Nr. 127. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,80 m., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Boft. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahry. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 25 Bfg. Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 2. Juni 1904. Krankenbehandlung und Beschwerde- stand aufmerksam machte, ging er auf deſſen Veranlassung zum Aufwesen in Plötzensee. Alles in schönster Ordnung! das war die freilich allen Thatfachen ausweichende Losung des Vertreters des Reichsjustizamts, als jüngst schwerste Mißstände im Strafvollzug vor den Reichstag gebracht wurden. Und wenn irgendwie doch etwas, wie es unter Menschen vorkommen kann, nicht in der Drdnung ist, so ist durch ein gut funktionierendes Beschwerderecht dafür gesorgt, daß auch der Gefangene sein Recht findet. Die folgenden Aftenstüde tönnen allen objektiv Urteilenden, außer dem freisinnigen Dr. Mugdan, eindringlichst zeigen, wie es in Wahrheit um das Beschwerberecht und wie es zugleich um die Krankenbehandlung in Gefängnissen bestellt ist. Die Atten reden: Blößensee, den 28. April 1901. Beschwerdeschrift. Nachdem ich mich schon einige Tage unwohl gefühlt hatte, wurde ich am 12. März d. 3., vormittags, von solchem Uebelsein und Schwäche befallen, daß es mir kaum möglich war, mich auf den Beinen zu halten. Ich bat den zur Zeit diensthabenden Beamten, Herrn Auffeher Steffen, mich nach dem Lazarett überführen zu wollen. Auf die barsche Erwiderung des Vorgenannten, daß er teine Zeit dazu habe, begab ich mich wieder auf meinen Arbeitsplay. Als ich nun von Schmerzen geplagt mich auf den Tisch lehnte und den Kopf auf beide Hände stüßte, kam plößlich der Herr Aufseher zu mir und forderte mich auf, ihm zu folgen. Statt nach dem Lazarett, wurde ich zu dem Herrn Oberauffeher Werdermann geführt, und auf dessen Befehl trotzdem ich auch dort gebeten hatte, nach dem Lazarett überführt zu werden nach der Arreststation gebracht, von wo ich erst am andren Morgen, ohne einem Oberbeamten borgeführt zu sein, wieder nach dem Arbeitsplage geholt wurde. Nun erst wurde ich auf meine abermalige Bitte nach dem Lazarett geführt, wo der Herr Sanitätsrat Dr. Pfleger eine heftige Lungenentzündung feststellte. Fünf Wochen habe ich sodann im Lazarett zubringen müssen und habe ich an den Folgen der Krankheit noch jetzt zu leiden. Wie nun der zwanzigstündige Aufenthalt in der ungeheizten, eistalten Kellerzelle auf meinen Zustand eingefvirkt hat, überlasse ich der Beurteilung kompetenter Personen. Ich bitte den Herrn Oberstaatsanwalt, diese Angaben prüfen und die Zeugen vernehmen Hochachtungsvoll zu lassen. An den Herrn Oberstaatsanwalt beim Königlichen Sammergericht zu Berlin. H. Frenzel. Ad acta! Frenzel foll sich mit seiner Beschwerde an die hiesige Verwaltung wenden. Er ist über den Instanzenweg belehrt. Plöhensee, den 1. 5. 01. gez. Freiherr von Malzahn, Polizei- Inspektor. 3., 3. 5. 01. Persönliche Vormeldung. Frenzel beschwert sich über den Aufseher Steffent. ( Siehe Beschwerdeschrift vom 28. 4. cr. in den Aften.) Herrn Inspektionsgehilfen Billau zur Vernehmung des Auffehers Steffen und der angegebenen Zeugen, ferner des Oberauffehers Werdermann. worauf ich ihm riet, sich ins Lazarett führen zu lassen, was er aber nicht wollte. Erst nachdem ich den Meister Krause auf seinen Zufeher Steffen, welchenerum Vorführung ins Lazarett bat, was dieser aber berweigerte. V. g. u. gez. Meier, Gregort, Steinöhl, Kähler. G. v. 0. Billau. Herrn Sanitätsrat Dr. Pfleger zur gefl. Renntnisnahme und Mitteilung: a) Ob sich Frenzel am 12./3. beim Arzt gemeldet hat, b) ob feine Angabe richtig ist, daß er am 12./3. nicht ins Lazarett aufgenommen wurde, sondern Medizin erhalten sollte, daß er am 13./3. ins Lazarett aufgenommen und dort fünf Wochen lang an einer heftigen Lungenentzündung behandelt wurde. Blößensee, den 10. 5. 01. Die Direktion. gez. Wirth. Frenzel hatte sich am 12. März vorgemeldet und erhielt Medizin ( d. h. vorläufig nur verordnet, erhalten hätte er sie event. am nächsten Tage); am 13./3. wurde er in das Lazarett aufgenommen und da selbst bis zum 19./4. an einer Lungenentzündung behandelt. Plößensee, den 12. 5. 01. Verfügt: gez. Dr. Pfleger. Dem Frenzel ist bekannt zu geben, daß er keinen Grund zur Beschwerde hat; er hätte schon am 12./3. Aufnahme im Lazarett gefunden, Tehnte diese aber ab. Am 13. bat er wieder um Vorführung zum Arzt. Diese ist erfolgt und darauf seine Aufnahme ins Lazarett. Das ihm gegenüber eingehaltene Verfahren hat er lediglich durch seine Weigerung, am 12./3. im Lazarett zu verbleiben, und daß er den Oberauffeher Werdermann nicht gebeten hat, ihn ins Lazarett führen zu lassen, selbst verschuldet. Plößensee, den 14. 5. 01. An die Polizei des I./II. Gef. Dem Frenzel mitgeteilt. Plößensee, den 18. 5. 01. Die Direktion. gez. Wirth gez. Freiherr von Malzahn, Polizei- Inspektor. Man möchte bedauern, daß Frenzel den Beschwerdeweg nicht weiter verfolgt hat. Aber die Erfahrungen der ersten Instanz haben ihn genug erschreckt und er mag, wie viele andre, die Beschwerde auf sich beruhen lassen haben, um nicht durch die Mühen, die er den Beamten bereitet, sich mißliebig zu machen und das traurige Ge fängnisdasein noch zu verschlimmern; wobei daran erinnert sei, daß, nach der Gefängnisordnung für die preußische Justizverwaltung, wegen unbegründeter Beschwerden auch Disciplinarstrafen verhängt werden können. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. Politische Ueberlicht. Berlin, den 1. Juni. Die dimmsten Lehrer find die besten. Das Junkerwort, daß der dümmste Arbeiter der beste ist, findet jetzt eine Wiederholung in dem Sazze, daß auch der dümmste und unwissendste Volksschullehrer der beste sei. Darauf läuft nämlich die erboste Kritik hinaus, die konservative Organe dem Beschluß der Königsberger Lehrerversammlung angedeihen lassen, der Hochschulbildung für alle Lehrer als erstrebenswertes Ziel erklärte. Die Kreuz- Zeitung" bemerkt dazu: " Dieser Beschluß enthält in Wirklichkeit nichts andres als ein Zugeständnis an den Zukunftsstaat. Das mögen gewiß viele von denjenigen, die in Königsberg für ihn gestimmt haben, nicht durchschaut haben. Aber bei nüchterner Ueberlegung werden sie sich doch sagen müssen, daß er durch praktische Gründe, insbesondere durch die Rücksicht auf die den Volksschullehrern regelmäßig obliegende Art der Arbeit nicht gerechtfertigt werden kann, sondern daß er lediglich in der blinden Unteriverfung unter das Gleichheitsprincip seine Erklärung findet. Hierdurch erklärt sich auch die Genugthuung, die in den obigen Säßen des„ Vorwärts" zum Ausdruck kommt. Wir glauben nicht, daß der Boltsschullehrerstand durch die Forderungen des Königsberger Lehrertages in den weiten Kreisen der Bevölkerung an Sympathie gewinnen wird. Das ist um seinetwillen zu bedauern. Denn die Neigung, ihm gewisse, im Rahmen des Erreichbaren liegende Forderungen zu bewilligen, kann bei einem solchen Vorgehen gerade bei gewissenhaften Leuten, bie fich die Folgen eines jeden Bugeständnisses zu vergegenwärtigen pflegen, empfindlich beeinträchtigt werden. Eine schwere Verantwortung aber tragen die außerhalb des Volksschullehrerstandes stehenden Kreise, welche die Aufstellung so ausschweifender Forderungen, wie der des Universitätsstudiums für alle Lehrer, auch nur mittelbar unterstützt haben. Eine mittelbare Unterstützung erblicken wir z. B. in dem Versuche, die Volksschule mit der Universität in irgend welchen natürlichen Zusammenhang zu bringen. Ein solcher Versuch liegt nach unsrer Auffassung schon in den Worten, mit denen der Rektor der Königsberger Universität im Wit Namen dieser Anstalt die Lehrerversammlung begrüßte. meinen, daß, wenn überhaupt die Universität es für gut hielt, sich hier amtlich vertreten zu lassen, bei der von ihrem Vertreter an die Versammlung zu richtenden Ansprache jede Redewendung zu ver meiden war, die über den Charakter der freundlichen Begrüßung hinausgeht und als Eingeständnis eines natürlichen Zusammenhanges zwischen der Volksschule und Universität betrachtet werden fann." Butunftsstaat als eine scharfe Berhöhnung des Gegenwartsstaates. daß die treuz- Zeitung" die selbstverständliche Forderung dei höchstmöglichen Bildung für jeden Voltserzieher als Zu geständnis an den Zukunftsstaat schaudernd verwirft. Ebenss charakteristisch ist der Vorwurf gegen den Universitätsrektor, der von einem Zusammenhang zwischen der Volksschule der Masse und der mit wenigen Universität gesprochen hat, die ja doch heute Ausnahmen eine Art geistiges Majorat der durch Glid und Besiz privilegierten Stände ist und nach junkerlichem Ratschluß für Die Volksschullehrer sehnen sich mit Recht aus der tendenziösen Es ist eine ebenso zartsinnige Huldigung für den socialistischen Glück Was den uneingeweihten Leser der obigen Aftenauszüge zunächst befremdet, ist der Umstand, daß dem Herrn Medizinalrat Dr. Pfleger der törperliche Zustand des Frenzel, als dieser ihm am Morgen des 12. März vorgeführt wurde, unbedenklich erschien, während dessen Mitgefangene, ungebildete Leute, zu Protokoll erflärten, daß Frenzel augenscheinlich frank war und vor Schwäche hat nicht stattgefunden, es wurde nur entschieden, daß der Krante und engen Seminarbildung heraus, um an den Universitäten in nicht stehen konnte. Eine gründlichere Untersuchung des Erkrankten alle Zeiten bleiben muß. Medizin erhalten solle- am andern Tage! Auch dieser Fall zeigt größerer Freiheit Wissenschaft zu treiben. Sie wissen, daß jeder, der von neuem, wie die früher von uus veröffentlichten, daß unter den gez. Freiherr von Malzahn, Polizei- Inspektor. jezigen Einrichtungen in den Gefängnissen von zureichender Kranken- zur Erziehung der Jugend berufen ist, ausgestattet sein soll mit all dem Wissen, das die Zeit gewährt. Daher war jener Beschluß Verhandelt, Plößensee, der. 4. Mai 1901. beobachtung und Krankenbehandlung keine Rede sein kann. Der Aufseher Steffen erklärt: Der schwerkranke Frenzel wankte also nach seinem Arbeitsplatze durchaus gerechtfertigt. Daher aber auch der Born der Junker. Ich war am Morgen des 12. März cr. zur Vertretung des AufErstlich fürchten sie, daß dann die Arbeiter noch mehr lernet. fehers Tüllner in der Neumannschen Barade. Der p. Frenzel war zurück. Sein Stationsbeamter, der Aufseher Steffen, führte dann an dem betr. Morgen schon zum Arzt vorgeführt worden und fam die Abweisung des Frenzel durch den Anstaltsarzt mit Stecht als werden, als sie ohnehin zum Schmerz der Junker schon lernen in die Barade zurüd. Da ich kurz darauf bemerkte, daß er nicht Entschuldigung für seine eigene Handlungsweise an. Wenn der Arzt Dann aber wollen sie durchaus keinen selbstbewußten, unterrichteten den Junkersprößlingen gleichberechtigten Volkslehrerstand. Schon arbeitete, fragte ich ihn, warum er das nicht thäte, worauf er mir einen Gefangenen, der sich bei ihm gemeldet hat, zurückschickt und heute sind ihnen die Lehrer zu„ frech“ und„ hochmütig" – wie antwortete, daß er frank sei. Ich sagte ihm, daß er ja soeben vom der Gefangene sehr bald darauf dennoch in das Lazarett gebracht zu würden diese sich erst entwickeln, wenn sie social gleich ständen mit Arzt fäme. Wie er nun nicht weiter arbeiten wollte, führte ich ihn werden verlangt, dann liegt es nahe, daß der Stationsaufseher das Richtern und Offizieren, wenn sie dann in stolzer Unabhängigkeit zum Oberaufseher Werdermann, welcher bestimmte, daß Frenget vorläufig isoliert werden sollte, bis zur weiteren Entscheidung. Da Berlangen für unberechtigt hält. Der Aufseher hat