Nr. 91. «- Hbonncmcnts-Bcdlngungjn: Monnemenls- Preis pränumerando! Lierteljährp Z�o Hüll., monott 1,10 SRI, wöchentlich 28 Pfg. frei ins HauS. Einzelne Nummer 5 Pfg, Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage„Die Neue Well" 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post. Zeitungs- Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn L Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. 81. Jahrg. Crfditlnt täglich Ziiller montags. Serlinev VolksblÄkk. Ok TnferflonS' Gebühr vetriigt für die s-chsgespallcne Kolonel- zetle oder deren Raum so Pfg,, für politische und gewerkschaftliche Bereins- und Bcrsanlmlungs-Anzeigen 2S Pfg. „lUeiiie Hnzetgen", das erste(fettgedruckte) Wort 10 Pfg,, jedes weitere Wort B Pfg, Worte über IS Buchstaben zühlcn für zwei Worte, Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expcditwn ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends,»n Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöfkllet. Telegramm- Adreffe: „SoziaMtlnokrat Berlin". Zcntralorjjan der rozialdernokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: SRI. 68» Linden Strasse 69. Fernsprecher! Amt IV, Nr. 1S8Z. Dienstag, den 19. April 1994. Expedition: SM. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1981. Der russische Terroristcn-Prozeß. Man schreibt unS: Jetzt erst hat der Prozeß der russischen Terroristen Gerschuni Und Genossen, der auch in Deutschland so viel Aufsehen erregt hat, seinen Abschluß gefunden. Heber den Prozeß kursierten in der Presse verschiedene Gerüchte: bald hieß es, der Führer der ab- geurteilten Gruppe, Gerschuni. hätte kniefällig um Gnade gebeten. bald kam die Nachricht, der Mheber des Attentats auf den Fürsten ObolenSky, Katschura, hätte staiklbntastende Aussagen über seine Ge- nassen gemacht, dann wurWMMlchricht wieder dementiert und die bereits vollzogene Hi stellt es sich heraus. das„Berliner länglicher Gefäng russische Regie sammenflickt, sind fchen„Oswobo gerichtlichen Anllag er Angeklagten gemeldet. Jetzt dings zum Tode Verurteilten, wie melden weiß, schließlich zu lebens- begnadigt" wurden. Bevor nun die zu einem offiziellen Bericht zu- r Lage, auf Grund des von dem Struve- iffentlichten ungekürzten Originaltextes der über diesen Prozeß näheren Aufschluß zu geben. Die Gerichtsverhandlung vor dem Petersburger Bezirks-KriegS- gericht hat am 2, März d. F. und in folgenden Tagen unter dem Vorsitz des Herrn v, Osten-Sacken stattgefunden. Angeklagt waren fünf Personen: der Apotheker Hirsch Gerschuni(der in der deutschen Presse mißverständlich als Arzt und Stabskapitän figurierte) rntS Litauen, Aron Weizenfeld aus Schitomis. Zu den Zrchenankänfc» im Ruhrrevier. Die Erregung der Bevölkerung in jenen Teilen de? RuhrrevicrS. die durch die Zechenstilllcgungen sich in ihrer wirtschaftlich eu Existenz bedroht sehen, ist durch die seltsame Stellung, die der Hand Ksininister Möller am Sonnabend im preußischen Abgeordnetenhaus zu den Vorgängen eingenommen hat, noch beträchtlich gesteigert worden. Gestern am Sonntag fanden in einer ganzen Reihe von �chffchafteu aufgeregte Versammlungen statt, in welchen die Rcherepten, meist gute Ordnungsstützen, sich höchst verwundert über die heiße Vorliebe des Herrn Möller für das Kohkensyndilat äußerten und dessen Stellungnahme ans falsche und ungenügende Informationen— vielleicht aus Syndikatskreiscn— zurückführten. Man müsse sich deshalb von dem nichtimterrichtcten au den besser unterrichteten Minister wenden/ das heißt an Herrn Vjöller und andre einflußreiche RegicrungSmitglieder Dcptttatione»->Mendcn. Eine sonderbare Haltung scheint das Centruin zw dfr Absicht der socialdemokratischcn Fraktion, die Lage im RichueSic�.?n Reichstage zur Sprache zu bringen, einnehmen zu wopen. Allem An» schein nach fürchtet es, daß im Reichstage. chäWere Töne angeschlagen werden könnten als bei der matten Akliog am letzten Sonnabend im Abgcordnetenhause, und cS würde deshalb gar gern sehen, wenn jede Erörterung der Zcchenstilllegungen und ihrer Folgen im Reichstage unterbliebe, so daß es freies Spiel für sich im Abgeordnetcnhause behielte. Dafür spricht auch, daß das Centrum heute im Abgeordnetenhause den Antrag eingebracht hat, die Regie- rung um Prüfung der Frage zu ersuchen, ob nicht der§ 65 des Berggesetzes(der Bergwerksbesitzer ist verpflichtet, das Bergwerk zu be» treiben usw.) eine ausreichende Handhabe bietet, das freiwillige, die beteiligten Gemeinden und deren Einwohner schwer schädigende Sttll- legen von Bergwerksunteruehmungen zu verhindern, andernfalls aber, und zwar noch in dieser Session, einen Gesetzentwurf dem Landtage vorzulegen, welcher das Berggesetz dahin«rzsimzt, daß gegen jene Schädigungen wirksame Vorkehrungen getk�ffest werden können.—_ Der nationallibcrale Centralvorstand hat sich in einer am Sonn- tag abgehaltenen Sitzung neu konslittnert. Als ersttzr Vorsitzender wurde wiederum der Senior der Partei, Dr. Hammakb-r, als stell- vertretende Vorsitzende Dr. Blankenhorn und v. Eynertt erwählt. Im geschästsführenden Ausschuß sitzen fast sämtliche bctamtteren Parlamentarier der nationalliberalen Partei. Das neue O r g a n i« sations-Statut, über das wir berichtet haben, wurde an- genommen und soll dem nächsten Delegiertentage zur endgültigen Beschlußfassung vorgelegt werden. Bemerkenswert aus den Beratungen ist eine Epffbde,' über welche die„Nat.-Ztg." berichtet: „Ausdrücklich mißbilligte der Centralvorstand die Aus- führnngen eines preußischen La n d t a gs- Ab geordneten. welcher im„Altonaer Tageblatt" sich gegen die Beibehaltung des bestehenden Reichstagswahlrcchts ausgesprochen hatte." Der Abgeordnete, dessen Name im Bericht der„Nat.-Ztg." schämig verschwiegen wird, ist der Landiaas-Abgeordncte Menck. Davon aber, ist keine Rede, ob dieser Abgeordnete Mitglied der nationalliberalen Partei bleiben dürfe, obschon er sich, wie die „Nationallib. Korrcsp." selbst zu dem Falle sagt, in direkten Wider- spruch mit einem der wichtigsten Grundsätze des nationalliberalen Pro- gramms gesetzt hat, an dem die Partei unbedingt festhält. Man sollte meinen, daß ein Abgeordneter, der die wichtigsten Grundsätze besonders zu vertreten hat, der sie aber mit Füßen Kitt, nicht Mit- glied der Partei bleiben kann. Das ist aber bei den National- liberalen anders. Sie„mißbilligen", behalten aber die Feinde des Wahlrechts in führenden BertrauenSstcllen ihrer Partei.— Ein Ehinaprozcß. Ans Essen wird nnZ telegraphiert: In dem hent vcrhandellcn Pl-kucß gegen den ehemaligen Chinakrieger Fiedler wegen angeblicheiN. Beleidigung von Offizieren des SxpeditionScorpS Beantragt der Staatsanwalt niHt weniger als zwei Jahre Gefängnis. Das Gericht erkannte auf s'e ch's Monate. Näherer Bericht folgt.— Urb er den Ausfall der nltenburgischen Landtagswahlen schreibt man uns aus Altenburg: Der Wahlkampf hat uns insofern eine Enttäuschung bereitet, als wir, anstatt wie wir hoffen durften noch zwei Mandate zu gewinnen, ein Mandat an den Bund der Landwirte verloren haben. Immerhin besteht für uns kein Anlaß, etwa den Kopf hängen zu lassen; denn unsre Stimmeuzahl ist auf dem Platten Lande unerwartet stark gestiegen und nur unter mffterster Kraftentsaltung konnten unsre Gegner ihre Position noch einmal be- haupten. Für uns konnte bei dem hier bestehenden Vierklassen- System natürlich nur die letzte Wählerilasse in Frage kommen, die über sieben Mandate verfügt. Hier war der Wahlkampf außer- ordentlich erbittert. In den Städten haben wir mit erheblichen Majoritäten glatt gesiegt, unser Stimmenzuwachs übertraf noch unsre Erwartungen, Anders lag die Sache auf dem Lande. Dort hat der Bund der Landwirte eine Organisation, die sich bis auf das kleinste Dorf er- streckt. An der Spitze stehen natürlich die in entlegenen Gegenden ziemlich einflußreichen Gemeindevorsteher. Der Einfluß, den diese Organisation ausüben kann, ist um so größer, als uns auf dem Lande fast nirgends Säle zur Verfügung stehen. Um einen Begriff zu geben von den Schwierigkeiten, unter denen unsre Parteigenossen zu arbeiten haben, seien nur zwei Wahlkreise als Beispiel angeführt. Der vierte ländliche Wahlkreis umsaßt 131 Dörfer; Industrie in nennenswertem Umfang ist nicht vor- handen. Diesen Kreis hatten wir freilich neun Jahre lang besessen, aber nur, weil die Gegner uneinig waren und zwei Kandidaten aufstellten. Da die relative Stimmenmehrheit ent- scheidet, konnten wir den Kreis gewinnen, einmal be- haupteten wir ihn mit einer Sttmme Majorität I Diesmal hatten sich unsre Gegner auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt und damit Mußte uns der Kreis verloren gehen. Unsre Stimmenzahl war aber dort seit 1901 gestiegen von 612 auf 1070; da der Gegner mit 1300 Stimmen siegte, dürfen wir hoffen, daß der Kreis bei der nächsten Wahl auch gegen die vereinigten Gegner geholt wird. Im dritten ländlichen Wahlkreis erhielt unser Kandidat, Genosse Reim 1391, sein Gegner 1682 Stimmen. Auch in diesem Kreis stieg unsre Stimmeuzahl seit drei Jahren von 1210 auf 1591. Der Kreis wird gebildet aus 110 Dörfern. Im sechsten ländlichen Wahlkreis erhielt unser Kandidat 336 Sttmmen, sein Gegner erhielt 370 Stimmen. Diese drei Kreise fallen Ulis bei den nächsten Wahlen mit Leichtigkeit zu, wenn die Partei sich auch nur in der seitherigen Weise weiter- entwickelt. Bemerkenswert ist unser Aufschwung aber auf alle Fälle, geht doch daraus hervor, daß wir auch auf dem platten Lande festen Fuß gefaßt haben und schon jetzt nahe daran gewesen sind, den Bund der Landwirte aus seinen bisherigen Domänen hinauszuwerfen. Gewählt sind für die nächsten drei Jahre die Ge- Nossen Buchwald, Käppler und Horn.— Der Ausfall der Landtagswahlen läßt auf die am 29. April stattfindende Neichstagswahl absolut keinen Schluß zu, wenn auch die Gegner etwas mehr Hosfnungsfreude an den Tag legen. Sie ent- falten eine fieberhafte Thätigkeit und haben auch bereits fremde Redner engagiert. Es ist ein würdiges Kleeblatt, das sich da ein- finden wird, nämlich der Radau-Antisemit Liebermann v. Sonnenberg, Reichstags- Abgeordneter Pauli- Potsdam und der Ur- Heber der Zuchthaus-Vorlage, Pastor v. Bodelschwingh. Fehlt nur noch der Stöcker! Unsrerseits greifen in den Wahlkampf ein die Reichstags- Abgeordneten Bebel, Singer, Geyer, Stadthagen, Stolle, Hoffmann, Schöpflin und S t ü ck l e n. Die Gegner arbeiten mit den erbärmlichsten Ver- leumdungen unsrer Partei. Erfahrungsgemäß werden sie natürlich in den letzten Tagen vor der Wahl am gemeinsten. Auch die Be- Hörden sind nicht müßig, so hat man eine Versammlung, in der in polnischer Sprache referiert werden sollte, deshalb nicht gestattet, weil kein Gendarm vorhanden ist, der polnisch versteht, und sonach eine Ueberwachung nicht möglich seil Wenn unsre Gegner unter- liegen— und wir dürfen es hoffen—, dann ist unser seit langen Jahren so heiß umstrittener Kreis zu einer uneinnehmbaren Hochburg der Socialdemokratie geworden.— Gotha, 18. April. Der gothaische Landtag nahm heute ein- sttmmig die Gesetze wegen Waldschntzes, Forstgerechtsame und Domänenteilung an, wodurch die Auseinandersetzung zwischen dem herzoglichen Hanse und dem Staat endgültig geregelt wird. Staats- minister Henttg schloß darauf die Tagung des Landtags.— Liberale Proteste gegen die„liberale" Wahlreform. Die .Straßburger Zeitung" meldet: Die Mitglieder des Wahlvereins der Liberalen in Straßburg und Umgebung haben am letzten Montag iiber die liberalen An- träge zur preußischen Wahlrechtsreform ihre Meinung ausgetauscht und ihrer Ansicht einmütig dahin Ausdruck gegeben, daß diese An- träge hinter dem Mindestmaß dessen zurückbleiben, was von einem auch nur halbwegs liberalen und socialen Standpunkt aus gefordert werden muß. Sie befürchten von dieser„Gesamtakiion des preußischen Liberalismus" eher eine Schädigung als eine Förderung der Interessen des wahren Liberalismus.— Militärjustiz gegen Soldatenschinder. Das Kriegsgericht der 16. Division hatte einen wegen Mißhandlung Untergebener o f t vorbestraften Sergeanten des Jnfanterie-Regiments Rr. 161 in Trier zu drei Monaten Gefängnis und Degradation verurteilt. Es heißt in der Anklageschrift, daß der Sergeant die Untergebenen bei jeder Gelegenheit mißhandelt habe; er schlug sie mit dem in der Scheide steckenden Seitengewehr auf den Kopf und mit der Klopfpeitsche über Kopf und Rücken. Infolge der Mißhandlungen, die er durch den Sergeanten zu erdulden hatte, versuchte ein Musketier sich das Leben zu nehmen, konnte aber noch gerettet werden. Infolge des Leumundszeugnisses, das der Hauptmann und der Feldwebel dem Sergeanten ausstellten, hob das Lbcr-Kriegs- gericht das Urteil bezüglich der Degradation auf. Nach drei Monaten kann der Soldatenschinder also Iveiter seines Amtes als Sergeant walten und weiter wehrlose Soldaten in den Tod treiben. Daß der Rtensch das Quälen Untergebener für die Folge unterließe, ist ganz ausgeschlossen. Diese Strafe wird ebenso wenig fruchten, wie die vielen Vorstrafen. Das Kriegsgericht hatte deshalb auf Degradation erkannt als das Mittel, dem Sergeanten die weitere Möglichkeit zu Soldatenschindereien zu nehmen. Berichtigung. Der ReichstagS-Abgeordnete Wolfs ersucht uns zu berichttgen, daß er von den Wählern des Abg. b. Gerlach im Reichstag nicht geäußert habe, sie seien noch„dümmer" als Herr v. Gerlach selber. Er hat sie nur„blinder" genannt.— Gegenüber der Beschwerde des Genossen Rudolf K r a f f t, die wir vor einigen Tagen veröffentlichten, teilt uns Genosse Meist mit, daß er die Schrift Kraffts„Die Opfer d er K a s e r n e" in seiner Rede vom 11. März ausdrücklich erwähnt und ausführlich citiert habe.— Hiidlanct Belgien. Ter Abänderungsvorschlag der bereinigten Radikalen und Socialisten betteffs der Wahlbestimmungen der Verfassung wird in der Kammersitzung vom Dienstag eingebracht werden. Die im Laufe der Woche zu behandelnden Interpellationen werden den Führern der Linken Anlaß zu einer wichtigen Kritik der Regierungspolitik geben. Italien. Die Beamten des Unterrichtsministeriums hielten eine Versamm- lung ab, worin sie gegen die systematischen B e s ch u l d i- gungen Nasis, wonach die Beamten, nicht er, an den Diebereien schuld seien, protestieren und die Erwartung aussprechen, die Enquete werde rücksichtslos feststellen, ob es im Ministerium unehrliche Beamte gebe, oder ob der Exminister ein Verleumder sei.— ' England. Ein offizielles Armeeblatt im Dienste der militärischen Interessen Englands zu gründen, ist letzter Tage beschlossen worden. Das neue Blatt heißt„Tbs�.rmzs llourns.1 ok ttts Britisch Empire"(„Armeeblatt des britischen Reiches"); es wird in steter Verbindung stehen mit dem Knegsmiiiisterium und von der Leitung des großen Generalstabes kontrolliert werden. Diese Nachricht paßt sehr gut zu den Notizen, die in letzter Zeit durch die Presse gingen und darauf hinwiesen, wie man in englischen Hecreskreisen an- fängt, schon beizeiten für eine Vertauschung des jetzigen Systems mit der allgemeinen Wehrpflicht Stimmung und Pro- paganda zu machen.— Rnftland. Arbeiterdemoustrationen in Warschau. Am letzten Dienstag wurde auf der Rückkehr vom Begräbnis des Genossen Boczkowski eine Demonstration veranstaltet. Die Menge zog unter stürmischen Rufen:„Nieder mit dem Zarat! Hoch der Soeialismus l" zur Stadt. Am Donnerstag fand eine Masse ndemon st ration statt, an der viele t a u s e n d e Arbeiter teilnahmen. In das Kranken- haus wurde die Leiche eines in der Citadelle verstorbenen Genossen gebracht. Am Abend sollte er begraben werden. Die Nachricht von dem Begräbnis des in der Citadelle zum Tode beförderten Genossen verbreitete sich mit Windeseile durch die Arbeiterbezirke. Tausonde strömten vor das Krankenhaus und gaben ihrer Erregung in stürmischen Rufen:„Nieder mit dem Zarat!" Ausdruck. Der Wagen- verkehr wurde eingestellt, die Straßenbahnen mußten stehen- bleiben. Plötzlich ertönten die Klänge des polnischen Parteiliedss„die rote Standarte" und tausende sangen das revo- lnttonäre Kampflied. Die Behörden schickten nun die Feuerwehr mit Spritzen, um die Menge auseinanderzusprengen. Im Nu waren die Feuerwehrleute überwältigt und mußten sich zurückziehen. Nachdem die Verwaltung erklärte, daß das Begräbnis nicht stattfinden würde, zog die Menge weiter. Verhaftungen sind weder am Dienstag noch am Donnerstag vorgenommen worden.— Asien. Von der Tibet-Expedition. Dem„Reuterschen Bureau" wird aus Chalu(Tibet) vom Sonnabend gemeldet: Die englische Mission ist in Gyangtse gut untergebracht; die Einwohner des Distrikts scheinen der Mission gegenüber gute Gesinnungen zu he g e n. Viele Tibetaner, die bei dem Zusammenstoß bei der Schlucht vom Roten Götterbilde gefangen genommen worden waren. kamen, als sie aufgefordert wurden, ihre Schwerter und Gewehre zu zerschlagen, dieser Aufforderung freudig nach und erzählten, sie seien von den Lamas zum Kampfe gezwungen worden. Der englische Befehlshaber hat dem Kloster eine Geldbuße auferlegt, weil eine Anzahl Mönche gegen die Engländer gekämpft haben.— Afrika. Angeblicher Anffinndsversiich in Transvaal. Wie der„Morning Post" aus Pretoria vom 17. April ge- meldet wird, sollen sich 70 Holländer heimlich von Johannes- bürg nach dem Lydenburg-Distrikt begeben haben, wo verabredungsgemäß angeblich ausgedehnte Waffen- undMnnitionsvorräte auf sie lv arten. Eine Unter- suchung habe ergeben, daß sie beabsichtigten, sich durch Plünderung der in den Außenbezirken liegenden Banken und Geschäftshäuser in den Besitz von Geldmitteln zu setzen und dann sämtliche Farmen im Norden von Transvaal aufzusuchen, um dort Leute zu einem Auf st and anzuwerben. Die Nachricht klingt sehr unwahrscheinlich!— Amerika. Das neue Chinesengesetz verschließt allen nicht innerhalb der Union geborenen Mongolen das Bundesgebiet. Die Annahme des Gesetzes seitens des Kongresses, der ohnehin zu Beschränkungen der Einwanderung neigt. ist wahrscheinlich.