Nr. 153. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahr g Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fern fprech- Anschlug: 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Sonntag, den 3. Juli 1892. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. wirthschaftliche Ueberlegenheit enigen auf Wolle und andere Rohprodukte-, so haben Und nun Europa! Amerikas. Man schreibt uns: Wechsel ziemlich gleichgiltig. Werden die Zölle unter der unbewußt zum Wohle des gemeinsamen Vaterlandes, Herrschaft der Demokraten ermäßigt namentlich die zur Hebung menschlicher Kultur.) Landwirthschaft und Industrie Europas allerdings Zerrissen vom Hader der Nationen, zerklüftet durch den ihr Absatzgebiet für Wolle und Lurusartikel, Kunst- Haß der Machthaber, verhetzt durch fanatische Priester der erzeugnisse 2c. etwas erweitert. Allein und unter verschiedensten Konfessionen, stehen sich die Bürger der einteinen Umständen kann zugegeben werden, zelnen Staaten, ja, die Bürger desselben Landes, im allIm November d. J. werden die Vereinigten Staaten daß die wirthschaftliche Ueberlegenheit gemeinen Vernichtungskampf feindlich gegenüber. Dieser von Amerika zur Neuwahl des Präsidenten schreiten. Mehr Amerikas vor Europa durch einen Sieg unnatürliche Zustand erfordert unnatürliche, übermenschliche als je in früheren Jahren sind die Blicke der europäischen der Demokraten auch nur um eine Linie Anstrengungen, um die Schrecknisse eines allgemeinen VerStaatsmänner und Sozialpolitiker auf die Wahlvorgänge Verschiebung erfahren würde. nichtungskrieges abzuwenden, solange es eben geht, erheischt jenseits des großen Wassers gerichtet, weil nach der über- Schon unsere hervorragendsten bürgerlichen Sozial eine Summe an Kraft, Intelligenz und materiellen Opfern, einstimmenden Ansicht Derer, welche in Europa den Gang politifer, wie Prof. Max Sering oder Rudolph Meyer, die die vollauf hinreichen würde, um unseren rapiden Nieders der Politik regeln, europäische Interessen mehr denn je zu den Gründen der Ueberlegenheit der transatlantischen gang Amerika gegenüber zu verhindern. vor durch den dortigen Wahlausgang berührt werden. Republik über Europa nachgeforscht haben, erkannten, daß Man verwende nur einen Theil dieser Kräfte zur Das Schutzzoll- System, zu dem sich die nordamerikanische die Ueberlegenheit der nordamerikanischen Agrikultur auf Hebung der wirthschaftlichen Kultur, zur Stärkung der Union in den letzten Jahren bekannt hat, ist der Angelpunkt der gewaltigen Maffe herrenloser oder öffentlicher Ländereien landwirthschaftlichen Produktion insbesondere, und Europa bei der bevorstehenden Präsidenten- Neuwahl. Da die demo- einerseits und der Jungfräulichkeit des Bodens anderer ist unabhängig von der Agrikultur Amerika's, es ist frei. fratische Partei im Gegensatz zu der jetzt am Staatsruder seits beruhe. Diese beiden Vortheile der amerikanischen Statt dessen sinnt und grübelt Europa unaufhörlich, befindlichen republikanischen Partei die Schutzzoll- Mauern Landwirthschaft sichern der Union vor der mitteleuropäischen wie es die Mordwerkzeuge vervollkommnen könne, wie es abzutragen fich bereit erklärt hat, so erwarten die Agrikultur einen ungeheuren Vorsprung, der nimmermehr den Rüstungspanzer ertrage, während gewaltige Kultureuropäischen Politiker alles Heil für die alte Welt durch einen Wechsel in der Person des Präsidenten be- fräfte unbenutzt bleiben und die Bodenkultur falsch und von einem Siege der Demokratie, weissagen sie alles rührt werden kann. Freilich, unsere Sozialpolitiker stiefmütterlich behandelt wird. Unglück für die wirthschaftliche Entwickelung ver euro- haben mit dieser Erkenntniß das Problem der Ueberlegenpäischen Staaten für den Fall des Unterliegens dieser heit Amerikas nicht nur nicht gelöst, sondern sie haben durch Ameritas immer stärker bemerkbar, und so geht Europa Judessen macht sich die Ueberlegenheit und Konkurrenz Partei. den Hinweis auf die natürliche Ueberlegenheit Amerikas der Selbstvernichtung entgegen, während Amerika höher Durch hervorragende Klugheit in der Beurtheilung dazu beigetragen, daß man in Europa in dem Dogma- und höher in Neichthum, Macht und Kultur steigt. Selbst deffen, was der Allgemeinheit frommt, durch genialen Ge- glauben von den unversiegbaren natürlichen Hilfsquellen starke Feffeln in der Zollpolitik, wie die Schaffung der dantenflug überhaupt haben sich unsere Sozialpolitiker bestärkt wurde und nunmehr erst recht unthätig die Dinge Mc Kinley- Bill, vermögen diesen Gang der Weltordnung niemals ausgezeichnet; die Kurzsichtigkeit aber, die sich in ihre Entwickelung nehmen läßt. nicht aufzuhalten. Und unter Cleveland wird das genau der Anschauung bekundet, daß Europa durch einen Sieg der Bugegeben, die natürlichen Vorzüge Ameritas wären so geschehen, wie unter Harrison. Partei Cleveland zu einem wirthschaftlichen Aufschwung ge- wirklich für Europa unerreichbar, was hindert die alte Welt, langen könnte, ist geradezu verblüffend naiv. sich unabhängig von der landwirthschaftlichen Konkurrenz Man versichert, Cleveland, der Führer der Demokraten, Ameritas zu machen und somit den Vorsprung Ameritas sei ein Gentleman, dessen Charakter ohne Makel wäre. mit einem Schlage auszugleichen? Jedoch auch seinem Gegenkandidaten, Harrison, kann nicht Nun, der Militarismus, die falsche Berlin, den 2. Juli. Gestern der wilde Mann, heute der taube und nachgesagt werden, daß er während der Zeit seiner Amts- Kultur Europas, der Nationen haberi Politische Lebersicht. thätigkeit persönlich gestohlen habe. Das haben sind es, welche Europa hieran hindern und jeine Beamten dafür desto reichlicher besorgt. Wurden es zu Grunde richten! doch, um nur ein Beispiel anzuführen, die aus Während Amerita alle wissenschaftlichen Errungenschaften blinde das ist das Schauspiel, welches der„ Herkules der Mc. Kinley- Bill eingegangenen Bollbeträge unter der Neuzeil und die technischen Fortschritte des Landes des Jahrhunderts" uns bietet. Bis zu dieser Stunde hat Harrison's Präsidentschaft hauptsächlich zur Erhöhung ausschließlich in den Dienst der Landwirthschaft und In- er auf den Fußtritt, den sein so schnöde von ihm beund Ausdehnung der Pensionen für die Theilnehmer am dustrie stellt, dient die vervollkommnete Technik, die geistige leidigter Nachfolger ihm ertheilt hat, mit feinem SterbensKriege gegen die Südstaaten verwendet, sodaß jetzt etwa Ueberlegenheit Europas nur dazu, unsere Kanonen zu verwörtchen reagirt. Stumm ist er nicht er schwazt und 190 Millionen Dollars für diese Zwecke verschleudert werden bessern, die Bajonette zu vervollkommnen, kurz, die besten schimpft noch mit der ihm eigenen Redseligkeit, vergießt ( in Wahrheit werden die Pensionen zum großen Theil gar- Kräfte des Landes gegen die Kultur und zur Schwächung auch mitunter Thränen der Trauer ob seines Sturzes aus nicht an die ehemaligen Krieger sondern an die Vetternschaft des wirthschaftlichen Fortschritts zu verwenden. der einflußreichen Beamten gezahlt) gegen nur 90 Millionen Im jugendkräftigen Amerika giebt es keine Engländer, wickelten Sicherheitssinn zeugenden Vorsicht vermeidet er, stolzer Höh' aber mit einer, für einen sehr scharf entDollars unter Cleveland's Regiment. feine Deutschen, keine Franzosen, keine Juden, keine Christen, Die Person des Präsidenten ist also Nebenfache und dort giebt es nur Bürger. Wohl kennt die„ Union" Ausmüßte von vornherein aus der Diskussion gelassen werden. beuter und Ausgebeutete wie Europa, aber sie kennt keine Die Thätigkeit der Jay Gould, Vanderbilt und Genossen ist *) Das kann doch nur mit Einschränkung gesagt werden. Welche Partei aber auch aus der Wahlurne als Sieger Unterschiede zwischen Nationen, zwischen Bürgern, zwischen weder dem Lande noch der Kultur förderlich. Redaktion des herorgehen möge, für Europas Wirthschaftsleben ist der Konsessionen. Alle Individuen arbeiten- wenn auch nur" Vorwärts". Feuilleton. Nachdrua verboten.) Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. [ 3 Das junge Mädchen wagte nicht weiter zu gehen. Siehst Du denn nicht, mein Vater? murmelte sie. Komm, sagte der Mann. Im selben Augenblick hörten sie dicht neben sich flüstern und vernahmen ganz deutlich die Worte: Hau' fie todt, schlag sie zu Boden. Waffe und auch nichts anderes, dafür drang seine Hand durch das Loch einer jämmerlichen Leinwandjacke hindurch, unter der er den nackten Körper fühlte. Im felben Moment sprang ihnen Jemand mit einem Das junge Mädchen stieß einen er Satze in den Weg. Schrei aus. Mit erstickter Stimme murmelte er: Tödtet mich nicht. Der Reisende hob den Elenden auf. Du bist Bergmann? Eigentlich, sagte der Mann. Und Du bist arbeitslos? Seit Wochen. Du hast nichts zu essen? Tagelang nichts. Du hast eine Frau? Sozusagen. Wo ist sie? Hier. Da? rief der Fremde aus. Der Bergmann zeigte nach den Gruben. Dann fügte hinzu: Der Kleine schläft. Raum aber war dem Manne der andere' auf den Leib In demselben Moment hörte man ein Stöhnen, erstickt gerückt, so faßte jener auch mit der Gewalt eines Schraub- mehr als beruhigt durch rauhe zurufe. stockes Hals und Kopf des Angreifers, der ein kleiner elender Der Wanderer neigte das Haupt, dann bückte er sich, Kerl war, preßte ihm das Knie in's Kreuz und bettete ihn hob seinen Back auf, betrachtete es einen Augenblick und in den Graben. sagte zu dem Menschen: Ah, gurgelte der Niedergeworfene mit erstickter Wie weit ist es von hier bis Pont- sur- Sambre? Stimme. Hören Sie auf, hören Sie auf, ich habe mein Theil.| Der Bergmann lachte blödsinnig, als ob er das In der That hielt der Fremde in seinen Fäusten einen nicht verstanden hätte. Dafür antwortete vom Graben her widerstandsunfähigen Körper, der so abgemagert, so ent- diefelbe heisere Stimme, die das schreiende Kind zur Ruhe kräftet war, daß die Knochen hervortraten und so zerbrechlich gebracht hatte: erschienen, wie die eines Kindes. empfinden. Man mußte Mitleid Ein halbe Stunde. Dieser sonderbare Räuber muckte nicht. Der Wanderer sind hielt ihm die Hände und befühlte seine Taschen, da er sich vor einem Messerstich in Acht nehmen mußte. Er fand keine in Da, sagte der Reisende, hier ist ein Shawl. Hier ein paar belegte Brotschnitten. Da kannst Du essen. Und er reichte dem Bergmann das Packet, welches er das Taschentuch gewickelt und für sich mitgenommen. hatte; dann ging er mit dem jungen Mädchen von dannen in den aus dem Dämmerdunkel her pfeifenden Wintersturm hinein. Sie kamen nur langsam und vorsichtig vorwärts, da der Weg immer schlechter wurde. Auf der Straße war beinahe gar nicht fortzukommen. Tiefe Wagengeleise hatten sie durchschnitten. Die Sufe der Schiffspferde hatten in dem weichen Erdboden tiefe Löcher ausgehöhlt, die mit schlammigem Schmutz angefüllt waren und in die man tief einfant. Der Wind peitschte den Reisenden den aufgewirbelten Schnee jetzt dichter ins Gesicht. Das Mädchen, das fest in einen weiten Mantel eingehüllt war, war nahe daran, am Arme des Mannes einzuschlafen, doch es raffte sich von Zeit zu Zeit zu kurzen Fragen auf: Also gab es keine Arbeit in Hornu? Nein. Auch nicht in Bonne- Esperance? Nein. Du warst lange abwesend? Ich suchte. Warst Du in Marimont? Ja. Die Arbeit ist dort zu Ende. Ju Agrappe? Auch dort ist's mit der Arbeit aus. Ju Castagnettes? Auch. In Produits- du- Nord? Nichts. In l'Esconfiauy? Nichts. Aber warum kamen wir in diese Gegend? Ich wollte hierher kommen. Sie waren nahe am Dorfe. Der ungeheure Bau des Viadukts, der in dieser schrecks wie das höllische Feuer, jede Aeußerung, die zur Wieder- 1 holung jenes Fußtritts und zur Verwirklichung der Drohungen, von denen er begleitet ward, reizen könnte. Er hat nichts gehört und nichts gelesen. Worten nicht fehlen läßt, ist erklärlich. Aber es ist Sache der Wahlsystems, die erklärt zu werden verdient. In England Distretion, ja unter Umständen geradezu patriotische ist nämlich zur Parlamentswahl, nach altgermanischem Ges Pflicht, solche Worte nicht weiter zu folportiren, brauch, eine persönliche Abstimmung nicht nothwendig, oder mindestens nicht in einer verlegenden Form. sondern es genügt die sogenannte Show of Hands Es ist ein alter Erfahrungssatz, daß gerade die gewalts Also Bismarck hätte von den Zeitungen, die seine die Kundgebung durch Handaufheben. Die Show thätigsten Naturen den wenigsten persönlichen Muth haben. scharfen Worte" tolportirten, einer Bensur unterworfen of Hands ist sogar die Regel; sie muß in jedem Fall, bei Freilich, vor die Alternative gestellt: entweder zu Kreuz ge- werden sollen! Und der„ Herkules des Jahrhunderts" ver- jeder Wahl stattfinden. Nachdem die Wahl ausgeschrieben trochen oder offener Krieg, Krieg zur Zerschmetterung- was diente es nicht, so furchtbar ernst igenommen zu werden." ist, stellen sich die Kandidaten auf den zu diesem Zweck erkonnte er thun? Der Krieg war die Gewißheit der VerGott behüte mich vor meinen Freunden! Mag der bauten Brettergerüsten den Hastings den Wählern nichtung. Wo lagen die Chancen des Sieges? Wie war es verunglückte Triumphzügler in seinen lichten Augenblicken vor und halten ihre Ansprachen. Sind diese erfolgt, so um die Kräfte bestellt, über die er verfügen konnte? Unter denken, wenn er solche Auslassungen liest. Und die Mün- fordert der Kandidat die Abstimmung durch Show of Hands, all der Hurrahkanaille, die ihm den„ Triumphzug" bereitet, chener Neuesten" behandeln ihn noch relativ am an ob die Wähler mit seiner Kandidatur einverstanden sind. find keine zehn, die bei dem Gedanken eines Hochverraths- ständigsten. Fällt die Show of Hands zu seinen Gunsten aus, so erklärt prozesses nicht in Ohnmacht fallen. Das wußte er, und er hat sich gebucht was ihn nicht hindert, gelegentlich wieder einer Gerichtsverhandlung, welche am Mittwoch vor der Abstimmung nach Köpfen gefordert wird, so ist die Wahl Korruption auf dem Zeugenstand zeigte sich bei dies der anwesende Sheriff, und wenn sich dann kein Widerspruch erhebt und kein Boll- teine persönliche und die mit der Freisprechung des wegen Majeftäts- ber Show of Hands für regelrecht gewählt. Erfolgt aber dritten Straffammer des hiesigen Landgerichts I stattfand perfekt, und der Sheriff erklärt den Kandidaten auf Grund beleidigung angeklagten Arbeiters Schmidt endete. beraumt, der dann die Entscheidung zu liefern hat. Ginspruch und dies geschieht selbstverständlich stets, wenn ein Gegenkandidat vorhanden ist so wird ein Poll anEr ist nun einmal nicht von dem Holze, aus welchem man Helden schnitzt, und er weiß auch, daß der Prozeß, der ihm gemacht werden könnte, für eine Heldenrolle vermuthlich sehr schlecht geeignet wäre. Das Schicksal Boulanger's mag ihn geschreckt haben. " Da Lord Randolph Churchill feinen Gegenkandidaten hatte, so war in seinem Fall also keine Wahl durch persönliche Einzelabstimmung nöthig. Er wurde durch Show of hands gewählt ein seltenes Glück, dem er es verdankt, das erste, oder richtiger erstgewählte Mitglied des neuen Unterhauses zu sein.sprochen, wir halten es aber für nöthig, ihn noch besonders Der Vorgang selbst ist bereits in unserem Blatt beWürdig des Chefs sind seine Preßorgane. Eins nach u registriren als ein Zeichen der tiefgehenden Korruption, dem anderen haben sie ihm die kalte Schulter gezeigt. Die die bestimmte Kreise der Bevölkerung ergriffen hat. Kölnische Zeitung", die entschlossen schien, für den Das Wort des Dichters, auf den das sogenannte Halbgott den Himmel zu stürmen, hat ihm sans façon Deutschthum sich so oft und mit besonderer Vorliebe beruft: den Stuhl vor die Thür gesetzt und traftirt Der größte Schuft im deutschen Land, den Bivil- Wallenstein" en canaille. Wenn man in BaareDas ist und bleibt der Denunziant", scher aut steckt, muß man vor dem Staatsanwalt und der gilt nicht mehr in unserer Zeit. hohen brigkeit doppelten Respekt haben. Und das Gros Denunziationen ganz besonders scheußlich, weil von Weltpost Verein. Die südafrikanische Ser nationalliberalen Presse thut, als ob gar Nichts ge- Klaffenhaß und politischer Gegnerschaft eingegeben find Republit Transvaal und die englische Kolonie schehen sei. Wären diese Schreihälse nicht so verächtlich, an der Tagesordnung; die künstliche Züchtung von Natal( Südafrika) sind mit dem 1. Juli in den Weltpostund waren ihre Angftsprünge nicht so posfirlich, mau Majestätsbeleidigungs- Prozessen, eines der ekelhaftesten Verein eingetreten. könnte wirklich Mitleid empfinden. Symptome der niedergehenden bürgerlichen Gesellschaft, " Als typisch theilen wir mit, was die Münchener treibt ihre Schmuhblüthen, und der Zeugenstand wird entictoria schreibt man uns unterm 15. Mai: Australien. Aus Richmond, in der Rolonie Neuesten Nachrichten" die den Rummel in ehrt durch Subjekte, die vor der Gemeinheit nicht zurückMünchen zu inszeniren hatten nach der Verwarnung schrecken, Arbeiter erst zu Majestätsbeleidigungen aufdurch die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schrieben. Der zureizen und dann das Opfer ihrer Niedertracht dem töftliche Artikel, der das redaktionelle Datum: München, Staatsanwalt auszuliefern. 30. Juni, trägt, lautet vollständig: Wir haben es herrlich weit gebracht: Dank der Bismarckischen Wirthschaft und trotz des neuen Kurses. Drei Spalten wendet die M. A. 8." in ihrer legten Nummer an die Erwiderung auf Bismarck's jüngste Angriffe. Jedes 2Bort ist ein Dolch stoß, und die heftigste Gr Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. regung spricht aus diesen furchtbar scharfen beiden Die hessische zweite Rammer hat heute, nachdem die erste Artikeln des Caprivi- Blattes. Es ist der Reichskanaler selber, Rammer dem jungen Großherzog die geforderte Gehaltsder hier seinem Borgänger antwortet. In diesem Augenblick erhöhung in vollem Umfange bewilligt hatte, ihren neu muß es genügen und fann es auch genügen, die ganze Wucht lichen Beschluß umgestoßen und nun auch ihrerseits die der Erwiderung aus der Wilhelmstraße auf sich wirken zu laffen. So vornehm die Sprache der Regierung ist, so viel ganze Summe bewilligt. Bürgerstolz vor Fürstenthronen! Nachdruck lebt in ihr, und es ist kein Zweifel, daß von diesem Der Prozeß wegen der Przibramer Grubenendlichen, den ernstesten Erwägungen mühsam abgerungenen " # 1 " Die Parlamentswahl in Victoria, welche am 28. April 1892 stattfand, ist theilweise hinter den Erwartungen zurückgeblieben, immerhin( muß sie unfererseits als ein Erfolg bezeichnet werden. Das Resultat stellt sich wie folgt: Gewählt wurden 30 Ronservative, 54 Liberale und 11 Arbeiterkandidaten, die Arbeiter waren im vorigen Parlamente nur mit 4 Abgeordneten vertreten. Die Landdistrikte wählten durchweg konservativ, die Städte vorwiegend liberal. Die Liberalen, freigebig wie immer mit Zugeständnissen, die ihnen nichts fosten, und für das arbeitende Bolt von feinem Werthe sind, hatten unter andern: one man one vote,( ein Mann eine Stimme) auf ihren Schild gehoben. Dadurch haben sie sich eine beträchtliche Majorität gesichert; und wenn es die Liberalen ernst meinten Tieße sich auf dem Boden der Reform schon Manches erreichen, doch auf Windbeutel ist kein Berlaß, und die Täuschungen werden den Wählern nicht erspart bleiben. Die ökonomischen Verhältnisse in Victoria haben sich um Nichts gebeffert, das arbeitende Volt befindet sich nach wie vor in einer trostlosen Lage, die Zahl der Arbeitslosen kann man, ohne sich einer Uebertreibung schuldig zu machen, auf 40 000 schäßen. In Regierungsfreisen fieht man den Gang der Dinge mit Gleichgiltigkeit zu, und da ivo die Regierung Unterstüßungsarbeiten unternommen hat, werden Löhne bezahlt, die zur Erhaltung einer Familie noch nicht einmal bas Nothwendigste decken, geschweige denn, die Mittel zu einem menschenwürdigen Dasein; es ist dies ein Sweating- System( Schwitz- System), einzig in seiner Art. Das find die Folgen des Kapitalismus; an seinen Früchten sollt ihr sie erkennen, dabei wird die Importation von indischen Kulis und Kanaken eifrig weiter betrieben und befürwortet, billige Arbeitskräfte, d. h. Stlaverei soll die Gesellschaft retten, darin gipfelt die ganze Weisheit unserer modernen Staatenlenter, doch dürfte ihnen hierbei bald die Lenkleine reißen. Parteinachrichten. fchaft beschränkt sich eben nicht blos auf die Arbeiter; als ber größte Unternehmer und Abnehmer beherrscht er ebenso feine Ronkurrenten, wie natürlich noch mehr seine Lieferanten. Diese haben nur die Wahl, von der Firma Stumm geboykottet zu werden oder mit Herrn v. Stumm bei allen wirthschaftlichen und politischen Unterdrückungsmaßregeln durch Dick und Dünn zu Entschluß, den Kampf aufzunehmen, eine ganz neue Situation tata strophe hat heute begonnen. Der Bergmann Kriz, batiren wird. Bisher hat doch immer eigentlich nur Fürst der angeblich einen brennenden Docht weggeworfen hat, Bismarck gesprochen, und die gebotene Thätigkeit der Abwehr soll wirklich zum allgemeinen Sündenbock gemacht werden. gegen die anerkannten Bismarck- Blätter war der übrigen Wir werden den Verhandlungen aufmerksam folgen. Bresse überlassen geblieben. Das ist von heute an anders. Graf Caprivi ist durch die gegen ihn gerichteten sachlich und Aus Spanien. Die Zeitungen bringen nähere Beformell überaus scharfen Aeußerungen Bismarc's in einer Weise richte über den Sieg der Telegraphisten, der ein gereizt worden, die ihn veranlaßt hat, aus seiner bisherigen vollständiger war. Die Leute hielten zusammen, und da schweigfam vornehmen Reserve herauszutreten. Wenn das die Regierung einsah, daß sich mit Gewalt, wozu einige wüste Gekläff der um jeden Preis bismarcffeindlichen Blätter jetzt von der ernſten Stimme eines Mannes wie Caprivi über- rohe Patrone riethen, absolut nichts ausrichten ließ, so bea tönt wird, so muß dies, auf welche Seite man auch ans willigte sie bedingungslos alle übrigens sehr bescheidenen Neigung und Ueberzeugung sich stellen mag, mit Be Forderungen der Streifenden und setzte die Beamten ab, friedigung- begrüßt werden. Eine solche Bolemit welche durch ihre Ungeschicklichkeit und Brutalität den tann nur vortheilhaft im Sinne einer Klärung der Sachlage Konflikt herbeigeführt hatten. In Barcelona find, und einer Scheidung der Geister wirken. Eine andere Frage einem Telegramm zufolge, die Urheber des letzten ist aber, ob die Leistungen der N. Fr. Preffe" und der Westd. Streiks, drei Anarchisten", verhaftet worden. Die Allg. 3tg." wirtlich so furchtbar ernst genommen Anarchisten" sind natürlich einfache Arbeiter, welche werden müssen, wie es im deutschen Reich 3- bei Vertretung ihrer Klassenintereffen Reichs- bei eine hervor tanzler Amte geschehen ist. Viele der in den genannten Blättern berichteten Aeußerungen Bismarc's ge- ragende Rolle gespielt haben. Der Anarchismus" verachtet währen für eine feindliche Stritit so bequeme Handhaben, bekanntlich jede gewerkschaftliche sowohl als politische stehen in so augenfälligem Widerspruch mit geschichtlichen Organisation. Ein Anarchist", der einen Streif inszenirt, Thatsachen, die noch in Jedermanns Gedächtniß und die ist ein ebenso großer Widersinn, wie ein Antisemit, der Aus dem Saar- Revier. Jufolge von Machinationen des dokumentarisch festgelegt sind. Für die Presse kann es ja im für's Schächten agitirt. Die Bourgeoispresse tann aber den Herrn v. Stumm ist im ganzen Saargebiet faft fein Saal mehr Allgemeinen nur schmeichelhaft sein, wenn ihren Mittheilungen anarchistischen Wauwau nicht entbehren, und ligt in jede für uns Sozialdemokraten zu haben. König" Stumm's Herrauch an maßgebendsten Stellen großer Werth beigelegt wird. unabhängige und auf Emanzipation gerichtete Thätigkeit Man vergejje doch aber nicht, daß jedes Interview" dieser der Arbeiter die unvermeidlichen Anarchisten" hinein. Art immer den Charakter der zwanglofen Plauderei an sich trägt, und daß es nicht sehr nett ist, daraus Dinge mitzu- Der erfte Gemeine( Commoner) Englands", theilen, die sich zur Veröffentlichung aus irgend einem Grunde Lord" Randolph Churchill, scheint doch als Vertreter eines nicht eignen. Die Kritit hierüber muß die Zeitung selbst üben, fie felbst ist mit verantwortlich für die Folgen, welche ihre städtischen Wahlkreises von London gewählt worden zu sein. Mittheilungen haben. Daß ein Mann wie Bismard, der An fich ist die Sache ganz gleichgiltig, allein der Umstand, niemals in Privatgesprächen ein Blatt vor den Mund ge- daß eine städtische Wahl schon so früh vorgenommen werden nommen hat, es auch in seiner unfreiwilligen Muße an scharfen konnte, beruht auf einer Eigenthümlichkeit des englischen lichen Winternacht einer Mauer der Hölle ähnelte, zeigte, erinnerte matt an das Erwachen des Morgens, an