Nr. 150. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt. ,, für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Etngetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652, Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eern fprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Neue Welt“. Auf unsern Feuilleton Theil wird besondere Sorgfalt verwandt werden. Außer einem Roman aus dem Franzöfifchen: Schlagende Wetter, Donnerstag, den 30. Juni 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Gewerberäthe und Bergbehörden für 1891" ist den Woh zu Fabrikbetrieben gehörigen Arbeiterkafernen betrifft, find nungsverhältnissen der Arbeiter ein breiter Raum gewidmet." folgende Säge gestrichen:„ in anderen( Kasernen) schliefen Und nun folgt beinahe eine ganze Zeitungsspalte von Notizen zwei Personen in einem ungetheilten Bette, während in Zum Quartalswechsel eröffnen wir ein neues Abonnement aus den preußischen Fabrikinspektions- Berichten, die im Zu- solchen Kasernen, in welchen fich die Schlafstätten auf den auf den sammenhang mit der oben wiedergegebenen Einleitung bei Bodenräumen unmittelbar unter ungeschaalten Dächern bedem unkundigen Leser den Eindruck hervorrufen müssen: fanden, von den dort untergebrachten Arbeitern vielfach über damit ist im Auszuge ungefähr dasjenige erschöpft, was die deren Undichtigkeit geklagt wurde. In manchen Kasernen preußischen Aufsichtsbeamten über die Wohnverhältnisse der waren die Fußböden sehr mangelhaft, so daß sich unter Arbeiter im Jahre 1891 zu berichten gehabt haben. ihnen mit der Zeit eine förmliche Ablagestelle für Kehricht Nun waren wir beim Erscheinen des Reichs- Anzeiger" gebildet hatte." Ganz todtgeschwiegen sind die Artikels gerade auch damit beschäftigt, die neuen Jn beinahe gleichlautenden Aeußerungen des Inspektors für spektionsberichte einer Durchsicht zu unterziehen. Wer diese Posen( S. 70/71 des Berichtsbandes). Ebenfalls mit vollBerichte und ihre Verfasser schon länger fennt, weiß auch, ständigem Stillschweigen übergangen ist die Berichtsstelle Unser Blatt ist das Zentralorgan der deutschen Sozial- wie mager fie bei der mechanischen und oberflächlichen Art über den Bezirk Merseburg Erfurt, nach welcher sich demokratie. Jeder Genosse und vor allem jeder Berliner der preußischen Inspektion an Beobachtungen aus dem immer noch Unterkunftsräume finden, welche auch den geGenosse muß es als seine Pflicht betrachten, das Zentralorgan seiner Partei zu halten. Die Unterstützung der gegnerischen, auch wirklichen Arbeiterleben sind. Sie können in keiner Ve- ringsten Anforderungen nicht entsprechen", ein Urtheil, das der sogenannten parteilofen Presse heißt im Kampfe dem eigenen sichung auch die neuesten nicht, die von einem um mehr durch haarsträubende Einzelheiten drastisch belegt ist( S. 149). Feinde die Munition liefern. als 30 Köpfe vermehrten Beamtenpersonal stammen, als Aus der Proving Hannover wird irgend eine Wohlfür die Kenntniß von erschöpfende Quellen für den fahrtseinrichtung" irgend eines Hüttenunternehmers breit Existenzbedingungen der preußischen Arbeiter gelten. fpurig mitgetheilt; tein Play war aber im Artikel des Die Wohnungsverhältnisse der Fabrikarbeiter vollends" Reichs- Anzeigers" für folgende zwei Zeilen aus dem Bericht werden vont ben Inspektoren nur nebenbei be- über denselben Bezirk: Die Besichtigung von Ziegeleien obachtet; was darüber in ihre amtlichen Berichte übergeht, wurde mehrfach Veranlassung, eine Besserung der Wohn- und ist mehr oder weniger Material, das den Beamten zufällig Schlafräume für die Ziegelarbeiter zu fordern." Aus dem aufstößt. Aber wie nun dieses lückenhafte Bezirke Arnsberg werden die packenden Einzelheiten material im Reichs- Anzeiger", im offi- über die Wohnungsverhältnisse dortiger Arbeiter, die der ziellen Organe unserer höchsten Behörden, Inspektor sehr sorgfältig erhoben hat und die erst den tendenziös verarbeitet und mitgetheilt richtigen Begriff von der herrschenden Misère geben, ebenist, das übersteigt, wie wir uns durch falls mit keinem Worte gestreift. Gemeinnützige" Spielenäheres Zusehen überzeugten, alle Bereien, die in den Regierungsbezirken Köln und Koblenz griffe. Gehen wir den Reichs- Anzeiger" Artikel an der von Privaten und Städten gepflegt werden, finden Gr Hand der amtlichen Berichte einmal ganz kurz durch! wähnung, nicht aber der vielsagende Satz aus dem Aus Ost- und Westpreußen werden einige un- Inspektoratsbericht, der unmittelbar neben der Erwähnung günstige Stellen des Berichts des dortigen Inspektors mit jener Wohlfahrtseinrichtungen" steht: Die Wohn- und getheilt, aber mit gewaltsamen Amputationen. Geſtrichen Schlafräume für Arbeiter der Ringofen Ziegeleien bei ist der einleitende Satz des Beamten, daß bei solch gedrückter Koblenz entsprechen nicht den im Interesse der Gesundheit wirthschaftlicher Lage die Wohnungsverhältnisse tein besseres, der Leute zu stellenden Anforderungen, da die Höhe der wohl aber häufig ein schlechteres Bild zeigen, da bei noth- Räume zu niedrig bemessen ist, die Schlafräume teine wendig werdenden Einschränkungen der Haushaltungskosten Lüftungseinrichtungen haben und die Betten durchgängig nicht zum wenigsten an den Ausgaben für Wohnungsmiethe für zwei Mann bestimmt sind." das Leben, Ringen und Sterben des Bergmanns schildernd werden wir unter andern auch den trefflichen Roman: Die Waffen nieder", von Freifrau von Suttner, unseren Lesern vorführen. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, fowie Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 Wir ersuchen unsere Bostabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig( mehrere Tage vor nartalsschluß) aufzugeben, damit die regelmäßige Bustellung des Blattes teine Unterbrechung erleidet. unter Nr. 6652.) Die Redaktion und Expedition des 〃 gespart zu werden pflegt." Ge strichen ist aus der Mit- Nach demselben tendenziösen Schema unter alleiniger theilung über die elenden Schlafstellen der Ziegelei- Arbeiter Hervorhebung der Wohlfahrtseinrichtungen und unter ge= „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. im Artikel des Reichs- Anzeigers" die Angabe des In- flissentlicher Verschweigung einer sehr ungünstig lautenden Wohnungsverhältnisse der Arbeiter. " spektorenberichts:" Nur aus Strohlagern bestehend, waren Berichtsstelle über die Unterkunftsräume der Ziegeleifie mehrmals in so luftigen Schuppen untergebracht, daß Arbeiter, wird bezüglich des Bezirks Düsseldorf verdie auf ihnen ruhenden Arbeiter in fühlen windigen Nächten fahren. Noch radikaler geht Noch radikaler geht der Artikelschreiber des Gefahr laufen mußten, Schaden an ihrer Gesundheit zu Reichs- Anzeigers" mit Bezug auf Aa chen und Trier nehmen." Verschwiegen ist das skandalöse Faktum, vor. Diesen Bezirk überschlägt er ganz und doch sagt auch daß der Beamte in der Ringofen- Ziegelei eines großen, hier der Inspektor, daß man im Bezirke Aachen noch Unter dieser Ueberschrift bringt der Deutsche wahrscheinlich junkerlichen Gutes die Schlafstelle eines häufig und leider auch in den ganz neu errichteten Anlagen Reichs- und Preußische Staats- Anzeiger" 15jährigen Mädchens(!) auf dem Ringofen selbst, die Betten als doppelschläfrige eingerichtet vorfindet. Aus soeben eine längere Mittheilung, die mit folgendem Satze in rauchiger Atmosphäre und in unmittelbarer gesundheitlichen und anderen Gründen sollten die zweianhebt: In den soeben erschienenen, schon in Nr. 142 des Nähe der Arbeiter Schlafstätten hergerichtet fand. schläfrigen Betten gänzlich verworfen werden." Reichs- und Staats- Anzeigers" an dieser Stelle erwähnten Aus der Schilderung des Beamten für Frankfurt a. D. Diese Proben, die sich vermuthlich um das Doppelte ver" Jahresberichten der Königlich preußischen Regierungs- und und Potsdam, welche die grauenhaften Zustände in den mehren lassen, wenn man sich besondere Mühe giebt, mögen Feuilleton. Nachbrud verboten.] Am Webstuhl der Zeit. [ 150 Beitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. „ Nun, dann, Herr Meyer," rief Frant, haben Sie die Unterstützung Ihrer Genossenschaft, so wahr mir Gott die Güte und schicken Sie uns ein solides Abend- helfe, weil ich schon lange daran gedacht habe, etwas zu essen. herauf. Alles, was Sie nur Gutes vor- thun für die Gemeinde der Menschen." finden; dazu so viel Châteaux Margaux, als fie glauben, Schön, Herr Levy, und Ihr Lebensabend wird Ihnen daß fünf Mann brauchen, um die Nacht durchzutrinken; dadurch nur um so friedlicher und tröstlicher erscheinen, ferner fünf Flaschen Champagner, zehn Loth gebrannten was übrigens unser Volksstaat auch Denen in Aussicht Kaffee und sechs Häringe für den Kazenjammer morgen stellt, die das Resultat ihres Lebens in keiner Landesfrüh. Das Alles in eine Kiste, die mit der Aufschrift: üblichen Münze zum Ausdruck zu bringen vermögen. Wenn die Sachen von Herrn Frant" abgegeben werden muß. Sie sonst Lust haben, etwas Nützliches zu thun, so können Punkt 10 Uhr morgen früh schicken Sie uns fünf zwei- Sie Herrn Mandel im Konsumverein unterstützen, weil der spännige Wagen mit Dienern hintenauf, damit die Wechsel- jetzt alle Hände voll zu thun hat. Und Sie, Herr „ Und mit der Heirath sind Sie einverstanden?" „ Nun, da hört wirklich Alles auf," rief Frank. Seit arrestanten standesgemäß ausfahren können. Binnen Kurzem Wusselich?" 27 Jahren wird von diesem Lokal aus in die Lotterie ge- wird der ganze Schwindel so wie so gesetzlich abgeschafft" Ich will, wenn meine Schulden bezahlt sind und setzt, und außer 8 bis 9 fleinen Treffern gab es nichts sein, und es ist gut, wenn die Leute über dieses Institut ich eine Buchhalterstelle bekommen kann, das Uebrige, was Anderes, als immer Nieten. Ich laffe mich heute aus einftmals eine möglichst gute Nachrede führen können. mir bleibt, dem Genossenschafts- Geschäfte leihen, und zwar Unsiun für die Dauer eines Tages, wie ich mir vor Wollen Sie das pünktlich besorgen, so sollen Sie bei dem zu den üblichen Zinsen", erklärte dieser. genommen, herseßen, und gewinne 12 000 Thaler. Das ist Volksfeste, welches wir heute über 14 Tage, dem Tage bei meinem vielen Pech nun wirklich vor meinem Ende. meiner Hochzeit, wenn Sie nichts dagegen haben, Herr Ich bin überzeugt, daß mich daraufhin beim Fortgehen in der nächsten Straße ein Ziegel vom Dache todtschlägt. Aber, Herr Musselich, ich heirathe Ihre Tochter dennoch. Und angesichts dieses willkürlichen Spiels des Zufalls sage ich abermals und abermals, die blödsinnige Einrichtung mit dem Gelde muß abgeschafft werden." Musselich, in Hasselbach und Bleichungen feiern werden, als und außerdem thut meine Fanny doch was sie will." " Ich habe Ihnen doch mein Jawort schon gegeben, Gast des Komitees gehalten werden." „ Ich werde Alles pünktlichst ausführen, meine Herren," versicherte der Kollekteur und eilte von dannen. " Schön, schön, und Sie Herr Sommer?" Ich bin bereits Genosse und bleibe es mit Allem, was kann, habe und noch bekommen werde." " Und nun, meine Herren," rief Frank, sagen Sie mir: ich was werden Sie, befreit von dieser Stätte der Klage, die Ganz vortrefflich; und nun bleiben nur Sie noch, Wenn die Herren vielleicht schon heute eine kleine bald nicht mehr sein wird, weil die Abschaffung der Schuld- Herr Molinaro?" Summe zur Feier des frendigen Ereignisses zu haben haft der erste und nothwendigste Schritt zu humaneren, ver- Werde ich denn bei Ihrer Genossenschaft auch ein wünschen, stehe ich gern mit einer kleinen Abschlags- nünftigeren und sittlicheren Zuständen sein wird, beginnen? Plätzchen finden können?" zahlung zur Verfügung," bemerkte der Kollekteur ver- Wer's nicht sagen will, braucht's nicht zu sagen, das ver- Bei unserem Genossenschafts- Theater ganz unbedingt." bindlich. steht sich von selber, und mit dem sind wir dann auch " Nun, dann verfügen Sie über mich; ich stehe mit " Werden wir nicht haben nöthig," erklärte Levy, fertig." meiner Person und dem, was ich besize, zu Ihrer Verwerde selber stehn zu Gebote mit 200 Thaler, mit Wenn Herr Mensch als der Erbe von Herrn Seiden- fügung, tausend oder zweitausend, ganz ohne Zinsen, wie Sie be- spinner will aussehen für mich und verbürgen 400 Thaler fehlen." jährlich, so lange ich lebe, will ich geben das Geld für Denn wer den Besten seiner Zeit genug Gethan, der hat gelebt für alle Zeiten! genügen. Sie veranschaulichen bereits zur Genüge, in Ebenso unwahr ist es, daß allein deutschfreisinnige| mit seiner Person hervorgetreten ist, kann diese Abwehr in welcher tendenziösen, schönfärberischen Manier das Organ Blätter den boshaften Salbadereien Bismarc's entgegen ge- den Spalten der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" nicht unserer höchsten Reichsbehörden die an und für sich schon treten seien. Die Zentrumsorgane haben das weit mehr ausreichen: Entweder fortfahren in der früheren fehr lückenhaften Angaben der preußischen Fabrikinspektoren energischer gethan, und sind auch bei dieser Gelegenheit Taktik vornehmen Ignorirens und abwarten, bis der alte über einen so wichtigen Gegenstand, wie ihn die Wohnungs- früher aufgestanden, als Herr Eugen Richter. Thersites sich müde geschimpft hat. Dder der Straf" " " W verhältnisse der Arbeiter bilden, verarbeitet". Da bethenert Von der sozialdemokratischen Presse, die, gleich der richter. man auf der einen Seite, daß man der Wohnungsfrage katholischen, eine ungleich größere Leserzahl repräsentirt, als Wenn Herr von Caprivi, wie er es in der Nordganz besondere Aufmerksamkeit zuwende", und einer der die freisinnige( auch wenn diese einig wäre), wollen wir deutschen Allgemeinen Zeitung" ankündigt, das Werk des Minister der neupreußischen Aera, Miquel, will ja ein hier nicht reden. Für uns sind die jüngsten Vorkommnisse Fürsten Bismarck", soll heißen das Deutsche Reich, gegen gewiegter Spezialist" in diesem Fache sein; und auf der Dinge, die Jedem, mit den Personen und Verhältnissen nur diesen selbst wirksam vertheidigen will, so muß er das anderen Seite hat man nicht allein nicht den Muth, auch einigermaßen Vertrauten, selbstverständlich erscheinen müssen. Eine oder das Andere thun. Ein homerisches Wort- Duell nur der ungeheueren Ausdehnung des Ucbels gerade Wir haben von Bismarck nie eine höhere oder mit obligatem Akten Bombardement ist jedenfalls weder in's Auge zu schauen, sondern man fälscht auch noch das niedrigere Meinung gehabt als jeßt, er hat uns nie würdig noch wirksam. Bild, das man für die große Masse der Leser in einer imponirt"; wir haben ihn nie für einen außerordent offiziösen Wiedergabe hinstellt. Und diese gefälschte Wieder- lichen Menschen gehalten, sondern wie Napoleon III. und Die Tante Voß scheint ihren Freifinn" dadurch bes gabe wird meistentheils von der Mehrzahl der bürgerlichen ähnliche Leute, für die Kreatur des an sich verzweifelnden thätigen zu wollen, daß sie Sorge dafür trägt, daß der Blätter fritillos abgeklatscht; sie ist es wahrscheinlich schon Kapitalismus, der auf Genie, Staatsmannskunst, Prin- bisher von dem verstorbenen von Kleist Rehow vertretene mehrfach, während diese Zeilen geschrieben werden. Solche zipien, Bivilisation, furz auf alles Ideale" pfeift, und Reichstags- Wahlkreis auch in Zukunft in konservativen Vorkommnisse werfen ein eigenthümliches Licht auf die blos einen unstrupulösen Landsknecht- Häuptling braucht, Händen bleibt. In Bezug auf den von unseren Genossen Fähigkeiten und den guten Willen" der leitenden Kreise, der jeden Gegner des Kapitalismus brutal niederschlägt auf der Herforder Konferenz festgestellten Agitationsplan über die sich der Arbeiter sein Urtheil freilich längst ge- und das Raubgeschäft mit starker und kundiger Hand für den Wahlkampf weiß das freifinnige Blatt nämlich bildet hat. Jedenfalls sind sie unwürdig schützt und fördert. Ob der Mann Bismard, Bonaparte nichts anderes zu sagen, als die Aufforderung an seine eines Blattes wie des Deutschen Reichs- oder Hinz und Kunz heißt, ist gleichgiltig. Für ihr Geld liberalen Parteifreunde zu richten, die Agitation in ähn und Preußischen Staats- Anzeigers", der bekommt die Bourgeoisie geeignete Persönlichkeiten zu licher Weise zu ordnen, wie der Vorwärts" angiebt, und das vornehme" Organ der obersten deutschen Behörden Dutzenden sie selber züchtet sie ja, wie sie die Navachol den dort namentlich angeführten Stimmwerbern auf Schritt sein will. und Genoffen züchtet, deren Zwillingsbrüber diese sogenannten und Zritt entgegenzutreten". Gesellschaftsretter und Säkularmenschen" sind. Daß Bismarc Bei der letzten Wahl wurden im Wahlkreise Herfordnach seinem Sturz nicht aufhören werde, der Vertrauensmann des Halle 7899 tonservative, 2191 sozialdemokratische, 2186 Kapitalismus zu sein, war von dem Augenblick an sicher, wo nationalliberale und 1286 freifinnige Stimmen abgegeben. die neue Regierung, trotz des alten Kurses, den Baare und Wie sich aus diesen Biffern ergiebt, verfügen die Koneine ganz respektable Konsorten auf den Belz rückte; und daß er die Rolle des fervativen im Kreise über Vertrauensmannes noch fortspielen und sich zum Oppositions. Majorität, die gelegentlich früherer Wahlen noch chef, ja Rebellenchef machen werde, war sicher von dem viel stärker hervortrat. Die einzige Partei, welche Augenblicke an, wo es feststand, daß die neue Regierung seit den letzten Wahlen im Kreise mit Erfolg den ihn schonte. Bismarck ist einer jener Gewaltmenschen, die Konservativen entgegenwirkte, ist unsere Partei, welche auch vor der überlegenen und entschlossenen Gewalt sich lamm- jetzt fampfbereit und als erste auf der Bildfläche erscheint. fromm ducken, jede Nichtanwendung der Gewalt aber als Anstatt es nun den Konservativen zu überlassen, sich ihrer Wir haben den vorstehenden offiziösen Ausführungen der Schwäche auffassen, und durch anständige Behandlung sich Haut zu wehren, ruft die Tante Voß jezt schon den libeNorddeutschen Allgemeinen Zeitung" in den Artikeln vom zu immer größerer Brutalität aufgemuntert fühlen. Und ralen Heerbann auf, den sozialdemokratischen„ StimmDienstag Abend von unserem Standpunkt aus nichts hinzu- daß ein Mann, der solche unglaubliche Quantitäten von werbern auf Schritt und Tritt" entgegen zu treten. Wie zufügen. Es ist die einfache Ehrlichkeit und Ge- Spirituosen vertilgt, in der Wahl seiner Worte nicht wähle schade, daß Graf Bedlig die Kandidatur für Herford nicht angenommen hat, es wäre ein Schauspiel für Götter ge fundgiebt über die frivolen und unwahren Angriffe des früheren risch sein kann, das liegt doch auf der Hand. Reichstanzlers auf