Nr. 155. Grscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5.Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. gern sprech- Anschluß: Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quittung. Mittwoch, den 6. Juli 1892. Wilhelinsberg 20,-. Halberstadt 75,-. Kunersdorf i. Schl. 7,-. Celle 35,50. Barmen 45,-. Burgsteinfurt i. W. 5, c) Für Reimer's Rinder: Hohenstein Ernstthal 10,-. Aus Marten, Dergel, Rahm, Weender Genossen 5,-. trägen ein: Im Monat Juni gingen bei dem Unterzeichneten an Bei- Pasewalt 10,-. a) Für Parteizwecke. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Meißen, Tischler, Ueberschuß vom Zeitungsabonnement, Kirchlinde und Westrich i.. 6,30. 3, Frantut a' mum ſeinen Besitzstand so zäh wie einſichtslos tämpft und Berlin W., den 4. Juli 1892. Für den Parteivorstand A. Bebet, Groß- Görschenstr. 22a. 30,20. Pyrmont 2,90. Ueberschuß von den Berliner Kommunal- Elsterberg i. V. 14,65. Schubert, Berlin 3,-. Frankfurt a. M. wahlen 91/92 52,80. Hainburg, Ueberschuß von K. B. Urbans 50,- Stronberg 3,-. Ban 30,-. Dr. L. A. Berlin 20,--. Dömitz 5,-. Bierprozente von B. R., Wienerstr. 61, Berlin, 5,-. Alt- Blessin i. m. 15,-. Barmen 150.-. Aus Schwaben 100,-. Schwelm 15,- Koblenz 15, Gummipropfen, Lübbenerstr. 22, Berlin 7,35. Brunhilde 2,-. Bruch in Westf., 12,25. Kreis Weglar 25.-. Luckenwalde, Ertrag einer Auktion unter Sängern, 3,05. Bromberg 50,-. Sorau i. L., von den rothen Brüdern, 15,-. Von den rothen Tischlern in der WartenburgStraße, Berlin 28,25. Wolther'sche Werkstelle, Berlin, gesammelt auf einer Herrenpartie 8,10. Rawitsch, VI. Bofener Wahlkreis 15, Altona 500,-. Halberstadt 25,-. Nach Noten. " scheiden, die Konsols und Pfandbriefe dreingeben und das Glücksspiel erotischer", fremdländischer Papiere probiren, deren Zinsfuß in gleichem Verhältniß mit ihrer Unsicherheit stieg. Das ist die Tragikomödie des Kleinrentnerthums, das dem Untergang geweiht ist, mag es sich auch noch so verzweifelt dagegen sträuben. Unsere Emissionsbanken( Banken, welche Anleihen übernehmen und auflegen), die geschäftsflugen, rücksichtslosen Vermittlerinnen aller geldbedürftigen Staaten des Erdrunds, sind stets bereit, die Fliegenfalle aufzustellen, sobald die Prozente der Provision, der Vermittelungsgebühr, der vielgestaltige Profit reichlich bemessen sind. Mit einem ungeheueren Aufgebot von Reklame, verfügend über 99 von 100 der bürgerlichen Blätter, Alles Der jüngste portugiesische Staatsbankerott, nicht der erste versprechend, die Dinge in Argentinien, Rumänien, in der 40, 17. Hannoverscher Wahlkreis 300,- Riesa in diesem an" Krachs" reichen Jahrhundert, hat auch eine Türkei, in Portugal, in Brasilien, in Egypten, in Mexiko, 100,-. Pinneberg amerit. Auktion 4,60. Durch amerit. Auktion Riesa 1,95. Brandenburg a. große Zahl deutscher Kapitalisten in Mitleidenschaft gezogen. in Venezuela im rosenrothen Lichte zeigend, dabei stets nur Mittweida 50,-, die Oppositionellen von Bant und Umgegend Bei dem Sinken des Zinssußes der deutschen Staatsanleihen, mit dem Aermel das Straf- Gesetzbuch streifend, organisirte 100,-. Die fieben rothen Batrioten Gorau i, 2. 10, Ueberschuß den fortgesetzten Konversionen( d. h. Herabsetzungen) des und organisirt der durch Kartelle, Sonderbündnisse, Berträge einer verbummelten Versammlung bei Schweißberger Berlin 3, 3inses für Staatspapiere ist es für eine sehr große Gruppe und lebereinkünfte vereinigte, verschwisterte und ver Lübeck 300,-. M. 2. 10,-. Forst i. 2. 150,-. Grachus Forst i.. Deutscher Bourgeois zur dringenden Nothwendigkeit geworden, schwägerte Rattenkönig der Emissionsbanken den ergiebigen 8. eumünster i. Solft. 300,-. Leseflub zum Licht, Berlin 18,05. ihr Geld fruchtbringender" anzulegen. Raubzug gegen das Kropzeug" der Kapitalistenklasse. Ueberschuß von Schmödwig am 30./8. 91 vom I. und III. Berliner Es giebt einen bedeutenden Stamm von Klein- und Ist der Gewinn eingesäckeit, sind die Papiere an den her Wahlkreis 97,60. Von der rothen Familie Hannover 10,- Mittelbürgern, die in dem gesellschaftlichen Aufbau zwischen Mann gebracht, dann möge Jeder sehen, wo er bleibe. 10. fächsischer Reichstags- Wahlkreis 20,-. I. Berliner Wahlfreis 150,- Conradsthal i. Schl, von einem Beamten, der nichts dem Großbesig und den Schichten des Klein- und Zwerg Wird der Staatsbankerott weit hinten in der Türkei, in merken lassen darf 2, 1- Werther 3000, Bon 2 Bauern in Domziegelhof i. Schlw. besiges eingelagert sind, Leute, die als Rentner, als Pen- Argentinien oder wo sonst die Völker aufeinanderschlagen" 2. M. 770,50. Grünberg i. Schl. 7,-. Döbeln fionäre, als Nuznießer eines Vermögens leben, das zu groß dann offenbar, so wäscht der ehrliche Makler seine Hände burdy Sch. 10,-. V. Berliner Wahlkreis 100,-. Gunersdorf i. Schl. ist, um sie zum harten Kampf ums Dasein zu zwingen, zu in Unschuld, und der kleine Rentner wird an's Kreuz geStaffel 300,- lauen i. M. 17,00. Burgsteinfurt i. W. klein, um sie in die Kompagnie der Großkapitalisten einzuschlagen ohne Gnade. Dieses Verfahren ist, wie sich von 18 Gebweiler i. Glj. 5,70. Rontobucharbeiter Leipzigerstraße reihen. Go lange die Staats- und städtischen Papiere, die selbst versteht, reinlich und zweifelsohne, Polke dagegen ist 1. Berliner Wahlkreis, Diten 390, Darunter 5,10 aus der sicheren" Anlagen, die pupillarisch guten Werthpapiere troß seiner Freisprechung nur Siegelfabrik Hirsch. Goldschmiede' Berlin 30, G., eine ausreichend hohe Rente abwarfen, so lange 5, 42, schäftsfreund Bleichröder's, Bismarck, die deutschen Spieß= 4 vom Hundert die Regel waren, waren die guten Spieß- bürger dem bankerotten Rußland auslieferte, war natürA. B. 150,-. P. S. 50,-. Geeste münde, gesammelt bei einem Klub= staatsmännisch und sei nur nebenbei erwähnt. Ausflug 2,-. Bon bürger nicht in Verlegenheit. Aber die Entwicklung des lich 11 Bau Riemann, Geldweſens, eine Folgeerscheinung der wirthschaftlichen Wie mit Argentinien und anderen erotischen" Berlin 11,-. III. Berliner Wahlkreis 150,-. Alte Schulden Umwälzung, welche die heutige Gesellschaft durchmacht, Staaten, ist es den deutschen Philistern auch mit Borvon G. durch N., Berlin 5,-. VI. Berliner Wahlkreis Moabit räumte nach und nach mit den bequemen Einrichtungen auf. tugal gegangen. Die Darmstädter Bank" hat riesige 74,70, darunter 1,70 gef. von Petermann. Neviges Drt Harden- Je gewaltiger die kapitale wurden, die in den Händen Provisionen eingesteckt," die Besitzer der portugiesischen berg 30,-. Die rothen Buchbinder aus der Grünstraße, Berlin Kleiner Gruppen sich aufhäuften, je mächtiger das Handels-, Papiere stehen vor der Thatsache, daß der Staat Gera 50, Waldheim in Sachsen, von rauchenden das Bank, das Gewerbewesen sich entfaltete, je durchgreifen im Konkurs ist und den Gläubigern ein Schnippchen schlägt. Schuhmachern 25,-. Hannover 500,-. VI. Berliner Wahlkreis der die Erfolge des mit riesigen Mitteln wirthschaftenden Sozialpolitisch ist dieser jüngste Angriff der Ichweig 300,- Zodtgeschoffener Sperling 8, a. G., Berlin Unternehmerthums wurden, in desto peinlichere Enge ge- Großen auf die Kleinen, dieser Zusammenbruch zahlreicher weide 3,-. Existenzen des Klein- und Mittelbürgerthums eine Etappe E. Fl., Mühlhausen i. Zb. 10, 3. G., Mieber- Schönriethen die kleinen Kapitalisten. 6. Berliner Wahlkreis, Oranienburger Vorstadt, Unter ihren Füßen schwankte der Boden. Ihre Ein- des gesellschaftlichen Fortschritts. Je rascher die Mittelklassen Rosenthaler Vorstadt, 158,90. 9, darunter von Amor II 30,-. 6. Berliner Wahlkreis, künfte verringerten sich, ein Vermögen, das bisher eine zu Grunde gehen, je schneller sie aus ihrer Stellung herausläßlich- angenehme Lebenshaltung verbürgte, das etwa 6000 geworfen werden, desto mehr beschleunigt sich die Auflösung bis 7000 M. abgeworfen hatte, lieferte nur noch 3600 bis des Kapitalismus. Mit fühler Ruhe sieht die Arbeiter Stendal 10,50. Rostod 100,- Freiburg i. Schl. 10,- 4000 M. Dies bedeutete eine vollständige Revolution des Klaffe, wie die bürgerliche Gesellschaft sich selbst vernichtet, München 600,- 550,50. Rummelsburs 50,10. Bielefeld Philister- Haushalts. Simson Großbürgerthum hatte die wie ein Stüzbalken nach dem anderen abfault und ver157,20. Chemnitz 350,-. Altona Ottensen 400,-. Benig Gäulen des Spießertempels niedergerissen. Entweder den wittert. Je rascher, desto besser! Wahlkreis 64,80. Pforzheim 100, 50 Magdeburg 200,- Heilbronn 22,50. 19. fächsischer Lebensmaßstab herabseßen, die Ausgaben einschränken, von Politisch aber erleben wir das anziehende Schauspiel, Dritter schleswigBerlin 25, aber einer sozialen Stufe, auf der man sich bisher gehalten, daß die deutsche Regierung ihre diplomatischen Werkzeuge in at 50,- Bremen 400, Arnstadt i. Zb. 25, Neustadt herabgleiten, oder aus dem behäbigen, die Nachtruhe nie- Thätigkeit setzt, um für die in ihrem Zinsgenuß bedrohten 1. Pfalz 5,-. 19. fächs. Wahlkreis 28, Dohen Schönhausen- mals störenden Idyll heimischer Staatsgläubigerschaft aus deutschen Kapitalisten zu retten, was zu retten ist. Bon ihrem 5, Berlin 5,-. Berlin S., 5, Liebenthal i. M. durch Bildausspielen 6,30. b) Für Festzeichen. Feuillefont. Nadbrud verboten.] Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. [ 5 Aufmerksamkeit wollten sie schließlich umkehren. Auf einmal sahen sie ein Nachdem sie ein paar Worte gewechselt hatten, nahm ibre sich, das Haus vor sich, erregte. er ruhig einen Schlüssel, der neben einer Truhe hing und G3: war etwas weniger düster und ansehnlicher als die ging durch eine Thüre im Hintergrund des Zimmers anderen und ähnelte im Dunkeln einem Hause aus Schnee. Drinnen sah man Licht. Es war das letzte auf der Straße. Der Fremde entschloß sich, noch an diese Thür zu klopfen. Man öffnete. Herein, sagte Jemand. Sie traten ein und saben sich einem Manne gegenüber, der wie ein Bürgersmanu aussah. Sie wissen wohl nicht, wo Sie übernachten sollen? fragte er, nachdem er sie einen Augenblick fragend angesehen Nein! hinaus. Nun begannen die Reisenden sich umzusehen und erKannten mit Staunen, daß sie nicht in einer Herberge waren. Eine Petroleumlampe, die an der Decke hing, beleuchtete das Gemach. Es war ein viereckiges Zimmer, dessen Wände zwar mit einer einfachen Tapete bedeckt waren, in bem aber alles so sauber war, und dessen rother ziegelgepflasterter Fußboden so blank gescheuert erschien, daß das Ganze einen anheimelnden Eindruck machte. Das Thür war mit kleinen Tüllgardinen versehen neben der Nun legte der Reisende mit einer Eilfertigkeit, die vom Unterdorfe her gefolgt war, den Betrag für seine Beche hatte. youn, in Verwunderung gefekt haben würde, der ihm schon auf den Tisch, und, die Abwesenhe it des Schwägers benutzend, schlich er sich mit seinem Mädchen unbemerkt fort. Es schien, daß die geschwäßige Gastfreundlichkeit des Schankwirths dem Fremden ein wahres Entſegen eingeflößt brennender Kohlen, die mit einer Krufte feuchter Asche Etagère, die geschmückt war mit in allen Farben fibh eine hatte, denn er konnte nicht wissen, ob es ihnen möglich sein bedeckt waren. Das war das Feuer, welches man in ge den Kugeln und auf der ein Theeſervice ſtand, Das mit würde, jetzt noch eine Zufluchtsstätte zu finden. wissen Ländern des Nordens nicht verlöschen läßt, das bei grellen, seltsamen Malereien verziert war. Das im Hinter hüllte sie leise und Und der Schnee fiel noch dichter als vorher und Tage hell brennt und Abends glimmt, das Morgens am grund des Zimmers brennende Steinkohlenfeuer warf sein unerbittlich ein. Die Dächer Verlöschen ist und in der Nacht durch die Fensterscheiben flammendes Licht auf eine Art Korb von polirtem Gisen, wurden weiß. Das Dorf sah aus wie die Milchstraße der Thüren schimmert und den Reisenden, die durch die der auf vier Füßen ruhte. Mitten im Zimmer stand ein am Horizont, wenn sie verlischt, und man hörte Nichts als Dörfer wandern, so wie ein Stern das Geleite giebt. runder Tisch und auf einent Schreibtisch von das Geräusch der niederfickernden Wassertropfen auf den weißem Holz, der zwischen Thür und Fenster Steinen. Der Wind hatte sich gelegt. Den tobenden II. stand, waren alte Bücher und Manuskripte aufgestapelt. Wintersturm, der die Fensterläden an den Häusern aufreißt Diese Thür, die sich ihnen so plößlich geöffnet, die Der Mann und das Mädchen betrachteten diese Einrichtung und Hand, welche sich ihnen auf einmal entgegengestreckt, hatte ernst und mit einer Art Andacht, und wärmten thre Häme Teppiche faßenartig baber schleichenbe Wine abgelöst, und anfangs die Reisenden fast erschreckt. Zuerst zögerten sie, an der Herdflamme, deren große Schatten auf ihren Gewährend die Reisenden stumm sich umblickend in die Finster- dann aber, von Hunger, Müdigkeit und Kälte übermäßig fichtern tanzten. Der Glanz dieser bescheidenen Möbel und niß hineinhorchend vorwärts schritten, blinkte ihnen( von erschöpft, nahmen sie die dargebotene Gastfreundschaft mit die naiven Verzierungen des großen Speiseschrankes athmeten rings umher der matte Feuerschein entgegen, der über den ängstlicher Haft an. Ruhe und Glück. Diese weißen Vorhänge, die wärmende geschlossenen Thüren erzitterte. Von der Angst verwirrt, Der Wirth fand darin nichts Auffälliges. Flamme thaten so wohl und der Abglanz dieser achtbaren Sauberkeit fast so kokett aussahen, wie die Toilette eines jungen Mädchens bei der ersten Kommunion. Gegenüber Dann kommen Sie. Sie sind zu Hause. in der Mitte der Wand stand eine Truhe aus Lindenholz, Und in dem warmen Zimmer prasselte ein Haufen blinkend wie alles übrige, und auf dieser sich Standpunkt aus, als Erefutive der Besigenden, mit Recht. Und doch auch mit Unrecht. Denn aus diesem Frrsal, in das deutsches Großkapital deutsche Spießbürger hineingejagt hat, führt kein Ariadnefaden heraus. Was nüßen die schneidigsten" Noten, die an die portugiesische Regierung gerichtet werden der Reichs- Anzeiger" vom 4. Juli veröffentlicht die deutsche Note und die portu giesische Antwort, wenn die bankrotten portugiesischen Gewalthaber erklären wie der Teufel von Wemding: " I mog net!" So mag der luftige Krieg des Notenwechsels fortgehen, papieren, unschädlich und doch sehr lehrreich. Sehr lehrreich in der That! Wo blieben die scharfen Noten, als deutsche Arbeiter von der ravachol- tollen französischen Regierung eingeferkert und wie gemeine Verbrecher über die Grenze gebracht wurden? nur unbefriedigende Resultate verzeichnen. Es sind folgende Gründe und Thatsachen festzuhalten: 1. Eine große Entwerthung aller Rohmaterialien, als: Baumwolle, Wolle, Seide, Leder, Eisen, Holz 2c., sowie das Herabgehen aller Börsenwerthe; 2. dem gegenüber abnorme Preissteigerung aller Lebensmittel; 3. eine allgemein geringer gewordene Kauffraft resp. verminderte Konsumtionsfähigkeit des gesammten Volfes; 4. eine allseitige Ueberproduktion." ,, Auch ich bin der Ansicht, daß die sozialistische Partei feinen Grund hat, mit ganz besonderer Erbitterung die Idee vom Staatssozialismus selbst zu bekämpfen. Unsere Partei hat im Gegentheil in ihr Programm eine ganze Reihe Bestimmungen aufgenommen, die die stufenweise Borbereitung einer besseren sozialen Organisation zum Zwecke haben, und die man wohl als eine Annäherung an den Staatssozialismus betrachten tann. Auch bei der neuen Redaktion unseres Programmes 1891 zu Erfurt haben wir uns geweigert, einen Artikel aufzunehmen, wie man uns vorgeschlagen hatte, der sich gegen den Staatsfozialismus richtet..." Reichsgesetzliche Regelung des Apothekerwesens. Wie offiziös gemeldet wird, sind die Arbeiten zu einer Will Herr von Caprivi Panzerschiffe nach Lissabon Neuordnung des Apothekerwesens im Gange. Die Grundschicken? Aber die Interessen des großen Unternehmer- züge zu einem Gesetzentwurf sollen im preußischen Kultusthums find nicht bedroht. ministerium ausgearbeitet und der zuständigen Zentralstelle In der ganzen Reihe von Bestimmungen", die des Reichs übermittelt worden sein. Natürlich handelt es von Bollmar hier erwähnt, befindet sich nicht eine einzige, sich um ein Machwerk der Schreibstubenweisheit, die am der die Bezeichnung staatssozialistisch" zukommt. grünen Tisch etwelche formelle Aenderungen austiftelt, die Wenn eine Partei, welche die Auflösung des Klassenschweren Schäden aber, welche vor Allem die sozialdemo- staats und die Beseitigung der kapitalistischen Produktion fratische Kritik im Parlament und in der Presse bloßgelegt als ihr Biel hinstellt, für irgend eine Verstaatlichung einhat, gemüthlich beim Alten läßt. Die Apothekenmonopole tritt, so bedeutet das etwas anderes, als wenn der heutige Ein Narr wartet auf Antwort. Für die Proletarier sind aber auch eine zu schöne Versorgung für Bourgeois Klassen, d. h. kapitalistische Polizei- und Militärstaat die beredtes Schweigen, für die Spießbürger nichtssagende sprößlinge und vortreffliche Spekulationswaaren für betrieb äußerlich gleiche Maßregel anstrebt. Eine Annäherung an Noten. Aber wenn König Stumm oder Herzog Krupp same Geldmänner. den Staatssozialismus" liegt jedenfalls nicht darin; und oder Herr von Hansemann gekränkt werden in ihren die Verfasser des Programm- Entwurfs sind sich sehr wohl bewußt gewesen, daß eine, Annäherung an den Staatsheiligsten Interessen, wird man dann statt der Noten sozialismus" die Entfernung von der Sozial Flintenschüsse wechseln? demokratie bedenten würde. recht fein.--Uns soll Alles recht sein. Politische Uebersicht. Berlin, den 5. Juli. Kein Tag ohne Säbelaffäre. Heyl, Lucius, Lück und wie sie Alle heißen, ihr rühmliches Thun findet begeisterte Nachahmer. Jetzt hat auch Kassel seinen Beitrag zur Geschichte des Krieges im Frieden. Die Sache Nicht wahr ist, daß wir in Erfurt, wie der Brief spielte sich am 2. Juli ab. Die Veranlassung soll, wie die v. Vollmar's es infimuirt, einem gegen den Staatssozialismus " Frankfurter Zeitung"( Nr. 187) meldet, ein stark ange- fich richtenden Artikel aus Hinneigung zum Staatssozialis heiterter Artillerielieutenant gegeben haben, der durch seinen mus die Aufnahme ins Programm verweigert hätten. Der Zustand das Gelächter der Straßenjugend herausforderte bezügliche Bassus, der den Staatssozialismus sehr scharf und daraufhin in der bekannten Manier zum Säbel griff charakterisirte( als die Verbindung der wirthschaftlichen mit Nachdem dem Lieutenant der Säbel entwunden, und er in der politischen Sklaverei bezweckend), wurde blos deshalb Militarismus und Arbeiterbewegung. Aus Bayern ein Haus gebracht worden war, vor dem sich eine zahlreiche nicht in das Programm aufgenommen, weil dieses seiner wird der Frankfurter Beitung"( Nr. 187 vom Kriegsschule eine Anzahl Soldaten, meist Kavalleristen, zum entgegengesetzt ist, daß wie ausdrücklich bei der Bericht Menschenmenge auſammelte, sollen aus der benachbarten ganzen Fassung nach dem Staatssozialismus so diametral 5. Juli) geschrieben:„ Eine eigenartige Illustration dazu, Beistande herangeeilt sein und die Menschenmenge mit ge- erstattung erklärt ward die Formulirung der Gegner wie militärische Behörden ihre Stellung zu Streit. bewegungen auffassen, giebt folgender Vorgang. Ein zogenen Säbeln vor sich hergetrieben haben, wobei ein schaft überflüssig erschien. Schriftsezer, der Reservist ist, wurde zu mehrwöchentlichem Bivilist leicht verletzt wurde. Nur durch das DazwischenDa die Nichtaufnahme des Passus, wie der Brief Dienst eingerufen. Er bat nun aus dringenden wirthschaft treten eines Schumannes follen gröbere Ausschreitungen von Bollmar's beweist, zu einem, allerdings fast unbegreiflichen und familiären Gründen um Zurückstellung und er verhindert worden sein. Die Militärbehörde hat nach der lichen Mißverständniß von Bollmar saß selbst in der hielt von der zuständigen Militärbehörde die Weisung, erst Der friedliche Bürger wird nachgerade nicht mehr ohne man beinahe wünschen, daß jener Bassus in das Programm Hessischen Morgenzeitung" die Untersuchung eingeleitet. Programm- Kommission Anlaß gegeben hat, so könnte ein Zeugniß seines Prinzipals beizubringen, ob er an dem Revolver ausgehen können, um sich gegen solche Helden des Aufnahme gefunden hätte. Bon staatssozialistischen Belleitäten heurigen Buchdruckerstreit sich betheiligt habe. Es scheint, ( Gelüsten) muß man die Partei rein halten. Principiis obsta, daß das Zeugniß zu seinen Gunsten" ausgefallen ist, denn tapferen Kriegsheeres zu schützen. er wurde thatsächlich zurückgestellt. So weit wäre die Sache Er kann das Lügen nicht lassen. In dem kläg- dem Anfang widerstehe! gut gegangen, aber die verlangte Voraussetzung hat etwas lichen Rückzugs- Artikel, den Fürst Bismarck sich endlich in fehr Bedenkliches. Es würde eine merkwürdige Verkennung den Hamburger Nachrichten" abgequält hat er stellt Samm hat, die Erhebung einer Anklage gegen Baare im Baare, der Makellose. Das Ober- Landesgericht in ihrer Aufgaben sein, wenn Militärbehörden in wirthschaft sich noch immer, als ob die von Caprivi in der Nord- Stempelprozeß abgelehnt. lichen Kämpfen dadurch einseitig und tendenziös Stellung deutschen" ihm verabreichte Bastonade das ureigene Werk Edlen! Vielleicht giebt ihm Leo XIII. die goldene TugendDie Bürgerkrone für diesen nähmen, daß sie nach sozialpolitischer Voreingenommenheit seines früheren Eunuchen Bindter sei schreibt der bla rose und die französische Akademie den Monthyon'schen die individuellen Verhältnisse der das aktive Militäropfer mirteste aller Staatsmänner, der Ruf nach Polizei gegen Tugendpreis. Heil dem großen Baare! für das Baterland Leistenden verbescheiden würden. Da den früheren Reichskanzler" finde sich in englischen, würde sich der Militarismus von einer ganz sonderbaren ungarischen, freisinnigen, klerikalen, sozialdemokra Weltausstellungen und kein Ende. Hinter der Seite zeigen. Die Militärbehörden haben ihre Militär- tischen Blättern". So weit diese Anschuldigung fich Chicagoer Ausstellung, die im nächsten Jahre die obliegenheiten wahrzunehmen, nicht aber sog." Ordnungs- gegen die Arbeiterpreffe richtet, ist sie aus bester Luft ge- Völker der Erde am Michigansee unter dem Sternenbanner politik" für die Unternehmer gegen die Arbeiter zu treiben." griffen. Wir verübeln dem abgewirthschafteten Jammer vereinigen wird, taucht ein Zukunfts- Weltausstellungsplan. Der Einzelfall paßt zum System. Bei dem Buchdrucker- greise, der das Verdrehen, Entstellen und Heucheln gewerbs nach dem andern auf. Erst der sehr nebelhafte der BerAusstande hat ja der bayerische Kriegsminister dem mit der mäßig Jahrzehnte getrieben hat, diese neueste unwahrheit liner Weltausstellung, dann der auch noch ziemlich nebelAnfertigung der Landtags- Drucksachen beauftragten Prinzipal nicht, zumal wenn wir als mildernden Umstand die akute hafte der Weltausstellung in Paris, und nun ein dritter beim Militär dienende Schriftseger zur Aushilfe gestellt. Alkoholvergiftung in Betracht ziehen, die sich der Größte der nebelhafteste von allen- einer Weltausstellung in Und so gut das heutige Heerwesen ein nothwendiger Bestand aller Deutschen" auf der Bierreise Dresden- Wien- Wünchen- Antwerpen, die eine Versammlung von Kaufleuten für das theil des Klassenstaats ist, in so trefflichem Einklang ist Augsburg durch den Genuß von Wein, Cognac, Hofbräu Jahr 1894 beschlossen hat. Das ist ja ein wahrhafter dies verlangte Fleißzeugniß" des um Urlaub uachsuchenden zugezogen hat. Dem Kanzler in der Fülle feiner Wacht, embarras de richesses etwas zu viel des Guten. Reservisten mit der Gleichheit vor dem Gesetz und dem der gegen die Sozialdemokratie die schmählichste Polizei- Gerade als wir Vorstehendes geschrieben, erfuhren wir, § 152 der Reichs- Gewerbe- Ordnung. wirthschaft aufbot, haben wir erfolgreich Trot geboten, daß auch für Rom eine Weltausstellung geplant ist. Mein Es giebt keinen Nothstand. Als 1891 die Vertreter dem fortgejagten Kanzler aber schicken wir gewiß die Polizei Liebchen, was willst Du noch mehr? der Arbeiterschaft das grenzenlose Elend der breiten Massen nicht auf den Hals. Wohl aber mögen seine Freunde erPariser Weltausstellung in 1900. Wolff's darlegten, als sie für eine Beseitigung oder doch Suspension wägen, ob in diesen heißen Tagen nicht ein falter UmTelegraphisches Bureau meldet unterm 5. Juli aus Paris: der Kornzölle eintraten, als Schutzmaßregeln gefordert fchlag dienlich sei. Ist kein Schweninger da? Wie in Regierungskreisen verlautet, war nicht beabsichtigt, wurden, sprach Herr von Caprivi sein berühmtes Wort Staatssozialismus. In einer französischen Zeitschrift fofort eine Kommission zur Vorbereitung der Arbeiten für vom Nothstand, und der von Forckenbeck echoete es ihm nach.