das Mädchen wurde bei jedem Schritte abgespannter. Der Mann daß es nicht mehr weit war. Weiter oben blinkte durch die sanfte Aufdämmern des Tages. pochte ziemlich schüchtern an die Pforte und als er dann Finsterniß der rothe Schimmer einer Signallaterne, deren So lächelte jede Schwelle dem Wanderer durch die lauschte, hörte er im Innern des Hauses die schleppende Schein durch den Nebel gedämpft wurde. Finsterniß entgegen, und wie man früher in ge Unterhaltung mehrerer Stimmen, zweier weiblichen und einer Sie suchten sich noch zurecht zu finden, als plöglich ein wissen Ländern an jedem Familientische einen Stuhl männlichen. für fand den brotlosen Armen oder den Tleiner blaffer Stern, der aus der Erde aufgetaucht zu sein schien frei Es flopft. Es ist wahrscheinlich Jemand da. ber fein Nachtquartier hatte und um Dieser Bemerkung, deren Logit unwiderleglich war, und dicht am Boden hinstreifend sich ihnen näherte. Und Fremden, eine Hand, die eine Laterne trug, versperrte ihnen den Weg in warmer Stube unter gaftlichem Dache ein Bett wieder eine andere. Stimme: Einen Augenblick darauf begann oder Gastfreundschaft bat, so schien hier folgte Stillschweigen. und Jemand rief ihnen im Dialekt jener Gegend zu: Einen Pfennig für Tabak! bereit, ein Licht angezündet zu sein für den Armen, der des Feuers entbehrte, und den Fremdling, der kein Bett hatte. Hier und da war ein Merkzeichen angebracht, das eiserne Bild einer Kanne oder einer Leier, welches in die Glas- der Ein lächerliches Gesicht schaute unter dem Kohlenschmutz hervor, der es bedeckte, auffallend ähnlich einem schwarzen scheiben, durch die der Lichtschimmer drang, eingelassen war und sich schwarz von dem hell erzitternden Hintergrund Hanswurst. Weiß erglänzten die Augen unter der schwarzen abhob. Das verrieth, daß der vom Winter hierher verLeberhaube und der Mund erschien aufgeschlißt wie ein schlagene Wanderer in den betreffenden Häusern nicht nur blutiger Einschnitt. Diese Erscheinung, die im ersten ein Bett, sondern auch einen Schoppen Bier finden konnte, Augenblick dazu angethan var Schrecken ein zuflößen, konnte hier am Eingange des Dorfes nichts aubres wenn er Durst hatte und ein Lied, wenn er traurig war. Die Reisenden näherten sich einem der Häuser und fein, als ein ungefährlicher Bettler, den der Hunger um der Mann klopfte. Es antwortete Niemand und sie gingen den Verstand gebracht hatte. Bur selben Zeit erschien im röthlichen Qualm der Laterne eine sonderbare Figur. Almosen weiter. Der Reisende beruhigte seine Tochter, drückte dem Armen Der Mann schien weder enttäuscht, noch erstaunt. Er ein Geldstück in die Hand und ging vorüber. mußte mit den Gewohnheiten des Landes vertraut sein, Nun tamen fie in die Hauptstraße von Pont- sur- denn er erwiderte dem jungen Mädchen, welches auf das Sambre. Es war ungefähr 9 Uhr Abends. Der Schnee durch die Glasscheiben schwach hindurchschimmernde Licht zerschmolz zu Roth. Wassertropfen, die leise von den Dächern hinwies: riefelten, dunkle dichte Schatten, welche von Mauern her- Das ist das Feuer in der großen Stube. Die Leute rührten, war alles, was man hörte und von dem Dorfe schlafen schon. gehen. *) In den englischen Kolonien ist die englische Wahlart, nach welcher der Wähler mehrere Stimmen abgeben tann. Das Wetter draußen ist nicht gesund. Wieder wurde alles still. Dann sagte eine tiefe, langfame Stimme, die ebenso gewichtig wie schläfrig klang, gleich eines so recht seelenruhigen Menschen, mit sanftem Tone: Das ist gewiß. Und nachdem diese Worte möglichst langsam ausgetauscht waren, rührte sich nichts mehr im Hause. Der Mann klopfte stärker. Der erneute Schlag weckte aufs Neue die männliche Stimme, die das Rommando zu haben schien. Und sie rief lauteren Tones und als ob es sich um einen Spaß handle, aber ohne jede Gemüthsbewegung dem Wandrer draußen zu: Würdet Ihr bei diesem netten Wetter nicht lieber draußen schlafen? Der Mann klopfte zum dritten Male. Nun vernahm man ein Geräusch, wie wenn Stühle herumgerückt würden, dann hörte man auf dem Fußboden des Flurs Latschen daherkommen und ein Weib in einer braunen Nachtjacke und in einem kurzen dunkelrothen, sehen konnte. Trotz dieser leblosen Straße und dieser Sie waren an einer Ecke angekommen, wo die Straße baumwollenen Unterrocke und mit Stricknadeln in den blinden Mauern hatte der Ort etwas Gaftliches. Der Mann eine Wendung bergaufwärts machte. Nun sahen fie einen Haaren, öffnete den Reisenden. seine Tochter, die stehen geblieben waren, lebhafteren Lichtschein, deffen Strahl die Straße beleuchtete, Dann als sie eingetreten waren, ging fie, schlaftrunken bemerkten bald einen blassen Lichtschimmer, der über einer und in dem man den Schnee wirbeln sah wie einen Schwarm wie sie war, zu einem Schanktisch, tam zurück, rückte zwei Thür in ihrer Nähe flackerte. Eintagsfliegen im Sonnenstrahl. Ein Lichtstreifen zeichnete Stühle an einen Tisch, stellte zwei Gläser Bier darauf, und Als sie noch weiter sehen konnten, tauchte einige Schritte fich auf der gegenüber liegenden Mauer ab. Man vernahm setzte sich, ohne ein Wort zu reden, wieder hin. entfernt ein zweites, ebenso schwaches Licht wie das erste Stimmen hinter einer Thür und auf einer Glasscheibe ( Fortsetzung folgt.) auf. Sie schauten nun rund um und erblickten über den konnte man in großen schwarzen Lettern, die das Licht Hausthüren auf der anderen Seite der Straße ähnliche hervortreten ließ, die Worte lesen: Gasthaus zur gold'nen Lichter, und von überall her zitterte, taum sichtbar, derselbe Leier. blasse Schimmer durch ein niedriges Fenster hindurch und und Es war Zeit, daß sie an's Ziel gelangten. Das junge Das Königreich Stumm" repräsentirt ein Stück modernTapitalistischer Feudalität; die Großen, Kleinen und Kleinsten müssen alle unterschiedslos' vor dem industriellen Sonnenkönig des Saarreviers fich beugen. Biegen oder Brechen! Sozialdemokratische Preffe. Der, Stettiner Bolts- y Da uns bie Sympathie der hiesigen Einwohnerschaft sicher bote" erscheint seit 1. Juli unter dem Titel„ Volksbote, Organ ist, so zweifeln wir feinen Augenblick an dem Gelingen unseres für die Intereffen der arbeitenden Bevölkerung der Provinz Schrittes, müssen aber um möglichst materielle Unterſtüßung Pommern." bitten und verknüpfen damit das Ersuchen, den Zuzug fern zu Für den Augenblick erfüllt anscheinend diese Politik brutaler halten. Mit solidarischem Gruße Bergewaltigung ihren Zweck. Welche Summe von Haß und ErPolizeiliches, Gerichtliches ze. Das Streittomitee. bitterung aber in den Herzen der unterdrückten Arbeiter aufIn Münster hatte der Expedient der Bielefelder Briefe und Sendungen find zu richten an achmann, gehäuft ist, davon kann sich nur ber überzeugen, der Gelegenheit Volkswacht" am 1. Mai einigen Bekannten, ohne im Besitz eines Gr. Rittergaffe 56, Sachsenhausen- Frankfurt a. M. bat, mit den Arbeitern da zufammenzutommen, wo sie sich un- Gewerbefcheines zu sein, Exemplare der Maizeitung überlassen. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeobachtet und unbelauscht fühlen. Da ist jedes Wort ein Hoch- Das wurde als unerlaubter Handel aufgefaßt und er deshalb zu beten. verrath gegen das System Stumm, jeder Gedanke eine Majestäts- 12 M. bezw. 6 Tagen Haft verurtheilt. Die tonfiszirten Beibeleidigung des von der Regierung beschützten Industriekönigs. tungen erhielt er nicht wieder zurück. Hauptbelastungszeuge war Blumen, Putfeder- und Perlbranche! Und diese Erbitterung wächst täglich! Und wird täglich durch ein Badewärter Namens Loose, welcher ihn erst um eine Mai- Parteigenoffen, deren Frauen, Töchter oder sonstige Andie brutalsten Gewaltmaßregeln gesteigert. Da ist z. B. aus dem zeitung gebeten hatte. verwandte oder Bekannte in obigen Branchen thätig sind, und unteren Saar- Revier ein Glasergeselle thätig gewesen, um in-Der Redakteur der Mainzer Bolts Zeitung", denen das Gedeihen der Arbeiterbeauegung und mit ihr auch das Neunkirchen und Umgegend unsere Broschüre Freiherr v. Stumm Gustav Sprenger, sollte" die bortige Polizei beleidigt haben, jener Branchen am Herzen liegt, werden ersucht, behufs Verund die Sozialdemokratie" zu verbreiten. Die Gendarmerie stellte weil er in einer Notiz über die Verbreitung eines in deutsch breitung von Flugblättern ihre Adresse an den Unterzeichneten feinen Namen fest, und trotzdem er meilenweit vom Königreich böhmischer Sprache geschriebenen anarchistischen Flugblattes, bas einzusenden. Für Diejenigen, denen die Verhältnisse dieser Stumm entfernt in Arbeit stand, mußte er aus der Arbeit ent- die befannten blutrünstigen Phrasen enthielt, gesagt hatte, die Branchen nicht bekannt sein sollten, sei hier gesagt, daß die große laffen werden. Einem Kleinhandwerker in Neunkirchen, Mittel zur Herstellung dieser Flugblätter liefere vielleicht die Mehrheit hauptsächlich der Blumen- und Berlarbeiterinnen mit der blos im Verdachte stand, bei Berbreitung jener Broschüre Polizei". Da aus der Faffung der Notiz hervorging, daß nicht einem Lohne von 30-36 m. monatlich bei täglich neunftündiger unseren Genoffen mit seinem Rath und seiner Ortskenntniß zur die Mainzer Polizei, sondern die politische Polizei des Auslandes Arbeitszeit vorlieb nehmen muß. Was darüber verdient wird, Seite gestanden zu haben, wurde plötzlich die Wohnung gemeint war, erkannte das Gericht auf tostenlose Freisprechung. rührt von der sogenannten Abendarbeit her. Parteigenossen, Ihr gefündigt. Seit Jahren ist er in Neunkirchen feßhaft, wohlhabt weiter Nichts zu thun, als die Flugblätter, die Euch zubekannt, geachtet aber ganz Neunkirchen ist ihm gefandt werden, den Euch bekannten Arbeiterinnen zuzustellen, verschlossen, er erhält teine Wohnung mehr, welche dieselben dann an ihre Kolleginnen weitergeben. Verer muß auswandern! säume also Niemand, seine Adresse einzusenden an Wil h. Jäger, Rigdorf, Hermannstr. 34. Saalbau 0 Soziale Uebersicht. Aufruf an die Filzschuharbeiter Die Arbeitslosen in Halle a. S. faßten in stark besuchter Versammlung Refolutionen, in welchen sie u. 2. energisch dagegen protestiren, daß städtische Arbeiten an auswärtige Unternehmer vergeben werden, da in Halle genügend Arbeitslose vorhanden feien; weiter wird der Magistrat aufgefordert, Arbeit so bald als möglich zu beschaffen, und endlich beschloß man, eine Statistik der Arbeitslosen Halle's aufzunehmen. Es werden zu diesem Zwecke in verschiedenen Bezirken der Stadt Listen aufgelegt, in welche die Arbeitslosen sich einzuzeichnen haben. Auch die Arbeitslosen Leipzig 3 werden demnächst wieder über ihre Lage öffentlich berathen. " " Troy all' diefer infamen Berfolgungen geht unsere Bewegung ständig vorwärts. Muß auch die Presse im Königreich Stumm heute noch ebenso heimlich verbreitet werden, wie weiland unter dem Sozialistengefe der Sozialdemokrat", sie ist dafür nur um Den Delegirten der Berliner Streit- Kontrollkommission so begehrter und reizvoller. Wie sehr die Sozialdemokratie an zur Nachricht, daß infolge von Wohnungsveränderung sämmt Boden gewonnen hat, dafür hat eine letzten Mittwoch im großen fiche Buschriften, die Streif- Kontrollkommission betreffend, auf dem Bild stock abgehaltene Berg- vom Sonntag, den 3. Juli cr. ab, an nachstehende Adresse zu arbeiter Versammlung den glänzendsten Beweis ge- richten sind: liefert. Ca. 2500 Bergleute waren Nachmittags 3 Uhr ver- Hermann Faber, Goldarbeiter, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. sammelt, um den Bericht des Delegirten vom Londoner internationalen Bergarbeiter Rongreß anzuhören. In dieser Verfammlung ergriff auch Genosse Richard Fischer aus und verwandten Berufsgenossen Deutschlands. Berlin das Wort, um den Bergleuten die Nothwendigkeit des Das Kapital tritt den Arbeitern immer schroffer entgegen; Anschluffes an die allgemeine Arbeiterbewegung, die Nothwendig es wird nicht lange dauern, dann ist unsere Organisation ohn= Sonderbare Dinge enthält eine Arbeitsordnung feit des politischen Kampfes, des Anschlusses an die Sozial- mächtig, uns dagegen schüßen zu können. Vereinigten Zündwaaren Fabriken, bemokratie flarzulegen. Er wurde wiederholt von Beifall unterKollegen allerorts! Wir sind der Meinung, daß auch wir für die brochen, und insbesondere, als er das verrätherische Treiben der versuchen müssen, den Druck mit anderen als den bisherigen Aktiengesellschaft, 3anow- Hannover zu Zanow". Den aus Vorgesetzten bestehenden Borstand" nennt sie einen Ultramontanen bei Berathung des Arbeiter- Schußgefeßes im Mitteln abzuwehren; wir sind uns deshalb einig geworden, Arbeitsausschuß" und in der Ueberschrift des von ihm handeln Reichstage und ihre heuchlerische Stellung zur Berggesez- Novelle unsere Produkte mit einer Kontrollmaite zu versehen. im Landtage geißelte. Als nach ihm das frühere Vorstands Um nun aber beurtheilen zu können, wie sich die Filzschuh- ben Paragraphen sogar einen Arbeiter- Ausschuß". Himmelfahrt mitglied des Rechtsschuß- Vereins, der ultramontane Schillo, das arbeiter Deutschlands hierzu stellen, ersuchen wir die Kollegen, ist nicht unter den Tagen aufgeführt, an denen die Arbeit ruht. Bort ergriff, um gegen die Sozialdemokratie zu sprechen, wurde unter Benutzung nachfolgender Adresse so schnell wie möglich S9 erlaubt Arbeiterinnen über 16 Jahre, welche ein Hauswesen diefer fofort unterbrochen und mußte auf das Weiterreden ver uns über ihre Meinung Mittheilung zu machen, damit wir uns zu besorgen haben, nach vorheriger Anzeige beim Hofmeister eine halbe Stunde vor der Mittagspause die Fabrik zu verlassen. Die zichten. Alle folgenden Redner- lauter Bergleute gegenseitig verständigen und das Weitere veranlvssen können. Sprachen im sozialdemokratischen Sinne, und Abends 6 Uhr wurde Mit follegialischem Gruß Strafbestimmungen sind so zahlreich, daß die Strafen unter Umständen wohl den Wochenverdienst erreichen tönnen. Sämmt bie imposante Bergarbeiter- Bersammlung mit einem begeisterten Die Kommission. J. A.: Carl Dallmann, Griebenomstr. 20. liche Strafgelder, sofern sie nicht in Lohnabzügen oder ErsatzHoch auf die Sozialdemokratie geschlossen! Was fagt Herr von Stumm zu diesem Triumph des sozialdemokratischen Alle arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. leistungen bestehen, werden der Krankenkasse überwiesen". Wo bleiben Lohnabzüge, die nicht etwa für mangelnde Arbeit gemacht Gedankens? Und was der Reform" minister Herr von Berlepsch? Und die Ultramontanen? An die Mitglieder des Kranken- Unterstühungsbundes werden? Und fann nicht jede Strafe in Form eines Lohnabzugs Wir sind zufrieden; wir wissen, daß die Strömung unter der Schneider und Berufsgenossen. Nachdem die Berliner vollstreckt werden? Ist diese Arbeitsordnung denn behördlich geden Bergarbeitern und unter der gesammten Arbeiterschaft des Mitgliedschaft oben genannter Rasse mit großer Majorität den nehmigt? Saarreviers überall zur Sozialdemokratie treibt! Beschluß herbeigeführt hat, die Kasse in ihrer Form weiter beAn alle Vorstände der gewerkschaftlich organisirten Die ultramontane Köln. Volts- 3tg." bringt wie wir in stehen zu laffen und sich dem neuen Kranken- Versicherungsgesetz ber Boff. 3tg." lefen über diese Versammlung einen un anzupassen, glaubt der überaus große Theil dieser Mitglieder Bereine Württembergs ist, wie die Schwäbische Tagwacht" zutreffenden Bericht. Erstens schätzt sie die Zahl der Theil- feine Schuldigkeit gethan zu haben. Dies ist jedoch nicht der mittheilt, diefer Tage ein von den vereinigten Gewertschaften nehmer auf nur 800 und dann soll nach ihr unser Genosse Richard Fall. Endgiltig beschließt erst die am 18. b. M. in Göttingen Stuttgarts herausgegebenes Birkular verfandt worden, in welchem beginnende Generalversammlung. Da nun die hier stattgefundene auf die Mangelhaftigkeit und unzulänglichkeit Fischer einen neuerlichen Bergarbeiter- Ausstand für den 15. Aug. Delegirtenwahl vom Borstand aus formellen Gründen beanstandet des Instituts der Gewerbe- Inspektion hingewiesen in Aussicht gestellt haben. Beide Angaben sind vollständig un- und eine Neuwahl angeordnet ist, so sieht sich die Lokalverwaltung und behufs Anbahnung einer Besserung der Vorschlag unterwahr. Was die letztere anlangt, so hätten wir kaum vermuthet, in die Nothwendigkeit versetzt, zum Dienstag den 5. d. M. nach breitet wird, an allen Orten Vertrauensmänner zu ernennen, daß die sonst passabel vernünftige„ Köln. Bolts- 3tg." sich zur Ver- Gratweil's Bierhallen( unterer Gaal), Kommandantenstr. 77-79, welche die Beschwerden der Arbeiter und Arbeiterinnen entgegen= breitung folcher alberner Nachrichten hergeben würde." eine Versammlung einzuberufen, in welcher die Neuwahl der zunehmen haben. Die gewählten Vertrauensmänner follen dann Delegirten vorgenommen werden wird. Es ist Pflicht eines jeden in einer demnächst einzuberufenden Konferenz eine Kommission Mitgliedes, in dieser Verſanımlung zu erscheinen und durch Ab- ernennen, welche in direkte und immerwährende Fühlung mit den gabe feines Stimmzettels dafür zu sorgen, daß sein Wille auf Gewerbe- Inspektoren tritt. Die Vereine werden ersucht, sich einder Generalversammlung mit zum Ausdruck gelangt. gehend mit der Frage zu beschäftigen und das Resultat der VerJ. A.: Lorenz, Bevollmächtigter. handlungen sowie die Namen der gewählten Vertrauensmänner baldmöglichst an den Vorsitzenden der obengenannten Vereine, Herrn. Jöhler, Eierstraße 11, Heslach Stuttgart, mitzutheilen. " * Wie gerechtfertigt unsere Kritik des Buchdruckereibesizers Jeup in Gelsenkirchen war, geht auch aus dem Inhalt eines Flugblattes hervor, das von dortigen Parteigenossen herausgegeben wurde. Dasselbe lautet: " Parteigenossen! Lange genug haben wir die Hände in den Schooß gelegt und dem parteischädigenden Treiben eines Jeup zugeschaut. Wohin soll das führen, wenn es so weiter geht? Sollen wir länger es ruhig ansehen, daß ein Mensch, der nur seine geschäftlichen Interessen verfolgt, die Zwietracht in unseren eigenen Reihen schürt? Sollen wir unsere noch so junge Parteibewegung durch das bemagogische Treiben eines Jeup zu schanden gehen sehen? Wir tönnen es nicht verantworten, wenn wir länger die müßigen Zuschauer spielen! Bir dürfen es nicht bulben, daß die Indifferenten, beren Bahl im Kohlenrevier noch eine sehr große ist, durch das radikale Aufspielen eines Jeup unserer Bewegung gewiffermaßen entfremdet werden. An die Arbeiterschaft Berlins und Umgegend! Die allgemeine wirthschaftliche Krise trifft die Gastwirthsgehilfen in ganz besonderem Maße. Die Arbeitslosigkeit, die im Winter naturgemäß eine sehr große, hat jetzt, trotzdem wir in der Saison", durchaus noch nicht ihr Ende erreicht. " gegen In Bilbao( Spanien) streifen 500 Hafenarbeiter um eine Lohnerhöhung zu erzielen. Zwar haben die Unter nehmer bewilligt, weigern sich aber einen diesbezüglichen, für längere Zeit bindenden Kontrakt zu unterzeichnen. Wie wenig andere Berufe, haben wir einen doppelten Kampf zu bestehen, einmal gegen die Ausbeutung überhaupt, zweitens die Kommissionäre, die ihr Unwesen in teinem Die Handlungsgehilfen Noms verlangen vollständige anderen Berufe so arg treiben, als in dem unferen. Lettere Schließung der Magazine an Sonntagen während der heißen legen unseren Kollegen eine Steuer von 50 Pf. bis 1 M. für jeben Zag Arbeit auf, ben sie ihnen nachweisen, und dieser Jahreszeit, vom Oktober mindestens am halben Tage. Betrag muß bezahlt werden, noch ehe der Lohn, der in den Die Aussperrung der Schuhmacher Leicesters wird meisten Fällen in nur 2 M. besteht, verdient ist. Diesen wie es heißt, nicht eintreten, da sowohl die Arbeiter wie die Misstand zu beseitigen, ist eine der Hauptaufgaben unserer Or Unternehmer sich hinsichtlich der obschwebenden Differenzen dem Es tann uns nicht damit gedient sein, diefe Leute au ganisation. Spruche eines Schiedsgericht unterwerfen wollen. berhezen; wir wollen vielmehr aus Ihnen überzeugte Das wissen die Rommissionäre und deshalb ist eine große Genoffen machen, die im entscheidenden Moment auch wissen, Anzahl unserer Kollegen, nämlich solche, welche sich bei ihnen Die Hüttenbefizer Pittsburg8( Amerika) haben ihren was sie wollen. mißliebig gemacht haben, von ihren Arbeitsnachweisen aus- Arbeitern für den 1. Juli erhebliche Lohnkürzungen in Aussicht Diefes erreichen wir niemals, wenn roir die Machinationen geschlossen. Diesen Boykott unterstützen die meisten Birthe. Die gestellt. Wenn die Verhandlungen, die gegenwärtig zwischen den eines Jeup weiter bulden. Nur in der Zwietracht blüht sein felben Gastwirthe, die als solche nur zu gern Geschäfte streitenden Parteien geführt werden, jich zerschlagen, ist ein Weizen. als Unternehmer so viel sie können unseren tostenlosen Borgehen entschloffen und fordern Euch auf, die Jeup'schen Arbeitsnachweis, eben weil er eine eigene Schöpfung der Gefeß angenommen, welches die Arbeitszeit der Eisen. Die einſichtigeren Parteigenoffen sind deshalb zu energischem machen durch die Arbeiter, selbst wenn sie sozialistisch, meiden Riesenausstand von über 100 000 Arbeitern wahrscheinlich. Blätter nicht mehr zu abonniren. Bereits seit dem Erfurter Parteitag hat sich Jeup beharrlich Genoffen: Wollt Ihr uns fampffähig erhalten, so sorgt dafür, bahn- Angestellten auf 10 Stunden täglich festsetzt. geweigert, fein Unternehmen, dessen Existenz nur durch daß diejenigen Kellner, die bei Euren Festlichkeiten beschäftigt die Parteigenossen begründet wurde, einer Kontrolle werden, unserem Arbeitsnachweis Annenstr. 14, Telephon Amt 9 zu unterstellen. Nr. 1116 entnommen sind. Er bekundet dadurch den Standpunkt eines Rapitalisten, ber nur seinen persönlichen Vortheil sucht. Das widerstößt den sozialistischen Prinzipien und deshalb wollen wir mit diesem Manne nicht länger Gemeinschaft haben. Eine Konferenz von Parteigenoffen hat befchloffen, bis zur Schaffung eines eigenen Unternehmens, bas bis längstens zum 1. August bewerkstelligt sein wird, eine andere Beitung einzuführen. Eine Zusammenkunft von Genossen des Wahlkreises wird am Sonntag, den 3. Juli, über die weiteren Schritte berathen. " Wir fordern Euch nochmals auf, sagt Euch los von einem Manne, der es mit unserer Bewegung nicht ehrlich meint! Fort mit seinen Blättern! Abonnirt alle Mann auf den„ Volts willen, Organ für das arbeitende Volt im rheinisch- west fälischen Kohlenrevier", der Euch am 1. Juli durch die Boten ins Haus gebracht wird. Erhebt Euch wie ein Mann und sagt: M Arbeiter. Ganz besonders seien die Vorstände, Vergnügungskomitees von Gewerkschaften hieran erinnert, daß sie bei Abmachung der Säle schon diesbezügliche Bedingungen stellen. Gleichzeitig verweisen wir darauf, daß mit dem 1. Juli das blaue Erkennungszeichen seine Giltigkeit verloren hat und das von rosa Farbe an deffen Stelle getreten ist. Falsche beziehentlich veraltete Beichen ersuchen wir, einfach einzuziehen. Der Verein Berl. Gast w.- Geh. Der Vorstand. Die Deputirtenkammer in Massachusetts hat ein Literarisches. Der nunmehr in seinem 17. Jahrgang vorliegende beliebte Neue Welt- Kalender für 1893( Hamburg, Auer& Ko.) ist foeben erschienen. Der Inhalt dieses Boltskalenders ist in dem vorliegenden Jahrgange ein besonders reicher. Wir heben daraus hervor: Kalendarium. Postwesen 2c. Ergebnisse der Volkszählung von 1890. Rückblick. Messen und Märkte. Jm Kreislauf des Jahres. Unsere Gegenwart und Zukunft. Von Au die Brauereiarbeiter Deutschlands! August Bebel. Unser tägliches Brot. Gedicht von Kollegen und Genossen! Seit dem 28. v. M. sind 88 Mann R. Lavant, mit Illustration. Es hängt Gewicht sich an aus den Brauereien Jung und Essig haus durch die rücksichts- Gewicht. Erzählung von Robert Schweichel( mit Illustr.). lose Ausnützung des wirhschaftlichen Hebergewichts zum Feiern Ein elektrotechnischer Rückblick. Von W. Hauber jr.( mit gezwungen. Kaum daß das Klassenbewußtsein unter uns zu erllustrationen). Der Rabbi von Bacharach. Gine Legende von wachen beginnt, haben wir auch schon an allen Enden schwere Heinrich Heine( mit Illustration). Wie der Zar reist.( Mit Lohnkämpfe zu bestehen. Doch giebt uns das Versprechen, welches llustration).- Verbannte Polen in Sibirien. Gedicht mit die Bertreter der Arbeiter in Halberstadt gaben, den Nahrungs- Illustration. Das Haupt Tagewerk der Pflanze. Von Wir dulden es nicht länger, daß man aus geschäftlichen mittel- Industriearbeitern im Kampfe beizustehen, den Muth, auf Dr. phil. Luise Dodel( mit Jllustrationen). Gufetten's Rücksichten unsere Bewegung mit Füßen tritt. Gelsenkirchen, 28. Juni 1892. Schlicke. Kuth. Meier. Boitmann. Meinert." 