— Das Senatskomitee der auswärtigen Ange- legenheiten empfiehlt die Annahme des vom panamerikanischen Kongresse vorgeschlagenen Schiedsgerichtsvertrages der lateinischen Republiken mit der Union. Die Ersatz- anspräche sollen nach fruchtlosen diplomatischen Verhandlungen dem Haager Schiedsgericht unterbreitet werden.— Vom ostasiatischen Kriegsschauplatz. Näherer Bericht Admiral Togos iiber das Seegefecht am IS. April. Admiral Togo berichtet: Die kombinierte Flotte begann, wie vorher bestimmt, am 11. April ihren achten Angriff auf Port Arthur. Die vierte und fünfte Torpedojäger- Flottille, die vierzehnte Torpeboots- Flottille und der Koryo- Maru erreichten den Eingang um Mitternacht vom 11. zum 12. April. Trotz des feindlichen Scheinwerfers ge- lang es ihnen, an verschiedenen Punkten Minen zu lege». Die zweite Torpedojäger- Flottille ent- deckte bei Tagesanbruch deS 12. einen russischen Torpedojäger, welcher den Hafen zu erreichen suchte. Nach einem Kampfe von 10 Minuten wurde derselbe in Grnnd gebohrt. Es blieb keine Zeit, die Mannschaft desselben zu retten, da„Bajan" herankam. Ein zweiter russischer Torpedojäger wurde ent- deckt, als er von der Richtung von Laoteschan herankam; er wurde ebenfalls angegriffen.entkam jedoch in den Hafen. Das dritteGeschwader erreichte die Auhcnreede von Port Arhur um 8 Uhr, worauf„B a j a n" das Feuer auf dasselbe eröffnete. Sofort folgten„Novik",„Askold",„Diana", „P e t r o p a w l o w s k",„P o b j ö d a" und„P o l t a w a und griffen uns an. Unser drittes Geschwader erwiderte das Feuer absichtlich schleppend und zog sich allmählich zurück, bis der Feind ans circa 15 Seemeilen nach Osten gelockt war. Dann kam unser er st es Gcschlvader, welches durch drahtlose Telegraphie benachrichtigt worden war, plötzlich heran und ging zum Angriff vor. Während des Versuchs des Feindes, den Hafen zu erreichen, lief ein Linienschiff vorn,„Typ Pettopaivlowsk", auf eine von uns in der vorhergehenden Nacht gelegte Mine aus und sank um 10 Uhr 32 Minute» vormittags. Ein zweites Schiff hatte anscheinend seine Manövrierfähigkeit verloren, doch konnten wir bei der Konfusion unter den feindlichen Schiffen dasselbe nicht erkennen. Die russischen Schiffe gelangten fchließlich in den Hafen. Unser drittes Geschwader erlitt keinerlei Beschädigung und dürften auch die Beschädigungen des Feindes, mit obigenAus- nahmen, gering sein. Unser er st es Geschwader kam nicht in F e n e r e n t f e r n u n g. Um 1 Uhr nachmittags zog sich unsre Flotte zurück und bereitete einen neuen Angriff vor. Amll. April segelte dieselbe loicder nach Port Arthur; die zweite, vierte und fünfte Torpedojäger- und neunte Torpedoboots-Flottille erreichten es um 3 Uhr vormittags; das dritte Geschwader um 9 Uhr. Wir entdeckten drei Minen, welche der Feind gelegt hatte, dieselben wurden sämtlich zerstört.„Kasuga" und.Nisshin" wurden westlich von Laoteschan dirigiert und e r- öffneten ein indirektes Bombardement für zwei Stunden, hierbei kamen diese Schiffe zum erstenmal in Aktion. Die neuen Forts in Laoteschan wurden fchließlich zum Schweige» ge» bracht und unsre Flotte zog sich 1 Uhr 30 Minuten zurück. Keine neuen russischen Schiffsverluste. Petersburg, 16. April.(Meldung der„Russischen Telegraphen« Agentur".) Alle heute verbreiteten Gerüchte über angebliche neue Verlrlste russischer Panzerschiffe sind gänzlich un« begründet. Ferner ist die Meldung, wonach die Verbindungen zwischen Port Arthur und Jnkau unterbrochen sind, weil eine Eifen bahn brücke in dieLuft gesprengt worden sei, ebenfalls falsch. Angeblicher Verlust eines japanischen Kreuzers. Port Arthur, 17. April.(Meldung der„Russischen Telegraphen» Agentur".) Mehrere Augenzeugen bestättgen, daß am 12. d. Mts. ein japanischer Kreuzer vor Port Arthur dadurch verloren ging, daß er auf einen eignen, schwim- Menden Torpedo stieß. Admiral Togo hat bekanntlich von einem solchen Verluste nichts gemeldet. Die Nachricht ist auch sonst unglaubhaft. Japanische Landung bei Niutschwang bevorstehend? London, 13. April.„Daily Chroniele" meldet aus Schan« haikwan von gestern: Ein in Niutschwang auS Tschifu eingetroffener Dampfer berichtet, er habe eine 26 Schiffe starke japanische Flotte mit 100 Transportschiffen nördlich von Port Arthur im Golf von Tschili gesehen. Die Flotte sei in nördlicher Richtung gefahren, und man nehme an, daß sie nach Kaitschou s ü d w e st- lich von Niutschwang bestimmt sei. Tientsin, 18. April.(Meldung des„Reuterschen Bureaus".) Mehrere Nachrichten sagen, daß eine Flotte von mehr als 70 japa- nischen Transportschiffen signalisiert sei in der Richtung nach Kintschou nördlich von Port Arthur. Kosaken in Nord-Korea? Söul, 17. April.(Meldung des„Reuterschen Bureaus".) In der Nacht zum 16. besetzten 33 Kosaken Sön-tschön, der japanische Konsul uirdFlüchtlinge kamen inGensan am Morgen des 17. an. Es geht das Gerücht, daß 5000 Russen dieser Vorhut folgen, um die Japaner vom Jalu abzuziehen; doch ist dieses Gerücht wenig glaubhaft, da sie durch eine Landung der Japaner abgeschnitten werden könnten. partei-I�ackricbten. Der Parteitag der deutschen Socialdemokratie wird, wie wlr gegenüber einer durch die Presse gegangenen unrichtigen Meldung feststellen, in der dritten Septemberwoche in Bremen abgehalten werden. Wahlenthaltung. Zur Nachwahl im 14. badischen Reichstags-Wahlkreise erläßt der Landesvorstand der badischen Socialdemokratie an die Partei- genossen dieses Kreises folgenden Aufruf: „Die Beförderung des seitherigen Vertreters dieses Kreises, Herrn Landgerichtsdirektor Zehnter, zum Landgerichtspräsidenten macht eine Neuwahl für diesen Kreis notwendig, welche bereits für den 21. April festgesetzt ist. Der Landesvorstand hat in seiner letzten Sitzung Stellung zu dieser Wahl genommen und kam nach reiflicher Erwägung zu dem einmütigen Beschluß, die socialdemokratischen Wähler dieses Kreises aufzufordern, sich der Abstimmung zu ent- halten. Bei dieser Entschließung ist der Landesvorstand von der Ansicht ausgegangen, daß einmal die in diesem Wahlkreis zu er- zielenden Erfolge in keinem Verhältnis zu den materiellen Auf- Wendungen stehen dürften, dann aber auch hat die Partei erst vor wenigen Monaten Gelegenheit gehabt, ihr Stärkeverhältnis und die Fortschritte in diesem Kreis zu prüfen. Bei all diefen in Betracht kommenden Umständen glaubt daher der Landesvorstand, jetzt schon wieder einen größeren Aufwand von Mitteln nicht verantworten zu können, und kam deshalb zu oben bezeichnetem Beschluß. Mannheim, im April 1904. Der Parteivorstand.* Der Kreis gab im Jahre 1903 13 360 Centrumssttmmen. 4396 nationalliberale und 270 socialdemokratische ab. Der Maifestzug in Erfurt ist verboten worden, weil er eine Demonstration gegen die bestehenden Rechts- Verhältnisse sei. Das soll er allerdings sein; es ist aber jedermann gestattet, gegen die bestehenden Rechtsverhältnisse zu demonstrieren. Für die Erlangung des allgemeinen gleichen direkten und ge- Heimen Wahlrechts zum Landesausschuß haben unsre Parteigenossen in E l s a tz-L o t h r i n g e n eine lebhafte Agitation durch Versamm- langen und Flugblätter begonnen. polireilicveo, Serlebtliebes ultr. — Abgekürztes Verfahren. Ueber den Preßprozeß des Genossen Robert Fette in Halle wird uns noch mitgeteilt: Der durch scharfe Urteile bekannte Landgerichts-Direktor F r o m m e ließ, wie erinnerlich, in dem vertagten China-Prozeß des Reichstags-Ab- geordneten Kunert eine ganze Reihe geladener Zeugen un- vernommen abtreten. Die gleiche Praxis übte er in dem Be- leidigungsprozeß gegen den Genossen Fette, obwohl nicht bloß auf Grund des§ 183, sondern auch auf§ 186— Behauptung nicht er- weislich wahrer Thatsachen— Anklage erhoben worden war. Fette sollte die Mitglieder des Oberbergamts Halle durch zwei im Monat Oktober veröffentlichre Artilel über die Lage der Braunkohlen- arbeiter beleidigt haben. In den Arttkeln wurden Mißstände ge« schildert, unter denen die Bergleute schwer zu leiden haben. Es hreß da:„Die besten Gesetze sind unwirksam; Unternehmer und Behörden schalten und walten, als ob sie von einer Gcwerbe-Ordnung und einem Berggesetz nichts wüßten". Unser Genosse hatte durch seinen Verteidiger die Vernehmung von 19 Zeugen beantragt, durch deren Bekundungen die geschilderten Miß« stände— mangelhafte Revisionen. unzureichende Aborte, schlechtes Trinkwasser ze.— bewiesen fwerden sollten. Das Gericht lehnte aber die Vernehmungen mi dem Hinweise ab, die Bekundungen wären nicht geeignet, den Wahrheits- beweis zu führen. Nur der Bergrat Balzer, der bekundete, in den Gruben alles so leidlich in Ordnung gefunden zu haben, wurde als Zeuge und Sachverständiger vernommen. Dann beantragte Staats- anwalt Schlütter 3 Monat Gefängnis gegen den Genossen Fette und das Gericht erkannte demgemäß.— Gegen das Urteil wird Revision eingelegt. — In dem Prozeh wegen Beleidigung des Reichstags- Abgeordneten Liebermann v. Sonnenberg wurde Genosse Garbe in Kassel freigesprochen; die Drucker wurden mit je 36 M. bestraft. Die Beleidigung soll in einem Flugblatte enthalten sein. Eue Industrie und Handel Zu den Zechen-Stilllegungen im Ruhrrevier. Die Gewerbetteibenden, Handwerker, Haus- und Grundbesitzer der Gemeinden Steele, Königssteele, Horst, Eiberg, Freisenbruch und Ueberruhr haben an die Regieamg sowie an alle Abgeordneten zum Reichs- und preußischen Landtag eine Petition gerichtet, in welcher sie die„Vertreter des Volkes" zur Hilfe dafür aufrufen, daß„im Interesse des Friedens, der allgemeinen Wohlfahrt sowie der Existenz so vieler bedrohter Gemeinden" die zur Stilllegung bestimmten Zechen des Ruhrreviers weiter befahren werden. In der Petition wird besonders gegen die Stilllegung der Zeche Eiberg protestiert und zur Begründung des Protestes in ähnlicher Weise, ivie dies zur Zeit in der kapitalistischen Presse geschieht, der Verarmung der Gemeinden, Entwertung des Grundbesitzes, Schädi- gung der Sparkassen usw. gedacht. Bon den Interessen der Berg- arbeiter ist nicht die Rede. Insofern bietet die Petition nichts Neues. Interessant wird sie erst dadurch, daß sie an der Hand der Jahresabrechnungen der Zeche Eiberg die Behauptung der Kohlen- shudikatsfreundc, die Zeche Eiberg sei völlig unrentabel, als leeres Geflunker erweist. Wenn die Zeche Eiberg auch nicht die hohen Reingewinne vieler nördlicher Gruben geliefert hat, so hat sie doch bisher ganz ansehnliche Profite abgeworfen. In der Petition heißt es hierüber: Zur Orientierung über die allgemeine Lage und die Entwicklung derlVcrhältiiisse auf Eibcrg wollen wir an der Hand der Jahresberichte der Gewerkschaft und nach fachnrännischen Bekundungen noch folgendes anführen. Bei Inbetriebsetzung der Zeche betrug: a) das Erwerbsconto.... 28g 000,— M. b) das Zubußcconto r... 635,700,—, Sa. 924,700,— M. Im Jahre 1888, bei Beginn der Ausbeutezahlung, hat der Kux- stand etwa 899— 990 M. betragen, also genau im Rahmen des Er- werbS- und Zubußecontos. Seit 1883 bis 1993 hat Eiberg an Aus- beute insgesamt 3 299 999 M. ausgezahlt und nebenbei für Betriebs- Verbesserungen 2 999 999 M. verauslagt. Hieraus ergiebt sich, daß das Erwerbs- und Zubußeconto während dieser kurzen Zeit mehr wie L'/zmal zur Verteilung gekommen und nebenbei noch 2999999 M. zu berücksichrigen bleiben, welche für die Neuanlagen verwendet sind. Im Jahre 1992 sind an Ausbeute 299 999 M. verteilt und für Verbesserungen etwa 149999 M. verwendet. Im Jahre 1993 betrug die Ausbeute allerdings nur 199 999 M. Hier bleibt aber zu berücksichtigen, daß in diesem Jahre aus den Ueberschüssen ein Betrag von...... 299990. für Anlage einer Wäsche verausgabt worden ist. Außer- dem sind noch die Anleihezinsen mit....... 73990, aus dem Gewinn bezahlt und an Amortisation... 40 990 zurückgelegt, so daß sich der Gesamtverdienst pro 1993 auf 413 999 M. beziffert. Zeche Eiberg besitzt nach den eignen Angaben der Zechen- Verwaltung und nach markscheiderischen Feststellungen auf der HI. in Betrieb befindlichen Sohle ein Kohlenquantum von mindestens 8 999 999 Tonnen und sind zur Gelvinnung dieses großen Quantums weder nennenswerte Vorrichtungsarbeiten zu treffen noch größere Geldopfer zu bringen. Ueber und unterhalb der IV. Sohle soll ebenfalls nach markscheiderischer Berechnung ein Kohlenquantum von über 29990 990 Tonnen anstehen. Dieses Kohlenquantum reicht so- »nit bei ca. 28 999 999 Tonnen noch für über 99 Fahre aus. Die Flötze unter der IV. Sohle werden nach den Auffchliissen der be- uachbarten Zeche Johann Deimelsberg in herrlicher Lagerung und bedeutender Mächtigkeit aufgeschlossen werden und eine schöne, stück- reiche Kohle liefern. Der Fortschritt, den die Zeche Eiberg in der Enttvicklung der Verhältnisse gemacht hat, ist auch aus dem successiven Steigen der Syndikatsbeteiligungsziffer ersichtlich: Dieselbe betrug: im Jahre 189S 203 196 Tonnen, 1897 219 740 Tonnen. 1898 245 000 Tonnen, 1899 300000 Tonnen, 1902 363 999 Tonnen, Ende 1993 399 999 Tonnen. Die Bcteiligungsziffer hat sich also in sechs Jahren nahezu ver- doppelt. Neues Kartell. In Kassel fand gestern die konstituiereinde Ver- sammlung des Vereins deutscher Emaillierwerke zur Wahrung der ge- meinsamen wirtschaftlichen Interessen statt, dem bisher sünfzig deutsche Emailliertverke als Mitglieder beigetreten sind. Das Präsidium besteht aus dem Generaldirektor Winklcr sSilesial, als erstem, Direktor Thiel(Lübeck) als ztoeitem und Fabrikbesitzer Alten- loh(Hagen) als drittem Vorsitzenden. Zur Vorbereitung der ge- meinsamen Preisbestimmungen wurde eine Kommission, bestehend aus Vertretern aller Bezirksgruppen, gewählt. Stahlwerksverbands-Politik. Der von Herrn v. Rheinbabcn in hehrer Begeisterung hochgepriesene Stahlwerksverband scheint nicht pur in Bezug auf geschäftliche Rücksichtslosigkeit, sondern auch in der Eigenartigkeit seiner agitatorischen Maßnahmen alle übrigen Syndikate übertruinpfen zu wollen. So sucht er z. B. die Aktionäre des Phönix jetzt gegen dessen Verwaltung aufzustacheln, indem er in ver- schiedenen großen Zeitungen folgende Annonce losläßt: Aktionäre der Aktien-Gesellschaft Phoeuixl Gebt Euch nicht der Täuschung hin, die Aktien-Gesellschaft Phoenix könne dem Stahlwerksverband fernbleiben und neben dem- selben hergehen. Der Stahlwerksoerband besteht entweder mit Phoenix oder er besteht nicht! In Eurer Hand liegt die Entscheidung über das Geschick des Stahlwerks-Verbandesl Seid Euch Eurer Ver- antwortung wohl bewußt I Eine Erwiderung auf die Ausführungen der Aktien-Gesellschaft Phoenix versendet auf Verlangen postfrei in beliebiger Anzahl der Vor st and des Stahlwerksverbandes Aktien-Gesellschaft Düsseldorf, Königsplatz 13/16. Das Heiterste dabei ist, daß die hier aufgestellte Behauptung, der Stahliverksverband werde ohne Phoenix nicht bestehen, direkt den von ihm in die Unternchmerprcsse lancierten Nachrichten wider- spricht, daß er sich durch die Abstimmung einiger seiner Konkurrenten durchaus nicht beirren lassen, sondern gegen diese alsbald einen Bcr- nichtungskampf eröffnen werde. Gcwcrkrcbaftlicbes. An die organisierte Arbeiterschaft Deutschlands. In allen größeren Städten Deutschlands ringen die Bäcker- gesellen zur Zeit einen schweren Kampf. Sie verlangen nichts weiter, als die Möglichkeit, eine Familie notdürftig ernähren zu können. Die Arbeiterschaft unterstützt diesen Kampf in der denkbar idealsten Weise. Jetzt ist nun hier in Berlin seitens der Bäcker-Jnnungen ein Streikbrecher- Versand- Bureau mit einem Kosten- aufwände von jährlich 12—15 999 Mark inS Leben gerufen worden, durch welches das Werben der Streikbrecher besser organisiert und centralisiert werden soll. Da sich nun die anständigen und ehrlichen Gesellen nicht mehr zu Streikbrecherdiensten hergeben, sollen jetzt die Bäckermeistrrsöhne als „Arbeitswillige" verwendet werden. Hier in Berlin scheint nun durch die schroffe, hochmütig ab- lehnende Antwort der Innungen auf die äußerst höfliche Eingabe der Forderungen der Gescllenschaft der Streikunvermeid- lich zu werden. Hier soll die Kraftprobe der Niederknüppelung der Arbeiter ausgekämpft werden. An alle Bäckermeister in den übrigen Städten Deutschlands sind in den letzten Tagen Aufforderungen ergangen, ihre Söhne a l s Strcikbrcchcr für Berlin bereit zu halten. Arbeiter und Arbeiterfrauen allerorts I Habt deshalb ein wachsames Auge auf die Bäckermcistcrsöhnr, damit Ihr nicht Leute mit Eurer Kundschaft unter st ützt, deren Söhne uns als Streikbrecher in den Rücken fallen. Nirgends find die Verhältnisse für die Arbeiter so schlechte, als im Bäckcrgewcrbe. Keine Familie, kein eignes Heim ist dem Bäcker- gesellen vergönnt. Regelmäßige Sanntags- und Nachtarbeit ist sein Los. Dabei eine Entlohnung, die oft genug andre Arb-üter als Trinkgeld noch zurücklveisen würden. Gar nicht zu reden von der menschenunwürdigen Behandlung, der schlechten Kost und den miserablen Logisverhältnissen. Jeder anständige Mensch wird an- erkennen, daß die Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Bäckergesellen im Interesse der Kultur und der Gerechtigkeit notwendig ist. Nur die Mehrzahl der Bäckermeister will das nicht einsehen. Arbeiter Deutschlands! Beweist von neuem Eure oft erprobte Solidarität. Achtet bei allen Bäcker st reiks, namentlich aber bei dem bevor st ehenden Berliner Streik scharf auf dir Bäcker», cistersöhne, und laßt etwaige diesbezügliche Mitteilungen an den Unterzeichneten gelangen. Mit Brudergrutz Der Vor st and des deutschen Bäckerverbandes (Mitgliedschaft Berlin) I. A.: Carl Hetzschold, Berlin, Rheinsbergerstr. 17. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden uin Abdruck gebeten. Berlin unck llmgegenck. Achtung, Kürschner! Die Rauchwarenzurichter Berlins sind, da die Verhandlungen mit den Arbeitgebern betr. Lohnaufbesserung und Einstihrung des Neunstundentages gescheitert sind, in den Ausstand getreten. Zuzug ist streng fernzuhalten. Wir bitten alle Arbeiter- blättcr hiervon Notiz zu nehmen. Bcrgolderstrcik. Hausdiener und Packer Berlins! Die am 14. d. Mts. in den Arminhallen stattgefundene Sekiions- Versammlung beschloß, die im Ausstand befindlichen Kollegen, Packer in den Vergolderfabriken, im weitgehendsten Maße materiell wie moralisch zu unterstützen. Die unterzeichnete Ver- waltung ersucht daher alle Kollegen, diesem Beschluß zunächst dadurch Rechnung zu tragen, daß niemand, so lange der Streik dauert, Arbeit in dieser Branche annimmt. Die Ortsverwaltung l des Centralverbandes der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands. In Sachen der Arbeitsniederlegung bei der Firma Salomonis, die Erklärungen des Wcrkführers Reimann über Anlernen von Glas- schleifcrn für diese Firma betreffend, teilen die Organisationen der Glasschleifer und Glaser mit, daß die Angelegenheit in gcmeinschaft- licher Vorstandssitzung zur Zufriedenheit der Beteiligten geregelt ist. Zum Streik der Leitcrgcrüstbaucr bei der Firma Funk u. Co. (Altmann), Charlottenburg, ist zu berichten, daß derselbe fortdauert. Von den Streikenden ist bereits ein großer Teil bei andren Firmen in Arbeit getreten. Es ist vor allen Dingen notwendig, daß die ge- übten Gerüstbauer auch ferner den Beschluß zur Durchführung bringen, wonach keiner von ihnen bei Altmann in Arbeit tritt, bevor die Firma den Tarif unterschriftlich bestätigt hat. Achtung, Kupferschmiede! Ueber beide Fabriken der chemischen Fabrik vormals Schering, Aktiengesellschaft, ist wegen Lohndiffcrenzen der Kupferschmiede für solche die Sperre verhängt. Die Filialverwaltung. Der Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend hielt an, Sonntag in den Judustrie-Festsälen eine Generalversammlung ab. Den Kassenbericht für das erste Quartal erstattete M e tz n e r. An Einnahmen wurden erzielt 8936,85 M., die Ausgaben beliefen sich auf 3529,62 M.; das Vereinsvernwgen beträgt inklusive des bis- herigen Kassenbestandes 39 597,97 M. Nachdem von den Revisoren darauf hmgelviesen wurde, daß eine Anzahl Mitglieder endlich ein- mal ihre früher vom Verein empfangenen Darlehen abtragen möchten, erteilte die Versammlung dem Kassierer einstimmig Decharge.— Alsdann wurde in die Beratung der vom Vorstande aus- gearbeiteten neuen Statutenvorlage eingetreten. Eine Aenderung des seit 1898 bestehenden Status hatte sich als notwendig erwiesen, da einig« Bestimmungen desselben bereits veraltet waren. Das Eintrittsgeld ist nunmehr auf 59 Pf.(bisher 39 Pf.) festgesetzt; der Wochenbeitrag soll wie bislang 49 Pf. betragen, jedoch zahlen Mitglieder, die durch Alter oder Invalidität unter dem Nonnallohn arbeiten müssen, auf Antrag nur 39 Pf. pro Woche. Kollegen, die aus andren Organi- sationen in den Verein übertreten wollen, find von der Zahlung des Eintrittsgeldes befteit, sofern ihre Organisationspapiere in Ordnung sind. Der ganze Entwurf wurde mit Ausnahme des Auflösungs- Paragraphen, dessen endgültige Regelung einer späteren General- Versammlung vorbehalten bleibt, unter geringen Abänderungen an- genommen. Das neue Statut gilt seit dem 15. April als in Kraft getreten.— Unter Vereinsangelegenheiten wurde beschlossen, in nächster Zeit ein Agitations-Flugblatt herauszugeben, das besonders auf die Schäden der stetig umsichgreifenden Ueberftundcnarbeit, sowie auf die vielfach geradezu unsinnige Arbeitsmethode hinweist. Einige Charlottenburger Mitglieder brachten alsdann einen Vorfall zur Sprache, laut dessen die dortigen Berbandskollegen zu- gereiste Richtverbändler durch Verweigerung der Aufnahme in die freie Hilfskasse der Zimmerer zu schädigen gesucht haben. In einem Falle ist die Aufnahme neun Tage lang verweigert worden.— Zur erforderlichen Ergänzung des Vorstandes wurden L abitzke als erster und Gumz als zweiter Schriftführer gewählt. Deutlebes Reich. Zur Malerbewegung. Aus Frankfurt a. M. wird uns berichtet: Nachdem alle Versuche der hiesigen Organisation der Maler und Weißbinder, mit den Meistern die Lohnforderung auf gütlichem Wege zu regeln, gescheitert, fand am Sonnabendmittag eine von 1399 Kollegen besuchte Versammlung statt, welche gegen wenige Stimmen beschloß, die Arbeit so lange ruhen zu lassen, bis die Meister die Forderungen bewilligen. Die gestellte» Forderungen sind für Frank- furter Verhältnisse sehr minimal zu nennen. Es wird verlangt ein Minimallohn für Gehilfen über 29 Jahre von 43 Pf. und unter 29 Jahren von 49 Pf. pro Stunde, mit einer Steigerung von 2 Pf. pro Stunde vom 1. April 1995 ab. Es bedeutet dies eine Er- höhung des Stundenlohnes von 3 resp. 4 Pf. nach dem jetzt be- stehenden Tarif. Außerdem wird für diejenigen Gehilfen, für welche bereits der geforderte Minimallohn oder mehr bezahlt wird, eine allgemeine Lohnerhöhung von 3 Pf. gefordert. Die andren Forde- rungen sind, mit Ausnahme kleiner Aenderungen, dieselben, wie diese schon im alten Tarif bestanden haben, und regeln die Mehr- bczahlungen der Ueberstunden sowie der auswärtigen Arbeiten. 33 Firmen mit über 399 Gehilfen haben die Forderungen bereits bewilligt, so daß bei diesen sofort weiter gearbeitet werden kann. An alle Berufskollegen ergeht die dringende Mahnung, den Zuzug nach Frankfurt a. M. streng fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ersucht. Die Maurer und Strinhaucr der Bezirke Nürnberg und Führt haben sämtlichen Unternehmern eine Reihe von Arbeitsbedingungen als Forderungen unterbreitet. Die hauptsächlichsten Punkte sind: ein einheitlicher Stundenlohn von 59 Pf., wo bisher ein Höherer Lohn bezahlt wurde, ist derselbe weiter zu gewähren; die Ueberland- arbeit ist mit 19 Pf. Zuschlag pro Stunde zu entschädigen, ebenso ist das Fahrgeld zu vergüten; der Stundenlohn für Arbeiter, die durch Unfall. Alter oder Invalidität in ihren Arbeits- leistungen beschränkt sind, und für Ausgelcrnte im ersten Gesellenjahr unterliegt freier Vereinbarung, soll aber nicht unter 45 Pf. betragen; die Akkordarbeit ist vollständig abzuschaffen; die Arbeitszeit außerhalb der Wintermonate soll neun Stunden täglich betragen. Ueber- stunden- und Sonntagsarbeit ist nur in ganz dringenden Fällen zu- lässig. In solchen Fällen sind für Ueberstunden 15 Pf., für Sonn- tags- und Nachtarbeit sowie stir Arbeiten an FeuerungS- oder Wasserbauten 39 Pf. Lohnzuschlag pro Stunde zu gewähren. Für die Nachtarbeit kommt die Zeit zwischen 7� Uhr abends und 5Vz Uhr früh in Betracht. Das Handwerkszeug mit Ausnahme von Senkel, Maurerhammcr und Kelle hat der Unternehmer zu stellen, wenn nicht, hat er für Sreinhauer-Handwerkzcug 49 Pf. zu ent- schädigen. Ueb�p Differenzen, die sich au? diesen Arbeitsbedingunge» ergeben, entscheidet eine 18gliedrige Kommission, die zu gleichen Teilen aus Arbeitern und Unternehmern zusammengesetzt ist. Sollten die Unternehmer bis zum 28. April nicht in Unterhandlungen über diese Bedingungen eingetreten sein, so wird das als Ablehnung, mit der Lohnkommission zu unterhandeln, betrachtet. ftuslaitck. Der erste Landarbeiter-Verband in Schweden. Zu Ostern tagte im Saale des Arbeitervereins zu Dstad ein Kongreß südschwedischer Landarbeiter, der unter dem Namen„SchonensLandarbeiter- Verband" die erste größere gewerkschaftliche Organisation der Landproletaricr Schwedens begründete. Der Kongreß, auf dem 625 Landarbeiter durch Delegierte vertreten waren, wurde mit einer Ansprache des socialdemokratischen Reichstags-Abgeord- neten Thorsson, der zu vorsichtiger und ausdauernder Arbeit für die Organisation aufforderte, eröffnet. Der Kongreß faßte einen Beschluß über die grundsätzliche Stellung der Organisation, in der ausgesprochen wird, daß der Verband, der die Landarbeiter aller Art, auch die Häusler(„torparoch umfaßt, der modernen Arbeiter- bewegung von vornherein synipathisch gegenübersteht und nur die geeignete Zeit abwartet, sich ihr anzuschließen. Ferner wurde über Aufstellung von Minimallöhnen sowie über andere Fragen ver- handelt, Beschlüsse zu fassen wurde jedoch der auf den 24. Aprll d. I. festgesetzten Generalversammlung überlassen. Soziales. CivilrechtlichcS Doykottvcrbot. Wir berichteten vor einiger Zeit' daß den Mitgliedern des GcwcrkschaftSkartclls in Crimmitschau durch Beschluß des Amtsgerichts unter Androhung schwerer Geld- strafen aufgegeben worden war, sich jeder weitere» Boykotterklärung gegen den Brauereibesitzer Mummert zu enthalte,!. Wie uns tele- phonisch berichtet wird, hat die Civilkammer des Landgerichts den Beschluß des Amtsgerichts für unzulässig erklärt und ihn auf- gehoben. Verweigerung der anS dem Arbeitsvertrag restilticreitden Ver- pflichtungen. Der Glasbläser I. beanspruchte durch Klage beim Geiverbegericht vom Besitzer einer Glasbläserei, Herrn Vanselow, eine vierzehntägige Lohncntschädigung. In der Verhandlung wurde festgestellt, daß Kläger entlassen worden war, weil er sich beharrlich weigerte, den von ihm eingenommenen Platz an einem Arbeitstisch zu verlassen und sich iviedcr an den Tisch zu setzen, woran er zuletzt gearbeitet hatte.— Die Kammer 8 des Gewcrbegerichts wies den Kläger mit der Begründung ab. daß ein Entlassungsgrund erwiesen sei. Es wurde angenoinmen, daß Kläger sich einer beharrlichen Per- Weigerung der ihm nach dem Arbeitsvertrage obliegenden Verpflichtungen schuldig gemacht habe. Er hätte den ihm vom Chef zu- gewiesenen, von ihm schon vorher benutzten Arbeitstisch, nament- sich nach der mehrmaligen Aufforderung deS Chefs, weiter benutzen müssen. Letzte Nachrichten und Depefchen. Reichcnbach t. B., 13. April.(Pribatdepesche des.Vorwärts".) Der Kassierer Strauß der hiesigen Jnnungs-Krankenkasse der Bau« gewerksmeister ist seit Mittwoch verschwunden. Bei der heute vor- genommenen behördlichen Revision wurde ein Fehlbetrag von 5917 M. bei der Jnvalidcnkasse festgestellt; der Kassenarzt Dr. Unglaub hat seit 33 Monaten<11 Quartale) kein Honorar für seine Praxis erhalten. Die Ouittungskarten der Angestellten sind seit zwei Jahren nicht geklebt._ Ergänzung der Verlustliste deS Gefechtes bei Okatumba. Berlin, 13. April. s e n(Däne) an die Ge- schäftsordnungs-Kommission zur Berichterstattung. Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr.(1. Der obige schleunige An- trag: Etat des Auswärtigen Amts; Interpellation Qriola betreffend Militärpensioncn.) Schluß 6dlt Uhr._______ Gmehta-Zeitung. „Elektro Bigor" nennt sich ein Apparat, der in letzterer Zeit biclfach gegen Nervenleiden, Gicht und Rheumatismus empfohlen wird. Gegen den Redakteur einer Zeitung, welche eine Empfehlung dieses Apparats veröffentlicht hatte, war ein Strafmandat erlassen worden, toeil er dadurch gegen die Polizeiverordnimg vom 21. August 1903 verstoßen haben sollte. Der Geinaßrcgelte beantragte richter- liche Entscheidung. Im§ 4 der erwähnten Polizeiverordnung heißt es:„Die öffentliche Ankündigung von Gegenständen, Vorrichtungen, Methoden und Mitteln, welche zur Verhütung, Linderung oder Heilung von Menschen- oder Ticrkrankheitcn bestimmt sind, ist verboten, wenn den Gegenständen, Vorrichtungen, Methoden oder Mitteln besondere, über ihren wahren Wert hinausgehende Wirkungen beigelegt werden oder das Publikum durch die Art der Anpreisung irregeführt und belästigt wird." Der Amtsanwalt führte aus, daß diese Voraussetzungen auf den vorliegenden Fall zuträfen. Ter Verteidiger, Rechtsanwalt Mosse, behauptete dagegen, daß die ganze Polizeivcrordnnng ungültig sei und deshalb Freisprechung erfolgen müsse. Es könne nur Betrug, unlauterer Wettbewerb oder grober Unfug in Betracht koinmen und diese Delikte seien durch besondere Gesetze gekennzeichnet und geregelt. Der in Rede stehenden Polizeiverordiiung bedürfe cS somit gar nicht. Femer sei eS einem Redakteur nicht zuzumuten, daß er bei Aufnahme einer Annonce die feinen sachlichen und rechtlichen Unterschiede erkennen solle. Ein juristischer Beistand sei notwendig ge- wesen und deshalb beantrage er auch, die Kosten der Berteidigung der Staatskasse aufzuerlegen. Der Gerichtshof erkannte nach diesem Antrage. Wer andern eine Grube gräbt. Einen röcht häßlichen Streich hatte der Jutterineistcr A n g u st Kahlenberg ausgeführt, der sich gestern wegen wissentlich falscher Anschuldigung vor der vierten Strafkammer des Landgerichts II zu verantworten hatte. Ter früher in der Meierei Bolle angestellt gewesene, jetzt in einer hiesigen Brauerei thättge Angeklagte hatte etwa zwei Jahre lang ein ernstes Liebesverhältnis mit seiner früheren Wirtin, einer unverehelichten Schulz, das nach der Meinung der letzteren zur Ehe führen sollte, dann aber ein friedliches Ende nahm. Fräulein Schulz zog nach Ripdorf in ein am Hermannsplatz belegenes Haus und der Angeklagte wußte sich über Zas Ende dieser Liebesgeschichte sehr bald zu trösten. Er schaffte sich eine andre Braut an, verlobte sich mit dieser und hat sie inzwischen auch geheiratet. Als er bereits verlobt war, bekam er eines Tages Sehnsucht nach der verabschiedeten Braut; er steckte seinen Verlobnngsring in die Westentasche, suchte sie auf und wurde auch freundlich aufgenommen. Man tauschte alte gemeinsame Erinnc- rungcn aus und das Unglück wollte es, daß der Angeklagte unbemerkt seinen Vcrlobungsring aus der Westentasche verlor. Fräulein S. fand ihn am nächsten Morgen und als sie ihn. genauer betrachtete und die fremden Initialen darin bemerkte, wurde es ihr klar, daß der Mann sich inzwischen anderwo festgelegt hatte. Sie geriet darob in großen Zorn, verweigerte dem Angeklagten die Heransgabe des Ringes und erklärte ihm, daß sie diesen seiner Braut persönlich über- reichen werde. Nun spielte der Angeklagte einen Trumpf aus: er ging nach der zwei Häuser weiter am Hcrmannsplatz belegenen Polizei- wache und erstattete dort Strafanzeige gegen das Mädchen wegen Diebstahls an dem Ringe. Er unterließ jede Andeutung darüber, daß der Ring in der angegebenen Art in die Hände des Mädchens gelangt war und veranlaßte gegen das letztere ein Strafverfahren, das natürlich sehr bald eingestellt wurde. Die Anklage gegen ihn selbst wegen wissentlich falscher Anschuldigung war die weitere Folge seiner unklugen Handlung. Das Gericht verurteilte ihn mit Rücksicht auf das schwere Unrecht, welches er dem Mädchen angethan, zu drei Monaten Gefängnis. Ein verunglückter Betrugsversuch führte gestern den eben erst 13 Jahre alten Bureaugehilfen Adolf F. vor die erste Strafkammer des Landgerichts l. Der Angeklagte war bei der Steinbruchs- Berufsgenossenschaft als Lehrling eingetreten und blieb auch nach Beendigung seiner Lehrzeit daselbst in Stellung. In demselben Hause mit der genannten Genossenschaft hatte auch die Teptil- Berufsgenossenschaft ihre Bureaus. Ein bei der letzteren beschäftigt gewesener junger Mann, mit dem der Angeklagte bekannt ge- worden war, hatte seiner Zeit einen Betrug ausgeklügelt, der ihn auf die Anklagebank gebracht batte, und dieses böse Beispiel ahmte der Angeklagte nach. Er war in leichtsinnige Gesellschaft geraten und hatte Schulden gemacht, aus denen er sich in folgender Weise heranswinden vollte: Erwies eine Renten- Zahlung bei der Post über 8Sl) M. auf einen von ihn, fingierten „Techniker Klettr" an, fertigte sich dann eine ganz vorschriftsmäßig ausgestattete, mit zwei Stempeln versehene und mit dem Namen Klein unterzeichnete Quittung an und versuchte das Geld darauf auf dem Postamt S4 abzuheben. Dort wurde aber von ihm noch die Beibringung des Rentenbescheides verlangt. Er ferttgte sich infolge- dessen auf einem der üblichen Formulare selbst einen bcrufungs- fähigen, an den Techniker Klein gerichteten Bescheid an, versah ihn mit zwei Unterschriften und versuchte nun, die 860 M. bei der Post- anstatt abzuheben. Dort war aber inzwischen festgestellt worden, daß es sich um einen Schloindel handelte, und der Angeklagte wurde festgenommen. Er legte ein volles Geständnis ab und wurde gestern zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. AuSstelluilgsschwiudel. Daß der Z 1 des Gesetzes zur Be- kämpftnig des unlauteren Wettbewerbes auf den sogenannten Aus- st e l l un g s- und M e d a i l l e n s ch w i n d e l anwendbar ist. hat die 30. Civilkammer des Landgerichts I in einem ausführlich be- gründeten Erkenntnis anerkannt, welches die„Bl. f. Rpfl." ver- öffentlichen. Gegen einen Schuhwarenhändler war auf Grund des Gesetzes betreffend den unlauteren Wettbewerb mit einer Klage vor- gegangen worden, weil er an seinem Schaufenster und auf seinen Briefbogen eine AuSzcichnnngsmedaille einer Aus- stellung führte, die nach der Behauptung des Klägers lediglich eine Scheinausftellung gewesen sei und den Zweck verfolgt habe, den Ausstellern Auszeichnungen und Medaillen zuzuwenden. Es handelte sich um eine vom 16. bis 28. April 1901 iin Restaurant „Belvedcre" an der Jannowitzbrücke stattgefundene„Ausstellung für Patent- und industrielle Neuheiten". Stach der amtlichen Auskunft der Handelskammer hat auf jener Ausstellung die Zahl der Prämiierungen beinahe die Zahl der Aussteller erreicht. Von den Preisrichtern haben sich einige mit den höchsten Preisen bedacht. Die goldenen und silbernen Medaillen mußten vom Aussteller gegen Zahlung bestimmter Preise an das Komitee erworben werde». Das Gericht ist hiernach und auf Grund eines mit einem Buchhalter seitens des Komitees geführten Briefwechsels zu der Ueberzeugung ge- kommen, daß die Ausstellung im wesentlichen keinen andern Zweck verfolgt hat, als den Ausstellern Medaillen und sonstige Aus- Zeichnungen zuzuwenden. Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch — so heißt es in dem Erkenntnis— bedeutet das Wort„Aus- Zeichnung", daß jemand durch irgend ein Zeichen, sei es ein äußerlich erkennbares, sei es ein anerkennendes Wort von berufener Stelle aus der Masse andrer Personen herausgehoben und so für irgend ein Verdienst belohnt wird. Nur so wird das Wort sprachlich verstanden. Ein unreeller Geschäftsführer stand gestern in der Person des Kaufmanns Max Lobes vor der dritten Strafkannner. Er lvar von der Schuhwarenfirina Max Tack in Straußberg als Leiter einer Filiale in Berlin angenommen worden gegen ein Gehalt von jährlich 1800 M. und 2 Proz. des Umsatzes. Schon bei�der ersten bei ihm vorgenommenen Revision stellte sich ein Kassen-Fehlbetrag von 200 Mark heraus. Da aber ein Schuldzettel über diesen Be- trag in der Kasse lag und der Schwiegervater des Angeklagten das Fehlende deckte, so ließ man es bei einer Verwarnung bewenden. Nach kurzer Zeit wiederholte sich dies und noch einmal drückte man ein Auge zu. Als sich dann bei der dritten Revision ein Fehlbetrag an Kasse und Waren in Höhe von 1400 Mk. herausstellte, hatte die Nach- ficht der Firma ein Ende. Lobes wurde entlassen und zur Anzeige gebracht. Im Termin schützte der Angeklagte Notlage vor, er habe mit seiner aus fünf Köpfen bestehenden, vielfach von Krankheit heim- gesuchten Familie mit seinem Gehalt nicht auskommen können. Der Staatsnnwalt wollte ihn mit neun Monaten bestraft wissen. der Gc- richtshof kam aber dem Antrage des Verteidigers, Rechtsanwalt Dr. Höniger, auf ein niedrigeres Strafmaß weit entgegen, denn es wurde nur auf einen Monat Gefängnis erkannt. Versammlungen. Die Tavakarbeitcr hielten am 14. April bei Wilke eine Ver- sammlnng ab. Reichstags-Abgeordneler Molkenbnhr entrollte in einem fesselnden Vortrage ein Bild von der Lage der Tabak- arbeiter sonst und jetzt. Die Tabakindustrie sei eine junge Industrie; von den Hansastädten habe sie ihren Ausgangspunkt ge- nomine» und sich allmählich auf die großen Jndustriecentren ausgedehnt. In den großen Handelsstädten sei früher ein auskömmlicher Lohn gezahlt Ivorden. und selbst noch in den siebziger Jahren ge- hörten die Tabakarbeiter zu den bestgelohntestcn Arbeitern Deutsch- lands. Die heutigen Löhne sind niedriger als die Löhne von vor SO Jahren. Die Rechnungsergebnisse der Berufsgenosscnschaftcn von 1902 weisen einen Durchschnittslohn für sämtliche Ver- sicherten von 804 Mark auf, während iin selben Jahre der durch- schnittliche Lohn der Tabakarbettcr nur 619 Mark beträgt. Die Ursache dieses Rückganges der Löhne ist zunächst in der steten Beunruhigung und Bedrohung der Tabakindustric durch die Steuer- und Monopolprojekte der preußisch-deutschen Regierung zu suchen. Während noch in den fünfziger Jahren die preußische Regierung derartigen Anträgen ablehnend gegenüberstand, war es der Äera Bismarck vorbehalten, diesen Projeftxu greisbare Gestalt zu geben. Die Fabrikanten sahen das Unheil nahen und nun begann die Flucht aufs Land, um durch die billigern Löhne der ländlichen Bevölkerung und namentlich durch Anlernen weiblicher Arbeitskräfte dem drohenden Unheil ein Paroli bieten zu können. Das Socialistengesetz erschien auf der Bildfläche; die Arbeiter« organisationen wurden mundtot gemacht; der allgemeine deutsche Cigarrcnarbeiter-Verein wurde vernichtet, und min war alles zum Empfang des neuen Zolltarifes vorbereitet. Derselbe brachte eine nette Bescheerung für die Tabakarbeiter: der Zoll wurde für 100 Kilo von 24 Mark auf 86 Mark erhöht und die Jnlandsteuer von 6 Mark auf 46 Mark gebracht. Die sofort eintretenden Folgen waren für die Tabakarbeiter erschrecklich: Zehn» taufende derselben bevölkerten die Landstraße. Die es ermöglichen konnten, wanderten nach Amerika aus; ein andrer Teil suchte in andern Berufen unterzukommen, und so finden ivir, daß drei Jahre nach dem Inkrafttreten des neuen Zoll- Tarifes im Jahre 1832 die Zahl der Tabakarbeiter um rund 9000 abgenommen hatte. Wäre 1880 diese Zählung vorgenommen worden, wäre der Rückgang wohl noch gewaltiger erschienen. Die Zahl der Arbeiter in den großen Städten nimmt zusehends ab, auf dem Lande ist ein rapides Steigen zu verzeichnen. Zum Beispiel waren in Baden nach den Berichten des Dr. Wörrishozer im Jahre 1873 Tabakarbeiter beschäftigt: 7966; im Jahre 1832: 11 614: zehn Jahre später, 1892: 24 166; darunter nur 7293 männliche Arbeiter, während die Zahl der weiblichen auf 17 863 angewachsen war. Es ist nachweisbar, daß der Betrag der Steuer- und Zollerhöhung den Arbeitern direkt vom Lohne in Abzug gebracht worden ist; denn als die neuen Projekte der Jahre 1892 und 1893 auf abermalige Mehr- belastung des Tabaks an den Reichstag gebracht wurden, haben die Fabrikanten der Städte Hamburg und Umgebung dem Redner durch Vorlegung der Lohnbücher bewiesen, daß sie noch im Jahre 1878 einen Durchschnittslohn von 13,17 M. pro Mille zahlten und 1892 in ihren Filialfabriken Mittel- und Süddeutsch« lands nur 6—9 M.. also durchschnittlich 7-M. zahlten. Also eine Reduktion von elf Mark pro Mille; mehr wie die Steuer- und Zollerhöhung ausmacht. Man hatte sogar noch einen Gewinn für das Unternehmertum herausgeschlagen. Es war sicher, daß man sich bei der neuen Bedrohung nicht ebenso schadlos halten konnte, weswegen die neuen Projekte unter allen Umständen bekämpft werden mußten. Diese Bekämpfung der Steuerprojekte in den Jahren 1893 und 1894 hat stattgefunden und ist wohl noch in allgemeiner Erinnerung. Aber noch sind wir nicht am Ende des Kampfes. Neue Kämpfe stehen uns bevor. Der NeichSdalles beginnt chronisch zu werden: Die Ausgaben für Heer. Marine, Schulden und Pensionen haben den Etat im Zeittaum von 20 Jahren von 430 Millionen auf 1060 Millionen Mark im Jahre gebracht. Da muß das Allheilmittel, der Tabak, wieder hervorgesucht werden, um dein Dalles abzuhelfen. Es war ja das A und das O bismärckifcher Weisheit: Der Luxusartik(1), der Tabak, muß und kann noch mehr bluten! Für die laut Angabe der Tabak- BerufSgenossenschnft im Jahre 1892 in 6623 Bettieben beschäftigten 144 936 Tabakarbeiter mit einem Durchschnittslohn von 619 M. jährlich ist der Tabak doch wohl kein Luxusartikel, sondern die sehr kümmerliche Quelle ihrer Ernährung. Diese Acrmsten der Armen noch weiter zu belasten, ist ein Verbrechen an der Menschheit. Zu den ferneren Ursachen der Reduktion der Löhne gehört neben der Verlegung der Fabriten aufs Land die zunehmende Ver- mehrung der Heinrindustrie mit ihren Gefahren für Ge« snndheit und Leben der Familie. Durch die Hausarbeit spart der Unternehmer an Miete, Licht und Heizung, wie auch die Zurichtung. Der Arbeiter giebt seinen Wohn-, Koch- und Schlafraum dem Fabrikanten als Werkstätte preis. Die Schilderung des Zustandes solcher Wohnungen haben wir im vorigen Monat auf dem Heim« arbeiterschutz- Kongreß gehört und es ist tieftraurig, daß in solchen staubgefüllten und verpesteten Räumen sich die ganze Familie Tag und Nacht aufhalten muß. Der Lohn der HauSarbeiter ist noch niedriger als der des Fabrikarbeiters und hat der Hausarbeiter die Aufgabe, dieses Minus wett zu machen durch vennehrte Arbeitszeit, durch Zuhülfenahme von Frau und Kindern, welche die Zurichtung zu besorgen, Einlage zu rippen und Wickel zu machen haben. Und dabei hat der Arbeiter auf der Fabrik daS Geld früher allein verdient, ohne feine Wohnung unentgeltlich i» den Dienst des Kapitals zu stellen und zum Herde vieler Krank« heiten zu machen. In diese Höhlen dringt kein Fabrikinspektor: die bundesrätlichen Bestimmungen gelten hier nicht. Dabei sinkt der Lohn des Hausarbeiters mehr und mehr; schütz- und lvehrlos steht der Heimarbeiter seinem Unternehmer gegenüber. Mit seinen Kollegen kommt er nicht zusammen, der Organisation gehört er nicht an und so vegetiert er in leiblicher und geistiger Vcrsuinpfung dahin. Die Reduktion der Löhne in der Heimarbeit ist stellenweise derart intensiv betrieben worden, daß sie sogar der Gefängnisarbeit Konkurrenz macht. Angesichts dieser Zustände ist die Frage auf- zuwerfen: Was ist hier zu thun? Die Tabakarbeiter haben auf allen Kongressen, und auch auf dem letzten im vorigen Monat, stets ein gänzliches Verbot der Heimarbeit gefordert I In' zweiter Linie: Ausdehnung der bundesrätlichen Bestimmungen auf die Hausarbeit. Verbot der Arbeit schulpflichtiger Kinder. Stellung der Heimindustrie unter das Fabrikinspektorat. Abschaffung der Ge- fängnisarbeit für Industrielle. Bekämpfung der regicrungsseittgen Steuer- und Zollprojekte. Durch Stärkung der Organisation ist die Lage der Arbeiter zu kräftigen und ist es heilige Pflicht aller Arbeiter, Schulter an Schulter mit ihren Arbeitsgenossen den Kampf. gegen die bösen Mächte, welche die Lage der Tabakarbeiter immer mehr und mehr herabzudrücken besttebt sind, aufzunehmen. Rauschender Beifall lohnte den Redner.— Im weiteren Verlaufe der Versammlung gaben die Delegierten zum Hcimarbeiterschutz« Kongreß, Kiesel, Börner und B u t r h, ein gedrängtes Bild dieses Kongresses mit der Mahnung, an der Bekämpfung solcher Zustände, wie sie der Kongreß gezeigt, thätig mitzuarbeiten. Ein Antrag, ain 1. Mai vormittags eine Versammlung der Tabak« arbeiter einzuberufen, wurde einstimmig angenommen. Die Kupferschmiede hielten am 16. April im Gewerkschastshause ihre Generalversammlung ab. Genosse R e h b e i n hielt einen mit große»» Beifall aufgenommenen Vortrag über den Socialismus einst und jetzt. Nach dem Bericht des Kassierers hatte die Centralkasse inkl. eines Bestandes voi» 390,91 M. eine Einnahme von 2866,91 M., der eine Ausgabe von 1683,40 M. gegenüberstand. Von dem Ueber» schuß wurden 900 M. nach Hainburg gesandt, der Rest blieb in der Filiale. Der Dispositionsfonds hatte inkl. eines Bestandes von 2833,21 M. eine Einnahme von 3271,98 M., welcher eine Aus- gäbe von 301,40 M. gegenübersteht, so daß 2970,88 M. dem Fonds verblieben. Die Filialkasse hatte inkl. eines Bestandes von 138,61 M. eine Einnahme von 532,37 M. und eine Ausgabe von 628,16 M., mithin ein Deficit von 96,78 M., welchem jedoch Außen- stände von annähernd 400 M. gegenüberstehen. Die Zahl der Mit« glieder betrug am 1. Januar 1903 418, am 1. Januar 1904 430. Betreffs der Durchführung des Lohntarifs teilte der Vorsitzende mit. daß die Firnren Schering und Heckmann(letztere einen Teil ihrer Arbeiter) nicht nach dem Lohntarif bezahlen. Bei der Firma Schering befinden sich 13 Kollegen im Ausstande und wurde beschlossen, die- elben mit allen Mitteln zu unterstützen und den erhöhten Filial- beitrag so lange weiter zu zahlen, bis der Streik beendet ist. Es wurde von den Streikenden mitgeteilt, daß die Finna Schering die Absicht geäußert hat, ihre Arbeiten bei der Firma Heckmann. Görlitzer llfer 9. anfertigen zu lassen. Es werden deshalb die dort arbeitenden Kollegen ersucht, diese Arbeiten zu verweigern. Deutscher Senefelder-Bnnd. Mitgliedschaft B« r I« n. Heute abend 8'l, Uhr im Rejtamant Micgel, Stralauerstr. 57: Mitglieder-Verjammlunj« und Vorstandssitzung. Spauda». Zu morgen sMiltwoch) abend 8 Uhr haben fünf hiesige Orts-Krankenkassen eine insenlliche Versammlung nach dem„Roten Adler" einberufen. Reichstags- Abgeordneter Frätzdors referiert über die Verschmelzung der hiesiger» Ortskassen. ES liegt im Interesse der hiesigen Arbeiter, soweit sie Mitglieder von Krankenkassen überhaupt sind, recht zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen l Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berautwortung. Hdeater. DienStag, den l9. April. Slnsung Vj, Uhr: Opernhaus. Der Barbier von Sevilla. Schauspielhaus. Götz von Ber- lichinaen.(Anfang 7 Uhr.) Neues Opernhaus. Geschlossen. Deutsches. Faust. Berliner. Zaza. Lesfiug. Zapfenstreich. Westen. Die Asrikancrin. Neues. Minna von Barnhelm. Residenz. Der keusche Kasimir. Vorher: Die Empschlung. Central. Der Zigeunerbaron. Belle-Alliance. Freut Euch des Lebens. Thalia. Der Hochtourist. Ansang 8 Uhr: Schiller v.(Wallncr. Theater.) Der Geizige. Der eingebildete Kranke. Schiller(Friedrich-Wilhelmstädt.) Das grobe Semd. Kleines. Des PastorS Rieke. Luisen. Sappho. Trianon. Das eiste Gebot. Hieraus: Der Dieb. Carl Weist. Robert und Bertram. Deutsch-Zlmerikauisches. Ueber'n großen Teich. Gebr. Herrnfeld. Rur eine Rächt. Am andern Morgen. Metropol. Ein tolles Jahr. Casino. Husarenliebc. Zärtliche Verwandte. Palast. Tante Mollig. Die Weber. Winter-Garten. Spccialitäten. Apollo. Liebesgötter. Specialitäten. Reichshallcn. Stcttincr Sänger. Bassage-Theatcr. Specialitäten. llrnnia. Taubcnstrastc 48/19. Um 8 Uhr: Das Land Tirol. Jnvalidenstraste Stern- warte. Täglich geöffnet von 7 bis ll Uhr. Um 8 Uhr: Herr Hoelling:„Das Gesamtbild des Weltalls. estrtral-TKsatsv. Heute?>/, Uhr: ver Zlgeaaerbecron. Operette in 3 Akten von I. Strauß. Morgen: Donnerstag, 21. April: Novität! Zum erstenmal: I>«i' Sonnen- vogel. Operette in 3 Ntten von Schanier und Okonkowski, Musik von Victor Holländer._ Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a— 5. Minna vnn Barnhelm. Anfang VI, Uhr. Morgen: Minna von Barnhelm. Luisen-Theater. Zum erstenmal: Sappbo. Mittwoch: Der Veilchensresser. Donnerstag: Romeo und Julia. Freitag: Gastspiel von Max Hos- pauer: Der Pfarrer von Kirchseid. Sonnabend zum erstenmal: DaS Milchmädchen von Schöneberg. Sonntaanachmittag:«rappbo.— Abends: Gastspiel von Max Hospauer: Der Verschwender._ Trianon-Theater. Keorgenftraße. zwischen Friedrich- und Universitätsstraße. Abends 8 Uhr:"90 Das elfte Gebot. Hieraus: Dtv Ditb. Apollo-Theater. Abends 8 Uhr: Specialitäten. 8"/.: Die Sensatlona-BT ovltlit; Itiebesgötter. Im dritten Bild: Der Götterzug und die grandiose Apotl*coa|e Seliiller-TlicjUer. Schiller-Theater O. (Wallncr-Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Der Geizige. Lustspiel in 5 Auszügen von Moliere. Hierauf: Der elngehlldete liranhe. Lustspiel in 3 Akten von Moliere. Mittwochabend 8 Uhr: Linnipaelvagahnndns. Schiller-Theater K. (Friedrich-W ilh elmstädtis ch es Theater). Dienstagabend 8 Uhr: Das grobe Hemd. Volksstück in 4 Akten v. E. Karlwcis. Mittwochabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Haus Itosenhagcn. Donnerstagabend 8 Uhr: Hans Kösenhagcn. Thalia-Theater. Belle-ÄIliance-Theater. Dresdenerstr. 72/73. Amt IV 4440. Belle-Alliancestr. 7/8. Amt VI 283. Ans. VI, Uhr. Direktion Jean Kren und Alfred Schünfeld. Ans. 71/i Uhr. Wegen des Umbaues Schluß der Saison am 4. Mai. Nur noch 19 Borstellungen. er Hochtourist. Sonutagnachmittag 3'/, Uhr: Gharlez-s Tante. Heute und folgende Tage: Freut Euch des Feheus. Große Ausst.-Posse m. Gesang u.Tanz in 3 Allen. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Des Meeres u. der LiebeWellen. IX. Berliner Saison. Cirkus Busch. Der Anfcnthalt Ist nur noch von knrzer Daner! Abends T'/j Uhr: Fortsetzung der Grossen internationalen| Ringkampf-Konkurrenz unter dem Ehrenprotektorat des Herrn Professor Dr. 8egas. Beginn gegen 8*1, Uhr. Entscheidungskamps zwischen Almable| de la Caliuette(Frankreich) u. Omer de Bouillon(Belgien), j f Auftreten des Monsieur Moroh.-HIE Das Tollkühnste aus dem Gebiete des Radsahrsports: __' Der Saltomortale mit dem Kweirad.-WE Ferner: Dio Wiener Damenkapelle, komisches Intermezzo sämtl. Clowns. � Madcmo stelle de Holstein, Schulreiterin. Zum 118. Male: Aus den Alpen. nel. lÄSiturz. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Das Land Tirol. Sternwarte[Tsitl 8 Uhr Herr Hoelling: „Das Gesamtbild des Weltalls". CASTANS PANOPTICUM Friedriohstr. 165. Letzter Monat der T unesen-T ruppe. (Afrika in Berlin!) Grosse Välkerschaustellung! Die schönen Harems- Damen aus Tnnis. HEUTE: Zum 238. Male: Anfang 8 Uhr. Ende 10Uhr30. Deutsch- Amerikanisches THEATER Köpnickerstrasse 67. Jeden Abend: Gastsn. Ad. Philipp Uebern GROSSEX TEICH. Metropol-Theater Zum 36. Male: Ein tolles Jahr. Gr. dramatisch-satirische Revue in 5 Bildern von Julius Preund. Musik von Victor Hollaender. In Soene gesetzt vom Direktor Richard Schultz. 1. Bild; Am Kleinkindersee. 2. Bild: Was giebt's Neues. 3. Bild: Das Ordensfest. 4. Bild: Der neue Zapfenstreich (Parodie). 5. Bild: Briefe, die ihn erreichten (Ballott). Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. RkfidkUj-Thkliter Heute und folgende Tage VI, Uhr; DlcBrnpfebluncf. 8 Uhr: Der keusche Eujimir. Voranzeige! Mittwoch, den 27. April, zum erstenmal: Die 366 Tage.(U'Enfant du mi- racle.) schwank in 3 Allen von Paul Gavault und R. Charvey. Deutsch von Alsred Halm._ Kleines Theater. Unter den Linden 44. 8« Pastors Rieke. Ansang 8 Uhr. Morgen: Xachtasyl. Casino-Theater. Lothrtngerstr. 37. Ans. 8, Sonnt. 7,/j. s uhr-„Husarenlitbe." S'l,: Das brillante April-Programm. Maritert, fr. am Lessing- Theater:c. s uhr- Zärtliche Vertoandte. Sonntagnachm. 4 Uhr zum letzten- mal: Der Rauh der Sabinerinnen. Carl Weiss-Theater. BOrgcrUdiea Schauspielhaus. Große Frantfurtcrstr. 132. Zum erstenmal: Robert und Bertram oder: Die lustigen Vagabunden. Posse mit Gesang u. Tanz. Ans. 8 Uhr. Morgen halbe Preise(Parkelt 60 Ps.): Die zärtlichen Verwandten. I Direktion: Robert Dill. Brnnuenstrasne 16. Drei Frauen auf einmal. Zum Schluß: Sie ist wahnsinnig. Ansang 8 Uhr. Entree 30 Ps. Pssssge-TMel. Anlang: Sonntags 3 Uhr. Wochentags 5 Uhr.— Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Jeden Abend 10 Uhr: Grosse internationale Ringkampf- Konkurrenz. 20 prelsgckrfinte Ringkämpfer. Oskar Fürst* Lina Goltz Humorist. Soubrette. 