Nr. 65. nbonnementS'Bedingunsen: Abonnements- Preis präminlerando! Sierteljährl. Z,Z0 SKI., monatr. 1,10 Ml, wöchentlich 28 Pfg, frei ins Haus, Ewzelne Nummer 5 Pfg. EonntagS- nummer mit illustrierter SonntagS- Beilage.Die Neue Weit� 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-ZeitungS. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn S Mark, für das übrige Ausland 3 Marl pro Monat. Tl. Jahrg. VIe TnfectlonS'GebObr vetriigt für die scchSgespaltcne Kolonel. zeile oder deren Raum 10 Pfg., für politische und gewerlschaftliche Vereins- und VersammlungS-Anzeigen 25 Pfg, „Kleine Hnreigen", das erste(fett« gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 3 Uhr vormittags geöffnet. 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Die Borgeschichte dieses eigenartigen, das Verkehrte und Verständnislose unsrer ge- samten Polenpolitik in das rechte Licht rückenden Prozesses ist folgende: Ms im Herbste des vorigen Jahres in der poknisch-radikalen Wochenschrift„Praca" ein Artikel erschien, der angeblich Bismarck- beleidigend gewesen sein soll, wurde vermutet, daß der im Gefängnis in Wronke sitzende ftühcre Cheftedaktcur der„Praca", Dr. V, Ra- kowski, der Verfasser sei. Die Durchsuchung der Gefängniszelle des letzteren ergab, daß diese einer Redaktionsstube glich, mit Papier, Zeitungen, ja sogar mit einer Schreibmaschine ausgestattet war, und daß v. R, die weitestgehenden Verbindungen nach außen, namentlich mit deni Verleger Biedermann hatte. Dieser Umstand gab dem Au- geklagten Redakteur HanS Schack Veranlassung, in einem von ihm ver- faßten Arttkel das Verkehrte der preußischen Ostmarkenpolitik darzulegen und darauf hinzuweisen, daß diese Politik in letzter Linie zur Korruption führen müsse, wie sie im Falle Rakowski-Biedermann bewiesensei. In dem Artikel, der überschrieben war:„Der Fall Biedermann und seine Lehren", wurde von dem Angeklagten behauptet, daß eine ganze Anzahl Schutzleute der Stadt Posen sowie» kleinere Beamte der Ansiedclungskommission niit dem Verleger Biedermann in enger Beziehuitg gestanden hätten, so daß es ihm ermöglicht wurde, der Kommission die Güter vor der Nase wegzukauscn und er außerdem mit wichttgen Nachrichten für sein Blatt bedient ivurde.„Wie ein Scheinwerfer"— so heißt es in dem betreffenden Artikel—„leuchtet der Fall Biedermann hinein in die Nacht unsrer Verhältnisse, und zeigt unS Bilder, vor denen wir entsetzt zurückweichen, Bilder, die die demoralisierende Wirkung der bisherigen Ostmarkenpolitik nnt ihrem Prämien- und Belohnungssystem in erschreckender Weise illustrieren." Durch diesen Artikel haben sich beleidigt gefühlt und Straf- antrag gestellt: der Oberpräsident der Provinz Posen, der Re- gierunaspräsident, der Provinzial-Steuerdirektor, dev> Polizeipräsident von Posen, das Provinzial-Schulkollegiuni, der Präsident der Ansiedelungskommission sowie die königliche Eisenbahndirektion. Die genannten Behörden haben außerdem gegen die verantwortlichen Redakteure des„Kuryer" sowie des„Goniec", toelche Blätter den Artikel abdruckten, ebenfalls den Strafantrag gestellt, und werden auf Aittrag des Staatsanwalts diese Anklagen mit der gegen Schack verbunden. In der ersten Verhandlung, die bereits am 8. März stattfand, berlveigerten die Mitangeklagten Redakteure der beiden polnischen Zeitungen die Auskunft über die Verfasser der betreffenden Arttkel. Der Angeklagte Schack dagegen bekannte sich als den Verfasser des Artikels: Der Fall Biedermann und seine Lehren. Natürlich habe er keineswegs die Absicht gehabt, die antragstellenden Behörden zu beleidigen. Es sei eine weitverbreitete Meinung, daß die Regierung iittt ihrer bisherigen Ostmarkeilpolitik nicht das Richtige treffe und daß es so nicht weitergehen könne. Daß thatsächlich Bestechungen von Beamten vorgekommen seicit, sei im Falle Bicdcrmann gerichtsnotorisch erwiesen und es seien deswegen auch Verurteilungen erfolgt. Er könne außerdem aber»och Fälle anführen, die das von ihm in dem Artikel Behauptete in allen Punkten beweisen. Die Mitteilungen seien ihn: von durchaus glaubwürdigen Personen— Beamten— gemacht worden. Wenn er seine Gewährsmänner nicht nenne, so geschehe es einzig nur aus dem Grunde, um sie nicht zu ruinieren. Er gebe sich nicht dazu her. das RedaktionSgcheimnis zu brechen. Einen Fall jedoch wolle er mitteilen. Der Angeklagte erzählte so- dann die überraschende Thatsache, daß ihm, als er noch Redakteur der„Frankfurter Oder-Zeitung" war. die Mitteilung gemacht wurde, daß der damalige Präsident der Ansiedelungskommission, Dr. v. Witten- bürg, mit dem Rittergutsbesitzer Schulz in Rosengarten bei Frank- fnrt a. O. wegen Verkaufs seiner im Regierungsbezirk Pose« belegenen Güter in Unterhandlung stehe. Obwohl die Verhandlungen zwischen den beiden Genannten geheim geführt worden seien, sei plötzlich der Güteragent Biedermann auf dem Plan erschienen und habe dem Schulz eine Offerte gemacht. Vom deutschen Ostmarken- verein sei ihm, dem Angeklagten, damals die Mitteilung gemacht ivorden, daß ein Reserve- Offizier, nämlich der Rittergutsbesitzer Schulz, seine Güter an einen Polen verkaufen wolle. Der An- geklagte habe sich daraufhin mit Schulz in Verbindung gesetzt und dieser habe seiner Entrüstung Ausdruck gegeben darüber, lvie es möglich sei, daß Biedermann von dem beabsichtigten Verkauf an die Ansiedelungskommission erfahren habe. Es habe sonst niemand hiervon etwas gewußt. Hieraus schließt der Angeklagte, daß nur durch Verrat von Beamteit der Ansiedelungskommission dem Biedermann diese Kenntnis geworden sei. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Kollenscher beantragt hierauf die Ladung deS Rittergutsbesitzers Schulz- Rosengarten sowie des früheren Präsidenten der Ansiedelungskommission. Dr. v. Wittenburg. Unter dem Widerspruch des Staatsanwalts wurde nach längerer Beratung des Gerichtshofes diesem Anttage stattgegeben und die Verhandlung aus den 15. d. M. vertagt. In dieser Verhandlung teilt zunächst der Vorsitzende mit, daß der als Zeuge geladene ftühere Präsident der Ansiedelungskommission, Dr. v. Wittenburg, ein Erscheinen abgelehnt habe mit der Motivierung, daß er außer stände sei, binnen 24 Stunden die Strapazen der Reise sowie eine Vernehmung z» ertragen. Das Staatsministerium hatte die Genehmigung zur Zeugenvernehmung des Dr. v. Wittenburg erteilt. Der Verteidiger beantragt, den Zeugen nochmals zu laden und den Prozeß zu vertagen. Das Gericht lehnt den Anttag ab und beschließt, trotzdem in die Verhandlung einzutreten. Nach Verlesung des Eröffnungsbeschlusses werden die Angeklagten vernommen. Der Angeklagte Schack, ein früherer evangelischer Geistlicher, wird vom Vorsitzenden über sein Vorleben und seme frühere Thätigkeit eines eingehenden Verhörs unterzogen, so daß der Verteidiger beantragt, diese Fragen auf das Mindestmaß zu reduzieren, widrigenfalls er seinem Mandanten den Rat erteilen müsse, die Auskunft zu verweigern. Der Vorsitzende stellt aus den Akten fest, daß der Angeklagte im Jahre 1896 seitens des Konsistoriums in Speier außer Verwendung gesetzt worden ist? derselbe ist seit der Zeit an verschiedenen süddeutschen Blättern übe- raler Richtung als Redakteur thätig gewesen und seit dem 1. März 1903 als leitender und gleichzeittg zeichnender Redakteur an der „Posener Zeitung" in Posen thättg. Nach Verlesung des betreffenden Artikels erklärt der Angeklagte, daß er habe darlegen wollen, daß der Kampf der Regierung gegen die Polen seiner Meinung nach ein verfehlter sei; die materiellen Mittel, die in die Ostprovinzen ge- warfen würden, kämen einzig ein paar Agrariern und den Polen zu gute. Es fei die geistige Hebung des BoNeS zu erstreben, so z. B. durch Verbesserung des gesamten Schulwesens im Osten. Der Vorsitzende stellt die Frage, warum der Angeklagte seine Gewährsmänner nicht den betreffenden Behörden genannt habe, damit dieselben eine Untersuchung_ einleiten könnten. Der Angeklagte erklärt, daß durch die Veröffentlichmig des Artikels die Möglichkeit gegeben war, diese Untersuchung einzuleiten. Er halte es unter seiner Würde, seine