17 It 3 Mr. 158. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Selt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Gingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6852. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eern Sprech- Anschluß: Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. e. f Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. . 3 се et t זה e 3 r 3 11 te e e 3 น se Sonnabend, den 9. Juli 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Eine glänzende Rechtfertigung Jahren von früh 7 bis Abends 9 Uhr d. i. also aus Bemerkung des Juspektors für Hannover:„ Die bei schließlich der Bausen zwölf Stunden täglich den Besichtigungen vorgefundenen Verstöße bestehen zum des Buchdruckerstreiks muß der Erlaß des preußischen arbeiteten. Da ähnliche Unregelmäßigkeiten in dem frag- größten Theil im Fehlen der Aushänge( Verzeichniß der Handelsminister 3 genannt werden, der die Unter- lichen Betriebe schon mehrmals beobachtet waren, so jugendlichen Arbeiter und Auszug aus der Gewerbe- Ordnung) behörden zur Berichterstattung über die Arbeitszeit und wurde die gerichtliche Bestrafung des Besizers beantragt. und, wenn sie vorhanden sind, in ungenügender oder auch Gesundheitsverhältnisse in Buchdruckereien auffordert. Da Hierüber führte dieser beim Herrn Regierungspräsidenten unrichtiger Ausfüllung. In einzelnen Fällen waren Arbeitswird ausdrücklich auf die gesundheitsschädlichen Einflüsse Klage mit der Begründung, daß er nur deshalb die jugend- zeit und Pausen unrichtig angegeben und die Verzeichnisse dieser Unternehmungen hingewiesen, welche die kolossale lichen Arbeiter über 10 Stunden hinaus beschäftigt habe, trotzdem mit Besichtigungsvermerk der Verbreitung der Lungenschwindsucht unter den Buchdruckern weil eilige Lieferungsaufträge für Behörden zu erledigen Polizeibehörde versehen." Und damit man anverursachen, und da wird bereits die Möglichkeit einer gesetz- gewesen wären. Daß Abweichungen von den Vorschriften nähernd merkt, in welcher Ausdehnung überhaupt die Buchlichen Verkürzung der Arbeitszeit in den Buchdruckereien des§ 136 der Gewerbeordnung nur bei Unglücks- druckereibesitzer junges Menschenfleisch zu verwenden verund Seßereien auf Grund des§ 120 e der neuen Gewerbe- fällen und wenn Naturereignisse den Betrieb unter- stehen, theilt der Gewerberath für Breslau und Ordnung ins Auge gefaßt. Die süßsaure Miene hätten wir brochen haben, zulässig sind schien diesem Liegnig mit:" Neben diesen als günstig zu bezeichnenſehen mögen, mit welcher Eugen Richter und Konsorten das Drudereibejizer nicht bekannt zu sein. den Verhältnissen wurden immerhin auch einzelne fatale Schriftstück gelesen haben! Wie paradiesisch malte die Ein anderer Druckereibefizer glaubte sich berechtigt, fleine Anlagen, insbesondere...... Druckereien an" Freisinnige Ztg." die Zustände in den deutschen Druckereien, während des Segerausstandes seine 8 bis 10 jugendlichen getroffen, in denen die Anzahl der Lehrlinge, wie schrieen sie alle, die Tugendbolde des Kapitalismus, Lehrlinge unter 16 Jahren von früh 6 bis Abends b. h. jugendlichen Arbeiter zu der der erwachsenen Arbeiter als die Arbeiter eine Verkürzung der Arbeitszeit erst durch nach 9 Uhr, also ausschließlich der Bausen etwa 12 bis in teinem richtigen Verhältniß stand, sonUnterhandlungen, dann durch den Streik versuchten, und 13 Stunden, beschäftigen zu dürfen. Obwohl ihm bei dern zu viel Lehrlinge vorhanden waren." wie müssen sie, diese bürgerlichen Maulhelden und Erz- Gelegenheit einer auf Grund einer Anzeige erfolgten Be- Was für den Westen ergänzt wird durch die Feststellung reaktionäre, sich jetzt Lügen strafen lassen sogar durch die sichtigung von mir bedeutet wurde, daß diese Gesetzes- des Aufsichtsbeamten in Kasse I, der in den Buchdruckereien preußische Bureaukratie. Hinter den Unterschied werden sie widrigkeit nicht mit dem Ausstande der Schriftseger seines Bezirks nicht weniger als 17,8 pet. jugendliche Arsich verkriechen, der darin bestehe, daß die Arbeiter eine Ver- entschuldigt und fernerhin nicht geduldet werden könne, beiter fand. Mehr an der Peripherie dieses Kreises, den fürzung des Arbeitstages der Arbeitslosen halber wollten, sah er sich doch nicht veranlaßt, eine Profitwuth und Ausbeutungssucht zieht, liegen dann noch der preußische Handelsminister aber scheinbar nur von Aenderung eintreten zu lassen, so daß der zwei andere Mittheilungen. Aus Magdeburg wird hygienischen Gesichtspunkten ausgeht. Als ob der Effekt Zwangsweg beschritten werden mußte, um dem Geseze amtlich berichtet:„ Das Arbeiten an Druckerpreffen, welche einer Verkürzung des Arbeitstages sich nicht nach beiden Geltung zu verschaffen." Kann der gesetzliche Sinn" zur Herstellung von Broncedruck, sogen. Goldschrift, dienen, Seiten äußerte und als ob die Erbitterung der Arbeiter des Buchdruckereibesizers, von dem die" Presse derselben fezt die Arbeiter der Gefahr aus, den feinen Metallnicht wesentlich mit durch die Gesundheitsschädlichkeit der während des Streiks so viel gefafelt hat, sowie ihre Ge- taub einzuathmen, der äußerst schädlich Beschäftigung bedingt gewesen wäre, welche von ihren wissenlosigkeit gegenüber der Gesundheit jugendlicher Ar- auf die Lungen wirkt. In einer() Buchdruckerei Drganisationen längst festgestellt war! beitskräfte in ein schöneres Licht gestellt werden, als durch fand ich eine zweckmäßig eingerichtete Presse, bei welcher " die anderen Das endliche Vorgehen der Behörden ist sicher zu einem diese Berichtsstelle? Ebenso bemerkt der Gewerberath für das Verstäuben dadurch wirksam verhindert war, daß die Theil auch durch die Berichte der preußischen Fabrik- Posen:„ Eine ähnliche Versuchung zur Ueberschreitung Maschine gänzlich in einen Glaskasten eingebaut war, der inspektoren für 1891 veranlaßt worden, die wir schon der vorgeschriebenen Arbeitszeit für jugendliche Arbeiter nur eine schmale Deffnung zur Einführung des Papieres mehrfach besprochen und die ebenfalls einiges Material liegt in dem oft unvermeidlichen Unregelmäßigkeiten und besaß." Ju einer Buchdruckerei enthalten, so sozialpolitisch und hygienisch ungeschult auch Störungen ausgesetzten Betrieb der Druckereien. Auch hier hatten kein Geld für solche überflüssige" Schutzdie meisten dieser Herren Gewerberäthe find. Die Bureau- wurden Uebertretungen der genannten Art festgestellt." Mehr vorrichtungen. Und im Bericht für Frankfurt a. D. tratie hält es eben manchmal für nothwendig, aus Rücksicht errathen, als deutlich erkennen lassen sich analoge Miß- und Potsdam finden wir folgende Stelle:" In einer auf das Unternehmerthum nicht ihre sämmtlichen Karten stände aus folgender Stelle des amtlichen Berichtes für Buchdruckerei verunglückte ein mit Bedienung des aufzudecken. Und die Fabrikinspektoren wiederum hätten Berlin und Charlottenburg:" Die Einstellung Seißluftmotors betrauter 15% Jahre alter sich, wie schon Jahre lang, wenig um die Zustände in der Arbeit seitens einer großen Anzahl von Buchdruckern Lehrling dadurch, daß er behufs Stillſtellung des Motors Buchdruckereien gekümmert, wenn fie der Streit nicht dazu hatte einige Buchdruckerei- Besizer veranlaßt, dahin vor nach Anziehung der Bremse versuchte, das Schwungrad mit gezwungen hätte. Viele der Aufsichtsbeamten haben zwar stellig zu werden, daß ihnen gestattet werde, die jugend der linken Hand aufzuhalten. Hierbei gerieth sein linker auch in ihrem neuen Bericht noch nichts als gering- li ch, en Arbeiter in einer ausgedehnteren Weise, als in Borderarm zwischen Schwungrad und Grube und wurde so ſchäßige und schadenfrohe Rebensarten über den ver- ber Gewerbe- Ordnung gestattet ist, auch während der erheblich zerquetscht, daß es erst nach Losschraubung und gegangenen Streit; für fie wird erst der Nachtzeit zur Arbeit heranzuziehen. Diese Anträge sind Heben des Schwungrades gelang, ihn zu befreien. Auch in ministerielle Grlaß ein mit Verständniß aufgenommener abgewiesen, auch ist die Aufsicht über die Buch- noch weiteren Fällen mußten ähnliche unzweckmäßige BeRippenstoß sein, sich etwas mehr um diese Dinge zu bruckereien verschärft und mehr als sonst auf die schäftigungen jugendlicher Arbeiter gerügt werden. fümmern. Das ist so die Art dieser Herren. Aber einige Nachtzeit ausgedehnt worden." Derselbe Beamte teinen Umständen sollten daher jugendliche Arbeiter ohne Streites ben fonstatirte 80 Unfälle, die allein im Jahre 1891 an Buch- Aufsicht erfahrener Personen an größeren oder gefährlicheren Unrath in den Buchdruckereien gemerkt. Man höre den druckerpressen vorkamen und auf einen sehr mangelhaften Maschinen beschäftigt werden." Um vielleicht 3-4 Mt. in Inspektor für Ost- und Westpreußen:„ Bein Besuche Zustand der Schutzvorrichtungen trotz der berühmten Buch- der Woche zu sparen, wird statt eines erwachsenen und eines nicht unbedeutenden Druckereibetriebes stellte ich fest, bruckerei- Berufsgenossenschaft schließen lassen. Wie sehr bis maschinenkundigen Arbeiters ein armer Junge von 15 Jahren lang 8 junge Mädchen bezw. Knaben unter sechszehn Buchdruckern zudrückte, ergiebt sich aus folgender zum Himmel? daß wegen Arbeitshäufung bereits zwei Monate her auch die Polizei ein Auge bei den großherrlichen an den Motor„ zur Bedienung" gestellt. Schreit das nicht loren Feuilleton. Madbrud verboten.) Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. 8 gerade, als er um die Ecke des Weges gehen wollte. Aber Babette war hineingegangen, die Thür war geschlossen und von dieser frischen Erscheinung blieb nichts als die Sonne und der Vogel, der aus Leibeskräften in den hellen Morgen hinein sein Lied schmetterte. Das Lachen, das der junge Mann gehört hatte, war dadurch hervorgerufen worden, daß Babette bemerkte, wie der Unbekannte zu ihr zurückkehren wollte, um sie anzusehen, und sie erinnerte sich daran, daß er sie überrascht hatte im kurzen Morgenrocke und mit aufgelösten Haaren. Das war ihr gar zu komisch erschienen. Doch bald war ihre Heiter bie Straße führten, hinab. Lachend berührte sie mit ihren haltung machte ihr genug zu schaffen. Mit einem Sprung war sie die zwei Stufen, die auf keit vorüber, sie dachte nicht mehr an ihn, denn ihre Haushalbnackten Füßen das kalte Pflaster; sie trug den Käfig, Als am Abend Jaquemin nach Hause kam, erzählte Uebersetzt von B. und A. G. in Trug er eine Joppe? Ja, erwiderte Babette. Kennst Du ihn? Nein, sagte der Vater. Unter Dieses kurze„ Nein" machte der Unterhaltung ein Ende. Am nächsten Tage setzte sich Babette an das Fenster der großen Stube, um zu nähen. Sie hatte den weißen Vorhang in die Höhe gezogen und als sie auf die Straße blickte gerade in dem Augenblicke, in dem sie einen Faden Zwirn abbiß, und ihre Blicke zerstreut umher schweiften, ging Jemand am Fenster vorüber. Es war der junge Mann, den sie am Tage vorher bemerkt hatte. Am zweiten Tag geschah dasselbe, und an jedem der drei folgenden Tage erschien der junge Mann zur selben Stunde. Der Unbekannte hatte übrigens auf Babette einen sehr in dem der Fint saß und neckte ihn wie ein Kind. Man ihm Babette von der Begegnung. Jaquemin war ein viel möchte sagen, daß die Beiden sich verstanden, und daß er zu vorsichtiger Vater, um nicht bestrebt zu sein, seiner oberflächlichen Eindruck gemacht, denn sie sagte zu ihrem Water: An jedem der letzten drei Tage ist der Herr mit den Der Vater schwieg dazu. Aber als er am nächsten mit seinem Gesang, sie mit ihrem Frohsinn die gleiche Tochter gegen alle Männer ohne Unterschied tiefstes Mißdem Wasser, den Bäumen; ein leichtes Frösteln überlief fie, Männern niemals Vertrauen schenken. Das war eine sehr gelben Gamaschen bei uns vorüber gekommen. Sprache redeten. Sie warf einen Blick nach dem Himmel, trauen einzuprägen. Er wiederholte oft: Du darfst den dann streckte sie sich an der Mauer recht hoch empor und verständige Warnung, die Babette in den unfreundlichen Morgen seine Tochter lachen hörte, sagte er: hing den Käfig in den vollen Sonnenschein an die Wand. Wahrspruch übersetzt hatte: Aber die Bewegung, die sie machte, löste ihre Haare, die ihr wie ein Schleier über die Wangen hinabfielen. Er-| Alle Männer find Ungeheuer! Als sie von einem jungen Manne sprach, unterbrach sie schrocken strich sie dieselben mit den Händen zurück Jaquemin: einen da sah sie Straße daher schritt. jungen Mann, der die Er hatte Gamaschen an Welcher junge Mann? Ich weiß nicht, er hatte gelbe Gamaschen. War er groß? Ja! Was machte er für einen Eindruck? Er sah recht nett aus. und eine bis oben hinauf zugeknöpfte Joppe und trug augen-| scheinlich einen Morgenanzug, der erkennen ließ, daß er ein großer, noch sehr junger, gar nicht übler Mensch war. Beim Anblick dieses munteren Rösleins, das ihn hier draußen im sonnenhellen Winterwetter anblickte, ward sein Schritt langEr ging vorüber, wendete sich aber nach einigen Schritten um. Da schallte ihm ein lustiges Lachen ertoegen, Eltern zuweilen eigen ist, drang er weiter in sie: famer. Bei dieser Aeußerung des Wohlgefallens runzelte der Vater die Stirne und mit jener Unklugheit, die besorgten Babette, Du darfst nicht so lachen, wenn Leute am Hause vorübergehen. Sie könnten sich einbilden, Du machst Dich über sie lustig. Bei diesen Worten wurde sie ganz roth. Jaquemin fügte hinzu: Arbeite nicht mehr am Fenster. Set' Dich hierher, ins Zimmer. Sie sagte nichts, aber plöglich füllten sich ihre großen, ernsten Augen mit Thränen. Jaquemin begriff, wie kindlich unschuldig sie noch war und sagte freundlich lächelnd: Komm zu mir, Babette! Das Mädchen warf sich mit der kindischen Leiden " " " " 4 W Gleichzeitig beweist unsere Zusammenstellung aus den Lebensmittel, die man bluten" lassen kann, ohne dem Zusammenbrüche und Wechselproteſte, das ist der ewige Berichten der preußischen Inspektoren aber, daß ganze Großgrundbesitze wehe zu thun; z. B. das Bier? Ehe den Kehrreim. Protestirte, d. h. nicht eingelöste Wechsel, d. h. Arbeit gemacht werden muß, nicht halbe, wie der preußische Edelsten und Besten" ein Haar auf dem adeligen Scheitel Erschütterung und Zusammensturz des kaufmännischen UnterHandelsminister will. Die bloße Säuberung der Buch- gekrümmt, wird die Brausteuer hochgeschraubt, damit das nehmens. Besteht doch ein eigenes Organ, die Druckereien von hygienischen Mißständen, für welche übrigens Bolt nicht etwa zu üppig" wird....Deutsche Wechsel- Protest Liste", die ihren der Aufsichtsbeamte zu Bosen eine an anderer Stelle dieses Abonnenten ein Verzeichniß der Proteste mittheilt. Die Blattes wiedergegebene Reihe von Gesichtspunkten aufPreußische Steuerreform- Pläne. Offenbar amtlich Expedition dieses Blattes versandte jüngst folgendes bezeich gestellt hat, die wir den Buchdruckern zur Benutzung für erleuchtet schreibt die" Nationalliberale Korrespondenz" nende Rundschreiben an ihre Kunden: Den vielen An Die Agitation empfehlen, gewügt nicht. Es sind zahlreiche Die Nachricht der" Post", daß im Staatsministerium die forderungen aus den Kaufmannskreisen zu entsprechen, haben soziale Mißstände, namentlich bezüglich der jugendlichen Entscheidung betreffs der Steuerreform- Borlagen für die wir uns entschloffen, den Abonnementspreis der seit 1890 Arbeiter, zu beseitigen, und der preußische Handelsminister nächste Landtagssession getroffen ist, und zwar zu Gunsten erscheinenden Deutschen Wechsel- Protest- Liste" herabzusehen, muß auch diese Aufgabe in Angriff nehmen, wenn er nicht des ganzen" Planes, der den völligen Verzicht des um dadurch die Liste allen Kreisen zugänglich zu machen. bei den Buchdruckern ähnliche Erfahrungen machen will, wie Staates auf die Ertragsteuern und die Einführung einer Der Abonnementspreis beträgt anstatt bisher 36 M. p. a. Vermögenssteuer bezweckt, wird uns bestätigt. Der Landtag vom 1. Juli 1892 ab nur 18 M. für das ganze Jahr, bei bei den Bergarbeitern. dürfte bereits in der ersten Hälfte des November ein freier Zusendung unter Kreuzband. Firmen, welche im berufen werden." Laufe eines Jahres wenigstens 50 Protefte oder mehr mittheilen, erhalten am Schluß des Jahres 10,50 M. zurüd, beziehen mithin für 7,50 m. p. a. dieselbe. Die erschienenen wird ganzjährig pränumerando unter Portozuschlag von Nummern werden nachgeliefert. Der Abonnementsbetrag Politische teberlicht. Berlin, den 8. Juli. Deutsch- serbische Verträge. Die nachstehend auf geführten Verträge zwischen dem Deutschen Reich und Serbien, nämlich: 1. der Handelsvertrag vom 6. Januar 1883, 2. der Konsularvertrag vom gleichen Tage, 3. das Abkommen, betreffend den gegenseitigen Markenschuh, vom Bergwerksnovelle. Der Reichs- Anzeiger"( Nr. 159 vom 8. Juli) veröffentlicht das Gesetz betreffend die Abänderung einzelner Bestimmungen des Allgemeinen Berg gesetzes vom 24. Juni 1865, vom 24. Juni 1892. Die Bergleute werden über den Knappentru bei den 0,50 M. erhoben, kann aber auch pränumerando eingesandt werden. Das Abonnement gilt stets für ein Jahr. Erfolgt nächsten Wahlen quittiren. bis zum Schluß des Abonnements teine ausdrückliche Bismarck. Die Hamburger Nachrichten" wissen zu schriftliche Abbestellung, so gilt das Abonnement als auf den zwei vom Reichs- Anzeiger" veröffentlichten Aktenstücken ein weiteres Jahr verlängert." " 30. Juni 1886( Bekanntmachung des Reichskanzlers vom nichts zu bemerken als:„ Wir bezweifeln, daß die nach Wien Französische Steuerpolitik. Die Deputirtenkammer 7. Juli 1886), 4. die Nebereinkunft, betreffend den gegen- ergangenen Mittheilungen hiermit erschöpft sind". Das ist hat am 7. Juli einen Antrag, welcher die Ergebnisse der schwer seitigen Schug der gewerblichen Muster und Modelle, vom offenbar Revolver- Taktik. Bismarck will neue Ver3. Juli 1886, find seitens der serbischen Regierung am öffentlichungen provoziren, um dann aus seinem Geheim auf die kleinen Leute drückenden Thüren- und Fenstersteuer mit 241 gegen 233 Stimmen angenommen. 