Nr. 69. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Norwärts Berliner Volksblaff. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Bort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Dienstag, den 22. März 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. zu Fuß. Kein Herero hat sie belästigt, für den alleinstehenden jungen Abg. Ernst zwar im Princip sich als Gegner der konfessionellen Die Wahrheit über den Herero- Aufstand Missionar hätte, bei den zusammenlaufenden Horden der Hereros, Schule bekannte, ihr aber doch unter gewisser Voraussetzung Dem Reichsboten" wird geschrieben: " " " Neue gewaltige Flottenvorlage. Diese außerordentliche Mitteilung des„ Centralblattes der Walzwerke" wird von einigen Zeitungen, die über Marinepläne einiger maßen unterrichtet sein können, so vom Blatte des rheinisch- westInzwischen haben allerdings einige Blätter den Rückzug an- fälischen Kohlen- und Eisenkapitals, ohne jeden Zweifel übernommen. getreten. Zuerst das Berliner Tageblatt", jetzt auch die Sie entspricht auch den Gerüchten, die seit längerem über Kreuz- Beitung", die schreibt, daß auch sie nicht wolle, die Marinepläne der Regierung umgehen. Auch die erneute Auf„ daß man sich bei der Behandlung der Eingeborenen unfrer stellung von Marinetabellen, die der Kaiser in der Wandelhalle des Schutzgebiete die von den spanischen Conquistadoren des sechzehnten Reichstages veranlaßt hat, stimmt dazu. Diese Tabellen zeigen die Jahrhunderts ersonnenen Methoden zum Muster nehme, wie das Kriegsschiffs- Bauten Englands und können nur den Sinn haben, jetzt in gewissen kolonialen Kreisen Mode geworden zu sein scheint, darzuthun, daß dem Deutschen Reiche noch sehr viele Panzerschiffe in deren Augen die Eingeborenen nicht mehr Menschen, sondern bitter nötig sind. Die Kritik einer solchen neuen ungeheuren Flottenbloße Tiere sind. Dem werden wir immer mit der vollen Ent- vorlage muß zurückhalten, bis die Regierung sich über die Richtigkeit schiedenheit widersprechen, die unser christliches Gewissen der Mitteilungen erklärt hat. gebietet." demnach noch die Lage recht gefährlich werden können. die Berechtigung nicht abzusprechen wagte. Auch der KultusMan hatte ihm auch einen recht berüchtigten Händler Friedrichs, minister Studt griff in die Debatte ein, und zwar lediglich Wir fragen uns immer wieder, wie ist's gekommen, daß der gerade auf Dtjasazu in einem Hererohause logierte, ins zu dem Zwecke, die Schulpolitik der Regierung zu berteidigen. die Hereros, die seit Menschengedenken nie einen Weißen ausgeraubt, Missionshaus gebracht. Dieser wie ein anderer junger Händler, Inwieweit die Regierung bereit ist, dem Drängen der ermordet haben, nun auf einmal so greuliche Mörder geworden sind. Franke, sowie Herr Martens waren auch im Missionshause. Hätten konservativ- Klerikalen Mehrheit nachzugeben und die VolksIhr ganzer Charakter gegenüber den Weißen war nicht auf Rauben diese auch nur einen Schuß gethan, so hätte das selbst für schule der Kirche auszuliefern, war aus der Nede des Ministers und Morden angelegt, sondern der des Respekts auf der einen die Missionare gefährlich werden können. Er mußte es aber nicht zu entnehmen. und der sklavischen Furcht auf der andren Seite. Wie ist's blutenden Herzens zugeben, daß man beide aus dem Hause Die Debatte wird am Dienstag fortgesetzt. nun gekommen, daß die Hereros den Respekt vor so vielen Weißen riß und fort ins Feld führte und erschoß. Herr verloren, sich an denselben vergriffen und so viele Ansiedler und Martens hatte nichts zu fürchten, obwohl ein jeder wußte, daß er Händler ermordet haben. Wer war ihr Vorbild, ihr Lehrmeister, ein Deutscher war. Dieser Herr Martens, mir gut befreundet, war Ueber eine neue Flottenvorlage teilt das" Centralblatt daß sie so greulich sich vergriffen haben? Der Grund zu den ein Jahr vorher unter den wildesten Horden in Ovamboland und der Walzwerke" mit, daß gegenwärtig im Reichs- Marine- Amt Ursachen ist ja hier und da in der Kölnischen Zeitung" 2c., Hereroland gereist, um sich eine Farm zu suchen, und ist ihm nichts eine Ergänzungs- Nobelle zu den bestehenden wenn auch nur teilweise, beleuchtet worden. Wucher zu Leid geschehen, eben deshalb nicht, weil er die Leute freundlich Flottengefeßen ausgearbeitet wird. Das Blatt führt weiter und Raubhandel, durch den der Eingeborene nicht nur und gerecht behandelte. Fran Lange mit ihrem Kinde und Schwester aus: Dieselbe wird sich auf die Vermehrung der Schlachtflotte um feinen Viehbestand, sondern auch um fein Land Fräulein Gadel wurden auch zu den Abgeschlachteten ge- beziehen. Während bisher für 1905 eine Vorlage, die den Ausgebracht war. Aber neben diesen Ungerechtigkeiten sind noch ganzählt. Es ist bekannt, daß Christen von von Groß- Barmen bau der Auslands- Kreuzerflotte betraf, in Aussicht andre Dinge von seiten so mancher Weißen geschehen, welche die bas Kind zu Frau Miss. Diehl in Obhut brachten, und genommen war, hat man sich jetzt entschlossen, von letterer Hereros früher eingesehen und erkannt hatten, und die ihnen nicht die Schwester von Frau Lange mitten durch die Kriegerhorden nach abzusehen und eine erhebliche Verstärkung der Schlachtflotte allein allen Respekt gegen die Weißen nehmen, sondern sie auch mit Otjimbingue flüchtete und dort unversehrt ankam. Frau Lange war zu fordern. In den leitenden Marinekreisen ist man zu der bitterem Haß gegen diefelben erfüllen mußten. Noch kurz bor von dem Evangelisten Christian auf Dtjafazu aufgenommen und Ueberzeugung gelangt, daß die Seeherrschaft im Falle eines dem Ausbruch des Aufstandes hatte ein Soldat einem un beschützt. Frau Stronewitter auf Dtjimbingue wurde von Nifanor, Krieges nur durch Erfolge der heimischen Linienschiffsflotte zu schuldigen Herero die Schädeldecke eingeschlagen und ihn wie ein Stück einem Chriften dort, in Hälbichs Feste gebracht. Alles dieses sind erringen und zu behaupten sein wird. So sehr eine Vermehrung Bich behandelt. 28ollte man all die Mißhandlungen mit Latten, Thatsachen, die zeigen, daß die Hereros nicht Lust am Abschlachten der Auslandskreuzer im Interesse der Ausbreitung unsrer handelsStöcken, Rhinozerospeitsche eine gewöhnliche Strafe oft an Un- von Frauen und Kindern hatten. Ueber den Tod der Frau Died- politischen Beziehungen auf dem Meere liegt, so wiegt doch der ans schuldigen, 25 Hiebe, daß der Bestrafte blutend wie tot dalag-, das manns, sowie über den Tod ihres Mannes schwebt ein Dunke L. gegebene Grund so schwer, daß man in erster Linie den weiteren Niederknallen so mancher Unschuldigen, ganz abgesehen von den Die Herero in Okahandja hatten die Ansiedler dort wiederholt Ausbau der Schlachtflotte fordern wird. Die Rüstungen der andern vielen Gefängnisstrafen, zusammenstellen, so wird man sich nicht gebeten, nicht mit dem Gewehre herum zu gehen.... Ich kann nur Seemächte, die wachsende Handelsmacht des Reiches machen neue wundern über den Haß der Eingeborenen gegen die Weißen. So das fagen: wäre es den Hereros auch um die Frauen zu thun Forderungen auf diesem Gebiete zur dringenden Notetwas war früher unerhört. Auch der Herero kannte seine schwachen gewesen, so hätten sie dieselben bei der Lage der Häuser und Ansiedler wendigkeit. Aus diesen Gründen wird man ein drittes DoppelSeiten, Häuptlinge und Eltern straften zum Beispiel ihre leicht alle hinmorden können." geschwader mit den dazu gehörigen Kreuzern fordern und den beUnterthanen, Kinder nie etwa mit einem Stod, Wir haben diesen Ausführungen nichts hinzuzufügen. Sie be- fchleunigten Bau desselben neben den in den Flottengesehen vor. denn sie sagten sich, strafen wir mit dem Stock, dem Kirri, so über- stätigen, ja sie verschärfen all das, was wir über den Herero- gesehenen Schiffsbauten berlangen. mannt uns der Born, wir vergessen uns und töten sie dann. Der Aufstand gesagt haben. Dafür sind wir in der reaktionären Presse Fall des Prinzen Arenberg hat jetzt wieder die Zeitungen und den nicht nur, sondern sogar in liberalen Wigblättern als Reichstag beschäftigt und man hat es offen zugeben müssen, daß baterlandsloses Gesindel und Kannibalen verhöhnt worden! dieser gebildete Herr solche Greuelthaten begangen hat. Mit Recht hat man gefragt, warum schidt man solche Leute hinaus, die mehr verderben als hundert andre gutmachen können, die auch den Offizierſtand bei den Hereros in einem recht bösen Lichte erscheinen lassen. Aber ist man denn flug geworden feit jenen( bösen Tagen? Ist denn Hereroland ein Verschickungsland für ungeratene, unbequeme Söhne, deren Borleben hier die Ursachen des dortigen Aufstandes nicht allein, sondern der ganzen Verrohung der Hereros find? Warum schickte man folche verkrachte Existenzen hinaus, die dem deutschen Namen nur Schande machten und das sonst nicht nach dem Blute der Weißen lüfterne Volt zur Rache entflammten? Weshalb will man sich das Seltsam nur, daß dies christliche" Gewissen erst so spät nicht eingestehen? Warum verdedt man auch bei Arenbergs Fall uschlagen beginnt und das Blatt des seligen Hammerstein Deutfchen Reich. den Umstand, daß die Mutter des so hingeschlachteten Willy Cains, nicht abgehalten hat, die Socialdemokratie wütend zu begeifern, Waldersee und Normann- Schumann. um in deutscher Sprache zu reden, eine Brinzessin war, eine nächste weil sie die Christenpflicht zur rechten Zeit betätigte! Sonderbar Der jüngst verstorbene Generalfeldmarschall Graf Walderfee Anverwandte der jetzt aufständischen Großleute und Oberhäuptlinge? auch, daß außer Herrn Stöcker fein konservativer Kreuz- Ritter die tvar das, was man einen politischen General nennt. Er war sogar Wird denn hier der Mord einer Person aus königlichem Geschlecht füdestafrikanische Schmach zu geißeln unternahm. Und wir werden eine Zeitlang der geheime Generalstabschef der äußersten Reaktion, etwa so übersehen? Und die Herero- Verwandten Samuel nicht eher das Christentum der„ Kreuz- Zeitung" für etwas andres aber er scheint auch das Talent gehabt zu haben, sich diejenigen Maharero, Afa Rinrud, Nandjua, sollten diese die Abscheulichkeit des als heuchlerisch tönendes Wort Christentum zu Ueberzeugungen anzueignen, die gerade Erfolg versprachen. Daher Prinzen Arenberg so bald vergessen haben? Darin täuscht man sich erklären in der Lage sein, als die„ Kreuz- Beitung" gemeinsam mit erklären sich die neuerdings veröffentlichten Briefe, die er an gründlich. Ich möchte die Grafen, die Prinzen Deutschlands der Socialdemokratie fordert, daß von der Regierung schleunigst die mittelparteiliche Politiker geschrieben hat und in denen er sich als sehen, die einen so abscheulichen Mord eines Sohnes ihrer Schwestern Anweisungen an die südwestafrikanischen Truppen gegeben werden, Gegner der von ihm einst begünstigten Hammerstein- Stöckerschen nicht erst nach langen Jahren, sondern sofort rächten! daß jedes Niedermekein Verwundeter und Wehrloser kriegsgerichtlich Richtung bekennt. Nun schreibt man in gewissen Zeitungen von den Greuelthaten mit rücksichtsloser Strenge abgeurteilt wird! der Hereros, daß fie die Frauen der Ansiedler abgeschlachtet und dort auch Männer kastriert hätten. Was letteres anbetrifft, so haben gewisse Hereros das gethan an Weißen, die sich an ihren Frauen und Mädchen schändlich vergriffen hatten. Biele der unverheirateten Anfiebler lebten mit eingeborenen Weibern und stellten den Ehefrauen der Hereros nach. So sittlich tief der Herero auch steht, so hat bei ihm doch auch hier die Unzucht eine Grenze. Wie tam es, daß Das preußische Abgeordnetenhaus beriet am sie z. B. den Herrn Martens verschonten und seine Nachbarn Friedrichs und Montag das Kapitel Elementar- Unterrichtswesen In der That ist es zweifellos, daß der Agent dieses politischen Richl nicht? Und was die Frauen anbelangt, die man hier als ab- bom Stultusetat. Aus der Debatte wurden von vornherein die Generals der wegen Majestätsbeleidigung verfolgte Normanngeschlachtet, den Bauch aufgeschnitten bezeichnete, so ist das als Fragen der Schulunterhaltungspflicht und der Lehrerbesoldungs- Schumann war. Im Tausch- Prozeß wurde gerade im entscheidenden unrichtig erwiesen. Sowohl die Frau Bilet und ihre Schwester Berhältnisse ausgeschaltet, so daß sich infolgedessen die Dis- Momente die Klarstellung abgebrochen. Es wurde auf Zeugen ge auf Frauenstein, Frau Ibel mit ihren Kindern auf Oriambo, fuffion hauptsächlich um die Frage drehte, welcher Einfluß auf flissentlich verzichtet, die über die Beziehungen zwischen den beiden Frau Lange mit ihrer Schwester auf Klein- Barmen, Frau Bremen die Volksschule der Kirche eingeräumt werden soll. Das eidliche Auskunft hätten geben können. mit ihren 5 Kindern auf Dtjonjati, Frau Kronewitter auf Centrum, in dessen Namen Abg. Dr. Dittrich sprach, Neuerdings hat nun der für die Polizei ewig unauffindbare Otjimbimgue, die alle hingeschlachtet sein sollten, leben noch, und forderte die Konfessionalität der Voltsschule und verlangte, Herr Normann- Schumann, dem sein Handwerk eine Villa in Luzern zwar durch specielle Hilfe der so verachteten Herero- Missionschriften. daß der Kirche ein weitgehendes Aufsichtsrecht über die Schule eingebracht hat, entweder aus Langerweile oder um anderweitige Dieses sollte und dürfte nicht verschwiegen bleiben. Frau Pilet und zustehen solle. Nach seiner Meinung muß der Unterricht vor Zwecke zu verfolgen, mit einem gewissen sportsmäßigen Gifer fich ihre Schwester ist durch den Evangelisten Baul nach Otjafazu ge- allem erzieherisch wirken, den religiösen Sinn und die Vater- darauf verlegt, Zeitungsredakteure zu verflagen. Einen dieser Proschickt, Frau Külbel, die die Eingeborenen wie ihre Schweine schlug, landsliebe erwecken, und das vermag einzig und allein zesse hat er dazu benutzt, um eine geradezu ungeheuerliche Anklage wie Einsender bezeugen tann, tam mit einem Denkzettel davon. Die die Kirche. Einen ähnlichen Standpunkt nahmen die Konser- gegen seinen Gönner Grafen Walderfee in die Prozeßaften zu eingeborenen Christen brachten sie und ihre zwei ungetauften Kinder vativen ein, die nach wie vor die geistliche Schulaufsicht bringen. Er erklärte nämlich wörtlich: Fast alle„ Saalezeitungs", zu Missionar Brockmann auf Dtjasazu, ebenso Frau Pilet und ihre verlangen. Im Gegensatz zu der konservativ- Klerikalen Artikel rühren vom Grafen Waldersee her, ebenso der im Schwester sowie Frau Bremen mit ihren fünf Kindern ins Missions- Mehrheit betonte Dr. Hadenberg( nil) in einer be-„ Mémorial Diplomatique". Das heißt, er behauptet, daß der haus des Einsenders und stellten sie unter den Schutz des merkenswerten Rede, daß man sich nicht dem Irrtum hin- ehemalige Generalstabschef und spätere spätere Generalfeldmarschall Missionars. Dort verblieben sie vom 14. bis 24. Januar. Ja ber geben möge, man könne die Volksschule dadurch, daß man sie der deutschen Armee gegen seinen obersten Kriegs. Gemeinde- Aeltefte, Eliphas, bot dem Missionar seine Ochsen an selbst mit einigen Religionsstunden mehr belastet, zu einer Erherrn diejenigen Majestätsbeleidigungen begangen oder inspiriert auf die Gefahr, daß man sie ihm auf Okahandja zurückbehalten würde; ziehungsanstalt machen. Der Abgeordnete trat, obwohl selbst hat, derentwillen Herr Normann- Schumann wenn auch ohne er folle die Frauen und Kinder mit dem Wagen des Einsenders nach Geistlicher, gegen die geistliche Schulaufsicht auf und wies auch ſtaatsanwaltlich- polizeiliches Finderglück verfolgt wurde. Herr Okahandja bringen; denn die Hereros wollten keine Kinder und die Bestrebungen, in den Fortbildungsschulen dem Religions Normann- Schumann hat in diesen Gerichtsaften weiter behauptet, Frauen morden. Als die Hereros bann am 27. und 28. Januar bei unterricht ein größeres Feld einzuräumen, kurzer Hand zurück. daß er die handschriftlichen Beweise für diese unerhörte Olahandja geschlagen und man die Kanonen derer auf Dtjasazu In ähnlichem Sinne hatte sich vorher Frhr. v. Zedlitz, der Beschuldigung befize. hörten, rüstete sich die wenig am Aufstand beteiligte Gemeinde zur Führer der Freikonservativen geäußert, die in Schulfragen Die Behauptungen des Herrn Normann- Schumann wurden vor Eliphas mußte seine Ochsen für seine eigne Familie und nicht mit den Konservativen zusammengehen. Von den Frei- etwa einem Jahre in einem Teil der Presse öffentlich erörtert. Graf Stinber gebrauchen und Missionar Brockmann ging am andren Tage sinnigen sprach sich Abg. Wolgast entschieden gegen die geift- Waldersee rührte sich nicht, und alle Offiziösen blieben stumm. unbelästigt mit den Frauen und Kindern nach Otahandja und zwar liche Schulaufsicht und die konfeſſionelle Volksschule aus, während Walderſee ist inzwischen gestorben, ohne Gelegenheit genommen zu Flucht. Politifche Uebersicht. Berlin, den 21. März. Geistliche Schulaufsicht. Im letzten Hefte der Zukunft" wird der Versuch unternommen, den Grafen Waldersee auf seinen politischen Schleichwegen zu ber folgen. Eine Andeutung dieses Artikels verdient zur Kennzeichnung unfrer inneren Zustände Erwähnung. Es wird da berichtet, der Freiherr v. Marschall sei seiner Zeit deshalb in den Prozeß LützowTausch getrieben worden, weil gewisse Leute gehofft hätten, hinter dem Allertveltshorcher Normann- Schumann den großen Waldersee zu erwischen. V Grober Unfug, Post" und Staatsanwalt. zu Voltsvertretern erhebt. Die bittere Fronisierung erregte den wildesten Zorn der Scharfmacherblätter. Insbesondere die" Post" empfand die Schmähung des heiligsten Gutes, als das ihr das preußische Wahlsystem gilt, überaus schwer. Sie tobte wider die socialdemokratischen Uebelthäter und erklärte, das Ende aller staatlichen Autorität sei gekommen, wenn nicht energisch eingeschritten würde. Als das Amis blatt des Kreises Teltow- Beeskow, offenbar inspiriert vom Landrat b. Stubenrauch, dem Wahlkommissar der Nixdorfer Wahl, eine andre Auffassung der Vorgänge vertrat, vermehrte die„ Post" die Ausbrüche des Scharfmacherzornes und erhob in wütender Erregung die Frage, ob der Staatsanwalt feine Pflicht nicht begreife! Und nun begann der Staatsanwalt wirklich die Pflicht zu begreifen, welche die" Post", meinte. Es verlautete alsbald, daß Ermittelungen in der Angelegenheit veranlaßt werden sollten. Und thatsächlich hat die Staatsanwaltschaft, angeregt durch die Artikel der Post", den Versuch unternommen, gegen die Verspottung des elendesten aller Wahlsysteme das Strafgeset zu mobilisieren. " Gegen zwölf focialdemokratische Wahlmänner ist die Verfolgung wegen Groben Unfugs beantragt worden. Jedoch, die Ergebenheit in die wütige Weisheit der„ Boſt" hat den Staatsanwalt nicht weit geführt. Schon vor der Schwelle des Amtsgerichts ist er gescheitert. Den Angeschuldigten ist dieser Tage dieser Beschluß zugegangen: Beschluß England. Belagerungszustand in Odessa. Arbeiterunruhen. haben, die tolle Anklage seines Geheimagenten zu entkräften. Herr Die Berichte über die Aufstände in Spanien in der spanischen| jährlichen Anwachsen der Bevölkerung um 35 000-40 000 Köpfe ganz Normann Schumann aber blieb unbehelligt. Niemand hat dem Presse sind stets mit gewisser Vorsicht aufzunehmen, da die spanische selbstverständlich. Das immerhin bedeutende Anwachsen des Etats Luzerner Villenbefizer einen Prozeß wegen Waldersee- Berleumdung Presse es liebt, wie das überhaupt im Charakter der Südländer in diesem Jahre um 1130 000 m. erklärt sich aber hauptsächlich gemacht. Er scheint offenbar das Privileg zu besitzen, gegen den liegt, alles ein wenig zu übertreiben. Dennoch ist es eine fest daraus, daß die Armenetats in den letzten Jahren zu niedrig höchsten deutschen Offizier die schwersten Beschuldigungen, die überstehende Thatsache, daß in ganz Spanien Not und Elend angesetzt waren, da sich Deficits von 1-2 Millionen herausgestellt Herrscht. Die Kornpreise find heute derart, wie man haben. Von einem, riesigen" Anwachsen kann jedenfalls keine haupt denkbar sind, ungestraft öffentlich zu verbreiten. fie in den Jahren der traurigsten Mißernten nicht Rede sein, ebensowenig von einem Herabseßen der Unterstüßungen. Beim Begräbnis Waldersees war Wilhelm II. nicht antvesend.- kannte. Die Teuerung wird immer drückender. In Süd- Die Zahl der Almosenempfänger betrug 1902/1903 33 160, welche spanien, in Malaga, begeben sich Hunderte von Arbeits- etwa 6 Millionen erhielten; in den legten Jahren hat nur eine losen zum Ayuntamiento( Rathaus) und verlangen Be Steigerung der Unterſtügung pro Kopfum 63 Pf. stattgefunden. Ziehen Sie Bei der preußischen Abgeordnetenwahl im November vorigen schäftigung. Es ist traurig, daß es hier kein Mittel geben soll, um in Betracht, daß Lebensmittel- und Wohnungspreise gestiegen sind. Jahres haben einige socialdemokratische Wahlmänner des Kreises diesen Zuständen ein Ende zu machen. Ein Deutscher, der eine( Stadtv. Wallach: Die Mieten sind gefallen!) Bitte, legen mir den Hauswirt auf den Tisch des Teltow- Beeskow das wahnwitzige Dreitlassen- Wahlsystem dem Ge- Reihe von Jahren in Malaga lebt, die Verhältnisse dort genau fennt, Sie Hauses Tächter preisgegeben, indem sie den Scharfrichter Krauts, den Kinder- schreibt in einem Briefe:" Das Leben wird täglich unerschwinglicher nieder, der bei der bei kleinen Wohnungen die Miete erniedrigte! schänder Sternberg, den Mordbuben v. Arenberg als ihre Kandidaten hier, so daß es mir ein Rätsel ist, wie das arme Volt überhaupt Das Gleiche trifft auf die Pflegegelder für die Kinder zu. zu Wahlprotokoll gaben. Sie geißelten durch ihre seltsamen Vor- noch leben kann. Sie sterben auch wirklich schon vor Hunger. Ich 1899/1900 wurde bei etwa 10 000 Kindern pro Kopf und Monat schläge die Thatsache, daß das Geldsacks- Wahlsystem die Ungeeignetsten fürchte, daß wir einem Bürgerkriege entgegengehen, denn so geht es 6,32 M. gezahlt, bis 1902/03 ist die Zahl auf 6,64 m. gestiegen. nicht lange mehr weiter, wenn keine Abhilfe kommt." Diese Säge erreichen bei weitem nicht das von Ihnen selbst anIn Murcia, Alicante und in vielen andren Städten werden gesetzte Maximum von 9 beziv. 20( und sogar 25) M. Ebenso ver Lebensmittel verteilt. hält es sich mit den Extra- Unterstützungen. Daß die Armenvorsteher im allgemeinen nicht zu viel zahlen, darauf dürfen Sie sich verDas gesunkene Unterseeboot soll, wie amtlich bekanntgegeben lassen, denn in vielen Fällen reichen die gezahlten Unterſtügungen wird, repariert, wasserdicht gemacht und dann hoch gebracht werden, bei weitem nicht hin, um den armen Leuten das Notwendigste zu da es im gegenwärtigen Zustande infolge der Schwierigkeiten, die seine gewähren. Nicht die Armenpfleger, sondern die Unterstützungsuchenden Lage darbietet, nicht gehoben werden kann. Die hauptsächlichsten haben Ursache zur Mißstimmung.