die deutsche Regierung vor dem Auslande. wesen, die Tante Boß, das Organ des Protestantenvereins Genug bie Bismarck'schen Bier, Wein- und Schnaps- und der liberalen Bastoten, welche zwar nicht an das Die fachlichen Darlegungen der offiziösen Artikel treffen in reden haben nur Etwas gezeigt, was blos für Blöde bisher Märchen von Jesum Chriftum"( siehe Schlangen- Hermes) der Hauptsache zusammen mit unserer eigenen unsichtbar war. Wir freuen uns, daß das Ungesunde und glauben, aber auch nicht auf die fetten Pfründen verzichten Krifit, welche wir schon in der Sonntagsnummer( Greifen- Berwirrte der herrschenden Zustände eine so grelle Illustration glauben, aber auch nicht auf die fetten Pfründen verzichten hafte Schwabhaftigkeit") dem Fürsten Bismarck haben zu Theil empfangen hat, und die Freifinnige Zeitung" hat die ber Schulgesetz Vorlage tämpfen zu sehen. D, es geht Soweit unfere Kenntniß reicht, sind es allein frei adelstrümpfe umsonst angezogen. nichts über freisinnig- liberalen Mannesmuth und Ueber sinnige Blätter gewesen, welche sofort in entschiedener und bestimmter Weise den Angriffen des Fürsten Bismarc Zu der neuesten Fehde zwischen dem früheren und zeugungstreue! auf die deutsche Regierung vor dem Auslande derart entgegen dem jetzigen Reichstauzler, und zur Veröffentlichung amtgetreten sind.23 er hätte vor 3 Jahren solches nochlicher Altenstücke Seitens des letzteren, bemerkt die ,, Kreuzvoraussagen föunen: Die Freisinnige 8eitung" Beitung": als Vertheidigerin der deutschen Regierung. gegen frivole Angriffe des Fürsten Bismard. Wir unsererseits glauben auch hierin nur der politischen Wahrheit und Ehrlichkeit den schuldigen Dienst geleistet zu haben. Politische Ueberlicht. Berlin, den 29. Juni. Die Wadelftrümpfe. In der Freisinnigen Beitung" lesen wir heute mit Bezug auf die offiziösen Auslassungen der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" über die letzten Biers, Wein- und Schnapsreden des Erkanzlers: wissenhaftigkeit, welche hier ihre fittliche Entrüstung werden lassen. Die Abwehr der Regierung gegen den Fürsten Bismarc aber muß in ganz Deutschland bei allen Denjenigen lauten Beifall finden, welche sich noch ein gerechtes politisches Urtheil bewahrt und nicht gleich den Konservativen und Nationalliberalen in Dresden, München und Augsburg in blindem und blödem Bismardfultus ihren politischen Verstand völlig eingebüßt haben. mögen Deutschenhetze in Rußland. Die russischen Be hörden benutzen zwar jede Gelegenheit, ihrem Deutschenhaß Luft zu machen, und zahllos sind die Fälle, in denen Wir bezweifeln gar nicht, daß im Reichskanzler Amt deutsche Staatsangehörige unter der Brutalität russischer noch so manches Aktenstück fich findet, das besser geeignet ist, Beamter zu leiden hatten. Trogdem können wir die gestern die Politik des neuen Rurfes" gegen die Kritik des Fürsten Abend nach Redaktionsschluß uns zugegangene Nachricht Bismarck zu vertheidigen; aber wir müssen den dringenden nicht glauben, daß die Fabrikbefizer in Lodz behördlich Wunsch aussprechen, daran festzuhalten, solche Publikationen verböten fich von felbft!"( wie die Norddeutsche Allgemeine angewiesen worden seien, alle Beamten, Gehilfen und ArBeitung" in einem früheren offiziösen Artikel erklärt hatte). beiter, deutscher Nationalität zu entlassen. Wohin sollte das führen, wenn das jetzige Reichskanzler- Amt Wir wissen zwar, daß die russischen Behörden am und der frühere Reichstanzler mit amtlichen Attenstücken, die 1. Mai sehr unzufrieden mit den deutschen Arbeitern waren, ihnen zugänglich find oder waren, sich gegenseitig und noch weil diese sich zu keiner Judenheze hergaben, allein daß sie dazu in Blättern, für die fie beide feine Berant jo weit gegangen sein sollten, bezweifeln wir bis auf wortung übernehmen zu wollen, öffentlich erklärt haben, betämpfen? Ist man an maßgebender Weiteres. Stelle davon überzeugt, daß Fürst Bismarck in seiner Kritik Für das Proportional- Wahlsystem arbeitet die der gegenwärtigen Regierung die auch weitgezogene Grenze des Erlaubten überschritten habe, so mache man ihn einfach dafür schweizerische Demokratie mit allem Nachdruck; persönlich verantwortlich. So peinlich und bitter und die Sozialdemokraten unterstützen selbstverständlich diese das nach allen Seiten hin empfunden werden würde, es Bewegung. In den Kantonen Neufchatel und Tessin ist erschiene uns immer noch würdevoller und für dieses einzig vernünftige Wahlsystem bereits eingeführt, in das politische Jutereffe erträglicher, als eine auf Grund amt- anderen Kantonen ist es in der Vorbereitung; jetzt aber licher Atten geführte Preßfehbe, die unter allen Umständen und zielt man dahin, es für alle Wahlen, namentlich die der nach allen Richtungen hin nur unheilvoll eidgenössischen Gesammtvertretung einzu wirten muß." führen. Das gesperrt Gedruckte ist auch im Driginal gesperrt. Also die freifinnigen Blätter allein" sind den Angriffen der schwergeladenen Raketentiste" entgegen, und für die jetzige Regierung ein getreten. Benn Herr von Caprivi jezt kein Einschens hat und Herrn Eugen Richter nicht au die Spitze der Reichsfinanzen stellt, dann ist er wirklich ein undankbarer Mann! Die bedientenhafte Aufdringlichkeit, die sich in vorstehender Notiz fund thut, wird noch widerlicher durch ihre Unwahrheit. Es ist nicht wahr, daß die freisinnige Presse allein" den Bismarckrummel gegeißelt habe. Sie hat ihn nicht einmal in ihrer Gesammtheit gegeißelt. Das einfluß- Jusofern hat die Kreuz- Zeitung" allerdings recht: Auch in Frankreich fängt die Demokratie an, sich reichste Organ des Deutschfreisinns, die Bossische Zeitung", diefer anonyme Rampf mit geschlossenem Visir hat etwas für diese Forderung ins Zeug zu legen. hat im Gegentheil, mit den Nationalliberalen um die Univürdiges. Fürst Bismarck hat ihn begonnen und Herr Wette, vor dem abgetakelten Hausmeier" Bauchrutscherei von Caprivi fann zu seiner Entschuldigung sagen, daß ihm Zur italienischen Krise. Herr Ministerpräsident getrieben, und den Bismarckrummel wiederholt als die Feigheit des Gegners bisher keine andere Möglichkeit Giolitti, von dem wir lange nichts gehört, hat wieder einen" Triumphzug des Altreichskanzlers" hin- gelassen habe. Allein, nachdem der Ex- Kanzler auf seiner ein Lebenszeichen gegeben in Gestalt eines Birkulars, in gestellt. famosen Agitationsreise die Maske hat fallen lassen und welchem er alle Beamten auffordert, möglichst zu sparen. Aber meinen„ Sommernachtstraum" sehen Sie doch heute thener, denn ich weiß nicht, was mir übrig bleiben wird, reicht er dem Mädchen die magere Hand und ruft mit Abend noch an?" wenn Alles bezahlt ist." Er ist wohl abgekürzt?" " Nach den Bedingungen meiner Bühne, etwa um die Hälfte." so Des Lebens Unverstand mit Wehmuth zu genießen, Ist Tugend und Begriff, Vernunft und Sittlichkeit Und taufend and're schöne Sachen." Einundzwanzigstes Rapitel. Zwischen Himmel und Erde. schwacher Stimme: Dank, tausend Dank für Ihre Liebe." Elise beeilt sich, die Hand zu ergreifen, und bittet dann: Sprechen Sie nicht, es ist Ihnen gefährlich." " Ich muß, ich muß; es ist mit mir vorbei, ich fühle es; quälen Sie mich nicht unnöthig mit Widerspruch, ich bitte Sie; es ist sogleich vorbei, ich muß jest sprechen. Rücken Sie mir das Kopfkissen etwas höher." " Der Arzt hat es verboten." " Ich bat Sie doch, mich nicht umsonst zu quälen. Ich muß doch wissen, wie mir ist." " Ich werde Ihnen gehorchen", erwiderte das Mädchen und brachte den Oberkörper des Kranken so schonend wie möglich in eine andere Lage, der darauf mit einem milden Lächeln dankte und nach einer kleinen Bause fortfuhr: " Geben Sie mir Ihre Hand. Sie hatten mein Leben, das aller Welt nichts nühe war, beinahe mitten in seiner vollen Kraft zerstört, doch nicht mit Ihrer eigenen Schuld, und dafür haben Sie mich schon in diesem Leben " Nun, so stiften Sie für jedes Zimmer eine Petroleumlampe, macht 5 Thaler, sowie jährlich einen Zentner Petroleum, macht jährlich 10 Thaler, das wird wohl gehen. Und Wir würden ihn ansehen, und wenn er noch fürzer jetzt, Herr Molinaro, machen Sie den Sommernachtstraum" wäre. Aber, meine Herren, Herr Levy hat eben verschwen- zurecht, damit wir nach dem Abendessen, welches bald erderischer Weise dem Kollekteur über 600 Thaler in den scheinen wird, sofort zu einem geistigen Genuß übergehen Beutel gejagt, lassen Sie uns doch auch Derer gedenken, tönnen. Und wenn Sie sich heute Abend niederlegen und die vielleicht noch nach uns in diesen Räumen weilen sind noch im Stande, über etwas nachzudenken, so denken müssen, bis wir dieses Gespenst der Barbarei aus dem Sie über den schönen Vers nach: Staate gejagt haben und diese Räume, bis sie gänzlich von der Oberfläche einer freigewordenen Erde verschwunden sein werden, an invalid und unterstützungsbedürftig gewordene Arbeiter als Freiwohnungen abgegeben werden können. Es Die Geschichte dieses Abends und des darauf folgenden bleiben uns über die zur Vertheilung kommende runde Morgens überlassen wir der Einbildungskraft unserer Leser. Summe von 60 000 Thaleru noch etwa 1400 übrig, welche wohl genügen werden, um jeden Sonntag und Feiertag ein Faß gutes Bier nebst entsprechendem Imbiß herauf zu schicken. Diese Stiftung bleibt natürlich geheim. Will Jemand noch etwas Besonderes thun, Der Augustmorgen ist hell und klar; kein Wölkchen thue er's. Ich meinerseits werde auf meine Roften trübt die reine, hellblaue Luft; zu den Fenstern herein eine Auferstehung erleben lassen, die meine Seele in der die Wände weißen und malen, den Rosengarten" weht ein kühles und duftiges Lüftchen, die Brust er Stunde des Todes mit wunderbarem Frieden erfüllt. Es wirklich mit Blumentöpfen versehen und zweckmäßigere quickend und zugleich das Herz. Der Gesunde erfreut sich kommt auf mich nicht an, auf keinen Einzelnen, sondern Defen setzen lassen, Defen mit Kochmaschine, damit doppelt des schönen, unschätzbaren Gutes der Gesundheit; darauf, daß die welterlösende Idee in Jedem mächtig wird; so ein armer Juhaftat und späterer Jnternat sich gelegent- der Zufriedene nimmt fröhlich und dankbar den Naturfegen und das Beispiel, das ich gegeben, und das Wenige, das lich auch etwas Anderes um billiges Geld kochen oder hin, der Traurige, Schwermüthige fühlt sein Herz erleichtert; ich zu thun vermocht, ift fruchtreicher Samen für die Zu der Kranke fühlt weniger seine Leiden; sein Schmerz kunft. Und dafür und für den Frieden, den Sie mir damit Und ich werde eine kleine Bibliothek stiften," erklärte strömt aus, und sanft mit ihm auch wohl seine Lebens- gegeben, daß Sie mir einen würdigen Inhalt für mein der Lieutenant. kraft. ganz nuglofes Dasein gegeben, danke ich Ihnen in dieser " Ich hinterlasse mein Theater mit Anweisung und Nach bang durchwachter Nacht sitt Elife am Kranken- Scheidestunde. Sie würden die Meinige nicht geworden Repertoire, den Triangel und die Stücke, Noten und lager des jungen Findeisen, der nur noch mühsam und sein, auch wenn ich gelebt hätte, ich weiß es; ich hatte es zwanzig Thaler jährlich für Beleuchtung," versicherte der mit Weh die holde Lebensluft in feine franke Bruft auf auch nicht verdient; und darum, auch darum ist mir der zunehmen vermag; seine Hände, die über der Decke matt und Tod eine willkommene Erscheinung; werden Sie mir doch, Ich werde stiften zwanzig neue Matratzen mit Decken kraftlos ruhen, sind abgezehrt und durchsichtig, wie ich hoffe es von Ihnen, die Augen zudrücken, ein Glück, und Kopfkissen und zwei Duhend Bettücher und Ueberzüge das bleiche Angesicht. Die Lippen erscheinen bläulich und auf welches ich nie rechnen durfte. für Kopftiffen und Decken." bewegen sich zuweilen, als wollten sie aussprechen, was das " Sie werden leben, Herr Findeisen, hoffen Sie und " Bravo, Herr Levy!" rief Frank. Innere quält und schmerzt. vertrauen Sie," rief das Mädchen, erschüttert im Grund ihres Herzens. wärmen fann." Mime. Und Sie, verehrter Herr Schwiegervater?" Jetzt schlägt er die blauen Augen mühsam auf; ein " Machen Sie einen Vorschlag, Herr Frant; aber nicht Strahl flareren Bewußtseins durchleuchtet seine Züge, dann 18 " In einer Stunde ist's vorbei; und nun sorgen Sie, Man weiß, was das bedeutet: Schinderei der Unterbeamten und„ Sparen" an den Gehältern Derer, die zu wenig haben dagegen kein Sparen an den Ausgaben für den Moloch, dem nach wie vor Millionen über Millionen in den Rachen geworfen werden sollen. Diese Sparsamkeit" beffert die Lage nicht; im Gegentheil, sie schafft blos weitere Unzufriedenheit und beschleunigt den Todtentanz der herrschenden Gesellschaft Italiens. Gegen das Duell hat auch Cluseret, der bekannte Kommunales Programm der franzöfifchen sozialistische Abgeordnete der ehemalige General der Arbeiterpartei. Unsere franzöfifchen Genoffen haben fol- Kommune in der französischen Kammer einen gendes Programm ausgearbeitet, das sie den Gemeinde- Gefeßentwurf eingebracht. vertretern empfehlen: Art. 17. Burückziehung aller den Pferdebahn, Omnibus-,| Parlament geschlossen worden war. Die Neuwahlen wurden Gas- und Begräbnißgesellschaften verliehenen Konzeffionen; Um gleichzeitig verfügt, und die Wahlanweisungen( Writs) un wandlung dieser Monopole in fommunale Arbeiten, deren Aus- mittelbar darauf versandt. führung den Arbeitersyndikaten unter der Kontrolle der Ge- Wahlen, die in den Städten Freitag, den 8. Juli, und in meindeverwaltung zu übergeben ist. Art. 18. Strenge Handhabung der gesetzlichen Bestimmungen, den Land- Wahlkreisen zehn Tage später- am 18. Juli welche den Mitgliedern der vertretenden Körperschaften verbieten, beendigt sein müssen. Um den gefürchteten Sonnabend in Submissions- und Verkaufsgeschäfte mit der Stadt abzuschließen. den Städten" wären die Tories alfo glücklich herumArt. 19. Verbesserung des Reinigungsdienstes und Neu- gekommen. Da beide kämpfende Theile in Bezug auf Organisation der hygienischen Kommissionen, denen mindestens bie innere Politik wesentlich übereinstimmen namentlich Aus Spanien erhalten wir heute einen ausführlichen 2 Arbeiter als Mitglieder angehören müssen. auch bezüglich der Arbeiterfrage-, und da die Liberalen Bericht über den Telegraphisten- Streit. Durch Art. 20. Gründung eines Laboratoriums zu unentgeltlichen das Gebiet der auswärtigen Politit, auf dem sie ihre diesen Bericht, den der Leser an der Spize der 1. Beilage chemischen Untersuchungen. Schwäche kennen, sorgfältig vermeiden, so bleibt das Hauptfindet, werden die Mittheilungen der Blätter( S. auch die heutige, der Kölnischen Zeitung" entnommene Notiz Gemeindekörper in Frankreich. Dies das Programm für die Thätigkeit der sozialistischen Kampfobjekt die irische Frage, die weder eine innere noch eine äußere Frage ist, weil fie, amphibisch, halb zur in der 2. Beilage) korrigirt und ergänzt. Wir haben nur gehört. halb zur äußeren Politit Selt Und hiermit vergleiche man die nichtswürdigen Berichte inneren hinzuzufügen, daß der Streik mit einem vollständigen der Bourgeoispresse! samer Weise finden die Gegner der Homerule ge Siege der Telegraphisten geendigt hat. Sie rade in Frland ihre nüglichsten Verbündeten. Und hielten zusammen, und Einigkeit macht start. dabei denken wir noch nicht einmal an die protestantischen Frländer von Ulster, sondern an den Bruderzwist der katholischen Fren, die einander so grimmig befehden, daß die englischen Gegner der Homerule für sie gar nicht vorhanden zu sein scheinen. Gladstone, dessen Verlegung durch den beDie Straßenschlacht, welche der Telegraph vorigen fannten Brotwurf arg übertrieben war, ist wieder auf den Art. 1: Errichtung von Schüler- Speisehallen, wo den Kindern zwischen den Morgen- und den Nachmittagsstunden zu er- Montag aus Brüssel zu melden wußte, schrumpft zu Beinen und trattivt den Ministerpräsidenten mit Kraftmäßigten Preisen oder umsonst eine Fleischmahlzeit verabfolgt wird einer sehr harmlosen Affäre zusammen. Eine Brüsseler worten, die ihm in Deutschland vor dem Strafrichter Jahre und zweimal im Jahr, zu Anfang des Winters und des Sommers Gewerkschaft, die der Dreher und Hobler( Tourneurs et Gefängniß wegen Beleidigung eintragen würden. Die Tories eine Vertheilung von Schuhwerk und Kleidungsstücken stattfindet. Raboteurs) hatten eine Fahne ein geweiht, und wurde bleiben dem großen Windbeutel" allerdings nichts schuldig Art. 2: Einfügung von Klauseln( in das die Bedingungen Abends auf dem Heimweg in der Rue Royale plötzlich von während Lord Salisbury selbst sich einer vornehmen für die Ausführung städtischer Arbeiten enthaltende Statut), der Polizei angehalten. Der Zug durfte nicht weiter Ruhe befleißigt, die den alten Gladstone nur noch mehr in welche den Arbeitstag auf 8 Stunden einschränken, ein durch den marschiren. Ein Wortwechsel erfolgte, dann ein Hand- die Wolle bringt. Rath im Einvernehmen mit den Arbeiterverbänden festgesetztes gemenge, in dem die Polizei unterlag. Sie requirirte eine Das neue Parlament wird am 4. August zusammens Lohnminimum garantiren und die durch ein Dekret von 1848 abgeschaffte Akkordarbeit verbieten. Einrichtung einer Inspektion Kompagnie Soldaten, die sich jedoch im Ganzen sehr an- treten. zur Ueberwachung der Befolgung dieser Klauseln. ständig betrugen. Zu einem ernsten Zusammenstoß kam es Art. 3: Arbeiterbörsen zu gründen, die von den Arbeiter nicht. Und außer einigen Beulen gab es keine Verlegungen. Unseren Genossen, die zur Zeit des Mais fyndikaten und den korporativen Gruppen verwaltet werden. Zwei Theilnehmer des Buges wurden verhaftet, jedoch nach schrecken 3 als„ Anarchisten" aus Frankreich ausArt. 4: Aufhebung der städtischen Zolltagen auf Lebens- Aufnahme der Personalien wieder entlassen. Der Konflikt gewiesen wurden, und deren Briefe der Vorwärts" mittel. entstand dadurch, daß die Polizei auf Grund einer alten feiner Zeit veröffentlichte, haben die französischen Behörden, Art. 5: Befreiung der Kleinen Miethswohnungen von den Verordnung die Prätenfion erhob, durch die Rue Royale, wie uns soeben mitgetheilt wird, portofrei alle von der auf ihnen lastenden Mobiliar- und Personalsteuern und Ueber in der Regierungsgebäude stehen, keinen Bug paffiren zu Bolizei gestohlenen Sachen zurückerstattet. Die Notiz im wälzung derselben auf die größeren, progressiv zu besteuernden Miethswohnungen. Reinigung und Ausbesserung der als un- laffen. Hiermit hat die Polizei aber Unrecht, wie selbst die" Vorwärts" hat also genügt- in Paris. Wer entschädigt gefund erkannten Wohnungen auf Rosten der Eigenthümer.