minister Frhr. v. Hammerstein ist im Gegensatz zum Vorredner der Meinung, daß es sich empfehle, wenn solche Bauten vom Kreise in eigner Regie ausgeführt würden. Jm Eigenbetrieb befinden sich 29 Buchdruckereien, 5 Geschäfte bereiten sich zum Eigenbetrieb vor, 13 Geschäfte find Lohndruckereien. Ein Parteitag für Hessen- Nassau und die zum Agitationsbezirk gehörigen bayrischen Wahlkreise Aschaffenburg und Lohr wird am 10. April in Frankfurt a. M. stattfinden. Der Ausbruch der Revolution stand am Sonntagvormittag 11 Uhr in Breslau bevor wenigstens nach Ansicht der dortigen Polizei. Eine Abteilung berittener Schuyleute und ca. 40 Mann zu Fuß belagerten das Gewerkschaftshaus und das umliegende Stadtviertel, als Genoffin Bettin ihren Vortrag über" Der Zar in Deutsch land voran" zu Ende führte. Unbeteiligte glaubten, der Bar selbst sei als Zuhörer eingetroffen und daher rühre das Aufgebot. Der am Freitag beanstandete Vortrag wurde ohne Zwischenfall zu Ende geführt und eine Resolution zu Gunsten der russischen FreiheitsArbeitslos zogen die Schuhmannstrupps fämpfer angenommen. wieder von dannen. Revision des Agrarprogramms der niederländischen Socialdemokratischen Arbeiterpartei. Des weiteren wird in dem Bericht principiell erklärt, daß an der Forderung, daß der Boden so viel und so schnell wie möglich aus den Händen der Grundbefizer in den Besitz von Staat oder Gemeinde übergeführt werde, festgehalten werden solle, und daß die genannten Körperschaften dann selbstverständlich diesen Boden auch produktiv machen sollten. Ferner sei bei der Ablehnung jenes Programmpunktes auch die Erwägung von Einfluß gewesen, daß in der Schaffung einer neuen Klasse von Kleinbauern eine Gefahr für die Arbeiterklasse liege. Die Socialdemokratie strebe nach Befreiung der Arbeiterklasse nicht dadurch, daß sie Teilen und Brocken dieser Klaſſe eine selbständige Kleinbürgerliche Eristenz verschaffe, sondern durch Beförderung der socialistischen Gesellschaft. Dem allgemeinen Bericht der Kommission sind besondere Berichte der Genossen Gorter und Troelstra beigefügt, worin im wesentlichen dieselben Anschauungen dargelegt werden. wendet sich unter anderm gegen die Ueberschäzung des landwirtschaftlichen Kleinbetriebs, die in dem bekannten Buche des Genossen Dr. E. David zu Tage tritt. Aus Industrie und Handel. Kontraktbrüchige Handlungsgehilfen. Aus den Kreisen der Handelswelt, besonders der Detaillisten tommen in letzter Beit viele Slagen über die Unbotmäßigkeit" der Handlungsgehilfen. Wenn auch die kaufmännischen Angestellten in Eine der wichtigsten Fragen, die den zu Ostern stattfindenden der Verfechtung ihrer Interessen den meisten Arbeiterkategorien noch Parteitag unsrer niederländischen Genossen beschäftigen wird, ist die immer nachstehen, so schwinden doch die Zeiten mehr und mehr, wo Revision ihres Parteiprogramms hinsichtlich der die Landwirtschaft der Handlungsgehilfe willig die schwersten Arbeiten auf sich nahm und sich " bon ben Herren Chefs die gröbste Behandlung gefallen ließ in der das. Arbeitsbedürfnis der Werke befriedigen werden und wieviel von Möglichkeit langjährige Verträge mit Aerzten abzuschließen, um den schönen Hoffnung, daß auch er dereinst dazu kommen werde, ein Lädchen denselben auf den in außergewöhnlichem Maße zurückgehaltenen Stassen eine längere Zeit des Friedens zu sichern. Es wird dadurch aufzumachen, daß also feine Gehilfenzeit nur ein vorübergehendes Bedarf kommt. Auch der Ausfuhrmarkt hatte die Entwicklung beim vermieden, daß der Kampf, der fast jedesmal beim Ablauf der VerVorbereitungsstadium auf seine spätere Stellung als Prinzipal sei. Stahlwerksverband auf das lebhafteste verfolgt, und mit dem er- träge sich entwickelt, sich so häufig wiederholt, daß die Gemüter in Das Ladenaufmachen ist heute," wo überall die großen Waren- folgten Abschluß ist auch von dort eine recht starke Nachfrage ein- ständiger Erregung gehalten werden und daß dauernd ein gespanntes häuser und Riesenmagazine auftauchen, weit schwieriger geworden getreten, bei der sich erst nach und nach wird übersehen lassen, inwie- Verhältnis herrscht. als ehedem; es erfordert Geldmittel, die zu erlangen nur wenige weit sie auf thatsächlichem Bedarf beruht, weil die verschiedenen Ferner ist zu beachten, daß bei neuen Vertragsabschlüssen längere der heutigen Ladengehilfen hoffen dürfen. Und mit der Vermin- Händler fich eben noch zu decken suchen. Kündigungsfristen vereinbart werden. Es empfiehlt sich, halbjährige derung der Aussicht auf die künftige Selbständigmachung" find Von den 3e chenbesigern wird jedenfalls dieser Kündigungen festzulegen. Entstehen an einzelnen Orten dann unter den Handlungsgehilfen auch die Ansprüche auf eine an- Optimismus des Kölner Blattes nicht geteilt. Differenzen zwischen Krankenkassen und Aerzten, so bleibt zu einer gemessene Bezahlung und Behandlung gestiegen. Zwar der Sie haben am letzten Sonnabend auf ihrer Versammlung in Effen gegenseitigen Verständigung ausreichend Zeit. Gedanke, sich zur Vertretung ihrer besonderen Interessen nicht etwa die Produktionseinschränkung herabgesezt, sondern erhöht, Der preußische Minister für Handel und Gewerbe hat verfügt, nach dem Vorbild der gewerblichen Arbeiter zu festen, selbst so daß diese im nächsten Quartal sich für Kohlen auf 25 Proz. daß die Aufsichtsbehörden der Krankenkassen bei Konflikten mit Aerzten geleiteten Verbänden zusammenzuschließen, hat bei einem( bisher 20 Proz.), für Coats auf 25 Broz.( bisher 20 Proz.) und früher einzugreifen haben, als dies in Mühlhausen i. Th. und großen Teil der Handlungsgehilfenschaft noch immer keinen Eingang gefunden; aber trotz des ueberangebots von Arbeitskräften, das gerade im kaufmännischen Beruf herrscht, sträubt man sich doch, jede beliebige Stelle anzunehmen und sich willig in die Launen der streng gebietenden Prinzipale zu fügen. für Briquetts auf 35. Proz.( bisher 30 Proz.) stellt. Selbst wenn man in Betracht zieht, daß sich vom ersten April ab einzelne Beteiligungsziffern etwas erhöhen, läßt dieser Beschluß nichts von einer Bubersicht auf baldige Steigerung des Kohlen- und Coaksbedarfs der Eiſenindustrie erkennen. Köln a. Rh. geschah. Bei Befolgung unsrer Vorschläge wird der Regierung überhaupt kein Anlaß zum Eingreifen geboten sein. Die socialen Faktoren, Krankenkassen wie Aerzte, sind unsres Erachtens nicht dazu da, sich dauernd zu bekämpfen. Sie haben in friedlicher, gemeinsamer Arbeit den hohen Zielen, welche uns die socialpolitische arbeiten zum Wohle und Segen derer, für welche sie geschaffen ist, Gesetzgebung steckt, nachzustreben, an ihrer Vervollkommnung zu der Versicherten. Wir ersuchen alle Krankenkassen, von jedem neu entstehenden Den Herren Chefs sind diese Regungen des Selbstbewußtseins natürlich recht unangenehm. So schreibt zum Beispiel das als Sprachorgan der Manufakturivarenhändler bekannte Fachblatt, Der Manufakturist": Ein perennierendes Gewäche sind die Klagen über kontraktbrüchige Handlungsgehilfen. Alle Augenblicke laufen Briefe von Detailliſten und Groſſiſten ein, in denen über Handlungsgehilfen, die ihren Dienst nicht angetreten haben, Beschwerde ges Mart betragen. Diese gewaltige Steigerung der Kapitalsansammlung fassen so rasch als möglich Mitteilung zugehen zu lassen. Sonflift mit Aerzten sowohl der unterzeichneten Centrale für das deutsche Krankenkassenwesen, wie auch der Ortskrankenkasse Dresden als geschäftsführende Kasse des Centralverbandes der OrtskrankenDer Reichskanzler hat dem Verband deutscher Ar= beits nachweise eine Beihilfe zukommen lassen zu dem ausgesprochenen Zweck, die Errichtung von allgemeinen öffentlichen Arbeitsnachweisen in ganz Deutschland zu befördern. Infolge dessen hat der Verband an verschiedene Gemeindeverwaltungen die Bitte gerichtet, die Errichtung einer allgemeinen öffentlichen Arbeitsnachweisstelle in Erwägung zu ziehen. Kapitalansammlung im Bersicherungswesen. Nach einer zu fammenstellung in Ehrenzweigs Assekuranz- Jahrbuch( XXV. Jahrg.) bestanden in Deutschland am Ende des Jahres 1902 525 Versicherungsinstitute, deren Aktiven sich Ende 1902 auf 3 744 895 328 M. stellten gegen 3 481 579 531 M. Ende 1901, das ist eine Steigerung um 263,14 Millionen Mark im Jahre 1902. Innerhalb der letzten fünf Jahre, 1898-1902, hat die Zunahme der Aktiven 1120,81 Millionen führt und in denen angefragt wird, was dagegen zu machen sei. In der Antwort werden die Herren regelmäßig darauf illustriert deutlich die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung des Verberwiesen, daß sie die vertragsbrüchigen Handlungsgehilfen auf Schadens- ficherungswesens. ersaz in Anspruch nehmen können, und als Vorbeugungsmittel für Die deutsche Linoleum- Compagnie Rixdorf Berlin hat fünftige Fälle wird empfohlen, im Dienstvertrage eine Staution für recht- im letzten Jahr ein besseres Geschäftsergebnis erzielt, als im Jahre zeitige Erfüllung ihrer Dienstpflicht auszubedingen. Manchmal hat 1902. Während sie für dieses keine Dividende zu verteilen verdie Klage auf Schadensersatz Erfolg, manchmal aber auch nicht, sei mochte, schlägt die Verwaltung für das Geschäftsjahr 1903 nach es, daß der Gehilfe unpfändbar war, sei es, daß ihm ein Vornahme von ca. 200 000 m. Abschreibungen( i. V. 113 941 m.) triftiger Grund zur Nichterfüllung des Vertrages die Verteilung einer Dividende von 7. Proz. vor. Außerdem sollen Ein Gesetzentwurf zur Ausdehnung der Unfallversicherungspflicht zur Seite stand. Angesichts des zweifelhaften Aus- 100 000 M. den Reserven zugeführt werden. in Dänemark auf die landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen ganges eines Civilprozesses und angesichts der Eine neue Pleite. Wie die Königsberger Hartungsche Zeitung" Betriebe, auf die Meiereis und Gartenbaubetriebe, sowie auf die notorischen Leichtfertigkeit, mit der gerade in unsern Branchen erfährt, hat die dortige Dampfwollwäscherei von M. Jacoby( Inhaber Seeschiffahrt und das Transportwesen ist im dänischen Folkething Dienſtverträge von den Gehilfen gebrochen werden, ist der Vor- Albert Jacoby) heute ihre Zahlungen eingestellt. Die Passiven sollen von der socialdemokratischen Fraktion eingebracht schlag gemacht worden, schwarze Listen von kontratt- gutem Vernehmen nach über eine Million Mark einschließlich der worden. Um den kleineren Arbeitgebern nicht allzu schwere Laſten brüchigen Handlungsgehilfen anzulegen. Soweit dieser hypothekarischen Belastung des Fabrikgebäudes betragen. Man hofft, aufzubürden, wird in dem Entwurf vorgeschlagen, daß Arbeitgeber Vorschlag an uns herantrat, haben wir seine Ausführung einen Accord auf der Grundlage zu stande zu bringen, daß die mit einem Jahreseinkommen von 1200 Kronen oder weniger der ablehnen müssen mit Rücksicht auf die Verantwortung, die den Firma ihren Gläubigern 25-30 roz. anbietet. Voraussetzung Versicherungsgesellschaft nur 3 Kronen jährlich pro Arbeiter zahlen Herausgeber einer solchen Liste trifft. Durch dieses Bedenken hat dafür ist indessen daß die Verwandten des Inhabers, die mit rund sollen und das Fehlende vom Staat zugeschossen wird. sich indessen der Detailistenverband von Rheinland und Westfalen 600 000 m. beteiligt sind, zurücktreten. Aus der Frauenbewegung. " Als, gemeinsamer Name wurde nach langen Debatten Verein Der frühere„ Verein Berliner Dienstherrschaften und Dienstnicht abschreden lassen; er hat in der letzten Generalversammlung Zur amerikanischen Anti- Trustgesetzgebung. Bekanntlich haben beschlossen, tontrattbrüchige Handlungsgehilfen zu mehrere Staaten der nordamerikanischen Union Geseze gegen die nächst zu berwarnen, im Wiederholungsfalle aber in eine Trusts erlassen, die aber bisher das Trustwesen nicht im geringsten Liste, die allen Verbandsmitgliedern zugängig sein wird, einzutragen. zu hemmen vermochten. Auch Jowa hatte sich ein solches Gesetz zu- herrschaften und Dienstangestellten wurde, wie