11 Von der Erfüllung unserer bescheidenen und gerechten Forderungen zu Mitgift. Erzählung von Clara Reichner( mit Illustration). bestehen. Noch schmachten mehr als 50 000 unserer Kollegen unter Die letzte Belle. Gedicht von Max Regel( mit Illustration). Brodam. dem Druck einer täglich 15 Stunden währenden, schweren Kolumbus. Vou Karl Kautsty( mit Illustrationen). und gefahrvollen Arbeit. Noch ist von zuständiger Seite nichts Revolutionäre Gedenktage. Im Stillen erblüht. gefchehen, wovon sich hoffen ließe, daß es mit dazu beitragen G. 2 anger( mit Illustrationen). Jakob Audorf fen.( mit Einen glänzenden Sieg" errang im Dorfe und 3 werde, die hohe Sterblichkeit unter uns( das Durchschnittsalter Portrait). Otto Reimer( mit Portrait).- Fliegende Blätter. hübel( Sachsen) der Parteigenoffe Gustav Dörfel bet der Ge- beträgt nur 32 Jahre) zu vermindern. meinderaths- Erfagwahl. Er erhielt von 27 abgegebenen Stimmen Erfüllt von dem Bestreben, das Heer unferer brotlofen Mit Rösselsprung, Räthsel zc. Auflösungen der Räthsel zc.-24, was in einem Dorfe sicherlich etwas zu bedeuten hat. Die brüder zu verkleinern und uns durch Verkürzung der Arbeitszeit Hierzu Gratisbeilagen: ein farbiges Bild:„ Auf der Landstraße", und ein Wandkalender. Der Neue Welt Kalender ist für Sozialistenfresser sind darüber ganz aus dem Häuschen. Dörfel auch die Möglichkeit zu verschaffen, das Unserige zur Erreichung Wiederverkäufer nach wie vor durch J. H. W. Dieß in Stuttift derselbe Genosse, welcher bei der 1890er Reichstagswahl als jener großen Kulturaufgabe beitragen zu können, ersuchten wir Dispositionsurlauber Flugblätter und Stimmzettel unserer Partei anläßlich der Einführung der neuen Fabrikordnung um Ein- gart zu den bekannten Preisen zu beziehen. pertheilte, deshalb wieder eingezogen und vom 18. Februar bis führung einer zwölf stündigen Arbeitszeit. In schroffer 26. November in militärgerichtlicher Untersuchung gehalten weise stellte man uns jedoch die Wahl, uns entweder zu wurde. 14 Stunden Arbeitszeit zu verpflichten oder das Geschäft zu verlassen. Wir zogen darauf das Lettere vor. 5 Für den Inhalt der Jnserate überNeue Welt. Bergichloß- Brauerei, Haſenhaide. nimmt die Redaktion dem Publikum Bon 4 Uhr Konzert. gegenüber keinerlei Verantwortung. Nachm. ab: Theater. Sonntag, den 3. Juli. Berliner Theater. Narciß. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der lustige Krieg. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Im Schillingshof. Hierauf: Die Kellnerinnen von Berlin. Zum Schluß: Die juten Flinten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Jeden Sonntag: Spezialitäten. Ball. Das Liebesabenteuer im Garten. Große Pantomime. Kaffeeküche. Puppen- Theater. 3 Rutschbahnen. Volksbelustigungen. Bal champêtre. Grosses Feuerwerk. Entree 25 Pf. Billets im Vorverkauf 20 f. Mittwoch: Kinderfest. Hauptgewinn: Lebendes Schaf. Donnerstag: Zum ersten Male: Nachtfest in Japan mit Feuerwerk. Hasenhaide, Bergmann- StraßenEdke. Th. Keller's Hofjäger, Im großen Saale: Ball. Hente, Sonntag, den 3. Juli 1892: Großes Garten- Konzert. Marionetten- Theater- Vorstell.Volksbeluftigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf. Thomas Theater. Mamzelle Mittwoch, den 6. Juli cr.: Großes Kinderfest mit Gratis- Verloosung. Nitouche. Montag: Diefelbe Borstellung. Bellealliance- Theater. Gefährliche Mädchen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Leichtes Luch. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Troubadour. Montag: Der Wildschütz. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schloss Weissensee. Male: A. Frölich. Bum Sternecker. ( 25 Pfg.- Sonntag.) Chevalier 0. Blondin, auf dem 100 Guß bohen 500 Fuß 1. Thurmseil. Arbeiter- Bildungsschule. Am Sonntag, den 24. Juli: Gr. Volks- Fest aus dem Mittelalter d. 19. Jahrhunderts, im Müggelschlößchen", Friedrichshagen, unter Mitwirtung von 10 Gefang Vereinen, Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes. Der Auszug der Nörgeler = frei nach Spangenberg. Lebende Bilder auf dem Wasser.- Eugen Richter's Bukunftsbilder. Mechanisches Wachsfiguren- Kabinet. Naturalien Museum. Verloofung von wissenschaftlichen Werken. Konzert und Boltsbeluftigungen aller Art. Gleichzeitig findet die Eröffnung des extra zu diesem Zweck erbauten 200 Quadratmeter großen Pariser Tanzbodens statt. Der Vorstand. Gr. Land-, Wasser- und Front- Feuerwerk find ! der Herren Zeidler und Bock: Neu Wasser- Velociped- Korso für Herren und Damen. Berl. Sommer- Theater Neu ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg) Sonntag, den 3. Juli: 2680L Großes Konzert. Ball. Illumination. Volksbeluftigung. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 30 Pf., vorher 25 Pf. Rud. Sternecker. Grosse Vorstellung. Charlottenburg, Brauerei Gambrinus Specialitäten 2. Theil: Lavuchol, Satirisches * Zeitbild, 1 Akt von P. Pauli. Wallr. 46, Bismarckstr. 22. 3. Theil: Geschw. Laura, Amelle, Grösstes Konzert- Etablissement, u. Gisela Neumann, Fischer u. Blum, gen. Schwach u. Schwächer, Gebrüder Schwarz. Garten und Säle für 2000 Personen. Elektrische Beleuchtung. Familien können Raffee fochen. 2 Riesen- Regelbahnen. Vereinen bestens empfohlen, auch Sonntags. An der Bahn. 4. Theil: Die Kunst geliebt zu werden. Liederspiel v. Gumbert. Zum Schluss: Der Zauberbrunnen der Najaden, grosses Ballet- Verbindungsdivertissement mit WunderFontaine, 5 Solo- Tänzerinnen, 20 Damen Corps de Ballet. Täglich: Grosse Vorstellung. Treptow. 2512 L Köpenicker Landstraße. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. ff. Lagerbier 0,42it. 15 Pf. Münchener 0,4 2it. 20 Pf. 6 Kegelbahnen. W. Jacob. Jeden Sonntag u. Donnerstag Nachmittag: Frei- Concert. PassagePanopticum. Ecke Köpnicker Landstrasse. Treptow. Ecke Köpnicker Landstrasse. Neu! 488/12 Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Mebungsunde am Sonntag, den 10. Juli, Vormittags 91/2 Uhr, bei 2ips, Brauerei Friedrichshain. Noten älteren und neueren Datums sind mitzubringen. Die Vereine Anfang präz. 10 Uhr. Nach der Uebungsstunde: verpflichtet vollzählig zu erscheinen. Bundesmitgliedskarte legitimirt. Außerordentl. Ausschußfhung. Tagesordnung: 1. Wahl des Bundesdirigenten. 2. Das Sängerfest. Jeder Verein muß vertreten sein. Zutritt nur durch Vereins- Mitgliedstarte. 106/16 Der Vorstand. NB. Den Vereinen zur Nachricht, daß die Genehmigung zu dem projektirten Sängerfest bei Wilhelminenhof auf Grund§ 9 des Gesetzes vom 11. März 1850 von der Behörde versagt worden ist. D. O. General- Versammlung der Freien Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter am Sonntag, den 10. Juli, Vorm. 8 Uhr, im Lokale des Herrn Nagel, Schwedterstrasse No. 23. Tages- Ordnung: 1. Zweck und Ziele der gewerkschaftlichen Vereinigungen. 2. Kaffen bericht. 3. Bereinsangelegenheiten und Fragetasten. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. Es wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß in nächster Zeit eine öffentliche Versammlung stattfinden wird, in welcher über die Instruktion, welche auf Grund der Verordnung des Königl. Handelsministeriums vom 17. Mai 1866 und vom 11. Dezember 1867 von den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft unterzeichnet ist, diskutirt werden wird. Der Vorstand. 899b Appelt's Restaurant ,, Feldschlösschen". Deutscher Schneider- u. Schneiderinnen- Verband. Blaue Grotte Jeden Sonntag Tanz. Frei- Konzert. Kegelbahnen. Kaffeeküche. Beleuchtungseffekten. Treptow, B. Zornow's Restaurant, Neue Krug- Allee. mit Waffer, Kähnen u. Neu! Eine Kriminalgeschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan' Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Große Versammlung Kegelbahnen, Kaffeeküche, Tanz- Salon.[ 2412L am Dienstag, 5. Juli, Abends 8 Uhr, in der Berliner Resource, Treptow Restaurant Karpfenteich. Jeden Sonntag: Tanz. Kommandanten- Straße Nr. 57. Tagesordnung: 1. Das Arbeiterschuh- Gesetz und die Umgebung desselben bei der Firma B. Manheimer. Das event. Erheben von Playgeld bei S. Adam. Das BeKaffeeküche täglich geöffnet. An den Wochentagen für Vereine, tragen des Zuschneiders bei Wolf u. Keller gegen die Arbeiter. Referent: Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. L. Pfeiffer. 2. Diskussion. 3. Anträge zum Verbandstag. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Treptow. Park Otto. Jeden Sonntag: Tang. strasse. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Bade's Volksgarten. Vorzügliches Weiß- u. BairischBier. 2023L Die betheiligten Personen obengenannter Firmen find brieflich eingeladen. Bahlreiches Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen ist Pflicht. Gäste haben Zutritt. Die Lokalverwaltung. 417/14 Deffentliche Versammlung Treptow. ,, Park- Schloss der in Holzbearbeitungsfabriken u. auf Holzpläßen beſg. Arb. Viktoria- Brauerei. 10 Begelbahnen. Tanz. VolksGrösster Garten. beluftigungen aller Art. Jeden Sonntag: Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten: Heute sowie täglich ( Sonnabends ausgescht.): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Vorverkauf- Billets heute keine Giltigkeit. Konzert. NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen fassend, ist zu Fest= fichkeiten 2c. von Mitte Juni ab an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. 2. Parteigenossen empfehle mein schön such. Vereinszimmer als Zahlstelle für Edmund Renter, 40 Personen. Swinemünderftr. 45. am Dienstag, den 5. Juli, Abends 81/2 hr, im Lokal des Herrn Schröder, Müllerstr. 178( Wedding- Park). Tages- Ordnung: Nominirung der Kandidaten. 8. Berschiedenes. 1. Bortrag des Stadtv. Klein über:" Gewerbe- Schiedsgerichte." Hermann Imbs' Oftbahn- Park eingerichtetes total zum gefälligen Be- gebeten. Rüdersdorferstr. 71 Ham Rüstriner Play. Bequemste Verbindung. Fahrverbindung nach allen Richtungen. Kapellmeister Fr. Völkerling. Artist. Leiter Gust. Gross. 21812 Fest- Säle Täglich: Großes Garten- Konzert zur bevorstehenden Saison empfiehlt und Spezialitäten- Vorstellung. gratis 26032 Sonntags u. Mittwochs: Auftreten Weberstr. 17. B. Nieft, Weberstr. 17. v. The Sisters Poncherry's auf dem Moabiter Gesellschaftshaus, Thurmfeil. Entree Sonntags 20 Bf., ftraße 28. 100 Fuß hohen und 200 Fuß langen Vereinszimmer( 50 Pers.) SimeonAlt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Altes Schüzenhaus, Linienstr. 5, an den Wochentagen gänzlich frei. 64/3 Programm 10 Bf. Die Direktion. 26042 Bestes Weißbier Seeschlößchen Reinickendorf. ohne Wafferusak, 16 große oder 32 fleine für 3 Mart Nächster Ausflugsort von Berlin. Große Kaffeeküche. Volksbelustigungen. Tanzkränzchen. ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Vereinen besonders zur Veranstaltung Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie von Vergnügungen zu empfehlen. Versammlungen. 819 b Böttcher. 2 gr. Gärten. 2 verdeckte Kegelbahnen. liefert Emil Böhl, Vereinszimmer mit Pianino für 40-50 Perf., auch als Zahlstelle oder Arbeitsnachweis zu vergeben. 595b W. Greiser, Oranienftr. 109. Konzert- Part ,, Vittoria" Frankfurter Allee 2. Größtes und schönstes Etablisse= ment im Often Berlins, mit prächtig schattigem Garten und großen Sälen.[ 24972 Jeden Sonntag E Konzert, Vorstellung, Ball. Entree im Vorverkauf 10 Pf. Wochentags Frei- Konzert. Raffeeküche täglich von 2 Uhr. Weiß- Bier! Bairisch Bier 0,4 Liter 15 Pf. Wo speisen Sie? In der alt. pommerschen Küche, Dranienstr 181, Hof pt. bei Klein! Frühst. 30 Pf., Mittagstisch mit Bier 50 Pf., Abendtisch von 30 bis 50 Pf, nach Auswahl. = 19872 Frankfurter Allee 74. Fernsprech Anschluß Amt VII b. 1511 7116 Pianino's gegen Raffe zu faufen gesucht. Offerten u. M. L. 18, Postamt Wallnertheaterstr. Die Bibel. 1896 Ihre Entstehung. Geschichte. Allen Genossen und Bekannten empfehle mein Weiß- n. Bairisch- Bier- Lokal. Angenehmer Aufenthalt für Proletarier. W. Thierbach, 538b Friedrichsgracht 16 an der Roß- Brücke. Allen Freunden und Parteigenossen empfehle mein Weiß und BairischBier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino zu vergeben. 26232 Frik Fröhlich, Naunynstr. 48. Eine .. historisch- kritische Abhandlung zur Aufklärung bes arbeitenden Volke 3. Von Domela Nieuwenhuis. 64 Seiten. Preis 40 Pfennig. Der wichtigen Tagesordnung wegen wird um recht zahlreichen Besuch 873b Die Agitations- Kommission. NB. Auf diese Versammlung werden die Kollegen aus dem Norden ( auch Kutscher) besonders aufmerksam gemacht. Geselligkeits- Verein„ Vorwärts“. Sonnabend, den 9. Juli: Großes Sommerfest im Elysium, Landsberger Allee, Ecke Petersburgerstraße. Konzert ausgeführt von Berufsmusikern unter Mitwirkung des Gesangvereins Deutsche Eiche( Mitgl. bes A.-S.-B.) unter Leitung feines Dirigenten Herrn F. Patschan. Anfang 6 Uhr. Die Kaffeeküche wird um 3 Uhr geöffnet. Billets( vorher 15 Pf.) sind bei den Mitgliedern sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Kinder zahlen an der Kaffe 10 Pf... wofür dieselben eine Kopfbedeckung und Stocklaterne am Abend zum Fackelzug erhalten. Programme an der Kasse 20 Pf. 198/1 Der Vorstand. Moabiter Gesellschaftshaus. Alt- Moabit 80 81. Sonnabend, den 9. Juli 18921 Großes Sommerfest arrangirt vom Gesangverein der Steinmetzen( m. d. A.-S.) unter Leitung feines Dirigenten Herrn E. Himmel. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr an geöffnet. Kollegen, Freunde und Genossen sind freundlichst eingeladen. Anfang 4 Uhr. Der Vorstand. Charlottenburg. Wallstr. 46, Brauerei Gambrinus, Bismarckstr. 23, empfiehlt helles Lagerbier( Gambrinusbräu) fund dunkles Versandtbier ( Gambrinusversandt). Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW', Beuthstraße 2. 2628L Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 153. Karl Schorlemmer. Nicht nur die Wissenschaft aller Länder, auch die deutsche Sozialdemokratie trauert an dem Grab, das sich heute auf dem südlichen städtischen Friedhof von Manchester geschlossen hat. Der große Chemiker, der dort ruht, war Kommunist ehe Lassalle in Deutschland auftrat; weit entfernt davon aus seiner Ueber zeugung irgend welchen' Sehl zu machen, war er bis zu seinem Tode aktives und regelmäßige Beiträge zahlendes Mitglied der sozialistischen Partei Deutschlands. Karl Schorlemmer war geboren am 30. September 1834 in Darmstadt, besuchte das Gymnasium seiner Baterstadt und studirte dann Chemie in Gießen und Heidelberg. Nach vollendeten Studien ging er 1858 nach England, wo sich damals mehr als eine Karrière eröffnete für talentvolle Chemiker der Liebig'schen Schule. Während die meisten feiner jungen Kollegen sich auf die Industrie warfen, blieb er der Wissenschaft treu, wurde zuerst Assistent bei dem Privatchemiker Angus Smith, dann bei Roscoe, der kurz zuvor zum Professor der Chemie am neugegründeten Owens College ernannt worden. 1861 wurde er, bisher Roscoe's PrivatAssistent, als offizieller Laboratoriums. Assistent vom Owens College angestellt. In diese sechziger Jahre fielen seine epochemachenden chemischen Entdeckungen. Die organische Chemie war endlich so weit, daß fie aus einem Haufen vereinzelter, mehr oder weniger unvoll tommener Angaben über die Zusammensetzung der organischen Körper sich in eine wirkliche Wissenschaft umwandeln konnte. Schorlemmer suchte sich die einfachsten dieser Körper als Unterfuchungsgegenstand aus in der Ueberzeugung, daß hier die Grundlage der neuen Wissenschaft zu legen sei: Körper, die ursprünglich nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen, die aber, indem ein Theil ihres Wasserstoffs durch andere, einfache oder zu fammengefeßte Stoffe ersetzt wird, in die mannigfaltigsten und verschiedenartigsten andern Körper übergehen, es waren dies die Paraffine, von denen die bekannteren sich im Petroleum vor finden, und von denen Alkohole, fette Säuren, Aether u. f. w. abgeleitet werden. Was wir heute von diesen Paraffinen wiffen, verdanken wir hauptsächlich Schorlemmer. Er untersuchte die vorhandenen der Reihe der Paraffine angehörenden Körper, trennte die Einen von den Anderen, und stellte viele davon zum ersten Male rein dar; andere, die nach der Theorie vorhanden sein mußten, aber thatsächlich noch nicht bekannt waren, entdeckte er und stellte sie ebenfalls dar. So wurde er einer der Mitbegründer der heutigen wissenschaftlichen organischen Chemie. Sonntag, den 3. Juli 1892. Tokales. Sonntag, einen Riegel vorzuschieben, es auch, der Profitmacherei 9. Jahrg. welche bablieben. Ueber 9 Arbeiter darunter ein Mädchen bereits im Kremser Plaz genommen hatten fiel die infolge Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter ist der heutige Tag der Anfang schweren Verlegungen bedeckt wurden. Sodann ließ der OrtsSonntagsruhe. Für die im Handelsgewerbe beschäftigten des Sturmfignals herbeigeeilte Menge mit Steinen und Knütteln her, sodaß sämmtliche Wageninfassen mit mehr oder minder einer, zwar nicht ausreichenden aber gegen die bisherigen Zustände verbesserten Sonntagsruhe. Da der Magistrat und die vorsteher die Schwerverwundeten in dem SprizenStadtverordnetenversammlung von Berlin es abgelehnt haben, ba ufe einsperren und dann mit Ausnahme eines schwerverder Ausbeutungswuth des Unternehmerthums durch gänzliches Buchholz überführen. Dort wurden fie am 7. Oktober, Morgens um wundeten Mädchens in das Amtsgefängniß in FranzösischVerbot der Sonntagsarbeit im Handelsgewerbe, wenigstens am 8 Uhr, endlich entlassen, ohne daß ärztliche Hilfe zugezogen au Liebe, nicht fertig bekommen haben, den Verkehr im Handels- fofortige Ueberführung war. Der in Anspruch genommene Arzt ordnete die gewerbe am Sonntag auf drei Stunden einzuschränken, treten am St. Hedwigs- Krankenhaus an. einiger Schwerkranker in das 1. Juli für Berlin die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung in Hier verstarb infolge Kraft, wonach im Handelsgewerbe nur fünf Stunden gearbeitet ederer tros der sorgsamsten Behandlung, die der brutalen Mißhandlungen der Arbeiter werden darf. Unsere Leser kennen die diesbezügliche Verordnung des ihm zu Theil wurde, am 24. Oktober 1890. Vor einem Polizeipräsidiums und wissen, daß sie die etwa nothwendigen Gin- gleichen Schicksal wurde das schwerverwundete Fräulein Winkelfäufe am Sonntag, abgesehen von einigen Ausnahmen, in benvember 1890 der rechte Arm amputirt wurde. mann nur dadurch gerettet, daß ihr am 5. No Stunden von 7-10 Uhr Morgens und von 12-2 Uhr Nach- Angeklagt ist nunmehr( 1892) Herr Giese und noch 7 Ortsmittags vornehmen müssen. Wir wissen, daß unsere Parteigenossen den Proletariern im angehörige. Den Angeklagten wird Rechtsanwalt Sello, Handelsgewerbe die ihnen gewordene Erleichterung von Herzen stehen. Die Verweisung der Sache vor das Schwurgericht wird den Verlegten Rechtsanwalt Stadthagen zur Seite gönnen; die einzige und berechtigte Einwendung, welche die Sozialdemokratie gegen die neuen Bestimmungen zu machen wahrscheinlich das Ergebniß der morgigen Verhandlung sein, bat, richtet sich gegen deren Unzulänglichkeit, gegen den auch über welche wir ausführlich noch berichten werden. hierbei natürlich mißlungenen Versuch der Bourgeoisie, den Pelz Rummelsburg. Zu Sonntag, den 22. Mai d. J., war zu waschen, ohne ihn vaß zu machen. ein vom Vorsitzenden des Rummelsburger Arbeitervereins eine öffent Die in schwerer, oft 14- und 16stündiger Tagesarbeit, im liche Versammlung um 11/2 Uhr bei der dortigen Behörde anHandelsgewerbe abgeracferten Lohnfklaven, werden das Bischen gemeldet. Anstatt der Bescheinigung erhielt derselbe Sonntagsruhe, welches für sie gleichbedeutend ist mit Sonntags- Schreiben, worin ihm mitgetheilt wurde, daß die öffentlichen freiheit, zu benutzen wissen, um neben törperlicher Erholung ihre Gottesdienststunden Vormittags von 10 bis 12 Uhr und Nach geistige Weiterbildung zu pflegen, und durch eifriges Studium mittags von 2 bis 3 Uhr für den dortigen Amtsbezirk festgesett der wirthschaftlichen Bedingungen der heutigen Gesellschaft sich wären und während dieser Zeit Versammlungen nicht stattfinden zu ziel- und klaffenbewußten Gegnern derselben machen. Noch dürfen. mehr wie es heute schon der Fall ist, werden die Handlungs- fammlung so zu verlegen, daß die Gottesdienststunden nicht beEs wurde ihm daher anheimgestellt, die Vergehilfen sich bewußt werden, daß ihre ökonomische Lage sie in rührt würden, und alsdann eine neue Anmeldung einzus die Reihen der kämpfenden Sozialdemokratie zwingt und daß reichen. In dem Bescheide auf die zweite Anmeldung, ihre Befreiung aus dem Joche des Kapitalismus nur auf dem in welcher der Beginn der Versammlung um 12 Uhr angegeben Wege des engsten Anschlusses an die große proletarische Armee war, hieß es dann ausdrücklich, die Versammlung müsse um erfolgen kann. 2 Uhr geschlossen sein. Die Versammlung beschloß nun ihrerseits, So begrüßt die Sozialdemokratie die alten und neuen Mit die Versammlung so lange tagen zu lassen, bis die Tagesordnung streiter in der Sicherheit, daß die nunmehr für das Handels- erledigt sei, zweitens, gegen die Zeitbeschränkung Beschwerde beim gewerbe erkämpfte Sonntagsruhe einen Anfporn zu neuen und Landraths- Amt zu führen. Um 2 Uhr löfte nun der überwachende erfolgreicheren Rämpfen für das Proletariat bilden wird, mag Polizeibeamte die Versammlung auf. Die Beschwerde wurde er dasselbe mit der Joppe des Kaufmanns oder der Blouse des Arhoben, und am 29. Juni erhielt der Vorsitzende des Rummelsbeiters bekleidet sein. bnrger Arbeitervereins, Genosse Rosenkranz, folgenden Bescheid: Ihre Beschwerde vom 29. v. M. über die Verfügung Neben dieser seiner Spezialität beschäftigte er sich aber auch sehr mit der sogenannten theoretischen Chemie, d. h. mit den Grundgesetzen seiner Wissenschaft und mit dem Zusammenhang, Bur Sonntagsruhe. Hinsichtlich der Automaten will die des dortigen Herrn Amtsvorstehers, wonach die Beendigung der in dem sie zu den angrenzenden Wissenschaften sieht, also zur Physit und zur Physiologie. Und hier war er besonders befähigt. Er Polizei in Berlin an Sonntagen folgenden Grundsatz gelten von Ihnen für den 22. Mai d. J. angemeldeten öffentlichen war wohl der einzige bedeutende Naturforscher seiner Zeit, der lassen: Alle Automaten, die nicht unmittelbar von der Straße Versammlung von vornherein auf 2 Uhr Nachmittags festgesetzt es nicht verschmähte, aus dem damals vielverachteten, aber von aus zugänglich sind, also beispielsweise in Gastwirthschaften sich worden ist, erachte ich für begründet. Wenngleich es nicht ihm selbst hochgehaltenen Hegel zu lernen. Und mit Recht. Wer befinden, dürfen auch fernerhin benutzt werden. Dagegen die von zweifelhaft sein kann, daß die Bestimmung der Polizeiverordnung auf dem Gebiet der theoretischen, zusammenfassenden Natur- der Straße unmittelbar zugänglichen oder auf der Straße selbst vom 26. Mai 1833 unter Nr. 6, nach welcher während des Vorwissenschaft Etwas leisten will, der muß die Naturerscheinungen aufgestellten müssen während der Sonntags- Ruhezeit gefchloffen und Nachmittags- Gottesdienstes in den Gasthäusern teine Ge nicht als unveränderliche Größen ansehen, wie die Meisten thun, sein. Die Barbiere und Friseure dürfen ihr Geschäft wie bisher tränke gereicht oder Gästen gesetzt werden dürfen, auch auf die sondern als veränderliche, fließende. Und das lernt man heut- und Handwerk in Kraft treten. Ist aber mit dem Barbier bienstes von 2-8 Anwendung findet, so steht diefelbe dennoch betreiben, bis die Vorschriften über die Sonntagsruhe in Industrie betreiben, bis die Vorschriften über die Sonntagsruhe in Industrie für Rummelsburg festgesetzten Stunden des Nachmittags- Gottesautage immer noch am leichtesten bei Hegel. Als ich Anfangs der sechziger Jahre Schorlemmer kennen geschäft ein Handel verbunden, so muß dieser an Sonntagen ein- der Abhaltung von öffentlichen Versammlungen an sich nicht entlerntein furzer Zeit waren Marg und ich innig befreundet gestellt werden. gegen. Der Landrath: v. Waldow. mit ihm tam er oft mit zerschlagenem und zerfeztem Gesicht Die Antisemiten ärgern sich, daß sie selbst von den Kon- Es dürfen jedoch, wie ich ausdrücklich bemerke, auch in öffentmir. Mit den Paraffinen war eben nicht zu spaßen, diese fervativen nicht für voll angesehen werden und daß man in den lichen Versammlungen, welche in Gasthäusern abgehalten werden, meist noch unbekannten Körper explodirten alle Augenblick unter feiner Sand, und so holte er sich manche ehrenvolle Regierungsfreisen selbst sie nicht zu den staatserhaltenden" Bar- während der gedachten Zeit keine Getränke seitens des Gastwirths Munde. Nur seiner Brille hatte er's zu danken, daß er nicht seine teien rechnen mag. Die„ Staatsbürger- Zeitung" hebt hervor, wie gereicht werden. Bunde. Nur seiner Brille hatte er's zu danken, daß er nicht seine ungerecht dieses sei; so umstürzlerisch die Sozialdemokratie sei, Berbots zu verhindern, und falls andere Mittel fich hierzu als Augen dabei verfor. Die Polizeibehörde ist verpflichtet, die Uebertretungen dieses Damals war er schon vollständiger Kommunist, der von So recht will es dieser nun nicht einleuchten, daß es die be- fruchtlos erweisen sollten, auch befugt, die Versammlung aufeine so fefte Stütze bilde der Antisemitismus für die Regierung. uns nur noch die ökonomische Begründung einer längst gestehende Staatsordnung so besonders unterstütze, wenn dem zulösen. wonnenen Ueberzeugung zu lernen hatte. Als er dann durch Bürger und Bauer Tag für Tag vor Augen geführt wird, daß Den Herrn Amtsvorsteher habe ich hiervon in Kenntniß uns mit den Fortschritten der Arbeiterbewegung in den verdie Behörden, die zivilen wie die militärischen, bis zum Minister gefeßt. schiedenen Ländern bekannt wurde, verfolgte er sie stets mit Gelingt es Großem Intereſſe; namentlich aber die Bewegung in Deutschland, hinauf, in den Händen der Juden find. ſeit diese über die erste Stufe des reinen Lassalleanismus hinaus nur, dem Bürger und Bauer glaubhaft zu machen, daß Verging. Auch als ich Ende 1870 nach London zog, drehte sich so wird jedenfalls die Meinung haften bleiben, daß sie überhaupt Schneiderinnen, Filiale Spandau, in dem dortigen Seitzwaltung und Justiz fäuslich sind, wenn auch nur für die Juden, Recht agitatorisch gestaltete sich das erste Stiftungsfeft, welches die Kollegen des Verbandes der Schneider und Der größte Theil unserer lebhaften Korrespondenz um Natur- fäuflich find. Wenn die„ Staatsbürger- Zeitung die Sozialbemo wissenschaft und Partei- Angelegenheiten. Bis dahin war Schorlemmer, troß seines schon allgemein Antisemitismus in ihr Programm aufzunehmen geilt ist, so an welchem auch einige Berliner Kollegen und Kolleginnen theilfraten sich darüber aufregen läßt, daß die konservative Partei den schen Lokale in der Oranienburger Vorstadt veranstaltet hatten, anerkannten Weltrus, in Manchester ein Mann in möglichst be- will sie nur ihren Gläubigen Sand in die Augen freuen. Die nahmen. Gegen 11 hr trafen Lestere in genannten Lokale ein. scheidener Stellung geblieben. Das wurde von nun an anders. 