-bürgerliche Breffe zugiebt. Es war unbedingt ein Aft nun aber unsere Genossen für die Einsperrung, den Besteuerung unbebauter Flächen gemäß ihrem Kaufpreise und der polizeilicher Willkür. barbarischen Gefangenen- Transport und die erlittenen Ver nichtvermietheten Lokalitäten entsprechend ihrem Miethspreise. Art. 6: Vergebung aller Arbeiten durch die Gemeinde- Eine zweite Friedensrede hat der norwegische Poet lufte? Wären es Engländer oder Amerikaner, so würden sie verwaltungen und die Arbeiterbörsen oder die Syndikate und und Politiker dazu, Björnstjerne Björnson in ficher eine angemessene Entschädigung erhalten. Aber es sind nur Deutsche und Sozialisten. Burückziehung aller an Vermittler vergebenen Vollmachten. Dänemark gehalten. Wir lesen darüber: Der norwegische Friedensapostel sprach in Sorö auf Seeland auf einem freien Blaze, der etwa 5000 Menschen faffen = 9 Art. 7: Gründung von Entbindungsanstalten mit Wöchnerinnen Heim und von Asylen für Greise und Gebrechliche. Asyle für nächtliche Unterkunft und Vertheilung von Lebensmitteln an durchreifende und an Arbeiter, die auf der Suche nach Arbeit ohne festen Wohnsitz sind. Art. 8: Stellen, an denen unentgeltliche ärztliche Hilfe geleistet und Arzeneimittel zu herabgesetzten Preisen verkauft werden. Art. 9: Erbauung von öffentlichen, unentgeltlichen Bade- und Waschanstalten. Art. 10: Schöpfung von Pflege- Anstalten( Sanatorien) für die Kinder der Arbeiter und Sendung and Aufnahme derselben in diese Anstalten auf Rosten der Gemeinde. Art. 11: Stellen, an denen unentgeltlicher juristischer Beirath in allen die Arbeiter betreffenden Prozessen gewährt wird. Art. 12: Entschädigung für die Thätigkeit im Gemeinderath nach der Maximaltage der Arbeitslöhne, damit nicht eine ganze Klaffe von Bürgern, die zahlreichste Klasse, diejenige, welche nichts als ihre Arbeitskraft besigt, von der Berivaltung der Ge meinde ausgeschlossen sei. Art. 13: Unter der Voraussetzung, daß die Rechtsprechung ber gewerblichen Schiedsgerichte( prud'homies) in einem den Interessen der Arbeit entsprechenden Sinne ingeändert wird, Entschädigung der Arbeiterschiedsrichter nach einer Tare, die ihnen völlige Unabhängigkeit gegenüber dem Unternehmerthum fichert. Dänem " 4 " Kommunales. " mochte. Ueber dem Zugang zum Plate weble bie reine". norwegische Flagge. Björnson sprach diesmal über Das Recht des Volkes zum Frieden", wobei er aber dem Kriege seine Berechtigung in der Kolonisationsarbeit zugestand. Hier würde Die aus Magistratsmitgliedern und Stadtverordneten be Krieg geführt, um den Krieg eines Bolles untereinander und stehende gemischte Deputation, welche mit den vorbereitenden Arden Menschenhandel zu verhindern, die Menschenfresserei ab- beiten für die Einverleibung der Vororte beauftragt ist, war zuschaffen. Wenn die Kolonisationsfriege um sich griffen, gestern versammelt, um zu berathen, ob und welche Aenderungen würden die Kriege hier verhütet werden, denn die Völker in der Organisation der städtischen Verwaltung etwa vorzunehmen würden es nicht aushalten können, gleichzeitig draußen und seien, wenn die Vororte inkommunalisirt werden und ob hierzu im Lande die Kriegslasten zu tragen. Die Arbeiter, die eine Abänderung der Städte- Ordnung- die nur auf gesehgebeBauern und die etwa Bürger, also Neunzehntel, rischem Wege erfolgen tönnte nothwendig ist. Zur Berathung wollten Frieden, nur Einzehntel, die Oberklassen, oder dieser Frage hatte der verstorbene Ober- Bürgermeister eine Subrichtiger die Oberklaffe der Oberklassen, vertheidigten tommission von fünf Stadträthen eingesetzt und dieselbe beaufs und brauchten den Krieg. Seine Sorge sei, daß sich die tragt, eventuell Vorschläge für die ihr nothwendig erscheinenden Kirche auf die von Gott sei, tönne er nicht anders, wenn er Die Vorschläge dieser Subkommission bildeten den Haupteinen Priester im langen Talar fehe, als an eine aufgerichtete gegenstand der gestrigen Verhandlungen in der gemischten Kanone zu denken ein Vergleich, der unter Björnsons Bu- Deputation. Die Subtommission des Magistrats hält eine weithörern großen Jubel erregte. Im Verlaufe seiner Rede er gehende Dezentralisation der Berliner Kommunalverwaltung für wähnte Björnson, daß in Norwegen einst eine deutsche Dame, geboten; nach ihrer Ansicht sind eine Anzahl Bezirks- Bürgerdie Gattin eines deutschen Offiziers, geäußert hätte:" Ghe meistereien einzurichten, sowie unter Beibehaltung des DreiklassenElsaß- Lothringen nach freier Abstimmung der Reichslande an Wahlsystems besondere Bezirksvertretungen zu bilden, an deren Frankreich zurückgegeben würde, würden zwei Millionen Spitze, als Krönung der Verwaltungsorganisation, eine nicht von Deutsche auf dem Wahlplage liegen und darunter mein Mann!" der Bürgerschaft, sondern von den verschiedenen Bezirks Björnson schloß: Laßt Eure Lehrer Euren Kindern in den vertretungen gewählte Gesammtvertretung tritt, die ihrerseits dann Schulen Friedensmoral predigen; fprecht mit Euren Priestern wieder den Magistrat wählen soll. darüber und wählt teine Abgeordneten in die Voltsvertretungen, ohne sie in diesem Puntte scharf befragt zu haben." daß der Krieg Macht stüße, und da sie obenein lehre, Aenderungen den Verwaltungsorganisationen zu machen. Art. 14: Bekanntmachung eines amtlichen Berichtes über die Gemeinderathssizungen und Veröffentlichung der vom Rath gefaßten Beschlüsse durch Anschlag. Programmpunkte, die nur für gewisse Städte in Betracht tommen( Programme local). Die zweite Friedensrede scheint hiernach ebenso fonfus Art. 15: Gründung eines Gasthauses fürSeeleute unter dem Namen Sailor's Home( engl., Seemanns- Heim), um der schändlichen Aus: gewesen zu sein, wie die erste. Was insbesondere die Bebeutung, der die in Lohn stehenden Seeleute während ihres rechtigung des Krieges in der Kolonisationsarbeit" betrifft, Aufenthalts auf dem Festlande zum Opfer fallen, entgegenzutreten. so rathen wir dem norwegischen Dichter, ehe er seine nächste Art. 16. Aufstellung von Zelten auf den Docs und die Friedensrede vom Stapel läßt, in Afrika, in Amerika Quai's entlang, um den arbeitsuchenden Arbeitern Schuh und und in Neuseeland Erfundigungen einzuziehen. Zuflucht zu gewähren; Einrichtung von Brunnen und Water flosets in diesen Zelten; Umziehung der Dockbassins mit Schuhgeländern. Die Auflösung des englischen Unterhauses ist gestern Abend erfolgt, nachdem wenige Stunden vorher das Du wirst unserm Vater sagen, in welchem Glauben ich gestorben und was er zu thun hat, wenn er die Erinnerung an feinen Sohn in Liebe weiter tragen will. Du wirst nicht verlassen sein, weder im Leben noch im Sterben; Streit, Lange, Jwan, Mensch, Ihr treuen Gefährten, seid meiner Schwester treue Brüder an meiner Statt. Und Frank, wo ist unser Frant?" daß nicht in unfruchtbarer Trauer mein Tod betrauert wird, sondern in lebenskräftigem Ringen und Streben, wie ich's ja selbst zu thun gedenke, wenn über das Grab hinaus ein weiteres Wirten dem Menschengeiste beschieden sein sollte. Sie, Elise, werden glücklich sein; Sie werden beglücken, wie es aus Ihrem Wesen, das keine Frauenschwäche verräth, natürlich hervorgehen muß. Im Leben hätte ich Ihr Glück nicht ohne Schmerz- der Mensch ist schwachsehen können;" Da bin ich, armer Freund, voll Jammer und Trauer an der Schwelle des Todes erfüllt mich die Zuversicht, daß über Ihr böses Geschick." Sie glücklich sein werden, mit Freude. Und wenn in einsamen Nenne mich Du, Fraut; wir waren Brüder, feitdem wir Stunden eine freundliche Erinnerung an den dahingeschiedenen uns kennen lernten; nennt Euch Alle Du, denn eine heilige Freund erwacht, so werden Sie dieselbe nicht von sich weisen, denn Sie haben Alles für mich gethan, was ein edles Weib zu thun vermag. Und nun genug, was macht mein Vater?" " Sein Leiden ist noch schwer, er selbst fast unbewußt; aber er ist außer Gefahr." Bringen Sie ihm meinen Abschiedsgruß, wenn er ihn vernehmen kann. Und Streit und Iwan, ie treuen Kampfgenoffen am letzten Tage?" Brüderschaft war die unsere und soll so dastehen vor aller Welt. Ihr werdet etwas mehr thun, da ich nichts mehr thun fann, und dann werde ich immer unter Euch sein. Hermine, dort hast Du auch eine Schwester, die mir in liebender Barm herzigkeit die Augen zudrücken wird, Du wirst um meinetwillen dafür sorgen, daß fie glücklich ist; Lange, weißt Du noch, was wir vom Leben und Sterben sprachen, wie im Werden und Vergehen die Materie mehr und mehr durch den Geist zweckdienlich umgeschaffen wird, wie im Kampfe Sie sind Beide anwesend und haben eben nach ihrem mit ihr der Geist erstarkt, wie mit der Gewalt der Befinden gefragt." Materie der finstere Geist des Wahns, der Selbstfucht Und Lange, mein letzter und mein liebster Freund?" vernichtet wird, wie die edlen Geister im gemeinsamen " Auch er ist in Ihrer Nähe und voller Sorge um Sie." Siege immer mehr zusammenfließen und eins werden, " Und unser armer Philosoph, dem seine geistige Umkehr eine schöne, große, alles verklärende geistige Geso verhängnißvoll geworden wie mir?" nossenschaft, in der das Individuum endlich selbst auf Er läßt sich seit drei Tagen regelmäßig hierher hört, sich etwas sein zu wollen, sich nur als Theil erkennt tragen, um Sie zu sehen, und muß um diese Beit ge- und nur im Ganzen seine Heimath findet, dem es sich auftommen sein." lösend ganz zu Eigen giebt mit Freutenschauern; o, ich " Daun, bitte, rufen Sie mir Alle, auch meine arme fühle es jetzt so ganz, das wonneschauernde Gefühl, aufzu Schwester." hören und doch fortzuleben als der mit dem großen Ganzen inniger verschmolzene Theil. Liebe Schwestern laßt mich mit den Freunden allein." " Es ist Ihr Tod, Herr Findeisen, wenn Sie auch noch diese Szene wagen." Es ist mein Tod, so oder so; ich muß von meinen Freunden Abschied nehmen; machen Sie mir es nicht unmöglich." Das Mädchen ging tief erregt hinaus und führte die betroffenen Freunde, sowie die bekümmerte Schwester herein. Die Mädchen entfernten sich weinend. " Freunde," fuhr der Krante mit sichtlicher Anstrengung fort, ich habe Euch nichts zu hinterlassen, als das, was ich gethan; meinen legten Willen habe ich für meinen Bater aufschreiben lassen, er mag damit thun, was er will und fann. Und nun sage mir, Streit, tönntest Du meine ( Fortsegung folgt.) " Hermine," rief der Kranke, gieb mir Deine Hand; Schwester lieben?" In der Diskussion wurden diese Borschläge von allen Rednern bekämpft; sowohl die der gemischten Deputation angehörenden Magistratsmitglieder, mit einer einzigen Ausnahme, als die Stadtverordneten vertraten die Ansicht, daß die Einverleibung der Vororte zu so eingreifender Veränderung der städtischen Verwaltungsorganisation feinen Anlaß gebe, und glaubten, daß sich die etwa nothwendig werdende Entlastung der Zentralstelle burch Ueberweisung bestimmter Verwaltungszweige an Bezirts deputationen oder ähnliche durch Drtsstatut zu errichtende, mit dem Magistrat und Stadtverordneten Berfammlung organisch verbundene Körperschaften herbeiführen laffe. Auch die politische Bedeutung des Gutachtens der Subtommission wurde gestreift; der Stadtverordnete Singer gab seinem Erstaunen und Bedauern darüber Ausdruck, daß eine Kommiffion des Berliner Magistrats bei Erörterung einer etwaigen Aenderung der Städte- Ordnung zu feinem anderen Vorschlage als der Rückwärtsrevidirung der Städte Ordnung ges tommen sei. Der Vorschlag, die Gesammtvertretung von den Bezirksvertretungen wählen zu lassen, hebe das Wahlrecht der Majorität der Bürgerschaft auf. Wenn man die Städte- Ordnung ändern wolle und er ( Rebner) fei nicht dagegen- so wäre es angezeigt, Borschläge zur Einführung des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts auch für die Kommunalwahlen zu machen, die Bestimmung, wonach die Hälfte der Stadtverordneten Hausbesitzer sein müssen, zu beseitigen, und endlich das Bestätigungsrecht der Regierung für die Magistratsmitglieder und Bürgermeister abzuschaffen, nicht aber die Rechte der Bürger einzuschränken, wie der Vorschlag der Subkommission es thue. der Subkommission als nicht den Interessen und Forderungen Von einer Seite wurde der Versuch gemacht, die Vorschläge der Selbstverwaltung widersprechend darzustellen; diese Auffassung fand jedoch in der gemischten Deputation feine Unterstützung. Ein Antrag, sich gegen die Inkommunalisirung der Vororte zu erklären, dagegen zu bestimmten Zwecken Kanalisation 3.B., mit den betreffenden Gemeinden in Verhandlungen zu treten und die hierzu erforderlichen gefeßgeberischen Maßnahmen zu befürworten, wurde mit allen gegen zwei Stimmen abgelehnt. Die gemischte Deputation Aufsichtsbehörde die Bereitwilligkeit der Stadtverwaltung, die beschloß, den Magistrat zu ersuchen, in seinem Bericht an die Bororte einzuverleiben, zum Ausdruck zu bringen und dabei zu betonen, daß zur Bewältigung der unserer Stadt durch die Einverleibung erwachsenden Aufgaben eine Aenderung der StädteOrdnung nicht nothwendig fei. Briefkaffen der Redaktion. B. G., Brunnenstraße. Die betreffende Notiz war aus Versehen mit anderem Manuskript in den Segersaal gerathen und unter„ Lokales" abgedruckt. Wir machen grundfäßlich keine Retlame für geschäftliche Unternehmen, und haben daher von den uns zukommenden Meldungen teine Notiz genommen, noch auch dem Fragesteller wegen des gewünschten Artikels Auskunft gegeben. Der heutigen Nummer des Vorwärts" liegt ein Prospekt seitens unserer Bartei- Buchhandlung, Ferd, Laffalle's Reden und Schriften betreffend, bei. Wir machen unsere Leser besonders auf denselben aufmerksam. Für den Inhalt der Jujerate über nimmt die Redaktion dent Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 30. Juni. Deutsches Theater. Don Carlos. Berliner Theater. Narciß. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der lustige Krieg. Oftend Theater. Bei Bismarck. Hierauf: Die Kellnerinnen von Berlin. Zum Schluß: Die juten Flinten. Thomas Theater. U Nitouche. Mamzelle Bellealliance- Theater. Gefährliche Mädchen. Kroll's Theater. Der Troubadour. Adolph Ernst- Theater. Die Wettschwimmerinnen. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg) Donnerstag, den 30. Juni: 1: Theil: Specialitäten 1. Ranges. 2. Theil: Mit neuen GesangsEinlagen: Zwölf Mädchen in Neue Welt. Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. Monstre- Feuerwerk verbunden imit Nachtfest in Japan, großes pyrotechn. Schauspiel unter Mitwirkung aller Spezialitäten, Ballets 2c. Die Feuerwerker Hrn. Leichnitz& Bau werden noch nie Dagewesenes ausführen. Von 5 Uhr Nachmittags ab: Verband der Bäder u. Berufsgen. Deutschl. Mitgliedschaft Berlin. Donnerstag, den 30. Juni cr., in der Aftienbrauerei Friedrichshain": Großes Sommervergnügen zur Feier des 8. Stiftungsfestes, Konzert n. Spezialitäten- Ensemble. 830 unter gütiger Mitwirkung des„ Kummer'ſchen Geſangvereins" it.„ Morgengrauen" ( Mitgl. d. Arbeiter- Sängerbundes) unter Leitung ihres Dirigenten Hrn. Flöter. Im Garten: Grosses Konzert, ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmufiler und unter Mitwirkung des Boltshumoristen Genossen Osang. Im Champêtre Ball. Entree 50 Pf., vorh. 40 Pf., ref. Plak 1 M. Neue Welt, Hasenhaide. Montag, den fl. Juli 1892: Großes Sommer- Fest bestehend in Konzert und Ball Mitgliedern der Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Großes Feuerwerk. Um 9 Uhr: Große Fackelpolonaise. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen um 2 1hr geöffnet. Billets find bei folgenden Mitgliedern zu haben: Geiling, Manteuffelstraße 115, II.; Worlig, Reichenbergerstr. 149, II.; Steinte, Urbanstr. 33, Hof Quergeb. IV.; Kölling, Rottbuser Damm 93, III.; Lusch, Forsterstr. 10, V.; Thomas, Grünauerstr. 37, Hof part. 300/18 Hierzu ladet Freunde und Genossen ein Das Komitee. Gr. Sommerfest veranstaltet von den Uniform. Vaudeville- Burleske in Parteigenossen des V. Berl. Reichstags1 Akt von L. Angely. 8. Theil: Specialitäten- Vorstellung. Geschw. Laura, Amelie und Gisela Neumann, Gesangs- Trio, Fischer und Blum, gen. Schwach Wahlkreises am Sonntag, den 10. Juli, in der Brauerei Friedrichshain am Königsthor. und Schwächer, beliebte kom. Gr. Instrumental- Konzert u. Gesangsvorträge Gesangs- Duettisten, Zum Schluss: Der Zauberbrunnen der Najaden, grosses Balletdivertissement mit WunderFontaine, 5 Solo- Tänzerinnen, 20 Damen Corps de Ballet. Anfang: des Konzerts 61/2 Uhr, der Vorstellung 72 Uhr. Bei ungünstigor Witterung bieten die gedeckten Hallen Schutz für ca. 3000 Personen. Täglich: Grosse Vorstellung. Sonnabend, den 2. Juli: Gala- Wohlthätigkeits- Vorst. Sommernachts- Fest. Italienische Nacht. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Testere ausgeführt von mehreren Gesangvereinen( M. d. Arb.-S.). Nu Verschiedene Volksbeluftigungen und Kegelschieben. Abends: Kinder- Fackelpolonaise. Im Saale von 7 Uhr ab: Großer Ball. Entree 25 Pf. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen ut. bei den Komiteemitgliedern Fritz Berndt, N. Schönhauserstr. 18; Fr. Krüger, Hirtenstr. 10( Destillation); Rob. Drescher, Linienftr. 50, zu haben. 332/18 Das Komitee. Achtung, Maler, Lackirer und Anstreicher. Kombinirte Versammlung in sämmtlicher Filialen Berlins am Freitag, den 1. Juli, Abends 81/2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 79. Zages Ordnung: 1. Bericht vom Provinzialtag zu Stettin. 2. Verschiedenes. 214/14 Arbeiter- Bildungs- Schule. Eine Kriminal 8 geschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Lehrplan für das III. Quartal 1892. Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von bis 10 Uhr Abends. Montag Dienstag. Mittwoch Castan's mod Panoptikum. Donnerstag.. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Victoria- Brauerei. Lühowtraße 111/112. Im Konzertgarten resp. Saal) ( außer * do. * do. Freitag. do. Sonnabend Montag Dienstag do. Mittwoch. Läglich Sonnabends): Donnerstag Freitag.. Stettiner Sonnabend Nordschule. Müllerstr. 179a. Buchführung. Geschichte( mittl.). Deutsch( ob.). Rechnen. Deutsch( mittl.). Chemie. Deutsch( unt.), Physiologie. Ostschule. Markusstr. 31. Buchführung. Physiologie. Deutsch( mittl.). Rechnen. Geschichte( mittl.). Deutsch( unt.). Südschule. Hagelsbergerstr. 48. Deutsch( ob.). Deutsch( mittl.). Geschichte( neu). Rechnen. Buchführung( doppelte). Deutsch( unt.). Süd- Ostschule. Reichenbergerstr. 183. Rechnen. Deutsch( mittl.). Mathematit. Deutsch( ob.). Geschichte( alt). Deutsch( unt.). Buchführung. Die mit bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der DoppelSänger. Räume ertheilt. Stets wechselnd. Für alle vier Schulen: an jeden Sonntag Vormittags 10-12 Uhr: Programm. National- Oekonomie in den Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. Anjang 8 Uhr, In alle Lehrjächer mit Ausnahme Buchführung und Mathematik Sonntags 7 Uhr. tönnen noch Schüler und Schülerinnen eintreten. Entree 50 Pfg. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Platate.) Morgen, Freitag: II. Doppel- Konzert. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Mon 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10 Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder kann an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen sind auch Billets zur Urania à 25 f.( welche letztere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedin gen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuchos zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Südschule, Sagelsbergerfir. 43. * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. Klein, Schönleinstr. 6. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 188. Kehr, Köpnickerstr. 126. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Freie Bereinigung d. Lohgerber Zubeil, Naunynftr. 86. und Lederzurichter Berlins. Versammlung Wag am Sonnabend, den 2. Juli, Abends 8 Uhr, Weinstr. 11 bei Feindt( Herberge)... Tagesordnung: 1. Abrechnung vom zweiten Quartal 1892. 2. Vorstands und RevisorenWahl. 3. Vergnügungskomitee- Wahl. 4. Verschiedenes. 205/14 Der Vorstand. Schayer, Reichenbergerstr. 54. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. * Fafforke, Junkerstr. 1. Goepel, Raybachstr. 1. " Antrick, Steinmegstr. 60. Flick, Simeonftr. 23. 0. Ostschule, Markussir. 81. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Radke, Krautstr. 48. 488/9 * Look, Friedrichsbergerstr. 11. Tempel, Breslauerstr. 27. C. * Berndt, Alte Schönhauserstr. 18. Kuhlmey, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Krause, Pappel- Allee 8/ 4.Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83. Schmidt, Tresdowftr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 42. * Scholz, Rastanien Allee 35. NO. * Gumpel, Barnimstr. 42. Drescher, Linienſtr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a. Voss, Lübeckerstr. 8. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Der Vorstand. 849b Im großen Gaal: Tanz bei elektrischer Beleuchtung. 145 Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. E Anfang des Konzerts 3 Uhr, des Tanzes 4 Uhr. Entree 30 Pfennige. Bei eintretender Dunkelheit: Grohe Fadelpolonaise. Zum Schluß ein lebendes Bild: Die Proletarierfahue. Alle Kollegen und Freunde, sowie deren Damen, sind dazu herzlich eingeladen. Der Vorstand. Achtung! Bildhauer! Sonnabend, den 2. Juli, Abends 8 Uhr, bei Kehner, Annenstr. 16: 147/9 Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Gründung einer Verwaltungsstelle des Zentralvereins der Bildhauer Deutschlands und Wahl des provisorischen Vorstandes. 2. Diskussion über Vertretung im Gewerbe- Schiedsgericht. 3. Ersatzwahl der Kommission. 4. Verschiedenes. Die Kommission der Bildhauer. Polnischer Sozialisten- Verein. Große General- Versammlung am Mittwoch, den 6. Juli 1892, Abends 1/29 Uhr, bei Herrn Boltz, Alte Jakobstraße Nr. 75. Zagesordnung: 1. Bericht von der halbjährigen Thätigkeit des Vereins. 2. Wahl des neuen Vorstandes. 3. Wahl eines Kandidaten zum Vertrauensmann. 4. Verschiedenes. 251/8 Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheineit. Der Vorstand. Königsbank, Grosse Frankfurterstrasse 117. Sonnabend, den 2. Juli 1892: Gr. Sommernachts- Ball veranstaltet vom Fachverein der Stellmacher Berlius u. Umgegend. Anfang 8/2 Uhr. Ende? Um 12 Uhr Raffeepause. Der Garten ist geöffnet. Der Ueberschuss ist zur Unterstützung arbeitsloser Kollegen bestimmt. Entree Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Billets sind bei den Kollegen Heckel, Schönhauser Allee 137, prt.; Brüß, Brunnenstr. 118, I.; Ahrens, Reinickendorferstr. 46, II., fowie im Restaurant Zukunftsstaat, Rastanien- Allee 35, und an der Rasse zu haben. Das Komitee. Um rege Betheiligung bittet Um Irrthum zu vermeiden, machen wir alle Kollegen und Genoffen darauf aufmerksam, daß dieser Sommernachtsball resp. unser Fachverein mit dem arrangirten Vergnügen der Stellmacher in Weimann's Lokal( Gesundbrunnen) nichts gemein hat, dieses also nicht vom Fachverein der Stellmacher veranstaltet ist. 481/4 Sozialdemokratischer Agitations- Verein Wittenberg, Schweinitz, Torgau und Liebenwerda. für die Kreise Versammlung Uhr, Her am Freitag, den 1. Juli 1892, Abends 8 in den Arminhallen( Gartenfaal), Kommandantenstr. 20. Zages Ordnung: 1. Bericht des provisorischen Vorstandes. 2. Wahl des gesammten Bor standes. 3. Verschiedenes und Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. J. A.: Friedr. Grosche. Charlottenburg, Brauerei Gambrinus Wallstr. 46, Bismarckstr. 22. Grösstes Konzert- Etablissement, 3 Garten und Säle für 2000 Personen. Elektrische Beleuchtung. Familien tönnen Raffee tochen. 2 Riesen- Regelbahnen. Vereinen bestens empfohlen, auch Sonntags. Elegante 2512 L Herren- u. Knaben- Garderobe in allen Qualitäten und zu billigsten Preisen empfiehlt Julius Lindenbaum, 2198L Berlin O., Frankfurterstrasse 139. Spezialität: Anfertigung nach Maass. Für reelle Bedienung bürgt mein in allen Kreisen bekannter guter Ruf. Altenberg's hem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Anstalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36. Potsdamerstr. 57/58, empf. 1. z. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. HerrenAnzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. 2033L Die Deutsche Revolution. Geschichte der Deutschen Bewegung von 1848 und 1849. Bon Wilhelm Blos. Reich illustrirt. Erscheint in 22 Heften à 20 Pfennig. Probehefte liefert jeder Kolporteur. Druckt und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 150. Aus Spanien. 23. Juni. Donnerstag, den 30. Juni 1892. 9. Jahrg. selbe. Die Versuche der Regierung erweisen sich als erfolglos. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wie die Zeitungen schreiben, sollen auch die ausgesandten Tele-- Die Erfurter Polizei hat aus einer öffentlichen Voltsgraphisten vom Ingenieurkorps nicht funktioniren. Einige Städte versammlung vorigen Sonnabend die Entfernung der Daß die Telegraphenlinien in einzelnen Theilen des Landes antworten auf Anfragen, welche von Madrid aus an sie ge- Damen angeordnet, während deren Anwesenheit gesetzlich nur bei häufig aus nichtigen Gründen tagelang unterbrochen sind, ist richtet werden, aber sie übergeben keine Nachrichten. Im All- Versammlungen politischer Vereine verboten ist. eine Thatsache, die man nach längerem Aufenthalte in Spanien gemeinen hat es den Anschein, als ob man die Regierung zum Der Erfurter Staatsanwalt hat das Verfahren gegen schon geduldig hinnehmen muß. Aber daß sämmtliche Linien an Besten hat. Verschiedene Verhaftungen von Stationsvorstehern den dortigen Parteigenossen Güldenberg eingestellt, welcher einem Tage und zu einer und derselben Stunde nicht funktioniren, und anderen Beamten werden ins Zächerliche gezogen. Die Re- als stellvertretender verantwortlicher Redakteur der Thüringer muß doch allgemeines Befremden erregen. Und was ist die gierung befindet sich in einer schwierigen Lage trotz aller Tribüne" wegen eines über das Kasernenleben veröffentlichten Ursache? Gine höchst einfache: sämmtliche Telegraphenbeamten Konferenzen u. s. w., sie behauptet, nach den Zeitungen, unfähig Artikels prozessirt werden sollte, worin man Verächtlichmachung Spaniens befinden sich im Streit. Der Streit ist ein zu sein, irgend etwas zu thun. Morgen Genaueres, so die Tele- staatlicher Einrichtungen erblickt hatte. allgemeiner und zeugt von einer bewundernswerthen Einigkeit graphen u. s. w. wollen. -Genosse Oertel, Redakteur der Fränk. Tages der Betheiligten. Am Montag Morgen hat der Streit begonnen Die Konferenzen zwischen den Streifenden und der Regierung post", sollte sich der Beleidigung zweier Gendarmen und eines und heute, Donnerstag, zur Mittagstunde, sind die Stationen in haben zu keinen Resultaten geführt, obwohl die Forderungen Polizeidieners schuldig gemacht haben durch Abdruck eines Artikels, der Provinz dem Publikum noch nicht geöffnet. Wie es in der Streifenden höchst billige waren, nämlich Wiederherstellung in welchem gerügt war, daß ein Arbeiter bei seiner Verhaftung Madrid steht, weiß ich nicht, da bisher keine Telegramme ge- des früheren Zustandes unter dem zweiten Vorgänger des jezigen von den Polizeibeamten mit Kolbenstößen regalirt und förmlich tommen sind und die Post erst am Abend kommt. Generaldirektors, Entlassung des Personalchefs, die Nichtduldung zum Arrest geschleift worden sei. Einer der Gendarmen stellte Nach den bisher vorliegenden Nachrichten ist der Vor- von Aufsichtsbeamten zum Telegraphendienst, welche nicht in eidlich jede Mißhandlung in Abrede, gab aber in der Verhandgang in aller Kürze folgender: Die Beamten haben in diesem gedient haben; die Unterdrückung der Hilfsbeamten, fo- lung auf Vorhalt des Präsidenten zu, daß er sich zu einigen der Zentralstation von Madrid am Montag Morgen zwischen weit sie den ordentlichen Beamten in ihrer Stellung hindernd Kolbenstößen habe hinreißen lassen. Seine Kollegen bestritten die 7 und 9 Uhr den Streit aufgenommen und dementsprechende oder schädigend sind u. s. w. Die Antwort des Generaldirektors Mißhandlungen. Das Gericht erkannte in allen drei KlageTelegramme an alle Stationen Spaniens geschickt. Der Erfolg war die, daß weder er noch die Regierung etwas thun tönnten, puntten auf fostenlose Freisprechung Dertel's, nachdem die Entwar ein derartiger, daß um 9 Uhr von feiner Station her die weil eine tonservative Regierung sich nicht lastungszeugen die Richtigkeit feines Artikels im Wesentlichen dargeringste Nachricht, noch Antwort auf Anfragen erfolgte. Die imponiren lasse und die Telegraphisten erst von ihrer gethan hatten. fofortige Verständigung muß eine überaus geschickte gewesen feindlichen Haltung ablassen müßten. Er werde bei dem Parteinachrichten. = Wirtermeister August Baudert, Redakteur der weil er am 1. Mai aus dem Dache eines Hauses eine rothe Fahne herausgesteckt und dadurch groben Unfug bezw. Aergerniß erregt haben soll. In Barmen gebot am Sonntag, wie die Elberfelder " Freie Presse" mittheilt, der Polizeikommissar Burghardt in einer Volksversammlung, Fenster und Thüren ges sein; denn fast alle Zeitungen philosophiren darüber. Bis nach Parlament eine Bill beantragen, um sämmtliche Telegraphisten zu Apoldaer Freien Presse", hat 10 M. Strafe zu bezahlen, 12 Uhr Mittags dachte kein Mensch an einen Streit, auch wenn entlassen. den Besuchern der Zentralstation die Unterbrechung bei dem schönen Wetter wunderbar erschien. Als immer und immer feine Nachrichten famen, eilte der Generaldirektor des Verkehrswesens auf die Zentrale, um die Ursache der Verkehrsstockung zu erfunden. Welche Eindrücke er empfangen hat, wird nicht berichtet. Um 2 Uhr wußten auch die Ministerien u. s. w. um die Sache und nun ging das Konferenzlern los. Die Ergebnisse waren folgende: man eilte auf die Bahnstationen, aber auch hier verweigerten die Beamten den Dienst; man mußte Militärbeamten an diese Stationen fehen, um den Dienst zu versehen; um 6 Uhr Nachmittags reiften Telegraphisten vom Ingenieurkorps nach den Hauptstädten des Landes ab, am nächsten Morgen andere nach weiteren großen Plätzen; der Generaldirektor verkehrte mit den Gouverneuren der Provinzen durch die Bahntelegraphen. Aber die Telegraphisten des Ingenieurforps reichen bei weitem nicht aus, um den Dienst im Lande nur annähernd zu versehen. Am Dienstag veröffentlichte die„ Gazeta" eine königliche Verordnung, welche allen Zentralstationen übermittelt wor den ist, in welcher es heißt, daß die Beamten bis zum 28. d. M. an ihrem Plage sich einfinden müssen, und daß Alle, welche dies ohne triftige Gründe versäumen, dem Strafgeset verfallen. Jm Reichstage Wahlkreise Löwenberg ist infolge des schlossen zu halten. Da die Versammlung sehr stark Todes des freisinnigen Abgeordneten Friedländer eine Nachwahl besucht war ca. 500 Personen sind nach der Schäßung da nöthig. Der Kreis ist ein Bankapfel des Liberalismus. Unsere gewesen und die Temperatur jetzt im Sommer ohnehin schon Partei ist dort, so viel wir erfahren haben, bei den Wahlen noch sehr hoch ist, so liegt das Unbillige jener polizeilichen Anordnung nicht auf die Szene getreten; vielleicht machen unsere schlesischen auf der Hand. Als man den Beamten hierauf aufmerksam Parteigenossen einmal den Versuch, durch Aufstellung einer 3äh I- machte, erklärte er, das seien seine Sachen. Der Gesetzgeber wird kandidatur Klarheit darüber zu schaffen, wie weit die Grundfäße bei der Firirung des Begriffs Bersammlung in geschlossenen der Sozialdemokratie in jenem Kreise Anhänger gefunden haben. Räumen" ficherlich nicht gewollt haben, daß sogar die Beschaffung Das Machtverhältniß der Parteien war den abgegebenen Stimmen frischer Luft durch Deffnen der Thüren und Fenster verboten nach 1887 und 1890 das Folgende: werde. Hier hätte jedenfalls die Sanitätsbehörde einzugreifen. 1887 6080 nationalliberal 5298 Freifinn 1890 4240 5278 1639 Zentrum Bei der engeren Wahl im Jahre 1890 erhielt der National liberalismus 4481, der Freifinn 6847 Stimmen; der Kandidat des Letzteren wurde also mit Hilfe des Zentrums gewählt. 4 " 1 - Das Düsseldorfer Landgericht hat es abgelehnt, das Hauptverfahren gegen den Redakteur der„ Niederrheinischen Bolts tribüne" zu eröffnen, welcher durch Beilegung der Neuen Welt", und zwar derjenigen Nummer, in welcher die Uebersetzung der Marseillaise und ein auf deren 100jährigen Geburtstag Bezug habender Artikel abgedruckt war, gegen§ 131 Die Aufregung ist im ganzen Lande eine große. Im All- Aus dem 2. Meininger Neichstags Wahlkreise. In des St.-G.-B. verstoßen haben sollte. In den von der Staatsgemeinen ist die Stimmung den Streifenden günstig, auch wenn Sonnneberg fand am Sonntag eine Vertrauensmänner- Verfamm- anwaltschaft inkriminirt gewesenen Stellen der Marseillaise die Verkehrsunterbrechung sehr unangenehm empfunden wird. lung zur Borberathung der Fragen statt, welche auf dem am und des Artikels fönne eine Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten Manche erheiternde Szenen sind auch vorgekommen, z. B. als die 7. August in Lauscha stattfindenden ersten sozialdemokratischen nicht erblickt werden. Zur Zeit lägen teine besonderen Umstände tönigliche Verordnung nach Barcelona vermittelt wurde, erhielt Parteitage des 2. meiningischen Wahlkreises behandelt werden vor, welche eine derartige Aufreizung dem Interesse der sozialman die Antwort: Ravachol", und als der Minister des Innern sollen. Anwesend waren etwa 30 Parteigen offen aus den ver- demokratischen Partei förderlich erscheinen ließen und die Austelegraphirte, wurde ihm zur Antwort: Herr Minister, wie steht schiedensten Orten des Wahlkreises, darunter aus Pößneck, Saal- führung von Gewaltthätigkeiten begünstigten, wie denn auch. es um den Gentimos?"( Die Erklärung dafür fiehe weiter unten.) feld, Neustadt, Roburg u. f. w. Beschlossen wurde, wie das thatsächlich infolge des Abdrucks und der Veröffentlichung der In mehr oder minder guten Witzen macht man sich luftig über Saalfelder Bolksblatt berichtet, dem Parteitag die Regelung der inkriminirten Stellen die Neigung zum Begehen von Gewaltdie Unfähigkeit der Regierung, welche sich so flar in diesem be- Preßverhältnisse in der Weise vorzuschlagen, daß die jetzt im thätigkeiten nicht gesteigert worden sei. deutsamen Ereigniß befundet. In ihrer Verwirrung hatte sie Wahlkreise vorhandenen Blätter Thüringer Volksfreund"( Sonnedie Nachricht verbreitet, daß alles wieder normal funttionire, berg) und Thüringer Waldpost"( Saalfeld) zu einem Blatte zu obwohl nur von einem einzigen Orte aus eine Antwort erfolgt verschmelzen sind unter dem Titel" Thüringer Volksfreund, war. Jetzt hat sie Gelegenheit und Zeit, sich selbst zu bewundern Arbeiterorgan für die Wahlkreise Meiningen und Koburg". und Betrachtungen über ihren Beamtenstand zu pflegen. Wäre nur Druck, Redaktion und Verlag find in Saalfeld. Das„ Saalfelder etwas mehr Einigkeit in den oppofitionellen Elementen, fo würden Voltsblatt" wird von diesen Beschlüssen nicht berührt und erfie die jetzige Regierung wie einen Haufen dürres Stroh aus Icheint auch in Zukunft, wie bisher, täglich. Allseitig wurde ein einander streuen. Allerdings läßt sich heute noch nicht absehen, Sinken der Arbeitslöhne toustativt. was die nächsten Tage bringen werden. Die Vorgänge in Barcelona und das jetzige Ereigniß sind doch wahrhaftig hinreichend, um die lächerliche Ohnmacht der Regierung von Jedem erkennen zu lassen. " Bei den Gemeinderaths Wahlen in Obertshausen ( Hessen) siegten sämmtliche vier Arbeiterkandidaten über die Kandidaten ber Ultramontanen. Erstere erhielten 108-111 Stimmen, letztere 76. " . " Tokales. " Aus dem ,, Dispositionsfonds" des Magistrats find jene Gelder geflossen, welche für die Dekoration der Straße Unter den Linden bei der jüngsten Anwesenheit des italienischen Königspaares gebraucht wurden. Dieser Dispositionsfonds" ist eine vorzügliche Einrichtung insofern, als sie den Magistrat der Sorge überhebt, sich von der Stadtverordneten- Versammlung erst Welches sind nun die Ursachen dieses ungewöhnlichen Streits? tie Summe bewilligen zu lassen, welche der Magistrat für irgend Die Nachrichten sind noch zu spärlich, als daß man diese einen Zweck braucht. Die Regierung kommt bekanntlich ohne Frage erschöpfend beantworten fönnte. Ich folge heute den Aus- Militarismus und Zivil. Aus Harburg wird den ihren Dispositionsfonds" auch nicht aus, sie läßt sich denselben führungen des Imparcial", eines durchaus nicht arbeiterfreund- Hamburger Echo" folgende merkwürdige Neuigkeit berichtet: von den Parlamenten bewilligen. Zu welchen Zwecken diese Fonds lichen Blattes, das gut informirt zu sein scheint, werde aber wieder Der Arbeiter B. aus Wilhelmsburg erhielt am 22. Mai vom früher verwendet wurden und wahrscheinlich noch jetzt verwendet auf die Sache zurückfommen, wenn genauere Nachrichten vorliegen. Bezirkskommando Lüneburg einen Gestellungsbefehl, sich am werden, ist unseren Lesern zur Genüge bekannt. Der frühere Die Telegraphenbeamten sind von jeher bei langer Dienstzeit 25. Mai beim Garnisonkommando Harburg zur Verbüßung einer Welfenfonds war auch ein Dispositionsfonds und Niemand hat äußerst schlecht besoldet gewesen. Der vorlegte Generaldirektor Arreststrafe zu melden. Dort wurde ihm