uns mitgeteilt wird, In der Generalversammlung des Vercins Berliner DienstEs ist vorgesehen worden, daß Fälle von Kontrattbruch dem Ber- gelegt. Jetzt ist dieses durch eine Entscheidung des Bundesrichters Die Verschmelzung dieses Vereins mit dem für weibliches HausPlatt für unkonstitutionell erklärt worden. Dem Falle liegt ein Hier beginnt bereits die Schwierigkeit, denn da der Sekretär Prozeß des genannten Staates gegen die Illinois Central, die personal beschlossen. nicht die Macht hat, die Parteien vorzuladen und ein contra- Chicago, Rod Jsland u. Pacific und die Chicago Great Western zu diftorisches Verfahren zu eröffnen, so ist er auf freiwillige Mit- Grunde, die unter sich beſtimmte Preisvereinbarungen getroffen für die Interessen der Hausangestellten" beſtimmt. teilungen angewiesen und es erscheint uns keinen Augenblick zweifel- hatten. Nichter Platt befand mun, daß die Festsegung eines behaft, daß die meisten Gehilfen ihre Aussage verweigern fonderen Strafmaßes für Korporationen als ein Verstoß gegen das angestellten" beruhte auf paritätischer Grundlage. Der Vorstand beund eine Verwarnung ablehnen werden. Einen kontrakt- 11. Amendement der Bundesverfassung unkonftitutionell sei, und stand zur Hälfte aus Dienenden, zur Hälfte aus Dienstherrschaften, brüchigen Gehilfen aber lediglich auf die Aussagen einer Bartei hin in die Liste aufzunehmen, ist ein sehr gewagtes Be- daß das ganze Gesetz deshalb nicht aufrecht erhalten werden könne. während zum„ Verein für weibliches Hauspersonal" nur Angestellte gehörten. Der neue Verein dagegen umfaßt nicht nur Dienende, sondern social denkende Männer und Frauen aller Stände, die auf dem Boden des Vereins stehend die Gesamtlage der Dienenden in rechtlicher, wirtschaftlicher und socialer Hinsicht heben wollen. Die bisherige Vorsitzende des Vereins Berliner Dienstherrschaften und Dienstangestellten", Frau Regine Deutsch, wurde auch als Vorsitzende für den neuen Verein gewählt. ginnen; es fönnen sich da str a f- und civilrechtliche Folgen bon großer Tragweite ergeben, denn es liegt hier ja nicht so wie bei schwarzen Listen von faulen Kunden, deren Zahlungsunfähigkeit aftenmäßig belegt werden kann, sondern es handelt sich um manchmal recht verwidelte Fälle, die durch private Maßnahmen nicht aufzuklären find. " Soziales.vadlov Aerzte und Krankenkassen. " Eingegangene Druckfchriften. Politische Schiebungen scheinen in Köln wirksam geworden Uns erscheint es daher zweckmäßiger, eine Ergänzung zu fein. Aus einer Mitteilung des Vereins der Industriellen des des Handelsgesetzbuchs in dem Sinne herbeizuführen, daß Regierungsbezirks Köln entnimmt die Kölnische Zeitung": der unberechtigte Kontraktbruch Auf die Anregung des Vorstandes des Vereins der Industriellen selbstverständlich auch der der Prinzipale unter Strafe gestellt wird." des Regierungsbezirks Köln hin hatten mehrere Inhaber von Be- Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das Jedenfalls meint das Blatt Gefängnisstrafe, denn zum triebskrankenkassen gegen die bekannte Verfügung der Aufsichtsbehörde 24. Heft des 22. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben neuen Be- wir hervor: Schlimmer als Jena. Die Arbeiterbewegung in Finnland Schadensersatz fann heute schon der Handlungsgehilfe verurteilt lage im Verwaltungsstreitverfahren erhoben. Frauen und Kinderwerden, der seinen Dienst" nicht antritt oder vorzeitig verläßt. ratungen untereinander und mit dem Verein haben diese Kassen- und die russische Regierung. Von Elna Malin. Interessant ist übrigens, daß der„ Manufatturist" zugiebt, inhaber jedoch beschlossen, ohne ihren Rechtsstandpunkt irgendwie auf- arbeit in den Bereinigten Staaten. Ein Referat, eingeleitet von F. A Sorge. ( Schluß.) Der Klassenkampf in Georgien. Von Li. Die letzte Reichsdaß häufig die Schadensersatzklage erfolglos bleibt, weil den zugeben, ihre Klagen einstweilen zurückzuziehen in der Annahme, tags- Wahl in Oberschlesien. Bon A. Winter. Johannes Wedde als Handlungsgehilfen triftige Gründe zur Nichterfüllung des von ihnen daß die Regierungsorgane mit allem Nachdruck auf eine gefeßliche Dichter. Bon Ernst Streowski( Berlin). Litterarische Rundschau: Rudolf abgeschlossenen Anstellungsvertrages zur Seite stehen. Man begreift Regelung des Verhältnisses der Aerzte zu den Krankenkassen hin- Strafft, Die Opfer der Staserne. Bon Fr. Kt. Die Lage der in der See nach solchen Auslassungen nur zu wohl das Sträuben der Prinzipals- wirken werden. Es lag ihnen daran, die Ruhe und die guten Be- schiffahrt beschäftigten Arbeiter. Von W. Mezger. bereine gegen die Kaufmannsgerichte. ziehungen zwischen dem Stande der Aerzte und den Krankenkassen Die„ Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchwieder herzustellen. Sie sind aber nicht willens, die ärztliche Verhandlungen, Bostanstalten und Stolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Die Organisierung des Stahlwerksverbandes ist soweit vorge- forgung der Krankenkassen von dem Gutdünken freier ärztlicher Ver- Quartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Heft fostet 25 Pf. schritten, daß jetzt die Mitglieder des Vorstandes und des Beirats einigungen abhängig zu machen, sondern halten es für dringend er- Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. sämtlich ernannt sind. Nach Mitteilung der Rhein. Westf. 3tg." forderlich, gegenüber den gesetzlichen Vorschriften über die Leistungen besteht der Vorstand aus fünf gleichberechtigten Direktionsmitgliedern, der Krankenkassen auch die Rechte und Pflichten der Aerzte in dem von denen eins den Vorsiz bei Beratungen führt, und ein andres Sinne festzulegen, daß der freien Arztwahl und einer angemessenen deffen Stellvertretung übernimmt. Das erstere Mitglied ist Direktor Honorierung der Aerzte auch eine Verpflichtung gegenüber gestellt Lob vom Eisen- und Stahlwerk Hösch ,, der zweite Direktor Ohly, werde, die Kassenmitglieder zu den gesetzlich zu bestimmenden Befrüher beim Blechwalzwerk Schulz- Knaudt, der schon seit Jahresfrist dingungen zu behandeln. Auch verlangen sie, daß den besondern die vorbereitenden Arbeiten des Stahlwerksverbandes geführt hat. Verhältnissen der Betriebskaffen Rechnung getragen werde, insbeDer Beirat besteht aus 17 Mitgliedern einschließlich des Vorsitzenden sondere durch die Einrichtung des Fabrik- oder Vertrauensarztes zur und stellvertretenden Vorsitzenden, welch lettere in den Herren Ge- Vermeidung des Simulantenwesens. Für gewisse Betriebszweige, Heimrat Kirdorf- Aachen und Kommerzienrat Röchling- Saarbrücken z. B. für die Bleiweißfabriken, muß die Behandlung der Berufsvertreten sind. Die Zahl der zu beschäftigenden Beamten dürfte 300 betragen und werden die von der Stadt Düsseldorf zur Verfügung gestellten Räume kaum dafür ausreichen. Vorläufig ist der Halb zeugverband noch in seinen alten Räumen untergebracht, während der Träger- und Schienenverband noch je ein provisorisches Untertommen in verschiedenen Räumen haben. " 鎖 Vermischtes.i Ein schweres Eisenbahn- Unglück hat sich auf dem Bahnhof in Lyck, Ostpreußen, ereignet. Vom Güterzuge 6805 sind am Sonnabend um 7% Uhr die Maschine und 11 Wagen bei der Einfahrt in den Bahnhof Lyd infolge Bruches des Zungendrehstuhles der Einfahrtsweiche entgleiſt. Vom Zugpersonal Zugführer Rohde aus Sönigsberg schwer, ebenso Bremser Grunow aus Königsberg, vom Lokomotivpersonal niemand verletzt. Beide Verletzten sind nach dem krankheiten dem damit vertrauten Fabrikarzt ausschließlich übertragen städtischen Krankenhause übergeführt worden, wo Rohde nachts nach werden. Die Industriellen erwarten von den Gesetzgebern, daß sie auf städtischen Krankenhause überführt worden, wo Rohde nachts nach einer solchen, für alle Beteiligten annehmbaren Grundlage eine vorgenommener Amputation des rechten Beines verstorben ist. Novelle zum Krankenkassengefeß mit größtmöglicher Beschleunigung Grunow ist am nächsten Morgen nach Königsberg gefahren, da er beschließen werden. Zu diesem Zwecke wird der Vorstand des Vereins mit Unterstüßung gehen konnte. Gestern um 11% Uhr ist das erste der Industriellen bemüht sein, zu veranlassen, daß ein entsprechender Geleise fahrbar hergestellt, während an dem zweiten noch gearbeitet Zwei Dinge interessieren vornehmlich an dieser Meldung des Initiativantrag im Reichstage eingebracht werde. wird. Der durchgehende Verkehr auf einem Geleise wird mit Bechenblattes. Erstens die Thatsache, daß die bisherigen Leiter der Man wird wohl nicht fehlgehen in der Annahme, daß hier so- 3ug 605 wieder aufgenommen. Bis dahin ist er durch Umsteigen Agitation für die Stahlverbandsgründung es verstanden haben, sich wohl allgemein politische wie tassenpolitische Erwägungen ihren Ein- aufrecht erhalten worden. Ein Verschulden eines Beamten liegt nicht auch die fernere Leitung zu sichern, ohne fich allzu sehr zu exponieren fluß geltend gemacht haben. Das geht deutlich daraus hervor, daß vor. Personenzug 607 ist 15 Minuten vorher durch dieselbe Weiche die Herren Kirdorf und Röchling werden zwar Vorsitzende, den die Herren so plötzlich den Kampf gegen die Maßregeln der Auf- glatt durchgefahren. Vorsitz bei den Beratungen aber treten sie großmütig an die Herren fichtsbehörde aufgeben und dafür den Versuch machen wollen, auf Lob und Ohly ab. Und zweitens die Bestätigung der kürzlich schon gesetzgeberischem Wege Sonderrechte für die Betriebskassen zu ervon der Frtf. 3tg." veröffentlichten Mitteilung, daß die Verwalt- langen. Vermutlich hat man ihnen schon Versprechungen nach dieser tung der Stadt Düsseldorf dem Stahlverband Richtung gemacht. unentgeltlich städtische Gebäude nach der Meldung Das Telegramm an den Kaiser, das von einer Versammlung des Frankfurter Blattes sollen es zwei der Stadt gehörende Häuser in Köln abgeschickt worden war, hat, wie zu erwarten war, feinen fein zur Verfügung stellt. Der Stahlverband ist ein Erfolg gehabt. Wie der Regierungspräsident dem Vorsitzenden des Leiner Intereſſenverband, en bier ein abres i als die Strafentaſſenverbandes mitteilt, sit pas bon ber jikoloffcumsSteigerung der Profite der in ihm vereinigten Werke. Von irgend Versammlung an den Kaiser abgesandte Telegramm dem Oberwelcher Gemeinnüßigkeit kann in keinem Falle die Rede sein. Selbst präsidenten und durch diesen dem Regierungspräsidenten zur RückDer Regierungspräsident hat ge= die Annahme, daß von den höheren Dividenden der an den betreffen- äußerung übermittelt worden. den Stahlwerken beteiligten Aftionäre ein größerer Teil als Steuer antwortet, daß er feinen Anlaß habe, von seinen Verfügungen in den Stadtsäckel fließt, trifft nicht zu; denn nur wenige der abzugehen. Aktionäre dürften in Düsseldorf wohnen, sind doch die meisten An- Dieselbe Antwort ist den Vorständen der vier Ortskassen auf teile der dem Verband beigetretenen Werke in den Händen der eine Beschwerde an den Handelsminister zuteil geworden. Es bleibt Berliner und Kölner Hochfinanz. Mit weit größerem Recht könnten also jetzt nur noch die Verfolgung des Rechtsweges im Verwaltungsjedenfalls die Düsseldorfer Gewerkschaften von der Stadtverwaltung streitverfahren. die unentgeltliche Ueberlassung städtischer Räume für ihre Zwede verlangen. Die Zuvorkommenheit der Stadtleitung zeigt deutlich ihren ausgeprägten Klassencharatter. " * Marktpreise von Berlin am 12. März 1904 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. * Weizen, gut D.- Ctr.| 17,45| 17,40 Startoffeln, neue D.