( der Revue Politique et Litteraire") wird ein Brief des eine Weltausstellung im Jahre 1900 zu ernennen; vielmehr Die Liegniger Handelskammer, eine Berufs Reichstags- Abgeordneten von Vollmar über die Lage in folle die permanente Ausstellungskommission ergänzt werden, organisation des Unternehmerthums, schreibt in ihrem Be- Deutschland veröffentlicht. Mit den Anschauungen und welcher dann diesbezügliche Vorarbeiten betreffs der gerichte für 1891: Urtheilen, die in diesem Briefe zu Tage treten, haben wir planten Weltausstellung zu unterbreiten wären." " Das Jahr 1891 ist im Durchschnitt in wirthschaftlicher feinen Grund, uns zu beschäftigen. Eine behauptete ThatBeziehung als eines der unerfprießlichsten seit langer Zeit aufache aber, die geeignet ist, unsere Bewegung in falschem Schweizerisches. Das Schweizer Gemeinwesen wird bezeichnen. 3 mögen einzelne Industrien, welche gewiffer maßen außerhalb des großen Werkehrs stehen, oder eine Aus- Lichte erscheinen zu lassen, fühlen wir uns gedrungen, mehr und mehr demokratisirt. Dieser Tage beschloß in nahmestellung einnehmen, z. B. die Spezialitätsbetriebe, pro- richtig zu stellen. Zu Anfang seines Briefes sagt von 3ürich eine Bersammlung leitender Staatsmänner ver schiedenster Kantone Voltsinitiative für die Wahl des fperirt( geblüht) haben, im Großen und Ganzen tönnen wir Bollmar: Sauberkeit erfüllte sie, die in den Nebeln der Sambre bei nahe zu Grunde gegangen wären, mit Wohlbehagen. Das junge Mädchen hatte sich nahe ans Feuer gestellt. Es war anfänglich noch ganz in seine Tücher eingewickelt geblieben, aus denen nur ein winziger Theil ihres Gesichtes herausschaute. Als der Wirth das Zimmer verlassen hatte, kam sie gewissermaßen erst zu sich und mit den graziösen Bewegun gen eines Vogels, der sich behaglich recht, brachte sie ihr ganz zerzaustes Köpfchen zum Vorschein. Dann lächelte sie und nun, da sie munter ward, war sie die erste, die das Schweigen unterbrach. Vater, werden wir hier übernachten? Ohne Zweifel! Und essen? Ich bin so hungrig. Wir werden zu essen bekommen. müthig aus. Gesicht, sie ließ die Hände sinken und sagte: Ich hielt mich schon für todt. # Er trug eine Müße mit großem viereckigen Schirm, die mit betrachtete er aufmerksam eine kleine dampfende Schüffel, Ohrenklappen versehen war, welche in die Höhe geschlagen die auf der Erde neben dem Feuer stand, und sagte zu Sein sich selbst: und nach vorn hin mit Schnüren befestigt waren. weißer Halskragen war hoch und ansehnlich. Dabei schien Warum ist nur Toubeau nicht gekommen? er jene Angewohnheiten zu haben oder jene kleinen Schwächen, die man häufig bei Leuten findet, deren Beruf es ist, Unterricht zu ertheilen oder Reden zu halten, jenes bekannte ausdrucksvolle Runzeln der Augenbrauen und ein leichtes Im selben Augenblick drang ein eisiger Lufthauch ins Zimmer. Die Thür des Vorsaales hatte sich geöffnet. Guten Abend, Toubeau," sagte der Lehrer. einen " Die Reisenden schauten sich um und sahen hinter sich zerlumpten Menschen mit schwarzem Gesicht, der eine Laterne in der Hand trug. Der Lehrer wies auf die Schüssel, die neben dem Feuer stand. Bucken der Lippen und Kimulaben. Seine Stimme endlich tlang müde; im Munde hatte er stets kleine Süßholzpastillen und da er zweifellos Schmerzen empfand trug er Watte in den Ohren. Bei all diesen weniger lächerlichen als charal teristischen Aeußerlichkeiten machte er den Eindruck eines ernsten, aber freundlichen Mannes. Das war also der Alte, der das Haus bewohnte, welchem man im Dorf den Namen Er war dürr und schmutzig, trug die Ledermüße der BergDer Mann, den der Lehrer Toubeau nannte, kam näher. das weiße Haus" gegeben hatte. Sobald er wieder ins Leute, sein Rock bestand aus einer Menge Feßen, die auf's Wohnzimmer getreten war, hatte er den Speiseschrank ge- Gerathewohl zusammengeflicht waren, öffnet, eine Schüffel und Teller genommen und sie auf den " Und fröstelnd hüllte sie sich wieder in ihr Tuch, wie tuch fehlt. ein Vogel, der in sein Nest zurückschlüpft. Haut. Hier ist Deine Suppe; es ist spät. Wie meine Füße brennen! Der Herr sieht recht gut und durch die Neugierig wandte sie den Kopf rechts und links und Tisch gestellt. Darauf hatte er seinen Gästen gegenüber löcherigen Hosen hindurch sah man die bläulich- röthliche bemerkte in diesem Augenblick ein Bild, das über dem Platz genommen. Dann war es, als ob er sich Wiüthe gebe, seltsam lebhafte Augen. Diese Augen, dieses schwarze Aus dem tohlengeschwärzten Gesicht hervor blickten Schreibtisch hing. Es war das Bild eines Kindes. Dann eine heitere Miene auzunehmen; er konnte jedoch die neigte sie sich zum Feuer- ein Schatten flog über ihr Melancholie feines Aussehens nicht ganz überwinden. Er Antlitz, diese Ledermüße und die Laterne, die der neue Antömmling trug, erinnerten die Reisenden an den Bettler, kreuzte die Arme und sagte: der sie am Eingange des Dorfes angehalten hatte. Es wird Sie hoffentlich nicht stören, daß das TischDer Unglückliche betrachtete den Lehrer und die Statt aller Antwort hatten die Reisenden gelächelt. Fremden mit einer zugleich drohenden und furchtsamen Ju In diesem Moment erschien der Wirth wieder. Er Bei dem Mann machte sich eine gewisse Bitterkeit geltend; Miene. Dann näherte er sich linkisch dem Feuer, bückte war groß und weder dick noch mager und konnte das über das Antlig des Mädchens aber schien sich das Borgen- sich, hob die Schüssel mit einer raschen Bewegung auf und sechzigste Jahr überschritten haben. Er sah aus wie ein roth der Freude zu verbreiten. Der Alte ergriff von neuem ging hinaus. Der Lehrer sah seine Gäste mit trauriger. Miene an. Er wandte sich dann an den Mann und sagte, Deutscher, seine Gestalt war gewichtig, das Antlig rasirt, das Wort: die Haare ergraut, bürstenartig kurz geschnitten und leicht So langen Sie denn zu! indem er mit dem Kopf ein Zeichen nach der Thüre machte, geträufelt. Um die Lippen lang ein Zug leichter Ver- Bei wem find wir, mein Herr? fragte der Fremde mit durch die der Bettler verschwunden war: Es ist ein Blöd bitterung. Die Gesichtszüge waren fein, aber voller Falten dankbar bewegter Stimme. und Winkel, als wären sie durch langdauernde Seelentämpfe angespannt und verzogen worden. Die Augen erschienen Bei Petit- Waudru, dem Lehrer in Pont- sur- Sambre. blau und sanft und machten den Eindruck der Freimüthig Die Reisenden hatten sich stumm zu Tische gesetzt, grade teit, obschon sie trübe und ohne Glanz waren, wie Augen als es 10 Uhr schlug auf einer hölzernen bemalten Uhr, einer Mutter, die viel geweint oder eines Gelehrten, der deren Räder bei jedem Schlage rasselten. viel gelesen hat, so melancholisch schauten sie darein, aber Der Wirth antwortete lächelnd: Der alte Petit Wandru erhob den Kopf, zog seine Uhr ein Lächeln schien in ihnen zu leuchten, wenn er sprach. aus der Tasche und verglich sie mit der Wanduhr, Dann sinniger. Dann fügte er mit fummervoller Stimme hinzu: Er hat Nichts zu essen und so viel auszustehen. Der Fremde sah Herrn Petit Baudru aufmerk sam an. Sie ernähren ihn? Ich gebe ihm etwas. Der Lehrer zog einen großen Strohseffel vor das Feuer, eindrucksvoll und würdig. Zur englischen Wahlbewegung. A auch auf den Patriotismus des Kapitals, man bedenkt, daß in dem Kriegsjahre " 199 elleX T sladininis dit his Darteinachrichten. Eine Parteikonferenz für den Agitationskomitee, zu dem Tropplowig und Löwih je 2, Badewis, Bundesraths durch das Bolt, Vermehrung der Bundesraths- ihr Verhalten int schrecklichen Jahre" vor. Als Frankreich spanischen Arbeiterpartei bestand bisher( aus vier wöchent mitglieder auf neun, und Konstituirung der Schweiz als während des Krieges 1870/71 in der größten Bedrängniß lichen Organen, die sich nur infolge der großen OpferGesammtwahlkreis. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann war und Gambetta im Südwesten des Landes die letzten freudigkeit der Genossen halten können. Wir wünschen dem diese Reformen vom Schweizervolt durchgeführt werden.- verzweifelten Anstrengungen machte, dem Kriege eine andere neuen Unternehmen eine recht lange Lebensdauer und guten Wendung zu geben, da wandte sich die Regierung von Erfolg in der Verbreitung der Lehren des wissenschaftlichen Der Kampf um das allgemeine Wahlrecht in Bordeaux an die Bank um Geld, und diese weigerte Sozialismus unter der spanischen Arbeiterschaft. Belgien. Am Abend des 4. Juli fanden in Brüssel sich, dem Verlangen Folge zu leisten. Erst als zehn Protest- Versammlungen unter freiem Himmel gegen Gambetta in höchster Entrüstung über diesen Baterlands- Amnestie in Portugal. Der König von Portugal die Verschleppung der Revision, sowie sozialistische Umzüge verrath telegraphirte:" Ich werde die Bank zertrümmern hat eine Amnestie für die wegen Preßvergehens Berurtheilten, und Boltsversammlungen statt. Die Kundgebungen waren und selbst Papiergeld ausgeben, wie in den Bereinigten sowie für die an der Revolte vom 31, Januar betheiligten Soldaten bewilligt. Staaten", und als Freycinet zustimmend antwortete, da gab Aus Holland schreibt man uns: Nach einer un- die Bant, das Messer an der Kehle, nach; denn sie kannte Aus Holland schreibt man uns: Nach einer un aufhörlichen Agitation der Sozialdemokraten zu Gunsten die Energie Gambetta's. Aber inzwischen war schon die der Entlaffung des Gefangenen zu toſtbarste Zeit verloren. Ein eigen w eigenthümliches Licht J. H. Geel, welcher im Jahre 1886 wegen eines Revolverschusses( der nicht traf) fällt auf den Polizeikommissar Stork in Amsterdam zu 8 Jahren wenn Gefängnisstrafe verurtheilt wurde, ist Geel endlich von der zur Beit, als das ganze Land dem Ruin nahe Königin- Regentin aus dem Gefängniß zu Groningen ge- war und sich die härtesten Entbehrungen auferlegte, die die kürzlich in Fürstlich Langenauch über Kreis, laffen. Die That unseres Genossen Geel wurde veranlaßt Badewis, Bleischwigs, durch die brutalen Mißhandlungen und Todtschlägereien, theilte damals Dividenden von 30 pCt., während die Durch- Katscher und Langenau gut besucht und wählte ein zehngliedriges welche die Polizei unter Befehl des Kommissars Stort schnittsdividende nur 18-19 pt. beträgt. Daß das deutsche Bleischwitz und Katscher je 1 und Fürstlich Langenau 8 Delegirte wider die Sozialdemokraten verübte. In Amsterdam fand Rapital an Patriotismus" dem französischen die Stange zu stellen haben. Das Agitationskomitee hat folgende Aufgaben: am 3. Juli eine Demonstration zu Ehren des freigelassenen hält, brauchen wir unseren Lesern nicht zu sagen. Die Für den Sozialismus agitatorisch zu wirken; Fälle kvasser ArGenossen statt. Leistungen unseres Brozentpatriotismus" während des beiter Ausbeutung zu veröffentlichen; so viel wie möglich den Krieges gegen Frankreich und später, sind noch in frischem Arbeiterstand durch Erweckung des Leseinteresses geistig weiter zu Die historische Gedächtniß. Wenn das„ Vaterland" feine fetten Profite ab- bilden; das gesellige Leben zu pflegen, schlechte Gewohnheiten Brotfruste", die Gladstone neulich an den Kopf" flog, soll wirft, dann mag es, nach diesen Leuten, zum Teufel gehen. hierbei zu bekämpfen. Für diejenigen unserer Gegner, welche von einer Bewundererin des„ großen alten Mannes" behaupten, die Sozialdemokratie zerstöre das Familienleben, sei Im Quartier Latin, d. h. im Pariser noch angeführt, daß sich hinsichtlich der Pflege des gefelligen geworfen worden sein. Und die Tories behaupten steif und Studentenviertel, wo der frühere revolutionäre Lebens die Konferenz dahin aussprach, ein würdiges, geselliges fest, der große alte Windbeutel" habe die Brotfrufte be Geist ebenso vollständig verschwunden schien, wie unter der Leben zielbewußter Arbeiter müsse einen familiär festlichen stellt und die„ Wunde" mit sammt dem Attentatsgeschrei sei deutschen Studentenschaft, ist seit einem halben Jahre wieder Charakter tragen". blos blauer Reklamedunst gewesen. Die Zahl der ein reges politisches Leben erwacht. Kurz vor dem Brüsseler Randidaten beträgt in diesem Wahlkampf 1226; wenn internationalen Kongresse sozialistischer Studenten und Eine bevorstehende große Umwälzung innerhalb der man nun bedenkt, daß jeder davon in der Wahlperiode unter dem Drucke desselben bildete sich in Paris ein sozial Rölnische Zeitung" an. Danach soll eine gemäßigte Richtung jozialfozialdemokratischen Partei im Herzogthum Gotha kündigt die durchschnittlich nur ein Dugend Reden hält, so ergiebt das bemokratischer Studentenverein, der es innerhalb eines halben unter Führung des Vertrauensmannes Mößler" im Begriffe die entsegliche Zahl von 14 712, sagen wir eine runde Jahres zu einer Stärke von 70 Mitgliedern gebracht hat; stehen, den Abgeordneten Bock von der Führung der Gothaer Summe 15 000 Reden, die das englische Volk innerhalb auch einige Studentinnen gehören dem Verein an. Als Sozialdemokratie zu verdrängen und eine Umbildung der Bartei 14 Tagen über sich ergehen lassen muß! Programm gelten die Beschlüsse der internationalen Arbeiter herbeizuführen. Ob Mößter die Arbeiter ins reichstreu- liberale fongresse. Der Verein als solcher gehört keiner der( in oder in das christlich- soziale Lager des Herrn Stöcker führen Frankreich leider noch) beftehenden sozialistischen Frattionen wird, darüber scheint sich die Zante vom Rhein noch nicht im an, hat aber an allen großen Manifestationen der ver- Klaren zu sein. Bielleicht weiß ihr wohlunterrichteter Gothaer einigten Pariser Sozialdemokraten offiziell, mit Fahne 2c. dahin aber wird wohl Bock die Führung" noch beibehalten, ja, Theil genommen. Da mit dem Namen Sozialist" in fo viel wir wissen, hat derfelbe fogar alle Aussicht, in den Schuelle Justiz. Infolge betrügerischer Machen Paris wie allerwärts ein großer Mißbrauch getrieben gothaischen Landtag gewählt zu werden, was, im liberalen schaften bei der Uebernahme von Materiallieferungen ist wird, so hat der Verein, um feinen Zweifel Intereſſe, au verhindern wohl Aufgabe des ominöfen Mößler Der Oberwertführer des Pariser Marine Artillerie- über seine Tendenzen aufkommen zu laffen, fol. Laboratoriums, Courde, seines Postens entsetzt worden. sehr langen Titel angenommen; er heißt: InterDiese wilden" Franzosen. nationaler revolutionärer sozialistischer Studentenverein". Ju Reichenbach i. v. tagte türzlich eine BoltsversammDie Mitglieder sind zum größten Theil sehr eifrig lung, welche nach einem Referate Otto Wa Ifter's eine RefoFrankreich. Am Werke der Einigung der Tution annahm, in der die Reichsregierung ersucht wird, mit dem und der Sache ergeben; und wenn sie auch vor bestehenden 3ollsystem vollständig zu brechen, französischen Sozialisten arbeitet man jezt aller- läufig ihren jugendlichen Thatendrang nur Pfaffen, Anti- da daffelbe blos geeignet sei, die nothwendigsten Konfumartikel feits. So heißt ein Punkt der Tagesordnung des elften ſemiten, Chauvinisten u. s. w. gegenüber befriedigen, indem der breiten Maffen zu vertheuern. Regionalfongresses, welchen die stärkste Fraktion der Bossie deren Propaganda überall bindernd und störend in den Wahlkampf im Vereinigten Königreich. Bis zum 5. Juli waren gewählt: 51 Konservative, 7 Unionisten und 40 Gladstoneaner. Lettere haben bis jezt 10 Gige gewonnen. " 5 Korrespondent nächstens auch darüber Genaueres anzugeben, Bis * bilisten( Allemanisten) im August abhalten wird: Saltung weg treten, so dient doch ihre Thätigkeit sehr zur Auf- Paftor Iskrant ist von der Geistlichkeit faltgestellt worden. der Partei in Bezug auf die Einigung der sozialistischen rüttelung desjenigen Theil der Studentenschaft, der, zum Er wird nicht mehr der„ inneren Mission" pflegen, denn er hat Kräfte. Nachdem dieser Theil der Possibiliſten ſchon bei Broletariat ber Stopfarbeit gehörig, von Rechts wegen in diefelbe durch sein brutales Auftreten gegen uns auf's Grausamſte den letzten großen Manifestationen in erfreulichster Weise den Reihen der Arbeiterschaft fechten sollte. Für die theo- perfiflirt. Irgendwo wird dieser amusante Bertreter der chrift feinen ernſten Willen befundet hatte, die langerſehnte retische Ausbildung der neu aufgenommenen Mitglieder lichen Liebe" aber schon wieder auftauchen. Die alte Gesellschaft Guch seit herbeizuführen, ist jetzt wohl zu erwarten, daß es orgen die wöchentlichen Vorträge über Mary' ökonomische tann in der Wahl ihrer Klopffechter nicht sonderlich mäßleGinigkeit bald bei den Wahlen zu gemeinsamem planmäßigem Lehren. risch sein. Vorgehen kommen wird, daß also die Bourgeoisie sich nicht Schon als Organ des Grafen Caprivi, den wir für länger an dem Schauspiele weiden kann, bei jeder Wahl der römische Maifeier Prozeßt. Am 4. Juli hat einen anständigen Stonservativen halten, follte die„ Nordmehrere sozialistische Kandidaten sich unter einander das Appellgericht zu Rom das Urtheil gegen die wegen der deutsche Allgemeine 8tg." auf die Art der Polemit veraller Macht bekämpfen zu sehen. Der ge- Maifeier von 1891 angeklagten Arbeiter gefällt. Der sichten, we Iche feinerzeit für fie, als sie noch Organ des unannannte Regionalfongreß wird sich außerdem mit der Prozeß war bekanntlich die schmählichste Polizeimache; ständigen Junkers Bismarck war, allerdings nur angemessen weiteren Organisation der Arbeiterklasse, namentlich Urkundenfälschungen, Spigel- Gide, Lockspigeleien bildeten die gewefen ist. Das Blatt bemerkt nämlich zur Angelegenheit des der gewerkschaftlichen beschäftigen. Ferner soll folgende trügerische Grundlage. Natürlich feierte die Klassenjuftig Buchdruckereibesizers Jeup- Gelsenkirchen, beffen Agitation für die Frage diskutirt werden: Organisation der Gesellschaft in einen Triumph. Cipriani wurde zu 20 Monaten, Die Unabhängigen" unsere westfälischen Parteigenoffen nicht unterBezug auf Arbeit und Austausch am Tage nach der übrigen Angeklagten, au 8 bis 25% Monaten Gefängniß füßen wollen, weshalb sie ein auf dem Boden der Grfurter BeRevolution. Der letzte Punkt der Tagesordnung, Revision verurtheilt. Die Verlesung des Urtheils rief großen Lärm ſchlüſſe fußendes Blatt schufen: des Programms, wird wahrscheinlich dem im Oktober statt- hervor. Der Saal wurde infolge dessen von den Angeklagten alle" Führer" welche aus ihrer Führerschaft ein Geschäft" findenden nationalen Kongresse überwiesen werden. und dem Publikum geräumt. Die Angeklagten protestirten. machen und ihren persönlichen Vortheil" suchen, durchgeführt Baterlandsliebe des Kapitals. Um die Die Polizei verhaftete 14 Personen. Was für ein herrlicher würde, so möchte die Bahl der in ihrer Stellung verbleibendeir Erneuerung ihres Privilegs von der französischen Kammer Bundesgenosse, dieser Polizeistaat Italien, dessen Königthum nicht gerade sehr imposant ausfallen." s bewilligt zu erhalten, pochen die Aktionäre der„ Banque ein Königthum ist von Revolutionsgnaden.-: Solche allgemeine Berdächtigungen richten sich von selbst. Warum nennt die„ Nordd. Allg. 8tg." die betreffenden Führer" de France" mit großem Lärm auf die Dienste, welche fie Frankreich in den Zeiten der Noth und Gefahr geleistet Spanien. Die Genossen in Barcelona machen nicht? baben wollen. Im Laufe der Debatte sind sie jedoch sehr jetzt den Versuch, eine wissenschaftliche Zeitschrift heraus- Todtenliste der Partei. In Freiburg i. Sch I. wurde leinlaut geworden infolge eines Kaltwasserstrahle, den ihnen zugeben, welche zweimal im Monat erscheinen soll. Dieselbe am 19. Juni der Tischler tes cher beerdigt; er war namentlich ber Oppositionsredner Camille Belletan, der Chefredakteur führt den Namen„ La nueva Era"," Die neue Hera" und während des Sozialistengefeges ein thätiger Genoffe. 