Nr. 68. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Belt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pig. Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für bte nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Besttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Eine blutige Schlappe in Südwestafrika meldet der offiziöse Telegraph. Die Nachricht lautet: Sonntag, den 20. März 1904. Politische Ueberficht. Endlich! Berlin, den 19. März. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. ein Strafverfahren gegen den dänischen Abgeordneten Jessen eingestellt, wobei eine grobe Verlegung der Immunität festgeftellt wurde. Dann erledigte der Reichstag das EtatsNotgesetz für die Monate April und Mai und nahm in zweiter und dritter Lesung, die zur Wahrung der Form in Berlin, 19. März. Nach einem Telegramm des Gouverneurs Leutwein bom heutigen Tage stieß Major Am 11. März stellten wir eine Anzahl Thatsachen fest, aus v. Glasenapp, dem Tetjo- Stamm von Rehoro über Otandjesu denen sich die Wahrscheinlichkeit eines Reichstagsauflösungs- zwei verschiedenen Sizungen vorgenommen wurden, gegen nach Nordwesten folgend, den Compagnien vorauseilend, am Blanes ergab. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schwieg unfre Stimmen die Nachtragsforderungen für Südwest13. März bei Omitotorero mit seinem Stabe, zunächst und, als Schweigen nicht länger möglich war, bestritt sie in afrita an. zahlreichen Offizieren, einer berittenen Ab- allerdings auffällig zweideutigen Wendungen die Richtigkeit unfrer Auch die Beratung des Marine Etats führte das teilung von 36 Mann und einem Maschinengewehr Mitteilungen. Für uns lieferte der Offiziofus dadurch nur den Haus zu Ende. Eine lebhaftere Debatte entspann sich nur auf die Nach hut des Feindes. Diese erhielt unerwartet Beweis, daß er entweder selbst nichts wußte oder daß seine über die Arbeiterverhältnisse in den Marinewerkstätten. Verstärkung, so daß Major v. Glasenapp gezwungen wurde, Auftraggeber ihm die Verhüllung des Thatbestandes aufgegeben Genoffe zu beil tadelte nach einer allgemeinen Kritik die zurückzugehen. Das Gefecht spielte sich bor der eigent hatten. mangelhafte Statistik, die dem Reichstage über diesen Gegen " Einstweilen aber haben wir die Empfindung, daß die ganze Meldung des„ Vorwärts" nichts als eine auf der Betrachtung der politischen Verhältnisse beruhende Vermutung ist, es sei denn, daß der Vorwärts" obenein abermals das Opfer einer heiteren Mystifikation geworden ist." " Höhe der auf den andern Werften üblichen Löhne gehoben werden sollen. Herr Mommsen, der Vertreter von Danzig, scheint zu glauben, daß er allein Fragen, die diese Stadt betreffen, im Reichstage vorbringen dürfe. Der Vertrauensmann der Danziger Arbeiter ist er jedenfalls nicht, und Genosse Zubeil machte ihm mit aller wünschenswerten Deutlichkeit klar, daß wir uns von ihm nicht vorschreiben lassen, worüber wir reden sollen und worüber nicht. lichen Kolonne ab. Gefallen find fieben Offiziere, neunzehn Als wir angesichts der offiziösen Ablengnungen zur Veröffent- stand vorgelegt worden ist, sowie die elenden Löhne, die in Mann, verwundet drei Offiziere, zwei Mann. Namen folgen. lichung best i m mter Einzelheiten schritten- Bestellung den Danziger Werkstätten gezahlt werden. Der RegierungsVom Feind wurden zwanzig Tote gesehen. Um der Papierlieferung für Wahlcouverts- da vertreter mußte die Richtigkeit der Darstellung zugeben, verden Gegner in seiner jetzigen Stellung nach Formierung der Haupt- dementierte die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" von neuem sprach aber, daß die Löhne, die seiner Versicherung nach schon abteilung, wenn möglich unter Heranziehung der Kolonne des Majors derart, daß beispielsweise die„ Staatsbürger- Zeitung" erklärte, in aufsteigender Bewegung begriffen sind, künftighin auf die v. Eftorff, umfassend anzugreifen, find Maßnahmen eingeleitet. nicht einmal der gute Glaube fei uns zuzubilligen, es sei Nach einem weiteren Telegramm des Gouverneurs Leutwein alles erfunden und erlogen. Und noch heute abend schreibt die waren die deutschen Verluste im obigen Gefecht folgende: Tot: Haupt- Bossische Zeitung": mann v. François, Oberlieutenant Eggers, Oberlieutenant zur See Stempel( 2. Matrosendivifion), Lieutenant Dziobet( 1. Seebataillon), Lieutenant der Reserve Thiesmeyer, Lieutenant der Reserve Bendig, MarineOberassistenzarzt Dr. Velten( Habicht), von der Schußtruppe: Feldwebel Karl Bach, Feldwebel Hermann Nitschke, Unteroffizier Paul Kiel, Gefreiter Michael Wolf, Gefreiter Friedrich Otten. Vom Januarerfaz 1904: Reiter Wilhelm Albrecht, Reiter Otto Forster, Reiter Hermann Graschopp. Hilfstrompeter Hermann Boderich, Reiter Michael Schanz. Von der 2. Matrofen division: Signalmaat Wroclage( Habicht), Bootsmannsmaat Hedtke ( Habicht), Obermatrose Ehlers( Habicht). Sergeant Bennewies aus Eilbeck, vom Seebataillon, früher im 15. Husaren- Regiment. Außerdem Ersagreservist Tierarzt Sepp. Landwehrmann August Ahlenberg aus Elbing, Landwehrmann Sebastian Stegmann aus Grummersbach( Unterfranken), Invalide Oskar Bachmann aus Berlin. Vicefeldwebel der Reserve Bernhard Wellstein aus Mülheim a. d. Ruhr. Leicht verwundet: Major v. Glafenapp, Streifschuß am HinterTopf. Adjutant Lieutenant Schäfer, Oberlieutenant zur See Herrmann( Habicht), Gefreiter der Landwehr Wilhelm Schmidt, geb. 14. 8. 1868 zu Gollendorf( Osterburg), Gefreiter der Landwehr Johann Senne, geb. 22. 1. 1870 zu Friedrichsfeld( Hofgeismar.). Mittlerweile aber ist der Dffiziosus und feine Auftraggeber Jedenfalls haben die Kieler Arbeiter es besser eingerichtet, durch unsre gestrige weitere Anfrage zu der Erkenntnis gedrängt indem sie einen Abgeordneten wählten, der ihre Interessen im worden, daß alle Ausflüchte aussichtslos find. Nach andauernder Reichstage gebührend vertritt. Genosse Legien stellte in den Unwissenheit ist endlich diese Erleuchtung über die Vordergrund die Frage des Koalitionsrechts der Staatsarbeiter. Norddeutsche Allgemeine Zeitung" gekommen: Er richtete an den Staatssekretär die Anfrage, ob die Arbeiter „ Wir haben gestern gegenüber dem„ Borwärts" festgestellt, ungehindert einer Gewerkschaft beitreten könnten. Herr daß dem Reichskanzler von einer Papierbestellung zur Herb. Tirpitz wich einer flaren Antwort aus, indem er erklärte, stellung bon Wahlcouverts für bevorstehende allgemeine " Wahlen nichts bekannt ist. Heute bemerkt das socialdemo- daß die Frage ihm noch nicht praktisch vorgekommen wäre. fratische Blatt: Es mag sein, daß dem Reichskanzler eine Im übrigen hält er die Arbeitsverhältnisse auf den Werften einzelne Bezugsquelle des Papiers nicht bekannt ist. Dagegen steht für geradezu ideal. unumstößlich fest, daß die technischen Vorbereitungen für allgemeine Die Thätigkeit vor den Ferien schloß der Reichstag mit Wahlen für dieses Frühjahr getroffen sind, und alle dazu gehörigen dem abscheulichen Verbrechen der Vergewaltigung ArbeitsBestellungen in Auftrag gegeben sind. Weiß auch davon der Reichs- williger. Die Nationalliberalen äußerten den lebhaften Wunsch, tanzler nichts?" ihren Arbeitseifer noch bis Mittwoch austoben zu können. Nein! Der Reichskanzler weiß nichts von bevorstehenden Aber die übrigen Parteien des Hauses traten unter Führung allgemeinen Wahlen oder von irgend welchen Vorbereitungen zu des Grafen Ballestrem in den Streit und werden die Arbeit solchen. Diese Ankündigung allgemeiner Wahlen ist und bleibt Flunterei. Was die vom Vorwärts" angeführte Papier erst am 12. April wieder aufnehmen. Auf der Tagesordnung bestellung betrifft, so haben wir nach Erkundigung im Mini- der ersten Sigung wird neben einer Novelle zum Münzsterium des Innern folgendes mitzuteilen. gesetz der Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei Oberschlesisches. Es handelt sich lediglich um eine interne Verwaltungsmaßregel stehen. des Ministeriums des Innern. Dieses hat vor furzem die Herstellung von Wahlumschlägen für Preußen zur Ergänzung des bei den Regierungen bereitzuhaltenden notwendigen Bestandes in Auftrag gegeben. Von einer eiligen Bestellung ist keine Das preußische Abgeordnetenhaus hat am SonnRede; es ist nur Lieferung und Abrechnung vor dem abend die Generaldebatte zum Etat des Kultusministeriums Finalabschluß der Generalstaatskasse vorgeschrieben, weil das zur beendet. Die Diskussion drehte sich um die Verhältnisse Verfügung stehende Geld nicht auf das nächste Etatsjahr über in Oberschlesien. Das Centrum und die Polen griffen tragen werden darf. Die jetzt bestellten Umschläge sind lediglich die Schulpolitik der Regierung heftig an und tadelten der Ersatz für die am 15. bez w. 25. Juni v. J. bernamentlich die Germanisierungsversuche, zu denen die Lehrer brauchten. Summa: Der Vorwärts" ist wieder einmal feiner Sensations- Ditmarkenzulage angehalten werden. Die Verteidigung der in den polnischen Landesteilen durch die Aussicht auf die fucht zum Opfer gefallen." die Polen verlas und zum so und so vielten Male versicherte, Gewaltpolitik der Regierung lag diesmal in den Händen des Ministers Studt, der einige wohl vorbereitete Reden gegen daß die Regierung ihre ,, bewährte" Politit nicht ändern werde. daß die Regierung ihre ,, bewährte" Politik nicht ändern werde. Unterstützt wurde er durch den konservativen Abg. Dr. v. He y de Unterstützt wurde er durch den konservativen Abg. Dr. v. Heydeder wieder einmal als Scharfmacher auftrat, dieselbe Rede, brand und namentlich durch den Abg. Frhrn. v. Zedlik( ft.), So traurig diese Hiobsbotschaft ist, trauriger noch ist es, daß man trog dieses neuen Beweises des verzweifelten Widerstandes der Hereros noch immer nicht daran denkt, dem Blutvergießen durch Aufnahme ehrlich und ernst gemeinter Verhandlungen ein Ende zu machen. Zweifellos würden die Hereros, die die Nutlosigkeit eines ferneren Widerstandes sicher selbst einsehen, bereit sein, sich zu einigermaßen annehmbaren Bedingungen zu unterwerfen. Angesichts der ihnen angedrohten rücksichtslosen Rache sind sie natürlich gezwungen, ihr Leben so teuer als möglich zu verkaufen, sofern ihnen nicht ihr Plan gelingt, sich mit einem Teil ihrer Beute über die Grenze zu flüchten. Jedenfalls haben die bisherigen Gefechte bewiesen, daß sie zu fechten verstehen und unfren Truppen noch manchen schweren Verlust beibringen werden, bevor man sie mit Gewalt niedergeworfen haben wird. Und Deutschland könnte mit den Hereros einen billigen Frieden schließen, ohne seinem„ Prestige" auch nur das geringste zu vergeben. Denn die der Offiziofus bisher einzunehmen versucht hat. Er versucht Das ist die vollständige Schwenkung von der Haltung, Das ist die vollständige Schwenkung von der Haltung, daß die Sieger von 1870/71 aus Schwäche den Hereros den hartnäckig durch Beteuerungen der Unwissenheit die Sache abzuthun. Frieden anböten, kann doch wohl kein vernünftiger Mensch glauben! Wenn er auch jezt noch die edle Dreistigkeit hat, von Flunkerei und Hier böte sich einmal Gelegenheit, zu zeigen, daß Deutschland Sensationssucht des„ Vorwärts" zu sprechen, so unterstreicht dies von Victor Hugo mit Recht als das gerechte" unter den starken Geschimpfe nur die Bedeutung der thatsächlichen, schwer genug Wölfern gefeiert worden ist! abgerungenen Bugeständnisse. Daß 26 Mann getötet und nur 5 leicht verwundet Was gestern noch abgeleugnet wurde, wird heute im weitesten die er sonst gegen die Socialdemokraten zu halten pflegt, wurden, legt die Vermutung nahe, daß die Hereros in ihrer Er- Umfange zugestanden. Freilich, der Reichskanzler wird außer gegen die Polen hielt und die Regierung vor Nachgiebigkeit bitterung das Vorbild des Dr. Baumgart nachgeahmt Schußlinie gebracht und das preußische Ministerium des warnte. Entsezen erregte im Haufe der Abg. Korfanty und ebenfalls einen Bardon gegeben haben. Gerade das beweist Innern tritt auf den Plan. Es ist nicht das erste Mal, daß( Pole), der den„ nationalen" Parteien fast noch gefährlicher aber, wie sich die Grausamkeit der kolonialen Kriegsführung am im preußischen Ministerium des Innern die Entscheidungen der Reichs- bindung mit der Socialdemokratie vorgehalten wurde. Der scheint, als ein Socialdemokrat und dem auch enge Vereignen Fleischerächt! Man sei nicht zu siegeszuversichtlich! politit vorbereitet und getroffen werden. Noch mehr als einmal fönnten den Hereros verwundete Soldaten in die Hände fallen! Verständigt man Thatsache der Bestellung der Wahlcouverts, da sie nicht mehr zu herrschenden Parteien, die augenblicklich gut monarchisch find, Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" müht sich allerdings, der Ausspruch des Abg. Korfanty, daß ein Volk die Verquickung mit einer Strone ganz gut entbehren könne, rief bei den sich nun nicht mit den Hereros dahin, daß auf beiden Seiten Ver- leugnen ist, nunmehr eine ganz und gar harmlose Deutung zu geben. lebhafte Unruhe hervor. Auch das Verhältnis zwischen Polen wundete und Wehrlose zu schonen sind, so hat man den Tod der Es soll einzig und allein die Ergänzung des bereitzuhaltenden Be- und Centrum in Oberschlesien spielte in der Debatte eine Verwundeten auf das eigne Schuldconto zu sehen! Die Verstandes von Wahlcouverts beabsichtigt gewesen sein, es handle fich Rolle, ohne daß indessen etwas von Belang vorgebracht wurde. nunft sollte wenigstens zu einer cibilisierten Kriegsführung ber- lediglich um den Ersatz der bei den vorjährigen Wahlen aufgebrauchten anlassen, wenn man schon das Gebot der Christenpflicht und der Couverts, von eiliger Bestellung sei keine Rede. Was soll dies Kulturehre mißachtet! Gerede? Natürlich kann von Ergänzung des Bestandes gesprochen vertagte sich das Haus auf Montag. Nach Erledigung einiger weiteren Kapitel des Kultusetats vertagte sich das Haus auf Montag. Ueber die Ursache der Herero- Erhebung werden und niemand hat gesagt, daß der übrig gebliebene Vorrat schreibt die Kölnische Zeitung" in ihrer Freitag- Nummer: etwa berbrannt werden solle. Eben die Thatsache, daß jeßt, Deutfchen Reich. „ Es fam endlich hinzu, daß Händler, wie das auch in den Be- in der ersten Session des neuen Reichstages, der bis zum Jahre 1908 richten unsres nach Südwestafrika entsandten Specialberichterstatters gewählt ist, diese Ergänzung veranlaßt und durchgeführt wird, Polnische Wirtschaft. hervorgehoben wird, sich feineswegs im Bereich der Gesetzlichkeiten ist entscheidend für die Beurteilung des Vorganges. Der Prozeß Endell offenbart wieder einmal die Triebfedern und hielten, sondern, statt die Forderungen einzuflagen. Dieses Vorgehen des preußischen Ministeriums des Innern die Erscheinungen der Osimarkenpolifit, er zeigt, wie das„ Deutschtum" sich widerrechtlich und gewaltsam in den Besitz der ihnen geschuldeten blieb gänglich unverständlich, wenn nicht mindestens die Meinung erhalten und gefördert wird. Wir blicken in eine veriilderte CliquenGelder zu sehen versuchten. Eine derartige Handlungsweise wird vorhanden war, daß man sich für alle Fälle sichern will. Und wirtschaft, deren nationalen Bestrebens letztes Ende darauf hinausjedenfalls auch schon vor dem Erlaß der fraglichen Berordnung vorgekommen fein. Daß ein folches wider or allem: Warum ist die Angelegenheit, wenn ihr angeblich kein läuft, mit dem größten Löffel aus der Suppenschüssel des„ Germanirechtliches Vorgehen überhaupt möglich war, ist als ein Verschulden politischer Plan zu Grunde liegt, in der denkbar sorgfältigsten Geheim- sationsfonds" zu schöpfen. der örtlichen Kolonialverwaltung zu betrachten; denn der Gouverneur haltung betrieben worben? Herr Endell ist der Ostmarkenherzog der reinen Agrarier, der lieber mit den polnischen Magnaten 7%, Mark Boll nimmt, als mit ben Hakatisten der mittleren Linie auf 5 Mart herabgeht. Dieser Endell hat Schulden und ist wie weiland Herr v. Hammerstein ein guter Pistolenschütze. Aus der öffentlichen Stasse der Landwirtschaftskammer entnimmt er aus Bequemlichkeitsrücksichten" 5000 M., die er gerade braucht, er legt ein Zettelchen dafür hinein. Als eine Um die Ferien zu erreichen, begann der Reichstag am Revision kommt, wird die Summe schnell hineingelegt und dann Sonnabend bereits um 11 Uhr vormittags. Zunächst wurde wieder herausgenommen. Jeder Beamte, der so handeln würde, mußte die Weißen soweit in der Hand haben, daß sie sich nicht zu Wenn unsre Veröffentlichung dazu führt, daß die Angelegenheit gefezwidrigen Handlungen hinreißen ließen. Auch die Juftiz- jetzt in Harmlosigkeiten aufgelöst wird und daß die preußischen behörden hätten eingreifen müffen. Man muß unbedingt das eine leberrumpelungszettelungen durchkreuzt sind, so ist das er festhalten, daß wenn die überragende Stellung der Weißen auch ein reicht, was wir zu erreichen wünschten! erftes Gesez richtiger Kolonialpolitik ist, andrerseits auch die Eingeborenen auf Gerechtigkeit Anspruch haben und vor Ungerechtigkeiten durch einzelne geschüßt werden müssen. Dies scheint nicht genügend geschehen zu sein und man wird nicht fehlgehen, wenn man darin einen der Gründe zum Aufstande erblickt." Reichstag. Wie dem Die Worte: beschloß, daß es notwendig sei, ſein Gut durch die Ansiedelungs- Frauen bis en hebes Gaals Boſto gefaßt, die folonialen und letzten Platz besetzt, Schußleute und und der Regierung eingeschaltet, um die Vorlage zu retten. Denn fonmission taufen zu lassen. Dazu werden die Mittel der Steuerzahler aufgebraucht! So germanisiert man! Haben die Herren Staatsminister, als sie auf diese Weise öffentliche Mittel verwendeten, gewußt, wie gewiffenHaft Herr Endell öffentliche Gelder verwendete? Geheimpolizisten hat hatten an Thüren wanderte nebst seinen Mitschuldigen ins Gefängnis! Aber Herr Dr. Fröhlichs war den schlesischen Ufas beigefügt. Da Dr. Fröhlich| mission, Ferdinand Buisson, der die gesamten Kosten der Reform Endell hat sich nichts dabei gedacht. Seine Freunde bestätigen ihm an demselben Dienstagabend in Neumünster sprechen sollte und der( für den Staat, die Departements und die Gemeinden) auf einer ant Schulbauten nebst jährzwar vor Gericht, daß er die 5000 m. jederzeit wiederzahlen konnte, Kieler Einberufer annahm, daß es für Dr. Fröhlich Wert haben 66 Millionen Frank an aber keiner dieser Freunde neigte dazu, ihm die 5000 M. zu leihen; könnte, selbst Ort und Zeit zu bestimmen, wann er die Botschaft der lichen Mehrausgabe von sieben Millionen Frank für das fie fanden es echt agrarischoffenbar viel bequemer, ihren nach Neumünster und es gelang ihm, trotzdem auf dem dortigen auch sei, die Sorge der miniſteriellen Gegner der Vorlage um die schlesischen Regierung in Empfang nehmen wolle, so reiste er sofort neu anzustellende weltliche Lehrerpersonal berechnet. Führer aus öffentlichen Mitteln über Wasser zu halten. Bahnhofe der staatsgefährliche Mensch augenscheinlich von der Gemeindefinanzen ist weiter nichts als ein bequemer Vorwand. Ihr Aber auch die 5000 m. nügten ihm nichts. Sein Zusammen- Polizei erwartet wurde, Dr. Fröhlich in dem foeben wirklicher Beweggrund ist teils die grundsätzliche Abneigung gegen bruch stand bevor. Und nun treten die„ Germanisatoren" in von Hamburg eintreffenden Schnellzuge zit finden und eine Verschärfung des anti- kongreganistischen Kampfes, teils und bes Wirksamkeit, der Oberpräsident von Posen, Bitter und der frühere mit ihm an den Nasen der den Perron bewachenden sonders die Rücksicht auf ihre Wiederwahl, insofern es sich um Wahl Oberbürgermeister von Posen, Herr Witting, der, seitdem er Bank- Schußleute vorbei mit demselben Zug nach Stiel weiterzudampfen. freise handelt, die klerikalen Einflüssen mehr oder minder zugänglich find. direktor geworden, keine Rücksicht mehr auf die Begünstigung der polnischen Eine Station vor Kiel verließen unsre Genossen den Zug und kamen Endlich ist nicht zu vergessen der fortgesetzten Minierarbeit der sichh Germanisatorenwirtschaft zu nehmen braucht. Wir erfahren aus umbehelligt auf der Landstraße in die Stadt. Abends wohnte in Ungeduld verzehrenden Anwärter auf die Erb. feinem Munde, womit sich das königlich preußische Staatsministerium Vereins bei und machte dann einen Abstecher nach Lübeck, um in Dr. Fröhlich incognito" einer Versammlung des socialdemokratischen schaft des Kabinetts Combes. Unter diesen Umständen gestaltet sich die Mönchsschulen- Debatte zu beschäftigen pflegt. Im Falle Löhning geriet das ganze ostmär- Sicherheit vor der preußischen Polizei den mehr für diese als für ausgeprägter denn je zugleich zu einem Stampfe um die„ allgemeine Tische Mandarinentum und seine Berliner Spize in Bewegung, um ihn verhängnisvollen Freitagabend abzuwarten. Juzwischen wurden Politit" oder, weniger feierlich gesprochen, um das Ministerium. einen hohen Beamten zur Strecke zu bringen, der unstandesgemäß in den Kreisen der Kieler Parteigenossen allerlei Gerüchte von Der grundlegende erste Absatz des ersten Artikels der Vorlage eine Feldwebeltochter heiratete. Eine zweite Haupt- und Staats- einem in der Abstinentenversammlung zu erwartenden Ereignis Tautet:" Der Untericht jeder Stufe und jeder Art iſt aktion bildete die Frage, wie rettet der Staat diesen schrecklichen tolportiert. Am Freitagabend war infolgedessen der Riesen- den Kongregationen in Frankreich verboten." Herrn Endell. Das Staatsministerium trat also zusammen und faal des Englischen Gartens" von Arbeitern und ihren in Frankreich" wurden nachträglich von der Kommission allerlei Bassermannsche Gestalten schlichen unter den Versammlungs- schulen der Kongregationen werden auch von einem großen Teil die auswärtigen Missions. besuchern umher. Half alles nichts, Dr. Fröhlich gelangte unge- des" Blocs" im Namen des Patriotismus warm verteidigt: fie hindert in den Saal und wartete ruhig, die„ Schippermüße" im gelten als unübertreffliche Werkzeuge des französischen Einflusses". Nacken, seiner Stunde. Als Vorsitzender wurde der Vertrauensmann Ehe es jedoch zum Votum jenes grundlegenden Absages tam, der hiesigen Partei gewählt, als Beifizer der Vorstand des hatte das Ministerium einen gefährlichen Angriff aus der Mitte Wir stellen uns vor, welch ein Geschrei die Endell- Lente erheben Getverkschaftskartells, beide Nichtabstinenten. Zunächst wurde seiner Mehrheit abschlagen müssen. Der bis dahin treu ministerielle würden, wenn etwa ein socialdemokratischer Krankenkassenrendant so ein Schreiben des Dr. Fröhlich verlesen, in den er Abg. Noulens suchte nämlich die Vorlage kommissarisch zu von den gegen ihn „ bequem" wäre, die Kasse als Privatportemonnaie zu benußen. Das geplanten Maßregeln Mitteilung begraben unter dem Vorwand, daß die Regierung ohnedem das Recht ist ja das Charakteristische aller dieser Patrioten, daß sie niemals machte, aber ankündigte, daß er trotzdem der Bersammlung bei hätte, die Stongregationsschulen durch Defrete zu schließen: fie folle wohnen werde. Dann ergriff im Namen des Verfolgten Genosse also von diesem Recht allmählich Gebrauch machen nach Maßgabe mit eignen, sondern mit öffentlichen Mitteln Skandale zudecken. Adler das Wort. Er gab eine ausführliche historische Darstellung der alljährlich vom Parlament für neue Schulbauten zc. zu votierenden Ein lehrreiches Intermezzo in diesem Herenfabbat germani- der neuesten preußischen Polizei- Heldenthat, schilderte besonders mit Stredite. satorisch agrarischer Ostmarkenpolitik ist der Selbstmord des Landrats beißendem Spotte, wie es im einzelnen gelungen, die„ Hochwohl- Noch bezeichnender ist das jüngste Votum eines Abänderungsv. Willich. Der Mann war der Gegner des Herrn Endell; das hat löbliche" hinters Licht zu führen, um dann, häufig unterbrochen von antrages Caillaug, des Finanzministers im Kabinett Waldeck- Rousseau, ihm sein Leben gelostet. Mit dem Oberpräsidenten geriet der der stürmischen Zustimmung der Versammelten, eine vernichtende der nebst den andren rechtsstehenden Ermitgliedern dieses Kabinetts, Landrat so sehr über den Fall Endell an einander, daß es schließ der preußischen Regierung vorzunehmen. Abrechnung mit dem neuesten Schnorrer- und Kosakenkurs darunter namentlich Ley gues, immer schärfer und offener gegen Es sprachen dann das Ministerium Combes auftritt. Der zweite Absatz des ersten lich beinahe zu Thätlichkeiten gekommen wäre, wenn Herr Witting noch einige Diskussionsredner und plötzlich erschien auf Artikels, wie er von der Kommission gefaßt war, schrieb für die nicht dazwischen getreten wäre. Herr Endell fordert den Landrat, dem Podium ein Herr, der sich als Dr. Fröhlich dem auf Auflösung der ausschließlich mit dem Unterricht sich beHerr Bitter verlegt ihn in seiner Ehre, und so endet der nervöse springenden Polizeikommissar vorstellte. Minutenlanger, jubelnder schäftigenden Orden, daß heißt also auch für die vollständige Mann schließlich durch Selbstmord. Won Beifall der Versammlung. Sowie Dr. Fröhlich seinen Namen ge- Schließung der Ordensschulen eine magimale Frist vont Das sind die Mittel der Germanisation: Revolver, Selbstmord, nannt, setzt der lleberwachende den Helm auf, überreicht Fröhlich, fünf Jahren vor. Caillaug beantragte die Verlängerung dieser Beschimpfungen und Vertuschungen, Kassenanleihen und Auskauf sich höflich verbeugend, ein Schriftstück und richtet einige Worte an Frist auf zehn Jahre- aus angeblicher Rücksicht auf die bankrotter Gutsbefizer durch die Ansiedelungskommission. Dazu ihn, worauf dieser unter dem braufenden Jubel und Händeflatschen Gemeindefinanzen. Combes bekämpfte den Antrag energisch unter sollen offenbar die Polen zwangsweise deutsch lernen, damit sie höchster dramatischer Spannung, der sich in einem Sturm des Pro- ferner seine Zustimmung zu einem Antrag Codet, der die Regierung der Versammelten wieder das Podium verläßt. Es war ein Moment Widerlegung der finanziellen Argumente des Erministers. Er erklärte den eklen Eliquenkampf dieser Germanisatoren recht deutlich verstehen testes und der Entrüstung Luft machte, als der Vorsitzende m- ermächtigt, auf Verlangen der Geme in den von Fall zu Fall mittelbar nach Fröhlichs Verschwinden das Ausweisungsschriftstück vorlas. Die Frist um weitere fünf Jahre zu verlängern. Alles vergebens! Der Die preußische Polenpolitik erstickt in ihrem eignen Unflat. Das Die folgenden Debatte- Redner, besorgten dann das übrige und zwar widerspänstige Teil des Blocs hielt darauf, seinen Unmut fundDreiklassenwahlrecht und das Dreiklassenparlament schüßt und stärkt gründlich. Den Nagel auf den Kopf traf jedenfalls der Genosse, zugeben in dieser praktisch unerheblichen Meinungsverschiedenheit: diese Korruption und duldet, daß eine Regierung eine Bolitik weiter zu der feststellte, daß naturgemäß zum Kosakenkurs die Verehrung und Der Antrag Caillaur wurde mit 282 gegen 271 Stimmen votiert. treiben wagt, die fast eine halbe Milliarde öffentlicher Mittel ver- der Schutz des heiligen Junkerschnapses passe. Auch die abstinenten Die Regierungsmehrheit verwandelte sich in eine schwendet, und damit nichts andres erreicht, als heillose Korruption. Genossen waren vom Verlaufe der Versammlung hoch befriedigt, Minderheit. Und zwar stimmte mit der klerikal- melinistischen und sie durften es sein, denn sie nahmen teil am Schweineglück Opposition nicht nur Etienne, Vorsitzender der„ Demokratischen der Socialdemokratie. Union", der äußersten Rechten des„ Blocs", sondern auch Sarrien, Vorsitzender der radikalen Linken. Wie wir gesterit bereits furz mitteilten, muß in 20. sächsischen Es sei an diese Kieler Schilderung des geradezu unglaublichen Combes hatte freilich diesmal die Vertrauensfrage nicht gestellt. Wahlkreise noch durch Stichwahl die Entscheidung herbeigeführt Ausweisungsverfahrens gegen den östreichischen Arzt, der den Schnaps- Trozdem aber ist die Steigerung der Quantität und der Qualität werden. Die Stichwahl findet statt zwischen unsrem Parteigenossen teufel befehdet, ein andres kleines Bild gereiht aus der nächsten Nähe der rebellisch gewordenen Ministeriellen ein sprechender Beweis dafür, Binkau und dem Kandidaten der antisemitischen Reformpartei" Berlins. In Steglig findet ein Tischlerstreit statt. Streit daß die neue Vorlage eine allzu schwere Tragfähigkeitsprobe auf Zimmermann. Der konservative Kandidat, Bürgermeister brecher wurden geworben und unter reichlichem Polizeischutz den bürgerlichen Antiklerikalismus darstellt und daß ferner die Kraft Schanz, vermochte mit den demagogischen Machenschaften des vom Bahnhof zur Arbeitsstätte befördert. Aber man konnte sehen, des antiklerikalen Windes überhaupt in merklichem Sinken begriffen Reaktionärs im Reformtleide nicht zu konkurrieren und fällt aus der wie der Zug von Streifbrechern und Polizisten auf dem Wege zur ist. Gar zu viele Windfahnen beginnen sich nach der entgegens Werkstatt an der Destillation Halt machte; die Polizei wartete gesetzten Richtung zu drehen. engeren Wahl aus. vor der Thür, bis die Arbeits- und Schnapswilligen sich die Pinkau erhielt bei der gestrigen Wahl 10 156 Stimmen, Zimmer- Flaschen hatten füllen lassen. Dann ging das Kommando weiter. mann 5986, Schanz 4316. Streitbrecherschuß, Fuselschuß, Ausweisungen wundervolle Gegenüber der Wahl vom 16. Juni 1903 haben die Gegner Dreieinigkeit preußischer Kultur! unsrer Partei zusammen 426 Stimmen mehr erhalten. Socialdemokratie das ist mit Bedauern festzustellen 3460 Stimment weniger erhalten. tönnen! Zschopan- Marienberg. Die hat Es ist für uns ferner Stehende weder leicht noch im jezigen Augenblick angemessen, diesen Wahlausfall zu beurteilen. Jezt giebt es nur eine Losung: durch intensiveste Arbeit den Wahlkreis unsres allzu früh verstorbenen Rosenow in der Stichwahl für die Socialdemokratie zu sichern. Wir sind überzeugt, daß diese Aufgabe gelöst werden wird. Die Gegner haben alles aufgeboten, was sie an Kräften haben, uns stehen noch erhebliche Wählerreserven zur Verfügung. Werden russische Deserteure von preußischen Behörden ausgeliefert? Am 13. Februar gaben wir eine Meldung des Krakauer Naprzod" wieder, nach welcher zehn russische Deserteure am 4. Fe bruar von preußischen Gendarmen in Oberschlesien gefaßt und bei Czeladz( russisches Grenzdorf bei Beuthen, Oberschlesien) den russischen Behörden ausgeliefert worden seien. In der Sigung des Abgeordnetenhauses vom 22. Februar erklärte der Minister von Hammerstein hierzu: " Diese ganze Darstellung ist eine müßige Erfindung. Es sind weder russische oder andre Deserteure am 4. Februar oder vorher oder nachher abgefaßt und selbstverständlich auch keine der russischen Regierung ausgeliefert worden. Es ist weiter nichts als eine infame Lüge, die gemacht ist, die preußische Polizei zu disTreditieren." Kriegsgerichtliche Denkwürdigkeiten. 99 Frankreich. Italien. " Klerifale Kinderausbeutung im Namen Jefu". Jufolge einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ist am Donnerstag in der Arbeitsanstalt des Nonnenklosters Vom heiligen Ramen Jesu" in der Rue de Vanves eine polizeiliche Haussuchung vorgenommen worden. Die Klosterschwestern München, 16. März.( Eig. Ver.) Nach§ 42 des Militär- Straf- werden beschuldigt, die Böglinge täglich 17 Stunden arbeiten zu gesetzbuches wird gegen Personen des Beurlaubtenstandes, die wegen lassen. Der Kommissar nahm ein Protokoll auf, beschlagnahmte die Diebstahls 2c. rechtskräftig verurteilt wurden, ein besonderes Ver- Bücher sowie mehrere Speisen, die von einem Gerichtschemiker unterfahren des Militärgerichts eingeleitet, ob etwa auf Degradation zu sucht werden sollen. ertennen ist. Mit einem solchen Fall beschäftigte sich heute das Der Unteroffizier Felig reil Kriegsgericht der ersten Division. Eine Berurteilung des Avanti"! Landgericht Regensburg verurteilt worden. Gleichwohl erachtete ihn war wegen schweren Diebstahls zu drei Monaten Gefängnis vom Rom, 15. März.