- Ctr. mittel 17,35 17,30 Rindfleisch, Steule 1 kg gering 17,25 17,20 do. Bauch 13,10 Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Butter * Roggen, gut " " 7,50 6,00 1,80 1,20 1,40 1,10 " 1,60 1,00 mittel 1,80 1,20 " gering 1,80 1,20 # 11 + Gerfte, gut 14,40 13,30 2,80 2,00 " mittel 13,20 12,10 Eier 60 Stüd 4,40 3,00 " " gering 12,00 11,00 Starpfen 1 kg 2,40 1,20 " Hafer, gut " 15,50 14,50 Aale 3,00 1,40 mittel " " 14,40 13,50 Bander 2,80 1,20 gering 18 13,40 12,50 Hechte 2,20 1,20 Nichtstroh 1,80 0,80 Heu 3,00 1,40 Grbjen 1,40 0,80 Speisebohnen Linsen * ab Bahn. # " 3,82 3,50 Barsche 7,00 5,00 Schleie 40,00 28,00 Bleie 50,00 26,00 Strebfe 60,00 25,00 † frei Wagen und ab Bahn. per Schod 15,00 3,00 Witterungsübersicht vom 14. März 1904, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm Wind. Windstärke richtung Better Temp. n. C. 5ºC. 4° R. Stationen Barometer. stand mm Bind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 2017 In einer Versammlung der Kaffenmitglieder in Leipzig wurde mitgeteilt, daß genügend Aerzte angestellt seien, um das DistriftUnterdessen fährt die Unternehmerpresse fort, für den Stahl- arztsystem zu sichern. 100 neue Aerzte ziehen zu. Zu einem Einverband Stimmung zu machen, indem sie allerlei von dem segens- greifen der Aufsichtsbehörde nach Kölnischem Muster werde es nicht reichen Einfluß des Verbandes auf den Stahlmarkt zu erzählen kommen. Die Behörde sei bereits über die neuen Aerzte unterrichtet. iweiß. Boran marschiert in dieser Hinsicht wieder einmal die Köln. Der Vorstand der Leipziger Ortskrankenkasse ist von dem Stationen 3tg.", die sich folgenden Bericht vom rheinischen Eisenmarkt leistet: Centralverband der Ortskrankenkassen Deutschlands aufgefordert Mit der vorläufigen Entscheidung über den Stahlwerksverband worden, dem Centralverband diejenigen von ihr engagierten Aerzte ist die erwartete Belebung im Eisengeschäft eingetreten. Es zeigt zu benennen, die etwa Vertragsbruch begehen, d. H. die Erfüllung sich, daß der Verbrauch hier sehr erheblich zurückgehalten hatte und des abgeschlossenen Vertrags verweigern sollten, damit die Namen Swinemde. 758 S daß das Frühjahrsgeschäft doch noch in gewissem Maße nachgeholt dieser Aerzte den sämtlichen deutschen Krankenkassen mitgeteilt Hamburg 757 SSD 2 bedeckt Berlin 759 SS2 wird. Der Bedarf ist in den meisten Artikeln lebhafter heraus- werden können. Frants.a.M. 758 SD gekommen und namentlich der Handel sucht sich da, wo Verbände noch Centrale für das deutsche Krankenkassenwesen, gez. München 758D 4 bedeckt 756 OND 1 wolfen! fehlen, spekulativ auf längere Fristen zu decken, wenn man ihm an E. Simanotosti, erläßt an die Vorstände sämtlicher Krankenkassen Wien 758 Still-bedeckt nähernd noch die Preise der letzten Zeit einzuräumen geneigt wäre. diesen Aufruf: Wetter- Prognose für Dienstag, den 15. März 1904. Durch den etwas plöblichen Uebergang in die neuen Verhältnisse fehlt Das geschlossene Vorgehen der gesamten deutschen Aerzteschaft Ein wenig wärmer, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit ge= naturgemäß noch der Ueberblick, inwieweit die stärkeren Bestellungen gegen die Krankenkassen hat uns gelehrt, daß es notwendig ist, nach ringen Niederschlägen und schwachen südwestlichen Winden. Die 2bedeckt 1 Haparanda 7490 2 bedeckt 2 bedeckt 1 Petersburg 760 2 Cort 3 Aberdeen 0 Paris 3 2Schnee 2 bedeckt 2479b Leihhaus verkauft täglich zu enorm billigen, festen Preisen Herren- Anzüge 8,50-30 M. feine Qualität Paletots 7,00-25 M. prima Hosen 2-9 M. prima Kellner- Anzüge 11 M. Leihhaus Friedrichstr. 131d 1. Etage, Ecke Karlstrasse, Eingang nur Friedrichstr. NB. Beleihung und Ankauf jeder Wertsache. Herren- Garderobe Detail- Verkauf zu Engros- Preisen int Der Betriebswerkstätte Staiſerſtr. 28, 1 Treppe( fein Laden). Anzug von 12 M. an. 45132* Vorwärts- Buchhandlung Achtung! Achtung! Socialdemokratischer Verein S., Lindenstr. 69, Laden. im 5. Berliner Reichstags- Wahlkreise. Reden und Schriften bon Freitag, den 18. März, abends 8½ Uhr: Versammlung Ferdinand Lassalle. in der Brauerei Schweizergarten, Neues Königsthor am Friedrichshain. Der Lassalle, F., Reden und Schriften. Neue Gesamtausgabe. Heraus gegeben im Auftrage des Vorstandes Socialdemokratischen Partei Deutschlands von Ed Bernstein. Vollständig in 3 Bänden, zusammen: broschiert 10 M., in Leinen gebd. 11,50 M., in Halbfrz. gebd. 14,50 M. Einzelausgaben: Ueber Verfassungswesen. nun? Macht und Recht. Was -, 35 M. Die Wissenschaft und die Arbeiter. Eine Verteidigungsrede.-, 30 M. Meine Affisen Nede, gehalten vor den Geschworenen zu Düssel dorf am 3. Mai 1849 gegen die Anklage, die Bürger zur Tages Ordnung: 1. Weder Jena noch Sedan. Referent: Reichstags: Abgeordneter Genosse Gradnauer. 2. Diskussiion. 3. Partei- und Vereins- Angelegenheiten. 245/4 Gäste erwünscht. Vollzähliges Erscheinen der Mitglieder erwartet Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 15. März, abends 8½ Uhr: Zwei Versammlungen: Bewaffnung gegen die Fönig 1. Für Oranienburger Vorstadt: Gartenstraße Nr. 9. ide Gewalt aufgereizt zu haben. Arbeiterprogramm. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen -40 M. 15. Buchwald über: Junere und äußere Kolonisation". 2. Diskussion. Die indirette Steuer und die 2. Für Moabit: Moabiter Kasino, Wilsnackerstr. 63. Lage der arbeitenden Klassen. Die glückliche Geburt eines kräftigen Mädchens zeigen an Danksagung. Dr. Richard Sussmann und Frau Sür die zahlreiche Beteiligung bei Toni geb. Borchardt. Charlottenburg, den 13 März 1904. Allen Geschäftsfreunden die traurige Mitteilung, daß mein Werkführer, Herr Max Böhm verstorben ist. Sein Pflichteifer und Fleiß sichern dem Entschlafenen mein dauerndes Andenken. Beerdigung Mittwochnachmittag 4 Uhr auf dem Emmaus- Kirchhof. S. Lissauer, 26015] Pianomechanik- Fabrik. der Beerdigung meines lieben, un bergeßlichen Mannes sage hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gesangberein Freiheit Nord" meinen herz26326 lichen Dant. Witwe Fischer. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, den Kollegen usw. für die zahlreiche Beteiligung und reichen Kranzspenden sagen ihren herzlichsten Dank 45392 Die trauernden Hinterbliebenen. Heinrich Weber. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Centralkranken- u. Sterbekasse Teilnahme und die vielen Stranzder deutschen Wagenhauer Berlin III. Nachruf. Am Donnerstag, den 10. März 1904, verstarb unser Mitglied Friedrich Fischer. Desgleichen am Freitag, den 11. März 1904, unser Mitglied Friedrich Josewski. 26396 Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung. -.60 M. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Bartels über:„ Karl Der Lassallesche Kriminalprozeß. Marg ökonomische Lehren". 2. Diskussion. 246/ 13* II. und III. -, 50. Zu beiden Versammlungen haben auch nichtmitglieder sowie auch Central- Verband der Maurer Offenes Antwortschreiben an das rosse Freiburger Centralfomitee sur Berufung Damen Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. G Dombau- Lotterie. Sinceries a Sciant Achtung! Moabit! Achtung! Ziehung: 23.- 26. März. Haupttr.: 100 000, 20 000, 10 000 M. usw. Allgemeinen deutschen -, 209. Arbeiterkongreſſes zu Neue Auflage. Die seite, die Presse und der Frankfurter Abgeordnetentag. 40 000, Drei Symptome des öffentlichen Geistes Porto und Lose: 3,30 30 f. J. Rachor, Kolar, Mainz, Kollekteur, Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, sowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigne Werkstatt. -, 25 M. " Morgen Mittwoch, abends 81/2 Uhr, in den Arminiushallen", Bremerstraße 72( Moabit): An die Arbeiter Berlins. Eine Volks- Versammlung. Ansprache. <-, 20 M. Der Sohverrats: Prozek wider Ferd. Lassalle. Kleine Aufsätze: -, 40. -, 15 M. Referent: Herr Dr. Magnus Hirschfeld. Thema: Die Lungenschwindsucht, eine Geißel der Menschheit, Die Agitation des Allgemeinen besonders des Proletariats, ihre Ursachen, Wesen, Berhütung und BeDeutschen Arbeitervereins und handlung. Freie Diskussion. Stein Arbeiter follte versäumen, sich über das Wesen der Proletarier das Versprechen des Königs von 287/12 25 M. frankheit aufklären zu lassen. Preußen. NB. Die Hausarztkasse Bolfswohl gewährt ihren Mitgliedern freie ärztHerr Bastiat Schulze v. Delitzsch oder Kapital und Arbeit. liche Familienbehandlung. Wochenbeitrag 20 Pf. Der Vorstand der Hausarztkasse Volkswohl. 1,- M. J. A.: O. Hagen, 1. Borsigender, Rostoderstr. 21, III. Herr Julian Schmidt, der Lit. terarhistoriker. -, 75 20. Lieferant j. Dris- u.Hilfs- strantenlafsen Borrede zum System der er Achtung! Berlin C., 30. Linien- Straße 30. NB. 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Juhre& König, Warschauerstr. 721 Morgen, Mittwochabend 81%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Deutscher Metallarbeiter- Verband. Vertrauensmänner- Versammlung Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 3858. Mittwoch, den 16. b. M., abends 7 Uhr, im Lokale von Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18: Bezirks- Versammlung für Ober- Schöneweide. Zages Drdnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Bezirksleitung. 4. Berbands. angelegenheiten und Berschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet 113/11 Die Ortsverwaltung. Achtung! Kupferschmiede Berlins. Achtung! Sonnabend, 19. 5. M., abends 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 1): Versammlung d. Verbandes d. Kupferschmiede Deutschlands Filiale Berlin. Tages- Ordnung: sämtlicher Bezirke und Branchen. Tages Ordnung: 1. Streits und Differenzen. 2. Festsegung des vom 1. April ab zu zahlenden Lokalzuschlages zur Arbeitslosen- Unterstützung. 80/ 16* Mitgliedsbuch nebst Karte legitimiert. Jede Werkstatt sende Delegierte. Die Ortsverwaltung. Verband der Sattler. Achtung! Geschirr- Sattler! Achtung! Mittwoch, 16. März, abends 8%, Uhr, im Engliſchen Hof, Neue Roftr. 3: Branchen- Versammlung. Tages Ordnung: Die Antworten der Meister auf unfre Forderungen und unsre Stellungnahme dazu. Deutschlands. Zweigverein Berlin. Am 13. März starb unser treues Mitglied Karl Bröske, Salzwedelerstraße 15, im Alter von 20 Jahren an Lungenleiden. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 16. März, nachmit tags 5 Uhr, vom Strankenhause Moabit aus nach dem Johannisfirchhof in Plötensee statt. spenden bei der Beerdigung meiner Frau allen Freunden und Bekannten unsern besten Dank. 26045 Robert Adler nebst Kindern. Orts- Krankenkasse der Cigarrenmacher, Cigarettenmacher und Cigarrensortierer zu Berlin. Mittwoch, den 23. März 1904, abends 8, Uhr, im Restaurant Hempel, Rosenthalerstraße 11/12: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Borlegung des Jahresberichts. 2. Bericht der Kommission zur Vorprüfung der Jahresrechnung. 3. Wahl eines Borstandsmitgliedes an Stelle des verstorbenen Seb. Gröbel. 4. Anstellung des 3. Kassenbeamten. Nur die Delegierten haben Zutritt. 25986 Der Vorstand.. Empfehle den Genossen meine Kranz- und Blumenbinderei August Trothe, Wrangelstrasse 11 und Markthalle 9, Eisenbahnstraße, Stand 251/252. 45382 Umrege Beteiligung der Kollegen Gegen Wanzen bittet 137/8 Die Verbandsleitung. Kresomaille unfehlbar. Fast überall zu haben. Danksagung. [ 2611b* Für die vielen Betveise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranz spenden bei der Beerdigung meiner unvergeßlichen lieben Frau Marie Neumann sagen wir allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Personal der Bauverwaltung des Kabelwertes Oberspree, unsren innigsten Dant. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Heinrich Neumann. 25976 Sie unterstützen die einheimischen Arbeiter und die einheimische Landwirtschaft, wenn Sie Seelig's Stern. Kaffee- Bufak taufen, denn dieser altbekannte, vorzügliche Cichorien. Kaffee wird nur aus erstklassigen württembergischen Cichorien wurzeln hergestellt, während zu andren Konkurrenzfabrikaten oftmals minderwertige, ausländische( belgische) Cichorienwurzeln Berwendung finden. Lassen Sie daher Jhr schönes Geld nicht ins Ausland wandern, sondern verlangen Sie ausdrücklich:" Seelig's Sterns Kaffee- Busak". Jedem Paket liegt eine Sparmarte bei; fammeln Sie dieselben fo erhalten Sie ein entsprechendes Quantum Seelig's Stern- Kaffee- Bufat lostenfrei als Prämie und erzielen dadurch im Laufe des Jahres eine Erhebliche Ersparnis in Ihrer Wirtschafts- Kaffe. Ungewitters Kautabak ist als bester seit 40 Jahren in Berlin bekannt und gern getauft. 