14 erstklassige Nummern. Fröbels Allerlei-Theater Schönhauser Allee 148. Heute Dienstag: tfarburser Sänger Nach der Vorstellung: Familie»-Freitani. Ans. 8 Uhr. Eintritt 30 Ps. Vorzugskaricn gültig. Gebrüder Hewnleld- Theatee«. Schluß der diesjährige» Splestaison: Donnerstag, 28. April, wegen Gcsamt-Gustspiel dcSHcrrnseld- Theaters in Köln a. Rh. Bis dahin täglich präcise 8 Uhr die Anton und Donat Serrnseldschen Sensatious-Komödicu: Am snSsrn Morgen! Nachspiel zu»Nur eine Nacht". Vorher: Mr eine Wehl! 2 Alte aus einer Ehe mit den Autoren in den Hauptrollen. Ab 7. Mai: Gastspiel L Köhlers Bauem-Theater aus Tegernsee. Reichs hallen Stettiner Sänger Zum Schluß: N e u l Cirkus Lenz und Cirkus Pusch. Mt-Tlieater Moabit Alt-Moabit 47/49. Heute Dienstag, den 19. April: Bsritoil Rose-Tleater-EiiseinSile. Aus vielseitigen Wunsch: Fenare°der: DikGrabesbraut Vaterländisches Schauspiel in 4 Alten von Karl v. Holtei. Ansang 8 Uhr. Entree 30 Ps." Numer. Platz 50 Ps. Donnerstag, den 21. April: Drei Tage ans dem leben eines Spielers. Palast-Theater Burgstraste 22, früher Feen-Palast. Tante Mollig. Schwank in 1 Akt v. Heinrich Klaeger. Pyramidale 8pcclalitiiten. Die Weber. Charaktergemäldc mit Musik von W. Gcricke. Mittwoch und solgcnde Tage: GasmlIörharsAprIiiirogramm. Freitag, den 22. April: Elite-Borstellung. Die Anna-Liese. tzistori- sches Schauspiel in ö Zlkten v. Hersch. Schlust der Saison: Sonnabend, den 36. April 1964. Kellino-Truppe Italienische Akrob. Littke Carlsen Im Ball-Foyer. Paul Conchas In seiner Scene im Bivouak. Robinson Baker-Trio Springer. Helene Land Vortrags-Soubrette. Gostantino Bernardi Verwandlungsschauspielcr Siegwart Gentes Humorist. Orfords Wunder-Elefanten. Peschkoff-T ruppe RussischoTänzer. Die Blumenkönigin Tanzdivertissem. Biograph. GWeMrn 60 Ks. pr. Ofunb(gröbere zum Reißen). Schlachtfedern, wie sie v. d. Gans fallen, mir allen Daunen m. 1.5V, -füllfertiger Gänserupf JTt. 2.00, bessere Gäusehalbdaunen lN. 2.50, A.vll. beste schneeweiße JTt. 3.50, russische Daunen M. 3.50, weiße böhm. Daunen M. 5.00, ge« rissene Gedern m. 1.50, 2.00, 2.50. Prima gerissenem. 3.00, 3.50« Versand gegen Nachnahme. Kuüäk Lustig, p�Äfica. Erste Bettfedernfabrik m. electr. Betriebe, viele Anerkennungsschreib. Kanssonet. Kottbuser Thor—©tat. der Hochbahn. Dienstag, den 13. Aprllr Vorletzter Theaterabend: Ein geadelter Kaufmann. Volksstück von G ö r n e r. Sonntag, Montag und Donnerstag: H o f f m a n n s Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Taimkrllimciicn. Königstadt-Kasino Holzmarktstr. 72, Ecke Mcxanderstraße. Täglich: Pransi 8«ban«Irl. Bernhardts, tdoreve Gatiren, lsano, Thomsen Piessner. Zum Schluß: Medea. Mittwoch, Sonnabend, Sonntag nach der Vorstellung: Tanz. Maiieiar-Abzeiclien mit verschiedenen Etnl age» Groß sortiert Mark 9,— f Nachnahme Dtz.„„—,90 t 20 Ps. mehr. lluctott&. Co., Weinböhla 76, bei Dresden. Eigene Fabrikation prima Verarbeitung, tadelloser Sitz, vorzüglicher Schnitt,, m allen Längen und Weiten, auch für ganz starke Damevi vorrätig, schwarz und farbia in den modernsten glatten und Phantasiestoffen..... 3.75, 5, 7, 10, 15 Mk. in Seidendamast.......... 20 u. 25 Mk. Amerikan. fussfreie Strassenröcke, regenecht 5, 6, 9, 10 Mk. Elegante Frühjahrs-Paletots, Jacketts. Sakkos, in Tuch, Rips und Phantasiestoffen.... 10, 12, 15, 20, 25 Mk. Elegante Phantasie-Paletots in Seide, Rips n. Tuch, weite Sackform, mit gezogenem Rücken... 20, 30 Mk. Havelocks u. Paletots in hellen, gezw. Stoffen 15, 20 Mk. Blusen-Jacketts, elegant verschnürt... 10, 12, 15 Mk. letzte Neuheit, kleidsamste Fassons für junge Mädchen. Schwarze bestickte Frauen-Capes... 12, 15, 20 Mk. Reise- und Oolf-Capes....... 9, 12, 15 Alk. {jummimäntel, Reisemäntel, Regenmäntel. 10, 12, 15 Mk. Frühjahrs-Costüme Moderne Formen Elegante Ausführung Jacken und Blusen-Costürae in neuesten Stoffen 12» 15, 20 Mk. EleganteStrassenkleiderinBIusen-u.Jackettform25,30,40Mk. Fussfreies amerik. Jackenkleid, letzte Neuheit 15, 20 Mk. Trauerkleider in eleganter Ausführung. 18, 20, 25 Mk. Elegant garnierte Kleider in Voile� Satintuch und in den neuesten Phanfasiestoffen...«. 20, 25, 30 Mk. Seidenblusen, elegante Fassons 5.50, V.50, 10 Mk.. Wolf- und Waschblusen.... 1.50, 2, 3, 5, 6 Mk. .> Morgenröcke, Matinees und Jupons. Sielsnann$ Boseaberg Kommaadantenstrn Ecke Lindenstr. , Massanfertigung. Mach SOUtgigcr Frohe Rctonrnabme. Neuheit! Gesetzüeii gssebitzt! SlitZ'SSrse mit 4 Zahlstellen übertrifft alles! Frei ins HauS gegen Einsendung von 1,26 M.(auch Briesmarken). Nachnahme 20 Ps. mehr. Nur bei unS zu haben! Zlik-Sörss führt die Geldstücke sclbstthätig vor Augen, ein Herausfallen oder Verwechseln des Geldes rein unmöglich. Nur ein Druck und das gewünschte Geldstück kommt automatisch heraus. Dieser kleine Geldautomat, welcher überall die größte Bewunderung hervorrust, ist nicht größer tvne obige Zeichnung, aus Messing, sein vernickelt, also bequem in der Westentasche zu tragen. über Stahlwaren, Waffen,.Taus- haltungS- Arttkel, Lederwaren, optische Waren, Spielwaren, und Siwerwaren, Bürstenwaren, Musik. waren, Rauchutensilien, Schirme, Stöcke, Toiletten-Artikel und viele Neuheiten versenden an jedermann umsonst und sranco. Kirberg& Comp.>» Poche m iZl olkrifnt FabrikattonSgeschäst Solinger Stahlwaren mit Versand bil,ctt Qn �vioatc_ WlcderverkUnfcrn hohe ProTlalon. ._( Seltene Gelegenheit!"WW Räumun�s-Verkauf Nun kurze Zeit! der aus der Konkursmasse von Rosenthaler Str. 60 I. Klage Avant! Rosenthaler Str 60*■ Levy, Goldschmidt» Co. Ava»« I E.."'...d-nd-°- W-r-n. Ein Posten Herren-Anzüge in Jackett-Fassons soll nunmehr abgegeben werden für den billigen Preis Ein groftcr Posten, bestehend in Herrcn-Hoscn, jetzt herabgesetzt.............. Eine groste Partie, bestehend in Frühjahrs-Ueberziehern, jetzt herabgesetzte Preise....... Ein Caveling. bestehend in.Herrcu-Rock-Anzügen, zu dem jetzt herabgesetzten billigen Preis.... Ein Posten Herren-Joppen und Jacketts aller Sorten zum herabgesetzten Preis........ Eine groste Partie Jünglings- und Bnrschen-Anzüge zu dem bedeutend herabgesetzten Preis....... von M. 4 an u. h. Ein Posten Knaben-Anzüge zu den noch nie dagewesenen Preisen................ von M. IVa an u. h. von M. 0 an u. h. von Nt. IVa an u. h. von M. 0 an u. h. von M. 12 an u. h. jetzt von M. 1 an u. h. 148/2« Orts-Krankenkasse dttNergolderu.Servfsg. DienStag. 3ti. April er., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel-Uscr 15(Saal 1): Ordentliche General-Versammlnng der Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Tages-Ordnung: 1. Wnahoie der Jahresrechnung 1903. 1. Neuwahl der Krankenbesuche r. 3. Genehmigung der Kontrakte der Kassenbeamten. 4. Die Aerztejrage. 5. Verschiedenes. 273/10 Vertreterkarte legitimiert. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Verstand. feil? Nicolai, Johannes Assmann, Vorsitzender. Schriftführer. NB. Der Jahresbericht ist erschienen und kam« im Kassenlokal in Empfang genommen werden._ I-> I □ I'- I Bon uns ist ZU beziehen: Karl yenckell Gedichte jfit das Volk. Eine Auswahl. Mit Illustrationen von Wal. 18 Seiten. Preis 30 Pfg.- Port- 5 Psg. Diese Sammlung enthält die besten sozialen und lyrischen Ce- dichte von Henckell und ist speziell sllr die Arveikr bestimmt, welche sich die Einzelausgaben derHenScll- schen Dichtungen nicht erwerben tonnen. Vorurärtz BucMandlung Berlin SW.68, Lindcnstratze W. Prämiiert auf der III. Kochkunst- Ausstellung Berlin 1904. Rähr MalzKaffee tesfes und gskrung��WM Genussmiftel Ceylon �HSf��Kalieeersalz CcvlOtl' malzkaffc» «.Karkee Surreaatkabriic RUhrsdorf-Chemnltn. Vertretung und Engros-Lager bei E. Borgmann. Berlin. Femsprecher IX 7054Pari6eratr.2. Soeialdemokraüseher Verein im 8. Berliner Reiehstags-Wahlkreis. Dienstag, den 19» April, abends 8V2 Uhr, im großen Saale des Vereins Kerl. Musiker, Kaiser Wilhelmftr. 18«- S- Beffentlicbe Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags-Abgeordneten Genossen LSusrä Sernstein:„Wo stsben wir in?roussen". 2. Diskussion. 3. Wichtige Vereins- und Partei-Angelegenheiten. Gäste, auch Frauen erwünscht. Aus pünttltchcs und allseitiges Erscheinen der Mitglieder rechnet 245/5* Öei? Vorstand. Central-Verband der Zimmerer Zahirtelle Berlin und Umgegend. Bureau: Engel-Ufer 16, Zimmer 3S. Fernsprecher: Amt 4, Nr. 2789. 5 auiserordcntlichc Versammlungen aller Bezirks- Zahlstellen Berlins und der Vororte, sdSNÜS 2'/« Uhr: Dienstag, den 10. April, im Charlottenburger VolkShaus, Rosinenstr. S. ä, f im Lokal„ K ö n i g s b a» k", Grosse Frankfurterstr. 117. Donnerstag, I in Graumanns Feftfälen, Naunynstr. 27. ...... ar�n. i im Lokal„Königshof, Bülowstr. S7. den 41. April. f in H e n f c l s Festsälen, Jnvalidenstr. 1». Ecke Brunnenstrasse. Tagesordnung in allen Versammlungen: t. Die gegenwärtige Situation in unserm Beruf und die Ausgaben des CentralverbandeS der Zimmerer. Referenten: die Kameraden H. Knbe, H. KnNpfer, P. Reimann, W. Witt. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Wir ersuchen alle im Lohngebiet beschäftigten Verbandsmitglteder bestimmt und pünktlich zu ericheinen. 254/12 Der Vorstand. Bruch-Pollmann empfiehlt sein Lager inBruehbandagen, Leibbinden, Garadehaltern, Spritzen, Suspensors, sowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. S Eigne Werkstatt. f. Orls- u.HtIfs-Krankenkassen Rerlln C., 30. Fmlku-Straße 30. BfB. Alle Bruchbänder mit elasti- fchen Pelotten, angenehm und weich am Körper. 47112* Steinbildhauer. Donnerstag, den 21. April, abends 7 tthr(gleich nach Feierabend), im Gewertschaftshanse, Engel-User 15, Saal III: OefftutlichtNersammIung. TageS-Ordnung: t. Geschäftliches. 2. Wie gedenken die Kollegen die gegenwärtige Konjunktur auszunutzen? 3. Verschiedenes. Kollegen, erscheint Mann für Mann zu dieser Versammlung und namentlich find die unorganisierten Kollegen hierdurch nochmals eingeladen. 23/16* Der Einbemfer. Lächerlich!!""" dillig verkaufen wir unsre eleganten flerren-Anzüge. Mhlahrs-Belots, Zloseu-c.w nen.geke». Garderobe zu Preisen von B.-, 10-, 12.- bis 25 Mi. Monats-Aüonnementssachen (an feinste Herrschaften verliehen), für jede Figur(spec. Bauch) passend, zu spottbtlltgen Preisen. Haupigeschäst .Wann vrinzenstr. 17. I II UllU, 0, d. Wasserthorstr. 2. Gesch. Gr.Frankfurterstr. 110. SonnlagS 7—10, 12-2 Ulzr. Gelegenheitskäufe in Damen- Konfektion! Kostüme von 12 M. 50 Pf. an Paletots von 7 M. 50 Pf. an Rücke von 3 M. 50 Pf. an Reisemuster spottbillig | ffamemnäntel-?ahrik Tanbenstr. SO, I. Etage. Saisonkarten ä 6 Mark für den Besuch der Grossen Berliner Kunst-Ausstellung 1904 und des Landesansstellungs- Parkes. Verkaufsstellen: Pförtner des Ansstellungsparkes(kleine Pforte Alt-Moabit). Thormeyer, Cigarrengeschäft, Königgrätzerstr. 129(am Potsdamer Platz). 12 Filialen der Oigarrenfabrik J. Neumann. 110/12* Eröffnung: Sonnabend, den 30. April 1904. 113 Baus Gelegenheitskauf. JVovmnl- n g Sülalileekeii 2,00, 0,00 m. BerUn BpaöeBStrasse liU. Sodaldemohratischer Wahlverein für den 2. Berliner Beiehstags-Wahlhreis. Dienstag, den 19, April, abends 8'/. Ithr, in Habels Brauerei- Ausschank, Bergmannstr. 5/7:_ Versammlung."Mi Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Rartels über: Die Entwicklung des Socia- liSMUs von der Utopie zur Wisjenschast. 2. Diskussion. 233/5 Gäste erwünscht. Zahlreichen Besuch der Mitglieder erwartet Der Vorstand. Socialdemohratischer Wahlverein f. d. 4. Serl. Äeicbtags-WaÜhreis(SO.) Dienstag, 19. April, abends 8"., Uhr, im Gewcrkschaftshause, Engel-User 15: Lenersl-Verssmmwng. Tages-Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Neuwahl desselben. 2. Vortrag dcS NeichsiagS-Wg. Stolle über:„Der Heldeukampf der Crimmitschauer -Arbeiter und was lehrt dieser Kampf dein arbeitenden Volke?" 3. Diskussion. 4. Verschiedenes.— Mitgliedsbuch legitimiert. 243/4 Zahlreichen Besuch erwartet_ Der Borstand. Sodaldemohratischer Wablverem für den 6. Berliner Reiehslags-Wahlhreis, WM" Versammlung"WW am Dienstag, den 19. April, abends 8'/, Uhr, bei Wernau, Schivedtcrstr. 23/24. Tages-Ordnung: 247/1 1. Vortrag des Genossen Dr. Borchardt über =„Die Verwirklichung des Socialismus".- 2. Diskussion. Gäste— auch Damen— haben Zutritt. Zu zahlreichem Besuch ladet ein_ Der Vorstand. ttr Iii Morgen Mittwoch, abends 8'/, Uhr, im Gewerkschaftshanse, Enget-Ufer 15: Nertrauensmanner- Versammlung samt!. Zezirlre und Krauchen. Tages-Ordnung: Beschlustfassung über die Geschäftsordnung der„DchltchtuugS. kommifsion*. Werkstatistreiks und Differenzen. Verbandsangelegenheiten. Jede Werkstatt entsende Delegierte. 82/12 5= Mitgliedsbuch nebst Karte legitimiert.: Die Ortsverwaltnng. Achtung, Parkettleger! Mittwoch, den 20. April, abends 7'/, Uhr, im Gewerkschaftshanse: Jtommissions-Sitzmig mit Vertrauensleuten. �3«:� Firma muh vertreten sein, da eine ülbschrift deS neuen cm Vertrauensmann eingehändigt wird. Da die Centrums- Vertrauensmänner- Versammlung stattfindet, ist Mitgliedsbuch, Vertrauensmänner-Karte mitzubringen und pünktliches Erscheinen notwendig. Der Obmann. ftochmiehtig! Achtung, Wedding n. Gesundbrunnen! Mittwoch, den 20. April, abends 8'/, Uhr: Qr. Vortrag für Kerren und Samen bei Ballsclimieder, Berlin N., Badstr. 16(grosser Saal). Frl. Minna Knbe, Privatgelehrte, Schülerin der Dr. Thure-Brandt, G. Schulze, Jablonowsky(weil. 1. Assistent am töntgl. Anatomischen Institut zu Berlin), spricht über: 288/20 Enthüllungen der„Zeit am Montag« über die Behandlung Schwindsüchtiaer« l. Ist Schwindsucht heilbar? Wann, 3. Lebt jenen Hundertjährigen tapfer bekandidaten de wo und wie? «nd redlich nach, ihr Jung- Sterbekaudidaten des 29. Jahrhunderts. �eeanjxlose Vercinignng„Vene Hcilwissenschaft". "" Chario Der Vorstand. lottenburg, Cauerjtr. 1, II. �ektnns! Achtung! Wahlkreis Ruppln-Templin. Am Dienstag, den 19. April, Brunnenstraste 188, eine abends 8'/, Uhr, findet bei Wilke. 247/2 Volks-Versammlung fiatt, zu der fämlliche in Berlin arbeitenden Genossen des Kreises besonders eingeladen sind. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Max Kiesel über „Die politische Lage«. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Angesichts der politischen Situation in unjrcm Kreise und der Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen aller notwendig. Im Austrage: Lndwle Krascmann, Panl Dobrohlan, Kreis-Vertrauensmann. Mitglied der AgitationSkommisfion. zlchmngt fortefeniller!! Verband der PortefeuMer usw. Mittwoch, den 89. Zlpril 1994, abends 8 Uhr: General- Versammlung in Granmanns Festsftlen, Naunynstraste 27. TageS-Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Kassierers, des Arbeitsnachweises, der Agitattons- und RechtSschuh-Kommission. 2. Bericht vom Verbandstagc. 3. Diskussion. 4. Wahl der Ausschussbeisitzer. 5. Wahl eines Beamten. 6. Verschiedenes. 109/8 Mitgliedsbuch legitimiert. st eines jeden Mitgliedes ist cS, In dieser Versammlung r" stimmt und Ilich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel-Ufor IS, ginimcr 1— S. Fernsprecher: Amt IV. 3353, mttn-oeb, den 20. April, abend» 8'/, Uhr, Im Rosenthaler Hof, Rojcnthalerstrasse 11/12: Nttsuiumiiiug der chirurgischen Kreucht. TageS-Ordnung: I. Vortrag de» Herrn Gerbard Rlldebrand über:„Die weit- wlrtschastliche SlrbeiiSIeilung und der Schutz der nationalen Arbeit'. 2. Dis- kusston. 3. Wahl der Agilatwnslommission und des Branchenvcrtrclers. 4. VcrbandZangelcgcnhcitcn und Verschiedenes. 114/1» jgtF- Der wichtigen Tagesordnung wegen werden die Kollegen ersucht. zahircich und pünktlich zu erscheinen, insbesondere die Kollege» von Deritl 4 Herz und Müller, Weissensee. Die Qrtsverwaltnng. VornnCi'. ssf cdoklrur; Pai-l Hssttn-r. Berlin, ftür den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke. Berlin. Druck ii. Verlag: Vorwärts Biichdriickerei n. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 91. 21. Jahrgang. 2. KcilM des Jotmiiitf Knlim Jotolilutt. Dienstag, 19. April 1901. Das Arbkitersekretariat der Kerliner GelverKschasts- Kommisjioa bat jüngst seinen IS. Jahresbericht herausgegeben. MS 128 Seiten starke, reichhaltige Broschüre bietet der Bericht auch dies- mal wieder einen ebenso interessanten wie lehrreichen Ueberblick, so- wohl über die vielseitige Thätigkeit des Sekretariats als auch über den Stand der Berlmer Gewerkschaftsbewegung im Jahre 1903. Aus dem Inhalt heben wir folgendes hervor: Die schriftlichen Arbeiten, die vom Sekretariat an die verschiedensten Behörden an- gefertigt wurden, haben eine bedeutende Zunahme erfahren. Ins- gesami wurden 1400 Schriftsätze gegen 939(1902), das ist eine Zunahme von 67 Proz.. angefertigt. Die Schriftsätze verteilt, entfallen auf das Gewerbegericht 27, Gewerbedeputation 47, BerufSgenossenschasten 499, Schiedsgerichte 429, Reichs-Bersicherungsamt 16ö. Landesversicherungs- anstalten 92. Steuer, Landratsämter usw. 159. Vor dem Reichs- VcrsicherungSamt wurde die mündliche Vertretung in 97 Fällen über- nomine», davon find 43 Fälle gewonnen, in 25 wurde lveitcrer Be- weis erhoben und in 24 Fällen erfolgte Abweisung. Vor den Schiedsgerichten wurde die mündliche Vertretung in 28 Fällen über- nommen. In 21 Fällen wurde ein obsiegendes Urteil erstritten, in 6 Fällen erfolgte weitere Beweiserhebung und in 2 Fällen Ab- Weisung. Vor dem Gewerbe- und Amtsgericht wurde in 14 Fällen die Vertretung beansprucht. Insgesamt haben sich an das Sekretariat 9284 Personen um Auskunft gewandt. Die ins Journal eingetragenen Auskünfte be- Ziffern sich auf 4929 gegen 2753 des Jahres 1992. Rund 89 Proz. der Auskuuftsuchenden, Männer sowohl wie Frauen, waren gewerkschaftlich organisiert, 29 Proz. dagegen unorganisiert.— In den Auskünsten nimmt die Rubrik Unfallversicherung allein 1971— 49 Proz. aller Auskünste ein. Die einzelnen Industriezweige sind hierbei in folgender Weise beteiligt. DaS Metallgewerbe mit 636 Personen gleich 32,26 Proz., davon nehmen die ungelernten Arbeiter mit 179 die erste Stelle ein, hinter den gelernten Arbeitern stehen die Schlosser mit 146 an zweiter Stelle; das Baugewerbe mit 592 Personen— 25,47 Proz., hier sind es die Bauhilfsarbeiter, (Steinträger usw.), die die erste Stelle mit 1W einnehmen; dann folgen die Maurer mit 193, die Zimmerer mit 85 und die Maler an vierter Stelle mit 23; das Handels- und Transportgewerbe mit 234 Personen 11,26 Proz. Die Holz- industrie mit 204 Personen— 19,35 Proz., davon stehen die Maschinenarbeiter mit 126 Personen an erster Stelle, das Graphische Gewerbe(Buchdrucker, Buchbinder und Steindrucker) mit 65 Per- sonen— 3,20 Proz. Die übrigen Gewerbe und Witwen und Waisen, mit 17,87 Proz., bilden den Rest.