1871 zum Mitglied der Royal Society, der englischen Akademie Sozialdemokratie will nicht nur dem jüdischen Kapitalismus, Kollege Timm aus Berlin hielt nnter reger Zustimmung eine der Wiſſenſchaften, vorgeschlagen, wurde er, was nicht oft ge- feyen, indem sie die tapitaliſtiſche Ausbeutung in jep or auf die internationale Arbeiterbewegung schloß, in welches alle sondern auch dem christlichen Kapitalismus den Todesstoß ver gut gehaltene, zeitgemäße Feftrede, welche er mit dreifachem Hoch jeder Form schieht, sogleich erwählt; 1874 endlich schuf Owens College ausbrücklich für ihn eine neue Profeffur der organischen Chemie, bekämpft. Sie mißt mit gleichem Maße den Juden v. Bleichröder, Festtheilnehmer begeistert einstimmten. Hierauf stimmten die Kolbald darauf ernannte ihn die Universität Glasgow zum Ehren wie seinen Geschäftsfreund, den gefürchteten Schnapsbrenner, würdiges Zwischenrufen( halt die Schnauze!) seitens eines Mitihn schied. Er war der bescheidenste Mensch von der Welt, eben weil In Betreff der Schankwirthschaften mit Kellnerinnen auf ein vorber verabredetes Zeichen des Wirthes, Herrn Seiß, Jeine Bescheidenheit auf der richtigen Erkenntniß feines eigenen bat der Magistrat sich nunmehr damit einverstanden erflärt, as Berths beruhte. Und eben deshalb nahm er diese Anerkennungen die Schlußstunde des Betriebes ſtatt, wie durch die Polizei hin als selbstverständlich, und deswegen gleichgiltig. legen der Arbeitermarseillaise an, wurden aber durch un gliedes der Haustapelle zu stören versucht, und schließlich wurde die Marseillaise abgebrochen und von den Musikern die Klänge der Nationalhymne aufgespielt. Die Kollegen verfäumten nun verordnung vom Juni 1866 auf 11 Uhr Abends auf 12 Uhr Abends nicht, jene Melodie mit dem Text des Arbeiterliedes:„ Arbeiter Seine Ferien verbrachte er regelmäßig in London bei Mary festgestellt werde, unter Aufrechterhaltung des Abs. 2 des§ 2 der all erwacht, es bricht durch dunkle Nacht," u. f. w. zu begleiten, und mir mit Ausnahme der Zeit, die er in Deutschland ver- genannten Verordnung, die dem Polizeipräsidium weitere Aus- weshalb der tapfere Wirth den tapferen Spielern brachte. Bor vier Jahren noch begleitete er mich auf einer Behnung der sogenannten Polizeistunde gestattet. Schweigen winkte, und das Fest aufzulösen versuchte. Dieses Sprigtour" nach Amerika. Aber er war schon damals in seiner ließen sich jedoch die Festtheilnehmer nicht gefallen, verlangten Gesundheit angegriffen; 1890 fonnten wir noch nach Norwegen An die Schäbigkeit des Unternehmerthums appellirt wieder dagegen energisch, daß der Wirth jenen Musiker veranlassen und dem Nordkap fahren, aber 1891 brach feine Gesundheit einmal Herr Gugen Richter, indem er den Buchdruckerei- mußte, seine ungehörigen Zwischenrufe zurückzunehmen.. schon am Anfang einer versuchten gemeinsamen Reise zusammen, besitzern die Perspektive eröffnet, daß sie den Eintritt der Buch- Nun wurde von einer Berliner Kollegin ein beklaund seitdem ift et nicht mehr nach Bonbon geomen. Geit brudergehilfen in die Orts- Krankentaſſen durch Errichtung von matorischer Vortrag gehalten; zwar schickten die Musiker Februar dieses Jahres fast ganz aus paus und feit Mai aus Betriebskassen und Begünstigung von neuen eingeschriebenen sich an, ihre Instrumente zu gebrauchen, wurden jedoch Bett gefeffelt, erlag er am 27. Juni einer Geschwulst in der Hilfskassen verhindern könnten. Also nicht einmal bas Drittel von den Festtheilnehmern durch Kundgebungen ihres UnLunge. Kaffenbeitrag, was in den Ortekassen der Unternehmer zahlen muthes darüber daran verhindert. Jest trat der arbeiterfreunddie Wirkungen des Sozialistengeseyes erproben. Vor sechs oder Arbeitern! Auch dieser Mann der Wissenschaft mußte in eigener Person muß, gönnt der unnoble Häuptling der freisinnigen Partei den liche Wirth, Herr Seiß, heran, und gebot Feierabend. Sogleich verließen die Kollegen und Kolleginnen diese ungaftlichen Räume, fieben Jahren ging er aus der Schweiz nach Darmstadt. Um| diese Zeit war irgendwo eine Kiste mit" Sozialdemokraten", 4. Juli, 10/2 Uhr, vor der Straflammer des Landgerichts i Feste die Räume vermiethet waren, das Recht zustehe, den Wirth, Die Schlacht bei Blankenburg findet am Montag, den nur bemerkend, daß eigentlich dem Veranstalter, dem zu diesem Hände gefallen. 4.render der Straffanner bes Berlin Herrn Seiß, hinauszuweisen, da dieser die Arbeiterfreundlichkeit Bonnte den Schmuggel besorgt haben, als der sozialdemokratische ihren Abschluß. Wir rufen den Vorfall in die Erinnerung zurück. ein wissenschaftlich dressirter Schmuggler. Kurz en feffor? Gin Chemiter iſt ja nach Polizeibegriffen jebenfalls um 6. Oftober 1890 unternahmen 16 Knopfarbeiter und And beſeſſen, mit seinen Leuten das Arbeiterfest zu stören. hausgesucht arbeiterinnen von Nieder- Schönhausen aus einen Kremserausflug Einen unerwarteten Fund machte ein Herr Dr. B. Als Dort kehrten sie im Lotal des Gastwirths er nämlich von dem Mittagsmahl, das er in einem Restaurant nach Blankenburg. Professor war Giese, Bruder des Ortsvorstehers, ein und vergnügten sich bei in der Leipzigerstraße einzunehmen pflegt, in ſein Junggesellen wobei man aber etwas ganz unerwartetes fand, nämlich einen aber in Höchst. Sofort telegraphirt; auch dort Haussuchung, Biel und Tanz. Blöglich begann der Ortsvorsteher Giese heim zurückkehrte, fand er in der inneren Tasche seines Sommerweil ein Arbeiter eine ihm angebotene Bigarre Ueberziehers ein Portefeuille vor, das er mit Bedauern als ein abgelehnt hatte und ging mit Sozialistengesetzes in England naturalisiren lassen. Vor diesem für sich Stuhlbeinen frembes anerkennen mußte, denn es enthielt 1100 M. in guten harmlosen Arbeiter Ios. A13 englischen Paß machte die Polizei Halt; vor diplomatischen Ver- auf den dieser dem deutschen Reichsbankscheinen. Der glückliche Besitzer hatte sich in den nächsten Wahlen mindestens 500 Stimmen werth war. Ende vom Lied ein großer Standal in Darmstadt, Der uns bei des treuen Freundes und Parteigenossen einen Kranz mit rothen Im Namen des Parteivorstandes habe ich auf dem Grabe Democratic, Party of Germany, niedergelegt. London, den 1. Juli 1892. Friedrich Engels. seine gefährlichen Waffen nehmen wollte, stürzten den Ueberziehern versehen, als er dem seinigen das Portefeuille wie auf Kommando der Gastwirth und eine Anzahl Blanken- anvertrauen wollte, ein Versehen, das er noch billig genug mit burger mit Drefchflegeln und dergleichen, gegen Sozialdemokraten einer Flasche Sekt dem Dr. B. bezahlte. Der Unachtsame, ein anempfohlenem geistigem" Rüstzeug, auf die Arbeiter und Ar- Ministerialbeamter, dessen Vierteljahrsgehalt die 1100 m. darbeiterinnen los. Die Partietheilnehmer mußten schon hieraus stellten, hatte ebenso wie jener beim Wirth die ersten Nachunſchwer entnehmen, daß es sich um einen geplanten forschungen angestellt, und so war der rechte Eigenthümer bald Ueberfall handelte. Diese Annahme ist zur Gewißheit dadurch ermittelt. geworden, daß der Ortsvorsteher schon vordem geäußert hatte, Die Arbeiter müßten aus dem Dorfe hin Bezüglich des Prozeffes gegen den Kommerzienrath Anton ausgeschlagen werden. Als die Arbeiter, ins- Wolff und den Kaufmann Leipziger hören wir, daß die besondere mit Rücksicht auf die weiblichen Theilnehme Absicht besteht, denjenigen Theil der Anklage, welcher sich gegen rinnen der Partie, nach Haus tehren und den Kremser besteigen den Kommerzienrath Wolff vor dem Schwurgericht abzus wollten, erscholl die Sturmglode. Der Ortsvorsteher ver- spielen hat, auszuscheiden und zunächst die gegen beide Anlangte, nunmehr mit einem Revolver bewaffnet, daß die Arbeiter geklagte vorliegenden Angeklagepunkte, welche nicht zur Kompe tenz des Schwurgerichts gehören, vor der Straffammer zu fauf die zu Tage getretene gemeine und niedrige Ge- wahr gehalten habe. Die Revision des Angeklagten rügte die verhandeln. Es soll ein Termin zur Hauptverhandlung in der sinnung sind beide Angeklagte außerdem zum Verlust der Nichtanwendung des§ 193; er habe zum mindesten berechtigte Zeit zwischen dem 31. Juli und 15. Auguft angefeßt werden. bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre verurtheilt worden. Partei- Interessen vertreten. Sodann wurde es als unzulässig beDie Angeklagten werden durch die Rechtsanwälte Dr. Fried- Der Präsident entließ die Geschworenen mit folgenden zeichnet, daß das Gericht eine Vorbestrafung wegen Beleidigung mann, Kleinholz und Michaelis vertheidigt werden. Abschiedsworten: Meine Herren, ich habe Ihnen den Dank des straffchärfend herangezogen hat, da der Angeklagte zur Zeit, als Gerichtshofes zu sagen für die Aufopferung und Pflichttreue, mit der jetzt inkriminirte Artikel erschien, noch nicht wegen BeErtennfen im Nummelsburger See ist der Kohlenschiffer der Sie die schwere, schwere Arbeit, die Ihnen oblag, bewältigt leidigung verurtheilt worden war. Das Reichsgericht erachtete Lorenz aus Köriz, als er, wie hiesige Blätter erzählen, eben haben. Ich hoffe, daß Sie mit derjenigen Befriedigung auf ihre zwar die Revision in der Hauptsache für unbegründet, erkannte zwei Menschen vom Ertrinken gerettet hatte. Thätigkeit zurückblicken, welche treue Pflichterfüllung zu gewähren jedoch bezüglich des Strafausspruches auf Aufhebung des Ein fleines Segelfpizboot war unversehens umgeschlagen; Lorenz, pflegt. Ich schließe die Sigung, die Verurtheilten sind abzuführen. Urtheils und Zurückverweisung der Sache an das Landgericht, mit seinem Fahrzeuge in der Nähe der Unfallstelle haltend, sprang Heinze nahm das Urtheil mit anscheinender Ruhe entgegen, Frau da die Strafbarkeit des früher erschienenen Artikels nicht durch sogleich über Bord und brachte mit aller Anstrengung die Ver- Heinze erklärte in ziemlicher Erregung, daß sie sich bei dem Ur- eine später eingetretene Verurtheilung beeinflußt werden könne. unglückten in Sicherheit. Jm Begriff, von seinem Handkahne an theil nicht beruhige, da sie unschuldig sei. Bord seines Fahrzeuges zu springen, rutschte er von dessen glatter Hochverrathsprozek. Rante ab, stürzte rücklings ins Wasser und wurde durch die starke Strömung sogleich unter das Fahrzeug getrieben. Lorenz hinterläßt eine Wittwe und drei unmündige Kinder. Die Zahl der Konkurse in Berlin hat im Monat Juni wieder eine Steigerung gegen den Vormonat ergeben. Während im Mai 17 Konturfe zur Eröffnung gelangten, erhob sich im Juni die Zahl derfelben auf 25. Betroffen wurden Kauf- und Handelsleute, sechs Fabrikanten und sonstige Gewerbetreibende, dret Handelsgesellschaften, eine Kommanditgesellschaft und ein Fabrikdirektor. Seit Anfang dieses Jahres find vom Amtsgericht I 166 Ronkurse eröffnet worden, die meisten, wie gewöhn lich im Monat Januar. In den Vororten wurden im Monat Mai nur zwei Konkurse eröffnet, einer in Charlottenburg und einer in Rixdorf. Seit Anfang des Jahres sind in den Vororten 20 Konkurse vorgekommen. " Eine Anklage wegen Majestätsbeleidigung wurde heute Leipzig, 1. Juli. Jm tleinen Saale des hiesigen Landvor der VII. Straffammer des Landgerichts I unter dem Vorsitze gerichts begann heute vor dem vereinigten zweiten und dritten des Landgerichts- Direktors Voigt gegen den Redakteur der Frei- Straffenate des Reichsgerichts der Hochverrathsprozeß gegen finnigen Beitung", Hugo Werth, verhandelt. Am 26. März folgende Personen: 1. der Anstreicher( auch Bergmann und Kolerschien in der genannten Zeitung die auch durch andere Blätter porteur) Lambert över aus Gelsenkirchen( Bertheidiger Rechtsveröffentlichte Notiz, daß der Kaiser in der Schorshaide zwei anwalt Dr. Scherer hier), 2. den Klavierarbeiter Johannes Sirsche erlegt habe. Nur durch einen Gedankenstrich von dieser Sigismund Herman Eamin aus Berlin( Vertheidiger RechtsNotis getrennt, schloß sich hieran der Paragraph des Wildschon anwälte Wolfgang Heine in Berlin und Butler hier), 3. den Gesetzes, welcher das Erlegen von Wild während der Schonzeit, Handelsmann Louis Bertram Auguft Rennthaler zu Berlin die auch den Monat März in fich schließt, verbietet. Die Vertheidiger Rechtsanwalt Butler hier), 4. den Schuhmacher Staatsanwaltschaft erblickt in dieser Zusammenstellung den Vor- Hermann Amandus Rudolf Ruff zu Berlin( Vertheidiger wurf, daß ber Kaiser sich einer Gesetzesübertretung Rechtsanwalt Puzler hier), 5. den Fabrikarbeiter( auch Agent) schuldig gemacht habe und wurde deshalb obige Anklage erhoben. Heinrich Winner aus Iserlohn( Bertheidiger Rechtsanwalt Der Angeschuldigte erklärte, daß er das Opfer eines, feiner An- Dr. Scherer hier), 6. den Schriftsetzer Friedrich August sicht nach entschuldbaren Irrthums geworden sei. Es sei ihm Dobberstein zu Iserlohn( Vertheidiger Rechtanwalt Dr. erst später die Mittheilung geworden, daß die Schorshaide ein- Scherer hier). Den Vorsitz führt der Präsident des dritten Straffenates, Reinfall. Das Anbieten einer Staution behufs Freilassung gefriedigt sei und auf diese somit das Schongeset keine Aneines wegen Hehlerei" inhaftirten Kaufmanns, hat einer hiesigen wendung finde. Nachdem er diese Thatsache erfahren, habe er Herr von Wolff, die Anklage vertritt Herr Oberreichsanwalt am Hausvogteiplatz domizilirten allerersten Konfektionswaaren macht. Der Staatsanwalt hielt es für zweifellos, daß die hiervon ebenfalls in der Freisinnigen Zeitung" Mittheilung ge- Teffendorf. Als Zeugen find folgende Personen erschienen: KriminalFirma eine ganz enorme Summe eingebracht. Die obige Firma beanstandete Mittheilung durch den daran geknüpften Abdruck des tommiffar Rober, Polizeikommissar Möhlig, Schuhmann Rabisch, wurde schon seit längerer Zeit von einem ihrer Angestellten in großem Maßstabe bestohlen und vor etwa 14 Tagen wurde der bezüglichen Paragraphen des Wildschongefezes zu einer schweren Schuhmann Kropp, Bigarrenhändler Arndt, Schuhmann Kurz, Thäter entdeckt und mit demselben auch der Hehler, ein in der Majestätsbeleidigung sowohl in subjektiver wie objektiver Be Kriminalschußmann Lachmund, Mechaniker Großmann, Giseleur Königstadt wohnender Weißwaaren- Händler L., von der Kriminal- ziehung gestempelt werde, denn es werde dem Kaiser einfach das Göpel, Kriminalschuhmann Fehling, unverehel. Knoller, Buchpolizei verhaftet. Im Verlaufe der Untersuchung wurde auch durch vorgeworfen, daß er eine Handlung begangen habe, welche binder Eichhorn, Schuhmacher Wißner, Kommis Krumscheidt, Die Absichtlichkeit der Beleidi- Polizeikommissar Schnitzer, Barbier Schulte, Fabrikarbeiter Balm, noch die Ehefrau des 2. festgenommen, welche im Verhör vor gegen das Strafgesetz verstoße. dem Untersuchungsrichter für ihre und ihres Gatten Frei- gung gehe daraus hervor, daß die Mittheilung von dem Erlegen Lacirer Haller, Packer Sauer, Polizei- Inspektor Hoffmann, verehel. zu stellen. Als ihr darauf dann den Zusatz selbst gemacht habe. der beiden Hirsche der" Post" entnommen sei und der Angeklagte Lithograph Dübe, Schriftfeher Blume, Schriftfeßer Fez, Schriftlaffung sich erbot, Raution zu stellen. Er beantrage gegen den- fezer Drees, Schriftseter Ulrich, Schriftfezer Kretschmer. Als erwidert wurde, daß dazu doch daß dazu doch eine größere Summe felben eine Gefängnißftrafe von 6 Monaten. Der Bertheidiger Sachverständiger fungirt Herr Kanzlei- Inspektor Wolff aus Berlin. Geldes gehöre und dazu die geringen Baarmittel, welche Rechtsanwalt Träger, führte aus, daß zum Begriffe der Bebei der Haussuchung in des Hehlers Geschäft gefunden wurden, leidigung eine Ehrenfräntung gehöre und wenn man selbst der Berlin, welche nicht erschienen find, macht der Ober- Reichsnicht ausreichten, erklärte Frau 2., daß sie bei der Deutschen nicht ausreichten, erklärte Frau 2., daß sie bei der Deutschen Ansicht des Staatsanwalts, daß dem Kaiser der Vorwurf der anwalt die Mittheilung, daß dieselben jedenfalls nach Amerika Bant 30 000 M. zu stehen hätte, welche Summe wohl für die Gesetzesübertretung gemacht worden sei, folgen wolle, so fönne ausgewandert seien. Sie seien indeß vorher mündlich verKaution ausreichen würde. Statt diesen Betrag als Bürgschaft darin etwas Ehrentränkendes doch nicht gefunden werden. Eine nommen so daß eventuell ihre Aussage würde verlesen werden anzunehmen, veranlaßte jedoch der Untersuchungsrichter die große Anzahl Zeitungen hätte beispielsweise die Mittheilung ge- tönnen. Beschlagnahme des Kapitals zur Sicherstellung für die durch die bracht, daß einige Kinder des Kaifers nicht geimpft ſeien, in Hehlerei des 2. geschädigte Firma. Frau 2. wurde übrigens, da ihr eine Mitwissenschaft an der Hehlerei nicht nachgewiesen werden dieser Mittheilung würde wohl Niemand eine Beleidigung er konnte, aus der Haft entlassen,&. dagegen befindet sich im Unter- blicken. Das Gesetz verbiete auch das Duell, aber iemand konnte, aus der Haft entlassen, L. dagegen befindet sich im Unter- werde wohl die Behauptung, ein solches bestanden zu haben, fuchungsgefängniß in Moabit und ist über die Gattin höchst entrüftet, deren Indiskretion über seine Vermögensverhältnisse ihn für eine Beleidigung halten. Er bitte um Freisprechung des Angeklagten, event. um ein weit niedrigeres Strafmaß. um die Spargroschen" gebracht hat. tammer bei. Gerichts- Beifung. Das Urtheil lautete auf 3 Monate Gefängniß. Noch ehe die Angeklagten zur Person befragt waren und ehe der Gröffnungsbeschluß verlesen war, beantragte der OberReichsanwalt den Ausschluß der Oeffentlichkeit. Der Präsident verkündete sodann den Gerichtsbeschluß, daß die Deffentlichkeit wegen Gefährdung der Staatssicherheit während der ganzen Dauer des Prozesses ausgeschlossen sei. Wie verlautet, handelt es sich in diesem Prozesse um die Verbreitung anarchistischer Druckschriften. Versammlungen. Gegen den Reichstags. Abgeordneten Stadthagen war In faft zwölfftündiger Sihung verhandelte gestern die wegen einer Rede, die er am 12. Januar in der Bockbrauerei erste Straftammer des Landgerichts I gegen den Viehhändler über das Thema„ Giftbaum und Prostitution" gehalten hatte, August Greil und den Schlächtermeister Karl Gramm, von der Staatsanwaltschaft das Strafverfahren wegen Majestäts- welche einer großen Anzahl Betrügereien beschuldigt waren. beleidigung beantragt worden. Die Strafkammer lehnte den Die Angeklagten haben durch ihr Treiben besonders die MolkereiAntrag ab, die Staatsanwaltschaft erhob dagegen Beschwerde besitzer geschädigt. Sie kauften von denselben Fettkühe und erbeim Kammergericht, dasselbe trat jedoch dem Beschlusse der Straf- boten sich, dafür frischmilchende Kühe zu liefern. Wenn ein Der fozialdemokratische Agitationsverein für die Molkereibesitzer den Stall der Angeklagten betrat, wurde ihm Kreise Wittenberg, Schweinig, Zorgau und Polizeibericht. Am 1. d. Mts. Nachmittags erschoß sich eine Suh gezeigt, an welcher ein Kalb angebunden war, Lieben werda hielt am 1. Juli eine Versammlung ab, in E3 wurde von ben welcher feitens des provisorischen Vorstandes Genosse Grosche ein Klempnermeister in seiner Wohnung in der Neuen König- das von ihr geboren sein sollte. behauptet, daß die Kuh eine gute Milch über die Thätigkeit desselben Bericht erstattete. Gin der Verstraße. Abends wurde ein Fellhändler in seinem Geschäft in Angeklagten behauptet, daß die Kuh Der Pantstraße erhängt vorgefunden.- Abends fanden zwei kleine geberin fei, und wenn der Kaufluſtige sich davon übersammlung vorgelegtes Geschäftsordnungs- Statut erhielt die ZuBrände statt. zeugen wollte, schien es auch so zu sein. Nachdem der Rauf abstimmung derselben. Darauf schritt man zur Wahl des gesammten geschloffen war, entdeckte der neue Besitzer, daß er betrogen war. Borstandes, welche die Wiederwahl des bisher provisorischen Die Ruh hatte überhaupt nicht gekalbt, denn die Merkmale, welche Vorstandes ergab. Derselbe feßt sich folgendermaßen zusammen: nach einem solchen Ereigniß zurückzubleiben pflegen, waren fünft Grosche, 1. Vorsitzender; Lohse, 2. Vorsitzender; ange, lich hergestellt. Die Kub gab nur äußerst wenig oder gar feine 1. Raffirer; 3ander I, 2. Kassirer; Deutsch, 1. Schrift Milch; wenn die Probe günstig ausgefallen war, so tam es führer; 8ander II, 2. Schriftführer; Claus, Beifizer. Zu daher, weil die Kuh längere Zeit vor der Probe nicht gemolten Revisoren wählte man Große und Weiland. Greffe worden war. Durch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß verwies dann die Anwesenden auf den Aufruf der AgitationsIm Prozeß Heinze verlas gestern bei Beginn der Sigung Die Angeklagten in außerordentlich raffinirter Weise gehandelt kommission für die Provinzen Sachsen und Anhalt, welcher in und nachdem die Beweisaufnahme definitiv geschlossen worden hatten, und wurde Greil zu zwei Jahren, Gramm zu der Nummer des„ Vorwärts" vom 1. Juli abgedruckt ist. Die iſt. war, der Vorsitzende die den Geschworenen vorzulegenden Schuld- anderthalb Jahren Gefängniß verurtheilt. in diesen Provinzen wohnenden und hier arbeitenden Genossen fragen. Nach denselben hatten die Geschworenen durch ihr Verdikt zu entscheiden, ob der Töpfer Gotthilf Rudolf Hermann Heinze und dessen Ehefrau Anna Johanna Sophie Dorothea immer neue Nachahmer. Gestern wurde der 25 jährige Weber blattvertheilung betheiligen. Zur befferen Regelung der Agitation Die Kantionsschwindler finden troß aller Bestrafungen möchten sich zahlreich an der demnächst in den Kreisen Wittenberg, Schweinig, Torgau und Liebenwerda vorzunehmenden FlugHeinze geb. Will schuldig seien, am 27. September 1887 durch Martin Bienert der 2. Straffammer vorgeführt. Im Herbste zwei selbständige Handlungen einen schweren Diebstahl versucht vorigen Jahres wanderte der Angeklagte aus Desterreich hier sei es nothwendig, daß sie ihm ihre Adresse angäben.( Seine und gemeinschaftlich mit einander und mit Anderen bei Unter- ein. Er fand Beschäftigung als Schreiber in einem hiesigen Wohnung ist Solmsstr. 