400 Perber" Justice", entgegenschleuderte. Pelletan hielt der Bank wird von dem Genossen Duejido redigirt. Die Presse der fonen gaben ihm das legte Geleit. setzte sich darauf, kreuzte die Beine und fah zu, wie seine Gäste aßen. Darauf fragte er: Ihr seid kein Bergmann? Berzeihung, ich bin's, sagte der Fremde. Ah, entgegnete erstaunt Herr Petit- Waudru, und mit einem Blick auf das anständige Aeußere des Fremden fragte er weiter: Steiger, ohne Zweifel? Ja, Steiger! Bielleicht Obersteiger? Ja, Obersteiger. Der Alte schüttelte schmerzbewegt seinen Kopf in seinem großen Kragen; seine müde Stimme, die er durch das Lutschen an seinen Bonbons zu kräftigen suchte, wurde hin und wieder lauter, und er betonte die Worte mit jenem schulmeisterlichen Nachdrucke, der ihm zur Gewohnheit geworden war. Er unterbrach sich, setzte seine Müze ab und strich mit tz der Hand über seinen grauen Kopf. Der Lehrer verneigte sich und fragte achtungsvoll: Mit wem habe ich die Ehre zu sprechen? Der Reisende zog ein Bergmanns- Arbeitsbuch aus der Tasche und reichte es dem Schullehrer, der auf der ersten Seite die Worte las: Jean Jaquemin, Obersteiger.tu Petit- Waudru lebhaft. Aber ich bin doch nicht etwa indiskret? rief Herr Durchaus nicht, sagte Jean Jaquemin. Das Gesicht des Fremden verrieth keine Bewegung, indessen schlug er die Augen nicht auf und zuweilen sitterte feine Hand unmerklich. Wollen Sie hier in Pont- sur- Sambre Wohuung nehmen? Ich hatte die Absicht, antwortete der Reisende. Bis jetzt habe ich sonst nirgends Arbeit gefunden. Ich muß natürlich immer meinen Unterhalt verdienen. Man sagt mir, daß hier die Arbeit niemals aufhöre, deshalb kam ich her. Meine Zeugnisse sind gut. Morgen werde ich mich vorstellen. Kennen Sie den Direktor? Ohren trüge. Die Dezimalbrüche bekam er nie richtig heraus. Jezt aber studirt er die Rechte diefer Nichtsmuß. Ein Taugenichts wie der, was kann der anders werden, als Advokat. Und der Alte nahm voller Stolz und Rührung das Bild herab, welches über dem Schreibtisch hing, und als das volle Licht darauf fiel, erkannte man deutlich das Porträt eines Kindes, welches das junge Mädchen schon bas junge whood vorher bemerkt hatte. ein Der Knabe war 8 Jahre alt. Er sah aber aus wie junger Mensch von 12 Jahren. do Dann, nachdem der Schulmeister das Bild wieder an den Nagel gehängt, sagte er: Wir wollen eine Flasche Burgunder trinken. Er nahm vorsichtig eine Flasche aus einem Schrant Herr Petit- Waudru hatte dem Fremden neugierig zu und setzte außerdem der belgischen Sitte gemäß einen Teller gehört. Es war das erste Mal, daß er einen Mann ge- voll kleiner Waffeln auf den Tisch. Dann aber, als er troffen, der sich anders ausdrücken konnte, als in unbedeutenden einschenken wollte, stellte er plößlich die Flasche wieder hin Redensarten und kurzen Worten. In Wahrheit sprach er nicht wie und riß vor Schrecken seine Augen weit auf. Der Fremde ein Grubenarbeiter, sondern vielmehr wie ein Bürger, und da hatte mit ablehnender Geberde die Hand auf das Glas durch hatte dieser Arbeiter mit seinem kleinen tiefen Auge gelegt. und seinem plebejischen Gesicht den Schullehrer in Erstaunen Man muß in Belgien gelebt haben, um die Verwirrung gesetzt. Aber bei der Frage, die ihm Jaquemin vorgelegt zu begreifen, in die der Lehrer durch diese Weigerung verDer Lehrer fing die Unterhaltung wieder an: hatte, erglänzte sein ganzes Gesicht. Er lachte vergnügt vor jetzt wurde. Jedes Land hat seine besondere Art der HöfSehen Sie, das Volk der Steinkohlen- Arbeiter hier ist sich hin und in seine Augen traten, wie immer, wenn er lichkeit und Gastlichkeit. Wein anbieten, wenn man welchen wahrhaftig bettelarm. Unter uns gejagt: Diese Kohlen- fich über etwas freute, Thränen. arbeiter find sammt und sonders schlechte Kerle. Der Direktor, rief er, ob ich ihn kenne? Saperlot! bat, ihn annehmen, wenn man ihn angeboten erhalten hat, das ist der ganze Inhalt der belgischen Gastfreund Der Reisende unterbrach ihn. Und wie! Ich war der Lehrer seines Sohnes. Marcel, lichkeit. Ich glaubte, daß die Arbeit in Pont sur Sambre mein kleiner Marcel! Jest it's allerdings ein großer Pont- sur- Sambre In diesem Brauche birgt sich eine Art sozialer Gleich Marcel, lieber Herr. Ich gab ihm Unterricht im Rechnen Die Arbeit ruht und sie ruht auch nicht. Wenn Sie und in der Grammatik, nach Noël und Chashal. Alle heit. So wie jeder große Herr hat jeder Arbeiter seinen morgen in die Nähe der Kirche gehen und sich umsehen, vier Spezies und die Konjugationen bracht ich ihm bei. Weinkeller. Der Belgier, wenigstens wenn er nicht ganz werden Sie die Eſſen rauchen sehen. Aber sie rauchen nur Ich weiß nicht, warum er über alle Erempel gelacht haben Flasche Wein in der Hand, und den Wein zurückweisen elend ist, wird auch nie Jemand aufnehmen ohne eme So groß war er, mein Herr, nicht größer. kleiner Schlingel! Er versteckte mir heißt beinahe soviel, wie die dargebotene Hand aus wollte wissen, weshalb ich Watte in den schlagen. nicht ruhe. nur sehr wenig. Jeder Arbeiter fährt von fünf Tagen Das war ein dert wenig, und man ißt so wenig, daß es sich nicht der Mühe lohnt. Das ist das Elend, das schwarze Glend. Der Reisende wußte das sicherlich; er mußte für seine Weigerung ernste Gründe haben, oder von unüberwindlicher Noel und Chashal haben eine Anzahl Schulbücher ver- Mäßigkeit beseelt sein. waren. Anm. d. Ueberfezers. ( Fortseßung folgt.) Und faßt, die in französischen und belgischen Volksschulen eingeführt die menschliche Gesellschaft. Für den Inhalt der Juferate übergegenüber keinerlei Verantwortung. Neue Welt. Bergihloß- Brauerei, Hasenhaide. Große öffentliche Volks- Versammlung Nachm. ab: Jeden Mittwoch: Wheute, Mittwoch, den 6. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Hensel, Invalidenstr. 1, Ecke Brunnenstraße. Tages- Ordnung: Hauptgewinn: Ein aimmt die Redaktion dem Publifum Kinderfest mit Gratisverloosung. Lebendes Schaf. Bonbonregen. Puppentheater. Stangenklettern. Wettlaufen. Fackelzug. die in Aussicht stehende Militärvorlage." Referent: Genoffe Folger. 1. Bortrag über: ,, Das Wesen des Polizei- Militarismus und Bon 4: Konzert und Komiker- Vorstellung. 2. Distuffion. 3. Beschlußfaffung über weiter zu unternehmende Schritte in Entree: Erwachsene 15 Pf., Kinder 10 Pf., die Mütze, Geschenk u. Freiloos erh. Sachen der Polizeifäbel- Affäre bei der Begleitung des Genossen Pe u 3 nach Plößensee am 29. Mai in der Perlebergerstraße. 4. Berschiedenes. erwähnten Vorfall betheiligt waren. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht, mit Einwilligung des Der Einberufer: Max Herrmann, Griebnowstr. 1. Theater. Mittwoch, den 6. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. lustige Krieg. Donnerstag: Nachtfest in Japan mit Monstre- Feuerwerk. Ganz besonders werden hiermit Alle eingeladen, welche bei dem oben Hasenhaide, Bertrauensmannes Arab- Crater as Gonntagstino Th. Keller's Hofjäger, Ostend- Theater. von Berlin. Bellealliance- Theater. Der Re visor. Adolph Ernst Theater. Leichtes Xuch. Kroll's Theater. Martha. Bergmann- StraßenEdre. Hente, Mittwoch, den 6. Juli 1892: Vorlehtes grohes Kinderfest mit Gratis- Verloosung, Bonbonregen, Sackhüpfen, Hahnenschlag etc. Großes Garten- Konzert. Im großen Saale: Banfmann's Variété. Spezialitäten Marionetten- Theater- Vorftell. Volksbeluftigungen. Ball. Vorstellung. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg) Mittwoch, den 6. Juli: Grosse Vorstellung. 1. Theil: Specialitäten 1. Ranges. 2. Theil: Ein moderner Rasirfalon, Posse mit Gesang in 1 Akt von A. L'Arronge. 3. Theil: Specialitäten Vorstellg. Geschw. Laura, Amelie und Gisela Neumann, Fischer u. Blum, gen. Schwach und Schwächer, Gebräder Schwarz.. Zum Schluss: Der Zauberbrunnen der Najaden, grosses Balletdivertissement mit WunderFontaine, 5 Solo- Tänzerinnen, 20 Damen Corps de Ballet. Anfang: des Konzerts 6/2 Uhr, der Vorstellung 71/2 Uhr. Bei ungünstiger. Witterung bieten die gedeckten Hallen Schutz tür ca. 3.000 Personen. Abends Großer Fachelrug und bengalische Beleuchtung. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf. Kinderbillets nur a. d. Kasse. A. Frölich. Restaurant Zum Zukunftsstaat" Albert Stritzkowsky, Kastanien- Allee 35. Franz. Billard- vorzügl. Weißbier ohne Walerzufat, große 20 Bf., fleine 10 Bi.helles Lagerbier Frühstück, Mittag und Abendtisch. Vereinszimmer mit Piano, bis 40 Personen fassend, auch als Bahlstelle, noch an einigen Wochentagen und Sonntags Vormittags zu vergeben. 2690L 929b Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Große Versammlung am Mittwoch, den 6. Juli, Abends 8½ Uhr, bei Gratweil( oberer Saal), Kommandantenstraße 77/79: 474/6 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Julius Türk über: Den Rampf gegen das Verbrechen". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Annahme der Beiträge. 4. Wahl des 2. Kassirers und Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Der Vorstand. Achtung! Wagenbauer. Achtung! Grosse öffentliche Versammlung sämmtlicher Mitglieder der Central- Kranken- und Sterbe Kasse Charlottenburg, Brauerei Gambrinus offe der deutſchen Wagenbauer Berlins und Umg Wallte. 46, Biomardistr. 22. Grösstes Konzert- Etablissement, Garten und Säle für 2000 Personen.( ist Elektrische Beleuchtung. Familien tönnen Kaffee tochen. 2 Riesen- Regelbahnen. Vereinen bestens empfohlen, auch Sonntags. 2512 L Brauerei Borussia, Niederschöneweide, Johannisthal, Oberspree. Täglich: Grosse Vorstellung. Jeden Sonntag und Mittwoch: Gr. Militärkonzert u. Ball Siehe den grossen Säulen- Anschlag. Kaffeeküche ist geöffnet. [ 2560L] Fr. Dolinski. Panopticum. J. Semmel, praft. Zahn- Arzt, Neu! 425L2 Oranienstr. 55, Moritzplatz. Spr. 9-1, 3-5. Jn der Poliklinik Blaue Grotte für Unbemittelte 1-3, 5--6. Nachm.( künstl, Zähne 2 Mark). Beleuchtungsfetten. Künstliche Zähne, Andreasitr. 60( Ging. Kl. Andreasstr.[ 2199L mit Wasser, Kähnen Neu! Eine Kriminalgeschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. 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Tage. leber die Weinmann'sche Bau- und Möbeltischlerei, Englische Straße 28 c in Charlottenburg ist in der am 4. Juli abgehaltenen Versammlung einstimmig beschlossen, die Sperre zu verhängen. Motive dafür: Einführung der 10 stün bigen Arbeitszeit seitens der Firma. J. A.: Die Lokalverwaltung Charlottenburg. Aug. Schnell, Schillerstr, 20. Freunden und Genossen empfehle Daß Albert fleißig gießen mag, Stettiner wünschen sich zu diesem Tag um heutigen Wiegenfefte, Sänger. Stets wechselnd. Programm. Daß Café Piper's rothe Gäste. Danksagung! 9226 9256 Allen Freunden und Bekannten, be Sonntags7 Uhr. innigsten Dank für die Theilnahme bei 522b] C. Reinicke, Manteuffelstr. 9. Anfang& Uhr. fonders dem Rauchklub Borneo meinen meine Cigarren eigener FabriEntree 50 Pig. der Beerdigung meines Mannes. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Platate.) Moabiter Gesellschaftshaus, Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Alt- Moabit 80/81. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. 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Der Einberufer. Maler und Auftreicher. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 10. Juli cr., Vormittags 9 Uhr, D in der Berliner Ressource", Kommandantenstraße 57. Tages Drdnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten W. Liebknecht. Säulenanschlag. 222/14 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Alles Nähere durch Der Vertrauensmann. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Donnerstag, den 7. Juli cr., Abends 8 Uhr, bei Joël, Andreasstr. 21: Berlins und Umgegend. Große Versammlung der Klempner. Tagesordnung: 1. Unsere Rechte und Pflichten in den Krankenkassen nach dem neuen Krantentaffen- Gesetze". Referent: Herr Max Schippel. 2. Diskussion. 3. Die Antwort des Klempnermeisters Herrn Dietrich. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. scheinen. .479/ 12 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu er Der Vorstand. Achtung! Friedrichsberg. Achtung! Große öffentliche Volks- Versammlung für Friedrichsberg und Umgegend am Freitag, den 8. Juli cr., Abends 81/2 Uhr, im Saale des Herrn Spitzig, Frankfurter Allee 193. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Wie stellen sich die Einwohner Friedrichsbergs und Nmgegend zur Errichtung einer Sanitätswache?" 2. Diskussion. 3. Ver schiedenes.-Um recht zahlreichen Besuch bittet 484/5 Der Vertrauensmann: 0. Schultze. Rixdorf. Garantie. Bei a. Reparaturen Billige Wohnungen Deffentliche Versammlung der Maurer wird Preis vorher Lager aller Arten Uhren, mit Wasserleitung u. ev. Kloset, 1 und Ketten, Ringe. Brillen nach 2 Stb. u. 3ub. 48-72 Thlr. p. 1. Oft. ärztlicher Vorschrift. Rigdorf, Prinz Handjerystr. 50. Hen: filb. Remontoir m. Bildniß Bebel's 20. Otto Eleser, Uhrmacher( Fachmann), Arbeitsmarkt. Für eine größere Bauschlofferei wird Naunynr. 15, Ece Mariannenstr. ein durchaus tüchtiger und energischer Größtes Lager Berling Kinderwagen. Andreaskr. 23.H.p. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Big B. F. Dinslage, 1785 L Werkführer gesucht. Derselbe muß den Betrieb vollständig felbständig leiten und im Zeichnen bewandert sein. Offerten mit Zeugnißabschriften und Gehaltsansprüchen unter A. 100 abzugeben Helbing, Thurmstr. 2. Tüchtige Zementarbeiter u. Buyer auf Drahtwände sofort verlangt. Paul Böllner u. Ko., Berlin W., Kronenftr. 72. Ein Grundirer, der auch Eisen fertigen taun, fürs Ausland gesucht. Näheres J. Kristan, Kottbuser- Ufer 32. 923b Rottbuserstr. 4, Hof part. Allen Genossen empf. meinen Grün fram und Obsthandel zur gütigen Beachtung, Markthalle 13, Stand 169, Wörtherstraße. Georg Erdmann, Hochmeisterstr. 25. Dr. Hoesch, homöopath. Arat, Prächtiger. Dennigsdorfer Gef. Br. b. a. f, g, erhalb f. Stell. tillerietesch, zu 55, 60, Vereinszimmer( 50 Perf.) Simeon ftraße 23. 26042 9286 Artillerieftr. 27. 8-10, 5-7, Sount. 8-101 ftraße 24 bei Berning. 242/4 von Rixdorf und Umgegend am Donnerstag, den 7. Juli cr., Abends 71/2 Uhr, im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstr. 136. Tagesordnung: Die beutige Lohnbewegung. Es ist Pflicht eines jeden Maurers zu erscheinen. Der Einberufer. Achtung, Rixdorf! Am Mittwoch, den 6. Juli, Abends präz. 8 Uhr, Große öffentliche Volksversammlung im Lokale des Herrn Niesegk, Bergstraße 129. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Kommunismus, Sozialismus und Anarchis mus. Referent Reichstags: Abgeordneter Wilh. Liebknecht. 2. Dis fuffion. 3. Bericht der Lokalkommission. 4. Bericht und Abrechnung der Wahlkommission. 5. Bericht und Abrechnung des Mai- Komitees. 6. Bericht des Vertrauensmannes. 7. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung werden alle Arbeiter Rixdorfs hierzu eingeladen. 422/20 Der Vertrauensmann: R. Köppen. Stube u. Küche, Neue Hochftr. 35. Jung, Schneider v. außerhalb f. Stell. Freundliche Wohnungen, 2 Stuben u. Küche, 3. f. G. Krüger, Berlin O., 854 6 Holzmarktstr. 62 b. Baron. 919b Alle mit separatem Corridor. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. 26441 Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 155. Lokales: Sozialismus im Widerspruch stehen. auf " Mittwoch, den 6. Juli 1892. Ministerium 1. Rudolf Baran, 2. Karl Holzapfel, 9. Jahrg. Schönhausen wohnhaft. 3. Richard Seyfarth, früher sämmtlich in Nieder Die Genossen werden gebeten, die Adressen dieser Zeugen Landsbergerstr. 62, zuzusenden, damit neuer Termin schleunigst möglichst schnell dem Rechtsanwalt Stadthagen, anberaumt werden kann. schreibt: Reinigung der Arbeitslokalitäten zu geben wären, bedarf es für Handel und Gewerbe. feiner großen Phantasie, um anzunehmen, daß eine sehr große Berlin, den 15. Februar 1892. Zahl von Arbeitslokalitäten eh er mit Schweine ställen. Gefangen in eigener Schlinge hat sich wieder einmal Herr Eugen Richter, indem er in seiner" Freis. 3tg." über Ausständigen zur Begründung ihrer Forderung einer Verkürzung halt von Menschen eignen. Von Wichtigkeit ist es dabei noch, zu Während des letzten Buchdrucker- Ausstandes ist von den zu vergleichen sein wird, als mit Räumen, die sich für den Aufentunsere Stellungnahme zur Erhöhung des Kieler Kommunal- Wahl zensus schreibt:„ Wenn auch einzelne freisinnige Stadtverordnete, Gesundheitsverhältnisse der Buchdrucker infolge ihrer angestrengten ingen besorgt wird. Dazu werden dieselben mit Vorliebe von zensus schreibt:„ Wenn auch einzelne freisinnige Stadtverordnete, der Arbeitszeit vielfach darauf hingewiesen worden, daß die untersuchen, ob etwa die Reinigung der Lokalitäten von Lehrhas wir nicht wissen, für die Erhöhung des Wahlzensus gestimmt und ungesunden Thätigkeit besonders ungünstig seien, wie sich den selein meistern verwendet. Der jugendliche Körper haben sollten, so kann man dafür die freisinnige Partei ebensowenig verantwortlich machen, als die Gozial- namentlich daraus ergebe, daß ein unverhältnismäßig großer ist aber gegen Giftstoffe, die durch den Staub in den Organismus Prozentsatz von ihnen an der Lungenschwindsucht sterbe. Letztere gelangen, weit weniger widerstandsfähig als der demokratie für die von der Parteileitung gemißbilligte Haltung Behauptung wird für die Buchorucker in Berlin durch das Körper des Erwachsenen, und deshalb muß der Lehrling vor dieseinzelner unbekannter Sozialdemokraten in dieser oder jener poli- Ergebniß mehrerer in jüngster Zeit angestellten Untersuchungen bezüglichen Forderungen des„ Meisters" oder der Frau„ Meisterin" Derselbe Herr Eugen Richter macht bekanntlich die Sozial- bestätigt. So ist von dem Direktorium der Reichsdruckerei fest- geschützt werden. Der Lehrling ist übrigens nicht dazu da, als demokratie für Alles verantwortlich, was in Arbeiterfreisen in gestellt worden, daß von den Todesfällen, welche während der Afchenpuddel zu fungiren, sondern er tritt in die Lehre, um die politischer und gewerkschaftlicher Beziehung geschieht, mag auch Jahre 1881 bis 1891 unter den in der Reichsdruckerei Technik des betr. Gewerbes zu erlernen. Damit hat aber die bas Geschehene mit den Grundsägen des wissenschaftlichen beschäftigten Personen vorgekommen sind, sich 61,81 pt. Reinigung der Werkstatt gar nichts zu thun. auf Lungenleiden und davon wieder 32,72 Prozent Lungenschwindsucht insbesondere zurückführen lassen. Die Gerichtsverhandlung in Sachen der Blankenleber Feuerversicherung bringt der„ Reichs- Anzeiger" Das Ergebniß dieser für die Reichsdruckerei aufgestellten burger Schlacht hat am Montag vertagt werden müssen, weil Statistik deckt sich im Wesentlichen mit denjenigen der mehrere Zeugen fehlten. Von den Verlegten und den PartieFolgendes: um etwaigen Zweifeln über die Zuständigkeit der untersuchungen des Dr. H. Albrecht( zu vergleichen den Auffah: theilnehmern sind insbesondere die Adressen folgender Knopffogenannten indirekten Feuerversicherung vorzubeugen, sind die Regierungspräsidenten durch eine Verfügung des Ministers des Die Berufskrankheiten der Buchdrucker" in Schmoller's Jahr arbeiter nicht aufgefunden: büchern für Gesetzgebung, Verivaltung und Volkswirthschaft: Innern vom 23. Juni 1892 ersucht worden, die in ihren Bezirken Jahrgang 1891, Heft 2, S. 213 ff.), wonach von der Gesammtzugelassenen Feuerversicherungs- Gesellschaften darauf aufmerksam zahl der in den Jahren 1857 bis 1889 gestorbenen Kaffenmitglieder zu machen, daß nur reale, bewegliche und unbewegliche Gegen der Berliner Orts- Krankenkasse der Buchdrucker 48,13 pet. der stände gegen unmittelbar eder mittelbar durch Feuer verursachte Lungenschwindsucht erlegen sind. Schäden, d. h. nur gegen solche Schäden versichert werden dürfen, welche an Gebäuden, Mobiliarvorräthen oder Moventien durch hältnißmäßig häufige Vorkommen von Erkrankungen der AthmungsDas auch schon durch frühere Untersuchungen ermittelte, ver Brand entſtehen oder bei Gelegenheit, eines Brandes durch Ginreißen, Diebstahl, Ausräumen, Wasserbeschädigung oder andere Anderen namentlich auf die mangelhafte Reinigung und Lüftung organe unter den Buchdruckern wird von Albrecht, Hirt und im Gefolge der Lösch und Rettungsversuche vorgenommene Maß der Arbeitsstätten zurückgeführt. Eine besonders sorgfältige Reiregeln verursacht werden, daß dagegen eine Ausdehnung des Ge- nigung der Seßerfäle wird deshalb für nothwendig erachtet, weil Ertrag der Arbeit. Eine hiesige Lokalkorrespondenz schäfts der Feuerversicherung auf Verluste an Vortheilen, welche der in ihnen verbreitete Bleistaub, wenn er eingeathmet und verder Beschädigte, wenn der Feuerschaden nicht eingetreten wäre, Die Bauern von Wilmersdorf werden zum Jahreswechsel hätte erlangen fönnen, insbesondere also auf Verluste am Ge- schluckt werde oder wunde Hautstellen berühre, den Organismus die Summe von fünf Millionen Mark für verkaufte Ländereien schäftsgewinn infolge von Betriebsstörungen oder von Preis- vergifte. Hierdurch werde dann bewirkt, daß der an sich einstreichen. Und das ist nicht das erste und sicher auch nicht das schäftsgewinn infolge von Betriebsstörungen oder von Preis- gefahrlose, nicht verletzende Staub, indem er mit schlaffen, des letzte Mal, wo ihnen enorme Geldsummen durch Landverkauf zuänderungen unzulässig ist. Widerstandes unfähigen Organen in Berührung komme, fallen, denn die Wilmersdorfer Feldmark ist groß, obgleich schon Mangelhaft unterrichteter Schöffengerichts- Vorsitzender.[ leicht chronisch- entzündliche Zustände der Lunge erzeuge. Was viel von derselben verkauft wurde. Nach den Steuerlisten gehört Die Vorschriften über die Verpflichtung zur An- und die Lüftung anlangt, so wird bemerkt, daß in den Scherfälen die Wilmersdorf zu den Millionendörfern. Ubmeldung sind im Publikum größtentheils nicht genügend Size infolge der vielen Gasflammen sich oft zu einer kaum erArbeiterrisiko. Auf dem Grundstück der grünen Apotheke, nicht vollständig fennt, erscheint faum glaublich. Das Dienst- unterschiebe die Buchdrucker vielfach das Deffnen der Fenster oder Chauffeeſtr. 19, war gestern Nachmittag gegen fünf Uhr der Daß sie auch der Vorsitzende eines Schöffengerichts träglichen Höhe steigere, daß die Empfindlichkeit gegen Temperaturmädchen des Kaufmanns Behrens ist am 2. Mai er. aus dem die Benutzung der Lüftungsvorrichtungen vermeiden lasse und daß 39 Jahre alte Heizer August Eichner, Acterstr. 141 wohnhaft, Dienst getreten und dessen Abmeldung am 6. Mai cr. in dem infolge hiervon die Empfänglichkeit für Erkältungen eine größere damit beschäftigt, mittelst einer Zeiter an einem zu ebener Groe Revierpolizei- Bureau abgegeben worden. Da Frau Behrens sich werde und der Staub, sowie die mit dem Auswurfe Lungen- belegenen Fenster eine Jalousie anzubringen; hierbei hielt er eine auf dem Meldeschein verschrieben, anstatt Mai den April als schwindsüchtiger in Ecken und Winkel gerathenen Krankheitsteime eiserne Stange in der einen Hand. Die Leiter schlug aus bisher Umzugszeit angegeben hatte, wurde Herr B. wegen Melde- leichter in den Luftraum und durch diesen in die Lungen ge- nicht bekannter Veranlassung um; Eichner stürzte mit dem Kopf fontravention in 5 Mart Strafe genommen. In dem auf den langten. Mit Rücksicht hierauf wird zu erwägen sein, ob zur Be- auf die eiserne Stange und zog sich eine Gehirnerschütterung zu, erhobenen Widerspruch anberaumfen Termin wurde der Irrthum seitigung dieser hervorgetretenen Schädlichkeiten und zur Verbesse: so daß er mittelst Krankenwagens nach dem Augusta- Hospital flargeſtellt und vom Schöffengericht, 131. Abtheilung unter dem rung der Gesundheitsverhältnisse der Buchdrucker auf Grund des gebracht wurde. Borjit des Gerichtsaffessors Heymann beschlossen, die Sache§ 120e Abs. 1 der Gewerbe- Ordnung in der Fassung des Reichs3 vertagen und Das neue Eisenbahn- Unglück zwischen Halensee und zum neuen Termin die bezüglichen gesetzes vom 1. Juni 1891 für Buchdruckereien Vorschriften, namentZeugen zu laden. lich über Mindestluftraum, Lüftung und Reinigung der Arbeitsfäle Charlottenburg hat nicht nur in den Kreisen der Berliner BeGestern am 5. Juli cr. sollte nun wiederum in der Sache verhandelt werden. Borher aber vom Bundesrathe zu erlassen sein würden, wie es für Zigarrenfabriken völkerung große Aufregung hervorgerufen, sondern auch das Beforderte Herr Gerichtsaffessor Heymann den Angeklagten auf, bereits geschehen ist( vergl. Bekanntmachung des Reichskanzlers amtenpersonal der Stadtbahn in Bestürzung versekt und unter demselben eine allgemeine Unsicherheit verursacht. Es ist dieses Leinen Widerspruch zurüdzunehmen, die vom 9. Mai 1888 R.