( Eig. Ber.) Der verantwortliche Redakteur des das Striegsgericht auch ferner der Unteroffizierstreffen für würdig burch die Presse, zu 10 Monaten Gefängnis und 800 Lire Buße ver und Avanti", Saluftri, ist heute wegen Verleumdung, begangen erkannte nicht auf Degradation. Der Fahrer des 1. FeldUnteroffizier Friedrich Waier die Mannschaften zum Nachtränken Artillerie- Regiments Richard Drechsel hielt sich, als der Jour- urteilt worden. Der Verurteilung lag der folgende Fall zu Grunde. Im Juni aufstellte, darüber auf, daß einige Nekruten zu spät antraten. vorigen Jahres erhielt der Avanti" ein Telegramm aus Cagli Unteroffizier Maier erteilte ihm zweimal den Befehl:„ Halten Sie( Marken), mit der Nachricht vom Selbstmord eines jungen Dienst das Maul", worauf der Mann erwiderte, das Maul halte ich mädchens, dessen Ursachen der Korrespondent darauf zurückführte, nicht. Wegen Achtungsverlegung und Gehorsams- daß das Mädchen von ihren Dicustherrn geschwängert und Das Telegramm, das den Namen verweigerung wurde Drechsel zu drei Monaten Gefängnis dann entlassen worden sei. wurde vorsichtshalber nicht verurteilt, obwohl das Gericht anerkannte, daß der Befehl des des Dienſtherrn In der Folge beschwerte sich der Korrespondent Interoffiziers nicht den allerhöchsten Berordnungen öffentlicht. entsprach und die in dem Befehl enthaltene Beleidigung den über die unterbliebene Veröffentlichung und fügte hinzu, daß man sie Mann zu seinem unbotmäßigen Verhalten gereizt hatte. als einen Akt der Parteilichkeit auslege, da der angeschuldigte Diensts Herr Anarchist sci. Nun brachte der„ Avanti" die Notiz, brachte aber auch, drei Tage später, den Widerruf, nachdem die Obduktion der Selbstmörderin ergeben hatte, daß das Mädchen geschlechtlich un berührt gestorben war. Trotzdem flagte der Dienstherr, nachdem er vergeblich den„ Avanti" aufgefordert hatte, den Namen seines Korrespondenten aus Cagli preiszugeben. setzes Ausland. Um die Mönchsschulen. δα England. berWenige Tage darauf lasen wir in oberschlesischen Blättern, daß Paris, 17. März.( Eig. Ber.) zahlreiche polnische Bauern, die vor der Aushebung aus RussischBolen über die Grenze geflüchtet waren, wegen Mittellosigkeit dem die Debatte über die Abschaffung des tongreganistischen Unterrichts, Angeklagten auf eine das Minimum um 40 Tage übersteigende Mehr als zivei Wochen dauert bereits in der Deputiertenkammer Das Gericht erkannte im Hinblick auf die Rückfälligkeit des Auswechselungskommissar an der Grenze übergeben und noch ist man über den ersten Artikel des Gefeßentwurfs nicht worden sind. Die Ursache davon ist vor hinausgekommen. allem der Strafe. Das„ Oberschlesische Tageblatt"- kein socialdemokratisches Organ vom 19. März bringt nun folgende Nachricht, die einer obstruktionsmäßige Widerstand der Klerikal- mélinistischen Opposition Ein Unterseeboot gesunken. Klarstellung durch die preußische Regierung dringend bedarf. gegen eine Vorlage, die den ersten, wirklich ernsten Schritt im antifongreganistischen Schulkampfe bedeutet. Während Die Admiralität teilt mit, daß das englische UnterDie Meldung lautet: Beuthen, 17. März. Einen Auflauf verursachte ein russischer wurden, richtet sich der bisher nur die nicht genehmigten Kongregationen getroffen fee boot A 1 berloren gegangen ist. Das Boot wurde neue Gesezentwurf gegen die ge- gestern nachmittag beim Leuchtschiff Nab von einem Dampfer Deserteur, der am Mittwoch gegen Abend hier festgenommen und von zwei Soldaten mit aufgepflanztem Gewehr zur Bahn trans- nehmigten Unterrichtsorden mit demjenigen der Brüder der überrannt. Die ganze Besatzung, darunter ein Lieutenant und portiert wurde. In Myslowitz wartete die russische Grenzwache christlichen Doktrin" an der Spitze. Der fleritale Unterricht ein Unterlieutenant, find ums Leben gekommen. Das Boot, welches wird zwar auch dadurch nicht beseitigt werden, die eine Wasserverdrängung von 200 Tonnen hatte, war ein nach der auf ihn. Wahrscheinlich hatte der arme Kerl Angst vor den weltlich umgekleideten Mönche und Nonnen mit Hilfe der weltlichen neuesten Stonstruktion gebautes Unterſeeboot. Japanern und wollte sich einem Transport nach dem fernen Often Kleritalen nach wie vor gefeßlich und unter Umgehung des Ge- Das untergegangene Unterseeboot A 1 war an den Manövern durch die Flucht nach dem Westen entziehen. Was wird jetzt in Rußland sein Los sein? Wahrscheinlich eine Kugel, oder gar Gefolge der früheren Combesschen Maßregeln gegen die Mönchs- Unterseebooten und Schlachtschiffen im Gange waren. A 1 lag in die Lehrfreiheit ausmußen können. Die Erfahrungen im beteiligt, die seit vierzehn Tagen in der Nähe der Insel Wight mit ein Strid." Und deutsche Vaterlandsverteidiger müssen es als eine besondere schulen lassen hierüber keinen Zweifel. Immerhin aber werden die 40 Fuß tiefem Wasser und wartete auf den Angriff eines SchlachtEhre ansehen, dem„ lieben Bruder Zaren" als Schergen dienen Entwicklungsmöglichkeiten des privaten fleritalen Unterrichts sicherlich schiffes; nur der aus dem Wasser hervorragende Ausgud verriet ſeine verringert zum Vorteil des öffentlichen weltlichen Unterrichts. Anwesenheit. Da fuhr der Tampfer Berwick Castle" über das zu dürfen. Dieser einigermaßen einschneidende Charakter des fraglichen Unterfecboot hinweg. An Bord des„ Berwick Castle" glaubte man, In Kattowis, Myslowitz und andren oberschlesischen Grenzorten Gefeßentwurfes hat nun wieder einmal, und zwar besonders deutlich, daß man auf ein Torpedo gestoßen sei und ſignaliſierte dies der kann man fich jetzt übrigens täglich am Anblick geſchäftig umher- die Divergenzen innerhalb des„ Blocs" offenbart ſelbſt Flotte, niemand aber dachte hier an einen Unglüdsfall. Grit nach gehender russischer Offiziere und Gendarmen erfreuen.auf seinem Mutterboden, auf dem Boden des Antiklerikalismus. einigen Stunden war man dadurch, daß das Unterseeboot noch nicht Das ist die zweite Ursache des schleppenden Ganges der erschienen war, beunruhigt. Man ging auf die Suche und alsbald Debatte. Der rechte Flügel der Regierungsmehrheit, der in wurde der Rumpf des Schiffes in sieben Faden Tiefe liegend geAus Kiel wird uns vom 19. März berichtet: diesem Falle sich bis in die Reihen der Radikalen, das ist funden. Die Bemühungen, Ueberlebende von der Mannschaft aufZu gestern abend hatte der hiesige Arbeiter- Abstinentenbund des Centrums der Regierungstruppen, hinein ausdehnt, arbeitet zufinden, erwiesen sich als fruchtlos. Es wird angenommen, daß eine Bolfsversammlung einberufen, in der Dr. Fröhlich Wien energisch neben der Opposition an der Abschwächung der Vorlage. Das Unterfecboot A 1 durch den Zusammenstoß mit dem Dampfer über Arbeiterbewegung und Alkoholfrage sprechen sollte. Als Hauptvorwand wird dabei angerufen die drohende das Gleichgewicht eingebüßt hat, denn es war, obgleich es einer der Als am Dienstag dieser Woche der Einberufer die Versammlung finanzielle Ueberlastung der Gemeinden. Nach den neuesten und stärksten der englischen Unterseeboote war, doch immer Während der gegenwärtigen anmeldete, wurde ihm auf dem Bolizeipräsidium eröffnet, daß eine Angaben des Ministerpräsidenten trifft tas zu, abgesehen von den ein schlechter Taucher gewesen. Manöver hatte es bereits zweimal in den Hafen zurückkehren müssen, Ausweisungsorder wider Dr. Fröhlich, ausgestellt vom Re- Städten und größeren Mittelpunkten, nur für 800( von um Schäden an den Vorrichtungen zum Untertauchen und Hochgehen bisher nämlich noch feine gierungspräsidenten in Schlesien, hier eingetroffen den 36 000) Gemeinden, die bisher Sowie man des Dr. Fröhlich habhaft werde, solle Schulanleihe aufgenommen haben. Es das find von auszubeffern. beherrschte die im Intereſſe Gemeinden, ihm die Order, die ihm aufgiebt, das preußische Staatsgebiet Klerikalen innerhalb dreier Tage zu verlassen, ausgehändigt werden. Mönchsschulen die durch das Gesetz von 1886 erforderten SchulVersuche Dr. Fröhlich in der Versammlung zu sprechen, so würde bauten nicht besorgt haben. Die amtlichen Angaben werden freilich Am 16. März wurde in Wilno, der Hauptstadt Litauens, die Versammlung aufgelöst werden. Ein genaues Signalement bestritten, ebenso wie die Schätzungen des Berichterstatters der Kom- leines der verhaßtesten Symbole der Russenherrschaft in die Luft sei. Junkerschnaps und Kosakenkurs. 9 der Rußland. Ein Denkmal der Unterdrückung zerstört. gesprengt die Mura wojewo Rapelle, ein zur Zeit, der Kaiser Geburtstagsfeier zu beteiligen, Herrn v. Willich die Pistole arbeiter vergessen, welche Teider unberücksichtigt bleiben müssen. Auch Murawjets errichtetes Monument in Stapellenform zum Ge- in die Hand gedrückt hat. kommen die Arbeiterinnen in immer größerer Zahl zu den Kom dächtnis der Unterdrückung des Aufstandes bon 1863". An Herrn Endell sei nicht bekannt, daß das Ehrengericht ihm die missionsmitgliedern, um sich Rat in gewerblichen und privaten Anihren Wänden war ein Namensverzeichnis der im Kampfe gegen die Berechtigung, Uniform zu tragen, aberkannt habe. Hätte sich Endell gelegenheiten zu erbitten. Erfreulicherweise mehren fich auch die Aufständischen gefallenen russischen Militärpersonen zu lesen. derartig gegen die Offiziersehre vergangen, daß ein solches Urteil von Dienstmädchen, die den Weg zu uns finden, um sich Aufklärung zu Die Regierung pflegte die Schuljugend zu Prozessionen nach dieser feiten des Ehrengerichts ergangen wäre, dann wäre es nicht möglich holen über strittige Fälle in ihrem Dienstverhältnis. Daß sämtliche Kapelle und zur Berrichtung von Dankgebeten daselbst zu kom- gewesen, daß die allerhöchste Stelle das Urteil durch einen Gnadenakt Auskünfte von der Kommission bereitwilligst erteilt wurden, bedarf mandieren. Das Ereignis hat in der Stadt einen unerhört starten wieder aufheben konnte. Dieses angebliche Urteil des Ehrengerichts keiner besonderen Erwähnung. Eindruck hervorgerufen. Die Thäter sind nicht ermittelt worden. fei erfunden. Der russische General Mura wjew, der 1863, mit diftotorischen Vollmachten ausgerüstet, den von demokratischen Idealen getragenen polnisch- litauischen Volksaufstand niederwarf und sodann durch eine blutdürftige Schreckensherrschaft, verbunden mit einer Reihe der unerhörtesten Ausnahmegesetze gegen Sprache, Religion und Sitten der Einwohner, die russische Despotie in Litauen zu festigen suchte, gehört zu den bestialischesten Thrannen, die die Weltgeschichte tennt. Nich tumsonst führt er, zum Unterschied von andren Würdenträgern seiner Sippe, den Beinamen Muranjem- jefchatel Murawiew, der Henker. Die Zerstörung des Monumentes hat daher eine ähnliche Bedeutung, wie einst der Umsturz der Vendômesäule durch die Arbeiter von Paris. Der Angeklagte habe diese Artikel nicht geschrieben, um öffentliche Mißstände aufzudecken, sondern um seine Zeitung interessant zu machen. Er habe Herrn Endell moralisch, wirtschaftlich und körperlich ruinieren wollen. Herr Major Endell hat nicht immer ganz forreft gehandelt, er ist in Beziehung auf den Vorschuß nicht ganz korrekt verfahren, er ist ein Mensch mit menschlichen Schwächen, seine persönliche Ehre ist aber vollständig intakt aus diesem Verfahren hervorgegangen. Ich beantrage gegen Schack auf drei Monate Gefängnis. Justizrat Ullmann: Ich beantrage, Herrn Eberl über den ganzen Sachverhalt als Zeugen zu vernehmen; er ist ja nicht mehr Angeklagter. Justizrat Fahle: Ich widerspreche dem Antrage. Nach längerer Beratung des Gerichtshofes verkündet der Vorsigende: Das Verfahren gegen Eberl ist einzustellen und die Kosten dieses Verfahrens dem Privatkläger aufzuerlegen. Im weiteren wird es abgelehnt, noch einmal in die Verhandlung einzutreten und Herrn Eberl als Zeugen zu vernehmen. Justizrat Ullmann: Dem Bluturteil des Petersburger Kriegsgerichts, von dem wir fürzlich schon mitteilten, sind im ganzen sieben Personen zum Opfer gefallen. Es handelte sich um Mitglieder der" Bojewaja Organisacija"( Kampforganisation, d. h. Terroristische Abteilung) der russischen Partei der socialistischen Revolutionäre, Der Hauptangeklagte ist ein jüdischer Arzt, Namens Gjierschung aus Littauen. Mit aller Bestimmtheit verlautet nicht ein Schimmer für seine Schuld erbracht werden konnte. Man Gegen Herrn Eberl ist Anklage erhoben worden, obwohl auch ferner, ein andres Mitglied der Bojewaja Org., der vor beinahe wollte aber Herrn Eberl als Zeugen unmöglich machen. Dies ist zwei Jahren wegen des Attentats auf den blutdürftigen Gouverneur Fürsten Obolenskij verhaftete Arbeiter Stats chor, habe nach längerer Haft( vermutlich durch fortgesetzte Mißhandlungen leiblich und seelisch gebrochen) seine Mitschuldigen" angegeben und dadurch Gjerschung und die andren ans Messer geliefert. " Vom ostasiatischen Kriegsschauplatz. zu haben. würden. Ein angeblicher russischer Sieg. von 400 Yards von einander. Als die GewerbeDie eingelaufenen Beschwerden betreffen in den meisten Fällen die Konfektion, doch rühren auch solche aus Buchdruckereien, der Metall-, Hut, Puzzfedernbranche, sowie aus chemischen Fabriken her. Auch in diesem Jahre kehren die Klagen über zu lange Arbeitszeit, namentlich an den Sonnabenden, häufig wieder. Die Arbeitgeber können sich anscheinend noch immer nicht daran gewöhnen, die gesetzlichen Vorschriften zu respektieren. Dent schließen sich die Beschwerden über Unsauberkeit in den Arbeitsräumen an. Es gehört nicht zu den Seltenheiten, daß Arbeitsräume im ganzen Jahre nicht einmal naß aufgewischt werden; hier herrscht natürlich auch Ungezieferplage. Hierzu kommt noch, daß in sehr vielen Fällen die Ventilation alles zu wünschen übrig läßt. Da ist es dann kein Wunder, wenn die Arbeiterinnen an Erkrankungen der Atmungsorgane zu Grunde gehen. Ferner wird über Mangel an zweckentsprechenden Ankleideräumen und Wascheinrichtungen geflagt. Go wurde aus einer Werkstatt berichtet, daß von Januar bis April nur ein Handtuch für 20 Arbeiterinnen aushing. Inspektion das rügte, wurde das Handtuch einfach abgenommen und fein sauberes dafür geliefert. Ob auf eine zweite Beschiverde hin Abhilfe geschaffen ist, entzieht sich leider unsrer Kenntnis. Noch und Arbeiterinnen überhaupt keine Handtücher und sind so gezwungen, ärger geht es in einer chemischen Fabrik zu. Dort erhalten Arbeiter die Tücher, welche zum Austrocknen der Schüsseln und Näpfe benutt werden, als Handtücher in Gebrauch zu nehmen. Hört man dann aber, daß in der betreffenden Fabrik Billen und Tabletten angefertigt diefelben einzunehmen. Doch auch für die Arbeiter besteht die Gefahr werden, so bedauert man die armen Stranken, welche gezwungen find, dieselben einzunehmen. Doch auch für die Arbeiter besteht die Gefahr der Vergiftung, da viel Chankali verarbeitet wird, das sehr leicht durch die Tücher ihren Händen und von diesen den Speisen übermittelt werden kann. Die Beschaffenheit der Aborte spottet häufig jeder Beschreibung. In einigen Fällen sind diese nur durch eine halbhohe Bretterwand von den Arbeitsräumen getrennt. werden von 60 und mehr Personen benutzt, viele sind so unsauber, daß keine Arbeiterin sie benutzen mag. Andre wieder Mit der Erledigung der Beschwerden durch die Fabritinspektion und mit Erfolg erledigt. ia auch gelungen. Es wird dem Angeklagten Schack zum Vorwurf gemacht, daß er die Entscheidung des Kaisers kritisiert habe. Die und unser jetzige König, der so individualistisch veranlagt ist, ist gewiß Hohenzollern haben aber niemals Anspruch auf Unfehlbarkeit erhoben der letzte, der eine Kritik seines Handelns nicht zulassen wollte. Das Reichsgericht hat entschieden: Eine Unterschlagung ist auch dann vorhanden, wenn der Thäter nicht das Bewußtsein hat, daß er den, gegen den er die Unterschlagung begeht, vermögensrechtlich schädige. Diese Entscheidungen beziehen sich auf Privat Unterschlagungen. Eine London, 19. März.( Meldung des Neuterschen Bureaus.) Ein öffentliche Kasse erklärt aber das Reichsgericht für ein Heilig Privattelegramm aus Tschifu von heute berichtet von um, da man ja gar nicht wissen könne, ob der Thäter die Staffeneiner Schlacht am Jalu- Flusse. Die Russen bemitglieder widerrechtlich schädigt. Aber es kommt schließlich nicht haupteten, 1800 Japaner zu Gefangenen gemacht wichtiger ist doch die ethische Seite der Frage. Herr Endell hat tönnen wir bis auf einzelne Fälle zufrieden sein. Soweit wir infor Die Meldung ist sehr unwahrscheinlich, da die Japaner Endell sich in strafrechtlichem Sinne vergangen hat, wird von dem hören, daß sich die recherchierende Beamtin mit der Bemerkung, die zweifellos vollständig unpreußisch gehandelt. Die Ansicht, daß Herr Bedauerlicherweise mußten wir aber auch von Beschwerdeführenden den Jalu noch gar nicht erreicht haben und schwerlich ein vor- Herrn Professor Dr. Gerlach, Dr. Marks und auch von Oekonomierat geschobenes Detachement der sicheren Vernichtung ausgesezt haben Sünerasty geteilt. Denn was war es anbres, wenn Herr Hünerez Arbeiterinnen hätten sich beschwert, in den betreffenden Betrieb einLondon, 19. März.„ Daily Chronicle" meldet aus Tokio von zu Herrn Geheimrat Witting sagte: Noch ewas viel Schlimmeres geführt hat. Welche Verwirrung ein solcher Ausspruch bei den Argestern: Die gesamten russischen Streitkräfte sind mit Ausnahme hat Major Endell begangen, er hat sich 5000 M. aus der Kasse der scheuen sich ja, in Zukunft je wieder Klage zu führen aus Furcht vor beiterinnen hervorrufen muß, liegt auf der Hand. Die Mädchen Landwirtschaftskammer geben lassen. Ja, Hünerasky war so sehr bon 200 Sofaten über den Jalu zurüdgezogen worden. Entlassung. Die Rosaten patrouillieren zwischen dem Falu und überzeugt, daß eine Unterschlagung begangen worden ist, daß er die Phjongjang. 40 000 Russen sind bei Kiuliencheng zusammen- Revisionskommission durch zeitweise Hergabe der 5000 M. täuschte. gezogen worden. Zwischen dem letzteren Orte und Antung befindet Nun erklärten alle Herren: Major Endell war zu jeder Zeit in der sich eine Linie von Posten von je fünf Kosaken in einer Entfernung Lage, die 5000 M. zu decken, aber thatsächlich hat er sie nicht gedeckt, auch dann noch nicht, als die Sache sich zum öffentlichen Skandal auszuwachsen drohte. Auch Herr Hünerasky fühlte sich nicht vergegen die chinesischen Truppen- Konzentrationen. anlagt, die 5000 M. Herrn Endell zu leihen. Ich bin der Meinung, die Herren hielten Herrn Major Endell nicht für zahlungsfähig. Und London, 19. März." Standard" meldet aus Tientsin: Der es ist auch nicht zu bestreiten, hätte die Ansiedelungskommission Kiekrz russische Gesandte in Peking, Lessar, wiederholte feinen nicht angekauft, dann wäre der wirtschaftliche Ruin des Majors Endeil Protest gegen die Entsendung chinesischer Truppen unvermeidlich gewesen. Wie weit der Einfluß des Herrn Endell uns scheuen und unsre preußische Fabrikinspektion, wohl gezwungen, über die Große Mauer hinaus und verlangte die Zuri d- reichte, geht aus dem Umstande hervor, daß, obwohl jeder Beamte der ziehung der Truppen, da sonst Rußland zu der Annahme genötigt Landwirtschaftskammer die Verpflichtung hatte, die Vorschußzentnahme sei, daß China die Neutralität zu Gunsten Japans fallen lasse. anzuzeigen, Kammerherr v. Born Fallois sagte, als er davon Leffar erneuerte seine Drohung, daß bei der Kenntnis erhielt:„ Ich will es nicht gehört haben". Und was that geringsten Truppenbewegung von seiten Chinas Stammerherr v. Born- Fallois, als der Artikel in der„ Tägl. Rundrussische Truppen nach Beling marschieren würden. schau" erschien? Er ging nicht gegen Major v. Endell vor, sondern Es verlautet, China ſei im Begriff zu antworten, daß es sich er beantragte das Disziplinarverfahren gegen Eberl, weil dieser im weigefe, die Truppen zurückzuberufen. Verdacht stand, Herrn Landrat v. Willich eine Mitteilung gemacht zu haben, die v. Willich in dem Artikel verivertet hätte. Und was that Herr Endell? Er beschuldigte den Rendanten und den Generalsekretär, die ihm die 5000 M. aus der Kaffe der Landwirtschaftsschön von Herrn Major Endell. Und was that Herr Endell, als der fammer gegeben, einer unrechtmäßigen Handlung. Das war nicht Artikel in der Täglichen Rundschau" erschien, der Artikel, dessen wahrheit in dieser Verhandlung voll erwiesen worden ist? Er forderte den vermeintlichen Verfasser des Artikels, Herrn Landrat v. Willich, zum Ziveifampf. Die Beweisaufnahme hat doch keinen Zweifel gelassen, daß Herr Endell Herrn Landrat v. Willich in den Tod getrieben hat. Der Herr Major Endell hat Herrn v. Willich derartig verfolgt, daß dieser edle Mann, ein guter Deutscher, ein so tragisches Ende genommen hat. Russischer Protest " Es kann keinem Ziveifel unterliegen, daß sich Herr Endell im Sinne des§ 246 Aeußerungen eines japanischen Diplomaten. hatte eine Unterredung mit dem hier weilenden früheren japanischen London, 19. März. Ein Vertreter des Reuterschen Bureaus Minister Baron Suyematsu, dem Schwiegersohne des Marquis Jto. Im Laufe der Unterredung äußerte Suhematsu: Japan kämpft nicht nur aus rein eigennüßigen Beweggründen. Jedes Land, das politische und Handelsinteressen in Ostasien hat, dar unter Frankreich und Deutschland ebensowohl als England und die Vereinigten Staaten, würde von dem Erfolg der Bemühungen Japans, die offene Thür und die Einhaltung der Vertragsverpflichtungen zu sichern, Nußen ziehen. Wir müssen uns ohne weiteres von dem Gedanken losmachen, daß zwischen Frankreich, Deutschland und Japan in Ostasien irgendwelcher Widerstreit der Interessen bestehe. Im Gegenteil, wir verdanken diesen Ländern unsre Heeresführung, unser Rechtswesen, Wissenschaften des Straf- Gesetzbuches schuldig gemacht habe. Ich gebe zu, die Be und Technik und haben mit ihnen bedeutende wechselseitige Handels- hauptungen des Herrn Schack find nicht, vollständig wahr. Nicht zwei beziehungen. Wir wünschen mit diesen Ländern die freundschaft- Beamte haben sich mit der Entfernung des Herrn Endell aus dem lichsten Beziehungen zu unterhalten. Wir verstehen durchaus die öffentlichen Leben beschäftigt, sondern nur einer, der frühere Oberheitle Lage Frankreichs infolge seines Bündnisses mit Rußland; präsident v. Bitter. Aber trotzdem kann der Gerichtshof, wenn er aber wir hoffen und glauben ernstlich, daß das Bestehen dieses wirklich zu einem Schuldigspruch kommen sollte, nur auf eine GeldBündnisses sich nicht als Hindernis für die Fortsetzung der besten strafe erkennen. Herr Major Endell ist noch heute einer der Beziehungen zu Frankreich erweisen könne. Deutschlands Stellung, mächtigsten Leute in der Provinz, mächtiger als Herr Oberpräsident mitten zwischen Frankreich und Rußland, ist keine leichte, aber wir v. Bitfer, der ja vor Herrn Endell schließlich die Segel streichen glauben ernstlich an die Aufrichtigkeit von Deutschlands Neutralität mußte. Ich ersuche Sie, wenn Sie der Ansicht sind, daß der Anund hegen den herzlichen Wunsch, daß unsre glücklichen Beziehungen geflagte wegen der Form seiner Ausdrucksweise bestraft werden muß, zu Deutschland ungestört fortdauern möchten. Das englisch auf 5 Mark Geldstrafe zu erkennen.( Halblautes Bravo im Zuhörerfranzösische Einvernehmen ist uns keineswegs unangenehm; im raum.) Gegenteil, wir begrüßen es als einen mächtigen Faktor zur räum Angeklagter Schad: lichen Beschränkung des Krieges. Der Verdacht, daß Japan Ich will nur noch bemerken, daß Herr Endell die Preßangriffe glaube, sich auf Englands Heer und Flotte stügen gegen sich selbst verschuldet hat. Seine Erklärung in der Deutschen zu können, ist völlig unbegründet; Japan hat Tageszeitung", in der er die heftigsten Ausfälle gegen die liberale nicht von ferne den Gedanken, bewaffnete Unter- Presse beging, hat mich hauptsächlich veranlaßt, in das Dunkel hineinUnter- Preffe stügung zu suchen. zuleuchten. Ich habe noch heute die Ueberzeugung, daß Herr Endell sich strafbar gemacht hat. Ich befinde mich dabei in voller Ueber einstimmung mit hohen Beamten, die allerdings eine so unstandesgemäße Gesinnung haben, daß sie den Gegner, der sie beleidigt vor Gericht fordern anstatt ihn tot schießen zu wollen. Ich fühle mich in der Gesellschaft dieser Leute sehr wohl. Der Vorsitzende verkündet folgendes Urteil: Agrarisches Ostmärker- Leben. Posen, den 18. März 1904. Zweiter Tag der Verhandlung( Schluß). Plaidoyers. Auffällig ist, daß sich in letzter Zeit die anonymen Beschwerden mehren; sollte dies vielleicht auf derartige Erfahrungen zurückzuführen sein? Es ist das allerdings ein schlechter Weg, sich das Vertrauen der Arbeiterinnen zu erwerben. Demgegenüber können wir nur immer wieder betonen, daß die Kommission die Namen der Beschwerdeführenden geheim hält, also keinerlei Gefahr für die betreffende Arbeiterin daraus erwächst. Leider erfahren wir bei der Hälfte der Beschwerden nicht, ob dieselben Erfolg hatten, da die Arbeiterinnen einen zweiten Weg zu mit uns nicht in Verbindung fritt. Sehen wir auf das letzte Jahr unsrer Thätigkeit zurüd, so können wir zufrieden sein und mit der wohlbegründeten Hoffnung weiter schaffen, auch in der nächsten Zeit für die Arbeiterinnen Ersprießliches zu leisten. Beschwerden nehmen entgegen: Fräulein Baader, Blücher. straße 49, of II. Frau Bauschke, Rostockerstr. 43, Duergeb. I. Straße 49, of II. Frau Dr. Weyl, Lothringerstr. 67, I. Frau Lut, Waterloo- lfer 9, im Laden. Fran Mesch, Lychenerstr. 3, linker Aufg. IV. Frau Tiet, Blumenstr. 63, I rechts. Frl. Heidemann, Alte Jakobftr. 108, IV. Fr. Grünberg, Stöpnickerstr. 8b, IV. Frau Jeete, Nigdorf, SteinmetzStraße 130. ſtraße 120, of I. Frau Schmidt, Charlottenburg, WilmersdorferSprechzeit jeden Mittwochabend von 7-9 Uhr. Gewerkschafts- Bureau, im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15, im Laden. Vorm. 9-1 und nachm. 6-8 Uhr. Die Gewerbe- Inspektions- Assessorinnen Frl. Reichert, EngelUfer 4, Frl. Kummert, Georgenkirchplay 21, Frl. v. Bennigsen- Förder, Prinzen- Allee 88, sind für Arbeiterinnen allein jeden Donnerstag von 7-8 Uhr abends und jeden ersten Sonntag im Monat von 9-10 Uhr vormittags zu sprechen. Die Beschwerdekommission der Arbeiterinnen Berlins. Rigdorf. Montagabend 8%. Uhr werden im Lofal des Herrn Thiel, Bergstr. 150/51, die Delegierten Fräulein Jda Altmann und Frau Pause den Bericht vom Heimarbeiter Kongreß geben. Der Gegenstand des Kongresses ist sehr wichtig, besonders auch für Nixdorf, weil dort die Heimarbeit im großen Umfange betrieben wird. Deshalb, Genossen und Genossinnen, besucht die Versammlung. Da die Berichterstattung für den ganzen Kreis ist, haben auch die Frauen und Männer der andren Orte unsres Kreiſes die Pflicht, diese Versammlung zu besuchen. Es wird pünktlich 8 Uhr angefangen, damit jeder Fahrgelegenheit nach Haufe hat.. Zahlreichen Besuch erwartet die Kreisvertrauensperson Frau Thiel, Tempelhof.( Siehe auch Inserat.) Steglit. Im Bildungsverein für Frauen und Mädchen von Steglitz und Umgszend hielt Donnerstag, den 17. März, Herr Schriftfteller Baege ein Vortrag über" Die Entstehung des Weltalls und der Erde". Der Referent erntete für seinen lehrreichen und interessanten Vortrag großen Beifall. Es wird auf die Wanderversammlung, welche Dienstag, den 6. April, in Friedenau, bei Grube, bersammlung, welche Dienstag, den 6. April, in Friedenau, bei Grube, Kaiser- Allee, stattfindet, aufmerksam gemacht; anschließend an den Vortrag: gemütliches Beisammensein. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Neue Hauffe. altien. Berlin, 19. März 1904. Beteiligung des Privatpublikums. Eisen- und Kohlens -Hausse- Gründe. Die Börse und der Krieg in Ostasien. Die neuen niederländischen und rumänischen Handelsvertrag mit Italien. Zolltarif- Entwürfe.. und $ Justizrat Fahle: Jch bemerke von vornherein, ich bin nicht Mitglied des Bundes der Landwirte. Einmal bin ich ohne Aar und Halm. Der Gerichtshof hat dahin erkannt, daß der Angeklagte, ChefWenn ich aber auch nicht ohne Aar und Halm wäre, dann würde ich redakteur Schack, der Beleidigung des Majors a. D. Endell schuldig auch dem Bund der Landwirte nicht beitreten, da ich auf ganz anderm und deshalb mit 300 Mart Geldstrafe event. 30 Tagen Gefängnis Ein psychologisches Rätsel: noch zieht der Strudel, den der politischen Standpunkte stehe. Ich habe die Vertretung übernommen, zu bestrafen ist. Der Angeklagte hat den Major a. D. Endell be- Ausbruch des russisch- japanischen Strieges hervorgerufen hat, feine da ich die Ueberzeugung gewann, daß es sich hier lediglich um Rechts- schuldigt, daß sich derselbe der Unterschlagung schuldig gemacht, den verderblichen Kreise täglich meldet der Telegraph neue Zusammens fragen handelt, und daß gegen Major Endell lediglich seiner politischen Landrat v. Willich in den Tod getrieben habe und dergleichen mehr. brüche, Unterschlagungen und Selbstmorde, und schon wieder schreitet Stellung wegen eine regelrechte Zeitungshehe stattgefunden hat. Die Verhandlung hat die Richtigkeit dieser Behauptungen nicht er die Börse zu fröhlichem Hausietreiben. Mit ansehnlichen Kurs Die Verhandlung hat keinen Zweifel gelassen, daß Endell vernichtet geben. Der Angeklagte war daher wegen Behauptung nicht er steigerungen hat sie die vorige Woche beschlossen, und mit gleichem werden sollte, weil er ein„ ertremer Reaktionär" und Agrarier ist. weislich wahrer Thatsachen auf Grund des§ 186 des Straf- Gefeß- Erfolg setzte sie in dieser Woche das Spiel fort. Vergessen sind die Bon vornherein bemerke ich, daß ich gegen Eberl die Anflage fallen buches zu bestrafen. Der Angeklagte hat sich aber auch mehrerer Be- Schreckenstage des Februar; überall herrscht heitere Hauffeftimmung, Laffe und dessen Freisprechung beantrage. Jedenfalls hat die Ver- leidigungen im Sinne des§ 185 des Straf- Gesetzbuches schuldig als hätte sich alles dunkle Getvölt vom politischen Himmel Handlung ergeben, daß Herr Major Endell matellos aus diesem gemacht. Bei der Strafzumessung hat der Gerichtshof die Schipere verzogen, zwar ist der Reigen feineswegs, wie ein der agrar konservativen Presse fälschlich behauptet, Prozeß hervorgeht. Eine ganze Reihe einwandsfreier Zeugen hat der Beleidigungen in Erwägung gezogen und deshalb, wie geschehen, Teil Findet erklärt: Major Endell konnte sich für berechtigt halten, die 5000 M. erkannt. nur Mache der Hochfinanz oder zünftigen Spekulation. zu entnehmen. Ich bin der Meinung, es darf einem Zeitungsauch die neue Aufwärtsbewegung bei diesen eine gewisse Stüge, bei der Bankfinanz schon deswegen, weil sie ihr eine gute Gelegenheit redakteur nicht gestattet sein, seine Macht dazu zu benutzen, einem bietet, sich eines Teils ihrer Effektenbestände vorteilhaft zu entledigen, andren die Ehre zu rauben. Ich bin der Meinung, ein Raub auf die Ehre ist bedeutend schlimmer als der Raub auf Geld. Daß Herr so vermöchten sie doch nur wenig auszurichten, wenn nicht das Endell Herrn v. Willich in den Tod getrieben, ist keineswegs bewiesen. fapitalistische Publikum sich außerordentlich auflustig zeigte und durch Hätte Herr Willich nicht durch Selbstmord geendet, dann wäre er Die Beschwerdekommission, welche aus den Reihen der Ar- seine Aufträge ihnen eine Operationsbasis böte. Den Beweis liefert von Endell allerdings zum Zweikampf herausgefordert worden. Wenn beiterinnen hervorgegangen ist, kann wieder am Schluß des Geschäfts- die Thatsache, daß in den letzten Tagen mehrfach bei den Banten Herr Endell die Feindseligkeit mit Herrn v. Willich in einer Weise jahres eine Zunahme ihrer Thätigkeit konstatieren. Ist auch dieselbe bedeutende Aufträge aus ihren Depofitentaffen einliefen und zeit austragen wollte, wie es in seinen Kreisen standesgemäß ist, so wird nur gering die Beschwerden, welche der Fabritinspektion über- weise die Orders aus der Provinz sich derart häuften, daß die ihm dies niemand verdenken. Die Beweisaufnahme hat aber er fandt wurden, stiegen von 36 im Jahre 1902 auf 44 im vergangenen Telegraphenboten kaum den an sie gestellten Anforderungen nachzus geben, daß in lekter Linie das Verbot des Oberpräsidenten, fich an Jahre, so dürfen wir nicht die häufigen Beschwerden der Heimkommen vermochten. Und da durch den Auftauf bei den letzten Aus der Frauenbewegung. Schutz den Arbeiterinnen. = Baumwollwaren. Wollwaren. . 8,2 Mill. Mart 6,9 Grobe Eisenwaren, abgeschliffen. 