mitgetheilt, daß er drei mehr gedonnert und gewettert gegen die Verderblichkeit und des Verkehrswesens entzog den Beamten manche Vergünstigungen, Wochen Mittelarrest zu verbüßen habe, weil er am Tage der Immoral dieses geheimen Fonds als die braven Freisinnigen. die sie früher genossen hatten. Er richtete sich eine neue Beamten Kontrollversammlung in einer sozialdemo- Wenn sie aber nun in dem städtischen Parlament hübsch unter fategorie ein, die der Hilfsbeamten, welche mit 600 M. befoldet wurden. Eratischen Versammlung gesprochen habe. Alle fich sind, dann ist ihnen ein Dispositionsfonds sehr willkommen, Allmälig schob er diese in Stellungen hinein, welche früher von Einwände, daß dies auf einem Irrthum beruhen müßte, da B. um unliebsamen Debatten und vor allem der Kritit über gewisse ordentlichen Beamten bekleidet wurden. Diese wurden entweder sich der Theilnahme an einer sozialdemokratischen Versammlung liebedienerische Ausgaben zu entgehen. verdrängt oder zum wenigsten in ihrem Avancement bedeutend nicht bewußt war, nüßten nichts; B. wurde sofort in Arrest abgeschädigt. So fam es, daß Leute mit 30 Jahren Dienstzeit nur geführt. Das Schreiben wurde ihm verboten, so daß seine An- Das Reichsgesetz über die Unterstützung von Familien eine Einnahme von 1600 M. hatten. Weiter verschmolz er den gehörigen von ihm über seinen Verbleib keine Kunde bekommen der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften vom Post- und Telegraphendienst, welche bisher getrennt waren; da- konnten. B. bat um Militärbekleidung, um die eigene im Arrest 10. Mai d. I. tritt nunmehr am 1. Juli d. J. in Kraft. Nachdurch erhielten die Telegraphenbeamten mehr Arbeit, aber keine schonen zu können, aber vergeblich. Seitens jüngerer Offiziere dem der Bundesrath Ausführungsvorschriften erlassen hat, ist für Entschädigung. Als ihm der gegenwärtige Generaldirektor follen ihm Vorträge über die Zwecklosigkeit der sozialdemo- die preußischen Behörden noch eine besondere Anweisung der folgte, hofften die Beamten, daß dieser die Mißstände abstellen fratischen Bestrebungen gehalten worden sein. Wir können Minister des Innern und der Finanzen ergangen. Es sind hierwürde. Allein sie täuschten sich. Er bevorzugte die Postbeamten nun bestimmt versichern, daß am Tage der Kontrollversamm- aus folgende Punkte hervorzuheben: auf Kosten der Telegraphisten, fürzte einer bestimmten Kategorie lung eine fozialdemokratische oder sonst eine politische Die Gemeindebehörde, welche die Aumeldung des Anspruchs dieser den Tagelohn von 2 M. um 40 Pf., und bewirkte dadurch, Versammlung auf Wilhelmsburg überhaupt nicht statt- auf Unterstützung entgegennimmt, hat festzustellen, zu welchem daß die bisher Indifferenten unter den Beamten sich enger denen gefunden hat, B. konnte somit auch nicht in einer solchen Zeitpunkt und auf welche Dauer derjenige, für dessen Familie anfchloffen, welche schon eine Aenderung der Dinge erstrebten. Der Versammlung sprechen oder derselben auch nur beiwohnen. Unterstüßung nachgesucht wird, zur Uebung einberufen ist. Zu politische Standpunkt der Beamten wurde mehr und mehr der Maßstab Allerdings hat B. am fraglichen Tage an einer Versammlung diesem Zwecke wird in der Regel der Gestellungsbefehl oder der ihrer Fähigkeit; so tamen Leute mit weniger Dienstzeit, häufig theilgenommen, aber au einer unpolitischen, rein gewerk Militärpaß des Einberufenen einzusehen sein. Nach Anordnung mit ganz geringer, in Stellungen, welche anderen gebührten. Die schaftlichen, an einer Versammlung der Fabrikarbeiter. der Militärbehörde werden die Mannschaften des Beurlaubten= Beamten wählten eine Deputation, welche sie zum Generaldirektor Politisches oder Sozialdemokratisches ist in dieser Versammlung standes bei den Kontrollversammlungen darüber belehrt werden, und zum Minister absandten, um ihre Klagen vorzubringen. Die nicht vorgekommen. Wie nun die Militärbehörde dazu kommt, daß wenn derartige Unterstüßungsanträge vor Beginn der Verhandlungen blieben erfolglos und offenbarten nur die Feind B. überhaupt mit Arrest zu bestrafen wegen Sprechens in einer Uebung gestellt werden, der Gestellungsbefehl, wenn sie nach schaft, die in den leitenden Regionen gegen die Beamten herrscht. Versammlung, ganz gleich, ob dieselbe eine sozialdemokratische beendigter Uebung gestellt werden, der Militärpaß als Ausweis Man sprach schon vom Streit. Auf dem am 22. April dieses war oder nicht, ist uns unerfindlich. Wohin soll das führen? vorzuzeigen ist. Jahres abgehaltenen Bankett verstand es der Generaldirektor Schließlich kann man am Tage einer Wahl zum Als Lieferungsverbände gelten die Kreise( Stadt- und Landnoch einmal, die Beamten durch leere Versprechungen zu be- Landtage oder zum Reichstage Kontrolltreise). Die Organisation und Vertretung der Lieferungsverbände ruhigen. Die Lage der Beamten gestaltete sich aber anders, als Versammlungen einberufen und den Theilnehmern an regelt sich nach den Bestimmungen in den§§ 6-9 des Gesetzes der Generaldirektor eine Gratifikation von 1 Centimos( 5 P.), legteren bei Arrest strafe verbieten, an der Wahl, als über die Unterstützung von Familien in den Dienst eingetretener welche jeder Beamte für ein abgegebenes Telegramm erhielt, zu einem politischen Aft, theilzunehmen, da ja bekannt- Mannschaften vom 28. Februar 1888. Die Geschäfte der dort entziehen beschloß.( Deshalb die obengenannte Frage an den lich Militärpersonen an solchen politischen Aften nicht theil- vorgesehenen Kommissionen sind in den Landkreisen von den Minister.) Noch erbitterter wurden die Beamten, als der General nehmen dürfen. Es wäre dringend nothwendig, daß B. auf dem Kreis- Ausschüssen, in den Stadtkreisen von den Magistraten oder direktor verfügte, daß die Bilssarbeiter von den kleineren Stationen auf Beschwerdewege die Entscheidung der höchsten Militärbehörde von Kommissionen, welche nach den Kommunalverfassungs- Gesezen die Zentralstationen kommen sollten. Die Verfügung wurde von den herbeiführt. Sollte diese das Vorgehen gegen B. gutheißen, dann zu bilden sind, wahrzunehmen. Beamten als Anfang zur Verwirklichung der Pläne des Ministers werden die Arbeitervertreter im Reichstage sicher nicht verfehlen, Elduayen angesehen, welche zum Zweck haben, die ordentlichen dort die Sache zur Sprache zu bringen." Beamten überall durch billigere Hilfsbeamten zu ersehen. Weiter gab Ueber die Stelle, welche die Auszahlung der angewiesenen Unterstützungsbeträge zu bewirken hat, sind weder in dem Geseze vom 10. Mai 1892, noch in den Ausführungsvorschriften des der Minister des Innern einer Kommission von Telegraphen- Schwer fungenkrank befindet sich der auch den Berliner Bundesraths nähere Anordnungen getroffen. Es wird dies nach beamten die Antwort, daß er wohl um die Unzufriedenheit und Genossen wohlbekannte Metallarbeiter W. Kutzbach im Straf- den besonderen Verhältnissen so zu regeln sein, daß die Unterdie geheime Thätigkeit derselben wisse, daß es ihm aber gleich: gefängniß zu Dorsten. Derselbe hat sich bei der Redaktion der stüßungsberechtigten schnell und leicht das ihnen Gebührende in giltig sein würde, was die Zivilbeamten machten, wenn er mit Jeup'schen Blätter in Gelsenkirchen eine Reihe von Gefängniß- Empfang nehmen können. dem Bataillon der Militärtelegraphisten rechnen müßte. Dies strafen zugezogen, die er nun in Dorsten verbüßt. Um unserem Nach§ 6 des Gesetzes vom 10. Mai 1892 find auch für die war den Beamten gleichbedeutend mit einer Provokation. Und Genossen Gelegenheit zur Wiedergenesung zu geben, ist ihm aus ganz oder theilweise in der Beit vom 1. April bis 1. Juli 1892 als nun endlich ein Herr Bas, welcher bisher erst in der Post befreundeten Parteifreifen angerathen worden, einen Antrag auf abgeleisteten Uebungen nachträglich Unterstüßungen zu gewähren, drei Jahre diente, zum Chef des Post- und Telegraphenwesens Saftentlassung zu stellen und sollen ihm dann die Mittel zum sofern der Anspruch innerhalb einer Frist von vier Wochen ernannt werden sollte, da wurde es den Telegraphisten zuviel, Aufenthalt in einem Luftkurort gewährt werden. Herr Jeup, bei der Gemeindebehörde angemeldet wird; die Frist beginnt, und fie griffen zum äußersten Mittel: zum Streif. welcher mit den„ Unabhängigen" gemeinsame Sache macht, wollte wenn die Uebung vor dem 1. Juli 1892 bereits beendet war, Nachschrift. Es ist Donnerstag Abend, die Uhr zeigt auf 9, sich seiner Zeit um die Unterstützung seines in Haft gerathenen mit dem 1. Juli 1892, anderenfalls mit dem Tage der Beendigung noch immer teine Telegramme. Der Streit ist noch immer der- Redakteurs drücken und kümmert sich auch heute nicht um ihn. der Uebung. M Was hat der Buchdruckerstreik gekostet? Daß der ge- 1 befindlicher Maurer Herrmann Klein, in der Koppenstraße wohn- 1 hielt eine Majestätsbeleidigung für vorliegend und beantragte waltige Ausstand der Buchdrucker Deutschlands Riesensummen haft, plöglich zusammen und mußte, da ein in der Nähe wohnender dafür das zulässig niedrigste Strafmaß, 2 Monate Gefängniß. verschlungen hat, steht außer Frage, doch hat bisher Positives Arzt Symptome des Hitzschlags an Klein fonstatirte, nach dem Der Gerichtshof nahm indessen an, daß der Angeklagte sich in hierüber nicht verlautet. Einen ungefähren Begriff erhält man städtischen Krankenhause Friedrichshain mittelst Droschte über seiner Schlaftrunkenheit der Tragweite seiner Aeußerung nicht indessen durch die nunmehr erfolgte Abrechnung der Streitführt werden. Gegen 3 Uhr Nachmittags brach am Prenzlauer bewußt gewesen und fällte daher ein freisprechendes Kommission der Berliner Buchdrucker über den Thor ein unbekannter sehr forpulenter Mann, anscheinend den Urtheil. Berliner Streit. Aus derselben ist zunächst zu ersehen, daß höchst wohlhabenden Klassen angehörig, zusammen, der gleichfalls von beträchtliche Summen aus außerdeutschen Ländern zur Unter- einem Hißschlaganfall betroffen war. Die Handlungsweise des Schneidermeister3 Kühn ftützung der Streifenden eingelaufen sind, und zwar famen aus mühen gelang es, den Bewußtlosen wieder ins Leben zurückzu wir uns fragen, wo bleibt die Sicherheit des Bürgers, wenn Nach längerem Be- zu charakterisiren, haben wir nicht nöthig. Wohl aber müssen Desterreich- Ungarn 39 864,97 m., der deutschen Schweiz 9077,55 m., rufen, und der Kranke wurde dann mittelst Droschte nach Einer nur auf die Polizei zu eilen braucht, um zu sagen: der französischen Schweiz 1976,28 M., Elsaß- Lothringen( Vereins- dem Bahnhof Alexanderplatz geschafft, um von dort aus die Der und Jener hat auf den Kaiser geschimpft; und so Jemanden ausland) 9554,90 M., Luxemburg 650 M., Italien 1426,25 M., Fahrt nach Friedrichshagen, wo Verwandte desselben wohnen, an- auf Monate ins Gefängniß zu bringen. Wer ersetzt dem armen Frankreich 3187,31 M., Belgien 364,16 M., Holland 131,77 M., zutreten. Spanien 990 m., Dänemart 1992,25 M., Schweden 2418,33 M., Backer, was er erlitten Freilich, in einer Zeit und in einer Norwegen 1064 M., Rußland 590,10 M., Bulgarien 162 M., Gesellschaft, in der die Denunzianten sich als„ Patrioten" aufDas Schicksal der Frau Dr. Prager wird sich nunmehr spielen tönnen, sind solche Vorkommnisse nicht verwunderlich. Serbien 50 Mark, Rumänien 16,20 Mart, Amerita in Gemäßheit des gegen sie ergangenen schwurgerichtlichen Er21 134 Mart, England 59 085,36 Mart, Australien 263,67 fenntniffes erfüllen. Die sowohl Seitens der Vertheidigung als Mart, was allein zusammen 153 959,10 Mart ausmacht. auch Seitens des Ehemannes unternommenen Schritte zur Um Nr. 115/116 stand am 28. d. M. vor den Schranken des tönigl. Der Buchdruckereibefizer Georg Kühn, Leipzigerstraße Was nun speziell Berlin betrifft, woselbst die Zahl der wandlung der sechsjährigen Zuchthausstrafe in Gefängnißftrafe Landgerichts I, Straffammer 4, angeflagt wegen Bergehens gegen Streifenden, 2118, und zwar 1668 organisirte und 128 nicht haben dem Vernehmen nach feinen Erfolg gehabt. Die Ueber die Gewerbe- Ordnung. Kühn hatte sich dadurch strafbar gemacht, organisirte Buchdruckergehilfen, 47 Hilfsarbeiter und 280 Hilfsführung der Verurtheilten aus dem Untersuchungsgefängniß, in daß er seinen jugendlichen Hilfsarbeiterinnen die gefeßlich bes arbeiterinnen betrug, so wurden hier allein 384 901,31 m. ver- welchem sie noch immer sigt, nach dem Ruchthause in Jauer stimmten Pausen nicht gewährt hatte. Zur Entlastung führte er ausgabt und zwar für: Streifunterstügung an die organisirten steht infolge dessen unmittelbar bevor. Frau Dr, Prager ist an, daß sein inzwischen entlaffener Faktor der allein Schuldige Buchdruckergehilfen Berlins 888 560,55 W., Streifunterstügung hiervon bereits in Kenntniß gesetzt worden. sei, denn dieser hätte die Lohn, sowie sonstigen Arbeitsbedingungen an die nichtorganisirten Buchdruckergehilfen Berlins 14 071,50 R., Streitunterstüßung an die Hilfsarbeiter 3992 M. zu regeln gehabt. Die Beweisaufnahme ergab indeß, daß Kühn Streifunter In der Revolver- Affäre, welche gegen den Gastwirth sein Bersonal selbst zu allen Zeiten des Tages beaufsichtigte, fo ftüßung an die Hilfsarbeiterinnen 21 296,95 M., Extra Unter- udwig Werner in Weißenfee ein Strafverfahren wegen mit auch die alleinige Berantwortung trug. Er wurde deshalb ftügungen 2537,20 M., Zuschüsse zu Wohnungsmiethen 2714 M., obtfchlages in Gefolge gehabt hat, ist demselben jetzt die zu einer Geldstrafe von 50 m. bezw. 5 Tage Gefängniß verUnkosten bei Besetzung der Bahnhöfe 1728,90 M., Ausgaben für Antlage zugestellt worden. Die Verhandlung vor dem Schwururtheilt. Der Staatsanwalt hatte nur 20 M. Geldstrafe beantragt. die Kommissionsmitglieder in Gratweil's Bierhallen 1425,55 m., gericht, des Landgerichts II wird noch in der im nächsten Monat Sonstige Ausgaben( für Beiwohnen von Versammlungen anderer furz vor den Gerichtsferien beginnenden Periode stattfinden. Wegen Bravorufens im Gerichtssaal wurde gestern der Gewerke, Zusammenfünste mit zugereisten Kollegen, Fahrgelder, Rentier Michaelis, Novalisstraße 2, zu einer Geldstrafe von Gänge u. f. 1.) 457,20 M. Drucksachen, Inferate 2830,40. längerer aufregender Verfolgung dingfest gemacht worden. Ueber bei, die mit Freisprechung endigte, nachdem der Kaufmann SiegZwei vornehme Rowdies sind Dienstag Nachmittag nach 30 m. verurtheilt. Er wohnte als Zeuge einer Betzugsantlage Vertheilung der Flugblätter 166,45 W., Porto und Tele- die standalöse Affäre erfahren wir Folgendes: Die junge, hübsche mund Blum aus der Grünstraße für den Angeklagten günstig gramme 95,46 M. und Bureau Utensilien 190,72 M. Von Frau eines in der Mendelssohnstraße wohnenden Arbeiters 2. ausgesagt hatte. Der Staatsanwalt griff sich aus den BravoIntereffe dürfte es nunmehr fein, zu erfahren, auf welche Weise wurde vor einigen Tagen auf der Straße von einem elegant ge- schreiern den Herrn Michaelis heraus und stellte den Strafantrag. Diese bedeutenden Gelder aufgebracht worden sind. Die Abrechtleideten Herren angesprochen, der sie fragte, was ihr Mann, den nung giebt auch darüber Auskunft und ersehen wir aus ihr, daß er genau kenne, denn mache. Frau 2. antwortete höflich darauf aufgebracht wurden durch freiwillige Beiträge: Von Arbeiter- und erzählte, daß ihr Mann gegenwärtig zur Uebung eingezogen mann Otto Schwarz vor der dritten Strafkammer des LandUnter der Anklage des Betruges stand gestern der Raufvereinen 2c. 18 595,45 M., von anderen Arbeitern zc. 3254,01 M., sei und nun wußte der Fremde der Arglosen geschickt die Adresse gerichts I. Der Angeklagte machte durch die Zeitung bekannt, durch Sammellisten 20 882,59 M., durch Theilzahlungen auf ihrer Wohnung abzugewinnen, worauf er sich empfahl. Gestern daß er sein Breitestraße 7 belegenes Bigarrengeschäft verkaufen Sammellisten 32,10 M., von Buchdruckern Berlins 67 938,09 M. Nachmittag fuhr eine Droschte erster Klasse vor dem Hause, in wolle. Einem Kaufliebhaber schilderte er den Stand des GeAn Darlehen 13 380 M., durch Zuschuß vom Unterstützungsverein welchem Frau 2. wohnt, vor, zwei echte Gigerin" entstiegen schäftes in übertrieben günstiger Weise, er gab den Monatsumfah deutscher Buchdrucker und vom Verein der Berliner Buchdrucker dem Wagen und befahlen dem Kutscher, zu warten, bis sie zurück auf Grund seiner Bücher auf ca. 3000 M. an. und Schriftgießer 261 009,79 M. Die Rechnung schließt für fämen. Dann stiegen Beide die Treppe empor, bemerkten jedoch wurde abgeschlossen. Der neue Eigenthümer machte die Erfah Der Verkauf Berlin bei einer Gesammteinnahme von 385 092,03 m. mit nicht, daß ein Dritter, der Ehegatte der jungen Frau, welcher rung, daß der Umsatz weit hinter den Angaben des Angeklagten einem Ueberschusse von 190,72 m. als Baarbestand ab. Die feine lebung beendet hat und von der Arbeit zurüdfehrte, gleich zurückblieb und daß der für das Geschäft gezahlte Preis ein viel Abrechnung ist von einer ordentlichen und einer außerordentlichen falls die Treppen emporstieg und verwundert auf die vornehmen zu hoher gewesen sein. Es stellte sich heraus, daß der Angeklagte, Revisionstommiffion des Vereins der Berliner Buchdrucker und Herren blickte, welche laut lachend an der Klingel der Thür seiner der nebenbei Makler von Rohtabaten war, auch den hieraus er Schriftgießer geprüft und für richtig befunden worden. Wohnung zogen. Auf die Frage des Arbeiters, was sie denn wollten, zielten Gewinn zu der Tageslosung geworfen hatte. Der Staatsund als darauf 2. meinte, daß er der Wohnungsinhaber fei, rischer Absicht gehandelt und beantragte gegen denselben einen wurden Beide grob und erklärten, daß ihn das garnichts anginge anwalt hielt es für zweifellos, daß der Angeklagte in betrüge wollten sie ihm die Knochen entzwei schlagen, wenn er sich nicht Monat Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte unter Berücksich feines Weges scheere! Ohne sich um den Fassungslosen zu tigung der Unbescholtenheit des Angeklagten auf eine Geldstrafe fümmern, schlugen die Rowdies nunmehr die Thürfüllung entzwei von 800 m. und warfen sich, als 2. dies zu verhindern versuchte, auf denfelben. Auf die Hilferufe des Arbeiters tamen Hausbewohner herbei und nun ergriffen die Eindringlinge die Flucht, warfen lieferte eine Berhandlung, welche gestern vor der 182. Abtheilung Einen neuen Beitrag zum Kapitel des groben Nufuge sich in die Droschte und forderten den Kutscher auf, so schnell er des Schöffengerichts stattfand. Dem Arbeiter G. war eines Tages tömme davon zu jagen. Das flüchtende Gefährt tam jedoch nicht an der Jannowihbrücke der Hut vom Kopfe und in die Spree weit, in der Lothringerstraße wurde der eine der Burschen aus geflogen. Er eilte zum Ufer hinunter, löfte den Rettungskahn der Droschke gezogen und der zweite, der während der Fahrt aus und holte sich seinen Hut mit Hilfe desselben wieder. Ein Schutzdem Wagen gesprungen, in der Friedenstraße, von den Ver- mann brachte ihn zur Anzeige, worauf G. wegen groben Unfugs folgern, die nach Hunderten gählten, eingeholt. Beiden wurden ein Strafmandat in Höhe von 8 m. erhielt. Er beantragte eine Lynchjustiz in umfassendstem Maße von der empörten Volks- richterliche Entscheidung. Der Amtsanwalt wollte den Strafs menge zu Theil und blutüberströmt, mit zerfetzten Kleidern wurden antrag aufrecht erhalten wissen. Der Rettungskahn sei zur Rettung sie nach der Polizeiwache in der Wegerstraße geschafft, woselbst von Menschen da und dürfe nicht vom Publikum bei jeder Kleinig ihre Personalien, die auf einen Rentier St. aus der Potsdamer- teit benugt werden, wie es ebenfalls verboten Tei, die Feuerwehr straße und auf einen Privatier 2. in der Bülowstraße lauten, in unnöthiger Weise zu alarmiren. Der Gerichtshof erkannte auf festgestellt wurden.