44702* Berlangt Ungewitters Kautabak. unbedingt in dieser Bersammlung anwesend ſein. Jeder Kollege der Geschirr, Bagen, Neitzeug- und Sattelbranche mus Für Wiederverkäufer Fritz Hämmerer, Berlin, Frankfurter Allee 33. 100/1 156/11 1. Vortrag des Genossen 2. Bartels:" Wirtschaftliche und politische Kämpfe". 2. Die Antwort unsrer Arbeitgeber betreffs Unterhandlungen wegen der von uns eingereichten Vorlage zu einem neuen Lohntaris. 3. Die Aussperrung in Kopenhagen. 4. Der Streit in Danzig. 5. Gewerkschaftliches. Alle Kollegen, die noch nicht unsrem Verbande angehören, sind zu dieser Versammlung eingeladen. Die Filial- Verwaltung. Die Branchen- Zeitung. zu haben bei: Bu haben in Cigarren- Specialgeschäften. , 50Mk. kostet Achtung! Portefeuiller! Nur 1st jede Uhr& Verband der Portefeuiller usw. Mittwoch, 16. März, abends 8 Uhr, in Graumanns Festsälen, Naunynstr. 27: Achtung! Holzarbeiter. Achtung! Mitglieder- Versammlung. Zahlstelle Rixdorf. Tages- Ordnung: 1. Bericht über den Heimarbeiterschuh- Kongreß. Berichterstatter: Hennig. 2. Beratung von Anträgen zum Verbandstage. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Die General- Versammlung findet umständehalber Donnerstag, den 17. d. M., abends 8%, Uhr, bei Thiel statt. Die Ortsverwaltung. 109/6 80/15 Zum Aussuchen! 1903er Hühner Central- Verband der Maurer etc. jekt fleißig legend; Brutputen, Brut Zweigverein Berlin. eier bochebler Raffen, empfiehlt reell Freitag, den 18. März 1904, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelund billig F. Wegner, Berlin, Mariannenstraße 34. 80/19 Ufer Nr. 15( großer Saal): General- Versammlung Wurst! Speck! für sämtliche Bezirke and Zahlstellen der Maurer sowie der Sektion der Puher und Syed, mag. ib. 65 W1, bei 5 Pib. 60 der Sektion der Gips- und Cementbranche, gleichzeitig der Gruppe der Fliesenleger. 65" "" Landschinken in ganz. u. halb., 95 Delikateßschinken o. Stnochen, 105 Braunschweiger Mettwurst, Thüringer Notwurst Hallesche Zwiebelwurst ff. Leberwurft Pommeriche Fleischwurst Bolnische und Mettwurst Echt Pommersche Schlack wurst und Salami 90 Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Ed. Bernstein über: Das Reich der Gewerkschaften und V feine Grenzen". 2. Diskussion. 3. Berichterstattung von der Gaufonferenz. 4. Aufstellung eines Kandidaten zum 50 zweiten Bevollmächtigten des Zweigvereins. •" O 50 P 137/6 90 90 " 0 65 ChausseeMitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt. Der Zweigvereins- Vorstand. Von derBellealliancestr. 98 verzogen. bei mir zu reparieren u. reinigen unter Garantie des Gutgehens( ohne Bruch), kleine Reparaturen billiger. Grosse Auswahl in Uhren u. Goldwaren zu billigsten Preisen. Goldene Damen- Remontoir, 10 Steine, v. 18,-, Goldene Herren- Doppelkapsel- Remontoir v. 50,-, Silberne Remontoir v. 9,-, Regulateure, Freischwinger, Wecker- u. Wanduhren. Goldene Herrenu. 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Trauringe in jedem Gold und Doublé zu billigsten Mitglieder- Versammlung. Façonpreisen in jeder Preislage und Nummern stets am Lager. Großes Ketten- Lager zu allen Breisen. Emil Rothert, Uhrmacher und Goldarbeiter, Paul Klähn, Str. 27. Tages Drdnung: 1. Rückblick auf das Jahr 1904. 2. Gründung einer eignen Sektion und Wahl Pianino, 200 Mart, sofort ver- des Sektions- Borstandes. 3. Verschiedenes. fäuflich. Nitterstr. 120, I links.* Das Erscheinen aller Mitglieder ist notwendig. 137/7 38992* Andreas- Strasse 62. Frankfurter Allee 114. Verantwo. Redakteur: Julius Kalisti, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 63. 21. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Sonderausstellung zur Bekämpfung des Alkoholismus Dienstag, 15. März 1904. hat, während die Auflage des Verbandsorgans von 350 auf 1200 m übrigen ist es ja auch gar nicht das Armenwesen allein, bei gestiegen ist. dent sich die Wirkungen des Notstandes gezeigt haben; in andren Ueber unsre Stellung zu dem Ausstellungsunternehmen brauchen Zweigen der städtischen Verwaltung sind sie gleichfalls hervorgetreten. wir uns wohl kaum noch auszulassen. Der Kampf gegen den Es gehört wirklich eine Portion Mut dazu, angesichts so offenkundiger Alkoholmißbrauch kann man nicht mit den wohlfeilen Worten abift Sonntagmittag 1 Uhr im Gebäude der ständigen Ausstellung für thun, daß erst in der kommenden socialistischen Gesellschaft dieser Thatsachen seine Zuflucht zu so armseligen Ausreden zu nehmen. Arbeiterwohlfahrt eröffnet worden. Daß diese Wohlfahrtsausstellung Stampf tvirtsam aufzunehmen sei und daher die heutigen BeDer Urlaub der städtischen Arbeiter. Den im Dienste der Stadtim Hause Fraunhoferstr. 11/12 zu Charlottenburg noch nicht die strebungen der Alkoholgegner mit einem mehr oder minder wohlwünschenswerte Beachtung in Arbeiterkreisen gefunden hat, mag zum Wort für Mort das wollenden Achselzucken behandelt werden könnten. Es läßt sich fast gemeinde stehenden Arbeitern ist bekanntlich nach den bestehenden Teil ihrer von Berlin recht entfernten Lage zuzuschreiben sein; vom Deutschen Arbeiter- Abstinentenbund Bestimmungen, sofern diese Arbeiter fünf Jahre in städtischen Be nimmt ihr Besuch für einen im Osten wohnenden Arbeiter doch ein herausgegebene Flugblatt unterschreiben, worin in kraftvollen trieben beschäftigt sind, jährlich ein Urlaub von einer Woche unter Es sind nun Zweifel erkleckliches Stück Zeit in Anspruch. Immerhin halten wir es für Worten auseinandersetzt ist, daß im proletarischen Emancipations- Fortzahlung des Lohnes zu gewähren. unsre Pflicht, die Arbeiterschaft auf die Anregungen, die ihnen kampf der Alkohol der schlimmste Feind der Arbeiterschaft ist, denn darüber entstanden, welcher Zeitpunkt bezüglich der fünfjährigen namentlich auf dem Gebiete der Unfallverhütung in der ständigen wer wüßte nicht, daß diese Geißel in der Arbeiterklaffe weit ent- Beschäftigungszeit bei Gewährung des Urlaubes maßgebend sein soll. Um diesen Zweifel zu beseitigen, hat der Magistrat beschlossen, Ausstellung geboten werden, an dieser Stelle von neuem hinzu- feßlichere Verwüstungen anrichtet als unter den Besitzenden, die sich gegen die Wirkungen des Giftes durch gute Ernährung mehr oder daß den sämtlichen städtischen Arbeitern zum erstenmale in demZweck und Inhalt des neuen Unternehmens werden von der weniger schützen können! Andrerseits geht es natürlich nicht an, jenigen Jahre Urlaub zu erteilen ist, in welchem sie innerhalb der Ausstellungsleitung wie folgt erläutert: daß man die Enthaltsamkeit von alfoholischen Getränken als Partei bei ihrer Verwaltung üblichen Urlaubsperiode das fünfte Dienstjahr Es fehlte bisher in Deutschland an einer öffentlichen Stelle, um mus bekämpfen, wo sie nur kann, sie soll die Arbeiterschaft dort, wo wird, noch nicht volle fünf Dienstjahre in Arbeit stehen. postulat aufstellt. Unfre Presse soll die Volkskrankheit des Alkoholis- vollenden, auch wenn sie zu der Zeit, in welche ihr Urlaub gelegt sich bequem und unbeeinflußt über die Alkoholfrage unterrichten zu dies vonnöten ist, darüber belehren, daß sie ihren abstinenten können. Dieſe Lücke soll die Sonderausstellung ausfüllen. Sie soll Stameraden mit Respekt zu begegnen hat und daß der vielfach noch bei denen die Erteilung eines Erholungsurlaubs oder die Dauer nicht in den Dienst einer besonderen Richtung der Abstinenz oder der Mäßigkeit gestellt werden, fie foll das Studium erleichtern, herrschende Trinkzwang ein lebel ist. Geschieht das, dann genügt desselben von einer bestimmten Anzahl zurückgelegter Dienstjahre abhängig ist, dieser Urlaub oder der ihnen nach einer bestimmten zu einer Erweiterung der Kenntnisse und Vertiefung der An- unsre Presse auch in dieser Richtung ihrer Aufgabe. schauungen führen. Sie wird hoffentlich dazu beitragen, daß dem Bemerkt sei noch, daß die vorläufig auf ein Jahr geöffnete Aus- Dienstzeit zustehende längere Urlaub schon innerhalb derjenigen jeichten Geschwäg, mit dem sich jetzt noch häufig genug üngebildete stellung mit Ausnahme des Montags an Wochentagen von 10 bis Urlaubsperiode zu gewähren, in welcher fie die maßgebende Zahl wie Gebildete über Alkohol und Alkoholismus auslassen, die Existenz- Sonn- und Feiertagen von 1 bis 5 Uhr geöffnet ist. 1 Uhr, Dienstags und Freitags auch abends von 6 bis 9 Uhr, an der Dienstjahre vollenden. bedingungen erschwert werden. weisen. Die Taubftummenschule. Nach einem Beschluß der städtischen Behörden können taubstumme Kinder schon im Alter von fünf Jahren Taubstummenschule aufgenommen werden, was sich als eine große Wohlthat ausgelegte iterator gabe bürftig und ausbildungsfähig. Die jest Berliner Partei- Angelegenheiten. Saben in bie städtische austere, besonders für Stimber, die " erörter tworden. Lokales. Früchte freisinniger Kommunalpolitik! Die Die Sonderausstellung bildet noch kein abgeschlossenes Ganzes, sehr ausbildungsbedürftig wird größtenteils einem dem Ausstellungsraume gegenüber liegenden Saale zu einer Bibliothek vereinigt werden und der freigewordene Platz durch statistische sammlung des Wahlvereins in Voigts Festsalen, Ritter- städtischen Taubstummenschule in der für diese Kleinsten" ein Dritter Wahlkreis. Heute Dienstagabend 8 Uhr: Wer die Taubheit erst später durch Strankheit erworben haben und noch Verim Besize von Sprach- und Hörresten sind. Diese werden in der Tabellen, Modelle, Apparate und andres ersetzt werden. Die straße 75. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Dr. Za de c gerichteten„ Borklasse" aufs sorgfältigste benutzt und dadurch geübt Bibliothek wird alle wichtigen, einschlägigen Werte enthalten und in Die Aerzte und die Krantentaffen". Distusfion. Gäste und erhalten. Die städtische Taubstummenschule hat ein achtklassiges einigen Monaten dem Gebrauche des Publikums übergeben werden. willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Die Aufstellung im Ausstellungsraum ist im allgemeinen so erfolgt, Schulsystem und zählt zur Zeit 17 lassen mit 18 wissenschaftdaß den deutschen Vereinen, die sich auf die Aufforderung der Aus- Stralan. Heute Dienstag, den 15. März, vormittag von 10 bis lichen und 4 technischen Lehrkräften. Der Unterricht wird ausstellungsleitung beteiligt haben, möglichst geschlossene Bläße, durch 11 Uhr, findet im Restaurant Friedrich Munzel, Alt- Stralau 16, fchließlich in der Lautsprache ohne Gebärde erteilt. Querwände getrennte Abteilungen, angewiesen sind. Gleich gegen für die dritte wählerklasse die Gemeinderatswahl statt. nötige Verbindung mit dem Elternhause wird durch besondere über der Eingangsthür befindet sich die Abteilung der abstinenten linser Kandidat ist Genosse Wilhelm Buit, Alt- Stralau 46. Die Eltern stunden" vermittelt, die der Direktor Guzmann mit Arbeiter, deren Ausstellung zeigt, welche große, immer wachsende hiesigen Gegner arbeiten, wie immer, im Stillen und von ihrer Genehmigung der Schuldepntation eingeführt hat und die sich als Bedeutung die Abstinenz innerhalb der ausländischen und in den Kandidatur ist bisher nichts zu hören. Sie werden aber trotzdem ganz außerordentlich segensreich erweisen. Mit der Schule ist auch letzten Jahren auch in der deutschen socialdemokratischen Arbeiter versuchen, uns das Mandat zu nehmen; es ist daher Pflicht aller eine Fortbildungsanstalt für Taubstumme verbunden, die zur Zeit schaft gewonnen hat. Die folgende Abteilung umfaßt den Inter- Barteigenossen, vollzählig am Blaze zu sein, damit wir unser Mandat sechs Kurse, vier für Jünglinge und zwei für Mädchen umfaßt. nationalen Alkoholgegnerbund mit seiner sehr reich- behaupten. Diese Fortbildungsschule hat die Aufgabe, den erwachsenen Taubhaltigen, populärwissenschaftlichen Litteratur, und den vor kurzem Hohen- Neuendorf. Heute Dienstag, den 15. März, nachmittags stummen durch regelmäßige llebungen im Sprechen und Ablesen die begründeten, bedeutungsvollen Deutschen Bund abstinenter von 4-7 Uhr findet die Gemeindewahl der dritten Wählerklasse statt. Befähigung zu erhalten, mit Hörenden in der Lautsprache zu ver Frauen. Sodann folgt mit einer umfangreichen Ausstellung die Es ist Pflicht der in Berlin arbeitenden Wähler, ein paar Stunden fehren, sowie ihre Schulbildung zu erweitern und mit dem praktischen Abteilung des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger im Interesse der Sache zu opfern, um unsrem Kandidaten, den Leben, besonders der Berufsthätigkeit, in enge Beziehungen zu bringen. Getränke, des großen, einflußreichen Vereins, der seit mehr als Krantentaffenbeamten Mag Neumann, zum Siege zu verhelfen. Der Unterricht ist unentgeltlich. Die Aufnahme findet zwanzig Jahren die deutsche Mäßigkeitsbewegung organisiert hat; Wenn jeder sein Wahlrecht ausübt, so ist der Sieg unser! Hier ist Anfangs April und Oktober statt. Anmeldungen nimmt außer seinen vortrefflichen Schriften zeigt er insbesondere fünstlerische die beste Gelegenheit gegeben, den ersten Socialdemokraten ins Direktor Guzmánt, Markusstr. 