Gewährsmänner zu nennen. Der Angeklagte schildert nochmals eingehend die Vorgänge gelegentlich des beab- sichtigten Verkaufs der dem Rittergutsbesitzer Schulz-Rosengarten gehörigen Güter. Schulz habe ihm selber erklärt, daß von dem beabsichtigten Verkauf niemand außer ihm und dem Präsidenten der Ansiedelungskömmission, nicht einmal seine Frau, gewußt habe. Schulz habe durch diesen VcrtrauenSbruch einen enormen Schaden gehabt. Es sollten zu der Zeit um Rosengarten herum die Kaiser- manöver stattfinden, es war in Aussicht genommen, daß der Kaiser bei Schulz wohnen und letzterer geadelt werden sollte. Aus alledem sei nichts geworden, da bekannt und verbreitet wurde, daß Schulz seine Güter in polnische Hände, an den Güteragenten Biedermann, übergehen sollten. Dieses könne nur durch einen groben Verttauens- bruch durch Angestellte der Ansiedelungskominission geschehen sei. Der zweite Angeklagte Dcsperak vom„Goniec" giebt zu, den Arttkel selbst verfaßt zu haben. Den Anlaß habe ihm die Enthüllungen der„Pos. Ztg." gegeben. Er habe sich diesen Behauptungen in keinem Falle angeschlofsen, sondern nur geschrieben, daß die„Pos. Ztg." dies und das behaupte, was ihm zum Teil selber unglaublich erscheine. Der dritte Angeklagte v. Kulerski erklärt auf Beftagen, daß er früher Volksschullehrer gewesen sei. Er habe hin und wieder als solcher Vorträge im katholischen Jünglingsverein gehalten. In einem solchen habe er einmal die Erteilung des Religionsunterrichts in deutscher Sprache an polnische Kinder kritisiert und sei hierauf seines Amtes entsetzt worden.— Der Angeklagte erklärt, er habe es für seine publizistische Pflicht ge- halten, die sensationellen Enthüllungen der„Pos. Ztg." wieder- zugeben. Er habe die dort aufgestellten Behauptungen für wahr gehalten. Die Beweisaufnahme. Als einziger Zeuge ist erschienen der Rittergutsbesitzer Schulz- Rosengarten bei Frankfurt a. O. Er habe sein im Kreise Wreschen gelegenes Gut an die Ansieoelungskommission verkauft. Den Ent- i'chluß habe er 1901 gefaßt und darüber mit seinem erblindeten Ober-Jnspektor gesprochen. Darauf sei er mit dem Herrn Dr. Wittenburg in Beziehungen ge- treten und habe auch sein Ang-�at an die königliche Regiernng ge- richtet. Dieses Angebot ist dem Landrat in Wreschen zur Ermittelung des Grundbesitzes übergeben worden. Einen Tag jedoch bevor der Bescheid der Änsiedlungskommission eingetroffen fei, habe er schon ein Angebot der Finna Dowenski u. Langncr sBiedermann) erhalten und ist auch mit derselben in Verbindung getreten. Die Firma habe er nicht gekannt, nur von seinem Schwager habe er gehört, daß die Firma gut sei, da sie schon mit den Erben deS Herzogs von Anhalt in geschäftlichen Verbindungen gestanden habe. Sofort, wie er er- fahren habe, wer der Herr' Biedermann sei, habe er letzterem tele- graphisch mitgeteilt, daß er auf den Abschluß des Geschäftes mit B. verzichten müsse. Daß der Ostmarkenverein trotzdem eine derartige Behauptung in die Zeitungen lanciert habe, habe ihn sehr empört. Daß er die Verhandlungen aber so geheim geführt haben soll, daß nicht einmal seine Frau davon gewußt habe, stimme nicht. Damit ist die Beweisaufnahme geschlossen, nachdem Schack auf die Vernehmung des Dr. v. Wittenburg verzichtet. Die Plaidoyers. Der Erste Staatsanwalt hält die aufgestellten Behauptungen für nicht erwiesen. Bezüglich der Polizeibeamten sei ein Beweis über- Haupt nicht angetreten, nicht einmal versucht worden, der angetretene Beweisantrag'bezüglich der Beamten der Ansiedelungskommission dagegen sei völlig mißlungen. Die Beleidigungen der betreffenden Beamten seien äußerst schwere und bittet er jede Konnivenz gegen den Angeklagten fallen zu lassen. Er beantragt gegen den An- geklagten Schack eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten, II»- brauchbarmachung der Platten sowie Veröffentlichung des Urteils in einer ganzen Reihe. von deutschen und polnischen Posener, Breslaner, Berliner Blättern, darunter auch in der„Leipziger VolkSzeitung". Bei den andern beiden Angeklagten hält der Staatsanwalt eine weit mildere Strafe am Platze und beantragt gegen jeden der beiden Mitangeklagten eine Geldstrafe von 100 Mark. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Kollenscher tritt in längeren Ausführungen der Auffassung des Ersten Staatsanwalts ent- gegen. Der Angeklagte habe keineswegs die sämtlichen Beamten der Provinz beleidigt. Er spreche in dem Artikel nur aus, was die Meinung der weitesten Kreise der hiesigen Bevölkerung sei. Fest stehe, daß dte Politik der Regierung das gerade Gegenteil von dem erreiche, was sie bezwecke. Das beweise die Verminderung des deutschen und die Vermehrung des polnischen Grundbesitzes in der Provinz Posen, sowie das Anwachsen der polnischen Stimmen. Das sei eine eiitfache Wahrheit und das sei unbedingt auch den Richtern bekannt. Dem wollte der Angeklagte vorbeugen und habe er nur deutsche Jntereffen vertreten, wenn er der Regierung das Verkehrte ihrer bisherigen Politik vorgehalten habe. Wenn er den betreffenden Behörden seine Gewährsmänner nicht genannt habe, so sei das nur ehrend für sein Handeln und zeuge von Mut, wenn er den auf- regenderen Weg der Oeffentlichkeit dem bequemeren, aber desto niedrigeren Weg der Denunziation vorziehe. Er beantrage daher Freisprechung eventuell eine niedrige Geldstrafe. Der zweite Verteidiger von Chrzanowski schließt sich für seine Klienten den Ausführungen des ersteren Verteidigers an, kommt dann in fein pointterten Ausführungen auf die dentoralisierende Wirkung der Ostmarken- Zulagen zu sprechen und erklärt, daß die Mehrheit der Vertretung des deutschen Volkes, der Reichstag, ebenfalls diese Meinung habe. Er fordert für seine Klienten die Freisprechung. Nach längerer Beratung verkündet der Vorsitzende das Urteil des Gerichts. Es lautet: Der erste Angeklagte Chefredakteur HanS Schack wird für schuldig befunden, die inittleren und unteren Beamten der Provinz der Bestechlichkeit geziehen und somit beleidigt zu haben. Die Tendenz des Artikels gehe dahin, die gegeinvärtige Politik der Regierung gegenüber den Polen zu mißbilligen. Die Beleidigungen seien gröblichster Art und wird daher der Angeklagte zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. Der Angeklagte Desperak wird zu 50 M. und der Angeklagte Kulerski ebenfalls zu 50 M. Geldstrafe verurteilt. Außerdem wird auf Publikationsbefugnis in 17 Posener und auswärtigen Zeitungen, darunter die„Leipziger Volkszeitung", erkannt. Lohaled. Ein Vergehen gefällig? Als die Freireligiöse Gemeinde im vorigen Jahre ihr Herbstfest abhalten wollte, erschien der Kriminalschutzmann F. PotargieSki einige Tage vorher in der Wohnung des Rendanten Wendt zu dem Zweck, sich von der allein anwesenden Frau des Rendanten ein Billet zu dem erwähnten Vergnügen geben zu lassen. Selbst- verständlich klärte der Beamte die Frau über seine Beamten-Eigen- schaff nicht auf. sondern antwortete ihr auf die Frage, ob er auch Mitglied der Gemeinde sei:„Sie kennen mich doch, ich bin schon öfter hier gewesen. Mitglied bin ich ja nicht, kann es wegen der Schwiegereltern nicht werden. Meine Frau sagt zu den Eltern, wenn sie zu den Vorträgen der Gemeinde geht, daß sie in die Kirche gehe." Die Frau nahm an, daß sie es mit einem Gcsinnungsgenosien zu thun habe und gab dem Frentden die verlangte Eintrittskarte, welche nun als Beweisstück dafür herhalten mußte, daß das Ver- giiügen ein öffentliches gewesen sei und daher unter die Straf- bestimmungcn des Vereinsgesetzcs falle. Die Polizei hatte jedoch in diesem Falle mit ihrer Staatsrettung kein Glück. Der Kriminal- schutzmann PotargieSki mußte in der gestrigen Gerichtsverhandlung zugeben, daß bei der Festlichkeit selbst keine Eintrittskarten verkauft worden sind, lind da kein andrer Fall vorlag, in welchem ein Fremder sich ein Billet erworben hatte, so beantragte der Amtsanwalt selber die Freisprechung des wegen dieser Sache angeklagten Vorstandsmitgliedes Jänicke. Diesem Antrage gemäß erkannte auch das Gericht. Der Fall ist somit glimpflich abgelaufen und hat höchstens