( Rufe: Aha!) Wir haben unter Beschädigungen sind am Kommandoturm, an dem die Zeichen des den ersteren einige, die ihres Amtes nicht so walten, wie es sich Zusammenstoßes mit dem Dampfer„ Berwick Castle" deutlich sichtbar gehört. Im Laufe dieses Monats war eine Frau bei mir, welche sind. Eine Prüfung des Rumpfes ergab, daß im Innern des Bootes ermittiert war; sie hatte eine schlechte Vergangenheit, das gebe ich kein Teil mangelhaft war, dessen Sinken vielmehr bestimmt durch zu. Sie fragte, was sie thun solle, da sie nirgends etwas erlangen den Zusammenstoß mit dem Dampfer verursacht wurde. Die Unter- konnte; ihre Sachen habe sie bei einer Freundin untergebracht, sie seebootsflottille nimmt heute ihre Uebungen wieder auf. folle 7 M. Schlafgeld zahlen. Sie tam um eine Extra- Unterſtügung von 10 M. ein; sie wollte mit dem Rest von 3 M. einen fleinen Rußland. Apfelsinenhandel anfangen.( Rufe: Sie sollte doch arbeiten!) Ja, wenn sie Arbeit findet. Der Armenvorsteher hat ihr die Unter( Eig. Ber.) In Odessa herrscht im Zusammenhang mit der durchſtüßung verweigert, und als sie um Brot bettelte, hat der Mark Vorsteher ihr eine blanke in die Hand gedrückt! den Krieg heraufbeschworenen Krisis der Arbeitslosigkeit Ich war deswegen persönlich bei ihm und bat ihn um nochmalige und Teuerung unter der Arbeiterbevölkerung große Depression. Brüfung. Die Mart hatte er nicht aus eigner Tasche gegeben, wie 3. März eine regierungsfeindliche Studenten demonſtration ich vermutete, fondere anführen.( Große Unruhe.), Eine Witwe S. Bald dürften auch politische Unruhen beginnen. Bereits hat am sie mit dem Monatsbericht liquidiert. Ich stattgefunden, die Manifestanten wurden von den Kosaken nieder mit 3 Kindern unter 15 Jahren erhielt bis vor zwei Jahren monatgemacht; 200 Studenten sind verhaftet und weggeschickt worden. lich 28 M.; ein neuer Vorsteher fam und hatte nichts Eiligeres zu Bom 28. März wird in Odessa der Belagerungszust and thun, als die Summe auf 6 M. Herabzusetzen. Der Herr hat mir verhängt. auch rund heraus gesagt, er denke garnicht daran, eine Aenderung eintreten zu lassen. Die Frau war böllig elend und in mit der Miete im ärzlicher Behandlung, auch drei Monate Rückstande. Ja, er gäbe garnichts auf das Gutachten des Armenarztes, die Herren schrieben, wie es jeder haben wolle, und Armenarztes, die Herren schrieben, wie es jeder haben wolle, und damit sei für ihn die Sache erledigt. Stadtrat Münsterberg ist dann für die Frau eingetreten und die Ärmendirektion war dazu auch ver Erledigt!) Ja, Sie klagen doch über die Mißstimmung der Pfleger. pflichtet, um die Frau nicht hungern zu lassen.( Rufe: Na also! In einer Familie, wo sechs Personen sind und Krankheit und Siech Eine ruhmreiche Schlacht in Sibirien. Soeben bekommen wir tum herrscht, wird eine Unterstützung von 8 M. empfohlen!( Unterdie Nachricht, daß die Schergen des Absolutismus auf einem Trans- brechung durch den Vorsteher. Die Namen möchte ich nicht öffentlich port mit Berbannten unterwegs, im Regierungsbezirk Jakutsk, eine nennen.) Ich trage nur Berichte vor, keine Verleumdungen; es thut blutige Metzelei siegreich ausgeführt haben. Die Verbannten, 23 uns Rot, daß diese Fälle vorgebracht werden. Wenn ich sie hier nicht vornamhaft gemachte Personen, forderten beim Vorbeifahren in einem tragen darf, so werden sie in der Deffentlichkeit erörtert. Für einen Mann, kleinen Dorf ihr gutes Recht, dort einen Tag rasten zu dürfen, um aus der halbverhungert in seiner Wohnung vorgefunden wurde, bezuruhen und sich nach der langen Reise bei mörderischer sibirischer antragte der Armenvorsteher eine Unterstützung von 6 M.! In einem Kälte etwas zu erivärmen. Als Antwort auf dieses Verlangen andern Falle überſtieg die Kühnheit eines Armenvorstehers alle wurden die Verbannten auf das Geheiß des Offiziers von der Dorf- Grenzen. Es handelte sich um eine Frau, welche schon einmal unterpolizei so bestialisch verhauen, daß zweien der Schädel gespalten stügt war, weiter frank blieb und nochmals zum Vorsteher kam, wurde! Man erlaubte sodann nicht einmal dem Spitalarzt, weil ihr der Arzt Milch verschrieben hatte.„ Was, Sie wagen, sic idnen die Wunden zuzunähen, sondern fesselte die Schwerkranken vom Arzt Milch verschreiben zu lassen?" Und dabei spie er ihr nach einem leichten Verband zusammen mit den andern blutüber- ins Gesicht.( Unruhe.) Zufällig war ein Zeuge da, und der weil Herr wurde, auch noch andre Dinge gegen ihn bors strömten Opfern und schleppte sie weiter. lagen, schließlich zum Rücktritt veranlaßt.( Rufe: Also doch erledigt!) Daß die Armendirektion direkt zu hohe Summen zahlt, ist auch nicht richtig; die betreffenden geringen Summen sind in den letzten Jahren fortwährend zurückgegangen. Im vorigen Jahre gab es einen Beschwerde- Ausschuß, wo über die schriftlichen Beschwerden im Beisein des betreffenden Armenvorstehers und in Gegenwart des Vorsitzenden oder zweier Mitglieder der Armendirektion entschieden wurde. Als berechtigt sind ja durchschnittlich nur fünf Prozent der Beschwerden angesehen worden. Jetzt werden die Beschwerden den Armenkreisen überwiesen; da setzt man die Böcke zu Gärtnern, indem die Vorsteher selbst die Entscheidung in die Hand bekommen, schließlich der eine oder der andre nachher auch gegen die Beschlüsse mit erneuten Beschwerden remonstriert und die Sache dadurch hinzieht. So ist in einem Fall eine Familie vier Monate lang ohne jede Unterstützung geblieben und der Unterstüßungsuchende inzwischen gestorben. Die schriftlichen Beschwerden müssen doch von der Armendirektion mindestens nachgeprüft werden. Meiner Ansicht nach ist für unsre hilfsbedürftigen Mitbürger nicht zu viel, sondern eher zu wenig geschehen.( Beifall bei den Social demokraten.) in der Straffache gegen ( folgen die Namen) sitio wird der Antrag der königlichen Staatsanwaltschaft, das Hauptverfahren wegen Groben Unfugs zu In Twer, auf der Baumwollfabrik von Morosow sind Arbeiterunruhen ausgebrochen. Den Anlaß bildete die Empörung der Arbeiter darüber, daß die Verwaltung ihnen heißes Wasser zur Zu bereitung der Mittagsmahlzeit verweigerte. Aus der Unzufriedenerheit ist der Streit entstanden, der sich aber schon am andren Tag in öffnen, abgelehnt. eine politische Demonstration mit den Rufen: Nieder mit dem Nach den Vorermittelungen haben die Angeschuldigten bei der Absolutismus! Fort mit dem Kriege! verwandelte. Gendarmerie Abgeordnetenwahl vom 20. und 21. November 1903 als Wahl- und Polizei suchen die Demonstration mit roher Gewalt zu untermänner in der Stichwahl ungültige Stimmen abgegeben, welche drücken. fich auf verstorbene oder sonst nicht wählbare Personen, wie z. B. Hinteldey, Krauts, Sternberg, Prinz v. Arenberg usw., bezogen. Wenn sich auch hierdurch eine große Anzahl Wahlmänner mit Recht belästigt gefühlt haben, so fann doch nach der Auslegung, die der§ 360 Nr. 11 des Strafgesetzbuches in der Rechtsprechung gefunden hat, und der sich auch das unterzeichnete Gericht anschließt, den Thatbestand des groben Unfugs in der Handlungsweise der Angeschuldigten nicht er blidt werden, weil das Publikum in seiner Allgemeinheit nicht unmittelbar belästigt und der äußere Bestand der öffentlichen Ordnung nicht gestört oder gefährdet worden ist. Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse. Rigdorf, den 17. März 1904. Königliches Amtsgericht. ( Unterschrift.) Sicherlich wird die" Post" sich erbieten, die Kosten Opfer des Zarismus. Der am 10. d. M. zum Tode verurteilte des Verfahrens, zu tragen, da die Schädigung der Staats- Anstifter des Mordanschlags gegen den Minister Ssipjagin, Veterinärtasse ihr zartes Gewissen belasten würde. Dann allerdings arzt Gerschurai, ist hingerichtet worden. Die Meldungen, daß er hat die" Post" auch das Recht erworben, in neuen um Gnade gebeten habe, bestätigen fich nicht. Hingegen hat sein Mit Wutergüssen gegen das Amtsgericht, gegen die Rechtsprechung und verschworener Artillerie- Staatsfapitän Grigorjem, der später die das Strafgesetzbuch zu toben, die nicht im stande sind, die social- übrigen Verschworenen verraten hat, nach offizieller Meldung ein demokratische Verunglimpfung des preußischen Wahlsystems zu ver- Gnadengesuch eingereicht, über das die Entscheidung noch nicht gehindern. Vielleicht gelingt es der" Post", den Staatsanwalt zur fallen ist. Beschwerde gegen den ablehnenden Gerichtsbeschluß zu überzeugen! Afrika. Die Best in Südafrika. Wie Daily Telegraph" aus Bayrische Kriegsminister- Krisis. Der durch sein Verhalten Johannesburg, meldet, ist die Pest im Suli gegenüber dem Centrums- Abgeordneten Pichler tompromittierte viertel ausgebrochen. 27 Personen sind bereits der KrankKriegsminister Asch soll nach einem uns aus München durch Privat- heit erlegen. Es sind energische Maßnahmen getroffen, die farbige telegramm übermittelten, in politischen Streifen umlaufenden Ge- Bevölkerung aus der Stadt wegzubringen. Weiße sind bisher von rücht demissioniert haben. Als Nachfolger wird General der Krankheit nicht befallen worden. Reichlin- Meldegg genannt. Dasselbe Blatt meldet aus Söul vom 19. d. M.: Der Kaiser von Korea beabsichtigt, einen Sondergesandten nach der Rückkehr des München, 21. März. Unter den militärischen Beförderungen, die Marquis Ito nach Japan zu senden, wahrscheinlich den Prinzen heute das Verordnungsblatt des Kriegsministeriums mitteilt, befindet gichivan. Marquis Jto empfängt heute die Vertreter der aus sich auch diejenige des Generalmajors v. Endres, des bayrischen wärtigen Mächte. Militärbevollmächtigten in Berlin, zum Generallieutenant. Aus Südwestafrifa. Berlin, 21. März. Gouverneur Leut= Ausland. Frankreich. Vom Kriegsschauplatz. Stadtv. Dr. Nathan( soc.- fortschr.): Durchgreifende Besserung wird erst eine anderweite Organisation schaffen, wie sie ja angebahut ist. Für die vermehrte Teilnahme der Frauen an der Armenpflege muß alles aufgeboten werden. Es liegt bekanntlich nicht an uns fe in telegraphiert unter dem heutigen Tage, daß nach einer Mel- Petersburg, 20. März. Der russischen Telegraphen Agentur und nicht am Magistrat, daß von der„ Eisenbahngeschwindigkeit", von dung aus Grootfontein die Strecke längs des Omuramba- u- Omatato- wird aus Liaujang von gestern gemeldet, daß die Familien der Stadtrat Münsterberg sprach, nicht die Rede gewesen ist bei der Flusses zwischen Otjituo und Otjomaware vom Feinde frei ist. Ober- der Ausländer Niutschwang verlassen haben; nur Durchführung dieser Maßnahmen, sondern an den Vorurteilen der lieutenant Volkmann ist angewiesen, die Linie längs des Omuramba- einige ausländische Kaufleute sind zurückgeblieben. Nur am Tage Armenkommissionen. In England hat sich diese Mitarbeit der Frauen u- Omatako- Flusses zu sperren. treffen dort Dampfer ein unter Führung von russischen Lootsen. glänzend bewährt. Es muß aber daneben größere Decentralisation Die chinesischen Truppen haben sich an das Westufer des Liauho zurück- eintreten, wie man sie ja durchzuführen beabsichtigt. gezogen. General Linewitsch hat an die Truppen der Mandschurei- Armee Stadtv. Tolksdorf( Soc.): In Berlin stirbt jährlich Hunderten einen Tagesbefehl erlassen, in welchem er ihnen einschärft, mit der von Familien der Ernährer. Wir haben es dann mit Halbwaisen zu chinesischen Bevölkerung in Frieden und Freundschaft zu leben, nie- thun. Heute ist die Praxis so: Wenn wir vier Kinder annehmen, so Die Diktatur der Flottenlieferanten! In einer Rede, die manden zu beleidigen und zu bedrängen. Einkäufe bei Chinesen dürfen soll die Witwe eines davon allein ernähren und für drei Marineminister Belletan bei einem Zwedessen des republikani- nur bei Barzahlung geschehen. Für die strenge Beobachtung dieser bekäme fie event. nach dem höchsten Sage von 9 M., 27 M. Diese Vorschriften haben die Chefs der Truppenteile zu sorgen. Der Familien wollen wir doch zusammenhalten. Wenn die Frau nun ſchen Wahlausschusses von Revallois- Perret hielt, ſagte er u. a.: Tagesbefehl des Generals Linewitsch machte auf die Bevölkerung 20 M. für Wohnung geben soll, so bleiben ihr 7 M. Für dieſes Es giebt eine Oligarchie der Flottenlieferanten, die feit langen Jahren den Staatshaushalt plündert; gegen diese einen höchst beruhigenden Eindruck. Die Anläufe von Lebensmitteln, Minimum soll sie die Kinder beaufsichtigen und erziehen. Das ist Finanzfeudalität tämpfe ich aus aller Straft; sie wird von Fourage und Vich bei der chinesischen Bevölkerung gehen ohne doch gar nicht ausführbar. Hier müssen statistische Ermittelungen Schwierigkeiten von statten. stattfinden, damit dann auf Grund derselben eingeschritten werden einem Manne unterstützt, der im Haushaltsausschuß eine erste Rolle fann. Ich bitte die Direktion, diese Anregung zu verfolgen. spielt, und an fünftige Minister, oder die es werden wollen, bereits Tschifu, 21. März.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Das Stadtrat Münsterberg: Die Ausführungen des Stadtv. Hinze fünfzig Portefeuilles verteilt hat, obschon es bloß elf giebt. Ich aus den Kreuzern Hai- tschi, Hai- tschen, Hai- tien und die Debatte überhaupt überheben mich der Vorführung weiteren bin von Verrätern umgeben, die Briefe und Urkunden aus- und Haidschu bestehende Bei- jang- Geschwader Materials. liefern. Ich werde das nicht dulden und bis zum letzten Atemzuge unter Befehl des Admirals Tsah ist hier angekommen; man die wirklichen Zahlen hält und mit dem sich voraussichtlich ohne Deficit Es ist zum erstenmal ein Etat aufgestellt, der sich an gegen solche Zustände ankämpfen." nimmt an, es soll nach Niutschwang gehen, sobald wird wirtschaften lassen. Bei den Almosen wie bei den Pflegegeldern ist Neue Angriffe gegen Belletan. Der Deputierte Chaumet, der Fluß eisfrei ist. der in der Budgetkommission der Kammer heftige Angriffe gegen den Marineminister geführt hat, hat der Kommission wiederum einen von einem pensionierten Admiral herrührenden Bericht unterbreitet, worin zahlreiche Angriffe Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. gegen Belletan erhoben werden. Darin wird u. a. er 12.( außerordentliche) Sigung vom Montag, 21. Mära schwerden des Kollegen Hinge kann ich nicht eingehen, so flärt, Belletan habe während seiner Amtsführung nicht ein einziges Mal den höheren Marinerat einberufen, auch der Marinegeneralstab sei ausgeschaltet worden. Der Zustand der Flotte und der Arsenale sei infolge der Untätigkeit des Marineministeriums unter Pelletan beklagenswert. Es sei zu befürchten, daß die Hand, welche die Marine in Friedenszeiten desorganisiert habe, noch weniger fähig sein werde, sie in Kriegszeiten zu leiten. Der Deputierte Berry hat Pelletan schriftlich daran erinnert, daß er ihm versprochen habe, nach Beendigung der Untersuchung die Anfragen über die Spionageangelegenheit Martin zu beantworten. Da die Untersuchung beendigt sei, stehe ja nunmehr der Erörterung nichts mehr im Wege. Spanien. Unruhen in Barcelona. Die Behörden verhinderten am Sonntag, daß eine geplante anarchistische Versammlung hier abgehalten wurde. Viele Punkte der Stadt wurden mit starken Wachtposten besetzt. Zahlreiche Anarchisten wurden verhaftet, später aber wieder freigelassen; ihre Waffen wurden beschlagnahmt. die frühere mechanische Verteilung im großen ganzen aufgegeben und eine mehr individuelle Behandlung eingetreten; wir haben diese Tendenz in der neuen Geschäftsanweisung möglichst zu stärken uns bemüht. Die Gleichstellung der armen Kinder mit den Waisenkindern werden noch wollen. as wir nicht erreichen können Auf die Begenannt find. Ea ist wohl nicht nachmittags 5 Uhr. alles streng der Wahrheit entsprechend, was den Herren zugetragen Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sigung gegen 26 Uhr. wird.( Zustimmung.) Berlin weist noch ein sehr hohes Niveau Da die Beleuchtung des Saales nicht gehörig funktioniert, hat ehrenamtlicher Armenpflegethätigkeit auf; mit solchen Angriffen sollte insbesondere die Berichterstattung auf der Zuhörertribüne mit außer- man doppelt vorsichtig sein. Die Beschwerden müssen ihren ordnungsgewöhnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. mäßigen Gang genommen haben; auf andre einzugehen muß ich Die Beratung des Stadthaushalts Etats für 1904 ablehnen. Ich kann auch nicht zugeben, daß man in den Armenwird fortgesetzt. kreisen die Böcke zu Gärtnern gesetzt hat betreffs der Beschwerden. Beim Etat für das Armentesen hat der Ausschuß die vom Lettere werden bon der Armendirektion sehr sorgfältig ge Magistat beantragte Erhöhung des Zuschusses an die Armen prüft, nötigenfalls vom Plenum. Aber feiner hat Glück speisungsanstalt von 40 000 2. auf 45 000 m. abgelehnt und schlägt damit, nach oben zu gehen", der glaubt, damit den geordneten dem Plenum vor, die vorjährige Resolution betr. die Neuregelung Geschäftsgang auszuschalten. Krasse Fälle, wie sie vorgetragen sind, des Armenarztwesens zu erneuern. Referent ist der Stadtv. werden, sobald sie an uns herantreten, sofort an die Kommissionen Dr. Bütow( Fr. Fr.). geleitet; wenn nicht Nebenwege gesucht werden,( Sehr richtig!) finden Ohne Debatte tritt die Versammlung bezüglich der Resolution fie auf diesem Wege vielleicht noch rascher ihre Erledigung. dem Etatsausschuß bei. Der Beteiligung der Frauen können wir nicht Flügel geben: Stadtv. Hinge( Soc.): Jm Ausschuß wurde lebhaft über das wir stehen der Erscheinung, daß diese Beteiligung minimal bleibt, Anwachsen des Armenetats geklagt, der ins uferlose wachse. Auch machtlos gegenüber. Die Kommissionen wünschen keine Frauen dieses Jahr wird ein weiteres Anwachsen erfolgen, das ist bei dem oder stellen eventuell sogar Amtsniederlegung in Aussicht. Wo Frauen thätig sind, haben sie ganz Vorzügliches, mehr als die Männer ge- eine Reihe Beschwerden gegen die Verwaltung erhoben. So ist es Die Beratung des Etats für das städtische Obdach beantragt leistet.( hört! hört!) Es sind doch auch keine Phrasen, wenn der mit der Kost nicht zum besten bestellt. Bei Ausgängen oder auf Stadtv. Borgmann( Soc.) von der Tagesordnung abzus Städtetag und der deutsche Verein für Armenpflege und Wohlthätig- Urlaub gewährt man den Häuslingen nicht die Anstaltskleidung. Ehe- sehen, weil der Stadtv. Hoffmann, der zu diesem Etat keit die Mitwirkung der Frauen für einen Segen erklären. Ich kann malige Waschschüsseln werden zum Teil als Kartoffelschüsseln verwendet. das Wort ergreifen müsse, heiser sei. Der Antrag wird abgelehnt. nur wünschen, daß die recherchierenden Stadtverordneten auf die( zurufe.) Solche kleinlichen Dinge sollte man doch schleunigst abstellen. Stadtv. Borgmann bezweifelt darauf die Beschlußfähigkeit der Armenkommission in diesem Sinne einwirken.( Beifall.) Die Häuslinge von Rummelsburg giebt man an die Rieselfelder für Versammlung. Es wird festgestellt, daß die Beschlußunfähigkeit Stadtv. Hinse: Die Ablehnung der Frauen durch die Kom- 40 Pf. ab, während sie der Stadt 70 Pf. fosten. Der Etat bietet bereits eingetreten ist. miffionen fennzeichnet den Geist, der in letzteren herrscht. Die Herren doch eine ganz falsche Uebersicht, wenn für diese 70 Bf. Die Verhandlung wird abgebrochen. Am Mittwoch findet glauben, die Frauen würden zu milde sein. Die Herren wollen aber nur 40 eingebracht werden; dem Etat muß das zur Last ge- eine weitere Extra- Sigung zur Fortsetzung der Etatsberatung statt. auch hübsch unter sich und in ihrem Convivium allein bleiben; fie legt werden, was rechnerisch in ihn hinein gehört. Be- Schluß gegen 9 Uhr. nehmen nur ihre Parteifreunde hinein und wir haben doch erleben treffs der Versicherung der Häuslinge in der Rummels müssen, daß ein Vorsteher ein Mitglied nicht hinzuzog, weil er ein burger Anstalt muß der Fall erwähnt werden, daß ein Maler Parteigegner war und ihm nicht in seinen Kram paßte. Die Namen sich an der Brotschneidemaschine die rechte Hand verlegte, so der Betreffenden nenne ich nicht öffentlich, werde sie aber binnen daß sie dauernd steif blieb; er bekommt jetzt keine Unfalldrei Tagen schriftlich zur Verfügung stellen. rente. Hier muß die Stadt eingreifen. Die 90 M. für Stadtv. Gombert( A. 2.) teilt Fälle mit, wo Arme auch aus das Photographieren der Häuslinge sind heute und das Nach und nach werden nähere Einzelheiten über den Zusammen Legaten unterstützt sind, ohne daß die Armenkommissionen Meldung ist ein Erfolg unsrer Bestrebungen nur für diejenigen bestimmt, bruch der Baumwollhauffe in New York bekannt, und daraus ergiebt welche zum ziveitenmal hineinfämen. Dazu hat die Stadt nach sich, daß es denn doch größerer Anstrengungen bedurft hat, um die Stadtrat Münsterberg: Diese Meldungen werden regelmäßig feinem Gesetze ein Recht, selbst die preußische Gefängnisverwaltung Zahlungseinstellung David J. Sullys zu erzwingen, als es nach den erstattet; es muß sich da um Irrläufer handeln. hat diese Maßnahme nie getroffen. Will die Stadt ein neues ersten Telegrammen schien. Der Hauptstoß erfolgte durch starke, Der Etat für das Armenwesen wird hierauf nach dem Entwurf Verbrecheralbum anlegen? Die Sache ist nicht eingeführt, weil sie konzentrierte Zufuhr von seiten der Händler in effektiver Ware, die festgesetzt. ein Bedürfnis war, sondern sie war ein Sport des Hausvaters und den Süden der Union veranlaßte, gegen effektive Ware bedeutende nachher hat es die Stadt übernommen und bezahlt die Kosten. erhalten. " " = wir fein Recht. Aus Induftrie und Handel. Das Ende des Baumwollcorners. ant den Preis Terminmarkt drückten. vorzunehmen, Dazu fam natürlich die der von den nur Zum Specialetat Friedrich Wilhelms Hospital für Männer und Siechenanstalten in der Fröbel- Stadtrat Fischbeck: Das uns gespendete Lob ist nicht begründet, Abgaben straße" war im Ausschuß beantragt worden: die Sache wird gehandhabt wie früher. Herr Hoffmann auf den Magistrat zu ersuchen, auf dem Terrain hinter der Gas- fußt auf einer irrtümlichen Angabe, die früher von hier aus gemacht amerikanischen Spinnern befolgte Trick, ihre früher zu niedrigen Baumwollenvorräte wieder in anstalt in der Greifswalderstraße Baraden aufzustellen, die wurde. Wir brauchen diese Photographien sehr notwendig, um Ord- Preisen erworbenen großen zur Aufnahme von 50-60 siechen Personen geeignet sind. nung zu halten. In großem Maße finden gerade bei uns Entweichungen Mengen auf den Markt zu werfen und dadurch das Angebot weiter Stadtv. Gottfried Schulz( Soc.): Wir haben diese vom Ausschuß statt, die Zahl ist von 157 auf 278 im letzten Jahre gestiegen. zu verstärken: eine Situation, die von den Baissiers planmäßig zu abgelehnte Resolution wieder eingebracht. Die Anstalt ist überfüllt. Die großen Weiterungen, die wir immerhin damit haben, werden scharfen Angriffen ausgenutzt wurde. Dennoch widerstand lange die Schon längst hatte das Kuratorium solche Baracken beantragt; der einigermaßen gemindert durch dieses Mittel. Es handelt sich Haussegruppe dem Gegendruck, bis schließlich sich einzelne Teile, vor Magistrat kam dem aber nicht nach, sondern sette Summen für Ver- hier nicht etwa um Leute, die mal gelegentlich auf der Walze ge- allem die Mitläufer, erschreckt durch das überall hervortretende Anmehrung der Zahl der Außenpfleglinge in den Etat. Das wollen bettelt haben. Herr Auguſtin gab uns voriges Jahr eine rührende gebot, anschickten, ihren Besitz abzustoßen: ein Vorgehen, dem dann wir nicht; es sollen nicht Schwerkranke, Alte und Schwache abge- Schilderung davon, wie das Photographieren den letzten schoben werden. Die Sterblichkeitsziffer in der Siechenanstalt ist unfen be in bon Menschenwürde den Unglücklichen erstickt. die Panit auf dem Fuße folgte. furchtbar, ein Drittel der Gesamtheit, 450 im Jahre. Auch Es sind Elemente, die uns der Staat zur Korrektionshaft über- Leider beeinflussen die Vorgänge in New York auch den westdas Wärterpersonal ist sehr schwach und unterliegt stetem weist. Was die von Herrn Hoffmann vorgetragenen Beschwerden deutschen Baumwollmarkt in ungünstiger Weise. Wie die„ Kölnische Wechsel; nur einer ist drei Jahre da. Es werden betrifft, so ist er selbst Witglied der Verwaltungsdeputation für das Volkszeitung" meldet, herrscht auf dem Baumwollgarnmarkt zu schlechte Löhne gezahlt, für 30 Mark kann man feinen Arbeitshaus. Solche Beschwerden müssen zunächst dem Vorsitzenden in M.