16. Mai d. J. gekündigt worden. Die beiden erst schrank mit kompromittirlichen Papieren aufzuwarten. Wirdum 10 Millionen Franken( 8 Millionen Mark) ermäßigt, gedachten Verträge treten demgemäß am 25. Junie 1893, noch mehr solcher Wäsche gewaschen, so ist es uns Einen Anfang mit die beiden letztgedachten am 16. Mai 1893 außer Kraft. recht. Den Vortheil haben wir. Gegen die Amnestie! Die von der französischen bereits, bereits, in- Arbeiterschaft geforderte Amnestie( siehe„ Borwärts", Nr. 157 Verhandlungen zum Abschlusse neuer Verträge sind im neuen Enthüllungen" macht Bismarc Gange. Der jezige Vertrag mit Serbien beruht auf dem dem er schreibt:" In Bezug auf den Schweizer vom 8. Juli) wird von der Regierung bekämpft werden. Handelsvertrag und dessen Abschluß durch die Recht wohl! Ob die Regierung aber dem wuchtigen Andrang Meistbegünstigungsverhältniß. deutschen Unterhändler wird uns aus achtbarer Quelle mit der Massen widerstehen wird, das ist eine andere Frage. Berlin oder Paris? So fragen viele Zeitungen. getheilt, was wir sonst für unglaublich gehalten haben " " Die Frage geht entweder von einer falschen Voraussetzung würden. Danach sollen die deutschen Unter- Vom Rittmeister Nerey. Wie bereits gemeldet, ist aus, oder von chauvinistischer Anschauung von der händler seiner Zeit in Berlin gebeten haben, ihnen der französische Rittmeister Nercy vom 19. Regiment be Boraussetzung, daß vom nächsten Jahre bis zum Jahre 1900 noch Beit zu gewähren, fie hätten sichere Aussicht, unter rittener Jäger, der in Uniform einer Sozialistenversamm blos eine einzige Welt- Ausstellung möglich sei; oder von günstigeren Bedingungen abzuschließen; trotzdem sei der lung beiwohnte und dort erklärte, seine Schwadron würde der Anschauung, daß wir zwischen Berlin und Paris zu schleunige Abschluß aus parlamentarischen Gründen be- fich weigern, auf Streikende einzubauen, kassirt worden. wählen haben, und, wenn wir uns für Berlin entschieden fohlen worden." Danach hätte die deutsche Reichsregierung Dazu bemerkt die gut demokratische Büricher Post": haben, dann für Berlin und gegen Paris eintreten müssen. Die deutschen Interessen beim Abschluß des schweizerisch- Bei Fourmies hat es, wie man weiß, nur wenig gefehlt Jene Voraussetzung ist ebenso hinfällig, wie diese An- deutschen Vertrags absichtlich geschädigt. Ein Vorwurf, auf und die Soldaten hätten sich geweigert, auf die Maffen zu schauung verwerflich. Warum sollen bei der riesigen Aus den Caprivi die Antwort nicht schuldig bleiben dürfte. feuern. Daher vielleicht diese Strenge. Nach den dehnung und dem reißenden Wachsthum der modernen Im Uebrigen erklärt Bismarck in seinem Leibblatte, er militärischen Satzungen mag dem Rittmeister eine Strafe Industrie nicht zwei Welt- Ausstellungen innerhalb möge die Trauben der amtlichen Stellung gar nicht. Und gehört haben; wie viele Offiziere höchsten Ranges zählt eines Zeitraumes von 7 Jahren mit Erfolg stattfinden mit eiserner Stirn vertheidigt er seinen vom Reichs- wohl aber die Armee, welche ihren Haß gegen die Republit tönnen? Und soll etwa der eminent friedliche Gedanke Anzeiger" fürzlich mitgetheilten, aus dem Jahre 1883 in demonstrativster Weise äußerten, ja gegen dieselbe kon einer Industrie- Weltausstellung zu einer internationalen Heze stammenden Erlaß, kraft dessen die Beamten nicht nach spirirten, ohne daß man sie zwang, den Rock auszuziehen? im Geiste des Blut- und Eisentanglers ausgenutzt werden? ihrer Tüchtigkeit, sondern nach ihrer unterwürfigen Er- Nicht einmal im Avancement hat das ihnen geschadet. Aber Das würde uns zur Schande gereichen und zum Schaden, gebung in die Politik der Regierung in einflußreiche die Interessen hartherziger Grubenbefizer sind natürlich denn wir verdürben uns die Berliner, und verschlössen uns Stellungen zu berufen waren. Der Schutzpatron des heiliger als die der Republik." die Pariser Ausstellung. Nicht Berlin oder Paris sei die Streberthums, der seine Macht zur schmählichsten Pflege g Losung, sondern Berlin und Paris- statt chauvinistischer einer mehr als byzantinischen Vetternwirthschaft ausgebeutet Die englischen Wahlen. Auch heute noch ein Befehdung ein ehrlicher, ehrenvoller, freundnachbarlicher hat, muß sein Werk wohl vertheidigen. Scham und Bis- Schwanken der beiden Waagschalen. Welcher Seite der Sieg Wettkampf in den Künsten des Friedens, nachdem wir uns marck sind kontradiktorische Gegensäge, und sein Zynismus zufallen wird, läßt sich noch nicht berechnen; fast gewiß so lange durch den unheilvollen Wettkampf in den Künsten ist vielleicht seine einzige gute Eigenschaft. Sein Bynismus aber erscheint es, daß die Majorität nach rechts oder des Krieges gegenseitig das Lebensmart entzogen haben. oder, ins schlichte Deutsch übertragen, seine Schamlosigkeit, nach links eine sehr geringe sein und zur Bildung einer Berlin oder Paris das ist Wasser auf die Mühle des die mit dem unbefangenen Behaben jedes Tyras wetteifert. parlamentarischen Majorität nicht ausreichen wird. Tritt Chauvinismus und sicheres Fiasko; Berlin und Paris, Schreibt er doch:" Fürst Bismarck würde jeden Kanzler, dieser Fall ein, so kämen die Engländer in die nicht sehr das ist Friedenswerk und sicherlohnende Kulturthat. der diese Ordre nicht wieder herstellte, des Mangels an hin- angenehme Lage, noch einmal wählen zu müssen. Bis reichender eigener Ueberzeugungstreue anklagen. Fürst Bismarck'sche Kunststücke mit zweifelhafter, jeden Tag sich ver Die Liebesgabe in Gefahr?! Vor längerer Zeit mard glaubt auch gar nicht, daß Graf Caprivi sie aufschiebender Majorität, oder auch einfach ohne Majorität zu ging die Nachricht durch die Presse, die württembergische gehoben hat, und wenn doch, so räth er, sie schleunigst regieren, find in einem politisch so entwickelten Land wie Regierung hätte die an den ostelbischen Brenner Klüngel wiederherzustellen. Wenn jeder Unterchef Hilfsarbeiter nach England unmöglich. Zu unserem Bedauern haben wir jährlich gezahlte Liebesgabe von vierzig Millionen als einen eigenem Belieben anzunehmen berechtigt ist, so entsteht ein mitzutheilen, daß wir uns in Bezug auf unseren Freund Gegenstand bezeichnet, der besser zu Nutz und Frommen der solches Sammelsurium von Räthen aus berufenen Hilfe. Cunninghame Graham geirrt haben: Derselbe ist Reichsfinanzen zu verwenden. Aber schnell wie der Donner arbeitern, daß schließlich der Kanzler in die Lage geräth, leider erlegen. Nun für die Partei ist seine bewährte auf den Blizz leugneten die Weisen im Schwabenland, erst die Politik, für die er allein verantwortlich ist, mit Räthen Kraft nicht verloren. Ben Tillet, der Freund und offiziös, dann amtlich in ihrem Staats- Anzeiger", daß zu betreiben, die ihrer eigenen Ueberzeugung Gewalt anthun Mitarbeiter von Burns, und Champion der bekannte, ihnen je solch ein altarschänderischer Gedanke gekommen sei. müssen, wenn sie Anordnungen des Kanzlers auszuführen früher zu den Tories hinneigende Sozialist find durch Den Junkern das Trinkgeld nehmen, das dank dem haben, sie also lay ausführen". gefallen, so daß die Zahl der Sozialisten im neuen Branntweinsteuer- Gesetz ihnen verbürgt ist, welch furchtParlament voraussichtlich blos 2 betragen wird. bares Sakrileg! Und jetzt mahnt die" Post" ihre Fusel Zur Beurtheilung der wirthschaftlichen Lage in machenden Genossen, auf der Sut zu sein, da die Regierung Deutschland. Unter dem Druck der schleichenden Krisis Zur italienischen Krise. Der Finanzminister, den den Betrag zu Gunsten des Reichssäckels herabzusehen gegeben zahlreiche Unternehmungen zu Grunde. Scharf tritt Herr Giolitti mit vieler Mühe gefunden hatte: denke. Doch diese Lärmnachricht ist doch nur ein Schreck der Einfluß des zügellosen Wettbewerbs, die Macht des Bittorto Ellena, ist schwer erkrankt und muß auf schuß. Geld braucht das Reich allerdings, viel Geld für Großbetriebs, der mit den kleinen und mittleren Anlagen mehrere Monate zu seiner Erholung ins Gebirge gehen. die neue Militärvorlage. Aber wozu giebt es nothwendige rascher und rascher aufräumt, im Handelsgewerbe zu Tage. Nun findet sich aber nicht leicht ein neuer Finanzminister, " schaftlichkeit ihrer sechszehn Jahre an die Brust des alten Bergmannes. Von diesem Tage an setzte sich Babette nicht mehr an das Fenster, und zog den Vorhang nicht mehr in die Höhe. Sie arbeitete im Zimmer, und da ihre Augen nicht mehr in die Ferne schweifen konnten, überließ sich ihr Geist allen möglichen Grübeleien. VI. er ging langsam am Ufer des Wassers entlang und grübelte. fchiedenen Richtungen kamen, in dem einen Gange zu Plötzlich vernahm er Stimmen und Schritte. Es schlug sammen. Er stand also am Scheidewege. Jaquemin hatte vier Uhr. Er ging daher nach der Grube. den Plan dieses Grubengeschosses studirt und er Von der Grube her wehte ihm ein undurchsichtiger tannte den Kreuzweg Sainte Barbe. Nun hob Nebel entgegen. Man hätte sich einbilden können, daß es er seine Lampe in die Höhe, betrachtete sich Alles an diesem der Hauch eines riesigen Rachens wäre. Orte sorgfältig, untersuchte auch den Eingang der Gänge Die Schicht war zu Ende. Die Glocke läutete. Ein einen nach dem anderen, dann aber sentte er niedergeschlagen Getöse, wie von zusammenschlagendem Eisen erschallte unter den Kopf, als lafte das ganze Gewicht des Erdballes Wenn es am Gemeindehause in Pont- sur- Sambre dem weiten Dach der Steinkohlengrube, und das riesige auf ihm. früh 4 Uhr schlägt hört man das Geräusch von Fördergefäß tauchte aus dem Schlund auf, schwebte einen Indessen begaben sich die Bergleute an ihre Arbeit. Schritten in der großen Straße und in den Gäßchen. Augenblick in der Luft und senkte sich dann triefend von Ein ungeheures Summen durchdrang die Erde und erfüllte Die Bergleute gehen nach den Gruben. Es ist die Zeit der Feuchtigkeit der unterirdischen Gewässer, auf seine die schwarzen Zellen des riesigen unterirdischen Bienens des Schichtwechsels und jeden Tag zur selben frühen Stunde Stüßen nieder. stockes. Zuweilen ertönten die Höhlen vom Widerhall stört derselbe Lärm den Schlaf des Dorses. menschlicher Rufe. Das Ganze machte einen so geheimniß vollen Eindruck, daß man sich hätte einbilden können, die Nymphe Echo sei die Gottheit dieses unterirdischen Reiches und man befinde sich in ihrem Balaste. Ende Dezember, kurz vor Weihnachten, griff die Arbeitslosigkeit noch weiter um sich. Von sechs Steinfohlengruben in Bont- sur- Sambre wurde nur noch in dreien gearbeitet, und Jaquemin hörte eines Sonnabends nach der Löhnung, daß die Grube, in der er Beschäftigung gefunden hatte, geschlossen werden sollte. Er ging nach den Bureaus und als er eintrat, redete ihn ein Beamter an: Sie sind wohl der Steiger Jaquemin? Ja. Montag werden Sie in den Schacht Nr. 5 einfahren. Der Steiger nickte, ohne etwas zu sagen, mit dem Kopfe und ging nach Hause. Am Abend war er noch schweigsamer als sonst und Babette fragte ihn voller Unruhe: Giebt es keine Arbeit mehr hier im Lande? Doch! Fünf Minuten später waren die Bergleute im Schacht. Der Steiger verließ den Raften gerade in dem Augenblicke, als andere Grubenarbeiter niederstiegen. Da schrie einer der Schützer*): Achtung! Jaquemin hörte nicht. Das Gehör nimmt beim Sinuntersteigen merklich an Schärfe ab, aber an Ort und Stelle selbst ändert es sich nicht. Der Schüßer packte den Steiger am Arm und schob ihn bei Seite. Es war höchste Zeit. Die Räder streiften seine Füße. Ein schwarzer Tunnel, besät mit rothen Lichtpunkten, öffnete sich vor ihm. Er ging hinein, seine Lampe in der Hand. In dieser Tiefe herrschte eine drückende Hitze wie im Juli. Von Zeit zu Zeit gähnte ihm die düstre Deffnung einer Kohlenader auf seinem Wege entgegen. An der einen Stelle bemerkte er ein blasses Licht an einer der Schachtwände. Heugeruch machte sich bemerklich und man vernahm ein Wiehern. Hier war der Pferdestall. Der Da wirst Du also bald wieder anfangen? Es schien, als ob Jaquemin die Antwort nicht leicht Steiger ging hinein, sab sich um, ging wieder hinaus und setzte seinen Weg in Gedanken versunken fort. Wenn Je mand ihm begegnet wäre, hätte er glauben müssen, daß er die Arbeit der Streckenarbeiter zu beaufsichtigen habe. wurde, aber er erwiderte: Morgen. Am nächsten Morgen stand er wie gewöhnlich um halb vier Uhr auf. Er brauchte nicht erst aufzuwachen, denn er hatte in der Nacht kein Auge zugethan. Er nahm von dem verlöschenden Feuer, wo nach Landessitte der Kaffee be ständig warm gehalten ward, eine Ranne, schenkte sich eine Tasse ein, trant, aß und ging. Das Wetter war mild, und An einem bestimmten Punkte der Grube angelangt, blieb er stehen. Vor ihm liefen zwei Galerien, die von ver *) Eine der deutschen Bezeichnungen für die Bergarbeiter, welche die Treibmaschine regieren. Jaquemin hob aufs Neue den Kopf, um zu horchen. Aus ferner Tiefe her vernahm man einem Gießbache gleich das dumpfe Rauschen der von den Ventilations vorrichtungen ausströmenden Luft. Die Wassertröpfchen sicherten leise von den Felsen zu Boden. Er setzte sich nieder und wollte eben sein Gesicht in den Händen vergraben, als eine fremde Hand seine Schulter berührte. Wenn Jemand plötzlich eiskaltes Wasser durch seine Adern hätte rollen fühlen, so würde er den Schreck em pfunden haben, der sich Jacquemin's bemächtigte. Vor ihm stand eine Art Riese, dessen Kopf die Wölbung der Stollenzimmerung streifte und der sich, die Fäuste in die Seite gestüßt, in seinen Hüften hin- und herwiegte. Gr lächelte, und das von unten heraufdringende Licht warf einen sonderbaren Schein auf dieses grinsende Gesicht, von dem der Steiger nur den unteren Theil sehen konnte. Trotzdem erschien dieses Gesicht ebenso gutmüthig als menschenschen. erblicken. Im ersten Schrecken glaubte Jacquemin ein Gespenst zu Wer seid Ihr? fragte er. Lerouchat! denn die italienischen Finanzen sind noch weit kränker als viele Revolver hatten, erwiderten das Feuer und eine förm-[ welcher in einer Gastwirthschaft öffentlich die verleumderische Herr Ellena, der noch genesen kann, während es für sie liche Schlacht entwickelte sich, in der nach den letzten Be Behauptung aufgestellt hatte, die Redaktion der sozialdemo teine Hoffnung mehr giebt. richten- vom gestrigen Tage in der nach den Beschichtung bie -eine Pause eingetreten fratischen Fränkischen Tagespost" habe sich in einem bestimmten Nachschrift: Der alte Parlamentarier Grimaldi war. Die" Pinkertons" sind jene berüchtigten Mordknechte Falle ebenso wie die anderen dortigen Zeitungen abschmieren" hat sich zu dem Sprung ins Finanzministerium entschlossen. des Kapitals, die, von einem gewissen Binkerton befehligt über die schmutzige Affäre, die sich im Café Bavaria ereignet lassen, und zwar mit 2000 m., deshalb bringe fie auch nichts Er war schon einmal Finanzminister( im Jahre 1879) und daher der Name- auf Kommando für 2 Dollar den habe. Der Redakteur der Fränt. Tagespost", H. Dehme, that damals sein Bestes, die italienischen Finanzen zu zer- Tag Arbeiter todt oder zu Krüppeln schießen. In Amerika hatte darauf gegen Schmidt Privatklage angeftrengt, und sein rütten. Nun wird er das begonnene Werk fortsetzen. hat man kein großes stehendes Heer, dafür hat das Kapital Rechtsanwalt beantragte für letteren eine Gefängnißstrafe. Das Besteuerung des Hungers". Wie in Madrid, so die Behörden bitten zu müssen, was mitunter seine Un- Rosten und auf Urtheilspublikation, indem es als strafmildernd dort seine Privatsoldaten, die es verwenden kann, ohne erst Gericht jedoch erkannte nur auf 5 M. Geldstrafe, Tragung der demonstrirt auch an anderen Orten die Masse gegen die bequemlichkeiten hat. Jedenfalls geht aus den englischen hervorhob, daß der Beklagte die beleidigende Beschuldigung nicht heuen Gemeindeſteuern. Es handelt sich bekanntlich um Berichten hervor, was in den deutschen verschwiegen ward, selbst erfunden, sondern nur nacherzählt habe und er ferner die harte auf den nothwendigen Lebensbedarf gelegte Abgaben. Daß die Arbeiter der vergewaltigte und der angegriffene getrunkenem Zustande ausgesprochen habe, roofür allerdings kein Aus Lorca( Provinz Murcia) wird gemeldet, daß Un Theil waren. ruhen ausgebrochen seien, ebenso in Taberno. Die Ruhe wurde sofort wiederhergestellt, als man die Steuer aufhob. " Argentinisches. Nachdem die herrschende Partei ihr Schäfchen ins Trockne gebracht hat, ist unter Zustimmung And Holland schreibt man uns, daß die Nachricht, des Kongresses der Belagerungszustand in Buenos Ayres, daß Nieuwenhuis bei den bekannten Kundgebungen der Hauptstadt Argentiniens, wieder aufgehoben worden. anlaßlich der Königinnen- Reise von Volkshaufen mißhandelt ( gelyncht") worden sei, jeder Begründung entbehrt. Nieuwenhuis isolirt sich übrigens mehr und mehr in der sozialdemokratischen Partei. Die Abfertigung, welche ihm auf dem Brüsseler Kongreß zu Theil wurde, hat seinen Haß gegen die deutsche Sozialdemokratie zur Monomanie Parteinachrichten. * betreffenden Behauptungen in später Nachtstunde und in an anderer Beweis als die eigene Aussage des Beklagten vorlag. sie müssen aber wenigstens wünschen, daß man ihnen bei VerSozialdemokraten liegt gewiß nichts an hoher Bestrafung Anderer; gehen dieselbe humane Beurtheilung zu Theil werden läßt, wie den Gegnern. - Genosse Alois Ruth, der frühere Redakteur der 3eitung deutscher Bergleute", frat am 2. Juli eine fiebenmonatliche Gefängnißstrafe in Herford an. Soziale Uebersicht. Mit kollegialem Gruß und Handschlag Der Vorstand des Vereins der Militärschneider Berlins. J. A.: A. Blankenfeldt, Reichenbergerstr. 155. Der Streik der Maurer Lauenburgs ist nach 13wöchent gesteigert. Alle Sudeleien der Unabhängigen, Anarchisten treis Neustadt- Landau wird am 17. Juli in Haßloch im Eine Parteikonferenz für den 2. pfälzischen Wahlund sonstiger zweifelhafter Elemente finden in ihm einen Seimberger'schen Saale u. A. über die Durchführung der Beeifrigen Kolporteur. Die Angelegenheit wird von den schlüsse des 3. pfälzischen Arbeitertages und über die Bildung der Militärschneider Berlins nunmehr auf zweijährige erfolgreiche An die Militärschneider Berlins. Nachdem der Verein holländischen Sozialdemokraten auf dem nächsten inter- von Bezirkskomitees berathen. nationalen Kongreß zur Sprache gebracht werden. Thätigkeit zurückblicken kann, drängt es uns, die der Organisation noch fernstehenden Kollegen zum Anschluß an dieselbe aufzufordern. Ernte- Aussichten in Rußland. Auch für das Jahr schlesische Volkswacht" mittheilt, entschloffen, die Aufstellung nehmern, durch Verlängerung der Arbeitszeit und Kürzung des Die Goldberger Parteigenoffen haben sich wie die Es liegt dies in deren eigenstem Interesse. Gelingt es den Unters 1892 erscheint die russische Landwirthschaft arg gefährdet. einer sozialdemokratischen Kandidatur im Wahlkreis 25 wen- Arbeitslohnes bas Errungene wieder zu vernichten- der Difizier Schwer leidend an den Nachwehen des furchtbaren Noth- berg in die Wege zu leiten, und ersuchen nun die Parteigenossen verein 3. B. zieht seinen Arbeitern bereits nicht weniger als 50 pct. standes, bedroht durch die Cholera, sind die Ackerbaubezirke von Bunzlau, Hirschberg, Laubau und Greiffenberg; sie in der abfo werden gerade jene Kollegen am meisten geschädigt fein, auch heuer wieder in der peinlichsten Lage. Dem Gouverne- Agitation zu unterstützen. Alle auf die Reichstagswahl bezüg- welche der Organisation nicht angehören und deshalb dem Prinzipal bent Woronesch ist, da die Ernte dieses Jahres dort un- lichen Zuſchriften find an den Vertrauensmann, F. an der bezw. Zuſchneider gegenüber einen Rückhalt haben. Unſere befriedigend ist, zum Ankauf von Winteraussaat und zur scheck, Goldberg in Schlesien, Wolfsstr. 27, zu adressiren. Lebenshaltung ist troß des Errungenen ohnehin noch lange nicht Bolksverpflegung ein Ergänzungsdarlehen von 1/2 Millionen derartig, daß sie als wirklich menschenwürdig bezeichnet Rubel bewilligt worden, sowie 500 000 Rubel zum Ankaufe ah! zwei Sozialdemokraten gewählt. In Hainhausen wurden bei der Gemeinderaths werden könnte. Kollegen, schließt Euch deshalb sammt von Futtergras im Kaukasus.„ Das Ministerium," meldet und sonders unserem Verein an. Ihr erfüllt dadurch eine Pflicht, Wolff's Telegraphen- Bureau,„ fieht voraus, daß derartige der Ihr Euch als Kollegen und als Menschen, die ihren Familien Die Fabel, in Gotha bestehe zwischen unseren Genoffen die Schaffung einer auskömmlichen Existenz schuldig sind, nicht Ergänzungsdarlehen auch noch für andere Gouvernements, Bock und Mösler die bekannte Kluft, welcher die gegnerischen entziehen könnt. Schaart Euch um das Banner der Solidarität! wie Lula, Charkow, Chersson, Kurst, Poltawa, Rjäsan, Parteien benöthigen, um darin die Zucht ihrer literarischen Gift Vereinzelt find wir allen Bedrückungen seitens des UnternehmerSaratow, Kiew und Podolien nöthig werden dürften, und pilze erfolgreicher betreiben zu können, ist auch von Mösler als thums hilflos preisgegeben, vereinigt dagegen find wir eine Macht, sucht darum nach, von sich aus diese eventuellen Darlehen blattes fich als„ freifinniges" Blatt zur Berbreitung jener Im Anschluß hieran fordern wir Euch auf, Mann für Mann gekennzeichnet worden. Er sandte dem„ Gothaischen Tage- mit welcher das Kapital troß seiner Uebermacht rechnen muß. aus den Ueberschüssen der für andere Gouvernements an- albernen Fabel, die von unseren Gothaer Parteigenossen mit un- in der öffentlichen Versammlung zu erscheinen, welche Sonnabend, gewiesenen Verpflegungsdarlehen anweisen zu dürfen, da im getheilter Heiterkeit aufgenommen worden war, selbstverständlich den 9. Juli, bei Norbert, Beuthstr. 