die Wirkuitg gehabt, daß er der Freireligiösen Gemeinde, lvie uns be- berichtet wird, eine nicht uitbeträchtliche Anzahl neuer Mitglieder zuführte. Aber konimen hier auch nur verhältnismäßig geringe Schädigungen des Altgeklagten in Betracht, so ftagt es sich doch, ob ein solches Wirken der diesmal vor Gericht blamierten Polizei in einem annähernd civilisierten Staatswesen geduldet lverden kann. ES hat lebhafte und gerechte Entrüstung in der OeffenMchkeit hervor- gerufen, wenn Untersuchnngsgefangene dadurch zu einem Geständnis bewogen wurden, daß ihnen die Beamten im Falle der Renitenz eilte Verlängerung der Haft in Aussicht stellten oder daß sie den An- geschuldigten mit der Unwahrheit bcizukommen suchten, daß ihre etwaigen Komplizen schon gestanden hätten und es nun das Beste sei, auch mit einem Geständnis herauszurücken. In solchen Fällen mag die Polizei noch die Entschuldigung für sich anführen, daß ver- hältuismäßig schwere Verbrechen in Frage ständen und das öffentliche Wohl derartige Kniffe zulveilen erfordere. Was ist aber erreicht, tvcitn das von dem Kriminalschutzmann PotargieSki versuchte Kunststück gelingt? Nichts andres, als daß sich abermals ein Staatsbürger in den Fußangeln und Fallstricken eines Vereinsgesetzes verfangen hat, eines Gesetzes, das dem öffentlichen Leben von heute, den Be- dürfnissen des Volkes etwa ebenso Rechnung tragt, wie daS preußische DreiklasseMvahlunrecht, und dem die Bevölkerung daher denselben Mangel an Respekt entgegenbringt wie diesem. Als Opfer solcher Polizeikunststücke kommen ja zumeist Angehörige der Arbeiterklasse in Betracht und diese kann im allgemeinen vielleicht nichts dagegen einzuwenden haben, wenn die Polizei in ihrer gegenwärtigen Ver- fassung selber fiir Maßnahmen sorgt, die das Ansehen der Behörde nicht erhöhen. Aber demgegenüber ist anzuführen, daß die Polizei vont Gcldc der Steuerzahler erhalten wird und diese alle Ursache haben, darauf zu halten, daß auch die Kriminalschutzleute sich nützlicherer Thätigkeit zulvenden als der hier geschilderten. Wemr dem Polizeipräsidiunt etwas an der Förderung des Ansehens der von ihm vcrttetenen Institution liegt, dann möge es dafür sorgen, daß derartige polizeiliche Animicrkunststücke ein Ende nehmen. Die hygienischen Bortragsturse der Ceutralkommission der Kranken- kassen Berlins und der Vororte werden auch in diesem Jahre in den Aulen der städttschen Gemeindeschulen abgehalten. Die Vorträge beginnen abends 8 Uhr. Das Thema für Donnerstag, den 17. d. Mts., lautet für Berlin„Auge und Arbeit" und wird in folgenden Schulen gehalten werden: Wrangelftr. 128, Keibelsw. 31/32, Ouitzowstr. 115(Eingang auch Stephanstr. 27) und Schönhauser Allee 166a. Ferner wird das Thema:„Ursache und Verhütung der Schwindsucht" besprochen in Lichtenberg, Kronprinzenstr. 10. In Neu-Weißensee lautet das Thema:„Wie hält der Arbeiter Nase und Ohr gesund?" und wird gehalten in der Aula der Gemeinde- schule LanghanSstr. 120. Für Freitag, den 18. März er., läutet das Thema für Berlin„Wie hält der Arbeiter Nase und Ohr gesund?" und wird in folgenden Schulen gehalten: Gneisenausw. 7, Tilsiterstr. 4/5, Pankstr. 8. In Pankow, Schmidtstr. 11 lautet das Thema über„Trinken und Trunksucht".— Sämtliche Vor- träge sind uil entgeltlich und bedarf eS hierzu keiner Eintrittskarten. Opfer des„Zapfenstreichs"? Ueber eine angebliche Maßregelung von Potsdamer Offizieren bringt die„Potsdamer Korrespondenz" folgende Meldung: Die auffällige plötzliche Versetzung von acht jüngeren Offizieren deS 1. Garde-Regiments zu Fuß wird in Potsdam lebhaft besprochen. Es handelt sich um Offiziere, welche zu den, Kronprinzen in freundschaftlichem Verhältnis standen. Ein Gerücht will wissen, daß die Versetzung deshalb erfolgt ist, weil die Offiziere in Gemeinschaft mit dem Kronprinzen in Berlin die Auf- führung von Beyerleins„Nach Zapfenstreich" in Civilkleidern besucht haben, was für den Kronprinzen gleichfalls nicht ohne MißHelligkeiten abgegangen sein soll. Bei einem Umzug tütlich verunglückt ist der 43 Jahre alte Möbel« transportarbeiter Adolf Lehnlann aus der Neuen Friedrichstr. 5. Als er in Schöncberg in der Wohnung eines Kaufmanns mit einem Arbeitsgcnossen an einem Gurt ein Büffett trug, stürzte er über einen Teppich und fiel mit dem Leib auf den Fußboden. DaS schwere Büffett fiel ihm auf die Oberschenkel, deren Knochen brachen. Der Verunglückte starb im Elisabeth-Krankenhaus an den Folgen der Verletzungen. Vermißt wird seit ungefähr acht Tagen der 70 Jahre alte Musikervetcran Johann Wirker, der von seiner Frau getrennt am Cirkus Rr. 4 wohnte. Wirker hat schon öfter Selbstmordgedanken geäußert. Beim Besuch ihrer Schwester erhängt hat sich die 41 Jahre alte Wirtschafterin Auguste Poyda aus Dommiffch im Kreise Torgau. Sie hatte in der Heimat ihrem Schwager, einen, Tischlermeister, das Hauslvesen besorgt, konnte sich aber infolge ihres aufgeregten Wesens nicht mehr mit' ihm vertragen und verließ ihn am vergangenen Sonnabend, um nach Berlin zu ihrer Schwester, einer Witwe Dorn in der Moritzftr. 8 zu fahren. Während Frau Dorn gestern nach- mittag außer dem Hause ihrer Beschäftigung nachging, erhängte sie sich im Schlafzimmer mit einer Zuckerschnur am Bettpfosten. Vergiftet und ertränkt hat sich der 43 Jahre alte Glaser Paul Krüger aus der Dieffenbachstraße Nr. 74. Der Mann war verheiratet und Vater von zwei Kindern im Alter von 13 und 10 Jahren. Seit dem 1. Oktober v. I. lebte er von seiner Frau getrennt und lag mit ihr wegen Scheidung der Ehe in Klage. Zu Bekannten äußerte er manchmal, daß er die Scheidung nicht überleben werde. Nachdem er vorgestern noch gearbeitet hatte, ging er abends nach dem Tier- garten, stellte sich m der Nähe der Stülerstraße an einem Arn, des Neuen Sees auf, nahm Gift und stürzte, als er unter dessen Wirkung zusammenbrach, ins Wasser. Gestern morgen fand man seine Leiche, die nach dem Schauhause gebracht wurde. Auch ein Geschästskniss. Zu einem Kampf mit einem Diebe kan, es gestern nachmittag in der Lothringerstraße. In einem Cigarrengeschäst am Rosenthaler Thor fordette ein junger Mann 300 Cigaretten, die er sich einpacken ließ. Er plauderte mit dem Verkäufer, nahm das Paket an sich und wollte den Laden, ohne Zahlung zu leisten, verlaffcn. Als der Cigarrenhändler den Kunden um Begleichung der Rechnung ersuchte, antwortete dieser frech: „Wenn ich bezahlen will, brauch' ich Sie nicht" und ergriff die Flucht. Er lief die Lothringerstraße entlang und warf, als ihm die Verfolger zu nahe kamen, die Cigaretten fort. Die Hoffnung des Spitzbuben, durch das bekannte Diebesmanöver einen Vorsprung zu gewinnen, erfüllte sich nicht, und als ihm an der Ecke der Gormannstraße ein Schutzmann entgegentrat, warf sich der etwa 20jährige Bursche auf die Erde. Seiner Verhaftung setzte er den entschiedensten Wider- stand entgegen, und erst, nachdem der rabiate Dieb gefesselt worden lvar, konnte er nach der zuständigen Polizeiwache in der Linien- straße gebracht werden. Hier gab er an, in Berlin ganz unbekannt und erst zugereist zu sein und legte sich auch einen falschen Namen bei. Der Verhaftete, der wohl guten Grund hat, die Angabe feines richtigen Nationales zu verweigern, wurde dem Polizei- Präsidium zugeführt. Rad und Polizei. Die Polizeiverordmmcz, die über die er weiterte Zulassung deS Verkehrs mit Zweirädcrn in den Straßen Berlins angekündigt worden ist, hat folgenden Wortlaut:.„Folgende Straßen und Plätze dürfen mit Zweirädcrn nicht befahren werden: v) Der Pariser Platz, die Straße„Unter den Linden", der Platz am Opernhause, der Platz am Zeughause, die Schloßbriicks, der Lustgarten; b) die Friedrichstraße von der Leipzigerstraße bis zum Bahnhof Friedrichstraße; c) die Leipzigerstraße, der Leipziger Platz, der PotSdanier Platz, die Potsdamerstraße bis zur Potsdamer- Brücke. Das Kreuzen dieser Straßen und Plätze mit Zweirädern ist gestattet. Das Befahren der genannten Straßen und Plätze mit Zweirädern ist jedoch den Militärpersoncn, den Post- und Telegraphenveamtcn, den Mannschaften der Schutzmannschaft und der Feuerwehr gestattet, sofern dieselben sich in Uniform und in der Ausübung ihres Dienstes befinden. Uebertretungen dieser Polizeiverordnmig werden mit Geldstrafe bis zu 30 M. bestrast, so weit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen eine härtere Strafe eintritt." Die Verordnung tritt am 1. April m Kraft. Freigegeben sind also u.a. die Friedrichstraße südlich von der Leipzigerstraße und nördlich vom Stadtbahnhof, die Jnvalidenstraße, die Rosenthalcr- straße, die Potsdamcrstraße von der Brücke an usw. Strastcuspcrruiig. Die Antonstraße von der Ruheplatz- bis zur Prinz Eugenstraße wird behufs Asphaltierung vom 17. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Verschwunden ist seit dem IS. März der Dachdeckermeistcr Wilhelm Woitschach. Derselbe ist geisteskrank und war zuletzt an der Großen Frankfurtcrstraße, Ecke Kleine Frankfurterstraßc, 7>/z Uhr, gewesen. Er ist bekleidet mit blauein Wintermantel, schivarzem Schlapphut, blauem Jackett, schwarzer mit weißen Punkten versehener Weste, Halstuch, schwarzgestreifter Hose. Zugsticfcl, braunen Socken, wollenem Unterzeug. Größe 1,75 Meter, Figur normal, trägt Perücke, grau mit"schwarz melierten Vollbart, Äugen brann, geht etlvas nach vorn gebeugt mit eingezogenein Kopf. Jedenfalls irrt er in Berlin umher. Es wird gebeten, denselben dem nächsten Posten oder der Revierpolizei zu übergeben. Selbstmord des korranische» Gestmdtschafts-Attitches Hong. In: Bureau der hiesigen koreanischen Gesandtschaft, Meinekestraße 18 zu Charlottenburg, hat am Dienstag der Attache Hyensik Hong seinem Leben durch Erschieße» ein Ende gen, acht. Hong war in der Berliner Gesellschaft eine sehr bekannte Persönlichkeit und auf allen Bällen der Saison zu sehen. In der letzten Zeit legte er Schwer- »nut an den Tag. Er hatte leichtsinnig Schulden gemacht, die er nicht bezahlen konnte. Ein Wechsel von S000 Mark wurde gestern im Gesandtschaftshotel präsentiert und da Hong wußte, daß er den- selben nicht einlösen konnte, gab er sich den Tod. Der Deutsche Arbeitcr-Abstincntcn-Bund ersucht uns, folgende Er- klärung aufzunehmen: Zn dem in der Nummer von, IS.' März er. veröffentlichten Bericht über die„Sonderausstellung zur Bekämpfung des Alkoholismus" erklären wir, daß die in dieser Ausstellung publizierten Schriften ic. des„Deutschen Arbeitcr-Abslinenten-Bundes von privater Seite ausgelegt wurden. Der Bundesvorstand lehnte eine Beteiligung an der Sonderausstellung strikte ab. Die Acra der Ringkämpfe scheint wieder beginnen zu wollen. In einen, Wettstreit um die„Welt m e i st e r s ch a f t", welcher am heutigen Donnerstagabend im C i r k n s Busch seinen Anfang nimmt, werden den Reigen eröffnen der Franzose Aimable de la Cal »nette gegen den Deutschen Eigcmann, der Belgier Omer de Bouillon gegen den Deutschen Franz Sauerrer und der Belgier Jean Vandhck gegen den deutschen Meisterschaftsringer Jakob Koch, der sich in London im Jahre 1902 den„Champion Bett" erworben. Seitens der Berliner Ringkämpfer sind zahlreiche Meldungen eingegangen und es werden schon in den nächsten Tagen ganz hervorragende Ringkämpfer wie Paul Bclling, der Meisterschaftsringer von Berlin, John Roepel, Otto Witt und andre bekannte Hünen Berlins in der Arena erscheinen._ Huo den Nachbarorten. Gemeinde» crtreter-Wahlcn haben am Dienstag in verschiedenen Vororten stattgefunden. In H o h e n- N e u e n d o r f an der Nord- bahn beteiligten sich unsre Genossen zum erstemnal an der Wahl. Die Gegner wurden gewählt mit 77 Stiinmen, während unser Genosse Neumann 29 Stimmen erhielt. In NowaweS erhielten unsre Kandidaten in der zweiten Klasse 19, die gegnerischen 87 Stimmen. In Wilhelmsruh-Rosenthal- Nordend gab es ein heißes Ringen zwischen den vereinigten bürgerlichen Parteien»md den Socialdemokraten. Der bürgerliche Kandidat Schreibvogel erhielt in der dritten Abteilung schließlich 94 Stimmen, der socialdcmokratische gegen 99. In der zweiten Abteilung wurde Eigentümer Korb, in der ersten Landwirt August Secger gewählt. Pankow. In der dritten Wählerklassc siegten bei der Gemeinde- vertreter-Wahl die Socialdemokraten mit erdrückender Majorität. Genosse Fengler wurde mit 322 Stimmen gewählt, während sich auf Feilenhauermeister Mägdeftau(k.) S2 und auf Elementarlehrer Sasse lBürg.-Part.) öl Stimmen vereinigten. Bei der zweiten Ersatzwahl brachte eS Genosse Kubig auf 339 Stinimen. Von den Gegen- kandidaten erhielten Rentier Kreier sk.) 86, Elemcntarlehrer Sasse (Bürg.-Part.) 64 Stimmen. Die beiden Wahlbezirke befanden sich bisher in den Händen der bürgerlichen Parteien. Nieder- Schönhausen. Bei der gestrigen Gemeindcvertreterwahl er- hielten die beiden socialdemokratischen Kandidaten 93 respektive 94 Stimmen, auf die Gegner entfielen 323 und 339 Stimmen. Neu-Weißcnsce. Heute finden die Ergänzungs- und Ersatzwahlen für die zweite Klasse der Gemeindevertretung statt. Die Partei- genossen haben beschlossen, an dieser Wahl teilzunehmen. Wir richten an alle Genossen, deren Zeit es erlaubt, die Bitte, sich dem Wahl- komitee zur Verfügung zu stellen und im Vereinshaus. Charlotten- burgerstraße 1S9, um 19 Uhr vormittags vorn im Lokal anwesend zu fein. DaS socialdcmokratische Wahlkomitec. Adlcrshof. Der Socialdcmokratische Wahlvercin hält heute Donnerstag, 8'/, Uhr abends, im Lokale von Fechner, Oppenstr. S6, feine regelmäßige Mitglieder-Versanimlung mit folgender Tages- ordnung ab. 1. Vortrag des Genossen M. Sckütte iiber:„Freiheits- kämpfe einst und jetzt." 2. Diskussion. 3. Vereiiisangclcgenheitcn. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist dringend erforderlich. Gäste nur durch Mitglieder eingeführt haben Zutritt. Ncu-Wcistcnscc. Bei der Gemeindcvertreter-Wahl zur 3. Ab- teilung am gestrigen Tage haben unsre Genossen glänzend gesiegt. Der 3. Bezirk wurde behauptet, lvährend im 1. Bezirk der letzte bürgerliche Vertreter der 3. Abteilung verdrängt wurde, so daß die ganze 3. Abteilung der Socialdemokratie gehört. Skun gilt es Sturm auf die 2. Abteilung zu nehmen und daher werden die Genossen, welche Wähler der 2. Abteilung sind, aufgefordert, sich heute pünktlich um 11 Uhr zur Ergänzungswahl und pünktlich um 2 Uhr zur Ersatzwahl einzufinden, denn es ist von Wichtigkeit, die ersten am Platze zu sein.— In A l t- W e i ß e n s e e. wo wir zum erstenmal in die Gcineindevertreter-Wahl eingetreten sind, haben ivir einen Achtungserfolg errungen, der Riischmasch-Kandidat erhielt 62 Stimmen, der Konservative 89, der Socialdcmokrat 23 Stimmen, so daß eine Stichwahl notwendig ist. Bei den hier noch herrschenden bäuerlichen Verhältnissen war ein andre? Resultat nicht zu erwarten. Es wird aber Pflicht der Genossen sein, auch hier die Ideen des SocialismuS in die Köpfe der uns noch Fernstehenden dringen zu lassen. Stralau. Bei der G c n, e i n d e r a t s tv a h l erhielt unser Parteigenosse Wilhelm Buck alle 83 abgegebenen Stimmen; ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt, die Wahlbeteiligung war daher nur schwach. In der zweiten Klasse wählten im ganzen vier 'Personen, in der ersten Klasse gar nur zwei. Hier gingen selbst- Verständlich die Bürgerlichen als„Sieger" hervor. Friedrichshagc». Die Schülerzahl des R e alg hinn a si um S erfreut sich einer stetigen Zunahme; dieselbe beträgt zur Zeit 298 lim Vorjahre 167). Davon entfallen auf das Gymnasium 127 und auf die Vorschule 81 Schüler. Nach dem Beschluß der Gemeinde- Vertretung erfolgt zum 1. April die Errichtung der Untersekunda.