allerdings, da Richtern und Offizieren, wenn sie dann in stolzer Unabhängigkeit Frenzel eben erst vom Arzt fam, nahm ich an, daß er nicht krank sein gegen ihn Beschwerde geführt wurde, abgeleugnet, daß Frenzel jenes von ihrer Bildung den Kindern der Landarbeiter mitteilen würden fönne. Auch hat er mich nicht aufgefordert, ihn zum Arzt zu führen. Verlangen gestellt hatte, aber die Atten lassen feinen Bweifel, daß anstatt sie wie ein preußischer Minister jüngst erklärt hat- zu unterrichten, warum sie der liebe Gott aufs Land gesetzt hat, dies nur der Rettungsversuch eines Angeschuldigten war. gez. Steffen, Aufseher. damit sie nämlich dem gnädigen Herren willig und demütig fronden. Bollsschule wieder beseitigt werden und ausgediente invalide Unters Nein, wenn es nach den Junkern ginge, so könnte die ganze offiziere könnten wieder die Kunst des Buchstabierens und der Gesangbuchverse mit dem Stode treiben. buchverse mit dem Stocke treiben. V. g. u. Oberaufseher Werdermann erflärt: Im Gegensatz zu Frenzel befundete dann auch der Oberaufseher Werdermann, daß jener ihn ebenfalls nicht um Ueberführung in das Der p. Frenzel wurde mir am 12. März vom Auffeher Steffen Lazarett gebeten habe. Es steht da Behauptung gegen Behauptung. borgeführt, mit der Angabe, daß derselbe nicht arbeiten wolle. Da Zeugen fonnte Frenzel nicht anführen, weil außer dem Aufseher mir Steffen mitteilte, daß der Mann beim Arzt gewesen sei, ohne niemand bei der Vorführung zugegen war. Verwunderlich wäre es daß er sofort ins Lazarett aufgenommen wurde, ordnete ich an, daß nicht, wenn er diese Bitte doch ausgesprochen hätte, zumal dann, als Für die Auffassungen der heutigen Regierung ist es übrigens er solange isoliert wurde, bis er vom Lazarett aus abgeholt würde, was stets von dort aus veranlaßt wird, wenn ein Mann aufgenommen er hörte, daß man den Entschluß faßte, ihn, den Schwer- bezeichnend, daß auch die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" am legten Sonntag sehr entschieden sich sowohl gegen die allgemeine wird. Von der Isolierung des Frenzel habe ich dem Herrn Polizei- franken, in den Keller zu befördern. inspektor von Malzahn vorschriftsmäßig Mitteilung gemacht. Bemerken will ich noch, daß Frenzel mich nicht aufgefordert hat, wie er in der Beschwerdeschrift angiebt, ihn zum Arzt zu führen. gez. Werdermann, Oberaufseher. Die Gefangenen Meier, Gregort, Steinöhl und Kähler er Wir haben an dem betr. Morgen bemerkt, da wir in der Nähe des Frenzel arbeiteten, daß derselbe augenscheinlich frant war und voi Schwäche nicht stehen tonnte. Gregort erklärt noch: flären: B. g. u. Die Wahlen in Belgien. Brüffel, 1. Juni.( Eig. Ber.) Nach 36stündiger Stimmenzählung, verursacht durch die Verwickelungen des Proportionalsystems, sind die Ergebnisse der Wahlen endlich offiziell bekannt geworden. Ueber die Ausführungen, mit welchen der Anstalts- Boltsschule wie gegen die Universitätsbildung der Volksschullehrer direktor die Beschwerde des Frenzel als grundlos zurückwies, ausgesprochen hat. Podbielskis Geist der erfolgreichen Schweinezucht fann man nur den Kopf schütteln. Umsomehr als der Herr herrscht eben auch im Kultusministerium. Geheimrat Dr. Wirth in dem wohlbegründeten Rufe stand, ein vornehmer und humaner Beamter zu sein. Auch hier wieder läßt sich der Vorgang nur aus dem traurig verfehlten System erklären. Beschwerden irgend welcher Art sind nicht gern gesehen und die höheren Anstaltsbeamten sind von vornherein von Mißtrauen erfüllt, wenn ein Gefangener es wagt, Vorwürfe gegen Aufseher, Oberaufseher und Anstaltsarzt zu richten. Solche Beschwerden als Ich hörte, wie Frenzel zum Aufseher fagte, daß er ihn nach dem berechtigt zu erklären und die dann nötig werdenden Schritte gegen Bazarett führen möge, worauf Aufseher Steffen erwiderte: Da die Beschuldigten einzuleiten, das wird nur dann geschehen, wenn hätte ich viel zu thun, wenn ich mit jedem nach jede Möglichkeit, den Fall anders aufzufassen, fehlt. dem Lazarett laufen sollte." Meier erklärt noch: Frenzel war schon an dem betreffenden Morgen( 12./3.) beim Arzt, tam aber, wie er mir sagte, nicht ins Lazarett, sondern würde Medizin bekommen. Nach kurzer Zeit, als er wieder auf dem Arbeitsplaze war, flagte er über Schwindel und Stechen in der Brust, Der Tag des 29. Mai hat in Belgien einen glänzenden Sieg für die liberale Partei gebracht, eine Verminderung der katholischen Macht und eine schwere parlamentarische Niederlage für die Social demokratie. Ich sage: eine parlamentarische Niederlage und nichts mehr, weil die Stimmenzahl der Socialisten in Vergleichung mit dem Ergebnis der früheren Wahlen nicht vermindert ist. Im Jahre 1900 erhielten die Kandidaten der Arbeiterpartei 306 956 Stimmen in den zur Wahl stehenden Bezirken. Jetzt beträgt die Stimmenzahl 297 920, wozu noch ca. 4000 socialdemokratische Stimmen kommen, Agar die auf Kandidaten fielen, welche aus der Partei entfernt Fast ein Wunder aber ist es, daß Frenzel der zwanzigstündige Aufenthalt im Arreſtfeller nicht vollends den Tod gebracht hat. Jedenfalls hat er an seiner Gesundheit schwersten Schaden erduldet. find. Aber da die Bevölkerungsvermehrung in Betracht gezogen werden muß, so ist der Stillstand unsrer Stimmenzahl schlimm genug. Die Liberalen gewinnen 42 630 Stimmen und die Klerikalen 51 190 Stimmen. Eine nähere Untersuchung zeigt, daß im ganzen Lande, sofern die Wahlen in der Hälfte der Wahlkreise den allgemeinen Schluß zulassen, die politische Kraft der socialdemokratischen Partei um ungefähr 6 bis 7 Proz. geschwächt ist. In der Deputiertenkammer verlieren wir 7 Size( 2 in Lüttich, 2 in Charleroi, 1 in Tournai, 1 in Huh und 1 in Sergnies) und wir gewinnen nur ein neues Mandat zu Verviers. Unter den nicht wieder gewählten Genossen befinden sich Rechtsanwalt Léon Furnémont, einer der schärfsten und besten Redner der Fraktion, der Arzt Branquart, Bertreter der wallonischen Landarbeiter, der alte Bergarbeiter Cavrot, der Genosse Troilet, Gründer der Jugendbereine. Die National- Zeitung" bemerkt zu den Offenherzigkeiten ihres| geblichen Ermahnungen der Schutzmann Glockemann ihre Personalien Parteigenossen von gestern: feststellen wollte, schrien ihn die Herren mit den Worten an:„ Wir " Wir hätten von dieser neuen Philippika des verflossenen sind Berliner und können uns amüsieren, wie wir wollen!" Gloces Liberalen keine Notiz genommen, wenn er seinen Vorstoß nicht mann verbat sich das, wurde aber vom Baron v. Bodenhausen bei im Zusammenhang mit der neuen Organisation der Kehle gefaßt und gewürgt. Henkel wollte seinem Kollegen beideutscher Arbeitgeber gebracht hätte. Diese Organisation stehen, aber nun hieß es: Schlagt die Hunde tot!" und es regnete kann unsres Erachtens nicht genug davor gewarnt Stockhiebe auf die Beamten. Besonders wild gebärdete sich werden, den Lockrufen des Versuchers Menck zu folgen und die v. Bodenhausen, der wie um ein Rasender fich hieb. Bei programmatische Forderung der Abschaffung des Reichstags- Wahl- Beide Beamten zogen nun blank und wehrten sich. rechts zu erheben. Die Arbeitgeber- Organisation will es sich nach dem Kampfe erhielt Baron v. Bodenhausen einen wuchtigen Hieb ihrer eignen Erklärung in erster Linie angelegen sein lassen, mit dem Säbel über die Stirn, so daß er zu Boden stürzte. dem Frieden und der socialen Versöhnung zu dienen. Auch Während die Beamten den Verletzten dann zur Wache brachten, soll diejenigen Arbeitgeber, welche persönlich dem Reichstags- Wahlrecht Hauptmann v. Besser noch gerufen haben: Diese Bluthunde, dicse unfreundlich gegenüber stehen, können sich aber unmöglich Henterstuechte, totschlagen müssen wir fie!" Auf der Bahnhofswache verhehlen, daß eine Agitation nach dem Herzen des Herrn Mend benahm sich v. Bodenhausen noch immer wie ein Rajender und die Gegensäge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ins setzte sich sogar gegen den Arzt, der ihn verbinden wollte, zur Maßlose verschärfen und den wildesten Krieg auf unabsehbare Zeit Wehr. Schließlich gelang es, ihn nach einem nahen Hotel zu bringen, hinaus entfesseln müste." von wo er in einem Krantenwagen nach einer Privatklinik geschafft wurde. Er hat, wie berichtet, einen Schädelbruch und eine Verlegung am Arm davongetragen; Lebensgefahr soll nicht bestehen. Die andren an der Schlägerei beteiligten Herren sind bekanntlich nach Berlin zurückgereift. Nach dieser Darstellung haben die gebildeten ReserveOffiziere fich eine Handlung zu Schulden kommen lassen, die von strengen Richtern ohne große Findigkeit außerWir erinnern ordentlich schlimm bewertet werden kann. ein russischer Student ohne Angabe von Gründen aus September vorigen Jahres gegen die Beteiligten an einem ReichsWie uns telegraphiert wird, teilt die Münchner Poſt" mit, daß das Löbtauer Zuchthausurteil und ferner an das in Beuthen im Bayern ausgewiesen wurde. Er gehört zu den vierzehn, die nach tagswahltrawall gefällte Urteil, bei dem schwere Zuchthaus- und den bekannten Protesten in Berlin aus Preußen ausgewiesen wurden. Gefängnisstrafen herausfamen. Wir zittern bei dem Gedanken, daß Bayern hat stets darauf gehalten, von der preußischen Schande es den gebildeten Offizieren vor Gericht ebenso gehen könnte wie der Ausweisung politischer Ausländer rein zu bleiben. In dem Falle ungebildeten Arbeitern, und unser Schauder verstärkt sich, wenn wir der 14 ist von Berlin start bedeutet worden, daß die Auf- daran denken, daß die Offiziere nicht einmal den mildernden Um nahme der aus Preußen Ausgewiesenen den Grafen Bülow stand für sich haben, daß sie von unbekannten Agitatoren verführt persönlich kränken müsse. Diesem Winte konnte man in Bayern und verhetzt worden sind. nicht widerstehen. Die Liberalen gewannen 9 Size, davon find 6 der Katholischen Partei abgenommen und 3 der Socialdemokratie. Die Katholische Solche Beschwichtigungen werden nicht hindern, daß die Partei verliert 7 Size( 6 zu Gunsten der Liberalen und 1 zu Gunsten deutsche Arbeiterklasse bei ihrer Beurteilung des neuen der Socialdemokratie), aber sie gewinnt 4 Size von der Social- Arbeitgeber- Verbandes das Vertrauen berücksichtigen wird, das demokratie. Die neue Kammer wird auf folgende Weise zusammen- ein eifriger Förderer des Verbandes in die Wahlrechtsfeindschaft seiner Mitstreiter ſegt!- die gesetzt sein: 93 Klerikale statt bisher 96, 43 Liberale statt bisher 34, 28 Socialdemokraten statt bisher 34, 2 christliche Demokraten wie bisher. Die Oppositionsparteien verfügen also über 73 Mitglieder und die Klerikal- Konservativen über 93 Size. Die Mehrheit fällt oon 26 auf 20 Stimmen. An Stimmenziffern fielen auf die Parteien in den vier zur Wahl gestandenen Provinzen: Socialdemokraten. Liberale Christlich- Demokraten Kartell( Lib. u. Social.) Zusammen für die Oppositionsparteien Katholische Partei 802 774 264 932 17 495 . 21 815 607 013 Stimmen. 