- Gladbach und Umgegend infolge des Neto guten Wärter cerlangen. Einige Besserung ist eingetreten; mitgeteilt werden( Große Unruhe bei den Socialdemokraten; Rufe: yorker Baumwollkrachs ungeheuere, nie ge= die Siebzigjährigen und die Tuberkulösen behält man jetzt da, aber Darüber haben Sie keine Vorschriften zu machen! Wir lassen uns tannte Aufregung; alle Welt hält mit Käufen zurück, da noch erst seit dem legten Sommer. Aus diesen Gründen bitte ich Sie nicht schulmeistern!), damit er diese Beschwerden prüfen kann. Das um Annahme unsrer Resolution. ist der gegebene Weg.( Fortdauernde Unruhe.) Dann werden diese Be- weitere Preisrückgänge befürchtet werden. Die Garnpreise verstehen Stadtrat Mielent: Die Baradenfrage ist deshalb nicht weiter schwerden auf die Tagesordnung der nächsten Deputationsfigung gesetzt. sich augenblicklich völlig als Nennpreise und stellen sich bereits teilverfolgt worden, weil wir inzwischen das Haus in der Reinicken- Dieser Weg ist hier nicht eingehalten worden, und darum habe ich weise um 6-8 Pf. niedriger. dorferstraße gemietet haben, wo wir demnächst 50-60 Sieche werden auch keine Verpflichtung, mich auf die Sache einzulassen. Die Maß- Vielfach wird aus dem Zusammenbruch der Hausse die Hoffnung unterbringen können. Ist erst das Virchow- Krantenhaus fertig, so regel wegen der Anzüge ist darauf zurückzuführen, daß Leute mit geschöpft, daß sich die amerikanischen Großspekulanten ihren Reinfall wird uns ja eine weitere Anzahl Schwerkranker abgenommen. diesen neuen Anzügen ausgerückt sind und sie versetzt und verkauft als Lehre dienen lassen werden und der Markt daher in den nächsten Die Resolution wird darauf abgelehnt, der Etat genehmigt. Den Speisezettel anlangend, fann ich konstatieren, Darauf Es folgen die Etais„ Friedrich Wilhelms- Hospital daß gerade in Reinickendorf bei meiner legten Revision Jahren von ähnlichen Preistreibereien verschont bleibt. für Frauen, Ballisadenstraße", Waisenpflege im Häuslinge das Essen für ausgezeichnet erklärten und feiner eine Be- ist erst dann zu rechnen, wenn nicht nur in den Vereinigten engeren Sinne sowie Fürsorge für eingefegnete schwerde erhoben hat. Wir geben die besten Elemente von Rummelsburg Staaten selbst, sondern auch anderswo eine beträchtliche Aus23 aisen", Unterbringung vernachlässigter Kinder nach Reinickendorf, denen geben wir Urlaub, wenn sie ihn haben dehnung des Baumwollbaues erfolgt. Allerdings hat sich in den in Fürsorge Erziehung". wollen. So waren am Sonntag 51 von 96 beurlaubt, die 51 Rationen letzten Jahren in der Union das mit Baumwollstauden beflanzte Die Stadtvv. Tolksdorf und Genossen( Soc.) haben hierzu haben wir erspart und damit das Essen der übrigen verbessert.( Heiterkeit.) Areal etwas vergrößert; doch könnte noch vieles zur Förderung des folgende Resolutionen beantragt: Bezüglich der Beschwerde über einen Unfall eines Korrigenden be- Baumwollbaues geschehen; denn nach vorsichtigen Schäzungen eignen 1. Um die Beseitigung der Kostpflegestellen merke ich, daß das neue Gesetz über die Unfallfürsorge für Ge- sich 75 Prozent der Getreidefelder der Süd- und Südweststaaten herbeizuführen, ersucht die Versammlung den Magistrat um eine fangene die Sache regelt. Wir haben für den Mann bis zu seiner auch zum Baumwollanbau. Selbst auf den sogenannten BaumVorlage, zweds Erweiterung der jetzt bestehenden Rummelsburger Heilung alles gethan, was wir konnten. Weiter zu gehen, hatten wollpflanzungen wird, wie der„ Kölnischen Volkszeitung" berichtet Anstalt, beziv. zwecks Errichtung neuer Waisenhäuser. 2. Die Versammlung ersucht den Magistrat um eine Vorlage, Stadtv. Hoffmann: Wieviel sind denn auf Grund der Photo- wird, durchschnittlich nur die Hälfte des Bodens zum Anbau von die es ermöglicht, daß die Fürsorgefinder 11 ur in graphie erwischt worden und wieviel sind wieder erschienen? Nach Baumwolle verivendet; so hat z. B. Georgia 16 500 000 Acres städtischen Anstalten erzogen werden. den Aussagen des Direktors sind unter den Korrigenden auch Zu- Baumwollpflanzungen; bebaut sind davon aber nur 8 000 000; von Stadtv. Tolksdorf: Seit Erlaß des Fürsorgegefezes hat sich in hälter, die auf Grund der Denunziation eines Mädchens hin- den 11 000 000 Baumwollpflanzungen in der Waisenpflege ein Umschwung zu Ungunsten der Waisen vollzogen, gekommen sind, einmal an dem Mädchen ihr Mütchen fühlen oder 5 600 000 bebaut, bon 10 750 000 Acres in Mississippi nur dem statistisch nachgegangen und dann abgeholfen werden muß. Die das Mädchen besuchen wollen( Heiterkeit) und aus diesem Grunde 5 500 000. Selbst in den älteren Staaten, wie in SüdRummelsburger Anstalt würde für 1000 Waisen Platz bieten, wenn entweichen". Dann sollen einige mit den Anzügen Mißbrauch und Nordkarolina, die von jeher mit Baumwollzucht sich bedte Räume nicht mehr zu Lazaretzwecken und dergleichen verwendet getrieben haben, indem sie fie bersetzten oder verkauften. faßt haben, ist die nicht benutzte Fläche genau so bedeutend, und würden. Namentlich das Waisenschulwesen würde dann auch erheblich Also weil einige fich bergangen haben, werden verbessert werden und die jetzigen Mißstände beseitigt werden können. Unschuldige bestraft und bekommen die Anzüge nicht zwar werden in Südkarolina von 9 200 000 Afres nur 4 500 000, in Wer Vorliebe für die Kostpflege der Waisen hegt, steht wirklich nicht Da hört ja alles auf. Weshalb wird die tägliche Naturalverpflegung Nordkarolina von 4 300 000 Akres nur weniger als 2 000 000 бebaut. auf der Höhe der Zeit. Speciell für die Säuglinge haben wir in Berlin an Ausgehetagen: Butter, Brot, Bier usw. in Reinickendorf nicht Von den in den letzten zehn Jahren neu angebauten Flächen enteine bessere Pflege und Aufsicht als außerhalb, dennoch verabreicht wie im Hospital Rummelsburg? Warum hier fallen nicht weniger als 89 Proz. auf Texas, das Indianerterritorium find jezt 482 Säuglinge auswärts untergebracht! Wie soll da die Ausnahme? Herr Stadtrat Fischbeck meint, das würde und Oklahoma, also nur ein verschwindender Bruchteil auf die älteren die Aufsicht gehandhabt werden? Wie es mit den ländlichen Pflege- auf die andern verteilt; die andern behaupten, es Staaten. Allerdings eignet sich Teras auch vorzugsweise zum stellen für die Waisen manchmal aussicht, ergeben ja unire amtlichen gäbe auch nicht mehr wie sonst und sie möchten gerne Baumivollbau; es liefert auf seinen 12 000 000 bebauten Acres ein Berichte, auch kann ich dafür mancherlei interessante Beispiele an- wissen, wo diese Dinge bleiben? In Rummelsburg haben führen. Ein Knabe wird mit zerrissenen Knien angetroffen, ein die Hospitaliten Gelegenheit, dreimal Drittel der Gesamternte der Vereinigten Staaten. Nach Ansicht von zu baden im Monat, andrer muß barfuß im Walde bei schwerer Arbeit helfen, ein dritter in Reinickendorf nur einmal. Die Reinickendorfer haben eine Fachleuten könnten aber 25 bis 30 000 000 Acres bebaut werden, muß Sonntags Gänse hüten, ein vierter gar, ein dreizehnjähriger Junge, Beschwerde aufgefeßt, in der auch noch andre Dinge stehen. um so mehr, als, trotzdem der Bau dort erst seit einigen Jahren wird von seinem Pflegevater weiter vergeben und muß mit Wo bleibt das Ueberflüssige? Es soll z. B. ein schwunghafter betrieben wird, dort weit weniger Düngemittel benötigt werden als einem Ochsen zusammen die Egge ziehen! Dazu kommen der Handel mit Speck a Pfund 40 Pf. getrieben werden. Wenn ein in manchen Südstaaten, in denen seit mehr als einem halben Jahrmangelhafte Schulunterricht und die sonstigen Lebensgewohnheiten Kurator oder Verwaltungschef sich erkundigt, dann ist die Zufrieden hundert Baumwolle gezogen wird. auf dem Lande. Deshalb sollten wir in Berlin neue Waisenhäuser heit, der auch Herr Fischbeck begegnete, immer da, denn die bauen, wo wir eine wirksame Aufsicht üben können. Wie es jetzt Leute wagen ja nicht, ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu geben. Die japanischen Zollerhöhungen. Zur Deckung seiner Kriegssteht, haben wir keine Sicherheit dafür. Ich lege das Schriftstück mit 31 Unterschriften von Filialhospitaliten ausgaben hat Japan, wie fürzlich berichtet wurde, eine Erhöhung Stadtrat Straßmann: Das Waisenhaus in Rummelsburg soll auf den Tisch des Hauses nieder.( Zurufe.) Ja, Sie sind ja mit Ihren verschiedener Zölle, vornehmlich auf Zucker und Gewebe, in Aussicht nicht eingehen, noch verkleinert werden; zu einer Erweiterung liegt Musteranſtalten immer zufrieden; es gäbe nur ein Mittel, sie zu genommen. Zu dieser Meldung schreibt die Centralstelle zur VorAn dem Kostpflegesystem müssen bessern: Wenn Sie nur ein Jahr hinein müßten!( Große Heiterfeit.) bereitung von Handelsverträgen: Der Spielraum für Tariferhöhungen aber auch keine Veranlassung vor. wir festhalten. Der Zusammenhang in der Familie ist unvergleich- Ueber den Unglücksfall sagt Herr Fischbed, es sei alles gethan ist durch die von Japan abgeschlossenen Tarifverträge sehr erheblich lich besser für die Waisen als der Aufenthalt in Waisenanstalten. worden für den Mann, selbst als die Haft abgelaufen war, eingeschränkt. Japanische Tarifverträge bestehen mit Großbritannien, Wenn neuerdings die Zahl der beanstandeten Kostpflegestätten zu weiter man gehen, wäre nicht berechtigt gewesen. Deutschland, Frankreich, Destreich Ungarn. Jedem dieser Länder ist genommen hat, so liegt das daran, daß der jetzige thatkräftige Darum gerade verlangen wir ja, daß der Magistrat der für seine Haupteinfuhrartikel eine Reihe besonderer Zollermäßigungen Revisionsinspektor höhere Ansprüche gestellt hat. In Rummelsburg Sache näher treten soll. Der Mann ist nicht geheilt, er hat oder Bindungen zugestanden, kraft des Meistbegünstigungsrechts hat Yann den Waisen die Selbständigkeit, die sie zum späteren Leben eine steife Hand behalten, und wenn wir nicht eintreten, wird er uns jedes einzelne dieser Länder einen Anspruch auf die Gesamtheit aller Belassen Sie es durch die Schuld der Stadt als Bettler oder Häusling bald wieder bertragsmäßigen Zugeständnisse Japans. In der deutschen Ausfuhr nach brauchen, nicht so anerzogen werden wie draußen. erscheinen. Japan steht Zucker an erster Stelle( 5,4 Millionen M. im Jahre 1902), die durchaus bei der bisherigen Praris! Stadtv. Toltsdorf: Auch der jeßige tüchtige und thatkräftige Stadtrat Fischbeck: Die Niederlegung dieser Beschwerdeschrift Möglichkeit einer Tariferhöhung ist hier nur gegeben, soweit es sich um Revisionsinspektor kann beim besten Willen nicht alles sehen, und macht auf mich gar keinen Eindruck. Haben die Hospitaliten Be- Zucker unter der holländischen Standard Nr. 15 handelt. An zweiter Stelle wie oft wird auch er noch getäuscht! Ich habe in Beeskow schwerden vorzubringen, so müssen sie an die Stellen kommen, die stehen wollene Tuch- und Zeugwaren, unbedruckt( 4,1 Millionen Mark), auch hier ist die vertragsmäßige Bindung der Zölle sehr weitgehend. durch andre Kinder erfahren, daß ein Berliner Waisenkind bei darüber zu entscheiden haben. seinem Pfleger thatsächlich auf dem kalten Boden schlief und Stadtv. Borgmann( Soc.): Die Verteilung der Dezernate ist Dasselbe gilt von der Position" Wollengarn“ und„ baumwollene Sache des Oberbürgermeisters. Bei der Besetzung dieses Dezernats dichte Gewebe", deren Ausfuhrwert sich im Jahre 1902 auf 2,6 und hungern mußte. Stadtv. Schulz II: Herr Straßmann hat doch eine merkwürdige scheint er keine besonders glückliche Hand gehabt zu haben. Die 1,5 Millionen Mark stellte. Ausgeschlossen ist eine Erhöhung des Anschauung vorgetragen und der Rummelsburger Anstalt ein Art, wie Herr Fischbeck hier spricht, läßt auch das leiseste Ver- Bolles auf Anilin- und andre Teerfarbstoffe, an denen Deutschland ( Große ständnis für die Dinge vermissen. Er sieht in den Häuslingen für 3,2 Millionen im Jahre 1902 nach Japan ausführte. Armutszeugnis ausgestellt. Ei! Ei! Herr Stadtrat! Heiterkeit.) Das ist es nicht, es ist bloß der Kostenpunkt, der Sie Leute, welche keine bessere Behandlung verdienen. Das ist eine sehr abschredt. Ihnen wird der Verein ehemaliger Rummelsburger irrtümliche Auffassung. Auch im Punkte der Verwaltung scheint Herr Waisenhauszöglinge bekannt sein, das sind alles tüchtige Männer Fischbeck nicht die nötige Kenntnis zu besigen. Er erzählt uns, er geworden. habe Gelegenheit genommen, Ersparnisse zu machen dadurch, daß die Nach einer kurzen Entgegnung des Stadtrats Straßmann Rationen der beurlaubten Asyliſten zurückgehalten und erspart wird die Resolution abgelehnt. werden und für die andren dann daraus die Kost verbessert Eine Versammlung von Kassenmitgliedern in Breslau nahm Den Antrag wegen der Fürsorge- Erziehung befürwortet ebenfalls wird Ein solches Verfahren muß als durchaus unzulässig nach einer Besprechung der Aerztefrage folgende Resolution an: Stadtv. Tolksdorf: Bei der jetzigen Methode haben wir nur bezeichnet werden. Es entsteht dadurch ein Durcheinander, Die Versammlung erklärt sich nach eingehender Aussprache gegen 200 Fürsorgezöglinge in eignen Anstalten; alle andern sind in einigen welches erst recht Unzufriedenheit erregen muß und auch etatsrechtlich die Einführung der freien Arztwahl, als nicht im Interesse der 60 Anstalten auswärtig untergebracht. Da fehlt es uns an jeder bedenklich ist. Jedenfalls darf gegen den Etat nicht ohne Zustimmung Staffenmitglieder liegend. Sie erkennt aber an, daß es für diejenigen Kontrolle. In der Waisenverwaltung meinte der Magistratsvertreter, der städtischen Behörben eine Aenderung vorgenommen werden. Bei der Mitglieder der Kassen, die nur auf zwei oder drei Aerzte angewiesen die Anstalten seien alle durch die Regierung genehmigt. Jawohl, Angabe der Zahl der Entwichenen ist die Gesamtzahl der Häuslinge find, allerdings eine Härte bedeutet. Um aber diese Härten zu begenehmigt sind sie, aber wie sehen sie manchmal aus! Wir haben nicht angegeben worden. Infolge des wirtschaftlichen Niederganges feitigen, hat der Gesetzgeber in dem§ 46 des K.-.- G. Mittel einmal eine Anstalt besichtigt, die etwas draußen liegt, und haben sich unsre Arbeitshäuser wieder bevölkert durch solche und Wege geschaffen, daß sich die Kassen vereinigen können zum fofort haben wir die Böglinge herausgenommen; aber auch Glemente, welche in besseren Zeiten sich sehr wohl durchbringen Zwecke der Anstellung gemeinschaftlicher Aerzte. Die Versammlung näher bei Berlin sind Anstalten, die weder nach ihrer Einrichtung, konnten. Gerade gegen diese muß human verfahren werden. weist ferner die Behauptungen des Herrn Dr. Mugdan gethan noch nach den leitenden Personen mir genügend erschienen, um den Wozu solche Leute photographieren und sie ohne Not in einer am 26. Januar im deutschen Reichstag als seien nur die Böglingen eine zweckmäßige Erziehung zu geben. so ungeeigneten Weise behandeln? Die Behandlung des Beschwerde- Kassenvorstände und die Beamten, aber nicht die Kassenmitglieder Stadtrat Straßmann: So lange die Zwecke der Fürsorge- rechts durch Herrn Stadtrat Fischbeck erinnert recht lebhaft an den gegen die freie Arztwahl- ebenso die parteipolitischen UnterErziehung in der Familienpflege wahrgenommen werden können, ist preußischen Kriegsminister; der Stadtrat sollte, obwohl selbststellungen ganz entschieden als unwahr zurück. Die Kassendiefer der Vorzug zu geben. In nicht weniger als 61 auswärtigen Parlamentarier, sich dessen Manieren doch nicht so angewöhnen. Nur mitglieder wissen sich eins mit ihren Vorständen und empfehlen den Anstalten werden die Fürsorge- Kinder untergebracht. Machen Sie bei der Etatsberatung lassen sich solche Dinge zur Sprache bringen demnächst stattfindenden Generalversammlungen, den Kassenvorständen sich die Konsequenzen klar, die entstehen, wenn die städtischen Be- und Kollege Hoffmann hat nur von seinem guten Recht Gebrauch aufzugeben, unter Berücksichtigung realisierbarer Arztforderungen hörden alle diese Kinder in eignen Anstalten unterbringen wollten. gemacht. dahin zu wirken, daß mit den Aerzten langfristige Verträge abDie Resolutionen werden abgelehnt. Stadtrat Fischbeck: Es ist kein Gedanke, daß die Zahl der In- geschlossen werden. Im Etat, Arbeitshaus in Rummelsburg" befinden sassen in den letzten Jahren sich etwa verdreifacht hätte. Die Steigefich wieder die 90 m. für das Photographieren der Kor- rung der Entweichungen von 157 auf 278 fiel gerade in eine Zeit Der Bericht der badischen Fabrikinspektion ist, als zweiter in der rigenden. Einen Antrag auf Streichung hat der Ausschuß ab- der Abnahme der Insassenzahl. Was die Rationenersparnis be- Reihe der diesjährigen Berichte, erschienen. Den Anfang machte gelehnt; Stadtverordneter Antrick nimmt diesen Antrag im Plenum trifft, so habe ich gerade, um für diese höchst zweifelhafte Sache diesmal der bayrische Bericht. Der preußische soll demnächst ereinen Rechtsboden zu finden, freiwillig die Angelegenheit hier zur scheinen. wieder auf. Stadtv. Hoffmann( Soc.): Von den Häuslingen sowohl in Sprache gebracht. Welches Gewerbegericht ist für die Arbeiter der Firma A. Borsig, Rummelsburg wie in dem Filialhospital in Reinickendorf werden Die Resolution wird abgelehnt, der Etat genehmigt. Betrieb Borsigwalde, zuständig? Der Modelltischler W., der in zu Soziales. Aerzte und Krankenkassen. Berlin und Amgegend. An die Arbeiterschaft Berlins. " " Borsigwalde gearbeitet hatte, war mit einigen Einbehaltungen Antrages auf Aussperrung. Die von Herrn Haber geltend gemachten zu erwarten ist. So hat auch die bürgerliche Breffe in Holland die von Lohnbeträgen nicht zufrieden. Er klagte, und zwar wandte er Gründe sah der 6. Senat für gewichtig genug an, um zu folgendem Worte aufgefaßt, und sie bemüht sich nun, die Auffassung des Ministers fich an das Berliner Gewerbegericht. Er hielt dieses für Urteil zu gelangen:„ Das Urteil des 9. Civilsenats des Kammer- als irrig hinzustellen. Das Amsterdamer Handelsblad" will aus zuständig, weil der Hauptsitz der Firma A. Borsig seiner Meinung nach Berlin ist. Der Vertreter der Firma wandte vor der gerichts in Berlin wird aufgehoben und in der Sache selbst auf die guter Quelle vernommen haben, daß die Arbeitgeber in Antwerpen mit Kammer 4 des Berliner Gewerbegerichts vor allem ein, das Gericht Berufung des Klägers das Urteil der 19. Civilkammer des Land- dem Verlauf der Angelegenheit, sehr zufrieden" sind. Auch die Antwerpener sei unzuständig und zuständig sei das Gewerbegericht in Tegel. gerichts I in Berlin vom 15. Oktober 1901 dahin abgeändert, Sache sehr günstig stände. Sie haben am Freitag in den Zeitungen In Berlin befinde sich nur die Hauptkasse mit mehreren Bureau- daß der Klage- Anspruch dem Grunde nach für angekündigt, daß sie in Anbetracht dessen, daß viele Anfragen von beamten und zwei Prokuristen. Letztere müßten dort sein, gerechtfertigt erklärt wird. Die Sache selbst wird Arbeitern, die die Arbeit zu den Bedingungen der Arbeitgeber tveil doch öfter eine Quittung zu unterzeichnen wäre. zur anderweiten Verhandlung an das Landgericht zurückverwiesen. wieder aufnehmen wollen, an sie ergangen seien, die Fabriken am In Tegel dagegen wären 3400 Arbeiter, ein sehr großer Die Entscheidung über die Kosten der Revisionsinstanz werden dem Montag wieder eröffnen wollten. Im Gegensatze dazu steht die Beamtenstab und fünf Direktoren. Auch die beiden Chefs seien Endurteil überlassen." Meldung, daß sich eine Schlichtungstommission aus Tag für Tag in Tegel. Der Kläger bestritt die behauptete Thatfache nicht, blieb aber zunächst dabei, daß das in Berlin befindliche geheul hervorrufen. Ihre ganze Organisation gründet sich nach die Arbeitgeber zur Annahme dieses Vorschlages geneigt zu sein Dieses Urteil wird unter den Scharfmachern ein wahres But- Notabeln in Antwerpen gebildet hat, die den Vorschlag macht, den Neunstundentag einzuführen und 150 Lehrlinge zuzulassen, und daß Centralbureau der Firma für die Zuständigkeit maßgebend sei. Auf jeden Fall sei auch Berlin ein Sitz der Firma. dem Muster des Kühnemänner- Verbandes darauf, daß man miß scheinen. Die Stammer IV erachtete jedoch das Berliner Gewerbe- liebige", weil getvertschaftlich organisierte Arbeiter durch die sogericht nicht nicht für zuständig. Von den Bestimmungen des genannten Arbeitsnachweis, richtiger Maßregelungs- Bureaus dauernd Die Aussperrung der Buchbinder in Dänemark ist am Sonnabend Gewerbegerichts- Gefeßes über die Zuständigkeit fämen hier nur die unschädlich" macht und in feinem Betriebe mehr beschäftigt. So zur Thatsache geworden. So weit es sich bis jetzt feststellen läßt, in Frage, daß maßgebend sei der Ort, wo die strittige Verpflichtung haben's die Kühnemänner seit Jahren getrieben, so treiben's ihnen haben sämtliche Mitglieder der Buchbinder- Innung von Kopenhagen zu erfüllen wäre oder sich die gewerbliche Niederlassung des Arbeit nach die Crimmitschauer, so haben's die Bauunternehmer zu treiben ihre männlichen und weiblichen Arbeiter in einer Anzahl gebers befinde. Zu erfüllen sei nun die Verpflichtung in Tegel befchloffen, und Herr Bued ist bemüht, diese Methode für das von ca. 400 ausgesperrt. In