— Die Gemeindevertretung hat sich in ihrer Sitzung am Freitag u. a. mit der Etatsbcratnng zu befassen. In Wilmersdorf finden die Wahlen zur Gemeindevertretung für die dritte Abteilung ain Donnerstag, den 24., Freitag, den 2S., und Sonnabend, den 26. März, je von 19 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags und von 4 bis 8 Uhr nachmittags im Victoriagartcn, Wilhelmsaue 114, statt. Der Wahlmodus ist insoweit etwas ver- wickelt als die bei den Wahlen von 1992 gemachten Formfehler zu vermeiden sind und daher jeder Wähler bei der Abgabe seiner Stimme noch besonders zu bemerken hat, für welche Kategorie der einzelnen ausscheidenden Gemeindevertreter er jeden seiner Kandidaten geivählt sehen will. Zu wählen sind in der dritten Abteilung sechs Gemcindcverordnete und zwar 1. auf sechs Jahre als Ergänzung: a) für die turnusmäßig ausscheidenden Gemeindevcrordneten Henze und Ratusch 2 Genieindeverordnete; b) für die ausgelosten Gemeindeverordneten Hesse und Hilpert 2 Gemeindeverordnete; 2. ans vier Jahre als Ersatz: für den in» Jahre 1992 im Turnus gewählten Gemeindcverordneten Herrmann 1 Gemeindeverordneter; 3. auf vier Jahre als Ersatz: für den im Jahre 1992 zur Vermehrung der Gemeindevertretung unter Vorbehalt der Auslosung gewählten Gemeindeverordneten Schröder 1 Gemcindeverordncter. Von diesen seckis für die dritte Abteilung zu tvählenden Gcmeindeverordneten können zwei Nichtangesessene sein. Nichtangesessene lvaren bisher die socialdemokratischen Gemeindeverordnetcn Hilpert und Schröder, während unser im Turnus ausscheidende Gemeindeverordncte Natusch Hausbesitzer ist. Um Ver- wechslnngen zu verhüten, werden von unsrer Partei besondere Fornmlare herausgegeben, auf denen die für die einzelnen Kategorien aufgestellten Kandidaten richtig verzeichnet sind. Es bedarf der unausgesetzten Agitation am Orte, damit wir die bis- herige Position behaupten und neue Mandate hinzu erobern. Bemerkt sei noch, daß ohne Unterschied des Namens jeder Wähler sich von den drei angesetzten Wahltagen den ihm am passendsten erscheinenden zur Ausübung seines Wahlrechtes aussuchen kann. Grünau. Der Etat für 1994 balanciert in Einnahme und Ausgabe mit 87 999 M., das ist ein Mehr von 29 999 M. gegen das Vorjahr. Die im Interesse der Hausbesitzer beabsichtigte Ermäßigung der Grundwertsteuer um 4999 M., als Gegenäquivalent für die Allgenieinheit eine Erhöhung der Geineinde-Einkommenstener um 6999 M. ist diesmal noch nicht zur Annahme gelangt, da die Stimmung der Bürgerschaft durch den für Grünau ganz unnötigen Kirchcnbau keine günstige ist. Zn diesem Kirchenbau sind schon aus dem Gemeindesäckel 37 999 M. bewilligt; was noch kommt, ist nicht vorauszusehen. Die kleine Gemeinde Grünau hat heute schon eine Schuldenlast von über 369999 M., die an Verzinsung und Amortisation die nicht geringe Suinme von 22 683 M. verschlingt, das ist ungefähr ein Drittel der gesamten Einnahmen. Für Kanalisation und einen Kirchen- bau werden neue DarlehnSaustiahmen nötig werden.— Auf eine Familie kommen jetzt ungefähr 1999 M. Gcmeindeschuldcn, in zwei bis drei Jahren wird diese Schuldenlast auf 1S99 M. pro Familie anwachsen. — Für die Privatschule, die von ca. 39 Kindern besucht wird, sind von den Geineindevertretern 1899 M. Jahreszuschuß bewilligt, 799 M. mehr als im Vorjahre. Die Berechtigung zu solchen Zu- schlissen für Privat- Unternehmungen erscheint uns fraglich. Wer seinen Kindern besseren Unterricht angedeihen lassen will, schicke sie nach Köpenick oder nach Berlin, aber verlange nicht, daß der Ge- »neindesäckel in solch kleinem Ort auf die Dauer diese Privat-Unter- nehmungen über Wasser hält.— Für die Armenverwaltung sind nur 2990 M. ausgeworfen, daraus ergeben sich die niedrigen Unter- stützungssätze. Im Gemeindehaus HI sArmeilhaus) werden Miete» erhoben, wie sie ei» Privatmann auch nicht höher erheben würde. Aermercn Arbeiterfamilien mit drei oder vier Kinder» ist es schier unmöglich, hier eine Wohnung zu finden: in diesem Falle bleibt dann das Gemeindehaus III die einzige Zuflucht, wenn noch Wohnungen vor- Händen sind._ GcwcrkfchaftUchca. Tarifverhandlungen der Böttcher. Ter Ecntralvccein der Böttcher, Filiale Berlin, nahm am IS. März in einer sehr gut bc- suchten Versammlung den Bericht der Vcrhandlungskommission über die am Tage vorher gemeinsam mit den Vertretern des Vereins der Brauereien Berlins(des sogenannten Ringes) abgehaltene Sitzung entgegen, die die Vereinbarung eines Tarifs bezweckte. Zunächst gab Lehmann ein Bild von den Verhandlungen. Die Brauerei- Vertreter hatten gebundene Marschroute. Auf die allgemeine Ver- kürzung der Arbeitszeit auf 9 Stunden, die gefordert war, ließen sie sich nicht ein, obwohl ihnen entgegen gehalten wurde, daß die Böttcher die OV-stündige Arbeitszeit schon seit 14 Jahren hätten und zum Teil auch schon 9 Stunden gearbeitet werde, und daß die Böttcher- arbeit eine schwerere sei, als die der Brauer. Tie allgemeine Ein- führung eines Miniinal-Wochenlohns von 32 M. stieß auch erst auf Widerstand, wurde dann aber zugesagt. Vorbehaltlich der Zustimmung der Organisationen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer wurde ein Vertrag festgestellt, der in der Hauptsache bestimmt: Der Wochenlohn beträgt 32 Mi.(wo er nicht schon höher ist), die Arbeitszeit SV; Stunden ausschließlich der Pausen. Stückarbeit ist verboten. Für Ucberstunden werden 69 Pf. gezahlt. Die Lohnzahlung�erfolgt, wenn es die Mehrheit der Arbeitnehmer verlangt, des Freitags während der Arbeitszeit. Die Arbeit beginnt früh 6 Uhr. W o bereits bessere Arbeitsbedingungen bestehen, bleiben sie erhalten. Tic Gewährung von Freibier erfolgt nach dem zur Zeit in den einzelnen Brauereien bestehenden Bc- dingungcn. Heizbare Umkleideräume und Bade- und Waschgelegenheit müssen entsprechend der Zahl der Beschäftigten vorhanden sein. Für gute Rauchabzügc muß gesorgt werden. Bei allen Streitigkeiten aus dem Vertrage entscheidet tnach vergeblichem Einigungsverftich durch den Vertreter der Organisation) das Einigungsamt. Ter Vertrag soll bindend sein vom 1. April 1994 bis zum 1. April 1997 und soll ferner auf ein Jahr weiter bestehen, wenn er nicht'A Jahr vor Ablauf gekündigt wird.— Aus den näheren Mitteilungen ver- schiedener Kommissionsmitglieder ist noch interessant: Dem Verein der Brauereien ist vom Scharfmacherverband der Metallindustriellen nahe gelegt worden, doch nicht immer in der geübten Weise mit den Verbänden seiner Arbeitnehmer zu verhandeln usw. Aus den Ver- Handlungen ging hervor, daß die Brauereien glauben, die gemäß § 610 des Bürgerlichen Gesetzbuches den Arbeitern gewährten Vor- teile nicht auf die Dauer aufrecht erhalten zu können. Angeblich soll dies ihnen schon 159 999 M. gekostet haben. Demgegenüber wurde aus der Versammlung heraus festgestellt, daß bei Er- krankungen usw. fast nie ein„Vice" eingestellt werde. Tie Arbeit müsse so lange von den andern Leuten mitgemacht werden, so daß der Lohn erspart werde und somit die Brauerei keinen Nachteil habe. Großen Unwillen erregte in der Versammlung die ihr mitgeteilte Aeußerung des Herrn Happold. er habe noch nie einen Böttcher Schweißtropfen verlieren sehen. Im Laufe der sehr lebhaften De- battc wurde von verschiedenen Rednern_ das Bewilligte als sehr winzig bezeichnet und mit Rücksicht darauf vor allem gegen die ge- plante lange Veriragsdaucr und Kündigungszeit angeknüpft. Einige Kommissionsmitglieder und andre Redner traten darauf dafür ein, das Gebotene zu acceptiercn, weil nicht mehr zu erreichen sein werde. lieber die Vertragsdauer lasse sich ja reden. Schließlich wurde mit großer Mehrheit beschlossen, die Bedingungen des Ver- trags mit der Matzgabe anzunehmen, daß jede zeitliche Bedingung ausgeschlossen werde. lieber die Stellung zu den r i n g f r c i c n Brauereien wurde dann verhandelt. Die Brauerei Bötzow will sich dem anschließen. was der Verein der Brauereien bewillige. Es soll ihr Mitteilung darüber gemacht werden. Die Versammlung hielt es für selbst- verständlich, daß auf sie, ebenso wie auf die andern, der PassuS: Bessere Arbeitsbedingungen, die schon vorhanden sind, bleiben be- stehen", Anwendung finde. An die Brauerei Pichelsdorf soll dasselbe geschrieben werden, mit dem Ersuchen, sich im übrigen den Verein- barungen anzuschließen. Den übrigen ringfreien Brauereien gegen- über, die noch 9V-stündige Arbeitszeit haben, sollen die Tarif- forderungen(darunter die 9stündige Arbeitszeit) auftecht erhalten werden. Im„Verschiedenen" wurde mitgeteilt, daß im Böhmischen Brau- haus noch Stückarbeit gemacht wird. Das müsse nun aufhören. Eue der Frauenbewegung. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, den 21. Februar, abends 8Vz Uhr. in den Arminhallcn, Komandanten- straße 29: Vortrag des Herrn Dr. Osborn über:„Meunier, ein Maler und Bildhauer der Arbeiterwelt"(mit Lichtbildem). Gäste willkommen. Der Vorstand. Reu-Weiße»see. Ter Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse hielt an» 14. März, abends S'/s Uhr, im Lokal des Herrn Schmutz, König-Chaussee 38, eine sehr gut besuchte Mitglieder- Versammlung ab, in welcher Herr Dr. Aiaurcnbrecher einen Bortrag über:„Die Liebe" hielt. Durch reichen Beifall dankte die Ver- sanlmlung Herrn Dr. Maurenbrechcr für den ausgezeichneten Vor- trag. Die nächste Mitgliederversammlung findet Montag, den lt. April, statt: in derselben wird Herr Dr. Röder einen Bortrag halten. Gäste willkommen. Versammlungen. Lichtenberg. Reichstags-Abgcordnetcr Genosse Molkenbuhr sprach hier in einer gut besuchten Volksversammlung über die„Ge- Iverbegcrichte". Ter Redner wies auf die Bedeutung der Gewerbe- gerichte hin und ermahnte die Anwesenden, bei der am Freitag. den 18. März, in der Zeit von 3 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends stattfindenden Ersatzwahl zum Lichienbcrger Gcwcrbcgericht ihre Schuldigkeit zu thun. Eine kurze Diskussion schloß sich an das beifällig anfgenommenc Referar. Das Wablkomitee gab dann noch die Bezirkseinteilung bekannt, nannte die Namen der Kandidaten, die-den Beteiligten durch 39 999 Flugblätter bekannt gegeben seien, und crmahnte die Genossen, bis zum Freitag die Säumigen auf- zumuntern, um so den gewohnten Wahlsiegen der Lichtcnberger Genossen einen neuen glänzenden Erfolg hinzuzugesellen. Die Ge- Nossen, die sich zur Wahlhilfc zur Verfügung stellen wollen, sind ersucht, sich in den folgenden Wahllokalen einzufinden: Schwarz, Dorfstraße; G ü r s ch, Frankfurter Chaussee 86: Höflich, Frank- furicr Chanssee 129, und Schulhaus, Kronprinzenstr. 19. Verband der Zpriseurgehilfcn Tentschlauds(Zweigvereiu Berlin). Donnerstag. 17. März, abends 10 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Urabstimmungsantrag. 2. Borwag des Genossen steipp:„Die Bedeutung des 18. März". — Zweigvcrein R i x d o r s. Donnerstag, den 17. d. M, abends 10 Uhr,"bei Hoppe, Berlinerstr. 14: Außerordenlliche Generalversammlung. VermileKtes. Eine ganze Gemeinde von plötzlichem Wahlisinn befallen. Ein außerordentliches Ereignis hat sich, wie aus Lissabon gemeldet wird, im Dorfe Monturo zugetragen. Die ganze Gemeinde ist von plötzlichem Wahnsinn befallen worden. Ein kranker GrciS hatte Bewußtsein und Bewegmigsfähigkcit verloren, so daß ihn die Nachbarn für tot hielten. Man begann mit den Beerdigungsvorbereitungen. Als aber der Orts- barbier den Mann zu waschen begann, erwachte dieser aus seiner Ohnmacht und fing jämmerlich zn schreien an. Die Umstehenden flohen auf den Marktplatz. Torthin wurde die ganze Gemeinde zusammenbcrufen, und man beschloß, sich schleunigst in die Kirche zu begeben, um sich vor der �Verfolgung des Bösen zu retten. Bald war die Dorfkirche bis auf den letzte» Platz gefüllt. Allen voran eilte der Barbier. Er entledigte sich aller Kleider, sprang auf den Altar, hängte sich ein Heiligenbild um den Hals und behauptete, daß er ein Erzengel sei, der den Teufel bekriegen müsse. Er befahl dann der gehorsamen Gemeinde. ihn anzubeten, und schließlich mußten sich alle. Männer und Frauen, gänzlich entkleiden und paanveise, loie Adam imd Eva, vor dem Altar vorbeimarschieren. Alle gehorchten ohne den ge- ringsten Widerspruch. Dann nahm der Barbier das Kreuz, stellte sich an die Spitze des Zuges, befahl der Gemeinde, auf allen Vieren hinter ihm herznkriechcn. und verließ so die Kirche, um den Kampf mit dem Teufel aufzunehmen. Viele der Gemeiudemitalieder sollen unheilbar verrückt geworden sein und. ivie es ihnen der Erzengel befohlen, nur noch nackt cinhergchen wollen. Der Bischof hat die Kirche wegen grober Entweihung bis auf weiteres schließen lassen. Marktpreise von Berlin ain 15. März 1904 nach Ermittelungen des kgl. Polizeipräsidiums. �Weizen, gut D.-Ctr. »Nittel gering »Roggen, gut , mittel gering -sGerste, gut mittel gering sHascr, gut mittel gering Richtstroh Heu Erbsen pcisebohncn Linsen » ab Bahn. t frei Wagen und ab Bah». Kartoffeln, neue D.-Ew. Rindfleisch, Heule 1 kg do. Bauch, Schweinefleisch, Kalbfleisch„ Hammelfleisch Butter Eier Karpfen Aale Zander Hechte Barsche Schleie Bleie Krebse 69 Stück 1 kg per Schock 7.50 1,80 1,40 1,60 1,80 1,80 2,80 4,00 2,40 3,00 2,80 2,20 1,80 3,00 1,40 15,00 6,00 1,20 1,10 1,00 1,20 1,20 2,00 3,00 1,20 1,40 1,20 1,20 0,80 1,40 0,80 3,00 Wittcrungsubcrsicht von» 16. März 1901, morgens 8 Nhr. Stationen winemde Hamburg Berlin L£ H£ B s« tzs 9)— = H S? 763© 765 WSW 765, SN© Franks.a.M. 764 N München 762 SO Wien>763 NNW Weller «SK B� H ffc Stationen s e ü£ Haparanda 756 ■S- i« Petersburg Corl Werdeen Paris öfill 749,©N© 764: NO bedeckt L 2 wolkig 2 Nebel 2,wollenl—1 3 halb bd. 3 Regen IRegen Wetter-Prognoie für Tonucrstag, den 17. März 1964. Etwas wärmer, zunächst heiter und trocken bei schwachen südlichen Winden, später zunehmende Bewölkung. Berliner Wetterbureali. Wetter «äs c 5. wolkenk—24 Schnee—1 BHefharten der Redahtfon. Freundinnen. Nicht verwendbar.— Krankenkasse. Wenden Sic sich an August Hintzc, Panks». 3lb. Kassen, welche durch Inserate Mit- gliedcr suchen, find meistens nicht zu empfehlen. Jurittikeker Oeil. Tie juristische»prechstiindc finde« täglich mitZlusnahme de? TounabendS bau?>/, bis»>/- Uhr abends statt. tSeiistne«:? ttbr. R. G. 99, Köpenick. Ihr mit dem ersten Vermieter geschlossener Mictsoertrag gilt auch für den jetzigen Besitzer. sallS dieser durch Kauf— ohne Subhästation— Eigentümer geworden ist. So weit ohne Einsicht in Jtzrcn Verwag ersichtlich, können Sie zum 1. April ziehen, wenn Sie bis spätestens am 3. Januar gelündigt haben.— C. SS. Anfragen, die sich auf Folgen citicä Testaments, Vertrages uitc. beziehen, lassen sich ohne Ein- sicht in das Testament, den Vertrag usw, nicht beantworten,— A. J. IVO. Beträgt das Jahrcsgehalt bis 2000 M,, so liegt Bcrsicherungspslicht vor,— P. 28. Leider kann Ihre Frau einen Anspruch gegen den Wirt oder einen Dritten nicht mit Ersolg geltend machen, da keinerlei Verschulden eines Tritten, sondern ein unglücklicher Zusall den Fall hcrbcigejührt hat, LOjälirigcr'Abonnent ti. W. 1, In 30 Jahren, 2. Die Kinder können Auszahlung ihres Pflichtteils(das ist die Halste der gesetzlichen Portion) verlangen.— A. S. 33. Sind Sic volljährig(über Sl Jahre) und haben Sie den Bestellschein unterschrieben, so sind Sie an diesen gebunden, — Elbing. Sie können aus Einstellung des Betriebes und aus Schadens- ersatz niit Aussicht aus Ellolg klagen, wenn Sie beweisen, das; die Abrede stattgesunden hat.— G. Ü., Greifswald. Die Beantwortung Ihrer Fragen hängt von dem uns unbekannten Inhalt der Statuten ab. Handelt es sich um eine Gescllschast mit beschränkter Hastung, so ist gerichtliche Ein- tragung, nicht polizeiliche Anmeldung ersordcrlich,— R. G. 37. Der aus der Landeskirche Ausgeschiedene ist mit Ablauf des aus d i e A u s- trittserklärung folgenden Jahres zu Kirchensteuern, welche aus der persönlichen Kirchen- ober Kirchcngemeinde-Angehörigkcit beruhen— insgemein schlechtweg persönliche Kirchensteuern genannt— nicht mehr ver- pflichtet. Zu den Kosten eines ausierordcutlichcn Baus, dessen?!otwendigkeit vor Wlaus des Kalenderjahres, in welchem der Austritt aus der Landes- kirche erklärt wird, scstgestellt ist. sind die Leistungen noch bis Schlatts des zweit e ii aus die Austrittserklärung dcS folgenden Kalenderjahres zu zahlen. Leistungen, die nicht aus der Kirchcnangohörigkeit beruhen, sondern von jedem zu zahlen sind(z. B. Grundstücks-Kanon, Grundstücks- Dczem) sind natürlich auch von den aus der Kirche Ausgetretenen zuzahlen Jür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Pnbliknm gegeuiiber keinerlei Leranrwortung. Theater. Donnerstag, den 17. März, Ansaug T'/s Uhr: Opernhaus. Die Abreise. Cavalleria msticana(Bauernehre). Die Puppensee. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Neues Königl. Opern< Theater. Geschlossen. Deutsches. Ora et labora. Hieraus: Das Wunder des heiligen 'Antonius, Berliner. Waterkant. Lessing. Zapsenstreich, Westen. Der zerbrochene Krug. Neues. Minna von Barnhelm. Residenz. Der keusche Casimir, Vor- her: Die Empfehlung, Central. Das Schwalbennest. Belle- Alliance. Götterweibcr. Thalia. Der Hochtourist. Ansang 8 Uhr: Schiller v.< Wallner-Theater.) Die Wildente, Schiller lil.(Friedrich-Wilhelmstädt.) Lumpacivagabundus. Kleines. Elcktra. Luisen. Egmont, Trianon. Das elfte Gebot,— Der Dieb. (5 arl Weist. Zwei Frauen. Hierauf: Zapfenstreich, Deutsch-Amerikanisches. Ueber'n großen Teich, Gebr. Hcrrnfeld. Nur eine Nacht, Casino. Der Raub der Sabine- rinnen. Specialitäten, Winter-Garten. Avette Guilbert, Eostantine Bernardi. Speciali- tälen. Apollo. Frühlingsluft. Blüten- Hochzeit, Specialitäten, Metropol. Ein tolles Jahr. Reichshallcn. Stettmer Sänger. Pastage-Theater. Eaiccdo. spccia- litälen. Ansang 5 Uhr. Urania. Taubenstraste 48/49. Um 8 Uhr: Frühlingstage an der Riviera, Jnvalidenstraste 57/62. Sternwarte. Täglich geössnet von 7 bis 11 Uhr, km Theater. Schiffbauerdamm 4a— 5. Minna von Barnlielni. Ansang V1/, Uhr. Morgen: C»ii«U,la._ Central-Theater. Täglich 7-/, Uhr: Das Schwalbennest. Operelte in 3 Akten v, M, Ordonneau, Freitagabend V/, Uhr: Wohlthätig- keits• Vorstellung zu Gunsten des Unterstiiteungsrereins für Bühnenkünstler unter Mitwirkung hervorragender Künstler: Die Fledermaus. Luisen-Theater. Zum erstenmal: Egmont, Anfang 8 U h r, Freitag: Die Kohlenschulz'n von Berlin. Sonnabend: Philippine Welser. Sonntagnachmittag: Romeo und Julia.— Abends: Egmont, Montag: Philippine Welser. RkjftktlMIikutcr Direktion S, Lautenburg. Abends V/, Uhr: VleSmpfehwng. Abends 8 Uhr: Dtt kkiisihc ffajiniir. rfetropol-Thealer Zum 6. Male: Ein tolles Jahr. Gr. dramatisch-satirische Revue in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Hollaender. In Leone gesetzt vom Direktor Richard Schultz. 1. Bild; Am Kindersee. 2. Bild: Was giebt's denn Neues. 3. Bild: Das Ordensfest. 4. Bild: Der neue Zapfenstreich (Parodie). 5. Bild: Briefe, die ihn erreichten (Ballett). Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Casino-Theater. Lothringerstr. 37. Ans, 8, Sonnt. 7H,, Ost Raub der Sabinerinnen. Strise: Max Waiden a, G- Kaiserl. russ. Hosschausp,, sr. Mitglied des Schiller-Theaieis. Vorher: Bas drill. März-Programm. Die beste Drcsl.-Nummcr: vor Wolt- friede.— Sonntagnachin, 4 Uhr:„Oie Cirkusfee." Scltlilei' Schiller-Theater O. (Wallner-Tbcaler). Donnerstagabend 8 Uhr: Die Wildente. Schauspiel in 5 Ausz, v, Henrik Ibsen, Freitagabend 8 Uhr: Die Wildente. Sonnabendabend 8 Uhr: _ Ktinig I.ear._ -Theater. Schiller Theater M. (Friedrich-Wilbelmstädtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: I.nmpaelvazrahniidai*. Zauberposse mit Gesang in 3 Auszügen von Johann Nestroy. Freitagabend 8 Uhr: I-nnipaeivasahnndu». Sonnabendabend 8 Uhr: Die Wildente. Tlialia-Theater. Belle-Älliance-Tlieater. Dresdenerstr. 72/73. Amt IV 4440. Ans, 71/2 Uhr. Direktion Jean Kren Vorletzte Vorst, Zum ISS. Male: Der Hochtourist. Guido Thielscher in der Titelrolle. Sonntagnachniittag 3'/,. Uhr: Charleytt Tante. Belle-Allianeestr. 7/8. Amt VI 283. und Alfred Schönfeld. Ans, 71/, Uhr, Täglich: Götterweiber. Ausstatt.-Posse mit Gesang und Tanz, Sonntagnachin, 3 Uhr hei kl, Preisen: Die Waise ans Lowood. Citbus Schumann. Heute Donnerstag, den 17. März ISvl, abends 7'/, Uhr: Zum Kweiteinnnl! Zum Ktveitenmal! Miss Wilmington in the llying Ton! Kci" hoott"!1! und doch die grösste Sensation Keine Schleireilfahrt! Hör Rononiuort Kein letzte» Wort! Ulli ÜByBlIWdll. Attberdem: Freres Skreuilia, bic �"uuGhr"'�" Herr Jul. Seeth mit seinen Ä5 Kaiser-Löwen. Babel. Größte AuSpattungs-Pantomime der Gegenwart. Sonntagnachinittag die neue komische Pantomime Bahert und Dertrani. Ein Kind frei. Ueams. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Frühlingstage an der Riviera. Sternwarte S",«: CASTANS PANOPTICUM Fricdrichstr. 165. Afrika in Berlin!!! Tunesen-Truppe. tirosse Völkerachan. Die achUnen Harems- Damen in Tunis. HEUTE: 203. AUFFÜHRUNG. Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr 30. Deutsch- Amerikanisches THEATER Kfipnickerstrasse 67. Joden Abend; Gastsp. Ad. Philipp Uebern KROMSEV TEICH. Trianoii-Theater. Georgenstraße, zwischen Friedrich- und Universilätsstraße, Das elfte Gebot. Hieraus: Der Dieb. Ansang 8 Uhr. I lur. Direktion: Robert Dill. DrunncnNtraNBC 16. Zum letztenmal: Lorbeerbaum und Kettelstab. Ansang 8 Uhr. Entree 30 Pf, Nach der Vorstellung: Tanzkrünzchen, Typographia Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. M. d. A.-S.— Chormeister: Alexander Weinbaum.— M. d. A.-S. Sonntag, den SO. März: KONZERT in Lonls Kellers Festsälen, Koppen-Strasse 29. Mitwirkende: Fräulein Mary Siöller(Koloratur-Sängerin) vom Theater des Westens; Herr Arthur Kautzenbach(Cello). Anfang prhe. O1/. Chr. Eintritt 50 Pf., Kinder SO Pf. Kinder unter 6 Jahren haben keinen Zutritt. Nach dem Konzert: TANZ. Eintrittskarten zu 40 Pf. sind zu haben in der Musikalienhandlung von Kaun, Grüner Weg 16; im Restaurant des„Vorwärts" (Augustin); in den Cigarrenhandlungen v. Paul Ihm, Wrangelstr. 58; Borsch, Geworkschaftshaus: Schulz, Mitten walderstr. 2 Sonnabend, den 19. März 1904: Grsßrs Wernaus Festsälen Schwedterstratze 23. Billets Damen 30, Herren 50 Pf.— Anfang 8'/. Uhr. Das Komitee. Apollo-Theater. 8 uhr: frühtingslnft TaumT Blütenhocbzeit. 0'/,— 11 Uhr: Das grandiose März-Speeialitäten-Propiniii Sionntaer, den 20. Harz, nachm. 3 Uhr: Ermässigte Preise. Eysistrata u. iSpccialitUtcn Kasseneröffnung nachmittags 2 Uhr. Anfang nachmittags 3 Uhr. Passage-Theater. Anfang Sonnt. 3, Wochentags 5 Uhr. Anfang d. Abendvorstellung 8 Uhr. Sensationelles Engagement: Caicedo der berühmte Orahtseilkünig. Das Publikum schreit vor Lachen bei dem Redestreit der beiden feindlichen Improvisatoren Holländer u.Steinitz. 14 neue erstklassige Nummern. Sleidl-�Theater Linien Strasse 132 Oranienburger Thor. Täglich 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr, Letzter Monat vor ihrer Gastspielreise nach Ruß- land— die vorzüglichen Eriti Steidl-Sanyer. Cirkus Busch."WD Dehnt!!! Dolmt!!! Graft« Internationale AllgliUMps- tzUilhUrrtlN unter Ehren- Prorektorat des Herrn Prof. Dr. Ucgas um die IUclstcrschaft der Welt um den' WK. OOOO Siegerpreis 6000 II. Heule ringen: Aimable de la Calmette(Frankreich) gegen Hermann Eigemann(Deutschland). Franz Sauerer(Deutschland) gegen Omer de Bouillon(Bslgien). Jean Vandyk(Belgien gegen Jacob Koch(Deutschland). Außerdem: Der alS Stillt tzTCltClV vorgeführt von Herrn Dattz'. xc.:: Das letzte Wort.:: Miß Jackson Ullö 7llÜö88prllllN in einem Tempo. Aus den Alpen. Bemerkenswert: Dkl Antomsdilsturj. Stadt-Tliealer Moabit Alt-Moabit 47/49. Donnerstag den 17. März 1904: ßernharil Rose-Tlieater-Eiisenilile. Der Glockenguß|ii öreslau. Historisches Trama in 9 Bildern von Psrogner. DM- Ansang 8 Uhr, Nach der Vorstellung: (Grosser Ball. Sonntag, den 20. März er.; Die Bettlerin und ihr Kind. Carl Weiss-Tiiealer. Graste Frankfurter Strafte 132. Zapfenstreich. Parodistische kleine Garnisonposse mit Gesang von Eva Bairlein, Vorher: ZweiFranen. Ansang 8 Uhr, Morgen dieselbe Vorst. Sonnabendnachm, 4 Uhr: Frau fiolle. Palast-Theater Bnrgstrafte 22, früher Feen-PalasL Zankteufelchen Operette v. Lipderer, Musik v, Kolle, Ifollständig neuer Speeialitätenteil. Der Muckebold. Schwank von G u st a v v, Moser, Muck. Rentier: Dir. Rieh, VJinkler. Morgen Freitag 8 Uhr: Elite-Vorstellung: Ultimo. Lustspiel in 5 Akten von G u st a v v, Moser, (Lebrecht Schlegel: Dir, R, Winkler. Zum Besten für den Denkmalsonds Gustav v, Mosers. (Nur zwei Aufführungen) Hcbriidcr Hcrrnfeld- Ansang TUaafar Sonntags 8 Uhr, 1 UOcUOr. 