— Der Bericht enthält auch eine Reihe sehr beachtenswerter Urteile aus der Rechtsprechung über Unfall-, Invaliden- und Krankcnvcrsichenmgsfälle, sowie über mehrere auS dem KoalitionS- recht und dem bürgerlichen Recht hervorgegangene Prozesse, ferner Entscheidungen des Gewerbegerichts, des JnnungS-Schiedsgerichts und der Gewerbedeputation. WaS die Berliner Gewerkschaften anbelangt, so zeigt die dem Bericht beigefügte Tabelle ein Bild erfreulichen Fortschrittes. Im Jahre 1992 hatten die 72 der Gewerkschastskoimnission an- geschlossenen Organisationen 95 324 MitgliederZDer Mitgliederbestand hat sich bis Ende 1993 jedoch bis auf 134 897 erhöht. Bei einer Gesamtzahl von rund einer halben Million der in den einzelnen Berufen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen bleibt den Gewerk- schaften trotz der an sich recht bedeutenden Zahl ihrer Mitglieder immerhin noch ein weites Thätigkeitsfeld offen. Doch der mit jedem Jahre gesteigerte Erfolg gewerkschaftlicher Agitation dürste auch fernerhin zu den besten Hoffnungen berechtigen.— Eine geringfügige Verininderung der Mitgliederzahl wiesen mir vier Ge- werkschaftcn auf. alle übrigen haben eine Zunahme zu verzeichnen. Die gröffte Organisation»st der Metallarbciter-Verbnnd; er hatte am Jahresschluß 35 741 Mitglieder(im Lorjahre 39 664), dann folgen die Holzarbeiter mit 15 614(12 366), die Maurer mit 19214 (8998), die Handelshilfsarbeiter mit 8129(5896), die Buchdrucker mit 7491(6991), die Buchbinder mit 4898(3786), die Bauarbeiter mit 4119(2599), die Zimmerer mit 3343(2918), die städtischen Arbeiter mit 3920(3289), die Schneider mit 3999(2499), die Schuhmacher mit 2914(1555), die Töpfer mit 1989(2948), die Droschkenkutscher mit 1955(1419), die Maler mit 1613(948), die Brauerei-Hilfs- arbeiter mit 1526(859), die Schmiede mit 1390(1939), die Putzer mit 1259(1334), die Maschinisten und Heizer mit 1194(1966), die HolzbearbeiwngSmaschinen-Arbeiter mit 1179(899), die Sattler mit 1140(1958), die Tapezierer mit 1112(909), die Straßenbahner mit '197(1911) usw. unter 1999 Mitgliedern. Die Gesamteinnahme aller der Gewerkschastskommission angegliederten Gewerkschaften belief sich pro 1993 auf die Summe von 3 328 693,93 M. gegen 2 447 168 M. im Vorjahre. Die G e« samtausgabe betrug 3 288 278,22 M., darunter zahlten 40 Ge- lverkschaftcn an Reiseunter st ützung 23 184,51 M., 33 Gewerkschaften an Arbeitslosenunter st ützung 489 021,86 Mk.; 31 Gewerkschaften an Kranken unter st iitzung 194 959,98 M.; 28 Gewerkschaften an Sterbegeld 25 891,25 M.; 6 Gewerkschaften an Invaliden unter st ützung 27 991.95 M.: 31 Gewerkschaften für Rechtsschutz 53 334,57 M.; 57 Gewerkschaften an beson- d e r e r U n t e r st ü tz u>» g 883 643,97 Mk.; an sonstigen Ausgaben verbrauchten 58 Gewerkschaften 256 878,41 M.; und an örtlichen BerwaltungsauSg ab en hatten 66 Gewerkschaften 321 993, 89 M. auszugeben. An die Hauptkassen wurden von S3Gewerkschaften 461 451,94 M. abgeführt.— Die Gewerkschastskommission selbst hatte eine Einnahme von 436 446,42 M., wovon 19 873,99 M. auf die Einzel-Gewerkschaften entfielen, und eine Ausgabe von 381 566,85 M., mithin belief sich der Kassenbestand auf 54 879,57 M. Unter den Ausgaben figurieren als Hauptposten 179 999 M. an die Weber in Crimmitschau und 175 559 M. als Darlehen und Unterstützungen. Bon besonderem Interesse ist die tabellarische Uebersicht über die geführten Streiks. Im ganzen waren 30 Organisattonen an 267 Streiks beteiligt; davon waren 98 Angriffs- und 169 Abwehr. streiks. Die Angriffsstreiis kosteten den Gewerkschaften 539 881,47 M., »md die Abwehrstreiks 321 259,23 M. Insgesamt wurde an Streik- unter st ützung also die Summe von 86t) 649,79 M. verausgabt. Die Zahl der an den Streiks beteiligten Personen belief sich auf 21997; davon nahmen teil an Angriffs- streiks 9692 und an Abwehrstreiks 12321 Personen; 443 der Streikenden waren Arbeiterinnen. Bon den 98 A n g r i f f s- st r e i k s dauerte der längste(Kupferschmiede) 122 Tage, der kürzeste Tag. Hiervon wurden wegen Verkürzung der Arbeitszeit vier Streits, wegen Lohnerhöhung 69, wegen beider Ursachen 19, wegen Beseitigung mißliebiger Personen vier, wegen Abschaffrmg des AccordsystemS und Einführung von Arbeiterschutzbestimmungen je ein Streik gestihrt. Mir vollem Erfolg endeten 63. und mit t e i I w e i f c m Erfolg 19 Streiks, ohne Erfolg mußten 16 Streiks beendet werden.— Bonden 169 Abwehrstreiks wurden ge- führt: drei wegen Verlangens des Austritts aus der Organisation, 67 wegen Maßregelung. 77 wegen Lohnreduktion, 19 wegen Verlängerung der Arbeitszeit. 19 wegen Nichtinnehaltung der allgemeinen Lohn- und Arbeitsbedingungen»md ein Streit wegen schlechter Behandlung der Arbeiter. Es endeten hiervon 194 Streiks mit vollem. 14 mit teil- weisem und 59 o h n e Erfolg; ein Streik war am Jahresschlüsse noch nicht beendet. Insgesamt brachten also 167 Streiks einen vollen und 33 Streiks einen t e i I w e i s e n Erfolg, während 66 Streiks mit einer Niederlage für die Arbeiter endeten.— Die meisten Streiks führten die Holzarbeiter, nämlich 35 Abwehr- und 49 Angriffsstreiks; ihnen folgten die Metallarbeiter mit 59 Abwehr- und 7 Angriffsstreiks; ferner die Holzbearbeitungö- maschin en-Arbetter mit 44 Abwehrstreiks und die Bau» arbeiter mit 16 Angriffsstreiks; die übrigen Gewerkschaften waren an einem bis höchstens acht Streiks beteiligt.— Bemerkt sei noch, daß für 39 der 72 in Betracht kommenden Gewerk- schaften tarifliche Lohn Vereinbarungen, wenn auch nicht für alle Branchen, bestehen. Alles in allem betrachtet, zeigt der Bericht, daß das GewerkschaftSleben in Berlin sehr rege pulsiert. Obwohl die Wochenbeiträge der Berliner Gewerkschaften größtenteils erheblich höher sind als in den meisten übrigen Orten Deutschlands. so ist die Mitgliederzahl doch von Jahr zu Jahr ständig gestiegen. Auch die Meinung, daß der Ausbau des Unterstützungswesens eine Vernachlässigung des gewerkschaftlichen Kampfes zur Folge haben müsse, hat sich als unrichtig erwiesen. Die angeführten Zahlen be- weisen nicht nur eine Stärkung der materiellen Widerstandsfähigkeit, sondern auch ein Steigen der Aktivkrast der Gewerkschaften. Derbllttdstag des Lentral-Derbandes der Steinarbeiter Deutsliilands. m. Erfurt, 18. April. Vom 18. April ab tagt hier im Restaurant„Tivoli" der Ver- bandstag, der voraussichtlich eine Woche in Anspruch nehmen wird. Die provisorische Tagesordnung umfaßt zehn Punkte. AuS dem Jahresberichte wollen wir heute das Bemerkenswerteste folgen lassen. Der vom 19. bis 24. Mai 1992 in Leipzig stattgeftrndene 11. Steinarbeiter-Kongretz beschloß mit 37 gegen 5 Stimmen, die auf der Basis des Vertraucnsmänner-Systems gegründete Stein- arbeiter-Organisation aufzulösen und mit dem 1. Januar 1993 zu dem zu grimdenden Ccntral-Verband der Steinarbeiter Deutschlands überzutreten. Auf demselben Kongreß wurde auch die Einführung der Kranken- Unterstützung gegen 7 Stimmen beschlossen. Eine später darüber stattgefundene Urabstimmung zeitigte ein Reftrltat, wie es die Befürworter wohl kaum erwarteten. Es stimmten für Einführung 1966 und dagegen 3935. Somit war der Antrag gefallen. Die Frage der A r b e i t s l o s e n- U n t e r st ü tz u n g hat im Verbände bisher nur gestreift werden können. Es ist für diese auch vom Vorstande als notwendig erachtete Einrichtung noch keine be- sondere Stimnmng vorhanden. Die R e i s e u n t e r st ü tz u n g wird bei den diesmaligen Ver- Handlungen ein viel umstrittener Punkt werden. In den Kreisen der Mitglieder geht man von der Ansicht aus, daß die gewährte Unterstützung zu niedrig sei, trotzdem der Verband an achter Stelle stehe. Im Jahre 1993 wurde die Reiseunterstützung von 570 Mit- gliedern loeniger als im Vorjahre in Anspruch genommen, was auf vermehrte Arbeitsgelegenheit zurückgeführt wird. Erfreulicherweise kann der Geschäftsbericht konstatieren, daß der Verband die langanhaltcnde Krise gut überstanden und daß die- selbe für den Stcinarbeiterberuf nun bald überwunden zu sein scheint. Die Schwankung in der Mitgliederbewegung ist auch hier eine große gewesen. Der Mitglicderstand bettägt am Jahresschlüsse 8624 in 15 Gauen. Die Besttebungen, die aus Herabsetzung der Vereinsbeiträge hinauslaufen, be- zeichnet der Bericht als vereinsschädigend. Der Rechtsschutz, der in 33 Fällen gewährt wurde, kostete dem Verband 1352,15 M. gegen 429,37 M. im Vorjahre. Trotzdem die Maß regelungs unter st ützung etwas zurückgegangen ist, wird der Begriff„Maßregelung" doch noch immer von vielen Mitgliedern falsch aufgefaßt. Melstens geschieht dies in den Fällen, wenn die Gehilfen sich mit den Polieren veruneinigen. Uebcr Agitation sagt der Bericht, daß man sich nicht nach Schema 1' auf bei» Standpunkt des unbedingten MitgliedcrfangeS legen solle. Ein einheitliches, zielsicheres Agitieren, namentlich in den Steinbruchsdistriktcn. fei unbedingtes Erfordernis. Die Frage der besoldeten Gauleiter wird die Generalversammlung diskutieren. Der Vorstand findet diese Frage zweckmäßig und hält sie im Interesse der Agitation für geboten. Die Fachpresse hat sich in den letzten Jahren gut entlvickelt. .Der Steinarbeiter" vertritt in erster Linie Fachinteressen und be- handelt zur Iveiteren Fortbildung und Ausklärung auch Fragen von allgemeinem Interesse. Neben der Fach- muß aber auch jeder auf- geklärte Steinarbeiter die socialisttsche Presse aufmerksam verfolgen. A u s st ä n d e waren im Berichtsjahre 19 zu verzeichnen und zwar in Zwickau, Nürnberg. Görlitz. Dresden, Meißen, Deutmanns- dorf, Mannheim, Mülhausen i. E., Rohau, Pilgraminsreuth, Schön- waldt, Hamburg und Berlin(Rkarmorarbeiterl, Bautzen, München, Hardheim, Erfurt, Rostock, Chemnitz. Kassel, Leipzig. 16 waren Ab- Wehrstreiks, zwei Aussperrungen und ein Angriffsstreik. Beteiligt waren daran 839 Kollegen. Kosten verursachten diese Streiks ins- gesamt 22 197,54 M., davon zahlte die Centralkasse 18 399.89 M. Airs eignen Mitteln brachten die Streikenden 3797,74 M. auf. Von Erfolg waren acht, teilweisen Erfolg hatten sieben, erfolglos waren drei, bei dem einen kann man von Erfolg nicht sprechen, weil es sich um eine Aussperrung handelte. Die Solidarität übte der Verband nicht nur im In-, son- der» auch im Auslände in ausgedehntem Maße. Die Durchführung der BundeöratSverordnung läßt sehr viel zu wünschen übrig. Eine aufgenommene Stattstik soll dazu benutzt werden, um für nachdrückliche Durchführung zu sorgen. Der Generalkommission gehört der Verband seit dem Würzburger Kongreß an, der G e w e r k s ch a f t S- und Bau- arbeiter fchutz-Kongreß wurde durch Delegierte beschickt. Die internationalen Beziehungen wurden durch Beschickung des Kongresses in Zürich bethätigt und gefestigt. Der Kassenbericht irnes am 1. Januar 1903 einen Bestand von 59 662,64 M. auf und bis zum 1. Januar 1994 ist der Kassen- bestand auf 117 594,11 M. angewachsen. Ein erfreuliches Zeichen für den Aufschwung dcS Verbandes im allgemeinen. Der Bericht sagt dann zum Schluß,„daß wir in diesem Jahre einen Fortschritt gemacht, ist eine u n- bestrittene Thatsache, es giebt nur ein zielsicheres BorwärtS gehen."__ Berliner partei-Hngele�enbeiten» Erster Wahlkreis. Heute abend 8'/, Uhr im Lokale Fischer- straße 25 findet die Generalversammlung des Wahl- Vereins statt. Zahlreichen Besuch der Mitglieder erwartet Der Vorstand. Fünfter Wahlkreis. Heute, Dienstagabend 8'/., Uhr, spricht Genosse ReichStags-Abgeordncter Eduard Bernstein ini Wahlverein über daS Thema„Wo st e h e n wir in Preußen?" Außerdem stehen wichtige Partei- und VereiirSangelegenheitei» auf der Tagesordnung. Die Versammlung findet in dem neuen großen Saale de» M u f i k e r v e r e i n s. Kaiser Wilhelmstr. 18 m, statt. Wir erivarten das Erscheinen aller Genossen. Gäste, auch Frauen, sind willkommen. Der Vorstand. SchSneberg. Heute, Dienstagavend, findet im Obst'schen Saale, Meiningerstraße 8, die Generalversammlung des Wahlvereius statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Reichstagsabgeordneten Fräßdorf:„Krankenkassen und A e r z t e st r e i t s". Gälte— auch Frauen— haben Zutritt. Weißensee. Heute, Dienstag, findet im„Prälaten" die General- Versammlung des Wahlvereins statt. Der wichttgen Tages- ordnung halber werden die Genossen um zahlreiches Erscheinen ge- beten. Wir weisen auf die Annonce vom Sonntag hin. Der Vorstand. Friedrichsfelde. Dienstag findet bei Haberland, Wilhelm- straße 38, die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Berichte und Neulvahlen stehen auf der Tagesordnung. lokales. Groß-Verlin im Norden. Die Gemeinden Reinickendorf, Nieder-Schön� Haufen und Pankow haben beim Berliner Magistrat die Frage angeregt, ob sich nicht durch Angliederung der Berliner Grenzstraßcn an die Straßen dieser Gemeinden eine' Uebereinstimmung erzielen lasse, welche den Ausbau des aneinanderstoßenden Geländes erleichtern und beschleunige. Wie wir hören, ist der Magistrat auf die Anregung eingegangen, dem» vor einigen Tagen ist den betreffenden Gemeinden eine Einladung zu einer an» nächsten Donnerstag im Rathause stattfindenden Konferenz zugestellt worden, in ivelcher daS Nähere beraten werden soll. Hier im Norden dürfte sich die „Eingemeindung" allmählich von selbst vollziehen: eS ist dies der zunehmenden Bebauung jener Gegend zu verdanken, in welcher die Sttatzen Berlins und der Nachbarorte noch Ivirr durcheinander« laufen. Viele zusammenhängende Straßenzüge Iverdcn hier durch die Weichbildgrenze in zwei Teile getrennt, die Verschiedeue Namen, verschiedene Ernrichtungcn haben und unter verschiedenen Nechtsgrund- sätzen stehen, so z.B. die3000 Meter.) Kudela 1. Conrad 2. Scheuermann 3. 30 Kilometerrennen. Käser 1.(26 Minuten 55 Sekunden), Przyrembel 2.<1030 Meter zurück), Heiny 3.(1500 Meter), Große 4.(3800 Meter). Tandemfahren für Berufsfahrer. Scheucrmann-Badcr 1. Kudela-Peter 2. Conrad- Altboff 3. 30 Kilometcrrennen. Demke 1.<25 Minuten 212/, Se» künden), Salzmann 2.(675 Meter zurück), Ryser 3.(820 Meter). R o b l und W a l t h o u r trafen sich Sonntag in Dresden in einem Match über drei Läufe. Im 10000 Meter-Lauf siegte Waltbour in 8: 424/„ und der zweite über 20 Kilometer sah ebenfalls den Anierikaner siegreich, der diesen Lauf in 17: löVs eine halbe Runde vor Robl beendete. Den dritten Laus endlich. 50 Kilometer. gewann Robl in 45:32'/». während Walthour infolge Motor« defekts aufgab. � � � Beim Radrennen in Köln sind am Sonntag A r e n d und H u b e r gestürzt. Es handelte sich um ein internationales Fliegerrennen, an welchem außer den beiden Verunglückten Ellegaard und Vandenborn sich beteiligten. Arend fuhr Huber in die Räder. Arend erlitt einen schweren Schlüsselbeinbruch, Huber Verstauchungen und Abschürfungen. Ellegaard siegte in allen drei Läufen überlegen; Huber wurde zweiter. Unter de» im Berliner Aquarium neu eingetroffenen Fischen befinden sich mehrere Angehörige jener Gruppe Knorpelfische, zu welchen die als„Hyänen des MeereS" gefürchteten Haifische und andre gefährliche Ungeheuer. zählen. Von einer auch in süd- europäischen Meeren vorkommenden Art der Katzenhai wurden sechs Exeniplare durch die Station Rovigno eingesandt, welche durch die Fahrzeuge der Station erbeutet worden waren. Dasselbe gilt von zwei„Torpedos", also Vertretern jener Rochenfische, welche den gleichen Namen führen wie die bekannten schreckhaften Fahrzeuge unsrer Marinen, nur daß sie diesen Namen schon vor ein paar Tausend Jahren erhalten haben infolge eines im Körper zwischen dem vorderen Teil der Bnistsioffen belegenen elcttrischen Organs, vermöge dessen sie elektrische Schläge austeilen, die für kleinere Fische tätlich, für den Menschen höchst ichmerzhaft sind. Diese Torpedos repräsentieren nun mit mehren Arten echten Rochen, dem Stechrochen und Adlcrrochen, die verschiedenen Familien dieser abenteuerlich gestalteten Ouermäuler. Dem Berliner Zoologischen Garten ist durch Herrn Ober« lieutenant Dominik von der kaiserlichen Schutztruppe in Kamerun eine gestreifte Hyäne zum Geschenk gemacht worden, die durch ihre hellere Grundfarbe und die sehr abgesetzt ericheincnden Streifen erheblich von der gewöhnlichen Art abweicht. Da sie mit einem nordafrilanischen Stück ihren Käfig im kleinen Raubtierhause teilt, so treten diese Unterschiede sehr deutlich hervor. Das Tier, ein Männchen, bethätigt die Griesgrämlichkcit und Scheuheit seiner Artgenossen in hervorragendem Maße, im Gegensatz zu den unter- nehnicnden, munteren und häufig recht zahmen gefleckten Hyänen. Gerade bei diesem Kameruner Stück läßt sich der starke grüne Glanz der leuchtenden Augen vorzüglich beobachten, der durch eine spiegelnde Schicht in der Netzhaut erzeugt wird. Klus äen I�ackbarorten. Vom Schöneberger Gewerbegcricht 1903. Nach einer Geschäfts« Übersicht sind im genannten Jahre 458 Klagen(gegen 229 im Vor« jähre) anhängig gemacht worden. Das Baugewerbe ist daran in 182 Fällen berciligt, nnd zwar Steinträgcr und Bauarbeiter 42, Maler 39, Maurer 24. Klempner 17, Tischler 11, Erdarbeiter 9, Tapezierer 8, Terrazzoarbeiter und Schlosser je 7, Zimmerer 6, Installateure 5, Steinmetzen 4, Parkcttfußbodenleger 3. Die Fabrik- betriebe sind mit 23 und das übrige Gewerbe mit 253 Fällen bc« teiligt, darunter Schankwirte 40, Damenschneider 29, Fuhrleute 24, Gewerbebetriebe verschiedener Art 23, Schlächter 19, Bäcker 17, Arbeiter und Angestellte in Handelsbetriebe»»slo. 15, Buchdrucker 15, Barbiere und Techniker je 13, Wäscherei 9, Herrenschneider 8, Kohlenhändler 7, Blumenhändler 5, Molkercigewerbe und Schuhmacher je 4, Handelsgärtner 3, Mechaniker 2, Brauer. Photo» graphen und Sattler je 1. Von den Klagen sind erhoben worden: von Arbeitnehmern gegen Arbeitgeber 442, umgekehrt 8, von Arbeit« nehmem desselben Arbeitgebers gegen einander 8. In den 458 Klagen wurden geltend gemacht: Ansprüche auf Zahlung rück- ständigen Lohnes, Herausgabe von Kautionen und andre Leiftmigeii aus dem Arbeitsverhältnis 304, Ansprüche auf Schadensersatz wegen unrechtmäßiger Lösung des Arbeitsverbältnisses bezw. wegen Gnu- beHaltung von Arbeitspapieren ic. 215, Ansprüche auf Ausstellung oder Aenderung von Zeugnissen, Arbeitsbescheinigungen zc. 24, desgl. aus Herausgabc von Arbeitspapieren, Handwerkszeug. Sachen 33, zu» sammen 576. Mehr als ein Anspruch wurde in 97 Klagen erhoben. Der Wert dcS Streitgegenstandes betrug: bis 20 M. einschließlich in 197 Fällen, mehr als 20 M. bis 50 W. in 145, 50 bis 100 M. in 86, mehr als 100 M in 30 Fällen. Die geringste Klagcsnmme bc» trug 1,20 M., die höchste 2916 M. Von den anhängig gemachten Klagen haben ihre Erledigung gefunden 336 vor dem Vorsitzenden und nur 109 vor dem Spruchgericht.