-G.-BI. G. 172). Meldung binnen 8 Tagen erfolgen mußte, also Um übersehen zu können, ob für den Erlaß solcher Vor- Gefühl um so erklärlicher, als bei dem letzten Bahnzusammenstoß doch um einen Tag verspätet eingegangen sei, schriften ein allgemeines Bedürfniß vorliegt, ist es mir erwünscht, eine von unübersehbaren Folgen begleitete Katastrophe nur durch und da das niedrigste Strafmaß& Mart be: über die Gesundheitsverhältnisse der Buchdruckergehilfen auch an Bufall vermieden worden ist. Wäre dieselbe nur eine viertel Irage. Hierdurch ließ sich p. Behrens, wiewohl widerstrebend, anderen Orten als Berlin zuverlässiges statistisches Material zu Minute früher eingetreten, bevor der haltende Zug 1861 die bestimmen, seinen Einspruch zurückzunehmen. Von dem als erhalten. Bremsen gelöst, dann wäre der Anprall der Lokomotive des Beugen geladenen Schuhmann erfuhr p. Behrens auf dem Euer Hochwohlgeboren ersuche ich daher ergebenst, durch Buges 1863, wie von dem Bahnpersonal selbst zugegeben wird, Korridor, daß seine Abmeldung durchaus recht Vermittelung der im bortigen Bezirke bestehenden Orts( Betriebs-) ein so heftiger gewesen, daß die legten drei Waggons des angeitig geschehen sei und daß er daher unrichtig gehandelt Krankenkassen für Buchdrucker gefälligst feststellen zu lassen, welcher gefahrenen Zuges völlig zertrümmert worden wären. habe, den Rath des Vorsitzenden zu befolgen.- Die in Frage Prozentsatz der seit Errichtung der Kaffe oder in Ermangelung Untersuchung über den Unfall selbst ist mit allen Kräften fommenden Bestimmungen lauten:§ 6 der Berordnung vom der erforderlichen Unterlagen für diese ganze Zeit- innerhalb feitens des föniglichen Betriebsamtes und der Staatsanwaltschaft 18. Juni 1876. Meldung muß innerhalb se ch 3 Zagen nach eines anderen, näher anzugebenden Beitraumes verstorbenen gefördert worden, ohne das Dunkel, welches über der AngelegenEintritt der Wohnungsveränderung von dem Verpflichteten(§ 7, Raffenmitglieder der Lungenschwindsucht und sonstigen Lungen- heit schwebt, zu lösen, und doch wird es im Interesse des fahrenbe Dienstboten ist nach diesem Paragraph die Herrschaft zu leiden erlegen iſt. melden verpflichtet) erstattet werden. Umzugstag nicht mitgerechnet.-§ 25. Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe bis zu 30 M.( das geringste Maß beträgt 1 M.)' belegt; nicht unter 5 M. ist zu erkennen, wenn die Meldung langer als zwei Zage über die vor geschriebene Frist versäumt wird. Dabei wird der erste Ein bemerkenswerthes Dokument für die Nuter laffungsfünden der Unternehmer. Der„ Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker" veröffentlicht folgenden Erlaß: Am Webstuhl der Zeit. Zeitgenössischer Roman in 3 Büchern von A. Otto Walster. [ 155 Der Minister für Handel und Gewerbe. An Die den Publikums dringend nothwendig sein, daß die betreffenden Behörden möglichst bald eine amtliche Darstellung geben. Die Untersuchung selbst hat noch nicht klarstellen können, warum Zug die Königlichen Regierungspräsidenten." 1861 so lange an der Blockstation T I. halten mußte, ehe er Was hier über den Mangel an Reinlichkeit in den Buch- Einfahrt nach Station Charlottenburg erhielt, da doch der Aufentbrudereien gesagt ist, läßt sich zweifellos nicht weniger von den halt eines gerade auf letzterer Station eingelaufenen Zuges fich Wertstätten und Fabriken aller anderen Beauf höchstens eine Minute beschränkt. Ferner wurde seitens rufe sagen. Wir empfehlen den Arbeiterorganisationen, in ihrem der Gerichtskommission mit Recht die Frage aufgeworfen, warum Wirkungsfreise darauf hin einmal gründlich Umschau au Bug 1868, welcher zehn Minuten nach Abfahrt des Zuges 1861 halten. Bei dem Geize vieler Unternehmer, welchen sogar von Halsensee abgelassen wurde, erst zwanzig Minuten später die paar Pfennige zu viel sind, die den Scheuerfrauen für die abging. Aber in ein Standesamt, wie das unsere, welches gewiß lastend für den einen Theil, ohne alle Gegenleistung von nicht ohne abschreckende Absicht so unfreundlich ein- der anderen Seite. Solche Kontrakte werden gewöhnlich gerichtet ist, führi man doch nicht gern eine Braut, vom Gerichte nicht für bindend angesehen. Und außerdem, zumal eine so liebliche, schmucke, wie die, welche mir heute Fräulein, will er auch mir nicht billig erscheinen; Unzur Seite stand. Und nun ist ja auch daran Nichts mehr billiges aber habe ich mir vorgenommen, niemals zu verGlise erröthete tief; aber sie hatte nicht nöthig, ihre zu ändern, und Du tröstest Dich hoffentlich darüber, treten." Verlegenheit zu bergen, denn mit einem Freudenschrei warf Fanny?" So? Nun, wissen Sie, Herr Mensch, dann will ich fich Olga an ihre Brust, überdeckte sie mit Küssen und rief| Aber Fanny nahm von dieser Frage nicht die geringste mich mit Ihnen gütlich vergleichen; wir wollen vierteldabei unter Tränen und Lachen: Notiz, und sie that recht daran. jährliche Kündigung festseßen. Ich habe mich nun einmal " Nun habe ich auch eine Schwester und werde meinen" Ja, Fräulein Olga," rief der Philosoph, jetzt find an Sie gewöhnt, und außerdem werde ich wohl nicht gleich Bruder nicht verlieren. Ach, dieses Deutschland ist doch zu wir wirklich noch die einzigen Sigengebliebenen und sollten einen anderen Millionär auffinden, der sich mir so ganz schön, ich gehe nicht wieder nach unserem dummen Rußland uns mit einander beruhigen und trösten. Ich meinerseits, uneigennützig als mein Dienstmann verbindlich macht." zurück." Sie sehen, liebes Fräulein Findeisen, recht erregt aus," sprach indessen Streit zu seiner Nachbarin. theidigung Sie so viel gethan." Wir sprachen von unserem Todten, für dessen Ver" D, wenn ich ihn doch hätte retten können! Er war so gut; noch in der Todesstunde dachte er an das Glück der Ueberlebenden." " Man hat mir davon erzählt." wäre im Stande, Sie auf der Stelle zu heirathen." " Aber ich werde mich nicht heirathen lassen, Herr Mensch; das fehlte mir gerade noch, daß ich mir einen Philosophen zum Lebensgefährten erwählte, der Alles besser wissen will, als ich, und es nach seinem Berufe auch soll." Bis jetzt haben aber immer Sie Recht behalten, wenn ich mich recht erinnere?" " Und so wird's auch diesmal sein." " Nun, dann muß ich freilich aus meinem Dienstverhält nisse zu Ihnen scheiden und, so leid mir's thut, ein anderDenn, sehen Sie, das Hagestolzenleben habe ich nunmehr gründlich durchgelebt und möchte auch wohl das Eheleben probiren, bevor ich hierzu zu alt werde. Man hat Ihnen davon erzählt, und Sie wissen das Geheimniß, das nur ein Sterbender dem verschwiegenen weitiges suchen. Raume meiner Brust entlocken konnte?" " Ich weiß darum." " Sie wissen darum? Und Ihr Herz?" " Sie werden uns oft besuchen, nicht wahr? Und eine in der wir uns ohne Bebenten freudigeren Gefühlen hingeben können." Sie reichte ihm bei diesen Worten die Hand, die er, so verstohlen wie möglich, an seine Lippen preßte. 群 Uneigennützig? Glauben Sie nur nicht so etwas im Zeitalter des Egoismus. Nein, nein, ich weiß wohl, warum ich es thue. So lange ich lebe, habe ich nie ein menschliches Wesen gefunden, das ich mit solchem Vergnügen angesehen hätte, wie Sie; der Himmel ist dagegen ein bloßes Segeltuch; die Sterne erscheinen mir wie gewöhnliche Talglichter gegen das Licht Ihrer Augen. Das Rauschen der Blätter und das Murmeln des Baches find Leierkastentöne gegen Ihr malitiöses Plaudern, und wenn ich die vierteljährliche Kündigung annehme, so thue ich es nur mit der Bitte mir ein Vierteljahr vorher die Versicherung zu geben, daß Sie mir zum nächsten Quartal nicht fündigen werden, fonft laufe ich aus purer Angst vor der Auskündigung ein Vierteljahr früher weg." Und Sie denken, ich werde Ihnen das so ohne Weiteres hingehen lassen, nachdem Sie sich als lebenslänglicher Dienstmann gegen mich verpflichtet? Ich entlasse Sie indeß die Anderen über diese neue Art von Liebeserkrank nicht aus dem Kontrakte." Nein, nun hört wirklich Alles auf," lachten: zwei Heirathen fertig, drei in nächster Aussicht, Ueber Heirathen ist nichts ausgemacht." und so etwas Aehnliches in fernerer Zukunft zunächst mit " So? Sie meinen, ich sollte einen verheiratheten Diener vierteljährlicher Kündigung. Habe stets die Ehe als ein hinnehmen, womöglich gleich die Frau mit in Kauf? Biel verwerfliches Institut angesehen, da es den Zwang an Stelle die Erde ein kleines Paradies scheint," rief Frank. Nein, es giebt wirklich Momente im Leben, in welchen leicht gar eine, die mir aus Eifersucht Szenen spielte? der allein menschenwürdigen Freiheit setzt und den Familienmeleen Nichts Weſen unseres Vertrages egoismus Wenn erzeugt, welcher das das Gemeinwesen schädigt. unsere Genossenschaft nicht zusammenwächst eisenfest, dann schließt die Ehe selbstverständlich aus. Ich werde die ganze Darum bin ich nicht ohne Gewissensbisse in diese meinte und nicht wahr, Ehe gegangen. Hätte ich aber ahnen tönnen, baß mein fast, daß ich und Wießner, its bollte ich Herr Advokat, Sie werden meinen Prozeß führen? Sie sind böses Beispiel so viele Andere verführen würde, jo hätte ich's fagen, so voreilig waren; wir hätten auch in einem gemein- ja jetzt der berühmtefte Rechtsanwalt geworden." gewiß nicht gethan, nur um das Prinzip zu retten. Jedenfamen Hochzeitsfeste unsere Brüderlichkeit beweisen sollen " Es ist eine mißliche Sache," mißliche Sache," entgegnete Streit falls aber wird man mir nachsagen, daß ich nicht aus Eigennutz und lächelnd; der Kontrakt scheint mir zu einseitig, nur be- gefehlt, nicht um des Geldes willen, da ich teine Willion foeiß Entgleift ist, wie der Volts- Zeitung" mitgetheilt wird, am Montag gegen Mittag der Schnellzug Berlin- Warnemünde bei Vollrathsruh, weil die Are des Salonwagens in Brand gerieth und brach. Zum Glück ist kein Passagier ernstlich verletzt. Die Entgleisung des Schnellzuges Berlin- Warnemünde in der Nähe von Vollrathsruh hätte zu einer schrecklichen Katastrophe führen müssen, wenn es dem Lokomotivführer und einem der Kondukteure, der sofort die Carpenterbremse wirken ließ, nicht gelungen wäre, den mit voller Dampfkraft dahinbrausenden Zug dicht vor dem Austritt aus einer Schlucht zum Stehen zu bringen; denn vor diefer fiel der Bahndamm jäh in die Tiefe ab. So bohrte sich der Speisewagen in die Böschung ein, der nächstfolgende Wagen fuhr auf diesen auf und beide legten sich über das Geleise. Wäre der Zug noch zwei Meter gerollt, so hätte der aus dem Geleise gefprungene Speisewagen in die Tiefe stürzen müssen, und der ganze mit Baffagieren gefüllte Bug wäre ihm gefolgt und in Trümmer gegangen. Das Zugpersonal verdient für sein Berhalten Lob. Ein schwerer Unglücksfall hat sich gestern auf dem Bahnhof Kiez- Rummelsburg zugetragen. Die Frau des in der Madaiſtraße wohnenden Schneidergesellen Czernitschke war mit ihrem 12jährigen Sohne zu Verwandten nach Ertner gefahren und kehrte erst mit dem um 10 Uhr Abends auf dem Schlesischen Bahnhof eintreffenden Vorortszuge zurück. Mutter und Sohn waren während der Fahrt eingeschlafen und erwachten erst, als der Zug etwa die Station Kiez- Rummelsburg verließ. In der Schlaf trunkenheit glaubte Frau Czernitschke, daß der Zug bereits auf dem Schlesischen Bahnhof halte; sie öffnete die Koupeethür, stieg aus und stürzte derart auf den Perron, daß sie außer inneren schweren Beschädigungen auch noch mehrere Kopfwunden erlitt und bewußtlos zur Station gebracht werden mußte. Auch der Knabe versuchte, seiner Mutter zu folgen, wobei er sich an die Koupeethür stützte und, das Gleichgewicht verlierend, hinausfiel; Der Kleine hielt sich aber im Fall unwillkürlich an der Koupee thür fest und ließ sich mitschleifen, bis der Zug zum Stehen gebracht wurde, wodurch das Kind mit ganz leichten Verlegungen davonkam. Lebensmüde. Wenn die Noth ein armes Geschöpf dazu drängt, sich zu verkaufen, entrüstet sich öffentlich dieselbe satte Tugend und zahlungsfähige Moral, welche ohne Prostitution nicht bestehen kann. Packt der Ekel über dies schmähliche Da fein solch eine Unglückliche, dann langt der Selbstmord oder der Selbstmordverfuch gerade zu einer„ pitanten" Lokalnotiz, die der Spießer beim Morgenkaffee mit der Randbemerkung genießt: Das kommt davon". In diesem Stil ist z. B. folgende Nach richt einer hiesigen Korrespondenz gehalten:" Gin öffentliches Mädchen, wegen ihres hübschen Neußeren die schöne Emma" genannt, machte gestern Morgen, nachdem sie sich während des Sonntags in Spandau auf dem dortigen Schüßenplatz bis spät in die Nacht hinein umhergetrieben, den Versuch, durch einen Sprung in die Havel, nahe der Hamburger Eisenbahn- Brücke, sich das Leben zu nehmen. Mehrere Postbeamte, welche Zeugen Mehrere Postbeamte, welche Zeugen dieses Vorganges waren, sprangen eiligst zum Beistande der Lebensmüden hinzu, und gelang es ihnen auch, dieselbe zu er greifen und noch lebend aus Ufer zu schaffen. Hier nahm sich ihrer die inzwischen erschienene Polizei an und beförderte sie nach dem städtischen Krankenhause, woselbst sie sich bereits wieder auf dem Wege der Besserung befindet. Sittlichkeitsverbrechen. Der Arbeiter B., in der Weberstraße wohnhaft, ein verheiratheter Mann und Vater von sechs Kindern, ist verhaftet worden, weil er sich in Weißensee auf freiem Felde an zwei sechs resp. achtjährigen Knaben vergangen hat, so daß die Kleinen sich noch in ärztlicher Behandlung befinden. Ferner ist der Almosenempfänger D., in der Rügenerstraße wohnhaft, 64 Jahre alt, verhaftet worden, weil er mit einem 9 Jahre alten Mädchen unzüchtige Handlungen getrieben Beide Unholde befinden sich bereits im Untersuchungshat. gefängniß in Moabit. Polizeibericht. Aut 4. b. Mts. Bormittags gerieth eine 68jährige Frau an der Ecke der Acer- und Elsasserstraße aus eigener Unvorsichtigkeit unter die Räder eines Bierwagens und erlitt eine so bedeutende Quetschung beider Unterschenkel, daß sie nach dem St. Hedwigs- Krankenhause gebracht werden mußte. In der Zelle einer Bade- Anstalt versuchte Nachmittags eine Buchhalterin sich zu erschießen, indem sie drei Revolverschüsse auf sich abfeuerte, von denen jedoch nur einer die Brust streifte. Nach Anlegung eines Verbandes wurde sie nach der Charitee gebracht. Vor dem Hause Wallstr. 65 fand ein Zusammenstoß zwischen" einem Geschäftsführwert und einem Rollwagen statt, wobei der Führer des ersteren eine bedeutende Quetschung des Beines davontrug, die seine Ueberführung nach der Charitee erforderlich machte. Auf der Spree, gegenüber dem neuen Backhofe, fiel Abends ein Kutscher beim Uebersteigen von einem Kahn zum anderen infolge eines Fehltritts ins Wasser und erlitt dabei eine bedeutende Verlegung am Hinterkopfe. Er wurde sofort aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. heirathe, auch kein klingendes Kapital, obwohl ich nun selbst so ein Stückchen Kapitalist geworden bin." Vergessen Sie nicht, Herr Frank, daß wir dem sozialen Staat entgegensehen, wo das Kapital Staatseigenthum werden möchte." " Donnerwetter, habe ich Bech; ich gerathe in eine beneidenswerthe Stellung nach der anderen, blos um den Schmerz des Verlustes derselben zu empfinden. Eben erst Regierungsmitglied, ohne die Regierung antreten zu können, und jetzt Kapitalist im Angesichte des Volksstaates. Mein einziger Trost ist, daß Andere mehr verlieren können, daß es den Millionären und Millionärinnen nicht besser geht. Ja, ja, Herr Mensch, Sie werden noch einmal und zwar tüchtig bluten müffen." Gerichts- Beitung. Der Knabenmord in Kanten vor dem Schwurgericht in Cleve. Erster Tag der Verhandlung. ( Fortsetzung.) die Juden wieder Schabbes, ich werde aber dafür sorgen, daß die Juden keinen Schabbes haben". Da er mit derartigen Redens arten auch wiederholt meine Kinder belästigte, so verbot ich dem Wesendrup das fernere Betreten meines Hauses. Präs.: Erzählen Sie einmal, was Sie am Tage des Mordes, am Montag, den 29. Juni, gethan haben. Der Angeklagte erzählt in etwas umständlicher Weise: Ich Eine starke Polizeimacht war schon in frühester Morgenstunde bin des Morgens gegen 51/2 Uhr aufgestanden, habe mich anvor dem auf einem hohen Berge belegenen Gerichtsgebäude poſtirt. gekleidet und bin in die Synagoge gegangen. Gegen 7 Uhr bi Der Andrang des Publikums ist ein ganz gewaltiger, so daß es ich aus der Synagoge nach Hause gekommen und gegen 9 Uhr den Berichterstattern nur mit vieler Mühe möglich ist, zu ihren in die Klug'sche Gastwirthschaft gegangen. Dort habe ich einen Plätzen zu gelangen. Gegen 91/2 Uhr Vormittags wird der An- Mann Namens Frank getroffen und bin mit diesem in meine geklagte, ein kleiner Mann mit Vollbart, von zwei Gendarmen Wohnung gegangen, um eine geschäftliche Angelegenheit zu beauf die Anklagebank geführt. Der Angeklagte macht den Eindruck sprechen. Ich ging etwa gegen 10%/ 4 Uhr mit Frank weg, beeines gebrochenen Mannes. Sein Haar ist fast vollständig er gegnete alsdann meinem Nachbar, dem Klempner Üllenbom. Gegen graut, seine Gesichtsfarbe dagegen eine sehr gefunde.- Bu be- 12/2 Uhr kam ich nach Hause und habe zunächst gebetet und eine Tasse merken ist noch, daß als Hilfs- Protokollführer Referendar Jordans Kaffee getrunken. Ich hatte an diesem Tage, dem Todestage meines bestellt ist. Vaters, bis 122 Uhr gefastet. Gegen 14 Uhr habe ich mit meiner Familie zu Mittag gespeist und alsdann einen fleinen Mittagsfchlaf gehalten. Gegen 8 Uhr Nachmittags hat mich meine Tochter mit den Worten geweckt:" Vater, steh' auf, die Leute versammeln sich schon an der Pumpe". Am Peter- Paulstage versammeln sich gewöhnlich die Bürger in Xanten, setzen sich um die Pumpen herum, trinken Bier und besprechen verschiedene Angelegenheiten. Man nennt das" Pumpen- Kirmes". Ich stand auf, ging zur Pumpen- Kirmes und kehrte gegen 5 Uhr Nachmittags in meine Wohnung zurück. Der Präsident, Landgerichtsdirektor RIuth eröffnet die Sigung und richtet an die Geschworenen eine längere Ansprache, indem er dieselben auf ihre Pflichten:„ nur nach bestem Wissen und Gewissen zu urtheilen", aufmerksam macht. Es wird alsdann zur Ausloofung der Geschworenen geschritten. Bei der Bereidigung der Geschworenen erklärt ein Geschworener, daß er Mennonit sei. Derselbe wird vom Präsidenten von der Ableistung des vorgeschriebenen Eides entbunden und erklärt durch Handschlag, daß er nach bestem Wissen und Gewissen sein Urtheil abgeben werde. Mehrere Bekannte baten mich, zu Schaut mit tegeln zu anlassung des Präsidenten vor dem Richtertisch placirt. Der Angeklagte, der etwas schwerhörig ist, wird auf Ber- fommen. Nach einigem Widerstreben leistete ich dieser Aufforderung Folge. Etwa gegen 62 Uhr brachte ein Mann die Der Angeklagte giebt an, daß er im Jahre 1840. in Xanten Nachricht in die Schaut'sche Wirthschaft: in der Küppers'schen geboren und israelitischer Konfession sei. Er sei Megger und Scheune sei der fleine Johann Hegmann ermordet aufWiehhändler und war früher Schlächter der Xantener jüdischen gefunden worden. Ich begab mich sofort nach Hause Gemeinde. Im Jahre 1871 habe er geheirathet und hatte und ging mit meiner Frau und meinem Sohne Siegmund zu 6 Kinder. Von diesen leben noch 3, 2 Mädchen und 1 Knabe. den Eltern des kleinen Hegmann. Diese wohnten in meiner Das älteste Mädchen Hermine sei in seinem Haushalt nächsten Nachbarschaft und wenn Jemand selbst Kinder verloren beschäftigt, seine zweite Tochter Rosalie sei seiner Zeit in Wesel, hat, dann kann er den Schmerz der Eltern ermessen, wenn ihm jetzt in Stollberg, sein Sohn Siegmund befinde sich bei der Mutter ein Kind in dieser Weise ermordet wird. Wir trösteten die un glücklichen Eltern. Der Frau Hegmann, die sich in hoch in Köln und besuche dort die Schule. schwangerem Zustande befand und vor Schmerz förmlich ohnmächtig wurde, ließ ich schleunigst ein Brausepulver holen. Gegen 7/2 Uhr Abends begab ich mich in die Synagoge zum Abendgebet und kehrte aus derselben gegen 81/2 Abends in meine Wohnung zurück. Nach Verlesung des Auflagebeschlusses richtet der Präsident an den Angeklagten die Frage: Buschhoff, Sie sind angeklagt, den fünfjährigen Johann Heg mann, der auch Joanchen" genannt wurde, vorsätzlich und mit Ueberlegung getödtet zu haben. Wenn Sie der Thäter gewesen Nach einer kurzen Pause erklärt der Erste Staatsanwalt find, dann rathe ich Ihnen, es einzugestehen. Wenn ein Ungeklagter ein Verbrechen, das er gethan, eingesteht, dann hat er Baumgard: Er könne den Geschworenen schon jetzt bemerken, am ehesten auf eine milde Beurtheilung der That und auf Ver- daß die in großen Bügen von Buschhoff gemachte Erzählung Beihung bei Gott zu rechnen. Ich fordere Sie deshalb in Ihrem über seinen Aufenthalt am Tage des Mordes von den Beugen eigenen Interesse auf, die Wahrheit zu sagen. Haben Sie den im Großen und Ganzen bestätigt worden ist. Präs. Ich will den Herren Geschworenen bemerken, daß leinen Hegmann getödtet? Buschhoff: Nein, ich habe es nicht gethan, wenn ich es die Anklage als muthmaßliches Motiv des Mordes nur gethan hätte, dann würde ich es schon längst eingestanden haben. den Umstand angiebt: der Angeflagte habe die That begangen, Präsident: Sie stellen also die wider Sie erhobene weil der fleine Hegmann ihm seine Grabsteine beschädigt habe. Anklage, wie Sie es bisher gethan, in Abrede?- Angefl.: Im Uebrigen haben die medizinischen Sachverständigen festgestellt, Jawohl.