506 305 . Die Lehren dieser Wahl find teuer, aber sie werden auf unsre Taktik heilsamen Einfluß üben. Es ist unsrer Partei die ernste und schwere Pflicht auferlegt, die socialdemokratischen Principien und das Klaffengefühl auch in den Kreisen der noch unsicher Schwankenden zu festigen. * Deutfches Reich. Held Menck. -Auch Bayern! Es ist bemerkenswert, daß die württembergische Abgeordnetentammer bereits ausdrücklich damit rechnen zu müssen glaubt, daß die Busage des Grafen Bülow und des Grafen Posadowsky überhaupt zu nichts führen wird. Der socialpolitische Kredit der Reichsregierung ist nicht groß. Ausland. Oesterreich- Ungarn. aut Die Militärvorlage. Budapest, 31. Mai. Desterreichische Delegation. Bei der Verhandlung über das Heeres- Extraordinarium führte der Reichs- Kriegsminister v. Pietreich aus, er habe, da ihm die finanziellen Verhältnisse bekannt waren, nicht leichten Herzens die Militärforderungen gestellt, habe sich aber durch seine verant wortliche Stellung genötigt gesehen, für die Vervollständigung der Schlagfertigkeit des Heeres und der Marine Vorsorge zu treffen. Von einem Einflusse der Hoffreise, von dem Stransky gesprochen, sei keine Rede gewesen. Der Minister betonte sodann, daß er be Die Generalstabsfälscher. Bilfe eine Beleidigung. Der Redakteur der„ Ulmer Zeitung" wurde vom Schöffengericht in Ulm zu einer Geldstrafe von 20 M. Oder eine Minderheit für die Regierung von 100 708 Stimmen. Die Zauderer der Socialpolitik. verurteilt, weil er den Oberst a. D. Hüger den Verfasser einer Besonders beachtenswert ist, daß die Socialdemokratie mit Selbst die winzigen Zusagen, die nun wieder vor bereits vielen Kampfbroschüre über seine Erlebnisse im Dienst dadurch beleidigt 302 771 Stimmen nur 18 Size bekommt, die Liberalen mit Monaten der Vertreter des Reiches im Reichstage in der Frage der haben soll, daß er ihn einen Ulmer Bilse, eine„ Querulanten264 932 Stimmen aber 22 Size und die Klerikalen mit 506 305 Arbeiter- Berufsvertretung gegeben hat, haben bisher Seele" genannt hat. Die Kritik an der Schrift des Oberst a. D. noch zu keiner Erfüllung geführt. Es ist darum wohl angemessen, Hüger sei zwar berechtigt gewesen, aber sowohl die QuerulantenStimmen 38 Size. Die schlechten Einrichtungen des Proportional- daß einzelstaatliche Landtage an die Zusage erinnern. Es wird aus Seele fei formell beleidigend, als auch der Vergleich mit Bilse, dem systems haben das Unrecht des Pluralstimmrechts noch vergrößert. Stuttgart vom 1. Juni berichtet: Die Kammer der Abgeordneten der anständige Charakter fehle. hat heute nach mehrtägiger Verhandlung einen Antrag angenommen, Nun kann sich wieder Bilse in seiner Ehre beleidigt fühlen und Was sind nun eigentlich die Ursachen der socialdemokratischen in dem die Regierung ersucht wird, im Bundesrate gegen Hüger flagen, weil der den Vergleich als beleidigend empfunden Niederlage? Sie sind mannigfaltig und am wenigsten darf man für die unverzögerte Einbringung einer Gesezesvorlage, betreffend habe. unsrer Partei Vorwürfe machen. Die Thätigkeit unsrer Partei die Errichtung einer geordneten Vertretung der Arbeiter zum freien im Parlament und in der Wahlagitation war prächtig. und friedlichen Ausdruck ihrer Wünsche und Beschwerden auch der Aber eine ganze Menge der schwankenden Wähler, die vor vier Staatsregierung gegenüber einzutreten und für den Fall, Jahren für die Socialdemokratie stimmten, weil sie in ihr die daß die bei der Reichsbehörde zur Zeit im Gange befindlichen, auf Schaffung dieser Vertretung gerichteten Bestrebungen ohne Ausfräftigste Verteidigerin der Kultur sowie die am meisten demokratische si cht auf Erfolg verlaufen, dem Landtage den Entwurf Opposition gegen Pfaffentum und konservative Herrschaft sahen, sind eines entsprechenden Landesgesetzes vorzulegen. jetzt zu der liberalen Partei zurückgekehrt. Denn die Liberalen hatten seit einiger Zeit frühere Fehler mit Geschick zu vermeiden gesucht. Während sie früher vielen Wählern, die noch nicht bewußte Socialdemokraten waren, als unzuverlässige Leute erschienen, haben sie es jetzt besser verstanden, die Schwankenden zu gewinnen. Sie haben besonders damit gearbeitet, daß sie allein bei der Nieder- Vom liberalen Landsturm. Aus Köln wird uns geschrieben: reits gelegentlich der legten Delegationen darauf hingewiesen habe, werfung des Klerikalen Regiments die Regierung übernehmen Eine von gegen tausend Personen besuchte nationalliberale Ver- daß die die Artillerie betreffende Frage vollkommen spruchreif sei, fönnten. Dann haben sie auch in der Agitation energischer sammlung in Köln nahm am Dienstag Stellung zu dem was die Bewilligung höherer Summen involviere; militärische die dringenden demokratischen Reformen betont: gleiches Wahl- tonservativ- nationalliberalen Schulantrag. Zu Gründe sowie die Rücksichten auf die Industrie erheischten recht, persönliche Dienstpflicht im Heere, obligatorischen der Versammlung war der Führer der nationalliberalen Fraktion, ein rascheres Tempo. Von einer absichtlichen Ueberraschung Volksschulunterricht, Ausbildung der Arbeiterversicherung. Diese Dr. Sattler, erschienen. Professor Moldenhauer, Kom- der Deffentlichkeit sei keine Rede; die Ueberraschung sei wirklich in richtigere Haltung der belgischen Liberalen ist zum guten Teil merzienrat Dr. Neben und Rechtsanwalt Dr. Falt als Haupt- dem ostasiatischen Kriege zu suchen, durch dessen Erfahrungen jeder redner ließen kein gutes Haar an dem konservativ- nationalliberalen Kriegsminister aufgeschreckt werde. Der Redner betonte, es sei nicht auf die Anregungen zurückzuführen, die aus den Kämpfen gegen den Kompromiß, und besonders der lettere, einer der Kölner national- richtig, daß sich die Kriegsminister gegenseitig in ihren Forderungen Klerikalismus in Frankreich herüberkamen. Es kommt hinzu, daß liberalen Landtags- Kandidaten, griff die Fraktion aufs schärfste an. überböten, sie würden vielmehr durch die Unruhen der Völker sowie sich die Liberalen systematisch aller Angriffe auf die socialdemokra- Der Antrag habe eine sehr nahe Verwandtschaft durch die Fortschritte der Technik getrieben. Er bedauere die gegentischen Bestrebungen enthalten haben; diese Tattit hat ihnen nur mit dem Zedlischen Schulgeset Entwurf wärtigen politischen Zustände Desterreich- Ungarns, welche auch auf genutzt. Schließlich ist nicht zu vergessen, daß in Flandern viele der vom Jahre 1892, den die Entrüstung des Volkes hinweg das Gebiet des Militärwesens überzugreifen drohten. Hoffentlich Socialdemokratie günstige Wähler liberal gewählt haben, um so die gefegt habe. Die nämliche geistige Tyrannei", die der Mitantrag werde es immer so bleiben wie heute, wo alle Völker in der Stunde steller Dr. Friedberg 1892 dem Zedlig Entwurf nachsagte, stecke in der Gefahr wie ein Mann zum Thron ständen und bereit seien, das Wahl von Klerikalen zu verhindern. bem jezigen Antrag. Um ein Menschenalter sei die Erringung der Baterland bis zum äußersten zu verteidigen.( Lebhafter Beifall.) Simultanschule durch den Kompromißantrag zurückgeworfen. Gerade das Princip sei aufgeopfert worden, das die Partei soweit gebracht Frankreich. und so viele denkende Männer ihr gewonnen habe. Die Frage der Simultanschule ſei das Panier gewesen bei der LandtagsParis, 1. Juni. Die nationalistischen Blätter verteidigen den Was wahl. da als Wille der Partei hingestellt wurde, verhafteten Verwaltungsffizier d'Autriche mit Entschiedenheit und fei jetzt von der Fraktion als falsch dargethan worden. sehen ihn als Opfer einer Intrigue an; er habe die In dieser Frage dürfe es keine Brücke, fein Kompromiß Radierungen in feiner betrügerischen Absicht zwischen Liberalismus und Konfessionalismus, zwischen Fortschritt und Rückschritt geben. Statt an die Verständigung der borgenommen(!). Ueber die Verwendung der geheimen Mittel des Kriegsministeriums dürfe nur dem Präsidenten der Republik liberalen Richtungen zu denken, habe die Fraktion sich mit den Rechnung abgelegt werden und außerdem könne die Untersuchung stonservativen zusammengethan. Viele Nationalliberale des Kaſſationshofes sehr gefährliche Folgen haben, da die mit hätten diesen Antrag als einen Schlag empfunden, von Austerlig" bezeichnete Persönlichkeit, hinter der Athalin den Zeugen dem sie sich sobald nicht erholen würden. Redner verlangen die sofortige Einberufung eines allgemeinen militärische Weitteilungen von höchster Wichtigkeit gemacht habe. Im deutschen Delegiertentages der nationalliberalen Partei. Paris, 1. Juni.( B. H.) Die thatsächlich erfolgte Berhaftung übrigen reden sie der Verständigung das Wort und mahnen von der Spaltung ab. der drei Offiziere François, Roland und Marechal erregt hier größtes Nachdem selbst die Nationalliberalen Herrn Mend von ihrer Abg. Dr. Sattler trat als erster Diskussionsredner auf. Er Aufsehen. Sie werden der Teilnahme an den von Dautriche bevielfach durch Widerspruch, erregte Zwischenrufe und Schwelle gewiesen, rächt er sich durch die Erklärung im Altonaer wurde gangenen Verfehlungen beschuldigt resp. denselben zu den von ihm Tageblatt, daß die Liberalen die Scheibewand zwischen sich und Gelächter unterbrochen. Ein folgender Redner verglich ihn nicht ausgeführten Fälschungen angeſtiftet zu haben. Roland war 1894 zwischen der Industrie und dem Handwerk errichtet hätten, daß unrecht mit dem Daniel in der Löwengrube. fie Partei nehmen für die Lohnarbeiter und gegen die Arbeitgeber" den Widerspruch und die Anfeindungen der Fraktion auf miß- Hauptmann im zweiten Bureau unter Befehl des Obersten Santere, Nicht von Freiherrn wurde während des Dreyfus- Prozesses inaktiv, kehrte aber 1898 in Das haben sich die Nationalliberalen wohl kaum träumen lassen, daß verständliche Auffassungen zurückzuführen. sie als einseitige Vertreter der Lohnarbeiter und Gegner der Unter- v. Bedlik, sondern von der Regierung seien die Verhandlungen ge- das zweite Bureau zurück, wo er der Nachfolger Henris wurde. Im Prozeß wurde führt worden, um durch den Antrag ein Gesez vorzubereiten und zu Renneser er berhört über die nehmer verleumdet werden könnten!! Beträge, Herr Mend aber, der große Herr Mend ruft die gesamte stande zu bringen, ohne ohne die kolossalsten Widersprüche im welche dem Agenten Lajour ausbezahlt worden waren, sowie deutsche Arbeitgeberschaft auf, sich von den Nationalliberalen abzu- Volt hervorzurufen. Der Redner sucht darzulegen, daß der Antrag über das Telegramm des österreichischen Militär- Attachés Schneider, fehren: nur ein Heil giebt es für sie, Anschluß an die Konservativen, von dem Zedligschen weit entfernt und gegen den bestehenden zu welches von dem General Mercier in dem Prozeß vorgezeigt an die einzige Partei, die zu modern denkt, um der überlebten stand durchaus kein Rückschritt sei, da er diesen Zustand nur gesetzlich Einrichtung" des gleichen und geheimen Wahlrechts noch anzuhängen. festlegen wolle. Italien. Die folgenden Diskussionsredner wandten sich meist scharf gegen Herr Mend schmettert: Die Geisteskrankheit Acciaritos, der vor Jahren den Mord" Da der Zusammenschluß sämtlicher deutschen Arbeitgeber als Dr. Sattler und die Fraktion. geschehen zu betrachten ist, so ist auch die Zeit gekommen, wo die Die Veranstalter brachten eine Resolution ein, worin anschlag auf König Humbert machte, ist jetzt von den italienischen Aus Florenz kommt die Meldung, Arbeitgeber den politischen Kampf gegen die Socialdemokratie und erklärt wird, daß der Schulantrag nicht den Traditionen der Partei Behörden erkannt worden. gegen das allgemeine Stimmrecht beginnen können und müssen. und nicht dem Wohl des Volkes entspricht; sie erwartet bestimmt, Acciarito sei aus dem Centralgefängnis von Porto- Longone nach der Ich stehe seit vielen Jahren mit in der ersten Linie derjenigen, daß die Abgeordneten bei Verabschiedung des Schulunterhaltungs- psychiatrischen Abteilung des Gefangenen- Lazaretts übergeführt worden, welche die Arbeitgeber zur Abwehr der socialdemokratischen An- Gesetzes sich den Grundsätzen der Partei entsprechend verhalten da sich deutliche Zeichen des Wahnsinns an ihm herausgestelli griffe organisieren, und die Verhältnisse haben es mit sich gebracht, werden; ferner fordert die Resolution die Einberufung eines all- hätten! Niederlande. daß ich an den wichtigen Verhandlungen der letzten Monate, gemeinen