( Wir möchten den Berichterstatter doch er- Freisprechung. Der Rettungstahn solle bei Unfallen dienen und fuchen, derartige Strolche mit dem vollen Namen befannt zu geben. Der Begriff des Unfalls lasje fich nicht genau begrenzen. Für Die beste Büchtigung ist die öffentliche Stellung an den Pranger.) den Angeklagten sei der Verlust seiner Kopfbedeckung vielleicht ein Unfall, ein grober Unfug tönne in seiner Handlungsweise jedenfalls nicht gefunden werden. Die Schreibersubjekte",- so pflegt der Bourgeois feine Tinten- Sulis zu betiteln gehören ohne Zweifel zu jener Klasse von Proletariern, die das trübfeligste Dasein führen müssen. Der Lohn für ihre Arbeit, Gehalt" nennt es der Prinzipal" überflüssiger Weise, ist ein so farger, daß die Schreiber eine Lebenshaltung zu führen gezwungen sind, die noch unter derjenigen steht, welche der Arbeiter im Durchschnitt führen kann. Dazu kommt bei den Schreibern noch ein gewisser Aufwand für Wäsche und Kleidung, welchen der Arbeiter zu machen nicht gezwungen ist. Und mag dieser Aufwand ein noch so geringer fein, mag der Bapier fragen schon gewendet, die Nähte des Rockes mit Dinte ge schwärzt, die Stiefeln mit Rüstern versehen sein, bei einem so geringen Etat macht sich auch die geringste Ausgabe bemerkbar. Die Arbeit der Schreiber ist eine sehr ungesunde. Jahr für Jahr in dem dumpfen Bureau fizzend, Stunde für Stunde über die Arbeit gebeugt, bedingt, daß die Proletarierkrankheit aus jenen Kreifen zahlreiche Opfer fordert. Die Arbeitszeit ist eine lange. Während gerade bei dieser Beschäftigung der Achtstundentag eine Nothwendigkeit wäre, ist hier eine Arbeitszeit von 10 Stunden die geringste Leistung. Sehr oft wird gearbeitet, so lange Arbeit vorhanden ist, sehr oft nimmt sich der Schreiber noch Arbeit mit nach Haus und fißt die halbe Nacht hindurch, um nur noch etwas ,, nebenbei" zu verdienen." # Gerichts- Beifung. Polizeibericht. Ant 28. d. Mts. wurde im Spandauer Was bei einer solchen Thätigkeit für ein Leben geführt wird, Schifffahrts- Kanal, gegenüber dem Hause Rielerstr. 20, die Leiche bedarf keiner Erörterung, und wenn einer oder der andere dieser eines Mannes angeschwemmt. Vormittags sprang ein fteben Im Prozeffe Heinze geht die Beweisaufnahme verhältnißs Tintenproletarier es vorzieht, diesem erbärmlichen Leben frei jähriger Knabe, angeblich aus Furcht vor Strafe wegen einer mäßig schnell vorwärts, denn es sind bis zum gestrigen Tage be willig ein Ende zu machen, so kann sicher Niemand auf diesen fehlerhaften Arbeit, gegenüber dem Grundstück Engel- lifer 8 in reits ca. 30 Zeugen vernommen worden. Dem Vernehmen armen Menschen einen Stein werfen. Ein 19jähriger Schreiber den Louisenstädtischen Kanal, wurde jedoch noch lebend aus dem na ch bietet die erneute Beugenvernehmung das getreue Spiegelhat dieser Tage infolge unzureichenden Verdienstes" sich das Wasser gezogen und später nach der elterlichen Wohnung ge- bild der vorigen und die Angeklagten suchen in derselben trogigen Leben genommen, indem er sich durch Alkohol vergiftete. Er bracht. Vor dem Hause Bismarckstr. 4 fiel Nachmittags ein Manier, wie bei der vorigen Verhandlung alle gegen fie Teerte einen Liter Nordhäuser, wurde bewußtlos aufgefunden und achtjähriger Knabe von einem beladenen Steinwagen herab, sprechenden Verdachtsmomente zu entfräften. Frau Heinze bekam nach dem Krankenhaus transportirt, wo er wenige Stunden später gerieth unter die Räder desselben und erlitt so schwere Ver- vorgestern wieder einmal so bedeutende Anwandlungen von verstarb. Ein, chriftliches" Begräbniß fand natürlich nicht statt, legungen am Kopfe, daß seine Ueberführung nach der Charitee Schwäche, daß der Vorsitzende ihr anheimgeben mußte, sich zu der Selbstmörder" wurde ohne Sang und Klang eingefcharrt. erforderlich wurde.- Gegenüber dem Grundstück Waterloo- überlegen, ob sie der Verhandlung auch folgen könne, da andernUfer 17 stürzte ein achtjähriger Knabe beim Spielen in den falls die Anklage gegen ihren Ehemann allein weiter In einer Mitgliederversammlung des Vereins 3 Landwehr- Kanal, wurde jedoch von dem Ziegeleibesitzer Bading verhandelt werden kunft wurde endlich der Beschluß gefaßt, aus dem Verein" aus Herzfelde mit eigener Lebensgefahr gerettet und seinen Eltern jedoch werden müßte. Die Angeklagte erholte sich auszutreten und eine selbständige freie Hilfstaffe" zu gründen. zugeführt. Im Laufe des Tages und in der darauffolgenden geführt worden war, als fie aber wieder zum Gerichtssaale bald wieder, nachdem sie auf turze Zeit hinauss Das hätte nur längst geschehen sein sollen. Wer einem Verein, Nacht fanden 5 Brände statt. der an die Person des Direktors gebunden ist, ob derselbe das zurückkehrte, äußerte sie zu den Umstehenden:" Meine Grube ist Vertrauen genießt oder nicht, den fämmtliche Mitglieder nicht zu ja schon gegraben, ich werde ja doch bald todt sein, mir kann beseitigen im Stande wären, es sei denn, daß sie ihm lebensalso Alles egal sein!" Etwas dramatisch soll die Verhandlung länglich einen Ministergehalt sicherten, beitritt, der muß auch die geworden sein, als Frau Uthes, bei welcher das Heinze'sche Folgen tragen. Ehepaar in der Veteranenstraße 18 gewohnt hatte, vernommen wurde und ihre die Angeklagten schwer verdächtigenden Aussagen Die Polizei hat den Juhabern der hiesigen Geschäfte der ersten Verhandlung wiederholt hatte. Als dann die Stiefansagen lassen, daß sie fortab ihre weiblichen Arbeiterinnen, die schwester der Frau Heinze, Wittwe Hahn, welche gleichfalls in bei ihnen in Werkstätten zc. beschäftigt find, an den Sonnabenden Stande kommen, zeigte eine Verhandlung, welche gestern vor der schien, brach Frau Heinze in Thränen aus, hielt ihrer Stief Wie Anklagen wegen Majestätsbeleidigungen zu der Uthes'schen Wohnung eine Stube innehatte, als Beugin ers und an den Tagen vor den Festtagen pünktlich um 1/26 Uhr zu dritten Straftammer des Landgerichts I stattfand. Aus der schwester vor, entlassen haben, wie es das neue Arbeiterschutzgesetz vorschreibt. daß fie die einzige Person in der Welt Bisher hatte man hier, wie„ Der Konfektionär" schreibt, die Aus- Untersuchungshaft wurde der Packer Oskar Schmidt vorgeführt, gewesen sei, fich eng verbunden fühle und führung dieses Gesetzes Paragraphen noch nicht überwacht; von welcher sich in unchrerbietigen Aeußerungen gegen den Kaiser er bat die Zeugin, doch ja fich möglichst genau der Vorjekt ab aber wird auf Einhaltung der neuen Gesetzesvorschriften gangen haben sollte. Der Angeklagte berief sich auf seine makellose gänge in der Uthes'schen Wohnung in der Mordnacht streng gesehen werden. Vergangenheit und behauptete, daß er unmöglich die beanstandeten zu erinnern. Die Aussagen der Frau Hahn waren von keiner Neußerungen ausgestoßen haben könne, da sie mit seiner Ge- großen Tragweite. Sehr lebendig soll es dagegen bei der Ver Die gesteige Meldung, daß der Prozeß gegen den Kauf- finnung im Widerspruche ſtänden. Als Zeuge trat der Waldemar nehmung des Belastungszeugen Karl Piester zugegangen fein, mann Abrahamsohn, bei welchem der Kammerherr Graf straße 39 wohnhafte Schneidermeister Kihn auf, welcher folgende welcher mit der Wittwe Hahn in freundschaftlichem Berkehr stand v. Gersdorff eine Rolle spielt, am 6. Juli zur Verhandlung Aussage machte: An einem April Nachmittage habe und schon das vorige Mal über das getrübte eheliche Verhältniß tommt, trifft nicht ganz zu. Thatsächlich war ein Termin zur er die Klein'sche Restauration in der Waldemarstraße der beiden Angeklagten, die Drohungen der Frau gegen den Ches Hauptverhandlung auf den 7. Juli angesetzt, derselbe ist aber betreten. Außer dem Wirth sei nur eine Person mann, die gelegentlichen Selbstmordversuche der ersteren 2c. sehr wieder aufgehoben worden, weil, nachdem über den Aufenthalt zugegen gewejen, der ihm damals unbekannte Angeklagte, gravirende Aussagen machte, welche die Angeklagte wiederholt des Grafen v. G. bereits 3 Adressen vorlagen, welche zu einer welcher in einer Ede gesessen und so feft geschlafen habe, daß er in die heftigste Wuth versezten. Es war dies der Zeuge, welcher Ermittelung desselben nicht führten, neuerdings eine neue Adresse schnarchte. Der Zeuge habe dem Wirth gegenüber fein Be- tros aller Einwendungen gegen seine Glaubwürdigkeit immer desselben angegeben worden war und doch noch der letzte Verfuch fremden ausgedrückt über den schlafenden Gast, worauf ihm zur„ auf seinem Punkte verblieb." Auch bei seiner gestrigen Bergemacht werden soll, denselben kommissarisch zu vernehmen. Der Antwort wurde:" Der sitzt schon seit Vormittag so". Nun habe nehmung soll es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Zivilprozeß des Grafen v. G. gegen A., dessen endgiltige Ent- der Zeuge den fremden Mann aus dem Echlafe gerüttelt und ihm und der Angeklagten Heinze gekommen sein, scheidung wesentlich von dem Ausgange dieses Strafprozesses ihn gesagt:„ Schlafen Sie doch nicht hier. Seine Majestät wiederholte er im Allgemeinen feine belastenden Aussagen. Längere abhängen wird, ist in erster Justanz auch nicht vollständig, son- follte ganz anders mit Ihnen verfahren". Borsigender Beit nahmen gestern die Vernehmungen der Kriminalkommissare dern nur zum Theil zu Gunsten des Grafen v. G. ausgefallen. Landgerichts- Rath Althaus: Sören Sie mal, Beuge, Braun und Keßmann in Anspruch. Beide schon so viele Jahre wenn es schon sonderbar erscheinen muß, daß Sie das Schlafen im Dienste der Kriminalpolizei stehende Beamte vertreten nach Auf der Straße plöglich irrfinnig geworden ist am des fremden Mannds nicht dulden wollten, obgleich der Wirth wie vor die persönliche Ueberzeugung, daß es sich bei der Er Dienstag Nachmittag eine etwa 40 jährige Fraut. Die Betreffende, es stundenlang gelitten hatte, so ist es noch weit auffälliger, daß mordung des Nachtwächters Braun nicht um einen Rache- Att, deren Stame bis jetzt noch nicht hat ermittelt werden können, Sie den Namen des Kaisers mit einer solchen Bagatelle in Be- sondern um die That ertappter Ginbrecher handelt. Beide Be schleppte sich gegen 2 Uhr, anscheinend durch die Hike ermatter, rührung brachten. Wie in aller Welt kamen Sie denn dazu? amte halten es nach den gesammten begleitenden Umständen für Durch die Meyerbeerstraße und brach schließlich vor dem Hause Beuge: Ich habe mir garnichts dabei gedacht. Borf.: ganz unzweifelhaft, daß in der That Diebe in jener Nacht einen muß ich Ihnen Nr. 9 zusammen. Plöglich sprang die Kranke wieder empor und Dann fagen, daß es ungehörig Einbruch in die Elifabethkirche versucht haben und dabei lief fortgefest laut um Hilfe rufend im Kreise umber; jede ist. Sie haben außerdem den Mann ja geradezu provozirt. vom Wächter Braun ertappt worden sind. In dem das Frage theilnehmender Personen beantwortete die augenscheinlich Der Zeuge bekundet weiter, daß der Angeklagte beim Erwachen bei entbrannten Kampfe hat der Wächter dann sein plöglich wahnsinnig Gewordene dahin, daß sie nicht fort könne eine strafbare Aeußerung gegen den Raiser gethan habe. Leben verloren. Nach den Bekundungen dieser beiden und auf diese Stelle gebannt sei. Schließlich mußte ein Schuß- Der Zeuge sei dann fofort zum nächsten Polizei Kriminalbeamten geben sich„ Koryphäen" der Verbrecherwelt mit mann herbeigeholt werden, welcher die Unglückliche nach der bureau gegangen und habe den Angeklagten wegen Majestäts- Kirchendiebstählen überhaupt nicht ab, weil sie wissen, daß in nahegelegenen Revierwache in der Neuen Königstraße schaffte; die beleidigung angezeigt. Derselbe sei sofort verhaftet worden. Der den Berliner Kirchen nicht viel zu holen ist. In den letzten Krante, deren Berfonalien nicht festgestellt werden konnten, scheint Angeklagte blieb dabei, daß ihm von den Neußerungen nichts 14 Jahren sind nur etwa drei Kirchendiebstähle in Berlin bekannt eine Obdachlose zu sein. bewußt sei. Er habe die ganze Nacht zuvor arbeiten müssen geworden, und diese Art von Einbrüchen ist das Ressort der und sei deshalb noch völlig schlaftrunken gewesen, als der Beuge fogenannten Faussen", zu denen auch Heinze gerechnet wird, Zwei Sihschlagfälle werden uns vom Dienstag gemeldet. ihn ausrüttelte. Durch die Geschichte sei ein schweres Unglück b. h. derjenigen Verbrecher, die hier einmal eine Hose von dem In der Frankfurter Allee, in der Nähe der Liebigstraße, brach über ihn gekommen, da er seit April verhaftet sei Eingange eines Ladens abhängen, dort gelegentlich einen Schaus gegen 3/41 Uhr Mittag ein auf dem Wege nach der Arbeitsstätte und seine Arbeit verloren habe. Der Staatsanwalt tasten erbrechen, furz, sich mit Kleinigkeiten begnügen. Um den doch ver= dehnen. Geschworenen flar zu machen, was ein„ Lude" ist, hatte Weiteres immer noch jeder Zuzug fernzuhalten. Es Müllensiefen an und legte dar, daß nach dem bisherigen Ber Kriminalkommiffar Reßmann gestern tiges Einbruchswerkzeug mit ein solches gewich- wird ersucht, das Vorstehende um so mehr zu beachten, als die halten der bürgerlichen Parteien es falsch wäre, für dieselben zu zur Stelle gebracht. Allgemeinen spielt sich Jm St. Gallener Schneidermeister der Wahrheit zuwider in allen stimmen. Dornbusch meinte, den Freifinnigen geschähe viel die Verhandlung ziemlich ruhig möglichen Blättern verbreiten lassen, der Streit sei beendigt. und geschäftsmäßig ab und es fehlt gänzlich an jenen Bu zu viel Ehre, wenn die Parteigenossen sich jetzt schon den Kopf fammenstößen zwischen der Prozeßleitung und der Vertheidigung, Infolge eines Streites zwischen französischen und sinnigen Kandidaten stimmen wollen. rigtowsti gab zu darüber zerbrächen, ob sie bei einer Wahl eventuell für den freiwelche in der ersten Verhandlung im Uebermaße zu verzeichnen italienischen Arbeitern in den Steinbrüchen von Comblanchien bedenten, daß die Freifinnigen nur so lange Opposition waren. Der Fehler eines Ausschlusses der Deffentlichkeit zeigt bei Dijon haben, wie die Köln. 8tg." berichtet, 500 Arbeiter machen, sich bereits darin, daß allerlei unkontrolli rbare Ginzelheiten über den Ausstand erklärt, sie verlangen die Entlassung der Italiener. wir ihnen als sie in der Minorität sind; verhülfen den Gang der Verhandlung ihren Weg ins Publikum finden. zu einer Majorität im Reichstage, so Dazu gehört auch die folgende Behauptung, welche ziemlich sicher Aus London wird der Kölnischen Beitung" geschrieben: Stadtverordneten- Bersammlungen verfahren. Er sei für die Rewürden sie dort genau so wie jezt im Rothen Hause und anderen auftritt: Seit dem letzten Verhandlungstermin sollen Seitens der Schon seit zwei Monaten find die Glaser und Blei solution Marten; die Stichwahlen, an denen wir nicht betheiligt Behörden eingehende Nachforschungen bei denjenigen Insassen der Arbeiter des Baugewerks zu Bolton ausständig. Um nun wären, würden übrigens immer seltener. Nät her erklärte: Buchthäuser und Gefängnisse stattgefunden haben, die in Gemein- die Streitigkeiten endgiltig zum Austrag zu bringen, haben die Wer behaupte, wir schadeten uns, wenn wir an den in Rede fchaft mit einem der beiden Angeklagten Strafe zu Meister beschlossen, sämmtliche Arbeiter auszuschließen, falls die stehenden Stichwahlen uns nicht betheiligten, der erwarte wirklich büßen hatten. Darunter soll sich auch eine in Berlin Glaser und Blei- Arbeiter nicht den Spruch eines Schiedsamts Alles vom Parlamentarismus. Gi esboit: Da das Kleininternirte Zeugin Cohn befinden, welche einmal mit der annehmen. Mehrere tausend Arbeiter werden von der Aus- bürgerthum durch Einführung des Achtstundentages vernichtet Heinze zusammen gesessen hat. Diefer gegenüber soll die schließung betroffen; da diese von dem Verein der Meister werbe, so könne teine bürgerliche Partei für denselben stimmen. Heinze angeblich die Borgänge bei der Ermordung des Wächters ausgeht, würde sich der Ausstand auf das ganze Lancashire aus Er sei für die Resolution Marten. Auch Koopmann erklärte genau geschildert und die Sache als Todtschlag dargestellt haben, an welchem ihr Ehemann und eine andere namhaft gemachte sich für diese. Ein ,, Unabhängiger" regalirte hierauf die VerPerson betheiligt gewesen seien. Dieser angebliche Mitthäter soll Deutschlands Buchdrucker", fann man die Pioniere der Lohn- frater durch den Parlamentarismus in den„ Sumpf" kommen würden. Die Berliner Maurer, schreibt der„ Korrespondent für fammlung mit der naiven Prophezeiung, daß die Sozialdemo feit längerer Zeit in Dalldorf als geistestrant internirt sein. bewegungen nennen. Der Vortheil einer öffentlichen Verhandlung würde darin bestehen, Situation günstig erscheint, eine Versammlung, bringen ihre Be Marten werde die Agitation auf dem Lande ungemein erschwert. Unverhofft berufen sie, sobald ihnen die Rahle- Reinickendorf erklärte, durch Annahme der Resolution daß über solche Dinge volle Klarheit unter das Publikum ge- schwerden und Forderungen vor, sammeln fräftigst zu ihrem Jakobey empfahl energischen Proteft gegen die im 5. Wahlbracht würde. Vielfach wird übrigens angenommen, daß der Generalfonds", halten noch einmal in den verschiedenen Stadt- treise angenommene Resolution. Ausschluß der Deffentlichkeit während der Dauer der Plaidoyers gegenden an einem Tage Versammlungen ab, um alle Kollegen Lütgenau und Vogtherr erhielten hierauf das Schlußwort und aufgehoben werden würde, da die Reden des Staatsanwalts mit dem geplanten Vorgehen bekannt zu machen, und schon die wiederholten das