49, entgegen. Entwürfe für Trinkbrunnen sowie Abbildungen und Pläne der Trinter- Ortsparlament zu bringen! Parteigenoffen, rüttelt die Säumigen Preußische Polenpolitik. Bolizeilich verboten wurden die soheilanstalt Waldfrieden bei Berlin. Die folgende Abteilung enthält ver- auf, damit keiner der Wahl fernbleibt. Durch Kampf zum genannten„ Kinderabende", die die Berliner Polen, zumeist im schiedenartige Litteratur und sonstiges. Am Schluß befindet sich die Aus- Sie g! Das socialdemokratische Wahlkomitee. Stadtteil Moabit, veranstalteten. Der Zweck dieser Abende, zu lage des Deutschen Vereins abstinenter Kaufleute. Die rührige und schneidige Agitation dieses Vereins, besonders seines Begründers in Wilhelmsruh- Rofenthal- Nordend. Heute findet die Gemeinde- denen sich die polnischen Mütter mit ihren Kindern einfanden, war der deutschen Kaufmannschaft, ist von wohlverdienten Erfolgen be- bertreter Wahl statt; die dritte Stlaffe wählt von 2-4 1hr, der, den hiesigen polnischen Familien Gelegenheit zu geben, unter einander Fühlung zu gewinnen, sowie den Kindern polnische gleitet gewesen. In der folgenden Abteilung befinden sich: Deutscher die zweite Selasse von 4-41 Uhr. Verein abstinenter Lehrer( Vereinszeitschrift:" Enthaltsam- Arbeiter, Handwerker, Parteigenossen! Thut Spiele, Sitten und Bräuche einzuprägen und ihre polnischen Sprach tenntnisse zu erweitern. Die Behörde erblickt in diesen Verfeit", wichtige Publikation:" Dresdener Bilder gegen den Alkohol"), Gure Pflicht, tretet Mann für Mann um 2 Uhr an, und gebt in der Verein abstinenter Aerzte, etwa 150 Mitglieder( Vereins- britten Abteilung unserm Genossen Robert Hasched, in der anstaltungen regelrechte Versammlungen, die der polizeilichen Anzeitschrift:" Internationale Monatsschrift zur Bekämpfung der Trink- weiten Abteilung Fris Willmeroth Eure Stimme. Nur meldung bedürfen. fitten"), Vereinigung enthaltsamer deutscher Eisenbahner, wenn wir auf dem Posten sind, können wir siegen, da sich die Das Opfer eines Raubanfalls wurde gestern nachmittag die Frau Verein abstinenter Pastoren( Vereinszeitschrift: Abstinenz"), bürgerlichen Parteien geeinigt haben und alles aufbieten, um uns des Kaufmanns Hinze, Groschgörschenstr. 26. Die Dame kehrte Deutscher Verein abstinenter Studenten( mit bemerkens den Sieg streitig zu machen. gegen 3 Uhr von einem Ausgange zurück und trug ihr Portewerten Bildern aus dem„ Simplicissimus"), Germania: Abstinentenmonnaie in einem Pompadour, den sie in der linken Hand hielt. Vereinigung an deutschen Schulen. Besonders hervorzuheben sind die Auf der Treppe folgte ihr ein junger, etwa 25jähriger Mann, der Bestrebungen des Vorsitzenden des Eisenbahnervereins, diesen Verein sich den Anschein gab, als ob er im Hause wohne, und die Dame zu einem solchen für alle deutschen Verkehrsbeamten umzuwandeln, freundlich grüßte. Als Frau H. die Korridorthür zu ihrer Wohnung und ferner vom nächsten Jahre ab eine Abteilung für nichtabstinente Die Steigerung der Ausgaben für das Armenwesen, die wandte sich plötzlich wieder um, riß der völlig lleberraschten die aufschließen wollte, ging der Fremde scheinbar an ihr vorüber, Mitglieder mit gleichen Vereinsrechten neben den abstinenten Mit- in Berlin in den letzten Jahren ganz ungewöhnlich groß gewesen ist Tasche aus der Hand und ergriff schleunigst die Flucht. Auf die gliedern einzurichten. In der folgenden Abteilung kann man sich von dem Umfang der und den städtischen Etat immer fühlbarer belastet hat, verursacht Hilferufe der Dame kamen Hausbewohner hinzu, die die Verfolgung Fabritation alkoholfreier Getränke überzeugen, es den freifinnigen Kommunalpolitikern viel Kopfzerbrechen und großen des dreisten Räubers aufnahmen, doch gelang es diesem, in einer find zwar nicht die Getränke selbst, aber eine Fülle von Prospekten, Verdruß. Auch im Etatsausschuß ist, wie wir bereits mitteilten, Nebenstraße zu entkommen. Beschreibungen, Broschüren usw. über alkoholfreie Getränke zum Mit- diese Ausgabesteigerung wieder zur Sprache gebracht und eingehend Der dressierte Piepmat. Ein verkappter Harzer Vogelhändler be nehmen ausgelegt. treibt gegenwärtig einen raffinierten Schwindel. Der Handelsmann Die Vertreter des Freisinns haben dabei nach allen möglichen offerierte Harzer Kanarienhähne, vorzügliche Schläger zu dem Preise Erklärungen gesucht, nur die nächstliegende Ursache ist von ihnen nicht von 10 M. pro Stück und findet um so leichter für die niedlichen angeführt worden. Man hat geklagt, daß zu bereitwillig Unter- Sänger Käufer, als die zahmen Vögel auf die einfache Aufforderung fügungen gewährt würden, namentlich von der Armendirektion, die Hänschen singe doch" ihr Lied fröhlich in die Luft schmettern. auf Beschwerde abgewiesener Bittsteller über die Köpfe der Armen- So erschien der Händler auch fürzlich bei einem Kaufmann in der kommissionen hinweg Armengeld bewillige. Zugleich ist behauptet Der Alten Schönhauserstr. 29 und verkaufte einen großartigen" Roller". In der Mitte des Ausstellungsfaales befindet sich ein großer worden, daß von außerhalb zugezogene Arbeiter vielfach ihre älteren er Handelsmann ließ dem Stäufer zwei Vögel zur Auswahl und versprach in drei Tagen wiederzukommen, um das nicht Tisch mit Aufbau, der Material zur Frage der Gasthaus- Re- Angehörigen nach Berlin nachkommen lassen, um hier für sie nach behaltene Tier abzuholen, ließ sich aber nicht wieder sehen, form enthält. Es soll hier dargelegt werden, daß das Alkohol- Erlangung des Unterstüßungswohnsizes die Armenpflege in Anspruch der Kaufmann hatte zwei Weibchen erhalten. Der Schwindler hat tapital in den legten Dezennien zu einer gewaltigen und für das Gemeinwohl gefährlichen Macht geworden ist, daß, Abhilfe geschafft Berlin abschieben und ihnen Subsistenzmittel gewähren, bis sie hier abgerichteten Hahn, der auf Kommando fingt und nach einem Fingerzu nehmen; ja, daß nicht selten fogar Gemeinden alte Leute nach nämlich in einem Bauer eine größere Anzahl Weibchen und einen werden muß und geschafft werden kann. Die Reform- Gasthäuser in den verschiedenen deutschen Städten beweisen, daß ein weitverbreitetes den Unterstüßungswohnfig erlangen. Dagegen hat man sich vorsichtig zeig bald hier, bald dort auf die Stange springt, um jedesmal als andrer Sänger zu erscheinen. Will der Käufer den Hahn haben, so Bedürfnis des Publikums vorhanden ist, sich frei zu fühlen von dem herumgedrückt um das Geständnis, daß das in der letzten Zeit wird das Tier durch einen Fingerzeig neben ein Weibchen dirigiert mittelbaren oder unmittelbaren Zwange, alkoholische Getränke ge- beobachtete ungewöhnlich rasche Anwachsen der Armen- und drängt sich dicht an dasselbe heran, so daß der Händler in nießen zu müssen. Auch Restaurationen und Hotels, in denen nur last en im wesentlichen eine Folge des Notstandes der letzten unauffälliger Weise die Vertauschung der Vögel, die natürlich immer altoholfreie Getränke geführt werden, sind schon in Deutschland Jahre ist. gleichfarbig sind, vornehmen kann. Da ein Weibchen 50 Pf. bis existenzfähig. Es kennzeichnet den Berliner Freifinn, daß er jetzt die starke In- I M. fostet, so macht der Schwindler ein ganz vorzügliches Geschäft. Die Wände des Ausstellungssaales sind hoch oben mit Kurvenanspruchnahme der Armenpflege lediglich aus äußerlichen Ursachen tafeln über den Konsum der alkoholischen Getränke in den meisten erklären möchte. Das Unzutreffende, völlig Haltlose dieses Er- polizei unschädlich gemacht. An ihrer Spize stand ein gewerbsEine Einbrecherbande von acht Köpfen wurde von der Kriminalcibilisierten Staaten. bedeckt. Die zusammengestellten Sturven für Branntwein und Bier zeigen, daß gegenwärtig die Hauptgefahr nicht flärungsverfuches liegt auf der Hand. Für die Behauptung, daß oft mäßiger Verbrecher Namens Karl Schwabach, die übrigen Mitglieder, in ersterem, sondern in letzterem liegt. Der Branntweintonsum ist alte Leute von ihren nach Berlin verzogenen Angehörigen nach- alles junge Männer im Anfang der zwanziger Jahre, sind noch unin den letzten Dezemnien durchschnittlich gefallen oder hält sich auf geholt werden und dann der hiesigen Armenpflege zur Last bestraft. Schwabach hatte sie in seiner Hand und machte mit ihnen gleicher Höhe. Dagegen steigen die Bierkurven ausnahmslos fallen, ist man im Ausschuß den zahlenmäßigen Beweis von einer Kafchemme in der Nähe der Versteigerungshalle in der und übertreffen in ihrer gegenwärtigen Höhe in Belgien, England schuldig geblieben. Möglich ist so etwas, und es wird gewiß auch Alten Schönhauserstraße aus seine Raubzüge namentlich nach und Deutschland die Branntweinfurven jämtlicher Länder. Das mehrfach vorgekommen sein, aber wir bestreiten einstweilen, daß das Konfektionsgeschäften. Die Gesellschaft hatte die Gepflogenheit, bei Bier droht, wie schon wiederholt hervorgehoben ist, eine der schlimmsten in einer erheblichen Zahl von Fällen geschehen sei und ausreicht zur iedem Einbruch in ein Herrenkonfektionsgeschäft die Anzüge zu wechseln Geißeln unsres Jahrhunderts zu werden. Diese Grundsäge der Ausstellungsleitung verden gewiß in der Erklärung der in der letzten Zeit so groß gewefenen Zunahme der und die alten zurückzulassen. An den Funden erkannte die Kriminalpolizei, daß 15 Einbrüche von ein und derselben Bande ausBevölkerung gewürdigt werden, so oft auch die Kassandrarufe über Bahl der Almofenempfänger. Diese Zunahme ist in der Hauptsache geführt sein mußten. Den Raub teilte die Bande in so viel Teile, das Bier ungläubigem Staunen begegnen mag. auf dieselbe Ursache zurückzuführen, wie die gleichfalls sehr be- als in jedem Falle Mitglieder gearbeitet hatten. Jeder brachte sein Die Ausstellung wurde eröffnet mit einer Ansprache des Herrn deutende Zunahme der Pflegegeldempfängerinnen, d. H. der Witwen, Bündel auf einen Bahnhof und gab es dem Pförtner in Verwahrung, Dr. jur. Eggers aus Bremen; in furzen schlichten Worten sezte denen die Waifenverwaltung ihre Kinder nicht abnimmt, sondern um es nach einigen Stunden abzuholen und nach der Versteigerungsder Herr die Zwede des Unternehmens auseinander. Auf dem gegen ein Pflegegeld beläßt, das die Armenverwaltung zahlt. Vom halle zu bringen. Dort hatten die Einbrecher, die auf den Bahnhöfen Programm stand als zweiter Punkt ein Experimental- Bortrag des 31. März 1901 bis zum 31. März 1908 vermehrten sich die Almosen- als Geschäftsreisende auftraten, einen Hehler, der die Sachen unter Herrn Dr. med. Aug. Smith aus Marbach am Bodensee. Herr empfänger von 30 297 auf 33 160, die Pflegegeldempfängerinnen von andre Auktionsmaffen schmuggelte. So kam es, daß waren, die in der Smith war jedoch erfrantt, so daß der Vortrag auf eine spätere Ge6336 auf 