2,1 Leder. Maschinen und Maschinenteile Grobe Eisenwaren, nicht abgeschliffen Schmiedbares Eisen in Stäben Wollgarn( außer Kammgaru) Feine Eisenwaren Platten und Bleche. Kleider " 18 2,1 1,3 " " B 1,2 17 1,1 " " 0,9 17 " 0,7 0,6 0,5 " " Besonders sprechen sie ihr Bedauern darüber aus, D Kursstürzen die Papiere zu einem wesentlichen Zeit in sogenannte| Kleidungsstüde, Teppiche 2c. der Zoll ebenfalls von 5 auf 12 Proz ,, daß sie entschieden gegen jede Verwässerung der Bundesrats. starte Hände gelangt sind, die ihr Material" unter den jezigen steigt, für Manufakturwaren, Spigen 2c. von 5 auf 10 Broz, für Verordnung vom 23. Januar 1902 find, insbesondere auch gegen Umständen nicht hergeben, wenn nicht ein ansehnlicher Profit dabei Steinwaren und Porzellan von 5 auf 6-12 Broz, für feine Leder eine Herabsetzung des 24 stündigen Ruhetages, daß sie im Gegenteil für sie herausspringt, so sind die Käufe mir gegen beträchtliche waren ebenfalls auf 12 Proz. usw., furz, fast alle besseren Fabrikate, die Ausdehnung der Verordnung auf das gesamte Gasthauspersonal Preiszugeständnisse abzuschließen. die Deutschland bisher in Holland einführte, werden mit 100- bis wünschen. Sie verwahren sich ferner gegen die von den ArbeitgeberBesonders richtet sich die Kauflust auf Eisen- und Kohlenwerte. 140prozentigen Zollerhöhungen bedacht. Schon in der am vorigen Sonnabend beendeten Woche haben eine Diefelben Züge, nur teilweise noch schärfer ausgeprägt, zeigt der Verbänden erhobenen Beschuldigungen und unwahren Behauptungen, ganze Reihe leitender Aktien dieser Art 3-6 prozentige Kurs- neue rumänische Zolltarif. Die deutsche Warenausfuhr nach als ob die Gehilfen und zahlreiche Kellnerbereine für Abänderung erhöhungen errungen, die Aftien der Laurahütte sogar eine Rumänien( 491 Millionen Mark) bestand 1902 vornehmlich aus der Verordnung wären, die Polizei- Organe durch Spizeldienste Steigerung von 9 Proz., und in der letzten Woche sind sie durch folgenden Waren: unterstützten und die Lehrlinge zu falschen Aussagen verleiteten. weg wiederum um mehrere Prozent hinaufgerückt, die begehrten Sie weisen des ferneren die völlig haltlose Beschuldigung zurüd, Attien der schönen Laura sogar an einem einzigen Tage, dem Donnerstag, fast wieder um 5 Proz, wie am Sonnabend, den daß die Verordnung Anlaß zur Unfittlichkeit gebe, und betrachten solche Behauptungen als eine beschämende Herabsehung des ganzen 12. ds. Und nicht nur für Industriewerte, auch auf dem Bankaktienund Rentenmarkt herrscht rege Nachfrage, so daß die Nentenbaisse Gastwirtsgewerbes." der schwarzen Februartage bereits als fast überwunden gelten kann. Ind woher dieser Optimismus? Es sind lediglich zwei Motive, ,, daß fürzlich einige Abgeordnete des deutschen Reichstages und die für die Haussestimmung in Betracht kommen: das Zustandetommen des Stahlwerksverbandes und das Ausbleiben ernster Nachdes preußischen Landtages die verordnungsfeindlichen Bestrebungen der Gastwirts- Verbände durch ihre Autorität unterstügt haben, weil richten vom Striegsschauplay im fernen Often. Ein Beweis, wie Leicht die Börse in ihrer heutigen Verfassung auf rein äußer fie offenbar nur einseitig unterrichtet waren, weil sie keine Kenntnis liche Anzeichen reagiert; von dem Gutachten des Reichs Gesundheitsamtes, von den Ergebdenn die Thatsachen, daß der Stahlverbands- Gründung alsbald fleine Preissteigerungen einzelner Auch für diese Artikel find durchweg die Zölle beträchtlich hinauf- nissen der seitens der Arbeiterschutz Kommission veranstalteten forg Gruppen der Stahlindustrie und eine Zunahme der Nachfrage nach gefeßt. Für Baumwollwaren, die bisher je nach der Art und fältigen Erhebungen und zahlreichen persönlichen Vernehmungen von Stahlprodukten folgen würde, war genau vorauszusehen. Die Groß- Qualität 50 bis 160 Lei( 1 Lei= 80 Pf.) Zoll kosteten, steigt der Arbeitgebern wie-Nehmern hatten. händler haben während der letzten Zeit der Verhandlungen über das 100 bis 135 Lei auf 130 bis 380 Lei. Besonders aber sind die Organe und die Volksvertreter nicht durch die falschen, teils entZoll auf 75 bis 250 Lei pro 100 kilogramm, für Wollwaren von Wir erwarten vielmehr, daß sich die zuständigen behördlichen Stahlverbandsprojekt naturgemäß mit ihren Bestellungen zurückgehalten, um erst mal zu sehen, was aus der Sache herausspringt. Eisenzölle erhöht worden. Für Eisenbahnschienen, die bisher zollfrei Nachdem nun aber die Gründung erfolgt ist, suchen fie schnell die waren, sind 5 Lei angesezt. Für Blech, das jetzt mit 4 Lei verzollt wird, stellten, teils übertriebenen, teils unwahren Darlegungen von andrer Deckung ihres Bedarfs nachzuholen. Das ist die ganze Ursache der werden je nach der Qualität bezw. Stärke drei Säße von 11 bis 15 Lei Seite, deren gänzliche Unhaltbarkeit wir demnächst durch eine erschöpfende von einem Teil der Handelspresse verkündeten bedeutenden pro 100 Kilogramm vorgeschlagen. Gußeiserne Gegenstände zahlen Denkschrift" nachzuweisen gedenken, irreleiten lassen, sondern gee Belebung des Eisenmarktes". jezt 3 Lei, in Zukunft 7-14 Lei. Für Stangeneisen, das jetzt rechterweise auch unfren Standpunkt wohlwollend berücksichtigen Es handelt sich also um eine voraussichtlich bald wieder nachlassende 30llfrei ist, find 5 Lei Boll vorgeschlagen, für Waren aus Schmiede- werden." Anspannung. Für eine andauernde Bedarfssteigerung fehlt es an eifen, jetzt 60 Lei, find vier Säße von 60-200 Lei angefeßt. Zur Belehrung für diejenigen, die in jeder Spur Arbeiterschutz jeglichen Gründen; im Gegenteil der Export ist noch immer im Ver- Wahrscheinlich werden manche dieser Zollsteigerungen bei der eine Umsturzgefahr sehen, sei noch folgende Stelle der offiziellen gleich zum vorigen Jahre im Rüdgange begriffen, da das Anhalten parlamentarischen Prüfung und den späteren Handelsvertrags- Ver- Erklärung mitgeteilt: der amerikanischen Strise, wenn auch das von allzu Aengstlichen behandlungen eine Herabjegung erfahren; aber das schließliche Ergebnis Gänzlich unzutreffend ist die Angabe, als ob es unter uns fürchtete Eindringen des amerikanischen Eisens in das deutsche Zoll- der von Deutschland ausgehenden Zollströmung wird nichtsdestogebiet ausgeblieben ist, doch die Lage mancher Auslandsmärkte weniger auf eine allgemeine Hinaufschraubung der Zollsätze der geschäftsmäßige Agitatoren" gäbe und daß wir unter socialdemo ungünstig beeinflußt. Besonders hat der englische Martt, der in den europäischen Staaten, auf eine gegenseitige Verstärkung ihrer Zoll- tratischem Einfluß stünden. Wir stehen vielmehr auf dem Boden beiden letzten Jahren eine reichliche Dojis des leberschuffes der schranken hinauslaufen. deutschen Eisen- und Stahlproduktion aufgenommen hat, viel von seiner Aufnahmefähigkeit für deutsche Zufuhren verloren. Diese ungünstigen Momente werden durch die Preiserhöhungen einzelner Syndikatsgruppen höchstens zum Teil ausgeglichen, zumal diese Erhöhungen keinem Teil der Werke sofort, meist selbst im nächsten Quartal noch nicht zu Gute tommen. " Soziales. Aerzte und Krankenkassen. Tat. " " von Gesetz, König, Vaterland und Religion, und gerade unsrem Wirken ist es zu danken, daß die Gastwirtsgehilfen bisher von den zersetzenden Lehren jener Partei fast ganz unberührt geblieben sind." Auch der Ganymedbund und der Genfer Verband werden sich mit der Zeit überzeugen, daß den ernsthaften Arbeiterschuhe mur ein Der Krankenkassen- Verband Köln hielt am Donnerstag eine Heil blüht unter dem Schutze der zersetzenden Lehren jener Partei". außerordentliche Hauptversammlung ab, in der 31 Kassen durch Statistisches aus dem Lande der Schulen. Auf der letzten Arbeiter und Unternehmer vertreten waren. Die Versammlung be- Bezirkslehrerkonferenz des Schulaufsichtskreises Gostyn( Provinz schäftigte sich zuerst mit der parteipolitischen Ausschlachtung des Bojen) wurde eine trübfelige Schulftatiftit zur Kenntnis gebracht. gegenwärtigen Streites, wozu einstimmig folgender Beschluß gefaßt Danach werden in 118 Alaffen 7146 Kinder von nur wurde: 37 Lehrern unterrichtet; sieben Lehrerstellen sind Noch abfurder aber ist der Schluß, daß, weil in der legten Zeit feine größeren Stämpfe aus Dftafien gemeldet worden sind, der Krieg in seinem Einfluß auf die europäische Wirtschaftsgestaltung von geringer Bedeutung bleiben wird. Auf einen baldigen Zusammenprall der beiden Streitmächte und schnelle Austämpfung ihres Zwistes war von vornherein nicht zu rechnen. Alle Umstände deuten vielmehr auf eine lange Dauer des Krieges hin, und in seinem Gefolge scheinen bei der Finanzlage Rußlands wie Japans finanzielle Katastrophen, Aufsichtsbezirks Stadt Köln protestiert auf das entschiedenste gegen die den europäischen Kapitalsmarkt in schwere Mitleidenschaft ziehen jeden Versuch, die Ablehnung der für die Kassen unerschwinglichen fönnen, feineswegs als ausgeschlossen. Aber es ist eine bekannte Forderungen der Aerzte- Organisation als. lediglich von den Kassen Thatsache was der Börse nicht in schärffter Weife ad oculos borständen bezweckte Förderung socialdemokratischer Ziele und Bedemonstriert wird, das eristiert für sie meist nicht. So ist auch der strebungen hinzustellen. „ Die heutige Versammlung des Krankenkassen- Verbandes des aber davon noch unbesetzt. Jn 13 Fällen müssen weit mehr als 100 Kinder von einem Lehrer unterrichtet werden. In Baffabowo hat ein Lehrer schon seit Jahren ständig über 130 se inder in einer Klasse. In Zalesin kommen zur Zeit auf einen Lehrer 160, in Ciolfowowo 150, in Grabonop 144, in Altfrölen 135, in Sulfowice 134, in Zyjewo 131, in Rotoffowo 137 Schüler. So fördert man das Deutschtum in Posen. Kriegsbrand in fernen Dften, feitdem er nicht mehr Die Versammlung bedauert, daß die Aerzte- Organisation es so grell, wie in den ersten Tagen nach dem Kriegs- nicht verschmäht hat, solch' unwahre Behauptungen in die Presse zu ausbruch emporlodert, ihrem Gesichtskreis entrückt. Der inter- bringen. Die Wahrheit ist, daß die Kassenmitglieder, mit den KassenDas Gesetz über die Sonntagsruhe im italienischen Barlament. nationale Rentenmarkt an der Seine, nach dem vor einigen Rom, den 13. März. Wochen angstvoll die Blicke starrten, funktioniert ja wieder in borständen in der Ablehnung durchaus einig gehend, lediglich in normaler Weise. Seine leberlastung mit russischen Werten, die im Wahrung der Interessen der Krankenkassen- Mitglieder die Forde- Die Art, wie das Gefeß über die Sonntagsruhe in der italieniFalle weiterer russischer Niederlagen die Gefahr heftigster Erschütterungen des Aerzte- Ausschusses ablehnen mußten." schen Kammer gescheitert ist, ist sehr charakteristisch für unsre parla rungen des ganzen europäischen Geldmarktes in sich birgt, wird Die Aerzte- Organisation hat den Kassen jetzt seltsamerweise mentarischen Zustände. Das Gesez ist in erster Lesung mit ziemnonchalant ignoriert. einen neuen Bertragsentwurf übermittelt. In der Versammlung, licher Mehrheit durchgegangen, dann hat man des langen und breiten Man tann wenigstens einem Teil der kapitalistischen Presse nicht die sich damit beschäftigte, wurde allseitig lebhafte Verwunderung graphen angenommen, die Paragraphen diskutiert, viele Zujazanträge beraten, die Paras die Anerkennung versagen, daß er in den lezten Tagen wiederholt darüber geäußert. Abgesehen davon, daß der Entwurf für die Kaffen timmung das ganze Gesez fallen zu lassen. Diese eigens um schließlich in geheimer Abvor dem Haussetreiben gewarnt hat; aber was nügt es. Der wohl eine Reihe von Pflichten, aber keinerlei Rechte feststelle, sei es artige Taktik ist der Majorität von der Feigheit eingegeben worden. in den Jahren der Hochkonjunktur großgezogene Optimismus ist durch die Krise mir um so weniger angängig, in eine Erörterung dieser Verträge Das Gesetz genoß wenig Sympathien, aber feiner wollte, etwas zurückgedrängt worden. Seit dem Einsetzen günstigerer Wirtschaftsverhältnisse überhaupt einzutreten, als den Kassen ja durch die Ver- im Hinblick auf die baldigen Neuwahlen, sich als arbeiterfeindlich schießt er wieder munter ins Kraut. Das zeigen deutlich fügung vom 31. Januar dieses Jahres untersagt sei, irgend- annageln lassen. Darum ftimmte man in öffentlicher Abstimmung die geradezu unsinnigen Spekulationen, welche die leßten Zusammen eine Thätigkeit, welche auf die Gewährung ärztlicher dafür, in geheimer dagegen, so daß das Gefeß mit 187 gegen 87 brüche enthüllt haben. Es heißt vielfach, der Kriegsausbruch hätte Behandlung irgendwelchen Bezug habe, auszuüben. Nachdem die diese Zusammenbrüche bewirkt. Das ist höchstens zu einem Drittel Aufsichtsbehörde die Verhandlungen mit den Aerzten durch Abschluß gebracht und dann von der Parlamentskommission modificiert worden Das Gesetz, das vom Genossen Cabrini entworfen und ein oder Biertel richtig. Thatsächlich hat er nur den Anstoß geliefert. von Verträgen beendet habe, sei es verwunderlich, daß nun, wahr war, ließ an Einheitlichkeit und praktischer Durchführbarkeit sehr viel Auch ohne ihn wären die meisten Fallissements kaum ausgeblieben, scheinlich infolge der gegen diese Vertragsthätigung erhobenen Klagen zu wünschen übrig. Trotzdem wäre es für viele Arbeitergruppen denn wie hoch hätten nicht die Kurse steigen müssen, wenn die offendenn wie hoch hätten nicht die Kurse steigen müssen, wenn die offen bei der Verwaltungsbehörde, wieder der Vertrauensausschuß der und kleine Angestellte zur Wohlthat geworden. Seine elf Paratundig gewordenen Verluste hätten eingeholt werden sollen. Aerzte sich an die Kassen direkt wende. Es wurde dann folgender graphen bezogen sich auf die Sonntagsruhe der industriellen Arbeiterschaft, der Handelsangestellten, der Landarbeiter, des Gastwirts Beschluß gefaßt: personals und der Journalisten. Es enthielt viele Ausnahmebestimmungen, die dem Mißbrauch Thür und Thor geöffnet hätten. Drei Monate nach der Annahme hätte es in Kraft treten sollen. Voraussichtlich wird in Italien auf absehbare Zeit hinaus jedes Gesetz über die Sonntagsruhe scheitern. Die religiösen Einflüsse, die in andern Ländern zu Gunsten einer solchen Bestimmung ins Gewicht fielen, fehlen in Italien oder sind sehr schwach. Aus purer Arbeiterfreundlichkeit wird aber ein so start mit fapitalistischen Elementen durchsetztes Parlament, wie das italienische, teine gefeßliche Sonntagsruhe gewähren. Da müssen sich die Arbeiter schon selbst darum bemühen und sich durch die Stärke der Organisation einen wöchentlichen Ruhetag erzwingen. Bon den Handelsvertragsverhandlungen ist es recht still geworden. Vor kurzem kündigten italienische Blätter an, daß zwischen den deutschen und italienischen Unterhändlern ein völliges Einverständnis über die Zollsäge des neuen Vertragstarifes erzielt sei; aber nähere Einzelheiten sind bisher nicht in die Deffentlichkeit gedrungen. Die" Post" benugte diese Ankündigung, um in einer schönen Notiz zu beweisen, daß der Abschluß die Opponenten des neuen Zolltarifes Lügen strafe, denn diese hätten immer behauptet, daß das Zustandekommen neuer Verträge auf der Grundlage dieses Tarifes unmöglich sei. Eine recht billige Beweisleistung. Erstens ist der Vertrag noch nicht abgeschlossen; es bedarf dazu noch der Zustimmung der Parlamente beider Staaten, und zweitens hat wohl niemand an einen Vertragsabschluß mit Italien gezweifelt, das weder Getreide noch Vieh nach Deutschland ausführt, und dessen wichtige Exportartikel in Deutschland- darunter vor allem Rohseide, von der aus Italien in 1902 für 80 Millionen Mark in das deutsche Zollgebiet eingeführt wurde teils zollfrei eingehen, teils nur mit geringen Zollerhöhungen durch den neuen Tarif bedacht worden sind. Eigentlicher Widerstand war von italienischer Seite nur gegen die neuen Zollsäge auf Weintrauben, auf Gemüse und Wein zu erwarten, und inwieweit in diesen Artikeln von den deutschen Unterhändlern Zugeständnisse gemacht worden sind, wird sich ja zeigen. Die Erfolge, die bisher die deutsche Regierung bei ihren Bertragsverhandlungen erreicht hat, sind recht zweifelhafter Natur; um so sicherer aber ist die Förderung der gesamten schutzöllnerischen Strömung in Europa durch die deutschen Zollerhöhungen. Nachdem schon früher die Bolltarifs- Revisionen einer Reihe andrer Staaten dafür den Beweis geliefert haben, bekunden das aufs neue die jüngst veröffentlichten Zolltarif- Entwürfe Hollands und Rumäniens. Bisher erhoben die Niederlande von den meisten aus Deutschland eingehenden Industriewaren, soweit diese nicht überhaupt zollfrei eingingen, 5 Proz. vom Wert. Der neue, Zolltarif erhöht diesen Wertzoll für die meisten dieser Gegenstände auf 10 und 12 Broz. 3. 19 Nach der deutschen Handelsstatistit entfielen z. B. 1902 von der deutschen Ausfuhr nach Holland im Betrage von 392 Millionen Mark ( ohne Edelmetalle) auf: Eisen und Eisenwaren Kohle. 9 Kleider und Leibwäsche 66,0 Mill. Mart Baumwolle und Baumwollwaren. Wolle und wollene Waren 60,9 27,5 27,5" 21,9 " " " " " " Steine und Steinwaren 16,1 B Material-, Specerei- u. Konditorivaren ( darunter Rohzuder) 14,6 " 13,6 " Papier- und Pappwaren. 12,6 12 Holzwaren 12,8 " " 5,3 " 2,0 " Instrumente, Maschinen u. Fahrzeuge Seide, Seidenwaren Leinenwaren 9 In strikter Beobachtung und Durchführung der Verfügung der Aufsichtsbehörde vom 31. Januar 1904 find die Stassen nicht berechtigt, weitere Verträge, auch nicht mit dem Aerzteverein Köln, abzuschließen." Die Leipziger Aerzte betreiben die politische Scharfmacherei unterdessen lustig weiter. So schreibt das ärztliche Korrespondenzblatt" in feiner neuesten Nummer: " Die im Kassenvorstande fizenden Bourgeois merten offenbar gar nicht, daß sie am Karren der Socialdemokratie mitziehen. Denn das ist doch nicht möglich, daß sie an das Gerede von der „ Habsucht der Aerzte", von deren Absicht, die Krankenkassen zu ruinieren", wirklich glauben! Dder wüßten sie wirklich nichts Die Uebernahme der Bäckereien in städtischen Betrieb. von den mehr als ein Dußend Betriebs-, Jnnungs- und freien Rom, den 13. März. Hilfskrankenkassen in Leipzig, die seit Jahren schon bei freier Das Gesetz vom 29. März 1903 über die Munizipalisierung der Arztwahl und Bezahlung der Einzelleistung nach angemessenen öffentlichen Dienste sett fest, daß über die llebernahme eines neuen Sägen nicht ruiniert worden sind, sondern vorzüglich gedeihen?! Betriebes durch die Stadt die Wähler durch Referendum zu befragen find. Ein solches Referendum und zwar zum erstenmal in Der Kaffenvorstand macht den Aerzten den Vorwurf, fie talien hat nun dieser Tage in Reggio- Emilia stattgefunden, um fuchten die von jenem neu angeworbenen Aerzte zum Vertrags über die Uebernahme der Brotfabrikation durch die Stadt zu entbruche zu verleiten. Die Thatsache besteht; dieses Kampfmittel scheiden. Das Referendum ergab 2200 Stimmen für und 1600 wird angewandt; die moralische Berechtigung hierzu liegt für gegen die Munizipalisierung. Die Klerifalen und die kleinen Kaufuns darin, daß wir die betreffenden Aerzte vor einer nach ärat- leute stimmten dagegen. lichen Standesbegriffen bedauerlichen Zukunft bewahren und Die veranschlagten Kosten für die Mühle( elektrischer Betrieb), daß wir, wie Stollege D. in der letzten Nummer des„ Korrespondenz- die von der Firma Bühler in Uzwill hergestellt wird, betragen Blattes" so treffend ausgeführt hat, mit unserm Kampfe für Staat 90 500 Lire; für die Bäckerei, deren Maschinen von der Firma und Ordnung und gegen die Ueberweisung des ärztlichen Standes unter eine politische Partei eintreten! Gebe der Himmel, daß diese bedauerlichen, uns selbst widerwärtigen Kämpfe bald aufhören; das ist aber mur möglich, wenn die Regierungen aus ihrer bisherigen bequemen Ruhe heraustreten und unsre bedrohte Freiheit in Schuh nehmen. Und solche Leute behaupten, sie stellten ihre Forderungen im Interesse der Kaffenmitglieder! 營 Der Abgeordnete Dr. Becker Hessen hat mit Unterstützung Werner u. Pfleidererer in Cannstatt geliefert werden, 35 970 Lire; für die Teigwarenfabrik 33 300 Lire. Die Jahresproduktion der Mühle wird auf 45 000 Doppelcentner, die der Bäckerei auf 10 000 Doppelcentner, die der Teigwarenfabrik auf 5400 Doppelcentner veranschlagt. Reggio Emilia hat 58 000 Einwohner. Seine Stadtverwaltung ist socialistisch. Letzte Nachrichten und Depefchen. Die Schlacht am Jalufluß. London, 19. März. Wie das Reutersche Bureau" meldet, der nationalliberalen Fration folgenden Antrag im Reichstage rührt das Telegramm aus Tschifu, welches von einer Schlacht am eingebracht: bie verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag thunlichst Jaluflusse berichtet, von einer russischen Firma her; es bestehe jedoch noch in dieser Seffion den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, feine Möglichkeit, die Richtigkeit der Meldung festzustellen. welches das Verhältnis zwischen Krankenkassen und Aerzten einer Regelung unterzieht; erforderlichenfalls auch außerhalb des Rahmens einer Gesamtreform des Krankenversicherungs- Gesetzes". ɔb eux Kellnerfchut. Gegen die Versuche zur Einschränkung des geringen Schutzes Roheisen bleibt auch nach dem neuen Tarif frei, rohe Guß- des gastwirtschaftlichen Personals haben die kürzlich in Leipzig verprodufte werden mit einem Satz von 3 Proz. bedacht; für feine sammelt gewesenen Vertreter des Deutschen Kellnerbundes Union Gisens und Metallwaren erhöht sich dagegen der Zoll von 5 auf Ganymed und des Genfer Verbandes der Gasthofsgehilfen in Deutsch 12 Proz. des Wertes. Kohlen zahlen keinen Zoll; während für land Stellung genommen. Sie erklären, blatt" aus Zwidau meldet, wurden gestern früh im Tiefbauschacht Leipzig, 19. März.( W. T. B.) Wie das Leipziger Tagedes erzgebirgischen Steinkohlen- Bauvercins in Schedewiß zwei Heuer durch plötzlich niedergehende Gesteinsmassen verschüttet. Einer wurde nach zwei Stunden ohne wesentliche Verlegungen gerettet, der andre aber nach mehreren Stunden als Leiche zu Tage gefördert. Paris, 19. März.( W. T. B.) Der Marine- Attaché der japanischen Gesandtschaft erklärt die Meldung für unrichtig, daß er Briefe des Schreibers Martin den französischen Behörden übergeben habe. Berantiv, Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 68. 21. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 20. März 1904. Geheimer Admiralitätsrat Harms: denn mir, der ich Thatsachen gegeben habe, nicht andre Thatsachen Es ist an der Zeit, die Danziger Arbeitsverhältnisse so umzugestalten, gegenübergestellt, die mich zu widerlegen geeignet waren? Er hat daß nicht Kartoffel und Hering das Nationalgericht der Danziger es einfach nicht gekonnt.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Werftarbeiter ist. Ich bitte den Staatssekretär, die von mir vor 62. Giang. Sonnabend, 19. März 1904, 11 11 hr. Woher beziehen wir denn alle unfre Stenntnis von Vorgängen in gebrachten Beschwerden einer gründlichen Prüfung zu unterziehen. Am Tische des Bundesrats: Frhr. v. Stengel, v. Tirpit. Afrika? Doch aus der Presse! Herr Dr. Arendt ist ebensowenig Brügelnde Obermeister und Männer wie der Storvettenkapitän Auf der Tagesordnung steht zunächst die Beratung des wie ich persönlich in Afrika gewesen.( Heiterfeit.) Er ist genau so Simon, der die Arbeiter zu Gesinnungslumpen erziehen will, gehören thleunigen Antrags Barbed( fri. Vp.) wegen Einstellung des wie ich auf die Presse angewiesen, und ebenso die Herren von der nicht an die Stellen, die sie jetzt bekleiden.( Bravo! bei den Socialbei dem Amtsgericht zu Flensburg gegen den Abg. Jeffen( Däne) Solonialverwaltung. Das Wunderbare ist nur, daß Sie die Glaub- demokraten.), eingeleiteten Strafverfahrens für die Dauer der gegenwärtigen würdigkeit Ihrer eignen Presse verdächtigen.( Sehr richtig! bei den Seffion. Socialdemokraten.) Unfre Presse hat eine Originalberichte aus Die Uebersichten über die Verhältnisse der Werftarbeiter sind Abg. Storz( südd. Vp.) befürwortet den Antrag. Es sei eine Südwest- Afrika. Wir sind da auf die Berichte andrer Blätter an- nach dem Muster der Uebersichten über die Verhältnisse der preußischen flagrante Gesegesverlegung, daß hier gegen den Abg. Jessen während gewiesen. Wenn Sie diese Berichte nicht lesen oder sie beiseite legen, Eisenbahnarbeiter hergestellt. Die Wünsche des Herrn Abg. Gröber der Session ein Strafverfahren eingeleitet worden sei. so thun Sie es nur, weil Sie nicht wünschen, daß etwas davon in auf Erweiterung dieser Uebersicht sollen nach Möglichkeit erfüllt Abg. Singer( Soc.) bittet, den Antrag Barbed anzunehmen, da- weitere Kreise kommt. Es ist ja gewiß recht unangenehm, daß wir werden. Die Marineverivaltung ist ein Feind der Ueberstunden und gegen die Angelegenheit, um die es sich handelt, an die Geschäfts- ms auf die Berichte Ihrer eignen Presse stüßen. Mir ist nur darum der Sonntagsarbeit. Sie sind auf ein so geringes Maß zurückgeführt, ordmungs- Kommission zu verweisen, damit diese Klarheit darüber zu thun, vollständige Klarheit über die Vorgänge in Südwest- Afrika daß eine weitere Reduzierung nicht gut möglich erscheint. Im letzten schaffe, ob hier eine Verlegung des Artikels 31 der Ver= zu erhalten. Ich habe an die Kolonialverwaltung far formulierte Jahre betrug die Zahl der Ueberstunder pro Stopf 18 Stunden, an fassung vorliege Fragen gestellt, die in fünf, sechs Wochen bei der Beratung der Sonntagsarbeit entfielen auf jeden Arbeiter im Jahre durchschnittlich üblen Nachrichten über die deutsche Kriegsführung in Südwest- Afrika niedriger als auf andren Werften. Das liegt an der Kolonialetats beantivortet werden können. Wenn diese Antwort die 4,8 Stunden. Die Löhne find in Danzig in der That auch wir uns frenen, daß dieser Schandfleck vom Namen der deutschen daran, daß besonders qualifizierte Arbeiten dort nicht ausgeführt und das Verhalten der Deutschen dort berichtigen kann, fo werden billigeren Lebensverhältnissen des Ostens und den Socialdemokraten.) Nation, zu der auch wir uns rechnen, genommen wird.( Bravol bei werden. Aber die Löhne find in Danzig troß der wirtschaftlichen den Socialdemokraten.) Abg. Eidhoff( frf. Vp.): Es liegt hier in der That eine Verfassungsverlegung vor. Zu dem Ermittelungsverfahren gegen den Abg. Jessen hat bereits am 17. d. M. cine Haussuchung in seinen Geschäftsräumen stattgefunden.( Hört! hört! links.) Der Antrag Singer auf Verweisung der Angelegenheit an die Geschäftsordnungs- Konumission wird infolge der vom Abg. Eickhoff gegebenen Aufklärung nicht formell eingereicht, der Antrag Barbeck angenommen. Das Gesetz betreffend die vorläufige Regelung des Reichshaushalts für April und Mai 1904 wird in dritter Lesung debattelos angenommen. Es folgt die zweite Lesung des neuen Nachtrags- Etats für Südwestafrika. Die Budgetkommission beantragt die unveränderte Annahme des Nachtrags- Etats. Abg. Bebel( Soc.): " II m die Depression beständig gestiegen, so daß sich die dortigen Lohnverhält Präsident Graf Ballestrem teilt mit, daß er die Absicht habe, nisse allmählich den Lohnfäßen in unsren andren Werften nähern. die dritte Lesung der Nachtragsetats noch vor Ostern vor- Diese Bewegung setzt sich noch fort. Prämien für die gute Ausnehmen zu lassen. führung eines Neubaues sind in der That gezahlt worden. Daß Abg. Dr. Arendt( Rp.): Der Unterschied zwischen mir und manche Arbeiter mit der Verteilung der Summen nicht zufrieden sind, Herrn Bebel besteht darin, daß ich nicht gewillt bin, jede afrikanische glaube ich gern. Jeder schäßt seine eigne Leistung leicht höher ein, Striegsnachricht, die hierher kommt, für eine Thatsache zu halten. als die Vorgesetzten es thun. Socialdemokratische Wenn wirklich beglaubigte Berichte vorliegen werden, dann erst wird Agitatoren lassen wir auf den Werften nicht zu. man von Thatsachen sprechen können. Aber bloße Kriegsnachrichten, Aber im übrigen befümmern wir uns die in der Erregung übertrieben sind und einander widersprechen, Gesinnung unsrer Arbeiter nicht; was sie sonst find nicht Thatsachen, die zu einem Urteil berechtigen, daß ein denken, ist ihre Sache. Am allerwenigsten haben Schandfleck auf die deutsche Nation gekommen sei. Aber was man wir Ursache, uns um andre Arbeiterorganisationen zu kümmern. Neber den Fall Gebauer ist uns nichts bekannt. gern glaubt, glaubt man leicht.( Sehr richtig! rechts.). Damit schließt die Diskussion. Was den schlagenden Meister anlangt, so haben wir auf Grund einer Zeitungsnotiz einen Bericht eingefordert, aus dem sich ergiebt, daß es sich um eine ganz harmlose Sache gehandelt hat. Von weitgehenden Arbeiterentlassungen in Danzig wissen wir nichts. Die beiden Nachtragsetats werden gegen die Stimmen der Socialdemokraten bewilligt. strichen. " Staatssekretär v. Tirpitz bittet um Wiederherstellung der Regierungsvorlage. Abg. Zubeil( Enc.); In der Presse sind ganz unberechtigte Angriffe gegen meine Nede von neulich erhoben worden. Ich hatte ausgesprochen, daß der Krieg einen Charakter angenommen habe, wie er nicht gebilligt werden kann. Ein Brief des Tierarztes Dr. Baumgart- Windhul, der in den Leipziger Nenesten Nachrichten" abgedruckt ist, teilt min mit, daß alle Hereros, die den Deutschen in Darauf wird die zweite Lesung des Marine Etats fort die Hände gefallen, niedergemacht worden seien. Der Briefschreiber gefeht beim Kapiteln diensthaltungen". erzählt, daß er ſelbſt kampfunfähig gemachte Hereros in kannibalischer Kapitel. Bum Stapitel„ Reiſe, Marsch- und Frachtkosten" wird eine außerordentliche Mißverhältnis zwischen den Löhnen in Danzig er Das Kapitel wird bewilligt, ebenso debattelos eine Reihe weiterer Abg. Mommsen( frs. Vg.): Ich habe bereits gestern auf das Weise niedergemacht habe. Das ist eine Verrohung, die ich nicht verstehe! Schon die Schilderungen derartiger Resolution der Kommission debattelos angenommen: den Löhnen in Kiel und Wilhelmshaven hingewiesen. Ein gewisser Handlungen in der Presse müssen auf weite Voltstreife Den Reichskanzler zu ersuchen, auf eine Minderung der Reise-, Unterschied wird ja immer bestehen bleiben, so lange die Induſtriedemoralisierend wirken. 3 weifellos find von seiten der Marsch- und Frachtkosten und Vermeidung von Etatsüberschreitungen Arbeiterlöhne im Osten niedriger als im Westen find. Hoffentlich ist die aufsteigende Lohnbewegung in Danzig nicht zu Ende. Das Hereros Grausamkeiten vorgekommen. Aber diese hierbei hinzuwirken. Beim Kapitel nstandhaltung der Flotte und Material des Abg. Zubeil hat auch mir vorgelegen. Ich war ebenso scheinen doch von einem Teil der deutschen Preſſe gestissentlich auf der Werften" hat die Kommission etwa 50 000 M. für neu wie er in der vorigen Woche in Danzig und habe eine Stonferenz mit gebauscht zu werden. So berichten die„ Berliner Neuesten Nachgeforderte Beamte( Bauinspektoren, technische Sekretäre usw.) ge- verschiedenen Arbeitern gehabt. Aber es scheint mir nicht richtig zu richten" aus Südwestafrika:„ Hier herrscht große Erregung; feiner fein, Einzelfälle hier vorzubringen. Weder der Fall Gebauer noch giebt Pardon; alles wird niedergemacht. Ein junges deutsches Mädchen wurde mit ihrer Schwester direkt ausgeschlachtet, und die der Fall des prügelnden Meisters ist durch ein Mitglied des Hauses Eingeweide wurden auf die Bäume gehängt. Borher sind sie gräßlich oder durch die Regierung untersucht worden. Wenn aber das, was geschändet worden." Es scheint sich hier um die Frau eines Herr Zubeil vorgetragen hat, wahr ist, so habe ich keinen Zweifel, daß der Staatssekretär der erste sein wird, um Ordnung zu schaffen. Farmers und ihre Schwester zu handeln, die keineswegs Die Statistik über die Arbeiterverhältnisse bei der Marine bietet Im allgemeinen thäten wir wohl besser, wenn wir solche Einzelheiten hingeschlachtet, sondern vielmehr gerettet worden sind. Nach einer in feiner Weise ein genügendes Bild der Arbeits- und Lohnverhält hier nicht von der Tribüne vortragen würden.