5; Hof 1 Tr.) Auch für Geld müßte nehmung einer strafbaren Handlung, um ein der Ausführung Stellenvermittelungs- Bureau. Nachdem er hier furze Zeit Sorge getragen werden. Sammelmaterial fönne man von ihm derselben entgegentretendes Hinderniß zu beseitigen oder gearbeitet, verband er sich mit dem Arbeiter Witte, um gemein um sich der Ergreifung auf frischer That zu entziehen, fchaftlich ein selbständiges Geschäft zu gründen. Er spiegelte dem Der Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und vorfäßlich einen Menschen getödtet zu haben. Staats- Witte vor, daß er demnächst ein Erbtheil ausbezahlt erhalten Umgegend hielt am 19. Juni feine regelmäßige Monatsanwalt unger gab, äußerem Vernehmen nach, in einem würde und veranlaßte denselben dadurch, 30 Mart versammlung ab. Dieselbe erfreute sich eines sehr regen Besuchs. zweistündigen Plaidoyer den Geschworenen ein anschauliches in das Geschäft einzuschießen. Bei einem Restaurateur Nach einem mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrage des Bild von den Ergebnissen der Beweisaufnahme, von den in der Oranienstraße wurde eine Stube gemiethet und dann Genossen Lothar wurden die Herren Schröter als Beifizer, Vorgängen in der Mordnacht und den Ereignissen in der Be- annoncirt, daß sie Stellensuchende unterbringen könnten. Die Wiesdefeld als Revisor und John und Göde in die Kontrollhaufung der Angeklagten und kam zu dem Schluffe, daß die An- fich Meldenden mußten drei Mark Einschreibegeld zahlen und kommission gewählt. Hierauf traten vier neue Vereine dem geklagten vollständig überführt erschienen, an der Todtung des erhielten dafür den Nachweis solcher Stellen, welche schon in Bunde bei. Die Versammlung endete mit einem dreifachen Nachtwächters Braun betheiligt gewesen zu sein. Dennoch den Zeitungen ausgeschrieben waren und wobei eine Vermitte- Hoch auf den Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und fonnte nach der ganzen Sachlage der Staatsanwalt den Ge- lung" somit völlig überflüssig war. Witte trat bald wieder aus, umgegend. schworenen nur anheimgeben, nur die Frage des Todtfchlages, nachdem ihm das Unsolide des Geschäfts flar geworden. Nun bekommen. nicht aber des Mordes zu bejahen. Staatsanwalt Fiedler arbeitete der Angeklagte auf eigene Hand. Er engagirte in furzer Der Verein der Filzschuh- Arbeiter hörte am 27. Juni behandelte in seinem Plaidoyer besonders die Verdachts- Aufeinanderfolge vier Schreiber, denen er Kautionen in Höhe mit großem Interesse einen Vortrag über den Kampf ums Dasein. momente, die gegen Heinze in den Aeußerungen desselben von 50 bis 100 m. abnahm. Das Geld verbrauchte er für sich, Unter Bereinsangelegenheiten wurde das Verhalten der Kollegen im Gefängnisse liegen. Die beiden Vertheidiger, Rechts- völlig mittellos wie er war, fonnte er es feinem seiner Angestellten der Fabriken von Hinge, Müller und Schlißweg und Goldmann Dr. Coßmann vertraten ersetzen. Der Gerichtshof belegte ihn mit einer Gefängnißgetadelt. Am 16. Juli findet im Bittoria- Part das Sommerfest dagegen in ihren gleichfalls sehr eingehenden Plaidoyers den strafe von anderthalb Jahren. statt, es wird um regen Besuch gebeten. Standpunkt, daß das Dunkel, welches die graufige That so lange anwalt Dr. Ballien und etwas war, Zeit umgeben habe, auch durch die wiederholte sorgsame Ber Leipzig, 30. Juni.( Reichsgericht.) Der Redakteur Pankow. Am 26. Juni fand hier im neuerbauten handlung nicht gehoben sei und die gegen die Angeklagten vor- der Freien Presse" in Elberfeld, Herr Nitolaus Lingweiler, Borchardt'schen Vereinshaus die erste Boltsversammlung liegenden Berdachtsmomente nicht ausreichen, um den Ge- stand heute wiederum vor dem ersten Straffenat des Reich 3 statt. Dieselbe war gut besucht. Fräulein Ottilie Baader schworenen die positive Ueberzeugung von der Schuld der An- gerichts. Vom Landgericht Elberfeld ist derselbe am 29. April sprach unter regem Beifall über das Thema„ Die Frau und der geklagten beizubringen. wegen Beleidigung des Amtsmanns von Krog zu Langerfelde Sozialismus". Darauf erstattete Genosse Bilz den Bericht der Die Reden der Vertheidiger behnten sich bis 7 Uhr aus, zu einer Zufaystrafe von 14 Tagen zu der Gefängnißstrafe ver- Lokalkommission von Pankow. Zu diesem Punkt war die Berliner dann gab der Präsident die Rechtsbelehrung an der Hand der urtheilt worden, welche er zur Zeit verbüßt. Am 13. Sep- Lokalkommission( und deren Vorsitzender Wernau sogar brieflich) gestellten sieben Schuldfragen. Vorher erklärte Heinze, noch tember v. J. hatte er in dem obengenannten Blatte einen öffentlich eingeladen worden, jedoch nicht erschienen. Aus dem einmal zum Worte verstattet, daß er sich auf sein Recht" ver- Artikel, der ihm übersandt worden zum Abdruck Bericht war zu entnehmen, daß abgesehen von Cristann„ Bum laffe. Frau Heinze versicherte mit erhobener Stimme, daß gebracht, welcher mit der Ueberschrift:" Zweierlei Staats- Thürmchen" und" Borchardts Vereinshaus" in Pankow und sie unschuldig sei; sie würde es ja sagen, wenn fie bürger oder nicht?" versehen war und sich mit der Schönhausen den Arbeitern kein Lokal zu Versammlungen zur Es war darin gefagt, Verfügung steht. Der Referent führte an, daß gerade die Berliner von der That wüßte, denn sie lebe ja doch Perfon des Herrn von K. befaßte. nicht mehr lange und würde das Zuchthaus ja ruhig daß Herr von K. aus Anlaß einer stattgehabten Schlägerei sich Arbeiter in jenen Orten ausschlaggebend find, aber die Sperre illusorisch hinnehmen". Um 9 Uhr war die Berathung der Geschworenen Beugen nennen ließ, daß er aber hierbei sich geweigert habe, machen, kam dann zu der Differenz mit der Berliner Lokalbeendet. Ihr Verdift ging auf Schuldig der Körperverlegung etwa zehn Personen als Beugen anzunehmen, weil diefelben kommiffion, verlas den an den Vorwärts" gerichtet gewesenen mit tödtlichem Erfolge, worauf der Staatsanwalt gegen Heinze Sozialdemokraten seien. Des Weiteren war dann gesagt:" Wir Artikel, welcher die oben angeführten Fälle behandelte und von 15 Jahre, gegen Frau Heinze 10 Jahre Zuchthaus beantragte. bewundern die Gefeßeskunde des Herrn Amtmanns. Wir er- der Redaktion an die Berliner Lokalkommission zur BerüdUm 10 Uhr publizirte der Gerichtshof das Erkenntniß dahin: innern uns, in der preußischen Verfassung den Satz gelesen zu fichtigung überwiesen wurde, und rügte, daß dann sämmtliche Das Verbrechen, über welches die Herren Geschworenen ihren haben: Vor dem Gefeße sind alle Bürger gleich. Wir glauben, in Schönhausen gesperrte Lokale im Vorwärts" als zu Wahrspruch abgegeben haben, ist nach Ansicht des Gerichts- daß Herr von R. lieber den Satz in der Verfassung fähe: Die empfehlen bezeichnet waren, und zwar Freitag vor Pfingsten, was hofes ein so ruchloses, wie es wohl selten in den Annalen jenigen Staatsbürger, die nicht adlig find, haben überhaupt hier Entrüstung genug hervorgerufen habe. Daß nun das ers einer Großstadt vorkommt. Ein Wächter der öffentlichen feine Rechte." Die Beweisaufnahme hat, wie das Gericht wähnte Schreiben, welches unter dieser Einwirtung allerdings Ordnung, der berufen ist, des Nachts für die Sicherheit der feststellte, nichts ergeben, was für die Wahrheit der etwas scharf ausgefallen sei, von Herrn Wernau mit einem unBürger zu sorgen, ist getödtet, ist törperlich so schwer verletzt vom Angeklagten verbreiteten Behauptung spräche. spräche. Herr parlamentarischen Ausdruck bezeichnet worden ist, welcher Ausworden, daß der Tod eingetreten ist. Der Gesetzgeber muß sich v. R. hat als Beuge das ihm zur Last gelegte Verfahren bestritten, bruck troß mehrfachen Interpellirens nicht zurückgenommen wurde, irgend einen Fall gedacht haben, wo er das höchste Strafmaß er will nur einen mit Namen beschriebenen Bettel zurückgewiesen habe eben die Lokalkommission gezwungen, die Angelegenheit vor für gerechtfertigt erachtet. Der Gerichtshof ist mit dem Staats- haben, weil das Beweisthema dabei gefehlt habe. Bon Sozial- die Deffentlichkeit zu bringen, so wenig erfreulich das auch sei. anwalt der Ansicht, daß hier solcher Fall vorliegt und hat des- bemokraten will er nichts gesagt haben. Ein anderer Zeuge Die Versammlung theilte, nachdem sie die Angelegenheit besprochen halb den Angeklagten Heinze zu 16 Jahren Zuchtbaus Namens Korthaus bekundete zwar das Gegentheil, er erschien hatte, den Standpunkt der Pankower Lokalkommission durch Anverurtheilt. Frau Heinze ist der Beihilfe für schuldig befunden aber dem Gerichte nicht glaubwürdig, da Herr v. K. sicher nicht nahme folgender Resolution: worden, und sie hat der Gerichtshof aus denselben Gründen eine finnlose Aeußerung gethan habe. Dem Angeklagten wurde Die Voltsversammlung protestirt entschieden gegen das zu 10 Jahren Buchthaus verurtheilt. Mit Rücksicht indeß geglaubt, daß er die Behauptungen des Artikelschreibersfür Vorgehen der Berliner Lokalkommission, erklärt, daß das Schloß, Depeschen. Schönholz in unseren Bezirk und nicht in den 6. Wahlkreis ge-| Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Theater- und Bergnügungshört und verurtheilt das Empfehlen der Schönhauser gesperrten Theaterverein Concordia Zeughofstraße 8 bei Koch. verein Harletin, heute Nachmittag 5 Uhr bet Babe, Beughofftraße 8. Lokale im Vorwärts" durch die Lokalliste auf das Entschiedenste. Vergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bet Krüger. Die Versammlung erklärt fich ferner mit dem Vorgehen der Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung Linien( Depeschen des Bureau Herold.) Lokalkommission für Pankow und Umgegend vollständig einver- bo standen und protestirt energisch gegen die Bevormundung der Schleiermacherftr. 2. Tambour- und Bergnügungsverein Gut Heil, alle 14 Tage bet Wendt, Westfeld bei Babrze find infolge matter Wetter vier Bergleute Gleitvi, 2. Juli. Auf der Königin Louisen Grube in Vororte seitens der Berliner Lokalkommission." Gefang-, Turn- und gesellige Vereins. Montag. Gefelliger Verein erstickt. 3wiebelfische, Rigdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berlinerftraße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bet wiöring, Admiralstr. 18c. Geselliger Klub Namenlos, jeden Montag bei Abraham, Straßburgerstr. 5. Apostelfirche 7 b. Bitherflub Freiheitstlänge, jeden Montag Abend bei E. Franke, Pfeifentlub Felsen fest, Abends 9 Uhr, Graudenzerstraße 15, Restaurant Rauchflub Brüderlich fett, Abends 9-11 Uhr bet Willi Schmidt Wrangelstr. 141. Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelderstr. 27. Ruderverein Vorwärts Sigung am Montag, den 27. Juni, Abends 8% Uhr, bei Bodenberg, Kommandantenftr. 10/11. Gäfte willkommen. Diese Resolution wurde einstimmig angenommen. An Stelle der ausgetretenen Mitglieder der Lokalkommission wurden Grüneberg- Pankow und Rißmann- Schönhausen gewählt. Anfragen, die Lokale betreffend, sind zu senden an E. Bilz, Pantow, Schulzeftr. 15. " Herr Caspar, Geschäftsführer der Genossenschaftsbäckerei für Berlin und Umgegend, theilt uns bezüglich des Berichts über die am 28. Juni in Joel's Salon, Andreasstr. 24, stattgehabte Versammlung der Bäckereiarbeiter das Folgende mit: Es ist unwahr, daß ich jemals wegen Nahrungsmittelverfälschung bestraft bin und ist die gegentheilige Behauptung des Bäckergefellen Pfeiffer eine infame, auf persönlichem Haß beruhende Verleumbung." Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin 1. Mitglieder- Bersammlung am Montag, den 4. Juli, Grünerweg 29. Bortrag des Herrn P. Jahn. Freier Diskutir- Verein. Montag, Abends 8% Uhr, bet Leopold, Mart grafenftr. 88: Vortrag: Entstehung der Sozialdemokratie. Ortsverein Berlin 3 der Porzellan- und Glasmaler. Montag, den 4. Jult, Abends 9 Uhr, in Schultheiß' Brauerei Ausschant, Neue Jatobftraße 24/25: Versammlung. Tagesordnung: Diskussion über die AchtstundenBewegung. Arbeiter- Gefangverein„ Nord". Montag, den 4. Juli, Abends 9 uhr, bet titolay, Elifabethkirchstr. 14: Monats- Versammlung. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Verrückenmacher Berlins und Umgegend. Montag, den 4. Juli, Abends 10 Uhr, bei Philipp, Rofenthalerstr. 38: Außerordentliche Mitglieder- Bersammlung. Verein Berliner Portiers und Berufsgenoffen( gegr. 1885). Montag, den 4. Juli, Abend 9 Uhr, Martgrafenftr. 87 bei Weigt: General- Versamm fung. Staffenbericht. Wahl des 2. Borsigenden und des Stellenvermittlers. Bereinsabzeichen find anzulegen. Dreißig. 193 Vermischtes. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) London, 2. Juli. In Waterford kam es in der vergangenen Nacht zu einem ernsten Konflikt. Die Anhänger des parnellitischen Kandidaten John Redmond stürmten das Versammlungslokal der Anhänger des antiparnellitischen Kandidaten Sheehy. Letzterer wurde dabei mehrfach verwundet; sein Zustand soll besorgnißerregend sein. Paris, 2. Juli. Eine bei dem Kolonialamte eingelaufene Depesche meldet, daß der Unternehmer des Bahnbaues von Langson von chinesischen Arbeitern entführt worden sei. Lille, 2. Juli. Rittmeister Nercy vom 19. Regiment be rittener Jäger, welcher in Uniform in einer Sozialistenversammlung erklärte, seine Schwadron würde sich weigern, gegen Streifende zu marschiren, ist kassirt worden. Paris, 2. Juli. Die Deputirtenkammer beschloß den Antrag Cluferet betreffend die Unterdrückung des Duells in Erwägung auf Grube Ramphausen( Saarrevier) zwei verheirathete zu ziehen. Durch Sturz in den Schacht während der Arbeit haben Bergleute das Leben eingebüßt. Entschädigung eines unschuldig Verurtheilten. Aus Stuttgart schreibt man: Auf Antrag des Justizministers hat der König dem Bäckergesellen Pius Entreß von Rottenburg, der vom Landgericht Rottweil irrthümlich wegen Diebstahls zu 4 Jahren und 14 Tagen Zuchthaus verurtheilt worden war und neun Monate dieser Strafe unschuldig verbüßte, aus dem Gratialienfonds eine Entschädigung von eintausend Mart zugewiesen. Wieder eine Hinrichtung! In Neiße wurde am Sonnabend der Bauerngutsbesitzer Ludwig enthauptet, welcher eines seiner Dienstmädchen ermordet hatte. In Dresden starb am 25. Juni der Gesangslehrer Profeffor Gustav Scharfe. Er war am 11. September 1835 zu Grimma geboren, hatte seine Studien bei Pögner in Leipzig und Garcia in London vollendet und wirkte elf Jahre hindurch an der Dresdener Hofsoper, nebenbei im Konzertgefang. Seit 1874 war er als Lehrer am Dresdener Konservatorium angestellt. Von seinen zahlreichen Schülern ist Emil Göhe der beSchuhmacher! Deffentliche Versammlung Montag, den 4. Sult, Abends 8% Uhr, bet Gratwett, Stommandantenstr. 77-79( oberer Saal): Vortrag über Kapital und Arbeit. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, 3. Juli, Morgens 10 Uhr: Borstands- Sigung im Restaurant von Landsmann W. Boß, Holzmarktstr. 61. Nachmittags 4 Uhr: Sizung mit Damen in Wannfee, Hestaurant Beelitzhof. Fachverein der Tischler. Versammlung am 4. Juli cr., Abends s uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Die Zahlstellen befinden sich in den folgenden otalen: 1. Friedrichsbergerstraße 25, bei Schmidt, 2. Staligerstraße 107, bet Kunstmann, 3. Bellealltanceplay 6 bet Silfcher, 4. Schwebterstr. 44 bet Thierbach, rühmteste geworden. 5. Schleiermacher- und Gneisenaustraßen- Ecke bei Scheuer, 6. Steinmetzftr. 57 bei Lindow, 7. Dresdenerstraße 116, 8. Lübeckerstraße 41 bei Matthias, Gut abgeführt hat Dr. Sig! die bismärckernden Studenten. 9. Breslauerstraße 27 bet Tempel, 10. Rirdorf, Bergstr. 7, bet Duschet, Er schreibt in seinem Bayrischen Vaterland":„ Ein deutscher 11. Fennftr. 5 bet Strüger, 12. Görliger- und Sorauerstraßen- Ede, 13. Weißen- Student, der Schnauzigkeit nach wendischer Abkunft, schickt uns fee: Bölter- und Charlottenstraßen- Ecke bei klebs, 14. Trescom- u. Dieben eine langmächtige Entrüstungsepistel, in der er meint, als deutsche hofenerstraßen- Ede bei G. Schmidt, 15. Walter, Babstraße Nr. 23. Der Arbeitsnachweis befindet sich Wallstraße 7-8 und ist von 8 Uhr morgens bis Studenten hätten sie damit, daß sie den Kanzler ehrten und ihm 7 Uhr Abends, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12-3 lihr, geöffnet. einen Fackelzug brachten, gethan, was sie dem großen Manne Die Arbeitsvermittlung geschieht unentgeltlich. Sie sind auch größtentheils noch Alles schuldig, Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Armin- schuldig waren. hallen, Kommandantenstr. 20: Unterricht in der Nationalötonomie.. Montag was fie gethan haben, aber nicht Bismarck, sondern den Abends 8%-10% Uhr: Süd- Schule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Mufitern, Kutschern und Fackellieferanten." Deutsch( oberes): Süd- Ostschule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Rechnen; Dft- Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Buchführung; NordPastor Georg Brengst aus Spreewiß, Kreis HoyersSule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Buchführung. In allen Lehr- werda, der wegen im Mai begangener erheblicher Amtsunterfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler schlagungen flüchtig und steckbrieflich verfolgt wurde, ist nach und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Sonntage. Mar der Magdeburger Btg." in Wien verhaftet und in das Görlizer Kayfer, Nachmittags 3 Uhr, Schneetoppe, Nofitzftr. 29. Gerichtsgefängniß eingeliefert worden. mann. bet Blant. ftraße 41. 1 West. Wegen Majestätsbeleidigung wurde in Forst der Arbeiter Ernst Klee aus Berge in nicht öffentlicher Verhandlung zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. " Briefkaffen der Redaktion. Mehrere Barbiere. Das Barbiergeschäft fällt unseres Grachtens nicht unter das Handelsgewerbe." B. A., Bb. und eine ganze Anzahl anderer Frage steller betreffs der Sonntagsruhe: Die allgemeinen Bestimmingen über die Sonntagsruhe, welche wir veröffentlicht haben, gelten auch für Sie. . G. In solchen Angelegenheiten müssen Sie persön lich zum Rechtsanwalt gehen. J. N. Friedrichstraße. Sie sehen, in wie raffinirter.Weise manche Blätter auf den Abonnentenfang gehen. K. S., Strehlen in Schlesien. Berlin N., Müllerstraße Nr. 34/35. Verein der Filzschuh- Arbeiter und Interessenverein der Riftenmacher. In den Versammlungsberichten fehlte die Angabe der Verfasser derselben. Bitten, diese Angaben fünftig nicht zu unterlassen. C. K., M. Die Notiz betraf weder Ihren Ort noch den von Ihnen Genannten. 2. 100. Wenn es Sie so sehr gelüftet, den Polizeispitzel zu machen, brauchen Sie sich wenigstens nicht bei uns Raths zu erholen. Effig 7. Beschwerde wird kaum helfen. Sie können es auf Entscheidung des Schöffengerichts ankommen lassen, doch ist es nicht sicher, ob es Ihnen helfen wird. E. 43. Wie lange Ausschreier auf einer Stelle halten dürfen, wenn sie nicht verkaufen, ob sie die Erlaubniß haben, auf der Straße ihre Waaren auszuschreien u. f. w., fragen Sie. Wir mögen Herrn Eugen Richter teine Ronkurrenz machen, dessen Reffort es ist, wo es sich um fleine Belästigungen im Straßenverkehr handelt, für die Polizei die Mücken zu seihen, während er die größten Bourgeois- Elephanten verschluckt. . 14. Ob Jhre Kündigung verspätet ist, tönnen wir Ihnen nicht sagen, menn wir nicht Ihren Miethsvertrag kennen. H. K. 92. Eine Strafe, die verbüßt worden ist, die Verjährung fommt nur in Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein ber las arbeiter zu Stralau„ Borwärts 7" Rummelsburg, bei BorgArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Das spurlose Verschwinden eines mit Dynamit be9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norddeutsche Schleife, Naunynftr. 86 bei Bubeil. Siederluft, Fichtestr. 29 bet trösche. ladenen Schiffes erregt in Antwerpen lebhafte Unruhe. Siebertafel der Waler und verw. Berufsgen. Annenstraße 14 Im November v. J. flog das französische Schiff Pilote II" in fann nicht verjähren; bet Ghrenberg. Moabiter 2iedertafel, Arminiushallen. die Luft, nachdem es kurz vorher seine in Dynamit bestehende Betracht in Bezug auf eine nicht verbüßte Strafe. Wenn Harmonie 2 Landsbergerstraße Nr. 31 bei Musehold. Zonblüthe, zur Bekleidung öffentlicher Aemter Görligerstr. 58 bet Toltsdorf. Blüthe, Brenzlauer- Allee 26 bei Niedel. Ladung unterhalb Antwerpens gelöscht hatte. Nach der damaligen nicht auf Unfähigkeit ift, steht Ihrer Ihrer Anstellung nichts entgegen. Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte Schönhauser Erklärung der Sachverständigen war die Explosion dadurch herbei- erkannt Straße Nr. 43 bei Reimann. Morgenroth 2, Charlottenburg geführt worden, daß das Seewasser in einige Kisten mit Dynamit Das Polizeipräsidium kann auch im Führungsattest Notiz nehmen Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80.- Gängergruß, Friedrichshagen Froh' Hoffnung der Zimmerer Berlin eingedrungen war und das letztere in Nitroglyzerin verwandelt von außerhalb Berlin zu ihrer Kenntniß gelangten BorGleichheit. appel- Allee 3-4 bet trufe. yra 2, Gharlotten hatte, welches sich alsdann in die Schiffsräume ergoß und dort kommnissen. burg, Charlottenburger- ufer sb bet Benzin. Sangerhain, Reichen durch irgend einen Zufall explodirte. Die vorher gelöschte Männer in der Blouse. Die Mittheilungen, die Sie uns bergerstr. 21 bet Payhold. Lotosblume, Kleine Sturstraße 10 bei Kanzow. Ladung des Pilote II" hatte man später an Bord des englischen machen, entziehen sich für uns jeder Kontrolle in Beziehung auf Stebesfreiheit II, Straußberg, im Restaurant Krüger. Frohe Hoffnung( der Simmerer Berlin Weft), Kulmiftraße 36 bet Schiffes Victoria Bay" gebracht, welches dieselbe nach einem ihre Richtigkeit. Nicht einmal Zeit und Ort find angegeben. Raumann. Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bet Schneider. Der Kapitän der P. 100. Die Ansprüche aus dem Versicherungsverhältnisse elfenburg, stoppenftr. 43c. Brüder saft( Hausdiener), Fischer- afrikanischen Hafen transportiren sollte. Sangesblüthen, ,, Victoria Bay" hatte sich damals gegen das Einladen von erlöschen erst, wenn während 4 aufeinander folgender KalenderSub- Dit 2, Cuvryftr. 48, bet Geibler. Roppenftr. 35, bet teller. Arbeiter Gefangverein" Freiheit 2", Adlershof, einigen 60 Riften mit Dynamit anfangs entschieden gesträubt, da jahre für weniger als insgesammt 47 Beitragswochen Beiträge bet Albrecht. dieselben Spuren von Feuchtigkeit zeigten, aber dem Zureden der auf Grund des Versicherungsverhältnisses oder freiwillig entSund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Spediteure hatte er schließlich nachgegeben, und das scheint für richtet sind. Giner polizeilichen Anmeldung der Arbeitslosigkeit richten an Mar Geng, Berlin N. Belforterstr. 26, 1 Tr) Sonntag: das Schiff und seine ganze Befagung verhängnißvoll geworden bedarf es nicht. Theaterverein Boruffia bei Odert, Beughofstraße 8. Geselliger Verein zu sein, denn bis heute hat man nichts mehr von der Victoria G. 43. Es kommt darauf an, ob der Verwalter das betr. Neue Welt bei Strohschänt, Ryteftr. 48.- Theater- und Bergnügungsberein Elmenhorst bet ftrüger, Dresdenerftr. 105( vor dem 1. und 15. jeden Bay" vernommen, obwohl dieselbe bereits im Dezember v. J. Verbot in den von Ihnen bereits unterschriebenen Kontrakt ohne Monats).Zurnverein Fichte", Bichtenberg, Schölzel's Seeschlößchen( Sum den Antwerpener Hafen verlassen hat. Dagegen berichtete schon Ihre Zustimmung hineingeschrieben hat; in diesem Falle gilt das hungrigen Wolf"). Nachmittags von 4-6 Uhr: Boltsthümliches Turnen. im Januar d. J. ein englischer Kapitän, daß er auf offenem Verbot überhaupt nicht. Anderenfalles würden Sie sich durch den Theaterverein" Barzantria" bei Hartmann, Danziger- und Hagenauer Meere einen gewaltigen Knall gehört hätte, ohne daß er jedoch Verkauf von faurer Milch der Gefahr der Exmission aussehen. Straßen- Ecte. P. H. Wenn der Kündigungsbrief am 28. d. M. in den Tambourverein Ruf bet Sperling, Inselstr. 1( Sigung nach dem 1. im Stande gewesen wäre, die Ursachen desselben zu entdecken. und 15). Turnverein Fichte, von 4-6 Uhr in Schölzel's Seeschlößchen Das Schiff fcheint daher infolge einer Explosion untergegangen Händen des Wirthes gewesen ist, so ist die Kündigung rechtzeitig. ( Hungriger Wolf), in Lichtenberg. zu sein, welche auf eine ähnliche Ursache wie bei der Explosion Doch ist die Ansicht der Gerichte hierüber ziemlich schwankend, Rauchflub Blaue Quasie, Mücke, Wöhlerstr. 2. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. auf dem Pilote II." zurückzuführen sein dürfte.( Franks. 3tg.") sodaß der Ausgang des Prozesses nicht mit Bestimmtheit vorausMontag: Theaterverein Proletariat bei Köhn, Naunynstr. 83. Neue Ueberschwemmungen haben am oberen Guadal- gesagt werden kann. Theaterverein Louisenstädtischer Sumor, Manteuffelstr. 9 bei Schröder. quivir stattgefunden; Sevilla ist von Neuem bedroht. Stürme W. D., Steinmetzstraße. Das brauchen Sie nicht zu be Rauchflub Blaue Quast e, Wöhlertstr. 2 bei Mücke. Privat- Theatergesellschaft uftfpiel, Gisenbahnstr. 20 bei Stegmund. zahlen. Lassen Sie es auf die Klage anfommen. Bergnügungsrichten großen Schaden an. verein Alpenvet Ichen, Strausbergergerstr. 3 bet Birts. 