den Provinzialstädten sind von den gewesen, to Kläger seinen Lohn zu erhalten pflegte. Mitgliedern der dort bestehenden Centralvereinigung der BuchFür die Frage, ob Berlin zuständig sein könne, bliebe nur übrig die gesamte deutsche Unternehmertum zu verallgemeinern. Welche bindermeister" ca. 130 Gehilfen ausgesperrt und, wie„ Rigaus Feststellung, wo sich die gewerbliche Niederlassung befinde: die sei in Maßlosigkeit hat auch das terroristische Treiben des Kühnemänner- Bureau" meldet, streift dort außerdem ein Teil der Arbeiterinnen. Tegel. Selbst wenn man aber auch Berlin als Ort der Verbandes erreicht, daß auch das Reichsgericht ihm entgegentreten( Der Aussperrungsbeschluß der Centralvereinigung bezog sich gewerblichen Niederlassung der Firma Borsig gelten lassen wollte, mußte. nur auf die Gesellen", die dem Buchbinder- Verband angehören, so wäre doch immer, wenn es das Gesetz auch nicht sage, der während der von der Innung in Kopenhagen gefaßte Siz der gewerblichen Haupt niederlassung ausschlaggebend. Da Beschluß auch die Aussperrung der weiblichen Verbandsmitglieder die in Tegel fei, so müsse Kläger beim dortigen Gewerbegericht Ilagen. Aus diesen Erwägungen heraus gab der Gerichtshof dem zeichnen, wie in dem unsrigen. In keinem andern Berufe sind derartige llebelſtände zu ver- ankündigte). Die Junung hatte übrigens am Tage vor der AusStläger den Nat, die Klage wegen örtlicher Unzuständigkeit zurück- zeichnen, wie in dem unsrigen. Unser Beruf ist einer der rüd- perrung einen nicht ernst zu nehmenden Vergleichsvorschlag gemacht, zunehmen. W. kam dem nach. ständigsten, die wir überhaupt zu verzeichnen haben. Das Personal indem sie den über 1½ Jahre als Gehilfen thätigen Arbeitern eine in den Krankenhäusern erhält dort wahre Hungerlöhne, die Ver- ohnerhöhung von zwei Dere anbot, sonst jedoch keinerlei Zugeständhatte die Stammer 6 des Berliner Gewerbegerichts wiederholt wie der Schwestern im militärischen Ton gehalten. Die Arbeitszeit sollte gleichwohl unter allen Umständen, auch wenn der Vorschlag Zur Frage der Zulässigkeit der Rückforderung eines Geschenks pflegung ist fasernenmäßig, die Behandlung seitens der Vorgesetzten nisse machte, dafür aber verlangte, daß ein auf fünf Jahre geltendes Uebereinkommen geschlossen werde. Die angekündigte Aussperrung Stellung zu nehmen. Gastwirte, Hoteliers 2c. betrachten ihre im beträgt täglich 14-16 Stunden. Aehnlich sind die Verhältnisse in sollte gleichwohl unter allen Umständen, auch wenn der Vorschlag Betriebe beschäftigten Köchinnen, Hausdiener und Dienst- den Bade- Anstalten: tein Lohn, auf die Gnade der Trinkgeld- bon den Arbeitern angenommen wurde, erfolgen und so lange mädchen" oft als Gesinde und verlangen bei gewerblichen Streitig gebenden angewiesen, erniedrigt man die Angehörigen unsres Berufes dauern, bis auch für die Provinzen ein Uebereinkommen getroffen teiten mit ihnen gewöhnlich das Weihnachtsgeschent zurüd. Nach der in einer Weise, daß es mit deren Leistungen und Pflichten unsern war. Daß die Arbeiter ein derartiges Angebot ablehnten, ist selbstPragis des Gewerbegerichts sind nun derartige Angestellte, die vor- franken und schwachen Arbeitsbrüdern gegenüber nicht in Einklang berständlich. wiegend oder ausschließlich beim Betriebe der Gastwirtschaft, des zu bringen ist. Um endlich dieses elende Trinkgeldsystem zu be Hotels, der Bension 2c. mitwirken, nicht Gesinde, sondern seitigen und unsre Forderungen der Arbeiterschaft Berlins bekannt getverbliche Arbeiter und Arbeiterinnen. Die Bestimmungen der zu geben, findet am Mittwoch, den 23. März, eine öffentliche BerGesinde- Ordnung finden auf sie nicht Anwendung. Für die Rüd- fammlung im Neuen Klubhause, Kommandantenstraße 72, statt. forderung von Schenkungen kommt zunächst§ 530 des Bürgerlichen Tagesordnung: Welche Forderungen stellt das in den Badeanstalten Gesetzbuches in Frage, worin es heißt:" Eine Schenkung kann Berlins beschäftigte Personal und warum müssen wir uns organi widerrufen werden, wenn sich der Beschenkte durch eine schwere Ber- fieren? Referent: Stadtverordneter Otto Antrick. fehlung gegen den Schenker oder einen nahen Angehörigen des Wir appellieren an Euer Solidaritätsgefühl und bitten, das Schenkers groben Undants schuldig macht." Nach§ 531 erfolgt der Personal auf diese wichtige Versammlung hinzuweisen. Ebenfalls Widerruf durch Erklärung gegenüber dem Beschenkten. Ist die bitten wir, bei Gelegenheit des Besuches der Krankenhäuser oder Schenkung widerrufen, so kann die Herausgabe des Geschenks Bade- Anstalten Berlins stets das Personal nach der gelben Kontrollnach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten farte zu fragen. Nur diejenigen find organisiert, die sich im Besize Bereicherung gefordert werden. Was nun speciell die Schenkungen einer derartigen Kontrollfarte befinden. angeht, die der Arbeitgeber den Angestellten macht, Centralverband des Massage, Bade- und Krankenpflege- Personals so nimmt das Gewerbegericht an, daß es sich dabei um belohnende Deutschlands, Filiale Berlin. Schenkungen, um eine besondere Erkenntlichkeit für Leistungen handle, und daß dies wieder Schenkungen im Sinne des§ 534 bes Metallarbeiter! Sämtliche Former, Gießereihilfsarbeiter, Dreher, Bürgerlichen Gesetzbuches seien. Nach§ 534 unterliegen aber über- Schlosser und Hilfsarbeiter der Firma Knoll, Linienstraße 155, haupt nicht der Rückforderung und dem Widerrufe solche Schen- haben am Montag die Arbeit niedergelegt. Die Kollegen hatten aufzustellen, denn über dem Gerichtsurteil stehe das Urteil des Volkes, fungen, durch die einer sittlichen Pflicht oder einer auf den der Firma durch eine Kommission schriftlich einige Forderungen und der socialdemokratisch gesinnte Teil des Volkes wird beweisen, Anstand zu nehmenden Rücksicht entsprochen wird. Die Rüd- unterbreitet, um die traurigen dort bestehenden Lohn- und Arbeits- daß die Ehrenhaftigkeit des Verurteilten unerschüttert ist. Es sei foforderung von Weihnachtsgeschenken, welche Restaurationsdienst verhältnisse den in den sonstigen Berliner Metallgießereien bestehenden mit eine Ehrenpflicht der Wähler, dahin zu wirken, daß sie dem mädchen, Hotelföchinnen zc. von ihren Chefs erhalten hatten, wies anzupassen. Der Chef zerknitterte das Schriftstück mit den Forderungen Genossen Leid nach Verbüßung seiner Strafe das neue Mandat deshalb die Kammer 6 des Gewerbegerichts als unberechtigt ab. und warf es in den Papierkorb; dabei bemerkte der Herr: am Gefängnisthore als Anerkennung für seine parteigenössischen Entweder Sie sind mit den bestehenden Verhältnissen einverstanden Dienste überreichen können. oder Sie find sofort entlassen". Zur Durchführung der geringen Hierauf wurde Genoffe Leid als Kandidat vorgeschlagen und Forderungen ist es notwendig, daß alle Berliner Metallarbeiter als solcher einstimmig wieder aufgestellt. Der so diesem Betrieb fernbleiben. Der Kampf der Verzweiflung, der hier Geehrte richtete alsdann noch einige bewegte Worte des Dantes in einer der traurigsten Berliner Metallgießereien geführt wird, muß und gleichzeitig des vorläufigen Abschiedes an die Versammlung, selbst die Unterstützung der Arbeitgeber haben, da hier eine Werkstatt indem er der Hoffnung Ausdruck gab, nach Verbüßung seiner in Frage kommt, welche auf Kosten der Arbeiter jeder Konkurrenz Strafe wieder wie vordem nach Kräften im Interesse der Partei die Spitze bot. wirken zu können. Zuzug ist streng fernzuhalten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck geboten. Aus der Frauenbewegung. Gewerkschaftliches. " Achtung, Töpfer! Das Reichsgericht gegen die Maßregelungsbureans. Der Gußpußer St. wurde anfangs des Jahres 1901 von der Eißengießerei- Attien- Gesellschaft, vormals Keyling und Thomas in Berlin, wegen seiner Agitation für die Gewerkschaft der Metallarbeiter in Berlin entlassen. Als St. einige Zeit darauf bei der Firma Gebr. Arndt wieder Arbeit gefunden hatte, wurde er schon nach fünf Tagen ohne Angabe jeglichen Grundes wieder entlassen. Als St. wieder auf das Bureau der Metallindustriellen Schritt veranlaßt. tam, um nach Arbeit zu fragen, wurde ihm bedeutet, daß er überhaupt keine Arbeit mehr erhalten werde, also dauernd ausgesperrt nach Charlottenburg fernzuhalten. sei. Sein früherer Chef, Kehling, ist zweiter Vorsitzender der Vertrauenskommission der Metallindustriellen Berlins und dieser hatte den Antrag auf dauernden Ausschluß St.s von der Arbeit gestellt, welchem die Kommiffion auch zustimmte. St. blieb nichts übrig, als fich in einem andern Berufszweige Arbeit zu suchen, wo er freilich mit weniger Arbeitsverdienst zufrieden sein mußte. Volksgericht über Gerichtsurteil. Mit der Die Wähler des 32. Kommunal- Wahlbezirks hatten sich gestern überaus zahlreich im„ Swinemünder Gesellschaftshaus" versammelt, um zur Neubesehung des von ihnen zu bergebenden Stadtverordneten- Mandats Stellung zu nehmen. Bisher hatte dieses Mandat der Redakteur des„ Vorwärts", Genosse Star I eid, inne. Anläßlich seiner Verurteilung im KaiserinselProzeß ist es ihm jedoch als ein aus öffentlicher Wahl hervorgegangenes Amt durch Gerichtsurteil aberkannt worden. fürzlich erfolgten Bestätigung des Urteils durch das Reichsgericht ist das Mandat also erloschen. In der Versammlung wies Genosse Paul Singer als Referent zunächst auf diese Ursachen der Neubesetzung hin und gab dann einen großzügigen Ueberblick über die Thätigkeit der socialdemokratischen Fraktion im Stadtparlament. Donnernder Beifall durchbrauste den Saal, als er den Anwesenden empfahl, den Genossen Leid als Kandidaten wieder Letzte Nachrichten und Depefchen. Eine Enzyklika des Papstes. Der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein zu Schöneberg und Umgegend hielt am 14. März seine regelmäßige Vereinsversammlung im Klubhaus ab. Frau Dr. Hoffmann hielt einen Vortrag über " Die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Neuzeit". Nach Beendigung der sehr lehrreichen Ausführungen wurde der Rednerin reicher Beifall gespendet. Unter Vereinsangelegenheiten wurde befannt gegeben, daß am 23. April ein Frühjahrsfest im„ Wilhelmshof", Ebersstr. 80/81, stattfindet. Es gelangen dabei zur Aufführung: Komm, Karlineken, fomm", aufgeführt von Erwachsenen; Früher In der am 10. d. M. stattgefundenen Generalversammlung des -Einst Jezt", Tanzreigen, aufgeführt von sechs Kindern;" Sieg Verbandes wurde der Ortsverwaltung übertragen, Stellung dazu au des Lichts!", aufgeführt von Erwachsenen. Hierauf bat die Vornehmen, ob noch vor dem 1. April Bauten ohne verglaste Fenster in Rom, 21. März.( W. T. B.) Der Papst erließ heute fizzende um recht rege Beteiligung an dem Feste, da dasselbe ein Angriff genommen werden können. Eine größere Sigung, an der anläßlich des Jahrestages des Todes Gregors des Großen welche die Zersegung der Gesellschaft beim gemußreicher Abend zu werden verspricht. Es erfolgte hierauf Schluß die Bezirksleiter und der Gefellenausschuß teilgenommen haben, eine Enzyklifa, der Bersammlung. empfiehlt mun den Kollegen, bei günstiger Witterung die Arbeit Beginn des Papsttums Gregors schildert und dessen refor bei unverglasten Fenstern aufzunehmen, da wir leider, wie matorische Thätigkeit auf dem Gebiete des gesamten socialen in den Vorjahren, feststellen mußten, daß lange vor dem von dem Lebens darlegt. Der Papst erklärt, daß auch er sich fgl. Polizeipräsidium festgesezten Termin( 15. März) die andren Bau- von Gefahren und Feinden umringt sehe, und daß berufsgenossen fich in feiner Weise mehr an diesen Bestimmungen ge- er sich wie Gregor voll Vertrauen unbesieglich und gefestigt auf dem bunden fühlten. Wir haben daher keine Veranlassung, unsern Kollegen Felsen der Kirche fühle, die göttliche Versprechungen befize. Er andres zu empfehlen. Die Ortsverwaltung. Berufe die Völker zu dieser Kirche, die allein der Welt den Frieden sichern könne, und beharre auf der Notwendigkeit des Ein Charlottenburg. Am Montag haben ca. 125 Bautischler( ein- bernehmens zwischen der geistlichen und der weltschließlich Einsezer) in zehn Betrieben wegen Nichtbewilligung des lichen Macht, die beide durch Gottes willen beNettotarifs die Arbeit niedergelegt. Die Tischler hatten den Tarif ständen und bestimmt seien, sich gegenseitig zu unterstützen. Er mit drei Tagen Bedenkzeit überreicht. Da nach Verlauf derselben werde versuchen, die unerschütterliche Festigkeit Gregors nachteine bindende Erklärung erfolgt ist, fühlten sie sich zu obigem zuahmen, indem er es sich zum Vorsaz mache, die Rechte und Brärogativen, deren Wächter und Beschüßer bor Gott und den Es wird ersucht, den Zuzug von Bautischlern und Einsetzern Menschen das Bapfitum fei, um jeden Preis zu verteidigen. Die gegenwärtigen Verhältnisse feien schwieriger als die zur Die Ortsverwaltung des Holzarbeiter- Verbandes. Zeit Gregors. Die Wölfer feien ermüdet durch die die Anforderungen, das Leben an fie Deutfches Reich. ste II e. Es handle sich nicht mehr allein um Regerei, Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrik von Malek in sondern man lege die Art an die Wurzeln der Bäume, udenwalde ist wegen Maßregelung die Arbeit niedergelegt. Buzug die die Kirche bedeuten. Man leugne das wirken ist fernzuhalten. Die Agitationskommission der Schuhmacher. Gottes in der Schöpfung, Ordnung und Regierung der Welt und Sie möglichkeit von Achtung, Wäschenäherinnen und Blätterinnen! undern. Daher sei die historische Wissenschaft auf Jerwege geraten. Die Folge hiervon sei, daß die einen, verblendet durch die von 860 Mark wies die 19. Civilkammer des Landgerichts I in fabril) in Schweden ihren Arbeiterinnen gegenüber Kontrakt- lieren, und daß andre, die fest im Glauben stehen, die wissenschaft. Da die Firma Attiebolaget Stenströms Stortfabrik( Wäsche Entwicklung des wissenschaftlichen Rüstzeuges, ihren Glauben berBerlin mit dem Hinweis ab, daß der Thatbestand des§ 826 des bruch verübt hat, ist diefelbe für Näherinnen und Blätterinnen liche Kritik beschuldigen, daß sie den Glauben untergrabe, was Bürgerlichen Gesetzbuches( Verstoß gegen die guten Sitten), gesperrt, bis die Differenzen beigelegt sind. auf den sich St. mitbezogen hatte, nicht gegeben sei. In einer Der Papst betont dann ein nicht berechtigter Vorwurf sei. Obige Firma wird versuchen, Arbeitskräfte aus Deutschland bie moralischen Folgen, die sich hieraus ergeben und setzt Auseinandersetzung, die St. mit Keyling in dessen Fabrit gehabt heranzuziehen und ersuchen wir, bei eventuellem Engagement nach auseinander, welche Aufgaben die Bischöfe für ihre Person und behabe, habe St. zu erkennen gegeben, daß er auch weiterhin Schweden erst Erkundigungen bei untenstehender Adresse einzuholen. züglich der Auswahl und der Leitung ihres Klerus hätten, besonders agitieren werde. Ein solcher Arbeiter eigne sich jedoch nicht zur Verband der Wäsche und Krawattenbranche Deutschlands. Beschäftigung in Fabriken(!!!). Die gegen das Urteil eingelegte Paul Keller, Vorsitzender, Berlin NO., Greifswalderstr. 218 II. hinsichtlich ihrer Lehrthätigkeit und ihres socialen Wirkens zu Gunsten Berufung an das Kammergericht in Berlin wurde am 19. Mai 1903 vom neunten Civilsenat verworfen. Die Gegenpartei St.s hatte hier Dublin, 21. März.( W. T. B.) Ueber den Zusammenstoß der besonders geltend gemacht, daß von den 46 bestehenden Firmen der In Dessan lehnte die Betriebsleitung der dortigen Waggon- deutschen Bart„ Mona" mit der englischen Bark„ Lady Cairns", der Branche nur 41 dem Verbande der Metallindustriellen an- fabrit erstlich ein Eingehen auf die Forderungen der 013 gestern beim Kish Leuchtschiff erfolgt war, werden noch folgende gehörten, dieser also nicht absolut ausgefchloffen war, da arbeiter ab; nachher suchte sie die Sache zu verschleppen, indem Einzelheiten gemeldet: Die beiden Schiffe rannten mit großer er bei den fünf nicht organisierten Firmen nach Arbeit sie einen Beschluß darüber bis zum 28. März zu fassen versprach und das, Gewalt aufeinander. Die Seitenwände der englischen Bark fragen konnte. In der Verhandlung vor dem Reichsgericht obgleich fie schon am 13. d. M. deswegen angegangen worden war. wurden aufgeriffen, als wenn sie von Papier gewesen wären. machte der Vertreter des Klägers, Rechtsanwalt Justizrat Infolgedessen stehen seit gestern früh( 21. März) sämtliche 35 Tischler Das Schiff tenterte verschwand im Wasser. Die und Stellmacher im Ausstande. Haber, geltend, daß eine dauernde Aussperrung von der Arbeit minimal. Es ergeht hiermit an alle Holzarbeiter das dringende wurden und Stellmacher im Ausstande. Die Forderungen sind äußerst Mona" wurde schwer beschädigt. Die Boote der Mona" wegen Agitierens für die Gewerkschaft doch wohl eine zu harte Maß- Ersuchen, den Zuzug nach Deffau fernzuhalten. Har gemacht, gemacht, fie tommten aber nicht herabregel sei und daß ein solches Vorgehen sicher gegen den§ 826 verLassen werden, da die Mona" vor dem Winde trieb. Der Zusammenstoß ereignete sich bei sehr trübem Wetter. Mit der Lady Cairns" stoße. Daß St. durch die Aussperrung Schaden erlitten habe, ſei festgestellt. Auch der Einwand sei hinfällig, St. hätte bei den fünf Die Aussperrung in der Diamantindustrie. find 22 Personen untergegangen. nichtorganisierten Firmen nach Arbeit fragen können. Er konnte nicht unter anderm gesagt, daß auch der Verlauf der Angelegen In seinem Interventions- Telegramm hatte der Minister Kuyper Shanghai, 21. März.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) wissen, daß diese dem Verband nicht angehörten und von ihrer Existenz beit in Antwerpen ihn veranlasse, auf sein bekanntlich schon etwa 1000 Opiumschmuggler unter Führung eines gewiffen Juon überhaupt keine Ahnung haben. Noch verfehlter sei der Einwand zu Anfang der Aussperrung gemachtes Angebot, zu vermitteln, erregten einen Aufruhr und schlugen die gegen fie vorgehenden in der Urteilsbegründung, daß nicht der Beklagte Keyling den zurückzukommen. Der Minister hat damit jedenfalls in richtiger Regierungstruppen 70 Meilen südlich von Tschungting in der Probing St. von der Arbeit ausgesperrt habe, sondern die Kommission. Erkenntnis der Sachlage sagen wollen, daß auf Grund der Ver- Sztschwan. Die Truppen verloren 36 Mann, der Rest floh. Der Beschluß der Kommission sei doch erst eine Folge des Keylingschenhältnisse in Antwerpen ein voller Sieg der Unternehmer wohl nicht Behörden von Tschungting senden Verstärkungen. Beranti. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr, u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Sieran 2 Beilagen u. Unterhaltungsblats Eine gegen die Firma Keyling u. Thomas von St. angestrengte Schadensersatzklage wegen Brotlosmachung in Höhe Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden höflichst um Abdrud gebeten. Husland. der Schwachen. Schiffsuntergang. und " " Die Nr. 69. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteigenossen und Genoffinnen! " Dienstag, 22. März 1904. Sollte sich," so heißt es in dem Cirkular, eine genügende sind die Volksschullehrer vor allem berufen und gewillt. Sehr zu begrüßen ist es, daß die Bestrebungen zur Pflege der Kunst im Anzahl von Freunden finden, die den Wunsch haben, den FortLeben des Kindes von der Unterrichtsverwaltung Förderung er- bestand der Dokumente des Socialismus" gesichert zu sehen, und die in der Lage sind, Opfer ettva in der Form von Beiträgen zu einem Alle organisierten Arbeiter, welche das lebhafte Interesse fahren. Garantiefonds dafür zu bringen, so werde ich mit dieser Hilfe Abg. Dr. Hackenberg( natl.): hegen, sich sowohl in der politischen, als auch in der gewerkDie Klagen über Verwahrlosung der Jugend find gewiß be- gern die Zeitschrift fortführen. Eine andre Möglichkeit, sie fortschaftlichen Bewegung zu bethätigen, haben es stets als einen rechtigt. Nicht richtig aber ist es, daß die Schule ihre erzieherischen erscheinen zu laſſen, ſehe ich nicht. Soviel an dieser Stelle. Die näheren Einzelheiten werden denargen Mißstand empfunden, daß recht oft von beiden Seiten Aufgaben vernachlässigt. Die Lehrer halten es mit unserm " Der ist ein jenigen, die sich dafür interessieren, brieflich mitgeteilt werden." Versammlungen mit wichtiger Tagesordnung am selben Tage Altmeister Goethe, der einmal gesagt hat: armer Mensch, an dem der Kopf das beste ist." Db einberufen worden sind, und daß es dadurch einer ganzen ber Unterricht erziehlich wirkt liegt nicht an dem Gegen bekanntlich von deutschen Behörden des Hochverrats gegen Rußland Ueber das Befinden des Genossen Braun- Königsberg, der Anzahl Genossen unmöglich gemacht war, pflichtgemäß in stand auch der Religionsunterricht kann wenig erziehlich angeklagt ist, erfährt unser Königsberger Parteiblatt ungünstiges. Partei- und Gewerkschaftsangelegenheiten thätig zu sein. wirken sondern an der Art des Unterrichts.( Sehr richtig! Um diesem Uebelstand abzuhelfen, haben die Unter- links.) Die Volksschullehrer haben ein Recht darauf, von fach- Sein Leiden hat nicht zur Heilung geführt, weshalb er sich vor Unter- links.) zeichneten folgendes Abkommen getroffen: männisch ausgebildeten Sträften beaufsichtigt zu werden.( Bravo! lints.) einigen Tagen einer Operation unterworfen hat. Der dritte Gautag der Socialdemokratie in Nordbayern tagte nicht von einem Einfluß der Kirche auf die Schule sollte geredet Dienstags und an jedem zweiten Mittwoch im werden, sondern lediglich von einem Zusammenarbeiten zwischen Kirche am Sonnabend und Sonntag im Saale der Goldenen Rose zu Monat dürfen keine Gewerkschafts- Versammlungen und Boltsschule. Ich schließe mit dem Wunsche, daß die Unterrichts- Nürnberg. Der Gautag war sehr stark beschickt, von 98 Vereinen einberufen werden, da diese Tage für die Partei verwaltung und dieses Haus es nie an dem rechten Interesse für reserviert sind, Donnerstags und jeden 1., 3. die gesunde Fortentwicklung unsres Voltsschulwesens fehlen lassen und 4. Mittwoch im Monat dürfen keine politischen möge.