- Präs.: Es wird Ihnen bekannt sein, daß an dem daß der Mord, angesichts der Leichenstarre, mindestens sechs katholischen Feiertage Peter und Paul, am 29. Juni 1891 Abends Stunden vor Auffindung der Leiche stattgefunden haben müsse. Es werden alsdann den Geschworenen die Zeichnungen von der kleine Johann Hegmann in der Küppers'schen Scheune er mordet aufgefunden wurde. Das Kind ist am 29. Juni gegen dem Thatorte, von der Lage der Buschhoff'schen Wohnung u. f. w. 10 Uhr Vormittags in der Nähe Ihres Hauses spielend gesehen vorgelegt und das Protokoll des Lokalbefundes verlesen. worden, von dieser Zeit ab war es verschwunden. Angefl.: Das ist mir bekannt.. in Pras.: Wie lebten Sie mit Ihrer Nachbarschaft? Angekl: Jch lebte mit meiner Nachbarschaft vollständig Frieden. Präs.: Lebten Sie mit dem Schreinermeister Hegmann in Unfrieden? Angel.: Durchaus nicht. fein? Präs. Sie handelten auch mit jüdischen Grabsteinen? Anget. Jawohl. Präs.: Es sollen Ihnen nun Grabsteine beschädigt worden Angeklagter: Jawohl, der Schaden war aber ganz unPräsident: Wie hoch mag sich der Schaden belaufen Angeklagter: Der Schaden war noch nicht so viel wie eine Stecknadel werth. bedeutend. haben? Präsident: Sie sollen den kleinen Hegmann im Verdacht gehabt haben, die Grabdenkmäler beschädigt und ihm auch mit den Worten gedroht haben:" Na warte, Du kommst in den Thurm!" Angekl.: Das ist nicht wahr, im Uebrigen war nur ein Grabstein in ganz unscheinbarer Weise beschädigt worden. Präs.: Die Beschädigung soll Ihr Sohn Siegmund gemacht haben? Angel.: Das ist mir nicht bekannt, ich hatte den bei mir beschäftigten Steinmetz Wesendrup im Verdacht. Präs.: Wesendrup soll häufig betrunken gewesen sein? Angekl: Jawohl. Wesendrup hatte am Freitage vor dem Morde das letzte Mal bei mir gearbeitet. Er mar an diesem Tage wieder total betrunken und sagte:" Morgen haben den Ausdruck ,, Ernsteres" im Namen meiner Frau entschieden protestire." Nun wohl, so hört, was die ,, Landeszeitung" zu ver melden hat: Se. Majestät, unser allergnädigster Monarch, haben im Angesichte der in seinem Lande thatsächlich Plaz gegriffenen Verhältnisse und des darauffolgenden Resultats der allgemeinen Landeswahlen beschlossen, sich in das Ausland zu begeben und der Alles regulirenden Zeit die Ent scheidung darüber zu überlassen, ob das, was geschehen, zum Wohle des Volkes geschehen ist, mit der sich Se. Majestät auch fernerhin innig verknüpft fühlen wird." Bravo! Bravo!" ertönte es aus der dichtgedrängten Schaar der eifrig Zuhörenden. Auf Antrag des Vertheidigers Rechtsanwalt Fleischhauer werden den Geschworenen auch Photographien von dem Thatorte u. f. w. vorgelegt und von dem Vertheidiger erörtert. An dem Buschhoff'schen Hause, so bemerkt der Vertheidiger, seien die unteren Fenster nicht mehr vorhanden. Die Polizei zu Xanten habe es für nöthig gehalten, die Fenster mit Brettern zu ver sehen, da die Fenster dem Buschhoff eingeschlagen worden seien. Es wird alsdann zur Zeugenvernehmung geschritten. Die erste Zeugin ist die Dienstmago Dora Moll. Diese bekundet auf Befragen des Präsidenten, daß sie vergangenes Jahr bei Küppers in Xanten als Magd gedient und das Bieh zu besorgen hatte. Am Peter- Paulstage Nachmittags gegen 61/2 Uhr habe sie die Rühe füttern und melken wollen. Nach beendigtem Melken habe sie mit dem Füttern beginnen wollen; sie habe nun einen Leichnam in der Scheune liegen sehen, in dem sie bei näherer Be fichtigung den fleinen Johann Hegmann erkannte. Der Leichnam habe mit den Füßen nach der Scheunenthür, mit dem Köpfchen nach der Wannmühle zu gelegen. Sie habe zunächst den Sohn ihres Dienstherrn herbeigerufen. Sehr bald sei auch ihr Dienst herr hinzugekommen. Bräs.: Hat der Leichnam geblutet? 3eugin: Das weiß ich nicht. Präs. Sie fannten den kleinen Hegmann? Beugin: Jawohl. Präsident: Sie sind schon einmal an demselben Tage Vormittags in dieser Scheune gewesen, um die Kühe zu füttern und zu melfen? Beugin: Jawohl. Präs.: Wann war das? Zeugin: Zwischen 11 bis 12 Uhr. Präs.: Sie sagten, als Sie fortgingen, habe es gerade ge läutet? die Segnungen der direkten Gesetzgebung durch das Volk widmen." " Das Beispiel, welches der König giebt, wird von dem entschiedenst günstigen Eindruck auf alle Regierungen der Welt sein," rief Barth, und der König wird finden, daß er das bessere Theil erwählt, indem er glaubte, ein Opfer zu bringen. Unser Staat, den wir binnen Kurzem auf den Grundsteinen der Freiheit auferbauen, wird ihm zeigen, daß es schließlich auch für einen König angenehmer ist, als Bürger im freien Lande zu wohnen, als selbst als König in der Fremde. Trotzdem verdient sein Entschluß alle Hochachtung." " Ich bin nun äußerst gespannt, wie wir den Volks staat verfassungsmäßig einrichten werden", meinte Jwan; wird das nicht viel Kopfzerbrechens verursachen?" Glücklicher Weise habe ich so viel nicht mehr zu ver lieren, denn die Nevolution hat nich ein nettes Sümmchen gekostet; und wenn ich die Pensionen kapitalisire, die ich Den Hinterlassenen meiner gefallenen Soldaten und Denen, die invalid geworden sind, ausgesetzt habe, so wird von der Million nicht allzuviel übrig bleiben. Jedenfalls aber kann ich dann mit Stolz von mir aus auf manche Staatenlenter herabblicken, welche, nachdem sie ihre Soldaten für sich haben tämpfen lassen, diefelben zum Standal der Welt mit Stelzfuß und dem Leierkasten im Lande herumlaufen ließen. Wenn ich etwas bei der in Aussicht stehenden VerstaatUnterstützungs-, Kranken- und Invalidentassen versorgt wur lichung des Kapitals zu bedauern finde, so ist es nur, den, ein leichtes, sorgenfreies Leben ermöglichen, was bei daß der Verlust der Million mir den einzigen interessanten Sehr schön", rief Frank, das schlägt unsere liberalen Hinwegfall unserer enormen Kriegs- und Marinebudgets Zug raubt, der mich von anderen ganz gewöhnlichen Bourgeois doppelt. Einmal prophezeiten sie den Ruin des ganz leicht gethan werden kann, wenn für jede nüßliche Menschen auszeichnete, und daß ich somit eher einer Kündi Landes durch Wegzug aller Kapitalisten, und das andere Unternehmung der Staatskredit bereit steht, wenn es Mal hofften sie noch mit Hilfe der Konservativen durch schwieriger wird und mühseliger, zu stehlen, als durch Arbeit gung ausgesetzt bin." Gerade so würde es mir vielleicht ergehen," meinte geniale Wahlumtriebe die Majorität im Parlamente zu zu erwerben, dann können wir getrost unsere Verbrecher als Frant, wenn ich mich nicht zeitig genug durch die Trauung erlangen. Sie vergaßen wohl ganz, daß alle wichtigen Be- Stranke betrachten und behandeln. Die Gefängnisse werden sich versichert hätte; denn, Fanny, gestehe es nur zu, Du hast schlüsse zuvor noch die Sanktion des Volkes durch Ur- leeren, die Aktenstuben seltener werden, Arbeits- und Zuchtabstimmung erlangen müssen, und zwar so, daß wenn der häuser in Industriewerkstätten sich umwandeln. mich doch nur des Geldes wegen geliebt?" Seid Ihr denn nun endlich fertig mit Euren Herzens. Majoritätsbeschluß bei der Urabstimmung durchfällt, der Richter werden durch Wahl ihrer Mitbürger auf geschichten, nun könnt Ihr wieder einmal etwas Ernsteres an- Minoritätsantrag zur Urabftimmung gelangen muß. Und Zeit ernannt und handhaben die einfachen hören," sprach Lange mit komischer Entrüstung, nachdem er da müßte es merkwürdig zugehen, und da müßten wir nicht Gesegesbestimmungen unter der Kontrolle der Gemeinde eben die neuesten ihm überbrachten Zeitungsblätter durch die Feder zu führen verstehen, wenn jene das Volk zu einem vertreter. Sportelzettel und Sportelfiskalate fallen hinweg, ungesunden Geseze verleiten könnten. Ich muß der All- und da wird wohl für ein Justizministerium wenig Arbeit flogen. Wichtige Dinge sind zu vermelden." gemeinen Reitung" unbedingt einen belehrenden Artikel über übrig bleiben." ( Schluß folat.) Im Uebrigen," fuhr Lange zu lesen fort, hofft Seine Majestät, daß auch die verschiedenen Stände im Staate sich" Nicht im Geringsten, Freund Iwan", entgegnete dem Beispiele dessen anschließen werden, der von Allen das Lange." Wir schaffen nur einiges Ueberflüssige weg und Meiste zu opfern hatte und nicht durch nutzlose Anstrengungen außerordentlich viel Ueberflüssiges fällt dann ganz von selbst. neue, vergebliche Opfer auf's Spiel setzen." Nur unnatürliche und ungerechte Zustände bedürfen einer Es ist in diesem Sinne durch den königlichen Regierungs- Unzahl von Hilfsmitteln und Stüßen. Wenn wir durch Bevollmächtigten, Se. Exzellenz den Herrn v. Hohenhausen, Organisation der Arbeit jede verwendbare Arbeitskraft herans ein Birkular ergangen, welches den Wünschen und Hoffnungen ziehen, sie zweckentsprechend verwenden und ihr den Arbeitsder siegreichen Arbeiterpartei entgegenkommen dürfte. Auch ertrag garantiren, die Armen und Unglücklichen aber ver ist mit Sicherheit zu erwarten, daß der beabsichtigte Massen- sorgen, so auch denen, die bisher ganz ungenügend durch austritt unseres Adels und anderer konservativ gesinnter Bürger aus dem Staatsverbande unterbleiben wird. Wir sind ganz Ohr," erklärte Frant, obwohl ich gegen Die flaren 3eugin: Jawohl. Prä: Wann findet das Läuten statt? li Beugin: Wenige Minuten vor 12 Uhr. med du d zu Gesellschaftsspielen in der Antisflaverei- Lotterie ein und setzte einer der best eingerichteten Leute 27 M. im Lohn, und im Affor die Leser des Prospekts in den Glauben, 115 als ob er bis 36 m. verdient. die hundert Loosnummern, welche er als zum Gesellschaftsspiel Leipzig, im Juli 1892. Präf.: Um diese Zeit haben Sie den Leichnam noch nicht außersehen, veröffentlichte, schon eigenthümlich besaß. In Wirks gefehen? lichkeit hatte er die Nummern noch gar nicht erworben, sondern Zeugin: Nein. er glaubte nur, infolge seiner verschiedenen Verbindungen solche Bräf.: Sätten Sie ihn sehen müssen, wenn er damals dort erwerben zu können. Die Hoffnung hat sich jedoch als eine gelegen hätte? Beugin: Jawohl. 110021190 Erster Staatsanwalt Baumgard: Sie haben früher nicht mit der Bestimmtheit bekundet, daß sie den Leichnam hätten sehen müssen, wenn er schon am Vormittag dort gelegen hätte? 3eugin: Ich hätte den Leichnam wohl schon am Vormittag gesehen, wenn er zu dieser Zeit schon dort gelegen hätte. Wertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: In der Scheune befindet sich eine Schaufel, auf der sich die Kinder aus der Nachbarschaft oftmals schaukelten! Zeugin: Jawohl. 190 1903 Hochachtungsvoll Falz u. Werner. Die Tapeziergehilfen Merans verlangen die zehnstündige trügerische erwiesen. Die Leute welche ihm da Beld zur Arbeitszeit und warnen dringend vor Zuzug, da es nicht ausBetheiligung an diesem Gesellschaftsspiel eingesandt ten, haben geschlossen ist, daß es zum Streit tommt. Anfragen sind an feine loose erhalten, es trat vielmehr bei dem Angeklagten den Arbeiterverein Meran zu richten. Sämmtliche arbeiterschließlich der unvermeidliche Krach ein und die betreffenden freundliche Blätter werden um Abdruck ersucht. Personen sind durch die unrichtigen Angaben des Prospettes getäuscht und zur Hergabe der Gelder bewogen worden. In zahl beschloß auch die in Mainz tagende Generalversammlung der Die Aupaffung an§ 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes reichen Fällen ist der Betrug in folgender Weise ausgeführt worden: Nationalen Krankenkasse der deutschen GoldDer Angeklagte bot Antheilscheine zu zahlreichen Nummern der 185. preußischen Klassenlotterie aus und fündigte dabei an, baß und Silberarbeiter. Die Raffe beſteht demnach als freie er die betr. Loosnummer in seinem Besize habe. Thatsächlich eingeschriebene Hilfstaffe weiter. Die betr. Veränderungen treten hatte er aber diefe Loose sämmtlich verpfändet und dafür zirka mit dem 1. Januar 1898 in Kraft. weilen geschaufelt? Vertheidiger: Hat sich auch der kleine Hegmann bis 20 000 m. erhalten. Er konnte darüber gar nicht disponiren. In vier Fällen der Untreue hat der Angeklagte Gelder, welche Klein- und Mittelbesize durch die Ritttergüter schreitet überall Großgrundbesitzer und Kleinbauer. Das Auffaugen der 3eugin: Jawohl, aber nicht oft. Auf weiteres Be- ihm von Kunden zum Ankauf von Attien übersandt worden fort. Der Bauer hat in der That an vielen Orten keinen mitfragen des Vertheidigers giebt die Zeugin zu, daß die Scheune waren, in eigenem Nußen verbraucht, ohne die Aufträge zu er feibloferen Feind als die Großgrundbesitzer. Jüngst war im anvon drei Seiten von Jedermann zu betreten war. Es tritt als füllen. Zut Illustration des Charakters des Angeklagten zog die haltischen Dorfe Freckleben das Kirchenland, etwa 140 Morgen, dann bis 4 Uhr Nachmittags eine Pause ein. Anklage auch noch einen Fall aus dem Jahre 1884 an, in welchem neu zu verpachten. Bisher war der betreffende Acker in kleinen Nach Wiederaufnahme der Verhandlung wird mit der Zeugen der Angeklagte Mündelgelder in Höhe von 8000 M. unterschlagen Barzellen an dortige kleine Leute verpachtet, und so fanden sich bernehmung fortgefahren. Es erscheint zunächst als Beuge hatte. Hier ist jedoch Verjährung eingetreten. Der Angeklagte, auch diesmal letztere wieder ein, um den Acer pachtweise zu erWilhelm Küppers, Sohn des Math. Küppers in Xanten. Dieser welcher Anfangs ganz geständig war, hatte im Laufe der späteren halten. Es tam aber anders! Der Domänenpächter Bigschte bekundet auf Befragen des Präsidenten: Boruntersuchung das Geständniß zurückgezogen und machte von Sandersleben hatte seinen Verwalter und noch einige feiner Am 29. Juni, Nachmittags gegen 61/2 Uhr, wurde ich von auch gestern wieder soviel Schwierigkeiten und erhob so viele Leute zum Termin entsandt, um unter allen Umständen obige unferer Dienstmagd Dora Moll in die Fruchtscheune gerufen. Einwände, daß die Verhandlung sich Stunden lang hinzog. Er 140 Acter an sich zu bringen, das heißt die kleinen Leute zu überEr habe dort den kleinen Johann Hegmann sehen. behauptete namentlich, er ohne Dolus gehandelt habe, daß bieten, und so wurde der Morgen bis auf 70 und mehr nächſt ſei er der Meinung geweſen, Daß der kleine ſchlafe. Bei er des Glaubens ſein konnte, die Loosnummer, welche er in Weuit Bacht getriebelt. näherem Zusehen merkte er aber, daß der Kleine todt war. Er dem Prospekte angekündigt hatte, zu Nachdem nun die einheimischen erhalten und habe den anscheinend Schlafenden berührt und bemerkt, daß er behauptete sogar fühn, er Bieter merkten, daß dies Absicht und ihnen der Acker daß er den Kunden, denen dadurch verloren gehen werde, kam es zu tumultuarischen er Werthpapiere faufen sollte, solche auch gekauft habe. Szenen; es entstand ein solcher Standal, daß der Kirchenvorstand Dieselben feien nur nicht geliefert worden und er fei den Termin aufheben mußte. Die Leute aber haben beschlossen, halfchließlich nur durch seine Verhaftung verhindert worden, seinen sie wollten nicht mehr in die Kirche gehen, wenn sie ihren Acker Berpflichtungen nachzukommen. Verpflichtungen nachzukommen. Staatsanwalt Müller II Staatsanwalt Müller II falt war. Präs.: War der Leichnam start beblutet? Beuge; Nein. Präs: Haben Sie Verletzungen an dem Kinde bemerkt? Beuge: Nein. Erster Staatsanwalt Baumgard: Haben Sie sich den Leichnam genau angesehen? Zeuge: Nein. Staatsanwalt: Haben Sie gar kein Blut bemerkt? Beuge: Jawohl am Kopf und am Gesicht. Staatsanwalt: In Ihrer Scheune befindet sich eine Schneidemaschine, die zum Bertleinern von Früchten und Stroh Beuge: Jawohl. sjon Präs.: Wieweit stand die Maschine von dem Leichnam entjernt? dient. 3euge: Etwa 3-4 Schritt. Staatsanwalt: War die Maschine scharf? Zeuge: Nein, scharf war das Messer der Maschine nicht. Staatsanwalt: Es war aber doch jedenfalls scharf genug, um Früchte und Stroh zu zerschneiden? Beuge: Jawohl. 390 Staatsanwalt: Es ist das nämlich ein Ferthum und eigenthümlicher Weise ist dieser Moment in das Untersuchungs protokoll nicht aufgenommen worden. Bertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: War der Boden, auf dem der Leichnam lag, beblutet? Beuge: Das weiß ich nicht. ( Fortsetzung folgt.) erachtete durch die Beweisaufnahme die Schuld des Angeklagten nicht wieder erhielten. für flar dargethan und beantragte 6 Jahre Gefängniß. Gegen die Arbeit in Gefängnissen und wohlthätigen Die Vertheidiger Dr. Jvers und Dr. Sello führten aus, Anstalten haben, wie die Köln. Boltsztg." angiebt, mehrere daß mehrere Fälle auszuscheiden haben, da dem Geschädigten französische Gewerkschaften, namentlich Südfrankreichs, ebenso nur ein Zivilanspruch gegen den Angeklagten zustehe. Der einige Arbeitsbörsen Versammlungen abgehalten, weil die Art Gerichtshof erkannte auf 3 Jahre Gefängniß unter An- und Weise, wie in jenen Anstalten gearbeitet wird, die freien rechnung von 6 Monaten auf die Untersuchungshaft. Arbeiter aufs Aeußerste schädige. Der Abgeordnete Salis beAuf dem Gebiete des Pferdehandels scheint der den Gefängnissen verboten und die wohlthätigen Anstalten gur antragte daher in der Kammer ein Gesez, wodurch die Arbeit in Schwindel gang und gäbe zu sein und wenn ein hervorragender Gewerbesteuer herangezogen werden sollen. Man solle die SträfVertreter dieses Gebietes eines Betruges überführt wird, dann linge zu Ackerbau- Arbeiten, besonders aber zu Bodenverbesserungen erscheint eine nachdrückliche Strafe geboten." So ungefähr verwenden. äußerte sich gestern der Staatsanwalt bei einer Anklage wegen 10 und Betruges, welche gegen den Kommerzienrath Philipp Schlimmer als alle Seuchen, Heimsuchungen unb Itan vor der Il. Straftammer verhandelt wurde, Der Unge Witterungsschäden ist heute die ländliche Arbeiterfrage. flagte hat seit vielen Jahren eins der größten Pferdegeschäfte Sie gestaltet sich immer unerquicklicher und mehr und mehr geund wird jetzt von einem Agenten Theilig beschuldigt, winnt man die Ueberzeugung, daß dieselbe, wenn nicht eine durchihm ein Pferd als Vollblutpferd mit einem falschen Stamm- greifende Remedur geschaffen werden tann, schließlich diejenige baum- Zertifikat verkauft zu haben. Theilig besucht seit Jahren Klippe sein wird, an der unser landwirthschaftliches Gewerbe Schweden und ist mit vielen dortigen Gutsbesitzern bekannt. scheitern und empfindlichen Schaden leiden wird. Das HauptNach seiner Behauptung hat ihm einer dieser Herren im Herbst übel, die stets steigende Entvölkerung des platten Landes von vorigen Jahres den Auftrag ertheilt, für ihn ein Vollblutpferd angesessenen Arbeitern, vermag auch der ins Leben gerufene Verund bis zum Preise von 2000 M., welches für fleine Rennzwecke und band zur Besserung der ländlichen Arbeiterverhältnisse nicht in die kleine Jagd geeignet sein sollte, zu kaufen. Er verhandelte durchgreifendem Właße zu verhindern. Hier kann nur, um einen braunen Wallach Namens Sydney II, welcher ihm für zwar im Interesse der Arbeitgeber wie der Verblendeten selbst, den Preis von 1300 m. verkauft werden sollte. Das Geschäft welche die sicheren und festen Verhältnisse der ländlichen Arbeit Elbing. Vor dem Schwurgericht hierselbst ging ein Prozeß fam aber nicht zu Stande, weil dem Theilig ein Stammbaum- mit den unsicheren städtischen und industriellen vertauschen, die zu Ende, der in hiesiger Gegend großes Aufsehen erregt und Bertifikat nicht vorgelegt werden konnte. Der Angeflagte be- Gefeßgebung Hilfe schaffen." Diesen Wehschrei stößt der landwegen der begleitenden Nebenumstände auch weitere Kreise inter- hauptet, daß dieses Zertifikat von dem Burschen des Herrn von wirthschaftliche Zentralverein für die Provinz Sachsen, Anhalt effiren wird. Angeklagt war der ehemalige Guts- und Ziegelei Raphert verloren worden sei. Nach einigen Tagen taufte Theilig von und Thüringen in seinem Jahresbericht aus. Die darin liegende befizer Dr. jur, Orbanowski- Reimannsfelde wegen wiffentlichen dem Angeklagten für seinen Auftraggeber in Schweden, welchen Auffassung ist typisch für das Agrarierthum. Weil es den LandMeineides, Verleitung zum Meineide, vorfäßlicher Brandstiftung er Nielson oder Nichelson nannte, den er aber seitdem nie wieder arbeitern eine ordentliche Eristenz nicht bieten will, so daß dieund versuchten Betruges. Orbanowski bezahlte, obwohl anfangs gesehen haben will, doch diesen Sydney II. und der Angeklagte selben als vernünftige Menschen eben anderwärts ihr Brot suchen, fehr vermögend, grundsätzlich keinem Menschen und lag deshalb, gab ihm dazu das Ursprungszertifikat eines anderen Gaules deshalb soll der Staat mit Zwangsmaßregeln ihm Arbeiter( perwie man zu sagen pflegt, mit der halben Welt im Prozeß. Als Namens Zeolit. Der Preis für das Pferd wurde auf 1300 m. schaffen, die womöglich wie Stlaven an die Scholle gebunden geriffener" Jurist wußte er sich stets eine Hinterthür offen zu normirt, auf Wunsch des Herrn Theilig aber wurde über 1600 M. find. Das Schönste ist, daß dieselben egoistischen Agrarier fich lassen, durch die er sich im Nothfalle zurückziehen konnte. Endlich quittirt, denn Theilig wollte bei dem Geschäft 300 M. profitiren. auch als Beschützer der Religion der Liebe aufspielen fönnen, fiel er aber doch trotz seiner Gerissenheit herein. Der Meineid Welche Schicksale das Pferd alsdann gehabt hat, ist nicht recht und troß ihrer albernen Klagen in maßgebenden Kreisen immer foll wegen einer Summe von 340 M. geleistet sein, die er aufgeklärt. Ob es überhaupt an einen Schweden Namens auf rücksichtsvollste Behandlung rechnen dürfen. Man sete doch feinem Biegelmeister schuldete. Viele Personen sind durch ihn Nielson oder Nichelson gegangen ist, kann nicht festgestellt werden, jener nimmersatten Gesellschaft ben Stuhl vor die Thür, das ruinirt worden. Als über seine großen Biegelei- Anlagen die denn ein Mann dieses Namens ist nicht ermittelt worden. wäre eine Staatsmännischteit, mit welcher so ziemlich das ganze Bwangsverwaltung eingeleitet war, sell er die Ziegelei in Brand Thatsache ist, daß Sydney II über Hamburg wieder nach Berlin Bolt einverstanden sein würde. gesteckt haben; nieder brannten 5 Gebäude und ein Ringofen. zurückgekehrt sein muß, denn er fand sich eines Tages im Drbanowski genoß einen sehr schlechten Leumnnd. Sah man ihn Besitze des eigenen Schwiegersohnes des Angeklagten, Namens Aus Käferthal wird der Mannheimer Voltsstimme" bemit fremden Menschen gehen, dann hieß es:" Der begräbt wieder Krüger, vor, welcher mit dem Schwiegervater auf möglichst richtet: Die Folge der gegenwärtig tobenden wirthschaftlichen einen Lebendigen". Der als Zeuge vernommene Untersuchungs schlechten Fuße lebt und zur Seit auch nicht auf Krisis, Verschlechterung des Looses der Arbeiter, zeigt sich auch richter, Landgerichtsrath Feichtmeyer sagte, daß der Angeklagte findbar ist. Dieser Schwiegersohn soll nun Herrn Theilig hier in der Knopffabrit von Ramspec. Nachdem schon ein ganz geriebener Gauner und Betrüger' sei, der vor feinem vorgehalten haben, haben, daß er mit dem falschen Zertifikat im letzten Winter eine bedeutende Lohnreduktion vorgenommen Berbrechen zurückschrecke. Beuge fagt weiter, Orbanowski wollte betrogen worden sei, da er das erworbene Pferd in dem Stalle wurde, muthet der Fabrikant feinen Arbeitern heute von Neuem früher in einer Privatsache einen Gid leiſten, der nach der ein- feines Schwiegervaters schon gesehen habe und genau wisse, daß eine solche von mehr als 20 pet. zu. Der Preis, der bisher für ftimmigen Ueberzeugung des Gerichtshofes ein Meineid gewesen es nicht Zeolit fei. Man trat mit dem Angeklagten in Unter- das Gros Knöpfe gezahlt wurde- 65 Pfg. war schon ein so wäre. Troß großer Anstrengung vermochte der Gerichtshof ihn handlung, das Pferd wurde von dem letzteren zurückgenommen, erbärmlicher, daß der geschickteste Arbeiter nicht mehr im Stande von seinem Beginnen nicht abzubringen, erst seinem Bertheidiger es tam jedoch schließlich eine Anklage wegen Betruges gegen war, mit demselben auszukommen, und beschlossen daher die gelang dies. Die Geschworenen fanden den Angeklagten des wiffent den Kommerzienrath Elkan heraus. Derfelbe bestritt entschieden Drechsler dieser Fabrit in einer Versammlung, nach Ablauf der lichen Meineides und des versuchten Betruges für schuldig und der seine Schuld und behauptete, daß Sydney II durchaus den 14tägigen Kündigungsfrist nur dann weiter zu arbeiten, wenn die Berichtshof erkannte auf eine Strafe von 2 Jahren 2 Monaten Werth von 1300 m. befize. Das Attest von Zeolit habe er dem Firma die alten Affordsäge bezahlt und die 10stündige ArbeitsBuchthaus. Dieser traurige Help war eine Stüge der konser Theilig auf dessen eigenen Wunsch mitgegeben, da derselbe gefagt zeit an Stelle der bisherigen 11stündigen einführt. Für die Urkonser- Theilig vativen Partei, ehemals Ehrenmitglied des hiesigen tonservativen babe, der Schwede verstehe von der ganzen Sache doch nichts. beiter liegen die Verhältniffe günstig; ihre mehr als gerechte Bereins, dessen Vertreter bei Provinzialversammlungen u. f. w. Theilig widersprach dieser Behauptung durchaus und blieb Forderung wird bewilligt werden, wenn man den 3 uzug fern Um seine Ehrenhaftigkeit darzuthun, rühmte er sich in der Schwu- dabei, daß er selbst getäuscht worden sei. Aus der umfangreichen hält. Die gesammte Arbeiterpresse wird um Nachdruck gebeten." gerichts- Verhandlung damit, den früheren Abgeordneten Frei- Beweisaufnahme, in welcher mehrere Thierärzte, Herr v. Koge u. U., Prügel- Pädagogen mögen sich folgendes medizinische GutDerrn von Minnigerode in bas parlamentarische Leben eingeführt vernommen wurden, schöpft der Staatsanwalt die Ueberzeugung, zu haben, da er ihm den Weg zur Erlangung der konservativen daß hier in der That ein Schwindel vorliege. Das böse Gewissen achten hinter die langen Ohren schreiben, auf Grund deſſen die Randidatur im hiesigen Wahltreise geebnet habe. Interessant ist des Angeklagten ergab sich aus der Thatsache, daß derselbe Regierung der bayrischen Oberpfalz schon vor 1½ Jahren das bas Beugniß, das ihm seine eigene Mutter ausgestellt haben soll: dem Kriminalkommissarius v. Manteuffel bei einer Recherche sogenannte Za hengeben verbot: Die Junenfläche der Hand ist ungemein nervenreich und Er sollte Geistlicher werden, sie rieth ihm davon ab, weil sich desselben zwei Hundertmarkscheine in die Hand zu drücken versucht Der Herrgott nicht betrügen lasse wie die Menschen. Drbanowski hatte. Der Staatsanwalt beantragte 6 Monate Gefängniß. insbesondere find die Innenflächen der Fingerspitzen wegen der wurde darauf Jurist. Aus dem Offizierstand war er mit| R.