1 Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theater gefellschaft Walhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Lautenbach, Cuvryftraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden Parteigenossen, " Bierverlag. 2. G., Bromberg. Uns sind die Bromberger Polizeiverordnungen über die Polizeistunde nicht bekannt; wir können Ihnen daher keine Auskunft ertheilen. 2615L Todes- Anzeige. verstorben ist. 2682L Die Beerdigung findet Dienstag, den 5. Juli, Nachmittags 8 Uhr, vom Krantenhaus Urban nach dem ThomasKirchhof statt. Wir empfehlen hierdurch unsere vorzüglichen, vermittelst neuester Allen Freunden und Genossen die Maschinen und durch Kohlensäure abgezogenen Biere, wie nachstehend( durch traurige Mittheilung, daß mein lieber Wagen frei Haus): 30 1. Lagerbier 10 3 M., 30 l. Franziskaner Mann, der Restaurateur( fr. Tischler) 4/10 3., 30 l. Pilsenerbier 4/10 3., 30 I. Exportbier Paul Walter 4/10 3., 30 F1. Münchener Union 4/10 3. Werkstätten, Vereine 2c. Telephon: Aunt 8 Nr. 2678. Bierdruck- Apparat ist sehr billig Mariannenstraße 16, 3 Tr. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, 87/4 Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Count. 8-10 Wohnungen zu 55, 60 854 b beren Frauen oder Töchter, sonstige Anverwandte oder Bekannte in der Blumen, Putfeder- oder Berlbranche thätig sind, und denen das Gedeihen haben größeren Rabatt. Hochachtungsvoll Rott& Zschack, W., Nollendorfstr. 23 diefer Organisation am Herzen liegt, werden ersucht, behufs Verbreitung von Flugblättern( Rlarlegung der Verhältnisse und Bekanntmachung von drei in Der nächsten Zeit stattfindenden öffentlichen Versammlungen) ihre Adresse an zu verkaufen. Waldemar Müller, ben Unterzeichneten einzusenden. Genossen, Ihr habt weiter nichts zu thun, als die Euch zugesandten Flugblätter an die Euch bekannten Arbeiterinnen Dieser Branche abzugeben, welche sie dann an ihre Kolleginnen weiter befördern. Also zögere Niemand seine Adresse einzufenden an Wilhelm Jäger, Rigdorf, Herrmannstraße 34. Neue Männerchöre von O. Suchsdorf( Frodschus). a) Arm und Reich( mit I. Baßsolo); den Arbeitern aller Länder gewidmet. Bart. 30 Pf., St. 10 Pf. 900b b) Abendtrost( leichtes Ständchenlied); Partitur 10 Pf., Stimme 5 Pf. Jm Selbstverlage des Komponisten: Berlin N, Hochstraße 29. Gegen Ginsendung des Betrages umgeh. Frankogusendung. am OranienZahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, burger Thor. Künstliche Zähne von 2 M. an, Plomben von 1,50 M. an, Schmerzloses Zahnziehen| M. Kassenmitglieder zahlen Kassenpreise. Bon 8 M. 4 M. an 2675L Billigſte Bezugs- eiserne eiferne Bettstellen quelle für und Matrahen. Fabrik von Detail- Verkauf nur E. Sass, Köpenickerstr. 127, of pt. Illuftrirte Preiskourante gratis u. franto. Nach Außerhalb von 30 M. ab bahnfrei. Freundliche Hof. Stube u. 35. en u. Küche, Neue Hochstr. Wohnungen, 2 Alle mit separatem Corridor. Prächtige 65 Thlr. Hennigsdorfer traße 24 bei Berning. Zahnz., Nervt. Süss, Schmerzloses Falckensteinstr. 22. Das Elend der Philosophie. Antwort auf Unserem Freunde und Genossen Hermann Nüdieger zum heutigen Wiegenfest ein donnerndes Hoch. 895b Die rothe 3 Berlin I. Dem Oberstichler Otto Bauer zum heutigen Tage ein donnerndes Hoch! Bleiben wir man schon bei derselben Nummer. 892b Nur 1 Mark. Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Ein ziehung von Forderungen. Pollak, jezt Blumenstr.19 IIr. Auch Sonntags Kranzbinderei und BlumenHandlung 1790 Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß unser einzig geliebter Sohn Hermann Scherkowski im Alter von 6 Jahren an einer BauchfellEntzündung am 30. Juni verstorben ist. Die Beerdigung findet am 3. Juli, Nachm. 4 Uhr, vom Krankenhause am Urban nach dem Begräbnißplatz der Freien Gemeinde, Pappel- Adee, statt. 8856 Proudhon's" Philosophie des Elends" von J. Meyer, Wienerstr. 1( nur dort) zwölfstünd. Arbeitszeit u. Sonntagsruhe von Karl Marx. Deutsch von Eduard Bernstein und Karl Kautsky. Mit Vorwort und Noten von Fr. Engels. Preis broschirt 1,50 M., gebunden 2 M. Das Werk ift unentbehrlich für Jeden, der ben wissenschaftlichen Sozialismus studiren will. Telephon Amt 9, 9482, Ein fast neuer dreirädr. Kinderwagen Die betrübten Eltern. Warum fann ich größeres Brot liefern als alle Konkurrenten, troßdem ich für meine Gesellen zehn- bis durchgeführt habe? Hier die Antwort: 1. Außergewöhnlich großer Umsatz, es wird in meinen Bäckereien, wochentägl. ist z. verk. b. Schumann, Rüdersdorfer- ununterbrochen, Tag und Nacht mit Abstraße 42, H. 4 Tr. lösung der Gefellen, gebacken. 2. Keine Bierlofal m. gr. Kellerei, a. z. Schlächt. hochbefoldeten Beamten, Kassirer 2c., paff., fof. z. vk. Weidenweg 101, Rühnel, sondern nur werkthätiges Personal. 3. Keine Borg- und Rabattwirthschaft. Kinderwagen. Andreasstr.23.5.p. leinster Nußen. Größtes Lager Berlins 4. Rein Zwischenhandel. 5. Denkbar Albrecht's Bäckerei, Wrangelstr. 8, Langestr. 26, Falkensteinstr. 28. 904b 2644L Schlosserei bill. z. vt. Rathenowerstr. 50. 26762 Gr. Sommerfest veranstaltet von den Parteigenossen des V. Berl. ReichstagsWahlkreises am Sonntag, den 10. Juli, in der Brauerei Friedrichshain am Königsthor. Gr. Instrumental- Konzert u. Gesangsvorträge lettere ausgeführt von mehreren Gesangvereinen( M. b. Arb.-S.). WEF Verschiedene Volksbeluftigungen und Kegelschieben. Abends: Kinder- Fackelpolonaise. Im Saale von 7 Uhr ab: Großer Ball. Entree 25 Pf. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen u. bei den Komiteemitgliedern Fritz Berndt, N. Schönhauserstr. 18; Fr. Krüger, Hirtenstr. 10( Destillation); Rob. Drescher, Linienstr. 50, zu haben. Das Komitee. 382/18 Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein [ Zentral- Kranken- u. Sterbekasse für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. d. deutschen Senefelder Bundes. General- Versammlung ( E. H.) Verwaltungstelle Berlin. Dienstag, den 5. Juli, Abends 9 Uhr, am Dienstag, den 5. Juli cr., Abends 8 Uhr, bei W. Gründet, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Dresdenerstraße 116. Zages Ordnung: 1. Bericht des Kassirers. 2. Bericht des Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten. 2. Bericht des Borstandes. 3. Vortrag. Der Vorstand. Achtung, 3. Wahlkreis. Sonnabend, den 16. Juli, Nachmittags 4 Uhr, findet in der Neuen Welt" ein großes Sommerfest statt. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Die Vertrauensleute. [ 399/16] Ordentliche( Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Generalversammlungs- Angelegen= heiten, insbesondere Wahl der Abgeordneten. 287/13 Für die Verwaltung: Paul Möhring. Kranken- Unterstügungsbund der Schneider. Achtung! Maurer. Achtung! Mitgliederversammlung Donnerstag, den 7. Juli, Abends 8 Uhr: Königsbank, Grosse Frankfurter Strasse No. 117. Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Sonntag, den 10. Juli 1892: II. Stiftungs- Fest des Vereins Dentscher Schuhmacher bestehend Berlins und Umgegend im Lokale des Herrn Brochnow( früher Orschel), Sebaftianstraße 39. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers. 2. Ergänzungswahl der RechtsschutzKommission und der Revisoren. 3. Regelung der Restanten- Lifte. 4. Vortrag über die Maurerbewegung früher und jetzt. 5. Verschiedenes. Maurer, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Es ladet alle Mitglieder zu dieser Versammlung dringend ein [ 428/13] Der Vorstand. defend in Vocal- u. Instrumental- Concert Zentralverband deutscher Maurer. ausgeführt von Unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Kornblume", Mitglied des ArbeiterSängerbundes, unter Leitung seines Dirigenten Herrn F. Patschan. Die Festrede hält der Reichstags= Abgeordnete Genosse Wilhelm Liebknecht. Im Saale: Großer Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Eröffnung 2 Uhr. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Programme find zu haben im Verkehrslokal bei Herrn Gründer, Dresdenerstr. 116, und bei den Kollegen Papte, Manteuffelstr. 31, Keller; Zahlstelle Berlin II. Mitglieder- Versammlung am Mittwoch, 6. Juli, Abends 8 Uhr, Inselstr. 10. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Rollegen Bömelburg aus Hamburg. 2. Diskussion. bandstag. 5. Abrechnung vom 2. Quartal. 6. Verschiedenes. 3. Besprechung über die Lohnbewegung. 4. Wahl der Delegirten zum BerMitgliedsbuch legitimirt. Das Erscheinen aller Mitglieder ist noth wendig. Die örtliche Verwaltung. 382/9 3.& Leif der Schſteft. 11 II.;& ena, Augufifir 3a, Sof prt.; Kortet Unterstützungsverein der Maurer im Besten Berlins. Forsterstr. 7, Keller, und in allen mit Plataten belegten Zu zahlreichem Besuch ladet ein 294/6 Das Komitee. Mitglieder- Versammlung NB. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. am Montag, den 4. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Königshof, Bülowstraße 37. Fachverein der Tischler. Versammlung am Montag, den 4. Juli 1892, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: Das älteste Leben der Welt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. W Tages Ordnung: 1. Vortrag. Referent Herr Meyer- Hamburg. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal 1892. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen eines jeden Mitgliedes nothwendig. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 239/2 am Dienstag, den in Gratmeil' 3 Bierhallen,( unterer Saal rechts), Kommandantenstr. 77-79. Zages- Ordnung: Neuwahl der Delegirten zur General versammlung. Rassenangelegenheiten. ist, durch Abgabe seines Stimmaettels Da es Pflicht eines jeden Mitgliedes fammlung zu vertreten, so erwarten seine Meinung auf der Generalverwir eine rege Betheiligung aller Mitglieder in dieser Versammlung. NB. Wir verweisen auf das unter ,, Soziale Uebersicht" in heutiger Nummer Erschienene. Die Lokalverwaltung. Mitgliedsbuch legitimirt. 274/19 Graveure, Ciseleure! General- Bersammlung am Montag, den 4. Juli, Abends 81/2 Uhr. Tages- Ordnung: richte. 2. Anträge, betreffend Erniedri 1. Halbjahresrechnungen und Begung oder Erhöhung der Beiträge und des sängungswahl. Borstandes. 414/11 Genossenschaftsbuchdruderei Eingetragene Genossenschaft mit beSonntag, 31. Juli, Nachm. 6 Uhr, schränkter Haftpflicht' zu Solingen. im Lotale der Wwe. Melchior im Grashof zu Solingen: Ausserord. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Aufsichtsschaftsbuchdruckerei. Verband deutscher Zimmerlente. rathes über die Lage der GenoffenLokalverband Berlin. Versammlung Montag, den 18. Juli, im Elysium, Landsberger Allee 40: am Mittwoch, den 6. Juli, Abends 8%, Uhr, bei Feuerstein, Alte Jatobstr. 75. 413/9 12. Stiftungsfest des Fachvereins der Tischler. Billets à 25 Pf. find in allen Zahlstellen des Vereins zu haben. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorland. Deutscher Tischler- Verband. Bahlstelle Charlottenburg. Derlammlung am Montag, 4. Juli, Abends 71/2 Uhr, in der Gambrinus- Brauerei, Wallstraße 46 und Bismarckstraße 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen König. 2. Diskussion. 3. Die Mißstände der Weimann'schen Tischlerei, Englischestraße. Die Kollegen der genannten Fabrik werden ganz besonders eingeladen. 464/11 Die örtliche Verwaltung. J. 2.: A. Schnelle. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend, Montag, den 4. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die verschiedenen Lohnsysteme. Referent Theodor Glocke. 2. Distuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Das Sommerfest findet am Sonnabend, den 16. Juli, in der Brauerei Friedrichshain statt. 384/8 Berband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplägen Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Achtung! [ 458/7] Achtung! Allgem. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Große Versammlung Große am Dienstag, den 5. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Tages- Ordnung: 486/5 1. Vortrag von Frl. Baader über: Die Gleichberechtigung der Frau. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste willkommen. Zur Deckung der Untoften Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 3. Juli, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 77/79: Vortrag des Herrn Dr. Kantorowicz über:" Die Falb'schen Theorien". Nachher: Gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, fehr willkommen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Dienstag, den 5. Juli cr., Abends 8/2 Uhr, im obigen Lokale: 438/15 Außerordentliche General- Versammlung. 1. Raffenbericht. Tages Ordnung: 2. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 3. Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen werden alle Mitglieder gebeten, pünktlich zu erscheinen. Schriftliche Einladung erfolgt nicht. Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand. beſääſtigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutsglands. Arbeiter- Bildungsschule ( Ortsverwaltung Berlin 1.) Mitglieder- Versammlung am Montag, den 4. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Zages: Drdnung: 1. Vortrag des Herrn P. Ja hn. 2. Gewerkschaftliches. 3. Fragekasten. Die Kutscher in Holzbearbeitungsfabriken und Plazarbeiter sind freundlich eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 466/7 2. Die Entstehung der Bergischen Arbeiterstimme und die Uebergabe der felben an die Genossenschaft. 8. Die Funktionen des Aufsichtsrathes, des Vorstandes und des Personals der Genossenschaft. 425/9 Bemerkung: Verhältnisse halber mußte die auf den 24. Juli anberaumte Generalversammlung auf den oben angefesten Termin vertagt werden. Der Vorstand. Der Aufsichtsrath. Maler, Ladirer, Auftreicher! Filiale I, Ok. General- Versammlung am Dienstag, 5. Juli, Abends 8 Uhr, bei Henke, Blumenstr. 38, Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Vortrag. 3. Filialangelegenheit. 4. Verschiedenes. 213/18 Der Vorstand. Versammlung der Filiale der Wirker Berlins am Montag, 4. Juli, Abends 81/2 Uhr, in Feind's Salon, Weinstraße 11. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. Referent Dr. Pinn. 2. Diskussion. 884b 3. Die Verschmelzung der 3 Filialen. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. Fr. Kranken- u. Begräbnisskasse der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins. ( G. H. 27.) Montag, ben 18. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Lotal Fischer str. 25: Am Montag, den 4. Juli, Abends 8 Uhr, wird in dem Lokale General versammlung. Rofenthalerstr. 38, im großen Saale, Herr Dr. Pinn über: Die Ent wickelung des Feudalsystems und des Zunstwesens" sprechen, als Fortsetzung einer Reihe von Vorträgen über:" Die wichtigsten Epochen aus der Ge schichte." 488/11 - Gäste zahlen 10 Pf. Entree. Der Vorstand. Schwarzer Adler, Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee. Sonnabend, den 9. Juli d. Js. Verein der Plätterinnen und verw. Berufsg. Großes Sommerfest Dienstag, den 5. Juli, Abends 8 Uhr: Große Mitglieder- Versammlung in Paster's Salon, Heue Königstraße 7. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht. 4. Unser SommerVergnügen. 5. Verschiedenes. veranstaltet vom Arbeiter- Bildungsverein zu Friedrichsberg Zages- Drbnung: 1. Vierteljährlicher Raffenbericht. 2. Innere Angelegenheiten. 3. Diskussion über Aenderung des Statuts. 891b Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Empfehle den Vereinen u. Genossen meine Bilder, Sinnsprüche in SeidenChenille( eig. Fabrikat), Büsten( Coloffal), Mary u. Lassalle, 62 Zentim. hoch, Stocklaternen, Anschaffung von Saaldekoration 2c. 883b Max Richter, Berlin O., Grüner Weg 65. Welcher edle Parteifreund leiht einem jungen Genossen, tüchtigen Geschäfts mann, ein Darlehn zur Etablirung resp. Uebernahme eines Parteilofals. Gefl. Offerten sub C. K. 1869 an die Exped. dieses Blattes. unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Hoffnung I( Mitgl. des A.-S.-B.) sowie des Boltshumoristen Herrn Osang. Von 8 Uhr ab Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Entree 20 f. Anfang S hr. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen, sowie bei Weisfluck, Gürtelstr. 12; Kopp, Borhagenerstr. 20 und Schimke, Kronprinzenstr. 23a zu haben. Die Genossen Friedrichsbergs und Umgegend ladet zu reger Betheiligung Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Die Mitglieder werden gebeten, recht pünktlich und zahlreich zu er scheinen; namentlich sind die Plätterinnen der Firma Magnus Alsleben verpflichtet, in diefer für dieselben so überaus wichtigen Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. J. A.: Emil Möhring. 259/7 ein 906b 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 153. Ueber Friedenskongrese. Die letzte Nummer der von Frau Bertha v. Suttner herausgegebenen Zeitschrift:„ Die Waffen nieder", enthält folgende Korrespondenz: edlen Amsiz, Kreis Guben, 18. Mai 1892. Sonntag, den 3. Juli 1892. Prinz " 9. Jahrg. schaften und gleichzeitig Ihre mit deren Zielen so sympathisirenden Sehr richtig bemerken Sie, daß das Streben und Drängen Gesinnungen bekannt gegeben würden. Dadurch ist mir auch Ge- der Thoren und Higköpfe den Ausschlag gebe. Das geschieht legenheit geboten, meine Entgegnung anzufügen und auf diese aber nicht, weil sie Thoren sind, sondern weil sie drängen und Weise den Einwendungen zu begegnen, welche von gar ftreben, während die Besonnenen und Sachlichdenkenden sich in vielen Seiten erhoben werden und welche der Stärkung Schweigen hüllen. Es ist Zeit, daß der laute Ruf der Berund Ausbreitung der Friedensgesellschaften im Wege nünftigen das Schreien der Urtheilslosen" liegen. Wer wäre kein Freund des Friedens? Wer möchte nicht außerhalb stehen, daß die Freunde des Krieges unsere Bestre- trifft, so geizt doch jeder nur nach dem, was von den UrtheilsDenn das Schlimmste ist nicht, daß unsere Gegner übertöne. Und was den Willen der einzelnen Ehrgeizigen besein Bestes für die Erhaltung und Bewahrung deffelben einsetzen? das Schlimmste ist, daß vollen als der höchste Ruhm anerkannt wird. Und nicht den verbungen verlachen und durchkreuzen, Ist doch auch der glücklichste Krieg für den Sieger ein Unglück, Diejenigen, welche eben so innig wie wir- und wie Sie, mein heerenden Moloch zu welchem der Krieg sich ausgewachsen hatdes Besiegten nicht zu gedenken! Wer muß nicht aus diesem Grunde von Herzen mit Ihnen, gnädigste Frau, und mit Ihren und sich weigern, mit uns zu gehen, indem sie den eingeschlagenen wird die fünftige Geschichtsschreibung als die größte Kulturthat den Frieden herbeisehnen, dieses nur im Stillen thun zu fördern, sondern ihn zu bekämpfen und zu überwinden: das menschenfreundlichen Bestrebungen sympathisiren, wer möchte nicht Schulter an Schulter mit Ihnen fämpfen um den Weg als einen falschen und ausgangslosen bezeichnen. feiern. Ich erinnere hier an die Worte, welche Jules Simon Preis der Erhaltung des höchsten Gutes, des Friedens! Diese Verurtheilung beruht zumeist auf der irrthümlichen auch dieser französische Staatsmann gehört einer Friedens Hier kann Voraussetzung, daß die Friedensgesellschaften und deren Kongresse gesellschaft an im Temps" veröffentlicht hat: 3wei oder drei bei vollkommen gleichem Streben nach dem allen guten und edlen Menschen gemeinsamen Ziele nur die den Gang der politischen Ereignisse entscheidend eingreifen zu Liſten einschreiben ließen fich anmaßen, mit ihren Predigten und ihren Resolutionen in Männer giebt es auf Erden, die wenn sie sich auf unsere Frage strittig sein, auf welchem Wege dasselbe am Besten, am fönnen. Etwas zu wollen, was über die eigene Machtsphäre hin- würden. Ist es möglich, daß man eine solche Macht den Krieg unmöglich machen Zweckmäßigsten und am Sichersten zu erreichen ist. Wie die Dinge in der Welt, wie diese in Europa und in ausliegt, bedeutet Kraftvergeudung, wenn es nicht nebstbei auch in Händen hat und sich ihrer nicht bedient? Deutschland liegen, glaube ich nicht, daß Friedenskongresse und oft, daß unsere Anstrengungen Lächerlichkeit bedeutet. Und daher geschieht es auch so Der Kaiser oder der Kanzler oder der Präsident, der dies thäte, Friedensgesellschaften, deren Absichten sicherlich die schönsten und ihrer edlen Beweggründe- bedauert und bespöttelt werden, weil er wäre größer als Christoph Columbus." bei aller Anerkennung müßte den Ruhm eines Alexander und Hannibal verdunkeln edelsten sind, und deren Bemühungen um ihres idealen Zweckes man uns einen Zweck aufoktroyirt, der unseren Mittel unwillen die höchste Anerkennung verdienen, uns dem ersehnten erreichbar ist. Nicht die sogenannte„ Erhaltung" des Friedens schaften" ist hier natürlich nur symbolisch gemeint. Es bedeutet Das Einschreibenlassen auf die Listen der FriedensgesellBiele zuführen werden. Andere Faktoren entscheiden über den( wenn anders die pretären internationalen Beziehungen des den fundgegebenen Willen wo dieser Wille sich mit der Macht Krieg es sind heute noch dieselben wie vor Einhundert ich darf haltung des kommenden Ernstfalles"( mit welchem euphemistiaf fagen, wie vor Eintausend Jahren. In dem einen Falle heutigen Europa diesen Namen verdienen), nicht die Sintan- deckt, ist er zugleich die That. ist es der Wille einiger weniger Mächtiger und Gewaltiger, schen Ausdruck die drohende Zerstörung Europas bezeichnet wird), fich befennen, welche die Friedensgesellschaften erstreben, haben Aber auch Sie, mein Prinz, indem Sie zu denselben Zielen die es verstehen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, in dem nicht die Lösung der bestehenden Fragen" ist unsere Aufgabe, fich trotz Ihrer Ablehnung- symbolisch eingezeichnet; indem anderen Falle ist es Nationalitätenhaß, Kampf um die Welt- denn zu alledem fehlt uns jegliche Machtbefugniß. Sondern was Sie mir die Hand zur Bundesgenossenschaft reichen und mir geherrschaft auch in beschränkterem Sinne Revanchegelüft, Kampf um die wirthschaftliche Existenz, Sucht nach Ruhm und wir wollen, das ist die Erziehung, die Konzentrirung, die Kund- statteten, dies öffentlich bekannt zu geben, find Sie schon zu Ehre, nach Veränderung irgend welcher Art u. f. w. Was wollen gebung der öffentlichen Meinung. Derjenigen Meinung nämlich, Ginem der Unferen gestempelt, und als solcher werden Sie welche jetzt schon von der Mehrzahl der Menschen gehegt wird diesen Faktoren gegenüber Friedensgesellschaften" und" Friedens in dem falschen Glauben, daß es vereinzelte Meinung sei daß möglich halte zu den bevorstehenden Friedenstagen nach Bern freudigft begrüßt werden, wenn Sie- was ich nicht für untongreffe" ausrichten? Ich fürchte- sehr wenig. Ginge ber herrschende Gewaltzustand durch den Rechtszustand ersetzt kommen. Vielleicht kommt- ungesehen der ewig junge perfifche es nach den besonnenen, ruhigen, fachlich denkenden Elementen aller Länder, wir dürften, das werden sollte. Nicht erhaltender", sondern gesicherter Feldherr auch dahin, und wenn er da wahrnimmt, daß das irdische Ueberzeugung, auf die goldene Aera des ewigen Frie Bolksmord ist's, wir dürften, das ist meine Friede; nicht hinausgeschobener, sondern aufgehobener Dasein anfangen will, sich von alter Barbarei und Unvernunft dens rechnen; aber gerade nicht diese, sondern nur allzuoft berechtigt find; dabei kann was die Völker nunmehr zu finden energisch loszusagen, so wird es ihm wohl nicht mehr so under Wille eines Ehrgeizigen, das Streben und Drängen von nicht die Aufhebung aller angenehm scheinen, zum Ewigleben verurtheilt zu sein. und Streitigkeiten Thoren, Higköpfen und unberechenbaren Menschen, von solchen werden, sondern nur das Amt ihrer Schlichtung sei von Ew. Durchlaucht ergebene Gegensätze als Vorbedingung erlangt Mit der Versicherung hoher Berehrung verbleibe ich die nichts, nicht einmal ihr Leben oder ihren Besitz miteinsetzen, den Kanonen auf die Vernunft übertragen. Und, wie gesagt, demzufolge nichts zu verlieren haben, von Schreiern und Urtheils nicht diesen ersehnten Zustand selber einzuführen, zu organisiren, Bertha v. Suttner Rinsky. lofen giebt den Ausschlag! zu dekretiren, vereinigen und versammeln wir uns, sondern um Friedensfrage und zum Militarismus ist bekannt, und wir können Wir enthalten uns jeden Kommentars. Unsere Stellung zur die Meinung zu begründen und zu bestärken, daß jener Zustand einfach auf die Beschlüsse des Brüffeler Kongresses verweisen. möglich, wünschenswerth und thatsächlich gewünscht ist. 1 Das ist tief traurig, aber wahr. Versammlungen. Ich kann daher in der Vereinigung von Friedensfreunden zur Zeit nur das Gute erblicken und den Erfolg sehen, daß an gesehene Männer aller Länder sich kennen lernen, näher treten, und von welchen einige allerdings noch dieselben sind, wie in mit dessen Veröffentlichung wir vor der nächsten Reichstags= Sie nennen selber die