21, oberer Saal, stattfindet. Sommer keine ständigen Sizungen des Ministerkomitees auch als geeignetes Drgan betrachtet hatte, eine Berichtigung, stattfinden, die Entscheidung solcher Darlehnsgesuche gleich- worin gesagt war, daß die Sozialdemokratie Gothas weber eine wohl aber keinen Aufschub erduldet." Partei Bock noch eine Partei Mösler tennt und gerade die Von der Cholera. gegnerische Anerkennung, er sei ein ruhiger und besonnener Der österreichische Handels- Mensch", ihn davon abhalten würde, auch nur den Versuch einer miniſter hat eine fiebentägige Beobachtung er aus den Barteispaltung zu machen. Das„ Gothaische Tageblatt" getraute russischen Häfen des Schwarzen und Aſowschen Weeres fich nicht, von dieser ihm zu theil gewordenen Abfuhr seine Leser licher Dauer zu Gunsten der Arbeiter beendigt. Die Meister haben tommenden Schiffe, sowie eine ſtrenge ärztliche Untersuchung zu unterrichten, und gab daher nur bekannt, daß nach einer Wit- die Forderungen, nachdem diefelben etwas ermäßigt waren, burch der Schiffe aus den türkischen Häfen des Schwarzen Meeres or Gothaer Sosialdemokratie unbegründet seien. Das, Gothaische lohn follen 37% Pfennig( bisher 35 Pfennige) gezahlt werden. Eine Verordnung des italienischen Mini- Volksblatt" giebt nun dem freisinnigen Blatt den wohlgemeinten Die verlangten 30 Pfennige Landgeld pro Tag sollen nicht schon fteriums verfügt gleichfalls Sicherheitsmaßregeln für Pro- Rath, in Zukunft, feinen eigenen Rohl zu bauen und feinen bei 2%/ Rilometer von Lauenburg entfernter Bandarbeit, sondern venienzen aus dem Schwarzen Meere. Beilenschindern besser auf die Finger zu sehen". erst bei 82 Kilometer Entfernung gezahlt werden. Dhne Die Pinkertons an der Arbeit. Aus Pittsburg Weiteres bewilligt wurde die Forderung, wind- und wasserdichte in Amerita tam geſtern die Nachricht von einer blutigen fest net breiter user to set a bit!! narl der Aborte bei Bauten zu errichten. Auch die Lohnzahlung auf NeuDer Arbeiter- Sängerbund Rheinlande hält sein Bundes Baubuden, sowie den sanitären Anforderungen entsprechende Schlacht, in der Dußende von Menschen getödtet und ver- Große", Aachener Straße. bauten wurde im Sinne der Arbeiter genehmigt. wundet wurden, und die jeden Augenblick wieder entbrennen Buzug ist kann, da momentan nur Waffenruhe herrscht, weil bis jetzt indessen noch fern zu halten, da die Streifenden noch nicht alle untergebracht sind, was darin feine Ursache hat, daß während noch der sozialdemokratischen Wahlvereine für den vierten und fünften geworden ist. Den Telegrammen der englischen Bresse ent- Bezirt Wiens als„ staatsgefährlich" untersagt, weil die bisher fügung stellten. nehmen wir Folgendes: Die Arbeiter der großen Carnogie Wesen nach im Allgemeinen gegen die bestehenden Eigenthums. Gifenwerke in Homestead bei Pittsburg weigerten sich, eine und gesellschaftlichen Berhältniffe gerichtet" feien und„ bie Ber- schafts- Kartells beschlossen. Lohnreduktion anzunehmen; daraufhin wurden sie ausbreitung dieser mit der bestehenden Staatsverfaffung unvereingesperrt, und die Fabrikbesizer warben eine Anzahl baren Grundsäge das öffentliche Wohl gefährde". Diese Be- Ueber gesundheitliche Zustände in Buchdruckereien Die Scabs( teiner Organisation angehörende Arbeiter) an, gründung, welche naiver Weise ganz anger are schreibt ber Gewerberath für die Proving Posen in seinem neuesten Die vorgefternam Mittwoch auf dem Alleghany, Freiheit der Meinungsäußerung auch ein Grunt ferie Jahresberichte Folgendes: Grundsatz österStrom unter Bedeckung von dreihundert„ Pinkertons" nach reichischen Staatsverfassung ist, hat die Zustimmung des tanntlich geltend gemachten ausnahmsweise häufigen Erkrankungen ben am Ufer gelegenen Fabrikanlagen geschafft werden ungefeßlich aufgehoben. Dadurch ist die bisherige Praxis der Renntniß gekommen. Gs ist freilich nicht zu verkennen und wird Miniſteriums doch nicht gefunden, Die Verbote wurden als der Buchdrucker an Lungenübeln sind bis dahin nicht zu meiner sollten. Die ausgesperrten Arbeiter standen am Ufer der suchten die Landung zu verhindern, als Seitens jenen Bescheib nicht aus Wohlwollen für die beter afterium, weniger von den Gewerbetreibenden als von den Arbeitern be ber Pinkertons plöglich ein mörderisches Feuer eröffnet benn sonst hätte es die von unseren Barteigenoffen eingereichte schädigenden Einflüssen unterworfen ist. Es gehören bahin: stätigt, daß das Buchdruckergewerbe manchen gesundheitsward. Die Arbeiter, von denen nach amerikanischer Gitte Beschwerde nicht erst nach 9 Monaten beantwortet; vielmehr wird das Anwachsen der sozialdemokratischen Bewegung, wie besondere der Seger, veranlaßte große Zahl von Lampen und 1. Die durch das Lichtbedürfniß der Buchdrucker, insJacquemin fuhr zusammen, als dieser Name in seiner bie Herren am grünen Tisch bestimmend gewesen sein. sich insbesondere auf dem Wiener Parteitag fundgab, für die dadurch erzeugte trockene Luft von hoher Temperatur. Erinnerung wieder auftauchte. Mit mühsam unterdrückter man hieht ein, daß man mit der ruppigsten Form der Unter der Arbeitsräume sich ansammelnbe Staub, von bem auch die metallorydhaltige in den Käften und auf dem Boden Erregung fuhr er fort: drückung nichts erreicht, und läßt deshalb diese ruppigste Form geschwärzten Wände und Decken der keinen Druckereien oft genug Zeugniß geben. österreichische Polizei werde schon dafür sorgen, daß dem sozialdemokratischen Verein die Existenz so schwer wie möglich gemacht und öfters noch unvollständig gelüftete Räume. 3. Daneben wenigstens theilweisetletne, niedrige 4. Die zeitweise nächtliche Ueberarbeit. theilung des Herrn Mösler die Gerüchte betreffs der Spaltung Unterschrift bewilligt. Statt der verlangten 40 Pfennige Stundenangeordnet. und Was wollt Ihr? Ausgang einer Erzader und sagte: Lerouchat wies mit einer häftigen Bewegung auf den Steiger, hütet Euch vor dem da! Vor was? Der Greis wiederholte: Davor. Jacquemin erhob sich, ging zu der Deffnung der Ader, untersuchte sie und verglich ohne Zweifel in seinen Gedanken den Plak mit dem Orte, den man ihm auf den Blan be zeichnet hatte, dann murmelte er: Das könnte der Schacht Nr. 12 sein. Bergmann rief: Ein höhnisches Lachen unterbrach seine Worte und der Es ist die Ader Nr. 15. wie ihn eine Explosion verursacht hätte. Er war heftiger Diese Worte machten auf den Steiger einen Eindruck, hätte. Lerouchat fuhr fort: Schüttert hat. Aber ich will Euch nicht Angst einjagen. Ich weiß wohl, Steiger, daß diese Nummer Euch er Jaquemin unterdrückte einen Seufzer: Ich weiß nicht was Ihr sagen wollt. Das grobe Gesicht Lerouchat's nahm einen starren Ich will Euch nicht fragen, Steiger, woher Ihr Ausbruck an. Die Statthalterei Niederösterreichs hatte die Konstituirung bekannt gewordenen Grundsätze( der Sozialdemokratie) ihrem wird. Polizei durchlöchert. Natürlich hat das Ministerium Polizeiliches, Gerichtliches ze. des Streits 15 indifferente Maurer fich den Meistern zur BerDie Arbeiter Effens haben die Errichtung eines Gewerk Klagen über die im vorjährigen Buchdruckerausstand be6. Die in der Natur des Betriebes liegende Schwierig 5. Der schädliche Einfluß der unausgeseht die ge Aus„ Konsequenz- Rücksichten" verbot in Gotta bei Dresden törperlich gleich anstrengenden, nur im Stehen spannteste Aufmerksamkeit erheischenden Art der geistig und der Gemeindevorstand dem Arbeiter Schießklub Fidelia" verrichteten Segerarbeit. die Abhaltung feines diesjährigen Sommer estes, indem er bemerkte, daß er auf Grund einer Verfügung der Amtshauptmann- te it, entstehende Krankheiten durch zeitweise Unterbrechung fchaft nur noch Wohlthätigkeitsvereinen die Abhaltung von Festen ber die törperliche Schädigung veranlassenden Einflüsse au gestatte. Der Klub erklärte darauf, den Ueberschuß des Festes heilen. der Armenkasse zur Verfügung stellen zu wollen. Es blieb jedoch " 7. Die gesundheitsschädigende Gewohnheit mancher Arbeiter, bei dem ablehnenden Bescheid. Der bürgerliche Schießklub beim Schriftfeßen die Fingerspitzen durch Anlecken zu befeuchten, Teutonia" dagegen konnte vier Wochen vorher sein Sommerfest welche bei dem gemeinsamen Gebrauche mancher Sorten Lettern abhalten, trotzdem er den Ueberschuß nicht einmal der Armen- nicht allein zur Vergiftung durch die schädlichen Metalloryde, taffe, sondern einer privaten Wohlthätigkeits- Organisation, dem sondern wohl auch zur Uebertragung von Infektionskrankheiten, Frauenverein, überwies. -In Schleusingen( Thüringen) verbot der Bürger- insbesondere auch Lungenkrankheiten führen kann. Glücklicherweise sind es nicht immer sämmtliche- sondern je meister eine Versammlung, in welcher Redakteur Hoffmann- Beiß nach den Räumen und der Art der Beschäftigung meist nur einreferiren follte. Aus Weißenfels berichtet man dem Zeiger Volksschädigenden Einfluß ausüben. Der größte Theil aller dieser zelne diefer Momente, die auf den einzelnen Arbeiter ihren Bolizeisekretär Berhör, weil er so lautet die Anzeige ein nahmen beseitigen. Dazu gehört die Forderung folgender Einboten":" Unser Genosse Böhme hatte dieser Tage vor dem hiesigen Schädigungen läßt sich unschwer durch zweckentsprechende MaßFirmenschild, und zwar ein rothes mit weißer Aufschrift: Böhme's Schuhwaaren- Lager", auf der Ecke der Straßen An der Kirche und Kirchgaffe angebracht hat, ohne die polizeiliche Er laubniß dazu zu haben." Böhme brachte dieses Schild an Stelle eines schwarzen an, das drei Jahre lang daselbst gehangen hatte. Das schwarze Schild involvirte kein Verbrechen, mit dem rothen " richtungen: Arbeitsstätten von mindestens 3 m Höhe mit Zulassung 1. Geräumiger, mindestens 10 cbm Luftraum bietender ähnlicher Ausnahmen wie für Zigarrenfabriken. 2. Geeigneter Lüftungsvorrichtungen, einer eigentlich kommt. Hat denn nie ein Mensch Euch gesagt, steht die Sache anders; die rothe Farbe ist für die Polizei hoch hinreichenden Anfeuchtung der Luft, täglicher feuchter Reinigung was in diesem Winkel passirt ist? Die beiden Männer sahen einander in die Augen. Jaquemin ftügte sich mit dem Arm an's Gestein. Lerouchat aber zeigte auf die Ader und fuhr fort: die neuen Sprengwagen auch nicht schwarz, sondern roth angestrichen sind, und trotzdem sogar durch Rohre ins Freie oder elektrische Beleuchtung. 8. Unmittelbarer Abführung der Lampengase die deutsche Reichsflagge der rothen Farbe nicht entbehrt. Genosse Löste, Redakteur der Magdeburger 4. Der Herrichtung von zwangsweise, vor jedem Essen zu der Magdeburger Boltsstimme", wurde wegen Beleidigung des bortigen gebrauchenden Waschgelegenheiten und besonderen zu Arbeitspausen auch für die erwachsenen Arbeiter." fünf Kameraden begraben; sie hießen Lagueuse, Boulmier, fängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 6 Wochen be su 14 Tagen Gebräumen und die Einführung zweckentsprechend vertheilter antragt. Die Beschlagnahme der Nr. 112 der ftimme" ist wieder aufgehoben. Nach Ansicht des StaatsJaquemin's Gesicht. Dann setzte er sich langsam nieder, Gefreiter Lück" eine Majestätsbeleidigung enthalten fein. Bei den letzten Worten glitt ein blaffes Lächeln über anwalts sollte in dem in dieser Nummer veröffentlichten Artikel gleichsam als ob ihn die Erregung übermannt hätte. ( Fortsetzung folgt.) # Volks -Gin, merkwürdig milbes Urtheil fällte bas Nürnberger Schöffengericht gegen den Drechsler Schmidt, Soweit der preußische Gewerberath. Die Buchdruckerei- Arbeiter werden gut thun, unter Nichtbeachtung der schönfärberischen Bwischenfäße des Inspektors, sich der amtlichen Feststellungen und Forderungen ungefäumt für ihre Agitation zu bedienen, Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 9. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Boccaccio. von Berlin. Mädchen. Kliem's Volksgarten, Hasenhaide No. 14-15. Montag, den 18. Juli( Guter Montag): Großes Sommer- Fest der in Buchbindereien, der Papier- und Lederwaaren- Judustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, bestehend in Gr. Sommerfest veranstaltet von den Parteigenoffen des V. Berl. ReichstagsGr. Wahlkreises am Sonntag, den 10. Juli, in der Brauerei Friedrichshain am Königsthor. Instrumental- Konzert u. Gesangsvorträge Verschiedene Volksbelukkigungen und Regelschieben. lettere ausgeführt von mehreren Gesangvereinen( M. d. Arb.-S.). Ostend- Theater. Das Sonntagskind Konzert, Theater, Ball in beiden Sälen, E Abends: Kinder- Fackelpolonaise. Im Saale von 7 Uhr ab: Großer Ball. Bellealliance- Theater. Gefährliche Auftreten sämmtlicher Spezialitäten, Kinder- Fackelpolonaise etc. etc. Entree 25 Pf. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen Programm 20 Pfg. Tanz für Herren 50 Pfg. Anfang 4 Uhr. u. bei den Komiteemitgliedern Fritz Berndt, N. Schönhauserstr. 18; Fr. Krüger, Bei ungünstiger Witterung Schuh für 2000 Personen. Hirtenstr. 10( Destillation); Rob. Drescher, Linienstr. 50, zu haben. Programme sind zu haben in allen Bahlstellen der Zentral- Kranken- 332/18 Das Komitee. kaffe, dem Arbeitsnachweis Dresdenerstr. 116, sowie in allen mit Plakaten belegten Handlungen. Um zahlreiches Erscheinen bittet 440/12 Der Vorstand. Adolph Ernst- Theater. Leichtes such. Kroll's Theater. Das Nachtlager in Granada. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). Sonnabend, den 9. Juli: Italienische Nacht. Sommernachts- Ball. Gala- Vorstellung. Illumination des ganzen Etablissements. Spezialitäten 1. Ranges. Drei Geschwister Neumann, Fischer u. Blum, Gebr. Schwarz etc. Doppel- Konzert. Ein moderner Rasirsalon. Posse in 1 Akt. Ballet- Divertissement. Prima- Ballerina: Marie Ala. 6 Solo- Tänzerinnen. Corps de Ballet: 20 Damen. Siehe Theaterzettel- Säulenanschlag. Täglich: Grosse Vorstellung. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Waffer, Kähnen u. Beleuchtungseffekten.y Neu! Eine Kriminalgeschichte in siebe lebennsgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. NB. Ain Montag, den 11. Juli, Abends 9 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75: Vereins- Versammlung. 1. Vortrag des Genossen W. Wach. 2. Verschiedenes, Fragekasten. Ausgabe von Billets zum Sommerfest. D. O. Neue Welt, Hasenhaide. Montag, den 1. Juli 1892: Großes Sommer- Fest arrangirt von bestehend in Konzert und Ball Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Zwei große Versammlungen Montag, den 11. Juli, Abends 8½ Uhr: Versammlung für den Süden und für Rixdorf in Gründer's Lokal, Hasenhaide No. 21. Zages Ordnung: teme. 2. Distuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berbands1. Vortrag des Herrn Glocke über: Die verschiedenen Lohnangelegenheiten und Verschiedenes. Die in Nixdorf wohnenden Kollegen werden zu dieser Versammlung ganz besonders eingeladen. Am Dienstag, den 12. Juli, Abends 81/2 Uhr: Mitgliedern der Anftreten sämmtlicher Spezialitäten. Großes Feuerwerk. Anfang 4 Uhr. Um 9 Uhr: Große Fackelpolonaise. Entree 30 Pf. Zentral- Kranten- u. Sterbekasse der Tischler. Branchenversammlung der Gürtler, Drüder, Schnittarbeiter Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen um 2 Uhr geöffnet. Billets find bei folgenden Mitgliedern zu haben: Geiling, Manteuffel ftraße 115, II.; Worlig, Reichenbergerstr. 149, II.; Steinte, Urbanstr. 33, Hof Quergeb. IV.; Kölling, Rottbuser Damm 93, III.; Zusch, Forsterstr. 10, V.; Thomas, Grünauerstr. 37, Hof part. 300/18 Hierzu ladet Freunde und Genossen ein Das Komitee. Fachverein der Tischler. Montag, den 18. Juli 1892: 12. Stiftungs- Fest im ,, Elysium", Landsberger Allee Nr. 40, bestehend in gr. Garten- Konzert, Theater- Vorstellung und Sommernachts- Ball. Gesangsvorträge vom Gesangverein Liedesfreiheit. Auftreten der Sängerinnen Bertha Schumann und Marie Gontard, sowie der Herren Max Wadzeck und Wilh. Dolatkewicz. Großer Kinder- Fackelzug. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr Nachmittags. Billets à 25 Pf. find auf allen Zahlstellen des Vereins, sowie bei folgenden Herren zu haben: Schulz, Brierit. 42, 4 Tr.; Grunert, Manteuffelftr. 64, 2. Hof 4 Tr.; Koblenzer, Adalbertstr. 96, Hof 1 Tr.; Millarg, Lehrterstr. 22, 2 Tr.; Conrad, Bärwaldstr. 53, Quergeb. 2 Tr.; Mieke, Adalbertstr. 9, 4 Zr.; Glocke, Lausitzerstr. 52, 3 Tr.; Kühn, Möckernftr. 120, part.; Hoppe, Nixdorf, Berlinerstr. 84-85; Mews, Mariannenstr. 13, 4 Tr.; Klawitter, Oppelnerstraße 16; Greschte, Pücklerstr. 58; Thiel, Boeckhstr. 15, 1. Aufgang 4 Tr.; Siebert, Koppenstr. 27, 1 Tr.; Zwanzig, Zoffenerstr. 41; Maaß, Schwedter Der Vorstand. Altes Schüßenhaus, Linienstr. 5, traße 1, 3 Tr.; Wiedemann, Wallstr. 7/8( Arbeitsnachweis). ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie Versammlungen. 819 b Empfehle nach wie vor mein wer413/11 Achtung, Metallarbeiter! größertes Lokal, franz. Billard. Konzert- Park ,, Victoria", Frankfurter Allee 72-73. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. C. Kramer's Restaurant Rixdorf, Herrmannstraße 140, neben den Kirchhöfen, früher Hasenhaide. Empf. fich allen Kirchhofsbesuch. Station Stolpe. Sonntag, den 10. Juli 1892: Großes Sommer- Fest, bestehend in im Lokale von Schmidt, Waldemarstraße Nr. 75. Tagesordnung: 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berbandsangelegenheit und 1. Unsere wirthschaftliche Lage. Referent Herr 0. Näther. Verschiedenes. 479/14 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Centralverein der Bildhauer Deutschlands. ( Gauverein Berlin.) Derlammlung am Dienstag, 12. Juli, Abends pünktlich 8/2 Uhr, im Restaurant Kessner, Annenstraße 16. Tagesordnung: 1. Geschäftliche Wittheilungen. 2. Wahl des Central- Vorstandes. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 460/9 Der Vorstand. Sanitätsverein für Arbeiter beiderlei Geschlechts ( E. H. 85 in Berlin). Ausserordentliche General- Versammlung 260/9 am Montag, den 18. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tages- Ordnung: Abänderung des ganzen Statuts. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Achtung! 2. Pankow. Achtung! Am Sonnabend, den 9. Juli ds. Js., Stiftungs- Fest des Arbeitergesangvereins„ Echo" in ,, Borchard's Vereinshaus", Schulze- Strasse No. 28. Alle Freunde und Genossen sind hiermit freundlichst eingeladen. Außerdem: Spaßhafte Ueberraschungen. Das Komitee. 964b Freie Volksbühne. Morgen, Sonntag, den 10. Juli, Nachm. präz. 1, Uhr, findet im Belle Alliance Theater SO die zehnte und legte Aufführung im zweiten Vereinsjahr, für die erste Abtheilung( rothe Karten) statt. Aufgeführt wird: Der Erbförster. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Otto Ludwig. Gartenkonzert und Spezialitäten- Vorstellung, 1 hr gefchloffen. arrangirt von Herrn Rosche zu Gunsten der Kranken- und Sterbekasse der MetallArbeiter( Filiale 4 Berlin). Jm Gaale grosser Ball, Serren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pfennig nach. Kaffeueröffnung 3 Uhr. Entree 20 Pf. Anfang des Konzerts 4 hr. Das Konzert wird von Mitgliedern der Freien Bereinigung der ZivilBerufsmusiker ausgeführt. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein 228/14 Restaurant ,, Fichtenhain". sämmtl. Berufszweige Berlins und Umgegend Empfehle den Berliner Vereinen, ( Filiale Norden.) Gesellschaften und sonstigen Ausflüglern Sonntag, den 10. Juli, Nachm. 5 Uhr, in Knebel's Salon, mein idyllisch im Walde gelegenes Restaurant. 2 neu renovirte Säle mit Pianino, Theater- Bühne, großer schattiger Garten mit 2 Kegelbahnen Badstrasse 58( Gesundbrunnen): Groke Versammlung. Zages Ordnung: Das Ausloosen der Pläge beginnt 12%, Uhr und wird pünktlich um Für die zweite Abtheilung( grüne Karten) findet dieselbe Bor stellung am 17. Juli und für die dritte Abtheilung( braune Karten) am 24. Juli statt. Waldfest Billets à 25 Pf. inkl. Ueberfahrt sind im Theater bei den Ordnerit, sowie in sämmtlichen Zahlstellen des Vereins von morgen ab zu haben. 957b Verein der Gummi- Arbeiter Berlins Der Vorstand. Maler. wittioch, 13. ud, Ungegen uhr: Filiale VI( Moabit). Juli, Abends 8½ General Bersammlung bei Gründel, Dresdener- Straße 116. Lages Ordnung: = 1. Abrechnung v. 2. Quartal. 2. Wahl Montag, den 11. Juli, Abends 8 Uhr: General- Versammlung Perleberger Straße 28. 1. Vortrag des Kollegen Riesop Tagesordnung: 486/6 für die ausscheidenden Vorstandsmit 2. Diskussion. 8. Vierteljährliche Ab 1. Bortrag des Herrn Dr. Herrmann Weyl über: Die Kunst nicht Hallen, Raffeeküche, Turn Geräth- frank zu werden. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschaften, Kinder- Spielplätze 2c. Anerkannt gute Speisen und Ge- und Damen als Gäste sind eingeladen. Nach der Versammlung Tanz. Um Anerkannt gute Speisen und Geschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Herren tränke. Große massive Ausspannung. recht zahlreiches Erscheinen ersucht Die Bevollmächtigte. Hochachtungsvoll M. Jssing. Wannsee. Café Alsen, Achtung! Achtung! glieder. 3. Wahl d. Revisoren. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 961b Stockarbeiter! rechnung. 4. Verschiedenes. 962 b Der Vorstand. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr: Verein gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins u. Umgegend. den 10. Juli 10 Uhr. Lagesordnung Vortrag von E. Vogtherr in unmittelbarer Nähe des Flensburger Löwen, herrlich am Wald und Wasser gelegen, empfiehlt Vereinen und Gesellschaften seine zwei großen Säle, Regelbahnen u. f. w. zur gefl. Benutzung. Einige Sonnabende sind noch frei. Robert Bloch. Schwindfucht? 2. Distusfion. 3. Kassenbericht vom 2. Quartal, sowie Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Antrag auf Abänderung des Statuts und Sonntag, den 10. Juli, Vormittags 10% Uhr, im Vereinshaus Südost, Waldemarstrasse 75: General- Versammlung. 2559L Tagesordnung: Bortrag des Genossen Kand. Hoffniann: ,, Pflicht und Unglaube". Gäfte sehr willkommen. Aufforderung! 89/11 1. Bortrag des Herrn Dr. Wolf über: Wie schüßt man fich gegen 3. Berschiedenes. Zahlreiches Erscheinen hierdurch aufgefordert, seiner Verpflich Die Sozialdemokratie als Produkt der wirthschaftlichen Entwicklung. 2. Wahl einer Agitationsfommission u. eines De legirten zur Streit- Kontrollkommission. Der Einberufer. erwünscht. NB, Sonntag den 17. Juli Ausflug tutir- Klubs Manofsky. Der Tischler Richard Wittich wird tung als Kassirer des Lese- und Die Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Vereinsangelegenheiten. Beiträge werden angenommen. Mitgliedstarte legitimirt. nach Adlershof zu Wiedemann und binnen acht Tagen nachzu Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Rollegen erscheint recht vollzählig in der Versammlung. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Der Vorstand. " Gesundbrunnen 492/2 tom men. 27082 Hierzu zwei Beilagen. 