— Wir machen hierdurch noch auf die untentgeltliche Äuskunsterteilung in Gcwerbegcrichts- Angelegenheiten beim Genossen G. D ä u m i g, Hauptstr. 30, Seiten« flügel eine Treppe, aufinerksam. Ncu-Wtißenscc. Die neugewähltcn Gemeindevertreter sind am 14. ds. Mts. in ihr Amt eingeführt worden. Gegen die Gültigkeit der Wahlen lagen Proteste nicht vor. jedoch geißelte Taubmann(Soc.) die bei der Wahl in der 2. Abteilung vorgekommenen Unregelmäßig- ketten mit den von den F o r e n s e n erteilten Vollmachten. Gegen 100 ungestempelte Vollmachten wurden dem Wahlvorsteher nach Eröffnung der Wahl übergeben; am Schlüsse der Wahl« Handlung war die„Vereinigte Bürger-Partei" der Ueberzeugung. daß sie ohne den Vollmachten den �Sieg davontrage und zog sie als nicht abgegeben zurück. Dasselbe Schau« spiel kam bei der Ersatzwahl und Ergänzungswahl zur Geltung, doch nur, um die Stempelkosteu nickit zu entrichten. Ilnsre Genossen waren der Meinung, daß eine einmal abgegebene Voll- macht Rechtskraft erlangt und forderten den anwesenden Amts- Vorsteher auf, diese Angelegenheit zu untersuchen. Aus diesem Falle lanrt man die Lehre ziehen, wie gesetzliche Bestimmungen um- gangen werden, und cS ist an der Zeit, die Forensenwirtschaft zu beseitigen, indem die Bestimmungen der Landgemeinde-Ordnung demgemäß geändert werden.— Hierauf wurde der besoldete Schöffe Dr. Pape aus Charlottenburg eingeführt und zugleich zunr Vorsitzenden des Gewerbegerichts gewählt.— Die Vereinigung der beiden Gemeinden Alt- und Neu-Weißenfee wird in Kürze erfolgen; die Vorarbeiten dazu sind einer Kommission überwiesen.— Neben dem bisherigen Schularzt werden noch zwei weitere angestellt, so daß nunmehr sämtliche Schulen ihren Schularzt haben. Gewählt wurden: Dr. Grünau, Dr. Pfleger, Dr. Bausenbach(zugleich Zahnarzt).— Die Stellung eines weiteren Strafantrages gegen den Eigentümer Mertens, der den Gemeindevorsteher und die Gemeindevertretung durch Wahlflugblätter beleidigt haben sollte, wurde abgelehnt. CingeFangene Druchrchnftcn. ®cr"Nenen Zeit"(Stuttgart, Dich' Verlag) ist soeben das LS. Heft des 22. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des bestes heben wir hervor: Sluswärtige Politik und Reichstag.— Historische Rückblicke zur ivragc der Rcichs-Finanzrcsorm. Von Gustav Jaeckh.— Die kleritalc Schulpolitik in Belgien. Von Emile Vandervcldc.(Schluß.)— Kassen- arztsrage und Rcichs-Statistik. Von Dr. G. Zepter, Charlottcnburg. (Schluß.)— Ein neuer Weg zur Volksbildung. Ein Vorschlag von Otto Rühle. Die„Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch- bandlungcn, Postanstaltcn und Kolportcure zunr Preise von 3,25 M. pro Ouartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal abonniert werden. Das einzelne Hest kostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Versügung. Von der„Gleichheit". Zeitschrist sür die Interessen der Arbeiterinnen (Stuttgart, Dich' Verlag), ist uns soeben die Ztr. 0 des U. Jährganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Weltmai. Gedicht von Karl Henckell.— Trutzmai.— Der Achtstundentag, die wichtigste Forderung der Arbeiterinnen. Von Emma Ihrer.— Der Achtstundentag und die gewerlschastliche Agitation und Organisation. Von Luise Zietz.— Bahn frei! Von Ottilie Baader.— Nur Zeit! Von L. Märten.— Eine Frcihcitskämpscrm.— Schönheit. Skizze von Otto Stalle.— Eine gute Nachricht. Die„Gleichheit" erscheint alle tt Tage einmal. Preis der Nummer *9"'s �urch die Post bezogen beträgt der MonnementSpreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Ps., unter Kreuzband 85 Pf. Die Mai-Nummer des„Wahren Jacob' ist soeben, 14 Seiten stark, erschienen. Das farbige Vorderbild„Hoch der Erste Mai!" in den saftigen Farben des Frühlings gehalten, gezeichnet von H. G. Jenpsch, Zeigt uns die bunlgcsiederten Sänger des Waides zu einem sröblichen Lobgesang aus den Befreier Lenz vereinigt. Ein farbiges Doppcwild/„Der Weg ist gesperrt!", hat der römische Künstler Rata Langa zu der Fest- uummer beigetragen; aus leuchtend rotem Hintergrund heraus schreitet die inchonicrende Gestalt der Freiheit daher, der die als Ppgmäen dargestellten internationalen Mächte vergebens ein Seil über den Weg halten. Außer- dem enthält die Nummer das farbige Bild„Kulturdüngerfabrik" und die Illustrationen„Der� Psarrer und der liebe Gott",„DaS Mailüfterl der Bachem, Spahn, Gröber und Genossen",„Früh morgens, wenn die Hähne kräh'n l",„Tröstlich",„Ein orientalisches Märchen",„Nationalliberaler Bewilligungs-Trance",„Was sich liebt, das neckt sich" und„Der politische Lieutenant". Der textliche Teil der Nummer bringt die Gedichte„Wcckrus", „Maicntag",„Das Polenschloß",„O Glück!",„Die Schnorrerschlacht", „Sonnenandacht" von Klara Müller und außer zahlreichen kleineren Bei- trägen noch die größeren Feuilletons„Völkerrecht(Eine wahre Geschichte), „Fabeln von heute" von Joe und„Zusammenhangloses Zeug".(Aus den Zlllfzcichliungen eines Irrsinnigen). Der Preis der Nummer ist 10 Ps. Vermifcktes. Eiscnbnhnnllfall. Sonnavendnachmittag 6 Uhr SO Min., so wird aus Oldenburg berichtet, sind bei Pfosten 37 der Strecke Stick- Hausen— Ailgllstfebn zehn Güterwagen des Güterzuges 6327 beim Umbau des Geleises entgleist. Die Strecke wird voraussichtlich bis zum 17. abends nicht fahrbar sein. Der Personei, verkehr wird durch Untsteigen aufrechterhalten. Personen sind nicht verletzt. Unwetter in Böhmen. AuZ Prag wird berichtet: Letzte Nacht ging hier und in der Umgebung, wie auch in andern Gegenden Böhmens ein heftiges Gewitter mit starken Hagelschlägen nieder. In Prag und den Vororten wurden einige Wohnungen unter Wasser gesetzt. In Koschir ist die Lage besonders gefährlich. Ein Korporal, der sich an den Rettnngsarbeiten beteiligte, wird vermißt. An mehreren Punkten ist der Eisenbahnverkehr tiwgen Uebcrschwemmungen und Unterwaschuiigen gestört, auch wird ein nicht unbedeutender Sachschaden, insbesondere von den Feldern gemeldet. ttcber ein Attentat auf einen Lehrer wird au? V o r b e ck in der Rheinprovinz berichtet: Als der Lehrer Potmann Sonntagabend von einem Spaziergange zurückkehrte, lvnrde er auf dem Hausflur von drei Burschen erschossen. Der Ueberfall war anscheinend auf eine andre Person beabsichtigt. Drei der That verdächtige Personen sind verhaftet worden. Wie weiter zu dem Ueberfall berichtet wird, wurde ein S ch u tz m a n n, der Schüsse fallen gehört hatte und auf das betreffende Haus zugegangen war, von den Angreifern durch einen Schutz in die Hüfte verletzt. 3?iucre Forschungen über den Einflnf? der Verdauung auf die Arh-5t. Es ist bekannt, daß eine starke körperliche Thätigkeit kurz v/�t einer Mahlzeit die Verdauung stört und aufheben kann. Unter .'dieser Bedingung werden in der That die Magenabsondcrungcn mehr oder weniger vermindert. Tie geistige Arbeit kann dieselbe Wirkung hervorbringen. Umgekehrt vermindert aber auch die Arbeit der Ver dauung die seelische Thätigkeit in allen Formen. Der französisch Forscher Fere hat nach der„Med. Woche" intcrcffante Experimente angestellt, um zu ermitteln, in welchem Verhältnis die Vcrdauungs- arbeit die Muskelthätigkeit herabsetzen kann. Er hat gefunden, daß diese Herabsetzung viel beträchtlicher war, als man es ahnen konnte. Im Verlauf der ersten Stunde, die dem Einnehmen einer Mahlzeit folgt, erreicht die ohne Ermüdung ausgeführte Arbeit kaum die Hälfte der in nüchternem Znstande vollbrachten. Arbeit; aber die Ver- Minderung wird vom Beginn bis zum Ende dieser ersten Stunde ständig größer. Von ungefähr 75 Proz. in den ersten zehn Minuten fällt die Arbeitsleistung von der 45. bis zur 66. Minute bis auf 16 Proz. Der Einfluß der Würze der Reizmittel, wie Tabak und Alkohol, macht sich in einer sehr deutlichen Art bemerkbar, indem er die Ermüdung beseitigt, aber nur für eine sehr kurze Zeit, die niemals zehn Minuten überschreitet; nachdem erscheint die Müdig- keit wieder und zwar stärker, als sie es ohne diese vorübergehende Erregung gewesen wäre. In Barcelona platzte Sonntagabend 6 Uhr im Stierkampf- C i r k u s eine Petarde. Es entstand eine Panik, doch wurde kein Schaden angerichtet. Ein Dynamitanschlag gegen eine mit Andächtigen gefüllte Kirche lvurde am Freitag in Blackburn(Indiana) verübt, in der die An- Hänger einer„Die Abendlichter" genannten neue» religiösen Sekte ihren Gottesdienst abhielten. Bei der Explosion wurden 23 Personen verletzt. Die Polizei ist der Ansicht, daß die Uebelthäter Anhänger andrer Sekten sind, von denen zahlreiche Mitglieder zu den„Abend- lichter»" übergehen. Die„Abendlichter" lehren die buchstäblichste Auslegung der Bibel, die einfachste Lebensweise und den Genuß der gröbsten Speisen. �Welzen, gut D.-Ctr mitlel Marktpreise von Berlin am 16. April 1904 nach Ermittelungen des kgl. Polizeiprästdiums. gering. *Noggeli, gut mittel gering. fGersle, gut , mittel, gering iHafer, gut Nüttel . gering Richtswoh, Sen Erbsen, Speiscbohnen, Linsen * ab Bahn. f srei Wagen und ab Bah». 17,55 17,49 17,43 13,10 13,06 13,02 14,00 12,90 11,80 15,00 14,10 13,00 4,00 7,60 40,00 50,00 60,00 17,52 17,46 17,40 13,08 13,04 13,00 13,00 11,90 10,80 14,10 13,00 12,10 SM 5,00 28,00 26,00 25,00 Kartoffeln, neue D.-Ctr. Nindsleisch, Keule 1 kg do. Bauch, Schweinefleisch, Kalbfleisch, tammelflcijch, utter Eier 60 Stück Karpsen 1 kg Aale Zander, Hechte, Barsche, Schleie. Bleie. Krebse per Schock 8.00 1,80 1,40 1,60 1,80 1,80 2,60 4,00 2,40 3,00 3,00 2,20 2,00 3,00 1.40 15,00 SM 1,20 1,10 1,00 1,20 1,20 2,00 2,80 1,20 1,40 1,20 1,20 0,80 1,40 0,80 3.06 Witternngöübcrslcht vom 18. April 1904. morgens 8 Uhr. Stalionen a e Haparanda Petersburg Cork Aberdeen Paris 768 N 774S 762,31 Wetter 2bedeckt Iwolkcnl 2 Regen ÖSi ti% a". S? W fs -0 -3 Wetter-Prognoie für Dienstag, de» 19. April 1904. Ausklarcnd bei mäßigen nordöstlichen Winden, kühlere Ziacht, etwas höhere Tagcstcmpcratur; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. 10 ab« ßneffuften der Redaktion. Wir bitten Bei jeder Anfrage eine Chiffre(zwei Buchstaben oder eine Zahl) anzugeben, unter der die Anstvort erteilt werden soll, und die letzte Aboimcmeiitsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant- wortct und schriftliche Antwort wird nicht erteilt. E. R. und 101. 1. Wilhelm Hasenclever, geb. 19. April 1837 zu Arnsberg i. W., starb am 3. Juli 1889. 2. Jin Jahre 1884 wurde er gleichzeitig in den ZtcichStagS-Wahilrcifen BreSlau-Oft und Berlin Iii gc- wählt. 3. 1884 bis 1887 Abgeordneter für den sechsten Wahlkreis dcS RcgicrungSbezirlS Breslau(BreSlaii-Ost). Lebte 1884 als Schriftsteller in Halle a. 4. Grab und Gedenkstein aus dein Friedhof der Freien Ge- meinde zu Berlin.— B. Seü. Stein.— O. C. Uns nicht bekannt, dürfte auch kaum existieren.— 100. Ja.— M. M. 31. Kliniken gewähren Behandlung und Verpflegung, Polikliniken nur Behandlung. Kliniken fordern Bezahlung, eventuell durch Vcrmittelung der Slrmenverwaltung, Polttlinilen behandeln unentgeltlich, weisen aber zahlungsfähig scheinende Besucher gewöhnlich ab. Es giebt königliche, städtische und private. Polikliniken.— St. Sch. Nein.— 99 Kaiser Wilhelmstrasie. Nein. — Warum? Warum küssen sich die Menschen? Es ist das ungelöste Problem des Katers Hiddiggeigei aus Scheffels„Trompeter von Säkkingen". — N. 991. 1. Nein. 2. Ja. 3. Stein.— Nlilitarismus. Ziudols Krafft, Die Opfer der Kaserne. München, Verlag von G. Birk u. Co. 96 Seilen, Preis 50 Pf. Ein ausgezeichnetes militärlritisches Werk, nicht zu verwechseln mit der modernen Schleuder- und Trödelwarc militär-bellciristischer Sen- sationSschristcn.— P. O. N. 1. Versuchen Sic es. 2. Nein.— Sozd. Fresser. 1., 3. u. 4. im juristischen Teile. 2. Durchschnittslohn 10-12 M.— 1333. 1. Burg. 2. Gist. 3. Zukunst. Verein öer CWpp&eii. Unfein Mitgliedern und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Kollege, der Retoucheur Eltosrä Jaglowitz am Sonnabend, den 16. April, im Alter von 31 Jahren am Herz- schlag verstorben ist. Wir verlieren in ihm einen treuen Freund und braven Kollegen, dessen Andenken wir in Ehren halten. 586b Die Beerdigung sindetDienstag- nachmittag 4 Uhr von der Leichen- halle des Malthias-Kirchhoses in Südende aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Verwaltung. in�Iiiien-vnierMWgMe Ii. Die Beerdigung des am 16. April verstorbenen Lithographen Gustav Strohauer findet am Mittwoch, den 20. April, nachmittags 4 Uhr. von der Leichenhalle des Alten Luisen- Kirchhofes, Bcrgmannstraßc, aus statt. DaS Komitee. Am 15. d. M. starb mein Bruder Otto im 52. Lebensjahre.— Beerdigung heute Dienstagnachmittag�3 Uhr vom Augusta-Hospital, Schorn- Horstskatze, aus aus dem Gnaden- Kirchhos, Müllerstraße. 5956 Karl Frank, Vergolder. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise liebe- voller Teilnahme bei dem Tode meines unvergeßlichen Mannes, des Nestau- raieurs ZUdeni IWemel sage ich allen Beteiligten meinen innigsten Dank. Besonderen Dank aber spreche ich dem Rauchklub „Frietrich lt.". dem Wahloerein des 5lS. Bezirks, dem Lotteric-Verein „Glück", den Slrbeiteim der Firma Posnansky n. Sttelitz, sowie dem 166. Gememde-Waisenrat, welche in oor- poro mit Jnsiginen dem Freunde und Genossen die letzte Ehre erwiesen, aus. Tie große Treue und An- hänglichkeit an meinen teuren Eni- schlasencn wird mir unvergeßlich bleiben. 493LL Bettin. den 16. April 1904. Witwe Emilie Hornel, Pappel-Allee 132. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung des Mechanikers Emil Zeh sagt allen Freunden und Bekannten sowie den Kollegen der Firma C. P. Goertz, Friedenau, dem Metallarbeiter-Verband und. dem Verein Berliner Segler aufrichtigsten Dank _ Familie Zeh. Den Mitgliedern der Möbelsabttk „Stern", den Vertretern des 6. Wahl- krcises und des Bau- und Sparvereins sowie allen, welche meinem teueren Bruder 594b Emst Burchert d!e letzte Ehre erwiesen, namentlich den Sprechern der AnerlcimungS- Worte an seinem Sarge sage ich hier- mit meinen tiefgefühltesten Dank. "Wilh. Burchert. Mitglied der Möbelfabrik„Hoffnung". Danksagnng. Allen Verwandten, Kollegen und Freunden, sowie den Genossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises (Osten) und dem Centralvcrband der Handels- und Transportarbeiter, ins- besondere dem Kollegen Stadler sür seine kostreiche?lnsprache, sage ich hiermit meinen innigsten und herz- lichsten Dank. 600b Frau Ijoalsc Senkel, __ geb. Riep._ Allen Freunden, Bekannten und Kollegen soivte den Herren ChesS der Firma Gcnsigen u. Co. für die herz liche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unsrcS guten Vaters sagen wir hiermit unsrcn herzlichsten Dank. I. 31. der Hinterbliebenen: 49672«. Ijlcbkc. A Dampf-Färberei u. dm Waschanstalt färbt in allen Farben: Damcnkleidcr... 3,(st) Mark. Herrenanzug... 4,5t). Üeberzieher... 3,60. Bettdecken.... 1,25. Tischdecken.... 1,25— IM Steppdecken... 2,50. Plüsch- u. Möbelstoffe a Kilo 1-1,50. reinigt: Damenklcidcr... Röcke...... Jacketts..... Blusen..... Sonnenschirme.. Herrenanzüge... Üeberzieher.., 2,50—3,00. 1,50—2,00. 1,25—1,50. 0,75-1,25. 0,50. 3,00. 2,00-2,25. Fabrik: Rolzmarhtrtraße zu Hauptgeschäft: V)Md!eniai*stv*. 52. Bitte genau aus die Firma zu achten I vla-a-vis Bethanien. Filialen: KergMllilkraße 27, Waldemarstraßt 62. Annahmestellen: IdaxMtr. 15. Moabit, Kfoppstockstr. O. Telephon: Amt YII ZK. 3943. 49652* Dr. Simmel, Specialarzt sür[86/15* Haut- and Harnleiden. 10— 2, 5— 7. Sonntags 10— 12 2— 4, Dr. Schünemann Spccialarzt sür Haut-, Harn» und Frauenleiden, Sevdelntr. 9. -/,4S-'/,3.'/,0--/L,Sonnt.S-4» Bon der Reise zurück LOIb Dr. Zadek, Tel. Amt IV Tresdenerstr. 109. 0630. Kurbad Landbaus Sberswalde(Mary. Wasserkur, System Kneipp; Luft- und Sonnenbäder. Skcng ärztliche individuelle Behandlung.(Äute Erfolge bciNervcn- und den meisten chronischen Erkrankungen. 12 Morgen Park, an auSgedehntenkönigl. Eichen-».Buchen- Waldungen. Herrlichste Sommerfrische sär Erholungsbedürftige. Prospekt und Auskunst srei. 113/7* Enten, pirtsn, Hühner, garantiert beste Leger, Bnitputen. Bruteier hochcdler Rassen verkauft reellst iP. Wegner, Mariannenstr. 34. Berlin. 113/6 Ntltlttttlt Wk°rt verkäuflich PiaaMVRittei-str.120, pari. l. Von sei' BsMsaliisncszkssso 98 verzogen. Stettin. Filialen IHF Berlin. 4923L* Mass-AnzOge K�ass-Paletots 24 und 30 Mark. Unter Garantie des tadellosen Sitzes bei peinlichst gewissenhafter Anprobe liefere ich von prima Partie-Stofflpesten mit guten Zuthaten Anzüge nach Mass zu obigen Preisen. Indem gewesene Angestellte sich specicü auf mein gutes Renommee stützen, mache ich darauf aufmerksam im Interesse des werten Publikums sich direkt zu wenden an 4682L* Sonnenschein8 Chansseestr. 54 I— lilndenstr. 95 1. Von der Bellealliancestrasse 93 verzögern Aittshaus„S(l)lofs Poltersdorf". Neu erbaut, vis-a-vis der Schleuse, herrlich am Flakensee gelegen. Von Bahnstation Erkner in 15 Minuten aus wundervoller Waldpromcnade zu erreichen; mit Dampsersteg, Terrassen, uraltem Park, großem Tanzsaal, geräumigen Hallen, Familieu-Kaffeeküche, eignen Spielplätzen im Walde, Ruderboolcn:c.