7 uhr. Heute und folgende Tage: Das Herrnfeldsche Scnsationsslück Wr eine Kacht! Zwei Alte aus einer Ehe, Vorher: Vollständig neuer Künstlerteil; Schräder u. Denier, Tanz-Kaiikalurcn, Erna Ernani, Vortragssoubrcttc, Martin Vallee, Humorist. Hilda Stadthagen, Liedersängerin, Bendlx als Tlonna Tanna. Edi Stadler, ?lIpen-Jodler-Phänomen, Billet-Voroerkaus 11—2 Uhr. Neue Welt Hasenheide 108/114. (Hrnold Scholz.) Jeden Donnerstag: BernlmrilRose-Tbeater-Enseinble. Othello, der Mohr von Venedig. Trauerspiel in 5 Akten von Shakespeare. Nach der Vorstellung; FamilienkränzcheD. Tanz ft-ei. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. röbels AIlerlei-Tliealer fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Donnerstag, den 17. März: Gastspiel der erfolgreichen Orxonscken Sänger. Ballung: Freitanz. _ Ansang 8'/, Uhr._ Kleines Tbeater. Unter den Linden 44. LleMre. Anfang 8 Uhr. Morgen: Nachtasyl._ Reich�lialleu Stettiner Sänger Tie Berlitter bei den Hereros. Burlesle'vou Mcysel. Saussonci. Kotlbuscr Thor— Stat. der Hochbahn. 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I Um zahlreiche Beteiligung ersucht I Der Borstand. � VerbkUll der Möbelpolierer. Den Mitgliedern zur Nachricht, dasi der Kollege lllto Sedvoekel im Alter von 57 Jahren ver- storben ist. Die Beerdigung findet am Frei- tag, den 18. März, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle dcS Neuen Jakobi-KirchhosS in Rix- dors, Hermannstraste, statt. 145/17 Der Toratand. Centrfdyerhand der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Hierdurch diene den Kollegen zur Nachricht, dasi unser lang- jähriges Mitglied �ulsus Vogt an der Proletarierkrankheit der- starben ist. Ehre seinem Andenken k Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 17. März, nach- mittags 4 Uhr. von der Leichen- halle der Äisabeth-Gemeinde, Prinzen-Allee, aus statt. 67/13 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Parteigenossen hiermit die traurige Nachricht von dem plötzlichen Hin- scheiden meines teueren, geliebten VaterS, Herrn 26696 FerdmandRosensioek in seinem 58. Lebensjahre. Ernst Rosenstock. Die Beerdigung findet am Frei- tag um 12 Uhr von der Leichen- halle des israel. Friedhoscs statt. IlöniNStaat-Xasinv Holzmarklstr. 72. Ecke Alexanderstrasie. Täglich: Pranz; Sobannkl. Die Itliirz-S|>ccialitaten. Zum Schlusi: Kuliikr auf Sommerwohnung. Posse mit Gesang. Nach der Vorstellung: Mittwochs, Sonnabends u. Sonntags: Tan-. Herren- Moden cleg. AnSsührung, geringe Teil , Zahlung.', j iJiurzbergJeHeKönigstr.ll.jt ~ direkt am Alexanderplatz. I.993er Legehühner echte Rasse, slcisi. Eicrlcg., gar. leb. Ank., franko überall 13 St. m. Hahn 2i',50 M.. 6 St. m. Hahn 43 M. (Farbe nach Wahl.) Stelineler, Mnstowist Nr. 45(Schles). 135/5 Empfehle den Genossen meine Kran;- und Klniurnbinbem speciell TcreinakrHnze 2162b» E. Ebel, Ackcrstr. 35. B lumeu' und 19632 Kranzbinderei Richard Engelke, [er-Strasse 164, Ecke Mariannenstr. Specialitit; Verelnakräme Freie Volksbühne. Sonnabend, den 19. März, abends 8V2 Uhr, Brauerei Friedrichshain: jdeutsclie, französische, slawische Masikj- Orchester- und Vokal-Konzert. Mitwirkende: Philharmonisches Blas- Orchester(52 Künstler) Dirigent Franz v. Blon.— Konzert- Sängerin: Fräulein Martha Meyer, Opernsänfer: Herr Richard Henkel.— Recitation: Herr Edgar Dlcho. Am Klavier: Herr Kapellmeister Eeonhardt. Jf jgr Festmarken Jf jff —-—- 228/ 11 Sonntag, den 20. März, nachmittags 2°/, Uhr: Zapfenstreich.| Medea. ©cncrnl•Versammlung; Donnerstag, den 31. März. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 8 Hrbeitcr-ßildungsfcbulc ßcrlin. Sonntag, den 20. März 1904 im Gewerkrcbaftehaufc(grosser Saal), Bngel-CIfcr JVo. 15: Volks=Lieder=Abend ■ bestehend in Fest Vortrag— Gesang(Solis und Duette). Mitwirkende: Frl. Ella Goede(Alt), Frl. Käthe Albrecbt(Sopran), Herr Ernst Gegen Wanzen Kresomallle unfehlbar. Fast tiberall zu haben.[2611b* für fanbrnbauet Bretter, Latten, Stiele, Dachpappe, Spalierleisten Pillig. 4421L* Charlottenburg, Bismarckslr. 89. 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Gebrüder Attenbergs Färberei, Neu-Weißensec, Langhans- straße 4. 1133* Tu cht Ii Krautilras le Farbigmachcr c 39. verlangt 1l45 Farbigmacher. Keinflock, Weißen- see, WeißcnPnrgftratzeA__ 1146 Tüchtiger S ttinmetz, flotter Schrist- hauer, aus Baumstämme und son- stige Verzierungen gut bewandert, aber nur solcher, sosort verlangt Stelle dauernd. Copct, Nordend. Geübte'GipSplatten-Setzer(dauernde Beschäftigung) verlagt. Rixdors.Mün- cheiicrstraßc lt._ 1132 Einen tüchtigen Rahmenzuschneidcr, erste Kraft, suchen HanS oft u. Cie. 2681 b Kurfürstenstraße>WW>W>WW "Lehrling sür Versicherungsbureau verlangt. Offerten: Heinrich, Prinz Sandjerystraßc 7._ 1132 Mehrere Kammmacher und Schleifer verlangt Kammsabrit Köpenickerfttaße 128. 2191Ä Tischlerlehrling verlangt»aide marsttaße 58, SalewSti. 81/5 Einen Sübcrrahntcnmoi langt F. Brandtner. New' HeinerSdorier Weg l3/14. er ver- eißensee, 26590« Stämme verlangt 2666b Steinmetz aus Müllerstraßc 144. Tüchtige» Steinmetz und Schrist- Hauer verlangt Christiansen, Müller- sttaße 144._ 26676 Kartonarbeiterinnr«. geübte, verlangt Ncumann, Stallschretber- sttatze 23a. 81/4* Junge Lehrmädchen verlangt Kanonfabrit Dresdenerskatze 97. 81/7 Kartonarbeiterinnen bei gutem Verdienst verlangt Sturzebecher. Dresdenerstratze 97._ 81/6* Blnscnhemden. Dauernde Arbeit finden große Arbeitsftuben aus Futter- blusen oder Waschblusen. Vorlegung von Probearbeit und Rechenbuch. S.& Us. Adam. Spittelmarit 2. 2663b Blusen-Arbeiterinnen finden sosort Beschäftigung. Blusen-Fabrit Georg Haase, Brückenstraße tOS. 2677b Wasch- und Reinemache- Fr auen können sich melden Institut Moabit, Bremerftratze 64. 185* Saccos- und Rockarbeiterinnen ver- langt. Reichenbergerfttatze l15a, H. Knopflochnähcri« auf Oberhemden. a Dubend 25 und 30 Pfennig (dauernd), JuleS Bister, W'■ Linden 8. Unter den 96836 Geübte Kartonarbeiterin Zllte Jatobstratze 88. verlangt 2649b* Mädchen(eingesegnet) oder allein- stehende Frau, welches zu Sause schläft, zu leichter Arbeit Uckcl, Schont- ivirt, Forsterstraße 19. 123* eiil tüeiitzei' Stukkateur wird von sofort bei hohem Lohn gesucht. Grabower Cementstelnfabrik..Vomet" 26686(G. m. b. H), Brcitestt. 3. Maurer seeöb (Bau Kursürstendamm 8) gesucht. Mittlere Goldleiste»- Fabrit für ausschließlich bessere Fabrilate sucht tüchtigen Farbigmacher, mit allen einschläglichen Arbeiten ver- ttaut, unt später die Meistcrstclle zu übernehmen. 2670b Off. mit Angabe deS Lohnanspruchs und der bisherigen Thättgkeit erbeten unter Z. 4 Expedition b...Vorwärts-. Für unsrc Accidcnz- und Zeitungs- druckcrel suchen wir einen Zungen Mann {Urs Coniptoir und Expedition. Buchdrucker, welche in ähnlicher Stel- lung mit Erfolg thättg waren, wollen ihre Offerten mit kurzem Lebenslaus an Herrn HnrI Delor, Forst, Lausitz. Hcidesttaße 13, einreichen. Sue!idruck.d.Iärk.Vl>IksstjWe" Forst, Lausitz Ohr. Bader dfc Co. - Achtung, Holzarbeiter! Zuzug ist streng fern zu halten°on Mifdjletn und Einsetzern nach der Werkstatt 79/1 Keif. Tcmminerstrafie und Stralsunderstrahe. ScharwlcH, Gneisenanftr. 41. Ktttiter, Grcifswalderftr. 80. Die Ortsverwaltung. Seing! UolzaMler! Zuzug ist streng fernzuhalten von Hnntlschlcrn nach den Werk. ftätten von 20796 F. Hclchmnt, Stratzbnrg- strahe Ä und König-Ehauffee 74. »chlpphc, Friedrichstr. 40, H. Pars. Rölkeftr. 18. Reu-Weißenfee. 79/15 Die OrtsverwaltuOg. Achtung t Achtung: HoHbearbeitllngsillnslliine»- Arbeiter. Bei KItutcr, GreifSwalder- straffe, stehen sämtliche Maschinen- arbeiter im Streik. Der Betrieb von �'nltcr Frünkcl. Wolde- marstraffe 14 ist für Arbeiter aller Branchen gesperrt.— Zuzug ist streng fernzuhalten. 75.4' Der Vorstand. Holzarbeiter! In der Billarbgueue-Fabrik von Fnnle, Reu- Weißensee. König- Ehauffee 40. haben sämtliche Arbeiter wegen Nichttnnehaltung des Tarifs die Arbeit eingestellt. 80/17* Zuzug tft sen, zuhalten I Die Ortsverwaltnug. lMgg! Uiier! Bei der Firma Snlomonl», Alexandrinenstraßc 97 haben samt- liche GlaSschlciscr die Arbeit nieder« gelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten. 287/15 vis Ortsvcrwoitiing. Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil vcrantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: BorwSrtS Buchdruckerei u. Berwgsanftalt Paul Singer& Co., Berlin SW.