1) S. 11 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 158. nur Lokales: Sonnabend, den 9. Juli 1892. genommen. Kinder. W 9. Jahrg. Ueber Münchhofe führte die Tour so- des einen Thäters als dunkel aussehend bezeichnet, hat der von dann durch Schöneiche nach Schönebeck, woselbst um der Kriminalpolizei ermittelte Mann einen hellkarrirten Rock geVom herrlichsten Wetter begünstigt unternahmen am fünf Uhr Nachmittags unter schallerdem Gesange Einzug tragen. Im Uebrigen hat es sich gelegentlich der Vernehmung Gonntag den 3. Juli die Genossen vom Often des 4. Berliner gehalten wurde. Um diese Zeit fand gerade eine Versammlung Schaade's herausgestellt, daß dieser angetrunken gewesen ist. Reichstags- Wahlkreises eine Agitationstour nach der bis jetzt noch im Grä' schen Lokale statt, in welcher Genosse Stadthagen Daher ist es nicht ausgeschlossen, daß er in diesem Zustande in am wenigsten bearbeiteten Ost- Priegnig. Eine Anzahl von über Vortrag hielt. Auch hier waren die Ausflügler, wie in allen das Wasser gefallen oder gesprungen ist. 100 Personen, wohlversehen mit 7000 Gremplaren der Broschüren berührten Orten, willkommene Gäſte. Die Rückreise nach Nieder mit den Sozialdemokraten", der„ Landagitation" und der Rummelsburg wurde per Bahn bewerkstelligt und erreichte die Zu peinlichster Vorsicht mahnt wieder einmal ein Fall Maifest- Zeitung, fuhr früh vom Schlesischen Bahnhof ab nach Agitationstour ein befriedigendes fröhliches Ende. von Blutvergiftung, über welchen eine hiesige Korrespondenz Neustadt a. d. D. Ein Gesangverein und ein früher hochFolgendes mittheilt: Der auf dem Depot Schönholz der Großen patriotischer Tambourverein, dessen Mitglieder jetzt aber auch Der Schriftgießer Herr Louis Hinze, in der W. Gro- Berliner Pferde Eisenbahn- Gesellschaft angestellte Schaffner K. schon von der sozialistischen Idee durchbrungen sind, gaben bag nau'schen Schriftgießerei, Lüßowstraße 9, beschäftigt, feierte vor hatte ein leichtes Geschwür unter der großen Behe des linken Geleit. In Neustadt nahmen uns bie portigen Genojien in einigen Tagen sein fünfzigjähriges Berufsjubiläum. Von seinen Fußes, welches ihm zwar einige Schmerzen bereitete, auf das er Empfang, um uns als Führer zu dienen, und mit Gesang und Chefs und Kollegen wurde der Veteran der Arbeit in gleich jedoch, da ein Arzt die Wunde für unbedeutend erflärte, nicht Trommelflang ging es durch den Ort, wodurch die ganze We- reicher Weise beschenkt. Der Abend des Ehrentages sah das ge- achtete. Er that infolge deſſen wie stets seinen Dienst; nach völkerung mobil gemacht wurde, was uns die Agitation sehr faminte Personal zu einer frohen Feier vereinigt. zwei Tagen begann jedoch der Fuß und auch das Bein stark an-, erleichterte, da die rechts und links streifenden Genossen zuschwellen, und nunmehr konstatirte der wieder zu Rath gezogene zu vertheilen brauchten. Die Zigarrenhändler Berlins beabsichtigen sich zu organi Arzt eine bedenkliche Blutvergiftung, die dadurch verursacht war, theilte sich die Schaar, Am nächsten Kreuzweg firen. Zu diesem Zweck findet am Montag, den 11. b. M., bei daß in das inzwischen aufgegangene Geschwür Unrath hineinfich nach und während der eine Theil Röllig, Neue Friedrichstr. 44, Nachmittags 2 Uhr präzise eine gekommen war. R. wurde sofort nach dem Elisabeth- KrankenWusterhausen wandte, übernahmen es Anderen, den Dörfern Zernih, Holzhausen, Echönemark, Rehfeld, die Versammlung statt. hause geschafft, wo er am Mittwoch Morgen unter entsetzlichen Pleniz und Leddin einen Besuch abzustatten. Auch hier bewährte fich Gesang, Pfeifen und Trommelflang; schaaremveis tamen uns brüder Silberberg in der Königstraße aus. Der Eugen RichterEinen Eugen Richter Façon Chlips" bieten die Ge- Qualen starb. Der Unglückliche hinterläßt eine Frau und vier die Einwohner entgegen und während Einige die mit großem Chlips ist unförmlich und geschmacklos wie die publizistische Dant entgegengenommenen Schristen studirten, ließen sich die Manier Eugen Richter's; daher wohl der Name. Vergiftung durch Schierlingskraut. Ein in der Friedrich. Anderen in eine rege Diskussion ein. Aus den Reden der Leute straße 160 wohnender Fabrikant B. besuchte mit Frau und Kindern hörte man es aber heraus, daß unsere Gegner bei ihnen nach bekannter am verflossenen Sonntag eine in der Sommerfrische nahe Berlin Manier vorgearbeitet hatten, denn es bedurfte stets einiger Mühe, Sowohl in hiesigen, als auch in den Provinzial- Zeitungen er ganzen Tag. Unmittelbar nach eingenommenem Abendbrot, bei Einem Markennepper ist jetzt das Gewerbe gelegt worden. wohnende verheirathete Schwester und verbrachte daselbst den um ihnen klar zu machen, daß wir keineswegs Mörder und Diebe schienen fortgesetzt' Anzeigen, durch die bei guter Besoldung" welchem außer anderem auch Gänseleber Pastete mit frischem find, denen es nach ihrem Eigenthum gelüftet, wenn sie über ein tüchtiger junger Mann" gesucht wurde. haupt noch etwas haben, sondern daß diese Spezies ganz wo Meldungen nebst verlangter Hunderte von Petersilienkraut servirt wurde, trat die Familie B. in bester anders zu suchen ist, was sie schließlich zuletzt selbst zugaben und darauf eingegangen, bis schließlich der Urheber dieses Bauern sich bei den gesammten Theilnehmern der Partie heftige MagenMarte zur Rückantwort" waren Stimmung den Heimweg an. Kaum daselbst angelangt, stellten versprachen, die verabreichten Schriften sorgfältig zu lesen und fangs der Staatsanwaltschaft bekannt wurde. an ihre Verwandten und Bekannten weiterzugeben. Die liebens- den jugendlichen Gauner, Benno Heinemann mit Namen, der zur brechen ein, so daß man noch während der Nacht einen Arzt Man verhaftete und Kopfschmerzen, krampfartige Anfälle, Durchfall und Er würdige Aufforderung eines menschenfreundlichen, feisten Herrn, Zeit in einem Rechtsbureau in der Linienstraße als Schreiber zur Silfe rufen lassen mußte. Dieser stellte nach eingehender welcher in einer Chaise daherkam,„ die Sunde doch mit beschäftigt ist, in dem Augenblick auf dem Hauptpostamt, als er Beobachtung fest, daß die Erkrankungen durch den Genuß dem Knüppel rauszuhauen", fiel für diesmal auf feinen empfäng- gerade die neuen Briefe lichen Boden mehr und als einige Genossen kehrt machten, um Bahl es waren gegen 80 Stück an der von Schierlingskraut herbeigeführt worden seien. Solches fich eine nähere Erklärung dieser denkwürdigen Worte aus- gut gestellten Breslauer Familie; er hat sich auch in dem der geeigneten Gegenmittel ist es gelungen, die Gefahr für das in Empfang nahm. Der Verhaftete entstammt einer fand sich thatsächlich auch in dem Auswurf vor. Nach Anwendung subitten, mochte der tapfere Hetzer wohl Angst bekommen Rechtsbureau fortgesetzt unredlichkeiten zu Schulden kommen Leben zu beseitigen. Die gesammten Mitglieder der Familie B. haben, denn er gab seinem Kutscher Den Befehl, laffen. " Friedrich, fahr zu!" Während die Arbeit dieses Theils der befinden sich, wenn auch noch sehr geschwächt, auf dem Wege der Genossen glatt von Statten ging, hatten die Andern, welche sich nach Wusterhausen wandten, ein kleines Renkontre mit der dor- sich am Mittwoch in der Nähe Berlins ereignet. Verschiedene recht erhebliche Eisenbahnunfälle haben Vergiftungssymptome gezeigt, doch ist auch hier durch schnelle Besserung. In der Familie der Gastgeberin haben sich die gleichen tigen Polizeigewalt zu bestehen, welche in Gestalt eines Amts- entsetzlichste Fall trug sich auf der Strecke Berlin- Potsdam- Kinder dieser Familie befinden sich augenblicklich noch in einer ärztliche Hilfe größerem Unglück vorgebeugt worden. Mehrere dieners das gute Wusterhausen vor der Sozialdemokratie retten Magdeburg und zwar dicht hinter der Station Werder a. H. z. sehr üblen Verfassung. wollte. Einige Genossen fielen ihm auch als Beute zu. Durch Auf dem über die Eisenbahn führenden sogenannten Kirschenwege Schierlingsfrautes mit der Petersilie dürfte durch die Unkenntniß Die unglückselige Verwechselung des diefen Erfolg kühn gemacht, wollte er sämmtliches Material, fuhren bald nach halbzwei Uhr Nachmittags, von Alt- Töpliß des Dienstmädchens herbeigeführt worden sein; dasselbe war in welches die Genossen bei sich führten, konfisziren. Nur eine kommend, mehrere Gespanne, welche mit Obst beladen waren, den Garten geschickt, um das erforderliche Kraut zu schneiden, eindringliche Gesetzesbelehrung, welche sich der eifrige Hüter hintereinander. Das Obst sollte nach dem Werderschen Bahnhof muß dabei aber an das gefährliche Giftkraut gerathen sein. der Ordnung von den geseglosen Sozialdemokraten fallen lassen mußte, indem ihm bedeutet wurde, daß auch in Berlin verspürte Gewittersturm erhoben hatte und dichte ge- gebracht werden. Es war dies gerade um die Zeit, wo sich der diese Broschüren Durch den Genus in Zersehung begriffener gekochter einer Erlaubniß, etwas zu verschenken, gar nicht verboten find und wir Staubwolten aufwirbelte. Plötzlich zuckte ein Blisstrahl her- Krebse find mehrfach Personen, zum Theil lebensgefährlich, ers dürfen, weil wir es auch ohnedem thun würden, konnte ihn nur Wagens, nicht be- nieder und, dadurch erschreckt, gingen die Pferde des vorderen frankt. Es sei daher daran erinnert, daß bei gefochten Krebsen, davon abhalten. Während nun die Sünder gegen die heilige und auf welchem sich Handelsmann Wolter Krabben und anderen Krustenthieren nach längerem Stehen, und der Barbier Jänichen aus Alt Töplig Ruhe Die Pferde stürmten in rasendem Galopp davon, dem heitsschädliche Stoffe sich entwickeln können, zumal wenn die befanden, zwar bereits vor dem Auftreten eines Fäulnißgeruches, gesunde Den gestrengen Herrn Bürgermeister geführt wurden, verbreiteten Bahnkörper zu. Die Meinungen, ob die Barrière geschlossen ge- Thiere erst nach erfolgtem Absterben gefocht worden sind. Bei die Uebrigen an die durch diesen Vorfall herbeigeeilten Ein- wesen ist, oder nicht, gehen auseinander; kurzum das Gespann derartigen Krebsen pflegt die Schwanzflosse nicht unter den ge wohner die Schriften, indem sie versuchten, den Bewohnern durch wurde von dem um 1 Uhr Mittags aus Berlin abgehenden frümmten Hinterleib gezogen zu sein. mündliche Belehrung den Inhalt der Schriften klar zu machen. Blizzug nach Köln erfaßt und gänzlich zermalmt. Der Lokomotivgar der V Der erste und Unterdeſſen waren die Verhafteten dem rosigen Lichte der führer hatte überhaupt das Fuhrwerk wegen des dichten Staubes Wegen unerwiderter Liebe hat sich vorgestern der goldenen Freiheit wieder zurückgegeben worden, nachdem das ge- nicht sehen könnnen, war also verhindert zu bremsen. Während 16jährige Max Sch. das Leben nehmen wollen. Gegen 1/29 Uhr firenge Stadtoberhaupt zu seiner Verwunderung aus den Legili- die Pferde merkwürdiger Weise bei der Katastrophe fast völlig Avends bemerkten, Bassanten der Löwen- Allee im Thiergarten mationen ersehen, daß einer derselben ein Berliner Stadt- unbeschädigt davonkamen, büßten, wie schon berichtet, sowohl der einen jungen Menschen, welcher vom Wege abweichend die KasenHandelsmann Wolter, wie der Barbier Jänichen bei derselben fläche überschritt, an ein Gebüsch herantrat und an einem ziemlich vater ift. Nun ging es weiter durch das Dorf Kampehl auf Kyritz, das Leben ein. Der Kopf des Einen wurde vollständig starten Ast ein Stück Bindfaden befestigte, an dessen unterem Wege dahin alle Hirten, Arbeiter, Windmühlen und Vorwerke das den Treffpunti sämmtlicher Genossen, au und wurden auf dem germaimt, während der Körper weit fortgeschleudert wurde; Ende er alsdann eine Schleife bildete und diese in aller Rube andere Opfer dagegen wurde bis zur Unkenntlich- um seinen Hals legte. Als sich der junge Mann auf die Knie gründlichst bearbeitet. In Kyritz wurde ebenfalls lustig darauf keit in Stücke geriffen. sowie niederließ und so die Schlinge zuzog, traten die Augenzeugen des los des zertrümmerten Wagens flogen auf die Lokomotive und Vorfalls hinzu und befreiten den Selbstmörder aus seiner Lage. der Weg zur Mache nicht erspart blieb, was auch hier die nun erſt wurde der Zug zum Halten gebracht. Der Staatsanwalt Sch., welcher bei seinen Eltern in der Ackerstraße wohnt, erzählte sich förmlich um die Schriften rissen. Birkung hatte, daß die Bewohner dadurch aufmerksam gemacht, in Potsdam wurde sofort von dem Unfall verſtändigt und wird seinen Lebensrettern ganz treuherzig, daß er sich in die 19jährige es dem Gericht vorbehalten sein, darüber Klarheit zu schaffen, ob Tochter eines bei seinen Eltern verkehrenden Bekannten verliebt Als nun die übrigen Trupps mit Pfeifen und Trommelkang die Barrière geschlossen gewesen ist, oder nicht. Unter den und dem Mädchen eine Erklärung gemacht habe. Die hartherzige noch einzogen und fich zu den Ersten gesellten, stand die Gen- Insassen des start befehten Zuges, zu denen auch zwei Generale Schöne habe ihm aber geantwortet, daß sie sich mit einem grünen darmerie mehrere Mann start, staunend über dieses unerhörte zählten, entstand eine wohl zu begreifende Aufregung und Mancher Jungen nicht einlaſſe und er( Sch.) tönne nach einer solchen Schauspiel abseits, ohne nur den Bersuch zu machen, eine etwaige wurde von einer Ohnmacht befallen. Die bezeichneten Offiziere Burückweisung unmöglich weiter leben. Der verliebte Jüngling Beſchüßerroße spielen zu wollen. Jebenjaus wurde ihnen burch veranstalteten sofort ein Sammlung für die Angehörigen der Leber- wurde zunächst einem Schußmann übergeben und sodann von der Mannes genug sind.. ad oculos demonstrirt, daß wir dazu selbst fahrenen und brachten hierdurch die Summe von 180 M. zu- Polizei den Eltern zugeführt. sammen. Von Werder und Potsdam waren sofort Ingenieure und Alsbald war auch die Frau des Um 6 Uhr erfolgte die Abfahrt von dort wieder nach Neu- Betriebsbeamte durch den Draht herbeigerufen worden, um die ört- Einen glücklichen Fang machte Mittwoch in der dritten habt, von wo alle Wiann wohlbehalten wieder nach Berlin zurück- lichen Feststellungen vorzunehmen. Zwei Stunden nach dem Unfalle Nachmittagsstunde ein am Schinkel- Blah haltender Schiffer. Dertehrten. Allem Anschein nach tönnen wir uns der Hoffnung erschien Frau Wolter an der Unglücksstätte; es spielte sich eine felbe bemerkte an einer feichten Stelle Des Ballers pillen Secht gines bedeutenden Erfolges hingeben, denn die Aufnahme unserer herzzerreißende Szene ab, und die Verzweiflung der Frau ging von nicht unbedeutender Größe; sofort machte ell sich baran, denuftlärungsversuche war allgemein, eine freundliche und wurde so weit, daß sie nur mit Mühe davon zurückgehalten werden selben mittelst einer schnell improvisirten Fischgabel zu stechen" solchergestalt der Boden für die dortigen Genossen, welchen wir konnte, den Tod in den Fluthen zu suchen. Gestern Morgen um und an Bord zu ziehen. guch Messer zur Hand, um ihres Umtes gelockert und ihnen ebenfalls dadurch ein Anſporn gegeben, un- bahn- Damm, wo Nachmittags um vier Uhr Staatsanwalt und zu, walten. Mann und Frau hatten Mühe, das sich heftig der einstige Sieg sicher ist. wirken für unsere Sache, bis auch dort uns untersuchungsrichter aus Potsdam eintrafen. Erwähnt fei noch, wehrende Thier, welches ungefähr zweieinhalb Fuß maß, au be daß hinter dem verunglückten sich das von dem Eigenthümer gewältigen. Mancher hätte sich da gern zur leckeren Abend- Mahl= führte Gefährt des gleichfalls aus Töplig stammenden Bauers seit geladen. wirthschaft in der Linienstraße beim Billardspiel eine Schlägerei, Nothverbandes nach der Charitee gebracht werden mußte. Am bedeutende Brände statt. unternahm am Gonntag, den 3. D. M., eine Agitationstour, an betreten hatten. Eine aus zwölf Personen beſtehende Berliner Jagd- jähriger Knabe an der Schleusenbrücke in den Spreekanal und Der Arbeiter- Gesangverein„ Vorwärts" zu Stralau Dortschy befand, deffen beide Pferde den Bahndamm auch bereits Polizeibericht. Am 7. d. M. Nachmittags fiel ein neunwelcher auch Mitglieder des Gesangvereins Morgen gesellschaft war Augenzeugin des entsetzlichen Vorkommnisses. roth und des Arbeiter Bildungsvereins von zweite Unfall trug sich auf der Station Grunewald zu, wo ein ertrant. In der Nacht zuin 8. b. M. entstand in einer Schantwobei ein Arbeiter durch Hiebe mit einem Queue am Stopy uni, glüpft, die jedoch best nije nit manchen Schwierigkeiten bei Borttage for 10 gero riedrichstraße gehenden Boots Sandgelenk so schwer verlegt wurde, dans une am Kopf und glänzender Erfolg der schöne Lohn für alle Mühen und Be- führer etwas gemerkt hätte. Auch auf Bahnhof Wannsee er 7. d. M. und in der darauffolgenden Nacht fanden fünf un schwerden. Beim Gastwirth Borchmann Rummelsburg war eignete sich Nachmittags gegen 31/2 Uhr ein Unfall. Dort wurde Gammelpunkt, von wo in früher Morgenstunde aufgebrochen nämlich die dreijährige Tochter des Weichenstellers Lübbecke von wurde. Unter dem Gefange der Arbeiter- Marseillaise 30g man einem Rangirzug überfahren, und zwar wurde dem Kinde der bie Straße fürbaß durch Kieg nach Friedrichsfelde und halbe Fuß abgefahren. Wie das Kind unter die Räder gerathen von hier nach furzer Rast nach Biesdorf, woselbst die Ver ist, da es auf dem Bahnkörper nichts zu suchen hatte, ist noch nahm. Biesdorf ist nebenbei bemerkt ein sehr frommer und sehr das Kind unter dem Wagen hervor und fuhr mit demselben nach und dauert bis 12 Uhr Mittags, und es erschien auch hier der erste tam es, daß das arme Kind längere Zeit ohne ärztliche Hilfe Gendarm auf der Bildfläche. Von hier ging es nach Rauls blieb. gethan. gesammelt werden sollten. Das war jedoch leichter gedacht, wie Zu dem Mordversuche, welcher am 6. d. M. an dem Arnämlich die Restauration begann, wurde beiter Hermann Schaade dadurch vorgenommen worden sein soll, der Gastwirth Göze, bei dem Einkehr gehalten worden war, daß er nahe dem Schlüterstege in die Spree geworfen wurde,| Bevor Gerichts- Beitung. Der Knabenmord in Xanten vor dem Schwurgericht in Cleve. Vierter Tag der Verhandlung. ( Fortsetzung aus der zweiten Beilage.) gestattet sei. der ersucht den gräsidenten: Benz fammlungen hergeben würde. Da dies verneint wurde, erfolgte bei Bewußtsein ist, aber seine geistigen Kräfte noch nicht Publikum den Gebrauch von Operngläfern zu untersagen. Der der sofortige Auszug aus dem gelobten Lande, ohne daß irgend völlig wieder erlangt hat. Gestern Morgen ist er zwischen Präsident bemerkt, daß der Gebrauch von Operngläsern nicht etwas verzehrt worden wäre. Ein gleiches Schicksal traf den elf Obhut von nunmehr Berittenen" nach Malsdorf, wo die bekannten Männern, mit denen er am Vormittage zusammen in ehrlicher, braver, ja gutmüthiger Mann sei, dem jeder Jähzorn man den Staub von den Pantoffeln und begab sich unter der worden. Hierbei hat Schaade wiederholt, daß er von zwei ihm Dieser bekundet auf Befragen des Präsidenten, daß Buschhoff ein Genossen mit Eifer der Agitation oblagen. Der nächste Ort, der einem Wirthshause sich befunden habe, deren Namen ihm aber fernliege. Siegmund Buschhoff habe ihm kurz vor dem Peter nahme feitens der Einwohnerschaft eine besonders entgegen das Wasser hineingeworfen worden sei. Die Kriminalpolizei Sattfresser, ich werde Deinem Vater etwas anthun, daß er feinen mitgenommen" wurde, war Dallwig. Hier war die Auf- nicht geläufig feien, über das Geländer der Brücke hinweg in Paulstage erzählt: Wesendrup habe zu ihm gesagt: hr seid tommende. Trotzdem der arbeitenden Bevölkerung nicht viel glaubt die beiden Personen bereits ermittelt zu haben; es besteht Schabbes mehr halten wird." und zwölf Uhr durch den Staatsanwalt und einem Verhör unterzogen Alsdann erscheint als Zeuge Klempnermeister Ullenboom. Beit bei einer durchschnittlich 18 stündigen täglichen Arbeitszeit aber ein Widerspruch in Bezug auf die Kleidung, welche einer der verbleibt, wurden doch die Schriften gern und freudig entgegen- betheiligten Männer getragen hat, während Schaade den Rock drup nicht mehr das Schlachthaus betreten solle, dasselbe vernageln möge. Die Nägel hatte Siegmund Buschhoff bei Hegmann geholt. Die Vernagelung war so sehr fest, daß sie nicht ohne Weiteres geöffnet werden konnte. . Der Zeuge erzählt alsdann weiter: Am Peter Paulstage ging ich gegen 10 Uhr Bormittags mit meinem Pfleglinge zu Buschhoff. Letterer saß mit seiner Frau und seiner Tochter Hermine im Hinterzimmer. Gegen 104 Uhr brachte ich den Pflegling nach Hause. Ich begab mich alsdann gleich wieder zu Buschhoff. Letzterer verließ gegen 1012 Uhr feine Behausung und fehrte gegen 12/2 Uhr zurück. Buschhoff trant, zu Hause angekommen, eine Taffe Raffee. Ich begab mich alsdann nach Hause zum Mittagessen und fam zwischen 14-1 Uhr wieder zu Buschhoff. Ich traf Buschhoff und seine Tochter Hermine an. Ich las mit Buschhoff zusammen die Zeitung, unterhielt mich mit ihm und blieb bis 3 Uhr bei Buschhoff. Zu dieser Zeit war auch Siegmund Buschhoff, ein Fräulein Kahn und ein Mann Namens saat in der Busch hoff'schen Wohnung. Gegen 8 Uhr Nachmittags begab ich mich mit Buschhoff zur Pumpen- Kirmeß. Abends gegen 5 Uhr traf ich mit Buschhoff bei Schaut zusammen. Ein Geschworener: Die Art und Weise der Vernagelung ist mir nicht flar geworden, Buschhoff hat bis jetzt behauptet, daß die Thür mit sogenannten Schlagstiften( das sind spize Instrumente, die der Steinhauer benugt) vernagelt war, während der Beuge befundet: er habe die Thür mit Nägeln zugenagelt. Präf.: Zeuge, wie ist das? Ullenboom: Ich habe die Thür mit Nägeln zugenagelt. Präs.: Buschhoff, was sagen Sie dazu? Buschhoff: Die Thür war mit Eisen zugenagelt, die Nägel dürften gar nicht hinreichend sein, die Thür fest zuzunageln. Uilenboom: Ich habe die Thür mit Nägeln zugenagelt. Staatsanwalt: Buschhoff, wissen Sie genau, daß die Thür mit Eisen vernagelt war? 3euge: Ich habe dem Ullenboom wenigstens die Eisen dazu gegeben. Staatsanwalt: Ob Ullenboom nicht aber trotzdem Nägel zu der Vernagelung verwandt hat, ist Ihnen vielleicht nicht bekannt? Buschhoff: Ich bin der Meinung, die Thür wäre mit Eisen vernagelt gewesen. Staatsanwalt: Hatten Sie sich überzeugt, daß die Eifen verwandt worden sind? Buschhoff: Nein. Präs.: Ullenboom, wer hat Ihnen die Nägel übergeben? Benge: Siegmund Buschhoff. Staatsanwalt: Erinnern Sie sich, daß Ihnen Buschhoff die Eisen gegeben? Beuge: Nein. Buschhoff: Ich habe die Eisen auf einen Stein neben der Thür gelegt. Bräf.: Ullenboom, haben Sie die Eisen auf dem Stein Liegen fehen? 