7164. Die Zunahme in zwei Jahren betrug bei den Almojen nun nicht mehr zu ermitteln waren. Was nicht öffentlich versteigert Nacht gestohlen wurden, schon am nächsten Wittag verſteigert und Legenheit verschoben werden mußte. Der Vorsitzende des deutschen Vereins gegen den Mizbrauch geistiger Getränke, empfängern etwa 10 Broz., bei den Pflegegeldempfängerinnen 13 Pro3. wurde, verkauften die Einbrecher unter der Hand an Leute, die sich Herr Gonson, verbreitete sich sich dann über die Wirksam will man vielleicht den Versuch machen, auch die Vermehrung der zu hunderten auf dem Hofe des Auktionshauses aufhalten. Zuerst feit feiner Organisation, worauf Herr Eggers wieder Pflegegeldempfängerinnen nicht aus dem Notstand der letzten Jahre ermittelte die Kriminalpolizei einen Droschfenfutscher, der ver das Wort nahm, um sich des Auftrages, über die Bestrebungen des zu erklären? schiedentlich Einbrecher mit Bateten gefahren hatte. Vereins für Gasthausreform das nötige zu sagen, mit Gewandtheit Die Wortführer des Freisinns haben ihre Gründe, von den Morgens zwei Mitglieder der Bande auf dem Bahnhof Börse er zu entledigen. Sehr sympathisch sprach hierauf im Namen des Notstandsjahren und ihren Nachwehen zu schweigen. Als damals von schienen, um Seidencoupons in Verwahrung zu geben, wurden fie Deutschen abſtinenten Frauenbundes Frau Dr. phil. We gicheider socialdemokratischer Seite gemahnt wurde, daß die Gemeinde sich von Beamten in Empfang genommen und festgesezt. Nun erfuhr Ziegler. Weiter ließen sich noch ein Herr vom Alkoholgegner auf ihre Pflicht durchgreifender Hilfe befinnen möge, da wurde vom man, wer noch zu der Bande gehörte, und beobachtete die Kafchemmen, Bund, unser Parteigenoffe Miethte vom Verein abstinenter bis sich einmal der Rest der Gesellschaft dort versammelt hatte. Arbeiter und ein Mitglied des Guttempler- Drdens über die Ziele Freifinn bestritten, daß die Lage so schlimm sei, und die städtischen Kriminalbeamte nahmen auch die noch fehlenden sechs Mitglieder, und Erfolge ihrer Organisationen aus. Besonders wirksam sprach Behörden ließen weiter alles gehen, wie es wollte. Die Früchte darunter den Anführer, fest. Was die Bande gestohlen und verschärft Genoffe Miethte, der u. a. mitteilte, daß der von ihm vertretene jener Politit sind erst später gereift, aber die Ernte ist nur zu reichlich hat, stellt nach den vorläufigen Ermittelungen einen Wert von minVerein in den letzten neun Monaten um 500 Mitglieder zugenommen ausgefallen. Da hilft nun kein Bemänteln und kein Vertuschen. Sestens 40 000 m. dar. Die dann noch übrig bleibende Abteilung, die die ganze Wand neben der Eingangsthür einnimmt, ist Deutſchlands Großloge II des Guttemplerordens( I. O. G. T.) zur Verfügung gestellt. Der Orden ist, wie in vielen außerdeutschen Ländern, so auch bei uns der volkstümlichste Antialfoholverein geworden, seine Ausstellung ist ein deutliches Beichen der weltumspannenden Bedeutung und Macht diefer einzigartigen Organisation. Als eines Ein dunkles Quartier hat die Kriminalpolizei in der Wilhelm-| gelöscht werden, das fim wesentlichen nur Küchenmöbel beschädigte. Es erhielten im ersten Bezirk die Genoffen John 524 ftraße 25 aufgehoben. Dort wohnte die Zimmervermieterin Ise Nachmittags erfolgte ein Alarm nach dem Landsberger Play. Gläser 524, Tempel 524 Stimmen. Auf die Gegner entfielen je Steuer, die an Prostituierte die einzelnen Räume abgab. Die Hier brannte eine Selterwasser- Verkaufsbude, doch gelang es der 7 Stimmen. Steuer hatte außer ihrem Mann, einem arbeitsscheuen Gesellen, Wehr, die Flammen bald zu ersticken. Zur Rettung eines Pferdes Im zweiten Bezirk die Genossen Günther und Ritter ihren Freund", den Schlosser Wilhelm Ernst bei sich. Auch wurde die Wehr später nach den Konkordia- Festsälen gerufen. Alle je 199, die Gegner je 7 Stimmen. " melden. eine unter dem Namen Mary" bekannte Person wohnte dort. Vor übrigen Alarmierungen, die noch von der Linkstraße, Hagelsberger- Die Beteiligung an der Wahl war eine derartig starke und die einiger Zeit nun stahl Mary einem Manne, während straße 3, Königin Augustastraße, Werneuchenerstr. 13 und noch von Uebersicht in der Liste eine so mangelhafte, daß, als um 8 Uhr er einschlief, die Brieftasche mit dreitausend Mark Inhalt. verschiedenen andren Stellen einliefen, waren auf ganz unbedeutende das Wahllokal geschlossen wurde, noch ca. 300 Wähler im WahlFreudestrahlend zeigte sie ihre Beute der Frau Steuer. Die Brände zurückzuführen, die vor Eintreffen der Löschzüge bereits von lokal blieben. aber fagte: entweder teilen oder Anzeige! Mary teilte und Hausbewohnern beseitigt waren. Um 11 Uhr gab der lezte Wähler im ersten Bezirk seine verschwand. Als der Bestohlene erwachte und Frau Steuer flagte, Stimme ab. daß das Mädchen ihn ausgeplündert haben müßte, ließ ihn die Ein Droschkenkutscher gesucht. Das Polizeipräsidium teilt mit: Infolge der Schwerfälligkeit bei Auffindung der Namen in der Frau nicht darüber in Zweifel, daß sie seine Ansicht teile, bedauerte Derjenige Droschkenkutscher, welcher im Januar 1900 einen Herrn Wählerliste war eine große Zahl der Wähler gezwungen, von der ihn und empfahl ihm einen tüchtigen Detektiv, da die Kriminal- mit einer Weinkiste( 160 Flaschen enthaltend) von der Ecke der Wahl abzusehen. polizei doch nichts ermittele. Dieser wurde aber dennoch Anzeige Eichendorff- und Schlegelstraße oder einem der in der Nähe befindStralau. In der Gemeindevertreter- Sigung vom 11. d. Mis. gemacht; sie fand jedoch in der Wohnung nichts von dem gestohlenenlichen Haltepläge nach einem Bahnhof- wohl Friedrichstraße Gelde, und Mary war einstweilen nicht zu finden. Bald darauf ver- gefahren hat, wolle sich als Zeuge entweder schriftlich beim Polizei- wurde vom Gemeindevorstand beantragt, die Biersteuer für faufte Frau Steuer ihre Einrichtung und verschwand bei Nacht präsidium, Abteilung IV, oder persönlich bei einem beliebigen Stralau einzuführen. Begründet wurde der Antrag damit, daß nach und Nebel mit ihrem Geliebten und ihrem Manne. Erst wandte Polizeirevier oder im Zimmer 175 des Polizei- Dienstgebäudes, den Erfahrungen, die bis jetzt von andren Gemeinden gemacht sind, sich die Gesellschaft nach Holland und dann nach London. Unter- Alexanderstraße 3-6, unter Angabe der J.-Nr. 2229. IV 4. 04. diese Steuer von den Brauereien getragen und somit von den Gastdessen machte der Detektiv, den Frau Steuer empfohlen hatte, von wirten nicht als Belastung empfunden wird. Der Herr Brauereidem Bestohlenen mit den nötigen Mitteln versehen, in Berlin und Zeugen gesucht. Personen, die gesehen haben, wie am 16. Ja- direktor Hennig teilte der Versammlung mit, daß der Ring der außerhalb„ Ermittelungsfahrten". Auf Entdeckungen aber hatte er nuar, nachmittags 3 Uhr, an der Ecke der Schönhauser- und Stein- Brauereien beschlossen habe, vom 1. Jul. d. J. ab die Biersteuer nicht es gar nicht abgesehen, denn er war in Wirklichkeit nicht Detektiv, straße ein mit einem Schimmel bespannter Geschäftswagen von einem mehr ganz zu tragen. Von den 65 Pf., welche in der Regel pro sondern ein gewisser Schmidt, ein guter Bekannter der Steuer. Straßenbahnwagen angefahren wurde, werden dringend gebeten, Tonne erhoben werden, zahlen alsdann die Brauereien nur noch Schmidt wußte, wo Mary wohnte, suchte sie auch auf und stahl ihr ihre Adresse bei W. Quappe in Weißensee, Lehderstr. 12, abzugeben. 25 Pf., so daß die übrigen 40 Pf. von den Gastwirten zu entrichten einen Brillantring, den ein Verehrer ihr einmal geschenkt haben soll. sein werden. Nachdem die Vertreter Mühe und Buck den Antrag Während Frau Steuer und ihre Gesellschaft es versuchten, in London Im Metropol- Theater gab es Sonnabend eine neue Revue, bekämpft und darauf hinwiesen, daß diese Steuer in Zukunft hauptKriminalpolizei ermittelt und verhaftet. Allein sie blieb dabei, daß diesen Bühnenthaten steht eines im voraus fest, nämlich daß es bei Gemeindevorstandes, Herr Bahrfeldt, daß er den Antrag nicht mehr ebenso zu leben wie in der Wilhelmstraße, wurde Mary von der einen dramatisierten Rückblick auf die neuesten Zeitereignisse. Bei lächlich die Gastwirte treffe, diese aber doch schon durch direkte Besteuerung scharf herangezogen werden, erklärte das Mitglied des sie von dem Diebstahl nichts wisse. Jetzt kehrte auch Familie Steuer der Ausstattung nicht auf Geld ankommt und daß diese demgemäß vertreten wolle; er werde sich der Abstimmung enthalten. Der Annach Berlin zurück, da die Unternehmungen in London fehlgeschlagen nach den Principien eines indischen Nabob hergerichtet wird. Die trag wurde nunmehr abgelehnt. Zu lebhafter Debatte führte ein waren. Auch die Steuer wurde nun eingesperrt, aber sie beteuerte Bühne wird zum Reklamesaal der Firma Baruch u. Co.; Kostüme Antrag des Herrn Gemeindevorsteher Kracht, welcher dahin geht, ihre Unschuld. Erst als auch ihr Geliebter geholt wurde, bekannte von märchenhafter Pracht, wenn auch knapp bemessen, wandeln daher daß die Grundbefizer des inneren Ortsteiles von Stralau zu den sie sich als allein schuldig. Aber die Steuer erreichte mit ihrem und die Kunst des Dekorationsmalers und des Beleuchtungsinspektors Kosten für die Herstellung der Kanalisation mit 50 m. per laufenden Opfer nichts, denn ihr Geliebter wurde trotzdem festgenommen, und feiert phantastische Orgien. Die Balleteusen verdienen allen Respekt, Meter nachträglich herangezogen werden. Dafür sollen die bisher nicht minder der Ehemann Steuer. Zuletzt kam noch der Detektiv schon dieweil sie in Regimentern überwältigend daherschreiten; und damit gezahlten Beiträge für Straßenreinigung in Fortfall kommen. Die an die Reihe. neben solcher Augenweide auch das Ohr nicht zu kurz fomme, Groß- Lichterfelde bewohnte der 31 Jahre alte, aus Berlin gebürtige eine beinahe klassische Musik. Diese Genüsse könnten allein schon machten Anleihen dienen. Dadurch wäre die Möglichkeit gegeben, Selbstmord eines Defraudanten. Im Hauſe Auguststr. 5 zu fabriziert Emil Thomas blutige Stalauer und Victor Holländer sich aus diesen Maßnahmen ergebende Summe von 130 000 M. foll zur Abtragung eines Teiles der seiner Zeit für Straßenbau geBantbeamte Otto Prüß mit seiner Frau und einem an Kindesstelle das Publikum des Monopol- Theaters zufriedenstellen, aber es giebt die Zuschläge zur Kommunalsteuer um 10 Proz. herabzudrücken. angenommenen 5 Jahre alten Knaben seit dem 1. Juli v. J. eine aus auch noch Handlung in der Revue, Weltgeschichte ſogar. Der Gräfin Einige Grundbesizer bekämpften diesen Antrag mit dem Hinweis, 3 Zimmern bestehende Wohnung. P. war bei der Sub direktion wilecka ist der ganze erste Akt gewidmet und auch noch der zweite daß es den Besizern teilweise unmöglich sei, diese Summen plötzlich Berlin der Bremer Lebensversicherungsbank in Att zehrt zu einem beträchtlichen Teil von ihr. Hier treten noch aufzubringen. Nachdem zwei Anträge auf Vertagung die Mehrheit der Potsdamerstraße angestellt. Vor etwa 3 Wochen war er andre bedeutsame Ereignisse ans Licht: Rosevelt, der Kaiser der nicht gefunden hatten, wurde auch dieser Antrag mit 5 gegen aus dieser Stellung plötzlich entlassen worden, ohne daß über die Gründe Sahara, der Fünfuhr- Thee, Herr Kirschner als Admiralski, Lieutenant 4 Stimmen abgelehnt. Die Lustbarkeitssteuer jedoch wurde etwas Sicheres verlautete. Gestern mittag erschien in der Prüßschen Bilse und sonstige Berühmtheiten, unter denen auch die Kaiserinsel für größere Lokale, sofern dieselben 200 Personen und mehr fassen. Wohnung in Groß- Lichterfelde ein Amtsdiener, um P. zu verhaften, nicht fehlt. Aber so bunt und abwechslungsreich die Flucht der Er- von 1 M. auf 2 M. erhöht. da bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige der genannten Bank scheinungen war, die Sache ging zum Teil ein bißchen gequält Russische Verwaltungspragis in Preußen. Im Sommer lehten wegen großer Unterschlagungen dem