deutschen Delegiertentages. welche den Zusammenschluß sämtlicher deutschen Arbeitgeber zur Haag, 1. Juni. Die Haager Konvention von 1902 über das Folge hatten, einen hervorragenden Anteil gehabt habe, deshalb internationale Familienrecht( Ehe, Ehebruch, Trennung von Tisch sehe ich vielleicht früher als andre, daß der Augenblick gekommen und Bett, Vormundschaft) ist heute von Deutschland, Belgien, FrankWie man Herrenhäusler wird, um alsdann gegen die Volksrechte ist, wo der Kampf gegen das allgemeine Stimmrecht beginnen zu toben, zeigt wieder diese kleine Meldung: Neuberufen wurde reich, Luxemburg, den Niederlanden, Rumänien und Schweden muß. rettifiziert worden. Die Arbeitgeber werden sich selbstverständlich nicht auf weiteren in das Herrenhaus Rittergutsbesiker Hans v. Arnim auf Neuenfund. Rußland. politischen Gebieten bethätigen, sie werden sich auf diese eine Kreis Prenzlau, durch allerhöchsten Erlaß vom 15. Mai d. J. auf Petersburg, 1. Juni. Hier cirkulieren Gerüchte, daß auf den Forderung, der Beseitigung des allgemeinen Stimmrechts, be- Lebenszeit infolge Präsentation der Familie v. Arnim als Nachfolger schränken, diese Frage aber allen übrigen politischen Erwägungen des am 18. Dezember 1903 verstorbenen Rittergutsbesitzers Kammer- Grafen Lambsdorf, den Minister der auswärtigen Angelegenheiten, voranstellen müssen. Deshalb werden und müssen sie dazu kommen, herrn Oskar v. Arnim- Kröchlendorff. Das ist das„ Wahlrecht" nach ein Attentat verübt worden sei. allen denjenigen politischen Parteien ihre Stimme bei den Wahlen dem Wunsche der Mirbach und Manteuffel. zu entziehen, welche für die Beibehaltung des alt= gemeinen Stimmrechts eintreten. Das betrifft bedauerlicherweise die liberalen Parteien, in erster Linie Als eine Art Wahlkrawall zeigt sich die gestern gemeldete Santiago de Chile, 31. Mai. Die Kammern sind heute mit die beiden freifinnigen Parteien und nach den legten entschiedenen Offiziersausschreitung in Hannover. Die vier Offiziere des einer Botschaft des Präsidenten Riesco wieder eröffnet worden. Erklärungen bezüglich des allgemeinen Stimmrechts auch die Beurlaubtenstandes Freiherr v. Bodenhausen, Hauptmann v. Besser, Diese hebt hervor, daß die vollkommene Herzlichkeit der internationalliberale Partei. Bergwerksdirektor Hehe und Herr Rheingeld, waren von Berlin nationalen Beziehungen des Landes zur Erleichterung der HeeresHerr Mend hätte eigentlich auch die Konservativen in sein Be- nach Hannover gekommen, einer Offizierswahl teil- lasten und zum Verkauf von Bauzerschiffen geführt habe. Der erzielte dauern einschließen sollen, denn auch die konservativen Kandidaten zunehmen. Lange nach Beendigung der Wahl, nachts 3 Uhr, erfreuliche Ueberschuß werde zur Verbesserung der Hafenhaben noch bei der letzten Reichstagswahl sich für Aufrechterhaltung paffierten sie, sehr angeheitert, den vor dem Bahnhofsgebäude aulagen, namentlich in Valparaiso, verwendet werden. des Reichstags- Wahlrechts erklärt. Allerdings mag darin Herr Mend sich ausbreitenden Ernst August- Platz im Gänsemarsch mit Jahr 1903 habe einen Ueberschuß von 16 036 000 Besos ergeben. Recht haben, wenn er diese konservativen Erklärungen als Lügen lautem Lärm. Der Aufforderung des Schutzmanns Henkel I, sich für 1904 werden sich die Ausgaben auf 140 und die Einnahmen einfchäßt. ruhig zu verhalten, kamen sie nicht nach. Als nach mehrfachen ver- auf 159 Millionen belaufen. Der Ueberschuß des Jahres 1903 werde Der Landtags- Abgeordnete Mend will unbedingt von sich reden machen. Da er es auf andre Art nicht kann, so veröffentlicht er jede Woche mindestens einmal in einem ihm gefügigen Blatte die geistesgewaltige Erklärung, daß das Reichstags- Wahlrecht eine über lebte Einrichtung" ist und„ ein Unglück des Vaterlandes". Ein Glück für das deutsche Vaterland und seine Zukunftshoffnung ist natürlich nur ein Dreitlassen- Wahlrecht, das die Mencke zu preußischen Landtags- Abgeordneten befördert. Sattler suchte Die Resolution wurde mit allen gegen drei Stimmen angenommen. Ein Wahlkrawall" von Offizieren. 11 unt alt " worden war. Amerika. Ein Wunderland! Das am Jahresschlüsse 1904 zur Papiergeld-Nnlöstmg verwendet Werdern Das Budget für 1905 weise ILO Millioneu Einnahmen und 98 Millionen Ausgaben auf. Der Ueberschutz solle zur Fertig- stellung der begonnenen Landesmcliorationen dienen. Der Krieg in Oftasien. Gegenüber der märchenhaften Meldung, daß die russische Haupt- armee beabfichtige, südwärts zu ziehen und, bei Kintschou vorbei, Port Arthur zu entsetzen, wird heute umgekehrt behauptet, daß General Kuropatkin damit rechne, einen Rückzug auf Charbin anzu- treten. Ueber den Fortschritt des japanischen Vormarsches wird heute nichts gemeldet. Ueber die Lage in Port Arthur weiß der nichts weniger als zuverlässige«Daily Mail" zu er- zählen: Es herrschten Hungersnotpreise, die fortwährend stiegen. Viele essen chinesische Speisen, und selbst diese sind teuer. Mehl kostet 24 Schillinge pro Sack. Ganze Straße», einschließ- lich mehrerer öpentlicher Gebäude, sind durch Granaten zerstört. Jeden Tag finden Kämpfe statt. Die Kranken- Häuser sind voller Kranker und Verwundeter, die Toten werden weit ins Land hinausgetragen und ohne Zeremonien eingegraben. In den Forts nördlich von Tatuscheng stehen höchstens 10 000 Man». Die Garnisonen der Forts nach dem Meere zu sind so weit wie möglich herabgemindert. Die Arbeit an den beschädigten Schiffen ist eingestellt; die Geschütze der am meisten beschädigten wurden an Land geschafft. Alle Civilisten müssen niilitärische Dienste verrichten. Die Läden und Geschästslokale werden geschlossen, sobald gefeuert wird. Der allgemeine Gesundheitszustand ist gut, außer daß die Chinesen Hungers sterben. Auf Diebstahl ist Todesstrafe gesetzt. Die Chinesen durften die japanischen Linien passieren: diese erstrecken sich von Westen nach Osten guer über die Halbinsel und werden von einer Kette von Schanzen be- schützt, auf denen schwere Geschütze aufgestellt sind. Die Eisenbahn ist bis Kintschou total und von dort bis Wafangtien an vielen Stellen zerstört. * �* Englische Ansichten über die Erstürmung der Höhen bei Kintschou. London, 30. Mai./, bis O'/j Uhr nbends statt. Geöfinet: 7 Nbr. 91. B. 23. Ein Grund zur Verweigerung Ihres Zeugnisses liegt nicht vor.— E. N. Ivv. Sind Sie minderjährig(noch nicht 21 Jahre alt). so müssen Sie das Buch bezahlen, sonst nicht. Beschlagnahme des Lohnes ist wegen der Forderung nicht zulässig.— Invaliden. 1. Die Armen- Verwaltung ist zur Beschlagnahme in voller Höhe berechtigt, macht in Berlin aber hiervon nicht vollen Gebrauch. 2. Zulässig ja, ob eine Vernehmung stattsindet, hängt vom Beschluß des Gerichts ab. 3. Nein.— D. Z. Nein. Marktpreise von Berlin am 31. Mai 1904 nach Ermittelungen des kgl. PolizeiPrästdiumS. "Weizen, gut D.-Ctt. , mittel gering„ "Roggen, gut mittel. gering. fGerste, gut mittel gering j-Hascr, gut „ mittel, gering Richtstroh. Heu> Erbsen» Speisebohnen. Linsen„ * ab Bahn, f frei Wage» und 17,70 17,66 17,62 12,75 14,20 12,90 11,70 15,00 14,10 13,20 4,00 7,00 40,00 50,00 60.00 17,68 17,64 17,60 13,00 11,80 10,60 14,20 13,30 12,40 3,66 4,80 28,00 25,00 25,00 Kartoffeln, neue D.-Ctr. Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch„ Schweinefleijch Kalbfleisch Hammelfleisch "lütter Eier Karpfen Aale Zander Hechte Barsche L-chleie Bleie Krebse ab Bahn. 60 Stück 1 Kg; per Schock 7.00 1,80 1,40 1,60 1,80 1,80 2,60 3,40 2,00 2,80 3,00 2,40 2,00 3,00 1,40 16,00 5,00 1,20 1,10 1,00 1,20 1,20 2,00 2,40 1,40 1,40 1.20 1,20 1,00 1,40 0,80 3,00 WitterungSüberflcht vom 1. Juni 1904, morgens 8 Uhr.]| Stationen Swinemde. Hamburg Berlin Franls.a.M. München Wien 764 763 763 763 765 Ä SO NNW SO S OSO 764 lStill WeUer 2 wölken! 2bedeckt 2beiter 1 bedeckt 6 bedeckt — swolkenl iSK Wfo Stationen Haparanda Petersburg Cort Aberdeen Paris Wetter-Proguose für Donnerstag, de» 3. Juni 1004. Nachts etivas wärmer, am Tage kühler, vorherrschend wolkig Regenjälsen und mätzigen westlichen Winden. Berliner Wctterbuv«»». mit Tenu VICTORIA ZU BERLIN ALLGEMEINE VERSICHERUNGS- ACTIEN- GESELLSCHAFT. Vermögens Ausweis Ende Dezember 1903. Vermögen. Wechsel der Aktionäre Bare Kasse. Effekten Reichsbankmässige Wechsel. Hypotheken Grundbesitz der Gesellschaft Darlehen auf Policen Guthaben: bei ersten Banken bei den Vertretern an Teilprämien fällig 1904 an Hypotheken- und EffektenZinsen, fällig Anfang 1904 M. Pf. 4 800 000 345 037 74 12 711 669 1771 23 05 359 842 308 78 6 955 121 90 23 156 608 85 2 196 953 43 5 045 067 26 6 033 402 16 945 3 316 945 47 424 404 885 71 Verbindlichkeiten. Aktien- Kapital Reservefonds Prämien- Reserven und Ueberträge, Schaden- Reserven Gewinn- Reserven Sonstige und Extra- Reserven Guthaben andrer VersicherungsGesellschaften. Barkautionen und Spargelder Unterstützungs- Fonds für Beamte und Hinterbliebene Ueberschuss d. Gesamtgeschäfts M. 6 000 000 Alle Wanzen werden nebst Brut durch mein Mittel vollständig vertilgt. Fl. 50 Pf. u. 1,00. Ebenso Schwaben, Russen, Franzosen, Blattläufe 2c. Schtl. 30 Pf., 60 Bf. u. 1,00. K redit. Monatlich 10 Mark liefere Anzüge Paletots nach Maß. Ber Kasse auch billigste Preise. Schneidermstr., 54162 J. Tomporowski, Prinzenstr. 55. Zahlreiche Anerkennungen. P1000 Mark Belohnung 1 200 000 330 830 438 55 012 018 46 69 8 897 722 59 139 838 63 139 937 56 1 394 571 93 20 790 357 85 424 404 885 71 Es werden für das Rechnungsjahr 1903 an Dividenden für die mit Gewinn- Anteil Versicherten verteilt in Summa M. 19 154 862,91 und zwar: 40 Proz. der Jahres- Prämie in der Unfall- Versicherungs- Branche, b) 3 Proz. der vom Versicherungs- Beginn an gezahlten Gesamt- Prämien( nicht nur der einzelnen Jahres- Prämie) der Lebens- Versicherungs- Branche, d. h. beginnend mit 10 Proz. der Jahres- Prämie für den jüngsten Jahrgang, steigend bis zu 78 Proz. der Jahres- Prämie für den ältesten Jahrgang 1878. c) 10 Proz. der Jahres- Prämie in der Abteilung der Versicherungen auf den Erlebensfall mit Gewinn- Beteiligung( Tarif L₁). d) 25 Proz. der Jahres- Prämie in der Volks- Versicherungs- Abteilung. Wo? zahle demjenigen, der mir einen Nichterfolg nachweist. Nur allein echt bei Hugo Barth, Drogerie, jezt Brunnenstraße 14, früher Nr. 18. Eine Markwöchentliche Teilzahlung liefere Billigste Uhr- Reparatur- eley. fertige Herren- Moden. Werkstatt Ritterstrasse 125. Taschenuhr reinigen 75 Pf. Neue Feder 75 Regulator reinigen 1,50 m. Wecker do. 60 Pf. Bestellungen n. Maß, tadell. Ausf. Werkstatt im Hause. J. Kurzberg, Neue Königstr. 47. Direkt am Alexanderplatz. Socialdemokrat. Wahlverein f.d.4. Berl. Reichstagswahlkreis. ( Süd- Ost.) Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unser Genosse, der Buchdrucker Freese, wohnhaft Lausigerstraße Nr. 23 ( Stadtbezirk 93) gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am 3. Juni 1904, nachmittags um 6 Uhr, von der Leichenhalle des Luisen- Kirchhofes( Hermannstraße) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Bauhandwerker, Banhilfsarbeiter! Der Tarifvertrag de Stukkateure Berlins besagt, daß sämtliches Material auf Rechnung des Arbeitgebers in den Bauten bis in die Etage, wo die Arbeit verrichtet wird, hinzuschaffen ist. Wir ersuchen alle Arbeitsbrüder ist der schönste Ort für Landpartien und Aus flüge per Dampfer, Kremser und zu Fuß durch Dr. Schünemann der Baubranche, wo sich noch Stukkateure Sachen, Wasser oder Gips, selbst heranden Grunewald zu erreichen? Auf der Insel Specialarzt für Hant, Harn- und tragen, dieselben auf ihr tarifbrüchiges Verhalten aufmerksam zu machen. Nicht auf eine Pichelswerder, Wirtshaus zum Freund. Frauenleiden, Seydelstr. 