( Sehr richtig!) andern Version sollte die eine der Frauen sogar in vier Teile aus- uisse. Die Ueberstunden sind mit in die allgemeinen Löhne hinein- In der neuen Accordtabelle mögen ja gewiß noch einige Unstimmig einandergeschnitten worden sein. Solche blutrünstigen Phantasien gerechnet. Niemand kann sich aus der Uebersicht über die Arbeits- feiten enthalten sein. Aber der neue Accordtarif hat den Vorteil gewerden ja bei jeder Nebellion von seiten der siegenden Partei in die und Lohnverhältnisse auf den einzelnen Werften flar werden. Es bracht, daß jetzt sehr viel mehr Arbeiter in den Genuß des AccordWelt gesetzt. Aus den Berichten der rheinischen Missionsgesellschaft ist hier eine Sategorie von Arbeitern aufgeführt unter 800 m. jährlohnes gekommen sind und daß der einzelne Mann durchschnittlich geht aber etwas ganz andres hervor, als eine inmenschliche Barbarei lich. Dabei sind auch noch die Neberstunden mit hineingerechnet! jetzt mehr verdient als früher. In Danzig machen die Accordder Hereros. Danach haben alle Weißen, die nachweisen können, Das sind doch ganz elende Löhne! Ein Tagesbefehl auf der Werft löhne 70, in Wilhelmshaven nur 30 Broz. aus. Ich danke Herrn daß sie nicht der deutschen Nation angehören, von vornherein auf in Danzig, der bekannt gegeben wurde, teilte mit, daß zur An- Zubeil, wenn er meine Bestrebungen, die Danziger Arbeiterverhältden Schutz der Hereros zu rechnen. Es scheint sich also ein erkennung der Verbilligung gewiffer Arbeiten, bei denen sich Ueber- nisse zu bessern, unterſtüßt. Aber er hätte nicht den größten Teil Teil unsrer Landsleute durch Grausamteiten besonders schüsse ergeben hätten, den Beamten und Arbeitern ein Geldbetrag meiner geftrigen Rede heute zu wiederholen brauchen.( Bravo! bei verhaßt bei diesen wilden gemacht zu haben. von 7000 M. überwiesen worden sei. Von diesem Geldbetrage be- der freisinnigen Vereinigung.) Samuel Maharero, der Führer der Hereros, hat einen Befehl ge- fam eine Anzahl Beamte und Aufseher je 300 M., während aus Abg. Legien( Soc.): geben, wonach Engländern niemals ein Leid geschehen soll. Eine Gruppen von je 80 Arbeitern je drei Arbeiter herausgegriffen und Frau, die im Gefecht leichte Verlegungen erlitten mit 30 M. beschenkt wurden! Der Ober- Marinebaurat Hillmann Es mag mit einem Schein von Berechtigung erklärt werden hatte, wurde von den Hereros felbst in die Miffionsstation gebracht, hat in Stiel selbst ausgeführt, daß die Danziger Arbeiter schon fönnen, die Danziger Löhne müßten niedriger sein als die Stieler wobei sich die Wilden noch wegen der ihr beigebrachten Schrammen faum zufrieden seien. Es ist schlimm genug, daß Danziger Marine- niedriger gehalten werden, das bedeutet auf jeden Fall eine außerordentlich billig arbeiten und mit ihren Löhnen und Wilhelmshavener, aber daß auch die Accordpreise in Danzig entschuldigten. Sie sagten, sie wollten keine wehrlose Frau töten. entschuldigten. Sie sagten, sie wollten keine wehrlose Frau töten. Arbeiter sich mit Kartoffeln und Hering nähren müssen! Der Lohn- rücksichtslose Benachteiligung der Danziger Arbeiter. Es wäre die Man gestattete ihr dann noch, eine große Anzahl Kühe tarif ist heute in Danzig so niedrig, daß selbst die Reichs- Marine Pflicht des Abg. Mommsen gewesen, gegen die Danziger Accordund Kleinvich mitzunehmen. Ein Kaufmann Marten, deffen Laden ausgeplündert wurde, wurde unter dem Schuße Verwaltung stubig wurde und den Oberbaurat Hillmann von Stiel Löhne energischen Protest zu erheben. Man hat versucht, die niedrigen der Hereros in das Missionshaus gebracht, weil er fich nach Danzig entfandte. Aber statt daß man eine Verbesserung der Danziger Accordlöhne auch in Kiel cinzuführen, aber die schlechtesten Die Auszahlung von besonderen durch sein menschenfreundliches Wesen bei ihnen Sympathie Danziger Verhältnisse in Aussicht stellt, muß man vielmehr mit einer Resultate dabei erzielt. Prämien an die Arbeiter halte ich nicht für richtig. Das erworben hatte. Ein weiterer Bericht teilt mit, daß vor der Be- Verschlechterung der Kieler Verhältnisse rechnen. lagerung von Dfahandja die Hereros dem deutschen OberIn Bezug auf Gesinnungsriecherei herrschen in Danzig geradezu durch wird jenes Denunziantensystem begünstigt, das mein Kollege Lieutenant fagen ließen, er möge die Kinder und Frauen russische Zustände. Das macht wohl die Nähe der Grenze! Arbeiter, Zubeil geschildert hat. Ich hoffe, daß die Marineverwaltung aus der Festung herausbringen, die früher einmal gewerkschaftlich organisiert waren, oder in dem sich eingehend nach dem Fall Gebauer erkundigt. Eine solche Erdenn gegen diefe zu kämpfen Berdacht stehen, es gewesen zu sein, werden unerhört verfolgt und fundigung würde vollständig genügen, um in Zukunft derartige hielten die Hereros nicht für schön. Man ist aber dieser Mahnung nicht gefolgt und als später während der Belagerung chifaniert. Das Koalitionsrecht der Arbeiter existiert ja für die Vorkommnisse unmöglich zu machen. Seit einer Reihe von Jahren habe ich beobachtet, daß ArbeiterFrauen und Kinder Not litten, haben die Hereros nach dem Marineverwaltung nicht! Auf jede falsche Denunziation der Polizei Missionsbericht es ruhig zugelassen, daß man von außerhalb der erfolgt ein hochnotpeinliches Verfahren und meistens fündigungen auf den 2erften mit einer gewissen Regelmäßigkeit Feftung für die Frauen und Kinder Erfrischungen halte. Es wird Entlassung der Arbeiter. Ein besonders krasser Fall passierte dem erfolgen, wenn im Reichstag die Beratung des Marine- Etats in Ausauch berichtet, daß Dugende weißer Flüchtlinge in den Miffions- Schloffer Gebauer. Dieser wurde, obgleich er 14 tägige ficht steht. Die Arbeiter sind feft davon überzeugt, daß diese häusern Schutz gesucht und gefunden haben. Die Hereros scheinen Kündigung hatte, für entlassen erklärt mit der Begründung, er sei ein Stündigungen den Zweck haben, einen gewissen Druck auf den Reichsalso diese Häufer als Stätten zu behandeln, in denen eine Art Mitglied des socialdemokratischen Wahlvereins. Er bestritt das tag auszuüben. Vielfach sind nach der Beratung des Marine- Etats im Gottesfriede herrscht. Das sticht doch alles sehr ab von der systema- energisch, und darauf wurde er ohne Kündigung wieder eingestellt, Reichstage die Kündigungen wieder zurück gezogen worden. dann aber wieder als entlassen bezeichnet. Es wurde jetzt behauptet, tischen Schwarzmalerei der bürgerlichen Preffe. Herr Admiralitätsrat Harms meinte, gerade die Socialdemo Ich werde nach Ostern bei der britten Lesung an die Kolonial- er babe früher der socialdemokratischen Partei angehört. Auch dies fraten müßten doch bessere Löhne für die Arbeiter bewilligen. Wir verwaltung folgende Fragen richten: 1. Sind Herero- Männer bestritt Gebauer der Wahrheit gemäß. Darauf hatte er einen Termin bewilligen Heer- und Marineforderungen nicht, tveil wir das System gefangen genommen worden und wieviele? 2. Giud Herero- beim Kriminalinspettor Ridert, der vom Socialisten für ein fulturwidriges halten. Dazu kommt, daß die Kosten dafür Frauen und Kinder gefangen genommen oder in Schuhhaft gebracht gesetz her sehr bekannt ist, und es wurde ihm noch wiederholt Entzum größten Teil von den Aermsten des Bolles aufgebracht werden worden und wieviele? 3. Sind Frauen und Kinder der Weißen gelassung angedroht, falls er nicht eine Bescheinigung bei- burch Zölle und indirekte Steuern. Wenn die besitzenden Klassen sie tötet worden und wieviele? 4. Sind Frauen und Kinder der Weißen bringe, daß er niemals Mitglied des Wahlvereins gewesen sei. In selbst bezahlen wollen, so mögen sie so viel Schiffe bauen, wie fie von den Hereros geschont worden und wieviele? 5. Sind Missionare einem neuen Termin wurde ihm gesagt, er sei ja Mitglied des Metall- wollen! getötet worden und wieviele? Ich werde einiges aus dem reichen Material, das mir von arbeiterverbandes gewesen. Er müsse eine Bescheinigung über seinen Jedenfalls steht schon jest fest, daß die Thatsache, ein Deutscher Austritt beibringen. Der Korvettentapitän Simon sagte Kieler und Wilhelmshavener Arbeitern zugegangen ist, vorzu sein, genügt, von den Hereros getötet zu werden, daß diese zu Gebauer, er solle niemandem fagen, daß die Werft von ihm solche bringen und berufe mich dabei auf die Denkschrift des zwischen Deutschen und andren Nationen einen Unterschied machen, Austrittsbescheinigung gefordert habe, er solle höchstens die Polizei Metallarbeiter Verbandes, die dem Reichstage zudaß aber auch Kinder und Frauen Deutscher von den Hereros geschont nennen. Hier wurde der Arbeiter direkt zur Lüge aufgefordert! gegangen ist. Ist dem Staatssekretär bekannt, daß die Bestimmungen worden sind. Nach Ostern mehr über diese Angelegenheit.( Beifall Ist dem Korvettenkapitän dabei nicht die Schamröte ins Gesicht ge des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches auf der Werft in Kiel nicht bei den Socialdemokraten.) stiegen? Endlich wurde ihm von feiten des Metallarbeiterverbandes voll durchgeführt werden? Bei unverschuldeter Arbeitsversäumnis Abg. Dr. Arendt( Rp.): Herr Bebel hat vergeblich versucht, eine Erflärung av gestellt, daß man seinen Austritt nicht bescheinigen infolge eines Brandes erhielten nur einige Arbeiter den Lohn feine fürzliche Rede abzuschwächen.( Abg. Bebel ruft: Ab könne, weil er dem Verbande niemals angehört habe. Auf gezahlt, andre nicht. Ebenso wurde der Lohn für den Aus. zuschwächen!?) Jur Gegenteil, er hat den Eindruck seiner ersten diese Bescheinigung hin erklärte der Polizei- Inspektor Ridert: So, hebungstag an viele Arbeiter nicht gezahlt. Die Arbeiter Rede nur noch verstärkt. Herr Bebel entwickelt außerordentlichen nun tönnen Sie weiter arbeiten!" Und als Gebauer wagen meistens nicht, sich über derartiges zu beschweren, weil sie Fleiß, Scharfsinn und Aufnahmefähigkeit für alles, was sich gegen noch Zweifel aussprach: Wenn ich sage, Sie können arbeiten, so fofortige Entlassung fürchten. Es sollte eine Anweisung an die die Deutschen verwerten läßt; aber er ist blind für alles, was die Deutschen dürfen Sie es!" Man fuchte ihn dann als Werkzeug der Polizei zu Beamten ergehen, feinen Arbeiter aus solchen Gründen zu benach sympathisch erscheinen läßt. Herr Bebel glaubt alles, was In Kiel werden viele Arbeiter unter ortsüblichem benutzen und von ihm zu erfahren, von wem die Königsberger teiligen. er glauben will, und er glaubt nichts von dem, was nicht in seinen Seram Boltszeitung" das Material von der Danziger Werft erhalte. Lohn eingestellt, und dabei sind die Lebensverhältnisse in Kiel past!( Sehr richtig! rechts.) Den Brief des Dr. Baumgarten tenne Gebauer gab sich zu solchen Denunziationen selbstverständlich nicht teurer geworden. Heute bekommt der gut angeschriebene Arbeiter Das züchtet das Schmarokersystem. ich nicht. Aber in solchen Briefen, die übrigens nicht für die Preffe her. Ferner wurde dem Gebauer gesagt, man habe einen Magazin Accordarbeit, andre nicht. bestimmt sind, wird leicht ein wenig renommiert und in der verwalter in Verdacht, daß er mit der Königsberger Volkszeitung" Namen solcher Meister will ich heute nicht nennen, die sich von Erregung des Augenblics übertrieben. Herr Bebel sollte doch lieber in Verbindung stehe; man habe ihn nur noch nicht überführen können. schmaroßenden Arbeitern trattieren lassen und diesen dann warten, bis die Thatsachen festgestellt sind. Gerade aus den vom Wenn Gebauer dazu beitragen wolle, so werde es sein Schaden die besten Accordarbeiten übergeben. Ich hoffe, daß meine heutige Abg. Bebel mitgeteilten Thatsachen geht hervor, daß die Deutschen nicht sein. Das sind doch echt russische Zustände! Die kaiserliche Erklärung genügen wird, um diese Meister zu warnen und sie zu doch nicht so unmenschlich gehauft haben töumen, wie Herr Bebel Werft in Danzig ist ganz in den Händen der dortigen Polizei! Jeder veranlassen, dies System aufzugeben. Die Werftverwaltung spart glauben möchte. Es geht aus allen Berichten vielmehr unzweifelhaft Funken fittlichen Gefühls wird in der Brust der Werftarbeiter er an unrechter Stelle mit dem Arbeitslohu; selbst Unglücksfälle hervor, daß die Hereros barbarisch getpüstet haben. Vorläufig müssen stict. In Danzig wird, wie in Rußland, geprügelt. Der Oberwerden dadurch hervorgerufen. Die Verteuerung der Bauten liegt den hohen Arbeitslöhnen, sondern an Konwir unsren bedrängten Landsleuten Hilfe bringen!( Bravo! meister Gheroth schlägt alte Arbeiter. Er zog einen fünfzig aber nicht an den hohen Arbeitslöhnen, jährigen Arbeiter wie einen Schulbuben an den Ohren in der Wert- struktionsfehlern der Vorgesetzten. So find in einem Falle rechts.) Abg. Bebel( Soc.): statt umher. Einen andren Arbeiter schlug er so, daß der Verletzte die Speisepumpen falsch angebracht worden und viel Geld ist Jch konstatiere, daß alle die haachen, die ich ganz objektiv bettlägerig wurde. Die Krantentasse machte den Prügelhelden damit verschleudert worden. Ein schwerer Fehler ist auch beim pro und kontra angeführt habe, in dien Mitteilungen deutscher Lands- regreßpflichtig. Der ließ es nicht auf einen Prozeß antommen, Bau des großen Kreuzers Prinz Adalbert" vorgekommen. leute enthalten find. Wenn man jolche Dinge vor Augen hat und sondern zahlte das Krankengeld. Ebenso gab er dem Verlegten ein Dort sind Bronzefensterrahmen statt Stahlrahmen gewählt worden, doch kein Urteil fällen till, so nur eshalb, weil man fich fagen muß, Schmerzensgeld und bewog ihn zur Zurückziehung der Klage. Be die sich beim Schließen verbiegen. Natürlich mußten die Rahmen würden wir ein Urteil fällen, so füante es fein günstiges sein.( Sehr ständig werden die Arbeiter zu Spigeleien gegen ihre Kollegen auf wieder herausgerissen werden. Die Arbeiter sind der Meinung, daß richtig! bei den Socialdemokraten) Deshalb schweigen wir lieber. gefordert. Der Kaiser ist von dem Sprecher der Danziger Werft für die Starriere ihrer Vorgefeßten nicht die Qualifikation, sondern Das ist die Tattit, die Herr Dr. Arendt befolgt. Warum hat er arbeiter Deputation seiner Zeit mit unwahrheiten bedient worden. Gunst und Empfehlung maßgebend sind. In der kaiserlichen Werft " in Kiel werden auch Nebenarbeiten geleistet, die der Staat bezahlen| " Damit ist die zweite Lesung des Marine- Etats beendet und die ein fleines, existenzunfähiges Landproletariat auf der andern Seite, riefenhafte Großbetriebe und eine Bevölkerung, die von ihrer Hände muß. Schon vor einem Jahrzehnt habe ich den Staatssekretär gebeten, Tagesordnung erschöpft. die Mittagspause auf der Kieler Werft von 11/2 Stunden auf 2 Stunden Präs. Graf Ballestrem schlägt vor, die nächste Sigung um 5 Uhr Arbeit kaum leben konnte. Nun kommt zu diesen großen Gegens zu verlängern. Auf dem schmalen Steg zu den drei Fährdampfern stattfinden zu lassen mit der Tagesordnung: Die dritte Lesung des fäßen die allgemeine Strömung der Zeit hinzu. Es bestanden große Herrscht ein lebensgefährliches Gedränge. Oder glaubt der Staats- Nachtragsetats." Lücken in der Wahrnehmung der berechtigten wirtschaftlichen Intersekretär etwa, daß er Beschwerden nicht zu beachten braucht, wenn Abg. Dr. Sattler( natl.): Dürfen wir in der Anberaumung essen des Volkes. Da darf man sich nicht wundern, daß sich die fie von einem Socialdemokraten erhoben werden? Ich bitte dieser Sigung die Absicht des Präsidenten sehen, die Osterferien radikale Strömung so ausbreitete. Nun ist in Posen und Westschließlich den Staatssekretär, hier einmal öffentlich auch vor den heute noch eintreten zu lassen? preußen die Sprache zugleich nationales Unterscheidungsmerkmal. In Werftarbeitern bedingungslos zu erklären, daß die Zugehörigkeit zu Präs. Graf Ballestrem: Es ist ein offenes Geheimnis, daß ich Oberschlesien ist die Sprache nicht Kriterium der Nationalität. einer Gewerkschaft jedem Werftarbeiter ohne weiteres freisteht und daß die Absicht habe, sobald die Nachtragsetats erledigt sind, dem Hause Wenn ich nun speciell zur Schule komme, muß ich die treue Arbeit der Lehrerschaft voll anerkennen. Auf welche Weise ihre teiner der vorgesetzten Beamten das Recht hat, etwas gegen Arbeiter zu die Vertagung bis in den April hinein vorzuschlagen. Wenn die unternehmen, die einer Organisation angehören. Das Schmarozzer- Abg. Dr. Sattler( natl.): Es hat uns immer fern gelegen, den Stellung zu bessern ist, darüber kann man noch streiten. und Denunziantenwesen auf den Werften wird verschwinden, wenn Vorschlägen des Präsidenten zu widersprechen, aber sagen muß ich Regierungspolitik wirklich falsch wäre, so dürfte uns die momentane den Arbeitern das bedingungslose Recht gewährt wird, einer getvert- doch, daß wir von dem Plane, heute Schluß zu machen, überrascht Wirkung nicht abhalten, sie zu ändern. Aber ich glaube, daß die schaftlichen Organisation anzugehören.( Bravo! bei den Social- find. Wir wären gern bereit gewesen, noch drei polnische Sprache im Unterricht bloß so weit gebraucht werden darf, demokraten.) Tage hier zu bleiben und uns der Beratung des Etats zu als sie den Unterrichtszweck fördert, daß aber im übrigen die Schule Staatssekretär v. Tirpit: widmen, worin wir bisher so geringe Fortschritte gemacht haben. deutschnationale und deutschsprachliche Zwecke zu verfolgen hat, und Präsident Graf Ballestrem: Jeder Abgeordnete hat das Recht, daß die Regierung diesen Weg nicht verlassen darf, wenn sie das gegen meine Vorschläge, die eben mur Vorschläge sind, Einspruch zu Wohl des Vaterlandes nicht gefährden will.( Wiederholter, lebhafter erheben. Das Haus entscheidet. Ich habe sehr triftige Gründe da- Beifall rechts.) Abg. Korfanth( Pole) für, heute den Eintritt der Ferien vorzuschlagen. Die Misere ( Mit großer Unruhe auf der Rechten empfangen, die während der Beschiußunfähigkeit, unter der wir schon jetzt schwer leiden, würde in der nächsten Woche vermutlich noch schlimmer feiner ganzen Rede andauert, von Zeit zu Zeit bleiben die Auswerden. Es stehen sehr wichtige Etats bevor, bei denen führungen infolge des Lachens auf der Rechten und der Zwischenrufe im Centrum im Zusammenhang unverständlich. Besonders als Abg. ein beschlußfähiges Haus erwünscht ist. Korfanty ein polnisches Citat anführt, übertönen die Rufe: Deutsch! Deutsch! eine ganze Zeitlang die Stimme des Redners.) Oberschlesien war wirklich ein verwahrlostes Land. Welch Elend, welche unausdenkbaren Quälereien durch unendliches die deutschen Gutsbesitzer hatte im 18. Jahrhundert das Volk zu leiden gehabt. Auch nachdem es zu Beginn des 19. Jahrhunderts bei der Ablösung mit fleinen Fezzen Land abgespeist Die nächste Sigung findet, entsprechend dem Vorschlage des hatte, um stets billige Arbeitskraft zur Verfügung zu haben, hat man durch slavische Behandlung, durch systematische Aussaugung durch Präsidenten, nachmittags 5 Uhr statt. Schluß nach 4% Ühr. die Großgrundbesitzer jede Menschenwürde in den Oberschlesiern ers tötet: sie konnten sich nicht mehr als Menschen und Christen fühlen. Sie( zur Mehrheit) wollten eben die verkommene Raffe" einfach zu Grunde gehen lassen. Den Rest sollte dem Volke die Schnapsseuche geben da tamen Polen dem Volke als Retter, das wissen Sie so gut wie ich: Nicht fremde hergelaufene Agitatoren sind es, sondern wie ich, geborene Oberschlesier, die dort aufgewachsen sind, das Elend ihres Volkes gesehen haben und nun für das Wohl ihres Volkes eintreten, die sich gelobt haben, bis zum letzten Atemzuge den Kampf für die wirtschaftlichen und nationalen Rechte ihres Volkes zu führen. Wir sind Polen und fühlen uns als Polen. Herr Glowazky nannte fich Preuße polnischer Sprache. Da hat er eine preußische Nation konstruiert, die doch wirklich nichts weiter als eine Konstruktion ist. Der Fall, daß die Marineverwaltung ihren Arbeitern Schwierig teiten gemacht hätte, einem Berufsverein anzugehören, ist nie atut geworden, ist nie an mich herangetreten. Die Art, wie der Herr Abgeordnete Legien hier versucht hat, Mißtrauen unter den Arbeitern gegen die Verwaltung zu säen, ist allerdings nicht geeignet, diese Nichtung zu fördern.( Sehr gut! rechts.) Nichts von den Behauptungen des Herrn Abgeordneten Legien ist erwiesen. Die Dentschrift, die ein Angestellter des Metallarbeiter- Verbandes verfaßt hat, hat auf mich einen ganz andern Eindruck als auf Herrn Legien gemacht. Wenn an 7000 Arbeiter Fragebogen versandt werden mit der Aufforderung: Beschwert Euch! und es antworten nur 300, dann ist das doch ein Zeichen, daß das Verhältnis zwischen der Marineverwaltung und ihren Arbeitern ein solches ist, wie es besser nicht gedacht werden kann.( Sehr richtig! rechts.) Was die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zwischen Kiel und Gaarden anlangt, so schweben Verhandlungen zwischen uns und der Stadt Kiel, auf die hier näher einzugehen nicht angezeigt erscheint. Die Werftverwaltungen sind angewiesen,§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches zu beobachten. Es ist in der Marineverwaltung Sitte, daß ein solcher Befehl der Vorgesetzten auch befolgt wird. Sollten Mißverständnisse vorgekommen sein, so wird den Arbeitern nachbezahlt werden, was ihnen gegen meinen Willen vorenthalten worden ist. Herr Legien hat gehauptet, die Arbeiter dürften sich nicht beschweren und das sei die Ursache zu einem Schmarozzersystem. Dieser Vorwurf ist nicht begründet. In der Arbeitsordnung heißt es ausdrücklich: Wünsche und Beschwerden hat der Arbeiter bei feinem nächsten Vorgesetzten mündlich und schriftlich vorzubringen. Es steht ihm das Recht zu, sich, wenn er es für nötig erachtet, an den nächst höheren Vorgesetzten bis zum höchsten Vorgesezten hinauf zu wenden. Ich glaube, daß ich unter der Werftarbeiterschaft genug Vertrauen genieße, um hoffen zu dürfen, daß sie, wenn es erforderlich ist, mit ihren Beschwerden bis zu mir herauf sich wenden. Das Bemühen des Abg. Legien, die Zustände auf unseren Werften als horrend hinzustellen, wird am besten wirderlegt durch den ungeheuren Andrang von Arbeitern zu unfern Werften.( Bravo! rechts.) Geh. Admiralitätsrat Harms Singer( Soc.): Auch ich halte den Vorschlag des Präsidenten für fachlich berechtigt. In der nächsten Woche würde kaum noch ein beschlußfähiges Haus mehr vorhanden sein, höchstens am Montag noch. Der Etat wird ja doch nicht fertig, und es ist ganz gleich, ob wir noch einige Tage vor Ostern Sizungen halten oder ob diese Etatsteile nach Ostern behandelt werden. Damit schließt die Debatte. 63. Sigung. Sonnabend, 19. März 1904, nachmittags 5 Uhr. Am Bundesratstisch: Dr. Stübel, Frhr. v. Stengel. Auf der Tagesordnung steht die dritte Lesung des neuen Nachtrags Etats für Südwestafrika. Die Etats werden debattelos bewilligt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Nächste Sigung Dienstag, 12. April, nachmittags 2 Uhr.( Erste, eventuell zweite Beratung der Münzgesetz Novelle, zweite Lesung des Etats des Reichskanzlers und des Auswärtigen Amtes. Präsident Graf Ballestrem schließt die Sigung mit den Worten: Meine Herren, ich wünsche ihnen gute Erholung während der Osterpause und frohe Osterfeiertage!( Nufe: Bravo! Gleichfalls!) Schluß 5 Uhr. Abgeordnetenbaus. 46. Sigung vom 19. März 1904, mittags 11 11 hr. Am Ministertische: Studt. Abg. Freiherr v. Zedlik( ff.): man Während des Kulturkampfes war nun das Centrum erschienen; um die Stimmen zu gewinnen, schlug es die nationale Seite im Volksherzen au. Theoretisch ist es dann immer für das Recht der polnischen Sprache eingetreten, aber die Praxis in Oberschlesien war ganz anders. Hätte man uns dort nicht ständig vor den Stopf gestoßen, vielleicht wäre ich heute noch nicht Pole. Aber da erzog uns die Militär- und Schulpolitik der Regierung. Wir brauchen nicht nach der politischen Ueberzeugung zu fragen, denn die ewigen Chikanierungen haben uns gleichgemacht. Wir brauchen keine bezahlten Agitatoren, denn die Regierungspolitik all- ist unser bester Agitator: jeder nationale Gedanke verbreitet sich jetzt fort- in Oberschlesien mit Windeseile. Aber bei unsren Drangsalierungen hätte das Centrum die Pflicht gehabt, unser Volk zu sichern, für es zu sorgen. Statt dessen fam es nur zu den Wahlen nach Oberschlesien, und machte sonst die Regierungspolitik, die Germanisierung mit. Während Redner, um das zu beweisen, einige Beispiele vorträgt, unterbricht ihn Vicepräsident Dr. Krause: macht detaillierte Mitteilungen über die Lohnfrage. Ein Denunzianten wesen existiert nicht auf den Werften. Anonyme Anfragen fallen grundsätzlich in den Papierkorb. Die Schiffsbau- Arbeit ist Saison- Die zweite Lesung des Kultusetats wird bei der arbeit; von Mitte Dezember bis Ende März nehmen wir die not- gemeinen Besprechung der oberschlesischen Schulverhältnisse wendigen Reparaturen an den in Dienst befindlichen Schiffen vor. gesetzt. Dann brauchen wir mehr Personal, dem bei der Einstellung ausdrücklich gesagt wird, daß es im März wieder entlassen werden muß. In seiner Kritik der großpolnischen Agitation kann ich dem Der Ersatz der Bronzefenster- durch Stahlfensterrahmen ist erst Abg. Glowazki nur zustimmen. Diese Bewegung richtet sich notwendig geworden, als die Ladung der Geschüße gesteigert wurde. durch ihr Zusammengehen mit der Socialdemokratie selbst. Die Mehrheit der Kieler Arbeiter will an der 1/ 2stündigen Mittags- Gegenüber einer so berhezenden, von außen hereingetragenen pause festhalten. Abg. Zubeil( Soc.): 311 Bravo! rechts.) Agitation muß die Regierung alle Mittel anwenden, Für dieser Ausdruck rufe ich Sie zur Ordnung.( Lebhaftes die ihr zur Verfügung stehen. Nun ist nichts für die großpolnische Bewegung günstiger als Schwanken oder Unsicherheit in der Politik. Deshalb muß die Regierung auf dem richtigen Wege fortfahren, auf dem sie jetzt ist, und der deutschen Sprache schon durch die Schule in Oberschlesien ein neues Gebiet erobern oder richtiger zurückerobern. Kultusminister Studt Wofür? Sie In meinen Angaben über das Denunziantenwesen habe ich nichts Abg. Korfanty: zurückzunehmen. Wenn die Verwaltung sich die Mühe giebt, nähere Nachforschungen anzustellen, wird sie meine Vicepräsident Dr. Krause: Mitteilungen bestätigt finden. Die Marineverwaltung sollte fich Sie haben von dem deutschen Patriotismus den Ausdruck endlich dazu aufschwingen, den Achtstundentag einzuführen, den ein Teil deutscher Privatbetriebe bereits hat, und mit dessen Wirkung Die Ostmarkenzulage, die den Lehrern Westpreußens und Bosens Schaude" gebraucht. Abg. Korfanth( fortfahrend): diese Betriebe sehr zufrieden sind. Dann brauchte keine verwerfliche recht ist, muß denen Oberschlefiens billig sein. Schon in diesem Das habe ich nicht gethan. Das Centrum hat für die Arbeiter Ueberstundenarbeit mehr geleistet und keine Arbeiter Etat müssen, wenn nicht für alle, so doch für einige Lehrer benicht eine sociale Organisation gegründet; bei den unendlich entlassungen borgenommen werden. Herr fondere Zuschüsse eingestellt werden. niedrigen schmachvollen Arbeiterlöhnen in Oberschlesien ist es bein Mommsen muß es mir schon selber überlassen, wenn ich es für notStreit von 1889 auf die Seite der deutschen Unternehmer getreten. wendig erachte, gewisse Vorkommnisse innerhalb dieser Verwaltungs- polemisiert gegen die Rede, die Abgeordneter Borsch bei der ersten Sie( zum Centrum) beklagen sich über unsre" zügelloſe" Agitation. zweige zur Sprache zu bringen. Wenn es sich um höhere Beamte handeln würde, würde Herr Mommsen schon wärmer ins Zeng gehen. Lesung des Etats am 26. Januar gehalten hat. In dieser habe aber haben Sie nicht in Oberschlesien ihre politischen Gegner blutig Aber hier handelt es sich nur um Arbeiter und da hindert ihn seine Abg. Borsch ihm vorgeworfen, den verstorbenen Schulrat Bogedain geschlagen?( Zwischenruf im Centrum.) Ich finde es sehr abgeschmadt gesellschaftliche Stellung an der Wahrung der Interessen derselben. In Wahrheit habe er damals gefagt als Vater der großpolnischen Bewegung berdächtigt" zu haben. von Ihnen, hier meinen Vater in die Debatte zu ziehen. und wiederhole es heute( zum Centrum) haben zum Kampf gegen die nationale Bevölkerung ( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) daß Bogedain persönlich durchaus deutsch fühlte, aber fachlich durch und die katholische polnische Bevölkerung zum Kampf aufgerufen. Abg. Legien( Soc.): feine Schulpolitit der polnischen Propaganda in Oberschlesien schon( Widerspruch.) Wollen Sie, daß wir an Ihre Aufrichtigkeit glauben, Die jo treten Sie doch für das Recht unfrer Sprache im ganzen Ich konstatiere zunächst, daß der Staatssekretär die Er- vor Beginn des Kulturkampfes die Wege geebnet habe. klärung, um die ich ihn dringend gebeten habe, nicht abgegeben hat. heutige Anregung des Frhrn. v. Zedlik bedarf noch eingehender öffentlichen Leben, treten Sie doch für polnische Schulen und Universitäten ein. Aber damit werden Sie sich trotzdem Dabei wäre diese Erklärung eigentlich etwas Selbstverständliches, da es thatsächlicher Erwägungen. 4 abfinden müssen, daß tpir Oberschlesier Polen sind und Abgeordnete fich ja nur darum handelt, den Arbeitern ein Recht, das ihnen gesetzlich zusteht, bedingungslos zu gewähren. Der Herr Staatssekretär hält dem Minister gegenüber seine Darstellung des Falles Bogedain wählen, die sich unsrer Frattion anschließen. Das Bündnis mit der tröstete sich damit, daß in der Denkschrift nicht mehr Angaben enthalten aufrecht.( Die Berlesung der hierauf bezüglichen Attenstücke dauert Socialdemokratie dürfen Sie( zum Centrum) doch niemand vorwerfen. Bei mir handelt es sich übrigens um ein ganz einfaches Wahlsind und schließt daraus, daß die Zustände in den Werften groß- nahe an dreiviertel Stunden.) Zum Schluß wendet sich der artige seien. Wir haben nur besonders charakteristische Fälle heraus- Redner gegen den Frhrn. v. Zedlig. Jahrzehnte hindurch war kompromiß. Ich konnte mich mit gutem Gewissen auf die Forderungen geriffen, sind aber gern bereit, das nächste Mal noch mehr Einzel- die polnische Frage nur eine Muttersprachenfrage. Für das Recht der Socialdemokraten verpflichten, jederzeit für die Aufrechterhaltung heiten zu geben, damit dem Herrn Staatssekretär dieser Grund ge- der Muttersprache sind wir unabhängig von der politischen Volksrechte einzutreten. allen taktischen nommen wird. Herr v. Tirpitz hat es für unglaublich erklärt, daß Erwägungen stets eingetreten, solange oberschlesische Abgeordnete in oberschlesischen Lehrer schlagen und mißhandeln die Kinder in unSchließlich komme ich zu dem engeren Gebiet der Schule. Die sein Befehl wegen des§ 616 nicht befolgt worden unsern Reihen fizzen. Freilich macht uns jetzt die großpolnische Agitation, menschlicher Weise; ich könnte Dusende von ärztlichen Attesten dafür ist. Das mag unglaublich sein, ist sein, ist aber doch wahr. die auch wir für ein Verderb und Unglück für Oberschlesien halten Es freut mich, daß der Staatssekretär positiv erklärt hat, daß den( Sehr wahr! im Centrum und rechts), nicht ohne Grund den vorlegen. Die Lehrer sind eben durch die Arbeit für den KriegerArbeitern der vorenthaltene Lohn nachgezahlt werden soll. Der Herr Vorwurf, daß wir für die Oberschlesier das Recht auf ihre und Ostmarkenverein überanstrengt und werden nervös. Auch das ist Staatssekretär hat uns die Bestimmungen über das Beschwerberecht Sprache als„ ausschlaggebende Bartei" nicht errungen haben. eine Folge des Hakatismuss!( Lebhafter Beifall bei den Polen.) der Arbeiter vorgelesen. Diese Bestimmungen hörten sich genau so Wir müssen den Mut haben, das zu thun, was wir einmal als Abg. Dr. Porsch( C.) Vicepräsident Dr. Krause: an, wie die über das Beschwerderecht der Soldaten.( Sehr richtig! richtig anerkannt haben. Sonst kommen wir aus dem circulus Jch ersehe aus dem Stenogramm Jhrer Rede, daß Sie nicht bei den Socialdemokraten). Mit derartigen Dingen sollte man vitiosus von Racheaften und dadurch hervorgerufener Entfremdung vom patriotischen Schwindel, sondern, patriotischem Klimbim geuns nicht kommen. Ich wundere mich, daß Herr v. Tirpitz nicht näheren weiterer loyaler Streise nicht heraus.( Sehr wahr! im Centrum.) sprochen haben. Trozdem halte ich den Ordnungsruf aufrecht, weil Einblick in die Arbeiterverhältnisse hat, um beurteilen zu können, weshalb Kultusminister Studt: disme ich einen solchen herabjezenpen Ausdrud nicht dulden tann. Beschwerden unterbleiben. Er beruft sich auf den starken Andrang von Arbeitern zu den Werften. Hat er jemals einen Nachdem Herr Dr. Porsch wiederum es so dargestellt hat, als Kultusminister Dr. Studt: Arbeitgeber gesehen, bei dem sich nicht mehr Arbeiter an- sei die Regierung schuld an den Zuständen in Oberschlesien, so gebe Herr Korfanth mag die lihm bekannten Fälle der Ueberschreitung geboten hätten, als er brauchte? Danach wären ja die Zustände ich die Verständigung mit ihm auf. Die Erfahrungen der lezten des Züchtigungsrechts seitens der Lehrer auf instanzenmäßigem Wege überall brillant!