( Bravo! bei den Nationalliberalen.) Versammlungen einberufen werden, da diese Tage gänzlich für die Gewerkschaften frei bleiben. Abgewichen von der Vereinbarung darf nur werden bei plötzlich ausbrechenden Streiks und ähnlichen Differenzen oder wenn Protest: Ver: fammlungen schnell zu veranstalten sind. Wir machen hiermit den Versuch, eine Regelung des gewerkschaftlichen und politischen Lebens herbeizuführen und bitten alle Einberufer von Versammlungen, heute an streng durchzuführen. Gleichzeitig bitten wir die beurlaubt werden mögen. Vielfach sind in überwiegend polnisch wurde lebhaft beklagt und es wurde ein Antrag, der Gauvorstand möge Vororte, sich diesem Abkommen so bald als möglich anzuschließen. Abg. v. Pappenheim( f.) waren 64 durch 102 Delegierte vertreten. In der Diskussion über den Vorstandsbericht wurde allenthalben die Thätigkeit des Vorstandes als nußbringend für die Partei anerkannt, aber es wurden auch die alten Klagen wieder erhoben, die sich auf allen Tagungen bedauert, daß die Lehrer in ihrer erzieherischen Thätigkeit nicht Versorgung mit Abgeordneten als Redner zu sehr vernachlässigt unsrer Partei wiederholen: daß die ländlichen Orte bezüglich der immer die richtige Unterstützung der Familie und der Kirche fänden. würden. Es lagen auch verschiedene Anträge vor, die darauf hin Die Lockerung der Familienbande ist ein Hauptgrund für die Ent- zielten, in dieser Beziehung Besserung zu schaffen, fie wurden aber sittlichung der Jugend in allen Ständen auf dem Lande und in den abgelehnt, da es nicht in der Macht des Vorstandes liegt, allen solchen Städten. Wünschen Rechnung zu tragen, und weil allgemein anerkannt werden Abg. Stychel( Bole) mußte, daß der Vorstand sich bemüht hat, allen derartigen Wünschen Rechnung zu tragen, soweit es ihm möglich war; wo dies nicht möglich war, lag dies eben nicht an den leitenden Personen, sondern an der macht der Verhältnisse. führt Beschwerde über Ausschreitungen von Lehrern in Bosen gegenüber polnischen Schulkindern. Ein Lehrer hatte einen Schüler nur deshalb geohrfeigt, weil derselbe im Auftrage des Probstes die Bitte vorgetragen hat, daß die katholischen Schüler am Aschermittwoch der Lehrer Brotestanten, die fein Verständnis für die katholischen Institutionen und häufig nicht die geringste Kenntnis der polnischen Sprache haben. ( Sehr richtig! bei den Polen.) Berlin, den 20. März 1904. Die socialdemokratischen Vertrauenspersonen Berlins. Die Vorstände der socialdemokratischen Wahlvereine Berlins. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommiffion. zählungen. Der Ausschuß des Berliner Gewerkschaftskartells. Abgeordnetenbaus. 47. Sigung vom 21. März 1904, vormittags 11 Uhr. Am Ministertische: Dr. Studt. Die zweite Beraung des Kultusctats wird fortgesetzt beim Kapitel Evangelische Geistliche und Kirchen. Kultusminister Dr. Studt erklärt auf die einzelnen von dem Vorrebner vorgebrachten Fälle nicht eingehen zu können, da er sie nicht kenne; es liege System in dem fortwährenden Vorbringen derartig unkontrollierbarer ErHierauf bertagt das Haus die Weiterberatung auf Dienstag 11 Uhr. Partei- Nachrichten. Socialdemokratische Druckereikonferenz. Am Sonnabend und Sonntag fand in Berlin eine Besprechung der Geschäftsleiter der Partei- und derjenigen Privatdruckereien statt, in welchen Parteiblätter hergestellt werden. Zur Verhandlung standen Auf Antrag des Abg. v. Pappenheim( L.) wird gemäß einem Vor- neben der Mitteilung des Ergebnisses der statistischen Aufnahmen, Frage der Boltsschul- Unterhaltung und der Lehrerbesoldung öffentlicht worden ist, die Frage der Anwendung des§ 616 schlage des Berichterstatters der Kommission beschlossen, die deren Grundinhalt bereits letzte Woche durch den Vorwärts" ber nicht beim Etat, sondern später bei Beratung des diese Fragen be- des Bürgerlichen Gesetzbuches, der Ferien, des Handelnden Initiativantrages Frhr. v. 8edlis( freik.) zu gemeinsamen Papierbezugs für die gesamte Parteipreffe Zunächst wird in eine allgemeine Debatte über das Bolksschul- und endlich die Frage, ob die Parteipreffe im sogenannten gewissen wesen eingetreten. behandeln. Abg. Dittrich( C.): Auch der Mangel an geeigneten Personen für die Landogitation sich die Heranbildung von Agitatoren speciell für die Provinz angelegen sein lassen, dem Vorstand zur Berücksichtigung überiviesen, ebenso ein Antrag, daß bei der Agitation die kleineren Orte von den Reichs- und Landtagsabgeordneten mehr zu berücksichtigen feien. Ferner wurde beschlossen, daß jedem Agitator vom Gauvorstand das nötige Material unentgeltlich zur Verfügung zu stellen ist, die erwachsenden Kosten sind auf die einzelnen Vereine prozentual zu vers teilen. Einem andren Beschluß zufolge hat der Vorstand eine Broschüre auszuarbeiten, in der die Wahlrechtsreform in Bahern ausführlich dargelegt wird. Die Broschüre soll zur Agitation für die tommenden Landtagswahlen dienen und unentgeltlich zur Verteilung gelangen. Dem Landesvorstand überwiesen wurde ein Antrag auf Herausgabe eines Wochenblattes für das platte Land. An allen Orten, wo ein Verein besteht, soll eine aus mindestens drei Genossen bestehende Preßkommission gewählt werden, die die Berichterstattung für die Presse und die Agitation zur Verbreitung derselben zu be sorgen hat. 50 Prozent an den Gau abzuführen, wovon 10 Prozent an die Anträge, die darauf abzielten, von sämtlichen Einnahmen Parteikaffe in Berlin zu senden seien, während der Gau sämtliche Vortrag, in dem er der Meinung Ausdruck gab, daß die nächsten Agitationsausgaben zu übernehmen habe, wurde abgelehnt. Ueber die Wahlrechtsfrage hielt Genoffe Segiß einen instruktiven Vortrag, in dem er der Meinung Ausdruck gab, daß die nächsten Wahlen noch unter dem alten Wahlgesetz, aber mit einer neuen WahlVolksschul- Gelde oder im Berechnen hergestellt werden solle. Die eine intensive Agitation ausgenügt werden, um bei der Wahl möglichst freiseinteilung stattfinden werden. Die Zeit bis dahin müsse durch Frage des gemeinsamen Papierbezuges, in deren Erörterung auch große Erfolge zu erzielen. Ob die politische Situation une givinge, die Stellung zum Syndikat eine gewisse Rolle spielte, wurde mit andern und mit welchen Parteien Wahlbündnisse abzuschließen, nach grundsätzlicher Bejahung einer Kommission zur weiteren Be- verde sich erst ergeben, wenn die neue Einteilung vorliege; als Handlung überwiesen, diejenige des Berechnens oder des gewissen Grundfab verde wohl zu gelten haben: unter allen Umständen eine Geldes wurde unter Berücksichtigung der verschiedenartig gelagerten 3wveidrittelmehrheit für die Wahlreform! Dabei müsse aber der lokalen Verhältnisse nach der Seite hin beantwortet, daß heute um Wahlkampf um so principieller geführt werden, damit in unsren so weniger Veranlassung vorliege, auf Beseitigung des Berechnens Reihen keine Verwirrung entſtehe. hinzuarbeiten, als ja die weitere Einführung von Sehmaschinen diese ganze Streitfrage des Zeitungsberechnens für die größeren Druckereien ohnehin verüberflüssige. In unsrer heutigen Volksschule wird der Erziehungszweck viel zu sehr vernachlässigt, er tritt vollkommen zurück hinter den Unterrichtszwed. Die Folge ist eine zunehmende Verrohung der Jugend. Eine Besserung wird nicht eintreten, wenn nicht der Kirche ein größerer Einfluß auf die Volksschule eingeräumt wird. Aus der Kreisschulinspektion wird die katholische Geistlichkeit immer mehr verdrängt. Abg. Ernst( frf. Vg.) Zum Internationalen Kongreß in Amsterdam referierte Genosse Dr. Braun, der dafür eintrat, daß Nordbayern einen eignen Deles gierten entsende mit Rücksicht auf die wichtigen taktischen Fragen, Ein Fürther Genosse trat ebenfalls ( auf der Tribine schwer verständlich) bestreitet, daß die Schule ihre Die Verschiedenartigkeit der finanziellen Leistungsfähigkeit der die dort verhandelt werden. erziehlichen Aufgaben vernachläffige; im übrigen sei die Erziehung Barteidruckereien und insbesondere der Privatdruckereien, in denen dafür ein und bemerkte gegenüber einigen Ausführungen, wonach ein mehr Sache der Familie als der Schule. Redner führt Beschwerde Parteiblätter hergestellt werden, ergab bezüglich der Ferien und Delegierter aus ganz Bayern, der auf dem Landesparteitag zu wählen über Wahlbeeinflussungen in Bromberg, wo die Lehrer aufgefordert sonstiger, den Arbeitern über den Zarif hinaus zugestandenen Vor- sei, genüge, dann werde jedenfalls Genosse Vollmar gewählt werden, ein sehr weit auseinandergehendes Bild. Als erste der aber gerade in Fragen der Taktik einen andern Standpunkt einworden seien, für den konservativen Kandidaten einzutreten, und teile über die Maßregelung eines Lehrers Schack, dem wegen feiner Aufgabe dieser Geschäfte wurde neben praktischer Durchführung des nehme, wie die große Mehrzahl der Genossen in Nordbayern. Auf liberalen Gesinnung Nebenarbeiten verboten worden seien. Besondere§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches zum Vorteile der Vorschlag des Genossen Segib wurde beschlossen, die Sache dem Förderung müsse den Volksschulen in den Ostmarken zu teil werden. Arbeiter denn die im Buchdruckertarif vorgesehene Regelung Landesparteitag zu überweisen, es soll dort darauf hingewirkt bedeutet thatsächlich nur eine Aufhebung dieses Paragraphen werden, daß beide Richtungen auf dem Kongreß vertreten sind. Abg. Freiherr v. Zedlik( ft.) zum Vorteile der Unternehmer die Verkürzung der Nach einem weiteren Beschluß wird ein besoldeter Gaubeamter Arbeitszeit angefehen. In Bezug auf weitere Vorteile soll vor allem vom Gautag gewählt, derselbe hat zu gleicher Zeit die Staffengeschäfte danach gestrebt werden, daß die Vorteile, die heute bereits in einer mit zu übernehmen. Als Gaubeamter wurde Genosse Rackt, der seit Anzahl von Parteidruckereien den Arbeitern gewährt werden, von zwei Jahren den Gau leitet, gewählt. den kleineren oder weniger leistungsfähigen Geschäften nach Maßgabe ihrer Sträfte möglichst bald eingeführt werden. Es wurde daher folgende Resolution einstimmig angenommen: wünscht Beseitigung des großen Lehrermangels in den polnischen Provinzen. Die Folge dieses Lehrermangels sei, daß viele deutsche Familien ihre Heimat verlassen, weil sie ihren Kindern keinen genügenden Unterricht verschaffen fönnten. Die Ueberzeugung hat immer mehr Platz gegriffen, daß die Schulinspektion mit Erfolg nur wahrgenommen werden kann durch praktisch erfahrene Fachleute. ( Sehr wahr! Tints.) Dagegen sollten die Geistlichen in der Totalen Schulverwaltung Siz und Stimme erhalten.( Bravo! rechts.) Vor allem ist es nötig, daß die große Kluft ausgefüllt wird, welche alwischen der Entlassung der Jugend aus der Schule und ihrer Einstellung in das Heer besteht. Es muß dafür gesorgt werden, daß unfre heranwachsende Jugend zur Baterlandsliebe, Religiöfität und monarchischen Gesinnung erzogen wird.( Bravo! rechts.) Kultusminister Dr. Studt: Die traurigen Vorgänge der letzten Wochen haben uns ein Bild von der Berwahrlosung der Kinder in manchen Familien gegeben. Hier kann nicht die Schule allein helfen, es ist Aufgabe der menschlichen Gesellschaft, der Privatwohlthätigkeit, hier fördernd und unterstützend einzugreifen. Wir sind stets bemüht, in katholischen Gegenden auch katholische Schulinspektoren heranzuziehen. Der von Herrn Ernst angeführte Fall in Bromberg ist mir nicht bekannt. Abg. Wolgaft( Hosp. der frf. p.): Das Hauptziel der Volksschule darf nicht sein, für den Himmel zu erziehen, sondern brauchbare Erdenbewohner zu schaffen.( Sehr richtig! links.) Das Konfeffionelle darf nicht in den Vordergrund gestellt werden. Allerdings verkennen wir nicht, daß die Religion fehr wohl dazu dient, den Menschen sittlich zu stärken in dem Kampfe ums Dasein. Ich halte es mit den Worten des edlen Menschenfreundes b. Egidy: Nicht Religion neben unserm Leben, sondern unser Leben selbst Religion". Die Simultanſchule liegt im Interesse des konfessionellen Friedens. Die Lehrer Bildungsfleine anstalten sollen nicht in Drte berlegt werden, und man follte statt der Internate mehr Erternate errichten. Ich habe es bedauert, daß am Sonnabend einzelne Ausnahmefälle von Mißhandlungen in Oberschlesien derartig verallgemeinert wurden, als ob die Lehrer in Oberschlesien überhaupt nichts andres thäten, als die Schüler zu mißhandeln. In Bezug auf die Schulaufsicht stehen sich unsre Ansichten diametral gegenüber. Wir wünschen im Intereffe der Volksschule eine vollständige Umkehrung nach zwei Seiten: Erstens eine auf Aufhebung der Ortsschulinspektion und zweitens Aufsicht durch Fachleute. Es giebt heute in Preußen feinen Stand, der mehr beaufsichtigt wird, wie die Volksschullehrer.( Sehr richtig! links.) Jedenfalls ist die Geistlichkeit nicht im stande, das Amt des Vorgesetzten der Boltsschullehrer zu übernehmen. Die Auf- I Symptom dafür angesehen worden, daß man der Kirche einen noch hebung des§ 2 des Jesuitengefeßes ist von weiten Kreifen als ein| Die heutige Konferenz der Vertreter der Parteibruckereien beschließt: A. Von den Vertretern der Provinzorte ivurde lebhaft gewünscht, daß die Leitung des Gaues von dem Nürnberger Parteisekretariat bollständig zu trennen sei, der Antrag wurde aber gegen eine starke Minderheit abgelehnt. Als Ort der nächsten Tagung wurde Bamberg bestimmt. Bei der Gemeinderatswahl in Langenbielau erhielten Stimmen: Fabrikanten- Partei 176 bis 179, Hausbesizer- Verein 77 bis 81 und die Genossen Kühn und Feldmann je 108 Stimmen, so daß unsre Genossen in die Stichwahl gelangt sind. Ein erfreuliches Resultat für Langenbielau. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Objektive" Mißwirtschaft. In Bezug auf den§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches sollen den Arbeitsordnungen folgende Bestimmungen beigefügt werden: 1. Arbeiter, die mindestens ein Jahr ununterbrochen im Dienste der Partei- Buchdruckereien beschäftigt find, erhalten bei militärischen Uebungen von nicht mehr als vierzehn Tagen zwei Drittel des Lohnes, wenn sie verheiratet oder Ernährer von Familienangehörigen sind. Bei länger als bierzehn Tage der Redakteur der„ Bergarbeiter- Zeitung", Genosse Le impeters Vor dem Schöffengericht in Essen hatte sich am Sonnabend dauernden Nebungen wird der bezeichnete Teilbetrag des wegen Beleidigung des Betriebsführers Althoff von der Zeche Graf Lohnes nur für die ersten vierzehn Tage gezahlt. 2. Allen Arbeitern wird bei Arbeitsversäumnis infolge von Teilnahme an Kontrollversammlungen, Aushebungen und Mufterungen sowie infolge von Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten für die Dauer der hierzu notwendigen Abwesenheit der Lohn tveiter gewährt; wird für solche Funktionen andertveit eine Entschädigung gewährt, so ist diese anzurechnen. 3. In andern Fällen, z. B. Wahrnehmung gerichtlicher Termine in eigner Sache, Eheschließungen, Todesfällen oder schwerer Erkrankung der nächsten Angehörigen, wird ein flagbarer Anspruch auf Zahlung des Lohnes für die versäumte Arbeitszeit nicht zugestanden; ebenso wenig findet ein Anspruch auf Entschädigung bei Krankheitsfällen statt. B. Die Parteigefchäfte verpflichten sich, thunlichst bald a) die achtstündige effektive Arbeitszeit in ihren Betrieben einzuführen; b) für alle mindestens ein Jahr im Betriebe beschäftigten Arbeiter Ferien bis zur Dauer von einer Woche zu gewähren unter Fortzahlung des Lohnes; c) die Beiträge zur Invalidenversicherung ganz zu bezahlen; d) die Differenz zwischen Lohn und Krankenfaffen Entschädigung bei im Geschäft erlittenen Unfällen zu bergüten. Der Herausgeber der Dokumente des Socialismus", Genosse größeren Einfluß auf die Schulverwaltung einräumen will.( Unruhe im Gd. Bernstein, teilt mit, daß er vor der Notwendigkeit stehe, Centrum.) Für die Weiterbildung der Volksschullehrer müßte mehr gegebenenfalls das Unternehmen einzustellen, da es sich nicht decke. geschehen. Züchtige Boltsschullehrer sollten zum Universitätsstudium Er wolle jedoch, bevor er sich zu diesem Schritt entschließe, den Lesern zugelassen werden. Gegen die Verrohung der Jugend zu wirken von diesem Stande der Dinge Kenntnis geben. Beust" zu verantworten. " Die Bergarbeiter Zeitung" brachte in Nr. 47 vom 28. November v. J. eine Notiz über Mißstände auf genannter Zeche, die in grober Weise gegen die bergpolizeilichen Vorschriften verstoßen. Behauptet wurde, daß während der Seilfahrt Sohlen und Leute zugleich gefördert würden, d. h. auf einer Etage des Korbes befanden sich Leute, während auf der andern Stage Stohlenwagen waren. Dann sollte es vorgekommen sein, daß auf einer Etage 16-18 Mann gefördert wurden, obwohl die bergpolizeiliche Vorschrift nur 8-10 Mann gestattet. Weiter sei vorgekommen, daß die Leute, quf der oberen Etage über Tage angelommen, so lange hätten hängen müssen, daß sie es vorzogen, von der Etage durch das Fördergerüst auf die Hängebant zu flettern. Eine Handlungsweise, die streng berboten und äußerst gefährlich ist, denn bei der kleinsten Bewegung der Fördermaschine würden die Leute rettungslos in Stücke gerissen werden. Als letter Mißstand war behauptet worden, daß das Waschwasser oft sehr ungenügend erwärmt sei, daß die Bergleute sich oftmals in faltem Wasser hatten waschen müssen. vorkam. Der Die Beweisführung ergab, daß mehrfach Kohlen und Leute zugleich gefördert wurden, was bei„ Anderthalb" machen fast regelmäßig Das gaben auch die als Belastungszeugen geladenen Anschläger zu, bekundeten aber, daß der Betriebsführer davon nichts gewußt habe. Ebenso wird bewiesen, daß nicht nur 16-18 Mann auf einer Etage ausfuhren, sondern 20-22, und das fogar ohne Vorhängung der Schutztüren. fast unglaubliche Unfug, daß Leute, während der Förderkorb im Schacht hing, ohne auf die Käps gesetzt zu sein, von der oberen Etage durch das Sch a chi gerüst nach der Hängebant getlettert find, ist sogar sehr oft vorgekommen, wie selbst ein Anschläger zugiebt, nur habe der Betriebsführer davon nichts gewußt, d. h. " amtlich" hat ihm niemand das gemeldet. Aus V Auch daß das Waschtwasser oft ungenügende Temperatur hatte,| Erhaltung der auswärtigen Kolonien bergendeten Summen zur also solchert, die länger als 6 Wochen in einem Jahre arbeitslos wurde festgestellt. Urbarmachung der großen Strecken heimischen Ded- und Unlandes sind, für weitere drei Wochen im Jahre eine Lokalunterstügung von Das Gericht fällte folgendes Urteil: Der Angeklagte ist der verwandt würden, ganz abgesehen von all den andern Gebieten 6 M. pro Woche zu zahlen. Nach mehrstündiger lebhafter Debatte öffentlichen Beleidigung schuldig, da es aus dem Artikel deutlich des focialen Lebens, auf denen Verbesserungen notwendig wurden vorstehende Vorschläge der Ortsverwaltung mit großer hervorgehe, daß ihm nicht um das Rügen der Mißstände zu thun, seien. all diesen Gründen würde es das Beste Majorität angenommen. Maaß berichtete sodann, daß seit war, sondern nur darum, dem Privatkläger eins auszuwischen. Wäre sein, die ganze Kolonialfererei einfach aufzugeben, da der letzten Vertrauensmänner Versammlung 38 Werkstattdifferenzen es ihm um Abstellung der Mißstände zu thun gewesen, so hätte er, durch könne Deutschland an Macht, Ansehen und Einfluß gemeldet waren. Die meisten davon sind ohne Arbeitsniederlegung anstatt den Artikel aufzunehmen, dem Privatkläger oder dem fönig- nur gewinnen. Eine Diskussion schloß sich an den beifällig auf zu Gunsten der Arbeiter erledigt worden; nur in einigen Werkstätten lichen Oberbergamt davon Mitteilung machen müssen, die dann schon genommenen Vortrag nicht an. Der Vorsitzende, Genosse Seiler, ist es zum Streik gekommen. für Abschaffung der gerügten Uebelstände gesorgt hätten. Objektiv richtete zum Schluß noch einen warmen Appell an die Anwesenden, Centralverband der Maurer. In der am Freitag abgehaltenen fei der Wahrheitsbeweis zwar erbracht, selbst wenn man auf die für die Stärkung des Wahlvereins und die noch größere Verbreitung Generalversammlung des Zweigvereins Berlin hielt Genosse Eduard Aussagen einiger Zeugen, die unzweifelhaft übertrieben hätten, nicht des Vorwärts" zu wirken und ermahnte gleichzeitig, die Meldung Bernstein einen beifällig aufgenommenen Vortrag über„ Das allzuviel Wert lege; dahingegen sei aber nach keiner Richtung be- von der beabsichtigten Auflösung des Reichstages genügend zu Reich der Gewerkschaften und seine Grenzen". Hierauf befaßte wiesen, daß der Privattläger von den Uebertretungen feiner Unter beherzigen, damit allen Eventualitäten ruhig entgegengesehen werden sich die Versammlung mit geschäftlichen Angelegenheiten. An Stelle beamten gewußt habe. Darum wird der Angeklagte zu 150 M. tönne. Rabes, der von der Kandidatur zum zweiten Bevollmächtigten zurückGeldstrafe verurteilt. getreten ist, wurden Müller, Hase und Redans auf die KandidatenCharakteristisch ist, daß drei Zeugen, sobald sie die Vorladung liste gesetzt. Dann nahm die Versammlung die Berichterstattung der bekamen, um gegen die Musterzeche zu zeugen, sofort bei Auszahlung Delegierten von der Gaukonferenz entgegen, woran sich eine Disfussion schloß. von 6 Schichten entlassen worden sind. Der Handelsminister Möller sagte im preußischen Landtag, daß im Ruhrrevier die Gruben täglich kontrolliert würden. aber solche Zustände bei einer täglichen Kontrolle möglich? Auch eine Beleidigung. " Sechster Wahlkreis. Am Dienstag hielt der Socialdemos kratische Wahlverein in Schmidts Gesellschaftshaus eine gut besuchte Distriktsversammlung für die Oranienburger Vorstadt ab. Reichstags- Abgeordneter Buchwald- Altenburg sprach auch hier über„ äußere und innere Kolonisation". Dem Standpunkte der Verein der Zimmerer Berlins. In der am Sonntag abWie sind socialdemokratischen Partei entsprechend behandelte Redner in allen Einzelheiten das Wesen und die völlige Nuglosigkeit der deutschen gehaltenen Mitgliederversammlung erstattete Hoff Bericht von der Kolonialpolitik mit ihren widerlichen Begleiterscheinungen und er- fünften Konferenz der Freien Vereinigung der Zimmerer DeutschDie Versammlung erklärte sich mit den Beschlüssen der mahnte die Anwesenden, ständig für die Ausbreitung unsrer Am 17. Dezember stand vor dem Kriegsgericht der 7. Division Meinungen auch auf diesem Gebiete zu wirken, damit die Partei Konferenz und der Haltung ihrer Delegierten einverstanden. Hierauf Gewählt wurden Hoff, in Magdeburg ein Prozeß zur Verhandlung gegen zwei der einst die Macht gewinne, dieser Art Weltpolitik ein Ende erfolgte die Wahl des Ausschusses. zu Mißhandlung angeklagte Feldwebel und gegen zwei Soldaten, die machen, indem sie die Regierung auf die Bahnen einer Weisel und Manski. Hinsichtlich der Maifeier wurde be= als Zeugen unter Eid in Abrede gestellt hatten, mißhandelt worden vernünftigen und notwendigen inneren Kolonisation drängt. schlossen, dieselbe auch in diesem Jahre in der bisherigen Weise zu zu sein. Auf Veranlassung des Gerichtsvorsitzenden, Kriegsgerichts- In der Diskussion vertrat ein Herr Didmann, der sich als begehen und am 1. Mai, nachmittags 1 Uhr, eine Versammlung abrat Koch, wurde die Deffentlichkeit ausgeschlossen. Darauf ver- bürgerlicher Demokrat vorstellte, Ansichten über die Kolonialpolitik, zuhalten. Zum Schluß erledigte die Versammlung einige interne Vereinsangelegenheiten. öffentlichte die Magdeburgische Volksstimme" folgende von ihrem wie sie etwa bei den Nationalsocialen zum Ausdruck kommen. Er verantwortlichen Redakteur Nitsch, der als