Vernehmen nach circa vor sich. In einer Zuschrift an die Redaktionen entschuldigt Jahres wandte sich die Gemeindevertretung von Wilmersdorf 30 000 M. gegen ihn erstattet worden war. Der Amtsdiener sich Herr Direktor Schulz mit den Censurſchwierigkeiten, die so in einem mit geziemender Loyalität abgefaßten Schreiben an den forderte Prüß auf, ihm zum Rathause zu folgen, worauf Prüß schlimm gewesen sein sollen, wie noch niemals vorher. Man braucht Landrat des Kreises Teltow, damit er bei der Regierung dahin wirke, ruhig erklärte, er wolle sich mur im Schlafzimmer fertig nicht skeptisch die Censur. als rettenden Engel zu betrachten, wenn ankleiden. Dorthin folgte ihm pflichtgemäß der Amtsdiener. es notorischen Mangel an Stoff zu verdecken gilt. Mag sein, daß daß der Gemeinde die Annahme der Städteordnung gestattet In demselben Augenblick aber, als Prüß eine Bewegung machte, als ohne das Walten der Polizei die Revue noch animierter verlaufen werde. ob er seinen Ueberzieher anziehen wollte, ertönte ein Schuß. Der wäre, aber die eine Anerkennung darf dem Verfasser bei alledem daß er Bittgesuche, die feiner geneigten Beachtung unterbeitet sind, ungetreue Bankbeamte hatte sich aus einem in der Ueberziehertasche nicht versagt werden, daß er sein Werk den Zeitverhältnissen gemäß mit der historischen Gewissenhaftigkeit eines preußischen Beamten verborgenen Revolver blitzschnell eine Kugel in die rechte Schläfe herzurichten wußte. Früher gab es manchen tecken Ausfall nach rechts prüfe und die Petenten, zumal sie durchweg ordnungsliebende Staatsgejagt und brach schwer verletzt zusammen. Der Amtsdiener requi- und nach links; in der jeßigen Revue find die Ausfälle nach links bürger sind, einer geziemenden Antwort würdige. So glaubten denn rierte schleunigst einen Arzt, der jedoch sofort erkannte, daß jede in stattlicher Fülle geblieben, nach rechts hin aber ergießt auch die Wilmersdorfer, daß die Angelegenheit von der Stadtwerdung Hoffnung auf Erhaltung des Lebens ausgeschlossen war. Man sich ein so breiter Strom patriotischer Gefühle, daß wir den hiesigen gründlich von der Regierung erwogen werde, der ja der Landrat schaffte den Verwundeten in das Groß- Lichterfelder Krankenhaus, Kriegervereinen bei Bedarf an Sedan- Festspielen angelegentlich raten, das Bittgesuch längst überantwortet haben müsse. Sie warteten wo er eine Stunde nach seiner Einlieferung starb. In seinem aus diesem Strom nach Herzensluft zu schöpfen. Die Zeit des Monat um Monat, aber was nicht eintraf, das war die Antwort der Regierung. Endlich riß ihnen die Geduld, und in einer am Portemonnaie fand sich nur ein Barbestand von einer Mark und Veilchenfressers ist im Metropol- Theater wieder erstanden. wenigen Pfennigen vor. Von seiner Frau konnte zunächst keine Nach bewährtem Brauch hat auch im„ Tollen Jahr". so 1. Februar d. J. beschlossenen Petition wandten sie sich in ihrer Auskunft über den Verbleib der veruntreuten Summe erzielt werden. heißt das neue Stück, jeder Künstler in mannigfacher Verkleidung Lebensfrage an das hohe Haus der Abgeordneten. Die GeschäftsDurch einen Sturz aus dem fünften Stock hat sich gestern abend aufzutreten. Herr Bender hatte sieben Rollen zu bewältigen, Herr ordnungskommission dieser Körperschaft hielt aber eine Beratung der der 28 Jahre alte Steinmez Richard Lehmann aus der Badstraße Josephi sechs, unter zwei Rollen that es keiner. Daß Alt und Jung Stadtwerdungspetition nicht für statthaft, da nach ihrer Meinung, das Leben genommen. Lehmann, der bei seinem Vater, einem Emil Thomas sei erwähnt, daß er eine Anleihe beim Kleinen Instanzen weg nicht innegehalten worden sei; man hätte fich zu auf dem Posten war, ist im Metropol- Theater selbstverständlich. Von die sich selbstverständlich auf Auskunft der Regierung stüßte, der pensionierten Beamten wohnte, litt an Strämpfen und konnte deshalb Theater machte und als Sereniffimus einen Teil seiner Wirksamkeit nächſt an den Landrat wenden ſollen. Die Wilmersdorfer wunderten schon seit Jahren nur wenig arbeiten, obwohl er ein Riese von sich baz ob dieses Beschlusses, wunderten sich umsomehr, als das Wuchs war. Es kränkte ihn immer mehr, daß er zeitweilig auf die in den. Zuschauerraum verlegte. offizielle Organ des Landrats v. Stubenrauch, das„ Teltower Kreis: Die Lungenschwindfucht eine Geißel der Menschheit", lautet ein blatt", den Bescheid der Geschäftsordnungskommission mit der UeberUnterstützung seiner Eltern und einer Schwester angewiesen war, und die trübe Stimmung brachte ihn auf Selbstmordgedanken. Nach Vortrag, der Mittwochabend 8½ Uhr von Herrn Dr. Magnus schrift" Instanzenweg einhalten" veröffentlichte. An den Landrat dem er gestern abend mit einem Bekannten einen Spaziergang ge- Hirschfeld in den Arminiushallen, Bremerstr. 72. gehalten wird. hatten sie sich doch vor langen Monden ordnungsgemäß gewandt. macht hatte, tam er furz nach 10 Uhr zurück, ging, während sein Das letzte Jugendkonzert führte eine Neuheit ein, die keines Wie war des Rätsels Lösung zu finden? Die Wilmersdorfer rieten Vater noch nicht zu Hause war und Mutter und Schwester schliefen, wegs im Interesse des Unternehmens gutgeheißen werden kann. hin und rieten her, rieten, bis auch dem Landrat ihr Kopfzerbrechen aus der im dritten Stock gelegenen Wohnung in den fünften Stock Während bisher ein einheitlicher Einheitspreis von 20 Pf. üblich auffallen mußte, und in seiner Erbarmung sandte Herr v. Stuben= hinauf und sprang, mur mit dem Hemd bekleidet, aus dem Flur- war, ein Preis, der zwar für einen sehr großen Teil der Berliner rauch ihnen endlich des Rätsels Lösung in folgendem, vom 10. März fenster auf den Hof hinab. Mit mehreren schweren Beinbrüchen Wolfsschuljugend noch zu hoch ist, doch in Bezug auf das Dargebotene datierten Bescheide zu: und inneren Verlegungen in einem Lückschen Wagen nach der niedrig genannt werden muß, wurden beim letzten Jugendkonzert Charité gebracht, starb der Lebensmüde bald nach seiner Ein- an der Kasse Billets für 25 Pf. und 50 Pf. verausgabt. Beim BeLieferung. treten des Saales fiel uns störend auf, daß eine sehr große Anzahl von Reihen, ja der ganze vordere Teil des Saales als reserviert bezeichnet waren. Während bisher bei den Jugendkonzerten die Jugend die ganze Philharmonie für sich hatte und den Unterschied zwischen arm und reich hier nicht zu spüren bekam, war diesmal die Sachlage eine wesentlich andre. Bedauerlich war es, daß bei einem Jugendkonzert das ganze Podium das sonst immer vollständig besetzt war, und noch ohne daß sich daraus Unzuträglichkeiten ergeben hätten mancher Stuhl im vorderen Teile des Saales frei waren, während eine beträchtliche Anzahl von Kindern während des ganzen Konzertes in den Gängen, besonders im linken Aufgange zu den Logen, die doch nach polizeilicher Anordnung wohl frei bleiben müssen, zu stehen gezwungen waren. Jugendkonzerte sind unsrer Meinung nach eine Schöpfung einer vernünftigen Pädagogit, der Socialpädagogit, und als solche sollte man sie doch von Faktoren befreien, die das vom Berliner Lehrerverein ins Leben gerufene Unternehmen als ein nach kapitalistischen und nicht nach socialpädagogischen Principien an gelegtes erscheinen lassen. Zwei Einbrüche innerhalb acht Tagen wurden in der AlfenideWarenfabrik von Funk, Liesenstr. 5, verübt. In der Nacht vom Sonntag zum Montag haben die Diebe das Geldspind aufgebrochen und daraus silberne Löffel im annähernden Werte von 300 Mart entwendet. Geld war im Spinde nicht enthalten. Wechsel, Checbücher und andre Wertpapiere im Werte von 10 000 Mark sind nur herausgeworfen worden, es scheint aber davon nichts mitgenommen zu sein. Die gestohlenen Löffel waren zum Teil sehr reich graviert, 800 gestempelt und mit der Fabrikmarke, die einen Mann mit Keule in der einen, und einen Vogelbauer in der andern Hand zeigt, versehen. Ueberfahren wurde heute mittag am Hackeschen Markt durch einen Stohlenwagen der Firma Mar Lichtenstein ein ca. 60 Jahre alter Herr. Im Begriff, den Fahrdamm zu überschreiten, wurde er von den Pferden umgerissen. Die Räder gingen dem Bedauernswerten über die Brust. In schwerverletztem Zustande wurde der alte Herr durch einen Schußmann nach dem St. Hedwigs- Krankenhause transportiert. Im wissenschaftlichen Theater der Urania werden. vielfach Straßenbahn- Unfälle. Der 22 Jahre alte Sohn Friz des Schank- geäußerten Wünschen entsprechend, einige Wiederholungen der mit wirts Thater aus der Koppenstr. 1 wurde gestern von einem Straßen- farbigen Bildern ausgestatteten Vorträge Von der Zugspige bis bahn- Wagen umgestoßen und am Kopfe so schwer verwundet, daß zum Waßmann" und" Frühlingstage an der Riviera" stattfinden. man ihn in ein Krankenhaus bringen mußte. Der Klempnermeister In der kommenden Woche soll die Erstaufführung des Vortrages Die Insel Rügen" sein und am Sonntag wird der dekorativ und Mons aus der Marienstraße wollte in der Karlstraße seiner Frau beispringen, als sie beim vorzeitigen Absteigen von einem Straßen- scenisch ausgestattete Vortrag„ Das Land Tirol" zur Darstellung bahn- Wagen zu Falle tam, fiel aber dabei selbst so unglücklich hin, gelangen. daß er sich eine schwere Verlegung der Kniescheibe und einen Bluterguß ins Bein zuzog. Mons mußte ebenfalls einem Krankenhause zugeführt werden. Von einem Landrat nimmt der loyale Staatsbürger an, Der Gemeindevorstand hat am 7. August 1903 mir einen Be= richt, betreffend die Annahme der Städteordnung seitens der Landgemeinde Wilmersdorf und das Ausscheiden der Gemeinde aus dem Streisverbande erstattet. In diesem Bericht bin ich gebeten worden: 1. zu beantragen, daß der Gemeinde Wilmersdorf die Annahme der Städteordnung gestattet werde, 2. der Gemeinde diejenigen Bedingungen mitzuteilen, welche einem Abkommen bezgl. des Ausscheidens der Gemeinde Wilmersdorf aus dem Kreise Teltow zu Grunde zu legen sein dürften. Da es mit Rücksicht auf die seit dem letzten ablehnenden Bescheide des Herrn Ministers vom 21. Juli 1902 unveränderten Verhältnisse nicht in meiner Absicht liegt, den Antrag zu 1 zu stellen oder die Verhandlungen zu 2 einzuleiten, habe ich auf den Bericht vom 7. August weiteres nicht zu veranlassen gehabt und teile dies dem Gemeindevorstand zur Sularstellung der verschiedenen durch die Presse gehenden unrichtigen Nachrichten mit. gez. von Stubenrauch. An den Gemeindevorstand in Deutsch- Wilmersdorf. So fühlt der Landrat des Kreises Teltow sich eigentlich nicht als verantwortliches Organ der Regierung, der man für sie bestimmte zuschriften zu übermitteln verpflichtet ist; seine Würde erscheint ihm mehr mit der Glorie der Selbstherrlichkeit umgeben. Er hat zu entscheiden, ob die Regierung etwas von den Wünschen einer kommunalen Körperschaft erfahren soll oder nicht, und paßt es ihm nicht, dann läßt er die Betenten einfach ohne Antwort. Ganz neu ist solche Verwaltungspraris ja nicht in Preußen. Aber bisher waren es zumeist nur Socialdemokraten, die sich bei Beschwerden einer der= artigen Behandlung zu erfreuen hatten. Daß diese Behandlung jetzt auf eine Gemeindevertetung ausgedehnt wird, das ist der blutige Humor von der Sache. Briefkaften der Redaktion. Revolution. Gemeint ist Lothar Bucher in der National- Beitung" Aus den Nachbarorten. Wilmersdorf. Nachdem das Ober- Verwaltungsgericht dahin Das Pferd als Kletterkünstler. Wegen eines merkwürdigen Vor- entschieden hat, daß in der Streitfache wegen der Wahlen vom falles wurde nachts die Feuerwehr nach den Konkordia- Sälen in der März 1902 die von der Gemeindevertretung eingelegte Revision zu Andreasstr. 