-U. Dr. Hoffmann stellte sich dagegen auf den Standpunkt, in denselben befindlichen sehr zahlreichen und eigenthümlich geschlichtem Abschied entlassen worden. daß hier ein abgekartetes Spiel gegen den Angeklagten in Szene gesetzt ftalteten Nervenendungen( Taftkörperchen) als die dem Menschen worden sei, hob hervor, daß der angebliche Schwede und Alles, was eigenthümlichen, äußerst feinfühligen Tastorgane zu betrachten, Gegen den Loosehändler und Bankier August Juhse, mit demselben verhandelt worden vollständig im Dunkel schwebe welche zu der ungemein mannigfaltigen Verwendung der menschber ſich ſeit dem Ottober vorigen Jahres in Untersuchungshaft und beantragte die Freisprechung des Angeklagten, der 50 Jahre lichen Hand ſehr wesentlich beitragen und namentlich auch b befindet, fand gestern eine umfangreiche Verhandlung vor der sein gefährliches Gewerbe betrieben, ohne jemals mit dem Straf den Beschäftigungen der Schüler eine fehr große Rolle pielen. 2. Straftammer des Landgerichts I fatt. Die Untlage legte Gesetzbuch in Stouflift gerathen zu sein. Der Gerichtshof er geht schon aus dieser Betrachtung hervor, daß es vom gefundbaselben zur Eaſt: 1. In een zahren 1886-91 als Schuldner, fanute auf Freisprechung. Er war der Meinung, daß von heitlichen Standpunkte aus nicht gebilligt werden, bom, gefund er deſſen Vermögen der Ronturg eröffnet worden ist, durch alle, bei diesem Geschäft Betheiligten unsauber und unreell ge- sart organisirtes und für die Schüler so wichtiges Organ durch braucht zu haben und schuldig geworden zu fein; 2. die recht- flassischen Zeugen und vermißte die Vermögensbeschädigung. Falle niemals, besonders wenn das Strafen in zorniger Erregung. Differenzhandel mit Börsenpapieren übermäßige Gummen vers handelt worden sei, hielt aber den Zeugen Theilig nicht für einen die erwähnte Strafe, wenn auch nur vorübergehend, zu beschädigen rische Handlungen fich einen unberechtigten Vermögensvortheil is sleer sucht zeitige Bilanzziehung unterlaffen zu haben; 3. durch 45 betrüger dig zu haben; 4. durch mehrere hundert weitere 5. in fünf Fällen sich der Untreue schuldig 39791 su betrügerische Handlungen sich Bermögensvortheile verschafft manis puts to vibondjaid p Boziale Leberlicht. empfangen folgende Buschrift:„ In der Nummer im Jahre 1886 nach Berlin über und begründete hier ein Loose vom 16. Juni Ihres geschäßten Blattes unter der Rubrit„ Soziale gemacht zu haben. Der Angeklagte hatte früher in MühlheimOttober wurde über sein Es und unbrauchbar zu machen, abgesehen davon, daß im konkreten und daher vielleicht mit größerer Gewalt stattfindet, vorauszumeffen ift, welche Folgen sonst noch eine Verlegung eines fo empfindlichen und nervenreichen Organs, wie die Hand ist, nach sich ziehen tann." Versammlungen. Die letzte Versammlung der Bosamentiere Berlins be und Bankgeschäft, dessen Filiale in Köln bestand. Ende Uebersicht" unter„ Achtung, Tischler!" werden Arbeiter gewarnt, er in Haft genommen und am 28. Ottober bei uns( Firma: Falz u. Werner, Geschäft der Konkurs eröffnet. Nach dem phothographischer Apparate) Stellung anzunehmen, Cat Fabrit bilanz von 122 000. vorhanden ist, für die Gläubiger stündigen Arbeitszeit bei geringerem Lohn einzuführen; dieses arbeiter- Verband an? und 2. Beschicken wir den im August stattGutachten des Ronfursverwalters dürfte, da eine Unter- indem wir beabsichtigten, eine elfstündige statt der jest zehn schäftigte sich mit den Fragen: 1. Schließen wir uns dem Textilhat Differenzgefchäfte in größten Maßstabe betrieben und als dieselben über den Artikel befragt wurden, felbft als unwahr fanden durch folgende Resolution, welche mit allen gegen nach den Ermittelungen der Unflagebehörde babei einen Berluft bestätigten. Es ist von unserer Seite weder eine Lohnreduzirung 4 Stimmen angenommen wurde, ihre Erledigung: Der Angeklagte selbst giebt diesen noch eine Arbeitsverlängerung angeregt worden. Eine fleine" In Erwägung, daß bei der ständigen Zunahme der UnterBerluste, welche ihn betroffen, Geschäftsverluste gewesen, welche durch unser Entgegenkommen in furzer Zeit erledigt. Börsenverlust auf 90 000 m. an und behauptet, daß die übrigen Differenz, welche mit dem einen Gehilfen entstanden war, wurde nehmerverbände eine Branchenorganisation der Arbeiter für bie dieser in Grwägung, daß unser Verband infolge Lotterien betroffen haben. Die Betrügereien sollen in Folgendem Branche besetzten Städten als Berlin, Görlig und Dresden 2c., feiner geringen Mitgliederzahl sowohl in geistiger wie auch Don 176 000 m. erlitten. Die Dauer nicht im Stande ist, dem Kapital genügenden Widerstand der verein" Fret weg", Abend 9 Uhr bei Reep, Michaelskirchfir. 39. ftraße 149. Fidele Brüder, bet 5. Mrose, Lachmannstr. 6. Touristen werden müssen, nicht genügen kann, und in schließlicher Er-| Garten, Dresdenerstraße 45.- Kreuzfibel, bet Gumlich, Reichenbergerwägung, daß eine Interessengemeinschaft mit den Textil arbeitern vorhanden ist, erklärt die heutige Versammlung der Filiale Berlin, daß ein weiteres Fortbestehen des Verbandes Posamentenarbeiter u. s. 1. als solchen nicht zum Wohle der Mitglieder desselben ist und spricht die Erwartung aus, daß sämmtliche Filialen den Uebertritt in den Textilarbeiter- Verband selbständig beschließen, diese Resolution für sich als Richtschnur nehmen und von der Abhaltung des Rongresses der ungeheuren Rosten wegen absehen." M W Die Cholera, begünstigt durch die liederliche Wirthschaft in Rußland und dem Orient, rückt bedrohlich näher. In Griechenland und Desterreich- Ungarn, selbst schon in Frankreich werden umfassende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Rauchklub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchtlub& affalle, Abends, bet Lock, Friedrichsbergerftr. 11. Rauchtlub Rothe Nelte, bei Steuer, Wetnstr. 22.- Sumoristischer Rauch: flub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görligerstr. 42. Rauchtlub Sans: fouet, Boechstraße 61. In San Jose( Kalifornien) brannte das größte Hotel, das Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr, bei Späth, Weinfir. 28.- Rauchflub Grüne Quaste, abends 9 Uhr, bet Ralifornia- Theater und 30 große Waarenhäuser ab. Mehrere Schlüter, Kleine Markusfir. 10. Rauchtlub Bultán, Abends 9 Uhr bei Personen sind in den Flammen umgekommen und viele haben Ahmer. Gräfeftr. 82. Rauchklub" Goldene Qua ft e", Abends 9 Uhr schwere Verlegungen davongetragen. bei Muß, Joftyftr. 8.- Rauchtlub gutgefinnter Freunde, Abends 8 Uhr bet Neumann, Höchftestr. 28. Rauchklub Schmotes- Werte, Rauchflub„ Borwärts SD.", jeden Mittwoch Waldemarstr. 74 bet George.. Waffer und Inselstraßen- Ecke beim Restaurateur Sperling Abends 9 Uhr. Etattlub Treff, Abends 8% nhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringer straße 101. Spredtlaal. " Gegenwartsbilder aus der bürgerlichen Gesellschaft. Frankfurt a. M., 25. Juni. Auf der Darmstädter Landdem Feldschützen ein dem Verhungern naher, unbekannter straße, etwa 50 Schritte im Wald, wurde gestern früh von Mensch in vollständig verwahrlostem Zustand aufgefunden. Er vermochte teine Auskunft zu geben und wurde mittelst eines Tragforbes in das Hl. Geist- Hospital verbracht.( Frankfurter ,, Volksstimme", Nr. 148 vom 26. Juni 1892.) Der Elberfelder Tägliche Anzeiger" enthielt in seiner Knabe zu verschenken. Näheres in der Expedition dieses Nummer vom 18. Juni folgendes Inferat: Schöner starfer Blattes." In Nr. 66 der Greifenhagener Zeitung" vom 9. Juni befindet sich folgende Annonce: Suche per sofort einen unverheiratheten Stellmacher, der sich bei guter Führung ver heirathen darf. Dominium Marienau bei Bahn." Kollege Klau hatte zur Begründung dieser Resolution angeführt, in Orten, in denen die Zahl der Kollegen nur eine geringe fei( wie Köln, Mühlheim u. a.), bestände die Filiale thatsächlich oft nur aus Vorstandsmitgliedern, weshalb an diesen Orten die Vereinigung mit den Textilarbeitern den Kollegen in geistiger wie in materieller Beziehung mehr Vortheile bieten tönne; ferner würde bei einer kleinen Organisation der größte Theil der Einnahmen von den Verwaltungstosten verschlungen und diese sich beim Uebertritt in den Textilarbeiter- Verband um ein Bedeutendes verringern. Die Redaktion stellt die Benuzung des Sprechfaals, foweit der Raum dafür Endlich würde man durch den Anschluß auch dem ersten Ber- abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen bandstag gerecht werden, welcher für späterhin den Eintritt in Jntereffes zur Verfügung; fie wahrt sich aber gleiajzeitig dagegen, mit dem den Textilarbeiter Verband beschloß. Kollege Schubert war Inhalt desselben identifizirt zu werden. dagegen für Beschickung des Verbandstages und gegen den AnIn der Nr. 149 des Vorwärts" befindet sich unter Verschluß an den Tertilarbeiter Verband, da nach einer von ihm sammlungen folgender Bericht: aufgestellten Statistit die Posamentiere immer noch 14 M. im Die außerordentliche Mitglieder- Versammlung der Zentral Durchschnitt pro Woche verdienen sollen, während die Weber, Kranken- und Sterbekasse der Tischler, Bahlstelle Wirker u. f. w. nur auf 6-8 M. tommen und infolge dessen 2eißensee, faßte nach eingehender Debatte über die Be- tannten Impfgegners Ingenieur Born von der Bürgerschule In Magdeburg wurde das nicht geimpfte Kind des be nicht im Stande wären, bei einem event. Streit Unterstügung zu schlüsse der XII. General Versammlung einstimmig folgende zurückgewiesen, dagegen soll es, laut Anordnung des Ma leisten. Für Beschickung des Kongresses sprachen noch die Kol- Resolution: legen Cohn und Peute. Die Versammlung entschied sich wie Die Versammlung protestirt einstimmig gegen die Beschlüsse sistrats, in die Wolfsschule aufgenommen werden. oben angeführt. Es wurde dann vom Kollegen Bierolt auf der General- Versammlung, daß die Kasse dem§ 75 des Gesetzes Adolf Busch u. Co. hier seit 28 Jahren in Arbeit stand, Osnabrück. Der Arbeiter E., welcher bei der Firma die Lohnherabsehungen hingewiesen, welche bei der Firma Buhl genügen soll und giebt dafür als Grund an, daß 39 gegen war am Mittwoch, den 25. d. Mts., entlassen worden. mann vorgekommen sind. Der genannte Kollege war seit länger 38 Stimmen feine Majorität wäre, und fordert nun alle prin: Dies nahm sich E. so zu Herzen, daß er Hand an sich selbst legte denn 10 Jahren dort beschäftigt und ist, als er gegen eine Lohn- zipiellen Mitglieder auf, beim Vorstand eine neue General- und seinem Leben am Sonnabend, den 18. d. M., durch Erhängen türzung von 33 pt. protestirte, einfach mit den Worten ent- Bersammlung nach§ 26 Abs. 2 des Statuts zu beantragen."- ein Ende machte.( Hannoverscher„ Volkswille", Nr. 146 vom laffen worden: Nun, dann können Sie ja gehen!" Die Fach- Es ist ja jedem Mitgliede nach dem Statut unbenommen, organisation wurde beauftragt, sich mit dieser Angelegenheit wenn es glaubt, nicht ganz und voll zu seinem Nechte gelangt näher zu beschäftigen, und zwar speziell in gewerberechtlicher zu fein und im Stande ist, den zehnten Theil der Mitglieder für Beziehung. " feinen Rechtsanspruch zu erwärmen, die Abhaltung einer GeneralVersammlung zu veranlaffen, aber jedenfalls werden sich die Mitglieder, welche die Verwaltung Weißenfee darin unterstützen sollen, in erster Linie fragen: Auf welche Motive stüßt sich obige Forderung? Und da steht zu lesen: 24. Juni 1892.) Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) gestellt, seitdem die Entlaffung des Bürgermeisters und die Madrid, 5. Juli. Die Ruhe ist vollständig wieder her: Burückziehung des Steuerdefrets bekannt geworden ist. Die Markthallen und Schlachthäuser nahmen den Betrieb wieder auf. Die Händler veranstalteten eine Freudenmanifestation. Mnfifinstrumenten- Arbeiter. In der Mitgliederversamm lung, welche am 25. Juni für den Norden abgehalten wurde, hielt der Kollege Robert Schmidt eine beifällig aufgenommene Vorlesung aus Heine's Werten. Sodann wurde Kollege Senge- Die Mitgliederversammlung beschloß einstimmig!" fped zum Beisiger( Schriftführer für den Noden) gewählt. Im Die Zahlstelle hat aber ca. 125 Mitglieder, und wieviel waren Weiteren sprachen mehrere Kollegen ihre Mißbilligung über die denn da? Daß die Generalversammlung, nachdem sie die Prinzipien unregelmäßige Arbeitszeit der Fabriken Frati, Donadoni u. Pobl frage 13 Stunden lang diskutirt hatte und dann das Weiterbestehen und Chochi Bacigalupo u., Graffigna aus, woselbst Ueberstunden- der Kaffe mit 39 gegen 38 Stimmen beschloß, nun im Unrecht Arbeit herrsche; in letterer Fabrik sei es auch Sitte, für Zuspät ist, wenn sie dieses Resultat als Majorität anerkennt, tann tomnen Strafgelder abzuziehen. Kollege Habeck, welcher sich das Niemand behaupten. Die Mitglieder Weißensee's vergessen dabei nicht hat gefallen lassen, mußte infolge dessen dort die Arbeit noch, daß nach Abzug der Stimmen derjenigen 6 Abgeordneten, Erzielung eines Waffenstillstandes begonnen. Die Aufständischen Tauger, 5. Juli, Der Sultan hat Unterhandlungen zur aufgeben. Kollege Meyer wünschte, daß dieser Fall dem Vor- welche für Auflöſung ſtimmten und deren Wähler laut Erklärung fordern die Abfegung des Gouverneurs, welches Verlangen der stand zur Untersuchung überwiesen wird. Rollege Röhler nicht für eine Zuschußkaffe zu haben sind( Wahlabtheilungen Sultan zu bewilligen geneigt ist. ersuchte noch die Kollegen, auf die Neue Tischlerzeitung" zu 1, 1, 2, 4, 5, 8), fich die Minorität auf 32 stellen würde. Taß abonniren, da diese doch das Publikationsorgan sei und pro nun die Mitglieder Weißensee's das Verhalten der Abgeordneten ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) a Quartal nur 65 Bi. toftet. Die nächste Mitgliederversammlung nicht als mannbar betrachten, spricht für sich; demokratisch war es die vier Haupttheilnehmer des am 28. Februar hier stattgehabten Braunschweig, 4. Juli. Das Schwurgericht verurtheilte für den Norden findet am 28. Juli statt. jedenfalls. Ob nun ferner die Mitglieder, welche durchaus einer Ortstasse angehören wollen( die Generalversammlung hat Straßentrawalls der sogenannten„ Arbeitslosen" zu Strafen von dies laut Statut ja feinem Mitgliede verwehrt), die prinzipiellen 8 Monaten Gefängniß, 9 Monaten Gefängniß, 14 Jahr Zucht sind, ist immer noch ein ungelöstes Räthsel; anzunehmen ist haus und 1/3 Jahr Zuchthaus. Eine Anzahl Theilnehmer des selbiges nicht. Also das Endresultat würde Folgendes sein: die Krawalls war bereits von der Landgerichts- Straffammer abgeMitglieder Weißensee's sind mit der Abstimmung nicht einverurtheilt worden. standen, sie sind ferner in der Lage 8000 Mitglieder zu ihrer Ansicht zu befehren und die Generalversammlung würde nun mit einer Stimme Majorität das Statut im Sinne einer Zuschußtaffe abändern. Dann aber wären von den sogenannten NichtVerein ehemaliger Sad- Schmiedeberger und Umgegend. Mittwoch, prinzipiellen immer noch 8000 Mitglieder vorhanden, welche, gestützt Abends 8 Uhr, beim Landsmann Pannter, Stralauerstr. 65: Bereins auf ihr Recht, wieder die Einberufung einer Generalversammlung veranlassen könnten, und was wäre somit das Resultat??? Verein ehemaliger Schüler der 114. Gemeindeschule. Donnerstag, Darum, Mitglieder, haltet fest an unserer altbewährten Kasse, Landsmannschaft der Schleswig- Holkeiner zu Berlin. Mittwoch, wenn auch die Stürme der heutigen Reaktion, vereint mit deren den 6. Juli, Abends 8 Uhr: General Bersammlung in den Armin- Hallen, Heeresgefolge: Epidemien, Arbeitslosigkeit, unserem Institut den Dumeristische Pfeifenbrüder. Mittwoch. Abends 9 Uhr, bei P. Salz- Todesstoß zu versetzen drohen. Ohne Opfer fein Sieg; Niemand wird uns Arbeitern helfen, als wir selbst. Oeffentliche Volksverfammlung. Heute Abend 8½ 1hr, Juvalldenſtraße i bet sensel, Gde Brunnenstraße. Vortrag des Genoiſen Folger über Polizei, Militarismus und die neue Militärvorlage.( Alles Nähere im Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Deutschen Wagenbauer Berlins. Bersammlung bet Norbert, Beuthstr. 22, Donnerstag, den 7. Juli, heutigen Inferatenthetl.) Abends 8 Uhr. Bortrag des Genoffen Siegerift. Branken- und Sterbe- Unterstütungskaffe der Berliner BansDiener. Raffenlotal Neue Friedrichstr. 44 bei Herrn Röllig. Eizung jeden Mittwoch Abend von 8% Uhr. Prinattheater- Gesellschaft Durch Nacht zum Licht". Mittwoch, Abends 8% Uhr, bei Gründel, Dresdenerstr. 116, Hof. Sizung. Abends 9 Uhr, bet Stoll, Adalbertstr. 21: General- Bersammlung. Kommandantenstr. 20. webel, Klosterftr. 83. Müllerstraße 179 a: Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: SubSchule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Geschichte( neu); Süd- Ost: schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( oberes), Dit= Schule, Martusftr. 31: Unterricht in Deutsch( mittel); Nord- Schule, Unterricht in Deutsch( oberes); Rechnen. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme von Mathematik und Buchführung, tönnen noch gefe- und Diskutirkiube. Mittwoch. Bereinte kraft, Abend 8% Uhr, bet Klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Dito Thierbach, Schwebterfit. 44. Seine, jeben Mittwoch vor dem 1. und 16. jeben Monats, Abends 8% Uhr, bet Bechlin, Hornstr. 9. Gesund: brunnen, Abends 8 Uhr, bet Saferland, Bellermannftr. 87. Gleich: hett, Abends 8% Ubr bei Schönemann, Staligerftr. 7.- Emanzipation, Abends 8 Uhr, bei Wagner, Alte Schüßenstr. 6. Heine, Nirdorf, Abends 8% Uhr, bei Beiler, Senesebeck- und Herrmannstraßen Gce. Nord, jeden Mittwoch 8% Uhr, bet Beruh. Raabe, Ruppiner- und SchönholzerstraßenGcte. Otto Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, WilhelmshavnerStraße 28. Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Wilte. getft" Benbt. R3pniderstr. 191, Reftaurant. searl ftraße 34, bet Schulze. ftraße 43, bet Siegeler. Alt- Moabit 47-49. Rütli, 3 Briefkaffen der Redaktion. Quittung für die Arbeiter Bildungsschule. Erhalten von Herrn Ulrich 7,00 M., rothe Taufe( R. 26) 1,50 M., Kraus 2,00 M. Summa: 10,50 M. H. Gumpel, Barnimstr. 42. A. N. 2. Falls der Sühnetermin fruchtlos ausfallen sollte ist die Klage beim Amtsgericht anzubringen. B., Stromstraße Moabit. Nach dem Etat bekommen die Eisenbahnfekretäre 2100-3600 m. jährlich. sammelt gewefenen Genossen und geht, nachdem der Würfel Deshalb vertraut Euren, aus allen Gauen Deutschlands ver- so gefallen, auch mit derselben Schaffensfreudigkeit der Zukunft entgegen. Laßt Euch nicht durch den verlockenden Namen„ Zuschußfaffe" blenden, denn zur Ansammlung und zur Ergänzung des Reservefonds müssen auch da die Beiträge in erheblicher Höhe erhoben werden. " Frik Haseloph, Abgeordneter der 15. Wahl- Abtheilung, Berlin, Grünauerstr. 2. Vermischtes. O. W. Wenden Sie sich an das Ministerium des Auswärtigen. Julius T. Nach unserem Wissen im 2., 3. und 4. Jahr hundert. Lokalinhaber Sandstraße. Wenn Ihnen Ihre Schaus fensterscheibe von Kindern zerschlagen wird, so ist das ein unglücklicher Zufall, dessen Folgen Sie leider selbst tragen müssen. Sie können höchstens das betreffende Kind verklagen, nicht aber deffen Vater, der für das Kind nicht haftet. Versichern Sie in Zukunft Ihre Scheiben. Bandert, Apolda. Berlin SW., Razbachstr. 9., C. J. H. 1. Wenn Ihr Vater noch lebt, so ist derfelbe gefeßlicher Vormund Ihres unehelichen Kindes. Anderenfalls beantragen Sie beim Vormundschaftsgericht, daß dem Rinde ein dessen Kind aus erster Ghe theilen. F. H. Die Frau muß den Nachlaß Ihres Mannes mit müssen als Inserat aufgegeben werden. Privat Theaterverein Glückauf. " Derartige Anzeigen Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich frortum, Manteuffelfir. 