8euge: Ich erinnere mich nicht, ich gebe aber die Mög lichkeit gut. Bertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: Ist es wahr, daß Sie dem Buschhoff das Betreten Ihres Hauses verboten haben, da Sie durch den Verkehr mit Buschhoff Ihre Kundschaft verloren hatten? 3euge: Das ist richtig. Bertheidiger: Sie wohnen dicht neben Buschhoff und find im Stande, das geringste Geräusch in dem Buschhoff'schen Hause zu vernehmen? Beuge: Jawohl. Buschhoff: ich kann vor Aufregung nicht effen, ich habe innerhalb 13 Wochen vier Kinder verloren und weiß infolge dessen, welchen Schmerz Eltern durch den Verlust der Kinder empfinden. Bräf.: Sie sagten früher, Frau Buschhoff war sehr theilnahmlos, das sei Ihnen aufgefallen? Zeugin: Jawohl. Präs. Buschhoff dagegen hat große Theilnahme gezeigt? Zeugin: Ja. Bertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: Fiel Ihnen das auch auf? Präs. Herr Rechtsanwalt! Ich bin der Meinung, die Sache ist viel zu ernst, als daß es sich geziemt, ironische Fragen zu stellen. Rechtsanwalt Fleischhauer: Ich bin weit entfernt, eine ironische Frage zu stellen. Der folgende Zeuge ist der Holzschuhmacher Mörser. Dieser bekundet: Am Tage nach dem Morde sei Buschhoff des Morgens bei ihm gewesen. Buschhoff habe gesagt: Der Junge werde woh! in die Häckfelmaschine gefallen sein. Er( Beuge) antwortete: Das fönne nicht möglich sein, dann müßte die Häckselmaschine be blutet sein. Buschhoff fagte alsdann: Beig' mir doch einmal Dein Strohmesser. Als er es ihm gezeigt, habe Buschhoff gefagt: Das Strohmesser von Küppers ist doch bedeutend schärfer als das Deinige. Buschhoff bestreitet diese Bekundung. Im Gegentheil, der Zeuge habe gesagt, sein Messer sei schärfer als das Küppers'sche. Der Zeuge bleibt bei seiner Befundung. Rentier Remptes bekundet: Er sei am Morgen nach dem Morde dem Buschhoff begegnet. Es sei ihm vorgekommen, als ob Buschhoff zittere. Die folgende Beugin, Fräulein Selma Rölen bekundet: Frau Buschhoff habe gesagt: Der Junge werde wohl in die Häcksel maschine gefallen sein. Beuge: Jawohl. Präs.: Ist Ihnen im Schlachthause etwas aufgefallen?" 3euge: Nein. Präs.: Haben Sie den beschädigten Grabstein gesehen? 3euge: Jawohl. Präf.: Wie groß mag wohl der Schaden gewesen sein? 3euge: Der Schaden hat taum den Werth eines halben Pfennigs betragen. Der Zeuge befundet im Weiteren, daß Buschhoff ein sehr reeller Mann sei. Frau Rock bestätigt zum Theil die Bekundungen ihres Gatten. Ackerer Drants, der ebenfalls am Peter- Paulstage gegen 10 Uhr Vormittags bei Buschhoff war, bestätigt im Allgemeinen die Bekundungen des Zeugen Rock. Präs.: War Buschhoff an jenem Tage aufgeregt? Beuge: Das ist möglich. Buschhoff hatte ein Fleisch Geschäft, damit ist viel Merger verbunden. Es wird alsdann nochmals Wesendrup vorgerufen. Präs.: Wesendrup, der Gerichtshof hat beschlossen, Sie zu vereidigen. Ich frage Sie nun nochmals, ob Sie die volle Wahrheit gefagt oder ob Sie an Ihrer Aussage etwas abzuändern oder hinzuzusehen haben? Beuge: Ich habe die volle Wahrheit gesagt. Ich habe nur noch zu bemerken, daß ich einmal gehört habe, wie Frau Buschhoff ihrem Manne gegenüber auf Hegmann geschimpft hat, weil diefer ihrer Tochter Hermine den Koffer nicht gemacht hat. Buschhoff bestreitet diese Bekundung. Wesendrup wird vereidigt und alsdann gegen 82 Uhr Abends die Sitzung auf morgen( Freitag) Vormittags 9 Uhr vertagt. Die 12 jährige Maria Kernder bekundet: Sie habe am Peter- Paulstage Vormittags gegen 10 Uhr einen fremden Juden mit einer schwarzen Ledertasche zu Buschhoff gehen sehen. Nach-= Der Berliner Handwerkerverein und eine Verwaltungs mittags gegen 5/2 Uhr sei der fremde Jude nach dem Bahnhof maßregel des derzeitigen Vorstandes bildete den Gegenstand eines gegangen. gerichtlichen Verfahrens, welches nach mehr als Jahresfrist jetzt vor der Buschhoff bemerkt: Die Kleine müsse sich irren, der 15. Zivilkammer des Landgerichts I zum Abschluß gekommen ist. Vier Fremde sei am Tage vor Peter und Paul bei ihm gewesen. Personen, welche bei Gelegenheit bevorstehender Repräsentanten Klosterbruder van Sanden( Dorsten): Er sei am Wahlen an der Spitze einer fräftigeren Agitation gestanden hattenPeter- Paulstage in Xanten gewesen und sei am Bor: die Herren Buchdrucker Friedrich Leinweber, praktischer Arzt mittag gegen 10 Uhr bei Buschhoff vorübergegangen. Dr. Herm Weyl, Kaufmann Hermann Posner und Drechsler Buschhoff habe am offenen Fenster in seiner Wohnung gesessen. Friedrich Jäne de waren auf Vorstandsbeschluß durch ein Er habe weder schreien noch tirgend einen Klagelaut, dagegen gleichlautendes Schreiben aus dem Verein ausgewiesen Stimmen gehört, sodaß er die Ueberzeugung gewann, daß Leute worden. Sie sollten durch falsche Vorspiegelungen und Ver bei Buschhoff waren. Er habe vor dem Buschhoff'schen Hause leumdungen die Interessen des Vereins geschädigt haben. Die Niemanden, weder Kinder, noch Erwachsene gesehen. Er tenne Ausgewiesenen flagten zunächst wegen Beleidigung gegen den den Buschhoff schon seit langer Zeit als braven Mann. 1. Vorsitzenden des Handwerkervereins, Sanitätsrath Dr. Schwerin, welcher das Ausweisungsschreiben unterzeichnet hatte und das Schöffengericht verurtheilte denselben f. 3. zu 5 M. Geldbuße und gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Ausweisung der 4 Personen wider rechtlich und nur aus dem Grunde erfolgt war, weil die Herren als gegnerische Elemente unbequem geworden waren. Die vier Ausgeschlossenen fuchten nun im Zivilverfahren die Wiederaufnahme in den Verein zu erstreiten und nachdem sich das Verfahren durch fünf Termine hindurchgeschleppt und eine umfang reiche Beweisaufnahme stattgefunden hatte, ist jetzt das Urtheil gesprochen worden. Das Gericht gab dem Klage Antrage vollinhaltlich aus folgenden Gesichtspunkten ftatt: Die Mitglieder der Generalversammlung( zwei der Aus gewiesenen gehörten zu dieser) fönnten unter feinen Um tänden vom Vorstande, der ja von ihnen gewählt und fontrollirt werde, ausgewiesen werden. Sie spielten etwa dieselbe Rolle, wie die Mitglieder des Aufsichtsraths einer Attiengesell schaft dem Vorstande gegenüber. Aber auch materiell sei die Ausweisung völlig unbegründet, denn die Beweisaufnahme habe die Nichtigkeit der gegen die vier Herren erhobenen Vorwürfe und Berdächtigungen dargethan. Der Berliner Handwerkerverein wurde deshalb zur Wiederaufnahme der vier ausgewiesenen Mit glieder kostenpflichtig verurtheilt." Als Buschhoff einmal vom Staatsanwalt tam, habe Siegmund Buschhoff etwas zu seinem Vater gesagt, was sie nicht verstehen konnte. Da sagte Buschhoff:„ Ach was, wenn sie feine Beweise haben, tönnen sie nichts machen." Präs.: Buschhoff soll Sie einmal mit schmutzigem Wasser begossen haben? Zeugin: Jawohl. Präf.: Weshalb mag wohl Buschhoff das gethan haben? Zeugin: Ich vermuthe, weil ich gegen ihn etwas aus. gefagt habe. Bertheidiger: Haben Sie irgend ein Schreien oder wird die Güte haben, dies zu bezeugen. Klagen am Peter- Paulstage gehört? Beuge: Nein, tleidet? Beuge: Ich trug einen braunen Rock. bePräs. Sind Sie sonst mit Buschhoff verfeindet gewesen? 3eugin: Nein. Präs.: Nun, Buschhoff, was sagen Sie dazu? Buschhoff: Als ich von dem Herrn Staatsanwalt kam, war mein Siegmund gar nicht bei mir. Der Herr Staatsanwalt Staatsanwalt: Ich fann mich nicht darauf erinnern. Präf.: Nun Buschhoff, wie erklären Sie Ihre Bemerkung, Bertheidiger: Wie gingen Sie am Peter- Paulstage ge- bie Sie zu Ihrem Siegmund gethan haben? Buschhoff: Ich kann nur sagen, daß das nicht wahr ist. Ich werde doch nicht auf offener Straße zu meinem Sohne in der Straffache gegen den Schriftseter August Faber feitens Eine Auftiftung zum Kollektiven ist nach einer gestern eine solche Bemerkung machen, so daß es andere Leute hören der 8. Strafkammer Berliner Landgerichts I gefällten Gut Bräf.: Weshalb haben Sie die Zengin mit schmutzigem fcheidung nicht strafbar. Der Angeklagte hatte zur Beit des Wasser begossen? Buchdruckerstreits anderen Personen Sammellisten zum Buschhoff: Davon ist mir auch nichts bekannt. Das Bruder 2c. übergeben und war, da diese daraufhin in einem öffent Zwecke der Beschaffung von Geldmitteln für die streifenden Buch kann im Uebrigen gar nicht sein, da ich mich immer unten lichen Lofal Geldbeträge eingezogen hatten, wegen Anstiftung unt Drucker wasche. Präs.: Was soll aber die Dame, die hier einen Eid ge- präsidenten eingeholt und ertheilt worden ist, vom Berliner leistet hat, für ein Interesse haben, Sie derartig zu belasten? Schöffengericht zu 10 m. ev. zwei Tagen Haft verurtheilt. Buschhoff: Das weiß ich nicht. Die Tagelöhner Buckstege und Röse bekunden, daß Siergegen hat er durch den Rechtsanwalt Wreschner Berufung Buschhoff am Tage nach dem Morde fehr aufgeregt ge hielt zwar die Berufung für unbegründet, weil auch bei Ueber eingelegt und feine Freisprechung beantragt. Der Staatsanwalt Fräulein Ullen boom, die Schwester des Vorzeugen stätigt im Wesentlichen die Bekundung ihres Bruders. Ein Geschworener fragt die Zeugin, in welchem Zimmer die Familie Buschhoff sich am Nachmittage des Peter Paulstages aufgehalten habe. Bertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: Ging Ihr Bruder, wenn er bei Buschhoff war, bisweilen in Hemdsärmeln? Beugin: Jawohl. Präs.: War der Pflegling Ihres Bruders mit dem kleinen Hegmann zu verwechseln? Zeugin: Nein. Präf.: Wie alt war der Pflegling? Beugin: 2/2 Jahre. Präs: Das Kind war also kleiner als der kleine Hegmann? 3eugin: Jawohl. Nunmehr wird Siegmund Buschhoff in den Saal gerufen. Diefer, ein hübscher, aufgeweckter 12jähriger Knabe, betritt bitter lich weinend den Gerichtssaal. Der Angeklagte birgt sein Gesicht in sein Taschentuch und schluchat heftig. Auch im Zuhörerraum und auf den Tribünen fieht man mehrere Leute weinen. Es dauert eine geraume Zeit, ehe sich der kleine Buschhoff beruhigt, so daß der Präsident im Stande ist, denselben zu vernehmen. Der Knabe erklärt: Er wolle Zeugniß ablegen. Er bekundet auf Befragen des Präsidenten, daß er behuss Vernagelung der Thür die Nägel von Hegmann geholt und diese dem Ullenboom übergeben habe. Ob auf einem Stein vor der Schlachthausthür Eisen gelegen haben, wisse er nicht. Der Kleine bittet alsdann den Präsidenten, mit seinem Vater sprechen zu dürfen. Der Präsident bemerkt jedoch, daß dies jezt nicht angehe; in einigen Tagen werde er seinen Vater sprechen können. Der fleine Knabe verläßt weinend den Saal. Der folgende Beuge ist Handelsmann Meyer Alexander. Dieser erzählt, daß sein Schwager Claßen, der inzwischen verstorben, am Morgen des Festtages Peter und Paul mit Aengenyndi zusammen und Buschhoff durch die Marschstraße zur Weide gegangen sei. Frau Rening 3: Sie wohne auf einem Dorfe bei Xanten. Am Tage nach dem Morde sei Buschhoff zu ihr gekommen, um ein Kalb zu laufen. Sie habe sich mit Buschhoff über den Mord unterhalten. Hierauf erscheint Stadtfekretär Devers. Dieser bekundet: Er habe das Protokoll mit Mallmann in sehr forgfältiger Weise können. wesen sei. Tagelöhner Biesemann: Er habe am Tage nach dem tretung die Anftiftung bestraft werde; der Gerichtshof folgte aber Morde mit Buschhoff über den Mord gesprochen. Buschhoff den Ausführungen des Vertheidigers und erkannte deshalb auf babe gesagt: er könne es nicht begreifen, wie der Mord passirt Freisprechung des Angeklagten. Wenn es auch zutreffe fein tönnte. Er habe etwas Auffälliges an Buschhoff nicht daß bei Uebertretungen die Anstiftung strafbar sei, so werde bet der vorliegenden doch nur das kollektiren alsdann mit Strafe wahrgenommen. Es erscheint hierauf als Beuge der Synagogenvorsteher der belegt, wenn es ohne Genehmigung des Oberpräsidenten geschehe. jüdischen Gemeinde zu Xanten, Kaufmann Oster: Gr babe in Diefe einzuholen, sei Sache des Kollektirenden, während der An Xanten ein Bigarrengeschäft. Mehrere Wochen nach dem Morde geklagte nichts weiter gethan habe, als diesem die Sammellisten sei Wesendrup in seinem Laden gewefen. Es sei zur Sprache ge= einzuhändigen. kommen, daß man den Buschhoff des Mordes bezichtigte. Da Wegen Wuchers stand gestern der Schuhmachermeister babe Wesendrup gesagt: Buschhoff ist es nicht gewesen, der ist F. W. Höfenberger vor der lll. Strastammer hiesigen Land viel zu feige dazu. Später fagte mir einmal Wesendrup: Sie gerichts 1. Herr Rosenberger hat von seiner Militärzeit her müssen mit Ullenboom daffelbe machen, was Sie an Ihrem Ver- Fühlung mit Offizierkreisen und von dem Angeklagten sind manche söhnungsfest machen. Geldgeschäfte abgeschlossen worden, durch welche Herr Höfen berger Herren der Aristokratie" aus der Geldklemme half. Der Angeklagte hat sich nach Staatsanwalt: Welchem Stamme gehört Buschhoff in viel beschäftigten Geldvermittler ausgebildet; er war mit und nach zu einem Ihrer Religionsgemeinschaft an? größeren Geldleuten, wie zum Beispiel der Zeuge: Buschhoff gehört dem Priesterstamme an. benen bekannten Frau Unger Lehmann, einem Serr Staatsanwalt: Ist Buschhoff infolge dessen Be- Schwarz u. A. in Verbindung getreten, und da es bekanntlich Präs.: Was wollte Wesendrup damit sagen? 3euge: Das weiß ich nicht. schränkungen unterworfen? Beuge: Jawohl. verstor immer viele geldbedürftige Leute giebt, so war er auch stets ein sehr gesuchter Mann. Die Staatsanwaltschaft hat aus den Be Priester( Kohanim) heißt das auf hebräisch, dürfen in kein lohnungen, welche ihm seine Kundschaft zuwies, herausgerechnet, Haus gehen, wo ein Todter liegt, außer zu Blutsverwandten daß es sich um den artigen Zinsfag von ca. 40 pCt. handelte, und Frau. von welchem der Angeklagte allerdings nur den allerkleinsten Der Zeuge bekundet im Weiteren, daß ihm von einem Theil für sich behalten konnte, den Löwenantheil aber seinen Mann, Namens Portmann erzählt worden sei, Mölders Berbündeten abgeben mußte. Zu seinen Kunden gehörten in sei am Abende des Tages, an dem er vom Amtsrichter ver- besondere die Restaurateur B.'schen Eheleute. In dem denselben nommen worden, so betrunken gewesen, daß man ihn habe nach eigenthümlich geweſenen„ Krug zum grünen Kranze" pflegte der Hause führen müssen. Angeklagte zu verkehren und er mußte wiederholt mit Geld Sie habe zu Buschhoff gesagt: das Kind werde wohl vom Frau Sad er 3: Ihre Tochter habe ihr erzählt, daß Mölders Balfen gefallen sein. Buschhoff antwortete: Das kann nicht mit Wesendrup vielfach verkehre. möglich sein. Das Kind wird von der Schaufel in die Häcksel- Kaufmann Löbschen: Er sei einmal mit Wesendrup von fach den Weg nach der Kochstraße einschlug. Beiden Parteien bekannten Porträt- und Historienmaler, welcher gleichfalls mehr maschine gefallen sein. Es sei ihr aufgefallen, daß Buschhoff Goch nach Kanten gefahren. sagt: Buschhoff hat den Mord ben Da habe ihm Wesendrup ge- soll der Angeklagte übermäßig hohe Zinssäze angerechnet haben. fehr aufgeregt gewesen und es sehr eilig gehabt habe. haupt nicht Einer allein. So einem Jungen tauft man etwas, Lorbeerkranz des Helfers in der Noth um sein Haupt nimmt ihn mit und dann wartet schon der Andere, der den wunden sehen und bestritt besonders, daß bei den Gelb Jungen in Empfang nimmt. Ich habe in meinem Leben schon nehmern eine Nothlage" vorgelegen. Der Restaurateur soviel taput gemacht, d. h. im Feldzuge. B. habe das Geld nur zu allerhand Projekten gebraucht, in specie zur Errichtung einer Wurstbude im Hippodrom, zu gleichem Steinmetz Rod: Er habe bei Buschhoff gearbeitet. Letzterer oth Bweck bei Gelegenheit der Ausstellung des heiligen Roces in Buschhoff: Der Zeuge irrt fich, ich habe gefagt: Das habe ihn immer anständig bezahlt. Ain Peter- Paulstage fei er lage bei demselben noch weniger die Rede, derselbe habe das Rind sei vielleicht aus der Schaukel gefallen. gegen 10 Uhr Vormittags zu Buschhoff gekommen und sei etwa Geld vielmehr nur zu Künstlerfahrten nach dom zc. gebraucht. Der Zeuge bleibt bei seiner Bekundung. eine halbe Stunde bei diefem geblieben. Um dieselbe Zeit sei Auch die Bewucherten bestritten das Vorhandensein einer Noth Fräulein Marie Huiskens: Am Peter- Paulstage Nach- Ullenboom mit seinem Pflegling zu Buschhoff gekommen. Er lage und erklärten, daß sie die Summen, die bei den Geschäften mittags gegen 3 Uhr it Frau Hegmann bei Buschhoff's vorüber habe mit Buschhoff, Ullenboom u. f. w. im Parterrezimmer gegangen. Frau Buschhoff stand an der Thür. Frau Hegmann offenen Fenster gefeffen, er habe aber kein Kind vor dem Busch fagte: ich habe mein Joanchen immer noch nicht gefunden, ich hoff'schen Hause gesehen. Präs: Sie sind doch an diesem Tage auch in dem Busch habe eine solche Angst, ich habe heute Nacht von Blut geträumt. Brau Buschhoff versezte: ber Junge wird sich schon noch finden, hoff'schen Schlachthause gewesen, das jest als Steinmeg- Wert der alte Dr. Ueberhorst pflegte zu sagen: man solle den Teufel stätte dient? Zeuge Jawohl. nicht an die Wand malen". Frau Buschhoff bot der Frau Hegmann eine Taffe Kaffee an, Lehtere lehnte diefe aber ab. Am Abend, nachdem das Kind ermordet aufgefunden war, sagte das Schlachthaus gegangen? aufgenommen. Schneidermeifier Schmitt: Er habe am Tage nach dem Morde mit dem Buschhoff über den Mord gesprochen. Buschhoff habe zu ihm gesagt: Der Junge werde wohl vom Balken ge= fallen sein. Er( Beuge) habe dies aber bestritten. Präs.: Was verstanden Sie darunter? Beuge: Darüber habe ich fein Urtheil. anwalt " aus freiem Willen zugeschoben haben. Der dann den Leichtsinn und war der Staat als Meinung, daß der Angeklagte des Wuchergesetzes ausgebeutet habe, denn die freiwillige die unerfahrenheit im Sinne Hingabe so hoher Zinsen set als Leichtsinn zu bezeichnen. Der Gerichtshof theilte diesen Standpunkt und verurtheilte den An Präf.: Sie sind von der Buschhoff'schen Wohnung aus in geflagten au 6 Monaten Gefängniß, 800 M. Geldbuße und i Jahr Ehrverlust. it 11 ge er 15 je Versammlungen. S der über Goethe in Italien. 29 Tischlerverein. Heute Abend 9 Uhr Melchiorstraße 15: Bersammlung. Allgemeine und Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Metall- feine Kuhhaut Michel nur gefallen lassen wollte, und das ging bekanntlich auf Arbeiter( E. H. 29 und 89), Hamburg, Filiale 4 Berlin. Sonnabend, den dieser Fachverein hat sich jüngst in FrankDie Glaser Gesellschaft hielt am 25. Juni ihre letzte 9. Jult, Abends 9 Uhr, bet Schlüter, steine Martustraße 10, Bersammlung. furt a. M. wieder einen Vorsitzenden gegeben Präsident lautet Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Sonntag, den 10. Jult, Bor- das im adligsten Küchenlatein Seitens des ersten mittags 10 Uhr, Rosenthalerstraße 88: Vortrag des Herrn Vogtherr über worden, daß seine Mitglieder alles dran sehen müssen, um ihre und ist sich darüber klar geBorsitzenden wurde der Geschäftsbericht, welcher in der letzten Pflicht und unglaube. Versammlung abfällig kritisirt worden war, noch erweitert. Be well's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79, Bersammlung. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 10. Jult, Abends 8 Uhr, in Grat bisherigen Lohn, nein Existenzbedingungen denn fie arbeiten merkenswerth daraus ist, daß die Frequenz des Arbeitsnachweises Berrn Th. Wegner über: Was entfiftlicht und zerstört die Familie? Bortrag des ja nicht. auf der adelswürdigen Höhe zu erhalten; d. h. sie in letzter Zeit zurückgegangen sein soll, was damit begründet, br, große öffentliche Bersammlung bei Feuerstein, Alte Jatob- Gesetzbuch gewahrt werden. Wir sind dagegen der Meinung, daß Stockharbeiter und Berufsgenossen. Sonntag, den 10. Jult, sollen dahin wirken, daß ihre Privilegien im neuen bürgerlichen wurde, daß der Indifferentismus, die Arbeitslosigkeit und das soge- straße 75. Vortrag des Herrn cand. Hoffmann. nannte Umschauen immer mehr umsichgreife. Diese Ausführungen die Standesherren, wie überhaupt der Adel, in einem bürgerwurden seitens einzelner Mitglieder bezweifelt, welche meinten, und 89), Filiale 2. Berfammlung am Montag, den fallarbeiter( rzlichen Gefeßbuch gar nichts zu suchen haben und erklären uns man könne auf bloße Muthmaßungen hin keine Thatsachen kon- bei Krösche, Fichteftr. 29. deshalb dafür, daß der Reichstag bei der Berathung dieses je statiren. Die vor langer Zeit eingerichtete Statistik über die Eisenbahnstr. 20. Skatklub Kreuz- A". Sonnabend von 9-11 Uhr bei Siegemund, nachdem lang- und furzweiligen Büchelchens tiefster JuristenFrequenz des Nachweises sei in letzter Zeit arg vernachlässigt Verein Bildung und Geselligkeit Berlin. Heute Abend 9 uhr, weisheit alle Seiten dick durchstreicht, welche vom Adel handeln. worden und da infolge deſſen die ſtatiſtiſche Unterlage feble, Bere insversammlung, Brunnenſtr. 9. Bortrag des Herrn Walded Manaffe Das kann der Reichstag felbst auf die Gefahr hin ristiren, daß tönne jener Behauptung fein Glauben geschenkt werden. Hiernach erstattete Pergnügungsverein Carmen Sylva". Heute Abend 9 Uhr Sigung der Nation über die bürgerliche Gesellschaft Streit und Boykott liber die Zeit vom 15. April bis 25. Juni d. I.: Ein- ule, Bagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost erste Kassirer folgenden Bericht Mariannen- üfer 2 bet Wills. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Süd- verhängt. nahme 48 M., dazu Bestand 98,60 M., Summa 146,60 M., cute, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Buchführung; ft- Schule, einen entlassenen Dienstboten aus Rache vergiftet. Sechs PerIn Lüttich wurde eine Familie von zehn Personen durch ab Ausgabe 134,75 M., bleibt Bestand 11,85 M. Ge Markusstr. 31: Unterricht in Deutsch( unt.); Nordschule, Müllerstraße fammtabrechnung vom 21. April 1890 bis 25. Juni 1892: Nr. 179a: Kein Unterricht. In allen Lehrfächern, mit Ausnahmte Mathematit fonen sind bereits gestorben. Ginnahme 1617,87. Ausgabe 1548,22. Ausgeliehen 57,30. Be- des Semesters, eintreten. und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe stand 11,85. Dem Kassirer wurde einstimmig Decharge ertheilt. Darauf erfolgte die Rechnungsablegung vom 2. Stiftungsfest. Nouvelle Bofte", Gde von Rue Montmatre und Rue Etienne Marcel, GinDiefelbe ergab Einnahme 124,50; Ausgabe 119,35; Ueberschuß reiche Bibliothet, Beitungen, deutscher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der gang Rue Etienne Marce[. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; 5,15 M. In diesem Ueberschusse sind die 20 M.,' welche vom fremd nach Paris kommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, Rath und BeKosten überwiesen waren, nicht mit inbegriffen. Dem Komitee Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rir Zuchthaus und den Kosten. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends wurde Decharge bewilligt und hierauf über das Weiterbestehen dorf, Hermann- und Knesebeckstr.- Gde bei Beyerle. der Sperre der Werkstatt des Hoflieferanten Heinersdorf Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollfühn. Sanges: Echo, Naunynftraße 86, bet 8ubeil. und Komp. diskutirt. Nach lebhafter Debatte wurde der Knebel, Badftraße 68( Gesundbrunnen). Antrag auf Aufhebung der Sperre mit 22 gegen 16 Stimmen Breblow. Zeltow in Zellow, Schwarzer Able). Bülowſtraße 65 bei angenommen. abstimmung über Auflösung des Vereins; das Resultat war Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 21, bet Deckert. Der leßte Punkt betraf Feststellung der Ur- bergerstr. 24.- Liederkranz in Brandenburg, Mengert's Boitsgarten. - Libertee, Wrangelstr. 84, bet Ulrich." Hand in Hand 2", Drei Franen haben, wie aus Bukarest gemeldet wird, 78 Stimmen dafür und 1 dagegen. Die übrigen Mitglieder Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. den Bürgermeister von Severinesti- Trocen erstochen. hatten ihre Stimme nicht abgegeben. Hierauf erklärte der erste find zu richten án Mar Gent, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Sonn- daß der Dampfer City Chicago" untergegangen sei. Unglück auf See. Aus Queenstown wird gemeldet, Borsigende den Verein für aufgelöst. Betreffs der Auflösung abend: Theaterverein Iphigenia", bet Kramer, Rirdorf, Herrmannwurden noch folgende Anträge angenommen: 1. Die Liquidationskommission hat sämmtliche Arbeiten, welche zur Ueberführung der Mitglieder zum Verband nöthig find, zu erledigen und die nächste Versammlung bis spätestens 1. Auguft einzuberufen. 2. Sämmtliche Vereinssachen verbleiben Gigenthum der Berliner Glaser und können nur leibweise der Bahlstelle überlaffen werden." Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. lehrung. straße 31 bei Musehold. Aus dem Heiligen Rußland. Eine Räuberbande de la erbeutete den letzten nach Petersburg bestimmten sibirischen Goldtransport bei Blagoweczenst. Die den Transport begleitenden Kosacken wurden getödtet bezw. verwundet. 2yrania, LandsbergerPhönir, Glück zu, bei Alle Zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, straße 140. Arbeiter- Tambour- Verein, Vorwärts" Rigdorf, HerrmannRauchklub Anita" bei Rezke, Theater- und ArtistenWeberstr. 15. und Wandzlickstraßen- Ecke bei Rober. Geselliger Berein, Nord" bet Krüger, Fennstr. 5. Geselliger Verein Neue Welt" bei Strohschänt, Rytestr. 48. flub Sugendkraft 2" bei Werner, Heimfir. 2. Bergnügungsverein zuftige 13 bei Schatnact, Dresdenerfir. 28.- Tambourverein Deutsch e krech, Schulstraße 104. Eiche bei Niederschuh, Fürbringerstr. 7.- Rauchklub Dornröschen bet Bergnügungsverein Grüne Schleife bei Sperling, Inselstraße 1. Tambourverein Borussia bei Zeichniß, Königsbergerftr. 24( Sigung) Vergnügungsverein Helgoland 2 bei Miegels, und gesellige Vereine. Sonnabend. Stralauerstr. 57. 1 Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. die Lagerhausangestellten Rogina und Abner wegen Unterschla Große Spitzbuben. Das Strafgericht Basel verurtheilte gung in ungefährem Betrage von 100 000 Fr. zu je 3 Jahren An einer choleraartigen Epidemie sind, wie die„ Frankfurter Zeitung" meldet, in den Vorstädten von Paris in der Beit vom 1.- 6. Juli 68 Personen erkrankt und bavon 87 gestorben. " Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Cleve, 8. Juli. Prozeß Buschhoff. Kaplan Bresser be fundet über die Entstehung der im„ Xantener Boten" veröffentsei genau nach den Angaben der drei Gutachten, darunter lichten Gutachten betreffs des Schächtschnittes, das Manuskript Bühnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bei Junkermann, niedergeschrieben. Zeuge Isaac sagt aus, er sei von 2 bis 4 Uhr am Tage des Mordes bei Buschhoff gewesen; Hermine Buschhoff sei keinenfalls aus dem Hause gegangen. Der bereits vernommene Zeuge Mallmann giebt darauf Zeugen an, welche Isaac in Küpper's Garten nach der Richtung hin winkend gesehen haben sollen, wo er, Mallmann, auf das Bestimmteste die Hermine Buschhoff auffälligen Ganges in der Richtung nach der Scheune hin gehen sah. Die Aussagen der Zeugen Ifaac und Mallmann wurden darauf protokollirt. Vergnügungsverein alta 9% Uhr bei Heindorf, Barnimftr. 16. Ferner wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die am 25. Juni 1892 bei Gratweil tagende außerordentliche Gesang-, TurnGeneralversammlung der Glasergesellschaft Berlins und Umgegend Midel'scher Musikverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerſtraße 118, hat, von der Erkenntniß ausgehend, daß bei dem derzeitigen Stand Ede Forſterſtraße. der deutschen Gewerkschaftsbewegung die Bentralorganisation die von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Fretenwalderstr. 39. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute ber, Berliner Glaser aufzulösen und sich dem Verband anzu- zeichnis, Königsbergerſtr. 24.— Privattheatergesellschaft„ Schneeglöchen", schließen. Die Mitglieder der aufgelösten Gesellschaft geben sich aber der bestimmten Hoffnung hin, daß der Vorstand des Ver. Vergnügungsverein& uftige Jugend Abende uhr, im Restaurant handes der deutschen Glaſer und verwandten Berufsgenossen fein Lautenbach, Guvryſtr. 3.- Bergnügungsverein Suftige Becher Abends Mittel unversucht laffen wird, um die Organisation so zu bilden, Sonnabend Abend 9-11 ihr bet Schulz, Brenzlauer villee. 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Vergnügungsverein Jugendfreunde, jeden als es in den gefaßten Beschlüssen des Chemnizer Verbandstages Geselligkeitsverein Pallifaben: Eiche, Abends 9 Uhr, Ballisadenausgesprochen ist. Würde sich das Gegentheil herausstellen, so Freia), Lindenstraße 106 bet Boppe. straße 103 bei Radke. Danst Forening Freia( Dänischer Berein würden die Berliner Glaser keinen Anstand nehmen, aus dem Ber 80. Gemeindefcule, Abends 9 Uhr, Restaurant Burt, KoppenVerein ehemaliger Schüler Verband auszutreten und eine neue Zentralorganisation zu grün- ftraße 58. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant ben. Der bisherige Vorstand ist beauftragt, die Resolution zur Kenntniß des Vorstandes in Wiesbaden zu bringen." Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinfir. 22.- Statflub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bei Faustmann, Rauchtlub Dornröschen, Abends 9 Uhr, Schulstraße 104 beim ne ftaurateur Krech. fammlung. Mit kräftigem Hoch auf den Verband schloß die VerIm Verband der deutschen Gold. und Silberarbeiter ( Bahlstelle Berlin) sprach am 25. Juni Herr Koblenzer Beifall über die englische Chartisten Bewegung. Günther führte dann aus, es sei nicht unter Rollege nöthig, daß jeder Referent mit 6 Mart entschädigt wird, Boite, Kolbergerstr. 23. Literarisches. Christiania, 8. Juli. Nach dem dem Storthing erstatteten Bericht erklärte sich die Mehrheit des kombinirten Budget- und Bollausschusses für die Einführung direkter Steuern und beantragt§ 1 des Steuergesetzes folgenden Wortlaut zu geben:" Für das Budgetjahr vom 1. Juli 1892 bis 30. Juni 1893 werden als Steuer an die Staatstasse 22/3 pet. von der Einnahme aus Vermögen und 2 pet. von anderen Einnahmen bezahlt." Die Steuergrenze von 400 Kronen, wie die Regierung beantragt, findet die Mehrheit zu niedrig und beantragt, die Besteuerung bei 600 Kronen steuerbarer Einnahme zu beginnen. Dublin, 8. Juli. Die irischen Wahlen sind für die GladBerliner Volks Tribüne, Sozialpolitisches Wochenblatt. stoneaner ungünstig ausgefallen. Der Lordmayor in Dublin fiel stellt wäre, daß er auf ein Honorar für seine Vorträge nicht an- Vierteljahr 1 M. 50 Pf., monatlich 30 Pf. Inhalt der Nummer 28 in der Wahl gegen den Konservativen Kenny in Dublin durch. Sewiesen sei, 8. B. Geschäftsleute, müßte sich im Interesse der vom 9. Juli 1892: Aus der Woche. Das Schwigsyften in Der zweite Dubliner Abgeordnete, der Antiparnellit Murthy Arbeiterbewegung den Gewerkschaften unbedingt unentgeltlich zur der Berliner Bekleidungs- Industrie.- Der Streit. Die Männer wurde durch den Parnelliten Field geschlagen. Die Enttäuschung Verfügung stellen. Kollege Faber schloß sich dieser Ansicht an. der Kommune. XII. Rossel. Die Kollegen Zeuge, Steinig, Lindemann, Frau - Der Sozialismus in Bulgarien. in liberalen Kreisen über den Ausfall der irischen Wahlen ist Göze u. a. m. waren jedoch gegentheiliger Meinung, und Steinig, Lindemann, Frau Gewerkschaftliches. Verschiedenes. Gedicht. Novelle.- Herbert Spencer. II.- Einiges über ökonomische Gegensätze und Arbeiterorganisation. Entstehung einen internationalen Kongreß abzuhalten und ein permanentes London, 8. Juli. Die Glasarbeiter beschlossen, alljährlich noch freistehe, das Honorar im Interesse der Allgemeinheit zu der Moralstatistik. III.- Arbeitsverhältnisse in Rußland. Sekretariat zu errichten, welchem die betr. Korporationen aller verwenden. Die Abrechnung, welche das Vergnügungskomitee( Schluß.) über die am 17. April stattgefundene Matinee erstattete, ergab - Von der Bewegung. Vom Schlachtfelde. Länder regelmäßige Berichte einzureichen hätten. einen Ueberschuß von 112,10 M. Zum Schluß wurde noch auf aus am aufmertfam gemacht. groß. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Ferrara, 8. Juli. Heute stürzte das Dach des im Bau beBerlag) ist soeben das 41. Heft des 10. Jahrgangs erschienen. griffenen Politema- Theaters ein; vier Arbeiter wurden getödtet, Aus dem Inhalt heben wir hervor: Wenn Zwei sich streiten... fünf schwer, mehrere andere leicht verletzt. - Die Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten. 1877 bis Athen, 8. Juli. Die Regierung beschloß, eine Reduktion Der Fachverein der Tischler( Bezirk Süd- Ost) hielt 1885. Bon.. Gorge.( Fortseßung.)- Die psychologische des Heeres und die Unterdrückung der Sinekuren eintreten zu Q 27. Juni eine Mitglieder- Bersammlung ab, in welcher Herr Nichtung in der neueren National- petonomie. Boogie lassen und glaubt dadurch 7 Millionen Ersparniſſe zu erzielen, Türt über das Thema:„ Der Kampf gegen das Berbrechen" Schmidt.( Schluß.) Das Ende des Durhamer Kohlenstreits. ferner sollen 11 Millionen neue Steuern aufgelegt werden und referirte. Der Redner besprach in eingehender Weise die ver- Bon Dr. Mar Quark. schiedenen Verbrechen, erläuterte der Versammlung die Ursachen Statistik. der Zivangskurs allmählig eingeführt werden. Auf diese Von Max Schippel. Die Reichskommission für Arbeiter Weise glaubt man auf einen Ueberschuß von 8 Millionen rechnen ie meisten derselben und gab dann einen statistischen Ueberblick Dunkle Mächte. Roman von Elise Tanger. zu können. über die in den Jahren 1884-1889 in den verschiedenen Pro-| vinzen Preußens vorgekommenen Verbrechen, wonach die Dit provingen eine bedeutend größere Anzahl begangener Verbrechen aufweisen, als die Westprovinzen, was in den schlechteren wirth schaftlichen bezw. sozialen Verhältnissen der östlichen Provinzen| seine Ursache hat. Der Vortrag fand Beifall. Unter VereinsAngelegenheiten forderte der Borsitzende die Kollegen auf, sich an Notizen. Vermischtes. dem am 18. Juli im Elysium, Landsberger Allee 40, stattfinden eine Feuilleton- Notiz unter der Spigmarke: " Feuilleton: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Loudon, 8. Juli. Das Ergebniß der Parlamentswahlen stellt sich bis heute Mittag 12 Uhr wie folgt: Es sind gewählt 150 Ronfervative, 21 Unionisten, 122 Gladstoneaner, 1 Parnellit, 10 Anti- Parnelliten. Die Ministeriellen gewannen 15, die Gladstoneaner 37 Size. Der Ackerbauminister Chaplin und der Den Züuftlern ins Stammbuch. Durch die Blätter geht Kriegsminister Stanhope wurden wiedergewählt. Wenn man London, 8. Juli. Bis jest find gewählt: 186 Ministerielle ben es sich handelt, und 143 Gladstoneaner einschließlich der Irländer. In Londonfuchte er bie Kollegen, fir die in nächster Zeit stattfindenden ist eine Bagatelle, bei ber der Strafrichter bie geringste Geld- berry flegte der Konservative Roß über den Führer der UntiBertrauensmänner- Bersammlungen rege zu agitiren. strafe ermißt. Allein um den geringfügigen Stoff ranken sich um Parnelliten Mc. Carthy. Die Ministeriellen gewannen 19, die so interessantere Nebenmomente, die das Neue Wiener Tagblatt" Gladstoneaner 39 Size. In der Freien Vereinigung der Seifenfieder und Be- wie folgt firirt: Die Zeugen treten einer nach dem andern in den rufsgenossen Berlins und Umgegend sprach am 27. Juni Genosse Berhandlungssaal, und der Richter fragt den ersten: Sie heißen Zahnarzt Robert Wolf über:" Die Geschichte der Ehe und die Josef Sturz und sind Aushilfskutscher? Stellung der Frau in der Vergangenheit." Der Vortrag wurde Schneider. Zeuge: Nein, bitte, mit Beifall aufgenommen. Aus der Ersakwahl des Vorstandes Sie ohne Arbeit waren. Richter: Also gelernter Schneider, aber da gingen als gewählt hervor die Kollegen: -Zeuge: Jawohl. Richter: D. Schüler, erster Gingen Sie als Kutscher? Zeuge: Jawohl. Richter( zum und D. Walter, zweiten Zeugen): Eduard Blum, Geschäfts- Austräger? internationale Arbeiterbewegung. Die Versammlung endete mit einem Hoch auf die Zeuge: Bitte, nur jetzt; eigentlich Kupferschmied. Richter( zum dritten Zeugen): Franz Makowiczka. Was sind Der Verein deutscher Schuhmacher, Zahlstelle Berlin, Sie eigentlich?- Beuge: Praterbuden- Ausrufer. Beisiger. " hielt am 27. Juni eine gutbesuchte Versammlung ab, in welcher lichter: Was rufen Sie aus?- Beuge:" Hereinspaziert, Herr Lother über das Thema: " Richter: Es Briefkaffen der Redaktion. Mit dem Glauben ist es nicht gethan, Beweise sind erforderlich. F. Mundt. Eben das Gesetz verbietet uns die Aufnahme. Veranlassen Sie erst im Verein eine Untersuchung. F. Wolske 2c. Das ist erst dem Vertrauensmann der Steinmeßen zu unterbreiten. Veranlassen Sie dies. K. Föllmer. Eine Buchausgabe vom„ Am Webstuhl der Beit" ist in Borbereitung. Preis noch nicht bestimmt. Unterricht. Unsere Schulen im Dienste gegen die Freiheit." theologischen Himmels" sprach. An den mit lebhaftem Beifall liches Gericht, was soll man machen, wenn sich die Kollegen Haupt, Schauer, Kördel und Schmitt Ich bin Schuster. aufgenommenen Vortrag knüpfte sich eine rege Diskussion, an der ist ja teine Schande!- Zeuge: Wenn man keine Arbeit findet. Von Sad. Verlag des Vorwärts", Berlin, Beuthstr. 2. Richter: Nun, nur unverzagt, vielleicht Bufolge einer früheren Anfrage, ob und welche Fachbetheiligten. Zu der am 26. September in Frankfurt a. M. ftatt- tommt auch für Sie der geeignete Moment".( Bum vierten zeitschriften für Klempner beständen, wird uns als solche noch findenden Generalversammlung wurde einstimmig der hiesige Beugen): Und Sie, Josef Perzina fagen Sie lieber gleich, bie lustrirte Zeitung für Blechindustrie" genannt. Dieselbe er Borsigende Karl Fleischer für den 24. Wahlbezirk als Kan- was Sie von Hause aus sind?- Beuge: Schloffer... fcheint in Stuttgart, Nectarstr. 75, wöchentlich einmal und kostet eigentlich Bäderfagen wir Bäcker.- Richter: jährlich 6 M. Agentur für Berlin: Adolf Neese, ND. GeorgenUnd hier sind Sie als Drechsler angeführt. Beuge: Sabe firchstraße 25; für Bremen und das nordwestliche Deutschland bei Hauschildt in Bremen. K. P. Namensnennung unumgänglich. Unbedingte Diskretion Nachod. Uns fehlt jede Rontrolle über die Richtigkeit Ihrer Angaben. Haben Sie zutreffend geschildert, so steht doch der Beröffentlichung in österreichischen Blättern nichts entgegen. didat aufgestellt. Ganz hübsch erzählt, aber doch etwas zu ernst für einen Herr Habeck, Tischler, erklärt zu der Berichtigung der Firma ich auch gelernt. ( Nr. 157 des Vorwärts") und beweist seine Angabe durch Be- einander erst scheu, dann mit einer gewissen muthigen Ents selbstverständlich. Cocchi, Bacigalupo u. Graffigna, Fabrit mechanischer Musikiverte Beuge: Gebädausträger. Die vier jungen Männer sehen rujung auf die Arbeitsordnung dieser Firma, daß daselbst aller- fchloffenheit an. Und in ihren Blicken ist zu lesen:„ Wenn man dings Strafgelder für Zufpätkommen insoweit abgezogen wurden, nur lebt." als auch den Attordarbeitern, der Lohn um durchschnittlich 30 Bf. pro Stunde für die Zeit gefürzt wurde, um welche die Feuilletonscherz. Die Auflösung der alten Gesellschaft und die felben zu spät gekommen waren. Der bezügliche Paffus der Ar- Unsicherheit der Existenzen in dem Chaos des gegenwärtigen| die Firma habe ihn aber trotzdem beibehalten; ebenso wünschten blos Wienerischen Lokalcharakter hat, zu drastischem Ausdruck. beitsordnung fei von den Arbeitern seiner Beit abgelehnt worden, Uebergangsstadiums kommen in diesem Bild, das keineswegs einen die Arbeiter die Hinweglaffung des Passus, welcher fie zu leber- Den Jnnungsbrüdern bietet es trefflichen Stoff zum Nachdenken| Stunden verpflichtet mäßige Erscheinung dieselben sind in dieser Fabrit eine regelwas die Firma gleichfalls ablehnte. wenn das nicht über ihren Horizont ginge." Der Fachverein des höchsten Adels, der 1864 gegründete Verein deutscher Standesherren" es sind dies Fürsten und Briefkaffen der Expedition. F. 1000, Neugarten. Der erwähnte Brief aus dem vorigen Jahre ist uns gänzlich unbekannt. Die gewünschten Nummern find an Sie abgegangen und hat uns der Inhalt H. Tsch in S. Ihre Aufstellung ist richtig. ginnt am Sonntag, den 10. Juli, schon um 9 Uhr in den Arminhallen" waren, d. h. thun und treiben durften, was sich der deutsche I Arbeiter- Bildungsschule. Der Unterricht in der Nationalökonomie be Grafen, deren Ahnen in der guten alten Zeit reichsunmittelbar" Ihres jüngsten Briefes zur Kenntniß gedient. Rommandantenstr. 