Gründe, welche den Krieg herbeiführen Frau v. Suttner, die Schreiberin des zweiten Briefes, ist die hochsinnige Verfasserin des Romans:„ Die Waffen nieder!", etiva vorhandene Vorurtheile aufgeben, Antipathien fallen lassen, der Vergangenheit. Es handelt sich nun darum, diejenigen feffion, die uns die große Militärvorlage" bringen soll, beginnen Gegenfäße begraben und sich die Hand reichen in dem Bestreben, Faftoren zu stärken, welche den Friedenszustand zur Folge werden. ihre friedlichen Anschauungen auch in weitere Kreise zu tragen. haben müssen. Und daß die öffentliche Meinung auch ein Dazu kann Jeder helfen, auch ohne einem bestimmten mächtiger Faktor ist, wer tönnte dies bestreiten, wer Berein anzugehören, auch ein Solcher, der, durch diefen den Druck in Abrede stellen, den sie unwiderstehlich ausübt? oder jenen Grund veranlaßt, heute noch an den Berathungen Der Wille, der sich in den breiten Massen kundgiebt( denken Sie der Friedensfongresse und Friedensgesellschaften nicht theilnimint; an den jüngsten Fall der Schulgeseße zurück), wirkt auf Diejenigen hierzu will auch ich, meine gnädigste Baronin, gern und freudig ein, in deren Händen die Entscheidung liegt und da heutzu allezeit behilflich sein, soweit sich mir in meinem vielseitig ge- tage auch die Mächtigen den Frieden wollen, so stalteten Leben hierzu irgend Gelegenheit bieten wird und an würden auch diese bald selber dasjenige zu thun wiffen, dessen 21. Juni in Charlottenburg tagte, referirte Kollege Karl In einer öffentlichen Maurerversammlung, welche am solcher wird es, denke ich, nicht fehlen. Und in diesem Sinne, man uns und mit Recht für unfähig und unautorisirt Behrend Berlin unter Beifall über die gegenwärtige Lohnmeine gnädigste Baronin, lassen Sie mich Ihre so freundlich dar erklärt. gereichte Hand ergreifen und lassen Sie uns, ein Jeder auf seine bewegung und die Nothwendigkeit der Verkürzung der ArbeitsDamit wir aber jenen Einfluß, jenen Druck üben können, zeit. Weise wirten das ist, von denselben Auschauungen ausgehend müssen eben alle Gleichgesinnten zusammenhalten von ein sich sämmtliche Anwesenden verpflichteten, auf allen Bauten dahin Es gelangte dann eine Resolution zur Annahme, worin und das gleiche Biel im Auge bei aller etwaigen Verschieden- an der wissen ihre Kräfte vereinen; nicht abseits bleiben zu agitiren, daß auch in Charlottenburg die herrschenden Mißheit der Wege auch eine Bundesgenossenschaft und Waffen- und so den Schein erwecken, daß sie zu unseren Gegnern gehören stände( Lohndrückerei und Ueberstunden) beseitigt werden; im brüderschaft, die mir gestattet, mich als Einen der Ihrigen zu und von den wirklichen Gegnern auch als solche aufgezählt und Weiteren begrüßte die Versammlung das Vorgehen der Berliner betrachten. gegen uns ausgespielt werden. ,, Sie glauben", tönnte Kollegen in der Lohnbewegung mit Freuden und erklärte sich mit Und wenn dann einmal wieder Chidher, der ewig junge, ein Déroulède oder Cassagnac uns höhnisch sagen, Umschau hält in einer fürzeren Spanne Zeit, als er glauben, ein deutscher Politiker, ein Prinz von Schönaich brauchbare Organisation für die Arbeiter dringend nothwendig " Sie denselben solitarisch. Da in allen wirthschaftlichen Kämpfen eine dies sonst zu thun pflegt, wie ich wünschen möchte, Carolath z. B., hege friedliche Gesinnungen? Oneiner hat sei, verpflichteten sich alle Anwesenden für den Interessen- Berein dann wird es in der Welt hoffentlich besser aussehen, als heute, es abgelehnt, sich Ihrer blöden Liga anzuschließen, weil er eben der Maurer zu agitiren und auf den Bauhandwerker" zu auch mit der edlen, schönen, von Ihnen so warm vertretenen auch einer jener preußischen Wütheriche ist, die nur darauf abonniren. Zum Vertrauensmann für Charlottenburg wurde Sache! In vorzüglichster Hochachtung habe ich die Ehre u. f. w. lauern, auf unser verwundetes Vaterland herzufallen." Ihr Kollege Robert Gerike gewählt. Heinrich zu Schönaich- Carolath. oben angeführter Brief könnte solche Anschuldigung Lügen strafen, denn er beweist, daß Ihr Fernhalten von der Friedensliga nicht Der Jnteressenverein der Kisteumacher hielt am 21. Juri Harmannsdorf, 8. Juni 1892. auf Kriegswunsch beruht; aber wie anders als durch die eine Mitgliederversammlung ab, in welcher folgende Abrechnung Existenz dieser Liga, ohne welche ich niemals Veranlassung ge- vom Maskenball gegeben wurde: Einnahme 75,60 M., Aushabt hätte, an Sie zu schreiben oder diese Blätter herausgabe 47,59 M., Ueberschuß 27,65 M. Die Abrechnung wurde zugeben, wie anders wäre Ihr Brief verfaßt und veröffentlicht für richtig befunden und demgemäß dem Kollegen Ladeburg worden? Decharge ertheilt. Zur Frage: Wie denken die Kollegen über Ich habe Sie um die Erlaubniß gebeten, mein Prinz, obigen Brief in diesen Blättern zu veröffentlichen. Denn ich war der Ansicht, daß es für die hier versochtene Sache förderlich wäre, wenn die Gründe Ihres Fernbleibens von den Friedensgesell[ 153 überreichten zwei artige Schreibtische mit Ueberaschungen, Am Webstuhl der Zeit. Ausstattung für die Bräute; die Zigarrenmacher brachten Beitgenössischer Roman in 3 Büchern Geschenke für die Herren und galanter Weise auch niedliche Zigaretten für die Damen; die Schneider wieder blos für von A. Otto Walster. die Damen Manschetten und Kragen, zum Gebrauche zu Lange flüsterte hierauf Helenen einige Worte zu, gut. Und als nun erst die großen Fabriken und Werkstätten welche sich zu ihrer Freundin begab und sie einlud, im tamen und ihre Geschenke, meiſtentheils immer für die Kreise der Ehrengäste Platz zu nehmen. beiden Brautpaare, niederlegten, da fand sich bald eine kleine Jezt dröhnten Trompeten und Posaunen, welche den Ausstellung der neuesten und besten Industrieprodukte zuBug der Arbeiter anmeldeten. Hinter dem Musikkorps sammen. Die Sängervereine schritten in der Mitte und schritten zwei Reihen von Arbeitermädchen in Weiß mit brachten durch Vortrag einiger Lieder den Zug für eine grünen Kräizen. Sie kamen im Namen der gesammten Weile zum Stehen, später nahten die Turner und ließen Festgenossen und überreichten den Herren einen Eichenkranz, durch ihren Obmann an Lange einen Lorbeerkranz über den Damen duftige Bouquets; den beiden Bräuten reichen. " Dieses Flugblatt traf die Festgenossen bei dem nunmehr allgemein in Angriff genommenen kalten Frühstück, zu welchem das erfrischende Getränk in zahlreichen Fäßchen herbeigerollt ward, und rief unzählige Ansprachen hervor. Natürlich mangelte es auch nicht an Trinksprüchen für die Brautpaare, die auf vielfache Einladung eine Rundreise unternehmen mußten und auch da noch von mancher sinnigen Aufmerksamkeit überrascht wurden. * * Hätte ich ahnen können, wie schön dieser Tag sein würde," sprach an der Tafel Lange zu seiner Nachbarin, ich würde den Muth gefunden haben, Sie früher an ein füßes Gelöbniß zu mahnen und Sie um Erfüllung desselben zu bitten; wie glücklich ist Frank, wie glücklich Wießner, reichten sie Rosen, Myrthen und Bergißmeinnicht mit Meine Herren," rief da Lange tief erregt, wären fie ach, ich bin ja auch glücklich, aber wie glücklich könnt' Silberfäden zusammengebunden; für Frau von Sokolow Alle noch lebend hier versammelt, die für die Freiheit gekämpft, ich sein!" und Olga hatten sie Sträuße mit lauter weißen und rothen ich würde Ihren Beschluß, mich auszuzeichnen, ehren und Helene schwieg bei diesen Worten, und nach einer Weile Blumen, die Farben Bolens in ihrer Vereinigung annehmen, aber ich meine, die für unsere Sache Gestorbenen meinte fie: zeigend. Gabe in weißem Seidenbande beigegeben. Und für Jeden war ein sinniger Spruch der haben das höchste Anrecht, unter ihnen unser Genosse Findeisen, der in erster Reihe kämpfte und fiel. Er kann ihn ein Geſchenke nieder, voraut bie Bubovicker mit dem Zieberbuche hinterlassen, der keinen Sohn mehr hat, bringen Sie diesem, edlen Num tamen die Genossenschaften und legten einfache nicht mehr in Empfang nehmen, aber er hat einen Bater Lange's, welches sie zu diesem Zwecke in neuer Auflage ge- was dem Sohne gehörte." druckt hatten. Das Buch, betitelt:" Des Volkes Weh", genommen. " Wenn die Verwundeten Alle gesund sind, werden wir Genesungsfest feiern." " D," rief Lange, wie fallen mir doch die Worte des Platen auf's Herz: Ich blickte hinauf in die Nacht, in die Nacht, Und blickte hinunter auf's Neue, D, Gott, wie hab' ich die Tage verbracht. Nun stille Du sacht, In der Nacht, in der Nacht, Im quälenden Herzen die Reue. Rührend war das Gefühl, welches durch die Darwar durch die mit der Buchdruckerei verbundenen Buchbinder reichung der einzelnen Gaben hervorgerufen ward, aber finnig ausgeschmückt und wurde mit innigster Freude auf überwältigend der Gedanke an die Liebe und Verehrung, Streit aber und Barth, und Lange, sowie die sich in ihrer Gesammtheit kundgab, und so ließ Lange Frank erhielten außerdem einen schön ausgeführten Abbrud im Augenblicke durch die Druckerei ein fliegendes Blättchen der Berichte über die beiden Prozesse, die Streit mit Glück drucken, des Juhalts: Jch, theuerstes Fräulein, habe zeitweilig mein Glück, als Vertheidiger geführt, wie sie im" Boltsblatt" gestanden mein persönliches, vergessen über mein Streben, so daß Sie suchten wir uns bei Euch durch treues Streben und Mühen mich wohl für lau, für undankbar ansehen werden, und ich Nun kam der würdige Draht und überbrachte den zu verdienen, aber Euer Dank beschämt uns durch seine finde doch nicht einmal Worte, nicht einmal Gedanken, um beiden Bräuten reizende Tanzstiefelchen in weißem Atlas Fülle und fordert uns zu neuen größeren Bestrebungen mir selbst verständlich zu machen, wie ich so selbstvergessen mit funstvoll gesticht, eine Arbeit der Genossenschaft, die er und Mühen heraus. So mög' es bleiben, so möge es hait gewohnter Regelmäßigkeit im fröhlichen Gang, zu erwachsen und unseren Enkeln ein schönes und fruchtbares ,, Quälen Sie sich, ich bitte Sie, nicht mit solchen Gehatten. halten bemüht war. Dant Beispiel sein. Wir aber genießen in Freuden das Fest, es teine Bantöffelchen sind, denn vor Denen hätte ich mich für Einen! Gott sei Dant," flüsterte Frank der Geliebten zu, daß das wir in heißer Arbeit verdient. Einer für Alle, Alle doch zum Kusse gebückt." schafts- Schlosserei zwei fünstliche Kaffetten, die Tischler Der Zug ging weiter; Habicht brachte für die GenossenDer Festausschuß. Lange, Frank, Hante, Barth, Reinisch, Wießner, Streit, Mensch, Habicht, Maudel, Draht." ſein konnte." danken, denn ich verstehe Sie in Allem, was Sie thun. Auch diese Stunden werden nicht für uns verloren sein, wir werden uns ihrer mit Freuden erinnern," entgegnete Helene sanft und überließ ihren Freund den anstürmenden Bedürfnissen der Gesellschaft. die Auflösung des Vereins?" wurde, nachdem mehrere Kollegen| merkt, daß am hiesigen Orte ein Herr Paul Meinz, das Kollegen immer schlechter wird, welche Verschlechterung nur durch fich für eine Zentralisation, mehrere andere für eine Lokal- enfant terrible" unserer öffentlichen Versammlungen, sein, un- Aufklärung und Zusammenschluß aller Kollegen ein Baroli geboten organisation ausgesprochen hatten, ein Antrag angenommen, abhängig" sein sollendes Wesen treibt. Der Herr scheint auch eine werden kann, verpflichten sich alle anwesenden Kollegen dahin zu wirken, welcher dahin lautet, daß der Verein auch ferner hochzuhalten ziemliche Un- abhängigkeit zu besigen, denn sonst würde er die daß alle fernstehenden Kollegen dem Fachvereine der Stuckateure ist. Hierauf wurde Kollege Buhlmann zum ersten Vorsitzenden Versammlungen des Vereins, welcher ihn ausgeschlossen hat, gar baldigst beitreten. Weiter verpflichten sich die Anwesenden, allund Kollege Merten zum Revisor gewählt. Dem Vertrauens nicht mehr mit seinem Besuche beehren. Das 1. Stiftungsfest wöchentlich einen freiwilligen Beitrag zum Unterstüßungsfonds mann bewilligte man 30 M. aus der Kasse. des, Volksbildungs- Vereins" am letzten Sonnabend Abend verlief in der Stuckateure Deutschlands zu entrichten, damit eine fräftige schönster Harmonie. Die hiesige Filiale des Verbandes deutscher Korb Konzert, Gesangs- und komische Vorträge, Auftreten des ArtiſtenDas Programm war ein reichhaltiges: Agitation zur Organisirung der Kollegen entfaltet werden kann." 2. Da nach dem Ausspruch des Geschäftsführers der Genossenmacher nahm am 20 Juni Stellung zum Kartell der Holzarbeiter- flubs Hoffnung". Festrede vom Genoffen Paul Jahn Berlin, schaft diese sich als tapitalistisches Unternehmen darstellt, so Organisation. Der bezügliche Entwurf der Generalfommission Berloosung und Ball mit Bonbonregen wechselten mit einander ab. empfiehlt die heute bei Deigmüller tagende Versammlung der wurde verlesen und über jeden Punkt desselben debattirt. Darnach Ueber das gute Gelingen des Festes war nur eine Meinung, man Stuckateure den Kollegen, die Genossenschaft lediglich als kapitawaren die Mitglieder im Wesentlichen mit dem Entwurf einverstanden. hatte sich in jeder Beziehung föstlich amüsirt, und wird daffelbe liftisches Unternehmen zu betrachten und zu behandeln." Einzelne Punkte erschienen ihnen jedoch unannehmbar, z. B. jene, jedenfalls die besten Früchte zeitigen. Es sei hier nochmals den welche die Beitragsleistung zum Streitfonds und die Unterstüßungs- Mitwirkenden, insbesondere dem Arbeiter- Gesangvein„ Briz" und Differenzen mit Unternehmern die Arbeit niederlegen, dieses unBeschlossen wurde ferner, daß diejenigen Kollegen, welche wegent bedingungen betreffen. Darnach würden meinte man die dem Artistenklub„ Hoffnung" in Briß, sowie den Gebr. Rämling verzüglich dem Vertrauensmanne mitzutheilen haben, damit der Rorbmacher stets für die Gesammtheit zahlen müffen, aber im für die Verschönerung des Festes Dank ausgesprochen. Zum selbe Material in die Hände bekommt, um eventuell Maßnahmen Falle des Streits niemals unterstüßt werden, da es überhaupt Bericht über die letzte Boltsversammlung bei Klähne ist noch nach- treffen zu können. faum vorkommen würde, daß mehr als 1 pet. woran die Unterstützung gefnü it ist der Korbmacher in einen Streit ein- Stubenrauch auf seine Beschwerde, betreffend die ungerechtfertigte rirte am 27. Juni cr. Herr Dr. Borchardt( Lehrer an der zutragen, daß der Vorsitzende Möß die Antwort des Landraths Im deutschen Tischlerverband( Bahlsielle Berlin) refe treten. Ebensowen fonnte man sich für eine Extrastener er- Auflösung einer Volksversammlung, in welcher Stadtverordneter Arbeiter Bildungsschule) unter reichem Beifall über die Entwärmen, weil es de Rorbmachern ihres geringen Verdienstes halber Fri 3ubeil über die Landgemeinde- Ordnung referirt hatte, stehung und das Wesen des Kapitals". In der Diskussion nicht möglich sei, derartige Beiträge zu leisten. Vielmehr war man verlas; die Beschwerde wurde vom Landrath für begründet sprachen die Kollegen Haselopf und König im Sinne des Referats. der Meinung, daß diejenigen Gewerkschaften, welche mit besseren erachtet. Verdiensten rechnen können, den schlechter gestellten Gewerkschaften Im Weiteren wurde die Frage der Verschmelzung des Fachgierin die Zugehörigkeit zum Kartell nach Möglichkeit erleichtern. Im Fachverein der Uhrmacher und verwandter Berufsvereins mit dem Verband wieder aufgeworfen und nochmals Hierauf wurde die Urabstimmung über die Beitragsleistung zur genossen Berlins und Umgegend sprach am 25. Juni Herr Ia hn eingehend besprochen; Beschluß konnte darüber jedoch nicht ge= Generalkommission vorgenommen; die Mitglieder erklärten sich unter reichem Beifall über die englische Chartistenbewegung. Eine faßt werden, da das Sache der Generalversammlung ist. An einstimmig für Beitragsleistung bis zur nächsten General- vom Kollegen Nather der Versammlung vorgelegte Bibliothek Stelle des Kollegen Grahl, welcher fein Amt niederlegte, wurde versammlung. Im Im Verschiedenen" kam eine die Werkstatt Ordnung fand einstimmige Annahme. Hierauf wurde bekannt Kollege Langfeld, Cuvrystraße 15, zum Beitragsammler Lantau betreffende Sache zur Verhandlung. Gin Arbeiter, gegeben, daß der Genosse Räder, welcher in der letzten Ver- für die Zahlstelle bei Ziemer gewählt. Der Vorsitzenbe welcher in dieser Werkstatt gearbeitet hat, sprach sich über dieselbe einsversammlung einen Vortrag gehalten hatte, aus dem Geschäft Kollege Müller machte noch befannt, daß jeden Donnerstag in der letzten Versammlung derart aus, daß über die Werkstatt des Herrn Bruchlacher, Oranienstr. 43, nach 10jähriger Thätigkeit, von 8 bis 9 Uhr Abends die Bibliothek beim Kollegen Schöning, bie Sperre verhängt werden sollte. Man beauftragte indeß angeblich wegen Arbeitsmangels entlassen sei. Da man einen Stallschreiberstraße 29, geöffnet ist, woselbst auch alle 14 Tage die Lohnkommission, die Sache erst gründlich zu unter anderen Grund als Ursache der Entlassung vermuthet, wurden die regelmäßigen Sigungen der Ortsverwaltung stattfinden. suchen. Bei der Untersuchung stellte sich nun heraus, die Mitglieder ersucht, den Genossen Räder, welcher Reichenin jener Werkstatt die Preise ja gedrückt, aber bergerstr. 163, 3 Tr., ein Lager nebst einer Reparaturwerkstatt ab, in welcher u. A. zur Wahl einer Preßkommission Stellung Die Bürstenmacher hielten am 27. Juni eine Bersammlung daß doch dieselben sind, wie sie in vielen Werkstellen gezahlt werden. eingerichtet hat, zu unterstüßen. Am 9. Juli findet eine ordent- genommen wurde. Es handelte sich um das vom 1. Juli d. J. Es wurde demgemäß und zwar einstimmig beschlossen, über die liche Generalversammlung statt. genannte Werkstatt die Sperre nicht zu verhängen. Hierauf gab ab zweimal monatlich erscheinende Fachorgan„ Der Bürsten- und Rollege Kiersch die Abrechnung vom 2. Stiftungsfest. Danach Die Herren ,, Unabhängigen", schreibt man uns, fühlten Binfelmacher". Die Zeitung erscheint in Freiburg in Baden, die Redaktion übernimmt der Borsigende des Verbandes, Herr Karl betrugen die Einnahmen 67,20 M., die Ausgaben 88,95 M., am Sonntag Nachmittag wieder einmal das Bedürfniß, ihren Raufer. Herr Da un trat energisch dafür ein, daß die Berufsmithin ist ein Defizit von 21,75 M. zu verzeichnen gewefen. Die abgestandenen Kohl durch ein etwa zwanzigjähriges Herrchen in genossen Berlins, nachdem die Kollegen Hamburgs die Wahl der nächste Versammlung findet Montag, den 18. Juli, bei Roll, einer Versammlung in Adlershof aufzuwärmen. Nachdem Kommission abgelehnt haben, diese vornehmen. Man beschloß Adalbertstr. 21, statt. Die Herberge befindet sich bei Stramm, die Versammlung nahezu 5 Stunden gedauert und das Duhend demgemäß und wählte in die Kommission die Herren Seuter, Ritterstr. 123; der Arbeitsnachweis bei Jungnickel, Wienerstr. 11. anwesender" Unabhängiger" sämmtlich feine einfältigen obfe, Beiner, Daun und Kaiser. Schimpfereien ausgetramt hatte, waren etwa 5 Resolutionen in Die freie Vereinigung aller in der chirurgischen diesem Sinne eingelaufen. Die Sozialdemokraten Bö cert, Zur Herbeiführung einer lokalen Zentralisation der Branche beschäftigten Berufsgenossen hielt am 21. Juni Rote und Jahn antworteten nun und zwar unter dem Beifall ungelernten Arbeiter ähnlich dem Metallarbeiter- Verbande, eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher Herr Dr. Pinn der übergroßen Mehrheit der Versammlung der Unabhängigen" und um die Zersplitterung der Kräfte in viele Vereinchen, wie unter lebhaftem Beifall über das Bildungsmonopol der herrschenden in entsprechender Weise. Die Herren Werner, Wildberger und sie gegenwärtig bestehen, zu vermeiden, war im vorigen Jahre Klassen sprach. Bezüglich des Streits bei der Firma Krüger Konsorten wurden darauf als„ Kapitalisten" von den Rednern eine Agitationsfommission niedergesetzt worden, welche nach dieser wurde dann von den Kommissionsmitgliedern mitgetheilt, daß der Unabhängigen" einfach verleugnet; es bildet also im Lager Richtung hin eine rege Thätigkeit entfaltet. Die Agitation war demnächst die öffentliche Abrechnung gegeben wird. Sonntag, der letzteren anscheinend Jeder eine Partei für sich". Als das so weit gediehen, daß die Sagungen zu einem Allgemeinen den 3. Juli, findet ein Familienausflug nach Stolpe, Restaurant aus" Unabhängigen" bestehende Büreau die von der Verfamm- Arbeiterverein für Berlin und Umgegend" ausFichtenhain( J. Jffing), statt. Abfahrt Mittags 1 Uhr 25 Mi- lung verlangte Abstimmung über eine Resolution Rose nicht vor- gearbeitet und ein provisorischer Vorstand gebildet wurden. Zur nuten vom Stettiner Bahnhof. Um zahlreiches Erscheinen wird nehmen wollte, entstand eine derartige Unruhe, daß der Vorsitzende Berathung der Sagungen war nun für den 29. Juni eine Vererfucht. es vorzog, die Versammlung ohne vorgenommene Abstimmung zu fammlung einberufen, in welcher gleichzeitig die Agitationsschließen. tommission ihren Rechenschaftsbericht erstatten und über die Frage berathen werden sollte, ob die Agitationskommission noch ferner bestehen bleiben solle. Zu dieser Versammlung( bei Gründel) waren indessen nur vier Personen erschienen; nicht einmal die Agitationskommission war vollzählig zur Stelle, so daß die Verhandlungen vertagt werden mußten. Der Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend wählte am 21. Juni eine Kommission von drei Mann, welche fich mit Angelegenheiten des Arbeitsnachweises der Gesellen befassen soll. Der Vorstand hat den streifenden Webern Rigdorfs 20 M. übergeben, was von der Versammlung für richtig Bersammlung am 10. April aus der Vereinskasse zu decken, fand anerkannt wurde. Ein Antrag, das Defizit der WagenbauerAnnahme. Der Verein zur Wahrung der Jutereffen der in der Sutfabrikation beschäftigten Arbeiterinnen Berlins und imgegend hielt am 25. Juni eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher Genosse Hoffmann über das Thema„ Die Frau Theil wurde. An die Versammlung schloß sich ein gemüthliches und der Sozialismus" referirte, wofür ihm reicher Beifall zu Beisammensein. " lenre nahm am 28. Juni den Bericht der Agitationstommiffion Eine öffentliche Versammlung der Graveure und Bise entgegen. Referent war Kollege 3 a cf. Derfelbe berichtete, daß Brit. Der Volks- Bildungsverein für Briß und Umgegend" Eine öffentliche Versammlung der Stuckateure be- das Projekt eines diesjährigen Kongresses fallen gelassen werden hörte am 20. Juni einen äußerst interessanten und lehrreichen schäftigte sich am 27. Juni mit den gewerkschaftlichen Verhält mußte, da außer von Berlin, Hamburg und Elberfeld keine Be Vortrag des Vorsitzenden vom Naturheilverein II, Herrn nissen der Branche. Hierzu waren zwei Redner bestellt worden, theiligung in Aussicht gestellt war. Besonders Leipzig und StuttGrundmann- Berlin über Impfung und Impfschädigung". und zwar als Referent Kollege Wilhelm Schulz und als gart verhielten sich direkt ablehnend. Um den Kongreß zu er An der Hand von statistischen Nachweisen und Aussprüchen be- Korreferent Regierungsbaumeister Reßler. Schulz nahm indessen sehen, wird nun versucht werden, über die Frage, welche Form rühmter Mediziner und Gelehrter 2c. fam der Referent zu dem von seinem Referate Abstand. Keßler erörterte die allgemeinen der Organisation die maßgebende sein soll, eine Urabstimmung Schlusse, daß der Impfawang resp. das Impfgesetz, durch welche Verhältnisse des Baugewerbes, schilderte, wie die Arbeiter unter herbeizuführen. Sofern tein Resultat zu erzielen ist, will man allerdings den Medizinern in Deutschland jährlich zirka dreißig denselben zu leiden haben, und setzte die Nothwendigkeit der dahin wirken, daß die bestehenden Fachvereine beibehalten werden, Millionen Mark in die Tasche flöfsen, beseitigt werden müssen. Stärkung der Organisation auseinander, damit man für die die Lösung des Problems der Zentralisation werde dann Er erntete lebhaften Beifall. Nach der Diskussion, an welcher tommende Zeit der besseren Geschäftskonjunktur gerüstet und späterer Zeit vorbehalten bleiben. Die Agitation soll fort sich mehrere Genossen im Sinne des Referenten betheiligten, diese dann ausnüßen könne. Im Anschlusse hieran ging Kollege gefeßt werden, um die noch so junge Bewegung nicht wurde folgende Resolution des Genossen Möß angenommen W. Schulz auf die speziellen Verhältnisse der Branche näher zu Grunde gehen zu lassen. Nach einer eingehenden Er " Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des ein und empfahl gleichfalls die Organisation sowie gemeinsames örterung der Angelegenheit wurde die Agitationsfommission Referenten Herrn Grundmann in jeder Beziehung einverstanden Handeln gegenüber dem immer mehr fich geltend machenden beauftragt, die erforderlichen Vorbereitungen zu einer Urund ist dafür, daß eine Petition an den Reichstag gesandt wird, Sinken der Löhne zc. Die Diskussion drehte sich vornehmlich um abstimmung schleunigst zu treffen und nach erfolgter Abstimmung in welcher das Ersuchen ausgesprochen wird, im Interesse der die Genossenschaft. Alle gerügten Uebelſtände fanden ihre Er- der Frage der Zentralisation( Verband) näher zu treten. 