70. Arbeiter Sänger- Sund Berlins und Umgegend. ittwody. Uebungsftunde Abends 9 Uhr, Aufuahine von Wittgltebern. Liedesfreiheit, Blumenstraße 38, bet Hente. Freya( Gem. Chor), Alte Schönhauser Die Untersuchung gegen den Rothschild'schen Kassirer Vormund bestellt wird. 2. Ihr Anspruch auf Tauf- und Entftraße 22-23, Bögon's Braueret. hilaritas Hochstraße 32 a, bet Deutsche Eiche, Blumenstraße 46, bei Went. Jäger und Genossen ist nunmehr geschlossen. Die Verhandlung bindungskosten verjährt in 2 Jahren seit der Geburt, wegen der Bankow, Schulzeftr. 27.- Lerche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Zeit vor der Strafkammer des Landgerichts findet voraussichtlich Alimente kann der Bater auch später noch verklagt werden. Gefangverein der Steinmeyen, Johannisstr. 20, bei Wüller. Anfangs August statt. Nach der Anklage steht fest, daß Jäger Männer- Gesangverein der Fürschner, D. V. D. Br. Berlin, Neue f. 2. 42. 1. Nein. 2. Lesen Sie doch Ihren Kontrakt. Friedrichstraße 44, bet nöutg.- Steinneite, stösttnerftraße 17, bei in mehreren Fällen insgesammt 1 700 000 watt unterschlug, Sie müssen den ganzen Tag über dem Wirthe die Möglichkeit Euphonia, bei daß seine Frau und die übrigen Mitangeklagten um die Unter- gewähren, Ihre Wohnung Miethslustigen 3 zeigen. Dazu Lyra 1, Raupachstraße 6, bei Stachel.. Hermann, Elifabethstr. 30.- and in Sand 1, Mariannenstr. 31-32, bet schlagungen wußten und Jäger's Flucht unterstützten. Doberstein. Schneeglöchen 1, Rott bufer Damm 39, bei Jacob. müssen Sie, wenn die Wohnung tagsüber leer ist, en Schlüssel Schneeglöd ch en 2, Potsdam, Brandenburger kommuitation 16, bei Ueber eine brüchige Ordnungsfäule berichtet die 8. Wahrscheinlich müssen Sie nach Ihrem Kontrakt am des entweder dem Wirth oder einem anderen Hausbewohner geben. Blafer. Unverbroffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, Lindowerstr. 20. Flöter'scher Gefangverein, Stoppenstraße 43c, bei Lorenz. Bremer Bürgerzeitung" aus Lüneburg:" Großes Aufsehen Monats zahlen und sind Sie im Falle nicht pünktlicher Zahlung Borwärts 5, Friedrichshagen, Kundtheil. bei erregt hier die Flucht des Brennereibesizers J. F. Behrens, zur sofortigen Räumung verpflichtet. Friedenau im Kurhaus. Lerche. Freundest reue( Gemischter Chor), Grenadierfir. 83b welcher bei der letzten Wahl zum Reichstage 1890 als national Rontraft, so braucht der Wirth die Miethe am 3. nicht mehr alSteht dies in Ihrem felbt. Lorbeertrans, Barninisir. 16, bet Heindorf. Südost 1, Boffnung, Friedrichsberg, Friedrich liberaler Agitator und Sozialistensreffer 3-4 Wochen vor der zunehmen, sondern kann auf Ermission klagen. Rothe Nelte, Schöneberg, Golz- Wahl von Dorf zu Dorf zog und die Landleute gegen uns beFretheit, Moabit Kronenbraueret, F. G. Nein, das dürfen Sie nicht. Stastanten arbeitete, insbesondere unsere Parteigenossen der Ehrlosigkeit und Steinfeger Gängerchor, Offenbacher Gängertrans, Oranien: des Ehebruchs beschuldigte; troßdem erzielten wir eine Stimmen haben, an beiden Orten Steuern zahlen, die nach Ihrem ganzen H. H. 99. Sie müssen, da Sie einen doppelten Wohnsiz Allee 28 bei Maiwald. Gefangverein der Kupferschmiede, Wein: zahl von 3884. Besagter Behrens, über dessen Haupte schon seit Jahreseinkommen zu berechnen sind. straße 153, bet Göge. straße 11 bei Feind. Bergtßmeinnicht, Schulstraße 29, in WeddingBrandenburger Männer- Gefangverein in Branden: Jahren der Konkurs schwebte, ist nun spurlos verschwunden, in Rafino. Mannesmuth, Mauerstraße 3, bei Gemeinschaft mit seiner Maitresse, welche erst fürzlich Mutter burg, Mengert's Boltsgarten Concordia", Gitfchinerstr. 92, bet A. toy I.-Arbeiter geworden ist. Außerdem sollen sich noch 3-4 Mädchen geRamm.Gesangverein Brig", Briz, Werberstraße bei Schöneberg. meldet haben, welche ihn der Vaterschaft beschuldigen und die er Deutscher Männerfang" Belforterftr. 15, bei Schneider. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 3u durch glatte Worte hinzuhalten verstanden hat." fchriften find zu richten an Mar Geng, Berlin N, Belforterstr. 26, 1 r.) C. 2. H. Ein Vermiether, der die Miethe ratenweise aus littwoch: Berein Fridolin, bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Origineller Unfall. Der Jahresbericht der königlich eine Ermissionstlage nicht stützen. Er taun aber jederzeit erklären, genommen und darüber vorbehaltlos quituirt hat, kann hierauf und Wergnügungsverein Bultanta, bet Täger, Gartenstr. 18/14. Bergnügungsverein fächsischen Gewerbe- Aufsichtsbeamten für 1891 verzeichnet einen Kreuzfidel, bet Gumlich, Weichenbergerftr. 149. Rauchtlub eigenartigen Unfall. An einer Papiermaschine wollte ein jugend- dann event. auf Ermission flagen. Nord bet Schupte, Schul- und Reinidendorferstraßen- Ece. Sellblau bei Fitd, Simonftr. 23. von nun an auf pünktliche Zahlung bestehen zu wollen, und kann Theater und Vergnügungs- licher Arbeiter die Fäden in Ordnung bringen, wurde hierbei von 86. Derein Durch Nacht zum Licht, bet gubeil, Naunynstr. der Maschine gefaßt und machte auf etwa einen Meter Länge also in das Standesamtregister noch nicht eingetragen. A. S. 19. Ihre Braut ist voraussichtlich vor 1874 geboren, Sumorifischer Berein Pipifax, bet Krösche, Fichteftraße Nr. 29. denselben Weg mit, den die Papierbahn nach der Trockenpartie le fich noch einmal an das" Pfarramt, event. an das Konfi Geselliger Verein iim bim, bet Bredlow, Bülowstr. 65. Selub uftige Brüder, bet Lucwald, Manteuffelstr. 46. hin einschlägt. Er wurde dabei zwischen zwei Filzbahnen Puschelgrün, bet Fürstenau, Reichenberger- und Manteuffelstraßenge= Touristenflub acht fatter, bet Burmann, Frankfurter Allee 56 führt von vier Walzen, die etwa zehn Bentimeter von einander storium. Wenn auch das nicht hilft, so beschaffen Sie sich eides cte. Rauchtlub Eiferne Pfeife, abstehen ( Sigung nach dem 15. jeben Monats). Theater- und Artistentlub Jugendtraft 2 Lebens allein feiner Körperschmächtigkeit. hindurchgezogen und verdankt die Erhaltung seines stattliche Versicherung über Geburtstag, Geburtsort, Eltern 2. bet Hoffmann, Triftstraße 1. Arbeiter- Tambourverein BorIhrer Braut und reichen Sie diese Atteste dem Standes bet Werner, Heinstr. 2.( Uebungsstunde.) wärts bei Rober, Sermiann- und Wanglickstraßen- Ecke( Nigdorf.) TheaterWegen Verführung eines erst 13 Jahre alten verein Proletariat bet Kühn, Naunynftr. 38. Gefang, Curn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gefangverein Mädchens, das bei ihm in Dienst stand, ist in Mühlhausen das Kleid freihändig verkaufen, um zu ihren Auslagen nebit J. K. Ihre Frau darf nur mit Zustimmung der Bestellerin nose. Both arts, Bibenos s bis 10% upr, Große Frankfurter in Elsaß ein Angestellter einer Versicherungsgesellschaft verhaftet Macherlohn zu kommen. Ist diese Zustimmung nicht zu beschaffen, Männer- Gefangverein Waldtapeite 2, abends 9 Uhr, worden. Das betreffende Mädchen hatte fünf Wochen bei dem fo mag ihre Frau beim Amtsgericht einen Zahlungsbefehl be Herrn in Dienst gestanden und wurde darauf auf Betreiben der antragen, und nach dessen Rechtskraft einen Gerichtsvollzieher mit Dienstherrin plößlich wegen Faulheit" entlassen, worauf die Ge- der Versteigerung des Kleides beantragen. schichte herausfam. Der gnädige Herr hatte dem Kinde mit Entlassung gedroht, falls es ihm nicht zu Willen wäre oder etwas ausplaudern sollte! Und dann kommt unfere christliche Moral und verdammit fund ächtet so ein armes Kind, wenn der ihm durch sein Dienstverhältniß aufgezwungene Umgang mit dem Dienstherrn von weiteren Folgen begleitet ist! ( Elf- Loth. Wolfe- 3tg.) Theater Berein Bollad Statklub Knospe, Abends Uhr, teftaurant ftraße 99, 1 Tr. Steftaurant Kayfer, Staltherfir. 22. Turnverein offnung, Abends 9 nhr, im Restaurant Schröder, Man: teuffelstr. 9.- Krafiturnverein Jugendfra ft, jeden Mittwoch und SonnZurnverein Gesund abend 9-11 Uhr abends bet Lade, Beughofftr. 8. brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr abends in der Zurnhalle, Freienivalderfiraße 39. Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Theater- und Vergnügungs: Berein Sumanitas Abends 9% Uhr bei Theaterverein Bultanta Abends suhe bei Need, Lothringerfir. 94. Täger, Gartenstr. 13/14. Gefelliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünftraße 1. Sumoristischer Werein Arminta, Dresdener beamten ein. Wenden Beir kaffen der Expedition. Gesangverein Nord. 10 M. erhalten und an Kellner Rigdorf al geführt. Berantwortlicher Redakteur August Euders in Berlin Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW.. Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 155. Parteinachrichten. Das Landtagswahl- Programm, welches die Sozialdemokratie Bayerns auf dem Regensburg- Reinhauser Parteitage aufstellte, lautet folgendermaßen: 1. Allgemeines gleiches, geheimes und direktes Wahlrecht aller mündigen Staatsangehörigen zum Landtag. Gesetzliche Eintheilung der Wahlkreise auf Grund der jeweilig letzten Voltszählung. Bornahme der Wahlen an einem Sonn- oder Feiertage. Abkürzung der Gesetzgebungsperioden. 4. Abschaffung der Kammer der Reichsräthe sowie aller Sonstigen Vorrechte der Geburt und des Standes: der Fidei tommiffe, der Privilegien der sogenannten Standesherren, der besonderen Leistungen des Staates für Nachkommen hoher Be amten u. f. w. Mittwoch, den 6. Juli 1892. schädigen. 9. Jahrg. darf der Anstalten und des Staates. Verbot des Arbeitens der als festgestellt bezeichnet werden. Höver hat die Nummern 165 bis militärischen Dekonomie- Handwerker und anderer Staatsarbeiter 167 nach Deutschland eingeführt und ist festgenommen, bevor er für den Privatbedarf. eine Verbreitung derselben vornehmen fonnte. Seine Handlung 15. Gintreten Bayerns für die Beseitigung der wirthschaft- fiel daher nicht unter den§ 85, sondern unter den§ 86, in dem lichen Vortheile, welche die Großgrundbesitzer, infolge der bestehenden er es nur unternommen hat, durch Druckschriften zu einer hochReichsgesetze über die Zölle und Verbrauchssteuern, auf den Brannt- verrätherischen Handlung aufzufordern. Er hat aber auch weiter wein, den Zucker u. s. w., zum Schaden der mittleren und verschiedentlich, zum mindesten aber einmal, an Camin eine kleinen Bauern wie des ganzen Wolfes zur Beit genießen. Sendung von Druckschriften veranlaßt, denn es hat sich herausBau von Sekundärbahnen. 16. Kräftige Entwickelung des Verkehrswesens. Ausgiebiger gestellt, daß der Abschnitt der Postpacket- Adresse von seiner Hand Einschneidende Herabsehung der herrührt. Gamin hat angegeben, daß er diese Nummern erPersonentarife. Sicherung des Bahnverkehrs gegen Unfälle durch halten hat. Gelegentlich einer Haussuchung, die bei ihm vor2. Thatkräftige Ausübung des dem Landtage zustehenden Beseitigung der verkehrten Ersparung an unteren Angestellten und der genommen worden ist, wurde eine große Menge von Druckschriften Budget-, Kontroll- und Gesetzgebungsrechtes gegenüber der Re- dadurch bewirkten Leberanstrengung derselben. Berbilligung des gefunden, namentlich die„ Autonomie" und auch Broschüren. Die gierung, zur Befriedigung der politischen und wirthschaft Telephonwesens. Flußkorrektionen. Staatliche Ausnüzung der Wasser- große Menge der Druckschriften und die Korrespondenz mit lichen Interessen und Forderungen des Wolfes. Maßgebende träfte, besonders zur Erzeugung elektrischer Kraft. Entschädigung Josef Schüß ergiebt, daß Camin ein Agent für den Klub und Einflußnahme der Volksvertretung auf die Stimmabgabe von Wasserschäden durch den Staat. Uebernahme der Distrikts- die Autonomie" war und fortgesetzt bestrebt gewesen ist, die der bayerischen Vertreter im Bundesrath. Anwendung der ver: straßen auf den Staat. Druckschriften in Deutschland zu verbreiten und dadurch zu hochfassungsmäßigen Selbständigkeit Bayerns und feines Einflusses 17. Gefeßliche Entschädigung der unschuldig Verurtheilten und verrätherischen Handlungen den Anlaß zu geben. Deshalb war zur entschiedenen Abwehr von in der Reichspolitik hervortretenden Berhafteten. Humaner Strafvollzug, besondere Berücksichtigung der Gerichtshof überzeugt, daß Camin gleichfalls sich nach volts- und freiheitsschädlichen Bestrebungen, insbesondere der die der politischen Gefangenen. § 85 in idealer Ronkurrenz mit§ 95( Majestätsbeleidigung) Lebenshaltung vertheuernden indirekten Steuern und der unauf- 18. Entschiedene Abwehr Abwehr jeden Versuchs auf Ver- schuldig gemacht hat. Das Gleiche ist gegen Renn hörlichen Steigerungen der Militärlasten. schlechterung des bayrischen Militär- Verfahrens. Energische Be- thaler erwiesen. Auch bei ihm wurden gelegentlich einer brochenen und jede gesunde Entwicklung des Staatslebens er schreitungen. 3. Beseitigung des ohnehin thatsächlich schon mehrfach durch- kämpfung der Soldatenmißhandlungen und der Militär Aus- Haussuchung eine Mehrzahl von Sachen strafbaren Inhalts geEinschränkung der massenhaften der massenhaften Offiziers- funden; insbesondere fanden sich auch Deckadressen bei ihm vor. stickenden Grundſaßes, daß die Verfassung unter der Regentschaft pensionirungen, welche die Steuerzahler wie die Betroffenen Er ist gesehen in dem Lokal von Heindorf und seine Verbindung nicht geändert werden könne. mit einem bekannten Agenten der Autonomie" steht fest. Er 19. Anstrebung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten hat ferner für einen anderen Anarchisten eine Sendung in Wahlrechts zu allen Vertretungskörpern: Landrath, Distriktsrath Empfang genommen. Gegen ihn ist ebenfalls festgestellt, daß er sich und Gemeindeverwaltung. Bis zur Erreichung dieses Zieles die Autonomie" verschafft und sie verbreitet hat. Ruff hatte Abänderung der Gemeindeordnung dahin, daß das besondere gleichfalls große Mengen der„ Autonomie" und sonstige anarchistische Bürgerrecht beseitigt wird und jeder Gemeinde- Einwohner, welcher Druckschriften im Besitz und verbreitete sie. Er besaß Sammeldas Heimathsrecht erworben hat, alle Bürgerrechte ausübt. bons der Allgemeinen anarchistisch- kommunistischen Propaganda", Gründliche Erleichterung der Erwerbung des Heimathsrechtes. auch Sammellisten, die mit dem Blaustempel der„ Autonomie" Entlastung der Gemeinden durch Zuweisungen aus Staatsmitteln versehen waren. Er hat Gelder nach London geschickt, und in für die ihnen neu übertragenen Aufgaben. der Autonomie" ist über seine Zahlungen quittirt. Winner 20. Gesetzliche Sicherstellung einer auskömmlichen Armen- hat die Nummer 165 der Autonomie" an den Zeugen Krum6. Trennung von Staat und Kirche. Dem Staate steht pflege. Staatsunterstützung zum Zwecke derselben an bedürftige scheidt verabreicht. Bei der Haussuchung in seiner Wohnung feinerlei Einfluß auf das religiöse Gebiet zu. Den Kirchen und Gemeinden. wurde ebenfalls eine große Menge von Druckschriften, darunter religiösen Gemeinschaften ist vollkommene Freiheit in Ordnung 21. Kündigung des mit Rußland abgeschlossenen Aus- das Flugblatt an die Arbeiter, Seine Angefunden. aller ihrer Angelegenheiten: ihrer Lehre, ihrer Einrichtungen, der Lieferungsvertrages, welcher Bayern zum willenlosen Werkzeug gabe, daß er die Abgabe vonj Schriften in der TrunkenAnstellung ihrer Organe u. s. w. einzuräumen. Hinwider fallen asiatischer Barbarei erniedrigt. heit vorgenommen habe, ist nicht glaubhaft. Er mag die bisherigen Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln für firchangetrunken gewesen sein, aber finnlos betrunken war er nicht, liche Zwecke hinweg; die Steuern werden um den bisher auf jene Polizeiliches, Gerichtliches 2c. wie die Beweisaufnahme ergeben hat. Auf einem Exemplare der fallenden Betrag vermindert. Den Kirchen steht es frei, ihren Unterhalt nach eigenem Ermessen durch Leistungen ihrer MitGenoffe G. Saue, Verleger und Lokalredakteur der Autonomie", welches bei ihm gefunden wurde, befand sich der glieder zu bestreiten. Märkischen Arbeiter Beitung" zu Iserlohn, Vermerk Für B...", woraus zu schließen ist, daß er die Weiter war wegen Aufreizung zum Klaffenhaß angeklagt. Trotzdem die verbreitung des Blattes beabsichtigte. Endlich hat Palm die 7. Pflege der Wissenschaft und Kunst, unbeschränkte Freiheit in dem Artikel angeführten Thatsachen erwiesen wurden, be- Nummer 164 der„ Autonomie" erhalten, die durch Sauer nachher ihrer Lehre und Uebung. Schaffung eines Schulgesetzes auf antragte der Staatsanwalt 8 Monate Gefängniß und fofortige der Polizei übergeben wurde. Hierin wurde überall der Thatfolgenden Grundlagen: unentgeltlichkeit des Schulunterrichts und Verhaftung. Das Gericht erkannte wegen der beleidigenden Form bestand der§§ 85 und 95 erblickt, und zwar der Thatder Lehrmittel, Bestreitung der Kosten durch den Staat, Ver- des Artikels auf 1 Monat Gefängniß. Es handelte sich um eine bestand eines fortgesetten Verbrechens. Daneben wurden befferung der Boltsschule, insbesondere durch Ausdehnung der Schlittenpartie, bei welcher„ wilden Jagd" ein Arbeiter derart allerdings Strafen aus§ 129 besonders feft Schulzeit und Ersetzung der nuglosen Feiertagsschule durch einen verlegt worden sein sollte, daß sein Tod eintrat. gesetzt, und zwar wurden die erkannten Gefängnißstrafen in Zuchtwirksamen Fortbildungsunterricht. Verpflegung bedürftiger Wie der Münchener Post" aus Hof berichtet wurde, hausstrafen umgewandelt, die mit den erkannten Hauptstrafen Schulkinder auf öffentliche Kosten. Entlastung der Lehrer vom ist der Parteigenoffe& berth, welcher mit in den Prozeß ver- au Gesammtstrafen nach§ 74 des Str.-G.-B. vereinigt wurden. Kirchendienst und Ausbesserung ihrer Gehälter; weltliche Schul- wickelt war, ven der bei der dortigen Kabel- Segung vorgekommene Gegen Höver würde auf eine höhere Strafe erkannt worden sein, inspektion. Aufruhr der beschäftigungslosen bayerisch- sächsischen Arbeiter gegen wenn nicht seine Jugend mildernd in Betracht gekommen wäre. 8. Gründliche und einheitliche Neuordnung des gesammten die beschäftigten preußischen nach sich zog, nach vierzehnmonat- Bei Camin und Rennthaler kam das reifere Alter und das ganze Steuer- und Abgabewesen. Aufhebung aller Bevorzugungen, licher Gefängnißhaft fürzlich au seinen Angehörigen zurück- Berhalten erschwerend in Betracht, sodaß gegen sie eine strengere Entlastung der wirthschaftlich Schwachen, Bertheilung der Lasten gekehrt. Am Bahnhof empfingen ihn eine große Anzahl Genossen Strafe festgesetzt wurde. Ruff's Thätigteit war etwas geringer, nach dem einzigen Maßstabe der Leistungsfähigkeit. Beseitigung und Genoffinnen mit warmer Theilnahme. Eberth war seinerzeit deshalb wurde seine Strafe etwas niedriger bemeffen. Das gleiche gilt der verschiedenen Steuerarten, wie der Grund-, Häuser, Ge- nach siebenmonatlicher Untersuchungshaft noch zu sieben Monaten von Winner. Bei der Ehrlosigkeit der Gesinnung, welche sich in der werbesteuer u. f. w. und Ersetzung derselben durch eine einheit Gefängniß verurtheilt worden. Handlungsweise der Angeklagten offenbarte, war auf Ehrverlust 5. Unbeschränkte Vereins- und Versammlungsfreiheit- Auf hebung des reaktionären Vereinsgesetzes von 1850 Gesetzliche Anerkennung der Arbeiter- Berufsvereine und Behandlung der felben auf gleichem Fuße mit den Unternehmer- Berufsvereinen des Gewerbes und der Industrie. " . liche Einkommensteuer, welche im Maße der Zunahme des-Desterreichisches. Nr. 138 des las Lidu" in der angegebenen Dauer zu erkennen. Der Angeklagte Einkommens ſtufenweise steigt. Aufhebung aller auf Landes- wurde zweimal tonfiszirt. Der Dlmützer Staatsanwaltschaft ge- Dobberstein war als nicht überführt freigesprochen. Er ist durch recht beruhenden Verbrauchsabgaben; die Kreise, Distrikte fielen 5 Artikel nicht; barunter befand sich einer, welchen fie in feinen Schwiegervater( jedenfalls ist einer der Mitangeklagten und Gemeinden haben ihre Umlagen in Prozenten der ersten Ausgabe nicht beanstandet hatte.- In Triest wurden gemeint) in die ganze Sache hineingezogen. Der Gerichtshof hat von der Einkommensteuer zu erheben. Keine Anhäufung von eine Reihe Parteigenossen vom Gericht zu Geldstrafen verurtheilt, fich nicht davon überzeugen können, daß er bei seiner Jugend Steuerüberschüssen in der Staatstaffe, noch auch Zersplitterungen weil sie am 1. Mai bei einer Zusammenkunft im Jäger'schen Re- das Bewußtsein der strafbaren Verbreitung hatte. Die Verin Zuwendungen, welche für nußbringende Zwecke unzureichend staurant Reden gehalten und Hochrufe auf die 1. Mai- Demon- urtheilten nahmen mit ziemlichem Gleichmuth das Urtheil auf find, aber zu unnöthigen Ausgaben anreizen können, sondern stration sowie die internationale Sozialdemokratie ausgebracht und wurden dann in ihre Zelle zurückgeführt. Berwendung zur Schuldenzahlung und Steuererleichterung. Re- haben, dadurch die„ Ordnung verlegten" und-- das Publikum form des langesgefeßlichen Gebühren-, Tay- und Stempelwesens in seinem Vergnügen störten. zu Gunsten der Rechtsuchenden. nehmer. Gerichts- Beifung. Versammlungen. 9. Ausdehnung der Selbstverwaltung; Bekämpfung des bureaufratischen Wesens der im Beamtenstand hervortretenden Kommandirsucht, sowie der Juristenherrschaft auf ihr fernliegenden Gebieten. Einflußnahme der Bertretungskörper auf die Anstellung der Eine öffentliche Maurerversammlung, zahlreich besucht Beamten; gerechtere Regelung des Anstellungswesens, Ausschluß jeder Günſtlingswirthschaft. Schutz der nicht fest angestellten wie die früheren von dem Lohnbewegungs- Bureau einberufenen, tagte am 4. Juli in Joel's Saal. Herr Blaurock theilte in Beamten und Bediensteten gegen willkürliche Behandlung; ins Hochverrathsprozeß. Nachdem wir in der gestrigen seinem Referate über den Fortgang der Lohnbewegung mit, daß Nummer das Urtheil des Reichsgerichts mitgetheilt haben, bringen nach und nach auf allen Bauten die Arbeit niedergelegt oder der ben Verkehrsanstalten u. f. w., private Hilfskräfte halten wir heute die Begründung desselben, die nach der„ Reichsgerichts- Lohn von 55 Pfennig bewilligt wird. Nur vier Bauten und ausbeuten dürfen. Neuordnung der Gehaltsregulative; Korrespondeng" wie folgt lautet: sind vorhanden, auf denen noch nicht bewilligt ist; auf angemessene Erhöhung der unzureichenden Gehälter der nicht Seit Jahren besteht in London ein anarchistischer Klub. Es allen übrigen find den Maurern ihre Forderungen zugepragmatischen Beamten und Bediensteten, welche bei der jüngsten war nicht festzustellen, ob derselbe Statuten befißt und wer Vor- standen worden. Noch am 4. Juli haben auf dem in Behaltsaufbefferung übergangen wurden. Reform des gesammten stand desselben ist. Aus seiner Thätigkeit hat sich aber ergeben, ben Maurerversammlungen vielerwähnten Bau Potsdamerstr. 