— Etwa 2009 Personen fassend. Den geehrten Gcwerl- schasten, Bereinen, Fabriken usw. zu Ausflügen angelegentlichst empfohlen. Achtungsvoll Friedrich Saewert, Fernsprecher Amt Erkner Ne. 49. Damen-Konfektion ÖiFeRt aus der ms* Kein I-aclcn. Jetzt nach beendeter Engros» «aison Einzel- Verkauf SNSvM Paletots, Jacketts, Capes, Kostüme, Kostiliiiitke, Legen Vorzeigung dieses Inserats an der Kasse werden 5"/„ extra vergütet. Robert Oaumgarten Hausvogtelplatz 11, II. Et. (Ecke der Jerusalemerstraße.) Auch Sonntags geöffnet! —Eine wöchentliche Tsilzahlnng liefere Bestellungen n. Blaß, tadcll. Auss. Werkstatt iin Hanse. Jiurziierg, Ne o. 85. Bnss' Salon 85 Grosse Frankfurter- Strasse WBF" Sonnabende"�Bü für Sommerfefte usw. zu vergeben.— Lrossvr �sturgartsn mit BBhns. Jeden Sonntag. Donnerstag und Freitag: Gros? er Ball. �4869L* — r- 5~T" T-- a--- U- 1-#k i• V Aelteste Special von Ph. Bernfeld: je�t nur AndreaSstr. SS I. Gr. AuSwahl eleganter Handarbeit-Decken zn spottbillige» Preisen. Alte Decken werde» ausgeacheitet. tSSOL* So Ig. Vor. frei g. Nchn. v. 3«'. M. S echte TZ» 4, als. ca. 45— Kieler öOBrathr u. marinierte! 1 Di. Oelsard.,'/. Psd. Lachs u. 30 Goldspbükl. Fischerei- Exp. ll. vegener, llwinemünde. E. 71. .atent-Sureau JÄjYorwertung. Ausarbei- v&r tung zur Anmeldung. Technisches Bureau. Kl. Preise. Coul. Zahlungsbedingungen. Sprecbsts 9—4, Sonntags 11— 1. Wolte rs&Co.,Potsdamorstr.123. Tafel-Konig, ff. präp. goldgelb. 110 Psd. Emaille- Eimer 3'/, M. Verp. srei. la. la. la. * P. STapp, Swinemünde Nr. 1. Molkerei. 8 Stiche, 12 Schweine, 1 Pferd und 2 Wagen preiswert zu verkaufen. Karl Sehiirnier. Weiffensee, 49592* Lehderstr. 119. Kran;-«nd Klumenbindem von Jj, A. Trothe, Wrangelstr. 11, Markthalle IX, Stand 851/S5». Eisenbahnstraffe. 46142* l».«»»», Mmöewit-KLS Dlerinann Deier. Telephon: Grünau No. 39. Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen mid Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Danchjerstege, Kegelbahnen, große Kaffeelüche. Säle, Halle«, groffer schattiger Garten, SOOO Personen lassend. Gegründet 1825 Fr. Hahn Kaufhaus für Xannfahtnr- und Xodetuaren, Konfektion Berlin C.25 Alexanderplatz ff. ui mm Hervorragende Auswahl Voiles und Etamines Einfarbige Satins und Lastings Englische Kammgarnstoffe Mousseline de laine Schwarz-weiss kariertWollstoffe Bedruckte reinwoli. Voiles Cover coats und TailnrmadeStoffe Abgepasste halbferlige Roben Nach auswärts bitte Proben zu verlangen. Der reich IIInAtrierfe Ilanptkatalog wird auf Wunsch zagesandt« iWur IS jede Uhr � A fefe/ I A bei mir zu reparieren u. reinigen unter Garantie des Gut- f ebene(ohne Bruch), kleine Reparaturen billiger. Grosse uswahl in Uhren n. Goldwaren zu billigsien Preisen. Goldene Oamen-Remontolr, 10 Steine, v. 18,—, Goldene Herren-Doppel- kapael-Remontoir v. 50,—, Silberne Remontoir v. 9,—, Regulateure, Freischwinger, Wecker- u. Wanduhren. Goldene Herren- u. Damen-Ketten, Ringe, Schmucksachen in modernsten Fapons © für Jeden Geschmack. Für jode bei mir gekaufte Uhr H �TS. M I A leiste 3 Jahrb Garantie. 3897L* j&\ O Karl glix,.„'.X.-. Chausseestr. sq.O Ungewitters Kautabak ist als bester seit 10 Jahren In Berlin bekannt und gern gelaust. Verlangt Kautabak. Zu haben in Cigarreit-Specialgeschäftcn. 4470L� Frilz Häramerer, Berlin, FranWurler Allee 33. 44682* Haklms Cigaretten sind nach dem einstimmigen Urteil aller Sachverständigen die feinsten 2 Pf.-CigareHea! Höchste Leistung! Jede Uhr zu reinigen kostet bei mir unter töarantic nnr 1,50 31k., auker Bruch. Kleine Repara- turen billiger.'I'c»L>cknsc in jedem Gold und Doublö zu billigsten Zaconpreisen in jeder Preislage und Nummern stets am Lager. Grosses kcttcn-r,i»Aci- zu allen Preisen. 47122* Lmll Rothert, Uhrmacher und Goldarbeiter, Andrcas-Straasc 62.— Frankfarter Allee 114. H.& P. Uder, Fabrik-Lager sämtlicher gangbarer Kautabake. eialiläl; Nordhäuser Kautabak stets frisch zu billigsten Eugros-Preisen. 4794L* Amt 4, 3014. JWiiM"' W"- 3. S% fieuienf, w'' Zahl-Bedingungen. Oranienstr. 131. MW Kleine /Inzeigen. M zdft/gn rfn�ii ii jaHlH A» W Strasse 6 Jedes Wort: tettgeäfuckto t 10 Plg. Worte mit mehr Buchstaben zählen doppelt. Anzeigen ! dtn Annahmestellen für Berlin bis! Uhr, für die Vororte bist 2Uhr, Restauration billig verkäuslich, voller Schaut. Zahlstelle, Verein. AuSkunst Kraus«, Cigarrengeschäft, Bicsenihalerstraste 11.-jtlv* Betten. Gardinen, anerkannt spoit der Hauptexpedition Linden Strasse 69 bis S Uhr angenommen. :hste jd «erden JB •rlin M Verkäufe. Restaurant mit Vorgarten umständehalber zu verlausen Hasen- beide lt.-1126* Grünkram-, Obst-, Holz- und Kohlengeschäst mit Roll«, 12 Jahre in einer Hand, ist zu verkaufen. Näheres Rixdors, Prinz Handjerv- ftvafee 55, Welle(Laden). 5326* Grünkram-, Materialien«, Holz- und Kohlengeschäst ist billig zu vcr- kauscn. Ringbahnstrane 27.-s-t32* Baustelle» Alt-Glienicke(Teltow- Kanal), landschastlich schön, gesund und hoch(am Falkenberg bei Grünau), an genehmigter Straße. Hochbau. Netto Bauland Quadratmeter von 3 Mark an, bequeme Zahlungs- bedingungen. AuSkunst M-Glienicke, Bergstrabe 1, und Berlin, Wilsnacker- straße 4t, Matthiessen. 486b* Gardinenhaus GrobeFranksurier- strahe 9, parterre._ 137* Vorjährige Herrenanzüge, Winter- palelots, Beinkleider, aus seinsten Maszitossen spottbillig täglich, zurück- gesetzte Paletots, Beinkleider, Anzüge, Havelocks, Joppen entsprechend ml- liger. Sonntagsoerkaus. Deutsches Versandhaus, Jägerstrabe 63, I.' Herren- Garderobe nach Mab, saubere Arbeit, grobes Siosslager. Paletot. Anzug 36 Mark au. Kaust beim Handwerker, lasset den Hand- werker verdienen. Teilzahlung ge- stattet. F. Dörge. Dresdenerstrabe 109. DamenjarkettS, Reisemodelle. teils auf Seide, durchweg 9 Mark. Polten Steppdecken(Seidenklot) statt 8 Mark durchweg 3,75, grobe Posten Kostüm» rücke für jeden Preis, verkauft Julius Neumaun, Bellealliancestrabe 105.* Weiche Herrenhüle, gute Qualität. Stück 95 Psennige. Bessere Sachen enorn, billig. Hutsabril, Comvtoir Reu« Friedrichstrabe 81 1, Ecke König- strab«, und Holzmarktstrabe 37 a parterre, früher Kaiserstrabe 25 A. Sonntags geöffnet. 233951* Krawattenstoffe, gräbt« Auswahl. Wallnertheaterstrab« 30. 415b Teppiche!(sehierhasle) in allen Gröben sür die Hülste des Wertes im Tcppichlager Brünn, Hackejchcr Markt 4, Bahnhos Börse. 93,22* Teppiche. Betten, Gardinen, Portieren, Steppdecken, Wäsche, Tisch- decken, Regulatoren. Anzüge, Sommer« paletotS, Remontoiruhren, Uhrketten, Spiegel, Bilder, Möbel spottbillig Leihhaus, Sicandersirabe 6. Teil« Zahlungen gestattet. 89/13" Betten, Bettwäsche, Steppdecken, Tischdecken, Gardine», tzerrenuhren, Damenuhren, Ketten und sonstige Gegenstände aller Art, täglich jrei- händig, spottbillig. Psandleihe. Küslrlnerplatz 7._ 2L48K* billigste Bezugsquelle Weidenweg 19. PsandlcihhauS -j-55 Regulatore», Freischwinaer, Spiegel, Küchenrahmen Ipottbillig PsandlcihhauS Weidenweg 19.-s-55- Taschenuhren, Herrenkctten, Damcnketten, Schmucksachen spoit» billig PsandlcihhauS Weidenweg 19.* Bettinlette, Bettbezüge, Bett- laken spottbilligPsandleihhaus Weiden- weg 19.____ t55* Trauringe, Aussteuerwäsche spoit- billig Psandleihhaus Kcidenwcg 19. DommerpaletotS, Jackcttanzüge, Herrenhosen, Damensachen, Riesen- auswahl, spottbillig, Pfandleihhaus Weidenweg 19. Bertausszeit bis S Uhr abends._+55* Möbelsuchende Möbeltischlerei für empfehle meine WohnungS-Eiu- richtungen. Moderne Küchen. Wunder. bare Farben. Reell, billig. Teil- zahluug. Garantie. Hamack, Dres- ocnerstrabe 124._ 2223K* Möbelverkauf. In meinerMöbel- Fabrik, Gneisenaustraße 15, am Hallcschen Thor, stehen viele Woh- nungs-Einrichttmgen, verliehen ge- wesene und neue Ausstattungen zum sehr billigen Verkauf. Teilzahlung bei ganz geringer Anzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Ich liefere gediegene Einrichtungen sür 150, 200, 300, 400 Mark, hoch- elegante von 500 bis 10000 Mark. Ganz besonders empfehlenswert ist der grobe Vorrat verliehen gewesener und zurückgesetzter Möbel, die noch fast neu und im Preise bedeutend herabgesetzt sind. Kleidcrspind 24, Kommode 18. Sofa mit Auszug 30. Bettstelle mit Matratze 20. Muschelspinde, Vertikos 36, Snlongarnitur, Plüschgarnituren 105, Muschelbettslellen mit Matratzen 40, geschnitzte Büssetts, Bücherspinde, Paneelsofas mit Satteltaschen 85, Schreibtisch 40. Englische Schlaf- zimmer, Speisezimmer, Salons, auch Jugendstil._ L177K* AnSwahl, Ringschisfchen, Bobbin. Schnell- näher, ohne'Anzahlung, Woche 1.00, gebrauchte 12,00. Köpnickersttabe 60/61, Pmizlmierstvabe 59/60 und Grobe Franksurterstrabe 43._ 198* �Teppiche mit Farbensehlern Fabrikniederlage Grobe Franksurterstrabe 9, parterre�__ 1-37* ;{ i»kwaschsässer, Sitzwannen. Zober, in nur bester Ware. Teil- zahlungen gestattet. Kottiofs, Skalitzer- strabe 103._ 2242K* Malzkrastbier, blutbildend, sür Blutarme, Brustkranke, Schwächliche, Gewichtszunahme, bessere Geiichts- sarbe, überraschend, 14 Flaschin 3 Mark, Tonne 3,50 exklustve. Nicht Flaschenzahl, Qualität ent- scheidet. Porter- Kellerei Rinaler, Bernauerstrabe 119. 103/11 Borjährige hochvornehme Herrenhosen aus semsten Mabstoffen. 9—12 Marl. Versandhaus Germania. Unter den Linden 2t. 2169K* Sofas. größte 21 Mark an, direkt Blumenstraße 35 b. in ..M von der Fabrik 2I74K* Kinderwagen, Sportwagen, Kinder- gebrauchte," Schneider, bettstellen, gebrauchte, zurückgesetzte 15Sb* Steppdecken, Tischdecken, Tcppiche spottbillig Psandleihhaus Weidenweg Nr. 19._ 555* Nähmaschine» sämtlicher Systeme ohne Anzahlung, Woche 1,00, Post- karte genügt. Franksurter Allee 10, am Ringbahnhos.-s-142*_ Percmttv. Redakteur: Pgul Büttner, Berlin. Fahrräder. Teilzahlungen, hundert- sünszehn Mark, Jnvalidenstrahe 148 (Eingang Bcrgstrabe), Skalitzer- strabe 40, Grobe Franksurterstrabe 56. Todesfall halber altes, blühendes Gemüse-, Obst-, Kolonialwaren- Ge- schäst, Rolle neu, großer Umsatz in Holz und Kohle», zu jedem annehm- baren Preise verkäuslich. Näheres A. Jocrs, Schlächtermeister, Charlotten- bürg. Wilmersdorserstrabe 125. 607b Nbessinierpumpen. Saugor. Rohre, Gartenspritzen, Gartcnschläuche, ge- brauchte, neue. Reparaturen. Pumpen- jabril Schröder, Hochstraße 43. 53gb* verkauft Wirtschaft strab« 95, I. Steppdecken billigst Fabrik Grob« Franksurterstt-abe 9, parterre. 137* Restaurant mit Kegelbahn zu ver- kausen. Auslunst Retmann, Groß- Destillatton, Dresdenerstrabe 52/53. Betten. hochfeine, 18,00, Michel, DreSdenerstrahe 38._ 5916 Nähmaschinen sämtlicher Systeme ohne Anzahlung, wöchentlich 1,00. Fünf Jahre Garantie. Unterricht im sticken, Stopsen gratts. Postkarte genügt. WienerstrabeO, Ackerstrabe 113, Bellealliancestrabe 78. 6026 Säulentrumeau, geschlissen, vierzig Mark, elegantes Paneclbrctt sechs Mark. Strausbergerstrabe 6a I. 113/4* Restaurant, gutgehend, krankheitshalber sofort sür jeden annehmbaren Preis zu verlausen. Brauerei Hilst. Näheres Pücklerstraße 22, Schuh- geschäst._ 6046 Resterhandlung, Capesstosfe, Seidenresle, Sammetreste, Reste zu Mädchenjacken, Reste zu Knaben- anzügm, Kostümstosse enorme Aus- mahl, spottbillige Preise, Zuschnitt gratis. Rosenberg, Kottbuserdamni 98. verkaufen 6 Zimmer einzeln. komplette Geschwister Möbel staunend dillig, auch Plüschtaschensosa 30.00. Muschelbettstellcn 33,00, Ausziehtisch, Salonttsch 15M Stares, Gardinen. Küchenmöbel, dillig, Köpnicker» straßc 126a I._ Gelegenheitskäufe: Paletots, An- zöge, Hosen, Steffel, Betten, Teppiche, Schirme spottbillig. Lücke, Oranien- strabe 131._ Reisegläser, Operngläser, Kosser, Revolver, TeschingS. Reißzeuge, Zithern, Harmonikas, Geigen spoit- billig. Lücke, Oranienftrabe 131. 58bb Uhren- Ketten, Ringe, Brillanten, Goldsachcn, Regulatoren, spottbillig. Lücke, Oranienftrabe 131. 585Ö Steppdecken, Teppiche, Gardinen, Knabenanzüge spottbillig. Lücke. Oranienftrabe 131._ 5856 Rähnmschinen. Vergüte bis 10,00, wer Teilzahlung Nähmaschine kaust oder nachweist. Alle Systeme, Woche 1,00. Postkarte erbeten. Borchcrt. Zonidorscr- straße- 50. ttl!9* Ladentisch, zwei Säulen, Kupfer- schränke, Flaschenregal, Kupscrwanne, billig. Hahn, Sebastianstrabe 1. S08b VerscdiecleneZ. Uhren, Goldsachen repariert Wilhelm Flade, Putbujerstrabe 20.-s-148* RechtSbureau. Klagen, Jnter- vcntionen, Eingabengesuche sertigt an Oraniensttabe 109, 1._ 2250«* RechtSbureau(Alexander-Platz), Kurzestrahe achtzehn I Gerichtssachen. Interventionen, Sirassachcnl Rechtshilfe I Eingabengesuche!_ lli/l* Rähmnschinenreparaturen wer- den schnell und billig in meiner eignen Werkstatt ausgeführt. Bell- mann. Gollnowstratze 26, nahe der Landsbergerstrabe. 2ll4K* Aufpolsteruug! Sofa 5,00, Biatratze 4,00, auch allherm Hause. Bachmann, Blumenstrahe 35b._ 2173«* Pfandleihe. Geld aus Wertsachen, Berkaus von Teppichen. Zossenerstrabc 35. Müller, 87/5 MPfandleihe. Pr-inzenstrabe 63, Ecke Annenstraße, täglich 8—8, Sonn» tags bis 2 Uhr geöffnet. 2235K* kaust Pfandscheine Prinzenstraße 63. WW»W>Mläüft.W Schönhauser Allee 163a. Psandleihe 2236«* beleiht Ratzlaff, 108/9* Bücher kaust, beleiht Antiquariat Kochstrabe 56, I. Amt 1, 8831.» Wernau« Festsäle, Schwedter. strahe 23, zu Sommersestlichkciten verschiedene Sonnabende und Sonn« tage noch zu vergeben. 2245K* Rechtsbureau. Borsteher, früherer. Pücklcrstrahe 15,(Lausitzer Platz.)-j-S8 RechtSbureau!(Andreasplatz), Grünerweg vierundneunzig. Lang- jähriger Gerichtsbeistand I Rat» erlciluug I Eingabcngesuchel Steuer- berusimg>. 592b* Stechtsbureau«runnensttahe vierzig. Langjähriger Prozchbeistand, Steuerberusmig, Ewgabengesuche. Raterteilung._ 5986* RechtSbureau. Unsallsachen, Gc- rlchtsklagcn, Strafsachen, Eingaben- aesuche, Raterteilungen, Schank- crlaubnis, Steuerjachen, Pfändungs- fachen. Peffch, Brunnenstrabe V7. Tarlehen vergiebt Selbstgeber, diskret. Tietze. Posenerstt-ah- 23. Rück- porto.__ 5936* Tamenkleider- samtliche Kinder- garderobe, fertigt billigst, auch aus- bessern, modernisieren alter Kleider, Delling. Kottbuserdamm 32.-j-lüe �Zwei Vereinszimmer, 15 und 40 Personen, Pianino. Hahn, Sebastian» straße 1. 609d Vermietungen. Wohnungen. Kleinwohnungen, moderne, ge- simdc, billige(Vorder- und Hinter- bauS), per sofort und später Li strabe 11(Baynhos Wedding). Chaussee �«tlS/5 �....................__,____ Für den Inseratenteil veranttv.: Th. Gloikr, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Vuchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer Lc Co.. Berlm SW. Lynar- 110/7» Limmer. Leere Stube, Nähe Warschauer- Brücke, an alleinstehendes Fräulein zu vermieten.'Auf Wunsch auch Kind in Pflege. Knuth, KoperniknSstrabe lO. Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle Wall- strahe 21/22, Quergcväude, Curth.» Möblierte Schlafstelle für Herrn. Fr. Hinz, Camphausenstrahe 3.» Schlafstelle jofovt oder 1. Mai sür 1—2 Herren Oranienstrahe 2a, Ouer- gebäube II bei Luchs Schlafstelle ___ 6036 zu vermieten für Wenning, Moritzslraße 22. Herrn._ — SchuHmncher-Schlalftclle Marien. straße 7, vorn I bei Furchheim. Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Bolkssänger< Gesellschaft Lewan- dowskh. Beusselstraße 28._ 186* Stellenangebote. Arbeiter- Gesangverein sucht sür Dienstag, Donnerstag oder Freitag einen Dirigenten. Zu melden bei Hofsmann, Swinemündersttabe 47. Ginrahmar sucht Kunstonstali B. Groß. Ritterstt-aße 27. 113/3 flotter Rahmenmacher. Arbeiter, sofort. Berg. straße 82._ Straffenhändler t sauberer Chaussee- 599b Auch Frauen I Mottenschutz I Spottbilligst I Agnes Ostermann, Schönhauser Allee 141. Korbmachergehtlsen aus Peddig. rohr- Möbel verlangt O. Wesiphal. Wallstrahe 86._ 6066 aus Baumstämme»er Steinmetz langt Copek, Nordend. gesucht Zeitungsfrauen Alliancesttabe 85._ len sür nad Rixdors, i, 6056* Bellc- 5885 mittags obrccht- 5876 verlangt strahe 74.___ M a schinen-Näheriu vcrlangtLaaser, Brunnenstrahe 84, Fabrikgebäude. Waschblusen< Arbeiterinnen vcr- langt Laaser, Bruimcnstrabe 84.-fllO* Wallblusen-Arbeiterinneii verlangt Laaser. Brunnensttab« 84. -fllO» Im ArbeitSmarkt durch defondere» Druck hervorgehoben« Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile. ........................... RtdMkllr. zweite, tüchttae Kraft, gesucht sür die„Volls-Zcitung* in Düsseldorf. Oflerien an den Vorsitzenden der Preßkommission, Genossen I.a«Iss-Ijr Schmidt, Düffeldorf. Bergcr- siraße 8. 49192* Größte und reistnngsiähigste Ilolsii-oiiloaux- k'adrtk sucht überall tüchttae ProvisionS-Reisend« gegen höchste Provision. 582b Offerten Z. S Exp. d.»Vorwärts* Korbmacher aus geschlagen und Gestell nach auS- wärts gesucht. Hotel Termlnas, Zimmer 35, DicnStag, den 19. April. 12—1 Uhr. 185/19 Gemeinschaftlicher Arheitsnaciiweis der Goldschmiede Berlin, Gngel-Ufer Nr. IS. Für sosorl nach Schwerin in Mecklbg. ein Mcsierschalen-Arbciter. Nach I-ndwIgkalaat ein Goldarbeiter auf kl. Neuarbeit und Reparaturen.(Fahrgeld frei.) Für »oriln ein Fasser und ein tüchtiger Juwelenarbeiter, der auch matte Sachen machen kann; ein Silberarbeitcr- Lehrling und ein Kunstgieher- Lehrling. 114/11 Aobfnog, Holzarbeiter! Zuzug ist streng fern zu halten von Sautischlern. Einsetzem nach der Werkstatt 81/8 Ha««««. Lichtenberg, Hagen- straffe SS. Für Tischler, Drechsler. Bildhauer. Polterer. Maschinenarbeiter: Frllnkcl, Waldemarftr. 14. Drnna, Polstermöbel.Fabrik, tthorinerslraffc S6. Ferner ist ZugUg fem ZU halten nach Charlotteu- bürg, da dort Bautischler und Einsetzer im Streik stehen. ! Zlürseliner! Durch Mabregelung von Kollegen beider Organisationen wegen Ver- Weigerung der Unterschrist eines ein- seitigen Kontraktes ist die Werkstatt der Firma 102/12 C. A. Serpich Zöhne Leipzigerstr. 11 bis auf weiteres eesperrt. Deutscher KQrschner- Verband (Zahlstelle Berlin). Verband d. Kürschner Berlins u. vmg. __ Detacheure, PWterinneu ....'+151» Weiftensee, LanghanSstraffe 4. bei hohem Sohn gesucht Gebr. Attenbergs Färberei