3 ac Gesundheit der Staatsangehörigen das Impfgesetz und mit ihm klärung durch das Eingeständniß des Vertreters der Genossen- legte sein Amt als Agitations- Kommissionsmitglied nieder, da er den Impfzwang zu beseitigen." schaft, Herrn Miethke, daß die Genossenschaft ein fapita- nicht auf dem Boden der Verbandszentralisation stehe. Kollege Zu Revisoren der Vereinskasse wurden dann die Genossen listisches Unternehmen sei. Die Versammlung faßte schließlich selbig nahm das Amt provisorisch an. Der angekündigte Zimmer, Bartenthin und Bosse gewählt. Die nächste folgende Resolutionen: Vortrag mußte wegen Mangels an einem Referenten ausfallen. Generalversammlung findet Montag, den 4. Juli, bei Klähne( früher 1. Jn Erwägung, daß durch die immer weniger werdende An Stelle des Kollegen 8 ad hat Rollege Guttmann die Engell's Restaurant) statt. Nach begeistertem Hoch auf die Arbeitsgelegenheit und durch immer geringere Bezahlung der Redaktion des Fachblattes übernommen und ersuchte derselbe um Sozialdemokratie ging man auseinander. Es sei noch be- Arbeitskraft durch die Unternehmer die wirthschaftliche Lage der rege Mitarbeiterschaft. " Wo nur Herr Mensch wieder sein mag," brummte inzwischen Olga, man hat ewige Besorgnisse um ihn; wenn er einen Rückfall bekommen hat, kann er es doch wenigstens melden lassen, damit man weiß, woran man ist. " Sie mitgebracht. Hier nehmen Sie's, und dann wollen wir geschiedene Leute sein, denn ich merke, daß ich im Stande wäre, mich in Sie zu verlieben. Der Philosoph hatte dabei ein kostbares, in blauem Aber Niemand wußte ihr darauf Antwort zu geben. Sammet gebundenes und mit Edelsteinen und Perlen verHerr Mensch selbst aber war bereits seit einer halben ziertes Album hervorgezogen, welches er dem Mädchen über Stunde auf dem Festplate erschienen und zwar in einem gab, das, betroffen über die Kostbarkeit des Umschlags das Selbstfahrstuhle( Draisine), in welchem die Kraft der mensch- goldene Schloß öffnete, zunächst ein hervorspringendes lichen Arme oder Beine durch eine kleine und höchst geist- doppeltes Vergrößerungsglas und dann als erstes Bild das reiche Dampfmaschine ersetzt war, so daß dem Fahrenden Schloß erblickte, in dem sie aufgewachsen, und dann in fortnur die Arbeit des Lenkens übrig blieb. Hinter ihm laufender Reihe sämmtliche Zimmer und Räume. aber schritten abermals die vier Mitglieder des Horn- Dem Mädchen traten die Thränen in die Augen, als sie quartetts, gefolgt von einer Reihe Wagen, aus denen die Pläge ihrer Jugendjahre so wahrheitsgetreu bis in's ohne Unterschied der Person unter die Festgenossen kleinste Detail wiedererblickte, ja sogar die Kazen waren Weinflaschen vertheilt wurden. Man kann sich das Leben, da und die drei Hunde, die sie gefüttert, und ihre alte die Freude, die Zurufe vorstellen, die aus der fröhlichen Bonne, und der Förster, der sie in den Wald zu begleiten Genossenschaft hervorbrachen, zumal bei seinem Durchzuge pflegte. Sie eilte zu ihrer Mutter und überreichte ihr das die Kunde von Munde zu Munde lief: Auch er war einer Geschenk. Und dann lief sie wieder zu dem Philosophen der kühusten und unternehmendsten Führer im Freiheits- hin und rief, ihm die Hand reichend: tampfe, auch er hat sein Blut vergossen und leidet noch an" Sie sind wirklich recht gut, und ich könnte Ihnen seinen Wunden. Kränze und Blumen flogen ihm entgegen, auch recht gut sein, wenn Sie nur nicht den Namen Mensch und ganz bedeckt von ihnen langte er vor dem Belte an, führten." aus dem zur selben Zeit die Freunde heraustraten. Hier stieg er aus und begrüßte die Gesellschaft. Olga empfing ihn sehr kalt und meinte, er hätte, wenn er sich nicht rechtzeitig einzustellen bemüßigt gefunden, nun auch ganz wegbleiben können. Das hätte ich auch können," erwiderte er sehr ernst, aber ich habe dem Feste meine besondere Aufmerksamkeit zu widmen versprochen und deshalb ein herrliches, Feuerwerk zurichten lassen, welches mich aufgehalten hat. Ich bin Ihnen übrigens nun auch böse, denn ich bekomme von Ihnen nur immer Vorwürfe zu hören, und das selbst in Augenblicken, wo, wie Sie sehen, Jedermann mir Anerkennungen zuschleudert." „ Er hat mich Geld genug gekostet, und ich war stolz auf ihu; aber Sie haben mir ihn nun verleidet, und da will ich lieber zu meinem angeerbten Namen Held zurückkehren, der mich hochmüthig zu werden verleitete." Held also? das klingt schon viel besser," meinte Olga, aber fönnen Sie nicht zu Fuße mit nach Hasselbach gehen?" O, gewiß kann ich das, ich wollte nur meine Kraft „ Nun, dann kommen Sie nur, die Gesellschaft bricht auf." schonen." * weilig die Erinnerung an die Begebenheit, die ihr einen so lebhaften Schmerz über den nun doch verlorenen Bruder erregt. Aber Elise war still und bleich, und so auch Jwan; und als das Mahl zu Ende, ging fie allein nach dem Walde, um fich still und träumend ihren Erinnerungen zu überlassen. Olga, welche ihr Weggehen sogleich bemerkte, eilte ihr indessen nach, legte den Arm zutraulich in den ihrer älteren Freundin und meinte: " Fräulein Elise, lieben Sie denn meinen Bruder gar nicht mehr?" Aber! Fräulein, wie kommen Sie zu dieser Frage?" " Ist das ein Wunder, wenn ich Sie und ihn auch so traurig sehe, wo doch alle Menschen um uns her so voller Lust und Freude sind?" " Wir sind geschieden für immer." " Solche Worte zu sagen, wenn man sich so herzlich geliebt hat, wie mir mein Bruder erzählte." ihm paßt." Das wird er nicht, oder ich könnte ihn nicht mehr so lieben, wie ich ihn bis jetzt geliebt." " Jwan wird Jemand finden; ein Wesen, das besser zu zu mir " " Sie sind noch viel zu jung, Fräulein, um das Alles verstehen." " Bu jung? Wie alt mögen Sie wohl sein?" " Aelter, als mein Geburtsschein sagt; das können Sie glauben, denn ich habe viel zu leiden gehabt." " Und wollen immer mehr noch leiden?" Wie unser Stand, Fräulein, wie unser Stand, der auch seit Jahrtausenden leiden mußte, damit eine kleine Zahl von Menschen ein unverdientes Glück genießen konnte." Ach, sprechen Sie nicht so, Sie machen mich ganz traurig. Wo wollen Sie denn jetzt hin?" „ Da, den Berg hinauf." ,, So ganz allein?" " " Ich werde Begleitung genug in meinen Erinnerungen haben." In Hasselbach, dem lieblichen Thale, hatten die Freunde sich ein einfaches Mittagsmahl bereiten lassen, um es dort, " Nun, dann werden Sie sich ja wohl mit diesen An- ein wenig entfernt von dem Lärmen des großen Festes, in erkennungen zufrieden gestellt fühlen." traulichen Gesprächen zu verbringen. Hier in der Kühle Nein, das kann ich nicht, denn ich habe mich so an des Thales, beim Rauschen der Tannen und Eichen, Sie gewöhnt, daß ich immer daran denken muß, ob Sie auch erquickten sich Leib und Seele; und Alle, die zugegen waren, mit mir zufrieden sein werden. Und sehen Sie, hente, ergriff eine heitere Ruhe. Selbst Findeisen wurde gesellig, erwarten ließ. wo alle Welt Geschenke austheilt, habe ich auch eins für und Hermine vergaß im Gespräch mit ihren Freunden zeit„ Und da schicken Sie mich wohl eigentlich fort?" fragte das Mädchen mit einem Tone, der baldiges Weinen ( Fortsetzung folgt.) Freund der Hausfrau! hinterlässt angenehmen Geruch. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract spart Zeit. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract spart Geld. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract spart Arbeit. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract schont die Wäsche. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract Macht die Wäsche blendend weiss und Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract Jst auch das bequemste u. beste Mittel Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract Zum Scheuern von Fussböden etc. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract Wird in den meisten Waschanstalten, Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract nutzt. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract Hat sich in unzähligen Haushaltungen zum Reinigen von Glas und Porzellan. Hôtels, Restaurants, Spitälern etc. beunentbehrlich gemacht. Ein 20- Pfennig- Packet giebt aufgelöst aufgelöst 3 Pfund Pfund schöne, weiche, weiße Seife. Käuflich, sowie Gratis- Probe- Padete zu erhalten in allen Colonialwaaren-, Droguen- und Seifenhandlungen. Rein Feilschen fein Handeln, fondern streng fefte, sehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Unf.in Zahlen fichtb. Preise find Kontrolle und Schutz gegen Uebervortheilung. Baer Sohn BERLIN. 24a. Chausseestr. 24a. 8. Brückenstr. 8. 16. Gr. Frankfurterstr. 16.[ 2565 L Sommer- Anzug 8, Sommer- Anzug Sommer- Anzng Sommer- Anzug 10, 12, 14, 18, Sommer- Anzug Sommer- Anzug 24, 27, Sommer- Anzug Kammgarn- Anzug 30, Kammgarn- Anzug 33, Kammgarn- Anzug 39, Kammgarn- Anzug 42, 36, Gehrock- Anzug Gehrock- Anzug 40, Gehrock- Anzug 48, Sommer- Paletot 12, Sommer- Paletot 14, Sommer- Paletot 18, Sommer- Paletot 21, 1,70 Sommer- Jaquets 0,95| Knaben- Anzüge Sommer- Jaquets 1,80 Knaben- Anzüge 1,90 2,10 Sommer- Jaquets 2,- Knaben- Anzüge Sommer- Jaquets 2,50 Knaben- Anzüge 2,50 Sommer- Jaquets 3,50 Schul- Anzüge 2,80 3,20 3,50 Sommer- Jaquets 4,75 Schul- Anzüge Sommer- Beinkleid. 1,50 Schul- Anzüge Sommer- Beinkleid. 2,75 Jünglings- Anzüge 5, Sommer- Beinkleid. 4,25 Jünglings- Anzüge 8, Sommer- Beinkleid. 5,- Jünglings- Anzüge 11, Kammgarn- Beinkl. 6,50 Jünglings- Anzüge 15, Kammgarn- Beinkl. 8,- Maschinisten- Jaqu.2, Maschinisten- Jaqu. 3, Kammgarn- Beinkl. 10, Kammgarn- Beinkl. 12,- Maschinist.- Hosen 2, Engl. Leder- Hose 2,35 Maschinist.- Hosen 2,40 Engl. Leder- Hose 3,- Maler- Kittel Engl. Leder- Hose 4,50 Maler- Kittel Piqué- Westen Sommer- Paletot 28,-| Piqué- Westen 3, 3,75 1,65 Arbeits- Hemden 1,10 2,50 Arbeits- Blousen 1,60 Tadellose Maß- Anfertigung unter Leitung erster Meister in höchst Hofen nach Maah| Anzüge nach Maah 11 M. bis 21 mt. 36 Mr. bis 60 ml. modernen Façons Paletots nach Maah 30 M. bis 45 M. Herren- u. KnabenBekleidung J. Semmel, praft. Zahn- Arzt, s Oranienstr. 55, Moritzplatz. Spr. 9-1, 3-5. In der Poliklinik für Unbemittelte 1-3, 5--6 Nachm.( tünstl. Zähne 2 Mark). Emil Tiersch, Uhrmacher, Brunnenstr. 21-22@ reifenhagen) Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten zu soliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! 1816 L Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Lasalle, Mare u. 3.) in Bigarrenfpiken, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Manschettenknöpfen, Stöcken, Brochen. Büften. En gros. En détail. 2274 L B. Günzel, fett Lothringerstr. 53, am Rosenthaler Thor. Die Restbestände d. zurückgesetzten Teppiche mit kleinen Webefehlern verkaufe jetzt auch an Private!! à 5, 8, 12, 15, 25' 40-100 wt. ardinen, Tischdeck., Portièren etc. Teppid Emil Lefèvre Fabrik Berlin S., Oranienstr.158. Charlottenburg. Rechtsbureau des früheren Bureauvorstehers 0. Münch befindet sich Schillerstr. 102, Portal I. Es werden alle in das Rechte fach einschlagenden Arbeiten wie Prozeß-, Straf, Konturs, Testaments u. Grundbuchfachen auf dem promptesten und billigsten Wege erledigt. Rath wird Unbemittelten unentgelt25922 lich ertheilt. Waaren- Katalog! Reich illustrirt, Rechtsbureau richters a. D., Alte 200 Seiten start, franto. In der Pfandleihe Jakobstr. 130. Gewissenhafter Rath in allen Angelegenheiten. Unbemittelten unentgeltlich. Auch Sonntag.[ 2656L Empfehle mich den Parteigenossen Gerichtstr. 32, 1, am Nettelbeckplatz, zur Anfertigung von Herren- Garderobe werden unter täglich die verfallenen Sachen feber Art. Reparaturen schnell u. billig Tage verkauft. G. Richter, Ackerstr. 159, v. IV. Jeder Preis ist in Bahlen an den Waaren ausgezeichnet Eigene Werkstätten Der Verkauf geschieht unt. strengst. Beobachtung reeller Grundsäge. Die rühmlichst bekannte von Betten- Fabrik R. Kirschberg 1b Spandauer Brücke 1b Gegr. 1870 verkauft streng reell vorzüglich füllend Neue Bettfedern Pfd.0,50bis zu den allerbest. nur 3, prima Halbdaunen 1,10 1,50 M. Chinesische von vorzüglicher Daunen Füllkraft 2,50, 3,- Mk., allerfeinste Schwanen- Daunen 4,50, 6,- Mk. grosse neue: Complette Betten, Oberbett, UnSophastoff- Reste in Phantasie, Rips, Damast, Plüsch spottbillig. Must er franto. 26452 S. Unger, Berlin S Oranienstr. 48. oldwaaren billiger wie in jedem Laden. Die Fran und der Sozialismus. Von August Bebel. Preis broschirt 2 Mark, gebunden 2,50 M. Soziale Weckrufe Gedichte von Fritz Kunert. 96 Seiten. Preis 40 Pfennig H. Richter, Optifer, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rofenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Bezugsquelle aller optischen Artikel. ас Rathenower Alumingold- Brillen und Pincenez, 2, " " 1, garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez, 1,50 do. allerfeinste Qualität Rathenower Stahlbrillen Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Specialität: Gold. Ringe Operngläser, rein achromat. M. 6. Massiv goldene Trauringe in garantirt reinem 1 Dul a en 11 Mk Dukaten- Gold 1% Dul a en 16 Mk. ohne jeglichen Zusatz 2 Dul a en 21 Mk. Neuarbeiten u. Reparaturen gut, schnell u. billig. Treppe agner 63 Wa Oranienstr. Nahe Moritzplatz. Bitte auf Haus- No. zu achten Elegante HerrenAnzüge, sowie Damenkleider nur nach Maass, billigst, auch gegen Theilzahlung.[ 2681L Oranienstr. 126, 1. Gardinen. Nach beendeter Inventur offerire Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas: " Excelsior inkl. Lederetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Versandt nach außer halb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genaueste Fachkenntniss. Eigene Werkstatt. Sonntags bis 2 Uhr geöffnet. Bitte genau auf Straße und Nummer zu achten, um sich vor werthlosen Nachahmungen und Täuschung zu schützen. Auktion 1862L per Monate 16. bis fult. Mai, Juni und Juli 1891 am 7. und 8. b. M., 898b Nachm. 2 Uhr. L. Regen, Gr. Frankfurterstr. 121. Aufpolsterungen jeder Art, auch neu, werden in und 900 Gardinen- Reſte außer dem Hause sauber und billig in allen Genres zu 1-4 Fenster pass. unter Selbsttoftenpreis. Fern. empfehle als Spezialität: ausgeführt. 893b Degen, Tapesirer, Fürstenstr. 18, vorn 2 Tr. Schürzen aller Genres verkauft des Engl. Lill- Gardi Umzugs wegen zum Kostenpreis Rieb, nen( 2 Seiten Bandfeston) in dauerhafter Waare, Meter schon von 45 Pf. an bis zu den Elegantesten. Hafenhaide 49, Hof. 891b Ein schönes Deckbett, Unterbett, Kopftiffen fof. 22 M. zu verk. Briger straße 10, vorn part. 888b Bruno Güther, möbl. Bimmer& verm. LothringerFabrit i. Plauen i. S. Nr. 80 Grüner Weg 80 part. straße 38, H. I. 4 Tr. Grünauerstr. 27 897b 894b Eingang vom Flur( zwischen Andreas. Stube, Küche und Zubehör sogleich von 2677L und Roppenstraße.) Proben nach außerhalb portofrei. Günstige Omnibus-, Pferde- und Stadt bahn- Verbindung. Telephon- Anschluß b 928. 70 Thlr. an. Kleine Wohnungen per 1. Ottober zu verm. Grünauer straße 27, Berlin SO. E.Franke, Gaarbrüderftr. 6. Billige Wohnungen Neidling.- Ringfchiffs, Sing.- Maschinen auf Theilz. Reparaturen billigst. Achtung, Töpfer! terbett, 2 Kopfkissen in guter Federfüllung 10, 12, 15, 20 M. bis zu den allerfeinsten BrautNeu eingerichtet, gr. Lager Rutscher betten, nur 30, 40, 50 M. Theilzahl. gestattet. und Handstücken, vorzügliche Qualität. Matratzen Rosshaar, Indiafaser, See8726 grasmatratzen nur 3,50M., A. O. Stahl, Bettstellen 4,50, Feldbetten nur 8,50 Mk. 9002 L zu Rigdorf, Hermannstraße 54. zu repariren kostet 8876 mit Wasserleitung u. ev. Kloset, 1 und 2 Stb. u. Zub. 48-72 Thlr. p. 1. Oft. Rigdorf, Prinz Handjerystr. 50. Arbeitsmarkt. Der Arbeitsnachweis sämmtlicher an den Holzbearb.- Masch. besch. Arbeiter ist von der Böchstraße nach Mariannen905b Jede Nähmaschine unter Garantie, üfer 4 verlegt. Kinderwagen, 2,50 M., fleinere Reparaturen billiger. größt.Lager Berlins, Fabrikpreisen, Theilzahlung geftattet. 200 Stück Reise förbe billig zu Rauf und Miethe. Andreasstr. 53, parterre u. 1. Etage Roh- Tabak! Größte Auswahl. Billigste Preise. Ernst Förster, 62/16 W. Maaske, Genosse, Christinen- Straße Nr. 34. Achtung! Kein Laden. nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein ameritanische Tabake. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pig 5. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. 1785 L Allen Genoffen empfehle mein Blumengeschäft und Kranzbinderei. A. Krause, Wienerstraße 11. Tüchtige Weißbier- Trinker fönnen Kaiserstraße Nr. 30. men fich melden bei Bater Jahn, 5516 Eine tüchtige und ordentliche Tischarbeiterin, die gut arbeiten kann auf Möbelfindet dauernde Stellung. Näheres bet posamenten, besonders in Quaften, P. B. Borgström's Posamentenfabrik, Helsingborg in Schweden. Lächtige Fraiser 2643L auf große Arbeit, aber nur solche, ver langen 2660L Lebach& Co., Ecke Müller- Straße, Tegeler Chauffee. Laufbursche für Nachmittags verl. Lederhandlung Stralauerstr. 50, 886b ,, Zacherlin" ist das bestgerühmte Mittel gegen jederlei Insekten. Hacherli Wir offeriren eine große Auswahl fertiger Kleider zu billigen Preisen: Fertiges Kleid, aus sehr haltbarem Woll stoff, hübsch gearbei tet, 15, 20, 25 M. Fertiges Kleid aus reinivollenen Stoffen in allen neuen Far ben, glatt und mit Neige Noppon, sowie Beige elegant garn., 30, 35 u. 40 M. Fertige Kleider aus Woll- Mousline, 20, 25 und 30 M. dhwarze Kleider, 25, 30 und 35 M. aus Morgenröde wolle und Flanell, 6, 8, 10 9. Kattun- Morgenröde 3, 4 u. 5 M. Sielmann& Rosenberg, Kommandantenstraße, Ecke Lindenstraße. KRONEN -GARN Hi gegen ell nfecte Die Merkmale des annenswerth wirkenden, Bacherlin" find: 1. die versiegelte Flasche, 2. der Name„ Zacherl" Preise: 30 Pfg. 60 淨 fg. Mk. 1,-. Mk. 2, etc. Niederlagen sind in Berlin viele Hunderte aber wohlgemerkt: nur dort, wo ,, Bacherlin"-Plakate ausgehängt sind. Hauptdepot: J. Zacherl, Wien. Engros- Bezug für Berlin bei der Handelsgesellschaft Noris", Zahn& Co., Berlin, Münzstraße 10. Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Das Herren- u. Knaben- Garderoben- Geschäft Großer Umfat. von J. BAER, Berlin N., Kleiner Nußen. nur Gesundbrunnen, Badstraße 18, empfiehlt, wie hinlänglich bekannt, seine in jeder Beziehung nur reellen Waaren, in neuesten Mustern und großartiger Auswahl. Eleg. Kammgarnanzüge 24, 27, 30, 33-42 M. Elegante Paletots 16, 18, 20, 24-30 M. Eleg. Jadetanzüge 19, 21, 24, 27-36 M. Feste Preise. Uhren und Goldwaaren Max Busse 157. Invalidenstr. 157, zwischen Markthalle und Ackerstr. Gegründet 1877. Für silberne und goldene hren, Regulateure u. Wedter direktester Bezug. Schweizer Fabritpreise. Gold-, Silber-, Granat und Corallenwanren in massenhafter Auswahl zu den denkbar billigsten Preisen. Die neuesten, geschmackvollsten Muster stets auf Lager. Massiv silberne und Alfenide- Geräthe zu HochzeitsGeschenken. 17872 Spezialität: Goldene Ringe. In den Werkstätten werden die besten Arbeitskräfte Berlins befchäftigt, daher gewissenhafteste Ausführung von Reparaturen an Uhren und Goldsachen bei billigster Berechnung. Glegante Hoſen 5,25, 6, 7, 8, 9, 10–15 M. Deutsche Kaffeemischung Reizende Knaben- Anzüge und-Paletots in jeder Größe und neuesten Façons. Arbeitssachen, äußerst dauerhaft gearbeitet, in jeder Preislage. Zu Bestellungen nach Maaß empfehle mein grosses Lager in- und ausländiEleganter fcher Stoffe in solidester Reelle Be Sit. Ausführung und zu allerbilligsten Preisen. dienung. Hierdurch erlaube ich mir meiner geehrten Nachbarschaft, sowie meinen werthen Kunden die höfliche Mittheilung zu machen, daß ich vom 1. Juli cr. ab eine Rolonialwaaren, Wein- u. Butter- Handlung Bernauerstrasse 73, Ecke Ruppinerstrasse, eröffnet habe. Gestützt auf eine langjährige Thätigkeit in dieser Branche und durch den denkbar günstigsten Einkauf sämmtlicher Waaren bin ich in der Lage, meiner geehrten Kundschaft das Billigste und Beste zu bieten. 858 b Um geneigten Zuspruch bittend, zeichnet mit Hochachtung Franz Cholojewski, Bernauerstr. 73. Uhren und Goldwaaren vormals zu den denkbar billigsten Preisen. Musikwerke. Reparaturen streng Wilh. Wegner, A. Th. Zech. reell unter Garantie. Invalidenstraße106. August Schulze 35 Kommandanten Strasse 35 1. Etage( 1954 L A.S. 931 Trauringe: empfiehlt sein Lager in massiven Ringen, Bitte auf Haus2 Dukaten 21 M. Ketten, Korallen, Granaten etc. Allen werthen Genossen empfehle meine preiswerthen Cigarren. No. zu achten. Nr. I à 5 Pf., Nr. 28 à 6 Pfennig, das Beste was es giebt. 200b O. Stadelmann, Manteuffelstraße 75. Schrinner& Kunkel empfehlen fich zur Anfertigung sämmt, licher Druckarbeiten,[ 2438 L J Plakate in jeder Größe. Quittungsmarken. Kautschuckstempel. Buchdruckerei 124 Brunnenstraße 124. getränk. à Pfund 40 Pfg. Unentbehrlich für jeden Haushalt. Nur allein echt in der Fabrik von 2353L 1000 YARDS Bestes Nähgarn! Bettfedern in doppelt gereinigten, forg fältig bearbeiteten Qualitäten von 50 Pf. bis zu den feinsten 3 M. Daunen, chinesische, von unübertroffener Füllkraft 1,50, 1,75, 2,00, 2,50, weiße 3,50, 4,00, 4,50, 5,00 M. Complette Bett- Einrichtungen in jeder Preislage. Betten fertige neue, reelle Füllung., dauerhafte Stoffe, vollständ. Bett,( Ober, Unterbett, Riffen) 10, 12, 15, 18 M., prima Köper- Inlett( Halbdaunen- Füllung) 20, 24, 27 M. Daunenfüllung 40, 45, 50 M. Matraßen, Seegras, Roß haar, Indiafaser 3,50. Gr. Schlafdecken 3, 4,50. Stepp decken 3,25. Feldbetten mit Polster 8,50. Eisenbettstellen 4,50. Proben, Preislisten gratis. Viele Anerkennungsschreiben. 2577L M. Schwarz, Roßstraße 2, dicht an d. Gertraudtenstr. Diese Mischung giebt von 1 Loth 2 Liter vorzügliches Kaffee- Cohn's Hosenfabrik A. Pennitz, Rosenthalerstr. 59. Möbel, 7. Pallisadenstraße 7. arbeitet aus übrig gebliebenen Restern Knabenhosen von 1 M., Burschenhosen von 1,50 M., Herren- Arbeitshofen von Spiegel- und Polsterwaaren- Magazin. 2 M. an, sowie einzelne Jacken und Ganze Ausstattungen in Mahagoni u. Nussbaum. Küchenmöbel in grosser Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstraße 27-28. Reelle Waare. [ 1992 L] Prompte Bedienung. Von einer mit Zahlungskalamitäten tämpfenden bedeutenden Export- Firma wurde ich beauftragt, um schnell Geld zu machen, nachstehende Waaren um den Spottpreis zu veräußern: leber 12 000 englische Jaquet- und Rock Anzüge 6, 8, 10, 12, 15, 18, 22, 24 M. Prima. 15 000 SommerPaletots jetzt im Ausverkauf zu halben Preisen 6, 8, 10, 12, 15, 20 Mark Prima. F 6000 Sosen und Westen 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10 M. Prima. Schwarze Gehrock- Anzüge in Tuch und Kammgarn von 10, 12, 15, 18, 20, 25, 27, 30 m. Alpacca- u. Turntuch- Jaquets von 1 M. an. Knaben- und BurschenAnzüge, sowie Paletots jetzt halb umsonst. 2678L F Man beeile sich so schnell wie möglich zu taufen, so lange der Vorrath reicht, denn so eine Gelegenheit kommt nur selten vor. Welthaus für Herren- und Knaben- Bekleidung. Kleider- Baron, 59, Landsbergerstraße 59, direkte Ecke des Georgenkirchplatzes, in der Nähe des AlexanderPlates. Billigste und reellste Einkaufsquelle Berlins. Das Beste für den denkbar billigsten Preis. Altenberg's dem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig. Anstalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36. Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Bard., Möbelft. gef. 1 Mr. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. Herren Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Rammgarn- Garderoben. Burschen- Jackets. Knaben- Anzüge von 2 M., Burschen- Anzüge 4,50 M., HerrenStoffhosen in allen Weiten, sowie Anzüge nach Maaß spottbillig. Rathenower Brillen u. Pincenez " " " 2,00 " an. " in Alumin- Gold von 2,50 M. Nickel 1,00 Stahl Bestes Theater- u. Reise- Glas Excelsior" 12 Mark! R. Behrendts, Inhaber A. Tuchen, Optikus aus Rathenow, Berlin N., Lothringerstr. 28/29. Lieferant sämmtl, Krankenkassen. Freundliche und reelle Bedienung. Stempel! * Vereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr. 9. * Stempel! Gravirung von Inschriften etc. Hamburger Laden Linienstr. 225, a. d. Gren dierstraße. Arbeits- Anzüge( festeste Näharbeit). J. Leiser. Binige Preiſe! Für Russen! Schriften besorgt die Buchhandlung Sämmtl. russische sozialdemokratische 2646L des Schweiz. Grütli- Vereins in Bürid. Verantwortlicher Redakteur Anaust Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2583L