Wesentlichste ihrer früheren Ausführungen. und der Vertheidiger gewiß so gehalten sein können, daß nächsten Tage bringen die„ Generalversammlung", welche den 2ütgenau meinte noch, wenn seine Resolution abgelehnt ihr Inhalt der Sittlichkeit nicht Gefahr bringt, während die Beschluß zu gemeinsamem Vorgehen faßt, der bereits am folgen werde, so würde den Vortheil die freisinnige Partei haben, die Plaidoyers andererseits der Allgemeinheit die Ergebnisse der Ver- den Tag ausgeführt wird. handlung in anschaulichem Bilde unterbreiten könnten. Die Die Unternehmer- und es ist eine biffige Sorte, die hier in feiner Resolution bestimmte Verpflichtungen zu übernehmen hätte. So wurde es jetzt wieder gemacht. bisher unsere Unterstüßung umsonst erhielt, während sie nach Zahl der ehemaligen Mitgefangenen des Heinze, welche morgen Frage kommt dürften taum geahnt haben, daß die Arbeiter ogtherr betonte, daß er die Parlei weder für Bebezw. übermorgen als Zeugen erscheinen sollen, ist diesmal noch ihnen wirklich die üblen Passionen der Lohnbrückerei legen" theiligung, noch für Nichtbetheiligung gebunden wissen wolle. größer als das vorige Mal. Der Hauptzeuge diefer Kategorie, würden, denen sie wieder seit langem fröhnten, als diese bereits vor der Abstimmung wurde das in voriger Versammlung der bekannte Sohn des„ Pallisaden- Karl" Bellevue, welcher fordernd vor ihnen standen. Und sie mußten die geforderten zur Resolution Vogtherr gestellte Amendement zurückgezogen. Die zur Zeit wegen Ruppelei in Untersuchungshaft fist, soll, dem 55 Pf. für die Stunde bewilligen, so gern sie bisher 45 und Bersammlung nahm dann mit großer Majorität gegen 18 Stimmen Bernehmen nach, auch in der Aussage des in Chicago ver 50 Bf. gezahlt hatten- es hieß eben: entweder bewilligen oder die Resolution Warten an, die zuerst zur Abstimmung gelangte nommenen Zeugen Just eine Rolle spielen. Er wird den Ge- Arbeitsniederlegung und„ Sperre". richtssaal nach dieser Richtung hin ohne Furcht betreten können, Nur vier Bau- Unternehmer und folgendermaßen lautet: denn ihm steht der sicherste Alibibeweis zur Seite: er hat sich zur Zeit des Mordes im Gefängniß befunden. Soziale tebersicht. Aufruf an die Arbeiterschaft Berlins! Am 1. April haben die Lohnerhöhung nicht bewilligt, und diese werden jetzt durch die„ Sperre" entgegenkommender gemacht. Man muß dem Borgehen der Berliner Maurer ein„ Bravo" zurufen, sie haben es verstanden, trotzdem viele tausende ihrer Genossen arbeitslos sind, den Arbeitenden wenigstens den nach den Verhältnissen nothwendigsten Lohn zu verschaffen.27 Die beiden Referenten die zunehmende Arbeitslosigkeit, die wachsende Ausbeutung des " In Erwägung, daß die Verstärkung der sozialen Gegenfäße, Proletariats durch die bestehende kapitalistische Herrschaft bewirken, daß der Kampf zwischen Kapital und Arbeit sich immer mehr verschärft, die Interessen der Arbeiter von allen Parteien immer mehr unterdrückt werden, weist die Sozialdemokratie jeden Wir haben diesem Lobe nur noch hinzuzufügen, daß es vom Kompromiß mit anderen Parteien zurück und empfiehlt den Gehöchsten Vortheil für die ganze Maurerschaft Deutschlands sein noffen, bei Stichwahlen, wo sich zwei bürgerliche Kandidaten müßte, wenn zwischen den Berliner Maurern, die in ihrer großen gegenüberstehen, strenge Wahlenthaltung." Mehrzahl der Vertrauensmänner- Organisation den Vorzug geben, Damit find die anderen Resolutionen gefallen. Die Ver am Geburtstage des erbittersten Unterdrückers und den Maurern Deutschlands, die, so weit sie organisirt sind, handlung über die weiteren Punkte der Tagesordnung wurde jeder freien Boltsaufklärung- vollendete ihr erstes Lehr- an der geschlossenen Organisationsform festhalten, der im Interesse vertagt und darauf die Versammlung mit einem Hoch auf die und Lernjahr die Berliner Arbeiter Bildungs- Dazu des Maurergewerbes nothwendige Ausgleich geschaffen würde. Sozialdemokratie geschlossen. Mitgetheilt sei noch, daß vom Verfchule- diefes im Januar v. J. in flammender Begeisterung Dazu ist unumgänglich von Nöthen, daß aller persönliche Banf gnügen am letzten Sonntag im Jägerhaus die Gewinne Nr. 86, gezeugte, ureigene Geisteskind der Berliner Arbeiterschaft! hüben und drüben zu schweigen hat. Was Einer dem Anderen 166, 193 und 221 bei Koopmann, Wollinerstraße 69 II, abzuNach glücklicher Ueberwindung der üblichen Kinderkrankheiten, für Grobheiten zugefügt hat, das muß vergessen werden, das ist holen sind. nach fiegreicher Bekämpfung der zahllosen offenen und versteckten etwas Persönliches, mit dem sich die Allgemeinheit der Maurer verleumderischen und höhnischen Angriffe steht diese Organisation, nicht zu befaffen hat. Sie braucht erträgliche Arbeitsbedingungen, Eine öffentliche Bäckerversammlung tagte am 28. Junt, auf festen Fundamenten erbaut, heute in voller Frische und deshalb hat sie sich organisirt, deshalb bringt sie ungezählte Opfer Nachmittags, in Joel's Festsaal, um, wie die Tagesordnung beLebensfähigkeit, gesund und rüstig da zur Freude und Lust an Zeit, Geld und Eriſtenzen. sagte, die Lage und Mißstände der Arbeiter in der Genossenunferer Freunde, zum Trozz unseren Feinden! Wollen wir hoffen, daß die Erfahrungen bei der jetzigen schaftsbäckerei zu besprechen. Zunächst wurden die anwesenden Aber wie die Erfolge dieses ersten Schuljahres unfere geLohnbewegung dahin führen, daß der alte und dem Ferustehenden Berichterstatter auf Anregung des Herrn Gaspar ersucht, einen meinsame Anstrengung und Opferthätigkeit nicht erlahmen lassen ganz unbegreifliche, den Bau- Unternehmern aber sehr willkommene objektiven Bericht zu bringen; das letzte Mal sei das nicht der dürfen, so sollen uns die hie und da eingetretenen kleinen Bank endlich von der Tagesordnung verschwindet. Fall gewefen. Der Vertreter des Vorwärts" protestirte, so weit Mißerfolge auch nicht irre machen: jeder neue Erfolg es den Bericht des Vorwärts" betrifft, hiergegen. Die öffent ſet Die Freie Vereinigung der fächsischen Orts- Kranken- liche Versammlung faßte hiernach erst emen 11113 ein neuer Sporn zu neuen Siegen, faffen richtet, wie der Franki. 3tg." aus Dresden geschrieben darüber, ob die Berichterstatter der Bersammlung beiwohnen Beschluß jedes fleine Mißlingen ein neuer Stachel zu verdoppelter wird, an den Bundesrath das Gesuch, von dem ihm nach§ 2 dürften; der Beschluß fiel bejahend aus. Herr Spiekermann Energie. In diesem Sinne fassen wir auch die, von dem des Alters- und Invaliditätsgesetzes zustehenden Recht Gebrauch beantragte, die Berathung des auf der Tagesordnung stehenden sonst so freigebigen Magistrat verfügte Verweige zu machen und Haus- Gewerbetreibende, wie es schon bei den Gegenstandes zu vertagen, bis der neugewählte Aufsichtsrath, der rung der Schulräume auf, die uns nur wieder einmal so Hausarbeitern der Tabakindustrie geschehen sei, für versicherungs- fich bereits mit dieser Angelegenheit befaßt habe, mit seiner recht klar beweist, daß sich die Berliner Arbeiterschaftpflichtig zu erklären. Zu der Vereinigung gehörten am letzten Untersuchung fertig fet. Der Antrag wurde nach längerer Dis im Borwärtsschreiten nach dem erhabenen Biel am besten auf Jahresschluß 109 Staffen mit 268 107 Mitgliedern, die 4 849 896 m. tuffion abgelehnt. Herr Most theilte dann mit, was für Absich selbst verläßt! Arbeiter! Arbeiterinnen! Ginzig in Eurer Hand, unterstützung, ärztliche Hilfe, Sterbegelder 2c. insgesammt genossenschaft bei Gründung derselben getroffen habe. Danach durch Beiträge aufbrachten. Hiervon sind für Kranken- machungen die Organisation der Bäcker mit der Bäckereiin Eurer Macht allein liegt es, dieses hehre Ziel mit uns zu er- 3063 316 Wt. verwendet worden. reichen; tretet ein in die Arbeiter- Bildungsschule! Nehmt Theil Stationen für Genesende einrichten und hat dementsprechende Be- höchstens 12 Stunden dauern solle, daß mindestens vierzehn Die Vereinigung will jetzt war abgemacht, daß die Arbeitszeit in der Genossenschaftsbäckerei an den Unterrichtsstunden! Benutzt die Bibliothet in den schlüsse in ihrer dieser Tage in Dresden stattgehabten Jahres- tägige Kündigungsfrist eingehalten werden, aber bis zur ersten Schullokalen! Werbt neue Freunde zu den alten! Fördert versammlung gefaßt. unser Werk es ist Euer Wert! Erlahmt nicht, erschlafft Lohnzahlung tägliche Kündigung zulässig sein sollte; ebenso set nicht in dem schweren, in dem heißen Ringen- Ihr kämpft um Aus Offenbach meldet uns ein Telegramm, daß die General- sowie bestimmt gewesen, daß die in der Arbeiterbewegung thätiSonntagsruhe und Lieferung des Frühstücksbrotes abgemacht, Eure höchsten, heiligsten Güter! Freilich die überaus traurigen wirthschaft- macher mit 24 gegen 9 Stimmen das Weiterbestehen der Kasse einer Versammlung Theil nehmen versammlung der Zentral- Krankenkasse der Schuh- gen Kollegen von der Arbeit befreit werden sollten, wenn sie an lichen Verhältnisse zwingen Manchen von Euch, als eingeschriebener Hilfskaffe beschlossen hat. müßten. Der neute der fich herzlich gern, sei es in deutscher Sprache, Aufsichtsrath foll nun den Geschäftsführer ermächtigt Geschichte, Nationalötonomie, sei es in anderen haben, daß er täglich Arbeiter entlassen könne. Die Fächern, wissenschaftlich und rednerisch weiterSonntagsruhe werde nicht eingehalten; der Vorstand motivire das bilden möchte, zu schmerzlichem Verzicht; aber damit, daß ein Bedürfniß dazu vorliege, daß Sonntags gearbeitet gefehen von den Arbeitslosen, denen selbstverständlich werde. Das sei traurig für die ganze Bäckerbewegung. Die das Schulgeld gestundet wird es sind doch noch Bäcker strebten danach, für alle Bäckereibetriebe die Sonntagsrecht Viele, die sehr wohl am Unterricht theilnehmen ruhe einzuführen. Wenn sie nun mit dieser Forderung an die fönnten: namentlich die jüngeren unverheiratheten In der vorgestrigen Versammlung des Wahlvereins Privatbäckermeister heranträten, so würden diese einfach sagen: Arbeiter und die noch keinem Vereine angehören. Diesen für den 4. Berliner Wahlkreis referirte Genosse la to w" Die Arbeiter in Eurer eigenen Genossenschaft backen ja Sonnſei unser Aufruf ganz besonders ein Weck und Mahnruf und Sozialismus". Redner weist Eingangs seines Referats auf Diese Zustände hätten die Bäcker schon im Böhmischen Brauhaus unter lebhaftem Beifall der Versammlung über„ Antisemitismus tags." Das ganze Vorgehen der Bäcker werde dadurch gelähmt. Aber auch an die Mitglieder der Gewerkschaften und die Beschlüsse des Brüsseler Kongresses hin, wonach Jeder, der darlegen wollen, seien dort aber nicht zu Worte gekommen, des aller Arbeitervereine Berlins richten wir unseren Appell. Dabei liegt uns nichts ferner, als der Gedanke, diesen sich zu unserem Programm bekennt, gleichviel, welcher Religions- halb hätten sie diese Versammlung einberufen. Es seien auch nur Vereinigungen Abbruch zu thun oder ihren Vorsitzenden irgendwie gemeinschaft, welcher Rasse oder gesellschaftlicher Stellung er an- 19 der in der Genossenschaft beschäftigten Bäcker von dem Arzu nahe zu treten; im Gegentheil: wir bitten in offener, freund- gehört, als" Sozialdemokrat" gilt. Die im Jahre 1878 von beitsnachweise der Organisation geholt, 11 seien anderswie anschaftlicher Gesinnung die Vorstände all' dieser Vereine, den Mit- forten, ins Leben gerufene, von Bismarck begünstigte Antisemiten- Achtſtundentages nicht möglich ist, so lange die Konkurrenten mit schaftlicher Gesinnung die Vorstände all' dieser Vereine, den Mit Stöcker, in Verbindung mit dem Schneider Grüneberg und Kon- genommen. Herr Gnadt verweist darauf, daß Einführung des gliedern die Berliner Arbeiter Bildungsschule dringend zu Bewegung sollte die Arbeiterklasse der Sozialdemokratie abwendig 16 und 18stündiger Arbeitszeit arbeiten. empfehlen, denn diefelbe ist ein Durchgangsstadium, aus machen, was im Schatten des Ausnahmegesetzes möglich zu fein betont, Herr Noffer welchem die Theilnehmer in Wissen und Bildung gereifter fchien. Die Arbeiter aber ließen sich nicht täuschen; sie wissen, Arbeiter durch die Genossenschaftsgründung ihnen helfen wollten. die Bäcker hätten erwartet, daß die Berliner und in der Ausdrucksweise rednerisch gewandter hervor: daß sie vom jüdischen und christlichen Kapital gleichermaßen aus Was das schlechte Brot betreffe, so müsse jeder Fachmann zu gehen und dadurch ihren Stammvereinen in jeder Weise nur gebeutet werden. Daher kann auch das Bestreben der Konser geben, daß in dem hintersten Ofen in der Müllerstraße ein gutes Arbeiter, Arbeiterinnen! Wir sind der Ueber- vativen, unter Benuhung des Antisemitismus Stimmen für sich zn Brot nicht gebacken werden könne. Solch eine Bäckerei hätte zeugung, daß Ihr, die Ihr dies left, die gewaltige Bedeutung wenig wird der Sieg des Sozialismus durch das Rolettiren der seit sechs Jahren nicht gebacken habe, sei ihm, dem Redner, fangen, bei den Arbeitern keinen Erfolg haben; ebenfo- man nicht wählen sollen. Der von Zubeil empfohlene Rollege, des Wortes, Wissen ist Macht" voll zu würdigen versteht, der Regierung mit dem Antisemitismus aufgehalten werden. Als und den übrigen Angehörigen der Bäckerorganisation gar nicht und daß Ihr deshalb diesen Aufruf nicht nur unter Euren auf eine der Hauptstützen ihrer Agitation gelte den Antisemiten der bekannt gewesen. Herr Pfeiffer nennt gleichfalls den Ofen geklärten und zielbewußten Gesinnungsgenossen, sondern haupt- Talmud, jenes jüdisch orthodoxe Gesetzbuch, von welchem auch in der Müllerstraße schlecht. In der Brunnenstraße werde gutes und verbreiten werdet, damit die einzig und allein durch Gure verbreiten ließ. Da eine allgemeine Kenntniß des Talmuds nicht zwei Kollegen an, bei denen es vorgekommen, daß sie 24 Stunden Energie, durch Euren Opfermuth geschaffene Ar= beiter Bildungsschule sich immer mehr und mehr dem vorhanden ist, würde es den Antisemiten um so leichter, durch hinter einander hätten arbeiten müffen, hält des Weiteren seine in Gurer Seele leuchtenden Ideale nähere, damit sie eine wahre, Beröffentlichung von Bruchstücken aus demselben den Leuten weiß früher vorgebrachten Beschwerden aufrecht und erklärt, Caspar, freie Bildungsstätte für die Gesammtheit der Berliner zu machen, daß die jüdische Moral eine verwerfliche sei. Wer der auch ihn unwürdig behandelt hätte, habe bereits manifestirt, freie Bildungsstätte für die Gesammtheit der Berliner aber den Talmud fenne, müsse zugeben, daß die Moral desselben sei wegen Nahrungsmittel- Berfälschung verurtheilt und habe einen. Arbeiterschaft werde: eine geistige Waffenwert eine weit höhere ist als die der Herren Antisemiten. Nach Allem weiten folchen Prozeß zu gewärtigen. Bei diesen Worten enta statt für den großen heiligen Befreiungskampf des ge- sei es Pflicht und Ehrenfache aller sozialistisch gesinnten Arbeiter, steht große Unruhe in der Versammlung, doch läßt man auf dem Antisemitismus jederzeit energisch entgegenzutreten. Hierauf Bureden des Herrn Zubeil Herrn Pfeiffer ausreden. Derselbe wurden für die am 12. Juli in der Urania stattfindende General- erwähnt noch einer Jnsulte, die Herr Caspar gegen ihn gerichtet versammlung des Vereins die Genossen Schröder und Schütz habe, und forderte schließlich auf, die Herren Caspar und als Rontrolleure gewählt. In dieser Versammlung soll auch die Lazarus ihres Amtes zu entheben. Herr Schlüter meint, Frage, ob der Verein einen Ausflug zu unternehmen gedenkt, daß die Genossenschaft zum Schutze der Organisation gea erörtert und beschlossen werden. nüßen können. tnechteten Proletariats! " Der Wissenschaft und Künfte Diener, Basall der Wahrheit, Feind dem Schein. Das soll auch fünftig die Berliner Arbeiter- BildungsSchule sein!" Der Vorstand. J. A.: H. Mattutat. ab Ju Stolberg haben die streifenden Arbeiter der Jordanschen Glashütte die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem ihnen ihre Forderungen bewilligt worden waren. Versammlungen. B gründet worden sei, und macht Herrn Caspar die Maßregelung des Kollegen Scholz zum Vorwurf. Daß der Ofen in der Müller= Der 6. fozialdemokratische Wahlverein führte in seiner straße nicht so funttionire, wie er sollte, ist auch Redners An= Bersammlung am 28. Juni die Diskussion zu Ende, welche sich sicht. Herr Schlüter erwähnt ferner, daß der Wertmeister von über die Frage der Stellungnahme der Partei zu den Stich Herrn Gaspar eines Tages gedrängt worden sei, eine bestimmte wahlen zwischen gegnerischen Kandidaten entsponnen hatte. Bu Bahl Brote am nächsten Tage zu liefern. Da die Zahl zu groß In Pest streiken die am Parlamentsbau beschäftigten Steinnächst wärmte ein" Unabhängiger" die bekannten Redensarten war, feien sämmtliche Brote damals schlecht gerathen; die Schuld megen, an Zahl gegen 300. Sie verlangten Abschaffung des über den Parlamentarismus wieder auf. Hierauf sprach Genoffe treffe Herrn Caspar. Herr Milde macht auf einige falsche Atford- und Einführung des Tagelohns, was abgelehnt wurde. Griepen trog, welcher für Entscheidung von Fall zu Fall Disponivungen aufmerksam, die Nachtheile für die Genossenschaft eintrat und die von Lütgenau angeregte Frage im Uebrigen nur mit sich gebracht hätten. Das schlechte Brot hätten die organisirten Aus St. Gallen erhalten wir vom Komitee der streiten in Bezug auf die Berliner Verhältnisse erörtert zu sehen wünschte. Arbeiter nicht geliefert, sondern die anderweit empfohlenen. Redner den Schneider die Nachricht, daß mit den Meistern Ber- Reinhard erinnerte an die wiederholten schändlichen Hinter ist auch dafür, daß der Genossenschaftsvorstand sein Amt nieders einbarungen getroffen wurden, diefelben aber noch nicht zur Aus- gehungen, welche wir von den Freifinnigen erfahren haben, und lege. Weiter wirft er Herrn Zubeil vor, daß derselbe aus Danfa führung gebracht worden sind. So lange das nicht geschehen, erklärte, er müsse es danach Jedem verdenken, der noch einmal barkeit für Herrn Bamberger weil dieser ihn sein Schank bauert der Streit unverändert fort und deshalb ist bis auf für diese Leute stimmen würde. Millarg fübrte den Fall lokal eingerichtet habe dafür eintrat daß der Meblhändler dem Vorstand Mittheilung machen sollen, und half das nichts, regeln, die gegen Sozialdemokraten gerichtet sind. Den 9 Uhr, bei Noll, Adalbertfir. 21: Sigung mit Damen. Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsfelde und Umgegend. Wilhelmstr. 10. jetzt im Laufe Semesters, eintreten. Gieshoit. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ecke. Aug. Geib, Donnerstag bei Zubeil, Naunynstraße 86, Abends St. Urban, Brezelschluß, Annenstr. 