Berichterstatter in der verurteilte zwar die Art und Weise der offiziellen deutschen Kolonial- Der Arbeiter- Sängerbund hielt am 13. März seine erste Verhandlung war, geschriebene Notiz: politik, weil sie ihm nicht menschlich genug betrieben wird; im Ausschußsizung im neuen Geschäftsjahr ab. Aufgenommen in den „ Wenn das Kriegsgericht der 7. Division unter Leitung des übrigen aber wünschte er die weitere Gründung und Ausdehnung Bund wurde der Verein" Veritas", Berlin. Als Bundesdirigent Kriegsgerichtsrat Koch der Meinung ist, daß der Skandal in der von Kolonien sogar nach alldeutschem Muster in Südamerika. wurde Herr Richard Blobel wiedergewählt. Alsdann erfolgte 11. Compagnie deshalb weniger an die Deffentlichkeit kommt, so Genosse Freythaler antwortete dem Herrn in treffenden Aus- die Wahl der Revisoren und Kontrolleure. Es wurde nun in die dürfte es sich getäuscht haben. Die Presse hat die Pflicht, alles führungen und schloß dann die Versammlung mit einem Appell an Diskussion über die Abhaltung des Sängerfestes 1904 eingetreten. zu thun, was zur Beseitigung der Soldatenmizhandlungen bei- die Erschienenen, immerwährend für die Stärkung des Wahlvereins Als geeignetster Ort wurde Friedrichshagen( Müggelschloß") vortragen fann. Dazu gehört in erster Linie die Bekanntgabe der- thätig zu sein. geschlagen und das Fest selbst auf Sonntag, den 7. August, festgesetzt. jenigen, die sich Mißhandlungen der Söhne des Volkes schuldig Neber Karl Marx' ökonomische Lehren sprach Genosse Bartels Die Abhaltung des Provinzial- Sängerfestes in ihren Mauern machen. Ein Vertuschen ist heute nicht mehr möglich, das sollte in einer Versammlung des Socialdemokratischen Wahlvereins für wünschten Luckenwalde und Spandau, in der Sizung selbst meldete doch auch Herr Kriegsgerichtsrat Koch wissen. Das Urteil werden den sechsten Wahlkreis, die am Dienstag im Moabiter Rasino statt sich noch Zehdenick. Luckenwalde zieht seinen Antrag zurück, da dort wir, sobald es gefällt ist, natürlich bekanntgeben." Dadurch fühlte sich Herr Kriegsgerichtsrat Koch beleidigt und fand. Der Redner, der die großen leitenden Gedanken der gewaltigen schon im Juli das Kreis- Turnfest stattfindet. Von den meisten Verstellte Strafantrag. Das Gericht verurteilte den Genoffen Nitsch Geistesarbeit von Mary, soweit es in einem kurzen Vortrage möglich tretern wurde die Ansicht vertreten, daß Spandau wohl nicht in Be thatsächlich wegen Beleidigung zu 50 M. Geldstrafe. In der Be- dieser Zeit, wo eine neue Socialistenhat hereinzubrechen droht, das Sängerfestes wurde bis zur nächsten Ausschußsizung hinausgeschoben, thatsächlich wegen Beleidigung zu 50 M. Geldstrafe. In der Be- war, darlegte, bezeichnete es als eine der wichtigsten Aufgaben in tracht käme. Eine Beschlußfassung über den Ort des Provinzials gründung heißt es: für zu sorgen, daß die Massen vom Gedankengang des Socialismus da vielleicht bis dahin noch andre Städte sich melden würden. Dem " Die beanstandeten Sätze könnten an sich als ziemlich harm- immer mehr durchtränkt, und von einer Gefühlsüberzeugung zu einer Verein" Freie Sänger". Zossen, war die Abhaltung eines Masken= los gelten, aber der ganze Artikel zeige, daß es dem Angeklagten Gedankenüberzeugung geführt werden. Der Vortrag ,, der in dem balles von der dortigen Polizeibehörde inhibiert worden, was nach darauf angekommen sei, dem Kriegsgerichtsrat Koch eins auszu Sage ausklang, daß, was auch kommen mag, der Socialismus Meinung der Mitglieder zu Unrecht geschehen ſei. Der Verein Schon daß der Angeklagte immer den Namen dieses unter allen Umständen mit Naturnotwendigkeit siegen muß, fand wünschte dieserhalb vom Bund die Gewährung von Rechtsschuh. Da Herrn nenne, statt seine Bemerkungen gegen das Kriegsgericht zu lebhaften Beifall.- Zur Diskussion verlangte niemand das Wort. aber ein Erfolg ausgeschlossen erscheint, wurde derselbe vom Ausschuß richten, beweise das." Der Vorsitzende gab bekannt, daß Genoffe Bartels in der nächsten abgelehnt. Von dem aufgelösten Verein„ Sangeslust" flagen einige Die Zustände im Saarrevier Versammlung im selben Lokale über das Erfurter Programm sprechen Mitglieder gegen den Verein" Rosenrot" um Herausgabe des früher dem Verein„ Sangeslust" gehörenden Inventars. Dieses ist dem werden demnächst wieder in einem großen Beleidigungsprozeß erörtert wird. Verein„ Rosenrot" von einigen früheren Mitgliedern von Sangeswerden. Auf Antrag des Bergrats Hilger ist gegen den Herausgeber Holzarbeiter- Verband. Die am Mittwoch im Gewerkschaftshause lust", die ihm beigetreten sind, geschenkt worden." Rosenrot" be= des kürzlich beschlagnahmten Flugblattes, den gemaßregelten Berg- tagende Versammlung der Vertrauensleute befaßte sich eingehend antragt Rechtsschuh. Nach längerer Diskussion wird die Sache dem mann Krämer, das Strafverfahren wegen Beleidigung eröffnet mit der Frage der Einführung eines Lokalzuschusses Borstande überwiesen. Der Verein Liederzweig", Hermsdorf, hat worden. Auch gegen den Verleger Genossen Sachse will man An- zu der am 1. April für den ganzen Verband in Kraft tretenden ein Vergnügen in einem gesperrten Lokal abgehalten und wurde flage erheben. Da dieser jedoch seine Immunität als Reichstags- Arbeitslosen Unterstützung. Aus Anlaß des Kampfes dieserhalb Ausschluß aus dem Bunde beantragt, doch wurde die Sache Abgeordneter geltend macht, soll, wie das„ Voltsblatt" für Bochum gegen den Jnnungsnachweis hat die Berliner Zahlstelle bereits seit bis zur nächsten Ausschußsizung zurückgestellt. Als legtes verliest berichtet, die Anklage auf das gesamte Druckereipersonal ausgedehnt längerer Zeit eine lokale Arbeitslosen- Unterstützung an arbeitslose der Vorsitzende ein Anschreiben der„ Riedergemeinschaft" an den werden. Die öffentliche Erörterung der bestehenden Zustände ist Mitglieder aus eigenen Mitteln gezahlt, was sich infolge des damals Bund, worin auf den diesjährigen Delegiertentag hingewiesen wird, für das Saarrevier sehr nüglich. Wie es dort zugeht, zeigt folgender um 25 Pf. erhöhten wöchentlichen Lokalbeitrags denn auch mit auf dem verschiedene einschneidende Fragen verhandelt würden. öffentlicher Anschlag auf den Gruben: Leichtigkeit ermöglichen ließ. So ist im Jahre 1903 die örtliche Auch diese Angelegenheit wurde bis zur nächsten Ausschußsizung Bekanntmachung. Unterſtüßung für 7502 Arbeitslosen- Wochen ausgezahlt worden. Da vertagt. nun wegen des andauernden Kampfes gegen den Innungsnachweis eine Herabsetzung des Lokalbeitrags nicht zu erwarten ist, andrerfeits aber die Berliner Holzarbeiter einen Wochenbeitrag von 35 Pf. Verbands- plus 25 Pf. Lokalbeitrag, zusammen 60 Pf. entrichten so hat die Ortsverwaltung die Einführung eines Lokalzuschusses zur Verbandsunterstützung befürwortet und unterbreitete der Versammlung folgenden Vorschlag: Wer socialdemokratische Tendenzen verfolgt, die Socialdemofratie durch Abonnement ihrer Zeitungen unterstügt und insbesondere die Deutsche Bergarbeiter- Zeitung" liest, wird, wenn er selbige bei dem bevorstehenden Quartalswechsel nicht abbestellt, auf dem Wege der Kündigung entlassen. " Kgl. Berginspektion V, Sulzbach. gez. Stöder." Verfammlungen. Erfter Wahlkreis. Der socialdemokratische Wahlverein hielt am Montag in Dräsels Saal eine gut besuchte öffentliche Versammlung ab. Reichstags- Abgeordneter Buchwaldt- Altenburg sprach daselbst über„ äußere und innere Kolonisation". Redner legte eingehends flar, weshalb unsre Partei die deutsche Kolonialpolitik verwirft. An der Hand der Etatsziffern und gestützt und sowie die Handelsauf die Auswanderungsstatistit, Verkehrsberichte des Kolonialamts ties er die völlige Unrentabilität unfrer Kolonien nach. Diese erscheinen immer mehr als eine Last für das Reich, die dem Volke nur Kosten verursacht und außerdem erhebliche moralische Nachteile im Gefolge hat. Dagegen würde es von ungleich größerem Vorteil für Deutschland sein, wenn die zur Cabliau zum Kochen und Braten sehr zu ganze Fische ohne Kopf 20 im Anschnitt Vom 1. April ab beträgt die aus der Hauptkasse des Verbandes zu zahlende Arbeitslosen- Unterstützung bei einwöchentlicher Karenzzeit nach einer Mitgliedschaft von: Der Lokalzuschlag soll betragen 1 Jahr 2 Jahren 12345 " 6 M. = 7 " = 8" 9 " 10 " Zusammen 1 M. 7 M. 9 " 39 11 " " " 13" 15 " " 1234 Ferner sollen, solange der Kampf gegen den Innungsnachweis dauert, die bisher gezahlten 5 M. pro Woche an arbeitslose Mitglieder, die 26 Wochen, aber noch nicht ein Jahr dem Verbande angehören, aus lokalen Mitteln weiter gezahlt werden. Des weiteren ging der Vorschlag dahin, ausgesteuerten Mitgliedern, Wichtig für jede Hausfrau!!! Darstellung des Eiweissgehaltes, den man für eine Mark bei Fischen und Fleisch erhält. Nach den Untersuchungen über den Nährwert der Seefische von Prof. Dr. Lehmann, Göttingen. Pf. fett mager fett Rindfleisch mager Kalbfleisch Der Socialdemokratische Agitationsverein für den Reichstags= Wahlkreis Züllichau- Schwiebus- Krossen- Sommerfeld nahm in seiner leßten Mitgliederversammlung einen Antrag auf Anschließung an den Unter Vereinsangelegenheiten Central- Wahlverein einstimmig an. gab der Vorsitzende bekannt, daß in nächster Zeit Versammlungen stattfinden, um die aus dem Kreise hier arbeitenden Bauhandwerker dem Verein zuzuführen. Genossen, welche gewillt sind, dem Verein beizutreten, können sich bei dem Kassierer, Genossen Eitner, Fruchtstr. 69, vorn 4 Tr. rechts, melden. Arbeiter Bildungsschule Berlin. Die lekten beiden Unterrichtsabende in Rede- lebung finden Dienstag, den 22. und 29. März statt. Der Unterricht in Rede- lebung für Fortgeschrittene nimmt Sonntag, den 10. April, seinen Fortgang. Kaufmännische Kranken- und Sterbekasse von 1885( E. H. 71.) SO. 16, Neanderstr. 4. Dienstag, den 22. März cr., abends 9 Uhr, im Restaurant Frädrich, Alte Jakobstr. 89: Sigung. Deutscher Senefelder Bund, Mitgliedschaft Berlin. Heute abend 8, Uhr im Restaurant Miegel, Stralauerstr. 57: Mitgliederversammlung und Vorstandssizung. " Landsm. Verein von Plauen i. V. und Umgegend zu Berlin" straße 9a. Gäste willkommen. tagt jeden Dienstag, abends 8 Uhr, in den„ Lorkinghallen", ScharrenHeilbutt Scholle Seelachs Cabliau Schellfisch Alle Fischarten treffen infolge ergiebigerFänge täglich frisch in Kühlwaggons ein und empfehlen wir: in allen Grössen pro Pfund Pa. Schellfische Gr. Schellfische 18-25 25 im Anschnitt pro Pfund Seezungen) pro Pf. Pf. Pa. Rotzungen Ersatz für Pfd. 45-50 Pf. Austernfisch. Pfd. 35-40 Pf. Pa. Knurrhahn 30 P. Goldbars Pro 40 Pf. 1.10-1.20 M. Pa. Steinbutten in allen Gröss.pr.Pfd. Pid. 22 P. Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft ,, Nordsee" Pa. grosse Schollen pro Pt. 45-50 PL. Seelachs pro Pfund im Anschnitt . Fernsprecher: Amt III, 8804. Die 22 Pf. 28 Pf. 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Dienstag, den 22. März: Theater- Abend. Das bemooste Haupt. Schauspiel in 4 Aufzügen von Roderich Benedir. Sumorist Andreas- Garten Liedersängerin. Martin Vallée, Hilda Stadthagen, Bendix als Monna Vanna. Edi Stadler, Alpen- Jodler- Phänomen. Billet Borverkauf 11-2 Uhr. Andreas- Strake 26. Kleine und große Säle zu Versamm lungen, Hochzeiten und Festlichkeiten noch einige Sonnabende zu vergeben. Fremdenlogis. Kegelbahn. Fröbels Allerlei- Theater gute Speisen und Getränke ist fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Heute Dienstag: Harburger Sänger. Nach der Freitanz. Borstellung: Anfang 8 Uhr. Eintritt 30 Pf. Vorzugskarten sind gültig. Caicedo Steidlder berühmte Drahtseilkönig. Das Publikum schreit vor Lachen bei dem Redestreit der beiden feindlichen Improvisatoren Holländer u. Steinitz. 14 neue erstklassige Nummern. Donnerstag: Rtean, HEUTE: Freitag: Das Schloß am Meer. Sonnabend: Uriel Acosta. Sonntagnachm.: Egmont. Abends: Das Schloß am Meer. Kleines Theater. 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Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. 100/2 Für die herzlichen Beweise inniger Teilnahme bei der Beerdigung unsres verstorbenen Bruders Heinrich Breiding unsten innigsten Dank. 46052 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme und zahlreichen Stranzspenden bei der Tilers 28395 Beerdigung meines lieben Mannes, Wilhelm Fischer sagen wir allen Bekannten und Ver. wandten sowie der Firma Th. Bellenbaum und allen Kollegen derselben Firma unlern innigsten Dank. Minna Fischer nebst Kindern. Danksagung. Für die rege Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unsres lieben Baters fagen wir allen Freunden und Genossen, ins, besondere dem Wahlverein für Osten, Centralverband der Puzer und Ges sangverein der Puter sowie dem Rauch flub„ Sternspiße" für die zahlreichen Kranzspenden unsern herzlichsten Dank. Wwe. Krause und Söhne. Auftritt des russischen Reformators in J. Narodnij Berlin findet Mittwoch, den 23. 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Franz von Sidingen. 2,-M. Berantwo. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 69. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wilmersdorf. Reichstags- Abgeordneter Südekum spricht in Wilmersdorf. Reichstags- Abgeordneter Südekum spricht in der morgen, Mittwochabend, in Willes Volksgarten, Berlinerstr. 40 stattfindenden Bolts versammlung über die socialpolitischen Aufgaben der Gemeinde. Diese Versammlung ist die letzte vor den am Donnerstag beginnenden Wahlen zur Gemeindevertretung. Bahlreicher Besuch wird erwartet. Dienstag, 22. März 1904. Der Da bisher das alte Testament und seine Propheten im polizei- nach dem Präsidium kam, erfuhr er zu seiner Ueberraschung, daß er Berliner Partei- Angelegenbeiten. technischen Sinne nicht als„ die öffentliche Ruhe und Ordnung ge- mittlerweile als Ginbrecher fignaliſiert worden war. Das Ende aber war, daß Kobert nun wieder verhaftet wurde. Ohne Zweifel Zweiter Wahlkreis. Dienstagabend 8%, Uhr finden zwei fährdend" betrachtet worden sind, hielten wir es für unfre Pflicht, die hat er außer diesem Einbruch noch mehr auf dem Kerbholz. wahlvereins- Bersammlungen statt, und zwar erstens Prophetenworte vom Polizeibann zu befreien und haben uns be- unverbesserliche ist ein Mann mit einem Schnurr- und Spizbart und bei Zühlte, Dennewigstr. 18. Genosse Stücklen spricht hier über„ Die schwerdeführend an das Polizeipräsidium gewandt. Um jeder Miß- kleidete sich immer elegant. Socialdemokratie im Stampfe gegen die herrschenden Gewalten." Die deutung vorzubeugen, haben wir zum Beweise des Autorrechtes zweite Versammlung ist im Hofjäger- Balast, Hasenheide 52/53, Jesajas dieser Beschwerde eine Originalbibel hinzugefügt. Wir schafts- Attachés song ist bereits furz mitgeteilt worden, daß ein Die Halsabschneider. Zum Selbstmord des toreanischen GesandtGenosse Förster spricht über„ Die Entwickelung der Zoll- und Handels- geben uns der Hoffnung hin, daß unsrem Kampfe um die Bibel der untersuchungsverfahren gegen mehrere Geldgeber eingeleitet worden politit". Gäste sind willkommen. Zahlreichen Besuch erwünscht Erfolg nicht ausbleiben wird. ist. Unter denselben befindet sich auch ein Wucherer, gegen den Der Vorstand. Schöneberg. Heute, Dienstagabend, findet im Db st schen Saale, Auch ein Beitrag zur focialpolitischen Rückständigkeit Berlins. bereits vor zwei Jahren ein leider erfolglos abgelaufenes VerMeiningerstr. 8, eine Versammlung des Wahlvereins statt. Auf der Durch Urteil des Stammergerichts ist festgestellt worden, daß die fahren schwebte. Die Geldgeber bieten ihren Klienten nur selten Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Dr. Mauren- Frauen, welche von Schuldienern zum Reinigen von Schulräumen bares Geld, deden fich gegen die scharfen Bestimmungen des brecher: Die Militärdebatten im Reichstage." Gäste auch angenommen und beschäftigt werden, nicht als in deren Diensten, Wuchergesetzes dadurch, daß sie mit ihren Opfern regelrechte Frauen haben Zutritt. sondern im Dienste der Stadt stehend zu betrachten sind und daß Handelsgeschäfte abschließen. Die Geldbedürftigen laufen gegen demgemäß lettere, d. h. der Magistrat, die Beiträge für die Kranken- Wechsel Möbel, Pferde oder andre Sachen zu hohen Preisen und faffen ze. zu tragen hat. An rückständigen Beiträgen hat der Magistrat erhalten von dem Verkäufer einen Nachweis, woselbst die gekauften nicht weniger als 10 863 m. für die Reinemachefrauen an die Be- Sachen sofort zu Geld gemacht werden können. Natürlich erhält triebs- Strankenkasse der Stadt Berlin zu zahlen, was dieser Kasse der Geldsuchende nur einen Bruchteil des wirklichen Wertes der Ware, die wieder von dem ersten Verkäufer mit einem fehr zu statten kommt. Zu einem merkwürdigen Kotau sollen die Arbeiterausschüsse der erworben werden. geringen Aufschlag, dem Verdienst der Mittelsperson, wieder Borsigwalde und Dalldorf. Dienstag, bon 10 bis 3 Uhr, finden Staatswerkstätten in Spandau veranlaßt werden. Am Grabe der im Lokale von Krause, Dalldorf, Hauptstraße, die Wahlen zur Ge- Märzgefallenen war von einem Spandauer Parteigenossen Metropol- Theater wurde auf eine eigenartige Weise abgebrochen. Der widerspenstige Vorhang. Die gesirige Vorstellung im meindevertretung statt. Es ist Pflicht eines jeden ein Kranz niedergelegt worden, der die Aufschrift trug: Gewidmet als nach dem zweiten Akt die Pause zu Ende gegangen war und der Barteigenossen, fein Wahlrecht auszuüben und dadurch unserm von Arbeitern der Staatswerkstätten in Spandau. eiserne Borhang wieder in die Höhe gezogen werden sollte, stellte Kandidaten, dem Cigarrenfabrikanten Kriedel, zum Siege zu ver- Den Namen des Ueberbringers hatte die Polizei notiert, damit er es sich heraus, daß die eisernen Ketten, die ihn tragen, geriffen helfen. Waidmannsluft und Lübars. Mittwoch, mittags von 1 bis 3 11hr, gehörigen Ortes denunziert werde. Die Direktionen der Spandauer waren. Es war unmöglich, den Schaden noch am selben Abend Waidmannsluft und Lübars. Mittwoch, mittags von 1 bis 3 Uhr, findet die Gemeindewahl der dritten Abteilung im Lokale von Müller Staatswerkstätten haben nun dem„ Berliner Tageblatt" zufolge be- wieder zu reparieren, so daß sich die Direktion endlich dazu entin Lübars statt. Unser Kandidat ist der Arbeiter Fritz Blümel in sondere Ermittelungen darüber angestellt, wer die Arbeiter sind, die Waidmannslust. Trotz der ungünstigen Zeit darf keiner der Wahl den Kranz gestiftet haben, und das Resultat war selbstverständlich, fern bleiben. daß kein Arbeiter die Dummheit beging, fich durch Nennung seines Köpenick. In der heutigen Versammlung des Wahlvereins Namens brotlos machen zu lassen. Dieser ärgerliche Mißerfolg bei Seidel in der Grünauerstraße hält Genosse Kotte über" Die soll nun gegen den Mann ausgenutzt werden, der die Ehrung am Jden des März" eiften Vortrag. Grabe vollzogen hat. Dem erwähnten Blatt zufolge haben nächstens die Arbeiterausschüsse der Staatswerkstätten zusammenzutreten, um über eine Beleidigungsklage gegen den Mann zu beraten, der den Kranz niedergelegt hat. Ob die Arbeiterausschüsse der Not gehorchend sich zu diesem Kotau hergeben werden und ob überhaupt an der ganzen Erzählung etwas wahres ist, wissen wir in diesem Augenblick Die Beratung des städtischen Etats für 1904 nicht. Wenn aber die Klage wirklich angestrengt würde, so müßte schreitet im langsamsten Tempo fort. Die gestrige Sigung war ganz die Leitung der Staatswerkstätten von der allen Thatsachen ins den Etats des Armenwesens gewidmet. Fast bei sämtlichen Einzeletats, die gestern erledigt wurden, Gesicht schlagenden Fixion ausgehen, daß in diesen Werkstätten über führten die von den Vertretern der Socialdemokratie beigebrachten haupt keine Arbeiter vorhanden sind, die Ehrfurcht genug vor den sekretär war, hatte die Erlaubnis, für einen Direktor der AutomobilHelden von 1848 haben, um in üblicher Weise ihr Andenken durch Borschläge und Anträge zu längeren Erörterungen. Die scharfe einen Kranz mit roter Schleife zu ehren. Eine folche Annahme Kritik, die da an den betreffenden Verwaltungszweigen geübt wurde, wäre ebenso unsinnig wie die, daß das durch und durch socialwar dem Magistrat und feinen Freunden in der Versammlung nicht demokratische Spandau, wo die„ Königstreuen" Arbeiter an den angenehm. Die Freisinnigen hätten am liebsten den gesamten Fingern herzuzählen sind, keine socialdemokratischen Arbeiter in die Staatswertstätten entsendete. Wir sind ja in diesen Tagen viel gewohnt geworden; aber die erwähnte Beleidigungstlage wäre wohl das ärgste, was einem beträchtlichen Teile der in den Staatswertstätten beschäftigten Arbeiter zugemutet werden könnte. stätten beschäftigten Arbeiter zugemutet werden könnte. Lokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Armenetat debattelos bewilligt. Erweiterung flüssig " schließen mußte, das Publikum nach Hause zu schicken. Die alsbald aufgeworfene Frage, ob das Publikum ein Recht auf Wiederbleiben, da der Staffierer bereits mit der Abendkasse das Theater erstattung des gezahlten Eintrittsgeldes hat, mußte vorläufig ungelöst verlassen hatte. Die Direktion steht auf dem Standpunkt, zur Nüdzahlung des Eintrittsgeldes nicht verpflichtet zu sein, da bereits zwei Drittel der Vorstellung vorüber waren; sie betrachtet im übrigen das Ereignis als force majeure, unter der das Publikum wie sie selbst leiden muß. Ein Teil des Publikums ist natürlich andrer Ansicht, so daß es noch zu einer Auseinandersetzung zwischen beiden Auffassungen kommen dürfte. Der 19 Jahre alte Schreiber May Schneider, der am 4. Januar d. J. der Allgemeinen Elektricitäts- Gesellschaft mit einer großen Summe durchbrannte, ist jest festgenommen worden. Der junge Mann, der den Leuten vorschwindelte, er fei der Sohn eines verstorbenen Staatsfekretärs, während sein Vater in Wirklichkeit ein kleiner Privatabteilung in Ober- Schöneweide während dessen Abwesenheit Geld anzunehmen. Er unterschlug eine große Summe, meldete sich kurz vor der Rückkehr des Direktors frant und brannte mit der Beute durch. Jetzt wurde er in Wien ergriffen. Seine Geliebte, die Tochter einer hiesigen Handwerkerfamilie, ist noch nicht ermittelt. Der Radler Ueber die gewaltige Steigerung des Etats der Armen frau Martha G. aus der Stargarderstraße. Die Frau tlagte HausIn der Trunkenheit vergiftet hat sich die 40 Jahre alte Kellnerdirektion ist im Ausschrß von freisinniger Seite bitter geklagt genoffen öfter, daß sie das Trinken nicht lassen könne, das werde worden, und man hat gesagt, das dürfe so nicht weiter gehen. noch einmal ein böses Ende nehmen. Am Sonntagnachmittag war Gestern setzte unser Genosse Hinge auseinander, daß die Höhe der sie schon um 3 Uhr betrunken und wollte Lysol nehmen. Nachdem einzelnen Unterſtügungen feineswegs besonders start zugenommen Das Projekt der Fortführung der Hochbahn nach dem Stadtinnern, ihr eine Nachbarin die Flasche aus der Hand geschlagen hatte, ging hat. Es fällt teinem Armenvorsteher ein, mit vollen Händen zu zunächst vom Potsdamer nach dem Hausvogtei- Blag, ist, wie verlautet, sie nach Pankow. Von dort fehrte sie um 8 Uhr noch schwerer begeben. Daß die Unterstützungsbedürftigen sich auch in andrer von den Aufsichtsbehörden genehmigt worden. Es ist demselben trunken zurüd, legte sich ins Bett und trant jegt eine große Menge Hinsicht keines übergroßen Entgegenkommens zu erfreuen haben, die Linienführung Potsdamer- Leipziger- Plaz- Boßstraße zu Grunde Lyfol. Auf ihr. Hilfegeschrei holten die Nachbarn einen Arzt, der zeigte Hinge an einer Reihe von recht bösen Vorkommnissen gelegt, welche vor dem Umwege durch die Königgräßer- nach der ihr den Magen auspumpte und sie in ein Krankenhaus bringen ließ. aus der Pragis der Armenborsteher. Die Mehrheit lärmte, weil Boßstraße unstreitig den Vorzug verdient. Die Haltestelle„ Bots- Von einem Schlächterwagen überfahren wurde gesternt vormittag sie diese Dinge nicht hören wollte, und auch der Vorsteher suchte damer Play" ist als 11 m steige station angeordnet und erhält daher um 9½ Uhr der 20 Jahre alte Radfahrer Mag Zimmermann von unsern Genossen in seiner Redefreiheit zu beschränken, aber Hinge wie die Stadtbahn- Stationen einen Mittelperron, der sich von Nicolaischen Buchhandlung an der Ecke der Burg- und Neuen Friedrichschenkte ihnen nichts. Nachdem dann Stadtv. Nathan( foc.