( Ruf rechts: Das sind sie auch!) Wenn es Reichstags- und Landtagswahlen! scheinen spurlos an ihm vorüber zur Sprache bringen. Aber gegen seine allgemein gehaltenen Vorden Arbeitern so ginge, wie Ihnen, dann hätten gegangen zu sein.( Sehr gut! rechts.) Dabei war die Agitation würfe muß ich die oberschlesische Lehrerschaft in Schutz nehmen. wir ja schon den Zukunftsstaat!( Heiterkeit bei den nicht mehr weit von der Revolution entfernt. Aber die Legende, daß Abgesehen von einigen agitatorischen Abschweifungen war die Socialdemokraten.) Die heutige Produktionsweise bedingt einen die Regierung daran schuld sei, muß zerstört werden. Schon 1863 Rede des Abg. Korfanty die beste Bestätigung dessen, was ich gestern ständigen Ueberschuß von Arbeitskräften, die sich noch zn viel wurden vom Auslande Bücher mit dem denkbar aufreizendsten Inhalt und heute hier über die Verhältnisse in Oberschlesien gesagt habe. schlechteren Arbeitsstellen drängen, als zu denen der Marine. in Oberschlesien verbreitet, durch die Presse, die Vereine, die Nieder- Db diese neue Erwerbung im Interesse der polnischen Fraktion liegt, Um das Anziehen und Abstoßen der Arbeiter zu verhindern, laffung national- polnischer Agitatoren, wirtschaftliche Genossenschaften das zu beurteilen, überlasse ich ihr.( Heiterkeit und Beifall rechts brauchte die Marineverwaltung nur die bescheidenen socialpolitischen wurde die Maulwurfsarbeit fortgefeßt. Da müssen alle Beteiligten, und im Centrum.) Forderungen zu erfüllen und die Arbeitszeit entsprechend zu ver- nicht allein die Regierung, dem entgegentreten, und ich schiebe dem Abgg. Faltin( C.): fürzen. Nicht die Saisonarbeit ist schuld an den Entlassungen von Haufe die ganze Verantwortung dafür zu, wenn durch ständige Herr Korfanty hat kein echt hier als Katholik zu sprechen, er Arbeitern, sondern das geringe socialpolitische Verständnis der Ver- Angriffe auf die Regierung unsre Politik gestört wird.( Bravo! ist ja nur Nationalpole geworden, weil seine Bitte um eine socialwaltung.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) rechts.) demokratische Redakteurstelle abgewiesen wurde.( Lebhaftes Hört! Damit schließt die Diskussion. Die Regierungsforderung wird Abg. von der Heydebrand( f.): hört!) die Stimmen der Rechten und Nationalliberalen abgelehnt gegen Die Volenpolitik gehört zu den schwierigsten Problemen unsrer Der Religionsunterricht lann nur dann wirksam sein, wenn er und die Kommissionsabstriche werden bestätigt. inneren Politit. Sie beschränkt sich nicht auf die Schule und nicht in der Muttersprache erteilt wird. Jezt verstehen die polnischen und die Lehrer greifen zum Stock und verüben die Eine Resolution der Kommission, für den nächsten Etat eine auf Oberschlesien, sondern umfaßt die ganze Verwaltung und Kinder nichts Erhöhung des Höchstgehaltes der Führer und Steuerleute von weite Teile Preußens. Landstriche, die seit Jahrhunderten schwersten Mißhandlungen. Werftdampfern, Schwimmfränen, Schwimmdocks, sowie der Sprißen- in feinem direkten Zusammenhang mehr standen, werden jetzt von Den Nugen hat die radialpolnische Bewegung, die in Obermeister und Schleusenmeistergehilfen in Erwägung zu nehmen, wird gewiffenlosen Agitatoren, die vor der Geschichte eine schwere Berant- schlesien mit den schlimmsten Lügen und Entstellungen arbeitet und wortung tragen werden, bearbeitet, um sie von Preußen loszureißen. 3. B. unsern Kandidaten Letoch einfach als Hatatisten bezeichnet, angenommen. Abgelehnt wird infolge der Unaufmerksamkeit des Hauses Aber sicherlich hätte diese äußere Agitation nie ihren gefährlichen er sei ein alter Heuchler und Fälscher. Die Radikal- Polen verherreine Kommissions Resolution auf Vorlegung genauerer Statistiken Charakter angenommen, wenn sie nicht von gewissen Monienten ge- lichen geradezu die Laurahütter Strawalle, die den Beteiligten über 100 Jahre Zuchthaus eingetragen haben. Ueberhaupt hat diese Beüber Arbeitszeiten und Löhne für die einzelnen Arbeitszweige, tragen worden wäre, die ich muß es sagen etwas Berechtigtes 100 Jahre Zuchthaus eingetragen haben. sowie über die Sonntagsruhe. in sich tragen. In der Zeit des Kulturkampfes das ist wegung unendliches Unglüd über- Oberschlesien gebracht.( Lebhaftes Der Rest des Ordinariums wird debattelos bewilligt, ebenso eine feiner traurigsten Begleiterscheinungen Bravo! im Centrum.) fühlte sich das Extra- Ordinarium nach den Kommissionsbeschlüssen, sowie die das oberschlesische Volt in seiner Sprache und Religion bedroht. Ministerialdirektor Schwarzkopf bestreitet, daß Ueberschreitungen Einnahmen. Dekonomisch herrschte auf der einen Seite folossaler Großgrundbesitz, des Züchtigungsrechtes durch die Lehrer in Oberschlesien häufig sind. Ein Antrag auf Schluß der Diskussion wird angenommen. zuschreiben. Persönlich bemerkt Abg. Korfanty( Pole): Wer Herrn Faltin erzählt hat, daß ich mich um die Stellung eines socialdemokratischen Redakteurs beworben habe, hat einfach gelogen. Abg. Faltin: Ich habe diese Mitteilung aus dem Vorwärts", der ihre Ableugnung durch Herrn Korfanth als schamlos bezeichnete. Ich muß doch annehmen, daß der„ Vorwärts" die Wahrheit fagte. ( Buruf: Nanu! bei den Polen.) " Abg. Korfanty: Der Vorwärts" hat später alles zurückgenommen. Der Redakteur der polnisch- socialdemokratischen Zeitung, den ich wegen dieser Mitteilung verklagt habe, ist leider über die Grenze ausgekniffen. Das Gehalt des Ministers wird bewilligt, ebenso ohne längere Diskussion eine Reihe weiterer Titel. Die Weiterberatung wird auf Montag 11 Uhr vertagt. Schluß 4 Uhr. Aus Induftrie und Handel. zuschreiben.... Eines ist sicher: Amerika und Deutschland sind auf| Sperrung vieler Gruben sowohl in Südwales, als auch im Norden dem Wege, den Welthandel unter sich zu teilen. Englands einzige Englands nach sich ziehen würde. Chance, ein Faktor zu bleiben, ist die Annahme des Zollsystems, unter dem Amerika und Deutschland zur Größe herangewachsen sind." Daß der letzte Sah thatsächlich so gelautet hat, erscheint vorLäufig noch fraglich. Jit er richtig, so fann Mr. Chamberlain fich teine bessere Reflame für seine Zollprojekte wünschen, als diesen weisheitsvollen preußischen Minister- Ausspruch. Der Abschluß der neuen östreichischen Anleihe von 125 Millionen Kronen, die lediglich zu Eisenbahnzwecken verwendet werden sollen, ist vorgestern in Wien erfolgt. Der Begebungskurs der vierprozentigen Rente beträgt 97% Proz. Die Anleihe wird von den Banken der Rothschild- Gruppe, der staatlichen Postsparkasse, dem Bankverein Länderbank und Anglobank übernommen. Das Finanzministerium verpflichtete sich, im laufenden Jahre keine weiteren Anleihen vorzunehmen. Bergwerks- Aktiengesellschaft Nordstern, Essen. Nach dem Geschäftsbericht beläuft sich der Rohgewinn auf 7777 020 M.( i.. 7 649 810 M.). Nach Abzug der Ausgaben für öffentliche Lasten, Der Einfluß des russisch- japanischen Krieges auf die russische Anleihezinsen, wohlthätige und andre Zwecke verbleibt ein Ueberschuß Eiſenindustrie. Der russische Eisenmarkt, der sich nach der mehrvon 5 860 194 M.( 5 755 568 M.). Für Abschreibungen kommen jährigen Krise im vergangenen Jahre allmählich zu erholen begonnen in Abzug 1849 666 m.( 1786 282 M.), so daß sich der Reingewinn hatte, ist durch den Krieg erneut in eine schlimme Lage gebracht einschließlich Vortrag aus 1902 auf 4 307 793 M.( 4 265 740 M.) worden. Wie in den russischen Regierungsfreisen, so hatte man stellt, von dem 16 Proz. Dividende verteilt werden sollen. auch in den Kreisen des Handels und der Industrie mit dem Ausbruch Recht interessant sind die Ausführungen des Berichts über die der Feindseligkeiten nicht ernstlich gerechnet, und die Wirkung der Arbeiterverhältnisse der Gesellschaft. Der durchschnittliche Netto- bollendeten Thatsache machte sich um so mehr fühlbar. Besonders Jahreslohn sämtlicher Arbeiter( also einschließlich der jugendlichen der Eisenhandel war bestrebt, wie der Franks. Zeitung" geschrieben und der invaliden) erhöhte sich von 1224,88 M. in 1902 auf wird, die erteilten Orders nach Möglichkeit zu reduzieren, feine Zugrundelegung der durchschnittlichen Belegschaft von 9435 Köpfen Lagervorräte zu vermeiden. Bei der recht günstigen Entwicklung der 1255,81 M. im Berichtsjahre, mithin um 30,93 M., was unter Engagements teilweise wieder zu lösen und das Ansammeln größerer eine Mehrausgabe von 291 824,55= 1,46 Proz. des Aktienkapitals russischen Eisenkonjunktur war dies für die Eisenwerke, die sich auf bedeutet. und Selbstkosten wiederentfaltung voller Thätigkeit sehr der Telegraph berichtet, zusammengebrochen, nach einer Meldung die Leistung um 0,008 Tonnen pro Kopf und Es kam hinzu, daß manche Regierungsaufträge reduziert oder vorFast durchweg wird in den letzten Geschäftsberichten der Zechen konstatiert, daß die Arbeitsleistung gestiegen ist, während sonst bekanntlich das Gegenteil behauptet wird. Zusammenbruch des amerikanischen Baumwoll- Corners. Schon seit einiger Zeit stand es bedenklich um die Sullysche Baumwollhausse auf dem amerikanischen Markt. Nun ist sie, wie der " Frankfurter Zeitung" infolge der Vereinigung der Händler effektiver Ware, die gemeinsam operierten, um Sullys Operationen Schicht. ein Ende zu machen. Die Insolvenz verursachte an der New Yorker Baumwollbörse Scenen höchster Aufregung. Es tam zwischen den Herren Spekulanten zu gegenseitigeu thätlichen Angriffen. Mit Stühlen und Stöcken gingen sie aufeinander los, und als schließlich der Kampf beendet wurde, bedeckten zerbrochene Stühle und zerrissene Kleidungsstücke den Boden. Zuerst fielen die Kurse auf Abgaben nur langsam bis auf 40 Punkte( 10 Cents pro Pfund), als dann aber die Zahlungseinstellung Sullys bekannt wurde, verlor der Markt jeden Halt. Unter enormen Liquidationen stürzten die Kurse unaushaltsam, bis ein Rückgang bis zu 200 Punkten erreicht war. Ueber die Höhe der Verbindlichkeiten Sullys ist bisher nichts Bestimmtes bekannt; es wird angenommen, daß sich seine Engagements auf 300 000 bis 400 000 Ballen Terminware belaufen. New York, 18. März.(„ Laffan"-Meldung.) Die von Sully geführte Baumwollhaussegruppe veröffentlicht folgende Mitteilung über ihren Zusammenbruch: Wir sind gezwungen, unsre Geschäfte einstweilen einzustellen, da wir nicht im stande sind, unsre ungeheuren Vorräte an Lokobaumwolle zu realisieren, um den zurückgehenden Markt zu stützen. Eine Untersuchung unsrer Conti ist im Gange. Unfre Attiva werden zweifellos genügen, um unsre Verbindlichkeiten zu decken. Man schäzt den Verlust Sullys und seiner Gruppe auf annähernd fünfzig Millionen Dollar.ppe auf ai Reklame für Chamberlains Zollprojekte. Der hiesige Korrespondent der„ Chicago Daily News" hat einen der preußischen Minister( wen?) über seine Ansichten betreffs der amerikanischen Trusts befragt. Der Minister soll danach erklärt haben: " Nach meiner Ansicht können die wirklichen Uebel des amerikanischen Combine- Systems schon durch eine Herabsetzung des Zolltarifes verbessert werden, der thatsächlich der Vater der Trusts ist. Wenn Deutschland nicht der Schauplatz von Trustoperationen derselben Art ist wie Amerika, so ist das ausschließlich unserm niedrigen Tarif zuDa es mir leider unmöglich ist, mich bei meinem Weggang aus Berlin von Deutscher allen mir bekannten Barteigenossen per Holzarbeiter- Verband. fönlich zu verabschieden, sage ich auf diesem Wege allen ein herzliches Lebewohl. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler Johann Bruschke am 17. März verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. März, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Markus Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. 0 Um rege Beteiligung ersucht 81/2 Die Ortsverwaltung. Central- Verband 27985 Dr. Max Alberty. Empfehle den Genossen meine Kranz- und Blumenbinderei speciell Vereinskränze 21625* E. Ebel, Aderstr. 35. Teppiche 120/200 haltbare Qualität 3,10, 7,50, 170/250 5,60, 13,50. Velours und andre prima Qualitäten, auch Salongröße bis 3,50X4,50 groß, bon M. 17,50-72,00, d. 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Auf sämtlichen Zechen des niederrheinisch- westfälischen Stohlenbezirks betrugen Erzeugung und Absah im Coatssyndikat 8 567 407 Tonnen( 6 873 162 Tonnen), auf den übrigen Zechen ( einschließlich Rheinpreußen) 547 832 Tonnen( 330 830 Tonnen), auf den Zechen in Hüttenbesitz 1891 540 Tonnen( 1765 461 Tonnen), zusammen 11 006 779 Tonnen( 8 969 453 Tonnen) im Werte von rund 160( 137) Millionen Mark. Diese Zahlen übersteigen die Erzeugung des Jahres 1900 noch um 1235 000 Tonnen = 13 Proz. Konkurs Lahusen in Bremen. Ueber die Vermögenslage der durch ihre Ueberspekulationen zusammengebrochenen Firma Labusen wurde gestern in der Gläubigerversammlung Aufschluß gegeben. Die Aktiva betragen 245 353 M., davon gehen für bevorrechtigte Kreditoren 13 158 m. und für die Kosten des Verfahrens 25 000. ab. Die Passiva betragen 1 095 946 M. Es wird eine Quote von ca. 19 Proz. erivartet. Erhöhung des Kohlen- Ausfuhrzolles in England? In Südwales herrscht gegenwärtig sowohl in den Kreisen der KohlengrubenBesizer als der Grubenarbeiter die Befürchtung, daß der auf englische Kohle gelegte Exportzoll statt vermindert oder ganz aufgehoben zu werden, baldigst eine weitere Erhöhung erfahren werde. Es ist demzufolge, wie das„ Daily Chronicle" berichtet, eine lebhafte Gegenagitation von seiten der Grubeneigentümer und Arbeiterführer eingeleitet worden, da besorgt wird, daß eine derartige weitere AusfuhrErschwerung eine wesentliche Betriebseinschränkung, beziehentlich eine Die feit langer Zeit in der öffentlichen Meinung feststehenden Vorzüge von Kathreiners Malzkaffee sind: läufig ganz zurückgezogen wurden, und daß auch die Industrie selbst geplante und in Angriff genommene Neuanlagen und Verbesserungsbauten vorsichtshalber aufschob. In allen diesen Verhältnissen hat sich seither nichts geändert, zumal schließlich weniger die Furcht vor etwaigen Folgen des Krieges mitspricht, als vielmehr die Erwartung, später mit den Bestellungen billiger anzukommen, eine Erwägung, die namentlich für die Haltung des Eisenhandels maßgebend zu sein scheint. Deutscher Arbeiter- Abstinenten- Bund, Ortsgruppe Berlin. Heute Sonntag, 6 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18 c: Unterhaltungsabend. Vorlesung moderner Märchen von Fräulein Adele Schreiber. Gäste will kommen. Uebungsstunde in der Filiale, Brunnenstr. 154. Vortrag über Strankenpflege. Arbeiter- Samariterkolonne. Morgen Montag, abends 9 Uhr: Gäſte willkommen. Neue Zeilnehmer können in den Uebungstunden der Stolonne aufgenommen werden. Eintrittsgeld sowie Monatsbeitrag 25 Pf. Bibliothek steht den Teilnehmern zur Verfügung. Die Orts- Krankenkasse der Schneider, Schneiderinnen usw. der Tagesordnung: Der gegenwärtige Stand der Aerztebewegung und wie stellen sich die Mitglieder in Zukunft zur freien Arztwahl?" Freie Disfussion. Zu dieser Bersammlung sind alle Mitglieder und die Herren Arbeitgeber besonders eingeladen. hält am Dienstag, den 22. März, abends 8 Uhr, eine Versammlung ab mit Der Verein für die Interessen der Hausangestellten veranstaltet am Sonntag, den 20. März, abends 8 Uhr, bei Marr- Mürich, Steglizerftraße 35, seinen Unterhaltungsabend mit Tanz. Eintritt 25 Pf. Eingegangene Druckschriften. N 1. Julius Hahn. Das Krankenversicherungs- Gesek mit den Abs änderungsgeseßen. Einleitung und Kommentar. Dritte, umgearbeitete und 2. Zusammens reich vermehrte Auflage. Broschiert 6 M., gebunden 7 M. stellung der Enschädigungssäße, welche das Reichs Versicherungsamt bei Dritte, reich vermehrte Auflage. dauernden Unfallschäden gewährt hat. Breis 1,20 M. 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März 1904. „ Sturm der Entrüstung", der unter den evangelischen Hausbesitzern Er habe die Anleihe von der Landschaftsbant erhalten und dazu gegen die Gemeinden der evangelischen Landeskirche auszubrechen lediglich die fideikommissarisch vorgeschriebene Genehmigung der drohe. Und im Anschluß daran wird sogar in Aussicht gestellt, daß Agnaten erbeten und erhalten. Die Melioration seiner lange ver Alle organisierten Arbeiter, welche das lebhafte Interesse der Hausbesitzerliche Entrüstungssturm leicht in einem Massenaustritt nachlässigten Güter nehme gegenwärtig seine ganze Zeit in Anspruch. Der Arbeiter Thomas Seufert, der vor einiger Zeit in Hegen, sich sowohl in der politischen, als auch in der gewerk aus der Kirche Wiederhall finden könnte". Der Gesinnungsumschwung, der so plötzlich über unsre Berliner feiner in der Pappel- Allee 39 belegenen Wohnung seinem schaftlichen Bewegung zu bethätigen, haben es stets als einen Hauswirte gekommen ist, stellt sich dar als eine Reaktion gegen die zweijährigen Töchterchen Gertrud mit einem Küchenmesser die argen Mißstand empfunden, daß recht oft von beiden Seiten wachsenden Ansprüche der Kirchengemeinden an den Geldbeutel Kehle durchschnitt, scheint im Moabiter Untersuchungsgefängnis nicht Versammlungen mit wichtiger Tagesordnung am selben Tage ihrer Mitglieder. Die Kirche hat, nach einem bekannten Aus Annahme jeglicher Nahrung und stiert in seiner Belle meistens teil bei Geisteskräften zu sein. Er verweigert manchmal tagelang die einberufen worden sind, und daß es dadurch einer ganzen ipruch, einen großen Magen. Früher durfte sie ja mancherlei nahmslos vor sich hin, auch giebt er verworrene Antworten. Er Anzahl Genossen unmöglich gemacht war, pflichtgemäß in Mittel anwenden, um ihn zu füllen, aber in unsrer aufgeklärteren wird wohl in nächster Zeit auf seinen Geisteszustand untersucht Partei- und Gewerkschaftsangelegenheiten thätig zu sein. Zeit ist für sie nicht viel mehr als die Kirchensteuer übrig geblieben. werden. Frau Seufert, die unglückliche Mutter des ermordeten Um diesem Uebelstand abzuhelfen, haben die Unter- Da sie jedoch mit dem bisherigen Ertrag dieser Steuer nicht aus- Kindes, hatte vor kurzem vor den Untersuchungsrichter ihre zweite zeichneten folgendes Abkommen getroffen: kommt, so sieht sie mum nach neuen Einnahmequellen. Die General- Vernehmung, zu der auch ihr siebenjähriger Sohn geladen worden Dienstags und an jedem zweiten Mittwoch im fynode erwartet das Heil davon, daß die Kirchensteuer fünftig nicht war. Der Snabe war im Zimmer, als sein Vater an einem Wegallein als Zuschlag zur Einkommensteuer erhoben werde, sondern die stein das Küchenmesser schärfte und gleich darauf die That aus Monat dürfen keine Gewerkschafts- Versammlungen Realsteuerzahler noch besonders herangezogen werden. Wenn dieser führte. Das Kind mußte dem Untersuchungsrichter genau zeigen, einberufen werden, da diese Tage für die Partei Vorschlag Gesetz würde, so würden namentlich die Grundbefizer mit wie der Vater es gemacht habe" und was er dabei ſagte. Wie bei reserviert sind, Donnerstags und jeden 1., 3. einer höheren Kirchensteuer belastet. seiner ersten polizeilichen Bernehmung gab der Knabe an, der Vater und 4. Mittwoch im Monat dürfen keine politischen habe erst in aller Ruhe das Messer geschärft, dann das Hiergegen wendet sich die Eingabe des Bundes der Berliner Kind aus dem Bett gerissen und mit dem Ausruf: Versammlungen einberufen werden, da diese Tage Grundbesigervereine an das Staatsministerium. Verdenken kann Trudchen, Deine letzte Stunde ist gekommen!" die That gänzlich für die Gewerkschaften frei bleiben. man es den Hausagrariern nicht, daß sie sich gegen die Mehr vollbracht. Seufert bestritt diese Darstellung entschieden, inAbgewichen von der Vereinbarung darf nur besteuerung wehren, die ihnen die Kirche zugedacht hat. In Geld- dem er den Knaben als berlogen bezeichnete und be werden bei plöglich ausbrechenden Streiks und fachen hört die Gemütlichkeit auf. Warum sollten die Hausbesiger Stuhle aufgesprungen, habe das frei daliegende Messer erhauptete, er fei in einem Anfall blinder Wut bom ähnlichen Differenzen oder wenn Protest: Ver- nicht auch der Kirche gegenüber zur Geltung bringen? Räme es unterstützte jedoch die Bekundungen ihres Sohnes, fie gab an, das diesen alten Grundsay, den gerade sie allezeit zu befolgen pflegen, ariffen und ohne Besinnen darauf los geschnitten. Frau Seufert sammlungen schnell zu veranstalten find. wirklich zu einem Massenaustritt von Hausbesitzern aus der kirch- wegen des Messers auf dem Hausflur noch gehört zu haben. Seufert Wir machen hiermit den Versuch, eine Regelung des gewerk- lichen Gemeinschaft, so wäre das freilich der amüsanteste Krieg gegen will durch seine Darstellung offenbar die Anklage wegen Mordes schaftlichen und politischen Lebens herbeizuführen und bitten die Kirche, der je dagewesen ist. Wird es die Kirche darauf an- verhindern, im nur wegen Totschlag bestraft zu werden. Nachbarn alle Einberufer von Versammlungen, diese Vereinbarung von kommen lassen? haben jedoch bekundet, daß Seufert bereits einige Tage vor der heute an streng durchzuführen. Gleichzeitig bitten wir die Blutthat gesagt habe, es werde in den nächsten Tagen ein Unglüc Vororte, sich diesem Abkommen so bald als möglich angeordnetenhaus hatte bei Beratung des Etatsgesetzes für 1901 be- offener Straße der Mutter vom Arme gerissen. Nur durch EinDas Ab- passieren. Auch hat er das kleine Wesen einige Zeit vorher auf zuschließen. schlossen, die Staatsregierung zu ersuchen, sie möge in einer Dent- greifen eines Bassanten wurde damals Unheil verhütet. Während schrift mitteilen, wie sie dem stetig steigenden Raumbedürfnisse des des ganzen letzten Verhörs scheute sich Seufert, seine Frau auch nur Museums für Völkerkunde gerecht zu werden beabsichtige. Der einmal anzusehen. betreffend Erweiterung des Museums für Völkerkunde in Berlin, Kultusminister Dr. Studt hat nunmehr die gewünschte Denkschrift, Phänomenal. Wegen Betruges und schwerer Urkundenfälschung dem Abgeordnetenhause zugehen lassen. In der Denkschrift heißt es: wurde der Kaufmann J. Stefan Rennich verhaftet, der im Hause Alle Erwägungen sprechen dafür, das Museum für Völkerfumde Auguststraße 36 eine Kleine Fabrik zur Herstellung des sogenannten an der bisherigen Stelle zu belassen und die Befriedigung seiner Phänomenal- Lichts" betrieb. Ueber den Vorgang wird Raumbedürfnisse durch eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes uns mitgeteilt: Rennich hatte seit Oktober v. 3. nach und nach vier zu suchen. Denn auch eine Teilung der Sammlungen in der Weise, Filialen für den Verkauf seines Fabrikats eingerichtet. Diese Zweige daß die vorgeschichtliche und die asiatische Abteilung in der Stadt niederlassungen befanden sich in der Friedrichstraße, Tauenzienstraße, Berliner Partei- Angelegenheiten. erwiegenben Bebenfem, baß die Heberſicht über das gesamte hatte als Staution 8000 M. bei der Dresdner Bank zu hinterlegen, gelassen und die übrigen hinausverlegt würden, begegnet dem am Hackeschen Markt und in Nixdorf. Der Inhaber solcher Filiale Zweiter Wahlkreis. Dienstagabend 8 Uhr finden zwei ben großen Wölfergruppen bestehenden oder nicht bestehenden Zu- sollte nur als Bürgschaft für solche Fälle gelten, die in einem Gebiet der Völkerkunde und die anschauliche Einsicht in die zwischen doch blieb der Depotschein in seinem Besitz. Das hinterlegte Geld Wahlvereins- Versammlungen statt, und zwar erstens zwischen beiden Parteien abgeschlossenen Vertrage besonders bebei Bühlfe, Dennewigstr. 18. Genosse Stüdlen spricht hier über Die fammenhänge dadurch auf das äußerste beeinträchtigt würde. waren. Schließlich sei der Vorteil nicht zu unterschätzen, der bei einem zeichnet Um so größer ivar Socialdemokratie im Stampfe gegen die herrschenden Gewalten." Die Zusammenbalten der Sammlungen durch die Gemeinsamkeit der als gestern erst einer die Ueberraschung, und durch diesen die andern Filial zweite Versammlung ist im Hofjäger- Palast, Hasenheide 52/53, Bibliothek, der Werkstätten und der Hausverwaltung gewonnen werde. inhaber erfahren mußten, daß trotz des in ihren Händen Genosse Förster spricht über„ Die Entwidelung der Zoll- und Handels- Ein Erweiterungsbau des Museums für Völkerfunde kann nur Gelb von Rennich abgehoben worden sei. Nach den in den Kon befindlichen Depotscheines das das bei der Bank niedergelegte politit". Gäste find willkommen. Zahlreichen Besuch erwünscht auf dem benachbarten, zu dem Kronfideikommiß gehörigen Grund- Geld von Rennich abgehoben worden sei. Nach den in den KonDer Vorstand. stücke ausgeführt werden. Der Kaiser und der Prinz Albrecht haben trakten ihm vorliegenden Unterschriften hätte er die Schrift seiner Reinidendorf. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam ber Bereitstellung des nötigen Geländes im Grundsatz und vor- Filialinhaber nachgeahmt und sich unter deren Namen zunächst an gemacht, daß am Montag die Gemeindewahl für die III. Ab- behaltlich der Einigung über die dem Kronfideikommißfonds zu ge- die Dresdner Bank um Uebersendung eines Schedbuches gewandt. teilung stattfindet und zwar im Westen: im Marksschen Restaurant, währende Entschädigung zugestimmt. Sollte sich schließlich das Be- Derartige Zusendungen erfolgen nur durch eingeschriebenen Brief, Scharnweberstr. 67/68, im Osten: im Kaiser Wilhelms- Garten dürfnis zu dem äußersten, heute vorauszusehenden Maße steigern, um zu verhindern, daß das Buch in unrechte Hände gerate. ( F. Brauns), Residenzstr. 49, von nachmittags 3 Uhr bis 7 Uhr so müßten die prähistorischen von den ethnologischen Sammlungen Dennoch hat R. es möglich gemacht, an Stelle der Adressaten von abends. Unfre Kandidaten sind für Westen: Genosse Paul Schilling, fich trennen, und für sie und verwandte Sammlungen müßte ein der Poſt das Scheckbuch ausgeliefert zu erhalten. Wie er dies bei für Osten: Genosse J. Brange. Genossen! Auf zur Wahl! Er- gemeinsames Gebäude in der Stadt errichtet werden. Die Größe, den vier Filialisten bewirkt hat, bedarf noch der Aufklärung. Einringt einen glänzenden Sieg! Das Wahlkomitee. die Gestaltung und die Einrichtung eines Erweiterungsbaues sowie mal im Besize des Scheckbuches und in der Nachahmung der UnterFranzösisch- Buchholz. Dienstagabend 8%, Uhr findet bei Kähne der Kostenaufwand und die Abgrenzung des Geländes werden durch schriften geübt, hatte R. dann leichtes Spiel. Bis auf einige fümmer die regelmäßige Mitgliederversammlung des Wahlvereins weitere Vorarbeiten noch genauer festzustellen sein. Gine abschließende liche Neste hat er die ganzen 12 000 m. abgehoben. Zu Hilfe ges statt. Tagesordnung: Fortsetzung der Vorlesung aus: Moses oder Verhandlung über die Entschädigung bleibt noch vorbehalten. tommen war ihm hierbei, daß jedes Depot einer andern Filiale der Darwin. Gäste willkommen. Dresdner Bank anvertraut war. Berlin, den 20. März 1904. Die socialdemokratischen Vertrauenspersonen Berlins. Die Vorstände der socialdemokratischen Wahlvereine Berlins. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Der Ausschuß des Berliner Gewerkschaftskartells. " Borsigwalde und Dalldorf. Dienstag, von 11 bis 3 Uhr, finden im Lokale von Krause, Dalldorf, Hauptstraße, die Wahlen zur Gemeindevertretung statt. Es ist Pflicht eines jeden Parteigenossen, fein Wahlrecht auszuüben und dadurch unsern Kandidaten, dem Cigarrenfabrikanten Krischel zum Siege zu verhelfen. Waidmannsluft und Lübars. Mittwoch, mittags von 1 bis 8 Uhr, 3 findet die Gemeindewahl der dritten Abteilung im Lokale von Müller in Lübars statt. Unser Kandidat ist der Arbeiter Frizz Blümel in Waidmannslust. Trotz der ungünstigen Zeit darf keiner der Wahl fern bleiben. Außerordentliche Sigungen der Stadtverordneten- Bersammlung find notwendig, um die Etatsberatungen im Plenum noch bis Ende dieses Monats, d. h. Ende des laufenden Etatsjahres, zum Abschluß zu bringen und den Stadthaushalt fertig zu stellen. Der Stadt verordneten- Vorsteher hat zunächst zwei außerordentliche Sigungen für nächsten Montag und Mittwoch außer der ordentlichen Sigung am nächsten Donnerstag anberaumt. Es hängt vom Gange der Verhandlungen ab, ob noch mehr Sizungen notwendig find. " Wegen fortgesetter Diebstähle an Eisenbahnmaterialien wurde gestern der Arbeiter Ernst Schulz aus Köpenick mit seiner Frau festgenommen. Bei den Bauten auf der Schlesischen Bahn wurden Mengen Eisenmaterial verarbeitet, die zum Teil in dem Güterschuppen der Station Köpenick lagern. Durch den Stationsvorsteher und den Spediteur Krüger erhielt Polizeisergeant Sadwig von der Oberförsterei Köpenick, in deren Bezirk der Güterschuppen liegt, Kenntnis von dem Verdacht, daß an den Materialien fortgesetzt Die Anzeichen dafür, daß die Rechtsanwalte ein wenig Diebstähle verübt wurden. Ihm fiel gestern Schulz auf, der mit energischer gegen Gerichtsvorsitzende auftreten wollen, mehren sich. einem schwer beladenen Schubkarren die Bahnhofstraße entlang fuhr. Eine fleine Auseinandersetzung zwischen Verteidiger und Vorsitzenden Er erhielt von Schulz die Antwort, daß er altes Eisen führe, das Schöneberg. Dienstag findet im Obst schen Saale, Meininger- gerichts. Der Vorsitzende hatte darauf hingewiesen, daß ein Zeuge falls mit einem schwer beladenen Kinderwagen denselben Weg. Man entwickelte sich gestern wieder vor einer Abteilung des Schöffen- er von Jungen gekauft habe. Bald darauf kam Frau Schulz eben straße 8, eine Versammlung des Wahlvereins statt. Auf der Tages- vor der Polizei eine bestimmte Aussage gemacht und sich doch jeden- nahm nun bei Schulz eine Haussuchung vor. Dieser hatte unterordnung steht ein Vortrag des Genoffen Dr. Maurenbrecher: falls dabei gewissenhaft geprüft, ob diese Aussage der Wahrheit entsprach. deffen die Schublarren- und Kinderwagenladung an den Alteisen„ Die Militärdebatten im Reichstag". Darauf erbat sich der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Löwenstein händler Barthold in der Müggelheimstraße für 3,90 m. verkauft. Wilmersdorf. Von den bekannten Lokalen aus findet am das Wort zu einer Fragestellung an den Zeugen. Es könne nicht Schulz wurde dem Polizei- Inspektor Jaeckel vorgeführt und gestand, Montagabend 7 1hr eine Flugblattverbreitung zur Ge- darauf ankommen, was der Zeuge vor der Polizei ausgesagt hat, daß er die Materialien auf dem Bahnhof gestohlen habe. meindewahl statt. In der zum Mittwochabend 81%, Uhr nach Wittes und deshalb möchte er ihn fragen, ob er hier vor Gericht das, was Volksgarten, Berlinerstr. 40, einberufenen Bolts versammlung spricht Reichstags- Abgeordneter Süd et um über die social demokratischen Aufgaben der Gemeinde. Zahlreiche Beteiligung ist geboten. Zehlendorf. Am Dienstag, abends 8 Uhr bei Giese, Teltowerstraße 28: Versammlung des Wahlvereins. Referent Genoffe Hildebrandt. Gäste willkommen. Der Vorstand. er damals befundet habe, bestimmt aufrecht erhalten wolle. Darauf Der Hunger. Der 33 Jahre alte frühere Kohlenhändler Karl der Vorsitzende: Der Herr Verteidiger braucht seiner Frage- Prehn aus der Feldzengmeisterstr. 4 hatte dreiviertel Jahre lang stellung keine Gründe beizufügen, die Art aber, wie er sie be- ein Kohlengeschäft in der Havelbergerstr. 