20. Oeffentliche Versammlung Dem freundlichen", aber allem An- Unserem scharfen Genoffen Weinowski schein nach sehr feigen Uebersender der zu seinem heutigen Wiegenfeste ein Autonomie" an mich unter der Adresse donnerndes Hoch, daß der ganze dreieckige der„ Redaktion des Vorwärts" diene Löffel wackelt. 595b " sämmtlicher im Vergolder- Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins zur Nachricht, daß er sich diese Liebesam Montag, den 11. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Scheffer, Inselstraße 10. Tages Ordnung: 461/3 1. Wie stellen wir uns zu den Gewerbe- Gerichten? Referent Stadtverordneter Zubeil. 2. Diskussion. 3. Rassenbericht. 4. Ersatzwahl zweier Mitglieder der Agitations- Kommission. 5. Verschiedenes. Wir machen ganz besonders die Grundirer, Beleger, Belegerinnen und Packer auf diese Versammlung aufDie Agitations Kommission der Vergolder. J. A. Rudolf Riechert, Rassirer, Blumenstr. 33. merksam. Pankow. Borchardt's Vereinshaus. Deffentliche Versammlung Schulzestrasse 28. Station Nordbahn. Größter Saal der Umgegend. Allen Ausflüglern bestens empfohlen.[ 2641L Möb Spiegel und Polster- Waaren. der 473/11 Cigarrenhändler Berlins und Umgegend Gange Ausstattungen in Mahagoni u. Nußbaum; am Montag, 11. Juli, Nachm. 2 Uhr, Küchenmöbel in großer Auswahl empfiehlt 1726L Berlin S.O., bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Warum müssen Franz Tutzauer, köpnickerstr. 25. wir uns organisiren? 2. Ev. Gründung Bekanntmachung!!! 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Juli in seiner Gast wirthschaft gewesen und habe erzählt, daß er gesehen habe, wie Ich versuchte vorher in das Schlachthaus zu gehen, fand der fleine Joanchen in das Buschhoff'sche Haus hineingezogen aber die Eingangsthür vernagelt. Am Dienstag Morgen gegen worden sei. Präs.: Haben Sie sonst etwas Auffallendes an Buschhoff bemerft? 8 Uhr, also am Tage nach dem Morde, kam ich wieder zu Busch- Hierauf erscheint als Zeuge Sammetweber Kernder: Er Bierter Tag der Verhandlung. hoff. Da sagte ich zu der Frau Buschhoff: Ihr seid ja schöne sei am Abend des Mordtages bei Schaut gewesen, dort habe Gegen 9 Uhr eröffnet der Präsident, Landgerichts. Direktor Leute, Ihr schneidet den Kindern die Hälse ab! Frau Buschhoff Buschhoff viel über das Regeln gesprochen, während alle Welt RIuth wiederum die Gigung. In dem überfüllten Zuhörer versetzte: Ich bin nur froh, daß die Leiche nicht bei uns ge- über den Mord aufgeregt war. Buschhoff habe auf dem Nachraume bemerkt man einen Neger. funden wurde. Ich sagte: Sind Sie denn etwas Besseres hausewege noch gesagt: Er habe sich heute herausgefegelt". Der Präsident bemerkt: Ghe wir in der Verhandlung fort- wie Küppers? Frau Buschhoff antwortete: Nein, aber wir Präs.: War Buschhoff an diesem Abende aufgeregt? fahren, habe ich etwas zu bemerken. Die Sache hat einen Um- find Juden. In diesem Augenblick erinnerte ich mich an den 3euge: Dessen erinnere ich mich nicht. fang angenommen, den wir nicht vorausgesehen haben. Ich habe Tisza- Eßlar- Prozeß, über den ich mit Buschhoff mehrfach eine Woche dafür angesetzt, zu meinem Bedauern habe ich mich gesprochen habe. Buschhoff hatte mir häufig gesagt: Es ist eine aber doch noch geirrt. Es ist unmöglich, daß wir am Sonnabend Verleumdung, wenn behauptet wird, daß die Juden Christenblut fertig werden. Wir werden daher genöthigt sein, obwohl am brauchen. Sonntag feine Gerichtssigung stattfinden soll, am Sonntag zu verhandeln. Wir halten nämlich dafür, daß eine Notylage Dorliegt. Mehrere Geschworene erheben Bedenken, am Sonntag zu verhandeln, der Präsident bemertt jedoch, daß nach lage der Dinge sich dies nicht anders werde thun lassen. Es erscheint alsdann als Zeuge Gendarm Leu( Xanten). Als am Abende des Peter- Paulstages der Mord in Xanten bekannt wurde, sei er zunächst an den Thatort geeilt. Er habe ziemlich viel Blut vorgefunden, das zum Theil fingerdick auf den Erdboden unter das Stroh gefickert war. Rüppers fagte: es ist eigenthümlich, wie die Leiche hier herein fommen fonnte, da beide Thüren verschlossen waren, die Leiche könne höchstens von der Gartenseite aus in die Scheune geschafft worden sein. Abends sei er in die Gastwirthschaft zu Schaut gegangen und dort sei von verschiedenen Seiten gesagt worden: Das ist ein Ritualmord, den haben die Juden gethan, es ist das eine alte rituelle Vorschrift. Die Leute zeigten dabei auf die in der Nähe liegenden jüdischen Läden. Der Zeuge befundet im Weiteren, daß Gerichts- Assessor Buchwald die Fußspuren im Gartenweg gemeffen habe. Vertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: Sind Sie ber Meinung, daß die Fußspuren die des Mörders waren? Beuge: Das fann ich nicht sagen. Brä: Herr Rechtsanwalt, wir können doch die Zeugen nicht alle über ihre Vermuthungen vernehmen, wir wären sonst genöthigt, mehrere Monate hier zu fizen. Es ist anzunehmen, daß jeder einzelne Mensch in Xanten und vielleicht im weiten Umkreise Xantens über den Mord eine eigene Vermuthung hat. Ich erhalte jeden Tag einen ganzen Stoß von anonymen Briefen, in denen die verschiedensten Vermuthungen ausgesprochen werden. Der Zeuge erzählt im Weiteren, daß, während am Sonntag die Schlachthausthür vernagelt war, konnte er am Dienstag mit Leichtigkeit die Thür öffnen. Präs.: Ich bemerke den Herren Geschworenen zum besseren Verständniß: Die Anflage behauptet: der Mord sei in dem Buschhoff'schen Schlachthause, das als solches nicht mehr benutzt, sondern als Grabstein- Werkstätte diente, ausgeführt, und alsdann der Leichnam in die Küpper'sche Scheune geschafft worden. Um letzteres zu bewirken, war es selbstverständlich nothwendig, die Schlachthausthür, die zweifellos am Freitag Abend vor dem Morde vernagelt wurde, wieder zu öffnen. Präs.: Sind Sie Ihrer Sache gewiß, daß die Thür nicht mehr vernagelt war? Beuge: Das weiß ich ganz bestimmt. Präs.: Eine Frau will gesehen haben, daß die Schlacht hausthür am Dienstag Vormittags gegen 10 Uhr noch vernagelt war. Beuge: Ich weiß ganz genau, daß die Thür am Dienstag früh 8 Uhr nicht vernagelt war. Präs.: Haben Sie nun im Schlachthause etwas Auffallendes bemerkt? 8euge: Mein Hammer war beschmußt und meine Sachen waren in Unordnung. Präs.: War die Beschädigung des Grabsteines bedeutend? 3euge: Nein, die war ganz unbedeutend. Präs.: Hat Buschhoff den auf dem Hofe spielenden Kindern einmal gedroht, sie kämen in den Thurm, wenn sie die Grabsteine beschädigten? 3euge: Das geschah mehrfach. 3euge: Nein. Staatsanwalt: Buschhoff, wie tommt es, daß Sie am Abend des Mordes vom Kegeln gesprochen haben, während es bei der allgemeinen Aufregung in Xanten doch näher gelegen hätte, über den Mord zu sprechen? Buschhoff: Ich erinnere mich wirklich nicht, was ich an diesem Abende gesprochen habe. Staatsanwalt: Haben Sie gesagt, Sie hätten sich herausgefegelt? Buschhoff: Das ist möglich, ich weiß es aber nicht. Präs.: Nun, Kernder, erzählen Sie einmal, was Ihnen Ihr Sohn Stephan erzählt hat. 3euge: Am 5. Juli des Morgens, zu einer Zeit, wo Stephan noch im Bett lag und ich sowie auch meine Frau der Meinung waren, daß Stephan noch schlafe, sprach ich mit meiner Frau über den Mord. Da schlug Stephan plöglich die Augen auf und fragte:" Papa, ist Buschhoff schon im Thurm?" Ich fragte den Jungen, wie er zu dieser Frage komme. Darauf erzählte mir der Kleine: Er habe gesehen, wie am Vormittage des Peter- Paulstages Frau Buschhoff auf die Straße gegangen und zu dem kleinen Hegmann gefagt habe: Joanchen, fomm doch einmal herein." Da Joanchen aber nicht kam, so habe ihn Frau Buschhoff in ihr Haus geführt. Präs.: Wie alt war damals Ihr kleiner Sohn? 3euge: 5 Jahre. Präs. Sind Sie sicher, daß der Knabe die Wahrheit ge fagt hat? Beuge: Ich zweifle nicht daran, denn der Junge war nies male lügenhaft. Präs.: Am Peter- Paulstage, Mittags gegen 1 Uhr, soll die Schwester des ermordeten Knaben zu Ihnen gekommen und Präs.: Buschhoff, was sagen Sie zu der Behauptung des den Stephan gefragt haben:" Hast Du nicht unser Joanchen ges 8 Uhr geöffnet war? Beugen, daß das Schlachthaus am Dienstag Bormittag gegen fehen?" Buschhoff: Darüber kann ich nichts sagen; am Dienstag früh gegen 51/2 Uhr war das Schlachthaus jedenfalls noch verDie Vertheidiger bemerken, daß sie ebenfalls täglich eine Reihe solcher Schreiben erhalten. Der folgende Beuge ist der Polizeisergeant en geneŋndt: nageii. Er habe am Peter- Paulstage gegen 10 Uhr Vormittags vor dem Gleverthore die Kinder gesehen, er habe dieselben aber nicht getannt. Bertheidiger Rechtsanwalt Stapper: Herr 3euge, Gie find bereits am 3. Juli 1891 vernommen worden. Damals baben Sie mit vollster Bestimmtheit bekundet: Unter den Kindern Präs.: Sie haben das Schlachthaus am Freitag Abend vernageln lassen, damit Wesendrup dasselbe nicht mehr betreten fonnte? Buschhoff: Jawohl. Präs.: Wer hat die Vernagelung vorgenommen? Buschhoff: Ullenboom. befand sich der fleine Johann Hegmann. Sie wurden gefragt, Buschhoff bemerkt im Weiteren: Es sei unwahr, daß ob Sie auch die anderen Kinder tannten. Da sagten Sie! ich Wesendrup Conntag Mittags. bei ihm gewesen sei, Sonntag glaube, den Stephan Kernder gesehen zu haben. Es wurde Ihnen Mittags finde überhaupt in der Synagoge fein Gottesdienst statt. nun der Stephan Kernder vorgeführt. Da sagten Sie: Mit Präs. Wesendrup, wieviel Kinder haben Sie? Sicherheit kann ich nicht sagen, ob dieser Knabe dabei war, Johann Hegmann war aber ganz bestimmt dabei, den kannte ich von früher. Beuge: Dessen erinnere ich mich nicht. Präf.: Rannten Sie den Hegmann? Zenge: Jawohl. Bräf.: Wie fommt aber eine solche Aussage ins Protokoll? enge: Ich war damals in zu großer Aufregung. pernommen. Dieser bekundet, daß der Zeuge geistig nicht ganz Auf Antrag des Staatsanwalts wird Bürgermeister Schleß intatt fei. Beuge: Fünf. Präs.: Wo find die Kinder? 3euge: Ein Knabe ist bei mir, einer bei meinem Schwager und drei im Waisenhause. Präs.: Wie kommt es, daß drei Kinder im Waisenhause find? Sie sind doch ein kräftiger, junger Mann, der im Stande wäre, für seine Kinder selbst zu sorgen? Beuge: Der Herr Bürgermeister hat die Unterbringung der Kinder in das Waisenhaus verfügt. Bürgermeister Schles befundet auf Befragen, daß er geschaffen zu lassen, da dieser sich um seine Kinder in feiner Weise Präs.: Wesendrup Sie sollen mit Ihrer verstorbenen Frau Beuge: Das ist nicht wahr. Als der Präsident zur Vereidigung des Zeugen schreiten will, be- bekümmert habe. Es erscheint alsdann als Zeuge Steinmek Wesen drup. antragt der Vertheidiger, Rechtsanwalt Gammersbach: auf Grund Schwebt. in großem unfrieden gelebt haben? Bräf.: Sie sollen Ihre verstorbene Frau mehrfach auch mißhandelt, und diese Mißhandlung selbst vorgenommen haben, der als dieselbe infolge einer Entbindung schwer erkrankt dar Beuge: Ich habe das bereits in Zeitungen gelesen, ich bePräs.: Haben Sie Ihre Frau mißhandelt? Beuge: Nein. 3euge: Das ist richtig. Präs.: Was antwortete damals der kleine Stephan? 3euge: Er sagte: der ist nach den Kirschen. Präs.: Der Junge meinte damit: Joanchen sei vor's Clever Thor gegangen, um sich dort Kirschen zu suchen? Zeuge: Ja. Präs.: Haben Sie dem Knaben seinen Widerspruch vors gehalten? Beuge: Jawohl, mein Sohn begann zu weinen und äußerte: er habe damals nur so gesagt. Oberstaatsanwalt Hamm: Wußten Sie an dem Tage, als Ihr Sohn Ihnen das Vorkommniß erzählte, daß Mölders befundet hat: der ermordete Knabe sei in das Buschhoffsche Haus gezogen worden? 3euge( zögernd): Jawohl. Berth. Rechtsanwalt Fleischhauer: Haben Sie oder Ihre Frau dem Stephan gesagt: Buschhoff liege bereits in Ketten geschlossen im Thurm? Beuge: Jawohl. Präf.: Weshalb haben Sie dies dem Jungen gefagt? Beuge: Weil der Junge nicht zum Herrn Amtsrichter kommen wollte; er fagte: er fürchte sich vor Buschhoff. Präs.: Haben Sie den Jungen gefragt, weshalb er seine Wahrnehmung erst acht Tage später erzählt hat? 3euge: Jawohl, der Junge begann bei dieser Frage zu weinen und war zu weiterem Sprechen nicht mehr zu bewegen. Präs.: Der Junge soll bei dem Herrn Amtsrichter, obwohl er ihn auf den Arm genommen, platt mit ihm gesprochen habe 2c., nicht zum Sprechen zu bewegen gewesen sein. Zeuge: Das ist mir nicht bekannt. Bertheidiger, Rechtsanwalt Fleischhauer: Am 3. Dezbr. vorigen Jahres wurden Sie vom hiesigen Landgericht wegen Mißhandlung von Judenkindern verurtheilt. Als nun Jhr Sohn Stephan vor dem Herrn Landgerichts- Rath Brixius erscheinen sollte, sollen Sie zu dem Herrn Polizeifergeanten Schlöer gesagt haben: Ich lasse den Jungen nicht hingehen, die Mörder kommen ja doch frei und unsereiner wird bestraft, haben Sie eine solche Aeußerung gethan? lich zu vernehmen. Der erwähnte Paragraph lautet: 3eugen, die der Theilnahme, Begünstigung u. f. w. verdächtig sind, dürfen| nicht febesbestimmung auch die auf diejenigen Zeugen, Thaterschaft verdächtig sind. Nun schwebt gegen den Beugen ein niederlag? Verfahren wegen Verdachts, den Johann Hegmann ermordet zu haben. Dieser Verdacht gründet sich auf die Aeußerung des streite das aber. ich werde aber dafür sorgen, daß fie feinen Schabbes mehr feiern." Vielleicht hat der Erste Staatsanwalt die Güte, zu Präs.: Sie behaupten, Sie hätten Ihre Frau niemals miß- Beuge: Das habe ich allerdings gesagt; ich war an diesent bestätigen, daß gegen den Zeugen das erwähnte Verfahren handelt? Tage ungemein aufgeregt. 3euge: Kleine Streitigkeiten sind wohl vorgekommen, aber Fräulein Riesent amp, die hierauf als Beugin erscheint, Staatsanwalt: G3 schwebt allerdings gegen den mißhandelt habe ich meine Frau nicht. bekundet: Sie sei am Peter- Paulstage Abends gegen 7 Uhr Es erscheint nun als Zeugin die Haushälterin des Wesen zu Buschhoff gekommen, diefer selbst sei nicht zu Hause Mit dem Strafverfahren gegen Buschheit bene, der§ 56 drup, Fräulein Bollendung: Am Peter- Paulstage_Bormittags gewesen. Sie habe die Frau Buschhoff wegen des Mordes geUlinea 3 der Straf- Prozeßoronung fann mithin auf den zeugen zwischen 11/2 und 11% ühr sei sie zu Buschhoff gekommen. fragt. Letztere habe ihr geantwortet: Der Junge habe einen teine Anwendung finden. Sie habe nur die Frau Buschhoff und die Hermine Buschhoff zu Sonnenstich bekommen und sei von einem Scheerenschleifer in die Berth. Rechtsanwalt Gammersbach beruft sich auf Hause getroffen. Frau Buschhoff habe auf dem Sopha gelegen Scheune gebracht worden. eine Reichsgerichts- Entscheidung und beantragt, sunt Windesten und gesagt, daß sie frank sei. Da fie den Buschhoff nicht zu Präs.: Ich will Ihnen bemerken, Zeugin, daß Frau vorläufig von der Bereidigung des Beugen abstand zu nehmen. Hause getroffen, so sei fie gegen 12%/ 4 Uhr noch einmal zu Busch- Buschhoff diese Aeußerung mit vouster Entschiedenheit un Der Gerichtshof beschließt, den Zeugen vorläufig uneidlich hoff gegangen, den sie nun zu Hause antraf, Zwischen 6-7 Uhr wahr bezeichnet. Abends sei sie nochmals zu Buschhoff gegangen. Buschhoff selbst Zeugin: Das hat Frau Buschhoff gesagt, ich erinnere Der Beuge bekundet alsdann auf Befragen des Präsidenten: sei in der Synagoge gewesen, Frau Buschhoff dagegen habe vor mich der Worte ganz genau. Grababe für den Angeklagten in effe slachthanje jüdische der Thür gestanden. Diese habe sich beschwert, daß Weſendrup Präs.: Nun find Sie sehr bald darauf dem Buschhoff Angeklagte ihm durch seine Haushälterin sagen lassen, er solle habe etwas Auffälliges in der Buschhoff'schen Wohnung nicht| Grabsteine gearbeitet. Am Freitag vor dem Morde habe der Grabsteine beschädigt und dieselben nicht reparirt habe. Sie begegnet?" zu vernehmen. habe er gesagt: Wenn er am Sonnabend nicht arbeiten könne, sämmtlich offen gestanden. Sann mache er die Arbeit überhaupt nicht fertig. Pras.: Hat Ihnen Buschhoff am Freitag Abend einen an sagt: Dann schlage ich alle Steine entzwei? Bertheidiger Rechtsanwalt Stapper: paben Sie auch ge- Wesendrup auszurichtenden Auftrag ertheilt Beuge: Jawohl, das habe ich auch gesagt. Präs.: Sie sollen zu Siegmund Buschhoff gesagt haben: Das sind die Sattfresser, ich werde ihnen zeigen, daß sie feinen Schabbes mehr feiern tönnen". Ist das richtig? Beuge: Jawohl. raf: Was wollten Sie damit sagen? schon fatt. 3eugin: Jawohl, Buschhoff sagte, ich solle dem Wesendrup bestellen, daß er sich einen anderen Arbeiter nehmen wolle. Präs. Haben Sie das dem Wesendrup ausgerichtet? Zeugin: Jawohl. Präs.: Wesendrup, was sagen Sie dazu? Wesendrup: Die Pollendung hat mir blos ausgerichtet, daß am Sonnabend, Sonntag und Montag nicht gearbeitet wer bid mit Butter beschmiert; da sagte ich: die Leute fressen sich Beuge: Der Siegmund Buschhoff hatte das Brot ganz den solle. Frau Gastwirth Kluge: Am 5. Juli 1891, zwischen 2-22 Uhr Nachmittags, fei Mölders in ihre Gastwirthschaft wenn sie sich fatt essen? Präs.: Sie können es doch den Leuten nicht verdenken, gekommen und habe drei Schnäpse getrunken. Sie habe an dem| Manne nichts Auffallendes bemerkt. Mölders erzählte: er wolle Beuge: Da tann Buschhoff mir aber wenigstens bezahlen. zu Hegmann gehen, um sich die Kleider des Kindes zeigen au Präf.: Siegmund Buschhoff soll Ihre Aeußerung seinem lassen. Bater hinterbracht haben, infolge dessen hat Ihnen der alte Buschhoff überhaupt fein Haus verboten. hälterin sagen lassen: ich dürfe Sonnabend, Sonntag und Mon- dieses Zeugen beschlossen. mir bloß durch meine wird die kommissarische Bernehmung 3eugin: Jawohl, ich ging in die Kirchstraße und unterhielt mich dort mit Frau Kernder über Den Mord. 3ch jagte dieser: Es ist doch furchtbar, daß dem kleinen Joanchen der Hals abgeschnitten worden ist. In diesem Augenblick kam Buschhoff vorüber und rief mir zu: Halten Sie das Maul". Berth. Rechtsanwalt Fleischhauer: Buschhoff sagte mir: er habe in der Plattsprache der Beugin gesagt: Sie thäte beffer, das Maul zu halten und mit ihrem Urtheil nicht so voreilig zu sein. Ich beantrage event. die Ladung eines Sachverständigen der plattdeutschen Sprache. Präs.: Ich glaube nicht, daß das nöthig sein wird, Herr Rechtsanwalt! Rechtsanwalt Fleischhauer: Ich habe auch nur, wenn erforderlich, diesen Antrag gestellt. Präs.: Buschhoff, wie kommt es, daß Sie der Zeugin zu gerufen haben, halten Sie das Maul"? Buschhoff: Bereits an jenem Abend hat man die Juden beschuldigt, den Mord begangen zu haben. Ich war deshalb sehr Der Präsident theilt alsdann mit, daß der Entlastungszeuge ärgerlich und ärgerte mich auch über die leichtfertige Aeußerung Jakob Klaasen an einer Rippenfellentzündung erkrankt sei. Auf der Zeugin. Ich war nämlich der Meinung und habe diese maschine gefallen und dadurch ist das Unglück passirt. tag nicht arbeiten. Der folgende Beuge ist der Sohn des Steinmez Wesendrup, Bräs.: Sind Sie nun am Sonnabend bei Buschhoff ge- der 14jährige Carl Wesendrup. Dieser bekundet: Am Tage des Mordes sei er gegen 912 Uhr bei Buschhoff gewesen, habe aber Beuge: Nein, Sonntag Mittag, als Buschhoff gerade aus nur die Frau und die Hermine angetroffen. wesen? auch heute noch, der Joanchen ist von der Schaukel in die HäckselEin weiterer Zeuge ist der Viehzuchter und Biehhändler Junkermann, ein Sohn des Handelsmanns und ehemaligen Meggermeisters Junkermann. Dieser erzählte: Am Tage nach dem Mord habe ihn Busch Vertheidiger Rechtsanwalt Stapper: Ich ersuche, dem Beugen das an die Staatsanwaltschaft gerichtete anonyme Schreiben vorzulegen. Präs.: Junkermann, sehen Sie sich einmal dieses Schrift ftück an, fennen Sie das? 3euge: Jawohl, das habe ich nach dem Diktat meines Baters geschrieben. Präs: Es ist das das anonyme Schreiben, das der alte Junkermann, als von ihm herrührend, vollständig in Abrede gestellt hat. Hierauf tritt eine längere Pause ein. ( Fortsetzung in der 1. Beilage.) " B Verlammlungen. Die Hamburg hoff nicht in fein Schlachthaus herein lassen wollen. Etwas| Verpflichtung bekundet, dafür zu sorgen, daß Schönfeld so wenig der anderen Ausgaben. Normale Jahresausgabe 210 000 m." Auffälliges habe er an Buschhoff nicht wahrgenommen. Verluste als möglich erleide, weil er denselben längere Bei der Maurerorganisation find die Einnahmen und Ausgaben Beit kannte und auch prozessualisch vertreten habe. Um nur für den Zeitraum von 6 Monaten zu verstehen. die Verluste desselben zu mildern, habe er ihn sogar auf sechs A. Dammann, Kassirer, Wochen zur Vermittelung des Verkaufs des Hauses angestellt. Hamburg, Niemals sei von einer Bürgschaft die Rede gewesen; das beweise Bollvereinsniederlage, Wilhelmstr. 