- fortschr.") den jezigen Eingängen am Potsdamer Bahnhof bis zur Mitte des straße. Der Kutscher Karl Brunow aus der Frankfurter Allee fuhr zur Sprache gebracht hatte, daß die Frauen immer noch sehr spärlich Leipziger Plazes erstrecken würde. Die neuen Zugänge würden sehr scharf um die Ecke, so daß er nicht mehr anhalten konnte, als zur Mitarbeit in der Armenpflege herangezogen werden, rügte Genosse sich an der Königgrägerstraße und neben dem Standbilde des wurde von dem schwer beladenen Fuhrwert überfahren und blieb Tollsdorf die geringe Höhe des Pflegegeldes, das den Witwen für ihre Grafen Wrangel befinden, und zwar liegt die südliche Treppe mit komplizierten Ober- und Unterschenkelbrüchen liegen. Während Kinder von der Armendirektion gezahlt wird. Stadtrat Münster etwa in der Mitte der jetzt vorhandenen Zugänge zum Unterpflaster- ein Schußmann den Verunglückten, bessen Nad zertrümmert wurde, berg suchte die Ausführungen der socialdemokratischen Redner zu Bahnhof, wodurch eine kleine Verschiebung der Zufahrtsstraße nach mit einer Droschte nach der Charité brachte, versuchte das empörte widerlegen. Er sprach dabei in einem ruhigen Tone, der vorteilhaft der bekannten Blumenhalle an der Kirchhofsmauer erforderlich wird. Publikum, sich des Kutschers zu bemächtigen, um ihn durchzuprügeln. abstach von dem provozierenden Auftreten andrer Mitglieder des Da mit den Vertretern der Stadt alle Einzelheiten dieses Projektes Nur das Einschreiten mehrerer Schußmänner bewahrte ihn vor Magistrats. schon in zahllosen Konferenzen durch beraten worden sind, so dürfte einer derben Züchtigung. Brunowo wurde nach der Revierwache in Zum Etat der Siegenanstalten war von unsrer Fraktion die Genehmigung der städtischen Behörden nicht lange auf sich warten der Neuen Friedrichstraße gebracht und nach Feststellung des Thatbestandes wieder entlassen. beantragt worden, Baraden aufzustellen, um dem Plazmangel ab- lassen, und es könnte dann endlich, nach siebenjährigen Verhandlungen, zuhelfen. Genoffe Schulz begründete diesen schon vom Ausschuß mit dem Bau der Teilstrecke Potsdamer- Hausvoigtei- Platz begonnen Feuerbericht. Am Montagmittag hatte die Feuerwehr in der abgelehnten Antrag. Was Schulz über die Mißstände sagte, zu denen werden, wenn ja, wenn der Protest der Großen Berbekannten chemischen Fabrik vormals E. Schering auf dem Wedding der in den Siechenhäusern herrschende Plazmangel geführt hat, suchte liner Straßenbahn gegen den Bau dieser Strede nicht( Müller- und Fennstraße) wieder einmal ein gefährliches Feuer zu löschen. Dort stand ein Keller, in dem hauptsächlich Dele und Stadtrat Mielenz mit dem Trost abzuthun, daß es später ein- borläge. Säuren lagerten, in Flammen. Brandinspektor Julius ließ von mal besser werden solle. Gegen den von unserm Redner gerügten Rathaus und Nathansturm. Täglich erscheinen im Rathause 16. Zuge mit zwei Schlauchleitungen kräftig Wasser geben, wodurch Brauch, Sieche in Außenpflege zu geben, hatte der Herr Stadtrat Personen, besonders Fremde, die das Rathaus besichtigen und den die Gefahr auf den Steller beschränkt blieb. Erkrankungen, wie bei nichts einzuwenden. Der Antrag, Baracken aufzustellen, wurde Rathausturm besteigen möchten. Das Rathaus ist aber nur von andren Bränden in der Fabril, sind bis jetzt nicht zu verzeichnen. 10-3 Uhr, außer Donnerstag und Freitag zu besichtigen. Der Gleichzeitig hatte die 4. Compagnie unter Leitung des Brands abgelehnt. Zu den Etats der Waisenpflege und der Fürsorge Rathausturm ist in der Regel während der Sommermonate zu be- meiſters Mende in der Kurfürstenstr. 164 zu thun, wo durch UnErziehung hatten unsre Genossen beantragt die Kostpflege durchsteigen. Der Beginn der diesjährigen Periode der Vesteigung des vorsichtigkeit Spiritus in Brand geraten war und Frau Oberkellner und Bermehrung der über- Turmes, von dem man eine großartige Fernsicht über Berlin ge- Millauer, die in der Küche beschäftigt war, lebensgefährliche BrandWaisenhäuser nießen kann, ist auf Montag, den 4. April d. J. festgesezt und gegen wunden erlitten hatte, die ihre sofortige leberführung nach dem und machen die Fürsorgekinder nur eignen zu ein Eintrittsgeld von 20 Pf. gestattet. Elisabeth- Krankenhause erforderlich machten. Wegen eines Wohnungszu überweisen. Genosse Tolksdorf Anstalten der Stadt brandes wurde der 13. Zug nach der Artillerieſtr. 1 gerufen. Ein schilderte die oft recht bedenklichen Zustände der Rostpflege, aber Ein internationaler Juwelendieb treibt hier wieder sein Unwesen. Sauerstoffapparat wurde in der Josephstr. 4 gebraucht. Außerdem Stadtrat Straßmann erklärt die Erziehung in fremden Familien In einem der größten hiesigen Geschäfte trat er als Dr. Kofta auf hatte gestern die Feuerwehr noch an einigen andern Stellen zu für unvergleichlich beffer" als die Erziehung in Anstalten. Als und gab sich den Anschein, als ob er mir französisch spreche. Er ließ thun. Toltsdorf weitere Beispiele vorbrachte und Genosse Schulz die sich alles mögliche vorlegen, fonnte sich aber über den Preis mit dem Juwelier nicht einigen. Dieser merkte erst später, daß der ver- Die Feuerwehr wurde Sonntag früh um 4 Uhr nach der Kaserne größere Billigkeit der Kostpflege als das wahre Motiv ihrer meintliche Kunde ein Dieb war und ihm eine ganze Anzahl des 4. Garde- Grenadierregiments in der Rathenowerstraße 10/12 Bevorzugung bezeichnete, erwiderte Herr Straßmann naib, Brillanten, Ringe, Nadeln usw. gestohlen hatte. Die Angabe des( Moabit) und abends 8½½ Uhr nach dem Reichskanzler die Kostpflegestellen würden ja durch die Waisenbäter ständig beauf- Diebes, daß er im Hotel de Nome wohne, erwies sich natürlich als Balais in der Wilhelmstraße 77 gerufen, tam aber in beiden sichtigt. Von dem Erfolg dieser waisenväterlichen Aufsicht sind früher falsch. Ermittelungen über die Persönlichkeit ergaben, daß derselbe Fällen nicht in Thätigkeit. Im Reichskanzler- Palais brannte cin im Vorwärts" ein paar drastische Proben mitgeteilt worden. Der Mann im Oktober v. J. auch in Wien aufgetreten ist. Dort nannte Schornstein. Die Feuerwehr ließ zur Beobachtung des Brandes eine Als Branddirektor Giersberg zu dem Brande kam, Antrag, die Fürsorgefinder nur städtischen Anstalten zu überweisen, er sich auch Student Heftor Ribaira aus Lissabon und Dr. Augu tonnte er zwei Pferde der Feuerwehr am Durchgeheit berhindern. wurde gleichfalls von Tolksdorf begründet. Auch hier hatte Kontalves. Herr Straßmann die Erwiderung, das sei nicht nötig. Beide In den Berdacht, ein Einbrecher zu sein, ist ein KriminalAnträge wurden die Stimmen der Socialdemokraten beamter vom hiesigen Polizeipräsidium geraten. Ein früherer abgelehnt. Versicherungsagent Josef Robert, der als einer der größten Beim Arbeitshaus Etat tam es zu einem heftigen Wohnungseinbrecher eine Anzahl Jahre im Zuchthaus gesessen hatte, Zusammenstoß zwischen unserm Genossen Hoffmann und dem wurde vor drei Wochen aus der Strafanstalt entlassen und bewarb Stadtrat Fisch bed. Hoffmann brachte eine Reihe von Miß sich nun vergeblich um eine Agentur bei einer hiesigen GeAuf dem Programmzettel war ein Bild voller Märzsturm: ständen aus dem Arbeitshaus und den damit verbundenen Hospi sellschaft, die gegen Einbruch versichert. Bald nach seiner Abweisung begannen wieder Einbrüche nach Robertscher Art. Daumiers Voltsbewegung auf der Straße". Schimmer hellen tälern zur Sprache. Herr Fischbed antwortete fühl ablehnend und Der Kriminalkommissar, der den Mann früher unschädlich Frühlingslichtes fallen auf die dahineilenden Männer und Frauen, tadelte dann, daß Hoffmann seine Beschwerden öffentlich vortrage, gemacht hatte, ließ nun Kobert auf Schritt und Tritt die nicht schnell genug ihren noch in Nacht und Knechtschaftsdunkel statt sie zunächst der Deputation vorzulegen. Hoffmann erwiderte, beobachten. Robert fuhr nach Rigdorf, Tempelhof, Mariendorf, schmachtenden Brüdern und Schwestern den Morgengruß der Freiheit er bringe seine Beschwerden vor, wo es ihm paffe. Eine nicht Schöneberg, Südende usw. und kehrte erst abends nach Berlin zurück. verkünden können. Im Programm selbst sollten Deutschland, minder fräftige Abfertigung erhielt Herr Fischbeck dann noch von Sobald er ein Haus betreten und wieder verlassen hatte, hielt einer Frankreich und Rußland in Dichtung und Mufit zu Worte kommen. unfrem Genossen Borgmann. Der zum Arbeitshaus- Etat ge- der Beamten Umfrage, ob jemand bestohlen worden sei, während Man darf ja nicht zu engherzig sein, wenn es darauf ankommt, andre den Verdächtigen weiter beobachteten. Viele Tage war die nicht allein vergangene und kommende Märzstürme zu feiern, sondern stellte Antrag wurde, wie zu erwarten war, abgelehnt. Mühe umsonst. Ueber die Zustände im Obdach wird sich die Versammlung Kobert war zehn Minuten in einer Villa gewesen, ohne daß ihn bieten; und so soll nicht gescholten werden, daß Valentins Gebet In Südende führten sie schließlich zum Ziel. auch seinem großen Publikum den bekannten genußreichen Abend zu erst am Mittwoch unterhalten. Die Sigung mußte wegen Beschluß einer der Infassen bemerkt hatte. As er sie wieder ver- und die Arie des Escamillo, fowie einige andre mit der Revolution unfähigkeit vertagt werden. laffen hatte, cilte ein Kriminalbeamter hinein, wies fich nur in losem Zusammenhang stehende Konzertstücke vorgetragen und Ratschluß eines Polizeilieutenants ist dem„ Vorwärts" Kranz auf später nahmen die Bewohner war, Erst eine Stunde ja anch befreiend, und in diesem tolerant zu deutenden Sinne fanden dem Friedhofe der Märzgefallenen bekanntlich die Kranzschleife ent- bestohlen hatte, und machten schleunigst Anzeige bei der Polizei. Anerkennung und Verständnis. bestehen daß man sie doch Glud und Wagner, Berlioz und Gounod, Smetana und Rubinstein Aber es fehlte auch nicht an riffen worden. Sie trug die Worte Jesajas: Ihren Verdacht lenkten sie auf den Mann mit der Marke. Der, Dichtung und Gesang, worin die Klagen der Unterbrüdten, ihr meinten fie, habe jedenfalls den Hauptthäter gededt", indem er sich Schrei nach Licht, ihr wilder Born in praffelnder Glut emporschlugen. fälschlich für einen Kriminalbeamten ausgab. Als der Beamte wieder Die Klagen, ja, sie rühren das Herz und zwingen ein empfindsames gegen Die Pferde der Handspriße versuchten in demselben Augenblick durchzugehen, als der Fahrer den Bock besteigen wollte. Der Brandbirektor warf sich den Tieren entgegen und brachte sie zum Stehen, noch bevor Unheil entstanden war. Märzfest der Freien Voltsbühne. Die Ehrenrettung des Propheten Jesaja. Nach dem unergründlichen ein Einbruch nicht verübt sein könne. durch seine Marke aus, erhielt aber die Auskunft, daß mit Recht beifällig aufgenommen wurden. Die Kunst an sich wirkt Es werden gebidt zu dir komment, Die dich unterdrückt haben. eine werden. " Gerichts- Zeitung. " Vermischtes. Nach Gemüt zu Thränen, aber im Befreiungskampfe kommt ihnen doch Schulaufsichtsbehörde zur Befürwortung zu unterbreiten. Für die Deutschland gegeben habe. Seine Angriffe hätten sich vorzugsweise nur ein recht unbeträchtlicher Wert zu. Kein zahlungsfähiger Unter- Pferdebahn- Angestellten beantragten unsre Genossen auf Gordon Smith bezogen, er habe auch gar nicht gewußt, daß Herr nehmer hat sich den Appetit auf Auſtern verkümmern lassen und noch eine monatliche Lohnerhöhung von fünf Mark. Nach längerer Gordon Bennet 996 Aftien des" New Yorker Herald" besißt und sein weniger etwas von seinem vermeintlichen Herrenrechte deswegen ab- Debatte wurde jedoch der Antrag mit 9 gegen 8 Stimmen erster Direktor ist. Klägerischerseits wurde der Hauptnachdruck auf gelassen, weil es seinen Arbeitern gar zu erbärmlich ging. Da sind abgelehnt. Ein Antrag des Gemeindevorstandes, für die die Beleidigung gelegt, daß angebliche Berliner Specialtelegramme andre Mittel notwendig als der Appell ans Gemüt, und Errichtung eines Denkmals König Friedrichs II. einen Zu in Wahrheit in Paris fabriciert würden. Durch diesen kränkenden erfreulich deutliche Sprache redeten in dieser Hin- schuß von 1000 Mark zu bewilligen, wurde von unsern Ge- Vorwurf fühle sich Herr Bennet besonders beleidigt, da ihm damit ficht trok ihres Französisch die die Worte der bon Fräu- nossen bekämpft, aber gegen ihre Stimmen angenommen. Ein imputiert werde, ein journalistischer Schwindler zu sein. lein Martha Meher und Herrn N. Henkel wirkungsvoll weiterer Antrag des Gemeindevorstandes, zur Bismarck- Warte auf kurzer Verhandlung einigten sich die Parteien über die Grundlage gefungenen Carmagnole. Auch zur Recitation, in der Herr Licho den Müggelbergen einen Beitrag von 300 M. zu bewilligen, wurde eines demnächst abzuschließenden Vergleichs. Der Angeklagte er vortrefflich den Ton zu treffen wußte, hatte man das Rechte aus- ebenfalls trotz des Protestes unsrer Genossen angenommen. Der flärte sich bereit, die Behauptung bezüglich der Nichteristenz des gewählt. Das Zarenmahl" von Della Grazie und die patriotische Specialetat für das Realgymnasium, abschließend in Berliner Specialkorrespondenten zurückzunehmen und in der Bosheit„ Echtes Deutschtum" von Sallet zündeten prächtig. Da die Einnahme und Ausgabe mit 44 000 m., wurde ohne Widerspruch Deutschen Tageszeitung" zu erklären, daß die Person des Herrn Leistungen des Philharmonischen Blasorchesters unter der Direktion angenommen. Bei der Festsetzung des Beitrages zur Kanali James Gordon Bennet nicht habe getroffen werden sollen. Zum des Herrn v. Blon auch diesmal alles Lob verdienten, so verlief sation wurde nach dem Antrage des Gemeindevorstandes mit Abschluß dieses Vergleichs wurde eine Frist von vier Wochen gestellt. der Abend in künstlerischer Hinsicht nach Wunsch. Wenn nur eine Mehrheit beschlossen, von den Grundbesitzern pro laufendes Meter Vom Polizeikampf gegen Streifposten. Das Schöffengericht hatte Unannehmlichkeit nicht wäre! Das Seidelgeklapper während des der Straßenfront 20 M. und den Rest von 23 M. für die Röhren- gestern wieder in drei Fällen darüber zu entscheiden, ob sich StreifVortrages ist auf den Veranstaltungen der Freien Volksbühne wie legung von der Gemeinde zu erheben. Die Beitragsordnung wurde posten anläßlich des Gürtler- und Drüderstreiks gegen auf den meisten Arbeiterkonzerten ja so einigermaßen beseitigt. Ge- ebenfalls nach dem Antrage des Gemeindevorstandes angenommen. Die Berliner Straßenordnung vergangen hätten. Die Verhandlung blieben ist aber die weite Ausdehnung des Programms. Das Konzert begann gegen 9 Uhr und dauerte bis 1 Uhr. Wer kann so lange ihrer legten Sigung mit der Frage der Stadtwerdung Schußleute, Weigerung der Fortgewiesenen unter Berufung auf das Steglit. Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in ergab das alte Bild. Barsches Fortweisen der Streitposten durch die bei der Sache ausharren? Ohne Not sollte auch ein Arbeiterkonzert unfres Ortes. Eine Specialkommiſſion hat eine umfangreiche Dent Koalitionsrecht, darauf die übliche Siſtierung und schließlich das ge= nicht über zweieinhalb, höchstens aber auf drei Stunden ausgedehnt schrift ausgearbeitet. Einstimmige Annahme fand ein Antrag des Pfefferte Strafmandat. Wie schon in vielen Fällen, so stellte das Referenten Mande:„ Die Denkschrift vorbehaltlich redaktioneller Gericht auch hier wieder fest, daß während des Streiks nicht das Die Arbeiter- Bildungsschule hat am Sonntag einen Volks- Aenderungen zu genehmigen und zu beschließen, den Gemeinde- geringste vorgekommen war, was die Polizei zu ihrem Vorgehen gegen liederabend im Gewerkschaftshause veranstaltet. Eigentlich war vorstand zu ersuchen, die Erlangung der Stadtrechte nachzusuchen." die Streifenden berechtigt hätte, sondern diese fortgewiesen feien, der Abend mehr, nämlich eine Feier zum Andenken an Weiter wurde beschlossen, zwei Lehrerinnenstellen an der höheren lediglich weil sie ihr gutes Recht des Streifpoftenstehens ausübten. Joh. Gottfr. Herder, dessen 100 jähriger Todestag vor wenigen Mädchenschule zu errichten. Das Gehalt wurde auf Vor- Es erfolgte mithin die Freisprechung der Angeklagten. Monaten begangen wurde. Hatte unsre Parteipresse diesen hervorschlag der Schulkommission folgendermaßen festgesetzt: Grundragenden Mann mehr in seiner Bedeutung für die Menschheitskultur gehalt 1400 M., Alterszulage 140 M. und 400 M. Mietsentschädigung. gewürdigt, so galt es am Sonntag, ihn als Dichter, als Sammler Bur Errichtung einer Freibant, welche der Landrat unfres Kreises der berühmten Stimmen der Völfer in Liedern" zu ehren. Herr auf Grund des neuen Fleischbeschau- Gesetzes fordert, bewilligt die Schwere Schiffsunfälle werden uns vom Sonntag gemeldet. Nach Dr. Rudolf Steiner wurde dieser Aufgabe zunächst in einem ein- Versammlung 3200 M. Die Freibank soll in einem Schuppen bei einer Depesche aus Dublin stieß die deutsche Bark Mona" gestern leitenden Vortrage gerecht, worauf die Damen Käthe Albrecht und der Pumpstation untergebracht werden, der bis jetzt als Baubureau 25 Meilen östlich vom Kish- Leuchtschiff mit der in Swansea beElla Goede, sowie Herr Ernst Heinemann eine Auswahl von Liedern benutzt wurde. heimateten 1100 Tonnen großen Bark Lady Cahrus" zusammen. aus den Stimmen der Völker vortrugen. Es waren Kompofitionen Die legtere fant rasch, und obgleich die Mona" zur Hilfeleistung von Brahms, Schumann, Schubert und andren Tondichtern. Einige bei ihr blieb, wurde von Mannschaften oder Reisenden nichts mehr weitere Liedervorträge, so der von Schuberts" Haidenröslein" und gesehen. Später wurde die Mona" nach Dublin eingeschleppt. Löwes Der Wirtin Töchterlein" folgten. So vortrefflich die Lieder gesungen wurden, so müssen wir doch gestehen, Klempner- Innung, Einen eigenartigen Erpressungs- Prozeß hat der Obermeister der Ein andres Telegramm aus St. Catherines Boints meldet folgenden Herr Berger, daß das Programm gegen den Bauklempner Doppelschiffsunfall: Der von New York kommende Dampfer, der auch für einen intimen Abend Diesner angestrengt. etwas einförmig ausfiel. Der Sachverhalt ist folgender: Zwischen American Line" New York" strandete gestern früh am Kap de la Gewiß hätten Kammermusik oder der Innung und den im Metallarbeiter- Verband organisierten Bau- Hague westlich von Cherbourg. Der Dampfer tam mit BeSelaviervorträge sich schlecht mit mit dem Charakter des Abends flempnern ist im vorigen Jahre ein Tarifvertrag abgeschlossen worden, schädigungen des Bodens ohne fremde Hilfe wieder los und landete bereinen Lassen, wenn man ihn nun einmal als ganz der auch von Herrn Berger als Obermeister mit unterzeichnet ist. drei Reisende und Post in Cherbourg. Darauf setzte er die Reise dem Volkslied gewidmet gelten lassen wollte. Aber das wäre unires Herrn Berger beliebte es nun aber, mit seinen Arbeitern tarifwidrige nach Southampton fort. Auf dieser Fahrt stieß die" New York" Erachtens auch nicht erforderlich gewesen; wenn etwa der lezte Teil Sonderabmachungen zu treffen und damit den Tarif zu durchbrechen. gestern nachmittag unweit Hurst Castle mit dem Transportdampfer des Programms auch Instrumentalmusik geboten hätte oder wenn Diesner als früherer Branchenvertreter der Bauklempner und" Assaye" zusammen, der mit 500 Mann Truppen nach Indien auswenigstens ein Geigentünstler mitgewirkt hätte, so wäre schon eine Obmann der Arbeitnehmer in der Tarif- Schlichtungskommiffion gelaufen war. Die" Assaye" erlitt starke Beschädigungen. Beide lebhaftere Färbung hineingekommen. Wie alle Sonntagskonzerte der erfuhr von dem Verhalten des Obermeisters und wandte Schiffe haben nunmehr den Hafen von Southampton aufgesucht. Arbeiter- Bildungsschule, so war auch dieses so gut besucht, daß auch fich an den Obmann der Arbeitgeber in der Komder letzte Stuhl im Saale seinen Liebhaber fand. Wegen fahrlässiger Tötung hatte sich der Vorarbeiter Karl Grosse mission, damit dieser Herrn Berger zur Innehaltung des aus Breitenvorbis vor der zweiten Straffammer des Landgerichts in Die Ringkämpfe bei Busch. Bei der am Sonnabendabend im Tarifs veranlasse. Das Resultat war jedoch ein negatives, da Herr Weimar zu verantworten. Unter seiner Aufsicht wurden zu Cirkus Busch stattgehabten Ringkampf- Konkurrenz siegte im Berger sich keinerlei Vorstellungen zugänglich zeigte. Die Schlichtungs- Anfang dieses Jahres am Weimar Geraer Bahnhof in Jena ersten Gange der Berliner Paul Belling gegen den Belgier Jean kommission selbst bezeichnete in einer Sizung die Sonderabmachungen Erdbewegungsarbeiten ausgeführt. Da er es aber an den nötigen van Dyk in 7 Minuten glänzend; im zweiten Gange, der wohl als des Obermeisters mit seinen Leuten als tarifwidrig und unzulässig, Schutzvorrichtungen fehlen ließ, stürzten, wie seiner Zeit berichtet, der interessanteste des Abends zu verzeichnen, siegte der Münchener vermochte aber ebenfalls nicht Wandel zu schaffen. Da ging Diesner am 22. Januar aus einer Höhe von etwa 10 Metern schwere ErdFranz Sauerer, ein überaus routinierter Ringer, über den gleich gut zu Herrn Berger und gab ihm zu verstehen, daß, wenn massen auf die Arbeiter herab, töteten zwei und verletzten noch geschulten und athletischen Schweden Ewertsen nach