3. Obwohl er sich redlich gründet hat, muß ich als ungehörig bezeichnen. Der Verteidiger plagte, fam er doch nicht zurecht. Nachdem er 800 M. zugesetzt hatte, erwiderte: Ich kann der Ansicht des Herrn Vorsitzenden, daß die Art waren feine Mittel erschöpft. Vor vier Wochen mußte er das Ges meiner Fragestellung ungehörig war, nicht beipflichten. Wenn dies schäft aufgeben. Nun arbeitete er, um seine Frau und fünf Stinder aber die Auffassung des Vorsitzenden ist, so tann ihm ummöglich im Alter von sechs Jahren bis herab zu drei Monaten zu ernähren, unbekannt sein, welche gesetzlichen Mittel ihm gegenüber einem auf einem fremden Koblenplage. Aber nach drei Tagen befiel ihn Spandau. In einer am Montag im Köpenickichen Saale ungehörigen Verhalten der Verteidigung zur Verfügung stehen. Aufs ein Blasenleiden, und jetzt war er arbeitsunfähig und wußte nicht Bichelsdorferstraße 39 stattfindenden Protestversammlung entschiedenste muß ich aber Verwahrung dagegen einlegen, daß die mehr, was werden sollte. Vorgestern ging seine Frau zum Armens werden die socialdemokratischen Stadtverordneten über den Verkauf Art der Handhabung der Verteidigung in öffentlicher Gerichts- vorsteher, der ihr zusagte, ihr Gesuch im Unterstützung fofort prüfen des Stadt forstes Bericht erstatten. Der wichtigen Tages- verhandlung einer abfälligen Kritik unterzogen wird. Damit zu wollen. Um unterdessen den Hunger ihrer Kinder stillen zu ordnung halber ist zahlreicher Besuch geboten. endete dieser Zwischenfall. Im übrigen gab der betreffende Beuge bei seiner Bernehmung die Möglichkeit zu, daß er sich bei seiner polizeilichen Aussage in irgend einem Punkte geirrt haben tönnte. Königswusterhausen. Die Wahl zur Gemeindevertretung in der britten Klasse findet am 22. März, vormittags von 11-1 Uhr und nachmittags von 3-6 Uhr im Hotel Pful statt. Es sind zu wählen als Angeseffener H. Dieze, Amtsgarten 2, als Nichtangefesjener Bernhard Schmidt, Schloffer, Ludenwalderstraße. Alle Genossen haben ihre Pflicht zu erfüllen. Lokales. Die Arbeiter der Maschinenfabrik von Werner ersuchen uns, mit zuteilen, daß nicht der Prinzipal, sondern sie, die Arbeiter der Fabrit, die Märzgefallenen durch einen Kranz mit der gestern erwähnten Inschrift geehrt hätten. Obgleich dies unter den heutigen Zeitverhältnissen wohl selbstverständlich aus dem gestrigen Bericht zu entnehmen ist, bringen wir doch auf Wunsch der Arbeiter die „ Richtigstellung". fönnen, mußte sie sich gestern entschließen, andre Leute in Anspruch zu nehmen. Als sie aber nach einer halben Stunde von ihrem Gange zurückkehrte, fand sie ihren Mann tot wieder. Während die fünf Kinder in der Küche waren, hatte er in der Verzweiflung in der Stube die Waschleine von einem Hafen zu einem andern gezogen und sich daran erhängt. Hausgenossen, die auf das Jammern von Frau und Kindern herbeieilten, fonnten nicht mehr helfen. " Das Denunziantentreiben wird von dem durch diese Thätigkeit bekannt gewordenen Centralverein der Staatsbürger jüdischen Glaubens fortgesetzt. Auf Veranlassung des Centralvereins ist jetzt Die Hausagrarier gegen die Kirche! Neues Specialitäten- Theater. Das städtische Grundstück an der gegen die Deutsche hochwacht" ein Strafverfahren eingeleitet worden. In der Weihnachtsbeilage der genannten Zeitung fand sich Wer früher gegen das Hausagrariertum den Verdacht aus Weidendammer Brücke, das, wie schon furz gemeldet worden ist, an der Sas:„ Verflucht ſei jedes Stück und Unheil bringe es dem Ede der Friedrichstr. 104/ 104e und am Weidendamm, gegenüber der m zusprechen gewagt hätte, daß diese Geſellſchaftsschicht unkirchlich die Firma Lachmann u. Zauber hier verkauft worden ist, gedenkt Hause, jedes Stück unter dem Christbaum, das von Juden gekauft gesinnt sei und sich einmal offen auf die Seite der Kirchenfeinde diese Firma sofort zu bebauen. Es soll dort ein neues Specialitäten ist. Der Erste Amtsanwalt beim tgl. Amtsgericht I Berlin hat dem stellen könnte, den hätten die Hausagrarier selber einen argen Theater erstehen. Der Preis beträgt 1020 m. pro Quadratmeter Berein nachstehenden Bescheid zugehen lassen:" Auf die von dem Berleumder gescholten. Sie hätten ihn entrüstet darauf hin- oder 1370 000 m. im ganzen. Der Magistrat hat zur Bedingung Herrn Ersten Staatsanwalt am Landgericht I hierselbst an mich zur M. weiteren Veranlassung abgegebenen Anzeige gereicht dem Verein hiergewiesen, daß sie von jeğer gute Beziehungen zur Kirche unter- gemacht, daß das Grundstück innerhalb Jahresfrist bebaut wird. durch zum Bescheide, daß ich gegen den Redakteur und den Druder halten haben, und daß gerade der Grundbesiz zahlreiche Vertreter Die poluische Gräfin. Gräfin Isabella v. Kwileda, die Haupt- der Deutschen Hochwacht" und der Weihnachtsbeilage auf Grund in den beschließenden und verwaltenden Körperschaften der Kirchen- langeklagte des bekannten Kindesunterschiebungs- Prozesses, hatte des§ 360 1 des Strafgesetzbuches einschreiten werde." gemeinden hat. feiner Zeit nach ihrer Freisprechung die Absicht fundgegeben, gum Die Deutsche Hochwacht" ist ein unter Ausschluß der DeffentDas trifft auch durchaus zu, und besonders in dem sonst so gott Dante für die Sympathie, die ihr die Berliner Bevölkerung be- lichkeit erscheinendes Blatt, dessen rabiater Ton von denen, die es losen Berlin hat die Kirche an den Grundbefizern bisher immer wiesen, ein Wohlthätigkeitskonzert zu Gunsten der Armen Verlins zu zufällig in die Hände bekommen haben, gewiß herzhaft belacht noch eine leidlich feste Stütze gehabt. In Zukunft aber scheinen in geben. Für dies Konzert war der Monat März in Aussicht genommen. worden ist. Der erwähnte jüdische Verein nimmt das Geschelte aber unsrem„ Sündenbabel an der Spree" auch die Beziehungen des ie polnische Blätter berichten, hat die Gräfin nunmehr, auf Ver- ernst und macht sich dadurch noch lächerlicher als es je dem anlassung ihrer Angehörigen, die Beranstaltung eines Konzerts in Berlin Antisemitenblatt möglich wäre. Mehr aber noch. Das ewige Hausagrariertums zur Kirche sich weniger freundlich gestalten zu aufgegeben. Ihr Gatte, Graf 8bigniew twiledi, demen Demmnzieren muß auch solche Leute mit Widerwillen gegen den wollen. Der Bund der Berliner Grundbefizervereine hat an das tiert entschieden die Meldung, als wäre die Versöhnung mit dem Verein erfüllen, die sich sonst von allem Naffenhaß frei fühlen, ja preußische Staatsministerium eine Eingabe gerichtet, die ganz und andern Zweige der Kiwileckis durch eine Anleihe zu stande gekommen, es muß nach unsrem Empfinden selbst in anständigen jüdischen gar nicht kirchenfreundlich flingt. Diese Eingabe spricht von einem die er bei ihnen zur Instandsetzung seiner Güter aufgenommen habe. Kreisen Anstoß erregen. # 21 Noch ein Denunziantenverein. Ein merkwürdiger Verein hat sich auf die Pensionierung bezüglichen Teil der Vorstandsgeschäfte in der Gefängnis. Da er eine ehrlose Handlung nicht begangen, in Schöneberg gebildet. Eine Anzahl Gastwirte mit voller Kon- Ortstasse selbst übernahm. Es wurde kurzerhand dem Rendanten vielmehr seine That aus der Verzweiflung geboren ist, wurden ihm zession haben sich zu einer Vereinigung zusammengethan, deren aufgegeben, binnen acht Tagen die Pension auszuzahlen. Gegen die Ehrenrechte belassen. Zweck es ist, Gastwirte, die nur die halbe Konzeffion haben, ihre diese Verfügung ist das Verwaltungsstreitverfahren eingeleitet Der Bund der Landwirte und das Vereinsgesetz. Aus Hannover Befugnisse aber überschreiten, zur Anzeige und Bestrafung zu bringen. worden. Der Kommissar zog dann die Zahlungsanweisung zurück, wird berichtet: Sonnabend fand die Verhandlung des SchöffenWegen eines großen Kellerbrandes, der der dritten Compagnie und nunmehr ist auch die kommissarische Verwaltung aufgehoben gerichts gegen Dr. Diederich Hahn und 13 Hannoversche Delegierte biel Arbeit verursachte, wurde gestern früh um 8 Uhr die Feuerwehr Rechtsweg verwiesen worden. Nachdem der Einfluß dieses Herrn am meldung der Delegiertenversammlung in Hannover im September worden; auffmann ist somit in seiner Angelegenheit, den und ge des Bundes der Landwirte wegen unterlassener polizeilicher Annach der Lützowstr. 111 gerufen. Dort stand der Keller der Victoriabrauerei in großer Ausdehnung in Flammen. Diese, angeblich durch Orte beseitigt ist, gelingt es hoffentlich, die Angelegenheit zu Gunsten 1903 statt. Die Verteidigung lag in den Händen der Rechtsanwalte Unvorsichtigkeit entstanden, hatten an den Vorräten, Hausrat und Dr. Diedmann und Busse. Es erfolgte Freisprechung, weil die VerMaterialien reiche Nahrung gefunden. Infolge der Verqualmung fammlung als Sigung eines Bundesorgans anzusehen sei, welche war das Vorgehen sehr erschwert. Nach zweistündiger Thätigkeit war einer polizeilichen Änmeldung nicht bedürfe. jede Gefahr beseitigt und konnten die erschöpften Mannschaften abrücken. Der Seller ist zum größten Teile ausgebrannt. Straßensperrung. Das Kottbuser Ufer von der Forster- bis zur Liegnigerstraße wird behufs Umpflasterung vom 21. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. der Kasse zu beenden. Alt- Glienicke. In der letzten Sigung der Gemeindevertretung gelangte der Haushalts- Etat zur Feststellung. Einnahmen und Aus gaben betragen 76 600 M.( im Vorjahre 64 850 M.), die 11 750 M. mehr entfallen zumeist auf Erhöhung der Gehälter der GemeindeDeckung des Steuerbedarfs find 53 000 M. erforderlich, wovon beamten und Lehrer und auf die Anstellung neuer Lehrkräfte. Zur Wochen- Spielplan der Berliner Theater. 9000 Wi. auf indirekte Steuern entfallen, wobei die neueingestellte Dienstag: 8. Sinfonie- Abend. Mittwoch: Der Ring des Nibelungen. Dar Königliches Opernhaus. Sonntag: Lohengrin. Montag: Fra Diabolo. Biersteuer mit 1000 m. veranschlagt ist. Der Restbetrag der Steuer Rheingold. Donnerstag: Die Walküre.( Anfang 7 Uhr.) Freitag: Der Sonnabend: Siegfried.( Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Der Die Ringkämpfe im Cirkus Busch wurden am Freitagabend fort- Staats- und fingierten Einkommensteuer, 160 Proz. Zuschlag zur wird wie im Vorjahre wie folgt erhoben: 160 Proz. Zuschlag zur Wildschütz. Evangelimann. Montag: Götterdämmerung.( Anfang 62 Uhr.) gesetzt. Zuerst rang der Belgier Clement le Terrassier mit dem aus Gewerbesteuer und eine Gemeindegrundsteuer von 2,5 pro Mille von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Dienstag: Geschlossen. Mittwoch: Königliches Schauspielhaus. Sonntag: Othello. Montag: Göz Köln gebürtigen Lemmerz. Nach drei Minuten war der Belgier des gemeinen Wertes. Die Kreissteuer wird besonders erhoben. Götz von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) Donnerstag: Biel Lärm um Sieger. Dann folgten der Holländer Dirk van den Berg und Witt- Große Schwierigkeiten stellten sich der Gemeinde bei der Anlage Nichts. Freitag: Göz von Berlichingen.( Anfang Uhr.) Sonnabend: Berlin. In vier Minuten war der Kampf zu Gunsten des Holländers eines Müllabladeplates entgegen. Es wurde daher die Einholung Julius Cäsar. Sonntag: Göz von Berlichingen.( Anfang 7 Uhr.) entschieden. Nunmehr trat der Meisterschaftsringer von Deutschland eines eingehenden Rechtsgutachtens beschlossen, ferner wurde die Bau- Montag: Die Jungfrau von Orleans. Eberle gegen den Franzosen Paul de Meunier auf den Plan; aber kommission beauftragt, einen Kostenanschlag über die durch die EinNeues königl. Opern- Theater. Sonntag: Wie die Alten sungen. so leicht wie bisher war der Sieg nicht entschieden. In den ersten richtung des Plazzes entstehenden Kosten aufzustellen. Bei der Ab- Montag bis Donnerstag: Geſchloſſen. Freitag: Mignon. Sonnabend: 15 Minuten war keine Entscheidung gefallen, so daß nach den Kampfänderung der Statuten der freiwilligen Feuerwehr regte Genosse Geschlossen. Sonntag: Johannisnacht. Goldene Kreuz. Montag: Geschlossen. regeln eine Pause von 2 Minuten eintrat. Nach weiteren drei Preis die Entschädigung der Pflichtfeuerwehr bei Unfällen oder Tod Wallensteins Tod.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Die Räuber. Minuten hatte der Deutsche gesiegt. Und nun begann ein geradezu an. ohrenbetäubendes Beifallsgeklatsche. Die Ovationen und Beifalls- und diesen Punkt in der nächsten Sizung zu behandeln. Der AnDie Vertretung beschloß, die Anregung in Erwägung zu ziehen stürme wollten gar kein Ende nehmen, weil ein Deutscher der trag des Genossen Pries auf Abschaffung der Luftbarkeitssteuer wurde Sieger und, wie wir hinzufügen möchten, der Unterlegene ein abgelehnt. Zur Errichtung von Schulsparkassen bewilligte die VerFranzose war. In den bisher ausgefochtenen sechs Gängen ist tretung die Kosten zur ersten Einrichtung. Eberle der er ste deutsche Sieger. Arbeiterbildungsschule Berlin. Heute abend 7 Uhr im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15: Volksliederabend unter Mitwirkung hervorragender Kräfte. Eintrittspreis 50 Pf. inkl. Garderobe und Programm mit Liedertert. siehe Juferat.) Um zahlreichen Besuch wird gebeten. ( Näheres Marie Holgers veranstaltet ihren IV. Volkstümlichen VortragsAbend Sonntag, den 27. März, abends 7 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Eintrittskarten und Programme zu 30 Pf. in der Cigarrenhandlung Horsch im Gewerkschaftshaus und abends an der Kasse. Der Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose( Verein ehemaliger Belziger) veranstaltet im Monat April einen öffentlichen Kursus der Gesundheitslehre( mit Demonstrationen und praktischen Uebungen) im Hörsaale der ständigen Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt, Charlottenburg, Fraunhoferstr. 11/12, an welchem die Teilnahme jedermann unentgeltlich freisteht. Anmeldungen sind an den ersten Vorsitzenden des Vereins, D. Ewald, Berlin S. 59, Schönleinstr. 6, zu richten. Aus den Nachbarorten. " Gerichts- Zeitung. Von 9 Schiller Theater O.( Wallner Theater.) Sonntagnachmittag: Crampton. Montag: Der Compagnon. Dienstag: Uriel Acosta. Mittwoch: Kollege Donnerstag: Kollege Crampton. Freitag: König Lear. Sonnabend: Die Kinder der Excellenz. Sonntagnachmittag: Der Fled auf der Ehr.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Die Kinder der Excellenz. Montag: König Lear. Schiller- Theater N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag: Die Wildente. Montag: Die Wildente. Dienstag: Die Wildente. Mitt woch: Lumpacivagabundus. Donnerstag: Lumpacivagabundus. Freitag: Die Wildente. Sonnabend: Ferreol. Sonntag: Ferreol. Montag: Die Wildente. Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Die Weber.( Anfang Das Wunder des heiligen 22 Uhr.) Sonntagabend: Ora et labora. Antonius. Montag: Rose Bernd. Dienstag: Chrano von Bergerac. Mittwoch: Novella d'Andrea. Donnerstag: Ora et labora. Das Wunder des heiligen Antonius. Freitag: Rose Bernd. Sonnabend: Monna Banna. abend: Rose Bernd. Montag: Der einſame Beg Sonntagnachmittag: Der arme Heinrich.( Anfang 2½ Uhr.) Sonntag Berliner Theater. Sonntagnachmittag: Ein Wintermärchen.( An Montag: Maria Theresia. fang 2, Uhr.) Sonntagabend: Waterfant. Dienstag: Waterkant. Mittwoch: Maria Theresia. Donnerstag: Watertant. Freitag: Maria Theresia. Sonnabend: Waterkant. Sonntagnachmittag: Götz von Berlichingen.( Anfang 2, Uhr.) Sonntagabend: Zaza. Montag: Maria Theresia. Neues Theater. Leffing- Theater. Vom Sonntag, den 20. März bis Montag, den 28. März: Zapfenstreich. Sonntag: Königsrecht. Montag: Candida. Dienstag: Königsrecht. Mittwoch: Logit des Herzens. Salome. Donnerstag: Schwester Beatrix. Kammersänger. Freitag: Minna von Barnhelm. Sonnabend: Königsrecht. Sonntag: Minna von Barnhelm. Montag: stönigsrecht. M Amerikanische und deutsche Scharfmacher. Zu einer wahren Seeschlange wächst sich der Prozeß aus, den Dr. Gordon Bennet in Paris, als Besizer und geistiger Leiter des" New York Herald", und Redakteur Gordon Smith als Mitarbeiter bezw. der" Post". 2ohr, angestrengt hat. Es handelt sich um einen schon Korrespondent dieser Zeitung, gegen den früheren politischen Redakteur im Oktober 1902 erschienenen Artikel der" Post", in welchem dem " New York Herald" zum Vorwurfe gemacht wurde, daß er schon seit Jahren deutsch- feindliche Heartikel fabriziere und zwar auf Grund von angeblichen Telegrammen Berliner Korrespondenten, die gar nicht existierten. Die Telegramme würden vielmehr in Paris fabriziert und zu den hebzerischen Zwecken, die die Zeitung betreibe, extra zurecht gestußt. In Paris sei gewissermaßen die Werkstatt, in welchem die Telegramme in deutschfeindlichem Sinne bearbeitet würden. Herrn Smith wurde behauptet, daß er diese hetzerische, deutschfeindliche Tendenz, die darauf hinauslaufe, Amerika und Deutschland gegen einander aufzuheben, kräftigst unterstützt habe. Es wurden dann noch verschiedene ehrenrührige Behauptungen gegen Herrn Smith auf- Theater des Westens. Sonntagnachmittag: Undine.( Anfang Die neue Umsatzsteuer- Ordnung in Rigdorf, wonach nicht mehr gestellt, so, daß er seiner Zeit als Korrespondent des„ Bureaus 3 Uhr.) Sonntagabend: Die Fledermaus. Montag: Der zerbrochene Krug. gleichmäßig für alle Grundstücke eine Umsatzsteuer von 1 Proz., Reuter" Börsentelegramme und Depeschen gefälscht habe, daß er Dienstag: Boccaccio. Mittwoch: Der zerbrochene Krug. Donnerstag: sondern für unbebaute Grundstücke 11 Proz. erhoben werden, deshalb ausgewiesen und unter Hinterlassung erheblicher Schulden Das Glöckchen des Eremiten. Freitag: Stumme von Portici.( Rothmühl.) Von dem Sonnabend: Der zerbrochene Strug. Sonntagnachmittag: Der Trompeter während es bei dem einen Prozent für bebaute Grundstücke blicb, unter eigentümlichen Umständen verduftet sei usw. usw. mußte natürlich den Begriff unbebaute" Grundstücke etwas erläutern. Angeklagten ist die Wiederklage erhoben auf Grund eines Artikels von Sälfingen.( Anfang 3 Uhr). Sonntagabend: Der zerbrochene Krug. Montag: Der Templer und die Jüdin. Sie bestimmt in der Beziehung:„ Als unbebaut im Sinne der des New York Herald", in welchem von„ Erbärmlichkeit" und Luisen Theater. Sonntagnachmittag: Romeo und Julia.( Ans Die Streitfache hat schon von fang 3 Uhr.) Sonntagabend: Egmont. Montag: Philippine Welser. borstehenden Bestimmungen gelten Grundstücke auch dann, wenn Feigheit" gesprochen worden war. Mittwoch: Egmont. Donnerstag: nur Schuppen, Baracken und ähnliche der einstweiligen Benuzung hüben und drüben die Anfertigung umfangreicher Schriftsäße zur Dienstag: Das Schloß am Meer. Freitag: Das Schloß am Meer. Sonnabend: Uriel Acosta. oder andren vorübergehenden Zweden dienende Baulich Folge gehabt, insbesondere ist von dem Angeklagten ein ganzes Kean. feiten darauf errichtet sind. Hofräume und Hausgärten Konvolut von Einzelbehauptungen aufgestellt, die die Wahrheit des Sonntagnachmittag: Egmont.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Das und Sonstige umbebaute Teile eines bebauten Grund- allgemeinen Inhalts des Artikels bekräftigen sollen. Von seiten der Schloß am Meer. Montag: Egmont. Residenz Theater. Sonntagnachmittag: Lutti.( Anfang 3 Uhr.) stücks unterliegen der Steuer von 1½½ Proz. nur, insoweit sie nach Privatkläger werden alle diese Behauptungen bestritten. Im Sonntagabend: Die Empfehlung. Der Teusche Casimir. Von Montag Sonntags Umfang und Lage als selbständige Grundstücke( Baustellen) in gestrigen Termin vor dem Schöffengericht wurde der Angeklagte durch bis Sonnabend: Die Empfehlung. Der teusche Cafimir. Betracht kommen." Die letztere Bestimmung ist nicht nach dem den Rechtsanwalt Ae hnelt, die Privatkläger, von denen nur Herr nachmittag: Das große Geheimnis.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Herzen mancher Interessenten, was auch in der hierüber Beschluß Smith persönlich anwesend war, durch Justizrat Dr. Sello ver- Die Empfehlung. Der feusche Cafimir. Kleines Theater. Sonntagnachmittag: Schöne Seelen. Don Carlos. fassenden Sigung der Stadtverordneten- Versammlung zum Ausdruck treten. In den dreistündigen Verhandlungen kam es zunächst darauf tam. Zum Beispiel wurde beantragt, die Worte: insoweit sie nach an, den angebotenen umfangreichen Beweis in zweckdienlicher Weise Serenissimus u. a.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Des Pastors Ricke. Dienstag: Des Pastors Rieke. Mittwoch: Des Umfang und Lage als selbständige Grundstücke( Baustellen) in Betracht zu begrenzen. Es wurde beschlossen, Herrn James Gordon Bennet Montag: Nachtashl. Bastors Nieke. Donnerstag: Nachtasyl. Freitag: Nachtasyl. Sonnabend: kommen" zu streichen und dafür zu setzen: wenn sie als Teile eines aus Paris persönlich vorzuladen, ebenso den jetzt in Chicago Des Pastors Riete. Sonntagnachmittag: Kollegen. Liebesträume. Don Grundstücks zur Veräußerung gelangen". Die Absicht war klar. Man weilenden Redakteur Cuno w. Unter den Zeugen, die sonst noch Carlos. Serenissimus.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Nachtasyl. Montag: wollte große, zu einem kleinen Teil wirklich bebaute vorgeladen werden sollen, befindet sich der Redakteur Dr. Grütte Elektra. Märtyrer. Grundstücke mit großem zugehörigen unbebauten Areal gänz- fien vom„ Berliner Tageblatt", der Redakteur Parslow, der Trianon- Theater. Sonntagnachmittag: Biscotte.( Anfang 3 Uhr.) Iich vor einer mehr als einprozentigen Besteuerung bewahren. Der bekannte Normann Schumann, = Dr. Thilo, Chefredakteur Sonntagabend: Das elfte Gebot. Der Dieb. Von Montag bis SonnDas elfte Gebot. Der Dieb. Sonntagnachmittag: Biscotte. Ordnungsentwurf, der schließlich nach allen möglichen Loyalitäts- b. Supfer, Verleger August Scherl, dazu treten als Sach- abend: erklärungen des Magistrats doch die Mehrheit erlangte, ermöglicht verständige die Redakteure v. Huhn von der„ Kölnischen" und Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Das elfte Gebot. Der Dieb. Montag: Das elfte Gebot. Der Dieb. indessen beim einheitlichen Verkauf eines solchen Grundstücks, Stein von der Frankfurter Zeitung". Ferner sollen verschiedene ( Anfang Thalia Theater. Sonntagnachmittag: Charleys Tante. daß die unbebauten Teile, soweit sie irgendwann mal nach Lage Urkunden und ganze Jahrgänge des" New York Herald" vorgelegt 31, Uhr.) Sonntagabend bis Sonnabend: Resemanns Rheinfahrt. und Umfang als selbständige Grundstücke, in Betracht werden. Der Vorsigende führte den Parteien die Möglichkeit vor, Sonntagnachmittag: Charleys Tante.( Anfang 3%, Uhr.) Sonntagabend tommen, mit der höheren Umsatzsteuer belegt werden können. daß sie beide verurteilt werden könnten und gab ihnen anhes und Montag: Resemanns Rheinfahrt. Der bebaute Teil dieses einheitlichen Grundstückes kommt natür- doch den Abschluß eines Vergleiches zu erivägen. Belle Alliance Theater. T Sonntagnachmittag: Die Waise aus lich bei dem einheitlichen Verkauf mit einem Prozent davon. Das Familiendrama zu Meißen vor dem Schwurgericht. Unter Lowood.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend bis Sonnabend: Götterweiber. ungeheurem Andrang von Schauluſtigen iſt Freitag in erectum Montag weiß Theater. Sonntagnachmittag: Eine Baria.( Anfang Sonntagnachmittag: Deborah.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend und Dresden Götterweiber. gegen den Fabrikwächter Bienert verhandelt worden, der in Nacht Carl 14. Dezember vorigen Jahres gemeinschaftlich mit seiner Ehefrau seine 3 Uhr.) Sonntagabend bis Freitag: Zwei Frauen. Bapfenstreich. Sonnsechs Kinder getötet hat und diese That mit Ueberlegung aus- abendnachmittag: Dornröschen.( Anfang 4 Uhr.) Sonnabendabend: Die haben soll. geführt Rose vom Grünen Weg.( Anfang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag: Der Liebe Bienert ist 1864 in Großenhain geSeine Eltern sind noch Leben, am der Gebot.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Die Rose vom Grünen Weg. Vater ( Anfang 7 Uhr.) Montag: Die Rose vom Grünen Weg.( Anfang 8 Uhr.) fünf Jahre Zuchthaus wegen SittlichkeitsCentral Theater. Sonntagnachmittag: Die Fledermaus.( Anfang verbrechens. Bienert diente beim Gardereiter- Regiment in Dresden 3 Uhr.) Sonntagabend bis Donnerstag: Das Schwalbennest. Freitag: und lebte in geordneten, wenn auch ärmlichen Verhältnissen. Auf Die Geisha. Sonnabendnachmittag: Der geftiefelte Stater.( Anfang 4 Uhr.) Sonnabendabend: Das Schwalbennest. Sonntagnachmittag: Madame die Anklage erwidert Bienert mit von Thränen erstickter Stimme: Sherry.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend und Montag: Das Schwalbennest. Deutsch- amerikanisches Theater. Allabendlich: Ueber'n großen Teich. ( Anfang Uhr.) Apollo: Theater. AU abendlich: Frühlingsluft. B " Erforderlich wird dann allerdings eine gesonderte Wertabschätzung des unbebauten und des bebauten Teils. Es geht um die Wurst. Ein Feldzug gegen die frische Wurst, welche von den Gastwirten Potsdams ab und zu hergestellt und sowohl an ihre Gäste wie außer dem Hause verkauft wird, ist von den Potsdamer Fleischermeistern eingeleitet worden. Dieselben er achten die Gastwirte als recht bemerkenswerte Konkurrenten für ihren eignen Wurstabsatz und haben deshalb durch einen Abgesandten Erhebungen darüber anstellen lassen, ob die Räume, in denen die Gastwirte die frische Wurst herstellen lassen, auch den gesetzlichen Anforderungen genügen, um dann weitere Schritte in der Sache zu unternehmen. Der Märkische Gastwirteverein in Potsdam wird sich in seiner nächsten Sigung mit der Angelegenheit ausführlich beschäftigen. boren. verbüßt jetzt " = Sonntagnachmittag: Lysistrata. Nordini. Gebrüder Herrufeld- Theater. Allabendlich: Nur eine Nacht. Metropol Theater. Allabendlich: Ein tolles Jahr. Wintergarten. Täglich: Specialitäten. Cafino Theater. Sonntagnachmittag: Cirkusfee.( Anfang 4 Uhr.) Allabendlich: Walden- Gastspiel. teure Baterhaus und andre Vorträge. Steidl Theater. Linienstraße( Ede Friedrichstraße). Täglich: Das Passage Theater. Täglich: Caicedo. Eingegangene Druckschriften. Meine Frau war unheilbar frank. Wenn ich sterbe, sagte sie, müssen die Kinder mit sterben. Ich habe versucht, ihr diese Gedanken auszureden. Als aber alles Reden nichts fruchtete, war und beschloß, ich mit ihrem Plane schließlich einverstanden und ebenfalls zu sterben. Ich öffnete am Abend des 14. Dezember Drewit bei Potsdamt. Bei der am Donnerstag stattgehabten vorigen Jahres die Ofenklappe und ließ Kohlengas einströmen. Gemeindevertreterwahl in Drewitz bei Potsdam hatten unsre Genossen Vors.: War Ihre Frau einverstanden, daß auch Sie sterben wollten? nicht das Glück wie vor zwei Jahren, wo kurz vor Schluß der Wahl- Angell.: Jawohl. Ich sagte: Wenn Du sterben willst, handlung eine Anzahl von ihnen auf dem Rade erschienen und zur sterben wir alle mit. Auch die Kinder sagten: Mutter, großen Heberraschung der Gegner ihre Stimmen für den Genossen wir sterben mit Dir zusammen. Vorf.: Welche Vorbereitungen Dürre abgaben, so daß dieser mit ca. 1 Dugend Stimmen gewählt trafen Sie?- Angefl.: Meine Frau wollte so schnell wie mög wurde. Diesmal beteiligten sich die Socialdemokraten in voller lich die That ausgeführt wissen. Ich wollte zunächst Gift Palast Theater. Sonntagnachmittag: Die Anna- Liefe.( Anfang Deffentlichkeit an der Wahl, was die Gegner ebenfalls zu intensiver nehmen, konnte aber nichts bekommen. Nun famen wir auf 3 Uhr.) Allabendlich: Der Mudebold und Specialitäten. Agitation veranlaßte, so daß deren Kandidat 78 Stimmen erhielt, die Idee, durch Kohlengas unserm Leben ein Ende zu machen. Urania- Theater. Taubenstraße 48/49. Sonntag, Dienstag, Donners während für den Socialdemokraten 49 Stimmen abgegeben wurden. Ich kaufte eine Flasche Tofayer, um die Kinder dadurch in eine andre tag und Sonnabend: Das Land Tirol. Montag, Mittwoch und Freitag: Dies Resultat ist unter Berücksichtigung der Verhältnisse durchaus Stimmung zu bringen und ihnen das Ende zu erleichtern. Meine Frühlingstage an der Riviera.( Anfang 8 Uhr. fein unerfreuliches, besonders wenn man bedenkt, daß unsre dortigen Frau und ich tranten Rum, um ebenfalls unter dem Einflusse des Alkohols Genossen noch feine politische Organisation haben, da ihnen bisher schmerzlos hinüberzuschlummern. Dann aßen wir noch zu Abend und tein Lokal zur Verfügung stand. Doch ist Aussicht vorhanden, daß brachten.dann die Kinder ins Bett.- Vorsitzender: Haben Sie nun sich diese Verhältnisse in nächster Zeit bessern werden, so daß in von Ihrer Frau Abschied genommen? Angeklagter:( in Thränen Dr. Erich Eyd. Der Vereinstag Deutscher Arbeitervereine, 1863 bis Zufunft eine planmäßige Agitation betrieben werden kann, wodurch ausbrechend und heftig schluchzend im Saale Totenstille): Wir 1868. Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte der deutschen Arbeiterdie nächsten Wahlen von besserem Erfolge gekrönt sein werden. gingen noch einmal zu den Kindern. Sie bewegten sich noch, waren bewegung. Preis 1,50 M. Verlag von Georg Reimer, Berlin, Lützowftraße 107/108. Bierter Geschäftsbericht des Arbeitersekretariats Halle a. S. für das Bei der Schmargendorfer Gemeindewahl unterlag Genosse Budlitz noch am Leben, dann ging ich noch einmal durch die Räume. Allein, das war mein letzter Gang. Meine Frau mit 112 gegen 214 Stimmen umarmte Jahr 1903. 64 Seiten. Selbstverlag des Arbeitersekretariats, Halle a. S. darunter 73 Forensalstimmen des H. A. Bued. Die Organisation der Arbeitgeber. 89 Seiten. Verlags. Amtsparteilers Schitting. Die Furcht vor dem roten Gespenst und mich, ich füßte hierauf die blasse Stirn und dann nahmen two die nicht stark genug war, das Eingreifen des Gemeinde- wir Abschied für immer. Sie fant auf einen Stuhl nieder und war Buchhandlung J. Guttentag, G. m. b. 5., Berlin, Lükowstr. 107/108. nach einigen Augenblicken tot. Noch einmal sah ich nach den Kindern Kriegskarte II von Ostasien. Süd- Mandschurei, Korea, Nordoftverwaltungsapparats hatten das besigende Philisterium und bemerkte, daß bereits vier tot waren. Die beiden ältesten lagen China. Maßstab 1: 2 000 000. Format 74: 90 Centimeter. Preis 1 M. an den Wahltisch in einer Zahl getrieben, wie nie zuvor. Berlag Dietrich Reimer( Ernst Bossen) in Berlin SW., Wilhelmstr. 29 I. in den letzten Zügen. Nun schwanden auch mir die Sinne. Ich oppositionelle Bürgertum, zumeist abhängige Beamte, verhielt sich Gustav Tschiru. Friedrich Nietzsche. Preis 60 Pf. Kommissions. berlag, Handelsdruckerei Bamberg. passiv im Hinblick auf das im Amtsparteilager wiederholt angewandte brach zusammen und von diesem Augenblick an fehlt mir die Erinnerung. Borf.: Ist es Ihnen schier geworven, Ihr Teuerstes, Eduard Schmid, Gegen den Fleischwucher! Preis 20 Pf. Berlag Mittel der Denunziation. Sind wir auch diesmal unterlegen, so Angell. Ja, sehr schwer, con G. Birk u. Co., München. hat die Wahl doch den Beweis eines erfreulichen Anwachsens der Ihr Weib und Ihre Kinder zu töten? aber meine Frau bestand darauf. Sie wollte die Kinder nicht allein Jahresbericht der Handelskammer zu Berlin für 1903. Drud von Socialdemokratie ergeben. Dieses Wachstum sowie das passive H. S. Hermann, Beuthstraße. Verhalten der bürgerlichen Opponenten beweisen, wie tiefgehend die zurücklassent. Neunter Jahresbericht des Arbeiter Sefretariats Nürnberg. Ges Die Beweisaufnahme nahm nur furze Zeit in Anspruch und Unzufriedenheit mit der Gemeinde- Verwaltung und Vertretung in den Kreisen der Minderbegüterten ist. ergab nichts Neues. Staatsanwalt und Verteidiger Rechts- schäftsjahr 1903. 79 Seiten. Selbstverlag des Sekretariats. Ottmar Hegemann. Unfehlbar! Roms Päpste im römischen Licht. anwalt Dr. Knoll sprachen beide für Totschlag und Preis 20 Pf. München 1904. J. F. Lehmanns Verlag. Lichtenberg. Die Angelegenheit der Pensionierung des früheren mildernde Umstände. Die Geschworenen verneinten die Schuldfrage Theodor Schiemann. Geschichte Rußlands unter Kaiser Nikolaus. Kassenrendanten und pensionierten Privatförsters Kauffmann hatte, nach Mord und erkannten nur auf Totschlag. Der Gerichts- I. Band. Brosch. 14 M., geb. 16 M. Berlagsbuchhandlung Georg Reimer, wie erinnerlich sein wird, dazn geführt, daß die Aufsichtsbehörde den Hof verurteilte daraufhin den Angeklagten zu vier Jahren Berlin, Lützowstr. 107/108. Das 0 Neu eröffnet. Möbel MöbelKatalog gratis. im auf bequeme Zahlweise Möbel- Special- Haus auf Teilzahlung. Robert Herrmann& Co. 1. Etage. 67 Potsdamerstr. 67, 1. Etage. zweites Haus von der Winterfeldt- Strasse. Gegen bequeme Zahlweise verkaufen wir an jedermann ohne Unterschied des Ranges ganze Einrichtungen sowie einzelne Möbelstücke. Es befinden sich am Lager: Abt. I. Eichene Herren- und Speisezimmer, SofaUmbauten, Truhenbibliotheken. Abt. II. 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Nr. 68. 21. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Berlin und amgegend. Die diesjährige Maifeier der Gewerkschaften Sonntag, 20. März 1904. Husland. Handarbeit ermöglicht, dann sind diese gewiß gern bereit, ihrerseits die Kosten für die arbeitsparende Maschine zu zahlen. Eine neue Tarifgemeinschaft der Tischler in Jütland ist dieser Wenn aber die Meister den Profit aus der Maschinenarbeit durch Tage durch Verhandlungen, die sich über ein halbes Jahr erstreckt einen niedrigeren Tarif als für Handarbeit einsteden, müssen hatten, zu stande gekommen. Sie soll am 1. Mai in Kraft treten sie auch die Kosten für die Maschinenarbeit tragen. fundigt sich Herr Sebastian einmal, wo sonst in einer Branche der Minimalstundenlöhne erzielt und außerdem wurde ein für ganz Vielleicht er- und zwei Jahre gelten. Für sieben Städte wurde eine Erhöhung die den Meistern gelieferte Arbeit von den Gesellen bezahlt wird. Jütland geltender Accordtarif für Möbelarbeit wie für Bauarbeit Er dürfte felbst bei Unternehmern andrer Branchen auf erstaunte festgelegt. Gefichter stoßen, wenn er ihnen erzählte: Bei den Tischlern zahlen nicht die Meister, sondern die Gesellen die Kosten für die Maschinenarbeit. " Deutfches Reich. fowie an kann, da der 1. Mai ein Sonntag ist, keine Demonstration durch Arbeitsruhe sein. Aus diesem Grunde herrscht in den Berliner Gewerkschaften Meinungsverschiedenheit darüber, ob man in diesem Jahre überhaupt gewerkschaftliche Maiversammlungen abhalten solle. Ein Versuch, über die einheitliche Stellung zur diesjährigen MaiDie Aussperrung in der Diamantindustrie. feier eine Verständigung zwischen den Berliner Leitungen der CentralEine neue Intervention hat der niederländische Minister des Innern und Premierminister Kuyper eingeleitet, indem verbände herbeizuführen, hatte keinen Erfolg; es bleibt nunmehr jeder einzelnen Gewerkschaft überlassen, ob sie diesmal am 1. Mai fierten Kollegen auf dem Bau der Traintaserne gesagt hatten: Diamantarbeiter- Verbandes, an Hazeoret, den Vorsitzenden der in Von der Justiz in Magdeburg. Weil sie zu einem unorgani- Amsterdamer Juwelier- Bereinigung, an Polak, den Vorsitzenden des er ein gleichlautendes Telegramm an den Sekretär Harz von der eine Versammlung für ihre Mitglieder veranstalten will oder nicht. 23 enn Du nicht die vom Verband vorgeschriebene Betsalel" organisierten jüdischen Diamantarbeiter, Eine gemeinsame Veranstaltung aller Gewerkschaften findet also am Wochenmarte flebst, werden wir das dem Ver- Douwes, den Vorsitzenden der Diamantarbeiter vom„ Patrimonium", diesjährigen 1. Mai nicht statt. Ueber die Abhaltung von Vertrauensmann melden", waren vom dortigen Schöffengericht fandte und seine Vermittelung zur Beilegung der Differenzen anbot. sammlungen ist zwischen den Vertretern der politischen und der die Bauarbeiter Uh de und Lorenz zu einem Monat bezi. Der Minister verlangte Antwort vor Sonnabendmittag, sette dann gewerkschaftlichen Organisationen ein an andrer Stelle veröffentlichtes drei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Abkommen getroffen. rufungsgericht hat dieses sehr an Breslau erinnernde Urteil jetzt be- fest, weil, wie er erklärte, gegen Verhandlungen am Sonnabend, Das Be- jedoch in einem neuen Telegramm den Termin auf Dienstagmittag stätigt! Es stellte fest, daß obige Worte und die Tatsache, daß die als einem Ruhetage, für manche der Beteiligten Beschwerde erhoben Arbeiter des Baues nicht mit den Unorganisierten zusammen arbeiten worden sei. Von seiten des Verbandes ist selbstverständlich eine wollten( weshalb der Polier denselben entließ) einen groben derartige Beschwerde nicht ausgegangen; es kann sich hier mur entVersto B gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung involviere und des weder um jüdische Arbeitgeber oder um Vertreter von„ Betsalet" halb eine strenge Strafe am Plaze sei. Die Worte:" So werde ich Handeln. das dem Vertrauensmann melden", enthielten zweifellos" eine beschlossen, der Aufforderung des Ministers Folge zu leisten. Wie verlautet, hat die Juweliersvereinigung bereits Drohung(!) im Sinne des§ 153 usw. Die Rammer Berlins und Umgegend fordern für das Jahr 1904 eine Lohnerhöhung von 10 Pf. pro Stunde, d. h. einen StundenJohn von 65 Pf. Begründet wird die Forderung damit, daß in den legten zwei Jahren die Mieten der Wohnungen sowie die Preise der Lebensmittel bedeutend gestiegen sind. Nun tommt aber auch noch hinzu, daß für Rammer nur eine Arbeitszeit von durchschnittlich 30-32 Wochen jährlich gerechnet werden kann, so daß dann die Höchstlohnsumme jährlich thatsächlich nur 950,40 M. beträgt. Die Lohnkommission ist beauftragt, einen neuen Lohntarif auszuarbeiten und den Meistern vorzulegen. Falls die Meister nicht ein größeres Entgegenkommen als bisher zeigen, find die Nammer entschlossen, die Einführung des neuen Tarifs eventuell durch einen Streik zu eratvingen. Achtung, Kartonarbeiter, Arbeiterinnen und Nieter! In der Kartonfabrik von Martin Pohle, Köpniderstr. 112, haben sämtliche Arbeiter und Arbeiteriunen wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. " shir. iſt In Antwerpen stehen jetzt den Diamantarbeitern 1600 Mühlen In Mühlhausen in Thür. ist es den politischen und gewerkschaft zu den Bedingungen des Verbandes zur Verfügung. Es wird lichen Arbeiterorganisationen endlich nach langen Kämpfen gelungen, nächstens wieder eine Anzahl Amsterdamer nach Antwerpen überein eignes Heim mit völlig zwedentsprechenden Räumen für Ber- siedeln. Die Fabrit De Eendracht ist nun doch wieder eröffnet fammlungen, Herberge und dergleichen zu erlangen. Der dortige worden, nachdem 25 der 268 Mühlen, zumeist durch Selbständige, zunächst zehn Jahre mit entsprechendem Gewinnanteil gepachtet geber halten täglich Gigungen ab. Nun haben sie nochmals bes Thüringer Hof" ist von ihnen unter günstigen Bedingungen auf die Lehrlinge mitgebracht hatten, besetzt werden konnten. Die Arbeit worden. Es wurde als Gewerkschaftshaus unter zahlreicher schlossen, und zwar mit 75 gegen 73 Stimmen, die Fabriken am Beteiligung eingeweiht. Montag zu öffnen. Wie die Abstimmungszahlen zeigen, ist es mit der Einigkeit unter den Arbeitgebern nicht weit her. Der christliche Textilarbeiterverband Die Arbeiter von Stockholms Superphosphatfabriken" in Gäddviken befinden sich seit einigen Wochen im Ausstande, der da durch hervorgerufen wurde, daß der Direktor den Arbeitern private Arbeitskontrakte und eine despotische Werkstattordnung aufzwingen wollte und Maßregelungen vornahm. Der Direktor giebt sich jetzt große Mühe, auf dem Lande Streitbrecher anzuwerben, hat aber bisher nicht viel Erfolg gehabt. hielt am Sonntag und Montag in Köln seine dritte GeneralDrtverwaltung Berlin des Deutschen Buchbinder- Verbandes. versammlung ab. Nach den Angaben des Vorstandsberichtes zählt Zum Tischlerstreit in Steglit, Groß- Lichterfelde 2c. Der Streit der Verband rund 17 500 Mitglieder, etwa 1000 mehr als vor einem dauert unverändert fort. Leider finden sich sehr viele Leute, die, von Jahr. Der Beitrag war im Jahre 1903 von 15 auf 20 Pf. erhöht der Sachlage nicht unterrichtet, in den Orten Arbeit nehmen. Es worden, was vorübergehend einen Mitgliederrückgang zur Folge hatte. gelingt jedoch den Streikenden meist, die Ununterrichteten zur Ab- Der christliche Tertilarbeiterverband ist nach dem Brustschen Bergreise zu bewegen. Der Stegliger Anzeiger" meldet, daß es zur arbeiterverband der an Mitgliedern zahlreichste unter den christlichen Festnahme von Leuten gekommen sei, die arbeitswillige Kollegen Organisationen. Er hat seine Mitglieder zum weitaus größten Teil Eine gewerkschaftliche Riesenorganisation ist der amerikanische an der Ausübung ihres Berufes zu hindern suchten". Den Streifenden in den katholischen Gebieten Rheinlands und Westfalens. So im Kohlengräber- Verband. Im Jahre 1897 zählte dieser ist davon nichts bekannt. Wenn Verhaftungen vorgekommen find, Bezirk M.- Gladbach- Strefeld rund 3000, im Bezirk Aachen 4700, Verband 9731 Mitglieder, im Dezember 1903, also nach nur sechs betreffen sie jedenfalls keine Streifenden. Richtig ist, daß die Polizei Bocholt- Münster 4000, dagegen im protestantischen Bezirk Barmen Jahren, war die Zahl der gutstehenden Mitglieder auf 287 545 anfich, wie überall, der Arbeitswilligen annimmt. Die Arbeitswilligen nur 533. Im übrigen sind die Mitgliederzahlen der christlichen Ge- gewachsen, die in 2322 Lokalvereinen organisiert sind. In demselben werden von der Polizei zwischen Bahnhof und Werkstätten fürsorglich werkschaften mit möglichster Vorsicht aufzunehmen. Die Herren Maße find die Finanzen des Verbandes gewachsen. In der Hauptbegleitet. Sogar wenn sich die Leute unterwegs in einer Destillation lieben die„ runden" Summen. Die Einnahmen des Verbandes be- kaffe befindet sich die Summe von ca. 2 Millionen Mark; außerdem ihre Schnapsflasche auffüllen lassen, faßt die Polizei draußen Posto, trugen im Jahre 1903 107 875 W., die Ausgaben 78 575 M.; die sind aber große Summen in den Kassen der Lokalvereine ange= um nachher die Weiterbegleitung fortzufezen. Herr Sebastian, Hauptkaffe befibt 77 000 M. Wie ein Vergleich der Einnahme mit sammelt. Im letzten Jahresbericht wird der Rückgang des Verbandes der Macher im Arbeitgeberverbande, verteidigt die Forderung dem Beitrag zeigt, stehen viele Mitglieder lediglich auf dem Papier. in dem Anthracitkohlengebiet von Bennsylvanien beklagt. Durch die der Meister, daß die Gesellen die Maschinenarbeit aus ihrer Tasche Der Sitz des Verbandes wird von Krefeld nach Düsseldorf verlegt. Schiedsgerichtsentscheidung beim legten Streit wurde dort die bezahlen sollen, im Stegliger Anzeiger" damit, daß er ausführt: Bum Vorsitzenden wurde wieder Schiffer( Strefeld) gewählt. Es Drganisation der Bergleute nicht anerkannt, und deshalb ziehen auch „ Die Maschinen leisten ihnen( den Gesellen) die anstrengende Arbeit, sollen vom 1. Mai ab drei weitere besoldete Beamte zur Betreibung die Unternehmer ihren Arbeitern die Beiträge für die Organisation sparen ihnen jede Anstrengung und das soll obendrein der Meister der Agitation angestellt werden, davon einer speciell für das nörd- auch nicht mehr von den Löhnen ab, wie das in andern Distrikten aus seiner Tasche noch bezahlen!" Das ist ein Standpunkt, über liche Westfalen. Die Anstellung eines Beamten für Bayern wurde geschieht. Dies ist der Grund des Rückgangs, die den getvertschaftden sich reden läßt: Mögen die Herren Meister einen Tarif be- abgelehnt. Es soll ein Zuschuß zu dem dort anzustellenden Beamten lichen Wert dieser Riesenorganisation allerdings in einem recht zahlen, der den Gesellen die Herstellung der Arbeit lediglich durch des Gesamtverbandes der christlichen Gewerkschaften geleistet werden. zweifelhaften Lichte erscheinen läßt. Frühjahr- Paletots. 8 M. A Frühjahr- Paletots Vielseitigete Auswahl in Stoffen u. Fassons 45,-, 39.-, 36.-, 30.-, 27.-, 24, 21., 18., 15., 12.Frühjahr- Paletots Sonder- Angebot, Gestreif. 18 Frühjahr- Raglans kleingemusterte Kammgarnstoffe Moderne Verarbeitung und neue Stoffe 80.-, 24EinsegnungsAnzüge. Reichhaltigste Auswahl in den neuesten Moden u, verschiedenartigsten Webarten, sowie Kammgarn, Satin, Cheviot, Ripsgarn, Drapé, Melton etc. M. 33,-, 30.-, 27.-, 24.950 21.-, 18.-, 15.-, 12.-, Wäsche, Hüte, Handschuhe, Krawatten u. s. w. sehr billig. M. 21 M. Jeder Käufer eines Einsegnungs Anzuges erhält reizende Beigaben umsonst. 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Nachmittags 2 Uhr: 13./14. Abteil.: Metropol Theater Medea. 1. Abteil.: Lessing- Theater: Zapfenstreich. Anfang 7, Uhr: Lohengrin. Opernhaus. 7 Uhr. Montag: Fra Diavolo. Anfang Schauspielhaus. Othello, der Mohr von Benedig. Montag: Göz von Berlichingen mit der eisernen Hand. Anfang 7 Uhr. D Meues Königl. Opern Theater. Wie die Alten sungen. Montag; Geschlossen. Dentiches. Ora et labora. Das Wunder des heiligen Antonius. Nachm. 22 Uhr: Die Weber. Montag: Rose Bernd. Berliner. Waterkant. Nachm. 2, Uhr: Ein Winter märchen. Montag: Maria Theresia. Leffing. Zapfenstreich. Montag: Dieselbe Borstellung. Westen. Die Fledermaus. Nachm. 3 Uhr: Undine. Montag: Der zerbrochene Strug. Neues. Königsrecht. Montag: Candida. Residenz. Der feusche Casimir. Bore her: Die Empfehlung. Montag: Dieselbe Borstellung. Central. Das Schwalbennest. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Das Schwalbenneft. Belle Alliance. Götterweiber. $ Nachm. 3 Uhr: Die Waise aus Lowood. Montag: Götterweiber. Thalia. Resemanns Rheinfahrt. Nachm. 3 Uhr: Charleys Tante. Montag: Resemanns Rheinfahrt. Casino. Walden- Gastspiel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Die Räuber. Nachm. 3 Uhr: Wallensteins Tod. Montag: Der Kompagnon. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Die Wildente. Nachm. 3 Uhr: Pauline. Montag: Die Wildente. Kleines. Des Pastors Rieke. Nachm. 3 Uhr: Schöne Seelen. Don Carlos. Serenissimus usw. Montag: Nachtasyl. Luisen. Egmont. Nachm. 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Philippine Weiser. Trianon. Das elfte Gebot. Dieb. Nachm. 3 Uhr: Biscotte. Montag: Das elfte Gebot. Dieb. Der Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: Sonntagnachmittag 3Uhr: Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Sonntagabend 8 Uhr: Die Räuber. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Montagabend 8 Uhr: Der Compagnon. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Amt IV 4440. Anf. 72 Uhr. Direktion Jean Kren Heute nachmittag 32 Uhr: Charleys Tante. Täglich: Resemanns Rheinfahrt. Pauline. Berliner Komödie in 3 Akten von Georg Hirschfeld. Veranstaltet von der Neuen freien Volksbühne. Sonntagabend 8 Uhr: Die Wildente. Schauspiel in 5 Aufz. v. Henrik Ibsen. Montagabend 8 Uhr: Die Wildente. Bernhard Rose- Theater) Gesundbrunnen. Badstr. 58. Sonntag, den 20. März 1904, nachmittags 3 Uhr: Don Cäsar von Baz an zu Vorzugspreisen. Abends 7 Uhr: Auf eigenen Füßen. Nach der Vorstellung: 2 gr. Cirkus Busch. Gala- Vorstellungen. abends 7 Uhr. Nachm. 4 Uhr: 1 Kind frei, sofern es ein angehöriges ist; weitere Kinder auf allen Sipplägen halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Das letzte Wort!!! Schleife und Todessprung in einem Tempo. Jackson Der Bär als Kunstreiter. Auftreten der besten Künstler und Künstlerinnen. Borf. u. Vorreit. d. best. Schul- u. Freiheitspferd. D. anerf. best. Clowns. d. Welt. Aus den Alpen. Bemerkenswert: Der Automobilsturz. Große internationale Nachm. 4 Uhr: Berliner Winterfreuden. Abends 7½ Uhr: Bum 88. Male: um die Grosser Ball. Ringkampf- Konkurrenz Weltmeisterschaft. Belle- Alliance- Theater. Morgen: Die Bettlerin und Belle- Alliancestr. 7/8. Amt VI 283. und Alfred Schönfeld. Anf. 72 Uhr. Heute nachm. 3 Uhr bei fl. Preisen: Die Waise aus Lowood. Täglich: Götterweiber. Schwank in 3 Akten v. Wilh. Jacoby. Ausstatt.- Posse mit Gesang und Tanz. Der Cirkus bleibt nur noch kurze Zeit! Cirkus Schumann. Heute, Sonntag, den 20. März, nachmittags 3%, Uhr und abends 7%, Uhr: 2 2 grosse Vorstellungen. Nachmittags hat jeder Erwachsene ein Kind frei, weitere Kinder zahlen Nachmittags zum zweitenmal: halbe Preise. Robert und Bertram ober die beiden luftigen Bagabunden. Höchst komische Bantomime in 4 Abteilungen. In beiden Vorstellungen: Fräulein Dora Schumann als Schulreiterin. Herr Julius Seeths 25 Löwen 25. Frères Skremka in ihrer Wunderarbeit. Ringkampf- Parodie des Clowns Cottreli. Abends: Babel. Große Ausstattungspantomime in 11 Abteilungen. Urania. Apollo- Theater. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Das Land Tirol. Montag 8 Uhr: Nachm. 3 Uhr: Ermässigte Preise. Lysistrata und Specialitäten. Frühlingstage an der Riviera. Uhr Frühlingsluft Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: ,, Das photographische Objektiv." InvalidenSternwarte str. 57/62. CASTANS PANOPTICUM Afrika in Berlin!!! Friedrichstr. 165. mit dem Blütenhochzeit. Ballett 9-11 Uhr: Das grosse März- Specialitäten- Programm mit Les Bonnin X Robert Steidl. Zum 9. Male: Metropol- Theater Ein tolles Jahr. Gr. dramatisch- satirische Revue Tunesen- Truppe. in 5 Bildern von Julius Freund. Grosse Völkerschau. Die schönen HaremsDamen in Tunis. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Der Eingang Schadow- Strasse No. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: Carl Weißt. Zwei Frauen. Hierauf: 50 Pfg. Zapfenstreich. Nachm. 3 Uhr: Eine Baria. Montag: Zwei Frauan. Hierauf: Bapfenstreich. 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Lebensbild in 5 Aften v. E. Ritterfeldt. Abends 72 11hr: Leyte Sonntags- Aufführung. Zwei Frauen und Zapfenftreich. ihr Kind. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/49. Sonntag, den 20. März cr.: Bernhard Rose- Theater- Ensemble. Die Bettlerin und ihr Kind. Schausp. in 5 Akten n. d. Französischen von Meißner. Anfang 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Grosser Ball. Dienstag, 22. März: Auf eigenen Füssen. SteidlLinienstrasse 132 Theater Oranienburger Thor. Vorletzter Sonntag der Fritz Steidl- Sänger vor ihrer Gastspielreise n. Rußland. Anf. 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Neue Welt Arnold Scholz Die 24 besten Ringer der Welt. treten in Konkurrenz: 1. Dirk van den Berg, Holland, geg. Herm. Eigemann, Westfal. 2. Roepell, Berlin, gegen Aimable de la Calmette, Frankreich. 3. Heinrich Eberle, Deutschl., geg. Pierrad de la Colosse, Frankr. Der Ringfampf beginnt 9 Uhr. Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. au fonen fassend, und Säle, 150 bis 500 B 4 Vereinszimmer Bersammlungen und Festlichkeiten. 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Noacks Theater. Urania. 2 Ball- Orchester. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. 45532* Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Bon 4 Uhr ab in d. hinteren Sälen: Ein modernes Aschenbrödel. Grosser Ball. Grosser Ball bei stark besetztem Orchester. Wernau's Restaurant u. Festsäle Schwedter- Str.23/ 24. Säle zu Hochzeiten. Billige Menu- Preise. Beste Empfehlungen. Morgen: Lehte Woche: Zwei Frauen Germania Prachtsäle und Zapfenstreich. Kleines Theater. Unter den Linden 44. Nachmittags 3 Uhr, bei bedeutend ermäßigten Preisen: Liebesträume. X Kollegen. Don Carlos- Parodie. Serenissimus- Zwischenspiele. Abends 8 Uhr: Des Pastors Rieke. Morgen: Nachtasyl. Chausseestr. 103. Arnold Scholz. Jeden Sonntag: ( Steidl, Wolff) Sänger Hamburger Nach der Soiree: Trianon- Theater. Familien- Kränzchen. Georgenstraße, zwischen Friedrichund Universitätsstraße. Das elfte Gebot. Hierauf: Der Dieb. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittag: ,, Biscotte." 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Zum Schluß teilte noch Gebert( Transportarbeiter) mit, daß sein Verband Kontrollfarten für Lasttutscher herausgegeben hat und forderte Maurer und Bauarbeiter auf, darauf hinzuwirken, daß auf den Bauten die Kutscher nach diesen abgestempelten Karten gefragt werden. Nicht anwesend waren die Steinsetzer und Blätterinnen. Für die Verbesserung der traurigen Verhältnisse mit aller Macht macher fand am Montag im Rosenthaler Hof" statt und befaßte sein lassen. Während sich die Ausführungen Schmalfelds haupt- tonferenz, die zum zweiten Osterfeiertag nach dem Gewerksächlich auf die Cigarrenfabrikation bezogen, sprach der zweite schaftshause einberufen ist. Hierzu wurde von der Ortsverwaltung Redner, Müge aus Dresden, über die Verhältnisse in der der Antrag empfohlen: Die Sonferenz möge beschließen, daß das lautete das Thema einer öffentlichen Bäckergesellen- Versammlung, Cigarettenindustrie. Für die Cigarettenfabrikation giebt es in Markensystem zur Aufbringung der Mittel für die Agitationsdie am Dienstag im Hotel Alexanderplatz tagte. Der Referent Dresdener Fabriken äußerst leistungsfähige Maschinen, die fortgesetzt fommission abgeschafft und dafür jede Zahlstelle des Bezirkes verSchneider führte hierzu aus: Seit langer Zeit leiden die verbessert werden. Die kleinen Fabrikanten, welche solche Maschinen pflichtet werde, der Agitationstommission pro zahlendes Mitglied Bäckergesellen darunter, daß die Arbeitsvermittlung durch Kom- nicht anschaffen können, lassen die Produktion im Wege der und pro Quartal 5 Pf. zu überweisen. Jr Berlin soll dieses missionäre gegen Bezahlung durch die Arbeitsuchenden betrieben Heimarbeit bewirken, die infolgedessen in Dresden eine System auch ohne Rücksicht auf die Beschlüsse der Konferenz einwird. Die große Arbeitslosigkeit, hervorgerufen durch weit große Ausbreitung erfahren hat. Natürlich find unter geführt werden, und zwar mit rückwirkender Kraft auf das laufende gehende Lehrlingszüchterei, bot den Kommissionären ein ergiebiges folchen Umständen die Löhne gering und die Webeitsverhältnisse die Quartal. Der Antrag wurde von der Versammlung einstimmig gutFeld für ihre schmarozende Thätigkeit. Vor neun Jahren ersuchten denkbar schlechtesten. Auch die in den Fabriken Beschäftigten sind in geheißen. Als Delegierte zur Konferenz wurden Ollrich und die Gesellen die Innung Germania, gegen diese Art der Arbeits- jeder Hinsicht bedrückt. Rigorose Fabrifordnungen geben die Gerfe gewählt. Hierauf erstattete Weber Bericht von bermittelung vorzugehen. Die Innung versprach, erfüllte aber ihr Ver- Arbeiterinnen der Willfür der Fabrikanten und Geschäftsführer preis. Der Gewerkschaftskommission. Er wies unter anderm sprechen dadurch, daß fie einen der größten Kommiffionäre als Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Cigarettenbranche müssen mit auf das Bestreben der Handlungsgehilfen zur Einführung des AchtSprechmeister( Arbeitsvermittler) der Innung anstellte, aber nicht denen der Cigarrenindustrie Hand in Hand gehen, um durch die uhr- Ladenschlusses hin und forderte die Anwesenden auf, diesen gegen Gehalt, sondern der Sprechmeister war nur angewiefen auf Organisation ihre Lage zu verbessern.- Die Ausführungen der Kampf durch Besorgung aller Einkäufe vor 8 Uhr abends thatkräftig die von den Arbeitsuchenden zu zahlenden Gebühren von 50 Pfennig Referenten fanden lebhaften Beifall. Zum Schluß erinnerte der zu unterstüßen. Zum Schluß wies der Redner noch auf die Anfang bis 1 Mart. Da die Sprechmeister ganz nach Belieben Borjizende Kiesel die Kollegen und Kolleginnen an ihre Organi- Februar d 3. von der kombinierten Sigung angenommene Res die Arbeitsstellen unter die Arbeitslosen verteilen können, so hatten fationspflicht und an die Aufgabe, sich menschenwürdige Lohn- und solution zur Förderung des Konsumgenossenschaftswesens hin. diejenigen die meiste Aussicht, Arbeit zu bekommen, welche sich bei Arbeitsverhältnisse zu erringen. Als Delegierte zur Gewerkschaftskommission wurden Weber, den Sprechmeistern beliebt zu machen verstanden. So hatte sich Ollrich und Gerke gewählt. Sodann wurde auf Antrag der das Unwesen der Kommissionäre auf die Innung übertragen. großem Saal die Fortsetzung der Generalversammlung der Berliner tommission einzusetzen, die die Aufgabe hat, über Streitigkeiten Centralverband der Töpfer. Am Donnerstag fand in Kellers Ortsverwaltung beschloffen, eine permanente Beschwerde Bei der Arbeitsvermittelung der Innung" Concordia" herrschten giliale statt. Bunächst wurde die Debatte über den Jahresbericht von Mitgliedern, soweit sie die Organisation berühren, über Bebisher derartige Mißstände nicht, denn ihr Sprechmeister war gegen fortgesetzt und zu Ende geführt. Nachdem dann noch einige Unter- schwerden wegen Aufnahme oder Ausschluß usw. zu entscheiden. Das festes Gehalt angestellt. Jetzt geht aber auch die Innung„ Concordia" ftügungsgesuche erledigt worden waren, folgte der Bericht der Lohn- in Vorschlag gebrachte Regulativ der Kommission wurde von der mit der Absicht um, nicht nur ihren Sprechmeister ausschließlich auf fommission über die Verhandlungen, die mit den Arbeitgebern Versammlung angenommen und die Kommission aus 5 ständigen die Gebühren der Gesellen anzuweisen, sondern sie will auch bezüglich der Bezahlung für die Meißener Arbeiten Mitgliedern und 5 Erfaßmännern gebildet. Die Berichterstattung statt des einen Sprechmeisters, den sie bisher hatte, vier Sprechmeister einführen, darunter zwei, die bisher die Arbeitsver- gepflogen worden find. Zu einer Einigung ist es bei diesen vom Heimarbeiterschutz- Kongreß wurde vertagt; der Bericht soll in mittelung als Kommissionäre betrieben. Wenn der Plan ausgeführt Berhandlungen noch nicht gekommen. Es scheint jedoch im Intereffe den einzelnen Branchenversammlungen gegeben werden. beider Parteien zu liegen, wenn auch für diese Arbeiten wird, Sann bestehen in Berlin sechs Stellen der Arbeits- ein allgemein gültiger Tarif festgelegt wird. Die Versammlung werkschaftskommission eine gut besuchte Sigung der Delegierten ab. Charlottenburg. Am 11. März hielt die Charlottenburger Ge vermittelung für Bäder. Die Gelegenheit, Arbeit zu er= halten, Werhand- werkschaftskommission wird dadurch vermindert, beauftragte nach kurzer Debatte die Lohnkommission, die Verhand- Bunächst erstattete Jost den Kaffenbericht. Nach der Decharge und der Ausbeutung der Arbeitsuchenden wird Thor und Thür geöffnet. Wenn die vierungen mit den Meistern fortzusetzen. Erteilung wurde auf Antrag des Ausschusses einstimmig beschlossen, Sprechmeister der Concordia" von der Arbeitsvermittelung bestehen Die Sektion der Buter des Centralverbandes der Maurer hielt die Revisoren Flemming und Ladentin aufzufordern, die sollen, die bisher nur einem faum ein ausreichendes Einkommen am 6. März ihre Mitgliederversammlung mit folgender Tages- erhobenen Revisionsgebühren zurückzuzahlen, da dieselben zu Unrecht brachte, so müssen sie entweder die arbeitenden Gefellen aus der ordnung ab: 1. Bericht der Gewerbe- und Innungsschiedsgerichts- erhoben waren. Ebenso wurde ein vom Genossen Udo gestellter und von Arbeit bringen, um sie weiter vermitteln zu können, oder sie müßten Beisitzer. 2. Verbandsangelegenheiten. Der Referent, Gewerbe- Wilde erweiterter Antrag, von allen durch den Ausschuß der Kommission von den Arbeitsuchenden außer der Gebühr Geschenke annehmen. Die gerichts- Beisiger A. Vogel, führte einige Fälle aus dem Buzer- gehenden Geldern 3 Proz. zurüdzubehalten, einstimmig angenommen. Kommissionäre würden auch unter dem Namen eines Sprechmeisters gewerbe an, aus denen zu ersehen war, daß die Arbeiter bei Ab- Ünter Punkt 2 der Tagesordnung hielt Curth ein Referat über ihre seitherige Geschäftspragis weiter betreiben. Die Versammlung schließung der Verträge mit den Arbeitgebern nicht vorsichtig genug das Genossenschaftswesen. An dasselbe schloß sich eine interessante nahm hierzu eine Resolution an, welche sich die Ausführungen des Refe- sein können. Des weiteren weist Redner auf neue Schwierigkeiten Diskussion, in welcher die Handlungsgehilfen nicht vergaßen, renten zu eigen macht, und in ihrem entscheidenden Teil lautet: hin, die aus der Praxis des Berliner Gewerbegerichts hervorgehen. auf die teilweise nicht genügende Beachtung der Organisation bei Die Versammlung richtet an die Gewerbebeputation des Magistrats Obgleich die Buzzer in Kolonnen zusammen arbeiten, war es bisher Engagements und die oft nicht zureichende Bezahlung hinzuweisen. als der Aufsichtsbehörde der Innung das Ersuchen, dieser Neuerung doch möglich, daß auch der einzelne seinen auf ihn zu berechnenden Schließlich wurde folgender Resolution zugestimmt: in der Arbeitsvermittelung der Bäckerinnung Concordia die be- Restforderungsbetrag einflagen konnte. Nach neuerer Pragis des tagende Sigung der Charlottenburger Gewerkschaftskommission erkennt hördliche Zustimmung zu versagen." Gewerbegerichts soll nur die ganze Kolonne refp. die Mehrheit der den Wert der Produktions- und Konsum- Genossenschaften an und felben flagbar werden können. Sollte das Gewerbegericht bei dieser macht es den Delegierten zur Pflicht, in den einzelnen Gewerkschaften Bäder. In Berlin fand am 8. März die regelmäßige Mit- Braris beharren, so wäre es einmal dem einzelnen nicht möglich, sein hierfür Propaganda zu machen. Es empfiehlt sich, hierzu die gliederversammlung statt. Genosse Barthels hielt einen Vortrag Recht allein zu suchen, zweitens würden die meisten Sachen be- Referentenliste der Kommission zu benutzen. Der Ausschuß hat die über Heinrich Heine und seine Dichtungen. Unter" Verschiedenes" rufungsfähig sein, was eine lange Dauer des Rechtsstreits und große Pflicht, für geeignete Referenten au forgen, falls fie verlangt wurde von seiten des Kollegen Barth erörtert, daß der Verband vor- Stosten verursacht, mithin für manche das Gewerbegericht illusorisch werden sollten. Unter Verschiedenem ereignete sich ein Zwischenfall, aussichtlich in diesem Jahre in den verschiedensten Orten in Lohn macht. Auch aus diesen Gründen legt Redner nahe, mehr Vorsicht da der überwachende Beamte fich berufen fühlte, die Geschäftsführung bewegungen eintreten wird. Sollte es daselbst zum Streit kommen, bei Abschließung der Verträge zu beobachten. Diesen Ausführungen zu bemängeln. Genoffe Gebert wies diese Eingriffe auf das so wird zu erwarten sein, daß das von der Innung„ Germania" ge- fchließen sich auch die Gewerbegerichts Beifizer Budach und gründete Streifbrecher- Versandbureau, an dessen Spize ein Herr Dr. Däumich an. Sie empfahlen den Anwesenden dringend, bevor sie Westphal steht, in Funktion treten wird. Da aber leider feststeht, eine Stlage einreichen, sich erst Rat im Bureau zu holen. Der Beisißer daß die meisten Streitbrecher immer aus Berlin fommen, so haben beim Innungsschiedsgericht, Adolf Schulz, weiß nicht viel zu bewir die Pflicht, schon heut alle gebotenen Maßnahmen zu treffen, richten, da dort die meisten lagen mit Abweisung enden und es nur diefer Innungsmache entgegen zu treten. Zu diesem Zwed werden in feltenen Fällen, meistens bei kleinen Objekten, zu einer Einigung die Kollegen aufgefordert, alle Verkehrslokale und Bäderschlafstellen kommt. Redner ist dafür, daß die Kollegen das Innungsschiedsgericht Rigdorf. Mit der Freigabe der drei ziveiten Feiertage im Jahre zu melden. Auch werden, der Hauptvorstand und die betreffenden so wenig wie möglich in Anspruch nehmen. Unter VerbandsMitgliedschaften aufgefordert, die Berliner Bäcker rechtzeitig von angelegenheiten wurde folgender Beschluß gefaßt: Um einesteils den beschäftigte sich am Donnerstag, dem 10. März, eine öffentliche Ver sammlung der Barbiere und Friseure Rigdorfs bei Thiel. Nach etwaigen Bewegungen in Kenntnis zu sehen, damit in diesen Schlaf- Mitgliedern das Bezahlen der Beiträge so leicht wie möglich zu einem furzen Referat des Kollegen Schobert, welcher die Notstellen Flugblätter mit der Warnung vor Streitbruch verteilt werden machen, sowie andernteils das durch längeres Schulden der Beiträge wendigkeit der Freigabe anführte, wurde eine dem Sinne des oftmals notwendige Streichen der Mitglieder zu verhüten, verpflichten Referats entsprechende und auf die§§ 41 und 105b der Gewerbesich die Mitglieder, streng darauf zu achten, daß auf jedem Bau Eine öffentliche Versammlung der Herren- Maßschneider tagte am wenigstens ein Baudeputierter vorhanden ist, welcher an jedem Sonn- Ordnungs- Novelle geſtüßte Resolution einstimmig angenommen. 