16, Weiße Rose, Reinickendorf, Residenzstr. 101, bet Garus. Dermischkes. Zur Herstellung von Arbeiterwohnungen vermachte in In Stettin brach am Dienstag Abend auf der Werft Möller und Hollberg in einem Gebäude Feuer aus, in welchem sich der Schnürboden befindet. Da das Gebäude isolirt stand, wurde der Brand nach einigen Stunden gelöscht, nachdem das Gebäude zur Hälfte vom Feuer verzehrt war. Herabfallendes Gestein tödtete am Sonnabend auf der Spiesener Grube( Saarrevier) den Bergmann Ruffing, auf der Grube Heinitz den Bergmann Urbahn aus Marpingen und auf der Grube Gerhard einen Bergmann aus Reimsbach. Lachmann, der ein Verwandter Bamberger's fein sollte, die| Bamberger von einem Reporter stammten, dessen Namen er f Mehllieferungen erhielt. Herr Grashold, das frühere vorsitzende aber nicht nennen könne, weil dieser befürchte, sonst gemaßregelt Mitglied des Aufsichtsraths, bemerkt, daß ihm von Beschlüssen, wo- zu werden. Aus der Versammlung wurde alsdann der Name Mord im Jerfinu. Im städtischen Krankenhause zu nach die Genossenschaftsbäckerei der Bäckerorganisation wegen ge- Liefländer gerufen und nun bestätigte Milde, daß der Uebergründet wäre, nichts bekannt sei. Er wisse nur, daß gemaßregelte bringer jener Verdächtigungen in der That Herr Liefländer Meißen erwürgte ein Frrsinniger, der leider nicht isolirt war, Zubeil habe den Fehler begangen, daß er, ehe er über Zustände eben so verlogen feien, wie diejenige, daß Liefländer gemaßregelt die neunzehnjährige Kindesmörderin Steen aus Eutin Genoffen vor allen Dingen berücksichtigt werden sollten. Herr fei. Bamberger erwiderte, daß jene Mittheilungen Liefländer's einen lungenleidenden Lehrling. Todesurtheil. Das Lübecker Schwurgericht verurtheilte in der Genossenschaftsbäckerei sprach, nur die eine Partei und werden könnte. Kreuz- 3tg."," Post" 2c., für welche gegnerische nicht auch die andere gehört habe. Wenn die Bäcker merkten, Blätter Herr Liefländer Berichte lieferte, würden denselben be- zum Tode! daß das Material nichts taugte, so hätten dieselben davon sofort greiflicher Weise niemals wegen Verleumdungen maßs wegen Verleumdungen maß Kassel, wie der" Post" gemeldet wird, der verstorbene Weißso hätten sie sich an den Aufsichtsrath wenden müssen; hätte Schluß der Verhandlungen bildete, wie schon gestern bindermeister Wimmel der Stadtverwaltung sein ganzes Vermögen das auch nichts gefruchtet, so hätten sie selbst eine General- erwähnt, die Annahme einer an den Aufsichtsrath gerichteten im Betrage von einer halben Million. versammlung der Genossenschaft einberufen sollen, wozu Resolution, wonach bei Einstellung von Bäckergesellen nur In Barmen ist die Lißen-, Spiken- und Kordelfabrik der sie ja das Recht hätten. Herr Lazarus verwahrt sich diejenigen zu berücksichtigen sind, welche dem Verbande der Kommanditgesellschaft D. Hölfen u. Sohn niedergebrannt. Der gegen einige Vorwürfe, die ihn treffen sollten, und er Bäckergesellen angehören und von diesem empfohlen werden. Schaden wird auf 200 000 M. geschätzt. Wie der Brand entflärt, daß er mit der Abfertigung der Kutscher nichts zu thun standen, ist noch unbekannt. Gegen 100 Arbeiter sind be habe, also auch nicht für Mantos, die bei derselben entstehen, Arbriter. Heute, Abends 8 Uhr, im Restaurant Preußer, Seydelstraße 30: Sozialdemokratischer Klub der im Buchdruckgewerbe beschäftigten schäftigungslos. verantwortlich gemacht werden könne. Herr Gaspar führt General- Berfammlung. Politische Streifzüge. Neuwahl des Vorstandes. aus, in der Genossenschaftsbäckerei sei eine zwölfstündige Arbeits- Zentralverband deutscher Konditoren, Pfefferküchler und Berufsruhe durchgeführt. Wer Sonntags arbeite, erhalte für die Woche genomen. 2o talverein Berlin. Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 14 part. nicht blos 27 Mart, sondern 31,50 Mark, während PrivatVerein ehemaliger Schüler der 114. Gemeindeschule. Seute, Abends bäckermeister ihren Arbeitern den Sonntag nicht be zahlten. Nicht die Bäcker, sondern die Arbeiterschaft Von einer größeren Fenersbrunst wurde das Städtchen Berlins hätte die Bäckereigenossenschaft gegründet, denn in Momber, then. Abends 8½ Uhr, Bersammlung im Lokale des Herrn A ßmannshausen bei Bingen heimgesucht. Das Feuer entder Versammlung vom 16. Februar feien 16 Bäcker und 124 Per- Arbeiter- Bildungsfdjule. Donnerstag Abends 8-10% hr: Süd- stand aus bis jetzt noch unbekannter Ursache in der Nähe des sonen anderer Berufe zugegen gewesen. Was das schlechte Mehl hule: Hagelsbergerjir. 43: Unterricht im Rechnen; Südost- Schule, alten Bahnhofes, verbreitete sich mit Bligesschnelle zu beiden Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Geschichte( alt); Dit Schule, Markus anlange, so sei es selbstverständlich, daß bei großen Mengen Mehl ftraße 31: Unterricht in Rechnen; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Unter Seiten des Bahnkörpers und legte 7 Gebäude in Asche. dasjenige, welches unten liege, schlechter sei als das weiter oben richt in Deutsch( mittlere) und Chemie. In alle Lehrfächer, mit Ausnahme befindliche. Die erwähnten falschen Disponirungen habe er auf aurathum te beschlübung, fünnen noch Schüler und Schülerinnen, Angaben der Werkmeister hin getroffen. Die Beispiele inhumaner Lese- u. Diskutirkube. Donnerstag. Diepgen, Abends 8 Uhr, Behandlung seien darauf zurückzuführen, daß er nicht habe eine bet Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei ganze Fuhre Mehl verregnen lassen wollen. Die Angriffe Pfeiffer's erwegh, Abends 8 Uhr, Reichenbergeritraße 54, Ecke Laufigerstraße, bei feien unter seiner Würde. Herr Pfeiffer habe nicht, wie er an- Schayer. gedeutet, gemaßregelt werden sollen, sondern sei nur aufgefordert, Uhr. Safenelever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulen endlich einmal sein Manto von 140 M. zu decken. Herr Pfeiffer weg Treptow habe schon, als es sich vor drei Jahren einmal um die Gründung einer Bäckerei Genossenschaft gehandelt, von dem Mehlhändler 2000 M. leihen wollen. Herr Hubeil erklärt, daß er sich nicht aus eigenem Antriebe um die Zustände in der GenossenschaftsBäckerei bekümmert habe, sondern dazu vom Vorsitzenden des Aufsichtsrathes aufgefordert worden sei. Redner berichtigt eine von Herrn Milde aufgetischte Erzählung über Dienste, die angeblich Herr Bamberger, der ein Verwandter oder Freund des Mehlhändlers Herrn Lachmann sein sollte, Herrn Zubeil geleistet habe und weist nach, daß die ganzen bezüglichen Angaben Wilde's erdichtet waren. Redner weist des Weiteren die Vorwürfe, welche bezüglich des auf seine Empfehlung eingestellten Bäckers erhoben worden find, in derselben Weise wie früher als unzutreffend zurück. Ferner fragt Zubeil die Bäcker der Genossenschaftsbäckerei, ob sie verantworten könnten, daß in einer Bäckerei von der Wage die Bunge abgebrochen sei, so daß nicht mehr gewogen werden könne. Von einem und demselben Mehl, welches in einer Bäckerei als zu schlecht zum Backen erklärt worden sei, hätten in anderen die Wertmeister gesagt, sie wollten gar fein anderes Mehl haben, als solches. Von der Bäckerei in der Müllerstraße sei ihm gesagt worden, die Tagbäcker würden stets ein gutes Brot backen, die alle Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: Mar Geng, Nachtbäcker aber nicht, das liege an der dort herrschenden Wirth- Berlin M., Belforterstraße 26, 1 Tr. Donnerstag: Gefelliger Verein Frei schaft. Am Freitag voriger Woche sei bei ihm Brot aus der und Lustig bei Göye, Drantenftraße 163.- Bimmer- Schüßengesellschaft Müllerstraße aufgeschnitten worden, das völlig unbrauchbar ge- Brücke 1( zu den 3 Raben). Fein Korn bei Klatt, Boechstr. 51.- Gefelliger Verein Azalie, MichaelHumoristischer Verein Pautenschwengel, wesen wäre. Redner würdigt dann das Vorgehen bei Sommer, Stallschreiberstraße 58. Musikverein Animo, bet Schmidt, des Herrn Pfeiffer, der jetzt erkläre, Herr Caspar habe 2: angelfir. 141.- Geselliger Verein Grüne Eiche( vor dem alle'schen manifestirt, der aber, als er Wochen lang im Aufsichtsrath ge- Thor), bet Kazorke, Solmsstr. 1. Vergnügungsverein Silaritas, bei Tempel, Breslauerstr. 27. Theaterverein Fideler Geist, bei Schneider, sessen, davon Nichts gesagt habe. Herr Zubeil beleuchtet des Adalbertstr. 8. Weiteren die zu Tage getretene Antisemiterei Pfeiffers, verweist Männer die Bäcker mit ihren Klagen über inhumane Behandlung an den Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görliger Straße 42. Gefangeabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins Aufsichtsrath und tadelt diejenigen Bäcker, welche fich für Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends Chriftiania, 29. Juni. In einer heute im Königlichen zu einer 24stündigen Arbeit, die sie hätten ver bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer Gefangverein Schloffe stattgehabten mehrstündigen Konferenz, an welcher der weigern müssen, zwingen ließen. Was das Defizit betreffe, yrolienne, Abends 9 Uhr bei Fausmann, Reichenbergerstr. 73a. König, der Kronprinz und die Mitglieder des norwegischen Musikverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bei Ehrenberg. so arbeite die Genossenschaft nicht mit Defizit, wohl aber hätten Theaterverein Lessing, Abends 9 1hr, bei Musehold, LandsbergerMinisteriums theilnahmen, wurde die Frage der Errichtung verschiedene Herren Schulden bei ihr zu decken. Redner schließt, ftraße 31. Privat- Theaterverein, Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im eines eigenen norwegischen Konsulatswesens in wen wie schon einige der ersten Redner es gethan, mit der Auf- Mairischen Hof, Admiralftr. 18. auch nicht offizieller Weise erörtert. Das Ministerium Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag hat darauf seine Entlassung forderung, dem neuen Aufsichtsrath Vertrauen entgegen zu bringen und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Zurnhalle, Banffte. 26. eingereicht. In dem De und dessen Vorschläge in der binnen Kurzem bevorstehenden Gefelliger Verein Freiheit, Abends 9 1hr, bet Thierbach, Schwebter missionsgesuche heißt es: Da der König erklärt habe, daß er den Generalversammlung abzuwarten. Geselliger Verein 9iegina, Oranienstr. 121, bei Seifert. Herr Kattein meint, der ftraße 44.Beschluß des Storthing betreffend Errichtung eines besonderen Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Annenstraße bei norwegischen Konsulatswejens nicht sanktioniren werde und da Djen in dem von ihm übernommenen Lokale in der Müllerstraße G. Broß. Verein ehemaliger 22. Gemeindefchüler, punft fei gut, er werde nur nicht gut genug behandelt: Herr Kretschmer 9 br, bei Schröder, Stealitzerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, Abends feines von den Mitgliedern des Ministeriums die Verant Freundschaft, Abends 9 Uhr, wortung für die Nicht- Santtionirung übernehmen wolle, Tonnerfag 9 Uhr Abends im Restaurant Göy, Oranienſtr. 153. Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's deftillation, zu geben. Der König hat das Demissionsgefuch zwar entgegen. Staligerstr.- Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant St. Stablert, Reichenbergerfir. 1136.- Stauchttub ohne forse, Abends 9 ur, genommen, alle weitere Entschließung darauf sich jedoch vo in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2. Rauchflub Kernspize, Abends Rauchtlub Arcona, Abends Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8.9 1hr, bei Sientenlinski, Neichenbergerstr. 71. Rauchflub Arabi Pascha, Abends& Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Ohne streit, jeden Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brizerstr. 32. Rauchttub Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flict. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelfir. 84. Netter Jugendbildner. Die Liegniger Straffammer verurtheilte den Lehrer G. aus Bunzlau zu 4 Jahren Gefängniß. Er hatte ein 10jähriges Schulmädchen in der falschen Annahme, ftunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Bonnerstag. Nebungs es habe seine eigene fiebenjährige Tochter auf dem Schulhofe Annenstraße 9, bei Prok. unverzagt, Köpeniderstraße 127a, bei umgerannt, derartig mit den Füßen am Kopfe bearbeitet, daß füfter. Kornblume, Blumenstraße 54, bet Wuttte. Frühlings- das Kind einer Jrrenanstalt übergeben werden mußte. Iust, Flottwellhraße 5, bei Bartel. bet eßner. In Aschersleben hat der Handelsmann Helmdag die morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bei Friefecte. Dorf bei ihm wohnende geschiedene Ehefrau Forst, eine übelberüchtigte glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguststr.- Ecke bei Schulz. Echo 2, Person, die früher ein Lokal mit Damenbedienung hielt und AnAlte Schönhauserstr. 42, bei Reimann. Einigkeit,( Hutmacher), Pappel- laß zu einem weitbekannten Skandalprozeß gab, ermordet. Dann Allee 3-4, bei Strauſe. 3utunft 1, Stegliz, Kurhaus Friedenau. armonie, Tempelhof, Dorfitr. 10, bet Gerth. Veilchenblau, Stott ging Helmdag auf den Boden und erhängte sich. In einem bufer Damm 39, bei Jakob.- Zukunft 2, Nied.- Schönhausen, Buchholzerstr. bei Briefe hat er seinen Angehörigen geschrieben, daß er durch die Frischmann.delweiß, Melchiorftraße 16, bei Etehmann. Schuld der Frau F. immer mehr in Geldverlegenheiten gekommen Admiralstraße 38, bei Lülow. Seeger'fcher Gefangverein, Lange sei und keinen anderen Ausweg gewußt habe. traße es bei Tempel von 9-11 Uhr.- Maiglödchen 2, G.-D., ManteuffelBrückeneinsturz. Beim Bau einer Brücke über den Leven Einigkeit 2, Groß- Lichterfelde, Amaltenstraße, bet sann.- Soft bei Leslie in Schottland brach ein Theil des Bauwerks plötzlich nung 3". Brandenburg, Neust. Wartt 2, bei Weydmers. Freie Sänger, zusammen, infolge dessen fünf Arbeiter von den Fluthen mitButunft 3, Welten, bei W. Grunow. angestr. 108, bet Nebelin. Kreuzberger Harmonie, Lindenstr. 106, bet Poppe. Nordstern, gerissen wurden und ertranken. Müllerstr. 7 bei Reichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 1hr Nachmittags, Barnimftr. 16, bei Heindorf. Treue Brüder, Ahrendtcho, Reichenberger- und Forsterstraßen- Ede, bet Spindler. Libertee, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund. LiedesLiedertafel westend, Blumenthalftr. 6 bei Behrendt. Vorwärts 9, Charlotten burg, Schillerstr. 102 bei Stahl. Hempel. Ostpreußischer Männer Gefangverein, Jüdenstr. 55, bei - Vorar fira Be e7, bei Epringsnubbe.straße 23. Eintracht, Glienicke bei Adlershof, bei Keller. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Musikverein Osiris, bet Rott, Adalbertstr. 21. Gefang-, Turn- und gefellige Vereine Donnerstag. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Magdeburg, 29. Juni. In dem vor dem hiesigen Schwur gericht verhandelten Prozesse gegen den Agenten Fritz Erbe aus Burgstall und die Dorothea Buntrock aus Holminden wegen zweifachen Mordes und schweren Raubes, begangen an der Emma Kasten und der Dova Klages, sind beide Angeklagten schuldig befunden und in beiden Fällen zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurtheilt worden. bemerkt, daß vorauszusehen war, daß jeder Nichtfachmann sich br, bei Helterhoff, Antonftr. 5. bet Buffe, Echönhauser Allee 40. Bergnügungs- Verein Senata jeden fo habe das Ministerium beschlossen, seine Demission erlauben werde, über die Arbeit der Bäcker zu urtheilen. Ein Genosse, der eine Brotniederlage hat, hält dem entgegen, daß die Händler, die täglich mit den Kunden in Berührung kämen, am besten in der Lage seien, über das Brot zu urtheilen; nun sei es richtig, daß unter den Broten, die er erhalte, das in der Nacht gebackene zumeist schlecht sei. Herr Most betont, daß die Bäcker in der Genossenschaft auf vollständige Sonntagsruhe nicht verzichtet hätten. Wenn Herr Zubeil gesagt habe, daß die Tagesschicht besser backe als die Nachtschicht, so sei zu bedenken, daß die Kollegen mit den Schichten wechseln, daß es also ein und diefelben Kollegen sind, welche Tags und welche Nachts backen. Nachdem noch verschiedene Redner gesprochen hatten, bemerkte der Bäcker Milde, daß seine Verdächtigungen gegen Zubeil und] Charlottenburg. lub stückwärts, Abends 8 Uhr, bei Aundt, Pallisadenstr. 47. Wallstr. 46, Brauerei Gambrinus, Bismarckstr. 23, 2628L empfiehlt helles Lagerbier( Gambrinusbräu) und dunkles Versandtbier ( Gambrinusversandt). Bierverlag. 2615L Heute Morgen 9 Uhr entfchlief nach Turzem Krankenlager unsere liebe, gute Mutter, Frau Rosalie Franc, geb. Voetve, im Alter von 73 Jahren. Die Beerdigung findet am Freitag, 1. Juli, 11 Uhr, in Weißensee statt. Berlin, 28. Juni 1892. 8416 G. Frane und Frau. Für die unerwartete große BetheiliStat behalten. ( Depeschen des Bureau Herold.) Sprottan, 29. Juni. In der Zellulosefabrik zu Oberleschen fand eine Explosion statt. Der Besitzer Klemm sowie mehrere Beamten wurden schwer verletzt, während der Schwiegervater des Besitzers getödtet wurde. Hamburg, 29. Juni. Die Hamburg- Amerikanische Packets fahrt- Gesellschaft will im nächsten Winter den Schnelldampfer= dienst nach New- York nicht einstellen. Die Dampfer sollen von Cuxhaven abfahren und auf der Rückreise Genua anlaufen. Achtung! Parteigenossen, deren Frauen, Töchter oder sonstige Anverwandte oder Betannte in der Blumen, Putzfeder oder Perlbranche thätig sind und welche gewillt sind, für die Agitation in diesen Branchen einzutreten( Verbreitung von Flugblättern), werden er sucht, wenn möglich mit Angabe des Adresse einzusenden an Wilhelm Jäger, Die Kommission. Zeugengefuch. Rigdorf, Germannstraße 34. 87/3 Wir empfehlen hierdurch unsere vorzüglichen, vermittelst neuester Maschinen und durch Kohlensäure abgezogenen Biere, wie nachstehend( durch Wagen frei Haus): 30 F1. Lagerbier 4/10 3 M., 30 Ft. Franziskaner gung bei der Beerdigung meines un- in Betracht kommenden Geschäfts, ihre 4/10 3., 30 l. Pilsenerbier 4/10 3 M., 30 F1. Exportbier vergeßlichen Mannes 4/10 3., 30 l, Münchener Union 10 3 M. Werkstätten, Vereine 2c. Wilhelm Schielke haben größeren Rabatt. Hochachtungsvoll Rott& Zschack, W., Nollendorfstr. 23 fage ich hiermit allen Freunden und Telephon: Amt 8 Nr. 2678. Bekannten und besonders dem Verein Allen Genossen bringe meine Wurst- u. Fleischwaaren- Pfeifenklub Gemüthlichkeit meinen allerHandlung in freundl. Erinnerung. Mein Prinzip: innigsten Dant. Gute Waare u. streng reelle Bedienung. Wilh. Arndt. Marheinekeplay 48 Stand: Bahnziehen, Plombiren etc. O. Arendt, 8386 Marie Schielke. 674b Das größte Brot Künstliche Zähne, Andreasitr. 60( Ging. Kl. 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