13 Pensionswesens. daß er eine bestimmte Organisation haben muß, da er die an die Arbeiter Abschaffung der Ueberstunden und Bewilligung der 10. Ausdehnung und Verbesserung des Arbeiterschutzes durch archistischen Grundsätze nach Deutschland zu verbreiten gesucht 55 Pf. gefordert und, nachdem sie drei Stunden gefeiert, bewilligt energische Anwendung aller auf Grund der Reichsgesetzgebung, und Kosten für Broschüren und Fonds eingezogen hat. Dieser erhalten. Auf den Bauten an der Kleist- und Bayreutherstraßensowie durch das Berordnungs- und Aufsichtsrecht den Landes- Klub will die anarchistischen Lehren nicht blos verbreiten, sondern Ecke bei Mierke und an der Markthalle Reinickendorferstraße bei behörden zustehenden Befugnisse. Ausgestaltung der bestehenden er fordert auch zur Ermordung des deutschen Kaisers und zur Be- Schrammte ist gleichfalls der Lohn auf 55 Pf. erhöht worden, Gewerbe- Inspektion zu einer wirksamen Ueberwachung aller ge- feitigung der Verfassung des Deutschen Reiches und der deut- freilich wurden auf dem ersteren dieser beiden die bisherigen werblichen Betriebe; Vermehrung der Aussichtsbeamten, Ertheilung schen Bundesstaaten auf. Unter diesen Umständen hat diese Ver- Kollegen nicht wieder zur Arbeit zugelassen, sondern neue don Exekutivbefugnissen an dieselben und einheitliche Gestaltung bindung das Licht zu scheuen, muß also als eine geheime Ver- eingestellt. Auch in der Lessingstraße bei Wallmann der Einrichtung durch Ausstellung eines Zentralinspektors. Herbindung angesehen werden. Sie verfolgt daneben den Zweck, die find die Maurer mit ihren Forderungen durchgedrungen.. ſtellung einer brauchbaren Arbeiterstatistik und systematische Er- staatlichen Maßnahmen, welche sich in der Vollziehung der Gefeße Redner nannte dann Die Maurerpoliere Handke und forschung der Arbeiterverhältnisse in Stadt und Land. Bis zur dokumentiren, in ungefeßlicher Weise zu verhindern und zu ent- Lorenz, die sich durch ungehörige Behandlung der Maurer hervor Gewerbe- fräften. Dies sollte dadurch geschehen, daß die gesammte Ver- thäten; ersterer sei Borstandsmitglied des Polierbundes. An der inspektoren mit den Berufsvereinen der Arbeiter wie der Unter- fassung und die zum Schuße des Eigenthums erlaffenen Geseze Diskussion betheiligten sich mehrere der anwesenden Maurer. beseitigt werden sollten. Diejenigen Personen, welche an dieser Dieselben sprachen u. A. die Hoffnung aus, daß die Kollegen auf 11. Einrichtung der Gewerbebetriebe des Staates zu Muster- Berbindung theilgenommen haben, sind nach den§§ 128 und 129 den Bauten von Held und Franke demnächst auch einhellig die anstalten, sowohl hinsichtlich des technischen Betriebes als des Ar- des Strafgesezbuches strafbar. Eine solche Theilnahme hat der bekannten Forderungen erheben und für dieselben einstehen würden. beiterschußzes. Bezahlung austömmlicher Löhne. Einführung eines Gerichtshof bei Camin, Höver, Rennthaler und Ruff für erwiesen Bis zur Sperreverhängung, das stellte Herr Wilte fest, ist es bisgefeßlichen Normal- Arbeitstages, sowie der Sonntagsruhe angenommen. Höver zunächst ist wiederholt in London gewesen her nur auf 5 Bauten gekommen, von denen auf 4 Bauten die don 36 Stunden in allen Werkstätten und Betrieben des Staates, in Verbindung gesezt. Der Klub hat sein eigenes Lotal sowie in der Straße 29 die Maurer die Arbeit nieder, weil der Unterder Kreiſe, Diſtritte und Gemeinden, sowie bei allen auf öffent feinen eigenen Drucker und Redakteur in der Person eines Josef nehmer nicht die 53 Pig. bewilligen wollte. Hierdurch einliche Kosten ausgeführten Unternehmungen; insbesondere An- Schüh. In diesem Lokal finden außer anarchistischen auch geschüchtert, bewilligte Schöttler die Forderung; am Sonnabend wendung dieser Grundsäge auf das Submissionswegen und Be- andere Bersammlungen statt. Es waren bei diesem Klub Berzahlte er gleichwohl nur 50 Pfg. aus. Im Allgemeinen waren Lämpfung, ber in legterem vorhandenen Uebelſtände. Thun- sonen thätig, die nach außen hin und namentlich nach Deutsch die Rebner mit den bisherigen Erfolgen der Lohnbewegung Staates auf Privatbahnen, Pferdebahnen und andere lichste Einführung des Regiebetriebes. Einflußnahme des land die„ Autonomie", die in deutscher Sprache und Antiquafchrift sehr zufrieden. Die Versammlung nahm dann eine Neerscheint, ist am 7. Januar d. J. in Aachen folution an, in der fie die bisherigen Beschlüsse aufrecht Privaten betriebene Verkehrseinrichtungen, vermittelst des festgenommen worden, wo er Abends mit dem Zuge von zuerhalten beschloß und den Kollegen bei Held und Franke est Ronzessions- und Aufsichtsrechtes, zur Erzielung eines ähn Antwerpen antam. Er verlor ein Papier aus seinem Rocke, zur Pflicht machte, fich untereinander zu verständigen. lichen Schuhe für deren Bedienstete und Arbeiter. wodurch man auf ihn aufmerksam wurde. Er wurde sodann Nach einigen Mittheilungen über demnächst stattfindende Maurer 12. Ausdehnung des Arbeiter Versicherungswesens auf alle verhaftet, und bei der Durchsuchung seiner Kleidungsstücke fand versammlungen ging man auseinander. Wie uns das Bureau Arbeitszweige, auf welche es nach der Meichsgefeggebung aus- man eine große Anzahl anarchistischer Druckschriften, insbesondere der Lohnbewegung mittheilt, haben in den legten Tagen, ohne gedehnt werden tann. Gine einheitliche Krantenversicherung, in auch die Nr. 165-167 der„ Autonomie". Dieſe Nummern und daß die Maurer die Arbeit niederzulegen brauchten, noch bie welcher die landwirthschaftlichen Arbeiter und Dienstboten an die weiteren, die er verbreitet hat, enthalten sämmtlich die direkte Maurermeister Göttgen, Glbingerstraße, und Schwieride, Ryleben Rechten der Reichsgeſeggebung vollen Antheil haben. Ueber- Aufforderung in gebundener und ungebundener Rede, den Kaifer Straße 28, den Lohn von 55 Pf. bewilligt, außerdem hat Maurerhaupt rechtliche Gleichstellung der landwirthschaftlichen Arbeiter zu ermorden und die Verfaſſungen zu beseitigen. Diese Auf- meister Krücke, Flensburger- und Lessingstraßen- Ede 2½ Bf. and Dienstboten mit den gewerblichen Arbeitern. forderungen sind verquickt mit den unflätigsten Majestätsbeleidi- zugelegt. Da von Seiten der Angeklagten und der Ver gungen. 18. Aerztliche Hilfeleistung durch den Staat. Die adhte Generalversammlung der Zentral 14. Burückweisung der monopolistischen Bestrebungen der theidigung objektiv nicht in Zweifel gezogen ist, Großkapitaliſtiſchen Unternehmer-, Ringe" bei Lieferungen für den diese Druckschriften den Thatbestand der erwähnten Verbrechen Kranken- und Sterbefasse der Maurer, Steins Staatsbebarf, Berbot per Gefangenenarbeit für Rechnung von und Bergehen enthalten, so ist es nicht erforderlich, auf den Inhauer und Berufsgenossen Deutschlands( E. 5. Unternehmern und Einschränkung derselben auf dem eigenen Be- halt der Schriften näher einzugehen und es kann der Thatbestand. Nr. 7 Altona, Grundstein zur Einigkeit) wurde am 4. 9. 2 D = = M M = 1. Zichung der 1. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie.[[ 1501 63 90 904 24 87130 78 316 38 536 685 706[ 200] 7 18 999 Biehung vom 5. Juli 1892, Vormittags. Nur die Gewinne über 60 Mart find den betreffenden Nummern in Barenhefe beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 88093 111 35 77 257 74 346 57 448 84 546 71 657 812 81 935 42 89008[ 5000] 58 65 71 82 202 38 39 345 433 75 94[ 100] 552 782( 150 90020 57 217 41 70 661 741 837 78 91 91237 748 851 76 92017 171 84 218[ 300] 317 45 577 617-41 703 32 50 57 93101 10 35 65 215 85 449 551 690 755 91[ 150] 986 94041 65 157 98 231 60 429 84 509 665 84 811 908[ 100] 18 95018 114 94 277 78 329 68 522 955 83 96022 132 319 66 85 481 545 58 638 744 97115 66 92 97 413 31 607 24 40 766 947 60[ 500) 98104 30 34 99 235 66 334 529 93 690 737 825 31 99098 275[ 100] 306 19 482 546 80 656 734 826 94 früh von dem Vorsitzenden The mar Altona im Restaurant, heutigen Wirthschaftsweise bezeichnete, zur Wahl eines Bei-| seinen Ausführungen einverstanden und beschlossen, den Verein Rosenthalerstr. 38, mit einer Begrüßung der anwesenden 35 De fizers geschritten, wobei die Stimmen auf den Kollegen Paul im alten Sinne weiter zu führen, bis sich eine Gelegenheit findet, legirten eröffnet und gestern fortgefeßt. Es wurden in die Greiner fielen. Hierauf wurden zu Hilfskaffirern neugewählt wie sie die Mitglieder der Lokalorganisation suchen, um dem Mandats Prüfungskommission die Delegirten Müller Berlin, für den Osten Karl Keller, Zahlstelle: Große Frankfurter- und Verband beitreten zu können. Die Opfer, die man jetzt von Hagen- Eppendorf, Behrens- Berlin, Wesse- Braunschweig und Lebuserstraßen- Ecke, Montags von 8-10 Uhr; für Moabit ihnen verlangt, seien zu groß. Jm Weiteren tadelte Kollege Bömmelburg Hamburg, in die Geschäftsordnungs- Kommission Frib Diemer, Zahlstelle: Perlebergerstr. 30, Sonnabends von Wiedemann das Verhalten derjenigen Tischlergesellen resp. bezw. Beschwerde- Kommission Randt- Rostock, Meier- Hamburg und 8-9 Uhr; für Weißensee Otto Meißner, Bahlstelle: Wilhelm Streitbrecher, welche wieder bei Laborenz anfingen, nachdem sie Schulz Nixdorf, Klingenberg- Berlin, Schulze- Hamburg, Ne- straße 24, im Lokal Lieben, Sonnabends von 8-10 Uhr. eine ansehnliche Summe Streifunterstützung erhalten hatten. bauer Stadtprozelten, Beck- Halle und Silberschmidt Berlin Die Hilfskassirer für den West en, Steglig und Pankow Hierauf wurde beschlossen, in die Werkstatt- Kontrollkommission gewählt. Zu Vorsitzenden wurden von der Versammlung erklärten, da in der Versammlung Erfah für fie nur drei Mitglieder, statt wie bisher fünf zu wählen. In VorDietrich- Berlin und Randt- Rostock, zu Führern der Rednerliste nicht beschafft werden konnte, ihr Amt bis zur definitiven Neu- schlag kamen die bisherigen Mitglieder, Kollege Sy, BergStaude Birna, Silberschmidt- Berlin, Hagen- Eppendorf gewählt. wahl weiter verwalten zu wollen. Da die 120 Bände starke straße 1, IV, und Rollege Kör!, Kopfstr. 12, II, sowie als neues Als Redaktion für die Statuten ernannte die Versammlung die Bibliothek den Anforderungen der Mitglieder nicht mehr genügt, Mitglied Kollege Rothenstein. Delegirten Hübener- Altona und Meier- Hamburg. Nach dem bewilligte man 150-200 M. zur Neuanschaffung von Büchern. Bericht des Ausschusses durch das Mitglied desselben, Bülow, Ein Antrag, dem Vorstand noch weitere Gelegenheitsanschaffungen hat derselbe vom 4. Juli 1890 bis 2. Juli 1892 in bestem Ein- von Büchern zu überlassen, fand nach kurzer Debatte gleichfalls hielt am 28. Juni cr. eine Versammlung ab, in welcher Herr Der Fachverein der Tischler( West und Süd- West) vernehmen mit dem Bnrstand gewirkt und 43 Beschwerden ent- Annahme. Ein an die Mitglieder gerichteter Appell des Vor- Roblenzer über die englische Chartistenbewegung" referirte. gegengenommen, von denen noch 3 unerledigt sind und 4 zu sitzenden, im Kampfe gegen das Kapital fest zusammen zu halten, Der Vortrag fand Beifall. Die Neuwahl von drei Beitrag Gunsten der Beschwerdeführer erledigt wurden. Die Versammlung bildete den Schluß der Versammlung. beschloß, daß der Ausschuß sämmtliche an ihn tommende sammlern wurde wegen schwachen Besuchs der Versammlung ver Beschwerden prüfen und entscheiden soll. Bevor die Beschwerdetagt. Der Bevollmächtigte richtete dann an die Anwesenden die Im Fachverein der Tischler für den Bezirk Rixdorf Aufforderung, nach besten Kräften dafür zu sorgen, daß die führer aber von dem Entscheid in Kenntniß gesetzt werden, ist und Umgegend setzte am 27. Juni Kollege Wiedemann den nächste Versammlung zahlreicher besucht wird, und namentlich derfelbe dem Vorstand zu unterbreiten, um diesem den Einspruch Mitgliedern auseinander, weshalb der Anschluß an die Zentral- sämmtliche Werkstatt- Delegirte, welche durch die Versammlungs Dagegen zu ermöglichen. Nachdem verbleibt aber dennoch die Organisation nicht erfolgt. Die Mitglieder erklärten sich mit anzeige noch besonders eingeladen werden, erscheinen. endgiltige Entscheidung dem Ausschuß. Der Kassenvorsitzende Themar Altona gab dann den Geschäftsbericht, in welchem er die Verhandlungen mit der Behörde, sowie die Gestaltung der Dinge in den einzelnen Verwaltungsstellen erörterte, betonte, daß die Verwaltungsstellen sich bis auf 218 erhöht und schließlich hervorhob, daß Influenza und Geschäftslosigkeit einen Rückgang der Kasse herbeigeführt haben. Nach dem Rassenbericht des Kassirers Reiß wurden am Schluß des Jahres 1890 dem Reservefonds der Kasse 40 000 M. zugeführt. Das Jahr 1891 schloß aber mit einem Defizit von 6787,21 M. ab, und es fehlen zur Erfüllung der Pflichten an den Refervefonds der Rasse 25 942,91 M., die eventuell nach den Beschlüssen der Generalversammlung beschafft werden sollen. Auf Grund des Revisionsberichtes, welchen das Ausschußmitglied Bülow gab, wurde der Vorstand entlastet. Im Anschluß daran wurden die Anschauungen der Anwesenden über möglichst günstige Handhabung der einzelnen Zahlstellen ausgetauscht. Bei Der hiernach folgenden Berathung über Anträge Abänderung der Statuten tam es zu einer lebhaften Distuffion darüber, ob die Kasse weiter bestehen oder aufgelöst werden soll, an der sich die Delegirten Dietrich, Hartwig, Schulz, Meier, Staud, Born und mehrere andere betheiligten. Es wurde darauf hingewiesen, daß bei Auflösung der Kaffe die über 45 Jahre alten Mitglieder derselben schwer geschädigt würden, da sie dann nicht in anderen Kassen Aufnahme finden. Die Bestimmungen der Krankenkassen Novelle würden überwunden werden können, denn bei den Zimmerern wären finanzielle Vortheile durch das Gewähren von Arzt und Medizin an die Mitglieder und Entziehung von 1/4 der Krankenunterstützung dafür erreicht worden. Die Beiträge der Orts- Krankenkassen und die Leistungen derselben entsprächen denen der 2. Klasse der Zentralkasse der Maurer 2c., jedoch mit dem Unterschiede, daß erstere nur 13 Wochen, letztere 42 Wochen Unterstützung zahlt. Wenn jetzt die freien Hilfskaffen sich auflösen wollten, so fönnten die Verhältnisse in den Ortstassen doch nicht wie mancher glaube, nach den Wünschen der Mitglieder umgestaltet werden. Es wäre wohl viel eher eine Vergewaltigung der Mitglieder beim Aufhören der Konkurrenzkassen zu befürchten; die Beiträge würden womöglich erhöht und die Selbstverwaltung doch nicht herbeigeführt werden. Entschieden für die Auflösung der Kaffe trat der Delegirte aus Braunschweig ein und Meier- Hamburg betonte, daß es darauf ankomme, sich darüber klar zu werden, ob und wie die Kaffe weiter zu bestehen vermag. Nur danach sei es möglich zu entscheiden, ob die Stasse weiter bestehen bleiben tann, oder ob es erforderlich ist, sie lieber gleich aufzulösen, an statt burch Hinausschieben diefer Maßregel die Sache noch verwickelter zu machen. . % zur Die Brauer Berlins und Umgegend hörten in einer an 3. d. Ms. stattgehabten öffentlichen Versammlung einen Vortrag Dr. Lütgenau's über Gewerbegerichte und Gewerbenovelle und forderte dieser auch die Brauergehilfen auf, an den Wahlen zum Gewerbegerichte sich rege zu betheiligen. Der einstündige Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. In einer zur Annahme gelangten Resolution erklärte sich die Versammlung mit den Ausführungen des Referenten einverstanden, sowie nur solche Kandidaten in das Gewerbegericht zu wählen, welche auf dem Boden des sozialdemokratischen Parteiprogramms stehen und sich dieserhalb mit den übrigen Gewerkschaften in Berbindung zu setzen. In einer früheren Versammlung war zur Regelung von Streitigkeiten mit den Unternehmern eine Kommission gewählt worden; da die von den Lehteren erlassenen Arbeitsordnungen bei den Brauergesellen vielfach Anstoß erregten, so hatte diese Rommission eine Arbeitsordnung ausgearbeitet, welche die Genehinigung einer öffentlichen Versamm lung fand. Es wurde beschlossen, diese Arbeitsordnung den Brauereidirektoren mit dem Ersuchen um Rückäußerung zu unterbreiten. Die Brauereien Schultheiß Tivoli, Münchener Brauhaus, Bergschloß Brauerei und Spandauer Berg akzeptirten die Arbeitsordnung. Die übrigen Brauereien bedurften einer nochmaligen Mahnung zur Rückäußerung und gelangten die eingelaufenen Schreiben zur Verlesung. Denselben ist zu entnehmen, daß die Brauerei Böhmisches Brauhaus die Arbeitsordnung abgelehnt hat, desgleichen Bereinsbrauerei Rigdorf, Sternecker( Weißensee), Gambrinus- Brauerei( Char lottenburg), Oswald Berliner, National- Brauerei, Schloß- Brauerei Schöneberg, Attien- Brauerei Friedrichshain, Viktoria- Brauerei, Brauerei Pfefferberg, Attien- Brauerei Friedrichshöhe, vorm. Bazenhofer, Gräflich Reischach'sche Brauerei( Stralau), Nordd. Brauerei, Brauerei Bürgerliches Brauhaus Alle begründen die Ablehnung damit, daß die bestehenden Arbeitsordnungen der Arbeitsordnung der Kommission entsprechen und daß die Gesellen der einzelnen Brauereien mit den Arbeitsordnungen einverstanden seien. Das Letztere wurde in der Versammlung theilweise be ftätigt, : doch führte man vielfach darüber Klage, daß die Bestimmungen der Arbeitsordnung nicht innegehalten werden. Die Borussia Brauerei( Nieder Schönweide) ist mit der Umarbeitung der Arbeitsordnung beschäftigt und wird später Nachricht geben; Brauerei Königstadt wird die Vorschläge in Erwägung ziehen. Nicht geantwortet haben die Brauereien Böhow, Adler, Pichelsdorf, Raiser( Charlottenburg), Berliner Bock. Habel, Happoldt, Unions, Moabit, Kronen, Rind und Friedrichshagen. Die Versammlung beschloß, den Leiter der Versammlung und den Delegirten zur Streif Kontrollkommission zu beauftragen, diejenigen Brauereien, welche mit ihren Gesellen noch feine Arbeitsordnung vereinbart haben, aufzufordern, dies binnen drei Tagen zu thun event. Das Weitere der Streif- Kontrollkommission zu unterbreiten sowie mit allen zu Gebote stehenden Kräften dahin zu wirken, daß die einheitliche Arbeitsordnung überall zur Einführung ge langt. Zum Schlusse wurde über Arbeitsnachweis- Verhältnisse diskutirt und beschlossen, die Kommission zu beauftragen, den jetzigen Leiter des Arbeitsnachweises, Herrn Michaelis, durch eine energischere Person oder einen altgewordenen Brauer zu er setzen, sowie gegen die Vizewirthschaft anzukämpfen. Die Samm Lungen für den Weberstreit in Rigdorf haben 476 Mt. 55 Pfg. erbracht. Im Verein zur Regelung der gewerblichen Verhält niffe der Töpfer Berlins und Umgegend wurde am 29. Juni nach einem Vortrage Gust a v Reßler's über die Schädlichteit der heutigen Wirthschaftsweise für die Arbeiter", in welchem der Referent die Nothlage der Arbeiter, speziell der im Baugewerbe beschäftigten, schilderte, und diese Nothlage als Folge der 2.98 127 274 436 51 535 600 S1 732 99 953 78 1005 27[ 100] 124 370 477 94 506 680 859 980 2049 122 207 369 70[ 1001 475 515 18 659 718 3084 127 62 217 69 338[ 100] 429[ 100] 39 57 565 631 60 93 756 77[ 100] 902 93 4107 9[ 100] 205 32 371 458 511 19 41 61 668 915 94 5002[ 150] 11 22 116 31 93 98 370 82 479 552 689 91 739 57 2001 16 137 69 235 303 25 37 437 534 35 39( 150) 86 720 51 846 76| 908 13 7121 98 256 365 443 8048 263 335 86 790 870 900 9100 96 275[ 100] 343 46 83 456 515 25 611 970 10055 225 92 94 519 612 59 11096 118 67 270 354 56 426 679 712 39 12074 182 88 515 36 63 656 845 53 93 981 13204[ 150] 16 339 427 512 659 812 73 915 14061 157 456 541 56 87 644 89 705 817 78 94 910 15153[ 150] 215 312 428 51 53 88 99 505[ 100] 49 716 61 805 80 956 68 16004 212 26 28 337 99 468 501 54 702 30 69 969 17367 [ 100] 74 88 439 507 25 684 92 762 864 927 18025 76[ 150] 357 463 541 660 95 757 59 73 77 908 43 66 19145 68 338 83 468 76 633 786 96 818[ 100] 71 89 100073[ 200] 136 46 79 246 514 19 61% 706 101000 12 70 85 171 92 279 84 523 841 67 70 939 61102058 435 77 36 638 84 810 40 927 103097 181 383 602 5 759 889 104269 349 89 600 77 725[ 100] 916 81 105086 114 368[ 100] 581 882 94 106319 501 634 64 847 107080 138 60 86 383 506 58 71 638 883( 200) 108018 41 87 133 337 425 513 40 823 42 80 96 900 14 109028 38 294 315 28 487[ 100] 503 53 748 67 914 47 110013 160 66 315 22 38 440 62 761 813 111069 97 124 81 479 512 24 601 83 98 717 805[ 150] 32 112203 89 323 416 639[ 100] 975 77 113140 83 436 97 651 63 718[ 100] 49 99 925[ 300] 65 114068 138 73 81 367 601 25 768 89 889 95 115280 302 96 682 85 826 993 116010 87 96 491 675 737 40[ 200] 805 82 117007 24 111 31 310 27 20052 92 201 365 423 524 30 87[ 100] 694 805 911 21022 39 185 4 6 532 82 616 19 35 37 702[ 100] 87 940 69 118080 109 51 270 59 99 240 308[ 100] 52 424 513 621 34 50 708 46 73 956 81 22320 425 641 888[ 100] 947 50 119 40 57 63 167 96 339 463.[ 100] 612 45 806 986 617 54 63 788 825 936[ 100] 23189 350 437 564 79 675 753 964 24124 120209 309 99 454 529 749 889 121046 78 197 219 385 463 619 60 265 71 91 357 95 550 764 952 25061 77 181 517 72 703 28 805 40 845 122101 256 305 516 760 978 123258 61 65 487 574 932 53 26040 76 102 22 465 575 83 632 56 774 837 977 98 27339 478 508 23[ 150] 124174 287 398 456. 587 91 621 752 63 897 946 50 1250 13 908 28013 305 492 526 653[ 150] 65 29091 185 237 307 8 562 675 108 222 36 39 548 605 743 844 126075 136 97 411 537 607 97 740 759 61[ 150] 866 73 957 852[ 100] 983 127181 392 449 539 651 891 914 57 128230 442 513 30233 38 373 486 710 42 68 91 838 74.905 17 94 31040 71 82 57[ 100] 72 77 651 73 706 38 77 813 57 906 74 129110[ 100] 526 628 104 96[ 30001 457 712 27 66 823[ 1500] 72 905 8 32038 256 334 850 732 892 955 94 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Bichung tee 1. Klasse 187. Königl. Preuß. Lotterie. Siebung vom 5. Juli 1802, Nachmittags. Nur die Gewinne über 60 Mart find den berrejsenden Nummer:: in Barentheie beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 217 453 63 562 690 890 996 1247 302 467 69 640 46 58 81 740 852 2035 128 72 204 85 395 559 75 686 96 788 3083 139 58( 2001 75 253 58 377 411 17 89 91 581 679 724 817 45 4091 313 619 47 80 701 73 97 805 90 5057 69 106 49 75 255 306 29 41 665 738 6072 96[ 100] 132 90 241 317 92 480 578 626 50 700 7027[ 100] 81 109 10 13 57 209 38 42 358 92 406 592 819 89 940 8022 110 20 307[ 100] 433 71 512 601 33 6 775 01 948 49 9007 19 559 605 38 738 43 10120 222 39 407 65 72 95 501 18 678 727 906 9 11267 387 467 614 84 705( 5001 90 807 39 12028 56 137 833 747 53 872 993 18509 19 75 635 752 843 64 936 61 14176 337 92 500 38 655 715 58 61 957 95 15043 51 185 215[ 200] 324 61 526 50 12001 64[ 100] 553 655 936 57 70( 300) 16197[ 200] 214 47 511 89 602 34 707 79 948 17115 280 503 626 878 911 18149 2 4 44 351[ 150] 465 72 584 95 713 874 19234 67 327 85 472 518 613 40( 150) 8 705 36 851 973 20020 24 72 266 442 61 94 553 21028 79 174 220 53 310 68 426 721 82 91 834 987 2: 2011 118 214 38 300 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