16. März in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße. Ritter abend die Beiträge einkassiert und den Kollegen die Marken zustellt. Auch wurde eine Kommission von zwei Arbeitgebern und zwei Arreferierte über die neuesten Borgänge in der Branche. Er gab eine um ein solidarisches und friedliches Zusammenarbeiten auf den Bau- beitnehmern gewählt, welche die weiteren Schritte zu veranlaſſen allgemeine lebersicht über den Stand der Bewegung der Herren- stellen zu ermöglichen, sind die Mitglieder andrer Zweigvereine berhätten. Maßschneider in ganz Deutschland, wobei er die in letzter Zeit in pflichtet, dem jeweiligen Baudeputierten ihre Mitgliedsbücher auf Rigdorf. In einer auch von Gästen, unter denen sich eine Ans verschiedenen Orten stattgehabten Streits fritisch würdigte und auch Verlangen zweds Kontrolle vorzuzeigen. Dann teilte der Vor- zahl Frauen befanden, zahlreich befuchten Versammlung des Socialder Organisationsverhältnisse der Arbeitgeber gedachte. Der Arbeit fizende mit, daß die Krankenunterſtüßung, welche vom 1. März ab demokratischen Wahlvereins referierte Reichstags Abgeordneter geberberband der Herren- Maßschneider habe sich dem allgemeinen der Verband zu zahlen hat, am Sonnabend nicht ausgezahlt werden v. GI m über das Thema:" Genossenschaften und Socialdemokratie". deutschen Arbeitgeberverbande( Siz München) als Ortsgruppe fomte, da nach Ausführungen des Zweigvereinsvorstandes dem Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. An der Berlin angeschlossen. Damit sei die Spaltung der norddeutschen Sektions- Sassierer nicht das Recht der Auszahlung zusteht, sondern Diskussion beteiligten sich die Genossen Boeste und hoffmann und süddeutschen Arbeitgeber der Branche beseitigt. In Berlin könne die Buber auch nach dem Bureau hinfommen müssen. Nach lebhafter im Sinne des Referenten. Den Bericht von der Kreis- Generalman zur Zeit über die Stellung des Arbeitgeber- Verbandes der Diskussion nahm die Versammlung hierzu folgenden Antrag an: bersammlung, welcher infolge der Auflösung der vorigen MitgliederMaßbranche zu den organisierten Schneidern nicht flagen. Das Da wir aus der Lokalfasse noch einen Zuschlag von 30 Pf. pro Tag versammlung in derselben nicht erfolgen konnte, erstattete Genosse liege wohl daran, daß man sich in der Branche jetzt vorwiegend dem zahlen, protestiert die Versammlung gegen die Bestimmung des Stübinger, welcher von oeste in einzelnen Punkten noch inneren Ausbau der Organisation widme und der Ausbau der Tarif- Zweigvereins und beauftragt den Stassierer, den vollen Betrag an ergänzt wurde. Neu aufgenommen wurden 210 Mitglieder; zivei verhältnisse, deren Entwidlung eine normale genannt werden könne, die kranten Mitglieder auszuzahlen. Aufnahmen wurden beanstandet. Schritt für Schritt vorwärts gehe. Es werde ant der inneren Organisation der Kollegen liegen, bestimmte Grund- Der Verband deutscher Gastwirtsgehilfen beschäftigte sich in den Brig. Der Wahlverein hielt am 11. März feine regelmäßige säge tariflicher Art auch in der ruhigen Zeit zur Anerkennung beiden Teßten Generalversammlungen mit dem am 12., 13. und Mitgliederversammlung ab, in welcher Genosse Dr. Borchardt zu bringen. Die Organisation müsse jetzt der schlechter 14. April in Erfurt stattfindenden Berbandstag. Nachdem über die einen Vortrag über Die Verwirklichung des Socialismus" hielt. gestellten sogenannten Maßkonfektion erhöhte Aufmerksamkeit schenken. hierzu vorliegenden Anträge in der ausgiebigsten Weise debattiert Der Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. Als Kandidat Es müsse dafür gesorgt werden seitens der Kollegen, daß keine war, wurde die Wahl der Delegierten vorgenommen. Gewählt zu der Gemeindevertreterwahl wurde der Genosse Franz Kibing Streitarbeit für auswärts gemacht werde.- Eigenartige Erfahrungen wurden von der Ortsverwaltung Karl Biegner und Paul Bor- aufgestellt. machten die Kollegen, die eine selbständige Wohnung hätten, mit der mann, von der Hauptverwaltung Karl Grosser und Hans Friedrichsfelde. Am Sonntag, den 18. März fand eine von Rettung des Handwerks durch die Handwerkskammer. Von vielen Sohn. circa 200 Personen befuchte öffentliche Wählerversammlung statt, die Heimarbeitern würden durch die Steuereinnehmer Beiträge Der Fachverein der Musikinstrumentenarbeiter hielt am Montag sich mit der bevorstehenden Gemeindewahl beschäftigte. In derselben zur Handwerkskammer eingetrieben, weil sie in völliger Verkennung in Graumanns Lokal eine Mitgliederversammlung ab. Da der be- sprach Genosse ka listi über:„ Die heutige Volksschule wie sie ist ihrer focialen Stellung als Handwerksmeister beziehungsweise stellte Referent, Genosse 3ubeil, nicht erschienen war, so wurden und wie sie sein soll". Der Referent erledigte sein Thema in einer selbständige Handwerker dazu veranlagt seien. Dabei sollten nach nur Vereinsangelegenheiten besprochen. Beschlossen wurde u. a., am Weise, daß die anwesenden Gegner, für die ein Lehrer den Versuch dem ausdrücklichen Willen des Gesetzgebers unselbständige Haus- 18. März d. J. von Vereinswegen wieder einen Kranz am Grabe der einer Widerlegung unternahm, schlecht abschnitten. In der industrielle nicht davon betroffen werden. Die Art, wie fich der Märzgefallenen niederzulegen, womit gleichzeitig ausgedrückt war. Diskussion kritisierte Genosse Pinseler die Mißstände in der Magistrat informiere, sei durchaus verwerflich, denn der Innungs- daß der Verein die Ehrung der Märzkämpfer durch die Niederlegung hiesigen Gemeindeschule und der obligatorischen Fortbildungsvorstand und die Polizei feien die ungeeignetsten Auskunftsstellen. nur eines gemeinsamen Kranzes durch das Gewerkschaftskartell als schule. Es werden dort Schliler bestraft, die früher in der Sei es doch fogar vorgekommen, daß Heimarbeiter, die in ihrer nicht genügend betrachtet. Eine längere Debatte rief sodann ein Gemeindeschule wegen Invalidität der Eltern die Lehrmittel Wohnung, wie vielfach üblich, Pläge an andre Heimarbeiter ver- Antrag Wilms hervor, die Versammlungen des Fachbereins außer geliefert befamen. Von dem geringen Verdienst von sechs und sieben mietet hatten, auf Grund polizeilichen Berichts nicht nur zu Hand- im Vorwärts" auch noch in der„ Einigkeit" zu annoncieren. Bur Mart sollen sie jetzt die Lehrmittel selbst beschaffen. Ein Schüler werkskammer- Beiträgen, sondern auch zu Beiträgen für die Innung Begründung des Antrags wurde u. a. gefagt: Es gäbe eine große von 14 Jahren hat zwei Tage Haft bekommen, ein zweiter Schüler herangezogen feien. Die Ungenauigkeit der Feststellungen" gehe Anzahl von Mitgliedern, die den Vorwärts" überhaupt nicht lesen, zwei Mark Geldstrafe oder einen Tag Haft. Als Kandidaten so weit, daß fogar Werkstattgefellen Beiträge für die Handwerks- sondern auf den Lokal- Anzeiger" und die Morgenpost" abonniert wurden folgende Genossen aufgestellt: Hermann Borsdorf, fammer abgefordert worden wären. In 50 Fällen sei feien; diese bekämen infolgedeffen die Versammlungsanzeigen gar Gürtler, und Otto Binfeler, Schuhmacher. Einspruch erhoben. Wenn das nichts helfe, werde man an den Ober- nicht zu Gesicht. Da nun die Einigkeit" das offizielle Organ des präsidenten sich wenden und bei ablehnendem Bescheide die Klage Fachvereins sei, so würde dieses Blatt auch jedem Mitgliede zu 9. d. Mts. in Kupschs Waldschenke, in welcher Stadtv. Genoffe Karlshorst. Eine socialdemokratische Versammlung tagte am beim Ober- Verwaltungsgericht erheben. Redner besprach dann noch gestellt, und daher könne auch jedes Mitglied die Annonce lesen. Schubert über„ Die Aufgaben der Socialdemokratie in den Ge verschiedene Mißstände. So hob er hervor, daß bei Baer Sohn Uebrigens habe die Einigkeit" für den Fachberein auch mehr agita- meinden" referierte. Dem Redner wurde lebhafter Beifall zu teil. immer wieder das endlose Warten beim Arbeitholen vorkomme, trotz torischen Wert wie der Vorwärts", weil jene die Interessen der aller Versprechungen. Eine Zeitlang gehe es gut, dann aber sei Mitglieder erheblich besser wahre wie dieser. Im„ Vorwärts" bezahle In der Debatte bezweifelte der bürgerliche Gemeindevertreter Herr alles wieder beim alten. Dabei hätte die Firma, die vorwiegend man jährlich ca. 500 Mark für Annoncen, und dafür bereite er dem inge, daß die vom Redner geübte Kritik an der Armenfürsorge auf Arbeiterkundschaft angewiesen sei, alle Urfache, mehr auf die Fachverein dann allerhand Schwierigkeiten bei der Aufnahme von auf Karlshorst- Friedrichsfelde zutreffe, wo einer der von der Gemeinde Durchführung ihrer Versprechungen zu sehen. Das Referat fand Berichten, was bei der Einigkeit" nicht zu befürchten sei. Deswegen versorgten alten Leute sich sogar den Lurus einer polnischen lebhaften Beifall. In der folgenden lurzen Debatte wurde u. a. möge man die ca. 100 Mart jährlicher Insertionskosten in der Beitung Teiſte. Genosse Binseler wies zunächst nach, daß die hygienischen Berhältnisse der Gemeinde faft das Verhalten des Geschäftsführers Katz im Geschäft von Abraham Einigkeit" ruhig auf sich nehmen. Biepenhagen schloß sich dem alles ( Friedrichstraße) gerügt. Gesagten an und wies besonders darauf hin, welche großen Dienste reiches Bild aller Migstände nach seinen langjährigen Erfahrungen zu wünschen übrig ließen und gab ein umfang Zu den Tabalarbeitern und Arbeiterinnen, die am Donnerstag die Einigkeit" dem Fachberein während der letzten Lohnbewegung In der weiteren Debatte wurde die eigenartige Friedrichsfelber in Billes Saal in der Brunnenstraße versammelt waren, sprachen geleistet habe. Dagegen hat uns der Vorwärts" mit Schmuß bes Armenfürforge noch besonders gewürdigt und dem Gegensatz der werfen. Es könne bestimmt behauptet werden, daß ein großer Teil der Kollegen gerade deswegen den Vorwärts" beiseite gelegt fönnen. " " " " ber Cigarettenarbeiter Müße aus Dresden. Schmalfeld schilderte die Entwicklung der Tabalindustrie und zeigte, daß dieser hat, weil dieser sich den berechtigten Wünschen der Fachbereins- Interessen das einheitliche Vorgehen der socialdemokratischen Arbeiter Erwerbszweig, der bis in die sechziger Jahre auch für die Arbeiter mitglieder gegenüber so einseitig verhalte. Deswegen empfehle auch schaft gegenüber gestellt. Sodann wurde bekannt gegeben, daß feitens des focialdemokratischen Wahlkomitees als unangefeffener günstige Verhältnisse aufwies, infolge des Steuerdrucs, der auf der er, zwar im Vorwärts" noch weiter zu annoneieren, jedoch die Kandidat Genoffe Pinseler, als Ansässiger Genosse Borsdorf Tabalindustrie lastet, immer mehr zurückgegangen ist. Die Fabri Inserate in in aufgestellt seien. Die Wahl eines dritten Vertreters( Erfaẞwahl) fannten fuchten die Nachteile, welche ihnen die Tabalsteuer brachte, trag wurde schließlich mit großer Majorität angenommen. findet später statt. Mit der Aufforderung zu lebhafter Wahlagitation durch Lohndruck auszugleichen, und unter diesen Verhältnissen Verein deutscher Schuhmacher. Eine außerordentliche General- und zum Eintritt in den Socialdemokratischen Wahlverein wurde die entwickelte sich die Heimarbeit mit all ihren nachteiligen Folgen. versammlung der hiesigen Zahlstelle des Vereins deutscher Schuh- Versammlung geschlossen. Orts Krankenkasse Socialdemokratischer Wahlverein Oeffentl. Kommunalwähler- Versammlung Pankow für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 22. März, abends 812 Uhr: für den 32. Kommunal- Wahlbezirk Zwei Versammlungen. Montag, 21. März, abends 8 Uhr, im Swinemünder Gesellschaftshaus, 1. Zühlkes Salon, Dennewigstr. 13. Tages- Ordnung: 238/ 3* 1. Die Socialdemokratie im Kampf gegen die herrschenden Gewalten." Referent: Reichstags- Abg. Stücklen. 2. Diskussion. 2. Hofjäger: Palast, Hasenheide 52/53. Tages- Ordnung: " 1. Die Entwicklung der Zoll- und Handelspolitik." Referent: Reichstags- Abg. Förster. 2. Diskussion. Zahlreicher Besuch erwünscht.- Gäste willkommen. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( SO.) Dienstag, den 22. März cr., abends 8½ Uhr: Versammlung im Saale des Herrn Graumann, Nannynstr. 27. Tages- Ordnung: 李麗 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Genossen Schöpflin über: " Der Krieg in Ostafien". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet 242/ 16* Der Vorstand. Swinemünderstr. 42. Zages Drdnung: Montag, 28.März, Generalversammlung im Restaurant Roczycki, Pankow, Kreuzstr. 3/4. Tagesordnung: Delegierten- Ergänzungswahl: a) zwei Arbeitgeber, b) neun Kaffenmitglieder. sämtliche Arbeitgeber und Kassenmitglieder ergebenst eingeladen. Pankow, den 17. März 1904. Hoffrichter, 1. Volksurteil über Gerichtsurteil. Referent: Reichstags- Abg. Paul Singer. Zu dieser Bersammlung werden 2. Diskussion. 3. Aufstellung des Kandidaten für die bevorstehende Neuwahl. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. 219/10 Central- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Cementbranche. Dienstag, den 22. März 1904, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal): General- Versammlung für sämtliche in der Sektion organisierten Rabitzputzer, Spanner und Cementierer. Tages- Ordnung: 1. Wahl des gesamten Zweigvereins- Vorstandes. 2. Berichterstattung von der Gaukonferenz. 3. Wahl der Zwölfer- Kommission sowie Bestätigung der Hilfskassterer. 4. Centralisation des Arbeits137/10 nachweises. 5. Gewerkschaftliches. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt. Erscheinen sämtlicher Kollegen dringend notwendig. Der Vorstand. 272/2 Achtung! Vorsitzender. Achtung! Textilarbeiter und-Arbeiterinnen! Mittwoch, den 23. März, abends 812 Uhr: Oeffentliche Versammlung in der„ Königsbank", Große Frank furterstraße 117. Tagesordnung: 1. Bericht vom Heimarbeiterschutz- Kongress. 2. Diss fussion. Zu dieser Versammlung find sämtliche Unternehmer brieflich eingeladen. 197/1 J. A.: F. Kotzke. VI. Wahlkreis! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Socialdemokratischer Wahlverein Sonntag, den 20. März 1904, abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Versammlung für Männer und Frauen. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen L. Bartels über:„ Start Mary ökonomische Lehren". 2. Diskussion. Nachdem: Gemütliches Beisammensein. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein 219/ 8* Der Vertrauensmann. Montag, den 21. März cr., abends 8, Uhr, bei Wernau, Schwedterstr. 23-24: Bezirks- Versammlung für Rosenthaler- u. Schönhauser Vorstadt. Tages- Ordnung: 1. Bericht über unsre Lohnbewegung. 2. Disfuffion. 3. Wahl des Bezirksleiters und zweier Beitragssammler. 4. Ber81/1 schiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Bautischlerei Gröger, Kopenhagenerstraße, hiermit eingeladen. Mittwoch, den 23. März 1904, abends 8 Uhr: im ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27c: Branchen= Sechster Wahlkreis. Versammlung ( Schönhauser Vorstadt.) Sonntag, den 20. März, abends 6 Uhr, im" Jägerhaus", Schönhauser Allee 103: Versammlung für Männer und Frauen. über: Breußen THE Drechsler. E der Tages- Ordnung: 1.„ Lohnarbeit" oder„ Accordarbeit"? 2. Distuffion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Die Kommission. Montag, den 21. März 1904, abends 8, Uhr, im Lokale von Höflich, Frankfurter Chauffee 120: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Alberth über: Märzgedanken und Märzerinnerungen" und daran anschließende Distuffion. 2. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist 14/3 Der Vorstand. dringend notwendig. Konsumgenossenschaft von Adlershof und Umgegend, e. G. m. b. H. Dienstag, den 5. April 1904, abends 8 Uhr: Außerordentliche General- Versammlung in Meißners Saal, Adlershof, am Bahnhof. Tages- Ordnung: 1. Statutenänderungen betreffend Erweiterung unsres Geschäftsbetriebes. 2. Wahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern. 3. Anderweitige Festsetzung der Entschädigungen für den Aufsichtsrat. Mitgliedsbuch oder Legitimationskarte legitimiert. Der Vorstand. Hermann Hildebrandt. Wilhelm Kohl. August Süske. 106/ 15* 1. Bortrag des Genofen Albrecht Fälle i Brahen in Achtung! Stock- und Celluloid- Arbeiter! Deutscher Metallarbeiter- Verband. Deutschland voran, Deutschland in der Welt voran!" 2. Diskussion. Nachdem: Gemütliches Beisammensein. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein 219/ 7* Der Vertrauensmann. Schöneberg. Socialdemokratischer Wahlverein. Dienstag, den 22. März, abends 8 Uhr, im Obstschen Lokale, Meiningerstraße 8: Versammlung. Zages Ordnung: 15/8 1.„ Die Militärdebatten im Reichstag". Referent: Dr. Mar Maurenbrecher. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. Dienstag, den 22. März 1904, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause( Saal 7), Engel- Ufer 15: Branchen- Versammlung. = Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 8858. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Werkstatt Kontrollfommission. 2. Neuwahl derselben. 3. Bericht vom Heimarbeiter- Schußkongreß und der damit verbundenen Ausstellung. 4. Bericht vom Gautag. 5. Werkstatt- Achtung! Angelegenheiten. 6. Verschiedenes. Die Kollegen von Bernhard Noa sind besonders zu dieser Bersammlung eingeladen. Der Obmann. Dienstag, den 22. März cr., abends präcise 8%, Uhr: Branchen- Versammlung Schlosser! Montag, den 21. März, abends 8 Uhr: Achtung! Allgemeine Verfammlung der Schloffer Berlins und Umgegend großer Saal. d. Rammmacher u. aller in der Celluloid- Haarschmuck- im okale von Buggenhagen, Oranienstraße 147( am Morinplay), Branche beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen bei F. Kienitz, Grosse Frankfurterstr. 133. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Brückner über: Arbeiterbewegung einst und jekt". 2. Distussion. 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist es Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wurzel über: Ronsums genossenschaften. 2. Bericht der Kommission über die bis jetzt stattgefundenen Verhandlungen in der Schlichtungskommission. 3. Bericht über die seit der letzten Versammlung stattgefundenen Streits in unsrer Branche. Montag, den 21. März, abends 8%, Uhr: Versammlung Achtung! Schuhmacher Branchen- Versammlung der Parkettleger der former und Berufsgenossen Mittwoch, den 23. März, abends 8 Uhr, in den Residenzfälen, Dienstag, den 22. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Landsbergerstraße 31: Oeffentliche Schuhmacher- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Die Arbeiterorganisationen und das Scharfmachertum". Referent: Reichstags- Abgeordneter Schmalfeldt. 2. Die Lohnabzüge und die Stellung des Fabrikantenverbandes. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 169/12 Die Agitationskommission. Wichtig für Radfahrer und solche, die es werden wollen. Dienstag, den 22. März, abends 9 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 3): Engel- Ufer 15( Saal 5). Tages- Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zur nächsten Geschäftskonjunktur? 2. Ergänzungswahl zur Kontrollkommission. 3. Verbands, Branchen- Angelegenheiten und Verschiedenes. Die Vertrauensleute werden ersucht, um 7 Uhr zu erscheinen. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht, daß jeder Kollege erscheint. Die Vertrauensleute der Firma Kampfmeier u. Ende werden ersucht, die Statistik abzuliefern. Die Kommission. Branche der Modell- und Fabriktischler. Mittwoch, den 23. d. M., abends 8%, Uhr, in Schmidts Gesellschaftshaus, Gartenstrasse 13: Branchen- Versammlung. und Umgegend im Colberger Salon, Colbergerstraße 23. Tagesordnung: 1. Bortrag über: Unfallversicherung. Referent: Arbeiterfekretär Genosse Gustav Lint. 2. Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den hiesigen Eisengießereien. 3. Diskussion. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Dienstag, den 22. März, abends 8, Uhr: Versammlung der chirurgischen Branche im Lokale von Wilke, Brunnenstr. 188. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Walded Manasse über: Der Kampf ums Dasein. 2. Diskussion. 3. Bericht von der Gummis drechsler- Konferenz. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 113/7 Tages Ordnung: 1. Vortrag des Afrikareisenden Ingenieur Verband der Schneider u. Schneiderinnen Karl Hoffmann über seine zehnjährigen Erlebnisse in Aegypten, Rubien, Sudan, Deutsch Ostafrika. 2. Vorführung von großen Lichtbildern. ( Afrikanische Landschaften und Volkstypen.) 3. Verbandsangelegenheiten. Der Obmann. Oeffentliche Versammlung der ,, Produktiv- und Einkaufs- Genossenschaft für Radfahrer Voran II". Berſchiedenes. Tages- Ordnung: 1. Technische Neuheiten auf dem Gebiete des Fahrradwesens( mit Demonstrationen). 2. Diskussion. Hierzu werden alle Interessenten freundlichst eingeladen. Boran II" Räder stehen während der Versammlung zur Besichtigung aus. Der Einberufer. 106/16 " Filiale Berlin. 162/11 Montag, den 21. März, abends 8 Uhr, im Lokale des Hrn. Zibell, Reuterstraße 62: Verband der Sattler. Bezirks- Versammlung für Rixdorf. Ortsverwaltung Berlin. Mittwoch, den 23. März, abends 8, Uhr, in den„ Arminhallen", 20, Saal: Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter Mitglieder- Versammlung. Montag, den 21. März, abends 81, Uhr, bei Graumann, Naunynstr. 27: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Schriftstellers Herrn Baege über Babel und Bibel". 2. Disfusion. 3. Abrechnunst vom Maskenball und Urania- Vorstellung. 4. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Rege Beteiligung erwartet 141/6 Der Vorstand. Der Sängerkreis der Musikinstrumenten- Arbeiter" veranstaltet am 2. Osterfeiertag bei Graumann, Naunynstr. 27, cin F Familien- Kränzchen verbunden mit gesanglichen Aufführungen. Billets a 30 Pf. sind in der Versammlung zu haben. D. D. Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. Am Montag, den 21. März, abends 81 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Max Osborn über: Meunier, ein Maler und Bildhauer der Arbeiterwelt".( Mit Lichtbildern.) 55/7 Der Vorstand. Gäste willkommen.] Zages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Genossen Albert Kohn über: Aerzte und Krankenkassen". 3. Diskussion. 4. Wahl eines Mitgliedes zum Centralvorstand. 5. Bericht des Gesellen- Ausschusses. 6. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich um 82 Uhr eröffnet. Die Ortsverwaltung. Sonntag, den 3. April( 1. Oster- Feiertag), im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Konzert und Vortragsabend. Mitwirkende: Solisten des Berliner Sinfonie- Orchesters: Herr Kapellmeister W. Lau, 1. Bioline. Emil Keck, 2. Violine. W. Schneider, Biola. R. Fröhlich, Solo Cellist. Arthur Arndt, Klaviervirtuos. Frl. Marie Holgers, Recitation. Herr 0. Kowalski, Konzertfänger. Entree inkl. Programm 40 Pf. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. Eröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Sonntag, den 24. April, nachmittags 1 Uhr: Tages Ordnung: 1. Berichterstattung vom Heimarbeiterschutz- Kongrek. Referent: Kollege Ritter. 2. Verbandsangelegenheiten. Die Mitglieder von Rigdorf sowie der angrenzenden Bezirke Süden und Süd- Osten werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Montag, den 21. März 1904, abends 8% Uhr, in der Ressource, Kommandantenstr. 57: Grosse Versammlung sämtlicher Mitglieder der Orts Krankenkaffe der Mechaniker und verwandter Gewerbe. Tages- Ordnung: 1. Das Resultat der Delegiertenwahl und die Vorkommnisse, welche sich anläßlich der Aufstellung der Delegierten abgespielt haben. 2. Diskussion Zu dieser Versammlung sind die Herren Cohen und K. Wiesenthal schriftlich eingeladen, um diesen Gelegenheit zu geben, das, was sie Sonder- Vorstellung in der„ Urania". bisher hinter verschlossenen Thüren gegen die bestehende Berwaltung( Vorstand und Generalversammlung) einzuwenden hatten, in voller Oeffentlichkeit zu wiederholen. Entree 60 Pf. Die Infel Rügen. Entree 60 Pf. Umt zahlreiche Beteiligung ersucht 156/12 Das Vergnügungs- Komitee. ..: W. Tuschke, Michaelfirchstr. 28, H. r. IV. 280/5 Um ähnliche Vorkommnisse für die Zukunft zu verhüten, ist es Pflicht fämtlicher Mitglieder, zu erscheinen. Der Einberufer: Erbard Schlenker. Steinarbeiter. Mittwoch, den 23. März, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- ilfer 15, Saal 7. Tages- Ordnung: 1. Jst Lohnerhöhung in allen Geschäften durch= geführt? 2. Diskussion über die Anträge zum Verbandstage. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet 172/8 Der Vorstand. Central- Verein der Bildhauer Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 22. März, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshause, Saal I: Vereins- Verfammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Stand des Streifs bei der Firma Schaffer. 3. Beschlußfassung über die Verlegung der Vereinsversammlungen. 4. Verschiedenes. 20/8 Zahlreichen Besuch namentlich von seiten der Modelleure erwartet Der Vorstand. Centr.- Verb. d. Massage-, Bade- u. Krankenpfl.- Personals Deutschlands. Achtung! Badeanstalts- Personal Achtung! Mittwoch, den 23. März, abends 9%, Uhr: Oeffentliche Verfammlung im Neuen Klubhaus, Kommandantenstr. 72. Tages- Ordnung: Arbeiter- Bildungsfchule Berlín. Heute, Sonntag, den 20. März 1904 im Gewerkschaftshaufe( grosser Saal), Engel- Ufer No. 15: Volks- Lieder- Abend bestehend in Fest- Vortrag Gesang( Solis und Duette). Mitwirkende: Frl. Ella Goede( Alt), Frl. Käthe Albrecht( Sopran), Herr Ernst Heine( Baryton), Herr Kapellmeister Hans Marcusen( Begleitung). Herr Dr. Rudolf Steiner: Fest- Vortrag über ,, Joh. Gottfr. Herder und das deutsche Volkslied". Folgende Lieder gelangen zum Vortrag Lieder für Baryton: All' meine Gedanken. Untreue und Trost. Morgengesang. Der Wirtin Töchterlein. Der Bote. Lieder für Alt: Da unten im Thale. Feinsliebchen. Erlkönig. Unter allen auf dieser Erden. Die Sendung. Röschen wollen wir tanzen. Duette für Sopran und Alt: Der kurze Frühling. Weg der Liebe. Flug der Liebe. Lieder für Sopran: Die Echo. Röslein auf der Haide. Die Sonne scheint nicht mehr. Duette für Sopran und Baryton: Es steht eine Linde. Ach, wie ist es möglich dann. Billets a 50 Pf. inkl. Programm und Garderobe sind in den Zahlstellen der Schule und an der Kasse zu haben. Eröffnung 6 Uhr. Beginn 7 Uhr. Nachdem:= Grosser Ball. 218/17 Achtung! Wichtig für Herren- u. Fusspartien! Achtung! 1. Welche Forderungen stellt das in den Badeanstalten Berlins beschäftigte Personal und warum müssen wir uns organisieren? Referent: Stadtv. Otto Antrick. 2. Diskussion. Die Arbeiterschaft Berlins wird gebeten, unsre Kollegen auf diese höchst wichtige Versammlung aufmerksam zu machen. Achtung! Rixdorf! Achtung! Montag, den 21. März, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Thiel, Bergstrasse 150/151: Karfreitag, 1. April 1904: Grosses Schlachtfest bei Wasserjul in Schmargendorf, Ruhlaerstrasse 20/21. Sanssouci. Fr. Blut- u. Leberwurst, Wellfleisch. Großartiger und bester Treffpunkt für Fußpårtien nach dem Grunewald und den Ortschaften der Unterhavel. Direkt am Grunewald gelegen. Oeffentl. Versammlung für Frauen und Männer. Montag, b. 4. Slpril( 2. Feiertag) und Dienstag, b. 5. april Gr. Ball. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung vom Heimarbeiter: Kongreß. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet 202/13 Orts- Krankenkasse für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. Die Kreis- Vertrauensperson Fr. Thiel. EngelGewerkschaftshaus, fer 15. Sonntag, 27. März, abends 7 Uhr: Vortrags- Abend von Maria Holgers. Am Dienstag, den 29. März, Eintrittskarten und Programme zu abends 8 Uhr findet die Ordentliche General- Versammlung der Delegierten im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15, im Saal IV statt. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht des Borstandes. 2. Bericht der Revisions- Kommission. 3. Entlastung des Rendanten und des Vorstandes. 4. Berschiedenes. Ms Legitimation dient die überjandte Einladungskarte. Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Otto Ullrich, Borsigender. Bekanntmachung. Orts Krankenkasse für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. Die in der General- Versammlung vom 30. November 1903 beschloffene VII. Abänderung zum Statut bom 24. Januar 1894 ist vom Bezirksausschuß unterm 23. Februar 1904 genehmigt worden und tommt in der Woche vom 21. bis 26. d. Mts. zur Verteilung an die Mitglieder und Betriebe. Artikel I. § 2 Abs. 1 Ziffer 2. ဘာာာာာ § 4 Abs. 1 Reihe 2. 5 Abs. 2. 7 Abs. 1 Reihe 3. 11 Abs. 2. 16 letzte Beile. 18. 272/1 21 261. 2 Reihe 1. 22 Abf. 2. 24. 29 Abs. 2 Biffer 1 Reihe 2. Abs. 2 Biffer 2 Reihe 2. §32 Abs. 3 lette Reihe. 49 Abs. 2 Reihe 1 und Reihe 4. Abs. 3 Reihe 2. § 54 Abs. 2 Ziffer a und b. Artikel II. Borstehende Abänderungen treten mit dem 1. Januar 1904 in Straft. Berlin, den 30. November 1903. Der Vorstand der Orts Krankenkasse für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. Otto Ullrich, Vorsitzender. Genehmigt durch Beschluß vom 23. Februar 1904. Berlin, den 27. Februar 1904. Der Bezirks- Ausschuß zu Berlin. Abteilung II. II.C.2.12.04. Kayser. Prämiiert auf der III. KochkunstAusstellung Berlin 1904. Nähr Malzkaffee bestes Nahrungs Ceylon ( 3. Feiertag) im neu Grossartiger Garten. 2 Kegelbahnen. Ausspannung. Schaukel. Karoussel. Grosser Spielplatz. Familien können Raffee kochen. Gutgepfl. Biere. Gute Um geneigten Zuspruch bittet Küche. Billige Preise. 45762* C. Streich. 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Eine Klage auf unehelichkeitserklärung kann nur der Ehemann anstellen, in dessen Ehe die Kinder geboren sind. Hinke 70. Nein. 2. S. 37. 1. Außer Gütergemeinschaft. 2. Ift teine erheblichen Niederschläge. tein Testament errichtet, so erbt der Witwer oder die Witwe 4, die Kinder 3/4 des Nachlaffes. 3. Zur Stube gehört selbstverständlich auch der Ein- und Emma Kode. Sie können bei dem Polizeipräsidium oder Ausgang. bei der Staatsanwaltschaft anfragen. Auskunft braucht Ihnen nicht erteilt 3acheit. Dem Wirt steht das Recht zu, die Wohnung zu zu werden. betreten. Liefern Sie den Schlüssel nicht ab, so müssen Sie für Deffnung 3... 1. Nein. 2. Ünverständlich. 3. und 4. Ja. Sorge tragen. Witterungsübersicht vom 19. März 1904, morgens 8 1hr. R. B. 12. Das hängt von Vereinbarung mit der Versicherungsanstalt ab. Verpflichtet ist sie zur Zahlung neben der Aufnahme in einem Strankenhause nicht. 5. W. 33. Nein. R. A. 1. In der Regel nein. 2. Ja. R. Glizer. Ja. M. G. 27. Antrag auf Bestrafung wegen Beleidigung ist innerhalb 3 Monaten zu stellen. Der Strafantrag muß von dem Vater des Mädchens gestellt werden, da dies noch nicht 18 Jahre alt ist. Emil. Ihre Adresse haben Sie nicht mitgeteilt. Zur Sache: Nein. Sie können nur flagen und dann pfänden oder öffentlichen Verkauf S. Nein. androhen und durch einen Gerichtsvollzieher ausführen lassen. Milchhändler N. W., H. B. 34. Nein. A. Höhne. Sie müssen E. R. 22. Die Kündigungsfrist Stationen am 2. April ein Zimmer bereitstellen. für einen Werkführer beträgt, falls nichts andres vereinbart ist, sechs Wochen M. 100. Das Attest über Fruchtlosigkeit des zum Quartalseriten. Sühneversuchs und die Bescheinigung des Magistrats über die Unmöglichkeit, die Kosten bezahlen zu können, reichen Sie dem Landgericht( Civilkammer) Swinemde. 766 GD mit dem Antrage ein, das Armenrecht Ihnen zu bewilligen. In dem Gesuch Hamburg 767 müssen Sie Ihre Gründe und Beweismittel angeben. In dem Beschluß, der das Berlin Armenrecht bewilligt, wird Ihnen mitgeteilt, wer als Anwalt Ihnen bestellt ist. Franff.a. M. 768 S S. Fr. 4. 1. Ja, aber ein Gesuch um Erlaß der Steuern fann Erfolg München haben. 2. Das ist auf Antrag möglich. P.§. 500. Eine solche Klage| Bien Barometer stand mm Windstärke richtung Wind Wetter Temp. n. C. 5º C.= 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind 2 Haparanda 763 3 Betersburg 4 Cort 1 bedeckt 1 wolkig 766 NW 2 wolfig 1 heiter 1 Aberdeen 4 wolfig 1 Nebel 767 3 765 WNW 2 Paris 5 Bumpa 1116 Windstärke Beller 2 bedeckt 769 SSW 1 bedeckt Marktpreise von Berlin am 18. März 1904 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. * Weizen, gut D.- Ctr.| 17,35 17,32| Startoffeln, neue D.- Ctr. 17,29 17,26 Rindfleisch, Keule 1 kg 17,23 17,20 Bauch 12,95 12,94 mittel do. Schweinefleisch Kalbfleisch ammelfleisch Butter Eier Starpfen " " 17 gering " Roggen, gut . mittel 12,93 12,92 " gering " 12,91 12,90 + Gerste, gut 14,20 13,20 " mittel 13,10 12,10 " " gering " 12,00 11,00 thafer, gut 15,20 14,20 Aale " " mittel gering " 14,10 13,20 13,10 12,20 Bander Hechte " Richtstroh 3,82 3,50 " -6 Heu Erbsen Speisebohnen 7,10 4,80 Linsen olli Temp. n. 6. 50. 40 92. * ab Bahit. 40,00 28,00 Barsche Schleie Bleic 50,00 26,00 Krebse 60,00 25,00 † frei Wagett und ab Bahn. 7,50| 6,00 1,80 1,20 1,40 1,10 " 1,60 1,00 " 1,80 1,20 " 1,80 1,20 " 2,80 2,00 60 Stüd 4,00 2,80 1 kg 2,40 1,20 3,00 1,40 " 3,00 1,20 2,20 1,20 1,80 0,80 3,00 1,40 1,40 0,80 per Schod 15,00 3,00 Vorzugs- Preise zum Umzug. Teppiche Saalgrösse... • . Gardinen a 90, 65 u. 50 M. Englisch Tüll.... a 65, 40 u. 30 M. Brüsseler Tüll Wohnzimmergrösse a 35, 25 u. 20 M. Spachtel- Tüll Salongrösse Sofagrösse... • Erbstüll.... a 14, 10 u. 6 M. Erbstüll Steppdecken Excelsior- Cloth...... a 8, 6,50 u. 4 M. 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