Ablauf von er die tarifmäßigen Bestimmungen in seinem Betriebe nicht einige andre. Das Urteil gegen Grosse lautete auf einen Monat 10 Minuten, und im dritten Gange trug der Däne Bech Olsen nach aufrecht erhalte, dann die Gelegenheit möglicherweise durch Gefängnis! furzem, 4 Minuten währendem Kampfe, über den Deutschen( West- die Preſſe der Deffentlichkeit übermittelt und und sein Betrieb Ausbruch aus dem Gefängnis. In der Nacht zu gestern brachen gesperrt würde. Da auch die Bergerschen Arbeiter mit Arbeitsniederlegung drohten, so sah sich Herr Berger wohl oder übel neun Untersuchungsgefangene aus, die meist wegen geringer Ver aus dem Untersuchungsgefängnis am Klapperfeld zu Frankfurt a. M. genötigt, tarifmäßige Löhne zu zahlen. In seinem Aerger aber denunzierte er den Obmann Diesner hierauf bei der Staatsanwalt- gehen in Haft genommen waren. Sie hatten ein Loch durch die Mauer gebrochen und waren so ins Freie gelangt. Dem Vernehmen schaft wegen Erpressung, die von der Anklagebehörde denn auch in jenem Hinweis auf die Presse und die event. Sperrung des Betriebes nach sind die meisten bereits wieder festgenommen worden. erblickt wurde. Die gestrige Verhandlung vor der Straftammer in Berunglückter Luftschiffer. Wie aus Barcelona gedrahtet wird, dieser Sache mußte vertagt werden, weil das Gericht feststellen fiel dort ein Luftschiffer gestern bei dem Versuch, einen Aufstieg zu will, ob der Angeklagte im Auftrage der Bergerschen Arbeiter oder unternehmen, ins Meer und ertrank. nur aus eignem Antriebe bei dem Obermeister vorstellig geworden ist. Dreißig Pest- Todesfälle. Jm indischen Viertel von Johannes Wegen Unterschlagung von etwa 25 000 M. zum Schaden der burg( Afrika) find, wie uns ein Telegramm mitteilt, 30 Todesfälle Deutschen Bank wurde gestern der Bankbeamte Friz Linsener durch die Peſt vorgekommen. Acht von dieser Krankheit Befallene aus der Untersuchungshaft der dritten Strafkammer des Land- befinden sich im Lazarett, zwei Verdächtige stehen unter Beobachtung. gerichts I vorgeführt. Der Angeklagte war seit 7 Jahren bei der Nur Asiaten find von dieser furchtbaren Krankheit ergriffen worden. Aus der Spandauer Stadtverordneten- Situng. Die Stadt geht Deutschen Bank in der Centrale angestellt. Er ist ein unverheirateter Die Polizei hat das Viertel abgesperrt. mit dem Plan um, die staubfreie Müllabfuhr einzuführen. Zur junger Mann, der ein Einkommen von 2200 M. hatte. Er war Kurzschluß auf der Pariser Untergrundbahn. Durch Eintreten Borberatung der Angelegenheit wird eine sechsgliedrige Stommission bei der Hauptkasse beschäftigt und hatte insbesondere die dort von eines Kurzschlusses wurde Sonntagnachmittag 2 Uhr auf dem gewählt. Von socialdemokratischer Seite wurde die Uebernahme der den einzelnen Filialen eingehenden Checks abzunehmen, sie buchmäßig Place de l'Etoile der Stadtbahn unter den Fahrgästen des betreffengesamten Müllabfuhr in städtische Regie angeregt. Bei einer zu verarbeiten, die Quittierung derselben und ihre Einkassierung zu den Zuges Entsezen hervorgerufen. Die Reisenden drängten weiteren Vorlage empfahl unser Genosse Ducksch, die der städtischen veranlassen. Er hat in fünf verschiedenen Fällen die Cheds in Höhe einander, um den Ausgang zu gewinnen, wobei vier Personen BerSpartaffe zustehenden Hypothekenzinsen von den betreffenden von 4000, 3000, 1170, 1420 und 6070 M unterschreiben lassen, legungen erlitten. Noch ein andrer Unfall hat sich vorgestern ereignet, Hypothekenschuldnern regelmäßig abholen zu lassen. Hierbei die Beträge selbst einkassiert und die Gelder unterschlagen. Am indem auf dem Untergrundbahnhofe Porte Meillot" ein leerer Zug erkundigte sich Genosse Rieger, welche Stellung der Sparkassen- 31. Oktober v. J. verlor er diese Stelle und erhielt eine andre auf einen andren vollbesetzten auffuhr. Dabei sind 13 Personen Vorstand gegenüber der Scherlichen Sparlotterie einnehme. Die Arbeit. Sein Nachfolger in der Checkbearbeitung legte die Checks leicht verlegt worden, meist durch Glassplitter. Der Betrieb wurde Antwort lautete dahin, daß der Vorstand erst demnächst hierüber bis zur vollständigen Erledigung der vorgeschriebenen buchmäßigen nicht unterbrochen. Beschluß fassen und den Stadtverordneten natürlich entsprechende Arbeiten in einen Korb und dem Angeklagten gelang es, in vier Fällen Ueber eine Mordthat wird aus Wien berichtet: In der verMitteilung machen werde. Checks in Höhe von 2500, 3000, 2000 und 2000 M. dort heraus- gangenen Nacht schlich sich der Fleischhauergehilfe Ebner in die Zur Herstellung einer Entwässerungsleitung in der Charlotten- zunehmen und für sich einzukassieren. Er ist dann flüchtig ge- Wohnung des Fleischhauers Svatos in Ottakring ein und ermordete burger Chauffee wurden die geforderten 6760. bewilligt. Hierbei worden und schließlich in Brüssel der Behörde in die Hände gefallen. diesen sowie dessen Frau durch Messerstiche, danach auch einen Lehrerfuhr die Versammlung, daß die Allgemeine Elektricitäts- Gesellschaft fummen gelaffen hat, ist nicht ganz aufgeklärteniadgoiatgovatgao ling und eine Dienstmagd. Der Mörder hatte die Absicht, die eiserne sich nun doch dazu bequemen will, die Straßenbahnlinie Spandau- Von dort ist er hierher ausgeliefert worden. Bei seiner Ver- Kasse des Fleischhauers zu berauben, durch die Hilferufe der Magd Spandauer Bod bis zum 1. Oktober d. 3. fertigzustellen. haftung sind ihm noch 3000 M. und 100 Fr. abgenommen worden. wurde er aber daran verhindert. Ebner wollte durch das Fenster Die Ermäßigung der Gebühr für Auskunftserteilung im Ein- Wo er die großen Geldsummen gelassen hat, ist nicht ganz aufgeklärt. die Flucht ergreifen, durch einen vorbeikommenden Soldaten und wohner- Meldeamt von 30 Pf. auf 25 Pf. wurde genehmigt. Es ist nur festgestellt, daß er viel mit Mädchen verkehrt, mit einer einen Radfahrer wurde er indessen festgenommen. Darauf machte Ebenso wurden 1076 M. für die Einrichtung einer Fernzünder- Witwe ein Verhältnis unterhalten und allerlei Sportneigungen ge- er einen Selbstmordversuch. Anlage für die Straßenlaternen in der Streitstraße bewilligt. habt, u. a. sich ein Automobil gehalten hat. Der Angeklagte gab dies Meeresschätze am Strande. In einem Privatbriefe aus Sechzehn Punkte der Tagesordnung mußten schließlich vertagt zu und behauptete, daß er das Geld auch zum Begleichen alter Nanaimo in Britisch- Kolumbien finden wir folgende Mitteilung: werden, da die Debatten trotz der Unbedeutendheit der zur Beratung Schulden benutzt habe. Als er die erste Unterschlagung begangen, auf eine halbe englische Meile ist hier das Ufer mehrere Fuß hoch stehenden Gegenstände sich über Erwarten weit ausdehnten, von sei er darauf gefaßt gewesen, daß sie nach wenigen Tagen entdeckt mit Heringen bedeckt. Die Flucht der Tiere vor den Walen im unfern in der Versammlung anwesenden neun Genossen hatten allein werden müßte. Zu seiner Verwunderung sei dies nicht der Fall Ocean hat diese eigentümliche Stalamität herbeigeführt. Vor zwei acht, zum Teil wiederholt, in die Verhandlung eingegriffen!-gewesen und da sei ihm der Appetit beim Essen gekommen und er sei Jahren erlebten wir hier dieselbe Unannehmlichkeit. in Notwehr nämlich. in den Veruntreuungen immer weiter gegangen. Mit Rücksicht auf den bodenlosen Leichtsinn des Angeklagten, der eigentlich gar nichts Lichtenberg. Marktpreise von Berlin am 19. März 1904 zu seiner Entschuldigung beibringen fonnte, ferner auf den groben nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Vertrauensbruch und die bekundete gemeine Gesinnung erkannte der* Weizen, gut D.- Ctr. 17,40| 17,38 Startoffeln, neue D.- Ctr. Gerichtshof auf 3 Jahre Gefängnis und fünfjährigen Ehr17,36 17,34 Rindfleisch, Keule 1 kg verlust. do. Bauch gering Schweinefleisch Sammelfleisch falen) Eigemann den Sieg davon. Aus den Nachbarorten. Gemeindevertreterwahlen. In Reinickendorf errangen unsre Genessen einen glänzenden Sieg. Jm Bezirk Westen wurde Genosse G. Schilling mit 141 gegen 1 Stimme gewählt, während im Bezirk Often Genosse J. Prange mit 179 Stimmen über seinen bürgerlichen Gegner Laubisch, welcher 157 Stimmen er hielt, fiegte. In Grünau wurden der bisherige Vertreter und Kandidat Der Bürgerpartei Fuchs mit 118 Stimmen gewählt. Genosse Emil Nehen erhielt 104 Stimmen. " mittel " 2,40 1,20 8,00 6,00 1,80 1,20 17,32 17,30 " 1,40 1,10 " * Roggen, gut 12,95 12,94 " mittel " 12,93 12,92 Kalbfleisch " 1,60 1,00 B 1,80 1,20 gering " 12,91 12,90 " 1,80 1,20 + Gerste, gut Butter 14,20 13,20 2,80 2,00 " mittel " 13,10 12,10 gering " 12,00 11,00 Eier Karpfen 60 Stud 4,00 2,80 1 kg thafer, gut " 15,10 14,20 Aale " 3,00 1,40 mittel 99 14,10 13,20 Bander 3,00 1,20 0 gering " 13,10 12,20 Hechte 4,00 3,32 Barsche . 2,20 1,20 7,00 4,80 Schleie • 2,00 0,80 3,00 1,40 40,00 28,00 Bleie 1,40 0,80 50,00 26,00 Strebse 60,00 25,00 " per Shod 15,00 3,00 letzten Gewerbegerichtswahl haben sich die Arbeiter schwächer beteiligt, als an den vor zwei Jahren. Während damals die Liste der Gewerkschaften 1500 Stimmen auf sich vereinigte, wurden diesmal nur 1342 Stimmen abgegeben. Eine größere Beteiligung wäre geboten gewesen, wenn auch Gegner nicht zu bekämpfen waren. Nochmals die deutschen und amerikanischen Scharfmacher. Um Auf der Arbeitgeberliste wurden für die Unpolitischen 99 Stimmen abgegeben, für die Kandidaten der die deutsch- feindliche Haltung des„ New Yorker Herald" handelte Gewerkschaften 29 Stimmen. Die Unpolitischen hatten unter Aus- es sich bei einer zweiten Privatklage, die Herr James Gordon schluß der Deffentlichkeit ein Flugblatt verbreitet, das an Un- Bennet in Paris und der Korrespondent des" New Yorker Herald", anständigkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Die Lichtenberger Herr Gordon Smith, zur Zeit in Berlin, diesmal gegen den Arbeiter, soweit sie nicht der tariflosen Buchdruckerei von Koch und Redakteur Kreuzberg von der Deutschen Tageszeitung" anden Arbeitswilligen" in der Bautischlerei von Pohl angehören, gestrengt hatten. Sie stand gestern vor dem Schöffengericht zur Verwerden auf dies Pamphlet wohl die gebührende Antwort geben. handlung an. Die Privatkläger wurden wiederum vom Justizrat Richtstroh Dr. Sello, der Angeklagte vom Rechtsanwalt Ulrich vertreten; Heu Friedrichshagen. In der letzten Gemeindevertreter- Sizung als litterarische Sachverständige waren Chefredakteur Vollrath Erbsen wurde nach einer Specialdebatte der Gemeindehaushalts- Etat für und Redakteur Groddeck geladen. Zur Anklage stand ein Speisebohnen das Rechnungsjahr 1904 angenommen. Der Etat schließt ab in Artikel der Deutschen Tageszeitung" vom 4. Oktober v. J. Darin Linsen * ab Bahn. Einnahme und Ausgabe mit 372 000 M., gegen das Vorjahr ein wurde von den Heßereien des" New Yorker Herald" gesprochen und Mehr von 35 200 M. Bei dem Einnahmetitel„ in direkte hervorgehoben, daß ein bestehender Verdacht von der Vereinigten Steuern" stimmten unsre Genossen Barth, Kramm und Staaten- Korrespondenz" dahin bestätigt worden sei: die angeblichen Sonnenburg gegen die Bier- und Luftbarkeitssteuer. Zu ein- Originaltelegramme des„ New Yorker Herald" aus Berlin würden in zelnen Ausgabetiteln brachten unsre Genossen verschiedene Wünsche Wahrheit den Nachrichten verschiedener deutscher Blätter entnommen, Einer Anregung von ihnen, bei trockener Witterung mit in Paris in deutsch- hezzerischem Sinne zurechtgestußt und dann nach Stationen der Straßenbesprengung nicht nicht wie in den Vorjahren erst New York getabelt. Die gestrige Verhandlung vereinfachte sich mit dem 15. Mai, sondern schon früher zu beginnen, wurde Folge durch den Zufall, daß der Privatkläger Gordon Smith beim Aufruf gegeben und beschlossen, die Besprengung vom 1. Mai an vor der Sache noch nicht an Gerichtsstelle erschienen war. Der Gerichtszunehmen. Bei dem Titel" Volksschule" richteten unsre Ge- hof beschloß infolgedessen, die Privatkflage des Herrn Smith als Swinemde. 763 D nossen an den Gemeindevorsteher das Ersuchen, der Vertretung all- zurückgenommen zu betrachten und das ihn betreffende Verfahren Hamburg 762 763 2 jährlich einen Bericht vorzulegen, welcher einen lleberblid giebt über einzustellen. Damit erledigte sich auch die Widerklage, die der AnFranki.a.M. 765 D die Frequenz der einzelnen Klassen, über die Einteilung des Lehra geklagte gegen Smith erhoben hatte. Was den Privatkläger Bennet München planes, über die Stellvertretung erkrankter Lehrer, über die beraus- anbetrifft, so machte der Angeklagte gegen diesen den Mangel der Bien 766 23 gabten Summen zur unentgeltlichen Lieferung von Lehrmitteln an Aktivlegitimation geltend und versicherte, daß er Herrn Bennet absolut Wetter Prognose für Dienstag, den 22. März 1904. hilfsbedürftige Schüler sowie über alle wichtigen Vorkommnisse in nicht gemeint habe. Der Artikel habe sich lediglich gegen die Zeitung Etwas fühler, vorherrschend wolkig, mit leichten Regenfällen und der Boltsschule. Der Gemeindevorsteher versprach, den Wunsch der gerichtet, die das größte Mergernis wegen ihrer Haltung gegenüber schwachen nordwestlichen Winden. bor. † frei Wagen und ab Bahn. Witterungsübersicht vom 21. März 1904, morgens 8 Uhr. Berlin Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better 2bedeckt 2Nebel Temp. n. T. 5°. 4º R. Stationen Barometerſtand mm Wind richtung Windstärke Better Temp. n.. 5°.4°. Haparanda 760 SS 6 bededt -0 765 S 6 Petersburg 774 SD 1 mollig 7 Cort 1 wolfenl 1 Aberdeen 1 molten! 0 Baris 1Dunst-1 1 Nebel I 764G 1 bebedt Charlottenburger Volkshaus, Rosinenstr. 3 Donnerstag, den 24. März 1904, abends 8½ Uhr: Socialdemokratischer Wahlverein Deutscher Metallarbeiter- Verband. Volkslieder= Abend. für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Einl. Vortrag Dr. Max Alberty: Das deutsche Volkslied. Pianoforte.- Recitation. Dienstag, den 22. März, abends 8½ Uhr: Gesang. 287/18 Zwei Mitwirkende: Meta Schönfeld( Mezzo- Sopran); Hans Schröder( Baryton); Dr. Franz Kuhlo( Pianoforte); Dr. Max Alberty( Recitation). Eintrittspreis 40 Pf.( inkl. Garderobe und Programm). Vereinigung der Maler, Lackierer, Anstreicher Donnerstag, den 24. März, abends 8 Uhr: Versammlung fämtlicher Mitglieder in Berlin und den Vororten mit Ausschluß Charlottenburgs im Gewerkschaftshause, Engel- llfer 15, Saal IX. Tages- Ordnung: 1. Wahl des Filialvorstandes. 2. Bericht und Neuwahl der Delegierten zur Gewerkschaftskommission. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. Mitgliedsbuch legitimiert. Regen Besuch erwarten 124/6 Die Filialverwaltungen. Bon voriger Saison zurückgebliebene 45502* Reste su Anzügen, Paletots und Hosen feinster Qualität werden nach Mass verarbeitet, und zwar: bon Mt. Anzüge 26 Paletots 23an, von Mt. an. Hosen zum Breise von Mk. 8.50 an, unter Garantie der feinsten Verarbeitung! Centrale für Herren- Moden nur 2 Dranien Straße 2. Bitte genau auf Hausnummer zu achten! Nur Vorzeiger dieser Annonce erhält bei Einkauf 5% Sconto. Personen- Dampfer Versammlungen. 1. Zühlfes Salon, Dennewigstr. 13. Tages Ordnung: Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 3353. Mittwoch, den 23. März, abends 8%, Uhr: Versammlung 238/3 der Schnittarbeiter und-Arbeiterinnen sowie sämtlicher in 1.„ Die Socialdemokratie im Kampf gegen die herrschenden der Metallindustrie beschäft. Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen Gewalten." Referent: Reichstags- Abg. Stücklen. 2. Diskussion. 2. Hofjäger: Palast, Hasenheide 52/53. Tages- Ordnung: in Graumanns Festsälen, Naunynftr. 27. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Scheffler über: 1. Die Entwicklung der Zoll- und Handelspolitik." Referent: Die Lage der ungelernten Arbeiter und Arbeiterinnen". 2. Dis. Reichstags- Abg. Förster. 2. Diskussion. tuffion. 3. Wahl der engeren Kommission. 4. Verbandsangelegenheiten. Kollegen und Kolleginnen! Liegt Euch daran, Eure so überaus Zahlreicher Besuch erwünscht. traurige Lage zu verbessern, so erscheint in Massen in dieser Versammlung. Niemand darf fernbleiben. Die Mißstände in den einzelnen Fabriken werden ebenfalls zur Sprache gebracht. Gäste willkommen. Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein f.d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( SO.) Dienstag, den 22. März cr., abends 8½ Uhr: Versammlung im Saale des Herrn Graumann, Naunynstr. 27. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Schöpflin über: „ Der Krieg in Ostasien". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet 242/ 16* Der Vorstand. Heute, Dienstagabend 9 Uhr im großen Saal der Brauerei Friedrichshain: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: Mittwoch, den 23. März, abends 8, Uhr: Versammlung der Gold- u. Silberarbeiter u. verwandten Berufsgenossen im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Stücklen über: Eine Reise in den Orient". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Mittwoch, den 23. März, abends 8, Uhr: Versammlung der Metalldrücker Berlins u. amg. im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 1. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Max Kiesel über: Friedrich Schiller". 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Branchen287/19 vertreters und der Agitationskommission. 4. Verbandsangelegenheiten und 1. Und nun:„ Mandelftamm und Silberfarb!" Russische Berschiedenes. Märtyrer und deutsche Schmach. Senna Hoy. Referent: 2. Freie Diskussion. Die Versammlung am Freitag wurde polizeilich aufgelöst. Männer und Frauen dringendst eingeladen. vermietet sehr billig für Restaurant und Seebad Müggelwerder mit Biberbusch bei Rahnsdorf und Umgegend. Abfahrt Michaelbrücke. Reddigs Reederei: Restaur. Karl Krause, Aleranderstr. 13, und August Hoppe, An Zu den Unkosten 10 Pf. der Michaelbrücke, Ede Holzmarktstraße. Achtung! Achtung! Textilarbeiter und-Arbeiterinnen! Mittwoch, den 23. März, abends 812 Uhr: Oeffentliche Versammlung in der Königsbank", Große Frankfurterstraße 117. Tagesordnung: 1. Bericht vom Heimarbeiterschutz- Kongress. 2. Disfuffion. Zu dieser Versammlung find 45842* Die Redaktion des ,, Kampf". Fachverein der Tischler Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 23. März, abends 8%, Uhr: Bezirks- Versammlung für den Norden bei Raabe, Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gencjfen Bartels über: " Der Socialismus von der Utopie zur Wissenschaft". 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten. Achtung! Achtung! Mittwoch, den 23. März, abends 84, Uhr, im Fürstenhof, Köpnickerstr. 137: socialdemokratischen Wahlvereine Berlins, der Ausschuß der Berliner Mitglieder- Versammlung. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Civil- Ingenieurs und Schriftstellers Genoffen Grempe. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 186/11 Es ist Pflicht der Kollegen, sich an den Ver Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. Der Vorstand. sämtliche Unternehmer brieflich sammlungen etwas reger wie bisher zu beteiligen. eingeladen. 197/1 J. A.: F. Kotzke. Orts Krankenkasse für das Töpfergewerbe zu Berlin. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Cementbranche. Hierdurch laden wir die Delegierten Dienstag, den 22. März 1904, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- lfer 15( großer Saal): unsrer Kasse zu einer am 2838b Donnerstag, 7. April 1904, abends 7 Uhr im Königstadt- Kasino, Alexanderstraße stattfindenden General- Versammlung für sämtliche in der Sektion organisierten Rabitzputzer, Spanner und Cementierer. Zages Drdnung: 1. Wahl des gesamten Zweigvereins- Vorstandes. 2. Berichterstattung von der Gaukonferenz. 3. Wahl der Zwölfer- Kommission sowie Bestätigung der Hilfskassierer. 4. Centralisation des Arbeits5. Mitgliedsbuch legitimiert, ohne dasselbe kein Zutritt. Erscheinen sämtlicher Kollegen dringend notwendig. Generalversammlung weiſes. 3. Gewertschaftlines, ergebenst ein. Tagesordnung: 1. Wahl neuer Vorstandsmitglieder. 2. Berschiedenes. Schwarze, Borsigender. Koike, Schriftführer. 137/ 10* Der Vorstand. Carl Hintze Pianos nur Ritters120. 1870 27466 Möbel- u. Polsterwaren- Fabrik Reichenbergerstrasse 5. A. Schulz, Reichenbergerstrasse 5. Empfehle Einrichtungen von 240 bis 5000 M. in nur anerkannt gediegener Ausführung, auch einzelne Stücke, Streng reelle und gewissenhafte Bedienung. Bon uns ist zu beziehen: Karl Henckell Gedichte für das Volk. Eine Auswahl. Mit Illustrationen von Fidus. 78 Seiten. Preis 30 Bfg. Borto 5 Pfg. Diefe Sammlung enthält die besten sozialen und hrischen Ge dichte von Hendell und ist speziell für die Arbeiter bestimmt, welche fich die Einzelausgaben der Hendellschen Dichtungen nicht erwerben fönnen. Vorwärts Buchhandlung Berlin SW.68, Lindenstraße 69. 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Die socialdemokratischen Vertrauenspersonen Berlins, die Vorstände der Gewerkschaftskommission und der Ausschuß des Berliner Gewerkschaftskartells haben folgende Vereinbarung getroffen: Dienstags jeder Woche und an jedem zweiten Mittwoch im Monat dürfen keine Gewerkschafts- Versammlungen einberufen werden, da diese Tage für die Partei reserviert find, Donnerstags und jeden 1., 3. und 4. Mittwoch im Monat dürfen keine politischen Versammlungen einberufen werden, da diese Tage gänzlich für die Gewerkschaften frei bleiben. Abgewichen von der Vereinbarung darf nur werden bei plötzlich ausbrechenden Streiks und ähnlichen Differenzen oder wenn Protest Versammlungen schnell zu veranstalten sind. Unfre lette Ortsverwaltungs- Sizung hat beschlossen, und zwar ein stimmig, dieser Vereinbarung soweit es irgend möglich und die Interessen unsrer Organisation dies zulassen, nachzukommen. Deshalb ersuchen wir alle Kollegen, die Versammlungen festmachen, obiges zu beachten. 113/8 Die Ortsverwaltung. Achtung! Schuhmacher Mittwoch, den 23. März, abends 8%, Uhr, in den Residenzfälen, Landsbergerstraße 31: Oeffentliche Schuhmacher- Versammlung Tages Ordnung: 1. Die Arbeiterorganisationen und das Scharfmachertum". Referent: Genoffe Maurenbrecher.( Genoffe Schmalfeldt ist berhindert.) 2. Die Lohnabzüge und die Stellung des Fabrikantenverbandes. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 169/13 Die Agitationskommission. Schmöckwitz Gasthaus zur Palme am Seddinsee. ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer). Hermann Peter. Telephon: Grünau No. 39. Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Kaffeeküche. Säle, Hallen, großer schattiger Garten, 2000 Personen faffend. Lachmann& Scholz Turmstrasse 76 Warenhaus Moabit Ottostrasse 1 3 Ausnahmetage: Dienstag, den 22., Mittwoch, den 23., Donnerstag, den 24. März. 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