64 gerufen. Ein Pferd, das dort bei Aufführungen bespät eingegangen ist, hat die Gemeindevertretung sich gestern nuzt wird, war über die Treppe nach einem Bodenraum geklettert. abend mit einer Erklärung von 14 Gemeindeverordneten einverstanden von 1890, Nr. 395 Er schreibt dort: Die Revolution ist die Notwehr des Alle Bemühungen, den Gaul wieder zum Abstieg zu bewegen, waren E. P. 100. vergeblich, so daß schließlich nichts andres übrig blieb, als die Feuer- gezeigt, welche besagt, daß sie sich der Konsequenz der erwähnten Bolles, welches in seinen heiligsten Rechten getränkt ist. wehr zu benachrichtigen. Gegen 2 Uhr nachts war das Thier dann Gerichtsentscheidung fügen und daher ihr Amt auf der Stelle Bichen Sie darüber Erkundigungen ein: 1. in der Charité, SchumannReichstag. Reichen Sie darüber glücklich wieder mit vielen Mühen über die Treppen herunter- niederlegen. Es haben mithin im ganzen 18 Neuwahlen im Straße, 2. im Strankenhaus am Urban. Beschwerde beim Reichstagsbureau ein 3. 100. Nach Schluß. Laufe dieses Monats stattzufinden. Unter den erwähnten Gemeindegebracht. Centralverband des Maffage-, Bade- und KrankenpflegeP. 3. 21. Geschäftsstelle: B. Strunk, Neanderstraße 13, Feuerbericht. Ueber ein Dußend Alarmierungen hatte die Wehr verordneten befinden sich auch unsre Parteigenossen Schröder und Berjonals Deutschlands A. D. 1. 1. Jm juristischen Teil. 2. Auskunftsbrreau auf dem im Laufe des Sonntags zu verzeichnen. Gegen mittag wurde sie Hilpert, während Genosse Natusch im regelrechten Turnus ausscheidet. Berlin Potsdamer Bahnhof. Universum. Inbegriff aller Dinge, Weltall. nach der Markthalle XI am Marheinekeplatz 15 gerufen, weil hier Vor Entgegennahme dieser Erklärung hat die Gemeindevertretung Universal, das Ganze betreffend. Universelle Gottheit" im Gegensatz zu in einem Laden Feuer ausgekommen war, das Kisten, Regale, Ver- noch den Etat unter Dach und Fach gebracht. einer partikularistischen. B. S. 25. Fröbel Oberlin Seminar für Berlin, Wilhelmstraße 10. Weitere Erfundigungen packungsmaterial und auch den Fußboden ergriffen hatte. Die dritte Friedenau. Gestern fanden die Gemeindevertreter Wahlen für Hausmädchen B. 14, 15. Vielleicht giebt Ihnen Compagnie hatte über eine Stunde zu thun, bevor die Gefahr beder Reichstags Abgeordnete Geher, Leipzig, darüber Auskunft. seitigt war. Möbel und Kleidungsstücke gingen kurz darauf in der die dritte Abteilung und zwar eine Neuwahl und eine Erfagwahl ziehen Sie wohl selbst ein. F. R., Rigaerstraße. Wenden Sie sich an den Deutschen MetallSoldinerstr. 26 in Flammen auf, während in der Thurneysserstr. 1 statt. Bei der Neuivahl handelte es sich um einen Gemeindevertreter Nixdorf. Nein, das fönnen ein Schornsteinbrand beobachtet werden mußte. Lange Zeit gab es für die Nichtangesessenen. Es wurde der von den bürgerlichen arbeiter- Berband, Berlin, Engel- Ulser 15. A. P. 7. Nein. 2. W. 1000. Ber abends in der Stralauerstraße 34 zu thun. Dort war im zweiten Parteien aufgestellte Restaurateur Fechner mit 337 Stimmen ge- wir Ihnen nicht mitteilen. Bei der schaffen Sie sich die Statuten des Vereins; erst dann fann man urteilen. Genosse Grunwald erhielt 203 Stimmen. entstanden, der bald wählt. Stock in einer Wohnung ein Brand M. Sch. Ja. C. 3. 1. Nein. 2. Ja. W. P. 1. Ja. 2. Nein. den Fußboden und die Balfenlage erfaßt hatte. .- R. 4. Niemals.- Breslau. Am 16. März 1858 starb der Socialist Nees v. Esenbed. W. St. Für Löbtau das Zwischengebält vollständig aufgerissen werden, was lange der Architekt Cuno gleichfalls mit 337 Stimmen gewählt. Oberbürger. Rummelsburg. Bei der heutigen Gemeindewahl wurden die wurden 105 000 M. von deutschen Arbeitern gesammelt. Zeit in Anspruch nahm. In der Tilsiterstraße 26 brannten in einem Badezimmer Treppen und alter Hausrat. Früh gegen Kandidaten der Socialdemokratte mit großer Auf den Herrn trifft das Wort aus den Mottenburgern" zu: Ich bin der Oberbürgermeister, bin der Tyrann von Mottenburg. 5 Uhr mußte in der Teltowerstr. 13 in einer Küche ein Feuer ab- Majorität gewählt. Es mußte Ersatzwahl handelte es sich um ein Hausbesiger- Mandat; es wurde 3. Nein. F. F. Sehr möglich. 0 38 ar Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabende bou 7 bis 9½ 1hr abends ftatt. Geöffuct: 7 Ubr. und to ert einschließlich des Mietswertes der Wohnung im eignen Hause| zuschüsse zu den Quartierentschädigungen werden durch Gemeindebeschluß oder der ihm zustehenden freien Wohnung sowie des Wertes der im Haus oder Ortsstatut festgelegt. Der Servisbetrag ist nach der Servis Klasse ver halt verbrauchten Erzeugnisse der eignen Wirtschaft und des eignen Gewerbe- schieden. In der fünften Servisklasse wird für den Gemeinen an Servis betriebes. Abzugsfähig find: 1. die zur Erwerbung, Sicherung und Er- monatlich, für den Sommer 1,80, für den Winter 2,70 M. gezahlt, für ein 2. B. 100. So weit ersichtlich ist abgesehen von einem Spiegel nichts haltung des Einkommens verwendeten Ausgaben, 2. solche indirekte Abgaben Pferd 2,70 Winter und Sommer, für das erste oder alleinige Dienstpferd pfändbar. Klagen Sie eventuell auf Anerkennung, daß diese Sachen un- jeder Art, welche zu den Geschäftsunkosten zu rechnen sind, 3. die regel eines Difiziers 4,20 M. M. 2. 60. Ein Recht auf Erziehung des pfändbar find, gegen Ihren Vermieter. A. S. Gersdorf. Innerhalb mäßigen jährlichen Absetzungen für Abnutzung von Gebäuden, Maschinen, Kindes steht Ihnen nicht zu. Zahlen Sie die ausgeklagten Alimente nicht, drei Monaten nach Kenntnis von der Beleidigung müßte die Beleidigungs- Betriebsgerätschaften usw., 4. die vom Steuerpflichtigen zu zahlenden Schulden- so ist Pfändung und Beschlagnahme des Lohnes( mit Ausnahme des für flage erhoben sein. Die Führung des Nachweises, daß sie der Beleidigte zinjen und Renten, 5. die auf besonderen Rechtstiteln( Bertrag, Berschreibung, Ihren notdürftigen Unterhalt nach Ansicht des Gerichts erforderlichen sind, ist mit allen Mitteln zulässig. N. K. 32. 1. Nein. 2. legtwilliger Verfügung) beruhenden dauernden Lasten, z. B. Altenteile, Teils) möglich. H. M. 3. Sie müssen am 2. April räumen. 3. Ja. P. J. Ein Nichtdeutscher hat kein Recht 6. die von den Steuerpflichtigen für ihre Person gesetz oder vertrags- 21. 100. 1. Ja. 2. Das ist in der Regel ausgeschlossen. F. Mein: auf Naturalisation. Der Antrag ist bei der Polizei zu stellen. mäßig zu entrichtenden Beiträge zu Kranken-, Unfall, Alters- holdt. 1. Die Statuten müßten polizeilich genehmigt( nicht nur eingereicht) R. 47 and andere. Wann ist die gekündigte Wohnung und Invalidenversicherungs-, Witwen, Waisen und Pensionskassen, sein, wenn ein flagbares Recht auf Unterstützung statuiert würde; denn zur Besichtigung freizustellen? In erster Linie entscheidet 7. Versicherungsprämien, welche für Versicherung des Steuerpflichtigen auf dann wird das Vorhandensein einer genehmigungspflichtigen Versicherung hierüber eine im Bertrag oder mündlich getroffene Vereinbarung. Fehlt es den Todes- oder Erlebensfall gezahlt werden, soweit dieselben den Betrag angenommen. Ist ein flagbares Recht ausgeschlossen und die Innehaltung an einer solchen, so ist die Besichtigung der Wohnung zu angemessener von 600 m. jährlich nicht übersteigen. Ferner: von dem steuerpflichtigen Ein- des beabsichtigten Zwecks durch Demokratisierung der Organisation gewähr was als angemessene Zeit zu erachten ist, nicht zu stande, so eutſcheidet auf 3000 m. nicht übersteigt, ist für jedes Familienglied unter 3. An die Comet Cie noch im Befis der Geschenke sind, ja. Zeit" zweds Vermietung zu gestatten. Kommt eine Uebereinkunft darüber, fommen eines Haushaltungsvorstandes, dessen steuerpflichtiges Einkommen leistet, so ist weder Meldung noch Genehmigung erforderlich. 2. Seit 1891. Staatsanwaltschaft. M. 5. 100. Uns nicht bekannt. Anrufen das Gericht. Der Mieter, der es abgelehnt hat, zu einer vom Ge- 14 Jahren der Betrag von 50 M. in Abzug zu bringen; E. F. richt für angemessen erachteten Zeit die Wohnung besichtigen zu lassen, ist sind mindestens drei Familienmitglieder unter 14 Jahrev vorhanden, so findet Neugieriger. 1. Die Markenzahl für Altersrentenansprüche hängt vom schadensersatpflichtig. Als angemessen erachtet das Gericht in Berlin in der auf jeden Fall eine Ermäßigung um eine Stufe statt. Die Leistungsfähigkeit Alter des Betreffenden ab. 2. Nein. 3. Strafbare Handlungen verjähren Regel die Zeit von 9 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags und Sonntags wesentlich beeinträchtigende wirtschaftliche Verhältnisse( außergewöhn- in 3 Monaten bis 10 Jahren: es kommt darauf an, worin die Handlung von 9 bis 2 Uhr. Der Mieter muß eventuell den Schlüssel dem Wirt oder liche Belastung durch Unterhalt, Erziehung, Erkrankung, besteht. 4. Nein. 5. Wenn ein berechtigtes Intereffe vorliegt, ja. 6. Ein dessen Vertreter übergeben. Mietsluftigen muß er auch ohne Begleitung des besondere Unglüdsfälle) fönnen auf Antrag berücksichtigt Angeklagter gelangt nicht zum Schwur. A. Hundsdorfer. Das DienstVerwalters Zutritt gestatten. W. W. Leider nicht. S. T. R. Ja. werden. Es ist in solchen Fällen ratsam, einen besonderen Antrag zu stellen. mädchen gehört keiner Zwangstasse an. Die Herrschaft ist verpflichtet, sechs J. S. 100. Was ist bei der Steuereinschäzung in Ab Mansfelder Seefreis. 1. Die Quartierleistungen werden seitens der Wochen lang freie Kur usw. zu gewähren, tann aber leider für die Aufzug zu bringen? Als steuerpflichtiges Einkommen des einzelnen Militärverwaltung an die Gemeinde vergütet. Die Grundsäge über Verwendungen von dem Lohne Abzüge machen. Die Berliner Dienstbotenkasse Steuerpflichtigen gelten dessen gesamte Jahreseinkünfte in Geld und Geldes- teilung der Quartierleistungen in dem Gemeindebezirk oder über Gemeinde- ist eine Versicherung der Herrschaften gegen zu viel Ausgaben für Arzthonorar. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 17. März. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Die Entführung aus dem Serail. Schauspielhaus. Die Ahnfrau. Neues Königl. Opern Theater. Goldfische. Deutsches. Ora et labora. Das Wunder des heiligen Antonius. Berliner. Waterkant. Leffing. Zapfenstreich. Westen. Die schöne Helena. Neues. Minna von Barnhelm. Residenz. Der feusche Casimir. Vorher: Die Empfehlung. Central. Das Schwalbennest. Belle Alliance. Götterweiber. Thalia. Der Hochtourist. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Die Wildente. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Lumpacivagabundus. Kleines. Nachtasyl. Luisen. Philippine Welser. Trianon. Das elfte Gebot. Dieb. Der Carl Weiß. Zwei Frauen. Hierauf: Zapfenstreich. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Die Wildente. Schauspiel in 5 Ausz. v. Henrik Ibsen. Mittwoch abend 8 Uhr: König Lear. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Lumpacivagabundus. Zauberpoffe mit Gesang in 3 Aufzügen von Johann Nestroy. Mittwoch abend 8 Uhr: Die Wildente. Donnerstagabend 8 Uhr: Donnerstagabend 8 1hr: Die Wildente. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Amt IV 4440. Lumpacivagabundus. Belle- Alliance- Theater. Belle Alliancestr. 7/8. Amt VI 283. Anf. 7%, Uhr. Direktion Jean Kren und Alfred Schönfeld. Anf. 72 Uhr. Nur noch 4 Vorst. Zum 197. Male:| Der Hochtourist. Guido Thielscher in der Titelvolle. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Charleys Tante. Täglich: Götterweiber. Ausstatt.- Bosse mit Gesang und Tanz. Sonntagnachm. 3 Uhr bei fl. Preisen: Die Waise aus Lowood. Cirkus Schumann. Heute Dienstag, den 15. März 1904, abends 7 Uhr: die vorzüglichen Künstler Frères Skremka, Cake Walk zu Pferde von Geschwister Meers. Herrn Jul. Seeths 25 Kaiser- Löwen. Babel. Größte Ausstattungs- Pantomime der Gegenwart. Demnächst: Miss Wilmington? und doch die grösste Sensation der Gegenwart. Kein Loping! Kein Hooping! Keine Schleifenfahrt! Kein letztes Wort! Deutsch- Amerikanisches. Ueber'n Sonntagnachmittag: Robert und Bertram. Höchſt kom. Pantomime. großen Teich. Gebr. Herrnfeld. Nur eine Nacht. Casino. Cirkussee. Winter- Garten. Yvette Guilbert. Costantine Bernardi. täten. Apollo. Frühlingsluft. Speciali Blütenhochzeit. Specialitäten. 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