9. Bezahlung für das eigne Heranschaffen des Materials kommt es an, sondern es sollen die Bei schlechtem Wetter Unterkunft für 1500 Personen. Wochentags 12-3, 6-8. dazu berufenen Bau hilfsarbeiter diese Arbeit verrichten. Wie den Maurern, Puzern, Töpfern usw. ihr Material bis an den Arbeitsplatz geschafft wird, so wollen auch wir den Bauhilfsarbeitern Arbeitsgelegenheit verschaffen. Etwaige Meldungen ersuchen wir zu richten Centralverband der Stukkateure Deutschlands. Filiale Berlin.) * Dampfer für Vereine n. Gesellschaften Zahn- Klinik. beliebige Zeit an den empfiehlt 53512* Robert Kied, Dampfschiffsbesiger, Caprivistrasse No. 4. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, strasse 145. 173/ 12* N. 37. Straßburgerstr. 17 III. Tel. Amt III 1447. Achtung, Bäckerstreik! 2nulm Bürger, Arbeiter und besonders besonders Ihr Hausfrauen! nadeesd sitizub Unterstützt die streitenden Bäckerei- Arbeiter in ihrem schweren Kampfe Wir appellieren an das Rechtsgefühl des Brot konsumierenden Publikums, zur Erringung menschenwürdiger Lohn- und Arbeitsbedingungen. diese Versuche der Täuschung, die von den Bäckermeistern unternommen Kauft nur Brot und andre Backivaren aus den Bäckereien, in welchen werden, zu nichte zu machen. unsre bescheidenen Forderungen erfüllt werden. Nur dort sind die Forderungen bewilligt, wo die mit dem Wir hoffen, dass uns die Bevölkerung auch ferner wie bisher Stempel des Verbandes der Bäcker, Mitgliedschaft Berlin, und in unserm berechtigten Kampfe unterstützen wird! der Unterschrift: Karl Hehschold, Rosenthalerstraße 11-12 versehenen Plakate aushängen. Wir machen das verehrte Publikum darauf aufmerksam, daß eine ganze Reihe Bäckermeister und Händler die Forderungen entweder zurückziehen oder durchbrechen. Wir haben daher diesen Leuten unsre Plakate entzogen. Wir bitten das geehrte Publikum, streng auf obiges zu achten, da Viele Meister nehmen, durch die Jnnungen scharf gemacht, von vielen Bäckermeistern versucht wird, durch Aushängen von nachgeahmten und gefälschten Plakaten die Bevölkerung zu täuschen unsre Plakate aus den Fenstern und machen den Kunden gegenund irrezuführen. über allerhand Ausreden. # 912 | Gaedicke, Bäckermeister, die ihre Bewilligungen zurückgezogen haben 2. Rohrlack, Kirchbachſftr. 5.7. oder denen die Plakate von uns entzogen sind: Achtung! Hausfrauen, Arbeiter von Moabit! K. Nohle. W. Schlick, Gr. Frankfurterstr. 38. P. Genzmann, Waßmannstr. 20. G. Drescher, Lebuserstr. 2. C. Krack, Gleditschstr. 29. Nachstehende Bäckermeister haben auf hektographiertem Bogen in voriger Woche bei A. Royl, Kottbuser Ufer 62a. der Streifleitung ihre Bewilligung zurückgezogen: B. Rakki, Emdenerstr. 50. Th. Neumann, Oldenburgerstr. 19. Karl Peifert, Oldenburgerstr. 14. G. Naujock, Quibowstr. 190. Hugo Berg, Oldenburgerstr. 23. Wilh. Knetsch, Lübeckerstr. 24. Bodenstein, Wilhelmshavenerstr. 12. Wilh. Godt, Emdenerstr. 54. Wilh. Ballin, Stromstr. 55. H.Schmelzer, Wilhelmshavenerstr.39. Nud. Giesmann, Oldenburgerstr. 8. G. Klimpfe, Quibowstr. 125. W. Riusch, Waldstr. 7. H. Liedke, Stephanstr. 51. Aug. Stermsdorf, Huttenstr. 41. Franz Rechenberg, Huttenstr. 4. Ein protigerer Schlag ins Georg Hein, Jagowstr. 20. Karl Schwarz, Havelbergerstr. 24. Paul Schimidt, Erasmusstr. 12. Franz Bauch, Lübeckerstr. 52. Franz Metke, Bandelstr. 27. Nob. Praeger, Bandelstr. 36. Adolf Reisewitz, Wiclefstr. 27. Ferd. Pfeiffer, Perlebergerstr. 44. Herm. Koller, Bredowstr. 43. Hugo Hildebrandt, Birkenstr. 19. Wilh. Schulz, Gozlowskyftr. 10. J. Auster, Waldenserstr. 41. Andreas Mufiol, Alt- Moabit 42. M. Paatz, Zwinglistr. 22. Ferd. Dürre, Turmstr. 62. Franz Weinrich, Beusselstr. 87. Georg Holländer, Wilsnackerstr. 37. V. Luckowski, Wittstockerstr. 25. Hirschberg, Zinzendorfstr. 8. Fr.Köckerit, Wilhelmshavenerstr.33c. Adolf Kläden, Bredowstr. 12. Th. Gufig, Oldenburgerstr. 12. J. Sieg, Beusselstr. 59. Hubert Manz, Beusselstr. 1. Kummeran, Alt- Moabit 87. Nob. Schwänlein, Beusselstr. 44. Blenius, Rostockerstr. 46. Laabs, Siemensstr. 7. Schäfer, Huttenstr. 33. Müller, Gozkowskystr. 6. Schink, Kirchstr. 14. Schönbrodt, Gozkowskystr. 23. Mittelstraßer, Berlichingenstr. 12. J. Wagner. M. Gebhard. E. Obiglo. P. Pospich. G. Teslowski. D. Bennemann. F. Fach. J. Lehmann. A. Ueberhein. P. Kindermann. K. Krusch. F. Lehmann. P. Poenke. 2. Johannes. P. Nitschke, Neue Königstr. 23. L. Lehmann, Richardstr. 31/32. J. Kinzel, Wrangelstr. 25. P. Hamel, Waldemarstr. 66. C. Schulz, Muskauerstr. 34. Gesicht der konsumierenden Bevölkerung ist undenkbar.. Hausfrauen! Arbeiter! Bürger! Gebt die Antwort! Berlin. 80. E. Weber, Breslauerstr. 11. Böhme, Schleiermacherstr. 11. Jaenicke, Ritterstr. 40 u. Breitestr. 20. Karl Opalke, Frankfurter Allee 5. Geier, Hollmannstr. 7. August Hoffmann, Petersburger ftraße 38. W. Senst, Schwedterstr. 21. Karl Wagner, Schenkendorfstr. 4. Sedlatscheck, Blumenstr. 64. E. Thede, Auguststr. 22. Fr. Hoefft, Brüderstr. 36. E. Breitkopf, Möckernstr. 111. Barduhu, Naunynstr. 40. Uukrodt, Ackerstr. 70. Albert Koch, Skalizerstr. 19. 124 Emil Huth, G. Kindermann, Dresdenerstr. 131. Gustav Wenzel, Rottbuserstr. 2. J. Rutnick, Reichenbergerstr. 185. Rummler, E. Elias, G. Nagel, Pücklerstr. 8. Niemių, Kochstr. 38. Rühlow, " 48. D. Ulbricht, Gneisenaustr. 96. Specht, Buttfamerstr. 20. Bohl, Markgrafenstr. 3. Nothe, 74. Berger, Schüßenstr. 64. Lehmann, Teltowerstr. 38. 71. May Schönefeld, Dresdenerstr. 54. 90. Benz, 40. Otto Bethke, 64. C. Stockmann, 80. Lucascewski, Mödernstr. 110. Dehmelt, Bärwaldstr. 47. M. Barthau, Wasserthorstr. 12. Otto Bödewig, Kuhrt, Fidicinstraße. 71. Doebelt, Willibald Alerisstraße. A. Weiner, 49. Hold, 39. WilhelmsW. Struck, 38. Michelis, Nostizstraße. H. Liesegang, Prinzenstr. 75. Neubarth, Saner, 38. Bockisch, 9. " G. Kretschmer, 29. Berger, Dennewißstraße. Gerwig, Blumenthalstr. 6. Muth, Steglitzerstr. 83. Walter, Körnerstr. 11. Kühn, Chamissoplay 6. Heinrich Schmelzer, havenerstr. 39. Lewin, Neue Königstr. 5. Woldenbergerstr. 22. Winsstr. 11. Schliephate, Hussitenstr. 64. P. Przybyla, Hagelsbergerstr. 29. H. Trappe, Riterstr. 15. A. Becker, Brandenburgstr. 21. A. Otto, Sebastianstr. 82. Emil Knöpfer, Weberstr. 1-2. A. Ladahu, Weberstr. 30. H. Wendland, Grüner Weg 88. Krawezewski, Weberstr. 47. Richter, Zorndorferstr. 55. M. Mitsching, Borndorferstr. 27. Bernhard Danner, Kaiserstr. 18. Gustav Scheurel, Kaiserstr. 46. Giehse, Landsberger Allee 8. Schmidt, Prinzenstr. 10. Schöppe, Grunerstr. 27. Löffler, Steigstr. 22. Höhne, Rügenerstr. 16. F. Walther, Pestalozzistr. 12. G. Kühne, Weimarerstr. 14. W. Sorries, Christstr. 15. Frit Modersohn, Dandelmannst. 12. Albert Heinrich, Bismarcftr. 43. Wilhelm Schlosser, Sophie Char lottenstr. 99. Wilhelm Tremus, Drangenstr. 4. B. Lück, Spandauerstr. 20. Joseph Schierse, Kaiser Friedrich straße 47. B. Mack, Potsdamerstr. 10 a. G. Wittenhagen, Scharnhorststr. 35. Hrm. Haubold, Stuttgarter- Platz 21 Klausing, Elbingerstr. 10. N. Schulz, Lottumstr. 13a. Schöneberg. Karl Krusche, Sedanstr. 61. Steuer, Hauptstr. 126. E. Eichhorn, Schillerstr. 114. J. Witt, Potsdamerstr. 43. C. Losse, Wilmersdorferstr. 156. J. Jofat, Rosinenstr. 12c. O. Reimann, Schloßstr. 35. G. Manske, Potsdamerstr. 14. P. Dähne, Sophie Charlotten. straße 15a. Meterwald, Apostel Paulusstr. 15. W. Spies, Wilmersdorferstr. 66a. Sterling, Bahnstr. 40. Scholter, Bahnstr. 17. Wetze, Barbarossastr. 78. Reizig, Grunewaldstr. 47. Pommerente, Winterfeldtstr. 20. Bruno Rudolf, Gleditschstr. 3. N Heinzelmann, Muskauerstr. 28. Wadel, Winterfeldtstr. 5-6. Töpfer, Mustauerstr. 11. C. Hampel, Eisenbahnstr. 13. T. Hempt, Eisenbahnstr. 3. E. Hanke, Frankenstr. 2. O. Schubert, Golgstr. 13a. K. Schöppe, Grunewaldstr. 114. M. Böhling, Ebersstr. 42. C. Krzanowsky, Laufizer Plaz 13. H. Wermke, Ebersstr. 14. F. Kaiser, Mustauerstr. 54. R. Claus, Waldemarstr. 76. F. Werner, Bücklerstr. 23. P. Gabler. Muskauerstr. 13. M. Gruneberg, Burgstraße. B. Rahmann, Manteuffelstr. 103. F. Gillard, Manteuffelstr. 19. C. Hoffmann, Manteuffelstr. 11. A. Stresow, Wrangelstr. 126. A. Wohler, Wrangelstr. 9. C. Laudahn, Köpniderstr. 172. R. Heide, Görlizer Ufer 2. E. Formberg, Büdlerstr. 42. G. Gumtau, Wrangelstr. 21. E. Hübner, Eisenbahnstr. 31. A. Helbing, Zeughofstr. 8. V. Werche, Beusselstr. 50. G. Bub, Helmstr. 2. N. Schwemmlein, Bahnstr. 47. G. Glaubit, Coburgerstr. 7. Fischer, Hauptstr. 102/103. F. Selmann, Sedanstr. 6/7. 101 W. Guftke, Wilmersdorferstr. 117. E. Haase, Floraftr. 10. C. Uhlmann, Kaiser Friedrichstr. 9. G. Klose, Schlüterstr. 12. O. Block, Wilmersdorferstr. 133. D. Geißler, Wilmersdorferstr. 158. W. Nuckwied, Sophie Charlotten straße 89. C. Wolff, Friedrich Karlstr. 12. G. Randzio, Wallstr. 24. J. Donner, Christstr. 33. Joh. Liebke, Pestalozzistr. 82. Pauline Natky, Scharrenſtr. 8. H. Stief, Wilmersdorferstr. 127. Otto Bachmann, Englischestr. 29. 7. Weissensee. Charlottenburg. Peter Eichhorn, Berlinerstr. 50. Hermann Witte, Joachimsthalerstraße 39/40. N. Birtholz. Otto Grundmann, Rosinenstr. 10. Sebald Bänisch, Kaiser Friedrichftraße 59. Johann Spitbart, Pestalozzistr. 76. Joh. Wendicke, Brandenburgstr. 6. Paul Lehmann, Bestalozzistr. 69. W. Rey, Prinzenstr. 112. N. Loudwin, Fürstenstr. 8. Heinr. Buschner, Weberstr. 52. P. Kretschmer, Gr. Frankfurterst. 74. H. Schmidt, Knobelsdorffstr. 8. Adolf Daniel, Schloßstr. 20. Hermann Otto, Spielhagenstr..14. May Bartsch, Holzendorffstr. 18. Lasse sich daber niemand täuschen! Füting, Parkstr. 97. Schneider, Lothringerstr. 5. C. Brand, Sedanstr. 52. C. Feldmann, Sedanstr. 28. Reinickendorf. A. Schmidt, Residenzstr. 48. Lichtenberg. Nagel, Wilhelmstr. 75. Friedrichsberg. Bruno Kretschmer, Gürtelstr. 27. Pankow. Müller, Mühlenstr. 32. 299/4 Arbeiter, Hausfrauen! Kauft unr dort, wo die Plakate mit unserm Stempel aushängen. Die Streikleitung. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 2. Juni. Anjang 7, Uhr: Opernhaus. Der Barbier bon Sevilla. Neues Opern- Theater. Der Bettelstudent. Deutsches. Die versunkene Glocke. Berliner. Der jüngste Lieutenant. Leffing. Zapfenstreich, Westen. Opern- Vorstellungen des Sternschen Konservatoriums. Belle- Alliance. Kam'rad Lehmann. Anfang 8 Uhr. Schiller 0.( Wallner Theater.) Lumbacivagabundus. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Die Wildente. Menes. Pelleas und Melisande. Kleines. Nachtasyl. Residenz. Die 300 Tage. Trianon. Geschlossen. Central. Die bezähmte Widers spenstige. Carl Weiß. Die Zauberin am Stein. Gebr. Herrnfeld. Gastspiel der Tegernseer. Der Prozeßhansl. Metropol. Ein tolles Jahr. Winter- Garten. Specialitäten. Apollo. Liebesgötter. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage- Theater. Specialitäten. Urania. Tanbenstraße 48/49. Um 8 Uhr: Die Insel Rügen. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Pelleas und Melisande. Anfang 8 Uhr. Morgen: Einen Jux will er sich machen. Central- Theater. Abends 8 Uhr zu ermäßigten Preisen: Bezähmte Widerspenstige. Luftspiel in 4 Aufz. v. Shakespeare. Räthchen: Paula Klär a. G. Freitag und Sonnabend: Raub der Sabinerinnen mit Josefine Dora und Emil Richard als Gäste. Belle- Alliance- Theater. Im Theater: Zäglich abends 7%, Uhr: Kam'rad Lehmann mit Guido Thielscher in der Titelrolle. Nachmittags im feenhaft illuminierten Sommergarten: Grosses Max Schmidt- Konzert. Um 8 Uhr: Grosse Specialitäten- Vorstellung. Miss Alex mit ihrer AutomobilSchleifenfahrt. Enthüllungen der Schein Ringkämpfe. D Sensationell! Residenz- Theater Heute und folgende Tage: Abends 8 Uhr: Hollana Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Donnerstagabend 8 Uhr Lumpacivagabundus. Freitagabend 8 Uhr: Lumpacivagabundus. Sonnabendabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Ein unbeschriebenes Blatt. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Die Wildente. Schauspiel in 4 Aufz. v. Henrik Ibsen. Freitagabend 8 Uhr: Die Wildente. Sonnabendabend 8 Uhr: Das Heiratsnest. Im Garten täglich gr. Militär- Konzert. Freie Volksbühne Ordner- Sitzung: Sonnabend, den 11. Juni, abends 81, Uhr im Gewerkschaftshause. Das Erscheinen aller Ordner ist nötig. Die alten Mitglieds- Karten sind nach Schluss der Vorstellungen in den Zahlstellen abzugeben mit der Erklärung bez. der weiteren Mitgliedschaft. General- Versammlung: Donnerstag, den 30. Juni 1904, in den Industrie- Festsälen, Beuthstrasse. Die Tagesordnung wird noch bekannt gemacht. Sonntag, den 5. Juni, nachm. 2, Uhr: 14./15. Abteilung im Metropol- Theater: Die Schmetterlingsschlacht. 229/2 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Jeden Montag: Sommerfest. Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste. Jeden Donnerstag: Elite- Tag. DF Die Raffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Segelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand ze. In den Sälen: Grosser Ball. Neue Welt.******** 0000 000000... Neue Welt. Hasenhaide 108/114. Jeden Donnerstag: Arnold Scholz. Elite- Tag! Militär- Konzert. Sensationell. Programm. Gala- Specialitäten- Vorstellung. Anf.5 Uhr. Entr. 25 Pf. Morgen und folgende Tage: Vorstellung. Achtung! UN AIЯ01 Achtung! Central- Verband der Maurer Deutschlands. 6 Zweigverein Berlin. Donnerstag, den 2. Juni, abends 8%, Uhr, finden für den Zweigverein Berlin grosse Mitglieder- Veriammlungen Für Westen und Schöneberg: in folgenden Lokalen statt: Meiningerstr. 8 bei Obst. Für Süd- West, Süden und Süd- Ost: Admiralstr. 18, Märkischer Mof. Für Ost I, Ost II und Nord- Ost: Gr. Frankfurterst.117, Königsbank Für Norden I u. II, Oranienb. Vorstadt, Wedding, Moabit: Ackerstr. 6/7 bei Fiebig. Für Rixdorf: Bergstr. 151/152 bei Thiel. Für Charlottenburg: Jm gr. Saal des Volkshauses. Tages Ordnung: 143/ 19* Die Situation in unfrem Gewerbe, und welche Mittel und Wege sind einzuschlagen, um bessere Zustände auf den Bauten herbeizuführen? Mitgliedsbücher werden abgestempelt. R Der Zweigvereins- Vorstand. J. A.: E. Thöns. Passage- Theater. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Anf. Sonntag 3, Wochentags 5 Uhr, Anfang der Abendvorstellung 8 Uhr. Achtung! Єinfetzer. Achtung! Alfred Bender Donnerstag, den 2. Juni, abends präcise 8 Uhr, Original- Humorist. 14 erstklassige Nummern. Berliner Prater Theater Kastanien Allee 7-9 Täglich: Goldene Herzen. Bantom.: Im Nachtasyl. Harris, Kraftjongleur. The Jarrey. Ulpts.- Langée. Ball, Konzert, Specialität. Anfang 4 Uhr. Eintr. 30 Pf. Num. Pl. 50 Pf. im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, großer Saal: Versammlung. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über den neuen Tarif. 2. Endgültige Beschlußfassung über denselben. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es dringende Pflicht eines jeden Kollegen, will er späteren Selbstvorwürfen entgehen, in dieser Versammlung bestimmt und pünktlich zu erfcheinen. Rein einziger darf fehlen. 84/19 Die Kommission. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 3353. OOLOCISCHER Sonnabend, den 4. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale von Dieke, CARTEN Täglich nachmittags ab 5 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Eintritt 1 M., ab 6 Uhr abends 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. In der Arena: Raubtier- Schule. Vorstellungen: tägl. 1,6 u. 7 Uhr. Eintritt 30 Pf., Kinder d. Hälfte. Papier- Gewerbe- Ausstellung Victoria- Brauerei Jubiläums- Ausstellung des Papier Vereins Berlin und Provinz Brandenburg 1904 vom 2. bis 15. Juni im Ausstellungs- Gebäude Luisenhof, Berlin S. 14, Dresdener Strasse 34-35. Geöffnet: 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends. ( Heute Eröffnungstag 1-7 Uhr.[ 8/ 5*] Eintrittspreis 50 Pf. Die 300 Tage. Urania. Diez Schwank in 3 Atten von Paul Gevault und Robert Charvey. Deutsch von Mfred Halm. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Metropol- Theater Die Insel Rügen. Der grösste Erfolg dieses Jahres: InvalidenSternwarte str. 57/62. Db schön! Specialitäten- Theater, Landsberger Allee 76/79. Direkt Ringbahnstation. Täglich Lützowstr. 111/112. Täglich im Garten oder Saal: Horsts Norddeutsche Humoristen und Quartett- Sänger. Ob Regen! Anf.: Woche 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. im herrlichen Garten od. gr. Saal: ca. 30 erstklassige Nummern. Jackson Troupe, Atrobaten, 5 Personen. The Beirotts, sensat.Burleske excentric. Die Berliner Lieblinge Fritz Brand und Mita Roselli, CASTAN'S Mstr. Brown m. feinen Bunderhunden. ANOPTICUM. M. d'Oretta mit seinen musikalischen Ein tolles Jahr. PAN Gr. dramatisch- satirische Revue in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor Hollaender. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Apollo- Theater. 8 Uhr: Debüt der neuen Juni- Specialitäten. Lill Tiso, amerit. Sängerin. X Mr. Alexander, Sunstradfahrer. Miss Carola, Trapez. X Bourton u. Mayo, Redturner. Martin Kettner, Humorist. X Messters Kosmograph, altuelle Bilder vom Kriegsschauplatz. 9%, Uhr: Liebesgötter. Friedrichstr. 165. Die vielbewunderten zusammengewachsenen Schwestern Rosa und Josefa: !! einzig dastehend in der Welt!! Passage- Panoptikum. Der phänomenale Riesenknabe: Der lange Joseph, 16 Jahre alt, 217 cm hoch. Aga, die schwebende Jungfrau. Bernhard Rose- Theater Kleines Theater. Gesundbrunnen. Badstr. 58. Heute: Elitetag. Unter den Linden 44. Die Tochter des Heimgekehrten Nachtasyl. und Paul Coradini u. b. a. m. Sm Großer Elite- Ball Saale: bei verstärktem Orchester. Anfang 4 Uhr. Entree 30, misnerierter Plat 50 ẞf. Fröbels Allerlei- Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Täglich: Grosses Garten- Konzert. Theater und Specialitäten. 25 Nummern ersten Ranges. Gr. Extratanz. Zanzleitung Hoppe. Anfang 4%, Uhr. Entree 30 Bf. De Familienfarten und Bons find gültig. Anfang 8 Uhr. Morgen: Nachtasyl. Reichshallen Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Gebr. Artiselli. Elefanten 2C. Kaffeeküche. Volksbeluftigungen. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. und Sonnabend: Carl Weiss- Theater. Bürgerliches Schauspielhaus. Große Frankfurterstr. 132. Die Zauberin am Stein. Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Im Garten: Konzert, Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Bum ersten mal: Auto Atlas, der stärkste Mann der Welt. Derselbe hebt mit seinen Zähnen ein Automobil. Anf. 5, Uhr. W. Noacks Theater. Direktion: Robert Dill. Brunnenstrasse 16. Täglich: X Theater und Specialitäten. X Anfang: Wochentags 6 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Staffeeküche von 3 Uhr ab geöffnet. Donnerstag, Sonnabend u. Sonntag: Großer Ball. Bei schlechtem Wetter: Vorstellung im Saal. Gebr. Herrnfeld- Theater. Gastspiel der Tegernseer. Täglich abends 8 Uhr: Der Prozesshansl. Oberbahr. Bolfsstück in vier Aufzügen bon L. Ganghofer und H. Neuert mit Zithervorträgen, Schuhplattlerund Rauftanz( Rankler). Freitag, den 3. Juni, zum erstenmal: Der Musterhof. Bons haben Gültigkeit. WINE ARTEN 76 Neues Programm. Mason u. Forbes, amerik. Excentrics Clément Lion, Zauberkünstler. Lydia Dobranow, Feuertänzerin. Professor Maboul, kom. Jongleur. Perzinas dressierte Affen. Gebrüder Schwarz, Parodisten. Will Mora, Reckkünstler. Heloise Titcomb, Sängerin. Die 4 Milans, Kraftnummer. Neiss- Familie, akrobatischer Akt. Castor Watt, Verwandlungskünstler. Carnevalsgeister", Ballett. Biograph. Gossmanns Konzert- Garten SW.Kreuzbergst.48 Jeden Freitag: Harburger Sänger. Jeden Sonntag: Frei- Konzert und Ball. Sanssouci. Kottbuser Thor Stat. der Hochbahn. Täglich im Garten: Hoffmanns Ackerstraße 123: Versammlung aller in der Metall- und Eisenindustrie beschäft. Hobler, Bohrer, Stosser und Fraiser. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Behrend. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Verbandsangelegenheiten. Bahlreichen Besuch erwartet 116/1 Die Ortsverwaltung. Holzbildhauer! Donnerstag, den 2. Juni, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, 21/2 Engel- lifer 15, Saal VII: Vertrauensmänner- Sitzung. Jede Werkstatt hat einen Vertreter zu delegieren. Schweizer- Garten Die Agitationskommission. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Täglich: Theater- und Specialitäten- Vorstellung. Volksbeluftigungen. Jm Saale: BALL. Zum Schluß: Ein falsches Lokal. Große Gesangsposse mit Tanz. Entree 30 Pf. Ostbahn- Park. Am Küstrinerplatz. Rüdersdorferst. 71. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater und SpecialitätenVorstellung. Dr. Simmel, Prinzen[ 8/ 3* Specialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12. 2-4. S teppdecken Buchhandlung Vorwärts Berlin S. 68, Kindenftr. 69. Soeben ist erschienen: Sozialdemokrat. Agitations- Bibliothek :: Zeltbilder aus dem Klassenstaat:: II. Heft: Der Zukunftsstaat der Junker Manteuffeleien gegen die Sozialdemokratie im preußischen Herrenhaus am 11. und 13. Mai 1904 Mit Einleitung u. Anmerkungen bon Kurt Eisner Preis 20 Pf. Porto 3 Pf. Es ist durchaus wünschenswert, daß die Reden dieser Führer des tonservativen Juntertums in ben weitesten Boltskreisen be fannt werden. Aus Furcht vor der Sozialdemokratie schmieden diese„ Edelsten der Nation" ihre finstern Pläne, die auf die Ber nichtung der wenigen Freiheiten hinausgehen, beren sich das deutsche Volk noch rühmen kann. Jm Borwort und in den Anmertungen sagt der Verfasser die Meinung unsrer Partei zu den Ausführungen der konser vativen Redner. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Düsseldorfer Gelegenheitskauf. Lotterie Kattun, buntfarbig, 2,85 Wollatlas, alle Farben 4,85 zu Gunsten d. St. Rochus- Kirche, Ziehung schon 4.- 11. Juni 15,379 Gewinne i. W. v. Mk. Similiseide, 6, 120 000 Normalalle 6.00 Farben Norddeutsche Schlafdecken 2,00,3,00 Sänger. Sonntag, Montag, Donnerstag: Nach der Soiree: Tanz. Wochentags haben VorBolksstück mit Gesang und Tanz in zugskarten, auch die zu den Theater5 Bildern von R. Manz. abenden ausgegebenen, Gültigkeit. SpecialMaus Emil Lefèvre Berlin Oranienstrasse 158. S., Lose à 2 M.- 11 St. 20 M ( Porto u. Liste 30 Pf.) Oscar Brauer& Co. Nachf G. m. b. H., Bankgeschäft. Berlin W., Friedrichstr.191. Filialen:[ 18374 NW., Wilsnackerstrasse 03 0.. Andrensstrasse 46a. 80., Oraniemstrasse 177. Verantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 127. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 2. Juni 1904. Der Parteitag der norwegischen bas1992 Socialdemokratie. Manifest. folgt war, gegen§ 12 des Tarifvertrages verstoße, worauf Fek, Das ökonomische Leben in unserm Lande befindet sich zur Zeit der vertragsmäßigen Verpflichtung Löhners entsprechend, wieder entin einer Niedergangsperiode, die einer Zeit der Ueberspekulation und lassen wurde. Ueberproduktion folgte. Diese ökonomische Revolution, die selbst Fezz stellte nun gegen Müller und gegen das Verbandsmitglied Sie sollen dem Kläger Die Norwegische Arbeiterpartei hielt vom 23. bis zum 26. Mai eine Folge des kapitalistischen Systems ist, bewirkt, daß in diesen Philipp Rögner Klage auf Schadensersaß. zu Drammen im Saale der Arbeitervereinigung ihre 18. Landes- Niedergangszeiten die ersparten Gelder und Werte der Kleinbürger so lange eine wöchentliche Rente bezahlen, bis er als Silberschläger Schwabach wieder eine Anstellung gefunden habe. bersammlung ab, den größten und bedeutendsten socialdemokratischen in die Hände der Großbürgerschaft und des internationalen Rapi- in Parteitag, der bisher in Norwegen stattgefunden hat. Es waren talismus übergehen, während diese Kleinbürger die Reihen des Hinter dem Fetz stehen die Hirsch- Dunderschen Gewerkvereine. eigentumslosen Proletariats vermehren. Aus der Begründung der Klage geht hervor, 194 Delegierte anwesend. Schon jetzt hat der internationale Kapitalismus die ökonomische daß es den Hirschen nicht um diesen Einzelfall, sondern überhaupt Der Parteivorsigende Hornsrud hieß die Delegierten willtommen als Repräsentanten für das neue Norwegen, das kommende Herrschaft in unserm Lande erobert, indem er Beschlag gelegt hat um eine Durchbrechung des Tarifs zu thun ist. In der Verhandlung Norwegen, das Norwegen, das Arbeitsrecht und Arbeitspflicht für auf unfre reichen Erzfelder und Bergwerke, Wasserfälle, Wälder und wurde zur Begründung der Klage in der Hauptsache folgendes voralle verlangt"; er wies darauf hin, daß Vertreter aus allen Teilen großen Landflächen und ist damit zum eigentlichen Herrn unsres gebracht. Das Verhalten der beiden Beklagten gegen den Kläger des Landes anwesend waren, der Parteitag also eine wirkliche Landes geworden. Durch Hypothekarprioritäten, durch Aktiengesell- berstoße wider die guten Sitten; die Aufforderung Müllers an Landesrepräsentation bildete und berührte dann die schlimmen wirtschaften, Banken und mancherlei andre Organe und Ausbeutungs- Löhner zur Entlassung des Fez sei illoyal und verstoße gegen den schaftlichen Verhältnisse Norwegens:" Die Fabriken stehen still, die formen hat er den ererbten Eigentumsbegriff untergraben. Die§ 153 der Getverbe- Ordnung, deshalb verpflichte sie zum Schadens Erde liegt öde; die beste Arbeitskraft zieht nach Amerika; die Folgen dieser Niedergangsperiode abzuwehren, hat die Herrschende erfaß. Der Metallarbeiter- Verband sei eine Einrichtung der socialeinzige Rettung ist, daß die Arbeiter die politische Macht einnehmen Großbürgerklasse weder die Fähigkeit noch den Willen und sie zeigt demokratischen Partei, der der Kläger fernstehe. Rögner sei desund mit einer Umwälzung der ökonomischen Verhältnisse von Grund damit ihre Untauglichkeit als herrschende Klasse: die Arbeitslosigkeit halb haftbar, weil er Müller zu seinem Vorgehen angestiftet habe. Von seiten der Beklagten wurde kostenfällige Abweisung der aus beginnen." ist gewachsen; die Steuern find gestiegen und die öffentlichen StaatsAls Leiter der Verhandlungen wurden Dr. Eritsen und Ormstad und Kommunalschulden vermehrt, während ein beständiger Strom Klage beantragt. Von einem Verstoß wider die guten Sitten könne gewählt. Der Geschäftsführer der Partei, Magnus Nielssen, von Auswanderern unser Land seiner kräftigen und arbeitswilligen gar keine Rede sein, es handle sich lediglich um die Einhaltung einer berlas sodann den Jahresbericht, der sich auf die Zeit vom 20. Mai Jugend beraubt, unerachtet der großen Nationalwerte, die un- farifmäßigen Vereinbarung. Es sei bezeichnend, daß der Angriff Wie in allen andren Ländern zeigte der gegen diese Vereinbarung gerade von den Gewerkvereinen unter1903 bis zum 15. Mai 1904 erstreckt. Das verflossene Jahr war für erschlossen daliegen. die Partei ein Jahr außerordentlichen Wachstums und Fortschritts Kapitalismus fich auch bei uns in einer. beständigen Bermehrung nommen werde, da doch die Gewerkvereinler ihrerseits für den Ausschluß der christlichen Metallarbeiter eingetreten sind. Es könne doch in jeder Beziehung; nicht weniger als 91 Vereine haben sich im der folossalen und unerträglichen Militärlasten. Laufe des Jahres der Partei angeschlossen, sie zählt jest 347 Vereine Die Folge dieser unerträglichen Zustände bei Eroberung unfres dem Deutschen Metallarbeiter- Verband nicht zum Vorwurf und Nachmit ca. 19 800 Mitgliedern. Seit dem vorigen Parteitag haben sich andes durch den Kapitalismus ist ein beständig größerer und teil gereichen, wenn die Unternehmer lieber mit ihm zu thun haben Der Verband fönne VertragsAmtsorganisationen der Partei in Nord- Trondhjems, Nordlands und stärkerer Zuwachs zur socialdemokratischen Partei Norwegens, die als mit den Gewerkvereinen. Stavangers Hemtern gebildet und Buskeruds Amt Arbeiterorganisation fich auf das genaueste der internationalen Socialdemokratie anschließt, verpflichtungen nur für seine Mitglieder übernehmen und sei daher fowie Norwegens Reichsloge des Verdandi- Drdens haben sich der welche die Leitung des organisierten Klassentampfes des Proletariats vollauf berechtigt, diesen die Vorteile des Vertrages zuzuwenden. Partei angeschlossen. In allen Landesteilen wurde eine außer über die ganze Welt in der Hand hat. Dies bringt uns zur Er- An der Verschärfung des§ 12 fei das eigentümliche Verhalten der gewöhnlich starte agitatorische Thätigkeit entfaltet; durch Vermittelung fenntnis und zum Verständnis der Thatsache, daß der Untergang der Gewerkvereinler selbst schuld. Müller habe lediglich seine Pflicht erfüllt, als er im Auftrage des Tarifamtes das Tarifmitglied Löhner der Partei wurden ca. 240 Vorträge gehalten. Der starte Fortschritt bürgerlichen Gesellschaft nicht fern ist. der Partei kam am deutlichsten bei den Storthingswahlen zum AusDie Landesversammlung der Arbeiter, Norwegens Volksthing, zur Einhaltung des Vertrages aufforderte. Es sei dem Verband druck, wo zum erstenmal socialdemokratische Abgeordnete, richtet deshalb eine dringende Aufforderung an die norwegische nicht um eine Schädigung oder um die Gewinnung des Fes als und zwar die Genossen Redakteur Arbeiterklasse, ihre gewerkschaftliche, politische und genossenschaftliche Mitglied zu thun, sonst hätte er diesen nicht im Jahre 1897 wegen Jörgen Berge, Fischer Lind Johansen, Landmann Mejer Foshang Organisation zu vervollkommnen und dadurch sich zum letzten ent- Streifbruchs ausgeschlossen. Der Mitbeschuldigte Rögner, der nicht und Pfarrer Alfred Eriksen gewählt wurden. Es wurden scheidenden Kampf für die Einführung der socialistischen Gesellschaft Mitglied des Tarifamtes ist, habe mit der ganzen Sache überhaupt nichts 24 526 focialdemokratische Stimmen abgegeben. In der Ge vorzubereiten." zu thun. Die überdies unrichtige Behauptung, der Metallarbeiterverband meindevertretung von Kristiania hat die seit dem sei eine socialdemokratische Einrichtung, habe mit der Rechtsfrage Jahre 1901 14 Mitglieder starke socialdemokratische Fraktion zwar abfolut nichts zu schaffen. Die Rechtslage sei derart, daß die Klage in großen Programmsachen sehr wenig erreicht, da sie einer auf Grund ihres eignen Inhalts abgewiesen werden müsse. Von beklagter Seite wurde darauf erwidert, daß, wenn das tompatten Majorität von 48 Reaktionären gegenübersteht, jedoch in manchen Angelegenheiten einen wesentlichen Einfluß ausgeübt. Gericht sich nicht auf den klägerischen Standpunkt stelle, der MetallDie finanzielle Lage des Partei- Organs Social Demoarbeiter- Verband schließlich alle Metallarbeiter zum Beitritt zwingen kraten", das vor einigen Tagen das Jubiläum seines zwanzigwerde. Außerdem wurde das Anerbieten gemacht, den Beweis, daß der Verband eine socialdemokratische Einrichtung sei, durch die jährigen Bestehens feiern konnte, hat sich im verflossenen Geschäftsjahre bedeutend gebessert; die finanziellen Schwierigkeiten, die jahreBeugenaussage eines Nürnberger Fabrikanten zu erbringen, das lang besondere Zuschüsse der Partei- Organisationen notwendig Gericht ging aber nicht darauf ein. Die Urteilsverkündung wurde auf den 11. Juni festgesetzt. machten, find jetzt als überwunden anzusehen, und die letzten Quartale haben sogar einen verhältnismäßig bedeutenden Ueberschuß ergeben. " Bei den Wahlen zum Landesvorstand und Centralvorstand wurden folgende Genoffen für die leitenden Stellen gewählt: als Parteivorsigender Chr. Hornsrud; als" Socialdemokratens" Redakteur Dlab Kringen; als Geschäftsführer der Partei Drmestadt; als Parteisekretär Magnus Nielssen. Als Vertreter im internationalen Sekretariat wurden Olav Kringen und Dr. Eriksen gewählt, als Delegierter zum internationalen Rongreß in Amsterdam Kringen. Soziales. y de inu zu er in Das Tagelohn und gesetzliche Kündigungsfrist. Der Schutz der Arbeiter eine Nebensache. Wie der allgemeine Jahresbericht, so beweisen auch die BeDer Verdacht des Diebstahls begründet nicht richte der Amtsorganisationen, daß ein starker Aufschwung stattJüngst wurde eine Aeußerung des Herrn v. Bötticher bekannt, die plöbliche Entlassung. Der Arbeiter N. war von dem gefunden hat. Das Organ von Trondhjems Arbeiterpartei, der einst sein Bedauern darüber ausgesprochen haben soll, daß selbständigen Linoleumleger 8. plöglich entlassen worden, nachdem Ny Tid", ist von bier auf fünf Drudspalten vergrößert Bismarck über eine solche Kleinigkeit, wie der Arbeiterschus, gestürzt eine Bortierfrau zu 8. gelaufen war und behauptet hatte, N. Habe worden und erscheint nun in 2800 Gremplaren. In Bergen strebte wäre. Auch in der Praxis des Unternehmers ist der Schuß von Hafen gestohlen. N. flagte beim Gewerbegericht auf Bahlung einer man danach, das Tageblatt Arbeidet" in Parteiverlag zu über- Leben und Gesundheit eine Nebensache. Die tägliche Erfahrung lehrt Bohnentschädigung. Er bestritt ganz entschieden, Haken wegnehmen, leider ist der Plan vorläufig gescheitert, was hauptsächlich es. Ein Prozeß, der am Sonnabend vor der Straffammer des Land- genommen zu haben. Einen Nachweis dafür konnte der Beklagte Die Portiere war dazu auch nicht seinen Grund in der allgemeinen schlechten Geschäftslage hat. gerichts Mülhausen i. Els. stattfand, lieferte zu dieser täglichen auch nicht erbringen. Die Zahl der dem Frauenverband der Arbeiterpartei angehörenden Erfahrung einen Beitrag von eindringlicher Beweiskraft. Es waren im stande. Die Kammer III des Gewerbegerichts unter dem Vereine hat sich um zivei vermehrt; die Mitgliederzahl beträgt 450. egen fahrläffiger Tötung durch Außerachtlassung einer Vorfiz des Dr. Schalhorn verurteilte den Beklagten, nachdem die Ueber die Thätigkeit ber Storthingsfraktion Berufspflicht(§ 222 R- Str.- G.