13, 1. Gt. auch klar die Thatsache, daß sich Schönfeld von ihm sogar noch Geld geborgt und niemals Rompensationsansprüche geltend ge macht habe, trotzdem er dieserhalb verklagt worden war. Der Angeklagte berief sich auch auf Zeugen darüber, daß Schönfeld 1/2 Jahre lang niemals von der angeblichen Bürgschaftsübernahme etwas erzählt habe. Schließlich blieb der Angeklagte mit mit aller Entschiedenheit dabei, daß Die achte Generalversammlung der Zentrals der von ihm geleistete Eid richtig sei und behauptete, Kranken- und Sterbekasse der Maurer, Steins daß er erst mitten in der Lieferung Schönfeld's von dessen Mit hauer und Berufsgenossen Deutschlands( E. H. Bedürfen Sammlungen zu Streifzwecken der polizei arbeiterschaft Kenntniß erhalten habe, demselben also unmöglich Nr. 7, Grundstein zur Einigkeit) sette am Dienstag Abend und lichen Erlaubniß? Diese für die sächsischen Arbeiterkreise höchst zu derselben zugeredet haben könne. Die Aussagen der in dem Mittwoch ihre Verhandlungen fort. In der Diskussion sprachen. wichtige Frage ist am 5. Juli von der 5. Strafkammer des Bivilprozesse thätig geweſenen Rechtsanwälte J. Cohn und Laube Hagen- Eppendorf, Weste- Braunschweig, Tieste- Hannover, Randis Leipziger Landgerichts verneint worden für die Fälle, wo die fielen durchaus zu Gunsten des Angeklagten aus, auf der anderen Rostock, die Berliner Delegirten Behrens, Blaurock und Wilcke, Sammlung sich beschränkt auf Arbeiter, die einer Seite standen die fünf eidesstattlichen Versicherungen, deren Aus- Patte- Posen und andere für die Auflösung der Kasse, da sie nicht Organisation angehören( Gewerkschaftskartell). Der ſteller allerdings nicht genau zu sagen wußten, ob Dr. M. aus die Ueberzeugung gewinnen fonnten, daß die Kaffe durch eine Expedient Blume vom Leipziger Wähler" und der Tischler drücklich davon gesprochen, daß er für die Forderung Schönfelds Erhöhung der Beiträge zu halten sei. Sie betonten, daß sogar Gaschütz hatten Berufung eingelegt gegen ihre Verurtheilung auffomme", oder nur, daß er dafür sorgen" müsse, daß Sch. die Buchdrucker ihre Kaffe taum noch zu halten vermögen. Die zu je 50 Mart Strafe wegen verbotenen Sammelns. Die Vereine Verluste erleidet. Der Staatsanwalt erachtete eine Schuld Gesetze bürdeten den Kaffen so viel auf, daß es nicht möglich sein handlung über diese Berufung fand bereits am 28. Juni des Angeklagten nicht für dargethan und beantragte die Freisprechung würde, fie neben den protegirten Ortskassen zu halten. Die Selbst: statt. Das am 5. Juli verkündete Urtheil stellt fest, desselben. Zu demselben Antrage kam auch Juftigrath Dr. verwaltung fönne nicht mehr als vorhanden bezeichnet werden; daß Blume durch Entgegennahme von Geldern und von Simson, der mit dem Rechtsanwalt Wronker die da gelte es wichtigere Dinge vorzunehmen. Quittung darüber im Wähler", sowie außerdem durch Bertheidigung führte. Derselbe vertrat den Standpunkt, daß hier Altonaer Delegirten, Bonn, Frankfurt a. M. und andere machten eine den Quittungen beigefügte Bemerkung, durch die Blume entweder ein gegen den Angeklagten geschmiedetes Komplott oder den entgegengesetzten Standpunkt geltend, wie er in dem vorigen nur zu genauer Kontrolle der haben will, Sammlungen veranstaltet habe, und zwar seien diese große Mißverständnisse der Belastungszeugen vorliegen müßten. Bericht dargelegt ist. Als zur Abstimmung über die auf AufEammlungen Blume's öffentliche, und fonach, weil ohne Erlaubniß dem Beschluß, die Sache vor das Schwurgericht zu schritten wurde, stimmten 21 Delegirte für, 14 gegen diefelben. tam zu a. S., ge der Polizei erfolgt, strafbare, da sie sich zwar auf den Lesertreis verweisen. Der Gerichtshof war der Meinung, daß von Die Anträge sind damit abgelehnt, weil nach den ſtatutendes Wähler" beschränkten, dieser Lesertreis aber in feinem Fahrlässigkeit nicht die Rede sein könne, daß objektiv etwas mäßigen Bestimmungen mindestens 28 der Anwesenden erforder inneren Zusammenhange unter sich stünde. Die Berufung Blume's Falsches beschworen sei und daß die Beurtheilung der subjektiven lich gewesen wären, um dieselben anzunehmen. Die An wurde daher verworfen, auch der eventuelle Antrag des Ver- Seite der Frage zur Kompetenz des Schwurgerichts gehöre.träge Elberfeld, Welfensleben, theidigers Rechtsanwalt Gustav Hofmann auf Herabsetzung der Neubrandenburg, Heidel Strafe, der den durchaus erlaubten und nach feiner Richtung zu Eine Anklage wegen Spiritussteuer Hinterziehung burg i. Br., berg, Straßburg i. Elf., Potsdam, Leipzig- Reudnih, Frei mißbilligenden Zweck der Sammlungen: Unterstüßung von wurde fürzlich vor der vierten Strajkammer des Landgerichtseine Zuschußtasse umzuändern, wurden gleichfalls abgelehnt. welche darauf abzielten, die Raffe in streifenden Hilfsarbeitern im Buchdruckergewerbe, betont hatte, gegen den Droguenhändler Adolf Koschel und dessen Gehilfen Siernach wurde auf Antrag Meier- Hamburg eine Kommission zur zurückgewiesen. Hermanu Barlet verhandelt. Bekanntlich ist der Spiritus, Prüfung der Vorlage des Vorstandes zur Deckung des Fehl Aber die Berufung des Gaschütz hatte Erfolg, weil das Land- welcher zur Herstellung von Heilmitteln dient, einer Bersteuerung betrages gewählt, die mit Hinzuziehung des Vorstandes diese Vors gericht bei diesem annahm, daß er nur die Beschlüsse einer nicht unterworfen. Der Angeklagte Koschel zeigte der Steuer- lage prüfen und der Versammlung Vorschläge in Bezug darauf vom Gewerkschaftskartell abgehaltenen Versammlung ausgeführt behörde an, daß er Ameisenspiritus zum Wiederverkauf anfertigen machen soll. In diefelbe werden gewählt: Bömmelburg, Bonn, habe, in welcher beschlossen worden war, daß für die streifenden wolle. Um zu kontrolliren, wie viel Spiritus hierzu verwendet wilfniß, Gerlach, Hübner. Nach gepflogener Berathung ver Hilfsarbeiter im Buchdruckergewerbe innerhalb der dem Gewerk- wurde, sandte die Steuerbehörde einen Beamten nach dem tündete der Berichterstatter dieser Kommission, Bömmelburg, daß schafts- Kartell angehörigen Gewerkschaften durch Vertrauens Roschel'schen Laboratorium, wenn sie von Koschel die Anzeige die Kommission zu dem Resultat gekommen ist, eine Erhöhung männer der einzelnen Gewerkschaften mittels auszugebender erhielt, daß zu einer bestimmten Zeit die Bereitung von der Beiträge in der 1. KI. um 80 Pfennige, in der 2. Kl. um Sammellisten gesammelt werden solle. Gaschütz hatte als Ver- Ameisenfpiritus stattfinden sollte. Dies Heilmittel trauensmann der Tischler solche Listen ausgegeben. Das Land- nach der Pharmacopoe so hergestellt werden, daß sechs zuschlagen. Auf Grund der Durchschnittsverhältnisse der letzt foll 70 Pfennige und in der 3. Kl. um 33 Pfennige pro Monat vor gericht erklärte für nicht erwiesen, daß Gaschütz die Listen auch Theile 25prozentiger Ameisensäure mit 100 Theilen Spiritus verflossenen vier Jahre in den vier Monaten September/ Dezember, Arbeitern zur Einzeichnung von Beiträgen vorgelegt habe, die verdünnt werden: der Steueraufseher Kalisch, welcher am 14. Juni würde dadurch eine Mehreinnahme von 68 659,10 m. in diefen nicht der Organisation des Gewerkschaftskartells angehört haben, vorigen Jahres die Fabrikation überwachte, ließ sich von dem vier Monaten dieses Jahres erzielt werden, mindestens fönne und daß Gaschütz sonach nicht aus dem Rahmen dieser Organisation Angeklagten Barlet, welcher den Ameisenfpiritus herstellte, die aber wohl angenommen werden, daß der Mehrbetrag, welcher herausgetreten sei. Die Sanmmlung des Gaschütz sei daher keine Flasche übergeben, welche drei Liter Ameisensäure enthalten sollte, dadurch erzielt werden würde, die diesjährige, zum Refervefonds ,, öffentliche" im Sinne der Polizeiordnung. Die Barlet gerade einem Ballon, in welchem 50 Liter Spiritus erforderliche Summe von 54 054 M. herbeifchaffen wird. Die 239 unsichere eingemessen waren, zusetzen wollte. Der Beamte prüfte den In Bersammlung trat nun über diese Vorschläge in eine sehr leb Kantonisten, welche sich durch Auswandern der Militärdienstpflicht halt der farblosen Flüssigkeit, die im Gegensatz zu der äußerst hafte Diskussion ein. Dietrich- Berlin schlug vor, sich um den Der Andrang zu den Ferienkolonien. 239 unsichere eingemessen waren, zusetzen wollte. entzogen haben, waren gestern vor die 2. Straffammer des Land: scharf rieche..den Ameisensäure völlig geruchlos war. Es zeigte Reservefonds feine Kopfschmerzen zu machen. gerichts I geladen. Der Namensaufruf der Geladenen dauerte ich, daß die Flasche Wasser anstatt Säure enthielt. tassen fümmerten fich garnicht darum, ob sie ihren allein über eine Viertelstunde. Unter den Gegnern der Militär- schuldigte sich mit einem Irrthum, und als koschel von Pflichten dem Reservefonds gegenüber Vorfall Stenntniß gegeben gegenüber genügen wurde, bat dieser den pflicht waren alle Stände vertreten: Künstler, Schriftsteller, Beamten, ihm feine Schwierigkeiten zu machen. oder nicht. Die Sache könne vor dem Bezirksausschuß des Re Schauspieler, Kaufleute, Handwerker 2c. 2c., auch einige Adlige zeitig versuchte Koschel, dem Beamten ein halbes Dußend wies darauf hin, daß das soviel bedeuten würde, als ob die Gleichgierungs- Bezirks Schleswig erledigt werden. Hartwig- Altona befanden sich darunter. Erschienen war Niemand. Der Gerichtshof verurtheilte die 239 Angeklagten zu je 155 M. Geldbuße dennoch bei seiner Behörde Anzeige. Hier war schon vor sie darum von der Regierung nehmen will, worauf Dietrich ers Bigarren in die Hand zu drücken. Der Steuerausfeher machte Bersammlung sich nicht getraue, die Auflösung zu beschließen, und event. 31 Tagen Gefängniß. längerer Zeit aufgefallen, daß Koschel foloffale Mengen von widert, daß andere Kassen darum nicht von der Regierung aufgelöst Unter der Anklage der versuchten Nöthigung stand geſtern Ameisen- Spiritus anfertigen und abfezen müßte. Man gelangte find. Nach längerer Diskussion einigte sich die Versammlung zur Ander Apotheker Max Mühlenbach vor der 4. Straffammer des zu der Ueberzeugung, daß das Heilmittel nur als Deckmantel nahme eines Antrages Kant, nach welchem der monatliche Beitrag hiesigen Bandgerichts I. Der Angeklagte genoß früher Steuer- dienen mußte, um die Steuer zu hintergehen. Es war ein für die 1. Klasse 2,55 M., für die 2. Klasse 2,35 M. und für die freiheit für Spiritus, dieser Vorzug ging ihm aber durch Maß- Leichtes für den Abnehmer, die Ameisensäure wieder von dem für die 1. Klasse 2,55 M., für die 2. Klasse 2,35 M. und für die 3. Klasse 1 M. betragen soll, wodurch annähernd den Bor nahmen des Steueraufsehers Kalisch verloren. In seinem Spiritus zu trennen und der so gereinigte Spirius war dann zu schlägen der Kommission entsprochen ist. Der Antrag wurde per Merger über diese Intervention richtete der Angeklagte einen etwas allen Zwecken zu gebrauchen. Am 18. Juni v. J., alſo vier Tage Afflamation angenommen. Bei der weiteren Berathung der vom Bor scharfen Brief an den Steueraufseher Kalisch, in welchem er dem- nach dem geschilderten Borfalle, ließ der Angeklagte stande unterbreiteten Vorlage wird beschlossen, die Steinhauer Barlet anfertigen. ferner nicht mehr als Mitglieder aufzunehmen, da durch die felben vorführte, wie viele Geschenke er ihm schon zugewendet Roschel wieder Ameifenspiritus durch Barlet ent Die = Die Drts fönnen habe. Er verlangte ferner die Rückgabe dieser Geschenke und Es wurden an diesem Tage 750 Liter bereitet. drohte ihm für den Fall, daß die von ihm getroffene Maß- Steuerbehörde war diesmal aufmerksam. Nachdem Barlet erklärt zahlreichen mit deren Thätigkeit verbundenen Krankheiten eine zu große Belastung der Kaffe herbeigeführt wird. Die vorhandenen regel nicht wieder rückgängig gemacht würde, er werde zur hatte, daß er fertig sei, wurde eine eingehende Untersuchung vor Steinhauer, welche Mitglieder sind, sollen jedoch das Recht haben, Kenntniß der vorgesetzten Behörde bringen, daß er häufig Geschenke genommen. Es zeigte sich aus den Koschel'schen Geschäftsbüchern, der Kaffe als Mitglieder anzugehören. Als die Bersammlung bei amtlichen Handlungen angenommen habe. Der Angeklagte daß garnicht soviel Ameisensäure vorräthig gewesen sein konnte, für den Antrag, die Beitragserhebung wöchentlich einzurichten, erklärte diese Thatsache auch für richtig und behauptete, daß der wie zur vorschriftsmäßigen Bereitung von Ameisensäure gebraucht mit 19 gegen 15 Stimmen votirte, wurde Steuerauffeher ihn wiederholt in seinem Laboratorium besucht werden mußte. Der Chemiker Herzfeldt untersuchte sowohl die Gegnern deffelben die zur Statutenänderung erforderliche und mehrfach Geschenke von ihm in Gestalt von Seife in Säure wie den Spiritus, er fand, daß die erstere nur einen Ge- 2/3 Mehrheit und namentliche Abstimmung verlangt, worauf der Empfang genommen habe, da er ihm fort und fort klagte, daß halt von 21 anstatt 25 pet. hatte und daß der Ameisen Antrag nach langer lebhafter Diskussion als abgelehnt bezeichnet er mit seiner Familie nicht so recht durchkomme. Der Beuge fpiritus nicht, wie vorgeschrieben ist, 6 pet. Ameisensäure wurde. Hartwig erklärt darauf, daß er nachträglich durch den Aus diesen Umständen Gang der Berhandlungen die Ueberzeugung gewonnen habe, be Kalisch bestritt entschieden die Behauptung des Angeklagten und enthielt, sondern nur 0,45 pet. Soziale Lebersicht. Literarisches. von den des Eine Weltausstellung in Deutschland. Von Georg Bobertag. Verlag von Masching, Winkler u. Go Berlin, Grünftr. 17-18. Die Wiedergeburt der Völker. Monatshefte, herauss gegeben von Dr, med. Alfred Damm, Wiesbaden, Verlag Berlin- Hamburg, Brauer und Co. Preis vierteljährlich 1,50 M. Einzelne Nummer 50 Pf. beeidete noch, daß er sich mit seiner Familie in so günstiger hielt die Steuerbehörde es für zweifellos, daß der Zufaß von die Kaffe bei fernerem Bestehen systematisch zu Grunde gehen Position befinde, daß er nicht darauf auszugehen brauche, den Ameisensäure nur dazu dienen solle, den Spiritus vorläufig zu würde, worauf die Berliner Delegirten sich entschieden dagegen Angeklagten um Geschenke anzugehen. Der Staatsanwalt hielt denaturiren. Die Angeklagten hatten am 14. und 18. Juni ins verwahren, etwa aus Prinzip, um die Kasse zu Fall zu bringen, die Handlungsweise des Angeklagten, welcher einen Beamten, der gesammt 1054 Liter verarbeitet, das Bierfache der hintergangenen oder in der Absicht in Berlin eine neue Raffe zu gründen, sich nur seine Pflicht gethan, in dieser Weise zu Falle zu bringen Steuer berechnete sich auf 1956 M. und jeder der Angeklagten so verhalten zu haben wie sie es gethan haben. fuche, für so frivol, daß er 4 Monate Gefängniß gegen wurde zur Zahlung dieser Summe durch Verfügung der Steuerden Angeklagten in Antrag brachte. Der Gerichtshof erkannte behörde verurtheilt. Das Bestreben des Angeklagten Koschel, dem Beamten 6 Stück Zigarren in die Hand zu drücken, auch nach diesem Antrage. wurde als Bestechung aufgefaßt und auch dieserhalb Eine Auflage wegen fahrlässigen Meineides, welche Anklage erhoben. Im Termine beftritten die Angeschuldigten, fie eine die IV. Straffammer hiesigen Landgerichts I gegen den Rechts- daß betrügerische Absicht gehabt, es liege anwalt Dr. M., jegt in Charlottenburg wohnhaft, zu verhandeln nur ein Versehen vor. Der Gerichtshof hielt die Verdachtsgründe In der Redaktion eingegangene Schriften: hatte, hat in einem Theile der Presse schon einigen Staub auf auch nicht für ausreichend genug, um die Angeklagten wegen gewirbelt. Der Angeflagte ist beschuldigt, in einer Streitfache Steuerhinterziehung zu bestrafen. Dagegen hätten dieselben sich hams im Jahre 1892. Von Dr. Reismann Grone Die Arbeitseinstellung auf den Kohlengruben Dur Schönfeld/ Moll am 27. Oktober 1891 vor der Zivilkammer Berlin zweifellos eines anderen Bergehens, nämlich der ordnungswidrigen Verlag von G. D. Bädeker, Essen. fahrlässig einen falschen Eid geleistet zu haben. Das Verfahren Behandlung von Fabrikaten schuldig gemacht und seien deshalb richtete sich ursprünglich auf wissentlichen Meineid. Die Staats- mit einer Geldstrafe von je 200 Mark zu bestrafen. Den An- Lieutenants a. D. Von**, Lieutenant a. D. Verlag der Buch Ernste Betrachtungen über die soziale Stellung anwaltschaft war nach einer sehr eingehenden und sehr sorg geklagten Roschel traf außerdem noch wegen der versuchten Behandlung Schreiter, Berlin, Wilhelmstr. 132. fältigen Prüfung zu der Ueberzeugung gekommen, daß die An- ftechung eine Geldstrafe von 20 Mart. flage nicht zu begründen sei und hatte deshalb die Einstellung des Verfahrens für angezeigt gehalten. Die V. Straffammer war anderer Meinung, verfügte die Einleitung des Verfahrens Toegen fahrlässigen Meineides. Es handelt sich um folgenden Thatbestand: Der Angeklagte besaß mit seinem Vater ein Grundstück in Charlottenburg und verkaufte eine Parzelle davon an einen gewissen Baumgarten, welcher dieselbe bebaute. Zu den Zum Frankfurter Branerei- Voykott. Eine Versammlung Baulieferanten gehörte auch der Fabrikant von Tischlerwaaren von Gastwirthen Frankfurts a. M. erklärte sich mit den Forde Schönfeld, welcher früher häufig Mandant des Angeklagten war. Die Baugeschichte endete damit, daß das Grundstück zur Sub- rungen der Brauerei- Arbeiter voll und ganz einverstanden und sprach sich dahinaus, daß sämmtliche Wirthe, die direkt ihr Bier haftation fam und von dem Vater des Angeklagten von den boykottirten Brauereien beziehen, darauf hinwirken, daß Unter den Handwerkern, welche der Streit so schnell wie möglich beendet wird, da der Boykott mit ihren Forderungen ausfielen, befand sich auch der befand sich auch der die betreffenden Wirthe ganz ungemein schädige. jezt nach Amerika ausgewanderte Schönfeld mit Summe von 5750 M. Im Februar 1891 strengte Schönfeld Quittung über bei der Generalfommission der Gewerk Aus Werl i. W. wird berichtet: Vor einiger Zeit wurde gegen den Angeklagten eine Bivillage an, indem er behauptete, schaften Deutschlands in der Zeit vom 17. Juni bis 30. Juni daß er die Tischlerarbeiten für Baumgarten nicht geliefert haben 1892 eingegangene Gelder: Quartalsbeitrag( 2. Quartal 92) der Zabalarbeiter 695,- rathen fein fonnte, weil derselbe verdeckt war. Die Untersuchung Brunnen gefunden, in welchen das Kind nicht gut von selbst ge würde, wenn ihm Dr. M. nicht gesagt hätte: Sie können ruhig liefert; für Alles was Sie liefern, übernehme ich die Bürg Quartalsbeitrag( 2. Quartal 92) der Bildhauer Deutschlands jeht ergeben, daß das Kindermädchen, welches zur Pflege des Kindes schaft!" Der Angeklagte leistete in diesem Zivilprozeß einen ihm 150,- Quartalsbeitrag( 1. Quartal 92) der nichtgewerblichen bestellt war, dasselbe in ben Brunnen geworfen hat. Die Mörderin, er eine solche Aeußerung Arbeiter 72,-. Hamburg, E. Guiraud 4,-. zugeschobenen Eid dahin, daß er welche noch kaum 18 Jahre alt ist, hat ein Geständniß abgelegt. niemals zu Schönfeld gethan habe. Letzterer setzte sich und in Verbindung Das Kind hat sie in den Brunnen geworfen, weil es ihr zu schwer Berichtigung. In der Tabelle Uebersicht über die Zahl war zum Tragen. nun mit einem Winkelfonfulenten dieser brachte fünf eidesstattliche Versicherungen zusammen, und Stärke der deutschen Gewerkschaftsorganisationen" find der um die Behauptung des Schönfeld, daß geleistete folgende Fehler zu berichtigen. Bei der Drechslerorganisation jenigen, welche über den Verbleib des Schooners Uvea", Unter Das Seeamt zu Hamburg fordert alle Die Eid falsch sei, zu unterstützen. In diesen eidesstattlichen Ber- find an Verwaltungskosten 10 726 M. angegeben. In dieser scheidungssignal RGQP, Heimathshafen Hamburg, Austunft ficherungen bekundeten die betreffenden fünf Personen: bei einer Summe find auch die den Verwaltungsstellen verbleibenden Pro- geben können, oder denselben zu einer späteren als der unten an Die sich um den Berkauf des betreffenden Hauses drehte, habe thatsächlich auf 4997 M. belaufen( inkl. Kosten der General des genannten Schiffes Bekanntgewordene dem Seeamte bis bea Besprechung mit dem Angeklagten, bezw. bei einer Unterredung, gente= 5728 M. eingerechnet, so daß sich die Berwaltungstoften gegebenen Zeit gesehen haben, auf, Alles ihnen über das Schidfal der Angeklagte zugestanden, daß er den Schönfeld ja befriedigen versammlung). Die Endsumme in den Verwaltungsfoften stellt 1. September dieses Jahres mitzutheilen. Der Schooner Uve Der Angeklagte sich nach oben gemachter Bemerkung auf 145 839 refp. 149 948 m. ging am 15. August vorigen Jahres von Fakaofo nach Apia müsse, da er diesem gegenüber gut gesagt habe. erklärte dies für ein großes Mißverständniß der betreffenden Bei der Buchdruckerorganisation muß Anmerkung 12 lauten: See und febleu feit diesem Tage alle weiteren Nachrichten Personen. Thatsächlich habe er nur eine gewiffe moralische„ 22 Gaue 557 Städte." Anmerkung 13 lautet dann:„ Inklusive das Schiff, seine Besatzung und Passagiere. wieder erworben wurde. " einer Verlag zur Bekämpfung des Alkoholgenuffes. Die Alkoholfrage. Von Dr. med, G. Bunge, Basel Vermischtes. Berantwortlicher Nebatteur August Ebers in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. bat in über