- B. Gefängnis bis fünf Sache vier Wochen geschwebt hatte, dem Kläger 54 M. als Lohnangeklagt der Fabrikbefizer Freh sprach Dr. Eriksen. Die socialdemokratischen Abgeordneten haben Jahren) und der entschädigung zu zahlen. Die bloße Mutmaßung, daß ein Arbeiter danach getrachtet, in allen Fragen. so zum Beispiel auch in der Direktor Abt. In der Spinnerei der Firma Frey u. Co. ist unredlich gewesen sei, wäre kein genügender Entlassungsgrund. Konsulatsfrage, eine selbständige Haltung einzunehmen. In Militär- am 15. Januar, 7 Uhr früh( offenbar beginnt die Arbeit in dieser So lange der Diebstahl nicht feststehe, sei die Entlassung unbegründet. fragen hat der Redner die sogenannte„ berteidigungsnihilistische" Spinnerei im Winter schon bor 7 Uhr) die 14 Jahre alte Arbeiterin Hinfällig sei auch der Einwand des Beklagten, daß Kläger täglich entlassen werden können, weil Ansicht vertreten, wogegen die übrigen Mitglieder der Fraktion von Mouth von einer Transmissionswelle erfaßt und mehrmals herum- hätte gekündigt und der Auffassung ausgingen, die Volksbewaffnung verlangt. Es ist geschleudert worden, so daß sie einen Schädelbruch erlitt und fofort Tagelohn arbeitete. Jm gewerblichen Arbeitsvertrag bringe unfren Genoffen geglückt, eine Einschränkung der diesjährigen starb. Die Welle geht fentrecht, macht 100--120 Umdrehungen in Tagelohn nicht die tägliche Kündigungsfrist mit sich. Waffenübungen durchzusetzen. Auch in andrer Hinsicht suchten der Minute und war vollständig ungeschützt. An der Welle führt Bürgerliche Gesetzbuch enthalte wohl eine Bestimmung, nach ste auf vernünftige Sparsamkeit im Staatshaushalt hin- ein vielbegangener Weg vorbei. Der Unfall trug sich in der Weise der vom Tagelohn auf eine tägliche Kündigung geschlossen zuwirken, wie zum Beispiel durch ab- zu, daß das unglückliche Mädchen einem ihr entgegenkommenden werden könnte; die greife aber nicht über in das Gebiet der Geden allerdings gelehnten Antrag Eriksens, den Lohn des Königs auf 100 000 Stronen Materialtransport auswich und dabei von der Welle erfaßt wurde. werbe- Ordnung. Danach gelte für gewerbliche Arbeiter die 14tägige pro Jahr herabzusetzen. Außerdem tämpften sie für Gedanken- und Die Welle war früher auf Anordnung der Berufsgenossenschaft mit Kündigungsfrist, die nur durch besondere Abmachung ausgeschlossen Glaubensfreiheit, sowie für eine tolerantere Dissidenten- Gesez- einer Deckung versehen worden, die jeßt aber nicht mehr vorhanden oder verändert werden fönne. Sie gelte auch für das Arbeitsist. Die Kenntnis dieser Thatsache mußte der Angeklagte Abt verhältnis mit Tagelohn und Stundenlohn. Um ein gewerbliches gebung. Nachdem der Parteitag die Berichte im allgemeinen gutgeheißen zugeben. Im übrigen erflärte er, infolge von Ueberbeschäftigung Arbeitsverhältnis handle es sich hier aber. Beklagter fei Zwischenhatte, fand eine längere Debatte über die Taktik bei den sei ihm zur Zeit das Fehlen der Schutzvorrichtung entgangen. meister und als solcher gewerblicher Unternehmer, ganz gleich, ob Yesten Storthingswahlen statt. Chr. H. Knudsen Zwei bis drei Wochen vor dem Unfall, in der Weihnachtswoche, er nur für ein Geschäft oder für mehrere Arbeit übernehme und fritisierte das tattische Verhalten einiger Ortsabteilungen der Partei waren große Umänderungen im Betrieb der Fabril( Aufstellung ausführe. und schlug eine Resolution vor, in der das Verhalten der Ab- einer neuen Dampfmaschine usw.) vorgenommen worden. teilungen in Ariftiania, Sarpsborg und Larvik zu den Liberalen ge- wollte die Elfäffische Maschinenbau- Gesellschaft, die die Maschinen Zu geringe Leistung kein Entlassungsgrund. Der Hausdiener 2. tabelt, und vor Wiederholung einer derartigen Wahltaftit gewarnt lieferte und die Einrichtung( Montage) auszuführen hatte, 10 bis war erkrankt. Er schickte deshalb am nächsten Tage seine wirtin zu wird. Diese Resolution wurde jedoch schließlich mit 158 gegen 22 14 Tage haben; er( Abt) habe jedoch gedacht, damit in drei Tagen dem Arbeitgeber Engelmann und ließ ihn um das Krankenkassenbuch Stimmen verworfen. fertig zu werden. Infolge dieser in furzer Zeit durchgeführten bitten. Engelmann fragte, wann 2. wiederkomme, und als ihm zur so betont Direktor Abt fei ihm Neben- Antwort wurde: Sodann wurde über das neue Statut der Partei be- Betriebsänderung Wenn 2. gesund ist", erklärte Engelmann, er raten. Der von einem Komitee ausgearbeitete Vorschlag wurde in sächliches entgangen. Unsee ganze Aufmerksamkeit", fährt er wörtlich tönne ihn dann nicht mehr gebrauchen. Die Frau wandte ein, allen wesentlichen Punkten unverändert angenommen. Die Partei fort, ist eben immer auf die Produktion gerichtet; wir müssen das Engelmann werde 2. doch nicht wegen der Erkrankung entlassen; gliedert sich danach in Stadt- und Amtsorganisationen, durch thun, sowohl der Herr Fabrikbefizer als ich, da ein ungünstiger 2. habe übrigens auf eine achttägige Kündigungsfrist Anspruch und die acht Tage müsse Engelmann jedenfalls bezahlen. Engelmann erklärte die sich die einzelnen Vereinigungen der Partei anschließen. Geschäftsabschluß vermieden werden muß." Da haben wir die klassische Erklärung der Stellung des Unter- nun: Ach was, L. hat nicht genug gearbeitet! Wegen unberechtigter Der Vierteljahresbeitrag zur Partei wurde auf 10 Dere für männ liche und 5 Dere für weibliche Mitglieder, für Kristiania jedoch auf nehmers zum Arbeiterschutz. Profit ist das A und seines Denkens Entlassung verlangte 2. demnächst durch Klage beim Gewerbegericht 15 und 10 Dere festgesezt. An der Spitze der Partei steht der aus und Siniens, der Arbeiter und sein Wohlergehen ist Nebensache. eine Lohnentschädigung für eine Woche. Die Kammer VII unter 25 Mitgliedern zusammengesezte 2 andesvorstand; elf seiner Der Ausspruch des Fabrikdirektors und die erwähnte Aeußerung dem Vorsitz des Gewerberichters Dr. Gerth berurteilte denn auch Mitglieder sollen in Kristiania ansässig sein und bilden dort den Böttichers enthüllen das Wesen der kapitalistischen Wirtschafts- den Beklagten Engelmann, dem Kläger 25 M. zu zahlen. Die Centralvorstand der Partei, der die laufenden Angelegenheiten er- ordnung; in ihr hat der Arbeiter nur eine Bedeutung als profit- Rammer ging davon aus, daß nach den letzten Worten des BeLedigt. Landesversammlungen( Parteitage) follen in Bufuuft in der schaffende Straft; sonst ist er Nebensache. Er ist nicht Mensch und klagten der eigentliche Grund zur Entlassung die Arbeitsleistung 2.8, Regel nur jedes dritte Jahr stattfinden und zwar immer im Stor- nicht Bürger, er ist nur das profitschaffende Werkzeug des Kapitalis- die Engelmann zu gering deuchte, gewesen sei. Eine nicht ge= mus, an das man nicht denken kann, wenn der günstige Geschäfts- nügende Arbeitsleistung fällt aber nach Ansicht des Gewerbethingswahljahr. Ein weiterer wichtiger Punkt der Tagesordnung war die Beabschluß in Frage steht. Und weil wir diesen unmenschlichen, unfitt- gerichts nicht unter die in der Gewerbe- Ordnung aufgeführten ratung des Programms für die im Herbst dieses Jahres stattlichen Zuständen ein Ende machen, den Arbeiter zum Menschen Kündigungsgründe. findenden Kommunalwahlen. Das Programm wurde in fol- machen wollen, deshalb nennt man uns Ordnungsfeinde. gender Faffung angenommen: Unter Hinweis auf unser principielles Programm werden als Minimalprogramm für die Kommunalwahlen 1904 folgende Forde rungen aufgestellt: 1. Fortdauernde Entwicklung der Volksschule zur Erreichung des Bieles einer gemeinsamen Schule für alle Kinder.( Die Kosten für alle Unterrichtsmaterialien sind durch Steuermittel zu bestreiten. 2. Uebernahme der Krankenpflege durch die Kommune.( Anstellung von Aerzten und Hebammen bei festen Gehältern; kommunale Krankenhäuser.) 3. Kommunale Kinderheime ohne Bermittelung der Armenpflege. 4. Humane Fürsorge für bedürftige Alte und Arbeitsunfähige durch Errichtung fommunaler Pflegeheime. 5. Kommunale Bibliotheken und Bade- Anstalten. 6. Die ordentlichen Budgets der Gemeinde find den Verhältnissen entsprechend durch eine Summe zu erhöhen, die zu einem Fonds verwendet wird zur Vorbeugung von Arbeitslosigkeit und zu eventueller augenblicklicher Hilfe dagegen sowie zu Zuschüssen für die Arbeitslosen7. Abschaffung des Kontrakteurwesens. Tassen der Gewerkschaften. 8. Keine neuen Verkaufsstätten für berauschende Getränke, möglichst größte Einschränkung und Besteuerung der bestehenden." Ferner wurde folgendes Manifest einstimmig angenommen, dessen Berechtigung, wie der Genosse H. Berntsen in der Be gründung erklärte, darin liegt: zu zeigen, daß die norwegische Socialdemokratie im Gegensatz zu Ansichten, die oft über fie geäußert wurden, ebenso revolutionär, ebenso rabital socialistisch, wie die Socialdemokratie immer war, ist. Dafür Es gehört zum Bilde dieser göttlichen Weltordnung, daß beide angeklagte freigesprochen wurden. Der Fabrikbefizer, weil er nur die faufmännische Leitung hatte und auch zur Zeit des Unfalles nicht in Mülhausen war obwohl die gefährliche Welle seit langer Zeit ungeschützt war. Weshalb das Gericht den Direktor nicht für straffällig hielt, ist aus dem vorliegenden Bericht nicht zu ersehen, weil die Begründung des Urteils nicht mitgeteilt wird, doch scheint das Gericht seine Verteidigung mit der Ueberbürdung für ausreichend angesehen zu haben. Der Staatsanwalt hatte eine Woche Gefängnis gegen den Direktor beantragt, hinsichtlich des Befigers aber dem Gericht die Entscheidung über die Schuldfrage anheimgestellt. Eingegangene Druckschriften. Das Gewerbegericht", Monatsschrift des Verbandes Deutscher Ge werbegerichte. Herausgeber: Dr. Jastrow, Charlottenburg- Berlin, Dr. Flesch( Verlag von Georg Reimer in Berlin). Die Zeitschrift Frankfurt a. M. enthält in Nr. 9 des 9. Jahrganges außer der Rechtsprechung in deutschen Gewerbe- und Berufungsgerichten( Hamburg, Weißenfels, Breslau), Reichsgericht( 3. Civilfenat), andren deutschen Gerichten( Amtsgericht I Berlin) u. a. Der follettive Arbeitsvertrag vor dem Reichsgericht. Von Rechtsanwalt Dr. Baum. Einigungsämter: Das Gewerbegericht Leipzig als Einigungsamt. Das Gewerbegericht Eßlingen als Einigungsamt im Friseur 1. Bürgermeister Cuno. gewerbe. Allgemeines: Die Ausgestaltung der Verhältniswahl. Bom " Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Centralftelle für Arbeits. Ein für Arbeiterverbände wichtiger Prozeß wurde vor dem Land- martt- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow, Berlin, Berlag von G. Reimer). gericht Nürnberg verhandelt. Der deutsche Metallarbeiter- Verband Die als Drgan des" Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" erscheinende hat am 2. Juni 1902 mit 79 mittelfränkischen Silberschlägermeistern Beitschrift enthält in Nr. 17 des 7. Jahrganges unter anderm: Arbeitsmarkteinen Tarifvertrag über Arbeitszeit, Löhne, Kündigungsfrist, Lehr- Berichterstattung in Großbritannien und Irland. Von H. Fehlinger. Allgemeines: Internationaler Arbeitsmarkt. Lohntarife und Tariflöhne lingswesen und Arbeitsvermittelung abgeschlossen. Um 28. Februar im Deutschen Reich. Verband füddeutscher Textilarbeitgeber. 1903 wurde diese Tarifgemeinschaft noch dahin ergänzt, daß die Situationsberichte aus einzelnen Gewerben: Bergbau( Konferenz der Arbeitgeber fich verpflichteten, nur Mitglieder des Deutschen Metall- organisierten Ruhrbergleute. Raubbau im Ruhrbergbau. Kohlenpreise und arbeiter- Verbandes, mit dem die Vereinbarungen abgefchloffen Arbeiterlohn); Bekleidung( Beschäftigungsgrad im Schuhgewerbe); Staatliche wurden, in Arbeit zu nehmen. Zur Ueberwachung der beiderseitigen Arbeiter( Berkürzung der Arbeitszeit in franzöfifchen Staatsbetrieben. Börsenkurse. aus sieben Statistisches Monatsmaterial: Internationale Streitftatiſtit. Tarifbestimmungen wurde Einhaltung der Haushaltungskosten. Konsum: Lebensmittelpreise im Mai. bestehendes fieben Arbeitern Tarifamt Unternehmern eingesezt. Auf dessen Veranlassung wies vor einiger Zeit waltung der Arbeitsnachweise: Nachbarschaftsverkehr der Arbeitsnachweise um Trier. Berein für Arbeitsnachweis in Düsseldorf. Kaufmännische der Silberschläger Karl Müller den Silberschlägermeister Löhner in Stellenvermittelung in Berlin. Arbeitsvermittelung in Desterreich 1903. Schwabach, der Mitglied der Tarifgemeinschaft ist, darauf hin, daß Lehrlingswesen. Fortbildung: Mitwirkung der Schulen bei der Lehrlings. die Einstellung des Gewerkvereinlers 28. Fez, die kurz vorher er vermiftelung. und ein Bers Telegramm! Turm THOSE R.HECHT BERLI Stempel Fabrik von[ 43702* Robert Hecht, Berlin S.. Oranienstr. 142, liefert schnell und Sillig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschuk Typen" Perfekt" zum Zusammenseßen einzelner Wörter fowie ganzer Säge von 1,50 M. an. 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Berantt. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode Berlin. Drud u. Verlag; Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW 17105